Mr. 45. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit flluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eriheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. milis Die Insertions- Gelinye beträgt für die sechsgefpaltene kolonet geile oder beren Raum 40 Pig., für had politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Auzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. подород thing bilog Zelegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" of ised tod gulls and or muck dualo Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Brutly- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die politische Lage in Spanien. Madrid, den 18. Februar. Freitag, den 22. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Brutly- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " " " Exemplare zu verkaufen und ein Geschäft zu machen. Mehrere mäntel sollen bewilligt werden. Genosse Frohme wies Eigentümer solcher Blätter haben früheren Ministerien angehört und darauf hin, daß die Telegraphenarbeiter von der Post fie alle haben die Ausbreitung der Orden in Spanien begünstigt schlechter bezahlt würden, als von der Privatindustrie. Sie müssen sich, wie Herr v. Podbielski zugab, in der That mit Wenn man allein nach dem Lärm und den Tumulten, die in und sich dem klerus, wo es nur ging, gefällig eriviesen. Die Republikaner haben sich bisher nicht an der Bewegung be- der Hoffnung trösten, daß sie als Unterbeamte einmal Verden letzten Tagen in den meisten hauptsächlichsten Städten dieses fið bisher nicht Lands stattgefunden haben, sowie nach den Berichten der Depeschen- teiligt. Sie beschränkten sich darauf, am 11. Februar, dem Gedächt- wendung finden werden. Der Etat der Reichsdruckerei hielt recht lange auf. Herr agenturen und der bürgerlichen Blätter urteilt, sollte man glauben, nistage des Falls der Republif, in ihrem hiesigen Kasino die Monarchisten wir ständen vor einem hochbedeutsamen politischen Systemwechsel. zu bekämpfen und die Unruhen als günstige Borzeichen für den Sieg Dr. Arendt von den Freikonservativen pflückte ein Hühnchen Doch dem ist nicht so, wie nur zu bald die Ereignisse lehren werden. ihrer Principien darzustellen. Und die liberalen Monarchisten( die mit der Norddeutschen Verlagsanstalt, dem Hause, das die Hauptsächlich ist die Aufregung dem Ungeschick der Partei ge- Partei Sagastas) begnügten sich damit, zu erklären, daß die Re- offizielle Norddeutsche Allgemeine Zeitung" herausgiebt schuldet, die gegenwärtig regiert, den Konservativen. Sie richtet sich gierung es recht ungeschickt treibe und durch ihre harten Maßnahmen und der Bismarck auch den Druck des Reichs- Anzeigers" zu Am 1. April des nächsten Jahres läuft zunächst gegen die Königin- Regentin, weil diefe die Heirat der Prin- die Bevölkerung provociere. Wie es scheint, haben die Liberalen gefchanzt hat. zessin von Asturien, der Thronerbin( nach dem Ableben des jugend- ganz vergessen, daß sie während des Striegs mit den Vereinigten der Vertrag ab und Herr Arendt fordert, daß die Reichdruckerei lichen Königs. D. R.) mit Don Carlos von Bourbon genehmigt hat, Staaten sechs Monate lang Spanien unter den Belagerungszustand die Herstellung des Reichs Anzeigers" übernehme. Herr dem Sohn des Grafen von Caserta, einer Person, die sich im letzten gestellt haben, der doch jetzt nur auf Madrid und einigen andren v. Podbielski schien aber wenig Lust dazu zu spüren und erHauptstädten lastet. hielt Succurs durch Herrn Paasche, der über Schädigung der Bürgerkrieg als Parteigänger des Prätendenten Carlos VII. ganz besonders hervorgethan hat. Dazu kam die Unklugheit, den Die socialistische Partei hat sich lediglich abwartend verhalten, Privatindustrie durch die Reichsdruckerei flagte. Das Thema Studenten Ferien zu geben mit der Begründung. da sie von vornherein wußte, was folgen würde: die Säbelherrschaft wird in der dritten Lesung des Etats noch weiter erörtert es ge= schehe zu Ehren der der Heirat der Prinzessin, während einiger Wochen; denn die Bedingungen, unter welchen zur werden. und ferner Die Petitionen, die noch auf der Tagesordnung standen, die Taktlosigkeit, daß man dem Grafen zu der Hochzeitsfeier hierher Beit die politischen Kräfte stehen, erlauben nicht, daß sich die Lage kommen ließ, obgleich man wußte, wie unbeliebt er hier infolge anders gestaltet. Es genügt, den Charakter und die Lage der gaben zu feiner längeren Debatte Anlaß. Selbst die Rechte tommen ließ, obgleich man wußte, wie unbeliebt er bier infolge spanischen politischen Parteien zu kennen, um ziemlich genau zu fand es zu langweilig. bei einer Petition gegen die Konsumfeiner realtionären Vergangenheit ist. Jen Doch können diese Vorkommnisse nicht als alleinige Ursachen wiffen, wie es hier fommen wird. Bier Parteien kommen für vereine ihre üblichen Angriffe auf die Arbeiter- KonjumDoch können diese Vorkommnisse nicht als alleinige Ursuchen Eine Petition über die sanitären gelten. Man muß mit in Betracht ziehen, daß das jetzige Ministerium, unser politisches Leben in Betracht: drei bürgerliche und die vereine zu wiederholen. gelten. Man muß mit in Betracht ziehen, daß das jetzige Ministerium, socialistische. Letztere besigt, obgleich sie stetig an Stärke Verhältnisse der Ströme gab unfrem Genossen Stolle Gegewinnt, leider noch nicht die genügende Macht, um legenheit, auf die Verunreinigung der Flußläufe durch die auf die bürgerlichen Parteien bestimmend einwirken uns sie zu einer Abwässer der Industrie hinzuweisen. Morgen und überLösung der jetzigen politischen Fragen in wirklich fortschrittlichem morgen fällt die Sigung aus, um den Kommissionen Zeit zu inne zwingen zu können. Die republikanische Partei aber ist so lassen, ihre Arbeiten zu fördern, daß weiterer Stoff für die blutleer und zerrüttet, daß sie während der letzten Kriege mit Plenar sigungen vorhanden ist. uniren Kolonien und des Kampfs mit den Vereinigten Staaten sich als absolut außer stande gezeigt hat, das Unheil, das jene Kriege über Spanien brachten, dahin auszunügen, die Monarchie zu stürzen. eute mangelt es den Republikanern erst recht an dem Muth, der Monarchie den Todesstoß zu versetzen. Der größte Teil von ihnen hat völlig aufgehört, auf die eigene Straft zu vertrauen; er erhofft nur noch ganz allein von zukünftigen Ereignissen die Erstehung der Republit. Den größten Teil ihrer Hoffnung setzen sie auf einen fönnte eines Tags der General Weyler die Republik herstellen, der General, der unzufrieden mit der Regierung ist. Sie denken, es jebige Generalfapitän von Madrid, der augenblicklich seinen Liberalismus" durch Anwendung der despotischten Maßregeln gegen die Demonstranten und die Presse erweist. " Am Montag steht Abänderung der Strandungs- Ordnung und Bericht der Wahlprüfungs- Kommission auf der Tagesordnung. Zu unsrer gestrigen Notiz über den Reichstag wird uns berichtigend mitgeteilt, es sei teine Majorisierung der Linken durch die Rechte und das Centrum gewesen, daß gestern nach der Rede des Abg. Stockmann die Debatte über die Theatercensur ge Die socialdemokratische Fraktion hielt nach der Trägerschen Rede den schloffen wurde, vielmehr hatte Abg. Bassermann dies auf Anregung des Genossen Heine und nach Zustimmung aller Parteien beantragt. Gegenstand für erschöpft, zumal noch das Schlußwort des Abg. MüllerMeiningen ausstand. Das Abgeordnetenhaus das nur zu dem Zweck gebildet ist, die Heirat der Prinzessin zu ermöglichen, einen durchaus klerikalen und reaktionären Charakter trägt. Sein Chef, der General Azcarraga, ist ein noch größrer Freund der Kirche, als der Kaserne, und der Minister des Junern, Sennor Mgarte, gehört zu den eifrigsten Gründern katholischer Arbeitervereine, während der Justizminister, Marquis von Vadillo, als Freund und Beschützer der Karlisten befannt ist. Ferner muß man berücksichtigen, daß man im Volt die Heirat der Prinzessin mit der Gunst verknüpft, der sich im königlichen Balaft die Würdenträger der Kirche und die Mönche erfreuen, daß die stetige Ausbreitung der Orden, die sich neuerdings sogar mit industriellen Unternehmungen befassen, in großen Teilen des Landes mit Unwillen verfolgt wird, der hier durch die Aufführung des Dramas Electra" des berühmten Novellisten Pérer de Galdos noch gesteigert wurde. Zieht man alles dies in Betracht, wird man leicht verstehen, wie die erwähnte Tölpelhaftigkeit der konservativen Regierung der heute sich geltend machenden Erregung freie Bahn schuf. Die Studenten, die mit wenigen Ausnahmen in unsrem Lande weit mehr für Standalieren eingenommen sind, als für ein ernst005 Es bleiben also als Herren der Lage nur die Konservativen und liches Studium, protestierten, beeinflußt durch die Campagne, die die Liberalen übrig. Zwischen beiden besteht kaum ein Unterschied. hat am Donnerstag den Etat des Handelsministeriums man im Parlament und in der Breffe gegen die Heirat führte, sowie Beide haben den religiösen Gemeinschaften gleich bereitwillig die zu Ende beraten. Der konservative Antrag auf Errichtung einer durch die an die Aufführung des Galdosschen Dramas sich an Thore Spaniens geöffnet; beide haben gehorsam befolgt, was ihnen Handelskammer für Berlin gelangte mit großer Mehrheit zur Anschließenden Manifestationen, gegen die ihnen aufgezwungenen bie„ Santa Sede"( der päpstliche Stuhl) auftrug; beide haben dem nahme. Die übrige Debatte war belanglos, da gerade die wichtigsten Ferien, und es blieb nicht beim bloßen Protestieren; als ber und es blieb nicht beim bloßen Protestieren; als der erste Tag der Ferien herankam, demonstrierten die Studenten auf hohen Klerus redlich geholfen, jenen Einfluß in Spanien zu er- Etatspofitionen entweder ganz übergangen oder nur oberflächlich duoda behandelt wurden. So hielt es z. B. fein Mitglied für geboten, über den Straßen und hörten nicht auf zu toben, bis man den Belangen, den er heute befißt. najn Ist denn gar nicht zu hoffen, daß es nicht doch zur Anwendung den Titel, der von der Gewerbe- Aufsicht handelt, auch nur Lagerungszustand verhängte. Und nachdem einmal Madrid den durchgreifender Mittel kommt? Nein. Die Regierung befindet sich ein Wort zu verlieren. Nach der Ansicht des Junkerparlaments ist Anstoß gegeben, folgten auch die übrigen Universitätsstädte nach. allerdings zur Zeit in einer Strifis. Vielleicht werden die Liberalen es um die preußische Fabritinspektion glänzend bestellt. Einer Debatte Die Aufregung wurde allgemein. Als in Madrid der Tag kam, an dem der Graf von Caserta eintraf, demnächst zur Macht gelangen; und wenn nicht, wenn diesmal dem über das Fortbildungsschulwesen machte die Mehrheit, nachdem sie pfiff ihn die Menge am Bahnhof aus und brachte Hochs auf die konservativen Kabinett Azcarraga nochmals ein konservatives Stabinett taum begonnen, durch einen Schlußantrag schnell ein Ende. Die Freiheit aus. Die kommenden Tage vergnügte man sich dann da- Silvela folgt, dann werden sie sicherlich im nächsten Jahr die Herren fürchten nicht ohne Grund eine Kritit der preußischen FortFreiheit aus. Die kommenden Tage vergnügte man sich dann das mit, einige Klöfter mit Steinen zu bewerfen, bis die Sicherheits- Miniſterſeſſel einnehmen. Und dann wird man sehen, daß weder bildungsschule. Dagegen nahm das Haus das öde alljährlich wiederwachen, denen es nicht gelingen wollte, die erregten Haufen zu zer- Sagasta, noch irgend eine andre Person seines Ministeriums sich ernst- tehrende Geschwätz der Herren Hahn und Gamp über die Börse wachen, denen es nicht gelingen wollte, die erregten Haufen zu zer- haft gegen die Geistlichkeit wenden wird. Hat doch Sagasta mit Wohlgefallen auf. Herr Hahn prophezeite diesmal, daß eine streuen, Hilfe herbeiriefen. Den Studenten schlossen sich allerlei Laffen und halbwüchsige vor einigen Jahren, zur Zeit des Aufstandes auf den Philippinen, Reform des Börsengefeßes nicht zu einer Milderung, sondern zu einer Jungen an; der Demonstranten, die sich aus revolutionären Gründen obgleich er wußte, daß diese Inselgruppe Spanien verloren gehen Verschärfung führen würde. Am Freitag steht der Etat der Bauverwaltung auf der an den Tumulten beteiligten, sind recht wenige und ihre revolutionären würde, wenn nicht von dort die Mönchsorden entfernt würden, sich Abfichten sind der Art, wie jene der Jahre 1854 und 1868, heute für den Verlust des Archipels entschieden, nur um sich nicht das Tagesordnung. ganz unmögliche Biele, denn die politischen Verhältnisse haben sich Mißfallen der Königin zuzuziehen, die nichts von einem Vorgehen Konfervative Königstrene. seitdem gründlich geändert. Und dasselbe gilt von der Bewegung in gegen das Mönchstum wissen wollte. So wenig die Männer, die heute zur Regierung gelangen Das Gericht, König Eduard von England werde demden Provinzen. Auch hier wird sie von denselben Elementen getönen, tragen und verfolgt dieselben Tendenzen. Eigentliche Arbeiter haben tömen, auf ökonomischem, administrativem, militärischem und politischem nächst nicht nur seine franke Schwester in Cronberg, sondern auch fich nur in wenigen Städten und in schwacher Zahl den Tumultuanten Gebiet irgend etwas Beträchtliches leisten werden, so wenig werden sie Berlin besuchen, von dessen Schwelle kürzlich Präsident Krüger angeschlossen. Und das ist nur natürlich. Weder verfolgen die Demon- ernste Maßregeln gegen den Klerus wagen. Alles was man erwarten zurückgestoßen wurde, läßt den Verdruß auch der„ ernstgefinntesten" Kreise stranten einen bestimmten Blan, noch steht an der Spige der erhizten darf, find einige kleine Reförmchen, aber auch diese erst nach vielen gegen die Politik des Kaifers neu erstarten. Das Blatt des„ Bunds Bevölkerungsteile irgend eine durch freiheitliche Anschauungen be- umständlichkeiten. Größere Schritte vorwärts auf der Bahn des der Landwirte" rät seinen Parteigängern, sich über den neuen kannte Persönlichkeit, noch sind die Leiter der Putsche ernst zu Fortschritts werden erst dann gethan werden, wenn die Bourgeoisie Aft der„ Engländerei" nicht zu erregen, denn die auswärtige nehmen. In Madrid schrien einige: Sie soll nicht heiraten 1", larere Einsicht in ihre eignen Intereffen erlangt, und wenn das Politit Deutschlands sei dermaßen verdorben, daß nichts mehr andre:„ Die Mönche müssen sterben!", wieder andre:„ Es lebe die Proletariat, zahlreicher und mächtiger als heute, seinen Einfluß auf zu verderben" ist. Zur Kennzeichnung konservativer Königstreue verdienen einige Säße der Deutschen Tageszeitung" fest Republik!" alles buut durcheinander. An einem der Abende alle Angelegenheiten des Lands geltend macht. Pablo Iglesias. gehalten zu werden. Sie schreibt: brang hier ein großer Haufe der Demostranten in ein Theater, in dem man die melodramatische Parodie„ Die Marseillaise" spielte. Wie toll applaudierten die Eindringlinge dort der Vors Politische Neberlicht. stellung, und doch ist diese Parodie, welche unsren ReBerlin, den 21. Februar. volutionären" so herrlich gefiel, von den Socialisten mehrfach ausgetrampelt worden, denn sie ist nichts als eine gemeine Ver Der Reichstag höhnung freiheitlicher resp. fortschrittlicher Anschauungen. n erledigte heute feine umfangreiche Tagesordnung in ziemlich Der Betveis, daß die Agitation sich hauptsächlich auf standal- furzer Zeit. Der Postetat wurde verabschiedet und ebenso der süchtige bürgerliche Elemente stützt, ergiebt sich schon daraus, daß Etat der Reichsdruckerei. Nur über die Unterbeamten der bisher nur wenig Blut gefloffen ist. Obgleich die Unruhen in Post entspann sich eine längere Debatte, die sich auch auf die manchen Ortschaften tagelang angebauert haben, zählt man Verwendung von Frauen im Postdienst erstreckte. Hier trug doch nur in zwei oder drei Orten einen oder zwei Tote der Antisemit Werner seine reaktionären Anschauungen vor und einige Schwerverwundete. Auch zögerte die Regierung und behauptete, daß die Frau in das Haus gehöre. Auch das recht lange, bis sie zur Verhängung des Belagerungszustands schritt. Recht der Unterbeamten auf den Titel Herr wurde erörtert. Hätte die Gärung wirklich einen ausgesprochen revolutionären Staatssekretär von Podbielsti bezeichnete es als eine UnderCharakter, hätten sich die Arbeiter in Masse an ihr beteiligt, das Blut schämtheit, wenn junge, höhere Beamte im Dienst ergraute wäre in Strömen geflossen und sofort das Kriegsrecht proklamiert Poftunterbeamte nur mit ihrem Namen anriefen. Genosse Zubeil lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses worden. Nichtig ist, daß verbreitete Blätter die Gärung geschürt haben, auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Postillone und aber nicht um die Regierung bloßzustellen, auch nicht, um den anti- erlangte die Zusicherung vom Staatssekretär, daß seine BeHerikalen Bestrebungen Nachdruck zu geben, sondern um mehr schwerden Berücksichtigung finden sollten. Auch die Wetter... Um so größere Aufregung hat aber die Nachricht herborgerufen, daß König Eduard wahrscheinlich auch nach Berlin kommen werde. Wir verstehen dieses Gefühl, das ja im ersten Augenblick jeden erfaßt haben muß, das aber ruhiger Bes trachtung gegenüber nicht stand halten fann Man verweist auf die schroffe Abweisung des Präsidenten Krüger und zieht den Schluß, daß der Gegensatz in der Behand lung der beiden Staatsoberhäupter ein schlechtes Licht auf unfre Neutralität dem füdafrikanischen Krieg gegenüber werfen, daß er nicht nur im Inlande, sondern auch im Auslande als Bestätigung unsrer Parteinahme für England gelten und unfre auswärtigen Beziehungen weiter verschlechtern müsse. Wir können das nicht gelten lassen. Der Besuch des Königs Eduard in Berlin würde politisch gar teine Bedeutung baben, selbst wenn man sich deutscherseits Mühe geben wollte, ihm diese Bedeutung beizulegen. Damals, als Präsident Krüger beim Betreten der deutschen Grenze seine Abweisung erhielt, als Graf Bülow im Reichstag deutlich genug zu verstehen gab, daß diese Zurückveisung aus Rücksicht auf England geschehen damals war es berechtigt, daß ein Sturm der Entrüstung durch Deutschland hallte. Denn das war der Moment, wo es dem deutschen Volk und der ganzen Welt flar gemacht wurde, daß unsre Regierung schon längst für England war, - " ist heute Schulter enig neutral an Das Centralorgan der Scharfmacher. Die„ Berl. Neuesten Nachrichten" versenden das folgende Cirkular: Bartei ergriffen sich nicht nur in Südafrika, sondern in p Mögen die citierten Auslassungen immerhin eine Scharf- jaus reiner Lust am Morden, umgebracht worden ind. Bes allen Welthändelu auf die englische Seite gestellt macher tendenz haben, darin treffen sie unbedingt ins Schwarze, stätigt werden auch die grauenhaften Schilderungen des Engländers Hatte. Mag König Eduard nach Berlin fommen oder nicht, daß die neueste Zusicherung des Hofs sich von den früheren ähn- Dillen über die vichischen Vergewaltigungen, die von europäischen das ändert an den Thatsachen nichts. Das Deutsche Reichlichen Erklärungen in nichts unterscheidet. Sielt aber Waldersee Kulturträgern an wehrlosen chinesischen Frauen vorgenommen wie Bortugal, die Provozierung eines ncuen papierenen Edikts eines so worden sind. mit diesem ficht es auf englischer Seite. Die Schrift soll in Broschürenform erscheinen und in Maffe Glaubt man denn z. B., daß ein Krupp die Waffenlieferungen forschen, beunruhigenden Säbelgeraffels für wert? Oder gelüftet an England wieder aufnehmen würde, wenn er nicht der vollen es ihn wirklich nach einem chinesischen Mostau? Oder will verbreitet werden. Die französische Parteileitung wird durch ein Ueberzeugung wäre, daß er damit bei der deutschen er den Mächten, die ihn so liebenswürdig im Stich gelassen haben, Manifest die Parteigenossen im Lande einladen, Protestver amm Regierung feinen Anstoß erregt? Es nügt nichts, beweisen, daß Deutschland, das ja nur den Herrgott und sonst lungen gegen den China- Kreuzzug zu veranstalten. die Augen zu schließen, um die unerfreuliche nichts in der Welt fürchtet, auch auf eigene Rechnung und Gefahr Thatsache nicht zu sehen, daß unsre Politik ganz und gar im Weltpolitik machen kann? Oder will man, wie die Frantf. 3tg." englischen Fahrwasser schwimmt. Die Befürchtung, daß durch den argwöhnt, die Geschichte zum Klappen bringen und die Mächte zur Berliner Besuch des englischen Königs unsre Beziehungen zu andren Teilung zwingen? Mächten unnötigerweise verdorben werden könnten, ist grundJedenfalls haben schon jetzt die rätselhaften Kriegspläne Walder Tos: an unfrer politischen Stellung ist nichts mehr zu ver derben. Der Besuch des englischen Monarchen kann, falls sees die allgemeinste Erregung hervorgerufen. In Frankreich ihm wirklich ein politischer Anstrich gegeben werden hat das militärisch diplomatische Impromptu( Stegreifwig) nicht follte, mur höchstens als politische Dekoration minder befremdet, wie in Amerika. Nachdem sich bereits der als eine höfische Darstellung des bereits längst Temps" in sehr scharfer Form gegen diese Sorte improvisierter bestehenden, durch die Staiserreise nach England kaum noch beein: Weltmachtspolitik gewendet hatte, erklärt jezt der Figaro", die flußten politischen Zustandes. Am allerwenigsten aber sollte doch in auf unfrer Seite diesem dekorativen Element in der Politit Nachricht von der Abficht Waldersees sei ir Europa mit Ueber- Stahlwerke in Meiderich bei Ruhrort, die Aktiengesellschaft„ Phönig“ ein ihm nicht zukommendes Gewicht beigelegt werden. Und schließ- raschung und Unruhe aufgenommen worden. Ein halber Erfolg lich: Wenn der neue englische König nach Berlin kommt, um sich der Expedition müßte das militärische Prestige Europas fompromittieren. auch förmlich im fgl. Schloß für all die Liebenswürdigkeiten zu bedanken, die ihm unser staiſer erwiesen hat,- so that et bom wirken, eigentlich nur, was sich gebührt. Das ist der Grund, warum wir uns an dieser Stelle mit dem Besuch König Eduard VII. eigentlich gar nicht befassen wollten und es auch fernerhin nicht mehr thun werden. Seine 3 Die Expedition könne nur den fremdenfeindlichen Elementen in China augen. Frankreich und Rußland hätten bereits früher ihren Willen fundgegeben, sich vor über triebener Strenge in China zu hüten. Nichts deute darauf hin, daß ihre Ansichten sich geändert hätten. Wozu also der Lärm? Die Regierung ist endlich Auftlärung darüber schuldig, was eigentlich in China vorgeht. puguis sed no do Deutsches Reich. iilist Reise nach Deutschland ist, kurz gesagt, nichts als eine rein persönliche, oder, wenn's hoch tommt, rein höfifche Angelegenheit. Das Oberhofmarschallamt mag ja dadurch in eine fieberhafte Bewegung versetzt werden. Das deutsche Volk geht die ganze Sache gar nichts an." Als jüngst der Vorwärts" das Fest des 18. Januar als eine aid and Gegen den Brotwucher.allad spin höfische Angelegenheit" tennzeichnete, wurde über uns ein Kübel voll Gine große Demonstration gegen die geplante Bollpolitik Schmähungen geleert und Herr Dr. Oertel, Chefredacteur der fand am Montagabend in Breslau statt. Die von circa vierDeutschen Tageszeitung", sprach der Socialdemokratie die tausend Personen besuchte Versammlung war von freifinniger Seite Gleichberechtigung mit andern Parteien ab, weil sie die Monarchie, veranstaltet; unsre Parteigenossen, denen in Breslau kein größerer Saal die Grundlage der Reichsverfassung, ablehne und verunglimpfe. zur Verfügung steht, machten den weitaus größten Teil der Besucher Jetzt straft das Blatt desselben Agrarierführers die Politik des aus. Für die Freifinnigen sprach Abg. Wiemer, für die Social Raisers mit einer Nichtachtung ohnegleichen. Da der Monarch eine demokraten Genosse Tutauer, Abgeordneter für Breslau- Ost, auswärtige Politik betreibt, die den Agrariern mißfällt, verfallen der auch die Forderungen besonders hervorhob, die unire Partei die higigsten Wortführer der unentwegten Königstreue in Kund- über den liberalen Standpunkt hinaus vertritt. Die Versammlung gebungen des galligsten Antimonarchismus. Ist wohl jemals in verlief ausgezeichnet. Eine Proteſtreſolution wurde beschloffen, der Deutschland der monarchistische Autoritätsgedanke dermaßen erschüttert auf socialdemokratischen Antrag die Forderung der gänzlichen Begeitung" ihren landwirtschaftläge, welche die„ Deutſche Tages. ſeitigung der Lebensmittelzölle zugefügt wurde. worden als durch die Ratschläge, welche die„ Deutsche Tages- feitigung der Lebensmittelzölle zugefügt wurde.spils zeitung" ihren landwirtschaftlichen Lesern erteilt, deren Königstreue Aus Dresden wird mus berichtet: als alleinige Rettung der Monarchie bezeichnet zu werden pflegt? Sicherlich wird Dr. Oertel bereit sein, von jetzt an neben der Socialdemokratie die fonservativen Agrarier außerhalb der Verfassung zu stellen. bid hund sjald in die dunkelsten Winkel verkriechen. nicht? aid jun Jing 0 -Wir zeigen Ihnen hierdurch ergebenst an, daß die„ Berliner Neuesten Nachrichten" am 1. Januar in den Besiz einer Aktiengesellschaft übergegangen sind, zu deren Aktionären unter anderm gehören: Die Firma Friedrich Krupp in Essen, das RheinischWestfälische Kehlensyndikat, die nordwestliche Gruppe Deutscher Eisen und Stahl Industrieller, die Gute Hoffnungs- Hütte in Oberhausen, der Bochumer Verein für Bergbau- und GußſtahlFabrikation in Bochum, die Aktiengesellschaft Union", der Hörder Bergwerfs- und Hüttenverein, die Aktiengesellschaft Rheinische 4 in Laar bei Ruhrort und die Deutsche Wagenbau- und Leihgeselschaft mit beschränkter Haftung( Norddeutsche Wagenbau- Vereinigung) in Köln Deng. Den Aufsichtsrat bilden die Herren: Geheimer Finanzrat Jende in Essen( Ruhr), Geheimer Kommerzienrat Karl Leug, Oberhausen, Kommerzienvat Frizz Baare, Bochum, Generaljefretär Dr. Beumer, M. d. A., Berlin, Kommerzienrat Hermann Brauns, Dortmund, Direktor Wilhelm Olfe, Essen und Geheimer Sommergienrat Julius van der Zypen, Köln- Deuz. Bine, Wir schließen hieran die höfl. Bitte, die Beröffent lichung börienmäßiger Anzeigen auch durch die Berliner Neuesten Nachrichten" gütigst bewirken 84. wollen. 27 Hochachtungsvoll Verlag der Berliner Neuesten Nachrichten" A.-G." Das Cirkular wird gegenwärtig an Interessenten versandt. Aus unsrem Leserkreise wird dazu die Frage aufgeworfen, ob. in dem Schreiben genanten Attiengesellschaften nach ihren Statuten überhaupt berechtigt sind, sich an Zeitungsunternehmungen zu beteiligen. die = die Der Dreschgraf ist zahm geworden. Er spricht nicht mehr vom Verhauen, Verwamsen, Vertobacken der Juden mittels Dresch flegel, Knüppel und Fäusten, sondern, da die bilderreiche Sprache" den Heßredner schon mehrmals, wenn auch ohne Schaden, vor den Strafrichter geführt hat, so nimmt der edle Graf seine Zuflucht neuerdings zwar nicht zu geistigen, aber doch zu geistlichen Waffen. Er will die Juden aus Deutschland hinausbeten! Durch Anrufung Jehovas soll der Judengefahr" ein Ende gemacht werden. In einer antisemitischen Berliner Volksversammlung, am Mittwoch in der Victoria- Brauerei abgehalten wurde, begann In 13 überfüllten Volksversammlungen vereinigte sich Mittwoch rolle in Moabit. Er sagte, auf der Anklagebant sei es ganz gemüt der Dreschgraf seine Rede mit einem Hinweis auf seine legte Gastabend die Arbeiterschaft von Dresden und Umgegend zu einer ge- lich gewesen. Bereits zum viertenmal sei er freigesprochen worden, waltigen Kundgebung gegen die vom Neich geplante Brot und mit Bezug auf die Richter meinte der Antisemiten zollerhöhung. Die erbitterte Erregung und die scharfe Ver- häuptling: Meine Freunde in Moabit find ganz famose urteilung der Brotwucherpolitik durch die arbeitende Be- Kerls, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und die di daug der Triumph Walderfees. völkerung der sächsischen Hauptstadt offenbarte sich in dem massen ihren Stammesgenossen nicht im Stich laffen." Wenn auch.. zu schließen, Graf Bückler überzeugt Es ist erreicht! Was alle Diplomatenkniffe, alle widerruflichen ginn der Versammlung wegen lleberfüllung geschlossen werden. freigesprochen haben, jo fürchtet er jedenfalls, daß er einmal weniger Es ist erreicht! Was alle Diplomatenkniffe, alle widerruflichen haften Besuch. Mehrere Lokale mußten schon eine Stunde vor Be- nach diesen Worten und unividerruflichen Beschlüsse der Legationen in Peking während ginn der Versammlung wegen Ueberfüllung geschlossen werden. ist, daß ihn die Richter aus freundschaftlich- antisemitischen Motiven Tausende vermochten deshalb nicht an dem Protest teilzunehmen, famose Kerle" als Richter vor sich haben könnte, und, da die all der Monate nicht zuwege gebracht hatten, ist im Handumdrehen nachdem sie stundenlang auf den Treppen und auf der Straße ver- Gefängniszelle ein ungemütlicherer Aufenthalt ist wie eine Redner dem Weltgeneralissimus gelungen. Er brauchte die gepanzerte Fauft geblich gewartet hatten. Im Colosseum( Dresden- Neustadt) referierte tribine in antisemitischen Radauversammlungen, so sieht sich der edle nur drohend auszurecken und der Hof in Peking erklärt sofort völlig Gerisch- Berlin vor etwa 1100 Personen. In Potschappel Graf veranlaßt, hinfort etwas nüchterner zu reden. Kein einziges kleinlaut und verschüchtert, alle Forderungen der Khakimächte sprach der Neichstags- Abgeordnete von Dresden Dr. Gradnauer. von den derben, anschaulichen„ Bildern", die sonst die Reden des prompt erfüllen zu wollen. Die Köpfe der Tuan, Lar Etwa 900 Personen waren im Saal, mindestens 300 Grafen zierten und seine Zuhörer zu frenetischem Jubel fortund Tungfuhsiang werden nun schleunigst fallen, die tvurde am Mittwoch produziert. Auch nicht die mußten umfehren. Im Trianon, wo Reichstags= Abgeordneter riffen, Striegsentschädigung wird bei Heller und Pfennig auf dem Brett Dr. Südefum das Referat hatte, mochten an 2000 Personen er leiseste Empfehlung zum Losdreschen auf die Judenbande, zum Veraufgezählt werden und Graf Waldersee wird sich, sobald schienen fein. Hier erfolgten einige Verhaftungen von Minder- femitengraf, und so war denn auch die ihres Bilderreichtums" ent Minder- hauen der Judentümmels oder dergleichen Teiſtete ſich ber Antidas Eis auf der Rede von Taku geborsten sein wird, mit seinen jährigen. In der Löbtauer Versammlung, Referent Reichstags fleidete Rede nichts als ein Sammelsurium ödeſter, inhaltloser ruhmgekrönten Truppen wiederum nach Deutschland einschiffen, mit Abgeordneter Kaden, wurde der Saal polizeilich gesperrt, nachdem Salbadereien, die zwar ein Zeichen für den geistigen Tiefstand Ausnahme der 8 oder 10 000 Mann, die zum dauernden Schutz des 600 Personen Einlaß erhalten hatten. Das Striefener Sofal war des laut polizeilichem Zeugnis den besten Kreisen" angehörenden Christentums und der Stapitalsinteressen in Petſchili zurückbleiben schon vor 8 Uhr von der vorsichtigen Polizei abgesperrt Antisemiten Publikums mit Beifall aufgenommen wurden, werden. Die„ Chinesen" innerhalb der schwarz- weißen Grenzpfähle worden. Hier sprach Redacteur Blod. Im Pieschener wenn auch die Wirkung, welche die Pücklerschen Hezereien aber, die über den Weltgeneraliffimus hämisch gespöttelt, werden sich Biertel fand Landtags Abgeordneter Goldstein etwa 1500 fonft ausübten, nicht erzielt werden fonnte, und die bei dem Triumphzuge des heimgekehrten Chinaüberwinders zerknirscht Zuhörer. In Müge In, Referent Redacteur Fleißner, Zuhörer fichtlich enttäuscht waren, als der Dreschgraf zum Schluß betrug der Besuch 1000 Personen. In Meißen, Referent mit emporgehobenen Händen sein Bublifum ermahnte, Jehova an Der Krieg in China, die internationale Diplomatenpoffe wäre e bins, entfernten die Zuhörer, um Platz zu schaffen, alle Tische zurufen, und im Gebet zu ihm die Beseitigung der Judengefahr zu also durch Waldersees scharfe Drohung beendigt. Oder doch und Bänke. Alles stand eng zusammengeteilt wie eine Mauer. Gs So ist also aus dem Dreschgrafen ein Betgraf geworden, der erflehen. Sonderbar aber jedenfalls, daß das Bülow- offiziöse her Imochten 700 Personen sein. In Pirna, Referent Schulze auch in der neuen Bose den Juden ebenso wenig wie in der früheren Cossebaude, waren 800 Personen zusammengeströmt. In gefährlich werden kann. Größeren Beifall wie Graf Büdler fand Organ so gar nicht die günstige Gelegenheit benutzt, den Gotta sprachen Schulze- Dresden, in Plauen hähle ein Redner aus der Versammlung, ein Wiener Antisemit vom imponierenden Erfolg der Asbesthaus- Politik zu feiern. Im klein- 3fachwiges Gegenteil, das Scherl- Blatt ultt sogar in unerhört frecher Weise über Chemnik, in klein 3fachwiz- es waren hier weit über reinsten Wasser, der mit Bezug darauf, daß vor dem Lokal Flug Gegenteil, das Scherl- Blatt ulft sogar in unerhört frecher Weise über 1000 Demonftranten erschienen Grenz Leipzig. In allen Ber- großer Zungenfraft verlangte, es sollten einige deutsche Männer die Grenz- Leipzig. In allen Ver- blätter vom Verein jüdischer Staatsbürger verteilt wurden, mit den Effekt des angeblichen Einschüchterungsversuchs: fammlungen wurde eine Resolution angenommen, in der die beab Berteilung solcher Flugblätter handgreiflich" verhindern. " Dasselbe aalglatte Durchschlüpfen, das De Wet in Südafrika fichtigte Verteuerung der Hauptnahrungsmittel der Arbeiterschaft Redacteur Wilberg von der Staatsbürger Zeitung" follte über gelingt, wie große Reiterscharen immer von englischer Seite auf- energisch verurteilt wurde. solden Meineidsprozeß in Koniz sprechen. Ein sehr heilles Thema fir geboten werden, um ihn einzufangen, zeigt auf diplomatischem Eine weitere Folge der glänzend verlaufenen Demonstration einen Redacteur der Staatsbürger Zeitung", nachdem dieselbe so Gebiet in China Li- hung- Tschang. Ihm war am war, daß hunderte bisher der Socialdemokratie ferngebliebene elend hineingefallen ist mit ihrem Korrespondenten Zimmer, der gegen lezten Sonnabend vertraulich von Mitgliedern der Gesandt- Arbeiter den socialdemokratischen Vereinen bei- flingenden Lohn sowohl Juden wie Antisemiten mit gleichem Geschaften mitgeteilt worden, daß die bom Grafen traten. Schäftseifer über die Konizer Angelegenheit bediente. Herr Wilberg Waldersee vorbereitete neue Expedition Singafu og streifte denn auch den Prozeß in Konig nur mit einigen der beeingefangen werden solle. Der alte Fuchs vernahm dies sich, wie bürgerliche Blätter berichten, auch die Hamburger über das Pech feiner Zeitung entging er dadurch, daß unmittelbar mit allen Zeichen des Schreckens und entfernte sich mit dem Bürgerschaft angeschlossen. Sie hat am Mittwoch in nament- nach feiner Nede die Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen Prinzen Tsching, um Eiltelegramme au den Hof zu schicken. licher Abstimmung mit 119 gegen 5 Stimmen einen Antrag an wurde. id mog sid, unes claim Dieser wird Wieder ein weltpolitischer Profeffor. In einer Festrede zu Erhöhung der Getreidezölle Protest zu erheben. Kaisers Geburtstag pries fürzlich der Leipziger Profeffor gegen genommen haben, denn Absender und EmNamens der Antragsteller befürwortete Patow den Otto Kämmel die weltpolitische Initiative Wilhelms II. Erst pfänger wissen, daß die Expedition sich innerhalb der Antrag an den Senat, mit allem Nachdruck jeder Erhöhung der Zölle durch den Chinakreuzzug, sei die deutsche Nation eigentlich in die Grenzen von Petschili halten muß und daß sie auf notwendige Lebensmittel entgegenzutreten. Der frühere Reichstags Reihe der wirklichen Stulturnationen aufgerüdt. Singafu nicht erreichen kann. Li- Hung- Tschang aber Abgeordnete Wörmann erklärte, man nehme den drohenden Zoll- Unser jebiger Kaiser habe mit flarem Blid das 8iel erkannt, meldete alsbald den Gesandtschaften, daß der Hof nunmehr ein- trieg mit Rußland viel zu leicht. Auf den Zuruf des auf das die Nation hinstreben müsse, wenn sie nicht verfümmern gewilligt habe, die von ihnen verlangten Strafen zu voll- antisemiten Raab:„ Rußland hat schon zugestimmt!" er wolle: den Anteil an der Weltherrschaft der weißen widerte Wörmann: Sie wissen vielleicht Bescheid, ich habe noch Raffe. Die Zukunft werde es dereinst als eine weltgeschichtliche strecken." „ So hat der chinesische Reichsfanzler eine nichts darüber gelesen"; außer Rußland aber kämen auch noch Fügung erkennen, daß in dem Augenblick, wo die Notwendigkeit die andren Länder in Betracht. Der Antisemit Schach einer deutschein Weltpolitik unabweislich hervortrat, ein junger dankbare Position gewonnen, die ihm ein ausgehabe vor den Socialdemokraten gewarnt, nun, so meinte Wörmann, Herrscher das Scepter führte, der, nicht befangen in den dehntes Räntejpiel gestattet. Viele Monate fann er den ich gehe lieber mit diesen als mit den Antisemiten". Ein Engländer Traditionen fontinentaler Politit, mit freiem Blick Gesandtschaften von Schritten berichten, die der Hof behufs Er habe ihm gesagt:" Fahren sie nur so fort mit dem jezigen Agrarier- die neue Lage erfaßte und trog der verständnislosen oder ablehnenden greifung der Verurteilten gethan, von ihrer Flucht, von neuer tum, das wird uns Berfolgung nach entfernten Provinzen, bis die Ausländer die gegen den Ante zu gute kommen." Zwei Antisemiten sprachen Saltung weiter Boltstreije, umbeirrt durch alles ablehnenden Antrag, der auch bei der Abstimmung nur Antisemiten zuuferlojen" Plänen und und phantastischer Romantik", danach Geduld verlieren und heimwärts dampfen." medet bildmap) Gegnern hatte. Zu diesen Freunden einer Brotverteuerung handelte. Das Ruhmesjahr 1870/71 fei nicht nur Auch ein andres, nicht selten offiziös bedientes gehörte auch der" Mittelstandsretter" Reichstagsabgeordneter Raab. Der Abschluß einer tampferfüllten Vergangenheit Blatt, der Hamb. Korresp.", mißt der Einwilligungsgewesen, sondern es habe uns auch das Thor geöffnet, will's erklärung des Hofs nur eine sehr mäßige Bedeutung bei. In Das rote Buch. Unter diesem Titel hat der französische Gott, zu einer großen Zukunft. Unvergeßlich werde und folle uns einem Telegramm eines ihrer Berliner Korrespondenten heißt es Socialist Pierre Bertrand in der Revue Socialiste" die moderne Heroenzeit unfres Volks bleiben, aber wir sollen uns zum Schluß: eine Artikelferie erscheinen lassen, die sich mit den Hunnen- nicht selbstgefällig in ihrem Glanze spiegeln, sondern uns llar machen, daß wir damals nur das Selbstverständliche und Unentbehr" Im deutschen, englischen und japanischen Hauptquartier thaten der Verbündeten in China befassen. Der erste be- liche, was ein Volf erst wirklich zur Nation macht, sehr spät, herrscht fieberhafte. Thätigkeit zur Vorbereitung schäftigte sich hauptsächlich mit den Plünderungen, wobei ja die vielleicht zu spät errungen haben: ein nationales Staatswesen; der Expedition, die vielleicht auch jeht noch stattfinden Franzosen den Vortritt gehabt zu haben scheinen. daß wir seit 30 Jahren erst in eine wirklich deutsche muf." Bei der Besprechung der Chinafrage in der Deputiertentammer Bolitit eingetreten feien und unter den Weltmächten Und die Redaktion bemerkt dazu, daß es in der That noch hatte der Minister des Aeußeren behauptet, daß die französischen noch keineswegs in der ersten Reihe ständen. fraglich sei, ob die geplante Expedition nun überflüssig ge- Truppen sich an den Blutthaten in China nicht beteiligt hätten. Stümper, der in den Traditionen kontinentaler Bolitik befangen Armer Bismard, auch du warst nur ein armseliger politischer worden sei. Bertrand hat nun eine Menge franzöfifcher Hunnenbriefe zusammenblieb. Eine Nation ist überhaupt feine Nation, so lange sie nicht Da eine offizielle Meinungsäußerung noch immer nicht getragen, aus denen hervorgeht, daß auch die französischen Soldaten ein respektables Stüd des Erdballs zusammenerobert hat. Bringt vorliegt, hat sich also die Gefährlichkeit der Situation fich vor ihren ristlichen Brüdern andrer Nationen fie zehnmal Leute vom Schlage der Kepler, Luther, Kant und Goethe noch in nichts verringert. Man tappt absolut im in puntto der Schlächterei nicht zu versteden brauchen. Auch aus hevor, die die Geistesschäße der Menschheit unschäßbar bereichern: fo Dunklen darüber, was denn mun Walderjee eigentlich vor hat und den Schilderungen der franzöfifchen Soldaten ist ersichtlich, daß lange fie nicht ebensoviel Bangertähne auf dem Weltmeer schwimmen welche Instruktion Bülow ihm zu geben gedenkt. ungezählte Chinesen nicht etwa in offenem Stampfe, sondern und ebensoviel Millionen Eingeborner niedergeknallt hat, wie Eng zum habe und und daß der kaiserliche fungen Der alte sig te bieden hat er Hof Den Protesten gegen die Erhöhung der Getreidezölle hat fannten antisemitischen Redensarten und einer etwaigen Aussprache Prinzen Tschinge in fröhlicher Stimmung entgenommen, welcher, den Senat ersucht, beim Bundesrat gegen eine dial mi hil " and werde. " " Ausland. Der Boeren- Krieg. Eine neue englische Niederlage. Tand, ist sie nur eine Nation zweiten Rangs. Zwar find alle Weltmächte" von Assyrien, Babylon, Aegypten, Rom an bis auf Spanien und die Niederlande längst vergangen, während das einzige, stets den England. Frieden. pflegende Reich, China, alle überdauerte aber Heftige Angriffe richten die„ Daily News" gegen das Kabinett General Botha hat General Smith Dorien eine allent was fümmert das einen professoralen Weltphantasten, der für die Salisbury wegen deffen Südafrika- Politit. Das Blatt schreibt unter Anschein nach empfindliche Niederlage beigebracht. Wahrscheinlich Wertschägung geistiger Kultur mir sich selbst als Maßstab kennt!- anderm:„ Es ist an der Zeit, daß jeder, der die Ehre und den würde das Kriegsamit diese Niederlage wie so manche andre völlig Die Gewährung der Reichstagsdiäten. Die„ Nat.- Lib. Korr." guten Ruf seines Vaterlands höher schäzt, als kleinliche Partei- totgeschwiegen haben, wenn es nicht das in London verbreitete fähreibt: In Reichstagstreifen ist man geneigt, anzunehmen, daß, vorteile, fich zu der schärfsten Opposition gegen die unfähigste und Gerücht, daß Smith- Dorien mit seiner ganzen Kolonne von unheilvollste Regierung aufrafft, welche seit Menschengedenken die Botha gefangen worden sei, zu einer Erklärung genötigt wenn der Diäten resp. Anwesenheitsgelder Antrag hätte. So hat es denn erklärt, daß Smith Dorien im Reichstag wiederum zur Annahme gelangt, der Bundesrat Geschicke des britischen Weltreichs geleitet hat... Das Programm diefer Regierung liegt vor uns und wir wissen, nur eine Niederlage erlitten habe, die ihm 28 Tote gekostet habe. an seinem bisherigen ablehnenden Standpunkt nicht festhalten daß ein Ministerium der seichten gehaltlosen Schwaz Die Zahl der Verwundeten, die danach eher über als unter In der That sind jetzt alle Parteien für die Bewilligung an baftigteit nach wie vor entschlossen ist, Gut und Blut 100 betragen haben muß, wird vorsichtigerweise verschwiegen. Diäten. Bon den Konservativen sind die eigentlichen Agrarie fer, Strieg zu opfern. In einer mit Vorſpiegelungen falscher britischer Bürger in einem ends und zwedlosen Ueber Botha liegt ferner folgende Nachricht vor: die Gewährung von Diäten in der Form der Anwesenheitsgelder, Thatsachen in Scene gefekten und durchgeführten Wahlcampagne hat 4000 Mann und verfüge über mehrere Geschüße. Die Boeren Daily Mail" erfährt aus Kapstadt, General Botha befchlige die aber, nach der Deutschen Tageszeitung", nur das Land soll dieses Gouvernement sich seine Eristenz gesichert, trotzdem das Volt von seien über ihre Mitbürger, die sich den Engländern er wieder einmal belohnt, Berlin bestraft werden an Abgeordnete gezahlt werden sollen, die ihren ständigen Wohnsiz nicht in Berlin Großbritannien vorher bereits weitgehende, trübe Erfahrungen mit der geben, sehr aufgebracht. oder in den Vororten haben eine„ Albernheit", da ja auch die Thätigkeit der Regierung, durch welche es betrogen und zum Narren Gedrückte Stimmung in London. in Berlin Wohnenden durch die parlamentarische Thätigkeit ihren gehalten wurde, gemacht hatte. Wir befinden uns jetzt in der Sentbar miserabelsten und beschämend sten Lage, und Die heutigen Morgenblätter bringen nur wenige Mitteilungent Berufsgeschäften entzogen werden. Die Kreuz- 3eitung" bringt ihrerseits die beharrliche Ab- sollten uns wirklich fragen, ob denn die Regierung thatfächlich vom vom füdafrikanischen Kriegsschauplatz. Die meisten von ihnen legen neigung der vornehmen" Feudalkonservativen gegen die Diäten Volt das Mandat erhielt, diesen Krieg, der thatsächlich nichts andres die Südkehr kitcheners nach Pretoria als ein schlechtes zum Ausdruck; diese Mittelstandsfreunde und-Ritter fürchten nämlich, daß mehr ist als ein Bürgerkrieg, unter der eigensinnigsten Miß- Beichen aus und erbliden darin den Beweis dafür, daß bei Diätenzahlung die hochadligen Kandidaten zu Gunsten der achtung aller historischen Lehren und Traditionen und aller, die Operationen gegen De Wet gescheitert sind. mittelständlichen Reaktionäre, Handwerker und Bauern benachjedem Mann offenbaren perversen Konsequenzen Daily Telegraph" hält auch das fortgefegte geblen Lord Salisbury ist ein alter jeglicher amtlichen Nachrichten für ein ungünstiges teiligt werden könnten. Im übrigen zieht die„ Kreuz- Zeitung" Tage- mann; er hat zwar seinem Lande mit Auszeichnung in hoher Zeichen." Daily Mail" ist der Ansicht, daß die Meldung des im Begriff, De den verlegen, Diätenlosigkeit brechen will, ſo hiüte man sich vor jeder Regelung, und höchfter Stellung gedient, aber die Zeit dürfte munmehr ge- unwahrscheinlich sei, da es das erste Mal ware, wenn gliedern des Reichstags Tagegelder nach den gleichen Grundfägen wie Schultern offenbar zu schwer geworden ist. – was war seine legte diefer General Worthielte. Rede denn anders als ein Versuch der Verzweiflung, einen er= Die Tages- Verluftlifte den Mitgliedern des preußischen Abgeordnetenhauses. Hiergegen bärmlichen Rekord von Mizwirtschaft und läg umfaßt für Mittwoch 24 an Krankheit Verstorbene, 11 Ber würden wir zwar von unsrem Standpunkte die oben mitgeteilten lichen Fehlern hinter grundlosen und schwächlichen Angriffen wundete, darunter drei Offiziere und einen Vermißten. Bedenken ebenfalls erheben können. Aber man fönnte eine derartige Regelung wenigstens nicht mit der Begründung bekämpfen, auf die Opposition und hinter gequälten, hochtrabenden Redensarten Kriegsamt teilt außerdem mit, daß 104 Mann, die in die Gefangendaß fie demjenigen, der auf persönliche Würde hält, eine recht harte 3 berbergen?- Und zu dieser Regierung in ihrer schwachschaft der Boeren geraten waren, gestern in das englische Lager Zumutung stellt." töpfigen Zusammensetzung und mit ihrer ich wächlichen zurückgekehrt sind. mit Refpett aufblicken und von ihr eine ehrenhafte und nuz offiziell gebucht werden? Führung soll die betrogene und irregeleitete Nation Wann werden denn endlich die großen Verluste der letzten Wochen Die Peft. bringende Verwaltung der Angelegenheiten des Reichs erwarten!" Man hat der deutschen Socialdemokratie schon öfter Maß= Tofigleit ihrer Angriffe gegen die Regierung vorgeworfen. Wie Teil der Stadt tot aufgefunden. Man glaubt, daß die Ein Kapstadt, 20. Februar. Ein Eingeborner wurde in dem unteren wäre es, wenn die Socialdemokratie sich der Tonart dieses liberalen geborenen Pestfälle verheimlichen. Blattes bedienen wollte? Frankreich. gelder den Anwesenheitsgeldern vor.„ Wenn man die kleinliche Kontrollen nötig macht. Dann zahle man den MitEs scheint nun wirklich endlich der Zustand beseitigt werden zu sollen, daß während die sonst schon hoch honorierten Bundesratsmitglieder täglich 30 M. Diäten erhalten die Volksvertreter feine Entschädigung erhalten. " Unter die Chinesen" rubriciert Heute die" Post" auch die Frankfurter Zeitung" vegen ihres scharfen Protestes gegen das neueste China- Abenteuer. Die" Post" ist also der Meinung, daß es das Charakteristikum der Chinesen ist, an der Schläue der deutschen Chinapolitik zu zweifeln. Der Ansicht sind wir auch. Wenn die deutschen Chinapolitiker es noch ein Weilchen so fort treiben, wird es freilich in Deutschland fast nur noch Chinesen geben. ehrlichen weiter zu führen. " Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. T Festsetzung des Gaseinheitspreises Das Die gegenwärtige Streitbewegung giebt der französischen wie der deutschen Kapitalistenpresse einen willkommenen Anlaß, gegen das Ministerium und die Socialisten zu hezen. In Chalon und in Montcean befinden sich aber so große Maffei Militär und 8. Gigung vom Donnerstag, 21. Februar 1901, Gendarmen, daß für die Unternehmer und die Arbeitswilligen nachmittags 5 1hr. Um den Brotivucher. Aus Baden wird uns vom 18. d. M. wirklich in ausreichendem Maße gesorgt scheint. Zu einem Blutbad geschrieben: Die Haltung der demokratischen Volkspartei hat es die Regierung diesmal in Chalon nicht kommen lassen. Die Stadtv. Singer abgesezte zweite Beratung der Vorlage beZunächst hat die in der vorigen Sitzung auf Einspruch des it der Frage der Getreidezollerhöhung ist bei uns ähnlich wie in Soldaten waren von sehr umsichtigen und nüchternen Offizieren treffend die Württemberg eine sehr zweifelhafte. Mangels einer genauen Direktive tommandiert; trozdem gegen sie aus den Reihen der Manifestanten jeitens der Parteileitung herrscht in den verschiedenen Organen der einige Steine geschleudert wurden, unterblieb das übliche Feuern. Partei, Presse und Vereinen, die größte Berwirrung. Das leitende Blatt der Partei, der„ Badische Landesbote" in Karlsruhe, Petite République" und des„ Rappel" treiben in Chalon Anarchisten Englischen Gasgeſellſchaft( Imperial Continental Gas Association) Wer waren die Steiniverfer? Nach den Ermittelungen der auf 1213 Pf. und den Abschluß eines neuen Vertrage mit der hat von Anfang an mit dem Gedanken der Zollerhöhung gelieb- und agents provocateurs ihr Wesen. Bei der Ankunft von Guesde stattzufinden. augelt und erst ganz fürzlich wieder erklärt, Millionen von Bauern und Lafargue machten sich einige Individuen durch Rufe bemerkbar, Bom Stadtv. Singer ist beantragt, einen Ausschuß von 15 Mitim Reiche könnten gegenwärtig eines fräftigen Schuzzolls auf Ge- wie:„ Wir wollen feine Politiker mehr!"„ Genug davon." usw. gliedern für die Vorlage einzusetzen. treide nicht entbehren. Dagegen gab der demokratische Verein in Als die beiden Genannten in Montceau anlangten, enthüllten einige Zur Verhandlung gestellt werden die einzelnen Paragraphen Mannheim, die stärkste Ortsgruppe der Volkspartei im Lande, Anarchisten auf dem Bahnhof eine schwarze Fahne. Der socialistische des Bertrags. gleichzeitig seine Ansicht in der entgegengesetzten Richtung Bürgermeister Bauveri untersagte ihnen dies mit dem Hinweis Nach§ 1 desselben sollen die bestehenden Verträge zum tund, indem er in seiner Generalversammlung beschloß:„ Die darauf, daß das für die Truppen leicht ein Vorwand bilden fönne 1. April 1901 außer Kraft treten und durch das neue Abkomment zahlreich besuchte Versammlung des Vereins spricht im Einzum Einschreiten. Sie weigerten sich, ihre Fahne zusammen zu ersetzt werden. flang mit dem Geiste des Partei- Programmis ihre Ueberzeugung legen, und so rissen die anwesenden Frauen sie in Stüde. Stadtv. Stadthagen( Soc.): An Stelle des verhinderten dahin aus, daß zur Erhöhung der Getreidezölle, als im Widerspruch mit den Interessen der großen Mehrheit des Volks stehend, un- Zweifel sein muß, ob sie nicht im Auftrag der Polizei, oder, wie Antrag zu vertreten. Das Schüren der Anarchisten, bei deren Thaten man immer im Stollegen Singer habe ich diese wichtige Sache und unsren Wäre es wirtschaftlich und rechtlich bebedingt zu verwerfen ist." Dieser Geist des Parteiprogramms" iegt die Dinge in Frankreich liegen, im Dienste ministerfeindlicher gründet, uns in eine ähnliche gebundene Lage versehen zu lassen, verhinderte, wie erwähnt, nicht, daß das leitende Blatt der Parteien geschehen, würde manches erklären. Es läßt sich nicht wie es öfters schon der Fall gewesen ist, wo wir uns auf die Partei, ohne aus den Kreisen der Parteigenossen heraus irgend lengnen, daß in legter Zeit in Frankreich recht viele Streits statt- juristischen Kenntnisse des Magistrats verließen? Aus dem vor welchen energischen Widerspruch zu finden, sich auf den genau ent- gefunden haben, bezw. noch andauern. Davon war z. B. der Calaifer liegenden Vertrage wird eine Fülle von Prozessen entstehen. Es iſt gegengesezten Standpunkt stellte. Biel Schaden können. unsre durch den Widerstand der Unternehmer gegen das Gesez Millerand ver- sehr möglich, daß der ganze Vertrag, soweit er der Stadt badischen Volksparteiler mit dieser ihrer zweifelhaften Haltung in urfacht. Bei einigen Streits haben sich, wie schon erwähnt, Momente Rechte einräumt, auf Grund des Bürgerlichen Gesetzbuchs für under die Interessen der großen Bevölkerungsmassen so außerordentlich gezeigt, die darauf hindeuten, daß zweifelhafte Elemente die Arbeiter gültig erklärt wird. Soll der Vertrag ein Vertrag über entpfindlich berührenden Frage glüdlicherweise nicht anrichten. Die gern zu Unbedachtsamkeiten hingeriffen hätten. Die Streifs, noch Arbeitsleistungen sein? Dann ist er ungültig, wenn er Socialdemokratie hat längst den lezten badischen" Demokraten" aus mehr die„ Revolten" lassen sich vorzüglich gegen die Regierung im länger als fünf Jahre dauerte. Als Mietsvertrag würde er dem Reichsparlament verdrängt, und wenn die Herren mit ihrer allgemeinen, gegen den socialistisch en Minister im besonderen eine längere, aber ebenfalls nur beschränkte Dauer haber. ,, boltsfreundlichen" Gesinnung so weiterfahren, werden bei den ausschlachten. Die focialistischen Redner in den Streifgebieten find Wenn ein Teil ungültig ist, so bindet uns das übrige.( Buruf: nächsten Reichstags- Wahlen die Führer der Partei vollends„ allein es gewesen, die ihr möglichstes gethan haben, die aufgeregten Schadet nichts.) Doch! Es schadet uns jährlich 6. Millionen Mark. auf weiter Flur" stehen. Gemüter zu beschwichtigen. Die Ausbeute der Neaktion aus den Was schadet" es denn, wenn ein Ausschuß die Sache gründlich prüft? Bewegungen in Chalon und Montceau ist denn auch eine sehr mäßige Bom Magistratstisch ist allerdings auf das Kündigungsrecht hins gewiesen worden. geblieben. Es ist aber zweifellos, daß, nachdem der ich, daß rechtlich und noch mehr moralisch die Stadt jeder Vererste Sündigungstermin abgelaufen ist, die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Kraft treten, und da bestreite pflichtung überhoben ist. Die Stadt ist moralisch verpflichtet, den einen unternehmern, die sich Gasmotore angeschafft haben, Ueber die Stellung der Rechtsanwaltschaft berbreitet, so wird uns aus juristischen Kreifen geschrieben, sich eine die Deputierten Carnaud und Chanvière nach Châlons Paris, 21. Februar. Die socialistische Kammergruppe befchloß. agrarisch- fonservative Tageszeitung. Sie benutzt die Verurteilung fur Saône zu entfenden, um eine Untersuchung über die des bisherigen Rechtsanwalts Ostar Münzer wegen Rotzuchts zuleten Vorkommnisse anzustellen. Von dem Ergebnis Angriffen gegen den Anwaltsstand und zur Rechtfertigung der Er der Untersuchung wird es abhängen, ob die socialistische Gruppe jüdischer Rechtsanwalte zu Rotaren. Es ist zwar nicht abzusehen, was ein " flärungen des preußischen Juſtizministers über die Richternennung über die Vorgänge in der Stammer interpellieren wird.- den Schaden 11 erjezen. Auch vor den Hilfsarbeitersolcher Fall in dieser Richtung beweisen soll, denn es ist selbstverständlich, wärtigen, Delcaffé, in einem Schreiben mitgeteilt, daß er ihn über Der Deputierte Destournelles hat dem Minister des Ausdaß die Verurteilung Münzers. ohne weiteres dessen Ausschluß aus das Gerücht befragen werde, nach welchem eine große der Anwaltschaft zur Folge hat, daß er also für die Ernennung zum militärische Expedition vorbereitet werde, die im nächsten Notar nie in Frage kommen könnte. Wenn bei der Verhandlung Frühjahre in das Innere von China abgehen solle. gegen Münzer festgestellt worden ist, daß er sich schon früher unfittliche Angriffe auf Dienstboten erlaubt hat, so beweist das nur, twie recht die Socialdemokratie hatte, als sie bei der lex Heinze solche Mißbräuche der dienstherrlichen Stellung unter Strafe stellen wollte, auch wo sie nicht gerade mit Gewalt vollführt worden sind. Tamals ist die Socialdemokratie von den Konservativen im Stiche gelassen worden. Rußland. A Eine Kündigung ist deshalb nicht zulässig, auch mit Rücksicht auf Prozessen fagten uns die Juristen des Magistrats, alles wäre in der schönsten Ordnung, und doch kam es ganz anders. den Grundiak von Treu und Glauben. Man darf sich hier nicht an den bloßen Buchstaben des Gesezes haltein. Ich bin über den Ausgang der Prozesie, die die Kleinen Leute anstrengen werden, nicht im Zweifel. Wie groß die Erregung in der Stadt ist, ergiebt sich Aus Russisch- Polen. Aus Warschau wird uns gemeldet: aus der Menge von Petitionen, die jetzt noch eingegangen find, aus der Bor einiger Zeit hat wieder ein demonstratives Be Betition des Bunds der Handel- und Gewerbetreibenden...( Buruf). gräbnis eines Genossen stattgefunden. Das Arbeiterlied" Die Ich schenke auch den Bürgern Beachtung, die wirtschaftlich, politisch rote Fahne" wurde gesungen. Es tam zu einem thätlichen Kampf und juristisch nicht auf meinem Standpunkt stehen. Andre Petitionen mit der Polizei, deren Führer nicht unversehrt davonfam. Fünf find ausgegangen von dem Centralverbande der Vereine selbstVöllig unbegründet sind die Angriffe gegen der Ehrengericht Bersonen wurden verhaftet. Das Begräbnis hat wohl in letzter ständiger Gewerbetreibender aus verschiedenen Stadtteilen. Went der Anwaltskammer für die Provinz Brandenburg, das ein System Linie eine Veröffentlichung des stellvertretenden Generalgouverneurs darunter auch wohlhabende Leute sind, so kann uns das nicht ab der Vertuschung" nachgesagt wird. Dieses Ehrengericht hat un- veranlaßt, die jetzt an allen Säulen prangt. Demnach jollen alle halten, diese vielen Petitionen in einem Ausschuß zu prüfen. Die nachsichtig seines Amts gewaltet und gegen eine Anzahl von An- öffentlichen Ansammlungen mit Waffengewalt auseinander getrieben Ausschußberatung ist um so notwendiger. als der Vertrag mit der walten auf Ausschließung erkannt. Allerdings hat es, wie wir aus werden. Als ob das nicht immer schon geschehen war! englischen Gesellschaft bis 1925 verlängert werden soll. Bis guter Quelle wiffen, in den letzten zehn Jahren wiederholt erleben Die legten Verhaftungen wurden in den patriotischen Kreisen dahin soll sich die Berliner Verwaltung, beinahe an Händen und Füßen müffen, daß die oberste Instanz, der Ehrengerichtshof in Leipzig, vorgenommen. Es wurden verhaftet der Arzt Diuszato, die gebunden, dieser Gesellschaft überantworten! Selbstverwaltung heißt dessen Majorität nicht aus Rechtsanwalten, sondern aus Richtern be- Brüder Gniazdowski, der Ingenieur widzinski, die nicht nur: unabhängig fein von den Behörden, sondern auch von steht, solche strengen Urteile abgeändert und Anwalte, die vom Ber- Akademiker Bellowsti und Gniazdowski und der Bank einer Privatgesellschaft. Sollten Sie unfren Antrag ablehnen, so liner Ehrengericht ausgeschlossen worden waren, wieder für würdig beamte Drzewiedi. würden wir die Debatte so verlängern müssen, daß wir auch heute erklärt hat, der Anwaltschaft anzugehören. nicht zum Abschluß des Vertrags fämen.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Die Angelegenheit der bei der Robotnik"-Druckerei verhafteten Genossen geht sehr langsam vor sich. Genoffe Pilsudati wurde nach Petersburg übergeführt, seine Frau hat man freigelaffen. Die Genossen Malinowski und Roznowski, die in die Sache verwidelt find, figen in Warschau. Es sei hier z. B. an den Fall des Rechtsanwalts St. erinnert, der in Berlin wegen einer bösen Sache ausgeschlossen worden war, aber vom Ehrengerichtshof wieder in die Anwaltschaft hineingeworfen" wurde. Er war dann noch Anwalt, bis zu seiner gericht lichen Verurteilung wegen Urkundenfälschung. Gerade dieser Fall Jn Warschau wimmelt es von Spigeln. Die Hausmeister dürfte antisemitischen und konservativen Politikern recht nahe bekannt werden von der Polizei gezwungen, Spigeldienste zu leisten. fein; fie werden schon wissen, warum. WahrlichNicht anders ist es mit die Zarenschergen wissen nicht mehr, was sie anden Rechtsanwalt 2. gegangen, bezüglich dessen der Ehren- fangen sollen. Als sie vor einem Jahre die Druckerei des Parteigerichtshof in Leipzig ebenfalls ein auf Ausschließung lautendes Urteil Organs durch einen Zufall faßten und diese Nachricht überall vererster Instanz gemildert hat. 2. wurde erst, als das Ehrengericht breiteten, glaubten sie die Partei vernichtet zu haben und die in Berlin ihn zum zweitenmal wegen Fortsetzung seines standalösen Socialistische Partei Polens" hat in der Zwischenzeit wieder einige Treibens, namentlich wegen Zusammenarbeitens mit Bucherern, Rummeri ihres Blatts herausgegeben. ausgeschlossen hatte, endgültig beseitigt. Ohne Zweifel liegt Strenge Im Sommer tamen die Todesurteile, mit der Farce der Begegen Auswüchse aller Art im wohlverstandenen Interesse der gnadigung auch sie machten keinen Eindrud. Rechtsanwaltschaft und der ganzen Rechtspflege, aber man richte Was werden die Schergen mun thun? Den Fortschritt der etwaige Vorwürfe nicht an die falsche Adresse. " Socialistischen Partei Polens" fönnen sie auch nicht um einen Schritt hemmen! Afrika. " Weshalb die konservative Presse den Münzerschen Fall so auf bauscht, ist ganz klar: diesen Leuten ist die freie Advokatur längst ein Dorn im Auge, weil sie der letzte Beruf ist, in dem freiheitlich Blutiger Zusammenstoß fudanefischer Truppen. denkende Juristen eine unabhängige Stellung finden können, und Londoner Blätter melden aus Kairo, daß die blutigen Zusammen weil durch die Freigabe der Advokatur die Staatsbehörden die Ge- stöße zwischen den Soldaten des 14. und 15. sudanesischen Bataillons legenheit verloren haben, das Amt des Anwalts als Pfründe an weit ernsterer Natur waren, als zuerst berichtet wurde. Es eine geringe Zahl Begünstigter zu vergeben. Deshalb das System, follen 15 Mann dabei getötet und über 100 verwundet jede Verfehlung eines Einzelnen systematisch dem ganzen Stande worden sein. aufzuhaljen. Danach bilden die Sudanesen eine nichts weniger als zu verlässige englische Kolonialtruppe! An dieser Stelle wird die Beratung unterbrochen behufs Einführung des zum Stadtfchulrat gewählten und staatlich be stätigten bisherigen Stadtv. Gerstenberg. Oberbürgermeister irschner vollzieht die Einführung des Gewählten. Auch der Vorsteher Dr. Langerhans begrüßt den neuen Stadschulrat. In der Fortsetzung der Debatte bemerkt 2 Stadtv. Raft( A. L.), daß die gesamte Benachteiligung mur 120000 M. betragen kann. die freilich hauptsächlich auf die Abnehmer von Koch- und Motorengas entfallen würden, daß dem aber ein Vorteil von 700 000 M. für die Leuchtgas- Abnehmer gegenüberstehe. Die Abnehmer von Koch bezw. Gewerbe- und Leuchtgas zugleich würden am Leuchtgas so viel ersparen, als sie beim gewerblichen und Kochgas drauflegen müßten. Charlottenburg nehme seit Jahren 13 Pf. und niemand Klage darüber. An der Gasmeffermiete müsse man festhalten. Die Versammlung fönne doch nicht wie ein eigensinniges sind auf ihrem 12 Pfennig- Schein bestehen. Stadtv. Rosenow( N. L.): Die Mehrheit meiner Freunde wird für die Vorlage stimmen. Wenn der Preis für Koch- und Gewerbegas erhöht wird, wird dann der Magistrat wie bisher die Leitungen im wesentlichen fostenlos legen? Stadtrat Namslau: Der Vertrag regelt die Frage der fostene losen Legung nicht. Es wird in jedem Jahre eine Frage des Etats sein, wie weit wir mit dem Entgegenkommen gehen können. Int Princip ist kein Wandel beabsichtigt. Den Vertrag faffen wir als einen Vertrag über Handlungen auf.( Stadtv. Stadthagen: Giebt es ja 11 Damit sind die nicht mehr!) Der§ 2 läßt uns die Freiheit, jeden Tag eine Der Antrag wird abgelehnt. Nach§ 11 sind die Kontrahenten und Ssutschengyn find in Peking zu enthaupten. Preisänderung vorzunehmen. Die Verträge über Lieferung von berechtigt, die Zuleitungsrohre tostenlos zu legen. Verhandlungen über den ersten Punkt der Forderungen der Mächte. Kochgas haben wir vorschriftsmäßig mit 7 Monaten gekündigt. Tren Stadtv. Hoffmann( Soc.) beantragt, statt berechtigt" zu erledigt. und Glauben ist also nicht verlegt worden. Das schwere fagen verpflichtet". Die Stadt habe sich sogar von städtischen Den Hauptschuldigen" wäre damit also nach wie vor die Geschütz der Petitionen tann also nicht ins Gewicht Schulrektoren die Zuleitung bezahlen lassen( hört, hört!); Strafe geschenkt. Diese Konzession hatten außerdem die Gesandten fallen. Die paar Leute, die einen sogenannten Schaden danach könne man ermessen, wie es nachher dem kleinen schon längst vom Hofe erhalten. Das Kompromiß bedeutete eine befürchten, melden sich mit großer Rührigkeit, die große Menge Bublifum gehen würde. Mit der Zusicherung allein sei es nicht neue Niederlage der Khatipolitit. Um ein solches derer, die Vorteil haben, schweigt.( Große Heiterkeit.) 10 Bf. gethan. Bugeständnis zu erlangen, brauchte Waldersee nicht erst mit dem Einheitspreis bedeuten 6 Millionen Verlust 20 Proz. EinkommenSäbel zu rasselit. Steuer. son 10 Und was wird nun aus den neuen Expeditionen?! Isolierung Deutschlands. Stadtv. Wallach( A. 2.) sieht in dem Magistratsantrage an gesichts der immer noch sehr hohen Kohlenpreise ein sehr großes Entgegenkommen. Ueber dem Interesse des Einzelnen stehe das Gesamtinteresse. Stadtv. Curt Ulrich( Bürgerpartei) tritt für Ausschußberatung ein. Stadtv. Deter( N. L.) kann davon nichts als eine Verschleppung erwarten. Der Entschluß der Mehrheit stehe ja doch fest. Stadtv. Karl Goldschmidt( N. 2.) hält auch die Errungenschaft des Einheitspreises für so groß, daß der neue Vertrag auf 10 Jahre in den Kauf genommen werden kann. Er verlangt indessen vom Magistrat die präeise Zusicherung, daß die Gasleitungen für die Anschlüsse auch in Zukunft gratis gelegt werden. Stadtv. Mar Schulz( N. L.): Der Einheitspreis schlechthin ist nicht das Ideal sondern der billige Einheitspreis. Die Petitionen follte man nicht so verächtlich beiseite schieben. Die Verträge bieten thatsächlich Schwierigkeiten, die ein Ausschuß prüfen müßte. ( Rebhafter Widerspruch.) Ein Schlußantrag wird angenommen und der Antrag auf Ausfchußberatung in namentlicher Abstimmung mit 82 gegen 35 Stimmen abgelehnt;§ 1 wird angenommen. Stadtrat Nameslan: Es wäre unfaufmännisch, diese Verpflichtung zu übernehmen. Wir können nicht fünf Stock hoch in einen Seitenflügel mit einer Gratisleitung gehen, um etwa einer Wäscherin Gas zu liefern, Ich muß bei meiner vorherigen Erklärung stehen bleiben. Nach§ 12 soll der Vertrag auf zehn Jahre geschlossen und Mangels Kündigung um je drei Jahre verlängert werden. Stadtv. Bruns( Soc.) will statt zehn fünf, statt drei ein Jahr sezen. Der Antrag wird abgelehnt. Köln, 21. Februar.( B. H.) Die Köln. 8tg." schreibt zu der geplanten größeren Expedition: Was bisher in China geschehen ist, hat unter dem Zeichen der Einigkeit der Mächte gestanden. Dieser Grundsay wird selbstredend auch in Zukunft beobachtet werden, Sollte sich die bisher höchstens theoretisch in Betracht gezogene Notwendigkeit ergeben, einen neuen starken militärischen Drud auss zuüben, so kann man überzeugt sein, daß das Mittel zu diesem 3wed auch die Zustimmung der Mächte finden wird, die sich etwas abseits halten. Die ausdrücklich als unwiderruflich be= In namentlicher Abstimmung wird darauf der Magistrats zeichneten Friedensbedingungen tragen die Unterschrift der Vertreter antrag auf Festießung eines Einheitspreises von sämtlicher beteiligten Mächte. Wenn hier und dort ein weises 12/3 Pf. und auf Abschluß eines neuen Vertrags mit Nachgeben in Einzelheiten am Blake war, so kann es sehr wohl der Internationalen Continental- Gas- Association mit 73 gegen 15 Bedingungen geben, auf deren genaue Ausführung nicht verzichtet Stimmen angenommen. Schluß 1/410 Uhr. Der Vertrag im ganzen wird genehmigt; einem Antrag der Socialdemokraten auf namentliche Abstimmung giebt der Vorsteher wegen eines Formfehlers teine Folge. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. werden kann. 9 V An ver Tehte Nachrichten und Depelthen. Konservative Agitation gegen die Kanalvorlage. Im§ 2 wird gesagt, daß, so lange der Einheitspreis von 13 Bf. Breslau, 21. Februar.( B. H.) Der Führer der Konservativen, abzüglich 5 Broz. Rabatt bestehen bleibt, die englische Gesellschaft Die Beseitigung der Hausindustrie und Heimarbeit er- Graf Limburg Stirum, äußerte fich, wie die Schles. Morgenztg." an die Stadt eine Rente von 477 541 M. zu zahlen hat. Stadtv. Stadthagen beantragt, statt 13 f. zu setzen 10 f. streben außer einer großen Kategorie von Arbeitern anderer Berufe meldet, in einer Wählerversammlung u. a. über die Kanalvorlage und den§ 2 mit dem Antrag einem Ausschuß zu überweisen. auch die sto stümschneider und Schneiderinnen. In sehr abfällig. Er sagte, dem Mittelland- Kanal sei eine wichtigkeit bei( Lachen und große Unruhe, die noch wächst, als der Redner einer öffentlichen Versammlung am Mittwochabend beklagten sie die gemessen worden, die er nicht verdiene; die landwirtschaftliche Frage unheilvollen Folgen dieser Betriebsform; diese biete dem Unter- fei wichtiger. Die Beseitigung der traurigen Zustände an den ausführt, daß tet fet, da die Mehrheit vorhin den Schluß und ihre foliertheit auf bas intensivite auszubeuten. um so mehr und eingehender zu nehmer das Mittel, die Löhne herabzudrücken, die Arbeiter gerade unteren Wasserläufen sei keine Kompensation. Die Kanäle würden sprechen verpflichtet Der im die Grundlage unserer Finanzen, die auf den Eisenbahnen beruhen, beschlossen habe, als gerade er, Stadthagen, wieder das Wort hatte erhalten müssen.) Redner zeigt dann, daß die Redner Frühjahr 1900 festgelegte Tarif stände infolge deffen nur auf zerstören. Die Konservativen würden trotzdem die Vorlage prüfen, orhin thatfächlich auch die Notwendigkeit der Ausschuß dem Papier, es würde nicht danach bezahlt; alle möglichen Bon hoher Seite wolle man in Schlesien für die neue Vorlage Arbeiten würden durch Heimarbeiter angefertigt, wodurch die Stimmung machen durch allerlei Versprechungen, die aber lediglich beratung anerkannt haben. Wie man aus§ 2 dedneieren könne, in den Werkstätten beschäftigten bedeutend geschädigt würden. Zukunftsmusik seien. Troß aller gegenteiligen Versicherungen sei die daß die Stadt einseitig das Recht habe, den Einheitspreis herab- Der Magistrat von Berlin habe die Kostümschneider als„ Künstler" Stimmung weder bei den Abgeordneten noch im Volke der Vorlage zuseßen, sei ihm unerfindlich. Sonst wäre die Gesellschaft Entschädigung auf Grund ihrer Privilegien zu fordern berechtigt. mit 1800 m. eingeschäzt; es würde aber meist übersehen, daß fie günstiger als früher. Ist der Vertrag ein Vertrag über Handlungen, so hat die Gesellschaft höchstens 24 Wochen im Jahre Arbeit hätten. Nachdem die zahlreich Die Sprachenfrage im öftreichischen Abgeordnetenhaus. gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch das Recht, nach 5 Jahren die Bersammelten dem Vorgehen der Pariser Damenschneider ihre volle unentgeltliche Beleuchtung Schöneberger Reviers abzulehnen und Be- Sympathie ausgesprochen, nahmen sie eine Resolution an, in der Wien, 21. Februar. fie die Hausindustrie und Heimarbeit für eine Betriebsform er( W. T. B.) Während der Rede zahlung zu beanspruchen. Das wäre ein Millionengeschenk für die Gesell- flären, die geeignet, die Gesamtheit der Arbeiter moralisch und des Abgeordneten Brzorad verteilen czechisch radikale Abschaft! Ein Teil der Bevölkerung wird mit dem 123 Pf.- Preis ge- materiell zu ruinieren, sowie die Ordnung in allen Lohn- und Arbeits- geordnete große, mit roten Lettern gedruckte Plakate, welche schädigt; die Schädigung wird nur vermieden, wenn der Einheitspreis verhältnissen zu untergraben; fie fordern einmütig die in czechischer Sprache den Tert des die Gleichberechtigung auf 10 Bf. normiert wird.( Die Unruhe steigt immer mehr.) Die Erhöhung des Kochgaspreises steht moralisch auf demselben Niveau Bejeitigung der Hausindustrie und Heimarbeit der Nationalitäten verfügenden§ 19 des Staatsgrundgesezes ent von Betriebswerkstätten. Sie halten und kleben diese auch auf die Size der Minister, wo sie deutsche wie die Erhöhung der Getreidezölle; der ärmeren Bevölkerung wird und Errichtung die Teilnahme in dieser kulturellen Errungenschaft erschwert. Ich bitte appellieren an die höheren Gesellschaftsklassen, namentlich an die Abgeordnete sofort entfernen. Abg. Fressel versucht, solche nochmals, die Frage an einen Ausschuß zu verweisen. Die Stadt Damen wenden sie sich, sie in ihrem Kampf zu unterstüßen und nur Blafate auch hinter dem Präsidenten an die Wand zu kleben, fann event. um 100 Millionen geschädigt werden, welche Sie solchen Geschäften dieser Art ihre Einkäufe zu machen, die in deutsche Abgeordnete hindern ihn jedoch daran. Zwischen Ezechischeignen Werkstätten arbeiten lassen. Sie beauftragen die Orts- radikalen und Deutschradikalen entstehen heftige Auftritte, an denen der Englischen Gesellschaft in den Rachen schmeißen wollen. Herr verwaltung und die Agitations- Kommission des Verbands, alle recht- sich auch Angehörige andrer Parteien beteiligen. Deter hat seiner Zeit am eifrigsten für 10 Pf. Einheitspreis ge- lich zulässigen Mittel zur Erreichung obigen Ziels zu ergreifen. schiedenen andren Stellen angeklebte plakate werden von den fochten, heute hat er eine andre Meinung. Oberbürgermeister Kirschner: Die Behauptung, daß der Eng- Die Arbeitszeit der Parkettbodenleger soll nach einem in Ordnern entfernt. Abg. Dr. Strangty erklärt, der Protest der Czechen werde es verhindern, daß hier in diesem lischen Gesellschaft 100 Millionen durch falsche Fassung des Vertrags der lezten Branchenversammlung derfelben angenommenen Antrage Hause die deutsche Staatssprache aufgerichtet werde.( Beifall bei den zufallen könnten, ist hinfällig. Verträge über Handlungen sind wie folgt geregelt werden. Die Arbeitszeit beginnt um 7 Uhr früh Jungczechen.) Abg. Deschatta verwahrt sich, der Konsequenzen ein feststehender Begriff, ob sie im Bürgerlichen Gesetzbuch und endet um 5 Uhr abends. In diese Zeit fallen eine Stunde halber, gegen die Verlefung der Uebersetzung fremdsprachiger Intererwähnt sind oder nicht. Ein Dienstvertrag ist der Vertrag sicher Frühstücks- und eine Stunde Mittagspause. An den Vorabenden nicht.§ 2 stimmt in seiner Fassung wörtlich mit der heute der Sonn- und gesetzlichen Feiertage tritt Feierabend um 4 Uhr ein. pellationen oder Anträge. Abg. Ritter v. Placet fagt, in Destreich feien die Deutschen die beati possidentes, noch in Kraft stehenden Bestimmung( hört! hört!) überein. kein Wunder, daß sie immer mehr fordern. Abg. Rattai ſpricht Zu einer Aenderung des bestehenden Rechtszustands können wir die Gesellschaft gar nicht zwingen. Ich werde nicht so Wegen Lohnabzüge in Höhe von 10-15 Proz. legten fämt hierauf czechisch. Abg. Forscht beginnt in czechischer Sprache und thöricht sein, dem Vorredner bei seinem Bemühen, es auch heute liche Spinner und Weber der Jutespinnerei und Weberci der Gebr. fährt dann in deutscher Sprache fort, ein Barlament, welches Abg. Daszinsty noch zu feiner Beschlußfassung kommen zu lassen, Vorspann zu leisten. Sandberg in Freystadt in Niederschlesien die Arbeit nieder. östreichisch heißen wolle, dürfe nicht die Rechte der Nationali ( Lebhafte Zustimmung.) Es handelt sich um 160 bis 170 Arbeiter. Leider ist der größte Teil täten dieses Staats mit Füßen treten. erklärt, der nationale Chauvinismus sei bis zum Wahnsinn gediehen. Stadtv. Stadthagen: Es ist mir nicht eingefallen, nicht organisiert. ( Redner wird fortwährend von den Czechen unterbrochen.) Wenn der sagen, daß ich die Debatte nuplos verlängern Polizei und Gewerkschaften. In Eilenburg( Provinz Präsident das Recht eines jeden Abgeordneten, Interpellationen wolle, sondern daß vielleicht unire fachlichen Ausführungen Sachsen) und in Neudamm( Provinz Brandenburg) wurde den in seiner Sprache einzubringen, und das Recht des Hauses, so lange Zeit in Anspruch nehmen würden, daß mir heute Filialen des Tertilarbeiter Verbands die Abhaltung eines den Inhalt dieser Interpellationen kennen zu lernen, wahrte, doch nicht fertig werden würden und daß deshalb die Ausschuß- Stiftungsfestes polizeilich verboten. In Eilenburg mit der Be- würden die Socialdemokraten vollkommen mit seinen beratung die Sache abkürzen würde. Wenn der Oberbürgermeister gründung, die Filiale sei ein politischer Verein, in Neudamm sind Entscheidungen einverstanden sein. Nach der Rede Daszynskis gemeint hat, Berträge über Handlungen feien ein jo feststehender Gründe nicht angegeben. entspinnt sich ein Streit zwischen den Socialdemokraten und Begriff, daß dieser durch das Bürgerliche Gesetzbuch nicht geändert In Liegnis beabsichtigte der Holzarbeiter Verband ein Ver- den Jungczechen. Abg. Dr. Groß erklärte im Namen der werden kann, so irrt er. Ist er denn nicht einmal bis in das gnügen abzuhalten. Die Polizei versagte aber die Erlaubnis dazu, deutschen Fortschrittspartei die Debatte als geschäftsordnungswidrig Comptoir des Oberbürgermeisters gedrungen, daß wir beim Bürger- bezw. machte sie die Erlaubnis von der etwaigen Beteiligung der und sagt, die Deutschen seien bereit, für die Arbeitsfähigkeit lichen Gesetzbuch mit dem landrechtlichen Begriff der Verträge über Frauen an dem Vergnügen abhängig. Eine solche Beteiligung wollte des Hauses große Opfer zu bringen, ausgenommen ihre Handlungen nichts zu thun haben wollten? Es handelt sich hier die Polizei nicht gestatten, weil nach ihrer Ansicht die Zahlstelle ein nationalen Rechte und Pflichten. Abgeordneter Graf Balffy be vielmehr um Dienste, die nach den Bestimmungen über Dienstleistungen politischer Verein sei. Eine Beschwerde an die Regierung war dauert im Namen des konservativen Großgrundbesizes, daß zu entscheiden sind.( Große Unruhe.) Seien Sie doch nicht so laut, daß der erfolglos, die Polizei behielt recht. Man gedenkt jetzt, die Sache bis durch die Erklärung des Präsidenten neuerdings die SprachenHerr Oberbürgermeister mich nicht verstehen kann.( Stürmische Heiterkeit.) zur äußersten Instanz durchzufechten, da der Holzarbeiter: Verband frage aufgeworfen worden sei. Nachdem noch der Croate Darin hat er allerdings bis zu einem gewissen Grade recht, daß§ 2 feinerlei politische Tendenzen verfolgt. dem alten Vertrage entspricht. Dieser gilt aber nicht so lange, wie der neue gelten soll. Soll altes Unrecht bis 1925 verlängert werden? Warum spreizen Sie sich so gegen den Ausschuß? Stedt etwas da hinter, was eine gründliche Beratung verhindern soll?( Beifall bei den Socialdemokraten.) зи Oberbürgermeister Kirschner: Nachdem ich nunmehr die juristischen Darlegungen des Vorredners richtig verstanden, habe ich umsoweniger Veranlassung, die Debatte zu verlängern. Deutsches Neich. Sociales. Evcevitsch und der Slovene Schusterschitsch sich dem Protest der Czechen angeschloffen, dagegen Socialdemokrat Daszinsti im Namen der Partei den Rechtsanschauungen des Präsidenten beigepflichtet und Dr. Lueger im Namen der Christlich- socialen die Vorfälle in den letzten Tagen ironisiert und Der Kampf gegen die Tuberkulose in Dänemark. Am das Haus zum Aufgeben des unseligen nationalen Streits auf Sonntag fanden in Dänemark 65 Volksversammlungen statt, in gefordert hatte, beantragt Schönerer, unter Ausfällen gegen Lueger denen die Errichtung von Volks- Heilstätten zur Be- und gegen den gewesenen Präsidenten Fuchs, ein Mißtrauensvotum fämpfung der Tuberkulose und Strophulose durch den für den Präsidenten Grafen Better wegen der Einführung der DoppelDie Anträge Stadthagen werden abgelehnt,§ 2 ange- taat gefordert wurde. In diesen Versammlungen, von denen sprachigkeit. Redner verlangt. der Präsident solle seine Entscheidung nommen, ebenso§§ 3 und 4 ohne Debatte. § 5 gestattet der Gesellschaft die Weiterbenutzung der vor- sechs in Kopenhagen stattfanden, sprachen außer den Vertretern der zurückziehen, und fragt, ob beide Bicepräsidenten mit der Erklärung Krankenkassen, der socialdemokratischen Partei und der Gewerkschaften des Präsidenten einverstanden seien. Der Präsident erwidert, handenen und die Verlegung neuer Verbindungs- Röhren. auch mehrere Aerzte. Unter den Referenten war auch der alte er habe bereits mitgeteilt, daß eine Einigung im Präsidium Die in Gemäßheit dieses dieses§ 5 verlegten Rohrleitungen Gegner der Socialdemokratie, der Professor Dr. med. Oerum. nicht erzielt worden sei, die Vicepräsidenten würden sich Der Antrag fönnen auch über die Dauer dieses Vertrags hinaus so Er hob hervor, daß die Konservativen ca. 70 Millionen Kronen zur jedoch hoffentlich an seine Entscheidung halten. lange liegen bleiben, als sie zur Durchführung von Leucht bezw. Befestigung Stopenhagens bewilligt hätten, während sie zur Be- Schönerer wird genügend unterstützt und daher der geschäftsStoch und gewerblichem Gas benutzt werden. Selbstverständlich kämpfung der Tuberkulose, des viel schlimmeren Feinds inner- ordnungsmäßigen Behandlung zugeführt. Abg. Wolf ruft dem muß sich die Englische Gesellschaft hinsichtlich der Legung resp. späteren halb der Wälle, nichts übrig hätten. In sämtlichen Versammlungen Vicepräsidenten Prade zu: Abdanken. Umlegung ihrer Verbindungsröhren den Vorschriften und An- wurde eine Resolution angenommen, durch die Regierung und Sie haben mir nichts zu kommandieren." Die Sigung, welche ordnungen der Baupolizei und der Strombau, Straßen- und Reichstag aufgefordert werden, sofort die nötigen Schritte zu thun, ziemlich ruhig verlaufen ist, wurde nach sechsstündiger Dauer ge Brückenbau- Verwaltung unterwerfen." Stadtv. Stadthagen beantragt die Streichung dieses Paffus, um die Errichtung von Heilstätten zur unentgeltlichen Behandlung schloffen. Nächste Sigung morgen. von unbemittelten Lungenkranken und skrophulösen Kindern vorder die Stadt Berlin benachteilige, und bemängelt namentlich das zubereiten, so daß bereits der nächsten Session des Reichstags unjuristische Selbstverständlich" in demselben. Nachdem Stadtrat Namelau auf die Unentbehrlichkeit der Be- definitive Vorschläge gemacht werden könnten. stimmung hingewiesen, wird der Antrag abgelehnt und§ 5 angenommen. " Aus der Frauenbewegung. Prade erividert: Der Walderfee- 3ng im englischen Unterhause. London, 21. Februar.( W. T. B.) Der Staatssekretär für Indien, Lord Hamilton, erklärt, die Regierung habe Mitteilung erhalten, daß Graf Waldersee einen Armeebefehl erlassen habe, in welchem er ankündigt, daß nach seinem § 8 legt der Gesellschaft die Verpflichtung auf, die öffentliche Beleuchtung des Schöneberger Reviers bis 1925 unentgeltlich zu bes Die Errichtung einer Berliner Oberrealschule für Mädchen Dafürhalten wegen des unbefriedigenden Fortgangs der Friedenssorgen, dagegen räumt die Stadt der Gesellschaft das Recht ein, fordert der Verein Frauenwohl", der in seiner geftrigen, unter verhandlungen die Wiederaufnahme von größeren Unternehmungen auch fiber 1904( den Ablauf des mit Schöneberg geschlossenen Ver- Borsiz von Fräulein" Dr. Anita Augspurg im Abgeordneten- in turzem notwendig werden würde. Hierauf habe die Regierung vers trags der Gesellschaft) hinaus bis 1925 diesen Stadtteil ausschließlich hause abgehaltenen Bersammlung fast einstimmig beschloß, eine langt, daß sie mit ausreichenden Informationen versehen werde, über mit Gas zu versorgen. Stadtv. Stadthagen sieht in diesem§ 8 eine gründliche Ueber- Petition an den Magistrat und die Stadtverordneten- Versammlung Zwed und Ziel dieser Expedition. Nach dem Eintreffen dieser tölpelung Berlins durch die findigen Berater der Gesellschaft und abzusenden, welche. verlangt, daß in den städtischen Etat für das Informationen werde die Regierung sich darüber schlüssig machen, beantragt die Streichung. Die Gesellschaft tönne nach fünf Jahren Jahr 1901 die notwendigen Mittel zu diesem Zweck eingestellt ob an Gaselee Weisungen zu entfenden seien, welche von abweichen. James Lowther fragt von der ihr auferlegten Verpflichtung zurücktreten. An diesem Punkt Beit wirklich start. Es vergeht kaum eine Woche, wo sie nicht eine an, ob Vorkehrungen dafür getroffen würden, daß bis zum werde vielleicht derOberbürgermeister schließlich bereuen, zu dem Vertrage, Betition loslassen. Wenn allen ihren Petitionen der Erfolg blüht, Eintreffen dieser Informationen keine Bewegung der englischen der Berlin blamiere, geraten zu haben.( Der Vorsteher bittet ben fie erhoffen, so wird ihnen bald nichts mehr zu wünschen übrig Truppen stattfinden werde. Hamilton antwortet, in gewissen doch von solchen Kränkungen der städtischen Beamten Abstand zu bleiben. Teilen Nordchinas herrsche Kriegszustand; es sei unter solchen Um ständen kaum zwedmäßig, ihm eine derartige Frage ohne vorherige nehmen.) Mitteilung vorzulegen. Stadtv. Borgmann( Soc.): Wenn die Stadt zu einem billigeren Einheitspreis übergeht, würde dieser Stadtteil davon ausgeschlossen fein. Also muß der§ 8 gestrichen werden. § 8 wird angenommen, desgl.§ 9, der die Gasmeffermiete festIegt, entgegen einem vom Stadtv. 8ubeil( Soc.) befürworteter Antrage auf Streichung. werden. China. Die Bestrafung der Schuldigen. bisher erteilten Frankfurt a. M., 21. Februar.( B. H.) Wie die Frankf. Die Pekinger Gesandten genehmigten nach einer Meldung Beitung" mitteilt, haben die Erben des Barons Willy Rothschild der Morning Post" folgendes Kompromis: Prinz Tuan, Herzog an die hiesigen wohlthätigen Stiftungen in einem von Erblasser Lan und General Tungfuhsiang werden zum Tode verurteilt, bestimmten Rahmen Legate überwiesen, deren Gesamtsumme eine dürfen dann aber zu lebenslänglicher Verbannung beguadigt Million Mark beträgt. Brinz Tichang ist zu erdrosseln, Juhsien zu enthaupten, Bourges, 21. Februar.( W. T. B.) Wegen Arbeitsmangels werden. Tschaotichutschiao und Yingnien dürfen sich selbst erdrosseln. Tschihisin mußten 250 Arbeiter des hiesigen Personals entlaffen werden. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortl. Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Nach§ 10 soll das Gas der Automaten mit 10 Bf. für 675 Liter berechnet werden. Stadiv. Ewald( Soc.) will das Gus zu demselben Satz berechnet wissen, welcher den größeren Abnehmern angestanden wird. Nr. 45. 18. Jahrgang. 20glis 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 22. Februar 1901. Reichstag. ste 54. Sigung vom Donnerstag, den 21. Februar 1901, nachmittags 1 hr. och andreb Am Bundesratstische: v. Podbielski. Die Beratung des Poftetats wird fortgesetzt beim Titel ,, Unterbeamte". Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Die Schaffner, die früher als Postillone beschäftigt waren und feit dem 1. April 1895 angestellt sind, wünschen volle Anrechnung ihrer Postillons- Dienstzeit. Redner wünscht des weitern Aufstellung fester Grundsäge für die Gewährung von Stellungszulagen. Bei der Auswahl des weiblichen Personals sollte man nicht gerade die jüngeren Kräfte berücksichtigen. Ueberhaupt sollten nicht so viel Frauen angestellt werden. Es wäre richtiger, wenn der Staatssekretär Unterstüßungsgesuche von Beamten mit Kinderreichen Familien berücksichtigte, statt ihnen den Rat zu geben, sich doch lieber zu menagieren und einzurichten. Abg. Werner( Antif.): Der Titel wird bewilligt, ebenso die folgenden. Beim Titel„ Gemietete Räume" weist nats!) aus wäre sehr erwünscht. Zwischen dem der Billigkeit nicht verlassen worden. Das Verfahren der bayerischen gesetzt werden können, Boftverwaltung war noch viel rigoroser, als das der Reichs- Post- Minister und den Befürwortern der Handelskammer Der Minister beklagt verwaltung. dem Hause besteht ein Widerspruch. c3, daß die angesehenſten und größten kaufmännischen Firmen der Korporation nicht angehören. Die Redner ans dem Hause beklagen es, daß die kleinen Gewerbetreibenden nicht Mitglied werden können. Durch die Reformvorschläge wird aber den Wünschen der Kleingewerbetreibenden entsprochen. Die Gegnerschaft der Konfervativen gegen die Aeltesten ist mir erklärlich. Ihre wirtschaftspolitischen Kundgebungen richteten sich ausnahmslos gegen die wirtfchaftlichen Anschauungen der konservativen Parteien. Abg. Thiele( Soc.) darauf hin, daß das alte Bahnhofsgebäude in Halle von der Post gemietet und ein Bostamt darin untergebracht worden sei. Bereits früher haben die Räume schon nicht genügt. Nach Aufhören der Privatpost sind die Räume aber durchauts unzulänglich geworden. Der Titel wird bewilligt, ebenso debattelos der Nest der ordent lichen Ausgaben und das Extraordinarium. Damit ist der Bostetat in zweiter Lesung erledigt. Es folgt der Etat der Reichsdruckerei. Abg. Dr. Arendt( Rp.): Auch ich bedauere es, daß so viele Frauen im Postdienst angestellt werden. Das Gratifitationssystem sollte aufgegeben werden, es schafft nur Unzufriedenheit unter den Beamten, denn es ist doch nicht zu bermeiden, daß die Gratifikationen häufig nach Gunst Gunst statt nach Verdienst erteilt werden. Ich habe keinen Einfluß auf den Abschluß mit der Reichsdruckerei. Die Hauptsache ist die anständige Behandlung der Unterbeamten. Leider lassen es die Vorgesezten, namentlich die jüngeren Die neue Einrichtung würde einige 100 000 Mart fosten, wir Beamten, daran noch häufig fehlen. Besonders die älteren Unter- müßten Segmaschinen aufstellen. Der Gedanke ist auch nicht ganz beamten hätten wohl das Recht, von solchen jungen Beamten mit von der Hand zu weisen, ob man hier nicht der Privatindustrie eine gewisse Stonkurrenz bereitet, und ob der Auftrag nicht vielleicht beffer von der Privatindustrie erledigt wird. Es ist nicht meine Absicht, den Betrieb zu übernehmen, falls nicht der Reichskanzler eine direkte Anordnung erläßt. Herr" angeredet zu werden. Abg. Baffermann( natl.): Wir sind im Gegensatz zu der Ansicht der Herren Vorredner der Meinung, daß wir es mit Freuden begrüßen tönnen, wenn in dem Postdienst den Frauen ein neuer Beruf eröffnet wird. Abg. Müller- Sagen: Abg. Paasche( natl.) bittet den Abg. Arendt, von seinen Anregungen Abstand zu nehmen. Schon jetzt werden Beschwerden laut, daß die Reichsdruckerei durch industrie Konkurrenz bereite. Es liegt kein Grund vor, einer großen den Druck von Aktien mit Künstlerischer Ausstattung der PrivatDruckerei, die auf den Betrieb eingerichtet ist, die Arbeit plöglich zu rauben. Abg. Dr. Arendt( Rp.): Abg. Goldschmidt( frs. Vp.) dem ent weist darauf hin, daß sich viele Gemeinden gegen die Errichtung von Gewerbegerichten sträuben. Es fragt sich deshalb, ob nicht das Obligatorium einzuführen ist, und die Materie liegt ja dem Reichstag jetzt auch zur Beschlußfassung vor. Leider verhält sich auch die Regierung den Wünschen der Der Vertrag mit der Privatdruckerei, in der der ,, Reiche- gewerblichen Arbeiter gegenüber ablehnend, leider auch der Minister Anzeiger hergestellt wird, läuft am 1. April 1902 ab. Die Reichs- für Handel und Gewerbe. Die Behörden haben den Wunsch druckerei ist in der Lage, den Druckauftrag zu übernehmen. In der der gewerblichen Arbeiter in industriell sehr Budgetkommission des Abgeordnetenhauses wird gegenwärtig über wickelten schlesischen Kreise Lauban auf Errichtung eines die Sache verhandelt. Mit Rücksicht darauf werde ich erst in der Gewerbegerichts abschlägig beschieden. Der Negierungspräsident von Liegniz will nicht. In seinem Bescheide dritten Lefung den Antrag stellen, den Vertrag zu fündigen. führt er den Wunsch auf Errichtung eines Gewerbegerichts Staatssekretär v. Podbielski: nur auf freisinnige Agitation zurück, ein Bedürfnis aber erkennt er nicht an. Er nennt speciell den Abg. Lüders Nun hat der Abg. Lüders nie als Agitator für Gewerbegerichte. fiber Gewerbegerichte im Wahlfreise gesprochen. Diese Mitteilung ist unrichtig. Der Bericht des Regierungspräsidenten entbehrt also der zu verlangenden Gewissenhaftigkeit. Seiter heißt es in dem Bescheide, das Laubaner Tageblatt", das energisch für das Gewerbegericht eintrete, neige start zur Socialdemokratie hin. Zu dem Bescheid des Regierungspräsidenten werden die Unterzeichner der Petition auf Errichtung des Gewerbegerichts als socialdemokratisch bezeichnet. Es sind aber Mitglieder der Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine, die mit der Socialdemokratie gar nichts zu thun haben. Der Entscheid des Regierungspräsidenten tommt zum Schluß zu der Meinung, daß die Errichtung eines Gewerbegerichts zu verjagen sei, da die in den Gewerkvereinen organifierten Arbeitern mur in dem Gewerbeschiedsgericht ein neues Machtmittel zur Verschärfung des Kampfs zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern erVon einer Konkurrenz mit der Privatindustrie kann gar nicht ringen wollten. Wan glaubt nicht recht zu lesen, wenn man das gesprochen werden, wenn das Reich den Reichs- Anzeiger" in der sicht. Ein königlicher Regierungspräsident sagt von einer Reichsdruckerei herstellen läßt. Es handelt sich um ein amtliches Organ, itaatlichen Institution, sie sei nur geeignet, ein Herr Müller Sagan wird mir nicht nachweisen können, das häufig in die Lage kommt, amtliche Mitteilungen zu veröffentlichen, a dtmittel in der Hand der Arbeiter gegen die daß Frauen an Stelle von Unterbeamten eingestellt sind, ste deren Geheimhaltung bis zur Stunde der Veröffentlichung unter Um Arbeitgeber zu bilden. Das verstößt gegen den find lediglich an Stelle von Postassistenten und Telegraphen- ständen von sehr großer Bedeutung sein kann. Die in der Reichsdruckerei§ 131 des Strafgeseybuchs, der von der Verächtlichassistenten angenommen worden. Die Schaffnern schwer angerechnet werden, denn sie stehen hierfür geboteneu Garantien sind von großer Wichtigkeit. Es handelt machung von Staatseinrichtungen handelt. Leider hat sich noch sich hier während ihrer Poſtillonszeit im Lohnverhältnis zu den Bosthaltern, her Druckerei der„ Norddeutschen Algemeinen beiderei kein Staatsanwalt gefunden, der gegen den Regierungspräsidenten vorZeitung". Postverwaltung. Dennoch bin ich bereit, gegangen wäre. Auch der Magistrat hat das Gesuch abschlägig beschieden. der Frage näher zu treten, denn es ist wünschenswert, daß Herstellung des Reichs- Anzeigers" ist doch erheblich teurer, als sie Er hat damit bewiesen, daß er kein Verständnis für die sociale das Pflichtbewußtsein der Postillone gestärkt wird. Was die Frage furrenz, dann müßte man die Arbeit ausschreiben und den Billigsten tag anerkannt worden ist. Einen Hauptgrund für den abin der Reichsdruckerei sein würde. Beruft man sich auf die Kon- Bedeutung der Institution hat, die von allen Parteien im Reichsdes Titels Herr" anlangt, jo halte ich diese Materie nicht für ge- nehmen. Das ist aber nicht angängig. eignet für einen Erlaß. Ich bin aber der Meinung, daß der Titel, den lehnenden Bescheid des Regierungspräsidenten bildet aber die Thatein Beamter führt, vor seinen Namen gesetzt wird, wenn man aber diesen sache, daß sich die Socialdemokratie der Gewerbegerichte bemächtigt habe. Titel wegläßt, muß man den Betreffenden mit„ Herr" anreden. Dagegen Der Regierungspräsident sagt, es handle sich bei Socialdemokraten, daß ein junger Beamter, der vielleicht erst einige Wochen in den Dienst um einen Vorstoß der hinein gerochen hat, einen alten Postschaffner ganz familiär bei die bei den Wahlen zu dem Gewerbegericht Propaganda feinem Namen ruft, halte ich geradezu für eine unverschämtheit und Das faun doch aber, für ihre Bestrebungen machen wollen. mißbillige ein solches Vorgehen durchaus. Ich meine alfo, cin selbst wenn es wahr wäre, feinen Grund gegen die Ge Unterbeamter soll angeredet werden entweder Postschaffner Meier", werbegerichte abgeben. In Berlin sizzen in den Geiverbegerichten das ist der Titel, den ihm der Kaiser verliehen hat, oder wenn als Arbeitnehmer nur Socialdemokraten; sie haben sich durchaus beman diesen Titel wegläßt, mit„ Herr Meier".( Große Heiterkeit.) währt. Wir sollten uns der Mitarbeit der Socialdemokraten freuen und sie nicht zu verhindern suchen. Die Gewerbegerichte sind eine Abgeordneter Zubeil( Soc.): Friedensinstitution, und Angst vor der Socialdemokratie sollte die Errichtung solcher Friedensinstitutionen nicht hintertreiben.( Beifall links.) Stellen vermindere, die den Frauen ein so auskömmliches Gehalt Ich habe nur gewünscht, daß der Herr Staatssekretär nicht die bieten, daß sie leicht heiraten können, und daß er die jüngeren weiblichen Kräfte, die sich noch verheiraten könnten, weniger bei der Anstellung berücksichtige. Gegen eine gesunde Frauenbewegung habe ich mich nicht gewandt. Staatssekretär Podbielski: ut bilasi den nicht einmal zur V fann die Abg. Dr. Müller- Sagan( fri. Vp.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Arendt an. Diskussion. Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest des Etats ohne weitere dem Gefuch Es folgen Petitionen. Bei verschiedenen Petitionen, betr. Einschränkung der Konsumvereine und des Haufierhandels, Ergänzung des Nah rungsmittel- Gesezes, beantragt die Kommission Ueber gang zur Tagesordnung. Das Haus beschließt ohne Diskussion demgemäß. Ebenso ist Uebergang zur Tagesordnung beantragt über Betitionen betr. Abänderung der Statuten für die Pensionszuschußtasse der Arbeiter in der Gewehr- und Munitionsfabrik in Spandau. r Minister Brefeld:) sh Ich muß noch näher auf die Lage der Postillone eingehen. Diese haben einen sehr schweren Dienst, bei langer Arbeitszeit und geringer Entlohnung. Der nach 6 Jahren 2,78 m. Tagelohn beträgt nach 3 Jahren 2,50 M.. M. Vom 1. September des vorigen Jahrs Die Errichtung von Gewerbegerichten ist in erster Linie Sache an haben die Postillone überhaupt keinen freien Lag mehr. Der Antrag der Kommission wird debattelos angenommen. der Gemeinde, nur in Ausnahmefällen Sache des Ministers. Ich bin Belzstiefel 2c. müssen sie sich selbst anschaffen. Auch ist noch immer Petitionen betreffend Regelung der Fazaiche und Ein- kein Feind der Gewerbegerichte, sondern habe nur immer das Be nicht dafür gesorgt, daß fie bei schlechter Witterung einen besonderen führung einer periodischen Nachaiche werden gemäß dem Kommissions- dürfnis entscheiden lassen. So habe ich auch in dem Laubaner Fall Wettermantel bekommen. Nach zehn Jahren haben diese Be- antrage der Regierung als Material überwiesen. Zur Erwägung gehandelt. In Prenzen bestehen 200 Gewerbegerichte, würde der amten zwar das Recht, als Beamte angestellt zu werden; sollen nach dem Antrag der Kommission Petitionen überwiesen Antrag Gefeß, die Gewerbegerichte für alle Städte über 20 000 Ginaber nur ein kleiner Teil dieser Postillone nach werden, betreffend die Prüfung der sanitären Verhältnisse wohner obligatorisch würden nur noch machen, so gu zehn Jahren vom Arzt für gesund genug erklärt, mehreren Staaten in den der gemeinsamen Ströme 30 Gewerbegerichte hinzutreten. Der Streis Lauban Postdienst übernommen zu werden. Die Behandlung dieser durch eine Reichskommission. ist schr weit verzweigt, der Weg ZUT Gericht nach Postillone läßt viel zu wünschen übrig. Besonders in der PostLauban würde für viele Arbeiter jehr weit fein. halterei Köpniderstraße werden sie vom Oberpostsekretär Es ist höchste Beit, daß in dieser Frage endlich etwas geschieht. Für mich ist in Fragen der Gewerbegerichte nur das Bedürfnis ausnur allzu oft mit Lümmel, Junge und ähnlichen Kosenamen an- Durch die Abwässer der industriellen Betriebe werden die Flüsse schlaggebend. Wenn der Regierungspräsident in ſeinem Bericht ergeredet. Wenn sie sich beschweren, bekommen sie noch Strafe oder in einer Weise verunreinigt, daß sie bei niedrigem Stand im Hoch- wähnt hat, unter den Unterzeichnern seien ein paar zweifellose Socialwerden von Posthalterei zu Posthalterei versetzt.( Beifall bei den sommer Ausdünstungen verursachen, die häufig Erkrankungen der demokraten, so ist das das Recht des Regierungspräsidenten, aber Anwohner zur Folge haben. Für die Gemeinden sind die Kosten ausschlaggebend ist das für mich nicht gewesen. Ob nun die Unterder Flußregulierungen häufig viel zu groß; hier muß der Staat zeichner wirklich Socialdemokraten sind, fann ich hier nicht nacheingreifen. prüfen und da will ich gern der abweichenden Meinung des Herrn Borredners nachgeben. Socialdemokraten.) 16 Staatssekretär v. Podbielski: Ich werde sofort eine Untersuchung über die Verhältnisse in der Bosthalterei Köpniderstraße anstellen lassen, jedenfalls bin ich dem Vorredner dankbar, daß er mich darauf aufmerksam macht. Die Frage der Wettermäntel wird hoffentlich im nächsten Jahre definitiv gelöst werden. Versuche finden fortgesezt statt. Damit schließt bie Diskuffion. Der Titel wird bewilligt. Beim Titel 35:„ Löhne für Personen im Arbeitsverhältnis" bringt Abg. Frohme( Soc.): Die Lohnverhältnisse der Telegraphenarbeiter zur Sprache. Diese erhalten einen geringeren Lohn als andre Arbeiter am Orte, während fie doch in erheblichem Maße qualifizierte Arbeiter sind. Staatssekretär v. Podbielski: mission. Abg. Stolle( Soc.): Abg. Kopsch( frf. Bp.) stellt fest, daß in Sachen der Einrichtung eines Gewerbegerichts in Lauban dem Minister amtliche Berichte zugegangen sind, die grobe In wahrheiten enthalten! Er führt dann Beschwerde über die Heranziehung fabrikmäßiger Betriebe zu den Kosten der Zwangsimmungen. Diese Betriebe find ausdrücklich von einer solchen HeranDas Haus beschließt hierauf gemäß dem Antrage der KomSchließlich wird von den Petitionen, welche die Kommission als zur Erörterung im Plenum ungeeignet bezeichnet hat, auf Antrag Mezger( Soc.) die Petition des Wissenschaftlich humanitären Komitees betr. Abänderung des§ 175 des Strafgesetzbuchs an die Kommission zur Berichterstattung anziehung frei, und trotzdem in zwei Instanzen in einem Fall in das Plenum zurüdverwiesen. Präsident Graf Ballestrem: Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Meine Herren, das Beratungsmaterial fängt an zu mangeln, andrerseits ist es sehr wünschenswert, daß die verschiedenen Kommissionen einige freie Tage haben. Deshalb schlage ich Ihnen vor, morgen und übermorgen feine Plenarsizungen abzuhalten und beraume die nächste Sigung an auf Die Bezahlung dieser Arbeiter ist ja freilich feine sehr hohe, aber Sie wollen geneigtest bedenken, daß diese Arbeiter eine Anwartschaft darauf haben, in den Postunterbeantendienst über- Montag, den 25. Februar, 1 Uhr.( Tagesordnung: Erste nommen zu werden. Das ist meines Erachtens nach ein Grund, event. zweite Beratung einer Abänderung der Strandungsordnung. webalb sie in jüngeren Jahren nicht so hohe Löhne erhalten. Auch Berichte der Wahlprüfungs- Se om mission.) ist für die Witwen und Waisen dieser Arbeiter gesorgt. Schluß 4 Uhr. Der Titel wird hierauf bewilligt. Beim Kapitel„ Tele- he graphenwesen" wünscht Abg. Müller- Sagan( frf. Bp.): bessere Fernsprech- Berbindung zwischen Berlin und Königsberg i. Pr. und in Oberschlesien. Direktor Sydow: Die Fernsprech- Verbindungen nach dem Osten, Königsberg und Posen souten schon in diesem Etat verbessert werden. Wir hoffen, daß wir im nächsten Jahre dem betreffenden Wunsche entgegenkommen Abg. Gerstenberger( C.) fönment. Abgeordnetenhaus. 32. Sigung vom 21. Februar 1901, 11 Uh, Bräfident v. Kröder eröffnet die Eizung. Am Ministertisch: Brefeld, Kommissarien. Berlin ein Betrieb als fabrikmäßig anerkannt war, entschied der Oberpräsident: Nein, das ist nur ein handwerksmäßiger Betrieb und du mußt zahlen. Solche Fälle sind nicht selten, sie sind nur dazu dienlich, die Rechtsunsicherheit zu vermehren und Rechtsunsicherheit ist für die Gewerbetreibenden fast noch schlimmer als Rechtlosigkeit. Minister Brefeld: Es ist bedauerlich, daß wir keine sichere Begriffsbestimmung für Handwerksmäßige und fabrikmäßige Betriebe haben; Abhilfe ist da wünschenswert. Ob sie im Wege der Verwaltung oder durch Gesetz gewonnen werden wird, das kann ich noch nicht übersehen. wird, in Gefeß Nach einer Neihe persönlicher Bemerkungen wird der Antrag Felisch( Errichtung einer Handelskammer in Berlin) angenommen. Das Gehalt des Ministers wird bewilligt. Beim Kapitel„ Gewerbliches Unterrichtswesen" entspinnt sich eine längere Debatte über den Befähigungsnachweis für das Baus gewerbe, bei der sich die Abgg. Felisch( f.) und Gamp( frt.) für und Staats- Anzeigers". Die Beratung des Etats beginnt beim Etat des„ Neichs- den Befähigungsnachweis, die Abgg. Krawinkel( natl.) und Kindler( frs. Vp.) dagegen aussprechen. Ein Antrag Arendt( ft.), die Frage der Erneuerung des Druck vertrags mit der Druckerei der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in der Budgetkommission zu prüfen, da Staatssekretär v. Podbielsti wünscht direkte Telephonverbindung der kleinen Städte am Main erklärt habe, die Reichsdruckerei werde binnen kurzem im stande mit Frankfurt a. M. sein, auch den Reichs- Anzeiger" zu drucken, wird angenommen. Staatssekretär v. Podbielski Hierauf wird die Beratung des Etats der Handels- und Gewerbeerkennt die Berechtigung des Wunsches an; zur Zeit seien aber die verwaltung fortgesetzt. dort liegenden Linien zu sehr überlastet. Et# 2 Abg. Schulz( frs. Bp.) Der Titel wird bewilligt. bauert tund spricht sich für die Errichtung einer Berliner Handelskammer aus. Beim Titel„ Entschädigungen für frühere Postgerechtsame" be- Die Welteften der Kaufmannschaft haben in nicht genügender Weise die Interessen der kleinen und mittleren Kaufleute vertreten. Sie Abg. Haußmann( Deutsche Volksp.) find in Wahrheit eine Interessenvertretung der Börje. Abg. v. Ehnern( natl.): die verzögerte Auszahlung von der Post anerkannter Entschädigungsbeträge an die Inhaber der früheren Privatposten. Möge Eine Aenderung des Börsengejeges in der Nichtung, daß Tren in Zukunft diese Verzögerung aufhören und der Standpunkt und Glauben im Kaufmannsstande nicht mehr so leicht außer Sturs Abg. Megner( C.) wünscht einen Fonds, der den Handwerkerkammern zur Errichtung von Handwerker Fortbildungsschulen zur Verfügung geftellt werde. Für die Landwirtschaftskammern bestehe bereits ein folcher Fonds für die landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen. Was der Landwirtschaft recht ist, muß dem Handwerk billig sein. Abg. Dr. Crüger( frf. Vp.) hofft, daß man bald allgemein die Notwendigkeit von obligatorischer Einführung der Fortbildungsschulen anerkennen wird. Ebenso wie Gesellen und Lehrlinge bedürfen aber die Meister weiterer Ausbildung. Ein großer Teil unsrer Handwerksmeister sieht nicht auf der Höhe, die er haben muß, wenn er den Konkurrenzkampf mit der Industrie aufnehmen will. Für die Meisterkurse sind aber viel zu geringe Mittel aus geworfen. Vielleicht liegt die Schuld weniger am Handelsminister] als dem Finanzminister. Minister Brefeld: Die Förderung des Fortbildungsschulwesens liegt mir natürlich fehr am Herzen. Die Meisterkurse sind vorläufig nur ein Versuch, fällt er glücklich aus, so werden auch reichlichere Mittel bewilligt werden. Der Rest des Etats wird nach unerheblicher Debatte erledigt. Nächste Sizung Freitag 1 Uhr.( Etat der Bauverwaltung.) Schluß 5 Uhr. Parlamentarisches. Die Budget- Kommiffion Die Verteilung der Gewerkschaften und deren Mitgliederbestand 17 M. pro Kopf der gesamten Mitgliedschaft. Davon kommen zwei auf die einzelnen Erwerbsgruppen im Jahr 1899 sei in folgender Millionen allein auf die Vereinigten Maschinenbauer, en in Jahr 1899 Tabelle gezeigt: deren Vermögen am Ende 1899 die Höhe von 6 143 360 m. erreicht hatte; auf jedes Mitglied diefer Gewerkschaft entfällt ein Vermögen von 72,30 M. Im Jahre 1892 betrug das Vermögen der 100 Ge werkschaften 32 390 040 m., die Zunahme bis 1899 also 103 Proz., währenddem die Zunahme auf den Kopf der Mitgliedschaft 64 Proz. ausmacht. de Gewerkschaftsgruppen Mitgliederzahl am Schlusse bon 1899 Pros Anzahl sentias der Ge famtz. 10 and end ein 19/0300 displej sid allout" sim 60 272 136 3202 242 521 2029 2570 424 783 251 065 14 220 098 12 68 1289 163 283 9 21 900 47 615 tour Bergbau und Steinbrüche Metall, Maschinen- und Schiffbau Baugewerbe Textilindustrie fegte in der Donnerstag- Sigung die Beratung des Militär- Etats beim Kapitel Naturalverpflegung" fort. Abg. Prinz Aren Eisenbahnen, Werften u. Transportgewerbe berg( C.) regt eine Erleichterung der Urlaubsbewilligungen für umbemittelte Soldaten an, indem man ihnen event. Natural- Gewerbliche Hilfsarbeiter verpflegung gewährt. Das sei namentlich für arme Soldaten, die Bekleidungs- Industrie in weit von der Heimat entfernten Garnisonen ständen, angebracht. Druckerei und Buchbinderei Die Abgg. Miller- Sagan( frs. Vp.) und Graf Roon( f.) Arbeiter in Staats- u. Kommunaltbetrieben. schließen sich diesem Autrage an. Auf eine Anfrage des Abg. Sped( E.), welche Erfahrungen die Militärverwaltung mit Holzbearbeitung und Möbel dem direkten Einkauf bon Naturalien bei den Landwirten Alle übrigen Gewerkschaften gemacht habe, erklärte ein Kommissar der Militärverwaltung, Daß diese befriedigende seien. Beim Titel 7 kamen die Einquartierungslasten zur Sprache, die namentlich in der armen angenommen. Die weiteren Abschnitte, Kapitel und Titel wurden nach umerheblicher Debatte genehmigt, bis zum Kapitel„ Militär- Medizinalwesen". Graf Oriola beantragte baldmöglichst eine Erhöhung der Gehälter der Apotheker, die sehr niedrige seien, so daß man kaum brauchbare Personen für das Gehalt befomme. Abg. Hermes ( frf. Bp.) befürwortete als ehemaliger Militär- Apotheker eine Ilm wandlung der Organisation des Apothekerwesens. Die Resolution Oriola wird angenommen. dem Anzahl der Gewerkschaften Anzahl der aga Bweigvereine 53 356 381 245 19 111 716 68 309 56 471 2042 9643 225 82 908 123 618 238 1541 41 119 39 352 95 077 2 Zusammen 1292 14 549 1 802 518 100 = der Man mag mit manchen in den englischen Gewerkschaften herr schenden Anschauungen und Tendenzen nicht ganz einverstanden sein, fo bleibt doch so viel gewiß, daß sie unsren deutschen Gewerkschaften im allgemeinen als ein nachahmenswertes Vorbild dienen können. Die Trades- Unions mit ihren imposanten Mitgliedschaften und ihren wohlgefüllten Kaffen bilden eine große wirtschaftliche Macht, deren Bedeutung auch von dem Unternehmertum nicht unterschät werden kann. Mordprozeß Neumann. Vierter Lag. Zengin Emma Seeger Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichtsdirektor Rösler wird der Polizeirat 2utterforth aus Gumbinnen vernommen, der sich ausführlich über die Hauptzeugin Fräul. Emma Seeger und deren Familie ausläßt. Nach den Eindrücken, die der Zeuge aus seiner Bekanntschaft mit der Familie Seeger gewonnen, bes fundet er, daß Fräulein Seeger von starken Vorurteilen befangen fie am ist, die sie am Fortkommen hindern. Sie schwelge noch immer in den Erinnerungen an bessere Zeiten, glaube als Eifel" fehr schwer drückten. Die Entschädigung von 80 Pf. für volle Die ersten vier Gruppen umfassen demnach zusammen 69 Broz. ehemalige Gutsbesigers- Tochter, daß fie durch Arbeiten unterVerpflegung pro Tag fei ganz unzulänglich. General aller Mitgliedschaften. Die meisten Zweigvereine besigen die Bau- geordneter Art geschändet werde. Sie sei sehr eitel, habe eine v. Heringen entgegnete, die Verhältnisse liegen in der stark bearbeiter, deren Organisationen sich über alle Orte von nur einiger falsche Auffassung von der Welt und von sich selbst, und es lasse sich bauten Rheinproving sehr schwierig. Die Eifel fei das einzig vor Bedeutung ersteden, während die Maschinenbau- und Textilindustrie in ihrem Wesen ein Bug erkennen, eine gewiffe Rolle zu spielen. Ueber handene Terrain für größere Truppenübungen. 80 Pf reichten für fich in verhältnismäßig engen Bezirken zusammengedrängt finden. Die etwaige nivahrhaftigkeit der Seeger fann der Zeuge nichts fagen, er Verpflegung in den meisten Gegenden auf dem Lande, außerdem meisten der Gewerkschaften sind eingetragen, was ihnen den Vorteil vermag auch die Frage des Präsidenten nicht zu beantworten, ob der könne der Bundesrat ausnahmsweise bei außergewöhnlicher Höhe bringt, daß ihre Stassen vom Gefeß geschüßt sind. Von 100 der größten Seeger etwa zuzutrauen sei, daß sie aus einer Müde gern einen der Lebensmittelpreise über 80 Pf. und selbst über 1 M. für das Gewerkschaften find 75 mit 978 009 Mitgliedern registriert, ir 25 Elefanten macht und sich lediglich, um eine Rolle in einer Sache Reich oder gewisse Gegenden hinausgehen. mit 139 456 find nicht eingetragen. Die 100 ber bedeutendsten Ge zu spielen, Dinge behauptet, die den Thatsachen nicht entsprechen. Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) bringt ferner die Zustände werkschaften, deren Mitglieder- und Kassenbestand zu vergleichender Frl. Lutterforth, die Tochter des Vorzeugen, kann Unin den Kantinen zur Sprache. Die Lieferungen für die Kantinen Untersuchung ausgewählt worden sind, hatten im Jahre 1892 ins- günstiges über Frl. Seeger nicht aussagen, sie hat für dieselbe gingen alimählich in die Hände einer großen, hier in Berlin domici- gesamt 905 116 Mitglieder, bis zum Jahre 1899 hatten sie eine Mit vielmehr immer Sympathie gehabt, da sie von ihr immer hörte, lierten tapitalistischen Gesellschaft über und würden von dieser mit gliedschaft von 1 117 465 erlangt; es entspricht dies einem Wachstum daß es nicht gelinge, festen Fuß zu fassen und alle ihre Anallem, was sie benötigten, versehen. Von seiten der Militärverwaltung von 23,5 Proz.; die übrigen, fleineren Gewerkschaften waren in dem strengungen, dauernde Beschäftigung zu erlangen, vergeblich gewesen wurde erklärt, daß nach eingezogenen Erfundigungen die Kantinen gleichen Beitraum von 598 116 auf 685 053 Mitglieder oder um feien. Ein als Zeuge vernommener Polizeikommissar aus Gumbinnen verwaltungen mit der Berliner Bezugsquelle zufrieden seien. 14,5 Proz, gestiegen. Eine Tabelle, auf welcher der MitgliederAbg. Gröber( C.) beantragt eine Revision des Gesetzes von 1875 bestand der 100 großen und der übrigen kleineren Gewerkschaften in giebt aus seiner eignen Kenntnis und nach dem, was er von andren über die Naturalleistung vorzunehmen, es empfehle sich vielleicht, den legten acht Jahren angegeben ist, zeigt die intereffante Bersonen gehört, dem Fräulein Emma Seeger das allerbeste Zeugnis. bie eine Einteilung nach Klaffen zu machen und Gegenden, die besonders Thatsache, großen kapitalfräftigen Gewerkschaften Nach seiner Kenntnis ist sie auch in dem Kohlengeschäft der Mutter häufig mit Einquartierung bedacht würden, höhere Entschädigungen von wirtschaftlichen Niedergange Jahre 1898, hervorragend thätig gewesen. und 1895 int viel Hierauf wird die midd geringerem Maße beeinflußt zu gewähren. Nach längerer Diskussion wird der Antrag Gröber 1894 worden sind, als die fleineren. Im Jahre 1892 hatten die fleineren Bei dem Abschnitt Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" Gewerkschaften insgesamt bereits 598 000 Mitglieder, 1895 waren vernommen. Nach den bei den Gerichtsakten befindlichen Urkunden famen die Wollpreise und die Löhne der Arbeiter zur Sprache. fie bis auf 494 000 Mitglieder gefunken, um in den letzten drei soll sie 1845 geboren sein, fie behauptet aber auf Befragen Abg. Bebel( Soc.) befürwortete, daß die Militärverwaltung bei Jahren um 200 000 zuzunehmen. Die Zunahme entfällt zu 36 Proz. des Vorsitzenden, daß sie, so viel sie wisse", 1854 geboren sei. Der Abschlüssen von Lieferungsanträgen auch darauf sehen möge, daß auf die Bergbau- und Steinbruch Industrie, zu 31 Proz. auf die Vorsitzende ermahnt sie aufs ernsteste, nur die reine Wahrheit zu nicht nur gute Arbeit geliefert, sondern auch auständige Löhne für Baugewerbe, zu 17. Proz. auf die Metallbranchen, zu 9,3 Proz. auf sagen und belehrt sie, daß sie in der Lage sei, ihre Aussage zu ber gute Arbeit gezahlt würden, wie das z. B. in England seitens der die Gruppe der Eisenbahnbediensteten, zu 5 Proz. auf die Textil- weigern, wenn sie bei der Beantwortung einer Frage fich irgendwie Regierung und speciell wie es vor einigen Jahren vom Kriegs- industrie. Die Bekleidungsindustrie und das Transportgewerbe haben belaften müßte. Präs.: Sie wollen alio 1854 geboren sein. Wann minister Campbell Bannerman für sein Reffort als Richt in den 8 Jahren erheblich abgenommen; in der Bekleidungsindustrie sind Sie denn konfirmiert worden?-8eugin: Im Jahre 1865. Präs.: Dann müßten Sie also erst 11 Jahre alt gewesen sein, schnur anerkani worden sei. In der weiteren Debatte wurde durch dauert merkwürdigerweise die Abnahme bis in das Berichtsjahr an. Wann sind die Militärverwaltung festgestellt, daß die Angaben über die gezahlten Die Landarbeiter und Fischer Organisationen, die 1892 insgesamt als Sie fonfirmiert wurden. Das ist doch undenkbar. Breise und die gezahlten Löhne, die Bebel bei der Beratung des noch 36 986 Mitglieder besaßen, find im Jahre 1899 bis auf 2323 Sie denn in die Schule gekommen?- 3eugin: Das weiß ich nicht mehr. Bräj.: Nach Jhrer Darstellung müßten Sie ja auffallend viel China- Etats in der Kommission angab, sich als richtig heraus- zusammengeschmolzen. stellten. Von großem geschichtlichen Interesse ist die Zusammenstellung jünger gewesen sein, als alle Ihre Schulgenoffinnen. 8eugin: Präsident: Das ist doch alles sehr auf der im Jahre 1899 bestandenen Gewerkschaften nach ihrem Alter. Das weiß ich nicht. Dabei ist als Gründungsjahr dasjenige Jahr angenommen worden, fallend. Sie müssen doch wissen, wie alt Sie find! Oder haben Sie Aus dieser sich aus Eitelkeit oder um besser fortzukommen, jünger gemacht, als in welchem die Union die gegenwärtige Form erhielt. Tabelle ist ersichtlich, daß vor 1825 bereits 33 oder 3 Proz. der Sie sind? 8 eugin: Nein, bewahre! Ich habe nur ein schlechtes Präsident: Haben Sie vielleicht auch ein Gewerkschaften bestanden, von 1825-1829 war die Gewerkschafts- Bahlengedächtnis. bildung fehr gering; es wurden nur 12 neue begründet oder 1 Broz. fchlechtes Personengedächtnis?-8eugin: Nein, für Personen habe der Gesamtzahl. In den Jahren 1830-1839 entstehen zwar auch ich ein sehr gutes Gedächtnis. Ich habe niemals ein Interesse daran uur 31 neue Trades- Unions, ihr heutiger Mitgliederbestand ist aber gehabt, wie alt ich bin. Mama hat mir das so gesagt und so habe ein höherer, als derjenige der in den ersten zwei Perioden be- ich es belassen. Bräs.: Aber das ist doch gar nicht denkbar. Die Gewerbegerichtskommission sette am Donnerstag die gründeten. Die heute mächtigsten Gewerkschaften find aber fast aus. Wenn Sie in Wahrheit 15 Jahre alt waren und Ihrer Umgebung Beratung der zum Gewerbegerichtsgesetz gestellten Abänderungsschließlich erst in der Periode nach 1850 ins Leben getreten, wobei der Glaube beigebracht werden sollte, daß Sie 6 Jahre alt seien, anträge fort. Während der§ 2 des Gesetzes bestimmt, wver als allerdings an das oben Gesagte erinnert werden muß, daß nämlich so würde doch jeder darüber gelacht haben. Wenn Ihre Mama Arbeiter im Sinne dieses Gesezes gilt, fehlte bisher jede Bestimmung in den 50er Jahren viele Verschmelzungen von fleineren Gewert hnen mun gejagt hätte, sie seien 5 Jahre alt, während Sie in würden Sie das auch ruhig hindarüber, wer als Arbeitgeber zu betrachten sei. Nachdem der social- schaften zu einer stattgefunden haben. Nach der Mitgliederzahl berechnet, Wahrheit 40 Jahre alt waren demokratische zu§ 2 gestellte Antrag, daß als Arbeitgeber jeder welche die Gewerkschaften im Berichtsjahr zu verzeichnen hatten, ergiebt genommen haben?- 8eugin: Ich fann nichts andres sagen, als Der Präsident be= felbständige Gewerbetreibende zu gelten habe, auch wenn er keine fich für die fünf Jahrzehnte von 1850-1899 folgendes Bild: Es daß nur die Mutter mein Alter so gesagt hat. Arbeiter beschäftigt", bereits in einer früheren Sigung abgelehnt wurden Gewerkschaften gegründet von 1850-59: 12 Broz., von fragt die Beugin noch eingehend nach allen möglichen Daten, u. a. Arbeiter beschäftigt". bereits in einer früheren Sigung abgelehnt 1860-1869: 15 Broz, sodann folgen 15, 25 und 19 Proz. Von nach dem Jahre, in welchem der deutsch- französische Krieg stattIvorden war, stellte Genosse Tuganer zu§ 14 des Gesetzes folgenden Abänderungsantrag: Als Arbeitgeber im Sinne der§§ 11 bis 13 en 1271 Gewerkschaften, die im Jahre 1899 gezählt wurden, sind gefunden. Obgleich ihr Bruder an diesem Kriege teilgenommen, Der Vorsitzende verläßt zus 76 Proz. in den letzten 30 Jahren entstanden; diese umfassen weiß sie das Jahr nicht zu nennen. gelten diejenigen selbständigen Gewerbetreibenden, welche mindestens einen Arbeiter oder Lehrling beschäftigen oder im letzten, der Wahl vorauf zusammen aber nur 59 Proz. der Mitgliedschaften sämtlicher Or nächst dieses Thema und geht zur Erörterung des Verhältnisses über, in welchem die Zeugin zu Frl. Medenwaldt gestanden. Dies gegangenen Jahre beschäftigt haben." Nach eingehendster Beratung ganiſationen. Das Verhältnis der Arbeiter in den Gewerbeklassen, aus welchen sei, wie die Beugin fagt, ein freundschaftliches gewesen. Sie habe wurde der Antrag Tuzaner abgelehnt und auf Antrag Schwarze Gewerkschaftler hervorgehen, welche thatsächlich zu Gewerkschaften die alte Dame in den Akademischen Bierhallen kennen gelernt Lippstadt( C.) beschlossen, daß diejenigen selbständigen Gewerbetreibenden als Arbeitgeber gelten sollen, welche mindestens eine der gehören, ist ungefähr 1 zu 5 oder mit Ausschluß des Aderbaues( in und da diese sagte, daß sie auf ärztlichen Rat jemand um fich im§ 2 genannten Hilfskräfte regelmäßig das ganze Jahr welchem Erwerbszweige die verhältnismäßige Zahl der Gewerkschaften haben müßte, fei sie zu ihr gezogen und habe einige Zeit bei ihr fast unberücksichtigt bleiben kann) 1 zu 4. gewohnt. Auch nachdem sie von Fräulein Medenwaldt fortgezogen, hindurch oder zu gewissen Zeiten" beschäftigen. Hundert der bedeutendsten Gewerkschaften sind vom englilei fie mit derselben in freundschaftlichem Verkehr geblieben und habe Der§ 25 des bestehenden Gesezes bestimmt, daß nur dasjenige schen Arbeitsamt ausgewählt worden zu eingehenderer Unter- fie öfter besucht. Etwa vier Wochen vor dem Tode der alten Dame Gewerbegericht zuständig ist, in dessen Bezirk die streitige Verpflichtung uchung über den Vermögensstand, Mitgliedsbeiträge usw. Aus einer habe sie derselben wieder einen Besuch abgestattet. Bei dieser Gezu erfüllen ist. Diese Bestimmung hatte zur Folge, daß gewisse gewerbuchung liche Streitigkeiten überhaupt vor keinem Gewerbegericht zur Ent- 45 Gewerkschaften mit einer Mitgliederzahl von 422936 das einzelne fomisch an, wohl weil ich feinen Schmuck anhabe. Sie denken wohl, Zusammenstellung über die Mitgliedsbeiträge ersehen wir, daß in legenheit habe Fräulein Medenwaldt gesagt: Sie sehen mich ja so scheidung gebracht werden konnten. So war z. B. ein in einem Mitglied im Durchschnitt unter 20 Mart Jahresbeitrag ich habe keine Schnucksachen. Darauf habe die alte Dame erst ein, Speisewagen der Eisenbahn beschäftigter Kellner mit seiner Klage von mehreren Gewerbegerichten abgewiesen worden, da sich diese zu leisten hatte, in 22 Organisationen, welche zufammen 811 553 dann noch ein und schließlich ein drittes Kästchen hervorgeholt. In Gerichte auf Grund der Bestimmung des§ 25 für nicht zuständig Mitglieder umfassen, betrug die Beitragsleistung 20-30 M., während dem einen Kästchen war eine Kette mit Medaillon in Herzform und erklärten, weil Zweifel darüber bestanden, wo für die in einem auf 11 Gewerkschaften mit 76 958 Mitgliedern pro Stopf 30-40 M. er in dem Herzchen befand sich ein Herrenportrait, und zwei befanden sich beben; 12 Gewerkschaften mit 167 390 Mitgliedern zahlen 40-60 M., filberne Armbänder, in dem andren Kästchen der Fahrt befindlichen Eisenbahnwagen beschäftigten Arbeiter die 10 mit 138 601 fogar 60-80 W. Witgliedsbeiträge pro Jahr. Durch unter anderm drei Ringe und in dem dritten Kästchen lag streitige Berpflichtung zu erfüllen sei.- Die Stommission beschloß. die Wochenbeiträge der Mitglieder vereinnahmten die 100 Gewert- mur ein Verlobungsring bon Dukatengold. Von dem dem§ 25 folgende Faffung zu geben: Buständig ist dasjenige Gewerbegericht, in dessen Bezirk die schaften im Jahre 1899 zufammen: 34 201 320 M., die sonstigen einen der drei Ringe hatte die Medenwaldt gejagt, daß sie ihn von Einnahmen betrugen 3 078 800 M.. so daß insgesamt 37 280 120 m. ihrem Vater geschenkt erhalten habe. Die Zeugin will dann zu der ftreitige Verpflichtung zu erfüllen ist, oder der Beklagte vereinnahmt wurden. In den 8 Jahren, über die sich der Bericht alten Dame gejagt haben: Sie haben so viele Schmucksachen und seinen ordentlichen Gerichtsstand hat." erstreckt, war( immer in den 100 ausgewählten Gewerkschaften) die tragen gar teine!" Dann habe ihr die Medenwaldt bei dieser Geenorme Einnahme von rund 275 Millionen Mart zu verlegenheit einen Haar Ring im Wert von 1 Mart als Anzeichnen. denken geschenkt. Der Präsident hält ihr vor, daß sie und Gericht Die Ausgaben der 100 Gewerkschaften belaufen sich im bei ihren ersten Bernehmungen vor Polizei Jahre 1899 auf 25 590 120 2. Es ist dies weniger, als in über die Schmucksachen, die Zahl der Ringe 2c. abweichende einem der letzten 7 Jahre gezahlt worden ist; auf den Kopf kommen Angaben gemacht habe. Sie bleibt dabei, daß sie die drei 22,90 M. Für Arbeitslosigkeit sowohl als auch für Streifunter Minge, die bei Bober beschlagnahnt sind und auf dem Gerichtsstützung waren im Berichtsjahre bedeutend geringere Summen auf- tische ruhen, mit Bestimmtheit als diejenigen wieder erkenne, die Seit dem Jahr 1887 veröffentlicht das englische Arbeitsamt all- guvenden als in den Vorjahren. Streifunterſtüßung gewähren alle sie bei der Medenwaldt gesehen. Auf die Aufforderung, doch mal jährlich Berichte über den Stand der Gewerkschaftsbewegung: Bahl Gewerkschaften, einige davon beschränken sich auf nur diesen Unter- das Kästchen, welches ihr besonders aufgefallen war, aus der der Trade Unions, Mitgliederstand und Kassenverhältnisse werden stützungszweig. Arbeitslofen- bezw. Reise- Unterstügung wird von 71, Bahl der Ueberführungsstüde herauszusuchen, erklärt die Zeugin: eingehend berücksichtigt und mit früheren Jahren verglichen. Der Kranten und Unfall- Unterstüßung von 65 Gewerkschaften gezahlt, Und wenn der ganze Saal voll Stästchen wäre, so würde ich es gegenwärtige Bericht ist also der zwölfte; er enthält vergleichende während 41 Gewerkschaften auch Alterspension gewähren, 88 ge- herausfinden!" Sie bezeichnet dann auch das betreffende Kästchen. Statistische Angaben für die Jahre 1892-1899. währen Sterbe- bezw. Begräbnis Unterstügungen. 19 Gewerf Aus einem vom Vorsitzenden verlejenen Protofoll geht hervor, Die Zahl der Gewerkschaften betrug im Jahre 1899: 1292 gegen schaften haben sämtliche Unterstügungszweige eingeführt. Was daß die Zengin bei einer früheren Vernehmung erflärt hat, - Als 1310 im Jahre 1898; fast in jedem Jahr macht sich eine Abnahme die Streit unterstügung im besonderen anlangt, so fie fönne die Identität des Kästchens doch nicht beschwören. der Zahl der Trade Unions bemerkbar, da die fleineren vielfach in brauchten im Berichtsjahr 12 Getvertschaften solche überhaupt nicht Erkennungszeichen für die Ringe gilt für die Zeugin auch die Art, größeren aufgehen. Dagegen ist der Bestand der Mitglieder in auszuzahlen, die übrigen hatten dafür insgesamt 2414 560 M. auf wie sie ihr auf ihren eignen Fingern paßten. Der beschlagnahmte ftetem Wachsen begriffen, im Jahre 1892 umfaßten die sämtlichen zuwenden oder 9.4 Proz. der Gesamtausgaben. Die Arbeits goldene Kneifer hat nach der Ansicht der Zengin genau diefelbe Form, Gewerkschaften 1503 232 Mitglieder, Ende 1899 war die Zahl der lofen Unterstügung beträgt in den meisten Fällen 10 M. vie derjenige des Fri. Medenwaldt, die Gläfer waren jedoch Das Kästchen habe, wie die Verstorbene erzählte, von felben auf i 802 518 gestiegen. Die Zunahme betrug also 20 Proz. pro Woche; die Gesamtsumme, die für diesen Zweig im Berichtsjahr andre. in den acht Jahren; im Berichtsjahre ist die Mitgliederzahl um aufgewendet wurde, beträgt 3 820 260 m. oder 14,9 Proz. auf den ihrem verstorbenen Bruder, der Gerichtsaffeffor gewesen, hergerührt. 9 Proz. gestiegen. Von dieser Zunahme des legten Jahre entfallen Kopf fommen nur 3,40., währenddem der Durchschnitt in den Die Zeugin hat bei ihren Vernehmungen das Kästchen zunächst sid sit this nur" fast" mit Bestimmtheit wieder erkannt, das Wiedererkennen allein auf die Bergbau- und Steinbruch Industrie 71 084 Mitglieder lezten Jahren 6,90 m. betrug. oder 24 Proz. Von den übrigen Ausgaben entfallen auf Kranken- und Unfall wurde dann immer bestimmter. Der Staatsanwalt scheint bei diesen In 139 der gezählten Trade Unions find Frauen als Mitglieder unterstützung: 6045 260 M.( 23,7 Broz.), Alterspension: 3 577 120 M. Vorvernehmungen einmal Zweifel an der Zuverlässigkeit der Zeugin eingetragen; ihre Gesamtzahl beträgt 120 448 oder 7 Proz. der( 14 Proz.), Sterbe- Unterstützung: 3820 260 m.( 7,3 Broz.), ver gehabt zu haben. Diese hat dann an den Staatsanwalt einen Brief in welchem fie Auskunft über ihre Person, Mitgliedschaft sämtlicher Gewerkschaften und 39 Proz. der Gewerkschiedene Unterstügungen: 1391 000 m.( 5,4 Proz.), Verwaltungsgeichrieben, ihre Herkunft it. f. w. giebt. Der Vorsigende meint, der fchaften mit weiblichen Mitgliedern Der größte Teil der weiblichen tosten( persönlich und fachlich): 6 470 380.( 25,3 Proz.). doch wohl von der Mitglieder entfällt auf die Textilindustrie, nämlich 109 076, also über Das Vermögen der 100 Gewerkschaften erreichte am Ende Brief lasse erkennen, daß die Zengin 90 Proz. Jm ganzen sind nur etwa 10 Proz. der in Fabriken und des Berichtsjahrs die respektable Höhe von 65 658 440 Mark. Idee beherrscht sei, in diesem Prozeß als eine sehr wichtige Person zu Werkstätten thätigen Frauen organisiert. Der Zuwachs des letzten Jahrs betrug 11 690 000 Mark oder gelten. Auf weiteres Befragen bekundet die Zeugin, daß sie im Assin " " Die englischen Gewerkschaften im Jahr 1899. 0 auch den Angell. Bober schon einmal gesehen haben? Die Zengin erzählt, daß zur Zeit, als sie bei Frau v. Plög war, einmal ein Mann geflingelt und eine Unterftigung angesprochen habe; derselbe Mann sei dann noch einmal gekommen und habe um Mittagbrot gebeten. Sie glaube, daß Bober diesem Mann sehr ähnlich sehe. Nachdem der Vorsitzende aus einen früheren Protokoll konstatiert, daß die Zengin bei einer früheren Vernehmung im Gegensatz zu ihrer heutigen Befundung den Neumann mit aller Bestimmtheit als den Mann rekognosciert hätte, der bei der Medenwaldt im März geKlingelt, tritt die Mittagspause ein. 12 の auf das Verhältnis der gusting th inners 15 März häufiger und dann noch am 3. und 6. April bei der Meden- entzweit habe, weil sie bei einem Bädermeister auf deren Janwals Dr. Schwindt, waldt gewesen sei. Sie erzählt dann die schon mehrfach erwähnte Ge- Namen Schulden gemacht habe. Die Beugin erklärt dies per Familie Gluth Bezug haben, läßt sich Rechtsanwalt Bronter Sansverwalterin süller au der Verstorbenen und zu der schichte, wonach Mitte März es an der Thür der Medenwaldt geschellt eine grobe Verleumdung. Die Sache sei damals von und sie beim Deffuen einen Mann vor sich gesehen, dem sie 10 Bf. Bolizer ganz aufgeklärt worden und Herr B. Manteuffel von der Zengin das Portemonnaie äußerlich und geschenkt habe. Der Mann habe einen schwarzen Filzhut und einen werde bezeugen können, daß damals die Bäckerfrau aus- lich beschreiben und konstatiert, daß die Beschreibung auf grauen Gehrod getragen. Der Angeklagte Neumann muß sich den drücklich anerkannt hat, daß sie die schuldige Person nicht das vorliegende Portemonnaie nicht paßt. Troßdem verbleibt die anera bat, bagas Sut auffenen uns ben auf dem Gerichtstisch liegenden schwarzen her. She then Besit e Hut auffeßen und den auf dem Gerichtstisch liegenden schwarzen fei. In ihrer Familie fomme so etwas absolut nicht vor. Wenn Beugin mit Bestimmtheit dabei, daß es das Portemonnaie der Meden Beugin: Der Angeklagte müßte Frl. Medenwaldt sie als Schwindlerin oder Diebin angesehen hätte, waldt fei. Die Zeugin leistet den vorgeschriebenen Eid. 2 fich den grauen Rod anziehen! Angeflagter Neumann: würde sie nicht bis zulegt mit ihr in freundschaftlichem Verkehr ge- Auf eine Anzahl Das thut mir leid, Fräulein, damit kann ich Ihnen nicht blieben sein. Auf Befragen des Rechtsanwalts Reiß giebt die dienen, denn ich habe solchen Rock nie gehabt. Präsident: Bengin Auskunft über die Art der Mahlzeiten, die die Medenwaldt Entlastungszengen für Bober Wollen Sie den Angeklagten als den Mann wiedererkennen, zu sich zu nehmen pflegte. Bekanntlich soll aus dem in wird verzichtet, da schon auf Grund des Arbeitsbuches desselben feftder damals geflingelt hat? 8eugin: Nach dem Gesicht möchte dem Magen der Verstorbenen vorgefundenen Speisereft gefolgert steht, daß er an der Mordthat selbst nicht beteiligt sein kann. Auch ich es behaupten, ich würde aber noch sicherer sein, wenn der An- werden, daß der Mord nicht abends, sondern gegen Mittag verübt auf den unter den Zeugen aufgeführten Kriminalkommissar Thiel geflagte den langen grauen Rock anhätte. Präs. Sie wollen sein müsse. Rechtsanwalt Dr. Mendel kommt nochmals auf eine wird verzichtet. Aeußerung zurück, die Die Aeußerung zurück, die die Zeugin gemacht. Sie hatte gesagt, daß der Gerichtschemiker Dr. Jeserich gi Bettler, der an der Thür der Medenwaldt geklingelt und von ihr 10 Pf. erhalten hatte, sich noch an das Treppenfenster gestellt und nach dem Hofe tommt nach längerem Vortrage über die Methoden, das Vorhandensein hinunter gesehen habe. Der Verteidiger macht darauf aufmerksam, daß von Blut an Kleidern und dergleichen nachzuweisen, zu dem Ergebnis: das Treppenfenfter bunte Scheiben habe, durch die man gar nicht hin- An sämtlichen Kleidungsstücken des Angeklagten ist kein Blut gefunden, durch sehen könne. Die Zengin präcifiert auf Vorhalt ihre Aussage mit Ausnahme einer alten Hoſe, an deren linkem Hosenbein dahin, daß der Mann jedenfalls an das Fenster herangetreten sei eine verwaschene geringe Blutspur noch nachweisbar und sie nicht wisse, ob nicht etwa das fleine Seitenfensterchen ge- Was die blutbefledten Frühstücksbeutel betrifft, die an Thatort geanr öffnet war. Der Verteidiger kommt noch weiter auf die Geschichte funden wurden, jo liege fein Zweifel vor, daß bei 4 Benteln das Blut von den drei Ringen zurück und sucht Widersprüche in den darauf nicht durch Auffangen, sondern durch Wischen mit den Beuteln oder bezüglichen Aussagen der Zeugin nachzuweisen. Abwischen der Finger auf die Beutel gekommen sein muß. Der SachDie Beugin Seeger erklärt auf wiederholten Vorhalt noch verständige hat auch einige Fäferchen untersucht, die sich unter den Nägeln mals, daß die vorliegenden Ringe und das vorliegende Kästchen die der Ermordeten fanden. Es zeigte sich, daß dies 6 fach gedrilltes Nähgarn selben Sachen sind, die sie bei der Medemvaldt gesehen. Ein Jrr- war, aber ebenso wenig von den Kleidern des Neumann wie von tum him fer ausgefchloffen. Ebenſo militſe ſie dabei bleiben, daß das benen des Gluth herührten. Auf Befragen des Vorsigenden er Gesicht des Angeklagten Neumann genau so aussehe, wie das des- klärt der Sachverständige es nicht für wahrscheinlich, daß der Mörder, jenigen Manns, der an dem fraglichen Tage der der Medenwaldt 41 Wunden so daß das nur sagen, wenn der Angeklagte den langen Gehrod an- Bluffleckchen an der Hose davongetragen haben sollte. ziehen würde. Der Vorsitzende erklärt der Zengin, Barbier Kösering weiß, daß der Angeklagte Bober ein ähn baß er gar nicht zweifle, daß diefe ihre Aussagen nach liches Portemonnaie, wie das hier in Frage stehende, im Jahre bestem Wissen mache, in einer Sache aber, wo es sich um Hals und 1894 oder 1895 besessen hat und ihm das Rasiergeld daraus zu bes Kragen handle, habe jeder die Verpflichtung, fich auch bezüglich der zahlen pflegte. fleinsten Dinge, über die er vernommen wird, sorgfältigst zu prüfen. Nach dieser Ermahnung erklärt die Zeugin auch das vorliegende Portemonnaie und die Visitenkarten- Tasche mit der Stickerei für das Eigentum der Medenwaldt. Nach einigen Fragen des RechtsAngehörige des Neumann. Nach der Pause wird die Witwe Neumann, Mutter des Angeflagten, als 8eugin aufgerufen. Sie erklärt, vom Rechte der Bengnisverweigerung Gebrauch zu machen. Beim Verlassen des Gerichtssaals spricht sie halblaut vor sich hin: Ich kann meinen Sohn auch Go Olga Neumann, die Schwester des angetragten, exttärt sig zur Aussage bereit. Nach ihrer Erinnerung sei ihr Bruder um die fritische Zeit, am 8. oder 9. April frank gewesen. Sie hat bei dem Bruder nie einen modefarbenen Sommer- lleberzieher und nie einen granen Gebrock gesehen. Der nachträglich gefundene Schlagring habe nicht ihrem Bruder, sondern einem audren Mann gehört, ebenso der Revolver. DUD Lebensweise der Ermordeten. Hierauf wird Fräulein Seeger nochmals vorgerufen und befragt, ob es wahr sei, daß sie mit der Medenwaldt deshalb sich Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. 杯 Theater. Freitag, 22. februar. Freie Volksbühne. Carl WeißTheater. 2. Abteilung( blaue Karten): Meister Delze. Freitagabend 8 Uhr. Opernhaus. Der Ning des Nibe: lungen. 4. Abend: Götterdäm merung. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Der Compagnon. 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Februar, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Bornstedt, Johannisstr. 20: Mitglieder- Versammlung Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen der Mitglieder unbedingt notwendig. Der Vorstand. früher Apollo- Theater Apollo Theater Victoriasüle, Rixdorf, Hermannstrasse 48/49. Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten von 50-1200 Personen. Broßer schattiger Garten für 3000 Personen. Sehr geeignet zu Sommer: festen und Sommernachtsbällen. Für große Vereine und Gesellschaften stelle ich im Sommer sämtliche Räumlichkeiten auch Sonntags zur Verfügung. Im Juli und August find noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. 8450* 4 Kegelbahnen und großer Platz für Volksbeluftigungen jeder Art. Elektrische Straßenbahn- Verbindung aus allen Stadtteilen Berlins. Jetzt jeden Sonntag im großen Saal: Oeffentlicher Tanz. Entree infl. Garderobe und Tanz Damen 20 Pi, Herren 50 Pf. Um gütige Berücksichtigung bittet but its ages Ph. Thomas, Gastwirt. Sonnabend, den 23. 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Diejenigen Kollegen, welche noch Arbeitslosen: Bäblicheine in Händen haben, werden ersucht, dieselben auf dem Bureau oder am nächsten Sonnabend auf den Zahlstellen abzugeben. Später ein gehende Zählscheine können nicht mehr berücksichtigt werden. 78/9 Engelufer 15: Musikalische Abend Unterhaltung zu seinem heutigen Wiegenfeste gratu lieren die Hellroten d. 1. Berl. Wahlkr. Berlin, den 22. Februar 1901. Unserm Freunde ( 27366 Hugo Bergemann Glückwünsche. Immunitas. zum Besten ausgesteuerter Mitglieder. unter Mitwirkung des Berliner Mandolinen Quartetts, sowie zu seinem heutigen Wiegenfeste die besten Auftreten des Komiters Herrn Oestreich u. turnerische Aufführungen. Nachher: Tanz. Herren, die daran teilnehmen zahlen 30 Bi. nach. Billets a 25 Pf. sind zu haben bei L. Borchhardt, Wienerstr. 14, Querg. I; R. Clemens, Eisenbahnstr. 5, vorn III. Die Ortsverwaltung. Versammlung der Einsetzer! Um rege Beteiligung ersucht Sonntag, den 24. Februar, vormittags 10 1hr, im Gewerk 15. Tages- Ordnung: 1. Referat über: Unfre gegenwärtige Sage." 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Kommission. Achtung! 181/3 Achtung! Marmorarbeiter. Atung! Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 1 Uhr: Achtung: Oeffentl. Versammlung Allgemeine Orts- Krankenkaffe im Lokal Englischer Garten", Alexanderstr. 27 c. Tages Ordnung: 172/7 2. Wie gewerbl. Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. ftenen fich die stoflegen zu der Aufnahme des Kollegen Buchmann in die Sonntag, den 24. Februar, vormittage 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung " im Englischen Garten", Alexanderstraße 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Köhler, Vertreter der Naturheilmethode. 27346 2. Bericht der Dreizehner- Kommission und Neuwahl derselben. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jedes Mitglieds in der Versammlung zu erscheinen. Die Kommission. Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 23. Februar er.. abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Lipke, Melchiorstraße 15: Derlammlung. Tages Ordnung: 198/6 1. Vortrag über:" Biviseftion, eine hochwichtige, bisher übersehene Zeitfrage." Referent: Herr H. Stenz. 2. Vereinsangelegenheiten. Gäste( auch Frauen) haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Regem Bejuch sieht entgegen Der Vorstand. Centralverband der Zimmerer Deutschlands 1. Entgültige Beschlußfassung über unsre Lohnbewegung. Organisation? 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Verband der Sattler und verw. Berufsgen. Steinarbeiter. Am Dienstag starb unser Kollege, der Steinmet 172/6 Anton Bauer. Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten sagen wir für die so große Teilnahme beim Begräbnis unsres lieben Vaters, des Tischlers Lorenz Schmidt, uniren herzlichsten Dank. 27376 Die trauernden Kinder. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unsrer lieben Mutter, Schwiegermutter, [ 27466 Frau Pauline Prager, sprechen wir hiermit allen Verwandten und Bekannten unsren innigsten Dant aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Karl Prager. Danksagung. Für die bewiesene Teilnahme bein Hinscheiden meines lieben Sohns 27476 Uhr, Reinhold Märkisch Die Beerdigung findet am Freitag, und Bruders den 22. Februar, nachmittags 3 U15: vom Trauerhause, Stromstraße 48, fagen wir den Kollegen des Deutschen aus nach dem Heilands- Kirchhof in Holzarbeiter Verbands unsren herzPlögensee statt. lichsten Dank. Wwe. Märkisch. Der Vertrauensmann. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft nach schwerem Leiden am Montag, den 18. Februar, nachmittags 312 Uhr, unfer inniggeliebter, unvergeßlicher Vater u. Schwieger: vater, der Destillateur Branchen- Versammlungen Richard Drathschmidt, der Berliner Mitglieder. Filiale 1: Geschirr-, Zelt- u. Galanterie- Branche. Sonnabend, 23. Februar, abends 8½ Uhr, im Englischen Hof, Neue Noßftr. 3. Tagesordnung: 1. Unfre Forderungen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale II: Treibriemen- Branche. Sonnabend, den 23. Februar, abends 9 Uhr, bei Buske, Filiale III: Koffer- und Taschen- Branche. Dienstag, 26. Februar, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal VIII), Engelufer 15. trome( Bahlstelle Berlin). esimida Filiale IV: Militäreffekten- Branche. Sonntag, den 24. Februar, vormittags 10 1hr: Mitglieder Versammlung = in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitslosen- Unterstützung und deren Einführung im Verbande. 2. Diskussion über die zur 14. Generai Versammlung gestellten Anträge. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 254/6 Möbelfabrik, Union ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) 2750b im 55. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Kinder. Die Beerdigung findet am Freitag, den 22. Februar, nach: mittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Kottbuser Damm 38, aus statt. Verband der an Holzbearbeitungsfabriken beſchäft. Arbeiter Berlins u. Umg. Unfren Kollegen die traurige Nach richt, daß der Hobler Hermann Kunze 82/6 Sonnabend, 23. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus im Alter von 51 Jahren am 19. Fe ( Saal VIII), Engelufer 15. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Filiale V: Teppich- und Linoleum- Branche. Jeden Montag nach dem 15. und 1. eines jeden Monate, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Filiale VI: Wagen- Sattler. Dienstag, den 26. Februar, abends 9 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstr. 35-37. SEE Neuaufnahmen finden in allen Versammlungen statt. Um zahlreichen Besuch ersuchen Die Vorstände. Montag, den 4. März cr., abends 5 Uhr, im Geschäftslokal, in fämtlichen Räumen des Gewerkschaftshauses", Engelufer 15. Entree Fruchtstraße Nr. 35: General- Versammlung. Tages Ordnung: 3. 1. Bilanz. 2. Neuwahl des Vorstands und Aufsichtsrats. 3. Geschäft liches. Der Vorstand. P. Schönwetter, Geschäftführer. 0. Weise, Rassierer. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bilanz den Genossen in unsrem Comptoir, Fruchtstraße 35, zur Einsicht ausliegt. 27416 Sonnabend, den 2. März 1901: Großer Wiener Maskenball 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Billets find in allen Versammlungen, sowie bei folgenden Kollegen zu haben: W. Tuschte, Langeftr. 103, 3 Tr.; F. Haber: mann, Waldemarstr. 67, Hof 4 Tr.; A. Jänide, Faldensteinstr. 36, 2 Tr.; D. Kleinod, Boechstr. 13, 2 Tr. und C. Achterberg, Adalbertstr. 62, part. Um recht rege Beteiligung ersucht 156/12 Das Vergnügungs- Komitee. + Herren- Vortrag. Karl Bruckhoff, Friedrichstraße Nr. 10, über: Sogenannte unheilbare Männerleiden bruar nach furzem Leiden an der Lungenentzündung gestorben ist. Ehre feinent Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 312 Uhr von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhoss, Prinzen- Allee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Allen Bekannten und Kollegen, die meinem lieben Mann die lekte Ehre erwiesen, sowie dem Chef und dent Gesangverein Nordwacht" sage ich hiermit meinen innigsten Dant. 27456] Wwe. Magdal. Lanzendorf. " Danksagung. Für die Beteiligung an dem Be gräbnis meines lieben Manns, unferes guten Vaters, des Posamentiers Oswald Ludewig fagen wir allen seinen Freunden und Kollegen 2744b unfren herzlichsten Dant. Wwe. Auguste Ludewig und Kinder. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Gatten und unfres guten Vaters Hermann Arndt sagen wir allen Beteiligten, ganz besonders bem ber Firma Selmar Bayer unfren Chef, sowie dem gesamten Personal 2743b herzlichsten Dank. Anna Arndt nebst Kindern. Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GustavLustig, Berlins., Prinzen straße 46, versendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. Pfd. 55 Bf., Sinesische Halbdaunen d. Pfb. M.1,25, beffere galbdaunen d. Bfb. M. 1,75, borzügliche Daunen d. Pfd. M. 2.85. 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Insbesondere wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch Dritte, namentlich Familienangehörige( Ehefrau, Kinder) des Angestellten, die einen Teil der Arbeit ausführen, sei es unterstützend, sei es stellvertretend, für ihre Leistungen festgesetzt wäre, versicherungspflichtig sind. Berlin, den 15. Februar 1901. Mecklenburg. Schwarz- Brandenburg. Landbrote reitag, den 22. Februar er., abenbs 19 1hr, im Rösliner Hof, auch ohne daß mit ihnen eine Abmachung getroffen oder eine Bergütung empf. Brotfabrit Wittler, Müllerstr. 34. Niederlag. d. Plakate erkenntlich. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnziehen Zähne 2 M., M. 1 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* Nur Herren! 27156 Köslinerstraße Nr. 8. Eintritt frei. Keine Tellersammlung! Reparaturen in 2 Stunden. Plombieren von 1 M. an. R. Lange, Blumenstraße 25, Ede Markusstraße. Zähne 2 M. Gerlofes Bauziehen Sprechz. 8-8, Sonntag 8-4. 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Bet den Firmen Jäckel, Herrt. wich, Hänska baben fämtliche Kollegen auf Grund des Angebots, Accord zu arbeiten, die Arbeit nieders gelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. 173/7 Die Lohukommission. Achtung! Drechsler! In der Möbeldrechslerei von H. Schmidt, Blumenstr. 30, haben sämtliche Drechsler wegen Lohnts differenzen die Arbeit niedergelegt. Buzug fernhalten. 77/6 Français Leçons 0,75. Professeur 23976 Parisien Pommeret, Breitestr. 19. Lichtschläger, Rechtsbureau, Rechtshilfe, ge Weimarer wissenhafter Rechtsbeistand Andreas: 26706* straße dreiundsechzig. ( 2705b Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Die Ortsverwaltung.. Nr. 45. 18. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. H Partei- Nachrichten. Arbeiter im Parteileben. 25mila machen Freitag, 22. Februar 1901. Die Ausgabe der Arbeiterfahrkarten geschieht schon unter einent recht erschwerten Geschäftsgang, der fortgesetzt eine Reihe von Unzuträglichkeiten mit sich bringt; aber washier die Eisenbahn- Berwaltung den Fahrgästen bietet, sieht doch nach nichts andrem als nach reiner Willkür aus. Magistrat freut, gerade Herrn Gerstenberg in sein Kollegium aufnehmen zu können. Herrn Kirschners Begrüßungsrede war ganz un gewöhnlich warm. Der Herr Oberbürgermeister sprach von dem Vertrauen, das die städtischen Behörden, insbesondre der Magistrat", In der Neuen Zeit", Nr. 20 des 19. Jahrganges, bespricht in Herrn Gerstenberg sezen, wies ihn aber zugleich auf die„ AnFritz Herbert Stettin den Konflikt in Leipzig. Der Artikel stellt sich feindungen" hin, die ihm bevorständen, und die nichst stille gein der Hauptsache als eine Polemit gegen einen denselben Gegen halten haben vor dem hochverdienten Manne, der ein Menschenalter Die harte Kälte, die jetzt schon seit Wochen anhält, legt aufs stand behandelnden Artikel v. Elms in den„ Socialistischen Monats- hindurch usw.". Gegenüber denjenigen Mitgliedern der Versammheften" dar. Wir haben keine Veranlassung, uns in diese Polemik lung, die ihre Unzufriedenheit mit der Amtsführung des also neue die Frage nahe, ob es denn kein Mittel giebt, die Führer der einzumischen. Aber eine Stelle des Artikels können wir wegen des verherrlichten Bertram leider recht oft haben Ausdruck geben müffen, schützen. Was es heißt, als Führer eines solchen Wagens zehn bis Blattes, in dem sie veröffentlicht wird, nicht unwidersprochen lassen. waren diese Worte des Herrn Kirschner eine Tattlosigkeit; aber die zwölf Stunden mit geringen nicht in Betracht kommenden Baufen dem Es heißt in dem Artikel: Gönner des Herrn Gerstenberg dieselben Mitglieder, die so lange scharfen Bugwind ausgesezt zu sein, der durch das rasche Fahren der Um die Vorwürfe Elms richtig zu beleuchten, muß man sich die auch die Gönner des Herrn Bertram gewesen sind quittierten mit Lage vergegenwärtigen. Durch Einführung der Segmaschine ist die lautem Bravo. Wagen entsteht, kann der am besten ermessen, der nur einmal einige Entlassung von vier Segern erforderlich. Zuerst werden zwei GeDie Verhandlungen über den Gas- Einheitspreis und Minuten auf dem Vorderperron eines Wagens gestanden hat. Die wertschaftler entlassen. Die Sache geht glatt vorüber. Nun soll es den Vertrag mit der englischen Gesellschaft, die die Folge dieses Zustands ist, daß die Zahl der Wagenführer, die an zwei Berbändlern an den Kragen gehen und der Tanz geht los, ganze Sigung ausfüllten, haben wieder einmal gezeigt, wie schnell Augenentzündungen und Erkrankung der Atmungsorgane leiden, weil die Geschäftsleitung unkluger Weise erklärt hat, es solle die fich die Berliner Stadtverordneten- Versammlung schlüffig zu eine unverhältnismäßig große ist. Jede andre Parteithätigkeit berücksichtigt werden. Barteigenoffen beschlossen gehabt und sie sind dafür weiblich ab- nicht in den Kram paßt. So haben die Leipziger versteht, wenn ihr ein langfames Arbeiten und sorgfältiges Prüfen halbwegs gewissenhafte Berwaltung eines öffentlichen Instituts würde von selbst für Abhilfe sorgen, für die Direktion gefanzelt worden. Ich kann mich ja nun allerdings auch nicht zu Der in der vorigen Sigung abgelehnte Antrag auf Ber- der Großen Berliner besteht eine solche Verpflichtung nicht; diesem Grundsatz bekennen, nicht, weil ich noch auf den Leipzigern Holz weisung der Magistratsvorlage an einen Aus: fie überläßt es dem Personal zu sehen, wie es zurecht kommt ,, mögen hacken will, sondern weil ich schon früher mich dagegen ablehnend fchuß war von unsren Genossen erneut eingebracht worden. die Familien in Sorgen und Mühen um die Gesundheit ihrer verhalten habe. Aber man kann über die Berechtigung dieses Grund- Stadthagen, der Häupter in Sorgen vergehen. Ge= Es scheint, daß die den Antrag begründete, hob be= jazzes wirklich verschiedener Meinung fein. So ganz unerhört ist die sonders die juristischen Bedenken hervor, zu sundheits Polizei sich kaum um diese Verhältnisse fümmert, denen der Forderung, daß die Parteipreffe mur von Parteigenoffen hergestellt Vertragsentwurf Anlaß giebt. Nachdem der Antrag gegen so viel Grund dazu vorhanden wäre. Giebt es denn keine Ein= werden soll, durchaus nicht, und sie läßt sich vom Standpunkt eines die Stimmen unsrer Genossen und einiger Freifinnigen a brichtungen zum Schutz des Fahrpersonals? Selbstverständlich sind Parteigenossen sehr wohl vertreten. Mit Stummschen Praktiken hat gelehnt war, wurde in die Specialdebatte über die einzelnen und auch in einzelnen Staaten des Kontinents z. B. in Zürich. folche vorhanden und zwar in den Vereinigten Staaten ganz allgemein das absolut nichts zu thun. Paragraphen eingetreten. Unfre Genoffen beantragten hierzu 3. Unfre Genossen beantragten hierzu Wir liegen im Striege mit der bürgerlichen Gesellschaft und die eine Reihe von Abänderungen und Streichungen, um die Diese Wagen find auf beiden Perrons mit Fensterwänden gegen die Seger eines Parteiblatts erlangen oft Kenntnis von Dingen, die Schädigungen, die der Vertrag für die getverbetreibende Bevölkerung Bugluft von vorn geschützt; es hat also nicht bloß der Wagenführer, geheim gehalten werden müssen. Wird vielleicht der deutsche und für die Stadtgemeinde bringen muß, auf ein möglichst geringes Schutz von einer solchen Vorrichtung. Eine solche Schutzvorrichtung sondern auch das auf dem Vorderperron stehende Bublifum den Generalstab fremden Militärattachees Einblick in feine Arbeiten Maß zu beschränken. Namentlich wurde die Festsetzung gestatten? Mit nichten und man würde ihm sicher Vorwürfe eines Einheitspreises von zehn Pfennig statt von ist auch hier bei einigen Wagen angebracht. machen, wenn er nicht vorsichtig wäre. Nun giebt es zwar keinen 13 Pfennig gefordert. Von unsrer Seite sprachen zu diesen An- Vor kurzem wurde nun gemeldet, daß die weitere Anwendung absoluten Schutz gegen Verrat, aber man traut doch einem Partei- trägen Stadthagen, Borgmann, genossen diese Handlung weniger zu, als einem Feinde unsrer Bes Bruns. Die Mehrheit nahm unter Ablehnung aller Zusatz wird. Die Annahme scheint uns aber nicht zutreffend, weil, wie Zubeil, Ewald, Hoffmann, dieser Schutzvorrichtung nicht in Aussicht stehe, weil bei Frost oder Regen dem Führer die Aussicht durch die Glasscheiben erschwert ftrebungen. Ich meine, diese Gesichtspunkte müßten doch auch anträge nach einander die einzelnen Baragraphen und den Vertrag im bereits gefagt, in andren Städten dieser Uebelstand nicht empfunden berücksichtigt werden." gangen an; dagegen stimmten faft nur unsre Genossen. Der ers Wir möchten demgegenüber doch konstatieren, daß sowohl der bitterte, aber leider erfolglose Kampf gegen die Gasvertenerer Parteivorstand als auch, von ganz vereinzelten Ausnahmen abgesehen, dauerte volle vier Stunden. Die zahlreichen Klein Gewerbe- Standal und ist Wandel so rasch als möglich dringend Der jetzige schußlose Bustand für den Wagenführer ist ein die gesamte Partei- und Gewerkschaftspresse a us principiellen treibenden, die auf der dicht befezten Tribüne den zeitweise sehr Gründen eine Entlassung von Arbeitern aus Parteibetrieben stürmischen Verhandlungen mit lebhaftestem, bis zum Schluß vornötig. wegen ungenügender oder mangelnder Parteithätigkeit durchaus miß- haltenden Interesse folgten, werden aus der gestrigen Sigung die Flüffige Luft zur Verbrennung verwertet. Eine bemerkens billigt hat. Und es unterliegt gar keinem Zweifel, daß auch die Ueberzeugung mit nach Hause genommen haben, daß sie von der werte Verwendung flüssiger Luft fündigt der Londoner Engineer an, oberste Partei- Instanz, der Parteitag, sollte er jemals in die Lage freisinnigen Mehrheit der Berliner Stadtverordneten- Versammlung und zwar auf Grund einer Erfindung des deutschen Ingenieurs tommen, eine Meinung über diese Frage zu äußern, denselben Stand- nichts zu erwarten haben. Hempel. Diefer ging von der Thatsache aus, daß sich bei der Verpunkt einnehmen würde. 000 dunstung der flüffigen Luft der Stickstoff schneller verflüchtige als der Sauerstoff, sodaß schließlich ein Gas entweicht, das einen großen Polizeiliches, Gerichtliches usw. # Ein Eisenbahn- Tariffuriofum. wurde. - Die lübische Streikposten- Verordnung wird das KammerEs ist bekannt, daß unser Eisenbahn- Tarif gar manche Sonder Gehalt des letzteren Elements aufweist. Hempel wollte mm diese gericht nicht beschäftigen. Die Strafkammer in Botsdam hat dem heiten enthält, bei welchen der gewöhnliche Mensch vergeblich danach Eigenschaft für die Heizung mit minderwertigen Brennstoffen wie BraunGenossen Huth eröffnet, daß der Termin gegen ihn aufgehoben fei, trachtet, zu ergründen, von welchen Voraussetzungen fich wohl tohle und Torf ausnutzen und konstruierte zu diesem Zwed eine be da der Staatsanwalt die Berufung gegen das freisprechende Urteil die löbliche Eisenbahn- Berwaltung bei ihren Anordnungen leiten ließ. wird ein Gefäß mit flüssiger Luft angebracht, dessen Inhalt selbstsondere Herdanlage. In einiger Entfernung von dem Heizraum des Schöffengerichts Brandenburg zurückgezogen habe. Der Staats- Solcher schwierigen Fragen eine hatte uns dieser Tage wieder verständlich allmählich verdunstet. Die ersten Dämpfe, die an Stide anwalt scheint die Lehre des Reichsgerichts berücksichtigt zu haben. einmal ein Leser überantwortet, der hartnäckig mit der Behauptung stoffen reich find und daher die Verbrennung behindern würden, auftrat, daß er nach seinem Wohnort an der Ostbahn keine Eine Majestätsbeleidigung soll in einem Flugblatt enthalten Arbeiter- Fahrkarte befänie, obwohl sonst für alle übrigen werden besonders ausgeschieden; die späteren aber, die bis zur Hälfte aus Sauerstoff bestehen, werden unter die Roftstäbe ge sein, das seiner Zeit bei der Verbreitung in Altona beschlagnahmt Stationen auch über seinen Wohnort hinaus Arbeiter Fahr- Hälfte aus Sauerstoff bestehen, werden unter die Roftstäbe ge wurde. Gegen die Genossen Thomas und Tölge, die Vertrauens- farten verausgabt werden. leitet, wodurch eine lebhaftere Verbrennung erzeugt wird. Die Selbst bei unsrer geringen Meinung praktische Anwendung dieses sinnreichen Verfahrens ist natürlich Teute des 8. und 10. schleswig Holsteinschen Reichstags Wahl von der hohen Verkehrsbehörde hegten wir doch Zweifel, ob von dem Preise und der leichten Erhältlichkeit der flüssigen Luft abschleswig- Holsteinschen treises, ist jest Auflage erhoben worden. Gegen die Ver- nicht der Erzähler start übertreibe und erst, nachdem er uns fiinf breiter des Blatts, auf die die Untersuchung auch ausgedehnt worden Aftenstücke als hängig. Beweismittel unterbreitet hatte, konnte unser war, ist das Verfahren eingestellt worden. Mißtrauen überwunden worden. Unser Beschwerdeführer gab folgendes Die Kraftstation für die elektrische Hochbahn, welche in der Einen besonders hohen Grad von Würdigkeit müssen an: Von dem an der Ostbahn gelegenen Ort Gorgast ziehen regel Trebbinerstraße an der Ede des Tempelhofer Ufers errichtet wird, ist in Breslau die Gerichtsberichterstatter befizen. Genome Bruhns mäßig eine Anzahl Maurer nach Berlin, um hier ihrem Beruf nach- im Rohbau fertiggestellt. Das in Sandstein gehaltene breiſtödige daselbst erhielt auf ein entsprechendes Gesuch folgenden Bescheid: zugehen. Gebäude gewährt in Berbindung mit dem nach der Luckenwalder " Ihr Gesuch, zum Zwecke der Berichterstattung für die von fahrkarten bis zur Station Golzow, von der fie bis zu ihrem pofanten Anblick, der wesentlich durch das an dieser Stelle maffive Des Sommabends benugten diese Arbeiter jahrelang Arbeiter- ftraße zu belegenen Verwaltungsgebäude der Hochbahn einen im Ihnen namhaft gemachten Blätter zu den öffentlichen Verhand lungen in Straffachen vor dem hiesigen Landgericht und Amits- Wohnort noch eine Stunde Wegs zu laufen hatten. Im vorigen Bauwerk der Hochbahn, die hier in den Gebäudekomplex der Ludengericht zugelassen zu werden, lehne ich im Hinblick auf die zahl- Jahre hatten nun die Einwohner von Gorgaft um die Errichtung walder und Trebbinerstraße einschneidet, erheblich verstärkt wird. reichen fiber Sie wegen Beleidigung, Preßvergebens und leber einer Haltestelle an diesem Ort petitioniert, und mit einem Zuschuß Das Kesselhaus der Kraftstation ist an der Hochbahn bea tretung des Vereinsgefeges verhängten gerichtlichen Strafen hier aus der Gemeinde, der durch freiwillige Beiträge aufgebracht wurde, legen und wird mit 10 Kesseln au 3000 Pferdekräften aus. Der Präsident des tgl. Landgerichts war auch die Haltestelle geschaffen worden. Die Arbeiter selbst hatten gestattet. Der für den Rauchabzug der riesigen HeizungsBartsch. jeder 3 M. gespendet und freuten sich nun der günstigen Fahrgelegenheit anlagen erbaute Schornstein ist das höchste derartige Bauwerk Dazu muß man sich vergegenwärtigen, daß der also für uns in Berlin feine Arbeiter- Fahrkarten nach Gorgast verabfolgt wurden. 80 Metern die Siegessäule und bleibt gegen den Rathausturm mur Dazu muß man sich vergegenwärtigen, daß der also für un- nach ihrem Wohnort. Umsomehr erstaunten sie, daß ihnen am Schalter Berlins und eins der höchsten Deutschlands. Er überragt mit seinen würdig Befundene Stadtverordneter und Schöffe ist und Nach Gorgast werden keine Arbeiterfahrkarten ausgegeben, hieß es um 16 Meter zurüid. Die zur Erzeugung der elektrischen Kraft er. in seinem Gesuche auch auf diese seine Ehrenämter verwiesen hat. Das schien den Arbeitern ein wenig unverständlich, da doch nach forderlichen Wechselstrom- Dynamos, für welche jetzt die Fundamente Rechtsprechen darf er zum Schreiben ist er nicht würdig genug.. Küstrin, eine Station über Gorgast hinaus, derartige Fahrkarten errichtet werden, erhalten ihre Aufstellung in dem Betriebsgebäude Wegen gewerbsmäßiger Druckschriften- Verteilung ver- verkauft wurden. Schließlich fam man aber auf den Ausweg, wieder an der Trebbinerstraße. Die Arbeiten, die durch die Kälteperioden in urteilte das Schöffengericht Otterndorf( Landgerichtsbezirk wie ehemals bis Golzow, einer Station vorher, eine Arbeiterfahr- diesem Winter sehr beeinträchtigt worden sind, sollen derartig gefördert Stade) mehrere Genossen zu je 30 M. Geldstrafe. Sie hatten einen tarte zu lösen und dann mit besonderem Billet von Golzom nach werden, daß noch im Mai d. J. einige der Kraftmaschinen in Betrieb Agitationstalender verbreitet. Gegen eine desselben Vergehens Gorgast zu fahren. Das ging eine Beitlang, bis eines Sonnabends gesetzt werden können. unter denselben Umständen angeklagte Genoffin stellte dagegen das auf der Station Golzow diesem Brauch ein jähes Ende bereitet wurde. Schöffengericht Osten( Landgerichtsbezirk Stade) das Verfahren ein, Der Kontrollbeamte nahm den Fahrgästen ihre Arbeiterfahrkarten weil es in der Handlung der Angeklagten das Moment der Ge- ab, und in einer besonderen Zuschrift wurden von jedem 6 Mart werbsmäßigkeit nicht zu finden vermochte, Die vom Staatsanwalt Strafe eingefordert. Auf eine hiergegen eingelegte Beschwerde tam dagegen erhobene Beschwerde wies das Landgericht Stade zurück. von der Verkehrsinspektion folgender Bescheid: Genoffin Rosa Luxemburg soll unter Anklage gestellt werden wegen Führung eines falschen Namens. So berichten wenigstens die Hamb. N. Nachr." Genossin Luxemburg hat fürzlich in Hamburg einige Vorträge gehalten und da soll nun die dortige Polizei entdeckt haben, daß ihr der Name Rosa Luxemburg gar nicht zulomme, fie vielmehr Rosalie Lübeck heiße. Darum die Anklage. durch ab. Borläufig möchten wir es noch für sehr unwahrscheinlich halten, daß die hamburgische Polizei so viel überflüssige Zeit hat, um sich mit derartigem Quart zu befassen. Berliner Partei- Angelegenheiten. Erster Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 24. Fe bruar, abends 6 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Cohn, Benthstraße 20. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons:„ Warum giebt es mehr Männer als Frauen?" Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Zur Lokallifte. Am 28. Februar veranstaltet der Ortsverein der Maschinenbauer und Metallarbeiter Berlin I einen Maskenball und zwar in den Germania- Sälen, Chausseestr. 104. Wie den Ges noffen bekannt ist, steht genanntes Lokal uns zu Versammlungen nicht zur Verfügung. Die Lokalkommission. 10Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. 由 か Vorstand der königl. Eisenbahns Verkehrs- Inspektion. Cüstrin, den 30. Juli 1900. Die Eröffnung der neuen Volts: Badeanstalt in der Bärs waldstraße wird, wie nunmehr bestimmt feststeht, spätestens im Mai d. J. stattfinden, womit einem sehnlichen Wunsche der Bevölkerung des füdlichen Stadtteils nachgekommen wird. Augenblidlich wire mit großem Gifer an der inneren Ausstattung der Anstalt gearbeitet. Ueber dem Hauptportal des mit einer prachtjamstvollen Sandsteinfassade versehenen Vordergebäudes ist vor kurzem ein schönes, auf den Zweck der Anlage hinweisendes Wappen enthült worden, das von zwei stehenden Bären flankiert wird, zu deren Auf die geft. Zuſchrift vom 26. d. M. teile ich Ihnen mit, Füßen fich aus einer Urne Wasser ergießt. Auf dem Wappen sieht daß der von Ihnen eingeforderte Betrag am 6. keineswegs eine Linfen eine Schlange haltend und mit der Rechten ein Gefäß umman die mit der Mauerkrone geschmückte Berolina fizen, in der Strafe darstellt, sondern ein gemäß§ 21,2 der Eisenbahn- Verkehrs- fassend, aus dem ebenfalls Wasser entströmt. Ein fleiner Knabe Ordnung festgesetztes erhöhtes Fahrgeld. Dieses Fahrgeld hat stets derjenige Reisende zu zahlen, falls nicht der doppelte Betrag lebt fich gegen diese Figur und blickt freudig auf das dahin fließende Naß. des gewöhnlichen Fahrgelds zur Einziehung gelangt, welcher ohne gültige Fahrkarte betroffen wird. Ihre Fahrkarte war aber zur Reise von Berlin nach Golzow ungültig. An Herrn H. N. Im Hinblick auf die bevorstehende Umzugszeit wird das Publikum vom Polizeipräsidium wiederholt davor gewarnt, Miets Bestimmungsgemäß dürfen Arbeiter- Rüdfahrkarten nur am berträge über Räume in neu erbauten oder umgebauten Häusern Wohnorte nach dem Arbeitsorte und umgekehrt benutzt werden. für eine Zeit abzuschließen, zu welcher die von der Ausfertigung des Da Sie aber nach Ihrer Arbeitsbescheinigung nicht in Golzow Rohbau Abnahmescheins ablaufende Frist von 6 Monaten für die wohnen, haben Sie auch keine Berechtigung, Arbeiter Rückfahr- Gebrauchsabnahme- Prüfung noch nicht verfirichen ist, da die Polizeifarten nach Golzot zu benutzen. Im weiteren ist es unzulässig, durch Bulösung von gewöhn lichen Fahrkarten zu einer nach einer Zwischenstation lautenden Arbeiter- Rückfahrtate die Reisezielstation zu erreichen. Sie werden deshalb nochmals hierdurch aufgefordert, den Betrag von 6 W. bei der genannten Fahrkartentasse porto- und bestellgeldsfrei einzuzahlen, da widrigenfalls weitere Schritte gegen Sie in die Wege geleitet werden müßten. Der Beschwerdeweg ist jetzt bis zum Ministerium erschöpft, ohne daß ein andres Resultat erzielt wurde, nur mit der Ausnahme, daß man die 6 M. Strafe den Beschwerdeführern erlassen hat, weil man annahm, daß den Arbeitern diese Tarifbestimmung nicht bekannt gewesen sei. Organe vor Ablauf dieser Frist das Beziehen der fraglichen Räume nicht dulden und nach den gesetzlichen Bestimmungen auch nicht bulden können. Die Polizeireviere werden nach wie vor auf Ans fragen aus dem Bublifum über die voraussichtlichen Termine der Beziehbarkeit von Wohnungen in neuen beziehungsweise umgebauten Häusern bereitwilligst Auskunft erteilen. Durch einen groben Vertrauensbruch im Dienst hat ein Stanglift der Civilkammer des Landgerichts I seine Starriere vernichtet. Der im Bureau der Gerichtskaffe des oben erwähnten Gerichts in der Grunerstraße angestellte Stanzlist South batte gegen die Schuldner der Kasse, welche den Offenbarungseid zu leisten sich weigerten, die Haftbefehle auszustellen. Ein Schuldner fam fürzlich zu H. und bat Nachdem der neugewählte Stadticulrat Herr Gersten Während den Arbeitern früher die Fahrt 1,70 m. toftete, beträgt ihn, den gegen ihn, den Echuldner, auszustellenden Haftbefehl acht berg überraschend schnell die Bestätigung durch die staatliche jegt der Fahrpreis hin und zurüd bierter Klasse 3,40 M.; fie Tage zurück zu behalten, was der Kanzlist auch versprach. Aufsichtsbehörde erhalten hat, ist er ebenso überraschend schnell. dürfen weder eine Station vorher, noch eine Station über Derselbe erhielt für diese Gefälligkeit ein Geschenk von drei bereits in der gestrigen Stadtverordneten- Sigung in sein Amt ihren Wohnort hinaus die Arbeiter- Fahrkarte benutzen, weil sich Mark. Durch ein Versehen Huths wurde jedoch der Haftbefehl eingeführt worden. Die Einführung hatte nicht ein- die Eisenbahnbehörde schematisch an ihre Tarifbestimmungen an einen Gerichtsvollzieher ausgehändigt, und als dieser mal mehr durch die Tagesordnung vorher angekündigt hält. Ganz unerklärlich ist dabei die Praxis der Behörde, zum Zwecke der Vollstrechung in der Wohnung des Schuldners ers werden fönnen, fo schnell war fie angeordnet worden. einen Ort an der Strecke, für welche sonst Arbeiter- Fahrkarten aus schien, weigerte sich der letztere unter Hinweis auf die gezahlten Der Einführungsaft vollzog sich äußerlich in den üblichen Formen, gegeben werden, von dieser Bergünstigung auszuschließen. So lange 3 M., dem Haftbefehl Folge zu leisten. Hierdurch kam das Diensta aber es war doch ein gewiffes charakteristisches Etwas dabei. Als Herr im Tarif nicht durchgeführt ist, daß für Stationen, die über 50 Kilos vergehen des Stanzlisten an die Oeffentlichkeit und H., der zugestehen Gerstenberg in den Saal geleitet wurde, begrüßten ihn seine Freunde meter von Berlin entfernt liegen, teine Arbeiterfahrkarten aus mußte, die Pflichtverletzung begangen zu haben, wurde fofort vom und Gönner mit freudigem Ah! Auch Herr Kirschner empfing den gegeben werden, sollte man doch nicht die Bewohner eines Orts be- Dienste dispenfiert. Die Berhaftung des Beamten konnte jedoch neuen Kollegen mit einem strahlenden Gesicht, das darauf nachteiligen und zwar in einer recht fleinlichen und ganz unverständ- nicht erfolgen, weil dieser seit seiner Entlassung verschwunden ist, berechnet schien, aller Welt sichtbarlich zu verkünden, wie sehr sich der lichen Weise. und man nimmt an, daß er einen Selbstmord verübt hat. Sas Eintreffen gefährlicher Taschendiebe, die in derselben] Heilwissenschaft" velches fie selbst redigiert. In diesem Blatt Versammlungen angenommen wurde. Ein weiterer Antrag, der den Ort arbeiten", wie die auf dem Bahnhof Friedrichstraße seiner Zeit erschien im Mai 1900 ein von dem Angeflagten Keller Gemeindevorstand ersucht, im Interesse der Gemeindemitglieder sich verhafteten Antonio Botta und Alexander Dumas, ist der hiesigen mann verfaßter Artikel mit der Ueberschrift unsre heutige Jrrenpflege diesem Protest an den Reichstag und den Bundesrat anzuschließen Kriminalpolizei von Basel angekündigt worden. Dort haben sich und der Fall Reinke!" Dieser Artifel war ganz desselben Genres, und die socialdemokratischen Gemeindevertreter auffordert, für eine zwei Männer am 1. d. M. abends um 8 1hr an den Kaufmann wie sie vor mehreren Jahren der Buchdrucker Knorr in seinem Besprechung dieses Antrags in der Gemeindevertretung einzutreten, Johann Karl Majer aus Frankfurt a. M. herangemacht und ihm Kampfe gegen die heutige Frrenbehandlung" verfaßte, der sich das fand gleichfalls nach furzer zustimmender Debatte einstimmige Ana seim Besteigen des Gotthardbahnzugs eine lederne Brieftasche mit durch eine Unmenge ven Bestrafungen und Anklagen zuzog, die ihn nahme. 3000 Lires in 100 und 50 Liresnoten, einem Hundertmarkschein und schließlich zwangen, nach der freien Schweiz zit flüchten. Die Ver Berliner Kranfen- Unterstütungs- und Begräbnis- Verein für mit dem Gepäckschein 136 aus der inneren Brusttasche der Weste handlung wurde zum Teil unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt. Frauen und Mädchen( gegründet 1892). Heute abend 9 Uhr in den berausgestohlen. Man vermutet, daß sich die beiden internationalen Aus dem öffentlich verkündeten Urteil ging hervor, daß der Gerichts- Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Geschäftliche Sizung. Verbrecher auf dem Wege nach Deutschland befinden. hof alle Angaben des Artikels als frei erfunden hielt. Frl. Kube, Socialwissenschaftlicher Studentenverein. Freitag, den 22. Februar, die an die Richtigkeit des Inhalts des Artikels geglaubt habe, habe 8 Uhr: Herr Profeffor Dr. Brenfig über" Der Kampf der Völker und nur grob fahrlässig gehandelt und sei daher mit 500 Mark Geld- feine Formen". Gäste sind herzlich willkommen. buße zu bestrafen. Bei Kellermann sei mur deshalb von einer Gefängnisstrafe abgesehen worden, weil er selbst früher einmal Bezüglich seiner Spuren von Geisteskrankheit gezeigt haben solle. fei die Strafe auf 600 Mart bemessen worden. Außerdem mußte auf Publikationsbefugnis erkannt werden. Von der Plattform eines Eisenbahnzuges herabgestürzt Ein Unfall, der überraschend gut ablief, ereignete sich vorgestern auf dem Personenzug, der von Magdeburg nach Berlin fuhr. In der Nähe von Werder war ein Handlungsreisender aus Berlin, dem während der Fahrt unwohl wurde, auf die Plattform getreten. Hier cutschte er in Folge der Glätte ab und fiel anf den Bahnförper. Ein Mitreisender hatte aber den Unfall bemerkt und schnell die Notleine gezogen; worauf der Zug auf freier Strecke hielt. Als min die Schaffner den Bahndamm entlang gingen, um den Verunglückten zu suchen, kam ihnen dieser schon wohlgemut, ohne daß er die geringste Berlegung davon getragen hatte, entgegen und konnte dann die Reise nach Berlin fortjeßen. befanut. Aus dem Fenster gesprungen ist im Passage- Panoptikum an Donnerstagmittag der 25 Jahre alte Schwarze Muhamad Esmaïn. Er zog sich eine Hüftverletzung zu und wurde durch zwei Landsleute nach einen Krankenhaus gebracht. Der Grund zur That war nicht Erschossen hat sich am Donnerstagmittag die 32 Jahre alte Uhrmacherfrau Ella Hennig, die mit ihrem Ehemann in der Angermünderstr. 12 in tinderloser Ehe lebte. Der Mann hatte um 9 Uhr vormittags die Wohnung verlassen, um sich in sein in der Linienstraße 41 befindliches Geschäft zu begeben, beim Fortgehen aber nichts Auffälliges an seiner Frau wahrgenommen. Als er aber von ihr um 1 1hr nicht abgelöst wurde, begab er sich nach Hause und fand die Frau entkleidet mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe im Bette liegen. Die Unglückliche starb bald darauf. T Im Verfolgungswahn getötet hat sich die 45 Jahre alte Zimmervermieterin Sofie Krägmar, die seit 5 Jahren den ersten Stock des Hauses Bernburgerstr. 30 bewohnte und neben dem Ber mietungsgeschäft auch die Näherei betrieb. Sie war unverheiratet und zeigte seit drei Jahren anfangs Spuren von Furchtsamkeit, später aber von Verfolgungswahn. Am Mittwochabend fand man fie, am Spiegelhaken ihres Zimmers hängend, tot auf. Von einem gewaltigen Dachstuhlbrande heinigesucht wurde am Donnerstagabend das fünfstödige Haus Ede Kulm- und Groß görschenstraße. Das um 7 1hr bemerkte Feuer verbreitete sich mit rafender Schnelligkeit, so daß die zuerst am so daß die zuerst am Brand herde eingetroffenen Löschzüge sich als ungenügend er wiesen, weshalb Brandinspektor Reinhardt noch andre Züge nachbeorderte. Die Schöneberger Wehr, die ebenfalls zur Stelle war, wurde nicht in Anspruch genommen, da die Berliner Löschzüge sich den Feuer gewachsen zeigten. Dampfsprigen und Hydranten arbeiteten zwei Stunden und beschränkten den Brand auf den Dachstuhl. Gegen 9 Uhr konnten einige Löschzüge wieder abrüden, während die andren die Aufräumungsarbeiten übernahmen. Der entstandene Schaden ist bedeutend. Borher erging an die Wehr der Ruf Menschenleben in Gefahr!" Es stellte sich heraus, daß Leipzigerstr. 13 auf einem Neubau ein Maurer auf einem Fahrstuhl verunglückt war. Er hatte fich eine starke Beinverlegung zugezogen und wurde nach dem Krankenhause befördert. Berlorenes Manuskript. Auf der Stadtbahn in der Richtung von Lehrter Bahnhof nach dem Bahnhof Börse ist am 18. d. M. in einem Abteil des Südrings ein Paket liegen geblieben, das mehrere Theaterstücke im Manuskript enthielt. Der Finder wird gebeten, der Redaktion die Schriftstücke zu übermitteln. Urania. Am Freitag, abends 8 Uhr, wird der bereits angekündigte Bortrag des Herrn H. J. Paul Gottentien aus Paris, 46 000 Kilometer zu Fuß; Erlebnisse während einer 3jährigen Fußreise um die Erde" statt finden. Der Vortrag wird von Herrn Gottenkiený in deutscher Sprache gehalten werden. Ringkämpfe im Cirkus Schumann. Am Mittwoch begannen die Entscheidungskämpfe. Tonn( Berlin) wurde von Moret( Paris) in 18 Minuten geworfen. Adali( Türke) warf Pietro II( Algier) in 1 Min., obgleich sich letzterer tapfer verteidigte. Pique Plaut( Narbonne) fiegte über Lorange( Paris) in 8 Minuten. Der Stampf zwischen Strengel( Berlin) und Bervet( Belgien) mußte der vorgerüdten Zeit wegen nach 40 Minuten abgebrochen werden. The Vermischtes. Treibeis. Aus Köln wird berichtet: Der Rhein geht stark mit Treibeis. Die Mosel ist bei Koblenz zugefroren. Hier herrschte heute nacht eine Kälte von 17 Grad Celsius. Aufgefundener Registrierballon. Der am 7. Februar 1901 Eine Leichenrede. Der Tischler Faßing hatte bei der Be- vormittags in Straßburg vom meteorologischen Landesdienste auferdigung des Tischlers Pfliegner an dessen Grabe auf dem Friedhof gelaffene Registrierballon ist am 14. durch Zufall von Waldarbeitern zu Dornigheim einen Stranz niedergelegt und dabei gesagt:" Im mitten im Walde bei Bouzières- aux- Bois par Dompaire( 14 StiloNamen des Holzarbeiter- Verbands lege ich diesen Kranz hier nieder." meter Luftlinie NW von Epinal in Frankreich, 113 Kilometer WSW Er wurde deshalb beschuldigt, entgegen dem Berbot auf einem der von Straßburg) gefunden worden. Der tadellos erhaltene RegistrierKirche unterstehenden Friedhof als Laie eine Leichenrede ge- apparat hat gut funktioniert und zeigte an, daß der Ballon eine balten zu haben, ohne die Erlaubnis des zuständigen Pfarrers zu Marimalhöhe von 8000 Meter bei einer Minimaltemperatur von besitzen. Das Schöffengericht sprach ihn jedoch frei und das Landgericht 45 Grad Celsius erreicht hat. verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft. Die StaatsanwaltFeuersbrunft. Aus Gotha wird berichtet: Die im Jahre 1790 schaft legte nunmehr Revision ein und der Oberstaatsanwalt am Kammer- fertiggestellte Sternwarte auf dem kleinen Seeberg ist in letter Nacht gericht schloß sich dem Rechtsmittel mit folgenden Ausführungen an: ein Raub der Flammen geworden. Nach Entscheidungen des Kammergerichts sei eine Grab- oder Leichenrede schon ein ganz furzer Nachruf, der nur einen einzigen Gedanken ausdrücke, oder eine einfache, in wenigen Worten zusammengefaßte Ansprache an die Trauerversammlung. Eine solche liege aber hier vor. Rechtsanwalt Wolfgang Heine, der den Angeklagten vertrat, Grubenunglück. Auf der Zeche Preußen" in Dortmund verwies auf die landgerichtliche Entscheidung als zutreffend, erklärte wurden Ende voriger Woche zwei Bergleute verschüttet. Troß eifriger aber, daß er noch weiter gehe. Es handle sich hier nicht nur um Rettungsarbeiten gelang es bis heute noch nicht, die Unglücklichen zu teine Leichenrede, sondern es liege überhaupt teine te de vor. retten. Man dürfte sie jest taum noch lebend antreffen. Ein VerAllerdings seien vom Kammergericht gegenteilige Entscheidungen wandter eins der Verschütteten wurde bei den Rettungsarbeiten ergangen. Er sehe sich indessen veranlaßt, diese als unrichtig zu schwer verlegt, und zwar wurde ihm durch einen aus dem Hangenden bekämpfen. Eine Re de seze schon begrifflich voraus, daß es sich abstürzenden Stein der Fuß vollständig abgeschlagen. dabei handele um mehrere Säße und mehrere Gedanken, die in einer gewissen feierlichen Form ausgesprochen würden. Danach seien Feuer im Rathaus. Während einer Festlichkeit im Anbau des die Worte:" Ich lege den Kranz im Namen des Verbands nieder", Rathauses zu Schmalkalden brach daselbst Feuer aus, das außer ebensowenig eine Rede, als wenn jemand zu einem andern gesagt dem Tanzfaal die Räume der Kämmerei und des Polizeikommissariats hätte: Komm, wir gehen nachher zu Schulz." Das Kammer- sowie andre Teile des Rathauses zerstörte; die wichtigsten Aften gericht wies die Revision zurück und führte begründend aus: Der Senat fei von seiner früheren Judikatur nicht abgegangen, Eine gewaltige Feuersbrunft zerstörte in der vergangenen gleichwohl müsse die Revision der Staatsanwaltschaft zurüd Nacht in der Antwerpenerstraße der Brüsseler Vorstadt Molenbeek gewiesen werden, denn sie scheitere an den thatsächlichen Feststellungen. eine Reihe von Gebäuden, darunter eine Margarinefabrit, eine Wenn der Vorderrichter annehme, daß der Angeklagte bei der Kranz- Enveloppenfabrik und ein Magazin, in welchem ein Teil der Dekoniederlegung lediglich gesagt habe, was er that, so wolle der Vorder- rationen des Theaters de la Monnaie aufbewahrt wurde. richter damit verneinen, daß es sich um eine Ansprache an die Feuerwehrmann tam ums Leben, ein andrer erlitt lebensgefährliche Trauerversammlung handele. Und wenn er darauf zu dem Schluß Brandwunden. Der Schaden beträgt 2 000 000 Frants. komme, jene Worte orte des Angeklagten ſtellten eine Leichenrede nicht dar, dann verleze er damit nicht den Begriff der Leichenrede. Ein Rechtsirrtum des Vorderrichters sei nicht erkennbar. = wobei er wurden gerettet. Briefkasten der Redaktion. Ein Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 11hr abends statt. J. W. 1. Nein. 2. Ja. B. K. Die Atteste nügen vorweg nichts, da Untersuchung entscheidet. Ratürlich müssen Sie auf Ihr Zeiden aufmerksam machen und eventuell, wenn es gewünscht wird, später Zeugnisse beibringen. Edmund And einer ordnungsparteilichen Gemeindeverwaltung. Der leritale Stadtrat Dr. Lampert zu Mülhausen i. Els., eines der Produkte der liberal fleritalen Ordnungsverbrüderung bei den Gemeinderatswahlen von 1896, batte gegen den Vorsitzenden des dortigen Hausbesigervereins H. Benner Privatflage wegen verleumderischer Beleidigung" erhoben, weil derselbe in einer öffentlichen Versammlung der Hausbesizer gesagt haben sollte, im GemeindeG. K. Die Adressen von Wohlthätigkeits- und Unterstützungsvereinen rat fäßen Leute, die ihre Stellung zu ihrer persön finden Sie im zweiten Bande des Adreßbuchs. O.. 40. Wenden Sie sich an das Kuratorium der Heimstätten für Berichtigung. In Nr. 37 unsres Blatts brachten wir eine lichen Bereicherung ausnuten, auf einen Zuruf Genesende. Bureau: Klosterftr. 68. Notiz über einen Borgang, der sich im Brüderschen Lokal zwischen aus der Mitte den der Versammlung Namen Lampert A. S. Niemand ist verpflichtet, folche Zins coupons in Zahlung zu den Mitgliedern des Lotterieklubs Südost und einem alten Partei- nannte. Die Sache kam dieser Tage vor dem Schöffengericht nehmen. Wegen der Einlösung derselben wenden Sie sich an ein Bankgenoffen abspielte. Wir erhalten zu dieser Angelegenheit von den zum Austrag. Unter den Zeugen befand sich der Beigeordnete geschäft. Zwei Wettende. 1. Diamanten verbrennen in der That. 2. Ist uns Bertrauensmännern des vierten Kreises E. Voigt und P. Böhm des Bürgermeisters, Fabrikant Lauhoffer- Laederich, der auf die folgende Berichtigung: In einer zu dieser Angelegenheit tagenden Fragen des Angeklagten die folgenden Thatsachen bestätigte: Vor nicht bekannt. Roßlau 111. 1. Von Ihrem persönlichen Erscheinen zweds Aufgebots Konferenz der beteiligten Personen wurde festgestellt, daß der Vor- zwei Jahren bot die Stadt dem Eigentümer eines 207 Quadratmeter tann der Standesbeamte absehen und sieht in der Regel ab: nur müssen die fizende des Klubs Herr Liebsch auf Verlangen der Festteilnehmer großen Terrains, auf welchem sie eine Bersteigerungshalle zu errichten Sie betreffenden Urfunden ebenfalls beigebracht werden. Zur Heirat müffen den Verkauf von Parteibons verbot, jedoch an dem darauf folgenden gedachten, den Kaufpreis von 12 000 m. Der Eigentümer verlangte Sie natürlich persönlich erscheinen. 2. Uns unbekannt. Nachspiel unbeteiligt war. 14 400 M., die Stadt wollte jedoch diesen Preis nicht zahlen. Kurze Zeit Krämer. Die Beantwortung Ihrer Frage hängt von der Beantwortung darauf erwarb der Stadtrat Lampert das Terrain und die Stadt der Frage ab, ob die Blusen in der That unbrauchbar sind. Diese Frage faufte es diefem jezt für 18 000 m. ab, indem sie sich zugleich ver- dürfte zu verneinen sein, indessen thun Sie gut, vor Anstellung der Klage haus, deren Wert im Gemeinderat felbst auf 4000 W. veranschlagt schleunigt, spätestens bis zum 25. Februar, einreichen: eine polizeiliche Bes pflichtete, ihm eine der Stadt gehörige Bodenfläche bei seinem Wohn- einen Sachverständigen, z. B. ein Vorstandsmitglied Threr Gewerkschaft, hierüber zu befragen. F. M. 100. Sie müßten die Reklamation wurde, unentgeltlich abzutreten. Die Gemeinde zahlte somit 22 000 M. an den klerikalen Stadtrat, nachdem sie kurz vorher die Kauffumune glaubigung ist nicht erforderlich. Sie schildern kurz den Sachverhalt, führen, falls möglich, Beweismittel für Ihren Vertrag an und beantragen Zurückstellung bon 14 400 dem ursprünglichen Eigentümer gegenüber für zu hoch A. Sch. Militärpässe, Invalidenkarten und dergleichen Legitimations: erklärt hatte! Das Schöffengericht sprach den Angeklagten nach farten darf auch der Wirt nicht pfänden oder einbehalten. Pfändbare einer Beratung von wenigen Minuten frei. In den Urteils: Gegenstände darf er wegen rüdſtändiger Miete einbehalten, hat Standgels gründen heißt es, daß der Angeklagte als Gemeinderats- Mitglied oder dergleichen nicht zu beanspruchen, hat die Sachen sorgsam aufzus ein Raufgeschäft wie das vorliegende sich hätte verjagen sollen. bewahren: sie bleiben Eigentum des Mieters, gleichviel wie lange Frist Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme stehe nicht fest, daß der berstreicht. Will er die Sachen loswerden, so muß er seine Forderung einflagen und dann die Sachen durch einen Gerichtsvollzieher pfänden lassen, Angeklagte dem Privatkläger in öffentlicher Versammlung direkt den oder er läßt die Pfandsachen in öffentlicher Auftion nach Benachrichtigung Borwurf der Bereicherung gemacht habe, aber selbst wenn dies des Mieters durch einen Gerichtsvollzieher versteigern. M. 20. Ihre geschehen wäre, würde das Gericht ihm den Schuß des Baterschaft ist fein Ehehindernis für eine Ghe mit einer andren, als der § 193 Str. G. B, zugebilligt haben, denn zur Erhebung Mutter des von Ihnen erzeugten Kinds. Sie haften aber nach wie vor folcher Vorwürfe in öffentlicher Verhandlung sei jeder Bürger berechtigt. für Zahlung der Alimente. Die ausgeklagten Alimente verjähren in 2. Ja. Es sei nicht wahrscheinlich, daß der Privatfläger die nachgewiesenen Vorteile breißig Jahren von der letzten Zwangsvollstreckung ab gerechnet. R. B. 1. Nein. 2. Ja. 3. Der Vertrag ist nach dem preußischen aus dem Kaufgeschäft gezogen hätte, wenn er nicht Gemeinderat wäre. Stempelgesek stempelpflichtig, aber auch ohne Stempel gültig. 4. Gs müßten Wenn solche Dinge im Gemeinderat möglich seien, so gehe dies das die Gegenstände aufgezählt, übergeben und endlich zum Eigentum( nicht Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung ge- Schöffengericht nichts an, es müsse aber das Recht der öffentlichen nur Gebrauch) übergeben werden. Soweit der Bertrag Gläubiger etwa benachteiligen soll, ist er ungültig. Abonnent 85. Der Verlust des nehmigte am Mittwoch die Verlängerung des mit dem Buchdruckerei Kritit gemäß§ 193 St.-G.-B. ihnen gegenüber wahren. befizer Gerk getroffenen Abkommens betreffend die lebertragung Das ordnungsparteiliche Stilleben auf dem Rathaus der ober- Wahlrechts würde bis ein Jahr nach Entlassung aus dem Krankenhause Deutschland. des öffentlichen Anschlagwesens bis zum 30. Juni. Vom 1. Juli ab eljässischen Industriestadt hat durch diese Gerichtsverhandlung eine gelten. Ob Sie Raten zahlen oder nicht, ist unerheblich. Nein. E. J. 36. 1. Ja: im Streitfall hat das Vormundschaftsgericht soll das Anschlagwesen, eventuell einheitlich mit Berlin, neu geregelt böse Störung erfahren. Jive sid Tut zu entscheiden. 2. Wenn ein Haus zwangsweise verkauft( subhaftiert) wird, werden. Die Vorlage des Magistrats betreffend Bewilligung einer so fann der Erwerber bis zu dem dritten Tage des auf den Verkauf Summe von 10 000 M. für die Abfassung einer neuen Geschichte der Quartals den Mietsvertrag fündigen. Wer ein Haus am 25. Jebruar in der Subhaſtation erwirbt, Tann alſo bis Stadt Charlottenburg. zur Zweihundertjahr- Feier( 1905) gelangt nach M. Ja. unerheblicher Debatte zur Annahme. Des weiteren erklärte sich die Die Kleber hatten am Mittwoch eine öffentliche Versammlung. am 3. April die Mietsverträge zum 31. Juni fündigen. - O. B. 200. 1. Ja. 2. 80 Mart. 3. Das hängt von den Umständen Versammlung mit der Magistratsvorlage betreffend die Zulassung in der zunächst der Vertrauensmann Strasser den Bericht des einzelnen Falls ab. A. 20. 1. Nein: der Mietsstempel wird durch der Frauen zur öffentlichen Armenpflege ein ber Tariffommission erstattete. Dem Bericht ist zu ent- den Wirt unter Vorlegung eines sogen. Mietsbuchs und nicht durch verstanden. Es sollen in Zukunft nach Anhörung der beteiligten Armen- nehmen, daß die Accordpreise größtenteils in annehmbarer Weiſe Stempelung des Bertrags entrichtet. 2. Ja.- Heilstätte. 1. Rein. tommission und auf Antrag des Magistrats auch Frauen zu Armen geregelt find. Gegen die Feier des 1. Mai hatten die Unternehmer 2. Ja. 3. Ja. N. S. Ein eigenhändig ge: und unterschriebenes pflegern bestellt werden können. Gleichfalls genehmigt wurde die nichts einzuwenden. Auf die Einführung des Minimal Teftament ist gültig, auch wenn es ohne Zeugen errichtet und wenn es vom Magistrat beantragte Neueinteilung der Armentommissions Stundenlohns von 60% f. wollten sie sich jedoch nicht ver- lediglich zu Hause aufbewahrt wird. Es muß aber unter Angabe des Orts bezirke und der Waisenratsbezirke. Sodann nahm die Versammlung pflichten. Nach längerer Diskussion, in der sämtliche Redner fich für und Tags eigenhändig ge- und unterschrieben sein. Der Name muß einige auf Grund der neuen Geschäftsordnung notwendig gewordene bas unbedingte Festhalten an dem 60 Pf.- Minimallohn aussprechen und unter dem Zestament, also unter, nicht neben dem Datum oder der letzten Zeile stehen. Endlich müffen die Pflichtteils Erben( Eltern und Bahlen vor; im Petitionsausschuß ist die Socialdemokratie nicht, fich auch mehrere für die Abschaffung der Accordarbeit erklären, stinder) bedacht sein. Für Ihren Fall genügt etwa folgendes Testament: im Ausschuß zur Prüfung der Stadtverordnetenwahlen durch Genossen wird folgende Resolution einstimmig angenommen:" Die Verjamm- Berlin, den 25. Februar 1901. Ich und meine Ehefrau jezen als alleinige Hirsch vertreten. Zum Schluß wurden mehrere Vorlagen, die die lung erklärt sich mit den Abänderungen der einzelnen Positionen Erben ein: 1. Uns gegenseitig, 2. meinen, des Ehemanns, Vater und meine, Berstärkung von Etatspositionen betrafen, genehmigt und der Etat des Tarifs einverstanden, erklärt aber an den 60 Pfennig- Minimal- der Ehefrau, Eltern. Der Vater und die Mutter sollen sich mit dem Pflichtin erster Lesung beraten. lohn unbedingt festhalten zu müssen, da dieser Lohn die äußerste teil begnügen;( folgt Ihre Unterschrift), sodann( von der Ehefrau eigen: Hygienische Vorträge. In den von der Allgemeinen Orts Grenze des Eristenzminimums für einen Kleber als Saisonarbeiter händig ge und unterschrieben): Dieses Teftament foll auch als meint Teftament gelten. Berlin, den 25. Februar 1901. Folgt Ihrer Ehefrau Ferner erklärt die Versammlung, daß von seiten der unterschrift. Beispiele für Testamente finden Sie in dem dem ArbeiterKrantentaffe für die vereinigten Gewerbebetriebe Charlottenburgs bedeutet. Arbeitgeber eine Kommission zu wählen recht angehängten Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch, S. 238, S. 239. veranstalteten hygienischen Vortragsabenden spricht am Freitag, den Arbeitnehmer nachdem der Tarif auf dem Gewerbegericht 22. d. W., abends 82 Uhr, in der Aula der Gemeindeschule Goethe- ist. die, worden ist, die Differenzen analog der Achtstraße 22 Herr Regierungs- und Gewerberat Hartmann und am festgelegt Dienstag, den 26. d. M., abends 812 Uhr, in der Aula der Ober- zehner- Kommission für die Polstererbranche zu regeln hat." Realschule, Schloßstr. 27, Herr Gewerbe- Juspettor Schmidt. Vortrags- Es fand dann noch thema ist an beiden Abenden Gewerbe Inspektion und fammlungsbericht des Korrespondenz- Blattes" statt.- Weiter wurde über den Streit bei der girma Seiffert verhandelt. Die Stationen Gewerbe Hygiene." von den Ausständigen gestellten Forderungen wurden als zu niedrig bezeichnet. Nach längerer Diskussion sprach die Ver sammlung den Streifenden ihre Sympathie aus und erklärte sich mit Swinembe 770SS1 heiter ihnen solidarisch. 770 Still wolfig 770 WNW 29ebel 394 Aus den Nachbarorten. Der Besuch dieser Vorträge ist für jedermann unentgeltlich. Gerichts- Beifung. Versammlungen. und eine erregte Debatte über einen VerWitterungsübersicht vom 21. Februar 1901, morgens 8 1hr. Hamburg Berlin Wetter Stationen Wind-> richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 603 5° C.-4° Schnee 1 bedeckt-15 -13 Haparanda 758 Still Petersburg 7652 -11@ ort 772 NO 1 heiter 770 WNW 2malfig 768 NNO 2wolfent München 76750 3 bedeckt-18 Paris Franti./. 770 ONO 2 wolkenl- 15 Aberdeen 768 WNW 2 Schnee 9 1 Lichtenberg. Eine Voltsversammlung, die von ca. 1000 PerWegen öffentlicher Beleidigung vermittelst der Presse hatten jonen besucht war, während ebenso viele wegen Ueberfüllung des fich gestern die Redacteurin Fräulein Minna Kube und der Lokals umfehren mußten, fand am 20. d. M. hier statt. Reichstags- Wien frühere Gerichtssekretär, jezige Cigarrenhändler Heinrich Heller Abgeordneter G. Ledebour sprach in 1/ 2stiindigem, mit stürmi- d Wetter- Prognose für Freitag, den 22. Februar 1901. mann von der zweiten Straffammer am Landgericht II zu verschem Beifall aufgenommenen Vortrag über die geplante Erhöhung Zunehmende Bewölkung und Erwärmung mit geringen Niederschlägen antworten. Fräulein Stube betreibt in Charlottenburg eine Natur der Getreidezölle. Die lebhafte, zustimmende Diskussion endete mit und ziemlich frischen westlichen Winden. heilanstalt und giebt auch ein Blatt heraus mit dem Titel Neue der einstimmigen Annahme der Resolution, die bereits in den Berliner Berliner Wetterbureau. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.