Nr. 25. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Bor: mittags geöffnet. Sern sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die schwarzen Listen und der Boykott. Sonnabend, den 30. Januar 1892. willen verkauft. Diese Selbsterniedrigung, die sich als nichts selbst anderes darstellt, als die Prostitution der Männlichkeit, über muthet der Unternehmer denjenigen seiner Arbeiter zu, die er um ihrer politischen und religiösen Ueberzeugung willen brotlos zu machen droht. Ja mehr als das. Expedition: Beuth- Straße 3. Der Abgeordnete Rösicke ist auch kein Freund der Maßregelung von Arbeitern, aber er meint doch, daß die Unternehmer in vollem Recht sind, wenn sie sich ihrerseits durch Verbindungen gegen die Arbeiter zu schüßen suchen, die sie schädigen wollen. bestimmen. Der Kapitalismus entrüstet sich diesen Grundsatz der Jesuiten. Ein Sturm der bedrängten Moral bewegt die Köpfe, wenn von Aufhebung des Ausweisungsgesetzes für Jesuiten die In der Reichstags Sigung am 13. Januar wies der Abgeordnete Frohme darauf hin, daß auf dem Gebiete der Rede ist. Aber dieselben Leute, welche sich über das Wort Der Arbeiter hat seine Familie, er liebt sie nicht minder entrüsten, handeln genau nach demselben Grundsaze. Ihr Kinderarbeit und der weiblichen Nachtarbeit die Kontrolle als der Unternehmer die seinige. Diese Familie wird gleich Zweck ift, Aufhäufung von Kapital, Ausbeutung der Arbeit, durchaus unzulänglich sei, weshalb eine Vermehrung der zeitig dem Elend überantwortet, wenn das Familienhaupt Genuß des Lebens in höchster Potenz. Diesem Zweck ist jedes Fabrikinspektoren unbedingt verlangt werden müsse. Im sich das Recht der eigenen Meinung wahren will und des Mittel heilig. Unterdrückung fremder Meinung, Ver Fortgange der Debatte wurde dann über schwarze Listen halb aufs Pflaster geworfen wird. Und nicht genug, daß urtheilung zum Hunger durch schwarze Listen, Auslieferung und Boykott im Besonderen, wie über das Verhältniß der Unternehmer für sich selbst das Recht in Anspruch an die Prostitution, um das Leben zu retten. zwischen dem Arbeiter und dem Unternehmer im Allgemeinen nimmt, den Arbeiter brotlos zu machen, ganze Familien ins eine Menge Falsches vorgebracht. Welcher Unterschied besteht eigentlich zwischen den Elend zu jagen, durch die schwarzen Listen sorgt er auch Reßergerichten des Peter Arbues und dem System der Der deutsch freisinnige Abgeordnete Schrader erklärte: dafür, daß der Gemaßregelte überhaupt nicht wieder aus schwarzen Liften? Dort Denunziation wegen einer reliEs ist keine Frage, daß vom geschäftlichen Standpunkte dem Elend herauskommt. Wenn heut kleine Gruppen von giösen Meinung, die zugleich eine politische war, heimliches aus der Unternehmer das Recht hat, seine Arbeiter zu Unternehmern sich vereinigen dürfen, um unbequeme Gericht, Folter, Scheiterhaufen. Hier Denunziation wegen wählen wie er will, eine andere Frage aber ist, ob es von Meinungen aus ihren Arbeitsräumen zu entfernen und einer politischen Meinung, die zugleich eine religiöse ist, einem höheren Standpunkt aus zu billigen ist, Arbeiter fern zu halten, muß man dann nicht dem ganzen Unter- heimliches Gericht, erzwungene Arbeitslosigkeit, Hunger Jund wegen ihrer politischen und religiösen Ueberzeugung brotlos nehmerthum das Recht der Koalition in diesem Sinn zugestehen? Elend ganzer Familien, Entehrung, Tod. zu machen. Und wenn sich alle Unternehmer vereinigen, um feinen Es ist immerhin bemerkenswerth, daß sogar ein deutsch- Sozialdemokraten zu beschäftigen, dann fann doch das nur freifinniger Abgeordneter neben dem geschäftlichen noch zwei Resultate haben. Man zwingt die Arbeiter, ihre einen anderen Standpunkt gelten läßt, den er selbst als Meinung äußerlich abzuschwören, und damit zur Heuchelei, einen höheren" bezeichnet. Wenn es aber dem Freisinnigen, oder man verurtheilt sie mit Weib und Kind zum Hungertrotzdem er einen höheren Standpunkt anerkennt, fraglich, tode. Der ganze Ekel, den der Mensch empfindet, wenn er Ja, welcher Arbeiter will denn die Unternehmer per bleibt, ob ein Arbeiter wegen seiner politischen oder sich das pfäffische Kollegium bei Galiläi vorstellt, erfaßt die sönlich schädigen? Ist jemals auch nur der Versuch gemacht, religiösen Ueberzeugung brotlos gemacht werden dürfe, Seele bei dem Gedanken an die schwarzen Listen, durch den Nachweis zu führen, daß ein Sozialdemokrat als solcher so befindet er sich dabei in Unkenntniß der sittlichen Pflichten welche man den Arbeiter um das Einzige bringen möchte, ein schlechterer Arbeiter ist, als ein Nicht- Sozialdemokrat? oder im Gegensatz zu denselben. was er vor den Lastthieren voraus hat, um die eigene Aber das ist eben die seltsame Logil, mit der man sich zu Zur Sittlichkeit gehört das ganze Verhältniß des Meinung. Giebt es im Bereich des Sittlichen einen Aus- helfen sucht. Wenn der Arbeiter den Neunstundentag vers Menschen zum Menschen, ihre Voraussetzung ist die An- druck, der das bezeichnet, was die schwarzen Listen sind? langt, damit er nicht schon in jungen Jahren körperlich erkennung der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlig Und wenn nun der Kapitalismus durch die Hunger- und geistig zum geistig zum Krüppel wird, dann sagt der trägt. Das schließt wahre Sittlichkeit im Klassenstaate kur, die er über den selbstdenkenden Arbeiter verhängt, wirk- Unternehmer: Du willst mich schädigen, hinaus! Durch schon vollständig aus. Die Sittlichkeit hat im Klaffenstaat lich erreicht, daß schwache Seelen öffentlich ihre Meinung Ringe, Subventionen, Zölle und Prämien find nicht mehr Bedeutung, wie wirkliches Christenthum im abschwören, glaubt er dadurch wirklich diese Meinung aus die Preise der Produkte in die Höhe getrieben. christlichen" Staat. der Welt gebracht zu haben? Beansprucht nun der Arbeiter für seine Leistung einen Der freisinnige Abgeordnete Schrader konstruirt zwei Wohl ist der Kapitalismus schnell mit dem Wort bei Lohn, mit dem er sich und seine Familie nothdürftig erStandpunte, den Standpunkt des Geschäfts und einen der Hand: Hilf dir selbst! Dieses Wort ist blutiger Hohn halten kann, dann sagt der Unternehmer: Du willst mich höheren" den er seinem Wesen nach nicht bezeichnet. Ein für den, dem es gesagt wird, und eine Infamie von dem, schädigen, hinaus mit dir! Und damit dir die Lust verfittlicher Standpunkt verlangt als Unterlage das Recht. ber es gebraucht. Wer dieses Wort dem brotlosen Arbeiter geht, von Neunstundentag und Lohnerhöhung zu reden, Nicht des brutale Fauftrecht der Macht, sondern das sitt zuruft, steht auf der sittlichen Höhe des Menschen, der einen habe ich mich mit den andern Unternehmern verbunden. liche Recht der Gleichberechtigung des Nächsten. Der Stand- andern an Händen und Füßen gebunden in den Ozean wirft Durch Hunger sollst du lernen, daß man das Kapital nicht punkt ds Geschäfts sieht im Arbeiter eine käufliche Waare, und im Fortschreiten den guten Rath ausspricht: Hilf dir schädigen darf. Das Kapital hält ja nur die unruhigen von diesem Standpunkt aus hat der Unternehmer heute selbst." Kann der Arbeiter sich selbst helfen? Giebt Elemente fern, damit in den humanen„ Anstalten für alleinallerdings die Macht, seine Arbeiter zu wählen wie er will. es im Lande noch irgend ein Stückchen Erde, welchem der stehende Frauenzimmer" besser eine strikte Disziplin Aber der Arbeiter bleibt auch im Arbeitsverhältniß ein Mensch, der arbeiten will, seinen Unterhalt abgewinnen aufrecht erhalten werden kann. Das ist die Logit des Menso, dem seine Menschenrechte durch den Arbeits- darf? Die gesammte Arbeitsmöglichkeit ist durch das Kapital Kapitals. vertrag weder entzogen werden können, noch geraubt werden gesperrt, so daß Niemand arbeiten kann, wenn das Kapital Und außerdem: Karnickel hat angefangen. Die Sozial dürfen. Dieser Standpunkt des unverlierbaren und unvers nicht will. Das toalirte Kapital hat die Macht, jeden demokraten boykotten auch, sagt das Kapital. Als ob äußelichen Menschenrechts kann es doch nur sein, den der wegen seiner politischen Meinung dem Hungertode zu über nicht jedermann ganz genau wüßte, daß das Kapital Abeordnete Schrader als den höheren bezeichnet. Achtung antworten. Darf man diese Macht als ein Recht bezeichnen? die Sozialdemokratie dadurch geistig" zu bekämpfen sucht, des gleichen Rechts des Andern ist das höchste siitliche Ist es wirklich keine Frage, daß der Unternehmer sich seine daß es die Wirthe direkt und indirekt veranlaßt hat, ihre Geet. Arbeiter wählen kann, wie er will? Säle den sozialistischen Versammlungen zu verschließen. Bon jeher hat Derjenige für den größten aller Lumpen Wenn aber dann die Sozialdemokraten zu dem Wirth sagen: ggolten, welcher seine Meinung um äußerer Vortheile Willst du nicht, daß wir uns in deinen Räumen alle verFeuilleton. Nachbruck verboten.) Am Webstuhl der Zeit. ( 25 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Man ficht die Jesuiten an, weil ihnen der Zweck das Mittel heilig macht, während sie die Heiligkeit des Zweckes " Ich muß doch den Herrn Sekretär bitten, sich etwas artiger auszudrücken, wenn er von den Töchtern eines unserer gemeinschaftlichen Freunde spricht," schnarrte der Weinhändler, indem er sich beim Schlürfen des Champapners unterbrach und einen giftigen Blick auf den un galanten Gelehrten warf. " Ich bitte recht sehr um Entschuldigung, wenn ich Ihren Freundschaftsgefühlen zu nahe getreten," erwiderte der Zurechtgewiesene, aber man sollte mich auch nicht erst dazu herausfordern." ,, Lassen wir doch solche Persönlichkeiten außer'm Spiele," gefesselt hatten, ist nun leider gegenstandslos geworden; die Bevorzugung des Adels ist in letzter Zeit fast nur wenig mehr bemerklich gewesen. In Bezug auf die Beamten vermehrung hat man sich seit längerer Zeit sehr enthaltsam gezeigt; die Preßfreiheit ist bis zu einem Grade gewährt, über welchen hinauszugehen ich kaum noch für räthlich halte; sie scheint mir eher in Rücksicht auf einige vorlaute Zeitungsschreiber zuweilen etwas gar zu frei. Jedenfalls darf hierin von uns nicht weiter vorwärts gedrängt werden." Er thäte viel besser, zunächst seine Töchter an Sparfamkeit und Genügsamkeit zu gewöhnen," entgegnete Dr. Luz Wie wäre es denn, wenn wir diesmal die Trennung mit schneidendem Tone.„ Die Mädchen sind den ganzen Tag mahnte Dr. Raffmaus einlentend;„ es handelt sich für uns des Staates von der Kirche, oder die Trennung der Schule auf der Straße und kleiden sich wie Gräfinnen. Wo soll das jetzt darum, wie wir dem Dr. Benjamin das Thörichte und von derselben in den Vordergrund stellten?" fragte der Geld bei dem Gehalt des Vaters herkommen, zumal die Bergebliche seiner Sonderbestrebungen einleuchtend machen Kaufmann Rollmann. vier Mädchen lieber Liebschaften anknüpfen, als arbeiten." und ihn dadurch wieder zur Unterordnung unter die„ Ein figliches Thema," meinte Dr. Raffmaus. 3war Ich habe Sie im Verdachte, Herr Sekretär, daß Sie Parteidisziplin zurückbringen. Wir müssen natürlich mit ich persönlich mache mir den Teufel aus der Kirche, indessen von einem der Mädchen einen Korb bekommen haben. Die unseren Pläneu zurückhalten, bis die Stunde der Ent- sie ist doch zu manchen Dingen recht brauchbar und nüßlich, jungen Damen find allerliebst und sehr gebildet; was scheidung gekommen, und in der Zwischenzeit uns seinen fie muß meiner Ansicht nach unter allen Umständen sonst könnten Sie an ihnen auszusehen haben? Gestehen Ansichten geneigt zeigen. Was meinen Sie, meine Herren?" gestützt werden, denn, was denken Sie, sollte werden, wenn Sie es nur, ein kleiner mißlungener Heirathsantrag hat " Ich finde diesen Plan ausgezeichnet und trinke auf die Leute durch die Religion nicht mehr darauf hingewiesen Sie gegen die Mädchen aufgebracht. It's nicht so?" fragte das Wohl und seine glückliche Ausführung dieses Glas würden, das Eigenthum ihrer Mitmenschen unter allen Dr. Raffmaus mit schlauer Miene. Larose," schrie der Weinhändler. Umständen heilig zu halten?" " " Die Regierung würde ja doch auf diese Trennung absolut nicht eingehen, da sie des Einflusses der Kirche nicht entbehren kann," entschuldigte sich Rollmann. " Ein Heirathsantrag, Herr Dr. Raffmaus, und von meiner„ Es ist dies eine ganz gescheute Jdee von Ihnen, Herr Seite?" entgegnete der Sekretär mit verächtlichem Lächeln. Doktor," erklärte der Seifensieder und Stadtverordnete Licht. " Halten Sie mich wirklich für so umbesonnen, um an-„ Die schwierige Frage ist nur; wie und mit welchen Anzunehmen, daß ich einen derartigen Antrag an ein Mädchen erbietungen gewinnen wir den großen Haufen für uns, und Und wenn sie doch darauf einginge, Herr Rollmann ftellen würde, welches für Glaceehandschuhe und Kleider und dann kommt noch die Nebenfrage, welchen Kandidaten und wenn sie es für politisch anfähe, darauf einzugehen, Hüte mehr Geld braucht, als ich ihr zum Wirthschaftsgelde empfehlen wir den Wählern? Was die Hauptfrage an was dann? Ich halte Sie im Verdachte der Demokratie, geben könnte? Nebenbei bemerkt, sind auch die Mädchen belangt, so bin ich selbst in einiger Verlegenheit, da uns Herr Rollmann!" bereits durch zu viele Hände gegangen, als daß ein das überraschend schnelle Entgegenkommen der Regierung Mich?" rief der so plöglich Angeschuldigte und Mann, welcher auf seinen guten Namen zu achten hat, sie eigentlich unser Programm vorweg genommen hat. Die wurde dunkelroth im Gesicht. Herr Dr. Raffmaus, messen. zur Gattin erwählen möchte." Jagdrechtsfrage, mit der wir das Bolt so lange an uns Sie die Tragweite Ihrer Worte besser ab! Ich ein sammeln, so wollen wir auch nicht einzeln kommen, und Berichte, welcher sich mit der Beeinflussung der Gastwirthe dieser zum Sozialismus. Nachdem noch Abg. Rinteleg wenn der Brauerei erklärt wird: Wenn deine Säle für uns in Bezug auf Versammlungen durch Amtsvorsteher und( Zentrum) für das Gesetz gesprochen, wendet sich der Kultuszu schade find, so wollen wir auch dein Bier nicht, wenn Landrathe befaßt, wurde wieder an die Betitions- miniſter gegen Birchow, der die allgemeine menschliche ferner dein Bierabnehmer uns nicht bei sich sehen will, so Kommission zurück verwiesen, nachdem sich herausgestellt, Moral als Grundlage des Religionsunterrichts verlange. kannst du auch dein Bier behalten, dann hat Karnickel an- daß der Referent, Dr. Schaedler, den wesentlichsten Inhalt Es gebe keine allgemeine menschliche Moral, sondern nur gefangen, dann haben die Sozialdemokraten boykottet. Hat der Petition nicht in Berücksichtigung gezogen hat. Herr eine allgemeine menschliche Unmoral. Gäbe es eine alldie Sozialdemokratie jemals verlangt, die Wirthe, bei Schaedler, der auch Mitglied des bayerischen Landtags und gemeine menschliche Moral, dann brauchten wir überhaupt denen Bersammlungen gehalten werden sollten, müßten sich als solcher ein von sich sehr eingenommenes ultramontanes feine Religion. Der Abg. Friedberg legt noch eine zum sozialistischen Programm bekennen? Ift den Kirchenlicht ist, hat es vorgezogen, zu der gestrigen Ver- Lanze für seinen Parteigenossen Eynern ein. Morgen wird Direktoren und Aktionären der Brauereien jemals das An- handlung nicht zu erscheinen. die Rednerei fortgesetzt werden. finnen gestellt worden, daß sie Sozialdemokraten werden sollen? Die Auseinandersehung, welche Herr v. Caprivi Die Komödie, welche Freisimmige" und" National Darin aber liegt es. Wirthe und Brauereien, frei in der heutigen Sigung des Abgeordnetenhause 3 liberale" aufführen, als tämpften sie überhaupt für eine willig oder gezwungen, erklären durch Verweigerung der mit dem gesammten Liberalismus, und namentlich mit freifinnige Schule, wird in einer Buschrift, welche der Säle zu sozialistischen Versammlungen: Eure Gesellschaft den Nationalliberalen hatte, war zwar recht Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" aus dem Kreise des paßt uns nicht. Das Versammlungsrecht und das Recht beftig, allein es wird keine Suppe so heiß gegessen, wie sie höheren Lehrerstandes zugeht, ins rechte Licht gestellt. In der freien Meinungsäußerung ist aber verfassungsmäßig gekocht ist. Und das gilt namentlich von national- berselben heißt es: garantirt. Weil man sie an der Ausübung dieses Rechtes liberalen Suppen. Wie oft hat Herr von Bennigsen hindert, erklären die Sozialdemokraten, gut, wir kommen mit seinen Trabanten schon tapfere Worte gemacht nicht wieder, bis euch unsere Gesellschaft passen wird. Die Sozialdemokraten handeln da nur als anständige Lente, die ein Lokal nicht betreten, aus dem man sie mit ihren Freunden hinausgeworfen hat. und wäre " dem Es ist gewiß interessant, jetzt, wo die Gegner des Bolts Schulgesetz- Entwurfes diesem vorwerfen, er forbere eine Mit wann wären den tapferen Worten tapfere Thaten gefolgt? herrschaft der Kirche in der Schule", er wolle die Schule der Kirche ausliefern", und wie die Phrasen sonst noch lauten und glaubt man etwa, Herr von Caprivi sei ein so unmögen, einmal darauf hinzuweisen, daß in unseren höheren praktischer Utopist und Heißsporn, daß er für die Zukunft auf die Dienste der Nationalliberalen verzichten wird, Lehranstalten die Kirche längst thatsächlich und rechtlich eine Mitherrschaft" ausübt. Es haben nämlich die GeneralAnders aber liegt es mit der Aussperrung aus den welche stets so dienstfertig gewesen sind, und deren biegsames Superintendenten das Recht und üben es auch aus Arbeitsräumen. Da heißt es, wenn du bei mir arbeiten Rüdgrat er fennt? Und um der schönen Augen des Aschen- Religionsunterrichte in den Gymnasien und anderen höheren willst, dann hast du dich von deinen Freunden loszusagen, brödels Volksschule willen werden die Herren National- Lehranstalten beizuwohnen, sich von der sachgemäßen Gr hast dich von allen Bestrebungen und Vereinigungen fern- liberalen den Aft nicht abfägen, auf welchem sie sißen.- theilung deffelben und von den Fortschritten der Schüler zu zuhalten, die dein Bestes bezwecken, haft deine Meinung überzeugen", auch selbst den Unterricht während ihrer Ins ( womöglich schriftlich) aufzugeben und die deines Arbeits- Abgeordnetenhause fortgesetzt. Die Volksschulgesetz- Berathung wurde gestern im spektionszeit in die Hand zu nehmen. Sie halten dann mit gebers und Herrn anzunehmen. Willst du das nicht, dann Limburg Stirum hat an dem Gesetze nur die Der Abgeordnete Graf den Lehrern, welche den Religionsunterricht ertheilen, eine Ronferenz ab, welcher der Direktor der Anstalt präsidirt, üben wirst du nicht nur bei mir hinausgeworfen, sondern be- Freiheit zur Gründung von Privatschulen zu bemängeln. Kritik an dem Unterrichte der Einzelnen und falls es noth ES tommst überhaupt keine Arbeit wieder, denn wir haben uns Er will, daß das Gesetz Bürgschaft dafür gebe, daß die versehen sie dieselben auch mit Weisungen". vereinigt, uns gegen die Arbeiter zu schützen". Wenn du Privatschulen auch konfeffionell gestaltet werden und daß find uns jedoch noch feine Stimmen zu Ohren gekommen, welche hungrig genug bist, wenn deine Frau das Lehte aufs Leih- nicht von Sozialdemokraten solche gegründet werden können. wegen dieser Einrichtung, derselben, welche der Entwurf in amt getragen hat, wenn deine Kinder nach Brot schreien, Der Abg. Porsch( Zentrum) tritt für das Gesetz ein, § 18 auch für die Volksschule wünscht, eine Auslieferung" der dann komme wieder nnd schwöre deine Meinung ab, eher welches nur das bestehende Recht kodifizire. Von höheren Lehranstalten an die Kirche befürchteten. Bis jetzt nicht. Ist das recht? Ist das christlich? Ist das sittlich? einer Auslieferung der Schule an die Kirche wäre nicht die wenigftens hat auch eine solche noch nicht stattgefunden. Ist das menschlich? Stimmen haben sich wohl erhoben, aber nicht in der Der Arbeiter, der ein Bierlokal nicht besucht, weil man Herr v. Goßler habe erklärt, ein Lehrer, der in Religion Form der Abhängigkeit Rede. Der Lehrer werde nicht abhängiger als bisher. liberalen Presse. Ein Unterschied liegt höchstens in der ihm und seinen Freunden verbietet, ihre Meinung darin durchgefallen ist, sei für die Volksschule unbrauchbar. Das wird sie in der Form eine Konferenz in höflichfter kollegia den Herren Gymnaftallehrern auszutauschen, vertheidigt sein Recht als Mensch und als gehe doch weiter wie dieses Gesetz. Herr Porsch macht lischer Weise fühlbar gemacht, während sie den gewöhnlichen Staatsbürger. Wer einen Arbeiter zwingen will, feine Herrn Richter ein Kompliment über seine geistreichen Elementarlehrern ihrer niedrigen" Stellung gemäß von Meinung aufzugeben, wer auf Grund schwarzer Listen n" Familien brotlos macht und ins Elend liefert, watet im sozialdemokratischen Zukunftsbilder, und wundert sich, daß oben herab beigebracht wird. schmutzigsten Schlamm der Unfittlichkeit. Das ist der Richter nicht einsehe, wie die konfessionelle Schule die schärfste In den höheren Schulen tritt zwar der Religionsunter Waffe gegen die Sozialdemokratie fei. Die Rede des richt gegenüber den anderen Disziplinen stark in den Hinters Und sie bewegt sich doch! sagte Galilät mit geballter ständige Kulturkampf- Rebe. Auch die„ Freiheit" der Privat- halber eine Rolle zu spielen, aber der konfessionelle Stand nationalliberalen Abgeordneten Eynern war eine voll- grund, zum guten Theil erscheint er nur des„ Anstands" Faust, nachdem er geschworen. Und sie bewegt sich doch! fagen auch wir. Es giebt feinen Stillstand in der Entschulen, soweit das Gefeß sie noch zuläßt, greift er an: bie punkt macht sich um so fühlbarer gegenüber den wickelung der menschlichen Gesellschaft. Die Uhr des Jahr- werden zurückkehren und Unterrichtsanstalten gründen zc." Theilnahme an dem Religionsunterricht unterliegt bort Sozialdemokraten werden Schulen gründen, die Jesuiten Kindern der freigeistigen Dissidenten geltend. Die hunderts hat zum Schlage ausgehoben. Das neue Jahr Die Unterſtügung der Freiſinnigen nehme er an, doch noch einem größeren Zwang; in vielen höheren Schulen hundert wird aufgehen über einem freien Geschlecht, und müßten bei dieser Bundesgenossenschaft die Nationalliberalen( wir wissen nicht ob in allen) führt die Weigerung ber mit Grauen wird man zurückbenken an Verhältnisse, unter denen es möglich war, ganze Familien in Elend und merkte man es an, daß diesen Gegnern gegenüber der Kampf fernung aus der Schule selbst mit sich. die Führung haben. Dem Kultusminister Grafen Bedlih Theilnahme am konfessionellen Religionsunterricht die EntHunger zu treiben um ihrer Meinung willen. ihm ein leichtes Spiel erschien. Er machte sich luftig über die rührende Rütliszene", die im Reichstage zwischen Bennigsen vom Religionsunterricht zu behalten; außer einigen Die Schüler in der höheren Schule pflegen auch wenig und Eugen Richter aufgeführt worden. Wie am zweiten Tage Theologen, die etwa bereits zum Examen sich einpauten, Stöcker, so machte gestern der Abg. v. Hammerstein dürfte man wenige Studenten finden, welche das apostolische den lustigen Schluß der Debatte. Herr von Hammerstein Bekenntniß hersagen können. Ob im deutschen Reichstage war der leibhaftige Pfaffe Stöcker ins Pommerisch- junker- oder im preußischen Abgeordnetenhaufe es viele Mitglieder geben mag, die es vermögen? Sie sorgen für die Religion im-„ Volke". Unterschied. 11 Politische Webersicht. liche übersetzt.Berlin, den 29. Januar. Der erste Redner in der heutigen Sigung war der Der Reichstag begann heute seine Verhandlungen Abg. Virchow. Herr Virchow giebt sich noch der Naivität mit der Abstimmung über den Gesezentwurf betr. der Zoll- hin, als ob es selbstverständlich sei, daß jeder Mensch liberal Die Auslieferung von verurtheilten und ans ermäßigungen für Getreide zc. in den Tranfitlägern. Diese sei und von der Kirche nicht viel mehr halte, als er selbst. geschuldigten Personen an auswärtige Regierungen durch Abstimmung war, infolge Antrags von der linken Seite, Auch er will Religion in der Schule, aber nicht die fons Reichsgesetz zu regeln, beantragt ein vom Abg. v. Bar eine namentliche. Die ganze Linke, einschließlich der fessionelle, sondern die auf allgemeiner menschlicher Moral und den Deutsch Freisinnigen im Reichstag eingebrachter Nationalliberalen, stimmte geschlossen für den Gefeß- beruhende. Der Ministerpräsident, Graf C a privi, freut Antrag. Es soll hiernach sowohl für die Bewilligung der entwurf, gegen denselben votirte die Rechte geschlossen und sich, daß Virchow auch die Religion der Schule erhalten einzelnen Auslieferungen wie für die Abschließung von das Zentrum mit Ausnahme weniger Mitglieder. Ab- wolle. Mehr habe er von der freisinnigen Partei nicht ver- Auslieferungsverträgen nur das Reich zuständig sein und gegeben wurden 231 Stimmen, davon 124 mit Ja und langt. Worauf aber Herr von Ennern in seiner gestrigen soll die Bewilligung der einzelnen Auslieferungin von der 107 mit Nein. Rede hinauswolle, die einer förmlichen Kriegserklärung der Mitwirkung der Gerichtshöfe abhängen. # 0 Nach dieser Abstimmung wurde das Gesetz wegen Boll- nationalliberalen Partei gliche, wäre höchstens, daß sie jetzt, Der Antrag richtet sich gegen den famosen Auskeferungs ermäßigungen gegenüber den nicht meistbegünstigten Staaten wo sie nicht mehr sich allein als national hinstellen könne, vertrag, den Bismarc 1885 mit Umgehung de Reichs, in dritter Lesung ohne Debatte angenommen. Der sich veranlaßt fühle, den Liberalismus wieder mehr zu für Preußen mit Rußland abschloß. Der Grinder der Versuch, gelegentlich der Einziehung der österreichischen betonen. Es handle fich bei dem Volksschul Geset um nationalen Einheit" gab fie gerne preis, wenn fie Gilberthaler, eine Währungsdebatte zu inszeniren, scheiterte die Frage: Christenhum oder Atheismus! Religions- ihm nicht zu Willen war. Der preußische Auslieferungsvertrag an der Theilnahmslosigkeit des Hauses. Die unterricht könne nur konfessionell sein. Er identifizire mit Rußland ist ein Riß in die Einheit Deutschlands nah außen hierauf zur Berathung stehenden Berichte der Petitions- nicht Atheismus und Sozialismus, aber der aber der kon hin. Bayern folgte denn auch dem Beispiele Preußens, Kommission waren ohne weiteren Belang. Einer dieser fessionslose Religionsunterricht führe zum Atheismus und indem es gleichfalls mit Rußland einen Separatertrag Beruhigen Sie sich doch, Herr Rollmann, es war nicht so schlimm gemeint," begütigte Raffmaus, und wir können, um zu zeigen, wie viel noch für's Volk zu thun bleibt, die Frage mitberühren. Als Hauptpunkt müssen wir aber etwas Anderes vorbringen." Wie wäre es denn mit der Erweiterung des Wahlrechts?" fragte der Weinhändler. Sie find ein Unglücksmensch, Herr Tiestrunk," rief Dr. Raffmaus erzürnt: was wollen Sie nur immer mit Ihrem erweiterten Wahlrechte?" Gelehrtendünkel!" Demokrat? Ich darf mich rühmen, als Liberaler Auf Erweiterung des Wahlrechts können wir schlechter- Angriffen dieser Art durch meine Entfernung. Gute Jacht, und Fortschrittsmann stets auf Aufrechterhaltung der dings nicht eingehen," fuhr Raffmaus fort, das ist meine Herren, und viel Glück!" bürgerlichen Ordnung gedrungen zu haben, ja, ich wäre nie uns von allen unseren Freunden auswärts bringend Der Sekretär der Gewerbekammer ging, und die Zuück in die Reihen der Opposition getreten, wenn die Regierung an's Herz gelegt worden, und es ist auch meine eigene An- gebliebenen saßen eine lange Weile verblüfft da, bis der nicht in thörichter Verblendung die so wichtige Eisenbahn ficht. Wir haben schon jetzt genug Mühe und Arbeit, Möbelfabrikant mit wegwerfender Miene den Auguf von hier nach N. zu bauen verweigert hätte, wodurch mir um die extremen Forderungen der Volkspartei niederzu fallen ließ: felbst ein großer Schaden entsteht. Aber Demokratie! halten. Kommen wir einmal mit Erweiterung des Wahlpfui, Herr Doktor, bas schlägt in mein Fach nicht!" rechtes, dann kommt auch gleich der Antrag auf Einführung Sie sind im größten Unrechte, Herr Rollfuß," erkäte des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechtes mit ge- daraufhin Raffmaus; dieser junge Mann ist noch etwa heimer Abstimmung, und wenn wir dieses bekämpfen, er umbekannt mit den Bedürfnissen der liberalen Parteien scheinen wir als Feinde des Volkes, während wir doch bis aber er ist infolge seiner gründlichen nationalökonomischen iegt als Fürsprecher der unvertretenen Bevölkerungsklassen Kenntnisse eine höchst werthvolle Kraft für uns. Ohne die angesehen und gefürchtet waren. Dieses allgemeine gleiche Hilfe der Wissenschaft, meine Herren, schweben wir bald in und direkte Wahlrecht, noch dazu mit geheimer Abstimmung, der Luft, und wir müssen Alles aufbieten, ihre gutgesinnten entzieht uns die Kontrolle über die Wahlen und ist Vertreter in unseren Reihen zu erhalten, sonst geht es mit deshalb früher oder später unser sicherer Tod." uns bergab. Wer ist im Stande, den Frrlehren der Arbeiter So wollen wir doch das Unwesen mit den indirekten agitatoren entgegen zu treten, wenn nicht Autoritäten der Steuern in Angriff nehmen und deren Umwandlung in eine nationalökonomischen Wissenschaft, wie unser Dr. Luz? direkte, abgestufte Einkommen- und Vermögenssteuer be- Ich habe es daher auch höchlichst bedauert, Herr Rollfuß, antragen," meinte Dr. Lutz. daß Sie ihm die Hand Ihrer Tochter verweigerten, da sich Herr Dr. Luz", schrie dagegen der Möbelfabrikant doch die beiden jungen Leute liebten." So?" rief Rollfuß im Eifer; ich soll wohl meine „ Herr Tieftrunt, Sie sind ein Egoist," rief der Nollfuß, indem er von seinem Size aufſprang, glauben Tochter einem Menschen geben, der garnichts besitzt und sich Sie denn, wir sind Esel, die sich selber ruiniren wollen? Advokat. Nun ja, das bin ich und denke, ich bin dabei unter Sollen wir vielleicht die Unſummen von direkten Steuern ein paar Jahre auf der Universität herumstudirt hat? Und bezahlen, die da nöthig werden würden? Soll etwa ber soll nun meine sauer ersparten Thaler in die Tasche Brüdern, denn Sie sind doch wohl keine Kommunisten?" Eine allgemeine Aufregung gab sich bei diesen Worten des das Volk mit der Nase darauf gedrückt werden, raus der soll nun meine sauer ersparten Thaler in die Tasche Weinhändlers in der Versammlung kund, und der Advokat zufinden, wie viel es eigentlich Steuern bezahlt, wenn es stecken und mich hinterher auslachen, weil ich dazu dumm bemerkte mit scharftadelnder Stimme: von den indirekten Steuern, die es in seiner Unwissenheit genug gewesen bin? Daraus wird nichts, da muß ein ganz " Herr Tieftrunt, mäßigen Sie Ihre Sprache! In kaum bemerkt, zu direkten Steuern herangezogen wird, und anderer Kerl anklopfen, als so ein hergelaufener Ge Herr Rollfuß, ich begreife Sie gar nicht. Thun Sie spricht man die Worte: Kommunist" und" Kommunismus" darum zum Sekretär der Gewerbekammer gemacht, daß Sie mit Ihrem Gelde, was Sie wollen; jedenfalls aber können einer Versammlung von Liberalen und Fortschrittsmännern danach seine Rechte zu bemessen beginnt? Haben wir Sie lehrter!" mit Bezugnahme auf die Anwesenden niemals aus. Be- uns ruiniren können? Gehen Sie, Sie sind ein Urwühler, Sie das Geld nicht mit in eine andere Welt hinübernehmen, denken Sie übrigens, daß wir bei Berathung des Gefeßes ein Umftürzler, ja ich fürchte, Sie sind ein Laffalleaner!" wenn Sie sterben. Ihre Kinder bekommen es doch einmal, ,, Meine Herren," erklärte Dr. Lutz, indem er sich ruhig und ist es nicht besser, daß die von Ihnen herrührende erhob und seinen Hut ergriff, ich bin nicht gewohnt, wenn Erbschaft einftmals das Glück Ihrer Kinder erhöht, als Na ja; mir ist's recht. Machen Sie nur die Sachen, einem Manne, deffen Bedeutung nur in seinem Geschäfte Sie, und die Ihr Geld dann wohl reicher, aber nicht mehr wie Sie wollen, ich bin mit Allem zufrieden", erklärte der und in seinem Geldbefiz beruht, in solch' beleidigender Weise glücklich machen kann?" Weinhändler und schenkte sich ein neues Glas voll. widerlegt zu werden. Ich entziehe mich deshalb weiteren " Ei nun, da bekommen die Wahlen, die jetzt beinahe gar feine Theilnahme beim Publikum mehr erregen, neues Leben. Die Gemüther erhitzen sich, und meine Weinstuben find den ganzen Tag voll." über die Gewerbefreiheit Ihrem Antrage auf Beibehaltung des Konzessionszwanges für Weinstuben Rechnung getragen haben." ( Fortsetzung folgt.) 109 abschloß. In dem Auslieferungsvertrage verpflichtet sich Sebastopol wurde erst ein Jahr später genommen. Preußen auch zur Auslieferung politischer Verbrecher Und Napoleon III, war wie schon angedeutet Parlamentarisches. an Rußland. Dieser Vertrag, mit einer Macht wie Ruß- fein jüdischer Gauner, sondern der allerchristlichste" In der Wahlprüfungs- Kommission standen gestern die land abgeschloffen, der die von dem willkürlichen Despoten Monarch, Vertheidiger des( chriftlichen) Glaubens", der Wahlen der Abgeordneten Bangemeister( Gotha) und Grumbt unterdrückten Deutschen selbst preis giebt und uns eventuell liebste Sohn der( chriftlichen) Kirche" überdies, nebst seinen( Birna) zur Prüfung. Beide Wahlen wurden seiner Zeit beverpflichtet, diesem gegenüber den Büttel zu machen, ist die Helfershelfern Morny und Persigny, Retter der Gesellschaft, anstandet und zwar handelte es sich in beiden Fällen um die tieffte Demüthigung, die Deutschland widerfahren konnte. Hort des heiligen Eigenthums, Schüßer der Familie, die Mensch Frage, wieweit der gegen das Gefeß verstoßenden Agitation der Und den Gefolgsmann des russischen Baren und der russi- gewordene Vorsehung nach Ansicht sämmtlicher Ordnungs- beizumessen sei. In Gotha sowohl wie in Birna sind die KriegerKriegervereine eine Beeinflussung auf die Giltigkeit der Wahl schen Knute wünschen die Nationalliberalen wieder an der parteien und nicht blos der französischen. Spize der Regierung zu sehen. vereine offiziell mit Gott für Kaiser und Reich, König und Was wir hier erzählt, ist kein Gerücht, fein unbe- Baterland!" gegen den" Reichsfeind" in den Wahlfeldzug ge und ist in allen Zeitungen der damaligen Zeit, sowie in würdigen zu können, muß man nun wissen, daß es sich in Gotha glaubigter Klatsch. Es gehört der Geschichte anaogen. Um diesen Humbug in seiner Hohlheit und Narrethei allen ausführlicheren Geschichtswerken, welche die Neuzeit darum handelte, einem Deutschfreisinnigen gegen einen Sozialbehandeln, zu finden allerdings ohne Angabe der demokraten zum Siege zu verhelfen, während in Pirna die Summen, welche die Herren Napoleon und Konsorten dabei Kriegervereine für einen Stonservativen mobil machten und der Mit der Bibel wollte weiland der alte Windt horst die afrikanische Wildniß erobern und für die christliche Zivilisation gewinnen. Es war dies das einzige Mal, wo er nicht früher aufgestanden" war, als sein Widerpart, der Blut- und Eisenpolitikus Bismarck. Was gegen gewonnen. Reichsfeind" und Umstürzler" dort der deutschfreisinnige Eyfold die afrikanischen Wilden mit der Bibel ausgerichtet worden war. Bei der Abstimmung gaben die Kommissionsmitglieder, ist, das weiß heute jedes Kind: der kläglichste, blamabelfte Dinge nicht blos in Paris vorkommen. Und kundige Börsen- Thebaner versichern, daß ähnliche welche dem Zentrum angehören, den Ausschlag. Swar sind die Mißerfolg, den die Geschichte der Kolonialpolitik aller selben nicht einstimmig in dieser Frage, aber jene Bentrums Nationen aufzuweisen hat, trotz des persönlichen Opfers- In Spanien hat die Bewegung der ländlichen Kreise vertreter, welche die offizielle Wahlmache der Kriegervereine nicht und Heldenmuthes, den mancher unserer Landsleute in sich auch den Industriezentren mitgetheilt: aus Barce- für so harmlos ansehen, haben es vorgezogen, in der Sizung nicht dieser, von vornherein hoffnungslosen Sache entfaltet hat. lona, der wichtigsten Fabrikstadt des Landes, kommt die zu erscheinen. " Mit der Bibel" soll jetzt wieder ein Kampf gekämpft Nachricht, daß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern Ron- Gemeindediener und Wahlagitation. Im Königreich werden aber nicht gegen die armseligen, in geistiger flitte ausgebrochen sind, und daß die Behörden Sicherheits- Sachsen und anderwärts auch ist es Sitte, daß seitens der GeFinsterniß lebenden wilden Stämme des" dunklen Erd- maßregeln" treffen. Unter" Sicherheitsmaßregeln" versteht meindevorstände die Drts- oder Gemeindediener als besonders theils," sondern gegen die Männer der neuen Welt, die man in erster Linie Polizei und in letzter Instanz die geeignete Organe für die Wahlagitation und zwar wie sich Träger der Zukunft, die Pioniere einer auf Gerechtigkeit, heilige Dreieinigkeit: Infanterie, Kavallerie, Artillerie. bas am Rande versteht im Dienste der sogenannten werden. Ordnungsparteien verwendet Humanität und Vernunft beruhenden Gesellschaftsordnung Desgleichen wird aus Bilbao, im Norden von Spanien, wendung der Ortsdiener war auch in dem Proteste gegen die Eine solche Ver gegen die deutsche Sozialdemokratie, gemeldet, daß sämmtliche Bergwerke und Hochöfen von den Wahl des Abgeordneten Merbach( 9. sächsischer Wahlkreis) beNun die Bibel erschreckt uns nicht. Die ewig mensch- Arbeitern verlassen sind und daß Militär die Bergwerke und hauptet worden, und der Reichstag hatte aus diesem Anlasse lichen Wahrheiten, welche sie ausspricht, find Waffen für Hochöfen besett hält, um Unruhen zu verhüten, d. h. bei dem befchloffen, von der sächsischen Regierung über die Verwendung uns und richten ihre Spigen gegen unsere Feinde; und ersten sich bietenden Anlaß das famose Rezept Eulen der Orts- Polizeidiener zur Wahlagitation und über deren Stellung das in der Bibel, was im Widerspruch steht mit der burgs: Die Flinte schießt, der Säbel haut! zu befolgen. im Gemeinde- Organismus Auskunft zu erbitten. Diese Auskunft Wissenschaft, kann unseren Feinden nichts nüßen und Inzwischen breiten die Unruhen" im Süden sich mehr ist erfolgt und lautet nach dem Bericht über die angeführte Wahl uns nichts schaden. So schauen wir denn mit vergnügten und mehr aus, und auch in Mittelspanien soll es unter der wie folgt: Sinnen den Angriffsvorbereitungen unserer Feinde zu. Bauernbevölkerung bereits zu Kravallen und gewaltsamen Mögen sie ihr Bestes thun. In Afrika hatten sie kein Konflikten mit den Staatsbehörden und Sicherheitsorganen Glück mit der Bibel," im Kampf gegen die Sozialdemo- gekommen sein. fratie werden sie noch weniger Glück haben. Sehr zu bedauern ist, daß das Landgericht Berlin, als es sich vor einigen Tagen mit der Anklage gegen den „ Kladderadatsch" zu beschäftigen hatte, durch einfache Freisprechung aller Angeklagten die Frage unentschieden ließ, ob außer dem verantwortlichen Redakteur auch noch andere, der„ Beihilfe" angeklagte Personen, wie der Zeichner und Maschinenmeister- strafrechtlich verantwortlich gemacht werden können. Diese Frage, die durch das bekannte Urtheil des Reichsgerichts in Sachen des Kor reftors sehr brennend und aktuell geworden ist, war von viel größerer Wichtigkeit, als die, ob einige Bierbank- Wize republikanische. über den heiligen Rock von Trier heutzutage strafbar sind oder nicht. B in der Örts- Polizeidiener in Sachsen sind nicht vorhanden. Dieselben Besondere Bestimmungen über die Stellung und Befugnisse find als untere Exekutivorgane der Orts- Polizeibehörden( in Städten des Stadtrathes bezw. Bürgermeisters, auf dem Lande des Was bis jetzt vorliegt, sind offenbar spontane, aus den Gemeindevorstandes) bestellt, haben als solche den polizeilichen AufVerhältnissen selbst, ohne Zuthun und bestimmende Ein- fichtsdienst zu besorgen und sind dabei an die Weisungen ihrer vorflüsse von außen, hervorgewachsene Handlungen, die gefeßten Behörden gebunden. Die speziellen Obliegenheiten dieser bei der furchtbaren Nothlage, in welcher die Waffe der Organe find nicht überall dieselben, sondern durch Instruktionen spanischen Bauern- und Arbeiterbevölkerung sich befindet, und Anstellungs Bedingungen an den verschiedenen Orten auch nur zu natürlich erscheinen. Bleiben diese Ausbrüche ver- 1884 an die Kreishauptmannschaften erlaffene verschieden abgegrenzt. Durch eine unter dem 80. Aug. einzelt, werden sie nicht von irgend einer Partei planmäßig Verordnung hat das diesseitige Ministerium ausgenußt, so wird die jetzige Bewegung ohne irgend ein des Innern den Gemeinde Borständen und Ge größe res und dauerndes Resultat verlaufen. Die einzige meinde Weltesten als den verfassungsmäßigen Partei, die hier in Frage kommen kann die paar Stellvertretern der ersteren empfohlen, Anarchisten" zählen nicht, die Polizei kann sie jeden Augen- teinem Falle selbst oder durch die ihnen unterblick von der Bildfläche verschwinden lassen, ist die geordneten Polizei Drgane Stimmzettel aur günstig? Oder richtiger: hält sie es für opportun, jest Besonderen bei der Wahl im 9. Wahlkreise dennoch geschehen, Hält diese den Moment für Bertheilung zu bringen. Daß dies bei Reichstags- Wahlen im Jahre 1890 und im loszuschlagen? Dies zu beurtheilen sind wir nicht sowie daß Orts- Polizeidiener sonst für Agitationszwecke verwendet Einer unglaublichen Taktlosigkeit macht sich die im Stande. Wir wissen blos, daß die Ansichten worden seien, davon ist dem genannten Ministerium des Innern hier erscheinende" Post"( das" Botschafter- Organ") schuldig, Republik proklamiren möchten, stehen[ berechnendere Köpfe getheilt find. Den Heißspornen, die ungesäumt die etwas nicht bekannt geworden." Daß das sächsische Ministerium über die Vorgänge bei den indem sie den jetzigen König von Preußen, anläßlich seines gegenüber, die da meinen, die Birne sei noch nicht reif Reichstagswahlen so schlecht unterrichtet und von der WerwenGeburtstages, mit Ludwig dem Vierzehnten von Frankreich und den preußischen Hof mit dem Hof jenes genug, wenn man noch etwas warte, werde sie von bung der Drtsbiener zur Wahlagitation nichts weiß, fei nur der Monarchen vergleicht, der das klassische Despotenwort: selbst abfallen; mit jedem Tag werde der Sieg leichter und Kuriosität halber hier erwähnt. Es dürfte außerhalb des Mi ficherer. nisteriums des Innern keinen dem politischen Leben Interesse Der Staat bin ich! gesprochen. Hat die" Post" das Verwickelungen fürchtet, soll im Sinne der letzteren Gruppe bien er bei den Wahlen nicht bekannt wäre. Unferen Genossen Die französische Regierung, welche auswärtige entgegen bringenden Sachsen geben, dem die Thätigkeit der OrtsSchicksal der Monarchie Ludwigs des Vierzehnten vergessen?-einen Druck ausüben. in Sachsen aber empfehlen wir die Aeußerung des Ministeriums vom 30. Auguft 1884 im Gedächtniß zu behalten und speziell bei der bevorstehenden Wahl in Auerbach- Reichenbach wird ja gleich die Probe darauf gemacht werden können, ob die Ortsdiener nun wirklich nicht mehr Wahlagitatoren der Ordnungsparteien sein werben. Sollte es doch wieder der Fall sein, dann dürfte es sich empfehlen, jedes einzelne Vorkommniß für einen event. Wahlprotest au notiren. Parteinachrichten: Der antisemitisch agrarische Bankdirektor Meh. Gewiß ist, daß die spanische Regierung nur noch durch nert hat in seinem Feldzuge gegen das Liebknecht die Gnade ihrer Feinde bestehen kann, und so lange bestehen sche Landtags- Mandat einen Bundesgenossen be- wird, als es ihren Feinden beliebt. tommen in der Person des sächsischen Finanz- Nachdem Obiges geschrieben war, meldet ein Telegramm ministers, der die Rückgabe der im vorigen Jahre von die Proklamirung des BelagerungszuLiebknecht in Sachsen bezahlten Steuern angeordnet hat. standes in Bilbao. Da scheint es ernft zu werden. Natürlich hat Liebknecht die Absicht gemerkt, und ist zwar nicht verstimmt worden, hat aber bie Annahme des Unter dieser Ueberschrift bespricht die Bossische Zeitung" Die Wiedereinführung der Hörigkeit in Rußland. Danaergeschents verweigert. Daß eine Regierung einem in einem sehr guten Artikel die jüngsten Verzweiflungspolitischen Gegner Geld aufzwingen will, nicht um ihn zu maßregeln des, nach jedem Strohhalm greifenden, plan- und taufen, sondern um sich ihn vom Halse zu schaffen, das rathlos herumtappenbeu 3 a renthums. Um der Noth dürfte in dieser Form wenigstens neu sein. Auf die zu steuern, soll so besagt der neueste Utas- den Aus Sachsen. Zur Nachwahl im 22. sächsischen Wahlkreis, Sache selbst ist das Vorgehen des sächsischen Finanz- Hungernden Bauern auf Staatskosten Land angewiesen werden, Auerbach- Reichenbach, wird uns mitgetheilt, daß bei dieser Ge minifters ohne jeglichen Einfluß. Und die sozialdemokratische welches sie, unter Aufsicht der Polizeibehörden legenheit die Antisemiten den ersten größeren Verfuch machen Fraktion des sächsischen Landtages hat nach genauester zu bewirthschaften haben, und aus dessen Ertrag it a at- wollen, im sächsischen Voigtland Posto zu fassen. Dieses GinPrüfung der Angelegenheit den einstimmigen Beschluß geliche Getreidemagazine gefüllt werden sollen. Durch den Umstand, daß seitens des Ordnungsbrev's tein tonferfaßt, das Mandat Liebknechts als rechtlich unanfechtbar Das schlaue Barenthum rechnet darauf, daß die Bauern vativer sondern ein liberaler Randidat aufgestellt ist. Wäre ein gegen die Hrn. Mehnert und Genossen zu vertheidigen, und durch das versprochene Landgeschent in Entzücken versett, nnd Mann von der Kouleur Friesen aufgestellt, bann bätten sich die bie Angreifer vor die Wahl zwischen einem Rückzug oder einem mit Begeisterung für Bäterchen" erfüllt werden- und glaubt Antisemiten die Kosten der Wahlagitation sparen tönnen, benn Gewaltstreich zu stellen. außerdem, durch die Anlage von staatlichen Getreidemagazinen wenn die fächsischen Konservativen sich auch nicht offen zur antiEin besonders skandalöser Börsenskandal in einer Hungersnoth für die Zukunft vorzubeugen. semitischen Partei bekennen, im Herzen sind sie Jubenfresser erster Wien gab den Behörden Anlaß zu einer gerichtlichen Die Rechnung geht leider von einer falschen Voraussetzung Güte. Da auch die Deutschfreisinnigen einen Kandidaten aus: nämlich von der, daß die Bauern das versprochene der Luft hat, elend durchzufallen, vorausgesetzt, daß sie einen finden, Untersuchung. Es waren falsche Nachrichten verbreitet Land essen und sich bis zur nächsten Ernte davon nähren in Blauen hat sich für diese Ehre bedankt so werden elend durchzufallen, der alte Kirbach worden, um die Kurse( den Stand) der Werthpapiere zu fönnen. Da aber selbst russische Bauern, die durch das alfo vier Barteien beeinflussen, und die Nichteingeweihten hatten bedeutende väterliche Regiment Bäterchens" doch an alles mögliche Seite sind die Wahlvorbereitungen fertig und an Agitation um um den Sieg ringen. Von unserer Summen verloren, die in die Taschen der Gauner wanderten. und an viel Unmögliches gewöhnt worden sind, von Erde werden wir es bis zum Wahltermin, 15. März, nicht fehlen Jezt erfahren wir nun, daß die Untersuchung eingestellt nicht leben können- troz des väterlichen Raths: Freßt lassen. Es handelt sich darum, schon im ersten Wahlgang zu worden ist, und die antisemitischen Blätter benußen dies, Dr- c!" so wird der neueste kaiserliche Utas ohne jeg- fiegen, benn bei der Charakterlofigkeit sämmtlicher Spielarten der um die bekannten Tiraden über die natürlich jüdische sächsischen Bourgeoisparteien ist es etwas Selbstverständliches, Börsenforruption loszulassen, die sich was allerdings lichen Einfluß auf die Entwickelung der Dinge sein. nicht direkt gesagt wird Darin aber hat die Bossische Zeitung" Recht: gelänge baß sie bei einer eventuellen Stichwahl gefchloffen gegen auch den Behörden mit es dem Barenthum, diese neueste„ Reform" zu verwirklichen, unseren Kandidaten votiren würden. getheilt habe. Nun, der Fall, um den es sich hier handelt, war aller lieber: die Leibeigenschaft in Rußland offiziell erklärte sich nach dem Referate Otto Klein's aus Berlin mit so wäre damit die Hörigkeit, oder sagen wir gleich Eine starkbesuchte Volksversammlung in Nendamm dings recht schlimm, und wenn die Urheber und Theilnehmer wieder hergestellt. ins Buchthaus geschickt worden wären, würde kein ehrlicher den Beschlüssen des Erfurter Parteitages einstimmig einverstanden. Freilich Mann etwas eingewendet haben, aber was in diesem Falle brauchte die Bossische Zeitung" nicht nach Rußland zu kommunistischen Arbeiter- Bildungsverein gegen die deutsche Partei um derartige Bestrebungen zu geißeln, geschah, das ist schon Tausende von Malen geschehen, das gehen, denn der Lieblingsplan unserer deutschen Agrarier UeberAns London. Der Versuch des bekannten Nörglers, den geschieht täglich, wenn auch nicht immer in so trasfer Form, und Staatssozialisten: die Landarbeiter durch die Gewährung auszuspielen, ein Versuch, der ihm insofern durch eine über. und es geschieht durch Juden nicht nur, sondern auch durch kleiner werthloser Stückchen Feld an die Scholle und an votum gegen die deutsche Partei befchloffen wurde, ist neuer rumpelung gelang, als mit 22 gegen 6 Stimmen ein TabelsChristen, und zwar durch sehr hochgestellte Christen. Wir den Dienst des Großgrundbejizers zu feffeln, ist um fein Dings träftigst zurückgeschlagen worden. wollen ein Beispiel erzählen, das dem fraglichen Wiener Börsenstandal im Wesen genau entspricht, nur einen weit Haar breit weniger reaktionär als der Versuch des Baren- unsauberen Burschen hat die Wirkung gehabt, daß die partei. freundlichen Elemente im Kommunistischen Arbeiter- Bildungsgrößeren Umfang und ein weit höheres Piedestal hat. Es thums, die Leibeigenschaft wieder neu einzuführen. verein sich enger aneinander schlossen und einen kräftigen Vor" aufstellen wollen Das Treiben des war in den Fünfziger Jahren, während des Krim- Aus China kommen fortwährend Nachrichten, die das stoß gegen den Professionsverleumder und seine gleichwerthigen trieges- wenige Wochen nach Beginn der Be- Ammenmärchen von der Stabilität" des Himmlischen Kumpane machten. Am 16. Januar fam es zu einer Ent Lagerung von Sebastopol. Bei Paris war Reichs Lügen strafen. Ist in einem Theile des Landes, scheidung. An diesem Tage hob der Verein, wie im Vorwärts" eine große Revue, der das diplomatische Korps bei- nach den offiziellen Mittheilungen, die Ruhe wieder her- bereits erwähnt, mit 48 gegen 21 Stimmen die" früher anwohnte. Nach der Revue läßt Napoleon III., Kaiser der gestellt", so finden sofort in anderen Theilen neue Ruhe- genommene Resolution auf und erklärte sich mit der Haltung der Franzosen, der liebste Sohn der katholischen Kirche ftörungen statt. Ganz China ist seit unvordenklichen Zeiten deutschen Partei und den Beschlüssen in Erfurt einverstanden. ( nicht der jüdischen Synagoge) das diplomatische Korps mit geheimen Gesellschaften übersäet, welche die bestehende Bäre die Stesolution nicht erst nachts 1/23 Uhr zur Abstimmung und die Generale zusammentreten und verkündet ihnen! Ordnung der Dinge unterwühlt haben, und mehr und mehr eine noch größere gewesen. Die Majorität ist aber entschloffen gekommen, sondern einige Stunden früher, die Majorität wäre ,, Sebastopol est pris- Sebastopel ist genommen revolutionäre Zwecke verfolgen. Die Zahl der Religions- ihren Sieg noch weiter auszubeuten, indem sie den Ausschluß -soeben ist die Nachricht eingetroffen!" fetten ist in China noch größer als in England, das deren des Obernörglers- der bekanntlich Reporter für die Bossische Es war das die berühmte Tartaren- Nachricht". 168 aufzuweisen hat; und all diese chinesischen Setten haben Beitung" ist und diese eines echten Radikalen" würdige An eines Raisers Wort darf man nicht deuteln die auch sozialpolitische Biele. Stellung benutzt, um die Partei zu verdächtigen aus dem VerNachricht wurde geglaubt- alle Börsenkurse schnellten Durch die Berührung mit Europa und den Vereinigten ein beantragte. empor und den folgenden Tag konnten Napoleon III. Staaten von Amerika sind neue Elemente der Auflösung in Nachschrift, Der Ausschluß des fraglichen Biederund seine Getreuen Morny und Persigny ihre Schulden das chinesische Reich gekommen, und, wenn nicht manns ist inzwischen am 25. b. mts.- mit 47 gegen 21 Stimmen erfolgt. bezahlen. Der Koup soll 40 Millionen Frants eingebracht alle Anzeichen trügen, steht es am Vorabend einer haben. Revolution." Theater. Sonnabend, den 30. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern- Ehre). Borher: Cosi fan tutte!( So machen es Alle.) Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Der Unerbittliche. Unter vier Augen. Deutsches Theater. Kollege Crampton. Circus Renz. Circus G. Schumann. Sozialdemokratischer Wahlverein f. den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Karlstraße. Sonnabend, den 30. Januar 1892, Abends 714 Uhr: Gala- Vorstellung. Auf Helgoland" I oder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), AufBerliner Theater. Der Hütten- zügen. Neue Einlage: Die Gardebesizer. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Sonnabend, den 30. Januar 1892, Abends 72 Uhr: Grosse Klown- Am Mittwoch, den 3. Februar 1892, Abends 8½ Uhr, in Renz' Lokal, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung:. und Komiker- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Fräul. Anna Grohnwald wird als Kavalier den Fuchshengst Palästro" in der hohen Schule reiten. Zum 1. Male: Klown Little Fred mit seinem Wunderhund 1. Vortrag über ,, Maximilian Robespierre". Referent: Genosse „ Era" in ihren arabischen Sprüngen E. Roland. 2. Diskussion. 3. Vereinsmittheilungen. 4. Verschiedenes. Husaren und lanen. Dampfschiff u. Saltomortales. 3 reisende Künstler Diejenigen Mitglieder des Wahlvereins, welche ges Residenz- Theater. Musotte. Vor- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- vor 50 Jahren, höchst komisches Entree her: Modebazar Violet. fontänen mit allerlei Lichteffekten zc., des Klown Little Fred und seinen beiden selligen Vereinen angehören, werden dringend ersucht, Wallner- Theater. König Krause. arrangirt und inszenirt vom Direktor Lehrjungen. Zum 1. Male: Der Klown- dahin wirken zu wollen, daß ihre Sigungen an dem VerFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. E. Renz. 6 Trakehner Rapphengste Klub, fomisches Intermezzo von sämmt- fammlungsabend des Wahlvereins ausfallen. Das Sonntagskind. zusammen dressirt und vorgeführt von lichen Klowns. Zum 1. Male: Szene Neue Mitglieder werden aufgenommen. Thomas- Theater. Cacao. Herrn Franz Renz. Elimar( Strick- aus der Oper, Troubadour", vorgetr. Bellealliance- Theater. Der Herr Springer) vorgeführt von Frl Oceana vom Klown Tanti. Der brasilianische Um zahlreiches Erscheinen ersucht gottschniger von Ammergau, Renz. Solon, geritten von der Schul Affe, dargestellt von Herrn Melas. Der Oftend- Theater. Am Altar. reiterin Fräul. Clotilde Hager. Contre Frosch, mimisch- komisches Entree des Abends 8 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40-41: Obiger Verein veranstaltet am Sonnabend, den 6. Februar 1892, Adolph Ernst Theater. Der danse, geritten von 9 Herren. 4 Gebr. Herrn Hjalmar von Bergh. Tanzteufel. Briatore, Afrobaten. Mlle. Theresina Grosses Konzert u. Ball Alexanderplat- Theater. Berliner auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Auf Blaster. treten der Barforcereiterin Fri. Natalie, verbunden mit Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. des Grotestreiters Mr. Franks sowie Gebrüder Richter's Variété. Spe- des Saltomortalesreiters Mr. A. Delbosq 2c. Komische Entrees von sämmtlichen Klowns. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. N eu: Die fliegende Geigen- Fee. Lebend, ohne Extra- Entree. Neuefte mufitalische Illusion. 12 Uhr u. 1 ühr. 9 Uhr Nachmittags. Vorstellungen: 4, 5, 6, 7, 8 und Roloffal- Gruppe: Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf.' Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Lebensgrohe Morgen Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmittag 4 Uhr( 1 Kind frei). Auf vielseitiges Verlangen: ,, Die luftigen Heidelberger." Abends 7/2 Uhr: Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Vereinszimmer, 15 u. 50 Perf. faff. zu vergeb. Flick, Simeonftr. 23. Großer Saal ist Sonntags und Wochentags zu vergeben. Bößow- Brauerei, Prenzlauer- Thor. Bum 4. Male: Berliner Leben. Große Wasser- und Feuer- Pantomime in 2 Abtheilungen und 9 Bildern und der Apotheose. Die Huldigung des deutschen Heeres und der Marine, ausgeführt vom gesammten ersonal unter Mitwirkung aktiven Militärs sowie einer Militärkapelle. Sonntag, den 31. Januar: 2 große Borstellungen. Nachm. 3/2 Uhr( 1 Kind frei. Zirkus unter Wasser. ,, Eine ländliche Hochzeit". Abends 71/2 Uhr: Entree inkl. Tanz 30 Pf. Der Vorstand. belegten Geschäften zu haben. Billets sind in den bekannten Zahlstellen und in den mit Plakaten 887/9 Verband der Vergolder, Goldleistenarbeiter und Berufsgenossen. Sonntag, den 7. Februar, in Joël's Gesellschafts- Säle Andreasstraße Nr. 21: II. Stiftungs- Fest Berliner Leben". Zum legten Male Die Apotheose:„ Die Huldigung des des deutschen Heeres und der Marine." verbunden mit Vokal- und Instrumental Konzert. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Euphonia. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten Frik Zubeil. Ich ziehe hierdurch die Beleidigung Kaffen- Eröffnung 4 Uhr. gegen Frau Scholz zurück und erfläre, daß ich sie als ehrenwerthe Frau betrachte. August Berauer. HOHENZOLLERN- GALERIE an der Moltke- Brücke neben dem Lehrter Bahnhof. Größtes Historisches Rundgemälde. Brandenburg- Preussen von der Zeit des Grossen Kurfürsten bis zur Gegenwart. 1932L Besichtigung 9 Uhr Vorm. bis 11 Uhr Abends. Die Direktion. Eintritt 1 Mk. Montags 2 M. Freie Volksbühne. Anfang präzise 5 Uhr. Freunde und Gönner sind willkommen. Herren- Billets à 50 Pf. inklusive Tanz, Damen 30 Pf. Billets sind zu haben bei E. Nolte, Rüdersdorferstr. 28; G. Fiebig, Cuvrystr. 6; H. Railer, Reichenbergerstr. 22; G. Wormuth, Bernauer straße 23; R. Rimpel, Joachimstr. 11. 326/20 Das Comité. Gr. öffentl. Tischler- Versammlung für Rixdorf und Umgegend am Sonntag, den 31. Januar er., Vormittags 10% Uhr, in Apolt's Lokal, Knesebeckstr. 15. Tages- Ordnung: 1. Der Streit in der Nähmaschinen- Möbelfabrik von Laborenz u. seine Bedeutung. 2. Distusfion. Morgen, Sonntag, den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, findet im 8. Verschiedenes. Bellealliance- Theater für die III. Abth.( braune Karten) die vierte Borstellung im zweiten Vereinsjahr statt. Zur Aufführung kommt: Nora. Schauspiel in 3 Atten von Henrik Ibsen. Das Ausloosen der Plätze beginnt wie bisher um 1 hr. Das Theater wird 10 Minuten nad 2 Uhr geschlossen. Kinder haben keinen Zutritt. Mitglieder der 1. u. 2. Abth. können gegen Nachzahlung von 50 Pf. die Vorstellung noch einmal besuchen. Im Februar wird aufgeführt: Eisgang. Modernes Schauspiel in 4 Atten von Max Halbe. Die Vorstellungen finden wie folgt statt: 99 99 99 99 دو " # 1. Abth.( rothe Karten) am Sonntag, den 7. Febr., Nachm. 2 Uhr. 1. Abth.( grüne 14. Febr., 1. Abth.( braune 6. März, Die Mitglieder der III." Abth." werden gebeten, die Hinausschiebung durch kontraktliche Verbindungen der Direktion zu entschuldigen. 1206b Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, ganz besonders derjenigen, welche in derselben Branche arbeiten, in der Versammlung zu erscheinen. 324/14 Der Einberufer. Deffentliche Versammlung der Handschuhmacher von Berlin und Umgegend am Sonntag, den 31. Januar 1892, Vormittags 10/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( unterer Saal). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn R. Millarg über: Der Zweck und Nußen der Streit- Kontrollkommiffion. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Streit- Kontrollfommission. 4. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt.- Gäste haben 1194b Der Einberufer. Oeffentliche Zutritt. Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 31. Januar, Nachmittags 5 Uhr, im Restaurant Klein, Schönleinstraße 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Zadek über:„ Die Unentgeltlichkeit der städtischen Desinfektion." 2. Diskussion. Abends 8 Uhr findet ein vom Lese- und Diskutirklub ,, Vereinte Kraft" veranstaltetes gemüthliches Zusammensein bei musikalischer Abendunterhaltung Um zahlreichen Besuch bittet Sonnabend, den 20. Februar, findet in den Räumen von mit Frauen und Bekannten statt. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, der diesjährige Wiener Maskenball Wachsfiguren und des Vereins statt. Billets sind bei allen Borstandsmitgliedern, sowie auf den Gruppen, Dioramen. Zahlstellen des Vereins zu haben. Sündfluth Panorama 834/13 mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Der Vorstand. Extra- Entree): Täglich Arbeiter- Bildungsschule( Nord- Bezirk). v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50. Pf. Viel neue Spezialitäten. Große Versammlung am Sonntag, den 31. Januar, Abends 6 Uhr, bei Keller, Bergstr. 8. Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Die öffentliche Meinung." Diskussion. Nach dem Vortrage: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gäste La belle Irene, freundlichst willkommen. die tätowirte Amerikanerin in Präuscher's anatomischem Museum nur noch kurze Zeit Rommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Dienstag und Damen. Freitag für Allen Genossen u. Bekannten empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Bereinszimmer noch einige Abende E. Siegemund, Metallschleifer a. D., Eisenbahnstr. 20. zu vergeben. 1178b Verkaufe meine Restauration für 18748 3000 M. per Kasse sofort. Arthur Ziemer, Cuvrystr. 17. Wo speisen Sie? In der alt. pommer schen Küche, Dranienstr 181, Hof pt. bei Klein! Frühst. 30 Bf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 18962 50 Pf, nach Auswahl. Künstliche Zähne 2 Mark. Plomben von 1,50 M. an. Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Bom Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oktober 1891, wird der Neudruck Mittwoch, den 10. Februar cr. zur Versendung gelangen. Alle bisher zurückgestellten Aufträge finden an diesem Tage ihre Erledigung. Wir ersuchen die Parteigenossen, denen Exemplare fehlen, und ihren Bedarf baldigst au zugeben. 431/12 Der Einberufer: Klemrath. Große öffentliche Versammlung 483/6 für Männer und Frauen am Sonntag, den 31. Januar cr., Nachmittags 4 Uhr, in Knebel's Salon, Badstraße 58. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn L. Henning über: Die Bartholomäusnacht oder die Pariser Bluthochzeit. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Nachher: Beisammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Die Einberuferin. 433/5 Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Berlins. Oeffentliche Versammlung Montag, den 1. Februar 1892, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße( Industriegebäude), oberer Saal. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Ph. Schmitt über den Buchdruckerstreit und die Unterstützung der Ausgesperrten. Weitere Tages Ordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Im Auftrage der Kommission: Fr. Scherer, Lithograph, Liegnizerstr. 21. 200/6 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr, im grossen Saal Rosenthalerstrasse No. 38. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Zwang und Freiheit." 99 Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. 88/3 Im Nebensaal liegt eine Petition gegen den SchulgeschEntwurf aus. Die Unterzeichnung möglichst vieler freier Denker ist dringend wünschenswerth. Stuckateure! Die Kollegen, welche noch im Besitze von Sammellisten sind, werdes erfucht, dieselben unverzüglich an die Vertrauensleute oder im Arbeits nachweis, Weinmeisterstr. 19, abzuführen. Gleichzeitig ersuchen wir di statistischen Fragebogen und Jahresbücher abzugeben. Die Vertrauensleute. 393/9 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. 110 Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 25. PP Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 30. Januar 1892. 160. Sigung vom 29. Jantar 1892. 2 Uhr. Um Bundesrathstische: v. Marschall, v. Malzahn, Graf Lerchenfeld. Es folgt die dritte Berathung des Gefeßentwurfs betr. die Anwendung der für die Einfuhr nach Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen und Zollermäßigungen gegenüber den nicht meistbegünstigten Staaten. 9. Jahrg. namentlich das Unfallgeset noch immer nicht auf die Fischer aus Vorlage aufgenommen; die staatlichen Behörden werden gegen gedehnt sei. die kirchlichen gar nichts ausrichten können; der Lehrer ist den Der Kommissionsantrag wird angenommen. letteren Preis gegeben. Ein Wiener Gelehrter schreibt mir, daß Ueber die Petition des Magistrats zu München betreffend man in Wien die Berathung des Schulgesetes ängstlich verfolge; die Erweiterung der Grenzen für die kommunale Besteuerung denn die Annahme des Gesetzes in Preußen werde auch in des Weins, beantragt die Kommission gleichfalls Uebergang zur Desterreich eine Aenderung der Schulgesetzgebung zur Folge Tagesordnung. haben. Eine von Geistlichen erzogene Generation werde bald Es wird zunächst über das Gefeß, betr. die Anwenendung der Ohne Debatte wird demgemäß beschlossen. alles Gefühl für das Deutschthum verlieren.( Widerspruch im vertragsmäßigen Zollsätze auf Getreide, Zoll und Wein die Ge- Die Tischler Klemann, Huth und Langer aus Merseburg Zentrum und rechts.) Diese Aeußerung beweist, daß man fammtabstimmung vorgenommen. Dieselbe ist infolge eines ge- bitten den Reichstag, bei den verbündeten Regierungen dahin auswärts allgemein das Zentrum als den Sieger betrachtet. nügend unterstützten Antrages Bebel eine namentliche. Sie wirken zu wollen, daß den Amtsvorstehern und Landräthen zur In der Verfassung steht nichts von einer so weit gehenden Beergiebt die Annahme des Gesetzes mit 124 gegen 107 Stimmen. Pflicht gemacht werde, daß sich dieselben jeder Beein- rücksichtigung des fonfeffionellen Wesens, wie sie die Vorlage Für die Beschlüsse dritter Lesung stimmen geschlossen die flussung der Gastwirthe in Bezug auf Ber- enthält. Nicht bloß die Religion, sondern auch Geschichte und Sozialdemokraten, die Volkspartei, die Freisinnigen und National- sammlungen enthalten. Genealogie wird konfessionell, auch Adam Riese wird konfessionell liberalen; ferner die Wilden Johannsen, Rösicke, Wisser; vom Die Kommission, für welche an Stelle des Abg. Schädler behandelt werden; Herr Porsch sprach ja von dem Lehrer, der Zentrum die Abgg. Bachem, Bender, Bödicker, Evers, Graf, Abg. Frohme referirt, beantragt ueberweisung der Betition an beweisen wird, daß 2x2= 5 ist. Die Brüder Ignoranten Greiß, Spahn, Stöbel, Wattendorf und Wenders; von der den Reichskanzler zur Erwägung dahin, ob nicht der amtlichen werden das schon besorgen.( Buruf des Abg. Porsch: Wer sind Reichspartei Fürst Haßfeld, Frhr. v. Unruhe- Bomst und Wessel; Beeinflussung der Wirthe seitens amtlicher Behörden Abhilfe ge- denn die Ignoranten?) Ja, ich spreche ja von wirklichen Dingen, von den Deutsch- Konservativen Menzer. schaffen werden könne. die Ignoranten bestehen doch noch. Man kann doch die Geschichte Abg. Rickert will die Petition zur Berücksichtigung über vortragen, ohne über die einzelnen Personen, welche in derselben weisen, Abg. Bebel ebenfalls zur Berücksichtigung nach der eine Rolle spielen, ein fittliches Urtheil vom Standpunkt der Richtung der amtlichen Beeinflussung der Wirthe feitens amt Konfession zu fällen. Moral und Religion sind durchaus nicht licher Behörden, insbesondere auch der Militärbehörden, Abhilfe dieselben Dinge. Es giebt doch auch eine bloße menschliche Abg. Graf Arnim( Rp.) weist darauf hin, daß die Zoll- zu schaffen. Moral. Die nassauische Volksschule ist auf Grund dieser allge ermäßigungen, welche Desterreich uns zugestanden hat, von DefterAbg. Gröber( 3): Das Petitum der drei Herren aus mein menschlichen Moral von 1817 an geführt worden. Jetzt reich anderen Ländern in noch höherem Maße zugestanden worden Merseburg geht noch viel weiter, es verlangt ein Vereins- und sollen allerdings auch konfessionell Schulen bestehen.( Lachen im find; das sei eins der schwersten Bedenken gegen den öfter- Versammlungsgesetz, welches die freie Abhaltung von Versamm Centrum; Buruf: Moral der Wilden!) Leute, die lange unter reichischen Handelsvertrag gewesen. Nachdem wir aber durch den lungen zu Reichstags- und anderen Wahlen auch ohne polizei- Wilden gelebt haben, sagen: Die Wilden sind doch bessere Abschluß der Handelsverträge ein festes Rückgrat den übrigen liche Genehmigung gestattet. Das können wir nicht unterstüßen Menschen. Das ist die Natur des Menschen, die in der Moral zum Staaten gegenüber erhalten hätten, tönnten wir ohne Besorgniß und Herr Rickert hat diesen Satz gewiß nicht gelesen.( Wider: Vorschein kommt.( Buruf: Menschenfresserei!) Die Menschenfresserei für Boultriege auf Unterhandlungen mit den nicht meist- spruch links.) Wenn jeder amtliche, auch der rechtmäßige Einfluß ist erst als eine religiöse Institution eingeführt worden.( Heiterkeit). begünstigten Staaten uns einlassen. Ohne angemessene Gegen- beseitigt werden soll, so begreife ich nicht, wie man das an- Wie wenig die Religion geeignet ist, verbrecherische Neigungen fonzeffionen tönne man aber die Herabminderung unseres Tarifs nehmen kann. Daß Mißbräuche vorkommen, ist auch mir aus zu verhindern, zeigt die Wirklichkeit. Die Priester sollen neben nicht zugestehen. der Wahlprüfungs- Kommission bekannt; da hat man zunächst den der Schule den Religions- Unterricht ertheilen können, aber die regelmäßigen Weg der Abhilfe zu beschreiten.( Widerspruch Kinder sollen in der Schule nicht vollständig nach dogmatischen lints.) Der Instanzenzug muß erschöpft sein. Die Ueberweisung Gesichtspunkten behandelt werden. Die deutsche Lehrerschaft hat einer solchen Petition zur Erwägung oder Berücksichtigung würde sich ernstlich bestrebt, eine hohe Stellung in der Entwickelung der eine Aufforderung bedeuten, ein Reichsversammlungs- Gesetz zu deutschen Nation einzunehmen; die Pädagogik ist eine Kunst ges machen, welches in die Wahlgefeße der Einzelstaaten eingreift, worden. Diese Stellung fann nicht fortdauern, wenn die Lehrer und wozu das Reich gar keine Kompetenz hat. den Geistlichen unterstellt werden. Die Stellung der Gemeinde wird in der Vorlage geradezu vertauscht. Daß die Schule ein Kind der Kirche sei, muß ich bestreiten. Die Kirchenschule war nur eine Gelehrtenschule. Die Volksschule ist ein Kind der Gemeinde, welche sich in der Reformationszeit der Sache bemächtigt haben, nicht der Staat. Die Stadtschule ist die ursprüngliche Grundlage der Volksschule. Wenn eine Stadt den Anspruch er heben darf, die edlen Traditionen fortgesetzt zu haben, so ist es Ohne weitere Diskussion wird die Vorlage unverändert definitiv genehmigt. Zur ersten Berathung steht sodann die Vorlage, betreffend die Vereinsthaler österreichischen Gepräges. Nach§ 1 des Gesetzes soll der Bundesrath ermächtigt werden, die Außerkurssehung der in Desterreich bis zum Schlusse des Jahres 1867 geprägten Vereinsthaler und Vereins- Doppelthaler unter Einlösung derfelben auf Rechnung des Reiches zu dem Werthverhältnisse von 3 M. gleich 1 Thaler anzuordnen. Der dadurch entstehende Verlust soll aus den bereiten Mitteln der Reichshauptkasse gedeckt werden. Die Befugniß zur Ausgabe von Schahzanweisungen zur vorübergehenden Berstärkung des ordentlichen Betriebsfonds der Reichstasse soll bis zum Betrage von 175 Millionen Mark ausgedehnt werden. Abg. v. Frege( dkons.) beantragt die Berathung der Vorlage in einer Kommission von 14 Mitgliedern. In derselben würde auch darüber besondere Auskunft zu fordern sein, wie die Regierung sich die Verwerthung der Thaler denkt. Den unvermeidlichen Verlust könnte man vielleicht durch stärkere Ausprägung von silbernen Fünfmart Stücken etwas vermindern. Auch die Frage der Regelung der österreichischen Valuta werde in der Kommission zu besprechen sein. Jedenfalls habe man teine Ursache, den Silbermarkt durch plötzliche Abstoßung dieser immerhin nicht unbeträchtlichen Summe zu beunruhigen. = Abg. Rickert beantragt nach diesen Mittheilungen des Abg. Gröber die Zurückweisung der Petition an die Kommission, damit man wenigstens erfahre, was denn eigentlich in der Petition enthalten sei, da der schriftliche Bericht des Abg. Schädler dies nicht sicher erkennen laffe. Das Haus beschließt demgemäß. Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sizung Sonnabend 2 Uhr. Berlin, von welcher selbst die Staatsregierung anerkennen wird, ( Nachtragsetat.) Abgeordnetenhaus. 8. Sigung vom 29. Januar. 11 Uhr. Am Ministertische: Graf von Caprivi, Graf von Beblik, von Heyden und Kommissarien. Die erste Berathung des Entwurfs eines VolksschulGesezes wird fortgesetzt. daß ihr Schulwesen musterhaft ist. Der Kultusminister hat sich, wie mir scheinen will, dieses ihm so naheliegende Schulwesen noch garnicht einmal persönlich angesehen.( Redner giebt eine Uebersicht über die Leistungen der Berliner Schulen.) Die ganze Organisation der Berliner städtischen Schulen wird mit einem Schlage vernichtet. Welches Bedürfniß liegt denn vor, dieses blühende Schulwesen zu rafiren, welches die Lehrer, die Bürger und auch die Konfessionen befriedigt hat. Hat die Uniformirung, welche die Regierung beabsichtigt, einen inneren Grund? Die Volksschule vom Lande wird das Modell unserer Abg. Bamberger( dfr.): Kommissionsberathung scheint mir Abg. Virchow:( Dfr.): Die Stellung der Parteien hat Gesetzgebung.( Heiterfeit.) Die Stadt ernennt jetzt ihre Lehrer, zwar nicht erforderlich, wo die Dinge so einfach liegen, aber ich allmählich eine gewisse Deutlichkeit und Schärfe angenommen. in Zukunft soll sie nur ein Vorschlagsrecht haben, weil der will gegen den Antrag keinen Einspruch erheben. Zur Aus- Wir hier links haben ersehen, daß die Beruhigung, welche Lehrer wesentlich staatliche Funktionen zu erfüllen hat. Die scheidung dieser Thaler aus unserem Münzsystem sind wir doch scheinbar gewonnen war, nicht mehr vorhanden ist. Die Herren Stadt bezahlt aber den Lehrer, da müßte fie doch einen Einfluß durch das Münzgesetz verpflichtet. Schon bei der Berathung von rechts sagen zwar, weiter würden sie nicht gehen. Wir auf seine Anstellung haben. In andern großen Städten liegt die dieses Gesetzes von 1873 habe ich mich für ihre schleunige trauen zwar Ihrem gutem Willen, aber wir trauen nicht der Sache ebenso. Welche Verwüstung da angerichtet wird, läßt sich Einziehung ausgesprochen. Der Grund, daß das nicht ge- Dauer Ihrer Entschlüsse. Dazu haben Sie in Ihren eigenen noch garnicht übersehen. Die Stadtschulen werden dreift den schah, lag in der Hoffnung, daß die österreichische Baluta Reihen den Verführer in Herrn Stöcker, der ebenfalls weitere Vergleich mit den Landschulen aushalten können. Sie stehen jetzt bald geregelt sein würde. Darin hat man sich aber geirrt. Wünsche hat. Unter diesen bedenklichen Zeichen beginnen wir an dem Punkt, wo es sich darum handeln wird, ob unser Staat Allem Anscheine nach geht aber die österreichisch ungarische Re- den Feldzug. Wir waren anfänglich sehr geneigt, eine Ver- sich auf einer doppelten religiösen Grundlage, auf firchlichen gierung jezt mit größtem Ernste an die Regelung der Valuta. besserung des Gesetzes zu versuchen. Jetzt sind wir zu dem Dogmen aufbauen soll oder ob eine freiere Richtung gelten soll, Die Verwerthung der Thaler soll ja zum größten Theile durch Standpunkt gekommen, daß wir uns zwar der Kommissions- wo auch der Laie mitberechtigt ist, über die Dogmen sich zu ein Abkommen mit Desterreich schon geregelt fein; dieses Ab- berathung nicht entziehen werden, aber wir haben feine äußern. Im Zentrum ist das allerdings nicht der Fall, wir tommen befreit uns von einem Theile des Schadens, den wir Hoffnung mehr den Gedanken, welche wir als die Zukunft Protestanten haben ein solches Vorrecht.( Beifall links.) durch die Einziehung erleiden, ganz befreit es uns infolge des der Nation bestimmend ansehen, Rechnung getragen zu sehen. Reichskanzler Graf v. Caprivi: Der Vorredner hat des Sturzes des Silberpreises nicht davon. Wenn Herr v. Frege Der Kultusminister hat keinen Zweifel darüber gelaffen, daß er Längeren darüber geklagt, daß unser Staatswesen auf zwei Konverlangt, daß das nach Ausprägung eines Betrages filberner gewillt ist, seine Gedanken bis zu Ende durchzuführen. Er will feffionen gegründet sei. Gewiß, für einen Staatsmann wäre es Fünfmarkstücke übrigbleibende Silber nicht auf den internationalen die Konfeffion an die Stelle der Religion seßen und darauf die ungleich einfacher und leichter, nur mit einer Konfession zu thun Markt geworfen wird, so gestehe ich zu, daß der Silberpreis Bukunft des Staates ausbauen. Ich habe vergeblich meine zu haben. Aber der Vorredner hat seine eigenen Besorgnisse inheute so niedrig ist wie seit Jahren nicht. Da andererseits in historischen Erinnerungen durchgemustert, um zu prüfen, ob sofern abgeschwächt, als er die Hauptgefahr des theokratischen Amerika jährlich 54 Millionen Unzen ausgeprägt werden, die iemals schon ein Staatswesen auf zwei Konfeffionen aufgebaut Staates in der Priesterschaft findet. Ein Staat, wo zwei Konjährliche Produktion der Welt 600 Millionen Mark beträgt, so war. Zwei kommen ja nur in Betracht, obgleich wir in unseren fessionen vertreten sind, ein Staat, der einen paritätischen ist das hier in Betracht kommende Silber, etwa 40 Millionen Kolonien demnächst noch mehr Ronfessionen bekommen werden: Charakter hat, wird der Gefahr der Theokratie entgehen, weil er Mart, eine Bagatelle. Türken, Heiden u. s. w. Dabei kommt denn gleich das mit zwei Priesterschaften zu rechnen hat. Der Vorredner sagt: Abg. v. Kardorff( Rp.): Bei der ganzen politischen Ron- organisirte Priesterthum in Betracht, und wenn die evangelische Alle Nationen sehen auf den Kampf der Geister; er hat einen stellation ruht wirklich die Aufmerksamkeit auf anderen Punkten, in der Generalfynode doch gerne einen solchen zu haben. Die Nation angeht, so will ich zugeben, daß über die Grenzen stellation ruht wirklich die Aufmerksamkeit auf anderen Buntten, Stirche auch keinen Hohenpriester hat, so wünschten die Herren Brief aus dem Auslande zitirt. Was die Aufmerksamkeit der als auf der Währungsfrage. Ich verzichte daher auch auf eine Währungsrede. Aber das eine muß ich sagen: Wir kommen theokratischen Perioden haben immer die Menschheit zurück nicht nur Preußens, sondern auch Deutschlands hinaus allmälig dahin, daß wir vor der Alternative stehen, ob wir die gebracht; wenn das nicht der Fall wäre, warum haben denn die eine gewisse Aufmerksamkeit erweckt deutsche Landwirthschaft oder die Goldwährung aufrecht erhalten Päpste nichts im Kirchenstaat zu Wege gebracht? Warum war ich würde mich scheuen, Urtheile des Auslandes über deutsche Landwirthschaft oder die Goldwährung aufrecht erhalten der Kirchenstaat der schlechteste und die Einwohner desselben die Verhandlungen, die wir hier führen, zu zitiren. wollen.( Widerspruch und Heiterkeit links.) Diese Frage müssen froh, als sie in dem italienischen Staat aufgenommen wurden? Denn ich würde die Besorgniß haben, daß es im Auslande Niewir auch in der Kommission erörtern. Der Gefeßentwurf geht an eine Kommission von 14 Mit-( Unruhe im Zentrum.) Meinen Gedanken habe ich bei der Synodal- manden giebt, der im Stande ist, diese Frage zu beurtheilen. ordnung Ausdruck gegeben, Herr Miquel war damals Referent in Wenn man Urtheile, wie das hier gehörte, liest, wenn man in der Sache und wir hatten damals etwas Fühlung gewonnen. Der Presse Urtheile von Männern, die ein Metier daraus machen, Es folgen Kommissionsberichte über Petitionen. Aber meine Warnungen waren vergebens; Herr Miquel stürzte die sich mit der Sache beschäftigen, liest, so muß man sagen: Die Petition der Zivil- Büchsenmacher Erichson aus Greiss mit offenen Augen in das Verderben hinein. Herr Falt glaubte Bon tausend Menschen hat nicht einer die Vorlage gelesen. Buwald und 13 Genossen, wonach den Militär- Büchsenmachern damals auch nicht daran, daß er die Synodalordnung bereuen Stimmung rechts.) Der Vorredner hat der Regierung vorgeworfen, untersagt werden soll, Privatarbeiten auszuführen und Handel würde; er sah damals vertrauensvoll in die Zukunft, wie jest sie wäre nicht mächtig genug. Daß dieser Vorwurf gerade von mit Waffen und Munition zu treiben, wird dem Reichskanzler Graf Beblik. Mit gewöhnlichen Sterblichen fann man sich ja der freisinnigen Partei gemacht wird, überrascht mich. Als hier zur Erwägung überwiesen. noch verständigen; aber mit dem Geistlichen ist es sehr schwer. Nothstands Debatten stattfanden, hat die freifinnige Partei alle Abg. Scipio berichtet Namens der Petitionskommission über( Heiterkeit.) Herr Falt hat keinen Dank geerntet von seiner Ar- Kanonen gegen diese Regierung spielen laffen und ich habe dadie Petition von Fischern zu Hastrug( Fürstenthum Lübeck), beit; die Herren, deren orthodoxe Herrschaft er geschaffen hat, mals gesagt: Diese Regierung wird zeigen, daß sie gegen den betreffend die Einführung eines 30 Ils auf mit Salz be betrachten ihn heute wohl als den leibhaftigen Antichrist. Die Strom schwimmen kann. Und wenn Sie den Strom, gegen den streute grüne Heringe. Die Kommission beantragt Kirche verlangt die Oberherrschaft; man glaubte vielleicht jetzt wir jetzt schwimmen, stärker erregen, werden wir wiederum den Uebergang zur Tagesordnung. mit zwei Kirchen sich verständigen zu können. Die zwei Kirchen Beweis dafür erbringen, daß wir stark sind.( Beifall.) Mit BeAbg. Graf Holstein( dk.) bedauert, daß auf dem vorge- verständigen sich ja jetzt, aber wenn das Gesetz fertig ist, dann friedigung habe ich die Aeußerung vernommen, daß der Vorschlagenen Wege eine Abhilfe zur Zeit nicht möglich sei, und wird es bald donnern. Dann wird man die konfeffionelle Schul- redner der Religion eine anerkannte Stellung erhalten wolle. ersucht dringend die verbündeten Regierungen, die Nothlage der inspektion fordern und schließlich auch die Wiederherstellung der Ich bitte ihn, das vom Staat auf die Volksschule zu übertragen, deutschen Fischer namentlich wegen der schwedischen Konkurrenz fatholischen Abtheilung im Kultusministerium, mit welcher ja damit die Religion in der Volksschule ihre anerkannte Stellung in Betracht zu ziehen und Abhilfe zu schaffen.( Beifall rechts.) eigentlich der Kulturkampf angefangen hat.( Buruf im Bentrum: behält; ich bitte ihn, mit mir die Schlußfolgerung von der AnAbg. Schwarz( Lübeck, Soz.) ist mit diesen Ausführungen Den hat Bismarck angefangen!) Ich kann mich doch nur erkennung der Religion zur Anerkennung der Konfession mitzueinverstanden, soweit sie die Lage der deutschen Fischer betreffen, auf das berufen, was Bismarck gesagt hat.( Buruf im machen, und so gebe ich mich der Hoffnung hin, mit ihm schließaber diese ständen hier nicht in Frage, da sie so viele Heringe Zentrum: Der hat manches gesagt!) Der hat manches gesagt!) Ich werde mich lich bei der Konfessionsschule anzukommen.( Heiterkeit.) Ich habe nicht liefern fönnen. Jedenfalls kann die Abhilfe auf dem hier hüten, ihm unwahrheit vorzuwerfen. Die mächtige Re- mich in einer andern Beziehung über die Rede gefreut, sie war angeregten Wege nicht gewährt werden. Die Nachfrage nach gierung braucht ja diefe Anforderungen nicht durchzuführen. in einem Tone gehalten, der von einer Kriegserklärung nichts an schwedischen Heringen sei in den letzten Jahren sehr gestiegen. Ja wir dachten auch früher, wir hätten eine mächtige Regierung, sich hatte. Er äußerte seine Bereitwilligkeit, in die Berathung mit Abg. Marquardsen( natl.) hofft, daß den berechtigten Be- die solche Dinge, wie sie jetzt vorliegen, nicht vorschlagen würde. Der Regierung einzutreten. Alles, was wir wünschen; mehr hatten schwerden der Fischer in praktischer Weise durch die Landes- Wir sind eben in dieser Beziehung sehr heruntergekommen.( 3u wir gar nicht erwartet. Er zeichnete sich vortheilhaft aus gegen regierung abgeholfen werden tann. stimmung links; Widerspruch rechts.) Daß die Vorlage sich in den Kriegston, der von seinem Nachbar angeschlagen wurde. Abg. Seelig( dfr.): Es stehen sich hier die Jntereffen der vielen Stücken mit den Windthorst'schen Anträgen deckt, liegt auf Herr von Eynern hat mir gestern den Vorwurf gemacht, daß die Fischräucherei und der Fischerei gegenüber. Ich trage deshalb der Hand. Niemand hätte es bis auf diese Session für möglich gegenwärtige Regierung eine Kriegserklärung an die Liberalen auch Bedenken, den Weg zu betreten, welchen die Petenten gehalten, daß die Regierung diese Anträge unmittelbar afzeptiren oder an die Nationalliberalen durch dieses Gesetz erlassen habe. empfehlen. Der Einfuhr von fremden Fischen sollte fein und in die Form einer Vorlage bringen würde. Der Gesammt- Das hat mich überrascht. Die gegenwärtige Regierung hat keine Hinderniß bereitet werden. Das Salz, welches hier benutzt wird, eindruck nach außen ist der, daß die Forderungen der katholischen Ahnung davon, mit welchen Parteien sie dieses Gesetz durchführen ist ja auch kein Konsumtionsartikel, sondern dient lediglich zur Partei voll angenommen find.( Buruf im Zentrum: Noch lange würde.( Widerspruch bei den Nationalliberalen.) Sie wußte Konfervirung. nicht!) Also Sie haben noch weitere Forderungen; ein Theil nur, daß dieses Gesetz ihrer Ueberzeugung entsprach.( Heiterkeit.) gliedern. worden ift. Aber Abg. Graf Holstein betont nochmals, daß seit drei Jahren wird Ihnen aber bewilligt.( Widerspruch des Zentrums.) Bis Die Anfänge dieses Gesetzes liegen 8 Monate zurüd. Wie fonnten nichts geschehen sei, den Fischern zu Hilfe zu kommen, daß auf einige Klauseln sind die Windthorst'schen Anträge in die wir wissen, daß Sie die große liberale Partei schaffen wollen? ( Seiterkeit.) Von einer Kriegserklärung kann nach meinem dazu sind beide Weltanschauungen gar zu sehr von einander ver-| Entwurf, welcher die katholischen Mitbürger befriedigen soll, unmaßgeblichen Dafürhalten feine Rede sein. Was sollten wir schieden. Wir wollen für die Jugend die Mittel, die ihr ein ist ein Sieg des Zentrums. Es ist eine Legende, daß wir von von einem Krieg mit Ihnen für einen Vortheil haben? Wir möglichst glückliches Dasein schaffen und sie stärken sollen in dem vornherein nicht bereit gewesen feien, auf die Vorlage einzugehen. haben den aufrichtigen Wunsch mit Ihnen zusammenzugehen. modernen Kampf. Sie wollen freilich Boltsschulen, wo der Hätte man uns nur das geringste Entgegenkommen bewiesen, fo Warum sollten wir Ihnen den Krieg erklären auf Grund einer technische Unterricht von der Religion getrennt ist, wo in der hätten wir uns wohl zur Erörterung der Fragen bereit finden Vorlage, von der ich noch heute die Ueberzeugung habe, wenn tatholischen Schule fein Kreuz, in der evangelischen kein Luther laffen. An der übertriebenen Ronfessionalität nehmen wir Sie nicht in gewissen Nachtlängen von älteren Zeiten lebten, Sie hängt. Der Kampf muß jezt ausgefochten werden. in erster Linie Anstoß. Diese Uebertreibung tritt hervor darin, würden dieselbe annehmen. Wenn ein Kriegszustand eingetreten Abg. von Bedlin( frt.): Wir stehen auf dem Boden der daß nur Konfessionsschulen eingerichtet werben sollen und zwar ist, so ist er uns von anderer Seite erklärt worden. Zu meinem christlichen Kirche und von diesem Gesichtspunkt halten wir die schon bei 30 Schülern, daß an mehrklassigen Schulen nur Lehrer aufrichtigen Bedauern habe ich in der Presse der Partei, welcher Vorlage für unannehmbar; also ist es nicht richtig, daß man, einer Konfession angestellt werden sollen. Wenn der Minister die Herr v. Eynern angehört, Angriffe auf die Regierung lesen müssen. wenn man auf dem Boden der christlichen Kirche steht, für die bestehenden Simultanschulen nicht aufhebt, warum verbietet er Diese Angriffe verstand ich nicht; ich entnehme ihnen nur, daß Vorlage eintreten muß. Der Unterschied des Entwurfs gegen deren Neubegründung vollständig? Ein ferneres Bedenken ist, eine Misstimmung vorhanden ist. Es betrübte mich die Haltung, den vorigen ist so tiefgehend, daß, wenn dieser Unterschied be- daß der Geistliche direkt den Lehrer mit Weisungen versehen kann, welche fich in einem Neujahrsartikel eines größeren Blattes be- stehen bleibt, wir der Vorlage nicht zustimmen fönnen. statt daß er das Recht hätte, sich an die Schulbehörden zu wenden. merkbar machte. Aber ich fand keine Motive. Jeht, nachdem mit Recht fordert der Ministerpräsident eine sittlich- religiöse Er- Der kirchliche Kommissar erhält ein Vetorecht, welches er bis jetzt neulich die große liberale Partei proklamirt oder wenigstens in ziehung in der Boltsschule, aber diese war ja nach dem vor- nicht hatte. Der Hinweis auf Baden ist unzutreffend, denn ihren Anfängen der Welt fundgegeben ist, kann ich mir manches fährigen Gefeßentwurfe ebenfalls möglich, und auch die Kon- Baden hat gefeßlich die Simultanſchulen, an welchen die Kirche beffer erklären. Ich bin überrascht worden von dieser Erklärung. fervativen stimmten ja im vorigen Jahre in der Kommission für den Religionsunterricht zu ertheilen hat, wobei der Lehrer Ein Redner wollte fie allerdings vorausgesehen haben. Ich will die Vorlage, wie sie von der Regierung eingebracht war; und den Geiflichen zu unterstützen hat. Bedenklich ist ferner nicht sagen, daß es mir unangenehm wäre, wenn die National- ich kann nicht annehmen, daß diese Partei etwas Anderes wollte, der Gewissenszwang für die Kinder der Diffidenten liberalen sich durch Zuzug von links verstärkten. Nur die Art als eine religiös fittliche Erziehung. Dagegen tann man uns, und die Zusammensetzung des Schulvorstandes. Warum und Weise, wie diese Partei zu Stande gekommen( Große Heiter- wenn wir uns für die vorjährige, gegen die diesmalige erklären, gerade diese Abweichung von der Goßler'schen Vorlage, teit links; Burufe: Sie ist ja nicht zu Stande gekommen und nicht Materialismus oder gar Atheismus vorwerfen. Das wäre welche dem Gemeindevorstande seinen Einfluß wahrte? Dieser wie die Herren, welche aufgetreten find, reden, das verstehe ich unbegründet, das wäre sogar sinnlos.( Beifall links.) In dem Schulvorstand ist nur gemacht der Konfeffionalität zu Liebe, und nicht.( Minister Miquel erscheint in der Thür des Minister Punkte des Privat- Unterrichts hat die diesjährige Vorlage sogar gerade dadurch wird die Herrschaft des Geistlichen über den zimmers, verschwindet aber sofort wieder.) Die Regierung weniger Garantien für eine sittliche und religiöse Erziehung, als Lehrer und die Schule herbeigeführt; denn der Geistliche hat sucht feinen Stampf. Ich bin weit entfernt, die Verdienste der die vorjährige. Wenn man aber den chriftlich- religiösen Charakter überall den größten Einfluß, so daß der Lehrer dagegen nicht nationalliberalen Partei und ihres Führers an anderer der Volksschule in den Vordergrund rückt, darf man es nicht ein- auffommen fann. Wenn man in der Konfessionalität so weit Stelle zu verkennen. Mein Amtsvorgänger hat dieser feitig thun. Gin konfessionell verschiedenes Volf muß einheitlich in dem geht, dann kommt man schließlich zu konfessionellen Gymnasien Partei bedurft um Deutschland einig zu machen. Geiste der Vaterlandsliebe, der Anhänglichkeit an Preußen und und zur konfessionellen Schulaufsicht und schließlich auch dazu, Mir ist aber fraglich, ob die Partei auf dem Standpunkt, auf Deutschland erzogen werden.( Beifall links; Buruf rechts: Phrafe!) zwei Kultusminister anzustellen. Die katholische Abtheilung ist dem sie jetzt steht, zu verharren gewillt ist. Zwei Dinge machen War das, was die Herren v. Hammerstein und Stöcker sagten, etwa das mindeste, was gewährt werden muß. Einen Entwurf, wie das Wesen der Partei aus: das Nationale und das Liberale. nicht Phrase? Bon diesen Dingen, verstehe ich wohl mehr als er hier vorliegt, können wir nicht annehmen; er widerspricht National ist nicht mehr das Rennzeichen einer Partei. National Sie.( Seiterfeit.) Die durch die verschiedenen Konfeffionen im unferem Gewissen und den Bedürfnissen einer gemischten Bes ist ganz Deutschland.( Zustimmung.) Darauf kann man Partei- Staate nöthige Trennung der Schulen muß auf das dringend völkerung, die sich nicht mehr verstehen würde, wenn sie in Ron Unterschiede nicht mehr gründen.( Bustimmung links.) Diese Nöthige beschränkt bleiben. Der Religionsunterricht muß dem feffionen auseinander gerissen wird. Wenn der Ministerpräsident Partei muß also das Liberale nach meinem Dafürhalten mehr religiösen Bekenntniß entsprechen, darüber hinaus können wir dafür kein Verständniß hat, so können wir es ihm nicht beibetonen. Der nationalliberale Redner hat die hypothetische Be- der Kirche keinen Einfluß geben, im Interesse des Staats. Herr bringen.( Buftimmung lints.) Dem gegenüber darauf los forgniß ausgesprochen, die jetzige Regierung fönne geneigt sein, v. Caprivi fagte im vorigen Jahre: Der Entwurf sei in der zuschlagen und die Gegner des Atheismus zu beschul dem Zentrum weitere Ronzessionen zu machen. Das überrascht Absteckung der Grenze zwischen Staat und Kirche bis auf das bigen, das ist in den Annalen des Parlamentarismus mich. Wir sind mit der nationalliberalen Partei bei vielen Vor- irgend Mögliche und Bulässige gegangen. An dem Kampf gegen überhaupt noch nicht dagewesen.( Lebhafter Beifall links.) lagen gemeinsam vorgegangen. Jezt scheint mir eine Trennung die umstürzenden Tendenzen muß allerdings die Volksschule einen Warum hat man bezüglich der Privatschulen nicht die Bestim einzutreten. Wenn wir den Muth hatten, von den National Hauptantheil haben, aber zu dem Zweck muß sie, wie der mungen des badischen Gesetzes angenommen? Danach dürfen liberalen uns abzuwenden, warum sollten wir nicht auch den Minister selbst will, die Kinder zu selbständigem Denken er- Stiftungen und Korporationen nur mit Genehmigung der Regie Muth haben, von den Parteien uns abzuwenden, mit denen wir ziehen. Das kann die Kirche nicht,( Widerspruch im Zentrum) rung Privatschulen errichten und Kirchliche Korporationen nur jetzt zufammengehen? Bezüglich der Jesuitenfrage glaube ich mich nein, das kann die Kirche nicht, denn sie wendet sich lediglich an auf Grund eines besonderen Gesetzes. Ob freilich der Minister nicht zu irren, wenn ich erkläre, die preußische Regierung das Herz, nicht an den Kopf. Wir dürfen nicht vergessen, daß bei Aufnahme solcher Bestimmungen noch die Unterstützung feiner wird im Bundesrath fich gegen die Wiederzulassung der hier nicht nur die überfinnlichen Interessen in Frage kommen, Getreuen im Zentrum gefunden hätte, ist mir zweifelhaft. Bes Jesuiten aussprechen. Das will ich zur Beruhigung gesagt haben. sondern auch materielle. Das Beispiel der„ Kreuzzeitung" zeigt, züglich der Kampfesweise des Ministers will ich bemerken: G Ich erkenne in dem, was gesprochen ist, um die neue große daß man für das Christenthum und dabei" doch für materielle ist eine Ehre, mit jedem Mitgliede des Hauses zu kämpfen; ob liberale Partei einzuführen, auch das vollkommen an: es hat in Interessen eintreten fann.( Heiterfeit.) Weil die Kirche aber es Vergnügen macht, ist etwas anderes. Der Minister hat meinen ber nationalliberc.len Partei immer ein gewiffer Idealismus selbständige Denter nicht erziehen kann, darf sie nicht mehr Kollegen v. Eynern persönlich begegnet, wie es seine Rede wohl gelegen. Das ist eines ihrer schönsten Biele gewesen. Dieser Einfluß auf die Volksschule haben, als ihr nach der nicht verdient hat. Wenn der Minister daran eine Apotheose Idealismus ist durch die Gründung des Reichs ziellos geworden. Verfassung zusteht für den Religionsunterricht. Aus allen des Herrn Richter geknüpft hat, so wird sich dieser dafür wohl Daß Sie das Bestreben haben, den Jdealismus zu erhalten, diesen Gründen sind wir gegen die diesjährige Vorlage. nächstens bedanken; Herr Nichter hat mit dem früheren Reichs damit kann ich übereinstimmen. Wir sind frank daran, daß der Auf der Grundlage dieser Vorlage werden wir uns zu feiner fangler fehr schlecht gestanden; er steht mit dem jebigen Reichs Idealismus verloren geht; es wird sehr erfreulich sein, wenn Verständigung bereit finden laffen, wohl aber auf dem Boden der kanzler nicht besser, wohl aber, wie es scheint, mit dem neuen wir zur stärkeren Betonung des Idealismus kommen. Wenn vorjährigen Borlage, für die auch die Nationalliberalen und die aufgehenden Stern am parlamentarischen Himmel. Der Vorstoß des nun bei den gegenwärtigen Gefeßen Differenzen aufgetreten sind, Konservativen eintraten. Der Minister hat Unrecht, wenn er Ministers richtete sich nicht gegen Herrn v. Eynern, sondern gegen die so glaube ich allerdings, daß diese Differenzen ihren Grund und meint, daß die Bewegung gegen die Vorlage eine fünstlich ge- geheime Verschwörung, die der Minister init der Rütliszene bezeichnete. ihre Wurzel tiefer haben, als man allgemein angenommen hat, machte sei. Diese Bewegung geht sehr tief und erregt auch sehr Die Auslassungen des Herrn von Bennigsen zogen nur die und ich befinde mich in voller Uebereinstimmung mit dem Ab- ruhige und gemäßigte Gemüther. Unter diesen Umständen halten politischen Konsequenzen aus diesem Entwurf. Das Bild war geordneten Porsch. Es handelt sich hier in letter Instanz nicht wir es für das Beste, in dem gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die übrigens schlecht gewählt. Der Schwur auf dem Rütli erfolgte um evangelisch und katholisch, sondern um christlich und Gemüther so erregt sind, die große prinzipielle Frage vorläufig zur Abwehr einer großen Tyrannei; wenn damit zugegeben atheistisch.( Lebhafter, lärmender, unwilliger Widerspruch bei unerledigt zu lassen und nur ein Gesetz über die Aufbringung werden soll, daß es sich hier um eine geistige Tyrannei handelt, Den Nationalliberalen und den Freisinnigen. ben Freifinnigen. Einige Ab- der Voltsschullasten zu erledigen.( Beifall links.) In diesem so können wir damit einverstanden sein. Ebenso wenig richtig geordnete schlagen mit den Fäusten auf die Tische. Bei- Sinne, in dem Sinne des Friedens, in dem Sinne der Stärkung finde ich den Hinweis auf den liberalen Musterstaat Baben. G fall rechts und im Zentrum.) Ich bin der Meinung, des Staates treten wir in der Kommission ein, werden wir ist wohl nicht sehr geschmackvoll, daß der Minister in dieser daß eine Religion nicht gelehrt werden kann ohne Konfession. in der Kommission an der Vorlage arbeiten.( Lebhafter Beifall Weise spricht von diesem Staat, dessen liberale Politik der Wir können keine andern Konfeffionen haben als sie nun einmal links.) badische Landesherr noch jetzt fürzlich vollständig gebilligt hat. vorhanden sind. Ueber diese Richtung hinaus geht eine Welt- Kultusminister Graf Bedlin: Ich halte es für grundfalsch,( Sehr richtig! lints.) Bielleicht wollte der Minister ſeine neuen anschauung, die weiter geht. Ich nehme an, tein einziger von daß die religiöse Erziehung die verstandsmäßige Ausbildung Freunde beim Zentrum dadurch kaptiviren; denn nur aus dem Ihnen theilt diese Anschauung, aber die Weltanschauung ist da. beschränkt. Muß denn jeder positive Christ ein Dummtopf sein Bentrum fand er Beifall.( Unruhe im Zentrum.) Der Minister Wenn Herr Virchow die Berliner Schule zitirt hat, so wird man( Heiterkeit, Zustimmung rechts). Ueber die Einzelheiten werden stellte in Aussicht, daß der Religionsunterricht da, wo es mit einen Anhalt dafür finden, daß diese Weltanschauung um fich wir uns in der Spezialdiskussion verständigen können. Ich hoffe dem staatlichen Intereffe vereinbar ist, in polnischer Sprache ers greift. Diese Weltanschauung ist die atheistische. Das Verhält dem Vorreduer nachzuweisen, daß die Unterschiede zwischen uns theilt wird, während Graf Limburg Stirum = fich furz niß zu Gott fann bewußt oder unbewußt sich äußern, aber daß sehr minimale sind, wenigstens auf dem Gebiete der reinen Kon- vorher dagegen ausgesprochen hatte. Es handelt sich ein solches Verhältniß überhaupt vorhanden ist, das ist die fessionalität. Größer scheinen ja die Unterschiede bezüglich der dabei wohl auch um eine gewisse Taktik, denn man Hauptfache. Ich weiß bis jetzt nicht, wie das anders gemacht Vorbildung der Lehrer und bezüglich der Privatschulen zu sein. braucht die Bolen zur Durchbringung dieses Gesetzes. werden soll als durch das Lehren der Religion. Denn wenn auch Auf Grund der Kenntniß aller Verhältnisse bin ich zu der Ueber- Der Ministerpräsident hat sich einen Standpunkt als Jupiter zu der beredtefte Mund eines Universitätsprofeffors eine Moral zeugung gelangt, daß in dem Gesetz nichts vorhanden ist, was recht gemacht, von dem herab er auf die Parteien herabblickt. lehren würde, so würde ich mir wenig Erfolg davon bei Bolks zu der hervorgetretenen Beunruhigung den geringsten Anlaß giebt. Wir haben die Regierung unterstützt bei der Einbringung der schulkindern versprechen. Ich meine, es ist unvermeidlich, daß Sch will ganz bei Seite laffen, daß ich überall auf der bestehen- nationalen Errungenschaften und wenn der Ministerpräsident bas wir einen Kampf mit dem Atheismus führen. Ich verwahre den Verwaltungspraxis aufgebaut habe. Aber alle Be Wort„ national" für veraltet erklärt hat( Widerspruch rechts), mich vor der Schlußfolgerung, daß ich Atheismus und Sozial- flimmungen, welche jetzt angegriffen werden, bestehen in anderen dann scheint er mir vergeffen zu haben, daß der verstorbene demokratie verwechsele. Ich Ich halte den ersteren für eine Staaten anstandslos, ja in viel ausgebildeterer Weise. Führer des Bentrums ein Partitularist bis an sein Lebensende ernste Gefahr unseres Staatslebens und meine deshalb.. Und zwar gelten diese Bestimmungen in Staaten, welche eine geblieben ist. Das Zentrum hat seine Zustimmung in jeder Lage vielleicht werden Sie über meine Aeußerung nicht so böse wie liberale Werfaffung haben. Herrn Virchow gegenüber muß ich nur gegeben, wenn es Gegenkonzeffionen erhielt.( Widerspruch wir stehen vor der Gefahr, atheistisch zu werben. behaupten, daß es eine allgemeine menschliche Moral nicht giebt, im Zentrum.) Durch solche Rücksichten hat die nationalliberale ( Widerspruch links). Man hat uns vorgeworfen, wir wollten sondern höchstens eine menschliche Unmoral. Diese Unmoral Bartei sich niemals leiten laffen. Von dem Amtsvorgänger bes Krieg, wir suchten den Konflikt zwischen Lehrern und Geistlichen, muß durch die Religion in Moral umgefekt werden, sonst brauchen Ministerpräsidenten ist auf das Zusammengehen aller gemäßigten zwischen Geistlichen und Gemeinden. Nichts liegt uns ferner, als wir eine Religion überhaupt nicht.( Buftimmung rechts.) Herr Glemente ein großes Gewicht gelegt. Diese gemäßigten Glemente folche Gegenfäße zu schaffen, Aber der Gegensatz zwischen Birchow verwies auf die naffauischen Ronfessionsschulen; aber bilden einen Grundstock für die Regierung; Herr Graf von Atheismus und Theismus ist vorhanden. Dieser Gegensah läßt das betreffende Gefeß hat von dieser allgemeinen Moral keine Caprivi hat aber biefes foftbare Gut ber gemäßigten Glemente sich nicht verwischen, er verschärft sich. Die Regierung will fich Renntniß, sondern schreibt den konfeffionellen Religionsunterricht vollständig abgewirthschaftet. Wir sind in die Opposition hins auf das Verwischen nicht einlaffen. Das haben wir durch den vor. Herr Birchow meinte, der Kultusminister modelliere alles eingedrängt. Wir nehmen selbstverständlich, wenn er uns hins Entwurf erzielen wollen. Indem wir die Funktionen abgrenzen, nach der Dorfschule. Ich habe allerdings die Berliner Schulen geworfen wird, den Fehdehandschuh auf. Wir schloffen aus der wollen wir Konflikten vorbeugen und wenn Sie dabei uns be noch nicht persönlich besucht, aber man fann die Dinge ja auch brüsten Art und Weise, wie Herr v. Eynern abgefertigt wurde, daß hilflich sein und mit uns arbeiten wollen, wird uns das sehr er anders tennen lernen. Ich habe eine hohe Achtung vor den der Kultusminister beauftragt sei, uns den Handschuh hinzuwerfen. wünscht sein. Wir wollen den Frieden auch mit Ihnen und ich Leistungen der Stadt Berlin in Bezug auf das Schulwefen. Ich Bum Kampfe gegen die Sozialdemokratie sollen die Parteien habe nur an Sie die Bitte, beurtheilen Sie das, was wir thun, bin es gewefen. der die Selbständigkeit der Kommunalverfaffung vereint werden; das Zentrum hat ja die katholische Kirche immer objektiv und lassen Sie es nicht zur Agitation fommen, welche in dieser Beziehung praktisch zum Ausdruck gebracht hat. die Maffen aufregt, die vielleicht nicht fähig find, über diese Frage liegt durchaus in der Grundauffassung, auf der ich stehe; denn Weltanschauung; aber wenn die Gefahr der Sozialdemokratie zu urtheilen. Die schwere Noth eines Krieges war nothwendig, ich habe eine hohe Meinung von der Leistungsfähigkeit der Ge- noch größer würde, die Religion wollen wir nicht als Schuhmann um die Deutschen dahin zu bringen, fich zu vertragen. Sollte es meinde überhaupt. Ein großer Theil unserer staatlichen In- gegen die Sozialdemokratie verwenden, denn wer solche Nebens wieder einer fchweren Zeit bedürfen, um die deutschen Parteien ftitutionen kann nur glücklich fortschreiten unter lebendiger Theil zwecke mit der Religion verbindet, der wird danach beurtheilt. zur Vereinigung zu bringen?( Bifchen lints; Beifall rechts.) nahme der Bevölkerungsklassen, auf welche sie zugeschnitten sind. Der Kurs führt uns jett hinaus in das dunkle Meer der Ab Abg. Nintelen( 3.): Die Rede des Abg. Birchow war mir Ich trenne städtisches und dörfliches Schulwesen vollständig; bei hängigkeit des Staates von der Zentrumspartei. Wir hatten auf zum Theil aus der Seele gesprochen, er irrt aber, wenn er meint, Goßler fing das städtische Schulwesen erst bei Städten über einige Verständigung gehofft. Wenn man wie der Miniſters daß die Windthorst'schen Anträge mit der Vorlage thatfächlich 10 000 Ginwohner an; eine solche Grenze giebt es bei mir nicht. präsident uns zusammenwirft, wenn auch nicht mit Atheisten, so übereinstimmen. Jene beziehen sich nur auf den Religionsunter- Daß die neue städtische Schulbehörde mehr Recht haben wird, boch mit Leuten, deren Handlungen zum Atheismus führen, so ist richt und diesen wollte auch Herr Birchow der Kirche überlaffen, als jemals die städtische Schuldeputation, geht aus der Vorlage die Verständigung ausgeschlossen. Ich glaube nicht, so sprach er fich in der Debatte über das Schulaufsichts- hervor; bezüglich der Bildung neuer Klaffen, bezüglich der An diese Worte draußen im Lande uns schaden Gefeß aus; dazu müßte er also unfere Bestrebungen unterstüßen. ftellung der Lehrer werden die Rechte der Gemeinde erweitert. Das find vergiftete Pfeile; fie prallen zurück auf absandte.( Buftimmung links.) Ministerpräsidenten tann ich nur empfehlen, seinen eigenen Rath zu befolgen und felber objektiv zu urtheilen.( Lebhafter Beifall links; Lachen rechts.) bisher.. den, ber fie daß werden. Dem Nach den Friedericianischen Bestimmungen war, so erwidere ich Und da macht man mir den Vorwurf, daß ich die Schule ein namentlich dem Abg. v. Eynern, der Religionsunterricht lediglich schnüre durch Polizeimaßregeln.( Beifall rechts). Sache der Kirche, von einer Staatsschule konnte in dieser Be Abg. Porich( E.): Es wäre mir angenehm gewesen, wenn ziehung feine Rede sein. Die Frucht des neuen Verfahrens bei Herr von Zeblis seinen Standpunkt Herrn Virchow gegenüber Der Schulaufsicht, wo die Kirche jedes Einflusses auf die Schule etwas genauer abgegrenzt hätte; Herr Virchow will eine allge Kultusminister Graf v. Bedlin: Wenn man durchleuchten beraubt wurde, ist die Rede des Herrn Dittes, der auf eine An- meine Moral ohne jede Confession und Herr von Bedlis will läßt, ich hätte das badische Gefez umfaffender zitiren sollen, und hängerschaft von 40 000 Lehrern blicken fonnte. Aus der heutigen auch etwas allgemeines, wobei er die Confession für schädlich hält. wenn man dann selbst so unzutreffend zitirt wie der Vorredner, Boltsschule gehen die Mörder, die Mäuber hervor. Sie lachten Eine solche fonfeffionslofe Moral haben wir schon in den frans dann trifft das Wort von den Steinen und dem Glashause zu. früher, als wir das in Aussicht stellten, jest lachen Sie nicht zöfifchen Schulen. Herr Virchow hat die Anträge Windthorst In dem badischen Gefeße heißt es, daß auf die Konfession der mehr; das Schulaufsichts- Gesetz ist einer der wichtigsten Gründe vorgelesen und bewiesen, daß selbst ein so großer Gelehrter nicht Schüler thunlich st Rücksicht genommen werden soll.( Buruf: der Demoralisation unserer heutigen jüngeren Generation, gegen immer begreift, was er lieft. Alles, was im Windthorst schen thunlichst!) Wo nur eine Konfession vorhanden ist, soll der Lehrer die Se. Majestät jetzt felbft so energisch Front macht. Ich be- Antrage enthalten war, ist in der Vorlage nicht enthalten, denn dieser Konfession angehören, fonft der Konfession der Mehrheit dauere, daß die Vorlage an der Schulaufsicht nichts ändern will. Die Kirche erhält nicht das Recht, den Lehrer abzusetzen, den der Schüler. Auch bezüglich der Privatschulen befagt das Diese Frage lönnen wir in der Kommission nicht unberührt Lehrer vom Volksschulamt fern zu halten u. f. w. Redner ver- badische Gesch etwas Anderes, als der Vorredner angeführt laffen. Ich gebe dem Ministerpräsidenten und dem Stultus- weist schließlich auf die Rede des Herrn v. Goßler zu den hat; die Vorschriften finden sich in meinem Entwurfe ebenfalls. minister zu: Dieligion ist ohne ein positives Bekenntniß nicht mög- Windthorft fchen Anträgen, in welchen die Ordnung der katholischen GB ist getadelt worden, daß ich die Verhältnisse eines befreunde lich und die Debatte hat erwiesen, wohin die Geister fireben. Schulen so geschildert sei, wie die Vorlage es jest nicht einmal ten Landes in die Debatte gezogen habe, ohne zu bedenken, daß Auf der einen Seite wird die moderne Naturanfchanung, sulaffe. der Regent diefes Landes die Politik desselben gebilligt hat. G die moderne Wissenschaft vertreten, auf der andern bie Abg. Friedberg( ntl.) lehnt es ab, für die Ausführungen ist schwer, auf eine solche Bemerkung zu antworten, denn sie religiöse. Herr v. Eynern fagt, seine Religion fei die Bergpredigt, des Herrn Birchow über Unterricht in der Moral bie Berträgt einen Charakter, den ich nicht bezeichnen will.( Sehr aber beren Werth liegt in der göttlichen Offenbarung, die sie dar antwortung zu übernehmen. Wenn die Vorlage dem richtig! rechts.) Ich habe die Institutionen dieses befreundeten stellt, liegt darin, daß sie von unserm Herrn Chriftus gehalten ist. Goßler'schen Entwurf so nahe steht, weshalb ist dann Bandes angezogen, um den Beweis zu bringen, daß das, was ich Ich verstehe nicht, wie die Regierung von den Bertretern der die Zentrumspartei mit fliegenden Fahnen in das Lager bringe, nicht schlechter ist; und damit soll ich dem Lande au modernen Wiffenschaft ein Battiren mit der Kirche erwarten kann, der Regierung übergegangen?( Sehr richtig! lints.) Gin nahe getreten sein! Liberaler Musterstaat, ist das ein Tabel? Romm. Arbeiter Bildungsverein, London W. 49, Tottenham- Street, Tottenham Court Roab. Hat das nicht in allen Zeitungen seit 30 Jahren gestanden?| Warnungstafeln angezeigt ist. In der bewußten Nacht vom Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlungen. Ich habe den Streit nicht angefangen, wo er gewesen ist, ist er Mittwoch zum Donnerstag kam nun der in der Rüdersdorferstraße uns aufgedrängt worden.( Zustimmig rechts.) Der Minister wohnende 23jährige Tischler Wolff von Rummelsburg den Weg Jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr Versammlung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends präfident wird seine Stellung dem Borredner gegenüber wohl herunter. In der Nähe der Holzpläge hörte er bereits die Hunde 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ,, Grüne felbft wahren; aber einige Worte muß ich als Mitglied des anschlagen. Gefangverein Wolff fam nun auf den unfeligen Gedanken, die iche", Rixdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. Minifteriums entschieden zurückweisen. Die Unterstellung, daß Hunde zu necken, wozu er den Zaun erkletterte um hinüberzusehen.& cho", Naunynstraße 86, bet Jubeil. yrania", Landsbergerstr. 31 bet Musehold. Gefangverein Sanges Gesangverein" Freund= der Ministerpräsident auf das Wort„ national" fein Gewicht Raum aber war W. oben angelangt, da verlor er das Gleich- ch a ft 2", Friedenstraße Nr. 48 bet Tollkühn. Gefangverein„ Glück zu", mehr lege, trifft nicht zu. Der Ministerpräsident hat nur gesagt, gewicht und fiel auf das Innere des Plages hinab. Noch ehe tnebet, Badfir. 58( Gesundbrunnen). Gefangverein Phönir", Bülowwo alle Parteien auf dem Boden der nationalen Einrichtung 2. recht zur Besinnung kommen fonnte, hatte ihn der größte der Gesellschaftshaus. straße 65 bei Bredlow. Gesangverein Harmonie 3" Friedrichshagen, Gesangverein Felsenburg" Blumenstraße 21a. stehen, tann feine Partei diese Bezeichnung mehr für sich be- Hunde im Genick gepackt und richtete den Tischler so zu, daß er Gefangverein Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Gesangverein Biebertranz" Gefangverein. anspruchen.( Sehr richtig! rechts.) Abhängigkeit des Staats aus zahlreichen Wunden blutete. Durch Wolff's Geschrei an- smeralda", Königsbergerfir. 24.vom Klerikalismus! Wenn es Schlagworte giebt, bei denen man gelockt, erschien der Wächter des Platzes, der den Hund sofort in Brandenburg Mengert's Volfsgarten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. fich alles und nichts denken kann, so ist es dieses. Wie kann zurückrief und den Unglücklichen in seine nahe gelegene Wohnung man ein solches Schlagwort einer Regierung entgegenschleudern, schaffte, von wo aus er dann nach Anlegung von Nothverbänden die bewiesen hat, daß sie selbständig und nicht von den Parteien ins Krankenhaus gebracht wurde. Auf dem Transport dorthin abhängig ist. Damit schließe ich.( Beifall rechts.) war W. aber schon gestorben. Nach einer Reihe von persönlichen Bemerkungen wird die weitere Berathung gegen 4 Uhr auf Sonnabend 11 Uhr festgesetzt. Parteinachrichten. " Ueber den Rückkauf Elsaß- Lothringens durch Frankreich, bei welchem Handel der Abgeordnete Bebel eine Rolle gespielt haben soll, geht augenblicklich aus der Frankfurter Zeitung" eine Notiz durch die Zeitungen. Unser Genosse soll auf einen Vorschlag eines französischen Journalisten Namens Waldteufel geantwortet haben: Die deutsche Sozialdemokratie würde jedem Arrangement zwischen Frankreich und Deutschland über Elsaß- Lothringen zustimmen; sie befizze aber noch nicht die nöthige Macht, um solches herbeizuführen. Er müsse daher flüssig zu bemerken, daß an dieser angeblichen Antwort Bebel's kein Wort wahr ist. Wie allen Männern, welche im öffentlichen Leben stehen, hunderte von gleichgiltigen Schriften zugehen, so ist auch Bebel ein ähnlicher Vorschlag, wie der oben angeführte, von einem Franzosen zugefandt worden. Für solche Fälle hat der felbe sich eine„ Mappe der Verrückten" angelegt und in dieser schlummert auch der Vorschlag des Herrn Waldteufel. " Sonnabend: Bergnügungsverein ,, Suftige 13" bet Blöß, Dresdenerstr. 28. ambourverein„ Deutsche Giche", bet Sabeck, Fürbringerstr. 7- eling. Bergnügungsverein" Grüne Schleife" bei Sperling, Inselstraße 1. Bergnügungsverein Kreuzfiber" bet Springstube, Manteuffelstr. Bergnügungsverein Lustige Brüder" bet Rowald, Drantenftr. 126. Rauchtlub, Dornröschen" bet Döhring, Prinz Eugenftr. 19.- ,, ut Sett" bet Lehmann, Fruchtſtr. 69. In der zahnärztlichen Poliklinik des praktischen Bahnarztes Herrn 2. Maschte, Markgrafenstr. 78, 2 Tr., werden unverein" Phönir", Bülowstr. 65, bet Bredlow. Aufnahme neuer Mitglieder. bemittelte Kranke in der Zeit von 8-9 und 5-6/ 2 Uhr unentgeltlich behandelt. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- GefangMänner- Gesangverein Sängertran 3", gegründet 1853, Annenstr. 9, Abends 9 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Paul Nickel'scher Musikverein ,, Allegro", bet Bogel, Sorauerstr. 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Achtung! 6. Wahlkreis! Die Juhaber der Erfurter- Musikverein Vorwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, prt.- Bitherklub Bithertlubar= Sammellisten Nr. 69, 72, 133, 136, 141, 191 und 193 wer- Waldrose", Ab. 9 Uhr bei kleemann, Lausigerstr. 41.monie", 9 Uhr nebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour den aufgefordert, dieselben sofort abzuliefern an 3a chau, Berein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, WaterlooUfer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Bergstr. 59, 8 Tr. den Vorschlag als undurchführbar ablehnen." Es ist wohl über- Friedrichstr. 13 wurde Vormittags eine 65jährige Frau von einem Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Dortmund wurde der Redakteur Dr. Diederich wegen Beleidigung der Chemnitzer Richter in Sachen der Jm munitätsaffäre zu 150 m. verurtheilt. Gustav Stengele, Redakteur der Nordd. Bolksztg.", wird am 6. Februar das Gefängniß zu Glückstadt verlassen, wofelbft er wegen Beleidigung des Flensburger Pastors Wacker eine sechsmonatliche Gefängnißstrafe verbüßt. Tokales. Polizeibericht. Am 28. d. M. Vormittags brach auf dem Neubau Lüneburgerstr. 23 ein Stangengerüft zusammen, so daß die darauf beschäftigten Arbeiter Sauer, Gliesche und Bühlte auf den Hof herabstürzten. Die ersteren Beiden blieben unversehrt, während Bühlke bedeutende Verlegungen am Kopf und Rückgrat erlitt und nach dem Krankenhause Moabit gebracht werden mußte. Zu derselben Zeit vergiftete sich ein Buchhalter in seiner Wohnung in der Urbanstraße mittelst Cyankali. Vor dem Hause Geschäftswagen überfahren und erlitt einen Beinbruch. In der Danzigerstraße, nahe der Greifswalderstraße, gerieth Mittags ein Arbeiter unter die Räder eines Geschäftswagens und wurde am Arm so bedeutend verletzt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Auf dem Neubau Weidenweg 97 wurde Nachmittags ein Maler in einem Zimmer, in dem ein brennender Heizkorb aufgestellt war, erstickt aufgefunden. Abends wurde ein Drechsler vor dem Hause Bergstraße 23/24 mit einer schweren Verletzung am Kopfe aufgefunden und nach Anlegung eines Verbandes nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. Gerichts- Beitung. " Theater- Berein Verein Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlotal Mariannenplay 1a. 8. Männer Abtheilung. Abends turnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaat befindet sich Königstädtisches Gym9-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung nafium, Elisabethstraße 57-58.- Turnverein, Fichte( volksthümlich), jeben Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenberg 3. Männer- Turn6- suhr" Schülerabtheilung, von 8-10% Uhr Männerabtheilung. verein Jahn", Rirdorf( eigene Turnhalle Biethenstr. 72a). Heute von Statflub R a mfch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelftr. 141. Genoffen find freundlichst Humoristischer Stattlub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. eingeladen. Gäste willkommen. Stattlub lub" bonis" bet Heid, Koppenftr. 75. Gemüthlich feit" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8% Uhr, bei G. Wächter, Brigerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Kartentlub ,, NuII e" tagt jeden Montag u. Sonnabend Abds. von 8-2 Uhr Nachts Hochstr. 32a b. Wilte. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Privat- Theatergesellschaft Schneeglöckchen" im Lotal Beteranenftr. 9 bei Bettin. Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Victoria" Uhr, Victoria- Saal, Perlebergerstr. 13, Sigung, Aufnahme, Gäfte willkommen. Nach der Sigung Probe.-Theaterverein Giaconda", Abd. 9 Uhr, Sizung. Dilettanten Bühne", alle Sonnabend um 9 Uhr Sigung bei Barta, Rigdorf, Bergstr. 120. Gäste willkommen. VerAbends 9 Uhr, Brüderstr. 26. Lustige Brüder", gnügungs- Verein Bustige 18", Abends 9% Uhr, bet Schacknat, Dresdenertraße 28. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Schildhorn, sastanien- Allee 52, bei Weber. Sigung Abends 9% Uhr. Aufnahme Herren und neuer Mitglieder. Ber Damen dazu willkommen gnügungsverein Sorgenbrecher". Gegründet 26. Juni 1886. Jeden Sonnabend, bends s½ Uhr, Sigung im Restaurant Scholz, Zukunftsstaat, Kaftanien- Allee 35. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Vergnügungsverein, Humor", jeden Sonnabend, 9 ühr, Buckowerstr. 9.Touristenverein ,, Wanderlust. Sigung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Gäste willkommen. Rauchflub, Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchklub, Dorn röschen", Abends 9-11 ühr, Prinz Eugenftr. 19 bet Dyhring. Regelb- tub Selgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Elisabethstr. 30, im Verein ehemaliger Schüler Restaurant serrmann. Mitglieder willkommen. im Restaurant Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 80. Gäfte willkommen. der 30. Gemeinde Schule. Sonnabend Sigung, Mittwoch Gesangabend Bes felliger Slub, rfidelitas abends 9% Uhr, Neue Bromenade 8. uf: Rauchklub Fretheit nahie neuer Mitglieder. Gäste willkommen. deben connabend Görftherir, as bei Wuttke. Gefelliger Berein Waldesgrün". Heute, Sonnabend, den 30. Januar, Abends 9 ühr: Außerordentliche Generalversammlung im Restaurant Räcke, Langeftr. 65. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gefelliger Verein Cypreffe". Sonnabend, den so. Jan., Abbs. 9 Uhr: Sigung im Reſtaurant Steller, Stopnickersir. Nachher Tanz. Theaterverein ,, Undine". Jeden Sonnabend 9 Uhr im Märkischen Hof, Admiralftr. 18 e: Sigung mit Fidelitas. Bühnenverband ,, Normania" tagt von jest ab jeden Sonnabend vor bem Ersten im Restaurant Beichniß, Königsbergerstr. 24. Die nächste Sigung findet am Sonnabend, den 30. Január, flatt. Privat- Cheatergesellschaft Presiosa". Jeden Sonntag Nachmittag ber Sigung: Fidelitas und Tanz. カラ Ubr, bet Serrn Foge, Köpnickerstr. 191: Sigung. Gäste willkommen. Nach Gefangverein Lotosblume. Jeben Montag, Abends 8-10 Uhr, bel Ranzow, Kleine Rurfir. 10: Sizung. Eine literarische Fehde beschäftigte vorgestern die 98. theilung des hiesigen Schöffengerichts. Es handelte sich um eine Privatllage, welche der Gesammtvorstand des Vereins Berliner Breffe" gegen den Schriftsteller Maximilian Harden und den Verlagsbuchhändler Georg Stilfe angeftrengt hat wegen eines Der Berliner Anwaltsverein trat unter dem Vorsitz des beleidigenden Artikels in der Gegenwart", der das Ehrengericht des Justizraths M. Levy am Donnerstag Abend im Leipziger Vereins ,, Berliner Presse" in der Affäre Klaußner- Barnay behandelte. Garten zu einer außerordentlichen Sigung zusammen, um die Als Privatkläger traten auf: Kammergerichtsrath Ernst Wichert, Frage zu berathen, welche Stellung die Gesammtheit der Ber- Schriftsteller Feodor v. 3obeltig, Redakteur Julius Schweizer, Redat liner Rechtsanwälte zu der Art der Verhandlung einzunehmen teur Frenstadt, Schriftsteller Paul Lindenberg, Redakteur Stettenhat, die der Landgerichtsdirektor Bra use wetter in der letzten heim und Direktor Otto Wenzel. Der Gerichtshof billigte den AngeSchwurgerichtsperiode eingeschlagen hat. Die Versammlung war flagten, die von dem Rechtsanwa Freudenthal nertheidigt wurden, so zahlreich besucht, daß der Saal fast nicht ausreichte. Zu den den Schutz des§ 193 an und sur sich zu und verurtheilte den Berliner Rechtsanwälten gefellten sich auch mehrere aus- Angeklagten Harden zu 300 M. Geldstrafe event. 30 Tagen Haft, wärtige, welche hierher gekommen waren, um ihr den Angeklagten Stilfe zu 100 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Interesse an diefer den ganzen Anwaltsstand berührenden Haft. Den Klägern wurde Publikationsbefugniß in der GegenFrage ชิน befunden. Unter den letzteren befand sich wart" zugesprochen. Die Angeklagten meldeten Berufung gegen auch Justizvath Aß my aus Potsdam. Das Referat das Urtheil an. über die heifle Angelegenheit erstattete Rechtsanwalt Paul Jonas, welcher in ganz objektiver Weise eine Zusammenstellung der Vorkommnisse während der jüngsten SchwurgerichtsVerhandlungen gab, über welche die betheiligten Bertheidiger zur Wahrung der Ehre des Anwaltsstandes und im Jnteresse der Rechtspflege selbst glaubten Protest erheben zu follen. Es waren Der Ausstand der Berliner Weißgerber bauert im Ganzen 6 Fälle zusammengestellt worden, in denen der Land- fort. Die Streifenden bitten die gesammte Arbeiterschaft, sie gerichtsdirektor Brausewetter bei der von ihm ertheilten Rechts- auch ferner nach Kräften zu unterstützen. belehrung" an die Geschworenen über die im§ 300 der St.-P.-D. Ju Bukarest streifen die Buchdrucker um den Neunihm gezogenen Grenzen hinausgegangen und direkt in eine Beweis- tunden tag. Die dortigen Iiberalen Buchdruckereibesitzer würdigung eingetreten sein soll. Dazu gefellten sich drei Fälle, stehen auf derselben Kulturhöhe wie ihre freisinnigen, ultra- Bestand am 1. Dezmbr. 149,87 Wanderunterstützung in denen Direktor Brausewetter eine ungewöhnliche Stellung den montanen, nationalliberalen und konservativen deutschen Kollegen, Beiträge, EinschreibeVertheidigern gegenüber eingenommen und durch gelegentliche indem sie die allgemein nüßliche Forderung der Gehilfen ab- geld, Tarife. Bemerkungen, gegen welche den Anwälten eine Remedur auf der lehnten. Die liberalen Blätter müssen deshalb mittelst AutoStelle nicht möglich war, den gesammten Anwaltsstand verlegt Soziale Uebersicht. Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, welche seit 1878 thren Siz in Hamburg hatte, wird denselben zum 1. Februar nach Gotha verlegen. Versammlungen. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benußung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Berfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Abrechnung der Bestände des früheren Fachvereins der Töpfer zu Charlottenburg. Einnahme. Ausgabe. M. St. 18, 66,80 Für die streikenden BuchDrucker . 75, Porto, Inferate, Arbeitsnachweis zc.. 26,67 7,50 B 75 Lohntarife Weihnachtsgeschent an in der Ferienkolonie befindliche Kollegen 12, Bilanz Summa 216,17 Einnahme Ausgabe. . " 216,17 m. 189,16 Bestand 77,01 M., · Summa 189,17 haben soll. Nach beiden Reichtungen hin boten besonders die graphie hergestellt werden. Fälle Machus und Prager Anlaß zur Beschwerde. An der Debatte, welche fich gleichfalls in ruhigen und objektiven Bahnen bewegte, betheiligten sich zahlreiche Redner, welche ein ganzes Bouquet von Beschwerden über die Leitung der Schwurgerichts- Verhandlungen durch den Direktor Brausewetter zusammenflochten, dem gegenüber die Wehrlosigkeit des Einzelnen beleuchteten und es für eine pflicht der Anwaltskammer erachteten, entsprechende Schritte zu Die Debatten schlossen mit dem Beschluß ab, den Vorthun. stand der Anwaltskammer zu ersuchen, die Vorkommnisse leber Sozialismus und Antisemitismus sprach am Der letzten Schwurgerichtsperiode der Landes. Justiz Donnerstag im großen Saale der Bockbrauerei Theodor welcher dem Intereffenverein der Töpfer Berlins und Umgegend verwaltung behufs Abhilfe für die Zukunft und Remedur meiner unter großem Beifall. Nach längerer intereffanter überwiesen ist. fchaffung für die Uebergriffe des Schwurgerichts- Präsidenten zur Debatte erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen Die Liquidations- Kommission. Kenntniß zu bringen. Der Beschluß wurde einstimmig des Referenten einverstanden und verpflichtete sich gegen den G. Schulze. H. Bratsch. 2. König. R. Huth. W. May. gefaßt. Nach einer Mittheilung des Justizraths Arnold Entwurf des neuen Volksschul- Gesetzes zu protestiren, indem sie Revidirt und für richtig befunden. wird sich der Vorstand der Anwaltskammer schon am 1. Februar von der Ansicht ausging, daß, wenn der Entwurf Gesez würde, E. Wibig. mit dieser Angelegenheit beschäftigen. sich im Kinde der freie Geist nicht entwickeln könne, sondern schon im Reime erstickt werden würde. Die Versammlung war start besucht, auch viele Damen waren zugegen. Immer noch kein Nothstand? Anscheinend vor Hunger stürzte gestern Abend um 7 Uhr ein bis jetzt unbekannt gebliebener Mann auf dem Hausflur Weinstraße 28 zu Boden und verstarb turze Zeit darauf. Bei dem Todten befand sich ein Bettel mit den Worten Gottfried Roberta. Ob dies der Name des Unglücklichen ift, hat noch nicht festgestellt werden können." So meldet turz, bündig und lafonisch ein Reporter. Als vor einiger Zeit die Leute wie die Fliegen auf den Straßen umfielen, da behauptete die bürgerliche Preffe, die Verhungernden verstellten sich nur, um das Mitleid der Passanten zu erregen, Geld zu erbeuten und dasselbe in Schnaps anzulegen. Nun ist aber der erste wirklich Verhungerte da oder verstellt sich der auch nur, Herr v. Fordenbed? Wir ermahnen nochmals die Kollegen, welche sich bis jetzt noch nicht in den Berliner Interessenverein haben einschreiben lassen, dies Sonnabend, den 30. d. M., Abends 7-9 Uhr, im Restaurant Verein gildung und Geselligkeit. Sonnabend, den 30. Januar, Woyde, Schulstraße 17( Hilfskassirer R. Gäde, Grünstraße 10a), Abends 8 Uhr, Vereinsversammlung, im Augustgarten, Augufifir. 24-25. bewerkstelligen zu lassen, da an diesem Tage die Zeit abläuft, in Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Julius Thilo: Aus der Chemie. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Sonnabend, welcher Kollegen unter Vorlegung ihres bis Dezember abden 30. Januar, Abends 9 Uhr, bei Wurl, Koppenfir. 68. leber Spiritismus gestempelten Quittungsbuchs des Fachvereins ohne Einund Hypnotismus". Bortrag des Mitgliedes H. Jonas." Ehemalige Schülerchreibegeld uns zu fofortigem Eintritt in alle Rechte aufund Gäste find willkommen. genommen werden. uhr, Bersammlung bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Vortrag des Herrn Fachverein nicht nachgekommen sind, refp. diejenigen, welche fich Fachverein der Uhrmacher etc. Sonnabend, den 30. Januar, Abends Alle anderen Kollegen, die ihren Verpflichtungen gegen den Dr. Binn über ,, Kirche und Humanität"; u. f. w. Fachverein der Buchbinder. Vereinsversammlung am Montag, den nach Ablauf des oben festgesetzten Termins aufnehmen laffen, 1. Februar, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Türt über„ Hervorbringung und Bertheilung". haben Ginschreibegeld zu zahlen und eine dreizehnwöchentliche Mechaniker. Große öffentliche Bersammlung der Mechaniter, Optiter, Karenzzeit zu absolviren; erst nach deren Ablauf können sie AnUhrmacher und verwandter Berufsgenossen in der Berliner Refsource, Kom: spruch auf Rechtsschutz erheben. mandantenstr. 57, am Montag, den 1. Februar, Abends 8 ühr. Tagesordnung: 1. Die Bertürzung der Arbeitszeit und die Wahrung derfelben. 2. Der Streit bei der Firma Michaelis u. Co., Melchiorftr. 6. 3. Wahl eines Bertrauensmannes für die Mechaniter Berlin's ze. Die Bersammlung ist ge nehmigt, findet also bestimmt statt. Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. H. 29 und 89, Der Versuch des Naubmörders Wehel, der am kommenden Dienstag seine Berurtheilung zu erwarten hat, noch in letter Stunde durch erbeuchelte Geisteskrankheit die Verhandlung hinauszufchieben, ist bekanntlich an der Erfahrung und Wissenschaft des ihn untersuchenden Arztes, Gerichtsphyſikus Samburg), Berlin, Fil. 6. Bur Nachricht, daß ab Februar die Zahlstelle nebfi Sanitätsrath Dr. Mittenzweig, gescheitert. Wezel behauptete, Bersammlungs total von Weinmeisterfir.& nach der Alten Schönhauferftr. 42 daß in seiner Familie mehrfach Fälle von Geisteskrankheiten vor- bet teimann verlegt ift. Die Beiträge fowie Aufnahmen werden jeden Sonngetommen seien und daß auch ihm aus seiner Jugend erinnerlich abend von 8-10 hr entgegen genommen. Beutscher Tischler- Verband( Git Stuttgart), 8ahlstelle Berlin 78. fei, daß er mehrfach an Geistesfrankheit gelitten habe. Er wolle Jeden Sonnabend von 8-10 Uhr werden in folgenden Lokalen Beiträge faffivt fchiedenes. zwar nicht behaupten, daß der ihm zur Laft gelegte Mord in und neue Mitglieder aufgenommen bei: Lorenz, Koppenstraße 43 e Sente, einem Zustande völliger Unzurechnungsfähigkeit begangen fei, Mtumenftr. 38; Bubett, fir se; temer, Goolsbecher, Ritterfte, 128; Scheuer, Gneisenaustraße 35; Rizing, Bülowstr. 52; jedoch seien ihm viele Einzelnheiten der That so unflar und Drenfeftr. 3; Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ece; Gnadt, Brunnenſtr. 38; theilweise aus dem Gedächtnisse entschwunden, daß er annehmen Schmidt, Trescow- und Diedenhofenerstraßen- Ece; Klein, Schönleinstraße 6; müsse, er sei geistesgestört gewesen. Nachdem der Sachverständige beträgt so Bi.( wofür Statui), der wöchentliche Beitrag 15 Pf.( infi.„ Neue Silscher, Belleallianceplay 6; und Golz, Grünauerstr. 3.ihm auf den Kopf zugesagt hatte, daß er einfach fimulire, bezischler Beitung"). Mitglieder schon bestehender gewerkschaftlicher Bereine quemte Wegel sich dazu, seinen Antrag auf Untersuchung seines find von Bahlung des Beitrittsgeldes befreit. Die Zusendung der Zeitung erfolgt durch Spediteure fret ins Saus, deshalb ist genaue Adresse dem Geisteszustandes zurückzuziehen. Saffirer anzugeben. Das Eintrittsgelb Lefe- und Diskutieklubs. Gonnabend. Lese- und Diskutirklub Von einem Hofhunde zerfleischt und getödtet. An dem Berbindungsweg zwischen Berlin und Rummelsburg hinter den" euerbach" im totale des Herrn Schröber, Reichenbergerftr. 24. " eine", Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Zechlin, Hornstr. 11. Eisenbahnwerkstätten befinden sich mehrere große Holzpläge, zu Bese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs Vereins in beren Bewachung Nachts große biffige Sofhunde gehalten werden, weißenfee, Reſtaur. Dufedann( Bereinsbaaris Deutler festal was auch durch an der Außenseite der Zäune angebrachte bemotratticher Befetlub. Gde Rue Montmartre und Stue Grienne Zutritt. Literarisches. ase Die letzte Nummer der Berliner Volks- Tribüne" ent hält folgende Artikel: Aus ber Woche. Kleingewerbe. Feberzeichnungen. Ver -Finde ich meine Rechnung Gedicht. Novelle. Aus Mackays" Anarchisten". Polizei und Anarchismus. Das österreichische Gewerbe Inspektorat. Die Prostitution im russischen Reiche. Gewerkschaftliches 2c. Von der Bewegung.- Vom Schlachtfelde.-Deutscher Reichstag. Verschiedenes. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Berlag) iſt foeben das 18. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Von Zedlig zu Zedliß. Dekonomische Taschenspielerei. Eine Böhm- Baweckiabe von J. H. ( Fortsetzung statt Schluß.) Das Gemeinde- Wahlrecht der Frauen in Deutschland. Der Schmerzensschrei eines russischen Neaktionärs. Von einem russischen Revolutionär. Notizen. Feuilleton: Die Lessing- Legende. Eine Rettung von Fr. Mehring. ( Fortsetzung.) Vermischtes. Rom, 29. Januar. Der Senat ertheilte mit 104 gegen 5 Stimmen den Handelsverträgen mit Deutschland und DefterWegen Mikhandlung wurden in Essen zwei Schutz- reich- Ungarn, sowie mit 105 gegen 5 Stimmen der Verlängerung Ieute zu je 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Sie hatten einen des italienisch- spanischen Handelsvertrages seine Zustimmung. Betrunkenen, der sie angeblich durch Schimpfworte beleidigt hatte, zur Erde geworfen und geschlagen. Stanislaus Padlewski, welcher seiner Zeit den russischen General Seliverstoff in Paris ermordete, soll sich in San Antonio( Texas) entleibt haben, wo er, wie der NewYorker Sun" mittheilt, unter dem Namen Otto Huser sich aufhielt. " Das Mörder- Ehepaar Schueider in Wien wurde der Ermordung der Dienstmädchen schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurtheilt. Das Todesurtheil wird zuerst an der Frau vollzogen. Depelchen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Peft, 29. Januar. Es sind von 375 für gestern und heute anberaumten Wahlen bis jetzt 375 Resultate bekannt. Es wurden gewählt 202 Liberale, 56 Nationale, 69 Unabhängige, 13 Ugronisten, 5 Parteilose. Die Liberalen verloren bisher 15, die Parteilofen 6 Size; die Nationalen gewannen 14, die Unabhängigen 4 und die gronisten 3 Size. worden. 2. Aufnahme entgegen Früherem doch nicht räthlich. R. Schöpfe. Versammlungsberichte von aktuellerem Inter esse müssen den anderen vorangehen. Außerdem wollen Sie den durch die Parlamente verursachten Stoffandrang berücksichtigen. M. Zachau. Schon berichtet. Besten Dank. ( Depeschen des Bureau Herold.) New- York, 29. Januar. Bei einem großen, von den Seiden- K. Nr. 11. Sie können sich hier abmelden. 2. Wenn Sie webern gestern abgehaltenen Meeting, wurde die Mac Kinley Bill Jemand finden, der Ihnen auf Ihr Erbtheil Geld leiht, warum von den Arbeitern verurtheilt, da durch fie die Löhne in ihrem nicht? C. 1. Die Adresse eines solchen Mannes ist uns nicht be Geschäft zurückgegangen feien. Seit 2 Jahren seien dieselben Es dürfte derartige Kommissionäre überhaupt nicht um 45 pet., resp. von 16 Doll. auf 9 Doll. wöchentlich reduzirt fannt. geben. H. S. 3. Für den Spieler sind beim Stat erst 31 raus." R. C. Richardplay. Wenn der Brief eingegangen ist, wird er auch beantwortet. Sammelliste Nr. 88( noch unbeschrieben) zum Unterstügungsfonds der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpressen ist verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, die Liste im Arbeitsnachweis des oben genannten Vereins, Dresdener straße 126, bei Gründel abzugeben. Briefkaffen der Redaktion. " A. N., Antonftr. Sie müssen beim Amtsgericht wegen des rückständigen Lohnes flagbar werden; einen schnelleren Weg giebt es nicht. Die Klage ist gegen den Polier nur in dem Falle zu richten, wenn derselbe nachweislich für eigene Rechnung den Bau oder einzelne Arbeiten desselben in Entreprise genommen hat. Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen von D. B., Anderenfalls muß der Bauunternehmer verklagt werden. Sie Eintracht, Glienecke 3 M., von Jeppson, Süd- Ost- Schule 8 M. können auch, falls nicht Ausschluß der Kündigung verabredet war, 65 Pf. Vom Genossen E. Böhl einen Zeitungsschrank. Besten anf Schadensersatz wegen der 14 Tage, soweit Sie innerhalb Dank dieser Zeit nicht anderweit Arbeit gefunden haben, flagbar werden, desgleichen wegen der einen fehlenden Quittungsmarke. Wegen iegterer wären Sie auch zum Strafantrag bei Polizei oder Staatsanwalt befugt. Schröder's Salon, Manteuffelstraße 9. Sonntag, den 31. Januar 1892: Großes Instrumental- Konzert arrangirt und ausgeführt von beschäftigungslosen Mitgliedern der Unserm Kollegen und Genossen Richard Wustrow, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! Die Falkensteiner von Parzelle 13. Lange Reden, kurzer Sinn,- laß lieber gießen. 1195b Unserm Freunde und Genossen H. Liek, zum heutigen Wiegenfeste ein Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Donn. Boch, daß die ganze Andreas. 367/14 Berlins und Umgegend. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Entree 20 Pf. Nach dem Konzert: Großer Ball. Um zahlreichen Besuch bittet Oeffentliche Der Vorstand. J. A.: G. Schonert. Bersammlung für Frauen u. Männer zu Gunsten der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung Sonntag, 31. Januar, Ab. 6 Uhr, Gratweil'sche Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. L.- D.: 1. Vortrag über:„ Sibirien". Referent: J. Türk. 2. Diskussion. Geselliges Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein. 162/7 Der Einberufer. Orts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Die Mitglieder- Versammlung, betreffend die Aufstellung der Delegirten eventuell Neuwahl derselben, findet in folgendem Lokale statt: Im Bezirk des Kassirers Schrepffer: Sonntag, den 31. Januar, Vormittags 10 Uhr, im ,, Eiskeller", Chausseestraße. Zahl der zu wählenden Vertreter 46. Die freiwilligen Mitglieder, welche ihre Beiträge straße wackelt. E. 2. H. S. Allen Verwandten, Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein Mann, der Puter Reinhold d. M., Nachdruck Verboten. Marke deutscher Control Gesetzlich rbeiter Ausgegeben geschützt von Hutmacher der Arbeiter Control Commission in Berlin Jean Holze Markenfabrik Hamburg 0000000000 H. Gumpel, Barnimstraße Nr. 42. Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter bem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechter Lohn wurbel Rauft nur Hüte mit dieser Marke! Schramm, am Mittwoch, den 27. 6. In folgenden Geschäften sind Hüte mit nach kurzem Krankenlager verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 31. d. M., Vorm. 11 Uhr, von der Charité nach d. Charité- Kirchhof statt. Die trauernde Wittwe. 1204b Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichfter Theilnahme bei der Beerdigung unserer einzigen Tochter Anna Jhn 99 Kontrollmarken zu haben: A. Nauen, Wrangelstr. 99, Ch. Otto. Chauffeestr. 22. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103, P. Pohle, Schwerinstr. 12. Böhme, Potsdamerstr. 104. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der Schenckendorffstraße. E. Rieck, Babstr. 64, H. Aertsens, Prinzenstr. 28. 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr 11. sagen wir allen Verwandten, Freunden Dresdenerstr. 123. und Bekannten innigsten Dant, beson L. Cohn, Andreasstr. 67, deren Dank dem Ihn'schen Gesangverein H. Diederich, Oranienstr. 9. „ Humor". Mariannenstr. 43. Hermann Jhn und Frau. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Allen Verwandten, Freunden und Be- Paul Drenske Nachflg., Oranienstr. 172. Stresemann, Neue Königstr. 11, tannten für die Theilnahme am Begräb A. Ernst, Barnimstr. 17. niß meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwieger- und Großmutter A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Staligerstr. 39. Auguste Herfort geb. Lüdtke, insbe- Th. Gerlach, Linienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. 11986 direkt im Kaffenlokal bezahlen, wählen mit. Bei der hohen Wichtigkeit der Delegirtenwahl ist es Pflicht aller Mitsondere dem Gesangverein Berliner glieder, sich recht zahlreich zu betheiligen. Typographia" sagen wir hiermit unseren 1209b innigsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. 325/9 Die Kommission. Freie Vereinigung der Kanflente. Es diene hierdurch den Mitgliedern zur Nachricht, daß die MonatsVerein zur Wahrung Knopfarbeiter. Ordentl. Generalversammlung beiträge für die Folge durch einen Boten gegen Quittung einkaffirt werden. der Interessen der Berliner Die Mitglieder werden daher gebeten, Wohnungsveränderungen sofort dem unterzeichneten Vorstand anzuzeigen und ihre resp. Wirthe zur Zahlung anzuweisen. Der Kassirer ist nach wie vor in den monatlich zweimal statt- Sonntag, 31. Januar, Vorm. 101/2 Uhr: findenden Versammlungen zur Entgegennahme der Beiträge bereit. Gleichzeitig machen wir auf die jeden Montag Abend stattfindenden gemütlichen bei Bolzmann, Andreasftr. 26. Zusammenkünfte im Restaurant Bodenburg, Kommandantenstraße Mr. 10/11, aufmerksam. Ebendaselbst zur Bennhung: Bibliothek, verschiedene taufmännische Fachschriften und das" Sozialpolitische Centralblatt"( Herausgeber Dr. Heinrich Braun- Berlin). Am Donnerstag, den 4. Februar cr., findet die nächste Bersammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, statt. 177/11 Der Vorstand. J. A.: Albert Laasch, Mittenwalderstr. 47. Die Uhren- Fabrik G.Wewzow Nchf. von Oranienstr. 172, empfiehlt zu soliden Preisen:[ 1812L Nickel- Remontoir v. 10 M. Regulatenre v. 14 M. Silb. Cyl.- Remontoir 14 Wecker i.versch. Must., 3 Gold. Damen- Uhren 20 3 Jahre Garantie. " " " " Die Gleichheit" " Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Herausgegeben von Emma Jhrer in Velten( Mark) unter der Redaktion der Frau Klara Zetkin( Eissner), Stuttgart. Erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf. Alle Kolporteure, Zeitungsspediteure, sowie der Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstr. 2, nehmen Bestellungen entgegen. Wiederverkäufer, sowie Vereine erhalten bei Abnahme einer größeren Anzahl von Exemplaren Rabatt. Die Arbeiterinnen Berlins sind hiermit besonders darauf aufmerksam gemacht. Probenummer gratis. Nr. 1 und 2 sind bereits erschienen. 25 20 PR MAURED Marken 3. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genoffen die Quittungsmarken und 1207b Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, tenisub raptogen. GinRath im Zivil- Strafprozeß. ziehung von Forderungen. Pollak, fest Banpadtr. 7, I. Auch Sonntags. Kautschuk- Stempelfabrik Schuhe und Stiefel Schuhe und Stiefel von Conrad Müller, Schkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Bierverlag nebst Ausschank für 6000. bei 3000 M. Anzahlung( altes Geschäft) Nähe des Morigplates, zu mit Kontrollmarke empfiehlt[ 1893L C. Nitschke, Kastanien- Allee 86. Redakteur. Ein tücht. Parteigenosse, Buchdr., Tagesordnung: 1. Jährlicher Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. Der Vorstand. 191/15 Unterzeichneter Verein beabichseine entsprechende tigt, sich Vereins- Fahne zu beschaffen und ersucht um Zusendung von Zeichnungen, Arbeiter- Gesangv. ,, Lyra", Mitglied des Arb.- Sängerb. Rheinl. Off. an Herm. Flatten, Köln a. Rh. Thieboldsgasse 67. Alle Uhren 1932L 7 39 P. Fraude, Müllerstr. 183. G. Gottmann, Frankfurterstr. 130. R. Haase, Kastanien- Allee 36. Fr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. 0. Jörs, Pantstr. 5a, A. Kehr, Röpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108, G. Köpke, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a, Kriegshammer, Bellealliance str. 91. 99 G. Knaake, Andreasstr. 24. G. Kuhlee, Waldemarstr. 28. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. Emil Kunze, Brunnenstr. 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 50. Franz Köppen, Müllerstr. 14a. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/187. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. Ernst Nauen, Oppelnerstr. 45. C. Schulz, Swinemünderstr. 145, A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Carl Stark, Neue Königstr. 73. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. F. Sporreuter, Poststr. 16, W. Sy, Brunnenstr. 139. Carl Wolter, Münzstr. 8. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Rud. Wegener, Stromstr. 59. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. W. Benecke, Potsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. E. Radow, Charlottenburg, 0 Berlinerstraße. P. Julow, Pankow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu Weißensee, Langhansstr. 71. C. Schmidt, Röpenick, Riegerstr. 41. A. Klinge, Röpenid, Grünftr. 38. C. Wanke, Rigdorf, Bergstr. 9. R. Weidner, Dresdenerstr. 100. Von Seiten der Händler wird sehr oft der Kniff angewendet, indem sie sagen: Für diese Sorte Hüte giebt es keine Marken. Wir machen darauf aufmerksam, daß es Hüte mit Marken in allen Preislagen und Qualitäten giebt und die Ausrede nur gemacht wird, um den Käufer irre zu führen. Geschäfte zu berücksichtigen, ist es auch hier nöthig, sich zu über. Indem wir die Genoffen bitten, nur die von uns veröffentlichten zengen, daß die Marke schon vorher im Hute klebt. Jedes Einkleben der Marke beim Kauf ist Betrug. Alle Un regelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 172/20 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 29, gegenüber der Dankes- Kirche.[ 25L Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Mehlhandlung. Adlershof. 19252 Die Arbeiter- Kontroll- Kommission. J. A.: C. Kempe, Georgenkirch- Platz 8, NO. Schriftgiesser!. 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