Mr. 49. und me to sign bij noms of aroma in do Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Post Bettungs Breistifte für 1901 unter Mr. 7671. Unter freuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. M Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts зр Berliner Dolksblatt. ds 17 18. Jahrg. Die Insertions- Gebage beträgt für die fechsgespaltene Rofonet getle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an GSonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mittwoch, den 27. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. aus Gesundheitsrücksichten und des socialen Normalarbeits- Der letzte Redner war der Abg. Bachem, der noch einmal auf Zur Kritik des Arbeitsvertrages. tags im Interesse der allgemeinen Lebenshaltung der Ar- die Duellfrage zurüdlam und unter heftigem Murren der Rechten beiter und ihres Familienlebens, sowie insbesonders auch dem Kriegsminister vorwarf, daß er weiten Kreisen eine geradezu Herr Man hat sich gewundert, daß der Arbeisvertrag von der zum Schutz der vom Gesetz gewollten Teilnahme der Arbeiter revolutionäre Gesinnung gegen die Gesetze vorschreibe. Bachem sprach mit so großer Schärfe über die Kabinettsorder, daß Rechtswissenschaft und der Gesetzgebung eine mit seiner funda- an den öffentlichen Angelegenheiten der verschiedensten Art. mentalen Bedeutung im Gegensatz stehende unzulängliche Be- 4. Verlangt Flesch die Sicherung der Ständigkeit des der Präsident ihn aufforderte, die Person des Kaisers aus dem handlung erfahren hat. Nicht nur die bisherige Gesetzgebung, Arbeitsvertrags einerseits durch die auf das Gedeihen Spiel zu lassen. Bu ziemlich vorgerückter Stunde wurde die Situng abgebrochen auch das neue Bürgerliche Gesetzbuch wird von dem Vorwurf der Produktion im allgemeinen abzielenden Maßregeln getroffen, von und auf Mittwoch vertagt. eines unsrer wichtigsten Rechtsinstitute mit der Volkswirtschaft, sodann durch Organisierung einer verblüffenden Dürftigkeit und Oberflächlichkeit Anstalten, welche den Abschluß eines andren Arbeitsvertrags Der Umfturz auf der Eisenbahn. abgethan zu haben. Und doch ist nichts erklärlicher. Der sog. erleichtern( öffentliche Arbeitsvermittelungsstellen), aber die Die Lorbeeren des Frhen, v. Rheinbaben lassen seinen Kollegen freie Arbeitsvertrag, der in der Regel zwischen dem Unter- Nachteile der Vertragslosigkeit mindern( Arbeitslosen- Vernehmer und dem einzelnen Arbeiter geschlossen wird, ist ein sicherung), endlich aber zum Schutz der Arbeitswilligen" gegen v. Thielen nicht schlafen. Wie der wackere Polizeiminister durch seine in seiner Art vollkommenes Rechtsinstitut, das in faum zu willkürliche, durch den Gang des Betriebs nicht geforderte und Bragis in der Bestätigungsfrage die Kommunen vor der Auslieferung übertreffender Weise funktioniert. Ihm ist in erster durch das Verhalten des Arbeiters nicht notwendig gemachte an die Socialdemokratie bewahren will, so ist der Eisenbahnminister Linie der wunderbare Aufschwung der modernen Volts. Entlassung eine entsprechende Alenderung des heute gültigen eifrigst bestrebt, den Arbeitern und Unterbeamten seiner Verwaltung wirtschaft zu danken. Denn alle Errungenschaften positiven Rechts. Es muß ein richterliches Ver- durch Polizeimaßregeln die socialdemokratischen Ideen gründlich über auszutreiben. Daß er sich dabei Gesezesübertretungen zu Schulden der Technik wären unfruchtbar geblieben, wenn nicht an die fahren z. B. vor dem Gewerbegericht Stelle der alten Wirtschaftsverfassungen mit ihren verschiedenen die Gründe zulässig sein, aus denen der tommen läßt, thut nichts zur Sache. Um derartige Seleinigkeiten Formen persönlicher Abhängigkeit der freie". Lohnarbeiter ge- Unternehmer den Arbeitsvertrag gelöst hat fümmert sich der Retter des Baterlands nicht. Herr v. Thielen ist treten wäre, der, weil er unvergleichlich interessierter an der und zwar auch dann, wenn der Auflösung die gesegliche sich seiner Verantwortung bewußt, er muß für die Sicherheit des Arbeit und ihrem Ergebnis ist, als es der Sklave oder oder vertragsmäßige Kündigung vorausging. Gelangt das Verkehrs sorgen. Das einfachste Mittel dazu wäre natürlich eine Hörige war, die Anwendung von raffiniert ausgebildeten Gericht zur Ueberzeugung, daß für die Lösung Gründe maß- ausreichende Entlohnung und die möglichste Verkürzung der ArbeitsProduktionsmethoden und die Benutzung der kompliziertesten, gebend waren, die mit den boltswirtschaftlichen zeit der Angestellten, da erfahrungsgemäß an den meisten Unfällen die fostspieligsten Maschinen möglich macht. Dazu gefellt 8weden und Aufgaben des Arbeitsvertrags Uebermübung des Personals schuld ist. Doch scheint das untostenfreie sich der Vorteil, daß, mit dem Wegfall jeder Unter- nichts zu thun haben, die also weder zusammen- Madifalmittel darin zu liegen, daß er die Beamten vor der Ansteckung haltungspflicht des ehemaligen Herrn, Anwerbung und hängen mit den geschäftlichen Dispositionen des Unternehmers, mit dem socialdemokratischen Gifte schützt, weil es nach seiner Ansicht Entlassung der Arbeiter sich auf das genaueste den wechselnden noch mit der Geschäftslage des Unternehmens, noch mit mit der Betriebssicherheit mit dem Augenblick zu Ende wäre, wo die Konjunkturen anpassen ließ, und die ewig drohende Arbeits den Leistungen des Arbeiters, so müssen sich hieran, Eisenbahnarbeiter focialdemokratisch geworden wären. Endlich mal und Eristenzlosigkeit dem Unternehmer eine über den Inhalt wenigstens im Großbetrieb, Nachteile für den Arbeit ein Minister, der das socialdemokratische Endziel begriffen hat! des Arbeitsvertrags hinausgreifende Gewalt auch über die geber knüpfen, die so wohl in einer ausgedehnten Aber Herr v. Thielen tennt noch gar nicht die Größe der Gefahr, staatsbürgerliche Sphäre des Arbeiters verlieh. Vollkommener Entschädigungspflicht gegen den entlassenen Arbeiter die ihn bedroht. Die Socialdemokraten werden sich mit gewaltfann eine gesellschaftliche Einrichtung in der That sich nicht als unter Umständen, wenn die geschehene Kündigung sich als famen Zugentgleisungen nicht zufrieden geben, sie werden die Züge bewähren, als es der Arbeitsvertrag im Interesse der Unter- Bestrafung des Arbeiters für dessen politisches Verhalten usw. auf freiem Felde zum Halten bringen und keinen Bourgeois lebendig ans Ziel feiner Reise gelangen lassen. nehmer thut. Allerdings erfährt das System eine Störung, wenn darstellt, in Strafen bestehen können." die Arbeiter dank einer starken gewerkschaftlichen Organisation in Die von Flesch aufgestellten Forderungen stellen ein Man sollte es nicht für möglich halten, daß ein Minister von ineinandergreifendes der Lage sind, statt des individuellen einen kollektiven Arbeitsver- tonſequent bon System Maß derartigen Anschauungen befallen ist wenn es sich nicht um einen Und diefer Umstand erklärt trag abzuschließen. Allein, wie die Dinge heute im großen und regeln dar, die bestechend wirken, weil sie überall prenßischen Minister handelte. ganzen liegen, ist die aus der kollektiven Vertragsschließung an bestehende Verhältnisse oder durch das Rechtsbewußtsein alles. Bei der am Dienstag fortgesetzten Beratung des Etats der entspringende wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen sanktionierte Grundfäße anknüpfen und aus den Vorderfäßen Eisenbahn- Berwaltung erwiderte Herr v. Thielen auf die Beund socialen Lage des Arbeiters für die überwiegende Masse scheinbar mit Notwendigkeit und natürlich sich ergebende Folge- schwerde des Abg. Goldschmidt( fri. Vp.) über das an Eisendes Bolts vorerst eine theoretische Fittion. Die Entwicklung rungen ziehen. Allein so fruchtbar auch manche Gesichtspunkte bahn- Beamte ergangene Berbot, dem Konfumverein in Rottbus der gewerkschaftlichen Organisationen hat noch nicht die ge- sind und besonders gilt dies von dem unter 4 angedeuteten beizutreten, sich zu organisieren oder an socialdemokratischen allen Ernstes, daß er გ II nügende Stärke erreicht, die Hemmnisse, auf die sie Verfahren gegenüber willkürlichen Entlassungen im Groß- Versammlungen teilzunehmen, nur im Interesse der Sicherheit des in der geltenden Gesetzgebung und Verwaltung, in betrieb, so glauben wir doch, daß die Gesamtheit der von diesen Maßregeln Ja, er drohte sogar damit, dem blind brutalen Widerstand der Unternehmer und Flesch aufgestellten Forderungen vielmehr eine scharf verurteilende Betriebs geschritten sei. nicht zuletzt in der mangelnden Einsicht weiter Kreise der Kritit der mit dem Arbeitsvertrag zusammenhängenden frassen alle Arbeiter zu entlassen, welche einer Versammlung beiArbeiterklasse stößt, sind so starke, daß tollektive Arbeitsverträge Mängel darstellt, als daß man in ihr, wie manche Stellen wohnen, in der auch nur der Versuch gemacht wird, fie zur Social eine Ausnahme bilden. Aber selbst günstige socialpolitische in der Schrift des Verfassers anzudeuten scheinen, eine leicht demokratie hinüberzuziehen. Da wird der Weizen der Spigel blühen, Veränderungen und eine Einbürgerung des kollektiven Ver- durchführbare gesetzgeberische Forderung erblicken könnte. In und diese werden alle Hände voll zu thun bekommen. Müssen doch tragsabschlusses vorausgesetzt, wird es immer notwendig sein, jedem Fall handelt es sich um eine verdienstvolle Leistung, dann sogar die Besucher von agrarischen Versammlungen aus dem daß die auf diesem Weg erreichbaren Erfolge eine Ergänzung die negativ und positiv Nuken stiften fann und ernſtes Staatsdienst entlassen werden, in welchen im Fall der Verweigerung in Gesetzen finden, insbesondere auch in der gesetzlichen Neu- Studium verdient. gestaltung des freien Arbeitsvertrags und der mit ihm zu# fammenhängenden Einrichtungen. Im Hinblick darauf entspricht eine gründliche Untersuchung des Arbeitsvertrags, um die vielmißbrauchte Phrase d Politische Ueberlicht. Berlin, den 26. Februar. einmal mit Recht anzuwenden, wirklich einem Bedürfnis. In my walls mad ith sial der unlängst erschienenen Schrift: Zur Kritik des Arbeits- Der Reichstag and bertrags. Seine volkswirtschaftlichen Funktionen und sein begann Dienstag die Beratung des Militär- Etats. Es tam dabei, positives Recht. Socialrechtliche Erörterungen von Dr. jur. wie zu erwarten war, au einer umfangreichen Duellbebatte. Das Karl Flesch( Jena, Fischer), liegt eine solche Untersuchung vor, Centrum schickte den Abg. Gröber vor, der mit einiger Schärfe der, auch wenn man manchen Ausführungen nicht zustimmt, das Duellunwesen im Heere im Anschluß an den Kölner Fall und das Verdienst zuerkannt werden muß, daß ihr auf dem Gebiet an die bekannte Mörchinger Affaire besprach. der Socialpolitik seit langem thätiger Verfasser das Problem Herr v. Goßler scheint die Duelldebatten wie das Duell selbst in einer originellen, scharf durchdachten und allgemein Be- als ein notwendiges Uebel zu betrachten. Er gab dem Hause sogar achtung beanspruchenden Weise behandelt hat. einen Abriß über die Geschichte des Duells, um zu der Moral von Seine Erörterungen gehen von der Voraussetzung aus, der Geschichte zu kommen: gegen das Duell ist nichts zu machen. daß der Arbeiter Anspruch hat auf mehr als einen bloß alle, auch die schwersten Strafen haben nichts gefrichtet. notdürftigen Lebensunterhalt, daß ihm ein Recht zusteht auf Genoffe Bebet, der nach dem Kriegsminister das Wort ergriff, Anteilnahme an den höheren Kulturgütern, auf Entwicklung ließ sich natürlich nicht mit der Goßlerschen Duellgeschichtsbetrachtung seiner Persönlichkeit, auf Mitarbeit an den öffentlichen An- abspeisen. Klipp und far faßte er den einzig tonfequenten und vergelegenheiten, und daß der Arbeitsvertrag nicht zum Werkzeug nünftigen Grundfaz dahin zusammen: das Duell ist durch das Gesetz werden darf, ihn dieser Rechte zu berauben, wie es heute in verboten, und es giebt feinen Menschen, auch nicht in der Armee, sehr vielen Fällen geschieht. wald der das Recht hat, sich über das Gesez zu stellen. Bebel ging dann Von diesem Ausgangspunkt kritisiert Flesch mit rücksichts- noch auf weitere Betrachtungen ein. Er besprach die Lehren, die loser Schärfe die bestehenden Verhältnisse und kommt zu dem aus dem Boerenkrieg für das Miliasystem zu ziehen sind, und wies Schluß, daß es, abgesehen von einer möglichsten Ausbildung dann darauf hin, daß selbst militärische Fachleute mehr und mehr der Arbeiterschutz- Gesetzgebung, zur Beseitigung der Mängel Forderungen aufstellen, die von socialdemokretischer Seite längst ber des Arbeitsvertrags der Erfüllung folgender Forderungen treten worden find. Er bezog sich dabei auf die erst jüngst verbedarf: öffentlichten Urteile des Generalmajors von Buttkamer über die Leistungen des Infanteristen. 1. der Erleichterung der kollektiven Vertragbildung, also Anerkennung der Handlungsfähigkeit und Vermögensfähigkeit der Arbeiterorganisationen und Definierung ihres Rechts zur Vertretung der Arbeiter. Gebührend geißelte Bebel die massenhafte Verwendung von Soldaten zu gänzlich unmilitärischen Zweden und folgerte daraus die Möglichkeit einer noch bedeutend verkürzten Dienstzeit. 2. der Regulierung des Arbeitslohns in einem Sinn, Der Kriegsminister antwortete nicht. Der fächsische Militär daß dieser alle Bedürfnisse deckt: a) während der Arbeit, bevollmächtigte nahm zwar das Wort zu einer Erwiderung, beschränkte b) während der Zeit, wo der Arbeiter feine Beschäftigung fich aber auf die Berichtigung einer unwesentlichen, angeblich unhat, also während der Ruhe, der Krankheit und bei sonstiger richtigen Angabe Bebels über eine Kabinettsorder des Königs von unverschuldeter Verhinderung, und c) wenn der Arbeiter ver- Sachfen. hoher Kornzölle mit dem Uebertritt zur Socialdemokratie gedroht wird! Es war charakteristisch, daß nur die freisinnigen Abgeordneten Dr. Barth, Dr. Crüger und Goldschmidt sich der Arbeiter annahmen, während die Herren vom Centrum, die sonst so viel Nedens von ihrer Arbeiterfreundlichkeit machen und angeblich das Koalitions. recht schügen wollen, fich nicht nur ausschwiegen, sondern sogar die ihnen unangenehme Debatte unmittelbar nachdem Frhr. v. 8e dlig ( ft.) die Regierung scharf zu machen versucht hatte, durch Unterstützung eines Schlußantrags beendeten. Was im übrigen im Laufe der Sigung über die Lage der Eisenbahnarbeiter bekannt wurde, zeigt, daß unsre wiederholten Schilde rungen dieser Zustände keineswegs übertrieben waren. Eine gering fügige Lohnaufbesserung wird wieder wett gemacht durch eine Reduzierung der Kopfzahl, die Arbeitszeit ist überaus lang. Die Verwendung weib licher Arbeitskräfte, um Ersparnisse zu machen, greift immer mehr nm fich. Und nicht genug damit, übt die Eisenbahn- Berwaltung auch selbst die Justiz aus und verhängt über Angestellte wegen Gehorsams verweigerung Arreststrafen. Bei den nächsten Wahlen werden ihm die Arbeiter eine recht deutliche Antwort auf seine Politit erteilen. Oder will der Minister vielleicht noch einen Schritt weiter gehen und den Angestellten seiner Verwaltung auch das Reichstags- Wahlrecht nehmen, um sie völlig mit dem Militär gleichzustellen? Die Schneidigkeit des Herrn von Thielen gegenüber den Arbeitern, deren politische Organisationen die Kanalpolitik unterstützen, steht in einem wunderbaren Widerspruch zu der gemütvollen Ergebenheit mit der sich der Herr seinen stärksten und eifrigsten Geguern, den Agrariern, unterwirft. Es scheint, als ob die ganze„ Energie" gegen die Umstürzler nur zu dem Zwecke aufgewandt wird, damit nicht irgend jemand auf die Vermutung kommen könne, der Herr Minister habe überhaupt keine Meinung. palis Der reißende Faden. " Die Engländerei" versucht die Stöln. 8tg." in einem offigiösen Artikel unter der Unterschrift Politit, Bublizistik und Bublifum" dem deutschen Bolle schmackhafter zu machen. Der Artikel befaßt sich mit dem veränderten Verhältnis zwischen Deutschland und England und behauptet, der Faden, der zwischen den Leitern der deutschen Politit und dem Publikum bestehe, heiratet ist, auch zum Unterhalt der Familie ausreicht. Die Eine wie gewöhnlich mit allerhand groben Späßen ausgestattete drohe zu reißen, wenn er nicht bald erneuert werde. Der Nachbar, auf Verwaltung der Einrichtungen, die der Sicherung eines solchen Rede hielt Herr Oertel, der nebenbei natürlich die Agrartrommel den wir an allen Ecken und Enden der Welt stoßen, wo deutsche Interessen auskömmlichen Lohns dienen, muß, in welcher Art auch die rührte und direkten Bezug des Proviants von den landwirtschaftlichen zu wahren sind, ist England. Wir haben in unsrem staatlichen Dasein Mittel aufgebracht würden, unter Mitwirkung der Arbeiter Produzenten usw. verlangte. Eine turze Polendebatte gab es zwischen von dem britischen Vetter nicht viel Liebe und Freundschaft erfahren, erfolgen. dem Abgeordneten von Jazdzewski und dem Kriegsminister, wobei indeffen der Leiter unsrer auswärtigen Politit fann nur durch kühle 3. Ferner fordert Flesch eine gesetzliche Regulierung der der letztere ziemlich unumwunden zugestand, daß die Armeeverwaltung Abwägung der Interessen eine ersprießliche Politik treiben. Haben die Leiter unsrer Politit aber unter diesem Gesichtswinkel als Arbeitszeit im Sinne des hygienischen Normalarbeitstags die hatatistischen Bestrebungen unterstützt. eine erspriehliche Politik erkannt, daß die deutschen Interessen hier mtd da durch ein Znsammeniiehen mit Englaud die beste Förde- runq finden, so ist es ihre einfache Pflicht und Schuldigkeit, in die dargebotene Hand einzuschlagen, das größere Publikum aber darf die Wirkung jener Politik nicht dadurch abschwächen, daß man behauptet, sie widerstrebe dem Willen des Volks, denn der Wille des Volks kann in seinem letzten Ziele auch immer nur auf die Förderuirg des eignen Interesses gerichtet sein. Soweit der Offiziosns. Leider verabsäumten bisher die Leiter der deutschen Politik jeden Beweis, daß die modische Engländerei wirklich eine Förderung deutscher Interessen bedeutet. Bisher hat uns die Engländerei nur immer tiefer in eine für Deutschland völlig untaugliche Uebcrsee- und Welt- abenteuer- Politik verstrickt. Irgend welchen Nutzen und Segen in der jetzigen Annäherung an England können nicht nur die abgesagten Englandfeinde nicht erkennen, sondern auch wir nicht, die wir stets den größten Wert auf ein möglichst gutes Verhältnis zwischen Deutschland und England gelegt haben. Die jetzige Engländerei bedeutet alles andre als eine Anlehnung an die erfreuliche und vor- bildliche Seite der englischen Politik.— Aemsches Zteich. Preußische Wohnnngspolitik. Die in der Thronrede angekündigte VorInge über die Um- ! e g u n g von G r» n d st ü ck e» in Frankfurt a. M. ist dem Herrenhause zugegangen. Der Gesetzentwurf knüpft au die sog. lex Adickes aus dem Jahre 1892 an und ist in erster Linie darauf be- dacht, auch trotz des Widerstrebens einzelner Besitzer b e b a u u n g S- fähige G r u n d st ü ck e in größerer Menge zu schaffen. Dies Ziel soll dadurch erreicht werden, daß durch Gesetz die Mög- lichkeit gegeben wird, im Wege des Zwangs eine Umlegung der Grundstücke zur Erschließung von Bauplätzen herbeizuführen. Prak- tische Beispiele für ein gesetzgeberisches Vorgehen liegen bereits aus einigen Bundesstaaten, aus Hessen, Hamburg. Baden und Sachsen, vor. Die Gesetze jener Staaten bezwecken. Baugelände durch ein Verfahren zu schaffen, durch welches die Eigentümer der für die Be- bauung nicht geeigneten Grundstücke gezwungen werden, letztere in eine Masse einzuwerfen. Die Eigentümer werden für die Hergäbe ihres Geländes durch die Rückgabe günstig gestalteter Grundstücke aus der Masse entschädigt, woneben für etwaigen Minderwert Schade losHaltung noch in andrer Weise gewährt wird. Die hierbei uu- vermeidliche Entziehung von Grund und Boden erfolgt in ähnlicher Weise, wie bei der in Preußen bereits üblichen Verkoppelung länd- licher Grundstücke. Nach dem Gesetzentwurf wird die Umleguug nicht von Amts- wegen eingeleitet, sondern erfolgt nur auf Antrag. Zu einer solchen Beantragung sind berechtigt der Magistrat und die Eigentümer von mehr als der Hälfte der nach dem Grund- und Gebändesteuer- Kataster zu berechnenden Fläche der unizulegcnden Grundstücke. Nach- dem der Umlegungsantrag gestellt worden, stellt der Magistrat für das betreffende Gelände einen Plan auf, der mit den etwa geltend ge- machten, in der Vorinstanz unerledigten Einwendungen au den Bezirks- auSschnß geht. Letzterer oder auf Beschwerde der Provinzialrat entscheiden über die Einwendungen und stellen das Vorhandensein der gesetzlichen Voraussetzungen für die Umlegung fest. Der Re- gierungspräsident verfügt alsdann die Einleitung des Umlegungs- Verfahrens und ernennt zu dessen Durchführung eine Kommission, in deren Thätigkeit der Schwerpunkt des ganzen Verfahrens liegt. Die Kommission hat die umzulegenden Grundstücke in eine Masse zu vereinigen, in welche auch die überflüssig werdenden öffentlichen Wege einzuwerfen sind. AuS dieser Masse ist zunächst das Straßengelände auszuscheiden, die Restmasse ist unter die Eigentümer zu verteilen. Die den Eigentümern aus dieser Restmasse zuzuweisenden Grundstücke, deren Größe thunlichst unt« Zugrundelegung des Verhältnisses zu be- stimmen ist, in welchem die Eigentümer an der früheren Gesamt- fläche beteiligt waren, sind der Bestimmung des Umlegeverfahrens entsprechend unter möglichster Erhaltung in ihrer bisherigen Lage so zu gestalten, daß sie zweckmäßig bebaut werden können. Gegen den Verteilungsplan steht der Rechtsweg offen. Auf Antrag ist die Ausdehnung des Gesetzes auch auf andre Gemeinden auf Antrag durch königliche Verordnung nach Anhörung des Provinziallandtags vorgesehen.— Vom Flottenvcrci». Die Aera des größeren Deutschland und der Weltpolitik hat als Gegenstück zu den Kriegervereiuen den Flottenvercin erstehen lassen. Der noch nicht 3 Jahre alte Verein rühmt sich, bereits auf 802 000 Mitglieder in ganz Deutschland angewachsen zu sein. DaS find natürlich zum größten Teil dieselben Leute, die auch sonst schon allerlei militärischen uud„patriotischen" Vereinigungen angehören und die unter dem bekanutcu sanften Druck sich auch für die Flotten- Vermehrung begeistern müffen. Immerhin ist das Gewächs schnell in die Höhe geschossen. Die Centralstelle des Vereins in Berlin arbeitet mit einem Beamtenstab von 40 Mann und kostet das nette Sümmchen von 125 689,61 M., das sind 24 Proz. des gesamten Etats. Der Verein giebt drei Zeitungen heraus: die Monatsschrift„Flotte", die Wochenschrift„U eberall" und die„Allgemeine Marine- Korrespondenz", daneben ein„F l o t t e n- I a h r b u ch" und einen„F I o t t e n- A b r e i ß k a l e n d e r". Zur besonderen Agitation für das Flottengesctz hat der Verein K Millionen Exemplare an Büchern und Broschüren verteilt, darunter eine Arbeiter- Broschüre, und 3000 Vorträge halten lassen. Die Mittel Hierfür wurden vorwiegend durch außerordentliche Zu» Wendungen von deutschen Fürsten und Privat» pe r s o n e n bestritten, die die stattliche Höhe von 411312 M. er- reichten. Auf der letzten Jahresversammlniig des Flottenvereins im Januar hier in Berlin wurden von feiten einzelner Flottenprofessoren diese Zuwendungen bemängelt. Es wurde konstatiert, daß der er- heblichste Teil jener Privatpersonen in Westfalen wohnte und ein starkes geschäftliches Interesse an der Durchbringnng der Flotten- Vorlage gehabt hätte. Es wnrde sogar von solch einem weißen Raben der ausdrückliche Antrag gestellt, zu beschließen,„daß Gaben von Persönlichkeiten oder Verbänden, die aufgefaßt werden könnten als an der Verstärkung unsrer Flotte materiell interessiert, von feiten des Vereins zurückzuweisen find." Damit kam der Mann aber schön an. Der Antrag wurde von allen nachfolgenden Rednern scharf bekämpft. Mau fand inimcr neue Gründe gegen ihn. Der Antragsteller blieb völlig isoliert. Wo eine 12 000- Mark- Regierung in Ehren und Würden möglich ist, da ist erst recht für einen bloßen Verein ein geldnachbarliches Verhältnis mit Interessenten aller Art selbstverständlich und ehrenvoll. Das gesamte B u dg e t des Flottenvereins des Vorjahrs hat in Einnahme und Ausgabe die Summe von 949 261 M. erreicht. In den nächsten Jahren hofft man eine besonders hohe Eimiahme ,. Ilnterhaltungöblatt. Nr. 49. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 27. februar 1901. Reichstag. 56. Sigung vom Dienstag, den 26. Februar 1901, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstische: v. Goßler. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Militäretats. Die Beratung beginnt mit den fortdauernden Ausgaben Titel Kriegsminister. Hierzu beantragt die Kommission in einer Resolution statistische Erhebungen, um die Einwirkung pflichtigen auf die militärische Brauchbarkeit fest der Herkunft und Beschäftigung der Stellungszustellen. an. hüten" sollen. im Centrum.) Abg: Gröber( C.): Kriegsminister v. Goßler: weiter auszudehnen. Die beste Verhinderung von Duellen ist es, wenn alle Offiziere danach streben, die Ehre des andern hochzuhalten wie die eigne. Wenn der Herr Vorreoner darauf Wert legt, meine persönliche Ansicht über die Duelle zu erfahren, so tann ich sie dahin präcifieren, daß sie vollständig mit den Anschauungen des Herrn v. d. Gröben übereinstimmt. Abg. Bebel( Soc.): " denen " fönnen. der Anschauungen seien werden, die bisherigen indirekten Steuern zu erhöhen. In der Deutschen Tageszeitung" vom 27. Januar d. J. ist ein Artikel des Generalmajors v. Buttkamer erschienen, der über die Ausbildung unsrer Armee geradezu revolutionäre Anschauungen ausdrückt. Es sind Anschauungen, die von uns an dieser Stelle häufiger vertreten worden sind. Ich kann es mir zur besonderen Genugthuung aurechnen, daß ich eine große Anzahl dieser Forderungen hier in erster Linie vertreten habe. Nun bilde ich mir natürlich nicht ein, daß ich einen großen Einfluß nicht immer den richtigen Standpunkt eingenommen, den, wie ich Jahre Thatsachen ereignet, gegen die die denkenden Köpfe nicht die Augen Die Majorität des Hauses hat in der Bekämpfung des Duells in Militärkreisen befize( Heiterkeit), aber es haben sich im Laufe der anerkenne, Herr Gröber heute gewahrt hat. Die Kabinettsorder verschließen vom 1. Januar 1897 steht in direktem Gegensatz zum Gesek, denn hat wesentlich wohl der Boerenkrieg beigetragen, ber min Bur Umwandlung sie erkennt das Duell principiell an, während das Gesetz das Duell schon 11/2 Jahre währt. Es ist ja nicht das erste Mal, daß gerade Ich wiederhole zunächst die bei früherer Gelegenheit an den fache nicht bestreiten können, daß diese Kabinettsorder das Duell nur mög- außerordentlich verändert haben. Ich erinnere an den Befreiungsverbietet.( Widerspruch des Abg. Bachem.) Herr Bachem wird die That- derartige Voltskriege die Auffassung der militärischen Fachleute Her Kriegsminister gestellte Frage: Was ist dem Bezirks- lichst einschränken will. Die historischen Angaben des Herrnkriegsministers tampf Nordameritas in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts, an kommandeur und den Mitgliedern des Ehrenrats in Köln ge- über das Duell und seine Bekämpfung waren sehr interessant. Wir den Krieg der Französischen Republit gegen das monarchische Europa, schehen, welche entgegen einer föniglichen Kabinettsordre einzelne Offiziersafpiranten die Frage gestellt haben, welches Galgen und Rad zu verurteilen find, aber wir sind der Ansicht, daß reich nach Sedan gegen Deutschland geführt hat usw. Bei Beginn an stehen nicht auf dem barbarischen Standpunkt, daß die Duellanten zu an den Nordamerikanischen Sklavenkrieg, an den Krieg, den Frantihre grundsägliche Stellung zum Duell sei. Interessant wäre der Duellant die Strafe erhalten muß, die das Gesez vorschreibt, des Boerenkriegs ging die allgemeine Annahme dahin, daß die es auch, den Wortlaut der betreffenden Kabinettsordre zu erfahren. und vor allem, daß er die Strafe auch verbüßen soll.( Sehr gut Boeren nach verhältnismäßig turzer Zeit der ungeheuren englischen Neuerdings hat sich ja nun wieder ein Fall ereignet, der den links.) Heute aber wird der Duellant fast regelmäßig begnadigt. Uebermacht weichen würden. Das Gegenteil ist eingetreten. Im Duellunfug aufs grellste beleuchtet. Redner führt Einzel- Daß dadurch die Duelle nicht eingeschränkt werden, ist selbstverständlich. vorigen Herbst erschienen im„ Militär- Wochenblatt" eine Reihe von heiten aus dem bekannten Fall Adams- Rüger in Mörchingen Die heutige Voltsanschauung ist mit der früherer Zeiten gar nicht Artikeln über den Boerenkrieg, in denen der Armee der Boeren, der Anzuerkennen iſt ja, daß die Militärjustiz in diesem zu vergleichen. Das Gefühl für Gleichberechtigung ist heute ein so glänzenden Strategie der Führer, der hohen Disciplin, der Ausdauer wie konnte es überhaupt so weit tommen auf einem derartigen Feste, Stande ein besonderer Ehrentoder vertreten werden kann. Man kann wurden. Balle schnell und gerecht geurteilt hat. Aber man muß sich fragen, allgemeines, daß man es nicht versteht, wie von einem einzelnen im Ertragen von Strapazen usw. die höchsten Lobsprüche gespendet wo doch auch ältere Offiziere dabei waren? Wo war insbesondere der doch nicht behaupten, daß der Offiziersstand wegen dieses EhrenRegimentskommandeur? Es ist ganz versäumt worden, das Ehren- foderes auch nur um einen Strohhalm mehr wert wäre, als irgend gebildet worden, sie besaßen nicht einmal militärisch geschulte Führer. Die Boeren sind aber nicht einmal in einer Milizarmee ausgericht einzuberufen, nur der Ehrenrat hat sein Votum abgegeben. ein andrer Stand. Sie bewundern doch alle die Boeren. Haben Mitten im Kriege mußten sie, von der Artillerie abgesehen, erst ihre Das Ehrengericht aber kann bis zur Entfernung aus dem Offiziersstande denn aber die Boerenführer, die jetzt der Welt das Schauspiel geben, Organisation schaffen. Im November 1899 mußte die Kreuz- 3tg." erkennen, und diese Entfernung wäre in den vorliegenden Falle eine gegen eine ungeheure Uebermacht mit großem Geschick zu kämpfen, bereits ihre moralische und militärische Ueberlegenheit über das eng ausreichende Sühne gewesen. Wir müssen auf diese Duellfrage immer etwa einen solchen Ehrenfoder, oder würde ihre Bedeutung deshalb lische Söldnerheer anerkennen. Ich behaupte, jede stehende Armee wieder zurückommen, da der Herr Kriegsminister auf dem Stand- größer sein, wenn sie ihn befäßen? Es ist also ganz widerfinnig von der Stärke des Boerenheeres wäre innerhalb 6 Monaten punkt zu stehen scheint, daß der Zweikampf in der Armee vor- und auf das schärfste zurückzuweisen, daß heute von oben herab fort von der englischen Armee geworfen worden.( Sehr richtig! geschrieben sei. In der Einleitung ordnung heißt es aber ausdrücklich: Der Zweikampf, sowie die nur zur Verschärfung des Gegensatzes zwischen Wolf und Armee bei. eines solchen Boltsheers erlaubte dieſen dauernden Widerstand. Die In der Einleitung zu der Ehrengerichts- gejezt solche Anschauungen im Militärstande gepflegt werden. Das trägt bei den Socialdemokraten.) Nur die außerordentliche Stampfesweise Herausforderung zum Zweikampf ist verboten und strafbar.( hört! Der Herr Kriegsminister hat es abgelehnt, auf den Mörchinger" Post" schrieb seiner Zeit, der Boer sei überhaupt nicht Soldat im hört! im Centrum.) Die Verordnung geht aber von der richtigen Fall einzugehen, weil die Sache noch nicht entschieden sei. Die europäischen Sinne und seine Erfolge seien Donnerschläge für die Annahme aus, daß ein solches allgemeines Verbot nicht ausreicht Frage aber, die Herr Gröber stellte, hat mit dem gerichtlichen Ver- Ruhe und das Selbstvertrauen in der Armee. Ich bin sehr erfreut, und sieht deshalb in seinen verschiedenen Paragraphen Bestimmungen fahren nichts zu thun. Ich bedaure es überhaupt, daß infolge einer wenn unsre Militärs aus dem Boerenkrieg gelernt haben. Daß sie vor, die das Vorkommen von Zweikämpfen nach Möglichkeit ver- faiserlichen Verfügung das öffentliche Gerichtsverfahren ausgeschlossen viel zu lernen haben, wird man zugeben. Herr v. Buttkamer wendet Dazu soll die Institution des Ehrengerichts und strenge Straf- handlung sehr wünschenswert gewesen; es hätten dann manche irr- wesen, besonders gegen die reglementsmäßige Grundstellung ist. Gerade im Mörchinger Fall wäre die Oeffentlichkeit der Ver- sich in seinen Auslaffungen gegen den Zopf in unfrem Militärbestimmungen dienen. Unter diesen Umständen kann niemand be- tümlichen Nachrichten, die vielleicht in der Presse über diesen Fall der haupten, daß der Zweikampf, den das Strafgesetzbuch verbietet, verbreitet sino, berichtigt werden können. So wäre es interessant bei Infanterie, gegen die Massenattaden der Kavallerie, durch kaiserliche Verordnungen geboten sei. neun im Einzelfall Zehntel der Mannschaft schwerste Majestätsbeleidigung. Wir verwerfen das Duell principiell den Regiments Das wäre die denkbar zu erfahren, ob es wahr ist, daß der Oberst es betreffen- vernichtet werden würden. Ich habe angesichts der Kavalleriebei dem Festmahl schon vom christlichen Standpunkt aus und ich erwarte, daß der und selbst das Duell veranlagt hat, so daß der Ehrenrat gar nicht treten. Jetzt kommt nun auf einmal ein Militär, dessen Bedeutung zugegen gewesen ist Attacken bei unsren Manövern hier häufig dieselbe Anschauung verHerr Striegsminister seine Stellung in dieser Frage präcifiert.( Bravo! erst gefragt worden ist. Es ist eine ganz unwürdige Stellung, die man nicht bestreiten kann, und stellt mit dem größten Nachdruck die man dem Reichstag zumutet, daß er in einem so ungeheuerlichen selbe Forderung auf. Aehnliches verlangt Herr von Massow in seiner Fall nicht nähere Auskunft erhalten soll. In der Kommission hat ja Broschüre. Die Socialdemokratie im Heere", wo er, um der VerIch kann dem Herrn Vorredner zunächst mitteilen, daß diejenigen, der Herr Striegsminister selbst erklärt, dieser Fall sei ein Standal für breitung der Socialdemokratie im Heere entgegenzutreten, eine ganze welche in Köln die falschen Maßnahmen in Scene gesetzt haben, die Armee und er verurteile ihn auf das allerschärfste. Dies glauben Reihe ähnlicher Reformen empfiehlt. Er sagt, daß die Militärbestraft worden sind. Sie sind auf diejenigen Bestimmungen hin- wir ihm ja selbstverständlich alle, dann hat er aber auch die Pflicht, mißhandlungen auf die für die Unteroffiziere auf die Dauer viel gewiesen, die ich ihrem Inhalt nach bereits mitgeteilt habe. Der Aufklärung zu schaffen, damit das Mißtrauen gegen die Militär- zu große Arbeitslaft zurückzuführen feien. An dieser UeberHerr Vorredner wünscht den Wortlaut der Kabinettsorder zubehörden im Volte nicht noch weiter Platz greife. Man sagt weiter, bürdung ist einzig und allein der Umstand schuld, daß man, während erfahren. Soweit sie auf diesen speciellen Fall Bezug hat, daß in diesem Falle Beleidigungen so schwerer Art vor man sich in der Militärverwaltung der Ansicht nicht verschließen Yautet die Verordnung vom 16. Juni 1895: In einem gekommen feien, wie fie überhaupt 11112 vorkommen kann, daß die ganze moderne Entwicklung der Kriegsführung be= speciellen Falle ist es zur Kenntnis des Kaisers und Königs ge- fönnten, und daß in einem solchen Fall nichts andres übrig bliebe, deutend erhöhte Anforderungen an die Ausbildung des einzelnen tommen, daß Reserve- Offiziere an einen Offiziersaspiranten die als zum Duell zu greifen. Da stehe ich allerdings einfach vor Manns stellt, trotzdem den ganzen alten Krimskrams beibehält, der Frage gerichtet haben, ob er bereit sein würde, vorkommenden Falls der Frage: Soll das Gesch eingehalten werden oder nicht? mit dem eigentlichen Zwed, der Kriegsausbildung, nicht das geringste mit der Waffe Genugthuung zu geben und zu fordern. Majestät Der Herr Kriegsminister hält das Duell in diesem Fall für gerecht zu thun hat. Jezt hat ja die Militärverwaltung selbst einen praktischen habe sich dahin zu äußern geruht, daß allerhöchst diefelben eine fertigt im Sinn der Kabinettsorder von 1897. Serartige Frage Und wenn es der Schritt nach vorwärts gethan, wie ich gern anerkenne. Es sind uns in als unzulässig bezeichnen Reichstag heute nun unterläßt, klipp und flar Stellung zu dieser der Kommission einige Truppen vorgeführt worden, die mit den müssen." Frage zu nehmen, dann giebt er stillschweigend seine Billi- neuen Uniformen ausgestattet waren, welche für die in China Dieser Erlaß ist sämmtlichen Offiziercorps mitgeteilt worden. gung zu der Auffassung des Herrn Kriegsministers. Wir kämpfenden Soldaten bestimmt sind. In diesen Uniformen ist das, Auf den Mörchinger Fall fann ich nicht eingehen, da noch müssen endlich einmal den Mut haben, konsequent den Stand- was wir seit langen Jahren als dringend notwendig befürwortet abgewartet werden muß, wie die Entscheidung der Berufungsinstanz punft zu vertreten: das Duell ist durch das Gesetz verboten und es haben, verwirklicht.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Alles abläuft. Die Verordnung von 1843 hat Herr Gröber ganz richtig giebt keinen Menschen, auch nicht in der Armee, der das Recht hat, Blanke in der Ausrüstung fällt dort weg. Das einzig übrig geverlesen. Thatsache ist aber auch, daß die Betreffenden das Recht sich über das Gesetz zu stellen.( Sehr richtig!) Ob es Be- bliebene Blanke, die Helmspige, ist derart konstruiert, daß haben, die Entscheidung des Ehrengerichts abzulehnen. Das weitere leidigungen giebt, die selbst durch die gerichtliche Bestrafung fie in einer Viertel Minute abgenommen ist ihnen dann nach Verlefung der Strafbestimmungen zu überlassen. des Beleidigers nicht wieder gut gemacht werden können, farblojen Knopf ersetzt werden kann. Auch der Adler tann Auch soll das Ehrengericht als Kampfgericht den Gang des Zwei- sondern nur dadurch, daß der Beleidigte erklärt, ich fordere. Dich auf mit einer einzigen Handbewegung herabgenommen und in die Tasche tampfs verfolgen. Damit ist klar anerkannt, daß das Duell nicht Pistolen, auf Säbel, und dadurch erst beweist, daß er etwas andres gesteckt werden. Es ist also alles beseitigt, was dem Gegner das überhaupt verboten ist. ist, als der Beleidiger ihm zugemutet hat, as find Auffaffungs- Bielen erleichtern könnte. Es wäre also ein großer Fortschritt, wenn Die Duellfrage ist eine außerordentlich schwierige. Auf die sachen. Sie werden es nicht in der Ordnung finden, wenn ein ober- diese Ausrüstungen in der Armee allgemein eingeführt werden persönliche Auffassung des Einzelnen kommt es dabei nicht an, sondern bayrischer Bauernbursche der Meinung ist, er könne fich nur Genug würden. Damit würde ein bedeutender Teil der Arbeit des einzelnen auf die historische Entwicklung der ganzen Angelegenheit. Ich bin thuung verschaffen, indem er mit dem Maßkrug seinem Gegner Manns wegfallen. Ein kleiner Anfang ist ja bei uns schon gewungen, die Frage vom allgemeinen und historischen Stand- ein Loch in den Kopf schlägt; so dürfen wir auch das Duell gemacht. Die Mannschaft bei den Maschinengewehren soll in punkt aus zu behandeln. Auf die Zeit des Mittelalters, nicht billigen, weil es mit dem Gesetz in Widerspruch steht. derselben Weise bekleidet werden wie die Chinatruppen, aber wo der gejegliche Zweikampf ein gerichtliches Mittel war,( Sehr gut, bei den Socialdemokraten.) Man behauptet, daß im es ist doch flar, daß die gesamte Infanterie, Kavallerie usw. dasselbe will ich nicht eingehen. Ich wende mich der brandenburgisch- preußi- Gegenfaz zu der faiserlichen Verordnung von 1897, die auf eine Interesse hat, dem Feinde möglichst lange verborgen zu bleiben, wie schen Armee zu, die erst nach dem dreißigjährigen Krieg tonfolidiert Einschränkung des Duelle hinarbeitet, eine andre Verordnung des diese Soldaten. Diese Reform müßte also konsequent durchgeführt wurde. Die ersten Duellmandate stammen aus den Jahren 1652 Königs von Sachsen bestehen soll, die jene Einschränkung aufhebt. werden, nicht aber etwa so, daß man bei Baraden all das Alte, für und 1656. Sie bestimmen, daß die Duellanten als Rebellen zu Ich hoffe, daß der sächsische Bundesbevollmächtigte, der heute hier den Krieg Unbrauchbare beibehält. Die Ausrüstung der Soldaten behandeln find. Das Duelledikt vom 6. August 1686 besagt, daß anwesend ist, das Wort in dieser Frage ergreifen wird. Stuzzig hat es muß für den Strieg möglichst zweckmäßig, nicht aber für die Parade das Duell für die höheren Stände mit dem Schwert, für die mich jedenfalls gemacht, daß gegenüber einer so unfaßbaren Behauptung möglichst glänzend beschaffen sein.( Sehr richtig!) Bei Durchführung niederen mit dem Strang zu bestrafen sci.( hört! hört! links.) die sächsische Regierung, der doch zwei offizielle Organe, das dieser Reformen wäre auch eine bedeutende Herabsetzung der Dienstzeit Diese Edikte haben nicht den geringsten Erfolg gehabt. Die in den Dresdener Journal" und die„ Leipziger Zeitung" zur Verfügung möglich, und diese muß stets unser Ziel sein. Sie ist der Uebergang felben angedrohten barbarischen Strafen haben ein Aufhören der stehen, es bisher nicht für nötig befunden hat, ein Desaven zu verzum Milizheere. Duelle nicht bewirken können. In Frankreich beschäftigt man sich jetzt einAm 18. Juni 1713 wurde ein neues öffentlichen. Besonders bemerkenswert ist, daß der Vorfall in gehend mit dem Gedanken einer militärischen Reorganisation. Der Edikt gegeben, das die Todesstrafe aufhob und Freiheitsstrafen von Mörchingen fich zugetragen hat, während sich die Beteiligten im Bu- Artilleriehauptmann a. D. Gaston Woche hat in seiner Schrift 8 bis 10 Jahren androhte. Ebenso wie für den Forderer waren die stande der Trunkenheit befanden, d. h. also im Zustande hochgradiger Armee und Demokratie" für die Milizarmee plädiert. Er Strafen für den Beleidiger sehr streng. Die Lage der Unzurechnungsfähigkeit. In solchen Fällen müßte doch anders vor weist darauf hin, daß eine solche Armee mindestens ebenso schlags Offiziere war damals sehr unangenehm, es wurden eben gegangen werden, als wenn die That bei fühler lleberlegung begangen ist. fertig sein würde wie die jetzige, und daß die Ersparnis beim Militärgrundsätzlich bei Zwistigkeiten beide Teile kassiert. Friedrich Ein ganz ähnlicher Fall ist beim sechsten Armicecorps vor- budget mehrere hundert Millionen betragen würde. Natürlich leistet der Große fuchte einen Ausiveg indem er anordnete, daß gekommen. Ich nenne die Namen nicht, weil ich ausdrücklich darum auch in Frankreich die Militärverwaltung diejer Reform am meisten bei Beleidigungen im Dienst der Beleidigte nach dem Dienst eine gebeten worden bin. Auch da erfolgte bei einer solchen Gelegenheit Widerspruch, aber ein Oberst hat bereits erklärt, daß nach seiner Ebrenerklärung fordern sollte. Es ist allerdings nicht gesagt, was eine ähnliche schwere Beleidigung. Der Ehrenrat aber entschied Ueberzeugung die europäischen Großstaaten in viel fürzerer Zeit geschehen sollte, wenn die Ghrenerklärung nicht erfolgte. Es ist unter Berücksichtigung der finnlosen Trunkenheit, in der die Beleidi: zu einer Armee fommen würden, als man heute allgemein glaubt. jedoch anzunehmen, daß ein Duell auch in diesem Fall nicht ge- gung erfolgt war. In diesem Fall ist ein Duell nicht notwendig, Zunächst muß jedenfalls die Dienstzeit verkürzt werden, mit stattet war. So wurde in einem Falle ein Fähnrich erschossen, der wenn der Betreffende Abbitte leistet. Dieses Erkenntnis des Ehren- der gegenwärtigen militärischen Dienstzeit hängen vor allem die sich von seinem Kommandeur beleidigt glaubte und ihn mit dem rats aber soll von höchster Stelle tassiert und der Beleidiger Mißhandlungen zusammen. Wir haben ja seit dem 1. Oktober Degen verwundete, als sich der Hauptmann weigerte, ihm Rebe zu stehen. genötigt worden sein, aus der Armee auszutreten. das öffentliche Militärgerichtsverfahren, und dadurch sind eine große Es folgt dann das Reglement von 1783, in dem zum erstenmal der Wie dem auch sein mag, das eine steht fest: der gegenwärtige Reihe von Fällen bekannt geworden, die beweisen, daß die SoldatenBorschlag auftaucht, Ehrengerichte zu bilden. Eingeführt sind die Zustand ist unhaltbar, er steht im Gegensatz zu Gefes, Stecht, Moral, mißhandlungen nach wie vor häufig in der Armee vorkommen. Mit Ehrengerichte jedoch erst im Jahre 1808. Aber auch nach der Ein- Sittengebot und herrschender Religion. Gerade die obersten diejen im Zusammenhang stehen die Selbstmorde der Soldaten; führung der Ehrengerichte haben die Duelle in feiner Weise Justanzen, die sich als erste Pächter von Ordnung, Sitte und Moral wenn auch ihre Anzahl abgenommen hat, so ist sie doch verhältnis aufgehört. Unter Friedrich Wilhelm III. bestanden schwere Strafen so gern hinstellen, sollten dafür sorgen, daß Ordnung, Sitte mäßig sehr hoch. In der Leipziger Garnison find allein fünf für Duellanten. Trozdem haben die Duelle nicht abgenommen. und Moral nicht von den Duellanten mit Füßen ge- Selbstmorde in einem Jahre vorgekommen. Die Selbst Diese Erfahrungen haben den König im Jahre 1837 bestimmt, treten werden.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) morde der Unteroffiziere find vor allem wohl Darauf die Ausarbeitung einer Ehrengerichtsordnung zu veranlassen. Diese Vor allem dürfte ein Duellant niemals begnadigt werden. Ich wüßte zurückzuführen, daß sie fich fürchten, wegen Mißhandlung stieß auf sehr viele Schwierigkeiten, so daß die Verordnung erst im ein sehr probates Mittel, das Duell in der Armee zu be- ihrer lintergebenen zur Verantwortung gezogen zu werden und durch Jahre 1843 erschien. Diese Verordnung von 1843 ist aufgestellt feitigen. Der oberste Kriegsherr brauchte bloß alle Duellanten nach ihre Ueberlastung im Dienst. Auch die große Zahl der Militärauf Grund langer Erfahrungen und unter jorgfältiger Berüd Berbüßung ihrer Strafe mit glattem, fchlichten Abschied flüchtigen hängt mit der langen Dienstzeit zusammen. Die französ fichtigung zahlreicher Gutachten von Männern, die mit der Frage zu entlajien. So lange das nicht geschieht, werden wir uns fische Fremdenlegion zählt Elsaß- Lothringer 45 Prozent, sonstige wohl vertraut waren. Interessant ist besonders das Gutachten des hier noch oft mit diesen Dingen zu befassen haben.( Sehr richtig! Deutsche 12 Prozent, Schweizer 8 Prozent, Belgier 7 Prozent, Generals von der Gröben, in dem es heißt: Nach meiner Auffassung links. Franzosen selbst nur 5 Prozent und von den übrigen 23 Prozent. kann das Duell nur in zwei Fällen berechtigt jein, erstens wenn Ich möchte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Um- Bemerkenswert ist hierbei die außerordentlich hohe Zahl der Elsaßes sich um den Vorwurf der Feigheit handelt, und zweitens, wenn wandlungen in den Grundanschauungen über das Wesen und Lothringer. Ein Militärschriftsteller Frankreichs führt aus, daß inner ein thätlicher Angriff auf das Leben oder auf die moralische den Charakter der Armee in den Militärkreisen richten. Um halb 30 Jahren etwa 1700 Mann deutscher Soldaten in die FremdenJutegrität vorliegt, gleichviel, ob es sich um mich oder um meine wandlungen, die zu unterstützen der Reichstag alle Ursache hat; find legion aufgenommen wären; als Grund ihrer Flucht geben sie stets Familie handelt". Auch nach dieser Verordnung fanden noch zahl: wir es doch, die wir stets wachsenden Ausgaben gegenüberstehen, au: Ich habe nicht Lust, mich schlagen zu lassen!( hört! hört! b. d. Soc.) reiche Duelle statt. Von 1862-1886 wurden wegen Duells bestraft die einzuschränken immer dringender notwendig wird. Hat uns in Alljährlich sollen dem Auswärtigen Amt 400 bis 600 Totenscheine 360 Offiziere. Im Jahre 1874 erfolgte dann, wie auch Herr Gröber der Budgetkommission doch der Schatjekretär erklärt, der Etat für deutscher Reichsangehöriger aus der franzöfifchen Fremdenlegion zus erwähnte, eine Neuredaktion der Verordnung von 1843. Es ist ferner im 1902 würde noch viel schlechter bestellt sein, als der jegige, gestellt werden. Daß die Dienstzeit verkürzt werden kann, geht Jahre 1897 eine neue Verordnung hinzugefügt worden, welche die er würde sich um 50, vielleicht aber auch um 60 und 70 Millionen auch daraus hervor, daß die Soldaten häufig zu Beschäftigungen Entscheidung, ob ein Duell notwendig jei, den Ehrengerichten über schlechter stellen, als der Etat für 1900.( ört! hört! links.) herangezogen werden, die mit der militärischen Ausbildung trägt. Meines Erachtens ist damit alles geschehen, um dem sogen. Das sind trübe Aussichten, umso trüber, als Sie in den letzten absolut nichts zu thun haben. In Hamburg sind während Duellunifug vorzubeugen. So weit ich die Verhältnisse übersehen Jahren eine erhebliche Anzahl von neuen Steuern bewilligt haben, der ganzen Woche vor Pfingsten im letzten Jahre zwecks tann, liegt jet teine Veranlassung vor, die Strafbestimmungen fodaß Sie taum mehr neue entdecken können, und schließlich gezwungen Paketbeförderung bei der Post eine große Anzahl von Unter" und durch einen um Generalmajor v. Heeringen: 10 meg Bei keinem Proviantamt ist eine Verlegenheit eingetreten, das Erforderliche zu beschaffen. Bestimmte Vorschriften binden das schrift, daß die Anläufe möglichst bald nach der Ernte erfolgen. Proviantamt in der Preisbewegung. Es besteht weiter die Vor Die Militärverwaltung ist bestrebt, die Anfäufe aus erster Hand nach Möglichkeit auszudehnen. Generalmajor v. Einem: neten Werner( Antis.) und Schmidt- Warburg( C.) ihre oben mitge Nach längerer univesentlicher Debatte, in der auch die Abgeordteilten Anträge befürwortet hatten, wurden beide Anträge der Budgettommission überwiesen. Abg. Goldschmidt( fr. Vp.) bemängelt es, daß mit den Lohnerhöhungen für die Arbeiter Stopf zahl dieser Arbeiter verfügt worden ist. Redner beschwert sich der Eisenbahnwerkstätten zugleich eine Beschränkung des weiteren über einen Erlaß des Ministers, der den Werkstättender Offizieren und Mannschaften abkommandiert werden. Auch zu erleichtert werben. Zur Erhaltung des Militärs thut das Landy landwirtschaftlichen Arbeiten werden noch fortgesetzt Soldaten heran- mehr als die Stadt. Ihre Wünsche verdienen daher um so mehr gezogen. In Frankfurt a. D. gab ein Theaterdirektor den Offizieren Berücksichtigung.( Bravo! rechts.) Vorzugspreise, weil ihm bei einzelnen Stücken von der Militärbehörde 60-80 Statisten aus den Mannschaften zur Verfügung ges stellt wurden.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Bei einem Feste in Leipzig wurden einem Wirte 15 Soldaten als Kellner zur Verfügung gestellt, weil er für den von ihm gebotenen Lohn von 4 M. pro Tag keine Leute bekommen konnte. Noch intereffanter ist eine Mitteilung aus Straßburg, wonach ein Tischler die ihm von der Militärverwaltung übergebenen Reparaturarbeiten arbeitern den Beitritt zu dem Arbeiter- Konsumverein in Kottbus 15 Proz. billiger machen konnte als die Konkurrenz, weil ihm verbietet, und über die Gepflogenheit, den Arbeitern zwar eine Enteine Anzahl Soldaten für seine Tischlerei zur Verfügung ge stellt wurden.( hört! hört! b. d. Sociald.) Beim 105. Infanterie- berufen sind. Herr Dertel hat bemängelt, daß Reservisten zu spät ein- fchädigung für verloren gegangene Arbeitszeit zu gewähren, wenn sie regiment war ein Mann in Dienst, der nach seinen eignen Angaben wie irgend möglich. Was die Musikkapellen anlangt, so ist eine verjagen Gewöhnlich erfolgen die Einberufungen so früh zur Landtags- Wahl gehen, ihnen diese Entschädigung aber zu wenn fie zur Reichstags- Wahl gehen. von seiner 3 jährigen Dienstzeit höchstens 14 Jahr militärisch aus- allerhöchste Verordnung ergangen, wonach diese Kapellen den Civil. Schließlich bemängelt Redner, daß bei den Arbeiter- Pensionskaffen gebildet wurde. Die übrige Zeit mußte er mit mehreren andren tapellen möglichst wenig Konkurrenz machen sollen. die Arbeiter kein Recht haben, in der Verwaltung mitzusprechen. Der zusammen einen Kronleuchter aus Regierungsvertreter habe darin mehr Rechte, als alle Arbeiter zu Buffett im Wert von 800-1000 W., ein großes zwölf geschnitte Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole): sammengenommen. Stühle, einen großen Ausziehtisch usw. für den Haupt- beklagt sich, daß auf eine Anordnung des Generalfommandos des mann und Offiziere herstellen.( hört! hört! bei den V. Armeecorps polnische Handwerker und Kaufleute von den Liefe- In dem Fall des Konsumvereins in Kottbus liegt die Sache so, Socialdemokraten.) Das ist doch wirklich ein starkes Stück, wenn man rungen an die Armee allgemein ausgeschlossen werden. daß dieser Konsumverein der Hauptstüßpunkt der Social in dieser Weise auf Reichskosten für Vorgesetzte arbeiten läßt. demokratie ist. Die Vorstandsmitglieder sind zum größeren Teil Mir wird weiter mitgeteilt, daß ein Militärkasino ein ganzes Wein Dieses Vorgehen des Generalfommandos ist durchaus an Socialdemokraten und auch fünf Lagerhalter gehören dieser Partei an. Weins auf Flaschen und mit der Weinbehandlung beschäftigt werden. Bevölkerung gegenüber den deutschen Handwerkern und Kaufleuten was die Urlaubserteilung bei den Wahlen anlangt, so ist ein Untergeschäft organisiert habe, und daß die Leute mit dem Abfüllen des gebracht. Es ist eine Thatsache, daß das Vorgehen der polnischen Ich werde es nie dulden, daß mir unterſtellte Arbeiter sich an solchen Vereinen beteiligen.( Bravo rechts.) Aus all' diesen Thatsachen ergiebt sich, daß die Leute während eines geradezu einen Boykott bedeutet. Deutsche Kaufleute können dort erheblichen Teils ihrer Dienstzeit zu Arbeiten benngt werden, die Lieferungen nicht mehr abschließen, weil sie von den polnischen Skaufschied zwischen Landtags- und Reichstagswahlen. Bei den Landtags. die unterboten werden. Ausbildungszeit muß also für sie genügen, denn ich erachte es für Einer derartigen Agitation muß unbedingt entgegengetreten werden. Sollte aber die Werkstätte weit vom Wahllokal liegen, so ist ver felbstverständlich, daß diese Leute nicht etwa schlechte Soldaten sind. Auch Mannschaften, die nach China gegangen sind, waren zum weitaus größten Teil weniger Jahr im Dienst, und doch hat getragen, fie auszusenden. genügt vollständig. Kriegsminister v. Goßler: Abg. Dr. Bachem( C.): diesem Fall anders beurteilt wird als sonst. auf welche Bahn Präsident Graf Ballestrem: er Minister v. Thielen: fügt worden, daß die Leute auch bei Reichstagswahlen keinen Lohnabzug zu erleiden haben. Minister v. Thielen: Abg. Dr. Crüger- Bromberg( frs. Vp.): 6101 als ein Herr Oertel hält die Duelle zwar für ein Uebel, aber für ein Abg. Crüger- Bromberg( frf. Vp.): man tein Bedenten notwendiges, und meint, unsre Berhandlungen über diese Fragen Die friegsmäßige Ausbildung würden zu dem bestehenden Zustand nichts ändern. In dem Fall des Kottbuser Konsumvereins hat der Minister Nun auch sonst in der Armee abkommandiert zu allen möglichen Zweden. Erfolg. Das Duell steht im Widerspruch mit den Gesetzen und Genossenschaft in Nottbus ist tein politischer Verein. Wäre er das, Eine erhebliche Anzahl von Leuten wird wir thun unsre Pflicht nicht ganz ohne Rücksicht auf den einen ganz unhaltbaren Standpunkt eingenommen. Er steht auch im Widerspruch mit dem Genossenschaft3 Gesetz. Die Ich erinnere an die Burschen, an die Militär Schneider, Wäscher, Der Herr Kriegsminister möge es fich überlegen, mit welchem jo lönnte mit Erfolg das Auflösungsverfahren eingeleitet werden. Köche, Tischler usw. Der größte Teil der Reparaturen wird von Recht er andren Parteien revolutionäre Gefimmung vorwirft, wenn Die Maßnahme des Ministers, den Arbeitern den Beitritt zum Soldaten besorgt, fie manern, schlossern und tischlern. Die Ver- er feinerseits großen Streifen geradezu revolutionäre Gesinnung Stonfunverein zu versagen, ist auch unpraktisch. Glaubt der Minister, waltung fagt: Ja, wenn wir das alles bezahlen sollen, dann wird gegen die Gesetze vorschreibt.( Unruhe rechts, sehr gut daß die Arbeiter, denen er den Beitritt verboten hat, wenn sie Social der Militäretat ja noch größer. Nun, dann würde das Bolt links.)- Die Begnadigungen find gewiß ein Recht wenigstens sehen, was ihm das Militär wirklich fostet, und der Krone, aber auch für die Ausübung dieses Kronrechts Socialdemokraten zu sein.( Ruf lints: Sie werden es erst recht demokraten waren, nun infolge des Verbots aufhören werden, wenn anders die militärische Dienstzeit herabgesetzt wird und so find die Minister verantwortlich und ich richte meine Spize gegen werden!) Andrerseits brauchen die Eisenbahnarbeiter ja gar nicht allmählich zum Miliz- System übergegangen wird, entstehen ge- die für die Begnadigungen verantwortlichen Minister, wenn ich ber Socialdemokraten zu sein. In diesem Fall verhindern Sie die waltige Ersparnisse, die Oberst Bock jährlich auf 287 Millionen bestätige, daß es in den weitesten Kreisen auf das unangenehmste em nichtsocialdemokratischen Arbeiter, in den Konsumvereinen das Heft rechnet hat. Es wird die Aufgabe des Reichstags sein, nachdem pfunden wird, daß durch die große Zahl der Begnadigungen von in ihre Hände zu bekommen.( Beifall links.) von feiten militärischer Autoritäten anerkannt worden ist, daß er- Duellanten der Anschein erweckt wird, daß die Gesetzesverletzung in hebliche Reformen an der Ausbildung der Soldaten herbeigeführt werden können mit der Folge einer Herabsetzung der Dienstzeit, Was den Kölner Fall anlangt, so mache ich auf eine Notiz die Bestrebungen dieser Männer zu unterstützen, um sie zur all- der Kölnischen Bolszeitung" aufmerksam, wonach ganz wie bisher vorzugehen. Ich mache nur von meinem Disciplinar- Recht Ges Es fällt mir gar nicht ein, gegen den Konsumverein irgendwie gemeinen Durchführung zu bringen!( Lebhafter Beifall bei den im Bereich des VIII. Armeecorps den Offiziersaspiranten ein Frage brauch und verbiete meinen Arbeitern an einer Vereinigung teilzus Socialdemokraten.) bogen zur Unterschrift vorgelegt wird, mit der Frage: welchem Corps nehmen, deren Vorstandsmitglieder socialdemokratische Agitation treiben. Stellvertretender sächsischer Bundesbevollmächtigter Major beziv. welcher Verbindung haben Sie angehört? Das Vorlegen dieses Es sind in den Verkaufslokalitäten socialdemokratische Stimmzettel an die Krug v. Nidda: Fragebogens bedeutet natürlich nichts andres als die Frage nach der Stunden verteilt worden. Da kann doch ein Minister nicht ruhig zu Eine kgl. fächsische geheime Kabinettsorder, die im Wider: minister hat dann wieder behauptet, die Kabinettsorder von 1843 enthalte zu Staat und Gesellschaft steht.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Ich Stellung zu dem Duell.( Sehr richtig! links.) Der Herr Kriegs- sehen und einer Partei zu Hilfe kommen, die in offener Feindschaft spruch zu dem kaiserlichen Erlaß über die Duelle steht, kann, wie eine Anerkennung des Duells. Wenn das wahr ist, dann steht diese tgl. wundere mich, daß von den Herren nicht noch ein zweiter Fall hier jeder, der die sächsische Armee kennt, von vornherein annehmen sollte, Kabinettsorder in striktem Widerspruch zu den Gefeßen des Staats, zur Sprache gebracht worden ist. Ich habe nämlich zwei Arbeiter, gar nicht bestehen. Der Sachverhalt ist folgender: Im Jahre 1897 die ebenfalls die Unterschrift des Königs tragen. fand in einem Regiment ein Ehrenhandel statt. Die untere Herr Striegsminister bedenken, Möge der Sie trotz des Verbots an socialdemokratischen Versammlungen in Kommandobehörde hat ein Gutachten über die falsche Behandlung mit dieser Behauptung begiebt. Aber der Herr Kriegs- Sobald sich Arbeiter Verbänden oder Einrichtungen anschließen, bei fich Magdeburg teilgenommen haben, aus dem Dienst entlassen müssen. des Falls herausgegeben. In diesem Gutachten fanden sich neue minister ist mit seiner Behauptung im Unrecht. Säße, die mit der kaiserlichen Kabinetisorder Wenn, denen sie socialdemokratischen Einflüssen zugänglich werden, werde vom Januar 1897 nicht in Ginklang gebracht um dem vielfachen Vorkommen von Diebstählen noch weiter ich nach wie vor einschreiten.( Baute Bravorufe rechts.) werden können. Ein Specialfall ist in ganz unzulässiger vornehmen wollte, würden Sie dann daraus deduzieren, der preußische vorzubeugen, der Herr Instizminister eine Reorganisation der Polizei Abg. Dr. Barth( frs. Bg.): Weise verallgemeinert und die Auslegung dieses Specialfalls den Polizeiminister billige den Diebstahl?( Schr gut! im Centrum.) In den Grundsäßen des Ministers liegt eine Vermischung wirtOffizieren zur Kenntnis gebracht worden. Sobald das sächsische Der Kriegsminister möge von seinen vielen weitgehenden Mitteln schaftlicher Einrichtungen mit politischer Organisation, die für alle Striegsministerium Kenntnis hiervon erhielt, hat es alles gethan, Gebrauch machen, um gegen das Duell anzufämpfen, dann Genossenschaften verhängnisvoll werden kann. Die Verwaltung iſt um diese falsche Auslegung dertaiserlichen Kabinetts- werden order wirkungslos zumachen. Ich stelle fest, daß eineOrder der Centrum.) Wer auf dem Voden des Christentums steht, kann nur Vereinigungen zu verbieten, sonst bedeutet das einen ganz unwir rascher zum Ziel kommen!( Sehr gut! im nicht berechtigt, die Zugehörigkeit der Arbeiter zu rein wirtschaftlichen höchsten sächsischen Kommandostelle nicht besteht, und das alles geschehen ist, um die von einer untergeordneten Kommandobehörde bewirkte zu den Schluß kommen, daß, wenn das Duel! verpönt ist, wie es erhörten Eingriff in die staatsbürgerlichen Rechte. Die Frage falsche Auslegung aufzuheben. Der Fall, wo ein Offizier schlichten thatsächlich verpönt ist, es keinen Fall geben kann, in dem es be- ist nur, ob die Genossenschaft eine rein wirtschaftliche Vereinigung Abschied erhielt, weil er sinnlos betrunken war, ist mir nicht bekannt. die Offiziere müßten ihre Ehre wahren. Gewiß, aber doch nur mit so verfällt fie der Auflösung, und die Regierung ist gegen Socialrechtigt oder gar noch notwendig wäre. Der Kriegsminister meinte, oder eine politische ist. Verfolgt die Genossenschaft politische Zwede, in der That 5 Selbstmorde in Leipzig vorgekommen sind.( hört, hört!) ehrlichen Waffen. Aber es giebt keine ehrlichen Waffen gegen göttliches demokraten gewiß nicht so zimperlich, eine solche politische GenossenEs muß aber hinzugefügt werden, daß der eine Selbstmord aus Furcht und menschliches Gebot.( Sehr richtig im Centrum.) Die beteiligten fchaft bestehen zu lassen. Es muß aber hinzugefügt werden, daß der eine Selbstmord aus Furcht Minister sollten dem Monarchen in ernstester Weise Vortrag über vor Strafe wegen Unterschlagung, der zweite aus Furcht vor Strafe diese Frage, besonders vom christlichen Standpunkt aus halten. Der wegen Körperverlegung, der dritte aus Furcht vor Strafe Ich habe großes Interesse daran, daß der Fall largestellt ist. Diebstahls erfolgt ist. Was schließlich die Schnißerei Angelegenheittaiser und König hat so oft...( Glocke des Präsidenten.) Der vom Minister aufgestellte Grundsay verstößt gegen das Reichsaus Straßburg anlangt, so find mir die Verhältnisse unbekannt. Genossenschaftsgesetz, das allen Deutschen das Recht giebt, sich zu Wenn eine solche Beschäftigung in dieser Weise stattgefunden hat, so Herr Abgeordneter, ich bitte, die Person Sr. Majestät nicht Genossenschaften zu vereinigen, und ich kenne kein Gesetz, das den wäre es zweifellos nicht zu billigen. heranzuziehen. Sie können über fönigl. Kabinettsorders, Sie können Eisenbahnarbeitern dieses Recht nimmt. In den Verwaltungen Abg. Dr. Oertel( f.): nüber das Begnadigungsrecht im allgemeinen sprechen, aber die aller Konsumvereine fizen Socialdemokraten, also müßte der Minister tonfequenterweise den Eisenbahnarbeitern überhaupt Es giebt verständige und ernste Kreise im Volke, die das Duell Person Sr. Majestät soll nicht in die Debatte gezogen werden. die Zugehörigkeit zu Konsumvereinen verbieten. Politit soll für ein notwendiges Uebel halten. Diese Anschauung kann durch Abg. Dr. Bachem( fortfahrend): in den Konsumvereinen nicht getrieben werden. Ich kann Deflamationen und Reichstags- Verhandlungen nicht befeitigt werden. Herr Präsident, ich würde mir diese Bezugnahme nicht nur wünschen, daß der Minister gegen den Kottbuser Verein das Wir können der Heeresverwaltung nur das Gewiffen schärfen, erlaubt haben, wenn nicht in zahlreichen Enunciationen wenn nicht in zahlreichen Enunciationen im Auflösungsverfahren einleiten läßt, damit gerichtlich festgestellt wird, den Zweikämpfen möglichst vorzubeugen. Die Begnadigung ist ein Reichs- Anzeiger" die christliche Gesinnung des Monarchen zum ob die Behauptungen des Ministers richtig sind oder nicht. Kronrecht, an dem das Centrum ebenso wenig wird rütteln wollen, Ausdruck gekommen wäre. Wenn das Christentum im Munde des wie wir. Auch der schlichte Abschied der Duellanten aus dem Heere Monarchen wie es mehrfach im Reichs- Anzeiger" zum Ausdruck scheint mir fein probates Mittel zu sein. Manchen Leuten wird gekommen ist( Heiterkeit) ernst gemeint ist, dann must es bis zum selbst der schlichte Abschied ein geringeres Uebel erscheinen, als legten Punkt gelten. Das muß auch für den preußischen Staat und die der Verzicht auf ein Duell. Die Erzählung von dem Gegensas Militärverwaltung gelten. Süte man sich, den ersten Eckstein zu Hüte man sich, den ersten Eckstein zu zwischen dem sächsischen Oberkommando und der Kabinettsorder war entfernen. Es giebt genug Leute, die an der Grundlage des Geein solcher Blödsinn, daß von der sächsischen Regierung wirklich nicht bäudes rütteln, von dem christlichen Sittengesetz darf kein Jota erst ein Dementi zu erwarten war. Der Mörchinger Fall kann nicht weggenommen werden.( Lebhaftes Bravo! im Centrum.) als typisch gelten. Der Aufsatz des Generalmajors. Buttkamer in der Deutschen Tageszeitung" hat dent Abg. Bebel Freude 1 ubr. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch gemacht. Möge er nur auch sonst dies Blatt eifrig lesen, er tann noch viel daraus lernen.( Heiterfeit rechts.) Warum sollten wir den Schluß 534 Uhr. Artikel des Herrn v. Putttamer nicht bringen. Es handelt sich hier um strittige Anschauungen, beide Teile gehört werden müssen. Wir werden im Laufe der nächsten Zeit nicht einen einen sondern mehrere Artikel veröffentlichen, die den entgegengefegten Standpunkt vertreten. Der Vor wärts" würde einen so vorurteilsfreien Standpunkt frei lich nicht einnehmen. In ihn kommt nur binein, was die Häuptlinge geaicht haben. Ich freue mich über den Standpunkt, den Herr Bebel den Boeren gegenüber eingenommen der Stationsvorsteher. hat, da er im Gegensatz zu den Auslassungen eines seiner Bartei- Die Abgg. Schmidt- Warburg( C.) und Dr. Krieger genoffen in den Socialistischen Monatsheften" steht, der von Königsberg( fri. Vp.) beantragen, die Regierung zu ersuchen, dafür Abg. Freiherr v. Zedlik( ft.): dieser Begeisterung für die Boeren gar nichts wissen will. Sorge zu tragen, daß den in der Eisenbahnverivaltung beschäftigten Doch sollte er in der Benutzung des Boerentriegs für seine Eisenbahn, Bau- und Betriebsinspektoren und Maschineninspektoren Wie der lebhafte Beifall, den die Worte des Ministers gefunden, Wenn immer als unschuldige Lämmer hin. Er braucht für seine frei strategischen Anschauungen vorsichtiger sein.( Sehr richtig! rechts.) eine die Dauer von 5 Jahren überschreitende Zeit der diätarifchen schon gezeigt hat, ist die große Mehrheit dieses Hauses andrer Meinung die Boeren tüchtig organisiert und geführt worden Beschäftigung bei der Festsetzung des Besoldungs- Dienstalters in wie Herr Dr. Crüger. Herr Dr. Barth stellt ja die Socialdemokraten wären, dann hätten sie längst erreicht, was wir ihnen alle wünschen. Anrechnung gebracht werde. Gerade der Boerenkrieg beweist, daß eine strategisch tüchtige händlerischen Biele die Socialdemokratie, geht deshalb Arm in Arm Leitung eines Heers mehr wert ist, als Tapferkeit und mit der Socialdemokratie oder besser, er marschiert hinter ihr her Schießficherheit. Ich ziehe aus den Ergebnissen des Voeren wendet sich gegen die Beschäftigung weiblicher Arbeiter im Eifen und muß fie hier nach Kräften unterstützen. Für uns, die wir den triegs also gerade entgegengesette Schlüsse als Herr Bebel. bahndienst und bringt eine Verfügung des Stationsvorstehers von Schuß der nationalen Arbeit wollen, liegt teine Veranlassung vor, Ich bin sonst in der Bewilligung der notwendigen Ausgaben für das Magdeburg zur Sprache, in der darauf hingewiesen wird, daß die die Socialdemokratie so anzusehen, wie die Herren der Linken, die Heer ein flein wenig bereitwilliger als Herr Bebel, aber heute ist& ahrbeamten nach der Dienstordnung bis zu in ihnen ihre Bundesgenossen erblicken. Es ist doch eine beer mir doch ein wenig zu weit gegangen.( Heiterkeit rechts.) 16 Stunden Dienst zu thun haben. Redner erbittet sich kannte Thatsache, daß sich die Socialdemokraten überall, auch Er will das Heer Hals über Stopf neu einkleiden. Ausfimft, ob die Mitteilung der Deutschen Eisenbahn- Zeitung" auf in an fich neutrale wirtschaftliche Vereinigungen einzudrängen Das muß doch erst gründlich erwogen und probiert werden. Herr Wahrheit beruht, daß in Königsberg ein hilfsbremser suchen, um diesen Boden für sich mußbar zu machen. Das HauptBebel sollte seine Heeresfreundschaft also in dieser Hinsicht ein flein wegen Gehorsamsverweigerung mit drei Tagen bestreben der Socialdemokratie geht dahin, die Disciplin zu unterwenig einschränken.( Heiterkeit rechts.) Der Herr Striegsminister Arrest bestraft worden ist und fragt, ob denn die Eisen graben. Angefangen hat sie bei der Großindustrie, jezt geht sie zu wird auf die Wünsche des Herrn Bebel, den Soldaten feinen Ernte- bahn die Justiz felbst ausübe. Er halte die Mitteilung den Staatsbetrieben über und das Ende soll dann beim Heere ges urlaub zu erteilen, hoffentlich nicht eingehen. vorläufig noch für unglaublich. macht werden. Sind erst die Arbeiter des Staatsbetriebs für die Redner unterbreitet dem Kriegsminister einige Wünsche der Ein Regierungskommiffar erwidert, Frauen würden nur in Socialdemokratie gewonnen, dann ist zum Heere nur noch ein Landwirtschaft. Einige Proviantämter im Osten zahlen die üb- beschränktem Umfange beschäftigt, befonders im Schrankenwärter Schritt. Es ist also nicht nur das Recht des Ministers, sondern lichen niedrigen Preise und fordern außerdem noch freie Anfuhr. dienst. In dem Magdeburger Fall sei der Stationsvorsteher geradezu seine Pflicht, die Eisenbahn Bediensteten vor der SocialAuch werden die Termine für den Ankauf zu früh abgeschloffen. rettifiziert worden. Nach dem Disciplinargesez dürfen demokratie und ihrem verderblichen Einfluß zu bewahren.( Bravo! Zwischen dem landwirtschaftlichen Erzeuger und der konsumierenden Unter beamte mit Arrest bestraft werden. Die Direktion in rechts.) Heeresverwaltung hat der Handel feinen berechtigten Blab. Der Königsberg hat also innerhalb ihrer gesetzlichen Befugniffe ge- Die Diskussion wird hier durch einen Schlußantrag gegen Landwirtschaft sollten die Einquartierunglaften im Herbst möglichst handelt. die Stimmen der Linken geschlossen. " " סטן " Abgeordnetenhaus. 36. Sigung vom 26. Februar 1901, 11 Uhr. Die Beratung des Etats des Eisenbahn- Ministe riums wird bei den dauernden Ausgaben fortgesezt. Es liegen mehrere Anträge vor. Ein Antrag des Abg. Werner( Antis.) bezweckt die Vermehrung Abg. Goldschmidt( frf. Vp.), Abg. Goldschmidt( frs. Vp.): # Den vom Minister angeführten Magdeburger Fall haben wir deshalb nicht vorgebracht, weil wir über das Motiv der Entlassung nicht genau unterrichtet waren. Die Arbeiter scheinen wegen der Zugehörigkeit zur Eisenbahner Organisation, die der Minister eine socialdemokratische nennt, entlassen worden zu sein, und das fönnten wir auch nicht billigen. Ju dem Verbandsorgan wird oft ein Ton angefchlagen, der nicht gerade schön ist, aber etwas andres ist es, ob man den Arbeitern das Recht giebt, sich zu organisieren oder nicht. Minister v. Thielen: Die Herren der Linken haben gut theoretisch reden, sie haben eben keinerlei Verantwortung. Ich aber bin für die Sicherheit und Aufrechterhaltung des Betriebs verantwortlich, und dazu muß ich die Disciplin aufrechterhalten. Diese Gründe zwingen mich, meine Beamten von der Socialdemokratie fernzuhalten.( Beifall rechts.) Der Weckruf", das Organ des Eisenbahner- Verbands, führt eine direkt aufreizende Sprache. Es wäre ja der reine Hohn, wollte ich den mir unterstellten Arbeitern erlauben, einem Verbande anzugehören, deffen Organ eine solche Sprache führt. ( Lautes Bravo! rechts.) T Beim nächsten Titel Unterstützung für Arbeiter und deren| Refolution an, die sich gegen die Erhöhung der Getreidezölle und Hinterbliebene" erwidert für Beibehaltung der bisherigen Handelsvertragspolitik erklärt. Abg. Dr. Barth( frs. Vg.) 19 dem Abg. Frhrn. v. Zedlig, daß er und seine Freunde durchaus nicht die Interessen der Socialdemokratie zu fördern bestrebt seien. Bräfident v. Kröcher, fördern beſtr Herr Dr. Barth, Sie kommen auf eine Debatte zurück, die das Haus eben geschlossen hat. Das dürfen Sie nicht. Abg. Dr. Barth( fri. Bg.)[ fortfahrend]: 273 Wir vertreten hier nur allgemeine Arbeiterinteressen. Den Minister ersuchen wir deshalb, daß die im Titel vorgesehenen Unter stügungen an die Arbeiter ohne Rücksicht auf ihre politische Gesinnung oder ihre Zugehörigkeit zu wirtschaftlichen Vereinigungen gewährt werden.( Heiterfeit lints.) Der Rest des Ordinariums wird ohne wesentliche Debatte er ledigt, ebenso einige Titel des Extra- Ordinariums. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr. Außerdem steht die Interpellation Kopsch wegen Mangels an Volksschullehrern auf der Tagesordnung. Eine Freundin der Dienstboten. Im Kleinen Journal" schildert eine Frau H. Heller, mit welchem raffinierten Lurus heute unsre Häuser", das heißt die Häuser der Reichen, ausgestattet werden, um dann so fortzufahren: find die von Ihnen Genannten noch nicht aufgestellt. M. H. Aus länder( Nicht- Deutsche) müssen sich zwecks Naturalisierung an die Polizeis behörde wenden. Ein Recht auf Naturalisierung steht Ihnen nicht zu. Fischer. Wer nicht Mitglied einer freien Hilfskaffe ist, muß der für feinen Beruf zuständigen Innungs- oder Fabrit- Krankenkasse angehören. Es ist also ein„ Muß". Bertha 89. 1. Die Reichsbant. 2. Ein Pflichtteil beträgt die Hälfte der gesetzlichen Bortion. 3. Ein in der Art, wie sie 〃 Nur nach einer Richtung hin ist für lezteres schlecht gesorgt, wiederholt an dieser Stelle ausführlich dargelegt ist, errichtetes, eigenhändig und zwar meine ich, daß in so verschwenderisch ausgestatteten ge und unterschriebenes Testament ist auch dann gültig, wenn es zu Hause aufbewahrt wird. A. A. 100. 1. und 2. Aber! Danach hat der Häusern sich doch wohl ein kleiner Raum finden müßte, in dem die Standesbeamte überhaupt nicht zu fragen, ob die Braut tinderlos ist. Will Mädchen warme Bäder nehmen tönnten. Vielleicht ließe sich ein die Braut tirchlich getraut werden, ist es ihre Sache, sich mit dem Geistlichen solcher neben der Waschküche, wo doch schon Wasserleitung vor auseinanderzusetzen. Reineswegs macht sie sich strafbar, wenn sie ihm etwas handen ist, bequem einrichten! Unfre Mädchen, die unsre Speisen Unrichtiges mitteilt. 2. 3. 99. 1 nigsberg i. Br. 2. Berlin. zubereiten, unsre Wäsche behandeln und last not least unfre Plat Berlin. 1. Falls nichts andres vereinbart war und kein Grund Rinder besorgen, müßten unbedingt im Hause Gelegenheit sur fofortigen Entlaffung vorlag, stand Ihnen die fechswöchentliche Kündi zum Baden haben. Die Mädchen sind fast stets in unsrer 3. 133a. Gewerbe- Ordnung, Arbeiterrecht S. 225 bis 229. 4. Nein. er b gung zum Quartalßersten zu, also auch die Entschädigung. 2. Zwei Jahre. nächsten Umgebung, fie haben oft schwere Arbeiten, trans Schweinte. 1. Nein. 2. Stein: Hier für Berlin besteht zwangsvers spirieren dadurch mehr, und doch wie selten nur tönnen ficherung. 3. Das hängt vom Inhalt der Statuten ab: in der Regel nein. fie außerhalb des Hauses baden und sich so säubern, wie 4. Ja. G. F. 100. Die Kündigung bleibt gültig. Den Mieter trifft es für jeden civilisierten Menschen notwendig ist. Ich will eine Schadensersatzpflicht nur dann, wenn er trop einer Aufwünschen, daß durch diese Zeilen eine Sache angeregt wird, die forderung Ihrerseits Gelegenheit, das Bimmer befichtigen zu lassen, einem dringenden Bedürfnis entspricht und in hygienischer Be- nicht gegeben hat. G. Schn. Lindowerstr. 10. Wenn der Inhalt ziehung eine nicht zu unterschätzende, notwendige Einrichtung sein 2. Ja. 5. S. D. 71. Ihres nicht mitgeteilten Mietsvertrags nicht entgegensteht: 1. Nein. Aus der Frauenbewegung. Ste find wird. Hoffen wir von der Humanität und dem praktischen Sinn zur Zahlung verpflichtet. Mauseschwanz. 1. Leider nein. 2. Nein: es sind das nicht gesetzliche, unjrer Zeit das beste und wir werden sicher bald einen Baderaum sondern ortspolizeiliche Vorschriften. E. 2. 5. Sie find feineswegs Die Vertrauensperson der Genosfinnen Deutschlands, für unser Personal in den Neubauten eingerichtet bekommen." Ottilie Baader, veröffentlicht in der„ Gleichheit" einen Bericht über dazu verpflichtet, zu unterschreiben, daß Ihre Kinder katholisch erzogen werden Welche wahrhafte Menschenfreundlichkeit! Unterdes, bis ein follen, sondern haben Ihrerseits zu bestimmen, in welcher Religion die ihre bisherige Thätigkeit seit der Mainzer Konferenz. Daraus ist zu humaner Baumeister den guten Rat der edlen Dame beherzigt, ge- Kinder zu erziehen find. Das Anfinnen des Geistlichen lehnen Sie entnehmen, daß auf ihre Anregung seitdem in 25 Orten weibliche ftattet sie wohl unsern Mädchen", ihr eigenes gewiß auch recht ab. J. K. 1. Nein. 2. Ja. 3. Schwindsucht. 23. 3. 7. Miets: Vertrauenspersonen gewählt worden sind. Von einer inzwischen geluguriös und allen Anforderungen der Hygiene entsprechend aus Die im Verlag von Guttentag erschienene Ausgabe des Patentgesetzes ist verträge sind von 300 M. Jahresmiete ab stempelpflichtig. G. A. 50. wählten Kommission ist ein Flugblatt ausgearbeitet worden, das den gestattetes Badezimmer zu benutzen. Oder läßt sie bis dahin doch Arbeiterinnenschutz behandelt und in 53 Orten in 100 000 Exemplaren noch lieber ihr Effen von einem start transpirierenden ungewaschnen verbreitet wurde. Die Resolution, die die Forderungen für den Mädchen zubereiten? Arbeiterinnenschuß formuliert, ist in Form einer Petition sämtlichen Reichstagsabgeordneten zugestellt worden. Schluß 42 Uhr. Der erste dänische Arbeiterinnenkongreß wird vom 3. bis 4. März in Kopenhagen, Stömersgade 22, tagen. Er ist vom werden auch Vertreter solcher provinzialer Arbeiterinnenvereine zu Dänischen Arbeiterinnen- Verband" einberufen, doch gelassen, die noch nicht dieser Landesorganisation angehören. bay is sblad Eingegangene Druckschriften. gebung ist jedoch ein besonderes Studium erforderlich. brauchbar. Zum Erwerb der Kenntnisse der ausländischen GesezO D. Nein. 91. Ein Mann wird mit vollendetem Ein Mädchen wird mit vollendetem Der Bericht konstatiert gegen früher eine bedeutend regere Anteilnahme der Frauen an der Arbeiterbewegung. Außer sehr vielen einzelnen Versammlungen, in denen Frauen als Referenten thätig waren, haben mehrere Agitationstouren stattgefunden. So in Sachsen, in den Hamburger Kreisen und im Voigtland. Augenblicklich weilt eine Genoffin im Thüringer Wald, um in den elenden Centren der dortigen Spielwaren, Glasperlen und Griffelindustrie usw. das Werk der Aufklärung zu betreiben. Demnächst wird eine Genoffin unter den armen schlesischen Arbeitern und Arbeiterinnen agitieren. Der Mitarbeit in den Gewerkschaften ist seitens der Genossinnen eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet worden. Die rednerisch thätigen Genossinnen halten fleißig Vorträge, die den Gewerkschaften eine bedeutende Anzahl weiblicher Mitglieder zuführen. Braun und Klara Zettin: Weibliche Fabritinspettoren. Arbeitsbedingungen Sie müßten ziehen. 2. Robert 2. 1. Die Kündigung ist rechtsgültig; Weiter nehmen die Genossinnen, den gegebenen Auregungen entsprechend, soweit Zeit und Personen ausreichen, an Fabrik- und Werkstattfizungen teil, um in diesen Kleineren Kreisen die schwierige zu gewinnen und ihnen den Wert derselben klar zu machen. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns soeben die Nr. 5 des 11. Jahrgangs zu gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: An das werkthätige Bolt! An die Genoffinnen! Umfang und Bedingungen Erster Bierteljahrsbericht der Vertrauensperson der Genoffinnen Deutsch Aus der Bewegung. der gewerblichen Kinderarbeit. Von H. Fürth. Feuilleton: Multatuli. Von M. W. Notizenteil von Lily der Arbeiterinnen. Sociale Gesetzgebung. Genossenschaftsbewegung. Socialistische Frauenbewegung im Auslande. Frauenbewegung. lands. R. D. 10. Mit der Klage mußten Sie abgewiesen werden. Dem Arbeitgeber ist die Aufrechnung des Lohns gegen jegliche Gegenforderung Teil des Lohns darstellt. untersagt, nicht aber sie Anrechnung auf den Vorschuß, der ta felbſt einen der Eltern zur Eheschließung bedarf. 21. Lebensjahre volljährig und heiratsfähig, ohne daß er der Einwilligung 16. Jahre heiratsfähig und bedarf bis zum Ablauf des 21. Lebensjahrs der elterlichen beziehentlich vormundschaftlichen Einwilligung. Zum Aufgebot find die Geburtszeugnisse der Verlobten, die beglaubigte Einwilligung des Vaters der minderjährigen Braut beizubringen. Zweckmäßig ist die Vors zeigung der Militärpapiere. 5. Ja. 2. Y. Sie befinden sich im Recht. A. B., Gr. Lichterfelde. Wenden Sie sich an das Amtsgericht II, Hallesches Ufer 29/31, mit dem Antrag, den Gerichtsvollzieher anzuweisen, die Waschtoilette und einen verschließbaren Gegenstand freizugeben. Eine unentbehrlich und deshalb unpfändbar zu erachten find, hängt von dem weitergehende Beschwerde wäre nuglos; ob die bezeichneten Gegenstände als richterlichen Ermessen ab. Sie tönnten Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft am Kammergericht und sodann beim Justizminister einlegen. Zwecks Lose Wiederholungen rechtskräftig abgewiesener Strafanzeigen fönnen als Querulieren erachtet und mit Geldstrafe oder Gefängnis bestraft werden. Karl Regner. Nein: Sie können die Anfrage direft an das Gericht richten. Robert 100. Beider ist der Chef im Recht und könnten Sie Schadenss ment zu Gunsten Ihrer Schwestern machen oder können durch schriftliche, ersatzansprüche nicht geltend machen. G. R. 11. Sie könnten ein Testa notaviell beglaubigte, der Gesellschaft zu übermittelnde Anweisung auf einen Im Verlag von J. H. W. Diez Na ch f. ist soeben erschienen Heft 19 Arbeit zu betreiben, bie weiblichen Arbeiter für die Organisation und Familie, herausgegeben unter Mitwirkung von Merzten unb Bach: und 20 des Lieferungswerks: Gesundheitsschuk in Staat, Gemeinde gelehrten von Emanuel Wurm. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Verein der Plätterinnen in Charlottenburg beschloß Die Harnorgane und deren Erkrankungen. Die Geschlechtsorgane. in seiner Versammlung am 18. d. M., sich dem Berliner Verein der Schwangerschaft, Niederkunft und Wochenbett. Die Frauenkrankheiten. Wäsche und Kravattenbranche anzuschließen. Die Vereinigung wurde Die ansteckenden Geschlechtskrankheiten und die Prostitution. Die Teil der Lebensversicherung diesen Ihren Schwestern sicher stellen.. in bom Genossen Trucks vorgeschlagen, der einen Vortrag gehalten Infektionskrankheiten. Das Wert wird in Lieferungen von je 32 Seiten. 1. Nein, vielmehr strafbar. 2. Unter allen Umständen überschreitet ein hatte und dabei auf die geringere Leistungsfähigkeit des Charlotten- a 20 Bf. erscheinen und in 25 Heften komplett vorliegen. Bestellungen Fauftschlag ins Gesicht das Büchtigungsrecht. Dem Faftor, den Gefellen fowie burger Vereins hingewiesen hatte. Man hofft durch die Verschmelzung erscheint ein Heft. nehmen alle Buchhandlungen und Kolporteure entgegen. dem Sohn des Chefs steht keinerlei Züchtigungsrecht gegen den Lehrling Alle 14 Tage zu. R. B. 101. Nein. E. S. 1. Die einfache Kündigung genügt. mit dem Berliner Verein den Mitgliedern mehr bieten zu können. Zwar beträgt der Monatsbeitrag 40 Pf. und es wurde in der Debatte Jubiläumsgeschent. 2. In 2 Jahren nach Ablauf des Jahrs, in dem der Prozeß beendet war, Die vereinigte Maschinenbauer Gesellschaft von England. verjähren die Anwaltskosten. M. W. Bereits mehrmals beantwortet 1901. Festschrift, herausgegeben zum 50 jährigen auch darauf hingewiefen, daß dies den Mitgliedern zu viel sein Jubiläum des Verbands. möchte, doch leistet der Verein dafür in Krankheitsfällen auch einen Zuschuß von wöchentlich 3,50 Mark zum Krankengeld. Auch in agitatorischer Hinsicht hofft man von dem Anschluß Vorteile. Des= halb wurde trop verschiedener Einwendungen der Anschluß mit Mehrheit beschlossen. Briefkasten der Redaktion. Witterungsübersicht vom 26. Februar 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Swinembe Hamburg Berlin Frankf./M. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Eine Protest- Versammlung gegen die Kornzölle, die seitens schaftshauses übersandt. Lehmann. Ihre Beschwerde ist an die Geschäftsleitung des Gewerkder bürgerlichen Frauen einberufen war, tagte am Montag in Cohns P. 100. Die Auflösungen tönnen in unbegrenzter Anzahl erfolgen. 759 SO Saal. Die Versammlung war stark besucht, besonders auch von Liebknechts Wirken. Entgegennahme von Beiträgen wäre zuläffig, 757 WSW Di Die Frauen. Referentin, Fräulein Dr. Anita Augspurg, die von Ihnen beſchriebene Art der Sammlung night. 758 Otto H. 6. Der wvies zahlenmäßig nach, wie groß die Belastung der Konsumenten Wirt ist zur Rückgabe verpflichtet, Sie tönnten auf Zahlung flagen. 760 S 760SO durch die Zölle auf Lebensmittel ist. Sie wandte sich besonders an I. 23. 15. 1. Es fönnte Abſchub nach der Heimatsbehörde erfolgen: Sie die Frauen und forderte dieselben zum energischen Protest gegen die tönnten jedoch durch Aufnahme in den preußischen Staatsverband dem Begünstigung der agrarischen Forderungen gegen die Regierung straße 16, Heine Alt- Moabit 10 B, Heimann Kronenſtr. 8, Liebknecht Spanvorbeugen. 2. Es wohnt Fränft Anhaltstr. 6, Freudenthal Kommandanten auf. Pfarrer Naumann sprach als zweiter Referent. Die Ver- dauer Brüde 8, Reiche Krausenstr. 42. Reichstag. Reichstagskandidaten sammlung spendete den Referenten lebhaften Beifall und nahm eine werden von den betreffenden Wahlkreisen aufgestellt: so viel uns bekannt, München 763 Still Wien Wetter Stationen 2 bedeckt 3 Nebel 1 bedeckt 2voltig 2 wolfen! bedeckt -6 paparanda 750 MM 1 Betersburg 747 1 Cort 744 1 Aberdeen 747 -5 Baris 757 Wetter TA9BA 15° 6.= 4° 8.1 45lb.bed.- 15 4wolfent-- 12 15lb.bed. 1bedeckt 2bedeckt Wetter- Prognose für Mittwoch, den 27. Februar 1901. Beitweise nebelig, vielfach heiter, am Tage etwas wärmer, bet mäßigen südlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Betterbureau. III. Wahlkreis. Centralverband der Maurer etc. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß unser Genosse, der Malermeister [ 242/7 Julius Schröder, am Sonntagabend 9 Uhr infolge einer Operation gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 28 Februar, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs der Freireligiösen Gemeinde, BappelAllee, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Deutscher Zahlstelle Berlin II. Donnerstag, den 28. Februar er., abends 8 Uhr: General.Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15. ( Bahlstelle Berlin). Mittwoch, den 27. Februar cr., abends 8 Uhr: Branchenversammlung Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht des Vorstands und Neuwahl desselben, 2. Die Galanterie- und Luxusmöbel- Arbeiter bevorstehende Landestonferenz der Maurer der Provinz Brandenburg und Wahl der Delegierten zu derfelben. 3. Bericht und Neuwahl der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Um regen Besuch dieser Bersammlung ersucht Am Sonnabend, den 23. ds., starb nach furzer Krankheit unfre liebe Mitarbeiterin, Frau Buchbinder- Berband. Helene Petschler Zahlstelle Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unsre Kollegin, Frau Helene Petschler am 23. Februar verstorben ist.[ 23/17 Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mitt: woch, nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofs in der Prinzen- Allee aus statt. Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. ST Danksagung. Herzlichen Dant allen Freunden und geb. Schindler, im 26. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Mitt: moch, den 27. ds. Mts., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Elifabeth Kirchhofs in der Prinzen- Allee aus statt. = Das Personal der Buchdruckerei von H. S. Hermann. Deutscher Bekannten, besonders seinen werten Metallarbeiter- Verband. Kollegen und Vereinsgenossen, welche meinem lieben Mann, unsrem guten Bater die letzte Ehre erwiesen haben. Wwe. Auguste Bauer 28546] nebst Kindern. Todes- Anzeige. Montag, den 25. Februar, früh 1/4 Uhr verstarb an der Schwindsucht unser Mitglied, der Former Fritz Mühlbach. Ehre seinem Andenken! 2 den 28. Februar, nachmittags 4 Uhr, Die Beerdigung findet Donnerstag, on Trauerhause, Rirdorf, Ziethen 136/ 15* Die Verbandsleitung. Centralverband der Elektromonteure ( Sektion Berlin und Umgegend.) ( Tischler, Drechsler, Polierer und Maschinenarbeiter) " in den Admi ral- Hallen", Admiralstraße 38, am Rottbuser Thor. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Situation in der Branche und die Einführung der neuen Muster. Ganz besonders hierzu sind die Kollegen folgender Werkstätten hiermit eingeladen: Wegener, Fürstenstr. 3. Iacob, Ritterstr. 86. Rosenow, Ritterstr. 87. Görschner, Reichenbergerstr. 57. Es wird jedem in dieser Branche beschäftigten Kollegen dringend ans Heute, Mittwoch, abends 8/2 Uhr, im Lokal des Herrn Herz gelegt, in dieser Versammlung zu erscheinen. Bornstedt, Johannisstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen der Mitglieder unbedingt notwendig. 58/5 Der Vorstand. Partei- Speditionen: Goldsteins Zahn- Atelier nach wie vor Oranienffrake 123. Mittwoch, den 27. d., abends 1/9 Uhr, hält der prakt. Naturheilkundige Herr H. Müller: + Vortrag+ thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Gin Blick in den menschlichen Körper. Herren u. Damen haben Zutritt bei freiem Entree. Kurbad Magazinstr. 17.[ 28526 Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große Frankfurterstr. 133, of part. SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Rarl Anders, Salzwebeler im großen Saal der Boruffia- Säle, ftraße 8, part. in Laden. Wedding und Oranienburger Ackerstraße 6-7: Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiefenstraße 41/42. Gesund- Demonstration am lebensgroßen brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Rosenanatomischen Modell. Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Guftav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Miller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. Ni del, Augustastr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Belt, Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmeftr. 6. Rixdorf: Ostermann, Ertstr. 6.-Schöneberg: Bilb. Bäumter Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp.- Ober- Schöneweide: Nieder- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Friedrichstr. 39, I. Johannisthal: Paul Mann, KartWeber, Cigarrengeschäft. Adlershof: Emil Bollmann, Selchowstr. 14. Fünfte Fünfte Abänderung des Hierdurch unfren herzlichsten Dant für die uns so wohlthuende Teilnahme Statuts der Orts Krankenkaffe der Handschuhmacher bei der Beerdigung meines lieben Manns, unjres guten Baters, be Köpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. und verw. Gewerbe zu Berlin. Art. 1.§ 13 und§ 16 des Statuts sonders dem Personal der Englischen traße 65, aus nach dem Gemeinde: Friedenau- Steglitz: S. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. wird dahin abgeändert, daß an den Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8. vorkommenden Stellen statt 26 Wochen Gasmesser- Fabrik und der Direttion und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Ernststr. für die reichen Kranzspenden. nebst Kindern. Kirchhof statt. 112/7 Die Ortsverwaltung. Rixdorf. Am 25. Februar cr. verstarb unser Albertstr. 5 a. Wwe. Frieda Graszynski Socialdemokrat. Wahlverein Stoa, Gruftr. 2 II. Neu- Weissensee: Seinrid Bag: 39 Wochen zu jesen ist. mann, Lehderstr. 1, part. lints. Rummelsburg: Forgbert, Prinz mit dem Tage der behördlichen GeArt. 2. Diese Abänderung tritt Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen nehmigung in Kraft. Berlin, den 25. November 1900. Der Vorstand. Hermann Hinz, Borsigender. 8717. Gew. II. 01. J.-No. 10 578. Gew. II. 00. Genehmigt. Berlin, den 1. Februar 1901. Cigarren v. 2 M. an p. 100 St. Mitglied in allen Preislagen Garantie für reelle und gute Ware, nicht fonven. wird zurückgenommen. Cigaretten p. 100 St. v. 50 Bf. bis 3 M Versand p. Nachnahme b. 300 St. frco. Th. Förster, Cigarren Import und Versand. Um rege Beteiligung ersucht Liegnitz.[ 7540* 232/5 Fritz Mühlbach, Biethenstr. 65. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. Februar, Werle dort zu haben. Auch werden Inserate für den„ Vorwärts" entgegengenommen. nachmittags 4 lige, vom Trauerhaus Zähne 2 M., Der Vorstand. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzl. Zahnzlehen Siber. 8709* ardinen Specialhaus. Berlin S., 158. Emil Lefèvre Drantenstr. Wunderbare Neuheiten, Gardinen, Stores, Vitrages in Secession- u. Jugendstil. Katalog ca. 450 Jalust. gratis u. franco. Reste von 2-6 Fenster spottbillig. Mein Gardinen- Apparat patent. ermöglicht in 5 Min. Besichtigung von ca. 300 Original- Mustern. Kreide- Portrait. In den stillen Monaten Februat bis April liefere ich für 3.50 M., 35X45 cm, ohne Nahmenzwang. Aehnlichkeit garantiert. Vorlage 2574b* 33 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentlich Der Bezirksausschuß. Abteilung II. Photographie. 21 M. Alfred Apenburg, Invalidenstrasse 33, Nähe Stettiner Bahnh. Spr. 9-7. Reparat. sofort.[* II C 6./1. 01. 28506 C. Jensch, Atelier, Kövnickerstr. 112. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 27. februar. Opernhaus. Bajazzi. Die roten Schuhe. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Anfang 7 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. 8 Uhr. Rosmersholm. Anfang Deutsches. Nosenmontag. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 7 1hr. Berliner. Ueber unsre Kraft. II. An fang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Chemänner. Anfang 71% Uhr. Menes. Gefaufte Liebe. Anfang 712 Uhr. Westen. Gastspiel Méaly. La Demoiselle de chez Maxim. Anfang 7 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Luisen. Hamlet. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 71 Uhr. Carl Weiß. Die Goldgräber von Kalifornien. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Tausend und eine Nacht. Belle Alliance. Der Leibalte. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Rosmersholm. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henril Jbsen. Deutsch von A. Zint. Donnerstagabend 8 Uhr:: Der Retter. Freitagabend 8 Uhr: Rosmersholm. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: Thalia Theater Dresdenerstr. 72. de Deutsche Seute und folgende Tage: Konzerthallen Amor von Heute. Gr. Ausstattungspofse m. Gef. u. Tanz. Gerren: Thomas, Thielscher, Helmer: ding, Junkermann, Paulmüller. Aus dem Tagebuch der Erde. Damen: Milton, Milani, Boje, Im Hörsaal: Geh. Baurat Dr. Meydenbauer: Befestigungsbauten des Mittelalters. Invalidenstr. Wannovius. Anfang 71/2 Uhr. Central Theater. Tagl. Sternwarte. Bockanstich Mit vollständig neuer Ausstattung an Deforationen und Kostümen. Bum 585. Male: CASTANS Die Geisha. PANOPTICUM Mimosa: Mia Werber. Morgen 1. folgende Tage: Die Geisha. Sonnabend, 2. März, zum 1. Male: San Toy. Chinesische Operette in 2 Aften von Sidney Jones. Gastspiel Miß Mary Halton. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Letzte Woche des Riesen Februar- Programms. 81/2 hr. Präcise! 82 Uhr. Bummelfrihe. Große Posse mit Gesang in 3 Aften. Donnerstag, den 28. Februar cr.: Benefiz für die beliebte Soubrette Helene Voss. Neu! Neu! Zum 1. Male: Die beiden Wenzel. Schwant in 1 Aft von Felsch. Anfang: Wochent. 72, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Freitag, den 1. März 1901, bereitung aus. Eine tolle Nacht. Anfang 7/2 Uhr. fällt die Vorstellung wegen VorApollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 71 Uhr. Nachin. 4 Uhr: Zaubervorstellung von Ben Ali- Bey. Palast. Specialitäten Borstellung. Bummelfrize. Anfang 7 1hr. Reichshallen. Stettiner Sanger. Anfang 8 Uhr. Pajjage Theater.„ D"-Borstellung. Rosendienstag. Anfang nachu. 3 Uhr. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittag 4 Uhr: Kindervorstellung. Kleine Preise. Tausend und eine Nacht. Abends S Uhr: Die Ein RiesenNeu! Neu! Neu! GORILLA aus Yaunde, Hinterland von Kamerun erlegt von einem Deutschen, die grösste zoologische Sehenswürdigkeit des neuen Jahrhunderts. Konzertkapelle la Zarina. Der Germanensaal. Passage- Theater Vorletzter Tag des Februar- Programms Die 4 Schwestern Tua in ihrer Neuheit ,, RingelreiaUebertanz". Hanny Luxa die famose TyrolienneExcentrique. 17 erstklassige Nummern 17. Zum mehr wie 50. Male: Rosendienstag. Feldwebel- Tragödie in 1 Akt. Goldgräber von Kalifornien. Metropol- Theater. Pattage: Panoptikum. Speciali. Goldgräber von Kalifornien. täten Borstellung. Die zwölf unverbrennbaren Fafire. Irania. Taubenstr. 48/19.( Im Theateriaal) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Im Hörsaal: Geh. Baurat Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Das Modell. Sonnabendnachmitt. 4 Uhr: Kinderborstellung. May und Moritz. 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Français Leçons 0,75. Professeur Parisien Pommeret, Breitestr. 19. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin. V Mr. 49. 18. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 27. februar 1901. Lokales. Durch das, was er nicht enthält, fällt der in diesen Tagen herausgegebene Geschäftsbericht der Großen Berliner Straßenbahn auf. In langer Eintönigkeit sind in dem Heft Zahlen um Zahlen aneinandergereiht und allerhand trodne Mitteilungen über Betriebseinrichtungen aufgestapelt. Aus diesen Mitteilungen kann der Statistiker gewiß manche beachtenswerte Schlußfolgerung ziehen, aber am merkwürdigsten macht fich der Bericht dadurch, daß er über ein doch wahrlich auch für die Straßenbahn- Direktion und die Affionäre nicht ganz unwichtiges Ereignis, nämlich über den im Mai unternommenen Ansstand der Angestellten auch nicht die Spur einer Mitteilung bringt. Kein Wort über den im Leben der Reichshauptstadt überhaupt vielleicht bedeutsamsten Vorgang des verflossenen Jahrs, kein Wort über die Haltung der Behörden und des Publikums in den denkwürdigen Maitagen, fein Wort felbstverständlich über die Niedertracht, mit der sich die Direktion Eindruck des Streits eingegangenen Verpflichtungen später zu entziehen suchte. Der Aktionär, der sich einzig aus dem Geschäftsbericht über die Handlungen der Direktion unterrichten wollte, stände vor einem Rätsel und müßte von den doch sonst der Profitwut so einwandfrei ergebenen Herren glauben, daß sie mit Humanität, Arbeiterfreundlichkeit, socialreformatorischen Ideen und andren mammons feindlichen Uebeln belastet und daher ihrem Posten nicht mehr gewachsen seien. den unter dem • " Sie bei den früheren Ausstellungen meist goldene Medaillen Müller in der Hussitenstraße einen Einbruch, bei dem ihnen Die Sore" erhielten, würde Ihnen eine solche auch jezt noch nachträglich ver- Uhren, Ringe und andre Goldsachen zufielen. brachten fie zun Teil liehen werden können, und goldene Medaille" bleibt goldene( Beute) Zu dem Water des BeMedaille", gleichviel welche Ausstellung fie verleiht; eine tabelt stohlenen, dem Pfandleiher Müller in der Elsasserstraße in Versatz. natürlich in gehässiger Weise die andrre, denn der Neid führt leider Dadurch sollten sie der Kriminalpolizei wieder in die Hände fallen. oft noch das Scepter in der Welt! Um einen wirklich ansprechenden Es dauerte nicht lange, bis der Sohn sich beim Vater einfand, um Medaillenkopf für Briefe, Nechnungen, Preislisten, Cirkulare, Geschäfts- ihm von dem Einbruch Mitteilung zu machen. Groß war sein Ertarten 2c. zu haben, muß man erst dupendweise Medaillen besigen, staunen, als er seine Uhren in dem väterlichen Geschäft wieder da eine oder mehrene Medaillentlichés heut schon zu ärmlich aus- erkannte. Die angegebenen Namen varen awar falja, sehen, und damit man solche unter Glas und Rahmen auch auf Aus- aber der Vater konnte bei der Anzeige der Polizei eine Eine stellungen oder im Schaufenster repräsentieren kann. Selbst so genaue Personalbeschreibung liefern, daß beide redend muß die einzusendende Ware vorzüglich sein. Es ist ja brecher schon nach einigen Stunden eingefangen waren. Außerdem nur erforderlich, daß Sie wenigstens den Preis für einen Quadrat gelang die Verhaftung des noch unbestraften Arbeiters Boigt, der meter Raum nachbezahlen. Billiger und bequemer können Sie den Einbruch ausbaldowert und den beiden Verbrechern als Hehler nie wieder prämiiert werden. Den Betrag für die Medaille können gedient hatte. Bei ihm konnten die noch nicht verpfändeten Waren Sie gleich beifügen und wird Ihnen dann solche sofort nebst dem mit Beschlag belegt werden. init Otto und Dietrich gestanden sofort Diplom im Original zugesandt werden. 1996 unter Lächeln ein, daß sie unter dem„ seltenen Namen Müller" in 0001 Nota: Niedrigster Plaz mit 30, M. sionis eine Falle gelockt worden seien, und daß ihnen ein derartiger Fall Goldene Medaille 20, pihrer langjährigen Thätigkeit noch nicht vorgekommen sei. Zusammen 50, M. fügten sich willig in die Untersuchungshaft. Das Einbrechergewerbe welchen Betrag Sie an Herrn C. Fröbrodt, Berlin O., Peters hat auch so meinten sie seine humoristischen Seiten. burgerstraße 89( nach dem Adreßzbuch wohnt in diesem Hause Zwischen zwei Straßenbahn- Wagen geklemmt und voll4 Treppen eine Beamtenwitive Fröbrodt) per Boſtamweisung eine ständig zertrümmert wurde am Montagabend vor 8 Uhr gegen zusenden hätten, oder uns zu beauftragen, den Betrag nachzu über dem„ Roten Schloß" eine Droschte erster Klasse( Nr. 6783). nehmen. Sie stehen auch in den Nachtragslisten der Kataloge Die Droschte kreuzte, in der Richtung vom Schloßplak nach der unserer beiden anderen bisherigen Ausstellungen in Bremen 1895 Schleusenbrüde fahrend, die Straßenbahn- Geleise, wurde dabei von und in Düsseldorf 1896 und könnten auf Wunsch auch dafür noch einem hinter ihr in derselben Richtung fahrenden Straßenbahna nachträglich gleich prämiiert werden zu denselben Bedingungen, so daß Sie drei goldene Medaillen bekommen würden 2c. 2c." Wagen( Nr. 1593 der Linie Schlesischer Bahnhof- Charlottenburger einer Anwendung des Groben Unfugparagraphen gegenüber diesem Wagen( Nr. 1959 derselben Linie) geschleudert, so daß sie zwischen Frecher kann man wohl den Schwindel nicht treiben; aber von Amtsgericht) erfaßt, eine Strecke mit fortgeschleift und gegen einen von der Schleusenbrücke herkommenden Straßenbahns Keine Andeutung darüber, daß die Direktion zu einer kleinen Treiben hat man nichts gehört. 0 s) beiden Wagen förmlich zerquetscht wurde. Kutscher und Pferd blieben Gehaltsaufbefferung, um die später die Angestellten zum Teil wieder Zur Errichtung eines Findelhaufes hat der am 29. Geptember merkivilvdigerweise unverlegt; ein Fahrgast befand sich nicht in der bemogelt werden sollten, und zu einer wenn auch eigentlich nur auf 1898 verstorbene Rentier und frühere Getreidehändler Julius Müller Droschte. Die Trümmer der Droschte saßen so fest zwischen den dem Papier stehenden Verkürzung der Arbeitszeit auf zehn Stunden dem Magistrat zu Berlin feinen Nachlaß testamentarisch vermacht. Straßenbahnwagen, daß eine volle Biertelstunde verging, ehe die erst fam, als ihr das Messer an der Keble faß und sie den Der Wert des Nachlasses, zu dem auch zwei außerhalb Berlins, in Geleise frei wurden und die Straßenbahnwagen, die verhältnismäßig Unwillen der Gesamtbevölkerung Berlins in ihre Friedrichshagen und Lichterfelde belegene Grundstücke gehören, beträgt wenig beschädigt waren, ihre Fahrt fortsetzen konnten. Went die Kaltulationen einbeziehen mußte. Dann wird im Geschäftsbericht ca. 225 000 m. Der Stifter hat jedoch erklärt, daß die testamen Schuld an dem Unfall trifft, darüber waren die Augenzeugen verweiter mitgeteilt: tarische Bestimmung nicht bindend sein soll, wenn zweckmäßigere An- fchiedener Meinung; der Fahrer der Straßenbahu behauptet, recht„ Am 1. Juli 1900 wurde auf Grund des mit dem Magistrat ordnungen getroffen werden können. Der Magiftrat hat be- zeitig geläutet und gebremst zu haben. Der Droschkentutscher, ein der Stadtgemeinde vereinbarten Statuts die Ruhegehalts- fchlossen, diese Stiftung mit der bereits bestehenden Schmidt- leiner Fuhrherr, fuhr feinen eignen und einzigen Wagen, dessen Vertaffe eingerichtet und dadurch ein weiterer(!) jegens Gullisch Stiftung" zu verbinden. 8wed biefer Stiftung ist, luft er mun gu beklagen hat. reicher Schritt für die Altersversorgung unsrer Angestellten in ein getrennt von der öffentlichen Armenpflege zu errichtendes Haus Dienstagvormittag 11 Uhr wurde in der Aderstraße ein gethan." in erster Linie aufgefundene, d. h. solche Kinder, deren Eltern un: unbekannter Mann von einem Straßenbahn- Wagen überfahren Auch hier kein Wort davon, daß die Direktion erst nach Hängen bekannt und nicht zu ermitteln sind, aufzunehmen, zu verpflegen und und sofort getötet. Dem Unglüdlichen war der Brusttasten völlig und Würgen und nach den gewagtesten Versuchen, sich um die Er- zu erziehen. Aber auch andre in oder außer der Ehe geborene zerquetscht worden. füllung der ihr abgezwungenen Pflichten herumzudrücken, Kinder sollen aufgenommen werden, deren Eltern zwar bekannt, fich widerwillig zu der Gründung jenter Ruhegehaltstasse kam, deren Ein- aber in Strankenhäusern befinden, ausgewandert oder auch sonst nicht richtungen derart sind, daß sie die doch wahrlich nicht verwöhnten zu ermitteln sind. Ferner sollen auch solche Kinder Aufnahme finden, Angestellten bitter enttäuscht haben. deren Mütter die Aufnahme ausdrücklich nachsuchen. Da wird den Aktionären die Botschaft verkündet, daß die Erhöhung der Betriebsausgaben ihre Ursache vornehmlich in der allgemeinen erheblichen Aufbefferung der Dienstbezüge und in der Verkürzung der Dienstzeit" finde, zu der fich die Direktion im Berichtsjahre entschlossen habe. D Der Herr Rendant! Auf frischer That ertappt wurde am Montagabend ein Betrüger, der seit einiger Zeit die Befizer von Apotheken brandschatte. Es ist der 28 Jahre alte obdachlose Stepper Felix Erhardt, der aus Unlust zu irgendwelcher Thätigkeit sich seinen Am tollsten aber macht sich diese Stelle des Geschäftsberichts: " Im Juli des Berichtsjahrs haben die Bediensteten unter Das Freigepäck der Schiffer. Eine für die fchiffahrt Blau, leichter zu Geld zu kommen, ausgedacht hatte. Er besuchte Billigung und Unterstügung der Direktion einen Verein gebildet, treibende Bevölkerung höchst willkommene Anordnung hat unter Mißbrauch des Namens und unter Annahme des Amts eines um unter seinen Mitgliedern das Gefühl der Zusammen soeben der Regierungspräsident in Potsdam getroffen. Bisher war Rendanten der Schuhmacherkasse Apotheken und gab dort Rezepte gehörigkeit zu fördern. Der Verein zählte am Ende des es den Schiffern, sobald sie mit leeren Fahrzeugen auf den Flüffen und zur Herstellung von Heilmitteln ab. Während dies geschah, fiel ihm Kanälen fuhren, gestattet, an Kohlen, Holz, Kartoffelu 2c. zum Selbst ein, daß er noch eine Besorgung zu erledigen, dazu aber nicht ausreichende Berichtsjahrs bereits 3100 Mitglieder und iſt in ſteter Subedarf bis zu 6 Gentner mitzuführen, für die Schiffahrtsabgaben Wittel bei sich habe. Auf seine Bitten wurden ihm dann je 5 M. nahme begriffen, zumal er feinen Mitgliedern durch Schaffung von Wohlfahrtseinrichtungen als: einer Unterstügungskasse der nicht entrichtet zu werden brauchten. Häufig befigen die Schiffer gewährt. Natürlich ließ sich der Herr Rendant dann nicht mehr Witwen und Waifen verstorbener Vereinsmitglieder, einer Darlehns. aber mehr solcher Vorräte an Bord, und für das Uebergewicht bliden. Solcher Fälle waren sieben zur polizeilichen Anzeige Er hat tasse und eines Einkaufsfonds für den Bareinkauf größerer mußten fie Abgaben an den 8ollschleusen entrichten. Hierüber haben gekommen, als der Schwindler gestern abgefaßt wurde. Wirtschaftsgegenstände auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Die die Schiffer oft Klage geführt. Runmehr ist angeordnet worden, nicht nur diese fieben Betrügereien, fondern auch noch mehrere Direktion wendet diesen Bestrebungen lebhaftes Interesse daß die Schiffer bis zu 20 Centner can Gegenständen der bezeichneten andre, die noch nicht zur Kenntnis der Behörde gelangt waren, reumütig eingestanden und wurde dem Untersuchungsgefängnis eine zu und hat sich die Förderung der Vereinszwede auch Art abgabenfrei an Bord haben dürfen. durch mehrfache Zuwendungen angedeihen lassen." Ein Mikgriff eines Polizei- Agenten. Im Reinetschen geliefert. Man dente, die Direttion organisiert jest ihre Schantlokal, Weberstr. 36, erschien am 18. d. M. abends der Polizei- Der zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte ehemalige KrimiAngestellten! Sie, die früher, bevor die Kreatur fich Agent Künzel, der turz vorher mit einigen Gästen des Lotals fich nalkommissar Thiel ist zur Berbüßung feiner Strafe nach der Straf durch den Streil ein Stüd Menschenrecht erfämpft hatte, jeden rüd- unterhalten hatte, mit einem Schuhmann, den er erfuchte, einen der anstalt in der Lehrterstraße übergeführt worden. Dem Vernehmen fichtslos aufs Pflaster warf, dessen Organisationszugehörigkeit aus- Gäste, den Tischler Weißleder zu verhaften. Dem Schußmann muß nach wird er daselbst mit schriftlichen Arbeiten beschäftigt. spioniert werden konnte! die Sache wohl bedenklich vorgekommen sein, denn er fragte den Es handelt sich hier natürlich um den berühmten Ascherverein", Künzel, ob er sich nicht etwa irre. Dieser aber erklärte, er ſei Erhängt und verbrannt hat sich in der letzten Nacht gegen den die Direktion gegründet hat, um 8 wietracht in die Reihen feiner Sache sicher und auf seine Verantwortung solle der Schutz- 4 Uhr eine Greifin, die 68 Jahre alte Almofenempfängerin Mathilde der Angestellten zu säen und diese dem Verband der Handels- mann den Tischler W. nur zur Wache bringen. Zu einem Gast, der Mai, geborne Klatte, aus der Gartenstraße 19. Sie hatte daselbst und Transportarbeiter, dem die Mai Erfolge au an den Polizei- Agenten die Frage nach der Ursache der Verhaftung feit dem Monat Auguft v. 3. eine Stube vom Wirt abgemietet, verdanken sind, wieder abspenstig zu machen. richtete, fagte Stingel:„ Er hat gestohlen!" Obgleich Weißleder fich tonnte aber nachts nicht schlafen und störte die Nachbarschaft durch Eigentlich müßte in der zum 1. März einberufenen General auf dem Revierbureau" legitimieren tonnte, und ein daselbst an Unruhe, ja auch durch Hilferufe, die sie infolge plötzlicher Eine versammlung ein Aktionär sich den Spaß machen und an die wefender Schußmann erklärte, daß er den W., der ein Landsmann bildungen ausstieß. Deswegen follte sie nach einem Hospital ges Direktion die Anfrage richten, wie fie dazu kommt, die anfgezählten von ihm sei, genau fenne, behauptete der Polizei Agent, der bracht werden, wo fie auch beffere Pflege und fortgefeyte Aufsicht Konzeffionen an die Angestellten als freiwillig, aus eigner Ent Arrestant sich den Namen Weißleder unrechtmäßiger gehabt haben würde. Dem aber widersetzte sich die Alte mit aller schließung gegebene hinzustellen, wie sie es verantworten fann, in weise bei, und er bestand darauf, daß der Verhaftete Gewalt. Nun wurde sie darauf hingewiesen, daß sie, wenn sie nicht ihrem Bericht Neuerungen zu rühmen, die von ihr sehr wider dem Polizeipräsidium eingeliefert werde." W. wurde denn auch Stube halte und die Störungen unterlasse, die Wohnung räument Willen eingeführt wurden, die ihr verhaßt sein müssen, weil sie der in derselben Nacht mit dem grünen Wagen von der Revierwache müiffe. Das beschäftigte nun die Gedanken der Greifin, und fie be nur auf möglichst rohe und rücksichtslose Ausnutzung nach dem Polizeipräsidium transportirt und am Vormittag des Schloß, sich zu töten, um einer Kündigung der Wohnung zu entgehen. eingeschalteten Tendenz des Betriebs schnurstracks zuwider folgenden Tags mehrfach vernommen. Hier hatte sich inzwischen Dazu breitete fie die Hobelspäne, die sie in ihrer Lagerstätte laufen. herausgestellt, daß W. das Opfer einer Verwechselung durch den benugt hatte, auf dem Fußboden aus und entzündete sie in Bolizei- Agenten Klingel geworden war. Die Polizei sucht nämlich der Nacht. Als das Feuer weit genug vorgeschritten war, um Künzel Der Medaillenschwindel auf Ausstellungen. Auf den Unfug, einen des Diebstahls verdächtigen Franzosen. Trotzdem Weißleder nicht mehr erlöschen zu können, erhängte sich Frau Mai an ihrer der auf landwirtschaftlichen, Kochkunst, Sport und ähnlichen Aus- korrektes, fließendes Deutsch im Thüringer Dialekt spricht, hatte ihn Eingangsthür, um mit zu verbrennen. Ihre Absicht hat fie auch stellungen mit dem Verteilen von Medaillen und Diplomen getrieben der Polizei- Agent für den gesuchten Franzosen gehalten. Der letztere zum Teil erreicht. Erst als der Fußboden des Zimmers durchwird, ist in der Presse schon öfter hingewiesen worden. Wenn hier ist auch von einem andren Beamten aufgefunden und gleichzeitig gebrannt war, und die unter der Alten wohnenden Leute den Brand bei auch meist Unternehmer gefchröpft werden, so ist es doch für die mit Weigleder auf dem Polizeipräsidium eingeliefert worden. wahrnahmen, wurden Polizei und Feuerwehr benachrichtigt. Diese Arbeiter nüglich, zu erfahren, wie die Medaillen erworben Diesem Umstande ist es vielleicht allein zu verdanken, daß Weißleder, erbrach den Eingang und fand die Bewohnerin des Zimmers tot wurden, durch die ihnen viele Waren zum Kauf angepriesen nachdem er gegen 12 Stunden seiner Freiheit beraubt war, wieder und mit angebranntem Körper vor. Nachdem das Feuer bald gewerden, von denen manche das dafür bezahlte fauer verdiente Geld entlassen wurde. Als W. im Begriff war, die Räume des Polizei- löscht war, wurde die Leiche der Selbstmörderin und Brandstifterin nicht wert sind. Schon die Ausstellungskomitees ziehen aus der präsidiums zu verlassen, trat Künzel an ihn heran, gab zu, daß er nach dem Schauhaufe gebracht. Verteilung von Medaillen und Diplomen recht erhebliche Einnahmen, fich geirrt hatte und bot dem W. 2 M. als Entschädigung für Zeit Schwer verunglückt ist durch Ueberfahrenwerden die 62 Jahre da die Medaillen 2c. gekauft und gut bezahlt werden müssen. versäumnis an. W. lehnte das Geld ab. Er hat später eine Straf Stettin 1898" wurden z. B. 85 Proz. der Aussteller, auf der„ Al- Gutscheidung der zuständigen Stelle über die Anzeige steht noch aus. einem Wagen der Firma Knoop und Söhne ungestoßen und die Auf der Allgemeinen Ausstellung für Nahrungsmittel in anzeige wegen Freiheitsberaubung gegen Künzel eingereicht. Die alte Friseurin Luife Sachse aus der Linienstraße 109. Beim Ueberschreiten des Fahrdammes wurde sie am Dienstagnachmittag von gemeinen Ausstellung für Haus und Küche in Frankfurt a. O. 1899" Nachdem der Mordprozeß Neumann- Bober, wie ja zu er Räder gingen ihr über den Körper, da der Kutscher sein Gespann 96 Broz, auf der Allgemeinen Ausstellung für Erfindungen und Neuheiten in München 1895" und auf der Exposition inter- warten gewesen, mit einem freisprechenden Urteil beendigt ist, steht nicht zum Stehen bringen konnte. Außer Brüchen beider Beine trug nationale du Progrès à Paris" fogar sämtliche Aussteller die hiesige Kriminalpolizei vor einer nenen schwierigen Aufgabe. fie durch Huftritte Verlegungen im Gesicht und in Junern davon. Es gilt nunmehr, nach nahezu elf Monaten seit der Ermordung der prämiiert. Befördert wird der Medaillenschwindel besonders Medenwaldt, neue Spuren aufzusuchen, die eventuell zur Ermittelung Ein trübes Familienbild wird mit dem Selbstmord des burch die Bulaffung von sogenannten Stollettivausstellungen", bes thäters führen können. Diese Aufgabe ist um so schwerer, als 82 Jahre alten Arbeiters Alexander Reg aus der Pappel- Affee 106 für die gewöhnlich ein Baragraph im Brogramm für die Prämiierungen die Kriminalpolizei, während die Untersuchung gegen Neumann bekannt. Bor furzer Zeit hatte die 11 Jahre alte Tochter Wally der zugeschnitten ist. Diese Kollettivausstellungen" werden von Agenten schwebte, die Möglichkeit der Unschuld desselben im Auge hatte und Regschen Eheleute der Mutter mitgeteilt, daß der Vater ein Ver brechen an ihr verübt habe. Das wurde angezeigt und führte am arrangiert, die namentlich Brauereien, Liqueurfabrikanten und Mot- demgemäß auch andre Spuren schon während dieser Zeit aufgriff. tereien zur Ausstellung animieren, und die den Zweck verfolgen, Seitens der Verteidigung war in dem Prozeß gegen Neumann Freitag zur Verhaftung des Fabritarbeiters Reg. Er bestritt bei der diesen Firmen gegen ein vereinbartes Honorar Medaillen zu verschaffen. Wer sich aber noch nicht entschlossen hat, seinen Fabrikaten barauf hingewiesen worden, daß der Mord in der Birken Bernehmung jede Schuld, die Tochter hielt dagegen ihre Behauptung straße auch von einer Frau berübt worden sein kann. Hierzu aufrecht und N. wurde in Untersuchungshaft abgeführt. Im Ge auf solchen Ausstellungen respektive Kollettivausstellungen eine wird uns von gut informierter Seite mitgeteilt, daß die Kriminal fängnis mum bat Neg sich in der lezten Nacht erhängt und damit Preisverteilung" seine Medaille erhalten, nämlich durch die polizei eine derartige Möglichkeit von Anfang an ins Auge gefaßt einer weiteren Verfolgung der Angelegenheit ein Ende bereitet. hatte. Eine sorgfältige Prüfung der Begleitumstände bei dem Städtische höhere Webeschule. Die Tagesabteilungen für Einrichtung der sogenannten„ Nachprüfungen". Wie schamlos solche Kapitalberbrechen habe jedoch dazu geführt, daß diese Annahme Weberei, Musterzeichnen, Wirterei, Bosamentiererei, Kurbelstiderei Einrichtungen ins Leben gerufen werden, geht aus folgendem, bon mehr oder minder bei den Verfolgungen außer acht ge- und Färberei beginnen ihre neuen Kurse für das Sommersemester Herrn Dr. Neumann in Stettin in der Landwirtschaftl. Preffe" lassen wurde. Abgesehen davon, daß gegen die ausgesprochene An- am Montag, den 15. April, während der Unterricht der Abend- und mitgeteilten Cirkular hervor, das der„ Centralverband internationalernahme die Thatsache spricht, daß eine Frau schwerlich ihrem Opfer Sonntagsabteilung für Weber und Wirter, Musterzeichner, Färber, Aussteller" am 15. September 1899 versandte. vierzig Wunden beigebracht hätte, ist auch hervorzuheben, daß als Bosamentierer und Sturbelsticker bereits am Sonntag, den 14. April, " Sehr geehrter Herr! Sie stehen in der Liste der Inter Wordwaffe außer einem Hammer ein scharfes Stemmeisen gedient beginnt. Nähere Auskunft erteilt der Direktor der Anstalt, Professor nationalen Breistonkurrenz und Ausstellung hat. Diese Waffe, welche erfahrungsgemäß eine Frau nie benut, Gürtler, Martusstr. 40. für die Nahrungsmittel Industrie und Er war von dem Mörder am Thatort zurückgelaffen. Der Fund des findungen aller Art zu Berlin 1896" als Aussteller Gisens verstärkt ganz besonders die Ammahme, daß der Mörder ein Eine größere Anzahl Beitrags- resp. Unterstügungsvon dem damaligen Komitee eingetragen. Auf Grund hiervon Gelegenheits- reip. Slingeldieb ist. Auch die an den Frühstücksbeuteln marken vom Verband aller in der Textil- Industrie beschäftigten find Sie berechtigt, eine Nachprüfung zu beantragen, wenn Sie vorgefundenen Blutspuren rühren dem Anschein nach von einer Arbeiter und Arbeiterinnen find im Humboldthain gefunden worden. hierzu die Bedingungen erfüllen und zunächst eine kleine Probe Männerhand her. Der Verlierer fann fich bei. Neft, Georgenkirchstr. 47, I, melben. einer Sorte per Postkolli an uns einsenden würden, um dann alles weitere zu veranlassen. Wir haben dazu Auftrag von dem Der Name ,, Müller" ist für zwei geriebene Zuchthäusler ber Orgel- Konzert. Am Donnerstag von 7-8 Uhr veranstaltet früheren Komitee, das aus dem Kreise unsrer Mitglieder gebildet hängnisvoll gewefen. Am Sonntag früh um 4/2 Uhr berübten die Organist Bernh. Irrgang in der Heilig Kreuz kirche war, dessen und zugleich unsrer früherer Borsigender Herr Major Buchthäusler Frizz Otto und Karl Dietrich, die schon je zwanzig( Hallesches Thor) das nächste Kirchentonzert unter Mitwirkung von Steiner verstorben ist. Da Ihre Erzeugnisse, die wir Jahre Gefängnisluft geatmet hatten und erst seit dem letzten Freitag Frl. Marg. Sabrecht( Sopran), Frl. Emmy Nintelen( Alt) und übrigens schon bei andren Ausstellungen mitgeprüft haben, in Sonnenburg auf freien Fuß gesezt waren, bei dem Trödler Frau Marie Rodemann- Nielsen( Cello). Der Eintritt ist frei, Medaille zu erwerben, der fann noch nach auch der R Sonntag und Montag nächster Woche wird Herr Astronom R. Graff um 125 994 m.( gegen 62 414 M. im laufenden Jahre) eingestellt sich die Einladung auf Einladung in der„ Volksstimme" Aus den Nachbarorten. " Und wenn die Auf der Sternwarte der ,, Urania" in der Jnvalidenstraße wird nicht vorgenommen, sondern soll das Resultat dieser Beratung ab- den Mitgliedern. Die Staatsanwaltschaft berufe fich ferner darauf. fortan von Anbruch der Dunkelheit an der Mars und der neue Stern im gewartet werden. daß das Fest nicht nur in der Holzarbeiter- Zeitung", sondern auch Perseus unter wissenschaftlicher Führung beobachtet werden. Ganz besonders Der Beitrag der Stadt Schöneberg zu den Kosten der hiesigen in der Boltsstimme" angezeigt worden sei. Dadurch werde indessen sei darauf hingewiesen, daß im großen Refraktor auch das interessante töniglichen Polizei- Verwaltung ist für 1901 mit das Fest noch nicht zu einem öffentlichen, wenn, wie hier, Spektrum des so plötzlich aufgeflammten Gestirns eingestellt wird. Am einen bestimmten Personenfreis be= 1/28 Uhr abends auf der Sternwarte über das Wesen der neuen Sterne und worden, so daß die Stadt 63 579 M. mehr im nächsten Jahr bei- schränkt. über den Mars und seine diesjährige Opposition sprechen. Beide Vorträge zutragen hat. Bu diesem für uns ja hocherfreulichen die Mitglieder der umliegenden Zahlstellen" mit umfasse, so sei der werden durch Lichtbilder erläutert. Resultat(?) gab man folgende interessante Erläuterung: Der Kreis der Eingeladenen doch immer noch ein beschränkter geblieben. für 1900 von der Stadt zu zahlende Beitrag ist vom Oberpräsidenten Da nach alledem die Lustbarkeit nicht den Charakter einer öffentlichen auf 58 859 M. festgesezt und wie folgt berechnet worden. Der Bei- hatte, sei der nicht genehmigte Betrieb der Schießbude nicht strafbar. Die Zustände in der Rigdorfer Krankenanstalt tamen bei trag würde, wenn die örtliche Polizei- Verwaltung in vollem Umfang Das Kammergericht, vor dem Rechtsanwalt Wolfgang Heine einer Etatsverhandlung in der zuständigen Deputation zur Sprache. von der königl. Behörde geführt werden würde, für den Kopf der den Angeklagten vertrat, verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft Ein Sachverständiger führte aus, daß wenn die Anstalt nicht immer Civilbevölkerung 1,10 M., also nach der Volkszählung 1895 mit der Begründung, zur Aufstellung und zum Betrieb der SchießDie der Stadt verbliebene bude fei eine polizeiliche Erlaubnis nicht erforderlich gewesen, weil ganz belegt sei, dies nicht etwa daran liege, daß zu wenig Strante 58 859 X 1,10= 64 745 M. betragen. vorhanden wären, sondern an der Mangelhaftigkeit der Ein Verwaltung der örtlichen Straßenbaupolizei ist auf 5886 M. festes fich nicht um eine öffentliche Darbietung gehandelt habe. Das richtungen. Die Anstalt stehe nicht auf der Höhe der gesetzt. Nach dem Ergebnis der legten Boltszählung hatte Schöne- Landgericht habe ohne Rechtsirrtum seine Feststellungen getroffen. Zeit und es sei in Aerztekreisen üblich, manche Rigdorfer berg 92 396 Einwohner. Nach§ 1 des Gesetzes vom 20. April 1892 Kranke deshalb andren Krankenhäusern zu überweisen. Es wurde beträgt dann der volle Beitrag 1,50 m., also 138 594 M. die Sicherung eines Grundstücks in Aussicht genommen, auf dem sprechend der Steigerung der Gesamtkosten würden auch die Kosten später einmal ein größeres Krankenhaus gebaut werden soll. Die der städtischen Baupolizei zu erhöhen sein, so daß von der GesamtAnregung, eine vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellte Döckersche fumme 12 600 M. in Abzug kommen. Jm Titel VII der allgemeinen Bertvaltung( Bestände zur beBaracke aufzustellen und mit einem größeren Stofienaufwande eins zurichten, wurde abgelehnt. Für die Aufstellung stimmten die Social- fonderen Verfügung der städtischen Körperschaften) wird als Lohn demokraten, darunter ein Arzt, und auch die beiden andren der für einen einzustellenden Drucker der Betrag von 1600 M. neu Deputation angehörenden Mediziner. Der Magistrat hat diesem verlangt. Beschlusse zugestinumt. Der Beitrag der Staatsregierung zu den Kosten der Geschäftsführung des Vorsigenden der Beranlagungskommission ist für 1901 führung des Vorsitzenden der Beranlagungskommission ist für 1901 auf 15 000 m. festgelegt worden. Die Entschädigung richtet sich nach der Zahl der Steuerpflichtigen für 1901, die gegenwärtig noch nicht feststeht, für 1900 dagegen 14 000 m. beträgt. Die Straßenpflasterungen erfordern für 1901 die Summe von 405 100 M., während fie 1900 438 200 M. betrugen. V Ent Streifpoften und Straßenpolizei- Verordnung. Nachdem eir Teil der beim Neubau des Dortmunder Amtsgerichts beschäftigten Maurer im Juni 1900 die Arbeit niedergelegt hatte, hielt fich der Maurer Schieke, damals Kassierer der Zahlstelle des Maurerverbands, in der Nähe des Bauplazes auf. Ein Polizeis beamter verlangte von ihm, daß er die an den Neubau grenzende Straße verlassen solle. Schiefe begab sich darauf in ein Wirtshaus, von wo aus er den Bau beobachten konnte und ließ sich wieder auf der Straße sehen, sobald die Polizeibeamten sich entfernten. Er wurde deshalb angeklagt und verurteilt wegen Bergehens gegen Lichtenberg. Die Stichwahlen zur Gemeinde Vertretung, die die Regierungs- Polizeiverordnung vom 8. Februar 1900, wonach bestraft wird, wer den zur Erhaltung der Sicherheit und Bequemlichkeit auf am 25. d. M. in der zweiten Wählerklasse ausgefochten wurden, hatten das Ergebnis, daß der Bürgerverein ein Mandat behauptete und der öffentlichen Straßen ergehenden Anordnungen der PolizeiGrundbefizerverein ein Mandat gewann und ein weiteres in der Organe zuvider handelt. Das Landgericht verwarf die Berufung Nachwahl, die in der ersten Klasse stattfinden muß, in sicherer AusSch.'s mit folgender Begründung: Trotz der gegenteiligen Be sicht hat. Das Fraktionsverhältnis stellt sich dann wie folgt: hauptungen des Angeklagten sei wegen seiner ganzen Stellung 9 Grundbefizervereinler( aber gespalten in verschiedene Interessenten- Die Groß Lichterfelder Gemeindevertretung nahm in der( als Verbandskassierer) und seines Berhaltens anzunehmen, daß gruppen), 7 Bürgervereinler und 8 Socialdemokraten. legten Sigung die erste Lesung des umfangreichen Gemeinde Etats er die weiter arbeitenden Maurer habe beobachten und auf ste Das wolle aber 1901/1902 vor. Derfelbe balanciert in Einnahme und Ausgabe mit zu Gunsten des Streits habe einwirken wollen. 951 500 M. Gemeindevorsteher Schulz führte in der einleitenden gerade die Regierungsverordnung verhindern. Somit habe sich Sch. Der Angeklagte legte Revision ein und berief Besprechung aus, daß auch diesmal von einer Erhöhung des Steuer- ftrafbar gemacht. fatzes( bisher 120 Proz. inkl. Kreissteuer) abgesehen werden konnte. fich auf die Gewährleistung des Koalitionsrechts durch§ 158 der Das Kammergericht hob die Man habe auf allen Gebieten mit der größten Sparsamkeit gerechnet; Gewerbe Ordnung. die Finanzlage der Gemeinde ſei feine rofige berwies was allerdings entscheidung auf und die Sache zu nochmaliger nicht neu ist. Gemeindevertreter N a upert verlangt Einschränkung Verhandlung und Entscheidung an die Vorinstanz zurück. Zur Be des Schreibwverts, ferner, da die Kirchensteuern erhöht gründung führte Bräfident Grof huff aus: Der Vorderrichter werden sollen, auch Vorlage des Kirchenetats an den Kirchen- habe die Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten unrichtig patron( Gemeindevorstand). Redner bemängelt es, daß der Etat ausgelegt, wenn er annehme, die Verordnung habe nur ver Lichtenberg. In der außerordentlichen Generalversammlung ohne Mitwirkung der Etatskommission aufgestellt worden sei. Schöffe hindern wollen, daß arbeitende Arbeitnehmer durch Streifende der Kontinentalen Wasserwerks- Gesellschaft zu Berlin lag folgender a zig weist auf die allmähliche Steigerung der Steuereinnahmen beobachtet würden und daß diese auf jene einwirkten. Der WortAntrag zur Beschlußfaffung vor: Der Gemeinde Lichtenberg ist nach hin und verknüpft damit die unmotivierte Behauptung, daß die laut der Verordnung biete für diese Annahme keinen Anhalt. Vielstehender Vergleichsvorschlag, durch deren Annahme der langjährige unteren" Steuerzahler der Gemeinde nichts einbringen, sondern nur mehr fei die Verordnung rechtsgültig erlassen auf Grund des und kostspielige Prozeß beendet sein soll, zu unterbreiten: Lichten Kosten verursachen. Einige Redner bemängeln die Höhe der Ver-$ 6 des Polizeiverwaltungs Gefeßes, wonach die Aufrechterhaltung berg übernimmt das Wasserwerk und zahlt an die Wafferwerts- waltungsfosten. Eine Reihe von Pofitionen werden an die der Sicherheit, Leichtigkeit und Ordnung des Verkehrs auf öffentGesellschaft 1 400 000. M. Entschädigung. Für das weitere Etatkommission zurückverwiesen. Alsdann erfolgte die Erledigung lichen Straßen durch Polizeiverordnung geregelt werden könne. Eine Recht, Friedrichsfelde und Karlshorst mit Wasser zu versorgen des übrigen Etats und einiger unwesentlicher Bunfte der Tages Verurteilung des Angeklagten wäre nur möglich, wenn festgestellt find weitere 425 000 W., also zusammen 1825 000 M. zu zahlen. ordnung. mooi würde, daß der Polizeibeamte mit der Aufforderung, die Gegend Der Vorsitzende der Gesellschaft, Herr v. d. Heydt bemerkte, der Gedes Neubaus zu verlassen, bezweckt habe, die Sicherheit und sellschaft erwüchse daraus ein Gewinn von 600 000 m. Die GeneralMarktpreise von Berlin am 25. Februar 1901 Bequemlichkeit des Verkehrs auf der Straße auf versammlung stimmte diesem Antrag zu. nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. recht zu erhalten. Das Landgericht müsse feststellen, ob dies D.- Ctr. Startoffeln, nene, D- Ctr. der Fall gewesen sei oder nicht. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch" Kalbfleisch Die Vollmachtswirtschaft spielte bei der Stichwahl wieder eine große Rolle. Selbst diejenigen, die dem allgemeinen geheimen und direkten Wahlrecht sehr ablehnend gegenüberstehen, erklärten, daß der gegenwärtige Zustand nicht mehr zu verteidigen sei. Von 212 abgegebenen Stimmen waren 61 Vollmachten( Stimmen von Leuten, die nicht am Orte wohnen). Der Gedanke des„ Stadtwerden", die eigentliche Wahlparole der Bürgerlichen, wird allerdings nun nicht mehr so einmütig zum Ausdrud kommen, hat aber eine geficherte Majorität durch das Eintreten unsrer Genossen für diese Frage. Weizen, gut mittel gering 9ioggen, gut Nummehr hätte die Gemeinde Lichtenberg mit der Zahlung von nicht 600 000., sondern nach Schäzung von sachverständiger Seite annähernd 1 Million Mark Unternehmergewinn das Recht ihre Wasserversorgung selbst zu besorgen zurückgekauft, dazu aber das Wert erst betriebs- und leistungsfähig zu machen. Ein recht drastischer Beweis, wie thöricht es ist, solche Ausnüßungen kommunaler Gerste, gut Bedürfnisse einer Privatgesellschaft zu überantworten. = Rummelsburg. In der letzten Gemeindevertreter Sigung wurde der ortsübliche Tagelohn männlicher Arbeiter von 2,50 M. auf 3 M. und der der weiblichen Arbeiter von 1,25 M. auf 1,50 M., sowie der jugendlicher männlicher und weiblicher von 1,00 m. resp. 0,75 M. auf 1,25 m. resp. 1,00 M. festgesetzt. Der Oberbürger meister Dr. Hahn in Zerbst teilt der Vertretung mit, daß er die auf ihn gefallene Wahl zum Gemeindevorsteher mit Dant annimmt. Derselbe soll vorbehaltlich der Bestätigung am 1. April eingeführt werden. Als ein wichtigerer Punkt stand noch auf der Tagesordnung " " 14,40 " mittel gering mittel gering 14,37 14,35 Hammelfleisch Safer, gut 15,40 14,70 14,60 13,90 13,80 13,10 15,90 15,40 Butter Eier Karpfen Male 60 Stüd 1 kg mittel 15,30 14,80 gering 14,70 14,20 Nichtstroh 6,82 6,50 7,70 5,10 Bander Hechte Barsche Schleie a th 6id " 40,- 25, Bleie Hen Erbsen Speisebohnen Linsen 45, 25, 70, 30, Krebse 7-5, 1,60 1,20 1,30 1, 1,80 1, 1,60 1, 2,60 2, = = VorDie Mitglieder des Maurerverbands und der Krieger 1,60 1,10 vercin zu Rothsch. Der Kriegerverein zu Noizsch hatte elf Mitglieder des Maurerverbands von der Mitgliedschaft ausgeschlossen, nachdem sie der Aufforderung, aus dem Maurerverbande ans5,20 3, zuscheiden, nicht entsprochen hatten. Die Ausgeschlossenen flagten 2,20 1, hierauf wegen Rückgabe der eingezahlten Beiträge und Einstands2,80 1,40 gelder. Das Amtsgericht Bitterfeld verurteilte gemäß dem 2,50 1,20 lage- Antrage den beklagten Kriegerverein anzuerkennen, daß 2,20 1, die Kläger noch Mitglieder der Sterbekasse des 1,80 0,80 find. 3, 1,20 1,40 0,80 per Shot 12,- 3, Gerichts- Beitung. zu laffen. M Vermischtes. Vereins In den Entscheidungsgründen wird ausgeführt: der Betlagte habe nicht einmal behauptet, daß die Kläger Socialdemokraten seien, sondern hat das Borhandensein der den§ 5 erfüllenden Thatumstände schon daraus hergeleitet, daß die Kläger *) ab Bahn. dem Centralverband der Maurer Deutschlands angehören. Dieser Produktenmarkt vom 26. Februar. Auf dem Getreidemarkte Folgerung fönne nicht beigetreten werden, denn der§ 1 des Unter den von der Baukommission verhandelten Sachen ist zeigte sich heute eine leichte Abschwächung, der aber bald eine Erholung Statuts dieses Verbands sagt ausdrücklich, daß der Verband hervorzuheben, daß beabsichtigt wird, den Marktplatz nach der Prinz folgte. Anfangs fanden anf den Umschlag der Witterung einige Realisationen mit Ausschluß aller politischen und religiösen Fragen lediglich zur Albertstraße zu verlegen, woselbst vom Berliner Magistrat das neben statt; später aber wurden Rückkäufe vorgenommen infolge der gestrigen sehr Erzielung möglichst günstiger Arbeitsbedingungen dienen soll. Die dem Schulhause gelegene Terrain gepachtet werden soll. Von der festen Notterungen des New Yorker Marktes, jodaß die Lieferungspreise für Erstrebung solcher Ziele schließt aber eine streng monarchistische Gebeabsichtigten Ausstattung des Rathaustellers wie des großen Sizungs- Weiterhin wurde die Haltung fester, so daß Weizen um 0,25 M. auzog. in feiner Weise aus. Mag es daher auch zutreffen, daß, wie Weizen und Roggen auf den gestrigen Schlußstand gehoben wurden. finnung, wie sie von einem Kriegervereins Mitglied gefordert wird, saals wird Mitteilung gemacht. Letztere wird den Aufwand von Safer war ruhig und behauptet. Rüböl stellte sich auf Deckungen um ungefähr 1300 M. erfordern. Die Vermietung der Wohnungen 0,20 m. höher. der Beklagte behauptet, der gedachte Verband hauptsächlich des der Gemeinde gehörigen Hauses Türrschmidtstr. 26 soll nach Socialdemokraten zu seinen Mitgliedern zählt, so ist damit Fertigstellung des Rathauses erfolgen. doch immer nicht bewiesen, daß alle Mitglieder Socialdemokraten 90sein müssen, und daß insbesondere die Kläger Socialdemokraten eine landrätliche Verfügung, welche Vorkehrungen zur Unter- Eine späte Sühne wurde dem Rentier Oswald Hoh hat die Rechtskraft erlangt. Die Kläger haben indessen darauf verfind. Danach ist der Ausschluß zu Unrecht erfolgt. Dieses Urteil bringung von Wohnungslosen fordert und über die zu mann auferlegt für eine Strafthat, welche er vor länger als zehn zichtet, Mitglieder des Kriegervereins zu bleiben, und haben es vors ergreifenden Schritte um Auskunft ersucht. Da noch immer fünf Jahren begangen haben sollte. Im Jahre 1890 machten drei Familien von der Gemeinde untergebracht sind, so erscheint es ge- Bilderer die Wälder in der Umgegend von Berlin in hohem Grade gezogen, sich die von ihnen eingeschossenen Gelder zurückzahlen boten, mit Rücksicht auf die sich steigernde Wohnungsnot für die unsicher. Sie hausten unter dem Wilde in der rücksichtslosesten Obdachlosen eine Unterkunftsstätte zu schaffen. Seitens der bürger- Weise und kümmerten sich nicht um die Schonzeit, sondern knallten lichen Vertreter wurde ausgeführt, daß die hier aufgenommenen nieder, was ihnen vor die Flinte kam, selbst Mutterwild und RehFamilien bei einigem Bemühen sehr wohl Wohnungen hätten fälber. Ihr Hauptabnehmer war der Rentier Hohmann, der das finden können, daß sogar der Familie eines Maurerpoliers, wild auf seinem in Reinickendorf gelegenen Grundstück abnahm und der einen Wochenverdienst von 30 bis 40 Mart Die Leipziger Knabenmörder verhaftet. Am 16. Februar hat, es dann an Wildhändler weiter abfezte. Als die wilddiebe verhaftet wurde in Leipzig der 16 jährige Laufbursche Otto ermordet aufAufnahme gewährt werden mußte. Genosse Ritter führte dem wurden, zog Hohmann es vor, seine Liegenschaften schleunigst zu gefunden. Jetzt sind die Mörder ermittelt. Nach einem hiesigen gegenüber aus, daß man nicht berechtigt sei, die Familie für das veräußern und nach England zu flüchten. Nach einem Zeitraume Rotalblatt sind es der 17 jährige Arbeitsbursche Friedrich August Ernst Thun des Ernährers verantwortlich zu machen, daß im übrigen troß von zehn Jahren nahm er an, daß seine Strafthat verjährt sei und und der erst 14 Jahre alte Schulknabe Mar Willy Kroßt aus Thonallen Abläugnungen auch in Rummelsburg eine sehr fühlbare tehrte nach Berlin zurück. Zu seinem Schaden hatte er sich geirrt, berg. Beide waren mit dem Ermordeten befreundet und gestehen Wohnungsnot vorhanden sei und es durchaus angebracht wäre, den die Verjährungsfrist war durch Erneuerung des Steckbriefs unter ein, die That begangen zu haben, um den Otto seines Wochenlohns Anregungen des Landrats, dessen socialpolitische Einsicht über der brochen worden. Hohmann wurde verhaftet und gestern der zweiten vpn 8,50 Mart zu berauben. Sie trafen ihn in der Hospitalstraße der Gemeindevertretung zu stehen scheine, Folge zu leisten. Die Straffammer des Landgerichts II vorgeführt. Die Beweisaufnahme und überredeten dann ihr Opfer, ihnen nach Thonberg, hinter dem Mehrheit sah sich jedoch hierzu nicht veranlaßt, indem sie fich der fiel zu Ungunsten des Angeklagten aus. Der Verteidiger, Rechts- neuen Johannisfriedhof, zu folgen. Dort überfielen fie den NichtsHoffnung bingiebt, daß sich die Zahl der Wohnungslosen bei den anwalt Dr. Schwindt, konnte mur erreichen, daß der Gerichtshof es ahnenden, versezten ihm in bestialischer Weise 20 Messerstiche und nächsten Umzugsterminen nicht erhöhen werde. Dem Besiger der bei dem für gewerbs- und gewohnheitsmäßige Hehlerei angedrohten Hammerschläge obendrein und schnürten ihm noch, weil er geschrieen hiesigen Warmbadeanstalt wurde die Subvention auf 1000 m. pro Strafmaß ein Jahr Zuchthaus beließ. Drei Monate wurden hatte, mit einem Lederriemen den Hals zu. Dann beraubten sie Jahr erhöht, unter Beibehaltung der bisherigen gemeindeseitigen durch die erlittene Untersuchungshaft abgerechnet. ihn. Der Lederriemen ist den Unholden zum Verräter geworden. Ausgabe von Badebillets für Minderbemittelte. Ein schlafender Wagenführer hat am 30. Januar d. J. ein Schöneberg. Zur Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk wird der In der gestrigen Stadtverordneten schweres Unglüd angerichtet. Der Kutscher Ernst Ermrich Königsb. Hart. 3tg." aus Gumbinnen geschrieben, daß dieser Tage Sizung wurden die Einzeletats einer eingehenden Beratung fuhr an dem genannten Tage mit einem schweren Arbeitswagen eine neue Verhaftung vorgenommen sei, die des Unteroffiziers D. unterzogen und verschiedene Positionen geändert. Beim Armen- Etat, durch die Andreasstraße. Er überfuhr einen 7jährigen Knaben, der von der vierten Eskadron. Dieser will, wie verlautet, zur Stunde der in Einnahme mit 61 050 M., in Ausgabe mit 236 380 W. über den Straßendamm lief. Es zeigte sich, daß der Kutscher fest der Mordthat den verhafteten Sergeanten H. im Pferdestall gesehen abschließt, regte Stadtverordneten- Vorsteher Müller an, ähnlich eingeschlafen war, er mußte erst wachgerüttelt werden, nachdem das und sich mit ihm unterhalten haben, während einige von den Mannwie in Berlin und Charlottenburg Frauen zur Unterstützung der Waiseuräte heranzuziehen. Dieser Gedante fand auch hier das Unglück geschehen war. Der überfahrene Stnabe ist auf der Stelle schaften behaupten, daß er nicht im Stall gewesen sei. verstorben. Ermrich, der nicht einmal Uebermüdung durch langen richtige Verständnis und man überwies die Sache zur weiteren Dienst zu seiner Entschuldigung anzuführen vermochte, wurde gestern Ausarbeitung einer gemischten Deputation. Weiter wurde hierbei von der ersten Straftammer des Landgerichts I wegen fahrlässiger die bon dem Stadtverordneten Dr. Hey I gegebene, bon allen Arbeitern mit Freuden zu begrüßende Anregung der Errichtung Tötung zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. " Zu einem Sternberg- Standal" entwidelt sich in Köln eine Affaire, die bis jetzt zur Verhaftung von 14 Personen geführt hat. Die Geschichte wurde aufgedeckt durch ein namenloses, an die Sittenpolizei gerichtetes Schreiben, das auf die in Köln beobachtete eines Rekonvalescentenhauses diskutiert, um ein solches auf dem zu Die Polizei und das Vergnügen des Arbeitervereins. Kinderprostitution hinwies. Die Untersuchung ergab thatsächlich, daß Riefelzwecken angekauften Gut Rt a go w auszuführen. Ein definitiver Auf dem Sommerfest der Zahlstelle Frankfurt a. M. des deutschen einzelne Kinder bereits aus der Prostitution ein Gewerbe machen; Beschluß wurde nicht gefaßt. Die Forderung der Entschädigung an Holzarbeiter- Verbands war auch ein Preisschießen veranstaltet die meisten der von den Angeklagten verführten Kinder gehören 21 Armen- Bezirksvorsteher für Hergabe eines Sprech- worden, das nicht eingeschloffen war in die vom Bevollmächtigten beffergestellten Eltern an. Unter den Verhafteten befindet sich auch zimmers im Betrage von 2520 M. fand nicht den Beifall der Stadt Weidner nachgesuchte und erhaltene polizeiliche Erlaubnis. Wegen der Millionär Commans, der vom Untersuchungsrichter gegen eine bäter und wurde gestrichen. Dafür gedachte man in etwas mehr der der Aufstellung und des Betriebs der Schießbude wurde W. in Staution von 5000 m. freigelassen wurde. Commans entfloh sofort franken Proletarierfinder und erhöhte die an den Verein für Kinderheil- eine Geldstrafe genommen, weil er dadurch ohne polizeiliche Erlaubnis nach Rotterdam. Die Kriminalpolizei indessen faud seine Spur und stätten an deutschen Seeküsten zu zahlende Summe von 500 auf 900 M.! eine Luftbarkeit ohne höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft führte seine erneute Verhaftung in Rotterdam herbei. Außer zahl Der Schul- Etat gab Gelegenhett, die völlig unzureichende Ver- öffentlich feilgeboten habe. W. appellierte und wurde in zweiter reichen fleinen Kindern sind auch erwachsene Frauenspersonen in die abfolgung von Brausebädern in den Volksschulen zur Sprache zu Instanz vom Landgericht mit folgender Begründung frei Sache verwidelt. Sonnabend wurden noch ein Portier und ein bringen. Auch wurde von unsrer Seite verlangt. daß diese Bäder gesprochen: Weidner hätte als Veranstalter des Festes bei den Kunstmaler verhaftet. während der Ferienzeit in Thätigkeit bleiben möchten. Ein Antrag Festarrangements über die polizeiliche Erlaubnis nur dann nicht der Stadtverordneten Strauch und Genossen, die bestehende Knaben- hinausgehen dürfen, wenn die Erlaubnis überhaupt notwendig ge Mittelschule aufzuheben und dafür zwei Realschulen zu errichten, wesen wäre. Dieser Erlaubnis hätte er aber garnicht bedurft, weil wurde vom Bürgermeister Gerhardt mit dem Hinweise be- das ganze Feft garnicht als öffentliche Luftbarkeit anzusehen A. G. 5. 1. Senden Sie Ihre Abonnementsquittung ein. 2. Das fämpft, daß man erst bor ganz furzer Zeit mit 3u- fei. Daß wirklich jemand außer den Mitgliedern der Zahlstelle und stimmung der Bürgerschaft diese ohne Zweifel zwedentsprechende ihren Angehörigen am Fest teilgenommen habe, sei nicht erwiesen. Borto für Berliner Briefe beträgt 5 Pf., nicht 2 Pf.; sonst entsteht ein wäre. Mit Rücksicht darauf, daß die Schuldeputation sich augen gange des Festlokals nur an Mitglieder Eintrittskarten abgegeben und bereits gefekt worden, fie mußte jedoch, weil mehrfach infolge Raum2.. 11. Die von Ihnen überfandte Notiz war von uns bearbeitet Schule ausgebaut habe und ein plögliches Aufheben unrichtig Demgegenüber sei dem Angeklagten zu glauben, daß auch am Ein- Nachporto von 8 Pf. Zu weiterer Aufklärung sind wir später gern bereit. blicklich mit dieser Frage beschäftigt, wurde eine Beschlußfassung werden sollten, neben dem vorherigen Vertriebe, der Billets unter I mangels zurückgestellt, schließlich als veraltet wieder abgelegt werden. Briefkasten der Redaktion. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin.