Ur. 36. Kdomements- Hedinzullsra: vbonnemenlS-Prett pränumerando: Vierleljährl. SM) füll, monatt. 1,10®t., wöcheuMch 28 Psg. frei WZ Hau». Einzelne Numm'p 5 Psg. Sonntag«. Nummer mit inufttittuc Sonntag». Cettage„Di- Neue Welt" 10 Psg. Pos». Abonnement: 1,10 Marl pr» Monat. Singetragen in der Post- Zeitung». Preisliste siir 1901 unter Sc. 7671, Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Mark, sür da» iibrig« Ausland s Mark pro Monat. Erschein! Ugltch«usser Monkeg«. 18. Inlsris. Dte Insertions.GeMyl leträgt sür die sechSgefpaltene Kolonek» zeile oder deren Raum 4ß Pfg., sür politische und gewerkschastliche Vereins. und Versammlung»-Anzeigen 20 Psg. «Kleine Kuseigeu" jedes Wort S Psg. (nur da« erst« Wort sett). Hnserate sür die nächste Nummer müssen bis i Uhr nachmittag» in derSxpedition abgegeben werden. Die Srpcdition ist an Wochen- tagen dt» 7 Uhr abends, an Sonn» und Festtagen bis s Uhr vormittag» geössnet. Devliner Volksbl�kk. Telegramm-Adresser «»»rialdemokra!»erlin"' Csntralorgan der soeialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktwn: L�v. 19, Veulh-Stratze 2. Fernsprecher: Amt l Nr. 1508. Donnerstag, den Bl, Januar 1901. Expedition: sw. 19, Beullz-Stratze 3. Fernsprecher: Amt I. Nr. 51S1. Mit dem 1. Februar 1901 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „VorirrKrts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltuttgsblatt und der SonntagS-Beilage .„Die Meue Melk". Der im Unterhaltmigsblatt bisher erschienene Teil deS Romans „Der Kaftl vom Hollerbräu" wird neu eintretenden Abonnenten kostenlos nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämtliche Z eitung S sp e diteur sowie uusre Expedition, Beuthstr. S, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. 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Zwölf Tage lang hat das Reichsamt des Innern im Reichstage auf der Anklagebank gesessen; die Mißwirtschaft, die unter des Grafen Posadowsky Leitung eingerissen ist, forderte ebenso eine eingehende Kritik und Zurückweisung, wie die zahlreichen Unterlassungssünden auf dem Gebiete der Socialrefornt öffentlich festgenagelt werden mußten. Hilft dies nichts bei den Vertretern der Herrschaft der besitzenden Klasse, so zeigt es doch der besitzlosen Klasse, der Arbeiterschaft, wie berechtigt und notwendig ihre Opposition gegen das ganze bestehende System ist und wie sie ihren Ansturm noch immer stärker werden lassen muß, wenn er das feste Bollwerk des Kapitalismus erschüttern soll. Ein großer Teil der Debatte beschäftigte sich mit dem drohenden Brotwucher. Die wohlwollende Stellung, die Graf Posadowsky den Agrariern gegenüber einnimmt, brachte ihm zur Belohnung die lebhafteste Verteidigung seines social- politischen Geheimbunds mit den industriellen Hochschutz- Zöllnern— eine Hand wäscht die andre und je weniger rein alle beide sind, um so eifriger werden sie sich gegenseitig zu säubern bemühen. Das arbeitende Volk weiß schon lange, daß sich Graf Posadowsky als Schutzpatron der Brotverteuerer in seinem Element fühlt. Er soll aus diesem Gebiete sowohl selbst wie durch seine Hilfskräfte außerordentlich fleißig gewesen sein— die Schutzzöllner haben ihm dies Zeugnis wiederholt aus- gestellt. Plump und ungeschickt wie stets hat Dr. O e r t e l sogar ganz offen ausgesprochen, daß die Agrarier sür ihre Unter- stützung des Grafen Posadowsky bei seinem Kampfe gegen die Bestrebungen der Arbeiter auch auf prompte Bezahlung durch Erhöhung des Brotzolls rechnen, denn Dr. Oertel sagte, nachdem er die Tüchtigkeit, große Sachkenntnis und Lauter- keit Pofadowskys herausgestrichen,„daß wir(die Agrarier) auf diese Eigenschaft die Hoffnung gründen, daß er die be- rechtigten Forderungen, die wir vertreten, seinerseits unterstützen werde." Graf Posadowsky spielte bei den Verhandlungen eine armselige Rolle. Als ihn Genosse Fischer wegen des Bueck-Briefes Nr. l in die Enge trieb und ihm seine feindliche Stellung gegen die Arbeiterkoalition vorhielt, flüchtete er sich in die Heimlichkeit der Bundesrats- Verhandlungen und erklärte es mit dem ihm eignen schönen Pathos für einen staatsrechtlichen Irrtum, daß e r der Schuldige sei, wenn irgend eine gesetzgeberische Aktion nicht unsren Ansprüchen genüge: e r habe ja nur die Ansichten der verbündeten Regierungen zu vertreten. Ja, auch für die berüchtigte Denkschrift zum Zuchthausgesetz suchte er Deckung hinter dem Rücken des Bundesrats.„Wenn das Material(der Denkschrift) unzutreffend war," erklärte er, „müssen Sie sich gefälligst an die Regierungen wenden, die das Material geliefert haben". Daß er, der dem Reichstage verantwortliche Staatssekretär, diese Denkschrift mit seinem Namen zu decken verpflichtet ist, wenn auch formell der Reichskanzler zeichnet: das anzuerkennen, unterließ er. Und als er sah, daß ihm das alles nichts half, seine schwächliche Haltung zu rechtfertigen, suchte er sich wenigstens als eine zuverlässige, treue Stütze des Staats zu empfehlen, indem er den später von unsren Rednern gebührend gegeißelten Ausspruch that: „Wcnti jemals, was Gott verhüten möge, an dieser Stelle ein Mann stände, der das Lob und die Billigung des Abg. Fischer hätte, dann würde es nicht nur um die Existenz der bürgerlichen Parteien, sondern auch um die Existenz des Deutschen Reichs geschehen sein!" Graf Posadowsky als Schutz und Schirm des Deutschen Reichs— es sähe doch trübe ans, wenn es keinen besseren Sachwalter hätte. Bei der Bäckerei-Verordnung freilich mußte sich Graf Posadowsky einen sanften Rüffel seitens des Schutz heiligen der Bäckermeister, Dr. Oertel, gefallen lassen, weil dieses„Enkelkind des Abg. Bebel", wie er es nannte, nicht so rasch wieder beseitigt wird, wie die Bäckermeister wünschen. Aber Posadowsky wird sich gewiß nicht noch einnial sagen lassen, daß er die braven Bäckermeister beunruhigt— übers Jahr ist die Bäckerei-Verordnung sicher rückwärts revidiert, wenn nicht die Bäckerei-Arbeitcr ganz energisch auf dem Posten sind. Tie laxe Durchführung der Gewer be-Auf ficht mußte von unsren Fraktionsrednern, so wie stets, gc tadelt werden, nur daß sich von Jahr zu Jahr immer mehr zeigt, daß Sachsen und Preußen diejenigen Staaten sind, die sich am rückständigsten zeigen, während Süddeutschland durch unsre Genossen in den Landtagen zu immer besserer Organisation der Gewerbeaufsicht angetrieben wird. Lehnen es doch in Preußen und Sachsen die meisten Beamten ab, mit den Arbeiterorganisationen in Verbindung zu treten, während in Bayern, Baden, Württemberg, Hessen und andren mitteb und süddeutschen Staaten die Beamten in ständigem, regem Verkehr mit den Gewerkschaftskartellcn und Bcschwerdckom Missionen stehen. Die niedrigen Strafen, welche die Gerichte über die wenigen Arbeitgeber verhängen, die wirklich einmal bei ihren Nebertrettingen der �Gewerbeordnung erwischt werden, wirken ohnehin wie eine Prämie auf Nichtachtung des Arbeiter schutzes. Mit vollem Recht wurde während der Debatte von unsrer Seite darauf hingewiesen, daß allerdings Graf Posadowsky insofern eine Entschuldigung für seine lahme Durchführung des Arbeiterschutzes und den Stillstand der Socialreform hat, als die den Reichstag beherrschende Partei, das Centrum, sich so kläglich, so zurückhaltend zeigt, daß es als mit- verantwortlich für den mangelnden Arbeiterschutz be- zeichnet werden muß. Es bedarf zum Beweise dafür nur, den Ausspruch des Abg. Hitze festzunageln, den er am 15. Januar that. Er regte an, für die nächstjährige Bericht- erstattung die zehnjährige Wirksamkeit der Arbciterschutz- Gesetzgebung als Specialthema von den Gewerbe-Aufsichts- beamten behandeln zu lassen. Und dann gab er wörtlich folgende Anweisung, wie diese Berichteistattung abzufassen sei: „Wir würden ivahrscheinlich eine glänzende Apologie (Verherrlichung) unsrer deutschen Arbeiterpolitik erhalten." Das sagte Herr Dr. Hitze in vollem Ernst— und das genügt, um die Stellung des Centrums zur Socialreform zu kennzeichnen. Und auf wie viel Unterlassungssünden, wie viel Miß- griffe der Regierungen mußte von unsren Rednern hingewiesen werden! Da ist die unvollkommene Art, wie Enqueten ver- anstaltet werden, bei denen geradezu geflissentlich die Arbeiter keine Berücksichtigung finden, dann das Hinziehen längst ver- prochener, dringend notwendiger Verordnungen, die den Arbeiterschutz erweitern; ferner das völlige Einschlafen der Kommission für Arbeiterstatistik, die fast gar nicht mehr zu- ammenbentfen wird, obwohl so viele Arbeiterkategorien unter Mißständen leiden, die mit leichter Mühe zu beseitigen wären. Hervorheben wollen wir noch aus der Fülle der Verhandlungs- gegenstände, bei denen die Regierung um Abänderung der vorhandenen traurigen Verhältnisse ersucht wurde, das Verbot der Fabrikation von Zündhölzern mit weißem Phosphor, das von unsrer Fraktion in einem später zu verhandelnden be- puderen Antrag gefordert wird und schon jetzt mehrfach be- prochen wurde, ferner die Unwirksamkeit der Konfektions- arbeiter-Verordnung von 1897, die Unzulänglichkeit und das meist gänzliche Fehlen des Bauarbeiterschutzes, die willkürliche Rechtsbeugung seitens der Unternehmer bezüglich des Z 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und die geheime Kennzeichnung der Arbeiterzeugnisie, sowie die für die Arbeiter immer ungünstiger werdende Rechtsprechung bei Unfällen, die esundheitsmörderischen Zustände in der Spielwaren- Fabrikation, den Ziegeleien, den Steinbrüchen und Steinmetz- Werkstätten. Graf Posadowsky war ebenso wie die Mehrheit des Reichstags nicht etwa dankbar für diese zahlreichen An- regungen, die unsre Fraktion ihm gab, sondern man merkte deutlich, wie er gleich den reaktionären Parteien es als ein lästiges Uebel empfand, daß über Socialpolitik so viel ge- prochen wurde. Das Unternehmertum will seine Ruh' haben und Graf Posadowsky betrachtet es als seine Aufgabe, dafür zu sorgen! Bneck triumphiert! Was er in dem jetzt bekannt gewordenen Brief von 1895 ankündigte, ist in Erfüllung ge- gangen: der Ccntralverband der Scharfmacher hat nicht nur den Minister Berlepsch, sondern die ganze Socialreform klein bekommen.— Dolikifctze Ttrbevfickzk. Berlin, den 30. Januar. Der Reichstag beschäftigte sich an seinem heutigen Schwerinstage mit den drei Anträgen zur Wohnungsreform, deren Diskussion vor acht Tagen bereits erledigt worden ist. Nur die Antragsteller selber hatten noch das Schlußwort. Namens der National» liberalen erklärte Abg. Möller, daß der socialdemokratische Antrag durch die Erklärung des Grafen Posadowsky aus- sichtslos geworden sei. Er hielt es sür gut, wenn eine be- ständige Kommission, die dem Reichsamt des Innern an- Angliedern sei. sich mit der Wohnungsreform beschäftige. Unsren Antrag verteidigte Genosse Dreesbach in einer längeren Rede, in der er die unverständliche Haltung der Reichsregierung in der Wohnungsfrage scharf kritisierte. Er fragte an, ob denn der Einheitsstaat nur zur Beschaffung un- gezählter Millionen für Heer und Marine da sei, aber versage, wenn es sich um allgemeine Wohlfahrts-Einrichwngen handle. Der Reichskanzler will die Wohnungsreform zur Sache der Landtage und der Kommunen machen. Unser Redner erinnerte daran, daß diese Vertretungen ihrer ganzen Zusammensetzung nach nicht dazu angethan seien, wirksame Reformen zur Milderung des Wohnungselends zu schaffen. Nachdem der süddeutsche Volksparteiler Baumeister Eckart den Antrag Schräder kurz verteidigt hatte, wurde unter Ablehnung unsres Antrags der Antrag der Nationalliberalen gegen die Stimmen der Konser- vativen und charakteristischcrwcise auch der. Freisinnigen an- genommen. Dann wandte sich die Beratung einem der freisinnigen Volkspartei zur A u f h e b u n g c e n s u r zu. Danach soll der Z 32 in der Gewerbe-Ordnung einen Zusatz erhalten, wonach für die theatralischen Vor- stellungen sowohl für die einzelnen Singspiele wie Gesangs- und deklamatorische Vorträge ic. eine vorgängi�e Erlaubnis nicht erforderlich sein soll. Das soll auch sür die nicht gewerbsmäßigen Veranstaltungen derartiger Vorstellungen gelten. Der Amtsrichter M ü l l e r- Meiningen, der schon bei der lex Heinze sich durch eine entschiedene Abwehr aller reaktionären Knebelungsversuche der Kunst bemerkbar gemacht hatte, verteidigte diesen Antrag in einer trefflichen Rede. Zwar waren die Beispiele, die er für die Thorheit der Theater» censoren anführte, nicht neu. aber in ihrer Zusammenstellung außerordentlich wirksam, so wirksam, daß der neben dem Redner sitzende Geheimrat Werner, der von seiner Nervosität schon bei der Verteidigung des Inhaltsverzeichnisses der Fabrikinspektoren-Berichte gegen die socialdemokratische Kritik Proben abgelegt hatte, beständig Zwischenbemerkungen machte, die schließlich den Tadel des Präsidenten hervorriefen. Für die Ccnsur eiferte der fromme Konsistorialrat Stockmann von der Reichspartei in einer selbst für das Kulturnivcau der Freikouservativen blamablen Rede.— Danach vertagte sich das Haus.— Morgen wird die zweite Lesung des Etats des Reichsamts des Innern fortgesetzt.— Initiativantrags derTh eater» Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch das Ordinarium des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung genehmigt. Die Debatte drehte sich in der Hauptsache um die Fragen der Organisation der General- k o m m i s s i o n e n und der Reform des Wasserrechts. Zu der ersten Frage lag ein Antrag Herold» g von 5 M. auf 3,60 M. gegen die jetzige Vrotwilcher- Eampagne anzuwenden, jene Rede auf Caprivi»ach Annahme des deutsch-östreichischen Handelsvertrags, i» der es heißt: „Mit weitem politischen Blick hat er(der Kanzler) es ver- standen, im richtigen Augenblick unser Vaterland vor schweren Gefahren zu behüten... Ich glaube, daß die That, die durch Einleitung und Abschluß der Handels- vertrage für alle Mit- und Nachwelt als eines der bedeutendsten geschichtlichen Ereignisse da- stehen wird, geradezu eine rettende z» lienneii ist... Trotz Verdächtigungen und Schwierigkeiten, die dem Reickskanzler und meinen Räten von den verschiedensten Seiten gemacht worden sind, ist es uns gelungen, das Vaterland in diese neue Bahnen einzulenken. Ich bin überzeugt, nicht nur unser Varerland, sondern Millionen von Unterthanen der andren Länder, die mit uns bei dem großen Zollverband stehen. werden dereinst diese» Tag segnen."' Agrarische Weisheit. Nach der amtlichen Statistik berechnet sich der Brotgetreideverbrauch pro Kopf und Jahr auf 200 Kilo- granim. Daraus folgt, daß eine fünfköpfige Familie 1000 Kilo- gramm— 1 Tonne an Brotgetreide verbraucht und folglick durch die Zollsätze belastet wird: bei einem Zoll von 3.50 M. muß die Arbeiterfamilie 35 M. jährlich über den Weltmarktpreis an die Junker zahlen, bei 6 M. Zoll 60 M.. bei 8 3». Zoll 80 M. Auf diese ein- wandfreie, unwiderlegliche und allbekainite Thatsache hatte der Abg. Barth am Dienstag im preußischen Abgeordiietenhanse hingewiesen. Darauf erwiderte der Frhr. v. Zedlitz nach dem Bericht seiner „ P o st" das folgende: „Zunächst hat Herr Abg. Dr. Barth unterstellt, daß der Ver- brauch einer Arbeiterfamilie i» Deutschland im Jahre 1000 Kilo- gramm. also eine Tonne Getreide sei. Er hat das daraus ge- schloffen, daß nach langjährigen statistischen Erhebungen ungefähr ein Diirchschnittsverbrauch von 200 Kilogramm ans den Kopf der Bevölkerung angenommen werde. Meine Herren, ich will gegen diese statistischen Erhebungen hier nichts Besonderes jagen; ich bin im Augenblick nicht in der Lage, sie nachzn- prüfen. Nach de» zahlreichen Irrtümern, die gerade auf diesem Gebiete auch der Reichssiatistil untergelaufen sind, wird man gut thun, diese Zahlen mit einer gewissen Lorsicht anzusehen und sie, wie ich eS nachher auch thun werde. an der Hand der praktischen Erfahrungen nachzuprüfen. Aber gesetzt auch, die Thatsache wäre richtig, daß im Durchschnitt unsrer Bevölkerung— ich glaube, eS werden ja noch weniger sein, als 200— 193 Kilogramm an Brotgetreide verbraucht werden, ivie lann man daraus dedn'cieren, daß eine Arbeiterfamilie von 2 Erwachsenen und 3 Kindern, häufig kleinen Kindern, den Durchschnitt der ganzen Bevölkerung verbraucht.(Lachen links.) Da liegt doch offenbar ein schwerer RcchiiungSfehler vor.(Znrilf links.) Ja, gewiß, der Arbeiter ißt mehr Brot als wir; aber zu einer Arbeiter- somilie von fünf Personen gehören doch auch eine Frau und Kinder, und Sie werde» doch nicht behaupten wollen, daß eine Familie von 5 Personen so viel ißt, wie 5 Arbeiter! (Lachen links.) Also das Rechenexempel ist einfach auch nach dieser Richtung hin völlig unhaltbar. Wer das leugnet, der versteht eben nichts; er weiß nicht, wie die Familien leben." Wir würdeii unsre Leser beleidigen, wollten wir die haar- Mribende Unwiffenheit und Dilmmbeit dieses Einwands des Freiherrn v. Zedlitz näher beweisen. Der Herr weiß noch nicht einmal, daß bei der Durchschnittsberechmmg pro Kopf natürlich alle Kinder mit eingerechnet sind, daß darum der Durchschnittsverbrauch viel niedriger ist als der eines Erwachsenen und daß man nur das einfache Exempel, durch das der DurchschnittSverbrauch gewonnen wurde, wiederholt, wenn man de» Familienverbraiich in der Weise berechnet, daß man die Dnrchschnittsziffer der Familienmitglieder mit der Durchschnitts- ziffer des Kopfverbrauchs multipliziert. Selbstverständlich ißt ein er- lvachseuer Arbeiter mehr Brot als ein Kind von einem Jahr, aber in der Durchschnittsziffer pro Kopf wirft dieser geringe oder völlig ausfallende Verbrauch der Kinder ja bereits mit. Der erwachsene Ar- beiter verbrauchtnatütlich erheblich niehrBrotgetreide als den20ÖKilogr.- Durchschnitt. Ei» erwachsener Gefangener, der doch aus das Eriiähruiigkminimuin gesetzt ist und nur wegen des Mangels an Bewegung in freier Luft auch weniger Nahrung bedarf, erhält täglich 1 Kilogramm Brot, daS macht im Jahr 365 Kilogramm; und damit ist sein Anteil am Brotgetreideverbrauch noch nicht erschöpft, da ja das in Mehlsuppen usw. steckende Brotgetreide hinzugerechnet werden muß. Diese simplen Kenntniffe beherrscht bereits jeder mittelmäßig begabte Volksschüler. Herr v. Zedlitz jedoch kennt selbst nicht das Einmaleins der Statistik. Es ist vielleicht nicht verwunderlich, daß ein solcher Mann im preußischen Landtag sitzt; denn das Klassenwahl- systein wirkt als Privileg der Nichtiiitelligenz. Unfaßbar aber ist. daß ein Mensch, der in den elementarsten Dingen derartige tolle Schnitzer begeht, Präsident der Seehaiidlimg, der Leiter der preußische» Staatsbank gewesen ist. Man muß es ja für ein wahres Glück halten, daß Herr v. Zedlitz infolgc seiner journalistischen Nebenarbeiten wenig Zeit übrig behalten hat, sich um die ihm anvertraute Staatsbank z'n kümmern, sonst hätte er— nach diesen Proben nationalökonomischer Weisheit— das Untenichmen in Grund und Boden„rechnen" können.— Württemberg und der Kornzoll. In der Württembergischen Kammer der Abgeordneten erklärte auf eine Anfrage des Centrums Ministerpräsident Freiherr Schott von S ch o t t e n st e i n, die Regimnig halte ein« namhafte Erhöhung der Getreidczölle für gerechtfertigt und unvermeidlich; die Zolle dürften aber keine solche Höhe erreiche», daß der Abschluß neuer Handelsverträge unmöglich ge- macht lv ü r d e. Wenn es wirklich gelingt, unter Befriedigung der agrarischen Ansprüche Handelsverträge zü stände zu bringen— wie werden solche Handelsverträge aussehen? Es ist un- möglich, höhere Kornzölle dnrckzusetzen ohne schwerste Schädigimg de/Jitdtrstrir, deS Handels und der gesamten nicht Korn verlaufenden Bevölkerung.—_ Vom Hnnnenkrieg. Aus Köln wird tclegraphisch berichtet: Die„Köln. Volksztg." veröffentlicht Ulitcr der Rubrik„Ungeschminftes aus China" einen Bericht, welcher besägt: Hoffentlich hat dieser unselige Zustand frald ein Ende. Die Roheit noch nutcr misren Soldaten nimmt erschreckend z». In groper Zahl werden Soldaten zu lang- jährigen Zuchthaus- oder Gefängnisstrafen wegen Mord, Notzucht und Ginbruch verurteilt. Wir verlieten mehr an Zuchthaus als an Tod. K ran I- heiten grassieren gleichfalls in sehr heftiger Weise; sehr viele Typhusfälle find zu verzeichnen. Welche Hochschule militärischer Tugenden, dieser auch von der katholischen Würdenträgern und katholischen WiffenschaftSleuchten ver- herrlichte koloniale Eroberungskrieg! Der Arbettaeber-Verband Hambura-Bltona bespricht in seinem Jahresbericht für 1900 auch die Aussperrung der Ham- burgischen Werftarbeiter in der bekannten leichtfertigen Weise, deren Unwahrheit schon mehrmals nachgewiesen worden ist. Wir brauchen iliis hier nicht nochmals in eine Erörterung dieser Thatsache» einzu- lassen; dagegen wollen wir an einem ellatanten Beispiel zeigen, wie wenig Anspruch auf Glaubwürdigkeit die Berichte dieses Verbands mache» können. I» einer auffallend kindlichen Betrachtung über das Verbältnis zwischen der socialdemokratischen Partei und den Gewerl- schasten heißt cS: „So entstand ans Bestrebungen, die deutlich den Stempel der Gewerkschaftsbewegung tragen, die rein politische Socialdemokratie. Wir finden also Gewerkschaft und Socialdemokratie abwechselnd als Wechselbalg bald hier, bald dort. Vielleicht wären die Heiden Echwcstcrbestrebnngen ganz in einander ausgegangen, wenn das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie es der ilinsturzportei nicht hätte ratsam erscheinen lassen, die Scheidung ihrer Truppen bestehen zu lassen. Nachdem aber das Socialistcngeietz aufgehoben und auch das Verbindungsverbot poli- tischer Vereine gefallen ist, scheint die Besorgnis, daß die Gewerk- schastSmaske fallen lind der nackte Umsturz sich dem Licht des TagS präsentieren könnte, geringer geworden zu sein. Zwar hat Bebel aus taktischen, mit dem Miigliederfang im Zusammenhang stehenden Gründen die NcutralitätSparole für die Gewerk- schalten ausgegeben, der diesjährige Parteitag hat eS aber abgelehnt, die Neutralitätsfrage der Ge- werkschaften überhaupt auf die Tagesordnung zu stellen, obgleich solches von den Partei- genossen des fünften Berliner Wahlkreises, der Geschäftskommission der Vertrauensmänner- Centralisation der Gewerkschaften Deutsch lands und der Parteigenossen von Stettin ausdrücklich beantragt war." Man kann sich keine ärgere Berdrehiing de? wirklichen Sach- Verhalts denken wie diese Darstellung. Es soll der Anschein erweckt werden, als ob die genannten drei Antragsteller einen Beschluß des Parteitags hätten herbeiführen wollen, daß die Gewerkschaften Partei- politisch neutral sein sollen und als ob der Parteitag durch Ab- lehnimg der Erörterung dieser Anträge implicite ausgesprochen hätte, daß davon gar keine Rede sein könne. In Wirklichkeit sind die Anträge gestellt worden, weil die drei Antragsteller einen dem Bebelschen entgegengesetzten Stand- Punkt einnehmen>md der Parteitag hat die Erörterung der Frage abgelehnt, weil es nicht Sache des Parteitags einer politischen Partei, sondern Sache der berufenen Organe der Gewerkschaften selbst ist, aus welchen Standpunkt sie sich stellen wolle»». Danach kann man den Wert der Erörterungen in dem Bericht dieses Scharfmacher-Verbands überhaupt wie über den Kampf der Werftarbeiter im besonderen beurteilen.— Eine stärkere Koloi»ialtri»ppe für Kiautscho« fordert ein militärischer Mitarbeiter der„Münch. Allg. Ztg.":„Bisher hatte ma» sich gescheut, mit Forderungen eiuer Garnisonsverstärkung auf- zurreten, denn man mutz ja bei unS alle Fragen unsrer Kolonien besonders wenn es Geldfragen sind, ivie rohe Eier be- handeln, weil misren BinnenlaiidS-Politikern der Zusammenhang von See« Interessen und deren militärtscher Schutz mit der Wohl- fahrt deS ganzen Deutschen Reichs oft noch sehr dunkel ist. Jetzt aber, wo die Wirren in China gezeigt haben, was plötzlich ein- treten kann, und wo man, wie ich auS den Briefen meiner Bekannten ersehe, außen erkannt hat. daß eine hinreichende Besetzung der Werke von Tsingtan und eine gleichzeitige, an offensiven Gegenstößen reiche Verteidigung der Festung mit den vorhandene» Kräften einfach unmöglich ist,»nnß etwas geschehen." Der Herr Mitarbeiter ist aber wenigstens so gnädig, nicht gleich eine Tmppennracht zu verlangen, die ausreicht, um die ganze Provinz Schantung zu besetzen, obschon es„da draußen" auch Herren gebe,„welche eine Dauerbesetz ung von fast ganz Schantung verlangen." Es genügt, im Falle von neuen Verwicklungen mit hinreichend starken fliegenden Kolonnen aufzutreten." „Nein, wir können in solchen Lagen nur mit fliegenden Kolonnen miftreteii mid müssen selten, wenn aber, dann so drein- hauen, daß den Chinese» Hören und Sehen vergeht, daß die Fetzen nur so fliegen." Ter gute Mann scheint also trotzdem bedenftich vom Hunnen- koller angesteckt zu sein«— 119 gaben 91 Sonstige Nachrichten. Boreilig. Cistic 新昌 In einer in Pretoria öffentlich verlefenen Broflamation betreffend die Thronbesteigung König Eduard VI. von England wird neben den andren Titeln des Königs der Titel „ Oberster Herr von und über Transvaal" aufgeführt. Unergründliche Verlogenheit. Die Deutsche Tages: 18weideutigkeiten ganz vernichtet worden, so daß feine Wieberwahl isoliert gelegen und war ohne Schutzmannschaft, als es angegriffen geitung" behauptete, daß die von uns mitgeteilte Aeußerung des eine Neu Auflage der wüsten Standalfcenen der früheren Sefftonen wurde. Die Boeren., 200-300 Mann start, beschädigten planmäßig Königs von Sachsen eine socialdemokratische Erfindung" fei. Nach unzweifelhaft nach fich zöge. Vorläufig wird der Alterspräsident, die Maschinen, wie man glaubt, unter Führung entlaffener Minendem wir dem sauberen Blatte die Quelle angegeben, fährt es, an der polnische Abgeordnete Weigl, den Borfiz führen, und arbeiter. Solche Ortschaften wie Kleinfontein sollen in Zukunft statt feine schamlose Verleumdung zu widerrufen, im Vogeln fort. man spricht ernstlich davon, dem alten Mann dauernd das Bräfidium durch eine Minenwache beschützt werden. Allerdings thut fie dies mit einer Tölpelhaftigkeit, die schließlich zu übertragen. So vollendet sich der Kreislauf dieses Parlaments. Das heißt, wenn man eine solche zur Verfügung hat! Seiterfeit statt Entrüftung erweden muß, und die geeignet ist, dem Es hat leine Majorität und feine Minorität, teine Regierungspartei Blatte mildernde Umstände zu bewilligen. Das Hauptorgan der und feine Oppofition. Die fogenannte Regierung erschöpft ihre it es zu einem neuen Gefecht gekommen. Kitcheners Bericht Auf der Bahnlinie Pretoria- Belfast Landwirtsbündler hat nämlich einen inneren Grund entdeckt, Thätigkeit in der„ Anwendung" des§ 14, und nun wird es vielleicht es zu einem neuen Gefecht gekommen. Kitcheners Bericht warum das Gespräch zwischen Frege und dem König von Sachsen auch feinen Präfibenten bekommen. So wie das Parlament felbst gelehrt, nachdem er die Boerentruppen zersprengt barüber besagt: Smithdorrien ist von Carolina zurücknicht stattgefunden haben könne: der Vorwärts" habe nämlich nur ein Schein ift, fo find alle parlamentarischen Bestandteile in gekehrt, nachdem er die Boerentruppen zersprengt wiffen müssen, daß der Handelsvertrag mit Rußland Oestreich nur noch Surrogate. hat. Auf dem Südwege hatte er mehrere kleine Ge im Reiche schon 1893 verhandelt worden war, so daß das Gespräch Nein, es wird nicht gehen in diesem Parlamente, es fann nicht fechte mit dem Feinde zu bestehen. Außer den bereits gemeldeten im Frühjahr 1894 nicht stattgefunden haben kann." Das mußte der„ Vorwärts" um so weniger wiffen, als der und fein elendes Dasein fortfristen hieße einer entfeklichen Lüge das und 17 Mann verwundet. gehen und soll nicht gehen. Dieses Parlament ist eine Lüge, Berluften wurden auf britischer Seite 4 Mann getötet, 1 Offizier rufftiche Handelsvertrag thatsächlich am 15. Januar 1894 abge- Leben verlängern. Nicht die Obstruktion verhindert die parla- sicher gemacht. Die Bahnlinie wird also nach wie vor durch die Boeren unschlossen, am 6. Februar 1894 im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht mentarischen Funktionen, vielmehr verhüllt die Obstruktion nur den wurde und am 26. Februar 1894 die erste Beratung im Reichstag Sig des Uebels. Dem öftreichischen Abgeordnetenhause fehlt es an begann. Wenn fchließlich die Deutsche Tageszeitung" den Monat Lebenstraft; ihm mangelt der Wille zum Leben. Einesteils Eine Boerenabteilung zog heute morgen in Boysburg ein Februar- an deffen Anfang die Unterredung stattgefunden die Obstruktion, andernteils der Mißbrauch des Berordnungsrechts und richtete in den Minen von Modderfontein und Vanrhyns zum Frühjahr rechnet, so steht diese Behauptung auf derfelben durch fünf Regierungen haben die Lebenskraft diefes künstlich ton( südlich von Clamwilliam) einigen Schaden an. Der Kommandant Höhe, wie etwa ihre Berechnung, daß der Getreidezoll dem Bolt im ftruierten Barlaments völlig aufgezehrt. Das Parlament ist eine Marais und zwei Boeren wurden gefangen genommen. allgemeinen und den Kleinbauern im befonderen müße. Wir als politische Botenz und fühlt sich nicht als solche; es ist nicht Aus Pietermaritzburg wird gemeldet: Ein mit Vieh beladener gewohnheitsmäßige Hezer werden freilich fortfahren, den Februar mehr das, was ein gefeggebender Körper fein muß, wenn er fein Eisenbahnzug tollidierte mit einem Güterzug. Zwei zum Winter zu rechnen wenn auch die Agrarier den Karneval- foll: das Notwendige, das unter allen Umständen Unerläßliche. Sein Eingeborene wurden getötet, ein englischer Soldat verwundet und Monat, in dem ihre Cirkus- Generalversammlung stattzufinden pflegt, Dasein ist ein Zufall, feine Thätigkeit ist es, und fein Müßiggang 16 Maulefel getötet.fedtasted dem Frühling zuweisen möchten. stift es. Dem Abgeordnetenhaus fehlt das Gefühl der Gemeinsamkeit Die tägliche Berluftlifte m fo wie es den Völkern fehlt, die diesen widernatürlichen Staat der englischen Armee in Südafrifa enthält für den 29. Januar Die goldene Hand. Die hein. eftf. 8tg." macht ausmachen. Den Völkern ist der Staat ein Fremdes, und den folgende Angaben: 4 Tote, 25 an Krankheiten Gestorbene, 88 Vernachfolgende Mitteilung aus dem Bericht über die Generalversamm Parteien ist es das Parlament. Das Abgeordnetenhaus ist wundete, ein Gefangener und 15 Vermißte. Tung der de Beers Company vom 3. Januar: ein Haufe zufammenhangloser Parteien, denen, ach, das Die Gesellschaft hielt am 8. Januar 1901 ihre General- geistige Band fehlt. Ein Tagesverlust von 82 Mann. Das Parlament ftirbt an 8erseyung; bersammlung ab. Nach dem Verwaltungsbericht für das Jahr wie das Reich immer mehr zerfällt, jo zerfällt auch fein getreues vom 1. Juli 1899 bis 30. Juni 1900 wurden für verkaufte Abbild: die volksvertretung. Diamanten 2 070 413 Bfd. Sterl. erlöst, während die Ausgaben- mit So gering find die Hoffnungen, die den Zusammentritt des unter Einschluß der durch den Krieg verursachten außerordentlichen Aus- so großen Wahlen zusammengewählten Barlaments begleiten, daß 1 646 217 Pfd. Sterl. betrugen, so daß ein Reinertrag von heute, einen Tag vor der Eröffnung niemand weiß, was auch mur 454 196 Pfd. Sterl. verblieb. Auf Gewinn- und Verlustkonto die nächsten Tage werden soll. Alle sind glücklich, daß man borwurden nicht weniger als 1 493 326 Pfd. Sterl. abgeschrieben; verläufig feine Sigungen abbalten wird. Die ersten mutlich sind in diesem Betrage die Kosten während des Kriegs drei Sigungen werden nur formellen Dingen gewidmet ſein. Am mit eingeschlossen. lig Donnerstag werden die Abgeordneten die Angelobung leisten, die Der Jahresgewinn ist natürlich infolge des Kriegs ein wefente sie halten werden, am Montag erfolgt die in der Geschäftsordnung Den interessantesten Zeil der am Mittwoch zu Ende geführten lich geringerer als sonst, da die Mine während der Belagerung bestimmte feierliche Eröffnung durch den Staufer mitttels einer Verhandlungen des dritten preußischen Städtetags bildete die Er von Kimberleh geschlossen war, also von Oftober bis Februar, Thronrede. Es hieß stvar, die Thronrede werde ein entund auch bis zum Ende des Berichtsjahrs den Betrieb mir teil- fchiedenes Bekenntnis zur deutschen Vermittelungssprache enthalten, örterung der Fortbildungsschul- Frage. Die einleitenden weife hat aufnehmen können. Daburch verminderte sich die Ein- aber Herr b. Körber hat sich die Sache schon überlegt und wird sich mit Referate gaben die Herren Stadtschulrat Platen( Magdeburg) nahme trop des Steigens der Diamantenpreise auf etwa die Hälfte, den üblichen verschwommenen, unverbindlichen Sägen begnügen, und Stadtfchulrat a. D. Bertram( Berlin). Schulrat Platen während die Ausgaben unvermindert blieben, da die Löhne weiter die ihm so geläufig sind. Dann kommen noch zwei Sigungen, wo trat in fesselnder Rede und unter lebhaftestem Beifall nachgezahlt wurden und der Krieg besondere Ausgaben verurfachte. die Abteilungen ausgeloft und die nicht angefochtenen Wahlen drücklich für die obligatorische Fortbildungsschule ein Deshalb ist für das abgelaufene Rechnungsjahr eine Dividende verificiert werden und erst am 9. Februar foll die Präsidenten- und zeigte an der Hand der Erfahrungen, daß die fakultative nicht gezahlt worden; dagegen beschloß die Generalversammlung to a hI erfolgen vorausgefekt, daß man bis dahin den genügend Fortbildungsschule nicht, wie sie ihre Freunde nennen, die eblere die Berteilung einer Dividende von 20 Schilling pro Aftie 20 Prog. unbedeutenden Menschen herausgefunden haben wird. Wo nichts ist, Form", sondern bei Lichte befehen nur eine Karikatur der Fortfür das Halbjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 1900 usw." Die Rhein. Westf. 8tg." bemerkt zu diesem Berichtsauszug lange nichts zu obstruieren fein. Die Jungezechen scheinen ent alles, was sich gegen den Fortschritt sträubt, zur Tagesordnung hat auch die Obstruktion ihr Recht verloren, und vorläufig wird noch bildungsschule ist. Die Geschichte, sagte Herr Platen, geht über Danach gab die Gefellschaft mit Einschluß der durch den Strieg verfchloffen zu fein, bis auf weiteres zuzuschauen, wie sich die Dinge über. Dieses rückständige, sich gegen den Fortschritt sträubende ursachten Kosten( ein etwas unklarer Begriff) 32 Millionen aus und entwickeln werden; mit hämischer Gelassenheit tönnen fie abwarten, schrieb obendrein noch auf Gewinn und Verluftkonto über 29 Millionen bis das Parlament an seiner eignen Schwäche traftlos zusammen- Element zu vertreten, hatte Herr Bertram übernommen. Er Mart ab und alles das in einem schlechten Geschäftsjahr. Das sollte fintt. In zwei, drei Wochen dürfte die Parlamentsfomödie zu pries, wie er das als Stadtschulrat von Berlin so oft gethan hat, doch schon beweisen, daß eine Extra- Ausgabe von 8 Millionen Mark Ende sein. die fakultative Fortbildungsschule als das Ideal, aber für besondere Ariegeswede" teine unerschwingliche Summe für die Schweden. Neues vermochte De Beers Co. ist und daß diese nicht ein Viertel des Kapitals der er nicht zur Begründung dieses StandGesellschaft ausmachen kann, wie behauptet worden ist. Stockholm, 27. Januar. Vorige Woche wurde der schwedische puntts vorzubringen, und auf seine Zuhörer machte er Reichstag mit einer Thronrebe eröffnet, die alle Erwartungen ge- wenig Eindrud. Die Debatte gestaltete fich zu einem bolt Die Boerenanfiedelung in Deutsch Südwestafrika scheint täuscht hat. Allerdings war es vorauszusehen, daß die Frage der vernichtenden Urteil Urteil über über die Gegner der unfrer Annahme entsprechend auf beträchtliche Hindernisse zu stoßen. Landesverteidigung bie erfte Stelle in der Rede ein obligatorischen Fortbildungsschulen. Herr Bertram, Wenigstens beweist der in einem Berliner Briefe der St. Peters- nehmen sollte, jedoch hatte man erwartet, daß die Stimmrechts der Wortführer ihrer Gegner, saß da, wie ein Häufchen Unglück"; burger 8tg." veröffentlichte Schriftwechsel zwischen dem Aus- frage, die Verteidigungsfrage der Arbeiterklasse", gleich der alte Mann bot einen mitleiderregenden Anblick. An der Debatte wärtigen Amte und dem Hauptvertreter des Oranje- zeitig schärfer accentuiert geworden iväre. Unfre Mili freistaats, Dr. Hendrick Buller, daß die deutsche Regierung farischen haben diesmal unmittelbar an die Vaterlandsliebe beteiligte fich auch unser Genosse Singer, der sich unter den fünf einstweilen feineswegs geneigt ist, den Hauptforderungen der der nicht Stimmberechtigten appelliert, um noch größere Opfer als bon der Berliner Stadtverordneten Versammlung delegierten Boeren entgegen zu kommen. Während nämlich die Boeren die jetzt schon sehr großen herauszupreffen; in zahlreichen Berjamm- Vertretern Berlins befand der einzige Socialdemokrat ihre feste Entschlossenheit erklären, ant der Sprache ihrer lungen während Dezember und Jamiar haben die Arbeiter ihre auf dem Städtetag. Singer zeigte in feinen mehrfach von Borbäter festhalten zu wollen, erklärte die deutsche Antwort gegeben, indem sie offenherzig erklärt haben, daß fie unfre lautem Beifall unterbrochenen Ausführungen, daß, da mit Regierung, ben Besuch der Regierungsschulen fordern zu Unabhängigkeit und Kultur zu verteidigen bereit sind; fordern aber dem Princip der Freiwilligkeit nichts er= müssen, grundsäglich könne also die Regierung nur die Errich daneben Garantien gegen den Militarismus: eine von Grind reicht worden sei, nur noch der 8 wang übrig bleibetung deutscher Schulen zulassen. Soweit Brivataus reformierte militärische Justiz- und Rechtspflege, die die gwang nicht nur gegen die 2ernscheuen unter der heranwachsenden unterricht zugelassen werde, werde derselbe amtlicher Auf- Bolls bewaffnung und das Miliziystem und vor allem die durchgreifende Erweiterung des Stimmrechts Jugend, sondern auch gegen das die Jugend auf Kosten ihrer Ausfordern. bildung rücksichtslos ausbeutende Arbeitgebertum, das zu sid 1 [ Dritter Allgemeiner preußischer Städtetag. = " Während ferner die Boeren zwar die Zusicherung geben wollten, alle Beit die Kolonie gegen jeden Feind verteidigen zu wollen, Es scheint, als ob unfre Machthaber mit Blindheit geschlagen den heftigsten Gegnern der obligatorischen Fortbildungsschule gehört. andrerseits aber die Forderung stellten, daß keiner der Ein wären. Die Gelegenheit, alten Voltsforderungen entgegenzukommien, Die Schlußbemerkungen der beiden Referenten ließen noch einwandrer oder ihrer Kinder im deutschen Heere, war sehr günstig. Statt aber ein solches Entgegenkommen zu zeigen, mal mit voller Deutlichkeit hervortreten, welche klägliche Figur resp. ber Soustruppe zu dienen brauche, erklärte die giebt die Regierung uns zu wiffen, daß eine Untersuchung und dem temperamentvollen Magdeburger gegenüber der Berliner deutsche Regierung, daß sie zwar direkt teinen giang hinsichtlich der Prüfung der Garantien" gegen die Wirkungen einer eventualen Schulrat a. D. machte. Bertram antwortete in fast gereiztem Tone, Naturalisation ausüben wolle, daß dagegen die im Schutzgebiet ge- Stimmrechtsreform eingeleitet set. Dagegen wird gefordert, daß Er ließ durchblicken, daß er auf seine Verdienste um das Berliner bornen in der sich unbedingt naturalisieren lassen und sich die Besitz- und Stimmrechtslosen die Opfer, die der Generalstab für Stinder damit ohne weiteres zur Ableistung der Wehrpflicht verpflichten unbedingt notwendig erklärt, sich fromm- fröhlich gefallen laffen sollen. Fortbildungsschulwesen stolz sein dürfe, aber man fchenkte seinen müßten. U. a. wird die Verlängerung der militärischen Dienstzeit von 90 bis auf Worten keine Beachtung mehr. Blaten hatte eine Resolution Da die Regierung damit die Hauptforderungen der Boeren 365 Tage gefordert; gleichzeitig würde das Militärbudget binnen beantragt, die die obligatorische Fortbildungsschule abgelehnt hat, dürfte die Ansiedelung zahlreicherer Boeren noch 12 Jahren auf 60-70 Millionen Kronen, d. h. 23 Millionen Kronen als unentbehrlich bezeichnet und ihre Einführung im weiten Felde stehen. über die gegenwärtigen Ausgaben, anwachsen. Diese bedentende den Gemeinden dringend empfiehlt. Die AbMehrbelastung sollte zugleich wiederum zum großen Teil durch stimmung ergab eine erdrückende Mehrheit für diese Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar. Der 29. ordent Konsum steueru aufgebracht werden. Für eine durchgreifende Resolution.„ Einstimmig! Einstimmig!" rief man auf mehreren liche weimarische Landtag, der erste, welcher unter der neuen Aera Steuerreform find unfre Machthaber nicht zu haben. b. Wurmb gewählt wurde, hat unter einem eigentümlichen Mißgefchick Seiten, aber von andrer Seite wurde widersprochen. Man zu leiden, ehe feine Eröffnung stattfindet. Bereits im Dezember v. J. Afien. verlangte bie Gegenprobe. Ein halbes Duzend Hände waren die Abgeordneten zur Landtags- Eröffnung am 20. Januar einChina. Aus Peking wird von gestern berichtet: Li- Hung oder etliche mehr erhoben sich. Unter den Unentwegten, die geladen. Infolge des inzwischen erfolgten Tods des Großherzogs wurde ichang und Tsching haben erreicht, daß Scheng und Tichoufu fich immer noch nicht dafür erwärmen fönnen, daß der Sie geplante Eröffnung bis zum 3. Februar verschoben; da nun der angewiesen wurden, an den Friedensverhandlungen teil- heranwachsenden Jugend des Proletariats die Möglichkeit der junge Großherzog an den Maseru ertranft ist, macht sich nach einer unehmen. Tschoufu, der kürzlich zum Schatzmeister ber Proving Fortbildung gesichert wird, befanden sich das ist bezeichnend! an die Abgeordneten ergangenen Mitteilung abermals eine Ver- Tichili ernannt worden ist, war früher chinesischer Gesandter in brei Berliner Vertreter, die Stadtvv. Langerhans, Michelet schiebung der Landtagseröffnung um etwa drei Wochen nötig. Begreifliches Aufsehen erregt es, daß bisher beim dies- für die Gesandtschaftswache begonnen.o und Kalisch.( Stadtv. Preuß schien nicht mehr im Saale zu sein.) " Storea. Die Deutschen haben heute mit dem Bau von Baraden Amerika. maligen Regierimgswechsel in Weimar noch teine Amnestie erlassen ist. Als gelinde Anregung ist deshalb auch wohl die zuerst Mac Kinley übermittelte dem Kongreß den Jahresbericht über von einem Berliner Blatte, dem Börsen- Courier", gebrachte Notis die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten aufzufaffen, daß der junge Großherzog dem Chef des Departements und dem Auslande. Mac Kinley spricht sich in demselben lobend der Justiz zu erkennen gegeben habe, daß er geneigt sei, Inhaftierte über die amerikanischen Konsularberichte aus und bemerkt, Großzu begnadigen, wenn Bestrafung wegen geringerer Verbritannien und Deutschland suchten das amerikanische System in gehen oder solche Delitte in Frage stehen, die aus Not ihren fonfularischen Einrichtungen einzuführen. In einer den Bericht begangen wurden. teslim begleitenden Mitteilung fagt Staatssekretär Sah, der Handel der Vereinigten Staaten nähere fich mit überraschender Schnelligkeit einer Stellung, welche den amerikanischen Markt zum Mittelpunkt nicht nur der industriellen, sondern auch der kommerziellen und finanziellen Thätigkeit der Welt machen werde. 196 and diler du Ausland. Der Boeren- Krieg. De Wet So wurde die Rückständigkeit Berlins noch einmal vor aller Welt befundet. Teil der am Mittwoch stattgefundenen Verhandlungen wird uns noch leber den der Fortbildungsschul- Debatte vorangegangenen ersten berichtet: tage 111 Stäbte durch 216 Delegierte vertreten. Aus Berlin find Laut der heute ausgegebenen Präsenzliste find auf dem Städteanwesend: Oberbürgermeister Kirschner, Stadtrat Dr. Hirsetorn, Stadtschulrat a. D. Geh. Regierungsrat Dr. Bertram, Stadtrat Dr. Münsterberg, Stadtverordneten Borsteher Dr. Langerhans, Stadtverordneten- Vorsteher- Stellvertreter Michelet und die Stadtverordneten Kalisch, Singer und Dr. Preuß. Den ersten Gegenstand der heutigen Tagesordnung bildete: Die Beteiligung der Frauen an der Armen und Waisenpflege. Der Berichterstatter Stadtrat Dr. Münsterberg- Berlin bemerkte: Die Hauptursache der Verarmung und die bamit nur zu häufig zusammenhängenden Krankheiten liege in den wirtschaftsverhältnissen. Eine gefunde, saubere, friedliche Häuslichkeit sei die beste Bekämpferin von Not und Krankheit, deshalb sei die Beteiligung der Frauen an der Armen- und Waisenpflege nicht nur Die Eröffnung des Wiener Reichsrats. imst Wien, 29. Januar. Nach einer aufgezwungenen acht monatigen Baufe tritt übermorgen der Reichsrat wieder zusammen. In einer wilden Standalscene ist das Abgeordnetenhaus am 8. Juni des vorigen Jahrs zusammengebrochen; wird dem nengewählten Hause ein beffres Schicksal befchieden sein? So miglich es ist, in foll sich nach den neuesten Meldungen weder im Stapland noch im diesem Lande der Unwahrscheinlichkeiten auch nur die nächste Ent- Distrikt von Ermelo, sondern im Orange Freistaat befinden widlung zu prophezeien: daß auch das neue Parlament nicht und einen erneuten Durchsbruch versuch nach der arbeitsfähig sein wird, kann mit der größten Sicherheit schon heute Raptolonie beabsichtigen. Lord Kitchener meldet vom 29. aus gefagt werden. Für eine geordnete parlamentarische Thätigkeit ist Pretoria, daß General senog 40 Meilen westlich von notwendig, sondern geradezu unerfeßbar. Die chriftliche Diakonie, be nicht die geringste Aussicht vorhanden. Erscheint es doch schon fast habanchu mit den nach Süden vordringenden Truppen fanntlich die älteste Armen- und Waifenpflege, habe stets das weibliche als unmöglich, für das Haus einen Präsidenten zu finden. In De Wets ein Gefecht gehabt habe, über dessen Verlauf Geschlecht in ganz hervorragendem Maße und zwar mit vollem Erfolge dem ganzen Parlament ist auch nicht ein Mensch vor Einzelheiten noch nicht bekannt geworden seien. Da mit dergleichen in den Diensi ihres Wirkens gezogen. Der Deutsche Verein für Armenhanden, der halbwegs das Bertrauen aller Barteien Wendungen englische Schlappen angeklindigt zu werden pflegen, steht pflege und Wohlthätigkeit habe die Frauen zur Mitthätigkeit heranfände, und überdies will feine keine Partei für die Dinge das Telegramm Kitcheners mit einer anderweitigen Nachricht aus gezogen. In Berlin hatten die Armenpfleger die Frauen als das so viel Berantwortung übernehmen, daß sie den Präsidenten stellen Kapstadt nicht im Widerspruch, wonach De Wet nach Süden vor- beftruttive Element in der Armenpflege bezeichnet. Es sei gefagt würde. Ursprünglich dachte man an die Wiederwahl des früheren dringe und zahlreiche Anhänger werbe. Er scheine worden: die Frauen haben wohl ein Herz für die Armen; fie feien Vorsitzenden, des deutschtlerikalen Abgeordneten Dr. R. v. Fuchs. eine endgültige Attion vorzubereiten. Außerdem habe ein aber zu gutmütig und haben nicht das erforderliche Verständnis für Er ist aber auf eine so eigentümliche Weise ins Barlament gelangt bedeutendes kommando Transvaal verlassen und sei die Verwendung öffentlicher Gelder. Die Errichtung von Wohlindem, wie ganz offen erzählt wird, einige schwankende Wahl in den Freistaat eingedrungen. thätigkeitsvereinen in allen Stadtbezirken habe jedoch die Armentommissions- Vorsteher von der Notwendigkeit der Heranziehung der werden wird und in normalen Zeitläuften der Annullierung nicht Der bei dem neulichen Angriff auf die Kleinfontein- Mine durch Frauen zur Armenpflege überzeugt. Das Armenpflegewesen Berlins entgehen würde. Andrerfeits fehlt dem doppelzüngigen, verläß die Boeren angerichtete Schaden foll sich auf 200 000 Pfund fei daher in der Reorganisation begriffen. Er ersuche, einem von lichen Menschen jede Autorität; sein Ansehen ist durch unterschiebliche belaufen. Kleinfontein ist am äußersten Osten des Reef ziemlich ihm und seinem Mitberichterstatter gestellten Autrage, der die at quidnt get nou poiss day s nimi ahol0.02 männer bestochen wurden, daß sein Mandat sicher angefochten no Der Augriff auf die Minen. but log frolle nut din udal suist and o Seranziehung der Frauen zur öffentlichen Armenpflege fordert, zu- Verbündeten Appetit auf die Hypothekenbank haben sollten. Er wißelte Märkische Volksztg." in ihrem Gifer, die freien Gewerkschaften zu vers zustimmen. über den bankbrüchig gewordenen Adler anf den Hypothekenbriefen, folgen, zu Verdrehungen und lebertreibungen sehr geneigt sind. Muste der eine Finanzmacht, wie die Deutsche Bant nicht reizen könne. es doch die Märkische erleben, daß ihr Schüßling, der Zimmerer Starbe ,, Wir sind nicht in der Lage, die Gedanken der Aktionäre zu kennen, der unsren Redacteur Schmidt verklagt hatte, weil dieser ihn- ebenfalls aber die Presse wird Herrn Kempner nichts erwidern wollen, als im Zusammenhange mit einer solchen Schauermär daß das müßige Gerede nicht auf ihrer Seite zu suchen ist, # Der Mitberichterstatter Stadtrat Dr. Krause Bosen schloß fich im allgemeinen den Ausführungen des Vorrebners an. Parlamentarisches. unter Morgen beginnt die Lesung des Post- Etats. oli 796 " " " " beleidigt daß es vielmehr gänzlich müßig ist, irgend einem auch nur halbwegs haben sollte, in beiden Instanzen fostenpflichtig abgewiesen wurde. China- Vorlage. Die Budgetkommission wandte sich Verständigen einreden zu wollen, daß die Deutsche Bank aus irgend Auch der„ Germania", die gerade damals, als das Zuchthausgesetz Heute der Beratung der Chinavorlage zu, die vor Weihnachten ab einem andren Grunde, als um ihren eignen Interessen zu drohend über den Häuptern der deutschen Arbeiter schwebte, sich gebrochen war. Es handelte sich um folgende Resolution des Cen- dienen, die Rettung unternommen hat. Wiederholt wurde in den bemühte, recht viele Fälle von socialdemokratischem Terrorismus" trums: Die verbündeten Regierungen werden ersucht, darauf hinzu- Berhandlungen am Mittwoch auf die Börse und die ernst zu entdecken, haben wir fast immer unrichtigkeiten, Aufbauschungen, eben Verdrehungen aller Art nachweisen können. wirken, daß in dem die Wirren in China abschließenden Staats- haften Leute" als auf Autoritäten Bezug genommen; Auf den Fall Hoppe zurüdzufominen behalten wir uns also vor; vertrag die Freiheit der christlichen Religionsübung in China aus die Börse aber hat die Erweiterung des Machtbereichs der bedungen und ben Schut ber bei dem Vertrag Deutschen Bank( durch Uebernahme der Sanierung der Hypotheken- nur auf einiges allgemeiner Natur möchten wir schon heute einbeteiligten Staaten gestellt werde. Während die Ver- bant) mit einer Kurssteigerung der Deutschen Baut- Aktien begrüßt. treter des Centrums, der konservativen Gruppen und der Angesichts dessen und der Thatsache, daß alle Welt Bescheid" weiß gehen. Zunächst eine Frage. Warum erwärmt sich die„ Germania" Nationalliberalen mit allem Eifer für die Resolution eintraten, was soll in einer solchen Versammlung, wie die vom Mittwoch, so sehr für die Neutralität der Gewerkschaften"- bei uns? War sie es doch, die ganz entschieden für den Hirtenbrief und das wurde sie von Bebel und Richter lebhaft bekämpft. Der Abg. solch eine Aeußerung? Richter hob hervor, daß sich Deutschland gar nicht im eigentlichen statteter Bericht der Revisionskommission. Danach läßt sich noch beides dahin, daß die Bischöfe nicht die Gewerkschaften, sondern nur Die Beratung eröffnete ein von Herrn Emil Salomon er Cirkular des Freiburger Erzbischofs eintrat, gerade sie interpretierte Kriegszustand mit China befinde und daß die alten Verträge daher noch in Kraft wären. Das deutsche Volt wünsche nicht sagen, ob eine Ueberschuldung" der Bank vorliegt. Mit der fatholische Arbeitervereine haben wollten. eine möglicht rajce Beendigung ber gangen Möglichkeit ber Ueberschuldung müßte gerechnet werden. Die Germania" verlangt, daß die Gesamtleitung der Expedition, deshalb sollten nicht neue Streitfragen Wir dürfen diese vorsichtige Wendung dahin übersehen, daß aufgeworfen werden, Bebel betonte besonders, daß die Missionare zwar nach den bisherigen Ergebnissen der Prüfung nicht nur das Gewerkschaften und der Parteivorstand eine stritte Erklärung Beide Instanzen und an dem Ausbruch der Unruhen in China die Mitschuld Attienkapital, sondern auch noch ein Teil des Pfandbrieffapitals ver- gegen den Terrorismus loslassen sollen. Abgeordneten im Reichstag trügen. Bekanntlich wurden chinesische Oppositions- loren ist mit dieser Thatsache rechnet ja auch die Rettungsgesell- auch die socialdemokratischen blätter von christlichen Missionaren redigiert. Die caft, indem sie von den Pfandbriefgläubigern eine Ermäßigung haben sich wiederholt gegen jeden Terrorismus, gegen jede Gewalt ausgesprochen. Einzelne Vorkommnisse sind weder den Missionen feien eine innere Angelegenheit der Kirche und dürften der Binsansprüche verlangt. das Reich nicht berühren. Schließlich wurde die Resolution and aug, babe teineswegs sich gegen jede Kürzung der die Nodschöße zu hängen. Mit viel größerem Recht könnten wir Der Minister, so führte Herr Dernburg von der Treu Leitern der Gewerkschaften, noch den führenden Parteigenoffen an von der Mehrheit angenommen. Die Reliftenvorlage für das chinesische Expeditionscorps wurde Coupons erklärt, sondern es sei ihm, Herrn Dernburg, an maß dem Centrum beziehungsweise der katholischen Kirche alle jene auf Antrag des Referenten Abg. Graf Oriola( natl.) zurüdgestellt, gebender Stelle eröffnet, daß man erst die genauere Prüfung und zahlreichen Fälle von Sittlichkeitsverbrechen, Ehebis das vom Reichskanzler versprochene Gesetz über vermehrte Für die von der Rettungsgesellschaft zu stellenden Anträge abwarten zahlreichen Fälle von Sittlichkeitsverbrechen, Ghe-= bruch, Unterschlagung von Kirchengeldern, be sorge für die Invaliden aus allen Kriegen vorliege. Es wurde nur werde, denen eine wohlwollende Prüfung zugesichert sei. Dienern der Kirche", aufs Konto schreiben. eine Summe von rund 1/4 Million Mark in den China Etat einHerr Dernburg verbreitete sich über die Differenz zwischen der gangen von Was schließlich die„ Gleichberechtigung" anlangt, so ist gestellt, um widerruflich Zuschüsse zu Pensionen, Witwen- und Binsenberechnung der staatlichen Kommissare und der RettungsWaisengeldern daraus für die Chinakrieger zu bewilligen. gesellschaft. Danach ist die staatliche Berechnung einfach so gemacht, es durchaus irrtümlich von der Germania", anzunehmen, Arbeiterdaß die Beleihungen( Hypotheken) geprüft, 27 Millionen von dem organisationen müßten jedes neue Vereinchen, und sei es ein Gesamtbestande( 350 Millionen) als zweifelhaft erkannt und noch so kleines Häuschen, als gleichberechtigt anerkennen. Die Justiz Kommiffion, die über die Anträge Rintelen 2c. nun auch die Zinseingänge von diefem Teil als zweifelhaft Leute, die sich, um Vereinsspielerei zu treiben, oder berät, vertagte sich heute auf unbestimmte Zeit. Herr Nintelen ist von dem Gesamtbetrage der Binsen abgefeßt seien. Wir müssen es um ihre Sonderwünsche besser zur Geltung bringen zu können, von Anträge zunächst in zweiter Lesung beraten werden möchten. Die unsrer Meinung kompromittierenden Darstellung auseinander zu Arbeiterschaft herbeiführen, haben durchaus nicht ohne weiteres erkrankt, hatte aber den Wunsch geäußert, daß die socialdemokratischen den Organen der Staatsregierung überlassen, sich mit dieser nach um ihre Sonderwünsche besser zur Geltung bringen zu können, von der großen Maffe absondern und so die 8ersplitterung der Socialdemokraten legten hierauf jedoch nicht Wert, sondern drangen fezen. darauf, daß mit der Fortsetzung der Beratung gewartet werde, bis Herr Dernburg selbst entwarf nun ein ander Bild. Zum Januar ein Recht, als gleichberechtigt anerkannt zu werden. Es wird also der Vorsitzende der Kommission wieder gesund sei. termin waren 3706 999,03 m. pypothekenzinsen fällig; eingegangen sind auf die Lage des einzelnen Falls ankommen, wie die große Masse Aus der Petitions- Kommission. Nur wenige der 38 Petitionen, 3019 852,17 m., also 687 000 M. 22 Proz. in Rest geblieben. der Arbeiterschaft Sonderbestrebungen gegenüber sich verhält. die in der gestrigen Sigung verhandelt wurden, besaßen allgemeineres Multipliziert man die eingegangenen Binfen mit 4, so würden jähr Intereffe. So viel Not und Elend auch aus einzelnen der Eingaben lich 12 080 000 m. eingehen, während 13 760 000 m. Pfandbriefzinsen zu Tage tritt, so muß doch den meisten der Erfolg versagt bleiben, zu zahlen find. Es würden alfo 1680 000 m. fehlen. Dieses für weil sie entweder nicht den Nachweis erbringen, daß der Instanzen die Begründung einer Herabfeßung der Pfandbriefzinsen gezeichnete und zug vorher erschöpft ist, oder weil weder eine Rechtsverweigerung berechnete Bild wurde allerdings mit tröstenden Zugaben versehen, es noch eine Rechtsbeugung festgestellt werden kann. Mit der Korrektur sei nicht das letzte Wort, eine zielbewußte Zeitung werde einen erheb von Urteilen darf sich nach Artikel 77 der Reichstag mur befassen, lichen Teil herausbringen; aber hierzu feien erhebliche Opfer an wenn eine Rechtsverweigerung oder eine Rechtshemmung vorliegt. Beit und Arbeit erforderlich. Die Ungleichartigteit, mit welcher die Reichspostverwaltung bei Bensio- Ein dunkel gebliebener Punkt ist die Auseinandersegung nierung invalider Beamten betreffs Anrechnung früherer mit der Grundschuldbank wegen der 41 Millionen entDienstzeiten vorgeht, gab gestern in zwei Fällen a hn Erfurt wendeter Hypotheken. Hahn Herr Dernburg schüttete ein Füllhorn des und Lemke- Berlin Gelegenheit, zu beschließen, im Plemmm Lobes aus über den männlichen Mut" der Liquidatoren der diefe Frage zu erörtern. Als Material wurde dem Reichskanzler Grundschuldbank, die ihren Frrtum offen widerrufen haben und nicht eine Petition des Bunds deutscher Bodenreformer überwiesen, mehr behaupten, daß ihrer Bank die 41 Millionen von seiten der Gewertschafts- ommission folgende Beiträge ein: welche die Sicherung der Bauforderungen bezweckt. Die Forderung Sypothekenbank gestohlen seien. 8. Komm.- Wahlbez. Rirdorf M. 4,-. Verband der Gastwirtsgehilfen 30,-. hat den Reichstag schon früher beschäftigt. Das Verlangen der Thatsächlich liegen nach Herrn Dernburgs Schilderung die Dinge Neter 3,-. Hartwig 6.50. Dr. Badet 10,05. Schütte, Schirmſtod Rottenbäcker 3, St. elfaß lothringischen 8ugbegleitungs- Beamten auf so daß Herr Sanden, als d die Dinge faul wurden, von Unter- Fabrit 10,-. Brauer- 8weigverein Berlin 40, hat aust. 20,-. Buchbinderei Jürgens 15, wertlose Hypotheken ganz Besserung ihrer Bensionsverhältnisse wurde der Budgetkommission gesellschaften faule Von Berliner Frauen 50,-. Typen S. und M. 4,30. überwiesen. Zur Lösung der socialen Frage hat stellen laffen, diese und Brauer und Berufsgenossen, Pichelsdorf 19, der Grundschuldbank übergeben Mitgl. des Deutschen Buchdrucker- Verb. im Vorwärts" 20,- Tischlerei D. Henschel eine ent- ihr eigne Methode gute Hypotheken genommen hat, Thomas 10,- Tischlerei Dewik 6,25. Tischlerei Raiser, ReinickendorferEr amtierte früher in Berlin, wurde dann zweimal Sypothekenbank übergab. Diese Uebergabe soll zur Tilgung ftraße, 6,50. Tischlerei Mezner, Wienerstraße 17,10. Centralverband der in eine Anstalt für Geistestranke gebracht und lebt jetzt in Paris. von Forderungen der Hypothekenbank an die Grund- Bauarbeiter, Berwaltung Berlin 500,-. Galvanoplastik, Lindenstr. 101 15,-. Er garantiert jedem deutschen Einwohner ein jährliches Mindest- schuldbank geschehen. Es fragt sich nur, woher stammten Lederarbeiter Berlins 30,-. Gesangverein„ Nord" 20,-. Summa M. 839,70. einkommen von einer Million Mart, wenn sein Plan durchgeführt diese Forderungen? Etiva aus Zahlungen, die durch Ver- Weitere Beiträge werden im Bureau der Berliner Gewerks wird, der darin besteht, Gemeinwesen von etwa je 1 Million Seelen mittelung der Grundschuldbank an die faulen Tochter schafts- Kommission, Engel- llfer 15 I, Zimmer 8, vormi. 9-1, nachzu bilden, deren jede 10 000-20 000 Quadrat- Kilometer Land zu- gesellschaften gemacht sind? Bei der Berquidung der Dinge mittags 6-8 Uhr entgegen genommen. Einsendungen find nur an gewiesen erhält. Nach kurzer Uebergangszeit von 4 bis höchstens ist die Hauptsache, daß Direktor Sanden als Direktor beider A. Körsten zu richten. Der Ausschuß. 8 Jahren soll die wöchentliche Arbeitszeit für jeden Mann Banken die eine in dem Moment bestohlen hat, als die Dinge faul höchstens 4 Stunden betragen. Die Kommission war nicht in der wurden. Diese Angelegenheit ist jetzt noch weit bedenklicher als Lette Nachrichten und Depelichen. Lage, der Petition weitere Folge zu geben. Die herabfegung früher. Das Einschreiten der Behörde zu Gunsten des wahlfähigen Alters von 25 auf 21 Jahre beantragten der Grundschuld Obligationäre, als derjenigen Verdis Leichenbegängnis. vier Arbeiter in Dessau. Der socialdemokratische Antrag, die Petition Gruppe, die am schutzlosesten und am ärmsten ist, scheint dringend dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen oder einen notwendig. Regierungskommissar hinzuzuziehen, wurde mit 13 gegen 7 Stimmen Freilich baben wir starke Zweifel, daß die Behörde den Auf In der Budgetkommiffion des Abgeordnetenhauses wurden lammlung erhob sich ein bekannter Bantier, Herr Jarislowsky, und Wissenschaft. Verdi wurde in der Familiengruft an der Seite der Assessor deckt. a. ( 5 socialdemokratische und 2 freisinnige) abgelehnt. dann die er der Berlin und Umgegend. Achtung, Holzbildhauer! In Schönlante( Provinz Bosen) haben bei der Firma Steinhagen zehn Kollegen wegen vierzehn prozentiger Kürzung der ohnehin schon niedrigen Accordpreise für Massenartikel die Arbeit niedergelegt und ist Zuzug streng fern zu halten. Der Vorstand der Verwaltungsstelle Berlin. Achtung, Steinseher von Schöneberg und Umgegend! Die Steinfeger von Schöneberg und Umgegend können sich behufs Kontrolle täglich von 10-2 bei Wo IIf in Stegliz, Schildhornstr. 98, melden. Das Streit Komitee. Für die Spikenweber in Calais gingen bei der Berliner Mailand, 30. Januar.( B. H.) Heute früh 7 Uhr erfolgte die eine Abteilung Kavallerie und Feuerwehr. Hinter dem Leichenwagen Bestattung Berdis in einfachster Weise. Den Leichenzug eröffnete von Kunst und gaben gewachsen ist, die hier an sie herantreten. In der Vernachdrücklich am Mittwoch bei dem Kapitel seiner Gattin beigesetzt. Einer leziwilligen Verfügung Verdis Polizeiverwaltung von 1891 nach Leipzig mitgeteilt, daß Anhalt und Wagner pleite seien. Unter Berlin und Umgegend" die Gefahren für die Sicherheit den Augen der Staatsbehörde ist, als der letzteren die prefäre Lage der zufolge sollen zwei auf dem Dachboden seiner Villa befindliche Kisten Man vermutet, daß sie undes Verkehrs in Berlin besprochen und zugegeben, daß infolge Bant schon bekannt war, der Pfandbrief- Umlauf von 86 auf 350 Millionen uneröffnet verbrannt werden. der Einführung des elektrischen Betriebs die Gefahren gewachsen. aid n gestiegen feien. Im Jahre 1899 feien 2646 Unfälle vorgekommen, einfach auf die Ausführungen des Landwirtschafts- Ministers in der Herr Regierungsrat Hoppe verwies dem gegenüber veröffentlichte Kompofitionen enthalten. dng 15 mit tödlichem Ausgang, 100 mit schwerer, 1113 mit leichter Budgetkommission des Abgeordnetenhauses, an denen eben Herr JarisDer Boeren- Krieg. d mit mit Berlegung und 1420 ohne Schädigung. Im Jahre 1900: lowsky eine scharfe Kritik geübt hatte. Carnarvon, 29. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) 2652 Fälle, darunter 26 mit tödlichem Ausgang, 134 In der Versammlung waren einige Beamte der Bank anwesend, Die Besetzung Brandvleis durch die Boeren bestätigt sich. Das mit schwerer, 1302 mit leichter Verletzung und 1190 ohne denen in den letzten Tagen gekündigt worden ist. Die Not Hauptlager der Boeren befindet sich in der Pontelboschkork Farm, Schädigung. Die meisten Unfälle seien beim Auf- und Absteigen lage diefer Männer, die 10 bis 20 Jahre bei der Bank welche als die Kornkammer von Fraserburg, Calvinia und Kenhardt vorgekommen. Die Regierung erklärte, daß mannigfache gearbeitet haben, ist nicht gering. Gerügt wurde vor allem, daß betrachtet wird; die Boeren haben daselbst Vorräte im Ueberfluß Vorkehrungen gegen Unfälle getroffen und versucht seien: horizontale grade die gefügigen Streaturen von Sanden und Schmidt bei- und erhielten eine bedeutende Anzahl Remonten aus den beSchutzvorrichtung zwischen Motor- und Anhängewagen, Fangvorrich behalten sind. Die Diskussion über diesen Punkt war besonders nachbarten Bezirken. Die Boeren sollen sich in Calvinia verschanzt tungen vor den Wagen, Ermäßigung der Geschwindigkeit, die nament erregt. haben. lich in der Peripherie, wo auch die meisten Unfälle sich ereigneten, Die Versammlung hat den Aktionären und Pfandbriefbefizern zu groß sei. Diefelbe misse nach den einzelnen Stunden verschieden nicht das mögliche Maß von Klarheit gebracht. Das gilt ins fein. Sodann würden die Fahrer sorgfältig ausgebildet. Auch sei besondere auch von den Regreßansprüchen gegen die Aufsichtseine Entlastung der Leipzigerstraße durch die Parallelstraßen er- räte, über die mit einigen gar nichts sagenden Be- Solonie zu vertreiben, außerordentlich schwierig sein werde, da das forderlich. Ferner wurden die bei der Kriminalpolizei in mertungen im Revisionsbericht hinweggegangen wurde. dem Prozeß Sternberg hervorgetretenen Mißstände Erben Baron Cohns wurden nicht genannt; im Be einer Erörterung unterzogen und von allen Seiten an richt ist nur von einer„ fehr reichen Erbschaftsmasse" erkannt, daß biese Mißstände nicht auf dem Gebiete der die Rede. Wie tommt man dazu, eine Zinstürzung auch nur vorOrganisation, sondern auf dem perfonellen Gebiete lägen. Eine zuschlagen, ehe man weiß, wie viel aus den Ansprüchen zu reTrennung der Polizei und Unterstellung der Kriminalpolizei unter parieren ist? Die Staatsanwaltschaft wurde von feiner Seite für richtig angesehen. Für notwendig wurde erklärt, daß nur ganz geeignete und einivandsfreie Personen in den Dienst treten, daß durch einen besonderen Beamten die Lebensführung der einzelnen Beamten überwacht werde. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten wurde der Es sei für eine auskömmliche Stellung der Beamten zu sorgen, Redacteur der Bielefelder Boltswacht", Genoffe Zenter in Bielefeld, wofür in den Etat auch Mittel eingestellt seien, durch Verstärkung| zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. der Dienstaufwandsentschädigung. Die Kriminalfommiffare tönnten bei der Verschiedenheit ihrer Ausgaben( Verkehr in teuren Lokalen 2c.) feine bestimmt figierte Dienstaufwandsentschädigung haben, sondern müßten ihre Ausgaben liquidieren. Die Aktionäre Partei- Nachrichten. " Die anapung malignon? Gewerkschaftliches. Nochmals ,, socialdemokratischer Terrorismus". " Clanwilliam, 29. Januar.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.") Die Abteilungen der Obersten Bethune und Delisle sind hier eingetroffen. Man befürchtet, daß die Aufgabe, die Boeren aus der umliegende Gelände für militärische Operationen sehr ungünstig ist. Köln, 80. Januar.( W. T. B.) Die Gefahr eines Hochwassers der Mosel ist, nach einer Trierer Depesche der„ Kölnischen Volks zeitung", zunächst beseitigt. Der Fluß fält wieder. Der Begelstand in Trier war nachmittags 3,08 Meter gegen 3,16 Meter am Vormittag. Seit dem Morgen schneit es dort unaufhörlich. Frankfurt a. M., 30. Januar.( B. H.) Die Frankf. 8tg." meldet aus Hamburg:" Der bei Cuxhaven gestrandete Dampfer Sommerfeld" hat den Hinterfteven gebrochen und wird vermutlich berloren gehen. Heute herrscht in der Mündung wieder starker Sturm. Wien, 30. Januar.( B. H.) Bei der Universität fanden heute vormittag lärmende Studenten- Demonstrationen statt, die sie gegen den Professor der Anatomie, Hofrat Toldt, angeblich wegen zu großer Strenge desselben bei den letzten Prüfungen richteten. Die Germania" füllt in ihrer Morgenausgabe drei volle Kaschau( Ungarn), 30. Januar.( W. T. B.) In einem hiesigen Spalten über den Fall Hoppe; in der Abendausgabe sieht sie sich Vergnügungslokale tam es heute zu einer Schlägerei zwischen Jll der preußischen Hypothekenbank genötigt, eine ganze Reihe Richtigstellungen zu bringen. Da an- fanteristen und Landwehrhusaren. Die Polizei griff ein und mußte waren am Mittwoch im Geschäftshause der Bank versammelt. Klar- zunehmen ist, daß an dieser neuesten Schauergeschichte noch mehr von der Feuerwaffe Gebrauch machen, wobei mehrere Infanteristen heit über die Lage der Bank ist auch durch diese Generalversammlung richtig zu stellen ist, wollen wir vorläufig auf diese des Näheren schwer verletzt wurden. New York, 30. Januar.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) nicht geschafft worden, auch nicht in dem Maße, in dem das mögnicht eingehen. Eine Depesche aus Port of Spain besagt, daß nach Meldungen lich gewesen wäre. Allerdings haben die Aufsätze der Presse aus Um ihre Irrtümer zu decken, bringt sie aus dem Citatensac aus Caracas glaubwürdige Mitteilungen vom Pitch Lake die der letzten Zeit die Rekonstrukteure zu etwas gründlicheren Aeuße eines unter Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheinenden katholischen dortige Lage als verzweifelt bezeichnen. Hundertundfünfzig Reger, rungen veranlaßt. Aber diese Aeußerungen find nicht geeignet, jene Gewerkschaftsblättchens eine Reihe alter Fälle zur Sprache, die welche als britische Unterthanen den Polizeidienst veriahen, jeien, als Beruhigung zu schaffen, zu der in der Versammlung wiederholt er im August passiert sein sollen. Auf diese Fälle von die Insurgenten schossen, ins Dickicht geflohen, und hätten 25 Amerimahnt wurde. Terrorismus zu antworten, hatte nach Angabe der Germania" faner, deren Leben und Eigentum sie zu schüßen hatten, im Ohne alle Frage liegen die Dinge so, daß die Schutzvereinigung, damals das bezeichnete Blättchen den„ Borwärts" aufgefordert. Der Stiche gelaffen. Die Amerikaner hätten die amerikanische Gesandtschaft die„ Retter", die ja für das Vergangene nicht verantwortlich in Caracas um Hilfe gebeten. Der Gesandte antwortete, die Meldungen „ Borwärts" aber schwieg", fezt die„ Germania" pathetisch hinzu. feien wohl übertrieben; er wolle indessen nach Washington teles find, ganz offen mit der Wahrheit herauskommen fönnten, wenn in ihren Plänen nicht andre als die Interessen der un, uns find jene Fälle nicht bekannt geworden, hätten wir von ihnen graphieren. Dieselbe Depesche meldet, daß die venezolanischen Gläubiger mit unterliefen. gelesen, würden wir wahrscheinlich, wie wir das immer zu thun Aufständischen Carupano wiedergewonnen hätten, und daß sie binnen Herr Justizrat Rempner bezeichnete es zwar heute als pflegen, Ermittelungen angestellt haben. Diese Ermittelungen unsrerseits furzem Cumano angreifen werden. Den Dampfern wird nicht ge müßiges Gerede der Presse, daß die Deutsche Bank und ihre machen sich schon darum notwendig, weil die„ Germania" und die stattet, Baffagiere und Bost in Carupano an Land zu bringen. Berantwortl. Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. for ad nofholl dag sli Bad dit Nr. 26. 18. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 31. Januar 1901. amond Reichstag. mod diper 37. Sigung vom Mittwoch, den 30. Januar 1901, 1 Uhr. Am Bundesratstische: Niemand. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Beratung der Anträge betreffend ein Reichs- Wohnungsgesetz. Das Schlußwort für den nationalliberalen Antrag erhält 329 rung noch für einen der vorliegenden Anträge stimmte. haten der werden. V herausgestellt. Bei Besichtigung der Unterkunftsräume wurden auch gelegentlich die Wohnungen der verheirateten Arbeiter beaugen icheinigt. Dabei zeigte sich, daß noch dieselben Mißstände wie vor 5 Jahren vorhanden waren. In manchen Fällen war in den Wohnungen für die Person nur ein Luftraum von 7,3 Rubikmeter vorbanden. Das soll für einen freien Arbeiter genügen, aber in den Gefängnisfen verlangt man 20 Stubifmeter für den Kopf. Mein Im Jahre 1895 wurde bei Gelegenheit der Volkszählung auch Preuße hat das Recht, durch Wort und Schrift seine Meinung eine Zählung und Prüfung der Wohnungen vorgenommen. Es er- frei zu äußern. Der Absatz 2 dieses Paragraphen lautet gab sich, daß 900 Wohnungen in Mannheim ohne heizbares Zimmer fogar ausdrücklich: Die Censur darf nicht eingeführt waren. Wohnungen ohne heizbares Zimmer mit einer Küche wurden werden."( Hört hört! links.) ( Hört hört! links.) Es liegt nicht der geringste bewohnt von einer Person 29, von 2 Personen 140, von 3 Personen Grund vor, diesen Absatz nur auf die Censur von Büchern zu be195, von 4 Personen 170, von 5 Perionen 160, von 6 Perfonen ziehen. Vor allem aber kommt es auf den ersten citierten Absatz 93 usw. Ich glaube, das giebt einen Einblid in an, denn es ist nie bestritten worden, daß auch der Autor eines die Wohnungsverhältnisse, die geradezu trostlos Dramas durch sein Werk unmittelbar zum Bolle spricht. Bereits 1869 sind. hat der Abg. Dunder die Theatercensur als verfassungswidrig be= mum Abg. Möller- Duisburg( natl.): Denken Sie fich sechs Personen in einer Wohnung ohne zeichnet. Die Theatercensur widerspricht aber auch Nach der Erklärung des Grafen Posadowsky ist der socialdemo- heizbarcs Zimmer. Da find die Leute im Winter alle auf die der Gewerbe- Ordnung. In dieser ist nichts davon erwähnt, kratische Antrag völlig aussichtslos. Es bleibt im wesentlichen der Küche angewiesen. Hier ist dringend Abhilfe nötig. Wenn die daß sie durch Ortspolizei- Berordnung eingeführt werden könnte. Antrag Schrader übrig. Unser Antrag geht insofern über denselben Gemeinde nicht will oder kann, muß höheren Orts etwas Das Theaterwesen ist vollkommen ausreichend in der Gewerbehinaus, als er für die vorgeschlagene Enquete bestimmte Direktiven dann muß hier im Reichstag, wo doch wenigstens der Schein nisse in den einzelnen Staaten gethan werden und wenn es in den Einzellandtagen nicht geht, Ordnung geregelt. Gegenwärtig sind aber die Verhält giebt und die Organiſation der öffentlichen Wohnungsfürsorge in einer Volksmeinung vorhanden ist, irgend ein Beschluß gefaßt burg, Württemberg und Hessen z. B. wird die Theatercensur ganz verschieden, in Ham Aussicht nimmt. Das zweckmäßigste wäre, eine ständige Kommission zur Prüfung der einschlägigen Fragen einzufezen, die dem Reichsamt Drastische Beispiele für die Wohnungsnot giebt auch eine ergangen, das aber die größte Entrüstung im Lande hervorrief und nicht ausgeübt. In Hessen ist nur einmal ein Verbot der Weber" des Innern anzugliedern wäre. Sollte sich für die von uns vorgeschlagene Direktion keine Statistit des sogenannten Wöchnerinnen Asyls in Mannheim. dann wieder aufgehoben wurde. In den meisten Staaten herrscht Mehrheit finden, so würden wir für den Antrag Schrader stimmen. ihrer Niederkunft stehen und, wenn die Frauen Kinder zu besorgen auf diesem Dieſes Aſyl nimmt arme Frauen auf, die fura vor vollkommene Unflarheit über die bestehenden Rechtsverhältnisse Gebiete, so bor Man Das Schlußwort für seinen Antrag erhält der allem in Bayern. haben, so beordert es auch jemanden, der inzwischen die Hanshaltung fucht einfach durch polizeiliche Vorschriften die GewerbeDo Abg. Dreesbach( Soc.): führt. Eine Statistik der Wohnungsverhältnisse der Wöchnerinnen Ordmmg aufzuheben. Das ist dasselbe Verfahren, Die Erklärung des Grafen Posadowsky hat wohl niemand be- von 1900 ergiebt folgendes: Es bewohnen bei einer Kopfzahl von welches man gegen das Koalitionsrecht anwendet. friedigt. Der Herr Borredner meinte, er hielte trotz dieser Erklärung 2 Personen, ohne das Neugeborene nur ein Zimmer 41 Familien,( Sehr richtig! links.) Es ist nötig, einmal gründlich in den Augiasstall feinen Antrag aufrecht. Herr Stodmann dagegen ist der Ansicht, es müsse bei einer Kopfzahl von 3 Bersonen 28 Familien, bei einer Kopf- des partitularistischen Bolizeistaats hineinzuleuchten. Die bestehenden als Demonstration aufgefaßt werden, wenn man nach dieser Erklärung zahl von 6 Personen ohne das Neugeborene bewohnte nur 1 Zimmer Zustände bedeuten einfach die Aufhebung des Rechtsstaats und ProGraf mit einem Bett eine Familie. Redner führt noch einige Beispiele lamierung des Polizeistaats.( Sehr wahr! links.) Unser Antrag will diesen Posadowsky hat nun anerkannt, daß Mißstände im für die schlechten Wohnungsverhältniffe an, die fich bei den Er- geradezu unhaltbaren Zuständen endlich ein Ende machen, bor Wohnungswesen bestehen, und daß dieselben durch die hebungen des Mannheimer Wöchnerinnen- Asyls ergeben haben. allem im Juteresse der modernen Kunst und Litteratur. Herr Selbsthilfe allein nicht beseitigt werden könnten. Man ift Diesem Mangel an geeigneten Wohnungen tritt hinzu der un- v. Richthofen hat das geflügelte Wort ausgesprochen: Die aber nicht gewillt, die gefezliche Grundlage zur Abhilfe zu schaffen, geheure Preis, den die Wohnungen wenigstens für Arbeiter janze Richtung paßt uns nicht!"( Große Heiterkeit, links.) fondern verweist uns an die einzelstaatliche Souveränität. verhältnisse fosten. 25 bis 30 Proz. des Verdienstes müssen Ich will nicht alles an der Moderne verteidigen, aber ihre Das Reich erblickt seine Aufgabe mur in der Errichtung zwed- allein als Mietezine gegeben werden. Auch hierfür einen Lichtseiten hat sie doch. Wir können verschiedener Meientsprechender Wohnungen für seine eignen Angestellten; das drastischen Beweis: Im Jahre 1898/99 hatte der Stadtrat in mung über sie sein, wir können ästhetisch über sie streiten, aber tann man ja unter Umständen begrüßen, wenn das Reich das Mannheim eine Revision feines Gehaltstarifs vorgenommen. Um die Polizei soll doch die Hände davon halten.( Sehr wahr! bei den thatsächlich vorhandene Wohnungsbedürfnis anerkennt. Warum es die Verhältnisse der Beamten Klarzulegen, wurde eine Erhebung über Socialdemokraten.) Die Polizei blamiert sich ja nur dabei.( Lebaber dann die Abhilfe durch ein Reichsgefez ablehnt, ist die Mietspreise angestellt, die von den Beamten gezahlt werden. hafte Bustimmung links.) Dafür einige Beispiele Redner erinnert nicht zu verstehen. Bezüglich der Wohnungshygiene soll Die Miete betrug bei einem Gehalt von 3000-5000 M. ca. 865 M. an die Censurierung von Gerhart Hauptmanns Florian Geher", der Reichs- Gesundheitsrat in technischer und wissenschaftlicher jährlich, bei einem Durchschnittsgehalt von 2000 m. 663 m. jährlich, an das Verbot der" Jugend" von Halbe, der Johanna" von Björnson, Beziehung anregend einwirken. Das ist alles, was die Re- bei einer Gehaltsstufe von 1200-1800. 450 m, alfo 30 Proz. an die bekannten Cenfurstücklein beim Cyrano von Bergerac". gierung thun will, das heißt nichts andres als: Wasch mir des Einkommend. Der Stadtrat hat infolgedessen die Gehälter Wunderbar war die Thätigkeit, die der Censor beim Stück von den Pelz und mach mich nicht naẞ. じ ら doch die Frage bedeutend verbessert für billigere Amtswohnungen ge- Dreher Großmama" entfaltete. Es wurde im Lessing- Theater ge berechtigt: Soll das Reich etwa nur dann als Einzel forgt. Was für die städtischen Beamten zutrifft, ist natürlich in noch geben, dessen Publikum nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts staat auftreten, wenn es sich um Beschaffung von ungezählten schlimmerem Maße der Fall bei den städtischen Arbeitern. Die Ar- friedfertig und unschuldig ist.( Große Seiterkeit.) In dem Stück Millionen für die Vergrößerung von Heer und Marine beiter müssen für die hohen Mietspreise natürlich Ersatz haben und traten ein Baron Joachim und sein Diener Friedrich auf. Beide handelt, braucht man da auf die Einzelstaaten feine Rüdsicht fie glauben diesen am besten zu bekommen durch Aufnahme von find sehr korpulent. Der Baron jagt zum Diener: Kommt es Dir zu nehmen und soll man nur dann den förderativen Charakter Aftermietern. Das führt zu ganz unglaublichen Zuständen. Diese nicht niederschmetternd zum Bewußtsein, daß Dein Wanst des Reichs betonen, wenn es sich um Wohlfahrtseinrichtungen haben sich auch bei der Inspektion der badischen Fabrikinspektoren eine sociale Unverschämtheit iſt?" Der Censor begriff nicht, im allgemeinen Interesse handelt?( Sehr gut! bei den Soc.) was das heißen solle und strich das Wort social". Was können wir denn auch von den Einzelstaaten erwarten? Diese ( Stürmische Heiterkeit links.) Der Baron fährt fort: find ja fast alle nach dem Dreillaffen- System gewählt. Bauch ist ein Grundstein der Verfassung, ein Kulturfaltor, und wo das allgemeine Wahlrecht besteht, ist seine Wirkung durch Deiner aber ist revolutionär! Begreifst Du das?" Friedrich: die indirekte Wahl wieder beschränkt. Nein, Herr Baron!" Joachim:„ Dummes Luder!" Das tam Die Vertreter der Einzelstaaten find also nicht der Ausdruck des dem Censor so ordnungswidrig vor, daß die ganze Stelle gestrichen Gesamtwillens der Bevölkerung, sondern vertreten nur die herrichenwurde.( Stürmische Heiterfeit links.) In demselben Stücke den Klaſſen. Wie wollen Gie dort mit Forderungen durchtonen, bie Dieſe Berhältniße sind nicht, etwa, a usnahmsweise un- pricht der Baron Joachim, mit der Kammerzofe Bertha. im Interesse der großen Masse des Volts liegen? Preußen soll nun günstig, fondern allgemein. So sehen die Wohnungen nicht Bertha fagt:„ Ich bin kein Dienstmädchen, ich bin eine versprochen haben, die Verbefferung der Wohnungsverhältniffe in die nur in Mannheim aus, sondern in allen Städten mit raschem geprüfte Jungfer!" Der Weiberfeind Joachim erwidert: Hand zu nehmen. Glauben Sie wirklich, daß die Herren im Ab- Wachstum. Das Wohnungselend treffen wir aber auch auf Geprüfte Jungfer! Das ist ja eine ganz neue Species dieses vergeordnetenhaus die Vorlage ihrer Regierung auch annehmen werden? dem Lande, wenn die Herren( nach rechts) es auch nicht zugeben ruchten Geschlechts!" Auch diese Stelle wurde gestrichen.( StürGlauben Sie, daß diese Körperschaft oder gar das Herren wollen. Auch in der Pfalz, in Baden, in Bayern und Württemberg miiche Seiterfeit.)( Geheimrat Werner, der neben dem Redner sizt, haus soviel sociales Verständnis hat?( Sehr gnt! bei herricht Wohnungsnot, wenn der Abgeordnete Jäger es auch bestritt. flüstert ihm etwas zu). Wir wird eben von einem Regierungsvertreter den Socialdemokraten.) Diese sind höchstens zur Abhilfe bereit, Platz zum Bau von Wohnungen ist auf dem Lande genug zugeflüstert, es sei doch sehr richtig, wenn derartige Schweinereien wenn es sich darum handelt, die notleidenden Junker in Oftelbien vorhanden, darin hat der Abg. Schrempf recht; schade nur, daß verboten werden!( Große Heiterkeit links.) Wenn man durch Kornzölle zu unterstüßen. die Wohnungen nicht gebaut werden.( Sehr richtig! solche Anschauungen hat, dann ist des ein klassisches War doch die Vertreterschaft von Hamburg nicht dafür zu bei den Socialdemokraten.) Wie die Wohnungen in Ostelbien aus Beispiel für die Anschauungen, wie fie der preußische haben, daß dem Hauseigentümer das Recht genommen werde, feinem sehen, das zeigen die Etatsverhandlungen des preußischen Ab- Censor befizt.( Sehr richtig! lints.) Herr v. Rheinbaben hat ja Mieter, der nicht zahlen kann, bis auf's hemb aus. geordnetenhauses im Jahre 1897, in der die unerhörten auch zugestanden, daß in dem einen oder andren Fall Mißgriffe auziehen. Erst das Bürgerliche Gefeßbuch mußte hier Wandelohnungszustände in Trakehnen als Skandal vorgekommen wären. Maßgebend ist jetzt für den Theatercensor die fchaffen. Dieselbe Vertreterschaft konnte sich selbst nach den traurigen bezeinet worden sind.( Sehr richtig! bei den Ordre vom 5. Dezember 1899. Danach soll die Censur nur solchen BeErfahrungen der Cholera Epidemie nicht entschließen, eine Socialdemokraten.) Material zur Beurteilung der Wohnungs- amten anvertraut werden, die litterarische Kenntniffe, Erfahrung und ein vernünftige Bau- Ordnung einzuführen. zustände auf dem Lande bietet auch die Schrift des fittlich gereiftes Urteil befizen. Es wird hinzugefügt: Bon großem Nutzen Und fönnen wir etwa mehr von den Kommunen erwarten? Pastors Wagner über die Sittlichkeit auf dem Lande". Dort werden ist auch die vorherige Befragung von litterarischen Sachverständigen, Diese sind fast in ganz Deutschland nach Klassen, d. h. nach der als Hauptursache der sittlichen Verwahrlojung wenn die Tendenz des Stücks oder sein Kunstwert im allgemeinen Steuerschaft zufammengefeßt. Hier herrscht die reinste kapitalistische auf dem Lande die erbärmlichen Wohnungszustände Bedenken erregt. Was hat denn die Polizei mit dem Interessengemeinschaft, und wenn wir im badischen Landtag die Ab- bezeichnet. Die Herren( nach rechts) leugnen das Wohnungselend Kunstwert eines Stücks zu schaffen? Da tommen änderung des Wahlrechts verlangt haben, so ist von der Regierung, nur ab, weil es ihnen sonst an den Geldbeutel gehen würde.( Sehr wir ja zu ästhetischer Censur, und dazu soll die den Nationalliberalen und auch den Freifinnigen gefagt worden, das sei richtig! bei den Socialdemokraten.) Eine Enquete ist eigentlich über- preußische Censur erst den Befähigungsnachweis undenkbar, die Gemeindevertretung sei eine wirtschaftliche flüssig, den Regierungsstellen sollte das Material nicht fehlen. Jest liefern. Interessenvertretung, wer mehr Stenern zahle, müffe bandelt es sich darum, thatträftig einzugreifen. Was für einem Mann ist nun in Berlin die Theaterauch größeres Bestimmungsrecht haben. In töln, der zweit( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) cenfur anvertraut? Ein in den Kanal gefallener und ungrößten Stadt Breußens, hat eine zahlreich besuchte Versammlung Der Standpunkt meiner Partei ist bekannt. Wir betrachten die Woh versehens als Regierungsrat wieder aufden Beschluß gefaßt, sich an die Kölner Stadtverordneten- Vertretung nungsfrage als einen der wichtigsten Teile der socialen Frage. getauchter Landrat namens Dumrath ist zum zu wenden, um einer zu bildenden Baugenossenschaft einen Die endgültige Lösung beider Fragen fällt zusammen. Diese Er- Censor gemacht worden!( Große Heiterkeit links.) Der Herr Beitrag von mindestens 1 million Mart auzu- tenntnis ist aber durchaus tein Hindernis für uns, schon heut für sollte sich das Wort Treitschkes über die Cenforen einmal wenden zum Bau von Wohnungen. Dieser Antrag wurde unter Abstellung der ärgsten Mißstände hier wie dort mit aller Energie ansehen:" Das Amt des Censors war zu allen Zeiten so gehässig, Hinweis auf die 4 bestehenden, von der Stadt unter einzutreten. Es ist nicht wahr, daß wir der Wohnungsfrage daß die Censoren fast immer als schlechte Menschen betrachtet wurden. stügten Baugenossenschaften und den Bau von Wohnungen I gegenüberstehen und die Hände in den Schoß legen.( Große Seiterfeit.) Ein schlechter Mensch ist Herr Dumrath nicht, für die städtischen Arbeiter abgelehnt. Daß zur Zeit Wir sind für jede Reform in der Wohnungsfrage, er fcheint ganz gutmütig zu sein, aber er fühlt sich unsicher und soll ein Mangel an fleinen Wohnungen besteht, erkennt die Ber- die das Abhängigteitsverhältnis des Arbeiters sich einen großen litterarischen Beirat gewählt haben. Wer ist denn waltung an, meint aber, nach allgemein anerkannter Auffassung feien vom Unternehmer nicht erhöht.( Bravo bei den Sociald.) das? Sollte es wirklich auf sein?( Große Heiterfeit! die bestehenden Arbeitergenossenschaften die geeigneten Organe zur Der Bau neuer kleiner Wohnungen muß von dem Reich, lints.) Sehen wir uns nun einmal die Früchte an! Förderung des Arbeiter- Wohnungsbaus, während von den Leitern den Einzelstaaten und den Kommunen gefördert werden. Vor Im September v. J. find 16 Stück beanstandet worden. Ein dieser Genossenschaften behauptet wird, daß sie nur einen Tropfen allem liegt den Gemeinden diese Pflicht ob. Diese sind intereffiert Verbot war besonders bedenklich, das Verbot von Tolstois auf den heißen Stein bedeuten und den Aermsten der Arbeiter gar an dem Zuzug großer industrieller Etablissements. Taber müssen sie Macht der Finsternis". Gå ift verboten worden, well ſein nicht helfen könnten. auch dafür sorgen, daß die betreffenden Arbeiter gesunde Gefantinhalt zu ordnungs- und fittenpolizeilichen Bedenken" Anlaß Auf dem Wege, den uns der Reichstanzler gewiesen hat, ist billige Wohnungen finden. Darüber, ob die Stadt für ihre gegeben hat.( Große Heiterfeit links.) Später ist das Verbot wieder nichts zu machen. Wir müssen also einen von den vorhandenen Arbeiter Wohnungen banen foll, find die Meinungen geteilt. aufgehoben worden und Herr v. Rheinbaben hat den Fehlgriff zugegeben. Anträgen zum Beschluß des Hauses erheben, um der Reichsregierung Auch Mitglieder meiner Partei fürchten, daß die Arbeiter, wenn sie Derartige Fehlgriffe blamieren unfre Theatercenfur aber vor der zu zeigen, was ihre Pflicht ist. Der Antrag Schrader ist ja schon den Dienst der Stadt verlassen, auch der Wohnung sofort verlustig ganzen Welt.( Lebhafte Zustimmung, links.) Der strengste Genfor, vor langer Zeit angenommen worden, hat aber bisher keinen Erfolg gehen. Um das zu verhindern, müßte in dem Reichs- Wohnungs- ben man fich denken kann, der russische Theatercensor hat das Stüd gehabt. Was den Antrag Hieber, Baffermann anlangt, so schließe gefes bestimmt werden, daß die Wohnung folden erlaubt.( hört! hört! links.) Ich habe ordentlich Achtung vor dem ich mich der Ansicht des Centrumsredners an, daß eine Woh- Arbeitern jedenfalls nur zu dem geseglichen Mann. Wenn ein deutscher Dichter in so tragischer und ers nungsenquete vollständig überflüssig ist. Wir haben Material Kündigungstermin gekündigt werden darf. schütternder Weise Tummheit und Aberglauben in der deutschen genng, welches beweist, daß eine Wohnungenot vor: Weiter verlangen wir Sie Subventionierung ge Bevölkerung schilderte, wie es Tolstoi für Rußland thut, so fürchte handen ist. Eine Enquete fann Jahre dauern und dann sind meinnügiger Baugenossenschaften durch Gemeinde ich, würde das Stüd in Deutschland nicht erlaubt wir noch um feinen Schritt weiter. Der einzige positive Antrag ist und Staat. Vor allem muß etwas wirkliches gefchehen. fein.( Sehr richtig! lints.) Die ruffische Theatercenfur steht also der Antrag Albrecht, der die Vorlegung eines Reichs- Wohnungs- Der Worte find genug gewechselt, laßt uns nun endlich bereits über der preußischen. gefeßes fordert. Dr. Jäger erklärte, er freue sich, daß die Social- Thaten sehen!( Bravo! bei den Socialdemokraten.) demokratie ihren bisherigen ablehnenden Standpunkt aufgegeben habe, indem er hinzufügte, er freue sich über jeden Sünder, der " Abg. Eckart( frf. Vp.): Die Erklärung des Herrn Reichstanzlers ist um so unverständ Buke that. Ich glaube, über die Buße, die wir angeblich jetzt thun, licher, als die Regierung ja selbst zugiebt, daß große Mißstände auf hat Dr. Jäger keine Ursache, sich zu freuen, denn das Eintreten der dem Gebiet des Wohnungswesens bestehen, die nur durch Gesetz beSocialdemokraten gegen die Wohnungsnot ist viel älteren Datum feitigt werden können. Von den vorliegenden Anträgen ist der Antrag als fein Antrag. Ueberall, wo es in der Macht der Social- Schrader nur dringend zu beförworten. Er will die Sache in Fluß bemokratie lag, hat ſie ſchon ſeit Jahrzehnten Anträge gebringen, bindet sich aber nicht auf bestimmte Forderungen. Ich bitte stellt, die dazu dienen fonnten, die Wohnungsverhältnisse der arbeitenden Stlaffe zu verbessern. Ich selbst habe Sie, denselben anzunehmen.( Bravo! links.) " " " Die Macht der Finsternis" ist schon vor Jahren von den freien Voltsbühnen aufgeführt worden. Sie ist von den Theatern von Stuttgart und Wünchen gegeben worden, und obwohl der Minister den Fehlgriff konstatiert hat, ist das Stück noch heute denn da die Logit! Sind wir überhaupt noch ein Volt mit ein in Kiel und Leipzig verboten.( hört! hört!) Wo bleibt beitlicher Sprache und einheitlicher Stultur, wenn fo etwas möglich ist? Ein zweites Stück, das verboten wurde, ist ein harmloses Luftspiel von Jaffé," Der Außenseiter". Es wird die Bebewelt geschildert, in der ein Offizier zu Grunde geht. Offenbar in Mannheim vor zehn Jahren thatsächlich dabei mitgeholfen, meiner Es folgt die Abstimmung über die Anträge. ist das Stüd beeinflußt von dem Harmlosen Prozeß. Der Anregung ist es im Jahre 1889 zu verdanken, daß die badische Der Antrag Albrecht( Soc.) wird gegen die Stimmen der Oberpräsident hat das Verbot bestätigt, weil eine im Stück felbft Regierung sich dazu entschlossen hat, eine Stommiffion für eine Socialdemokraten abgelehnt, der Antrag ieber Bassermann liegende ganz augenfällige Bezeichnung der geschilderten Zustände Wohnungs Enquete einzusetzen. Ich selbst war Mitglied diefer( natl.) gegen die Stimmen der Konservativen und Freifinnigen als unfittlich fehlt. Das Publikum ist wohl zu dumm, Kommission und als wir das Resultat zusammenstellten, da zeigte angenommen. Damit ist der Antrag Schrader erledigt. eine andre als augenfällige Bezeichnungen und Schilderungen zu vers fich, daß die Kommission und die Behörden nicht in der Lage waren, den Uebelstand abzuhelfen, weil wir nicht wußten, wo wir mit den Genossen( frf. Wp.) betreffend Aufhebung der Theatercenfur durch Geist der Theatercensur scharf verurteilt. Es folgt die erfte Beratung des Antrags Bargmann und stehen.( Seiterkeit links.) Das Ober- Verwaltungsgericht hat diesen Infaffen der gesundheitsschädlichen Wohnungen hin sollten. Das Abänderung der Gewerbe- Ordnung. Ein drittes Stück„ Der Ausflug ins Sittliche", Komödie von gröbste ist ja damals abgeändert worden. Aber auch Georg Engel, ist auch des Gesamtinhalts wegen verboten worden. Die Ergebnisse der damaligen Untersuchung zeigten, daß Ein adliger Schwärmer, der teiner Partei angehören, sondern eine eine ledigliche Untersuchung der der Wohnungen teinen gwed Die Kompetenz des Reichs in dieser Frage ist unbestreitbar. Bartei der Anständigen gründen will, entlarvt die Tartüfferie feines hat, wenn nicht Hand in Hand mit ihr die Schaffung befferer Die Theatercenjur widerspricht dem Art. 27 der Oufels, der an der Spige eines Sittlichkeitsvereins steht. Die Wohnungen geht. preußischen Verfassungsurkunde. Dieser lautet: Jeder Ausführungen des Censors bei den Verhandlungen vor dem Bes Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Vp.): bei " 1 " Verlammlungen. aus werden. die Lohnbergirlsnusschuß waren geradezu unglaublich. Er sagte bort, I geworden, das blutige Elend schaut aus allen Winkeln. Und das ist lands einzutreten. Nach einer Pause gab der Vorsitzende bekannt, das Stück lasse den Stand der Landwirte in lächerlichem ein„ gut bezahlter" Arbeiter. Hunderttausende sind noch viel elender daß der neue Verband bereits 400 Mitglieder aufgenommen habe. Lichte erscheinen.( Große Heiterkeit links.) Es würden nur bezahlt. In den provisorischen Vorstand wählte man: Weinschild, Heinke, Karikaturen bon Landwirten, hingestellt..) Das müsse den Förster, Henning, Henschke, Schulz, Bunge. Zwiespalt zwischen Stadt und Land verschärfen, und eine Aus der Frauenbewegung. Die Marmorarbeiter hielten am Dienstag im„ Englischen solche Verschärfung dürfe angesichts der Handels- Ver: träge nicht stattfinden.( Stürmische, langanhaltende Heiterkeit.) Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Garten" eine öffentliche Versammlung ab, in der über den neuen, Die Antwort des Bezirksausschusses war die sofortige Freigabe des referierte am Montag der Reichstags- Abgeordnete Wurm über von der Kommission ausgearbeiteten Lohntarif beraten wurde. Stücks, und der Polizeipräsident hat eine Berufung nicht eingelegt." Boltsernährung und Volkseinkommen". Es wird so oft darauf Gegenüber dem bisher gültigen wird in dem neuen Lohntarif eine Daß der harmlose Schwant„ Gestrenge Herren" von Blumenthal hingewiesen, führte der Redner aus, daß die arbeitenden Klassen die sprechende Erhöhung der Stunden- und Accordlöhne vorgesehen, für Reduzierung der Arbeitszeit von 9 auf 81/2 Stunden und eine entund Kadelburg zuerst verboten war, ist bekannt. Die Ver- Ethit nicht genug in den Vordergrund stellten; dieser Vorwurf ist faffer hatten ein Bärenglück. Sonntagsarbeit ist ein dies Verbot wäre ihr aber völlig ungerechtfertigt. Wenn man mit Mühe um sein tägliches Ueberstunden-, Nacht- und Sonntagsarbeit werden Erfolg außerdem für weitem nicht so groß gewesen. 41 Striche Brot ringt, fann man sich geistig nicht frei entwickeln, und es ist zuschlag festgesetzt und schiedenen Arten der Arbeiten, insbesondere unter Be= hat der Censor am Stück vorgenommen. Nur zwei eine schwere Sache, mit hungrigem Magen Ethik zu treiben. Die will ich erwähnen. Gestrichen wurde eine Stelle, die sich gegen die Ernährungsfrage ist eine der wichtigsten Fragen des Proletariats. genau geregelt.- Nach mehrstündiger, eingehender Beratung wurde rüdsichtigung des zu verwendenden Materials, die Accordpreise Censur wendet: Was hat Ihnen denn das arme Stück gethan? Erst die Mitte des vorigen Jahrhunderts hat uns Auf dem hauptsächlichsten Teil des Tarifs mit einigen unwesentlichen Einem Wehrlosen stecken Sie einen Knebel in den Hals. Einen flärung über die richtige Ernährungsweise gebracht, es ist Abänderungen von der Versammlung zugestimmt und die Beratung Lebendigen wollen Sie begraben."( Heiterkeit.) und gestrichen wurden dies ein chemisches Rechenexempel. Der Vortragende giebt die Worte: Säubern Sie die Reichshauptstadt erst einmal von nun eingehend den Nährgehalt der eingehend den Nährgehalt der verschiedenen Nahrungs- der noch verbleibenden Positionen bis zur nächsten Versammlung verden Duckmäufern und Heuchlern. Das übrige besorgt die Straßen- mittel und weist nach, daß die gefündeste Ernährung tagt. Bis dahin sollen von den Arbeitern in den einzelnen Geschäften reinigung".( Große Heiterkeit.) Der Censor glaubt vermutlich, pflanzlichen und tierischen Stoffen bestehen muß. Gerade für die für den Streitfonds geregelt werden. Auf das Schreiben der Komdie Tarifberatungen weiter gepflogen und auch das Sammelwesen daß es in Berlin feine Dudmäufer und Heuchler giebt.( Heiterfeit.) schwer arbeitende Bevölkerung ist die gemischte Kost notwendig. Es ist nur der Zähigkeit Paul Lindaus zu verdanken, daß der zweite Teil von Ueber unsre Kraft" hier in Berlin endlich aufgeführt zur Ernährung täglich 90 Pf., demnach rechnet man für eine Familie ist bisher noch keine Antwort eingegangen. Hingegen sind in legter Nach den Berechnungen der Reichsregierung braucht eine Person mission, in welchem die Unternehmer nach den Vorschriften des bisherigen Tarifs zu einer gemeinsamen Tarifverhandlung eingeladen werden, werden durfte, während es in Stuttgart längst gegeben 984 m. für's Jahr. worden war. Besonders bezeichnend ist die Behandlung, welche Kommt hierzu noch Wohnung. Kleidung, Beleuchtung 2c., so ist Beit, wie berichtet wurde, verschiedentlich Lohnreduzierungen versucht das Stück„ Rosenmontag" von Otto Erich Hartleben von der bei bescheidensten Ansprüchen ein Jahreseinkommen von 1500 m. für worden, anscheinend um die Arbeiter von einer Lohnbewegung ab. Censurbehörde gefunden hat. Da ist z. B. aus der Stelle:" Ich eine Familie erforderlich. Nun wissen wir aber, daß die meisten zuschrecken. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß der habe Dir mein Leben, meinen Leib und meine Seele Arbeiter 1500 m. nicht verdienen, wiffen, daß sogar 62 Proz. der neue Tarif mit allen Mitteln, wenn notwendig durch die allgemeine hingeworfen" der Leib" als unfittlich gestrichen Bevölkerung ein Einkommen unter 900 M. hat. Arbeitseinstellung, zur Einführung gelangen soll. Der Delegierte worden.( Große Heiterkeit.) Einmal wird von den„ feligen Bedenkt man, daß die Arbeiterklasse, dank unsrer fürchterlichen zur Gewerkschaftskommission gab bekannt, daß sich bereits am legten Tagen und Nächten" gesprochen. Die letzten Tage Wohnungsverhältniffe, ein Drittel ihres Verdienstes für Miete Donnerstag die Vertreter der zum Bauberufe gehörigen Organi wurden gelassen, die Nächte" aber gestrichen. ( Er- ausgeben muß, so ist leicht zu ersehen, daß für die Ernährung, für fationen mit der Lohnbewegung der Marmorarbeiter beschäftigen neute Heiterfeit.) Sehr merkwürdig ist folgende Streichung: Der das wichtigste, nur völlig unzureichendes übrig bleibt. Bei der Lieutenant Hans fagt zu seinem Schwiegervater:" Je mehr Lurus mangelhaften Ernährung ist es leicht erklärlich, wenn gerade die Ueber die Lohnbewegung der Barbiere. Herr Friz und Wohlleben um fich greift, um fo ernster tritt schlechtgestelltesten Arbeiter ihr Elend durch Alkohol zu betäuben Deichsel schreibt uns: an den Offizierstand die Pflicht heran, heran, nie zu bergessen, suchen und ihr Körper den Krankheiten so wenig Widerstand zu Leider sehe ich mich( als Referent) genötigt, den von Ihnen in daß es auch nicht materielle Güter find, welche ihm die hohe leisten vermag. Erst wenn das Proletariat solche Lebensbedingungen der Sonnabend- Nummer gebrachten Bericht dahin zu berichtigen, daß Ehrenstellung im Staate und in der Gesellschaft geschaffen haben". errungen hat, die von der Wissenschaft als notwendig für die Er- der Saz:„ Auch jetzt hätten die" Freie Vereinigung“ und die„ AltDie Stelle, die übernommen ist aus dem Erlaß Kaiser Wilhems I., haltung des Körpers erkannt sind, erst dann wird es in der Lage deutsche Innung" wieder ablehnend geantwortet", nicht mit meinen hat der Censor vollkommen gestrichen.( hört! hört! Heiterfeit.) fein, für seine geistige Weiterbildung sorgen zu können. Ausführungen sowie mit der Wirklichkeit übereinstimmt, sondern wie Ich glaube entschieden, daß ihm unter Benugung des dolus Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag fand folgt lauten müßte: Jm legten Sommer hielt in einer Monats. eventualis hierauf hin eine Majestätsbeleidigung nachgewiesen eine rege Diskussion statt. versammlung der Freien Vereinigung" der Vorfizende derselben werden könnte.( Große Heiterkeit.) Wie es unsren Klassikern den Vortrag: Die Preiserhöhung und die Möglichkeit der Durch unter dieser Censur gehen würde, dafür ist eine Aeußerung führung einer solchen". Die Ausführungen gipfelten in dem Sat, eines Hoftheater- Intendanten bezeichnend, welcher erklärte: Wären daß, um eine Preiserhöhung durchführen zu können, in wesentlicher die Herren Schiller, Goethe und Shakespeare nicht schon vorher aufWeise die Mitarbeit der Gehilfen nötig sei. Um diese zu ergeführt, so tämen sie sicher nicht mehr zum Vorschein; da Dienstag eine öffentliche Bersammlung einberufen, in der zuerst Gehilfen) Der Bund der Handel- und Gewerbetreibenden hatte am halten, sei es notwendig, mit diesen( den organisierten fie nun aber einmal auf dem Repertoire stehen, so mögen Herr Friedrichs über:" Die bevorstehende Entscheidung forderungen festzustellen. Es wurde eine Kommission gewählt, in Verbindung zu treten und deren Lohnfie in des Teufels Namen auch bestehen bleiben." über die herabsezung der Gaspreise" sprach. Der welche bald darauf mit einer solchen der Gehilfen zusammentrat, ( Große Heiterkeit. Zuruf: Lauff!) Ach, Herr Lauff, der steht Redner fritisiert in scharfer Weise das Verhalten des Magistrats auch mit dieser einen Tarif festlegte. Hierauf tam die Kommission viel zu hoch, an den reicht die Censur nicht heran. Interessant ist in dieser Angelegenheit, bezeichnet dessen Verhalten als nahezu die Freien Vereinigung" mit der Wollschlägerschen und der„ Altein reizender Vorfall. In Sagan follte am ersten Weihnachts- eine feiertag die Ouverture zur leichten Kavallerie" von Suppée auf auf die zarte Rücksichtnahme hin, Verhöhnung der Bürgerschaft", weist dem gegenüber deutschen Innung" zusammen, um deren Meinung über eine Preis. geführt werden und, als die Aufführung als dem Ernst des Tags Gasgesellschaft entgegenbringt, und tritt für die Forderung ich nun sagen, daß man in diesen Sigungen über die von dem der englischen erhöhung und die gleichzeitige Lohnerhöhung zu hören. Leider muß nicht entsprechend verboten wurde, die„ Egmont- Ouverture" gegeben des Einheitspreises von 10 Pf. ein. werden. Im letzten Augenblick waren die Noten nicht zu finden. Der dann folgende Resolution, die dem Oberbürgermeister, dem Magistrat vorrichtungen in unfrem Gewerbe nicht hinaus tam. Ferner bekam Die Versammlung beschließt Sanitätsrat, Herrn Dr. Granier geforderten sanitären SchutzKonzertgeber ließ daher einfach, ohne das Programm zu ändern, die und den Stadtverordneten vorgelegt werden soll:" Die Stadtver- ich den Eindruck, daß die Herren sehr gern bessere Preise nehmen, Ouverture zur„ Diebischen Elster" von Rossini spielen und dies waltung legt den Gastonsumenten eine Steuer auf, die über sechs aber von einer gleichzeitigen Lohnaufbefferung nichts wissen, sondern wurde nicht beanstandet. Die Polizei hat also jeden millionen Mark beträgt und hauptsächlich falls diese Musit für die Ouverture Egmont und von den kleineren mit diesen so lange warten wollen, bis sie sehen, welcher Vorteil für mittleren Gewerbetreibenden aufgebracht wird. Die gehalten.( Stürmische Heiterkeit.) Das Beste kommt Versammlung fordert daher die Herabsetzung der Gaspreise auf sie dabei herausspringt. noch: Eine Tyroler Sängerin schloß ihre Schnaderhüpfel mit 10 Bf. und erhebt Brotest gegen jede höhere Preisnormierung. Ins Die an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter dem bekannten Jodler ab. Die Polizei merkte, daß die Sängerin besondere verwahrt sie sich gegen die beabsichtigte Erhöhung der ge- hielten am 22. d. M. in der Königsbank eine außerordentliche etwas vortrug, das der Censur nicht vorgelegt war, und die Sängerin werblichen Gaspreise, da dieses eine tief einschneidende Belastung Generalversammlung ab. Nach dem Bericht der Kontrollkommission wurde ersucht, fünftighin auch das Weitere, was sie vortrug, also den des Handwerks und des gewerblichen Kleinbetriebs bedeutet und wurden in dieselbe gewählt: für Norden: Niluschewski; für Jodler, der Censur zu unterbreiten.( Stürmische Heiterfeit links.) diese der Großindustrie gegenüber in verhängnisvoller Weise Often: empel und Leutner; für Süd- Ost: Gädeke; für Man tönnte einwenden, daß wir auch die Censur der Tingeltangel schwächen wird. Ebenso erhebt die Versammlung energischen Pro- Süd- West: Schadow; für Moabit: Nawratta; für Weißensee: beseitigen würden. Die Gewerbe- Ordnung bietet aber genügende test gegen eine etwaige langjährige Festlegung eines Gaspreises, der Ulfert. Zum Obmann der Kommission wurde Boldzinski, Handhaben, um diefen Tingeltangel beizukommen. Diesen Instituten den Einheitspreis von 10 f. überschreitet." zum Gewerkschafts- Delegierten Jaet gewählt. Die Kollegen von den gegenüber nüßt nur die Polizei die Macht, die sie befigt, nicht aus. Darauf spricht Herr Böschl über: Die immer drohender Firmen Hiljebed u. Kroll sowie Dahinter wurden als Sie verkennt ja überhaupt vollständig ihre Aufgaben. Böcklinsche werdende Beseitigung des Zwischenhandels". Der gemaßregelt anerkannt. Zu Ehren des verstorbenen Kollegen Bil entfernt sie aus den Schaufenstern, aber die Kupplerin Anna Redner wendet sich hauptsächlich gegen die Warenhäuser, nennt diese Eduard Stein erhoben sich die Mitglieder von ihren Plägen. Fischer kann jahrelang ihr Gewerbe vor den Augen der Polizei ausüben. den ungesunden Zwischenhandel und spricht dann ausführlich gegen Wir sagen mit dem Reichstanzler: Das muß anders werden die durch eine Zeitungsnotiz bekannt gewordene Absicht mehrerer ordentliche Generalversammlung im Gewerkschaftshause ab. Die Der Verein der Bauanschläger hielt am Montag eine außer und es fann nur anders werden bei vollständiger Auf- Fabrikanten verschiedener Branchen, in Berlin solide Warenhäuser 21 er Kommission erstattete Bericht über ihre Thätigkeit in den hebung der Censur.( Lebhafter Beifall links.) anzukaufen. Redner sieht darin eine große Gefahr für den Mittel- Monaten Dezember und Januar. Eine längere Debatte rief nur stand, den er als die festeste Säule unfres Staatswesens die verhängte Sperre über die Firma R. Frante, Admiralstr. 18 d, bezeichnet gegenüber dem Umsturz und dem internationalen Groß- hervor. Beschlossen wurde, die Sperre über diese Firma sowie über fapital. Im Sinne des Vortrags beschließt die Versammlung: die Firma Düster bed, Weberstr. 6, unter allen Umständen so Durch die Fachpresse die Induſtrie auf die Gefahren hinzuweisen, lange aufrecht zu erhalten, bis obige Firmen mit unsrer Kommiffion heraufbeschworen werden, die nicht zum kleinsten Teil die Groß- Sodann wurde die Neuwahl der 21 er Kommission vollzogen. Unter die durch eine etwaige gänzliche Ausschaltung des Zwischenhandels verhandelt, eventuell den Tarif voll und ganz bewilligt haben. industrie selbst treffen würden, da auch diese ein großes Verschiedenem wurde beschlossen, von jetzt ab fich neu meldende Interesse an der Erhaltung eines gesunden Zwischenhandels Kollegen ohne jede Nachzahlung als Mitglieder aufzunehmen. hat." Des weiteren führt Herr Böschl aus, daß ihm im vorigen Jahre auf sein Ansuchen um Vorlegung des Etats der Stadtverwaltung die Einsicht in den ganzen Etat verweigert worden sei und ihm nur ein zwölf Druckseiten starker Auszug unterbreitet wurde. Darauf beschließt die Versammlung: Den Magistrat aufzufordern, den diesjährigen Etat den Vorschriften der Städte- Ordnung entsprechend im ganzen Umfange zur öffent Abg. Stockmann( Rp.): Ueber die Verlegung der preußischen Verfassung hat der Reichstag nicht zu wachen. Im übrigen bestreite ich auch, daß die preußische Verfassung durch die Theatercenfur verlegt ist. Der Herr Vorredner will die Kunst schützen. Ich habe mich bei vielen der Fälle, die er anführte, gefragt, was denn die Kunst daran verliert, wenn diese Sachen gestrichen werden. ( Lachen links, Bravo! rechts.) Sie wollen die durch Beseitigung der Censur Bahn schaffen für das, dem Publikum gefällt, wir wollen durch die Censur der Ausbreitung der Unsittlichkeit vorbeugen. Dieser unfittliche und unchriftliche Geist zeigte sich auch in der Jubelfeier des Goethe- Bundes bei dem Fall der lex Heinze, wo gegen ernste christliche Anschauungen geeifert wurde. Ich erinnere aber an das Wort Goethes: Der menschliche was Geist wird über die Hoheit und sittliche Kultur des Christentums nie hinauskommen.( Bravo! rechts.) Sociales. " lichen Kenntnisnahme auszulegen." die man mur Werder a. H. Eine außerordentlich gut besuchte öffentliche Versammlung, die hier am Sonntag stattfand, beschäftigte sich mit der Maßregelung des Fahrers eIm von den Vereinigten Werderfchen Brauereien. Nach einem Referat des Brauerei- Arbeiters Schüler aus Berlin nahm die Versammlung eine Resolution an, in der das Verhalten des Herrn Direktors Lam mer scharf verurteilt und die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Maßregelung rückgängig gemacht werde. umgegend. Vortrag des Gen. Miethte über:" Der Wert der Abstinenz Berein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und auf wirtschaftlichem Gebiet." Oeffentliche Versammlung der Schlächtergesellen am Donnerstag, den 31. Januar, abends 9 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße 19/20. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Die Aussperrung der Eisenberger Kollegen und die Stellungnahme der Allgemeinen Fleischer: Beitung" hierzu. 3. Berufsangelegenheiten. Referent wird in der Ber sammlung bekannt gemacht. Marktpreise von Berlin am 29. Januar 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.-tr.| 15,31) 15,34 Startoffeln, neue, D- Ctr. do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 6, Roggen, gut mittel gering 15,33 15,32 " Rindfleisch), Keule 1 kg 5. 1,60 1,20 15,31 15,30 1,30 1, " " 14,20 14,18 " " 1,60 1,10 mittel gering 14,16 14,14 " " 1,80 1, 14,12 14,10 1,60 0,90 # 2,60 2, 60 Sina 5,50 3,20 1 kg. 2,20 1,20 2,80 1,40 2,50 1,20 2,- 1, " 1,80 0,80 " erfte, gut mittel gering †) pafer, gut mittel gering " 15,40 14,70 14,60 13,90 Eier 13,80 13,10 Starpfen 15,90 15,20 Aale 15,10 14,50 Bander 14,40 13,80 Hechte 7,16 6,82 Barsche Schleie Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Die Trennung der Ledergalanterie- Arbeiter vom BuchNächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Fortsetzung der zweiten binder- Verband wurde am Dienstag durch Beschluß einer sehr Beratung des Etats des Reichsamts des Junern.) start besuchten Lederarbeiter- Versammlung ausgesprochen, die in GrauSchluß 5 Uhr. manns Saal in der Naunynstraße tagte. Der Referent Wein schild, der bisher Vertrauensmann der Lederarbeiter im Buchbinder- Verband war, begründete die Notwendigkeit einer besonderen Lederarbeiter- Organisation, indem er ausführte: Von etwa Ein Arbeiter- Haushalt. Ein Berliner Maurer, verheiratet 1500 in Berlin beschäftigten Lederarbeitern gehören aber kinderlos, verdiente im Jahre 1900 im ganzen 1467,97 m. 400 dem Buchbinder- Verband an, während die übrigen Das Jahr war günstig, denn der Arbeiter war in der Lage, 285 Tage der Organisation fernstehen. Das habe seinen Grund darin, daß arbeiten zu können. Das ist für einen Maurer, der häufig die Ar- sich die Lederarbeiter im allgemeinen nicht als verwandte Branche beitsstelle wechseln muß und von der Witterung abhängig ist, sehr der Buchbinder fühlen, hauptsächlich aber komme in Betracht, daß biel. Seine Ausgaben betrugen insgesamt 1400,23 m., so daß ihm die jeßigen Beiträge im Buchbinder- Verband den Lederarbeitern zu 67,74 M. übrig blieben. Für die Ernährung, Heizung und Beleuchtung hoch seien. Da die Gefahr nahe liege, daß das Interesse an der wurden 718,12 M. ausgegeben, so daß auf jede Person des Haushalts Organisation bei den Lederarbeitern immer mehr schwinde, und da täglich 91 Bf. entfallen, eine Summe, die nach den Feststellungen des ihre Forderungen hinsichtlich einer Aufbesserung der Lohnverhältnisse vom Reichs- Gesundheitsamts etwa gerade ausreicht für die Beschaffung Buchbinder- Berband nicht mit der wünschenswerten Energie vertreten der notwendigsten Nahrungsmittel. Da fich aber darunter auch die werden, so sei der Gedanke aufgetaucht, eine besondere Organisation der Ausgaben für Heizung, Beleuchtung und Reinigung befinden und Berliner Lederarbeiter im Anschluß an die in Offenbach bereits beaußerdem für Bier und Cigarren, so steht die Ernährung schon unter stehende Lederarbeiter- Organisation zu gründen. Die neue Ordem Minimum, das vom Reichs- Gesundheitsamt für unerläßlich ganisation werde sich das Ziel stecken, bei niedrigen Beiträgen eine bezeichnet worden ist. fraftvolle Vertretung der Interessen der Kollegen zu betreiben, ohne Die andren Ausgaben von zusammen 682,11 M. feßen sich wie daß man sich dem Buchbinder- Verband feindlich gegenüber stelle. Nichtstroh folgt zusammen: Miete 251,50 M., Fahrrad und Fahrgeld 181,30 M., Hierauf sprach Brückner vom Buchbinder- Verband. Er bemerkte, es heu Anschaffungen von Kleidung, Wäsche, Schuhzeug und Hausgeräten sei bereits das dritte Mal, daß die Lederarbeiter den Versuch machen, Sie feien früher trop 74,93 M., Steuern, Koffen- und Vereinsbeiträge 89,98 M., Ver- eine Sonderorganisation zu schaffen. gnügungen 49,85 M.; der Rest wurde ausgegeben für Lektüre, ihrer Sonderorganisation nicht weiter gekommen, sie wohl auch jezt Handwerksgerät, Meditamente, Rafieren und Vogelfutter. feinen Rußen von der Neuorganisation haben. Es sei eine irrige Alle einzelnen Posten dieser Ausgaben sind außerordentlich be- Ansicht, wenn man glaube, der Buchbinder- Verband habe die Interscheiden; so der für Vergnügungen noch nicht einmal jede Woche essen der Lederarbeiter vernachlässigt. Wenn es den Lederarbeitern eine Mark. Die Ausgaben für Erhaltung des Hausstands find sogar in diesem Jahr ernst gewesen wäre mit einer Lohnbewegung, dann steigerungen, die sich gestern an den gestrigen amerikanischen und an den ungenügend und wenn jedes Jahr nicht mehr ausgegeben würde für hätte der Verband auch hinter ihnen gestanden, und sie hätten etwas Martt eine befestigende Einwirkung aus. Der Verkehr war indes wieder heutigen europäischen Märkten vollzogen haben, übten auf den hiesigen diese Dinge, dann ginge der Hausstand bald zurück; soll er erhalten erreicht. Mehrere Mitglieder des Buchbinder Verbands sprachen sehr still. Die Lieferungspreise für Weizen und Roggen zogen um 0,25 M. werden, dann werden zeitweilig wesentlich höhere Ausgaben nötig in ähnlichem Sinne und bertraten die Ansicht, daß die Hafer blieb unverändert. Rüböl ließ um 20 Pf. weiter nach. sein. Was wird aber nun erst aus einer Familie mit solchem Ein- Lederarbeiter ihre Interessen am besten wahren, wenn 70er oco Spiritus notierte unverändert 44,20 M. fommen das gegenwärtig noch zu den besten Arbeitereinkommen fie beim Verband bleiben, während eine Zersplitterung der Kräfte die Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 30. Januar 1901. Amt gehört wenn zwei oder drei Kinder da sind? Die Widerstandsfähigkeit gegen das Unternehmertum lähmen müsse. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 433 Rinder wenigen, über das rein physische Erhaltungsbedürfnis hinausgehenden Andre Redner traten für die Sonderorganisation ein.- Obgleich 1816 Kälber, 747 Schafe, 10 988 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Groschen in diesem Budget genügen gar nicht, um die Kinder zu die Debatte manchmal recht lebhaft war, wurde sie doch auf beiden oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund nähren und zu fleiden. Auch wenn die Anschaffungen für den Haus Seiten durchaus fachlich geführt. Mit großer Mehrheit wurde schließwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: in Pf.): Ochsen: a) bollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtStano bis auf etwas Schuhflickerei unterblieben, genügt es noch lich eine Resolution angenommen, welche sagt: Die Versammlung gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut immer nicht; die Ernährung der ganzen Familie muß eingeschränkt ist mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver- genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. werden, das langsame Verhungern beginnt und Hausstand, Kleidung pflichtet sich, mit aller Energie für den Ausbau der neuen Organi- a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere und Wäsche sind in wenigen Jahren zu Lumpen und altem Gerümpel fation, den Centralverband der Lederarbeiter( Portefeuiller) Deutsch- und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 46-50.- Färsen und 3 Erbfen Speisebohnen Linjen an. *) ab Bahn. 7,90 1 5,30 25, 45, 25, 70, 30, 4400 Bleie Krebse †) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 30. Januar. 3,- 1,20 1,40 0,70 3per Shot 12, Getreibe. Die Preis Bullen: Berliner Wetterbureau. A. 3. Der Betreffende könnte mit einer Ordnungsstrafe belegt werben. Die Invalidenrente richtet sich unter andern in ihrer Höhe nach der Höhe der Klebemarfen; es tritt daher für den Versicherten ein Nachteil ein, wenn zu niedrige Marken geklebt sind. C. R. 1853. Ihr Vertrag ist bis zum Oftober in Kraft. Sie tönnen, falls das Haus nicht subhastiert wird oder der Vertrag eine entgegenstehende Vorschrift enthält, nicht zum früheren Anszug gezwungen werden. Der freihändige Verkauf ändert an den Rechten und Pflichten des Mieters nichts. B. Besten Dank und Gruß. C. F. 34. Die Klage hätte feine Aussicht auf Erfolg. P. 5. 19. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, 1. Ja. 2. Die Höhe des Verdiensies ist gleich. Sie können( bei dem Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Magistrat, Abteilung für Invaliditätsversicherung, Klosterstr. 55) Befreiung von der Klebcpflicht beantragen. 21. 2. 000. Sie müßen nunmehr innerhalb eines Monats Berufungsflage beim Amtsgericht ers Kühe: a) bollfleischige, ausgemäftete Färfen höchsten Schlachtwerts 00-00; Wetter Prognose für Donnerstag, den 31. Jannar 1901. b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemäftete ühe und wenig gut entwickelte jüngere westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Beitweise heiter, vorherrschend wolkig mit Schneefällen und mäßigen Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-48; e) gering genährte Kühe und Färjen 40-42. Kälber: a) feinste Mast: fälber( Bolmilchmast) und beste Saugtälber 68-72, b) mittlere Wlastfälber und gute Sangfälber 54-58, c) geringe Saugfälber 46-50, d) ältere, gering Mast: hammel 58-61, b) ältere Masthammel 46-54, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 42-45, d) Holsteiner Niederungsichaje( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund schwer, 56-57; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäfer) 00-00; c) fleischige 54-55; d) gering entwickelte 50-52; e) Sauen 51-53. Für 100 Pfund mit 20 pCt. Tara. genährte( Fresser) 34-40. Schafe: a) Mafilämmer und jüngere at Witterungsübersicht vom 30. Januar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke Swinemde 740 Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometers stand mm Windrichtung 4 Schnee-2 paparanda 7410 0 Betersburg 741 NO Windstärke Wetter Temp. n. C. 16° E.= 4° R. Hamburg 739 S 6 bedeckt 4bebedt 1Schnee 4 7 Berlin 743 S 4 wolkig -3 Cort 754 NW 55lb. bed. 2 Frantf./M. München Bien Aberdeen Baris 745 NW 4 wolfig 2 woltig 0 751 WSM 2 wolfent- 2 Für den Juhalt der Inserate ubernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 31. Januar. 752SW Taubenstr. 48/49. Briefkasten der Redaktion. P. W. 100. Das Garde- Train- Bataillon liegt in Berlin. Henschel. Nein. heben. Ihnen steht ein Anspruch auf Entschädigung für 14 Tage zu. 23. 1000. 1. u. 3. Ja. 2. u. 4.§ 263. N. K. 57. Sie fönnen 1000. Die von Ihrem Wirt Abstellung des Uebelsiands verlangen. Kündigungsfrist für einen Chambregarnisten, Schlafburschen usw. ist so, daß zum fündigen ist. mur 200 Marken erforderlich. Christinenstraße. Die Martenanzahl genügt. Es sind 2. W. 907. Dazu sind Sie verpflichtet. 2. p. 367. Ja. M. S. Lohnbeschlagnahme wegen Alimentenforderungen für uneheliche Kinder ist zulässig. Jedoch muß dem Vater so viel gelassen werden, als dieser zur Bestreitung seines notdürftigen Unter halts und zur Erfüllung der ihm gegen seine gefchiedene Ehefrau, seine Frau und seine ehelichen Verwandten obliegenden Unterhaltsverpflichtung bedarf. Wettende. Ich hole Sie ab.-F. T. 1. Die Gebühren stehen dem Betreffenden zu. 2. Sie erben zu gleichem Anteil mit dem Bruder. F. P. Geldstrafe oder Gefängnis. Es ist nach Darstellung nicht anzunehmen, daß Sie überhaupt verurteilt würden. gen.-§. 1. aun 2. Der Mietsstempel ist alljährlich zu zahlen. P. M. Ein Mädchen, das mindestens 200 Marken vor der Ghe geflebt hat, erhält die Hälfte des Be trages der Klebemarten zurüd, wenn sie einen hierauf gerichteten Antrag innerhalb eines Jahres nach ihrer Verheiratung ftellt. P. K. Nein, das ist unzulässig. Bohmsdorf. Sie haben für Schulden Ihrer Tochter nur dann aufzukommen, wenn sie zum Unterhalt Ihrer Tochter nötig waren und Ihre Tochter hilfsbedürftig war. Eine Veröffentlichung in einer Beitung ist zwecklos. M. W. Durch die Buchhandlung Vorwärts zu beziehen. Ernst Schmidt. Ja. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. A. B. 100, Nochlau. 1. Solcher Antrag wäre zwecklos. 2. Leider nein. 3. Nein. 4. Nein. 5. Die allgemeine Gütergemeinschaft ist das Güterrechts: System, das das Vermögen beider Ehegatten zu einem gemeinsamen macht. RANIA Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. Sonntag, den 3. Februar, mittags 12 Uhr: Oratorium ,, Gutenberg" c. Loewe Im Theater Donnerstagabend 8 Uhr: Mittelmeerfahrten. Im Hörsaal: Opernhaus. Die Afrikanerin. An: Dr. Nass: Chemie der Küche. fang 7 Uhr. Nachm. 4 Uhr zu ermäss. Preisen: Schauspielhaus. Torquato Tasso. Mittelmeerfahrten. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Invalidenstr. 57/62. ( zum erstenmal.) von Mitwirkende: Oratorien- Verein( 150 Mitglieder), Berliner Tonkünstler- Orchester( 60 Mitglieder). Solisten: Frau WolffDreyer, die Herren Peretz, Curth, Funke und Engel. Dirigent: Carl Mengewein, königl. Musikdirektor. Eintritt 50 Pf. Billets Im Bureau des Vereins der Schelthauer, Rosenthalerstr. 63-64, sowie an der Kasse. Briefkasten der Expedition. Nr. 15 des Vorwärts" vom 18. Januar d. J. ist vergriffen Verband der Steinsetzer und Berufsgen.( Filiale Berlin I.) Todes- Anzeige. Montag, den 28. Januar verstarb unser Mitglied, der Steinsetzer Paul Pagel. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 1. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Charité aus Deutsches. Cyrano von Bergerac. Tägl. Sternwarte. Buchdrucker, Ritterstr. 88( 10-2 u. 5-7) und Musikalienhandlung von statt. Anfang 72 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. Anfang 712 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft.( 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Residenz. Frauen von heute. n PANOPTICUM fang 72 Uhr. Meues. Liebesprobe. Hierauf: Die Hand. Anfang 71/2 Uhr. Weften. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 72 Uhr. Central. 72 Uhr. Die Geisha. Anfang Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Schiller. Freiwild. Anfang 8 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 712 Uhr. Anfang Carl Weiß. Zwei Waisen. Anfang 8 Uhr. $ Luisen. Kyritz- Pyriz. Anf. 8 Uhr. Belle Alliance. Die tölnische Heimat. Vorher: Glückliche Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Balast. Specialitäten: Borstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. V Die zwölf unverbrennbaren Fatire. Anfang nachmittags 3 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends Mittelmeerfahrten". 8 Uhr: Friedrichstr. 165. Nur noch kurze Zeit: Die wilden Weiber aus Dahomey. Der sensationelle ,, GermanenSaal" mit plastisch. Gruppen urgermanischer und deutscher Trinker. altZur Zweihundertjahr- Feier: Die preussischen Könige im Fürstensaal. Die Herrscher Europas, Generäle, Minister etc. etc. Passage- Theater Unter den Linden 22. -Vorstellung** Anfang: Sonntags 12 Uhr. Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Neu! Familie Neu! Tscherpanoff. Russische Sänger- u. TänzerGesellschaft. Cirnocs. Ravizetta d'Aragon und 17 erstklassige 17 Specialitäten Im Hörsaal: Dr. Naß: Chemie Eintritt einschliesslich 50PC der Küche". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Freiwild. Schauspiel in 3 Aften von A. Schnitzler. Freitagabend 8 Uhr: Ephraims Breite. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntagabend 8 Uhr: Die Welt, in der man sich langweilt. Central- Theater. Bum 558. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten von S. Jones. Mimosa: Mia Werber. Anfang 72 Uhr. Morgen u. folgende Tage: Die Geisha. Sonntagnachm. 3 Uhr zu halb. Preisen: Die Schöne von New York. Burlest- Operette in 3 Aften von Benno Jacobson. Musik von Gustav Sterter. Panopticum Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 29 thr: ine tolle Nacht. Berliner Ausstattungspoffe. Die Americain- Zuaven und das Januar: Specialitäten Programm. Anfang 28 Uhr, der Tollen Nacht" 1/29 Uhr. Rauchen über a II gestattet. Von Montag, den 4. bis Donnerstag, den 14. Februar cr.: Zehnmaliges Gastsp. der Mad. Yvette Guilbert Cirkus Busch Thalia Theater Donnerstag, den 31. Januar, Dresdenerstr. 72. Seute und folgende Tage: Amor von Heute. abends 7 Uhr: Elite- Gala- Abend. Bum 64. Male: Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Bwei Waisen. Schauspiel in 4 Aften von Scherenberg. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Kinder: Vorstellung, fleine Preise: Tausend und eine Nacht. Passage- Panopticum und Theater. Neu! Die Nen! 12 unverbrennbaren Fakire Die Sensation der Pariser Welt Ausstellung. 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Um stilles Beileid bitten [ 23736 August Torckler und Sohn. Berlin, den 30. Januar 1901. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jerusa lemer Kirchhofs( Brit) aus statt. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Gastwirt Julius Renner, am 28. Januar nach schwerem Leiden verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am 31. Ja nuar, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Straßmannstr. 21, nach dem Gmniaus 23746 firchhof in Brizz statt. Apollo- Theater. Freitag, den 1. Februar: Toscana Münzenkünstler Miss Barma Jongleur- n. Dressurnummern Yankee- Quartett Amerikanische Excentrics Valentine Petit Traumphantasie The Nightons Kraftturner Minstrels Parisien Pariser Strassensänger Der Kosmograph Neue Bilderserie 20 Mädchen und kein Mann Burleske Operette in 1 Akt von Suppé. Vollständig neue Ausstattung. Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Cirkus Schumann. Heute Donnerstag, 31. 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Damenkarten im Vorverkauf 5 Mark, an der Abendkasse 7 Mark. Logenbillets sind an der Kasse zu haben. Anfang 11 Uhr. III. Wahlkreis. Sonntag, den 3. Februar 1901, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15: 1242/3 Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Schriftstellers M. Schütte über: Robespierre. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Entree inkl. Garderobe 20 Pf. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Vertrauensperson. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Sonntag, den 3. Februar, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung in der Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain. Lages Ordnung! Kaffenbericht. Bericht des Vorstands, der Kontrollfommission und des Arbeitsvermittlers. Bericht von der Brandenburger Konferenz. Eriag wahlen zur Ortsverwaltung. Anträge auf Ausschluß zweier Mitglieder. Verbandsangelegenheiten. ( 77/10 Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. ban Bureau: Engel- llfer 15, 8immer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 3. Februar 1901, vormittags 10 Uhr. O im ,, Balast- Theater", Burgstraße, Ede St. Wolfgang- Straße: Ordentliche Generalversammlung Tages Ordnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. Jahresbericht. 2. Neuwahl bes 1. und 2. Bevollmächtigten und des Arbeitsvermittlers. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Kollegen die Mitgliedsbücher auszuhändigen. Am Saaleingang erhält jedes Mitglied 2 Stimmzettel eingehändigt. [ 111/7] Die Ortsverwaltung. Freie Volksbühne. I. Abteilung. Sonntag, 3. Februar, 2% Uhr: Meister Oelze. Drama in 3 Aufzügen von Johannes Schlaf. Die Abteilungen haben nach der Reihe ihre Vorstellung an den folgenden Sonntagen. Die 7. Serie im Lessing- Theater 3. März mit der Aufführung von Brieux': Robe rouge( Die Rächerin). Deutsch von Dr. Berthold. Voranzeigen! beginnt für die 1. 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In der Hauptanstalr der städtischen Irrenanstalt zu Dalldorf defandeil sich am 31. Dezember 1222 geisteskranke Personen, 651 Männer und 571 Frauen. Außerdem hatte die Anstalt ver- geben: a) an Privatanstalten: 1118 Personen, s83 Männer und 629 Frauen� b) in Privatpflege: 161 Personen, 8s Männer und 77 Frauen. Die Jdiotenanstalt zu Dalldorf verpflegte am 1. Dezember in ihrer Hauptanstalt 86 Kinder, 55 Knaben und 31 Mädchen; sie hatte ferner 57 Kinder in Privatpflege gegeben und zwar 42 Knaben und 15 Mädchen. In der Hauptanstalt der städtischen Irrenanstalt„Herzberge" zu Lichtenberg befanden sich an dem genannten Tage 1158 geistes- kranke Personen, 674 Männer und 484 Frauen. Diese Anstalt hatte ferner abgegeben:») an Privatanstalten: 246 Männer und 196 Frauen, zusammen 442 Personen; b) in Familienpflege: 84 Männer und 80 Frauen---- 164 Personen. Die Gesamtzahl der der städtischen Fürsorge überwiesenen Geisteskranken und Idioten bezifferte sich mithin am 31. Dezember auf 4408 Personen. Die Anstalt für Epileptische„Wuhlgarten" verpflegte am 31. Dezember in ihrer Hauptanstalt 1011 Epileptische, und zwar 566 Männer, 358 Frauen und 87 Kinder. Beurlaubt waren an diesem Tage 74 Männer, 33 Frauen und 46 Kinder— 153 Personen, I» Privaianstalten waren ferner seitens der Hauptanstalt 26 männ- liche Epileptische vergeben: in Familienpflege 2 männliche Kranke. Uoksles. Das Vertrauen znm Berliner Gewerbegrricht. das im allgemeinen durchaus berechtigt ist. erleidet zuweilen durch das Verhalten einzelner Kammervorsitzenden arge Stöße. Wir erinnern nur an den Fall Dr. Leo. Von den rechtsuchenden Arbeitern sehr unangenehin empfunden wird die absolut ungerccht fertigte Abneigung einiger Gcwerberichter gegen Vertreter oder NechtSbeisiände auS der Gewerkschaft oder dem sonstigen Be knnntenlreise der klagenden Partei. Diese Abneigung wird manchmal in geradezu verletzender Weise zurs Schau getragen So fühlt sich z. B. Herr Dr. Voigt beschwert durch Schriftsätze die aus den Bureaus der Gewerkschaften stammen, und spricht von Hetzern, die die Leute zum Klagen veranlaßten Dabei ist notorisch, daß gerade von gewerkschaftlicher Seite vor thö richten Klagen gewarnt wird. Auch in der Sitzung der Kammer V vom 23. Januar hat sich Dr. Voigt recht eigentüinlich benommen. Der Mechaniker W., der den Fräser Z, in einem Prozeß gegen die Firma Weber u. Co. vertrat, suchte an der Hand des Bürgerlichen Gesetzbuchs nachzuweisen, daß gewisse Lohnabzüge unzulässig seien. Der Gerichtsvorsitzende ist selbst- verständlich verpflichtet, solche Rcchtsausführungen zur Begründung des Klagcanspruchs ohne Rücksicht auf ihre juristische Stichhaltigkeit ruhig beenben zu lassen. Statt deflen unterbrach Herr Dr. Voigt den Vertreter, indem er cS ablehnte, sich von ihm„Rechtsbelehrungen geben zu lasse«. W. verbat sich eine derartige Beschränkung der Beweisfiihrung, Dr. Voigt lenkte nun etwas ein und meinte, er könne ja dem Vertreter des Kläger? ruhig sagen, weshalb er, W., sich bei seinen Darlegungen im Irrtum befinde, denn das Gewcrbegcricht sei ja kein ordentliches Gericht. In seinen weiteren Ausführungen nannte der Vorsitzende das Gewerbe- gericht ein Luxusgericht, wobei er davon ausging, daß sich ja die Arbeiter den Luxus häufiger und vielleicht unnützer Klagen wegen der Billigkeit des Verfahrens leisten könnten. Eine solche Aenßernng, die anscheinend eine Kritik des größten Vorzugs der Gewerbcgcrichte enthält, nimmt sich aus dem Munde deS Voll fitzenden recht eigentümlich auS und muß schon deshalb bedenklich genannt werden, weil sie das Vertrauen der Arbeiter zu diesen Gerichten nicht gerade befestigen wird. Die Wahl unsreS Parteigenossen Gloike vor dem Bezirks auSschuß. Vom Bezirksausschuß ist am 29. d. M. der Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung, die Wahl des Stadtverordneten Theodor Glocke für gültig zu erklären, aufgehoben worden, weil, wie es in der Begründung heißt,„möglicher- weise ein Versehen bei der Wahl vorgekommen ist". Der Stadt- verordneten-Versammlung steht daS Recht der Berufung an das Ober-Verwaltungsgericht zu. Theodor Glocke wurde in der dritten Abteilung des 44. Kommunal- Wahlbezirks(Moabit) gegen einen Antisemiten mit erheblicher Mehrheit gewählt. Gegen diese Wahl wurde Einspruch erhoben, weil angeblich das Wahllokal nach Schluß der Thüren später noch einmal für einige Wähler geöffnet und für andre geschlossen worden sein soll. Daß die Arbeiter zn den Innung?- Schiedsgerichte» nur ein sehr geringes Vertrauen haben können, mag folgender uns von gewerkschaftlicher Seite mitgeteilte Fall lehren: Der Werkmeister S. verklagte den Obermeister der Gelbgicßer- Innung, Herrn W., bei dem JnnungS-Schiedsgericht auf Erfüllung der Verpflichtungen aus Z 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Der Kläger wurde in dem abgehaltenen Termin kurzerhand abgewiesen, ohne daß die Materie eingehend behandelt worden war. Wie aber war die Zusammen- setzung des Gerichts? Dem Kläger fiel eS auf. daß als Arbeitnehmer- Beisitzer nicht die rechdnähig gewählten Bei- sitzer fungierten. die dem Kläger zufällig bekannt waren, sondern daß Leute diese Stelle einnahmen, welche seit etwa Jahres- frist gar nicht mehr im Amte waren. Nach näheren Erkundigungen erfuhr der Kläger zu seinem Erstaunen, daß einer der zu Unrecht ge- ladenen Beisitzer nach Empfang der Ladung bei dem Obermeister der Gelbgießer-Junung deswegen durch seinen Sohn vorstellig ge- worden war. Er könne doch, da er fast seit einem Jahr nicht mehr Beisitzer sei, unmöglich an dieser Verhandlung teilnehmen. Der Obermeister, der in diesem Falle gleichzeitig Beklagter war, ließ darauf dem zu Unrecht geladenen Gesellen sagen, er solle nur ruhig als Beisitzer an den Verhandlungen teilnehmen. ES mutz noch hervorgehoben werden, daß der Obermeister die Wahlen zum JnnungS-SchiedSgericht vor dreiviertel Jahren selbst geleitet hat und mithin genau wußte, wer die rechtmäßigen Bei- sitzer waren. Ebenso mußte deren Person auch dem Vorsitzenden deS Innung?- Schiedsgerichts bekannt sein, da die rechtmäßig ge- wählten Beisitzer zu wiederholten Malen ihres Amtes gewaltet haben. Die Beteiligten werden der Aufsichtsbehörde Gelegenheit geben, sich mit dieser Handlung des Gerichts zu befassen. Der Tod hat unter den im öffentlichen Leben stehenden Per- sonen wohl selten vorher in kurzer Zeit eine so reiche Ernte gehalten, wie in dem heute zu Ende gehenden ersten Monat des zwanzigsten Jahrhunderts. Es schien als wollte Hans Mors unter allen, die noch aus dem alten Jahrhundert ins neue hineinragten, einmal Generalmusterung halten, und da hat denn auch mancher, der sich dessen nicht versah, daran glauben müssen. Am auffälligsten ver- merkt wurde wohl das Ableben der Königin Victoria, die 81 Jahr alt, am 22. Januar in Osborne starb. Sodann mag der Tod zweier Gewaltigen aus dem Reich der Kunst wohl der Kulturmenschheit am meisten nahe gegangen sein. Am 16. Januar schied Arnold Böcklin 73 Jahre alt aus dem Leben, und am 27. Januar Guiseppe Verdi im 87. Lebensjahr. Die Stadt Berlin hatte das Geschick zu be- klagen, daß zwei ihrer kommunalen Leiter kurz nacheinander dahin- gingen. Am 7. Januar starb Bürgermeister Brinckmann, nach- dem er erst drei Monat der Stadt vorgestanden. in voller ManncSfrische am Schlaganfall und am 24. der frühere Oberbürger- meisier Zelle, ein müder Greis und des Grams voll darüber, daß es ihm nicht vergönnt gewesen, die Schloßverschönerungs- Gedanken seines kaiserlichen Herrn zu verwirklichen. Ferner mag noch der Tod zweier Militärs erwähnt werden. Unser Platz an der Sonne forderte auch einmal unter den Hohen sein Opfer. Der General- gouverneur von Kiantschou, Kapitän I ä s ch k e starb am 27. Januar in Tsingtan am Darmtyphus. Am 29. Januar starb der russische Haudegen Feldmarschall Graf G u r k o. Auch unter unsren Parteigenossen hat der Tod in diesem Monat Auslese gehalten. In Wriezen schied am 4. Januar der Kreis-Vertrauensnwnn Solomon aus dem Leben,«in braver, um- sichtiger Organisator, dem die Socialdemokratie im Osten der Mark außerordentlich viel zu danken hat. Am 21. starb hier der Gast- wirt S ch o n h e i m und am 25. der„Teufel", Gastwirt Schwartzkopf. dessen Lokal sich übrigens nicht, wie wir infolge eines� Schreibfehlers meldeten, in der Oranieustraße, sondem Skalitzer- straße 11, befindet. Am gleichen Tage ritz der Tod den berühmten Geschichtsschreiber der Kommune, den Genossen L i s>' a g a r a y in Paris aus den Reihen der französischen Socialdemokratie. Fürwahr, eine reiche Ernte! Die von der Stadtverordneten- Versammlung bewilligten zehn Millionen Mark sind gestern bei der Firma Koenen u. Co ein- gezahlt worden und somit ist die Stadt Berlin von heute ab wen» nicht nominell, so doch thatsächlich Besitzerin der Siemens u. Halskeschen Straßenbahnlinien. Zur Bürgermcisterwahl schreibt die„Verl. Ztg.": Ob Stadt- Syndikus Meubrink diesmal wieder für den Bürgermeisterposten kandidieren wird, ist. wie wir hören, noch sehr zweifelhast; jedenfalls wird sich Herr Meubrink nur dann bewerben, wenn seine Wahl ge- sichert ist Ist dies nicht der Fall, so wird Herr Meubrink voraus- sichtlich den städtischen Dienst quittieren, um eine ihm angetragene Stelle als Mitglied des Ober-Verivaltungsgerichts anzunehmen. Die städtische Gasanstalt am Stralaucr Platz wird als erste der älteren Anstalten, die in den nächsten Jahren aufgegeben werden sollen, beseitigt werden. Sie hat, nachdem die Gasbercitung hier schon im März 1899 eingestellt worden war. nur noch als Gas' behälter-Anstalt gedient, deren Behälter von der in der Danziger straße gelegenen Anstalt aus gefüll: wurden. Da sie voraussichtlich auch als Gasbehälter-Anstalt demnächst überflüssig werden wird, so ist der Abbruch der Behälter soivie der Betriebsgebäude usw. für 1901 in Aussicht genommen. Erhalten bleiben an dieser Stelle nur die Centralwerkstätten und das Centralmagazin, die aber später durch neue und größere Anlagen ersetzt werden sollen. Der frei werdende Teil des GaSanstalts-Grundstücks wird, soiveit er nicht für andre städtische Zwecke verwendet werden kann, zur Bebauung mit Wohn Häusern veräußert werden. Die Freilegmig des Brandenburger ThorS. Ein um die künstlerische Volkscrziehung und die Hebung der künstlerischen Kultur eifrig bemühter Maler, Schnitze« Naumburg, schreibt zu dem Plan, das Brandenburger Thor„freizulegen", im„Kunstwart" daS Folgende:„Die Menschheit will, so scheint es, nichts lernen. Obgleich bis heute alle Freilegepläne von Gebäuden, Thoren usw. mit Mißerfolg geendet haben, legt man weiter frei. Männer wie Camilla Sitte sind gekommen und haben mit schneidender Logik gezeigt, weshalb dieses Freilegen Mißerfolg haben muß. habe» aufs eindringlichste beiviesen. worin die Ursachen der Wirkung von Gebäuden, von der Geschlossenheit der Plätze usw. liegen. Es hat nichts genutzt: es wird weiter freigelegt. Jetzt soll in Berlin das Brandenburger Thor daran kommen. Auch dieses, ein Thor, daS eben den Ausgang ans der Geschlossenheit deS Pariser Platzes aus drückt, soll„frei gelegt" werden. Wer zehn Minuten darüber nach denkt, muß den Unsinn eines solchen Plans einsehen. Der Pariser Platz wird sofort anfhören, ein Platz zu sein, das Brandenburger Thor aufhören, ein Thor zu sein, cs wird sofort klein wirken, und Berlin ist wieder einmal um eine Stadtschönheit ärmer. Man wird dann wahrscheinlich auch die Stratzenzüge um daS Thor herum legen und die Bogen mit Eisenketten schließen. ES wäre ja nicht das erste Thor, daS man zum Tafelanffatz macht. Wenn daS alles fertig ist. dann wird man sich wieder einmal daniber wundern, wie das alles„anders" aussieht, aber eingestehen wird man's nicht, sondern sich Jubelhymnen singen. Und dann wird weiter freigelegt. ' Wann wird einmal die Menschheit so weit sein, daß sie auS ihren Erfahrungen an Ursache und Wirkung lernt? DaS Fnndbureau de?„Verein? Berliner Droschkenkutscher" wird nach einem Beschluß der Generalversammlung, die in der Nacht zum Mittivoch stattfand, an, 15. Februar aufgehoben. Das Polizeipräsidium hat auf eine Eingabe des Vereins über die geschaffene Rechtslage folgendes erwidert:„Es ist nicht Sache des Pollzeipräsidiums, darüber zu entscheiden, ob ein von einem Fahr- gast in einer Droschke zurückgelassener und von dem Kutscher der Polizei eingelieferter Gegenstand eine Fundsache im rechtlichen Sinne und ob demgemäß ein Anspruch auf gesetzlichen Finderlohn entsteht. Das Polizeipräsidium wird indes derartige Gegenstände bis auf weiteres als Fundgegenstände behandeln, vorbehaltlich etwaiger dieser Auffassung entgegentretender autoritativer, gerichtlicher Ent- 'cheidungen und etwaiger im Einzelsalle obwaltender Bedenken." Nach Vorschrift des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Verbinoung mit denen des Droschken-Polizeireglcments hat der Kutscher die in den Droschken zurückgelassenen(gefundenen) Gegenstände der Polizei abzuliefern und nach Ablauf eines Jahrs selbst wieder abzuholen. Die Strafsache gegen den Kriminalkommissar Thiel soll nunmehr am 8. Februar vor der siebenten Strafkammer des Land- gerichts I verhandelt werden. Thiel wird sich wegen Bestechung und Verleitung zum Meineide, nicht aber wegen Begünstigung zu ver- antworten haben. Die Verleitung zum Meineide dürfte wohl aus den Gesprächen gefolgert werden sollen, die Thiel mit dem Kriminal- schutzmann Stierstädter über die Möglichkeit einer nicht so un- günstigen Gestaltung der Aussage des letzteren in Sachen der Frieda Wohda geführt haben soll. Die Verhandlung, die erst nach Erledigung mehrerer andrer Termine vor sich gehen wird, dürfte in verhältnismäßig kurzer Zeit abgethan sein, da Thiel nur die Verleitung zum Meineide bestreitet. Es werden nur sieben Zeugen zu vernehmen sein, nämlich der Kriminalschutzmmnn S t i e r st ä d t e r, die im Sternberg- Prozeß aufgetretenen Zeuginnen Hausmann und K a ll i e s, drei Schutz- leute, bei denen der Angeklagte Erkundigungen»ach Vorstrafen usw. von Zeugen eingezogen und der Rechtsanwalt Ulrich, dem gegen- über der Angeklagte seiner Zeit ein Geständnis abgelegt haben soll. Den Vorfitz im Gerichtshofe wird Landgerichts- Direktor Voigt führen, der kürzlich die Leitung in dem Prozesse Platho- Arndt ge- habt hat. der Angeklagte wird vom Rechtsanwalt Leonhard Fried- mann verteidigt, die Auflage vom Staatsanwalt Braut vertreten werden. Von der Freien Vereinigung der Athleten- und Ring- sport Vereine Berlins und Umgegend erhalten wir folgende Zu- schrift: Höflichst Bezug nehmend auf den von Ihnen seiner Zeit ge- brachten Bericht über den Skandal mit einem Althletenklub in Charlottenburg, bitten wir Sie. davon Nostz nehmen zu wollen, daß derartige Vorkommnisse in athletischen Sportkreisen aufs tiefste ver- abscheiit werden. Indem wir hiermit unsrer Entrüstung über ein solches Rowdietum Ausdruck verleihen, bitten wir Sie, in Ihrem werten Blatte die Erklärung aufzunehmen, daß der wahre Sport dem Treiben dieser Rowdies völlig fern steht; vielmehr hat es sich die unterzeichnete Freie Vereinigung u. a. zur Pflicht gemacht, solche Klubs, welche das Ansehen der Athletik stets aufs neue schädigen, nach Möglichkeit auszurotten. I. A.: Arthur Wottrich, erster Schriftführer.' Wie man Kommerzienrat werden kann, hat nach der„Frankf. Zeitung" aus Anlaß des diesjährigen Ordensfestes der in Magdeburg wohnende Fabrikant Wilhelm Roßbach erfahren. Am 5. Dezember vorigen Jahres ging ihm von Berlin aus die bescheidene An- frage zu. ob er nicht die löbliche Absicht habe, Kommerzienrat zu werden. Herr R. hatte bald wieder soviel Fassung gewonnen, daß er zunächst auf die Angelegenheit eingehen konnte. Allerdings beanspruchte er die Beförderung nicht für sich persönlich, trat vielmehr mit der Berliner Kommcnzienrat- Fabrik für einen angeblichen V e r w a n d t e n in geschäftliche Ver- bindung. Schon ani Sonntag nach dem 5. Dezember war der Schreiber der ersten Anfrage, ein Herr S. aus Berlin, in Magde- bürg, um die weiteren Schritte mit Herrn R. zu beratschlagen. Herr R. hatte danach für die Beförderung seines Verwandten zunächst 50000 Mark bei einem Rechtsanwalt G. in Berlin zu deponieren und dem Sekretär S. 5000 Mark für pcrsön- liche Mühewaltungen z u garantieren. Namen wurden vorläufig auf beiden Seiten nicht genannt, nur wurde Herrn N. bedeutet, daß die Seele der Kommerzienrat-Fabrik ein Offizier a. D. in Berlin sei. Dieser Herr habe im M i n i st e r i u m einen Ver>v andren und mit dessen Hilfe bereits mehrere Kommerzienräte durchgedrückt. Mitte Dezember reiste Herr Roßbach nach Berlin und ivurde nun auch bei dem Offizier a. D. eingeführt. Dieser sagte ihm. daß er augenblicklich noch ähnliche Anträge aus Köln. Breslau und Königsberg zu er- ledigen habe, daß Herr R. die Abfindungssumme(50 000 M.) aber umgehend deponieren müsse, da sonst die Er- nennung seines Verwandten bei dem„großen Schub" am 18. Januar nicht mehr möglich sein würde. Im übrigen erhielt Herr Roßbach die feste Zusicherung, daß die deponierte Summe ohne jeglichen Abzug wieder zurückgezahlt würde, sofern sich im Ministerium irgend welche Schwierigkeiten in den Weg stelle» würden. Das sei aber kaum zu befürchten. Einmal sei der Verwandte des Offiziers a. D. einflußreich und selbständig genug, die Sache zu erledigen, und dann würden bei der Regierung die Recherchen st e t s nur wenig ä n g st l i ch angestellt. Um weiteres Material in die Hände zu bekommen, setzte Herr R. von Magdeburg aus den Briefwechsel noch fort. Jetzt ist jedoch die Magdeburger Kriminalpolizei mit der Angelegenheit betraut. Jni ganzen wurde die erste Anfrage an vier Herren in Magdeburg gerichtet. Man darf doch neugierig sein, ob etliche von den Koinmerzienrätei» ans jüngster Zeit durch die Berliner Kommerzienrat-Mühle gegangen sind. Das ist ja eine Geschichte ebenso interessant wie die deS be- rühmten BegnadigungS- Pfahl in Hannover, der gegen reichliche Barzahlung sich anheischig machte, in Berlin Begnadigungen zu erwirke», daß sogar der Staatsanwalt seiner Zeit in der Verhandlung bekannte, Pfahl sei ein Mann, der in BegnadigungS« fachen manchen Erfolg habe und deswegen selbst bei Rechtsanwälten in hohem Rufe stehe; es müsse doch einmal beim Civilkabinett des Kaisers angefragt werden, ob Pfahl dort wirklich Einfluß gehabt habe. Die neue Polizeiverordmmg zur Einschränkung des Straßen« Handels dürste bereits zum April in Kraft treten. Wie der Polizeipräsident v. Windheim einer Abordnung der Vereine, welche um möglichste Beschränkung des Straßenhandels petitionierten, gestern mitteilte, wird die Polizeiverordnung, nach welcher der Straßenhandel auch nach 9 Uhr abends gestattet ist, eine Abänderung erfahren. Das Feilbieten von Waren nach 9 Uhr soll für Händler unter 16 Jahren und solche, die den Handel nicht selbständig, sondern im Austrage einer größeren Firma betreiben, völlig untersagt werden. Im übrigen wird der Straßenhandel nach Eintritt des Nennuhr« schlusses nur insoweit gestattet bleiben, als die Händler ihren Waren- Vorrat bei sich tragen. Die Benutzung von Wagen, Karren ic. soll nach 9 Uhr verboten sein. Die Errichtung von Verkaufsstellen für solche Branchen, die unter der Konkurrenz der Warenhäuser am meisten zu leiden haben, ist, wie die„Berl. Ztg." meldet, in Berlin in Aussicht genommen. Den Anfang machen die Fabrikanten von Holz- und Galanterie« Artikeln, die sich zusammen geschlossen haben und denmächst gemein« same Geschäftsräume einrichten. Die beabsichtigte Ausschaltung des Zwischenhandels hat nun in den Händlerkreisen lebhafte Erregung hervorgerufen, die auch in der letzten Delegiertensitzung des Bunds der Handel« und Gewerbetreibenden zum Ausdruck kam. Man beschloß, geeignete Schritte zur Bekämpfung des erwähnten Projekts zu thun. In letzter Linie ist ein allgemeiner Boykott der Fabri- kanten, die sich an solchen Verkaufsstellen beteiligen, geplant. Großes Aufsrhen erregt im Südosten der Stadt das Ver- schwinden des Staakermeisters Mciß aus der Adalbertstr. 73. Da? Geschäft dieses Herrn galt als altrenommiert und stand bei Hand- werkern und Kaufleuten in gutem Ruf. Als Meiß vor etwa acht Tagen von Berlin fortging, erregte dies kaum besonderes Aufsehen; allmählich stellte sich zedoch heraus, daß der Verschwundene nicht allein viele Schulden gemacht, sondern auch falsche Wechsel in Um- lauf gesetzt hatte. Recht schlimm sind die Arbeiter daran, von denen der jüngste bereits 17 Jahre im Geschäft thätig ist. Sie haben am letzten Zahltage keinen Lohn erhalten. Ferner hat sich herausgestellt. daß seit längerer Zeit die Versicherungsbeiträge von Herrn Meiß nicht abgeführt worden waren. lssVO Arbeiter sollten zur Beseitigung der Schnecmassen von der Betriebsverwaltung der Großen Berliner Straßenbahn gestern eingestellt werden. Auch die städtische Straßenreinignng hat eine beträchtliche Zahl Arbeitsloser eingestellt.— Unter dem Plötz- lichen Schncewetter hat der F u ß v e r k e h r empfindlich zn leiden, Schon Dienstagabend, als Frost einsetzte, wurde der Wagenverkehr recht erschwert, umsomehr, als die Pferde ohne Stollen waren, so daß sie zuletzt kaum noch vorwärts kommen konnten. Einzelne Pferde- bahnwagen ftanden still, und es mußten von den nächstliegenden Saufes im Sinne der Städte Ordnung Hausbefizer fei, wird von wurde, falscher eidesstattlicher Bersicherungen bebient. Der UnDepots Hilfspferde geschickt werden, um Vorspann zu leisten. Im Bohl als verfehlt angegriffen. geflagte wurde nach seiner Entlaffung aus dem Amte von einem Laufe des heutigen Vormittags wurde der Pferdebahn- Betrieb durch Aus Rigdorf. Bei dem Ueberfall des gimmermanns Bratsch, Detektivbureau beschäftigt. Er hatte in dieser Eigenschaft ErBorfpann aufrecht erhalten. Nach einem Erlaß des Polizeis über den wir berichteten, handelt es sich um einen Raubanfall, denn mittelungen gegen eine Frau anzustellen, deren Mann gegen Präsidenten achteten die Polizeibeamten scharf darauf, daß die Last: nachdem die Thäter den B. niedergestochen hatten, plünderten sie sie die Scheidungsklage angestrengt hatte. Der Kläger ver= und Arbeitswagen nicht überladen und die Pferde nicht zu sehr an ihm seine Taschen aus. Bratsch liegt so fchiver trant barnieder, daß prach ihm eine besondere Belohnung, wenn es ihm gelinge, gestrengt wurden. Wann wird die Beit fommen, daß auch den an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Glüdlicherweise ist es der belastendes Material gegen dessen Ehefrau zu beschaffen. In fünf überangestrengten Rutschern ein gleicher Schuß zu teil wird! Kriminalpolizei gelungen, die drei Thäter zu ermitteln und sämtlich eidesstattlichen Versicherungen, die zu den aften des Anwalts des Das alte fagenumwobene ,, Spukhaus", Potsdamerstr. 99, hinter Schloß und Niegel zu bringen. Es sind dies drei vielfach lägers genommen wurden, bezeugte der Angeklagte darauf, daß wird jezt endlich abgebrochen. Gestern ist der Bauzaun gezogen vorbestrafte Personen Namens Schauer, Koczor und Schostag, ihm von namhaft gemachten Personen Thatsachen mitgeteilt feien, worden, nachdem der einzige Insaffe, der im Erdgeschoß wohnende lepterer aus Berlin. Alle drei sind bem hiesigen Amtsgericht über welche feinen Zweifel darüber ließen, daß die beklagte Ehefrau die Gärtner furz zuvor ausgezogen war. Ueber zwölf Jahre lang hat wiesen worden. sad guldun asid dim bilmadan eheliche Treue nicht halte. Es wurden namentlich höhere das Haus, wie man sagt, wegen Erbstreitigkeiten sonst leer gestanden Die Wohnungsnot von Weißenfee vor der Gemeinde- Offiziere angeführt, mit denen die beklagte Ehefrau verkehren und es war nach und nach in solchen Berfall geraten, daß es einen vertretung. Der neulich mitgeteilte Antrag unfrer Genoffen in folle. Die Scheidung kam nicht zu stande, da sich herausstellte, daß die ruinenhaften Gindruck machte. Die Befizerin des„ Spukhauses" der Gemeindevertretung führte in der gestrigen Sigung zu einer Beklagte bölig schuldlos fei und der Angeklagte Lindmüller fich hat noch zwei schöne moderne Häuser in der Bülowstraße, eins in äußerst umfangreichen Debatte. Begründet wurde der Antrag von den Inhalt der eidesstattlichen Versicherungen aus den Fingern geder Kurfürstenstraße und eins in Friedenau, die sämtlich ebenfalls G.- 8. Gerstenberger( Soc.). Der vor Monaten noch geleugnete fogen hatte. Der Angeklagte entschuldigte sich mit seiner Notlage. Notstand tonne von niemand mehr hinwegdisputiert werden, die feds Monaten, der Gerichtshof erfannte auf fieben Monate Der Staatsanwalt beantragte gegen ihn eine Gefängnisstrafe von Ein Einbrecherkleeblatt machte im Jahre 1899 die Städte Mitteldhen, zu denen die Gemeinde beim vorigen Wohnungswechsel Gefängnis, wovon 14 Tage durch die erlittene UntersuchungsMagdeburg, Braunschweig und Hannover mit ihren Umgebungen fo betreffend die Unterbringung der Wohnungslosen gegriffen, feien unsicher, daß es zeitweilig zu einer wahren Landplage wurbe. Es unangebracht, nnzulänglich und zu verwerfen. Statt dessen forderten haft für verbüßt erachtet wurden. gelang fchließlich, zwei Mitglieder der Bande, die Einbrecher Franz wir zunächst: Fuchs, auch Breite: veg und Schneemann genannt, und Georg Hoppe zu ergreifen und hinter Schloß und Riegel zu bringen. Während fie schon im Buchthause sitzen, wußte der Dritte im Bunde, Rinal bino oder der Räuberhauptmann genannt, fich noch geraume Zeit allen Nachforschungen zu entziehen, indem er sich vorwiegend auf dem platten Lande aufhielt. Jetzt hat man auch ihn gefaßt. Der Räuberhauptmann wurde allmälig wieder etwas dreister und lehrte endlich nach Berlin zurück, von wo er mit seinen Spießgefellen auf die Raubzüge durch die Provinz ausgegangen war. Hier hatte ihn aber die Kriminalpolizei noch nicht vergeffen. Bald nach seinem Eintreffen nahm ste ihn fest und brachte ihn in Untersuchungshaft nach adg2 solo Teer stehen. Moabit. Mangelhafte Beleuchtung! der Treppe hat vorgestern abend in dem Hause Graunstr. 31 einen schweren Unfall herbeigeführt. Der 85 Jahre alte Postschaffner Ernst Adomat, der im dritten Stod des Seitenflügels wohnt, trat auf der steinernen Wendeltreppe zum ersten Stod fehl, stürzte vücklings in den Flur hinab und zog sich schwere Kopfverlegungen mit Gehirnerschütterung, Rippenbrüche und innere Berlegungen zu. Der Verunglüdte wurde mit einem Lidschen Rettungswagen nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht, wo er sehr fchwer daniederliegt. Aus den Nachbarorten. 190. Minglückte Polizeiaktion. Die Bahlstelle Calbe des VerFührung einer ausreichenden Wohnungsstatistit; Errichtung bands der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen wollte eines fommunalen Wohnungsamts; die sofortige Einfeßung einer am 24. Märg 1900 ein gefchloffenes Vereinsbergnügen Rommission, welche über die zur Abstellung des Wohnungs- abhalten, das aus Konzert, Theateraufführungen und Ball bestehen mangels notwendigen Schritte au beraten und der Gemeinde- sollte. Die Polizeiverwaltung verbot das Bergnügen als ein öffent vertretung baldigst zur Beschlußfaffung vorzulegen hat. 18 mliches und verhinderte seine Fortseßung, als dennoch alle VorWeiter verlangen wir von der Gemeinde: and all bereitungen vom Vorstande getroffen wurden und sich zahl Die Erwerbung von möglichst umfangreichem Grundbesitz; auf reiche Teilnehmer in dem gemieteten Saal einfanden. Und zwar diesen Terrains die Errichtung von Wohnhäusern mit leineren wurden alle irgendwie verfügbaren Beamten zur Verhinderung des Wohnungen aus Gemeindemitteln. gefährlichen Feftes aufgeboten. Der erste Bevollmächtigte der Ueber die Pflicht der Gemeinden, für die Unterkunft der Bahlstelle, Berginvalide Solgle, erhielt demnächst eine Anflage, weil wohnungslofen Gemeindemitglieder zu forgen, tönne man, ohne über- er eine öffentliche Festlichkeit ohne die hierfür erforderliche haupt den Willen der Gemeindevertretung, etwas zur Abstellung polizeiliche Erlaubnis veranstaltet habe. Die Anklagebehörde machte dieser Uebelſtände zu thun, in Zweifel zu ziehen, nicht weiter ein nach berühmtem Muster vor allem geltend, alle Veranstaltungen Wort verlieren. Die Abstimmung werde beweisen, ob die aus Grund- der Bahlstelle wie des Verbands überhaupt feien öffentliche, befizern bestehende Mehrheit der Vertretung die Wege betreten will, weil jedermann mit Leichtigkeit gegen 20 Pfennig die Pflichtgefühl und ernsten Willen zur Abhilfe gleicherweise voraus Eintrittsgeld Mitglied werden könne. Auch beschäftige fid fegen. der Verband mit öffentlichen Intereffen. Schöffengericht und Landgericht Die Debatte war äußerst interessant. Der Wohnungsmangel fprachen jedoch den Beschuldigten frei. Das Landgericht führte bewurde von sämtlichen Rednern anerkannt, doch bezeichnete man die gründend aus: Gleich dem Schöffengericht vet neine die Strafvorgeschlagenen Mittel zur Steuerung der Not als viel zu weit- fammter, daß das Vergnügen ein öffentliches gewefen fei. Der gebend. nmöglich fönne man die Gemeinde verpflichten, Grund- Bote der Bahlstelle habe die einzelnen Mitglieder aufgesucht und zur Feuerbericht. Eine Bligpulverexplosion, bei der brei Personen füds- Spekulation zu treiben oder gar felbft Säufer zu bauen. Teilnahme eingeladen. Jeder Teilnehmer habe 50 Bf. für ein Proverlegt wurden, erfolgte Dienstagabend Wilhelmstr. 49. Sier wohnt Dierin müffe zunächst das so nahe liegenbe leistungsfähige Berlin gramm gezahlt, das zugleich als Legitimation beim Eintritt diente. im dritten Stod bes Quergebäubes der Staufmann Heyligenstedt, ber mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade durch den Biernach sei die Festlichkeit nur für Mitglieder der Bahlstelle geplant sich aus Liebhaberei auch mit der Schnellphotographie beschäftigt, würden letztere ganz ungemein belastet und die Wohnungsnot fünft- wefent. Somit habe es sich um eine geflossene Gefell. fich aus Liebhaberei auch mit der Schnellphotographie beschäftigt, bang der weniger bemittelten Bevölkerung nach den Vororten und auch nur von solchen und ihren Familienangehörigen besucht gewozu er Blippulber gebraucht. Als nun seine Frau in der Küche mit jenem Pulver hantierte und dabei dem Lichte zu nahe fam, erlich erhöht. ichaft gehandelt und darum zu dem Vergnügen einer folgte eine heftige Detonation und Stichflammen schlugen aus den stehe, welche die Herren Hausbestger bei dem Gebanken befchleiche, gestimmt werden könne der Ausführung der Staatsanwaltschaft, daß G.-V. Taubmann( Soc.) erividerte, daß er die Gefühle ver- polizeilichen Erlaubnis überhaupt nicht bedurft. Nicht zuFenster. In großer Bestürzung eilten Hausbewohner die Treppe für bei Bau von Wohnhäusern durch die Gemeinde ftimmen zu wegen der leichten Möglichkeit, Mitglied zu werden, hier nicht von hinauf, wo ihnen Frau S. lichterloh brennend entgegengestürat tam. follen. Nichtsbestoweniger würden die Antragsteller auf ihren An- einer geschlossenen Gesellschaft" die Rede sein könne. Diese Möglich Man drückte sie zu Boden und erstickte bie Flammen burch Kleibungsstücke und Decken. Die Bebauernsiverte hatte jedoch schon trägen beharren. Selbstverständlich dürfe die Gemeinde teinen teit ſei im vorliegenden Fall vielmehr ohne Bedeutung. Entso schwere Brandwunden davongetragen, daß eine Gefahr für ihr Wohnungswucher treiben, sondern es sei nur erforderlich, daß Zinsen scheldend sei, daß nur Mitglieder und ihre Angehörigen teilgenommen Leben nicht ausgeschloffen ist. Weit beffer tamen ihre Tochter und Amortisation für das aufgewendete Rapital gebedt feien. hätten, daß sich die Teilnahme am Fest nur auf einen begrenzten und bas Dienstmäbchen weg, die beim Eintritt der Explosion in der Armenhaus bergrößere, bort fönuten im Notfalle folche Leute worden sei. Die mumehr von der Staatsanwaltschaft eingelegte G.-B. Barthul hält für ausreichend, wenn die Gemeinde das Kreis von Personen erstreckt habe und nicht jedermann zugelaffen Küchenthür standen. Sie wurden zwar gegen die Wand geschleudert, trugen aber nur leichte Brandwunden im Gesicht und an den Händen untergebracht werden. Die ilbrigen Redner waren im großen und Revision wurde vom Kammergericht mit folgender Begründung ber davon. Das burch die Explosion entstandene Fener tomite schnell ge- ganzen mit den von dem Antragsteller aufgestellten naften worfen: Der Angeklagte sei mit Recht freigesprochen worden. Der löscht verben. Faft gleichzeitig wurde die Wehr nach der Boz- Forderungen einverstanden. Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen fei ftraße gerufen, wo im Steffelraum bes Wertheimschen Kaufhauses Gerstenberger( Soc.) gegen die Anficht, diefe Wohnungslosen feiner Mitglieder zu einem bestimmten Beruf Nachdem die Gemeindeverordneten hillert( Soc.) und nach außen abgefchloffen durch bie 8ugehörigkeit ein fleiner Brand ausgebrochen war. Im übrigen haben mit Ein im Urmenhause unterzubringen, protestiert hatten, wurde beschlossen und durch die Zahlung von Eintritts- und Beitragstritt ber gelinbert Witterung auch die zahlreichen Alarmierungen, tie fie die strenge Stälte im Gefolge hatte, aufgehört, Nur vereinzelt bezeichneten Befugnissen. die Einfegung einer Kommission mit den in dem Antrage näher ge Ibern. Und feine Mitglieder feien, wie die Aufführung der wurde die Wehr in den beiden letzten Tagen in Anspruch genommen. 48werke im§ 2 des Statuts ergebe, durch die Gemeinschaftlichkeit Bülowstr. 33 brannten Betten, Koppenstr. 92 Dekorationen und Diese Kommission übernimmt gleichzeitig die Führung der der 8iele innerlich mit einander verbunden. Sie Stephanstr. 26 Fußboden und Balkenlage. Wohnungsstatistik. Durch amtliche Bekanntmachungen in den erwürben die Mitgliedschaft durch Aufnahme seitens des Vereinshiefigen Zeitungen find Wohnungsuchende und Vermieter im Bedarfs- bevollmächtigten. Es habe sich deshalb bei dem Vereins falle zur Meldung bei dem Vorsitzenden dieser Kommission auf- pergnügen um eine gefchloffene Gefellfaft gehandelt, zufordern. die eine Erlaubnis nicht brauchte. Gegenüber diefem Thatbestand Schöneberg. Der nunmehr vom Magistrat für das Jahr 1901 Alles andre wurde abgelehnt. Der Kommiffion gehört von fei es unerheblich, daß der Verband und die Bahlstelle anaufgestelte Armen Etat zeigt eine verhältnismäßig hohe Bu- unfrer Seite der Genoffe Gerstenberger an. Als Borsigender geblich auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken versuchten. nahme der erforderlichen Ausgaben. So find an Unterstügungen wurde der Kaufmann Rathmann, Königs- Chauffee und Lothringen Bei der gegebenen Sachlage erscheine es angemessen, auch und Pflegegeldern für Personen, welche fich in der Fürsorge des Straßen- Ede, gewählt. hiesigen Ortsarmen- Verbands befinden, 100 000 m. ober 10 000 bie dem Angeklagten erwachsenen notwendigen mehr als im vergangenen Jahre ausgeworfen. Die Mehrleistung wird demnächst Charlottenburg erhalten. Er erhält, seinen Ein Mordprozeß von so entfeßlichem Inhalt, wie er in der Einen eignen Wagen zum Wegschaffen verunglüdter Tiere Auslagen der Staatstaffe aufzuerlegen. für das Kreis Krankenhaus Groß Lichterfelde steigert sich von Blay im Hauptdepot der Feuerwehr am Lüyow. Die Feuerwehr europäischen Kulturwelt nicht für möglich gehalten werden follte, Bimboten 2001. 48 767 9. auf 58 200 M. Die Verpflegung der Irren, dioten, besorgt auch den Transport der verunglückten Tiere nach einem spielt sich feit Dienstag in wie it ab. Das Ottsche Ehepaar dort Blinden 2c. ftellt sich auf 13 800 M. An Armen und Krankenpflegerloften Schuppen, der auf ihrem Gelände steht, so daß sie in der fürgeften selbst ist angeklagt, bas eigne bjährige Kind durch grausame Mißfich auf 61 050 M., bemgegenüber stehen Ausgaben von 286 380 M., Beit von der Straße wegkommen. In dem Schuppen lann das Tier, felbst ist angeklagt, daß eigne 5jährige Kind durch grausame Mißwas einem Zuschuß von 175 330 M. ober dem Vorjahre gegenüber wenn der Befiger es wünscht, sofort getötet werden. Wie notwendig handlungen getötet und den Leichnam dann stückweise im Küchenein folcher Wagen ist, zeigten am Dienstag atvei Unfälle. In beni berde verbrannt zu haben. Ott ist Zeitungsausträger, er führte feit zwei eine Erhöhung von rund 20000 Dr. gleichkommt. Recht ungemigend einen blieb ein schwerverlegtes ferb viet, in bem andren 3/2 Stunden Jahren mit seiner jessigen Frau einen gemeinsamen Haushalt, verehelichte scheinen bei der Festsegung des Etats immerhin noch die Ferien tolonien bedacht zu sein, wenn man in Betracht zieht, daß file auf der Straße liegen, bis ein Abdecker im Wagen es abholte ich jedoch erst mit ihr, als dem Verhältnis drei Kinder entsproffen waren. für Cine Folge dieser Berehelichung war die, daß das eine der brei diefe Zwecke die Summe von 7518 M. genügen soll. dod m Den Transport vom Schuppen etwa nach der Tierarzeneischule will stinder, der am 24. April 1895 geborene Jofeph, für welchen die aber die Feuerwehr nicht besorgen. Ein Teil des Uebelstands bleibt Eltern bisher nicht zu sorgen hatten, da er, in der Findelanstalt Die Frage ber Errichtung eines Schöneberger Volks alfo noch bestehen, Theaters ist insofern in ein neues Stadium getreten, als die in ples geboren, auf Landeskosten in Verpflegung gegeben worden war, den Bersammlung beschloffen hat, den Winterfeldt- Blag, auf dem sich das Darauf follen die Eltern an dem Knaben das grausame Verbrechen Theater erheben follte, für diesen 8wed unter feinen Umständen Der Helios- Gründungs.Prozeß geht nun langfam feinem begangen haben. Der Angeklagte Ott fucht in der Verhandlung von herzugeben. Die Kommission hielt sich hierbei die projektierte Be- Ende entgegen. Gestern wurde die Beugenbernehmung beendet. Bur feiner Frau alle Mitschuld abzuwälzen und nimmt für sich allein die bauung des alten Botanischen Gartens vor Augen, um dessen Gr- Verlesung tam u. a. die protokollarische Aussage des inzwischen ver- Thäferschaft in Anspruch. Er entschuldigt sich damit, daß er nervenhaltung fich auch die Schöneberger Bürgerschaft eifrig bemüht, storbenen Beugen Kaifer, welche in einigen Punkten den Angeklagten frank sei und während der epileptischen Unfälle, an denen er leide, während der Winterfeldt- Plaz um die Hälfte verkleinert werden soll. nicht günstig lautet. 1. a. kehrt darin die Behauptung wieder, daß, nicht wisse, was er thue. Rigdorf. Die focialdemokratischen Stadtverordneten haben als der Zeuge in ber Prozeßiache Helios contra Lehmann vor Gerichtig med sed shole pl folgende Interpellation an den Magiftrat gerichtet: vernonumen werden sollte, Dr. Saafe auf ihn eingeredet habe, daß er dermischtes. mot pushi Was gebenkt der Magiftrat dagegen zu thun, wenn ein bas gengnis verweigern folle. Dr. Haase habe erklärt: Wenn Sie das Unwetter und Hochwasser. Immer noch laufen neue Mel einzelnes Mitglied der Krantenhausbeputation morgen vor Gericht so darstellen, wie Sie es mir gegenüber gethan, jo wie im legtvorgekommenen Falle Belg- ohne ben machen Sie uns alle unglüdlich, dann lommen wir nach Moabit.-dungen über Verwüstungen ein, die Sturm und Wafferfluten ant Dr. Haase behauptete demgegenüber, daß Kaiser in seiner gerichtet haben. Die Ruhr stieg im oberen Lauf innerhalb Dr. Saafe behauptete demgegenüber, daß Kaiser in seiner Krankenhausarzt oder den Magistrat oder die zuständige Deputation übrigens nicht beeldeten Aussage die Thatsachen entstellt habe. 24 Stunden unt 21/2 Meter, weite Niederungen überschwemmend. zu benachrichtigen, eigenmächtig die von Magistrat zu benachrichtigen, eigenmächtig die von Magiftrat Benn es wahr gewesen wäre- wie Staiser behauptete- daß bei Das Hochwasser fam so plöglich, daß keinerlei Vorkehrungen und Deputation beschlossenen Rahrungsbrohender Zwangsvollstrechung mit Bewußtsein ein Vermögensstüd getroffen werden konnten. Im unteren Lauf der Siege ift mengen für die Kranten zu ungunsten der der Gesellschaft zum Schein cediert worden sei, so sei der Rat an alles überschwemmt. Zahlreiche Bewohner konnten nur das legteren vermindern läßt? Bur Begründung der Interpellation teilen die Unterzeichneten Kaiser, in deffen eignem Interesse sein Zeugnis zu verweigern, der nadte Leben retten. Auch im gesamten Wefergebiet herrscht Bur Begründung der Interpellation teilen die Unterzeichneten mit, daß bereits in der Deputation für die Pflege- Anstalten ein An- einzig fachgemäße gewesen.. Ihm sei die ganze Affaire Lehmann, Hochwasser, die Schiffe suchen erneut schleunigst die Schughäfen num trag eingereicht wurde, beim Magistrat über dieses Vorgehen des um welche es fich in dem betreffenden Prozesse handelte, nicht bekannt auf. Das Hochwasser der Weser ist inzwischen Montagabend gegen Herrn Bel Beschwerde einzulegen, daß man aber diesen Antrag Gesellschaft, Zeuge Klog, die legtere Behauptung, gewesen. Auf feinen Vorhalt bestätigte der ehemalige Buchhalter der 8 Uhr zum Stehen gekommen. Der Eisgang ist nur noch gering. aus dem Grunde mit 4 gegen 4 Stimmen ablehnte, weil er ftätigte ein Benge bie Behauptung bes Angeklagten Haafe, daß. der Verkehr unterbrochen. Ferner be Die Straße Münden- Hameln am rechten Weferufer ist überflutet, Seit 1891 war der Wasserstand nicht so Belß selbst gegen den Antrag stimmte und er bevor die Strafanzeige erstattet wurde. Kaifer ihm nahe gelegt habe, hoch. Aus dem ganzen Lande Baden kommen Nachrichten über große Stadtrat Granier als Vorfigender nichts gegen eine große Summe 50 000. eine derartige Abstimmung einzuwenden hatte. zu zahlen und damit die Sache Schäden, die der Sturm, mit dem ein schweres Gewitter verbunden Herr Belß ist ein berühmter Socialistentöter, und derselbe aus der Welt zu schaffen. Der Beuge meinte, es sei ihm dies so war, angerichtet hat. In Adelsheim trat für eine furze Zeit HochMann, der jenes bekannte Urteil des Ober Verwaltungs vorgekommen, als ob man jemand die Pistole auf die Brust sept. waffer ein. In Osterburken wurde die Spiel- und Turnhalle vollgerichts veranlaßt hat, burch welches den Wählern der britten als legte geugin wurbe Srl. Erneftine 2oebel aus Blon ständig zerstört, desgleichen die darin befindlichen Turngerätschaften. Abteilung ihr geringes Recht noch erheblich verkürzt worden ist. zu den dem Angeklagten Heinide aur Laft gelegten Betrugsfällen Auf dem Bodensee trafen die Dampfschiffe mit großen BerDen Beschluß der Stadtverordneten Bersammlung, durch den die und dem Angeklagten Seinide außerdem ein Darlehn von 1000 W. werden, da das Anlanden unmöglich ist. Sie hat zweimal fünf Attien der Helios" getauft fpätungen ein. Einige Kurse fonnten überhaupt nicht ausgeführt Wahl des mit 6 Stimmen für gewählt erachteten m. Steinfegmeisters Bidet für gültig erflärt worden gegeben. Bu bem letteren will fie durch die Behauptung des An Die Rettungsstation Tugba ben der Deutschen Gesellschaft zur ist, hat der Protesterheber, Genosse Schriftfeßer War Bobl, gelagten bewogen worden sein, daß er ein reicher Mann fei; die Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 30. Januar von dem auf Aftien will fie gekauft haben, weil Seinide ihr glänzende Verdienste ber Robbenplate gestrandeten deutschen Dampfer durch Klage im Berwaltungs- Streitberfahren bamit in Aussicht stellte. Seinide hatte fich babei verpflichtet, einen felb", Kapitän Wellhöfer, mit Stüdgut von Hamburg nach angefochten. Mit der Durchführung des Prozesses fit Rechtsanwalt Wolfgang Seine betraut worden. Bohl meini, etwaigen Ausfall der lebten fünf Attien an Bins and Binfeszins Auftralien bestimmt, 12 Personen durch das Rettungsboot des zweiten zu deden. Die geugin hat die 1000 m. und das Geld für fünf Elbleuchtschiffs gerettet. Widel hätte schon deshalb nicht für gewählt erklärt werden dürfen, Attien von Heinide gurüderhalten, freilich erft lange nach dem feft- In Riel ist der Betrieb der elektrischen Straßenbahn eingestellt, weil er nicht die meisten Stimmen" habe. Die Klage geht hierbei nämlich davon aus, daß bei der Feststellung der erforderlichen abgelegten Termin in Staten, die immer erst gezahlt wurden, nachdem der Fernsprechverkehr infolge Reißens von Drähten beeinträchtigt. foluten Majorität die für ungültig erfarten ein. Das nämlich davon aus, daß bei der Feststellung der erforderlichen aber verllagt und etwa neunmal zur Ableistung des Offenbarungseids Die Büge treffen mit erheblichen Verspätungen ein. Das Unwetter foluten Majorität die für ungültig ertiärten 109 Stimmen vorgeladen worden war. Die Beugin befigt also jezt noch fünf herrscht feit Mitternacht ununterbrochen. Der Bahndamm der des Socialdemokraten Schneider und die ebenfalls für unAftien der Gesellschaft; ste bestätigte dem Angeklagten Seinide, baß Oldenburger Eisenbahnbrüde ist auf 30 Meter eingeriffen, die gültigerflärten 102 Stimmen des Socialdemokraten Kuhlmen sie überhaupt feine Strafanzeige gegen ihn erstattet habe, dies viel- Fahrt zwischen Neuschanz und Leer aber nicht gehemmt. ( bes während der Wahl schnell aufgestellten zweiten Arbeiterkandidaten mehr von britter Seite geschehen sei. Die Verhandlung soll amach en meldet man: Seit gestern nacht herricht Schneesturm. Es hätten als Stimmen berüdlichtigt werden müssen. Auf Donnerstag zu Ende geführt werden. find bereits mannigfache Berkehrsstörungen herbeigeführt. feinen Fall sei Widel mit seinen 6 Stimmen der Gewählte ges wesen. Eventuell hätte eine Neuwahl angeordnet werden müssen. And einem Detektivbureau. In unverantwortlichster Weise Auf dem König Albertwerk zu Lichtentanne wurden, wie aus Auch die vom Bahlvorstande verwertete Entscheidung des Ober- hatte sich der frühere Schußmann Otto Lindmüller, welcher 8 wida u gemeldet wird, durch das Ausströmen flüssiger EisenBerivaltungsgerichts, wonach nur der Allein eigentümer eines gestern der dritten Straffammer des Landgerichs I vorgeführt massen vier Arbeiter lebensgefährlich verbrannt. dieser Angelegenheit eingefeste Kommission der Stadtverordneten Gerichts- Beifung. Gerichts- Betfung. limebrigen Chegaiten zur eigenen Obforge zurückgestellt wurde. bernommen. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für ben Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " Sommer Aus