Nr. 20. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mi tlluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Ponte Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1901 unter r. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gelinge beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 24. Januar 1901. $ 12 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. in Dennoch ist der Fortschritt unverkennbar und die Gewerk in dem industriell entwideltsten Lande der Monarchie, Der Arbeiter in der wirtschaftlichen schaften in Deutschland stehen heute beffer da als je. Wir Böhmen, und siegten an Bunften, wo ben Erfolg niemand erwartet Krise. wollen auch durch diese Betrachtungen nur darauf hinweisen, hatte. Dem nationalen Furor zu begegnen, waren wir nicht start wie notwendig die gewerkschaftlichen Hilfsmittel gerade in den Bolleseele lebendig zu machen und zu einem energischen Protest zu genug, aber es war uns vergönnt, die antiklerikalen Justinkte der Der bagen Spekulation in den letzten fünf Jahren, der Beiten der Krisen sind, wie die Arbeiterschaft in diesen Or- verdichten. Die Niederlage des Kleritalismus, diefer nebst dem Hast, mit der neue Gründungen sich bei den verlockenden Ausganisationen eine Stätte des Schutzes und der Hilfe errichten nationalen Chauvinismus mädigste Faktor der altöstreichischen fichten auf hohe Gewinne auf dem Geldmarkt hervordrängten, muß, in der sie geborgen ist, wenn die wirtschaftliche Unbill Regierungskunst, ist vornehmlich der rastlosen Aufklärungsarbeit der ist jetzt eine eisige Ruhe gefolgt, die nur eine Zeitlang von über sie mit roher Gewalt hereinbricht. Socialdemokratie zu danken. Man hat 1897 unsre Agitationsreduer einer panifartigen Flucht unterbrochen wurde. Die Zeiten Das vollkommen zu erreichen, genügt gegenwärtige Mit- von den Bauern noch prügeln lassen. Aber sie sind wiederübermäßiger Gewinne für die Industrie sind vorüber gliederzahl nicht, dazu bedarf es der Aufwendung größerer gekommen, und daß die Aussaat Ernte gebracht hat, haben und der Rückschlag auf dem Warenmarkt unvermeidlich. Mittel und vor allem Einheitlichkeit des Handelns. Es wäre diese Wahlen bewiesen, wo ein ganzer Haufe Klerifaler, darunter Noch ist nicht klar ersichtlich, ob die Strise eine schwere, lang- gerade jetzt ein die Gewerkschaften schwer schädigendes Ver- ihre Häuptlinge, auf der Strecke geblieben ist. In Niederöstreich ist Geßmann gefallen, in Tirol Dipauli, in Oberöstreich Eberbach; andauernde ist, oder ob fie, bald überwunden, doch nicht die halten, wenn die Mitglieder nicht treu zur Fahne halten und in den Sudetenländern ist auch nicht ein Klerikaler oder ChristlichKatastrophe herbeiführt, die auf Jahre hinaus unser ganzes alles aufbieten, einen Rückschlag au berjocialer gewählt worden: das sind Entscheidungen, die in den Wirtschaftsleben unter schwerem Druce halten wird. hindern; heute werden alle Kräfte gebraucht, keiner darf östreichischen Jammer etwas wie frischen Lufthauch bringen. Immerhin sind die Aussichten trübe, und auch die die Pflicht, die ihm die Gewerkschaft auferlegt, von sich ab- Nicht bloß die Socialdemokratie ist auf den böhmischen Feldern Situation für die Gewerkschaften hat sich damit verschoben, wälzen und dem kleinen Häuflein der Tapferen überlassen, unterlegen, auch die deutsche Fortschrittspartei, die eigentliche Partei denn ihre Taktik darf nicht ohne Berücksichtigung der wirt die zu allen Zeiten die Opfer und Beschwernisse auf sich ge- des deutschböhmischen Bürgertums, ist in diesem Wahlkampfe noch entthront worden. Die Radikalen", im alten Parlament schaftlichen Konjunktur bestimmt werden. Jett gilt es im nommen haben. besonderen gerüstet zu sein, um den Druck von der ArbeiterKann der Zusammenschluß nicht erschüttert werden, dann ursprünglich eine Gruppe von fünf Mann, die mehr Heiterfeit als Schreden weďte, ziehen 21 Mann start tlaffe abzuwehren, der gerade in Zeiten des Geschäftsstillstands werden, die Arbeiter dem Kommenden ruhiger und voll Ver- ins, Parlament, und von der Größe ihrer Einsicht und Bea von dem Unternehmertum mit großer Rücksichtslosigkeit aus- trauen auf die eigne Kraft entgegensehen können. sommenheit hängt nicht zum wenigften das nächste Schicksal des geübt wird. Barlaments ab. Die tabitalen" find zwar auf das Programım Schönerers gewählt, aber der junge Herr Wolf, der an Eitelfeit seinem Meister nichts nachgiebt, wird das autokratische Den zahlreichen Entlassungen, die das Heer der Arbeits- Regiment, in dem sich Herr Schönerer nicht genugthun kann, lofen wieder anschwellen lassen wird, kann Einhalt gethan sicherlich nicht lange tragen. Dieser Herr Schönerer ist wohl eine des politischen Lebens, die der sonderbarsten Gestalten werden, wenn die Ueberarbeit vermieden wird, nicht jener die Oeffentlichkeit hervorgebracht hat. An dem Manne ist nichts widerspruchsvolle Zustand der kapitalistischen Produktions- echt als seine unverwüstliche Eitelkeit vielleicht noch sein Haß weise begünstigt wird, daß in dem Augenblick, wo tausende gegen die Habsburger. Unbedeutend in jeder Hinsicht, durchaus un auf der Landstraße arbeitslos von Hunger und Not gepeinigt produktiv und dabei faul bis in die Knochen betreibt er die Politik herumirren, eine kleine Anzahl in Beschäftigung Stehender wie ein reicher Mensch: er hält eine Schar Trabanten aus, die ihre Leistungen weit über das normale Maß steigern. So feine Berherrlichung systematisch fördern müssen. Aber trotzdem übt weit es in der Macht der Gewerkschaft liegt, muß diesem er auf weite Streife, insbesondere auf die studierende Jugend, einen Widerfinn entgegengearbeitet werden. gewissen Zauber aus: er verkörpert den allbentschen Gedanken", die Idee des deutschen Frredentismus in Oestreich. Sie wissen in Berlin gar nichts davon, wie viel glühende Bewunderer des Deutschen Reichs preußischer Artung jenseits der Grenze Ihnen leben. Freilich ist das in Dest reich nur eine Bierbantpolitik, jeder schöpferischen Kraft ermangelnd. Aber das Parlament stillguseßen ist sie start genug, und sie wird sich als start genug erweisen. Je nachdem, wie die Krise einfeßen wird, haben wir mit einer größeren oder geringeren Arbeitslosigkeit zu rechnen. Schon jetzt wird fortgesetzt gemeldet, daß Lohnabzüge und Arbeiterentlaffungen in zahlreichen Gewerben, vor allem aber in der Metallindustrie start an der Tagesordnung find. Kein Zweifel, das Unternehmertum wartet nur darauf, bei großem Ueberfluß an Arbeitskräften den Lohnabzug stärker fühlen zu Laffen. Sind doch gegenwärtig im Stohlenbergbau schon Lohn fürzungen gemacht, obwohl die Preise für Stohle noch eine ganz außergewöhnliche Höhe einnehmen. Die Unternehmer wissen, daß die Eiſenindustrie Arbeitsfräfte abstößt, der Arbeitsmarkt überlaufen wird, und somit leichter Ersatzkräfte für ,, unbotmäßige Arbeiter" herangezogen werden. Es ergiebt sich von selbst, daß gegenwärtig bei Streits die Gewerkschaften vielfach in die Defensive gedrängt werden, um Lohnherabsetzungen zu begegnen. je Bien Läge nicht in der kapitalistischen Produktionsweise das werden können. Hält dann nicht eine gute Organi rücksichtslose Princip, die Arbeiter von der Arbeitsstätte fort sation die Arbeiter davon ab, daß sie zu jedem Preise ihre zustoßen, wenn ihre Sträfte nicht mehr voll ausgenutzt Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt anbieten, dann werden die werden können, dann würde man in Zeiten der Krije zn Löhne fortgesetzt herabsinken und die Lebenshaltung der Ar dem Princip der Arbeitseinschränkung greifen, die Arbeits beiter wird verschlechtert. leistung des einzelnen vermindern und damit die Folgen des Der Geschlagene der Wahlschlacht heißt aber Karl Lueger. Gerade in der gegenwärtigen Zeit dürfte es angebracht erwirtschaftlichen Druds mildern. So könnte das Uebel leichter Die Herrlichkeit dieses großen Flausenmachers ist wohl endgültig fcheinen, auf die Bedeutung hinzuweisen, die die getragen werden, als wenn eine große Anzahl in Not und dahin. Nicht als ob die guten Wiener des Antisemitismus müde würden und sich dem bürgerlichen Freifinn wieder zuwenden wollten. Zarifverträge für die Gewerkschaften haben. Sie Elend hinabgestoßen wird. Nein, die Wahlen in der Städtekurie in Wien haben deutlich gezeigt, geben den Lohnberhältnissen eine größere Stabilität Die Unternehmer suchen heute in ihren Kartellen daß es dem nicht so ist, daß im Gegenteil der antisemitische und hemmen die Willkür in der Lohnfestsegung. Haben die Produktion dem Markt anzupassen und damit die Preis Gedanke imt Bürgertum so allgemein wird, daß er jede in Herr Lueger ist aber die Gewerkschaften die Macht, möglichst allgemein im rüdgänge der Waren aufzuhalten. Liegt es nicht in noch viel parteibildende Kraft einbüßt. Beruf den Tarif einzuführen, dann haben auch die anständigen höherem Interesse der Arbeiter, den Preisrückgangur befiegt worden und kann auch weiter nur befiegt werden durch Unternehmer diesen Zustand nicht zu beklagen, denn die Kon ihrer Arbeitstraft aufzuhalten und dem Bedarf das Proletariat; wenn dieses so start wird, um jeder kurrenz durch niedere Löhne kann ihnen nicht mehr gefährlich auf dem Arbeitsmarkt die Leistungen des einzelnen anzupassen? bürgerlichen Politit, also auch der berühmten des„ christlichen Wir haben heute zahlreiche Industrien, die 10, 11 und Bolts", ben Garaus zu machen. Aber das Herr Lueger diesmal so Die Abneigung gegen Tarifverträge ist denn auch in den 12 Stunden arbeiten lassen, da ist es dringender denn je, starten Stoß verseßen, und freut jeden braven Mann. Herr Lueger tüchtig Schläge bekommen hat, das wird seinem Ruhm" einen Gewerkschaften immer mehr im Schwinden und ist man ge- daß hier die Arbeitszeit herabgesetzt wird. In Deutschland hat sich der Welt als der perfekteste Socialistentöter vorgestellt; bei rade in der verflossenen Hochkonjektur vielfach zu Tarifverträgen sind eine halbe Million Kinder gewerblich beschäftigt. es of galt er als der einzige, der es treffen könnte, mit den verhaßten übergegangen. Es wäre nur zu wünschen, daß in der wäre ein sehr verdienstvolles Werk, fie diesem Wirkungskreis Socialdemokraten und den nicht minder verhaßten Schönerianern fertig Richtung die Gewerkschaften rüstig weiter marschieren. zu entziehen. zu werden. Es ist kein gweifel: wären die Wahlen diesmal wieder Aber gerade jegt haben wir Bedenken, ob die Gewert Allerdings die kapitalistische Produktionsweise zerrt das so ausgefallen wie im Jahre 1897, wo Herr Lueger, wie er unaufschaften das Marschtempo einhalten können; nicht daß es auf Heer der Arbeitslosen mit sich, sie ist sogar darauf be- hörlich prahlte, alle Neune geschoben hat"( die fünfte Kurie von ihrer Seite an gutem Willen fehlt, wohl aber, weil das dacht, möglichst für eine Ueberfüllung des Arbeitsmarkts Niederöftreich hat neun Bezirke, die alle chriftlichsocial wählten), Oestreich wäre einem extremtleritalen Regiment nicht entronnen; Unternehmertum dieser Bewegung starke Hindernisse bereiten zu forgen; jei es ſet daß daß Tausende von Arbeitskräften man hätte sicher den Versuch gemacht, den Staat durch Herrn Lueger wird. Das ist die Rückständigkeit des deutschen Unternehmer vom Auslande herangezogen werden, oder durch Verbesserung„ retten" zu lassen. Das feine römische Gewebe ist in diesen Wahlen tums, die uns in allen Kämpfen der Arbeiter so deutlich ent- maschineller Hilfsmittel fortgesetzt überflüssige Kräfte aus zerrissen worden. Als ein Gedemütigter geht Herr Lueger aus dem gegentritt, es geht nicht freiwillig vom Standpunkt einer gewissen Arbeit gesetzt werden. Nicht Anpassung an den Arbeitsbedarf Wahlkampf heraus. Der lezte Wahltag hat ihm die schmerzlichste Niedersocialpolitischen Einsicht auf solche kontraktlichen Verpflichtungen bezweckt sie, sondern die Herbeiführung eines Ueberflusses. lage gebracht: den Sieg des socialdemokratischen Lehrers Seitz in der im Arbeitsverhältnis ein, sondern nur gezwungen. In diesen Von der Kapitalistenklasse und ihrem Staat wird der Städtefurie, im Bezirke Korneuburg. Erstens haßt er den jungen Kreisen sehnt man sich danach, um nur bei der ersten besten Arbeiterklasse der Schutz gegen den wirtschaftlichen Niedes Lehrer, mit dem er schon so oft im Wiener Bezirksschulrat zusammenGelegenheit aus diesem Zwang herauszukommen, um die gang nicht zu teil werden, sie muß selbst and ans gestoßen ist, und dann ist der durchgefallene Professor Nichter der britte Landesausschuß Landesausschüsse sind die vom Landtage freie Unterdrüdung des Arbeiters wieder anwenden Wert legen und soweit sie innerhalb der kapitalistischen bestellten autonomen Berwalter der Länder, den die Socialzu können. Hier und da geschehen wohl Ausnahmen und Welt ihre Position bessern will, in der Gewerkschaft demokraten weggefegt haben. Zudem war Herr Richter eigentlich zeigt sich eine Wendung zum Besseren, aber es sind doch nur die Stüße suchen. Mehr denn je ist heute an die Arbeiter ein Deutschnationaler, und nur sein Liebängeln mit der Luegerei hat berhältnismäßig schwache Regungen einer bessern Einsicht. schaft die Mahnung zu richten, dieser Erkenntnis gemäß zu ihn den Wählern verdächtig gemacht. Ganz anders der englische Unternehmer. Er ver- handeln. handelt mit den Gewerkschaften, und nicht nur das. Kommen Streitigkeiten bor, so wendet sich nicht selten der Unternehmer selbst an die Gewerkschaft, um ihre Vermittelung anzurufen. Das gewählte Haus. -st- Wien, 20. Januar. Der Erfolg in Stornenburg ist für unsre Sache deshalb so wichtig, weil er in die privilegierte Kurie Bresche legt. Es war Diesmal das erste Mal, daß die Vierguldenmänner das Wahlrecht ausübten; bei der vorigen Wahl galt noch der Census von fünf Gulden. Mittlerweile ist aber auch die Personal- EinkommenEs fällt den englischen Fabrikanten gar nicht ein, um diese Endlich ist die Wählerei in Oestreich zu Ende. Wieviel Zeit steuer in Kraft getreten, und durch sie werden auch die Arbeiter Machtfrage mit den Arbeitern einen fortgefegten Kampf zu man bazu gebraucht hat, das Barlament zusammenzuwählen", das Steuerzahler und Wähler. Dadurch werden aber die privilegierten führen. Sicher wird es in Deutschland auch nicht eher anders ist genau gar nicht festzustellen, denn lange bevor die Abgeordneten Wählerklassen gleichsam unterminiert, ist doch die Zahl der Steuerwerden, bis wir zu einer Erstarfung der Gewerkschaften Wahlen beginnen, geht schon das wählen der Wahlmänner an, und wähler in Wien diesmal um nicht weniger als 50 Proz. gewachsen. Das kommen, die die Unternehmer auf einen ähnlichen Stmdpunkt dieser Voraft der eigentlichen Wahl vollzieht sich, wann es dem nun ist der Weg, auf dem wir in die Burgen des Privilegs eindrängt wie die englische, und sie zwingt, den Herrenstandpunkt betreffenden Bezirkshauptmann eben beliebt. Was immer das zubringen vermögen. Trotzdem die Partei in drei Wiener Bezirken in denen, wo die Liberalen mit Ausaufzugeben. politische Ergebnis dieser Wahlen sein wird, eins haben fie teine Kandidaten aufstellte Der Rückschlag in der Geschäftskonjunktur stellt hohe ficher bewirkt: das wahnsinnige Wahlrecht ist durch sicht auf Erfolg fämpften- find doch allein in Wien in der Städte Ansprüche an die Gewerkschaften. Vor allem werden sie umgebracht worden. Ganz abgesehen von dem kurie rund 18 000 Stimmen für uns abgegeben worden die Unterstützungszweige stärker in Anspruch genommen, die materiellen Unrecht, das in dieser Wahlordnung steckt, bie Abgeordnete gegen die 500 des Jahrs 1897! Und in zwei Landbezirken tamen unsre Genossen in die Stichwahl, Summen für Steise und Notfall- Unterstützung creiert, ganz abgesehen von den tiefen Schäden, die die Ungleichheit und das Korneuburger Mandat ist sogar erobert worden! des politischen Rechts erzeugt, ist dieses Wahlsystem einfach Dieselbe Erscheinung war überall zu beobachten; die SocialSoweit die Arbeitslosen- Unterstügung eingeführt ist, wird technisch nicht haltbar. Der Wahlwirrwarr spottet auch jeder demokratie faßt nun auch in den bevorrechteten Kurien Posto. sie den Mitgliedern gerade jezt eine willkommene Stüße bieten. Beschreibung. Das Gesetz ist so lückenhaft, so für andre Dadurch aber werden die Kurien in sich überflüssig, und der erste Jedoch werden die Rassen bei vielen Gewerkschaften feinen Berhältnisse berechnet, daß die Wahlen zu einer Zeit der Qual im Getriebe des Privilegs gewählte socialdemokratische Abgeordnete großen Ansturm aushalten können, denn die Schöpfungen für die Wähler, die Kandidaten und die Beamten werden. Ob ist das stärkste Argument gegen den Fortbestand dieser Raften und find im allgemeinen jungen Datums und trog der in das neue Parlament lebensfähig sein wird oder nicht: mit diesem Gitter. Der neue Abgeordnete Seiß einer der Führer der den letzten Jahren langsam erhöhten Beitragsleistung sind die Wahlgefez werden neue Wahlen nicht mehr unternommen werden können. socialistischen Lehrerbewegung dürfte eine wesentliche Bereicherung unsrer Frattion vorstellen. Die Partei ist jetzt im Barlament durch zehn anerkennenswerten Bemühungen, mehr für trübe Zeiten zurüd- Das sieht man auch der Dümmste, ja jogar der Minister ein. Die Wahlen waren von zwei Thatsachen beherrscht: dem Mann vertreten; venn sie auch quantitativ etwas eingebüßt hat, zulegen, vielfach gescheitert. Der Stampf verschlang zu viel nationalen Bug und einer ganz bemerkenswerten anti- fo dürfte fie an Schlagfertigkeit und Gehalt doch sicher Mittel, um in allen Fällen die sichere Fürsorge treffen tleritalen Strömung. Dadurch erklären fich die Niederlagen nichts verloren haben. Die Siege aber in Wien haben ihr Ansehen zu können. und erklären sich die Siege der Socialdemokraten. Wir unterlagen in Destreich sehr gesteigert. wachsen. ebruar ie In Die Einberufung deZ Parlaments wird für den Anfang erwartet. Herr v. Äörber verhandelt und konferiert bereits,___ triguen haben begonnen und die Chancen des neuen Hauses werden erwogen, etwa so wie am Turf der Sieg eines Pferds. Wir halten alle Hofsnungen fiir eitel; das neue Haus wird denselben trübseligen Anblick bieten wie das alte.— Januar. DolikisiHe Aeöevfichk. Verlin, den 23. Reichstag. Der Reichskanzler war heute selber im Hause erschienen um ein- kurze Trauerrede auf die Königin Victori zu halten. Das Haus hörte sie stehend mit an. Der Präsident Graf B a I l e st r e m schien in der Wahl der wenigen Worte, die er hinzufügte, merkwürdig unsicher zu sein. Offenbar hatte er sich aus eine größere Ansprache eingerichtet, die ihm durch die Rede des Reichskanzlers fortgenommen wurde. Graf B ü I o w entfernte sich wieder, sobald dos Haus in die Tagesordnung eingetreten ivar, und die Ministerbank sah eine Zeit lang so leer ans, ivie immer, wenn Schwerinstag ist. Dann aber erschien Graf PosadowSky. Die Wohnungsfrage, die heute in Gestalt dreier Initiativanträge das Parlament beschäftigte. und schon vor einem Jahr beschäftigt hat, ist auch im Bundesrat er- örtert worden und hat einen Beschlutz gezeitigt, den der Staats sekrctär im Auftrag des Reichskanzlers der Volksvertretung mitzuteilen hatte. Da mutzte er schließlich kommen. Die drei Initiativanträge, die von der freisinnigen Ver� einignng, den Nationalliberalen und von unsrer Partei ausgingen, stellen drei verschiedene Stadien in der Auffassung und Behandlung der Wohnungsfrage dar. Am unverbindlichsten und wirklich recht nichtssagend ist der Antrag der freisinnigen Vereinigung, der sich darauf beschränlt, die Einsetzung einer Kommission zur Vornahme einer Wohnungsenquete zu fordern. Herr Schräder begründete ihn. Die Nationalliberalen, für die der württembergische Gymnasiallehrer Hiebcr sprach, gehen einen Schritt weiter: sie ver- langen neben der Wohnungsenquete auch eine Prüfung aller Vov schlüge zur Wohnungsreform durch diese Konimission und deuten an, daß sie eine Besserung des WohnnngSelcndS von der zweckmäßigen Organisierung der öffentlichen Wohnungsfürsorge und durch die Gewährung staatlichen und und kommunalen Kredits für gemeinnützige Baugenossenschaften erwarten. Wir endlich fordern konsequent ein ReichS-Wohnungsgesetz mit Normativbestimmungen über die Beschaffenheit der Wohnungen, eine Wohnungsinspektion und die Errichtung eines Reichs-Wohnungsamts. Wie wir uns die Thätigkeit der Gemeinde auf diesem Gebiete denken, dafür haben die Verhandlungen der letzten Konferenz unsrer Brandenburger Gemeindevertreter wertvolle Hin weise gegeben. Auch wird die Frage in ihrer ganzen Bedeutung vom nächsten Parteitag in Lübeck behandelt werden. Schmidt- Frankfurt a. M. und Stolle sprachen heute für unsre Fraktion. Ein Gedanke ist allen drei Anträgen gemeinsam: die Ueber- zeugung von der Notwendigkeit eines Eingriffs der Reickisgesetz- gebung. Die öffentliche Hygiene, das Mietsrecht, das EntcignnngS recht unterstehen dem Reiche. Wirkliche Fortschritte lassen sich nur durch die Ccntralgewalt erzielen, wenn die ganze Reform nicht schlechte Flickarbeit werden soll. Hier setzt aber leider der Widerspruch des Reichskanzlers ein, den Graf Posadowsky zu übermitteln hatte. Man besinnt sich mit einem Male auf den föderativen Charalter des Reichs und will nicht in die Thätigkeit der Einzelstaaten eingreifen, die durch Polizei- Verordnungen, Steuerreformen und durch die Thätigkeit der Kommunal- Verwaltungen die Wohnungsfrage schon„lösen" werden. Hat doch die preußische Thronrede solches für Preußen verheißen. Das Reich will sich darauf beschränken, für seine Beamten, wo ein Bedürfnis vorliegt, preiswerte Wohnungen zu schaffen, auch soll im Reichs-Gesundheitsamt eine technische Ausknnftsstelle für die gesetz- gcberische Initiative der Einzelstaaten in der Wohnungsfrage er- richtet Iverden. Hinter dieser Ablehnung der in sehr bescheidener Form auf- tretenden Wünsche einer Reichsiags-Mehrheit steckt nichts andres, als eine kleine Gefälligkeit für die Agrarier. Würde sich das Reich der Wohnungsfrage annehmen, so könnten die elenden Wohnungs- zustände auf dem platten Lande nicht von der Gesetzgebung über- gangen werden. Das ist den Junkern unangenehm. In den Einzel landtagen, besonders in Preußen, haben sie das Heft in der Hand. Da können sie die Wohnungsnot in den großen Städten, von der auch ausschließlich in der Erklärung des Reichskanzlers die Rede ist, durch Beschränkimg der Freizügkeit bekämpfen. Tie Rechte quittierte denn auch über die Erklärung der Re- gierung durch ein lebhaftes: Sehr gut, und ihre Redner erklärten übereinstimmend, daß nunmehr die ganze Sache für den Reichstag tot sei. Die Freikonservativen wollten ursprünglich für den bescheidenen Antrag Schräder stimmen. Aber selbst das erschien ihnen, wie ihr Redner Stockmann versicherte, nach der Stellung- nähme des Bundesrats wie eine Demonstration gegen die Weisheit der Regierung. Anr nächsten Schlverinstag wird die Diskussion fortgesetzt werden. Morgen steht eine Polen-Jnterpellation und die Relikten- Vorlage für die Chinakrieger auf der Tagesordnung. Bleibt noch Zeit, so soll die zweite Etatslesung fortgesetzt werden. Im Abgeordnetenhaus dauerte die Sitzung am Mittivoch nur eine Stunde. Nachdem der Präsident des Todes der Königin Victoria von England gedacht hatte, erledigte das Haus in rascher Reihenfolge in zweiter Lesung die Etats des Kriegsministeriums, der Staatsarchive, der Central- Genossenschaftskasse,' der Verwaltung der direkten Steuern, der Ver- waltung der indirekten Steuern, des Herrenhauses und des Ab- geordnetenhauscS. Eine nenncnslvcrte Debatte rief nur der Etat der Verwaltung der direkten Steuern hervor, der einigen Agrariern Gelegenheit gab. sich über zu strenge Einschätzung zu be- schweren. Die Herren verlangen, daß die Ausgaben, welche zur Verbesserung ihres Vermögens oder zur Zahlung ihrer Schulden dienen, von ihrem Einkommen bei den Einschätzungen abgezogen werden. Erfreulicherweise wandte sich Minister v. Mi qu e l gegen eine solche Bevorzugung des Grund- besitzcs. Die Antwort wird ihm Graf Mirbach im Herrenhause bei Beratung seines Antrags auf Steuererleichterungen für die Agrarier erteilen. Am Donnerstag wird die neulich abgebrochene Besprechung der Interpellation über die Offenbacher Eisenbahn-Katastrophe fortgesetzt: dann kommt der Antrag Dr. v. Korn(I.) betr. Mißstände beim Verkauf von Kohlen zur Beratung.— pflegen, willige Hehler gefunden. Moralisch ist die Hehlergesellschaft verurteilt; allein das' genügt nicht. Es müssen Handhaben ge schaffen werden, um die Hehler samt den Dieben auch gerichtlich fassen zu können. Auch die Aufforderung in der socialdemokrati schcn Presse zur Veruntreuung von Schriftstücken unter Zusicherung vollster Geheimhaltung des Nanicns des Diebes muß unter Strafe gestellt iverden, ebenso wie die Aufforderung zum Diebstahl im all gemeinen schon mit Strafe bedroht ist. Es ist nachgerade ein ganz unerträglicher Znstand, daß kein Mensch, keine Behörde mehr sicher ist, diskrete Schriftstücke in der socialdemokratischcn Hehler presse veröffentlicht zu finden." Die Herren Konservativen haben vor zwei Jahren im Reichs tage einen Antrag gestellt, durch den die Veröffentlichung staats erhaltender Schändlichkeitcn unter Strafe gestellt werden sollte. Sie sind damals so kläglich abgefallen, dag sie es vorzogen, ihren lächerlichen Antrag nicht einmal zur zweiten Lesung zu stellen Wollen die Klinckowström und Genossen ihr Glück von neuem ver- suchen? Wir könnten ihnen ein Lied singen von konservativen Briefdiebstählen und systematischer Korruptiöiishehlerei, daß ihnen die Ohren klingen. «* » Die„Franks. Z t g." würdigt imsre Enthüllung in einem neuerlichen Artikel also: „Man sieht in dem Brief, der ja recht anschaulich schildert, wie auf einer Bühne, zwei Herren, die gemütlich plaudern: Lage der Arbeiter viel besser geworden, nicht wahr, geradezu Unfug, daß da immer wieder Leute kommen, die nörgeln, während doch die Lage vollkommen befriedigend ist; es muß Ruhe werden, ja. und mit dem Lohmann werden wir schon auch noch fertig... Wenn man sich dies und das andre ein bißchen überlegt, wenn man be- denkt, wer hier sprach, daß die beiden Herren der preußische Handelsminister, der auch die preußische Socialpolitik zum guten Teil zu besorgen hat, und der Herr Bneck waren, der Generalsekretär des Uiiternehmerverbands, der allem socialholirischen Fortschritt am feindlichsten gegenübersteht, so bekommt man in der T h a t ein feines Bild von dem Geiste, der die offizielle Socialpolitik durchweht. Posadowsky— Brefeld! Die Wahl kann einem weh thnn. Der eine geht an den Centralverband, um 12 000 M. zur Agitation für die Zuchthaus Vorlage zu bekommen, der andre läßt sich vom Generalsekretär des Centralverbands über Socialpolitik examinieren, und Herr Bneck bestätigt ihm, daß er das Examen gut bestanden,„wir der Scharfmacherverband, der schon" so viel socialen Unfrieden gesät,„wir können mit dem Tausch wohl zufrieden sein." Der Hintergrund, von dem diese Vorgänge sich abheben, ist freilich längst bekannt, aber diese einzelne» Vorgänge selbst wirken d o ch ungemein überraschend. Rein, so hat mau sich unsre Minister doch nicht vorgestellt. Es ist zwar ein alter Ersahrnngssatz, daß man im Hansrock anders aussieht, als in Gala, aber solche HauSröcke! Und dabei ist man noch gar nicht sicher, daß Herr Brefeld jetzt einsieht, in welchem inneren Widerspruch Idee und Ausführung seines Amts bei ihm sich be- finden. Der preußische Minister für Socialpolitik anti- social— kann man sich einen größeren Widerspruch denken? Und antisocial in der vollkommensten Weise, denn wenn die Lage der Arbeiter„vollkommen befriedigend" ist, dann bleibt natürlich f ü r s i e z u t h u n u i ch t s ü b r i g, und Herr Brefeld kann mit gutem Gewissen die Hände in den Schoß legen. Aber warum sollte er heute schon einsehen, daß die Lage der Arbeiter doch noch einiges zu wünschen übrig läßt, wenn Graf Posadowsky hinter den 12 000 M. nichts Böses erblickt? DaS also sind unsre Minister für Socialpolitik: Posadowsky— Brefeld."— Deutsches Aeich. Der Bueck- Brief. Wie gut der Pfeil des Bneck- Briefs sitzt. Getroffenen. Die„Konserv. Korresp." tobt na welche die Aufdeckung dunkler Machenschaften verhindern sollen: „Der neue Bueck-Brief ist, wie nunmehr festgestellt wird, ebenso wie der frühere von einem ungetreuen Angestellten gestohlen. Der Spitzbube hat in den sehr ehrenwerten Socialdemokraten, die sich sonst als die unübertrefflichsten Biedermänner aufzuspielen zeigt die Wut der nach allerlei Gesetzen, Herr Bueck und das HandelSkammer-Gesetz. Im neuesten Bueck-Briefe erklärte der Generalsekretär des Centralverbands, daß„die Ablehnung des im übrigen ganz ver- nünftigen Handelskammer- Gesetzes bauptsächlich gegen die weiteren Pläne des Herrn».Berlepsch gerichtet gewesen sei und zwar hauptsächlich gegen die von ihm geplante Organisation der Arbeiter". Diese etwas eigenartige Motivierung der' Ablehnung eincS„im übrigen ganz vernünftigen' Gesetzes veranlaßt uns zu einem kurzen Rückblick auf die parla mcntarische Behandlung jenes Gesetzes. Ende März 18S6' unterbreitete der damalige HandelSminister Frhr. v. Berlepsch dem Abgeordnetenhaus einen Gesetzentwurf, der darauf abzielte, daß für das ganze Staatsgebiet Handelskammern errichtet werden, denen die Wahrnehmung der Gesnintinteresscn der Handel- und Gewerbetreibenden ihres Bezirks obliegen soll. An Stelle des bis dahin auf Grund des Gesetzes von 1570 geltende» allgemeinen und gleichen Wahlrechts sollte die Bestimmung des Wahlsystems den einzelnen Handelskammern überlassen bleiben. vorbehaltlich der staatlichen Genehmigung der zu diesem Zweck zu treffenden statutarischen Bestimnmngen. Begründet wurde dieser Vorschlag durch die Rücksicht auf die Großindustrie; es heißt in der Vorlage, daß das System des allgemeinen gleichen Wahlrechts den Inhabern mittlerer und kleinerer Firmen ein ungerechtfertigtes Ilcbergewicht über Großhandel und Großindustrie gewähre. Der Entwurf begegnete im Abgeordnctenhanse großen Bedenken. U. a. ließen die Konservativen erklären, daß sie den Grundgedanken des Gesetzes, eine zwangsweise Einrichtung von Handels- kammern, ablehnen müßten, weil sie den Handel als das in dcu Kammern vorherrschende Element ansehen und fürchten, derselbe könne sich in Gegensatz zur Land- Wirtschast stellen. Nachdem dann die Kommission die Vorlage abgelehnt hatte, zog der Minister, dem es vor allem auf die korporative Organisation der BernfSstände" ankam, am 10. Mai den Entwurf zurück. Der Entwurf seines Nachfolgers, des jetzigen Ministers Brefeld, strich die obligatorische Einrichtung der Kammern und enthielt keine gesetzliche Lorschrist über das Wahlrecht, sondern gab der Handelskammer die Befugnis, zu beschließen, daß für die Wahlen der Mitglieder Wahlabteilungen gebildet werden. ES scheint also festzustehen, daß thatsächlich ein Teil der Ab- �ordneten bei der Ablehnung des Berlepscbschcii Entwurfs sich nicht von sachlichen Erwägungen leiten ließ, sondern dadurch zum Sturze des ihnen verhaßten Ministers beitragen wollten. In den Debatten wurden natürlich andre Gründe vorgebracht. Daß aber in der That Herr Bueck recht hat, beweist u. a. der vom Bureau der Reichs- und sreikonservativeu Partei herausgegebene Bericht über die achtzehnte Legislaturperiode des preußischen Landtags, der sich scharf gegen die von Herrn v. Berlepsch geforderte korporative Organisation der BernfSstände wendet, weil die Folge einer derartigen planmäßigen Organisation der großen Bcrufsstäiide auch eine organische Vertretung jener socialrevolutionären Bestre- ungen wäre,„welche zur Zeit auf. dem einen iege die Gewerkschaften, auf einem andren die Socialdemokraten erstreben." Daß diese Befürchtung eine bloße Redensart ist. ist leicht ersichtlich. Die unter dem Einfluß des EentralverbandS stehenden Abgeordneten wagten es eben nicht, ihr wahres Antlitz zu'enthüllen, sie lehnten den„im übrigen ganz vernünftigen" Eni- wurf ab und nahmen später den nicht wesentlich anders gestalteten an, weil der erste von einem ihnen verhaßten, der zweite von einem ihnen tributpflichtigen Minister eingebracht war. Auf die Bedeutung dcS HandelSkammer-GefetzeS hier einzugehen, dafür liegt für uns natürlich keine Veranlassung vor. Uns kommt es lediglich darauf an, zu zeigen, wie man in Preußen Gesetze macht.— Enthüllungen über freihändlerische Jntriguen. Der„ K r e u z- Z e i t u n g" ist kürzlich, wie wir erfahren, ein Privotbrief in die Hände gefallen, den ein bekannter Führer der Freihandelsbewegung an einen ebenso belaimten Vertreter der Hoch- finanz gerichtet hat. Das Schreiben enthält unter andrem die folgende Stelle: „Ich hatte kürzlich eine dreistündige Unterhaltung mit dem Grafen B.( ü l o w), mit dem ich seit langen Jahren freund- schaftlich verkehre. Ich kann Ihnen versichern, daß der Graf ganz unsrer Meinung ist und für die Beseitigung der Getreidezölls eintreten wird. Den Posa und den Miquel hofft er in kürzester Frist kleinzukriegen. Die Kanalvorlage, die Graf B. selbst wie ja auch wir für ganz sinnlos halten, hat er, wie er mir gestand, nur zu dem Zweck eingebracht, um gegen die Agrarier die Abneigung der allerhöchsten Stelle zu schüren. Graf B. erkannte die Gefährlichkeit der agrarischen Bewegung vollkommen an. Er ist von der Ueberzeugung durch- drungen, daß sich die Lage der Landwirtschaft gegen früher ganz außerordentlich gebessert habe, daß sie als eine vollkomme» befriedigende bezeichnet werden müsse und daß die von gewisser Seite ausgehenden Klagen über die traurige Lage ein Unfug sei. Daher sei er dafür, jetzt in dem Lauf der agrarischen Gesetzgebung mehr Ruhe eintreten zu lassen und vor allem gegen die Agrarier Handelsverträge zu machen... Die„Kreuz-Zeitung" hat es unterlassen, diesen Brief abzudrucken, teils aus Edelmut und Anstand— handelt e3 sich doch um einen offenbar gestohlenen Privotbrief—, teils aber auch des- halb, weil sie den Inhalt des Schreibens für völlig bedeutmigSloS hielt.—_ Ueber die Hypothekenbanken hat die B u d g e t k o m m i s s i o n des Abgeordnetenhauses Dienstagabend weiter verhandelt. Der Regierung wurde vor- geworfen, daß sie vor zwei Jahren bei der Frage der Mündel- sicherheit der Hypothekenbanlen nicht das jetzt vorhandene Material vorgelegt habe. Wenn eine Staatsaufsicht vorhanden sei, müsse sie so' ausgeübt werden, daß sie zweckmäßig sei. Wenn eS sich herausgestellt habe, daß die Auff'icht nicht genügend sei und versagt habe, so müsse man zugeben. daß dies nicht an den Personen liege, sondern an der Einrichtung. Hier müsse angefaßt werden. Das Institut der Treuhänder müsse ver- ändert werden. Was dem Schreiber der Artikel der„Frankfurter Zeitung" einzusehen möglich gewesen sei, das habe auch die Regierung durch ihre Organe erkennen müssen. Außer Abänderung der Ein- richtung der Treuhänder müssen Staatskommissare nicht im Neben-, sondern im Hauptamte angestellt werden. Seitens der Regierung wurde erklärt, daß eine Revision der Hypotheken der Hypotheken- Mtienbank durch eine Kommission stattgefunden habe. Von den geprüften Hypotheken sei als geeignete Unterlage für die Hypotheken-Pfandbriefe über 50 Proz. angesehen worden, während die andren Hypotheken größtenteils einen sehr großen Wert zur Unterlage hätten. Jährlich gehen mehr an Hypothekenzinsen ein als die Pfandbriefzinsen betragen, etwa 27 000 M., so daß ein Verlust der Pfandbriefinhaber nicht zu er- warten steht. Von einem Kommissionsmitglied wurde hervorgehoben, daß eS die Frage sei, ob das Hypotheken-Baukgcschäft richtig ausgeführt sei. Er machte aufmerksam auf die verschiedene Handhabung in Sachsen und in Preußen. In Sachsen werde eine materielle Prüfung der Sicherheit der Hypotheken, in Preußen nur eine formelle ausgeübt. Wenn das Institut der Treuhänder so obsolut nichts bedeutend sei, dann dürfen unter keinen Umständen Organe der Behörden, welche die Aufsicht auszuüben haben, zu Treuhändern bestellt werden, weil ein Schein der Sicherheit schädlich wirke. Die Hypothekenbanken machte» teilweise geradezu mit den Namen der Treuhänder Reklame. Unter keinen Umständen dürften Mitglieder der Ministerien zu Treu- händern gemacht werde». Alle Mittel, die das Gesetz an die Hand gebe, müssen von der Regierung zur Anwendung gebracht werden. Genüge das dann nicht, um allen Mißlichkeiten vorzubeugen, dann müsse an eine Abänderung des Hypothekenbanl-GesetzcS gegangen werden. Ein andres Kommissionsmitglied machte darauf aufmerlsam, ob eS nicht vielleicht richtig sei, das StaatsaufsichtSamt. mit dem Reklame gemacht werde, gänzlich aufzugeben. Die Staatsaufsicht schütze nicht vor Schaden, wie sich gezeigt habe. Ein Mitglied machte darauf aufmerksam, ob eS nicht richtig wäre, ür die Herausgabe der Hypotheken die Deponierung der Valuta zu verlangen. Es müsse bedacht werden, ob die herausgegebenen Hypotheken der Pfändung unterworfen werden können. Die Prüfung der Hypotheken könne jedenfalls materiell stichprobeweise gemacht werden. In Berlin seien die FeucrvcrsicherungS-Taxen vielfach zu hoch. Es sei zu empfehlen, anstatt Beamte Notare zu Treuhändern zu inachen. Da die Grundschuldbank viel größeren Schaden an- gerichtet habe als die Hypothekenbank, so sei zu erwägen, ob nicht die Gesetzgebung auch auf die deutschen Grundschuldbanken aus- zudehnen sei. Die Provisionen seien offenbar in vielen Fällen zu hoch. Die Regierung erklärte, daß oft probeweise die materielle Sicherheit der Hypotheken untersucht worden sei, und zwar mit günstigem Resultat. Es wurde folgende Resolution vorgeschlagen: „Die Staatsregierung zu ersuchen: 1. die Staatlc aufsicht bei den Hypothekenbanken insbesondere durch Ernennung von StaatSlominissaricii bei den einzelnen Instituten zu ver- schärfen. 2. nötigenfalls in: Wege der Gesetzgebung die Rechte der Treuhänder im Interesse der Besitzer von Hypothelen-Pfand- bliesen wirksamer auszugestalten." Diese Resolution wurde in ihrem ersten Teil mit 14 gegen Stimmen, in ihrem zweiten Teile einstimmig angenommen. Ten Gipfel der Verlogenheit erreicht in ihrer Dienstag- Morgennummer die edle„Post". Sie schreibt: „In der Stahlproduktlou bat Deutschland England sogar um eine Million Tonnen überflügelt. Von der Gesaniteisenprodultion der Erde lieferte im Jahre 1800 Deutschland 20.22 Proz., England 24.00 und von der Stahlerzeugung Deulschland 23.10 Proz.. England aber nur 19.04 Proz. Trotzdem aber ist England mit 77,&6 Proz. am Weltschiffsbau beteiligt und aus Deutschland entfalle» nur 7,#2 Proz., also nur ein Zehntel der englischen Schiffsbau-Jndustrie. Dabei steht die deutsche Technil noiorisch aus der Höbe der Zeit. Aber in Zeiten günstiger Konjunkturen falle» die Arbeiter, von dem Hopp, Hopp der zünftigen Socialdemokratie gehetzt, den Unternehmern, die neue Aufträge zu gewinnen suchen, mit Ausständen in den Arm und die übernommenen Aufträge wandern an das Ausland. So war eS beispielsweise bei dem letzten Hamburger Ausstand, der auch noch im Hinblick auf die damalige» Wirren ein ge- wiffcs Hautgout der Vaterlandslosigkeit hatte." Wir sehen davon ab, daß die„Post" offenbar an Gehirnerweichung leidet, wenn sie die Uebcrlegenhcit des englischen Schiffsbaus über den deutschen auf die Streiks der deutschen Arbeiter zurückführt, als ob englische Arbeiter nicht streiken. Uebrigens schreibt über dasselbe Thema das Jahrbuch des„Deutschen Flottenvereins" bewundernd: Der deutsche Schiffsbau hat sich von 1890 bis 1897 verdoppelt, eine Steigerung, wie sie kein andrer Staat auf« z u w e i � ganze» also umgekehrt diesen kolossalen Arbeiter zurückführen. Wenn ober die„P o st" abennalS die freche Lüge von dem Hamburger Streik auszusprechen wagt, obwohl der Sachverhalt erst kürzlich wieder im Reichstag klar gelegt worden ist. oh>ie daß irgend jemand im Hause gegen unsre Darstellung einen Zweifel vor- bringen fonnte, wenn sie wider besseres Wissen von einem Streit| statt von einer Aussperrung redet, so ist das allerdings das denkbar Höchste an journalistischer Verwahrlosung! Und das will andre belehren, daß es unanständig sei, Korruption durch urkundliche Beweise zu enthüllen! Es ist eine bekannte Eigenschaft der Prostituierten, daß sie keinen Sinn für Wahrhaftigkeit haben. Dasselbe gilt offenbar auch von den Brostituierten der Unternehmerpresse. Sie lügen ohne Sinn und Verstand ganz zwecklos und plump. Deutsche Ausfuhr von Agrarprodukten. Während die Agrarier fordern, daß die Einfuhr von agrarischen Erzeugnissen möglichst völlig gesperrt wird, führen sie selbst in steigendem Maße thre Produkte aus. " Angehörige der Boerenmiffion in Berlin. Ein Blatt melinistischen Kandidaten hat es nichts genußt, daß er sich dagegen meldet: Zwei Boeren, der Kommandant Piet Steenkamp und verwahrte, ein Dreyfusard", ein Freimaurer" und ein„ Midessen Bruder, Feldkornet Jan Steenkamp, sind aus Bürgers- nisterieller" zu sein. Zwischen einem halben und einem ganzen dorp, Kapkolonie, hier angekommen und im Centralhotel abgestiegen. Reaktionär wählten die chauvinistisch verhezten Wähler des Grenze Die beiden Kapländer find vom Afrikanderausschuß mit einer Mission departements den letzteren. Die Wahl von Montmédh bestätigt von betraut, welche sie einige Tage in Berlin festhalten und sodann in neuem, daß der Melinismus eine ausgezeichnete Vorfrucht" des die übrigen Hauptstädte Deutschlands führen wird. Nationalismus ist. Im Interesse einer größeren Klarheit der politischen Kämpfe ist es nur zu begrüßen, daß die Melinisten ihren Natürlich aber nationalistischen Bundesgenossen das Feld räumen. werden sie nicht ermangeln, für ihre neue Niederlage das Ministerium verantwortlich zu machen. Wahlvorbereitungen in Baden. " Man schreibt uns aus Baden: Die Rekognoscierungen der einzelnen Parteien auf dem Gelände des im Herbst dieses Jahrs Die Kammer Nachwahl bon Nimes endlich brachte stattfindenden Landtags- Wahlkampfs haben bereits be- einen socialistischen Erfolg. Es handelte sich um gonnen. Bei den Erneuerungswahlen zur Zweiten Kammer der einen linksradikalen Siz, der 1898 den Monarchisten In den ersten elf Monaten 1900 wurden allein nach England Landstände, die sich alle zwei Jahre auf jeweils die Hälfte der mit Hilfe der Socialisten abgewonnen ward. Diesmal hat der aus Deutschland ausgeführt:( Die Zahlen bedeuten den Wert der 63 Gige erftreden, kommen diesmal 31 Mandate in 29 Wahl focialistische Kandidat Fournier dem Linksradikalen den Rang abEin- und Ausfuhr in Pfund Sterling; die Ziffern für 1899 sind in bezirken in Frage. Darunter befinden sich 12 des Cen: gelaufen. Er erhielt 4956 anstatt 1826 Stimmen im Jahre 1898, Klammern beigefügt). Weizen 599 502( 152 104) Frisches Hammel- trums, 10 der nationalliberalen, 4 der demokratischen, drei während der Linksradikale es auf 4429 Stimmen brachte. Auch der fleich 2826( 1503) Butter 190 820( 186 573)- Gier 1016 719 der socialdemokratischen Partei( Adolf Ged und Schaier monarchistische Kandidat, der ehemalige Abgeordnete de Bernis, sah ( 966 641) Kartoffeln 245 712( 154 354). Karlsruhe, Stramer: Mannheim), endlich je ein konservatives und feine Stimmenzahl auf 5205 zurückgehen. In der notwendig geBesonders stark gestiegen ist die Einfuhr an deutschem Weizen, antisemitisches Mandat. Das Hauptinteresse tonzentriert sich natur- ivordenen Stichwahl ist der Sieg des Genossen Fournier sicher, die in 11 Monaten 12 Millionen Mark betrug. gemäß von vornherein auf die Landeshauptstadt Karlsruhe, wenn der Linksradikale, was unzweifelhaft erscheint, zu Gunsten des Ein verfolgtes Buch. Seit Monaten erregt ein in einem die mit ihren sämtlichen drei, feit 1897 im Besige von zwei Socialisten verzichtet. Italien. Züricher Verlag erschienenes Buch gleichzeitig das Standalintereffe Socialisten und einem Demokraten befindlichen Mandaten zur der" guten" Gesellschaft wie die Aufmerksamkeit der Polizei und Wahl steht. Die Eroberung der bis dahin stets nationalliberal verEin beleidigter Duellmörder. Der radikale Deputierte Gerichte. Es ist ein Werk der Gräfin Elisabeth von Bedel- tretenen Residenz durch die radikale Opposition hatte damals begreifBérard, das unter dem Titel:„ Meine Beziehingen zu S. M. licherweise gewaltiges Aufsehen erregt, und es ist deshalb wohl verstända valotti war bekanntlich in einem Duell mit einem reaktionären Kaiser Wilhelm II. Aufklärung über den Königsmord in Italien lich, wenn die Nationalliberalen jetzt alles aufzubieten entschlossen sind, Abgeordneten Namens Maccola getötet worden. Der Duellmörder Die Dreyfus- Affaire im Lichte der Wahrheit" erschienen ist. um die vor vier Jahren erlittene beispielloje Schlappe wieder gut wurde von der öffentlichen Meinung in der heftigsten Weise anDas Buch ist verboten und tonfisciert worden, suchte sich dann zu machen. Bei dem Entscheidungskampf zwischen den vereinigten gegriffen; die Bresse fast aller Parteien war entrüstet, daß der unter verschiedenen andren Titel( Memoiren eines Raubfrosches usw.) Regierungsanhängern und der socialistisch- demokratischen Koalition robufte Maccola feine törperliche Ueberlegenheit in so brutaler Weise einzuschmuggeln, wurde aber alsbald wieder entdeckt und verboten. giebt die Haltung des Centrums in der Residenz den Ausschlag, gegen den alten Cavalotti ausgenügt hatte. Auch der„ Avanti" Jezt hat das Landgericht I Berlin erkannt, daß die genannte beffen offizielle Wahlenthaltung im Jahre 1897 schon hingereicht hatte die That Maccolas scharf kritisiert. Dieser fühlte sich beleidigt und stellte Strafantrag; der Redacteur des Avanti" wurde dieser Schrift sowie die ferneren inhaltlich unverändert gebliebenen Broschüren, hatte, den Sieg der Opposition zu sichern. welche lediglich unter einem andern Titel vertreitet sind, in allen Um eine Wiederholung dieses Vorgangs bei den nächsten Wahlen Tage wegen Beleidigung des Duellmörders zu elf Monaten Ge Exemplaren einzuziehen find; zugleich wird angeordnet, daß alle nach Möglichkeit zu vermeiden, streben die Nationalliberalen fängnis und zu 1000 Fr. Geldstrafe verurteilt. Exemplare sowie die zu ihrer Herstellung gebrauchten Platten und jetzt für Karlsruhe ein Wahl bündnis mit Konservativen Ein kürzlich in der Straß b. Poft" Formen unbrauchbar zu machen sind. Die Kosten des Einziehungs- und Centrum an. verfahrens fallen der Staatskasse zur Last. Der Aufenthalt der Frau W. E. Elisabeth, geschiedenen Gräfin von Wedel- Bérard, ist zur Zeit Die Schrift enthält eine erregte Darstellung von teils offenbar thatsächlichen Erlebnissen und Vorgängen, teils ebenso offenbar frankhaften Bahnvorstellungen und wilden Uebertreibungen. Es werden Enthüllungen pomphaft angekündigt, es wird aber schließlich jo gut wie nichts geboten. Man begreift also nicht recht, warum das tolle Machwert mit solcher Beinlichkeit verfolgt wird, wenn auch bekannte Persönlichkeiten der Berliner Gesellschaft, wie Waldersee, darin eine gewisse Rolle spielen. unbekannt. " worden. " Der Boeren- Krieg. Amerika. Mac Kinleys Erkrankung soll in einem Nierenleiden bestehn, zu diesem Zwecke ausgestreckter Fühler begegnete bei dem führenden das dem Präsidenten nur noch eine furze Lebensdauer Organ der badischen Centrumspartei, dem Wackerschen„ Beobachter", verstatte. Seine Inaugurationsrede werde infolge feines Zustands bisher allerdings nur sehr geringem Entgegenkommen. Herr Wader betrachtet es als selbstverständlich, daß das Centrum nicht die Rolle nicht, wie sonst stets, im Freien, sondern im Kapital gehalten übernimmt, in Karlsruhe oder sonst wo für eine andre Partei die Eine Anarchisten- Ente ist in New York wieder einmal aufKastanien aus dem Feuer zu holen oder sich überhaupt an einer Wahlaktion zu beteiligen, die gegen das allgemeine, gleiche und direkte Wahl- gegangen. Die Polizei, so wird gemeldet, habe mehrere Griechen recht im allgemeinen oder gegen die Demokraten im besonderen gerichtet verhaftet, die sich zu einer gefährlichen Anarchistenbande wäre. Zuerst müsse gefragt werden, was seitens der Nationalliberalen feit& ufam mengethau und Attentate geplant hätten. 1897 geschehen sei, um dem Centrum eine derartige Schwankung in seiner Stellung gegenüber den Nationalliberalen empfehlenswert erscheinen zu lassen. Da diese Frage nur in durchaus negativem Sinne beantwortet werden kann, so ergiebt sich die Aussichtslosigkeit der Gänzlich verfiegt nationalliberalen Annäherungsversuche an das früher fo leidenschaft find momentan die Nachrichten vom Kriegsschauplag. Zum Teil vers lich bekämpfte Centrum von selbst. Die„ Straßburger Bost" hat " Die Vorliebe des Monarchen( Wilhelm II.) für die deutsche hierüber denn auch schon mit refignierter Miene quittiert und vermutlich deshalb, weil man infolge der abgeschnittenen EisenbahnFlotte, für Gewinnung von Landbefiz und Einflußsphären in den weist ihre Karlsruher Parteigenossen nun auf die Sammlung der und Telegraphenlinien leine Nachrichten von den Ereignissen auf außereuropäischen Kontinenten ist bekannt und viel belobt. Seine eignen Kräfte. dem Kriegsschauplag erlangen fann, zum andern Teil wahrscheinlich blendende Erscheinung entzückt, sein Wort gilt als ein Die focialdemokratische Partei in Karlsruhe hat ihre deshalb, weil man ungünstige Nachrichten der Oeffentlichkeit vorgewichtiges, so weit die Sonne scheint. Von dem Tritt seiner Waffen bereits gemustert und ist wie ihr selbst die gegnerische enthält. Füße bebt die Erde, und sein Bolt beugt, in schweigender, Bresse zugesteht Eine wichtige Nachricht wird denn auch aus Brüssel wiewohl ftannender Bewunderung seines Genies, das Haupt gestanden. Die Agitationsarbeiten sind eingeleitet, die Sammlung gemeldet. Einem daselbst vorliegenden glaubwürdigen Privatbriefe vor ihm zu Boden, in stummer Verehrung, dem erhabenen des Wahlfonds ist im Gange. Mit froher Hoffnung sehen wir der zufolge sei es nämlich nicht der Typhus, der in der englischen Grundjaz jeines geliebten Monarchen beistimmend: suprema lex Bulunft entgegen, und bis die Zeit kommt, wo die bürgerlichen Jäger Armee in Südafrika so furchtbare Verheerungen anrichte, sondern regis voluntas." die Beulenpeft! gemeinsam auf den roten Bären Jagd machen, dessen Fell sie jest Ungefähr in derselben Weise reden die Propheten vom all- chon teilen wollen, ist dieser hoffentlich so erstarkt, daß er allein Kriegspläne der Boeren. mächtigen Gott! mit ihnen fertig wird. Der richtige Patriotismus. Zum 18. Januar hat die Beitschrift„ Bornehme Welt, Zeitschrift für die Gesellschaft" einen Artikel veröffentlicht, der also endigt: 11 . von allen Parteien wieder am frühesten aufAusland. Deftreich- Ungarn. Uebertretung England. gu Wie aus dem Haag gemeldet wird, soll. Präsident Krüger jezt durch französische Vermittelung regelmäßige dirette Telegramme über die Vorgänge auf dem Kriegsfchauplag erhalten. Hiernach sei für die nächsten Tage ein allgemeiner Vorstoß unter Delarey nach Natal zu erwarten, während Botha die Delagoalinie weiterhin als Operationsfeld beibehalten werde. In allertürzester Zeit würden die Boeren in sämtliche britis hen Koloniegebiete Südafritas eingedrungen sein. " 1 * Englische Großfpurigkeit. Parlamentarisches. Die Budget- Kommiffion Reichstagsbeleidigung. Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstags trat am Mittwoch zu einer furzen Sigung zu fannen. Der„ Odin", ein alldeutsches Blatt hat den Reichstag eine Spottgeburt aus Dred und Feuer" genannt, und ein Staatsanwalt hat sich bemüßigt gefunden, den Reichstag um einen Strafantrag zu Ein Nachspiel zum Prozeß Hilsner. Das Prager Landesersuchen. Die Kommission hat jedoch verständigerweise beschlossen, gericht beschäftigte fich mit einem Nachspiel zu dem Aufsehen an der alten Praxis festzuhalten und von jedem Strafantrag ab- erregenden Biseter Mordprozeß. Angeklagt ist der 61 jährige zusehen.- mot praktische Arzt Dr. Bulova aus Prag, der in einer Anzahl von Ein Sunne? Unter dieser Stichmarke läßt sich der Hamb. Schriften gegen die Mitualmord- Legende Stellung geKorresp." aus Hannover schreiben: nommen hatte. Die Schriften enthielten teils Kritiken der ärztlichen Ein Artillerist von einer ostasiatischen Haubigen Gutachten, teils Beweismaterial aus der Strafverhandlung. Ferner Die Bestminster Gazette" schreibt: Wir haben uns die Mühe Batterie, der zur Verbüßung einer Gefängnis- foll Dr. Bulova Beeinflussungen von Kronzeugen des Prozesses ftrafe aus China nach Deutschland transportiert durch Versenden dieser Broschüren sich haben zu Schulden fomunen genommen, einige Aeußerungen zusammenzustellen, die von Mitwurde, passierte mit einem Ueberführungskommando den hiesigen lassen. Die Anklage lautet auf das Verbrechen der öffentlichen gliedern des jegigen rekonstruierten Kabinetts während Parlamentswahlen in öffentlichen Versamm Bahnhof. Der Mann hatte infolge einer Liebelei eine Chinesin Gewaltthätigkeit und mehrfacher Vergehen gegen das Preßgesetz. erschoffen und einen Kameraden schwer verletzt. Das Das Landesgericht sprach den Dr. Bulova von Verbrechen der lungen über den Krieg gemacht worden find: Herr Balfour Kriegsgericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von öffentlichen Gewaltthätigkeit, begangen durch Beeinflussungen von fagte in Manchester:" Der Strieg neigt sich glücklicherweise feinem 10 Jahren. Er wurde von einem Unteroffizier und zwei Beugen im Piseter Ritualmord- Prozeß" frei, verurteilte ihn Ende zu". Herr Chamberlain in Birmingham:" Unter der Marinesoldaten nach Butzbach transportiert, um im dortigen aber wegen des Preßgefeges fundigen Führung des Lord Roberts sind alle Schwierig teiten überwunden worden." Sir M. Hicks- Beach in Bristol: Gefängnis die Strafe zu verbüßen, da er gleichzeitig aus dem 350 Kronen Geldstrafe. Der Krieg in Südafrika ist, so weit organisierter Widerstand in Heere ausgestoßen wurde." Betracht kommt, einem erfolgreichen Abschluß zugeführt Ueber die Begräbnisfeierlichkeit und die Formalitäten des worden." Lord George Hamilton in Ealing: Der organisierte Strieg Pardon wird nicht gegeben. Thronwechsels wird gemeldet: Der neue König, Kaiser Wilhelm und ist, praktisch genommen, vorüber." Herr Ritchie in Croydon:„ Es ist Die neueste Bestialität der englischen Kriegsführung wird auch die Mitglieder der föniglichen Familie begeben sich heute nach Sache der Wahler, zu bestimmen, ob die Regelung( der südafrikanischen noch anderweitig bestätigt. London. Die Leiche der Königin wird am Freitag oder Sonnabend Angelegenheiten) in die Hände jener gelegt werden soll, die diesen In einem Soldatenbrief erzählt der Schreiber, Kitchener nach Windsor gebracht. Die sterblichen Ueberreste werden in der Krieg erfolgreich zu Ende geführt haben." Herr Walter Long in habe öffentlich erklärt, die Armee habe Rationen nur Nähe des Schlosses von Windsor, in der Gruft Fragmore. neben Bristol:„ Es ist alle Aussicht vorhanden, daß der Krieg seinem für so und so viele Tage; wenn Gefangene gemacht würden, dem Bring- Gemahl beigefeßt werden. Die Beijegung wird in 8 bis ichleunigen Ende entgegengeht"; und endlich machte Herr müßten diese Rationen geteilt werden. In einem 10 Tagen stattfinden. Bis dahin bleiben sämtliche Theater ge- Hanbury in Preston die fühne, jezt nicht am wenigsten erheiternde Brief, den der Wolverhampton Expreß and Star" veröffentlicht, erschlossen. Die Proklamation des neuen Königs wird im St. James Aeußerung: Die Angreifer sind aus unsren Ges zählt ferner der Gemeine John Harris:„ Wir machen jept Balajt, an der Börse und an andren Stellen der Stadt durch einen bieten vertrieben worden und haben überdies feine Gefangene. Ein paar verwundete Boeren wurden Herold verlesen werden. Die Thronbesteigung wird gleichzeitig auch ihre eignen verloren." zurückgelassen. Sie mußten alle durch die Mühle. Jeder wurde in allen Hauptstädten der Kolonien proflamiert werden. Die Bischöfe getötet." und Richter werden zum Handfuß im St. James- Palast empfangen Die deutsche Preffe hat bis jetzt gezaudert, dem Schand- werden. Der Herzog von Norfolk, welcher erblicher Graf- Marichall befehl Kitcheners die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. von England ist, wird die nötigen Befehle über die TrauerfeierlichAus welchen Gründen wohl? feiten geben. Die Deutsche Zeitung", eins der wenigen Blätter, das von dem Das Parlament wird sich noch am Mittwoch versammeln sette in ihrer Mittwoch- Sigung die Beratung über den Reichsfort. Befehl Notiz nimmt, bemerkt dazu: Dabei entspann fehr sich eine um dem Thronfolger den Treueid zu leisten. Ebenso wird der Eisenbahn Etat Man muß also, so sehr sich der Gedanke dagegen lettere, der den Namen Eduard der Siebente annehmen umfangreiche Debatte über den Kohlenbezug der Reichs. fträubt, als wahrscheinlich annehmen, daß die Briten jetzt, nicht wird, in der Sigung des geheimen Staatsrats bereidigt werden. Eisenbahnen. Im Etat sind dafür nämlich bedeutende Er öffentlich, sondern durch geheime Befehle und indirekte Aufmunterung, höhungen gegen das Vorjahr angefeßt. Dies erklärt sich zu den legten, schändlichsten Mitteln greifen, um ihre Außenhandel Großbritanniens im Jahre 1900. Die daraus, daß man die Kohlen aus dem Saar- und Lothringischen Feinde auszurotten. Wir hoffen noch immer, daß die Schand. Einfuhr Großbritanniens betrug im Jahre 1900 523 633 486 fb. Rohlenrevieren bezieht, und diese haben die Kohlenpreise erheblich thaten schlimmstenfalls an der Vergeltung seitens der Sterl. gegen 485 635 530 Pfd. Sterl. im Jahre 1899; die Ausfuhr in die Höhe gesezt. Dabei giebt aber die Reichs- Eisenbahnverwaltung Boeren bald ein Ende finden werden. Zunächst wird 291 451 306 Pfd. Sterl. gegen 264 492 211 Pfd. Sterl. im Jahre 1899. noch für die Tonne 1 W. weniger als Privatpersonen. Bei näherer man wohl noch weitere Feststellungen darüber abwarten müssen. Im Vergleich zum Vorjahre hat 1900 die Einfuhr um 38 597 903 Pfd. Erörterung dieser Frage stellte sich jedoch heraus, daß die Kohlen aus Bestätigen sich aber die Gerüchte, dann glauben Sterl. oder 7,96 Broz. zugenommen, die Ausfuhr um 26 959 095 Pfd. dem Saarrevier ab Wert 15 W. pro Tonne fosten, während die preußische wir, wäre doch der Punkt gegeben, wo die Sache Sterl. oder 10,19 Proz. Die Ausfuhr von fremden Waren und Verwaltung von den eigenen Saarwerten die Tonne mit etwas Englands und der Boeren zu einer Angelegenheit waren aus den Kolonien erreichte im Jahre 1900 einen Wert von über 13 m. bezieht. Das rheinisch- westfälische Kohlensyndikat liefert der civilisierten Welt wird." 63 099 288 Pfd. Sterl., d. i. 1 943 159 Pfd. Sterl. oder 2,99 Proz. die Tonne jogar mit ca. 11 M., so daß demnach also eine Differenz von Darüber, daß die europäischen Kulturvölker in China die Ge- weniger als 1899. über 4 M. pro Tonne zum Nachteil der Eisenbahnverwaltung besteht. fangenen ebenfalls über die Klinge springen ließen, hat sich das jetzt Frankreich. Diese Differenz erklärt sich dadurch, daß die Kohlengruben im Saars fo empörte teutsch nationale Blatt ganz und gar nicht entrüftet. Nachwahlen. Paris, 21. Januar.( Eig. Ber.) Eine Nach- und Lothringischen Revier die Nähe ausnüßen und ebenso wie der Wahrscheinlich, weil es humaner, tapferer und christlicher wahl zum Senat und zwei Kammer- Nachwahlen fanden gestern statt. preußische Staat die Frachtkosten, die auf die rheinisch- westfälische ist, einen um Pardon bittenden Feind nieder- Im bretonischen Departement Ille- et- Vilaine wurde der Kohle bei Bezug nach dem Reichslande fallen, auf die eignen General de zumegeln, der seiner relativen Wehrlofigteit nationalistische Saint Germain Kohlenpreise schlagen und damit einen beträchtlichen Mehrgewinn wegen nicht Gleiches mit Gleichem vergelten mit 585 gegen 546 auf einen gemäßigt republikanischen in die Tasche stecken. Im Zusammenhang damit wurde Kandidaten gefallene Stimmen gewählt, und zwar mit Unterstügung auch die Frage der Stohlentarife ausführlich erörtert. Bebel wies des berüchtigten Generals Mercier. Der neue Senator hatte sich darauf hin, daß es sich nicht nur um Kohlentarifbegünstigungen Brozentpatrioten. Dem Allg. Nachr.- Bur." zufolge hat die die Gunst der monarchistisch- fleritalen Wählerschaft durch sein Ver- handle, sondern auch um billigere Stohlenpreise für das Ausland. Er Firma Krupp an die maßgebenden Stellen Berlins die briefliche halten während des Dreyfus- Prozesses erworben. In Rennes be- schlug der Reichs- Eisenbahn- Verwaltung vor, Kohlen aus Belgien und Rachricht gelangen lassen, daß sie sich fünftig nicht mehr den herbergte er den General Mercier während der Dauer jenes Prozesses England auf dem Schiffahrtswege zu beziehen. Von andrer Seite Wünschen der Regierung fügen, sondern jederzeit und war ihm auch sonst bei allen Machenschaften behilflich. Der wurde dem entgegengehalten, daß die englischen und belgischen Kohlen für England Geschüß- und Waffenlieferungen Erfolg des nationalistischen Generals war übrigens desto sicherer, sich weit teurer stellen würden. Es wurde auch bestritten, daß überübernehmen werde. Strupp gönnt also tros seines jährlichen als das gleiche Departement bisher neben zwei blassen Republikanern haupt Tarifbegünstigungen für den Kohlenerport bestünden. Das 14-16 Millionen- Einkommens der Firma Ehrhardt in Düsseldorf durch einen Monarchisten im Senat vertreten war. Der neue Siz Endresultat war, daß die Kommission, um einen Druck auf die den Rebbach an der Geschüßlieferung für England nicht. Auch läßt war durch das Los nach dem Tode eines unabfezbaren Senators dem Reichs- Eisenbahn- Verwaltung auszuüben, sich nach billigeren Kohlen die oftentative Ankündigung Krupps den Schluß zu, daß bereits Departement zugefallen. umzusehen, befchloß, von der geforderten Summe 500 000. abe 11uterhandlungen wegen Geschüßlieferungen Bon größerer Bedeutung ist der R a mmer Stichwahl Sieg zusetzen, ein Beschluß, der mit allen gegen die Stimmen der Konschweben. Die Regierung hat diese Waffenlieferungen zwar für des Nationalisten de Benoist, eines taum verkappten fervativen angenommen wurde. Donnerstag wird die Beratung eine Verlegung der Neutralität erklärt, thun wird fie Monarchisten, in Montmédy( Meuse). Die Nationalisten gewinnen über den Reichs- Eisenbahn- Etat fortgesetzt. aber in dieser Sache jedenfalls nicht das geringste. damit einen Siz den melinistischen Republikanern ab. Dem] fann! 9 0 J Wintermeyer. nicht verhindern können. Ausland. Aus der Petitionskommission. die Koalitionsfreiheit widersprechend. Die Versammlung sieht in Als Controleure sollen Beier und ein wieder fungieren. Dem Bon mehr als 900 hervorragenden Aerzten, Juristen, Künstlern, dem Verfahren der Firma Du Mont- Schauberg einen ungefeßlichen Bericht über die Thätigkeit der Agitationskommission war zu ent Schriftstellern und Theologen war eine Betition unterzeichnet, welche 3wang und die Gefahr, daß die um Arbeit oorsprechenden Gehilfen nehmen, daß im vorigen Jahr 87 Agitationstouren, die fich auf die jezige Fassung des§ 175 des Strafgefeßbuchs für unvereinbar zur Heuchelei veranlaßt werden, und sie erwartet daher die Be- 22 Ortschaften erstreckten, stattgefunden haben. Außerdem wurden mehrere Hundert Broschüren und Zeitungen verbreitet. 8 Organis mit der fortgeschrittenen wissenschaftlichen Erfenntnis erflärt und eine feitigung dieser Pragis. fationen auf dem Boden der Vertrauensmänner Centralisation Aenderung des Paragraphen dahin fordert, daß der Geschlechtsumgang zwischen Personen desselben Geschlechts ebenso wie der GeschlechtsEine Generalversammlung des elsa- lothringischen Textil- wurden gegründet, wovon einige aber wieder eingegangen find. Ilm eine ausgedehntere und intensivere Agitation auch in verkehr zwischen Personen verschiedenen Geschlechts nur dann arbeiter- Verbands hat am vergangenen Sonntag zu Mülhausen der Provinz zu ermöglichen, wurde nunmehr eine Agitations strafbar sein soll, wenn er unter Anwendung von Gewalt oder an im Elsaß die Abänderung der Verbandsstatuten in dem Sinne be- tommission von 10 Personen gewählt. Als Bertreter in die AchtPersonen unter 16 Jahren oder in einer öffentliches Aergernis" er schlossen, daß die langerstrebte Uebereinstimmung mit dem zehner Kommission wurden h. Fischer. Hinrichsen, regenden Weise vollzogen wird. Unter den Unterzeichnern der allgemeinen deutschen Verband der Textilarbeiter und 2. Schäfer und B. Schäffer und Geser, Winkel, Betitionen finden fich Prof. v. Liszt in Berlin, Kirchenhistorifer Arbeiterinnen endlich in der Hauptsache hergestellt ist. Es wurde äßold und Fielide als Stellvertreter delegiert. Nach kurzer Birres in Bonn, Erster Staatsanwalt Blad Swinton in beschlossen, neben der schon im bisherigen Statut bestehenden Streit Diskussion wurde beschlossen, dem erkrankten Vertrauensmann das Breslau, Dr. Sander. Direktor der Frrenanstalt Dalldorf, Ritt- und Reise- Unterstügung auch die Gemaßregelten- und die Kranken- Gehalt bis auf weiteres auch während der Krankheit zu bezahlen. meister a. D. Tepper Lasti, Prof. Joseph Kürschner, Schriftsteller unterſtügung einzuführen, sowie den Beitritt von weiblichen Ar- mit der Erledigung der Arbeiten im Bureau wurde der Vorsitzende Karl Kautsky, Ernst v. Wildenbruch u. a. Die Be- beitern und Minderjährigen von über 16 Jahren statutarisch zu er sprechung der Petition führte am Mittwoch zu principiellen Aus- möglichen. Nach der Verwaltungspraxis in den Reichslanden bedarfinrichsen borläufig betraut. einandersetzungen. Der Referent, Centrumsabgeordneter Krebs, die Statutenänderung der Genehmigung durch das Ministerium in Die Möbelpolierer der Filiale ,, Nord" hielten am 14. Januar beantragte, die Petition für ungeeignet im Plenum zu erklären, da Straßburg und daß diese erteilt wird, ist teineswegs ihre regelmäßige Monatsversammlung ab. In derselben sprach Herr fie geeignetes Material für eine Gesezesänderung nicht enthalte. sicher; das Beitrittsrecht für die Frauen ist schon in dem Hermann Stenz über„ Vivisektion, die Folter und der Mord Der Regierungstommissar teilte mit, daß weder seitens 1897 den reichsländischen Behörden eingereichten Statuten an Tieren und Menschen im Namen der Wissenschaft." Nach der des Reichskanzlers noch seitens der verbündeten Regierungen eine entwurf enthalten gewesen und wurde nur fallen gelaffen, als die Diskussion wurden gewählt als Bevollmächtigter Mag Faust. Alenderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen beabsichtigt sei. Berwaltung in langwieriger Verhandlung auf der Streichung des mann, als Kassierer A. Meier, als Schriftführer Paul Genosse och forderte als Korreferent leberweisung der Betition bezüglichen Paragraphen bestand. Der gegenwärtige Vorstand des Wehrle, als Bibliothekar Ma chowsky. Alsdann wurden einige als Material. Obwohl außer Hoch auch die Genoffen Thiele, Elsaß- Lothringischen Verbands ist entschlossen, die Verständigung mit Werfftellenangelegenheiten besprochen. Tuzauer und Ledebour wiederholt in die Debatte eingriffen und dem deutschen Centralverbande um jeden Preis herbeizuführen und Pankow. In der am Donnerstag bei Großfurth ftatt entschieden die Notwendigkeit einer anderweiten gefeglichen Regelung die Generalversammlung vom legten Sonntag hat seinen Vorschlägen gehabten, sehr gut besuchten Volksversammlung sprach Reichstagsdarzulegen suchten, wurde sowohl die Ueberweisung als Material mit so erdrückender Mehrheit zugestimmt, daß der faktische Zusammen Abgeordneter Stadthagen über:" Was sollen die Deutschen in als auch der Uebergang zur Tagesordnung mittels schriftlichen schluß der beiden Organisationen nur noch eine Frage der Zeit sein Berichts mit 11 gegen 6 Stimmen abgelehnt nnd der Antrag des tann, möge die aus der Eigenart der Verhältnisse in Elsaß- Lothringen China und was wollen die Frauen in Bankow?" In der Diskussion Referenten( ungeeignet zur Erörterung im Plenum) angenommen. entsprungene besondere Form der Organisation nach außen hin auch sprach die Genoffin Mesch. Als Vertrauensperson wurde Frau Mit den fünf Socialdemokraten stimmte nur der Freifinnige bestehen bleiben. Das Regime Buttkamer wird dieses Ergebnis Werner, Berlinerstr. 78, III, gewählt. Die Einführung der Prügelstrafe berlangte eine vom In Montceau les Mines, das schon vor zwei Jahren der Grafen v. Roon überreichte Petition. Geprügelt sollen werden diejenigen, die sich Religionsvergehen, Körperverlegungen Schauplatz eines erbitterten Kampfs zwischen Kapital und Arbeit Das alte Lied. oder besonders rohe Handlungen zu Schulden kommen lassen. Der war, ist jetzt abermals ein Streit der Bergarbeiter zum Aus Peking wird gemeldet: Die Gesandten traten heute zus Regierungstommiffar erklärte, bis jetzt habe die Regierung die Er- Ausbruch gekommen. Damals handelte es sich für die Arbeiter um und beschlossen, auf die geforderten Aufdie weiterung der Strafarten durch Einführung der Prügelstrafe nicht die Aufrechterhaltung der Gewissensfreiheit, jetzt find es Lohn- fammen in den Bereich ihrer Absichten gezogen. Es wurde Uebergang zur differenzen, die fie in den Ausstand getrieben. Die Zahl der klärungen über die legte Note erst dann zu ant Streifenden beträgt 8000 Mann; die Compagnien hatten Not, worten, wenn die Chinesen durch ihre Maßnahmen und Beschlüsse den Tagesordnung beschlossen. Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfen petitio- Material und Pferde aus den Schächten herauszubefördern. Ob- Beweis geliefert haben würden, daß sie den angenommenen nierte um Einführung einer höchstens zwölfstündigen Arbeitszeit, wohl es zu keinerlei Ruheſtörung gekommen ist, sind aus der Bedingungen entsprechend Genugthuung leisten Verbot der Beschäftigung von Kellnerinnen unter 18 Jahren sowie ganzen Umgegend die Gendarmen zusammengezogen; der Präfekt wollen. Der erste Bunft der Genugthuung betrifft die Be in der Zeit von abends 10 bis morgens 6 Uhr, um Be- ist ebenfalls angekommen. schränkung der Lehrlingsarbeit usw. Der Regierungs- Kommissar teilte mit, daß die Regierung der Sache bereits näher getreten fei. Ueber die etwaige Zeit, zu welcher eine Vorlage zu erwarten sei, vermochte er keine Auskunft zu geben. Der Der Segen der Unfallversicherung. Ein bei der MeiningiReferent Genosse Thiele wies darauf hin, daß die sanitären Ver- fchen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Versicherter wird von hältnisse unter den Gastwirtsgehilfen entsegliche seien, da unter seinem Geschirr überfahren. Aus einer Heilanstalt, in die er auf 1000 Gastwirtsgehilfen 560 an Tuberkulose sterben und auch die Anweisung der Berufsgenossenschaft aufgenommen worden war, Selbstmordziffer eine erschreckend hohe ist. Trotzdem wurde sein Antrag, ist er als ungeheilt entlassen worden. Sein Zustand wird in dem die Petition, soweit sie die Regelung der Arbeitsverhältnisse betrifft, zur Rentenfeststellungs- Bescheide folgendermaßen beschrieben: Berücksichtigung zu überweisen, mit 10 gegen 7 Stimmen" Im Fußgelenk ist die Beugung und Streckung erheblich beabgelehnt und nur die Ueberweisung zur Erwägung beschlossen. schränkt, desgleichen auch seitliche Bewegungen nur in ganz geringem Ein drolliges Verlangen stellte der Pfarrer Handtmann in Maße ausführbar. Durch die Verkürzung und Verbiegung des linten Seedorf a. Elbe, Kreis Best- Priegnig, an den Reichstag. Er wünschte, Unterschenkels, sowie durch die Beschränkung der Beweglichkeit im linken die socialdemokratische Fraktion solle ihre Parteimitglieder anweisen, Fußgelenk ist der Gang nachhintend, die Bewegung auf unebenem Boden teine Bagabunden auf der Landstraße zu dulden. Die Wochengroschen der noch schwierig, der Gang verlangsamt und das Tragen und Heben von Socialdemokraten follten dazu verwendet werden, die Stromer von Lasten unmöglich. Durch sein Alter ist H. übrigens in hohem Grade der Landstraße zu bringen. Die Gendarmerie des Kreises sei zwar in seiner Arbeitsfähigkeit beschränkt." sehr gut, aber die Schlauheit der Stromer fei übergroß". Unter allgemeiner Heiterkeit wurde die Petition für ungeeignet zur Erörterung im Plenum erklärt. Das gleiche Schicksal traf die Petition des Cogitanten Bunds, welcher die Anerkennung als Religionsgesellschaft verlangte. Originell ist die Auffassung einer Frau von den Aufgaben des Reichstags. Ihr Mann ist verkrüppelt, tann aber feine zur Ernährung der Familie genügende Rente verlangen, seine Frau wünscht nun furz und bündig, der Reichstag solle ihr den kranten Mann abnehmen und ihr einen gesünderen zur Verfügung stellen. Partei- Nachrichten. Sociales. China. strafungen. Die Gesandten haben diese Frage beraten, so weit sie sich auf die Hauptschuldigen, bezieht und sich vor. behalten, mit dem Prinzen Tsching und mit Li- Hung- Tichang über die Bedingungen zu beraten, unter denen dieser Beschluß ausgeführt werden soll. Es bleibt also bei der Weigerung des Gesandten, China nun endlich einmal reinen Wein über die wirklichen Friedens bedingungen einzuschenken. Wie kann China den Beweis für seine ernstliche Absicht, die Friedensbedingungen zu erfüllen, liefern, wenn es gar nicht weiß, was man denn eigentlich von ihm verlangt! Der erste Punkt verlangt die Bestrafung der Hauptschuldigen. Natürlich ist es auch den Shafimächten fein Geheimnis, daß der Hof Tuan und Tungfubfiang gar nicht töpfen kann. Es wäre also endlich an der Zeit, daß man dem Hof erklärt, welche Bestrafungen man denn eigentlich unwiderruflich" fordert, man sollte die diesbezüglichen Beratungen mit den chinesischen Unterhändlern also möglichst beschleunigen. Aber man verschleppt von Woche zu Woche die Verhandlungen, weil man sich unter sich selbst nicht einig werden kann. Wie lange soll diese traurige Komödie eigentlich noch dauern? Als die schwierigste Frage wird offiziös die Entschädigungsfrage ge Der Mann, dessen Zustand in dieser Weise von der Berufsgenossenschaft selbst geschildert wird und der, anscheinend mit Recht, behauptet, völlig erwerbsunfähig zu sein, wird dennoch mur als zur Hälfte erwerbsunfähig bezeichnet. Sein wirklicher Verdienst betrug bezeichnet. Die verlangte Entschädigung werde eine Milliarde vor dem Unfalle 3 m. täglich, bei 300 Arbeitstagen also 900 W. überschreiten. Bevor diese Frage nicht geregelt fei, werde eine Die Vollrente würde demnach 600 M. und die halbe Rente für Halb- Räumung Petschilis nicht erfolgen. Diejenigen Mächte, invalidität 300 M. betragen. Das wäre bei einem in Wirklichkeit denen eine Räumung Chinas am meisten am Herzen liege vermutlich gänzlich erwerbsunfähigen Manne gewiß tläglich wenig- meint find Rußland und Amerika- würden also gut thun, auch aber wenn er es nur wenigstens bekäme! die Entschädigungsfrage lösen zu helfen. Die Aufbringung der Weit entfernt! Anscheinend( der uns vorliegende Bericht giebt Entschädigungssumme tönne aber nur durch eine ausdarüber keine Auskunft) ist der Unglückliche in dem Betriebe, in dem reichende er verunglückt ist, tein volles Jahr beschäftigt gewesen; deshalb fetzt Erhöhung der Seezölle die Berufsgenossenschaft nur den„ Durchschnittslohn eines gewöhn lichen erwachsenen landwirtschaftlichen Arbeiters, nämlich 630 m., aufgebracht werden. Erhöhe resp. verdoppele man die SeeSie nimmt aber weiter an und auch zölle und schaffe man dadurch eine Bins garantie für eine von Braunschweig, 28. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) als Jahresverdienst an. Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl fiegten die Genoffen Ohlen- bazu bietet das Gefeß eine Handhabe daß der Mann vor dem China aufzunehmende Anleihe, so werde es China nicht schwer dorf und Beplies mit großer Majorität, die Genoffen Steg- Unfalle nicht mehr im Vollbefize feiner Störperkräfte war, sondern fallen, die als Kriegsentschädigung zu zahlende Milliarde von den mann und Günther tommen in aussichtsvolle Stichwahl. nur noch 60 Proz. der Kräfte eines normalen Arbeiters beseffen Großmächten gepumpt au erhalten. Und im Börsenteil habe. So gelangt fie zu einem Jahresverdienst von der Boff. 8tg." wird bereits versichert, daß diese internationale Totenlifte der Partei. In Lüneburg starb im besten 378 m. bei einem thatsächlich vorhandenen Wer Emission fich mit Leichtigkeit werde unterbringen lassen und daß ein bedeutender Teil derselben von deutschen Kapis Mannesalter der Parteigenosse Johannes Tummel. Er war dienste von 3 M. täglich! Davon die Vollrente beträgt nur sowohl in der Partei wie in seiner Gewerkschaft stets in den vordersten noch 252 M. und da der Mann nur als Halbinvalide betrachtet wird, talisten aufgenommen werden würde. Reihen thätig und hat sich in den Herzen seiner Freunde ein ehrendes so bekommt er schließlich eine Jahresrente von 126 M. oder Andenken erworben. 341/2 Pf. täglich. Drei Mark verdiente der gesunde Mann; nach feinem Unfall fann er weder Lasten tragen noch heben, er fann sich nur mit Schwierigkeit fortbewegen und seine Rente beträgt 341, f. Jede Armenverwaltung würde ihm mehr geben müssen. Und das alles ist geseglich zulässig und der Bescheid ist wahrscheinlich nur anfechtbar, soweit die Schätzung des förperlichen Zustands des Manns in Frage tommt; der Erfolg der Anfechtung aber auch dann noch zweifelhaft. Das internationale socialistische Sekretariat beabsichtigt, demnächst ein periodisch erscheinendes, Bulletin international" Herauszugeben. Dasselbe soll die wichtigsten Vorgänge aus der Partei und Arbeiterbewegung in furgen Berichten zur Kenntnis bringen. Bartel- und Gewerkschafts- Bewegung, Streits, Genoffen fchafts- Bewegung, sociale Gesetzgebung 2c. sollen in gleicher Weise Berücksichtigung finden. Polizeilichtes, Gerichtliches univ. Unfallfürsorge nennt man das im socialpolitischen Amtsprunt stile und auf Weltausstellungen geht man damit haufieren! -Zu 4 Wochen Gefängnis wurde der Redacteur der, BrandenVon 170 Steinmetzen, die am Arbeitslosen- Statistik. burger Zeitung", Genosse Thiele, verurteilt. Er hatte eine Notiz über angeblich schlechte Behandlung eines Arbeiters in einer Fabrit 15. Januar in Leipzig anwesend waren, arbeiteten nur 25 Mann; aufgenommen, war aber dann von seinen Zeugen im Stiche gelassen die übrigen waren arbeitslos und zwar zusammen 5027 Tage. worden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Rabinputer! Die Lohndifferenzen bei der Firma Boswan u. Knauer sind zu Gunsten der Kollegen beigelegt. Der Vorstand. Deutsches Reich. benugt worden. Derlammlungen. China ist die Entschädigung also außerordentlich leicht gemacht: es braucht seine Seezölle also nur zu verdoppeln und, wie bisher schon, unter eine internationale Verwaltung zu stellen, um von den Khatimächten selbst das Geld unter den coulantesten Bedingungen" vorgeschossen zu erhalten. Trotzdem wird sich allerdings China bedenken, sich durch Eingehen dieser Finanzoperation eine Einnahmequelle völlig zu verschütten. Aber Lösung der Entschädigungsfrage sträuben. Bedeutet doch diese Er auch ein Teil der Mächte selbst wird sich mit aller Macht gegen diese höhung der Geezölle den schlimmsten Verstoß gegen die Politik der offenen Thür", der sich denken läßt. Der Vorschlag der Khatimächte beweist wieder den ganzen tollen Unfug der Hunnenpolitik: Unter der Parole der merkantilen Er. fchließung Chinas wird der Krieg gegen China begonnen und mit der Absperrung Chinas durch hohe Gingangs3ölle soll er enden, damit die Hauptheißsporne wenigstens einiger maßen auf ihre Kosten tommen! Es wäre wunderbar, wenn Amerika und Japan sich eine derartige Schädigung ihrer Handelsinteressen gefallen ließen. Eine Scharfmachernachricht. Der Verein der Zimmerer Berlins und der Umgegend hielt am Sonntag bei Cohn, Beuthstraße, seine Generalversammlung Die„ Agence Havas" meldet aus Beling: Fünfundzwanzigs ab. Die Abrechnung vom 4. Quartal, die der Kassierer G. Mener erstattete, ergab eine Einnahme von 6386,40 M., die Ausgaben be- tausend Mann regulärer dinesischer Truppen trugen insgesamt 6189,74 M. Vom 3. Quartal war ein Bestand haben sich in der Nähe von Tschen ting- fu angesammelt. Sie von 17 785,77 m. vorhanden, so daß der gesamte Stassenbestand am stehen einen Tagesmarsch von den franzöfifchen Truppen entfernt. Im 4. Quartal General Boyron hat Anstalten getroffen, fie beobachten zu laffen, Die Differenzen in der Fahrzeug- Fabrik in Eisenach find Schluß des 4. Quartals 17 982,43 M. betrug. zu Gunsten der Arbeiter beigelegt; doch ist Buzug noch fern- wurden 1823 Wochen Arbeitslosigkeit und 443 Wochen Krankheit ab- Der französische Gesandte Bidon richtete an iching geftempelt. Ueber die Thätigkeit des Vorstands und die der Or- und Li- Hung Tschang ein in entschiedenem Tone ge zuhalten. Die Lohnbewegung der Leipziger Buchbinder im vorigen ganiſation vom letzten Jahre berichtete Hinrichsen. Danach baltenes Schreiben, in welchem verlangt wird, daß die haben im verflossenen Jahre 30 Versammlungen, teils öffentliche, Chinesen sich sofort zerstreuen sollen. Eine italienische Boxerjagd. Herbst hat insgesamt 54 409,32 m. gekostet. Davon entfallen Bereins-, Plazdeputierten- und Bezirksversammlungen, die im allge 53 288 m. auf Streifunterstügung. Da der größte Teil der Aus- meinen gut besucht waren, stattgefunden. Zur Erledigung der Geschäfte Ein gemischtes Bataillon italienischer Truppen unter dem Be ständigen in Accord arbeitet, kann der Verlust des Arbeitslohns nur hat der Borstand u. a. 20 Vorstandssitungen abgehalten. Der Rechtsschutz fehl des Mojors Manusardi ging am 18. d. M. nach Mahfung und schäßungsweise auf etwa 100 000 bs 110 000 M. und zwar bei wurde von 46 Mitgliedern in Anspruch genommen. Die Vereins- Bingfusien ab, um die Borerbanden jener Gegenden zu zerstreuen. den Arbeitern auf etwa 72-78 000 M. und bei den Arbeiterinnen auf etwa 30-32 000 m. beziffert werden. Der am 8. September be- bibliothek ist erheblich vergrößert und von den Mitgliedern sehr rege Der Rückkehr der Truppen wird am 24. d. M. entgegengesehen. Die Der im Juni vom Verein eingerichtete Arbeits- Gesundheit derselben ist gut. gonnene Ausstand, der eine Folge der Kündigung war, die seitens aller nachweis hat allerdings nur zeitweise gut funktioniert. Außer der Die Verlustliste Nr. 7 meldet die Verwundung dreier Offiziere dem Verband der Buchbindereibefizer angehörigen Unternehmer gegen Arbeitslosen- und Kranken- Statistit, die einen Lohnausfall von über 80 Proz. ihrer beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesprochen 118 700 M. nachwies, wurde eine umfangreiche Baukontrolle, ferner und den Tod von 26 Mannschaften. wurde, erstreckte sich auf 84 Betriebe( 29 Buchbindereien und 5 Buch eine Statistit über die Zugehörigkeit der Mitglieder zur politischen Der Redner berichtete sodann druckereien). Ausständig wurden 1252 Arbeiter und 1263 Arbeiterinnen, wovon 118 Arbeiter und 507 Arbeiterinnen unter Organisation 2c. vorgenommen. Vertrags Verhandlungen mit 21 Jahr alt, und von letzteren wiederum 88 unter 16 Jahre alt nehmen, die bisher noch nicht zum Abschluß gelangt in Tehte Nachrichten und Depeschen. Wien, 28. Jan.( B. 5.) Aus Verzweiflung über die wegen waren. Die Lohnbewegung endete schließlich durch einen Ver- sind. Hierauf berichtete der Kassirer über die Einnahmen und Ausgaben gleich, der den Arbeitern in einigen Punkten Verbesserungen ihrer in der Zeit vom 1. Oftober 1899 bis 31. Dezember 1900. Neue Mit verschiedener Betrügereien erfolgte Verhaftung ihres Manns warf Arbeitsbedingungen brachte. glieder wurden in dieser Zeit 588 aufgenommen. Am Schluß des die 87jährige Kaufmannsfrau Leifowigti ihre zwei Kinder aus dem Die Buchdrucker in Köln beschloffen in einer sehr zahlreich verflossenen Jahrs zählte der Verein 1534 Mitglieder. Nach einer dritten Stodwert auf die Straße hinab und stürzte sich dann selbst besuchten Versammlung einstimmig eine Resolution, worin sie gegen furzen Diskussion über den Bericht wurde die Neuwahl des Vor- nach. Die Frau blieb sofort tot, die Kinder starben bald darauf. Nizza, 23. Januar.( B. T. 8.) Behn Offiziere und 60 Mann die Gepflogenheit in der Druderei der Kölnischen stands vorgenommen, die folgendes Resultat ergab: Hinrichsen Beitung Einspruch erheben, daß man den in das Geschäft ein erster, Steppichläger zweiter Borfigender; G. Mener erfter, des 6. Alpenjäger- Bataillons unternahmen gestern in der Höhe tretenden Gehilfen einen Schein vorlegt, worin sie durch ihre Unter- O. Erich zweiter Staffierer; M. Klinger Bibliothekar; 5. Blau von 2300 Metern einen Netognoszierungsmarsch. Hierbei wurden schrift bescheinigen müssen, daß sie nicht dem Verband der deutschen mann erfter, Behrendt zweiter Schriftführer; R. Schuldt fie durch Schneestürme verschüttet. Mit vieler Mühe ist es geDelegierter Gewerkschafte Kartell lungen, die meisten aus dem Schnee zu graben und in das Leben Buchdrucker angehören. Die Resolution bezeichnet diese Pragis als Revisor. verwerflich und den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung betreffend wurde Reppschläger und als Stellvertreter Nide I gewählt. zurüdzurufen. 2 Offiziere und 6 Mann werden noch vermißt. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " noch über As 0 in das 0 Unter- Lehte Br. 20. 18. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. Januar 1901. Reichstag. 31. Sigung vom Mittwoch, den 28. Januar 1901, 1 Uhr. Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf b. Bülowo. Duisburg. Reichskanzler Graf v. Bülow: Präsident Graf Ballestrem: bessernde Hand angelegt werden. Unter dieser Mangelhaftigkeit der Wohnungen leiden vor allen Dingen die armen Schichten der Bevölkerung, aber diese nicht allein, sondern bei Seuchen hat es sich gezeigt, daß die ganze Gesellschaft ein dringendes Interesse hat, hier einzugreifen. er ein " 1 M M und Man wollte die sogenannten Mietskafernen verhindern, aber die Bauordnung gilt auch für Gebiete, wo schon jetzt Grund und Boden Vielen ist das Einfamilienhaus auch für hoch im Preis steht. Arbeiter das Jdeal. Unter den heutigen Verhältnissen aber ist der Besiz eines solchen Häuschens für die Arbeiter eine Last. Richtiger Was den Wohnungsmangel anbelangt, so ist dieser nicht allein ist die Vereinigung mehrerer Mietswohnungen in einem Hause unter durch die Entwicklung der Industrie und das größere Bu- Bermeidung des Mietskasernenbaus. Die Hauptsache ist, das Reich strömen der Arbeiter in die Städte herbeigeführt, sondern für die Wohnungsfrage zu interessieren. Von einer Stelle aus Mach 63jähriger Regierung ist Ihre Majestät die Königin auch dadurch, daß vielfach nicht für genügenden Ersatz nieder- müssen alle Enqueten geleitet werden. Eine besondere Abteilung bon England( das Haus erhebt sich) im 82. Lebensjahre zur gerissener Wohnungen gesorgt wird und daß das Bauen der neuen muß hierfür im Reichsamt des Innern geschaffen werden; hier ewigen Ruhe eingegangen. Während ihrer langen Regierungszeit ist wohnungen der Privatthätigkeit und gemeinnüßigen Vereinen über- handelt es sich um eine Kulturaufgabe von höchster Wichtigkeit, wertKönigin Victoria immer bestrebt gewesen, ein friebliches und über- handelt freundschaftliches Verhältnis zwischen Deutschlassen wird. Ueber das eigentliche Wohnungselend, d. h. die un voller, aussichtsreicher als unsre chinesischen Expeditionen. Statt land und England zu pflegen. Nicht nur die nahen verwandt- gesunden Zustände in den Wohnungen hat der Frankfurter Mieter- angeblich Kultur nach China zu tragen, sollten wir lieber für die verein 1887 eine Untersuchung angestellt, die sich auf 215 Wohnungen innere Kultur sorgen!( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) schaftlichen Beziehungen zwischen unsrem Kaiserhaus und dem eng erstreckte. Welch trauriges Bild diese Untersuchung ergeben hat, dalischen Königshaus, sondern auch die mannigfachen wirt für ist schon der eine Mißstand bezeichnend, daß nur in 26 von Abg. Schrader( frs. Vg.): fchaftlichen, politischen und kulturellen Inter diesen über 200 Wohnungen der von maßgebenden Hygienikern Wir halten unfern ja auch schon einmal einstimmig beschlossenen essen, welche Deutschland und England verbinden, Lassen uns aufrichtigen Anteil nehmen an der Trauer des britischen für notwendig erachtete Luftraum von 20 Kubikmeter pro Kopf vor- Antrag für den besten. Das Haus fann sich auf ihn am besten verhanden war. In 9 Wohnungen tamen nur 5 Kubikmeter, in der einigen, ohne sich nach irgend einer Seite zu sehr festzulegen. Die Bolts um feine ehrwürdige Herrscherin. Ich bin gewiß, daß ich Die Regierung hat ja bisher auf unfre mich mit den Empfindungen dieses hohen Hauses begegne, wenn ich Hälfte der 200 Wohnungen nur 10 Kubikmeter Luft auf den Kopf. Wohnungsfrage ist eine Frage, in der alle Parteien einnütig vordieser Teilnahme hier Ausdruck verleihe. Als ebenso schlecht erwiesen sich die Lichtverhältnisse. Die Fenster gehen können. waren ungenügend und auch die Treppen häufig vollständig buntel. vorjährigen Beschlüsse nicht reagiert, ich hoffe aber, Graf 2 Wohnungen in der nordöstlichen Vorstadt wurden als frühere Bosadowsky, der heute anwesend ist, wird uns über den Ich glaube, um ein Im Anschluß an die Trauerbotschaft, welche uns soeben der Herr Schweineställe bezeichnet.( Hört, hört! bei den Socialdemokraten.) Standpunkt der Regierung unterrichten. Reichstanzler mitgeteilt hat, nehmen auch wir vollen Anteil an Nicht nur in Frankfurt und überhaupt in den großen Städten, sondern Reichs- Wohnungsgesetz werden die verbündeten Regierungen nicht Die Gefahren für Sittlichkeit und Gesundheit find dieser tief erschütternden Trauerkunde. Ich konstatiere, daß der Hauptsächlich auf dem Lande sind die Wohnungs- herum kommen. Reichstag das Gedächtnis der erhabenen verstorbenen Fürstin stets verhältnisse außerordentlich traurig. Das Bedürfnis bei den heutigen Zuständen zu groß. Wie das Reichs- Wohnungsin hohen Ehren halten wird und an der Trauer um dieselbe herz- nach Wohnungen hat vielfach dazu geführt, daß Scheinen und selbst gesetz im einzelnen beschaffen sein soll, darüber werden wir uns lichen Anteil nimmt. Ich bitte, mich zu ermächtigen, diese und Ställe zu Arbeiterwohnungen benutzt wurden. Die Gefahr von später schlüffig zu machen haben, die Vorschläge der Social gebung Sr. Majestät dem Kaiser und Ihrer Majestät der Kaiserin Erkrankungen wird durch solche Verhältnisse natürlich sehr gesteigert. demokraten und auch der Nationalliberalen gehen entFriedrich namens des Reichstags auszusprechen. Ich stelle dies als In vielen Wohnungen schlafen die Einwohner in der Küche. Be- fchieden zu weit, vorerst müssen jedenfalls die bestehenden Beschluß des Reichstags fest. sonders schlimm sind die Verhältnisse in den ländlichen Wohnungen Wohnungsverhältnisse und die bereits eingeschlagenen Wege zur Die Abgeordneten haben stehend diese beiden Reden mitangehört, im Often, und hierdurch wird nicht zum kleinsten Teil das Zu- Linderung der Wohnungsnot geprüft werden. und das Haus tritt darauf in die Tagesordnung ein. strömen der ländlichen Arbeiter nach den großen Städten bedingt. Staatssekretär Graf Posadowsky Zur Beratung steht folgender Antrag der nationalliberalen Ab- In den ländlichen Wohnungen in Oberschlesien, berichtete die giebt folgende Erklärung ab: Der Herr Reichskanzler erkennt an, geordneten Dr. Hieber- Württemberg, Baffermann und Möller- katholische Schlesische Volks- Zeitung" 1895, wohnen oft Familien daß sich Mikstände auf dem Gebiet des Wohnungswesens bebon sechs bis zehn Köpfen in einem einzigen Zimmer sonders in den großen Industrie Centren entwickelt mit schlecht verwahrten Thüren und Fenstern. Vielfach sind die haben, die eine Abhilfe auf gefeßlicher Grundlage wünschenswert Der Reichstag wolle beschließen: Die zu ergreifenden Maßnahmen werden auf Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, in thunlichster Bälde eine Wohnungen feucht, daß die Nässe von den Wänden herunterfließt, es erscheinen lassen. Kommiffion einzuberufen, bestehend aus amtlichen Vertretern des gilt als Wohlthat, wenn an die Wohnung noch ein Kämmerchen stößt dem Gebiete der Kommunal Verwaltung, des Stenerwesens Reichs und einzelner Bundesstaaten, Mitgliedern des Reichstags zur Aufbewahrung von Kartoffeln und Heizmaterial. Frhr. v. d. Golz und der polizeilichen Befugnis liegen. Auf diesen Gebieten liegt und andren in der Wohnungsfrage praktisch thätigen Männern, Straßburg hat in seiner Schrift zur Neichs- Wohnungsreform auch die wichtigste Thätigkeit der Einzelstaaten. So sehr nun auch nachgelviesen, daß nur in ganz wenigen Bundesstaaten der Herr Reichskanzler einverstanden ist mit den Bestrebungen zur und diese Kommission mit der Aufgabe zu betrauen: bis jetzt bestimmte Geseze bezüglich der Wohnungs- Bekämpfung der Mißstände auf dem Gebiete des Wohnungs1. durch eine Wohnungsenquete die allgemeinen und lokalen inspektion vorhanden sind, namentlich in Hessen und Ham- wesens, ift er doch der Ansicht, daß die Frage Wohnungsverhältniffe im Steiche zu untersuchen und festzustellen; burg. Sachsen hat neuerdings ein sehr gutes allgemeines Baugefeß gestaatsrechtlich und administrativ mur auf dem Gebiete 2. die in der Bewegung für allgemeine Wohnungsreform schaffen, das die Forderungen auf dem Geviete der Wohnungs- der einzelstaatlichen Verwaltung und Gesetzgebung erfolg aufgetretenen Vorschläge zu prüfen und über ausführbare Maß- inspektion erfüllt, aber leider erst 1904 in Straft treten soll. reich gelöst werden kann. Auf diesem Standpunkt steht insregeln Gutachten abzugeben; 3. insbesondere über die zwedmäßige Organisation der eine solche Geseze haben Preußen, Bayern, Württemberg, Baden. besondere auch die preußische Staatsregierung, welche feft entAllerdings find in einzelnen Städten nach dieser Richtung hin schlossen ist, die Verbesserung der Wohnungsverhältnisse selbst öffentlichen Wohnungsfürsorge und über staatliche und kom- Schritte gethan worden. Herr v. d. Goltz kommt in seiner Schrift in die Hand zu nehmen und zu dem Zweck, wie in der Thronrede munale Vermittlung des erforderlichen Kredits für gemeinnüßige zu dem Ergebnis, daß nur durch eine Gewalt wie sie das Reich aus- angekündigt ist, umfassende gesetzgeberische Maßregeln vorbereitet. Baugesellschaften und Baugenossenschaften Vorschläge zu machen. In Berbindung damit steht die Beratung eines Antrags der übt, auf diesem Gebiete der Wohnungsreform Normativbestimmungen Das Reich erblickt seine Aufgabe darin, auf dem Gebiet des WohnungsAbgg. Schrader( fri. Bgg.) und Eckart( südd. p.), eine gleiche geschaffen werden können, natürlich dürfe das Reichs- Wohnungsgeie wesens den eignen Angestellten, soweit ein Bedürfnis dazu vorliegt, Kommission zu bilden, welche die Aufgabe haben soll, eine Prüfung halten, nicht schablonenhaft sein, aber es muß die Forderungen ent- zweckentsprechende und preiswürdige Wohnungen zu schaffen. Eine die mit der bestehenden Wohnungsverhältnisse und der auf werden müssen. Ich Rücksicht auf die Volksgesundheit erfüllt Ausgabe zu diesem Zweck ist bereits im Etat des Reichsamt des Ich will auf die einzelnen Vorschläge des Innern vorgesehen. Sobald die finanziellen Verhältnisse es zulaffen das Wohnungswesen bezüglichen geje zlichen Bestimmungen Herrn v. d. Golk hier nicht eingehen. Unter andrem verlangt und sobald weitere Erfahrungen gesammelt sind, soll diese Aufgabe und Verwaltungseinrichtungen in ihr geeignet erneben diesem eine in gutunft auf wesentlich breiterer Grundlage in Angriff genommen ſcheinender Weise, insbesondere durch Bernehmung von Sachver- Reichs- Wohnungskommission, die die Wohnungsverhältnisse prüfen werden. Soweit es sich um die Frage der Wohnungshygiene handelt, ständigen, vorzunehmen, über das Ergebnis der Prüfung zu berichten und Vorschläge darüber zu machen, wie und in welcher soll. Diese soll zu 1/3 vom Reichs- Gesundheitsamt ernannt werden, wird der Reichs- Gesundheitsrat in der Lage sein, auf die Thätigkeit Weise ein Eingreifen des Reiches zur Beseitigung der Wohnungsnot 8 1/8 von der oberen Verwaltungsbehörde und zu 1/3 durch die der Einzel- Regierungen in technischer wie wissenschaftlicher Beziehung Gemeindevertretung gewählt werden. Gegen diese Forderung muß beratend und unterstügend einzuwirken. Eine besondere Abteilung angezeigt ist. Die Abgg, Albrecht( Soc.) und Genossen beantragen die ver- ich mich entschieden wenden. In den meisten Städten besteht die des Reichs- Gesundheitsamts wird sich mit dieser Frage beschäftigen bündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag baldigst einen Bestimmung, daß 1/3 der Gemeindevertreter Hausbesizer sein müffen. um so geeignete Grundlagen für die gefezgeberische Initiative der Es würden also hier Leute zu wählen haben, die nichts weniger als Einzelstaaten zu schaffen.( Sehr gut! rechts.) Gefchentwurf betreffend Regelung des Wohnungswesens vorzulegen; insbesondere Normativbeſtimmungen bezüglich der Be- ein Interesse an der Verbesserung und namentlich auch an der Berschaffenheit der Wohnungen und der Durchführung der Wohnungsgreifend auf die Sanierung der Verhältnisse hinwirken würden. billigung von Wohnungen haben, und die auch nicht so durchinspektion, fowie Schaffung eines Reichs- Wohnungsamtes. Zur Begründung seines Antrags erhält das Wort Es ist ja richtig, daß die nächste Wirkung der Wohnungsinspektion eine weitere Verminderung der Wohnungen durch Kassierung Abg. Dr. Hieber( natl.): der ungesunden Wohnungen sein wird. Wir sind nun der Ansicht, Der Antrag, den ipir gestellt haben, ist nicht nen. Er ist schon daß die Errichtung von billigen Wohnungen in erster Linie im vorigen Jahre vom Reichstage angenommen worden. Trotz der durch die Gemeinden besorgt werden muß und, soweit die Geeinstimmigen Annahme ist von den verbündeten Regierungen in der meinden dazu nicht in der Lage find, durch Staatsmittel unterstüßt Wohnungsfrage nichts geschehen. Die Wohnungsfrage ist nicht nur werden müssen. Es müßte gesetzlich festgelegt werden, daß, eine Frage der großen Städte, sondern auch des platten Landes. wenn die Gemeinde selbst Stroßen niederlegt, sie gehalten ist, Durch die Erklärung des Herrn Staatssekretärs ist ja die Sache Wohnungsverhältnisse und sittliche Verhältnisse stehen in engstem Zu- für entsprechenden Erjazz an Wohnungen zu sorgen. Schon jetzt für den Reichstag so gut wie erledigt. Damit uns aber nicht manfammenhang. Schlechte Wohnungsverhältnisse haben erhöhte Ver- hat das Reich die Unterstützung des Wohnungswesens ingelndes Interesse und Verständnis für diese wichtige Frage vorgnügungssucht zur Folge, rufen gewisse Zügellosigkeiten hervor. Die geringem Grade in die Hand genommen. Das Vermögen der Frage ist neben ihrer wirtschaftspolitischen Bedeutung also Versicherungsanstalten ist zum Teil als Darlehn für Bauthätigkeit geworfen wird, muß ich doch einiges sagen. Wir halten die Frage der Wohnungsreform für eine Frage der nationalen Wohlfahrt, und auch eine eminent fittliche Frage. Die Arbeiter und gewährt worden. Herr Dr. Liebrecht hat eine fleine Lesenswerte halten es für viel wichtiger, daß jeder Mann im Bolt eine gesunde WohKleinen Beamten haben am meisten unter der Wohnungsnot Schrift, herausgegeben vom Verein Reichs- Wohmmgsgejet, gemung hat als ein Huhn im Topf. Auch liegt die Wohnungsreform zu leiden. Die Mietspreise sind erheblich gestiegen und die Arbeiter schrieben. Herr Dr. Liebrecht berechnet darin, daß schon jetzt find gezwungen, immer weiter weg von der Arbeitsstätte zu wohnen. 500 Millionen Mark für diesen Zweck verwendet werden können. Wir wesentlich im Interesse der Sittlichkeit. Uebrigens find die WohDie Erholungszeit wird ihnen dadurch erheblich gekürzt. Besonders sind nun aber der Ansicht, daß diese Zuwendung von Darlehen auch nungsverhältnisse auf dem Lande viel besser als in den Städten kraz trat die Wohnungsnot in den letzten Monaten in Berlin nur wirklich gemeinnügigen Vereinen gemacht werden kann, daß nicht( Sehr richtig! rechts.) Die Gutsbefizer wissen sehr wohl, daß sie auf. Ganze Familien waren auf die Straße geworfen oder mußten etwa die private Bauspetulation hier etwas bekommt und ebenso eine guten Arbeiter bekommen, wenn sie ihnen nicht annehmbare Wohnungen geben. Wie die schlimmi Wohnungsverhält in Asylen Aufnahme finden. Ohne ein Heim fann feine Liebe zur wenig irgend ein Privatunternehmer. Bei Ziegeleien ist es ja häufig nifie dagegen in den Städten liegen, ist ja bekannt, eine Heimat, ohne Heimat keine Liebe zum Vaterlande playgreifen. Des- unumgänglich, daß die Unternehmer auch für die kleinen Wohnungen Enquete ist hier kaum nötig. Ueber die Mittel zur Abhilfe der halb muß die Wohnungsfrage einer Lösung entgegengeführt werden der Arbeiter sorgen, joust aber haben wir zu viel Beispiele für die Wohnungsnot sind die Meinungen allerdings sehr verschieden. Vor and alle Parteien werden zur Lösung dieser Frage gewiß ihre hilf- Abhängigkeit der Arbeiter, wenn sie auch die Wohnung vom Unter- allem darf nicht schematisiert vorgegangen werden, sondern es muß reiche Hand bieten.( Bravo!) nehmer erhalten. Mit der Kündigung der Arbeit wird dann auch die auf die ganz verschiedenartigen Verhältnisse in den einzelnen ( Graf Posadowsky betritt den Saal.) Wohnung gekündigt und die Arbeiter geraten in doppelte Not. Die Gegenden, auf dem Lande und in den Städten Rücksicht genommen Einzelne Staaten haben bereits Mittel zum Bau von kleinen Höchster Farbwerke werfen einen ungeheuren Gewinn ab, entlohnen werden.( Sehr richtig! rechts.) Von den Einzelstaaten und den Wohnungen bewilligt, so z. B. Hessen, auch viele Gemeinden aber ihre Arbeiter nicht besonders gut. Schon vor Jahren haben die Farb- Gemeinden kann wohl mehr gethan werden, um die bestehenden haben viel zur Linderung der Wohnungsnot gethan. Aber die werke mit dem Bau von Arbeiterwohnungen begonnen. Jetzt sind über Verhältnisse zu verbessern und dies wird hoffentlich auch geschehen. fommunale und einzelstaatliche Fürsorge hat ihre Grenzen und des: als sei nicht die Höchster Farbenfabrik die Eigentümerin, hat man mit der Ordnung dieser Materie nicht abgeben.( Bravo! rechts.) 500 Wohnungen für Arbeiter fertig. Um den Anschein zu erwecken, Das Reich kann sich wegen der Verschiedenartigkeit der Verhältnisse halb ist es dringend notwendig, daß das Reich sich dieser außer die Hänser durch eine Aktiengesellschaft bauen lassen und ihr auch ordentlich wichtigen Materie annimmt. das Eigentum der Häuser übertragen. Der Vorsitzende dieser AktienAbg. Stockmann( p.): Die Centralstelle für Wohlfahrtseinrichtungen, der Verein für baugesellschaft ist aber auch der Vorsitzende des Direktoriums der Eine gute gesunde Wohnung ist die Vorbedingung für ein Socialpolitik, und andre haben sich für die reichsgesetzliche Regelung Höchster Farbwerke. Ich will nicht hoffen, daß diese Gesellschaft gesundes Familienleben und dieses ist die Grundlage für die dieser Frage ausgesprochen. Auch die Socialdemokratie hat der Wohnungsnot und Reichs- Wohnungsreform ihre Aufmerksamkeit au- unter die gemeinnügigen Anstalten gerechnet wird und von den Moralität und damit auch die geistige Gesundheit des Bolts. Am Wohnungsnot und Reichs- Wohnungsreform ihre Aufmerksamkeit zu Versicherungsanstalten Beihilfe erhält. Für die Wohnungen der schlimmsten liegen die Verhältnisse in den Großstädten und es iſt gewandt und wird sie auf ihrem nächsten Parteitag erörtern. Selbst Höchster Farbwerke gilt 14tägige Kündigung, während sonst doch höchst bedauerlich, daß die Vertreter der Stadt Berlin heute hier Herr v. Miquel hat sich für eine Reichs- Wohnungsreform as monatliche die Regel ist. Alle Reparaturen müssen von den Mietern nicht anwesend find.( Sehr richtig! rechts.) Herr Fischbed, gesprochen.( Hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Ich sollte der fich neulich über die Steigerung des ländlichen virtlich meinen, der Worte find genug gewechselt, laßt getragen werden. Sogar für den Ertrag des Gärtchens, das zur Wohnung gehört, Bodenverts aufhielt, würde weit besser dem Allgemeinwohl dienen, ult endlich haten sehen! Die Kompetenz des Reichs zur Regelung dieser Frage fann nicht angezweifelt wird Ersatz beansprucht, wenn der Mieter die Wohnung verläßt. wenn er seinen Einfluß in der Stadt Berlin dahin geltend machen werden. Die Befürchtung, daß eine Beschränkung der Frei. Die Wohnungen sind zwar billiger, als sonst in Höchst, aber sie find wollte, daß die Wohnungen in Berlin billiger werden.( Sehr richtig! auch höchst mangelhaft gebaut, weil ihre Errichtung dem Mindest rechts.) zügigkeit die Folge sein werde, wenn das Reich die Wohnungsfordernden zugeschlagen wird. Das Beispiel zeigt uns, daß eine Ueber die einzelnen Anträge will ich mich nicht einlassen, wir sind reform in die Hand nimmt, teilen wir nicht. Jedenfalls würden wir unsre Hand zur Beschränkung der Freizügigkeit niemals bieten. andre Seite der Gesetzgebung hier mit herangezogen werden vor allem der Meinung, daß das Reich in dieser Frage nicht kompetent Wir meinen, daß nur eine gesunde Heimatspolitik seitens des und der Zwangsvollstreckung notwendig wird. Das sind alles ist jetzt ebenfalls unsrer Meinung, er hat erfiärt, daß der föderative muß, daß eine Reform des Mietsrechts, des Mietsprozesses fei. Auch Herr von Miquel, der früher diese Frage bejahte, Reichs die Grundlage einer nationalen Bolitit sein kann.( Bravo! und Dinge, die zur Kompetenz des Reichs gehören. Auch der Charakter des Reichs einer reichsgefeßlichen Regelung der Wohnungsbei den Nationalliberalen.) der reform entgegensteht. Von den vorliegenden Anträgen schien uns Abg. Schmidt- Frankfurt( Soc.): 109 unweifelhafte Zuſammenhang der Wohnungsfrage, mit Gesundheitspflege weist auf die Zuständigkeit des Reichs für die der Antrag Schrader am affer annehmbarsten und wir wollten dafür Wenn wir auch der Ansicht sind, daß die Wohnungsnot im Wohnungsfrage hin. Eine allgemeine Reichs- Wohnungsordnung ist stimmen. Nach der Erklärung des Herrn Reichskanzlers aber würde Zusammenhang mit den gegenwärtigen Grundbesigeigentums- Ver- notwendig, die natürlich nicht schablonisieren darf, aber doch die das wie eine Demonstration aussehen, und wir werden deshalb die hältnissen und daher erst in einer andern Gesellschaftsordnung end- Grundzüge, die allgemeinen Gesichtspunkte, die überall anwendbar gesamten Anträge able hen.( Bravo! rechts.) gültig beseitigt werden kann, so hält uns dies doch nicht ab, schen sind, enthalten muß. Auch die Form des Enteignungsrechts Abg. Stolle( Soc.) jezt darauf zu bringen, daß möglichst viel zur Linderung der der Gemeinden macht eine Neuordnung erforderlich, vielleicht dem Muster der„ lex Adices", die jezt probeweise Wohmmgsnot geschieht. Es ist auch nicht richtig, daß wir, wie der nach ( wegen der im Hause herrschenden Unruhe auf der Tribüne sehr schwer verständlich): Borreduer sagte, uns erst in neuerer Zeit mit der Wohnungs- für Frankfurt a. M. eingeführt werden soll. In Frankfurt a. M. In unsrer Presse und in Hunderten von Versammlungen ist über frage beschäftigt hätten, sondern wir haben uns bereits ist überdies eine Banordnung in Kraft, die einen außerordentlichen feit 25 Jahren dieser Frage angenommen. Wir müssen Fortschritt darstellt, aber doch unter den gegenwärtigen Verhältnissen die elenden Wohnungsverhältnisse geklagt worden, und es sind auch dieselbe von zwei Gesichtspunkten betrachten. Zunächst ist zu großen Härten geführt hat. Es wird nämlich darin vorgeschrieben, Borschläge zur Abhilfe gemacht worden. In andren Staaten ist in นท Abg. Dr. Jäger( C.)( auf der Tribüne fast unverständlich. ist damit einverstanden, daß die Einzelstaaten die Wohnungsfrage gesetzlich regeln sollen, aber mit der Reform darf nicht gewartet werden. Es müssen Genossenschaften und Organisationen zum Bau Eine Menge Kapital von Arbeiterwohnungen gegründet werden. Eine Ausgestaltung des fann da nugbringend angelegt werden. Enteignungsrechts ist bei der Bekämpfung der Wohnungsnot auch in Betracht zu ziehen. Abg. Frh. v. Richthofen( t): es der große Wohnungsmangel, über den geflagt wird. daß die Häuser in den Vorstädten nur zwei Stock hoch gebaut werden dieser Richtung schon viel mehr geschehen. So find in England Die zweite Seite ist die Mangelhaftigkeit, die Schlechtigkeit dürfen. Wenn darüber hinausgegangen wird, wird ein so großer reichsgesetzliche Bestimmungen, wonach z. B. ganze Bezirke der bestehenden Wohnungen. Hier sollte vor allen Dingen die Hofraum verlangt, daß die Wohnungen ungeheuer verteuert werden. abgerissen werden können, wenn die Wohnungen gesundheits Kinder, 1chädlich find und wonach Darlehen zum Bau von Wohnungen zu gute, denn in den Mietstafernen der Proletarier findet man diefe[ intereffent. 23enn nur die feßhaften und zu den Gemeindedas Wahlrecht haben sollen, bom Staate gewährt werden können. Und doch hat gerade die lasten beitragenden Frauen Eine reichsrechtliche modernen Einrichtungen noch nicht. Regelung der Frage auch bei uns ist deshalb dringend notwendig, Proletarierfrau, die ja neben der Erwerbsarbeit noch die häuslichen dann bleiben die Proletarierimen, die feine direkten, wohl indirekten Steuern zahlen, vom weil die baupolizeilichen Vorschriften in den einzelnen deutschen Verrichtungen zu beforgen hat, ein dringendes Bedürfnis nach der aber den Löwenanteil an Staaten außerordentlich verschieden sind. Jezt besteht ein ganzes Benutzung solcher die häuslichen Arbeiten erleichternden und ver- Wahlrecht ausgeschlossen. Das ist die Moral des zahlungsfähigen Konglomerat von polizeilichen Vorschriften. Nur in Sachsen haben einfachenden Einrichtungen. Unter den heutigen Verhältnissen Portemonnaies. Dagegen fordern wir das Frauenwahlrecht ohne wir eine durchgreifende Baupolizei- Ordnung, wodurch der polizei- wird die Arbeiterfrau durch Berufs- und Hausarbeit so in Rücksicht auf Steuerleistung. Das Proletariat fämpft für diese Fordelichen Willtür ein Riegel vorgeschoben ist. Wie verschieden die Ver- Anspruch genommen, daß ihr für die wesentlichsten, die rung, eingedenk der Lehre: Sei eine Macht und Du kommst zu Besiz ordnungen sind, dafür einige Beispiele. In Sachsen müssen die edelsten Aufgaben des Familienlebens: Pflege und Erziehung und Du wohnst im Recht! Mauern von einer bestimmten Stärke sein. Im Königreich Preußen der teine Zeit mehr bleibt, und daher sind Die wirkungsvollen Ausführungen der Genossin Bettin wurden besteht darüber keine Bestimmung, und wenn Wohnungen einstürzen, auch die des Schutzes am meisten Bedürftigen, die Kinder, die mit allseitigem lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach kurzer, unso heißt es einfach, man hätte besseres Baumaterial verwenden jenigen, welche cm schwersten unter dem Fluch des Kapitalismus wesentlicher Diskussion erklärten sich die Anwesenden durch Abstimmüssen. leiden. Nun wird ja dem Elend der Proletarierin entgegengearbeitet mung einhellig mit dem Inhalt des Referats einverstanden. Der Bau von Kellerwohnungen ist in Sachsen überhaupt nicht einerseits durch den Arbeiterinnenschutz, andrerseits durch die gewerk in sid sis mehr gestattet. In Preußen dürfen Kellerwohnungen noch gebaut schaftliche Bewegung. Aber das reicht nicht aus, es muß noch die Kellnerinnen- Elend. Eine Stellenbermittlerin in München werden, aber nur 4 Centimeter über dem Grundwasserstand und unter Aktion der Gemeinde hinzutreten. Die Gemeinde hat die Pflicht, deren Hauptgeschäft darin besteht, Kellnerinnen ins Ausland zu verUmständen tann auch von dieser Borschrift noch abgegangen werden. Unter Einrichtungen zu treffen, durch welche die Hausarbeit vereinfacht mitteln, dirigierte, wie nun bekannt wird, unlängst vier Mädchen solchen Umständen ist es dringend notwendig, daß Normativbestimmungen wird; die Gemeinde muß, um der Proletarierin den Daseins- nach Verviers als Servierfräulein in ein dortiges Bierrestaurant. getroffen werden, und solche können einzig und allein wirksam fampf zu erleichtern, Anstalten errichten, wo die Kinder während der Die Mädchen fuhren auf ihre eignen Kosten nach Belgien und stellten von dem Reiche ausgehend. Wenn das Reich nun aber Vorschriften Zeit, wo die Eltern dem Erwerb nachgehen, liebevolle Aufnahme ich bei ihrer neuen Dienstherrschaft vor, mußten sich jedoch zur Vidis erläßt, dann ist es vor allem dringend notwendig, daß die Aus- und Pflege finden. Damit ist aber noch nicht alles erschöpft, was mirung ihrer Bässe auf das Polizeikommiffariat begeben. Dort führung derselben genügend kontrolliert wird und daher verlangen die Gemeinde zu Gunsten der proletarischen Frauen und Mütter angekommen, wurden die Papiere der Kellneriumen geprüft, wir eine Reichs- Wohnungsinspektion. thun kann. Dieselben Umstände, welche die Arbeiterfrau hindern, gestempelt und ihnen wieder zurückgestellt, zugleich Was die einzelnen Mittel zur Abhilfe der Wohnungsnot betrifft, fich der Familie zu widmen, verursachen auch, daß sie in solchen aber auch ein Ausweis vorgelegt, wonach fie sich verso find solche von den Kommunen und von den einzelnen Regierungen Fällen, wo Pflege und Unterstügung nötig ist, der Hilfe der Familie pflichten mußten, sich vom Tage ihres Dienſteintritts ab unter zum Teil in Anwendung gekommen. Besonders viel erwartet ermangelt. In Zeiten der Schwangerschaft, des Wochenbetts, der fittenpolizeiliche Stontrolle zu stellen. Entrüstet wiesen die Mädchen man von der Kreditgewährung an Baugenossenschaften. Ich bin ein Kindespflege findet die Proletarierin nicht ein erhöhtes Maß von Rücksicht diese Zumutung zurück, worauf der Polizeibeamte einfach meinte, es alter Anhänger von Schulze- Delizich gewesen und immer für die nahme und Fürsorge; diese Zeiten bedeuten für die vermehrte Sorge sei dies hier so usus; alle ihre Vorgängerinnen, ebenfalls Deutsche, Selbsthilfe eingetreten, aber wenn die Wohnungsfrage gründlich ge- größere Entbehrung. Schlimmer noch wie der verheirateten Arbeiterin regelt werden soll, dann ist mit der Selbsthilfe nichts gethan. Hier ergeht es in solchen Fällen den ledigen Müttern. Um diesem Glend hätten es auch gethan. Auf eine weitere Einwendung hin erklärte würde ihnen der Eintritt müssen neue Dienstverhältnis Staats und der Gemeinde flüssig ge- entgegenzuarbeiten, muß die Gemeinde Anstalten errichten zur Auf- der Beamte, wenn sie sich diese Kontrolle nicht gefallen ließen, man nicht gestattet, da in solchen Lokalen Kellnerinnen macht werden. Weiter darf man auch angesichts der That- nahme und Pflege von Wöchnerinnen und Säuglingen. Damit die Als nun die Mädchen sache, daß von allen Seiten das Bestehen einer Wohnungs- häuslichen Arbeiten erleichtert werden, fordern wir von der Gemeinde, ohne Nebenbeschäftigung" nicht lenne. um sich beim Wirt über not anerkannt ist, nicht vor der Expropriation zurückschreden. daß fie Vollstüchen und Speisehallen, sowie Wasch- und Trocken- in den Gasthof zurückkehrten, Bei der Verstaatlichung der Eisenbahnen ist dieses Recht ja in Anhäuser errichte. Ferner muß durch Erlaß von Bau- Ordnungen für die widerfahrene Behandlung zu beschweren, wurden sie von diesem Beleuchtung wie von den Gästen verspottet und noch mit rohen Schimpfnamen wendung gebracht worden und nicht zum Schaden des Deutschen Reichs. allgemeine Einführung von Centralheizung und Auch die Gemeinden müssen das Enteignungsrecht haben, damit gesorgt, und darauf Bedacht genommen werden, daß auch die belegt. Die Mädchen beschlossen nun, wieder nach München zurücksie genug Grund und Boden zum Bau von Arbeiterwohnungen Mietstafernen allen hygienischen und praktischen Anforderungen der zufahren, wo sie dann der Verdingerin sofort Vorstellung machten ber gegen gewendet, wenn Neuzeit entsprechen. Schulkantinen, Kinderspielpläge, Ferienkolonien, autor the pen Cramerdingerin fofort Borstellung nachten Da die Verdingerin sich aber weigerte, irgendwelche von seiten der Arbeitgeber selbst Wohnungen für ihre Arbeiter das alles find Einrichtungen, die die Gemeinde im Interesse des und von ihr den Ersatz sämtlicher Auslagen und Versäumniſſe gebaut werden, weil wir befürchteten, daß die Arbeitgeber ihre Allgemeinwohls zu schaffen hat. Macht dann dazu ausnügen würden, um die Arbeiter an die Scholle Außer für Entbindungsanstalten hat die Gemeinde zu sorgen Entschädigung zu bezahlen, wandten sich die Geschädigten an einen Verin gerichtlichen Einlauf zu bringen. Bu gleicher Beit hat die zu feffeln. Ganz anders aber ist es, wenn die Gemeinde Arbeiter für gute Sauspflege der Wöchnerinnen, sowie für die häusliche Ber- Rechtsanwalt, um die Entschädigungsklagen gegen die Verdingerin wohnungen baut. Dann fann tein Arbeitgeber irgendwie Einfluß auf die sorgung solcher Kinder, deren Mütter eine Entbindungsanstalt auf Staatsanwaltschaft die Untersuchungsverhandlungen gegen die VerArbeiter ausüben. Ebenso muß der Staat das Enteignungsrecht erhalten. fuchen. bekommen. Mittel des Abg. Hilpert( Bayr. Bauernbund): Auch auf dem Lande bestehen Mißstände im Wohnungswesen, besonders aber in den Städten, und das Bolt leidet in sittlicher und moralischer Beziehung. Die Grundstücksspekulation ist hauptsächlich daran schuld. forderten. dann in das Marktpreise von Berlin am 22. Januar 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr.| 15,20) 15,18 Startoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg mittel do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 19 Der Bau von Wohnungen darf nicht der Privatthätigkeit überlassen Es kann sich natürlich nicht darum handeln, daß das hier dingerin aufgenommen, da begründeter Verdacht besteht, daß diese bleiben. Auf diese ist nur so lange zu rechnen, als sie etwas dabei entwickelte Programm schablonenhaft in jeder Gemeinde auf Frau von der Art der Stellenvermittelung in Belgien Kenntnis geZur Warming sei dieser Fall mitgeteilt, der das Beweismaterial ift gewiß zu empfehlen. Ich habe felbst die Erfahrung gemacht, das wird von den örtlichen Verhältnissen abhängen, besonders davon, für die Forderung der Beseitigung aller privaten Stellenvermittelung verdienen kann. Der Bau von Wohnungen durch Genossenschaften gestellt wird. Was davon zunächst in Angriff zu nehmen ist, habt und bereits früher dorthin geliefert hat. wie in Reichenbach im Voigtland Arbeiter eine Bau wie weit die Familie als wirtschaftliche Einheit durch die industrielle wiederum wesentlich verstärkt. genossenschaft gründeten und nach einigen Jahren auch Häuser Entwicklung bereits aufgelöst ist. Wo der Einwand erhoben wird: bauten, wodurch die Hausbefizer gezwungen wurden, die Mieten die Mittel der Gemeinde reichen nicht aus, um unsre Forderungen herabzusetzen. Etwas wirklich Durchgreifendes kann nur geschehen, durchzuführen, da muß der Staat eingreifen. Die Frau mehrt ja wenn der Staat helfend eingreift, und daher bitte ich Sie, unfre doch durch ihre fortgesetzt steigende industrielle Thätigkeit den Nationalreichtum, also hat sie auch ein Recht, zu verlangen, daß für Anträge anzunehmen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) die angegebenen Zwecke Mittel bewilligt werden. Wenn wir Geld für Kasernen und Zuchthäuser haben, wenn wir Tausende von Millionen dem Militarismus opfern und für die Flotte ins Wasser werfen können, dann müssen wir auch die Mittel haben, die nötig find, um die geistige und körperliche Entwicklung des Volts zu er**) Gerfte, gut möglichen. Was wir in der Richtung des hier entwidelten Brogramms Wir haben die Erklärung des Reichskanzlers mit hoher Be heute haben, das ist Fleisch vom Fleische des Kapitalismus. Es friedigung vernommen. Wir wünschen nur, daß den schönen Worten find entweder Anstalten, die auf Profit ausgehen, oder private sowie Diese entsprechen nicht den nun auch Thaten folgen. Die Hauptursache der Wohnungsnot ist öffentliche Wohlthätigkeits- Anstalten. bie Landflucht. Diese aber liegt an der verkehrten wirtschaftspolitischen Anforderungen, die die proletarischen Mütter stellen müssen. AbEntwidlung. Die Regierung muß sich diese Hauptursache vor Augen gefehen davon, daß solche Anstalten faft immer mit religiösen Neben Erbfen halten und danach ihre Wirtschaftspolitik einrichten. Die großen zwecken verbunden sind, tragen fie durchweg das Odium des Speisebohnen Städte haben die Pflicht, die Mißstände zu beseitigen. Die Zustände Almosens. Solche Einrichtungen find Bettelpfennige, welche die Linsen in Berlin find der Reichshauptstadt unwürdig.( Sehr gut! rechts.) fapitalistische Gesellschaft dem Proletarier hinwirft, aber es sind nicht Das Rote Haus in Berlin hat die Pflicht einzugreifen, nicht der die echten Goldmünzen des socialen Rechts. Die Gemeinde hat daReichstag. Je kleiner der Kreis ist, auf welchem die Wohnungsnot be- für zu sorgen, daß solche auf das beste herzustellende Einrichtungen lämpft wird, um so wirksamer tann sie bekämpft werden.( Sehr gut! rechts.) aufhören Almofen zu sein, daß sie vielmehr dem Proletariat auDie Gründung eigner Arbeiterheime befürworte ich nicht, ein solches stehen als Rechtstitel. Heim kann dem Arbeiter oft nur zur Last werden. Der Arbeiter muß in der Lage sein, seine Arbeitsstätte wechseln zu können. ( Beifall rechts.) Abg. Schrempf( f.): mittel gering " gering " *) Noggen, gut " " mittel gering " " **) Safer, gut " mittel gering 15,16 15,14 15,12 15,10 14,20 14,18 14,16 14,14 14,12 14,10 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 15,90 15,20 15,10 14,50 14,40 13,80 6,-151,60 1,20 1,30 1" 1,60 1,10 1,80 1, 1,60 0,90 2,60 2, 60 Stud 5,50 3,20 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,40 Bander 2,50 1,20 Hechte 2, 1, 7,16 6,66 Barsche 1,80 0,80 8, 5,60 Schleie 3, 40, 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, 70, 30, Krebse per Schot 12, 3, Nichtstroh Hen Aale 1,20 Amits **) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 23. Jannar. Auch der heutige Getreides martt verlief in schwacher Tendenz infolge der milderen Witterung, des reichlichen inländischen und ausländischen Warenangebots und der gestrigen Die Tendenz der Entwicklung geht dahin, die Arbeiten, welche Südgänge an den amerikanischen Märkten. Das Geschäft war außerordent sonst der Frau im Haushalt oblagen, zu vermindern, und andrer- lich still. Lieferungspreise für Weizen und Roggen nominell 0,50 M. seits auch einen Teil der Erziehung der Gesellschaft zu über- niedriger. Hafer blieb behauptet. Rüböl schwächte sich leich ab. 70er Locospiritus notierte mit 44,40 m., 0,10 m. niedriger. tragen. Dadurch wird aber feineswegs das Familienleben zerstört Der Präsident erteilt das Wort dem Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 23. Januar 1901. Abg. Frhrn. Hehl zu Herrnsheim. Da der Abgeordnete aber oder die Familie selbst aufgelöst. Wenn auch die Familie als Bum Verkauf standen: 897 Rinder nicht im Saale ist, erklärt der Präsident die Diskussion für wirtschaftliche Einheit zerfällt, so bleibt sie doch bestehen als licher Bericht der Direktion. geschlossen, da sich niemand mehr zum Wort gemeldet hat. Den fittliche Einheit. Die Frau wird durch Einrichtungen der von 1573 Kälber, 2035 Schafe, 8623 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund uns geforderten Art nicht dem Familienleben entfremdet, sondern oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund Antragstellern steht noch das Schlußwort zu. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtim Gegenteil: sie wird dadurch in die Lage versetzt, sich im in Pf.): Das Haus nimmt aber einen Vertagungsantrag an. Nächste Sigung Donnerstag 1 hr.( 1. Interpellation Familienleben zu vertiefen. Es würden auch Tausende von Frauen, wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus Bullen: Grebocki betreffend die Beförderung von Postfachen an polnisch die feine Familie haben und die nach einer ernsten Thätig gemäftete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färsen und geschriebene Adressen; 2. Reliktenversorgung für die China feit suchen, welche dem Leben einen tieferen Inhalt giebt, genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. freiwilligen; 8. Fortsetzung der zweiten Beratung des Etats des in socialen Einrichtungen der geschilderten Art Gelegenheit und gut genährte ältere 00-00; e) gering genährte 45-48. finden, sich zu bethätigen. Solche Arbeiten dürfen aber nicht als Stühe: a) vollfletschige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Reichsamts des Innern. Ehrenamt, sie müssen als Beruf ausgeübt werden, denn das Ehren- b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren amt bietet der reichen Gans Gelegenheit, Unheil zu stiften, während 00-00; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere Stühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 43-48; die fähige aber arme Arbeiterin ausgeschlossen bleibt. Kälber: a) feinste Mast: Aus der Frauenbewegung. Sollen unsre Forderungen durchgeführt werden, dann müssen) gering genährte Kühe und Färsen 38-42. tálber( Vollmilchmast) und beste Saugtälber 72-75, b) mittlere Mastfälber die Frauen zur positiven Mitarbeit in der Gemeinde herangezogen, und gute Saugtälber 58-63, c) geringe Saugtälber 48-52, d) ältere, gering Alle Forderungen, genährte( Freffer) 32-40. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast Was fordern die Mütter und Frauen von der Gemeinde. sie müssen politisch gleichberechtigt werden. c) mäßig genährte Ueber dies Thema sprach lara gettin am Dienstag in welche die Proletarierin als Frau und Mutter an die Gemeinde Hammel 58-61, b) ältere Masthammel 46-54, Schafe( Merzschafe) 42-45, d) Holsteiner NiederungsSchweine: a) vollfleischige der feineren einer Boltsversammlung, die in Kellers Saal tagte und denselben stellt, müssen ergänzt werden durch die Forderung: Her mit dem Hammel und bis auf den legten Blaß füllte. freien Bürgerrecht! Her mit dem Frauenwahlrecht in Staat und schafe( Lebendgewicht) 00-00. Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 fund Die Referentin wies zunächst darauf hin, daß ein großer Teil! Gemeinde! Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen haben petitioniert um das schwer, 57; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käser) 00-00; c) fleischige derjenigen Arbeiten, welche die Frau früherer Zeiten in der Familie mit 20 pCt. Tara. anfertigte, jezt durch die Industrie hergestellt werden, und daß die gleiche Wahlrecht für die Frauen. Sie fordern es aber nur für die, 54-55; d) gering entwickelte 51-53; e) Sauen 51-53. Für 100 Pfund Neuzeit Einrichtungen geschaffen hat, die in hohem Maße die häus- welche seßhaft sind und zu den Lasten der Gemeinde beitragen. Berlauf und Tendenz. Von den Rindern blieben ungefähr lichen Wirtschaftsarbeiten vereinfachen. Diese Einrichtungen: Diese Petition ist mit Freuden zu begrüßen, weil sie das Frauen- 525 Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich langsam; es wird Centralheizung und Beleuchtung 2c. so führte die Rednerin wahlrecht fordert, aber auch deshalb, weil sich dadurch die bürger- taum ausverkauft. Bei den Schafen fand ungefähr die Hälfte des Auftriebs kommen gerade der proletarischen Frau nicht liche Frauenbewegung entpuppt als eine Vertretung der Geldfack- Absaz. Der Schweinemarkt perlief glatt und wurde geräumt. 論 Schluß 5% Uhr. weiter aus T → A Waarenhaus Hermann Tietz Leipziger Strasse 46, 47, 48, 49 Krausen- Strasse 46, 47, 48, 49. Tur bis Sonnabend Special- Verkauf zu herabgesetzten Preisen in unserer Lebensmittel- Abtheilung. ← 銀 ←← 会 ←←← 氯 ←← 帐 ←←←←←← 蟹 ←€ ←←←←←←← 三 ← 《 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 24. Januar. Opernhaus. Die weiße Dame. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Das schwache Geschlecht. Das Pulverfaß. Der TRANIA Schiller Theater] Achtung! MAURER. Achtung! Taubenstr. 48/49. 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Leffing. Johannisfeuer. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. KIM CASTANS Berliner. Die beiden Leonoren. n PANOPTICUM fang 72 Uhr. Residenz. Frauen von heute. An fang 7 Uhr. Neues. Liebesprobe. Hierauf: Die Sand. Anfang 72 Uhr. Westen. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Orestie des Aeschylus. Central. Die Schöne von New York. Anfang 72 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7 Uhr. 331 Schiller. Die Tochter des Herrn Fabricius. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 72 Uhr. dead Anfang Carl Weiß. Der Brandstifter. An: fang 8 Uhr. Luisen. Die Brautschau des Kron: prinzen. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die fölnische Heimat. Vorher: Glückliche Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten Borstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. 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Willen enprobemajestätische Erhabenheit der Alpen. welcher Reichstags- Abgeordneter Mar Schippel über„ Die Die Nachricht, daß der fremdsprachliche Unterricht an den für die reiche Bilderfläche den Untergrund zu geben, vollauf gerecht. Wandlungen der deutschen Handelspolitit im 19. Jahrhundert" Berliner Ste alichulen nach den neuen Lehrplänen der Regierung Wir sind überzeugt, daß das neue Stück bei den hauptsächlichsten Der Tert war plastisch- tlar gehalten und wurde seinem Zwed sprechen wird. Nachdem gemütliches Beiſammensein mit Tanz. bereits in Serta beginnen soll, scheint sich nicht zu bestätigen Gästen der„ Urania", den Arbeitervereinen, lebhaftes Interesse Zahlreichen Besuch erwarten Die Bertrauenspersonen. Wenigstens soll nach einer Mitteilung der Kreuz- Zeitung" an dem Dritter Wahlkreis. Heute abend 8 Uhr findet im großen bisherigen Zustande nichts geändert werden. In diesem Falle wäre Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, eine Bolts die für heute in der Stadtverordneten- Bersammlung auf Lages- ben abgehalten. Die Manege ist in eine Rennbahn um Versammlung statt, in welcher der Genosse Reichstags- ordnung gestellte Anfrage gegenstandslos geworden. Abgeordneter Moltenbuhr über: Beiträge zur Geschichte des preußischen Proletariats in den letzten zwei Jahrhunderten" sprechen wird. Außerdem Diskussion. Bahlreichen Besuch der Genossinnen und Genossen erwartet " 9 finden wird. Im Cirkus Schumann werden seit einigen Tagen regelrechte Radrennen ausstellung hat bei dem Magiftrat beantragt, die Aufbewahrung Konkurrenzen beteiligen; Arend, Bocquillon, Mündner, Robl und Der Arbeitsausschuß der verflossenen Berliner Gewerbe gewandelt, fodaß der immer noch populäre Radsport im Winter nicht zu kurz fommt. Es find berühmte Namen, die sich an den der Aften und Bücher der Ausstellung im Archiv der Stadt zu ge- andre stehen auf der Liste und machen einander die Preise streitig, Der Vertrauensmann. nehmigen, oder einen Raum anzuweisen, wo die Stripturen auf die ebenfalls sich sehen lassen tönnen und in dieser Woche zusammen Achtung, fechfter Wahlkreis. Sonntag, den 27. Januar, bewahrt werden können. Diese Anträge wurden abgelehnt. 3000 m. ausmachen. In einzelnen Läufen siegten Wolf abends 6 Uhr, findet Köslinerstr. 8 eine Volksversammlung statt, in Der Tod des Generals Pochhammer hat die Große Berliner in 1 Min. 15 Set. gegen Heinh, Bocquillon in 1 Min. 35 Sek. der Genoffin Klara Bettin referieren wird über: Welches in die unangenehme Notwendigkeit versetzt, an entsprechende gegen Hinz, Robl in 1 Min. 35 Set. gegen Krause Interesse haben die proletarischen Frauen an der Sicherheitsvorrichtungen zu denken. Stommune? An zwei Wagen der Großen und Paul Mündner in 1 min. 28 Gef., gegen Kaeser. Die Vertrauensperson. Berliner Straßenbahn find jetzt neue Schuhvorrichtungen angebracht Leider kommt auch die Schattenfeite des oft. halsbrecherischen Radworden, und gestern haben auf dem Bahnhof Kreuzberg Versuchs- rennens zum Vorschein. Bei dem gestrigen Wettfahren fuhr der fahrten damit stattgefunden. Während bei dem einen Wagen die Radfahrer Ernst Wolf zu dicht an die Grenze. der Bahn und fiel, Sicherung durch eine Blechumhüllung bewirkt wird, die es unmöglich das um die Bahn angebrachte Fangues an einer Stelle abreißend, macht, daß eine etwa umgefahrene Person unter den Wagen gerät, in den Zuschauerraum. Der Fahrer Hing fiel über das Rad des ist der andre Wagen mit einer amerikanischen Fangnetz- Vorrichtung Wolf und zog sich an der linken Seite der Stirn und der Nase Verausgerüstet. Diese ist an der Außenseite der Plattform befestigt und legungen zu. Wolf wurde bewußtlos in den Ankleideraum getragen, besteht aus einem Drahtnetz, dessen Stügen in Scharnieren hängen. wo er sich jedoch bald wieder erholte. Durch einen Hebel, der auf der rechten Seite der Plattform an gebracht ist, wird das Netz in Thätigteit gefeßt. Es schlägt bis faft auf das Straßenpflaster nieder und fängt die vor dem Wagen in Gefahr befindliche Person auf. Die beiden Wagen sollen in den nächsten Tagen der Aufsichtsbehörde vorgeführt werden. Ein dritter agen soll mit noch einer andern Schutzvorrichtung, nach einem deutschen Modell, versehen werden. Frete Volksbühne. Die Mitglieder werden besonders auf die Beute Donnerstagabend 8%, Uhr in Cohns Festsälen, Beuthstraße, stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht. Herr Fritz Stahl hält einen einleitenden Vortrag über„ Die bildende Kunst und das Volt." Außerdem wird der Geschäfts, Kaffen- und Revisionsbericht erstattet, sowie die Neuwahl eines Ausschußmitglieds vorgenommen. Lokales. Von den Asphaltburschen Be= 4 B Strantentasien. Oeffentliche Hygiene- Vorträge der Centralkommission der Im Anschluß an den Vortrag über Hygiene desi Säuglings wird am Freitag, den 25., über Hygiene des Schulkindes gesprochen. Auch diefen Wortrag zu hören, fann den Eltern nicht dringend genug angeraten werden. Wie wichtig die Berücksichtigung der Hygiene gerade während des schulpflichtigen Alters ist, erkennen jezt auch allmählich die Behörden durch Anstellung von Schulärzten an. Diesen steht aber nur eine Einwirkung auf die Verhältnisse in der Schule selbst zu; viel mannigfaltiger sind die Einwirkungen auf den Organisnus des Kinds außerhalb der Schule. Es ist Pflicht der Eltern, diesen in jeber Weise gebührend Nechnung Brangelstr. 128, Winterfeldtstr. 16. Vortragende die Herren Doktoren: zu tragen. Der Vortrag beginnt pünktlich 81/2 Uhr abends, und zwar gleichzeitig in den Schulaulen: Keibelstr. 31/32, Banfstr. 8, Michael Cohn, Herm. Cohn, Herm. Wolfssohr, B. Hüls. Zutritt für jedermann unentgeltlich ohne Legitimation. Centralstelle für Arbeiterwissen einige Blätter zu melden, daß die Verwaltung der Straßenreinigung froß der starken Vermehrung des Asphaltpflastersteine große Neigung" habe, die Zahl dieser jugendlichen Arbeiter Zu einer vom Verein deutscher Brieftauben- Züchter vernoch weiter zu vermehren. Die Burschen brächten der anstalteten Brieftauben- Ausstellung, die am 23. Februar in Berlin Verwaltung im allgemeinen nicht den zu erwartenden Nutzen, da stattfinden soll, will der Magistrat 500 M. bewilligt wiffent. fie verhältnismäßig felten im Dienst einschlügen und meist die Arbeit nach furzer Zeit wieder aufgaben, so daß sich oft Königstadt. Eine Diebesjagd gab es in der Nacht zum Mittwoch in der genug, besonders im Sommer, sogar zeitweiliger Mangel an Geschäft von Backbusch in der Neuen Königstr. 59 eingedrungen, Einbrecher waren in das Gold- und Silberwaren Eriaz fühlbar mache und frei gewordene Stellen zuweilen gar hatten Ringe, Uhren, Ketten, Broschen und Stöcke mit filbernen nicht besetzt werden könnten. Diese Nachricht stützt sich auf den Strüden ausgesucht und für 3000 Mart in ein Inlett gepackt. Als neueſten, erst vor wenigen Tagen erschienenen Bericht der Straßen- fie, im Begriff mit der Beute abzuziehen, dem„ Schmiereſteher" einen reinigungs- Deputation, ist aber unzutreffend. Richtig ist nur, quten Abend wünschten und versprachen, bald wiederkommen zu wollen, Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschul. daß die Verwaltung der Straßenreinigung schon lange über die fielen fie zwei jungen Leuten auf, die zufällig vorüberkamen; diese lehrern beginnt aur Freitag, den 25. b. t. 81/2 lbg bombble" in ber Asphaltburschen flagt fie hat die Klagen Jahr für Jahr in ihren machten einen Wächter auf die verdächtige Gesellschaft aufmerksam. alten Urania, N., Invalidenstr. 57-62, und Herr Privatdocent Dr. Dr. Scheiner feinen Vortragskursus über Simmelsphotographie" Berichten wiederholt und die Zahl der Burschen thatsächlich seit Als der durch die Rotpfeife einen Schutzmann herbeirief, warfen Joachimsthal' seinen Vortragskursus über„ Die Abweichungen von der mehreren Jahren trok der immer stärkeren Verwendung des Asphalts die beiden Einbrecher vor dem Hause Neue Königstr. 54 ihre Beute normalen Gestalt des menschlichen Körpers" im Hörsaal des Museums für zur Straßenpflasterung nicht weiter vermehrt hat. Sie hat auch noch im weg und liefen davon. Einer von ihnen entkam gleich dem Schmiere- Bölferfunde, SW, Königgrägerstr. 120. Gintrittskarten zum Preise von vorigen Jahre, auf das sich der erwähnte, im Robbr. 1900 abgeschlossene steher, der andre aber wurde gefaßt und als der berüchtigte Ein- 1 M., sowie ausführliche Programme sind zu haben bei: Georg Belling, Bericht erstreckt,„ keine große Neigung" zu einer Vermehrung gehabt, brecher Karl, der Kellner Karl Howe erkannt, der zu der großen W., Leipzigerstr. 136. A. Schütz, O., Holzmarktstr. 60. Chr. Tischendörfer, inzwischen hat sie sich aber eines andern besonnen. Die Geldschrank Einbrecherbande gehört, deren Haupt Seibt noch im C., Sophienstr. 20. Trautweinsche Buchhandlung, W., Kurfürstenstr. 88. Straßenreinigungs- Verwaltung hat gedrängt durch die lang Buchthaus fizt. Bernhard Staar, SW., Friedrichstr. 250. jährigen und allgemeinen Slagen der Bevölkerung über die Mängel Wohlfahrts- Einrichtungen, W., Köthenerstr. 23. der Straßenreinigung und durch eine entsprechende Resolution der ein häuslicher Zwist in der Familie des Kaufmanus Mag Emler Einen traurigen Ausgang hatte in der vergangenen Nacht Stadtverordneten- Bersammlung- sich zu gewissen Aenderungen hinsichtlich der Reinigung und in der Oderbergerstr. 46. Emler, der seit dreieinhalb Jahren vers Aus den Nachbarorten. sprengung der Straßen enfchloffen, die unter anderm auch heiratet und Vater von drei Kindern im Alter von drei, vier und Johannisthal. Die Gemeindevertretung hat nunmehr endlich eine vermehrte Einstellung von Asphaltburichen acht Jahren war, kam gestern abend um 11 Uhr etwas angetrunken den Bau einer Turnhalle beschlossen. Ueber die Aufbringung Eine bezügliche Vorlage ist der Stadt- nach Hause. Darüber gab es während des Abendessens Streit, der der Mittel hierzu soll in der nächsten Sigung beraten werden. Die verordneten- Versammlung schon Anfang dieses Monats zur Kenntnis- turz nach Mitternacht so heftig wurde, daß Frau Emler die kleine Gemeindevertretung. beschloß nach einem Antrage des Vertreters nahme zugegangen. Auf die Vermehrung der Asphaltburschen ist schalt. Nach einer Viertelstunde weckte fie Flurnachbaren mit dem von der Baukommission beabsichtigt, auf dem Schulhofe, sondern an Wohnung verließ und vor der Thür auf dem Flur laut ihren Mann mann, das Feuerwehrdepot nicht wie ursprünglich auch in dem Etat für 1901, der der Stadtverordneten- Bersammlung Bemerken, daß ihr Mann in Butkrämpfen in der Wohnung liege. der Straßenfront zu erbauen. Die Ablehnung des Antrags der Ban in einigen Wochen vorgelegt werden wird, bereits Rücksicht ge- Die Nachbaren fanden ihn dann auch in Budungen auf dem Fuß- fommission glaubten nun drei Mitglieder derfelben, die Herren nommen worden. Die Absicht einer solchen Bermehrung scheint boden liegen. Kurz nach 1 Uhr starb er. den angeführten Klagen über die Unbrauchbarkeit der Burschen zu Rettungswache 3 gerufen wurde, konnte die Todesursache nicht fest fie Ein Arzt, der von der Frommelt, Schmidt und Kuhrt nicht überwinden zu können; widersprechen. Aber die Verwaltung verspricht sich augenscheinlich legten ihr Amt nieber, wobei int Betracht tam, für die Zukunft eine Besserung" der Burschen von dem Beschluß, daß auch der Gemeindevorsteher ihren Wunsche, die das durchschnittliche Arbeitsgebiet der Burschen, Ein neues Opfer der ,, Großen". Von einem elektrischen Grenze des Schulgrundstücke durch einen Feldmesser feststellen zu das sich im vorigen Jahre auf 8400 Quadratmeter Asphalt stellte, Straßenbahnwagen wurde gestern in der Berlinerstraße in Rigdorf laffen, nicht nachgekommen war, sondern sich nach einem vorhandenen auf 5000 Quadratmeter pro Stopf her abzumindern. Zu diesem der achtjährige Schulknabe Friz B. überfahren. Dem armen Jungen, Blane richten wollte. Dem Antrage des Amtsvorstehers v. Oppen, Beschluß ist die Vertvaltung gelangt, weil sie endlich eingesehen hat, dem die rechte Hand zerfleischt worden war, wurde die erste Hilfe die Gemeinde Johannisthal möge ihre Zustimmung zur Ab daß ber bisherige Durchschnitt zu hoch ist, als daß der in der Unfallstation Steinmezstraße geleistet, dann wurde er nach zweigung von Adlershof vom Amtsbezirk Alt- Glienice Pferdekot von den Burschen möglichst noch vor dem Bertreten und dem Strankenhause in Briz übergeführt.] geben, stimmte die Vertretung nicht zu. Der Etats. Festfahren beseitigt werden fönnte. Die zur schnelleren Beseitigung Feuerbericht. In der Nacht zum Mittwoch wurde die Wehr anschlag für 1901 in Höhe von rund 41 000 m. wurde zur des Pferdekots beschlossene Verringerung des Arbeitsgebiets pro nach Dieffenbachstr. 18 gerufen, wo im ersten Stock ein Wohnungs- nochmaligen genauen Prüfung zurückverwiesen, da bei seiner jezigen Kopf zwingt zur Vermehrung der Burschen. Es darf aber troß einer brand ausgekommen war. Aus gleichem Anlaß erfolgte furg vorher Busammenstellung eine Erhöhung des Steuerzuschlags von 150 auf solchen Vermehrung erwartet werden, daß die Klagen der Berwaltung Alarm nach Urbaniit. 108. Köpeniderſtr. 38 war in einem Boden 160 Proz. erforderlich wäre. über die Burschen nicht noch weiter zunehmen, sondern na chlassen verschlage durch unvorsichtigkeit eine Lampe umgeworfen, wobei Ge- Einem Stadtverordneten in Spandau ist der„ Sp. Corr." nach werden; denn die Verringerung des Arbeitsgebiets hat auch eine rümpel Feuer fing, das jedoch fofort erstickt werden konnte. Ber- zufolge seine Dien steifrigfeit" ten er zu stehen gekommen. Arbeitserleichterung zur Folge und dürfte somit die Haltung spätete Weihnachtsbaum- Brände erfolgten Linienstr. 181 und Rüders In einer Kommission der städtischen Behörden war der Uebelstand der Burschen günstig beeinflussen. Das scheint auch die Verwaltung dorferstr. 67. Stönigstr. 27 wurden Lumpen, Müllerstr. 144 Fuß erörtert worden, daß zu dem Personenbahnhof nur eine einzige zu hoffen, wenigstens wäre sonst nicht zu verstehen, warum sie sich boden und Balkenlage durch Feuer beschädigt. Kaiser Wilhelmstr. 8 sehr schmale Straße, die Brückenstraße, führt, die dem nun doch zu einer Maßregel entschlossen hat, zu der fie noch vor hatte sich Müll auf dem Hof entzündet. Außerdem wurde die Wehr Werkehrsbedürfnis nicht genügt. Als Mittel zur Abhilfe des Mißfurzem teine große Neigung" gehabt hat. Wir haben übrigens 55 stands wurde die Anlage einer Parallelstraße in Erwägung jeit Jahren auf die zu große Arbeitslaft der Burschen hingewiesen infolge eines Wafferrohrbruchs nach Rüdersdorferstr. 65 gerufen. und aus ihr den beklagten Mangel an Anftelligkeit und Ausdauer die 61 Jahre alte Droschkentutscherfrau Marie Schrott, Kolonieftr. 18. der Richtung der erforderlichen neuen Straße schon jetzt ein noch Ueberfahren und schwer verletzt wurde gestern nachmittag gezogen und die Kommission erachtete es für zweckmäßig, daß in Ale fie, während ihr Mann auf den Bock stieg, das Pferd halten unbebantes Grundstück angekauft würde. Der Stadtverordnete., wollte, ging diefes durch. Die Frau erlitt einen tomplizierten der Mitglied diefer Kommission ist, erhielt den Auftrag, fich jenes Oberarmbruch und schwere inmere Verlegungen und mußte in ein Grundstück für die Stadt zu fichern", damit es nicht Krankenhaus gebracht werden. Krankenhaus gebracht werden. erklärt. " stellen. " in den Besitz von Personen überginge, welche die Sach Tage zum Schaden der Stadt spekulativ ausnügten. Herr St., der sein Mandat dahin verstanden hatte, daß er das fragliche Grundstück für die Stadt sogleich fest antaufen sollte, erwarb es von dem Eigentümer, einem Berliner Unternehmer, für 30 000 W. Als nun der Magistrat bei der StadtverordnetenBersammlung beantragte, das Grundstück auf das Eigentum der Stadt zu übernehmen, Ie hnten die Stadtverordneten Stadt liege. Der Stadtverordnete K., der das Grundstück zunächst lich hielten, also der Ankauf des Grundstücks nicht im Interesse der dies ab, weil sie die Anlage jener Parallelstraße nicht für erforder lenes Grundstücks zum Preise von 30 000 m. bleiben, das nicht den geringsten Ertrag liefert. Die Generalstaatskaffe hinter dem Gießhause wird jest Morgen für Morgen gestürmt. Leute, die über Barmittel verfügen, drängen sich dort, um die neuen Jubiläumsmünzen, die nur in beschränftem Umfange geprägt werden, gegen andres Geld ein- Yvette Guilbert, die bekannte Pariser Künstlerin, wird zuwechseln. Schon um 7 Uhr morgens warten Hunderte vor der nächstens wieder nach Berlin kommen. Sie tritt mit einem neuen Thür des Hauses Hinter dem Gießhause 2, Männer und Frauen, Programm im Metropol Theater auf. Wie die Direktion auf die Kassenöffnung, die erst um 9 Uhr stattfindet. Fünf Schutz- mitteilt, erhält Frau Guilbert für jeden Abend die Kleinigkeit von männer lassen die Harrenden auf dem Bürgersteig in einer langen 3000 m. als Honorar. Der Billetvertauf zu etwas erhöhten Preisen Stette zu Bieren antreten und führen sie von 9 Uhr an zu erfolgt von heute ab. je zehn Mann burch den Eingang nach dem Kassent raum. Am Montag und Dienstag ließ man die Leute bis Dr. B. Schwahn Aus dem Tagebuche der Erde zur Die Urania brachte gestern eine vorzügliche Arbeit des Herrn 121/2 Uhr, eine 1/2 Stunde vor Kassenschluß, zu. Da aber bei dem Aufführung. Der dem Ausstattungsvortrag zu Grunde liegende ungeheuren Zulauf die Arbeit nicht mehr zu bewältigen war, so Bebante, eine Darstellung des Entwicklungsgangs unsres Weltförpers auf seinen Namen gekauft hat, muß nun wider seinen Willen Befizer führte man folgender Anschlag: Das Betreten der Diensträume zum Zwede u geben, ist ja in der Urania auch bei früheren Gelegenheiten schon des Einwechselns der sogenannten Jubiläumsmünzen ist nur bis in die That umgesetzt werden; wohl kaum vorber find Vortrag und Zukunftspläne. Der Magistrat von Charlottenburg hat sich bormittags 11 Uhr gestattet. Die Generalstaatstaffe." Gegen Darstellung aber in so ansprechender Form erschienen, wie diesmal. Schon 300 Personen mußten gestern um 11 Uhr unverrichteter Sache wieder technisch war es ein glücklicher Griff, den vorderen Raum der Bühne mit dem Plane des Regierungs- Bauführers L. ercher u. A. fiber abziehen. Ein großer Teil der Stürmer find Wiederverkäufer. Sie in das Arbeitszimmer eines Astronomen zu verwandeln und den den Bau einer sogenannten Brachtstraße Berlin- Döberig be begnügen fich beim Zweimartstück mit einem Gewinn von 50 f.; herab bocieren zu lassen. Diese neue Einrichtung gab der Bühne, fluchtlinie für die neue Straße festzusehen und die Kosten für die Vortragenden, anstatt abseits auf dem Katheder bom Arbeitspult schäftigt. Bunächst ist in Charlottenburg beantragt worden, die Baus für das Fünfmarkstäd dagegen verlangen fie 6,50 W. die sonst oft auch bei den besten Dioramen im Vordergrund ver- Herstellung der Eisenbahn Ueberführung der Ringbahn im Zuge der Die Denunziationspest. Das Verfahren gegen den Stadt hältnismäßig fahl erschien, ein anheimeindes Leben und brachte dem zu verlängernden Bismardstraße aus städtischen Mitteln zu bestreiten. berordneten Rechtsanwalt Marggraff wegen Majeftätsbeleidigung Bublikum die Darstellung gewissermaßen menschlich höher. In vor. Dann soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Herr Marggraff soll in der Versammlung bei dem Hoch auf den trefflich gelungenen Bildern sahen wir dann die Erde fich ent- jezt nur 26,7 Meter breite Bismarckstraße soll danach auf Raiser figen geblieben seinist jegt, wie wir hören, von der wickeln. Beachtenswert war, daß das mit dem Deltropfen dargestellte etwa 60 Meter verbreitert und mit Reit, Radfahr-, Fahr- und FußStaatsanwaltschaft eingestellt worden. Eine größere Anzahl von Experiment der Erdabplattung und Ringbildung durch das Scioptikon wegen für Durchgangs- und Lokalverkehr versehen werden. Stadtverordneten aus der Nachbarschaft des Herrn Marggraff, dar anschaulich vorgeführt wurde. Nachdem wir so die Geburt unsres Treffpunkt der Straße, der Ringbahn und des Wiglebener Parts ist unter der antisemitische Stadtverordnete Rechtsanwalt Ulrich, wurden Weltkörpers miterlebt hatten, ließen die Dekorationsmaler Harder ein neuer Bahnhof, diesseits der Eisenbahn und jenseits der Eisens als Zeugen vernommen, doch war das Ergebnis ein völlig negatives. und Kranz seine Entwicklungsperioden im Bilde vor uns er bahn ein Sundteil mit einem sogenannten Friedensturm in Aussicht Auch die Herren Dr. Jrmer und Dr. Hentig, mit deren Namen die scheinen. Das Schauspiel des Feuerballs, auf dem sich allmählich genommen. Nach der Durchquerung des nördlichen Grunewalds Denunziation unterzeichnet war, wurden vernommen; sie erklärten, die Elemente von einander scheiden, zog vorüber, die furcht ist am Ende der Straße an der Havel bei Pichelswerder daß sie mit der Sache nichts zu thun hatten. baren Naturereignisse der Devonzeit erschütterten das Haus; ein Volksspielplatz, ferner ein Plat für voltstümliche Steinkohlenwald, triadisches Weltmeer und Der Witwe des verstorbenen Bürgermeisters Brinkmann ichienen als groteste Märchenbilder. Saurierzeit und ers Wettspiele ein Aussichtspunkt( Turm ufw.) in die befchienen als groteste Märchenbilder. Kurz, der ganze, an Pläne aufgenommen. Mit diesen Plänen und dem der Fort hat der Magistrat eine jährliche Bension auszufegen be spannender Abwechslung so reiche nnd doch so folgerichtig führung der Untergrundbahn durch die Bismarckstraße nach dem fchloffen. Eine entsprechende Borlage wird den Stadtverordneten aufgebaute Stoman der Mutter Erde spielte sich ab und endigte Grunewald haben sich die Stadtverordneten schon beschäftigt. Diese spannender Abwechslung demnächst zugehen. mit dem melancholischen Ausblick auf den Untergang alles Lebens, Bahn soll bekanntlich von der Bismarckstraße aus zunächst durch die Der Stadtrat Kochhann hat aus Gesundheitsrüdjichten um auf die schließliche Erstarrung, in der nur eine Hoffnung bleibt, Sejenheimerstraße bis zum Wilhelmsplatz weitergeführt werden. Entlassung aus dem städtischen Dienst nachgesucht. die Auflösung im abermals weltenbildenden Chaos. Doch Die Verhandlungen, besonders mit den Grundbesigern, haben sich so B Am Versammlungen. fchivierig gestaltet, daß jezt noch gar nicht abzusehen ist, wann und[ zember 1896 bis 14. Juni 1897 war er Vorstand, dann war er bis| Delegierten vom Gautag. Aurfotosh berichtete über die Vera ob diese Bläne zur Ausführung gelangen. Oftober 1898 stellvertretender Vorstand. Die Vernehmung des Handlungen vor dem Einigungsamt. Unter Verschiedenes wurde die Die Charlottenburger Wasserwerke, die bekanntlich einer Beugen kant über diese persönlichen Momente nicht hinaus. Sie Bahlstelle in der Elsenstraße( Feldschlößchen) aufzuheben beschlossen. Adlershof. Der Wahlverein für Adlershof und Umgegend Privatgefellschaft gehören, haben für das verfloffene Jahr nicht wurde dann wegen Erschöpfung der Beteiligten abgebrochen, um am weniger als 13 Broz, Dividende an ihre Aktionäre verteilen fönnen. Freitag fortgesetzt zu werden. Donnerstag fällt die Sigung aus. hielt am Donnerstag, den 17. Januar, seine erste GeneralversammDer Wasserkonsum ist von 5 810 430 Subitmeter auf 6 916 855 Subit- Ein musterhafter Unternehmer. Der Bauunternehmer Karl lung ab. Nach einem hochinteressanten, mit Beifall aufgenommenen meter gestiegen; der Reingewinn beträgt 1 574 550 M. Leider stehen Bollmächer ist am 21. d. M. von der 7. Straffammer des Land- Vortrage des Genossen May Schütte über Mirabeau wurden die die Arbeitslöhne an diesem Unternehmen zu den fetten gerichts I. wegen interziehung von Krantentassen Statuten verlesen und in der vom Borstande gewählten Faffung an Dividenden in umgekehrtem Verhältnis. Bei neunstündiger Arbeits- beiträgen unter Berücksichtigung mildernder Umstände zu 100 M. genommen. In den Vorstand wurden folgende Genossen gewählt: zeit erhalten die Rohrleger 40 Bf. Stundenlohu, die Hilfsarbeiter Geldstrafe verurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte 14 Tage 1. Vorsitzender Hildebrandt, 2. Vorsitzender Arndt, 1. Staffierer gar nur 321/2 bis 35 Pf., und die Wächter werden mit 2,50-3 M. Gefängnis beantragt. Neumann, 2. Kassierer Karl Kretschmer, Schriftführer täglich abgespeist! Gundel, Beisiger Plöger, Bibliothelare Jädel und Fiedler, Nach dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung am in die Lokalkommission Driest, Schubert, Brandt. 1. Dezember 1900 zählt der reis Teltow 268 405 Ginwohner, Oeffentliche Versammlung der Barbier: und Friseurgehilfen Die Täschner und Koffermacher hielten am Dienstag eine am Donnerstag, den 24. d. M., abends 10 Uhr, Alte Jakobstraße Nr. 37. 129 134 männliche und 139 272 weibliche. Bei der Volkszählung im start besuchte öffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause ab, in Tagesordnung: Die Preiserhöhung der Selbständigen und wie verhalten Sahre 1895 betrug die Bevölkerungsziffer 328 817. Die geringere der die Kommission über die Verhandlungen mit der Fabrikanten wir uns dazu? Referent Kollege Wronke. Zahl erklärt sich dadurch, daß inzwischen die beiden großen Ort: Bereinigung und der Junung berichtete. Die Forderungen, die den Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und schaften Nixdorf mit 90 514 Einwohnern und Schöneberg mit unternehmern schon vor Weihnachten unterbreitet worden sind, damit umgegend. Donnerstag, den 24. Januar, im Lokal Landau, An der 95 939 Einwohnern aus dem Kreisverband ausgeschieden sind. Aus fie bei den Kalkulationen in Betracht gezogen werden können, lauten: Stadtbahn 5: Vortrag des Gen. Bogel über:" Der Alkohol und seine der nachfolgenden Zusammenstellung ist ersichtlich, in welchem Umfange die größeren Ortschaften des Kreises feit der legten Volls- 1 Festlegung eines Minimallohns von 24 M. für gelernte Täschner. Freunde". Diskussion. Anfang 8 Uhr. 2. Für ausgelernte Täschner bis zu 20 Jahren und für Hilfsarbeiter zählung an Einwohnerzahl zugenommen haben: 21 M. 3. Für Stepperinnen einen Minimallohn von 18 M. 4. Für diejenigen, die den Lohn bereits erhalten, 10 Proz. Lohnzuschlag. 21 024 3 637 5. Für Ueberstunden einen Lohnaufschlag von 25 Proz. 6. Abschaffung der Accordarbeit sowie das Vergeben der Arbeit aus dem Hause. 7. Bezahlung der gesetzlichen Feiertage. 8. Freigabe des 1895 .17 387 2 902 2861 1900 2.997 mehr 95 32733751478 751 Köpenick Mittenwalde Teltow 3044 183 Trebbin 3 160 3 485 325 Zossen. 3 984 4136 202 Adlershof 5 591 8 006 2415 Alt- Glienicke Briz 6 844 8539 1 695 Deutsch- Wilmersdorf 14 351 30 675 Friedenau 7.882 11 162 Groß- Lichterfelde 15 960 23 175 Grunewald 1064 3 230 16 324 8 310 .7.215 2166 Grünau 1725 2476 Johannisthal 2025 2684 659 Königs Wusterhausen. 2 783 3 486 Laukwik 2957 4212 1 255 Mariendorf. 4 629 5 762 1 138 Marienfelde. 1 633 1967 Neuendorf bei Nowawes 4139 4761 Nieder- Schöneweide 1962 Nowawes 10 055 2421 10 975 Schmargendorf. 2223 Steglit 16 528 3178 21 423 955 4895 6520 9 991 5 351 1717 2378 6 031 2516 661 2808 Tempelhof Treptow Wannsee Zehlendorf 2 835 8 839 703 334 622 459 Der Magistratssekretär Klinkisch in Nigdorf ist unter dem Verdacht verhaftet worden, an einer 14jährigen Waise Sittlichkeitsberbrechen begangen zu haben. Der Beschuldigte war Pflegevater des Kinds gewesen. Er bestreitet jede Schuld. Gerichts- Beitung. # 1. Mai. 19: Vermischtes. Der Königsmörder Bresci wurde Montagnacht vom Mailänder Zellengefängnis unter starter Eskorte zum Bahnhof geführt. Wohin der Mörder gebracht wurde, ist bislang unbekannt geblieben. Alle als mitschuldig Verdächtigen sind bis auf einen, Lanner aus Biella, aus der Haft entlassen worden. Zwei Feuerwehrleute sind in Danzig tödlich verunglüdt. Dienstagabend 1/28 Uhr brach im Dachgeschoß des Geschäftsgebäudes der Eisenbahndirektion Feuer aus, das in den auf dem Boden Nach dem Bericht, den die Kommissionsmitglieder Aßmann lagernden älteren Alten reiche Nahrung fand und in furzer Zeit den und Weyer erstatteten, sind die bisherigen Verhand- Dachstuhl zerstörte. Durch einen einstürzenden Schornstein wurden Iungen in den gemeinsamen Sigungen mit den zwei Feuerwehrleute erschlagen. Bertretern der Fabrikanten Vereinigung und der Innung fast gänzlich ergebnislos verlaufen. Die Festsetzung eines Minimallohns wurde stritte abgelehnt und von den Arbeitgebern nur erklärt, daß sie willens wären, die Löhne im allgemeinen zu erhöhen; es müßte aber den Fabrikanten vorbehalten bleiben, den einzelnen Arbeitern ihres Betriebs je nach Leistung einen Lohnzuschlag zu gewähren, die Organisation bezw. die Vertreter der Arbeiter und Arbeiterinnen sollen dabei nichts mitzusprechen haben. Trozdem schon teilweise die geforderten 25 Proz. Zuschlag für leber stunden bezahlt werden, will man nur 10 Proz., das ist pro Ueberstunde 5 Pf., bewilligen. Alle übrigen Forderungen wurden von den Unternehmern mit den üblichen Redensarten als überhaupt undisVon der Pest. Wie aus Konstantinopel telegraphiert wird, ist die Nachricht, in ganz Kleinafien herrsche die Best, unbegründet; weder in Smyrna, noch in Konstantinopel ist ein neuer Pestfall vorgekommen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. O. 2. 333. Sie können die Bücher gegen Einsendung von 8,80 90. durch unire Buchhandlung beziehen. b. III. 1 23. 23. Moabit. 920 refutabel abgelehnt. Einige der Herren Fabrikanten waren aber wenigstens so freundlich, die Freigabe des 1. Mai in Aussicht zu stellen und zwar unter der Bedingung: wenn keine Arbeit 3471 vorhanden ist. Statt der geförderten Bezahlung der gesetz lichen Feiertage will' man allgemein das System des Stundenlohns gur Einführung bringen und Arbeitsordnungen aufstellen, Warthan: Hilfsarbeiter Verband: A. Brey, Leinestr. 31 Hannover. die es ermöglichen, die etwa für die Arbeiter günstigen Bestimmungen Centralfommission der Krankenkassen: Simanowsky, Berlin, Hochstraße 46, des Bürgerlichen Gesezbuchs einfach zu umgehen. Sowohl die 20. 6. 171717. Es müffen 200 Marten vor der Heirat geklebt sein. Berichterstatter als auch die Diskussionsredner gaben der Meinung G.. 100. 1. Das ist zulässig. 2. Nein. 3. Sie können adressieren: N. 2. 1001. 1. Zur Ratenzahlung sind Sie Ausdruck, daß es den Unternehmern nicht darum zu thun ist, eine An die Reichsdruckerei. Verständigung auf friedlichem Wege herbeizuführen, weil sie an- nur mit Einwilligung Ihres Gläubigers berechtigt. 2. Sie könnten gegen nehmen, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen nicht im stande sein Ihren Wirt auf Abstellung des Mißstands flagen. werden, sich die Anerkennung der aufgestellten Forderungen Se würden eine nene Aufnahme vornehmen lassen oder die 2 Mart ver: G. B. 65. Nein. B. R. 80. 1. u. 2. Ja. Aber zu erzwingen. Allem Anschein nach haben sich die Unterlieren müssen. nehmer Ihre Gläubiger könnten den Vertrag als ihnen gegenüber rechtsungültig in ihrer Organisation überhaupt nur vereinigt, angreifen. 3. Rein. 6. D. 100. Wenn der Wirt nicht mit Auflösung die Bestrebungen der Arbeiterschaft illusorisch zu des Vertrags einverstanden ist, haften Sie in vollem Umfange für seine In dem Prozeß gegen die Gründer der Helios", Gasglühlight Attiengesellschaft, wurde gestern mit der machen und durchaus nicht, um die gegenseitige Schmutzkonkurrenz Erfüllung. Es ist eine durchaus irrige Anschauung, daß man innerhalb Beweisaufnahme begonnen. Der erste Zenge, Apothekergehilfe und die verschiedenartigen Mißstände im Gewerbe, die u. a. auch in 24 Stunden ohne Einwilligung des andern vom Vertrage zurüdtreten . 38. Die Kaffe ist im Recht. 123. 1. 200 Marken sind mit. Philipp toe, ist Geschäftsführer des Angeklagten Lehmann. Er Bezug auf das Lehrlingswesen vorherrschen, zu beseitigen. Jin fönne. 2. Die alten Bescheinigungen zählen natürlich ist seiner Zeit auf Aufforderung des letzteren bei der Vornahme des trauensleute mit, daß sie schließlich damit einverstanden sind, daß weiteren Verlauf der Diskussion teilten mehrere Werkstätten- Ver- erforderlich. 5. S. 35. Es kann der Standesbeamte fich mit der Anmeldung durch notariellen Atis als„ Gründer" aufgetreten, ohne Geld zu befizen. einelt der Verlobten begnügen. R. W. 1901. Soweit ersichtlich, haften Ohne eine Ahnung von der ganzen Sache hat er die Gründer- nochmals mit den Unternehmern verhandelt wird, daß aber dann, Sie für den Schaden überhaupt nicht: freilich müßten Sie beweisen, daß Erklärung und den Gesellschaftsvertrag mit unterschrieben und wenn die Forderungen nicht bewilligt werden, die Arbeitseinstellung die Sache sich so verhielt, wie Sie dieselbe darstellen. Sind Sie jedoch In diesem Sinne haben auch alle bisher statt- schadensersaßpflichtig, so haben Sie den vollen Schaden zu ersetzen, nicht 10 Aftien übernommen, die er aber nicht erhalten hat. Er hat als erfolgen soll. 1118. Leider sind Sie an den Vertrag gebunden und Entschädigung eine halbe Aftie erhalten und daraus 500 M. Erlös gefundenen Werkstättensigungen beschlossen. Von dem Bevoll- nur Fensterglas. Szary Naunynftr. Nur, falls der Tod mächtigten des Buchbinderverbands, Herrn Brüdner, zur Zahlung verpflichtet. Schwager. erzielt. Nach feiner Meinung seien Dr. Haase und Richter die eigen wurde den Versammelten namens der Organisation die volle Folge, wenn auch nur mittelbare Folge des Unfalls war. lichen Gründer gewesen. Er selbst hat sich um die ganze Sache nicht Sympathie zugesichert und die Erklärung abgegeben, daß die dem Aber! Die socialdemokratische Graftion ist stets gegen Beretelung be mehr gekümmert und nie einen Pfennig für die Aktien eingezahlt. Kaufmann Salli Neumann ist unter ähnlichen Umständen auf Buchbinderverbands- Angehörigen und an der Lohnbewegung Be- Margarine durch Färben eingetreten. Die Anhänger des Bunds der LandAntrag ist im Reichstag nicht gestellt. 2. 1. Ein Anspruch steht der Aufforderung des Angeklagten Richter als„ Gründer" mit aufgetreten teiligten im vollen Maße unterstützt werden sollen. In einer Re- wite wünschten blaue Färbung, später Entfärbung; ein dahin gerichteter solution wurde die Fünfer Kommission beaufitwe leider nicht zu. Sie fann aber einen Antrag an das Kriegs: und hat, da er alles für rechtlich und ehrlich hielt, alles mitgemacht, tragt, nochmals mit den Fabrikanten zu ver- ministerium richten. Koften macht der Antrag nicht. 2. Die Rente bleibt was von einem Gründer verlangt wird". Seine Attienzeichnung be 1. Ja. Königsbergerstraße. 2. Nein. 3. Ja. handeln. Sollten die Verhandlungen resultatlos verlaufen, weiter bestehen. trug 10 000 m., auf die er nichts eingezahlt und die er nicht befo find die Kollegen und die Kolleginnen gewillt, kommen hat. Für seine Dienstleistung erhielt er 50 M. durch das aufgestellten Forderungen mit Gebote stehenden Bureau des Dr. Haase auf Anweisung des Angeklagten Richter. Mitteln zu erkämpfen. Außerdem wurde beschlossen, den ersten Punkt Auch der Kaufmann Heinrich Maurer, der bei dem mit ihm be- der Forderungen, um eine willkürliche Deutung zu verhindern, dahin kannten Dr. Haafe das neue Gasglühlicht geſehen und es für abzuändern, daß der Minimallohn von 24 M. für alle über 21 Jahre gut befunden hatte, ist als Gründer mit aufgetreten und alten und in der Branche beschäftigten Täschner gelten soll. Jedwede hat 10 000. Aktien gezeichnet. Er habe nur im vollsten Vertrauen auf die Person des Dr. Haase gehandelt". Arbeitern, wie es die Unternehmer schon versucht haben, sollen vorAbmachungen in den einzelnen Geschäften oder mit den einzelnen Auf Befragen des Rechtsanwalts Leonhard Friedmann beftreitet der Zeuge, Rentier Kolbe, einer der jegigen Aufsichts- läufig unterbleiben und in allen Fällen die Organisation hiervon in rats- Mitglieder, daß der Zeuge Köppen, welcher die Strafanzeige Stenntnis gesetzt werden. Mit einem begeisternden Hoch auf die Lohnerstattet hat, ihm angedeutet habe, daß bei einem für die An- bewegung erlangte die Versammlung ihren Abschluß. geflagten ungünstigen Ausgange des Prozesses und daraus sich ergebendes Regreßpflicht die Helios- Gesellschaft neu aufblühen würde. Es ist nämlich schon eine Regreßtlage in Höhe von 200 000 m. eingeleitet worden. Der Beuge erflärt, daß Köppen die Strafanzeige nur aus dem Grunde gemacht habe, weil er meinte, es wäre sehr gut, wenn die Angeklagten verurteilt würden, da sie so viele Menschen unglücklich gemacht hätten. allen zu " Die Sattler hielten am 17. d. M. eine öffentliche, sehr gut besuchte Versammlung im großen Saal des Gewerkschaftshauses ab. Nachdem Aßmann und Hoffmann eingehend über ihre Thätigkeit im Gesellenausschuß Bericht erstattet, wurde ihnen Entlastung erteilt. Alsdann wurden Kahle und außner als aftive Gesellenausschuß- Mitglieder, Schillmann und Berger als Ersatzmänner gewählt. Lieschendorf und Schreiber wurden als Bei der Wiederaufnahme der Verhandlung nach der Mittags Beisiger zum Innungs- Schiedsgericht gewählt, Satewiß und pause verkündete der Vorfizende zunächst den Beschluß des Gerichts Drabandt als Ersagmänner. Unter Arbeitsnachweisiesen" dahin, daß die Zeugen Roeg, Neumann und Maurer nicht zu vers wurde getadelt, daß die Kollegen den Arbeitsnachweis der Gehilfen eidigen seien. Hierauf wurde der Sachverständige Civilingenieur schaft im Gewerkschaftshaus nicht mehr in Anspruch nehmen. Ueber und Patentanwalt Felix Brod vernommen. Derselbe hat seiner den Punkt 4: Unire Forderungen" entspann sich eine lebhafte Debatte. Zeit den Musterschutz- Antrag für den Rießschen Brenner eingereicht Sämtliche Redner waren sich darin einig, daß eine Lohnaufbesserung der und bekundet, daß derselbe mit dem Auerschen Patent nicht Geschirrsattler nötig sei. Es wurden folgende Forderungen aufgestellt: kollidierte; durch den Augenschein habe er sich überzeugt, daß das Minimallohn für Ausgelernte 22 M. und für die tüchtigeren Armals das Helios- Glühlicht das Auersche Glühlicht bei weitem beiter 24-27 M. pro Woche, 9 stündige Arbeitszeit, für Ueberstunden übertraf und die Imprägnierung nach dem Gareisschen Rezept 25 Broz. Aufschlag, sowie Freigabe des ersten Mai. In einer Nesomithin vorzuziehen war und die Strümpfe auch dauerhafter waren. Iution erklärte sich die Versammlung mit diesen Forderungen einEr habe am 7. März 1895 ein dahin gehendes Gutachten erstattet verstanden. und an demselben Tage auch die Anmeldung zum Musterschuh abBriefkasten der Expedition. Thomas Bielefeld. Uns unbekannt. Das Postzeitungs- Amit giebt uns nur die Gesamtzahl der Postabonnenten in Deutschland an, die Abonnements aus den einzelnen Städten nicht. E. S. Kuschten. Siege Brieftasten der Expedition in Nr. 13 des „ Vorwärts". Witterungsübersicht vom 23. Januar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter 6 heiter Swinembe. 768 WNW Hamburg 773 3 wolfen! Berlin 772 WNW 4 wolten! 2 bedeckt Frankf./M. 77628 München Wien Temp. n. T. Stationen Barometerstand mm Wind 4 Haparanda 721 3 richtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 16° C.= 1°. 1246 4wolfig 4 bedeckt 2 Paris 7 2 Betersburg 4 Cort 778 NNO 6berdeen 772 777 3H16. bed. 2 2 wolfig 1Dunst 7782 774 NN 3 bedeckt Wetter- Prognose für Donnerstag, den 24. Januar 1901. Etwas fühler, vielfach heiter, zeitweise wollig bei ziemlich frischen nords westlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Preie Volksbühne. General- Versammlung Hente Donnerstag, 24. Januar, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Benthstrasse No. 19. Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Herr Fritz Stahl über: ..Die bildende Kunst und das Volk." 2. Geschäfts- u. Kassenbericht. 3. Diskussion. 4. Neuwahl eines Ausschussmitgliedes. 5. Verschiedenes.- Die Mitgliedskarte legitimiert. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erbittet Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Der Verein der Lithographen, Steindrucker 2c. hielt seine gefaßt; der betr. Antrag jei am 9. März 1895 bei dem Patentamt Jahres- Generalversammlung am 17. d. M. im Dresdener Garten präsentiert worden. Auch Auslandspatente für England, Oestreich, ab. In der Quartalsabrechnung balancieren Einnahme und AusFrankreich fei er beauftragt worden, zu beantragen. Von den gabe mit 1765 M. Die Arbeitslosen- Unterstügung stieg in diesem inneren Vorgängen der Gesellschaft habe er gar feine Kenntnis. Quartal auf 599 M. In der Jahresabrechnung balancieren EinDer Sachverständige Ober- Ingenieur Gerdes( von der Firma nahme und Ausgabe mit 6154 M. Mitgliederbestand 417. Gewählt Bintsch) ist der Ansicht, daß die Nießsche Brennererfindung feine Ver- wurde als 1. Vorsitzender Tischendorfer, 2. Bors. Asmus, besserung darstellte und feine Vorzüge gegenüber andren hatte. als Raffierer Dübelt und Saberkorn, als Schriftführer Gutachter Dr. Georg Doellner giebt zu, daß das Helios: Domnik und Bestner, als Beifizer Gundlach, Schlimm. Licht im Jahre 1895 ein gewisses Uebergewicht gegen das bach und Schumann, als Revisoren Liesegang, Hilpert damalige Auer Licht hatte, hält aber die Erfindung objektiv und Pätzold. doch nicht für wertvoll, da das Rezept", welches Gareis als Fabrikationsgeheimnis zur Gründung mitbrachte, nicht mehr neu Rigdorf. In der Generalversammlung des deutschen Holzund schon seit dem Jahre 1891 bekannt gewesen sei. Die Angeklagten arbeiter- Verbands, welche am 16. in den Apollo- Sälen, Hermannbestreiten dies entschieben; wenn das Rezept schon allgemein bekannt straße 48/50, tagte, gab zunächst Rothe den Kassenbericht vom gewesen wäre, würden im Jahre 1895 nicht andre Glühlicht- 4. Quartal. Es betragen nach demselben: die Einnahme der HauptGesellschaften( wie der Sachverständige zugab) schlechtere Glühtörper faffe 1618,85 M., die Ausgabe 1778,55 W., die Einnahme der Lotalhergestellt, sondern sich des angeblich in Fachkreisen schon bekannt taffe 760,35 M., die Ausgabe 391,31 M., die Einnahme der Lokalgewesenen Rezepts bedient haben. Streittaffe 97,60 M., die Ausgabe 20 M. Nach dem Kassenbericht Hierauf wurde der Zeuge ehemalige Klavierlehrer Adolf nahm die Versammlung den Jahresbericht des Bevollmächtigten, der Koeppen vernommen, der durch seine Strafanzeigen den Stein ins Werkstatt- Kontrollkommission und des Bibliotekars entgegen. SoRollen gebracht hat. Auf Vorhalt des Vorfizenden bestreitet er, daß dann wurde zur Neuwahl der Ortsverwaltung geschritten, und stellt ihn Rachegefühl zur Strafanzeige getrieben oder daß er mit irgend sich die neugewählte Verwaltung folgendermaßen zusammen: Beeinem der Angeklagten speciell verfeindet sei. Am 19. August v. 3. vollmächtigter Karl Lusch, Glasowstr. 41, Schriftführer Jad, habe allerdings der Angeklagte Gareis ihm und andren in einer Stopfstr. 37, Raffierer Rothe, Hermannstr, 200, Revisoren Guse Strafanzeige den Vorwurf der Unterschlagung, des Betrugs, der Un- und Henning. Kontrollkommission Saß, Schulz und Thrum. treue, des Vergehens gegen das Aktiengesetz 2c. gemacht. Er ist am Beitragssammler Brehmke, Bredenfeld, Hestermann Die Wahl von zwei 9. Dezember 1895 von der Helios Gesellschaft engagiert worden und ang e. Bibliothekar Seifert. für ein Gehalt von 150 M. monatlich, wie er meint. vorzugsweise Kommissionsmitgliedern und eines Revisors soll wie bisher auf ein um eine von seinem Schwager erfundene Spirituslampe einzuführen. Jahr von Juli bis Juli erfolgen, und bleiben die damals gewählten Er vertrat auch die Gesellschaft in der Ausstellung. Vom 29. De noch bis Juli in ihren Aemtern. Hieran schloß sich der Bericht der Berantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading ia Berlin. VII. Abteilung Sonntag, 27. Januar, im Carl Weiss- Theater, nachmittags 2% Uhr: Lumpacivagabundus. Die Mitglieder sind verpflichtet, pünktlich zu erscheinen und dürfen nur die Vorstellung ihrer Abteilung besuchen. Nachzügler haben kein Anrecht auf einen Platz im Theater. 228/7 Sonntag, 3. Februar, beginnt für die I. Abteilung die 6. Vorstellungsserie mit: Meister Oelze. Drama in 3 Aufzügen von Johannes Schlaf.