Nr. 43. Abemumtnts-Krdingungen: vbonnemen»- Pret» pränumerando: «ierteljährl. 3&) Bit, monatt 1,10 Bit, wöchenlltch 28 spfö- frei ins HauS. Simelne Numm'r 5 Pf». Sonntag*» Nummer mir illullrierier SonniagZ- Beilag«„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für 1901 unter Nr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Marl, für da» übrige Au»land S Marl pro Monat. 18. Jahrs. Di« Inftrtians-GMyr beträgt für die fechSgefpaltene Kolonel« »eile oder deren Raum»0 Pfg., für politische und gewerkfchastliche Verein»- und VersammlungS- Anzeigen 20 Pfg. „Kleine Anfligen" jedes Wort 5 Pfg. (nur da» erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bi» i Uhr nachmittag» in derikxpediiion abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bi» 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bi» 8Uhr vormittag» geöffnet. Erjcheint täglich allster Wonlag«. Devlinev Volksbl�kk. Telegramm-Adresse- «Sorlaldemoliral verllit" Csntrawrgan der socialdemokratisrhen Partei Deutschlands. Redaktion: LW. 19. Veuth-Stratze 2. Fernsprecher: Amt I Nr. 1S08. Mittwoch, de» 20. Februar 1901, Expedition: sw. 19, Venth- Strafte 3. Fernsprecher: Amt l, Nr. kilSl. Bauernnot und Getreidezölle. Man schreibt uns auS Süddeutschland: Was uns doch das herrliche Reich für tounderliebliche Segnungen bringt. Da haben wir z. B. eine Masse Schulden allerhand indirette Steuern, daS Militäranwärtcrtum, die reserveoffizierliche Schneidigkeit unsrer Beamten, dann die Weltpolitik, bei der keine Mutter mehr sicher ist, ob ihr Sohn nicht eines Tags in einem überseeischen Land für die heiligsten Güter und„die Größe" Berliner„Staatsmänner" verbluten muß, und nun soll uns auch noch das Brot verteuert werden zu Nutz und Frommen der Herren Junker. Diese fürtreffliche Kaste, die seit 1871 auch der Süddeutsche füttern muß, verdient es freilich vollauf, daß man ihr zuliebe den Aermsten des Volkes jeden Bissen Brot verteuert. Schon die hochseligen Ahnen der Herren Junker waren ausgezeichnete Leute. Stets monarchisch gesinnt, haben sie Gattinnen und Töchter als Maitresscn an den Hof geliefert und nur wenn ihnen der ge liebte Landesvater die Volksauspowerung etwas wehren wollte, muckten sie auf. Und das gegenwärtige Geschlecht hat Preußen mit einem so ausgezeichneten Leuten, wie den Polizeidirektor V. Meerscheidt, beglückt, und weiter hat es dem staunenden Publikum solche Musterjünglinge, wie jene, die unter dem Namen„Harmlose" berühmt wurden, vorgestellt Um eine derartige, geradezu unentbehrliche Kaste zu erhalten, ist es allerdings angezeigt, eine Nation von mehr als fünfzig Millionen bis auf das Blut zu schröpfen. Auch ist es in diesem Falle erlaubt, den Kleinbauern anzulügen, daß er blau wird. O nein. nicht wegen der Junker, die in Anbetracht ihrer Bescheiden- heit eigentlich alle ein Veilchen im Wappen führen sollten, wird der Brotwucher insceniert, sondern nur wegen der Klein dauern. Wenn die Getreidezölle ordentlich in die Höhe ge> schraubt werden, so klingt das Lied, dann beginnt auch für den Kleinbauern eine herrliche Zeit. Kein Mensch weiß zwar. wie das zugehen soll, da der Kleinbauer doch kein Getreide verkaufen und daher vom höheren Getreidepreis keinen Groschen profitieren kann; aber was thut es l Das Schlag wort„Hohe Getreidezölle" ist einmal in die ländlichen Massen geworfen und wirkt weiter wie ein Zauberwort, das keiner der davon Hypnotiesierten auf seinen Inhalt prüft. Mit Verlaub, in unsrcn Augen ist es eine zum Himmel schreiende Gewissenlosigkeit, dem Kleinbauern immer und immer wieder vorzumachen, daß durch hohe Ge� treidezölle seine, wie nicht geleugnet werden soll, mißliche Lage verbessert würde, denn solche Behauptungen ziehen seine Aufmerksamkeit von der eigentlichen Quelle des Uebels ab und verhindern so den Bauern direkt daran, die Verbesserung seiner Situation an der richtigen Stelle zu betreiben. Es ist genau so, wie wenn der Arzt einem Lungen leidenden wider besseres Wissen sagen würde, daß er magen krank sei. Wir wollen den Herrschaften hiermit verraten, wo es dem Bauern wirklich fehlt. Erstens drücken ihn auf das schwerste die Militär l a st e n. Der junge Bauernbursche ist meist der Gehilfe seines Vaters. Muß er zum Militär einrücken, dann bleibt dem Vater sehr häufig nichts übrig, als einen neuen Kriecht einzustellen. Weiter muß der Vater, dank der großartigen Löhnung und Verpflegung, die in der deutschen Kaserne üblich sind, seinen Sohn auch noch unterstützen, so daß dem Bauern jedes Militärjahr seines Sprößlings auf mindestens 800 M. zu stehen kommt. Hierzu gesellen sich dann noch die Einquartierungen, mit denen die Dörfer durch- schnittlich in jedem vierten bis fünften Jahre heimgesucht werden. Möge doch der Herr Kriegsminister im Reiche ein- ntal folgende Statistiken veranlassen. Erstens eine solche über die Zahl der im Jahre einlaufenden und genehmigten Re- klamationsgesuche(Gesuche um vorzeitige Ent- lassungen zur Reserve wegen mißlicher wirtschaftlicher Ver- hältuisse der Eltern), ausgeschieden nach Landwirtschaft und übrigen Berufszweigen; zweitens eine solche über die in den letzten fünfzehn Jahren stattgehabten Einquartierungen unter Angabe der Einwohner- zahl der betreffenden Orte und der Stärke der in Betracht kommenden Truppen. Diese Statistiken würden darthun, wie sehr die heutigen Heeresverhältnisse den Bauern bedrücken. Aber von solchen Dingen wollen die Konservativen, die sich als feurige Freunde des Bauern aufspielen, nichts wissen. Die Armee liefert ihnen ja gut gedrillte Knechte und bietet außerdem den jungen Jtzwitzen und Schnitze- britzen Offiziersstellen. Auch das Centrum. dieser feine Compagniebruder der Firma Brotwucher. ist hier nicht zu sprechen, dieweilen es selbst etlichen Militärvorlagen zum Leben verholfen hat und noch weitere bewilligt, sobald es gewünscht wird. Ein weiterer Umstand, der ungünstig auf die Lage des Bauern wirkt, ist sein zähes Festhalten an ver- alteten Einrichtungen, seine Unlust, sich nach den neuen Verhältnissen zu richten. Den modernen Mitteln, die die Landwirtschaft gewinn- reicher machen, stehen nur zu viele Bauern zweiflerisch oder unwissend gegenüber. Wie rückständig es in manchen ländlichen Kreisen zugeht, wollen wir an einem Beispiel zeigen. In der Gegend um Dachau jollerhöhung keine Mehr öetreide verkaufen kann. schwärzlichen„Freunden" (bei München) haben die Bauern eine alte ehr- würdige Rangordnung auch für die Tiere konstruiert: Zuerst kommt das Pferd, oder, wie der Bauer sagt, das Roß, und dann erst die Kuh. Was die Menschen anbelangt, so steht an erster Stelle der Bauer und an zweiter sein„Wei"(Weib). Diese beiden Rangordnungen wirken nun in der Weise weiter, daß der Bauer sich nur um den Pferdestall kümmert, den Kuhstall aber verächtlich seiner Frau überläßt. Bei der vor mehreren Jahren eintretenden Futternot ereignete cS sich sogar, daß die Bauern ihre„Rößer" dick und fett fütterten. die nach ihrer Meinung tiefer stehenden Kühe aber nahezu verhungern ließen, trotzdem die Kuh das nützlichere Tier ist. Wie wenig ferner der Bauer sein Geschäft versteht, wurde vor wenigen Jahren anläßlich einer Münchener Metzger- Versammlung gezeigt. Damals erklärten die Metzger, daß sie sehr gern Schweine in der Umgebung von München einkaufen würden, wenn nur genügend gezüchtet würden. Aber die Schweinezucht liege hier, trotzdeni sie sehr einträglich sei, völlig danieder. Man sieht daraus, daß der Bauer sich in seiner Produktion vielfach um die Nachfrage gar nicht kümmert. Warum ist aber der Bauer Neuerungen und Belehrungen so schwer zugänglich, warum ist er so wenig beweglich? Sehr einfach, wegen der miserablen Schulbildung, die ihm zu teil wird. Und wer ist an dieser Schuld? Doch nur die Herren Junker und Centrümler, die den Beschützer der Bauern so unentwegt mimen. Den Herren ist es eben bequem, wenn der Bauer möglichst wenig lernt. Je dümmer er ist, um so leichter halten sie ihn am Narrenseil. Eine dritte Kalamität besteht für den Bauern darin, daß er bei der Uebernahme des Gutes im allgemeinen zu hohe Lasten mitübernehmen muß. Namentlich die Entschädigungen, die er an seine Geschwister bezahlen muß, greifen tief in seinen Säckel. Dieses Uebel wird durch die Erhöhung der Getreide zölle aber nur noch verschlimmert, denn infolge der durch den höheren Zoll verursachten Steigerung deS Bodenpreises werden auch die Anteile der Geschwister am elterlichen Vermögen größer. Der kleinere Bauer hat dann eine niedliche Be scherung: Einerseits muß er mehr„herausbezahlen", andrer eits aber bedeutet für ihn die f einnähme, weil er überhaupt kein< Wenn es den junkerlichen und des Bauern ernst ist mit ihrer Liebe, dann" mögen sie die von uns besprochenen Mißstände ins Auge fassen. Freilich werden sie dies nicht thun, sondern den alten Schwindel von der alleinseligmachenden Erhöhung der Getreidezölle aufrecht erhalten. Ob die Brotverteuerer ihres Sieges ganz froh werden, ist reilich eine andre Frage, denn aus dem Kampf um den Zoll wird die Socialdcmokratie, mag sie auch in der Abstimmung unterliegen, nioralisch doch als Siegerin hervorgehen. Besonders die Angehörigen der„ chri st lichen" Arbeitervereine werden erkennen, daß das brotverteuernde Centrum keine Arbeiterpartei sein kann, daß jeder Arbeiter, der dieser Bauern änger-Gesellschast folgt, sich ins eigne Fleisch schneidet. Und endlich wird dem Volk noch eine sehr gesunde Aufklärung werden. Ebenso wie es den Herrn Grafen Posadowsky und Excellenz Brefeld als Vertreter der Scharfmacher 'ah, wird es den neuen Reichskanzer als den Mann der Großgrunbesitzer bewundern können. Und wer dann noch nicht einsieht, daß das deutsche Volk nur dazu da ist, den Großindustriellen und Krautjunkern die Taschen zu füllen, der— ist unheilbar._ politifchr Mebevficht. Berlin, den 19. Februar. Der Reichstag trug heute agrarischen und manchestcrlichen Bedenken gegen einen Beschluß des Bundesrats Rechnung, der in§ 16 der Gewerbe-Ordnung den Kreis der konzessionspflichtigen Betriebe in der Ziegel- und Thonwarenindustrie erweitert. Die zweite Beratung wurde ausgesetzt, um den Herren Gamp von den Freikonservativen und Hoffmeister von der freisinnigen Vereinigung Gelegenheit zu geben, über eine Fassung des Be- 'chlusses nachzusinnen, die den landwirtschaftlichen Ziegeleien und den kleinen Töpfermeistern, deren Betrieb nach Angabe der Regierungsvertreter die Nachbarschaft am meisten belästigt, nicht mehr weh thut. Hierauf wurde die zweite Beratung des P o st- E t a t s ortgesetzt. Seit 3 Jahren fordert der Reichstag vergebens die Besserstellung der Assistenten und Oberassistenten der Post- und Telegraphenverwaltung. Zwar ist es ihm seiner Zeit gelungen, ihr Höchstgehalt zu erhöhen, aber die Anfangsstufen der Gehaltsskala sind so ungünstig geblieben, wie sie waren. Alle Parteien des Hauses sind sich darin einig, daß die zweite Gehaltsstufe 1800 und nicht 1700 M. betragen und daß die weiteren Stufen um je 100 M. bis zur vorletzten entsprechend erhöht werden müssen. Es handelt sich hier wirklich nicht um eine weltumstürzende Reform, aber welche Schwierigkeiten werden ihr von der Regierung, d. h. von Herrn v. Miquel in den Weg gestellt. Charakteristisch für die bescheidene Rolle. in die sich die Volksvertretung stellen läßt, sind die matten Versuche, die der Reichstag im Lauf der letzten Jahre unter- nomnien hat. um seinen Willen durchzusetzen. Im Jahre 1899 wird eine Resolution gefaßt, die den Reichskanzler auffordert, im Etat für 1900 die erforderliche Summe für diese Verändemng in den Gehaltsstufen einzusetzen. Fürst Hohenlohe war schwer- hörig und that es nicht. In seiner Langmut beschließt der Reichstag im März 1900 in einem Nachtragsetat das Ver- säumte nachzuholen. Nachtragsetats scheinen aber bei uns grundsätzlich nur fiir Kiautschou oder die ostasiatische Expedition erlaubt zu sein. Der Bundesrat rührt sich nicht. Ja noch mehr, im vorliegenden Etat bleiben wieder die Wünsche des Reichstags auf Besserstellung der Assistenten unbeachtet. Nun sollte man meinen, müßte der Volksvertretung endlich die Geduld reißen, aber wer so denkt, kennt die Langmut der Mehrheit nicht. Statt von dem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch zu machen und die erforderlichen Summen selbständig in den Etat einzustellen, begnügt sich die Budgetkommission trotz des lebhaften Widerspruchs der Linken damit, den Reichskanzler nochmals höflichst einzuladen, in einem Nachtrags-Etat den Forderungen des Hauses endlich Rechnung zu tragen. Er ist ja so liebenswürdig, der neue Herr, und der nationalliberale Abg. Möller hat bie frohe Hoffnung, daß er sich erweichen lassen wird. Nur keine innere Krisen, dies Losungswort des Grasen Bülow bildet auch das Leitwort der Mehrheitsparteien. Singer trat sehr energisch für die Rechte der Volks- Vertretung ein und geißelte die verhängnisvolle Schlaffheit der Majorität. Die Resolution wurde schließlich einstimmig angenonnnen. Selbst Herr v. Kardorff beschränkte sich nur noch auf theoretischen Widerstand, indem er die Frage aufwarf, wo das Geld für diese Erhöhung der Gehälter der mittleren Beamtön eigentlich herkommen solle. Es handelt sich um eine Lappalie, verglichen mit der Viertelmilliarde, die uns China kostet. Gleichfalls angenommen, diesmal aber gegen die Stimmen der Rechten, wurde eine zweite Resolution, die die Abkürzung der diätarischen Dienstzeit fordert. Auch die Nationalliberalen stimmten für sie und ließen ihren Parteigenossen Paaschs in Stich, der seine Referentenrolle dazu gemißbraucht hatte, in einem Schlußwort gegen den Antrag der Budgetkommission zu sprechen, deren Vertreter er war. Herr Paaschs hat sich als Referent schon einigemale in derartigen Seitensprüngen gefallen. Diesmal wurde ihm nichts geschenkt und in einer sehr lebhaften Geschäftsordnungsdebatte er- inncrten ihm die Redner der Linken an seine Pflicht zur Objektivität. Noch eine dritte Angelegenheit nahm einen beträchtlichen Teil der Debatte in Anspruch. Der famose Flotten» verein leidet unter der Verständnislosigkeit des Lese- Publikums für seine entsetzlich langweilige Zeitschrift„Ueberall": 15 Mark im Jahre ist den Leuten für ein wöchentlich einmal geliefertes Schlafmittel zu viel. Aber wozu haben wir denn Beamte? Und so erging im Einverständnis niit dem Staats- sekretär ein Circular an verschiedene Postämter, in dem unter Vermittelung der Herren Vorgesetzten die Beamten ermuntert wurden, in die wässrige Litteratur des Vereins gefälligst Einsicht zu nehmen. Singer' brachte den Fall zur Sprache und fand energische Worte des Tadels für diesen Wink mit dem Zaun- pfähl an die Beamten. Herr v. Podbielski stellte sich tot. Nach seiner Ansicht hat ser sich bei der ganzen Angelegenheit „draus" gehalten, wie er wörtlich sagte. Dabei wagte er das Wort, daß der Flottenverein gar kein politischer Verein wäre. Dieser Versuch, den Naiven zu spielen, weckte allseitige Heiterkeit. Morgen ist Schwerinstag. Die Debatte über die Theater- eensur geht weiter: außerdem steht der Antrag des Centrums auf Anwesenheitsgelder und unbeschränkte freie Eisenbahnfahrt für die Abgeordneten zur Verhandlung. Der zweite Bneck-Brief im Abgeordnetenhaus. DaS preußsiche Al'gcordneieichous hat in sciner Abendsitznng vom Montag den Etat des M i n i st e r i u ni s d e s I n n c r n genehmigt und die dazu vorliegenden Anträge vetr. die Besserstellung der Gendarmen und Schutzleute an die Budgetkoinmisston verwiesen. Ein iveiterer, von dem Abgeordneten Schmidt- Warburg(Centr.) eingebrachter Autrag bezweckte, an dem Fonds von 300 000 M. zu geheimen Ausgaben im Interesse der Polizei einen Abstrich von 40 000 M. vorzunehmen und diese 40 000 M. zur Erhöhung de§ Dispositionsfonds zu Ausgaben im Interesse der StrafanstaltSver- waltung zu benutzen. Nachdem aber Frhr. v. Rhcinbnben angesichts der Aufwendungen gegen die„Anarchistengefahr" eine Herabsetzung deS Geheimfonds als ganz unthunlich erklärt hatte, zog Herr Schmidt seinen Antrag schleunigst zurück. Der Minister wird nun wohl die „Anarchistengcfahr" mit den 300000 M. endgültig beseitigen. Die übrige Debatte drehte sich in der Hauptsache um die Frage der Beschäftigung von Strafgefangenen, über deren Konkurrenz gegenüber den freien Arbeitern wie alljährlich lebhaft Klage geführt wurde. Am Dienstag erledigte das Haus in einer einzix>en Sitzung den Etat der B e r g v e r w a I t u n g. Dabei kam es zu interesianten Aeußerungen über die Kohlenfrage, den Bu eck- Brief und die Verhältnisse der Bergarbeiter. In der Kohlenfrage herrschte allgemein die Ansicht, daß die jetzigen Preise zu hoch seien und daß der Fiskus mit einer Preisherabsetzung vorangehen müsse; sonst würde sich besonders die Krisis in der Eisenindustrie zuspitzen I Aus der Antwort des Ministers ergab sich nur, daß Herr Brefeld die Absicht hat, mindestens bis zum 1. April eine Uebereinstimmung der Kohlenpreise der staatlichen und der Privatgruben herbeizuführen. Daß aber die Preise herabgesetzt werden, konnte der Minister nicht versprechen. Den Bueck- Brief brachte auf vorherige Bestellung der Freiherr v. Zedlitz(fk.) auf's Tapet, indem er zu seiner Freude konstatierte, daß es den Arbeitem heute noch besser gehe. cr war Und nicht nur wegen seines Hörigkeitsverhältnisses zu Bued, sondern auch wegen seiner zahlreichen Unterlassungsfünden auf dem Gebiet des Bergarbeiterschutzes fand der Minister äußerst milde Richter. Kein Wunder, wenn man bedenkt, daß als Ankläger der Abg. Goldschmidt( frs. Vp.) auftrat, der als echter HirschDunderianer sich ängstlich bemühte, selbst bei dieser Gelegenheit in Harmonieduselei zu schwelgen. Herr Goldschmidt tadelte es, daß noch immer keine Assistenten aus dem Arbeiterstande zur Gruben inspektion hinzugezogen feien, er wies auf die zunehmende Zahl der Betriebsunfälle, auf die Verwendung weiblicher Arbeitskräfte im Bergbau und auf die niederen Löhne hin, ja, fogar teď genug, den Achtstundentag für Bergarbeiter zu fordern, allerdings unter der ausdrücklichen Verwahrung dagegen, daß er etwa gleich den Socialdemokraten überhaupt für alle Arbeiter den Achtstundentag verlange. Wir müssen Herrn Goldschmidt das Zeugnis ausstellen, daß er wenigstens einen schwachen Bersuch gemacht hat, die Arbeiterinteressen im Junkerparlament wahrzunehmen, aber es blieb bei diesem Versuch. Anstatt energisch feine Ansichten zu verfechten, flößte ihm eine furze, völlig inhaltlose Ertviderung des Ministers einen solchen Schred ein, daß er sofort Abbitte that und der Ueberzeugung Ausdrud gab, daß Herrn Brefeld das Wohl der Arbeiter am Herzen liege; nur wünsche er ein schnelleres Tempo in der Socialreform, damit die Arbeiter sehen, daß ihre Wünsche auch in der bürgerlichen Gesellschaft erfüllt werden können. Diese Rede des Abg. Goldschmidt reiht sich der feines Freundes Hirsch über den Pferdebahnerstreit vom vorigen Jahre würdig an die Seite. Deutsches Reich. Um den bäuerlichen Mitgliedern des Bunds das Verständnis für diese Zahlen zu erleichtern, wollen wir dies Verhältnis auf den Besitz der Bundesmitglieder übertragen. Nach der Aufstellung des Bunds der Landwirte selbst sind von seinen Mitgliedernster sejailee jo 2/3 Proz. als zur Zeit, wo Herr Buted von dem Minister Brefeld Huldvoust Es mag dem offigiösen Telegraphenbureau nicht leicht geworden empfangen wurde. Auf diese an den Haaren herangezogene Befein, den faltblütigen Hohn der russischen Antwort auf die zollmerking erwiderte Herr Brefeld in längerer Rede, die im wesent Die Politik des Zollkriegs. politischen Vorbereitungen der deutschen Regierung zu übermitteln. lichen darauf hinauslief, daß er sich jetzt nach 41/2 Jahren des Das Wolffsche Telegraphenbureau übermittelt einen Artikel der Doch man durfte diese Antwort unmöglich unterschlagen, da sie eine Gesprächs mit Herrn Bued nicht mehr genau erinnern fönne, daß Petersburger handels- und Industrie Zeitung", ernstliche Mahnung für alle diejenigen bedeutet, welche nicht um aber Herr Bued ihn wahrscheinlich mißverstanden habe; er begreife in dem die russische Regierung Stellung nimmt zu der einer Handvoll dreister Junker willen schwerste Schädigungen über gar nicht, wie man von ihm glauben könne, daß er die staat: liche Fürsorge für das Gros der Arbeiter für abgeschlossen halte. Aufstellung des Zolltarifs in Deutschland und den Zusicherungen des den deutschen Gewerbefleiß hereinbrechen lassen wollen. Und nun erging sich der Minister in einen langen Lobes Reichstanzlers an die Agrarier. Der äußerst bedeutsame Artikel be= Hhmmus auf das, was er alles für die Besserung der Arbeiter- spottet in feiner Fronie die Abhängigkeit der deutschen Regierung Die großen und die kleinen Landwirtsbündler. Auf der verhältnisse plant. Fürwahr, wir haben Herrn Brefeld bisher ver- von einer Interessenpartei und die uferlosen Zollerhöhungs- Generalversammlung des Bunds der Landwirte schrie Herr Lude, ein tanut, wir haben nicht geahnt, daß er Tag und Nacht darüber sinnt, Versprechungen des Grafen Bülow, um sodann die Absicht und früherer Gutspächter oder Gutsbesizer in Ostelbien, der jetzt in der tuie der Arbeiterschuß ausgebaut, wie die Gewerbe- Aufsicht vermehrt die Befähigung Rußlands zum ernste sten Wider Pfalz als Agent des Bunds der Landwirte lebt, mit der vollen werden kann, ja wir wissen nicht einmal, daß Herr Brefeld derjenige stand gegen die deutschen Pläne nachzuweisen. Die Wucht seines ansgiebigen Kehlenmaterials die unerhörte funkelnagelMinister ist, der, wenn er lange genug im Amte bleibt, dermaleinst Handels- und Industrie- Zeitung" schreibt: neue Offenbarung in die Welt hinaus, daß, nur" 1/4 des deutschen die Wohnungsfrage lösen wird. Doch der Minister mag sich drehen und wenden wie er will, er vermag Herrn Bueck und den Central„ Die( russische) Regierung braucht nicht zu ver- Aderbodens den Großgrundbesitzern gehöre, 3/4 aber den kleinen verband nicht loszuwerden, er muß eingestehen, daß er sich von dem sprechen, daß sie die Interessen des Volks im Jahre 1903 und mittleren Besitzern. Ja, dieser Bauer" forderte noch mit Centralverband Informationen" holen muß, und er ist auch berücksichtigen wird. Man( d. h. die deutsche Regierung) fanu den wuchtiger Eindringlichkeit die Berichterstatter auf, diefe Offenbarung nicht in der Lage, die Aeußerung Buecks über den UnterIndustriellen und Händlern, die ihre Waren ins Ausland aus- ja nicht zu überhören. führen, eine Ermäßigung des Einfuhrzolls in einem be= Man greift sich an den Kopf und fragt sich, wie es möglich ist, staatssekretär Lohmann zu entkräften. Es war eine Verteidigungsrede, und nicht einmal eine gute Verteidigungsrede eines schuldstimmten Staate versprechen und den Zoll für die Rohstoffeinfuhr aus daß solche Tricks von Leuten, die auf ernste Beachtung Anspruch erbeladenen Mannes, der in seiner Verzweiflung gar nicht merkt, daß demselben Staate erhöhen. Es kann noch vieles versprochen heben, versucht werden. Welche Verachtung müssen die Bundesreduer er fich immer tiefer hineinredet. Für das Dreitlassen- Parlament werden, um den eignen Staate Wohlstand zu sichern. Aber für ihre Anhänger haben, wenn sie derart von ihnen annehmen ag allerdings ist die Rede gut genug, diese Gesellschaft ist mit Herrn die ruffische Regierung läßt nicht einmal den Gedanken aufkommen, sie nicht fähig seien, die einfachsten Aeußerungen ihrer Redner in Brefeld höchlichst zufrieden. Die Minister nach ihrem Herzen daß viele der erhobenen Forderungen darauf abgesehen feien, ihrer Bedeutung aufzufaffen. Rußland auszumußen. Jeder unabhängige Staat hat das brauchen ja nur start zu scheinen, um mit Herrn von Kröcher zu Die grobe Täuschung liegt in dem, mur" und in der pathetischen reden. Recht, beliebige Bedingungen für seinen auswärtigen Aufforderung an die Berichterstatter, ja die Zahlen nicht zu unterHandel aufzustellen und wenn z. B. Deutschland, welches seit schlagen. Dadurch sollte bei den biederen Cirkusgästen der Glauben langer Zeit in Beziehungen, mit Rußland steht, zugeben kann, daß erweckt werden, als ob Herr Lude mit seiner Angabe eine Thatsache es bei dem enormen Anwachsen der Industrie und dem aufs festgestellt hätte, die bisher von den Gegnern bestritten und deshalb äußerste getriebenen Wettbewerb der Produkte vorteilhaft ist, dem ihnen sehr unangenehm wäre. Arbeiter viel tenreres Getreide als von seinem Gegner fonIn Wirklichkeit giebt es feine aufreizendere Zahl als die fumiert wird, zu bieten, und wenn der Reichskanzler tein statistische Feststellung, daß der vierte Teil des: deutschen Aderbodens andres Mittel zur Wahrung der produktiven Kräfte seines Lands einer winzigen Zahl von Großgrundbesitzern gehört, die im wesentTennt, als weitere Verteuerung des Getreides, so lichen ihren Besiz den unter dem Vorwand der Bauernbefreiung darf hieraus nicht geschlossen werden, daß der Reichs- ruinierten Banerngütern verdanken. Im socialdemokratischen FlugKanzler, dem die gegenwärtige ökonomische Lage der Staaten blatt, das fürzlich verteilt wurde, spielte dieses Viertel eine zur Genüge bekannt ist, bei seiner Mitteilung die Absicht Hauptrolle und da versucht der Bundesredner durch ein„ nur" und verfolge, jemand glauben zu machen, daß Ruß- cinen Appell an die Reporter seine Znhörer über die Bedeutung land auf einen solchen Vertrag, bei welchem seine landwirt einer solchen Verteilung des Grund und Bodens zu täuschen. schaftlichen Produkte noch höher verzollt werden, eingehen Freilich unterließ es Herr Lude wohlweislich hinzuzufügen, daß wird. Es ist allgemein bekannt, daß Rußland keine Luguswaren, dieses Viertel 25 000 Betriebsinhabern gehört, während die drei sondern landwirtschaftliche Produkte, vorzugsweise Getreide, welches Viertel auf etwa 5 533 317 Betriebe entfallen. Oder mit andren die Industriestaaten nicht entbehren können, ausführt. Das Getreide Worten, 0,45 Broz. der Betriebe haben ein Viertel des Bodens; bringt die ganze industrielle Welt in Aufregung und wenn dennoch 99,55 Broz. müssen sich mit den restlichen drei Vierteln begnügen. ein Jndustriestaat sich findet, welcher im Jutereffe feines Wohlstands den Import von Getreide aus Rußland zu erschweren beabsichtigt, so braucht Rußland Mangel an Räufern nicht zu befürchten. Der Absagmarkt für russisches Getreide ist noch immer groß genug. England, Belgien, Holland und die Schweiz Fonsumieren ein weit größeres Quantum russischen und aus ländischen Getreides als Deutschland, und wenn letzteres cinen Staat findet, der sich bereit erklärt, Deutschland mit Getreide unter den vom Reichskanzler den Agrariern versprochenen Bedingungen Wir wissen nicht, nach welchen Grundsägen der Bund die Dreizu versorgen, so wird sich der Absaßmarkt Rußlands in den Staaten, teilung vorgenommen hat. Wir wollen annehmen, daß wie es in die keinen Getreidezoll haben, dadurch noch mehr erweitern. Das der amtlichen Statistik üblich ist, die Besizer von 100 hektar aufGesetz von Angebot und Nachfrage schafft die politischen wärts als Großgrundbefizer gerechnet werden, während der Bund Kombinationen ganz unabhängig von diesen oder jenen Parteien, möglicherweise die untere Grenze höher hinaufrückt. Als mittlere und Rußland, welches das Getreide, diesen notivendigsten Be- Besizer sollen die Eigentümer von 20 bis 100 Heftar angefehen darfsartikel aller europäischen Böller, zu bieten vermag, hat werden, was darunter liegt, als Aleinbauern. inuner die freie Wahl der günstigen internationalen Handels- Der Großgrundbesik, zählt in Deutschland mittlere Befizz beziehungen. Man lan nicht außer Acht lassen, daß HandelsKleinbauernstand verträge bilateral( gegenseitig) sein müssen und wer zur gegebenen Zeit ankündigt, den fremden Import mit erhöhtem Zoll zu belegen, Während nun die Statistik des Bunds über die Bertretung der mußte wohl voraussehen, daß er gleiche Maßregeln verschiedenen Bejiggruppen falsche Vorstellungen erwedt, weil mi von seinem Geguer zu erwarten habe. Wenn jetzt die Staats- die absoluten Mitgliederzahlen prozentual verglichen werden, nicht männer wachsam und vergleichend die Kräfte ihrer inneren Parteien aber das Verhältnis der Mitglieder zur Zahl der Betriebe der be verfolgen und mit Versprechungen fünftiger Siege treffenden Größenklassen überhaupt festgestellt wird, so wollen wir bei Handelsunterhandlungen mit fremden Staaten ihre Auto- diese, notwendige Umrechmmg vornehmen. rität im Innern befestigen wollen, werden sie dann, wenn die Frage praktisch auf internationalem Boden erscheint, ihre relative ökonomische Kraft nicht an den Parteien, sondern an den Staaten zu bemessen haben, um zu beftimmen, wer bei dem gegenwärtigen Organismus der inter- Diese Zahlen forrigieren bedeutend den Eindruck der offiziellen nationalen ökonomischen Beziehungen mehr Not leiden und für Bundesrechnung, sie ergeben, daß die kleinen Befiger- und das wen die Aufhebung der Vertragsbeziehungen schädlicher find überdies zweifellos die größeren unter den fleinen erfcheinen werde. Dann wird der gesamte wirkliche Bestand hältnismäßig in geringerer Zahl im Bunde vertreten sind als die der inneren ökonomischen Interessen jedes Landes zur Er- Großgrundbefizer. Wie aber steht es nun um die Besitzverhältnisse der Bundesfcheinung lommen und durch die faktische Dringlichkeit dieser Interessen und nicht nach der Gerechtigkeitswage dieses mitglieder, vorausgefegt, daß dieses ungefähr die allgemeinen oder jenes Ministers wird das wirkliche Gleichgewicht der agrarischen Verhältnisse widerspiegelt? Vertragsparteien bestimmt werden. Das kann das russische Bolk in Ruhe abwarten. Unter der Regierung Kaiser Alexanders III. trat Rußland fast mit allen Staaten in Handelsbeziehungen und erleichterte den Ausländern den Handelsverkehr mit Rußland, was auch jetzt noch als ein wertvolles fulturelles Gut anerkannt ist, welches Rußland weiter mit allen Sträften schützen wird, freilich ohne von seiner Würde und den Interessen des Landes etwas preiszugeben. Die Beachtung dieser friedlichen und wechselseitig nützlichen Beziehungen ist nur bei beider feitigem gutem Willen möglich, und wenn eine Partei dieses wechselseitige Jnteresse aus dem Auge verliert, und nur ihre eigenen Inter effen berfolgt, und ihrem Gegner nur Nachteile entgegenbringt, jo tann sie nur mit einem hilflosen Die 1480 Großgrimdbefizer verfügen also„ nur" über fast und von ihr irgendwie abhängigen Staate genau so viel Eigentum wie die 202 000 fleinen Befizer. Diese ,, nur ein Viertel", vont Dem Herr einen Vertrag schließen, keineswegs aber mit Ruß- Bahl entspricht dem Am Mittwoch beginnt die Beratung des Handelsetats. jun chon mun sin 200 Die abermalige Jfolierung Deutschlands. Baldersees neue Expeditions- Projekte haben bereits den von uns vorausgefagten Einspruch gefunden. Und zwar ist es wieder Amerika, das an der Politit der offenen Thür und der vernünftigen handelspolitischen Erschließung Chinas das größte Interesse hat, das die Gefahren neuer triegerischer Aktionen sofort erkannt und gegen die von neuem proklamierte Politik der gepanzerten Faust energischen Prote st erhoben hat. Wie der, Frff. Stg." aus New York gemeldet wird, ist der amerikanische Gesandte in Peking, Conger von seiner Regierung angewiesen worden, gegen die neuen Expeditionen Einspruch zu erheben, da von denselben, schlimme Folgen für den Frieden mit China befürchtet werden müßten. Der amerikanische General Chaffee hat dementsprechend den Befehl erhalten, sich der von Waldersee vorbereiteten großen Expedition nicht anzuschließen. Ferner beabsichtigt nach Washingtoner Preßmeldungen die amerikanische Regierung, in Berlin und nötigenfalls auch noch in andren Hauptstädten Vor: ftellungen wegen Walderfees kriegerischer Pläne zu erheben. Selbst wenn also die harmlose Deutung der großen Rüstungen Waldersees, dieselben hätten nur den Zweck, China einzuschüchtern und zur Nachgiebigkeit zu veranlassen, mehr wären, als ein Versuch, der Deffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, so wäre dieser schlaue Schachzug deutscher Chinapolitik bereits durch den Protest Ameritas bereitelt. Dem Protest Amerikas wird der Rußlands wahrscheinlich auf dem Fuße folgen. Denn gerade Rußland muß alles verhüten, was es in seiner ruhigen Verdauung des verschlungenen Fehens chinesischer Beute stören könnte. Möglicherweise steht aber die außerordentliche diplomatische Mission des greisen Generals v. Werder in Petersburg mit der neuen Phase der deutschen Chinapolitik in engerem Zusammenhang. Das Gemunkel, daß diese auffallende Legation den Zweck habe, vorübergehende Unklarheiten" zwischen Berlin und Petersburg zu beseitigen, hat allerdings ein schleuniges offiziöses Dementi gefunden. Nun, es Yönnte ja sein, daß die Miffion des 77 jährigen, dem verdienten Ruhestand so plötzlich entrissenen Diplomaten, der in Petersburg Lange Jahre persona grata war, nicht darin bestünde, aus der Vergangenheit resultierende Mißhelligkeiten zu schlichten, durch sondern dem Waldersees Vorgehen zu be füchtenden Konflikt die Spize abzubrechen. In Petersburg wird man sich in dem unerbittlichen Verfolgen der bisherigen ziel bewußten Chinapolitik freilich kaum durch Sentiments abhalten laffen. Rußland wird sich wie bisher mit dem nötigen Nachdruc alle ihm unbequemen China- Abenteuer verbitten. ' Der Artikel des russischen Blatts giebt ferner den unzweidentigen Sinweis auf die volle Gleichberechtigung, die bisher deutsche Handel- und Gewerbetreibende in Rußland genossen haben. " Großgrundbesizer.1 480. Mittlere Grundbefizer. 28 520, Kleingrundbesiger 202 000 Von den 121/3 87 25 061 Betriebe, 281 767 5 251 489 " Großgrundbesitzern überhaupt gehören 5,9 Proz. dem Bunde an, mittleren Befizern 10,1" fleinen Besitzern 3,8 leberhaupt hat der Großgrundbesiz 25,5 Proz. der Gesamt- Bodenfläche, 30,4 mittlere Befizz Kleinbefiz 44,1 " " Auf einen Betrieb der Größenklaffe über 100 Heftar lommen durchschnittlich 440 Hektar, 20-100 unter 20 " 47 3,6 " " ver Danach besigen innerhalb des Bunds der Landwirte die 1480 Großgrundbefizer 28 520 mittleren Besizer 202 000 fleinen Besitzer " hii 651 200 Hektar. 1340 440 727 200 " land, welches zivar selbst aus dem Handel Borteil und Nutzen ude sprach. Wir wissen nicht, ob er großen Erfolg damit gehabt zieht, aber auch andren bei sich einen reichen und hätte, wenn er in dieser Weise seine Zahlen erläutert hätte:" In den vorteilhaften Martt überläßt. Wenn aber der Händen des Großgrundbefizes befindet sich nur ein Viertel des geWarenabjay Rußlands durch jemanden beschränkt wird, so ist es famten deutschen Ackerbodens, die andern drei Viertel gehören den ganz natürlich, daß auch Rußland zu gleichen Maßregeln Bauern. Das bedeutet auf die Mitglieder unsres Bunds berechnet: In den Händen unsrer 1480 Großgrundbefizer befindet sich nur ebenso greifen wird." all viel Boden wie in denen unsrer 202 000 tleinen Befizer. Ich ersuche die Berichterstatter, das gefälligst nicht überhören zu wollen." Das Centrum im Spiegel. In einer der letzten Nummern Im Schluffe des Artikels der Handels- und Industrie- Zeitung" gaben wir bereits einige Stilproben aus einem polemischen Erguß heißt es: Im Falle der Nichterneuerung des Handesvertrags würde des katholischen Bayrischen Kurier", der sich gegen die ultra( England, der vermutliche Anstifter zu allen Unbesonnen- auch der Vorteil entfallen, der den Ausländern gewährt wurde, montane„ Augsburger Postzeitung" richtete. Diese Geständnisse heiten der Khakipolitik, hat bis jetzt noch nicht offen Farbe bekannt. und wenn dies für Rußland auch kaum bemerkbar wäre, so Auf die Anfrage Harcourts in der Montagssigung des Unter- würden dennoch Angehörige andrer Staaten, zum Beispiel Deutsche ist ein früherer bayrischer Stadtpfarrer- können wir heute durch Unter- bie von Alters her, in Rußland in weitestem Maße verschiedene hauses gab der Regierungsvertreter, Unterstaatssekretär Gran: Handels- und Industriezweige betreiben, sehr fühlbare Nachteile borne, eine sehr ausweichende und gewundene Antwort. Er erklärte, erleiden, wenn man sie mit schwereren Steuern belegen würde, so weit die Regierung Kenntnis habe, gebe es teine auswärtige Re- als sie die Untertanen der meistbegünstigsten Staaten zahlen. gierung, die eine Expedition ins Innere von China auszuführen Der Artikel läßt feinen Zweifel, daß Rußland bereits heute mit wünsche. Wenn eine solche geplant wäre, so würden sicherlich die dem Zollkrieg rechnet. Es lehnt jede Erhöhung der Kornzölle englischen Befehlshaber die Anweisungen ihrer ab und verweigert den Abschluß eines neuen Regierung einholen, ehe sie einem solchen Unternehmen Sandelsvertrags unter Bedingungen, wie sie nach der Erzustimmten. Der wirkliche Sachverhalt sei, daß die Regierung flärung des Grafen Bülow seitens Preußen und Deutschland gestellt feinerlei Informationen über diesen Puntt bewerben solle. Nicht ganz mit Unrecht sieht die Handels- und Industrie= der Redacteur des" Bayrischen Kurier" eines geistlichen Gemüts folgenden Passus vervollständigen: " Ein Ultramontaner ist ein zur Heuchelei und Ver drehung neigender Reaktionär, ein Pharifäer allerdickster Sorte, der unter dem Vorgeben, der heiligen Sache" zu dienen, uneblen Leidenschaften dient, Politit und Religion mit einander verquidt und viele Menschen bom Religionsbekenntnis abhält, die, wenn die Ultramontanen nicht ihr Unwesen trieben, der Religion vielen Nutzen bringen würden." size. Der dem journalistischen Handwerk obliegende Confrater mus Die Regierung erklärte sich also weder für noch gegen zeitung" für den Fall des Abbruchs der Handelsbeziehungen die ganz bösartige Erfahrungen mit seinen Centrumskollegen gemacht das Waldersee Projett, sondern begnügte sich mit der Ant- Situation Rußlands als günstiger an als die Deutschlands. Rußland haben, um eine jo schmeichelhafte Definition des Begriffs ultrawort, daß die englischen Befehlshaber sich in keine Unternehmung sei in der Lage, sein Getreide in andren Staaten abzusetzen und die montan" geben zu können. ohne Einwilligung der Regierung einlassen würden. Bedürfnisse feiner Industrie aus andren Staaten zu befriedigen. Graf Posadowsky ist Domherr von Brandenburg geworden. Deutschland hat sich also abermals in der schlimmsten Weise Vorläufig so spöttelt das russische Organ fönne man in Die Mitglieder dieses Domkapitels, zu denen u. a. auch Herr bloßgestellt. Beharrt Waldersee auf seinem Plan, so treibt Deutschland noch auf der Gerechtigkeitswage" den v. Hahnte gehört, beziehen so ansehnliche Pfründen, daß der Deutschland in den schwersten Konflikt mit andren Mächten Arbeitern teureres Brot zuwiegen, fönne, man mit 12 000 Mart- Graf füglich jetzt sein Gehalt als Staatssekretär enthinein, weicht Waldersee aber zurüd, so hat er damit Bersprechungen, die den Agrariern gefallen, feine Autorität im behren kann.-zweifellos wieder einmal erheblich zur Erhöhung des Prestiges Junern befestigen wollen", aber sobald die Frage Werbungen für Transvaal. Zu unsrer gestrigen Notiz geht praktisch wird, dann wird es sich fragen, wer bei der uns folgende, die Nachricht über Werbungsversuche in Saarbrüden deutschen Zollpolitik mit größrem Schaden berichtigende Mitteilung zu: Die in der Nr. 42 des Vorwärts" Farbeitet.- sam do ut sayinenthaltene Notiz über Werbungen für Transvaal" ist infoweit Deutschlands beigetragen. " GITH richtig zu stellen, daß diese Werbungen nicht für Transvaal bestimmt tionen darf in Zukunft mehr einer andern Partei angehören. Die Es ist bezeichnend, daß diese Nachricht noch mit einer Art von waren. Man wollte vielleicht Streifbrecher nach London meisten Redner sprachen sich dahin aus, daß, falls man Anschluß an Genugthuung meldet, daß der fliehende De Wet den Vers anweiben. Bekanntlich befinden sich unsre deutschen Kollegen in eine Partei suchen wolle, könne das nur die socialdemo- folgern durch Geschüßfeuer keine großen Verluste zugefügt London im Streif. In England findet man keine Streitbrecher; fratische fein. Nach der Stimmung des Kongresses zu urteilen, habe. auch in Deutschland ist dies unmöglich. Nun erschien jener berüchtigte ist die Zeit nicht mehr fern, wo sich dieser große Verband mit der Streitbrecher Stoffels in Saarbrüden unter dem Vorgeben, daß er Socialdemokratie verschmelzt. junge Glasarbeiter nach Transvaal suche. Er ist jedoch entlarvt worden und mußte er eingestehen, daß er Glasmacher nach London suche. Er ist infolgedessen wegen Betrugs und Vorspiegelung falscher Thatsachen verhaftet und in das Amtsgerichts- Gefängnis in Saarbrüden eingeliefert worden. Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar. Nachdem der außerordentliche Landtag in zwei geheimen Sizungen über die Formalitäten zur Huldigungsfeier schlüssig geworden war, fand diese Feier am Sonntag im großherzoglichen Schloß statt. Mit Ausnahme des Abg. Baudert, welcher die Erklärung abgab: Er fei bereit, die Verfassung voll anzuerkennen und sie zu beschwören, aber den vorgeschriebenen Eid Ieiste e er nicht und bleibe er deshalb diesem höfifchen Cermoniell fern, hatten sich alle Abgeordneten eingefunden. Im Anschluß an die Huldigungsfeier hat der Großherzog als ersten offiziellen Regierungsaft eine weitgehende Amnestie erlassen. Sogenannte politische Verbrecher die bei Strafen bis zu 2 Monaten oder Geldstrafe bis zu 300 m. mit einbegriffen sind find aber zur Zeit im Großherzogtum nicht vorhanden. Ausland. Der Kampf um die Geschlichkeit. -RO England. Wie in Deutschland retten auch in England die Arbeiter die moralische Ehre der Nation! Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 18. d. M.: Nach den letzten Meldungen marschiert De Wet noch nordwärts. und soll jest westlich von Hopetown stehen. Er wird wahr= scheinlich einen Rückzug in südwestlicher Richtung unternehmen, unsre Truppen sind hierauf vorbereitet. Diese Nachricht flingt ebenfalls nicht allzu zuversichtlich. Eine Proklamation De Wets. Protest eines Londoner Gemeinderats gegen den Transvaalkrieg. Der Gemeinderat des Londoner Stadtviertels Battersea hat gestern der Regierung folgenden Beschluß zugesandt: Der Gemeinderat wünscht, daß " Daily Mail" berichtet aus Kapstadt: De Wet gab die Ers die Regierung zur Ehre Englands und zum Wohl der klärung ab, er werde während seines Bordringens in der Menschheit dem Kriege in Südafrika ein Ende mache und Kaptolonie sämtliche willigen Bewohner der Kolonie in Maßregeln treffe, um beiden Boerenrepubliken ihre Inab: feine Reihen aufnehmen und die von ihm durchzogenen Gehängigkeit zu laffen und den Führern derselben annehmbare Be- biete unter seine eigne Verwaltung stellen. dingungen zu machen. Diese Proklamation verrät auch nicht gerade, daß De Wet die Schlinge um seinen Hals fühlt. Starke Boerenabteilungen werden aus dem östlichen Kapgebiet signalisiert. Es heißt, daß Boeren Vosburg besezt haben, da die Verbindung 3u Unterstaatssekretären wurden ernannt: De Martino für mit Bosburg abgeschnitten ist. In Strydenburg stehen das Aeußere, Ronchetti für das Innere, Talamo für die Justiz, 1000 Boeren, ebenso stehen zahlreiche Boeren in dem 21 Meilen Mazziotti für die Finanzen, De Nobili für den Schatz, Cortese für von hier gelegenen Houwater. den Unterricht, Niccolini für die öffentlichen Arbeiten, Alfred Baccelli Aber auch für Kapstadt selbst scheint man wieder Befür den Ackerbau, Fulci für Post und Telegraphen. Die Unterstaats- fürchtungen zu hegen, da nach einer Meldung aus Kapstadt ein fekretäre Zanelli( Arieg) und Serra( Marine) find vom König von Teil der Miliztruppen nach Worcester gesandt wird, um sich neuem bestätigt worden. dort dem Vordringen der Boeren entgegenzustellen. Worcester liegt nur 100 Ailometer östlich von Kapstadt. Spanien. Italien. Unter diesem Titel hatten wir kürzlich die Ursachen und den Verlauf des Calaiser Streits geschildert. Der Streit ist zu Ende Der Streik der eingeborenen Dockarbeiter Wiederaufhebung der Präventivcensur. und noch liegen ettva 1200 Streifende auf dem Pflaster. Ohne teilte den Leitern der Madrider Blätter mit, die Präventivcensur fei, Arbeit wieder aufgenommen. Auch sind wieder drei neue BestGeneral Weyler in Kapstadt dauert noch immer fort. Erst 150 von ihnen haben die Zweifel könnten die Unternehmer mehr einstellen, fie thun es nicht, da die Ruhe andauere. aufgehoben unter der Bedingung, fälle vorgekommen. um die zur Entbehrung Verurteilten zu zwingen ,, von dem Mini- daß die Blätter eine Besprechung der legten Ereignisse beamte der Kaptolonie erklärt, man habe Grund zu Zudem hat der oberste Sanitätssterium die Aufhebung des Gefeßes Millerand in in Madrid unterlassen und bei Besprechung der Vorfälle in der Befürchtung, daß die staffern eine Anzahl Best ihrem Zutereffe" zu verlangen. Dieser Tage fand nun in Calais der Provinz Zurückhaltung beobachten. fälle, die unter ihnen vorgekommen sind, ver eine Urabstimmung der Arbeiter über die Wiedereinführung des heimlichen. Schichtwechselsystems statt; die durch das Gesez verboten ist. Vier Auch der Spißenweber hatten große Platate angeschlagen, in denen zur Beteiligung an der Abstimmung aufgefordert wurde. Dieses Manöver ging von den Fabrikanten aus, das Resultat war aber ein höchft flägliches, von der großen Masse der Spizenweber beteiligten sich nur 174 und stimmten für Wiedereinführung der Wechselschichten. Die Abstimmenden waren durchweg folche, welche in Arbeit stehen, meist Mitglieder der Streitbrecher Organisation; viele wurden von ihren Fabrikanten an die Urne geführt. " Barrikadenkämpfe. Aus Granada wird berichtet, daß da selbst das aufgeregte Volk Barrikaden errichtet habe. Die Truppen feuerten und töteten einen Arbeiter einer französischen Elektricitätsgesellschaft. Die 3oIlhäuser wurden in Brand gested t. Rußland. Neuseeland verweigert Verstärkungen. Aus Sydney wird gemeldet: Die Regierung von Neuseeland protestierte gegen weitere Truppenamverbungen für Südafrika. Die letzte Tages- Verluftlifte einer Nachwahl im 2. hamburgischen Wahlkreise der Schuh6455 fortschrittliche und 3581 nationalliberale Stimmen gewählt. macher Georg Wilhelm Hartmann mit 13 155 Stimmen gegen hm folgte bei den allgemeinen Wahlen 1881 der Genosse Diet, der den Kreis noch heute vertritt. Dich wurde damals allerdings erst in der Stichwahl gewählt, wo er mit 12 315 Stimmen den Fortschrittler besiegte, der nur 11 340 Stimmen erhielt. Zum ruffisch amerikanischen Zollkonflikt. Die offiziose registriert 6 Tote, 32 an Krankheiten Verstorbene, darunter Petersburger Handels- und Industrie Zeitung" schreibt: Die 1 Offizier, 30 Verwundete und 12 Vermißte. internationalen Beziehungen Rußlands zu den Bereinigten Staaten von Amerika haben sich seit jeher dermaßen freundschaftlich gestaltet, daß fie in den letzten Jahren eine immer größere Stüge in dem Partei- Nachrichten. Beide Arbeiterorganisationen von Calais und auch der dortige fanden. Wenn in diesen freundschaftlichen Beziehungen in den letzten Notiz über die Wahl des Genossen Stolten zur Hamburgischen stets sich entwickelnden, wechselseitig vorteilhaften Warenaustausch Die Vertretung Hamburgs im Reichstage. In unfrer Unternehmerverband hatten dieser Tage Delegationen nach Tagen eine Dissonanz bemerkt wurde, so kann man dies als eine Bürgerschaft waren bezüglich der Vertretung Hamburgs im ReichsParis entfandt. Der Unternehmerverband und die Emancie bergangserscheinung betrachten. Der Widerwille, mit tage einige Irrtümer enthalten. Der Gegenkandidat Bebels bei der pation"( Arbeiter) wurden beim Minister Millerand um Auf- dem man beiderseits zu den zu ergreifenden Maßregeln schritt, zu Wahl im 1. hamburgischen Streise am 15. April 1883 hieß nicht hebung des Gesetzes vorstellig. Zu diesen gesellten sich merkwürdiger denen Rußland völlig notgedrungen überging, und endlich Richter fondern J. H. Rabe. Sodann war Bebel gar weise noch die Spigenweber von Lyon, St. Quentin die dauernden freundschaftlichen Bande zwischen beiden Staaten lassen nicht der erste Socialdemokrat, der Hamburg im Reichsund Candry, deren Delegierte ebenfalls für die Wiedereinführung die baldige Lösung dieses zufällig entstandenen tage vertrat. Schon am 24. Februar 1880 wurde bei der alten Arbeitsmethode eintreten. Der Handelsminister lehnte miß verständnisses erwarten." dies Anfinnen rundweg ab. Er verwies auf das Urteil des Schasekretär Gage zu dem Konflikt geäußert haben. Der Nicht so friedfertig soll sich nach den Times" der amerikanische Raffationshofs, wonach die Fabriken in Calais unter das Gefezz fallen, und betonte, daß er jedem Bersuch, von dem Gesetz gegen Rußland in nichts ändern werde. felbe habe erklärt, daß er die je zige Wirtschaftspolitik Er tröstet sich viel abzubrödeln, entschieden entgegentreten werde. Auch mehr damit, daß, da Rußland den Import amerikanischer Maschinen der Ministerpräsident Walded Rousseau hat die Dele- nicht entbehren könne, die amerikanische Stahlindustrie feineswegs in gationen empfangen und versprochen, die Beschwerden zu prüfen. der befürchteten Weise durch die russischen Repressivzölle geschädigt Die Abgeordneten der Union der Calaiser Spizenweber", der werde. Organisation, welche den Streit durchgekämpft hat, traten selbstverständlich für Aufrechterhaltung des Gesetzes Millerand ein. Unruhen. Aus Sofia wird gemeldet: Die Situation ist Die socialistische Kammerfraktion hat ebenfalls die hier äußerst kritisch. Das macedonische Stomitee entwickelt eine sehr Delegationen der Arbeiter empfangen und sodam einstimmig rege Agitation, um die Bevölkerung gegen die Regierung gum offenen Aufruhr aufzuheben. In den Provinzen fanden bereits Gemeindewahlen. Unfre Parteigenoffen in Detmold waren mit Einschluß der Guesdisten nachstehenden Beschluß blutige Zusammenstöße zwischen den Bauern und der bewaffneten nach dem erfreulichen Siege bei den Landtagswahlen auch energisch gefaßt: „ Die socialistische Gruppe beschließt nach Anhörung in den Kampf um die Gemeindevertretung der Stadt Detmold eins Bei der am Sonntag stattgefundenen Stich wahr in getreten, da sich in einer Nachwahl in der dritten Klasse hierzu die der Delegierten von Lyon und Calais, daß die Achtung vor dem Gelitich griffen die Bauern die Gendarmerie an und Gelegenheit bot. Der Landtags Abgeordnete Genosse Obier fanGesez vom 31. März 1900, welches das Relaissystem( Wechsel- gaben Flintenfalven auf dieselbe ab, durch welche ein Gendarm ver- didierte. Er wurde allerdings nicht gewählt, doch vereinigte er eine schichten) verbietet, vollständig unangetastet bleiben muß, und wundet wurde. Die Gendarmen erwiderten das Feuer; drei Bauern ganz respektable Stimmenzahl auf sich, die für die Zukunft zu den warut die Arbeiterklasse vor den Machenschaften der Unternehmer, wurden getötet, fünf verwundet. besten Hoffnungen berechtigt. Er erhielt 217 Stimmen, während der welche den Zweck haben, die alten Arbeitsmethoden wieder einGewählte 291 und ein dritter Kandidat 130 Stimmen erhielt. zuführen." Macht statt. Bulgarien. Parlamentarisches. Die Budget- Kommission A Der socialdemokratische Verein von Ottensen zählt jest 1894 Mitglieder und hatte in verflossenen Jahre eine Einnahme von 6564 M. Von den Ausgaben entfallen 1000 M. an den Vertrauensmann zur Agitation, 500 M. an den Parteivorstand, 300 M. an das Arbeitersekretariat in Altona. D Polizeiliches, Gerichtliches uliv. Einfach schneidig. Der Genosse Leber in Jena hatte bei dem großherzoglichen Ministerium in Weimar Beschwerde geführt über verschiedene Versammlungsverbote durch untere Polizeibehörden. Darauf erging folgender Bescheid: Weimar, 14. Januar 1901. Der Herr Bezirksdirektor wolle dem Herrn Leber in Jena auf seine Beschwerde durch den Gemeindevorstand in Jena, eröffnen lassen, daß der verfassungs- und gesezmäßigen Stellung des Staatsministeriums nicht entspricht und nicht statthaft erscheint, daß dasselbe sich über die Gesetzmäßigkeit der von ihm nach geordneten Behörden getroffenen amtlichen Verfügungen in einen Ansichts- und Meinungsaustausch einlasse.( gez.) Wurmb. noch nicht für nötig gehalten, gegen den von Prof. Abbee erhobenen Das schneidige Regiment des Herrn v. Burnib hat es übrigens sch: veren Vorwurf der gefezwidrigen Handhabung des Versammlungsrechts die Gerichte anzurufen. Diese Resolution foll dem Handelsminister unterbreitet werden. Das letztere ist mittlerweile durch eine Delegation bereits geschehen und Millerand hat versichert, daß von der Wieder- beschäftigte sich in ihrer Dienstags Sigung mit dem außer einführung des Relaissystems nicht die Rede sein könne. Dagegen mit Zustimmung des Striegsministers die Summe von 1000.000, die ordentlichen Etat der Heeresverwaltung. Zunächst wird ist von andrer Seite angekündigt worden, daß einige Deputierten in als fünfte Rate der Kammer Modifikationen des Gesetzes beantragen würden, so daß Material verlangt war, für für die Beschaffung von Feldbahnauf 500 000 Mark sich das Parlament demnächst mit der Frage zu beschäftigen haben Ebenfalls mit herabgejezt. Zustimmung des Kriegsministers wird die wird. Summe von 2 943 800 M., die für Bekleidung und AusrüstungsMerkwürdig bleibt die Stellungnahme der einzelnen Arbeiter- wefen ausgesetzt ist, um 1 000 000 vermindert. Für Festungsanlagen gruppen. Sie behaupten, daß für die äußerst feine Arbeit, und Einebnungsarbeiten werden als 9. Rate 15 000 000 m. gefordert. die sie zu leisten haben, die zehnstündige ununterbrochene Der Kriegsminister segt auseinander, daß die gesamten vorhandenen Arbeitszeit viel zu lang sei. Das ist sicherlich richtig, der einzig Festungen nach und nach einem gründlichen Umbau unterzogen Das bedeutet mit dürren Worten, daß die Einwohner des Großvernünftige Ausweg ist aber dann die Erstrebung weiterer Verwerden müßten. Es handle sich um die Errichtung großer Lager herzogtums Weimar keinerlei Beschwerderecht gegen die Maßnahmen fürzungen, nicht aber die Rückkehr zu einem System, durch das Entwicklung und die enceinte müsse fallen auch aus mili- Landtag zu wenden. an Stelle der jezigen Befestigungen. Die Städte drängen nach der Polizeibehörden haben. Es bleibt ihnen nur übrig, sich an den der Arbeiter zu Nutz und Frommen des Unternehmertums fast den tärischen Gründen. Die jetzigen, sehr weit tragenden Geschüße ganzen Tag an die Fabrik gekettet wird. Denn darauf läuft es in erfordern ein Herausrücken der Befestigungen vor den Städten. der Praxis hinaus, wenn es dem Fabrikanten erlaubt ist, jeden An Stelle der geschlossenen enceinte tritt die Verteidigung durch Arbeiter pro Tag zweimal 5 Stunden mit einer Zwischenpause von Forts, die in weitem Umkreis um die zu schüßenden Städte auf etlichen vier oder fünf Stunden beschäftigen zu dürfen. Der Druck geführt werden, da die modernen Geschüße 10-11 Kilometer weit der Unternehmer und auch andre ministerfeindliche Einflüsse scheinen tragen. In der an diese Ausführungen sich schließenden Debatte tritt breitet wurde, ist wegen Beleidigung des Reichs* -Das Flugblatt zur Reichstagswahl, das in Posen vers fibrigens mitbestimmend auf die unklaren Entschlüsse jener Arbeiter man dafür ein, daß diese stets wiederkehrende Forderung im außer Tanzlers mit Beschlag belegt worden. Die Beleidigung wird in gewirkt zu haben. ordentlichen Etat Aufnahme finde. es notwendig, einigen Stellen gefunden, die sich mit der Erhöhung der Getreideüber die Verwendung der Summe jährlich stets Mitteilung zu zölle beschäftigen. Sollte Herr v. Bülow auch nach dem Ruhme machen. Bis jetzt sind in den vorausgegangenen Raten 59 000 000. geizen, sich im politischen Kampfe unter den Schutz der Gerichte zu bewilligt worden, mit Fer neugeforderten Summe würden stellen? Zu den bevorstehenden Folkethingswahlen war unter andren es 74 000 000 jein. Abg. Gröber( C.) beantragt, statt 15 auch der Vorsigende des Dänischen Eisenbahner 12 000 000 zu bewilligen. Die Abstimmung wird ausgesetzt bis zur Verbands", der Padmeister Pedersen von der social- Erledigung des einmaligen ordentlichen Etats. Gleichfalls wird die demokratischen Partei aufgestellt worden. Backmeister Pedersen Abstimmung ausgesetzt über den Antrag des Abg. Müller- Fulda erhielt nun vom Ministerium für öffentliche Arbeiten eine( Centr.), wonach fünftig die Ausgaben für Festungsbauten in den Zustellung, wonach seine Kandidatur als nicht vereinbar mit ordentlichen Etat einzustellen sind. den Pflichten eines Staatsbahn- Angestellten erklärt Die Beratung wendet sich nun wieder den einmaligen Auswurde. Darauf fand in Kopenhagen eine Protestversammlung statt, gaben des ordentlichen Etats" zu. Für weitere Beschaffung von auf der 15 000 Staatsangestellte vertreten waren. Hier wurde eine Geräten für die Luftschiffer Abteilung" werden als letzte Rate scharfe Resolution gegen das Vorgehen des Ministeriums gefaßt. 436 000 m. verlangt. Die Kommission streicht hiervon 200 000 M. andern Tage, che noch die socialdemokratischen Gleichfalls gestrichen wird die Forderung für Neubau eines Magazin Abgeordneten die Sache zur Sprache bringen konnten, Gebäudes in Bonn( 100 000 m.). gab der Verkehrsminister Juul- Rysensteen vor dem Folfething die Erflärung ab, daß es nicht in seiner Abficht gelegen hätte, Pedersen die Kandidatur zu verbieten, sondern nur in dem Falle, daß Pedersen wirklich gewählt werde und dann an den Verhandlungen des Reichstags teilnehmen müsse, er der Frage näher treten müsse, ob deffen außerordentlich schäßenswerte Arbeits- De Kraft dem Betriebe der Staatsbahn noch fernerhin erhalten bleiben seinem Bereits Tönne. am Dänemark. Norwegen. Auch sei Der Boeren- Krieg. Wets bereits Blatte Die Jagd auf De Wet. Sociales. furt a. M. fonstatiert mit Genugthuung, daß nicht nur die Frequenz Der zweite Jahresbericht des Arbeitersekretariats Frank nehmern in Anspruch genommen wurde und gleichfalls bei den Beüberhaupt stark gestiegen ist, sondern daß es auch vielfach von Interhörden im allgemeinen stets freundliches Entgegenkommen gefunden hat. Die Zahl der Besucher betrug im abgelaufenen Jahre 20 756, unter denen sich 2872 Frauen befanden. Die Einnahmen beliefen fich auf 10 097 M., die Ausgaben auf 9023 M. Die Aufsichtsfommission fonstatiert ihre volle Zufriedenheit mit der Thätigkeit des Sekretariats. Auch das Arbeiterjefretariat in Waldenburg, dessen zweiter Bericht uns gleichfalls vorliegt, kann mit Befriedigmig auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurüdbliden, obwohl es in dieser Gegend erklärlicherweise mit größeren Schwierigkeiten zu läntpfen hatte, als vielleicht irgend ein andres. Hat man doch, um seine wirksamkeit zu paralyfieren, selbst von Unternehmerseite ein sogeit. Arbeitersekretariat" gegründet, um den dortigen Arbeitern, meist Bergarbeitern, Gelegenheit zu geben, den Teufel bei seiner Großmutter zu verklagen. Das hat aber, wie der Bericht zeigt, dem Arbeiterfekretariat bis jest nichts geschadet und wird ihm vermutlich Der Korrespondent der„ Daily Mail", welcher die Uebergabe als bevorstehend gemeldet hatte, hat folgendes Telegramm zugesandt welches vom 17. Februar von der Kolonne Hennice, die sich 20 Meilen westlich von Hopetown befindet, datiert ist: De Wet ist an der Det norske Arbeidersamfund, die Centralisation norwegischer Ausführung seines Blans verhindert worden. Er befand sich auf Arbeitervereine, die bisher der radikalliberalen Partei Heer- dem Marsche nach Hopetown und ist von den Engländern folge leistete, hat sich auf ihrem kürzlich stattgefundenen Stongreß gezwungen worden, eine andere Marschroute einzu auch in Zukunft nichts schaden. von dieser Partei losgesagt. Es wurde eine scharfe Stritit i chlagen. Während des Vormarsches beschoß er die Ein Märkischer Arbeitsnachweis- Verband" wurde auf an der bisherigen Leitung der Partei geübt, die nach Kolonne Plumer mit automatischen Geschützen, einer Konferenz von Vertretern der allgemeinen öffentlichen Arbeitsund nach alle arbeiterfreundlichen Programmpunkte verleugnet ohne jedoch den Engländern große Verluste beizubringen. De Wet nachweise der Provinz Brandenburg begründet. Als Hauptaufgabe und sich immer mehr der Rechten" nähert. Man beschloß hat zahlreiche Pferde in der Umgegend requiriert und übt eine stellt sich der Verband die Förderung der Begründung von allcine eigue politische Partei zu bilden. Keine der lokalen Organisa- l äußerst strenge Disciplin in feinem Kommando. gemeinen öffentlichen Arbeitsnachweisen in der Provinz Brandenburg Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " und den Austausch von Arbeitsangebot und Nachfrage unter den Ueber Unzuverlässigkeit in der Berichterstattung haben sich| Ii che Post dort bestellt. Es frage fich nun, ob die märkischen Arbeitsnachweisen auf telephonischem Wege. Zum Siz Beitungsredacteure vielfach zu beklagen. Bei der Aufmerksamkeit, Verteilung erfolgt sei während der Stunden, während welcher die des Verbands wurde die Stadt Charlottenburg und zum Vor- die namentlich der Arbeiterpresse von seiten der Staatsanwaltschaft faiserliche Post in dem Orte bestelle. Das müsse das Landgericht festfizenden des Verbands Herr Stadtrat Dr. Jastrow- Charlotten zu teil wird, ist dies für die Redacteure natürlich sehr gefährlich. stellen. Je nach dem Ergebnis der Nachprüfung seien die Be burg gewählt. Dieser Tage stand der Redacteur Schulze vom„ Weckruf der schuldigten freizusprechen oder zu verurteilen. Kinderausbeutung. In einer Waschbretterfabrik in 8 wönig Eisenbahner" wegen Beleidigung eines Regierungsbaumeisters des Eine der Reden, die der Graf Pückler- Tschirne im vers in Sachsen werden 11 Kinder im Alter von 8-14 Jahren beschäftigt Eisenbahndirektionsbezirks Magdeburg vor dem Hamburger Schöffen- flossenen Herbst in der Tonhalle hielt, führte ihn gestern wiederum und erhalten dafür einen Lohn von 2-2 f. pro Stunde. Die gericht. Der Baumeister hatte eines Tags eine Lokomotive be- unter der Anklage, verschiedene Bevölkerungsklassen in einer den Kinder, die von 7-9 Uhr früh die Schule besuchen, arbeiten von stiegen und hatte sich dabei Hände und Hose beschmußt. öffentlichen Frieden gefährdenden Weise gegeneinander zu Gewalt10-3/ 412 Uhr und dann noch nachmittags manchmal von 1-8 Uhr. Mergerlich darüber, hatte er beim Absteigen ausgerufen: thätigkeiten aufgereizt zu haben, vor die 9. Straflammer des LandAuch zu noch späterer Stunde find die Kinder schon beschäftigt So'ne Schweinerei!" Irgend ein unzuverlässiger Mann gerichts I. Den Vorsiz führte Landgerichtsrat Diez, die Anklageworden. Unser Chemnizer Parteiblatt, den wir diese Mitteilungen machte daraus: Hauen Sie dem Schweinehund( Heizer) einen behörde vertrat Staatsanwalt Beed, ein Verteidiger war nicht zur entnehmen, ruft mit Recht energisch die Fabritinspektion zum Ein hinter die Ohren!" und hatte die so zurechtgemachte Aeußerung dem Stelle. Der beanstandete Inhalt der Rede dedte sich im wesentschreiten gegen diesen Unfug auf. Weckruf" mitgeteilt, das Vertrauen desselben in schmählicher Weise lichen mit den Reden, wegen der der Angeklagte früher mißbrauchend. Da durch Vernehmung einer Reihe von Zeugen fest zur Verantwortung gezogen worden war. Er hatte behauptet, gestellt ist, daß die Aeußerung die zuerst wiedergegebene und nicht daß die Judenfrage nur durch rücksichtslose Steile gelöst werden die letztere Form gehabt hat, wird Sch. zu einer Geldstrafe von tönne; wenn sich im Theater, im Konzert oder in einem öffentlichen 50 M. oder 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Sache ist in Lokale ein Jude zeige, solle man ihn mit Knüppeln und Stöcken diesem Falle noch ziemlich glimpflich abgegangen, es ist nichtsdesto- hinaushauen, man solle ihre Führer an die Wand drücken, daß ihnen weniger eine aufs schärfste zu verurteilende Nichtswürdigkeit, wenn die Knochen im Leibe knackten usw. Wenn die Juden nicht zunt ein Redacteur auf diese Weise hineingelegt wird von denjenigen, Lande hinausgetrieben würden, müsse das deutsche Volk zu Grunde deren Rechte er vertritt. gehen. Es wurden die beiden Polizeilieutenants Wodrich und Mundt Sie Gegen die Gewerkschaften weht gegenwärtig in Bei ein vernommen, welche die Versammlung überwacht hatten. scharfer wind. Die Ortsverwaltungen des Metallarbeiter und des bestätigten, daß der Angeklagte die erwähnten Ausführungen dieselben nur symbolisch Holzarbeiter- Verbands find von der Polizei aufgefordert worden, gemacht hohe, meinten aber, daß dieselben ihre genauen Mitgliederlisten einzureichen. und bildlich aufzufassen seien und von dem durchweg anständigen Im Wurmrevier ist unter den Erdarbeitern, welche bei Bublikum auch so aufgefaßt worden seien, denn sie hätten nur dem Tagesbruch beschäftigt sind, ein Streit ausgebrochen. Ueber Heiterkeit erregt. Der Staatsanwalt meinte, daß auch ernste Sachen 300 Erdarbeiter sind in den Ausstand getreten, weil der Unternehmer Heiterkeit hervorrufen, könnten. Er halte es für zweifellos, daß der eine Lohnreduzierung von 30 Pf. pro Tag vornahm. Es hatten sich Angeklagte beabsichtigt habe, den Zündstoff, der nun einmal gegen so viele Arbeitslose aus Aachen gemeldet, daß der Unternehmer die Juden vorliege, zur Flamme zu entfachen und Ausschreitungen glaubte, die Lohnreduzierung vornehmen zu können; er hatte aber hervorzurufen, wie solche bereits in den 70er Jahren vorgekommen feien. Er beantrage gegen den Angeklagten eine Geldstrafe nicht mit dem Solidaritätsgefühl der Arbeiter gerechnet. 150 M. Der Angeklagte bat unt seine Frei von die ihm in gleichen Fällen schon dreimal zu sprechung, theil geworden. Das Publikum tenne seine bilderreiche Sprache und werde sich dadurch nicht zu Gewaltthätigkeiten hinreißen lassen. Er fämpfe für das Wohl des deutschen Volks und werde dies thun bis zum legten Atemzuge. Die Militäreffekten- Sattler werden sich bereits heute, den bestehenden Vertrage entsprechend, an das Gewerbegericht wenden, um sich mit den Fabrikanten über den aufgestellten Lohntarif auseinanderzusetzen. Wie die Vertrauensmänner in der gestrigen, stark besuchten Bersammlung berichteten, haben verschiedene Fabrikanten auf einzelne Artikel allerdings eine Lohnerhöhung zugestanden, aber den Tarif im Allgemeinen abgelehnt. Die Firma Loh Söhne hat den Tarif zunächst in vollem Umfange anerkannt und auch bereits danach bezahlt, dann aber anscheinend von anderen Fabrikanten beeinflußt, eine erhebliche Reduzierung der vereinbarten Preise in Aussicht gestellt. Sollte vor dem Gewerbegerichte in den nächsten Tagen teine Einigung erzielt werden, so soll die Arbeitseinstellung erfolgen. Die Konjunktur ist eine außerordentlich günstige. Die Herren- Maßschneider der kaufmännischen Geschäfte in Berlin haben eine allgemeine Lohnbewegung eingeleitet. Sie beab fichtigen zunächst, für die drittklassigen Geschäfte, wo noch außer ordentliche Lohnunterschiede für ziemlich gleiche Arbeiten herrschen, einen einheitlichen Tarif zu schaffen und Mindest- Stücklöhne festzulegen. Die alte Forderung: die Errichtung von Betriebswerkstätten sei auch wieder zu stellen. Eine öffentliche Versammlung am Montagabend beschloß, die mehr oder weniger der Bewegung noch fernstehenden Hausindustriellen und Heimarbeiter durch persönliche Agitation, massenhafte Verteilung von Flugblättern und Einberufung neuer Versammlungen für diese Lohnbewegung zu gewinnen. Die Arbeitszeit der Steinbildhauer muß nach einem mit den Unternehmern geschlossenen Vertrage am 1. März von 7 auf 71/2 Stunden verlängert und eine dementsprechende Lohnerhöhung vorgenommen werden. Zum Zweck der Kontrolle, daß die Vertragsbestimmungen auch allgemein beachtet werden, sollen in allen Geschäften gleich am ersten Sonnabend, an welchem die Lohnzulage fällig geworden ist, das Budenrecht abgehalten und möglichst um gehend der Kommission bezw. dem Vertrauensmann das Resultat berichtet werden. Die am Montag im Gewerkschaftshaus abgehaltene Steinbildhauer- Versammlung beschloß, daß den eventuell gemaß regelten Kollegen außer der statutarischen Unterstüßung feitens des Centralvereins noch ein besonderer Zuschuß von 4,50 M. wöchentlich gewährt werden soll. Nach dem Bericht des Vertrauensmanns Welter wurden im vergangenen Jahr 19 Sigungen und 8 Versammlungen abgehalten. In dem Specialfonds befindet sich ein Bestand von 91,90 M. Die Neuwahl des Vertrauensmanns wurde vertagt, da der bisherige Inhaber die Wiederwahl ablehnte. Achtung Bildhauer! In der Werkstelle Neumann und Bunar, Laufiger- Platz 14/15, find Differenzen ausgebrochen und haben sämtliche Kollegen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Achtung, Kleber! Bei der Firma Seifert, Ansbacherstr. 19, haben jämtliche Kleber, 14 Mann, wegen Lohndifferenzen( Nicht bezahlung des Tarifs) die Arbeit niedergelegt. Folgende Bauten find gesperrt: Bärwaldstr 42/43, Ede Gneisenaustraße; Monumentenstraße sämtliche drei Bauten; Herderstr. 1/2. Die Lohntommission. Deutsches Reich. Einen schönen Erfolg errangen die modern organisierten Gewerkschaften bei der Gewerbegerichts- Wahl in dem Fabrikstädtchen Roth a. S. bei Nürnberg, indem die von ihnen aufgestellte Liste der Arbeiterbeisiger mit 218 gegen 34 Stimmen, die auf die Hirsch Dundersche Liste fielen, durchging. Bei der Wahl der Arbeitgeber Beisitzer erhielt die gegnerische Liste 28-33, die der Gewerkschaften 25-28 Stimmen, sodaß zwischen zwei Kandidaten das Loos entfcheiden mußte, das auf unfren Genossen J. Sand fiel. Ausland. Die un China. Die Walderfee- Expedition. Der Gerichtshof tam wiederum zu einem freisprechenden Urteil. Zweifellos sei es, daß die Rede des Angeklagten objektiv aufreizender Natur sei, aber es fehle das Thatbestandsmerkmal der Gefährdung Aus Wien wird mitgeteilt: Seit 4. Februarstehen 72 Eisen- des öffentlichen Friedens, denn nach den Bekundungen der Zeugen gießer der Firma M. Schmidtu. Söhne in Göbler 3- fei nicht zu befürchten gewesen, daß einer der Zuhörer sich zu Gewaltthätigkeiten hinreißen lassen würde. brud bei Wilhelmsburg in Niederöstreich im Streit ausgesetzten Lohnreduzierungen sowie die brutale Behandlung seitens des Gußmeisters Stebrl find Ursache dieses Ausstands. Der eine Inhaber beabsichtigt, die Streikenden dadurch zur Nachgiebigkeit zu bevegen, daß er in Deutschland für seinen Betrieb Weicheisengießer engagieren will. Durch den Kartellvertrag der östreichischen Weich- Morning Post" meldet aus Tatu, daß die neue Er eisengießerei- Besizer erhalten die Gießer dieser Firma nirgends pedition am nächsten Sonnabend aufbrechen werde. Arbeit. Es ergeht daher an die deutsch en metallarbeiter mit Ausnahme von Rußland und Amerika würden sich fämt= das dringende Ersuchen, alle Weicheisengießer darauf aufliche Mächte an der Expedition beteiligen. Die Gesandten merksam zu machen, daß die östreichischen Kollegen treues solidarisches würden sich weigern, das legte kaiserliche Editt anzuVerhalten der deutschen Berufsgenossen erwarten, nehmen und verlangten die Hinrichtung sämtlicher Boyer. Die Handels- und Bureau Angestellten Kopenhagens führer. hielten in der vorigen Woche fünf öffentliche Versammlungen ab, Die Agence Savas" bringt dagegen die einstweilen mit einem um ihrer Organisation neue Mitglieder zuzuführen. Die Versamm starken Fragezeichen zu versehende Nachricht, daß Li lungen waren äußerst gut besucht. Folgende Forderungen wurden ung ichang und Tsching den Gesandten mitgeteilt als das mindeste bezeichnet, was man von den Prinzipalen verlangen hätten, daß der Hof einwillige, müsse: einen Monatslohn von 100 Kr., Gleichstellung der männlichen Gesandten verlangten Strafen zu vollstreden. und weiblichen Arbeitskraft. Die Arbeitszeit soll höchstens zehn Wahrscheinlich wird es sich nur unt ein neues Ver Stunden betragen; für Comptoiristen 8 Stunden. Alle Sonntagschleppungsmanöver Chinas handeln. Eine derartige prinarbeit soll abgeschafft werden und Ueberzeitarbeit extra vergütigt cipielle Einwilligung hat China schon wiederholt erklärt. werden. # Sociale Rechtspflege. die bon den Lehte Nachrichten und Depeschen. China im englischen Parlament. Der Buchbinder S. war von seinem Arbeitgeber Brühl aufgefordert Verpflichtung zur Unterbrechung einer Accordarbeit. London, 19. Februar.( W. T. B.) Unterhaus. Dillon fragt worden, seinen Accord zu unterbrechen und eine andre Arbeit zu machen. an, ob es wahr fei, daß die Generale der Verbündeten beschlossen . lehnte dies ab, indem er davon ausging, daß er zur Unter- haben, im Herzen von Peking eine ausgedehnte Festung zum brechung des Accords nicht verpflichtet sei. Brühl entließ S. deshalb, Schutze der fremden Gesandschaften zu errichten, und ob die britische worauf S. im Klageweg wegen vertragswidriger vorzeitiger Ent- Regierung dies billige. Unterstaatssekretär Lord Cranborne er laffung 10 Mart Lohnentschädigung beanspruchte. Die widert, die Frage der Maßnahmen zum Schuße der Gesandtschaften Stammer III des Gewerbegerichts tam aber zu einer dem werde gegenwärtig von den fremden Vertretern in Beting erwogen, Kläger ungünstigen Auffassung. Anraten des Vor- die britische Regierung sei indessen noch zu feiner Entscheidung getommen, sie sei sich aber deffen voll bewußt, daß es geraten ist, derartige Einrichtungen in vernünftige Grenzen zu halten. Auf An alle im Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands. fizenden nahm S. die Klage zurück. Getverberichter Dr. Meier Kollegen! Auf Grund der Beschlüsse des 3. Kongresses in führte dann aus: Wenn der Arbeitgeber dem Arbeiter während des Leipzig berufen die Beauftragten zum Freitag, den 5. April Accords einmal eine andre Arbeit übergebe, dann sei der ihrer alsbalbigen Ausführung verpflichtet, be= 1901, nach Nürnberg in den Gasthof 8ur goldnen Rose", Arbeiter furze Zeit erfordere, wie im vorWeberplay 6, den 4. Kongreß unsres Berufs mit folgender Tages- sonders wenn diese nur Verweigere der Arbeiter die Ausführung ordnung ein: 1. Bericht der Geschäftstommission, a) Stechenschafts- liegenden Fall. bericht, b) Kaffenbericht. 2. Bericht vom internationalen Kongreß in während des Accords, so habe man es mit einer unberechtigten Baris und Wahlen von Delegierten für den Kongreß im Arbeitsverweigerung im Simte des§ 123 der Gewerbe- Ordnung zu Jahre 1902 zu Stocholm. 3. Die Erhebungen der Reichs- thun, welche zur sofortigen Entlassung berechtige. tommission für Arbeiterstatistit im Transportgewerbe. 4. Der Neunuhr Ladenschluß in der Theorie und Pragis. 5. Die Stellung der Behörden zu den Straßenbahner- Bewegungen. Wir bitten nunmehr die Kollegen allerorts, zu diesem Kongreß in ihren Versammlungen usw. Stellung zu nehmen und bemerken, daß die Delegierten öffentlich gewählt werden müssen. Mandatsformulare sowie Sammellisten werden nicht verausgabt; wir bemerken aber ausdrücklich, daß die Mandate von den Bureaus der öffentlichen Versammlungen unterzeichnet sein müssen. Nach stattgehabter Wahl bitten wir, uns die Namen der Deles als gierten mitzuteilen. Mit follegialem Gruß: Joh. Hoffmann, Engel- Ufer 15, II, " Gerichts- Beitung. D und Transvaal im englischen Parlament. London, 19. Februar.( W. Z. B.) Unterhaus. Asquith nimmt die Adreßdebatte wieder auf. Er bestreitet zunächst, daß die Opposition eine Rückkehr nach dem früheren politischen Status in Südafrika befürworte. Die Annettierung sei auf lange Zeit hinaus das einzige wirksame Hilfsmittel gegen die Wiederkehr folcher Gefahren, wie die letzte gewesen sei, und sichere Recht und Freiheit für ganz Südafrika. Holländer und Engländer sollten verstehen, daß England nicht beabsichtige, künstlich das Uebergewicht der einen Das Postgeset und die Verbreitung socialdemokratischer Raffe durch das der andren zu ersetzen. Der Kriegsminister Brodrid Zeitungen an Sonn- und Feiertagen. Die Parteigenossen K. entgegnet, die Rede Asquiths, welche einen ganz andren Ton anund M. verbreiteten Exemplare des Stettiner Bollsboten" am geschlagen habe als die Ausführungen der übrigen Mitglieder der Himmelfahrtstage in einem pommerschen Dorfe, indem sie mit Opposition, sei ein bedeutsames Beichen auf den Bänken der den Backen Zeitungen von Haus zu Haus gingen Haus gingen und Opposition mit eisiger Kälte aufgenommen worden. Der Augenblick die Blätter in den Wohnungen abgaben. Das Landgericht sei gekommen, sich endlich einmal von diesen veralteten Parteizänkereien berurteilte Berufungsinstanz fte deshalb wegen Ver- frei zu machen, und alle Mitglieder des Parlaments sollten sich bes gehens gegen die pommersche Verfrommungs Verordnung vom mühen, die Beendigung des Kriegs zu beschleunigen. Redner bestreitet, 9. Dez. 1895. Diese zum Schuße der äußern Heilighaltung der Sonn- daß die Regierung in eine Periode der Unthätigkeit geraten sei und Karl Alboldt, und Feiertage erlassene Verordnung bestimmt, wie gleiche Verord- iagt: Wir haben nicht nur den Wünschen Kitcheners entsprochen, wir Berlin C., Auguftstr. 38. nungen in allen andern preußischen Provinzen, daß an Sonn- und sind ihnen sogar zuvorgekommen. Als Kitchener am 13. Dezember Feiertagen öffentlich bemerkbare Arbeiten nicht verrichtet werden dürfen. noch mehr Soldaten verlangte, versprach ich ihm 2500 Mann Wenige Tage Zur Glasarbeiter- Bewegung. In der Fabrif zu Gerres. Die Angeklagten legten Revision ein und hoben hervor, daß von Kavallerie und 1000 Mann berittene Infanterie. heim hatte es die Direktion verstanden, den gesamten Vorstand einer Störung der Feiertagsstimmung im vorliegenden Falle später sind diese in See gegangen und nehmen schon jetzt an des örtlichen Filialverbands sowie sämtliche Kollegen, die ein Amt nicht die Rede sein könne. In der öffentlichen Verhandlung der Verfolgung De Wets teil. Binnen drei Wochen wurden in der dem in der Organisation bekleiden, an einem Glasofen zusammen vor Kammergericht machte Rechtsanwalt Wolfgang Kapkolonie 10 000 Mann ausgehoben und von uns ausgerüstet zubringen. Nun hatte man plöglich Arbeitsmangel erblickt und eine noch folgendes geltend: Wenn jemand innerhalb und beritten gemacht. Dreißigtausend Pferde haben wir in drei ein Flugblatt erhalte und Agitatoren und Heger" arbeiten, eines Hauses fich wirklich Monaten über eine Strecke will den Ofen, an dem die von 6000 Meilen transportiert. ausgehen laffen, und so find 32 Familienväter gemaß darüber ärgere, dann wäre das noch nicht eine Störung Kitschener hat Ende März alle Pferde, die er verlangt, zur Verfügung. Sonn äußeren Heilighaltung der regelt worden. Eine am Donnerstag, den 14., und am Sonntag, der äußeren Festtage, Seine berittenen Mannschaften werden um etwa 20 000 Mann verEs ist auch wünschenswert, daß die Generale, welche den 17. Februar abgehaltene, von weit über 1000 Personen besuchte welche allein durch die Verordning geschützt werden solle. Ferner mehrt werden. Glasarbeiter- Versammlung nahm auf Anraten des Centralvorstands sei zu bestreiten, daß es sich bei dem Herumtragen der Zeitungen nunmehr 15 Monate im Felde gestanden haben, nach Hause zurüd folgende Resolution an: auf den Straßen um eine Arbeit handele. Aber selbst fehren, um sich zu erholen. Wir werden dafür alle Generale hineine Arbeit wäre, dann sei Die Versammlung fordert die Glasarbeiter auf, nochmals mit wenn es fie noch lange schiden, die Kitschener wünscht. die äußere Heilighaltung des Herrn Heye wegen der geschehenen Maßregelungen in Verhandlung nicht geeignet gewesen, Köln, 19. Februar.( W. Z. B.) Das Befinden des Reichstagszu treten. Gleichzeitig wird Herr Bürgermeister Bender gebeten, Feiertags zu beeinträchtigen. Zu der gegenteiligen Annahme fomme im Verein mit dem Arbeiterausschuß diesen Verhandlungen beizu der Vorderrichter nur durch die merkwürdige Auffassung, daß die An Abgeordneten Dr. Lieber hat sich, wie die Kölnische Volkszeitung" wohnen. Sollten wider Erwarten der Glasarbeiter die gedachten geklagten, als sie über die Straße gingen, von Leuten beobachtet erfährt, zwar soweit gebessert, daß Dr. Lieber morgen zu seiner neuen Verhandlungen scheitern, so wird das Gewerbegericht zu wurden, welche wußten, daß sie focialdemokratische Druckschriften weiteren Erholung nach Camberg abreisen tann; von den parlamen verteilen wollten. Das könnte indessen für die Annahme einer tarischen Arbeiten werde er sich jedoch voraussichtlich noch längere Düsseldorf als Einigungsamt angerufen." Inzwischen hat nun Herr Hehe sein wohlthätiges Herz aus Störung der äußeren Sonntagsfeier gar nicht in Betracht Zeit fernhalten müssen. Der Straffentat des Kammergerichts hob die Vor- Homburg v. d. H., 19. Februar.( W. T. B.) Die Kaiserin geschüttet, er hat sämtlichen Gemaßregelten ein Schriftstück des kommen. Inhalts zugehen lassen, daß fie Arbeit in der Fabrit des Herrn entscheidung auf und verwies die Sache mit folgender wichtigen Bes ist heute Abend nach Berlin abgereist. Stuttgart, 19. Februar.( W. T. B.) Die heutige Aktionär= Lagershausen in Stadthagen erhalten fönnten, wenn sie gründung an das Landgericht zurück: Allerdings habe das Landgericht den von den Fabrikanten errichteten Arbeitsnachweis in Hamburg, ohne Rechtsirrtum festgestellt, daß die Angeklagten durch das Versammlung der Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt" jenes neu errichtete Maßregelungsbureau anerkennen Herumtragen der" Boltsboten" auf den Straßen eine öffentlich hieß, wie der Schwäbische Merkur" meldet, die Liquidationsbilanz würden. Die Glasarbeiter werden dem Wunsch des Hehe aber bemerkbare Arbeit vorgenommen hätten, welche geeignet gewesen gut und nahm das Gebot des Grafen Zeppelin von 120 000 m. nicht nachkommen und die Fabriken leer stehen lassen, wenn sie Arbeit sei, das religiöse Gefühl des Publikums zu stören. Was den Begriff der für den Ballon und sämtliches Inventar an. ohne jenes Bureau nicht finden sollten. Arbeit angehe, fo iei als solche anzusehen jede mit einer gewissen Brüffel, 19. Februar.( W. T. B.) Das„ Journal de Brugelles" Die Sache habe aber trop meldet, Belgien verhandle seit mehreren Monaten wegen einer neuen In Nienburg treten ebenfalls am Mittwoch, den 27. Febr., Anstrengung verbundene Thätigkeit. und einigen späteren Tagen insgesamt 580 Glasarbeiter in den Aus alledem von dem Vorderrichter zurüdgewiesen werden müssen, weil Buckerfonferenz in Brüffel, begegne aber lebhaftem Widerspruch, stand. Dazu kommen die schon 28 Wochen im Streit stehenden Glas- möglicherweise Artikel III des Gesezes, betreffend Aenderung von insbesondere der Vereinigten Staaten. Es sei jedoch eine baldige arbeiter von Schauenstein, so daß nach den bis jetzt eingetretenen Bestimmungen über das Postwesen vom 20. Dezember 1899, Lösung zu erwarten. Gunsten der sei. Angeklagten heranzuziehen Das Ereignissen der Verband der Glasarbeiter vom 27. Februar ab circa au Madrid, 19. Februar.( W. T. B.) Der oberste Gerichtshof nach sei Die 800 Personen zu unterstützen hat. Beförderung von unverschlossenen politischen faffierte das Urteil des Appelgerichts in der Angelegenheit des von Streitbrecher heranzuziehen ist fast unmöglich, so daß, wenn Beitungen innerhalb der Gemeindegrenzen eines Orts jeder den Jefniten zum Eintritt in ein Kloster veranlaßten jungen die Ausgesperrten einige Wochen unterstügt werden können, der Sieg mann auch an Sonn- und Festtagen während Mädchens, Namens Ubao. Dieselbe wird nunmehr ihrer Familie der Stunden gestattet, in denen die kaiser wiedergegeben werden. ficher ist. Berantwortl. Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Dr. 43. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwos, 20. Februar 1901. Reichstag. 51. Sigung vom Dienstag, den 19. Februar 1901, preußischen Finanzminister von Miquel, liegt. Es ist doch aber eine man sich da wundern, daß der Bundesrat Resolutionen des Reichsnachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Podbielski. Das Haus ehrt das Andenken des verstorbenen Abg. Graf Bismarck- Bohlen( t.) in üblicher Weise. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste und eventuell zweite Beratung folgenden Beschlusses des Bundesrats: " varen." Auf eine Anfrage des Abg. Gamp( Rp.) erklärt Geheimrat Werner, daß unter landwirtschaftlichen Nebenbetrieben, die nicht unter§ 16 der Gewerbe- Ordnung fallen, diejenigen Betriebe zu verstehen sind, in denen der Landwirt Lehm, den er von seinem eignen Grund und Boden gewinnt, unter Verwendung von Arbeitskräften seines Guts im wesentlichen für seinen Bedarf verarbeitet. Auch Feldbrände fielen nicht unter den§ 16 der Gewerbe- Ordnung. Abg. Hoffmeister( frs. Vg.) befürchtet, daß auch die kleinen, handwerksmäßigen Töpfereien unter die konzessionspflichtigen Betriebe fallen und wünscht daher Aussetzung der zweiten Beratung. Geheimrat Werner bestätigt, daß auch diese Töpfereien ur'er den§ 16 der GewerbeOrdnung fallen. Dies sei auch angebracht wegen ihrer mangelhaften Einrichtung. Es fielen aber nur die neu angelegten kleinen Töpfereien unter diese Bestimmung. Abg. Eickhoff( frf. Vp.): Die Postkassierer und die Oberpoftdirektions- Sekretäre wünschen in die 5. Klasse der höheren Provinzialbeamten aufgenommen zu werden. Jetzt gehören sie noch zu den Subalternbeanten 3. Klaffe. Die Lage dieser Beamten hat sich in den letzten Jahren sehr verschlechtert, fie müssen oft jahrelang auf Anstellung warten. Das liegt vor allem daran, daß nicht genug Postämter II. Klasse in Postämter I. Klaffe umgewandelt werden. Staatssekretär v. Podbielski: # wurde mit aller Energie der Grundsatz vertreten, daß dies stets entgegengekommen. sekretär besteht absolut nicht, Herr v. Thielmann ist meinen Wünschen Heiterkeit.) " = achtung des Reichstags, wenn 3 Jahre hinter einander seinen Steuern besteht aber im Reichstag vorläufig noch keine MehrBeschlüssen nicht nachgekommen wird. Es ist ja klar, daß der Wider- heit und Einigung mit der Regierung. Niemand will auch. stand auch in dieser Frage bei dem Vater aller Hindernisse, dem daß das Reich neue Schulden macht. Was soll da geschehen? Kami Stellung, die des Reichstags nicht würdig ist, wenn er sich den Geboten tags teine Folge giebt, die das Reich finanziell engagieren? Herr vom Kastanienwäldchen aus fügen muß und erst dann nach- Singer macht sich die Sache furchtbar leicht. Er sagt, wir führen marschieren soll, wenn von seiten eines einzelnen Bundesstaats eine progressive Reichs- Einkommensteuer ein, dann läßt sich alles beborwärts!" geblasen wird. Der Reichstag muß sich mit den ver- zahlen.( bg. Singer: Sehr richtig.) Ja, die Mehrheit will aber von bündeten Regierungen über das, was notwendig ist, verständigen dieser Reichs- Einkommensteuer nichts wissen. fönnen und muß es erreichen, daß dann der Widerstand eines EinzelIn dem Verzeichnisse der einer besonderen Genehmigung be- staats gebrochen wird.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) 30 Abg. Eickhoff( frf. Vp.): dürfenden gewerblichen Anlagen(§ 16 Abs. 2 a. a. D.) die Worte Angesichts der Haltung der Regierung sollte der Reichstag endlich Die Resolution wird hoffentlich angenommen werden; ich bes Kalk, Ziegel- und Gipsöfen" durch folgende Worte zu ersetzen: dazu kommen, seinerseits von den Mitteln Gebrauch zu machen, die danere mur, daß der Herr Staatssekretär sich noch nicht dazu ge= Anlagen zur Herstellung bon Cement, geer in der Hand hat, und die parlamentarischen Kanonen, die ihm äußert hat. branntem Kalt, entwässertem Gips, von zur Verfügung stehen, aufzufahren. Er sollte einfach die Sache in Ziegelsteinen und andren gebrannten Thonden Etat einsehen und es den verbündeten Regierungen überlassen, Abg. Werner( Antisemit): Die Zahl der Beschtverden hat sich unter dem jetzigen Herrn ob sie den Etat in seiner Gesamtheit annehmen oder verwerfen Staatssekretär erfreulicherweise vermindert. Soffentlich sorgt er auch wollen. Die Herren werden sich das sehr überlegen.( Sehr richtig! dafür, daß der Resolution des Reichstags bald nachgekommen wird. bei den Socialdemokraten.) In der Kommission hat man aus Sorge Herr v. Thielmann ist noch tausendmal schlimmer als Herr vor einem Konflikt einen dahingehenden Antrag abgelehnt. Es v. Miquel. wurde sogar die Ansicht geäußert, daß der Reichstag kein Recht habe, Staatssekretär v. Podbielski: einseitig höhere Beträge in den Etat einzujeßen, aber auch Eine Dissonanz zwischen mir und dem Herrn Reichs Schatzs von dem Vertreter der maßgebenden Parici des Centrums Recht dem Reichstag sehr wohl zustehe. Was die Gehaltsstala anlangt, so kann Fch_bin überzeugt, daß die von der Kommission vorgeschlagene Resolution ebenso sein, die ganze Anomalie in der Gehaltsstala ist vielmehr seiner von einer Mißachtung der Beschlüsse des Reichstags nicht die Rede feiten des preußischen Finanzministers der Regierung guädigst ge- ederstrich fann die Sache nicht geregelt werden, sondern die Um wirkungslos bleiben wird wie die früheren. Es jei denn, daß von Zeit durch den Reichstag selbst geschaffen worden. Durch einen stattet wird, dem Beschluß des Reichstags nachzukommen. Der Reichstag hat aber, wenn er wirklich eine Boltsvertretung und ein gestaltung müßte bei allen Refforts gleichmäßig vorgenommen werden. Daß eine Anomalie besteht, gleichberechtigter Faktor mit dem Bundesrat seien soll, sich nicht von ich zu. die zu beseitigen ist, ist, gebe der Regierung en canaille behandeln zu lassen.( Sehr richtig! bei Organ, es steht vieles drin, was mir nicht sehr angenehm ist. Die Deutsche Verkehrs Zeitung" ist fein offiziöses den Socialdemokraten.) Was die Verkürzung der diätarischen Dienstzeit anlangt, so bei der Herausgabe der Zeitung beteiligt find. Die Stellung der Allerdings muß ich zugeben, daß Herren von der Verwaltung hat ja der Herr Staatssekretär zugestanden, daß dieje Zeit 5 Jahre Diätare ist bei der Post nicht schlechter als bei andren Verwaltungen. Abg. Gamp( Np.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Hoff- nicht überschreiten soll. Die Zeit darüber soll den Herren, wenn sie Die Zahl der Beamten noch zu vermehren ist ganz unmöglich, ich meister im Interesse der Erhaltung des fleinen Gewerbestands an. angestellt werden, angerechnet werden. Ich meine aber, die Post- habe schon jetzt einen Ueberschuß von Beamten, viel mehr, wie ich Abg. Cahendly( C.) schließt sich diesem Antrage ebenfalls an. verwaltung sollte mit Nachdruck darauf sehen, daß die 5 Jahre in eigentlich ordnungsmäßig verdanen fann.( Große Heiterkeit.) Ich Darauf wird die zweite Beratung ausgelegt. feinem Falle überschritten werden. Sierauf wird die zweite Lesung des Bostetate fortgesetzt bei sprangen ja daraus, daß, während eine Bundesratsverfügung be Noch ein furzes Wort zu den bekannten Prozessen. Diese ent- muß mich aus dieser schwierigen Lage endlich befreien.( Ernente den fortdauernden Ausgaben( Betriebsverwaltung: Post- ftinmmt, daß den Militäranwärtern drei Viertel des Etellengehalts, scheidung vor Mitte Mai nicht erfolgen. Jedenfalls ist dieser tassierer und Telegraphenamtstassierer). lleber den automatischen Fernsprech- Verkehr kann eine Ents in welches sie aufrücken, zu teil werden soll, die Postverwaltung automatische Fernsprech- Dienst mir als Nebenanlage, nicht etwa als eine erheblich geringere Summe gezahlt hat. ja mum von seiten der Post nicht mehr geltend gemacht worden. Umzugskosten halten wir an dem Princip fest, daß Umzugskosten Die Verjährung ist Ersatz des andren Fernsprech- Dienstes gedacht. Betreffs der Der Staatssekretär hat in der Kommission mitgeteilt, daß, nachdem nur gezahlt werden, wenn die Versetzung im dienstlichen Interesse eine Anzahl dieser Beamten vom Kammergericht ein obfiegendes erfolgt. Urteil erfochten hatte und er seinerseits schon bereit war, die Nachzahlungen zu leisten, innerhalb der verbündeten Regierungen die Herren geneigtest meine Verfügung einsehen, die ich in der Was das Cirkular des Flottenvereins anlangt, so wollen die Auffassung zum Ausdruck gekommen ist, daß diese Urteile auf Budgetkommission zur Kenntnis der Herren gebracht habe. Ich einem Rechtsirrtum beruhen und man an das Reichsgericht fordere die Herren auf, mir irgend eine Verfügung von mir gehen müsse. Der Reichstag wird sich ja bei dieser Erklärung oder einem Oberpofidirektor zu zeigen, die au das Postamt Der Grund der schlechten Avancementsverhältnisse dieser Beamten wenn durch das Reichsgericht das bisherige Urteil aufgehoben würde. aber ich kann nicht einen Verein hindern, daß er sich an das Amt vorläufig beruhigen müssen, ich würde es aber lebhaft bedauern, ergangen ist. Ich kann versichern, wir haben es abgelehnt liegt vor allem darin, daß früher über das vierfache des Bedarfs Ich bitte den Herrn Staatssekretär, den betreffenden Beamten nach wendet. Von meiner Seite ist nie eine Verfügung ergangen, man hinaus Posteleven angenommen worden sind. Ich kann aber wieder Möglichkeit entgegen zu kommen, denn die Sache ist für die Be- solle substribieren. erklären, daß die Reorganisation der höheren Laufbahn in der Beamten von viel größrer Bedeutung, als für die Reichskasse. arbeitung ist. Wenn diese Reorganisation abgeschlossen ist, werden auch die wie ich durchaus zugeben muß, berechtigten Wünsche dieser die untren und mittleren Beamten anderweit geregelt werden. Es ist bittet die Resolution b) abzulehnen. Die Verwaltung thne das Die Frage des Wohnungsgeldzuschusses muß für Regierungskommissar Geheimrat Neumann Beamten erfüllt sein. Für die Umwandlung von Bostämtern zweiter ausgeschlossen, daß die Beamten mit den ausgesezten Summen aus- möglichste, um die Stellung der Diätare zu verbessern. Die ReKlasse in solche erster Klasse ist nicht allein die Größe, sondern die konimen. Diese Frage tann nicht durch Tenerungszulagen erledigt folution sei daher gegenstandslos. postalische Bedeutung des Amts maßgebend. Ich bin der Anficht, werden. Diese sind etwas Vorübergehendes, die Wohnungsmisere Abg. Müller- Sagan: on daß ein Postdirektor für jede Stadt ausgenommen natürlich die aber und die Steigerung der Wohnungsmieten hängt nicht mit vor ganz großen Städte- genügt. Für Berlin halte ich eine organische übergehenden Zuständen zusammen, sondern ist der Ausdruck der beschuldet. Man kann dem Reichstag höchstens vorwerfen, daß er Gliederung in gewiffe Bezirts postämter I. Stlaffe für angebracht. stehenden gesellschaftlichen Verhältnisse, der Ausdruck der Spekulation, nicht von Anfang an energischer aufgetreten ist.( Sehr richtig: Die Anomalie der Gehaltsskala ist nicht vom Reichstag vers schuldet. Man kann dem Reichstag höchstens vorwerfen, daß er Damit schließt die Diskussion. Der Titel wird bewilligt. die mit dem Grund und Boden getrieben wird. Dasselbe, was die Landagrarier mit der Erhöhung der Getreidezölle wollen, wollen die links.). Zum folgenden Titel( Oberpoftaffiftenten usw.) liegen folgende eine erhöhte Grund- und Bodenrente.( Sehr richtig! bei den Social bittet um Annahme der Resolution. städtischen Hausagrarier mit der Erhöhung der Mieten, nämlich eine Abg. Kirsch( C.) Resolutionen vor: a) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, durch einen Nachtrags- demokraten.) Die Beamten müssen daher dauernd erhöhte Wohnungsetat für 1901 die Gehaltsstufen für die Buereauassistenten und geldzuschüsse bekommen. Abg. Singer( Soc.): Kanzlisten der Reichs- Post- und Telegraphen- Verwaltung sowie stimmen, ich muß aber noch einmal meinem Bedauern darüber AusWir werden also zwar für die Resolution der Kommission Ich muß noch einmal auf das Cirkular des Flottenvereins zurückommen. Der Staatssekretär hat sich die Sache doch sehr für die Ober- Poſt- und Ober- Telegraphen- Aſſiſtenten, Poſt- brud geben, daß der Reichstag viel zu langmütig ist und sich nicht leicht gemacht. Es ist sehr bequem, einerseits zu erklären, ich gebe Bost- bruck meine Verwaltung nicht dazu her, politische Agitation zu treiben 1700, 1900, 2100, 2300, 2500, 2700, 3000 Wart auf 1500, 1800, zu dem Entschlusse aufraffen kann, die Summe in den Etat ein- und andrerseits zu sagen, wenn diese Leute sich direkt an die Oberzustellen und dann abzuwarten, ob die verbündeten Regierungen den poſtdirektion wenden, so tann ich nichts thun. b) den Herrn Reichstanzler zu erfuchen, auf eine Abkürzung Sonflikt aufnehmen werden.( Beifall bei den Socialdemokraten.) So liegen die Dinge nicht. der diätarischen Dienstzeit und Werbefferung der Anstellungsver- Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.): Ich möchte mit einer Gegenfrage antworten. Was hältnisse der nicht etatsmäßig angestellten Post- und Telegraphen würde der Staatssekretär thun, wenn der VorAffiftenten hinzuwirken. Ich kann mich den Ausführungen des Herrn Vorredners murst and der socialdemokratischen Partei an die anschließen. Die Deutsche Verkehrszeitung" hat sich wiederholt ber- ostdirektion das Ersuchen richtete, unter Abg. Singer( Soc.): für die in der Resolution niedergelegten Forderungen ausgesprochen. den nachgeordneten Beamten Petitionen cirtuDer Herr Staatssekretär ist ja zu freundlichen Erwiderungen Gegenüber dieser Haltung des postoffiziösen Organs ist es ganz lieren 8u lassen gegen die Erhöhung der stets gern bereit, es wäre nur sehr wünschenswert, wenn er sie mehr unverständlich, daß die Regierung der Forderung des Reichstags noch Getreidezölle, oder wenn der Vorwärts" die Ober- Postin die That umsehen möchte als bisher. Er hat des öfteren betont, immer nicht nachgekommen ist. Wo bleibt da die vom Herrn Reichs- direktion bäte, bei ihren, Beamten ein Cirkular ungehen zu lassen, daß seine Beamten nicht politischen Zweden dienstbar gemacht kanzler in Aussicht gestellte Einheitlichkeit innerhalb der Regierung? welches auf das Abonnement auf den Vorwärts" verweist. werden. Die Thatsachen stehen doch damit aber nicht in( Sehr richtig! links.) Mein Antrag auf Einstellung der Posten in den Sehr gut! bei den Socialdemokraten,) ch glaube, der StaatsEinklang. Ich habe hier ein Cirkular, das den Postämtern Stat ist leider in der Kommission abgelehnt worden und würde auch sekretär würde mit einem Mal die Macht haben, seinerseits zu verzugegangen ist, in welchem das Präsidium des Deutschen Flotten- hier keine Annahme finden. Daher wiederhole ich ihn nicht, bin hindern, daß die Ober- Postdirektion einem derartigen Ansuchen nachvereins mit Bezug auf einen an das tönigliche Staatsministerium aber auch der Meinung, daß es der Würde des Reichstags nicht kommt.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Wenn er in der ergangenen allerhöchsten Befehl, der Zeitschrift" eberall" des entspricht, Jahr für Jahr denselben Beschluß zu fassen und dann That meint, daß die Beamten gegen derartige Ansprüche geschützt Deutschen Flottenvereins Unterstügung durch die Behörden der zuzusehen, wie die Regierung dem Beschluß nicht nachkommt. Käme werden sollen, dann hat er jetzt, nachdem ein solcher Versuch Monarchie angedeihen zu lassen, die Hoffnung ausspricht, daß diese es durch die Einstellung der Summen in den Etat zum Konflikt, so 8 feiner Kenntnis gekommen ist, die Pflicht, der Ober- PostZeitschrift auch auf den Bostämtern in Umlauf gefegt wird. Die träfe nicht den Reichstag, sondern die Regierung die Schuld. Direktion zu verbieten, einem solchen Ansuchen nachzukommen. Verbreitung dieses Cirkulars auf den verschiedenen Bostämtern In postalischen Kreisen nimmt man an, daß infolge der Ein- In dem betreffenden Cirkular steht übrigens ausdrücklich, daß die fchließt zweifellos eine Beeinflussung der Bostbeamten in sich. Es führung des automatischen Fernsprechverkehrs eine große Anzahl Aufforderung an die betreffenden Beamten im Einverständnis ist klar, daß viele Beamte die 15 M., welche die Zeitschrift foftet, von Post beamten aus Berlin verjet werden soll. Bon mit den Ew. Hochwohlgeboren unmittelbar vorgesetzten Behörden" zahlen, die diese Summe viel besser für sich und ihre feiten der Postverwaltung ist bereits eine Umfrage ergangen, welche geschieht.( Hört! hört!) Danach müßte der Staatssetretär Antlage Familie gebraucht hätten. Ich bitte also den Staats- Beamten dazu freiwillig bereit wären. Bedauerlich ist mir, daß den erheben lassen wegen Vorspiegelung falscher Thatsekretär, die Ausbreitung solcher Cirkulare in Zukunft zu untersagen. betreffenden Beamten die Umzugskosten nicht erjeszt werden sollen. fachen oder wegen Mißbrauchs des Namens der Jedenfalls ist diese Thatsache ein neuer Beweis dafür, daß die Ber- Gerade in diesem Jahre sind uns sehr viele anonyme De- vorgesezten Behörden.( Schr gut! bei den Socialficherung des Herrn Staatssekretärs, die Post sei befreit von jeder schwerden von Beamten zugegangen, mehr als je zuvor. Das läßt demokraten.) Ich glaube schon, daß der Herr Staatssekretär agitatorischen Thätigkeit, nur nach einer Seite hin richtig ist, nämlich darauf schließen, daß die Beamten in außerordentlicher Furcht nicht eine Generalverfügung erlassen hat, dem Ersuchen wenn es sich um aus Boltstreifen kommende Wünsche handelt, und vor Maßregelungen leben. Der Herr Staatssekretär sollte auch des Flottenvereins nachzukommen, aber er hat jedenfalls darum, daß die Beamten ihrer Ueberzeugung Ausdruck geben können, das Heiraten seinen Beamten nicht erschweren; häufig sind geahnt, daß von verschiedenen Seiten dieser Wunsch erfüllt furz, wenn es sich darum handelt, daß in dem Beamten auch der sie geradezu durch die Verhältnisse das Wort im werden wird und hat nicht nur eins, sondern beide Augen Staatsbürger zu seinem Recht komme. Wenn die Bost aber doppelten Sinne genommen( Heiterkeit) dazu gezwungen. zugedrückt. Ich hoffe, daß der Herr Staatssekretär die Direktion zum Werkzeug gemacht wird von oben her poussierter politischer Be- Statt daß diese Beamten wirtschaftliche Erleichterungen finden, wird anweisen wird, nicht mehr dem Flottenverein behilflich zu sein, sonst strebungen, wenn es sich darum handelt, daß eine Agitation, wie sie ihnen der Unwille der Verwaltung durch Verfeßungen und Fortfall witrde er fich fagen lassen müssen, daß er zivar jede politische der deutsche Flottenverein treibt, in die Beamtenschaft hineingetragen der Nebeneinnahmen bemerkbar gemacht. Die Ansprüche auf Ver- Thätigkeit der Beamten verhindert, wenn sie ihm nicht past, aber wird, wenn man vielleicht glaubt, an hoher und allerhöchster befferung der Titelverhältnisse sollte man nicht mit dem Schlag- jede andre politische Agitation, die an hervorragender Stelle gern Stelle ein Wort der Anerkennung dafür zu finden, daß wort Titelsucht zabthun. Wir steden ja alle noch bis über gesehen ist, fördert.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) auch in Beamtenkreisen Sinn für die Flotte vorhanden die Ohren in der Titelsucht drin, unsre ganze gesellschaftStaatssekretär von Podbielski: ist, dann scheint man in der Postverwaltung von dem Princip der liche Stellung hängt davon ab, und tvenn der Mann absoluten Parteilosigkeit sehr schnell abzugehen.( Sehr richtig! bei auch über den Titel erhaben ist, die Frau iſt Herr Singer tam versichert sein, daß ich, wenn solche Wünsche, den Socialdemokraten.) ( Seiterkeit.) Benn es einen Dr. med., Dr. phil., Dr. ing. bedingt entgegentreten würde und zwar um so mehr, das gebe ich nicht. wie er sie geäußert hat, an die Beamten herantreten, dem ganz unWas nun den Titel selbst anlangt, so möchte ich darauf auf- giebt, warum soll es nicht auch einen Dr. post geben?( Große ihm vollständig zu, wenn Tendenzen verfolgt werden, die ich vom merksam machen, daß der Reichstag bereits im März 1899 eine Re- eiterfeit.) Redner tadelt die Verwendung der Beamten, für die Grund meines Herzens aus nicht billige. Wenn Sie solution beschlossen hat, worin der Herr Reichskanzler aufgefordert Agitationszwecke des Flottenvereins und die damit verbundene un mir auch sagen, wurde, in den nächstjährigen Etat diese Veränderungen in dem Ge- zulässige Beeinflussung der Beamten und Unterbeamten durch ihre wären patriarchalische Verhältnisse und halt der Assistenten vorzunehmen. Damals ist dieser Wunsch nicht vorgesezten. Das ist der Postverwaltung unwürdig.( Bravo! links.) Bestreben, mit meinen Beamten nach einer Nichtung hin zu es wäre die Ruhe des Kirchhofes ich habe ein erfüllt worden. Darauf beschloß der Reichstag im März 1900, den Reichskanzler zu ersuchen, durch einen Nachtragsetat für 1900 diese Abg. Möller- Duisburg( natl.): fühlen und zu denken, unser Gut und Blut einzusetzen für die Angelegenheit zu regeln. Auch dieser Beschluß hat beim Bundesrat Die Resolution der Budgetfommission wird vom Plenum wohl Erhaltung des Deutschen Reichs, wie es heute besteht.( Bravo! feine Gegenliebe gefunden. So mußte fich die Kommission ebenso einstimmig angenommen werden, wie in der Kommiffion. rechts.) Ich habe mich im übrigen nicht um das Detail des Flottenfragen, was denn der Reichstag jezt thun folle gegenüber dieser und nicht die erhöhten Positionen in den Etat einstellen. Der vor- daß bis weit hinaus, bis in die Herren der Fortschrittspartei Mit der Annahme dieser Resolution sollte man sich aber begnügen vereins gefümmert, aber ich habe eigentlich den Eindruck gehabt, wiederholten Migantung seiner Beschlüsse. Nach gerade ist diese Frage zu einer Angelegenheit geworden, die zwischen liegende Fall ist nicht geeignet, es auf einen Stonflikt mit der Re- hinein, es Mitglieder des Flottenvereins giebt, daß das dem Reichstage und den verbündeten Regierungen spielt. Nachdem gierung ankommen zu lassen. gar feine politische Demonstration, sondern nur der Reichstag wiederholt sogar im Einverständnis mit den beteiligten eine Vereinigung aller der Männer ist, die für Vertretern der Regierung beschlossen hat, daß die Gehaltsstala der eine Erweiterung der Flotte sind.( Lachen bei den Herr Singer ist eifrig dabei, wenn es gilt, die Reichsausgaben Socialdemokraten.) Jedenfalls ist von mir keine Verfügung erBostassistenten abgeändert werden müsse, ist es doch eine Mik- Idurch Erhöhung der Beamtengehälter zu vermehren. Für neuel gangen: wir empfehlen, der Sache beizutreten", das erachte ich als einen 2000, 2200, 2400, 2600, 2800, 3000 Mart festzusetzen; 鮮 茶 " Abg. v. Kardorff( ft.): es es " Emgriff in die Rechte der Beamten, sondern ich habe nur gesagt:" Ihr die Mehrausgabe für eine Arbeiterfamilie pro Woche werblichen Arbeiter fehlen lassen. Die Socialpolitik hat fönnt sie zur Einsicht schicken, damit bin ich einverstanden. Das durch die Kohlenteuerung 1 Mart beträgt. Die niemals still gestanden, fortgesezt sind gesetzliche Maßregeln ist doch ein wesentlicher Unterschied, ob ich als Chef einer Ver- Shuditate thäten nichts für die Verbilligung der Kohlenpreise. Da zur Verbesserung des Arbeiterschußes vorgenommen worden, und bet waltung sage,„ ich empfehle dies Ding zur Substription", da ist es könnte der Minister in dankenswerter Weise eingreifen, indem er für all diesen Maßregeln habe ich nicht nur mitgewirkt, sondern auch ein Druck, oder ob ich fiage:" Ihr könnt es zur Einsicht schicken." den Sommer die etwas billigeren, an sich aber immer noch hohen meist die Anregung gegeben. Auch in den Bergwerksbetrieben sind ( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Die vorgesezten Instanzen fiskalischen Kohlenpreise beibehält und sie nicht weiter erhöht. in legter Beit fociale Einrichtungen geschaffen worden. haben sich vollständig draußgehalten. Da es feine politische Un- Abg. Frigen( C.) schließt sich dem Antrag Schulz- Bochum an. Ich an die Einfahrer", die Begleiter der gelegenheit war, so kann ich nichts Böses darin finden. and Er beflagt die hohen Kohlenpreise, die die Eisenindustrie schwer be- Berginspektoren. Ich habe auch angeordnet, daß zur Grubenlaften. ix oblig arbeit nicht Ausländer zugelassen werden, die der deutschen Sprache Minister Brefeld: nicht genügend mächtig sind. Was nun die Arbeiter Dele So schäße ich den Herrn Staatssekretär doch nicht ein, daß ich an seine schöne Unbefangenheit glauben soll, er halte den FlottenDie Regierung wendet den Tiefbohrungen lebhaftes Interesse gierten betrifft, so habe ich mich ja schon bereit erklärt, einen zu. Es sind Tiefbohrungen bis zu 2000 Metern geplant und wenn Versuch mit ihnen zu machen und den Einfahrern Arbeiterrevisoren verein für nicht politisch. Ich glaube, es giebt kaum einen Menschen, bie bis jetzt eingesetzten Mittel nicht ausreichen sollten, werden neue zur Seite zu stellen, aber erst muß sich die Einrichtung der Einfahrer verlangt werden. Abg. Singer( Soc.):. der diesen Verein nicht für einen exquisit politischen Verein hält, der mur 311 " Abg. Frhr. v. Zedlitz( ft.) dem Zweck gegründet. iſt, die Regierungspolitit vorgeht, ist nicht berechtigt, die fiskalischen Gruben haben die Preis- tranen, auch von seiten der Arbeiter, das aber mit der Zeit zu unterstützen. Der Herr Staatssekretär hat vergeblich versteigerungen der privaten Gruben nicht mitgemacht, fie find deshalb gewiß schwinden wird, wenn die Einfahrer erst mit der ihnen fucht, es flar zu legen, daß es etwas andres sei, ob er fagt, wir empfehlen das Cirkular oder dulden, daß es in besonderen Aufgabe mehr und mehr ber mit Aufträgen fso überhäuft worden, daß nur der fleinste Teil aus obliegenden, den geführt werden konnte. Aber für die Kohle ist eine gerechte Ver- traut sein werden. Früher waren die Einfahrer Bergbeamte, Bostämtern ( Auf ausgelegt wird. der rechten Seite des Hauses wird laut gegähnt.): Wenn teilung notwendig und deswegen hofft der Fiskus bis zum 1. April jegt find sie Aufsichtsbeamte, haben also eine größere Autorität. die Herren Lierstimmen nachahmen, dann zeigen über die Preise zu kommen. mit den privaten Gruben zu einem Einverständnis Ich will dann die Arbeiterrevisoren aus den Arbeiterausschüſſen nehmen, d. h. ich will den Ausschüssen das Recht geben, für jeden sie dadurch, wo ihr gewöhnlicher Aufenthalt ist. Einfahrer 1 oder 2 Arbeiterdelegierte zu wählen. Für dies Jahr ( Heiterkeit und sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Der Unter mußte das aber noch unterbleiben, in Rücksicht auf die Bedenken, schied, den der Herr Staatssekretär macht, trifft nicht zu. Wenn er ist mit dem Antrag Schulz einverstanden. Der Etatsansatz ist sehr die ich oben schon erwähnt habe. Herr Goldschmidt hat mich mißdie Verteilung zuläßt, so ist das ein Wint mit dem Baumpfahl. vorsichtig, aber hoffentlich gehen die Kohlenpreise zurück, denn sie verstanden, wenn er glaubt, daß ich gesagt habe, ich suche mir Warum benutzt denn der Flottenverein die Poſt, warum bennyt er sind jetzt noch höher als normal. Die Syndikate haben zu dieser Sachverständige lediglich aus den Kreisen der nicht den Adreßkalender und schicht den Beamten, wie jedem andren Höhe beigetragen, auch die Steigerung der Arbeitslöhne. Nach dem Arbeitgeber. Ich habe nur gesagt, wenn es sich um InMenschen das Cirkular ins Haus? Er will eben, daß die vorgesetzte im Vorwärts" veröffentlichten Briefe des Herrn Bued hat formationen der geschäfts- technischen Einrichtungen der Betriebe Behörde einen Druck ausübt, um um seinen Absatz zu fördern. der Herr Minister schon damals festgestellt, daß die Arbeits- handle, muß ich mich ich mich an Arbeitgeber, nicht alt Arbeits Nach der heutigen Erklärung des Herrn Staatssekretärs löhne durchaus befriedigend waren. Waren sie da- nehmer halten. Wo ich aber unter den Arbeitern Sachhat es fast den Anschein, als ob das Cirkular mit seiner mals schon befriedigend, so sind sie jest mehr als be- verständige finde, da benne ich sie auch. In der KohlenHilfe an die Betreffenden gekommen ist. Die Herren sollen es so friedige ud, denn sie sind seitdem in Oberschlesien um 25 Broz, Unfall- Kommission waren Arbeiter in jeder Sigung zugegen. Auch machen, daß er hier der Form nach erklären fönnte, er habe mit in Niederschlesien um 20 Proz., im Rheinland um 27 Proz. ge- für die Alenderung des Knappschaftstassen- Gefezes habe ich Vertreter der Sache nichts zu thun. Der ganzen Sache nach fönnen wir stiegen. der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer gehört. Besondere Arbeitals Ergebnis einfach feststellen: Der Herr Staatssekretär verhindert, Minister Brefeld: de ind poder geber- Vereine habe ich ebenso wenig gehört vie Arbeitervereinigungen. wenn es seiner Tendenz seiner Tendenz nicht paßt, die Cirkulation von Der Abg. Frhr. v. Bedlik hat in seiner Nede des sogenannten Das würde auch zu weit gehen. Die nach dieser Richtung Drucksachen unter seinen Beamten und befördert dieselbe, sobald sie Bued Briefes Erwähmung gethan und ich will mit einigen laut gewordenen Wünsche der Arbeitervereine von Vereinen ausgeht, die einer ihm genehmen Tendenz huldigen. Worten darauf eingehen. Als Handelsminister bin ich ver- find meines Grachtens auch unerfüllbar. Unter dieser Feststellung muß ich sagen: die Verwaltung des Herrn pflichtet, mit großen Industrieverbänden in Ver- grenzen an Utopien. Der Herr Vorredner meinte, er verStaatssekretäre ist eine Parteiverwaltung und keine parteilose bindung zu treten. Zu diesen Verbänden gehört auch der lange den Achtstundentag nicht allgemein für die Industrie, Verwaltung!( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Centralverband der Industriellen. Sie bilden für aber für den Bergbetrieb halte er ihn für notwendig. Es giebt Bergmeine Verwaltung ein durch aus unentbehrliches In- werke, wo die Teufung so groß ist, die Temperatur so hoch und die formationsmittel über die Produktions- und Abjaz Flößgänge so niedrig, daß es die Arbeiter faum sechs Stunden Der Herr Staatssekretär kann sich freuen, daß er seiner Ansicht bedingungen der einzelnen Industrien. Diese Informationen unter Tag aushalten fönnen. In andren Bergwerken, wo die Ber von der unpolitischen Natur des Flottenvereins nicht denselben Aus- fann ich nur von Arbeitgeber- Berbänden, nicht von hältnisse ganz anders liegen, können die Bergarbeiter brud gegeben hat, wie der Postdirektor Beder in Gevelsberg. Bereinigungen der Arbeitnehmer erhalten. Es aber acht Stunden und länger arbeiten. Ju Bezug auf Dieſer gerr berief eine Versammlung der sünger Bobbielskis ein und jetzte ihnen den Nugen des Flottenvereins auseinander. Er bände empathich, daß ich, Bertreter folder Ber- bie Franenarbeit bin ich mit dem Herrn Vorredner ganz einer empfange und ihnen Auskunft gebe, Meinung. Ich werde auf möglichste Einschränkung der unterließ es, diese Versammlung anzumelden und wurde nun zu wenn sie sich an mich wenden. Auch Herr Bued ist zu mir Frauenarbeit hinwirken. Unter Tag sollen sie überhaupt nicht einer Geldstrafe von 15 M. vom Gericht wegen Veranstaltung einer nicht angemeldeten politischen Versammlung verurteilt.( hört! hört! gekommen. Ich habe nun die Gewohnheit, bei solchen Befuchen beschäftigt werden. Freilich für das Auslesen der Erze sind sie vorDen Herren möglichst wohlwollend und aufläufig noch nicht ganz zu entbehren. Ich glaube also, Sie werden linte.) mertfam zuzuhören und möglichst wenig selbst zu sagen. von mir nicht sagen fönnen, daß ich die sociale Fürsorge für die Die Herren haben ja auch meist weniger das Bedürfnis. Arbeiter in meinem Betriebe außer acht lassen will! meine Ansichten zu hören, als mir ihre Wünsche Abg. Dasbach( C.): Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.): Damit schließt die Diskussion. Referent Abg. Dr. Paasche( natl.) stellt fest, daß die zweite Resolution, die die nicht angestellten BoftAffiftenten betrifft, in der Kommission nur mit 10 gegen 9 Stimmen angenommen worden sei. Der Referent legt die Gründe der Minorität sehr breit dar und verteidigt sie. Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.)[ zur Geschäftsordnung]: Der Referent hat sich nicht auf die Berichterstattung beschränkt, sondern unzulässigerweise seine eigene Anficht zum besten gegeben. Ich beantrage deshalb, die Diskussion von neuem zu eröffnen.( Lcb= hafte Zustimmung links. Widerspruch rechts.) debatte. ganz die Sie Der Zuzug von Bergarbeitern aus Oberschlesien nach Westfalen orzutragen. Wag sein, daß mancher der Herren aus meinem ohlwollen und meiner Aufmertsamteit den falschen Schluß gezogen hat, ich sei in allen Dingen, die er vorgetragen ist sehr bedeutend gewesen, aber vielfach sind gewiffenlose Agenten hat, mit ihm einverstanden. Mag sein, daß auch Herr Bueck thätig gewesen, die die Arbeiter verleitet haben unter Versprechung aus solchen Gründen zu dieser Auffassung gekommen ist. Ich mag höherer Löhne, die dort gar nicht einmal gezahlt werden. Die Vermich vielleicht auch einmal etwas misverständlich wendung stockpolnischer Arbeiter im Rheinland führt zu Schwierigausgedrückt haben, Herr Bueck hat vielleicht aber auch feiten, da sie die deutschen Anordnungen nicht verstehen. Bedauerlich nicht zugehört. Ich genan tann mich der vor ist es, daß den Geistlichen, die die religiösen Bedürfnisse der Jahren stattgehabten Unterhaltung in ihren Einzelheiten nicht polnischen Bergleute im Ruhrrevier befriedigen wollen, Schwierigmehr besinnen, habe ihr auch gar keine Bedeutung beigelegt. Nur teiten in den Weg gelegt werden. Es entspinnt sich nun eine heftige Geschäftsordnungs- in zwei Punkten muß ich irrtümlichen Meinungen, wie sie im Anious sibilo o Abg. Daub( natl.) schluß an die Briefveröffentlichung in der Presse zum Ausdruck ge- verlangt eine Herabsetzung der fiskalischen Kohlenpreise und wendet Abg. Graf Roon( t.): Das Verlangen des Herrn Müller ist ganz langt find, entgegentreten. Man hat mir unterstellt, daß ich der sich gegen die Annahme, daß durch einen Mosel- Saarkanal der Kohle unzulässig. Der Berichterstatter hat objektiv berichtet.( Lachen und Meinung sei, daß die staatliche Fürsorge für die Arbeiter des Saarreviers durch die Kohle des Ruhrreviers eine unliebsame Widerspruch links.) abgeschlossen sei. Eine solche Auffassung liegt mir voll Konkurrenz erwachsen könnte. Abg. Bansche( natl.): Es ist nicht nur mein Recht, sondern ständig fern. Gehört doch zu den hervorragendsten Aufgaben Abg. Goldschmidt( frs. Vp): meine Pflicht, auch das Recht der Minorität hier zu vertreten.( 3u wie für die gewerblichen Betriebe. Habe ich doch der meines Amts die Fürsorge für die gewerblichen Arbeiter, ebenso Ich will dem Minister nicht jede reformerische Thätigkeit auf stimmung rechts.) Abg. Singer( Soc.): Der Referent hat die Ansicht der Mehr- Gewerbe- Aufsicht mein besonderes Interesse zuzuwenden, habe socialpolitischem Gebiet bestreiten, aber das Tempo geht nicht schnell Der Minister selbst will bas Beste der heit zu vertreten. Wenn er andrer Ansicht ist, dann liegt es nabe, ich doch Wohnungsfrage, die ja jezt ins Rollen geing. daß er das Amt ablehnt. Er darf aber sein Amt auf keinen Fall fommt, immer so viel wie möglich zu fördern versucht. Unter Arbeiter, aber das Ministerium bremmst und hemmt. Es ist brauchen, um für die Minderheit zu plädieren.( Scht gut! links.) Leitung des Unterstaatssekretärs Lohmann ist seit mehreren Jahren gefagt worden, gerade die Socialdemokraten find schuld an dem Das hat Herr Baasche zwar nicht mit glatten Worten, aber eine Kommission thätig gewesen, die über die Wohnungsnot einen langsamen Tempo der Socialreform. Das ist aber nicht der Weg, doch thatsächlich gethan.( Lebhafte Zustimmung links.) ausführlichen Bericht an das Staatsministerium abgegeben hat, der die Socialdemokratie zu bekämpfen. Wir müssen die Jutereffen der Abg. v. Standy( t): Ich bin erstaunt über diesen Standpunkt. die Grundlage für die Gesetzesvorlagen bildet, die dem hohen Hause Arbeiter warm vertreten, damit sie sehen, sie brauchen nicht zu der In jedem Referat, auch in einem schriftlichen, wird der Standpunkt in dieser Session oder in der nächsten Session zugehen werden. Der Socialdemokratie zu gehen, sie finden auch innerhalb der Majorität und der Minorität dargelegt. zweite Punkt betrifft die angebliche Aeußerung über den Unterstaats- der bürgerlichen Parteien für ihre Wünsche VerAbg. Kirsch( C.): Der Abg. Singer würde recht haben, wenn sekretär Lohmann. Ich soll mich über diesen Herrn geäußert haben, ständnis und Unterstützung. Herr Baasche thatsächlich für die Minderheit plädiert hätte. Er hat behre, und soll mich dabei auch auf das Urteil meines weist nach, daß die Löhne der Bergarbeiter schon wieder im als ob er jedweder selbständigen Meinung ent Abg. Stößel( C.) aber sowohl die Gründe der Majorität, wie, vielleicht etwas zu Amtsvorgängers, des Herrn von Berlepsch berufen haben. Sinken begriffen find. Seien auch die Löhne gegen früher geausführlich,( Große Heiterkeit links.) die Gründe der Minderheit Herr v. Berlepsch hat an mich geschrieben, daß er weit entfliegen, so folge daraus noch nicht, daß sich die Lage der Bergarbeiter hier vertreten. Abg. Müller- Sagan( freis. Vp.): Als Berichterstatter hat man fernt davon sei, eine solche Meinung über die gebeffert habe, denn alle Bedürfniffe feien gestiegen, alle Lebensnicht seine eigene Ansicht kund zu geben und nicht zu kritisieren. Charakterfestigkeit des Herrn Lohmann zu haben mittel teurer geworden. Der Referent aber hat beurteilt, welche Gründe für den Antrag be- und ich stimme dem Herrn v. Berlepsch darin vollkommen bei. Ich Das Ordinarium wird hierauf bewilligt. Die einmaligen außer rechtigt und welche nicht berechtigt find. Die Gründe der fann mir die irrtümliche Ansicht des Herrn Bueck nur so erklären: Minorität hat er als berechtigt bezeichnet. Hierzu war er nicht be- Herr v. Berlepich hat mir bei der Amtsübergabe eine Charakteristit fugt. Nachdem das nötige gesagt worden ist, ziehe ich meinen An- der mich nachgeordneten Beamten gegeben und mir natürlich auch einiges fiber meinen ersten Beamten, Herr Lohmann, gejagt. Er hat trag übrigens zurück. mir feine vortrefflichen Eigenschaften gerühmt und gefagt, fe I b st wenn Herr Lohmann einmal in dem einen oder andren Puntte andrer Meinung wie ich sein würde, daß daraus teine Schwierigkeiten entstehen würden. Es sei ein so treuer und pflichteifriger Beamter, daß er seine Privatmeimmg stets zurückstellen werde. Diese Aeußerung des Herr v. Berlepsch mag ich auch Herrn Bued gegenüber erwähnt haben und es ist möglich, daß er fie in feiner subjektiven Weise so aufgefaßt hat, wie er sie in dem Brief wiedergegeben hat. Nunmehr wird die erste Resolution einstimmig, die zweite gegen die Stimmen der Rechten angenommen. Für die zweite Resolution stimmen auch die sämtlichen Nationalliberalen. Beim Titel„ Unterbeamte" vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Mittwoch 1 1hr( Fortsetzung der ersten Beratung des Initiativantrags Bargmann u. Genossen( frf. Vp.) auf Aenderung der Theatercensur. 2. Antrag Gröber und Lerno( C.) auf Abänderung des Artikels 33 der Reichsverfassung freie Eisenbahnfahrt und Anwesenheitsgelder für die Abgeordneten.) Schluß 54 11hr. Abgeordnetenhaus. hr. d 30. Sigung vom 19. Februar 1901, 11 Präsident v. Kröcher eröffnet die Sigung. Zur Beratung steht der Etat der Berg, Hütten- und Salinenverwaltung. Am Ministertisch: Brefeld, Kommissare. Die Debatte beginnt bei den Einnahmen. Abg. Dr. Schulk- Bochum Nach turzen Bemerkungen der Abgg. Jrmer( ft.) und Schulz Bochum( nati.) wird der Antrag Schulz der Budgetkommission über wiesen. bunisie in Bei dem Titel„ Ausgaben" fragt nihilus Abg. Goldschmidt( frf. Bp.) ordentlichen Ausgaben werden ohne wesentliche Debatte ebenfalls bewilligt. Damit ist die Beratung des Etats erledigt. Sierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Mittwoch 11 Uhr( Etat der Handels- und Gewerbeverwaltung.) Schluß 43/4 Uhr. Mordprozeß Neumann. 3 weiter Tag. Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichtsdirektor Rösler beantragt Rechtsanwalt Dr. Mendel, einen Zeugen vorzuladen, der am 10. April, dem Tage der That, feinen Geburtstag gefeiert habe und befinden wolle, daß der Angeklagte Neumann an dieser Feier teilgenommen habe. Der Angeklagte sei seiner Beit wegen der Diebstähle verhaftet worden, auf Wunsch der Polizei sei es zunächst vermieden worden, ihm irgend welche auf den Mord bezügliche Fragen den Minister, was aus dem Antrag Hirsch, betr. die Heranziehung vorzulegen, fo sei es gekommen, daß er erst im Juni zum erstenmal der Arbeiter zur Grubenaufsicht, geworden ist. Beim Amtsantrifi in Verbindung mit dem Morde verhört wurde und da fei ihm die des Ministers habe man mit einem I angsamen Tempo der Geburtstagsfeier vom 10. April bis zum heutigen Tage nicht einSocial politit gerechnet. Der Minister erklärte heute, daß gefallen. diese Auffassung irrig sei. Er fordere ihn auf, durch die That des Angeklagten Bober, bernommen. Der Angeklagte hatte seiner Hierauf wird Frau Jda Marotte, eine entfernte Berwandte zu beweisen, daß Herr Bueckt ihn mißverstanden habe. Gerade auf dem Gebiet des Bergwertbetriebes sei der Beit bei der Polizei behauptet, daß er einen der bei ihm beschlagbeantragt, die Staatsregierung zu ersuchen, für die Bodenerforschung Socialpolitit weiter Spielraum gegeben. Stebner fragt, nahmten Ringe von der Zengin erhalten habe; er giebt jetzt zu, reichlichere Mittel in Zukunft in den Etat einzustellen, insbesondere was aus der Statistit über Stein- und Kohlenfall in daß dies unwahr gewesen und er diese Aussage mur gemacht habe, aber durch Tiefbohrungen, die auf die Erschließung von Mineral- den Bergwerten geworden sei und fordert den Minister auf, weil man ihn auf der Polizei fofort einen Hehler" genannt habe. lagern in den vorzugsweise Acerbau treibenden Provinzen des Ostens fi ch nicht bloß an die Arbeitgeberverbände um Aus- Die beschlagnahmte Visitenkarten Tasche, die der Angeklagte fchon gerichtet sind, die Bestrebungen zur wirtschaftlichen Hebung dieser funft zu wenden, sondern auch an die Arbeiterverbände 14 Jahre besigen will, hat die Zengin bei ihm nie gesehen, wohl Landesteile möglichst zu unterstützen. Dann würde er seine geringschäßige Meinung über die aber eine andre Visitenkarten Tasche, die größer war. Während der Vernehmung hat noch Rechtsanwalt Ad. Landau Tegteren schon ändern. Die Bergarbeiter Organi Abg. Gothein( frf. Bg.) a. die Annahme des Antrags des Vorrebners. Der fation sei ein Faktor, mit dem unbedingt gerechnet als Mitverteidiger für den Angeklagten Neumann am VerteidigerStaat möge aber feine Muthungsversuche nicht hauptsächlich zu bem werden müsse, und ein großer Teil der Forderungen der Berg- tische Platz genommen. 3wed anstellen, um für sich neue Kohlenfelder zu erwerben, sondern arbeiter sei durchaus berechtigt. Das gelte von der Forderung er möge es mehr thun im Interesse der Erforschung des Grund und für die Bergarbeiter, nicht für die Arbeiter im allgemeinen eingeführt Wohnung als Erster betreten hatte, giebt eine eingehende Beschreibung des achtstündigen Arbeitstags, die er allerdings nur der mit einem Schugmann die durch einen Schloffer geöffnete Bodens. Redner bittet den Minister um Auskunft, ob es wahr sei, daß er vom 1. April ab die Kohlenpreise um zu sehen wünsche, dem Verbot der weiblichen Arbeit. Wohnung als Erster betreten hatte, giebt eine eingehende Beschreibung Redner wendet sich dann gegen die Behauptung, daß die bon dem Fundort der Leiche und dem Zustande, in welchem sich die Wohnung befunden hat. Die Blutsprißen waren über die ganze 50 Pfennig pro Tonne erhöhen wolle. Diese Maßregel würde sehr verfehlt sein, denn die Lage habe sich so zugespigt, daß öhne der Bergarbeiter befriedigende feien. Sie be- Stube verbreitet, namentlich zahlreich in der Gegend der Spiegeldie Industrie die jetzigen hohen Preise lange nicht mehr zahlen tönne. tragen in Oberschlesien höchsten 896 Mart im Jahre, und wand. Auffallend ist die Thatsache, daß gerade der Schreibtisch anwenn erst die Getreibezölle erhöht sein werden, wird die Lage geblich ohne Blutfprizen gewesen sein soll. Es wird angenommen, Die tonstante Hochhaltung der Kohlenpreise gefährde jetzt daß der Mörder sich an den vorgefundenen blutbefleckten Brotbeuteln schon ernstlich die Eisenindustrie. Auch die andern Industrien dieser Arbeiter noch drüdender werden. Minister Brefeld: die blutigen Hände abgetrocknet habe und dann erst an Leiden sehr darunter. Eine Schiffahrtsgesellschaft habe wegen der Der Herr Vorredner hat mir den Rat gegeben, ich möchte die die Durchsuchung der Schublästen des Schreibsekretärs gehohen Kohlenpreise 18/4 Proz. Dividende weniger zahlen müssen und die Dividende war vorher schon nicht hoch. Achnlich liege es in der fociale Fürsorge für die Arbeiter durch eigne Amtsthätigkeit beweisen. gangen sei. Der Beuge glaubt seinerseits, daß der SchreibEr hatte die Meinung, daß Textilindustrie, und auch für den Konsumenten würde die Sache be- Jch berufe mich ihm gegenüber auf meine focialpolitische sekretär gleichfalls Blutiprizen hatte. denklich. Aus dem Waldenburger Gebiet werde ihm berichtet, daß Bergangenheit, denn ich habe es nie an Fürsorge für die ge- die alte Frau wahrscheinlich an den Schreibsekretär gegangen und empfiehlt u. Kriminalwachtmeister Riedel, Fräulein bon dem Mörder niedergeschlagen worden sei. Aus der Thatsache, Kaffee herrührt, dann müßte der Tod etwa um 5 Uhr eingetreten sein.[ so führte dies dahin, daß ettva vor 4 oder 5 Jahren daß eine Brosche und Ohrringe, die offen balagen, nicht gestohlen Daß eine schwächliche Frauensperson solche Verlegungen mit dem Seeger eine Zeit lang in der Behausung der Schwägerin aufworden sind, hat der Zeuge den Schluß gezogen, daß der Mörder Hammer zufügen konnte, fei zwar möglich, aber doch nicht wahrgenommen wurde. Dieses Zusammenleben dauerte aber nur einige ein gewiegter Verbrecher sei, der alles das liegen lajie, was ihn scheinlich. Wochen, es ging auseinander, weil nach einer Mitteilung verraten fönne und sein Augenmerk hauptsächlich auf Geld richte. Gerichtsphysikus Dr. Störmer schließt sich diesem Gutachten der Medenwaldt Frl. Seeger nicht die geeignete Person sei. Nach seiner Meinung müsse der Mord am 10. April vormittags verübt an. Der Tod scheint eingetreten zu fein etwa eine Stunde, nachdem Der Zeuge weiß von einzelnen Wert und Schmuckfachen, die feine worden sein. Auf dem Revier sei es bekannt gewesen, daß die Ermordete die Medenwaldt ein bürgerliches Frühstück, bestehend aus Kaffee oder Schwägerin beseffen, tennt aber die bei Bober beschlagnahmten öfter um Unterstützungen einkam, andrerseits hat der Zeuge in einem Bouillon und Semmel eingenommen hatte. Die Schläge, die die Gegenstände, die aus dem Besitz der Medenwaldt herrühren sollen, Berichte einmal gesagt daß die Medenwaldt manchmal Bettler, die bei ihr Kopfwunden verursacht haben, feien gar nicht mit so großer Kraft nicht, namentlich auch nicht die drei Ninge, weil er sich niemals über vorsprachen, in die Wohnung nötigte. Auf Befragen erklärt der ausgeführt worden, jedenfalls sei Neumann träftig genug, um solche die Schmucksachen 2c. mit ihr unterhalten habe. Auch ihr Bruder, Zeuge, daß das Gesicht der Leiche mit einem Tuch bedeckt war und Schläge zuzufügen. der Superintendent M., habe erklärt, daß er keine Ahnung habe, Ser linke Arm unter dem aufgezogenen untersten Schubfach des Weitere Zeugenanssagen. daß diese Ringe Eigentum der Ermordeten sein könnten. Wichtig ist Schreibsekretärs lag. Nach der Meinung des Zengen müsse die die Bekundung des Beugen, daß die Nähmaschine in demselben verSchublade über den Arm der schon am Boden liegenden Frau auf gezogen worden sein. Dem gegenüber weist Rechtsanwalt Mendel Emma Sen st vernommen. Nach den medizinischen Sachverständigen wird die Kleine Beugin schnürten Zustande, in welchem fie seiner Beit aus der früheren Sie hat der Ermordeten des Morgens Wohnung in die Sterbewohnung geschafft worden ist, dort vordarauf hin, daß die Frau nicht weniger als 41 Wunden hatte und um 71/2 Uhr die Backware gebracht und ging des Nachmittags wieder gefunden ist, so daß es ausgeschlossen erscheine, daß sie inzwischen nach fachverständigem Gutachten noch eine Stunde nach Empfang zu ihr, um für sie Gänge zu beforgen. der Wunden gelebt haben kann, so daß es doch möglich sei, gewöhnlich die Badware an die Stubenthür gehängt und geflingelt. Am 10. April hat sie, wie ausgepackt und wieder verschnürt worden sei. daß fie eine abwehrende Bewegung gemacht habe, als sie Die Medenwaldt hat ihr persönlich den Frühstücksbeutel abgenommen vielleicht sah, daß der Mörder an ihrem Schreibsekretär heran- und ihr persönlich noch eine Postkarte mit einem Ostergruß an ihre trat. Auch so könne der Arm unter das Schubfach geraten Schwester mitgegeben, die das Mädchen auch in den Brieftasten gesteckt hat. sein. Der Verteidiger macht ferner darauf aufmerksam, daß als sie nachmittags um 1 Uhr etwa wiederkam, hat die kleine Zengin noch am 11. April der Magistrats Briefträger Fleischer elfmal vergeblich geschellt, es wurde ihr aber nicht geöffnet. Am den nicht mehr auszuführenden Auftrag hatte, der Medenwaldt ein nächsten Morgen, 11. April, hat ihr kleiner 7jähriger Bruder Willy Schreiben der Stiftungs- Deputation zu überbringen, in welchem sie das Frühstück zur Medenwaldt getragen. Wenn das kleine Mädchen auf ein Gesuch um eine außerordentliche Unterstützung abschlägig bei der M. Klingelte, hat sie zumeist gleich aufgemacht, manchmal beschieden wurde. Es werde auch wohl allgemein bekannt gewefen aber hat sie auch vorher gefragt, wer da sei. Das Mädchen hat auch sein, daß bei dieser Frau nicht viel zu holen gewesen sei. That für die Medenwaldt einen Tag um den andern ein halbes Pfund sächlich habe sie monatliche Unterstützungen in Höhe von 75 M. Fleisch eingekauft, der letzte Einkauf dieser Art war am 9. April erhalten und da fie 420 M. Miete zu zahlen hatte, ſei ihr nicht Frau Senst, die Mutter des Mädchens, bestätigt, daß das Die Befundungen einiger andrer Beamten enthalten mur Dar- Kind am 10. April nachmittags um 1/2 Uhr vielmals vergeblich an stellungen über die Auffindung der Ermordeten und den Zustand der der Medemvaldtschen Thür geschellt habe und daß am nächsten Wohnung. Morgen der siebenjährige Sohn das Frühstück hingebracht und den Brotbeutel an die Thür gehängt habe. Ueber die Lebensgewohnheiten und den Besitz der Medenwaldt an Schmucksachen kann die Beugin nichts befunden. viel übrig geblieben. 0 Gutachten der medizinischen Sachverständigen. abends. it, bie m Lehrerin Fräulein Worrmann ist eine der vom Angeklagten Neumann bestohlenen Damen. Neumann behauptet, daß der ver dächtige Siegelring, der angeblich Befigtum der Medenwaldt ge= wesen sein soll, aus diesem Diebstahl herrühre. Die Zengin giebt zu, daß ihr ein Siegelring, den sie von einer Dame geschenkt er halten hatte, gestohlen worden fei, vermag bestimmtes über die Identität des ihr jetzt vorgelegten Ringes nicht zu bekunden, möchte vielmehr eher annehmen, daß es nicht der ihr gestohlene Ning ſei. Hierauf wird die weitere Verhandlung auf Mittwoch vertagt. Versammlungen. Die Stock und Schirmarbeiter traten am Montag nach einem Vortrag des Reichstagsabgeordneten Rosenow der von den Berliner Parteigenoffen angenommenen Resolution gegen die storn zölle bei. Ferner erstattete Rau den Staffenbericht über den Streits fonds für das IV. Quartal 1900: Außer dem Bestand von 510,40 m. betrug die Einnahme 352,20 m., ausgegeben wurden 446 M., so daß ein Bestand von 416,60M.bleibt. Im Anschluß an die Darlegung Liebes über die von den Stockarbeitern für den Streit der Maurer in Halle geleisteten Unterstügungen tam es zu einer längeren Debatte über das Verhalten der beiden Maurerorganisationen in diesem Streit. Die Diskussion wurde jedoch der vorgerückten Zeit wegen ohne irgend eine Beschlußfaffung vertagt. Als Gewerkschaftsdelegierter der Böttcher wurde in einer Bersammlung derselben der bisherige Vertreter Kroll wieder. gewählt. Außerdem wurde eine Arbeitslosen 3ählung angeregt und erging an die seit dem 1. Januar Arbeitslosen die Aufforderung, sich behuss Kontrolle zu melden. Weiter wurde den Anwesenden ans Hera gelegt, nur den Arbeitsnachweis der Organisation zu benußen und überall tarifmäßige Be zahlung zu verlangen. Nach einer kurzen Mittagspause erstatten die medizinischen Sachverständigen ihre Gutachten. Staufmanu Siegism. Heilmann, der Schwager der ErSanitätsrat Dr. Mittenzweig bekundet: Von den vor mordeten, bekundet, daß die erwähnte Postkarte mit dem Ostergruß a weig gefundenen etwa 40 Verlegungen gingen viele über den Kopf und an seine Frau thatsächlich am 10. April zwischen 12 und 1 Uhr, also diese waren anscheinend durch einen Hammer und zumeist von hinten zu einer Zeit, als Fräulein Medenwaldt bereits tot war, bei beigebracht worden. Die innere Schädeldecke war an mehreren ihm eingegangen sei. Die Schwägerin pflegte auf ein Slingeln an Stellen geborsten. Verwundungen der Lippen schienen durch ein ihrer Thür ohne besondere Vorsicht zu öffnen, so daß er ihr öfter Messer beigebracht worden zu sein, zahlreiche kleinere Berlegungen Vorwürfe in dieser Beziehung gemacht habe. Sie hatte für jeden, an den Händen durch einen Knüttel oder Hammer. Der Tod der sich ihr bittend näherte, eine offene Hand, und jeder erhielt von ist durch Verbluten erfolgt, es tann nicht gesagt werden, daß diese ihr fleinere oder größere Gaben. Er glaube taum, daß sie im oder jene Verlegung die Ursache des Todes gewesen ist. Die Art der Befig eines Hammers gewesen sei. Der Zenge nimmt an, daß die Berlegungen werden den Geschworenen an den in Spiritus auf 200 M., die nach ihrem Tode noch bei jeiner Schwägerin vorbewahrten Weichteilen des Vorder- und des Hinterhauptes und an gefunden worden, wahrscheinlich von ihr weggesteckt und als der Ermordeten demonstriert. Der Sachverständige dann vergessen worden seien. Sie pflegte, wie gesagt, ihr tommt zu dem Schlup, daß die Schäbelverlegungen, burch Ber- Geld irgend wohin zu versteden, und hielt dieſes Syſtem der legungen mit einem Hammer hervorgebracht worden seien und die Aufbewahrung für das zweckmäßigste. Auf Befragen des Vor- in der Reichstag- Abgeordneter Rosenow einen anderthalbstündigen Hermsdorf. Am Sonntag tagte hier eine Voltsversammlung, Verlegungen an der Lippe durch einen Hammer verursacht sein sigenden bestätigt der Zeuge, daß seine Schwägerin mit der Zeugin Vortrag über:" Die Junker, der Brotwucher und das arbeitende können. Wann der Tod eingetreten ist, läßt sich mit Bestimmt Frl. Seeger einen engeren freundschaftlichen Verkehr gehabt hat. Bolt" hielt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und heit nicht feststellen, die im Magen vorgefundenen Semmelreste Wenn sie ihre Gelder erhob, hat sie gewöhnlich bei dem akademischen die Protestresolution, welche der Rebner am Schluß seines Vortrags lassen darauf schließen, daß der Tod etwa eine Stunde nach dem Müller" gegessen und dort eines Tags das Frl. Seeger kennen verlas, wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Kaffeetrinken oder dem Frühstück eingetreten sein dürfte. Möglich sei gelernt. Beide hatten sich in ein Gespräch eingelassen und da es auch, daß der Semmelrest von dem Zubrod zum Nachmittags- grl. Medenwaldt als alte Dame gern eine Person um sich hatte, Achtung! I Achtung! Posamentierer! Centralverband der Maurer etc. Kostümschneider und-Schneiderinnen, Zahlstellen Berlin und Umgegend. Todes- Anzeige. Hiermit allen Kollegen und Rolle: Freitag, 22. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Am Mittwoch, den 20. Februar, abends 8½ Uhr, im Lokal ginnen zur Kenntnis, daß unser Kollege Mitglieder- Derlammlung Oswald Ludewig aller zum Streifgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Zahlstellen des Central( Rirdorf), am Mittwoch, den 20. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Kreis- Krankenhaus Briz beerdigt wird. Um zahlreiche Teilnahme ersucht 153/1 Der Vorstand. Tischler- Verein Se zu Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß das Mitglied, Herr Tischler meister Friedrich Völker, bisher Prinzenstr. 13, wohnhaft, am 17. b. M. im Alter von 51 Jahren gestorben ist. verbands der Maurer Deutschlands. Tagesordnung: 1. Bericht und Neuwahl der Beschwerdekommission. 2. Stellungnahme zum Beginn des Sammelns zum Streiffonds. 3. Verschiedenes. 136/13 Regen Besuch dieser Versammlung erwartet Die Verbandsleitung. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Achtung! Mittwoch, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Graumann, Naunynstraße Nr. 27. Tages Ordnung:. 1. Abrechnung vom Streiffonds und Bericht des Vertrauensmanns. 9. Die Einführung der Abpugmaschine in unsrem Berufe. 3. Verschiedenes. Die Beerdigung findet heute Ortskrankenkasse d. Gastwirte] ( Mittwoch) um 32 Uhr von der Leichenhalle der Simeonsge meinde( Mariendorfer Weg in Rirdorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 198/5 Der Vorstand. Danksagung. Herzlichen Dank allen, die meinem unvergeßlichen Mann, unfrem lieben Bruder und Schwager die letzte Ehre erwiesen haben. 27236 Emma Prinz, geb. Hopfe Raumerstr. 19. Bockanstich Bierhaus zum Erlanger Oranienstr. 113/114. Salzstangein, Bierrettige, Walddekorat. Konzert- Vorträge täglich. Beim 6. Glas 1 Bodorden, beim 12. eine Bodmüze gratis. Es ladet ergebenst ein 8362* Max Pönitz. 141/6 Der Vertrauensmann. Verein socialdemokratischer und verwandten Gewerbe Gaft- und Schankwirte Berlins zu Berlin. Außerordentliche Gaft- und Schankwirte Generalversammlung Freitag, den 22. Februar, nachmittags 5 Uhr, im Lokal des der der gewählten Vertreter Kaffe am Freitag, den 1. März 1901, nachm. 32 Uhr bei Herrn Wannemacher( Dresdener Garten), Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Bericht des Kassenvorstands bezgl. der Verhandlungen zur Erreichung eines Recepturrabatts von den hiesigen Apotheken und über die etwa hierbei erforderliche Aenderung des Kassenstatuts. 2. 2 Bortrag des Raffenarztes Herrn Kollegen Mierke, Schönhauser Allee 101-102: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Antrag der Kollegen Beez und Jauer betreffend das Verhalten des Kollegen Lock. 5. Vereinsangelegenheiten. Bu zahlreichem Besuch labet ein Der Vorstand. J..: Ferdinand Ewald. ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Die Ausdehnung der Hausindustrie und der Zwischenmeisterei in ber Kostümbranche. Referent Kollege Ritter. 2. Distuffion. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Einzelnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 162/3 Der Vertrauensmann. Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Sonnabend, den 2. März, abends 8/2 Uhr, im Rosenthaler Hof", Rosenthalerstraße General- Dersammlung Tages Ordnung: 1. Bilanz. 2. Anträge zur Statutenänderung. 3. Neuwahl des Vors stands und Aufsichtsrats. 4. Geschäftliches. 98/15 Der Vorstand. Karl Höpfner, Geschäftsführer. Karl Metzold, Rassierer. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel.llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 355 Mittwoch, den 20. Februar, abends 81 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: 69/5 112/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Dr. Bernstein über: Die Krant. Heute, Mittwoch, abends 8½½2 Uhr, im Lokal des Herrn heiten der Gastwirts- Gehilfen." Keller, Koppenstraße 29: 3. Schritteling des Borſtands über Vertrauensmänner- Versammlung Statutenänderungen. 4. Freie Besprechung. [ 270/18 Berlin, den 20. Februar 1901. Der Vorstand. Poppe, Kraushaar, Vorsitzender. Schriftführer. Droschfenfutscher. Donnerstag, 21. Februar, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal), Engelufer 15: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: sämtlicher Bezirke und Brauchen. Tagesordnung: 1. Die wirtschaftliche Krise und ihre Einwirkung auf unser Gewerbe. 2. Werkstattdifferenzen und Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Vertrauensmännerkarte und Mitgliedsbuch legitimiert. 78/8 Zur Beachtung! Die Arbeitslosen Zählscheine müssen in dieser Versammlung abgegeben werden. Die Ortsverwaltung. # Kleber! 1. Bericht des Gehilfenausschusses über die dem Jnnungsvorstande im Am Mittwoch, den 20. Februar 1901: November v. J. überreichten Anträge betreffend Räume zum Sachen: aufbewahren 2c. 2. Die neue Arbeitsordnung der Innung. 3. Nähere Aufklärung mit Bezug auf die Verwaltung des Agitationsfonds bis zum 17. August 1899, Männer! Das Agitationskomitee der Droschkenkutscher Berlins und Umgegend. Lichtenberg. 27226 Frauen! Mittwoch, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung im Lotal von Höflich( Schwarzer Adler), Frankfurter Chauffee 120. Tages Ordnung: 1. Der geplante Raubzug der Agrarier. 2. Freie Aussprache. 222/ 5* Der Vertrauensmann. Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Tariffommission. 2. Diskussion. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämt licher Kollegen, ob lofal oder ob central organisiert, notwendig. Der Vertrauensmann: M. Strasser, Usedomftr. 19. 101/2 Zähne 2 MK. 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 7 Mark. 138/ 9* Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. Leipziger Strasse 130, Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 180, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7. Konferenz der Vertrauenspersonen für den Süden. Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Donnerstag, den 21. Februar, abends 8%, the, in der ,, Gambrinus- Brauerei", Wallstraße 94: Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: Junter und Bauer". 2. Distufion. 3. Bereinsangelegenhetten. 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Genoffen Rosenow fiber: Um zahlreichen Besuch ersucht 250/2 Der Vorstand. + Herren- Vortrag+ Carl Bruckhoff, Friedrichstraße 10 über: Sogenannte unheilbare Männerleiden" Mittwoch, den 20. Februar, abends 1/29 Uhr in Bolzmanns Festfälen, Lichtenbergerstr. 16. [ 27136 Nur Herren! Eintritt fret! Keine Tellersammlung! Metropole der Heils- Armee. Alleinstehende Mädchen finden gutes unb billiges Logis fitr dauernd ober vorübergehend. Wohnzimmer Das [ 7848* Riesen- Stofflager u. Badezimmer zur freien Benugung Krausenstr. 14 I. Etage, Nähere Auskunft erteilt die Leiterin W. Bowey, Oranienftr. 51.[* fertigt nach Mass unter nach Maß für Herren Knaben Anzüge en II. Größte Auswahl in in und aus: ländischen Stoffen für Paletots, Anzüge, Beinkleider 2c. werben unter Garantie des guten Sites zu überaus billigen Preisen garantiertem Sitz: Hochelegante Winterpaletots für 36 M. Hochelegante Anzüge für 30 M. Sochfeine Beinkleider für 10-12 M. Cigarren in allen Preislagen b. 2 M. at p. 100 St. Garantie für reelle und gute Ware, nicht tonven. wird zurückgenommen Cigaretten p. 100 St. b. 50 Bf. bis 3 M. Bersand p. Nachnahme b. 300 St. frco. neuftens angefertigt im Tuchgeschäft Th. Förster,* bet A.Karle, Waldemarstr. 66. Cigarren mport und Versand Liegnitz.[ 75 48 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 20. Februar. Opernhaus. Der Ring des Ribe: Lungen. 3. Abend: Siegfried. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Reut lingen. Anfang 7 1hr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. RANIA Schiller Theater ** Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Im Hörsaal: Dr. Nass: Moderne Haus- und Zimmer- Desinfektion. Um 4 Uhr zu kleinen Preisen: Mittelmeerfahrten. Invalidenstr. 57/ 62.1 Schiller. Rosmersholm. Anfang Tagl. Sternwarte. 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 7 Uhr. Leffing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 7 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. II. An: ang 72 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 7 Uhr. Neues. Der Hüttenbefizer. Anfang 712 Uhr. Westen. Mam'zelle Nitouche. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 8 Uhr. 72 Uhr. Luisen. Kyritz Pyriz. Anfang Anfang Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 72 Uhr. Carl Weiß. Die Goldgräber von Kalifornien. Anfang 8 Uhr. Passage- Theater Unter den Linden 22. D- Vorstellung** Anfang: Sonntags 12 Uhr. Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Die vier Schwestern TUA in ihrer Neuheit Ringelreia- Uebertanz 17 erstklassige Specialitäten 17 Hanny Luxa die unvergleichliche Tyrolienne- Excentrique Rosendienstag Feldwebeltragödie in 1 Akt. CASTANS Belle Alliance. Bourbonroche. PANOPTICUM Monsieur Badin. Sein Geld: brief. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Balaft. Specialitäten: Vorstellung. Bummelfrize. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Borstellung. Die zwölf imverbrennbaren Fatire. Anfang nachmittags 3 Uhr. Täglich„ D" Borstellung. RosenDienstag. " Urania. Lanbenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Hörsaal: Dr. Naß: Moderne Haus- und Zimmer: Desinfektion." Anfang 8 Uhr. Im Friedrichstr. 165. Neue aktuelle Serie lebender Photographien. Die sensationellen Gruppen der alten Germanen. Der schlesische Zecher und der Teufel. Die Bernauer Bierprobè. Der Rothenburger Meistertrunk. Im Restaurant: Konzert einer russ. Damenkapelle. Central-Theater. Mit vollständig neuer Ausstattung an Kostümen und Dekorationen, Bum 578. Male: ( Wallner Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Rosmersholm. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Ibsen. Deutsch von A. Zink. Donnerstagabend 8 Uhr: Freiwild. Freitagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Metropol Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 1/29 Uhr: Eine tolle Nacht Berliner Ausstattungsposse und das vollständig neue Februar- SpecialitätenProgramm. Anfang 28, der tollen Nacht 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonnabend, 23. Februar! Vierter und letzter ID Thalia Theater W. Noacks Theater. Carl Weiss- Theater Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Brunnenstraße 16. Amor von Sente. Der Rattenfänger von Hameln Gr. Ausstattungspoffe mi. Gef. u. Tanz. Herren: Thomas, Thielscher, Helmer: ding, Junkermann, Baulmüller. Damen: Milton, Milani, Bojé, Wannovius. Anfang 7 Uhr. Cirkus Busch Mittwoch, den 20. Februar 1901, abends 7 Uhr: Groß. Elite- Abend. Ferner: Auftreten des berühmten amerifa: Phantastisches Voltsstück mit Gesang in 7 Bildern von G. Braun. Donnerstag: Der Goldneffe. Passage- Panopticum und Theater. Die 12 unverbrennb. Fakire Neu! General Boum, der kleinste Mann der Welt. Eintritt einschließl. Theater 50 Pf. Deutsche Pferdebändigers Konzerthallen Professor Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die großartige Dampfprobe. Außerbem: Ararat, arab. Vollbluthengst, in der hohen Schule geritten von Herrn Burkhardt- Foottit. Vorzüg lichste Programmnummern. Zum Schluß: Bum 85. Male: Metropol- Theater- Ball. Die eiserne Maske. In Borbereitung: Man lebt ja nur einmal. Große Gesangsposse in 5 Bildern. Gr. historisches Manege: Schaustück in 4 Akten und 3 Hauptbildern. Original- Pantomime des Cirkus Busch. Besonders hervorzuheben: Die Jagd bis in die Cirkus: Sanssouci tuppet hinauf. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Lustige Vagabonden. Sonntag, 17. Februar, nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien", wozu jeder Erwachsene auf allen Sitzplägen 1 Kind frei hat; weitere Kinder die Hälfte. Abends 72 Uhr: Die eiferue Maske. Künstl. Zähne 2 Mark belaunt borzügl Plombleren. Schmerzloses Zahnziehen. Reparaturen in 2 Stunden, auf Wunsch während der Nacht! Sprechzeit 8-8. Blumenstraße 25, R. Lange, Ede Martusfiraße. Cirkus Alb. Schumann. Heute Mittwoch, 20. Februar, abends 72 Uhr: Grosse ausserordentliche Vorstellung, fowie Beginn der Entscheidungskämpfe zwischen den Siegern. 1. Baar: Celeste Moret( Paris) gegen Reinhold Thonn( Berlin). 2. Baar: Georg Strenge( Berlin) gegen Vewet( Belgien). 3. Paar: Halil Adali( Türte) Sultans Löwe, bis jetzt unbesiegt, gegen Pletro II. Ehren- Schiedsrichter: Herr Professor Reinhold Begas. Einzig Neu! Gastspiel der Steppenfönigin! baſtehend mit An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. Gr. Frankfurterstr. 132. Die Goldgräber von Kalifornien. ( Mein Kumpan.) Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag 4 Uhr. Kinders Vorstellung. Kleine Preise. May und Moritz. Mittwoch, 27. Februar: Kindervorstellung. Nachmitt. 4 Uhr. Auf Verlangen: Tausend und eine Nacht. Reichshallen Stettiner Sänger. Zum Schluß: Eine Soiree bei Lehmanns. Anf. präcis 8 Uhr. S. fämtl. Säulen.. Patzenhofer Bock! hme Der Ausstoss unsres diesjährigen Bockbieres hat begonnen. Patzenhofer Brauerei Spandan Zähne 2 M., Berlin Fürstenwalde. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich 1 M. Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* Nachm. 4 Uhr( zu ermäßigten DIE Geisha. Dreffuren. Ferner zum 150. Male: CHINA. Größtes abne 2., Teilz., 10jähr. Garantie. Schuteral. Bahnop. 1 M., Plomb. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 81 hr. Sensations- Februar- Programm. Präcise! 8 Uhr. Roloffaler Erfolg! Bummelfrike. Große Posse mit Gefang in 3 Aften. 12 Riesen- Schaunummern. Neu für Berlin: Mimosa: Mia Werber. Morgen u. folgende Tage: Die Geisha. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Der Vogelhändler. Briefchristel: Tilly Milani. Ju Borbereitung: San Toy. Chine fische Operette von Sidney Jones. Gastspiel Miß Mary Halton. Apollo- Theater. Sensationeller Erfolg! Ada Colley. Valentine Petit. Pepi Glöckner. H Manegen und Wasserschauftud. 600 Mitwirkende. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen. Jub.: Max Schindler. Telephon: Aunt IVa Nr. 8002. Heute: Grosser Ball, als Specialität:* Cigarren- und Apfelsinen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Der große Saal nebst Nebenräumen ist Palmsonntag und 1. Pfingstfeiertag an Vereine zu vergeben. 1. Dr. D. S. Schrader, Landsbergerstr. 69.( Gold. Medaille.) alkoholfreier Aepfelmost, Pomril, bestes erfrischendes Getränk. 6/10 Liter- Flasche: 50 Pf. mit Flasche. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Das Ermost- Trio, fenationelle Des Löwen Erwachen. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Eugen Neumann& Co. Sport- Hochturner, Carl Jörgensen mit seiner Galerie berühmter Männer. Un= bergleimligi Demoiselle Marchetty, einzig dastehende Kraft- Equilibristin. Anfang: Wochent. 71, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Jedes Komische Operette in 1 Akt von J. Brandl. Ferner 8 Specialitäten. Kasseneröffnung 7, Anfang 8 Uhr. Mittwoch, Sonnabend u. Sonntagnachmittags: Zauber- Soiree. Ben- Ali- Bey.( Halbe Preise). Karlstrasse. Wochentags 7 Uhr. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hätt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. [ 806L* Amt IV. Bellealliance- Platz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Genthinerstr. 29. Oranienstr. 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. Putbuserstrasse 35. Wilsnackerstrasse 25. Schöneberg, Hauptstrasse 129. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Steglitz, Albrechtstr. 18. bus 5Kleine Anzeigen. Wort: Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 301-101 Cigarrengeschäft wegen meiner Germania, unter der erfandhaus Operngläfer, ipottbinig, 1438* Wiesen für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Schlafstellen. Schwarzblecharbeiter, Saal und Vereinzimmer empfiehlt Jannafcht, Infelstraße 10.[ 206* Saal und Vereinszimmer empfiehlt mur absolut tüchtige, für Lokomotiv Langhans, Lichtenbergerstraße 21. Möblierte Schlafstelle, separat, zu und dauernder Arbeit gesucht. Persön teffel- Bekleidungen bei gutem Verdienst Vereinszimmer frei. Kramm, vermieten Schulstraße 59, vorn III. liche Meldungen Scheringstraße 10. + 64* links. Vereinszimmer und Saal noch [+ 64* [ 53/16 Möblierte Schlafftelle für einen Act.- Ges. Orenstein& Koppel, Vermischte Anzeigen. einige Tage fret. Gold, Große Frant: oder zwei Herren, Mustauerfir. 43, Vorjährige elegante Herren- Winter- Teppiche, Gardinen, spottbillig, paletots und Anzüge aus feinsten Leibhaus Neanderstraße 6. 53/18 Stoffen 25-40 Mart. Bertauf Sonn- Remontoiruhren, Regulatoren, abend und Leihhaus Linden 21 II. Neanderstraße 6. 53/ 18* Ausweisung berfäuflich. Rirdorf, Nähmaschinen aller Systeine ver Stopfstraße 61. + 126* fauft Gustav Schmidt, AlexandrinenSchlaghammer( Ochse) verkauft straße 7, of 2 Treppen. Nähmaschinengeschäft Götting, Utrechtstraße 2, Milchgeschäft. Nußbaummöbel, ganze Wirtschaft, straße 29. Ohne Anzahlung, wöchent auch einzeln, spottbillig, Garten: lich 1,00. Lager sämtlicher Systeme, ftraße 148, I. lints. [+ 141* dauerhafte Fabritate, fünfjährige Garantie. Besichtigung ohne Stauf: Möbel auf Teilzahlung Prinzenzwang. Sofortige Lieferung, auch Straße 62. 62/12 burch Poftfarte. + 83* Laubenbau! Gebrauchte und neue Gastocher! Sparsysteme! 1,50, Latten, Leisten, Rantholz, Bretter, 3weilochkocher 6,- Dreilochkocher 10, Thüren, Fenster. Dachpappe, Teer, Bügelapparate billig! Wohlauer, billig. Kottbuser Damm 22.[ 26066* Wallnertheaterstraße 32. 26015* Nähmaschinen: Adler, Afrana, Papageien, Kanarienhähne, Zucht Ringschiff, Bobbin, Wasch- und Wring weibchen, Waldvögel, Bogelbauer, maschinen auf Teilzahlung, Koschwitz Securenfilien, Bogelfutter, Fischfutter Wrangelstraße 118. ( Daphnien). Dähn, Brunnenstraße 101, 465* furterstraße 133. +41 Vereinszimmer frei, auch als Français Leçons 0,75. Professeur Bahlstelle, Stephanstraße 31. 1+ 83* Parisien Pommeret, Breitestr. 19. Vereinszimmer mit Piano em: Elektrotechnik Abendturse Alte pfiehlt 2. Hinze, Blumenstraße 35a. 2700b* Jafobftraße 24, Jackson. Vereinszimmer, Pianino, bis Rechtsbureau, Rechtshilfe, ge: 50 Personen, Gegend Friedrichshain, wissenhafter Rechtsbeistand Andreas ist Montag und Dienstag zu ver [ 2705b* geben. Offerte„ Verein", Postamt 92 ftraße dreiundsechzig. Batentanwalt Dammann, DraVereinszimmer. Vollmer, Mannienstraße 57, Moritzplatz. Erfindern teuffelstraße 25. 597( 2701b fostenfreier Rat abends bis neun. Photographie. 6 Visit 2 Mart 50, Kabinettgruppen 12 Stüd 6 Mart 80, ( 157* Nähmaschinen, Adler, Afrana, Bahnhof Gesundbrunnen.( 492 Schönbauler Aulee 146. gering. 16 Vermietungen. Schnellnäher, Ringschiff, sowie Wasch Kanarienroller, Zuchtweibchen, Auguftabad, Köpenickerstraße 60. und Wringmaschinen auf Teilzahlung Seckbauer, Waldvögel, billig. Große Bäder jeder Art für sämtliche Kranten Strieg, Staligerstraße 136. 2233brantfurterstraße 13. 23976 taffen. 26706* 4719* Dorn II rechts. +18 Zwei Herren finden möblierte Schlafstelle, Stallschreiberstr. 61, 4 Tr. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Lokomotivfabrit Drewitz b. Neubabelsberg. Achtung, Tapezierer! Der Streit bei der Firma Töpke dauert unverändert fort. [ 177/ 7* Zuzug ist fernzuhalten. Die Verbandsleitung. Achtung! Stuccateure! Stadtreisender für Cigarren ge sucht. Meldungen zwischen 3-5 Uhr im Cigarrengeschäft Beuthstraße 1. Bei den Firmen Jäckel, Herrt. Töpferlehrling verlangt Bock, Prenzlauer Allee 226, Quergeb. IV. wich, Hänska baben jämtliche Kollegen auf Grund des Angebots, Bilderrahmenmacher verlangt Accord zu arbeiten, die Arbeit niedergelegt. Buzug ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. Wohnungen., Wasserthorstraße 23. い 2718b Tüchtiger Rehler, welcher die 173/7 Meisterftelle in einer Rohleiftenfabrik vertreten hat, sucht sofort Stellung, Weißensee, Wörthstr. 5. 2712b Barockvergolder, Bersilberer u. Wegen Verkauf des Hauses muß Kauartenhähne, Lichtschläger, Maskenkostüme verleiht, verkauft meine Speicherräume, ca. 50 Wirt: Buchtweibchen vertauft Weimarer spottbillig Megerstraße 31.+ 56* Vorort, Königs Wusterhausen, schaften, räumen. Verkaufe sämtliche Straße 41, IV rechts. Wohnungen jeder Art, mit und ohne Möbel 25 Proz. unter Preis. Braut: Masken verleiht billig Ferdinand Gas, Wasserleitung, Kloset sofort oder eventuell zweiter Weister. H. Thoms. Leuten ist Gelegenheit geboten, irtZuchtmeibchen, Hente, Dennewißstraße 1. 24976* später billig zu vermieten. Näheres schaften sowie einzelne Stüde, garan- billig, Kottehlchen, singend, Oranienbeim Wirt, Amtsgarten 2. tiert reelle Ware, spottbillig zu kaufen. straße 87( Bogelhandlung). Besichtigung 8-8. Mariannenstraße 48. Kanarienroller, Gardinen, auch Reste, sehr billig, Laden. im Special Geschäft Don Bruno 2695b Zimmer. [ 14046 Freundlich möbliertes Bimmer für zwei Herren sofort zu vermieten Forster straße 54, Quergebäude III, bei Witwe Rofenthal. Farbigmacher verlangt. Biehstädt, Friedrichstraße 16. Achtung! Drechsler! In der Möbeldrechslerei von 77/6 H. Schmidt, Blumenjir. 30, 27196 haben fämtliche Drechsler wegen Lohns Farbigmacher Gollnowstr.43, I.[ 27216 differenzen die Arbeit niedergelegt. Kutscher, verheiratet, aus der Buzug fernhalten. Destillations: oder Selterwafferbranche Die Ortsverwaltung. verlangt Engelte, Alexanderstraße 29. Mamfells auf Faceits vertanat Achtung! Bildhauer! Maskengarderobe, Herren, Damen, Möbelspeicher, große Auswahl tomischer Anzüge billig Fahrrad hochelegant 35,00, Schädel, Räder, Rheinsbergerstraße 62.[+ 72* 4968 Schmidstraße 8. [ 2720b Wegen Todesfalls meines Manns Anfertigung eleganter HerrenNähmaschinen sämtlicher Systeme bettaufe tomplette Einrichtungen, auch garderobe. Teilzahlung gestattet. einzelne Möbel äußerst billig Admiral: ohne Anzahlung, Woche 1,00, Liefe: Marcus, Kleine Frankfurterstr. 20.* Straße 7, Hof( Tischlerei).[ 53/ 6* rung fofort, Positarte. Louis Landsberger, Landsbergerstraße 35 tein Kunststopferei von Frau Kokosky, (+ 140* Steinmeßstraße 48. Reichenbergerstraße 116, II.[ 2696b Frische Wurst! Jeden Mittwoch, In der Wertstatt Neumann Buchbinder- Arbeit jeder Art Mamfells auf bessere Jadette Möbliertes Zimmer, Gegend des Fruchtstraße 52, II. & Bunar, 2ansiterplatz 14-15, 2661b Kein Laden. find Differenzen auxmeine Band Beber- und Blutwurst. Straße 56, 2. Hof parterre. 23876 Offerten mit Breis F. 3 Expedition Mamsells auf Jacketts und gebrochen und haben fämta Kanarienroller, preisgekrönt, Heck: Restaurant Gotthardt Mohs, Man[ 2717b Baletots verlangt. Schulze, Cuvry- liche Kollegen die Arbeit niedergelegt. Bauer, Weibchen, Urbanstraße 70. teuffelstraße 77. Buf Salon, Große Frankfurter: d. Blatts. +18 straße 85. Empfehle meinen Saal Möbliertes Zimmer zu vermieten straße 23, I. Betten, Steppdecken, spottbillig, nebst Garten Vereinen zu Festlich- Straßburgerstraße 35, born 2 Treppen, Mamsells auf gute Jadette ver 35116 Leibhaus Neanderstraße 6. 53/18 teiten. Otto Theel. 26436 Scheidig. 27246 langt. Breslauerstraße 30, parterre. 20/15 Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Güther, Grüner Weg 80, parterre. 506&* abends, Donnerstag früh. Empfehle fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow Gewerkschaftshauses, fofort gesucht. Kanarienhähne vertaust Brandt, Holzmarktstraße 9. 26936 Zuzug ist fernzuhalten! Die Ortsverwaltung. Nr. 43. 18. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 20. Februar 1901. war. 0 Wäsche in der Charité. Die daselbst beschäftigten Wäscherinnen erhielten Fünfpfennig- Omnibuslinien will mun auch die Neue Berliner Kommunales. ebenfalls die miserable Entlohnung von 4 Groschen monatlich. Es ist Omnibus- Attiengesellschaft einrichten, die Gesellschaft, die zuerst die Der städtische Wohnungsausschuß trat in seiner gestrigen kein Wunder, daß, wie es in dem Artikel heißt, bei solcher Bezahlung Fünfpfennig- Teilstrecken zur Einführung brachte, während die ersten Der städtische Wohnungsausschuß trat in seiner geftrigen bie Wäsche beim Anziehen fast ebenso schmuzig wie beim Ausziehen Omnibuslinien, auf denen die ganze Fahrt 5 Pfennig kostet, von der Sigung in die Beratung der Anträge ein, welche auf verschiedene Art Die eigene Unterkleidung der Patienten wurde von den ehemaligen Omnibus Gesellschaft Reform" eingeführt worden find und Weise die Errichtung von Häusern mit gefunden kleinen Wohnungen Waschweibern häufig gestohlen. Im Hospital wimmelte es von und jetzt vom Berliner Spediteur- Verein mit zwei Linien fortgesetzt zu fördern bezweden. Der Stadtverordnete Kyllmann hatte den Antrag eingebracht, Flöhen, Läufen und Wanzen und konnte das Ungeziefer in den werden. Die neue Sechser Omnibuslinie soll den Moritplas die städtischen Behörden wollen einer sich zu bildenden Baugesell: Kleidungsstücken nur durch Ausbrennen etwas vermindert werden. mit dem Hermannplay in Rigdorf verbinden. Die neue schaft städtisches Bauland und Vorschüsse gewähren. Vom Stadt. Das Heizen der Stuben geschah nach dem Kalender, ohne Rücksicht Einrichtung dürfte in der Hauptsache mit auf die wirtung des Zehnauf außergewöhnliche Umstände. Die Sorge für Beleuchtung der pfennig- Tarifs bei der Großen Berliner Straßenbahn zurückzuführen verordneten Haberland waren mehrere Anträge gestellt, die eine Krankenräume und Flure war so mangelhaft, daß gewöhnlich sein. Der Groschentarif hat den Omnibus- Gesellschaften eine wesentUnterstügung gemeinnüßiger Baugenoffenschaften, sei es durch um die zehnte Abendstunde bereits die Lampen verlöscht waren. liche Einbuße an ihren Einnahmen gebracht. Wer weitere Streden Ueberlassung städtischer Ländereien, sei es durch Gewährung leber die Wohnung der Charité- Hospitaliten fagt der genannte fahren will, zieht die Straßenbahn, die schneller und bequemer hypothetarischer Darlehen und die Errichtung von Häusern, Brediger: " Daß unsre Viehställe reinlicher und bequemer ist, bor. denen ausschließlich städtische Arbeiter und Angestellte find als die Stuben dieses Hospitals, davon kann sich Wieder ein brennender Straßenbahnwagen. Ein Wagen untergebracht werden sollen, bezwecken. Die von unsren Ver- ein jeder überzeugen, ebenso liegt auch ein andrer der Linie Morigplay- Centralviehhof geriet vorgestern Nachmittag tretern gestellten zahlreichen Anträge finden sich im Vorwärts" vom Flügel im tiefften Schmut vergraben." Der Mangel an der Ede der Kommandanten und Oranienstraße plöglich in 29. Januar abgedruckt. In die gestrige Beratung wurden von ihren an Aufwärtern in der Charité zu jener Zeit führte mitunter zu Brand. Während der Wagen in voller Fahrt begriffen war, schlugen Anträgen nur diejenigen einbezogen, welche die Errichtung von furchtbaren Katastrophen daselbst. In einer Stube lagen im Jahre aus dem Heizungskasten Flammen hervor. Der Fahrgäste bemäch Häusern mit gefunden und billigen kleinen Wohnungen durch die 1798 12 Geistestrante zusammen, die des Nachts ohne alle Aufsicht tigte sich die größte Bestürzung und nur dem Umstande, daß der in Stadt auf städtischem Terrain und für den Fall der Ablehnung dieser Forderung die Hergabe von städtischen Ländereien im Wege des waren. Am 18. Mai desselben Jahrs fand man einen davon früh Brand geratene Wagen, dessen Innenraum bald völlig verqualmt morgens tot liegen. In derselben Stube wurde ein Soldat von war, mir wenige Bassagiere zählte, ist es zu danken, daß alle In Erbbaurechts zum Bau solcher Häuser verlangen. ilt ift " der Antrag aus princiellen wie praktischen Gründen gestellt sei. Aus Behandlung Wahnsinniger, oder Melancholischer, wie man diese Zur Begründung des Principals- Antrags wurde ausgeführt, daß derselbe auf den Hof lief und sich an einem Baum erhängte". Die laffen ohne Verlegung mit dem bloßen Schreden davonkamen. Ein internationaler Taschendieb konnte am Sonntagnach principiellen, weil wir bei unsrer Auffassung vom Wesen der Stranken damals nannte, war ebenfalls unverantwortlich. Einzelnen mittag um 6 Uhr in der Bassage gerade in dem Augenblick abgefaßt Kommune als einer socialen Gemeinschaft verlangen müssen, daß seitens der Gemeinde all die Einrichtungen geschaffen werden, die Geisteskranken wurden auch, wie der Verfasser offen ausspricht, werden, als er in der besten Arbeit war. Schon am Tage der zweiRetten angelegt, welche die Haut zerrieben". Einem geistestranten hundert Jahrfeier war der schneidige junge Mann mit seinem füdim Interesse der Allgemeinheit liegen und die geeignet find, schwere Offizier, dem higige Getränke untersagt waren, verschaffte ein Wärter ländischen Aussehen der Kriminalpolizei Unter den Linden auf Schäden zu beseitigen oder mindestens zu lindern. Es sei unbestrittene Thatsache, daß die ungeheure Sterblichkeit in den trotzdem Branntivein. Durch die entstandene Berauschung schlug der gefallen, doch fonnte man ihn wegen seiner großen Gewandtheit Arbeitervierteln, die das drei bis vierfache derjenigen in Offizier alle Fenster ein. Anstatt den gewiffenlofen Wärter zu be- und bei dem starken Gedränge nicht festnehmen. Am SonnEr nennt sich Guido Mageani, will strafen, wurde der Geistestrante weil er nicht männlich gehandelt, tag war er nicht so vorsichtig. den reicheren Quartieren beträgt, die direkte Folge der schlechten, auf schlechtere soft gefekt". Der Aufiaz gipfelt in den eignen der Sohn eines Papierfabrikanten in Florenz sein und gab auch dumpfen und übervölkerten Wohnungen in denen die Arbeiterbevölkerung zu hausen gezwungen ist. Aus praktischen erbärmlich find". Worten des Verfassers darin, daß die Einrichtungen der Charité anfangs an, der italienischen Armee als Offizier anzugehören und sich zum Studium der deutschen Sprache in Deutschland aufzuhalten. Gründen werde der Antrag gestellt, weil er die einzig fichere Als man ihm aber die Taschendiebereien auf den Kopf zusagte, gab Möglichkeit biete, nicht nur gesunde Wohnungen in genügender Bahl, Eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung für die Ans- er keine Antwort mehr und verstand auch nicht mehr deutsch. Nach sondern gefunde und billige Wohnungen herzustellen. Das Scheunen übung privater Wohlthätigkeit wird in dem neuesten Jahresbericht den angestellten Ermittelungen bewohnt er ſeit Mitte Dezember v. I viertel solle niedergelegt, das neue große Rathaus in dem Straßen- des„ Berliner Asylvereins für Obdachlose" erörtert. ein möblirtes Zimmer und ist als Agent angemeldet. Die Polizei viered an der Stralauerstraße erbaut werden. Hunderte von kleinen Dieser Verein ist – im Gegensatz zu den meisten andren wohlthätigen hat ihn in Haft behalten und dem Untersuchungsgefängnis einMietern werden dadurch obdachlos gemacht, der Wohnungsmangel und gemeinnützigen Vereinen- der Auficht, daß die Hilfe, die er geliefert. werde verschärft, ohne daß seitens der Stadt in irgend den Obdachlosen gewährt, nicht lediglich eine Leistung freiwilliger Der dreifte Dieb, der in Charlottenburg mehrere Aerzte bes einer Weise für Abhilfe gesorgt werde. Es wurden die Bedenken zurückgewiesen, die dahin gingen, daß man solchen Weg Wohlthätigkeit ist, sondern einen Beitrag zur Erfüllung einer unab- stohlen und beschwindelt hat, wurde gestern in einem Wirtshaus in weisbaren socialen Verpflichtung bedeutet. In den Anstalten der Burgstraße hier, wo er feit längerer Zeit verkehrte, festgenommen. nicht betreten dürfe, weil die Stadt alle Mitbürger gleichmäßig be- des Afylvereins gilt nicht nur das Princip der Anonymität, Er namute fich Hans Richter und hatte fast immer viel Geld und Handeln müsse als ob Berlin bisher irgend etwas gethan hätte, der bedingungslosen Gewährung von Hilfe ohne Erforschung auch Wertsachen bei sich. Vor einigen Tagen wollte er bei dem Wirt was man als tommunale Wohnungspolitit, sei es auch nur in den der Personalien des Hilfsbedürftigen oder der Ursachen seiner einen gol en Chronometer, ein angebliches Erbstück, verpfänden. Die Uranfängen, bezeichnen könnte und es wurde auf das Beispiel Hilfsbedürftigkeit, sondern es wird auch hier die sogenante moralische in Charlottenburg entwendete silberne Cigarettentasche wollte er dort der zahlreichen andren Städte verwiesen, die sich nicht durch solche Legitimation, d. H. der von dem Hilfsbedürftigen durch eine zum Geschenk machen. Auch andere Sachen, wie einen kleinen Totenoder andre principielle Bedenken haben abbalten laffen, mit der Er Arbeitsleistung zu führende Nachweis eines berechtigten Anspruchs topf aus Elfenbein, aus dem eine Schlange herausspringt, zeigte er richtung eigner Häuser auf eignem Grund und Boden vor auf Hilfe, nicht gefordert. Diese Grundsätze hat der Verein vom täglich. Die Festnahme erfolgte auf Beranlassung eines früheren zugehen. Hierher gehören die deutschen Städte Freiburg i. Br., Ulm, Straßburg i. Els., Schweinfurt, Lambrecht, Emden, Düsseldorf ersten Augenblick an vertreten.( Schon in der Versammlung vom Polizeibeamten, der den Dieb aus der Zeitungsbeschreibung erkannt 30. November 1868, der die Begründung von Asylen beschloß, wurde hatte. und in England Glasgow, Greenod, Birmingham, Liverpool, die Resolution gefaßt:" In den Vereinsafylen muß das Elend Eine abgefeimte Taschendiebin, die in Schwerin a./W. wohnt Plymouth, Huddersfield und London. Bis zum Ende des vorigen Die Polizei und in Berlin ihre Gastrollen gab, um dann wieder nach der Heimat Fahrs hatte der Londoner Grafschaftsrat für nicht weniger als ungekannt und ungenannt kommen und gehen. 1945 277 Pfund Sterling, also für nahezu 40 Millionen Mart darf die Schwelle des Asylhauses nicht betreten.") Der Verein hat zu verschwinden, wurde am Sonnabend abgefaßt, als sie ihre langen sich auch in den nunmehr 32 Jahren feines Bestehens niemals Finger in die Tasche einer Dame versenkte. Manchmal war sie schon neue Wohnungen errichtet, deren Beaufsichtigung einem eignen von seinen Anschauungen abbringen lassen, obwohl es Beiten gab, bei Bersuchen beobachtet worden. Eine Geldtasche, die eine geringe Wohnungs- Direttor unterſtellt ist. Es wurde ferner ausgeführt, in denen sogar sein Fortbestand gefährdet schien, weil er sich zu Summe und einen kleinen Ring enthielt, hat sie zugestandenermaßen daß der Vorwurf, der Antrag bezwede eine unzuläffige, einseitige feinem Zurüdweichen bereit finden ließ. Die bisher befolgten einem Dienstmädchen in der Central Markthalle gestohlen; eine Bevorzugung einzelner Kreise, aus dem Grunde ganz unbegründet fei, weil doch die Mieten so berechnet werden sollen, daß die Ver- Grundsäge sind in den Jahresberichten und andren Veröffent- größere Summe von etwa 50 M.- die sie in einer Tasche des Unterzinsung und Amortisation der aufgewendeten öffentlichen Mittel geichungen des Vereins wiederholt durch theoretische Darlegungen rods trug, will fie aus Schwerin mitgebracht haben, um einzu an der Hand vieljähriger praktischer Erfahrungen als richtig währleistet wird. ein Gegner des Antrags unsrer Genossen zu Wort, der die mal erörtert werden, so geschieht das mit Rücksicht auf den Angriff, In der Diskussion tam wegen der vorgerückten Stunde nur nachgewiesen worden. Wenn sie in dem neuesten Berichte noch einVerpflichtung der Stadt zur Errichtung eigner Häuser verneinte, fich im Auftrage des Gruppenvorstands der Deutschen Untergruppe für den fie neuerdings in der aus Anlaß der Pariser Weltausstellung aber einem Versuch mit dem Erbbaurecht nicht abgeneigt zeigte und fociale Wohlfahrtspflege" verfaßten Schrift" Sociale Wohlfahrtsden beachtenswerten Gedanken anregte, Junggesellenheime errichten zu lassen, um die Schäden zu beseitigen, welche das Schlafgängern dem Bericht wird darauf unter anderm erwidert, daß die Forde pflege in Deutschland" von Prof. Dr. G. Albrecht erfahren haben. wesen hervorruft. rungen der Individualifierung und der moralischen Legitimation zwar in bestimmten Zweigen der Armenpflege durchaus berechtigt feien, aber den Obdachlosen gegenüber dazu führen würden, daß sie, statt Das Walten der Censur. Dem Festkomitee des Balles der wirksame Hilfe zu erhalten, direkt geschädigt würden. Die Obdach Lustigen Blätter" am 20. d. M. ist die Veranstaltung eines Drauf, losigkeit ist meist ein feit langem sich entwickelnder persönlicher Drüber- und Drunterbrettl's von der Censur" gestrichen worden. Notstand, bei dem in einem gegebenen Augenblick das Elend den Das Komitee hat sich daher entschlossen, eine Moral- Bühne höchsten Grad erreicht. Hier ist sofortige, durch nichts verzögerte( G. m. b. H.) an dem Abend ins Leben zu rufen, für die erste Hilfe nötig, die nicht nur materielle Unterſtügung bietet, sondern Künstler unsrer Berliner Bühnen sich verpflichtet haben. Die eigens auch die Persönlichkeit schont. Das Princip der Individualisierung dazu unter fittenpolizeilicher Aufsicht nach Entwürfen von Mitarbeitern hier anwenden wollen, das sei, sagt der Bericht, ebenso logisch, wie der Luftigen Blätter" gemalten Dekorationen sind von der bekannten wenn man einen Ertrinkenden nach seinem Baß frage, ehe man ihn Firma Georg Hartwig u. Co. hergestellt. Billetverkauf am Abend Daß der Hilfeiuchende durch eine Arbeits- findet nicht statt. dem Wasser entreiße. leistung seine Würdigkeit nachweise. daß sei in einem großstädtischen Im Apollo- Theater hat das Programm eine sehr beachtensAihl schon aus technischen Gründen unausführbar, es hindere aber werte Bereicherung erfahren. Seit einiger Zeit gastiert hier auch den Obdachlosen, sich Arbeit zu suchen, so daß die Unterstüßung Bepi Glöckner vom Wiener Boltstheater, die über eine vollfogar zweckwidrig fei. In dem Grundsaß der moralischen fönende, gefangreiche Stimme verfügt; zudem bietet ihr Repertoire eine Legitimation durch Arbeitsleistung scheine für den Obdachlosen Auswahl recht humorvoller Couplets, die mit viel Geschick zum Vorgeradezu das perpetuum mobile der Not gefunden zu sein. Berliner Partei- Angelegenheiten. = Erster Berliner Reichstags Wahlkreis. Sonntag, den 24. Februar, abends 6 Uhr: Deffentliche Versammlung bei Cohn, Beuthstr. 20. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons:„ Warum giebt es mehr Männer als Frauen?" Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Die Vertrauenspersonen. Adlershof. Am Donnerstag findet im Lokale von Schmauser die Mitglieder- Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins statt, in welcher Dr. Wollheim über:„ Die Lebenshaltung als Kultur: träger" sprechen wird. Gäste willkommen. Dalldorf. Endlich nach anderthalbjährigem Kampfe ist es den Genossen hier am Orte gelungen, ein Lokal frei zu bekommen. Es ist das Lotal Zur Windmühle" von Hermann Kroll, welches nun den Genossen zur Verfügung steht. Wir bitten die Arbeiterschaft von Dalldorf, nunmehr die übrigen Lokale im Dorfe zu meiden. Der Wahlverein. den Tokales. Von der alten Charité. lautet: taufen. W Zwischen zwei Banmstämmen zerquetscht wurde am Montag, der 45 Jahre alte Arbeiter August Nadte aus der Dieffenbachstr. 54. mühle in der Brigerstr. 19, um eichene Stämme abzuladen. Dabei Im Dienste eines Fuhrgeschäfts befand er sich bei einer Schneide glitten zwei Stämme herunter, und St. kam bei dem Versuch, zur noch, ihm im Krankenhaus am Urban Hilfe angedeihen zu lassen, Seite zu springen, dazwischen und wurde zerquetscht. Man versuchte doch war der Tod während der Fahrt dorthin bereits eingetreten. " trag gebracht werden. Eine bedeutende Künstlerin des Gesangs hat die Bühne ferner in Ada Colley erhalten, die in so hellen reinen Tönen die höheren Stimmlagen beherrscht, wie es nur wenigen vergönnt ist. Das Jutermezzo zur Cavalleria, das sie am Montag abend bei ihrem ersten Auftreten sang, fand geradezu begeisterte Aufnahme. dentscher Sprache gehalten werden. Behufs Stellungnahme gegen die bekannte Aeußerung des Justizministers Schönstedt über die Anstellung jüdischer Notare cirkuliert gegenwärtig unter den Rechtsanwälten der Reichshauptstadt eine Liste, um Unterschriften zum Zwecke der Einberufung einer Anwaltstammer Sigung zu erlangen. Es sind statutarisch 250 Unterschriften erforderlich, um den Vorstand zu veranlassen, eine derartige Irania. Am Freitag abends 8 Uhr wird im Hörsaal der Urania, In der lezthin im Reichstage gepflogenen Debatte über die Sigung einzuberufen. Die Anwaltskammer soll beauftragt werden, Taubenstraße, der bekannte franzöfifche Schriftsteller und Sportsman Mißstände in den Berliner Krankenhäusern beleuchtete und geißelte gegen die in den Reden des Herrn Ministers gegebenen Anschauungen.. Baul Gottentieny aus Paris, welcher in 3 Jahren die Erde zu hauptsächlich der socialistische Abgeordnete Antric die unwürdigen Stellung zu nehmen. Fuß bereist hat und sich jetzt, auf dem Rückwege befindlich, in Berlin aufVerhältnisse in diesen Anstalten. Dabei gedachte der Abgeordnete Einrichtung von Singelegenheit für Angestellte in Ver- hält, einen Vortrag über seine Erlebnisse auf dieser unter ganz ungewöhn u. a. auch der Charité, der als tgl. Institut nicht minder schwere Borwürfe in dieser Beziehung gemacht wurden. Daß es daselbst, faufsgeschäften. Der Polizeipräsident bringt die auf Grund von lichen Berhältnissen zurückgelegten Fußreise halten. Der Bortrag wird in was Verpflegung, Wartung und Aufenthalt der Kranken betrifft,§. 139h Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung vom Bundesrat über die EinOrgelvortrag. Donnerstag von 7-8 Uhr veranstaltet Organist richtung von Siggelegenheit für Angestellte in offenen Verkaufsstellen schon in der sogenannten" guten alten Zeit" sehr schlimm, freilich erlassenen Bestimmungen zur öffentlichen Kenntnis mit der Auf- Berh. Irrgang in ber heilig Kreuz Kirche am Halleschen Thor das noch viel schlimmer als jezt bestellt war, finden wir in forderung an die Inhaber offener Verkaufsstellen, rechtzeitig dafür nächste Kirchenkonzert unter Mitwirkung von Fel. Hedwig Bartow( Sopran), vor 200 Jahren erschienenen, von Kosmann heraus programm. Der Eintritt ist frei. gegebenen Denkwürdigkeiten der Mark Brandenburg" bestätigt. Sorge zu tragen, daß vom 1. April ab in ihren Geschäftsräumen B. Joh. Haacke( Mezzosopran) und Herrn Day Keller( Violine). Baffions: Die Bekanntmachung Der lutherische Prediger an der Charitékirche hatte den für das für das männliche und weibliche Hilfspersonal ausreichende malige Beiten außergewöhnlichen Mut, in den Denkwürdigkeiten" geeignete Siggelegenheit vorhanden ist. einen Aufsatz zu veröffentlichen, der die Uebelstände in dem fönigl. in welchen die Kundschaft bedient wird, sowie in den zu solchen 1. In denjenigen Räumen der offenen Verkaufsstellen Krankenhause unverblümt aufbedte. Danach bekamen die Krankenwärter, welche sich meistens aus gefund" gewordenen Patienten der Berkaufsstellen gehörenden Schreibstuben( Comptoiren) muß für die Anstalt rekrutierten, monatlich 12 Groschen, der Biehwärter der daselbst beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge eine nach der Zahl Charité dagegen 1 Thaler monatlich. Unter dem männlichen dieser Personen ausreichende geeignete Singelegenheit vorhanden Aufsichtspersonal fanden sich mehrere Epileptiker und andre Gebrech- fein. Für die mit der Bedienung der Kundschaft beschäftigten Personen muß die Sitzgelegenheit so eingerichtet sein, daß sie auch liche, die selbst oft der Wartung bedurften. Die Küchenzustände in der Charité schildert der Pastor an einer Stelle wörtlich:" Diese während fürzerer Arbeitsunterbrechungen benutzt werden kann. Die Bennzung der Siggelegenheit muß den bezeichneten Personen Küchenmädchen sind nun die liederlichsten Personen, die gewöhnlich während der Zeit, in welcher fie durch ihre Beschäftigung nicht daran zuvor fräßig oder syphilitisch waren. Ihre träßigen Kleidungsstücke werden auch nicht gewechselt, sondern mit denselben gehindert find, gestattet werden. 2. Unberührt bleibt die Befugnis der zuständigen Behörden, im Wege der Verfügung für ein Jahr bereiten fie das Essen zu. Mit dem monatlichen offene Verkaufsstellen(§ 139g der Gewerbe Ordnung) oder durch Sold bon vier(!) Groschen tönnen sie ihre Bedürfnisse nicht befriedigen, daher fie gewöhnlich von den zu- allgemeine Anordnung für die offenen Verkaufsstellen ihres Bezirks (§ 139h Abs. 2 a. a. D.) zu bestimmen, welchen besonderen Anbereiteten Speisen etwas entwenden und, da sie es außer dem Hause forderungen die Siggelegenheit in Rücksicht auf die Zahl der Pernicht gut unterbringen können, es an die Kranken verkaufen. Die fonen, für welche sie bestimmt ist, sowie hinsichtlich ihrer Lage und Speisen werden in großen eisernen Kesseln zubereitet, die den Beschaffenheit genügen muß. 3. Die vorstehenden Bestimmungen Graupen eine bläuliche Farbe geben. Die Suppen find von altem treten mit dem 1. April 1901 in Kraft. Fett, das Fleisch hart und die schmierige Butter mit Salz durchfnetet, des felsenharten Käses nicht zu gedenken, der nicht zerschnitten, Stadtschulrat Gerstenberg hat von der Regierung die Besondern gesprengt werden muß. Die Wurst verdirbt bei warmer stätigung erhalten. Witterung gar zu leicht, wie denn vor einem Jahre 300 solcher Zur Errichtung eines Haydn- Mozart- Beethoven- Denkmale Würste den Hunden vorgeworfen werden mußten. Eben diese Speisen im Thiergarten sind von beiden städtischen Körperschaften 12 000 m. erhalten auch die Schwangeren. Des fauren Biers will ich auch noch bewilligt worden. Das Denkmal soll noch in diesem Jahre fertig erwähnen." Der Verfasser tommt sodann zu dem Mangel an reinlicher gestellt werden. Ceffentliche Sygicne- Vorträge der Centralkommission der Krankens Inspektion seit vielen Jahren besteht, herrscht über die Bedeutung diefer faffen. Donnerstag, den 21. und Freitag, den 22. Februar: Gewerbes Inspektion und Gewerbe Hygiene." Trotzdem die Gewerbes hochwichtigen Staatseinrichtung selbst bei den am meisten Interessierten, den Arbeitern, noch große Unkenntnis. Und doch kann die Gewerbe- Aufsicht erst dann mit vollem Erfolge wirken, wenn sie das Vertrauen der Arbeiter besitzt. So ist auch fürzlich noch im Reichstage beflagt worden. daß bie Gewerbebeamten so wenig Gelegenheit haben, mit den Arbeitern persönliche tommission der Krantentassen nicht nur die Bedeutung der GewerbeBeziehungen anzuknüpfen. Es ist daher sehr zu begrüßen, daß die CentralInspektion als solche in den Rahmen der Vorträge einbezogen hat, sondern daß, neben dem auf dem Gebiet der Gewerbekrankheiten hoch verbienten Arzt, nur Beamte der Gewerbe Inspektion das Referat übernommen haben. Der großen Bedeutung des Themas entsprechend, findet der Vortrag, wie oben vermerit, an zwei Tagen statt: Am Donnerstag in Stephanstr. 27. Vortragende: die Herren Regierungs- und Gewerberat den Schul- Aulen Martussir. 49, Schönhauser Allee 166a, Gneisenaustr. 7, Sartmann, Gewerbe Inspektor Dr. Rasch, Gewerbe Inspektions- Affiftent Dr. Welzel, Gewerbe Inspektor Tichorn. Am Freitag in den Schul- Aulen Steibelstr. 31/32, Banfftr. 8, Wrangelſtr. 128, Winterfeldstr. 16. Vortragende: die Herren Gewerbe Inspektions: Assistent Dr. Glühmann, Dr. Theodor Sommerfeld, Gewerbe Inspektor Donath, Gewerberat Profeffor Mente. Beginn der Vorträge pünktlich 8 Uhr abends. Zutritt für jedermann unentgeltlich ohne Legitimation. Der Lehrlingsnachweis im Verein für das Wohl der aus der Schule entlassenen Jugend nimmt feinen Anfang am 25. Februar. Handwerker, Gewerbetreibende und Staufleute, welche zum 1. April Lehrlinge einzustellen wünschen, und sich bereit erklären, diefelben nicht nur in ihrem Berufe gründlich auszubilden, sondern auch zum regelmäßigen Besuche der Forts Aus den Nachbarorten. Von dem Kabelwerk Oberspree ist nach längerer Krankheit der Direktor 3 wez, der auch seit einiger Zeit in der Gemeindevertretung als Schöffe thätig war, gestorben. Das Wert hat von der Trauerkunde durch Aufhissen einer Flagge auf Halbmast Kunde gegeben und vorgestern eine Bekanntmachung für die Arbeiter angeschlagen, die für die Bestattungsfeier gewiffe Anordnungen trifft. Um 1 Uhr mittags blieb der ganze Betrieb stehen. Die Arbeiter würden gewiß in pietätvollerer Stimmung dem Sarge des Verftorbenen folgen, wenn nicht in Erinnerung an die fortgesetzten Lohnabzüge, die in den letzten Jahren auf dem Werk erfolgten, in ihnen ein Gefühl der Bitterkeit hervorgerufen wäre. Das wurde auch gestern neu angefacht, als die Direktion die Verfügung traf, daß nur ein Teil der Arbeiter für den entgangenen halben Tag Entschädigung " Waldes: Eingegangene Druckschriften. Der„ Süddeutsche Postillon" ist in seiner neuesten Nummer auf die Jdee verfallen, im Titelbilde auch einmal den Aschermittwoch politischfatirisch zu fruftifizieren. Mutter Britannia aus dem Schlafe erwachend, fieht auf ihrem Bette den dicken Eduard ſizen und ruft entsegt aus: m Gotteswillen, wie lange soll der Kater noch dauern?" Padend wirft das Bild auf der Rückseite: Die Best in Südafrika. Auch die übrigen ilustrationen, sowie der textliche Inhalt zählen zu den Darbietungen, die sicher allgemeinen Anklang finden werden. Bildungsschule anzuhalten, wollen ihre Anträge an die ihnen zunächst ge- berg, Obst, Grunewaldstr. 110.- Rixdorfer Männerchor II", Rirdorf, Karabiner durch ein Fenster auf Herrn Krosigt, während Bahnkes Tegene der folgenden drei Unterbringungsstellen richten: für den Süden an Rohloff, Hermannstr. 53. Schwager in der Nähe der Reitbahn Schmiere" gestanden und Herrn Fortbildungsschul- Dirigenten Seibfe, int Schulhause Reichenberger- Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen seinem Komplicen das Zeichen zum Abschießen gegeben hatte. Der ftraße 44/45, 2 Tr. im Amtszimmer der Fortbildungsschule abends 7 bis im Vereinstalender sind zu richten an Albert Liebetreu, Buttbuferstraße 44, IV. bald nach dem Attentat verhaftete Fahnenschmied ist unschuldig und 8 Uhr; für den Norden an Herrn Brüggemann, im Schulhause Ravené: Mittwoch:" Arkona", Armer Konrad. Reichenbergerstr. 16. ftraße 4, 1 Tr. im Amtszimmer, und für den übrigen Teil der Stadt an grün", Kunze, Forsterstr. 36. Frei Weg", Schöneberg, Hoppe, Merse: wurde vor wenigen Tagen aus der Haft entlassen. Herrn Rettor Drehmann, Hinter der Garnisonkirche 2, part., zu derselben burgerstr. 7. Fidele Raucher", Rirdorf, Spidermann, Hobrechtstr. 14. Eisenbahn- Unfall. Aus Aschersleben wird gemeldet: Gestern Zeit. Schriftliche Meldungen für die Centralstelle nimmt auch Herr Lehrer Intelligenz", Liebisch, Manteuffelstr. 66." Fidele Brüder", Friedrichsfelde, 88/4 Uhr ist der Personenzug 674 von Jlberstedt bei dichtem Nebel Battré, Rytestr. 15/16, entgegen. Lohse, Luisenstr. 20." Frohsinns- Heimat", Schößler, Stromstr. 28. Deutscher Michel", Pankow, Kaiser Friedrichstr. 12, Klingenberg. Die auf den im Bahnhof Güsten einfahrenden Güterzug 4654 aufDampfenden", Schid, Manteuffelstr. 74. Fliederduft I", Prefel, Born: gefahren. Vier Reisende find leicht, der Schlußbremser des Güterdorferstr. 36. Kein Ton", Freese, Kastanien- Allee 11. Staftanien- Allee 11. Kornblume", zugs etwas schwerer verletzt. Der Materialschaden ist unerheblich: Menzel, Gneisenaustr. 71.- Alter- Stamm", Wiecheß, Kottbuser Danum 18/19. Lebensblüte", Ebeling, Grüner Weg 120. Rote Nelke", Weißensee, Kronprinzenftr. 6." Ohne Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44.„ Einfach", Balzer, Wrangelstr. 67." Frisch gewagt", Otto, Boſenerstr. 20. Kolumbus S.-D.", Gaida, Oppelnerstr. 19. Veilchenduft", Gandt, Hussitenstr. 24. Verzaget nie", Schöneberg, Kälbe, Sedanstr. 76. " Bufriedenheit", Struſemart, Rirdorf, Jägerstr. 69. Pfeifendeckel", Trichter, Fruchtstr. 69.. Bulgarien", Komsty, Koppenstr. 56. Lange Pfeife", Friedrichs: berg, Hecht, Mainzerstr. 5. Fidelibus", Kienast, 3orndorferstr. 9. Tabat zur Asche", Beier, Charlottenburg, Wallstr. 94. Sommerfahl", Friedrichsberg, Brigel, Kronprinzenstr. 4/5. Excelsior", Weber, Görliger straße 33. Rosenblüte", Fleischer, Insterburgerstr. 16. Sorgenlos", Buleger, Zimmerstr. 60. Qualmbrüder", Rummelsburg, Müller, Türr und Halb", Säußler, Memelerfir. 61. schmidtstr. 37. Gemütlichkeit II SO.", Kurth, Wrangelfir. 104.„ Halb Weichselblatt", Banden, Frantfurter Allee 176. Bergmannshöhe", Westfahl, Bergmannstr. 31. Weichselduft I", Weinziert, Das alte Nigdorf schwindet immer mehr dahin. Augen- Gemütlichkeit II", Grazig, Wrangelfir. 22. Stargardterstr. 7. Sturze Pfeife", Neu- Weißensee, Dittmann, Streustr. 3. blicklich werden in der Berlinerstraße gegenüber dem Rathause die Morgenrot", Koßmell, Friedenstr. 52. Confequent", Seifert, Cuvryhohen Sandberge abgetragen, weil von hier aus eine neue Straße Straße 2. Ringelwolte", Better, Bredowstr. 11. Weichselduft", Neunach der Hermannstraße angelegt werden soll. Bis vor einiger Zeit Weißensee, Lange, Stronprinzenstr. 4.„ Sieben roocht", Adlershof, Wwe. wurde der Hügelzug an dieser Stelle von einer recht stattlichen Stuhle, Kronprinzenstraße. Alter Berliner", Riesling, Gräfeftr. 5. Holländer Windmühle gekrönt, die ein bekanntes Wahrzeichen des Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Mittwoch: Rauchklub alten Dorfes bildete. Nachdem dieses Stadt geworden war, mußte Schmole's Werfe", Rheder, Langestr. 9.„ Nymphaea alba", Verein für auch die letzte der vielen Windmühlen, die sich früher auf der lang- Aquarien und Terrarienkunde zu Berlin. Jeden Mittwoch nach dem gestreckten Hügeltette erhoben, der zunehmenden Bauthätigkeit weichen. 1. und 15. des Monats, Restaurant Bürgergarten, Jerufalemerfir. 8. „ Klub der Harmlosen", 9 Uhr bei Drescher, Linienstr. 218. Statklub Recht sehr wird dies von der Rirdorfer Jugend beklagt, die sich auf Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Mundharmonika: der Höhe und den Abhängen der Berge so recht nach Herzenslust tummeln fonnte. erhalten wird. = " 11 " " " 4 Marktpreise von Berlin aur 18. Februar 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. * Welzen, gut D.- Ctr.| 15,70) 15,66 Rartoffeln, neue, D- Ctr. mittel 15,62 15,58 Rindfleisch, Keule 1 kg gering 15,54 15,50 do. Bauch 14,40 14,38 Schweinefleisch Kalbfleisch " " 14,36 14,34 Butter ww 1,60 1,20 1,30 1 " *) Roggen, gut 1,60 1,10 " " mittel gering " 1,80 1, " 14,32 14,30 " Hammelfleisch 1,60 1, †) Gerste, gut 15,40 14,70 " 2,60 2, mittel " " 14,60 13,90 Eier: 60 Stüd 5,20 3, " gering t) bafer, gut " 13,80 13,20 Starpfen 15,90 15,30 Aale 1kg 2,20 1, 2,80 1,40 mittel gering " 15,20 14,70 Bander 2,50 1,20 14,60 14,10 Hechte " 2,20 1, " Sent Nichtstroh Erbsett Speisebohnen Linsen Barsche 1,80 0,80 " " Schleie D 3,- 1,20 P 40, 25, Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Krebsfe per Schot 12,-3, 70, 30, *) ab Bahn. 1.1 +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 19. Februar. An der heutigen Börse waren die Preise bei ruhigem Verkehr gut behauptet. Der Einfluß der Preisrüdgänge an den gestrigen amerikanischen Märkten wurde durch die Steigorung der Kälte paralysiert. Die Preise für Weizenlieferungen und Roggenlieferungen wahrten den gestrigen Schlußstand, trot matter Wiener und Liverpooler Rotierungen. Hafer war behauptet. Rüböl notierte 0,20 m. niedriger. Witterungsübersicht vom 19. Februar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärke Berein Symphonie", Bergemann, Basewalkerstr. 3. Statflub Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Theaterverein Proletariat", Dres: dener Garten, Dresdenerstr. 45. Artisten und Ringsport Verein NeuSchöneberg. Die Stadtverordneten Versamm Cölln", jeben Mittwoch nach dem 1. bei Note, Kottbuser Damm 103. Iung beschäftigte sich mit der Ausgestaltung des Bläser- Corps Harmonie", Restaurant 3ur Hütte", Stalizerstr. 31. Wartburgplages. Zu diesem Zweck sind von den Stadt- Bfropfenverein Nord- Oft", Johnas, Elbingerstr. 9. Gesangverein„ Nordverordneten 24 000 m. bewilligt worden; der Magistrat hat nunmehr ftern", Münder, Lothringerstr. 105. Kraft- Klub Philipp Hans", Lieg: ein Projekt aufgestellt, welches die gärtnerische Ausschmückung des nigerstr. 40. Klub Sumpfhuhn", alle 14 Tage bei Wuttge, Neanderstr. 5. Blazes und die Errichtung einer Volksbadeanstalt vorsehen. Die Touristen- Klub Frei weg", Kuschte, Linienstr. 241a. Männer: Petition des Turnvereins, auf diesem Platz einen Spielplatz einzurichten. Gesangverein„ Fester Wille", Dietrich, Alexandrinenstr. 32.— Männer- Gefangwird ebenso wie das Projekt selbst einem Ausschuß von 7 Mitgliedern über- Wille"," Märtischer Hof, Admiralstr. 18c. verein Immerfroh", Hildebrand, Brunnenstr. 41. Theaterverein Freier Berein Pommerscher Landswiesen. leute", Lorgingstr. 32. Pommerscher Verein", Reichert, Stopniderstr. 26c. Eine weitere für unsern Ort wichtige Institution verlangt der Berliner Boffen- Gesellschaft Einigkeit", Freund, Voltastr. 4. Wanders Magistrat durch Bildung einer Grundeigentums- Deputation". flub Jugend", alle 14 Tage, Bachgänger, Swinemünderstr. 34... Kegelflub Dieselbe hat den Zweck, alle städtischen Grundstücke, welche nicht Bordereck", Schüttelhöfer, Urbanstr. 48. besonderen Zwecken dienen, zu verwalten. Sie hat für die VerArbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnv." Fichte", Berlin, abds. mietung diefer 3. Männer Abt. Böckh Grundstücke solvie für von 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. die Verpachtung der Aecker, Wiesen, Jagden, Seen und Gerechtigkeiten zu sorgen und fraße 17/20. 7. Männer- Abt. Reichenbergerstr. 131/132. 8. Männer- Abt. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings Abt. Stalizerstr. 55/56. 4. Lehrlings Abt. übernimmt die Vorbereitung und Ausführung aller Eriverbungen Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- Abt. Ackerstr. 67.-" Freie Turner: und Veräußerungen außerhalb des Geschäftskreises der Tiefbau- fchaft Nirdorf: Briz", 2. Schüler Abt. von 612-8 2. Männer: Deputation. Um diese weitgehenden Funktionen eingehend zu und Lehrlings- Abt. von 8-10 Uhr abends, Bethge in Bris, Swinemde 771 Still prüfen, wurde die Kommissionsberatung beschlossen. Ein weiterer Chausseestraße 39. Schülerinnen: Abt. von 62-82. Frauen Abt. Hamburg 7700SO Freie Turnerschaft Gegenstand der Tagesordnung betraf den Kauf einer Barzelle, von 8-10 Uhr abds., Peters, Knesebecstr. 113. Bertin 77050 Arbeiter- Turnv. Adlershof", Frankf./M. 768 SW um das in nächster Zeit zu erbauende Krankenhaus in seiner Johannisthal", abbs. 8-10 Uhr, Senftleben. lebungsstunde von 8-10 Uhr abends, Schmauser, Bismarcfir. 16. ursprünglich gedachten Größe ausführen zu können. Bekanntlich Turnerschaft d. B. Nereus"( Gegründet 1882), I. Lehrlings Abteilung von hatte sich die hiesige Kirchengemeinde geweigert, ihr etwa 8-10 Uhr Manteuffelstr. 7. 1306 Quadratruten großes Grundstück, das an das zum Krankenhausbau bestimmte Terrain anstößt, der Stadt gegen angemessene Entschädigung zu überlassen. Jedenfalls ist die Gemeinde aber nunmehr infolge der nicht gerade sehr schmeichelhaften Beurteilung ihres Verhaltens durch die Bürgerschaft und eines Teils der Presse zu einer andern Stellung gekommen, indem sie das Terrain der Stadt zu einem Preise von 180 M. pro Rute zur Verfügung stellt. Der Magistrat ersucht daher um zustimmung folgenden Vertrags: Von dem Kaufpreis zahlt die Käuferin der Verkäuferin Zug um Zug gegen die Auflaffung den die Summe bon 200,000 M. übersteigenden Betrag bar. Der Rest des Kaufgelds wird der Stadt gegen Verpfändung des Grundstücks auf zehn Jahre gestundet. Dieser Vertrag fand die allseitige Zustimmung der Stadtverordneten. Der Bau des Krankenhauses kann somit unternommen werden. An Magistrat und Stadtverordneten liegt es nun, zu zeigen, daß sie den Wert der schnellen Erbauung dieses gemeinnügigen Instituts voll begriffen und durch Einstellung der benötigten Mittel der Misere ein Ende bereiten. München Wien Wetter wolfig Tentp. n. G. W09 Stationen -Aberdeen -12 Baris 11 Barometerstaub mm Wind Windstärke richtung Wetter 771 NNW 3 bedeckt 771 WNW 2hlb. bed. 7712 1wolfig Berliner Wetterbureau. Temp. n. C. Goal 5150. 4. -11 Haparanda 773SO 4 bedeckt 13 2hlb. bed.-6ẞetersburg 2 Nebel-10 Cort 2 Schnee 767SW I wolfig 769 NNO 2 bebedt Central Raucherbund. Zuschriften an Max Koch, Rirdorf, HermannWetter- Prognose für Mittwoch, den 20. Februar 1901. straße 34. Mittwoch: Vorwärts", Riydorf, Kretschmer, Steinmesstr. 24. Teils heiter, teils wolfig mit leichten Schneefallen, schwachen nördlichen " Gemütlichkeit", Rirdorf, Schulz, Brinz Handjernstr. 19. Bufrieden: Winden und ziemlich strengem Frost. heit", Rixdorf, Darpel, Steinmezfir: 57. Fidele Raucher", Rirdorf, Koch, Hermannstr. 34. Gemütlichkeit", Schöneberg, Krahein, Grunewaldstr. 117. " Flora", Stegliz, Türkische Pfeife", Steglit, Wolff, Schildhornstr. 98. Belling, Schloßstr. 11. Edelweiß", Friedenau, Weber, Rheinstr. 1.. Blaue Wolfe", Wilmersdorf, Stabinsky, Badenſchestr. 18. Abfall", Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Sahl) Wilmersdorf, Puntsch, Uhlandstraße. Teutonia", Rowawes, Gebauer, anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die legte Wilhelmstr. 24. lotte Dampfer", Groß- Beeren, Laube, Berlinerstr. 122. Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant Schmock", Rixdorf, Nowisky, Kopfftr. 41. wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Kurze Pfeife", Rirdorf, Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Betulab, Ringbahnstr. 29. Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmverein„ Nord". Nebungsstunde abends Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratfe, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Uhr im Admiralsgarten- Bad, Friedrichstr. 102. 7 " 0 Briefkasten der Redaktion. . M. 100. Die Aachener und Münchener Feuer Versicherungs Die von Ihnen gefragte ist Gesellschaft befindet sich hier, Krausenstr. 37. uns unbekannt. A. G. 63. Eine solche Stelle fennen wir nicht. C. B. Köpniderstr. 191. Um die Viertel 5, um die Halben 10 Bf. St. 35. Zur Erlangung einer regelrechten Schulbildung ist der Besuch der von Ihnen genannten Anstalt jedenfalls nicht angethan. Zivei Wettende 100. Der Saal in Sanssouci" ist der größere. 2. 5. 20. Wenden Sie sich an die Universitäts Frauen: Poliklinit, Louisenstr. 51. Sprechstunde ist dort zwischen 10 und 11 Uhr vormittags mit Ausnahme der Sonntage. R. 28. 31. Hier in Berlin ist das Gesuch an den Polizeipräsidenten, A. K., Oranienburg. Der Fabrikant Gs ist ein iveit verbreiteter, aber großer 3rrtum, daß man ohne Zustimmung des andren von einem Kauf, Miets, Bersicherungsvertrag u. dergl. zurüdtreten tönne: nach Abschluß des Ver: trags fann man in der Regel nur mit Einwilligung des andern vom Bertrag zurüdtreten. 5. S. Sie müßten Ihre Forderung eintlagen. Ber jährung tritt erst in drei Jahren nach der stattgefundenen Verlegung ein. H. S., Charlottenburg. 1. Ja. 2. Das Kind ist Erbe geworden. Frik D. Teilen Sie mit, welchen Inhalts Ihr Brief war, damit feft: gestellt werden fann, ob er eingelaufen ist. Enthielt er eine Anfrage oder eine Mitteilung zur Veröffentlichung? Lese: und Diskutierklubs. Mittwoch. Socialistenffub„ Vorwärts", Christiania, Olaf yes Plads Nr. 8, Cafó Keiser. Jeden Mittwoch: Distussion. Verein der Nähmaschinen Mechaniker. Mittwoch, Schäfers Bürgerhallen, Landsbergerstr. 108. Konsumgenossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsum Lichtenberg. Die Stichwahlen in der ziveiten Wählerklasse zur verein Berlin Rirdorf( E. G. m. b..): 1. Verfaufsstelle: Rigdorf, Gemeindeverordnetenwahl finden nun am Montag, den 25. d. W., Biethenstr. 31; 2. Verkaufsstelle: Pücklerstr. 38; 3. Berkaufsstelle: Falden: Koujumverein nachmittags von 3-6 Uhr statt. Es wählt der zweite Bezirk( inner- fteinstr. 6; 4. Verlaufsstelle: Rixdorf, Sobrechtstr. 82. halb der Ringbahn mit der ganzen Gürtelstraße) im Lotal Höflich, Berlin- Nord( E. G. m. b..): 1. Verkaufsstelle: Binetaplats; 2. Verkaufsstelle: Chorinerstr. 46; 3. Berkaufsstelle: Buttmannstr. 19. font an den Landrat zu richten. Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 120. Als Parteien stehen sich außerdem werden Aufnahmen vollzogen bei: Gleinert, Schulstr. 29; Joh. ist in Ihrem Fall im Recht. Es gegenüber der Bürgerverein, der seinen Vorsitzenden, Buchdruckerei Pfarr, Butligstraße 10; Frau Werner, Pantow, Berlinerstraße 78. befizer Koch, zu verteidigen hat, und der Grundbesitzer- Verein Lichten- oni umverein Berlin- Süd( Eingetragene Genossenschaft mit berg, von dessen drei Stichwahl- Kandidaten bereits 2 in der I. Klasse beschränkter Haftpflicht): 1. Verkaufsstelle: Arndtstr. 5; 2. Verkaufsstelle: Gräfegewählt sind. ftraße 40. Konsumverein für Schöneberg und Umgegend Sonium Die Stellungnahme der socialdemokratischen Wähler dieses Be-( E. G. m. b.§.): 1. Verkaufsstelle: Apostel Paulussir. 27. zirks, die bei der Stichwahl den Ausschlag geben, ist durch den Um( E. G. m. S.): 1. Verkaufsstelle: Friedrichstr. 98. genossenschaft von Friedrichshagen und Umgegend Aufnahmen werden in stand sehr erschwert, daß es Herr Koch ist, dem nach obengenannten Berkaufsstellen jederzeit vollzogen außer Sonntags. Aus: dem Nuhme des Rigdorfer Herrn Bleß dürstet und die leidige funft in Genoffenschaftsangelegenheiten erteilen die Vorstände der betreffenden Hausbefizer" frage auch für die Landgemeinde durch ein Vereine. Ober- Berwaltungsgerichts- Urteil in seinem Sinne gelöst wissen möchte. Arbeiter- Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. BrandenZu diesem Zwecke wird im hiesigen Lokalblatte, das Herr Koch ver- burg). Alle Zuschriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten legt, durch einen Leitartikel" Angesessene" mobil gemacht. Obwohl an den Gau- Borjizenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Mittwoch: dieser Herr bereits einmal mit seinem Bestreben, unsrem Genossen Arb.Radf.-B.„ Borwärts" Berlin, jeden Mittwoch nach dem 1 b 1. Fischer, Waldstr. 8. Radf.- Berein„ Courier 1900" Berlin, Grund, theins: Welt das Mandat abzusprechen, einen bösen Reinfall erleben mußte, bergerfir. 39. Männer Radf. Berein in Brandenburg a. jeden scheint er aufs neue Mut gefaßt zu haben. Um aber ganz sicher 1. Mittwoch im Monat, Gasthof zur Mühle( Centralherberge). Arb. Rad zu gehen, wird im letzten Augenblick versucht, die Einführung fahrer- Verein Boriväris", Stöpenid, jeden Mittwoch nach den 8. und 22., der socialdemokratischen Hausbesizer zu verhindern, entgegen allen Stippekohl, Schönerlinderstr. 5. Arb. Radf. Berein" Borwärts", Deutsch: flaren gesetzlichen Bestimmungen die bisherige aufgelöste Gemeinde- Wilmersdorf, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Witte( Boltsgarten.) vertretung, in welcher der Bürgerverein" die Majorität hatte, zur Radf. Klub„ Concordia", Gr- Lichterfelde, jeden Mittwoch nach dem 1. und Beschlußfassung über die Gültigkeit der Wahlen zusammen zu berufen. 15., Bagel, Chauffeeftr. 104. Ob es gelingen wird? い Vereinskalender. ftraße 26. Norddeutsche Schleife", di Vermischtes. " D. 100. Nein. 2. 23. 2481. Ohne Kenntnis des Sachverhalts selbst ist eine Antwort unmöglich. Sprechen Sie mit den Prozeßpapieren gelegentlich in der Sprechstunde vor. M. E. 65a. 1. Die unentbehrlichen Möbel ufw bürfen nicht gepfändet werden. 2. Das Eigentum der Frau haftet nicht für Ihre Schulden. 3. Lohnbeschlagnahme wegen Alimentenforderungen für uneheliche Kinder ist zulässig. Jedoch muß dem Vater so viel gelaffen werden, als dieser zur Bestreitung seines notdürftigen Unterhalts und zur Erfüllung der ihm gegen seine geschiedene Ehefrau, seine Frau und feine ehelichen Berwandten obliegenden Unterhaltungsverpflichtung bedarf. Ein bestimmter Satz ist int Gefeß nicht festgelegt. In Ihrem Fall werden etwa 10 bis 20 M. für pfändbar erachtet werden. G. N. Leider besteht diese Pflicht. 2. M. 12. Berantwortlich würde lediglich der Kutscher und nur, wenn dieser fahrensunfundig war, auch der Fuhrherr sein. Sollte es sich um einen Wagen der städtischen Desinfektion handelu, so wenden Sie sich mit einer Eingabe an den Magistrat. M. O., Rigdorf. 1. Ja. 2. Nein. 99. Die Hundesteuer- Vorschriften werden von den einzelnen Gemeinden Eine entschlich rohe That ist Sonntagnacht in Senften erlaffen. Wie die dortige lautet, ist uns nicht bekannt. Sollten Sie zu Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsigender berg verübt worden. Zu der Gastwirtschaft Victoriagarten" war Unrecht besteuert sein, so würden Sie bei dem dortigen Landrat Beschwerde zu erheben haben. Lederkeller. Der Betreffende hat recht. 2. A. Erster Staffierer: Seifrit, es wegen Bezahlens von 30 Pf. für Bier zu einer Schlägerei ge-. Diese Vorschrift giebt lediglich die gesetzlichen Bestimmungen wieder. Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Fidicinstr. 16. Ale Aenderungen im Vereinskalender find zu richten fommen, der der Wirt durch Hinauswerfen der Urheber ein Ende 2. Die überwiegend geteilte Ansicht geht dahin ist Ausschluß der Kündigungsan Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Mittwoch. Nebungsstunde abends „ Liebesfreiheit I", Wille, Andreas: machte. Diese überfielen später in der Nähe des Lokals einen an frist vereinbart, so ergreift diese Vereinbarung das gesamte Arbeits9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Lipple, Melchiorstr. 15. Lieber: dem Streit ganz unbeteiligten Gast und brachten ihm 36 Messer- verhältnis, daher ist, falls nicht etwa Gegenteiliges vereinbart oder branchenIuft I", Wollschläger, Adalbertstr. 21." Deutsche Eiche I", Zimmermann, stiche, davon 13 im Kopf bei. Der mißhandelte Arbeiter Schuppal üblich ist, Kündigung mitten im Accord beiderseits zulässig und nur die A. 3.. Charlottenburg. Ja. Grüner Weg 29. Allegro", Wezel, Wrangelfir. 136. Freier Männer aus Rauno wurde tot in feinem Blute schwimmend aufgefunden. bereits fertig gestellte Arbeit zu bezahlen. Gleichheit", Ramlow, Schön Die beiden mutmaßlichen Thäter, Arbeiter Lehrak und Schinimang, Schulden. Soute es gepfändet werden, so erhebt Ihre Frau Interventions Fleißiger Lefer L. Das Eigentum Ihrer Frau haftet nicht für Ihre chor Nord- Weft", Lautsch, Stephanstr. 31. hauser Allee 135. Schneeglödchen I", Rixdorf, Köpfe, Hermann- und Karls find verhaftet. gartenstraßen Ede." Hoffnung I", Brandenburg a. H., Wuthenow, flage und beantragt einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung. Wredoinstr. 17. Briz" in Britz, Barfentien, Bürgerstr. 4. Maiengruß", Als mutmaßlicher Mörder des Rittmeisters v. Krosigk in. R. 31. 1. Ob in Ihrem Falle der Arzt richtig gehandelt hat, ver: Charlottenburg, Bartsch, Seefenheimerstr. 11. Heimattlänge", Köpenid, Gumbinnen, der, wie mehrfach berichtet, am 22. v. M. in der Reit: mögen wir Ihnen nicht mitzuteilen. Solche Frage ist nur unter genauer Mener, Rosenstr. 101. Wacht auf I", Dambeck, Danzigerstr. 71. bahn des dortigen Dragoner- Regiments von unbekannter Hand er- Kenntnis der Einzelheiten des Falls von einem ärztlichen Sachverständigen zu beantworten. Wenden Sie sich an einen solchen. 2. Demjenigen, der Borwärts X", Nauen, Scholz, Marktstr. 16. Treu und Fest I" schossen wurde, sind der Unteroffizier Bahnke und dessen Schwager, Bestrafung im Wege der öffentlichen Klage( bei der Staatsanwaltschaft) Lehmann, Koppenstr. 17. Bruderbund", Putbuserstr. 29. Oft: und Westpreußen", Kreuz, Alexanderstr. 30. Der beantragt, fallen Lasten nur zur Last, wenn er grobfahrlässig handelt. 3aget nicht", Steglit, Statfer ein Sergeant von demselben Regiment, verhaftet worden. ist der festgenommene Bahnke Sohn des Liederlust II", Renfer, Tarmistr. 69. Hallen, Albrechtstr. 130. Wachtmeisters 3. Eine Tare für Hebammen giebt es nicht. 4 bis 15 Marf für eine bei dem Weltenruf", Schiller, Rosenthalerstr. 57. Enterbten", Tollkühn, Put: Pahnte. Lepterer blickt genannten Regiment auf Entbindung, 1,50 bis 3 M. für eine Tagwache, 3 bis 4 M. für eine Nacht: buserstraße 22. " Bufunft III", Nieder Schönhausen, Settetorn, eine dreißigjährige Dienstzeit zurück, er wurde wenige Monate wache, 50 Bfg. bis 2 M. für einen Befuch werden als angemessen erachtet. Lindenstr. 1. Linde I", Schebera, Schönhaufer Allee 65. dem Tode des Rittmeisters der von E. M. 100. 1. Die Sache wäre an fich iur Jahre 1900 verjährt gewesen; v. Krosigk von Trang II", Knoblauch, Soldinerstr. 36." Friedrichshagener Sänger dem letzteren fommandierten Schwadron nach einer andren Schwadron durch die im Januar dieses Jahres erfolgte Verpflichtung sind aber die chor", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 138." Frisch auf II" Folgen der Berjährung zu Ihres Mannes Ungunsten beseitigt. 2. Mitteilungen Dieser Versetzung waren längere über den Fall darf der Betreffende machen, wenn er in Wahrnehmung be desselben Regiments versetzt. Bornim i. M., Krüger, Bartstr. 5. „ Treherscher Gesangverein", Rademann, Friedenstr. 67." Freundschaft", Happe, Stralauer Blas 10/11 Zwiftigkeiten zwischen dem als sehr leicht zum Jähzorn aufgelegten rechtigter Sutereisen handelt, also 3. B. wenn von ihm Erfundigungen erbeten Melodia II" Rittmeister v. Krosigk und seinem bejahrten Wachtmeister P. vor- werden. B. N. 2. 1. Falls der Dienst innerhalb des Dienstjahrs seitens Zimmerer", Friedrichsberg, Grauer, Frankfurter Allee 181. Kranz, Dunderfir. 8." Fortschritt", Fürstenhof, Köpnickerstr. 137/138. aufgegangen. Der 24 Jahre alte Sohn des letzteren, der als Unter- des Dienstmädchens gelöst wird oder falls innerhalb dieser Zeit der Herr Rigdorfer Männerchor I", Rirdorf, Klemte, Bergstr. 137. Freie Sänger offizier in derselben Schwadron diente, und der in einer andren schaft Grund zur Kündigung gegeben wird, kann leider die Herrschaft die Rigdorfs", Cramer, Hermannstr. 199, Rixdorf." Geselligkeit", Charlotten: Schwadron als Sergeant dienende Schwiegersohn Pahntes waren über Weihnachtsgeschente( nicht aber deren Wert) zurückfordern. Hat das Dienst: burg, Wernice, Bismarckstraße 34." Dornrose", Tabert, Grüner jene Vorgänge über den Rittmeister aufgebracht. Der Haß fand jahr z. B. mit dem 1. April begonnen, so dauert das Rüdforderungsrecht mit dem auf Weihnachten folgenden April. 2. Das find 8 Lieferungen Weg 14. Hoffnung II", Spandau, Radke, Neumeisterstr. 5. „ Süd durch andre Vorkommnisse neue Nahrung. Als am 22. v. M. a 20 f.= 1,60 M. Der gesondert von Arbeiterrecht" erschienene Führer Herzog, Marfiliusstr. 8. Rote Rose", Mielsch, Soldinerstr. 39. Rittmeister v. Krofigt mit seiner Schwadron in der Reitbahn Reit- toftet gebunden 2,50 M. 3. Ja. 4. An den Polizeipräsidenten ist das Gefuch West, Flid, Simeonftr. 23. Liedes lust 7", Fürstenwalde, Schloßtellerei. " Club Sangestreue", Branden übungen vornahm, schoß, so nimmt man an, der junge Unteroffizier um Aufnahme eines Deutschen in den preußischen Staatsverband zu richten. Freiheitstlänge", Beinacht, Grünstr. 21. burg a. H., Centralherberge, Wollenweberstr. 3. Rote Relte I", Schöne Bahnte aus einem dunklen Gang hinter der Reitbahn mit einem Gs toftet nichts. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. " " Eichen: vor „ Sattler"