Nr. 29. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illuftrierter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 44 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin", Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Katholischer Schwindel. Sonntag, den 3. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Wir haben den Fall Hoppe" bereits behandelt. Der tomme meine 16 Mart Unterstützung! wird bei seinen neuen fatholisch organisierte Zimmerer sollte von einem Bau in Vereinsbrüdern inniges Verständnis finden. Schöneberg entlassen worden sein, weil seine socialdemo So endet das laute Lärmen der Centrumspresse über gewerkWir haben gestern das Fälschungsgewerbe der evangelischen fratischen" Arbeitskollegen von ihm vergebens gefordert hätten, schaftlichen und socialdemokratischen Terrorismus mit der Feststellung Konservativen behandelt. Heute haben wir ein ähnliches Ausräumen er solle der socialdemokratischen" Organisation beitreten. Die Ent- eines neuen schimpflichen Schwindels. Gäbe es in Berlin ernsthafte borzunehmen in den dunkeln Winkeln, in denen die Ver- laffung sei von den Verbandsmitgliedern durch Niederlegung der katholische Arbeiterorganisationen, so würden sie dem unwürdigen leumbungssucht katholischer Centrumsmänner sich mit staunenswerter Arbeit durchgesetzt worden. An die Behauptung dieses Thatbestands Treiben ihrer Schußherren ein schnelles Ende bereiten. Beharrlichkeit bethätigt. fnüpfte die Germania" die wütendsten Schmähungen wider die Gesamtheit der Gewerkschaften und die Socialdemokratie. Seitdem das Centrum in stets steigendem Maße den Abfall der christlichen Arbeiter zur Socialdemokratie befürchten muß, werden die Methoden, die es im politischen Kampfe anwendet und die niemals irgend etwas mit Anstand und Ehrlichkeit gemein hatten, zusehends schlechtert. In der Provinz, auf dem Lande zeichnete sich die Kaplanspreffe feit je durch unwahrhaftigkeiten und Niedrigkeiten gegenüber den politischen Gegnern aus. Neuerdings hat sich aber auch das Berliner Centralorgan der Centrumspartei, die Germania", wie zur Propaganda des Ritualmordglaubens so zur systematischen Lügenausstreuung über die Arbeiterbewegung durch gemausert. Zwei Beispiele, eines aus der Provinz, ein zweites aus Berlin, sollen das Centrum in der Fülle seiner Schwindelfähigkeiten zeigen. Wie der Vorwärts" berichtete, wurden von dem Schöffengericht zu Köln die fünf Mitglieder des christlichen Wahlkomitees für die Gewerbegerichtswahl in Salt zu je fünfzig Mark Geldstrafe wegen Beleidigung der Gewertschafts- Randidaten verurteilt. In diesem Prozesse gelang es, den Kalter Kaplan Billessen als den Verfasser berleumderischen Flugblättern zu entlarven. Der ihm drohenden gerichtlichen Bestrafung hat sich der Geistliche nun mehr durch einen Vergleich entzogen, wonach er sämtliche Kosten übernimmt und in drei dortigen Beitungen den folgenden Widerruf beröffentlicht: Erklärung: bon Bei der vorjährigen Gewerbegerichts- Wahl in Kalt sind gegen die freien Gewerkschaften Flugblätter verbreitet worden, worin sich folgende Stellen fanden: Christliche Arbeiter, Ihr seid vor die Wahl gestellt, wollt Ihr den Enkel eines Affen nach Mülheim zum Gewerbegericht schiden oder einen Christlichen, der auf seine Menschenivürde hält?. Der Beifizer am Gewerbegericht muß schwören, daß er nach bestem Wissen und Gewissen urteile und richte. Wenn ein Socialdemokrat den Schwur leistet, so ist es nur etwas Aeußerliches, aber kein Schivur, auf den Ihr Euch verlassen tönnt. Umstürzler, Revolutionäre, blutdürftige Mordbuben sind die Socialdemokraten: wollt Ihr die Kandidaten blutdürstender Revolution wählen? Gebt den Socialdemokraten die richtige Antwort, keine Stimme für die Liebhaber stinkender Schweinereien? Alljährlich werden von zwei Millionen deutscher Arbeiter zehn Millionen Mark aufgebracht und was geschieht damit? 50 Führer erhalten je 10 000, 300 je 5000 m., 500 je " Politische Neberlicht. Berlin, den 2. Februar. Der Brotwucher. Die Arbeitsniederlegung der Zimmerer war von uns mißbilligt worden und widersprach durchaus den Grundsäßen der Zimmererorganisation. Die hier in Frage kommende lokale Zimmererorganisation hat in ihrer Versammlung vom 16. September 1900 sich ausdrücklich gegen jede Vergewaltigung gegenüber den Christlichen erklärt. Es wird jetzt in der Franks. 8tg." die schon früher auswohl wurde den christlichen Organisationen jede Bedeutung im wirt gesprochene Vermutung als richtig bestätigt, daß der neue schaftlichen Kampfe abgesprochen, wohl wurde festgestellt, daß sie als Bolltarif in der Form eines gemischten Systems Verdummungsanstalten wirken und so mittelbar den Interessen aufgestellt wird. Der Doppeltarif mit Marimal- und der Unternehmer dienen und daß ihre Mitglieder bei Lohnstreitig- Minimalsägen soll für landwirtschaftliche Produkte teiten vielfach ein Hindernis waren, sich aber noch niemals an Anwendung finden, während alle sonstigen Zollpositionen nach die Verbesserung der Lebenslage der Berliner Zimmerer beteiligt der Art des bisherigen Generaltarifs behandelt werden. hätten. Wurde so anerkannt, daß eine Bekämpfung der Organisation Ist die Mitteilung richtig, so hat sich die Regierung den als solche notwendig sei, so sind doch die Mittel, die zur Bekämpfung Agrariern selbst noch über die Erklärungen des Grafen Bülow vorgeschlagen wurden, durchaus einwandsfreie. Es wurde erklärt: im Abgeordnetenhaus hinaus verschrieben. Nicht nur wesent" Jedoch darf diese Bekämpfung nicht durch rohe Gewalt oder liche Erhöhung der Kornzollsäge, auch die einseitige Festsetzung unlautere Mittel geschehen, sondern jeder socialistische Arbeiter eines Mindestmaßes dieser Erhöhung wäre danach zugesichert, muß über so viel Wissen verfügen, um schlagend jedem christ- wodurch der Abschluß neuer Handelsverträge in höchstem Maße lichen Arbeiter den Beweis zu erbringen, daß ein harmonisches gefährdet werden muß. Zusammenarbeiten mit Arbeiterfeinden unmöglich ist. Auch dürfen, wenn jemand mit einem„ Christlichen" zusammen arbeitet, Arbeitsniederlegungen nicht stattfinden, sondern durch gefchickte Agitation ist der christliche Arbeiter der socialistischen Organisation zuzuführen." Gegen das Bestreben der freien Gewerkschafter, alle Arbeiter ihrer Organisation zuzuführen, läßt sich billigerweise nichts einwenden. Die Arbeitsniederlegung war also gegen die ausdrücklichen Be schlüsse der Organisation geschehen und die Lohnkommission hatte feine Kenntnis davon. Auf telephonischen Anruf erschien ein Mitglied der Lohnkommiffion auf dem Bau, um die Sache zu unters fuchen überhaupt noch nicht kannte dasselbe doch Ursache und Verlauf des Streits Bei dieser Gelegenheit ermahnte es seine Kollegen, sich nur loyaler und sie, wenn möglich, in Güte zu regeln. Mittel zu bedienen, und rügte die Arbeitsniederlegung. Kann also das Centrumsblatt der Gewerkschaftsorganisation oder gar der Socialdemokratie nichts Tadelnswertes vorwerfen, so setzt es dennoch seine Angriffe fort, indem es sich auf folgendes Schriftstück bezieht: Charlottenburg, 21. 1. 1901. Hiermit bescheinige ich, daß der Conrad Johann Hoppe wegen der Christlichen Organisation entlassen worden ist, weil er nicht den Verband der Zimmerer noch den Verein der Zimmerer beitreten wollte. Bau Ebersstr. 16 Franz Kolletowsti. Baumeister Schröder, Kaybachstr. 4. 3000 M. usw. Das, deutsche Arbeiter, geschicht mit Eurem Herr kolletowsti hat nach seiner eignen Ausiage seine Dem gegenüber hat unser Gewährsmann folgendes festgestellt: Gelde, und da hat die Socialdemokratie die Unverfrorenheit, sich Arbeiterpartei zu nennen. Weg, Ihr Schmaroßer und Unterschrift unter ein solches Zeugnis überhaupt nicht gegeben. Aussauger der Arbeiter. Er wußte von einem solchen nichts und war höchlichst erstannt, diese Was sind die Socialdemokraten in Kalt? Berufsmäßige Behauptung in der Germania" zu lesen. Seit dem Weg gange Verbreiter von Verdächtigungen und Unwahrheiten? Hoppes denn dieser ist überhaupt nicht entlassen worden Der Vorwärts", die Hauptzeitung der Socialdemokraten, wird Herr Kollekowski von den Hintermännern der„ Germania" schreibt: fortgesezt bedrängt und auszuhorchen gesucht. Er sollte den Namen des Mitglieds der Lohnkommission mitteilen, man verlangt von ihm sogar die Namen der dort arbeitenden Zimmerer zu wissen, um diese dem Staatsanwalt zu übergeben. Man verlangte zu wissen, was die Lohnkommission bei ihm gewollt habe. Auf die letztere Frage hat R. wahrheitsgetreu mitgeteilt, daß sich diese nur über die Ursache des Konflikts informiert habe. ,, Und Haut man die entmenschte Brut, Millionenfach zu Brei, Daß Hentersblut zum Himmel sprigt, Dann bin ich auch dabei" Ein 1890 in Köln erschienenes Flugblatt bekennt: „ Die Schranken, die gezogen, müssen fallen, Durch Blut und Trümmer laßt zum Ziel uns wallen, Und selbst den Mord nicht scheuen, wenn's vonnöten. Der Unterzeichnete bekennt sich als Verfasser und erklärt: Ich gebe zu, daß die in obigen Säßen enthaltenen Be hauptungen der Grundlage entbehren und nehme die darin gegen die freien Gewerkschaften, ihr Wahlfomitee, ihre Kandidaten, besonders auch gegen bie socialdemokratische Partei gerichteten Beleidigungen mit dem Ausdruck des Bedauerns zurüd. Salt, 1. Februar 1901. 8illeffen, Kaplan. In diesem Einzelfalle war es möglich, den Verleumder zu ergreifen und zur Abbitte zu zwingen. Bir bezweifeln nicht, daß das Centrums- Christentum dennoch dieselben blöden Lügen weiter im eisernen Bestand seiner geistigen Waffen bewahren wird. * Etwas weniger plump, aber nicht weniger verlogen betreibt die Germania" ihr Handwerk. Dem Nachweis des„ Terrorismus der Socialdemokratie" gilt ihr heißestes Mühen. " " " Ueber die Verhandlungen des württembergischen 2andtags zur Zollfrage, worüber wir schon furz berichteten, wird uns aus Stuttgart berichtet: Am Donnerstag und Freitag wurde in 3 Sizungen die Debatte über den Centrumsantrag betr. die Erhöhung der Zölle auf Waizen, Roggen, Gerste und Hafer fortgesezt. Es beteiligten sich an der Debatte über 20 Redner. Den socialdemokratischen Standpunkt vertrat in einer äußerst wirkungsvollen Rede unser Genosse Tauscher, der alles Material zusammengetragen hatte, um die Schädlichkeit der Zollpolitik zu beweisen. Eine sachlich wirkungsvolle Rede gegen die Zölle hielt auch Minister v. Pifchet, der aber doch zum Schluß kam, daß ein mäßiger 80 II" nötig sei. Der Grundton der Debatte war, man wolle einen mäßigen 8oll, der aber nicht dazu führen dürfe, den Abschluß der Handelsverträge zu erschweren. Nur zwei Bauernbündler erklärten, daß wenn wir keinen 5 Mark- Boll erhalten, dann verzichten wir lieber auf alles. Unser Genosse Blumhardt, selbst Landwirt, bekämpfte die Interpellation, weil die Wirkung des Zolls dem Landwirt nur schädlich sei. Dem Landwirt helfe in wirksamer Weise nur ein rationeller, solidarischer Betrieb, nicht nationaler Abschluß, sondern wirtschaftliche friedliche Weltpolitik. " Der Antrag wurde in namentlicher Abstimmung mit 63 gegen 25 Stimmen angenommen. Mit Nein stimmten selbstverständlich die Socialdemokraten. * Bisher fehlte es noch allenthalben in der Bevölkerung an ge gefüligig dient. Doch die Erklärung des Grafen Bülow nügender Klarheit über die Pläne der Junker, denen die Regierung hat die Masse der Arglosen aus dem Schlummer geweckt. Bald wird der Zorn wider die ungeheuerlichen Zumutungen der Brotverteuerer in lodernden Flammen emporschlagen. Schon beginnt sich die arbeitende Bevölkerung zu regen. In zahlreichen Städten werden Protest versammlungen vorbereitet oder finden bereits statt. Verstaatlichung der Hypothekenbanken? Es wird uns geschrieben: Der konservative Antrag auf Beseitigung der privaten Hypothekenbanken, der im Abgeordnetenhause eingebracht ist, berrät den agrarischen Pferdefuß. Dennoch ist er nicht ohne Wer hat nun, fragen wir, das angeblich von Rolletowsti her weiteres von der Hand zu weisen, vielmehr als erfreuliche rührende Zeugnis ausgestellt? Was den Mitunterzeichner des Anregung zu begrüßen. Selbstverständlich muß die AnBeugnisses, Herrn Baumeister Schröder anlangt, so wissen wir von gelegenheit im Reichstage erledigt werden. Vor Erlaß ihm nichts, Herr B. dagegen hat ausdrücklich und wiederholt erklärt, bes Reichs- Hypothekenbank- Gesetzes vom 13. Juli 1899 hat die Unterschrift, die man von ihm allerdings verlangt hat, nicht man den Einzelstaaten die Relegung dieser Banten überlassen, gegeben zu haben. was aber als ganz unzulänglich sich herausgestellt hat; schon der Und weiter. Nach der Behauptung der Germania" haben die Umstand, daß die Banken ihre Pfandbriefe im ganzen Reich unterMitglieder des Zimmererverbands zuletzt das Mittel der Verbringen und auch sich mit ihren Beleihungen nicht an die minderung der Arbeitsleistung angewandt, um Herrn Landesgrenzen kehren, erfordert eine gleichmäßige Regelung Stolletowski zu zwingen, Hoppe zu entlassen. Wir sind in der Lage, durch das Reich. Was im Abgeordnetenhause beschlossen wird, dieser weiteren Verleumdung die folgende Erklärung des Herrn fann nur als Anregung für die Reichs- Gesetzgebung gelten. Kollekowski entgegenzustellen: Es erscheint als eine dringliche Aufgabe, daß im Reichstage alsbald die Initiative ergriffen wird, um die Hypothekenbanken auf eine andre gesetzliche Grundlage zn stellen. Freilich: So wie die Agrarier sich die Sache denken, wird sie nicht werden können. Diese Herren haben sich bei der Beratung des Hypothekenbank- Gesetzes, wie jetzt bei ihrem Antrag allein durch die Absicht leiten lassen, die für den landwirtschaftlichen Kredit arbeitenden Land" Hiermit bescheinige ich gerne, daß die Unterstellung, die Genossen haben auf Verabredung bedeutend weniger geleistet, so daß sich der Polier genötigt sah um der Arbeit einen besseren Fortgang zu sichern den Hoppe am Montag, den 21. Januar, zu entlassen", völlig auf unwahrheit beruht." Das Centrum, dessen Unternehmer- Angehörige getrost in Berlin- Schöneberg, den 1. Februar 1901. der gleichen Organisation neben Liberalen und Atheisten wirken Franz Kolletowsti. dürfen, gründet katholische Arbeitervereine", um Zwietracht in die Die Mär von der geringen Arbeitsleistung kennzeichnet sich so schaften 2c. zu begünstigen und für die Pfandbriefe dieser Arbeiterbewegung zu säen. Sobald dann aus dem Nebeneinander als eine aus den Fingern gesogene Lüge. Und diese elende Lüge Institute Vorzüge zu schaffen. Schon vor einigen Tagen erbestehen zweier Arbeiterorganisationen der geringste Stouflift ent- war der letzte Rettungsbehelf der„ Germania" und ihrer Hinter- flärte die Deutsche Tageszeitung", ein Teil ihrer Freunde steht, zieht die„ Germania" aus erlogenen Thatsachen erlogene Wut männer. stehe nicht auf dem Standpunkte, daß man die Staatswider den angeblichen Terrorismus der freien Gewerkschaften und der Wie eifrig hatte sich die gesamte Scharfmacherpresse aller Richa ufsicht über die Hypothekenbanken verschärfen und damit Socialdemokratie. Wie wichtig dergleichen Vorkommnisse der Ger- tungen über diesen Fall" gestürzt. Jezt ist offenbar, daß die„ Ger- das Vertrauen des Publikums zu den Pfandbriefen dieser Banken mania" zum Zweck der Abschreckung ihrer Schäflein vor dem Klaffen- mania" mit ihren Gewährsmännern elendiglich hereingefallen ist. erhöhen müsse, sondern es sei vielmehr umgekehrt das bewußten, ernsthaft kämpfenden Arbeitern dünken, beweist ihre Der Renegat Hoppe, der früher Mitglied des socialdemokratischen" Publikum aufzuklären, daß jene Pfandbriefe ein Papier umfassende Behandlung in wiederholten Leitartikeln. Diese all- Verbands war, schließt sich würdig den Finken und Fischern der" Post" 3 weiter Güte feien. Diese Absicht, den ländlichen Kredit gemein politische Bedeutsamkeit solcher Auseinandersetzungen zwingt an. Seine christliche" Gesinnung, die er seinen Arbeitskollegen auf Kosten des städtischen zu begünstigen, hat nun den kondaher auch uns, dem Einzelfall gründlich nachzugehen und an ihm gegenüber in die Worte zu fleiden pflegte: Schmeißt doch!( d. h.:servativen Antrag zu stande gebracht. Denn die Hypodie Centrumsverlogenheit darzuthun. 12egt doch die Arbeit nieder!), dann bin ich Gemaßregelter und belt hetenbanken, die mehr als 6 Milliarden Pfandbriefe " " laufen haben, dienen überwiegend dem städtischen Grundkredit. Es liegt aber ein sehr großes Interesse weiter Be dölkerungskreise. insbesondere auch der Arbeiter, vor, daß der städtische Grundkredit nicht erschüttert, sondern vie! mehr erleichtert, gesichert werde. In den Großstädten ist die B a u t h Ä t i g k e t t ganz auf diesen Bankkredit zw geschnitten, und die Arbeiter im Baugewerbe sind also an dem städtischen Grundkredit als Teilnehmer an der Pro d u k t i o n stark interessiert. Als Konsumenten von Wohnungen sind sie und die gesamte, nicht zu den Hausbesitzern zählende städtische Bevölke r u n g lebhaft daran interessiert, daß im Frühjahr Kapital für Bauzwecke flüssig wird. Auf der andren Seite hat die bisherige private Organi- sation des Hypothekenbankwesens noch jedesmal beim Eintritt einer ungünstigen Konjunktur eine schwere Erschütte rung desselben städtischen Kredits, dem die Hypothekenbanken dienen, zur Folge gehabt,— wir stehen noch nicht am Ende der Ueberraschungen, wenn auch die noch zu erwartenden Er schüttenmgen nicht so schwer sein werden, wie die Entwicklung des Sandenschen Schwindels. Es ist auch eine Thatsache, daß die Preistreiberei in städtischen Grundstücken durch die an hohen Beleihungen interessierten privaten Banken begünstigt ist und wird. Die Folgerungen aus diesen Thatsachen ergeben sich von selbst: Die agrarische Anregung ist aufzunehmen und die Kommunalisierung des st ä d t i s ch e n Hypothekar k r e d t t s durch Reichsgesetz zu er st reden, durch ein Reichsgesetz, das sich aber nicht auf ein Verbot be schränkt,— was geradezu lächerlich und unmöglich wäre— sondern die Errichtung von kommunalen Pfandbriefämtern in allen größeren Städten vorschreibt und den Uebergang der bestehenden Anstalten auf diese Aemter regelt. Es empfiehlt sich von selber, städtische Bau- und Grundstücksämter mit den zu errichtenden Pfandbriefämtern zu verbinden und den Kommunen einen weitgehenden Einfluß auf die Bauthätigkeit zu sichern, insbesondere auch das Baupolizei-Rccht überall aus die zu errichtenden städtischen Bau-Aemter zu übertragen. Mit dieser Fassung wäre dem agrarischen Antrag der Klumpfuß orthopädisch kuriert und durch sachgemäße Ent Wicklung des Antrags die entgegengesetzteWirkung von derjenigen erzielt, die die Agrarier wünschen. Die Anregung, den städti schen Anstalten für den städtischen Bodenkrcdit einfach zu untersagen, ohne für Errichhing öffentlicher Aemter in den Städten gleichzeitig zu sorgen, ist von der Art. daß man im Wörterbuch schon in sehr tiefe Regionen steigen muß, um sie zu kennzeichnen. Die agrarischen Herren vergessen übrigens ganz, daß in der Geschichte des Grundkredits in Preußen und Deutschland zu wiederholten Malen die Kreditnot des ländlichen Grundbesitzers akut geworden ist, und daß, wenn eiw mal der große„Bauschwindel" des Kornzolls und mit ihm die Grundstückspreise zusammen krachen, die Landschaften mit ihren Pfandbriefen auch etwas erleben können. Li-Hung-Tfchang. Li'Hung-Tfchang, der seit seinem Bestich Europas bekannteste Sohn des seit der europäischen Invasion seinem Namen so gar nicht entsprechenden himmlischen Reichs wird zwar bereits als Verstorbener mit diversen Nachrufen beehrt, doch steht zur Stunde noch nicht fest, ob ihm wirklich ein wohlwollendes Geschick davor bewahrt hat, den ferneren Vermittler jenes demütigenden Friedensvertrags zu spielen, den westlicher Uebermut seinem Vaterlande zu diktieren beabsichtigt. Da schon seit längerer Zeit die Nachrichten über seinen Gcsundheits- zustand recht bedenklich lauteten, kommt die Todesnachricht jedenfalls nicht überraschend. So glücklich der chinesische Staatsmann zu preisen wäre, wenn ihn der Tod gerade jetzt hinweggerafft hätte, so ungünstig wäre freilich der Zeitpunkt für die obligaten Lobeserhebungen durch jene Presse, die mit jedem Hochgestiegenen oder auch nur Hochgeborenen ihren Kult zu treiben pflegt. Welch ekelhaft übertriebene Huldigungen wurden dem Totgesagren bei seiner Reise durch Deutschland im Frühjahr 1836 zu teil! Der höchste Preis, den das deutsche Preß-Kulitum zu vergeben hat, der Titel eines chinesischen Bismarck, wurde auch Li Hung-Tschang gespendet, dieweil man in ihm die Inkarnation jener fremdenfreundlichen chinesischen Strömung erblickte, die den euro päischen Kapitalisten immense Profite in Aussicht stellte. Dotz Li- Hung- Tschang damals auch vom„Altreichskanzler" und Wilhelm II empfangerz wurde und von letzterein die Zusiche- rungen höchster Freundschaft erhielt, ist bekannt. In demselben Jahr erfolgte freilich noch die„Pachtung" von Kiautschou. Das Balgen um die dicksten Rosinen in dem chinesischen Kuchen begann und die Fremdenfreundschast in China bekam in den Angen der Chinesen den bösartigen Charakter des Volks» und Vaterlandsverrats Weil nun Li-Hung-Tscha»g trotz seiner Anerkcunung der Vorzüge der technischen Kultur des Westens nicht gern diesen Ehrentitel er- werben wollte, verscherzte er sich wieder durch sein chinesisch vor- fichtiges Lavieren zwischen den politischen Extremen die hohe Met nung, die die Kapitalistenpreffe 1836 in plötzlicher Erleuchtung von ihm, dem chinesischen Bismarck, gewonnen hatte. Au« dem„genialen Staatsmann", der Eisenbahnen bauen ließ, europäische Techniker und Militärinstrukteure ins Land zog. wurde ein„alter pfiffiger Schurke dessen jewige Winkelzüge der westlichen Diplomatie tiefes Mißtrauen einflößen mußten. Die Nachrufe sinddennauch aufeinensehr nüchternen Ton gestimmt. ES ist freilich die Frage, ob Li-Hnng-Tschang es nicht vorziehen würde, lieber der europäischen Presse als verschlagener Astate, als seinen Landsleuten als Volks- und Vaterlandsverräter zu gelten.— Li-Hung-Tschang wurde am 14. Februar 1821 geboren. An der Niederiverfung des T a i p i n g a u f st a n d s war er in erster Linie beteiligt. Später verwaltete er als Gouverneur verschiedene Pro- vinzen und erwarb sich namentlich als Vicckönig von Tientsin de» Ruf eines fremdenfreundlichen Beamten. Zweifellos war er auch gewillt, die technischen Errungenschaften des Westens in seinem Baterlande einzubürgern; daß er sich nicht zur schäbigen Kreatur der erobcrungslustigen Westmächte herabwürdigte, ist unter seinen Charakterzügen natürlich nicht der unshmpathischte.— Deutsches Mch. Der Kaiser und Herr«alli». Der Ausschluß der Juden von der verfassungsmäßigen Gleich- Berechtigung aller Staatsbürger, den Jnstizminister S ch ö n st e d t im Abgeordnetenhausc verkündigte, ivurde in der liberalen Presse mit ebenso erregten, wie berechtigtem Protest beantwortet. Jetzt hat diese Presse schnellen Trost und Thräucnstillung gefunden. Die„Vossische Zeitung" erzählt folgende kleine Geschichte: „Man erzählt, daß der Kaiser bei seinem jüngsten Besuch in Hamburg dem Generaldirektor der Hamburger Paketfahrt- Altieiigesellschaft, Ballin, gesagt habe, er stehe noch nicht an der rechten Stelle, es müsse dafür ge- sorgt werden, daß er dahin gelange. B a l l i n bemerkte:„Ja Majestät wissen wohl nicht.. Der Kaiser fiel ihm inS Wort:„Was, daß Sie Jude sind? Das ist mi ganz gleichgültig, das macht mir ntchts; das können Sie jedem sagen." Die liberale Presse ist entzückt. Da«„Berliner TageblatI spricht von einer„Manifestation des Staatsoberhaupts", die„überall im Lande den lebhaftesten Wiederhall wecken werde," und beleitartilelt den Gegensatz zwischen„Kaiser und StaatSministerium." Unzweifelhaft hat die Seußerung de« Kaisers den Monarchismus de«„Bcrl. Tagebl." um 1 Prozent gesteigert. Hoffentlich erfolgt nicht allzu baloiger und jäher Kurssturz durch die Meldung, daß nicht alle Juden BallinS und hoch verdient um Förderung der Welt Politik sind.. Die Kanalvorlatze, die Montag im«bgeorbnetenhanse zur Beratung gelangt, ist in den letzten Tagen in den Fraktionen des HauseS vorberaten worden. In der freikonservativen Partei solle «/» der Abgeordneten mehr gegen als für die Vorlage sein. Die „Deutsche Tageszeitung" schildert die Aussichten des Gesetzes als „augenblicklich nicht günstiger, ja vielleicht ungünstiger als im ver- gangene» Jahre. Die Aussichten der Kanalvorlage werden nicht eher günstige werden, als bis den Junkern der Kornzolllvucher endgültig ge sichert ist.—_ Asiatische Verrohung. Daß der Erfolg deS Chinakriegs nicht der ist, die Chinesen für die westliche Kultur zu gewinnen, sondem vielmehr der. den an- geblichen Kulturträgern de« WestenS den dünnen KulturfirniS voll ständig abzustreifen, hat die Art der europäischen Kriegsführung hm länglich bewiesen. Ein neues Glied in der Kette diese« Beweises bilden die traurigen Ersabningen, die der Kriegsberichterstatter der „Frankfurter Zeitung" in seinen letzten Berichten niedergelegt hat. In dem ersten in Frage kommenden Bericht schildert der Be- richterstatter das Treiben des internationalen Offizierscorps auf einem zu Ehren eines hohen russischen Offiziers veranstalteten Festessen mit nachfolgendem Tanzvergnügen. Als das in orgiastische Raserei ausgeartete Festtreiben seinen Höhepunkt erreicht hat und die Tänzer — lauter männliche Individuen— nach russischem Borbild sich stürmisch abküssen, entflieht der Berichterstatter der grotesken Scene indem er fich auf die Veranda des Hotels begiebt. „Doch was ist das? Feuerröte am Himmel, und zwar nicht in der Richtung der Chinescnstadt, sondern nach dem Bahnhof zu. Ich winkte einen alten Ticntsiner aus dem Tanzsaal heraus. „Wo brennt das ivohl?" „DaS ist in der Nähe des Bahnhofs. Wenn die Kerle das jetzt schon wieder wagen, so können wir im Winter»och lvas er- leben." „Glauben Sie denn, daß die Boxer wieder thätig sind?" „Aber selbstverständlich I Heute morgen find wieder zwei ge köpft worden und im Verlauf des Tages haben die Japaner über dreißig der Lumpen verhastet." „Woran erkennen denn die Japaner die Leute?" „Die haben ein geheimes Abzeichen, einen blauen Stern an der Innenseite des Kragens. Allerdings hatten Sie meinen Boy auch aus Versehen verhaftet. Ich habe ihn mir aber wieder geholt." „Ja, dann können die Japaner sich ja auch noch bei andren irren I" „DaS macht nichts. Je mehr Chinesen geköpft werden, desto besser I" „Und da ist die chinesische Quittung auf ein derartiges Ver- fahren," sagte ich. auf die Braudgegcni zeigend. Ich ging nicht mehr zu», Tanz; mir war der Abend ver- darben. In der Nacht träumte ich vom Köpfen und Küssen, von Tanzen und Brenne n." Der zweite Bericht schildert die Hinrichtung des Boxer- ü h r e r s Tan in Tientsin. Tan wurde zur Abwechselung nicht erschossen, sondern eköpft. Das Erschießen betrachtete man als eine zu Humaue strafe, weil der Erschossene nach dem Vollsglauben dann in den Chinese„hin, m el komme, während ein Geköpfter nach eben diesem Glauben im Jenseils ewig kopflos umher- r r e n müsse. Indem man Tan köpfte, ersparte man also gleichzeitig dem Chincsengott das Amt des Rachrichters. Zugleich auch nahm man der Familie das linden, de Gesühl, ihr Haupt im Jenseits einmal wiederzufinden. Zweifellos äußerst christlich. Wie es bei der Hinrichtung selbst zuging, wollen wir den Berichterstatter schildern lassen: „Dieser Platz sollte zur Richtstätte dienen. Auf der Er- höh, mg rechts hatte bereits ein deutscher Lieutenant einen ge- waltigen photographische» Apparat aufgebaut, während links nichts zu sehen war. Der Apparat empörte mich, den» ich halte eS für eine Geschmacklosigkeit, einen Delinquenten in seinen letzten Zuckungen zu Photographie«», lediglich„m eine interessante Er- innerung zu haben, oder um dem Publikum in der Heimat ein grausiges Bild vorführen zu können. Wir haben hier draußen genug zu thun, um u«S selbst vor Verrohung zu bewahren, u»d sollten uns gewiß hüten, auch noch unfre Laudstrutc tu der Heimat zu verrohen..." „Der ganze entsetzliche Vorgang nahm verhältnismäßig geringe Zeit in Anspruch. Schnell waren die Truppen im rechten Winkel aufgestellt und der Delinquent, ein etwa fünfzigjähriger untersetzter Mann, trat festen Schrittes vor. Ohne einen Befehl abzuwarten, kniete er nieder und ließ sich nihig die Aiigrn verbinden. Ebenso willig beugte er das Haupt, u», das der Zopf gewickelt war. Nun warf der Henker seinen Mantel ab und hob da» Schwert. Ich sah weg, denn es war mir unmöglich, das Schwert niedersausen zu sehe». Aber ich hörte eS leider niederfallen, und zwar nicht ein- mal, nein fünfmal.„Um GotteSwillen", höre ich in meiner Nähe rufen, der Kerl kriegt den Kopf nicht ab l" Mir schwindelt». Ich habe ein Gefühl, als müsse ich jemandem an die Kehle fahren und dränge mich schnell durch, um in meiner Ricksha sofort den schrecklichen Platz zu verlassen. Da geht eS plötzlich wie ein Auf- atmen durch die ganze Volksmenge. Der Kopf ist gefallen. Unwillkürlich wende ich den Blick noch einmal zurück und sehe den englischen Offizier am Rande des Platzes stehen. Er ist bleich geworden wie ein Mensch, der Furchtbares sah. Wohl mochte er in Transvaal den Tod i» mancherlei Gestalt gesehen haben, aber für dies« Art,„humaner Hinrichtung" reichten seine Nerven offenbar nicht aus. Sein Blaßwerden rechne ich ihm übrigen» hoch an, ja«S gefiel mir sogar besser als das Lächeln, welche« unglaublicherweise einige Gesichter zeigten. Das Blaßwerden bewies niir, daß der Engländer ein Gentleman war, das Lächeln bewies mir von andren Leuten das Gegenteil. In Gedanken zog ich aber vor dem englischen Offizier den Hut ab, als ich erfuhr, daß erbet seiner Ankunft auf der Richtstätte dem vor» erwähnten photographielustigen Offizier zu- gerufen habe, daß es nicht gestattet fei, die Hin» richtungsscene zu photographieren." Kinderschutz. Die vom Grafen Posadowskh angekündigte Au?- dehnung der Kinderschutz-Vorschriften auf die Hausindustrie soll auch daS Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern regeln. Der Entlvurf dürfte, wie die„Berl. Pol. Nachr." mitteile», die Grenze, von der ab die Eltern die eigne» Kinder beschäftigen dürfen, auf daS zehnte Lebensjahr festsetzen, während die Grenze für andre Kinder um einige Jahre höher normiert werden soll. DaS wären natürlich völlig unzureichende Schntzbestimniungen. Agrarische Rechenkunst. In der„Deutschen Tageszeitung" wird eine Rechnung aufgemacht über die Rentabilität der Laudioirt- schaft auf Grund der Einkünfte aus einem verpachtete» Hofe 10 Kilometer von Bremen. Danach bringt der Hos LS41,öO M. Landpacht, 380 M. Miete für die Gebäude und 30 M. Jagdpacht, also zusammen 2961,50 M. Steuern, Lasten K. machen 957 M., Zinscn für 16 500 M. Schulden 660 M., zusanimen 1617 M., bleiben 1344 M. Weil der Hof ungefähr 130 000 M. wert ist, so genießt der Besitzer nach Abzug der 16 500 M. Schulden für 113 000 1344 M, Zinsen, also l1/, Proz. In der That, der Mann muß ein Esel sein, weil er den schon verpachteten Hof nicht lieber verkauft. Revidieren wir aber die Rechnung ein wenig, so komme» wir dahinter, daß ihr Ansatz einen Haken haben muß. Der Hof muß über 200 Morgen groß sei», und die bringen in der Nähe von Bremen, wenn sie regelrecht verpachtet werden, ungefähr das Doppelt« der Summe ein. dir das agrarische Blatt angiebt. Die Hofbesitzer in der Nähe von Bremen, die einen Hof von 200 Morgen mit nur 16 500 M. Schulden haben. sind alle„reiche Leute" nicht mir soweit ihr Besitz, sondern auch soweit der Ertrag des Besitzes in Frage kommt.— Die Reichstags-Ersatzwahl in Posen, die infolge deS Tods des Abg. Motty stattfinde» muß, ist nach dem„Pos. Tagebl." auf den 11. März anberaumt worden.—' Vom christlichen Wirken der deutschen Truppen in China erzählt ein Soldatenbrief, der einen Unteroffizier des 2 Bataillons des 4. ostasiatische» Infanterie-Regiments zun, Verfasser hat und von dem„Fränk. Courier" veröffentlicht worden ist. In dem Brief heißt es: „Die Bewohner der Stadt sehen«nS auch mit scheelen Augen an; um nämlich den Bedarf an Winterholz zu decken, rissen wir einen Tempel ein. welcher prachtvoll gebaut und mit wunderschönen Götzenbildern, vielleicht Stück, aller Größe» aus- gestattet war." Man denke sich in Deutschland feindliche Truppen ihren Be- darf an Winterholz an den kunstvollen Heiligenbildern eineS deutschen Doms decken! Welcher Ingrimm würde die— gläubige sowohl ivie nichtgläubige— Bevölkerung solchen Barbaren gegenüber er- füllen! Und vergebens warten wir auf den EntrüstungS- I u r», der kirchlichen Presse. Dieselbe Presse, die täglich darüber zetert, daß die Svcialdemokratie ihren Programmsatz, der die religiöse Toleranz ausspricht, nicht bis aufs Tüpfelchen überm i innehalte, hat bis jetzt noch lein Wort des Tadels über die un- erhörte Kränkung des religiösen Gefühls der Chinesen gefunden, Ob der obige Hunnenbrief nicht endlich das pharisäische Gefühl ihrer Selbstgerechtigkeit erschüttern wird?— Preußische Kultur. In keiner zweiten Provinz Preußen« herrschen so arge Schulder Provinz Posen. Wir hatten schon öfter« Ge» zu lesen, die dem Einsturz nahe. mußten, über überfüllte Schul- der Provinz, wenn jede Klasse haben sollte, nicht weniger als amtlichen Stattstik sind nämlich jUstände wie in legenhcit, über Schulgebände polizeilich geschlossen werden klaffen usw. Es fehlen in ordnungsgemäß ihren Lehrer 1532 Lehrer;»ach der letzten 6406 Schulklassen, aber nur 4874 Lehrkräfte vorhanden. Dadurch ist oft ein Lehrer gezwungen, in 2 Klaffen zu unterrichten. Auf je 100 Lehrer kommen im Regierungsbezirk Posen 155 Schulstellen, im Regierungsbezirk Bromberg 143. Jeder dritte Lehrer hat somit in der Provinz Posen 2 Schulklassen zu verwalten. Hierzu kommt das schlimmste, daß mehr als ein Viertel, etwa 23 Proz. aller Schulkinder in über- iillren Klaffen unterrichtet werden. Es werden in einer großen Reihe von Schulen IStt bis 175 Schüler von einem Lehrer in einer Klaffe unterrichtet.. So hat je ein einzelner Lehrer in Ncudorf, Kreis Wreschen 110— 120 Kinder, in Korytnica, Kreis Krotoschin 140, in Pawlowa bei Welnau 150, in Grabowo, Kreis Wreschen 160, in Lutomek, Kreis Birnbaum 170 Schüler zu unterrichten. In der katholischen Schule zu Kwiltsch sind für 280 Schüler 2 Lehrer, in Ligota für 250 Kinder 2 Lehrer vorhanden. An einer ganzen Reihe, besonders an katholischen Schule», können oft 20—30 schul- Pflichtige Kinder wegen Raummangels nicht auf- genommen werden. In Grudziliec. Kreis Pieschen, mußten letzte Ostern zahlreiche Kinder, die die Schule bereits in Jahr b'e sucht hatten, entlassen werden, weil ür sie kein Plan vorhanden war. Das ist ein' Bild von der„kulturellen Hebung de« Ostens". Ein einziges Kriegsschiff weniger und eine ganze Reihe von Ort- chaftcn würde sich glücklich schätzen, wenn daS Geld zur Erbauung von Schulen verwendet würde. Eine Regierung, die solche Zustände im eignen Lande duldet, wagt es dann zu rühmen, sie wolle die Kultur in ferne Länder tragen.— Einer schweren Beleidigung der sächsischen Gerichte machen ich die„Berl. N. Nachr.", das Organ des Scharfmacher- Verbands, chnldig, indem sie schreiben: „Es ist bekannt, wie in Sachsen entsprechend der größeren socialdcmokratischen Gefahr alle bernfeneu Stellen, Regierung, Volksvertretung und Gerichte, um so rücksichtsloser und schärfer gegen sie vorgehen." Es gehört' docki gerade zu den krampfhastest festgehaltenci, Traditionen der Vertreter der heutigen Ordnung, daß die Richter, unbeirrt von den polittschen Tagesströmungen. objektiv recht- spreche», keiner Partei zuliebe, keiner zuleide. So verlange» eS auch die bestehende» Gesetze, und wehe dem Socialdcmokrate», der von bestimmten Gerichten zu behaupten wagte, daß sie ans politi- scheu Nückstcbten urteilten. Gerade die. sächsischen Gerichte sind in diesem Puntte außerordentlich empfindlich. Unser verstorbener Kollege Jacobeh hat daS an sich selbst erfahren könne». Als er im„Vorwärts" behauptete, das sächsische Oberlandes- gericht hätte Socialdemokraten für minderen Rechts erklärt, da wurde ilim der Prozeß aemacht, und über seine Freisprechung konnte die Scharfmacherpreffe, allen voran die„Berliner Neuesten Nachrichten", den Mund gar nicht weit genug aufreißen. Und jetzt? Jetzt erklärt dieses selbe Blatt, die sächsischen Gerichte gingen schärfer und rück- sichtsloser gegen die Socialdemotratie vor üud sie wären sogar be- rufen dazu?— Streitigkeiten zwischen der Civil- und der Militärvcr- waltuug in Kamerun haben zur Abberufung des Kommandems der Schutztruppe in Kamerun, des Majors von K a n, ptz, geführt. Es wäre vielleicht nicht uninteressant, zu erfahren, w o r i>, eigentlich diese Streitigkeiten bestanden haben.— Der Grobe Uiifug im OberlandeSgerichtö- Bezirk Nnnm- bnrg. Der Kampf des Oberlandesgerichts Naumburg mit den Ge- richten seines Bezirks um die Anwendung deS Begriffs„Grober Un- fug" auf Handlungen, die zur A II s ü b„ II g des K o a l i ti o II s- rechts geböreu, hat eine neue juristische Leistung gezeitigt. Ter Tischler Rödel in Halle soll duich S t r e i k p o st e n st e h e n groben Unfug verübt haben. Schöffengericht und Landgericht er- kannten auf Freisprechung. Der Angeklagte hatte allerdings drei Personen angesprochen, diese hatten sich jedoch nicht von der Ardeit abhalten lassen und es wurde nicht als erwiesen angenommen, daß sich Personen beunrnhigl gefühlt hätten. Das Ober-Landesgericht hob das freisprechende Urteil auf und verwies die Sache an die Vorinstanz zurück. Es müsse " Partei- Nachrichten. geprüft werden, ob eine Beunruhigung des Bublifums eintreten dörffer in Marburg und dem früheren antifemtisschen Reichs 1 Ablehnung der Friedensangebote. konnte, ob das Ansprechen ein Grund zur Beunruhigung ist oder tag& Abgeordneten für Erbach- Bensheim, Hirschel, aus- Der Standard" berichtet aus Pretoria vom 31. Jamar, der ob ein Zusammenstoß zwischen Streikenden und Arbeitswilligen zu gebrochene Breßfehde ein für legteren wenig rühmliches Ende. Als frühere Präsident Pretorius fei nach einem Besuche bei General befürchten war. 1. 8t. Erdmannsdörffer von der antisemitischen zur nationalsocialen Botha dorthin zuriidgekehrt; seine Friedensmission sei vollständig In der neuen Verhandlung vor dem Landgericht fagte ein als Bartei abschwenkte, suchte er diesen Schritt sowie die Bee gescheitert, da Botha erklärt habe, sein Vorgehen sei unnüß, und Beuge vernommener Wertmeister aus, es hätten sich unterstrebungen der Antisemiten in einer Broschüre mit dem ihm verboten habe, auf denselben Gegenstand nochmals zurückzunehmer durch Streikposten beunruhigt gefühlt. Ein Polizei Titel" Dem Abgrund zu" Klarzulegen. Seit dieser Zeit tommen. beamter bekundete, der Angeklagte habe ihm erklärt, daß er gab e8 bann zwischen dem Ausgetretenen und einigen spazieren gehe, auffällig für andre Leute sei sein Verhalten nicht antisemitischen Abgeordneten heftige Auseinandersetzungen, die später gewesen. in öffentlichen Versammlungen in Marburg und in Artikeln der von Das Landgericht fügte sich diesmal und erklärte, es sei erwiesen, Hirschel redigierten und hier herausgegebenen Deutschen Volkswacht" daß der Angeklagte Streitposten gestanden habe und dies sei an eine entsprechend kräftige Fortsetzung fanden. Erdmannsdörffer Donnerstagabend feine ordentliche Generalversammlung ab. An den Der focialdemokratische Verein Nürnberg hielt am und für sich geeignet gewefen, au beunruhigen wurde als Judenknecht und Fälscher" bezeichnet, dessen Blatt von Geschäftsbericht schloß sich eine lebhafte Erörterung über die neuerund einen Teil des Publikums" in Mitleidenschaft zu ziehen. Es Sonnemann oder den Juden bestochen, getauft oder fubventioniert Geschäftsbericht schloß sich eine lebhafte Erörterung über die neuererkannte jedoch nur auf eine Mart Geldstrafe. sei. Auch sollte E. in einer Versammlung die Rednerliste gefälscht dings wieder in der Freien religiösen Gemeinde in der Angelegenheit Damit ist der Einzelfall so billig als möglich aus der Welt ge: haben, damit Genoffe Scheidemann die Antisemiten gehörig vor- Dertel gegen einzelne Mitglieder der Parteileitung erhobenen Vorschafft und dem Landgericht eine nochmalige Verhandlung desselben nehmen" sollte. Darauf folgte dann die Erdmannsdörfferiche Entwürfe und Beschuldigungen, die von der gegnerischen Preſſe in der erfpart. Die geringfügige Strafe läßt aber erkennen, daß das Gericht hüllung, daß antisemitische Abgeordnete einem jüdischen Parlaments- gebäffigsten Weise ausgeschlachtet wurden. Das Berhalten der Herren nur widerwillig der Auffassung des Oberlandesgerichts folgt. Es wird berichterstatter für Geld Raubniek und Muskat, wurde von den meisten Rednern scharf getadelt, weil Berichte lieferten und demnach vermutlich, wie es das in der legten Zeit schon mehrfach gethan öffentlich Wasser predigten, aber heimlich Wein tränken. Gefie hinter den Treibereien ständen, sich aber trotzdem noch Genossen hat, bei neuen Fällen gleicher Art zunächst immer wieder frei- meint nennen. Es wurde auch gefordert, sie ans der Partei auszuschließen, waren damit die Herren Werner- Kassel und Hirschel. sprechen. Schließlich reichte Erdmannsdörffer die Klage gegen Hirschel wegen war, verwahrte sich gegen den Vorwurf, als habe er die gegnerische die sie fortgesezt mit Füßen treten. Mustat, der selbst anwesend Wenn das Oberlandesgericht aber schon soweit geht, die Mög- Beleidigung ein, die nach mehrfachen ergebnislosen Terminen heute Presse mit Mitteilungen in dieser Angelegenheit versorgt. Er gab lichkeit des Gintretens von Beunruhigung zur infolge eines in einer nichtöffentlichen Verhandlung geweit gegangen zu Charakterisierung einer Handlung als groben Unfug für ausreichend schlossenen Vergleichs zurückgezogen wurde. Herr Hirschel verstand sich zu, im Anfang in der Aufregung zu zu erklären, so wäre doch der Schritt nicht mehr groß, wenn es sagte, dabei zu einem recht umfänglichen Widerruf seiner in sechs Artikeln fein; nun habe er eingesehen, daß er unrecht gehabt, ferner geftand eine Bestrafung habe einzutreten, wenn eine Handlung möglicher- gegen Erdmannsdörffer erhobenen Beschuldigungen. Vor allem er zu, daß das Verhalten der Parteileitung zu den Hinterbliebenen weise grober Unfug sein tönnte. Das würde die Sache furchtbar nahm er die Behauptung zurück, daß Erdmannsdörffer aus andren ihm entgegen, daß er, wenn er jenem Treiben fernstehe, doch schon längst Oertels, insbesondere deren Abfindung, nur loyal war. Man hielt vereinfachen. als innerlichen Gründen seine politische Mauferung vorgenommen Das Schicksal der blanken Knöpfe, benen wir bereits die babe, die nur durch finanzielle Beeinflussung zu erklären sei. Auch die Verpflichtung gehabt hätte, gegen die gehäffigen Breßangriffe auf die Grabinschrift verfaßt hatten, soll nach einer Meldung der Deutschen die angebliche Fälschung der Rednerliste wurde bedingungslos preis- Bartei zu protestieren, da in Berbindung damit stets auch fein Name Wenn er derartiges ruhig ansehe, müsse er sich Tageszeitung" noch keineswegs entschieden sein. Die neuen gegeben. Auch der Vorwurf der Lüge und Verzerrung in genannt wurde. Uniformen feien zunächst nur, wie das Blatt aus bester Quelle der Broschüre Dem Abgrund zu" wurde reumütig zurück- auch den Verdacht gefallen lassen, daß er mit jenen Leuten unter einer Decke stede. Mustat erklärte sich bereit, eine diesbezügliche erfährt, für das oftafiatische Expeditions corps be- gezogen. Es blieb also von der ganzen antisemitischen Fanfare noch Es wurden dann folgende Bestimmt dessen civilisatorische Thätigkeit danach noch lange nicht nicht einmal eine Chamade übrig. Der Hirschelsche Widerruf resp. Erklärung nachträglich abzugeben. ihr Ende gefunden haben würde nicht aber für das gesamte Ehrenerklärung muß in seinem Leibblatt wie der Hessischen Landes- ſchlüſſe gefaßt: Heer. Zwar wünschten manche militärische Kreise die Zeitung" veröffentlich werden. An diesen Prozeß dürfte sich nun Einführung der neuen Uniform als der Felddienst- und Kriegs- ein ähnlicher vor dem Kaffeler Schöffengericht zwischen Werner und Uniform, neben welcher die bisherige Uniform noch als Parade- Erdmannsdörffer abspielen. Stoff zu einem dritten Prozeß gleicher Uniform ihr prunkendes Dasein zu behaupten hätte, jedoch seien an Güte bieten auch die Erdmannsdörfferschen Behauptungen in der maßgebendster Stelle noch teine Entschließungen Hessischen Landeszeitung" gegen Dr. Bödel, der ja auch der Bes gefaßt. richtelieferung an einen jüdischen Journalisten geziehen wird. " 1 Eine neue Form des groben Unfuge. Der 26. Preßprozeß gegen die Gareta Grudriondrka" wurde am 30. Januar vor dem Schöffengericht in Graudenz verhandelt. Angeklagt waren der Herausgeber und der Redacteur wegen groben Unfugs, begangen in zwei Artikeln. Das Gericht erkannte gegen den Redakteur Sobiechowski zufäglich auf 10 Wochen Haft. In den betreffenden Artikeln vom 16. und 18. Oktober 1900 waren die Leser ermahnt worden, nicht einem Kriegervereine beizutreten. Danach werden also fünftig auch die bürgerlichen Blätter wegen groben Unfugs" bestraft werden, die die Arbeiter ermahnen, nicht den socialdemokratischen Organisationen beizutreten. Denn bei uns gilt ja das gleiche Recht für alle. " Raubinet wird aus der Partei ausgeschlossen. Die Partei verwahrt sich entschieden dagegen, daß die Freireligiöse Gemeinde sich zum Sittenrichter der Socialdemokratie aufwirft. Die Partei verbittet sich derartige Einmischungen in ihre Angelegenheiten. Mustat erklärt in der Fränk. Tagespost" folgendes: Ich stehe den Angriffen, die im Fränt. Kurier" gegen die socialdemokratische Partei erhoben wurden, vollständig fern. Ich habe nie eine Zeile Aus Meiningen. Die focialdemokratische Frattion des an den Kurier geschrieben, noch irgend jemand veranlaßt, für den Meininger Landtags hat beschlossen, in dem auf den 11. Februar Kurier zu schreiben. Ich habe allerdings infolge des tragischen zusammenberufenen Landtage folgende Interpellation einzubringen: Todes des Genossen Dertel einzelne Vorstandsmitglieder Welche außerordentliche Maßnahmen gedenkt die Meiningische obiger Partei in heftiger Weise angegriffen, würde es aber Staatsregierung gegenüber der allgemein bekannten und in der nicht gethan haben, wenn nicht von dieser Seite Behauptungen aufCigung des Reichstags vom 28. Januar auch von dem Staats- gestellt worden wären, die meiner Auffassung nach nicht vollständig sekretär Grafen Posadowsky als traurig anerkannten Lage, in forrett waren. welcher der größte Teil der in der Spielwarenfabrikation beschäftigten Bevölkerung des Meininger Oberlandes sich befindet, Erfurt ist der Genoffe Baul Hennig, bisher in der Nedaktion des Von der Parteipreffe. In die Redaktion der„ Tribüne" in zu treffen?" Diese Interpellation iſt umsomehr zeitgemäß, als die Stönigsberger Parteiblatts, eingetreten. vorige Woche geschlossene Landessynode eine wesentliche Aufbesserung der Gehälter der Geistlichen beschloß. Ausland. England.. Studentische Agitation für die Wasserpolitik. Durch Anschlag am Schwarzen Brett der Breslauer Universität wird durch einen bombastischen Aufruf zum Beitritt zum Flottenverein aufgefordert: Kommilitonen! Kommilitonen! Nochmals folget Mann für Mann dem Wedruf bes Vaterlandes; tretet alle, die Die Ueberführung der Leiche der verstorbenen Königin Ihr diesen Aufruf lefet, unfrem Verein, dem auch zahlreiche Euerer Profefforen angehören, bei, nochmals teiner, wir bitten und befchwören Eu, bleibe zurüd: 8urüdbleiben wäre Berrat am Vaterland!" Wir glaubten bisher, daß der teutsche Student sich nur für foliberen Stoff als das Waffer begeistere. lich bekundete, Bittoria nach London, die gestern stattfand, vollzog sich mit allem höflichem Pomp. Bevor der Sarg vermittelst der Bahn nach London gefchafft wurde, fand angesichts der auf der Nacht„ Alberta" auf gebahrten Leiche die Flottenparade statt, an der sich außer dem englischen Geschwader 9 deutsche, 1 franzöfifches, 1 japanisches und 1 portugiesisches Striegsschiff beteiligten. Die Zahl der Zuschauer wird auf eine halbe Million geschätzt. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Bum Streit bei der Firma Borfig. der Es wird uns berichtet: Infolge des Beschlusses der Versamm lung vom 81. Januar hatten sich sämtliche Arbeiter am Freitag früh mit Flaschenbier versehen, zur Arbeit eingefunden und paffierten auch fast unbeanstandet die Fabrikthore, bis auf den letzten Schub Da erfolgte durch den Herrn Oberportier von 50-60 Mann. urplößlich die Anordnung, daß niemand mehr die Fabrit mit Bierflaschen betreten dürfe, wodurch die legten 50-60 Mann ausEine Socialistendebatte im Effener Stadtparlament. Das Daily Mail" sagt, die gestrige Ceremonie sei eines Volts gesperrt wurden. Als die arbeitenden Kollegen hiervon Stenntnis Gewerkschaftskartell in Essen erfreut sich besonderer, liebevoller Vor- von Seeleuten erhielten, jandten dieselben dieselben eine Kommission zur Fabrikwürdig und bleibe ein histori forge. Als dasselbe im Jahre 1896 in einem größeren Lokal eine iches Schauspiel. Die übrigen Blätter drücken fich in leitung mit Die übrigen Blätter drücken fich in leitung mit dem Auftrag, die Einlassung der Ausgesperrten Sigung abgehalten, erschien nach einigen Tagen der Herr Polizei- ähnlichem Sinne aus und beglückwünschen sich, daß auch aus zu fordern. Die Kommission wurde abgewiesen mit dem Bescheid, Inspektor und gab dem Wirt, wie dieser im Jahre 1899 tändische Schiffe sich an dieser Kundgebung beteiligt haben. daß es bei den getroffenen Anordnungen bleibe. Nunmehr stellten gelegentlich eines Beleidigungs Prozesses bor Gericht eid- Dies habe den Schauspiel einen internationalen sämtliche Arbeiter die Arbeit ein und versammelten sich auf dem etwas zu bedenken". Natürlich durfte Charakter gegeben. Daily Telegr." bespricht auch die großen Hof vor dem Direktionsgebäude. Auch jetzt gab die Direktion das Kartell in dem Lokale nicht mehr tagen. Einige Zeit vor er- hohen Breife, welche für Plätze in den Straßen, welche der nicht nach, forderte vielmehr die Arbeiter auf, an die Arbeit zu gehen wähntem Prozeß hatte der Polizei- Inspektor als Zeuge vor Gericht eichenzug heute passierte, bezahlt worden sind und er- oder die Fabrik zu verlaffen, worauf fämtliche 2400 Arbeiter die zu erscheinen und bekundete derselbe, natürlich aus voller Ueber- wähnt besonders ein Schaufenster, für welches 5000 Bunb Fabrit verließen. Gegen Mittag fanden alsdann Verhandlungen der zeugung: ihm fei nicht bekannt, daß die wirte Sterling bezahlt wurden.- 100 000 m. für das Schauspiel Rommiffion mit dem inzwischen erschienenen Inhaber der Firma emals beeinflußt worden seien! Vor kurzer Zeit 30g eines Leichenzugs! Der englische Spleen treibt zuweilen wahrhaft Borsig felbft statt. Herr Borsig erklärte sich bereit, mit be. das Kartell doch wieder in das bereits erwähnte Lokal ein. Aber tropische Blüten! Kommission über eine geeignete Lösung der Bierfrage zu verhandeln, wiederum dauerte die Herrlichkeit nicht lange. Schon längere Zeit stand. wünschte jedoch, daß am Sonnabend früh alle Arbeiter die Arbeit die jüdische Kirchengemeinde mit der Stadt in Unterhandlungen wegen aufnehmen. Im Laufe des Sonnabends sollten alsdann die weiteren Vergrößerung der Synagoge. Aber die Schwierigkeiten wollen sich gar Verhandlungen stattfinden. nicht überwinden laffen. Schließlich kam doch alles in Ordnung, nichts stand der Kirchengemeinde mehr im Wege. In das zur Bergrößerung der Synagoge benötigte Lokal war das Gewerkschaftsfart ell eingezogen- 1 Noch einige Wochen und die meisten Gewert schaften find obdachlos. Im Oktober vorigen Jahrs wandte sich bas Gewerkschaftstartell an die Stadtgartensaal- Deputation mit dem Antrag um Hergabe des Saals zu einer Versammlung, in der zur Gewerbegerichtswahl Stellung genommen werden sollte. Dab Gesuch wurde ablehnend beschieden, unter der Begründung, man befürchte, die geplante Versammlung solle andern als den angegebenen Zweden dienen. Ganz abgesehen von der Haltlosigkeit solcher Begründung verbarg sich unter derselben ein principieller Standpunkt. Diesen zu bekennen, wollte man die Herren zwingen. Das Kartell Ein Attentatsmärchen tischt ihren Lefern die römische beantragte nunmehr bei dem Stadtverordneten= Kollegium, die Stadtgarten- Kommission anzuweisen, " Fanfulla" auf. Das Blatt meldet, die Polizei habe die Nachricht den Stadtgarten erhalten, daß der Anarchist Calcagno von den Anarchisten in saal dem Gewerkschaftskartell zu Versammlungen, die rein Batterson( Amerika) beauftragt wurde, den Königsmörder Bresci zu wirtschaftlichen und direkten Interessen der Arbeiter dienen sollten, rächen. Calcagno befinde sich bereits auf der Reise nach Italien. frei zu stellen. Frankreich. betrug der gesamte französische Außenhandel, Ein- und Ausfuhr Rückgang des franzöfifchen Außenhandels. Im Jahre 1899 zusammengerechnet, 8671 Millionen, dagegen im Ausstellungsjahre hältnissen am Sonnabend früh die Arbeit wieder aufzunehmen und Den Ausständigen wurde nunmehr empfohlen, unter diesen Vernur 8465,5. Die Abnahme beträgt alio 184,5 Millionen. Besonders das Ergebnis der weiteren Verhandlungen abzuwarten. Der Streit beachtenswert ist, daß die ausländischen Gewerbe- Erzeugnisse sich den war damit zunächst beendet. Am Sonnabend früh haben sämtliche obern, während die franzöfifchen im Auslande vor den Wettbewerbern Konflikte wegen des eingebrachten Bieres mußte die Kommission französischen Markt allen Schutzöllen zum Tros inmer mehr er- Arbeiter die Arbeit wieder aufgenommen. Infolge abermaliger immer mehr zurückweichen. Waren diefer Art kaufte Frankreich dem sofort wieder vorstellig werden, jedoch haben die gepflogenen Ber Auslande im Jahre 1899 un 727,5 Millionen ab, 1900 aber um handlungen mit dem Ergebnis geendet, daß vom Montag ab die 841,5, um 114 Millionen oder 15.67 Proz. mehr. Dagegen verkaufte Arbeiter das Bier in der bisherigen Weise erhalten. 1996 oder um 81,5 Millionen weniger. es dem Ausland 1899 um 2077,5 Millionen, 1900 aber bloß um Italien. Afien. Steinscher! Es haben weiter unsern Lohntarif bewilligt! Es wird noch Gädicke in Köpenick und Hindenberg in Lankwig. mals darauf aufmerksam gemacht, daß auch die Arbeitslosen sich zur Kontrolle zu melden haben, und zwar im Lokale Brunnenstr. 188 in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags. Achtung, Kleber( Tapezierer). Die Sperre über die Firma Lina Gronau, Marburgerstr. 3, ist hiermit aufgehoben; da der Streit zu Gunsten der Arbeiter beendet ist. Sämtliche Ausständigen mitsamt dem Gemaßregelten sind wieder eingestellt, und ist die Gegenforderung der Streifenden, Erhöhung der Accordpreise, bewilligt. Die Lohntommission. Die Hungersnot in Indien. Der Staatssekretär für Indien hat vom Bicefönig folgendes Telegramm bezüglich der Hungersnot erhalten: Leichter Regen ist in einigen Gegenden der Präsidentschaft Bombay mit Einschluß von Sind gefallen, doch haben sich die Ernte- Lante a. d. Ostbahn ersucht uns um Aufuahine nachstehender Die Bildhauerei Firma Steinhagen u. Bifat in SchönAussichten thatsächlich nicht gebessert. Man sieht in einem beträcht lichen Teil von Hyderabad Getreidemangel voraus, der eine Hungers Erklärung: not herbeiführen wird. Die Ernte- Aussichten im Bandschab sind nach wie vor günstig. In Ober- und Central Indien wird eine gute Weizenernte erwartet. Asien. Der Oberbürgermeister 8weigert beantragte in der am Freitag stattgefundenen Sigung, den Antrag des Gewerkschaftskartells durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. Falls der Antrag des Kartells angenommen werde, müsse er den Beschluß beanstanden. Zur Begründung dieser Stellungnahme berief er sich auf den bekannten Fall Summert- Kolberg. Kummert hatte zu einer politischen Versammlung der Socialdemokratie den Strandschloß- Saal überlassen, dafür wurde er disciplinarisch bestraft. Das Disciplinar Urteil fand die Bestätigung des Ober- Verwaltungsgerichts. Um sich auf diesen Fall beziehen zu können, mußte das Kartell zunächst socials demokratisch gemacht werden. Das geschah natürlich. Trotzdem fanden sich drei Stadtverordnete, die für Annahme des Antrags des Kartells eintraten. Da allen andren politischen Parteien der Saal zur BerBombay, 1. Februar. Hier find Meldungen von einem blutigen fügung stehe, sei es nicht nur unklug, sondern auch ungerecht, ihn Ben Rashid hatte sich zum König von Arabien er Kampfe bei Soweyt am Persischen Busen eingetroffen. der Socialdemokratie zu verweigern. ergaben sich 15 Stimmen für den Antrag des Oberbürgermeisters lärt und rückte mit 20 000 Mann auf Roweht vor. Die Scheits und 18 Stimmen für den Antrag von Rowent zogen darauf mit 10 000 Bewaffneten gegen ihn aus. des Kartells. Hierbei muß bemerkt werden, Es tam zum Kampf, der von Sonnenuntergang bis zum Anbruch daß der Antrag des OberbürgerDie Truppen Ben Raschids gingen mehrmals meisters aber nur mit Hilfe der 6 Kruppschen Beamten des Tags dauerte. Stadtverordneten durchgedrückt werden konnte. Zum Dante vor, wurden aber schließlich auseinandergesprengt. Die Scheils dafür wird man bei der nächsten Reichstagswahl die Arbeiter machten große Beute. natürlich wieder auffordern, für den Arbeiterfreund und Wohlthäter Krupp zu stimmen. Wegen Majestätsbeleidigung wurde von der Straflammer Der Boeren Krieg. Bom füdlichen Teil des Kriegsschauplages des Landgerichts stiel der Schneider Friedrich Elshof aus Welling- liegen nur einige unwesentliche Beschwichtigungsnachrichten vor. dorf unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu zehn Monaten Ge- So wird aus Kapstadt gemeldet: Sämtliche englische fängnis verurteilt. Elshof ist so frank, daß er kaum gehen lann. Garnisonen in der Nähe des südlichen Ufers des Oranjeflusses find Die Strafe ist unbegreiflich hart. von dem Erscheinen De Wets benachrichtigt worden, Die fleinen Von derselben Straflammer wurde der Arbeiter Johann Riegan Boerenkommandos, welche sich augenblicklich im Norden des Freiaus Fehmarn wegen Beleidigung des Königs von Sachsen staats befinden, ziehen fich zusammen, um sich mit De Wets Truppen zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. zu vereinigen. Die Engländer haben eine Bewegung ausgeführt, welche bezweckt, die Stadt Clahnwilliam einzuschließen. Die Boeren in der Umgegend von Johannesburg haben, wie ein Aus Offenbach a. M. wird uns vom 1. Februar geschrieben: Telegramm von dort berichtet, infolge der jüngst von Kitchener Heute fand hier vormi Amtsgericht eine zwischen dem Redacteur getroffenen strengen Maßregeln große Schwierigteiten bei der Verder nationalsocialen Hessischen Landeszeitung" H. G. Erdmann& proviantierung. Eine antisemitische Retirade. " Zeitung vom 31. Januar gebrachten Artikel Achtung HolzMit Gegenwärtigem nehmen wir Bezug auf den in Ihrer Bildhauer!", in welchem darauf hingewiesen wurde, daß in unsrer Fabrit in Schönlante 10 Mann wegen Lohnreduzierung die Arbeit niedergelegt hätten und daher jeder Zuzug streng fernzuhalten sei. erniedrigt worden find, und ersuchen Sie ebenso dringend als höflich, Wir erklären Ihnen hiermit, daß die Accordfäße nicht 1 Broz. dieses sofort in Ihrer nächsten Ausgabe zu berichtigen resp. zu widerrufen. Tapezierer. In Sachen der Differenz bei der Firma . Töpfe, Charlottenstraße, fand am 2. Februar eine Sigung der Achtzehner Kommission statt, welche folgenden Beschluß faßte: 1. Die Firma St. Töpke ist verpflichtet, den im Vergleichs- Vertrag am 80. März 1900 vor dem Einigungsamt des Berliner Gew.Gerichts festgesezten Durchschnittsstundenlohn von 60 Pf. zu zahlen. 2. Der Firma Töpte wird empfohlen, den entlassenen Gehilfen . alsbald wieder einzustellen. 3. Die Kommission bringt darauf, daß die Gehilfen ArbeitsVerträge zu andren als den Bedingungen des Vergleichs- Vertrags nicht eingehen. Deutsches Reich. Unter den Buchbindern ist es seit der Aussperrung im Herbst vorigen Jahrs noch nicht recht zu einer vollen Einigung mit ben Prinzipalen gekommen. Selbst wenn von den Arbeitern in dieser Beziehung das größte Entgegenkommen gezeigt wird, scheinen die Arbeitgeber durchaus nicht geneigt zu sein, einen dauernden Frieden herbeizuführen. Kaum war der Kampf beendet, als die Prinzipale eie getroffenen Vereinbarungen in ihrem Sinne und zum Schaden der Gehilfen auszulegen versuchten, kurz darau drohte ein neuer Konflikt durch die Ablehnung eines Gehilfen- Vertreters in der Tarifkonnnission und jetzt wird, ermutigt durch die ungünstige Konjunktur, der Versuch gemacht, den Gehilfen eine Geschüfts-Ordnung für das Schiedsgericht aufzuoktroyieren, die an Einseitigkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Die hier festgelegten Bestimmungen führen den Namen: Geschäftsordnung für das Schicds- gericht des Verbands deutscher Buchbindereibesitzer und des Verbands der in Buchbindereien zc. beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Aber schon der§ 3 steht mit diesem Titel in vollem Widerspruche. er bestimnit nämlich: Wählbar und wahlberechtigt sind nur Prinzipale, die dem Verbände angehören, und deren Gehilfen. Da- nach sind also die Gehilfen, die in Buchdruckereicn und dergleichen beschäftigt sind, vom Wahlrecht direkt ausgeschlossen, Arbeiterinnen kommen überhaupt nicht in Betracht. Infolge der nach der letzten Bewegung eingetretenen MatzregelnngSwut Haupt- sächlich der Leipziger Buchbindereibesitzer ist' aber auch daran zu schließen, daß man auch späterhin die unliebsamen Gehilfen- Vertreter im Schiedsgericht durch Entlassungen aus der Arbeit un- möglich machen wird.' Die Amtsdauer ist nach K 4 vom 1. April bis 31. März festgesetzt. Bekanntlich ist im April der Geschäftsgang weniger günstig und die Arbeitgeber rechnen deshalb aus größere Gefügigkeit der Gehilfen. Die Leitung der Schiedsgerichts- Verbandlungen wird als ein unbestrittenes Recht des Prinzipal- Vorsitzenden angesehen und nur in dessen Behinderung wird die Leitung dem Gehilfenvorsitzenden übertragen. Es ist ebenfalls nichts in den Bestimmungen enthalten, daß sich Kläger und Beklagte bei den Verhandlungen durch Berufsangehörige vertreten lassen können, und ferner soll auch für Arbeitsversäumnis an die Mitglieder des Schiedsgerichts keine Entschädigung ge- zahlt werden. Bei Stimmengleichheit gilt die Klage als abgewiesen. Das letztere wird natürlich in den meisten Fällen, wenn nicht regelmäßig, vorkommen, da sich gelvöhnlich beide Parteien gegenüberstehen werden. Und nachdem heute bereits festgestellt werden kann, daß unter den Prinzipalsvertretern des Schiedsgerichts kaum einer vorhanden ist, der den Tarif voll und ganz bezahlt, so dürfte in diesem Falle auf die Unparteilichkeit der Prinzipale kein besonderes Gewicht gelegt werden. Dieses sind die Hauptpunkte der Geschäftsordnung, gegen die am Donnerstag in einer öffentlichen Buchbiiiderversamml'ung in Leipzig Protest erhöben und eine gemein- same Beratung zwischen den Vertretern der Gehilfen und denen der Prinzipale gefordert wurde. Die Former, Schloffer und Dreher der Firma Schwade u. Comp, in Erfurt sind, 600 an der Zahl, ausständig, iveil die Firma eine Lohnreduzierung von 6 Proz. durchzusetzen suchte. Die Modelltischler arbeiten weiter, da ihnen gegenüber die Lohn- reduktion rückgängig gemacht worden ist. Die Aussperrung der Fleischcrgcselle» von der Firma G. Panzer tu Eiseuberg(Thüringens hat für die Geniaßregelteu ein ungünstiges Resultat gezeitigt, da sich in ganz kurzer Zeit genügend Arbeitswillige, vor allem aus den Städten Breslau, Dresden und Frankfurt a. M., eingefunden hatten. Die Organisa- tion der Fleischergesellen hat sich leider als noch zu schwach erwiesen, um diesen Anschlag auf den Verband mit Nachdruck abtvehren lzu können. Trotzdem haben die Ausgesperrten das Verlangen des Herrn Panzer, aus dem Verband auszutreten, nicht erfüllt, sondern haben es vorgezogen, abzureisen oder anderweitig in Beschäftigung zu treten, so daß augenblicklich nur»och 8 Mann zu unterstützen sind. Hoffentlich gelingt es in Zukunft, die Fleischergesellen mehr als bisher der Organisation zuzuführen, damit soche Scharten wieder ausgewetzt werden können. Zur Aussperrung der Schuhmacher bei Cotta u. Comp, in Offenbach a. M. ist zu bemerken, daß die Verhandlungen der Lohukommission fruchtlos ausfielen, so daß schließlich die Aus- gesperrte» ihren rückständigen Lohn ivie eine Woche Arbeitslohn ivegen küudignngSloser Entlassung einklagten. Auch die VerHand- lungen im Sühnetermin vor dem Gewerbegcricht zerschlugen sich, weil der Fabrikant auf keinen Fall auf die nunmehr von den Aus- gesperrten erhobene Forderung der Einführung der neunstündigen Arbeitszeit und Fortsall der Frühstücks- und Vesperpause(wie sie schon in einigen andren Fabriken eingeführt ist) eingehen wollte. Hauptsächlich klagen in letzter Zeit die Ausgesperrten, die sämtlich organisiert sind, über schlechte Behandlung seitens des Fabrikanten, Der Abstellung dieser Uebelstände sollte in erster Line die Werkstatt« Versammlung gelten. Bemerkenswert an der Sache ist, daß die Ar- bciter, als sie am Dienstag die Fabrik verlassen wollten, den üb- licheu Eingang verschlossen fanden und nur auf Nebenwegen in das Freie gelangen konnten. Ein Knriosum. Vor kurzem kam ein auf der Reise befind- licher Maler zu dem Kassierer der H a r b u r g e r Filiale des deutschen Malerverbands und legte ein Schriftstück folgen- den Inhalts vor: „Der Maler N. N. hat erklärt, daß er berechtigt sei, in Lüneburg Reise-Unterstützuug zu erheben. Es sind ihm darauf 60 Pf. ausgehändigt, damit er die Reise nach Lüneburg per Bahn zurücklegen kann. Der Magistrat von Bevensen. L. S. Unterschrift." Nach Vorzeigung dieses Schriftstücks sind dem Magistrat in Be- vensen die 66 Pf., die er in liebenswürdigster Weise einem Verbands- Mitglieds vorgeschossen hatte, per Postanweisung zugesandt. Natiir- lich wurde der Betrag dem reisenden Maler von seiner Reise-Unter- stiitznng in Abzug gebracht. Das Vorgehen des Magistrats in Bevensen verdient alle Anerkennung und wird zur Nachahmung empfohlen. Bei der Gewerbcgcrichtöwahl in M.-Gladbach haben die Christlichen mit 1713 Stimmen gesiegt. Die Liste des GeWerk- schaftskartells erhielt 446 und die Kandidaten der Hirsch-Dunckcrschcn Gewerkvereine und des evangelischen Arbeitervereins 134 Stimmen. Auch in Aachen hat die Gewerbegerichtswahl mit einem Siege der Christlichen geendet. Die Christlichen erhielten auch dort über 1766 Stimmen. In beiden industriereichen Städten ist noch ein großes Feld zu beackern. Ausland. Eine AnSsperrnng der Klempner hat in S t a v a n g e r in Norwegen stattgefunden. Dort bestehen mehrere sogenannte Hermetik- Fabriken, in denen ausschließlich Blechdosen zur Versendung von Fischen hergestellt werden. Die damit beschäftigten Arbeiter ver- dienen 10 bis 12 Kronen die Woche. Der Lohn schien den Arbeit- gebern noch zu hoch. Sie wollten, daß entweder der Lohn herab- gesetzt oder die Arbeitszeit um 3'/s Stunden in der Woche ver- längert werde. Als die Arbeiter nicht darauf eingehen ivollten. sperrten sie sie aus. In Stavanger ist der berühmte Schriftsteller Alexander Kjelland Bürgermeister. Dieser hat sich sofort bei beiden Parteien bemüht, einen Vergleich zu stände zu bringen, wurde aber von beiden Seiten abgewiesen. Die Arbeiter hoffen, da eine völlige Einigkeit unter ihnen vorhanden ist, daß sie die Unternehmer zum Nachgeben zwingen können. Der Ausstand der Pariser Stadtbahn-Angcstellten ist, wie schon kurz mitgeteilt, beendet. Die Meldung des Telegraph, die dahin ging, daß seitens der Arbeiter die Bedingungen der Direktion angenommen lvären, ist irreführend. Das Ende des Streiks ist durch einen Vergleich zu stände gekommen, bei dem beide Parteien in etivas nachgegeben haben; die Hauptforderung der Arbeiter und Angestellten, die feste Anstellung betreffend, ist von der Direktion bewilligt. LZerantwortl. Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Socisle-s. Fahrpreisermäßigung für Arbeitsuchende. Der bayerische Eisenbahnrat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig die Einführung einer Fahrpreisermäßigung für solche Personen genehmigt, denen durch öffentliche Arbeitsämter eine auswärtige Arbeitsgelegenheit ver- mittelt worden ist. Wie in Württemberg' soll bei Reisen von min- bestens 2S Kilometern die halbe einfache Taxe in der dritten Wagen- klaffe gegen Vorlage eines vom Arbeitsamte auszustellenden Aus- weises gewährt werden. Dieser Beschluß hat eine nicht uninteressante Vorgeschichte. Schon seit Jahren wird von socialdemokratischer Seite eine solche Fahrpreisermäßigung zu Gunsten der Arbeitsvernnttelung verlangt, bisher jedoch vergebens. Da begann im Jahre 1897 der sehr tüchtige Inspektor des stadtischen Arbeitsamts in München, Herr Hart- ni a n n. auf eigne Faust und aus eignen Mitteln solchen Personen, denen nach auswärts Stellen vermittelt wurden, gegen Hinterlegung ihrer Papiere Reisevorschüsse zu geben. Er machte da- nnt so' günstige Erfahrungen, daß ihm im nächsten Jahr der Magistrat Münchens zu diesem Zweck den Betrag von 100 M. zur freien Verfügung überwies. Nun unterbreitete im Oktober 1899 das Arbeitsamt ein Gesuch um Geivährung der Fahrpreisermäßigung, daS jedoch„aus prin- c i p i e l l e n Gründen" durch Bescheid vom 10. November 1899 abgeschlagen wurde. Ja, sogar die bescheidene Bitte um die Erlaubnis zur unentgeltlichen Anbringung von Plakaten der Arbeitsämter in den Bahnhöfen und in den Eisenbahnwaggons fand kein Gehör! Erst nach- dem in Jahresberichten des Münchener Arbeitsamts wiederholt und nachdrücklichst darauf verwiesen wurde, daß die beantragte Fahrpreis- ermäßigung nur der geliebten Landwirtsöbaft zu gute kommen sollte und nachdem die nunmehr durchgeführte Centralisation des Arbeits- Nachweises in Bayern ganz den Bedürfnissen der Landwirtschaft an- gepaßt wurde, konnte sich das Ministerium zu der gemeldeten kleinen That aufraffen, die Herr v. C r a i l s h e i in mit der ihm eignen Selbstgefälligkeit im nächsten Landtage sicherlich als Beweis be- nutzen wird,' ei» ivie großes socialpolitisches Licht er doch eigentlich ist. Und die Abgeordneten aus den ländlichen Bezirken werden ihn dafür preisen._ Berliner Partei-Angelegenheiten. Erster BcrlinerReichstags-Wahlkrcis. Dienstag. 6. Februar, abends 8 Uhr, Oeffentliche Versammlung bei Cohn, Beuthstraße 20. Vortrag des Reichstags-Abgeordneten v. V o I Im a r über:„Social- Politik in Deutschland' und in Frankreich." Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Dritter Wahlkreis. Heute abend 6 Uhr, Versammlung im Gewerkschaftshaus. Vortrag des Schriftstellers M. Schütte über: „Robespicrre." Nachher: Gemütliches Beisammensein. Am Donnerstag Versammlung im Meßpalast, Alexandrinenstr. 110. Achtung, Partcigcnoffcn! Am 13. Februar finden in Berlin und den Vororten wichtige Volksversammlungen statt. Die Leiter von Gewerkschaften und Krankenkassen werden gebeten, an diesem Tage keine Versammlungen einzuberufen. Die Vertrauensleute. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 2�/4 Uhr im Karl Weiß- Thealer:„Meister Oelze", Drama in 3 Aufzügen von Johannes Schlaf. SamaritcrknrsnS für Arbeiter«nd Arbeiterinnen. Wir machen die Mitglieder sowie die Freunde und Gönner unsres Vereins auf den heute nachmittag stallfindenden Vortrag besonders aufmerksam. Im Juteresse der Diskussion wird pünktlich zur angegebenen Zeit begonnen. Gäste willkommen. Siehe heutiges Inserat. Lichtenberg. Am Montag, den 4. Febmar, abends 7 Uhr, findet eine Flugblattverbreituug statt. Wir fordern die Parteigenossen, insbesondere die Wablvereinsmitglieder auf, sich den Bezirksführern in den bekannten Lokalen zur Verfügung zu stellen.— Gleichzeisig machen wir die Parteigenossen auf die am Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Kronprinzen-Garten(H. Gursch) Fraukfurter-Chaussee 86, stattfindende Versammlung aufmerksam, welche namentlich für die Frauen veranstaltet worden ist. Der Be- ginn der Zahlabcnde ist auf 9 Uhr festgesetzt. Der Vertrauensmann. Wilmersdorf. Am Mittwochabend 8l/s Uhr findet im„Volks- garten, Berlinerstr. 40, die Versammlung des socialdemokrattschen Wahlvereins statt. Außer einem Vortrage des Herrn Stenz soll über die öffentliche Sicherheit und über Verordnungen, betreffend die Wobuungsfrage, welche bei der allgemeinen Wohnungsnot besonders einschneidend sind, diskutiert werden. Der Zutsitt ist auch Gästen gestattet. Schöneberg. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Mit- teilung. daß wegen der am Montag, den 4.. stattfindenden öffent- lichen Versammlung die an demselben Tage fällige Vereins- Versammlung des Socialdemokrasischen Wahlvereins ausfällt. Nixdorf. Die Genossinnen und Genossen werden darauf auf- merksam geniacht, daß am Mittwoch, den 6. Februar, im Apollo» Theater eine Volksversammlung stattfindet, in welcher die Genossin Steinbach-Hamburg über:„Socialreform und Brotwucher" sprechen wird. Um regen Besuch ersucht Die Vertranensperson. Marieudorf, Tempelhof und Umgegend. Am Dienstag, den 6. Februar, abends 8�/2 Uhr, findet im Lokale des Herrn Gerth, Tempelhof, Dorfstr. 18, eine Vereins- Versammlung des Social- demokratischen Wahlvereius statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genosien Dr. W e y I:„Wie schützen und erhalten wir unser höchstes Gut, unsre Gesundheit." Der Vorstand. Weißensee. Dienstag, den 6. Februar, abends 8Vs Uhr, Volksversammlung im Prälaten, Lederstr. 122. Bericht von der Ge- meindevertreter-Konferenz und Bericht ans den Gemeindevertreter- Sitzungen. Der Vertrauensmann. Arbeiterverein von Pankow und Umgegend. Dienstag, den 6. Februar 1901, abends �/s9 Uhr, Lese-Abend bei Großkurt, Berlinerstr. 20. Tagesordnung: Kommunale Angelegenheiten. Zahl- reicher Besuch notwendig._ Gevichks"Beif rntfl. Eine grobe Fahrlässigkeit, wodurch ein Menschenleben ver- nichtet wurde, führte gestern den Kutscher Otto Kopitz vor die vierte Strafkammer des Landgerichts I. Am 23. Dezember v. I. war eine Anzahl Arbeiter damit beschäftigt, vor einem Neubau in der Klopstockstraße Balken abzuladen. Sie hatten dabei an dem Eingang des Bauzauns vorüber zu gehen. Der Angeklagte wollte mit eiueni beladencn Wagen durch den Eingang fahren, er achtete nicht darauf, daß zivei Arbeiter, die einen schweren Balken trugen, den Eingang versperrten. Er fuhr gegen das eine Ende des Balkens und' brachten dadurch den hinten tragenden Arbeiter zu Falle, dem durch den auf ihn fallenden Balken ein Schädelbruch zugefügt wurde. Er ist daran verstorben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis. Wegen Körperverletzung bczw. Amtsvergehen standen gestern die beiden Schutzmänner Hermann Brecht und August ? r e u n d vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I. Es andelte sich um einen Konflikt, den die Angeklagten eines Nachts in der Andreasstraße mit 3 Personen gehabt haben. Sie bestritten lebhaft, sich bei dieser Gelegenheit vergessen und Körperverletzungen verübt zu haben, der Gerichtshof nahm aber auf Grund der über- einstimmenden und glaubwürdigen(Aussagen der drei Belastungs- zeugen folgenden Thatbestand als erwiesen an: In jener Nacht befriedigten die Arbeiter Haupt und Jabusch in der Andreas- snieratenleil verauiwortllck: Th. Glocke in Berlin. Triul und Bcrlaa von 5 straße ein Bedürfnis. Der Schutzmann Freund, der dies bemerkte untersagte ihnen dies, es kam zu einem Wortwechsel, in dessen Ver- lauf der Schutzmann das Wort„Schweine" gebraucht haben soll. und schließlich mußten die beiden dem Schutzmann zur Wache folgen. Die Sistierung erfolgte mit Recht, doch entschloß sich der zu den beiden Sistierten gehörige Schlosser Schlüter, zur Wache mitzu- gehen. Auf dem Wege dorthin drehte sich der Schutzmann Freund aus Aerger und Verdruß darüber, daß Schlüter ihnen folgte, Plötz- lich nach diesem um und gab ihm einen Stoß, so daß er zu Boden stürzte und an beiden Elbogen kleine Hautabschürfungen erlitt. Schlüter wollte nun in die Wache hinein, um sich über Freund zu beschweren, ihm wurde jedoch der Eintritt durch den Schutzmann Brecht verwehrt. Als Schlüter darauf bestand, daß ihm Zutritt zur Wache ge« währt werde, kehrte Brecht plötzlich den Spieß um, zog den Schlütei in den Hausflur hinein und ohrfeigte ihn dort mehrmals. Hierzu lag nach Ansicht des Gerichts absolut kein Grund vor. Der Gerichts- Hof war der Meinung, daß Brecht für diese Ueberschreitung des § 349 St.-G.-B. mildernde Umstände nicht verdiene; er verurteilte ihn deshalb zu der niedrigsten zulässigen Strafe von 3 Monaten Gefängnis. Gegenüber dem Angeklagten Freund sah der Gerichtshof die Sachlage milder an und berücksichtigte, daß dieser durch das Verhalten des ihm folgenden Schlüter erregt sein mochte. Gegen Freund lautete daher das Urteil nur auf 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage Gefängnis. Vom Recht der Frau. Der Schlächter H. und seine Ehefrau leben seit Jahren getrennt. Die beiden Kinder im Alter von 2 und 3 Jahren sind bei' Frau H., während der Mann die Fleischerei seiner Mutter leitet und sich bei letzterer in Kost und Logis befindet. H. ist schon einmal auf Grund des 8 361 Nr. 10 des Strafgesetzbuchs zu 10 Tagen Haft verurteilt worden, weil er seiner gesetzlichen Unter- Haltungspflicht der Frau und den Kindern gegenüber nicht nachgekommen war. Von da ab zahlte er monatlich 4 M.' Dies und der Ertrag ihrer Näharbeit genügten aber nicht, die Frau und die Kinder durch- zubringen. H. wurde von der zuständigen Polizeibehörde in Anis- walde aufgefordert, für Frau und Kinder bcsier zu sorgen. Er ver- langte nunmehr von der Frau, mit den Kindern zu ihm in die Behausung seiner Mutter zuziehen, oder wenigstens die Kinder tagsüber dort zu lassen. Das lehnte Frau H. ab, die inzwischen eine Armenunterstützung von 6 M. monatlich er- halten hatte. Da H. seiner Frau trotz der Ausforderung, mehr zu geben, auch weiter nur 4 M. ini Monat zahlte,' so wurde er v on neuem wegen Vergehens gegen§ 361 Nr. 10 des Strafgesetz- buchs angeklagt und diesmal in zweiter Instanz zu vier Wochen Haft verurteilt. Das Kammergericht verwarf seine Revision mit folgender wichtigen Begründung: Allerdings sei der Mann nach ß 1354 des Bürgerlichen Gesetzbuchs berechtigt, die Wohnung der Frau und Kinder zu bestimmen. Nach Absatz II desselben Paragraphen brauche die Frau aber seiner Entscheidung nicht folgen, wenn sich die Entscheidung als Mißbrauch seines Rechts darstelle. Im vorliegenden Falle hätte Frau H. der Aufforderung des Manns nicht folgen brauchen, denn diese Aufforderung stelle sich als ein Mißbrauch im Sinne des Abf. II des§ 1354 dar. Auch wäre das Teilverlangen un- berechtigr, daß Frau H. wenigstens die Kinder zur Schwieger- mutter ins Haus geben solle. Maßgebend sei hierbei, daß' die Kinder ander englischen Krankheit litten und so besonders der Pflege der eignen Mutter bedurften. Somit habe der Mann die Pflicht. den Unterhalt durch Entrichtung einer Geldrente zu gewähren. Es frage sich nun, ob H. mehr als 4 M. monatlich hätte entbehren können. Dazu sei er aber bei einem Wochenlohn von 6 M. und bei freier Kost und freiem Logis, die seinem Ein- kommen zuzurechnen seien, in der Lage gewesen, nnd zwar hätte er 10 M. abgeben können. Es sei deshalb mit Recht 8 361 Nr. 10 des Strafgesetzbuchs angewendet worden, wonach mit Haft zu bestrafen sei: wer. obschon er in der Lage ist, diejenigen zu unterhalten, zu deren Ernährung er verpflichtet ist, sich der Unterhaltungspflicht trotz Aufforderung der zuständigen Behörde derart entzieht, daß durch Vermittelung der Behörde fremde Hilfe in Anspruch genommen werden muß. Meineidprozeß Lcvy in Könitz. Die Verhandlung des Meineidsprozesses gegen den Schlächtergesellen Moritz Levy in Könitz, der bekanntlich in dem Speisingerschen Prozeß die persönliche Be- kanntschaft mit Ernst Winter eidlich abgeleugnet hat, ist nunmehr vor dem Schwurgericht in Könitz auf den 13. Februar anberaumt worden. China. Lebt Li- Hung- Tschang noch? In London liegt zur Zeit eine Bestätigung de» Gerüchts, Li- Hung-Tfchang sei tot, nicht vor. Der„Standard" erfährt aus Shanghai unter dem 31. Januar, der Taotai Scheng bestreite die Wahr- heit des Gerüchts, daß Li-Hung-Tschang schwer krank sei, während daS Blatt unter demselben Tage aus Tientsin die Meldung enthält, daß dort das Gerücht von dem Tod Li-Hung-Tschangs und der Berufung Juanschikais nach Peking verbreitet sei. Anklagen des Hofs gegen Li-Hung-Tschang. Die englischen Blätter melden aus Peking vom 31. v. Mts.: Li-Hung-Tschang habe ein kaiserliches Schreiben erhalten, in welchem er beschuldigt wird, die Hinrichtung der Beamten in Paotingfu durch die Verbündeten veranlaßt zu haben.' Li-Hung-Tschang hatte den Beamten geraten, sich widerstandslos den Verbündeten zu ergeben. Eine Acnderung der amerikanischen Taktik? Ein Berliner Blatt erhält aus Washington folgende Nach- richt: Im Kabinettsrat besprach der Staatssekretär H a y die Lage in China und erklärte, die Bevoll- »nächtigten machten nicht so rasche Fortschntte, wie man er- wartet habe. Infolgedessen seien viele beunruhigende Fragen aufgetaucht, und es müßten die Fragen wegen Vermehrung deramerikanischenTr Uppen in China und wegen der Beschaffung von Quartieren für eine längere Zeit dauernde Besetzung in Erwägung gezogen werden. DaS Blatt bemerkt dazu: Danach scheint sich die amerikanische Regierung der Auffassung der übrigen Kabinette wieder etwas mehr nähern zu wollen. Von einer be- friedigenden Wendung der Dinge ist man offenbar noch weit entfernt. Es giebt freilich auch noch eine andre, wahrscheinlichere Deutung für eine derartige Aenderung der anerkannten Taktik. Es wäre nämlich möglich, daß Amerika sich überzeugt hat, daß seine vernünftigenVor schlüge, China baldig st zu räumen. s i ch s e b st z u ü b e r I a s s e n, bei den Khaki' mächten nichs durchdringen und daß er in der sichtigen Ucberzeugruig, daß diese Mächte weniger den Frieden, als eine dauernde Occu pation chinesischer Landesteile beabsichtigen, nunmehr durch Absenkung einer starken Truppen- macht seine Interessen erfolgreich ivahrnchmen zu können glaubt. Die Lage würde dadurch natürlich nur immer schwieriger! Letzte Meldungen. Berlin, 2. Februar.(W. T. B.) Feldmarschnll Graf Waldersee meldet aus Peking: Ein kleines Detachement unter Major Cleve (Bataillons-Kommandeur im 6. Jnfanterie-Regiment) ist gestern von Tientsin nach Koku(17 Kilomeler westlich Taku) abmarschiert, um von dort längs des Hsiawanschan(?)-Kanals und Kaiserkanals zu- rückzukehren._ Uetzke LlsrlzviMen und Depefrszen. Rom, 2. Februar.(W. T. B.) Die Deputiertenkammer nahm die Vorlage betreffend die Ehrungen Giuseppe VerdiS an. klar Badina in Berlin. Sirrz« 4 Beilagen». llnterhaltnngsblat». 译 thi Nr. 29. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. februar 1901. Kommunales.it is in enu Der Ausschuß zur Vorberatung der Wahl eines Bürger meisters hielt gestern abend unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Borstehers Dr. Langerhans seine erste Sigung ab und beschloß zunächst, das Gehalt für den Bürgermeister auf 18 000 Mart feft zunächst, das Gehalt für den Bürgermeister auf 18 000 Mart fest zusetzen. Die Stadtverordneten werden vom Magistrat in einer Bordaß vom auf 8110 gefunten, und zwar der Droschten erster Klasse von 6740 Vorort Adlershof. Ihre Absicht, das Pferd bei dem Zigeunerauf 6698, derjenigen mit Fahrpreisanzeiger von 5969 auf 5940, der Hauptmann Woytasch abzusetzen, mißlang, weil sie den Gesuchten nicht Droschten zweiter Klasse von 1339 auf 1262, die der Gepäckdroschken auffinden konnten. Die jugendlichen Verbrecher ritten nun nach von 152 auf 150. Die Gesamtzahl der Omnibuffe hat sich von 669 Berlin zurück, um das Thier auf dem Heumarkt am Gartenplay an auf 662, die Gesamtzahl der Thorwagen von 205 auf 175, und zwar einen Bauern loszuschlagen. Als sie merkten, daß sie aufgefallen der zweispännigen von 116 auf 103, der einspännigen von 89 auf 72 waren, gaben sie den Verkauf gänzlich auf, banden das Pferd vor vermindert. Auch die Zahl der Straßenbahnwagen ist von 2814 dem Haufe des Bestohlenen an und wandten sich an den Bestohlenen auf 2813 gefunden. Die Gesamtzahl der öffentlichen Fuhrwerke ist unter dem Vorgeben, daß sie den Dieb verfolgt und ihm das Pferd jomit von 11 919 auf 11 760 zurückgegangen. J lage ersucht, sich damit einverstanden de Kinder Staatsbahnen sind neuerdings Bestimmungen erlassen worden, die auf die Erzählung einzugehen, erstattete bielmehr bei der Polizei 1. April 1901 eingerichtet werden. Für diesen Zwed find 2000 m. in den Etat für 1901/2 eingestellt. am Eisenbahn Reformen. Für die Bahnhöfe der preußischen fie es ihm zurück. Der Fuhrherr war nicht leichtgläubig genug, um für weitere Kreise nicht ohne Interesse sind. So soll z. B. das Anzeige. Nach anfänglichem hartnäckigen Leugnen legten die Burschen Brutalop, tiodineira inglatis werden. Zeitungsverfäufer, Kellner und sonstige Händler, die auf Ausrufen auf den Bahnhöfen auf das Mindestmaß beschränkt auf dem Kriminal- Kommissariat endlich ein Geständnis ab. Ueber den Selbstmord des Bildhauers Heefe schreibt uns ein Ueber die Bildung der Wähler Abteilungen bei den den Bahnhöfen ihre Waren den Reisenden zum Kaufe anbieten, find Lefer: In der Lokalnotiz In den Tod gegangen usw." ist die geGemeindewahlen in Gemäßheit des Gesezes vom 30. Juni 1900, angewiesen, das laute und wiederholte Ausrufen und Anpreisen ihrer ehrte Redaktion über die Motive, welche den Bildhauer Gustav Heefe das am 1. Januar d. Js. in Kraft getreten ist, hat der Magistrat Waren zu unterlassen. Auch die Gepäckträger, welche bisher die( nicht besse) in den Tod trieben, falsch unterrichtet worden. H. ist der Stadtverordneten- Versammlung jezt eine Vorlage übersandt. telegraphisch an den Bug geforderten Fahrkarten laut ausrufen, sind nicht durch Arbeitslosigkeit soweit zurückgekommen, daß er Der Magistrat hat sich für das einfache Durchschnittsprincip ent- gehalten, zur Auffindung der Besteller ein an einer Stange befestigtes Leben verzweifelte, im Gegenteil, unser braver Kollege und Freund schieden. Nach diesem wählen in diesem Jahre in der dritten Ab- Schild in die Höhe halten, welches den interessierten Reifenden davon hat 14 Jahre hindurch ununterbrochen bis zum Tage der Katastrophe teilung 804 418 Berfonen gegen 324 352 im vorigen Jabre, 26 705 in Kenntnis giebt, daß die bestellten Fahrkarten zur Stelle sind. mit dem Unterzeichneten zusammen bei der Firma Hoffmann und Der zweiten Abteilung gegen 7639 in 1900 und 1446 Personen in der ersten Abteilung gegen 578 in 1900. Da sage noch einer, daß Herr v. Thielen nicht zu Reformen Müller, Kommandantenstr. 61, gearbeitet, und in durchaus geordneten geneigt sei. Verhältnissen gelebt. Der wahre Grund feines freiwilligen Dahinfcheidens, welches wir tief bedauern, dürfte jedoch folgender fein: Seit daß er erklärte: die Leiden seines Vaters, der am Magenkrebs längerer Zeit fühlte er sich durch ein Magenleiden so sehr beängstigt, gestorben, nicht ertragen zu wollen. Am letzten Sonntag nun stellte trebs wäre. War es nun die Furcht vor einer Operation oder die nicht überzeugt war, sondern der Meinung Ausdrud gab, daß es Magenleberzeugung, am Magenkrebs zu Grunde zu gehen, genug, er entqualvollen Stunden und nachdem er tagsüber keine Speisen zu sich zog sich der Weiterbehandlung und am Mittwoch, nach besonders nehmen konnte, verabschiedete er sich von seiner Frau mit dem Versprechen, bald wiederzukehren. Hierauf hat er sich selbst von seinen 10 1911 and dag Tokales. Das sogenannte Delgeld Leiden erlöft. Die neue Charité befigt auf ihrer Station 26 eine Waschvorrichtung von jo yerblüffender Einfachheit, daß man sich wundern hir muß, derartige Einrichtungen in einem Strankenhaus anzutreffen. In der Küche, einem Staum, der zwar nicht zum Kochen, aber zum Der Arzt bei ihm ein schweres Blasenleiden fest, wovon der Krante ist ein zwar geringer, aber nicht mehr begründeter und deshalb von höchstens 40-50 Centimeter über dem Erdboden ein WasserGeschirrwaschen und dergleichen dient, befindet sich in einer Höhe widerwillig gegebener Tribut, der von den städtische. Laternen hahn und darunter in einer in den Cementboden hergerichteten Veranzündern gefordert wird. Bu Neujahr zieht nämlich der Con tiefung die Mündung des Abflußrohrs. Dieser Wasserhahn dient nicht troleur von den ihm unterstellten Laternenwärtern je, 5, auch wohl nur wirtschaftlichen Zweden, sondern er stellt auch zugleich die Wasch: 10 Pf. Delgeld ein. Die meisten wissen nicht, ob es sich hier um toilette für die Station dar. Hier müssen sich fämtliche eine freiwillige Leistung Roder um eine Verpflichtung Patienten der Station, es sind deren etwa 50, jeden Morgen waschen. handelt. Nur die älteren derjenigen Arbeiter, die all Waschbecken oder dergleichen giebt es nicht, man muß sich tief bücken, abendlich für die Erleuchtung Berlins forgen, kennen den um mit den Händen das aus dem Hahn fließende Waffer auf: Ursprung und Zweck dieses Tributs: 8u jener Zeit, als unice zufangen. Diese Prozedur ist für die Patienten, da die Station mit Aus dem Fenster des dritten Stockwerks auf den Hof hinab Straßenlaternen noch mit gewöhnlichen Brennern versehen waren und Unterleibskranken besetzt ist, oft schmerzhaft, immer aber sehr un- stürzte sich heute morgen in einem Hause der Elisabethstraße ein die Gasflammen mit dem bekannten, an einer langen Stange be- bequem. Der Abort biefer Station ist auch derart, wie man ihn 15 jähriges Mädchen. Die Veranlassung zu der verzweiflungsvollen festigten Dellämpchen entzündet werden mußten, erhielt jeder Laternen in einem Krankenhause nicht finden sollte. In einem größeren Raum That soll angeblich ein Diebstahl, den das Mädchen verübt hat, sein. wärter zur Speijung feines Anzündelämpchens monatlich einen Liter ift die eine Wand als Bedürfnisanstalt hergerichtet, an der andren Die Unglückliche schlug im Fall auf die Gesimse der andren Etagen Del aus städtischen Mitteln geliefert. Damals entstand der Brauch Wand find drei Klosett- Trichter mit schmalem Sigrand nebeneinander und so wurde die Gewalt des Sturzes gemildert. Sie behielt das wir wissen nicht aus welchen Gründen dem Arbeiter, welcher angebracht, ohne daß die Size durch Scheidewände von einander ge- Bewußtsein und war sogar allein wieder aufgestanden. In der Extravergütung, zukommen zu faffent. Citems eine liebe tremmt oder von dem großen diaum abgeſchloſſen wären. Da für etwa Unfallſtation wurde eine Berlegung der Wirbelsäule feſtgeſtellt. Straßenbeleuchtung das Gasglühlicht eingeführt und das An- man sich denken, daß sie zu manchen Tageszeiten sehr start benutzt alte luftige Operette Zehn Mädchen und kein Mann" in das zündelämpchen des Laternenwärters nahezu überflüssig geworden ist, werden, und daß also Verrichtungen, die jeder gern ohne Zeugen Repertoire aufgenommen. Jedoch wird das Stück, entsprechend der hat man die Delration auf etwa 100 Gramm für das Vierteljahr abmacht, hier in Gesellschaft und vor den Augen andrer vollzogen verschwenderischen Ausstattung im Apollo Theater und den verherabgemindert, aber das Delgeld wird immer noch von den werden müffen. Jedenfalls stammen diefe höchst mangelhaften Ein- wöhnten Ansprüchen des Publikums, mit 100 Proz. Aufschlag ges Laternenwärtern eingezogen, und nur wenige wagen es, die Zahlung richtungen noch aus einer Zeit, wo man die Geschlechtskranken, auf geben; und so ist der Titel in Zwanzig Mädchen und kein Mann" zu verweigern. Allgemeine Verwunderung erregt es, daß die Con- falschen Moralanschauungen fußend, weniger als Kranke, denn als modern umgewandelt. troleure heut noch ebenso wie in der guten alten Zeit der längst verworfenes Gesindel betrachtete und behandelte. Es macht sich nicht übel, ein militärisch vergessenen Schnittbrenner monatlich zwei, die Obercontroleure hohe Zeit, daß durch den Neubau der Charité mit solchen Ein- auf die Bühne eilen zu sehen; und sobald einmal erst der Militarismus Es ist wirklich ausgerüstetes Amazonenchor von 20 Damen beim Generalmarsch sogar drei Liter Oel erhalten, obwohl niemand weiß, zurichtungen wie den hier beschriebenen, aufgeräumt wird. welchen dienstlichen Zweden denn diese Beamten Del die Gleichberechtigung der Frauen anerkannt hat, dürfte auch gebrauchen. habe den Controleuren und Controleuren und Durch eine Kahe, welche in den Transformator hineingekrochen Compagnie in Berlin zur Wachtparade aufzieht. So genießen wir manches Männerherz höher schlagen, wenn die schneidige AmazonenObercontroleuren ebenfalls die Dellieferung entziehen wollen, war, wurde gestern abends 92 Uhr auf dem Kabelwerk Oberſpree" den seltenen Anblick nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten; fie hätten aber geltend gemacht, daß das Del für sie ein Deputat zu Oberschöneweide Kurzschluß verursacht, und in allen Räumen aber das Publikum des Apollo- Theaters ist bereits für die milia sei, also einen Teil ihres Gehalts bilde. Spiel der Damen Maltowska, Carola und Frühling und tärische Zukunftsidee gewonnen. Dazu trug nicht wenig das flotte der Herren Steidl und Fra dy bei. Sonst bot der übrige Teil Arrangements. des Programms eine reiche Abwechselung und treffliche neue des welchen dienstlich ist, man Zweden benn dieje Ein Brenn- Del- Deputat für städtische Angestellte ist ja im Beitalter der elektrischen Beleuchtung etwas recht Unzeitgemäßes und fönnte von Spöttern leicht als eine symbolische Andeutung dafür angesehen werden, daß unser Magistrat auch im Zeitalter der Er leuchtung die Beziehungen zur Epoche der Finsternis nicht gänzlich abbrechen möchte. 50 Personen nur diese drei Einrichtungen vorhanden sind, so kann erlosch plötzlich das Licht. Erst nach längerem Suchen fand man den Grund der Störung, und nach Beseitigung des Uebels fonnte weiter gearbeitet werden. Die Kage war natürlich total verbrannt. 9 " " gestern zum zweitenmale zur praktischen Anwendung. In der Neuen Die Pferde Aufhebemaschine kam auf polizeiliche Anordnung Friedrichstraße war ein Pferd gestürzt und vermochte sich nicht mehr Großstadtelend. Am 1. Januar d. J. befanden sich im städtizu erheben. In der engen Straße bildete das Tier natürlich ein be- fchen Obdach 181 obdachlose Familien mit 547 Personen und Symbolische Darstellungen werden begreiflicherweise oft gar des Deutschen Tierichuzvereins, Stadtbahnbogen 79/80, fandte und 206 Familien mit 711 Personen und 70 Einzelpersonen. Im Monat deutendes Verkehrshindernis, weshalb ein Schußmann nach dem Depot 39 Einzelpersonen. Am 1. Dezember 1900 war der Bestand nicht, oder was noch schlimmer ist, oft auch falsch verstanden. Ein Künstler, dem es darum zu thun ist, daß sein Werk in den weitesten welches schon lange Zeit auf Eis und Schnee gelegen hatte, fast lich obdachlosen Proletariern benußt und zwar von 45 875 Männern die Pferde Aufhebemaschine tommen ließ. Wiewohl das Pferd, Dezember 1900 wurde das städtische Obdach ferner von 50 554 nächtKreisen des Volts Verständnis findet, wird sich deshalb möglichst völlig erstarrt war, wurde es doch in wenigen Minuten mittels des und 5179 Frauen. Von diesen Perionen haben 17 364 im Obdach flarer Ausdrucksmittel bedienen. Leider hat der Baumeister des neuen Apparats wieder auf die Beine gebracht. Wir machen noch gebadet; 31 wurden dem Krankenhause am Friedrichshain, 25 dem neuen Gerichtsgebäudes in der Neuen Friedrichstraße bei seinen mals darauf aufmerksam, daß die Maschine im Bedarfsfalle unent- Strankenhaufe Moabit, 24 der Charité, 1 der Anstalt Herzberge, symbolischen Darstellungen sich nicht nach diesem Grundsatz gerichtet. geltlich zur Verfügung gestellt wird. Denn man darf wohl sagen, daß die Gesezesparagraphen, die im 29 der Geschlechtstranfenstation und 407 der Polizei überwiesen. Innern des Gebäudes gehandhabt werden, dem Laien kaum weniger Die Untersuchung in der Hamanufchen Bandendiebstahls. Fenernachrichten. Ein Fabrikbrand auf dem umfangreichen unverständlich und rätselhaft sind, als der symbolische Schmud, den Affaire nimmt einen ständig wachsenden Umfang an und beschäftigt Gelände der Berliner Speditions and Lagerhaus- Aktiengesellschaft" der Künstler am Aeußern des Baues angebracht hat. Als Beleg für jezt nicht nur die hiesigen, sondern auch die Vorortbehörden.. steht( vorm. Barz u. Co.) in der Kaiserstraße alarmierte Freitagabend diese Thatsache erhielten wir diefer Tage aus unfrem in dem dringenden Verdacht, auch Diebstähle in den östlichen und 10/2 1hr mehrere Löschzüge. Das Feuer war in der im dritten Stock Lesertreise ein Schreiben, worin der Einsender sich darüber entrüstet, südlichen Vororten verübt zu haben und bei den Fahrraddiebstählen, belegenen Waschfabrik von Philippsohn u. Leschziner ausgebrochen daß über einem Portal des Gerichtsgebäudes die rechtsuchenden die im vergangenen Sommer in jenen Gegenden ganz besonders und hatte, als es bemerkt wurde, bereits die Decke zum vierten Stoc Bürger als streitende Kampfhähne dargestellt seien. Wenn ſtart betrieben wurden, beteiligt gewesen zu sein. Besondere Auf- durchschlagen. Da sich hier Lagerräume der Teppichfabrik von Freisauch„ Künstlerscherze" ähnlicher Art gelegentlich von hervorragenden merksamkeit widmet die Behörde auch den Reisenden der Firma leben u. Preiß befinden, hätte das Feuer leicht große Dimensionen Architekten verübt worden sind wir erinnern nur an die Kamels- Hamann".. hat nämlich einen Teil der gestohlenen Waren durch annehmen und auch die gefüllten Speicher der Speditionsfirma geinschrift unrühmlichen Angedentens, jo pflegen sich die Herren mit Reisende, die besonders die größeren Vororte von Berlin zu befuchen fährden können. Die Ablöschung des Feuers erfolgte in furzer Beit. folchen Scherzen boch nicht an das Licht der Oeffentlichkeit zu wagen hatten, bertrieben. Diese Handlungsgehilfen" bestreiten entschieden, Ein sechsjähriger Brandstifter verursachte Freitagabend in der vielmehr bringen sie den versteinerten Geist in irgend einem ver- Stenntnis von der Herkunft der Waren gehabt zu haben. Sie hätten Holzmarktstraße, Ede Breslauerstraße, einen großen Auflauf. Hier schwiegenen Winkel an. In dem vorliegenden Falle handelt es sich den Angaben des H., der die Gegenstände bei Auktionen erworben hielt ein mit Holzwolle beladener Wagen, der einen kleinen Buben aber nicht um einen Scherz, sondern um eine von dem Künstler ganz haben wollte, Glauben geschenkt. zu Illuminationsversuchen anreizte. Er hielt ein brennendes Streichernst gemeinte Darstellung, die von unsrem Einsender, vielleicht auch Dem Detektivinstitut ,, Jus" find auf Anordnung des Unter- bolz an einen Ballen und hatte die Freude, daß im Nu eine Flamme von vielen andren Beschauern falsch gedeutet worden ist. Nach forg- fuchungsrichters, Landgerichtsrat Brandt, die Aften in der Sternhaushoch aufloderte. Während der Kutscher schleunigst die Pferde fältiger Betrachtung deuten wir die fragliche Darstellung, die sich in berg Affaire beschlagnahmt. Es handelt sich um eine Ermitt- ausspannte und die Feuerwehr herbeigerufen wurde, nahm sich ein getriebenem Metall ausgeführt über dem Portal in der Neuen lung in dem gegen Dr. Sello eingeleiteten Verfahren. Schußmann des an allen Gliedern zitternden kleinen llebelthäters Friedrichstraße befindet, so: Das Auge des Gesetzes wacht, oder an und führte ihn nach der Polizeiwache. Das Feuer wurde bielmehr die Augen des Gesetzes, denn der Künstler hat deren eine haft, arbeitete bei dem dortigen Malermeister Grau, der in der Bur selben Zeit wurde die Wehr nach Neue Schönhauserftr. 16 gerufen, Ein Opfer feines Berufs. Der Maler M., in Rigdorf wohn- übrigens gelöscht, bevor es nennenswerten Schaden verursachte. große Zahl angebracht und sich damit, wohl unbewußt, auf Pfalzburgerstraße in Wilmersdorf Arbeiten auszuführen hatte. Der wo in der elektrischen Fabrit von Fritsche u. Pichon ein SchadenDie Menge der bei uns geltenden Gesetze und Verordnungen Arbeiter hatte das Streichen der Küchendecken in Accord übernommen feuer abzulöschen war. bezogen. Also fagen wir: Die Augen der Gefeße wachen, und hierbei war das Stellen der Rüstung mit einbegriffen. Kleine Wohnungsbrände veranlaßten daß nach dem Grundfaz„ Suum cuique" jedem das Seine aber die Rüstung auch hier, wie es oft geschieht, aus dem alten Da Alarmierungen nach Stralauer- Allee 20 a, Zionstirchstr. 18 a, Koppens werde. Damit die streitenden Parteien nicht gleich Stampfhähnen verbrauchten Material der Maurer zusammengesucht wurde, so tam geäschert, während Hochstr. 47 eine Tapezierwerkstatt von einem plaz 7 und Bülowstr. 30. Makulatur wurde Zimmerstr. 41 einauf einander losfahren, fich felber das Recht des Stärkeren bereiner jener bekannten wadeligen Aufbaue zu stande, der noch dazu Schadenfeuer heimgesucht wurde. Watte und Kleidungsstüde gingen schaffend, werden sie durch den Arm der Gerechtigkeit, deffen auf frisch geöltem Boden stand. fnöcherne Hand fich mit energischem Griff um den Hals des kampf: Während mun M. mit noch einem Gollnowstr. 44 in Flammen auf. Alexandrinenstr. 93 erfolgte ein Iuftigen Hahns legt, zurückgehalten; über den Parteien aber thront Kollegen auf dieser Rüstung arbeitete, rutschte plöglich einer unbedeutender Fabrikbrand. mit verbundenen Augen die Göttin der Gerechtigkeit, sorgsam ab- tam so unglücklich zu liegen, daß er einen komplizierten der Riegel aus und die Rüstung" stürzte zusammen. wägend, auf welcher Seite das Recht liegt. aufs neue, daß es durchaus notwendig ist, die Beſtim Knöchelbruch dabon trug. Dieser Fall beweist Eine Waffernot entstand in der letzten Nacht in Salensee mungen über den Rüstungsbau auch auf die St üstungen an der neuerbauten Halenfeer Brücke. An der westlichen Seite der ber Maler auszudehnen. Leider gelten die polizeilichen Be Brilde war ein an der Böschung des Eisenbahndamms der Stadtstimmungen über den Rüstungsbau nur für Rohbauten bez. für bahn in der Erde liegendes Wasserrohr infolge des Frostes geplant. Ein drolliges Spitzelstückchen erzählt das" Nene Leben": Maurer 2c. Die Behörden scheinen die Sachlage zu unterschäßen, Das Waffer hatte nach und nach die Böschung unterspült und sich An dem Abend, an welchem die neue Nummer der anarchistischen denn auf eine Eingabe der Vorstände der baugewerblichen Arbeiter gegen 2 1hr gestern früh einen Weg nach einem unbebauten Gelände Wochenschrift„ Neues Leben" fertiggestellt war, erschien ein Knabe in über Bauarbeiterschutz an den Polizeipräsidenten zu Berlin, die im gesucht. Das etwa fünf Meter im Gebiert durch den starken Wafferder Expedition, um ein Eremplar zu laufen. Da den Angestellten Juli eingereicht wurde, ift bis heute noch keine Antwort erfolgt. brud abgeschwemmte Erdreich wurde auf die Schienengeleise gespült die Sache verdächtig" borkam, fragten fie den Jungen aus und Die Bauarbeiter haben ferner vor kurzem an das Abgeordneten und sperrte in Gemeinschaft mit dem Wasser den Verkehr auf beiden ermittelten bald, daß ein großer starker Mann mit dickem Schnauz haus eine Betition eingereicht, in der die skandalösen Zustände, die Geleisen. Der Eisenbahnvächter hatte den gefährlichen Schaden bebart" ihn beauftragt hätte, eine Beitung zu holen und dabei aufzu- im Baugewerbe in Bezug auf die Gefahr für Leben und Gesundheit merkt und ein Notzeichen gegeben. Darauf war die freiwillige Feuerpassen, wie viele Personen in der Expedition anwesend seien und was sie der Arbeiter herrschen, flargelegt werden. Gleichzeitig haben aber wehr erschienen, die aber das Rohr nicht absperren konnte. Erst gegen thäten. Dem Jungen, dem für diesen Vigilantendienst 10 Pf. versprochen auch die Betenten Mittel und Wege angegeben, wie die Mißstände 4 hr trafen Arbeiter aus den Stegliger Wasserwerken ein, die die waren, wurde eine doppelte Belohnung zugesichert, wenn er nach der beseitigt werden können. Wird das Abgeordnetenhaus sich zu der Absperrung bewirkten. Inzwischen hatte aber das Wasser das ErdExpedition zurüdfomme und über den Verlauf des Gesprächs mit Höhe aufschwingen und in die Beratung der Petition eintreten? reich mehr und mehr fortgerissen, so daß ein Teil des Bürgersteigs dem Unbekannten berichte. Es heißt dann weiter: Nachdem wir Obiger Unfall beweist wieder die Notwendigkeit, gefeßlich ein- auf der Westseite der Brücke zusammenstürzte und auch einen Pfahl einen Bettel mit dem bekannten Citat aus dem Göz von zugreifen Obal A 14 08 der elektrischen Bahn Linkstraße- Grunewald mit sich fortriß. Der Berlichingen" in die Zeitung hineingelegt hatten, ging der Junge Als Erztangenichtse haben sich zwei 16jährige Burschen er- Verkehr mußte auf den von Erde völlig bedeckten Rangier und fort. Nach einigen Minuten fam er zurück und berichtete uns alle wiesen, die der Kriminalpolizei in die Hände gefallen find. Robert Gütergeleisen vorläufig eingestellt werden; ebenso erlitt der Betrieb die Fragen, die ihm der große dice Mann vorgelegt hatte. Wir Droffel und Willi Jankowski lettere schon bestraft der Bahn über eine gaben ihm die versprochenen zwei Groſchen, und heiter mit ver- hatten bei einem Einbruch einem gubrherrn in der Bergſtraße ein Roch am Spätbomittag waren Arbeiter beschäftigt, die Geleiſe freignügtem Siun trottete der verdienten Stummetgeschirr gestohlen, das sie bei einem Sattler in der Boffener zulegen. Die Wasserwerke lassen das Loch, das von dem Wasser ben ſo ſauer 20 Pfennigen heimwärts." ärte, ber Sunge straße zu Geld machten. Nachdem der Erlös verbraucht war, fuchten gerissen war, noch weiter ausheben, um dann gleich die Ausbesserung fie nach neuem Verdienst". Da der bestohlene Fuhrherr zwei Pferde vorzunehmen. Ob die Brüde selbst beschädigt wurde, konnte nicht im Stall hatte, wagten sie dort einen zweiten Einbruch, nahmen gleich mit Sicherheit festgestellt werden. Dem Anschein nach ist einen Fuchs mit und begaben sich, abwechselnd reitend, nach dem bas nicht der Fall. Der Künstler hat damit also einen Zustand geschildert, wie er in einem wirklichen Rechtsstaat bestehen soll. Welche Aehnlichkeit der Klassenstaat mit diesem Ideal hat, möge jeder an seinen eignen Erfahrungen abmessen. mit den " Der öffentliche Fuhrpark der Reichshauptstadt hat im Tezten Quartal des vorigen Jahrs eine nicht unbedeutende Verminderung erfahren. So ist die Gesamtzahl der Droschten von 8281 11 M. Aus den Nachbarorten. wieder aufgenommen. Vermischtes. Zu dem Wasserunglück an der Halenseer Brücke wird noch ge- I widert, daß die technische Möglichkeit zur Durchführung dieses Plans genossen ist es nunmehr, die Zeit bis zum Wahltage in reger meldet, daß es sich nach der nunmehrigen Feststellung nicht um einen zwar nicht am Kanal, aber doch an den dem Kanal frenzenden Lauf der Agitation anszunüßen und sich, soweit irgend angängig, persönlich eigentlichen Rohrbruch handelt. Das fragliche Wasserrohr, das unter Böke gegeben sei. Der Antrag der Etatskommission auf Anstellung dem Wahlkomitee, welches ſeinen Siz bei O. Grauer, Frankfurter der Brücke frei liegt und im Winter abgesperrt, also nur ein so- von Schulärzten wurde nach eingehender Begründung durch Allee 181 hat, zur Verfügung zu stellen. genanntes Sommerrohr ist, war nach der Halenseer Seite von bis- Rapp( Soc.) einer besonderen Kommission, der auch der lettere Das Wahlkomitee. her unbekannter Hand geöffnet worden. Das zufließende Waffer ist angehört, zur Vorberatung übertragen. Rapp wollte auch die AufIn der Hufbeschlags- Lehrschmiede zu Charlottenburg be= nun durch eine zum Einführen von Luft bestimmte Oeffnung in das gaben der Kommission dahin erweitert wissen, daß diese Mittel vorErdreich gedrungen, hat dieses unterspült, bis es einen Abfluß fand zuschlagen habe, um die Verabreichung eines Frühstücks ginnt ein neuer Kursus am 4. März, vormittags 8 Uhr. Meldungen und dadurch die Sachlage herbeigefuhrt. Die Ausbesserungsarbeiten an die Schulkinder in die Wege zu leiten. Er fand aber bei dem zur Teilnahme find an den Vorsteher königl. Ober- Roßarzt a. D., werden von der Eisenbahnverwaltung und den Charlottenburger Stegliger Kommunalfreifinn keine Gegenliebe. Bei der Vergebung Nachweis über Erlernung des Schmiedehandwerks und ein polizeiHerrn Brand, in Charlottenburg zu richten. Zur Aufnahme ist der Wasserwerken mit Eifer betrieben und dürften noch einige Tage in des Drucks des Etats pro 1901 befürwortete Rapp den Antrag liches Führungsattest erforderlich. Unbemittelte erhalten freie AusAnspruch nehmen. Der Bahnverkehr wurde gegen Mittag eingeleifig der Etatskommission- die den Druck an eine Berliner Firma bildung und haben feinerlei Prüfungsgebühren zu entrichten. geben will, weil die Stegliter Druckereien nicht leistungsgenug feien Die Eingemeindung Friedenaus in Schöneberg, welche von fähig mit dem Hinweis darauf, daß den interessierten Kreisen bis jetzt unermüdlich betrieben worden ist, die meisten hiesigen Druckereien außerhalb der Tarifsimi Buchdrucker stehen und deshalb 10 scheint nunmehr als aussichtslos aufgegeben worden zu sein. Schuld gemeinschaft der Frih Friedmann ausgewiesen. Friedmann, der bekannte an diesem für die beiden Kommunen recht fatalen Zustand ist, wie lange der Unterstützung durch Gemeinde Aufträge unwürdig seien, aus zuverlässiger Quelle verlautet, der im Ministerium des Innern als sie sich weigern, ihren Arbeitern die zwischen den Organisationen Berliner Rechtsanwalt, der vor einigen Jahren aus Berlin flüchtete, vollzogene Wechsel der leitenden Person. Während der frühere vereinbarten Löhne zu zahlen. Dies veranlaßte den freifinnigen Ver- und der während des Sternberg- Prozesses wieder zu einer sehr Minister der Frage der Eingemeindung Friedenaus sympathisch treter Fischer, den Genoffen Rapp wegen der Vorgänge in einer zweifelhaften Berühmtheit gelangte, ist, wie ein hiesiges Lokalblatt gegenüberstand, soll jetzt das Gegenteil der Fall sein. Dabei ist es bekannten Leipziger Druderei" anzurempeln. Der Drud wurde einer meldet, aus Belgien, seinem zuletzt innegehabten Wohnsiz, ausgewiesen worden. Friedmann wird nun Paris mit seiner für die Kenner der örtlichen Verhältnisse klar, daß dieser Zustand tariftreuen Berliner Firma auf 3 Jahre übertragen. werten Person beglücken. für die Dauer ein unhaltbarer ist. Sobald Wilmersdorf Stadt Die Stadtverordneten Versammlung in Spandau begeworden ist, muß ein Anschluß nach der einen oder andren Seite schäftigte sich in ihrer Donnerstags- Sigung mit dem Etat. Der den Versuchen zur Hebung des untergegangenen Dampfers" ThusEin Taucher ums Leben gekommen. In Kiel hat sich bei hin erfolgen. Für den Zusammenschluß mit Schöneberg spreche nun Elettricitäts- Gtat mit 460 400 mark balancierend, wurde nelda" ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Dem„ B. T." wird der Umstand, daß in dem Kanalisationsvertrage mit Schöneberg angenommen. Der Referent, Genosse Ducksch, bedauerte, daß sich darüber berichtet: Der Taucher Grothen, der auf der kaiserlichen Friedenau sich den Durchlaß für ewige Beiten gesichert hat. Auch das städtische Elektricitätswerk nicht den Erivartungen entsprechend Werft angestellt ist, stieg abends in die Tiefe hinab, um die Vordie durch die örtlichen Verhältnisse bedingten eigentümlichen Schulentwickle. Ein Antrag des Stadtv. Kühne auf Herabsehung des bereitungen für die Sprengung der inmitten des Kriegshafens geverhältnisse und die verzwickte Zuſammengrenzung beider Orte er- Bezugspreises von 50 auf 45 Pf. pro Kilowattstunde wird von funkenen„ Thusnelda" zu treffen, da das Wrack an einer viel befordern gebieterisch die Eingemeindung. den Stadtverordneten Jenne und Ducksch und dem Oberfahrenen Stelle liegt und der Schiffahrt gefährlich ist. Grothen Bürgermeister als verfrüht bekämpft und gelangt nicht erst verwickelte sich in der Takelage des Dampfers und fant tief in den zur Abstimmung. Nach furzer Debatte werden hierauf folgende Etats, mit einigen unwesentlichen Abänderungen nach dem Morast hinein, so daß er sich nicht bewegen konnte. Er gab das Vorschlage der Ausschüsse angenommen: Schlachthofkassen Etat mit Beichen, ihn wieder emporzuziehen. Die Mannschaften des an der 118 100 M., Stiftungstaffen- Etat 15 440,87 m., Armentassen- Etat Unfallstelle verankerten Fahrzeugs versuchten mit allem Eifer, den 99500 M., Gastajien- Etat 382 209,21 M., Sparkassen- Etat 484 931,09. betrieben sie die Rettungsarbeiten erfolglos. Der in einer Tiefe von Unglücklichen aus seiner gräßlichen Lage zu befreien. Stundenlang in Einnahme und Ausgabe balancierend. Gasanstalt sind für das nächste Etatsjahr um nahezu 10000 M. ge- Wiederholt gab er in seiner Todesangst das Zeichen zum EmporDie Ueberschüsse der ca. 50 Fuß befindliche Taucher muß furchtbare Qualen erduldet haben. ringer und zwar auf 40 000 m. veranschlagt. ziehen, allmählich erlahmten seine Kräfte. Anscheinend ist er in der eisigen Flut erstarrt. Erst nach Mitternacht, als die Helfer volle 7 Stunden gearbeitet hatten, gelang es, den Unglücklichen aus der Tiefe zu ziehen. Der wachthabende Arzt des Linienschiffes„ Kaiser Wilhelm II." war sofort zur Stelle, doch erwiesen sich alle Versuche, den Taucher ins Leben zurückzurufen, als erfolglos. Der Bau einer elektrischen Bahn von der Vorortstation Ertner über Neu- Bittau, Gosen nach Schmöchwiz und von hier über Karolinenhof nach dem Grünauer Bahnhof wird jetzt ernstlich in den betreffenden Gemeinden erwogen. Für die Ausführung ist die Berliner Lokalbahngesellschaft gewonnen, die im Frühjahr mit den Vorarbeiten zu beginnen hofft. = = 2 Steglitz. Die Gemeindevertretung hat am Freitag das endgültige Projekt der Trace des Teltow- Kanals auf Stegliger Gebiet genehmigt unter der Bedingung, daß die vom Kanal unterbrochenen Straßenzüge, soweit nicht Brücken vorgesehen sind, Lichtenberg. Nunmehr ist durch den Gemeindevorstand der mit dem übrigen Straßennetz durch Parallelstraßen längs Wahltag für die Gemeindeverordneten Wahlen festgesezt. In den des Kanals verbunden werden. Auf die von socialdemokratischer vier Kommunal- Wahlbezirken der 3. Klasse findet die Wahl an einem Seite erfolgte Anregung wegen einer event. zu errichtenden Tage, und zwar am Dienstag, den 12. Februar, von vor Volks Bade- Anstalt wurde Gemeindebaurat er- mittags 10 Uhr bis abends 8 Uhr statt. Sache der Parteibom WARENHAUS A WERTHEIM O | MONTAG DEN 4. FEBRUAR 1901 eröffnen wir einen THEATER- BILLET- VERKAUF im I. Stock unseres Warenhauses Leipziger Leipziger Strasse 132/135. Vorverkauf für alle angekündigten Vorstellungen. Die Preise der Billets sind die gleichen wie an den Theaterkassen. Hiermit zur Nachricht, daß unſer Kollege Todes- Anzeige. Hoffmanns Salon 10 Pf. 1/10* Heinrich Polenz plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet statt Montag, den 4. Februar, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle d. Krankenh. Urban n. d. Simeonskirchhof. Die Kollegen der Pianofortefabrik A. Wiesner& Co. Gentralverein Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Hermann Steppat am 30. Januar nach kurzen, schweren Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Markus: der Bildhauer Deutschlands Stirchhofs in Wilhelmsberg aus flatt. ( Verwaltungsstelle Berlin). Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges, treues Mitglied, der Holzbildhauer Gustav Heese im 50. Lebensjahre plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 3. Februar, nachm. 5 Uhr, auf dem Kirchhof der Andreasgemeinde in Wilhelmsberg statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 20/7 Der Vorstand. Mehrere Kollegen der Firma Lüben u. Buhfe.[ 24316 Die Beleidigung, welche Herrn Guhl, Pappel- Allee 7, am 19. Jan. cr. zu gefügt, nehme hiermit zurück und er fläre Herrn Guhl als rechtschaffenen Mann. Karl Liermann, Pappel- Allee 9. Chemniz. In volfreicher Gegend Grund: Köslinerstrasse 8 empfiehlt seinen großen Saal Vereinen zu Versammlungen und Tanz, auch Sonnabends und Sonntags.[ 5262* ZUM URATION GOLDENEN Jest Oranienstr. 183, part., ( früher Wollschläger). stück mit Restaurant,. Gefell: Gr. Mittagstisch. fchafts- Saal, sehr guter Umsatz, zu warme Küche zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen. Vereinszimmer. verkaufen. Um bestehende Unterhaltung der Gäste in Person weiterzuführen, wäre erbeute, Sonntag, von früh an: wünscht Sänger, Humorist od. Musiker. Allgem. Kranken- u. Sterbe- nzahlung 15 000 m. Näheres kasse der deutschen Drechsler sainstraße 41. und Berufsgenossen. ( E. H. Hamburg, Verwaltungsstelle Berlin A). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drechsler Hugo Hauer am 31. Januar 1901 verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4. februar, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofs aus statt. 24276 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Dtsch. Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Drechsler Hugo Hauer am 31. Januar nach langen, schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Central Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 77/12 Die Ortsverwaltung. Bockbier. Chemnitz, Plauensche Bier Salle, Goulasch, Hammelkeule. Büften Fabrik k 7402 J. H. Garich, Berlin S., Gitschinerstr. 33( Gde Prinzenstr.) und Stallschreiber: Straße 23a, empfiehlt jede Preisliste E. gratis. Art Büsten, passend als Gelegenheitsgeichent. Nebenstehende Büste mt. Rod und Ständer 12,50 M. Dieselbe ohne Rod 8,50 " " Büfte allein. 5, Specielle Wünsche werden berücksichtigt. Anfertigung nach jeder Körperform unter Ga 58412 Fritz Fellgentreff. 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Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl und W. Nickel, Augufiaftr. 3, b. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6. Rixdorf: Ostermann, Erfstr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide: Kar! Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstr. 39, I. Adlershof: Emil Vollmann, Selchowstr. 14. Köpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Fried enan- Steglitz: S. Berniee, Kirchstraße 15 in Friedenant. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: h. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2 II. Neu- Weissensee: Heinrich Bach: mann, Lehderstr. 1, part. links. Rummels burg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur fowie alle wissenschaftlichen Werte dort zu haben. Auch werden Inserate für den ,, Vorwärts" entgegengenommen. Bähne 1.50 Mk. Plomben 1 Mt., schmerzl. Zahnziehen 1 Mr., 10 Jahre Garantie nur Prinzen Straße 97 II, nahe Morigplatz.[ 6622* Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein Erster Berliner Reichstags- Wahlkreis. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, bei Herrn Cohn, Beuthstraße 20: Dienstag, den 5. Februar, abends 29 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Hoch: Socialpolitik im deutschen Reichstag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstands und des Kassierers. 4. Verschiedenes. 246/2 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung. T.-O. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten v. Dollmar: 1. 2. Diskussion. Socialpolitik in Deutschland und in Frankreich. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Central- Verband der Handels-, Transport- und Achtung! Stuccateure. Atung! Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16, Tel. A. 7. 3348. Montag, den 4. Febr., abends präc. 8 Uhr, bei Hrn. Schulz, Grenadierstr. 33: Oeffentliche Versammlung. Verbandsmitglieder! 12-119 Fortsehung der General- Dersammlung am Montag, den 11. Februar, abends 9 Uhr, bei Buggenhagen, Morikplatz. Tages Ordnung: Tages Ordnung: Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter. ( Verwaltung Berlin E.) Montag, den 4. Februar 1901, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Bergmann, Bajewalferstr. 3. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1900. 2. Antrag auf Verlegung des Ver: fammlungslotals. 3. Jnnere KassenAngelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert. 183/2 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse für das Barbiergewerbe. 1. Generalversammlung 1. Die gegenwärtigen Sperren und das Verhalten einiger Kollegen zu denselben. Montag, den 11. Februar, abends US2. Unfre ferner einzuschlagende Taftit. 3. Wie stellen sich die Kollegen zur Erhöhung der Beiträge zum Streitfonds. 173/5] In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Lohnkommission. 1. Anträge der Ortsverwaltung zur Nürnberger General- Bersammlung Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Verband deutscher 2. Wahl der Delegierten zur Haupt- General Versammlung in Nürnberg Oftern 1901. In Anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnung ist es unbedingt nötig, daß Ihr Mann für Mann erscheint. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs. Niemand darf über 10 Wochen im Rest sein. In dieser Versammlung können auch Beiträge entrichtet werden. Hansdiener und Packer. Dienstag, 5. Februar, abends 9 Uhr: Grosse Versammlung in den ,, Arminhallen", Rommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Herrn Dr. Leo Arons über:" Die Konsum: genossenschaften in Dienste der Arbeiterbewegung." 3. Verbandsangelegenheiten. Rixdorf. Montag, den 4. Februar 1901, abends 8 1hr, Naunynstr. 27 bei Herrn Graumann: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hermann Stenz über: Vivisektion, die Folter Gastwirts- Gehilfen. ( Ortsverwaltung Berlin.) Auf Grund wiederholter an uns 10 Uhr, in Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 3. Tagesordnung: 1. Wahl von 14 Mitgliedern der Arbeitgeber zu Delegierten auf zwei Jahre 270/14 2. und 4 Mitgliedern und 2 Stell vertretern zum Vorstand. 2. Generalversammlung derselben Kaffe Donnerstag, den 14. Februar 1901, abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 57 bei Schiller. Tagesordnung: und der Mord im Namen der Wissenschaft. 2. Distujjion. 3. Ub: gerichteter Anfragen den Vereinen 1. wahr von 29 Mitgliedern der Kaffe 141/3 und Gewerkschaften hiermit zur rechnung von der Urania und vom Weihnachtsvergnügen. 4. Vereins: angelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Kenntnis, dass die Inhaber nachstehender als Delegierte auf zwei Jahre und 2. Wahl von 8 Mitgliedern und 4 Stell vertretern zum Vorstand. Zutritt nur großjährigen Mit Rassenbuch legitimiert. Die Zahlstellen befinden sich in Rixdorf: Hermannstr. 197 bei Baben: Lokale ihre Kellner aus dem kosten: gliebern geftattet. schneider, und im Often: Frankfurter Allee 99 bei Schwarker. Sonnabend, den 9. Februar, in Schnegelsbergs Festsälen ( Inhaber: Schindler), asenheide 21: Die Grosser Wiener Maskenball. Billets a 50 Bf. find zu haben im Arbeitsnachweis Naunynftr. 78, Hente, Sonntag, den 3. Februar, abends 6 Uhr: Versammlung fämtlicher Kollegen von Rixdorf im Lokale von Mercier, Steinmetzstraße 113. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Dr. Silberstein über: Alkoholismus und die moderne Arbeiterbewegung." 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Delegierten vom Rigdorfer Gewerkschafts- Kartell und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Am Sonnabend, den 23. Februar d. J., finden 2 Wiener Masken- Bälle ftatt und zwar in Kellers Festsälen, Stoppenstraße 29, und im Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Anfang abends 9 Uhr in beiden Sälen. Ende früh 6 Uhr. Demastierung 12 Uhr. Die Tanzmusit wird bei Keller von der starken Kapelle des Neuen Berliner Konzert- Orchesters" unter Zeitung des Herrn Rudolph Tiezz, im Moabiter Gesellschaftshaus von der start besetzten Haustapelle unter Leitung des Herrn Massi ausgeführt. Billets a 50 Pf. sind im Bureau, Engel- Ufer 15, in den Zahlstellen und Versammlungen, sowie bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern und Bezirks: führern zu haben. Offene Kaffe findet nicht statt. 97/1 Um regen Besuch bittet Satiga Das Komitee. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 4. Februar 1901, abends 82 Uhr, finden in beim Kollegen Grundmann und bei sämtlichen Borstandsmitgliedern. Anfang 8 1hr. 1 Der Vorstand. 2010 Graveure, Ciseleure ( Filiale Berlin.) Dienstag, den 5. Februar 1901, Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten E. Rosenow über: Kunft u. Litteratur unter dem kapitalistischen Bürgertum. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 74/2 Alle Kollegen machen wir darauf aufmerksam, daß die Versammlung 834 Uhr eröffnet wird und bitten um pünft liches Erscheinen. Der Vorstand. lofen Arbeitsnachweis des Verbands I night= entnehmen: Straßen- Ecke. Feenpalast, Burgun ofgangBockbrauerei, Tempelhofer Berg. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Kitschmann, Borsitzender. Lackierer! Dienstag, den 5. d. M., abends 81 Uhr, im Gewertschafts: Messpalast, texandrinenftr. 110. aus, Engel- Ufer 15: 2 Königstadt- Kasino( ang. Rabat, WS Centralverein der Bildhauer Deutschlands.( Verwaltungsstelle Berlin.) Holzmarktstr. 72. Sanssouci, Rottbuferstr. 4a. Schützenhaus, inienftr. 5. Eiskeller, Chauffecftr. 88. Nagel( Feldschlösschen"), Müllerstr. 142. Puhlmanns VaudevilleTheater, Schönhauser Allee 148. Berolina- Sälenhauſer Dresdener Kasino( Juhaber Allee 28. M. Herzberg), Dresdenerstr. 96. NB. Diese Liste werden wir nötigenfalls periodisch ergänzen. 63/3 Der Vorstand. Achtung, Vereine! Umstände halber ist der Saal am Dienstag, den 5. Februar d. I., abends 8½ Uhr, Sonnabend, 16. Februar, frei im Gewerkschaftshaus( gr. Saal), Engelufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: geworden. Fr. Gleinert, Schulstr. 29. 24416) Wedding- Kajino. Lichtenberg. Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Jahn über„ Ursachen und Wirkung der wirtschaftlichen Krisen." 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. 124/1] Der Vorstand. Achtung! Vereine! Gesangverein( M. d. A.-B.) sucht Mufit: oder Gesangverein als Teilhaber zu einem am 9. März stattfindenden Maskenball ( großer Saal). Offerten an W. Kappel, Söpnickerstr. 127, III, erbeten.[ 2426b Elektra. Neuer Abendkursus. 8. Februar. Keine Vorkenntnisse. Anmeldungen im Burcan Brinzenstraße 55. Prospekte gratis. Friedrichsberg. Garten( S. Gürsch), Frankfurter Chauffee 86: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Profeffor Mag Seliger vom Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im KronprinzenKunstgewerbe- Museum über: Klarheit ist eine große Tugend in der bildenden Kunst." 3. Modelleurangelegenheiten. Wahl einer Fünfzehner- Kommission betr. Anfrageverbot und Neuwahl der Agitations 20/8 fommission. 4. Verschiedenes. drei Branchen- Versammlungen gang! Freitag, den 8. Rebruar, in bemielben zane Volks- Versammlung. Achtung! Saac: 1697 Außerordentliche General- Versammlung. 1. Die Kollegen der besseren Maßgeschäfte und Besohl- Anstalten bei Cohn, Beuthstr. 20/21. Bericht des Gesellen- Ausschusses. Aufstellung von Kandidaten zum Innungs- Schiedsgericht. 2. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen Leder- Industrie bei Feind, Weinstraße 11. Vortrag des Kollegen Würzburg über: Die Zwidmaschine und deren Einwirkung auf die Produktions-, Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 3. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Filzschuh- Industrie bei Nümann, Brunnenstr. 188. Vortrag über:„ Die gegenwärtige allgemeine Lage der Arbeiterschaft". Referent: Kollege Bogs. In allen Versammlungen als erster Punkt der Tages- Ordnung: Neuwahl der Branchen- Vertretung. Bericht der am 25. Januar gewählten Kommission. Näheres siehe Donnerstag. Der Vorstand. Volkstümlicher Klassiker- Abend. ( Dichter und Stomponisten: Klopstoc, Lessing, Wieland, Herder, Schiller, Goethe, Beethoven, Schubert, Schumann u. a.) Mittwoch, den 6. Februar 1901, in Cohns Festsälen, Beuthstrasse 20: Preis 30 Pf. Beginn: Bunft 1/29 Uhr. Garderobe frei. Programm mit Liedertert 5 Pf. Billets sind zu haben, in der Buchhandlung von Th. Mayhofer, Weinbergsiveg 15b und in Challiers Musikhandlung, Beuth: straße 10. Abendkasse findet nicht statt. [ 2345b Mittwoch, den 6. Febr. 1901, abends 8½ Uhr, bei Saberecht, Verband der Möbelpolierer. Große Frankfurterstr. 30, Versammlung der Ballschuhmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Branchen- Vertretung. Wir ersuchen die Kollegen, sich an diesen Versammlungen recht zahlreich zu beteiligen. Die Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer, Fil. Berlin. Dienstag, den 5. Februar, abends 8% Uhr, Brunnenstraße 188 bei Niimann: Bezirks- Versammlung Norden. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. [ 177/5 Mittwoch, den 6. Februar, abends 8% Uhr, Benthstraße 21. Restaurant Simonis: Tages Ordnung: 1. Was haben die Mütter und Frauen von der Gemeinde zu fordern? Referentin Frau Emma Ihrer. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 222/4 Der Vertrauensmann. Achtung! Marmorarbeiter! Achtung! Dienstag, den 5. Februar, abends 71/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27e: Leffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Weiterberatung des neuen Tarifs. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Centralverband der Maurer Deutschlands Mittwoch, 6. Februar, abends 7 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11: Sihung der Vertrauensmänner. ( Zahlstelle Berlin II, Bezirk Norden.) Die Adressen: Ausgabe vom Arbeitsnachweis findet am Montag von Dienstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des 9-10 und nachmittags 3--4 Uhr statt. 145/11 Der Vorstand. Textilarbeiter- Verband. Filiale Berlin III( Decateare). Herrn Wernan, Schwedterstr. 23: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht aus der Vertretersizung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Regen Besuch erwartet Montag, den 4. Februar, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, 136/9 5 Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tages Ordnung: Versammlung der Sektion der Kleber. Schulen. 2. Diskussion. 3. Berſchiedenes. 1. Vortrag des Kollegen Nill. 2. Disfussion. 3. Vereins angelegenheiten. Die Verbandsleitung. 197/3 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: lufre Volks: Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist notwendig. Der Vorstand. Achtung! Schöneberg. Achtung! Achtung! Kürschner. Montag, den 4. Februar, abends 9 Uhr, im ,, Klubhaus", Hauptstr. 5/6 Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über: Wie können die Frauen und Mädchen als Arbeiterinnen und Handlungsgehilfinnen ihre Berufsinteressen wahren? 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen wünscht 202/3 Die Vertrauensperson. Achtung! Am Montag, den 4. Febr., abends 82 Uhr, in den KönigsSälen, Neue Königstr. 27( Eingang Wadzeckstraße), Die Verbandsleitung. ff Samariter- Kurjus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute nachmittag 5 Uhr, Vortrag im Vereinslokal. Dresdenerstraße 45, über: Die Naturheilbewegung im Lichte der medizin. Wissenschaft. Um der Distusfion den freiesten Spielraum zu gewähren, wird mit dem Vortrage pünktlich begonnen. Nachher: Gemütliches Beisammensein. Morgen abend Uebungsstunde in der Filiale Brunnenstr. 150. Bortrag über: Gefahrdrohende Krankheitszustände". Der Vorstand. Oeffentl. Versammlung. 261/1 Tages Ordnung: 1. Bericht des Bertrauensmanns, sowie Bericht vom Streiffonds und Neuwahl. 2. Bericht des Delegierten vom Gewerkschaftskartell und Neuwahl. 3. Verschiedenes. 93/2 Der Vertrauensmann. H. Wier, Elbingerstr. 2. Achtung! Korbmacher. Die zu heute anberaumte Versammlung findet statt. 77/14 nicht Der Obmann. Achtung! Hutmacher. Achtung! Den Mitgliedern des Unterstüßungsvereins zur Kenntnis, daß in der am Montag, den 4. d. Mts., im Gewerkschaftshaus stattfindenden Versammlung außer der fchon bekannten Tagesordnung die Urabstimmung über den Tagungsort der nächsten Generalversammlung borgenommen wird. Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. 86/1 Der Vorstand. >»'■> Waarenhaus Hermann Tietz Leipziger Strasse 46, 47, 48. 49— Krausen-Strasse 46, 47, 48, 49./ ir bringen in dieser »che eissc aaren aller Art, eiche eigens für diesen Zweck in grossen Massen aufgestapelt, vermöge der kräftig reducirien Preise aussergewöhnüche vorcheiie bieten werden. Seidenstoffe: Kleiderstoffe: Daincn«Confectlon Negllgde« Wftsche: Leinen: Baumwollwaaren: Taschentücher: Tapisserie: Handsehohe: Tricotagen: Strümpfe: Gardinen: Herrenwäsche: Schuhwaaren: Stickereien: Spitzen: Seiden-Binder: Weisswsaren» Confectlon: Weisse Merveiüeux, Halbseide. Weisse"dei-veilleux, ganz Seide. Weisse Taffete, ganz Seide., Weisse Pongees, gemustert Weisse Kammgarne, Elfenbein-Krepp. Weisse Wollenbatiste, seidengertrein. Weisse gestreifte Binsen-Flanelle, krumpfrei. Weisse Sortis de bai. Weisse Kinderkleider und Mäntel. Weisse Damenhemden, mit Spitze gamirt. Weisse Unteröcke mit Stickerei. 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So lange der Vorrath reicht � 1> Ein für diese Qelegfenheit erworbener< X> grosser Posten weissen Porzellans <- ' A WKK. Ii W tz * tz II Berautwortllch» Reboctciir: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Kür den Inseratenteil verantwortlich: TÄ.«locke in Berlin. Druck und Verlag von Max Badina in Berlin. Nr. 29. 18. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. febrnar 1901. Schiller: Theater Deutsches Töff- Töff Der Herr Rosmersholm Senator. Nm.: D. Glück im Winkel D. junge Goldner Rosenmontag Nm.: Der ProbeWochen: Spielplan. Sonntag 3. Montag 4. Dienstag 5. Mittwoch Donnerstag 6. 7. Freitag 8. Opernhaus Schauspiel: haus Der Prophet D. Schw. Geschl. Das Pulverfaß Rigoletto Margarethe Fauft D. neue Vorm. Der Kaufmann von Venedig Cavalleria rusticana Bajazzi Töff- Töff Mignon Carmen Sonnabend 9. Gedächtnisfeier f. Giuseppe Verdi Falstaff Sonntag 10. Rienzi Egmont Töff- Töff Der Compagnon Die Welt, i. d.man f. langweilt. Nm.: Glück im Winkel Der Herr Senator Freiwild Der Herr Senator Der Raub der Sabinerinnen Zum 1. Mal: Rosmersholm Die Macht der Der Biberpelz Die Weber Theater Bersunt. Glode Ueber unsre Berliner Kraft II Ueber unfre Theater. Nm.: Die Räuber Agnes Sorma: Straft I Ueber unsre Straft II Die beiden Leonoren Meister Delze LeffingTheater Johannisfeuer Nm.: DieStlavin Erzieher Johannisfeuer Agnes Norma Nora Agnes Norma Johannisfeuer Theater des Westens Carmen Nm.: Undine Bar und Zimmermann Hoffmanns Erzählungen Alessandro Stradella Carl Weik: Theater Lumpaci vagabundus Eine leichte Person Eine leichte Person Eine leichte Person Stradella Eine leichte Person Finsternis. Nm.: Rosenmontag Lumpaci vagabundus Flachsmann als Agnes Sorma: Lumpaci vagabundus Waffenschmied Die schöne Galathee Zwei Waisen Rosenmontag Ueber unfre Kraft II Der junge Goldner Flachsmann als Erzieher Das Modell ( Julie Kopacsy) Ueber unfre Kraft I Agnes Sorma Die Zwillings: schwester Undine kandidat Ueber unsre Straft II Nm.: Maria Stuart Die Zwillingsschwester. Nm.: Wie die Blätter Das Modell Nm.: Alessandro = Ständiges Repertoire: Neues Opern Theater( Kroll). Nächsten Sonntag: Agnes Bernauer. Residenz Theater. Alle Abende: Frauen von heute. Secessions: Bühne. Alle Abende: Ernst von Wolzogens Buntes Theater.- Thalia Theater. Alle Abende: Amor von heute. Central Theater. Alle Abende: Die Geisha. Friedrich Wilhelm: städtisches Theater. Belle: Alle Abende: Der Damenschneider. Alliance Theater. Alle Tage: Ensemblegastspiel der Secessionsbühne: Leibalte. Urania. Sonntag bis Donnerstag: Aus dem Tagebuch der Grde. Freitag und Sonnabend: Auf den Wogen des Oceans. Witterungsübersicht vom 2. Februar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke 757 Still Wetter Temp. n. G. Stationen Barometer stand mm Windrichtung hlb. bed.- 5 Saparanda 750 749 M Stvinembe Hamburg 755 SSW 1 bedeckt Berlin 756 SSO 1 Nebel Frankf./M. 754 NNO 3 bedeckt München 750 Wien 756 SO 0 Petersburg -2 Cort -2 Aberdeen 4 bedeckt 2 bedeckt -4 Paris -3 Windstärke Better Temp. n. 6. 5° 6.4° R. 2 Nebel 13 55lb. bed. 3 -1 752 NNW 2 wolfig 755S 3 Dunft Wetter- Prognose für Sonntag, den 3. Februar 1901. Ziemlich trübe mit Schneefällen, mäßigen nordöstlichen Winden und gelindem Frost. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim In dieser Bestellungen nach auswärts an die Versand- Abteilung Berlin W. Leipzigerstr. 132-135 erbeten. Stoffproben u. Preislisten postfrei. 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Brünn ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt Nr. 4. 7439* Wegen Umbau und Erweiterung der Geschäftsräume gelangen große Lagerbestände meiner] Zeppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! außergewöhnlich billigen Preisen sum zu Ausverkauf! Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hälfte des Wertes. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 3. Februar. Freie Volksbühne. Carl Weiß: Theater. 1. Abteilung( rote Karten): Meister Delze. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Der Prophet. Anfang 72 Uhr. Montag: Rigoletto. Schauspielhaus. Das schwache GeRANIA Taubenstr. 48/49. Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Montagabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Die Weltausstellung in Paris. Invalidenstr. 57/62. fchlecht. Das Bulverfaß. Der Tagl. Sternwarte. neue Vormund. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Fauft.( 1. Teil.) Menes Opern: Theater( Kroll). Geschlossen. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Rosenmontag. Lessing. Johannisfeuer. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Slavin. Montag: Flachsmann als Er zieher. Berliner. Ueber unsre Straft.( 2. Teil.) Anfang 72 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Die Räuber. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum und Theater. Die 12 unverbrennb. Fakire Neu! General Boum, der kleinste Mann der Welt. Eintritt einschließl. Theater 50 Pf. CASTANS Montag: Lieber unfre straft.( 1. Tel.) PANOPTICUM Residenz. Frauen von heute. An: fang 72 Uhr. Machm. 3 Uhr: Trilby. Montag: Frauen von heute. Neues. Die Liebesprobe. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nackte Kunst. Montag: Die Liebesprobe. Westen. Carmen. Anfang 7 Uhr. Nachm.: Undine. Montag: Zar und Zimmermann. Central. Die Geisha. Friedrichstr. 165. Neue aktuelle Serie lebender Photographien. Die sensationellen Gruppen der alten Germanen. Der schlesische Zecher und der Teufel. Die Bernauer Der Rothenburger Meistertrunk. Bierprobe. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Schöne von New York. Montag: Die Geisha. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Die Welt, in der man sich langweilt. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Montag: Der Herr Senator. Thalia. Amor von heute. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Kyritz Pyriz. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Othello, der Mohr von Venedig. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Carl Weiß. Bumpacivagabundus. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Belle Alliance. Der Leibalte. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Gine tolle Nacht. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Zwanzig Mädchen und kein Mann. Anfang 72 Uhr. Nachm. 32 Uhr: Baubervorstellung von Ben Ali- Bey. Montag: Specialitäten- Borstellung. Palast. Specialitäten Borstellung. Bummelfrige. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Passage: Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Die zwölf Im Restaurant: Konzert einer russ. Damenkapelle. Apollo- Theater. Durchschlagender Erfolg: Toscana The Nightons Emmy Kröchert Miss Barma The Astor- Belmont Valentine Petit Les Minstrels Der Kosmograph. Um 8% Uhr 20 Mädchen und kein Mann Burleske Operette von F. v. Suppé. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang 72 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Grosse Zauber- Soirée von Ben- Ali- Bey. Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 29 Uhr: Fine tolle Nacht. Berliner Ausstattungsposse. und das vollständig neue Februar Specialitäten- Programm. Anfang 28 Uhr, der„ Tollen Nacht" 1/29 Uhr. Rauchen übera II gestattet. unverbrennbaren Fakire. Anfang Morgen Montag, 4. Febr.: mittags 12 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Montag: Dieselbe Borstellung. Invalidenstraße 57/62. Die Weltausstellung in Paris". Anfang 8 Uhr. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Lumpacivagabundus. Bauberpoffe mit Gesang von Nestroy. 1. Gastspiel Mad. Yvette Guilbert Freie Volksbühne. Der Gipfel des Erfolgs! I. Abteilung. Heute nachmittag 2% Uhr: Meister Oelze. Drama in 3 Aufzügen von Johannes Schlaf. Die Abteilungen haben nach der Reihe ihre Vorstellung an den folgenden Sonntagen. Die 7. Serie im Lessing- Theater für die I. Abteilung am 3. März mit der Aufführung von Brieux': Robe rouge( Die Rächerin). Deutsch von Dr. Berthold. Voranzeigen! beginnt Märzfest. Sonnabend, 16. März, Brauerei Friedrichs hain. Festmarken a 50 Pf. vom 15. Februar ab in allen Zahlstellen. 2 Opern- Extravorstellungen: Der Barbier von Sevilla im ,, Theater des Westens". Sonntag, den 10. März und Sonntag, den 24. März, nachmittags 22 Uhr. Opernmarken a 80 Pf. erhalten die Mitglieder( soweit der Raum ausreicht) vom 15. 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" " 9001 " # 190190 bas und # 00008 dan 5008 dogenid 06 82 odleg un bitutusjing dins o sinsplot dan nollable noldnome mad gadu dalis gaining ed oldum estrat qie sind past sisi Der euglisch- amerikanische Konkurrenzkampf. Iland zurüdfließt, ferner dag englische und deutsche Schiffe nicht nur um die amerikanische Flotte zu heben, durch Gefeß vom 30. Juni 1864 den Handelsverkehr des eignen Landes, sondern auch zwischen fremden ein Differentialzoll von 10 Broz. als Zuschlag zu den gesetzlich aufDie Geftaltung des englischen Außenhandels im letzten Jahr, Ländern vermitteln und hierfür allfährlich große Summen an Frachten erlegten Böllen eingeführt wurde, der von allen Waren erhoben werden für den jetzt die ftatistische Zusammenstellung vorliegt, giebt einem einnehmen. Ueberbies braucht auch der Handelsverkehr nicht immer foll, die nicht in amerikanischen Schiffen eingeführt werden. Da dieTeil der kapitalistischen Presse Anlaß, von einem Rückgang Englands das Land zu berühren, das aus ihm den meisten Nugen zieht. jenigen Waren, die in Schiffen folcher Staaten eingeführt werden, gegenüber seinem amerikanischen Rivalen zu sprechen, und die Eine Firma in London kann durch einen Agenten in mit denen die Vereinigten Staaten Reprocitätsverträge abgeschlossen ökonomische Vorherrschaft der Vereinigten Staaten zu verkünden. Australien Wolle auftaufen und auf englischen Schiffen nach haben, von diesem Differentialzoll befreit sind, richtet sich die Im Grunde genommen bietet die englische Handelsstatistik des letzten Frankreich versenden lassen, die Ware berührt also England gar nicht. Maßregel vornehmlich gegen England und Frankreich. Außerdem wie des vorlegten Jahrs für solche Folgerungen wenig Material, wohl aber fällt dem Londoner Geschäft der Handelsgewinn zu. So ist am 10. Mai 1892 ein dirett auf Vergrößerung der amerikadas zum Beweis dienen könnte. England steht seit fünfviertel tönnen einem Land aus den verschiedensten Quellen Reichtün er zu- nischen Handelsflotte berechnetes Schiffs Registrierungsgesetz durchJahren in einem Krieg, der ihm ungeheure Lasten auferlegt, der fließen; es fann, bem steigenden Konsum seiner Bevölkerung zu ge- gegangen. Doch alle biese Maßregeln haben den relativen einen großen Teil seiner konsumtionsfähigsten Bevölkerung zu benügen, weit mehr waren einführen, als es ausführt, und trotzdem Rückgang der amerikanischen Handelsflotte nicht aufzuhalten verdeutender Einschränkung feiner gewöhnlichen Ausgaben veranlagt ungeheure Stapitalien ansammeln. に hat; in Judien, das sonst nicht nur ein guter Absaumarkt Englands Treffen diefe Verhältnisse num auch in gleichem Maße bei ben Staaten auf fremde Schiffe übergegangen; betrug 1859 die Beist, fondern aus welchem dieses auch alljährlich Hunderte Vereinigten Staaten zu, wie bei England? Sicherlich hat seit teiligung der amerikanischen Schiffe an diesem Transport noch bon Millionen Mark an an Revenuen, Binsen und Handels etwa zwei Jahrzehnten das amerikanische Kapital, das in fremden 63,8 Proz., so im Jahr 1899 nur noch 12,4 Proz. gewinu herauszieht, wüten feit etwa zwei Jahren Hungers Unternehmungen angelegt wurde, enorm zugenommen. Besonders Budem aber darf die Summe der englischen Ausfuhr nicht ohne not und Pest; und zu diesen dem englischen Export entgegen bas britische Nordamerika und vor allem Merito entwickeln sich mehr weiteres jener der amerikanischen Ausfuhr gegenübergestellt werden. stehenden Hindernissen gefellten sich vor einem halben Jahr noch die und mehr zu Monopol- Domänen des Yankee- Kapitals, find doch der amerikanische Export besteht zum größten Teil noch Mirren in China, die sowohl Englands Handel mit Ostasien, als 3. B. die neueren großen Eisenbahnlinien) bie Merifo durch immer in Rohstoffen und Lebensmitteln, Sie englische mit den Straits Settlements wesentlich beeinträchtigt haben. Selbst queren, faft ausschließlich mit nordamerikanischem Gelde erbaut. Ausfuhr hingegen überwiegend aus Fabrikaten, in denen zumeist wenn unter diesen Umständen der englische Außenhandel im legten Anch in Westindien und im übrigen Centralamerika behaupten die prozentual berechnet, ein größerer Fabrikanten und Handelsgewinn, Jahr ſtationär geblieben wäre oder um ein Geringes abgenommen hatte, nordamerikanischen Kapitalisten gegenüber den englischen die Oberhand. nicht selten sogar auch höhere Arbeitslöhne stecken; ja man tanu fönnte faum von einem eigentlichen Rückgang gesprochen werden. Welches bedeutende amerikanische Kapital schon vor dem amerikanisch- fagen, daß ein nicht unbeträchtlicher Teil des amerikanischen Exports Thatsächlich aber hat der englische Handelsverkehr mit dem Aus- spanischen Striege in Plantagen, Minen, Eisenbahnen und in Handels- von Industriewaren überhaupt keinen Fabrikations- und Handelsland beträchtlich zugenommen, und zwar die Ausfuhr wie die gefchäften auf Stuba steckte, ist bekannt, ebenso, daß ganz Honduras kaum gewinn abwirft, oft nicht mal die Produktionskosten deckt. Da Einfuhr. mehr als eine Aftienanlage der Astorfchen Familie ist. Selbst in der die amerikanische Industrie sich infolge der neueren Bolltarif Es betrug Großbritanniens und Irlands on end Infelwelt der Südsee und in Australien tritt das amerikanische Stapital Gesetzgebung, speciell der Dingley- Bill von 1897, als Serrin Gesamthandel Ginfuhr Ausfuhr ale Stonturrent auf und das Morgansche oftasiatische Syndikat wartet auf dem engeren amerikanischen Markt sieht, ist sie in der Lage, der 1899: 749,5 Mill. 485 Mill. 264,5 Mill. Pfd. Sterl. mit Ungeduld auf die Beendigung der chinesischen Wirren, um Masse der Bevölkerung ziemlich willkürlich von ihr festgesetzte Preise 1900: 815,1 523,6 291,5 China als Anlagemarkt dem Yankee- Kapital zu erschließen: ein Ge- aufzuerlegen, und diese Situation hat sie dazu ausgenußt, die NonDanach ist die Zunahme sogar eine bedeutende, verglichen mit häft, fich jetzt, wo England in Südafrika be- turrenz auf dem inneren Markt durch eine Bereinigung der Betriebe fchäftigt den vorhergehenden Jahren; denn von 1894--97 fand nur eine sehr jein einstiger in Einfluß China außer gleicher Branchen zu großen Trusts auszuschließen und die Preise mäßige Steigerung statt, erst 1898 fegte wieder fräftiger ein. So ordentlich gefunken ist, am besten einleiten läßt wenn man sich auf dem 30llgeschützten amerikanischen Konsumtionsgebiet hoch lint fie dafür auf dem Weltmarkt im Kampf beläuft sich denn auch für den ganzen Zeitraum von 1894-1898 die nicht in den heutigen Kämpfen exponiert und sich die sogenannte zutreiben, Deshalb das milde, gegen die englische, Freundschaft Chinas nicht verdirbt. deutsche, Gesamtzunahme nur auf 14 Brozent, für das Jahr 1000 da humane Verhalten" ber Union im gegenwärtigen Kriege mit China, furrenz desto niedriger stellen zu können. Kons französische, belgische dieser gegen allein auf beinahe 9 Prozent. Sicherlich unter den jeine Reigung, unter allen Umständen der Sache ein Ende zu machen, Export wenig obet nights ein, ber Gewinnt aus den Verläufen auf herrschenden Verhältnissen tein schlechtes Resultat. Mit dieser Entwicklung des englischen Handels im vergangenen während auf den Bhilippinen nichts von dieser Humanität" und dem inneren Markt ist desto höher. Es ist eine Ausbeutung der Ge ber Jahr läßt sich denn auch die Behauptung, daß Englands HandelsMilde zu spüren ist. Konsumtion der eignen Bevölkerung zu lage sich verschlechtere, nicht begründen; vielmehr wird zugegeben, Doch wenn auch das Yankee- Kapital fich noch so sehr auszudehnen auf dem Weltmarkt; aber einen eigentlichen Geivinn erzielt bei daß im ganzen eine Steigerung stattgefunden hat; aber, heißt es, die trachtet, vorerst hat das englische und in manchen Ländern auch solchem Export das Land als Ganzes ebenso wenig wie ein Ge Passivität der englischen Handelsbilanz würde eine immer größere, amerifa, wo mir in Kolumbia und neuerdings in Venezuela ziehen zu können, seine alten Stammkunden über's Ohr haut. Paffivität der englischen Handelsbilanz würde eine immer größere, das deutsche noch einen weiten Vorsprung, sogar in Süd- schäftsmann, der, um neue Kunden durch billige Preisstellung herane im vergangenen Jahr hätte wiederum die Ausfuhr nur um 27 Mill. die Finanziers der Vereinigten Staaten festeren Fuß zu fassen Pfd. Sterl., die Einfuhr hingegen um 38,6 Mill. Pfd. Sterl. Eine solche Uebervorteilung des eignen Volts wird sich auf die genommen, schon wäre beinahe die Einfuhr doppelt so hoch, wie die beginnen, während in Argentinien, in Chile, Bern und dem halb Dauer nicht durchführen lassen. Schon heute finden die Trusts in Ausfuhr, und dieses Mißverhältnis müsse unbedingt auf die Dauer bankrotten Brasilien bei weitem die englischen und deutschen Kapital- der Masse vielfach Widerstand, und einzelne Staatslegislaturen haben intereffen vorwiegen. Und noch weit mehr gilt dies von Afrika, fich bereits zu sogenannten Antitruft- Geſetzen gezwungen geſehen, Englands Wohlstand schwer beeinträchtigen. Als Gegenfaß wird dann auf die Vereinigten Staaten von Amerika verwiesen, deren Asien und Australien, Noch immer ist England der Bankier der Welt, wenn auch größere Anschläge bisher durch die finanzielle Macht und Außenhandel in den beiden letzten Jahren folgende Wertsummen wenn sich auch in den letzten Jahrzehnten zwei recht ansehnliche Kon- den politischen Einfluß der Trusts zurückgewiesen sind. Dabei nuß furrenten eingestellt haben. berücksichtigt werden, daß die letzten Jahre in den Vereinigten Staaten Richtig ist, daß in den letzten Jahren New York und Chicago Jahre hoher Prosperität gewesen sind. Um den Anforderungen des ihnen Gesamthandel Ginfuhr Ausfuhr als Geldmärkte gegenüber London an Wichtigkeit gewonnen haben durch die Dingley- Bill ausgelieferten inneren Martts nachzukommen, 2046 Mill. Doll. 798 Min. Doll. 1258 Mill. Doll. und sich so etwas wie eine Verschiebung des finanziellen Schwer faben sich die Trufts zumeist veranlaßt, ihre Betriebe zu erweitern, 2807 829 upil- pidusgs 1478 puntis nach New York vorzubereiten scheint, das im letzten und so fanden die Arbeiter und fleinen Geschäftsleute, Agenten, Bunächst ift zu bemerken, daß die bedeutende Zunahme der Jahr mit erstaunlicher Leichtigkeit die Summen für große Comptoiristen 2c., die durch die Truſtierung und Vereinfachung des englischen Einfuhrsumme sich zum größten Teil ganz einfach aus Anlagen und Anleihen auch für die deutsche 20- Millionen Betriebs freigesezt wurden, ziemlich leicht wieder Unterschlupf," teils Der Preissteigerung verschiedener von der englischen Industrie in Dollar Anleihe aufbrachte. Aber die beiden letzten Jahre in der Branche, in der sie bisher thätig waren teils in Maffe benötigter Sohstoffe erklärt, vornehmlich der Baumwolle und tönnen nicht als maßgebend für die Beurteilung gelten. Die einer fremben. Daß aber auch in den nächsten zehn Jahren der des Kupfers. Die Einführ von Baumwolle stieg zum Beispiel in Währungsfefisezung Mac Kinleys und seine Wiederwahl zum Prä Verlauf derselbe sein wird, wie in den letzten brei, läßt 64 Proz. der Quantität, aber um 106 Broz. dem Werte nach. Der sidenten, sowie die Zunahme der Goldproduktion während der sich mit echt bezweifeln. Bereits sehen sich manche Branchen, vor Supferimport fant zwar um 84 Broz. der Menge nach, stieg jedoch legten zwei Jahre in Klondyke, den Bereinigten Staaten selbst, allem die Stahl- und Eisenbranche, mit Gewalt zu Abschlüssen nach trobem um nicht weniger als 24 Proz, im Werte. Judes sowie in Kanada und Neufundland haben die ökonomische auswärts gezwungen, um Luft zu bekommen und den Betrieb in selbst, wenn diese Umstände nicht vorhanden wären, läßt Stellung New Yorks verbessert, während der Londoner Geldmarkt bisheriger Ausdehnung aufrecht erhalten zu können. fich aus der ſtarten Bunahme der Einfuhr gegenüber der nicht nur unter den Anforderungen für den Krieg, sondern auch Ausfuhr nicht ohne weiteres auf eine Verschlechterung der englischen unter der Reduktion der Goldzufuhr aus seinen wichtigsten Bezugs Handelslage schließen; denn im andern Fall müßte England, da ländern litt. es mum schon über ein halbes Jahrhundert eine immer passiver Es produzierten nach der jüngst veröffentlichten Statistik des werdende Handelsbilanz hat, längst bankerott fein, Und ebenso New Yorker Engineering and Mining Journal" in den beidenlegten Deutschland, bas ebenfalls seit langem eine passive Bilanz aufweist, Jahren: während Oestreich- Ungarn, ganz besonders aber Rußland, das eine ausgezeichnet attive Bilang bat, im Geldüberfluß erstiden müßten. Jeder weiß, daß es sich umgekehrt verhält. ilgi Unzen 91281 Anfang feiner industriellen Entwidlung bis in die breißiger Unzen Australien 3 642 149 8807 727 Jahre hinein hatte auch England eine attive Handelsbilanz. Als jich Transvaal 831 158 3 529 826 dann aber sein Handel immer mehr ansdehnte, eilte die Einfuhrziffer Westafrika 36 284 33 865 der Ausfuhraiffer fast von Jahr zu Jahr weiter voraus, was nicht 78 055 Rhodesia 54241 1 121 170 verhindert hat, daß ungeheure Steichtümer nach England floffen und Indien 453 275 9 367 185 405 683 es zum Bantier der ganzen Welt geworden ist. Und ebensowenig 8 385 467 hat Deutschlands jahrzehntelange ungünstige Handelsbilanz" Dagegen stellte sich nach demselben Journal die Goldproduktion es daran gehindert, sich zum zweiten Industrieland der Welt zu des Gebiets der Vereinigten Staaten( also ohne Kanada mit Neufundland und Merito) auf: it eine alte mertonin aufivies: 1899 1900 entwickeln. wir an, " WHOLKSI • 1900 Wert in Dollar 75 283 215 6 845 046 750 000 1 613 388 1900 Unzen Wert in Dollar 3 805 455 78 653 755 1899 Wert in Dollar 78 705 710 72 961 501 700 000 1899 Wert Unzen in Dollar 3 391 196 70 096 021 Issa Es ist eine alte merfantilistische Schrulle, die noch immer in den Köpfen nachspukt, daß eine passive Handelsbilanz in jedem Falle ein nationales Unglück für ein Land sei. Gewiß kann eine paffive Bilanz einem Staate nachteilig sein, aber sie muß es feineswegs; fie fann sogar ein Zeichen der Blüte, der allgemein ge steigerten Stauffraft einer Bevölkerung sein. Ich möchte das an Thatsächlich hat dem auch die Goldzufuhr nach England feit einem Beispiel aus dem täglichen Leben veranschaulichen, das 1898, obgleich die Anforderungen infolge des Kriegs stiegen, bezwar wie meistens die Beispiele, etwas hinkt, doch im deutend abgenommen. Ob es aber nicht London gelingen wird, nach gangen tar erkennen fäßt, worum es sich handelt. Nehmen Beendigung des füdafrikanischen Kriegs- vorausgesezt, daß England ein Händler nehme jährlich 15 000 9. ein und die Minendiftritte zufallen m. seine frühere Position zurück verbrauche für fich 1500 m., ein andrer habe dagegen einen Umjas augewinnen, das ist eine Frage, die schlankweg mit Rein" zu beant bon 12 000 M. und verbrauche 2500 M. Ist damit schon gesagt. worten mindestens voreilig wäre. daß der erste florieren, der zweite bankrott gehen muß? Durchaus Und wie steht es mit dem Schiffsverkehr der Vereinigten Staaten nicht. Vielleicht hat der erste nur einen Gewinn von 1400 M. unb und Englands? Während zu Anfang der vierziger Jahre des letzten macht noch 100 M. Schulden; der zweite dagegen hat an den Jahrhunderts die amerikanische Handelsflotte beinahe die englische 12.000 M. 2600 W. Gewinn, und außerdem besißt er noch einige erreichte und im Jahre 1880 noch die deutsche um über das Doppelte Eisenbahn- Obligationen, von denen er jährlich ein paar hundert an Anzahl der Registertons und der Leistungsfähigkeit übertraf, steht Mart Binjen bezieht, möglicherweise ist er auch noch stiller Gefie jest an dritter Stelle. Es zählte nämlich am Anfang des sellschafter bei einem andern Unternehmen. Wenu er also auch Jahrs 1899 die Handelsflotte: 2500 M. gebraucht, kann er doch noch jedes Jahr über 1000 m. zurücklegen, Num, dasselbe gift bom Handel und Konfum eines Reichs. Gs England nebst ist durchaus nicht einerlei, ob ein Land bessere Industriefabritate Kolonien Staaten Dampfers Segler Tonnage 10 993 000 Tons Zonnage 2910 600 Tons 1 626 000 811 000 535 900 " 1 285 900 Leistungs fähigkeit") 35 890 000 Tons 35890 " 5 414 000 3719 000" Prozentuell berechnet, beträgt der Anteil der englischen Handels flotte an der Gesamtleistungsfähigkeit der Weltflotte ca. 54 Proz., Deutschlands Anteil ungefähr 8,8 Proz., der Anteil der Vereinigten Staaten 5,7 Broz. Dabei tommt noch in Betracht, daß in dem amerikanischen Anteil nicht nur die eigentliche Seeflotte, sondern auch der Schiffsbestand der großen Binnenseen steckt; ferner daß, der Schiffsbeſtand der ausflih, ob die Arbeitur, die sie hergestellt, einen hohen oder Deutschland nieberen. Lohu erhalten, ob außerdem der Fabrikant der Vereinigte Exportenr usw. dabei ein Geschäft machen; oder ob ein andres Land, z. B. Rußland, Korn verkauft, ob dieses Korn von armen, elenden Bauern produziert wird, die dabei verhungern und nur verlaufen, weil die Not fie zwingt, und ob ferner beim Verkauf des Storns Zivischenhändler und Exporteur einen prozentuell hohen Ge wvimin erzielen, Wer mehr einnimmt, fann selbstverständlich auch mehr ausgeben. Bei England und teilweise auch bei Deutschland Iommit nun aber noch hinzu, daß fie ebenso wie unser zweiter Händler Kapitalien ausstehen haben, das heißt, daß englisches Im allgemeinen wird eine Dampfertonne= 4 Seglertonnen und deutsches Stapital in allen möglichen Weltgegenden gerechnet; bei alten Dampfern ist natürlich dies Verhältnis geringer, steckt und ein Teil der Binsen amb des Gewinns nach dem Mutter bei modernen Schnelldampfern größer. 081 9228112 19pixie MoW des imag 198llottodasdni dam oloa 61088 Andrerseits haben die Schwankungen bewiesen, die aus ganz nebensächlichen Ursachen im vorigen Jahr wochenlang den amerikanischen Eisenmarkt beunruhigten, daß die Vereinigung zu Trusts und Startellen teineswege eine Schuzwehr gegen die Strifengefahr bilbet. Trusts sind eben feine socialiſtiſchen Institutionen zur Regelung der Produktion und des Bedarfs; fie sind kapitalistische Profitvereine, die zwar, wenn es der Profit vere langt, zu fleinen Einschränkungen in der Produktion geneigt sind, die aber sonst ihrer ganzen Natur nach ebenso auf schnelle Ausnügung auftauchender vorteilhafter Geschäftskonjunkturen angewiesen sind, wie andre privatkapitalistische Betriebe auch. Ueberdies werden selbstverständlich die Trusts, je mehr sie in ihrer Produktion über den Bedarf des zollgeschüßten inneren Markts hinausgehen, je mehr sie auf dem Weltmarkt ihren Absatz suchen, auch desto abhängiger von dessen Schwankungen, Veränderungen und Stockungen. Es ist ganz unausbleiblich, daß ein Umschlag in der amerikanischen Bollgesetzgebung eintreten muß, wahrscheinlich schon in einigen Jahren; und erst dann wird sich zeigen, ob thatsächlich die ameritanische Industrie jene konkurrenzfähigkeit und leber legenheit gegenüber der englischen und deutschen erlangt hat, wie sie ihr heute auf bloße Ausfuhraiffern hin ohne nähere Prüfung zugesprochen werden. Heute tonfurriert sie unter ganz andren Bedingungen. Dann wird sich auch zeigen, ob die vielgerühmte, erzieherische und fegens. reiche" Wirkung der ameritanischen Bolltarife nicht auch dunkle Schattenseiten hat, jeiten hat, ob sie nicht auch wirtschaftliche Gebilde gezeitigt hat, gegeitigt hat, die einer unbequemen Anpassung der amerikanischen Industrie und des Handels an die nene Marktlage und die veränderten Konkurrenzbedingungen äußerst hinderlich find. Es ist zweifellos: England verliert seine einstige Monopol stellung als Industrie- und Handelsmacht und als riftige Wett fämpfer anf dem Plan treten bie Vereinigten Staaten und Deutschland auf, von denen die Union als die durch die Natur am reichsten ausgestattete die besseren Chancen hat. Aber so liegt denn doch nicht die Sache, als triumphiere bereits Amerika über England, als hätte es ihn schon völlig den Rang abgelaufen. So weit sind wir noch lange nicht, und Old- England hat noch immer eine recht ansehnliche Dosis Lebenskraft, mag auch Herr Brooks Adams mit noch so träftigen Trompetenstößen Ameritas Economic Supremacy" verfünden. Mir will scheinen, als liege in den Uebertreibungen, mit denen man die amerikanische Konkurrenz zeichnet, und zwar mit besonderer Vorliebe gerade in der schutzzölnerischen Presse, recht viel Absichtlichkeit. Man will ein Schreckgespenst schaffen, das bei der Beratung des Bolltarifs gute Dienste zu leisten vermag. Fehlt es doch jetzt schon nicht an allerlei vere stedten wie offenen Hinweisungen. Unter Berufung auf die drohende erdrückende amerikanische Konkurrenz" jucht man einmal die Berechtigung einer Erhöhung der Industriezölle zu begründen; und das nächste Mal lobt man dam die außer ordentlich günstigen Resultate" der amerikanischen Zollgejezgebung, welche die Entwicklung der Industrie so mächtig gefördert hat, mit der leisen Andeutung, auch Deutschland müsse so einen Bolltarif einführen, wenn es gleiche Refultate fehen wolle.' ng H. C. bolts sajaid 4.0 ale biding #al guide i od pozo duu bus alles ni shol sa listustoring us on 1946bSusidant Versammlungen. 9 Inachweises, damit das Ausbeutesystem der jezigen Stellen- Der Centralverband der Töpfer hielt am Dienstag eine vermittelung aufhöre. Schließlich sprach die Versammlung den aus- außerordentliche Generalversammlung ab. Als Revisor wurde Die in den Album- und Mappenfabriken beschäftigten gesperrten Eisenberger Kollegen ihre volle Sympathie aus und ver- Herm. Böhm und in die Lohukommission wurden Herm. John Arbeiter und Arbeiterinnen hatten am Donnerstag eine öffent- pflichtete sich, dieselben moralisch und materiell zu unterstützen. und Albert Neumann gewählt. Den Spizenwebern in Calais liche Versammlung im Gewerkschaftshause. Nach einem Vortrag über „ Dichtkunst und Arbeiter" erstattete der Vertrauensmann der Branche, Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter tagte an Dienstag, Die Generalversammlung des Central: Verbands der wurden 500 M. überwiesen. Dorfinger, Bericht über seine Thätigkeit. Er führte in längerer den 29. Januar, in Cohns Festfälen. Hoffmann erstattete zu ihre Jahresversammlung im Gewerkschaftshause ab. Kudo wsty Die centralorganisierten Einsetzer hielten am 27. Januar Rede aus, daß er bestrebt gewesen sei, in einer großen Zahl von Kudkowsky Fabriken die Wahl von Werkstuben- Vertrauensleuten zu veranlassen, nächst den Jahresbericht und hob hervor, daß die Verwaltungsstelle gab den Bericht über das verflossene Geschäftsjahr. Während der ohne damit immer den gewünschten Erfolg zu erzielen. Das Berlin recht gute Erfolge zu verzeichnen hat. Es wurden im Laufe Lohnbewegung sind außer den Verbandsversammlungen 9 öffentliche sei vor allem auch der gegenwärtigen schlechten Geschäfts- des Jahrs 11 Streits, darunter ein Abwehrstreit, mit ins- Versammlungen abgehalten. Die Lohnbewegung wurde zu Ende getonjunktur zuzuschreiben. Dann herrsche leider in einigen Wert- geſamt 9632 Beteiligten zu Gunsten der verschiedenen Branchen: führt und mit den Meistern ein Tarif vereinbart und festgelegt. Dann stuben auch das Spigeltum, fo daß einzelne Kollegen Speicherarbeiter, Leichen und Chaisenkutscher usw. geführt. Einnahme 438,50 M., die Ausgabe 78,00, der Bestand 360,50 M. Arbeitskutscher, Straßenbahner Kohlenarbeiter, Rollfutscher, gab Redner Bericht über den Reservefonds der Einsetzer. Danach betrug die ihrer agitatorischen Thätigkeit wegen bei den Prinzipalen Diese Bewegung hatte ein starkes Anwachsen der Organisation zur Alsdann wurde zu den Neuwahlen geschritten und folgende Kollegen in der auch besonders darauf verwiesen wird, daß für eine Folge. Die Mitgliederzahl betrug anı 1. Januar 2732. An Neu- gewählt: Abraham zum Beitragjammler, Gnagler zum StellTeistungsfähige Organisation hohe Beiträge eine aufnahmen inkl. der Uebertritte vom Lokalverband waren 11 585 zu vertreter, in die Geschäftskommission: Böhm, Dörtsen, Notwendigkeit sind, gelangt folgende Resolution zu einstimmiger verzeichnen. Leider find demgegenüber wieder 5707 als ausgeschieden Schlemminger, Grahl, Bars, Texter und Bartsch. Annahme:„ Die Versammlung erkennt die Notwendigkeit der Orga- zu betrachten, so daß der Mitgliederbestand am 31. Dezember 8610 Bu Bezirks Vertrauensmännern wurden gewählt für Osten: Die Versammlung erkennt die Notwendigkeit der Orga- beträgt. Daran sind die verschiedenen Branchen wie folgt beteiligt: mudhalsty, Südosten: Schönberg, Westen: Bournisation zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen an. Hausdiener und Bader, 1730, Kutscher 2323, Kohlenarbeiter 522, icheng, Moabit: Lindemann, Wedding: Erpel, Rosenthaler Die Anwesenden verpflichten fich, nicht eher zu ruhen, bis alle Möbel- Transportarbeiter 119, Speicher- u. Stellerarbeiter 126. Schiffer 40, Vorstadt: errgut, Charlottenburg: Reubert, Rigdorf: Packer Arbeiter und Arbeiterinnen ihrer Branche dem Deutschen BuchArbeiter ohne nähere Berufsaugabe 763, Motorführer 8, Straßen- 18 holz, Weißensee: Adolf Kühn.- Die Bezirksversanım binder Verband angehören. Des weitern verpflichten sie sich bahner 2801, Mitglieder ohne jede Berufsangabe 188. Die Summe lungen werden auch fernerhin beibehalten, da überall gute Resultate binder- Werband für die Wahl von Werkstuben- Vertrauensleuten wirken zu wollen und Adressen dem Branchen Vertrauensmann Unterstügung wurden 1455,30 m. bezahlt. Auch sind für Extrafür bewilligten Rechtsschutz betrug 1583,89 W. An Arbeitslosen erzielt sind... mitteilen zu wollen." Unterstützung 756,50 M. bewilligt. Den Kassenbericht pro IV. Quartal Die Schlächtergesellen hielten Donnerstagabend eine Versamm giebt Steinide. Derselbe ergiebt bei einer Einnahme von 23 604,88 m. Tung ab, in der Keslinte ausführlich über die Aussperrung der und einer Ausgabe von 22 304,31 M. einen Bestand von 1300,57. Eisenberger Kollegen berichtete. Die letzteren wären in bescheidener An die Hauptkasse wurden abgeliefert 36 067,30 M., für die Bibliothek Weise bei den Fabrikanten um Gewährung der Sonntagsruhe vor verwendet 677,38 M. Der Bericht über den Arbeitsnachweis pro stellig geworden; die einfichtsvolleren Meister hätten das Ge- 4. Quartal stellt sich wie folgt: Gemeldet wurden im ganzen nicht. 2. Das Strafgesetzbuch giebt bei den einzelnen Vergehen und Ver17 jähriger Abonnent. 1. und 3. Derartige Fragen beantworten wir such berücksichtigt und wären bestrebt, die Sonntagsruhe in 404 Stellen. Den Branchen nach wurden verlangt Hausdiener und ihren Betrieben zur Durchführung zu bringen. Entgegen Backer 192, Kutscher 67, Kohlen-, Keller- und Speicherarbeiter 78, brechen an, ob auf Festungshaft erkannt werden kann. Die Möglichkeit, gesetzter Meinung sei jedoch die Firma G. Panzer daselbst, Lauf- und Festungshaft in solchen Fällen, z. B. bei Majestätsbeleidigungen, zu erleiden, Arbeitsburschen 44, Radfahrer 28. Für fest besteht für jeden Angeklagten, ohne Unterschied seiner Beschäftigung. die nicht allein die geforderte Sonntagsruhe abgelehnt, sondern konnten besetzt werden 155 Stellen, zur Aushilfe 47 Stellen. 4. In fünf Jahren. 6. Ein offenes Meer. Benutzen Sie die Bibliothek auch den Austritt der organisierten Arbeiter aus der Organisation Arbeitslos meldeten sich im Laufe des Quartals 443 Kollegen. Alexandrinenstr. 26 zu Ihrer Fortbildung. 1877 Wien. 1. Der Ghe: verlangt habe, was letztere jedoch einmütig verweigert hätten und Nach längerer Diskussion über die Verichte wurde beschlossen, den gatte hat ein solches Recht nicht. 2. Erziehungsstreitigkeiten sind im Streit: infolgedessen 27 Gesellen brotlos geworden seien. Sodann trat Epißenwebern in Calais eine Unterstüßung von 50 M. und den falle, vom Vormundschaftsgericht zu entscheiden. Redner sehr lebhaft für Errichtung einer Genossenschafts- Glasarbeitern in Warmensteinach eine solche von 60 M. zu bewilligen. Schlächterei in Berlin ein, wie sie in Sachsen bereits be- Die Neuwahl der Ortsverwaltung wurde bis nach der Haupt ständen. Im Laufe der Debatte erklärte der Vorsitzende, das nächste Generalversammlung im April vertagt. Der vorgerüdten Zeit Ziel, welches zu erreichen bereits einleitende Schritte unternommen wegen mußte auch der Punkt Anträge und Wahl der Delegierten zum wären, fei die Einrichtung eines paritätischen Arbeits- Verbandstag in Nürnberg vertagt werden. Briefkasten der Redaktion. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechfinnde findet Montag, Dienstag, . F. 100. Mite besteuerung, tritt ein. M. G. 49. 1. Sie haben einen Anspruch auf ein, die Ehefrau müßte Ihren Bater als Erben miteinsehen, fann Zahlung. 2. Durch Blutarmut hervorgerufene Nervosität.- N. W. 21 a. ihn aber auf das Pflichtteil beschränken. O. R. Wenn Sie beweisen, daß der Sachverhalt so war, wie Sie darlegen, müssen Sie freigesprochen werden 23. M. 100. Sie müssen eine Geburtsurkunde beibringen. In die Kindertube 100 913 pl gehört kein Bohnenkaffee, weil er durch seinen Gehalt an dem giftigen Coffeïn die Nerven erregt und den Magen angreift. Der ärztlich empfohlene Kathreiner's Malzkaffee ist ein überaus wohlschmeckender und gesunder Ersatz für Bohnenkaffee und wird von den Kindern mit Vorliebe getrunken. dir Sie werfen Geld fort! wenn Sie immer Ihre Cigarren zu teuer einkaufen. Rauchen Sie nur meine beliebten Sabanillos", 500 Stück nur 7 Mt., 1000 Stück mtr 13 Mt. franco gegen Nachnahme. Sie werden in Zukunft viel Gelb sparen! Garantie: Umtausch oder Zurücknahme! Unzählige Worte der Anerkennung von Pfarrern, Behrern, Förstern, Landwirten ze. Bestellen Sie bitte sofort poftfrei ins Haus 500 Stück für 7 Mt., 1000 Stück für nur 13 Mt. Bet Rud. Tresp, Cigarrenfabrik, westpreussen H. 7. Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluft- Bäder wirksamistes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. 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Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Br. 29. 18. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. februar 1901, Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Dienstag, 5. 5. 202. In jeder Buchhandlung wird Ihnen eine Anzahl Broschüren über dieses Thema zur Auswahl vorgelegt werden können. R. 15. Wenden Sie sich an den Bezirtstaffierer der von Ihnen ges nannten Kasse: Eduard Heiling, Emdenerstr. 50, Stfl. II. 2. 3. D. Der Verband ist uns leider unbekannt. 9. S. 31. Die Laterne muß auch dann brennen. und den Diebstahl begangen hat, reicht auch dann zur Absprechung des lands, insbesondere für Deutschland Rechtseffekt hat, ist mindestens recht Erziehungsrechts hin, wenn man annehmen solle, an sich stehe ihm ein ftreitig. A. W. 33. Mündliche Abreden über Kündigungsausschluß, folches zu. 3. Die Forderung wegen ber 30 M. ist verjährt, die Alimenten- Kündigungsfristen usw. haben denselben Wert wie schriftliche. 18. Nein. 8. R. 97. 1. Die Kündigung wäre rechtzeitig erfolgt, wiewohl sie nicht forderungen verjähren in 30 Jahren, von der letzten Zwangsvollstreďung ab gerechnet. 4. Die Bestallung mußten Sie von dem Prozeßgericht( Amts eingefchrieben erfolgte. 2. Enthält das Steigerungsschreiben keine Sündigung, gericht Brandenburg) zurückverlangen. 5. Das ist tein Grund für eine Ab- so gilt der alte Vertrag weiter. 3. Die beste Auskunft erhalten Sie durch lehnung oder Aufhebung der Vormundschaft. 6. An das Polizeipräsidium. den Rendanten Ihrer früheren Kaffe. Wir können nicht bestimmte freie O. G. 60. 1. Für Fabritarbeiterinnen über 16 Jahr beträgt die Staffen empfehlen, ohne andre zu verlegen. 4. Falls Sie nicht SelbstMarimalarbeitszeit elf Stunden, jedoch ist eine Reihe Ausnahmen zugelassen. versicherung beginnen( auf grauer Karte), geht Ihr Anspruch verloren. Der 2. Die Ruhezeit beträgt 10, nicht 11 Stunden, Ausnahmen sind für 30 Tage Anspruch auf Invaliden- und Altersrente erlischt bei Selbstversicherern, wenn jährlich zulässig. 3. und 4. Nein. 5. Ja. 6. und 7. Nein. 8. Ausschluß diefelben nicht während zweier Jahre nach dem auf der Quittungskarte ver: der Kündigung 9. Ja. Es verbietet der Raum einer Tageszeitung, auf merkten Ausstellungstage mindestens für 40 Wochen Beiträge entrichtet W. K. 44. Soweit ersichtlich, handelt es sich um das freie Eigentum eine solche Fülle von Fragen ausführlich, zu antworten. Es steht Ihnen haben. Bei versicherungspflichtigen Berfonen müssen mindestens 20 Wochen der Großmutter, nicht um gemeinschaftliches. Verhält es sich so, so fann frei, in der juristischen Sprechstunde sich Rat zu holen. A. B. Georgen- hindurch Beiträge geleistet sein.- Th. B. 151, Luckenwalde. Die Ent die Großmutter mit dem Eigentum bei Lebzeiten machen, was sie will, es firchplatz 21 befindet sich die zuständige Gewerbe- Inspektion. Es ist nicht scheidung darüber, welcher Orts- Krantentaffe die in einem Betriebszweige also verkaufen oder verschenken. Nur ihre Verfügung von Todeswegen erforderlich, dorthin anonym zu schreiben. H. K. 77. Sie können vor beschäftigten Personen angehören, steht der früheren Verwaltungsbehörde märe beschränkt. Cften 3, 4. 1. Sie tönnten erst im Jahre 1902 dem Tode Ihrer ersten, von Ihnen geschiedenen Frau auch hier nicht hei: zu. Gegen deren Entscheidung steht der im Streit befindlichen Staffe Be abermals Eidesleistung und Darlegung der Arbeitsstelle begehren. Zur raten, weil Sie östreichischer Staatsbürger sind und das für Oestreich schwerde an die Centralbehörde zu(§ 57b Kr.- V- G). Der Rechtsweg ist Zeit fönnen Sie nichts erreichen, es sei denn durch private Nachforschungen. bestehende Ehehindernis in Deutschland anerkannt wird. In England für diese Fälle ausgeschlossen. Fabritbetrieb und stehender Gewerbe 2. Der Umstand, daß der Vater bislang sich um das Kind nicht gekümmert tönnten Sie eine gültige Ehe schließen. Ob dieselbe aber außerhalb Eng- betrieb sind keine Gegensätze. M. M. Schon einmal beantwortet. 19 Jaud neaastostis BAER SOHN 82 Chausseestrasse 24a u. 25 Friedrich11 Brückenstrasse 11 Jannowitzbrücke und Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse, am BürgerHospital. toleratfode 4 Wilhelmstädtischem Theater, Köpenickerstrasse( Ecke Rungestrasse). Fabrikation Lieferanten an die pressiten und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Bekleidung. millodi on Lieferanten an Waaren- Häuser. Armee. * Lieferanten an Institute. Lieferanten an Vereine. * Lieferanten an Garderoben- Geschäfte. Lieferanten an ausländische Gesellschaften. er 19 St 1992 Für Ball und Gesellschaft Schwarze Jacket- Anzüge 50; 10; 6-18 M.| Piqué- Westen... Schwarze Rock- Anzüge 5635-39, 21 M. Weisse Ball- Westen 70,- 60,- M. 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