Nr. 47. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofte bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft 8eitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. te Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonets geile ober deren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Sefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Gesinnungsrohe Monarchisten. " Sonntag, den 24. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. einer öffentlichen Angelegenheit monarchistisch zur Sprache, an denen außer dem Redner und seinen Wählern tein sich zu verzüden habe, und wann es die Ankunft Mensch interessiert ist. eines hohen aber berhaßten Gastes als reine Aus der einleitenden Rede des Ministers v. Thielen ergiebt Die Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bunds der Land Familienangelegenheit schweigend zu übersehen sich, daß die Eisenbahn- Rente von Jahr zu Jahr gestiegen ist; sie ist in twirte, hatte einen bitterbösen Artikel über die Reise des Königs habe? Da tönnen Irrtümer leicht vorkommen und die Agrarier Breußen weit höher als in den übrigen Staaten. Die Schätzung der Edward nach Deutschland gebracht. Wir haben aus dem Artikel des haben in entschuldbarer Weise gefehlt, als sie auch diesmal- der alten Einnahmen ist in so vorsichtiger Weise erfolgt, daß der Etatsansatz auch Blatts einige Proben mitgeteilt, die derart antisemitisch- bissig waren, Gewohnheit gemäß durch die Reise eines getrönten Herrn fich politisch bei einer noch größeren Verschlechterung der wirtschaftlichen Nondaß der Chefredakteur der Deutschen Tageszeitung", Dr. Oertel, aufregen ließen. Man unterlasse es fünftig, für Monarchenreisen das junktur erreicht wird. Ein großer Teil der Rede des Ministers beficher die Anwendung der Prügelstrafe beantragt hätte, wenn der Voltsinteresse und die Volksgelder anzusprechen, man nehme die stand in einem Lob auf die Arbeiterfürforge der Regierung. Die Artikel in einem socialdemokratischen Blatte gestanden haben würde socialdemokratische Anschauung an und solche Mißverständnisse Löhne find angeblich wieder sehr erhöht worden, ohne daß gleichund einem andren Monarchen als dem König Edward gewidmet gefinnungsroher Monarchisten, die die zarten Nerven offiziöfer zeitig die an die Beamten im Außendienst herantretenden Angewesen wäre. Da hieß es z. B., daß ein der Ankunft gewidmeter Schreiber verlegen, werden ein für allemal vermieden werden. forderungen. größer geworden sind. Wie es in Wirklichkeit damit Gruß des Kleinen Hofjournals" höchstens geeignet sei, in einigen Uebrigens zweifelt wir nicht im mindesten daran, daß wenn steht, haben wir wiederholt nachgewiesen; wir haben an der Herrenkonfektions- Geschäften mit Hoflieferanten- Titel Hoffnungsfrohe plötzlich die Weifung gegeben werden sollte, es solle ein feierlicher Hand des amtlichen Materials ben Beweis dafür erbracht, Spannung zu erweden". In einem andren agrarischen Blatt er Einzug des Königs Edward in Berlin erfolgen, sofort wieder der daß es für Herrn b. Thielen nur einen Leitstern, die fchienen sogar plöglich die sonst üblichen stürmisch begeisterten, die ganze dynastisch- loyale Aufwand hervorgeholt werden würde und Erzielung möglichst hoher Ueberschüsse, giebt und daß aus diesem Straßen festlich füllenden Patrioten als Hurrapöbel und Maul- bie abseits stehenden Socialdemokraten als Reichsfeinde und Um Grunde die Löhne zahlreicher Arbeiterkategorien noch ungemein aufreißer". stürzler geschmäht werden würden. niedrig, die an sie gestellten Anforderungen hingegen unverhältnisNach diesen Kundgebungen erschien denn am Freitagnachmittag Ganz besonders unfein und anstößig aber ist es, daß die Note der mäßig hoch find. eine scharfe offiziöse Note in der„ Norddeutschen Allgemeinen Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" an das Gefühl appelliert und Trotz des glänzenden Bilds, das der Minister von den EisenZeitung", die also lautet: den Schmerz des Bruders über die schweren Leiden der Schwester bahnen entwarf, ist an Reformen im Interesse des Publikums nicht Seine Majestät der König von England gedenkt in den nächsten gegen die gefinnungsrohen Monarchisten ausspielt. Gewiß empfindet zu denken. Die große Mehrheit des Landtags will nament Tagen nach Deutschland zu reisen. Daß die Veranlaffung zu dieser jeder Gesittete menschliche Teilnahme mit einem leidenden Menschen- lich von einer Ermäßigung der Personentarife nichts wiffen. Reise des britischen Herrschers in dem schwer leidenden Zustand aber das Mitgefühl mit dem Schicksal eines Einzelnen verblaßt Das einzige, wofür diese Herren zu haben sind, sind fir ländliche Produkte. Gestand feiner erlauchten Schwester, Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich, naturgemäß völlig vor dem Mitgefühl mit dem von brutaler Gewalt weitere Ausnahmetarife liegt, ist leider nur allzu gewiß. Obgleich also der Besuch in Kron- und Uebermacht angestrebten Untergang eines ganzen tapferen Bolts. doch der Führer der Konservativen, Graf Limburg Stirum berg als Att brüderlicher Bietät einen rein familiären Es ist äußerst gefährlich, bei dieser Gelegenheit Gefühle erweden zu vor einigen Jahren ganz offen ein, daß er von billigen Tarifen nicht Charakter trägt, haben aber doch einzelne deutsche Blätter daraus wollen. Der Bruder, der über die Schwester trauert, weil sie von nur eine weitere Flucht der Landarbeiter aus den feeligen Gefilden ein politisches Ereignis zu machen gesucht, um sich in einer qualvollen Krankheit ergriffen ist, trägt doch zugleich auch ein Stück Ostelbiens, sondern auch ein Anwachsen der Socialdemokratie be giftigen Angriffen zu ergehen, welche auch Se. Majestät Verantwortung für die Greuel eines Kriegs, in dem keinerlei fürchte! Und genan wie die konservative Mehrheit, so ist auch die den Kaiser und König auf das tiefste verlegen Mitleid mit den Opfern grausamer Vernichtungs- und Unter- Regierung für Tarifreformen nicht zu haben. Zu wirklich durchmüssen. Es wird damit ein Grad von Gesinnungsroheit jochungssucht geübt wird. Nichts wäre so begreiflich, als daß schlagenden Reformen im Eisenbahnwesen gehört nicht mur, wie die verraten, der die schärfste Zurückweisung verdient." das Mitempfinden mit dem persönlichen Schmerz verhärtet Herren von der Linken betonen, eine völlige Trennung der EisenbahnUnfre braven Agrarier, die doch fast vor monarchistischer Ge- angesichts des ungeheuren Jammers eines zum Tode verurteilten finanzen von den allgemeinen Staatsfinanzen, sondern vor allem finnung bersten, find mun freilich in einer üblen Lage. Sie haben Bolis. Es steht den Federagenten unsrer herrschenden Klassen auch eine andre Busammensetzung des Hauses, damit die Regierung fich in einer Weise aufgeführt, daß ihre giftigen und gefimmungsrohen schlecht an, an die sentimentale Feinfühligkeit sich zu wenden, wo im fräftiger als heute daran erinnert wird, daß die Eisenbahnen in Angriffe, nach der Versicherung der Offiziösen, sogar den deutschen Leben der Völker schonungs- und erbarmungslose Kriegsführung als erster Linie ein Verkehrsinstitut find. Kaiser tief verlegt haben. Als der„ Borwärts" am 18. Januar einen höchstes Gesetz nicht nur geduldet, sondern gefordert wird. Gefimmingsgründlich toten Hohenzoller an der geschichtlichen Wahrheit maß, roheit und unmenschliche Fühllosigkeit gilt in der moralfreien Politit da war es die Deutsche Tageszeitung" und ihr Oertel- Dreistern, als realistische Weisheit, als unerläßliche Forderung staatsmännischer Gothein( frf. Bg) für die Bedürfnisse des reisenden Publikums die am wildesten gegen uns loszogen und uns, als außerhalb der Tüchtigkeit. Was sollen da die altmodischen Aeußerungen mensch ein, während vor allem der konservative Redner, Graf LimburgVerfassung stehend, den Anspruch auf unsre verfaffungsmäßigen licher Teilnahme für das private Leid eines Einzelnen... Stirum sich allen zeitgemäßen Reformen aufs entschiedenste Rechte versagten. Jetzt haben die Leute der Deutschen Tages- Die Kreuz- Zeitung" mahnte neulich die agrarischen England- widersette.zeitung" etwas viel Schlimmeres gethan, sie haben durch giftige anti- feinde, sich Mäßigung aufzuerlegen; die Sachlaged. h. die Rüdmonarchische Angriffe auf den Onkel des deutschen Kaisers diefen sicht auf den Zollgewinn gebiete solche Selbstbeschränkung. Auch Betition lebenden Hohenzoller aufs tiefste verlegt. Herr v. Rheinbaben heute wendet sich das Blatt mit frommem Augenaufschlag gegen die Die Petition der städtischen Behörden von Berlin wird nun wohl seinen von der Deutschen Tageszeitung" höchlichst agrarische Sippe und gegen die„ taktlosen und spizigen Bemerkungen, gebilligten Grundsatz bethätigen, daß antimonarchisch gesinnte Leute weder mittelbare noch unmittelbare Beamte sein dürfen, und wird jedem die Bestätigung versagen, der selbst Agrarier ist oder doch wenigstens Agrariern zuneigt. " Dennoch ist die Lage der Agrarier noch weniger blamabel, als das Verhalten der liberalen bürgerlichen Bresse. Diese jubeln über den offiziösen Rüffel und benutzen die Gelegenheit, sich selbst als die allein echten Monarchisten in empfehlende Erinnerung zu bringen. Damit ein Grad von Gefimmungslosigkeit erreicht, der weit schlimmer ist als eine offiziös denunzierte Gesinnungsroheit. Die Agrarier haben sich durch ihr Verhalten in einen tragitomischen Gegensatz zu ihrer sonst geheuchelten felsenfesten mon archischen Gesinnung gebracht; aber sie haben doch wenigstens einmal in diesem Fall die täuschende Larve vom Gesicht genommen. Unfre liberale Bourgeoisie aber fezt auch bei dieser Gelegenheit ihre loyale Heuchelei fort, ja überbietet sie noch, weil ihr die Konjunktur angesichts des junkerlichen Anfalls von Offenherzigkeit günstig zur Anpreisung ihrer Ware erscheint. " die mit unverkennbarer Deutlichkeit gegen den erwarteten Gast gerichtet sind". Dagegen giebt die Deutsche Tageszeitung" mit unverkennbarer Freude die folgende Meldung der erzreaktionären " Dresdener Nachrichten" wieder: In der Debatte, die am Montag fortgesetzt wird, traten nur die Abgg. Sänger( b. t. P.), Dr. Sattler( natl.) und wohl- fechzehn Gegen den Kornwucher. gegen eine Erhöhung der Getreide- und Lebensmittelzölle ist mmmehr im Wortlaut festgesetzt und soll demnächst der Regierung zu gestellt werden. Die Grundlage der Petition bildet ein reiches statistisches Material. Indem für Berlin pro Kopf und Jahr ein Stonfum von 200 Kilogramm Roggen und Weizen angenommen wird, wird ein Verbrauch von 376,8 Millionen Kilogramm Brotgetreide " Diese offiziöse Kundgebung ist das Stärkste, was bisher an für die hiesige Bevölkerung festgestellt. Demnach würde jede Mart Brüstierung der öffentlichen Meinung geleistet 30II Berlin mit 38 Millionen Mart belasten. Die worden ist; sie ist geradezu ein Schlag ins Geficht für das ge- Mart zwölf Mart, von sieben Mark vierzehn Mark und von acht Mark direkte Belastung pro Kopf würde bei einem Zollsatz von sechs samte nationale Denken und Empfinden, wie es sich England sechzehn Mark pro Kopf betragen. Eine Vertenerung der notwendigen gegenüber im deutichen Volke äußert. Daß kein einziger wohl- unterhaltungsmittel, so wird dann ausgeführt, bedroht nicht nur gefinnter Deutscher daran denkt, dem Kaiser irgendwie persönlich die wirtschaftliche Lebensfähigteit, sondern auch die zu nahe zu treten, braucht nicht erst bewiesen zu werden, weil es Gefundheit der Bürger. Es wird dann der Zusammenhang der selbstverständlich ist; die gegenteilige Behauptung stellt sich Teuerung mit der Erhöhung der Sterblichkeit in gufammen Der Einfuhr als eine giftige", um mit der Nordd. Allg. 8tg." zu hang gebracht und ziffernmäßig zu belegen gesucht. reden, Insinuation dar. Das Recht einer fachlichen an Lebensmitteln ist dann die Menge der von Berlin ausgeführten nationalen Stritit aber wird sich die patriotische öffentliche Industrieerzeugniffe gegenübergestellt, da die Petition ja zugleich für den Abschluß langfristiger Handelsverträge eintritt. Meinung im Reich keinesfalls nehmen lassen, ohne Rücksicht auf Diese Industrie sieht die Deutschrift auch dadurch mitgefährdet, höfisch- dynastische Beziehungen, und wenn ein offiziöses Blatt es daß die dann laut werdende Forderung höherer Löhne die Konkurrenz wagt, dabei den nationalen Warnern und Wächtern Gesinnungs- unsrer Industrie mit dem Auslande schwächen wird." Im Interesse roheit" zu unterstellen, so ist das eine Ausschreitung der wirtschaftlichen Wohlfahrt", so schließt die Petition, der Boltsdes offiziösen Breßtojatentums, für deren richtige gesundheit, des fittlichen Gedeihens und des socialen Friedens richten Kennzeichnung es der parlamentarischen Sprache an geeigneten wir daher an das königliche Staatsministerium die ehrerbietige Bitte, Ausdrücken gebricht. nicht dazu beizutragen, daß höhere Kornzölle sowie andre Bölle auf unentbehrliche Lebensmittel in Deutschland eingeführt werden, jedoch für den Abschluß langfristiger Handelsverträge, wie sie zur eit fich fegensreich bei uns bewähren, mit seinem ganzen Einfluß einzutreten." " D In Leipzig haben am Freitagabend sechs große Boltsversammlungen gegen den geplanten Kornwucher Protest erhoben; fämtliche Versammlungen waren sehr start besucht. Von überaus start besuchten ntb vorzüglich verlaufenen Protestversammlungen wird ebenfalls aus Erfurt und aus Harburg gemeldet, wo die abgeordneten och und Beus sprachen. # In Wirklichkeit ist nämlich der offigiöse Wischer ebenso taktlos wie ungehörig und unwirksam. Unfre Offiziösen haben gar kein Recht, sich darüber aufzuhalten, wenn ein Fürstenbesuch unter politische Betrachtungen genommen wird. Bisher hat allein die Socialdemokratie fonsequent die Auffassung vertreten, daß monarchische Diese Sprache sticht immerhin vorteilhaft von der höfifchen Heuchelei Visiten und Gegenvifiten reine Privatangelegenheiten der beteiligten der Kreuz- Beitung" ab, die in ihrem spekulativen BrotwucherPersonen sind. Daraus allein folgte schon, daß wir gegen jede Ber: monarchismus nicht würdiger sich benimmt, als die liberale wendung öffentlicher Mittel für solche Gelegenheiten protestieren Bourgeoisie, die durch Beteuerung der eignen ungegipften echtfarbigen mußten. Wenn wir das aber thaten man dente noch an den monarchischen Gesinnung und durch Denunziationen der auf dem legten Besuch des östreichischen Kaisers in Berlin so wurden wir Pfade der Loyalität schlimm geftrauchelten Agrarier auf der Höhe" beschimpft, mit Ausnahmegesezen bedroht und noch zudem als Einfluß zu erlisten sucht. Idioten ausgegeben, die durchaus nicht einsehen wollen, daß Fürsten- Die Socialdemokratie fann an solchen halb widerwärtigen, halb besuche öffentliche, das ganze Volk interessierende Angelegenheiten poffenhaften Zwischenspielen nicht achtlos vorübergehen. Auch in feien. diefer an fich belanglosen Rauferei zwischen den Offiziöfen für alles Wurde eine solche Haltung von unsren Ordnungsleuten und und den gefinnungsrohen" englandhassenden Agrariern kommen Patrioten in 99 Fällen eingenommen, so ist es durchaus verzeihlich, deutlich die Ränke und Schwänke zum Vorschein, mit denen die wenn konservative Leute im hundertsten Fall, wo die Regierung aus herrschenden Klassen in einem zu drei Vierteln absolutistischen Staat sehr triftigen Gründen einer Monarchenvifite auch den leisesten Schein ihre grob materiellen Geschäfte zu fördern suchen. einer öffentlichen Angelegenheit zu nehmen wünscht, wie in den 99 andren Fällen das Begebnis nicht als reine Privatsache, sondern als politisches Ereignis würdigen, ob auch nur in der indirekten Form, daß sie dem Besuch unter boshaften Anspielungen die politische Bedeutung absprechen. Ist es einmal als höchste Patriotenpflicht anerkannt, daß das Volt begeistert zu jauchzen und feenhaft d zu illuminieren habe, wenn es einem dynastischen Better Wie gut es die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses beliebt, nach Berlin au reisen, so tann man ihm auch den verstehen, selbst die Debatte über an sich intereffante Stoffe lang- tann Vernunft und Wissenschaft nicht bestehen. Anspruch nicht verweigern, gelegentlich gegen einen unwill- weilig zu gestalten, dafür liefert die am Sonnabend begonnene de sid tommenen Besuch zu demonstrieren, und man hat das Recht Beratung des Eisenbahnetats einen neuen Beweis. Nur wenige verwirkt, sich hinter den Schirm der privaten Angelegenheit" zu Redner verstanden es, allgemeine Gesichtspunkte in den Kreis ihrer flüchten und von da aus auf die Demonstranten au schimpfen. Betrachtungen zu ziehen und so wenigstens für furge Beit auf Wie kann das Volk wissen, wie foll es unter- merksame Zuhörer zu finden. Die meisten brachten ähnlich wie scheiden, wann es bei einem Fürstenbesuch als bei der Beratung einer Sekundärbahnvorlage Totale Wünsche Politische Uebersicht. Berlin, den 23. Februar. Die Beratung des Eisenbahnetat8. Auch in die Kreise, wo sonst die reine Wissenschaft" herrschen In der„ Inter foll, trägt der Bollkampf seine erregten Wogen. nationalen Bereinigung für vergleichende Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre" sprach am 21. Februar, dem Stiftungstage der Vereinigung, Abg. Dr. v. Siemens über die wirtschaftliche Be deutung der Handelsverträge. Dr. Siemens behandelte sein Thema vorwiegend geschichtlich und ohne schärfere 8uspigung auf die Kämpfe der Gegenwart. Ein Rittergutsbesiger Beelig aber trat ihm mit dem Aufgebot des gesamten agrarischen Phrasenschwulstes ents gegen. Die Debatte sant alsbald von ernsthafter Sachlichkeit fast auf den Cirkus Busch- Ton herab. Bor dem Schreien der Notleidenden" Die edlen Agrarier. Die Korrespondenz des Bunds der Landwirte unterschreibt vollständig den von uns aufgestellten Say: Niemand soll das Recht haben, eine Arbeitsfraft billiger zu erwerben, als zur menschenwürdigen Eristenz des Arbeiters not wendig ist." Das wollen sie, behaupten die Agrarier, ja auch, und gerade um thren Arbeitern diese menschenwürdige Eristenz zu ermöglichen, wünschen sie höhere Getreidezölle. So heißt es nämlich wörtlich in der Kreuz- Zeitung": Von viel entscheidenderem Einfluß auf die Höhe der land: wirtschaftlichen Produktionskosten als die Höhe des Kaufpreises der Betriebe ist die Höhe der Arbeitslöhne, der sonstigen Wirtschaftsfosten und der staatlichen und kommunalen Lasten. Diese sind, seit Jahrzehnten gestiegen, sie werden und müssen weiter steigen und mit ihnen die Kosten der Agrarproduktion bei uns. Nur um diese wachsenden Anforderungen erfüllen zu fönnen, fordern wir( und müssen fordern höhere Preise für unsre Agrarprodukte, die z. 8. mur durch Erhöhung des Zollschutzes einigermaßen zu gewährLeisten sind." An Edelmut läßt sich, wie man sieht, ein Junker von niemandem übertreffen. Er fordert mur deshalb höhere Zölle, um den Landarbeitern höhere Löhne gewähren zu können. Ja sogar eine menschenwürdige Existenz strebt er für seine Arbeiter an; das tann nur heißen, daß der Junker, dem es doch so traurig geht, daß er ohne die Almosen des Volks nicht leben kann, seinen Arbeitern eine Lebenshaltung zu ermöglichen wünscht, die besser ist als die nicht er ist als die nicht menschenwürdige Junkeregistenz. Darum und nur darum will er Brotwucher treiben. Vermutlich holt sich der Großgrundbesitz aus demselben Grunde Lohndrücker aus dem Auslande heran, verweigert er feinen Arbeitern das Elementarrecht der Koalition, arbeitet er gegenwärtig mit Begierde darauf hin, sie durch Aufhebung der Freizügigkeit, Bestrafung des Kontraktbruchs und ähn liche Mittel in die völlige Leibeigenschaft zurückzuführen. Alles ge schieht nur zu dem einen Zweck, den Arbeitern eine bessere Lebens haltung zu beschaffen. Ein Kleinbauer über Getreidezölle. Der Arme Teufel", das socialdemokratische Organ für die Oberlausit, erhielt von einem Bauern aus Wittgendorf die folgende Zuschrift: In dem gleichen Gedankengange hält sich ein Artikel des„ Ost a f. Junter Führung des Landtags- Abgeordneten Andrä, entfaltete mun Lloyd", der gegen Sir Robert Harts Beurteilung des China- eine rege Agitation gegen diese Bestimmung. Sie wünschten eine Problems polemisiert. Die Annexion Chinas sei viel leichter, als Ermäßigung des Fettgehalts auf 2,8 Proz. herbeizuführen. Der man glaube. Rat gab ihrem Drängen nach und beantragte beim StadtverordnetenUus scheint es, als ob die Verhältnisse immer Kollegium eine zweite Sorte Vollmilch mit 2,8 Proz. Fettgehalt zumehr dazu drängten, den Mandarinen die oberfte Re- zulassen. Ein großer Teil der Stadtverordneten erklärte sich aber in gierungsgewalt allmählich aus den Händen zu nehmen und sie der gestrigen Donnerstagssigung dagegen, namentlich wollten die an Abendländer zu übertragen. Die Chinesen sind kein Mediziner im Interesse der Einwohnerschaft und besonders der Kinder Herren volt und werden auch nie eins werden. Sie nichts von der Zulassung schlechterer Milch wissen. Man wies darauf find vortreffliche Kaufleute und Landleute, aber keine hin, daß das Fettgehalt bei der Milchproduktion sehr wohl zu be= guten Herrscher. Die große Menge des chinesischen einflussen sei. Er jei abhängig von der Rassenzüchtung, Stallhaltung Wolfs würde schwerlich etwas dagegen einzuwenden und der Fütterung. Die Untersuchung von Milchproben zahlreicher haben, wenn die Fremden eine Art Oberaufsicht über das Landwirte durch die Tierärztliche Hochschule habe überdies ganze Reich erhielten. Was bekümmert sich der Durchschnitts- ergeben, daß alle Milchproben über 3 Broz. FettChinese um solche Dinge! Sie sind ihm ganz gleichgültig. Wenn gehalt besaßen. Die Herabfezung des Fettgehalts auf 2,8 Proz. andrerseits heute wenig Aussicht vorhanden zu sein scheint, werde zur Folge haben, daß die, Landwirte die Rinder schlechter daß thatsächlich eine derartige Bevormundung der fütterten und sich auf die Produktion wässeriger Milch, bei der fie gesamten Regierung in die Wege geleitet wird, mehr verdienten, würfen. Aber alle diese Einwände wirkten bei der so dürfte das vor allem daran liegen, daß gegenwärtig antisemitisch- konservativen Mehrheit nicht. Oberbürgermeister noch niemand recht anzugeben weiß, wie eine Beutler erklärte, wenn Dresden bei seinen 3 Prozent verbleibe, solche Oberaufsicht am besten einzurichten ist. würde die sächsische Regierung wahrscheinlich die HerabFreilich, das eine große China Syndikat wird wohl segung vornehmen. Die preußische Regierung hätte auch den preußischwerlich zu stande kommen. Aber vielleicht hätte man bereits nach ichen Gemeinden verboten, einen höhern als 2.7 prozentigen Milchdem Vorschlag der„ Morning Post" zwei solcher Syndikate gebildet, fettgehalt zu fordern. Der Milchverschlechterungsantrag wurde schließdie sich in den chinesischen Kuchen geteilt hätten, wenn nicht auch lich angenommen. noch Japan und Amerika da wären. A Man weiß jetzt aber wenigstens, daß die so ängstlich betonte Integrität Chinas nur so lange anerkannt werden wird, als man sich über die Aufteilung noch nicht einig geworden ist. Jeden falls aber ist das Handelsgeschäft bereis flott im Gang. Das bewies ja auch die amerikanische Präventivakte. Jdyllisches aus unsren Kolonien. In Deutsch- Ost= afrita hat die Eintreibung der Kopf und Hüttensteuer, die, worauf wir früher bereits hingewiesen, äußerst rigoros ein getrieben wird, die Einwohner eines Dorfes in Südostluguru wieder einmal zu einem verzweifelten Empörungsber fuch getrieben. Zwei Astaris und ihre Begleitungsmannschaft wurden von den erbitterten Eingeborenen niedergemacht. Natürlich folgte der That die unvermeidliche Strafexpedition auf dem Fuße. Glückliche Landsleute! Wenn man die Tageszeitungen, die eine Erhöhung der Kornzölle anstreben, durchliest, muß man sagen, so ist und klingt ja alles fehr schön. Man wird sozusagen von dem Eifer, uns kleinen Bauern zu helfen, mit fortgerissen. It man aber mit dem Lesen fertig, so denkt man darüber nach und bildet sich selbst ein Urteil. Da fragt man sich unwillkürlich: denken denn die Leute wirklich nicht daran, daß durch eine derartig geplante 3011 auf die Behandlung unsrer Landsleute in Deutsch Süderhöhung die Lebenshaltung der kleinen Leute west- Afrika wirft der Brief einer deutschen Frau, der in der Frankf. tief herabgedrückt wird? Die reichen Leute sagen sich 8tg." veröffentlicht wird, nicht minder charakteristische Streiflichter. gewiß: nun, die paar Pfennige, um die ein Brot teurer wird. Die Frau erzählt, daß ihr nach ihrer Ankunft in der Kolonie die machen ja nichts aus. So fagen die reichen Leute. Aber was soll schlechte Behandlung der Kaffern und Hereros durch der Arme sagen, der mit jedem Pfennig rechnen muß? die weißen Herrenmenschen aufgefallen sei. Abends saß ich zweimal ganz allein im Hotel mit 22 Herren und da sagte ich ihnen ordentlich die Wahrheit über ihr Benehmen. Ich fand einen Kaffer bewußtlos, mit Blut bedeckt, am Boden liegend; einige Neger waren bei ihm und trösteten ihn. Der Bewußtlose aber merkte nichts davon. Mit meinem bißchen Holländisch brachte ich heraus, daß ihn ein Weißer mit dem sogenannten Schambod io bergerichtet hatte. Diesem Herrn sagte ich gehörig die Meinung. Uebrigens sollen derartige Mißhandlungen hier nicht selten vorkommen, ob die Farbigen immer daran Schuld tragen, kann ich noch nicht beurteilen." Leider hat sich die gute Frau überraschend schnell acclimatisiert und selbst bereits foloniale Sitten angenommen. Sie berichtet selbst darüber: t Deutschlands Handel und der Boerenkrieg. Wie außer ordentlich der deutsche Handel nach Südafrika durch den Boerenkrieg geschädigt worden ist, beweisen folgende Aufmachungen der„ Leipziger Neuesten Nachr.": Rehmen wir als Basis für den Umfang des deutschen Handels mit Südafrika die Ziffern der deutschen Reichsstatistit, die allerdings nur die direkte Ausfuhr über deutsche Häfeit behandeln kann, so ergiebt sich beispielsweise, daß Deutschland im Jahre 1890 nach dem gesamten Südafrika Waren in Werte von etwa 7 600 000 M. ausführte; davon entfielen etwa 214 Millionen auf Transvaal. Sechs Jahre später konnte beinahe das Vierfache dieser Summe registriert werden. Von der 29 334 000 m. betragenden Ausfuhr entnahm Transvaal 13 600 000 m. und für 1899 wird der Gefamterport Deutschlands nach Südafrika auf nur etwa 23 Millionen Mark veranschlagt. Das ist ein erheblicher Ausfall, der noch deutlicher wird, wenn man die einzelnen Warengattungen durchgeht. Wie ungemein kauffräftig Südafrika im Jahre 1896/97 war, crgiebt sich aus nachfolgenden Positionen. Chemikalien, Droguen und Farbwaren wurden insgesamt in Südafrika nach dortigen Aufzeichnungen für ungefähr 6 825 000 M. importiert und Deutschlands Anteil betrug etwa 2 Millionen. Metallwaren gelangten dem Werte nach für etwa 231/2 Millionen zur Einfuhr, wobei Deutschland nahezu für 3 Millionen lieferte, auch an den für Gold- und Kohlengruben, Landwirtschaft und industriellen Betrieben nötigen Maschinen, Sie mit 371/2 Millionen Mark als Importe beziffert sind, war Deutschland mit über 2 Millionen beteiligt. Eine ähnliche Höhe wird Deutschland für Textilwaren seitens der englischen Zollämter zugeschrieben. Die Gesamtmenge betrug über 45 Millionen. Diese hier herausgegriffenen Zahlen eines einzelnen Geschäftsjahrs stellen aber, wie gesagt, nur den nach gewiesenen direkten Import dar. In Südafrika ansässige, deutsche Firmen schäßen die indirekte Einfuhr deutscher Erzeugnisse auf mindestens das Vierfache der registrierten Zahlen." Auch wir fleinen Bauern, die 30, 40 bis 50 Scheffel( 7 bis 12 Hettar) Land befizen, haben keinen Rugen von hohen Getreidepreisen. Schlägt der Preis des Roggens von 7 M. auf 9,50 M. pro Centner auf, so geht diese Preiserhöhung nicht bloß aufs Brot über, nein, auch auf das Futtermittel geht diese Preissteigerung über. Jezt bezahlen wir Landwirte für Kleie 5,30-5,70 M., das würde dann einen Aufschlag auf 6,70-79.geben und ich z. B. bei 6 Stück Milchvieh und 3 Stüd Jungvieh verbrauche wöchentlich 2 Centner Kleie, macht jährlich 104 Centner, also eine Steigerung von 570 auf 700 M. Ebenso ist es auch mit den Kartoffeln, dem Maisschrot, überhaupt allen Bodenerzeugnissen, die die Landwirtschaft produciert. Alle diese Thatsachen entsprechen der Wirklichkeit. Die letzten Jahre waren feine besonders guten Erntejahre, hauptsächlich für einen jungen Anfänger. 1893 und 1895 waren zwei gute Jahre, da gab der Ein geistlicher Kuppler. Der Volts 3tg." berichtet ihr Hettar bis 75 Centner( im Reichsdurchschnitt tommt auf den Heftar Run muß ich noch von einem Zwischenfall erzählen, der mir Colts- 3tg." berichtet ihr römischer Storrespondent: allerdings nur 28-30 Centner. Red.) reines Getreide( Roggen), das auf der Fahrt hierher passiert ist. Wir fuhren bereits fünf Tage in Vor der Straffammer 10 des Landgerichts Rom hat sich dieser macht auf 1000 hektar 75 000 Centner. Das ist nicht übertrieben. der Wüste Etyro. In dieser Zeit bekamen die Ochsen mur einmal An solchen besonders guten Jahren mag wohl auch der fleine Land- Futter, das mitgeführt wurde; dagegen fürchterliche Schläge mud faft Tage ein Erpressungsversuch abgespielt, welcher die fattsam bekannte Sittenlosigkeit des römischen Klerus in wirt einen gewissen Satz verkaufen können, aber in schlechten tein Wasser. Das wurde sogar den afrikanischen Ochsen zu dumm; oder mittelmäßigen Jahren ist dies eben sehr minimal und da hat denn vor Ermattung fonnten sie eben nicht weiter. Wenn die Ochsen grellſter Beleuchtung zeigt. Der Geistliche Don Bernardi Oddi, welcher der kleine Baner eben keinen Nutzen von hohen Getreide- aber einmal liegen, bringt man sie kaum in die Höhe, so daß die geringe Einkünfte, dafür aber eine schöne Haushälterin Giulia Boccaccini als Geliebte hat, hatte zwei Bilger zum Jubeljahr", die Amtszöllen: eher hat er Schaden, weil er, wie schon gesagt, Futter- Treiber Feuer anzünden mußten, um sie zum Aufstehen brüder Don Madec aus Südfrankreich und Ton Fiori aus Longone mittel wieder teuer dafür kaufen muß. Nun hatten wir 1893 hohe zu zwingen. Das allerdings half. Am 5. Tage also, nachdem in fein Haus gelodt, als dessen Scheinmieter ein Graf Servici, Getreidepreise, wovon ich als Kleinbauer aber wenig verspürt habe. die üblichen vier Stunden Rast vorbei waren, befahl ich einheruntergekommener Advokat, Gelegenheitsmacher und Schwindler, Den Großgrundbesißern, gewiß, denen bringen hohe Getreidepreise zuspannen. Wahrscheinlich waren die Treiber auch fungiert. Als vierter im Bunde wirkte Oddis Schwager", Giuseppe Nuzen und sie wissen schon, warum sie sich so mächtig ins Zeug legen; ermattet. furzum, fie fagten, fie wollten diese Nacht nicht fahren. Boccaccini, wegen kunstreichen Spiels mit scharfem Meffer und wegen machen sie doch ein gutes Geschäft dabei! Betrübend ist es, mit Ich erlaubte ihnen noch eine Stunde Rast und gab ihnen Kaffee, Wuchers wiederholt vorbestraft. Als dieses saubere Kleeblatt herausanzusehen, wenn sich Kleinbauern, wirkliche Kleinbauern im damit sie sich erfrischen konnten. Als ich nach einer weiteren Stunde brachte, daß der französische Abbé über eine reichliche Anzahl von Schlepptan diefer großen Herren befinden. Es giebt für den energisch zum Aufbruch mahnte, gab mir der Wagen Goldfüchsen verfügte, wurde er beim Abendessen betrunken gemacht Kleinbauern genug andre Mittel und Wege, um sich seine Lage zu ber- führer die freche Antwort: Ju Fru sell self in und von der schönen Giulia in ihr Kämmerchen neben der Küche geTroßdem bessern. Wir auf dem Lande sind zum großen Teil auf die Kundschaft der trets." Also ich sollte felbst einspannen. Todt. Als der galante Abbé sicher geworden, wurde ihm in kleinen Leute, der Industrie- Arbeiter angewiesen. Bekommt der dieser Führer ein wegen seiner Größe und Stärke gefürchteter der zweiten Woche eine richtige Falle gestellt: die füße Giulia Arbeiter einen anstömmlichen 2ohn, dann ist auch Damara war, padte ich den Scham bock, ein aus Leder geschrie plötzlich um Hilfe und in der nächsten Minute standen vor dem feine Rauftraft gestärkt und er tann mehr Butter, flochtener dicker Riemen, und schlug ihm in meinem Zorn mitten ertappten Sünder der entrüstete Amtsbruder Don Oddi, der noch mehr Milch, Eier, Fleisch und Gemüse vertonsumieren, ins Geficht." und das ist ein Vorteil für uns. Und den Arbeitern, die durch hohe Getreidezölle in erster Linie schwer betroffen werden, tann ich nur sagen: Wehrt Euch, so gut es geht!" Die wahren Abfichten. " hatte! " Dies Mittel erwies sich als ebenso probat, wie das Feuer, durch das man die ermüdeten Zugtiere zum Weitermarsch gezwungen Für die in Deutsch- Südwest- Afrika herrschende Justiz ist die weitere Mitteilung der Frau charakteristisch, daß jeder Schwarze, der eine weiße Frau„ nur im geringsten belästige", fofort gesetzlich erschossen werde. Wie kann sich so ein Flegel auch einbilden, daß, weil die schwarzen Weiber für die weißen da seien, auch ein Schwarzer mit einer Weißen charmieren dürfe. Heil Christentum und Kultur! " entrüstete Bruder Giuseppe mit gezücktem Dolch und der beleidigte Hausherr" Graf Servici mit den fertig gestellten Wechselformularen. Die Erpresserbande schrie so lange auf den von Wein, Liebe und Schreck Unzurechnungsfähigen los, bis diefer die auf 10 000 Fr. lautenden Wechsel unterschrieben hatte. Volle 8000 Lire bar zahlte der gute Cure aus Frankreich, bis er sich endlich ein Herz faßte und sein Leid dem Scheint durch die Vertagung der Waldersee- Expedition auch die franzöfifchen Stonful flagte, welcher die augenblickliche Verhaftung der flerifalen Räuberbande veranlaßte. Da gerichtlich fest= momentane Gefahr beseitigt zu sein, so thut man doch gut, das China- Problem scharf im Auge zu behalten. Denn der ganze gestellt wurde, daß der Pfarrer Oddi sich wiederholt aus den Reizen seiner Haushälterin Einnahmen verschafft hatte, so erhielt Verlauf des Kriegs und der Friedensverhandlungen hat nur zu er 31/2 Jahr Zuchthaus, der Bruder Halsabschneider wegen lebensdeutlich bewiesen, daß es sich für die am meisten engagierten Mächte gefährlicher Bedrohung 7 Jahr und der saubere Advokat, Graf und nicht darum handelt, die Konzession der offenen Thür" durch Chinas Urteil über die Waldersee- Politik. In der chine Bechielfabrikant 41/2 Jahr Zuchthaus. Nach verbüßter Strafe bleibt zusehen, sondern daß man gar zu gern in irgend einer Form Eroberungen machen möchte. Recht charakteristisch für diese wahren fischen Zeitung Su Pao" wird Waldersees Verhalten in der schärfsten die Erpresserbande noch weitere 6 Jahr unter Polizeiaufsicht. Danach scheint in Italien eine auf den Klerus angeschnittene Absichten der Mächte ist eine Auslaffung der Morning Post", Form kritisiert: Während bereits über den Frieden unterhandelt lex einge viel dringlicher zu sein, als ein Anarchistengefez. die der Hamb. Korrefp." sehr ausführlich wiedergiebt. Wir wollen uns auf die Wiedergabe der markantesten Stellen beschränken. Das werde, treffe er fort und fort friegerische Maß- Vielleicht leisten unsre Roeren und Gröber ihren transalpiniſchen nahmen. Er befiße nicht den Schatten staatsmännischer Gefimmungsgenossen bei dieser Gesetzgebung Geburtshelferdienste. Blatt meint: Wenn die Großmächte ein einziger politischer Kunst, da ihm nicht einmal bekannt sei, daß, wolle man ein Land Penfioniert wurden in der deutschen Armee vom 1. Januar Körper mit einer gemeinsamen Absicht wären, so würden sie den regieren, man vor allem die Zuneigung des Volks Grafen Waldersee instruieren, mit einer um vieles größeren gewinnen müsse. Nachdem die Friedenskommissare ernannt waren, bis 15. Februar 1901: 1 Generalmajor, 1 Oberst, 3 Oberst Armee, als er sie jegt hat, ganz China zu befeßen und eine hätte der Feldmarschall doch seine Truppen zurüdziehen, lieutenants, 8 Majore, 14 Hauptleute, 5 Oberlieutenants, 3 Lieutenants, neue centrale Autorität und neue Lokal Regierungen zu die Feindseligkeiten einstellen und inzwischen sein Augenmerk Haupt- In Summe 35 Offiziere. Kosten pro Jahr 95 000 m. schaffen. Das würde ohne wesentlichen Widerstand fächlich darauf richten müssen, daß die Beziehungen der Ferner wurden ohne Pension verabschiedet: 1 preußischer und fast ganz ohne Blutvergießen vor sich gehen und Mächte zu China fich möglichst freundschaftlich Oberlieutenant, 3 preußische und 3 sächsische Lieutenants. Der Gefamtabgang an Offizieren beträgt somit in dem oben angegebenen in wenigen Jahren würde China unter der Führung der gestalten usw. Die Deutsch- Afiatische Warte", die diese Kritik natürlich nicht Beitraum 42, was, nebenbei bemerkt, verhältnismäßig besten Talente der Welt so gründlich regeneriert Die wirkliche oder vermeintliche Divergenz der Interessen dings die Stimmung der gebildeten Chinesen major, 1 Oberst, 2 Oberstlieutenants, 5 Majore, 11 Hauptleute, fein, als Aegypten es jeit 1882 ift. Die Eifersucht und anerkennen will, bemerkt zu diesen Auslaffungen, daß fie aller wenig ist. Von den Pensionierten treffen auf Breußen 1 Generalder Mächte machen das unmöglich. Das große Synditat des wiedergebe. 5 Oberlieutenants, 3 Lieutenants( Summe 28); auf Bayern Westens ist noch weit entfernt, aber das Zeitalter der Antisemitische Konsequenz und Principientreue. In der 1 Oberstlieutenant, 2 Majore( Summa 3); auf Sachsen 1 Major, Synditate hat begonnen und im fernen Osten ist das Hessischen Landeszeitung" in Marburg wird feit längerer Zeit eine 2 Hauptleute( Summe 3); auf Württemberg 1 Hauptmann. franco- russische Syndikat seit einiger Zeit an der Polemik geführt gegen den antisemitischen Abg. Bödel, weil er Wir fönnen nicht unhin, noch zwei Merkwürdigkeiten, die in Arbeit. Wenn ein Syndikat aber nicht ein Mopol erhalten soll, für den jüdischen Journalisten Dr. Hamburger gegen gute Be- den Personalnachrichten der letzten sechs Wochen zu verzeichnen muß es Gegen- Synditate geben. zahlung Korrespondenzen aus den Reichstagskommissionen bezw. der sind, zu erwähnen. Erstens nahm, wie bekannt, ein bayrischer Prinz Es dürfte daher flug fein, das Problem der Syndi- Budgetkommission liefert. Herr Böckel, der als eifriger Judenfeind feine Entlassung aus dem aktiven Militärdienst, und zweitens scheint zierung zu erivägen, die im fernen Often intereffierten gegen die Juden in Volksversammlungen donnert, nimmt sehr gern die berühmte Bielseitigkeit der deutschen Offiziere nunmehr so weit Mächte zu mustern und zu prüfen, ob wirksame Grund- jüdisches Geld und stellt sich freiwillig in den Dienst des Herrn gediehen zu sein, daß die Herren sogar im Jenseits 215 lagen für eine enge Kooperation nicht gefunden werden können. Hamburger. In die Enge getrieben hat er seine Thätigkeit zugestehen Verwendung finden können. Das Militär Wochenblatt" Nr. 4 Die Regierung scheint trop vager ministerieller müssen, und dafür wird ihm in der Hessischen Landesztg." gebührend meldet nämlich unter den Personalveränderungen ganz ernsthaft: Reden diese Seite des Problems geprüft zu haben. der Kopf gewaschen. Es ist eine alte Erfahrung, daß gerade die von Koenig, Major aggregiert dem Husaren Regiment Königin fich am meiften wilhelmina der Niederlande von dem Kommando als Adjutant Man muß fie mehr nach ihren Handlungen als nach ihren judenfresserischen Antisemiten diejenigen sind, die Reden beurteilen, und der Abschluß des anglo- deutschen Ab- darnach drängen, jüdisches Geld zu verdienen. Vor Böckel war es beim verewigten Chef des Reitenden Feldjägercorps entkommens war bedeutsamer als alle die Reden in und der Abg. Werner, der für denselben jüdischen Journalisten die hoben." Angesichts der peinlichen Genauigkeit, mit der Bersonalaußerhalb des Parlaments, die seit der ersten Be- Berichte lieferte; seitdem aber Herr Werner Mitglied des preußischen nachrichten formuliert werden, muß man schon annehmen, daß Herr drohung der Legationen gehalten wurden." Landtags ist und als solcher Diäten bezieht, hat er diesen Reporter- v. Koenig dem toten Chef des Feldjägercorps längere Zeit Adjutantenbienft aufgegeben und an Herrn Bödel den Poften abgetreten. Dienste leistete. Andernfalls hätte es doch geheißen:„ von dem Er arbeitet nur aushilfsweise für Herrn Bödel. Was sagt Herr früheren Kommando als Adjutant des nunmehr verewigten 2c. entLiebermann v. Sonnenberg zu dieser Thätigkeit seiner Freunde? hoben". lost thi 4 Hier wird also die Annexion ganz Chinas mit fühler Gelassenheit als das eigentliche Biel der China Politit bezeichnet. Die Interessengegensäße gestatteten es nicht, daß ein gemeinsames Syndikat der imperialistischen Mächte die Dynastie stürze und die Zügel der Regierung in die Hand nehme, es mußten deshalb zwei Syndikate gebildet werden, neben dem francorussischen ein anglo- deutsches. Und der Abschluß des in feiner Bedeutsamkeit unterschätzten deutsch- englischen Bündnisses beweise, daß die englische Regierung dem Problem die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet habe. " vid lands and Agrarische Nahrungsmittelverschlechterung, Aus Dresden wird uns berichtet: Seit 10 Jahren besteht hier eine Polizeiverfügung, wonach die als Vollmilch in die Stadt eingeführte Milch mindestens 3 Prozent Fettgehalt besigen muß. Der Bund der Landwirte in Sachsen, " Die verschiedenen Verbote französischer Jnschriften, die während der legten Wochen auch in der Preffe Altdeutschlands den Gegenstand der Kritik bildeten, wurden wie man uns aus Straßburg berichtet am Donnerstag aufäßlich der zweiten Lesung des Etats im Landesausschuß für Elsaß- Lothringen durch den Es handelt sich Abg. Wetterlé( flerital) zur Sprache gebracht. red collar Türkei. sd 10 babei besonders um zwei Fälle: den einen in Straßburg, wo die allen Kreisen, denen es mit den socialpolitischen Dingen ernst ist, kanonifern, Generalbitaren und sonstigen Präs Aufschrift ,, occasion exceptionelle"( außergewöhnliche Ge- war er als ein ehrlicher und echter Arbeiterfreund geschätzt. Die Ia ten versehen ist. Nicht minder überreich ist das Pfarrlegeitheit) in einer Schaufensterauslage beanstandet, der andre in Meüil- ihn jemals tenuen gelernt haben, werben ben pragtigas manne berjonal. Nach der gählung von 1881 waren in Italien hausen, wo der Niederlage einer auswärtigen Geschäftsfirma die Be- nuit dem warmen Herzen und flaren Stopfe ein trenes Gedenten 20 465 Pfarreien mit 55 263 Kirchen und einem Pfarrpersonal zeichnung als filiale" erit nach mannigfachen Schwierigkeiten gestattet bewahren. von 76 560 Köpfen vorhanden. Dazu kommen die Ordens= juurde. Wetterle wies mitRecht darauf hin, daß derartige Aufschriften in den geistlichen, Mönche und Nonnen aller Stiftungen, deren Großstädten Altdeutschlands, besonders in Berlin, sehr häufig zu Oestreichische Brüsewiße. Aus Lemberg wird uns ge- Bahl trotz der Aufhebung von Klöstern und geistlichen Korporationen finden ſeien und polizeilicherseits auch geduldet würden. Nur in schrieben: Seit einigen Tagen spielt sich hier ein sensationeller in rasch zunehmendem Wachstum begriffen iſt. Elsaß- Lothringen, wo das Geschäftsinteresse es gebiete, auch auf den französisch- sprechenden Teil der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen, be: Prozeß ab. Es handelt sich um die Kämpfe der Offiziere mit unfren nuke die Polizei auch diese Gelegenheit, unter dem Vorwand germani- folgender Thatbestand zu Grunde: Seit etwa zwei Jahren hören die Bajafdie in der Nähe von Grogheli( Vilajet Saloniki) tam Parteigenossen in Przemysl( Galizien). Der Verhandlung liegt Bulgarisch- türkischer Zusammenstoß. Bei der Ortschaft satorischer Bestrebungen, sich vor der Oeffentlichkeit lächerlich zu machen. Händel des Militärs mit den Socialisten in Przemysl nicht auf. es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen einer be= Dem Herrn State v. Buttkamer, ber die Maßnahmen der ihm nachgeordneten Behörden zu verteidigen hatte, war- wie immer, Przemysl iſt eine der größten öſtreichischen Festungen. In der Garnison waffneten bulgarischen Bande und einem Detache= famen im Laufe des letzten Jahrs unzählige Mißhandlungen und ment türkischer Truppen und Gendarmen. Das wenn er im Landesausschuß in die Enge getrieben wird von den angeführten Fällen„ amtlich nichts bekannt." Er hatte sie lediglich wurden von unsren Genossen im Brutalitäten gegen die Soldaten vor. Die Klagen der Soldaten türkische Detachement scheint überrascht worden zu sein. Der Kampf aus Zeitungsnotizen fennen gelernt und meinte auch bei dieser Ge- öffentlicht. Gegen das Blatt bez. den Genossen Witold Reger 2 Soldaten seien getötet, 5 bis 7 Mann verwundet worden. Auf Glos Przemysti" ver- foll fast den ganzen Tag gedauert haben. 5 Gendarmen und Tegenheit wieder, man solle doch gegen derartige Maßregeln der und andere regnete es etwa 50 Auflagen wegen Aufreizung zum bulgarischer Seite fielen 7 bis 9 Mann. Eine Abteilung türkischer Behörden den Weg der Beschwerde beschreiten, anstatt sie im Ungehorsam, Beleidigung der Militärbehörden usw. In sämtlichen Soldaten und Gendarmen wurde aus Saloniki zur Verstärkung nachParlamente an die große Glocke zu hängen. ein Wunsch, der die Verfolgung des Blatts durch einen herbeigeholten Staatsanivalt Prozessen wurden die Angeklagten freigesprochen. Dann ging geschickt. Ein Teil der Bande wurde verhaftet, der Rest ist ge= fort. Man tonfiscierte und chifanierte, man terrorisierte so lange die flüchtet. Afrika. jedem sofort begreiflich erscheint, der die taktische Ungeschicklichkeit zu beobachten Gelegenheit hatte, die das ganze parlamentarische Auftreten des Trägers unfres reichsländischen Diktatursystems aus zeichnet. Eine starke Zumutung stellt das als unfreiwilliges Wigblatt geschäßte Kleine Journal" an den Herrgott. In einem BegrüßungsGedicht an Eduard VII lautete der Refrain sämtlicher drei Strophen: Gott helfe dem König Eduard, Gott segne Ein heilles Dilemma! die tapferen Boeren!" " verschiedenen Druder des Blatts, bis teine Druckerei den Mut mehr Uuruhen in Algier. Wie mehreren Pariser Blättern aus hatte, das Blatt weiter zu drucken. Amerika lenkt ein. Aus Washington wird gemeldet: Auf Verlangen des Schatjetretärs Gage entwirft das Staatsdepartement eine in versöhnlichem Tone gehaltene Rote an Rußland. Dieselbe erklärt, der Ausgleichszoll auf 8nder sei lediglich eine zeitweilige Maßregel, und ersucht die russische Regierung, Repreffivmaßregeln zu unters lassen, bis die Gerichtshöfe die in Frage tommende Gesetzinterpretation vorgenommen haben. duag Englifche Ohnmacht. Damit war aber der Skandal noch nicht zu Ende. In den Laghouat in Südalgerien gemeldet wird, wurden am 8. Februar die vorangegangenen Prozessen hatte der Genosse Dr. Liebermann von 160 französischen Soldaten besetzte Ortschaft Timmimin von die Augeschuldigten verteidigt. Daraus nahmen" die Herren etwa 1000 Angehörigen des Barabosstammes angegriffen. Nach Offiziere an", daß 2. die Militärnotizen selbst geschrieben habe. blutigem Kampfe zogen sich die Barabos, welche 100 Tote und über Anfang August 1900 als 2. in Norderney zur Stur weilte 100 Verwundete hatten, zurück. Auf französischer Seite betrng der fielen einige Brave( von denen einer in der jezigen Verhandlung Verlust 9 Tote darunter 3 Offiziere und 21 Verwundete. stolz deklamierte:„ Ein östreichischer Offizier fent feine Furcht!") in Amerika. das Haus von 2. und beschimpften seine wehrlose Frau. Dann Patriotismus auf Provision. sandten sie dem Herrn Dr. Liebermann eine Duellforderung, die er München, 20. Februar. Vor einigen Jahren stifteten einige selbstverständlich ablehnte. Am 4. November überfiel einer der Bürger in Murnau für König Ludwig II. ein Denkmal in Form Offiziere Dr. L., beleidigte ihu thätlich, sprang in eine Droschke einer Büste. Obwohl mun gewisse Stellen in Bayern Erinnerungen und fuhr davon. an Ludwig II. durchaus nicht lieben, so mußte man doch anstands- Vorher schon waren sie zu den Gen. Reger, der sich öffentlich halber einen oder zwei der Stifter mit bescheidenen Ordens- als Verfasser der Artikel bezeichnet hatte, in die Krankenkasse ein Dekorationen beglüden. Der Weihrauch, der bei dieser Gelegenheit gedrungen. Glüdlicherweise waren Arbeiter zur Stelle, welche den den patriotischen Männern gestreut wurde, stieg einem fleinen Herren die Luft nahmen, Gewaltthätigkeiten zu verüben. Am 4. November, als Dr. Liebermann öffentlich beleidigt wurde, solche Anerkennung zu verdienen, sei auch er in der Lage. Und hatte die Erregung, den Höhepunkt überschritten, Arbeiterscharen schleunigst gründete er einen Berein zur Errichtung eines zogen in der Stadt herum. Au demſelben Tage war ein Militär: Der Boeren- Krieg. Denkmals für weiland Seine Majestät König Ludwig II. von tonzert. Abends kani es mit den Offizieren des 58. Regiments, zu Bayern in München". Kaum aber war diese That geschehen, dem die Brüsewige gehören, zu heftigen Zusammenstößen. Es fielen Dem Reuterschen Bureau" wird aus Cradock unter derit als auch wie auf Kommando ein förmliches Kesseltreiben gegen den gegen die Offiziere auch einige Revolverschüsse. Etliche Offiziere gestrigen Datum telegraphiert: Ein Boerenkommando, das Verein begann und zwar hauptsächlich von jenen bekannten Blättern, wurden geohrfeigt und geprügelt. die vom Hofe Auskünfte zu empfangen pflegen. Vergebens beRun glaubt jeder vernünftige Mensch, daß zunächst die feit mehr als einem Monat un bebelligt auf dem Spiskop teuerten die patriotischen Kleinbürger die Lauterkeit ihrer loyalen Brüsewige von dem Staatsanwalt ihre Auflageschriften zugestellt sich aufgehalten hatte, hat jest 4 Stunden westlich von Karreebekommen hätten. Die Postsachen für Absichten; die Blätter schimpften unaufhörlich weiter, bis sie urDazu find aber die galizischen Staats- fontein ein Lager aufgeschlagen. plöglich alle wie auf Kommando wieder verstummten. Und nachdem anwalte und Gerichtspräsidenten nicht da. An eine Auflage gegen die Karreefontein wurden am 21. d. M. von den Boeren aufeine Anstandsfrist verstrichen war, prangten plötzlich auf den schuldigen Offiziere denkt bisher kein Mensch und in der Verhandlung gefangen und verbrannt. Anschlagtafeln Münchens große Plakate, aus denen man erfuhr, daß hat man fie mit ausgesuchter Höflichkeit behandelt und ließ keine der Prinzregent mun selbst das Protektorat über den Verein über- Fragen stellen, die den Herren Offizieren unangenehm werden könnten. Nach amtlichem Bericht sind in der Woche vom 10. bis nominen habe; als Förderer waren ferner alle jene einflußreichen Anklage hat man gegen Dr. Liebermann, W. Reger und Genossen 16. Februar in Kapstadt 20 Personen, ein Europäer und Herren mitunterzeichnet, die bei allen derartigen Gelegenheiten ihren gestellt, gegen die Bedrohten!! Dr. Liebermann soll zu Gewalt- 19 Farbige, an Best erkrankt und 3 gestorben; außerdem befanden Ramen in der Hoffnung auf dereinstige Anerkennung von höchster thätigkeiten gegen die Offiziere aufgefordert haben, Reger und Ge- sich in derselben Woche 104 Farbige in ärztlicher Beobachtung. Geite hergeben. Und damit bei der Sache der Humor nicht nossen sollen sich in der Kasse einer Freiheitsberaubung gegen fehle, befanden sich darunter mit einer einzigen Ausnahme auch die die Offiziere schuldig gemacht haben; Liebermann, Neger und Redacteure jener Blätter, die vorher noch so heftig andere haben nach der Anklage den Revolver- Ueberfall vom über den Verein hergefallen waren. 4. November 1900 verübt usw. usw. Es ist der übliche galiziſche Tendenzprozeß. Die Verhandlung währt schon drei Tage und den Angeklagten ist noch nicht die mindeste Schuld nachgewiesen worden. Man muß sich sogar von Tag zu Tag mehr wundern, wie besonnen und ruhig sie fich angesichts der empörenden Frechheiten der Offiziere benommen haben! Und nun wird Justiz geübt: die Opfer sind auf der Anklagebank- und die Thäter werden trotz aller Proteste als einwandsfreie Zeugen" eidlich vernommen. Schweiz. Was war inzwischen vorgefallen? pflegen. Ausland. Deftreich- Ungarn. anakund about " " Die Peft. Mordprozeß Neumann. Sechster Tag. Lad alisut Auf Freisprechung lautete das Urteil, das in der elften Abendstunde im Mordprozek Neumann gegen beide Angeklagten gefällt wurde. Die heutige Nummer der Münchener Post" giebt auf diese Frage die nötige Auskunft. Ein Architekt Doich, ein Mann von großen Verbindungen, der sich schon früher bei Gelegenheit eines Bimmererstreits einmal seines Einflusses auf den Regenten rühmte, Ueber die Verhandlungen geht uns folgender Bericht gut: hatte dem Verein versprochen, ihm aus der Patsche zu helfen, ja ihm sogar den ersehnten hohen Protektor zu verschaffen. Für diese Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichts- Direktor Dienste im Interesse der guten Sache beanspruchte der Herr Roesler wird zunächst Kriminalkommissar v. Manteuffel Architekt aber eine entsprechende Gegenleistung, die vers über die im Laufe der Verhandlung aufgetauchten Behauptungen Zürich, 21. Februar.( Eig. Ber.) Realtionäres aus vernommen, daß die Zengin Frl. Seeger zu der Zeit, als sie bei der tragsgemäß festgelegt und von dem Ausschuß des Vereins, der Schweiz" fönnte ich diesen meinen Bericht einleiten. Es ist Medenwaldt wohnte, cinen Betrug gegen die Verkäuferin eines allerdings ohne Wissen der Mitglieder, unterschriftlich gewährt wurde. Herr Dosch, erhält danach für seine patriotischen Be- der Züricher Kantonsrat, der wieder einmal das Bedürfnis empfunden Bäckermeisters begangen have. Der Zenge stellt aus den Aften feſt: mühungen 6 Proz. der Gesamtkosten des Denkmals; da diese auf hat, zu zeigen, daß die große Mehrheit seiner Mitglieder Vertreter Die betreffende Verkäuferin hat damals, als ihr Frl. Seeger gegenetwa 1 Million Mark veranschlagt sind, so dürfte für ihn eine des Geldsacks sind, die jeden Augenblick bereit, die Beſiglosen zu über gestellt wurde, mit Bestimmtheit erklärt, daß Frl. Seeger die Provision von 60000 Mart abfallen! Außerdem soll Herr Paaren zu treiben. Im vorliegenden Falle gaben dazu die Organi- Betrügerin nicht sei. Dosch bei der Wahl des Entwurfs für das Denkmal für die aus- fationen der Kaufleute und Gewerbetreibenden den Anlaß, indem sie Fabrikant Bismark bekundet, daß Bober im Jahre 1895 und führenden Künstler und die Lieferanten die maßgebende Stelle sein. ftellung von Bestimmungen verlangen, nach denen aus geschäste und ein fleißiger und gefchickter Arbeiter gewesen sei. Er fei nicht durch eine gemeinschaftliche Petition an den Kantonsrat die Auf- später von 1897 bis zu seiner Verhaftung bei ihm gearbeitet habe Wer die Münchener Geschäftsusancen kennt, wird wissen, daß die stellung von Bestimmungen verlangen, nach denen ausgeschäßte und ein fleißiger Lieferanten und Künstler ebenfalls an die Zahlung von Provisionen öffentlicht werden sollen. Die Eingabe wurde in vor- Comptoirsachen 2c. beschäftigt gewesen. Während des vortrefflichen berSchuldner im fantonalen Amtsblatt" nur mit gröberen, sondern auch mit feineren Drahtarbeiten für gewöhnt sind, die allerdings nicht unter 10 Proz. Herunterzugehen trefflicher Weise von unsrem Genossen Oberrichter Lang bekämpft. Beugnisses, welches der Beuge dem Angell. Bober giebt, unterdrückt Die Veteranen und Kriegervereinler werden aus diesem Beispiel Er erinnerte daran, daß der Kantonsrat eine ähnliche Eingabe bereits dieser gewaltsam die Thränen. mit Bewunderung ersehen, daß es auch eine Sorte von Patriotismus er weiter aus, daß im Stanton Zürich von 97 000 Bahlungsbefehlen sodann darüber vernommen, ob der Stein des vielbesprochenen vor fünf Jahren grundsätzlich abgelehnt habe. Und sodann führte Juwelier Wilh. Fischer, gerichtlicher Sachverständiger, wird giebt, die ihren Mann ernährt. nicht weniger als 68 000 Beträge von weniger als 100 Fr. und Siegelrings schon einmal herausgefallen sein kann und ob viele Tausende weniger als 20 Fr. betreffen. Durch die Veröffent- der Stein so, wvie er fich jest zeigt, von einem Laien Wegen Majestätsbeleidigung verurteilte am Freitag die lichung der Namen dieser ergebnislos gepfändeten Schuldner würden hineingesetzt werden konnte. Der Sachverständige bejaht dies unStraftammer zu Mülhausen i. Els., den früheren Reichstags- die Kreditverhältnisse nicht gebessert. Wir brauchen mehr bedingt. Daß aus einem alten Siegelring einmal der Stein herausAbgeordneten S. Bu eb zu drei Monaten Gefängnis. Die Be- Shuz gegen das Kreditgeben als gegen das falle, komme alle Tage vor; einen solchen Stein wieder in den Ring leidigung soll begangen worden sein in einer am 6. November 1898 Streditnehmen. Wie viele Geschäftsreisende sind eindringlich zu bringen, sei schließlich jedem Laien möglich, noch viel mehr aber in der Burgvogteihalle zu Basel aus Anlaß der Zuchthausvorlage mit Kreditgeben! 10 989 leere Pfandscheine sind im Jahre 1899 heraus- einem Mann, dem das Zeugnis eines geschickten Drahtarbeiters gegehaltenen Rede, in welcher die Palästinarcise gestreift wurde. Der gekommen. Der Moment ist für die Petition der denkbar ungünstigste, geben worden sei und der das nötige Werkzeug zur Verfügung hatte. Staatsanwalt hatte ſechs Monate beantragt. Während der Ver- denn eben jetzt befinden sich sehr viele unverschuldet in ökonomischer Be Der Sachverständige tritt somit dem Gutachten des Sachverständigen handlung war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. drängnis. Der Antrag Lang auf Ablehnung der Petiton wurde von Hothorn entschieden entgegen. TILL der fatten Mehrheit abgelehnt und dieselbe der Regierung zur weiteren Der Verdacht gegen Neumann. Verfolgung überwiejen. Trotzdem darf bezweifelt werden, daß es dazu kommt, daß auch in dieser Sache der Staat zum Büttel privater Kriminalkommissar v. Bäckmann läßt sich ausführlich über Geldfacksinteressen von spießbürgerlich- engherzigen Leuten gemacht die Umstände aus, die den Verdacht auf Neumann gelenkt. haben. wird, die sonst die brutalsten Manchestermänner gegen jede Staats- Durch die Einbrüche, die Neumann zugegeben, fei erwiesen, hilfe zu Gunsten der Arbeiter und der Schwachen überhaupt sind. daß dieser zu den Verbrecher Specialisten gehöre, die auf Aus Wien wird uns vom 22. Februar geschrieben: Der Proporz marschiert trop alle dem! Der Große die sogenannte Klingelfalle" „ Klingelfalle" gehen, d. h. nicht ,, attss Im fräftigsten Mannesalter ist hier gestern Otto Wittelshöfer, Stadtrat in Winterthur hat mit 26 gegen 12 Stimmen einen Antrag baldowerte Geschäfte" machen, sondern sich durch Klingeln an den ber bekannte volkswirtschaftliche Schriftsteller, einem schweren Leber der socialdemokratischen Fraktion angenommen, wonach an die Kantons- Thüren überzeugen und günstigen Falls den Einbruch verüben, wos leiden erlegen. Wittelshöfer war einer der wenigen Individualitäten behörden eine Eingabe gerichtet werden soll in dem Sinne, daß durch bei sie es dem Zufall überlassen, ob sie Wertgegenstände finden oder in dem schablonenhaften Wien und Oestreich. Von Beruf Finanzmann entsprechende Revision des Gemeindegesetzes der Stadtgemeinde nicht. Bei der Verhaftung Neumanns find ihm die Zettel ab schied er vorzeitig aus der leitenden Stellung, die er in einem der Winterthur das Recht gegeben werde, den Großen Stadtrat nach genommen worden, auf denen 71 Ramen von Lehrerinnen und dem Proportional- Wahlsystem zu bestellen. Für den Antrag sprachen einzelnen Damen standen. Die Behauptung des Angklagten größten Bantinstitute inne hatte, und widmete sich wissenschaftlichen und stimmten auch mehrere Demokraten. Und am letzten Sonntag Neumann, daß er diese Adressen aus dem Adreßbuch herausStudien. Ihre Frucht waren die„ Untersuchungen über das Kapital", hat der Proporz im Kanton Teffin wie feit Jahren flott geschrieben, sei nicht richtig, denn etwa 25 dieser Adressen ein Buch voll Scharfsinn und Originalität. Aber noch weit mehr funktioniert. Es fanden die Regierungsratswahlen statt und entstehen nicht im Adreßbuch, bei andren sei genau die Lage der Dies deute darauf hin, daß der Anbenugte er seine Freiheit zu einer weitverzweigten politischen und sprechend dem Stimmenverhältnis erhielten die Radikalen drei, die Wohnung bezeichnet. socialpolitischen Thätigkeit. Dieser Privatmann wurde zu einer der Ultramontanen zwei Vertreter. Der Proporz gehört zu jenen Ge- geklagte von Haus zu Haus gezogen sei und danach die Namen der einzelstehenden Damen sich aufgeschrieben habe. Dem stärksten Potenzen nufres öffentlichen Lebens; in allen großen Fragen, danken, die siegen, oder wiederkommen, um zu siegen. Angeklagten feien zunächst mit Absicht keine Vorhaltungen bezüglich die in den letzten Jahren in Oestreich entschieden wurden, hat er des Medenwaldtschen Mords gemacht worden. Um zu erfahren, sich Gehör verschafft und wurde er beachtet. Jumer näher trat Eine Hungerrevolte. In Nord- Apulien fand eine Aus- wo der Angeklagte die gestohlenen Sachen gelaffen, hat der Zeuge er der Socialdemokratie, wurde einer der eifrigsten und schreitung Hungernder statt. 175 Landleute begaben sich auf die eine fleine Lift angewendet, indem er dem Angeklagten fagte, hingebendsten Förderer ihrer Interessen, in der Presse sowohl als in Meder des Millionärs Dipandi, arbeiteten dort den ganzen sein Hehler habe ihn scheußlich über das Ohr gehauen, der Organisation. Speciell die Arbeiter- Zeitung" verliert an diesem Tag mit Widerwillen und begaben sich dann gemeinsam vor das denn die Sachen seien viel mehr wert gewesen, als et charaktervollen Manne einen treuen Freund und einen Mitarbeiter, Haus des Grundeigentümers. Sie verlangten stürmisch dafür erhalten. Bei der Erörterung über diese Frage hat der es verstand, die verwickeltsten Probleme, die der Cirkulations- 75 Centesimi Taglohn. Als von der Polizei mehrere alsdann Neumann den Bober als den Hehler bezeichnet. Bei diesem prozeß des Kapitals erzeugt, klar und faßlich darzulegen. Wittels- umultuanten verhaftet und aufs Rathaus geführt wurden, wurde Haussuchung gehalten und die dort als verdächtig beschlagstürmten ca. 2000 bor hunger halb wahnsinnige Pernahmten Sachen wurden durch einen Beamten dem Fri. Seeger vorhöfer war in Wahrheit ein bedeutender Mensch. fonen das Municipium, zerstörten und verbrannten alles, gelegt. Diese erkannte die hier vorliegenden Sachen als Eigentum Eine weitreichende Bildung, ungemeine Klarheit und Energie was nicht niet- und nagelfest war, und befreiten die Ver- der Medenwaldt mieder. Inzwischen hatte die Photographie des des Denkens, Fleiß und Hingebung für jede ernste Sache: Eigenhafteten. Am Nachmittag rüdte Militär ein. Die Menge verhielt Neumann in den Häusern der Umgebung des Thatorts die Runde gemacht schaften, die so selten find in Oestreich, hätten ihn förmlich auf sich ruhig, es gärt aber gewaltig. In den Albanerbergen in und der Zeuge Abel und deffen Tochter haben nach der Photographie den eine führende und Leitende Thätigkeit verwiesen. Trotzdem hat Marino und Labano herrscht ähnliche Not. Die Neumann als den Mann wiedererkannt, der am 10. April bei ihnen man ihn nur bei Enqueten und socialpolitischen Kongreffen ge- Bürgermeister verteilen an jeden Unbeschäftigten täglich 25 Cente- geflingelt und nach Nähmaschinen gefragt habe. Die beiden Zeugen haben ihn auch bei persönlicher Vorstellung bestimmt wiedererkannt. sehen; politisch ist er nur einmal, als er 1896 von den fimi, um die Menge zu beruhigen. wie die Zeugin Von diesem Elend der Landbevölkerung hebt sich die fatte Be- Bu bemerken sei, daß der Angeklagte thatsächlich Socialpolitikern für den niederöstreichischen Landtag kandidiert häbigkeit andrer Schichten grell ab. Das arme Land Italien be- Abel bekundete das Haar etwas länger und mehr in das Geworden war, auf einen Augenblic hervorgetreten, Mag dabei auch figt, wie wir einer Korrespondenz der" Bolts Zeitung" entnehmen, ficht gefämmt getragen habe. Auf den Einwurf des Präsidenten, fein Hang zur ungebundenen Freiheit mitgewirkt haben, es ist doch eine alle andren Länder der Welt( Spanien nicht ausgenommen) daß aber doch keiner der Zeugen bei dem Angeklagten einen auch für dieses Oestreich bezeichnend, dessen beste Köpfe feiern übertreffende Zahl von Geistlichen. Denn es hat nicht weniger folchen Ueberzieher gesehen, wie ihn die Zeugen Abel bemüssen, während die nichtigen Gaukler die Tribüne beherrschen. als 40 Erzbistümer und 221 Bisthümer, von denen jedes fchrieben haben, erwidert der Zeuge: der Berkehr des Angeklagten Otto Wittelshöfer war auch außerhalb Destreichs wohl bekannt; in'mit einem zahlreichen Stab von Domherren, sei leider nicht zu eruieren; die Familie des Angeklagten fei eine fo Otto Wittelshöfer gestorben. Italien. bochanständige. daß bei ihr die Verberflung irgend welcher KleidungS- stücke des Angeklagten ausgeschlossen ist, dagegen könne man doch nicht wissen, ob der Angeklagte auf seinen Raubzügen nicht bcstinunte Kleidungsstücke benutzte und sie in irgend einem Schlupfwinkel verbarg. Bei diesem Punkt wird der Zeuge Abel nochnials vorgerufen. Er bleibt dabei, daß er sich das Gesicht des bei ihm klingelnden Manns sehr genau eingeprägt und dies Gesicht mit dem des Angeklagten eine frappante Achnlichkeit habe. Ein Irrtum würde nur möglich sein. wenn der Angeklagte einen Doppelgänger habe.— Der Geschworne Direktor Tra d t, bemerkt hierzu: Er sei Direktor der Handwerker schule und habe mehrere Künstler danach gefragt, ob es über- Haupt möglich sei, daß jemand, der ein Gesicht nur wenige Sekunden gesehen, es unternehmen könne, dasselbe nach einiger Zeit mit Bestimmtheit wieder zu erkennen. Die sachverständigen Herren, mSbesondere Pros. Geyer haben ihm erklärt, daß sie dies mcht unternehmen möchten. Die Rckognition der beschlagnahmte» Dachen Zeuge v. Bäckmann bekundet des weiteren, daß die Zeugin Sceger eine ganze Anzahl Sachen angegeben, die sie bei der Medenivaldt gesehen habe. Da diese Sachen nicht mehr vorhanden waren, mußten sie gestohlen worden sein. Die Zeugin Seeger habe dann einige der bei Bober beschlagnahmten Sachen bestimmt rekognosciert.— Frl. Seeger wird nochmals vorgerufen und es werden ihr nochmals sämtliche Protokolle über ihre Per- »chmnnge» vorgelesen. Darin kommt auch eine Bekundung vor, daß am ersten Ostertag m der Schillslraße, wo sie damals wohnte. ein kleiner Mann in braunem Jackett und mit Glacshandschuhen geklingelt und um Unterstützung angesprochen habe.— Präsident Meinen Sie denn, daß Bober dieser Mann war?— Zeugin: Ich bitte zunächst, daß sich der Angeklagte einen Hut aussetzt. Nachdem dies geschehen, betrachtet ihn die Zeugin Seeger sehr genau und erklärt: Ich nehme an. daß er es war. sHciterkeit.)— Angekl. B o b e r llachend): Es ist nur ein Malheur, daß ich überhaupt kein braunes Jackett besitze.— Rechtsanwalt Dr. Mendel: Was dachte sich die Zeugin wohl, welchen Zweck das Erscheinen des kleinen Manns in braunem Jackett gehabt haben könne?— Zeugin Seeg er: In der Zeitung hatte gestanden, daß Frl. Mcdenwaldt er- niordet worden sei und daß die einzige Areundin der Er- mordeten ein Frl. Seeger in der Schillstraße sei. Ich nehme an, daß, wenn der fremde Mann mich allein in der Wohnung getroffen hätte, er vielleicht eingedrungen wäre und mich hingeniordet härte.(Heiterkeit.i — Zeuge v. Bäckmann erklärt auf weiteres Befragen, daß er gar keine Veranlassung gehabt habe, in die Bekundungen der Sceger irgendwelches Mißtrauen zu setzen, zunial er sie nachprüfte.— P r'ä s.: ES ist wohl kaiun zu bezweifeln, daß die Zeugin nach ihrem besten Wissen ihre Angaben macht. ES ist doch aber wunderbar, daß die Zeugin, die «ine Freundin der Medenwaldt war. nicht nur die Sachen mit Be stimmtheit wiedererkennen will, sondern auch noch den zweiten An geklagten rekognoScieren will. ES ist doch kaum anzunehmen, daß der Mann, der nach dem Zeugnis des Fabrikanten Bismark ganz fleißig gearbeitet hat. sich auf HauSbettelei gelegt haben sollte.— Zwischen dem Rechtsanwalt Dr. Mendel und dem Zeugen v. Bäckmann entivickelt sich eine lebhafte Kontroverse darüber/ ob bei den Einbrüchen, die Ncumann ausgeführt, irgend welche frappante Aehnlichkeiten mit dem Medenwaldtschen Falle vorgelegen haben. Der Verteidiger bestreitet dies, der Zeuge vertveist u. a. darauf, daß auch bei der Medenwaldt die Schrank-Schubfächer herausgezogen und der Inhalt ausgeschüttet ivar.— Bert: Die Unordnung beweise doch gar nichts. Es stehe doch gar nicht fest, daß überhaupt etwas gestohlen sein müsse, es könne doch auch möglich sein, daß gar kein Raubmord, sondern ein Mord aus ganz andren Motiven vorliege und der Thäter die Unordnung künstlich hergestellt habe, um den Verdacht auf eine falsche Fährte zu lenken.— R.-A.Dr. Mendel wünscht ferner zu wissen, Ivos den Zeugen v. Bäckmann zu der von ihmherrühren- denNoliz in den Akten veranlassen konnte, daß nach seiner Meinung Neu- mann zweifellos der Mörder sei. Der Zenge werde sich erinnern, daß der Staatsanwalt damals seine Ansicht gar nicht teilte und keineswegs dafür war, daß das Verfahren gegen die Gluths eingestellt werden sollte.— Zeuge: Die vorliegenden Aehnlichkeiten mit den Er- scheinungen, die sich bei den Neumannschen Einbrüchen zeigten und die bestimmte Rckognition der Sachen durch die Seeger hätten ihm genügt.— Bert.: Diese Erklärung genüge ihm nicht zur Begründung einer so schweren Anklage. Man dürfe doch nicht vergessen, daß eine solche Bemerkung zu den Akten von der Hand eines Kriminalkommissars geeignet sei. die Ermittlungen auf eine ganz falsche Spur zu lenken und die Verfolgung der richtigen Spuren unmöglich zu machen.— Der Präsident schneidet weitere Erörterungen dieser Art ab. Zwei Kriminalschutzmänner bekunden, daß Frl. Seeger bei der Rckognition der bei Bober beschlagnahmten Sachen sehr vorsichtig und anscheinend gewissenhaft vorging. Die Unterhaltung im Untersuchungsgefängnis. Ein Zeuge W lo d a c z i k hat einmal in Untersuchungsarrest gesessen und mit einem andren Gefangenen, der sich Neumann nannte, auf dem bekannten Wege durch Benutzung der Heizrohre als Telephon Unterhaltungen gehabt. Dieser habe ihn, von den, zwölf Einbruchsdiebstählen erzählt und gesagt: es werde ihm noch ein Mord zur Last gelegt, dies sei aber gefallen, denn nach seiner letzten Vernehmung fei die Sache aus. Neumann habe auf tvciteres Befragen weiter erzählt, es handle sich um den Meden- waldtschen Mord und da setzte er hinzu:„Es war ein graulicher Anblick, ich möchte so etwa« nicht wieder thnn." Der Zeuge hat dann während seiner Hast noch mehrmals mit dem Angeklagre» gesprochen, um vielleicht noch mehr aus ihm herauszubekommen. Er fei aber nicht weiter darauf eingegangen. Ncumann habe schließlich dem Zeugen kurz vor dessen Entlassung»och gesagt: er solle zu seiner Mutter gehen und dieser sagen, daß die 6 Jahre Zuchthaus vergehen würden, den Mord könne man ihm aber nicht nachweisen. — Angekl. N e u m a n n mit lauter Stimme zum Zeugen: Sie wollen ein Edelmann sein? Sie sind ein ganz er- bärmlicher Lügnerl— Präs.: Solche Aeußerungen dulde ich nicht I DaS dürfte schwer gegen Sie ins Gewicht fallen. — Angekl.: Herr Präsident I Ich bin eines Tags ver« nommeu' worden und da hat man mir die Photographie von der an der Erde liegenden Ermordeten gezeigt. Mit Bezug hierauf habe ich gesagt, daß es ein grausiger Anblick war. Die weiteren Worte„so was möchte ich nicht wieder thrm", hat der Zeuge hinzu- gelogen.— Der Präsident verniahnt den Zeugen dringend zu sorg« fältiger Prüfung; es sei doch immerhin nicht' gewöhnlich, daß der Angeklagre. der den Zeugen gar nicht kannte, diesen, sein innerstes Geheimnis anvertrauen' sollte.— Der Zenge bleibt bestimmt bei seiner Bekundung. Bei der Fortsetzung der Verhandlung bildet die Person Zeugen Wlodarczyk noch den Mittelpunkt eingehender örterungen.— Rechtsanwalt Dr. Mendel: Die Aeußerung Angeklagten„Sie wollen ein Edelmann seil,*, hat darin ihren Grund, daß der Zeuge ein„von* vor seinem Namen führt.— Der Staatsanwalt hebt hervor, daß sich der Angeklagte Neumann selbst ans diesen Zeugen berufen und dessen Ermittelung ihm einige Schwierigkeiten geniacht. Freilich habe derAngeklagte damals behauptet, ' der Uiitersuchungsgefangene. der neben ihm gelegen, habe ihm gesagt, daß er wisse, wer der Thäter sei.— Zeuge v. Wlodarczyk be- streitet, daß er dem Angeklagten so etwas gesagt habe.— Rechtsanwalt Dr. Mendel behauptet, daß der Zeuge wegen Diebstahls, Betrugs, Körperverletzung, Beleidigung, Gewerbevergehen, Unter- schlagung. Sachbeschädigung K. vorbestraft sei.— Der Zenge gicbt zu, l3 mal vorbestraft zu sein, bestreitet aber eine Vorstrafe wegen Diebstahls. Erst als diese ziemlich deutlich nach- gewiesen worden, erklärt er, daß er sich„nicht darauf besinnen könne."— Rechtsanwalt W r o n k e r: Aus welchem Grund haben Sie die Sache zur Anzeige gebracht? Aus purem Gerechtig- keitssinn?— Z e u g e: Ja wohl!— Rechtsanwalt W r o n k e r: Warum hat Sie Ihr Gerechtigkeitsgefühl nicht dazu getrieben, sofort von Ihren Wahrnehmungen Mitteilung zu machen?— Zeuge er- klärt, daß er sofort, nachdem er aus der UnteriuchungShaft entlassen worden, einer Zeugin Mitteilung gemacht habe.— Die Zeugin soll vorgeladen werden.— Die Rechtsanwälte W r o n k e r des Er- des und Landau bezweifeln, daß der Zenge bei seiner Unterhaltung durch das Heizrohr alles genau gehört haben werde. Die Möglichkeit liege doch vor, daß Neumann gesagt habe:„So etwas thue ich nicht" ohne den Zusatz des Worts„wieder".— Der Zenge bleibt bei seiner gegenteiligen Behauptung.— Rechtsanwalt Dr. S ch w i n d t betont, daß der Zeuge von Wlodarczyk ursprünglich die Aeußerung des Angeklagten Neumann dahin wiedergegeben habe: Es war eine grauliche„Ansicht"(nicht „Anblick"). Dies deute doch darauf hin, daß die Aenßcrnng sich thatsächlich auf die Photographien bezog. Der Zeuge giebt zch daß der Ausdruck„Ansicht" der richtige geivesen. Zeuge F o I k hat im Dezeniber in Untersuchungshaft gesessen. Eines Tages sei von nuten herauf durch das Heizrohr ein Gespräch mit ihm begonnen worden. Neumann habe ihm mitgeteilt, daß er vom Untersuchungsrichter komme»nd daß man ihn des Mordes be- schuldige. Der Zeuge hat dem Angeklagten dann auf seine Frage bestätigt, daß er ihm dies nicht zutraue. Frau Anna K o n o w�k a ist diejenige Frau, der der Zeuge v. Wlodarczyk nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshast sofort seine Heizrohr-Unterhaltungen mit dem Angeklagten Ncumann mitgeteilt hat. Sie bestätigt dies. Nach v. W/S Erzählung habe Neumann bei ver Unterhaltung über den Mord gesagt:„Es war ein grausiger Anblick; so etwas mache ich nicht wieder I" Zivischen dem Zeugen v. Wlodarczyk und dem Angeklagten Neumann kommt es zu lebhaften Auseinandersetzungen über ihre im Untersuchungsgefängnis geführten Unterhaltungen. Neumann wiederholt das, waS er seiner Zeit schon dem Untersuchungsrichter angegeben hat. Danach habe v. W. ihin gesagt, er sei ein„Frei- Herr v. Stein", er glaube, daß ein gewisser Schulz der Thäter sein könnte. Er kenne diesen aus einer Kaschemme und wisse, daß derselbe schon einmal mit einem Messer auf jemand losgegangen sei. Neumann will dem v. W. gesagt haben, er wolle diese Mit- teilungen an den Untersuchungsrichter gelangen lassen, v. W. habe aber davon' abgeraten und vorgeschlagen, daß wenn er sehr bald in Freiheit komme, er einen anonymen Brief an die Polizei richten wolle, um den Verdacht bezüglich des Mords nach einer andren Richtung hin zu lenken. Er, Neumann, habe aber gebeten, so etwas nicht zu thun.— Zeuge v. Wlodarczyk bestreitet alle diese Behauptungen, einige Momente sprechen jedoch für die Richtigkeit derselben, v. W. erklärt auch, daß ihm Neumann einmal einen Kassiber durch die Oeffnung des Heizrohrs zugesteckt habe; er habe den Kassiber nicht gelesen, weil er ohne Brille überhaupt nickt lesen könne, und habe den Kassiber in den Abort geworfen. Neumann bestreitet, daß eS bei der Dicke der Wände und der geringen Oeffnnng, die bei dem Heizrohr frei sei, überhaupt möglich sei,' einen Kassiber in der Größe eines Bogens hindurch zu befördern.— Auf Befragen der Verteidigung erklärt der Zeuge v. Wlodarczyk, daß er mit der Zeugin Konowka einen intinien Verkehr unterhalte, aber mit der Polizei nicht in Verbindung stehe. Nach Vernehmung noch einiger Zeugen, die ohne Belang sind, Ivird die Beweisaufuahme geschlossen. Um 6 Uhr abends beginnen die PlaidoyerS. Der Staatsauwalt äußert sich in seinem Plaidoher: Die Teil- nähme des Neumann an dem Jhlenfeldschen Geburtstage am Nach- mittag des 10. April schließe dessen Thäterschaft am Vormittag des IE. April nicht aus. sein bei der GcburtStagfeier bekundeter Humor sei Galgenhumor geivesen. Die Behauptung, daß er am IE. April vormitttagS im Hause Brunnenstraße 18 gesehen worden, beweise nichts; seine Rekognition sei keine sichere und die Möglichkeit, schnell von der Brunnenstraße nach der Birken- straße zu kommen, sei vorhanden. Der Staatsanwalt kommt zu dem Schluß, daß Neumann des Raubmords event. des Tod- s ch l a g s schuldig zu sprechen sei. Bezüglich des Angekl. B o b e r beantragt der Staatsanwalt die Freisprechung. Die Verteidiger Rechtsanwalt« Dr. Mendel, Dr. Schmidt und Landauer beantragen, einen Freispnich zu fällen. Der Wahrsprnch der Geschwornen lautete auf Richtschnldig, worauf die Freisprechung der beiden Angeklagten erfolgte. VsvlÄmntlungvn. Der socialdcmokratischc Wahlvcrein für den 5. Berliner Neichstagei-Wahlkreis hielt am Freitag in der Brauerei Bötzow eine Versammlung ab. in der Nedacteur H. P ö tz s ch über Social- reform in Frankreich referierte. Eine Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag, in den der Redner die unter dem Ministerium Millerand geschaffenen Gesetze auf socialem Gebiet ein- gehend erläuterte und sie als sehr werlvoll für die französische Arbeiterschaft bezeichnete, wurde nicht beliebt.— Unter„Vereinsangelegenheiten" gelangte ein Antrag des Vorstands zur Annahme, nach welchem jedes Mitglied verpflichtet ist, Erkundigungen einzu- ziehen, ob in dem Hause, wo es wohnt, noch weitere Leser des Vorwärts" vorhanden sind, um die betreffenden Personen für den Verein zu gewinnen. Eine längere Diskussion entspann sich über dre letzte Flugblattverbreitung, in der von mehrere» Rednern die Lässigkeit eines Teils der Parteigenossen ge- rügt ivurde. In den nächsten Gruppen- Sitzungen sollen die Maßnahmen beraten werden, die geeignet sind, in Zukunft eine bessere Beteiligung an den Flugblattverbreitungen zu erzielen. Vom Vorsitzenden wurde bekannt gegeben, daß der Vorstand noch einen Posten Parteitags-Protokolle angeschafft hat, die von den Mit- gliedern, welche' bei den Abteilnngsfllhrern vorgemerkt sind, beim Vertrauensmann Genossen Schrolle in Empfang genommen werden können. Außerdem wurde mitgeteilt, daß am 18. März eine Vereins- Versammlung im Saale des Handwerkervereins, Sophienstraßc, statt- mden wird. Tie centralorganifiertcn Maurer im Streikgebiet Berlin und Umgegend ivaren am Freitag zahlreich versammelt, um sich mit Verbandsangelegenheiten zu beschäfttgen. Weiland berichtete namens der Beschwerdekommiision über die von derselben geregelte» Streitigkeiten. Seinem Wunsch, persönliche Zwistigkeiten zwischen einzelnen Kollegen lieber untereinander zu schlichten, anstatt die Kommission unnütz damit zu behelligen,! wurde allseitig zugestimmt. Bei der Neuwahl wurden die allen Mitglieder der Beickwerde- kommissio» wiedergewählt. Die Bestimmungen über die S a m m- u n g e n zum Streikfonds wurden durch Annahme nachstehender Resolution geregelt.„Die Sammlungen zum Streikfonds im Streik- gebiet Berlin und Umgegend beginnen in der Woche vom 4. bis März. Der Beitrag beträgt 25 Pf. pro Woche und ist durch die Baudeputiertcn an' den Sonnabenden abends von 8—10 Uhr in den bekannten Verkehrslokalcn an die Beitrag- ämmler abzuliefern. Rollegen, welche länger als drei Tage in der Woche arbeitslos sind, sind vom Beitrag befreit, wenn die- elben an einem der letzten drei Tage jeder Woche, in welcher nicht gearbeitet wird, ihre Streikfondskarten im Bureau der Verbands- leitnng oder in einer der bekannten Stempelstellen während der Arbeitszeit zur Abstempelung vorlegen. Die Verbandsleitung." Die bisherigen Beitragsammler in Steglitz, Zehlendorf, Tegel und Manendorf wurden von der Versammlung anss neue bcstäligt. Nack kurzer Besprechung beschloh die Versammlung, daß die neue preisgekrönte Broschüre über Tuberkulose, sowie auch die über Bau« Unfallversicherung den im Streikgcbict sich befindenden Verbands- Mitgliedern, welche alsdann für die Monate März und April ihre Bei- träge gezahlt haben, gratis verabfolgt luerden sollen. Sonst wurde noch mitgeteilt, daß in Halle 500 lokalorganisierte Maurer dem Verband beigetreten sind. P a n s e r erstattete noch ausführlichen Bericht über die Verhandlungen bezw. gegenseitigen Vorschläge der Achtzchnerkommissio». Die Rabitzpntzer hielten am Mittwoch, den 20. Februar, ihre Generalversammlung ab. In dem Jahresbericht wurde hervor-...„ schoben, daß das Arbeitsverhältnis im letzten Jahre durch! Heidelberg einen nach Johannesburg fahrenden Postzug aus einem >en mit den Unternehmern geschlossenen Vertrag etwas bester ge- � Hinterhalt an. Der Zug wurde durch eine Explosion, welche die worden ist. Die Abrechnung vom StteikfondS ergab eine Einnahme Schienen aufriß, zum Stehen gebracht.� Die Boere» eröffneten dann von 8484,48 M. Ihr steht eine Ausgabe von 242S.9E M. gegen- 1 auf den Zug ein Feuer. Fünf Passagiere und ein Soldat wurden über. Darunter befinden sich SEE M. an die Hauptkasse und SEE M.! verwundet." ES kamen hierauf Truppen an. welche die Boercn ver« zurückgezahltes Darlehn; es blieb somit ein Bestand von 1EE8,56 M. trieben�_ In die Verwaltung wurden gewählt: Nicke als erster, Schröter als zweiter Vorsitzender; Müller als erster, R ö s e als zweiter Kassierer; L i n k e als Schriftführer; K l i e m, Hinze und Nowak als Revisoren. Darauf erstattete Nicke Bericht über die Lohndifferenzen bei der Firma Schulze. Dort haben die Kollegen wegen Lohnabzug bis Arbeit eingestellt. Da die von der Kommission angebahnten Verhand« lungen ergebnislos waren, werde die Firma gesperrt. Als Arbeitswillige haben sich zwei Kollegen ans der Zahlstelle Berlin IV(Cementierer) und einer aus Mar'iendorf gefunden. Diese suchen im Verein mit noch drei Hilfsarbeitern die Ausständigen zu ersetzen. China. Vollzogene„Sühne". Die„Morning Post" meldet aus Peking, Li-Hung-Tschang er» klärte, die Bestrafung von P r i n z T s ch w a n g und U ü- h s i e n sei in Uebereinstimmung mit den Forderungen der Gesandten voll« zogen worden. Hoffentlich erläßt man, da der Form nun Genüge geschehen. dem Hof den Identitätsnachweis. Rückkehr deS HofS? „Standard" meldet aus Shanghai: Ein kaiserliches Dekret ist erlassen worden, durch welches den Beamten in Peking befohlen wird, schleunigst die Paläste in der ver« botenen Stadt wiederherzustellen und für den H o f in Bereitschaft zu setzen, welcher, wie eS heißt, Singanfu im letzten Teil deS März verlassen will.— Demselben Blatte zufolge haben während der Friedensverhandlungen in Peking die auswärtigen Vertreter dem Vernehmen nach die Kai serin- Witwe vollkommen ignoriert und ausschließlich die Autorität des Kaisers K lv a n g s ü anerkannt. Die Posse der Verhandlungen wäre dadurch nur um so Posten- hafter geworden. Wieder eine Expedition. Die„Morning Post" meldet: Von dem Disttikt östlich von Peking im japanischen Kontrollgebiete wurden Räubereien ge- meldet. Graf W a l d e r s e e wies die Japaner an. denselben Einhalt zu thun. Deshalb marschierte gestern eine japanische Truppenabteilung dorthin ab. Japan und Rußland. Im Hinblick auf die bevor st ehenden Parlaments- d e b a t t e n über Japans auswärtige Politik tritt die japanische Regierungspresse den Behauptungen russischer Blätter über eine politische Annäherung Japans an Rußland scharf entgegen und erklärt, die militärischen Erfolge Rußlands in der Mandschurei seien nicht geeignet, auf Japan einschüchternd zu wirken. Hungersnot in Scheust. Ueber die Hungersnot in Schenst bringt der„Ostas. Lloyd" folgende Schilderung aus der Feder des Missionars Hugh: ' Auf der ganzen Ebene von Singanfu herrscht eine fürchterliche Hungersnot.' Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, daß 700' bis 800 von je 1000 Personen am Hungertuche nagen. I» manchen Dörfern von hundert Familien befinden sich kaum zivei, die sich einer gesicherten Existenz erfreuen. Der Chinese ist eben absolut auf die Erträgnisse seiner eignen Scholle angewiesen. Wenn daher schon die Mißernte eines Jahres unsägliches Elend zur Folge hat, wie fürchterlich müssen die Leiden des Volks nach vier Mißernten, wie gegenwärtig, werden, wo kaum ein Zehntel dessen vorhanden ist, was die Dnrchschnittsernten bringen sollten. Im letzten t erbst gab es überhaupt keine Ernte. Arbeiter können keine Arbeit »den: der Grundbesitz ist wertlos geworden. Gelang es jemand. -ich durch Verkauf seiner Ländereien vom Hungertode zu retten, so hat er sie für weniger als ein Viertel ihres früheren Werts verschleudern müssen. Das einzige, was heute Käufer findet, ist das Fachiverk der Häuser, weil das Holz Brennmaterial liefert Man schlachtet das Zugvieh, weil es ohnedies kein Futter mehr giebt. Auch im nächsten Sommer ist auf eine Ernte nicht zu hoffen, da die Aussaat infolge der andauernden Dürre unmöglich war. Da ist es wohl kein Wunder, daß ein stetig wachsender Strom von Aus- ivanderern sich von Schensi auS nach dem Süden und Westen ergießt. Selbst»ach Nord-Kansuh haben sich einige gewendet, und doch soll dort auch Hungersnot herrschen. Vetzke Mschvichtett und DepeMzeu« Skandalsccnen im östrcichische» Abgcordnctcnhanse. Wien, 23. Februar.(B. H.) Im Abgeordnetenhause teilte der Präsident mit. daß die von den Deutsch-Radikalen eingebrachte, bei der katholischen Geistlichkeit Anstoß erregende Interpellation von den Amragstelleni zurückgezogen sei. Trotzdem kam es zu äußerst stürmischen Scenen und zur Räumung der Galerie, iveil die Deutsch-Radikalen behaupteten, daß die Interpellation nichts weiter enthalte, als den ziemlich wortgetreuen Text des Buchs„Die Moraltheologie des heiligen Alfonso von Liguori", ivas die Klerikalen kategorisch bestritten und den Dr. Kathrein veranlaßten, energisch gegen die Bekämpfung der katholischen Religion zu protestieren. Die Deutsch-radikalen erwiderten die Reden der Klerikalen mit den Rufen:„Loci von Rom!" Es folgte sodann eine geheime Sitzung, in welcher darüber beraten wurde, ob eine andre Interpellation der Deutsch-Radikalen, welche eine Statistik der wegen Sittlichkeitsdeliktvir verurteilten Geistlichen enthält, zur Beratung gestellt werden soll. Die Interpellation gelangte heute zur Verlesung. München, 23. Februar.(W. T. B.) Das Verordnungsblatt deS Kriegsministeriums veröffentlicht eine königl. Verfügung, nach welcher vom I.Oktober d. I. ab eine Neu-Oganisation der bayrische» Fcldartillcrie-Rcgimcnter dahin eintritt, daß sechs Fcldartilleric- Brigaden, statt bisher drei, mit 12 Artillerie-Regimentern, statt bis- her acht, errichtet werden. Frankfurt a. M., 23. Februar.(B. H.) Der..Franks. Ztg." wird aus New Kork gemeldet: Unter den bei der Schiffskatastrophe bei San Francisco Gerettete» befindet sich auch der deutsche Kauf- manu Holz. Die Zahl der Toten beträgt 131, darunter fast alle Kajllten-Pastagiere. 19ö Poslsäcke sind verloren. Lille, 23. Februar.(B. H.) Ein Soldat des 18. Jäger- bataillons ist in vergangener Nacht ans seinem Posten erfroren. Der Betreffende ist das Opfer seines Wachthabenden geworden, der vergessen hatte, ihn rechtzeitig ablösen zu lassen. Der Wachthabende wurde sofort verhaftet. Chalou sur Saöne, 23. Februar.(B. H.) Die streikenden Bergarbeiter haben zum großen Teil die Arbeit wieder ans- genommen. Während des ganze» TagS wurden von der Polizei Hanssuchunge» nach Waffen bei den noch ausständigen Arbeiter» vorgenommen, da verschiedene verhaftete Streitführer erklärt hatten, im Besitze Tausender von Geivehren zu sein. Madrid, 23. Februar.(Meldung der.Agencia Fabra".) Die Oberin des Klosters, in welchem sich die Zldela Nbno befindet, weigert sich, dieselbe ihrer Familie zurückzugeben und die llbao selbst will nicht zu ihrer Mutter zurückkehren, unter dem Vorgebe», Miß- Handlungen erdulden zu müssen. Petersburg, 23. Februar.(W. T. B.) Die„Russische Tele- graphen-Agentnr" meldet: Wie ivir aus vollkomme» verteanensvoller Quelle erfahren, enthalte» die Grundsätze des Artikels, welche» die „Handeis- und Jiiduitne-Zeitung" unter den, Titel„Ob sich Ruß- land zu den Handelsverträgen vorbereitet" veröffentlichte, die An- sichte» des russischen FinanzministerinmS. Turban, 23. Februar.(Meldung des„Rcuterschen BurcauS".) Ungefähr 300 Bocren griffen am 20. Februar in der Nähe von B-raiUwottl. Redauenr: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 3 Beilagen». Itnterhaltnngsblatt. Nr. 47. 18. Jahrgang. gewinnen. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 24. Februar 1901. Zur Frage der Konsumgenossenschaften. eine " " fie erweisen. Redner betont, er stehe den Konsumvereinen freundlich Geschichte voll Nacht und Finsternis. Redner weist auf die gegenüber und werde in seiner Gewerkschaft für dieselben wirken. Grausamkeiten der Engländer gegen die Boeren hin, die nur um des Sauer befürwortete die Konsum- Vereins- Bewegung und deren Geldes wegen verübt würden. Die Berliner Gewerkschaftskommission sette am Freitag die Unterstügung seitens der Gewerkschaften. Hierauf wurde ein An- einen politischen 8wed, wie die 1866er Eroberungen Debatte über das Konjum- Genossenschaftswesen fort. Mide, trag auf Schluß der Diskussion angenommen. Preußens, dann dann könne man das begreifen. Es sei der zuerst das Wort erhielt, gab eine Uebersicht über den Stand der b. Elm ging in seinem Schlußwort auf die Aeußerungen der unbegreiflich, daß die Großmächte England nicht auf den Berliner Konsumvereine. Was in der vorigen Versammlung hinsicht Diskussionsredner, zum Teil sehr ausführlich, ein. Was hier gegen rechten Weg bringen. Es fehle ihnen eben der ideale Trieb in der üch der Lage der Angestellten gesagt worden sei, tresse nur zum Teil die Konsumvereine vorgebracht wurde, habe er schon oft gehört. Wenn Politit. Die Heuchelei sei sehr groß, besonders in England. zu. In manchen Orten wären ja Mißstände vorhanden. Was aber gesagt wurde, die Konsumvereine könnten wohl in fleinen, aber nicht in Die chinesische Frage sei sehr fompliciert. Unbegreiflich sei es, von Berliner Konsumvereinen angeführt wurde, das könne man als großen Städten emporkommen, so treffe das nicht zu. Als in Hamburg daß Bebel den Missionen so viel Schuld an den Wirren beimeſſe. Kinderkrankheiten der noch jungen Vereine bezeichnen. Bei gegen der Plan der Genossenschaftsgründung erörtert wurde, habe man Die Chinesen hätten ausgezeichnete Sittengefege. Der feitiger Verständigung zwischen den Gewerkschaften und den Konsum- auch gesagt, die Idee lasse sich in Hamburg nicht durchführen wegen Redner verliest ihre 26 Moralvorschriften. Ihre klassische vereinen würden die wenigen Mißstände, welche hier oder da vor der Konkurrenz der bestehenden großen Geschäfte. Trotz dieser Be- Litteratur fei in fittlicher Beziehung völlig rein. handen sind, beseitigt werden. Jedenfalls sollte man derartige Fälle denken sei die Genossenschaft gegründet worden. Ein Wagnis sei es Die Borer aber seien furchtbar grausam. Daß die zum erst dann in der Deffentlichkeit besprechen, wenn die betreffende Ge- ja gewesen, aber es sei geglückt. Die Genossenschaft habe die Ston- Christentum befehrten Chinesen häufig sehr verdorbene Menschen werkschaft auf anderem Wege nichts erreichen könne. Redner wünscht, furrenz mit den Privatgeschäften fowie mit einem älteren bürger- feien, glaubt Redner bestreiten zu können, so daß die Gewerkschaften sich über das Konsum- Vereinswesen näher lichen Konsumverein bestanden. Die Genossenschaft habe noch billiger weit es sich um die der evangelischen Mission handelt. Ach Schlusse unterrichten und die Bewegung nach Möglichkeit zu fördern suchen. verkaufen tönnen wie ihre Konkurrenten. In Berlin liegen die Ver- seiner widerspruchsvollen Ausführungen spricht Stöcker seinen guten Tabakarbeiter Neumeier polemisierte in längeren Aus- hältnisse teineswegs so, daß die Konsumvereine nicht vorwärts Glauben aus, daß die Deutschen zu gemütvoll seien, um in der führungen gegen die Hamburger Produktivgenossenschaft der Tabat- tommen tönnten. Der Vertrieb der Waren durch die Händler sei Kolonialpolitik auf die Grausamkeiten der Holländer und Engländer arbeiter, deren Geschäftsbetrieb er als einen nach kapitalistischen noch sehr zersplittert, und deshalb werde es auch den Konsumvereinen und andrer minder braver Nationen zu verfallen. Ferner findet er Grundsäzen betriebenen bezeichnet. gelingen, in Berlin weiter zu kommen. Wenn bei den das Verhalten der Socialdemokratie nochmals unbegreiflich, Handels- Hilfsarbeiter Schumann führte aus: Seine Ge- Beschwerden, die hier gegen die Konsumbereine vorgebracht hofft aber, daß sie sich zur Kolonialpolitik bekehren wird. werkschaft könne nicht über die Konsumvereine klagen. Wenn die worden sind, gesagt wurde: Wir müssen hinsichtlich der Wenn man so eine Stöckersche Rede hört, tönnte man auch sagen, Handlungsgehilfen so viele Klagen über die Verhältnisse der An- Lage der Angestellten von vornherein unsre Forderungen stellen, es sei unbegreiflich, wie fich so widersprechendes vereinigen es toje to gestellten vorbringen, so liege das wohl daran, daß die Handlungs- so sei nichts dagegen zu sagen, wenn diese Forderungen nicht über läßt. Aber in manches Menschen Hirn fönnen sehr verfchiedene, eingehilfen die Sache mit andren Augen ansehen, wie die Arbeiter. In das hinausgehen, was die Angestellten in andren Geschäften gleicher ander widersprechende Gedanken friedlich bei einander wohnen, beBen sächsischen Konsumbereinen seien die Handels- Hilfsarbeiter besser Art verlangen. Von dem, was Maaß in der vorigen Versammlung fonders wenn ein paar brauchbare Glaubenssätze vorhanden sind, gestellt wie in irgend einem andren derartigen Betriebe. Wenn hier behauptet habe, treffe manches nicht zu. So habe er gefagt, die An die die größten Gegenfäße überbrücken. und da noch einzelne Mißstände zu finden seien, so dürfe man doch gestellten der Hamburger Genossenschaft Produktion" hätten sich die Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschenicht sagen, die ganze Sache tauge nichts. As Arbeiter haben wir Sonntagsruhe erst erkämpfen müssen. Das sei nicht richtig. Ein und Krawattenbranche setzte am Dienstag in Wends„ Kluballe Ursache, die Genossenschaftsbewegung ebenso zu pflegen, wie Kaufmann in der Verwaltung der Produktion" habe allerdings die fälen". Am Königsgraben, seine vertagte Generalversammlung fort. die Gewerkschaften. Deshalb brauche man aber beide noch nicht zu Ansicht vertreten, daß, so lange die Konkurrenz die Sonntagsruhe Um die Agitation zu erleichtern, wurde beschlossen, den Verein in identifizieren. Die gewerkschaftlich und politisch organisierten Arbeiter nicht gewähre, die Genossenschaft es auch nicht könne. Die anderen Sektionen einzuteilen. Als Seftionsleiter wurden gewählt: 1. für die müßten empfänglich gemacht werden für die Idee der Genossenschafts- Mitglieder der Verwaltung, die Arbeiter, seien dagegen von Anfang Neu- Blätterinnen und Wäscherinnen Frau Rosenstengel, Frau bewegung. Wenn die Arbeiter Anteil nehmen an den Konsumvereinen, an dafür gewesen, daß den Angestellten die Sonntagsruhe gewährtel chow und Frl. Schulz; 2. für die Näherinnen und Stempledann werden auch die noch bestehenden Mißstände bald beseitigt werde. Nach den Ausführungen Maaß' tönnte es scheinen, als wenn rinnen Frl. Brandenburg, Fr. Hahnhold und Frl. Karwed; werden können. Die Annahme, daß die Genossenschaftsbewegung eine die schlechten Löhne den Konsumvereinen anhaftende 3. für die Alt- Plätterinnen und-Wäscherinnen Frau HammerBerflachung der Arbeiterbewegung zur Folge habe, sei unzutreffend. Eigentümlichkeit wären. Das jei natürlich nicht der Fall. mann, Frau Reiß und Frau Dreckler, und 4. für die Zu Unfre( des Redners) gewerkschaftliche Organisation in Leipzig wäre Man möge möge doch nicht durch Uebertreibungen, wie schneider Seller, Stanowski und Eue. Die Zahlstellen nichts geworden, wenn nicht der dortige Stonsumverein den Gemaß- Maaß vorbrachte, der Konsumvereins- Bewegung schaden. Der tassierer wurden bestätigt und für Weißensee Brigge neugewählt. regelten Unterkommen geboten hätte. Die Genossenschaftsbewegung Redner widerlegte eingehend die Vorwürfe, welche der Hamburger Der Antrag des Vorstands:" Für Ansammlung des Streitfonds fei für die Arbeiter ebenso wichtig, wie die gewerkschaftliche. Zwar Tabatarbeiter- Genossenschaft gemacht wurden, und ging dann auf die werde die sociale Frage durch die Genossenschaften nicht gelöst, aber von Rob. Schmidt in der vorigen Versammlung gemachten Aus- zahlen die weiblichen Mitglieder pro Monat 10 Pf. und die männ fie schaffen eine Grundlage für die zukünftige Gesellschaft. Die führungen ein. Er( Redner) sei ebenso wie Rob. Schmidt der Ersuchen des Charlottenburger Plätterinnenvereins, sich dem Verein lichen Mitglieder 15 Pf. Ertrafteuer" wurde angenommen. Das Gewerkschaften müßten dafür sorgen, daß die Genossenschaften Boden Meinung, daß die Gewerkschaften auch den Konsumvereinen gegen als Bahlstelle anzuschließen, fand freudige Zustimmung. über neutral seien sollen. Neutral sein heiße aber nicht gleichgültig Gide befürwortete die Centralisation der Konsumvereine, die sein. Die Gewerkschaften sollen nicht offiziell die Konsumvereine Adlershof. Die am 21. d. Mts. stattgehabte Mitglieder aber als freie Vereine und nicht als Genossenschaften organisiert unterstützen, es solle nur in den Gewerkschaften Sympathie für die versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für Adlershof" werden müßten. Konsumbereine erweckt werden. Im weiteren führte der Redner beschloß, von einer Beteiligung an der am 25. Februar d. J. StattFriedländer trat der Aeußerung Schumanns: die aus, daß die Konsumvereine den Gewerkschaften einen Rückhalt ge- findenden Gemeindewahl Abstand zu nehmen, da ein geeigneter Handlungsgehilfen sehen die Sache mit andren Augen an wie die währen sollen besonders dadurch, daß sie, wenn sie zur Eigenprodution Grundeigentümer als Kandidat der Partei nicht zu haben ist. Arbeiter, entgegen. Die Handlungsgehilfen nehmen als Angestellte schreiten, Musterbetriebe einrichten können, in denen durch die That den Konsumvereinen gegenüber keine andre Stellung ein, als wie es bewiesen werden könne, daß es nicht zutrifft, wenn die Unternehmer vereins am 16. d. M. sprach Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr in denen durch die het Friedrichshagen. In der Versammlung des Arbeiter- BildungsArbeiter ihren Unternehmern gegenüber thun. Gerade weil wir behaupten, es sei nicht möglich, den Arbeitern bessere Lohn- und über„ Beiträge zur Geschichte des preußischen Proletariats während ( die Handlungsgehilfen) Anhänger der Konsumvereins Bewegung Arbeitsbedingungen zu gewähren. Auch die Unterbringung von Die Ausführungen des Redners ſind, ſo müſſen wir von vornherein darauf achten, daß die Ange- Gemaßregelten sei eine Rüdenftärtung für die Gewerkschaften. Der legten zwei Jahrhunderte." stellten von den Konsumvereinsleitern so behandelt werden, wie es Bum Schluß betonte der Reduer, daß er in den heutigen Genossen- fanden reichen Beifall in der gutbesuchten Versammlung. die Arbeiter von ihren Unternehmern wünschen. Wir treten für die fchaften schon erhebliche Anfänge zur Regelung der Produktion sche, Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Bes Konjumvereine ein, weil sie in der Lage sind, die Gewerkschaften zu daß sie, jemehr sie sich zu Großbetrieben entwickeln, den die nutzung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet unterstützen durch Aufnahme von Gemaßregelten, und weil wir in waren verteuernden Zwischenhandel verdrängen. Wenn die Berliner werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 den Konsumvereinen die Zellen der zukünftigen Gesellschaft sehen. Arbeiter ihre Kraft daran setzen, werde es auch hier gelingen, etwas und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 415 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. Maaß wandte sich gleichfalls gegen Schumanns Aeußerung zu schaffen. bezüglich der Handlungsgehilfen. So lange nicht bewiesen sei, daß Dr. Arons als Korreferent wünscht, daß die Konsumvereins: die Handlungsgehilfen in gewerkschaftlicher Hinsicht ein andres bewegung, die bisher in Berlin noch zu keinem besonderen AufVerhalten beobachten, wie andre Arbeiter, sei der Vorwurf schwung gekommen, sich nunmehr kräftig entwickeln möge, was auch Schumanns mindestens leichtfertig. Be Bom Standpunkt der gelingen werde, wenn sich die Arbeiterschaft praktisch an dieser 2 Gewerkschaft sei es nicht zu billigen, wenn die Vertreter der wegung beteilige. Konsumvereine sagen: Kommt uns nur nicht gleich mit euren In der Versammlung waren nicht vertreten: die Bureauange= Forderungen, fondern laßt uns erst vorwärts kommen, dann werden stellten, Konditoren Handschuhmacher, Graveure, Marmorarbeiter, wir bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen gewähren. Mit Recht Stuccateure, Tapezierer. berlange man beispielsweise von dem Buchdrucker, der ein fleines Geschäft aufmacht, daß er von Anfang an tarifmäßige Löhne zahlt. Niemand würde es einfallen, diese Forderung erst dann zu stellen, wenn der Mann sich emporgearbeitet hat. DieUeber ,, Weltpolitik, China und die Mission" sprach Stöcker felbe Stellung nehmen die Handelsangestellten den Konsumvereinen am Freitag in der Tonhalle. Der Herr Hofprediger a. D. hat keine Magar. Schreiben Sie an die Oberpostdirektion; Hauptpoftamt, gegenüber ein. Wenn ein Konsumverein nur dadurch vorwärts Freude mehr weder an der inneren noch an der äußeren Politif. Welt- Berlin. Vielleicht erfahren Sie schon das nötige bei dem Vorsteher des kommen könne, daß er im Anfang die Löhne der Angestellten drückt, politik zu treiben, dazu sei aber Deutschland wegen der Vermehrung ersten besten Bostamts und zwar im letzteren Fall mündlich. bann sei er nicht lebensfähig. Das könne man anerkennen und seiner Bevölkerung gezwungen. Unfre Besitzungen in Afrika feien zur Broschüren des bayrischen Lieutenants a. D. Kraft erschienen, bie Sie E. Kisch. Ueber die angefragten Dinge find eine Anzahl von Die es fich ben Ausführungen v. Elms zu. fremder Länder notwendig. Pflicht der Regierung sei es auch, but. 99. Der Birt ist im Rechten men P. 5. 19. Ja. 23. 2. Für die Arbeiter handle es sich bei den Konsumvereinen um eine für neue Abfazgebiete unsrer Industrieprodukte zu sorgen. Die Krisen Sie müßten bei dem Dresdener Magistrat reftamieren. Sch. Wer ein rentable Anlage des faner verdienten Bohns. Da sich der Arbeiter würden sich zwar immer wiederholen, aber unbegreiflich sei es, unbescholtenes Mädchen, welches das 16. Lebensjahr nicht vollendet hat, um jeden verdienten Groschen schwer plagen müsse, so müsse er auch daß die Arbeiter nicht für die Kolonien seien. Sie seien eben durch zum Beischlaf verführt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft. darauf bedacht sein, jeden Groschen vorteilhaft zu verwenden. Das die socialdemokratische Agitation dentunfähig gemacht. Ferner sei 2. Schreiber. Nach allerdings bestrittener Ansicht steht dem Arbeiter ein geschehe in den Konsumvereinen. Das Genossenschaftswesen biete es auch ein Bedürfnis der christlichen Völker, die Kultur hinaus Anspruch auf Ersatz des bei dem Arbeitgeber durch Feuer vernichteten Anzugs zu. C. N. Die Kündigung ist rechtzeitig erfolgt. Juni 1866. 1. Ja. nicht nur materielle Vorteile, es habe auch eine erzieherische Wirkung. zu tragen. Henchelei aber sei es, wenn die Völker thun, als ob 2. Zuständig wäre der Polizeipräsident. 3. Ja. 4. Nein. G. S. 1. Die angeführten Mißstände seien nur eine vorübergehende Er- ihnen das der Hauptgrund ihrer Kolonialpolitik jei. hat man Wenn sie tritisiert werden, ein Recht, den Chinesen, die doch eine eigne Kultur haben, wußten, noch hätten wissen können, daß die Gegenstände gestohlen waren. Verjährung liegt nicht vor. Jedoch sind Sie nicht strafbar, wenn Sie weder scheinung in den Konsumvereinen. dann würden fie um so eher verschwinden. Es Land abzunehmen?" Die Frage sei schwer zu beantworten. S. 5. 10. Ja; der Vater muß sich an das Amtsgericht wenden. Gin fehle noch sehr an Männern, die geeignet find, in der Der Redner tröstet sich mit dem Christentum, das Beispiel für einen Antrag eines Witwers auf Erteilung eines AuseinanderBufunft leitende Steffen einzunehmen. Solche Männer fallen sei die notwendige Bedingung einer gefegneten Welt- fezungs- Scheins behufs Wiederverheiratung finden Sie Seite 224 10 19 uns nicht in den Schoß. Keine Bewegung sei besser geeignet, politik. Der Branntweinhandel mit den Natur des dem Arbeiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Gesetzsolche Stüßen eines zufünftigen Systems zu erziehen, wie die Ge- völkern sei ein Schandfleck für die christlichen Nationen. buch. Dasselbe liegt in der Bibliothet Alexandrinenstr. 26 aus. 3. Ja. nossenschaftbewegung. Teils durch den Druck der Verhältnisse, teils Bei der Auswahl der Beamten könne man nicht genug fragen, ob G. G. 21. 1. Ja; Verjährung liegt nicht vor. 2. Nein, Sie tönnten und aber auch aus Mangel an Ordnungssinn sei unter den Arbeitern das sie auch die nötige christliche Stultur befäßen. Wilde Unzucht sollten aber Ihren Anspruch auf Unfallrente bei der Berufsgenossenschaft anPumpsystem zu Hause. Auch in dieser Hinsicht würden die Konfum- und ich eußliche Grausamkeiten seien schon von europäischen nummer vom 20. d. Wt. erteilte Antwort ist zutreffend. Rheydt. 1. Es vereine erzieherisch wirken, sie würden den Arbeiter zu einer geord: Beaniten verübt worden. Die Geschichte der Berührung der ist eine Statutenvorschrift erforderlich; ein Beschluß des Vorstandes genügt ohne neten Wirtschaft veranlassen und ihm dadurch einen großen Diens: Europäer mit den Naturvölfern sei, wie ein Forscher sage, eine eine solche nicht. 2. Nein.- A. B. 100. Eideszuschiebung wäre unzulässig. doch ein Anhänger der Knusumvereine sein. H Derlammlungen. Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bet Diede und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montag, abends 9 Uhr, Dresdenerstr. 45: Vortrag und Uebungsstunde über Transport verunglückter und erkrankter Personen". Neue Teilnehmer fönnen jederzeit eintreten. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag. Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. P. Bilderbogen. Uns nicht bekannt. F. St. Adreffieren Sie entweder Erfurt oder Berlin, Reichstag. Nähere Angaben unnötig. G. melden. 3. Berjährung liegt nicht vor. S. Weissenberg -Norbest- devish brunoms Specialgeschäft für Damen- Kleiderstoffe. batur odlad bou Leberkeller. Die Ihnen in der Schwarze und weiße Kleiderkoffe Alpaccas, glatt, ca. 90-120 cm breit 22. Meter 1,00, 1,25, 1,75, 2,00 Alpaccas, gemustert, ca. 95-120 cm breit. 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Abteilung( braune Karten): Meister Delze. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Der Troubadour. Ber Uhr. RANIA Palast- Theater Palast- Theater Cirkus Busch Gebrüder Wolff früher 22. Taubenstr. 48/49. Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Hörsaal: 1 Prof. Müller: Die Bakterien und die Gesundheitsfrage". of Invalidenstr. 57/62. gißmeinnicht. Anfang 7%, br. Tägl. Sternwarte. Tägl. Sternwarte. Montag: Die Afrikanerin. Schauspielhaus. Die römische Sonne. Anfang 712 Uhr. Montag: Egmont. and CASTANS Renes Opern: Theater( ro) PANOPTICUM of Der wilde Reutlingen. Anfang 7% Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Schiller. Der Herr Senator. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Freiwild. Montag: Der Retter. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 712 116r. Nachm. 22 Uhr: Der Biberpelz Montag: Nora. Leffing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wie die Blätter... Montag: Nora. Berliner. Ueber unsre Kraft. II. An fang 72 Uhr. Nacht. 22 Uhr: Die strengen dus Herren. Montag: Ueber unsre Kraft.( 2. Teil.) Residenz. Frauen von heute. An sdfang 7 Uhr. 1107 Nachm, 3 Uhr: Jugend. Montag: Frauen von heute. Menes. Getaufte Liebe. Anfang 71/2 Uhr. Nacht. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Der Hüttenbesizer. Westen. Gastspiel Méaly. Mam'zelle Nitouche. Anfang 72 Uhr. Nachm. Der Barbier pon Sevilla. Montag: Madame Méphisto. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Vogelhändler. Montag: Die Geisha. Seceffionsbühne, Buntes Theater: Ueberbretti. Auf. 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Amor von heute. Anfang 7517 Uhr.is dan Montag: Dieselbe Borstellung. Luifen. Der Troubadur. Anfang 8 16r.ladily and pilic Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Kyritz- Pyriz. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 712 Uhr. Anfang Nachi. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Der Damenschneider.on Carl Weiß. Die Goldgräber von Kalifornien. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance. Der Leibalte. plinus and si Ein RiesenNen! Neu! Neu! GORILLA aus Yaunde, Hinterland von Kamerun erlegt von einem Deutschen, die grösste zoologische Sehenswürdigkeit des neuen Jahrhunderts. Konzertkapelle la Zarina. Der Germanensaal. Passage- Theater -Vorstellung** Anfang: Sonntags 12 Uhr. Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Letzter Sonntag des Februar- Programms Die 4 Schwestern Tua Hanny Luxa 17 erstklassige Specialitäten 17 Zum Rosendienstag. 50. male: Woche des Niesen Februar- Programms. 81/2 Uhr. 193 Präcife! 81/2 Uhr. Sonntag, den 24. Februar cr.: Bummelfrihe. 2 gr. Gala- Vorstellungen 2 Große Posse mit Gefang in 3 Aften. Donnerstag, den 28. Februar cr.: Benefiz für die beliebte Soubrette Helene Voss. Neu! Bum 1. Male: Neu! Die beiden Wenzel. want in 1 Art von Felſch. Anfang: Wochent. 71, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pr. Freitag, den 1. März 1901, fällt die Vorstellung wegen Vor bereitung aus. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 18. Nachm. 4 Uhr und abends 71% Uhr. Nachm. 4 Uhr hat jeder Erwachsene auf Sigplätzen ein Kind frei; weitere Kinder die Hälfte. Nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien. Besond. Hervorzuheben: DieBoots: fatastrophe auf dem Müggelfee. In beiden Borstellungen: Die berühmten französischen Clowns Gebr. Beldeman. Die großartigen Freiheits: breffuren des Dir. Busch. Auftreten der vorzüglichsten Reitfünstler und Reitfünftlerinnen. Vorreiten der besten Schule u. Springpferde des Marstalls durch die ersten Schulreiter u. Schul: reiterinnen. Außerdem: Vorführung der vorzüglichsten Programmnummern. Abends 72 Uhr: Wogen des Lebens. Die eiserne Maske. Voltsstück mit Gesang in vier Aften von B. Treptow und V. Herrutann. Nach der Vorstellung: Gr. historisches Manege Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Besonders hervorzuheben: Die Tanzkränzchen. Jagd bis in die Cirkuskuppel Ta Montag: Die Ehre eines armen Mädchens. Schweizer- Garten Jeden Sonntag: Ball Reichshallen Am Königsthor, am Friedrichshain Stettiner Sänger. Neues Programm! Heute: Elite- Soiree. ed, blout Berliner Aquarium Passage- Panopticum Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: F 25 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 50/18 Central Theater. Nachmittag 3 Uhr zu halben Breisen: Gastspiei des F. Tilly Milani. Der Vogelhändler. Briefchristel: Tilly Milani. Metropol. Specialitätenvorstellung. Abends 72 Uhr: Bum 582. Male: Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 7½ Uhr. Die Geisha. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 712 Uhr. J Montag: Dieselbe Vorstellung. Pataft. Specialitäten: Vorstellung. Bummelfrize. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Mimosa: Mia Werber. Montag u folgende Tage: Die Geisha. Sonnabend, 2. März, zum 1. Male: San Toy. Chinesische Operette in 2 Atten von Sidney Jones. Gastspiel Miß Mary Halton. Dieichshallen. Stettiner Sanger. Thalia- Theater Anfang 7 Uhr. Passage Theater." D"-Vorstellung. Rosendienstag. Anfang mittags 12 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Passage Panoptikum. Specialt täten Vorstellung. Die zwölf unverbrennbaren Fatire. Montag: Dieselbe Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: 3819 Aus dem Tagebuch der Erbe". Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Hörfaal: Prof. Müller: Die Batterien und die Ge fundheitsfrage" Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 15: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr Freiwild. Schauspiel in 3 Atten von A. Schnitzler. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Montagabend 8 Uhr: Bum erstenmal: Der Retter. Dienstagabend 8 Uhr: Der Ketter. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Goldgräber von Kalifornien. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwochnachmittag 4 Uhr: Rinder borstellung. l. Preise. Tausend und eine Nacht. Freitag zum 1. Mate: Der Galeerenstlave. Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Amor von Hente. Gr. Ausstattungspoffe m. Gef. u. Tanz. Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junfermann, Paulmüller. Damen: Milton, Milani, Bojé, Jon Wannovius. Anfang 7 Uhr. Apollo- Theater. Sensationeller Erfolg! Ada Colley. Valentine Petit. Pepi Glöckner. Des Löwen Erwachen. Komische Operette in 1 Akt von J. Brandl. Ferner 8 Specialitäten. Kasseneröffnung 6, Anf. 7 Uhr. Mittwoch, Sonnabend u. Sonntagnachmittags: Zauber- Soiree. Ben- Ali- Bey.( Halbe Preise). Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Täglich 1/29 Uhr: Eine tolle Nacht Berliner Ausstattungspoffe und das vollständig neue Februar- Special.- Programm Anfang 28, ber tollen Nacht 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. In Vorbereitung: Man lebt ja nur einmal. Große Gesangspoffe in 5 Bildern. Deutsche Sanssouci Konzerthallen Donnersing, Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Vereinsbillets gültig. Neu: Wachsfiguren. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. und Theater. Letzter Sonntag: bet verstärktem Orchester.[* Elysium Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Tal Ende 2 Uhr. Avis! Empfehle meinen 1000 Perf. faffenden Saal sowie 2000 Personen rafaff. Garten zu Sommerfestlichkeiten und Versammlungen unter günstigen Bedingungen. 829*] Carl Elsermann. Die 12 unverbrennb. Fakire Nen! General Boum, der fleinste Mann der Welt. Eintritt einschließt. Theater 50 Pf. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeben Sonntag und Dienstag: Gr. Ertra- Ball bei doppelt besetztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. 136* A. Zameitat. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. thi Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Auschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest lichkeiten und Versammlungen. 527L* in C. F. Walter. 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Februar: Nachmittags auf allen Plägen ohne Ausnahme 1 Kind frei, jedes weitere Rind halbe Preise( außer Galerie), nachmittags 32 Uhr: Goliath und David. Märchen- Pantomime in 3 Aften. Abends 71%, Uhr: Sehr spannende Entscheidungskämpfe. Ehren- Schiedsrichter Herr Profeffor Meinhold Begas. Auftreten der Steppen- Königin. Direktor Alb. Schumann mit seinen Original Dreffuren. Zum Schluß: CHINA. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Specialitäten. J. Direktion: geben Sonnabend nar ber Bosstellung: Zans obue Nachzahlung. Feuersteins Festsäle, Alte Jakobstr. 75. Unter eigner Leitung. Meine auf das eleganteste renovierten Festsäle, 150, 300 und 400 Personen fassend, find dem geehrten Publikum nun wieder auf das beste empfohlen zu Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten, Ber: sammlungen usw. Empfehle mein Tages Restaurant0,0 Sonntags: Ball. 19 8219* Ferner Vereinsräume, 40 u. 120 Perf. faffend, stehen zur gefl. Verfügung. Max Kliems Festsäle Hasenheide 18-15. 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Meter 24 Pfg. d. Stück 67 Pfg. Schwarze Schürzenstoff- Reste in glatt und isgemustert, jeder Rest durchschnittlich. 45 Pfg. Grosse Parchend- Bettlaken in viel. Mustern 1,48 • Zum Ausverkauf gestellt. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten). Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Dienstag, den 26. Februar, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. 243/6 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags. Abgeordneten E. Rosenow über unter und Bauer". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 1. Berliner Reichstagswahlkreis.antiagung. Job RD Sonntag, den 24. Februar, abends 6 Uhr: legs Berlins und Umgegend. Dienstag, den 26. Februar 1901, abends 7½½ Uhr: Gr. öffentliche Versammlung in Kellers Feltfälen( großer Saal), Koppenstr. 29. Tages Ordnung: Unser Lohntarif für das Jahr 1901. Ich spreche auf diesem Wege meinen der wichtigen Tagesordnung wegen hoffen wir auf pünktliches und zahlreiches Erscheinen. herzlichsten Dank aus den zahlreichen Freunden und Genossen, die mir an läßlich meines Geburtstags ihre Glüc wünsche Oeffentliche Versammlung berlandien. bei Cohn, Beuthstraße 20. opmo 236/2 Vortrag des Genoffen Dr. Leo Arons über: Warum giebt es mehr Männer als Frauen? Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Eintritt inklusive Garderobe 20.$ f.. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. 6. Wahlkreis! 8 A. Bebel. Dem Genoffen Friedrich Linde und Ehefrau [ 2818b zur filbernen Hochzeit senden die besten Glückwünsche gp die Genoffen Berlin I.. 1-5. Orts- Krankenkasse 30/3 Die Lohnkommission centraler Richtung...: 0. Böttcher. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Bertrauensmänner- Centralisation. Dienstag, den 26. Februar, abends 8 Uhr: Gr. öffentliche gemeinschaftliche Versammlung OS in Kellers Fefffälen( großer Saal), Koppenstr. 29. unser Lohntarif für 1901. Tages Ordnung: ฟ ร Da die Versammlung eine gemeinschaftliche beider Richtungen ist, fordere ich die Kollegen auf, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. [ 27816] J. A.: O. Böttcher. Diending, ben 20. Rebenar, abends 9%, Uhr. im Kotale des Geren der Möbelpolierer. Achtung! MAURER. Achtung! Sachon, Müllerstraße 136: Sonntag, den 3. März, Oeffentl. Derlammlung nachmittags 2 Uhr: einberufen vom Vorstand bes Sociald. Wahlvereins des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags: Abgeordneten H. Sachse über: Moral und Politik der herrschenden Klaffen. 2. Diskussion. 246/11 Bahlreiches Erscheinen erwartet C. Fahrow, Hochstr. 35. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( 3ahlstelle Berlin). 250 golloin Branche der Korbmacher. Montag, den 25. Febr., abds. 8 1hr, bei Wilke, Andreasstr. 26: Versammlung. Tages Ordnung: wildness 1. Die vom Hauptvorstand vorzunehmende Korbmacher Statistit. Berichterstatter: Karl Schwedler. 2. Branchenangelegenheit. 3. Verschiedenes. Die Kommission. General- Versammlung bet Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren( Decharge Erteilung). 3. Antrag des Borstands auf Statutenänderung. 4. Wahl eines Kassierers. 5, Verschiedenes. Berlin, 24. Februar 1901. 271/1 Der Vorstand. sals Mittwoch, den 27. Februar, abends 8 Uhr, in Stecherts Festfälen, Andreasstraße 21: Mitglieder- Derlammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur diesjährigen Konferenz der Maurer Deutschlands, event. Wahl von Delegierten zu derselben. 2. Vereins- Angelegenheiten. Der Vorstand. J. A.: Julius Geh I. Laut Beschluß der letzten Verfammlung beginnt das Sammeln zum Streife und Agitationsfonds in der Woche vom 25. Februar bis 2. März und beträgt der Beitrag 25 Pf. Arbeitslose Kollegen haben thre Starte in den letzten drei Tagen jeber Woche zur Abstempelung vorzulegen. Bither, Musikalien. NB. Den Kollegen zur Nachricht, daß das Bureau vom 1. März von Grenadierstr. 33 nach Stralauertr. 48, Seitenflügel parterre, Katalog mit 4000 Nummern gratis. vis- a- vis der Klosterstraße, verlegt wird. Am 28. Februar nachmittags bleibt dasselbe wegen des Robert Wächter, Hamburg. Umzugs geschlossen. Telephon: Amt I. 7779. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Muffinstrumenten- Arbeiter! fio duis Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 26. Februar 1901, abends 8%, Uhr: Bezirks- Versammlung für Friedrichsberg Gewerkschaftsbau 47 Versammlung der Klempner am Dienstag, den 26. Febr., abends 84 Uhr, im Lolale des Herrn L. Panter, Frankfurter Allee 174. Tages Ordnung: Had im( großer Saal), Engelufer 15. 1. Vortrag des Herrn Dr. Beyi über:" Der Schnaps und die 2. Diskussion. 3. Erfazwahlen zur Agitationskommission. 4. Verbands: Angelegenheiten. 1. Vortrag des Kollegen St. Fendel über: Die Existenzberechtigung des Adels". 2. Diskussion. 3. Verbands: und Werkstattangelgenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 30400 Branchen- Versammlung der Modell- und FabrikTischler, sowie Modell- Drechsler Arbeiter". Dienstag, den 26. Februar 1901, abends 8% Uhr: Derlammlung V aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Arbeiter pin und Arbeiterinnen ndo dun im Lokale bes Herrn Schulz, Grenadierstraße 33. 20 pages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Neuwahl der Branchenvertretung. 3. Neuwahl bes Arbeitsvermittlers der Stahl- Instrumentenmacher. 4. Verbands- Angelegen am Mittwoch, den 27. Febr., abends pünktlich 8 Uhr, im Lokale heiten. ,, Wedding- Park", Müllerstr. 178. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über:„ Arbeiter: bewegung in Vergangenheit und Gegenwart". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. siinith schild Dienstag, den 26. Februar 1901, abends 8%, lhe: d Versammlung 1 Da laut Beschluß teine weitere Einladung durch Hanbzettel erfolgt, der Gold- und Silberarbeiter und Berufsgenossen werden die Kollegen gebeten, in ihren Werkstätten für zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitieren. Der Obmann. Mittwoch, den 27. Februar cr., abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Metuer über:„ Gleiches Recht für alle". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. 112/5 Dienstag, den 26. Februar, abend8 8%, 1hr: 129/5 Ausserordentliche General- Versammlung des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter bei Herrn Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Antrag des Vorstands: Die obligatorische Einführung des Streiks fonds. 2. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Vereins- Angelegens heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Zahlstellen befinden sich in Nixdorf bei Babenschneider, Hermanns straße 197; im Often bei Schwarter, Frankfurter Allee 99. Jeden Sonndaselbst aufgenommen. [ 141/7] Der Vorstand. abend werben bort Beiträge entgegengenommen. Neue Mitglieder werden Stock-, Schirm- und Celluloid- Arbeiter! Dienstag, den 26. Februar 1901, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e( oberer Saal): Fortschung der am 18. d. M. vertagten Versammlung. 2. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über den Streit der Maurer in Halle. Da die Versammlung pünktlich eröffnet wird, erwartet pünktliches und zahlreiches Erscheinen d[ 175/3] Der Vertrauensmann. Verein deutscher Schuhmacher. Die Kollegen und Kolleginnen werden um zahlreiches Erscheinen ersucht. Verein & Die Ortsverwaltung. der Telephon- Tischler, Centralverband der Maurer 2c. sowie derjenigen Tischler, welche auf photographische, telegraphische und chirurgische Apparate beschäftigt find, moet Berlin II, Bezirk Wedding. im ,, Märkischen Hof", Admiralstr. 18 c. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. AD HATS 2. Wie gestaltet sich die gegenwärtige Situation in der Branche. 3. Verschiedenes. omis Es ist Pflicht eines jeden in der Branche beschäftigten Kollegen, zu erscheinen. C Mittwoch, den 27. Februar, abends 82 Uhr: Branchen- Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter int ,, Gewerkschaftshaus", Engelufer 15: Tages Ordnung: Montag, den 25. Februar cr., abends 81/2 Uhr: Montag, den 25. Februar, abends 82 Uhr, im Neuen Klubhaus", Kommandantenstraße Nr. 72: Kombinierte Mitglieder- Versammlung fämtlicher Branchen. Tages: Ordnung: 1. Antrag auf Uebernahme einer Betriebss Mitglieder- Versammlung werftelle und weitere Glitchtung von folden. 2. Vortrag des Herrn im Lotal Bergmann, Pafewalterstraße 3. Tagesordnung: 01. Bortrag des Kollegen O. Hanke über:" Die Biele der Social: bemokratie." 2. Verschiebenes. Um rege Beteiligung der Kollegen ersucht Die Verbandsleitung. Charlottenburg! Intu 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Berschiebenes. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Die Kollegen der Pianofabrit von Schleifer u. Menzel, Köpniderftraße 154/ 154a, sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. 78/ 11*] Die Ortsverwaltung. Jong chun Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg. Mittwoch, den 27. Februar, abends 8 Uhr, in der" Gambrinus. Brauerei", Wallstraße 94: Achtung! Kleber! Gr. öffentliche Versammlung Dienstag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr:.00 Große öffentliche Versammlung bei Jannaschk, Inselstraße 10. Tages Ordnung: pidanu Die Antwort der Juning and unfre Stellungnahme dazu. 101/3 Pflicht eines jeden Klebers ist es zu erscheinen. Der Einberufer: War Straffer, usebomftr 19. Verband der Tapezierer. - JBL Filiale Berlin. denganellere ( Sektion der Kleber.) Mittwoch, den 27. Februar, abends 81 Uhr. bei Simonis, Beuthstr. 21: Mitglieder- Versammlung. 1. Vortrag des Roll. L. Schmidt. 2. Distusfion. 3. Vereinsangelegen heiten. [ 177/9] Die Sektions- Leitung. aller Fabritarbeiter u. Arbeiterinnen Charlottenburgs. nellets Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Johann Martin Segitz über: Die neuen Unfallversicherungs- Gesetze. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. 1901( 64/ 13*] J. A.: Pohl. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Sonntag, den 24. Februar, abends 612 Uhr: Versammlung mit Frauen im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 801. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 194/ 4* Nach der Versammlung: Gemütliches Beifammensein und Tanz. 8ahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: Karl Juckel. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost Metropole der Heils- Armee. Sahild Alleinstehende Mädchen finden gutes und billiges Logis für dauernd Wohnzimmer Koftbufer Ufer 44a. inig at goder vorübergehend. u. Badezimmer zur freien Benußung. Nähere Auskunft erteilt die Leiterin Dienstag, den 26. Februar, abends 8 Uhr, im Konzerthans W. Bowey, Drantenfft. S1.(" Sanssouci, Kottbuser Straße 4a: ainted th General- Versammlung [ 98/18 Hirtes Festsäle. [* Empfehle ich meinen Saal jeben Sonntag an Vereine zu vergeben einige bende fret. Elifabethfirchstr. 14 Dr. Leo Arons über: Konsum: und Produktiv Genossenschaften. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. 169/4 Goldsteins Zahn- Atelier nach wie vor Oranienstraße 123. Pomril alkoholfreier Aepfelmost, bestes erfrischendes Getränk dand 1963. 08 6/10 Ltr. Fl. 50 Pf. mit Flasche. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. General Vertreter der Norddeutschen Pomril- Compagnie in Hamburg. Eugen Neumann& Co. Am. 97. IV. Belle- Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Genthinerstr. 29. PutbuserOranienstr. 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. strasse 35 Schöneberg. Hauptstr. 129. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Steglitz, Albrechtstr. 18. Künstl. Zähne ohne Entfernung der Wurzel Schmerzloses Zahnziehen. Plomben sowie sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. Teilzahlang per Woche 1 Mk. Meine 15 jährige Thätigkeit im Beruf bürgt für exakte tmd gewissenhafte Ausführung. 8620* Tagesordnung: 1. Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbach legitimiert. here Beringimmer Franz Steffens. Rosenthalerstr. 61. Ecke Steinstrasse. Der Vorstand. W ZUR Einsegnung gewidmetvon BAER SORN BAER SOHN ( 2010) Chausseestrasse 24a u. 25. 11. Brückenstrasse 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Fabrikation und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Kleidung. Lieferanten an die preussische Armee. Lieferanten an Waaren- Häuser. aaren- B * Lieferanten an Institute. Lieferanten an Vereine. Lieferanten an Garderoben- Geschäfte. Lieferanten an ausländische Gesellschaften Einsegnungs- Anzüge, ausserordentlich reichhaltige Auswahl in Satins, Ripsgen ausserordentlich reichhaltige Auswahl in Satins, Ripsgarn, Diagonal, Croisé, Kammgarn, Preise sehr billig, je nach Grösse und Qualität. song) mal Meltons u. 33, 30, 26, 24, 22, 20, 17, 16, 15, 14, 13, 11, Herren- Hosen Gute Arbeit. 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Nach kurzen Erörterungen bei einzelnen Streitklausel ist in diese Bedingungen nicht aufgenommen. Parteigenossen, besucht daher nur solche 2okalitäten, welche Titeln, namentlich über die Methoden, nach denen alte Waffen ver- Freilich werden wir auch noch lange warten können, ehe sich preußische auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen kauft werden, wird der Etat genehmigt. Der Kriegsminister giebt Verwaltungen entschließen, den für sie Arbeiten ausführenden Unter- erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, zu, daß alte Waffen, die unbrauchbar geworden seien, ins Ausland nehmern die Löhne und Arbeitsbedingungen nach den Gewerkschafts- beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste verkauft würden, aber nachher wieder nach Europa, speciell nach beschlüssen vorzuschreiben.. die neue Lokalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Deutschland, eingeführt und wesentlich teurer verkauft würden. Er Ueber die Sicherung der Arbeiter gegen die Betriebsgefahren Fällen auch darauf achten, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine habe bisher keine Möglichkeit gehabt, diesem Treiben gerichtlich bei- find einige flüchtige Vorschriften gegeben. Es wird in dieser Be- laufel Blazz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiterzukommen. ziehung bestimmt: Danach wird der Etat für das Reichs- Militärgericht Der Unternehmer hat denjenigen Anordnungen zu entsprechen, Versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag seine ohne Diskussion bewilligt. In der Nachmittags Sigung wurde welche zur Sicherung der Gesundheit seiner Arbeiter und zur Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit lassen dann der Rest des Militäretats ohne wesentliche Debatten genehmigt. Wahrung der Reinlichkeit von der Verwaltung getroffen werden. eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebenso ist Abtritte sind an den ihm angewiesenen Bläzen herzustellen, regel- es Pflicht der Borstände und Komitees, dafür nach Möglichkeit zu ligtmäßig zu desinfizieren und demnächst wieder zu beseitigen. Der forgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der StellenUnternehmer ist ferner verpflichtet, auf den Baustellen die zur ersten nachweis der freien Vereinigung der Gastwirtsgehilfen Berücksichtigung Hilfeleistung vor Ankunft des Arztes erforderlichen Verbandsmittel findet. Thue ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht ausund Arzneien nach den Weisungen der Verwaltung bereit zu halten. bleiben. Die Lokalkommission. Die Verwaltung ist berechtigt, die ordnungsmäßige Ausführung der auf Grund der Bestimmungen dieses Absatzes getroffenen Anordnungen zu überwachen. Partei- Nachrichten. Die Landesversammlung der fächsischen Parteigenossen wird für den 9. und 10. April nach Leipzig einberufen. Außer den geschäftlichen Angelegenheiten wird auch über die im Herbst stattfindenden Landtagswahlen verhandelt werden. Polizeiliches, Gerichtliches usiv. " Der Unternehmer hat überhaupt Räume, Vorrichtungen oder Gerätschaften, die er zur Verrichtung der Dienste zu beschaffen hat, so einzurichten und zu unterhalten und Dienstleistungen, die unter feiner Anordnung oder seiner Leitung vorzunehmen sind, so zu regein, daß die Angestellten und Arbeiter gegen Gefahr für Leben und Gefundheit soweit geschützt sind, als die Natur der Dienstleistung es gestattet.(§ 618 B. G.- B3.)" Erster Berliner Reichstage- Wahlkreis. Sonntag, den 24. Februar, abends 6 Uhr, öffentliche Versammlung bei Cohn, Beuthstraße 20. Bortrag des Genossen Dr. Leo Arons:„ Warum giebt es mehr Männer als Frauen?" Nach dem Vortrag gemüt liches Beisammensein mit Tanz. Eintritt inkl. Garderobe 20 f. Bahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenspersonen. Zweiter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 27. Februar, findet in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5, eine Versammlung des Wahlvereins statt, in der Genosse Antrid über: kann die Not der Landwirtschaft durch hohe Agrarzölle beseitigt werden?" sprechen wird. Gäste willkommen. Die Polizei in Stolberg( Rheinland) hatte fünf Parteigenoffen wegen Verbreitung des vom oberrheinischen Agitationsfomitee herausgegebenen Kalenders verhaftet und die Kalender beschlagnahm t. Zwar wurden die letzteren einige Zeit nachher wieder zurückgegeben, die Verbreiter aber bedachte man mit einem Strafmandat von 10 M. Infolge des Einspruchs der Bestraften Maßnahmen der bayrischen Regierung gegen den Arbeitshatte sich das Stolberger Schöffengericht mit der Sache zu befassen. mangel. In einer kürzlich erschienenen Ministerialentschließung Da trotz aller Mühe nicht nachgewiesen werden konnte, daß die werden die bayrischen Kreisregierungen angewiesen, die StraßenParteigenossen auf der Straße verbreitet hätten, so beantragte und Flußbauämter zu veranlassen, für Fortseßung der begonnenen selbst der Staatsanwalt die Freisprechung. Das Gericht erkannte Arbeiten, sowie für möglichst baldige nangriffnahme von demgemäß. sonstigen Bauten bedacht zu fein und dabei in erster Linie inländische Arbeiter zu beschäftigen. In gleicher Weise ist für Beschleunigung der Bauten auf Kreis- und Diftrittskosten Sorge zu tragen. Endlich wird den Gemeindebehörden empfohlen, diesen Verhältnissen und dem weiteren Ausbau der gemeindlichen Arbeitsnachweise ein besonderes Augenwerk zuzuwenden. Freie Volksbühne. Heute, nachmittags 23/4 Uhr, im Carl regeln anordnet, so ist er gleichwohl mit Genugthuung zu begrüßen. nächsten Sonntag( 3. März): 5. Abteilung: Diefelbe Wenn dieser Erlaß auch nur eigentlich selbstverständliche Maß- Weiß Theater: 4. Abteilung:" Meister Delze". Man geht wohl nicht fehl, wenn man ihn auf eine vor circa zehn Borstellung. Gleichzeitig im Leffing- Theater:" Robe rouge" Tagen erfolgte Demonstrationsversammlung der Arbeitslosen in von Brieur für die 1. Abteilung. München zurückführt. do Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Socialdemokratischer Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). Dienstag, den 26. Februar, abends 8 Uhr, Große Frankfurterstr. 117, Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über Junker und Bauer. Diskussion. Verschiedenes. Um regen Besuch ersucht Der Vorstand. º Am Tapezierer. Die Firma Jade I. Markgrafenstraße 20, ha thren Accordtarif für die Tapeziererwerkſtatt um 10-15 Proz. getürzt. Die Gehilfen wandten sich an die Achtzehner- Kommission, welche nach einem durch das Verhalten des Herrn Jäckel gescheiterten Bermittelungsversuch den Beschluß faßte, daß Herr Jädel die alten Lichtenberg. Am Montag, den 25. d. M., nachmittags von Breife weiter zu bezahlen habe. Nachdem Herr Jäckel, durch den Unentgeltliche Geburtshilfe und Beerdigung ist bekanntlich 3-6 Uhr, findet im Lokale von Höflich, Frantfurter Chauffee 120, obigen Beschluß gezwungen, die bis 23. Februar fertig gestellte in Offenbach a. M. durch die socialdemokratische Mehrheit des Stadt- die Stichwahl der II. Wählerklasse des zweiten Bezirks( innerhalb Arbeit nach dem alten Tarif bezahlte, erklärte er den Kollegen ihre parlaments eingeführt worden. In der Bürgerschaft werden diefe der Ringbahn) statt. Das socialdemokratische Wahlkomitee hat in Entlassung, wenn dieselben mit dem neuen Tarif nicht einverstanden Einrichtungen recht gewürdigt. Besonders ist es die freie Geburts Gemeinschaft mit dem Vertrauensmann und den Gemeindeverord= find. Die Werkstatt ist infolgedessen gesperrt. Leo Schmidt, hilfe, die viel in Anspruch genommen wird. Da für beide Posten neten sowie dem Wahlvereinsvorstande beschlossen, den socialdemoObmann der Arbeitnehmer- Vertreter der Achtzehner- Kommission. 10 000 M. vorläufig eingestellt waren, so wurden jezt noch 1000 m. fratischen Wählern strifte Wahlenthaltung zu empfehlen. für das laufende Jabr nachbewilligt, weil der vorgesehene Betrag Stralan. Heute, Sonntagnachmittag 11/ a Uhr, findet im Lokal ausreichen dürfte. Sind doch bis jegt allein für der Brauerei zu Stralau eine Volksversammlung statt, in der Geburtshilfe 7900 M. ausgegeben worden, während für unentgelt Reichstags- Abgeordneter Stadthagen über das Thema sprechen wird: waren. nur 1880 m. erforderlich Da es Wohin steuern wir? mehrfach vorgekommen ist, daß die Hebammen bei Tauffeierlichkeiten Ober- Schöneweide. Am Mittwoch, den 27. Februar, abends sich noch mit Geschenken 2c. bedenken ließen, so wurde ausdrücklich fei, da die Hebammen außer dem von der Stadt gezahlten Betrag der Getreidezölle und die arbeitende Bevölkerung". Hierzu findet hervorgehoben, daß dies nach dem festgesetzten Reglement unstatthaft 8 Uhr, öffentliche Boltsversammlung in Wilhelminenhof". Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fri 8ubeil über die Erhöhung von 10 M. pro Entbindung weitere Ansprüche nicht zu machen hätten am Montagabend 7-8 Uhr eine Handzettel- Verbreitung statt. Ge und eine doppelte Bezahlung auf die angedeutete Weise nicht Plaz nossen, die behilflich sein wollen, werden gebeten, sich beim Genossen zu greifen hätte. John zu melden. Achtung, Kleber! Die Firma Seifert, Ansbacherftr. 19 ( Bauten: Herderstr. 1 und 2 und Bärwaldstr. 42/43) ist nach wie bor gesperrt. Die Bauarbeiter werden ersucht, dies zu beachten. Die Bauten in der Monumentenstraße sind freigegeben, da diese dem Herrn Seifert abgenommen sind und von andren Arbeitgebern ausgeführt werden. Die Lohntommission. Wegen Lohndifferenzen Zuzug fernhalten von der Waggonfabrik H. H. Böker u. Co. in Gr. Lichterfelde- Lankwiz. Deutsches Reich. Das Hamburger Arbeiterfekretariat erhält einen, dritten Beamten in der Person des Herrn B. Grosse, Tischler und Krankenkassenbeamter. Ferner hat das Hamburger Gewerkschaftsfartell beschlossen, 15 000. als Grundstock für das zu errichtende Gewertschaftshaus zinstragend zu belegen. S liche Bestattung Eine Arbeitsordnung. In der letzten Sigung der magdeburgischen Stadtverordneten teilte ein Stadtverordneter die Arbeitsordnung eines Steinfegmeisters Namens Ladenthier mit, die folgende Bestimmungen enthält: Jeder eintretende Gefelle muß mit dem zur Zeit gezahlten Lohn Bei den Gewerbege richts- Wahlen in Altona sind alle vom zufrieden sein und darf später feine neuen Forderungen stellen. Gewerkschaftskartell aufgestellten Kandidaten gewählt worden. Das Irgend welche Agitation darf bei der Arbeit nicht betrieben Unternehmertum hat der Gewerbegerichts Wahl wenig Interesse werden. entgegengebracht. In verschiedenen Gruppen waren Arbeitgeber Das Rauchen ist auf den Grundstücken, Lagerplägen und Arbeitszum Wählen überhaupt nicht erschienen und in einigen Gruppen stellen der Firma verboten. Wenn drei oder mehr Arbeiter zu gelang es fogar, Kandidaten, die vom Gewerkschaftskartell empfohlen fammenstehen, so wird dieses als„ Komplott" angesehen und mit wurden, durchzubringen. Die gewählten Innungskandidaten erhielten sofortiger Entlassung geahndet. sämtlich nur wenige Stimmen. In den Gruppen, wo Arbeitgeber Die jetzigen Baufen werden nicht mehr eingehalten. Jeder überhaupt nicht zum Wählen erschienen waren, werden Vertreter Geselle muß im Interesse des Meisters arbeiten. ernannt werden. Ausland. Aus der Frauenbewegung. " " Weißensee. Dienstag, den 26. Februar, findet im Brälaten", Lehderstraßen Ede König Chauffee, eine öffentliche Versammlung statt, in der Rechtsanwalt Victor Fränkt über die Geschichte der Justiziertümer" referieren wird. Mariendorf- Tempelhof und Umgegend. Am Sonntag, den 24. 6. M., nachmittags 4 Uhr, findet in Marienfelde bei Teutschbein eine Vereinsversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins statt, in welcher Genosse M. Kiesel über den Kornwucher sprechen wird. Spandau. Heute Sonntag findet im Lokal des Herrn Wehe, Bichelsdorferstraße, eine Protestversammlung gegen die Getreidezölle statt. Das Referat hat Genosse Ströbel übernommen. Kommunales. Aus dem Rechenschaftsbericht der öftreichischen Gewerk In der Magistratssitzung am Freitag wurde die Etatsfchaftskommiffion für das Jahr 1900. Die Gewerkschaftsberatung beendet und wie in den letzten Jahren beschlossen, den tommission Oestreichs hatte gleich zu Beginn des Berichtsjahrs eine Um diesen Sah nicht. harte Probe ihrer Arbeitsfähigkeit bei Maffenstreits zu bestehen. Den Konfektionsarbeiterinnen wollen die Mitglieder des Steuerzuschlag auf 100 Broz. zu bemessen. 70000 Bergarbeiter erklärten den Generalstreit, ohne Berliner Frauenvereins dadurch helfen, daß sie eine sogenannte zu überschreiten, waren erhebliche Abstriche an den Einzeletats erdaß Zeit gewesen wäre, die notwendigen organisatorischen Vor- weiße Liste" solcher Geschäftshäuser aufstellen, die ihre Waren forderlich, besonders an den Bauetats und den verschiedenen neuen Entwürfen. Auch die Kosten für die geplante Regulierung der arbeiten zu bewältigen. Die Kommission wurde von diesem Riesen- in gesunden Räumen von gutgestellten Arbeitern anfertigen und ausstande selbst überrascht. Nichtsdestoweniger ging die Kommission sich verpflichten, ihre Einkäufe nur in diesen Geschäften zu be- Straße Unter den Linden wurden nicht mit in den Etat aufsofort daran, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften eine sorgen. genommen, weil die Pläne noch nicht von der StadtverordnetenNotorganisation zu schaffen, um die Ausstandsbewegung, die sich Das Bestreben der Damen, die Arbeiterinnen auf diese Weise Bersammlung beraten und auch noch nicht in allen Teilen gebilligt worden sind. den in ihrem Kampfe um menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu unterauf ungeheure Territorien West- und Nordböhmen, östlichen Teil Mähren bon und den westlichen Teil stützen, ist sehr anerkennenswert, doch versprechen wir uns nicht viel von Schlesien erstreckte, in einheitliche Bahnen zu lenken. davon, weil zu befürchten ist, daß nicht allzu viele Damen sich an Die schwere Organisationsarbeit wurde im Laufe von acht Tagen diesen Bestrebungen beteiligen werden. geleistet, so daß die Leitung und Führung dieses gewaltigen Streits allen modernen Bedingungen entsprach. Der Magiftrat beabsichtigt das Rittergut Diedersdorf bei Lichtenrade nebst Vorwerk Birkholz, das vielen Berlinern durch seinen herrlichen Wald bekannt ist, sowie Gemeindeländereien in KleinTokales. Dem Verein der Frauen und Mädchen Schönebergs beeren und Friederikenhof, Faltenberg, Hönow und Kaulsdorf zu Wenn die Ausstandsbewegung der Bergarbeiter auch unmittelbar traten in der letzten Versammlung, in der Herr Dr. Friedeberg einen Riefelzweden anzukaufen. Wenn die Ausstandsbewegung der Bergarbeiter auch unmittelbar Vortrag über die Bedeutung des Bluts für die menschliche Gesellnicht den gewünschten Erfolg aufzuweifen hatte, so muß zugestanden schaft hielt, 12 neue Mitglieder bei. Mitgeteilt wurde in der Verwerden, daß, wenn auch eine Verkürzung der Schichtdauer nicht er fammlung, daß das Vereinsvergnügen nicht im März, sondern amid rungen wurde, so doch wesentliche Lohnerhöhungen und 20. April stattfindet. sonstige Verbefferungen des Arbeitsverhältnisses furz nach Beendigung des Streits erfolgt sind. Bei den Metallarbeitern, Textilarbeitern und namentlich bei den Bergarbeitern ist eine Abnahme der Mitglieder zu verzeichnen geDie ,, Große Berliner" und ihre neuesten Praktiken. Infolge des Unfalls des Generals Bochhammer hat fürzlich ein Lotaltermin stattgefunden, an dem sich nicht nur behördliche Organe, sondern auch ausnahmsweise die Direttoren und Betriebsleiter wesen, dagegen haben alle übrigen Organisationen an Mitgliedern Beiträge für das Liebknecht Denkmal. Buchdruckerei von Stan: außer Dienst gestellt ist und an deni feit dieser Zeit angeblich mur zugenommen. Die Einnahme der Gewerkschaftskommission betrug fimica 10,- Hermann Winkelmann-, 50. 23. Gieshott 5,-. Arbeiter eine ganz unbedeutende(?) Reparatur vorgenommen, wurde in 16 730 Gulden; die Ausgaben überstiegen die Einnahmen, so daß der W. Sch. 50. Gesammelt durch Fr. Henschke, Grünthalerftr. 8, 1,90. allen Gangarten vorgeführt und funktionierte auch ordnungsgemäß. Refervefonds angegriffen werden mußte; die Summe der Ausgaben Fr. Wenzke, Hochstr. 35,-50. Bernhard Künnemann, Eisendreher, Gliaffer: Dennoch konnte nicht festgestellt werden, daß dem Führer des belief sich auf 23 022 Gulden. ftraße 9a, 3,-. Durch Albert Höppner 4,70. Bezirt 463-464 6,05. Rüfter An Streitgeldern wurden im Jahre 1900 durch Listen 1,50. Bom alten roten Bäcker, Pappel- Allee 1,-..- B. Unverzagt unglückswagens irgend welche Schuld träfe. Es sollen nun noch weitere eingehende Erhebungen angestellt werden. Wäre statt des und freiwillige Sammlungen 874 580,11 kr.( 1 Strone= 1/ 2 Gulden) Müller 5,80. Roth 2,50. Jodisch 1,-. Rauchflub Frohsinner Heimat 1.Karl Fromm 1,- Frau Schmidt-, 50. Stockfabrit Levi, Große Ham Generals ein gewöhnlicher Sterblicher verunglückt, dann wäre sehr eingenommen, wovon auf Deutschland 96 096,49 kr., auf England burgerstraße 7 ,, darunter Korb 1,-. Von Arbeitern Keiling u. Thomas zu bezweifeln, ob man so viel umständliche Untersuchungen unters 31 798,53 kr. und auf das übrige Ausland 5390 Kr., zusammen 8,45. Stranzüberschuß durch Funt 1,75. Arbeiter der Firmen C. u. W. und nommen hätte. Jedoch wollen wir darüber kein Wort des Tadels Ser. 133 285,02= 36 Proz. der gesamten Einnahmen, entfallen.. u. B., Friedrichstr. 105a, außer dem Setzer H. P. und dem Lithographen verlieren. Zu den im Berichtsjahre gejanunelten Streifgeldern per 374580,11 r. P. 6,15. A. Kohn 1,60. 2. Wahlkreis 23.55, darunter Segrowe 5,- Buch Was übrigens die Schuld an dem Unfall trägt, will an ist das Saldo per Ende Dezember mit 5360,22 Kr. hinzuzurechnen, druckerei Gebr. u. 11,55, Schulz durch Bratsch 1,80, Drehorgelsp. b. MastenSellenbrandt 4, scheinend die Betriebsleitung gar nicht wissen, obwohl es unter den Straßenbahnführern ein öffentliches Geheimnis ist. standen. Wilmersdorf 10,-. Rieche 0,50. S. Weinberg 2,00. Ruff. Socialisten, Unser fachmännischer Mitarbeiter schreibt hierzu: Die gegenwärtig in Dänemark herrschende Arbeitslosigkeit Baris 11,25. Moot, Laufach 4,95. Rauchflub, Corbeer" 3,-. Heinrich 3,-. Bekanntlich wurde der General von dem Wagen, der durchaus greift die Kaffen der Gewerkschaften, die Arbeitslosen- Unterstügung Buchdruckerei May Beyer 2,80. J. W., Milford, Mass., Amerita 3, Bon nicht in scharfer Gangart fuhr, noch ca. 8 Meter weit geschleift. Der zahlen, außerordentlich an. Der Verband der Schmiede und Boncets Schriftenmalerel 3,-. Personal d. Buchdruckerei Sittenfelb 48,65. Führer bremste, die Bremse wirfte auch, die Räder standen still, Bierprozente der Geschäftsbücherfabr. A. Zumpe 6, K. W., Oberspree, Maschinenarbeiter, der bei dreijähriger Mitgliedschaft 2 Kr. Arbeits- Gummiabt. 8,75. Gutenberg, Berlin 50,-. S. u. 5. Nelte 2- Amerit rutschten aber auf den schmierigen Schienen weiter. Der Sandlofen- Unterſtügung, bei fürzerer Mitgliedschaft 1 Kr. pro Tag zahlt Auktion vom Vergnügen d. Berb. d. Zimmerleute, Bez. III und IV 7,75. reuer hatte nicht funktioniert, was besonders bei nassem und 7225 Mitglieder hat, hatte im Jahre 1900 97 086 Kr. an feine Thator 10,-. faltem Wetter teine Seltenheit ist. Durch die Wagenräder wird das arbeitslosen Mitglieder gezahlt und hat im Januar dieses Jahres Straßenwaffer tropfenweise in das Streurohr geschleudert, der Sands bereits 25 000 str. für diesen Zwed verausgabt, davon in Kopenzusammen. Befindet sich der Sand unter solchen Umständen hagen allein 10 994 Str. Diese Zahlen zeigen übrigens auch, wie ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blatts bei faugt die ihm zugeführte Feuchtigkeit auf und fadt fich folgedessen feſt viel von den einzelnen Organisationen zur Linderung der Not ihrer gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den 4-5 Stunden im er nicht durch trocknen arbeitslosen Mitglieder gethan wird. Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu ersetzt, so ist der so ist der Führer außer stande, den Sanda Berliner Partei- Angelegenheiten. Der Geſellſchaft beteiligten. Der Wagen 1111, der seit dem Unfall so daß für Streifzwecke insgesamt 379 940,33 Kr. zur Verfügung ball am 16. 2. bei Hellenbrandt, Sasenheide 53 1,20. M. N. 1- Möbelpolierer von Kümmel, Franff. Allee 5,- Unbekannt, Die Lokalliste für Berlin und Umgegend ft treffen. verloren wurde. Abhilfe könnte dadurch geschaffen werden, daß man fostet natürlich wiederum Geld. die uns; 11 " Bei streuer zum Funktionieren zu bringen. Ein Versagen des zu kündigen. Die Zahl der dadurch in Berlin frei werdenden Gas- Ischwinden. Alle betrogenen Personen gaben die gleiche Personen Sandstreuens wäre nur dann ausgeschlossen, wenn nach jeder meffer beträgt ca. 17000. beschreibung, und dennoch wollte die Verhaftung nicht glüden, weil Tour der im Kasten verbliebene Sand durch neuen trodenen Versteigerung eines angeblich von Raphael stammenden Gemäldes Der Raphael unter dem Hammer. Die bereits angekündigte Mörsch mit einer nie außer acht gelassenen Vorsicht zu Werke ging. deswegen will die Betriebsleitung keine derartigen Anordnungen hat gestern vormittag um 11 Uhr in der Pfandkammer in der Neuen eines Offiziersburschen namentlich die von dem Schwindler heimDie Gefahrbremse wirkt, je langsamer der Wagen fährt, desto Schönhauserstr. 17/18 stattgefunden. Der Gläubiger, ein Herr Müller gesuchten Gegenden abzustreifen. Nach längerem Bemühen gelang ausiesbaben, au pie Festnahme in der Luisenstraße, als M. nach achttägiger Unthatig aus Wiesbaden, hatte auf das Gemälde la vierge au sein, dite feit zum erstenmale wieder auf Kundschaft gegangen war. Er räumt mangelhafter. Das wird zwar dem Laien unbegreiflich er- de l'incarnation" eine Summe von 50 000 m. bar geliehen, zu ſcheinen, ist aber thatsächlich ſo. Fährt der Wagen gar ohne denen jetzt noch die Zinsen von sechs Jahren hinzutreten. Da das nur 25 der ihm zur Last gelegten Strafthaten ein, ist aber auch in den Strom, dann ist auch eine Wirkung der Gefahrbremse ausgeschlossen; Geld von dem Schuldner, der Witwe des verstorbenen Professors andren als überführt zu erachten. je nach der Stärke des Stroms virkt auch die Bremse. Andrerseits Nicolé, nicht beizutreiben war, so wurde das obige Gemälde geZu starkes Schnüren hat den Tod eines Mädchens herbeis wirft Gegenstrom nur bei mäßigem Fahrtempo. Die Grenze aber, dar wo Gefahrbremse oder Gegenstrom kräftig einfegen, ist nur langjährig pfändet und heute zwangsweise versteigert. Die Schuldnerin, sowie geführt. Die 24jährige unverehelichte Selma Schneider wollte den praktisch thätigen Führern bekannt. Jüngeren, wenn auch im großen ein Vertreter des Gläubigers, der mit dem Bilde erst gestern morgen Gastwirt Müllerschen Eheleuten in der Naunynstraße, bei denen fie ganzen sonst gut geschulten Führern kann es deshalb sehr leicht passieren, nach Berlin gekommen war, wohnten der Auktion bei. Bekanntlich in Stellung war, eine auffällige Körperzunahme verheimlichen. Das wurde das Bild von Prof. Louis Nicolé in Lausanne entdeckt. Angeblich that sie durch enges Schnüren des Korsetts. Am Freitagnachmittag, daß sie im Moment der Gefahr nicht geeignete Maßnahmen treffen. follte der befannte Millionär Vanderbilt 1 200 000 m. für das Ge- als sie in der Küche fizend Kartoffeln schälte, fiel sie plötzlich um, Zudem kommt es des öfteren vor, daß der Schlauch der Gefahr- mälde geboten haben, starb aber, während die Verhandlungen bezüg- inden sie zugleich einen Blutsturz erlitt. Nach wenigen Minuten bremse, der den Motorwagen mit der Bremsvorrichtung des Anhängers verbindet, sich durch das Stoßen der Wagen lockert und lich des Kaufes noch schwebten. Der heutigen Versteigerung des Ge- war fie tot. Wegen Arbeitslosigkeit erfchoffen. Der Maschinist Krame schließlich herausfällt, wodurch die Bremse dann versagen muß. mäldes, die vom Bublifum sehr start besucht war, wohnten mur Ferner ist es schon vorgekommen, daß der Stöpsel, der, sobald ohne wenige Kunsthändler bei. Um 1/412 Uhr machte Gerichtsvollzieher dörfer, der früher auf einem Schiff gefahren war, tam nach Berlin, nicht auf die Bedingungen der Versteigerung aufmerksam und Berlin, ,, Anhänger" gefahren wird, den Schlauchanfaz verschließt, unterwegs fügte hinzu, daß der Verkauf des Bilds ohne Garantie" auf die um hier eine passende Beschäftigung zu übernehmen. Das miglang die betreffenden Vorrichtungen mit Gewinden versieht, aber das Echtheit stattfinde. Das Angebot wurde aus den Reihen der Händler ihm vollständig und er war schließlich meist in mißmutige Stim von 3 auf 200 M. gesteigert. Der Gläubiger bot dann zunächst mungen gefommen. In der Nacht zum Sonnabend begab er sich Wiederholt beklagt sich das Publikum über die langsame Fahrt 1000 M. und steigerte fich dann selbst bis zu 6000 M.; da troy nach dem Humboldthain, um sich dort aus einem Revolver eine Aus Papieren Schußmannspatrouille die Leiche im Gebüsch auf. Ser Charlottenburger Üngetüme auf der Strecke Brandenburger Thor- wiederholter Aufforderung weitere Angebote nicht gemacht wurden, Kugel in die rechte Kopfjeite zu jagén. Am Morgen fand eine ging hervor, daß es sich um den 34 Jahre alten Maschinisten Julius Alexanderplatz und über die miserable Beleuchtung der Wagen so erfolgte der Zuschlag an Herrn Müller. auf eben dieser Strecke, seit die Charlottenburger Straßenbahn in den Urhebern der Denkmalsschändung in der Sieges allee Kramsdörfer handelt. Auf einem Bettel hatte er die Aufklärung den Besitz der Großen Berliner" übergegangen ist. Auch hier können sollte man nach Meldung einer hiesigen Korrespondenz auf der Spur des Falls anscheinend kurz vor der That selbst niedergeschrieben. wir des Rätsels Lösung bringen. Den Führern dieser Wagen ist es sein. Ein Mitglied einer Einbrecherbande, die fürzlich hier fest- Woher er stammt und wo er sich hier aufgehalten hat, ist noch un bei Strafe der Entlassung verboten, die Affumulatoren genommen wurde, hatte der Kriminalpolizei verraten, daß zwei bekannt. shill him.exilillet auf der Strecke Alexanderplatz- Königstraße zu laden. Um aber Perionen, ein Kellner und ein ehemaliger Student, die Zerstörungen Ein gefährlicher Fabrikbrand alarmierte Freitagabend gegen überhaupt noch etwas Strom zur langsamen Weiterbewegung an den Denkmälern während der Nacht verübt hätten. Beide sollten 11 Uhr einen großen Teil der Berliner Löschzüge nach Tegelerstr. 15. aufzusparen, müssen die Führer den Lichtstrom so viel sich dann von Berlin nach Dresden gewendet haben und hierzu von Die hier belegene Sauerstofffabrit, Genossenschaft m. b. H., war als möglich fürzen. Auch hier ist es also die Sparwut der Gesell- einem wohlfituierten Berliner mit Geldmitteln versehen worden sein. ichon vor einigen Monaten einmal der Schauplatz einer Explosion, schaft, unter der die Fahrgäste zu leiden haben. Auf Grund dieser Aussage wurden in Dresden Ermittelungen anGanz sonderbar scheint jezt die Direktion großen Wert darauf gestellt, und es gelang, den Kellner festzunehmen; doch leugnet dieser, bei der einem Arbeiter der Kopf vollständig vom Körper weggerissen zulegen, daß die Beamten mit dem Dienst zufrieden sind. Die an der That beteiligt gewesen zu sein. Auch dem ehemaligen wurde. Gestern abend stand nun der Dachstuhl des Fabrikgebäudes in Flammen, und die Gefahr war um so größer, als unmittelbar Direktion läßt sich die Zufriedenheit sogar besonders bescheinigen Studenten soll die Behörde auf der Spur sein, so daß dessen Ver- vor dem nur niedrigen Gebäude ein großer Sauerstoffbehälter liegt, und wendet dabei ein ganz eigenartiges Mittel an. Bekannt haftung demnächst erfolgen würde. dessen Explosion befürchtet werden mußte. Dem thatträftigen Vorlich wird der Dienst fast jede Woche, manche Woche auch zweiEin Gorilla in Berlin. Leider ist's nur ein toter, aber gehen der Feuerwehr gelang es indes, weiteres Unheil zu verhüten bis dreimal, anders geregelt. Dabei kommt es ausnahmsweise auch mal vor, daß eine ganz annehmbare Dienstregelung zum Vor- dennoch lohnt sich's, ihn in Caftans Panoptikum, wo er ausgestellt und den Brand auf den Dachstuhl zu beschränken. Vorher hatte die ist, zu betrachten. Dieser menschenähnlichste aller Affen ist in dem Wehr Thaerstr. 13 einen größeren Kellerbrand abzulöschen, der in schein kommt. Flugs legt auch schon die Betriebsleitung den Angestellten ein Schriftstück zum Unterschreiben vor, auf dem sie fumpfigen Tiefland nördlich vom, Congo beheimatet, wo er selbst von folge starter Berqualmung die Hausbewohner stark belästigte. bescheinigen müssen, daß sie mit der gegenwärtigen Dienſteinteilung den Eingebornen nur schwer aufgefunden wird. Unser Greniplar den Löschversuchen wurden verschiedene Männer durch Rauch hart zufrieden sind. Ein paar Tage darauf ist dann der Dienst hatte sich, was nur äußerst selten vorkommen soll, in die Nähe mitgenommen. In Yaunde, auf deutschem menschlicher Behausungen gewagt. wieder anders geregelt. Die Hauptfache ist, daß die Betriebs- Gebiet, ist er von einem Herrn H. Paaschen aus Schwerin daß die fallierte Firma W. Frehſe und Co. nicht mit der feinigen Herr Heinrich Freese, Jalousiefabrikant, bittet uns mitzuteilen, leitung die Bescheinigung in der Tasche hat, und dann bei den Behörden renommieren tann, daß die an einem besonders glücklichen Tag erlegt worden. Vielleicht identisch ist. Angestellten mit der Diensteinteilung zufrieden war es Forschertrieb, der den Gorilla in die Ferne mächtig hinausHerr Kellermann ersucht uns, im Hinblick auf den gestern vers find. Bum Scheine der Gerechtigkeit liegt noch eine zweite Lifte 309, und der Unglückliche fiel, ein Opfer feines höheren Dranges. aus, auf der die Angestellten, etwaige Wünsche, Beschwerden 2c. ein- Besonders günstige Umstände brachten es dann mit sich, daß das öffentlichten Gerichtsbericht um die Richtigstellung, daß der Gerichtstragen sollen. Die Angestellten sind freilich der Meinung, daß der- Riefentier gut abgehäutet und stelettiert werden konnte; einem hof in seinem Urteil nicht betont hat, daß der Angeklagte früher jenige, der die lettere Liste mit seinem Namen verschönern würde, Meister seines Fachs, dem Naturalienhändler Umlauff in Hamburg Spuren von Geisteskrankheit zeigte. fein Entlassungsgefuch mehr einzureichen braucht. Nach all den Er gelang es später, den Kerl in seiner ursprünglichen Größe und Feuerbericht. In der Nacht zum Sonnabend kam auf einem fahrungen, die mit der„ Großen" bisher zu machen waren, dürften Furchtbarkeit wieder herzustellen. Und in der That, gewaltig genug Neubau in der Matthäifirchstr. 30 Feuer aus, das die Wehr die Angestellten mit dieser ihrer Meinung nicht ganz unrecht haben. steht unser Urahn vor jeine armseligen Verwandten, 1/2 Stunde lang beschäftigte und eine größere Partie Hölzer einim Zoologischen Garten ihr Wesen treiben, verhalten äscherte. Zu gleicher Zeit war Artillerieſtr. 27 in einer Bäderei ein fich zu ihn wie die Krähe zum Adler, und selbst der Schadenfeuer abzulöschen. Kleine Wohnungsbrände erfolgten Ueber die Nebenklassen für schwachbefähigte Kinder, die Mensch, dem er mit seinen 165 Centimetern Größe an Körperhöhe feit dem Oktober 1898 an den Berliner Gemeindeschulen bestehen, gleichtommt, tann es an Straft auch nicht entfernt mit ihm auf Rosenthalerstr. 32, Huttenstr. 1, Lorgingstr. 29 und Belforterstr. 22. Aftenregale gingen Kronenstr. 37 in Flammen auf, während liegt jetzt der erste ausführliche Bericht der städtischen Schuldeputation nehmen. Das Gewicht des Gorilla wird auf 500 Pfund geschätzt übeckerstr. 12 und Gartenstr. 26 alter Hausrat im Keller einvor. Die Einrichtung hat, wie in dem Bericht ausgeführt wird, und die langen, muskulöfen Arme machen die Jagdgeschichten glaub unter der Leitung geeigneter Lehrer und Lehrerinnen, die besonders haft, wonach er einen Flintenlauf im Kampfe wie einen Nohrstock geäschert wurde. dazu ausgewählt wurden, bereits einen günstigen Einfluß aus zerbrochen habe. Urania. Der neue dekorative Vortrag im wissenschaftlichen Theater geübt. Die Zahl der Nebenklassen stieg im Jahre 1899/1900 bis Bekannt ist es, daß es noch nicht möglich war, den Gorilla in der Urania Aus dem Tagebuch der Erde" wird nur noch am Sonntag, auf 50; darin wurden 355 Knaben und 290 Mädchen unterrichtet. der Gefangenschaft zu erhalten; die paar jugendlichen Exemplare, Montag, Mittwoch und Donnerstag zur Wiederholung gelangen. Am Sonnabend findet die Erstaufführung des Vortrags unser Rhein, eine Unter diesen 645 Kindern ware ein 6-7jähriges, 9 7-8jährige, 105 die lebend nach Europa gebracht wurden, gingen hier nach furzer Wanderung von der Quelle bis zur Mündung" statt. Im Hörsaal spricht 8-9jährige, 213 9-10jährige, 126 10-11jährige, 95 11-12jährige, Beit ein. Umsomehr wird sowohl den Mann der Wissenschaft vie am Montag Herr Professor Dr. Müller über die Bakterien und die Ge53 12-13jährige, 33 13-14jährige, 9 14-15jährige, 2 15 bis den Laien das im Panoptikum ausgestellte Riesenegemplar inter- sundheitsfrage. 16jährige. Die geringe Beteiligung der jüngsten Altersklaffen erklärt effieren. sich daraus, daß in der Regel erst eine gewisse Zeit gewartet wird, bevor die schwachbefähigten Kinder aus dem Hauptunterricht in eine Nebenklasse verwiesen werden. Ob es richtig ist, selbst 14- und Sonntag predigte in der Luisenkirche zu Charlottenburg der Hof- Steglih. Durch eine gefchäftsordnungswidrige Ueberrumpelung 15jährige Kinder noch in einer Nebentlasse zu behalten, das erscheint prediger a. D. Stöder. Der unter Leitung des Professors Wange- der Minorität hat die hiesige Gemeindevertretung mit 15 gegen uns sehr zweifelhaft. Hier dürfte die lleberweisung an eine besondere mann stehende Kirchenchor aber streikte, und zwar, wie die Volks- 7 Stimmen die Wahlrechtsverschlechterung, von der Anstalt empfehlenswerter sein. Die bisher mit den Rebentlassen Beitung" mitteilt, weil die ihm angehörenden Herren dem Dirigenten schon berichtet wurde, zum Beschluß erhoben. Der Antrag Steinthal, der durch Ortsstatut bestimmt, daß bei Bildung der Gemeindegemachten Erfahrungen zeigen, daß das Bestreben, die Kinder später erklärten: Benn Stöder predigt, fingen wir nicht." wieder in den Hauptunterricht zurückzuführen, bis zu einem gewissen Wählerabteilungen an Stelle des Steuerdurchschnitts ein diesen um Durch die Verhandlung im Prozeß Medenwaldt beeinflußt, 50 Broz. übersteigender Betrag tritt, wurde in erster und zweiter Grade Erfolg verspricht. Von Michaelis 1898 bis Ostern 1900 find foll angeblich die Staatsanwaltschaft andre Nachforschungen nach Lesung aufeinander folgend gegen die Stimmen der" Unabhängigen" 21 Kinder in den Hauptunterricht zurückgeführt worden. Der bem Thater betreiben, die durch das Verhalten einer Zengin hervormd des Socialdemokraten angenommen, obwohl die zweite Lejung Bericht versichert, daß das nicht etwa Kinder waren, die gerufen sind. nicht auf der Tagesordnung stand und nur auf nachträglichen Bevon vornherein nicht in die Nebentlassen verwiesen werden Die Eile, den Antrag bei der durften. Es scien solche Kinder gewesen, die gewissermaßen Der Schuhmann Friedrich Schneider, welcher am 3. d. M. schluß vorgenommen wurde. Sicherheit zu bringen, war jogar erst für die normale Entwicklung aufgeschlossen werden mußten, durch den inzwischen infolge Selbstmords verstorbenen Commis Mag fnappen Mehrheit in verabsäumt wurde, für die zweite Lesung weil sie zu Hause der Anregung und Leitung entbehrt hatten. Im Eisenschmidt in die Brust geschossen worden ist, als er Fräulein so groß, daß Gegensatz zu diesen Kindern, die nur schwachsinnig erschienen, weil Werner gegen Gewaltthätigkeiten des Eisenschmitt in Schutz nehmen die Dringlichkeit zu beschließen, ein Flüchtigkeitsfehler, der fie arg vernachlässigt waren, steht eine andre Gruppe von Kindern, wollte, ist gestern aus dem Krankenhause entlassen worden. Es ist sich nur durch die Furcht vor der Oeffentlichkeit, vor der der die thatsächlich schwachsinnig find. Bei ihnen ist allerdings faum zu leider nicht gelungen, die Kugel, welche sich im Innern der Brust faubere Plan so lange geheim gehalten wurde, erklären läßt, der hoffen, daß sie aus den Nebenklassen jemals wieder in den Haupt- höhle zwischen die Organe gesenkt hat, zu entfernen. Schneider aber die Aufsichtsbehörde veranlassen dürfte, den Beschluß zu Die Gemeindevertreter Rapp( Soc.). Profeffor Bendeler unterricht werden zurückkehren können. Für diese Gruppe, die unter fühlte sich jedoch bereits so gekräftigt, daß er in seine Wohnung, tassieren. den Zöglingen der Nebentlassen leider in ziemlicher Stärke vertreten Dunderstr. 22, zurückkehren konnte, wo er zunächst abivarten muß, und Brietsche( Unabh.) vertraten energisch den Standpunkt der zu sein scheint, empfiehlt der Bericht einen Unterricht, der auf die ob sich das Geschoß noch schmerzlich fühlbar machen wird. Opposition, während der Gemeindevertreter Fischer, eine Leuchte des Entwicklung der Intelligenz bis zur Durchschnittshöhe notgedrungen In Tobsucht verfallen ist am Freitagabend die 36 Jahre alte freisinnigen Wahlvereins und Vorsitzender des Mieterverzichtet und die Kinder vorzugsweise in prattischen Unterweisungen Ehefrau Marie des Malers Beterjohn aus der Brunnenstraße 125. vereins, das Stunftstid fertig brachte, sich als Gegner des Klaffenfür das Leben vorbildet. Das könne erreicht werden durch auf Sie war seit Jahr und Tag nicht zurechnungsfähig und auch schon wahlsystems zu bekennen, aber trotzdem für eine Verschlechterung steigende Nebenklaffen an ein und derselben Gemeindeschule, wie sie in einer Irrenanstalt. Am Freitagabend warf fie plöglich alle desselben aus statistischen Erwägungen" zu stimmen. Die Tragweite des Beschlusses mögen folgende Zahlen erklären; vereinzelt bereits bestehen. Blumentöpfe von dem Brett auf den Hof, zertrümmerte eine ThürArbeiterrifiko im Reiche des Herrn Thielen. Auf dem füllung und erhängte sich schließlich. Auf Veranlassung des Haus- nach den Liſten für 1901 beträgt die Schußmänner drangen in die WohRangierbahnhof Moabit ist in der Nacht zum Sonnabend der wirts wurde Polizei gerufen. 19 Jahre alte Rangierer Frige aus der Bandelstr. 16 auf furcht- nung und trafen noch frühzeitig genug ein, um die Frau aus der bare Weise zu Tode gekommen. Frizze hatte einen abgestoßenen Schlinge zu befreien und nach einem Krankenhaus zu befördern. Wagen anzuhängen, wobei er infolge der Glätte auf den Schienen Bei einem Diebstahl schwer verletzt hat sich ein Schaukastenzu Fall kam und überfahren wurde. Beide Oberschenkel wurden marder, welcher gestern morgen einen Kaften des Handschuhgeschäfts ihm zermalmt. Seine Berufsgenossen brachten ihn nach dem Moabiter von Löwenberg, Münzstraße 23, ausplünderte. Der Dieb, der sich 1. RI. Krantenhaus, wo er nach einer halben Stunde starb. mit einem Stomplicen auf der Sammelfahrt" befand, zertrümmerte 2. KI. Mit Grauen denken die Kollegen des Verunglückten daran, daß mit der Faust die außerordentlich starte Glasscheibe, wobei er fich 3. Kl. auch sie heute oder morgen ein gleiches Schidjal erleiden jedenfalls au dem scharfen Glase eine Ader zerschnitt, was aus dem tönnen. Um so furchtbarer erscheint ihnen das Unglüd, dem starken Bluterguß ersichtlich, welcher an der Einbruchstelle entdeckt der allgemein geachtete junge Mann zum Opfer gefallen wurde. Trotzdem wurde die Auslage von den Verbrechern aus- Aenderung des Gesetzes Veranlassung gab, durch den Beschluß wieder ift, als es nach ihrer fachmännischen Ansicht vielleicht geräumt. Gin Schlächtermeister, der auf dem Wege nach der Markt- hergestellt ist. zu verhüten gewesen wäre. Seit langem find die in Betracht halle den Vorfall mit ansah, verfolgte die beiden Schaukastendiebe, fommenden Arbeiter unwillig darüber, daß bei der gefährlichen zwei junge etwa 18-20jährige Burschen, jedoch leider vergeblich. Glätte über Gebühr mit dem bißchen Streusand gespart wird. Die zwei Einbrecher find jedenfalls identisch mit jenen Personen, Als der Unmut über diese Art Sparsamkeit vor kurzem nach oben welche schon seit längerer Zeit in der Königstadt das Plündern der Vom Kampf gegen die socialdemokratische Agitation. drang, hat man allerdings Sand zum Streuen hergegeben, jedoch Schaukästen gewerbsmäßig betreiben. Wegen Verrichtung einer öffentlich bemerkbaren Arbeit an einem erging wiederholt die Weisung, daß von dem anscheinend sehr tostAuf der Straße verhaftet wurde am Freitagnachmittag ein Sonntage war der Parteigenosse Janz in zweiter Instanz zu einer barent Gut nur ja nicht zu viel verbraucht werden solle. Ebenfalls trägt die auf dem Rangierbahnhof herrschende Dunkelheit zu vielseitiger Betrüger, der fast alle Gegenden Berlins seit Monaten Geldstrafe verurteilt worden, weil er ein Dorf mit socialdemokratischen Es ist der Kalendern und Flugblättern belegt hatte. Das Landgericht hatte den leider nicht seltenen Unglüdsfällen bei. Im Verlauf von etwa unsicher machte und bisher vergebens gesucht wurde. 14 Tagen sind die Rangierer Mayer, Dornig, Gehrte und 24 Jahre alte Vergolder Wilhelm Moersch, der teils als Policen-, festgestellt, daß J. mit einem„ Pädchen" Druckschriften unter dem Antonit von Unfällen betroffen worden, und nunmehr ist, wie be- teils Stellen- Vermittlungsschwindler auftrat und viele Erfolge zu Arm von Haus zu Haus gegangen war. Nach Annahme des Gerichts richtet, auch noch ein Menschenleben in seiner ersten Blüte vernichtet verzeichnen hatte. In der ersteren Rolle wandte er sich an die soll durch diese Arbeit das Publikum in feinen religiösen worden. Wird die Veröffentlichung des grauenhaften Vorfalls be- Burschen von abwesenden Offizieren, an die Mietsleute von Gefühlen gestört worden sein. Der Angeklagte legte Revision ein. wirken, daß nunmehr endlich ohne allzu große Rücksicht auf den Geld- Studenten und andren einzeln wohnenden Herren unter Vorzeigung Rechtsanwalt Wolfgang Heine, der ihn vor dem Kammergericht beutel das menschenmögliche zum Schuß jener Arbeiter geschieht, die eines gefälschten Ausweises mit der Behauptung, daß die nicht anvertrat, führte unter anderm aus: Es sei aus dem Urteil gar nicht für drei Mark täglich sich zwölf Stunden lang bei gefährlicher und wesenden Herren eine sich auf 5 bis 7 M. laufende Versicherung zu erkennbar, wieso denn hier die Feiertagsstimmung gestört worden entrichten hätten und in eine Strafe von 3 M. fallen würden, falls sei. Mit dieser seiner Annahme sezt sich sogar der Vorderrichter selbst anstrengender Beschäftigung plagen müssen? dies nicht sofort geschieht. Ueberall hatte er Glück und zog in Widerspruch durch seine Feststellung; der Angeklagte habe in ruhiger 60 Fällen, die bisher bekannt geworden find, Weise schon vor der Kirchzeit" die Schriften verteilt. Dann sei aber auch Maffenkündigungen an Gasmessern find gestern bei der in etwa Seine andre Thätigkeit übte er derart, die Thätigkeit des Beschuldigten begrifflich nicht als Arbeit anzusehen. englischen Gasanstalt, sowie in den städtischen Gaswerken ein die Gelder ein. miter der Vorspiegelung Nur was öffentlich bemerkbar sei, auf der Straße vor sich gehe, gelaufen, nachdem durch die Annahme des Gas- Einheitspreises in daß er sich stellensuchenden Leuten Ber Stadtverordneten- Versammlung der Gebrauch von zwei Gas- näherte, daß er bestimmte Posten zu besetzen habe, und ihnen dürfte für die Feststellung einer öffentlich bemerkbaren Arbeit heran einem Vorschuß abnahm. Dann gezogen werden. Das bloße Gehen auf der Straße mit einem meffern für Leucht- und gewerbliches Gas überflüssig geworden ist. ihre Papiere zugleich mit Da für beide Gasmesser Miete bezahlt werden muß, so find die führte er seine Opfer in beliebige Häuser oder in Wirtschaften, um Bädchen unter dem Arm könne aber eine solche Feststellung nicht Befizer von solchen bemüht, möglichst schnell den zweiten Apparati vorgeblich die Stellung festzumachen, in Wirklichkeit aber zu ver- begründen. Der Straffenat des Kammergerichts hob die VorWenn Stöcker predigt, fingen wir nicht! Am vergangenen " Aus den Nachbarorten. Broz Zahl der Wähler nach dem 1901 Durchschnitt Nummer. 1901 50 Broz. Zuschlag Proz. der Listen Broz. 1900 93 2,4 67 1,7 54 1,6 630 16,3 417 10,7 344 9,4 3143 81,8 3382 87,6 3234 89 Hieraus ergiebt sich, daß der Zustand vom Jahre 1900, der zur Gerichts- Beitung. entscheidung auf und verwies die Sache zu nochmaliger Berhand-| Sinken kam. Auf dem Schiffe entstand die wildeste Verwirrung, alles Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 23. Februar 1901. Aut lung an die Borinstanz zurück. Präsident Groschuff gab folgende drängte zu den Booten, von denen nur vier flott gemacht werden 1456 Kälber, 8034 Schafe, 8856 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 5542 Rinder.) Urteilsbegründung: Das Landgericht definiere den Begriff der öffent- konnten. Der Kapitän des Schiffes ist crtrunken. Die Geretteten, oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund lich bemerkbaren Arbeit richtig, indem es als solche ansehe eine deren Zahl auf 75-100 angegeben wird, beklagen sich sehr über die in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäßtete, höchsten Schlachtöffentlich bemerkbare Thätigkeit, mit der eine gewisse Anstrengung Haltung der Offiziere und Mannschaften. Das eine Boot wurde wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht aus verbunden und die nicht des Vergnügens wegen unternommen worden sei. Die einzelnen Feststellungen des Vorderrichters ließen sofort von den Offizieren in Besitz genommen und jede weitere An- gemäftete und ältere ausgemäßiete 56-61; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 53-54; d) gering genährte jeden Alters 49-52. Bullen: aber nicht erkennen, daß er den Begriff auch richtig angewandt habe. ordnung zu einer planmäßigen Rettung der Passagiere aufgegeben. a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 58-62; b) mäßig genährte jüngere Er werde sich näher auszulassen haben, inwiefern denn das Unter den Geretteten befindet sich der Kapitän der deutschen Flotte, und gut genährte ältere 54-58; c) gering genährte 48-53. Färfen und Tragen des Päckchens eine mit Anstrengung verbundene Thätigkeit Hecht, welcher mit einem Rettungsgürtel über Bord sprang und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren gewesen sei. binnen furzem aufgelesen wurde. Der Lootse Jordan wurde, schwer 52-53; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere verlegt, gerettet. Da die Baffagierliste untergegangen ist, ist nichts ühe und Färfen.50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-47; Kälber: a) feinste MastGenaues über die Zahl und Identität der Umgekommenen zu er- e) gering genährte Kühe und Färjen 42-44. fälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 68-70, b) mittlere Mastkälber mitteln. adlands Head genährte( Freffer) 38-46. genährte Green) er 2446.8, c) geringe Gaugfärber 46-50) ältere, gering a) Mastlämmer und jüngere hammel 59-62, b) ältere Masthammet 47-55, c) mäßig genährte Hammer und Schafe( Merzschafe) 43-46, d) Holsteiner NiederungsRaffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren schwer, 57; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Säfer) 00-00; c) fleischige 53-55; d) gering entwidette 50-52; e) Sauen 52-54. Für 100 Pfund mit 20 pet. Tara. de Todesurteil vollzogen. Der vom Schwurgericht zu Ostrowo wegen Ermordung seines Dienstknechts Ponitta zum Tode verurteilte Landwirt Adalbert Dolato ist, nachdem der Kaiser von seinem Gnadenrechte keinen Gebrauch gemacht hat, gestern früh im Gefängnishof zu Ostrowo hingerichtet worden. Marktpreise von Berlin nach Ermittlungen des Wegen Mihhandlung eines Untergebenen stand am Sonne abend der Unteroffizier Schaff von der 12. Compagnie des 2. GardeInfanterieregiments z. F. vor dem Kriegsgericht der zweiten Garde Infanteriedivision. Der Angeklagte hatte am 3. Januar morgens die Mannschaften der Compagnie, welche den Kaffee aus der Küche holten, zu beaufsichtigen. Einer der Kaffeeholer, der Füfilier Schulz, hielt sich, während die übrigen Mannschaften dem Befehle des Unteroffiziers, nach der Küche zu gehen, sofort nachkamen, noch in der Stube auf und zögerte auch noch, als der Vorgesezte eintrat. Hierüber gerieth Schaff in But und er verlegte Schulz eine Ohrfeige. Bald darauf flagte der Geschlagene über Schmerzen im Ohr; er meldete den Vorfall feinem Vorgesetzten der hinzugezogene Stabsarzt Dr. Wagner konstatierte*) Weizen, gut D.- Ctr. 15,75| 15,74 bei dem Patienten eine Mittelohr- Entzündung. Der Geschlagene ver blieb sodann in ärztlicher Behandlung bis zum 31. Januar. In der gestrigen Verhandlung gestand der Unteroffizier die Mißhandlung ohne weiteres ein; er wollte in augenblicklicher Aufwallung gehandelt haben. Der Vertreter der Anklagebehörde beantragte, da das ärztliche Attest den Beweis gebracht, daß das Ohrleiden des Schulz nicht im Zusammenhang mit der vorausgegangenen Mißhandlung stehe und der Unteroffizier, dem seine Vorgesezten das Zeugnis eines afer, gut sonst durchaus humanen Manns gäben, mur in momentanem Affekt gehandelt habe, 14 Tage gelinden Arrest. Der Gerichtshof schloß sich diesem Antrag an. imd Ein meineidiger Polizeikommiffar. Eine merkwürdige Rolle ar. Gine merkwürdig Hat der Polizeikommissar Josef Kleineidam aus Münsterberg bei der Entdeckung eines Spielernestes gespielt. Es ging eines Tags bei der dortigen Staatsanwaltschaft ein anonymes Schreiben ein, auf Grund dessen gegen vierzehn Gastwirte in Münsterberg die Unterfuchung wegen Duldens von Glückspielen in ihren Lokalen eingeleitet wurde. In der Gerichtsverhandlung gegen diese Gastwirte stellte sich heraus, daß Kleineidam der Verräter gewesen war. Dieser Umstand überraschte die Angeklagten umsomehr, als der Bolizikommissar selbst am Spiel teilgenommen hatte. Als man ihm dies auf den Kopf zusagte, leugnete er unter feinem Eid ab. Kleineidam, der bereits früher infolge von Disciplinar: und gerichtlichen Untersuchungen vom Polizeidienst fufpendiert, aber auf seine Vorstellungen schließlich wieder angestellt war, zog sich durch sein Leugnen einen Meineidsprozeß zu, da ihm eine Reihe von Zeugen gegenüberstanden die feine Teilnahme am Spiel behaupteten. Er hatte sich dieserhalb vor dent Schwurgericht in Glatz zu verantworten und wurde wegen wissentlichen Meineids zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und dauernder Unfähigkeit, als Zeuge oder Sachverständiger zu fungieren, verurteilt. es f) Gerfie, gut " " am 22. Februar 1901 tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch), Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Sammelſleif& 10 Butter Karpfen 1kg Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte fich langsam ab und hinterläßt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete fich Langfam. Bei den Schafen war der Geschäft ruhig; es wird voraussichtlich ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief langsam und wird kaum ganz geräumt. bersicht vom 23. Nebr Witterungsübersicht vom 23. Februar 1901, morgens 8 Uhr. mittel gering 15,73 15,72 " 15,71 15,70 " " *) Roggen, gut 14,40 14 39 " " mittel gering 14,38 14,37 " " 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1,10 1,80 1, 14,36 14,35 1,60 1, " mittel " gering 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 15,90 15,30 Gier 60 Stüt 2,60 2, 5.20 3, Bitterung 2,20 1, " 15,20 14,70 " gering Aale Bander 14,60 14,10 Hechte 2,80 1,20 " 2,50 1,20 Stationen 2,20 1, " Elie 201 1,80 0,80 " 3, 1,20 1,40 0,80 Krebse per Sdjot 12, 70, 30, mittel nichtstroh Hen Erbsen Speifebohnen Linsen *) ab Bahn. 6,82 6,32 Barsche 7,80 5,20 40, 25,- Bleie 45,- 25, Barometerstand mm Wind richtung Windstärte 1100 Wetter 5 bedeckt Swinemde 753 SW 3,-Hamburg 756 WSW 6 bedeckt Berlin Frantf./M. München Wien 759 WSW 4 bedeckt +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 23. Februar. Auf dem Getreidemarkt herrschte heute Luftlosigkeit vor. Die Preise waren nur in geringem Maße verändert. Der Witterungsumschlag übte nur geringen Einfluß aus. m späteren Verlaufe bewirkten höhere Liverpooler Preismeldungen eine Steigerung für den Lieferungspreis von Weizen, der am 0,25 M. anzog; Roggen blieb behauptet. Hafer verkehrte in ziemlich fester Tendenz. Rüböl stellte sich auch heute auf Paris wieder niedriger, und zwar 0,20 m. Wochen Spielplan. Sonntag 24. Montag 25. Opernhaus Der Troubadour Die Afrikanerin Schauspiel: haus Vergißmeinnicht Die römische Sonne Der Herr Senator Dienstag 26. Temp. R. G. Stationen 1 Haparanda 1 Betersburg -0 Cort 767 SW 766 Still 2 Dunst -14 Aberdeen wolfent 76828 1 Nebel -18 Paris -16 11 Barometerstand mm Winds richtung Windstärke T DIE 772 NNW Wetter 3hlb.bed. 764 WNS 4hlb.bed. Temp. u. E. 16° C.= 4° R. 5 620 769 SSW 1woltent- 10 Wetter- Prognose für Sonntag, den 24. Februar 1901. Zunächst ziemlich trübe mit Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden; später aufklarend und neue Abkühlung. Berliner Wetterbureau. Die römische Der Compagnon Sonne Die Piccolomini Der Herr Senator Nm.: Mittwoch 27. Donnerstag 28. Freitag 1. 2. Sonnabend Sonntag 3. Carmen Egmont Die römische Sonne Bajazzi Die roten Schuhe Ein Sommer nachtstraum Der Margarete Evangelimann Mignon Lohengrin Die Puppenfee Wintermärchen Wallensteins Lager. Schiller Theater Der Retter Der Retter Rosmersholm Der Retter Rosmersholm Der Retter Rm.: Freiwild Deutsches Nora Theater Der Sieger Der Sieger Rosenmontag Leffing: Theater Ueber unser Kraft II. Nachmt.: Die streng. Herr. Die Zwillings Ueber unsre Kraft I Nora Ueber unsre Kraft II Flachsmann als Erzieher Ueber unfre Straft II Agnes Sorma Die beiden Leonoren Agnes Sorma Ueber unsre Straft II schwester fchwester Der Barbier von Sevilla Berliner Theater. Rosenmontag Nachm.: Der Biberpelz schwester. Nachin.: Wie die Blätter 1ngültige Polizeiverordnung. Für den Gemeindebezirk Maurig war durch Orts- Polizeiverordnung bestimmt worden, daß der Schankbetrieb des Sonn- und Festtags während der Zeit des Hauptgottesdienstes in Schankwirtschaften überhaupt nicht und in Gastwirtschaften nur insoweit gestattet sei, als er sich auf die dort logierenden Gäste erstrede. Wegen Vergehens gegen diese Bestimmung wurde der Gastwirt Richter angeflagt, weil er während der angeführten Zeit an Wallfahrer Milch und Kaffee ausgeschänkt hätte. Das Landgericht sprach ihn jedoch frei und das Kammergericht hat jezt die Revision der Staatsanwaltschaft Theater des Mam'zelle Ni- Gaſtſpiel Méaly Gastspiel Méaly mit folgender Begründung verworfen. Die angewandte Ortspolizeiverordnung entbehre der Rechtsgültigkeit. Sie sei erlassen im Jutereffe der äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feiertage. Der Erlaß derartiger Verordnungen, die sich auf die Kabinettsorder vom 7. Februar 1837 stützten, stehe aber nur den Oberpräsidenten 1. Vermischtes. Westens Belle Alliance: Theater Mam'zelle Nitouche Rofenmontag Die Zwillings: Die Zwillings: Flachsmann als La Demois. de chez Maxim Käthe Wandel Boubouroche Die Kalifornien Kyritz- Pyrit Carl Weiß: Die Boldgräber Goldgräber von Goldgräber von Nm.: Tausend Goldgräber von Theater bon Kalifornien touche Nachm.: Barbier v.Sevilla Madame Méphisto Der Leibalte Der Leibalte Der Troubadour Luisen Theater Nachm.: Die Kalifornien Kyriz- Pyrizz Die Urania: Theater Maria Stuart Aus dem Tagebuch der Erde Kalifornien Der Barbier von Sevilla Der Leibalte Die Goldgr. 2C. und eine Nacht Aus dem Tagebuch der Erde Mittelmeer fahrten wollt. Die Schiffekatastrophe bei San Francisco, über die wir gestern bereits im Depeschenteil berichteten, hat nach den bisher einlaufenden Berichten große Opfer an Menschenleben gefordert. Es Taubenstr. 48/9 dürften annähernd 150 Personen in den Wellen den Tod gefunden haben. Der Vorfall soll durch den Kapitän verschuldet sein, der trog des gegenteiligen Rats des Lootsen bei dem großen Nebel die Einfahrt in den Hafen gewinnen wollte. So kam es, daß der amerikaniſche Paſſagierdampfer, der aus Yokohoma und Hongkong fam, auf eins der gefährlichen Riffe auflief und in einer Viertelstunde zum Todes- Anzeige. Allen Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Former Hermann Behrendt am 21. d. M. nach langem Leiden verstorben ist. ( 27536 Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 3/2 1hr, non der Leichenhalle des Thomas: 0 Samlet Aus dem Tagebuch der Erde Aus dem Tagebuch der Erde Der Sieger Ueber unfre Kraft I. Nun.: Rosmiersholm: Der Sieger Nachm.: D. Probefandidat Ueber unfre Kraft II D. luftig. Weib. 2c. Nut.: D. Räuber Die ZwillingsAgnes Sorma: Agnes Sorma: fchwester. Die Zwillings schwester Bettelstudent Der Troubadour Nm.: Zar und Käthe Wandel Boubouroche Der Galeeren fflave Nm.: Mar u. Morit Erzieher Martha Käthe Wandel Boubouroche Der Galeerensflave Hamlet Mittelmeer: fahrten Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung Kyritz- Pyrizz Zimmermann Käthe Wandel Boubouroche Der Galeerensflave Samlet Nachm.: Der Millionenbauer Was ihr Ständiges Repertoire: Neues Opern Theater( Kroll). Alle Abende: Der wilde Reutlingen. Nächsten Sonntag: Residenz Theater. Sonntagnachmittag: Jugend. Montag und Dienstag: Frauen von heute. Mittwoch: Leontines Chemtänner( Les maris de Leontine.) Borher: Teremtete. Donnerstag und folgende Tage: Leontines Ehemänner und Teremtete. Sonntag, den 3. März, nachmittags 3 Uhr: Trilby. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Der Bettelstudent. Alle Abende: Der Damenschneider. Central Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Der Vogelhändler. Alle Abende: Die Geisha. Sonnabend: San Toy. Seceffions: Bühne. alle Abenbe: Gastspiel von E. v. Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!). Metropol- Theater. Alle Abende: Eine tolle Nacht. Apollo: Theater. Alle Abende: Des Löwen Erwachen. Wahlverein des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Verein für Frauen u. Mädchen d. Arbeiterklasse Sonnabend, den 9. März 1901: 12. STIFTUNGS- FEST Airchhofs, Hermannstraße, aus ftatt in den Räumen des Palast Theaters( früher Feen- Palast) afatin Die trauernde Witwe Henriette Behrendt. Verband der Sattler. Filiale III Berlin Täschuer und Koffermacher. Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke. Auftreten des gesamten Theater- Personals. Gesangs- Aufführungen mehrerer Arbeiter- Gesangvereine( M. d. A.-S.-B.) Dirigent: R. Blobel. Am Freitag verftarb bas Mitglied Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Ledebour. Karl Schütz. ( Bertrauensmann der Firma Fischer 156/13 and Richter) Nachdem: Tanz. S Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programm gratis. Ehre seinem Andenken! Anfang präcise 8 Uhr. Die Beerdigung findet am Montag, 246/10 25. Februar 1901, nachm. 31% Uhr, Tiefbetrübt zeigen wir hiermit an vom Krankenhause Urban" nach dem daß unsre Tochter, Frau und Mutter Kirchhofe der Simeonsgemeinde in Mariendorf statt. Der Vorstand. Orts- Krankenkaffe der Sattler and verwandter Gewerbe zu Berlin. Freitag, den 22. Februar, verstarb bas Mitglied 271/2 Karl Schütz, Berkstelle von Fischer u. Nichter. Die Beerdigung findet am Montag nachmittag 31% ihr vom Krankenhause Urban" nach dem Kirchhofe der Simeonsgemeinde in Mariendorf statt. J. A.: G. Assmann, Kendant. Danksagung. Für die Beteiligung an dem Be gräbnis meines lieben Manns, unfres auten Vaters, des Monteurs Angust bennig, fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere ben Herrn Chef, unsren herzlichsten Dant. 8649 Wwe. Minna Hennig und Kinder, Emilie Adam, geb. Kassube, Freitag, den 22. Februar, vormittags nach langem, schweren Leiden am 9 Uhr, im 52. Lebensjahre sanft ent: schlafen ist. Die Hinterbliebenen. Theodor Adam, Buger. Die Beerdigung findet Montag, den 25. februar, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle der Gethsemane- Gemeinde, Nieder Schönhausen, aus statt.[ 2811b Am 21. verstarb der Schneider Rob. Stahlknecht. Beerdigung: 25. d. M. 12 Uhr vom Trauerhause Friedrichsberg, Gudrunstr. 3.[ 2804b Die trauernden Hinterbliebenen. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 M., Verein d. Töpfer Berlins und Umgegend. Am 23. Februar 1901 verstarb unser Mitglied Kollege Fritz Berkhahn im Alter von 54 Jahren. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. Februar cr., nachm. 3 Uhr, von der Leichen halle des Heil. Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er: Der Vorstand. fucht Vollkommen schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich 1 M. Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* Charlottenburg! Uhrmacher Kunstmann, Wallstrasse 1. Billets 25 Pf. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herz licher Teilnahme und großen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Manns, Baters, Schwieger: und Großvaters, des Destillateurs Richard Drathschmidt sowie allen lieben Verwandten, Freunden u. Bekannten, Gäften, sowie den Angestellten der Nacht: Omnibus Gesellschaft unsren herzlichen Dant. 2825b Die tleftrauernde Witwe nebst Kindern. Maskengarderobe von Adolf Runge, Gr. Frankfurterstr. 75, Amt VII, 4075, Auswahl in Kostümen in jed. Preislage. empfiehlt den Bereinen ſeine große Reparaturen schnell, durchaus zuverlässig und nicht teuer.[ 483L Grokes Laaer von Karneval- Aufzügen. Sonnabend, den 9. März, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 II. Stiftungsfest. 1100 Festvortrag: Dr. Rudolf Steiner. Recitation: Fran Gertrud Eysoldt vom Lessing- Theater. Herr Richard Leopold von der Secessionsbühne. Gesang: Frl Martha Schley. KlavierBegleitung: Herr Fischer. Violinsoli Herr Richtsteig. Anfang 82 Uhr. Billet 25 Pf. Rauchen während der Vorträge nicht gestattet: Nachher: Tanz. 55/6 Billets sind im Verein und in den Zahlstellen zu haben. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Juh.: Max Schindler.- Telephon: Amt IVa Nr. 8002. Heute: Grosser Ball, als Specialität:* Cigarren- und Apfelsinen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree frei. Der große Saal nebst Nebenräumen ist am 1. Pfingstfeiertag an Vereine zu vergeben. Max Schindler. In ganz Deutschl. gesetzl. erlaubt Wer wagt, gewinnt Ziehung 1. März. Jährlich 12 GewinnZiehungen mit abwechs. Haupttreffern in Mk. 300 000, 178 500, 135 000, 120 000, 90 000, 45 000 etc. ,, Jedes Los ein Treffer" biet. die aus hundert Mitgl. best. Serienlos- Gesellsch. Monatl. Beitrag M.5,50 Halbe Beteiligung M. 3,-. L. Lübbers, Lübeck 13. Gewinnliste nach jeder Ziehung. (*) Kinderwagen 8-90M., m. 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Die Marx-Forschung und Marx-Kritik ist heute auf einem Stand- Punkt angelangt, daß wer nur einigermaßen belesen und gerade kein Dummkopf ist. ohne erhebliche geistige Anstrengung ein' Buch über den Marxismus schreiben kann, das einige ihm anhaftende Schwachen oder Widersprüche mehr oder weniger klar hervorhebt und je nachdem ausnutzt. Ter Verfasser des vorliegenden dickleibigen Buchs ist unzweifelhaft ein belesener Mann, und er ist auch ein in gewisser Hinsicht scharfsinniger Mann, so daß es an treffenden und selbst geistreichen Bemerkungen über die von ihm abgehandelten Fragen darin durchaus nicht fehlt. Aber man wird in seinen, Buch wenig Neues über den Marxismus finden. Noch kann das Gesamt- dild, das er vom Marxismus giebt, als zutreffend anerkannt werden. Und was der Verfasser Neues sagt, stellt sich bei genauer Untersuchung meistens als nur der Form nach neu heraus, giebt lediglich Ge- danke», die schon von andren geäußert wurden, ein etwas' andres, wie anerkannt werden soll, hier und da reicheres Gewand. Als vor zwei Jahren verschiedene, von Socialisten her- rührende Abhandlungen, die sich mit der marxistischen Doktrin besaßten, gewisse Aufstellnngeii dieser in Frage stellten, ver- kündete Paul Weisengrün in einer Broschüre kühn wie wenige das„Ende des Marxismus". Er ging, wie man zu sagen pflegt, gleich„aufs Ganze". In wie weit er sachlich dazu berechtigt tvar, hätte das vorliegende Buch zu erweisen. ES beweist indes nur die maßlose Uebertreibung jener Ankündigung. Sie ist ihrem Urheber bei der Absassnng deö vorliegenden BitchS zum Ver- hängnis geworden. Sie hat ihn zu Anslegungskunststücken genötigt, die höchstens dem Neuling imponieren können, die jeder Kenner aber sofort als solche durchschaut. Besondere Geivissenhaftigkeit in der Wieder- gäbe der von ihm kritisierten Ausführnngen scheinl'überhnupt nicht zu den Schwächen Weisengrüus zu gehören, der Sinn für Genauigkeit auch sonst nur sehr Ntäßig bei ihm entwickelt zu sein. Andrerseits würde er sich ja auch wohl gehütet haben, eine solche Redensart wie„Ende des Marxismus" mit Eklat in die Welt zu schleudern. Um ihre Berechtigung darzuthun, bemüht sich Wcisengrün, die Fundumeutalsätze des Marxismus, seine Welt- und GeschichtS« Philosophie sowie seine DialetliI als im Princip falsch, weil anti- erlcnntuiskritisch, zu erweisen. Marx-Engels werden als M e t a- Physiker im Gegensatz zur Erkeuntuiskritik hingestellt. Selbst wenn aber Weisengrün der Beweis gelungen wäre, daß sie dies in der Anwendung ihrer Grundanschauunge» auf bestinimte Probleme waren, so bliebe doch zunächst die Thatsache bestehen, daß sie eS in der Absicht, in ihrer grundsätzlichen Auffassung etltschieden uicht waren. Da sind sie im Gegenteil, wofür unzählige Aussagen von ihnen vorliegen, durchaus Gegner der Metaphysik. Und zwar nicht nur Gegner der Metaphysik in der Welt- oder Naturphilosophie, sondern mich der Metaphysik in der Art der Betrachtung menschlicher Hand- lungen und Einrichtungen, in der GeschichtS- und der Gesell. s ch a f t S l e h r e. In dieser Hinsicht nun, mit Bezug auf die programmatische Stellungnahme bewiese Weisengrün daher mit all seinen Ausführungen über die Verwerflichkeit der Metaphysik gerade das Gegenteil feiner These: nicht das Ende, sondern den Bestand des Marxismus. Was Marx und Engels wollten, wird von ihm als fundamentale Notwendigkeit anerkannt. Nun ist eS natürlich zweierlei, eine Sache wollen und sie miZ- führen. Marx- Engels könnten daher in der Ausführung MetaPhysiker wider Willen gclvesen sein. Aber auch das läßt sich nicht aufrecht erhallen. Daß sie eS gelegentlich waren, sei uilbestntten. Aber das ist keine neue Euldeckung, und es betrifft Ausnahmen. bezeichnet Rückfälle, gilt jedoch nicht für die Regel. Im allgeuieiipm find vielmehr Marx und Engels auch in der Ausführung Wirklichkeitsthcoretiker, und was sie Bedeutendes geleistet Häven, haben sie gerade als solche geleistet. Nicht nur das allgemciue Programm, sondern auch die Mehrzahl der Fundamental- sütze des.Marxismus sind durchaus unmetaphysisch. ES ist natürlich hier nicht der Ort, dies im einzelnen nach- znlvcisen. Wir können hier nur generell die Hauptfehler der Weisen- gtünsche» Kritik, die das Gegenteil behauptet, aufdecken. Sie bestehen, mrz gefaßt, in folgendem: Weisengrün setzt den Marxschen Mate- rialiSmuS als wesensgleich dem spekulativen Materialisimis. der in der That nicht erlenntnis-iritisch, sondern stark metaphysisch ist. Aber der Marxsche Materialismus ist, wie u. a. aus den Defittiliouen von Engels im Lndivig Kenerbach hervorgeht, ganz und gar nicht speknialtv. Er ist durchaus positivistisch. Er erkennt hinsichtlich der Eigenschaften der Welt der Stoffe»ur lvissenschaftlich f e st g e st e l l r e Th a t sa ch e n an und bestreitet hinsichtlich der Natur der Materie grundsätzlich die Berufung ans„endgültige Wahrheiten letzter In st an z". Dies allein ge- ungt. den Vorwurf der metaphysischen Auffassung deS Begriffs „Materie" von ihm abzuweisen. Zu was für gezwungene Deduktionen Weisengrün greift, um seine Lesart zu begründen, dafür folgender Satz:„Noch melaphysischer (als Hegel) aber ist der Grundsatz von Marx, daß das Ideelle nur das im Menschenkopfe übersetzte Materielle sei. WaS heißt das? Ist alle Empfindung etwa mir ein Ausdruck der veränderte» wirtschaftlichen Pbüiiomcne?" Die Einwirluug könne nur durch das Medium äußerer materieller Natur- Vorgänge vor sich gehen, und„somit wären wir glücklich beim rohen Begriff der natnrwisscnschafllichen Materie angelangt". So auf S. VI. Thasiächlich ist aber der da angeführte Satz gar kein„Grundsatz" von Marx, sondern wird nur von Marx gebraucht, um den Unter- schied seiner dialektischen Methode von der Hegelscheu zu veranschau- Nchen, d. h. den Gegensatz zur Zurücksührung realer Vorgänge auf ausgeklügelte spekulative Entwicklungen der„Idee." Er ist nicht besonders glücklich formuliert, aber es ist ein durchaus willkürliches Verfahren, das Wort„Materielle" in ihm dem„rohen Begriff der naturivissenschaftlichen Materie" gleichzusetzen. Materiell ist für Marx die sichtbare, unsrer Wahrnehmung zngängige Welt und was in ihr vorgeht. Er braucht das Wort stets in seinem konkreten Sinne, wie alle Welt es braucht, aber niemals in einer speknlativ-abstrakten Deutung. Es wäre gewiß wünschenswert, wenn für die letztere oder die erstere Deutung ein andres Wort existierte. Da es aber nicht der Fall, verbietet eS sich, aus dem bloßen Gebrauch des Worts, das in der Umgangssprache dem Gedanken de? Greifbaren, deS Nicht- m etaphysischen den stärksten Ausdruck verleiht, schlechthin auf metaphysische Anschauungen über das Verhältnis von Materie und Bewußtsein zu folgern.' Selbst wenn Marx-Engels solche gehabt hätten, oder zugegeben, daß sie solche gehabt haben, da dies ein Punkt ist, Ivo nur der platteste Empirismus ohne jede Spekulation auskommt, so gehören sie nicht zum Marxismus. Denn der handelt nicht von der naturwissenschaftlich- psychologischen Frage, wie Be- wnßtsein und Denke» im Menschen als' Naturwesen zu stände kommt, sondern von dem social psychologischen Problem. wie dauernde Massen vor st ellun gen socialer Natur zu stände konimen, und welches ihre Beziehungen zu den materiellen Dajeinsbcdingnttgen der betreffenden Masjen sind. Und mit der Autivort, die er hierauf giebt, sind alle Beantwortungen des ersteren Problems vereinbar, die nicht rein spiritualistischer Natur, d.h. selbst extrem metaphysisch sind. Nicht»linder willkürlich ist eS, wenn und wie Weisengrün die Marx-Engelssche Dialektik als metaphysisch und anti-erleiintniskritisch hinstellt. Sein ganzer Beweis ruht auf der Behauptung, daß, da die Hegclsckic Dialektik anti-crkennlniskritisch sei, der Marxsche dialektische Materialismus, welcher von jener die Formeln übernommen habe, es notwendigerweise auch sei. Auf die Dialektik lasse sich nichts Erkenntnistheorctisches auspfropfen. Hier werden die Hegeischen Formeln der Dialektik kurzweg mit der dialektischen Methode identifiziert. Aber wenn auch diese Formeln in bestimmten Fällen der An Wendung wirklich bei Marx-Engels eine gewisse, die Exaktheit ihrer Nnfstellnngeii beeinträchtigende Rolle gespielt haben, so steht dem doch die Thatsache gegenüber, daß in der Grund- anffassung dieser Denker die dialektischen Formeln keincsiveys ein spekulatives Begriffsschcma waren, nach dem die Wirklichkeit zu deuten, wenn nicht zu modeln sei. Ihnen war im Gegenteil der jenen Formel» zu Grunde liegende EntwicklungLgedanke ein Leit- faden oder, wie man dies heute gern ausdrückt, ein heuristisches Princip, die Wirllichteit zu erforschen. Die Grunds ätze, welche Marx-Engels für die Anwendung der Dialektik aufstellen — und darauf kommt es für die Beurteilung der Theorie an— weisen den Hegelscheu Formeln eine ganz und gar unter- geordnete Rolle an. Es handelt sich da vielmehr in erster Linie um die Ablehnung der Betrachtungsweise deS platten Empirismus, um die Bekämpfung der Methode, die Dinge „nur in ihrer Vcrcinzelnng" zu sehen, statt sie in ihren großen Zusammenhängen zu begreifen,— kurz, um den Gegen- satz gegen jene beschränkte Denkart, die absolute Gegensätze ficht, wo mir relative besiehen. und die damit einer Erkennlnis und richtigen Würdigung der Entwickelungslehre im Wege steht. Die marxistische Dialektik steht den spekulativen Konstruktionen Hegels nicht minder gegensätzlich gegenüber, wie dem bornierten Empiris- mus. Daß der Marxismus in der Praxis in der Bekämpfung des Letzteren öfters zu weit gegangen ist und dabei in verhängnisvolle Berührung mit Ersteren kam, kann und soll nicht geleugnet werden. Weisengrün sagt da nichts, was nicht andre schon dargethan haben und Engels seibst implicite zugegeben hat. Aber wenn diese Bei spiele auch die Gefahren der dialektische»Methode illustrieren, so beweisen sie doch nun und nimmermehr, daß die Methode auch in ihrer weiteren Auffassung, wie Engels sie im Anti-Dühring und Feuerbach darlegt, prineipiell und notlv endig meta- physisch sei. Diesen Belveis ist Weiscngrün durchaus schuldig geblieben. Weiscngrün giebt sich überhaupt nicht gern mit genaueren Be- weisen ab. Seine Kritik trägt in dieser Hinficht Glacehandschuhe. Er nimmt das zu kritisierende'Objekt auf, zeigt etliche kleine Fehler und Mängel, erklärt es für Ausschußware, und dann ist die Sache fertig. Dabei wird er nie ausfallend, vergißt vielmehr nicht, was er seinen Mitmenschen und mehr noch sich selbst als gebildeter Mann schuldig ist, und entläßt uns höflich, aber mit der Miene großer Ueberlegen- heit, so daß man sich eigentlich schämt, einen Mann, der so gefällig zu plaudern weiß, mit dem Vorhalt von Nngcnauigkciten und der Bemerlmig zu belästigen, er habe den Kern der Sache nun eigentlich doch nicht gehörig angepackt, er hätte schon die Handschuhe dabei eine Weile ablegen können. Wie es aber trotz der zur Schau getragenen' Sicherheit mit der inneren Kraft der Weiicngrünschen Belvcisfübnmg steht, zeigt die häufige Zuflucht zu gewissen Mitteln der lritischcn Narkose, wie die Ausstatiung zu widerlegender Sätze mit Partikeln, welche die Widerlegung zu einer wirklich ganz schmerzlosen Operation machen, wenn auch freilich nur für Operateur und Zuschauer. So läßt er z. B. auf S. 72 die Marxisten in der Geschichte„in der Hanplsache nichts als das Walten rein wirtschaftlicher Faktoren erblicken". Das hier unterstrichene„rein", an andrer Stelle ein„nur"(S. 83), an dritter ein„alle" oder dergleichen sind kritische Betäubungsmittel, deren Gebrauch selbst der parfümierende Znsatz wohlwollender Anerkennimg nicht entschuldigt. Noch weniger kann nian Sätze hingeben lassen, wie daß bei Marx„eine durch seine sociale Metaphysik hervorgerufene Vernachlässigung der landwirtschaftlichen Be» zieh un gen" b'estebe. sS. 317.) Wer so etwas auszusprechen wagt, verzichtet darauf, als Kritiker ernst genommen zu werden. Wie Weisengrün sich hinsichtlich der' philosophischen G r u n d- lagen dadurch vor andren socialistischeii Marx-Kritikcrn aus- zuzeichne» sucht, daß er schlechtweg verwirft, woran jene nur an»« zubesierndc Mängel erblicken, so findet er auch, daß sie hinsichtlich der Anwendungen auf dem Holzwege sind. Ob Marx sich hinsichtlich des Zeitmaßes deS Gangs der wirtschaftlichen Konzen- lration geirrt habe oder uicht. darauf komme es. meint er. gar nicht an. da könne man ihm gern ein halbes oder ganzes Jahrhundert zugeben. So gleichgültig ist nach W. dieser Punkt, daß er Hinsicht- lich der auf ihn bezüglichen Feststellungen der betreffenden Kritik das eine Mal Recht und das andre Mal Unrecht giebt. Der Grundfehler ist nach ihm vielmehr, daß Marx überhaupt „immanente Gesetze der Wirtschaft" aufstelle, eine E n t w i ck l u n g s ii o t w e n d i g k e i t zum S o c i a l i s m u S fest- zustellen suche. Diese Entwickluiigsnotwcndigkeit stütze sich auf die zunehmende Produktionsanarchie und die Tendenz zur Expropriation der Expropriateure. Der Glaube an sie keim�eichne den wahren Marxisten. Von beiden ist aber nach Weisengrün nichts zu merken, und darum schlägt nach ihm hier„das System von Marx in eine sociale Metaphysik um. die nichts beweist und nichts erklärt, aber alles verwirrt und alles verdunkelt". sS. 273.) Thatjächlich stebt zunächst bei Marx die Tendenz zur Expropriation der Expropriateure m engstem Zusammenhang mit der Frag« der Konzentration der Untern ehmuiigen und der Kapitale, bildet die letztere ihre Voraussetzung. Ist diese Konzentration noch nicht vorhanden, oder noch nicht auf den Höhegrad gelangt, so beweist das Fehlen' jener Tendenz durchaus nichts gegen die Marxsche Deduktion. Es konimt also doch darauf an. die von Weisengrün so geringschätzig behandelte Frage der fallischen Konzentration zu untersuchen. Wenige Seiten nach dem eitierten Satz sckireibt nun Wcisengrün:„Der Großbetrieb setzt sich in keinem Lande der Welt mit jener mechanischen Allgemeingültigkeit durch, an die noch heute alle Marxisten, die sich nicht um Bernslein und Konsorlen scharen, zum großen Teile glauben" sS. 282), und etwa? weiter stellt er fest, daß„der Mittel- und Kleinbetrieb selbst in der Industrie, von der Landwirtschaft ganz zu schweigen, noch viele seiner Stellungen behalten hat".(S. 285.) Wenn dem aber so ist, so ist das Nichtvorbandensein einer allgemeinen Tendenz zur Expropriation der Expropriateure noch kein Beweis, daß dieser Punkt der Marxschen Theorie falsch war. Selbst wem, sich keine stärkere partielle Tendenz dieser Art zeigte, wäre unter diesen Umständen der betreffende Punkt der Marxschen Doktrin noch nicht widerlegt. Aber thalsächlich besteht eine solche partielle Tendenz, und dies auch in Ländern und Klaffen, die vom theoretischen MarxiSnrns wenig infiziert sind. Es wäre also zu untersuchen, inwiefern zwischen ihr und der erreichten Stufe Wirt- schastlicher Konzentration ein kausaler Zusammenhang besteht. Auf diese, gerade für seine Auffassung so wesentliche Frage geht Weisengrün nicht ein. Wäre er darauf eingegangen, so würde sich ihm schon hier gezeigt haben, daß die Frage des Zeitmaßes einer EntWickelung keineswegs so gleichgültig ist, wie er eS hinstellt. Freilich, für jemand, der diese Dinge, wie er erklärt,„unter dem GesichtSlvinkel der Ewigkeit" betrachtet, konimt eS auf eine Handvoll Generationen nicht an. Er wird unS aber erlauben müssen, diesen olympischen GefichlSpunkt hier für— metaphysisch im Extrem oder, wenn er will, in oxoslsis zu finden. Für sterbliche Wesen besteht ein Zusammenhang zwischen Zeitmatz und Art einer Eni- Wickelung, eine GegenseitigieitS- Beziehung, wo Veränderungen auf dem einen Gebiet auch solche auf dem andern zur Folge haben. Dauert eine Entwicklung länger als vorhergesehen, so gewinnen auch die Beteiligten Zeit, sie bester zu erkennen, ihr wirksamer zu begegnen, sich in andrer Weis« mit ihr abzufinden— kurz, trifft sie auf ihrer Höhe andre Entwicklungen vor oder kommt es unter dem Gegendruck inzwischen herangeretfter andrer Kräfte gar nicht zu ihrer äußersten Entfaltung. Dies gilt nicht nur für die Frage der Expropriation der Expropriateure, sondern auch für die Tendenz zur steigenden Produktionsanarchie und aller sonstigen EntlvicklungSfaktoren der Wirtschaft. Wenn Weisengrün nur in denjenigen wahre Marxisten erblickt, die die„EntwicklungS- Notwendigkeiten" in diesen Punkten absolut anffasten, so wird er, fürchten wir, als zweiter Diogenes sich mit einer großen Laterne bewaffnen müssen, um heute noch Exemplare dieser TpeeieS aufziifindcn. Sie sind rarissiw»« aves geworden. Genug. Da« Vorgeführte wird hinreichen, Geist und Charakter deS Weisengrüiischcn Buches zu kennzeichnen. Auf seine Entwicklungen über Methodik der Sociologie und Oekonomie und seine sociale Komplikativiistheone gehen wir vielleicht an andrer Stelle ein. Dem Kenner der einschlägigen Littcratur sagen sie zudem nichts wesentlich Neues— auch seine„sociale Komplikationsmethode" ist nicht so origftial, wie sie W. vorzukommen scheint. Neu ist nur die Ein- kleidmig, und daß diese Einkleidung viel Fesselndes hat, daß es in dem betreffenden Kapitel wie überhaupt in dem Buch an geistreichen Bemerkungen und Vergleiche» nicht mangelt, soll nicht bestritten werden. Aber für eine solide Kritik des Marxismus fehlt es dem Buch an Originalität und Tiefe. Es zeugt von Verständnis für gcwiffe methodologische Schwächen bei Marx und Engels, aber nur selten von tieferem Eindringen in die Substanz ihrer Arbeiten. Wenn man den Sätzen, die als' die wesentlichsten Elemente der marxistischen Lehre gellen, die denkbar abstrakteste Form und ihnen dann die buchstäblichste Auslegung giebt; wenn man dann die Zusammen- stellung dieser Sätze Marxismiis nennt und erklärt:„sie ut est eut neu sit"(er bleibt, wie et ist, oder er wird nicht sein), so kann Weisengrün sich rühmen, den Drachen erschlagen zu haben. Den Beweis der Entwicklungsunsähigkeit deS wirklichen Marxismus hat er, dagegen nicht geleistet. Schließlich heben wir noch hervor, was übrigen? schon beiläufig erwähni wurde, daß Weisengrün sich als Socialist bezeichnet »nd am Schluß feines Buchs Grundlinien eines praktischen SocialiSmnS entwickelt, der der Diktatur des Proletariats als Neber- gangSniittel eine„Konzessionspolitii großen Stils" entgegenstellt. Da« nächste Ziel der Arbeiter soll die Sicherstellimg eines inter- nationalen Koalitionsrechts sein, in Deutschland der Preis für das Koalitionsrecht in Flotteiibewillignngeii und Verzicht auf grundsätz- liche Bekämpfung der Kartelle bestehen. Außerdem wird die Organisation von„Organisations-Konsumvereinen" empfohlen, d. h. von Konsumvereinen, welche in erster Reihe den Zweck haben, der Gewerkschaftsbewegung als Stütze zu dienen. Auch hier wandelt der Verfasser, wie man sieht, betretene Pfade, und es ist denn auch nur die Gangart, für die er Originalität beansprucht. Wir glauben nicht, daß sie ihm von irgend einer Seite streitig gemacht werden wird. IScl. B. 99 ist jetzt die Parole. Bei Nahrungs- n. Genutz mittel« ist das aber falsch. Gebrannte Gerste u. geröstetes Malz, die offen ausgewogen werden, sind zwar etwas bittiger als der echte„Kachreiner", sie verdienen aber auch gar nicht den Namen Malzkassee, denn nur der echte Kachreiners Kneipp-Malzkaffee hat das seine Kaffee-Aroma und macht jeden Kaffee nicht nur wohlschmeckender, sondern auch bekömmlicher.! 623L* Inventurim Verkauf Teppich- Specialhause Emil Lefèvre. Berlin Oranienstr. 158. S., Teppiche, Gardinen, Portieren, Stepp- u. Tischdecken, Reisedecken usw. beispiellos billig! ca. 450 AbPracht- Katalog, bildungen sowie Inventur- Liste besondere der zum Ausverkauf gestellten Artikel 1 gratis und franco! Künstliche Zähne. Garantiert schmerzl. Zahn- u. WurzelOperationen, Plomben etc. Bähne Ia von 3,00 an. Prima Blomben v. 2,00 SCHUTZMARKE 8 Berliner Bock- Brauerei Act.- Ges. Abteilung I Tempelhoferberg. Abteilung II Chaussee- Strasse 58. 63. Bockbier- Saison 1901 Der Ausschank am Tempelhoferberg ist eröffnet seit Sonnabend, den 2. 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