Mr. 41. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Erscheint täglich außer Montags. SAD Vorwärts Berliner Volksblaff. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Rolonet zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. leine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Welches Interesse hat Deutschlands Bevölkerung am Außenhandel? " 1 Sonntag, den 17. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 1. in Kleinbetrieben mit 1-5 Personen= 4770 669 Er- Umstand tommt allenfalls in Betracht, daß es überhaupt mit den werbsthätige, Negeln der Logit und Statistik bei den Agrar- Autoritäten schwach 2. in Mittelbetrieben mit 6-50 Perfonen 2 454 338 bestellt ist. Vielleicht demonstrieren wir das nächstens näher an einer andren Agrarleuchte. Erwerbsthätige, 8. in Großbetrieben mit mehr als 50 Personen= 3 044 267 Erwerbsthätigen. Politische tebericht. Berlin, den 16. Februar. Reichstag. abHerr Edmund Klapper, Herausgeber der Deutschen Agrarforrespondenz", fühlt sich ob unfres Leitartikels Agrarische Rechenfünfte" in Nr. 27 des Vorwärts" start verschnupft. Er sendet uns Von diesen drei Kategorien weist unser famose Arithmetiker zu unsrer Belehrung und Belehrung die Nr. 18/19 seiner Agrar- die erste einfach seiner großen, nicht an der Ausforrespondenz" nebst zwei Heften seiner Wochenschrift Deutsche fuhr interessierten Masse au, und nur von den beiden Agrarzeitung" vom Juni 1898, begleitet von einem Schreibe- legten läßt er gelten, daß sie vielleicht, möglicherweise am deutschen brief, in dem er unfren volkswirtschaftlichen Mitarbeiter Export intereffiert sein tönnten. Herr v. Podbielsti hat von allen Staatssekretären zur fachlichen Debatte über boltswirtschaftliche berhältnismäßig am besten bei der Etatsberatung Auffassungen" herausfordert. Die Absurdität dieser Gruppierung liegt für jeden, dessen Denk geschnitten. Das zeigte sich in der Kürze der Generaldebatte, fähigkeit noch nicht unter der Einwirkung des agrarischen Sie bei seinem Gehalt einsetzte und schon heute zu Ende kam. Dem Wunsche des Herrn Klapper soll entsprochen werden. Auf Geschwäges gelitten hat, auf der Hand; denn nach dieser furiofen Die allgemeinen Erörterungen erstreckten sich heute im wesentden Inhalt der alten Hefte aus dem Jahr 1898 zurückzugreifen, der Berechnung haben 3. B. alle leinen Fabrikanten, die irgendwelche fichen auf zwei Punkte, auf die Behandlung der Briefe mit in einer Polemik des Herrn Klapper gegen A. Pohlmanns Ansichten Exportartikel herstellen, alle Hausindustrielle, die für exportierende polnischen Adressen und auf die Frage des ermäßigten Portos über die Bedeutung der paffiven Handelsbilanz besteht, führt zwar Berleger arbeiten, ferner alle Frachtfuhrwerks- Befizer, Gwer-, im Vorortsverkehr. Bei der Neuregelung des Portos für Berlin zu weit, zumal Herr Klapper nur die allbekannten merkantilistischen Schuten-, Leichterschiffer, die nicht wenigstens 5 Gehilfen oder Arbeiter und Umgegend sind die nördlichen Vororte am schlechtesten fortLehren wieder aufwärmt und unfre Auffassung der Frage beschäftigen, durchaus gar tein Interesse an der Ausfuhr gekommen. Herr v. Podbielski spricht von einem Brincip, wonach schon kürzlich in der„ Volkswirtschaftlichen Rundschau" der und am Außenhandel, mögen sie auch in Wirklichkeit lediglich durch für alle Vororte, die die Ringbahn durchschneidet, der Nummer 29 des Vorwärts" dargelegt worden ist; wohl ihn existieren. Und ebenso geht es allen Kaufleuten: Exporteuren, Pfennig- Tarif gilt, aber dieses Princip hat ein großes Loch: aber wollen wir nochmals auf den zweiten, wichtigeren Agenten, Kommissionären, Schiffsmaklern, Schiffsexpedienten usw., es gilt nur für den Westen und gerade die vorwiegend von Punkt seiner Ausführungen zurüdtommen: auf seine Berechnung bie nicht mindestens fünf Commis des Interesses der deutschen Bevölkerung in ihren Comptoiren Arbeitern bewohnten Vororte des Nordens und Ostens find ant Außenhandel, insbesondere am Export. Nicht weil seine Ausführungen in fchaftsgetriebe nicht im geringsten am Ausfuhrhandel Grund dafür konnte der Staatssekretär der Kritik Ledebours beschäftigen: sie alle sind laut Klapperscher Einsicht in das Wirt- von der Ermäßigung ausgeschlossen. Irgend einen stichhaltigen Nr. 18/19 der„ Agrarkorrespondenz" neues bieten, sondern weil sie interessiert, sie alle gehören in den großen agrarischen Aller- gegenüber nicht geltend machen. noch weit flarer, als die frühere der Deutschen Tagesztg." ent- weltstopf, und doch hebt bei der Einteilung der Handelsbetriebe nach der nommene Wiedergabe seiner statistischen Alitterungen, erkennen lassen, Größe selbst die Reichsstatistit( b. 119, S. 40), nachdrücklichst wie famos Herr Klapper statistische Zahlen zu forrigieren" versteht. hervor, daß es großkapitalistische Handelsbetriebe giebt, in denen Seit Wochen wird in der fonfervativen Bresse mit erstaunlicher eine nur sehr geringe Zahl von Personen thätig ist, denn bei solchen Unverschämtheit eine statistische Fälschung auf die andre gehäuft, Betrieben bedarf es, im Gegensatz zur Industrie, so gut wie gar und von der dabei befolgten Mache liefert Klappers Berechnung ein feiner Handarbeit, sondern neben der leitenden Thätigkeit nur einiger Comptoirarbeit". Herr Klapper stellt gegenüber einer Eingabe der Sonneberger Mit Bierwigen zweifelhafter Qualität erfreute wieder Handels- und Gewerbekammer, die davon spricht, daß ein Sechstel lich auf 5,5 millionen reduciert hat, folgt ein andres nicht minder seinen Freunden sehr angenehm. so ist ihm aufs Wort zu Nachdem Herr Klapper derart die Zahl der Interessierten glück- Herr Dertel das Haus. Wenn er fagte, die Polen feien der deutschen Bevölkerung an der Ausfuhr interessiert sei, folgende feltsames Experiment. Auf Grund einer völlig wertlofen Produktions- glauben. Die Agrarier wissen allerdings die billige polnische Rechnung auf: Die Handelskammer umfaßt unter den Begriff Industrie" statistit setzt er den Gesamtwert der deutschen industriellen Pro- Arbeitskraft zu schäzen. Beim Geldbeutel hört nicht nur die Die Handelstammer umfaßt unter den Begriff Industrie" buttion mit 8,7 milliarden Mark an und schätzt dann den Wert des Gemütlichkeit, sondern auch der Chauvinismus auf. einfach das gesamte Handwerk mit ein, Bäder, Fleischer, Schneider, Schuhmacher, die lediglich für den heimischen Bedarf arbeiten. Exports von Industriewaren mit 1,9 Milliarden Mart an und schätzt Am Dienstag stehen die weiteren Titel des Postetats zur Beratung. interessantes Beispiel. 22,1 Millionen Personen davon waren selbständige Betriebsunternehmer( Landwirte, Handwerker, Kaufleute, Industielle) 5,9 Aufschrift. Freifonservative und Nationalliberale wetteiferten Eine große Rolle spielten wieder die Briefe mit polnischer in Chauvinismus, den Ledebour scharf zurückwies. Er erinnerte mit Recht an die Entrüstungsschreie, die im Deutschen Reich ertönen, wenn von der Unterdrückung der Deutschen in Rußland und Ungarn die Rede ist. Das Abgeordnetenhaus Ein flares Urteil über die Verteilung der Erwerbsinteressen fann dann den Wert des Exports von Industriewaren mit 1,9 Milliarden man nur gewinnen, wenn man die Erwerbsthätigkeit betrachtet Mart ein, das macht 22 Proz. der Gesamtproduktion. Leider stimmt, und diese nach Unternehmerkategorien fondert. Und hierbei ergiebt wie gewöhnlich, das Erempel nicht ganz. Der Export fich nach der letzten Berufszählung von 1895: bont Fabritaten betrug in 1899 nicht 1,9, sondern hat am Sonnabend das Gehalt des Ministers des Innern bewilligt a) überhaupt Erwerbsthätige 2,7 milliarden Mark( genau 2712 Millionen Mart), und dem- und einige weitere Stapitel des Etats des Ministeriums erledigt. nach stellt sich auch der Prozentsaz nicht auf 22, sondern Die Debatte verlor fich wiederum in Einzelheiten. Abg. Selch( f.), auf 31 Prozent; doch solche Ziffern passen nicht recht zu den ein dem Minister unterstellter höherer Regierungsbeamter, sah sich agrarischen Ansprüchen, und so macht Herr Klapper eben furzweg veranlaßt, ein langes Loblied auf seinen Chef anzustimmen, dessen ohne irgend welche Begründung voni agrarischen Recht des Wert, die Schaffung des Fürsorge- Gesetzes, er als eine der größten Korrigierens statistischer Ziffern Gebrauch. socialen Thaten pries. Auf das Oberverwaltungsgericht fang Abg. Dr. Krause( natl.) einen Ruhmeshymnus, dem sich jedoch sein Fraktionsfollege v. Eynern nicht anschließen fonnte, weil das Oberverwaltungsgericht, entgegen einer Entscheidung des Reichs gerichts, den Agio- Gewinn für steuerpflichtig erklärt hat. Das paẞt den Vertretern des Großfapitals natürlich schlecht in den Kram. Das Verlangen des Herrn Eynern, durch gesetzgeberische Maßnahmen Abhilfe zu schaffen, stieß bei der Regierung auf Widerspruch. b) Bon den überhaupt Erwerbsthätigen entfielen auf die Kategorien der Landwirte, Handwerker und Kleingewerbe . 16,6 5,5 0,4 " Sehen wir jedoch ganz von diesem Einschieben falscher Ziffern auf Großindustrie und Handel: 5,5 ab, inwiefern ergiebt sich denn aus diesem Erempel, daß von Bufammen 22,1 Millionen Personen den 5,5 Millionen nur 22 Proz., also nur 1,2 Mill. Erwerbsthätige c) Von den Selbständigen entfielen auf an der Ausfuhr interessiert sind. Allenfalls mag diese Berech Landwirte, Handwerker und Klein nung auf die Industrie anwendbar sein, aber doch sicherlich nicht gewerbe auf das Handels- und Verkehrsgewerbe. Haben diese ebenfalls nur ein Interesse an dem Export von Fabrikanten; beschäftigen sie sich nicht auch mit dem Export von Rohstoffen und Genußmitteln, und verdienen sie nicht auch hierbei? Ferner: profitieren sie nicht auch beim Import? Herr Klapper scheint nicht diefer Ansicht zu sein; aber er wird gestatten müssen, daß nicht agrarisch infizierte Normal menschen anders denken. auf Großindustrie und Handel Im weiteren Verlauf der Sizung klagte der Abg. Kindler Sa. reinen Ausnahmegefeße seien. Die Abgg. Stopsch( frf. Vp.) und Nun beträgt nach den Erhebungen der Produktionsstatistik der 5,9 Millionen Personen Gesamtwert der deutschen industriellen Produktion 8,7 Milliarden Mart, wovon 1,9 Milliarden, also etwa 22 Broz. exportiert werden.( Der Mehrbetrag des deutschen Gesamterports ist nur internationaler Zwischenhandel in Rohstoffen und Waren!) Wir haben also zu konstatieren: bom Jnlande a) die Landwirte, Handwerker und Kleins gewerbeleute auf. b) 78 Broz. der Großindustrie und des Handels gleich . • 16,6 Millionen Es ist schwer, nicht satirisch zu werden, zumal wenn man in Bon den 22,1 Millionen überhaupt Erwerbsthätige leben ganz Betracht zieht, mit welchem Selbstbewußtsein Herr Klapper in völliger Verkennung seiner Veranlagung zu unfreiwilliger Komit eine„ fachliche Debatte" fordert; dennoch wollen wir uns gewaltsam zur Sachlichkeit" zwingen und an zwei einfachen Beispielen nach 4,3 weisen, zu welchen Ergebnissen die Klappersche Rechnungsweise führt: Busammen 20,9 Millionen Wie jeder Sachverständige weiß, egiftiert unfre Binnen Von 22,1 ab diese 20,9 bleiben rund 1,2 Millionen Erwerbs Frachtschiffahrt größtenteils bon dem Gütertransport nach tätige, die zur Zeit vom Export leben, das ist also ein Neunzehntel und bont den Seehafenplägen. Man braucht nur einen der Erwerbsbevölkerung, oder etwa der dritte Teil der kaum flüchtigen Blick auf die Statistik des Schiffsverkehrs der großen anfechtbaren Berechnung der Handelskammer von Sonneberg." Flüsse zu werfen, um sich sofort davon zu überzeugen. So passierten Wie schon im Leitartikel der Nr. 27 gefagt wurde, ist es über z. B. die Durchgangsstation Entenwärder bei Hamburg im Jahre haupt eine Absurdität, das Intereffe des deutschen Volts an ber 1898 nicht weniger als 84 948 beladene Frachtschiffe mit einer GüterAusfuhr in einer Personen- resp. Bevölkerungsziffer ausdrücken au fracht von 5,49 Millionen Tons, und die Station Emmerich am Rhein wollen. Dieses Interesse läßt sich höchstenfalls nach dem Gelbwert an der niederländischen Grenze passierten gar 34 090 beladene Fracht: des Außenhandels oder bes Exports zum Wert des gefamten Um- fchiffe mit einer Fracht von 11,97 Millionen Tons. Wie stellt sich fazes auf dem Julandsmarkt bemessen. Ebenso gut tönnte auch ein nun dieses Intereffe der Binnen- Frachtschiffahrt am Außenhandel in andrer Rechenkünstler auf den Gedanken verfallen, ben gepriesenen der Klapperschen Rechnung dar? Nußen der Junkerkafte für den preußischen Staat nach dem Nach der statistischen Zählung( Reichsstatistik, Bd. 119, S. 46) Gewicht oder den Einfluß der Lieutenants auf die deutsche entfallen von den in der Binnenschiffahrt Beschäftigten 70,9 Bro3. Sittlichkeit nach dem Metermaß bestimmen zu wollen. Doch da auf Klein-, 29,1 Proz. auf Mittel- und Großbetriebe. Von diesen num einmal Herr Klapper diesen Weg einschlägt, müssen wir uns tommen laut Selapperscher Behauptung nur die legteren und zwar schon bequemen, ihm zu folgen. nur mit 22 Broz. in Betracht. Folglich haben nur 6,4 Pro 8., In Nummer 27 des„ Vorwärts" fanden wir beretts, daß Herr b. H. nur ungefähr ein Sechszehntel der in der Binnenschiffahrt Klapper nicht nur fämtliche Beamte und Angehörige der sogenannten Beschäftigten ein Interesse am Außenhandel. liberalen Berufe, sondern auch alle Dienstboten für feine nicht am Doch es tommt noch besser. Auch die See- und RüftenAußenhandel intereffierte Masse in Beschlag nimmt; trotzdem wollte sein schiffahrt ist nach Klappers sonderbarer Rechnerei nur sonderbares Erempel noch immer nicht stimmen. Jest löst fich das mit ungefähr 12 Proz. am Außenhandel intereffiert. Wer etwa Nätsel. Herr Klapper ist, wie fich zeigt, noch etwas unbescheiden; er zählt bisher gemeint hat, daß die Seeschiffahrt ohne Ein- und Ausfuhr seinem agrarisch- intereffierten Bevölkerungsteil auch alle Baschfrauen, handel überhaupt gar nicht existieren könnte, irrt gründlich. Hier Näherinnen, Puzmacherinnen 2c. hinzu. Und nicht nur diefe, auch das Erempel. Bon den in der See- und Küstenschiffahrt beschäftigten alle Befizer industrieller und kaufmännischer Betriebe, in denen nicht Bersonen find laut ber Reichsstatistit( Bb. 119, S. 46) 45,5 Broz. mindestens regelmäßig 6 Personen thätig sind, ferner alle Angestellten und in Kleinbetrieben, 54,5 Proz. in Groß- und Mittelbetrieben Arbeiter solcher Kleineren Betriebe haben, wie er einfach behauptet, thätig. Bon diesem legteren Satz 22 Broz. macht aber nach Adam absolut gar tein Interesse am Außenhandel und Export. Niese noch nicht ganz 12 Prozent. Nach der Gewerbestatistit von 1895 waren in der Industrie, im Sandel- und Verkehrsgewerbe beschäftigt: ( fr. Bp.) über die Verwaltungsgeseße der Provinz Posen, die die Goldschmidt( fri. Vp.) brachten einige Fälle bedenklicher Uebergriffe zur Sprache, die Abgg. Faltin( C.) und Samula( C.) beschwerten sich über das Vorgehen der Behörden gegen polnische Versammlungen in Oberschlesien. Ihre Bemerkung, daß dadurch die Polen zur maßlosen Erbitterung getrieben und die Socialdemokraten gestärkt würden, rief bei Herrn v. Rheinbaben einen förmlichen Wutausbruch hervor. Der Minister kann es num einmal nicht vertragen, wird. Im Verein mit dem Abg. b. Heydebrandt( f.) nahm er daß er als unfreiwilliger Förderer der Socialdemokratie hingestellt sowohl die Behörden als auch die angegriffenen Landräte in Schutz. Am Montag wird die Beratung bei dem Rapitel Polizei verwaltung in Berlin fortgesetzt. Dann folgt, event. unter Buhilfenahme einer Abendsigung, die Beratung des Etats der Bergverwaltung. . Deutsches Reich. Das Centrum des Brotouchers. Als bei den Bollverhands lungen im Jahre 1879 dem Jahre der schutzöllnerischen Umkehr im Reichstag Graf Mirbach Günther beantragte, den von der Regierung vorgeschlagenen Zoll von 50 Pfennigen für den Doppelcentner Roggen auf eine Mark zu erhöhen, stimmten die Führer des Centrums, Windthorst und die beiden Reichensperger, gegen diese Erhöhung. Heute genügt der frommen Gesellschaft, die den legten Nest demokratischen Gewissens abgestreift hat, auch der fiebenfache goll, der heute schon in Straft ist, der von 8,50 M., nicht mehr und sie sind die Führer jener strupellosen Agitation für eine Erhöhung des Bolls auf 6, 7, 8 und 10 r. Es ist begreiflich, daß angesichts dieser volksverräterifchen Haltung es den Herren um die Aufrechterhaltung ihrer Macht bangt. Kommen die Centrumsarbeiter erst zum Bewußtsein, welches Spiel teit vorbei. Daher das Bestreben, durch allerlei wüstes Geschimpf mit ihnen getrieben wird, so ist es mit der Centrumsherrlich die Aufmerksamkeit abzulenten. Am 13. Februar beschäftigte sich das Centralorgan des Centrums, die„ Germania", allerdings das geistig ärmiste Blatt", über das die Ultramontanen verfügen, mit dem socialdemokratischen Flugblatt gegen den Brotwucher. Da hieß es, daß in dem Flugblatt alle egister socialdemokratischer Berhebung und Berlogenheit ge 80gen feien, es wurde geschimpft über alle die verwegenen, zum Teil über wurde behauptet, daß die Socialdemokratie bewußt und gewaltsam triebenen, zum Teil direkt erlogenen Behauptungen, es auf den völligen Nuin des Bauernstandes" hinarbeite, es wurde Der Unsinn ist so offenkundig, daß selbst ein halbwegs von dem„ brutalsten Egoismus" der Socialdemokratie geschwatzt und intelligenter Quartaner ihn sofort herausfinden muß. Als mildernder die Socialdemokraten betrogene Betrüger" genannt. Mit diesen Straftreden begnügte fich die Germania" es wurde nicht der][ Das rote Gespenst. Die" Post" unternimmt mit vermehrter| Arbeits f'r aft billiger zu erwerben, als zur menschenwürdigen Existenz leifeste Versuch gemacht, die schmierigen Verleumdungen zu beweisen, Gefchäftigkeit den roten Schreden zu schüren. Jedesmal wenn der des Arbeiters notwendig ist. Niemand aber frevelt mehr gegen diejen auch nur eine einzige Uebertreibung oder Lüge des Flugblatts an- Rapitalismus auf Raub ausgeht, fezt ja eine verschärfte Socialisten- Sas als die Agrarier, die nicht nur ständig Lohnbrüder aus dem zugeben. hezze ein. Ausland herbeiholen, sondern auch dem Arbeiter das Recht gewaltsamt Heute flagt die" Post" über den socialdemokratischen Einfluß im zu vernichten suchen, die Arbeitskraft den kulturellen Produktionsfosten gemäß zu verwerten. " Die Germania" versprach dann die Beweisführung nachzuholen. Es kam ein langer Artikel, in dem sie sich mit der nichtigen Frage beschäftigte, warum eigentlich die Socialdemokraten überhaupt in Berlin agitieren. Von dem Flugblatt kein Wort. Es folgte ein atveiter noch längerer Artikel ,, in dem über Wohnungsnot, Bäckereis genossenschaften usw. die Rede war. Von dem Flugblatt kein Wort. Es war unmöglich, auf das fonfuse, weitschweifige Kauderwälsch ernsthaft einzugehen. Und heute stellt nun die„ Germania" triumphierend fest, daß Sie doch das Flugblatt widerlegt habe. Da sie nun heute ihr Gedankengeschling sauber numeriert, wollen wir dem Centralorgan des Brotwuchers ein wenig folgen. Das Blatt hehauptet, daß es den Inhalt des Flugblatts widerlegt habe es hatte die Pflicht, die behaupteten Lügen nachzuweisen es ausgeführt habe: indem 1. daß die Socialdemokraten selbst auf dem Schußzzollprincip, auf dem Grundsaz eines Schutzes der nationalen Arbeit stehen, wenn sie sich dagegen sträuben, daß in Deutschland billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland( Kulis usw.) herangeholt werden, welche die Löhne drücken;" Welche Behauptung des Flugblatts stellt sich nach dieser Ausführung als Lüge hieraus? Das Flugblatt beschäftigte sich überhaupt nicht mit theoretischen Untersuchungen über Schutzzoll und Freihandel. Sodann: daß die Socialdemokratie die nationale Arbeitskraft zu schüßen sucht, war ja in dem Flugblatt ausdrücklich als Parole ausgegeben und gerade darum wurde der die Arbeitskraft schädigende Brotivucher bekämpft. llebrigens hat die Socialdemokratie niemals gesesgeberische Maßnahmen gegen den Zuftrom fremder lohudrückender Arbeiter gefordert; es genügt ihr völlig, daß die organisierten Arbeiter die Möglichkeit haben, aufklärend auf die fremden Arbeiter einzuwirken, sie auf den Stand ihrer Organisation zu heben. Die Germania" will weiter festgestellt haben, " 2.„ daß hervorragende socialdemokratische Genossen wie Bernstein, Calwer und Schippel fich für den Schutzzoll ausgesprochen und daß insbesondere Calwer erklärt hat, der Arbeiter fönne bei hohen Löhnen auch teuere Lebensmittel ertragen, während für einen schlecht gelohnten Arbeiter selbst billige Lebensmittel nicht billig genug seien." Heere. Der liberale Bülow. :: Also doch! Aus Pofen wird berichtet: Allein ein Kenner( des Heeres weiß, daß diese Prophylaris nur den äußeren Einfluß fernzuhalten weiß, während die schwere Die in Posen auf Veranlassung der Gefahr einer inneren Verseuching durch socialistische Soldaten fast Staatsanwaltschaft erfolgte polizeiliche Beschlagnahme ohne lleberwachung bleibt. Hinter uns liegt bereits eine im social des socialistischen Aufrufs zur Reichstagswahl demokratischen Geist dahingegangene Generation und der erfolgte wegen Beleidigung des deutschen Reichs. soldatische Nachwuchs, der die Kasernen bezieht, hat vielfach anglers. In dem Flugbatt werden drei Stellen beanstandet, am elterlichen Tisch mit dem Haß gegen alles Autoritäre die auf die Erhöhung der Getreidezölle Bezug haben. eine besondere Abneigung Seitdem Graf Bülow unter die Agrarier gegangen, scheint er gegen den Heeresdienst in fich aufgenommen. Diese Elemente aber verfügen als Refruten auch agrarische Sitten angenommen zu haben. vielfach über eine gewisse geistige Regsamkeit, die den länd lichen Rekruten nicht eigen ist. Sie tragen einen ungefunden Ein ganzer landwirtschaftlicher Verein und zwar der Verein der Skepticismus in das Heer und schüren im Laufe der zwei Kreise Inowrazlaw und Strelno, hat sich zu der Forderung bekannt, jährigen Dienstzeit den Geist der Unzufriedenheit und des daß es notwendig sei, den ländlichen Arbeitern Ungehorsams unter den bisher unverdorbenen Kameraden. Trop bessere Lebensbedingungen zu bieten, falls man die des hermetischen Abschlusses vor socialistischen Einwirkungen durch Landflucht dieser Arbeiter hemmen wolle. die Außenwelt geht der Socialismus in den Kasernen um. Wie unvorsichtig von dem landwirtschaftlichen Verein, die Darin wird man sich nun wohl finden müssen: Je mehr die socialdemokratische Aufklärungs- und Befreiungsarbeit im Wolfe Er- agrarijche Lesart, daß die ländlichen Arbeiter in Ostelbien ein rein folge hat, um so größer wird natürlich der Prozentsatz der Social- paradieſiſches Dasein führten, derart zu korrigieren. Dazu noch das demokraten im Heere. Und dagegen giebt es kein andres Mittel, Geständnis, daß man thatsächlich die Lebensbedingungen der Proletarier verbessern fanu! 1 was als daß man sich entschließt, Socialdemokraten den Heeresdienst zu ersparen, selbst auf die Gefahr hin, daß man feine Soldaten mehr bekommt. " Aus dem Großherzogtum Sachsen Weimar, 15. Februar, Heute mittag 12 Uhr wurde der außerordentliche Landtag eröffnet, Die" Post" bekennt denn aber auch, daß im Heere auch deshalb und trat fofort in eine geheime Sigung ein, in der über Sympathien für die Socialdemokratie zu finden sind, weil unsre Partei das Dekret der Regierung, betreffend die Erklärung des Großherzogs: unabläffig auf eine humane Behandlung hinwirkt. Bebel bleibe mit die Verfassung zu halten", und die Eidesformel der Abgeordneten feinen öffentlichen Anklagen über Soldatenmizhandlungen als der bei der Huldigung, zu beraten. Am Sonntag sollen die Abgeordneten Beschüßer der bedrängten Soldaten im öffentlichen Gedächtnis bei großem höfischen Gepränge- es ist Gala- Anzug vorgeschrieben zurück", wenn der Kriegsminister ihn auch noch so glänzend wider- für sich und die Unterthanen(!) dem neuen Großherzog lege: altem Herkommen gemäß den Eid der Treue und des Gehorsams" „ Daß das Vorgehen der Socialdemokratie in militärischen leisten. In der Verfassung des Großherzogtume ist zwar von Dingen gewiffenlos ist, fann ja gar nicht zweifelhaft sein. einer„ Huldigung" die Rede, jedoch das auf hösten Befehl" an Aber was geschieht denn, um die Socialdemokratie und ihren geordnete Ceremoniell atmet noch den Geist des absoluten Staats. ersten Schreihals Bebel für dieses schandbare Treiben gebührend zu ſtigmatisieren? Es sollte in Autisemitische Juukerfreunde. Aus Hessen schreibt man jedem einzelnen Falle von dem Abgeordneten Bebel die Vor- uns: Auch die Antisemiten können ihre alte Liebe zu den feudalen legung der Beweise verlangt werden. Ist er dazu nicht Grundbesizern nicht ganz vergessen trotz der verschiedenen Fußtritte, im stande, so möge das Haus unerbittlich Schluß der die sie schon erhalten haben. So hat der antisemitische Bürgermeister Debatte beschließen, dem Kriegsminister die Beantwortung der und Landtags- Abgeordnete Köhler Langsdorf folgenden Antrag Anfragen erlassen und die Sache für erledigt erklären. Das an die Zweite heifische Kammer gelangen lassen: würde entschieden auf die unbotmäßigen Elemente int Heere zurückwirken, die gerade in den Unbequemlichkeiten, die eine, wenn auch noch so haltlose, Bebelsche Rede den Offizieren bereitet, ihre mächtigste affe sehen. Es ist eine in Offiziers: freisen längst bekannte Thatsache, daß schon sehr oft anonyme Drohbriefe von den betreffenden Mannschaften an Vorgesetzte eingeschickt werden, in denen auf Bebel als schwarzen Manu hingewiesen wird. Natürlich müßte auch die Presse einen als unbewiesen erkannten und durch Debatteschluß erledigten Sermon Bebels einfach unbeachtet lassen. Wer mit so wenig reinen Abfichten, wie Herr Bebel, das Patronat über unser köstlichstes Gut, das Heer, ausübeit will, verdient Teine Beachtung." Welche Behauptung des Flugblatts wird mit dieser zweiten Darlegung als Lüge eriviesen? Wenn einzelne Parteigenossen andre theoretische Meinungen geäußert haben sollten, so wird damit doch nicht irgend eine im Flugblatt angegebene Thatsache zur Lüge. Auch das heißt also am Flugblatt vorbeireden. Raum nötig zu sagen, daß die Angabe der„ Germania" selbst purer Schwindel ist. Niemals hat ein Socialdemokrat sich auch nur bedingt für 3ölle auf Lebensmittel ausgesprochen; gelegentliche gelegentliche Meinungsdifferenzen haben höchstens hinsichtlich etlicher Industriezölle obgewaltet. Weder Bernstein, noch Schippel, noch Calwer sind jemals für Getreidezölle eingetreten. Calwer insbesondere, der zu Mainz in einer von dem Barteitag nicht gutgeheißenen Weise die amerikanische Frage erörterte, ist es nicht eingefallen, irgendivie für Lebensmittelzölle einzutreten; der von der„ Germania" sie schöpft ihre Weisheit aus einer durch die Presse laufende Korrespondenz angezogene Sab Caliers Das ist ja ein ganz interessantes 3ngeständnis, wie wertvoll findet seine Erläuterung in dem Sat: Ich wünsche, daß bei der die Socialdemokratie für das Heerwesen geworden ist. bevorstehenden Agitation in Bezug auf die Handelsverträge unsere Wenn die Konservativen übrigens in Reichstag durchaus Losung nicht allein ist gegen Lebensmittel Verteuerung, sondern schweigen wollen, so würden sie damit durchaus weise handeln und auch für höhere Löhne." Und das jagte Calwer zur Begründung schließlich in den Ruf einiger Jntelligenz fommen. Aber warum seiner Resolution, die folgende Forderung enthielt: Für Ablehnung sind sie nicht konsequent und legen lieber gleich ihre Mandate aller Zölle und aller Zollerhöhungen auf Lebensmittel. Für möglichste nieder. Beseitigung event. Herabsetzung der bisherigen Zollfäße bei Neugestaltung des Bolltarifs." M # Die hohe Kammer wolle beschließen: 1. Die großherzogliche Regierung zu ersuchen, ihre Bundes. ratsmitglieder zu instruieren, bei den demnächstigen Handelsvertrags verhandlungen nur einem Minimalzoll von mindestens 7 Mark auf 100 kilogramm der vierGetreidearten zuzustimmen. 2. Diesen Antrag als dringend zu behandeln. Dieser Antrag sieht ganz danach aus, als ob er von einem Vers treter einer Volkspartei", wie sich die Antisemiten ja zu titulieren belieben, ausgegangen ist. Die Beschränkung der Freizügigkeit ist bekanntlich der Lieblingswunsch der Agrarier, der denselben kaum weniger ans Herz gewachsen ist, wie der edle Lebenszweck des Brotwuchers. Wie die " Frt. 3tg." mitteilt, beantragte in der letzten Sigung der westpreußischen Landwirtschaftskammer v. HartmanHoffstädt. dahin zu wirken, daß die Freizügigfeit für junge Leute, womöglich bis zum Alter von zwanzig 3 ahren, mindestens aber bis zum 18. Lebensjahre beschränkt werde. Von einem weiteren Antrag, den Zuzug in die Städte über 10 000 Einwohner zu besteuern, erkannte die Landwirtschaftskammer Die Verschleppungstaktik in der Kanalkommission. Während selbst an, daß er dem Prinzip der Freizügigkeit widerspreche. Der Die Lüge ist mithin ausschließlich bei der„ Germania" zu finden, nach der Absicht des Vorsitzenden der Kanalkommission, des Vorsitzende schlug vor, diesen Antrag folgendermaßen abzuändern: die fernerhin dargelegt hat: Abg. v. Eynern, die Kommission sofort in die Verhandlung über den Bei dem Zuzug in die Städte( über 10 000 Einwohner) ist der An3. daß die Ueberzeugung von der Notwendigkeit fogar Rhein: Elbe- Kanal eintreten sollte, hat diese mit 14 gegen ziehende verpflichtet, ein Depot von ca. 100 M. zu hinters der Erhöhung der Schutzzölle für die Landwirtschaft sich tief 12 Stimmen beschlossen, die Frage der landwirtschaftlichen legen, welches zinsbar angelegt, für etwaige durch Krankheiten bis in die Reihen der Demokratie hinein verbreitet habe, Meliorationen zunächst zu behandeln. Man hat demgemäß des Anziehenden und seiner Angehörigen, Rückreise in den wie die Zustimmung der sechs demokratischen Abgeordüber die Vorflutverhältnisse an der unteren Oder, Jahre haftet." Der Antrag auf Zusatz zu§ 5 des Freizügigfeits. Heimatsort usw. verursachte Kosten innerhalb ziveier neten in der württembergischen Kammer zu der Resolution auf ait der Havel und der Spree verhandelt und ant Erhöhung der Getreidezölle beweise." gesetzes wurde in der Fassung des Antrags von Hartmann wie folgt Freitag 41 Millionen- Beteiligung des Staats zur Ver= Was geht es das Flugblatt an, wenn Mitglieder der süddeutschen besserung der Vorflut an der unteren Oder bewilligt. Wahrscheinlich die Fortsetzung des Aufenthalts zu verfagen, wenn sich herausstellt, angenommen: Desgleichen haben Gemeinden das Recht, Zugezogenen Vollspartei gegen ihr Programm gehandelt haben? 4. daß nicht die Getreidezölle allein für die Höhe wird man in der kommenden Woche für die Meliorationen der daß die Betreffenden ihre Erwerbsthätigkeit ausschließlich in eine des Brotpreises bestimmend sind, sondern daß nach dem Vorflutverhältnisse au der Oder und der Spree weitere 20 Millionen andre Gemeinde verlegen." Urteil der demokratischen Frankfurter Beitung" mehrere bewilligen. Eine solche Beschränkung der Freizügigkeit wäre freilich ein weit 11 mstände zusammenwirken, um die Preise für Cerealien Die Agrarier haben sich damit von vornherein diese 60 Millionen bequemeres Mittel, der Leute flucht Einhalt zu thun, als eine bessere wo überhaupt keine Getreidezölle bestanden, das Getreide kanal selbst zu binden. Bei der Sorgfältigkeit dieser Berhandzu bestimmen, und daß zu Anfang der siebziger Jahre, Rompensationen gesichert, ohne sich dadurch für den Mittelland- Entlohnung und eine beſſere Behandlung der Landproletarier. Wohnungspolizei in Bayern. München, 15. Februar die höchsten Preise des ganzen vorigen Jahrhunderts aufzulungen dürften die Osterferien herbeifominen, bevor man zum Das bayrische Ministerium des Innern publiziert in dem soeben er weisen hatte." Kein Socialdemokrat, auch das Flugblatt nicht, hat jemals den Sternpunkt der Frage, dem Rhein- Elbe- Kanal selbst, vorgerückt sein schiertenen Gesetz- und Verordnungsblatt eine Verordnung, betreffend Unfinn behauptet, daß der Brot- und Getreidepreis ausschließlich wird. Da dann aber erst die generellen Erörterungen komnien, für die Einrichtung einer Wohnungsaufsicht im Intereſſe durch die Zölle bestimmt wird., Wer ist mithin durch den Bunft 4 welche der Regierung große Fragebogen zugestellt sind, so dürfte der Sittlichkeit und der Gefundheitspflege, mit deren Bollzug die Ortspolizeibehörden betraut werden. Letztere sollen in widerlegt? nach Annahme der Freisiunigen Zeitung" vor Pfingsten schwer: großen und dichtbevölkerten Orten besondere Wohnungs 5. daß die socialdemokratische Partei gerade in lich noch der Kommissionsbericht an das Plenum ge- fommissionen bilden, denen im Bedarfsfall eigne WohnungsBerlin mit dem Wort Brotwucher" vorsichtig umgehen langen. inspektoren beigegeben werden. Als Grundlage durchgreifender Maßmüsse, wenn sie dabei des Brotwuchers der socialdemo Würden nun die Agrarier, so führt das genannte Blatt aus, nahmen wird eine Wohnungsenquete bezeichnet, die zunächst Sache fratischen Genossenschaftsbäderei, der Divi- den Rhein- Elbe- Kanal ablehnen und würden nur die die Meliora- der Gemeinden sein soll. w dendenjägerei derselben unter tapitalistischer Ausbeutung der als Bädergehilfen angestellten„ Genossen" gedente." tionen betreffenden Stücke der Vorlage an das Herrenhaus Die Verordnung nimmt die weitgehendsten Rüdsichten Welche Behauptung des Flugblatts stellt sich danach als Lüge gelangen, so werde das Herrenhaus schwerlich im Hochsommer in auf die Interessen der Hausagrarier und Bauheraus? Was hat das Flugblatt mit der Genossenschaftsbäckerei zu eine Verhandlung eintreten, wodurch wieder neue Zeit gewonnen petulanten, zu deren Beruhigung gesagt wird, volle ja nur einen vermittelnden Einfluß austhun, für deren Geschäftsbetrieb die socialdemokratische Partei etwa werde.. üben. Mit Zwang und Strafen soll erst vorgegangen werden, ebenso verantwortlich ist wie für die geschäftliche Thätigkeit des Wolle sich aber die Regierung auf diese Verschleppung nicht wenn Belehrungen und Ermahnungen erfolglos blieben. Dabei Germania"-Manns Dasbach? einlassen, so müsse sie die Vorlage im ganzen zurückwerden die Mittel, durch die im Einzelfalle eine Verbesserung der Rebenbei: Wenn die Genossenschaftsbäckerei, die billigeres ziehen und, mit neuen Kompensationen bepadt, Zustände und Abstellung von Mißständen in den Wohnungen„ oh ne Brot liefert als die Berliner Bäcker sonst, so trifft damit der Vor- abermals einbringen. Darüber aber würden Jahre ver- allzugroße ärte" erreicht werden kann, den Bollzugsbehörden wurf des Wuchers in gesteigertem Maße alle die konservativen und streichen. Das Bülow aus Anlaß der Mißhandlung der Borlage überlassen, die den geliebten Hausbesitzern sicherlich nicht zu weh fatholischen Bädermeister in verschärftem Maße. 6. daß zu einer Verteuerung der Lebensmittel im all- mit den Junkern ernstlich brechen werde, sei nach seiner bis- thun werden. gemeinen auch eine Verteuerung der Arbeiterwohnungen herigen Haltung schwerlich zu erwarten. gehöre, daß aber gegen diesen Wohnungswucher in Berlin So treiben die Junker Obstruktion! von seiten der socialdemokratischen Partei nicht mit 800 000 Flugblättern und 30 Protest Versammlungen mobil mobil gemacht worden sei." Welche Behauptung des Flugblattes wird durch dieses erfchütternd einfältige Argument als Lüge entlarvt? Warum benutzt aber das Centrum nicht seine Macht, um dem Wohnungswucher durch die Erzwingung gefeßgeberischer Maßnahmen feitens des Reiches und der Einzelstaaten zu steuern. Unfrer Beihilfe kann es sicher sein. Daß Das Recht auf Wucher. In der Versammlung des Bunds der Landwirte wurde als oberster Grundsatz der agrarischen WucherWeltanschauung das folgende postuliert: werden kann." 000 " nan Die Verordnung gibt daher nur allgemeine Richtpunkte, und nennt diejenigen Gegenstände, worauf in der Regel die Wohnmungsaufsicht ihr Augenmerk zu richten hat, nur in allgemeinen Umriffen. Hiernach ist das Beziehen von Neubauten einer Prüfung vom gesundheitlichen Standpunkt zu unterziehen. Luft und Licht sol den Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen in ausreichendem Maße gesichert bleiben; Mißständen in Bezug auf baulichen Zustand, " Niemand im Deutschen Reiche soll das Recht haben, ein auf Trodenheit und Reinlichkeit kann entgegengetreten werden. Die Produkt billiger zu erwerben, als es im Vaterland erzeugt Schlafräume sollen einen genügenden Luftraum enthalten und nicht in einer Weise belegt werden, die sittliche Gefahren mit sich bringt. Dazu bemerkt die Nation":" Segt die Regierung in der That In dieser Hinsicht wird das Schlafgängerwesen besonders hervordie Getreide und Viehzölle hinauf, so gehen natürlich auch ent 7. daß es die fräftigste Ironie auf das Schlagwort von sprechend die Güterpreise in die Höhe, denn durch die Zölle wird gesundheitswidrige Beschaffenheit zu untersuchen. Auch die Abortgehoben und geregelt. Seizungsvorrichtungen sind auf etwaige usw. gesundheitswidrige Beschaffenheit zu untersuchen. Auch die AbortBrotwucher", Hunger uſtv. sei, wenn der jocialdemokratische den Gütern eine höhere Berzinjung garantiert, und find erst die verhältnisse werden Gegenstand einer Beaufsichtigung sein. Die VerAbgeordnete legel im Reichstage den billigen Cham: Güterpreise weiter in die Höhe gegangen, so ist der deutsche ordnung bestimmt ausdrüdlich, daß gegenüber althergebrachten Berpagner als ein Voltsgetränt bezeichne." Junker wieder in der Lage, zu sagen, nur wenn der Schuß ein noch hältnissen, die reformbedürftig erscheinen, nur eine allmähliche Welch eine Wiederlegung unfres Flugblatts! Hier wird der höherer wird, ist das eine Wahrheit, was ich verlange: daß näm- Beseitigung anzustreben ist, und daß die Ortspolizeibehörden für das Jüngling oder richtiger die Jungfrau„ Germania" ganz und gar lich fein Produkt billiger in Deutschland erworben werden darf, als platte Band und Kleinere Orte besondere Erleichterungen gewähren mefchugge" es im Vaterland erzeugt werden kann, wohl verstanden im tönnen. Vaterland, das diese Erzeugung in immer höherem Grade durch Die Verordnung trägt die charakteristischen Merkmale aller focialtünstliche Mittel verteuert. Jener Ausspruch ist die reinste wirt- politischen Maßnahmen des Ministeriums Feilisch: äußeres schaftliche Narrheit, aber er wurde in den Manern von Berlin von Wohlwollen für die unteren lassen, gepaart mit diefer Versammlung mit stürmischem Beifall" begrüßt." dem bewußten inneren Bestreben, den kapitalis mus nichts zuleide zu thun. Bir fassen zusammen: Auch die Numerierung hat nichts genüßt. Es ist immer noch mit keiner Silbe der wirkliche Zuhalt des Flugblatts berührt, und wir fürchten, das wird auch beim zehnten Artikel der Germania" noch nicht der Fall sein. Wir möchten dem wirren Organ, den gutgemeinten Nat geben, unser Flugblatt, auf das die„ Germania" eser außerhalb Berlins ja neugierig sein müssen, vorerst einmal abzudruden und dann Wort für Wort die„ Lügen" herauszustreichen. Gegen den Lebensmittelwucher. In Langenbielau richtete der 450 Mitglieder zählende socialdemokratische Wahlverein an den Gemeinderat ein Gesuch, ebenso wie in andren Orten gegen die Teuerung der Lebensmittel eine Petition an den Bundesrat und Reichstag zu richten. Dieselbe Begründung kann jeder Wucherer geltend machen. Kein Mieter soll das Recht haben, eine Wohnung billiger zu er werben, als fie der Hausagrarier produzieren kann". Kein Mensch darf billigere Kohle verbrennen, als sie die Kohlenbarone produzieren" fönnen. Und schließlich darf auch der Bruder Krawatten macher dem hilfesuchenden Lieutenant vorphilosophieren: Niemand hat das Recht billiger bei mir zu pumpen, als ich das Geld produzieren lann". Richtig ist aber der folgende Grundsay, der für jede kulturelle Ente wicklung Borbedingung ist: Niemand soll das Recht haben, eine " Erfreuliche Geständnisse. Der von einem, beim bayrischen Hofe sehr beliebten Geistlichen geleitete Bayrische Kurier beschuldigt einen Teil der eignen Parteipresse eines„ lügenhaften, echt ultramontanen Treibens", ferner spricht er in Bezug auf die ultramontane Augsburger Postzeitung" von" gewohnter Schäbigkeit" und gefindelmäßiger Kampfesweise". Das legtgenannte Blatt rächt sich dafür, indem es dem Chefredacteur des Kurier", wohlgemerkt: einem Priester, persönliche " ( Nachzulesen in Nr. 38 der Augsburger Postzeitung" vom 15. Februar 1901 S. 3). Wir gratulieren, nur so weiter! T Zu Kreuze gekrochen. in Sonnenfeld: Geben Sie zu, Gehässigkeit" und Selbstüberhebung" vorwirft. Der Kurier" hin, dabei einige besonders frasse Fälle anführend, die sich beim Iteidiger Rechtsanwalt dem philosemitischen philosemitischen Kleinen Journal" habe die Gewohnheit, bei Auseinandersetzungen mit staatlichen Schiedsgericht der Breslauer Tischlerinnung ereignet haben. Diese daß Sie auch Antoritäten die Centrumspresse fast regelmäßig im Stiche zu lassen Ausführungen unfres Genossen fanden selbstverständlich nicht die Zu Berlin Ihre Artikel angeboten haben? 3euge: Jawohl, ich bot und ich lieber schweifwedelnd an diese Autoritäten stimmung der beiden Innungskämpen Jakobstötter und Pauli( Botsam), dem„ Kleinen Journal" Artikel über meine damaligen Differenzen heranzupirschen!" welche sich bemühten, die Schiedsgerichte der Innungen in möglichst mit der Staatsbürger- Beitung" an. Berteidiger: Wurden t? günstigem Lichte erscheinen zu lassen. Die Kommission war nicht Ihre Anerbietungen vom Kleinen Journal" angenommen geneigt, die Vorrechte der Innungen zu beseitigen und lehnte den 3euge: Nein, abgelehnt. Der Zeuge erklärt noch, daß der mehrfozialdemokratischen Antrag ab. Hierauf wurde auf Antrag Tuzauer fach erwähnte Schiller ihm gesagt habe er sei weder in antisemiund Trimborn beschlossen, folgende Bestimmung in das tischem, noch in philosemitischem Sinne thätig, Er verfolge alle Spureit, Gesetz aufzunehmen: ,, Aus den Arbeitgebern entnommene die ihm zur Entdeckung des Mörders geeignet erscheinen. Er Beifizer, welche erst nach ihrer Wahl Mitglied einer habe auch einmal vier Wochen lang in Diensten Schillers gestanden. München, 15. Februar. Der bayrische Eisenbahner- Verband im§ 13 Absatz 3 bezeichneten Innung werden, sowie Der Präsident erklärt danach die Beweisaufnahme für gehat vor der Generaldirettion tapituliert und wird aus den Arbeitern entnommene Beisiger, welche erst nach ihrer Wahl schlossen und verliest die den Geschwornen vorzulegenden Schuldderen Befehle erfüllen. Die Art und Weise, wie sich die social- bei einem Mitgliede einer solchen Jnnung in Arbeit treten, bleiben fragen. demokratische Presse mit der Angelegenheit beschäftigte, scheint dem bis zur nächsten Wahl im Amt". Die Socialdemokraten und Diese lauten etwa: Ist der Angeklagte fchuldig, in drei Fällen Verbandsvorstand aber doch an die Nerven gegangen zu sein. Abg. Trimborn beantragten, den Gemeindebehörden zur Pflicht zu wissentlich einen Meineid geleistet zu haben, mit der Unterfrage: Im Eisenbahner" wird nämlich der Vorstandsbeschluß wie folgt machen, bei den Gewerbegerichtswahlen eine Wählerliste wie bei den Konnte der Angeklagte durch Belundung der Wahrheit eine strafReichstagswahlen anzufertigen, ohne daß die Wähler erst( wie es in rechtliche Verfolgung befürchten?-Auf Antrag der Verteidigung Die Verbandsleitung hat vor allem dafür zu sorgen, daß unsre Berlin geschieht) ihre Aufnahme in die Liste zu beantragen haben. wird noch in allen drei Fällen die Unterfrage wegen fahrlässigen Organisation erhalten bleibt. Sie hat sich deshalb um die Anferner sollen Polizeibehörden und Krankenkassen, die im Meineids gestellt. Danach wird die Verhandlung auf Sonnabend zapfungen der socialdemokratischen Presse nicht zu fümmern, Bezirk des Gewerbegerichts ihren Siz haben, haben, verpflichtet vormittags 9 Uhr vertagt. da C5 für uns viel wichtiger ist, den Verband zu er fein, der Gemeindebehörde auf Verlangen die für die ( Telegraphischer Bericht.) halten, als den Beifall der Socialdemokratie zu gewinnen, Fertigung der Wählerliste erforderlichen Auskünfte zu geben. Konig, den 16. Februar 1901. Sie nichts andres will, als uns in einen Konflikt mit der königl. Gegen diesen Antrag machte der Regierungskommissar, Geh. Heute ist der Andrang des Publifuins ein so furchtbarer, daß Generaldirektion hineinzutreiben. Der Verbandsvorsitzende Lehner Regierungsrat Wilhelm, mehrfache Bedenken geltend. Die obliga- es für die Berichterstatter geradezu lebensgefährlich ist, zu ihren wird, dem Erlaß der königl. Generaldirektion entsprechend, ein torische Einführung solcher Wählerlisten wurde hierauf gegen vier Plazen zu gelangen. Schreiben an die betreffenden Adressen hinauszusenden. Wir Stimmen abgelehnt und auf Antrag Schwarze- Lippstädt deren werden mit diesem Schritt den Beifall der socialdemokratischen und fakultative Einführung( durch ortsstatutarische Bestimmung) beschlossen. liberalen Bresse nicht finden. Wir geizen auch gar nicht danach. Auf Antrag der Socialdemokraten wurde noch beschlossen, daß die Wir wollen weiter existieren, damit wir weiter wirken können!" Verwaltungsstellen der eingeschriebenen Hilfskassen bei Feststellung So ist's recht. Das ist die beste Art, den Mitgliedern recht bald der Wählerlisten ebenso berücksichtigt werden sollen, wie andre die Augen zu öffnen. Krankenkassen. niotiviert: Ausland. Deftreich- Ungarn. Budapest, 16. Februar. Rach dem Polizeibericht wurden bei 4 den gestrigen Demonstrationen der Arbeitslosen drei Personen schwer, 15 leicht verlegt und 35 Verhaftungen vorgenommieit, Frankreich. Eine militärische Mission in Petersburg? Nach einer Biener Meldung aus Paris begiebt sich der französische Generalstabs chef demnächst nach Petersburg. Man mißt in politischen Streisen dieser Reise eine hochwichtige Bedeutung bei. Spanien. Moriz Lewy wegen Meineids vor den Geschwornen. Telegramm: Der Angeklagte Lewy wurde heute zu Jahren Zuchthaus und 4 Jahren Ehrverlust verurteilt. Dritter Tag der Verhandlung. Konig, den 15. Februar 1901. In der Verhandlung gestaltete sich am Schluß der Sizung die Bernehmung des Korrespondenten der ,, Staatsbürger Zeitung" fehr interessant. vor Auf Antrag des Verteidigers Rechtsanivalt Sonnenfeld wird nochmals in die Beweisaufnahme eingetreten und der Brivatdetektiv Gustav Schiller aus Berlin vernommen. Derselbe bemerkt, daß er seit April in Konig weile. Präs. In welchen Auftrage sind Sie thätig? Zeuge ch bin von einem Bevollmächtigten des Verbandes zur Abwehr des Antisemitismus“ hierfür engagiert. Präs.: Wer hat Sie dem Verein empfohlen? -3euge: Das weiß ich nicht. Zunächst hat mich Dr. Leo Leipziger, der Chefredacteur des Kleinen Journals", nach Vielleicht gesandt. hat dieser mich empfohlen. Konig Der Zeuge giebt alsdann auf Befragen, des Präsidenten zu, mit Frl. Pellenath wegen ihres Zeugnisses gesprochen zu haben Er habe sie aber nicht beeinflussen, sondern nur warnen wollen ettvas linrechtes auszusagen. Auf Befragen seitens des Verteidigers Rechtsanwalt Sonnent feld teilt Kriminalfommissarius Wehn Berlin mit: Der Direktor des hiesigen Gymnasiums teilte dem Ersten Staatsanwalt Settega st seiner Zeit mit, daß er alle Gymnasiaften gefragt habe: ob sie einen Verkehr Winters mit Mori Lewy bemerkt hätten. Das Ergebnis jei ein negatives gewesen. Nach einigen unwesentlichen Zeugenvernehmungen wird nunmehr die Beweisaufnahme geschlossen. Alsdann ergreift das Wort zur Schuldfrage Verteidiger Rechtsanwalt Appelbaum beantragt, den an wesenden Journalisten Zimmer als Zeugen zu vernehmen. Kurz vor dem Speisiger Prozeß kam der Journalist Zimmer zu ganz Konig ungeheures Ueber die Unruhen liegen heute nur beschwichtigende Mel- mir und sagte: Es werde in dungen vor. In Madrid soll die Ruhe wieder völlig hergestellt Belastungsmaterial zusammengetragen, um Moriz Lewy des Meinfein. Und auch in der Provinz sollen keine Ausschreitungen mehr eids zu überführen. Er biete mir gegen Entgelt seine Dienste an, vorgekommen sein. Ein Telegramm der„ Agence Havas" aus er sei in der Lage, den Lewy zu retten. Da mir Zimmer als Antider Erste Staatsanwalt Dr. Schweigger: Meine Herren Gesemit bekannt war, so fragte ich denselben, in welcher Richtung erschwornen!„ Das ist der Fluch der bösen That, daß fie fortzengend Lissabon erklärt freilich: Die spanische Censur wird so streng gehandhabt, zu Gunsten Lewys thätig sein wolle. Zimmer versezte: Wir steht Böses muß gebären." So farieb vor einigen Tagen eine hiesige daß die Vertreter ausländischer Blätter in Spanien das Material zur Verfügung, wenn Sie aber meine Dienste abgezwungen sind, ihre Telegramme an der französi- lehnen, dann ist Lewy unbedingt verloren. Ich habe das An- Zeitung, so fage auch ich. Seit in dem Mönchsee Leichenteile gefunden wurden, die zur Gewißheit führten, daß ein blühender fchen oder portugiesischen Grenze aufzugeben. erbieten Zimmers schließlich abgelehnt. Am 30. September, also junger Mann durch eine entsetzliche That ums Leben gekommen Auch der Madrider Korrespondent der„ Voss. 3tg." erklärt, daß eine Woche dem Speisiger- Prozeß, tam Zimmer noch ist, ist die hiesige Stadt in zwei Teile zerrissen, ist unfägTelegramme, die die in der That sehr ernsten Unruhen wahrheits- einmal zu mir und sagte: Jetzt ist's zu spät, jetzt fann wenn Sie mir 20 000 m. liches Unglück über die Stadt gekommen. Wie viel Thränen gemäß hatten darstellen wollen, von der Censur nicht durchgelassen ich es nicht mehr machen und geben. Aber seien Sie versichert, das Schicksal Lewys ist besiegelt. find geflossen? Der Schrei nach Sühne dieses Verbrechens zum Himmel, Am 6. Oktober wurde bekanntlich Lewy wegen dringenden Verdachts dieser Entrüstungsschrei, findet bei mir ein vollständiges Echo. Ob 7. Oftober, fam Zimmer wieder zu mir und sagte: Schen Sie jetzt Morde beteiligt war. Deshalb fann ich diese Behauptung auch des wissentlichen Meineids verhaftet. Am folgenden Tage, den es aber jemals gelingen wird, dieses Dunkel zu lüften, das weiß nur Gott. Ich kann nicht beweisen, daß der Angeklagte am ein, Herr Rechtsanwalt, daß ich recht hatte. Auf meine Frage, ob er denn die Verhaftung hätte verhindern können, antwortete Zimmer: Ganz bestimmt. Dieser Borgang ist für die Sache um so wichtiger, δα in der That in den letzten acht Tagen vor dem Speisiger- Prozeß ungeheures Material gegen Morih Lewy zusammen getragen wurde. Ich nehme an, daß, nachdem ich die Dienste Zimmers abgelehnt hatte, dieser wieder mit vollen Segeln Journalisten Zimmer als Zeugen zu vernehmen. in antisemitischer Richtung thätig war. Ich beantrage daher, den Journalisten Zimmer als Zeugen zu vernehmen. worden wären. Der Boeren- Krieg. Aus der Kapkolonie. Nach der Meldung aus Colesberg überschritten die Boeren am 9. Februar den Oranje- Fluß bei Zanddrift und nahmen in der Richtung auf Philipstown eine ausgedehnte Stellung ein. 200 Kolonialtruppen stießen am Mittwoch mit 1500 Boeren zuſammen, behaupteten jedoch ihre Stellung, bis sie von den Der Feind wurde erst langsam zurüdgedrängt, befand sich gestern in australischen Truppen unter Oberst Plumer Verstärkungen erhielten. vollem Rückzug gegen Westen und wird jetzt von Oberst Plumer verfolgt. Es wird hierauf Journalist 3 immer in den Saal gerufen. und sei später Redacteur geworden. Einige Zeit nach seinem Hier: Er bemerkt auf Befragen des Präsidenten: Er sei Bürgermeister a. D. sein sei er Redacteur des„ Konizer Tageblatts" und Korrespondent der Staatsb.- 3tg." geworden. Präs: Sie sollen nun zum Daß es fich in diesem Gefecht um einen Zusammenstoß mit der Streitmacht De Bets handelt, geht aus einem Telegramm Kitcheners hervor. De Wets Streitkräfte überschritten gestern vor Tagesanbruch die Eisenbahn bei Baartmanns Siding nördlich von R.-A. Appelbaum gegangen sein und diesem angeboten haben, gegen gat. Wir haben doch so viele Zeugen hier gehabt, die mit vollster Hinaus mit diesen Leuten, Redner nicht aussprechen. Ich ersuche Sie deshalb, alles Beiwert beiseite zu lassen und lediglich zu prüfen, ob die Angeklagte einen Meineid geleistet hat. Wenn ich die furchtbare Befchuldigung erhebe: der Angeklagte habe dreimal Meineid geleistet, so sage ich: der Grund bei ihm war die Furcht, daß er, wenn er die Wahrheit sagte, er babe Winter gekannt, dann in den Verdacht des Mords geriet. Ich habe mich gefragt, wie kam ein 18jähriger Gymnastiast zu dem Verkehr mit einem 28 jährigen jüdischen Fleischergesellen. Das war Anna Hoffmann, der Bindeglied zwischen beiden beide den Hof machten. Von der Verteidigung sind eine Reihe Winter nicht wahrgenommen haben. Das ist doch aber kein Beweis. Zeugen geladen worden, die den Verkehr des Angeklagten mit Sie können aber doch nicht sagen, ob der Verkehr nicht stattgefunden Eine Anzahl De Aar; Oberst Plumer folgte dem Feinde auf den Fersen. Die Entgelt zu Gunsten Moriz Lewys thätig sein zu wollen? Bestimmtheit den Verkehr wahrgenommen haben. von Oberst Crabbe geführten Panzerzüge fuchten den Feind am Detectives, die sich Freunde der Wahrheit nannten, wie Wienede, Ueberschreiten der Eisenbahn zu verhindern, die Boeren hatten friebe zu Herrn Rechtsanwalt Appelbaum? 3euge: Jawohl. Präs. Gingen Sie aus eignem AntiSchiller, Rauch und Stephan, sind im jüdischen Sinne bemüht triebe zu Herrn Rechtsanwalt Appelbaum? 3euge: Nein, der gevejen, diese Zeugen durch Trattieren und andere Mittel zu beeinflussen. jedoch die Schienen nördlich und füdlich der Stelle, wo sie die Bahn passierten, aufgerissen. Die Engländer erbeuteten jüdiſche Handelsmann Gerber ersuchte mich, zu Appelbaum zu gehen. Ich bin ein unparteiischer Mann und nehme 3 immer nicht aus. viele von mit Munition beladen, ein Bras.: Sie wollten also, wenn Sie Geld erhalten, zu Gunsten Es ist das der Mann, der innerlich antisemitische, andrerfeits philoüber 20 Wagen, Marim- Geschütz und über 100 Pferde; 20 Boeren wurden gefangen nach dem Mörder anstellen, obwohl Sie der Ueberzeugung waren, antisemitischen Artikel schrieb; der die Behörden in schrofffter Weise genommen. Die britischen Truppen sind auf der Verfolgung der der Mörder sei nur unter den Juden zu suchen? Zimmer: JaBoeren begriffen. angriff, und der mit der linken Hand das Geld von Juden nehmen Andere Telegramme besagen: wohl, damit hätte ich aber meine antisemitische Gesinnung nicht gewollte, um im Sinne der Juden thätig en erschweren die sein. Solche Leute, Crabod, 15. Februar. Eine Abteilung von 50 Boeren hat ändert, denn indem ich in christlichen Kreiſen Nachforschungen anstellte, die keinen Funken Ehre gestern 10 Meilen von hier einen Transport von 70 Pferden den Juden suchen.- Verteidig. R.-A. Appelbaum: Giebt der Zeuge Das sind nur Schlachtenbunimler. fonnte ich immer meiner Herzensneigung folgen und nach Spuren unter Untersuchung. Wir brauchen die Hilfe solcher Leute nicht. veggenommen, welche für die englischen Truppen bestimmt waren. Port Elizabeth, 15. Febr. Ginem Privatbrief zufolge haben zu, daß er zu mir gesagt hat: Es wird in der ganzen Stadt un die diese unglückliche Stadt als melkende Kuh betrachten. die Boeren viermal Bahnzüge bei Edenburg in die Luft gesprengt. eids zu überführen? Er sei im stande, Lewy zu retten und wenn ein und führt ferner aus: Die Aussagen für den Schuldbeweis find geheures Material zusammengetragen, um Moriz Lewy des Meine geht dann im weiteren eingehend auf die einzelnen Beugenaussagen Beim legten Mal verloren sie durch Schüsse, welche aus einem 3euge: englischen Panzerzuge abgegeben wurden, 12 Tote und Verwundete. ich seine Dienste ablehne, dann ist Lewy verloren? Das ist möglich. Vert.: Giebt der Zeuge zu, daß er mir auf 10 reichhaltig, daß man eine Anzahl Zeugen preisgeben kann. Ins besondere gebe ich preis die Zeugen übte und Tochter, Mai, Streit der Eingeborenen in Kapstadt. meine Frage, wodurch er Lewy retten könnte, sagte: Ich gehe bei R11 2c. Es bleiben aber jedenfalls 25 Zeugen, an deren Glaub Kapstadt, 15. februar. Die Eingeborenen stellen Rechtsanwalt Gebauer aus und ein, um diesem das Belastungsmaterial würdigkeit nicht zu rütteln iſt. hier infolge des Auftretens der Pest die Arbeit ein. Eine Ab- gegen Moritz Lewy zu überbringen. Wenn ich nun dem Rechtsanwalt ordnung begab sich im Namen von 5000 Eingeborenen zu der zu- Gebauer sage: Die Zeugen wissen nichts, dann werden sie einfach ständigen Behörde und machte ihr die Mitteilung, daß die Ein- nicht geladen? Zeuge( nach einigem Zögern): Das ist möglich. geborenen wegen der Best nicht mehr arbeiten Vert: Giebt der Zeuge zu, daß ich sein Anerbieten ablehnte? wollen und nach ihrer Heimat zurückzukehren Beuge: Nun so positiv haben Sie mein Anerbieten nicht abgelehnt, wünschen. Die Behörde hat ihnen die Erlaubnis nicht Sie haben mir doch gesagt, daß Sie deshalb erst in Berlin anfragen müßten? Bert.: Habe ich Ihnen nicht eine Depesche gezeigt des Inhalts: Widerrate, mit Zimmer in Verbindung zu treten? Benge: Das ist mir nicht mehr erinnerlich. Vert.: Giebt der Zeuge zu, daß in Berteidiger Rechtsanwalt Appelbaum: pietat er am 30. September mir sagte: Nun ist's zu spät, jezt tann ich's nicht Meine Herren Geschwornen! Wenn der Herr Erste Staatsmehr machen und wenn Sie mir 20 000 m. geben, aber feien Sie anwalt gesagt hat: hier im Gerichtsjaale finden die Parteileidenversichert, das Schicksal Moritz Lewys ist besiegelt? 3e uge: fchaften keine Stätte", so stimmte ich dem vollständig bei. Allein Das ist möglich. Erster Staatsanwalt: Sind Sie außerhalb des Gerichtssaales tobten die Parteileidenschaften furchtbar. der Z. Korrespondent des Konizer Tageblatts" Sofort nach der Auffindung der Leichenteile wurde behauptet: Ritualmord begangen. Die antiund der Staatsbürger- 3eitung"?- 3euge: Ja- Die Juden hätten einen wohl. Erster Staatsanwalt: Sie schreiben in der femitischen Zeitungen hetzten ganz furchtbar. Die Staatsbürger Das Konizer Die Gewerbegerichts- Kommission des Reichstage lehnte Staatsbürger- Beitung" auch unter den Zeichen m" und" r"? Beitung" wurde massenhaft in Stonig verbreitet. in ihrer legten Sigung den zu§ 13 des Gewerbegerichts- Gesezes 8euge: Das kann ich nicht sagen, ich lege auf die Zeichen fein Tageblatt" wurde antisemitisch. Es ist doch anzunehmen, daß viele gestellten socialdemokratischen Antrag ab, welcher verlangte, daß das Gewicht, sondern habe das stets der Redaktion überlassen. 8eugen unter einer gewissen Suggestion ausgesagt haben. Der aftive Wahlrecht allen großjährigen( statt 25jährigen) Personen, Erster Staatsanwalt: Sie geben aber zu, daß aus Ihrer Erste Saatsanwalt hat der Verteidigung den Vorwurf gemacht, daß mit Privatdetektives arbeite. Der Staatsanwaltschaft ohne Unterschied des Geschlechts gewährt werden soll, soweit die- Feder im Konizer Tageblatt" und in der Staatsbürger- Zeitung" fie felben im Sinne des Gesetzes als Arbeitgeber oder Arbeiter zu eine große Anzahl Artikel herrühren, in denen in schärfster Weise steht ein großer Beamtenapparat zu Gebote. Die Verteidigung betrachten sind. Unfre Genossen Zubeil und Tugauer be die Behörden, insbesondere mein Amtsvorgänger und die Berliner ist nicht in der Lage, selbst Nachforschungen anstellen zu können. mühten sich vergeblich, die Notwendigkeit der gestellten Forderung Bolizeibeamten beschuldigt wurden, in der Winterschen Mordsache zu Sie muß zur Ermittelung der Wahrheit die Hilfe von Privatnachzuweisen. Bemerkenswert ist, daß der Abg. Trimbon( C.) Gunsten der Juden thätig gewesen zu sein? 8euge: Ich habe detektives in Anspruch nehmen. Das ist zweifellos ein großer Mißder sich selbst einen demokratischen Katholiken nannte, gegen die wohl eine Anzahl derartiger Artikel geschrieben, ich habe mich aber stand. Es ist aber nicht die Schuld der Verteidigung, fondern der Meine Herren Geschwornen! Sind Ihnen nicht Herabsetzung der Altersgrenze fich ertlärte, trotzdem ihn Genosse streng gehütet, jemanden zu beleidigen. Erster Staats- Gesetzgebung. Tuzauer daran erinnerte, daß im Jahre 1878, bei der Beratung anwalt: Jedenfalls geben Sie zu, über den Konizer Mord in schon Personenverwechselungen vorgekommen? Mir ist es schon der damaligen Regierungsvorlage zwei Abgeordnete des Centrums, antisemitischem Sinne geschrieben zu haben, als Sie Herrn R.-A. häufig passiert, daß ich in den Lokalen begrüßt wurde, mit Personen die Abgeordneten Dr. Lieber und Dr. Franz beantragt hatten, daß Appelbaum anboten, zu zu Gunsten der Juden thätig sein gesprochen, mich unterhalten habe, ohne den Namen der Personen selbst die Beisiger des Gewerbegerichts nur 21 Jahre alt zu sein zu wollen? Zeuge: Damals schrieb ich weder für gekannt zu haben. Nehmen wir an, es fragt mich jemand auf der brauchten. Der socialdemokratische Antrag, die Bestimmung des das Konizer Tageblatt", noch für die Staatsbürger geitung." Straße nach einem Hause. Ich gehe mit diesem zusammen, unterRun will es aber das bestehenden Gesetzes, daß die Wähler feit mindestens einem Jahre Erster Staatsanwalt: Für welche Zeitung schrieben halte mich mit ihm und verabschiede mich. Beuge: Für die„ Deutsche im Bezirk des Gewerbegerichts wohnen oder beschäftigt sein Sie damals? " Deutsche Wacht" in Unglück, daß dieser Mann ermordet wird. Ich werde gefragt, müssen. zu streichen, wurde angenommen. Bu§ 13 hatten Dresden. Erster Staatsanwalt: Das ist doch auch eine ob ich den Ermordeten gelannt hätte. Ich beschwöre mit gutem unsre Genossen noch folgenden Antrag gestellt:" In Gemeinden antisemitische Zeitung? 3euge: Jawohl. Erster Staats- Gewissen, ich habe den Ermordeten nicht gekannt. Es kommen dann oder weiteren Kommunalverbänden, für welche ein Gewerbegericht anwalt: Also jedenfalls geben Sie zu, daß Ihre antisemitische 20, nein, 100 und sagen: Wie kann Appelbaum so etwas bebesteht, dürfen Innungs- Schiedsgerichte nicht errichtet werden. Be- Gesinnung Sie nicht abhielt, den Juden Ihre Dienste anzubieten? schwören? Ich habe ihn mit dem Ermordeten gehen, sprechen und steht ein Innungs- Schiedsgericht, so ist dasselbe, wenn ein Gewerbe- Zeuge Innerlich bin ich stets Antisemit. Erster Staatsgrüßen sehen." Und ich habe doch die Wahrheit beschworen. Wenn gericht errichtet wird, aufzuheben." Tuzaner wies auf die Mängel anwalt: Innerlich sind Sie Antisemit, im übrigen find ein Zeuge aufgetreten wäre, der gesagt hätte: Jch habe mit Lew hund der Innungs- Schiedsgerichte und auf die Minderwertigkeit derselben Sie Philosemit?( Seiterkeit im Zuhörerraum.) Ver- Winter zusammen gestanden und gesprochen"; wenn ein solcher erteilt. Die Arbeiten in den Dods ruhen. Diefer Streit kann den Engländern sehr unangenehm werden, Eine falsche Siegesnachricht. London, 16. Februar. Die Gerüchte, nach denen General French eine Anzahl Boeren in der Nähe von Ermelo ge fangen genommen haben soll, bestätigen sich nicht. Parlamentarisches. " " " Sie sollen den Angeklagten nicht verurteilen, weil er Jude ist. Das wäre auch gegen den Willen unfres Heilands; es wäre eine Verlegung der christlichen Religionsgrundfäße. Verurteilen Sie deit Angeklagten, weil er sich vergangen hat an den Grundsägen der christlichen Gesetzgebung, aber auch an den Vorschriften seiner eignen Religion, die ebenfalls vorschreibt: Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten." Beuge aufgetreten wäre, dann wären alle andren Beugen überflüssig. daß diefe mindestens zweimal, teils fogar dreimal wählen konnten. Junsre deutschen Brüder um Unterstüßung anrufen müssen. Helft Aber ein solcher Zeuge ist trop aller Bemühungen nicht beschafft worden. Dazu war der Erwerb des Bürgerwahlrechts für die allgemeinen uns in dem Kampf um unser Recht. Wenn die besten Freunde beider den Verfehr nicht wahrgenommen Wahlen noch an die unerhörte Bedingung geknüpft, daß dafür ein Alle Sendungen bitten wir zu richten an: J. Clémentz, haben, dann ist der Verkehr möglich, aber nicht wahrscheinlich. Aber Kaufpreis von 30 m. gezahlt werden mußte. Unter diesen Um Rue Croix des Oiseaux. Montceau- les- Mines, Saônefogar die Familie hoffmann, die beide fannte und dem An- ständen gab es unter den Arbeitern natürlich eine faum nennensA- Loire( Frankreich). geflagten fogar feindlich gesinnt ist, hat niemals den Verkehr wahr werte, jedenfalls aber völlig einflußlose Anzahl von Bürgern. Die Arbeiterpresse wird um Abdrud gebeten. genommen. Man sollte doch annehmen, daß zwei Liebhaber eines Im Jahre 1897 bequemte man sich dann endlich dazu, das Mädchens fich doch einmal getroffen hätten. Endlich hat die Nachbar. Bürgerrecht etwas zu reformieren. Der Kaufpreis von 30 m. wurde Die Bühnenarbeiter in Breslau, welche in dem„ Verband schaft von dem Verkehr nichts wahrgenommen. Der Ange- abgeschafft, dafür aber der Erwerb des Bürgerrechts an die Beflagte war bon der Volksmeinung des Mords verdächtigt bingung gefnüpft, daß man mindestens 5 Jahre hintereinander ein des technischen Bühnenpersonals( Sig Berlin)" organisiert sind, haben worden. Er konnte sich einen Erfolg errungen. An den bereinigten drei Theatern ist folgende nur bor der Verhaftung dadurch Einkommen von 1200 m. verfteuert haben müsse. Eine von der schüßen, daß er sich in allen Dingen streng an die Wahrheit Refch ten beabsichtigte weitergehende Verbesserung durch Herab- Forderung aufgestelt worden: Erhöhung des monatlichen Lohns um halten mußte. Er mußte wissen, daß er, sobald er nur fegung des Census auf 900 M. wurde von der Linken der Bürger- 10 M., Bezahlung der Nachmittags- Vorstellungen und alle 14 Tage einmal von der Wahrheit abweicht, sofort verhaftet wird. Der An- fchaft verhindert. Trotz des auch für Hamburger Verhältnisse recht einen freien Tag. Diese Forderung ist nach einer Aussprache zwischen geflagte hatte also alle Veranlassung, auch betreffs des Werkehrs hohen Census durfte jetzt aber gehofft werden, daß genügend Ar- dem Herrn Direktor Löwe und einer von den Bühnenarbeitern ge mit winter streng bei der Wahrheit zu bleiben. Ich will jegt beiter das Bürgerrecht erwerben fönnten, sodaß eine Wahlbeteiligung wählten Kommission bewilligt worden. schließen mit der Bitte an Sie, meine Herren Geschwornen: die für die Zukunft nicht ganz aussichtslos fei. Es wurde deshalb In der Buchbinderei von Anhöd u. Co. in Gößniß sind Schuldfragen zu verneinen. offizielle Beteiligung beschloffen und dieser Beschluß bei der im Maßregelungen von Buchbindern vorgenommen worden. Die Firma Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld: Jahre 1898 stattgefundenen halbschichtigen Erneuerung der Bürger- soll sich nach Berlin und Leipzig gewandt haben, um Ersagkräfte Meine Herren Geschwornen! Der Herr Erste Staatsanwalt ist schaft auch ausgeführt. Das Resultat waren in allen Bezirken ganz heranzuziehen. sehr richtig auf das Motiv eingegangen: daß, wenn der Angeflagte hübsche Minoritäten, die in einigen Jahren Erfolg erhoffen ließen. einen Meineid geschworen hat, er bieten aus Furcht, wegen Mords Auch von der jest stattgefundenen halbschichtigen Wahl die Ber- Mälzerei- Besiger ihren Arbeitern eine öffentliche Zustellung" zuge Zur Brauerbewegung in Kulmbach haben die Brauerei und berfolgt zu werden, geleistet hat, das ist sicher. Es genügt, wenn treter zur Bürgerschaft werden auf 6 Jahre gewählt und zwar so, Mälzerei- Besizer ihren Arbeitern eine öffentliche Zustellung" zugejemand eine, wenn auch vollständig grundlose Befürchtung daß nach je drei Jahren eine Hälfte der Bürgerschaft neugewählt sandt, in der sie den Centralverband deutscher Brauer als Vermittler ablehnen, sie wollen höchstens eine Stommission anerkennen, hat. Aber nachdem ihn der Kriminalfommissar erhoffte man noch nichts, als einen fleinen Zuwachs an Wehn wird deren Vorsitzender Bürgermeister Flessa oder der demnächst zu eindringlich ermahnt hat, wenn es wahr sei, den Ver- Stimmen. Tehr doch zuzugeben, In allen bestimmende Vorsitzende des Gewerbegerichts sein soll. Interessant muß mant annehmen, daß der Das Resultat ist allen überraschend gekommen. Angeklagte die Wahrheit beschworen hat. Der Angeflagte bat gai Bezirken mit Ausnahme des Landgebiets- haben wir sehr ist, daß in dem Utas auch davon gefabelt wird, der Centralverband nichts bestritten, was die Zeugen befundet haben. Er hat die Mög- ansehnliche Minoritäten errungen und sitzen den alten Parteien in habe die Abficht, das Kulmbacher Bier in den norddeutschen Städten lichkeit zugegeben, daß er mit Winter zusammengestanden habe, vielen Bezirken hart auf den Fersen. Dazu ist Genosse Stolten, ein au boyfottieren, wie der Leiter der Bewegung, Egel- Nürnberg, zusammen gegangen fet, zusammen gesprochen und sich begrüßt, aber geborner Hamburger und politischer Redacteur des Hamburger gedroht habe. Eine diesbezügliche Aeußerung ist nur in einer Unternicht gefannt habe. Kann sich jemand noch gewissenhafter ausdrücken? Echo", gegen einen Metallwaren- Fabrikanten und wütenden redung mit Herrn Bürgermeister Flessa gefallen, die dabei beFür Juristen genügt es, daß er jagt:" Ich habe den Mann nicht ge- Socialistenfresser, der den Bezirk bisher vertrat, gewählt. Der sprochenen Angelegenheiten sollten aber auf beiderseitigen Wunsch tannt." Solange nicht nachgewiesen ist, daß er mit Bewußtsein falsch Bezirk, der den ersten Socialdemokraten in das herrliche Rathaus geheim gehalten werden. Die Unternehmer sind der Ueberzeugung, geschworen hat:" Ich habe den Namen nicht gekannt," ist eine Ver- der alten Hansastadt schickt, ein Teil des Hammerbrook, hat schon daß ihre maßvollen, treuen, tüchtigen Arbeiter sich nicht durch ausurteilung nicht möglich. Der Verteidiger geht alsdann eingehend einmal bei einer Wahl eines Socialdemokraten den Ausschlag wärtige Agitatoren zu Gewaltmaßregeln verleiten lassen würden". Der auf die Beugenaussagen ein und plädiert gleichfalls für Freisprechung. gegeben. Als im Jahre 1883 Bebel im ersten Wahlkreise Appell dürfte aber umsonst sein, denn die Arbeiter find entschloffen, Es entwickelt sich nunmehr zwischen Staatsanwalt und Wer- für den Reichstag kandidierte, hatte man Abend all die Unternehmer zur Anerkennung ihrer bescheidenen Forderungen teidigern ein lebhaftes Für und Wider den Angeklagten. Auf gemein schon angenommen, er fei unterlegen. Seinem Gegenzu zwingen. Die verschiedenen Aktienbrauereien in Kulmbach vers eine Bemerkung des Staatsanwalts über die Heze von jüdischer kandidaten, dem freisinnigen Hamburger Richter, wurde schon allgemein teilen bis zu 30 Proz. Dividende, während die Arbeiter einen Seite bemerkt Rechtsanwalt Appelbaum: Da der Erste Staats zu seiner Wahl gratuliert. Er hatte viel Stimmen mehr, als Bebel Wochenlohn von 18 refp. 20 m. fordern. anwalt den Vorwurf erhoben hat, daß von jüdischer Seite auch in allen Bezirken. Nur ein Bezirk fehlte noch, aber man glaubte Ausland. gegen die christliche Bevölkerung gehegt worden sei, beantrage ich, nicht, daß er das Resultat ändere. Da tam das Resultat, und es Aus Chalons sur Saone meldet der Telegraph vom 16. Februar: diesen Brief zu verlesen und dazu den Journalisten 8immer warf alle Kaltulationen über den Haufen: Bebel war gewählt und Auch heut vormittag zogen größere Trupps Ausständiger in die zu vernehmen. Bräfident Landgerichtsdirektor Schwe do wit: Hanburg sandte seinen ersten Socialdemokraten in den Reichstag: Werkstätten der Metallarbeiter und erzwangen die Einstellung der Der Herr Erste Staatsanwalt hat nur von jüdischen Zeitungen ge- Jener Bezirk war die Jdastraße im Hammerbrook. Sie heißt seit Arbeit. Die verschlossenen Thore einer Werkstätte wurden von den Verteidiger Rechtsanwalt Appelbaum: Das ist aber jenem Tage im Vollsmund ganz allgemein Bebels- Allee. Unruhestiftern erbrochen. Als die Streifenden sich anschidten, im nicht Gegenstand der Verhandlung gewesen. Ich wundere mich, daß der Bebels- Alee" hat jetzt wieder mitgeholfen, den ersten Socialdemo- geschlossenen Zuge nach der Stadt zurückzukehren, versperrten Herr Präsident das zugelassen hat. Präs.: Ich muß diesen traten in die Hamburger Bürgerschaft zu senden. Vorwurf zurückweisen. Es ist Gegenstand der Hauptverhandlung Neben diesen glänzenden Erfolgen der Socialdemokratie, die für ihnen Gendarmerie und Soldaten den Weg und nahmen 25 Vergewesen. Verteidiger Rechtsanwalt Appelbaum: Mit Rüd die Zukunft das allerbeste erhoffen lassen, ist bei der gestrigen Wahl haftungen vor. ficht auf den Korrespondenten verzichte ich auf die Verlesung des besonders bemerkenswert: die eklatante Niederlage des Briefs. Nachdem aber der Erste Staatsanwalt den Bor Antisemitismus. Die Antisemiten, die bisher drei wurf erhoben hat, daß gegen die christliche Bevölkerung Size in der Bürgerschaft hatten, hofften bestimmt, das Der Krakehl um die Prinzenköpfe. gehezt worden sei, muß ich bemerken, daß ich seit Dußend diesmal voll zu machen. Sie haben trop rührigster Solveit die Nachrichten über die diplomatischen Thaten in langer Zeit beweisen könnte, daß die Heze gegen die genannten Wahlarbeit und in der That schmutzigster Agitation so berbreiteten Peking die Lage übersehen lassen, dauert der widerliche Streit um christlichen Familien nicht von Juden, sondern von ausgesprochenen sie z. B. 1ote Flugblätter, die mit demagogischem Text die Arbeiter die abzuschlagenden Brinzenköpfe fort, obwohl die zwei oder drei Antisemiten ausgegangen ist. Ich habe aber troydem das Material berwirren sollten eine eklatante Niederlage auf der ganzen Linie Khakimächte doch endlich eingesehen haben sollten, daß die chinesische nicht berwertet, sondern ruhig zugesehen, wie immer in der erlitten. Es ist ihnen mur gelungen, ihren einen diesmal strittigen Siz zu Dynastie die Forderung der Enthauptung unmöglich bewilligen fann. Staatsbürger Beitung" und dem„ Konizer Tageblatt" gegen die retten, doch gingen auch hier die Stimmen von 204 auf 188 zurüd, während Auch sollten die Heißfporne, die unter allen Umständen auf ihrer Juden unter antisemitischem Deckmantel weiter hegte. Es hat mir die socialdemokratischen von 36 auf 112 stiegen. Diese unerwartet Forderung bestehen, doch längst begriffen haben, daß China in seiner gestern in der Seele leid gethan, daß ich durch die beantragte Ver- gekommene entschiedene Niederlage haben die Antisemiten nicht in ablehnenden Haltung durch einige der Mächte selbst bestärkt wird. nehmung 8 immers getvissermaßen dessen Existenz vernichtete. Es legter Linie ihrem Eintreten für den Brotwucher zu Hat man doch sogar die Erfahrung machen müssen, daß China über ist aber die Pflicht des Verteidigers, das Intereffe des Angeflagten danken. Damit dürfte aber der Antisemitismus für Hamburg, ehe die Vereinbarungen der Diplomaten unter einander vortrefflich unterwahrzunehmen. Es ist mir bekannt, daß Zimmer in der Familie er in der Bürgerschaft ein nennenswerter Faktor geworden, auch richtet wird. Hoffmann als Freund vertehrte und trotzdem gleich endgültig abgewirtschaftet haben, selbst wenn er in einer notden Verdacht gegen die Familie Hoffmann er: wendig gewordenen Nachwahl noch einen Siz erobern sollte. Die hoben hat. Socialdemokratie hat ihren Vormarsch angetreten und neben ihr ist für den Antisemitismus fein Plaz. fprochen. am Gewerkschaftliches. Der Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld richtet hierauf an den Ersten Staatsanwalt die Frage, ob er Auskunft geben wolle darüber, daß die Einleitung des Verfahrens gegen Hoffmann Von der Parteipreffe. In die Redaktion der Rhein.- Westf. und andre christliche Familien auf Veranlassung von Juden geschehen Arbeiterzeitung" in Dortmund ist zur Vertretung des Genossen sei. Erster Staatsanwalt Dr. Schweigger: Ich verweigere Bredenbed, der längere Zeit hinter schwedischen Gardienen zubringen hierüber die Auskunft.- Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld: muß, der Genosse Louis Scheibe aus Hartmannsdorf in Sachsen einDann beantrage ich, den Kriminalinspektor Bra un aus Berlin hier getreten. über zu vernehmen. Da derselbe beim Aufruf nicht zugegen ist, In den letzten drei Monaten hat" Der arme Teufel aus der stellt der Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld an den Ersten Oberlausiz" allein in der Stadt Zittau 500 neue Abonnenten Staatsanwalt die Frage, ob er zugebe, daß der mehrfach genannte gewonnen. Die sächsische Oberlaufig ist auf dem besten Wege, zu Stephan auch einige Zeit in seinen Diensten gestanden einer sicheren Domäne unsrer Partei zu werden. habe. Erster Staatsanwalt Dr. Schweigger: Ich nehme feinen Anstand zu erklären, daß Stephan die Behörde auf eine neue Spur aufmerksam machte, die ohne dessen Mithilfe nicht ver= folgt werden konnte, deshalb war Stephan lurze Zeit im Einverständnis mit der Berliner Behörde in meinen Diensten. Ver teidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld: Das genügt mir. Ich war erstaunt, daß der Erste Staatsanwalt jezt besonders betonte: Die Unter dieser Spizmarte tommt die" Germania" nochmals auf Unschuld des Angeklagten am Mord sei nicht nachgewiesen, aber den ihr so lieb gewordenen Fall Hoppe" zurüd. Die Anflageschrift, er habe nicht hinreichendes Material, um die Anklage wegen Mordes die sie dort gegen die socialdemokratische" Zimmererorganisation gegen den Angeflagten zu erheben. Es ist das eine ungewollte und uns verbricht, enthält fünf Punkte. Sie deutet im Deuten ist Stimmungsmacherei; fie hat aber dieselbe Wirkung wie eine ge- die Germania" befanntlich start unser Schweigen als ein Einwollte und erinnert an den Standpunkt des Staatsanwalts, der geständnis der Schuld. fagte: So lange mir der Angeklagte nicht den Beweis liefert, daß ein anständiger Mensch ist, halte ich ihn für einen Spizbuben." Solche Bemerkung im letzten Stadium ist nicht loyal. Präsident: Angeklagter, haben Sie noch etwas anzuführen? Angetlagter: Ich ersuche die Herren Geschwornen, die Schuldfragen zu verneinen. Ich habe die Wahrheit beschworen, so wahr mir Gott helfe.( Gelächter im Publikum) Das Urteil. er " Berlin und Umgegend. Socialdemokratische Kampfesweise. " Wir haben keine Ursache, immer und immer wieder der Verleumdungen und Berdrehungen des Organs für Wahrheit und Necht" entgegen zu treten, denn das durch unsre Züchtigung, die es in der Brotwucherfrage erhalten hat, wild gewordene Centrumsorgan ist jetzt vollends außer Rand und Band. China. Interessant für die Stellung der chinesischen Regierung ist eine Auslassung der Ostas. Korresp.", die sich chinesischer Juspirationen erfreut. Die Storrespondenz schreibt: Die Bewveggründe zur Hinrichtung der Prinzen vor vierzig Jahren, unmittelbar nach dem Tode des Kaisers Hienfong( worauf von den Vertretern der Mächte als Präzedenz zur Begründung ihrer Forderung, die schuldigen faiserlichen Prinzen auch jezt mit dem Tode zu bestrafen, zuletzt hingewiesen wurde), waren in der That ganz andrer Art wie die Verbrechen, wegen welcher auch jetzt die Todesstrafe gegen die kaiserlichen Prinzen von den Mächten gefordert wurde. Jene Prinzen, welche der kaiserlichen Familie gar nicht angehörten und mur den erblichen Titel und Nang von Prinzen hatten, waren Rebellen gegen die legale Thronfolge und gegen den Regentschaftsrat des minderjährigen Kaisers Tungtchih, des einzigen Sohnes des Kaisers Hienfong. Dieser Regentschaftsrat bestand damals aus der noch lebenden Kaiserin- Witwe und Regentin, als leiblicher Mutter des Kaisers Tungtchih, aus der vor etwa fiebzehn Jahren verstorbenen ersten( finderlosen) Gemahlin des Kaisers Sienfong und aus dem bekannten, Ende Mai 1898 verstorbenen fremdenfreundlichen großen Staatsmanne und Bruder des Kaisers Sienfong, dem( sechsten) Brinzen Kung. Und dieser Regentschaftsrat hat auch jene Prinzen als Rebellen gegen die kaiserliche Familie, zum Schutz der legalen Herrschaft, ohne jede Einmischung von außen, hinrichten laffen, während hier fremde Mächte die Hinrichtung von kaiserlichen Prinzen fordern, die allerdings schwere Verbrechen begangen haben, zu welchen sie sich aber nach chinesischer Auffassung aus patriotischen Motiven und zum Schuße der Dynastie und der Chinesen hatten verleiten laffen. Diese Auffassung, daß die Tuan und Tungfuhsiang sich boch gar keine Verbrechen gegen die Dynastie hätten zu Schulden tommen lassen, deshalb also gar keine Rebellen im Sinne jener vor vierzig Jahren hingerichteten Titularprinzen seien, wurde ja auch fürzlich von den chinesischen Gesandten den europäischen Diplomaten gegenüber geltend gemacht. Diese letteren legten daraufhin freilich den Unterhändlern die Frage vor, ob denn die Nebellion gegen die achte nicht auch gleichzeitig eine Rebellion gegen die chinesische Regierung gewesen sei, da diese doch den Aufstand bekämpft zu haben beteuere. Eine Frage, worauf die chinesischen Diplomaten begreiflicherweise die Antwortschuldig Die Sachen stehen jetzt so, daß die„ Germania" die Behauptung aufrecht erhält, Rolletowski habe den fraglichen Schein unter zeichnet, unser Gewährsmann ist bereit, jederzeit und jeden Nach halbstündiger Beratung traten die Geschworenen wieder ein. Orts zu bezeugen, daß ihm. verfichert hatte, daß er das Zeugnis Unter gespannter Aufmerksamkeit des Publikums verkündet der Ob- nicht unterzeichnet habe. Jetzt( und zwar gerade am heutigen Tage mann Kaufmann Paul Werner Konis: Die Geschworenen haben fommt unser Gewährsmann von St. zurück) giebt Herr Stolletowsti alle 3 Schuldfragen wegen wissentlichen Meineids und die Unter- allerdings zu, dem Drängen der Germania"-Leute nachgegeben frage ob der Angeklagte durch Bekundung der Wahrheit strafrechtliche Ver zu haben; er hat das ihm vorgelegte Schriftstück unter folgung befürchten fonnte, beja bt. Der Erste Staatsanwalt beschrieben, ohne über den Sinn und die Tragtveite desselben sich antragt hierauf, das Strafmaß auf 5 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre recht flar gewesen zu sein. Der Umstand, daß Herr Kollefowsti Ehrverlust und dauernde Eidesunfähigkeit festzusetzen. blieben. Pole ist, der, die deutsche Sprache nicht vollkommen beherrscht, läßt Der Angeklagte bittet weinend um Milde, da er unschuldig sei. Dies wohl glaublich erscheinen. Herr Kolletowski hält aber das, was Nach kurzer Beratung des Gerichtshofs verkündet der Präsident, er unirem Gewährsmann in einem zweiten Schriftstück unterzeichnete, Landgerichts- Direktor Schwede wig: Der Gerichtshof hat auf eine nach wie vor bolIlommen aufrecht. In diesem Schriftftüd Strafe von vier Jahren Zuchthaus, vier Jahren Ehrverlust ist die Behauptung der„ Germania", die Zimmerer hätten, um die und dauernde Eidesunfähigkeit erkannt, sowie dem Angeklagten die Entlaffung Hoppes zu erzwingen, ihre Arbeitsleistung gefliffentlich Kosten des Verfahrens auferlegt. Der Angeklagte ist abzuführen. eingeschränkt, als Lüge gekennzeichnet. Herr St. bleibt aber auch jet Bei der Abführung wird dem Verurteilten zugerufen:„ Adieu Morig!" noch dabei, daß er Hoppe nicht entlassen habe. ,, Biel zu wenig!"" Hättest müssen 20 Jahre bekommen!" Partei- Nachrichten. So steht Behauptung gegen Behauptung. Wir sind unfres Gewährsmanns bollfommen ficher; das, was er uns mitgeteilt, ist durchaus wahr. Will die, Germania" die Sache gerichtlich feststellen, wir wollen sie daran nicht hindern. Deutsches Reich. Der erste Socialdemokrat in der Hamburger Bürgerschaft. Die gestrige Wahl zur halbschichtigen Erneuerung der Hamburger Bürgerschaft hat unfren Hamburger Genossen einen ganz unerwarteten An die deutsche Arbeiterschaft! Erfolg gebracht: neben einem bedeutenden Zuwachs der socialKameraben! Vor zwei Jahren haben wir in Montceaudemokratischen Stimmen in allen Bezirken die Wahl des Genossen les Mines eine Gewertihaft ber Bergarbeiter geOtto Stolten, der nun als erster Socialdemokrat in bas Hamburger Rathaus einziehen wird. Bis vor wenigen Jahren war gründet, um den unerträglichen Brutalitäten der Unternehmer entgar nicht daran zu denken, daß ein Socialdemokrat in die Bürger gegen treten zu können. Unfre Organisation zählt jegt 9540 Anschaft gewählt werden könnte. Die Hamburger Parteigenoffen hänger. Die Unternehmer find wütend darüber und möchten unsre beteiligten sich deshalb offiziell überhaupt nicht an den Wahlen. Organisation gern wieber zerstören. Seit Juni 1999 liegen wir in Das Wahlrecht war ein so miserables, wie in teinem zweiten beständigem Kampfe mit unfren Herren", 20 000 Menschen wollen deutschen Bundesstaat. Ein Teil der Bürgerschaftsmitglieder wurde sie unter ihren Willen beugen. Der gegenwärtige Streit dauert seit und wird auch noch heute durch privilegierte Wahlen gewählt, durch dem 21. Januar( wir haben wiederholt darüber berichtet. N. b."."). die Grundeigentümer- und Notabelenwahlen. Die Grundeigen tümer wählen vierzig Abgeordnete, die Notabeln Mitglieder der Die Unternehmer segen fich frivol über alle gefeßlichen Bestimmungen Gerichts- und Verwaltungsbehörden- ebenfalls vierzig Ab- bintveg und treten unser Recht mit Füßen. Ostas. Korrefp." aufgeworfene Frage, ob man wirklich so fest davon Sehr beherzigenswert für die Khafimächte ist auch die in der Oftas. Storrefp." aufgeworfene Frage, ob man wirklich so fest davon überzeugt sei, daß die Hinrichtung von Tuan, Lan und Tungfubfiang eine so heilsame Wirkung auf das chinesische Volk ausüben werde. " Der erste, einschüchternde Eindruck würde sich, wie wir bereits früher eingehend barlegten, balb wieder berflüchtigen, aber der Haß gegen die Fremben würde bleiben und sich mit der Zeit schon in noch verstärkterem Maße äußern!" Wir können die deutsche und englische Diplomatie wirklich nicht für so furzfichtig halten, daß sie die Berechtigung dieser Warnung nicht einsehen sollte. Aber die Dinge in China sind so zerfahren, die Interessengegensätze und das gegenwärtige Mißtrauen find so groß, daß die Khatimächte sich nicht entschließen können, das Feld zu räumen. Man hofft wahrscheinlich, durch den Gewinnst an Zeit auch wieder beffere Chancen zu gewinnen. Ohne fefte Ziele und Pläne läßt man das Spiel des gufalls walten. teinerlei politische Genialität, sondern nur einige hundert Millionen neuer Anleihen kostet. Was einstweilen Lehte Nachrichten und Depelthen. Neapel, 16. Februar.( B. H.) Wegen Wiederernennung Morins zum Marineminister beabsichtigen die Metallarbeiter in den General ftreit einzutreten. Sofia, 16. Februar.( B. H.) Das Ministerium Petrow hat heute die Demission eingereicht. Sofia, 16. Februar.( B. H.) Das Befinden des Erbprinzen Boris ist sehr bedenklich. Zur Bronchitis sind die Masern hinzuge ordnete, zusammen 80 Abgeordnete. Die gleiche Anzahl Ab- Kameraben! Wir sind entschlossen, den Kampf bis aufs äußerste geordnete ging aus allgemeinen Wahlen hervor, an benen fortzufegen. Leider sind unsre Klassen durch die immerwährenden fich Grundeigentümer und Notabeln wiederum beteiligten, fo Streifs, zu denen wir getrieben worden sind, erschöpft, so daß wir getreten. Berantwortl. Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 41. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. Februar 1901. Reichstag. gestiegenen Mietspreise, besonders in Berlin, joute der so verewigen Sie den Nationalitätenzwist.( Sehr richtig b. d. Soc.) Wohnungsgeldzuschuß für die unteren Beamten erhöht werden. Die Polen zu entnationalisieren wird Ihnen nie gelingen. 50. Sigung vom Sonnabend, den 16. Februar 1901, Bon Zeit zu Zeit sollte ein Ausschuß von Unterbeamten zur Be- 0 Abgeordneter von Glebocki( Pole)) sprechung der Mißstände zusammengerufen werden. Staatssekretär v. Podbielski: nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: b. Podbielski. Die zweite Beratung des Post Etats wird fortgesetzt.( Tit. Staatssekretär.) Abg. Graf Oriola( natl.): Ich bin immer Willens, die Sonntagsruhe, soweit wie nur möglich, durchzuführen. Ganz den Verkehr am Sonntag einzustellen, geht nicht an. Unfre Landbevölkerung beschwert sich schon jetzt Ich habe mich gewundert, daß Herr Singer die Poſt als eingestellt wird. Wollte ich das durchgängig thun, so würde ein Mädchen für alles hinstellte und es bemängelte, daß sie die In- Sturm der Entrüstung ausbrechen. Gerade die Landbriefträger find validenrenten auszahlt und Invaliden- sowie Stempelmarken veram Sonntag am meisten in Anspruch genommen. Den Erlaß der fauft. Ich glaube nicht, daß dieser Standpunkt des Herrn Singer Ober- Postdirektion in Frankfurt a. M. habe ich nicht gebilligt. Ich im Interesse der Arbeiter lag. Aber gestern war ja auch habe die Sache nicht hier, ich glaube aber, der Ober- Postdirektor alles verkehrt. Herr Singer sprach gegen die Interessen der Arbeiter war gestorben und die Stelle noch nicht besetzt. Ich halte und Herr v. Podbielski wandte sich gegen den Abg. Baffermann. den Erlaß nicht für richtig. Solche Sonderbestimmungen ( Heiterkeit.) Herr Bassermann hat jedoch niemals behauptet, der dürfen nicht getroffen werden, und ich habe sofort Herr Staatssekretär habe vor der polnischen Agitation tapituliert. Remedur eintreten Er hat nur gefagt, daß das jetzige Verhalten der Postverwaltung den Briefen mit polnischer Adresse gegenüber das äußerste Maß des Entgegenkommens darstelle. Redner polemistert des weiteren gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. v. Jazdzewski. Man geht von seiten der Polen so weit, ganz bekannte deutsche Städte wie Berlin, Glogau, Neiffe zu polonifieren, Städte, deren deutsche Namen natürlich jedem Polen bekannt sind. Gegenüber einem solch oftentativen Vorgehen ist nicht die geringste Konzession am Plaze.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) polemisiert nochmals gegen den Abgeordneten Tiedemann. Die Chitanierung ist nicht von den Polen, sondern von der Staatsregierung begonnen worden. Nach weiteren Bemerkungen der Abgeordneten Fürst Radziwill ( Pole) und v. Tiedemann( Rp.) wird die Diskussion geschlossen und Titel 1 bewilligt. Ebenso eine Reihe weiterer Titel. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Dienstag Schluß 5% Uhr. 1 Uhr. etned TBociales. Kohlenbergbau in Preußen im Jahre 1900 nach vorläufigen Ermittelungen. fu Obers Bergamtsbezirke Förderung Absatz 1900 To. 1899 To. 1900 1899 To. To. 27 311 863 25 593 884 Breslau In laffen. Berlin herrschen für die Unterbeamten recht schwierige Verhältnisse, dagegen verschließe ich nicht meine Augen. Es wäre falsch, zu behaupten, daß ihre Bezahlung ausreichend ist. Gerade die kleinen Leute haben angesichts der Wohnungsteuerung mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen, aber die Lösung dieser Servis- und Wohnungsgeldfrage liegt nicht bei der Post, sondern bei den andren Behörden. Ich tann nicht mit derartigen Anträgen kommen, ich gehöre mit meinen Beamten ins allgemeine Staatsgefüge hinein. An die Rüglichteit der Beamten Ausschüsse glaube ich nicht. Wir Halle Die Erfüllung ihrer Aufgaben wird der Post aber nicht nur von Beamten haben zu arbeiten. Sollten wir dann noch zu diesen Aus- Clausthal den Polen erschwert. Die deutschen Papierfabrikanten bringen in verschüssen reisen, dann würde es mit den Bierreisen kein Dortmund fehrter Konkurrenz die unglaublichsten Sorten von Briefcouverts Ende nehmen, denn dazu führt es. Ich kann doch die Ausunter das Publikum und auch die Unfitte, die Briefmarken nicht schüsse nicht bloß in Berlin einrichten. Die Verhältnisse liegen oben rechts in die Ecke, sondern an irgend einer andren Stelle auf auch so verschieden; wie soll der Beamte des Westens, der seinen die Converts zu leben, liegt durchaus nicht im Interesse des leichten Landwein trinkt, das graue Ostelbien mit seinem Alkohol Verkehrs. verstehen? Abg. Fürst Nadziwill( Pole): Interstaatssekretär Fritsch: Wir hatten gehofft, daß nachdem durch die Besprechung unsrer Interpellation der Horizont etivas von den Miasmen gereinigt war, die Frage der Behandlung polnischer Briefe mit etwas weniger Ers regung behandelt werden würde. Die Behandlung dieser Briefe steht aber doch mit den Erlassen der Postverwaltung in Widerspruch. Die Uebersetzungsbureaus dienen als eine Art Quarantäne für die polnischen Briefe.( Sehr richtig! bei den Polen.) Was der Herr Postsekretär mit der einen Hand giebt, wird so durch die Verzögerung der Bestellung wieder genommen. Diese Behandlung bedeutet nichts andres als eine Verhöhnung des Gefühle der Polen für ihre Muttersprache. Die Bolen würden ihrem Boltsstamm untreu werden, wenn sie auf dieses ihnen von Gott gegebene Gut der Muttersprache verzichten würden. ( Bravo! b. d. Polen.) Abg. Dr. Oertel( tons.): Wir fennen feinen Haß gegen das Voltstum der Polen( Sehr Bonn Busammen Breslau Halle Bonn Die Lösung der Aufgabe, eine einheitliche Rechtschreibung in der Clausthal Reichsverwaltung einzuführen, hängt nicht von der Post allein ab. Zwischen den beteiligten Ressorts schweben Verhandlungen, die noch Zusammen nicht zum Abschluß gelangt sind. Ich kann nur sagen, daß die Post verwaltung das Ihrige dazu beiträgt, eine Lösung zu finden. Abg. v. Tiedemann( Np.): Ich billige nicht die Verdeutschung alter historischer polnischer Ortsnamen, aber ebensowenig ist eine Bolonisierung deutscher Städte angebracht, die nie im polnischen Besitz gewesen sind. Die polnische Muttersprache hat mit den polnischen Adressen nichts zu thun, es wird den Polen durchaus nicht verboten, polnisch zu forrespondieren. Da fie aber dem Deutschen Reiche angehören, muß die Post verlangen, daß die Adressen deutsch geschrieben werden. Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): 29 580 693 a) Steinkohlen 27 959 689 8242 664 228 54 641 120 11 501 220 10 660 726 322 5 243 628 695 54 643 170 11 454 470 92 325 462 12 255 758 280 59 618 900 12 005 886 59 634 619 11 960 405 101 976 014 94 774 499|| 99 643 869 534 663 644 333 23 386 350 444 736 722 568 21 705 443 454 485 3 984 499 28 459 918 b) Braunkohlen 494 935 18 522 245 381 729 864 467 27 144 224 5 202 274 5 220 071 3 890 595 33 745 628 28 102 567 23 289 504 Die Zahl der beschäftigten Arbeiter in den Steinkohlenbergwerken betrug 375 171 gegen 342 556 im Jahre 1899; in den Braunkohlenbergwerken 41 846 gegen 35 974 im Jahre 1899. Nach den vorläufigen Ergebnissen der letzten Volkszählung von 1. Dezember 1900 hatten insgesamt 245 preußische Städte 10 000 und mehr Einwohner, während nach den endgültigen Ergeb niffen der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 228 folcher Stadte vorhanden waren. Ihre Anzahl ist also in den letzten 5 Jahren um 22 gestiegen. Im Jahre 1890 waren 205 und im Jahre 1885 196 solcher Städte in Preußen vorhanden. Herr Singer meinte, ich hätte den Privatposten eine Thräne Auf dem Gebiete der vorbezeichneten 245 Städte wurden am richtig! rechts), wir verlangen aber, daß die Polen, wenn sie alle nachgeweint und meinem Schmerze über ihre Aufhebung 1. Dezember 1900 11 375 872 ortsanwesende Personen gezählt. Nechte als Deutsche beanspruchen, auch alle Pflichten der Deutschen Ausdruck gegeben. Ich habe aber 11tr die infolge Die Zunahme der Bevölkerung der preußischen Städte mit 10 000 übernehmen. Wir verwerfen jedes fleinliche Vorgehen der Aufhebung der Privatposten Aufhebung der Privatposten gesteigerten Anforderungen und mehr Einwohnern betrug 20,21 Broz. der zu Beginn des letzten gegen die Polen, fordern aber einen klaren zielbewußten Kurs in der an die Reichspost hingewiesen und Vermehrung der Beamten Jahrfünftes ermittelten Bevölkerung, gegen 14,06 Proz. während der Polenpolitik; das Ziel muß selbstverständlich möglichste Angliederung verlangt. Herr Singer warf mir weiter manchesterlichen Jahre 1890/95 und 18,35 Proz. während der Jahre 1885/90. Zu der uns sehr angenehmen poluischen Bevölkerung an das übrige Standpunkt vor. Manchesterleute wurden zuerst zuerst diejenigen beachten ist hierbei, daß diese Verhältniszahlen für die Zunahmie sich Deutschland sein. Im übrigen bin auch ich der Ansicht des Herrn genannt, welche gegen die Stornzölle agitierten, nach dem neuesten jeweilig auf die Gruppe der größeren städtischen Gemeinden beziehen, Abgeordneten Singer, daß diese ganze Angelegenheit hier viel zu sehr Flugblatt der Socialdemokraten könnte ich also auch ebenso gut somit also auch die im betreffenden Jahrfünfte in diese Gruppe neu aufgebauscht wird. Das Gefühl für die Muttersprache kann doch Herrn Singer als Manchestermann bezeichnen. Andrerseits nennt eingetretenen Städte wie auch die Gemarkungsveränderungen mitdurch das Schreiben deutscher Adressen nicht verlegt werden. Schließlich man diejenigen Manchesterleute, welche den Standpunkt des umfassen. würden wir soweit kommen, daß auch alle unsre deutschen Mitbürger laisser faire, laisser aller, der freien Bethätigung der Kräfte ver- In den einzelnen Städten ist die Bevölkerungsveränderung in auch innerhalb dieses Hauses giebt es ja solche für welche treten und auch diese freie Bethätigung der Kräfte hat ja Herr Singer den letzten fünf Jahren eine sehr ungleichmäßige gewesen: in die hebräische Sprache gewissermaßen Muttersprache ist, ihre Briefe anerkennenswerter Weise für die Postbeamten verlangt. Ebenso wie 236 Städten ist eine Zunahme erfolgt, in 9 Städten eine Abnahme. hebräisch adressieren und Anstellung von Postbeamten verlangen, die der Biererlaß zu mißbilligen ist, ist es auch beschämend für die Die Bevölkerungszu- bezw. Abnahme bewegt sich in den Grenzen hebräisch übersetzen können.( Heiterkeit.) Beamten, wenn sie von Zeit zu Zeit bei den sogenannten Kleider- bon+ 64,90( Recklinghausen) bis 5,52 Proz.( Küstrin.) Was die Bestellgänge in Berlin anbetrifft, fo genügen die paraden antreten müssen, um zu zeigen, daß ihre beiden Seit Errichtung des Deutschen Reichs hat sich die Zahl der jezigen neun Bestellungen mir als Berliner durchaus. Herr Singer, Anzüge ordentlich im stande find. Eine solche Revision muß das Städte mit mehr als 10 000 Einwohnern um 108 vermehrt, obwohl der sonst immer ein vollgerüttelt und geschüttelt Maß von Klagen Ehrgefühl der Betreffenden kränken. Bezeichnend für die Leutenof während dieser Zeit durch Zusammenlegung mit andren Städten hatte, hatte diesmal nichts weiter vorzubringen, als den Biererlaß, der Post ist die Umfrage, die vor kurzem ergangen ist, ob nämlich Bockenheim, Ehrenfeld, Deus, Dorp, Ottensen, Neustadt- Magdeburg, der nicht einmal von dem Herrn Staatssekretär ausging. Auch hat die Beamten nicht zum Teil im Winter Urlaub nehmen Buckau, Burtscheid und Grabow a. D. ihre Selbständigkeit verloren er nur die Form bemängelt, mit dem Inhalt können wir schließlich wollten. Statt daß man den Urlaub im Sommer verlängert, mutet haben. auch einverstanden sein. Auch wir verbannen ja die Bierflaschen von man den Beamten zu, den größten Teil ihres Urlaubs im Winter unfren doch recht auftrengenden Sigungen( Heiterkeit) und was uns womöglich im Zimmer zuzubringen. recht ist, muß den Postbeamten billig sein. Daß Herr Singer weiter nichts borzubringen hatte( Abg. Singer: Zeitungserlaß!), beweist doch, daß auf dem Gebiete der Postverwaltung nicht allzuviel zu tadeln ist. In den nördlichen und östlichen Vororten sind die Verhältnisse Zu wirklichen Klagen giebt nur der Vorortverkehr Anlaß. Ich muß noch viel schlimmer als in den westlichen. Die Vororte& rie täglich für unfrantierte Briefe und Drucksachen 50 Pf. Strafporto drichsfelde und Weißenfee, die direkt von der Ringbahn zahlen, und dabei wäre ich froh, wenn ich eine ganze Anzahl dieser durchschnitten werden, gehören nicht au Drudsachen, wie sie jedem Reichstags- Abgeordneten zugehen, gar orten, die in δαξ billige Porto einbegriffen find. nicht befäme. Das Attentat trifft hier nicht den Thäter, sondern Das widerspricht doch der Angabe des Herrn Staatssekretärs. in Berlin. den, gegen den sich das Geschoß wendet. CB müßte Der Vorortsverkehr muß unbedingt in der nächsten Zeit in den Vororten wirklich erwogen werden, ob nicht allen Reichstags- Abgeordneten, ausgedehnt werden, die Zustände sind jetzt ganz unhaltbar und Es geht daraus hervor, daß die Bevölkerungszunahme Berlins die im Vorort wohnen, eine Bauschalsumme für Ergänzungs- haarsträubend. Der neue Vorort Neu- Weißensee gehört zum in dem letzten Jahrfünft fast doppelt so stark gewesen ist als in dem Porto zugebilligt wurde!( Große Heiterkeit.) Im übrigen ist zuzu- Vorortsverkehr, dagegen Weißensee selbst, das ganz genau so vorlegten, daß dagegen die Bevölkerungszunahme der Vororte erheb geben, daß, wer überhaupt zur Zufriedenheit neigt, mit der Ber- weit von Berlin entfernt liegt, nicht. Noch einige Worte über lich geringer geworden ist. Immerhin bleibt die Thatsache bestehen, waltung des Herrn Staatssekretärs einverstanden sein kann. Ich will die polnische Angelegenheit. Das Uebersetzungsbureau daß die Einwohnerzahl im Inneren der Stadt entfernt nicht in demden Herrn Staatssekretär nicht eitel machen( Heiterkeit), hoffe aber, darf nicht zu einer chitanöfen alle für polnische selben Maße wächst wie an ihrem Außenringe. daß er seines Amts mit derselben Umficht walten wird wie bisher! Briefe werden, wie das thatsächlich geschehen ist. Man fagt, ( Bravo! rechts.) Abg. Glebocki( Bole) bestreitet nochntals gegenüber dem Abg. Oriola, daß von einer polnischen Agitation gesprochen werden könne. Herr Dertel hat sich selbst widersprochen, wenn er die kleinlichen Maßnahmen den Polen gegenüber verurteilt und das Vorgehen der Bostbehörde billigt. Was die Post hundert Jahre lang verstanden hat, kann ihr nicht jetzt, plöglich solche Schwierigkeiten machen. Daß wirklich nur Chikane von feiten der Post vorliegt, beweist 3. B. der Fall, daß ein Brief mit ganz deutscher Adresse an das Uebersetzungsbureau ging, weil ein Wort, das neben demort stand, polnisch war. mur, Staatssekretär v. Podbielski: werden, Abgeordneter Ledebour: den Vor Von Die Bevölkerung der Stadt Berlin hat nach den vorläufigen Feststellungen in dem abgelaufenen Jahrfünft eine Zunahme von 12,33 Proz. erfahren, gegen 6,24 Proz. im Jahrfünft vont 1. Dezember 1890 bis zum 2. Dezember 1895. Bergleicht man das Wachstum der Boltszahl Berlins mit dem seiner Vororte in den legten 15 bezw. 29 Jahren, so erhält man für die einzelnen Boltszählungs- Perioden die nachstehenden beiden Zahlenreihen. Es betrug die Zunahme v. H. der Bevölkerung 1885/90 1890/95 20,03 64,11 6,24 61,97 1895/1900 12,38 46,89 1871/1900 128,01 1007,32. wer Deutsch tann, soll auch deutsche Adressen schreiben. Ja, Opfer des Hypothekenbank Krachs. Die Aktiengesellschaft wer soll denn das beurteilen, ob der Briefschreiber Deutsch Maschinenfabrik von Bäzold in Inowrazlaw, ein Unternehmen der versteht oder nicht. Die Postbeamten find doch jedenfalls dazu Preußischen Hypothekenbant, ist in Stonturs geraten. Nachdem sich vollständig unfähig. Während der Herr Staatssekretär sich noch auf die Stadt ge: veigert hatte, das Unternehmen für ihre Rechnung zu den Boden des Gefeßes stellte und nur undeutlich geschriebene pol- übernehmen, find 600 Arbeiter entlassen worden. Was nische Adressen ablehnte, verlangt Herr v. Tiedemann, daß das bei der jetzt herrschenden Kälte bedeutet, braucht nicht weiter überhaupt nur deutsche Adressen zugelassen erörtert zu werden. weil die Polen deutsche Bürgen seien. leber 500 Arbeiter sind von der in Konkurs geratenen Borzellanden Vertretern der hakatistischen Idee wird ein schönes Spiel fabrit, Aktiengesellschaft in Kolmar i. P. plöglich entlassen worden. " Deutsch." Weil vir in einem getrieben mit dem Worte: Deutschen Reiche leben, deshalb behauptet man, müssen die fremd- Das Alkoholmonopol in der Schweiz. Nach einer Mitsprachlichen Nationen, die mit uns leben, nur die deutsche Sprache feilung des Befter Lloyd" ergab der Abschluß der Betriebsrechnung sprechen. Daß die Polen deutsch lernen, liegt in ihrem eignen Inter- der Alfoholverwaltung für das Jahr 1900 einen Ueberschuß der EinDie Angelegenheit mit den polnischen Adressen wird in der esse, aber es ist nicht richtig, wenn systematisch darauf hingearbeitet nahmen im Betrage von 6 455 000 Franken. Im Jahre 1899 war wird, daß ihnen mit allerhand fünstlichen Mitteln ihre Muttersprache der Ertrag um etwa 200 000 Franken und im Jahre 1898 um That ganz über Gebühr aufgebauscht. Ich betone nochmals, daß abgewöhnt wird, wenn die Kinder in der Schule weder ordentlich 800 000 Franken größer, während er in den Jahren 1892 bis 1896 nicht polnische Adressen als solche zurückgewiesen werden, sondern wenn fie undeutlich sind. Thatsache ich auch, daß große deutsch noch polnisch lernen. Auf welche Weise die Polen in das hinter dem legtjährigen Ertrag zurückblieb. Der gesamte Ueberschuß Bantiers in Posen erklärt haben, wir würden gern deutsche Adressen Deutsche Reich gekommen sind, will ich nicht erörtern. Wir finden gelangt an die einzelnen Stantone, und zwar nach Maßgabe der aber Bahl ihrer Einwohner. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen schreiben, aber das Publikum droht uns dann, sofort jede geschäft- uns selbstverständlich mit dem historischen Faktum ab, indem wir eine fremdsprachliche Bevölkerung als boll- 2.20 Franken. Seit Bestehen des Monopols im Jahre 1887 stellt liche Verbindung abzubrechen.( Hört! hört! rechts.) Das ist ein berechtigte Staatsbürger in großen Waffen aufnehmen, sich der gesamte Reingeivim aus demselben auf 74 429 440 Franken. Zwang, der den ganzen Betrieb sehr erschwert. Was den Nachbarorts- Verkehr besonders von Berlin anlangt, so ist es unsre einfache Pflicht, das Naturrecht dieses Der Bund erhielt nichts; die Kantone wurden verpflichtet, 10 Proz. u a ch t'e n. ihres empfangenen Betrags zur Bekämpfung des Alkohozeigt sich, daß eine so große Umwälzung, wie die Einführung eines Es ist geradezu empörend, derartige Aeußerungen zu hören, wie die Tismus zu verwenden. billigen Tarifs für Berlin und seine Vororte, noch nicht dem Publikum und den Behörden in Fleisch und Blut übergegangen ist. des Herrn v. Tiedemann. Ich erinnere daran, welcher Sturm von Aus der Frauenbewegung. Solche Klagen werden wir immer hören, so lange wir nicht einen Entrüstung durch ganz Deutschland ging, als in Ungarn die deutschen Städtenamen magyarisiert wurden. Einheitstarif haben. Das Ziel der Zukunft ist für mich, das Deutschen in den Frauenarbeit in Rußland. Das Reglement über die Zus billige Porto für die Städte auszudehnen auf immer weiter werdende Ich erinnere an die Behandlung der Ostseeprovinzen, wo mit fünstlichen Mitteln versucht laffung von Frauen zur Beschäftigung in den Institutionen des Ringe. Warten wir zunächst ab, bis der Nachbarorts- Tarif sich mehr wird, den eingefessenen Deutschen ihr Deutschtum zu nehmen. Justizrefforts ist dieser Tage vom Justizminister bestätigt worden. eingelebt haben wird.( Bravo! rechts.) Sie, die die Polen unterdrücken wollen, haben nicht das Recht, Diesem Reglement zufolge werden den Frauen die Arbeiten einAbg. Stöcker( wildk.): fich darüber zu empören. Dazu haben nur wir das Recht, die wir geräumt, die bisher ausschließlich von Kanzleibeamten und MietBei den Polen liegt offenbar ein System bor. Wenn sie es wirkliches Gefühl auch für die Ehre andrer Völker haben. Sie schlagen schreibern ausgeführt wurden. Das Vorrecht der Beschäftigung lin nicht Agitation nennen wollen, so nennen wir es Terroris- jedem Mitgefühl für die deutschen Bürger im Ausland ins Gesicht den Juftitutionen des Justizrefforts ist den Witwen, Frauen und unRedner bespricht die Rechtsschreibung im Postdienst und geben unsre deutschen Brüder den Verfolgungen der Magyaren verheirateten Töchtern und Schwestern der gegenwärtigen und früheren und wendet sich dann der Frage der Sonntagsruhe im preis. Da zeigt sich, daß Ihre Nationalität weiter gar Beamten des Justizrefforts vorbehalten, wobei die mietweise AnPostdienst zu. Es müßte auf Pakete, die am Sonntag bestellt nichts als eine Polizei- Nationalität ist. Sie stellung den Frauen teinerlei Pensionsberechtigung gewährt, obgleich werden, eine höhere Gebühr gelegt werden. In Frankfurt a. M. find tommen nicht über die dee der polizeilichen Bevor sie die Berechtigung auf Unterstügungen aus den den einzelnen am Sonntag vor dem jüdischen Neujahrsfest die Markenverlaufs- mundung hinaus. Die einzige Lösung der Frage ist die Herbei- Inftitutionen des Ministeriums zur Disposition stehenden Geldstellen eine Stunde länger, nämlich von 11 bis 1, statt fonft von führung des Zustands, wie er in der Schweiz besteht, wo alle summen gleich den übrigen Kanzleibeamten besigen. 12 bis 1, offen gehalten worden. Irgend ein Grund für diese Nationalitäten Gleichberechtigung haben. Wenn Sie beständig die Maßregel ist nicht einzusehen. Angesichts der außerordentlich Staatsregierung aufheten, gegen die Polen mit Chitane vorzugehen, mus. Volkes auf Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. RANIA** Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Sonntagsaufführung. Taubenstr. 48/49. Lumpacivagabundns. Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Die Goldgräber v. Kali: Theater. Auf den Wogen des Oceans. fornien.( Wein Kumpan.) Kaltfor Sonntag, 17. Februar. Freie Voltsbühne. Carl Weiß: Theater. 3. Abteilung( graue Karten): Meister Delze. Anfang U23 Uhr. Opernhaus. Der Ring des Nibe: lungen. Die Walküre. Anfang 07 Uhr. Invalidenstr. 57/62: Die Weltausstellung in Paris. Montagabend 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Invalidenstr. 57/62. Montag: Ein Maskenball. Die Tägl. Sternwarte. Puppenfee. Schauspielhaus. Anfang 7 Uhr. Maria Stuart. Montag: Die Welt, in der man fich langweilt. Neues Opern Theater( Kroll). Der Compagnon. Anf. 72 Uhr. Montag: Geschlossen. Schiller. Freiwild. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die goldne Eva. Montag: Rosmersholm. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 7 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Die Weber. Montag: Die Macht der Finsternis. Leffing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wie die Blätter... Montag: Johannisfeuer. Berliner. 1leber unfre Kraft.( 2. Teil.) O Anfang 7½ Uhr. Nachm. 2 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Ueber unfre Kraft.( 1. Teil.) Residenz. Frauen von heute. An fang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Frauen von heute. Nenes. Die Liebesprobe. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Die Liebesprobe. Westen. Das Modell. 7½ Uhr. Nachmi.: Martha. Montag: Das Modell. Central. Die Geisha. 72 Uhr. Anfang Anfang Nachi. 3 Uhr: Die Fledermbus. Montag: Die Geisha. Geceffionsbühne. Buntes Theater: Uhr. Ueberbrettl. Anf. 7 Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Amor von heute. Anfang 71 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Luifen. Al Passage- Theater Unter den Linden 22. D -Vorstellung** Anfang: Sonntags 12 Uhr. Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Die vier Schwestern TUA in ihrer Neuheit Ringelreia- Uebertanz 17 erstklassige Specialitäten 17 Hanny Luxa die unvergleichliche Tyrolienne- Excentriques Rosendienstag Feldwebeltragödie in 1 Akt. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. 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Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Die Fledermaus. Abends 72 Uhr. Zum 575. Male: Die Geisha. Mimoja: Mia Werber. Montag und folgende Tage: Die Geisha. In Vorbereitung: San Toy. Chine: fische Operette von Sidney Jones. Gastspiel Miß Mary Halton. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Sensations- Februar- Programm. Präcise! 812 Uhr. Roloffaler Erfolg! 81/2 hr. Bummelfrike. nisches Volksschauspiel in 4 Aften von Dr. Carlotta und H. v. Kupffer. Sonnabendnachmittag 4 Uhr. Kinder: Vorstellung. May und Moritz. Passage- Panopticum und Theater. Die 12 unverbrennb. Fakire Neu! General Boum, der kleinste Mann der Welt. Eintritt einschließl. Theater 50 Pf. Cirkus Busch Sonntag, 17. Februar 1901: 2 gr. Gala- Vorstellungen 2 Nachm. 4 Uhr und abends 72 Uhr. Nachm. 4 Uhr hat jeder Erwachsene auf Sigplägen ein Kind frei; weitere Kinder die Hälfte. Nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien. Besond. hervorzuheben: Die Boots: fatastrophe auf dem Müggelsee. In beiden Vorstellungen: Die berühmten französischen Clowns Gebr. Beldeman. Die großartigen Freiheits: dressuren des Dir. Busch. Auftreten der vorzüglichsten Reitfünstler und Reitfünstlerinnen. Vorreiten der besten Schul it. Springpferde des Marstalls durch die ersten Schulreiter n. Schul: reiterinnen. Außerdem: Vorzüglichste Programmnummern. Abends 712 Uhr: Bum 82. Male: Die ciferne Maske. Gr. historisches Manege: Schaustück in 4 Atten und 3 Hauptbildern. Original- Pantomime des Cirkus Besonders hervorzuheben: Die Jagd bis in die Cirkus: tuppel hinauf. Busch. Ferner: Auftreten des berühmten amerita nichen Pferdebändigers Professor Norton B. Smith. Heute abend ganz außer ordentlich wilde und ungezogene Pferde gemeldet. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. Große Boffe mit Geſang in 3 Aten. W. Noacks Theater. 12 Riesen- Schaunummern. Nen für Berlin: Brunnenstraße 16. Die zwölf Das Ernest- Trio, fenfationelle Der Goldneffe. unverbrennbaren Fakire. Anfang mittags 12 Uhr. Täglich„ D" Vorstellung. Rosendienstag. Montag: Diefelbe Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Auf den Wogen des Oceans". Montag: Aus dem Tagebuch der Erde". Juval ideustraße 57/62. Die Weltausstellung in Paris". Anfang 8 Uhr. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Sport- Hochturner, Carl Jörgensen mit seiner Boffe m. Gesang in 3 Atten( 6 Bildern) Unv. E. Linderer. Musik v. Dr. Schmidt. Nach der Vorstellung: Galerie berühmter Männer. vergleichlich! Demoiselle Marchetty, einzig Tanzkränzchen. dastehende Kraft- Equilibristin. Anfang: Wochent. 7/2, Sount. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Heute Sonntag, 17. Februar: Edhiller Theater Sonntag, ( Wallner Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die goldene Eva. Lustipiel in 3 Aften von Fr. v.Schönthan und Fr. Koppel- Enfeld. Sonntagabend 8 Uhr: Freiwild. Schauspiel in 3 Atten von A. Schnikler. Montagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Dienstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Einziges Sonntags- Gastspiel Yvette Guilbert. 1m 7 Uhr 30: Eine tolle Nacht Berliner Ausstattungspoffe. Um 3/410 Uhr: Auftreten der Madame Apollo- Theater. Yvette Guilbert. Sensationelles Debut! Ada Colley Valentine Petit die australische Nachtigall. mit ihrer entzückenden Traumphantasie. Pepi Glöckner, Deutschlands ⚫ beste Soubrette. Anf. 128 Uhr. Rauchen überall gestattet. Montag, 18. vorlegtes, Dienstag, den 19. legtes Gastspiel Des Löwen Erwachen. Yvette Guilbert. Operette von J. Brandl. Kassenöffnung 62, Anf. 72 Uhr. Nachmittags 312 Uhr: ZauberMontag: Der Rattenfänger von Sameln. 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Zur Nachmittags- Borstellung hat jeder Erwachsene auf allen Plägen, ohne Ausnahme, 1 Kind frei, jedes weitere Kind zahlt halbe Preise( außer Galerie). Abends 7½ Uhr: Internationale Ringkämpfe. 1. Baar: Pietro Belge gegen Vronken. 2. Baar: Sabes II Re gegen Jeurisson und 3. Paar: Piqueplant gegen Röpel. Ehren- Schiedsrichter Prof. Reinhold Begas. Dir. Alb. Schumann mit seinen Original- Dreſsuren. genannt die Steppenkönigin. Bum Schluß: CHINA, großes Wasserschauftück. 600 Mitwirkende. Gastspiel der Me Terka Semmeloff Große Säle Köpnickerstraße 68 mit prachtvoller Theaterbühne für Theater: und Vergnügungsvereine auch Sonntags zu vergeben: Außerdem Säle für 50-1000 Berj. zu Versamm lungen u. Festlichteifen. Gleichzeitig empfehle ich den geehrten Bereinen zu den Osterfeiertagen Matineen. meine Säle für Sonntag: wozu ergebenst einladet Paul Zibolski. Beute, Bock- Auftich, 2640b Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 19. Februar, abends 8 Uhr: Versammlung im Saal der ,, Urania", Wrangelstr. 10/11. Tages Ordnung: Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Achtung! Mittwoch, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Graumann, Naunynstraße Nr. 27. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streiffonds und Bericht des Vertrauensmanns. 9. Die Einführung der Abpuzmaschine Der Vertrauensmann. milist 141/6 243/5 in unfrem Berufe. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag über:" Politische Rundschau." Referent: Reichstags- Abgeordneter Albert Südekum- Nürnberg. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegen Heiten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Die Zahlstelle von Martin, Naunynstr. 86, ist zu Grundmann, Naunynstraße 78, verlegt. Zahlreichen Besuch erwartet Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr. Achtung! Maurer. Achtung! Dienstag, den 19. Februar, abends 8 Uhr, in den Borussia- Sälen, Ackerstr. 6/7:!, in der Brauerei Böhow, Prenzlauer Allee 242: des Versammlung Tages Ordnung: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Freitag früh verstarb nach schweren Leiden unser innigst geliebter Sohn, Bruder und Schwager Paul Gersdorf im 25. Lebensjahre. 26526 Die Beerdigung findet Montag nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Manteuffelstraße 123 aus nach dem Emmauskirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. III. Wahlfreis. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß der Packer Paul Gersdorf im 25. Lebensjahre an Lungenleiden verschieden ist. 242/6 Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer von der Wohnung, Wanteuſſelſtr. 123, Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegierten vom Gewerkschaftskartell und Neuwahl desselben. 2. Bericht des Aus: 1. Vortrag des Redacteurs H. Poetzsch über:" Socialreform in schusses resp. Agitationstommiffion. 3. Wahl des Ausschusses der Beitragssammler, und Thürcontroleure. 4. Fest: Frankreich". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. setzung über den Beginn der Sammlungen zum Streitfonds. 5. Vereinsangelegenheiten. Gäste sehr erwünscht. Zahlreichen Besuch erwartet 245/2 Der Vorstand. Schöneberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Montag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Obst, Grunewaldstraße Nr. 110: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand, J. A.; Julius Gehl. Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Februar, nachmittags 3 Uhr, aus nach dem Friedhof der Emmaus gemeinde statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbekasse d.deutsch. Wagenbauer Centralverband d. Maurer Deutschlands) Moabit- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ( Filiale Berlin II. sv file das Mitglied attoldsT Sonnabend, den 23. Februar er. Grosser Wiener Masken Balluguſt Dunſe watts Demastierung 12 Uhr.- Während der Kaffeepause: Vorträge. im Lokal Friedrichstr. 236( früher Martens). Cl opwaltskemaskierung 1. Politische Wochenschau. Referent Genoffe Spittel, 2. Diskussion. 3. Statutenberatung. B. Bereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Die Musik wird von Civil- Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Koru ausgeführt. 15/3 Billets a 50 Pf. find im Vereinsbureau; bei Große, Boffenerstr. 1; Ewald, Schönleinstr. 6 und Werner, Bülowstr. 59 zu haben. Freunde und Gönner ladet ein Das Komitee. 136/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutsch. Metallarbeiter- Verbandenge. ( Zahlstelle Berlin). S Achtung! Parkettbodenleger! Dienstag, den 19. Februar 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 5. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Fritz Zubeil. 2. Die Arbeitszeit in der Parkettbodenleger Branche. 3. Branchen Angelegenheit und Verschiedenes. V Die Vertrauensleute werden ersucht, die Arbeitslosen Bettel abzuliefern. Die Mitgliedsbücher müssen behufs Abstempelung mitgebracht werden. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, zahl: reich und pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. Branche der Korbmacher. Verwaltungsstelle Berlin. am Freitag, d. 15. d. M., verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Bezrbigung findet am Montagnachmittag 3 Uhr vom Krankenhause Moabit aus nach dem Friedhof der Seilands- Gemeinde in Plößensee statt. 253/4 Die Ortsverwaltung. Deutscher Verein jocialdemokratischer Gast Holzarbeiter- Verband. Umgegend. und und( Bahlstelle Charlottenburg.) Den Mitgliedern hiermit zur Nach Am Dienstag, den 12. Februar, richt, daß unser Kollege, der Tischler verstarb plößlich die Frau unsres Kollegen Wilhelm Merker Bureau: Engellfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353, Dienstag, den 19. Februar, abends 8½ Uhr, im„ Colberger Salon", Colbergerstraße 23: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Kollegen Martin Segitz über:" Die deutsche Metallarbeiter- Bewegung einst und legt": 2. Dis: tussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 111/19 Die Ortsverwaltung. Graveure, Ciseleure Am Montag, den 18. Februar, abends 71/2 Uhr, bei Sanke.luftschlge 78/ 5* Lichtenberg, Dorfstr. 2, Versammlung. ( Filiale Berlin). le Emilie, geb. Brosin, Reinhold Märkisch, in Neu- Weißensee. Die Beerdigung findet statt am Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofs in Neu- Weißensee, Rölkestr. 4719 Um zahlreiche Beteiligung ersucht 69/4 228821 Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten A stamfage hiermit für die Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau bben herzlichsten Dank. 8352 tobidio Dienstag, den 19. Februar 1901: eldge Versammlung Tages Ordnung: ost 1. Die Zustände in der Grünbranche. 2. Verschiedenes. Alle Grünarbeiter Berlins und Umgegend find verpflichtet, zu erscheinen. Die Kommission. Centralverband der Zimmerer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Montag, den 18. Februar, abends 8 1hr, Versammlung für den Norden ( Bezirk VI, VII und VIII) im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Mittwoch, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Versammlung für Süden und Often ( Bezirk I, II, IX, X, XII und XIII) tm Lokal Urania, Wrangelstr. 9/10, in der Nähe des Mariannenplates. Tages- Ordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Arbeitslosen- Unterstüßung und deren Einführung im Verbande. Referent Kamerad Kube. 2. Berschiedenes. Kameraden! In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tages: ordnung fordern wir Euch auf, Mann für Mann in diesen Versammlungen zu erscheinen. Keiner darf fehlen, der in den genannten Bezirken wohnt. Reiner darf es unterlassen, für Bekanntmachung und Besuch der Versamm Lungen zu agitieren. Gäfte find willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Rixdorf. 254/5 Montag, 18. Februar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Thomas, Hermannftr. 48-49: Versammlung der Gentral- Krankenkasse der Maurer, Gipser und Stuccateure Deutschlands. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Schönfeld über: Kinder- Ernährung und Kindersterblichkeit". 136/12 Besonders die Frauen sind hierzu eingeladen. Die örtliche Verwaltung. Achtung! Schmiede! Monlag, den 18. Febr. 1901, abends 82 Uhr, in Gröplers Salon, Bergstr. 147, Große öffentliche Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Die Tagesordnung wird in der Dienstag- Nummer bekannt gemacht.[ 74/3] Der Vorstand. T Rohrer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. Februar, vormittags 10 Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung im Lokal des Herrn F. Wilke, Andreasstr. 26. Tages- Ordnung: 01. Anträge Wernau, Kahner, Schubert, Reihntober. 2. Vereins angelegenheiten. Der trauernde Gatte W. Schulze nebst Kindern. am 15. d. M. verstorben ist. [ 78/6 Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Montag, den 18. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisenkirchhofs am Fürstenbrunner Weg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Metropole der Heils- Armee. Alleinstehende Mädchen finden gutes und billiges Logis für dauernd Wohnzimmer oder vorübergehend. u. Badezimmer zur freien Benußung. Nähere Auskunft erteilt die Leiterin W. Bowey, Oranienstr. 51. Ex Steinbildhauer! Montag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer Nr. 15, Saal 3: D Oeffentl. Versammlung. Jahresbericht und Neuwahl des Bertrauensmannes. Angelegenheiten den Vertrag betreffend. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen ist notwendig. Der Vertrauensmann. Verband der Tapezierer. Markgrafeustr. 85, 20/12 Stollegen, welche noch nicht im Besize eines Schlußstempels find, Dienstag, den 19. Februar, abends 812 Uhr, bet Lorenz werden ersucht, sich denselben bis zu oder während dieser Versammlung zu beschaffen. Diejenigen Kollegen, welche bis zum 24. Februar feinen Schlußstempel besitzen, werden öffentlich publiziert. Da außergewöhnliche Anträge zur Beratung stehen, so ist es Pflicht eines jeden einzelnen Mitglieds, zu erscheinen. 285/17 Kassiert wird nur bis 102 Uhr. Der Vorstand. Rabitzputzer! Mittwoch, den 20. Februar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung Bezirksversammlung Süden. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 177/8 Mittwoch, den 20. Februar, abends 81/2 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Seftion der Näherinnen. 1. Bortrag des Kollegen Nill. 2. Distusfion. 3, Verschiedenes. Die am Mittwoch, den 20. Februar, fällige Sektionss versammlung fällt aus und findet am 27. Februar statt. der Zahlstelle Berlin III des Centralverbands der Maurer. traße 57, stattfindende öffentliche Bersammlung zur Wahl der Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstands und Neuwahl desselben. 2. Stellung nahme zur Landeskonferenz der Maurer der Provinz Brandenburg und event. Wahl eines Delegierten. 3. Verschiedenes. 252/4 Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Eintritt. Die Ortsverwaltung. Die Kollegen werden hierdurch noch einmal auf die am Montag, den 18. d. Mts., abends 8 Uhr, in der Ressource, KommandantenJunungs- Schiedsgerichts.Beisitzer hingewiesen. Erscheinen der Verbandsmitglieder ist unbedingte Pflicht. Die Verbandsleitung. Achtung! 177/8 Achtung! Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Lederarbeiter, Portefeuiller! Dienstag, den 19. Februar, vorm. 11 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33: Mitglieder- Versammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung, Vereine resp. Komitees! Hiermit den Vereinen resp. Komitees zur Kenntnis, daß unsre Mit glieder im Besitz von Legitimationsfarten find; felbige sind für das Jahr 1901 erstes Quartal grün und müssen mit unfrem Vereinsstempel versehen zurückzuweisen Montag. den 18. Februar 1901, abends 8 1hr, in Graumanns Festsälen, Naunynstraße 27: General Versammlung der Bahlstelle Berlin. Tages Ordnung: 1. Die Notwendigkeit der Organisation der Portefeuiller und aller in der Lebergalanteriebranche beschäftigten Personen. Referent: Genosse Kater. 2. Bericht des provisorischen Vorstands und Kaffenbericht. 3. Nenwahl des Vorstands. 4. Statutenberatung. 5. Wahl der Vertretung zum Gewerk schaftskartell. 6. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Ehrenpflicht aller Kollegen und Kolleginnen, welche mit der neuen der Schmiede Rixdorfs und Umgegend. vernichten. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß wir mit den sogenannten Organization ſympathiſieren, ist es, punttlich zu erscheinen. Mitgliedskarte Tages Ordnung: Musikerbörsen 3abel, Ritterstraße, Mischke, Madaistraße, und dem legitimiert. 1. Bortrag des Genossen Täterow und Diskussion. 2. Verschiedenes. Verein Nord in feiner Weise in Verbindung stehen und bitten wir die Recht zahlreichen Besuch erwartet 176/3 Der Einberufer. Genossen, darauf zu achten. Kranken- und Begräbniskasse für die im Berliner Gürtler- u. Bronzenrgewerbe beschäft. Personen Eingeschriebene Hilfstaffe Nr. 60). Mittwoch, den 27. Februar 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus( großer Saal), Engel- Ufer Nr. 15: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1900. 2. Anträge des Vorstands: Auf Auflösung ber Kaffe, Liquidation derselben und Uebertritt zum 1. April 1901 in die Allgemeine Kranken- und Sterbetasse der Metallarbeiter( E. S. 29), Siz Hamburg, und zwar mit den gesamten Attiven und Passiven der Kasse,§§ 38 und 40 des II. Nachtrags zum 3. revidierten Statut. 3. Im Fall der Ablehnung der vorgenannten Anträge Neuwahl des Vorstands und der Ausschuß- Mitglieder. Zutritt haben nur großjährige Mitglieder. Quittungsbuch als Legitimation erforderlich. Es ist Pflicht eines jeden Mitglieds, der hochwichtigen Tages. ordnung wegen zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 270/16 Der Vorstand. J. A.: O. Jaeckel. 50/4 Der Vorstand der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. 103/3 Verein Berl. Jalousie- Arb., Arbeiterinnen und Berufsgenossen. 25845 Achtung! Stockarbeiter! Montag, den 18. Febr., abends 8 Uhr, im Gewerkschafts: Montag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, im Vereinslokal ghaus, Engel- Ufer 15, Saal I, Gr. öffentliche Versammlung aller in Stock, Schirmund Gelloloidwaren- Fabriken beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: bei Ladewig, Kommandantenstr. 65, Außerordentliche General- Versammlung. ages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl des Vorstands. 3. Aufnahme neuer Mite glieder. 4. Wertstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Lichtbilder1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Die socialen Sünden der Gegenwart". 2. Der Streit der Maurer in Halle a. S. Dienstag, 19. Febr., ab. 9, 3. Raffenbericht. 4. Verschiedenes. 175/2 Röslinerstr. 8, Hoffmann. Des hochwichtigen Vortrags wegen, welcher uns und unsre Frauen über die Sünden der Brotverteuerung, der Wohnungsnot und der Kohlenteuerung aufklären soll, und auch der Gewerkschaftssache ist es notwendig, daß Ihr alle mit Euren Frauen in dieser Berjammlung erscheint. Der Vertrauensmann. + Männervortrag v. praft. Naturheilt. Grundmann. Gäste 20 Pf. 1 Broschüre. Geschlechts- und Frauenleiden. Mitglieder und Krankenaufnahme im Naturheilbad Naturärztl. Spr. 11-2, 6-8. Köpnickerstr. 72 Großer Berl. Naturheilv. Warenhaus A. Wertheim Plätteisen E + 10 Verfand- Abteilung Berlin W., Leipzigerstr. 132-135. Montag Dienstag Mittwoch 233 bringen wir, soweit der Vorrat reicht, folgende Artikel zum Verkauf: Wirtschaftsartikel. 1.85, 1.90, 2., 2.10, 2.20 M. Plätteisen vernickelt 2.75, 2.80, 2.90, 3.-, 3.15 M. Waschfässer 8.-, 9.25, 10.75 M. 19AM Waschfässer aus Zink mit Wulst und Ventil 11.40, 12.75, 15,50 M. Wringmaschinen 11.25, 12.-, 12.50, 13.50. Wäschemangeln Wäscheleinen M. 16.75 M.) a mobe 1.60, 2.35, 3.10 M. Wäscheleinen Hanf 2.90, 4.50, 6.25 M. Wäscheklammern 12, 14 Pf. Plättbretter mit Leisten 1.85, 2., 2.10, 2.30 M. Plättbretter bezogen 3.50, 3.75, 4., 4.25 M. Maschinentöpfe weiss Emaille 15, 17, 20, 22, 24, 28, 30 PL. Fleischmühlen 3.- 4.50 M. Messerputzmaschinen Reibmaschinen ,, Express" Tabletts vernickelt 6.45 M. 1.25 M. 45, 65, 85 Pf., 1.25 M. Johot 1.20 M. Dtz. 55 Pf. 2.75 M. Tabletts mit Holzrahmen und bunter Einlage Gläseruntersätze lackiert Wirtschaftswagen lackiert Esslöffel Britannia- Metall 10 Pt. Theelöffel Britannia- Metall 5 PI Schüsseln Emaille, weiss, flach 16, 20, 25, 32, 40, 55, 70 Pf. Schüsseln Emaille, tief 32, 40, 48, 60, 75, 95 Pf. Weisse Tassen Emaille 28, 30 Pf. Pf.id Trinkbecher weiss Emaille 15, 20, 25 Pf. Wannen weiss Emaille 95 P., 1.10, 1.20, 1.45, 1.60 M. Unsere Photographischen Ateliers Leipzigerstrasse 132-135* Rosenthalerstrasse 54* sind täglich von 8 bis 8 Uhr geöffnet. Oranienstrasse 53-54 Durch neue Vorkehrungen werden in unseren Ateliers, unabhängig vom Tageslicht, vorzügliche Aufnahmen bei elektrischem Licht hergestellt. 1 Dtz. Visitbilder 1.80 M., 1 Dtz. Kabinet bilder 4.80 M., 1 Dtz. Postkarten mit Photographie 1.20 M. Vergrösserungen werden nach jeder Photographie angefertigt. ut& duda Das weitbekannte, große Kaufhaus von Singer u. Co., Chauffeeftr. 56, ist gezwungen, eine vollständige Umgestaltung seiner Bertaufsräume vorzunehmen. Um während dieser Umwälzung mit den vorhandenen, be deutenden Warenbeständen zu räumen, hat die Firma Singer u. Co., Chauffeestr. 56, einen Räumungs: ausverkauf größten Stils eröffnet. Dieser Ausbertauf umfaßt die bei der Inventur ganz bedeutend herabgesezten Waren und bringt außerdem ganz hervor: ragend billige Gelegenheitskäufe zu fast unglaublich billigen Preisen. 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Ein Posten Damen Hemden, Achselschluß mit Handstickerei, 1.25 Mt. 43. Reimvollene doppeltbreite Stoffe, jebe Robe in den neuesten Farbentönen, eingeteilt in 6 Metr. Roben, statt 7,80 jetzt durchschnittlich 3.45 Mr. 44. Reinwollene Homespune: Roben, vorzügliche Qualitäten in 25 neuen Farben, eingeteilt in 6 Mtr. Roben, statt 9 Mt. jetzt durchschnittlich jebe Robe 3.90 mi. 45. Einfarbige Ball Alpaccas, auch crême, doppeltbreit, jetzt Meter 50 Pf. 21. Schottische Blusen- Reste in neuen schönen Karos, I Morgenröfe in neuesten Mustern 2,75 M 31. Velour borzügliche Qualitäten, jeder Rest eingeteilt in 3 Mtr. Stoff, zum Selbst- Aussuchen, durchschnittlich jede Bluse 95 f. 22. 1200 Stück Waschstoffe zur vollständigen Räumung, eingeteilt in 3 Serien. Ein Posten Wasch: stoffe, durchschnittlich Meter 20 Pf., ein Posten Waschstoffe, durchschnittlich Meter 25 Pf. und ein Posten eleganter Waschstoffe, durchschnittlich Meter 30 Pf. 23. Reinwollene Ballcrêpes, doppeltbreit, Mtr. 40 Pf. 24. Seidenglänzende Alpacca- Stoffe, auch crême, doppeltbreit, Mtr. 60 Pf. 25. Reinwollene, elfen: beinfarbige Cheviots, doppeltbreit, Mtr. 68 Pf. 26. Ein Bosten schottische und reinwollene, einfarbige Blusen, ganz auf Futter gearbeitet, mit reicher Garnierung, Wert 4-6 Mf., jezt zum Aussuchen, durchschnittlich 2,50 Mt. 27. Ein großer Bosten schwere reinwollene TuchUnterröde mit reicher Tressen- und Soutache- Garnierung, regulärer Wert 5-6 Mr., iegt zum Selbstaussuchen durch schnittlich Stück 2,85 Mt. 28. Ein Posten SammetBlusenheiden, ganz gefüttert, mit und ohne Goldbesaß, verschiedenartig gesteppt, Wert 6-9 Mt., jezt zum Ausfuchen, Stück 3,50 u. 4,50 Mt. 29. Ein Bosten rein: seidene Blusenhemden, ganz auf Futter gearbeitet, etwas befett, durchschnittlich Stüd 3.00 Mt. 30. Belour Abteilung Weingrosshandlung Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack ** *** a Literflasche M. 2,10, 2,50, 3,-. Glühwein- Extrakt a Literfl. M. 1,30, 5 Ltr. M. 5,50, 10 Ltr. M. 10,-. Rum No. 3. 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Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 41. 18. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. # Sonntag, 17. februar 1901. み Unrecht die Patientenraten herabgesezt seien. Die Besprechung ergab, Frostwetters zugefroren sind und nun eine recht stattliche Eisdecke daß die Maßnahme durchaus berechtigt war. Den Kranken wurden bilden. vordem so große Portionen Fleisch und Gemüse vorgeseßt, daß regel- Die Zahl der neuen Gasglühlicht- Laternen, von denen, wie Freie Volksbühne. Achtung, Mitglieder ber II. Abteilung! mäßig ein großer Teil der Speisen in die Küche zurückwanderte. berichtet worden ist, brei probeweise bereits Aufstellung gefunden Die zum 10. angekündigte meist er Oelze"- Aufführung, welche Schließlich gaben selbst die Socialdemokraten zu, daß nähere Er- haben, wird, da sich die vorgenommenen Brennproben gut bewährt ausfallen mußte, findet am Freitag, den 22. Februar, mittelungen die sachliche Berechtigung der Anordnung ergeben hätten. haben, sofort auf zwanzig erhöht werden. Dieselben werden auf der abends 8 Uhr, für die Mitglieder der II. Abteilung in einer Abend Da fragt man sich doch: Sind das ernste Männer, wie es fich für Oftfeite der Friedrichstraße von der Leipziger bis zur Behrenstraße vorstellung statt.( Siehe heute Juferat). III. Abteilung: Heute Stadtverordnete ziemt, oder Hauswürfte, die sich nicht scheuen, durch ihren Platz finden und zwar ist mit den nötigen Vorarbeiten dazu nachmittag 23/4 Uhr im Carl Weiß- Theater: Meister Delge". derartig leichtfertige Anschuldigungen die Bevölkerung zu benn schon begonnen. ( Gustav Kober a. G.) Der Vorstand. ruhigen? Natürlich werden noch nach Monaten draußen in der Ueber den Brand eines Accumulatorwagens der WannseeArbeiter Bildungsschule. Heute abend im Gewerkschafts- Proving die socialdemokratischen Agitatoren mit dem Märchen von bahn geht uns noch folgende ausführliche Darstellung zu: Der haus. Engel- Ufer 15, großer Saal: Freiligrath Abend, ben bungernden Kranten in Rigdorf" die Arbeiter verheßen." Die socialdemokratischen Vertreter haben bei Besprechung der einem schweren Unfall betroffen worden und wird seine regelmäßigen elektrische Versuchszug der Wannseebahn ist am Freitagabend von bestehend in Kammermusit( herren Baul Dornbrad, Bioline; Interpellation in fachlicher Weise zugegeben, daß sie die Notwendig Fahrten infolgedessen für einige Zeit einstellen müffen. Der bekamitEdmund Schäfer, Viola; Mar Schulz- Fürstenberg, Violoncello; Baul feit einer Gerabseßung der Mahlzeiten augenblidlich nicht prüfen wollen, ich von der Firma Siemens u. Salete hergestellte und betriebene Fahrten infolgedessen für einige Zeit einstellen müſſen. Der bekamitFriedrichs, Klavier). Gesang( Herr Baul Friedrichs). Feſt dazu möge sich die Berwaltung des Krankenhauses äußern und mit ich von der Firma Siemens u. Halste hergestellte und betriebene Fest- bazu Verfuchszug befigt zwei Straftwagen, die am Kopf resp. am Ende bortrag( Herr Dr. Rud. Steiner). Recitationen( Herr berartigen Vorschlägen an zuständiger Stelle herantreten. Dann Friedrich Moeft). Billets a 50 Pf. inkl. Garderobe und Liedertegte erst foll bei einer genügenden Grumblage geprüft werden, wie weit des Trains festgetoppelt find und Baffagiere nicht aufnehmen. Der find in den gestern im Inseratenteil bekannt gegebenen Stellen und es angebracht erscheint, die Fletschportionen herabzusehen. Vorläufig abend auf dem Bahnhof Zehlendorf zur Abfahrt bereit, als plöglich Bug, der zwischen Berlin und Zehlendorf verkehrt, stand gestern an ber Staffe zu haben um Störungen zu vermeiden, verfehe man ſteht nur soviel fest, daß gerade von den Aerzten eine reichliche fich rechtzeitig mit Billets. Während der Vorträge werden die Thüren Fleischnahrung gefordert wurde, weil sehr viel Kranke in diesem Motorwagen wurde sofort abgekoppelt und auf ein totes aus dem vorderen Antriebwagen Flammen emporschlugen. Der nicht geöffnet. Späterkommende müssen bis zur Beendigung der Piecen warten und können dann erst Einlaß finden. Ferner Krankenhause Aufnahme finden, die Bevölkerungskreisen entstammen, Geleise geschoben. Die Versuche der Bahnbeamten, den Brand zu wird gebeten, den Anordnungen der Ordner Folge zu geben und wo eine starke Unterernährung zu finden ist. nicht zu rauchen. 16. Februar 1901: Achtung, Parteigenoffen! Der Giordano- Bruno- Bund infertert in gestriger Summer eine Giordano- Bruno- Feier, die im BeethovenSaal der Philharmonie stattfindet. Wir weisen darauf hin, daß genanntes Lokal der Partei zu Versammlungen nicht zur Verfügung steht. Die Lokalkommission. Beiträge für das Liebknecht- Denkmal vom 8. Februar bis Böfener 50. H. Bault, Embenerftr. 10, 2,-. Von Otto Fischer beim Bockanstich 3,10.. Bon Rebs, Hochstraße 1,-. A. Socherr-50. Gesammelt von den Tischlern bei Giraled 3,50. Anton Winkler 3,-. Leopold Lentwiz 1, Durch Albert Strug 3,50. Personal der Firma R. 8. u. Comp. 21,55. Statflub O. Ramsch 5,- Geselliger Verein Boran" 5,- Rauchflub Feigenblatt" 3,-. Werfabteilung Mar Bading 10, Lohnmaurer Kopenhagenerstraße, durch A. Krug 3,65. Von den Metallarbeitern aus der Bülowstraße, von A. Gerisch 18,85. Von Otto Schmidt, Leipzig, Thonberg 5,-. Von M. G., Berlin-, 30. Bereits quittiert 211,85 m. J. A.: J. Pfarr, Butligstr. 10. " fet 9 Der ausIn erster Linie handelte es sich bei der Interpellation nicht um löschen, waren vergeblich und erst der Behlendorfer freiwilligen die Zulässigkeit der Herabfegung der Fleischportionen, sondern darum, Feuerwehr gelang es, die Flammen, die inzwischen die ganze innere ob, wie es geschehen ist, mit lebergebung des Magistrats Einrichtung des Motorwagens ergriffen hatten, zu dämpfen. Die und der betreffenden Deputation vom Gemeinde Passagiere des Versuchszugs, der fofort ausrangiert werden mußte, vertreter Bles aus eigner Machtvollkommenheit solche An- fonnten mit dem nächsten von Potsdam kommenden fahrplanmäßigen ordnungen getroffen werden durften. Die Frage ist von allen ein- Buge mit 25 Minuten Verspätung die Fahrt antreten. sichtigen Leuten, auch vom Bürgermeister selbst, verneint gebrannte Kraftwagen ist leider schwer beschädigt, und es wird worden. Wo tämen wir hin, wenn in der städtischen Verwaltung mehrere Wochen dauern, ehe er wieder ausgebessert ist und der Berjeder Stadtverordnete über die Köpfe der Verwaltungsorgane seine fuchszug wieder in Betrieb genommen werden kann. Als Ursache Anordnungen träfe. Hätte ein socialdemokratischer Vertreter sich eine des Brandes wird Kurzschluß vermutet. folche Machtbefugnis angeeignet, was ausgeschloffen erscheint, dann Von threm Bräutigam verraten und dann verhaftet wurde hätte gewiß der Moniteur des Borergrafen seine ganze Entrüftung die unverehelichte Fanny Harnisch, die am 7. b. M. einen Sportsgegen die socialdemokratische Anmaßung" spielen laffen. Es liegt mann aus einem Tanzlokal zu ihrer Freundin Tappert nach der allerdings eine Konsequenz in diesem Verhalten des Bückler- Organs, Stralanerftr. 57 verschleppt und ihn bort, während er infolge seines denn man findet in der Polemik den Grundsatz wieder: Frechheit angebeiterten Zustands in Schlaf verfallen war, ausgeplündert hatte. und Anmaßung sind die unantastbaren Rechte des Antisemitismus! Die Harnisch hatte, nachdem der 20 000 M. Diebstahl ausgeführt Der Spiritismus der Queen. Eine hiesige Korrespondenz war, einen Abstecher nach Wittenberge gemacht, war aber dort umbringt folgende wunderliche Meldung: 8u einer eigenartigen gekehrt, weil der Schlächter Richter fte nicht begleitet hatte. In Trauerkundgebung für die Königin Victoria fam ihrem Quartier in Nigdorf hatte sie nun dem Bräutigam ein Lebensdem Friedrichsfelde. Dienstag, den 26. Februar, fiubet hier am es gestern in einer Spiritistenversammlung. Der Hauptredner des zeichen gegeben mit Bemerken, daß sie nun reich Ort die Protestversammlung gegen den Brotincher statt. Referent Abends leitete sein Referat fiber den Verkehr mit dem Jenseits" entfliehen. Richter aber übergab die Notiz der Polizei aus und nichts mehr zu thun brauche; er möge mit ihr ist der Abgeordnete des Kreises, Genosie Stadthagen. Die mit einem Nachruf auf die verstorbene Königin von England ein, Genossen werden gebeten, für den Besuch der Versammlung recht die er als begeisterte Anhängerin des Spiritismus feierte. Furcht, er möchte sonst in die Sache mit verwickelt werden. Bei rege zu agitieren. Bersanimlungslokal bei Bube. Königin Victoria hat, wie er erzählte, ein lebhaftes Interesse für der Verhaftung hatte die Harnisch 1400 M. bei sich, über das Der Vertrauensmann. spiritistische Erscheinungen und Experimente bekundet, wiederholt fehlende Geld will sie nichts angeben können, behauptet vielmehr, Echöneberg. Die Mitglieder des Socialdemokratischen Wahl- ipiritistischen Sigungen beigewohnt und durch Bermittelung eines eine größere Summe nicht gestohlen zu haben. Die Mitschuld an vereins" werden auf die am Montag, den 18. Februar, stattfindende Mediums Namens Brown mit dem Geist des Prinzgemahls bem großen Diebstahl schiebt sie auf ihre Freundin Tappert, die als außerordentliche Generalversammlung aufmerksam gemacht. In der in Berlehr gestanden. Troydem ihre Umgebung ihr Thun Seblerin das Geld untergebracht haben foll. Diese ist natürlich Der Schlächter Nichter hat unter felben gelangt das Statut für den Lokalverein zur Beratung.( Näheres als abergläubisch ansah, ist sie bis zuletzt dem Geisterglauben treu Thränen gestanden, daß er die Harnisch in Berlin tennen gelernt gleichfalls verhaftet worden. siehe Juferat.) geblieben. Zum Andenken der großen Spiritistin auf dem Thron" und von ihr zum Nichtsthun verleitet worden sei. Deswegen habe erhoben sich die Versammelten von den Plägen. Köpenick! Den Mitgliedern des Socialdemokratischen WahlDas Medium Brown wird wohl der Kammerdiener der ver- ihn sein in Köthen wohnender Vater verstoßen. Richter befindet sich vereins zur Nachricht, daß am Dienstag, den 19. d. Mts., die Verstorbenen Königin gewesen sein, dem diese nach seinem Tode pietät auf freiem Fuße. fammlung des Vereins im Lokale des Herrn Wilh. Beidler, Grüne voll ein Denkmal gesezt hat. Wie Fama erzählt, hielt sich der Ver- Besonderes Glück hat die Kriminalpolizei in der Ermittelung Trift", Müggelheimerstraße, mit einem Vortrage des Genossen tehr zwischen der hochgestellten Dame und dem Diener aber gerade von gewerbsmäßigen Einbrecherbanden, deren sich zur Zeit nicht Theodor Meyner über: Gleiches Recht für alle" stattfindet. Die zum Spiritismus in dentlich merkbarem Gegensatz und bewegte weniger als vier hinter Schloß und Riegel befinden. Es find dies Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. fich auf einem Gebiete, wo besonders die Anwesenheit des Hoch- die Gesellschaften" Hamann, Kuve, Fischer und Zeife. Zu diesen Der Vorstand. feligen Brinzgemahls als recht überflüssig empfunden werden mußte. vier Gesellschaften" gehören nach den bisherigen Ermittelungen Arbeiterverein von Pankow und Umgegend. Dienstag, den 19. Februar, abends 8/2 Uhr, General Bersammlung hofer Nachf., Weinbergsweg 15b, erschienen am Donnerstagmorgen bie Bahl der festzunehmenden Personen noch vergrößern, da durch die Liederbuch beschlagnahmt. In der Buchhandlung von Mey- 19 Berbrecher, von denen 17 verhaftet find, während zwei der Mey- Teilnehmer" noch gesucht werden. Wahrscheinlich wird sich jedoch bei Großfurt, Berlinerstraße 27. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstands. 2. Statutenberatung. 8. Sonstige Anträge. 4. Bergeber Konrad Beißwanger, zu beschlagnahmen. Das Liederbuch foll fortgefegten Untersuchungen noch mehr Hehler und Stehler entdeckt Ber- criminalbeamte, um das Liederbuch Freie Slänge", Herausfortgefegten schiedenes. angeblich den Abdruck vou Liedern enthalten, wegen deren Ver- werden. Außerdem ist noch eine größere Anzahl Einzelarbeiter" in Schmargendorf. Dienstag, den 19. Februar, hält der Wahl- breitung seiner Zeit ein in London erschienenes politisches Liederbuch darunter sehr schwere Jungens", die zu den gewerbsmäßigen Berden Monaten Januar und Februar ermittelt und verhaftet worden, berein seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. tonfisziert und die Verbreiter bestraft wurden. brechern gehören und Zuchthausstrafen erlitten haben. Bei der Die Sommerferten der Gemeindeschulen sind von der Aushebung einer Speise- Anstalt in der Rosenthalerstraße wurden Schuldeputation für dieses Jahr wiederum auf 5 Wochen festgefeßt nicht weniger als sieben polizeilich gesuchte Bersonen entdeckt und worden. Der Beschluß ist indes mur mit einer sehr knappen Wehr festgenommen. Unter diesen befand sich ebenfalls eine Kleine, aus beit, mit 15 gegen 18 Stimmen, gefaßt worden ein Beweis, daß nur drei Köpfen bestehende Diebesgesellschaft, die stets gemeinsam die Neigung, den Gemeindeschulen hinreichend lange Sommerferien operierte. Die drei Teilnehmer" hatten allem Anschein nach bezu gewähren, immer noch nicht groß ist. Der im vorigen Jahre abfichtigt, an dem Tage ihrer Verhaftung einen Beutezug zu unter gemachte erfte Versuch, auch bei den Gemeindeschulen die Sommer- nehmen, denn sie führten ihr Handwertszeug" mit sich, das sie, um ferien auf 6 Wochen auszudehnen, ist, so viel wir wissen, durchaus sich nicht zu verraten, gelegentlich der Aushebung in einer Ede in zufriedenstellend verlaufen. Er würde von noch größerem Rugen dem betreffenden Lokal zu verbergen suchten. für die Kinder gewesen sein, wenn es ihnen, wie Singer in der Stadtverordneten Bersammlung vorgeschlagen hatte, durch entsprechende in der vorlegten Nacht bei Arthur Willer in der Berlinerstr. 112 in Ein ganzes Friseurgeschäft gestohlen hat sich ein Dieb, der Veranstaltungen seitens der Schule( durch Abhaltung von Spielen Charlottenburg einbrach. Wit einem Nachschliffel fam er vom Hausauf den Schulhöfen und in den Parks, durch Ausflüge in flur aus in den Friseurladen und wählte sich aus den Vorräten vom bie Umgegend) erleichtert worden wäre, von ihren Ferien Wandspiegel bis zu den Kleinsten Toilettebedürfnissen das beste aus, den rechten Gebrauch zu machen. Die Ausführung des Singerschen Borschlags, dem sich die Stadtverordneten- Versammlung doch genug, um ein fleines Geschäft vornehm auszustatten. Das im Mai vorigen Jahrs anschloß, wurde damals als für 1900 noch Geschäft wurde Freitagabend um 9 Uhr geschlossen, und erst gestern nicht möglich bezeichnet, aber für 1901 versprochen. Das Versprechen ist vor mehreren Wochen auf eine bezügliche Anfrage Singers vom Oberbürgermeister erneuert worden, aber Herr Kirschner ließ dabei durchblicken, daß feine Begeisterung für jenen Stadtverordneten Beschluß nicht groß ist. Wird fich da noch zu rechter Zeit irgend ein Hindernis einstellen, bas der Schuldeputation und dem Magistrat gestattet, die Angelegenheit mit einem Achserzucken„ Es geht nicht" Tokales. Die betrogenen Antisemiten. Wie unsre Leser dem Prozeßbericht aus Konig in der Anflage fache gegen Lewy entnehmen tönnen, ist der Korrespondent ber Staatsbürger Zeitung", Herr Zimmer, der die wüsteften Ritual mordgeschichten aus Konig schrieb, zu gleicher Beit auch bereit gewesen, seine Dienste der andren Partei zur Verfügung zu stellen. Wie er behauptete, stände er sogar seiner inneren Ueberzeugung nach gang auf dieser Seite. Da feine Dienste dort aber nicht die richtige Wertschägung erfuhren, hat er dann tüchtig in Ritualmord für das Bücklerblatt und ähnliche Breßerzeugnisse alles mögliche zusammen fabuliert. Der Staatsb. 8tg." ist natürlich die Sache nicht sehr angenehm und fie findet nur die eine Lösung, daß hinter allem die Juden stecken, die sie betrogen haben; sie giebt ihren Verdacht in folgendem Ausdruck: zuschaffen. zu " wurde der Einbruch entdeckt. " Uns ist schon vor Monaten über diesen Herrn Zimmer und Eine Diebesbande in Kinderschuhen wurde am Freitag von über den Detektiv Wienece mitgeteilt worden, daß fie in jüdischem Polizeibeamten von der Schulbank weg aus der 67. Gemeindeschule Solde ständen. Wenn wir trotzdem auch von diesen Leuten Berichte abgeholt. Seit Mitte Januar wurden Geschäftsleute in der Juvaannahmen und nach Prüfung ihres Inhalts verbreiteten, jo liden- und Veteranenstraße von Spitzbuben gebrandfchatzt, bis fich geschah es, weil wir lediglich die Ermittelung des Mörders der Verdacht auf eine Anzahl Senaben lentte. Es sind drei Brüder im Auge haben, deshalb uns auch für verpflichtet hielten, von paare, die in der Schule den Schlachtplan verabredeten und allen jenen Thatsachen Kenntnis zu nehmen, die zur Entlarvung abzuthun? dann gemeinschaftlich ausführten. Besonders hatten sie sich des Mörders dienen fonnten, gleichgültig, ob sie aus jüdischen, der Ackerstraße Die Tuberkulofe und ihre Bekämpfung. Das Polizei das Droguengeschäft des Apothekers D. an unparteiifchen oder antisemitischen Quellen stanimten. Der Fall präsidium teilt mit: Auf dem im Vorjahre in Berlin abe ausgewählt, weil der Inhaber bestimmte Waren erst aus dem Lager Wienecke, wie der Fall Zimmer liefert den erneuten Beweis für gehaltenen internationalen Tuberkulose- Kongres wurde für die Er holen und während dieser Zeit den Laden mit der Kasse unbeaufdas Vorhandensein jenes jüdischen Verwirrungs- und Ver- langung einer volkstümlich gehaltenen Schrift über„ Die Tuberkulose fichtigt laffen mußte. Und auf bare Münze hatten es die jugendbunkelungskomitees, das fich in Konig zu dem Bwed etabliert als Boltsfranfheit und deren Bekämpfung" ein Preis ausgefiegt. Witlichen Tangenichtfe in allen Fällen abgefehen. Während einer hat, fünftlich die Verdachtsmomente gegen Juden zu beseitigen diesem Preise ist die Schrift von Dr. C. A. Knopf, einem deutschen den Geschäftsinhaber beobachten mußte, wagte ein zweiter ben und falsche Beugen zur Ueberführung eines Unschuldigen herbei Arzt in New York, getrönt worden. Das deutsche Centralfomitee nicht weniger als fünfmal hintereinander bestohlen. In einem andren Griff in die Kaffe. Auf diese Weise hat die Bande den Apotheker zur Errichtung von Heilstätten für Lungenfrante in Berlin W., Wie die Schiller, George, Wienecke und Rauch hängt auch Wilhelmsplay 2, hat die Schrift behufe weitester Verbreitung in Fall find die kleinen Verbrecher mit einer staunenswerten Steckheit in eine diefer Zimmer an den Rodschößen des jüdischen Verwirrungseigner Verwaltung herausgegeben. Der Preis der sehr 4 Treppen hoch belegene Wohnung eingedrungen, deren Zugang voit und Berdunkelungskomitees, mit dem wir uns noch weiter zu be- empfehlenden Schrift beträgt mit Verpackung und Porto innerhalb der hinausgehenden Frau offen gelaffen war. Auch hier fiel ihnen schäftigen haben werden. Unfre Ueberzeugung davon, wo der Deutschlands für 10 Stüd 1,20 m., für 100 Stüd 9 M., für 1000 Geschäft Todten fie den Inhaber durch Bestellung abseits liegender aus einem offenen Behälter bares Geld zu. In einem andren Thäter zu suchen ist, wird durch den Fall gimmer nicht beeinflußt." Stüd 80 m. Man tönnte Mitleid mit den Betrogenen haben. Ist denn kein Waren nach einer entfernten Seite, um mit großer Geschwindigkeit Mensch unter den Antisemiten, der den Semiten an Schläue" überNeue Berliner Kirchhöfe in Dalldorf. Verschiedene Berliner das neben dem Laden befindliche Comptoir zu betreten und Legen wäre und diesen Reinfall verhüten fonnte? Wir müssen uns Kirchengemeinden hatten bekanntlich mit Grundbefizern in Hohen aus dem Cylinderbureau, das ste erst hochrollen mußten, ja vor unfren arischen Stammesgenoffen selbst schämen, daß sie so Neuendorf an der Nordbahn Verhandlungen angefnüpft, um größere, Geld zu entwenden. Die jungen Langfinger, lauter Söhne große Tölpel find. zufammenhängende Terrains zur Anlage von Kirchhöfen zu erwerben. achtbarer Eltern aus der Elisabethgemeinde im Alter von 12 bis zu Immerhin wird jetzt die Machination des Vereins zur Abwehr Das Projekt icheiterte aber an der mangelhaften Verbindung der 14 Jahren, von denen vier vor der firchlichen Ginsegnung stehen, des Antisemitismus bald ganz enthüllt werden, denn es unterliegt Reichshauptstadt mit diesem Orte. Außerdem erklärte fich auch die hatten sich nach Verbrecherart mit Spitznamen aus Indianergeschichten für uns keinem Zweifel, daß Graf Bückler und Ahlwardt von den Gemeindevertretung, im Interesse der Erhaltung von Hohen- Reuen versehen, bei denen fie fich auf ihren Fahrten riefen. Die erbeuteten Juden getauft find, um den Antisemitismus zu fompromittieren, und dorf als Villenkolonie dagegen. Daraufhin haben sich nun die Gelder wurden geteilt und zum Besuch von Theatern und zum Ans daß Liebermann mur deshalb so bewuchert wurde, damit er zum Anti- Kirchengemeinden mit Terrainbesitzern in Dalldorf in Verbindung fauf von Leckereien verwandt. Mehrere hatten noch Geldstücke in semitismus sich bekehrte. Wer tann jetzt mit Sicherheit behaupten, gefeht und ist es ihnen bereits gelungen, die diesbezüglichen Ber- den Schulmappen versteckt; einem Teilnehmer war sein Anteil, den daß fiberhaupt ein einziger Antisemit in der Staatsbürger- 3tg." handlungen zum Abschluß zu bringen. Das gekaufte Terrain liegt er unter einer Fußmatte vor der elterlichen Wohnung aufbewahrte, figt oder ob nicht die Adiance Jsraelite ihre Hände dabei im Spiele unmittelbar an den Geleisen der Nordbahn und ist zur Anlage von von feinem Bruder wieder gemauft worden. hat. Alle werden fie gelauft und verkauft von den Juden. Wir Berliner Kirchhöfen schon insofern geeigneter, als schon jetzt von Berlin nach Dalldorf eine direkte Straßenbahn Verbindung( Char müssen uns noch auf große Neberraschungen gefaßt machen. lottenstraße- Dalldorf) besteht, welche bis zu den neuen Friedhöfen weiter geführt werden kann.. D Antisemitische Flegelet. Das hiefige Organ für Ritualmordgläubige, die Staatsbürger 8tg.", bringt über die Interpellation Eine große Anzahl von Frei Eisbahnen giebt es augen unsrer Parteifreunde in der Nigdorfer Stadtverordneten Berjamm- blicklich auf dem Tempelhofer Felde, die von der Jugend eifrig zum lung folgende vollkommen unrichtige Schilderung, die in einen Schlittschuhlaufen benutzt werden. Auf den etwas niedriger gelegenen ganz perfiden Angriff gegen unsre Parteigenoffen ausartet: Teilen der weiten Fläche haben sich nämlich links und rechts von " In der Rirdorfer Stadtverordneten Versammlung haben die der Tempelhofer Chauffee Ende Januar und am Anfang diefes Socialdemokraten, an der Spige ein Dr. Silberstein, einen großen Monats. als Thauwetter eintrat, infolge des geschmolzenen Schnees Standal gemacht, weil im städtischen Krankenhaus angeblich zu große Wassermassen angefammelt, die beim Wiedereintritt des Von der Tollwut befallen wurden zwei Knaben, die durch die Nachlässigkeit ihrer Angehörigen nicht in rechtzeitige Behandlung ge tommen waren. Der 6 Jahre alte Sohn Paul des Storbmachers Richter und der 13 jährige Sohn Karl des Torfarbeiters Wolny beide aus Lautan in Schlesien wurden dort vor einigen Wochen von einem tollen Hund gebiffen. Die Angehörigen aber fegten sich leichtfertig über die Sache hinweg und versäumten die Anzeige bei der Behörde. Erst später, als sich die Folgen des Bisses bemerkbar zu machen anfingen, wurde ein Arzt um Rat angegangen. Dieser ertannte sofort die Anzeichen der ausbrechenden Tollwut und ließ die beiden Knaben schleunigst auf der Tollwutschusstation in Berlin unterbringen. Es war aber schon zu lange Zeit verstrichen, so I des Etats- Ausschusses der Wasserwerks-, Kanalisations, der Brenna Die Anklage wegen Notzucht gegen den Rechtsanivalt daß bei beiden Kindern die entsetzliche Krantheit bereits zum materialien und der Forst- Etat sowie die Etats des Feuerlösch Münzer wurde vor dem Schwurgericht des Landgerichts I in der Ausbruch gekommen war. Eine Behandlung wird demnach nichts und Straßenbeleuchtungswesens angenommen. Während der Beratung Nacht vom Freitag zum Sonnabend nach 16 stündiger Dauer zu mehr nügen fönnen, so daß die beiden Knaben das von den An- des Schul- Etats entfernte sich ein Stadtverordneter aus der Sigung; Ende geführt. Die Beweisaufnahme hatte schon gegen Mittag ein gehörigen Versäumte mit dem Leben werden bezahlen müssen. dadurch wurde die Versammlung beschlußuufähig und mußte dem Angeklagten ungünstiges Gepräge erhalten imd die Lage des Er legteren verschlechterte sich im Laufe des Tages immer mehr. die weitere Beratung unterbrochen werden. Wegen Sittlichkeitsvergehens ist der 41 Jahre alte Buch- hatte rundweg bestritten, mit dem als Belastungszeugin auftretenden halter Arthur Streblow in Rigdorf verhaftet worden. Es wird ihm Dienstmädchen irgendwie in Berührung gefommen zu sein, aber mehrere andre Dienstmädchen auf, aur Last gelegt, in seiner Jägerstraße 56 belegenen Wohnung mit es in der Familie des Angeklagten früher in Stellung geeiner Anzahl zehn bis dreizehnjähriger Schulmädchen, die er durch allerlei Versprechungen dorthin gelodt hatte, unzüchtige Handlungen wesen waren und bekundeten, daß er auch bei ihnen Ver suche gemacht habe, sich in unsittlicher Weise ihnen zu nähern. Kurz vorgenommen zu haben. bor 2 Uhr nachts wurde der Spruch der Geschwornen dahin vertündet, daß der Angeklagte der Notzucht in einem Falle unter Ausschluß mildernder Umstände schuldig sei. Als das verhängnisvolle Bei einer Explosion schwer verletzt wurde am Freitag der 32 Jahr alte Ingenieur Friz Reichenbach aus der Teltowerstraße, der in der Motorfabrik zu Marienfelde angestellt ist. Bei der Abnahme eines Gasmotors wollte der Betrieb der Stälte wegen anfangs nicht flappen; bald darauf aber erfolgte eine Explosion, und eine Stichflamme traf den in unmittelbarer Nähe befindlichen Ingenieur. Er wurde im Gesicht, an den Händen und an der Brust schwer verbrannt und sofort nach dem Augustahospital in Berlin übergeführt. Schwer verletzt wurde, wie gestern schon kurz mitunter einen elektrischen Straßenbahnwagen und " Gerichts- Beifung. " traten die Dingen die Brücke gesichert werden mußte. Es dauerte jedoch nicht Streckert, der den Vorfall mit angesehen und der sich als Zeuge Gelegenheit benutzt, um durchzukommen. Dem Schüler Leopold war dabei ein geteilt, am Freitagabend um 9 Uhr der Arbeiter Sch. ant Ein Zögling der Kaiser Wilhelm- Akademie beschäftigte ama, mit mehr als sieben Stimmen!" ertönte, wurde der Angeklagte Küstriner Platz durch Ueberfahren. Der Hermite geriet Sonnabend das Kriegsgericht der tönigl. Kommandantur hierselbst. leichenblaß und vermochte jich taum mehr aufrecht zu erhalten. Der fonnte. Auf der Anklagebant befand sich der Student der Medizin und Zög- Staatsanwalt beantragte eine 3uchthausstrafebon 12 Jahren weil wieder die von der Aufsichtsbehörde vor- ling der Kaiser Wilhelm- Akademie, der 22jährige Rudolf Gruner, und dreijährigen Ehrverlust und der Gerichtshof erkannte nach diesem geschriebenen Wagenwinden fehlten, trotz der größten der sich wegen Körperverlegung und Mißhandlung sowie wegen Antrage. Bemühungen nicht befreit werden. Der toloffale Wagen war zu thätlichen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu verteidigen hatte. Wegen Hausfriedensbruchs, begangen in seinem eignen schwer und troßte allen Anstrengungen der vielen hilfsbereiten Die Frau des Kellners Dietrich hatte ihren Mann, der in einem Hause in der Wohnung eines Mieters, hatte sich vorgestern Personen. Die Polizei alarmierte deshalb die Feuerwehr, die den Lokal in der Chausseestraße servierte, nach Feierabend abgeholt, und der Eigentümer Franz Ratajewski in Spandau vor dent Mann befreite und nach der nächsten Rettungswache schaffte, wo das Ehepaar stand gegen 1/23 Uhr morgens mit einem Freunde, dem Schöffengericht zu verantworten. Er war in die betreffende Wohman den Schwerverletten verband. Kellner Weber, in der Friedrichstraße nahe dem Oranienburger nung gekommen, um wegen des Trockenbodens eine Anordnung zu Mit einer fürchterlichen Wunde an der rechten Gesichtsseite Thor, vor dem Restaurant„ Zum norddeutschen Wirtshaus", als plöglich treffen; hierbei benahm er sich aber in solcher ungezogenen Weise. wurde am Freitagmorgen um 81/2 Uhr der 69 Jahre alte Dienst- drei Herren, die sich untergefaßt hatten, auf die genannten Personen zu- daß der Mieter sich veranlaßt sah, ihm die Thür zu weisen. Der mann Karl Boosdorf aus der Wichmannstr. 16 zu Rigdorf vor der tamen und dieselben derartig anrempelten, daß Frau D. an die Wirt leistete der Aufforderung sich zu entfernen aber nicht Folge, Unionsbrauerei in der Hasenhaide aufgefunden. Auf dem Weg nach Mauer des Hauses zurüdtaumelte, während ihre Begleiter nach rechts und der Mieter mußte erst zu energischeren Mitteln greifen, um ihn dem Krankenhaus am Urban starb er in einer Droschte. Wodurch und nach links flogen. Als die junge Frau ganz entrüstet ausrief: hinauszubringen, so daß es zu einem Handgemenge tam. Im die Wunde entstanden ist und ob sie in ursächlichem Zusammenhang Aber, meine Herren, was fällt Ihnen denn ein?" drehte sich Gruner Gerichtstermin berief sich der Angeklagte mit seinem Verteidiger auf mit dem Tod steht, weiß man nicht. um und versette ihr eine Ohrfeige. Während der Kellner D. sich eine Bestimmung des Mietsvertrags, wonach der Wirt in der Woh mit seiner fast der Ohnmacht nahen Frau beschäftigte, verfolgte nung des Mieters verweilen di. fte. Der Gerichthof ließ diesen Großfeuer, das eine Eisenbahnbrüde start gefährdete, fam in Weber das Trio, welches die Friedrichstraße hinabging. Er rief laut Einwand indes nicht gelten und erklärte, daß eine solche Bestimmung der Nacht zum Sonnabend in der Quizowstr. 64 zum Ausbruch. um Hilfe und nun drehte sich Gruner, deffen Begleiter der Student gegen die guten Sitten verstoße und deshalb keinen rechtAuf dem an der Ringbahn belegenen Grundstück des Eisenbahnfiskus der Zahnarzneikunde Wolffund der Student der Medizin Franke waren, lichen Wert habe; der Angeklagte wurde zu 50 M. Geldbuße ver hat die Firma Karl Hanisch eine Dampf- Häckselschneiderei, sowie furz uni und trat dem Kellner gegen den Leib, so daß der Getroffene zu urteilt. eine Getreide- und Fouragehandlung errichtet. Die Futtervorräte Boden stürzte. Jetzt rannte der Thäter nach der Linienstraße. Da lagerten in zwei je etwa 20 Meter langen Schuppen. An einen der ihm aber dorthin das Ehepaar Dietrich gefolgt war und den Weg Ein entseglicher Unglücksfall, der auf die Fahrlässigkeit des felben stößt unmittelbar die noch neue Holzbrücke im Zuge der Salz- abzuschneiden versuchte, so soll er nach der Anklageschrift Frau D. Kutschers Hermann Roth zurüdgeführt wurde, gelangte gestern zur wedelerstraße, die den Aufgang zur Bahnstation Putligstraße ver- hinterrüds einen Stoß versezt haben, so daß dieselbe auf das Erörterung vor der neunten Straftammer des Landgerichts 1. Am mittelt. Bei Anlage dieses Aufgangs hat die Leitung der Feuerwehr Trottoir stürzte und sich das Gesicht blutig schlug. An der Ecke der Morgen des 18. August v. J. überschritt ein Regiment Soldaten, von vergeblich dagegen protestiert, daß die Brüde unmittelbar neben dem Oranienburger- und Friedrichstraße wurde G. von dem inzwischen der Bärwaldstraße konunend, die Bülowstraße. Der Verkehr wurde Fourageschuppen zu liegen komme, da sie beim Ausbruch eines herbeigerufenen Schußmann Stepple gestellt und da er keine Legiti: dadurch für einige Minuten gehemmt, auf beiden Seiten des Zugs Als die Feuers in größter Gefahr schwebe. Nun wurde die Feuerwehrmationspapiere bei sich führte, als Arrestant erklärt. Auf dem Wege harrte das Publikum, bis die Straße wieder frei wurde. vorüber Freitagnachmittag schon einmal nach der Fouragehandlung gerufen, nach dem in der Johannisstraße belegenen Polizeibureau soll sich G. dritte Kompagnie war, hatte sich zwischen dieser weil hier Stroh auf dem Hof brannte. Die Gefahr konnte noch rechtzeitig mun außerordentlich renitent erwiesen haben. Er hat dem Schutz- und der folgenden vierten Kompagnie ein Zwischenraum von etiva 15 Schritten gebildet. Das Publikum benutzte dies, beseitigt werden, doch gegen Mitternacht erging von dort erneuter Alarm. mann mehrere Male zugerufen: Halten sie Ihre Sch Bei Ankunft der Wehr schlugen die Flammen aus allen Luken und und als der Beamte ihn auf das Ungehörige seiner Redeweise auf- um durch die Lücke hindurch die Straße zu überschreiten. Fenstern des an der Brücke belegenen Speichers, so daß vor allen merksam machte, ihm den Helm vom Kopf geschlagen. Einen Kellner Als die Lücke in dem Militärzuge entstand, hatte der Angeklagte die Das Publikum stob vor lange, so war das Feuer auch auf den zweiten Schuppen über- gemeldet, regalierte G. gleichfalls mit Fußtritten, ja auf der Bache dem Wagen aus einander. gesprungen, so daß es für die Feuerwehr harte Arbeit gab, zumal hat er dem Zeugen einen derartigen Tritt gegen den Leib verjegt, Hund zwischen die Beine gesprungen und hatte ihn zu Falle gebracht. die Berqualmung ein längeres Verweilen des Einzelnen zwischen daß der Getroffene auf eine Pritsche taumelte. Ju der gestrigen Im nächsten Augenblid war das Unglück geschehen. Er wurde überbeiden Brandherden fast unmöglich machte. Stundenlang kämpften Verhandlung wollte der Angeklagte von einem großen Teil der ihm fahren und starb nach kurzer Zeit. Der Gerichtshof verurteilte den die Löschmannschaften mit dem Element. Riesige Waffermengen zur Last gelegten Vergehen nichts wissen. Er sowohl wie die studen- Angeklagten zu 6 Monaten Gefängnis. wurden ununterbrochen in die Flammen gesandt, die jedoch gestern tischen Zeugen behaupteten, daß angesichts der drohenden Haltung der mittag noch nicht ganz erstickt waren, so daß noch zivei Schlauch- Menge eine Abwehr am Plaze gewesen sei. Die Studierenden leitungen in Thätigkeit waren. Die Aufräumungsarbeiten gestalten Franke und Wolf, sowie die später hinzugefonimenen Zöglinge der fich schwierig, da viele hundert Centner Stroh in gepreßten Ballen Kaiser Wilhelm- Akademie Hahn und Stahl sagten unter ihrem Eide in dem Speicher lagern. aus, daß ihr Freund keineswegs eine Beschimpfung gegen den SchutzCharlottenburg. In der Verlammlung der Charlottenburger mann ausgestoßen, sondern daß im Gegenteil dieser dem G. bei Gewerkschaftskommission vom 8. Februar wurde zunächst Bericht über die Thätigkeit der Kommission im legten Jahre gegeben. Von feiner Sistierung zugerufen habe: Halten Sie die Sch... Ferner erklärte der Student Wolf, daß nicht sein Vereinsbruder G. Bedeutung war besonders das Resultat der Gewerbegerichts- Wahlen, Frau Dietrich niedergestoßen habe, bei denen für die Kandidaten der Gewerkschaften 2000, für die sondern er selbst die weil ihm dieselbe im Wege gewefen fei. Die fibrigen geugen, Christlich- Socialeu ganze 120 Stimmen abgegeben wurden. In den Streckert, sowie der Zahntechniker von der Gerwertschaftskommission einberufenen Versammlungen Thiemann bekundeten dagegen den Vorfall, wie ihn die Anklageschrift wurde Stellung genommen zu der Konsumvereins- Frage, protestiert schildert; namentlich hoben sie in ihren Aussagen hervor, daß der gegen die Einführung der Streitklausel, das ArbeiterversicherungsSchuhmann Stepple in humaner, ja in schonender Weise gegen den Gesetz erläutert u. a. m. Sistierten vorgegangen sei. Daraufhin beschloß der Gerichtshof, den burger Arbeiter an der Lokalfrage nahmen, zwang die LokalStudiofus Wolf auf Grund des§ 199 des Reichs- Strafgesetzbuchs nicht fommission mit der Geivertschaftskommission in Verbindung zu um so diese Frage zur Zufriedenheit aller regeln zu vereidigen, da der Verdacht der Mitthäterschaft auf ihm liege. Der treten, fönnen. Die Ausarbeitung eines nenen Regulativs Die Berliner Ortsgruppe des Deutschen Vereins für Volts Staatsanwalt, Kriegsgerichtsrat Hauser hielt es in Anbetracht zu hygiene arrangiert zwei Vortragsturje, von welchen der eine, in zehn der Dabei wurde beschlossen, das sich widersprechenden Aussagen für angezeigt, Sas fand einstimmige Annahme. Borträgen, gehalten von Herrn Dr. Spitta, vom hiesigen königl. hygienischen schwerste Delikt, das Niederstoßen der Frau D. aus der System der Sammellisten möglichst zu vermeiden und die Ges. Justitut, am 23. Februar beginnen und die wichtigsten Thatsachen und nur eine Bestrafung des werkschaften zu festen Beiträgen heranzuziehen. Gegründet wurde Lehren der Hygiene und der Bolts- Gesundheitspflege behandeln wird. Dieser Anklage auszuscheiden und danach Chtlus ist für die heranwachsende Jugend vom 14. Jahre an aufwärts be- Angeklagten wegen Körperverlegung in den Fällen Weber, der Verein der Plätterinnen. Außerdem beteiligte sich die Gewerkſtimmt und wird zunächst versuchsweise mit oder ohne Begleitung Erwachsener Dietrich und Streckert, sowie wegen widerstands gegen die Staats- fchaftskommission noch bei der Gründung einer Zahlstelle der in der Dorotheenſchule in Moabit durchgeführt werden. Der zweite Rurfus gewalt zu beantragen. Da eine Freiheitsstrafe der Carriere des G. Barbiergehilfen und bei der Lohnbewegung auf den Holzpläßen von Der Kaffenbehandelt die häusliche Strantenpflege und umfaßt gleichfalls zehn Vorträge, schaden könne, so frete er für eine Geldstrafe in Höhe von 120 M. Schramm und Zimmermann u. Sohn. für welche ein Saal int Architektenhause gewonnen ist. Durch diese Bor: ein. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Vertreters bericht ergab eine Einnahme von 1321,89 M., eine Ausgabe von In den Ausschuß träge hofft die Veranstalterin, das Verständnis für die ärztlichen Verord: ber Anklagebehörde an und verurteilte, da dem Angeklagten 1189,51 M., bleibt ein Bestand von 132,38 M. ſelbſt eine zwedmäßigere Fürsorge zu sichern. Die einzelnen Borträge haben mildernde Ümstände wegen seiner bisherigen Uubescholtenheit zu Grig; von diesen wurde Grir als Vertrauensmann gewählt. Als nungen und Leistungen beim großen Bublifum zu heben und dem Kranken werden könnten, கு. zu einer Geldstrafe übernominen die Herren Geheimrat Prof. Dr. E. v. Leyden, Geheimrat Prof. gebilligt Revisoren wurden Richter und Kiekebusch gewählt. Im Dr. Heubner, Prof. Dr. Mendelssohn, Prof. Dr. Lazarus, Regierungs- und 100 0. und zlvar für die Körperverlegungen, begangen weiteren bittet der Vertreter der Barbiere die Delegierten, in ihren Medizinalrat Dr. Dietrich, Oberstabsarzt Dr. Salzwedel, Dr. P. Jacobsohn, an Weber, Dietrich und Streckert, fowie wegen WiderDr. E. Birsing, Privatdocent Dr. Stoblant, Dr. George Meyer und stands gegen die Staatsgewalt zu einer Buße von 50 M., im Gewerkschaften und Bekanntenkreisen dahin zu wirken, daß die Dr. K. Beerwald. Ueber beide Kurse erteilt die Geschäftsstelle der genannten unvermögensfalle für je 10 M. zu einem Tage Gefängnis. Der An- Arbeiter den Barbier vor 8 Uhr abends aufsuchen. Die Adresse des Ortsgruppe, Maaßenstraße 23 II, nähere Auskunft und sind dafelbst auch geklagte erklärte, sich bei dieser Strafe beruhigen zu wollen. Vertrauensmanns ist jetzt: W. Grig, Sophie- Charlottenstraße 87. für Unbemittelte Freifarten zu haben. Feuer in dem chemischen Laboratorium für Thonindustrie von Profeffor Dr. Seger und Cramer in der Kruppstraße machte der Feuerwehr Sonnabend früh viel zu schaffen. In einem Raum der ersten Etage, unmittelbar über dem Thorwege, waren Gas- und Chamotte- Defen zu Versuchszwecken aufgestellt, die den Brand veranlaßten. Früh 7 Uhr wurde die Feuerwehr gerufen, die sofort feststellen konnte, daß die gesamte Balkenlage vom Feuer ergriffen fei. Sie mußte mühsam freigelegt und teilweise vom Thoreingange aus geftügt werden, da einzelne fußdicke Balfen fast durchgebrannt waren und herabzustürzen drohten. Erst gegen Mittag konnte die Wehr wieder abrücken. In einer dem Berliner Aquarium lezthin zugegangenen Mittel meer- Sendung befanden sich auch zwei echte Doraden oder Goldbrassen, eine zu den mit mächtigen Stieferzähnen ausgerüsteten Meerbraſſen gehörende Art Fische, die für eine wissenschaftliche Schauanstalt in doppelter Hinsicht wertvoll ist. Man nimmt gemeinhin an, daß unter den rotblütigen oder Wirbeltieren nur die Amphibien und Reptilien langlebig feien, wie denn beispielsweise auch ein nordamerikanischer Alligator, der bei der Begründung des Aquariums( 1869) schon dahin kam, einige Riesenschlangen und ein nord amerikanischer Furchenmolch mehrere Jahrzehnte bereits hier gelebt haben; aber daß auch Fische zu den Veteranen zählen, beweist ein seit etwa zwei Jahrzehnten das Aquariumt bewohnender Katzenhai und eine Anzahl jener Goldbraffen, die ihr 25jähriges Jubiläum hier feiern können. die Kellner Weber und bon " Im Publikum würde das Urteil des Kriegsgerichts weit mehr auf Verständnis stoßen, wenn das Gericht die Militärverwaltung von solchen" 3öglingen" befreite. Wir stellen dabei gar nicht die Frage, was mit einem Arbeiter passiert wäre, wenn er sich ähnliche Roheiten zu Schulden kommen ließe. " Versammlungen. Das Interesse, welches die CharlottenVereinskalender. 31 Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montagabend, 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei Neumann, Brunnenstraße 150. Tagesordnung: Wie stellen sich die Mitglieder zur Einführung fürzerer Kurje mit wöchentlich stattfindenden Unterrichtsstunden" und Berschiedenes. Mitgliedesbuch Tegitimiert. Die noch restierenden Beiträge sind zu entrichten. Durch die Ausbeutung der Notlage einer armen Witwe Stuccateure. Die regelmäßige Mitgliederversammlung, die am Mons hatte sich der Fuhrherr Hermann Wied struck eine Anklage wegen tag, den 18. d. M., stattfinden sollte, muß Umstände halber ausfallen. Der Vertrauensmann, versuchter Erpreffung zugezogen, die gestern vor der achten Straftammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt wurde. Die Witwe gillbredt zog am 1. Oktober v. J. von der Wollinerstraße nach der Borsigstraße. Frau Willbredt wandte sich an den Angeklagten mit Ceffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: der Frage, was er für den Transport der wenigen Sachen nach der Ringkämpfe im Cirkus Schumann. Der Belgier Jeuriffon und Borsigstraße haben wolle. nukung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet Der Angeklagte verlangte zwei Mark werttäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 der Berliner Thonn Cotha boten teinen sehr interessanten Stampf, trobem und ein paar Groschen" für jeden seiner beiden Ziehleute. und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 410 3eitungen und Zeitschriften fie 40 Minuten rangen. Eine Entscheidung ist nicht gefallen. Dagegen der neuen Wohnung jeder Art und Richtung. zeichnete sich wieder der Berliner Strenge sehr aus, dem es gelang feinen Die Frau ging darauf ein. Bor „ Was Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster VorGegner nach 2 Minuten auf einen Armfallgriff zu werfen. Jeß Beterjen angekommen, händigte die Frau dem Angeklagten 2 M. ein. fonnte einen leichten Sieg gegen den Danziger Röpel feiern, der zur Ab soll ich damit?" fragte der Angeklagte, ich habe 12 M. zu bekommen sigender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Fidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Vereinsfalender wehr eine Pirouette zu drehen versuchte, wobei er auf beide Schultern zu und meine beiden Leute jeder 1,50 M." Vergebens waren alle Vor- Seifrit, liegen fam. baltungen der Frau, die beiden Ziehleute wollten sich schließlich mit find au richten an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Montag, abends 9-11 Uhr, Ucbungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Zukunft I", Der Cirkus Busch bringt seinen heutigen Sonntagsbesuchern die für je 1 2. zufrieden geben, der Angeklagte beharrte aber auf seiner un- Steglit, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130. Tonblüte", Hentschel, Lübbenerdie Kinderwelt wie für die Erwachsenen so föstliche lokale Wafferpantomime verschämten Forderung und erklärte, sich an dem Küchenfpind pfänden zu straße 18." Riedesfreiheit II", Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße. Berliner Landpartien" Jeder Erwachsene darf zu dieser Vorstellung auf wollen, bis er die 12 M. erhalten habe. Die Frau raffte alles zusammen, Solidarität I", Meißner, Beuthstr. 10. Berliner Damenchor Harmonie", allen Plätzen, ausschließlich Galerie, ein Kind frei mit einführen. In der Vorwärts III", Friedrichsfelde, Haberland, Abendvorstellung wird sich auch der vielbesprochene amerikanische Pferde: was sie in barem Gelde besaß, es waren nur 8 M. Die Zeugin Rojin, Schönholzerfir. 42. Concordia", Lier, Alte Jakubstr. 119. Liedestuft III", bekundete im Termin, daß sie an diesem Tage mit ihren Kindern Wilhelmstraße. bändiger" Norton Smith produzieren. Vorwärts IX", Charlottenburg, gehungert habe. Der Angeklagte nahm das Geld, aber trotzdem das Alt- Glienice, Saß, Grünauersir. 19 a. Grena I" Küchenspind mit nach seiner Wohnung. Nach einigen Tagen ließ er die Beier, Wallstr. 94. Männerchor Often", Kobus, Rigaerstraße. Alpenblume", Weißensee, Sturm, Loth: Zeugin auffordern, das Spind einzulösen, sonst werde er dasselbe ver-( gem. Chor) Rosenthalerstr. 57. ringenstr. 33. Unverzagt I, Schmidt, Stalizerstr. 51/52. taufen, oder täglich eine Mark Lagergeld beanspruchen. Die bedrängte Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Frau nahm die Hilfe der Polizei in Anspruch, wodurch das Verhalten des im Vereinskalender find zu richten an Albert Riebetrau, Berlin, ButbuferMontag, abds. von 9-11 1hr: Klub Abend und Angeklagten zur Kenntnis der Behörde und zur Anzeige gelangte. ftraße 44, 4 Treppen. Der Angeklagte behauptete in der Verhandlung, daß er von vorn- Aufnahme neuer Mitglieder:„ Abguß II", Schulz, Höchstestraße 30. herein 12 Mart verlangt und die Zeugin sich verhört habe. Der Fidele Kolonisten", Klinge, stoloniestr. 137. Blaue Schleife", Dembirki, Görlizerstr. 52. Grüne Linde", Koffeda, Drontheimerstr. 1a. Gerichtshof glaubte indeffen der Zeugin und nicht dem Angeklagten, Eintracht II", Dick, Landsberger Allee 76/77. Balmerio", Bagold, der nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Gefängnisstrafe Brenzlauer Allee 43. Wiedersehn", Weber, Reu- Weißenfee, Friedrichvon 14 Tagen verurteilt wurde. Vorwärts II", Wälisch), Adalbertstr. 4. Gemütlichkeit IV", Fliederduft II" Waclawiad, Brant Eine doppelte Lektion empfing der Student der Tierarznei- Drücker, Lichtenberg, Dorfstr. 41. schule Brenzel gestern durch Urteil der 130. Abteilung des Schöffen- furter Allee 150. Blaue Wolfe II", Kienast. Zorndorfer- und LöwestraßenEde. Freundschaft Vorwärts", Bugge, Staftanienallee 95/96. Meri gerichts. Als der Angeklagte eines Abends in etwas angeheitertem taner", Schnat, Landsberger Allee 36. Central- Rancherbund. Zuschriften an Mar Koch, Hirdorf, HermannDie Stadtverordneten- Versammlung in Spandau, welche Zustand durch die Linienstraße ging, begegnete ihm ein Ehepaar. Montag. Maiglöckchen", Schöneberg, Lehmann, Gleditschstr. 19. am Donnerstag stattfand, war ganz ungewöhnlich schlecht besucht. Im Vorbeigehen griff der Angeklagte der Frau an den Busen. Der straße 34. Heiterfeit Schöneberg, Lewrenz, Gleditschstr. 2.„ Blaue Wolfe", Eine dringliche Magistratsvorlage, betreffend Ankauf des Fieliz. Ehemann prügelte ihn weidlich durch und ließ ihn dann zur Wache Fidele Raucher", Potsdam. Buttre, schen Grundstücks in der Potsdamerstraße, für den Preis von bringen, worauf noch eine Anklage wegen thätlicher Beleidigung er- Botsdam, Küfel, Victoriaftr. 54. 35 000 M. wird nach längerer Diskussion angenommen. Die be folgte. Der Staatsanwalt wollte dem Angeklagten noch einen zweiten Spandauerstr. 25.- Maiglödchen", Potsdam, Plage, Kommunikation IV. ,, Kap der guten Hoffnung", Moabit, Sauer, Wilhelmshavenerfir. 57. fanute Angelegenheit mit dem übereifrigen Stadtverordneten Klein- empfindlichen Denkzettel in Gestalt einer Geldstrafe von 300 Mart Greunde", Potsdam, Wwe. Meier, Schottstr. 4. Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnv. Fichte", Lichtenberg, feld soll nun nochmals in einer gemischten Stommiffion beraten geben, der Gerichtshof glaubte aber, daß eine Geldstrafe von werden. In diese wird u. A. auch unser Genosse Scholz gewählt. 100 m. genüge, um den Angeklagten von ähnlichen Ausschreitungen Restaurant zum Fürsten Wolfgang"( Inhaber P. Müller), Weißenseeer Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an voltsthümliches Turnen. Rach unwesentlicher Diskussion wurden hierauf nach dem Vorschlage abzuhalten. Aus den Nachbarorten. Die Ausführung des Projekts einer nordöstlichen Vorort: bahn ist gesichert. Die Gemeinden, welche durch die neue Straßenbahn mit einander verbunden werden sollen, haben im Lauf dieser Woche bereits Verträge mit dem Konsortium es ist das selbe, welches seiner Zeit die westliche Vorortbahn baute abgeschlossen. Die neue Bahn soll von Friedrichsfelde ausgehen und über Lichtenberg, Wilhelmsberg, Hohen- Schönhausen, Neu- Weißensee, Weißensee, sowie Pankow nach Französisch- Buchholz führen. Es ist geplant, die Bahn später bis nach Tegel weiter zu führen und dadurch eine Verbindung aller bedeutenderen nördlichen und östlichen Vororte mit einander herzustellen. straße 35. contag: Turnb. Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, 2. Damen- Abteilung, Aderstr. 67.; 7. Lehrlings- Abt., Wasserthorstr. 31. Turnerschaft des Vereins Nereus", 2. Lehrlings- Abteilung abends 8 bis 10 Uhr Dieffenbachstr. 51. " Arbeiter Schwimmerbund. Montag: Schwimmtl.„ Vorwärts", Damen Abt., abends 7 1hr, Volfsbadeanstalt, Schillingsbrücke. Schwimm Tlub" Nord", Damen- Abt, abends 7 Uhr, Volksbadeanstalt Moabit, Turm ſtraße 85 a. Gesang, Turn und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner Privat Theatergesellschaft Alpenrose", nachmittags 4 Uhr, Schmidt, Prinzen Allee 33. Vergnügungsverein Alemania", Uhr, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Geselliger Verein Reganie", 61/2 Uhr, Schwedterstraße 17. Freie Sänger Vereinigung Fadel", Tollsdorf, Görligerstr. 58. Theaterverein hand in hand", Freund, Voltastr. 4. Montag. Gefang: verein„ Nord- Melodia", J. Mierke, Schönhauser Allce 101. Verein der Bierabzieher Berlins. Jeden Sonntag nach dem 1. und 15., nachmittags pon 2 Uhr ab bei Ladewig, Kommandantenſtr. 65. Arbeiter Radfahrerbund" Solidarität“. Gau 9( Prop. Brandenburg). Alle Zuſchriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldftr. 8. Montag: Radfahrerverein Wanderer", Trebbin, jeden Montag nach dem 15. in Rudolfs Geſellſchaftshaus.- Arbeiter Radfahrerverein„ Vorwärts", Slamen bci Spremberg, jeden Montag in Restaurant Bellevue. nites, 1081 Vermischtes. Beim Abbruch der alten Gaardener Gasanstalt wurden durch eine explodierende Dynamitpatrone 4 Arbeiter schwer verletzt. Ein gefährlicher Hochstapler, der sich unter den verschiedensten Ramen in den größeren Städten Deutschlands aufgehalten hat und verdächtig ist, junge Mädchen an sich gelockt und verfuppelt zu haben, ist in Siegnig verhaftet worden. Er will Schauspieler sein und heißt Josef Spizer. In seiner Begleitung befand sich ein früheres Dienstmädchen Ramens Elisabeth Schmidt. Diese hatte er während der Bahufahrt fennen gelernt und ihr die Ehe versprochen. Eine Anzahl Photographien von jungen Mädchen, die ihm abgenommen wurden, haben den Verdacht gewedt, daß Spizer junge Mädchen an sich Todt und verkuppelt. Auch fanden sich bei ihm gefälschte amtliche Ausweise und geschickt in Schiefer gestochene Stempel von Behörden. Spizer ist in Untersuchungshaft genommen worden. stärker auf die Zunahme argentinischer Weizenverschiffungen. Hafer war bei stillem Berkehr behauptet. Rüböl wich auf Paris um 0,50 M. die zustimmende Erklärung derjenigen beizubringen, deren Einwilligung nach den Gesetz erforderlich ist Es ist erforderlich für eheliche Kinder bis zur Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 16. Februar 1901. Aut Vollendung des 21. Lebensjahrs die Einwilligung des Vaters; für un licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 5052 Rinder, eheliche Kinder die der Mutter. Ferner müffen Militärpersonen des Friedens 1450 Stälber, 10362 Schafe, 8428 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund stands sowie die vorläufig in die Heimat beurlaubten Rekruten und Freioder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund willigen außerdem die Genehmigung der Militärbehörde habent. Sie be in Pf.): Schsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht dürfen einer folchen Genehmigung nicht, müssen aber Ihre Militärpapiere wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht aus: mitbringen. Endlich müssen Sie als Bayer noch einen Erlaubnisschein Ihrer gemäftete und ältere ausgemäftete 56-61; c) mäßig genährte junge und gut bayerischen Heimatsbehörde beibringen. Wollen Sie solchen in der Regel genährte ältere 54-55; d) gering genährte jeden Alters 49-53. Bullen: fostspieligen Schein sparen, so laffen Sie sich zuvor in den preußischen a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 60-64; b) mäßig genährte jüngere Staatsverband aufnehmen. Die Aufnahme lanu fich aber in der Regel gegen ein halbes Jahr redit und gut genährte ältere 55-59; c) gering genährte 50-54. Färfen und lange hinziehen. Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; 5. 2. 15. 1. Gegen den Bater hätte auf Zahlung der Alimente der b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Vormund, auf Zahlung der Entbindungs- und Sechswochenkosten die Mutter 52-54; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwidelte jüngere 3 lagen. Es kann auch wegen der Alimente die Mutter in zwei Fällen Kühe und Färsen 50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 47-50; selbst flagen: a) wenn sie die hinterlegung der Kinderalimente für die ersten e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45. Stälber: a) feinste Mast: drei Wochen nach der Geburt und für die Entbindungs- und Sechswochenfalber( Bolmilchmast) und beste Saugfälber 67-69, b) mittlere Mastfälber fosten begehrt; b) wenn und soweit sie dem Stinde Unterhalt gewährt hat. und gute Sangfälber 54-58, c) geringe Saugfälber 46-50, d) ältere, gering Beispiele für solche Klagen finden sich S. 218 u. 222 des dem Arbeiterrecht genährte( reffer) 48-48.(?) Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast beigefügten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Arbeiterrecht Hammel 57-60, b) ältere Masthammel 45-53, c) mäßig genährte liegt in der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 aus. 2. Giwa 24 M. monatlich Sammel und Schafe( Merzschafe) 41-44, d) Solſteiner Riederungs- wäre als angemessen zu erachten. 3. Jawohl. Adolf S. 1876. Die schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Ihnen von den Sachverständigen erteilte Auskunft läßt erkennen, daß der Rassen und deren Streuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund Ausgang des Prozesses ein sehr zweifelhafter sein würde. Zu einer klage schwer, 00-56; b) fchwere, 280 Pfund und darüber( Käfer) 00-57; c) fleischige gegen den Zahnkünstler läßt sich daher nur dann raten, wenn Sie bemeijen 53-55; d) gering entwidelte 49-52; e) Sauen 52-54. Für 100 Pfund fönnen, daß der Betreffende erklärt hat, die Zähne halten, so lange Sie mit 20 pCt. Zara. leben. Denn dadurch hat er Garantie mindestens dafür, daß er feine Schund ab, es bleibt nur Kleiner Ueberstand; magere are war gesucht. Verlauf und Tendenz. E. S. 61. 1. Reine. 2. Ein Ausländer( Nicht Das Rindergeschäft wickelte sich ruhig ware liefert, geleistet. Der deutscher) inuß den Antrag auf Naturalisation bei der Berliner Boliget Kälberhandel gestaltete fich langfam. Bei den Schafen war der Geschäftsstellen. Einen Anspruch auf Naturalisation hat er nicht. Die NaturaliDer Schweinemarkt verlief anfangs fations- Urkunde hat er nicht. 3. In der Regel: Nein. 4. Ja, Sie mußten gang langsam, es bleibt Ueberstand. ruhig, fpäter ganz langsam, wird aber voraussichtlich geräumt; gute schwere aber dem Standesbeamten eine Bescheinigung darüber beibringen, daß nach den Gesetzen Ihrer Heimat Ihrer Heirat nichts im Wege steht. Ware war gesucht. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage cine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant: wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Bruno M. 1. Die Firma ist uns nicht bekannt: jegliche Firma, die Koburg, 16. Februar.( W. T. B.) Auf der Strede Eisfeld- briefliche Heilung, und gar durch Geheimmittet, anpreist, ist mehr oder Unterneubrunn entgleiste eine Maschine mit einem Schneepflug; der weniger Schwindelfirma. 2. Ist die Frau unter 21 Jahren, so hat sie nicht Lokomotivführer und der Heizer wurden verwundet. Ein Hilfszug zu zahlen. War sie bei Unterzeichnung des Fragebogens und des angeblich ist von Stoburg dahin abgegangen. unterschriebenen Honorarscheins über 21 Jahre alt, so würde sie nur dann von der Zahlung befreit sein, wenn sie nachweist, daß sie von der KurpfuschTriest, 16. Februar.( B. H.) Im adriatischen Meere wütet Anstalt in den Irrtum gesetzt ist, diefelbe fönne heilen. Ob der Nachweis ein fürchterlicher Sturm. Man befürchtet Schiffsunfälle. gelingt, läßt sich nicht mit Sicherheit voraussagen. D. 92. Verlobte haben dem Standesbeamten zweds Aufgebots ihre Geburtsurkunden und London, 16. Februar.( W. T. B.) Aus Toronto wird depeschiert: In der Grube von Nonimo fand eine Explosion statt. 60 Arbeiter wurden verschüttet. Konstantinopel, 16. Februar.( W. T. B.) Die Eisenbahnberbindung über Sofia ist feit Donnerstag unterbrochen; die Zeit der Wiederherstellung ist unbekannt, Marktpreise von Berlin sach Ermittlungen des * Weizen, gut D. Gtr. 15,70) 15,66 mittel gering Roggen, gut am 15. Februar 1901 tgl. Polizeipräsidiums. Startoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Montag 18. Dienstag 19. Witterungsübersicht vom 16. Februar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind763 NW richtung Windstärke Wetter 1 wolfig 3 heiter Swinembe 765 SSD 2 heiter Hamburg Berlin 76480 Frantf/ M. 769SW München Wien Temp. n. 6. 5° C= 4° NR. Stationen Barometerstand mm Wind= ristung Windstärke -14 Saparanda 759 SO O Petersburg -10Cort 780 --Aberdeen 5 Schnee 769 2 5 bebedt 773 23 2 wolfent- 11 -15 Baris Wetter Temp. n. G. 16° C.-4° 2 bededt 16 25lb. bed. 771 WNW 4woltig 77732 2wolfig 2 3 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 17. Februar 1901. Gelinder, ziemlich trübe, mit Niederschlägen und mäßigen nordwestliches Berliner Wetterburea 11. Winden. Mittwoch 20. D. Ring d. Nibel. 3. Abend: Siegfried. Donnerstag 21. Freitag 22. Sonnabend 23. Der Mitado Aida D. Ring d. Nibel. 4. Abd.: Götter dämmerung. Falstaff D. schw. Gescht. Das Pulverfaß D. neue Vorut. Der Herr Senator Der vilde Reut: lingen Julius Cafar Der Compagnon Die römische Sonne Freiwild Rosmersholm Wochen: Spielplan. Sonntag 17. Opernhaus D. Ring d. Nibet. 2. Abend: Schauspiel: haus Schiller: Theater 7, 5. 15,62 15,58 1,60 1,20 " 15,54 15,50 14,40 1,30 1, " Deutsches Theater " 1,60 1,10 mittel. 1,80 gering " " 1,60 Berliner Theater. 1) Gerste, gut 19 15,40 14,70 Butter 2,60 mittel 14,60 13,90 Gier " " 60 Slut 5,20 3, gering 20 13,80 13,20 15,90 15,30 Karpfen Aale 1 kg 2,20 1, Lessing: Theater 2,80 1,40 15,20 14,70 Zander 2,50 1,20 n 14,60 14,10 Hechte " 2,20 1, Theater des Das Modell. Das Modell Das Modell 7,- 6,50 Erbsen Sveifebohnen Linjen Barsche Schleie Bleie 1,80 0,80 " 3,- 1,20 1,40 0,80 per Shot 123 Westens Luisen Theater Nm.: Martha. Alte Liebe rostet Romeo 1. Julia nicht. Reutlingen. heute.. " Hammelfleisch Ueber unfre Kraft I Sonntag 24. †) Safer, gut mittel gering Nichtstroh Heu *) ab Bahn. 8,10 5,30 40, 25, 45, 25, Krebse 70,- 30, frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 16. Febr. An der heutigen Getreidebörse war Getreide anfangs nur schwach behauptet. Bald trai weitere Abschwächung ein auf stärkeres inländisches und ausländisches Warenangebot und in Erwartung eines Witterungsumschlags. Die Lieferungspreise für Weizen gaben un 1 M., für Roggen um 0,50 M. nach. Später wurde die Verkaufsluft noch Preie Volksbühne. III. Abteilung. Heute nachmittag 2% Uhr, im Carl Weiss- Theater: Meister Oelze. ( Gustav Kober als Gast.) Achtung, II. Abteilung! Die am Sonntag, den 10. Februar, ausgefallene Aufführung von Meister Oelze findet für die Mitglieder der II. Abteilung am Freitag, den 22. Februar, abends 8 Uhr, e im Carl Weiss- Theater statt. Die Mitglieder der II. Abteilung sind berechtigt, gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte ihre Billets( ohne Nachzahlung) an den Urnen auszulosen. Die 7. Serie im Lessing Theater am 3. März: Robe rouge". 228/14) Der Vorstand. I. A.: G, Winkler. Bildungsverein ,, Mehr Licht". Versammlung aut Sonntag, den 17. Febr., abends 6 1hr, im Luisenhof, Budowerstr. 9. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse über:„ Der Kampf 120/11 ums Dafein." Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Gaste willkommen. Entree intl. Garderobe 20 Pf. Grösste Eisbahn Berlins Süd- Eisbahn vis a vis der Franzer Kajerne Urbanstrasse 166/67. Täglich: Militär- Konzert. Glettrische Beleuchtung. Sonntag, den 17. d. M.: Grosses Feuerwerk. Entree 50 Pf., Kinder 25 Pf. Achtung! 2647b Achtung! Verein der Plätterinnen Berlins. Sonnabend, 23. Februar, in der Brauerei Friedrichshain ( früher Lipps): Grosser Wiener Masken- Ball. Anfang 9 Uhr. Ende?? Die Walküre. Ein Mastenball Die Puppenfee Die Welt, Maria Stuart. in der man sich Freiwild Nachm.: Die goldne Eva. Rosenmontag Nut.: Die Weber Ueber unire Straft II M.D.Pfarrer v.K. Die Zwillings: langweilt. Rosmersholmt Die Macht der Finsternis. Ueber unfre Kraft I schwester. Nm.: Agnes Sorma: Wie die Blätter Johannisfeuer Rosenmontag Die beiden Leonoren Flachsmann als Erzieher Rosmersholm Rofenmontag Michael Stramer Rosenmontag Ueber unfre Kraft II Agnes Sorma Die Zwillings: fchwefter Gastspiel Mealy Mam'zelle Nitouche Ueber unsre Straft II Agnes Norma Die Zwillings. schwester Gastspiel Méaly Madame Mephisto Flachsmann als Erzieher Gastspiel Méaly Le Pompier de Der Raub der Sabinerinnen Gespenster Ueher unfre Kraft Agnes Sorma: Die Zwillings -schwester. La Demois.. de chez Maxim Der Troubadour Bergißmeinnicht Die römische Sonne Der Herr Senator Rm.: Freiwild Rosenmontag Nachm.: Der Biberpelz leber unfer Kraft II. Rachm.: Der strenge Herr Die Zwillings schwester. Nachm.: Wie die Blätter Mam'zelle Nitouche Nachm.: Barbier v.Sevilla Der Troubadour Nachm.: Maria Stuart Ständiges Repertoire: Neues Opern Theater( Kroll). Diesen Sonntag: Der Compagnon. Nächsten Sonntag: Der wilde Residenz Theater. Sonntaguachmittag: Jugend. Alle Abende: Frauen von heute. Thalia Theater. Alle Abende: Amor von Central Theater. Sonntagnachmittag: Die Fledermaus. Alle Abende bis inkl. Freitag: Die Geisha. Secessions Bühne. Alle Abende: Grist von Wolzogens Buntes Theater. Belle Alliance Theater. Alle Abende: Ensemblegastspiel der Secessionsbühne: Sein Geldbrief. Monsieur Badin. Bourbouroche. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Die Fledermaus. Alle Abende: Der Damenschneider. Carl Weiß- Theater. Sontag und Montag: Lumpacivagabundus. Von Dienstag an: Die Goldgräber von Kalifornien. Urania. Sonntag: Auf den Wogen des Oceans. Alle Abende: Aus dem Tagebuch der Erde. Apollo Theater. Alle Abende: Des Löwen Erwachen. Metropol Theater. Alle Abende: Eine tolle Nacht. 1 nicht. Nm.: Maria Stuart Alte Liebe rostet Kyritz- Pyris Der Troubadour Elysium service Zar und Zimmermann H Martha Für Raucher, Wirte und BeAchten Sie St. Wolfgangs echte bittere Landsberger Allee 40 41 Wiederverkäufer hat feltene Magentropfen. Veberall zu haben! 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 26726 Nr. 41. 18. Jahrgang. Arbeiter. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. Februar 1907. Eine Anklageschrift. Kollegen. treten. weniger gefährlich zu fein. Die faft nur in Marmor Dentschrift gemacht werden, um den schlimmsten Folgen des menschen arbeitenden italienischen Bildhauer find weniger von Lungen- mordenden Steinstaubes entgegenzuwirken. frankheiten, namentlich der Lungenschwindsucht heimgesucht Es wird in der Denkschrift festgestellt und wiederum mit reichund erreichen ein weit höheres Durchschnittsalter, als ihre deutschen haltigem Material belegt, daß die durchschnittliche Arbeitsdauer in den Steinbrüchen 10-11 Stunden beträgt; bei sind Erscheinungen, die bei dem größten Teil der Steinarbeiter auf Steinsleifern die 11 stündige Arbeitszeit vorherrscht. Chronische Entzündungen der Luftwege, des Rachens, Kehlkopfs den Steinmeßen beträgt sie 9-10 Stunden, während bei den Das günstigeren Verhältnissen, dafür sind sie aber der Unfallgefahr weit günstigen Verhältnissen zu arbeiten haben. Die Stein brecher leben in dieser Beziehung in etwas ist eine viel zu lange Dauer für Leute, die unter so ungemein unmehr ausgesetzt. Ueber den Gesundheitszustand der Steinhauer hat der Arzt Dr. Sommerfeld mit Unterstügung der Organisation der ist die Beobachtung gemacht worden, daß Steinarbeiter, denen es Von Aerzten sowohl als auch von Gewerbe- Aufsichtsbeamten Steinarbeiter im Jahre 1899 Untersuchungen angestellt, die sich auf vergönnt war, dem Beruf zeitweilig den Rücken zu kehren, viel oder der Tuberkulose verdächtig; an sonstigen Lungenkrankheiten hältnismäßig fleinen Personenkreis möglich ist, so muß vor allent 2015 Personen erstreckte. Von diesen waren 19,15 Proz. tuberkulös widerstandsfähiger wurden. Da dies natürlich nur einem berlitten 17,98 Proz. Von 228 Berliner Steinhauern waren 55,3 Proz. ein Mittel in Anwendung kommen: die Arbeitszeit- Veran Rachenkatarrh, 57,4 Proz. an Kehlkopffatarrh erkrankt. fürzung. Der Achtstundentag ist unter solchen Umständen In den Jahren 1892, 1894, 1896, 1897, 1898 und 1899 hat die eine bescheidene Forderung zu nennen, für Lehrlinge und jugendliche Organisation Statistiken aufgenommen über die Zahl der Erkrankungen, Arbeiter verlangt auch der Hygieniter Dr. Sommerfeld eine weitere deren Art und Dauer. Das Ergebnis war, daß von je 100 Stein- Beschränkung auf sechs Stunden. bauern 40 mit Lungen- und Herzleiden behaftet waren; mit Hinzu- Seitdem die schädlichen Einflüsse des Steinstaubes bekannt sind rechnung andrer Krankheiten kommt man zu dem Ergebnis, daß von bezw. feitdem es eine Organisation der Steinarbeiter giebt, hat es je 100 Steinarbeitern etwa 65 nicht gefund sind. Aus den ver- diese an Versuchen, die Arbeitszeit zu verkürzen, nicht fehlen lassen. gleichenden Uebersichten der Krankenkassenstatistiken verschiedener Be- Vielerorts ist es ihr auch gelungen, in zahlreichen andren Fällen hat rufe ergiebt sich, daß die Erkrankungs häufigkeit und die sie wenigstens weitere Verschlechterungen verhindert, aber sicher ist, daß Krankheits da u er bei den Steinarbeitern weit über den Durchschnitt hier die Selbsthilfe nicht genügt, eine reichs gesegliche Regehinausgeht. Iung muß eintreten. Dahin gehen denn auch die auf den Konkonnte sich nur durch Ausschluß der Steinarbeiter vor der sicheren Vertürzung der Arbeitszeit gilt es die jetzt bereits bestehenden unEine Hilfskaffe der Maurer 2c., Grundstein zur Einigkeit" genannt, gressen der Steinarbeiter aufgestellten Forderungen. Außer der Liquidation retten. zähligen Vorschriften und Verordnungen der Reichs-, Lands-, Bezirksund Lokalpolizei in ein einheitliches System zu bringen. heutigen Bestimmungen der Polizeibehörden und der BerufsgenossenArbeitnehmer, noch auch die Behördeit recht klug daraus werden. schaften gehen so wirr durcheinander, daß weder die Arbeitgeber und Noch ungenügender als für Kenntnis ist natürlich für Durchführ barkeit der Vorschriften gesorgt. Die Arbeiter verlangen deshalb, daß die Arbeiterschutzbestimmungen nicht bloß erlassen, sondern daß vertreter fontrolliert werde. deren Durchführung auch genügend und zwar durch Arbeiter * * Die Kommission für Arbeiterstatistik, deren Aufgabe die Unterfuchung von Arbeitsverhältnissen bestimmter Arbeitergruppen sein sollte, schreitet in ihren Arbeiten äußerst langsam fort. Dem kurzen Rausch taiserlicher Socialreform unter Berlepsch folgte die Aera Posadowsky- Brefeld. Waren schon unter Berlepsch die Aufgaben und namentlich die Rechte der Kommission recht eng begrenzte, so ist sie jetzt zu noch größerer Bedeutung Tofigkeit herabgesunken. Nur wenige Male im Jahre wird fie zusammenberufen, und die geringe Summe, die im Etat für sie eingestellt ist, vermag sie nicht einmal aufzubrauchen. So braucht es denn nicht wunder zu nehmen, daß die an die Kommission geknüpften Hoffnungen sich nicht erfüllt haben. Daran find natürlich nicht die Mitglieder der Kommission schuld, sondern die dem Centralverband verfallene Regierung. Werden Militär-, Marine- und auch Zuchthausvorlagen mit unheimlicher Schnelligkeit entworfen und eingebracht, so braucht es jahrelanger, eingehendster Beratung, ehe man es wieder wagt, auf dem Wege der Socialreform ein kleines Schrittchen nach vorwärts zu thun. Wie gründlich da gearbeitet wird, sieht man am besten an den Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse im Gastwirtsgewerbe. Schon im Juni 1891 wurden diese vom damaligen Handelsminister v. Berlepsch bei Beratung des„ Arbeiterschutz- Gesetzes" in Aussicht gestellt und bald darauf begann denn auch die Kommission, ihre Aufgabe in Angriff zu nehmen, um sich dann volle acht Jahre damit herum zu schleppen. Jetzt werden über die Resultate der Erhebungen und die gesetzlichen Maßnahmen, die zu treffen sind, schon seit Monaten im Schoße der Regierung" einDie Altersgrenze der Steinmetzgehilfen ist denn auch eine sehr gehende Beratungen gepflogen. Wahrscheinlich wird man sich ab- niedrige. Von 350 Gehilfen, welche sich im Winter 1892 in Berlin befanden, untersuchte Dr. quälen, wieder ein Stück Socialreform zu schaffen, das den Unter- 70 Prozent. Von diesen hatten nur 105 oder 437/10 Prozent ihrer Sommerfeld 240, also nehmern ja nicht im geringsten wehe thut. Es begreift sich den Militärpflicht genügt. Die Zahl der Tuberkulosen belief sich auf 75 Pelz waschen, ohne ihn naß zu machen, kostet natürlich Mühe. Nunmehr sollen die Verhältnisse der Schlächtergehilfen oder 3114 Proz. d. h. fast ein Drittel aller Untersuchten litt an und die der Transportarbeiter untersucht werden. Nach den ungen- bezw. Kehlkopfschwindsucht. Dabei ist zu bedenken, daß der bisherigen Erfahrungen können diese Arbeiterkategorien noch lange Alter stand; 190 der untersuchten 240 Gehilfen standen im Alter überwiegende Teil der untersuchten Arbeiter in noch jugendlichem darauf warten, ihr Elend amtlich beglaubigt zu sehen. Hat der Centralverband der Regierung ein Halt in der Socialreform ent- on 18-35 Jahren, das Durchschnittsalter des Einzelnen belief sich gegengerufen, so fügen sich dem wohl die Minister, nicht aber die auf 29 Jahre 2 Monate. Fast noch mehr als die Lunge wird durch Hoffen wir, daß die Elends Statistik- denn so darf Deren Streben nach Besserung ihrer Lage und das 166 oder 662/3 Proz. litten an chronischem Kehlkopf- Katarrh, und nur den scharfen Steinstaub der Schlkopf in Mitleidenschaft gezogen; die Druckschrift genannt werden auf den Bundesrat nicht ganz Drängen nach gesetzlichem Schuß ihrer Arbeitskraft ist nicht mehr zu 1/4 der untersuchten Steinmetzen verfügte über einen gesunden Kehl- ohne Eindruck bleibt, daß das fleißig zusammengetragene Material Diesem Drängen der deutschen Arbeiterklasse nach Verbesserung topf. Ale wesentliches Resultat der Untersuchung ergab sich, daß nach erlaſſen die Regierung schon längst verpflichtet gewesen wäre. FreiAts wenigstens die Anregung bildet für gefeßliche Maßnahmen, die zu einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 14-15 Jahren bereits ihrer Klaffenlage, bem Streben, auf ein höheres Lebensniveau zu ein Drittel aller Steinmegen ein Opfer der lich, sehr schnell wird es nicht gehen, denn wie wir schon hervor gelangen, ist es zu danken, daß die kaiserlich deutsche Socialreform Schwin diucht sind. gehoben, läßt sich die Regierung immer riesig viel Zeit, ehe sie zu nicht ganz ins Stocken kommen kann. Soeben hat wieder eine Berufsklaffe an den bundesrätlichen Pforten angeklopft und ge- der Keim zu der Tuberkulose schon bald nach Eintritt in den Beruf rechtigten, bescheidenen Wünschen der Arbeiter nicht entgegenDie Untersuchung von 94 Steinmetz ehrlingen ergab, daß Gunsten der Arbeiter ein Schrittchen weiter geht. Solange den bemahnt, daß es an der Zeit sei, daß sich die Gesetzgebung auch ihrer in den jugendlichen Körper gelegt wird. Dr. Sommerfeld, dessen gekommen ist, bleibt das umfangreiche statistische Material der Deutannehme. Es sind die Steinarbeiter, die in einer Denkschrift an den Bundesrat diesem ihre Leiden schildern und Wünsche unter- zahlreiche Untersuchungen als sehr eingehende und gewissenhafte be- fchrift wuchtiges Anklagematerial gegen das herrschende kapitalistische zeichnet werden müssen, bemerkt gleichwohl: Sichere Resultate System. Die Arbeiter aber werden nicht lässig werden, sondern tündete Herr v. Posadowsky, daß auch seitens der Regierung auf sämtliche Berufsangehörige eines Bezirks beziehen, so daß auch diesem gesetzlichen Schuß erlangen. Als im Reichstage auf diese Denkschrift hingewiesen wurde, ver- werden wir nur dann erzielen, wenn derartige Untersuchungen von immer und immer wieder fordern, daß ihr Leben und ihre Gefeiten der Behörden veranstaltet werden und sich undheit im Interesse ihrer selbst und ihrer Familien sowie aber auch im ureigensten Interesse des Staates von eine Enquete über die Berufskrankheiten der Steinarbeiter vorgenommen worden sei. Diese soll am 29. Mai 1900 stattgefunden jede zufällige Ausleje des Untersuchungsmaterials ausgeschloffen ist diesem geseglichen Schug erlangen. Haben. Wenn die Resultate vorliegen, werde man erwägen", welche Schutzmaßregeln zum besten dieses Berufs zu ergreifen seien. Das merkwürdigste an dieser Enquete ist, daß die Stein arbeiter von einer solchen absolut nichts wissen. privater Seite, ergeben folgendes Resultat: Das Durchschnitts- S. 48. 1. Rein. 2. Wenden Sie sich an die Stiftungsdeputation, Die Enquete wird natürlich trotzdem stattgefunden haben, daran alter jämtlicher Steinarbeiter ist auf 362 Jahre zu Magistrat, unter Schilderung Ihrer Lage. N. A. 24. 1. Ja. 2. Drei ist gar kein Zweifel, denn daß die Arbeiter davon nichts wissen, ist schäzen, dagegen erreichen die Steinmeyen( einbegriffen die so- Jahre. 3. Er fönnte sofort in die Ferienkolonie eingereiht werden, falls er Karlchen. Bürgerrechts Geld und der noch lange fein Beweis für das Gegenteil. Was brauchen die genannten Spigmaurer), sofern sie nicht zeitweise( Militärpflicht) dem vor Ostern 1919 zurückkehrt. Arbeiter davon zu wissen? Es würde im Gegenteil ganz den Beruf entzogen werden, nur ein Alter von 35 1/2 Jahren im gleichen haben Sie hier nicht zu zahlen, Sie können, wie wiederholt auspreußischen Gepflogenheiten entsprechen, Durchschnitt; für die ohne Unterbrechung arbeitenden Sandführlich an dieser Stelle dargelegt ist, Ihre Aufnahme in den preußischen Staatsverband bewirken und dennoch außerdem Bayer, Württemberger, Unternehmer darüber befragt hätte, was den Arbeitern tein- Steinmetzen sinkt die durchschnittliche Lebensdauer jogar oder welcher kleindeutsche Heimatsstaat sonst noch in Betracht kommt, bleiben. not thut. auf rund 33 Jahre. Derjenige Steinmez also, der mit dem 1000. 1. Sie würden voll für alle Schuld haften, falls Sie nicht oder 15. Jahre seine Lehrzeit beginnt, keinen andern Beruf im Laufe Aufgebot der Gläubiger, Inventuraufnahme u. dergl. vornehmen. Sprechen feiner gewerblichen Thätigkeit später etiva noch ergreift, Sie zur eingehenderen Darlegung in der Sprechstunde vor. 2. Die Kosten Die Dentschrift, welche den Titel führt: Die Berufsfowie zum Militär nicht eingezogen wird, hat nach 18 bis würden die Erben zu tragen haben; angebrachter ist eine Ginigung. gefahren der Steinarbeiter, und die von Richard 20jähriger Thätigkeit fast sicher den Tod zu er. D. 1. Es kann nur auf Schadensersaz geklagt werden. 2. Ja. Galwer bearbeitet ist, ist eine umfangreiche Broschüre von warten. Mr. S. 20. Sprechen Sie mit dem Urteil in der Sprechstunde vor. 12/2 Bogen. Unter Steinarbeitern versteht die Denkschrift die B. B. 49. Nein, die Unfallvente geht durch Heirat feineswegs ver: Die Todesursachen sind natürlich dieselben, die auch den Toren. A. 23. 5. Nein. N. B. 1. Nein. 2. und 3. Geheimer Steinbrecher, Steinhauer, auch Steinmetzen genannt, und die Stein- Steinarbeiter so oft und so lange Zeit auf das Krankenlager Justizrat Lesse, Mauerstraße. K. B. Meldung ist vorgeschrieben, Unterschleifer. Nach den amtlichen Erhebungen von 1895 gehörte diesen werfen, Krankheiten der Atmungsorgane, Tuberkulose. Von laffen der Anmeldung mit Geldstrafe bedroht. Verjährung wegen unter Berufsgruppen insgesamt eine Bevölkerung von 363 081 Personen 1212 Verstorbenen erlagen 86,13 Proz. Krankheiten der Atmungs- laffener Meldung tritt in drei Monaten ein. G. W. 3. Ihre An an. Unter der Berufsbevölkerung werden bekanntlich die Erwerbs- organe; davon an Lungentuberkuloje 55,03 Proz., Kehlkopf- frage ist im Vorwärts"( Ende Januar) beantwortet. Die Nummer können thätigen, Dienenden und die Angehörigen zusanımen verstanden. schwindfucht 2,56 Proz., Verlegung im Beruf 1,57 Proz., sonstige Sie in der Sprechstunde einsehen. Die Steuer beträgt zwei Mart. Seit 1882 hat sich die Bevölkerung in den Berufsarten( die amtliche Strankheiten 12,30 Broz., Statistik zählt zu den genannten auch die in Schieferbrüchen und bei unterdrücken. breiten. * " wenn man nur die " Ja, dazu haben wir aber in Preußen- Deutschland kein Geld! " arbeiter, vorgenommen von seiten der Organisation und Eingehende Erhebungen über die Sterblichkeitsziffern der Stein- Briefkasten der Redaktion. 14. Armenrecht wirkjam. C. 2. Wenn Sie beweisen können, daß mündlich auf ein Jahr verDer Tod schont natürlich nicht den verheirateten Mann und mietet ist, so gilt Ihr Mietsvertrag ein Jahr lang und Sie hätten danach, wenn Sie nach dem 1. April eingezogen sind, nicht zu räumen. Ist aber Anfertigung grober Schieferarbeiten Beschäftigten) zusammen um bringt so in zahlreichen Fällen bittere Not über Frauen und Kinder. lediglich vereinbart, daß die Miete monatlich gezahlt werden soll, so würde 118 230 Personen oder um 45,3 Proz. vermehrt. Die Zahl der In den Jahren von 1886 bis 1898 hinterließen 1203 verstorbene beiden Teilen das Recht zustehen, spätestens am fünfzehnten zum Erſten zu eigentlich Erwerbsthätigen betrug in den Steinbrüchen Steinarbeiter 932 Witwen mit insgesamt 2400 Kindern, tündigen. Ou. 1. Nein. 2. Ja. J. O. 801. Rein. P. W. 100. 70 926, Steinmetzen und Steinhauer 60 562. Seit 1882 hat die wovon beinahe 2000 im Alter unter 14 Jahren standen. Gehört zur Garde. Tr., Adlershof. Schriftliche Antwort zu erteilen, Zahl der Erwerbsthätigen in beiden Berufsarten um 46 852 Per- Welche Summe von Not und Elend, Aufregung und Angst ist lehnen wir ab. In dem von Ihnen geschilderten Fall bleibt das fonen oder 55,4 Broz. zugenommen. in diesen Zahlen ausgedrückt. 2. Eine ausgeklagte Forderung verjährt erst in Soweit die Zahl der Personen. Zu den Kapiteln: Berufs30 Jahren, von der letzten Pfändung ab gerechnet. A. Befold. Nein. Zu dieser Bedrängnis, in der die Steinarbeiter sich von frühester Schiffer A. S. Leider ist die Herrschaft nach den Bestimmungen trantheiten, Unfallgefahr 2c. ist ein reichhaltiges Material Jugend bis an ihr zeitiges Lebensende befinden, kommt die Unfalls der Befinde- Ordnung im Recht. A. B. Sie sind falsch unterrichtet. beigebracht. gefahr, unter der die Steinbrecher mehr zu leiden haben. 1901. Wer vorfäßlich einen Menschen tötet, ist, wenn er die Tötung Die Gesundheitsgefahr ist infolge des Steinstaubs eine Wir wollen aus diesem Kapitel, zu welchem die Deutschrift ebenfalls mit Ueberlegung ausgeführt hat, wegen Words mit der Todesstrafe be ungemein große. Am größten ist sie bei den Mühlenstein- Arbeitern. ein reichhaltiges Material beibringt, nur soviel mitteilen, daß nach droht it die Tötung nicht mit Ueberlegung ausgeführt, so liegt Totschlag 3-4 Jahre bei dieser Beschäftigung genügen, um die Betreffenden den Ermittelungen der Steinbruchs- Berufsgenossenschaft 11,9 bezw. vor. Totschlag ist mit 5 bis 15 Jahren Zuchthaus bedroht. Ferner läßt mit chronischen Lungenleiden zu behaften; länger als 8 Jahre ver- 11,4 Unfälle auf je 1000 Bollarbeiter kommen, während der Durch 5 Jahren zu, wenn der Totschläger ohne eigene Schuld durch eine ihm das Strafgesetzbuch für Totschlag Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis zu mag jelten einer bei dieser Beschäftigung zu bleiben. Glücklicher schnitt bei allen Berufsgenossenschaften 8,2 resp. 8,1 pro 1000 beträgt. oder feinem Angehörigen zugefügte Mißhandlung oder schwere Beleidigung weise tommt hier nur eine geringe Zahl von Arbeitern in Betracht. Ein besonderes Kapitel, dem Arbeitsprozeß und den Arbeits- von dem Getöteten zum Born gereizt und hierdurch auf der Stelle zur Mehr Opfer fordert die Bearbeitung des Sandsteins und des Granits stätten der einzelnen Branchen der Steinarbeiter gewidmet, über- That hingerissen worden ist oder wenn andre mildernde Umstände vor der Marmorstaub scheint für die menschlichen Lungen etwas gehen wir, um uns den Vorschlägen zuzuwenden, welche in der liegen.-. Flugge. Wenn der Betreffende das 42. Lebensjahr vollendet hat: ja. ZUR Einsegnung gewidmet von BAER SORN BAER SOHN Chausseestrasse 24a u. 25. 11. Brückenstrasse 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Fabrikation und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Kleidung. Lieferanten an die preussische Armee. Lieferanten an Waaren- Häuser. * Lieferanten an Institute. Lieferanten an Vereine. * Lieferanten an Garderoben- Geschäfte. 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