Nr. 50. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüy beträgt für die fechsgefpaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expeditton tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an GSonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mit dem 1. März 1901 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage Donnerstag, den 28. Februar 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Für den Verwaltungsbezirk Berlin wird ein besonderer Be- stummer Kugelfang thut auch seine Dienste. Nur seine Komzirtsausschuß errichtet(§ 11), wobei die gegenwärtig bereits missare schickte Herr v. Goßler vor, die in der Duellfrage geltenden Bestimmungen unverändert aufrecht zu erhalten und freilich auch nicht mehr herumrühren durften. analog auf die nichtpolizeilichen Angelegenheiten aus den drei Die heutige Debatte wurde durch eine einstündige Rede in den Verwaltungsbezirk Berlin einbezogenen Stadtkreisen aus- Kunerts eingeleitet, die sich in der Hauptsache mit dem zudehnen sind. Die Zusammensetzung und die Befugnisse der ersten Thema der Soldatenmißhandlungen beschäftigte. Unser Redner und zweiten Abteilung des Bezirksausschusses bleiben wie bisher. hatte eine Reihe trasser Fälle dem Hause mitzuteilen, die von hingegen wird eine dritte Abteilung für die der Heeresverwaltung, wie Generalmajor v. Viebahn vernichtpolizeilichen Angelegenheiten der Stadt- sprach, näher untersucht werden sollen. freife Charlottenburg, Schöneberg und Nixdorf Der Antisemit Werner blamierte sich mit der BehaupIm Unterhaltungsblatt beginnt am 1. März der Berliner gebildet. Hierdurch wird sowohl die Einheitlichkeit der Ver- tung, daß das englische Söldnerheer eine Milizarmee sei und waltung als auch das Recht der Vororte zur Wahrung ihrer versuchte die Lieferungen deutscher Fabrikanten an die engDer Interessen gewährleistet, ohne daß eine Schmälerung der Rechte lische Heeresverwaltung zur Sprache zu bringen. Berlins eintritt. Präsident machte ihn aber darauf aufmerksam, daß diese Angelegenheit nur beim Etat des Auswärtigen Amts erörtert werden könne. Roman Die Neue Welt". Die bunte Reihe" Von Friz Mauthner. Als Termin für das Inkrafttreten des Gesetzes ist der 1. April 1902 Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspediteure in Aussicht genommen(§ 23). sowie unsre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche anstalten Bestellungen zum Preise von Unter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der Vorwärts" pro Monat 2 Mark innerhalb Deutschlands und Oestreich- Ungarns, im Ausland 3 Mark pränumerando. 11 Die Redaktion des Vorwärts". Der Spreepräfekt. Genosse Herzfeld kritisierte das Eingreifen des Altonaer Aus der allgemeinen Begründung des Entwurfs heben wir Generalfommandos in einen partiellen Hafenarbeiter- Streit in herbor: Wismar im vorigen Sommer. Soldaten haben dort einen Der territoriale Zusammenhang und die Interessengemeinschaft Dampfer der Firma Diederichs gelöscht, die ihren Arbeitern Post- der vier Stadtgemeinden, die Veranlassung dazu gegeben haben, die eine Lohnerhöhung von 50 Pf. verweigert hatte. Der VerLeitung der polizeilichen Angelegenheiten in einer Hand zu ver- treter des Kriegsministers gab die Thatsache zu, suchte sie einigen, lassen auch in andren administrativen Beziehungen eine aber damit zu entschuldigen, daß es sich um einen Dampfer 1 Mark 10 Pfennig pro Monat Zusammenfassung unter einer gemeinsamen Spize als zweckmäßig der China- Expedition gehandelt hätte und Not im Verzuge ( ausschließlich Bestellgeld, 14 Pfennig pro Monat) entgegen.( Ein- erscheinen. Aus sachlichen Rücksichten, um in der Erledigung der örtlich sich gewesen sei. getragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Beitungsliste unter Nr. 7671.) eng berührenden und sachlich oft zusammenhängenden Angelegenheiten Bebel polemisierte mit feinem Humor gegen Herrn In Belgien, Dänemart, England, Frankreich die erwünschte Gleichmäßigkeit sicherzustellen, muß die Handhabung Dertel. Die thatsächliche Abnahme der SoldatenmißhandHolland, Italien, Luxemburg, Oestreich Ungarn Berlin und die brei Vororte einheitlich veranlagt werden. Die der unabhängigen Kritik im Reichstage. Diesen Erfolg erhofft der staatlichen Aufsicht über die Kommunal- Angelegenheiten für lungen begrüßte unser Redner mit vollem Rechte als Erfolg Rumänien, Schweden, in der Schweiz, in Spanien und Personalunion aber zwischen den Oberpräsidien von Berlin und er auch von der unablässigen Erörterung der Frage des Duells Portugal, den Bereinigten Staaten von Nord- Brandenburg kann auf die Dauer nicht aufrecht erhalten werden, in der Armee. amerika und andren zum Weltpostverein gehörenden weil der Umfang der Geschäfte sich gewaltig gesteigert hat, ganz Stadthagen wies auf das Spionagesystem hin, das außereuropäischen Ländern kann der Vorwärts" gleichfalls bei der abgesehen von der immer mehr hervortretenden sachlichen gegen Socialdemokraten im Schwange ist, und Herr EickPost bestellt werden. Verschiedenartigkeit der den beiden Oberhoff von der freisinnigen Volkspartei erzählte von einem präsidien einerseits in einem rein großstädtischen rheinischen Bezirkscommandeur, der den Offizieren den geandrerseits in einem überwiegend landwirtschaft- sellschaftlichen Boykott eines taufmännischen Duellverweigerers lichen Bezirke obliegenden Aufgaben. Die admini- befohlen hat. strativen Erfordernisse Berlins nehmen in wachsendem Maße die In diese Auseinandersehungen schob sich eine aus. Zeit und Arbeitskraft des Oberpräsidenten in Anspruch. Gleich gedehnte Polendebatte, die trotz der Mahnungen des Präzeitig vergrößert sich aber auch stetig die Arbeitslast des Ober- sidenten gegen den Schluß hin den einzigen Gegenstand der präsidenten der Provinz Brandenburg. Unterhaltung bildete. Mehrere Polen nahmen das Wort und In dem vorliegenden Entwurf ist die neu zu begründende polemisierten mit den Haupthakatisten des Reichstags, dem administrative Gemeinschaft mit Berlin auf die drei Vororte Fürsten Bismarck, dem Herrn v. Tiedemann und Die längst angefündigte Vorlage, die ein Oberpräsidium Berlin Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf beschränkt worden, Herrn Sattler. Herbertchen drückte dabei wieder einmal schafft, ist dem Landtag unter dem Titel eines Gesezentwurfs, weil, wie die Verhandlungen bei dem Polizeigesetz vom seinen Summer darüber aus, daß das Socialistengesetz betreffend die Organisation der allgemeinen 13. Juni 1900 ergeben haben, vorläufig nur für nicht von vornherein auf ewige Dauer erlassen worden sei. Landesverwaltung in den Stadttreifen Berlin, diese Gemeinden eine engere Angliederung Bebel griff mit einigen treffenden Bemerkungen in die Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf zu an Berlin als notwendig anerkannt wird. Im Polendebatte ein und Ledebour geißelte die Thorheit der gegangen. Es liegt bisher nur ein offiziöser Auszug des Ent- übrigen sollen die Stadtkreise Charlottenburg, Schöneberg und Unterdrückungspolitik gegen die Polen mit eindringlichen wurfs vor. Danach beabsichtigt die Vorlage, die gegenwärtig ver- Rigdorf auch fernerhin im Kommunalverband der Provinz Branden Worten. einigten Oberpräsidien von Brandenburg und Berlin zu trennen und Donnerstag wird die Beratung des Militäretats fortdie in polizeilicher Hinsicht bereits durch das Gesetz vom 18. Juni 1900 an Berlin angeschlossenen Vororte auch auf allen sonstigen Gebieten der Landesverwaltung an Berlin anzugliedern. Das soll geschehen durch Bildung eines dem Oberpräsidenten von Berlin unterstellten, aus den Stadtkreisen Berlin, Charlottenburg, Schöne berg und Nigdorf bestehenden besonderen Verwaltungsbezirks Berlin. Der§ 1 des Gesezentwurfs stellt fest, daß der Stadtkreis Berlin und die bei dem Kommunalverband der Provinz Branden- Die Tendenz des Gesezentwurfs hat die Kreuz- 8eitung" burg verbleibenden Stadtkreise Charlottenburg, Schöneberg und Nig- vor einiger Zeit dahin bezeichnet, daß die Neuregelung dem Oberdorf einen besonderen Verwaltungsbezirk unter einem Oberpräsidenten präsidenten die Möglichkeit geben sollte, die Selbstverwaltung Berlins von Berlin bilden sollen, und daß für diesen Verwaltungsbezirk in noch schärfer zu beaufsichtigen als das ohnehin schon heute der Fall allen polizeilichen Angelegenheiten an die Stelle des Regierungs- ist. Je mehr die Begründung verwaltungstechnische- sachliche Bewegpräsidenten der Polizeipräsident, im übrigen der Oberpräsident tritt. gründe geflissentlich in den Vordergrund zu schieben sucht, um so Jedoch können einzelne, dem Oberpräsidenten weniger wird man glauben können, daß diese Motive die einzig obliegende Geschäfte, ausgenommen die Aufmaßgebenden gewesen seien. sicht bes Staats über die Verwaltung der Es ist in der That ein unlösbarer Widerspruch, daß man aus Gemeinde Angelegenheiten, dem Polizei Gründen der Vereinfachung eine großberlinische Polizei- und Staatspräsidenten von Berlin übertragen werden. Eine aufsicht trifft, dabei aber die einheitliche Kommunalversolche ausnahmsweise Uebertragung nichtpolizeilicher Befugnisse auf waltung, wie sie von den Anhängern der Eingemeindung geden Polizeipräsidenten soll in einzelnen bestimmten Fällen, wie fordert wurde, verweigert hat. Das tommunale Groß- Berlin z. B. bei Naturalisationsangelegenheiten und Enteignungsfachen, aus wollte man nicht, man hat das einheitliche Interessengebiet zerrissen Gründen der Zwedmäßigkeit erfolgen. Die genauere Abgrenzung und dadurch die größten Unbequemlichkeiten bestehen lassen der Geschäfte wird erst auf Grund der praktischen Erfahrungen zu dagegen haben wir nun ein Groß- Berlin der Polizei und vollziehen sein und soll töniglicher Verordnung vorbehalten Staatsaufsicht. Niemand wird unter solchen Umständen so werden. Im übrigen wird, wie nachdrücklich hervorgehoben naiv sein, der Regierung zu glauben, daß sie lediglich die Verwerden mag, in keiner Weise beabsichtigt, dem Polizei- einfachung der Verwaltung anstrebe. Man will vielmehr die präsidenten von Berlin Geschäfte des Regierungspräsidenten reaktionäre Staatsgewalt mit noch größerer Wucht gegen die freiere in einem weiteren Umfange zu übertragen, als durch die Entwicklung zur Anwendung bringen. praktischen Bedürfniffe geboten erscheint. Der§ 2 dehnt den gegenwärtig für Berlin bereits geltenden Rechtszustand, daß an die Stelle der Regierungsabteilung für Kirchen und Schulwesen in Angelegenheiten der Kirchlichen Verwaltung der Polizeipräsident von Berlin tritt, auf den Verwaltungsbezirk Berlin aus. Das Abgeordnetenhaus burg verbleiben, einmal, weil zur Erfüllung derjenigen kommunalen Aufgaben, welche von jenen Stadtkreisen im Rahmen des Provinzial- gefeßt. verbands erfüllt werden( Irrenpflege, Zwangserziehung usw.), in den drei Stadtkreisen geeignete Einrichtungen nicht vorhanden sind, und dann, weil die Provinz ihre bezüglichen Anstalten unter der hat am Mittwoch die zweite Beratung des Etats der EisenbahnVoraussetzung der dauernden Teilnahme der drei Stadtkreise an Verwaltung beendet. Es wurden lediglich noch wünsche lokaler denselben eingerichtet und ausgestaltet hat. Natur laut. Ein Antrag, worin die Regierung ersucht wird, dem Hause regelmäßig Mitteilung von dem Ergebnis der Konferenzen über Verbesserungen von Einrichtungen bei den Eisenbahnen zur Erhöhung der Sicherheit des reisenden Publikums zugehen zu lassen, wurde von dem Antragsteller, dem Abg. Fund( fes. Bp.), mit Rückficht auf die Erklärung des Ministers zurückgezogen, daß er nach wie vor jede an ihn gestellte Anfrage bereitwilligst beantworten werde. Die Freifinnigen sind doch zu bescheiden! Was die Vorlage im einzelnen an Schlingen und Fußangeln verbirgt, das wird erörtert werden können, wenn die Vorlage im Wortlaut vorliegt. Politische Uebersicht. Berlin, den 27. Februar. Der Reichstag Am Donnerstag fällt die Plenarsizung aus, damit die Budgettommission ihre Arbeiten fördern kann. Am Freitag steht die Interpellation Stopsch( frs. Bp.) über den Mangel an Volts= fchullehrern und die zweite Lesung des Kultusetats auf der Tagesordnung. Deutsches Reich. Die zweite Chinarate. Dem Bundesrat ist ein Nachtrag zu dem Reichs Haus. halts Etat für das Rechnungsjahr 1901 zugegangen. An fortdauernden Ausgaben werden gefordert 2 802 738 M., an einmaligen, und zwar: Aus Anlaß der Expedition nach Ostasien 120 682 000 M. Zur Erläuterung dieser letteren Forderung wird gesagt: An den Zielen, welche das Reich mit seinem militärischen Vorgehen in China verfolgt, und welche in der Denkschrift zum dritten Das Nachtragsetat dargelegt find, hat sich nichts geändert. thatkräftige Eingreifen der Mächte hat die Lage in China, wenn auch langsam, so doch merkbar und stetig gebessert. Mit dem deutschen Oberbefehl kam Einheitlichkeit in die militärischen Die der Regierungsabteilung für Kirchen- und Schulwesen zuOperationen der verschiedenen Kontingente. Die günstigen Wirkungen stehende Verwaltung der Schulangelegenheiten, vor allem also des find nicht ausgeblieben, größere militärische Unternehmungen über Volksschulwesens, soll im Berwaltungsbezirk Berlin(§ 3), dem setzte Mittwoch die zweite Lesung des Militäretats fort das bejezte Gebiet hinaus werden voraussichtlich nicht mehr erst Grundgedanken des vorliegenden Entwurfs entsprechend, von der- und bewilligte nach fast sechsstündiger Verhandlung das Ge- forderlich sein und nur noch fleinere Beruhigungsstreifzüge innerfelben Stelle ans erfolgen, welche diese Geschäfte für den Stadtkreis halt des Kriegsministers. Daß die Generaldebatte, die bei halb jenes Gebiets in Frage kommen. Unter dem Eindrucke des Berlin versieht. Es ist das gegenwärtig das Provinzialschulkollegium diesem Titel regelmäßig einsett, heute schon abschloß, ist der gemeinsamen militärischen wie politischen Vorgehens der Mächte hat für die Provinz Brandenburg. Eine Aenderung soll insofern ein- Zurückhaltung des Herrn v. Goßler zu danken. Er scheint der die chinesische Regierung die von den diplomatischen Vertreten, als dem Oberpräsidenten von Berlin ein Ansicht zu sein: Ich fahre besser, wenn ich schweige. Dies System tretern in Beting in einer Note zusammengefaßten und eigenes Schultollegium beigegeben werden soll. hat in der That das Gute, daß es Entgleisungen ganz von allen Mächten für unerläßlich erachteten FriedensFür die Verwaltung der direkten Steuern(§ 4) wird im Ver- unmöglich macht. Aber es war doch recht auffällig, daß er bedingungen ohne Vorbehalt angenommen und nur zu einzelnen waltungsbezirk Berlin, wie gegenwärtig im Stadtkreise Berlin, die die direkte Provokation, die Herr Bachem in der Duellfrage Punkten Wünsche" geäußert. Eine befriedigende Beendigung der Direktion der direkten Steuern zuständig sein. an ihn gerichtet hatte, ganz ohne Antwort ließ. Nun, ein chinesischen Wirren erscheint nnnmehr gesicherter, wenn sich auch über den Zeitpunkt, bis zu welchem das Ziel erreicht sein wird, eine be- keinen Eingeborenen, und jene zivei Städte dürften kaum noch ein Mehr der Not gehorchend als dem eignen Triebe, scheint also stimmte Vorausschung noch nicht machen läßt. Die weiteren Ver- Sechstel ihrer ehemaligen Bevölkerung haben. Taufende un- ein Teil unsrer Gegner eine anständigere Taktik einschlagen zu Handlungen werden sich mit Einzelfragen, namentlich mit der von schuldiger Leute find abgeschlachtet, überall fieht man die wollen. Die Mehrzahl wird freilich bei dem alten bewährten Schmutz China zu leistenden Entschädigung und den dafür zu treffenden Merkmale böswilliger Zerstörungswut und Gewaltthätigkeit. und Unfinn verharren. • " Belge, Kunstgegenstände, alles wurde geraubt. In Tientsin wurde Ercellenzen ihre Boſten verlassen. Zu dieser Meldung, die unser Münchener Parteiblatt unter Aban finanziellen Veranstaltungen zu beschäftigen haben. Da es, um die Ich hoffe und glaube, daß die Engländer weniger grausam gewesen Ministerkrifts in Bahern. München, 25. Febr.( Eig. Ber.) chinesische Regierung zum Eingehen auf eine befriedigende Regelung find, als die andren, aber sie haben auch ihr Teil am Ganzen Bon ultramontaner Seite wurde kürzlich die Mitteilung gebracht, aut nötigen, eines militärischen Druds bedarf, ist die gehabt. der bayrische Kriegsminister habe die Absicht, wegen der Prinz Alfonsunverminderte Belaffung der in China vorhandenen deutschen Nur wenige Chinesen legen ihr Geld auf Banten an, sie heben Affaire seinen Abschied zu nehmen. Diese Nachricht wurde zwar Streitkräfte vorläufig noch unerläßlich. Dementsprechend ist es in Kästen und Schränken auf oder vergraben es in der Nähe dementiert. Die Münchner Post" nahm aber trotzdem Veranlassung, der Kostenbedarf einstweilen auf das volle Rechnungsjahr ihrer Häuser. Die Soldaten beschränkten sich nicht auf die ein Gerücht zu registrieren, das sich mit großer Hartnäckigkeit erhielt. veranschlagt worden. Werden die deutschen Streitkräfte, wie aller Blünderung der Häuser, sondern gruben auch in den Gärten den Danach sollen nach den bevorstehenden großen Festlichkeiten aus Wahrscheinlichkeit nach anzunehmen ist, ganz oder zum Teil vor dem Schäßen nach. Seide wurde in Ballen gestohlen, Borzellan, Anlaß des 80. Geburtstags des Regenten fünf von unsren sechs 31. März 1902 in die Heimat zurückbefördert, so treten entsprechende Ersparnisse ein. die Münze und andre offizielle Gebäude geplündert, viele Soldaten lehnung jeder Verantwortung giebt, ist noch folgendes nachzutragen: Jm einzelnen verteilen sich die Ausgaben wie folgt: hatten mehr Silber zusammen gestohlen, als sie tragen konnten. Die Absicht zu demissionieren dürfte bei den betreffenden Bei der Verwaltung des Reichsheers Große Mengen der zufammmengeraubten Gegenstände wurden Ministern allerdings nicht vorhanden sein. Wohl aber ist Bei der kaiserlichen Marine in den täglich stattfindenden( Plünderungs-) Auktionen versteigert; man andrer, sehr hoher und einflußreicher Stelle diese Auktionen wurden in den Räumen der englischen Geder Ansicht, daß die Besetzung des Ministeriums mit frischen Kräften fandtschaft abgehalten. Nach der Einnahme von Beting ergriffen die fehr am Blaze wäre. Diese Meinung wurde vor einiger Zeit von Truppen Besitz von der faiserlichen Garderobe, wo eine immense diefer Stelle in sehr drastischer Form zum Ausdrud gebracht. Ein Menge von Kleidern aufgestapelt war. Mannschaften und Offiziere der betreffenden hohen Persönlichkeit und einem bekannten Künstler statthoher Würdenträger glaubte nämlich in einem Gespräch, das zwischen schleppten ganze Koffer voll davon fort. Als der amerikanische fand und sich auf die Vertretung der französischen Kunst auf der nächsten Kommandeur davon hörte, ließ er den Rest der Garderobestücke fest- Ausstellung in München bezog, die Bemerfung einschalten zu müssen, halten, und dann war auch bei den Amerikanern alle Tage man brauche gar nicht stolz zu sein auf die Bertretung eines Landes, Auktion. Die prächtigsten Dinge tann man für ein Spottgeld in dem alle Monate die Minister wechseln. Er erhielt haben. hierauf zur Antwort, daß ein solcher Zustand noch immer besser sei, als wenn ein Ministerium gar nicht gehen wolte! Gegen den Künstler gewendet, fügte man noch hinzu, nach dem 12. März werde sich ja manches ändern. Auf diese Vorgänge dürften die Krisengerüchte zurückzuführen Bei der Post- und Telegraphenverwaltung Pensionen, Witwen- und Waisengelder 2c. Kosten einer Denkmünze für die Teilnehmer au für die Teilnehmer an der Expedition. Unterstützung hilfsbedürftiger Familien von Teilnehmern Für Kabelverbindungen zwischen Tsingtan und Tschifu und zwischen Tsingtau und Shanghai. Zusammen * . 100 200 000. 17 500 000 1 285 000 437 000 " 160 000 " 700 000 " " 400 000 120 682 000 m. Der zweite China- Pump übertrifft noch um etliches die vor herigen Ankündigungen. Die Begründung zeichnet sich durch ebenso große Naivetät wie Verkennung der Thatsachen aus. Waldersee bekommt ein Ertralob, das mit 273 Millionen allerdings ein wenig tener erkauft ist, und überhaupt thut die Regierung, die in Wirklichkeit nichts sehnlicher wünscht, als aus dem heillosen chinesischen Abenteuer herauszutommen, als ob sie mit den Erfolgen ungemein zufrieden sei. Daß diese Vorspiegelung jemand ernst nehme, wird die Reichsregierung selber nicht annehmen. " nehmen. Die gelben ,, Bestien". Es geschehen merkwürdige Dinge hier von unsren Offizieren und Gentleman". Die Zwangsarbeit, die den Kulis auferlegt wird, hat zu bedauernswerten Zuständen geführt, fie hat im höchsten Grade demoralisierend gewirkt. Es ist erstaunlich, wie fein. schnell der Instinkt der Tyrannet im Menschen erwacht, Für den Brotwucher. Aus Straßburg i. E. schreibt man wenn ihm seine Mitmenschen in unbeschränkte und un- uns: In unsrem reichsländischen Rentner- und Bürgerkontrollierte Gewalt gegeben find." meister Parlament haben 37 Mitglieder einen Antrag einlaffen, sondern Sunnische Verrohung nicht auf in China beschränkt zu gebracht, die Regierung solle ersucht werden, im Bundesrat fit r Sunnische Verrohung nicht auf in China beschränkt zu eine ausreichende Erhöhung der Getreidezölle einzutreten. 58 Mitsondern auch über die Heimat zu verbreiten, be= mühen sich die Organe der Weltpolitit und des größeren Deutschland glieder zählt der Landesausschuß im ganzen, an der Annahme des eifrigst. Die Zeitschrift Ueberall", das offizielle Organ des deutschen agrarischen Antrags ist also nicht zu zweifeln. Ebenso sicher ist aber Das China- Abenteuer, für das diese ungemessenen Summen Tottenvereins, zeigt in einer Reihenfolge von Photographien die auch, daß dieser agrarischen Demonstration zu Gunsten der Berteuerung geopfert werden, war für Deutschland nichts als cine Sette Sinrichtung dreier an der Bogerbewegung beteiligt gewefener des unentbehrlichsten Vollsnahrungsmittels nicht die geringste politische diplomatischer Mißerfolge, politischer Irrtümer und nationaler chinesischer Würdenträger. Dem Leser wird in Bildern vorgeführt zunächst Bedeutung zukommt. Andrerseits ist dem Gemeinderat der Stadt Straß Blamagen, die durch einen wilden romantischen Zng noch dazu halb der Scharfrichter mit seinen Gehilfen, es folgt die drei zum burg seitens feiner socialistischen Mitglieder der Autrag zu Lachen halb Grausen erweckten. Auch von militärischen Großthaten Tode Verurteilten, das Gefängnis verlassend, um auf den Richtplay kann keine Rede sein; es ist kein Ruhm, auf fast wehrlose Menschen zu geführt zu werden", die Verurteilten sind eskortiert durch deutsche gegangen, gegen jebe Erhöhung der Getreidezölle Stellung zu Soldaten. Weiter:„ Der Gang zur Richtstätte";" Verkündung des pirschen, und wenn die Khakimehrheit des Reichstags nur eine Spur Urteils durch General Baillard" Graf Waldersee hatte zuvor die von kulturellem Pflichtbewußtsein besäße, würde sie wenigstens den Hinrichtung anbefohlen; die Hinrichtung" zeigt, wie der Scharfunter dem Titel„ kleiner Beruhigungsstreifzüge" angekündigten weiteren richter dem niedergebückten Chinesen den Kopf abschlägt. Die Die Titulatur Hunde" und" Bestien" gegenüber den Chinesen Bogerjagden Einhalt gebieten. Fort aus China das Bilderfolge schließt mit Nach der Hinrichtung" und" Abholung der war ja eine Lieblingsbezeichnung unsrer ostasiatischen Kulturträger ist die einzige Lösung der furchtbaren Angelegenheit, die Europa Leichen zur Beerdigung". in den europäische Kultur so lebhaft kündenden Hummenbriefen". Blut, Geld und den Kulturnamen gekostet hat. Leichenhaufen, zerEs ist bisher wohl noch nirgends und niemals in Deutschland Auch die Herren Kriegstorrefpondenten urteilen meist von der Höhe störte Orte, vernichtete Handelsbeziehungen und Hunnenbriefe, unternommen worden, die Hinrichtung von Verbrechern photographisch ihres Schlachtroffes und ihrer Journalistenfirigkeit herab mit souve das haben wir mit den 278 Millionen erkauft. Die Wölfer Europas aufzunehmen und Bilder der furchtbaren Scene in Zeitschriften au räner Berachtung über die gelbe Nasse und die chinesischen Zustände. machte hier und da die abgeschmacte verbreiten. Erst seitdem den Deutschen die hehre Größe ihrer Erſt allmählich und die Geschichte werden Rechenschaft von den mit der China- Schuld civilisatorischen Aufgaben unter den Barbaren Ostafiens aufgegangen Ueberhebung und Schnoddrigkeit einer fich zuerst nur schüchtern ist, haben sie sich bis zu solchen Widerwärtigkeiten erhoben. Eine hervorwagenden, schließlich aber nicht mehr zu verhehlenden Beoffizielle Flottenzeitschrift, die von den besten Streifen" unterstützt wunderung Plaz: Wie seltsam zum Beispiel, daß die chinesischen Böllige Zerrüttung der Grundbegriffe des Prehgefehes und empfohlen wird, empfindet es nicht als eine schändliche Abscheu- Bauern sich nicht nur durch eine viel rationellere Bewirtschaftung lichkeit, durch dergleichen Abbildungen das gesunde Gefliht fedes des Bodens, sondern auch durch einen viel entwidelteren Reinlichkeitsrichtet eine Entscheidung an, die am Dienstag der 2. Straffenat nicht völlig tulturell Berwahrlosten zu beleidigen und die deutsche und Schönheitssinn vor unfren deutschen Bauern auszeichneten. Bas des Reichsgerichts fällte. Das Landgericht I in Berlin Jugend durch sportsmäßige Behandlung ernstester Ereignisse zu verhatte am 12. Oftober v. J. den Redacteur der Welt am Montag", rohen. Herrn v. Gerlach zu 150 M. Geldstrafe verurteilt wegen Beleidigung des Polizeipräsidenten. Die Beleidigung sollte enthalten Achtung, Ritualmord! Die Dresdener Deutsche Wacht" fein in einem Leitartikel, den Herr G. Fließ verfaßt has veröffentlicht folgenden Aufruf, die selbst in Sachsen kein grober Während v. Gerlach sonst als„ verantwortlich für den politischen Unfug iſt: Teil" zeichnete, enthielt jene Nummer den Vermerk Verantwortlich für den Leitartikel Gerhard Fließ, für den weiteren politischen Teil v. Gerlach, für den Handelsteil...". Dennoch hat das Gericht Herrn v. Gerlach als verantwortlichen Redacteur für jenen Leitartikel in Anspruch genommen. belasteten herrschenden Klaffen fordern. Der zweite Straffenat verwarf die Revision unter folgender Begründung: Deutsche Gltern! Ostern naht wieder. Noch find die grauenhaften Morde von Sturz, Xanten und Konik in aller Gedächtnis. Ungefühnt ist der Frevel und wird es wohl auch bleiben. Diese drei charakteristischen Morde fanden einer wie der andre kurz vor Ostern statt. Hütet Gure Kinder! Warnt sie vor jeglichem Verkehr mit verdächtigen Juden, daß ihnen nicht ein ähnliches Schicksal bereitet werde, wie jenen blühenden Kindern, die infam hingeschlachtet und zerstückelt wurden. Deutsche Eltern, hütet Eure Kinder ganz besonders in der Osterzeit!" intimen Beziehungen zu jüdischen Journalisten auf; denn wer weiß, Hoffentlich giebt der Dr. Bödel wenigstens in der Osterzeit die Centrum8- Taktik. " Der Senat ist zwar der Anschauung, daß die Zeichnung ein notwendiges Begriffsmerkmal sei für die Feststellung, wer ver antwortlicher Redacteur ist, daß dies aber für sich allein nicht genügt, sondern daß der Betreffende außerdem auch wirklich der verantwortliche Redacteur sei. Danach würde weder Fließ noch v. Gerlach verantwortlich ob man nicht auch nach seinem Blute lechzt! fein. Fließ war aber kein Redacteur und b. G. war nicht verantwortlich, weil er nicht gezeichnet hatte. Nach der Feste stellung des Landgerichts ist v. G. der einzige gewesen, der Socialdemokratie eingeschlagen werden. So verlangt wenigstens ein Gine andre Tattit soll von ultramontaner Seite gegen die wirklich eine verantwortliche Redacteur- Thätigkeit bekleidete; er hat den Artikel mit Kenntnis von seinem Inhalt zum Drud befördern lassen. Der Vermerk bezüglich der Verantwortlichkeit, wie er lautet, ist nur dahin zu verstehen, daß in Bezug auf diese eine tonkrete Nummer Fließ den Leitartikel verantwortlich zeichnen wollte. Eine solche Erklärung ist bedeutungslos. Deshalb bleibt b. G. für den ganzen politischen Theil verantwortlich. Bei einer solchen thatsächlichen Auslegung des Vermerks ist v. G. mit Rechtlich berurteilt worden. Der Straffenat erfindet einen vollkommen neuen Begriff des ,, berantwortlichen Redacteurs". Herr Fließ, fagt der Senat, sei zwar als verantwortlicher Redacteur auf dem Blatt ver Herr Fließ. fügen wir hinzu, war zwar bereit, zeichnet; die übernommene Verantwortlichkeit wirklich zu tragen aber in Wirklichkeit ſei er gar kein Redacteur, könne er also auch nicht als Berantwortlicher gelten. Was ist ein„ Redacteur?" Muß er für eine bestimmte längere Frist in der Redaktion angestellt sein? Wie lang muß diese Frist sein? Ist der Chefredacteur der Hamb. Nachr.", der allerdings aus besonderen Gründen in Tagegeldern honoriert wird, kein Redacteur?" Ist jemand der aushilfsweise in einer Redaktion beschäftigt ist, Redacteur?" diese Fragen beweisen, daß die Rechtssprechung heillos verwirrt wird, sobald sie sich nicht an die vom Breßgefeß geforderte Willensbekundung desjenigen hält, der bereit ist, sei es für eine oder mehrere Nummern einer Zeitung, sei es für einen oder mehrere Artikel einer einzelnen Nummer die Verant wortlichkeit zu tragen. Ganz unglaublich ist die Zurückweisung des sich als Verantwortlichen darbietenden, wenn dieser sogar seine Verfasserschaft des Artikels zugesteht. Der Straffenat hat die Bestimmungen des Preßgefezes glücklich in das Gegenteil deffen ausgelegt, was sie deutlich besagen: der verantwortliche Redacteur ist nicht verantwort licher Redacteur und der nicht verantwortliche ist berantwortlich! Derjenige, der allein die möglicherweise erfolgende Anllage und Strafe bestehen wollte, wird nicht als verantwortlicher Redacteur anerkannt; allerdings wird er, damit ihm nichts geschenkt bleibe, wegen Beleidigung oder wegen des sonst im infriminierten Artikel gefundenen Vergehens bestraft. Derjenige, der ausdrücklich die Verantwortlichkeit für den Artikel nicht zu tragen fönnen erklärt und nicht tragen wollte wird dann auch noch angeklagt und verurteilt. W Englische Bestätigungen der Hunnenthaten. In der„ Concord", Zeitschrift für die Internationale Friedensgesellschaft" schreibt ein englischer Offizier über seine Wahrnehmungen in China. Es heißt da u. A: Zwischen Beting und der Küste passierte ich viele kleine Städte und Dörfer; überall war geplündert worden, viele waren von den Bewohnern verlassen, still und leer lagen sie da, wie die Ruinen von Niniveh oder Babylon. Nur Kulis sah man hier und da, die von den Verbündeten zur Arbeit gezwungen waren. Außer in Beling und Tientsin begegnet man sonst in iener Gegend Teil der katholischen Bresse am Rhein. Der Arbeiter", das Organ der katholischen Arbeitervereine Nord- und Ostdeutschlands, der in Berlin erscheint, hatte in allbekannter Art, die selbst das Centralorgan kratischen Führer hergezogen. der„ Germania" nicht als zu schmutzig verschmäht, über die socialdemo Die„ Hunderttausende" würden den Arbeitern wieder aus der Tasche gezogen und die Führer lebten in nichts übrig. Der Schlußfaz des Artikels heißt: Saus und Braus, zur Unterstügung der Arbeiter blieb selbstverständ Die armen Arbeiter müssen zahlen und immer wieder zahlen, damit die Kosten der Agitationen gedeckt werden; die Führer aber freuen sich ihres Reichtums und bereden die große Masse immer wieder, noch mehr Arbeitergroschen auf den„ Altar der Propaganda" niederzulegen." besonders scharf bie„ Westdeutsche Arbeiterzeitung", das Organ des Ueber den Artikel entrüsten sich einige katholische Zeitungen und fatholischen Arbeitersekretärs Giesberts. Sie schreibt: Wenn man eine solche Notiz in einem Scharfmacherorgan Stummscher Couleur gefunden hätte und es scheint uns beinahe, als rühre sie daher so wäre das nicht verwunderlich. Von diesen Leuten, die ihren eignen Sekretären fürstliche Gehälter bezahlen und ein ganzes Heer von Preptulis schwer honorieren für die fyftematische Bekämpfung aller Arbeiterbestrebungen, für Propagierung von Zuchthausgefeßen und Ministerstürzerei, ist man nichts andres gewohnt. Daß jedoch ein katholisches Arbeiterblatt mit solchen unschönen Mitteln den Kampf gegen die Socialdemo fratie und die Gewerkschaften führt, das ist beschämend und unfrer eignen Sache recht gefährlich. Gefährlich deshalb, weil es die katholischen Arbeiter in den Gedanken einwiegen muß, es tönnte ohne Opfer an Geld für ihre Sache etwas erreicht werden; dann weil es die katholischen Arbeiter mißtrauisch machen muß gegen ihre eignen Kameraden, welche in der Bewegimg ftehen. Weiß denn der Arbeiter" nicht, daß gerade unsre fatholische Arbeiterbewegung und ebenso die christliche Gewerkschaftsbewegung eben deshalb nicht vorwärts tommt, weil überall die Mittel fehlen, um energische Agitation zu betreiben Wahrlich, wir haben und geeignete Arbeiter frei zu stellen? " aber vollends der zweifellos beste Stenner der chinesischen Verhältnisse, Sir Robert Sart, der ein ganzes Menschenalter lang Land und Leute, Sitten und Gebräuche Chinas zu studieren Gelegenheit hatte, in der neuesten Nummer der Deutschen Revue" über die gelben„ Bestien" sagt, muß bei jedem Belehrungsfähigen vollends den zopfigen europäischen Kulturdünkel mächtig erschüttern. Sir Robert Hart führt u. a. aus: " Die Chinesen sind ein stolzes einige fagen ein hochmütiges Volt, aber sie haben sehr gute Gründe für ihren Stolz, und ihr Hochmut tann entschuldigt werden. Fern von der übrigen Welt haben sie für sich dahingelebt und ihre eigne Kultur entwickelt... Die Künste des Friedens haben in den Augen eines jeden die erste Stelle eingenommen, und genau so wie die Macht dem Rechte weichen muß, so werden geistige Vorzüge überall geehrt, wo sie sich auch zeigen mögen, und die Führer des Volks sind die, die in den maßgebenden staatlichen Prüfungen bewiesen haben, daß sie mehr Begabung befizen, als ihre Genossen. In feinem andren Lande genießt die Bildung so viel Achtung und Ebre, bringt so viel Nuzen und trägt so hohe Belohnungen ein; auf ihrer schwanken Leiter, die breit am Fuße, schmal an der Spize ist, kann der Sohn des ärmsten Baueru zu den höchsten Stellungen unter den Staatsministern in nächster Nähe des Throns emporklimmen, und so groß ist die Verehrung für die Schriftzüge, jene einfachen Uebertragungsmittel des Gedankens, daß es als Entweihung gilt, auf ein beschriebenes oder bedrucktes Blatt Papier zu treten. Die findliche Liebe begründete gegenseitige Verantwortlichkeit, und diese wiederum ermöglicht die Herrschaft des Nechts ohne Rücksicht auf Macht; die negative Vorschrift, nichts zu thun, von dem wir nicht wollen, daß die andern es uns thun, machte aus der Nichteinmischung in fremde Angelegenheiten eine Tugend und begünstigte Vorurteilslofigkeit und allseitige Toleranz." Auch über die Ursachen der nationalen Erhebung der Boyer segriffen, schwerlich aber als unrichtig nachgewiesen werden wird: giebt Sir Robert Hart eine Darstellung, die wohl gehäffig anDurch die Verträge von Tientsin erlangten Fremden einige Vorrechte, die in der Folge von verschiedenen Eingeborenen, deren Interessen dadurch verlegt waren, als schädlich betrachtet wurden. Missionare ließen sich an manchen Orten im Innern des Landes nieder, und dies war die Ursache nicht nur von Streitigfeiten zwischen Bekehrten und Heiden, sondern auch von Klagen, daß sich die Missionare in die amtlichen Geschäfte der Orte mischten und dadurch sowohl die Mandarinen als das Volk reizten. Mehr als all dieses aber erbitterte die fortgesetzte Beleidigung, die in der Ausbedingung der Egterriforialität( Befreiung von den Gesetzen des Landes) lag... Auf chinesischer Seite haben wir Prinz Kung ausrufen hören: Verschonen Sie uns mit Ihrem Opium und Ihren Missionaren und alles wird gut werden," während der noch größere Wen Hsiang, der um diefelbe Zeit gleichsam Brinzminister war, bei einer Gelegenheit sagte: Beseitigen Sie Ihre Erterritorialitäts- Klausel, und Kaufleute und Missionare können gehen, wohin sie wollen." Es mag in der Sprache eines jeden eine gewisse Uebertreibung liegen, aber diese Sprache drückte eine Anschauung aus, und diese Anschauung verbreitete sich außerordentlich schnell." " alle Ursache, uns die Opferwilligkeit der focialdemokratischen Robert Hart und Herr v. Brandt geben über die Schuld Die besten und uninteressierten Chinakenner- Sir Arbeiter zum Vorbild zu nehmen. Wie die Gelder verwendet werden, ist in erster Linie Sorge der socialdemokratischeu Arbeiter an der Borererhebung eine so übereinstimmende und einleuchtende Darstellung, daß die entrüsteten Ableug= selbst." Nach längeren Ausführungen über die Kampfesweise des nungen der Schuldigen feinen Glauben finden können. Centrums im allgemeinen gegen die Socialdemokratie schreibt sie weiter: Arbeitergroschen Ausland. Destreich- Ungarn. Heute sind wir in die Notwendigkeit verfekt, selbst bezahlte Agitatoren Agitatoren anzustellen, die von leben müssen, um ihre ganze Kraft der Arbeiterbewegung Zu Prügeleien tam es auch am Mittwoch wieder im Abwidmen zu können. Sezen wir der opferwilligen socialdemo- geordnetenhause. Der Obstruktionsredner der Jungczechen, tratischen Arbeiterschar eine gleiche opferwillige christliche Arbeiter- namentlich die Rede des Abgeordneten Tresse, riefen den Widerschar gegenüber und führen wir den Stampf gegen die Socialdemo- ipruch der Aldeutschen hervor. Mehrere radikale Deutsche näherten tratie mit ehrlichen Mitteln, nicht mit Argumenten, die in unser fich den Bänken der Radikal- Czechen und begannen mit denselben eignes Fleisch schneiden." ein Handgemenge. Diese Scene wiederholte sich noch zweimal. Frankreich. Lord Kitchener soll für März eine Gegeninvasion in das Rapgebiet Die Enthüllungen Déroulèdes. Déroulède hat, um wieder planen. Danach scheint er seinen Unterfeldherrn die Säuberung des einmal von sich reden zu machen, auf einem Nationalistenmeeting, stapgebiets nicht zuzutrauen. das in San Sebastian zur Feier des so kläglich mißlungenen De Wet Die Sigung mußte auf eine halbe Stunde unterbrochen werden. I finden, während French gemeldet hatte, daß Botha von ihm östlich auch ein Umzug durch die Straßen des Orts statt und hatten die Nach Wiederaufnahme der Sigung konnte Abg. Treffe seine Rede, nach dem Swaziland gedrängt worden fei. Daily Telegragh" Feiernden ihre Winkeleifen, sowie Stäbe mit roten Bändern allerdings nur unter fortgesettem Widerspruch der Andeutschen, behauptet, daß die von French verfolgte Kolonne von Louis mit im Zuge. Bon seiten des Gendarm Göze, sowie des beendigen. Hierauf wurde die Verhandlung über die eingegangenen Meyer befehligt werde. Man scheint also die Spur Bothas ver- Bürgermeisters Wehricht wurde dem ganzen Feste von Anbeginn an Dringlichkeitsanträge wieder aufgenommen. loren zu haben. etivas mißtrauisch begegnet und namentlich das Tragen der roten Bänder, sowie das Singen von Gewerkschaftsliedern und das Halten von Reden als eine Art Revolution ansehen. Als an dem fraglichen Sonntagabend es bei der Feier laut herging, wurden vier Personen wegen Nubestörung zur Anzeige gebracht. Am darauffolgenden Montag wurde nach Auffassung der Ortsobrigkeit der Standal fortgesezt. An diesem Tage nahm der Gendarm Göße eine Revision der Gastwirtschaften vor fand in der Wirtschaft zum„ Ratskeller" wieder eine Anzahl von Maurern vor, die biertrinfend und ziemlich laut singend dafaßen. Er holte den Bürgermeister und dieser alarmierte gegen die„ Aufrührer" die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute griffen nun die in der Rich- Strugstube sigenden Maurer und Zimmerer an und führten eine Anzahl von ihnen ins Sprigenhaus. den Da also Sonstige Vorgänge im Kapgebiet. Nach einer Kapstädter Meldung beseßten die Boeren mond und zogen sich erst zurück, nachdem sie sich fämtliche Lebensmittel angeeignet hatten. Clamwilliams das gegen foll von den Engländern besest worden sein. Die tägliche Verluftliste Butsch versuchs in der Renilly- Kaserne stattfand, allerlei Enthüllungen soll sich mit 700 Mann seines eignen Kommandos und über das Mißglücken seines Handstreichs gemacht. Nach seiner Dar- Truppen Herzogs nach Petrusville begeben haben. stellung mißlang der Butsch nur deshalb, weil er als tugendhafter Herzogs Kolonne 1500 Mann zählt, wären De Wets Truppen Stepublikaner das an ihn gestellte Anfinnen, die Pläne der Roya- 2200 Mann start. listen zu fördern, entrüstet zurückwies. In der Nacht des 23. Februar feinen bereits alle Vorbereitungen zu dem geplanten Handstreich getroffen gewesen, als morgens 2 Uhr jemand, dessen Namen er nicht nennen wolle, ihn aufgesucht und ihm die Frage vorgelegt habe, was er thun werde, wenn im Augenblick der Aktion der Herzog von Orleans sich unter die Butschisten mischen werde. Er habe darauf geantwortet; „ Wenn der Herzog von Orleans fich morgen unter die Meinigen mischen sollte, so werde ich ihn selbst beim Kragen der englischen Truppen in Südafrika berichtet vom Dienstag von nehmen. Ich bin ein plebiscitärer Republikaner, der ebenso zwei Toten, 20 Verwundeten, zwei Vermißten, 56 an ein Feind der monarchistischen Restauration wie der Krankheiten Verstorbenen und 54 schwer Erkrankten. Beibehaltung des parlamentarischen Regimes ist. Ich handle für die Republit." Sein Staatsstreich versuch sei darauf durch den Verrat einiger. Royalisten vereitelt worden. Man habe am Morgen alle polizeilichen und militärischen Dispositionen geändert; General Roget habe ihn, statt gegen das Elysée zu marschieren, verhaftet. Die bonapartistische" Autorité" bemerkt zu den Enthüllungen, daß Déroulèdes Andeutung, daß Generale seine Komplicen gewesen feien, auf die Oeffentlichkeit einen schlechten Eindruck machen müßte. Die Peft. In Kapstadt find am Dienstag 7 nene Bestfälle gemeldet worden. Unter den Erkrankten befindet sich ein Europäer. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. und Der ganze Vorfall, der f. 8. als Aufruhr und Landfriedensbruch angesehen worden war und zu welchem ein gar gewaltiger Apparat in Bewegung gesetzt wurde, stellte sich als ziemlich harmlos heraus und beantragte selbst der Vertreter der Das Resultat der ganzen Staatsaktion war, daß die meisten freiStaatsanwaltschaft zum Teil Freisprechung, resp. nicht hohe Strafen. gesprochen wurden, andere wurden mit 6 M. Geldstrafe bedacht und nur wenige erhielten ein paar Wochen Gefängnis wegen Körperverlegung. Man fann aber aus diesem Fall ersehen, wie leicht man zu einem Aufrührer" werden kann. Die Stuttgarter Schneider beschlossen, in eine Lohnbewegung einzutreten. Sie fordern eine höhere Bezahlung von Stückpreisen und Vergütung der Extra- Arbeiten. In allen Geschäften, in welchen bis nächsten Freitag eine Bewilligung der gestellten Forderungen nicht erfolgt, foll Sonnabend die Kündigung eingereicht und Achtung Tapezierer! Die Firma Jädel, Markgrafen Von solchen Dingen spreche man nicht, selbst wenn sie wahr seien, straße 20, jucht in bürgerlichen Blättern Tapezierer, aber nicht- 14 Tage später in den Streit eingetreten werden. Es handelt gefchweige denn, wenn sie zweifelhaft feien. Jaurès schreibt in der Petite République", der Anti- berbandsmitglieder". Wir weisen darauf hin, daß sich dort sich um etwa 30 Geschäfte, für welche die Lohukommission einen femit Guérin habe die Royalisten von Déroulédes Plan unterrichtet; die Kollegen im Ausstand befinden, weil Herr Jädel trop Beschlug dreifachen Tarif ausgearbeitet hat, welcher von der Versammlung in diese hätten während des Trauergottesdienstes die beteiligten Generale der Achtzehner- Kommission die Preise erniedrigt hat. Da Herr Jädel allen Bunkien gutgeheißen wurde. Die Arbeiter, meist Maßschneider, veranlaßt, nichts zu Gunsten Déroulèdes zu thun. Nach dem bis heute erfahren mußte, daß sich organisierte Arbeiter nicht als hoffen übrigens, ohne Arbeitseinstellung ihre Forderungen Siècle" müßte der ehemalige Ministerpräsident Charles willige Ausbeutungsobjekte benußen lassen, deshalb soll dieses Ziel bei durchsetzen zu können. Dupuy die Absicht Déroulèdes gekannt haben, weil er den Kriegs- unorganisierten Arbeitern erreicht werden. Ob unfre Indifferenten minister veranlaßt habe, die Aufstellung der zum Leichenbegängnis aus folchen Inseraten die nötigen Schlüsse zu ziehen verstehen? ausgerückten Truppen zu verändern. Trotzdem habe Dupuh. Wenn fie einige Tage bei der Firma Jäkel gearbeitet haben, dann Déroulède nicht wegen och verrats verfolgt, sondern nur werden sie es vielleicht begreiflich finden. Hoffen wir es! Zuzug ist fernzuhalten. wegen Preßbergehens bor das Schwurgericht geschickt; Dupuy müsse deshalb vor den Staatsgerichtshof gestellt " werden. Der Temps" erflärt ziemlich kühl: " in Um Abdruck in der übrigen Arbeiterpresse wird gebeten, da auch der bürgerlichen Bresse der Proving Arbeitswillige für diese Firma gesucht werden. Die Verbandsleitung. Es ist Sache der Royalisten, Herrn Déroulède zu antworten Die Einführung eines Arbeits- Kontrollbuchs beabsichtigen, und Aufklärung darüber zu erteilen, ob sie ihn der Polizei wie eine Berliner Lokalkorrespondenz mitzuteilen weiß, die Berliner denunzierten. Wie es sich aber auch mit dieser Anekdote verhalten Handwerksmeister. Die Maßnahme beschäftigt jegt wieder den mag, so ist es augenscheinlich, daß die Royalisten Herrn Déroulède Ausschuß der Berliner Innungen. Die Meister begründen fie nicht gern im Elysée gesehen hätten. Hier greift man mit damit, daß die Klagen der Arbeitnehmer gegen die Arbeit Fingern das Thörichte und das Machtlose der natio- geber aus den Arbeitsverhältnis ungemein zugenommen haben. nalistischen Koalition. Die verschiedenen kleinen Gruppen, Diesen vielen Klagen soll das Arbeits- Kontrollbuch vorbeugen. Royalisten, Bonapartisten, Déroulédisten, Nationalisten des Parla Es foll flare Bestimmungen über das Arbeitsverhältnis enthalten ments, französische Socialisten" usw. sind einzeln genommen so und muß von jedem, der eine Arbeit antritt, unterschrieben werden. schwach, daß sie das Bedürfnis haben, sich gegen den gemein- Der Ausschuß, in dem 43 Jumungen vertreten sind, beschloß, die famen Feind zu verbinden. Daraus ergiebt sich eine lärmende einheitliche Einführung allen Innungen dringend zu empfehlen und Oppofition, bie manchmal start genug ist, um vorübergehend die damit balbigft vorzugehen, da nur ein schriftlicher Arbeitsvertrag öffentliche Suhe zu stören. So war der Boulangismus, so ist der gegen Schaden schüße. Nationalismus. Aber diese Koalition, welche Unruhe und Wirren stiften kann, ist negativ in ihrer Politit, des Handelns, der Ein fegung einer neuen Ordnung unfähig, denn wenn alle die kleinen Gruppen einmütig zerstören wollen, was da ist, so hat eine jede eine Ordnung vor Augen, die sie einführen möchte, oder einen Brätendenten, der untergebracht werden sollte. Am Tage vor der Revolution müssen sie sich zanten und auf einander schießen. Italien. dem Bericht des Vertrauensmanns gegenwärtig einen Bestand von Der Streiffonds der Musikinstrumenten- Arbeiter weist nach 162,35 M. auf. Der Einnahme von 791,10 M. stand im vergangenen Jahre eine Ausgabe von 628,75 M. gegenüber. In der Bersammlung, in der dieser Bericht gegeben wurde, wurde auch Mitteilung von der Einführung einer neuen Bugmaschine gemacht. Ob dieselbe sich bewähren und ob ihre Einführung für die Arbeiterschaft etwa Gefahr bringen würde, darüber waren die Meinungen geteilt. Die Hungersnot in Apulien. An die Barbier- und Frifenr- Gehilfen Berlins. Rom, 24. Februar. Kollegen! Die Arbeitgeber rüsten sich, fie holen zu einem Die Bourgeois Journale wimmeln von Korrespondenzen aus um unsre wirtschaftliche Lage noch Süd- gelvaltigen Schlage ans, Apulien- den 3 Provinzen Bari, Foggia und Lecce an der Süd- mehr herabzudrücken, die Arbeitszeit zu verlängern. Es ist liiste der Adria welche von der Hungersnot berichten, von der daher notwendig, daß wir uns aufraffen, um den Schlag zu Tausende und Abertausende seit Monaten beschäftigungslose Arbeiter, parieren. Zu diesem Zwed müßt Ihr Euch der Organisation anschließen. Zu einer gründlichen Besprechung der Zustände sowie der ebentl. Lohnbewegung fordern wir Euch auf, recht zahlreich in der am 28. abends 10 Uhr, Alte Jakobstraße 37, stattfindenden öffent Es gilt Stellung zu nehmen zu lichen Versammlung zu erscheinen. den aufzustellenden Forderungen. Die Agitationstommission. Deutsches Reich. D Aus der Frauenbewegung. Gemeinnütiger Stellennachweis für minderjährige Mädchen. Unter diesem Namen ist ein Verein ins Leben getreten, welcher schulentlassenen Mädchen kostenlos Anfangs- resp. Lehrstellen vermitteln will. Ueber alle, jungen Mädchen offenstehenden Berufsarten erteilt er Auskunft. Sein besondres Augenmerk richtet er darauf, diejenigen Mädchen, welche sich einem gewerblichen Beruf widmen wollen, den günstigsten Erwerbszweigen zuzuführen. Das Bureau befindet fich Bridenstr. 8 im Arbeiterinnenheim und ist vom 1. März bis 15. April täglich in den Nachmittagsstunden von 32-6 Uhr geöffnet. Der Stellenmachweis erfolgt auch für die Lehrherren to stenfrei. Sociales. verordnetenkollegium in alle 10 000 r. zieds Ausführung von Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bewilligte das StadtNotstandsarbeiten. Der Magiftrat hatte sogar unter Anerkennung der großen Notlage 16 500 m. gefordert. Die Stadtverordneten waren jedoch der Meinung, für 10 000 m. fönnte man viel Steine Arbeitslosen zuweisen will. Klopfen lassen; das soll nämlich die einzige Arbeit sein, die man den In Linden bei Hannover wurden in einer Versammlung Der Bürgermeister war durch den 431 Arbeitslose festgestellt. Arbeitersekretär Baul ersucht worden, ein Mitglied des Magistrats nach der Versammlung zu entfenden. Darauf erhielt er vom Bürgermeister eine Buschrift, daß dazu keine Veranlassung vorliege, weil gar nicht bezweifelt werde, daß es zur Zeit eine nicht unerhebliche Bahl Arbeitsloser in der Gemeinde gebe. Daß man etwas zur Linderung des Notstands thun wolle, davon sagt der Bürgermeister nichts. Gegen die Einschränkung der Hansindustrie nahm der Stadtrat in Planen i. V. Stellung. Er beschloß, bei der sächsischen Regierung vorstellig zu werden, daß sie ihren Vertreter im Bundesrat anweise, gegen die nach dieser Richtung vorliegenden Anträge zu ftimmen. Bei einem Gemeindewahlrecht, das die arbeitende Beölkerung zu ihrem Rechte kommen läßt, würde sich der Stadtrat folchen Beschluß allerdings zehumal überlegen. = die von allem entblößt sind, betroffen worden sind. Jene Gegend, durch die Aufhebung der Handelsverträge mit Frankreich schon empfindlich geschädigt, hat innerhalb von 5 Jahren schon 2 mal die Philoxera ihre Weinberge verwüsten sehen und es Oftelbische Zustände auf der fürstlichen Domäne in Arnerleben müssen, daß die mosca olearia die Olivenernte vernichtete. stadt( Schwarzburg Sondershausen). In einem jammervollen Zus Bei dem gänzlichen Ausfall jeglicher Ernte können die Besizer die stande, so schreibt der in Arnstadt erscheinende General- Anzeiger", Steuern nicht bezahlen, die Bächter können ihre Bacht nicht entrichten also ein bürgerliches Blatt, wurde vor einigen Tagen eine aus und beiden fehlt das Geld, um die erforderlichen neuen Landarbeiten vornehmen zu können. Die Landarbeiter, ausgemergelt von den ca. 10 Köpfen bestehende Arbeiterfamilie auf der hiesigen fürstlichen Arbeitgebern, vom Hunger geschwächt, halb erfroren, fordern Arbeit. Die Hamburg Altonaer Buchdruckergehilfen diskutierten Domäne gefunden. Der in einem Seitenflügel der Domäne be Ihre schon in einer früheren Korrespondenz geschilderte enorme Ver- am Sonntag in einer start besuchten Versammlung die Frage: Wie legene Wohn- und Schlafraum der Familie war anstatt mit einem elendung der Lage-die Arbeiter feiern es als Fest, für 20 Centefimi stellen wir uns zu den Tarifvereinbarungen?" Die jetzt gültigen Ofen nur mit einer Grude versehen, welche für die nötige Tagelohn arbeiten zu können hat schon in verschiedenen Ortschaften Vereinbarungen laufen am 1. Juli d. J. ab. Der Referent Wärme forgen sollte. Berbrochene Fensterscheiben, welche mit alten waren, Lappen zugeftopft zur Erneuerung der vor einigen Jahren vorgekommenen Hunger. Demuth gab einen Ueberblick über die Tarifbewegung und sorgten für die nötige tummulte geführt, und in Nardò hat die empörte und verhungerte teilte mit, daß die Zahl der Firmen, die den Tarif anerkennen, stetig Erde ausgebreitete alte Lumpen. Auf dieser Lagerstätte kam um Ventilation. Als Lagerstätte für die ganze Familie dienten auf die Bevölkerung einem Millionär der Ortschaft, der sich geweigert hatte, zugenommen hat und von 895 im Jahre 1896 auf nahezu 4000 ge- am 10. b. M. die Ehefrau des durch Ueberfahren förperlich nicht ihr Arbeit zu geben, die Scheiben eingeworfen. wachsen ist. Es handele sich nun darum, ob der Tarif gekündigt oder nur Die Behörde hat sofort Vorkehrungen gegen den Hunger ge- revidiert werden sollte. Ein Antrag auf Kündigung aus der unerheblich verletzten und kranken Ehemanns nieder. Am 16. d. M. troffen... nämlich, sie hat sofort per Extrazug Truppen dorthin Mitte der Versammlung fand nicht die genügende Ünterſtügung. erlöfte der Tod den armen Mann von seinen Leiden. Eins der Kinder befördert! Nach längerer Debatte wurde folgende Resolution angenommen hat sich durch die in den letzten Tagen und früher herrschende Kälte In Foggia hat der Magistrat Brot zu 15 Centesimi das Kilo-„ Die versammelten tariftreuen Buchdrucker von Hamburg- Altona eine Zehe erfroren, die übrigen Kinder haben sich, um sich etwas zu granım verteilt, wobei er ca. 100 000 m. bei dieſem billigen Verkauf find, nachdem sie das Für und Gegen genau erwogen haben, zu der erwärmen, auf die Grude gejezt. Durch den Tod des Vaters kam das zufeßt. Die Brotwagen wurden von der ausgehungerten Bevölkerung Ansicht gelangt, daß es sich im Gesamtinteresse empfehle, eine jammervolle Dasein der ganzen Familie zur Kenntnis des Magistrats und thatsächlich im Sturm angegriffen. Die Menge wurde mit gefälltem te vision der am 1. Juli cr. ablaufenden Tarifbestimmungen zu der städtischen Polizei, welche sofort einschritt und die ganze Familie Bajonett von den Truppen zurückgeworfen, wobei ein 16jähriger beantragen. Die Versammelten halten eine zehnprozentige Er- dem städtischen Kranten bezw. Armenhause zuführte. Die Bedauerns Junge einen Bajonettstich durch die Kehle erhielt. höhung der Grundpofition und eine Erhöhung des Lotalzuschlagswerten mußten erst einer gründlichen Reinigung unterzogen werden, von 25 auf 831/8 Prozent für erforderlich und beauftragt den Ge- denn eine Unmenge Ungeziefer haftete an ihnen. hilfenvertreter Klapproth- Hannover, diesbezügliche Anträge beim Familienangehörigen, welchem eine Zehe erfror, ist auf ärztliche AnTarifamt für Deutschlands Buchdrucker zu stellen." Aus der sonstigen weifung diefelbe durch Amputation entfernt worden. Hoffentlich Debatte ist noch erwähnenswert, daß mehrere Redner dafür eintraten, führt die anhängig gemachte Untersuchung die strenge Bestrafung den Tarif in Zukunft nur auf 2-3 Jahre festzulegen. der Schuldigen herbei. Eine intereffaute Statistik über die Lohn- und Arbeitsver= Quartal 1900 wird von unsrem dortigen Parteiblatt veröffentlicht. hältniffe in der Metallindustrie in Chemnis für das Von 1724 ausgegebenen Fragebogen gingen 922 beantwortet ein, Die Landeskonferenz der Metallarbeiter Sachsens, welche deren jeder sich auf einen Arbeiter bezog. Es befanden sich unter am 24. Februar in Döbeln abgehalten wurde, war von 45 De- den 922 Arbeitern 159 unter 20 Jahren alte, 474 im Alter von 20 legierten besucht. Aus dem Bericht des Agitationskomitees ist er bis 30 Jahren, 199 im Alter von 30 bis 40 Jahren und mur fichtlich, daß der Verband durch die Einführung der Arbeits- 90 ältere. Verheiratet waren 575; sie hatten 884 Kinder. to jen Unterstützung nicht, wie vielfach befürchtet wurde, Arbeitslos waren 99 zusammen 2595 Tage. 835 arbeitezurückgegangen ist. Es wurden besondere Berichte für Ost- und ten mit verkürzter Arbeitszeit. Die Berkürzung betrug West- Sachsen gegeben. Von dem Berichterstatter für Ost Sachsen im Durchschnitt 8,41 Stunden pro Woche. Lohnkürzungen im wird angeführt, daß sich der Beginn der Krisis benierkbar mache. Die Zahl Stundenlohn erfuhren 20 Personen und Lohnkürzungen im Accord der Abgereisten übersteigt in allen Orten die der Zugereisten. In Dresden 101 Personen. Trotzdem mußten 105 Mann zufammen pro Woche wurden allein für 1885 Tage Arbeitslosen- Unterstüßung gezahlt: 488 Ueberstunden machen. Es hatten also von den 922 Mann nur in Chemnitz verausgabte man für diesen Zweck im IV. Quartal 1900 388 normale Arbeitszeit, mehr als die Hälfte mußten ganz oder pro Stopf und Woche 41/2 Pf., in der Zeit vom 1. Januar bis teilweise feiern, und 105, also immer noch der fünfte Teil der an 23. Februar jedoch 6/2 Pf. pro Kopf und Woche. Die Arbeitslosen der Arbeit Behinderten, mußten über die normale Zeit arbeiten. Das Unterstützung werde noch wachsen, werde aber auch bei eintretender Ganze nennt man göttliche Weltordnung. Krise die allgemeine Verbandsflucht verhindern. Die Regierung hat bis jetzt 36 000 Fr. für die Volksküchen und die Armen gesandt. Ein Tropfen auf einem heißen Stein! In nicht erfreulicherer Lage befindet sich die Bevölkerung der Capitanata, wo schon Demonstrationen von Landleuten vor dem Rathaus stattgefunden haben, und im Neapolitanischen hat die Schließung verschiedener Werkstätten eine Vermehrung der Diebstähle und Ueberfälle gezeitigt. Rumänien. Das neue Kabinett ist folgendermaßen konflituiert: Sturdza Präfidium, Aeußeres und interimiſtiſch Krieg, Aurelian Inneres, Stoicesco Justiz, Jean Bratiano öffentliche Arbeiten, Haret Unterricht, Balladi Finanzen, Missir Domänen. Die Minister haben be reits den Eid geleistet. Afrika. Die Somali- Expedition wurde nach einwöchigem Marsch, auf dem sie 114 Meilen zurüdlegte, beim Errichten eines Lagers von den Aufständischen überfallen. Es gelang, den Feind zurüdzuwerfen, der 150 Mann verlor. Die Engländer hatten 17 Tote, darunter Maitland, und mehrere Verwundete. Die Kolonne fehrte nach Faf Madu zurüd. Der Boeren- Krieg. 7 Beide, Meister und Gesellen, haben einen Lohntarif ausgearbeitet, In Altona find die Maler in eine Lohnbewegung eingetreten. Tonnten sich bisher aber noch nicht einigen. Die Anträge auf Einteilung Sachsens in Gaue und Anstellung von Gauleitern werden abgelehnt. Die übrige Debatte und die dazu gestellten Anträge beziehen sich auf Statutenänderungen. Die nächste Landeskonferenz foll in Chemnitz stattfinden. 4. Gerichts- Beitung. Dem einen Eine Zusammenkunft Kitcheners mit Botha foll nach der„ Daly Chronille" wirklich stattgefunden haben. Botha Einige bekannte Erscheinungen aus dem Sternbergjei ein 24 stündiger Waffenstillstand bewilligt worden, um sich mit Prozek tauchten gestern im Striminalgerichtsgebäude wieder auf, um dem Kommandanten über die Kapitulation zu verständigen.„ Aufrührer und Landfriedensbrecher." In Eisenach als genginnen in einer Anklagesache wegen Stuppelei zu fungieren. In einem am Dienstag abgehaltenen Kabinettsrat sei die An- wurde dieser Tage vor der dortigen Straffammer ein Prozeß ver- Die Auflage richtete sich gegen die Vermieterin Minna Krüger gelegenheit verhandelt worden. An der Sache dürfte kein wahres handelt, dessen Borgeschichte im Mai v. J. in Creuzberg bei geb. Kurth, die Verkäuferin Elisabeth Meyer und die Vermieterin Wort sein. Eisenach gespielt hat. Am Sonntag, den 18. und Montag, den Valesca Hausmann. Die Anklage vertrat Assessor Kaz, die die Rechtsanivälte Dr. Werthauer, Botha soll sich nach andren Meldungen zwischen Ermelo 14. Mai b. J. feierten die Maurer und Zimmerer in Crenzburg ihr Verteidigung führten und Wisselburg, also im Rüden von General French be- Gewerkschaftsfeft. Wie dies bei derartigen Festen üblich, fand u. a. Dr. Schwindt und Dr. Mendel. Die Verhandlung fand vor der Versammlungen. Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde. Donnerstag, den 28. Februar, abends 72 Uhr( pünktlich), im Hörsaal des tgl. Museums für Bötterkunde, Königgrägerstr. 120: Projettions- Bortrag bes Afritas reisenden Herrn C. G. Schillings über„ Wilde Tiere in Freiheit photographiert". China. Einstellung der Boxerjagden? 8. Straflammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Langerichtsdirektor Rösler statt. Die Oeffentlichkeit wurde ausgeschlossen, die Dinge, die dort zur Sprache tamen, interessierten jedoch die Polizei in so In der öffentlichen Versammlung, die am Dienstag bei hervorragendem Maße, daß in ihrem Auftrage zwei Stenographen Sachon, Müllerstraße, stattfand, verlangte der überwachende Polizeidie Verhandlung aufnahmen. Während der lezteren entwickelten auf lieutenant die Entfernung der Frauen aus dem Saal. Als dem Korridor sich lebhafte Unterhaltungen zwischen den jugendlichen man diesem außergewöhnlichen Verlangen des Beamten nachBeuginnen, die ihre Erlebnisse seit ihrem legten achtwöchigen Aufenthalt gekommen war, hielt Reichstags- Abg. H. Sachse einen Vortrag auf dem Gericht mit vielem Behagen austauschten. Auguste Callies über: Moral und Politit der herrschenden Klassen". trägt stolz an ihrem Finger einen Verlobungsring und versicherte den Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde von Wie den North China Daily News" aus Peking gemeldet wird, andren Mädchen, daß sie jetzt solide und ordentlich geworden sei und der start besuchten Versammlung eine Resolution angenommen, durch demnächst dramatischen Unterricht nehmen und nach Wien gehen die sich die Anwesenden verpflichteten, für den Wahlverein und den soll Graf Waldersee Befehl zur Einstellung der Strafwolle. Hedwig Ehlert freute sich ihres Daseins; sie hat die ungaft- Vorwärts" zu agitieren. Außerdem beauftragte die Versammlung expeditionen gegeben haben. Hoffentlich bestätigt sich die Meldung! An eine Heimfehr lichen Räume der Erziehungsanstalt, der sie überwiesen den Einberufer, gegen das Vorgehen des überwachenden Beamten des Expeditionscorps fann freilich nach den der neuen worden war, verlassen und ist zu ihrer Mutter zurückgekehrt. Beschwerde einzureichen. Nachdem die Versammlung geschlossen war, Beide warten nun auf das Schicksal ihres wegen Erpressung forderte der Beamte auch noch die Versammlungsteilnehmer zum Chinaanleihe beigegebenen Erläuterung noch lange nicht gedacht werden. angeklagten Vaters, welches sich am 13. März entscheiden soll. sofortigen Verlassen des Saals auf und ließ, als Köpfungen. Auch die unverehelichte Marie Erhardt gehörte zu dieser Gruppe diesem Verlangen nicht schnell genug nachgekommen wurde, den Ein Telegramm aus Peking meldet: Die Hinrichtung von von Beuginnen, ebenso die Tänzerin Nanny Vieweg. Der Groll Saal durch offenbar vorher bereit gehaltene Schußleute räumen. Tichi- Chong Chi und Ticheng Yu fand gestern nachmittag der letteren gegen die als Zeugin vorgeladene Martha Schnör wange teilte sich im Laufe des Vormittags auch den übrigen jugendDie Bau- Hilfsarbeiter hielten am Dienstag in Kellers Saal 3 Uhr in Gegenwart der elf Wertreter der Mächte, Die lichen Beuginnen mit, so zwar, daß es zu einem regelrechten Handgemenge eine start besuchte Bersammlung für beide Organisationsrichtungen fowie amerikanischer, japanischer und deutscher Truppen statt. tam, als die Schnörwange, welche ungünstig über die Angell. Krüger ab. Auf der Tagesordnung stand die Beratung eines Lohntarifs Berurteilten wurden enthauptet und legten großen Sie erklärten, sie seien glüdlich, wenn ausgesagt hatte, vorübergehend den Gerichtssaal verließ. Von den drei für das Jahr 1901. Wie der Referent Gustav Behrend mut an den Tag. Angeklagten war Frau Krüger am meisten, Frau Hausmann berichtete, haben die Unternehmer die Vertreter der Arbeiterorganis ihr Tod die Rüdtehr der verbündeten Truppen nach am wenigsten belastet. Die erstere hat seit Jahren ihre Wohnungen sation ersucht, mit ihnen wegen Festsegung der Lohn- und Arbeits- ihrer Heimat und die Südkehr des Kaisers nach Peking für sogenannte Lebemänner zur Verfügung gestellt und junge Mädchen, bedingungen für 1901 in Unterhandlung zu treten. Die Lohn zur Folge haben würde. Grundlage die Leider werden die patriotischen Wünsche der Opfer christlicher die kaum dem Kindesalter entwachsen waren, den Lüsten dieser Lebe- tommission hat darauf gefragt, auf welcher männer dienstbar gemacht. Die Angeklagte Meyer hat den Verkehr Unternehmer einen neuen Vertrag zu schließen gedenken, und, nach- Rache fich nicht erfüllen. Ein Special- Telegramm des Lokal- Anzeiger" behauptet im der jungen Zeugin Erhardt mit zwei Herren aus den sogenannten dem ihr die Bedingungen, welche der Unternehmerverband besseren Kreisen" vermittelt. Am glimpflichsten lag die Sache bei aufgestellt hat, mitgeteilt wurden, dieselben als unannehmbar be- Gegensatz zu der obigen Meldung, daß die sehr vornehm aussehenden Frau Hausmann, welche in einigen Fällen der gewöhnlichen Wohnungs- zeichnet und erklärt, die Arbeiter würden bis zum 1. März ihre Opfer bereits halbtot auf der Richtstätte angekommen feien. fuppelei geständig war, ohne daß dabei schwerwiegende Momente eignen Forderungen einreichen. Was die Unternehmer gewähren Ticheng- Yu habe den Eindruck gemacht, sich durch Opium betäubi zu Der Staatsanwalt beantragte gegen Frau Krüger wollen, ist der Hauptsache nach folgendes: a) Lohnarbeit: haben. Man wird abwarten müssen, welche Meldung der Wahrheit mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit, die darin liegt, daß so Pro Stunde für gewöhnliche Banarbeit 35-40 Bf., für Wassertragen, entspricht. Vermutlich wird man sich ja die Gelegenheit zu einigen Momentaufnahmen junge Mädchen, von denen das eine kurz vor der Einsegnung Rüsten 2c. 45 Pf., für Stein- und Kalfträger 45-60 Bf. interessanten photographischen Jedenfalls stimmten bisher alle gestanden, moralisch verdorben und auf den Weg des Lasters geleitet b) accordarbeit: Für 1000 Steine nebst Mörtel 2,25 M. bis nicht haben entgehen lassen. werden, zwei Jahre Gefängnis, gegen die Angeklagte Meyer zur Höhe von 0,55 Meter über dem Terrain, darüber hinaus sollen Meldungen darin überein, daß die Chinesen den Tod nicht sechs Monate, gegen Frau Hausmann zwei Monate für die Stockwerke Zuschläge gezahlt werden, die nach einem Einheits- fürchten. Gefängnis. Der Gerichtshof verurteilte Frau Krüger zu einem preise von 25 Pf. für den steigenden Meter zu berechnen sind, und Jahr, die unverehelichte Meyer zu vier Monaten, Frau für das Dachgeschoß soll eine Bulage von 1,25 M. gezahlt werden. Wochen das Material mehr als 35 Meter vom Leitergang entfernt ausmann, als die am wenigsten belastete, zu zwei 23'och en lagert, erfolgt für jede weiteren 10 Meter Entfernung ein Buſchlag von 30 Pf. pro 1000 Steine. Tragen von Kalksteinen und Mörtel zu 1 Kubikmeter Mauerwerk 1 M., zu 1 Quadratmeter Rappuzz 5 Pf. Das Tragen von Verblendsteinen unterliegt besonderer Bereinbarung. obwalteten. Gefängnis. Diese Lohnfäße erklärte der Referent für unannehmbar, da gegenwärtig schon erheblich höhere Löhne gezahlt werden. Die Lohnkommission hat daher einen Tarif ausgearbeitet, dessen hauptsächlichste Forderungen folgende find: a) Lohnarbeit: Minimallohn für gewöhnliche Arbeit 45 Bf. pro Stunde, für Rüster, Wasserträger, Kalfschläger 2c. 50 Pf., für Steine- und Kalftragen im Keller und Erdgeschoß 60 Pf., für jedes weitere Stockivert 5 Pf. Zulage. Für Fundamentierung im Wasser und andre außergewöhnliche Arbeiten 25 Broz. Zuschlag. b) Buzerträger: An Vorderfaçaden bei 5 Puzern, an Sinterfaçaden bei 4 Buzern, im Innern bei 3 Bugern je ein Träger bro Tag 7 M. Bei stärkereft Buberkolonnen sind zwei Träger einzustellen. Die Arbeitszeit beträgt 9 Stunden. des Den„ North China Daily News" wird aus Peking, den 25. Februar, telegraphiert, China verweigere die Ratifizierung von Artikel 7 ite russisch- chinesischen Abkommens, und ferner gemeldet, nach Mitteilungen aus chinesischen Quellen von Peking, den 24. Februar, hätten Jingnien und Tschaoschutschiao Selbstmord vollführt. Der Hof habe Juanschikai befohlen, eine große Truppenabteilung aus Schantung abzusenden, um das chinesische Militär in der Unterdrückung des Aufstands in Kansu zu unterstützen. werden. Tehte Nachrichten und Depeschen. Aus dem östreichischen Abgeordnetenhause. Wien, 27. Februar.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Schluß.) Im weiteren Verlauf der Sigung gelangt der Dringlichkeitsantrag des Abgeordneten Breiter betreffend die Wahlen in Galizien zur Verhandlung. Breiter begründet seinen Antrag und erklärt, diese Wahlen seien unter Erpressungen und Mißbräuchen der Amtsgewalt zu stande gekommen. Gicowski erklärt, der Polenklub c) Accordarbeit: Kalfsteine mit Kalf zu tragen pro Kubik- habe selbst ein großes Interesse an der Prüfung der Wahlen, meter 1 M., für den Kalt allein pro Rubikmeter 50 Pf., für 1000 doch müsse diese ruhig und fachlich durchgeführt Mauersteine nebst Salt im Keller 2,50 M., im Erdgeschoß 3,50 M., Daszinsky greift die politischen Beamten in Galizien heftig an. an der Spize der Landesim ersten Stockwert 4,50 M., im zweiten Stockwert 5,75 M., im Der Ministerpräsident erfärt, die dritten Stockwerk 7 M., im vierten Stockwerk 8,25 W., im Dach verwaltung in Galizien stehenden Organe gäben sich die größte Mühe, geschoß 9,75 M. Ist zum Parterre eine halbe Leiter zu steigen, so die ihnen unterstehenden Organe anzuleiten, unparteiifch vorzugehen. erfolgt eine Zulage von 50 Pf., find die Stockwerke höher wie Der Reduer des Bolenklubs Eugen Abrahamowitsch erklärt, der Polen4 Meter, so erfolgt eine Zulage von 25 Pf. Ist das Material klub werde gegen den Dringlichkeits- Antrag stimmen mit Rücksicht den allgemeinen Grundsatz, wegen der Arbeitsfähigkeit weiter als 20 Lastschritte vom Aufgang entfernt, so erfolgt eine auf Bulage von 50 Pf., find die Steine schwerer wie 6 Pfund, so ist des Hauses gegen die Dringlichkeit solcher Dringlichkeits- Anträge eine Zulage von 50 Bf. zu zahlen. Bei föniglichen und städtischen zu stimmen, er wünsche jedoch eine ftrenge Untersuchung der anDas Haus lehnt den Dringlichkeitsantrag Banten, die besonders hohe Gtodwerte haben, sind 1,50 M. Zulage gegebenen Vorfälle. für 1000 Steine zu gewähren. Die Arbeitszeit ist so einzurichten, ab, worauf die Sigung nach Erledigung einiger Formalien un wie bei den übrigen Bauarbeitern, höchstens darf dieselbe eine halbe 7 Uhr abends geschlossen wird. Stunde früher beginnen wie die der Maurer. Ueberstunden-, Nacht- Heute fand eine Besprechung der Obmänner der deutschen und Sonntagsarbeit darf nur in dringenden Notfällen geleistet werden. Wolfspartei, der deutsch- fortschrittlichen Partei, des verfassungstreuen Andre Abschnitte des Tarifs regeln die Arbeitsleistung sowie Großgrundbefizes und der Christlichsocialen statt, in welcher ihrem sonstige Einzelheiten. ausgegebenen Communiqué zufolge übereinstimmend anerkannt wurde, daß die parlamentarischen Verhältnisse baldigst einer Klärung bedürfen. Achtstundentag für Bergarbeiter in England. London, 27. Februar.( W. T. B.) Im Unterhause wurde die zweite Lesung des Gesezes, durch welches der Achtstunden- Arbeitstag für Bergarbeiter eingeführt wird, mit 212 gegen 199 Stimmen angenommen. Auf eine Anfrage bestätigte Unterstaatssekretär Cranborne, daß zwischen der Somali- Expedition und Aufständischen ein ZuſammenCranborne fügte hinzu, die Verluste der stoß stattgefunden hat. Aufständischen würden auf 250 Mann geschätzt. Aus den Geheimniffen der Kasernenstube. Vor dem Kriegsgericht stand der Unteroffizier Strohwisch von der 5. Compagnie des Königin- Elisabeth- Garderegiments, um sich wegen Mißhandlung eines Untergebenen zu verantworten. Strohwisch hatte eines Tags das Gewehr des Grenadiers Biege revidiert und dabei bemerkt, daß es nicht genügend geputzt war. In seinem Unmut darüber stieß er den genannten Grenadier mit dem Kolben heftig ins Gesicht. Der Angetlagte stellte die Sache so dar, als ob er nur aus Unachtsamkeit dem Grenadier ins Gesicht gekommen wäre und seine Angabe fand auch bei dem Gemißhandelten, der als Zeuge auftrat, eine Bes stätigung. Der Gerichtshof schenkte den Ausführungen des Manns Glauben, und der Verhandlungsführer erhob sich, um dem Zeugen den vorgeschriebenen Eid abzunehmen. Wie stets ermahnte der Richter den vor ihm Stehenden, jetzt noch vor Ablegung des Eids sich zu befinnen, ob er die reine, volle Wahrheit gesagt, nichts hinzugesezt nnd nichts wiffentlich verschwiegen habe. Da aber, als der Eid abgenommen werden sollte, schwieg der Zeuge, der blaß und zitternd vor seinem Richter stand und vermochte auf alle die eindringlichen Fragen und Ermahnungen des Verhandlungsführers und des Staatsanwalts vor innerer Erregung kein Wort hervorzubringen. Dann aber mit einem scheuen und furchtsamen Blick nach dem auf der Anklagebant sigenden Unteroffizier, gleichsam als ob er unter dem geheimen Bann des Vorgesezten stände, erzählte der Rekrut leise und zögernd, daß er auch noch von Strohwisch geohrfeigt worden sei. Und weiter hat Ihnen der Unteroffizier nichts gethan?" fragten Ankläger und Berhandlungsführer gleichzeitig wie aus einen Munde. Dann Hat mich der Herr Unteroffizier mit einem Besenstiel geichlagen, als ich aus Furcht vor weiteren Ohrfeigen nach der Thür zu flüchtete." Was geschah Ihnen dann?" inquirierte der Verhandlungsführer aufs höchste erregt weiter. Dann hat der Unteroffizier das Seitengewehr gezogen und mich damit mißhandelt," bekannte nunmehr 3. Von dem nächsten Beugen, einem Polen, wurde nach vielen Mühen eine Bestätigung der Angaben des Gemißhandelten gegeben, während ein andrer Zeuge erklärte, er habe die Stube verlassen, als sein Kamerad den Kolbenstoß erhielt. Nun trat wieder der Grenadier Ziege Der Referent betonte, daß die Aufstellung eines Accordtarifs bor und bekannte, daß Stubentameraden, welche den ganzen keineswegs die Auerkennung der Accordarbeit bedeute. Dieselbe werde Auftritt von Anfang bis zu Ende mit anim Princip bekämpft und nur so lange geduldet, als ihre gänzliche Sollten die Unternehmer gesehen, ihm heute morgen noch erklärt hätten, daß, falls er Abschaffung noch nicht durchführbar sei. vor dem Gerichtshof nur die Sache wegen des Kolbenstoßes an- den vorstehenden Tarif nicht anerkennen, dann würden die Arbeiter geben würde und die andren Mißhandlungen zu verschweigen ge- lieber auf den Abschluß eines Vertrags verzichten, als sich mit einem dächte, sie ihn sofort wegen wissentlichen Meineids denunzieren niedrigeren Tarif begnügen. Derselben Ansicht geben sämtliche würden. Jetzt endlich gab der Angeklagte das System des bart- Diskussionsredner Ausdruck. Einige derselben stellten noch weiter nädigen Leugnens, das er bis dahin beobachtet, auf. Er gestand gehendere Forderungen wie die Lohnkommission. Die Versammlung feine Vergehen gegen Biege in vollem Umfange ein. In seinem beschloß, daß der vom Referenten vorgelegte Lohntarif für 1901 zur Plaidoyer meinte der Staatsanwalt, der Angeklagte sei aus Durchführung zu bringen, auf der Grundlage desselben mit den einer Unteroffizierschule hervorgegangen, wo die jungen Lente ziemlich Arbeitgebern zu unterhandeln, feineswegs unter einen Minimallohn streng behandelt würden. Jetzt, wo er Borgesetzter fei, habe er von 45 Pf. hinunterzugehen, und den Bauarbeitern von dem Erumeingedent seiner Erziehung sein Mütchen an den wehrlosen Unter- gebnis der Verhandlungen seiner Zeit Mitteilung zu machen ist. gebenen fühlen wollen. Er beantrage daher wegen fortgesetter Berlin, 27. Februar.( W. Z. B.) Generalfeldmarschall Graf Die Kleber( Tapezierer) hatten am 26. Februar im Lokal des Mißhandlung eines Untergebenen und teilweisen Mißbrauchs der Dienstwaffe gegen St. 45 Tage Gefängnis, sehe jedoch mit Rücksicht Herrn Jannascht, Inselstraße, eine öffentliche Versammlung. Auf Waldersee meldet am 26. aus Peking: Am Antfuling Paß hat der Tagesordnung stand:„ Die Antwort der Inmung auf den Antrag, eine Patrouille von 8 Mann unter Lieutenant Strödel( vom auf die große Jugend des Angeklagten von einer Degradation Tarifrevision betreffend, und unsre Stellungnahme dazu." Straffer 3 Infanterie- Regiment) den Angriff von 180 Mann regulärer ab. Nach längerer Beratung erkannte der Gerichtshof auf dieses referierte. In der Innungsversammlung vom Tage vorher sei man Truppen abgewiesen, wobei die Chinesen 20 Mann verloren. über seine Anregung, sich mit dem Tarif der Seleber zu beschäftigen, Paris, 27. Februar.( W. T. B.) Der Minister des AusEs ist erreicht. Die Verfrommungs- Verordnung für Schleswig- binweggegangen. Der Obermeister habe ein Eingehen darauf wärtigen teilte dem Deputierten Dechanelles mit, daß er deffen AnHolstein und den§ 10 des preußischen Breßgefeges sollten mehrere abgelehnt, weil der Innungsvorstand angeblich über die Einzel- frage betreffend die Dauer der französischen Expeditiön nach nicht unterrichtet worden sei. Demgegenüber sei China am nächsten Montag in der Kammer beantworten werde. Parteigenossen durch Verteilen von socialdemokratischen Druckschriften heiten daß bereits Vertreter der Kleber gemein Unter den Hafenarbeitern von Marseille ist eine neue Ausstandsam Sonntag übertreten haben. Ihre Vergehen sollten bestehen erstens in hervorzuheben, der Verrichtung einer öffentlich bemerkbaren Arbeit und zweitens in der schaftlich mit verschiedenen Unternehmern über die Tariffrage bewegung im Gange. Das 4000 Mitglieder zählende internationale öffentlichen Verteilung von Druckschriften ohne vorherige polizeiliche verhandelt hätten, daß weitere Verhandlungen dadurch genügend vor Arbeitersyndikat verlangt einen achtstündigen Arbeitstag und für die Erlaubnis. Die Angeklagten wurden in zweiter Instanz zu Geldstrafen bereitet seien und daß die betreffenden Unternehmer den Innungs- fremden Arbeiter dieselbe Behandlung wie für die einheimischen. Montceau les Mines, 27. Februar.( B. B.) Der Grubenverurteilt, indem ausgeführt wurde: Das preußische Breßgefek, borstand hätten unterrichten wollen. Wenn er dies berücksichtige, so er werde, falls die Gesellschaft von dessen§§ 9 und 10 noch Rechtstraft hätten, sei allerdings von tomme Redner zu dem Schluß, daß die Herren vom Innungsarbeiterkongreß erklärte, den Angeklagten nicht übertreten worden, da sie die Druck- vorstande die Tarifangelegenheit der Kleber nur zu verschleppen Montceau les Mines nicht nachgebe, die Regierung auffordern, schriften in den Häusern, also nicht öffentlich verteilt trachteten. Was sei n zu thun? Von einer allgemeinen Fest die Kohlengruben binnen 48 Stunden zu verstaatlichen und dies hätten. Dagegen müsse ein Vergehen gegen die zum Schutz der legung des Tarifs müsse Abstand genommen werden, denn es fei jezt vom Parlament bestätigen laffen. äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feiertage erlaffene Ober- erwiesen, daß die Inmung gar nicht geneigt sei, die Lohn- und Arbeits- London, 27. Februar.( W. T. B.) Lord Kitchener telegraphiert Präsidialverordnung, welche für Sonn- und Feiertage öffentlich bemert- verhältniffe in Gemeinschaft mit den Gehilfen zu regeln. Es aus Middelburg von heute, General French habe über folgende nur übrig für die Kleber, die schon weitere von ihm bis zum 25. Februar gemachte Beute berichtet: bare Arbeiten verbiete, angenommen werden. Eine derartige Arbeit, bleibe augenblicklich die geeignet gewesen sei, das religiöse Gefühl des Publikums zu stören, voriges Jahr durch Unterschrift anerkannten Tarifpreise überall, wo Eine Neunzehnpfünder Kanone, eine Haubige, ein Magimgeschüz, hätten die Angeklagten verrichtet, da sie mit großen Pateten Drud- fie nicht gezahlt würden, zur Anerkennung zu bringen, eventuell 20 000 Patronengürtel mit Munition, 153 Gewehre, 388 Pferde, schriften von Haus zu Haus geeilt seien. Die Angeklagten legten Verhängung der Sperre. Und zwar müßten die Höchst preise durch 52 Maultiere, 834 Zugochfen, 5600 Stüd Rindvich, 9800 Schafe, Revision ein und machten geltend: Sie hätten überhaupt keine Arbeit gedrückt werden. Vor allem find die Organisation und Agitation zu 287 Wagen und Karren. verrichtet, sondern die Druckschriften lediglich zur Verbreitung ihrer fördern, damit man in der Sommersaison weitergehen könne. Nach 5 Verwundete, sowie etwa 300 Gefangene. Auf britischer Seite politischen Ueberzeugung verteilt. Ferner wäre zu berücksichtigen, daß dem Klatt, Weissem und Kielmeier im Sinne des Rewaren feine neuen Verluste. gesprochen hatten, wurde durch Resolution bedie ganze Thätigkeit an jenem Sonntage eine solche gewesen sei, die ferenten London, 27. Februar. Dem Reuterschen Bureau" wird aus man gewöhnlich nach Feierabend verrichte. Eine derartige Thätig- schlossen: an der bisherigen Taktik festzuhalten und ohne weiteres keit störe nicht die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage. überall da, wo der Tarif nicht bezahlt wird, die Firmen und Tripolis vom 27. Februar gemeldet: Gegen den Sultan von Das Kammergericht verwarf aber die Revision mit der Begründung, Bauten zu sperren, für die Regelung der Lohnbedingungen nur adai ist ein Aufstand ausgebrochen infolge zahlreicher Hindaß der Vorderrichter die Verordnung des Oberpräsidenten richtig die Vertreter der Kleber als tompetent anzusehen richtungen, die von ihm angeordnet worden sind. Achmed, ein Sohn angewendet habe. Die Angeklagten seien mit großen Pateten und sich keiner Achtzehner, noch sonstigen parides verstorbnen Sultans Ali ist von den Aufständischen zum König Die Franzosen sollen sich auf halbem Wege Ferner wurde ausgerufen worden. Schriften von Haus zu Haus gegangen, hätten somit eine mit einer tätischen Kommission zu unterstellen". gewiffen Anstrengung verbundene Thätigkeit, also eine Arbeit beschlossen, die wöchentlichen Beiträge zum Streitfonds von 25 auf zwischen Tuat und Wadai befinden. Rom, 27. Februar. Zum Schluß wurde noch mitgeteilt, daß die ( B. H.) Die gesamte Presse Italiens berrichtet. Und da diese Arbeit nach den Feststellungen des 50 Pf. zu erhöhen. Gerichts öffentlich bemerkbar war, so sei fie geeignet gewesen, das Bauten in der Herderstraße, wo die Klebe- Arbeiten von Herrn fündigt den schärfften Zollkrieg gegen Deutschland an, falls die Agrarier ihre Forderungen durchjezen sollten, und erklärt, daß dann religiöse Gefühl des Publikums zu verlegen. Gerade das solle aber Seiffert auf Herrn Neupert übergegangen sind, gesperrt bleiben. durch die Verordnung verhindert werden. Verband deutscher Barbier- und Friseur Gehilfen. Donnerstag, auch ein politisches Bündnis unmöglich sei. Jofobstr. 37 im Louisenstädtischen Das Urteil bedeutet, daß die jetzt geübte Flugblätterverbreitung den 28. d. W., abends 10 11hr, Alte Nofobijte 3 ber nähen in großer Feierlichkeit die irdischen Neberreste Verdis vom Kirchhof Mailand, 27. Februar.( W. Z. B.) Heut nachmittag wurden an Sonn- und Festtagen überhaupt unmöglich wird. Jedoch, die Konzerthaus": Deffentliche Versammlung. Bericht Lohnkommission.. Barbier und Friseurgehilfen.( 8weigverein Charlottenburg.) nach dem von Verdi gegründeten Mufikerheim übergeführt. socialdemokratische Agitation wird selbstverständlich ihre Wege finden Donnerstag, abends 10 Uhr, im Restaurant Wernice, Bismarckstr. 34: auch an Sonn- und Festtagen! Kapstadt, 27. februar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Versammlung. Verein abftinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Donnerstag, Heute sind hier sechs neue Pestfälle vorgekommen. Zwei Einben 28. Februar, abends 81/2 Uhr, im Lotal Landau, Berlin C, An der geborene wurden tot aufgefunden, man glaubt, daß sie an der Best Stadtbahn Nr. 5: Mitglieder- Bersammlung. Gäste willkommen. gestorden sind. Berantwortl. Rebacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Strafmaß. 4 Die Boeren verloren noch 4 Tote und Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. CR KeichskKg. 57. Sitzung vom Mittwoch, den 27. Februar 1801, nachmittags 1 U h r. Am BimdeZratsiische: v. G o i; I e r. Die zweite Beratung des MUitärctats wird fortgesetzt.(Titel KriegSminister.) Abg. Kunert(Soc.): Bei der ganzen Dnelldebatte ist immer nur von der Ehre der Chargierten die Rede gewesen, niemals aber von der Ehre der Eemcincn.(Sehr richtig! bei den Socialdemokratcn.) Wir verurteilen das Duell principiell, nicht wie das Ccntrnm vom christlichen Stand« Punkt ans, sondern vom Standpunkt einer modernen Moral. Herr Bachem hat sich ans ein angebliches Wort von Christus berufen:„von mciiler Lehre lasse ich kei» Jota abhandeln". Ich bitte ihn, mir zu sagen, in welchem Evangeliunt dies Wort steht.(Heiterkeit bei den Social- dcmokraten.)— Herr Bachem meinte, Bebel beurteile die Verordnung von 1887 falsch. Thalsache ist aber, daß der Inhalt dieser Ver- ordiumg sich mit der von 1843 inhaltlich deckt und beide sprechen sich nicht principiell gegen das Duell aus. Wir halten das Duell für einen verbrecherischen Unfug. Herr Derlei hat sich gegen meinen Parteigenossen in ganz unge- porigen und gröblichen Scherzen ergangen, die zu machen ein S p a ß in a ch e r aus K a l a u sich genieren würde. Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Ihre letzten Bemerkungen einem Kollegen aus dem Reichstag gegenüber waren unzulässig und der Ordnung des Reichstags nicht entsprechend. Abg. Kunert(Soc.)(fortfahrend): Der„Vorwärts" hat Herrn Oertel mit ein paar Zeilen abgcthan und hat ihn als das behandelt, als was er behandelt werden mutz, als quautits negligeable. Präs. Graf Ballestrem: Auch diese Aeubernng einem Kollegen gegenüber war nicht zu- lässig und der Ordnung nicht entsprechend. Da dies zum zweiten Male vorfällt, rufe ich den Herrn Abg. Kunert zur Ordnung. (Bravo! rechts.) Abg. Kunert(fortfahrend): Wenn man sonst noch etwa zweifelhaft in Bezug auf die Auffasiung_ betreffs der Ducllfrage, die an höchster Stelle waltet, sein sollte, so wird niait am besten aufgeklärt durch die Menge von Begnadigungen. Wir haben' heute wieder von einer neuen Begnadigung gehört. Aus Mörchingen kommt eine Nachricht, die das„Bocholder Volksblatt" mit- teilt, wonach die vom Kriegsgericht des 15. Armeecorps über den Oderlieutenant Nüger verhängte ISjährige Zuchthausstrafe in 4 Jahre Festungshaft verwandelt worden sei. Der Kriegsminister hat versprochen, wenn der Spruch gefallen sei. siib selbst zur Sacke zu äußern. Er kann heute sein Wort einlösen. Der Äriegsminister hob gestern hervor, man habe auch über die Ehre des Nächsten zu wachen. Dazu rechne ich auch die gute dienstliche Beziehung zu den Chargierten und Mannschaften. Auf diesem Gebiet aber hapert es noch sehr. Die Toldatenmiffhandluugeu scheinen leider zu- genommen zn haben. Gestatten Sie, daß ich einige Fälle dafür anfkihre. Zunächst handelt es sich um den Grenadier Helmuth Witte. Derselbe diente 1887/99 in der 4. Compagnie dcS 1. Branden- bnrgischen Grenadier- Regiments Nr. 8. Wegen einer kleinen Ver- spätung wurde er von seinem Unteroffizier Kutscher in schwerster Weise mißhandelt. Er kommandierte ihn zum Niederwerfen auf die Erde und wiederholte dieses Kommando sehr oft. Der Untergebene kain dem Befehl nach, und der Unteroffizier, ein Mann von l1/» Centner Gewicht, sprang mit beiden Füßen auf den Rücken des Liegenden. Er verletzte ihn dabei an der Leber, so daß der Mann ohnmächtig wurde und ins Lazarett geschafft wurde. Der Mann konnte dienstlich nicht mehr verwendet werden, er wurde Offizicrsbursche, das Regiment leitete ein Strafverfahren gegen den Missethäter nicht ein, dagegen gelang es der Energie des Vaters, nach I�Jahren wenigstens eine Antwort vom kommandierenden General von Liegnitz zu erzielen, worin ihm dieser mitteilte, daß ein Verfahren bereits eingeleitet sei. Schließlich wurde der Unteroffizier, der in« zwischen Sergeant geworden ivar, vom Kriegsgericht lvegen Mißhand« lung zu fünf Wochen verurteilt. Der Vater und der Verletzte drangen nun darauf, daß dem Witte eine kleine Pension bewilligt würde. Trotzdem der Nervenarzt Munter in Berlin am 26. Juni 1800 in scineni Gutachten bekundet hatte, daß die heftige Neuralgie, woran der Mann leidet, in ursächlichem Zusammenhange mit der während der Dienstzeit erlittenen Verletzung stände, blieben sowohl dieser als auch erneute Versuche um Pension erfolglos. Pcnsions-Ablehnungen kommen überhaupt sehr leicht zu stände. Es wäre doch ein Gebot der Klugheit, in solchen Fällen entgegenkommender zu sein; haben wir doch in den Jahren 1878—98 630 Millionen an Pensionen ausgegeben, die hauptsächlich den Offizieren zn gute gekommen sind. Ein weiterer Fall ist folgender: Der Füselier Wilhelm Baning vom 4. Garderegiment z. F. 12. Compagnie wurde zwischen Weih- nachten und Neujahr in so brutaler Weise durch Kolbenstöße eines Gefreiten mißhandelt, daß er ohnmächtig zusammenbrach, und als er wieder zum Bewußtsein gekommen war, sich mühselig ins Hospital schleppte. Hier wurde eine Zellengeivcbs-Entzündung der unteren Brust festgestellt. Der Gefreite, der ihn mißhandelt harte, hieß Karl Haas. Auch hier erfolgte nicht, was sofort hätte geschehe» solle», enie Unter- snchung, während der Verletzte noch lebte. Am 10. Januar starb er. Das Regiment stellte nicht freiwillig eine Untersuchung an. es war hierzu erst der Antrag der Angehörigen des Verletzten notwendig. (Hört, hörtl links.) Im kriegsgerichtlichen Urteil werden die Aussagen des Sterbenden als unrichtig bezeichnet. Er soll also in de» letzten Minnten seines Lebens seinen alten Vater, seine schwergeprüfte Mutter und seinen Stiefbruder belogen und betrogen haben, denen er seine Aus- sagen gemacht hat. Offenbar handelt eS sich hier um eine Vertuschung, die gar nicht so selten ist. Ich erinnere nur an dos kriegsgerichtliche Urteil vom Jahre 1891, dessen Kopf die Bemerkung trägt: Sergeant Heitmann, Unteroffizier Dombrowski. Unteroffizier Neumann von der 5. Com- pagnie des Infanterie- Regiments Nr. 151. AuS diesem Urteil geht hervor, daß die Genannten einen Meineid vorbereitet hatten, daß sie das Zuchthaus mit dem Aermel gestreift haben und daß nicht sie allein an der Vertuschung der Sache, an der Verdunkelung der Wahrheit beteiligt waren, sondern auch der damalige Compagniechef von Reese, der so weit gegangen ist, daß er eine Fälschung des Thatberichts vorgenommen hat, indem er ein Schuldbekenntnis unterschlug und die wahr- heitsgemäßen Angaben des Hauptzengen in den Thatbestand nicht mit aufnahm. Ein ganz ähnlicher Fall wird unterm heutigen Tage von einer Berliner Korrespondenz mitgeteilt. ES handelt sich da um das zweite Kriegsgericht der 2. Garde-Jnfanteric- Division. Angeklagt war der Unteroffizier Strohwisch von der 5. Compagnie des Königin Elisabeth« Garde«Grenadier-Regiments, und zwar wegen Mißhandlung eines Untergebenen. Als der Miß« handelte als Hauptzeuge vor dem Kriegsgericht befragt wurde, wie die Dinge seien, sagte er gerade so auS, ivie der vorher ver- nommene angeschuldigte Unteroffizier ausgesagt hatte. Beide Aussagen stimmten genau übcrcin: es handle sich um eine harmlose Spielerei mit dem Kolben vor dem Gesicht. Er st als er auf die Bedeutung des Eides auf- merls am gemacht wurde, kam er zur Besinnung un d gestand, daß der Unteroffizier rhu mitKo l den- stößen in daSGesicht schwer»nißhandelt Hab».(Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die andren Zeugen treten mit derselben Absicht an den Zeugentisch heran, nämlich so auszusagen. ivie der Mißhandelte zuerst ausgesagt hatte. Erst als' sie hörten, daß dieser die Wahrheit gesagt hatte, gaben sie auch der Wahrheit die Ehre. Hier lag also offenbar ein Vertuschungsmanöver vor.(Sehr richtig I bei den Socialdemokraten.) Zu Mißhandlungen gehört nicht immer, daß der Unteroffizier mit der Faust oder mit dem Kolben dreinstößt. Er kann seinen Untergebenen auch einfach dadurch hin- kriegen, daß er ihn zwingt, bestimmte Griffübnngen, Marschübnngen, ja sogar Stillstehen so zu machen, daß er alle Kraft verliert, die Uebung fortzusetzen(sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Darin liegt eine außerordentliche Grausamkeit. So ist militärgerichtlich festgestellt worden, daß der Gefreite Krause vom Lauenburgschen Jägerbataillon als Rckrntengefreiter den Rekruten Schwarz in der schwersten Weise mißhandelt hat. Er berührte den Mann nicht mit einem Finger, aber veranlaßte Uebungen, wonach Schwarz 2 bis 300 mal hinter- einander mit erhobenen Fersen das Gewehr strecken mußte. Er ließ den Mann ferner am Kletterbaum in der Weise emporsteigen, daß die Füße sich in der Nähe der Hände befanden. Diese Uebungen mußten so lange wiederholt werden, daß dem Manne schließlich die Haut in Fetzen von den Händen herunterhing. Das Ende war. daß der Mann in Wahnsinn und Tobsucht verfiel und wegen akuter Geistesstörung in die Landes- anstalt Sachsenberg in Mecklenburg gebrockt werden mußte. In Erinnerung dürfte Ihnen der Rittmeister Krosigk sein. Der Mann fand ein fürchterliches Ende. Das erklärt sich aber daraus, daß Krosigk ein Soldateuschinder erste» Rangs war. Den Wachtmeister Mertens, der vom Erholungsurlaub zurückkehrte, zwang er solange Kehrt zu machen, bis er umfiel und sofort ins Garnisonlazarett getragen werden mußte. Krosigk war so grausam, daß seine Vorgesetzten schließlich ein Einsehen hatten und ihm das Strafbnch 1898 entzogen. Noch ein weiterer Fall. Er betrifft einen Soldaten der fünften Kompagnie des in Danzig garnisonierenden Jnfanterie-Regiments Nr. 105 Namens ReiSke, Sohn des Maurers Reiske in Berlin. Dieser meldete sich am Morgen des 24. Juli 1899 krank. Der Feld« webel herrichte ihn an: Man kennt Ihre Krankheit, Sie sind be- soffen, Sie haben den Dienst mitzumachen. Der Compagniechef wußte nichts Besseres zu thun, als dem Reiske eine Stunde Straf- exerzieren mit gepacktem Tornister zuzudiktieren. Der Mann war schwerkrank. Mit stieren Augen schleppte er sich schließlich noch zum Compagniechef und bittet um die Gnade, wenigstens einige Momente ausruhen zu dürfen. Der Compagniechef diktiert ihm eine weitere Stunde Straf- exerzieren. Da ist es allerdings kein Wunder, wenn am folgenden Tage zur Nachmittagszeit der Mann eine Leiche war.(Hörtl' hört! bei den Socialdemokraten.) Dieser Fall ist nicht in die Oeffentlichkeit gedrungen, vielleicht können doch noch die Schuldigen gefaßt werden. Wie wird die Schädigung der katholischen Offiziers- Aspiranten in Köln gegenüber solchen Thatsachen eine bloße Bagatelle! Veranlaßt werden diese Mißhandlungen mit in erster Linie durch de» Hoch- druck von oben bis herunter auf den Compagniechef, den Feld- webel und die Unteroffiziere. DaS alleräußerste soll aus den Leuten herausgeholt werden. Nebenbei gestatte ich mir die Bemerkung, daß diese Mißhandlungen nicht nur in der Armee vorkommen, sondern auch in der Marine. Dazu treten die Beleidigungen, denen die Mannschaften häufig ausgeletzt sind, während die Chargierten außerordentlich zartfühlend und empfindlich sein können. Ich erinnere nur an den Fall des Lieutenants aus Spandau, der jüngst durch die Blätter gegangen ist. Und wie hat sich der Herzog-Regent Johann Albrecht von Mecklenburg zu den Volksschullehrern seines Lands, die ihrer Dienst- Pflicht genügten, ausgesprochen! Er hat ihnen vorgeworfen, daß sie in ihrem Civilverhältnis schlechten Geist, Frechheit und Unverschämt- heit zeigen, daß sie sich durch Großspurigkeit und unverschämtes Betragen hervorlhun, er duzt und ihrzt sie.' Solche Schuhriegeleien müsse» sich gebildete Leute gefallen lassen. Gewiß werden sie eine Revision ihrer monarchischen Gefühle vorgenommen haben. Zn den Mißhandlungen sind auch die überanstrengenden Uebungen. Märsche und Manöver zu rechnen. Ich erinnere an den Sommer 1900, erinnere an die ungeheuren Märsche und Par- forcetouren bei den Kaisermanövern. Bis 50 Kilometer Marsch- leistung am Tage ist verlangt worden. Das ist eine siimlose Ge- fährdung der Gesundheit. Besondere Klagen sind mir aus Köln vom Infanterie« Regiment Nr. 16 und aus Bochum vom Infanterie- Regiment Nr. 31 zugegangen, ja, es haben die Anstrengungen zn Hitz- schlag und Tod in wiederholten Fällen geführt. Solche Todesmärscke sind durchaus zu verhindern. Es besteht ja der Grundsatz, daß bei sehr hoher Temperatur anstrengende Märsche überhaupt zu unter« lassen sind, aber er wird nicht befolgt. Es müßten die- jenigen unerbittlich bestraft werden, die diese Vor- schristen verletzen. Dann könnten die Manöver auch rnhig in die kühlere Herbstzeit verlegt werden. Für den Krieg nutzen diese Parforcetouren ja doch nichts, wie auch die Erfahrungen im jetzigen Chinafeldzug nach den Angaben des Grafen Nahchause im„Berliner Tageblatt" beweisen. Er- forderlich wäre es, eine Reichs-Militärstatistik herauszugeben. D i e ungeheure Mehrzahl der Mißhandlungen kommt überhaupt nicht zur Anzeige, und die ungeheure Mehrzahl der zur Anzeige gekommenen dringt wieder nicht in die Oeffentlichkeit. Wir verlangen anstatt der unwürdigen, unmenschlichen und zum Teil mörderischen Behandlung eine Behandlung, die den humanen Anschauungen ent- spricht. Wir verlangen Achtung vor dem Individuum, Acktung vor dem Menschen, Achtung vor dem Voll. Alle kaiserlichen, königlichen und fürstlicken Erlasse gegen die Soldatenmißhaudlungcn haben nur platonische Bedeutung. Hatte der letzte Erlaß deS Kaisers darin irgend etwas geändert? Die Durchführung ist eben schwieriger als die Verleihnng deS schwarzen VogelS au einen Ritter vom rote» Hahn, usw., an einen englischen Ritter. Man sagt mit Vorliebe, die Soldaten hätten ja den Beschwerde- weg. Nun, der Mann weiß es eben besser, als die Herren vom grünen Tisch. Er weiß, daß er mir aus dem Regen in die Traufe kommt. Im Kriege kann der Soldat den Beschwerdeweg so gut wie gar nicht betreten. Es liegt mir aber ein Brief auS Peking vom 27. November 1900 vor, der das deutlich beweist. Was ist denn aus dem Militär- Strasprozeff geworden? Das beste Stück ist herausgeschnitten dadurch, daß die militärgerichtliche Oeffentlichkeit so gut wie aufgehoben ist. Nur Bagatellsachen werden noch öffentlich verhandelt. Die Urteile zeigen, wie leicht die Militärgerichte genchgt sind, mildernde Um- stände bei Soldaten Mißhandlungen anzunehmen. Daß die Richter bei diesen Dingen zum Teil' eine merlwürdige Rolle spielen, geht hervor aus dem einwandsfreien Zeugnis des General- konimandos von Dresden. Es ist der Prinz Georg, der darin sagt, „daß die Richter, die zur Aburteilung von Soldatenmißhandlungcn berufen sind, sehr oft nur zu geneigt sind, strafmildernde Rücksichten walte» zu lassen". Will nian durch die Militärgerichtsbarkeit die Soldatenmißhandlungen eindämmen, dann muß man dem Militär- Strafprozeß ein andres Aussehen geben, zum mindesten muß die vollste Oeffentlichkeit wieder hergestellt werden. DaS Mililär-Strafgesetzbuch, der Militär-Strafvollzug, sie müffcn reformiert werden. Gerade der Militärstrasvollziig mit seinen strengen Strafen ist das barbarischte und mittelalterlichste, was man sich nur denken kann. Im Militär-Strafgesetzbuch aber müssen die veralteten dra- konischen Bestimmungen gegen die Mannschaften ganz beseitigt werde», ebenso die mildernden Umstände für die Soldatenschinder. Der Militärstrafprozeß müßte sich dem bürgerlich«, Prozeß anpassen, er muß in ihm aufgehen. Wir fordern das gleiche Recht. Der beste und bleibendste Schutz gegen die Militärmißhandlungen aber wäre die Einrichtung der PolkSwehr und die Aufhebung des stehenden Heers.(Bravo! bei den Socialdemokraten.) Gcnerallieutenant v. Vicbahu: Die Behauptung des Herrn Vorredners, die Zahl der Mißhand- lungen habe sich vermehrt, ist falsch.(Hört! hört! rechts.) 1890 war der Prozentsatz der Mißhandlungen 1,10, im Jahre 1399 nur noch 0,63 Proz. Auf die einzelnen Fälle des Herrn Vorredners kann ich ausführlich nicht eingehen. Der Unteroffizier Krause ist zu acht Monaten und 1 Tag Gefängnis verurteilt worden. In dem Brcs- lauer Fall ist der betreffende Unteroffizier wegen der leider recht erheblichen Mißhandlung zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die allgemeine Behauptung, daß die Unteroffiziere ihre Untergebenen zu falschen Aussagen verleiten, muß ich entschieden zurückweisen. Es kann sich nur um eine Ausnahme handeln. Das Material über den Fall Baning bitte ich den Herrn Vorredner der Militärverwaltung zu übergeben. Der Vorredner hat den Rittmeister Krosigk einen Leuteschinder genannt. Ich muß entschieden dagegen Einspruch erheben und überlasse es dem Urteil des Hauses, Ivie es darüber denkt, daß hier gegen einen auf alle Fälle pflichttreuen Offizier, der durch einen Unglücksfall ums Leben gekommen i st, derartige Beleidigungen vor dem ganzen Lande erhoben werden. Die letzten Ausführungen des Vorredners haben mich umsomehr gewundert, als seit dem 1. Oktober die neue Militär-Strafgerichts-Ordinmg besteht, die er- höhte Garantien für eine unparteiische Rechtsprechung gewährt. Verletz,»igen in Folge von Mißhandlungen werden stets als Ver- letzung im Dienst angesehen. Wenn das in einem Fall nicht ge- schehcn ist, so ist das eine Ausnahme. Sollte der Fall zur Kenntnis des Kricgsrninisterimns gebracht werden, so wird unbedingt Remednr eintreten,(Bravo! rechts.) Abg. Werner(Antis.): Herr Bebel hat das Milizheer verteidigt. Wie weit man mit einem Milizheer kommt, das haben die Erfahrungen in, Boeren- kriege gezeigt(Abg. Bebel: Davon verstehe» Sie nichts! Heiterkeit), geimß. die Gngländer haben ein Milizheer«nd habe» doch von den Boeren Hiebe bekommen.(Lache» bei den Social- demokraten.) Das Duell verurteilen auch meine politischen Freunde. Wir halten nns streng an das christlickc Gebot: Du sollst nicht töten.— Bei den Militärlieferiingei, sollten die kleinen Fabriken vor allem berücksichtigt Iverden. J»i Interesse der kleinen Landwirte weiter liegt es, daß die Flurschäden-Regulienmgei, möglichst de« schleimigt werden.— Die Lieferungen nach England verletzen... (Glocke des Präsidenten.) Präsident Graf v. Ballestrem: Herr Abgeordneter, diese Materie gehört nicht zun, Militäretat, höchstens zum Etat des Auswärtigen Aints. Abg. Werner(fortfahrend): Ich werde bann bei dieser Gelegenheit darauf zurückkommen.— Sehr bedauerlich ist es, daß Herr Bebel hier wieder angebliche Soldatcnbriefe anö China vorgebracht, die ganz offenbar sich alö erfunden charaklerisiere».(Sehr richtig! rechts.) Wir sind Deutsche»nd sollten auf unsre Kultur stolz sein. Solche Briefe müssen uns in, Auslände als kulturell sehr tief stehend hinstellen. Daher sollte man derartige Mitteilungen erst vorbringen. wenn man ihre Wahrheit genau kon- trollieren kann.(Beifall rechts.) Abg. Fürst v. Bismarckv e h r auf d i e K o», ,„ a„ d o b r ü ck e gestellt. Diese Matzregel war vollkommen unnötig. Die organisierten Arbeiter wissen, daß die Soldaten ihre Brüder, ihre Klassengenossen sind und, wem, anck mit tiefstem Sckmerz, nur das thun, was ihnen befohlen wird. Das Zvtilitärkommaildo hatte, anstatt die Tvldatcu zum Gtreikdruch zu kommandiere», was diese auch nur sehr widerwillig thaten. die Firma anhalten sollen, ihren Bertrag unter aste» Umständen zu erfüllen, zumal da es sich bei der Lohndifferenz um eine Gesamtsumme von 21 handelte. Es ist dies ein typischer Fall, und ich erwarte, datz der Herr Kriegs- minister sich zu diesem Verhalten des Militärkommandos äußert. (Bravo I bei den Socialdemokraten.) Generalmajor v. Einem: Die Mitteilungen des Herrn Vorredners sind im wesentlichen r i ch t i g. Der Vertrag war aber mit dem Marineministerium ab- geschlossen. Es handelte sich um die Expedition nach China: und der Dampfer niußte noch in Kiel umgebaut werden, um dann mit den Truppen in See zu gehen. Daher war Eile nötig, da viel Schiffe nicht zur Verfügung standen. Der Kriegsminister konnte auch aus die Depesche nichts antworten, ivir mußten erst Erkundigungen ein- ziehen. Mittlerweile hatte das Militärkommando in Altona, d a große nationale Interessen auf dem Spiel standen, depeschiert, der Dampfer ist zu löschen. Daß Soldaten mit geladenen, Gewehr aufgestellt sind, glaube ich nicht; ich kann mir nicht vorstellen, wozu das sein sollte, denn es ist nicht das geringste vorgekommen, was dazu hätte führen können.(Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Die Armee ist nicht dazu da. um in den Dienst des Unternehmertums zu treten. Solche Arbeiten werden nur ausgefü.,.t, wenn Not an Mann ist! Abg. Dr. Vanderscheer(Elf.) beklagt sich darüber, daß jüdische Soldaten in kleineren Garnisonen an ihren Feiertagen nicht vom Dienst befreit werden. Generallieutenant v. Viebahn: In kleineren Orten wird es den Soldaten der einzelnen Konfessionen überlassen, ihren Gottesdienst �u besuchen. An den Feiertagen werden die jüdischen Soldaten möglichst vom Dienste befreit. Abg. Sieg(natl.) polemisiert gegen den Abg. Dr. v. Jazdzewski. Der polnischen Agitation gegenüber ist das Vorgehen der Militärverwaltung durch- aus berechtigt. Abg. Bebel(Soc.): Die Polen debatte gehört zwar eigentlich nicht zum Militär- etat.(Sehr richtig I im Centrum.) Da sie aber angeschnitten ist, will auch ich kurz darauf eingehen. Wenn in fast hundert Jahren es der preußischen Regierung nicht gelungen ist, die Bewohner des er- oberten Lands mit den neuen Verhältnissen auszusöhnen, so kann die Schuld nicht an deni eroberten Volk, sondern sie muß an dem Regierungssystem liegen.(Sehr richtig I b. d. Soc.) In der Schweiz leben drei verschiedene Nationen zusammen, ohne daß die Gegensätze dort jemals so scharf hervorgetreten wären, wie in Deutschland zwischen Germanen und Polen. Das liegt daran, weil man dort jedem Volk das Recht seiner Selbständigkeit einräumt und vor allem ihm nicht den Gebrauch seiner Muttersprache verkürzt.(Sehr richtig! bei den Social« demokraten.) Weil nach dieser Richtung hin von der preußischen Regierung viel gesündigt worden ist, sind die Gegensätze bei uns so scharf geworden. Schuld daran trägt auch ganz ent- schieden die Politik des Fürsten Bismarck. Fürst' Bismarck vertrug keine gegenteilige Meinung. und wenn er die Gegenpartei nicht überzeugen konnte, wandte er Gewalt an. Mir dieser Politik hat er gründlich Schiffbruch gelitten.(Sehr richtig I bei den Socialdemokraten.) Das beweisen die Mißerfolge seiner Polenpolitik, Ceutrumspolitik und seiner Politik gegen die Socialdemokratie. Ohne den Kulturkampf wäre das Centrum sicher nicht zur ausschlaggebendsten Partei im Reichstag geworden.(Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Und das Socialistengesetz hat uns jedenfalls nicht geschwächt, sondern wir sind nach dem die stärkste Partei im Deutschen Reich geworden. Ich erinnere an den 100 Millionenfonds, wodurch die polnischen Agrarier aus- gekauft werden sollen. Der Erfolg dieser Politik ist nur gewesen, daß die polnische Bevölkerung stärker ist denn je, und jetzt die deutsche Bevölkerung aus der Provinz Posen heraus« drängt. Also Ihre lnach rechts) Politik hat Bankrott gemacht! (Srbr richtig I bei den Socialdemokraten.) Das ist ganz natürlich, solche Unterdrückungen läßt sich kein Volk, das noch Lebenskraft in sich hat, gefallen. Schon seine Natur treibt es alsdann dahin, für die natürliche Volksvermehrung zu sorgen. Nach der letzten Statistik ist die Zahl der kleinen Grundeigentümer in Posen, in denen die Hanptkraft der Provinz liegt, ganz erheblich gestiegen Wenn Sie das bedauern, brechen Sie damit den Stab über die von Ihnen inaugurierte Polenpolitik. Mit Genugthuung habe ich die Erklärung des Herrn v. Eynern begrüßt, die Armee sei nicht dazu da, in die Dienste des Unter- nehmcrtums gestellt zu werden. Ich habe angenommen, datz dieser Satz auch als Antwort auf die zahlreichen Fälle, die ich gestern anführte, gelten soll, die bisher ohne Antwort geblieben waren, wo Militärmannschaften als Konkurrenten gegen brave Arbeiter benutzt ivorden sind. Möge die Militär- Verwaltung nun auch nach diesen Worten handeln. Der Fall in Wismar lag doch nicht so, daß für die Militärverivaltung ein Grund bestand. die Löschung durch Soldaten vornehmen zu lassen. Auf Grund des Vertrags konnte der Kohlenkäufer zweifellos gezwungen werden, den Dampfer, koste es, was es wolle, zu löschen. Die 21 M. konnte» da überhaupt keine Rolle spielen. Daß die Arbeiter eine Forderung auf Lohnherhöhung stellten, ist nur zu berechtigt angesichts der horrenden Gewinne, welche die Schiffahrt in der letzten Zeit gehabt hat. Beim Transport nach China hat die Marine- Verwaltung jeden Preis gezahlt, der nur irgendwie gefordert wurde. Herr O est t e I erklärte das Duell für ein notwendiges Uebel. WaS würde er dazu sagen, wenn die Socialdemokraten z. B. unter dem Socialistengesetz erklärt hätten, mir müssen das Verbot der geheimen Verbindungen und des Vereins- und Veriammlungs- rechts übertreten. Da hätte ich die moralische Entrüstung sehen wollen, die Herr Dr. Oertel kundgegeben hätte. Heute. wo thatsächlich Gesetzesübertretung in seinen Kreisen voriommen, da findet man das ganz in der Ordnung, alle Ihre gesetzlichen. moralischen, religiösen Grundsätze bleiben da vollständig außer Frage.— Herr Oertel meinte, der Reichstag werde nichts erreichen durch seine Debatten. Nun, ich schätze doch die moralische Macht des deutschen Reichs- tags, wenn er die Stimmungen der breitesten Vollsmnssen in schärfster Weise zum Ausdruck bringt, so hoch ein, daß er auch den niächtigsten Widerstand auf die Dauer überwindet. Wir haben durch Hämmern auf denselben Punkt die Regierung schon wiederholt mürbe ge- macht.(Sehr richtig I bei den Socialdemokraten.)— Das Be- gnadigungsrecht ist allerdings ein Kronrecht, aber da der Kriegs- minister verantwortlich ist. haben wir als Volksvertretung das Recht, hier an dieser Stelle frei und ungehindert unsre Meinung über den Gebrauch oder Mißbrauch dieses Be- gnadigungsrechts zu äußern.(Sehr richtig! bei den Social- demokraten.) Hinsichtlich des angeblichen Duellerlasses des Königs von Sachsen ist durch die Erklärung des sächsischen Bundesbevollmächtigten festgestellt worden, daß eine Kommandostelle, und es wird gerade keine niedere sein, sich in Gegensatz zur Kabinettsordre des Kaisers gestellt hat.— Herr Oertel forderte mich auf, die.Deutsche Tageszeitung" öfter zu lesen, weil ich daraus manches Gute lernen könnte. Ich glaube aber doch, daß mit dem Artikel des Herrn v. Puttkamer ein blindes Huhn einmal ein Koni gefunden hat, und eS erscheint mir zu teuer, wegen dieses Korns mir daS ganjje Huhn anzuschaffen.(Heiterkeit.) Ich habe mich gestern auf militärische Sachverständige ersten Rangs berufen, die übereinstinimend bekunden, daß Disciplin, Führung und Strategie der Boeren vortrefflich waren. Herrn Werner i st der unglaubliche Schnitzer passiert, die englische Armee als Milizheer zu bezeichnen. Sie ist das gerade Gegenteil: sie ist eine Söldnerarmee. Ich habe durchaus nicht behauptet, datz wir die beabsichtigte Reform der Uniformierung herbeigeführt hätten, nur die Priorität des Gedankens nehmen wir für uns in Anspruch. Das öffentliche MilitärgerichtSverfahren zeigt, daß noch immer eine allzugrotze Zahl Mißhandlungen, zum Teil der allerbrutalsten Art, stattfindet. Wir haben nie behauptet, daß die Militärverwaltung diese Mißhandlungen in ihren Schutz nehme. Im Gegensatz zu Kunert bin ich auch der Ansicht, daß im Laufe der Jahre die Zahl der Mißhandlungen abgenommen hat. Hierzu hat wesentlich der Umstand beigetragen, daß diese Mißhandlungen hier Jahr für Jahr von uns zur Sprache gebracht worden sind. (Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ich habe nicht den Gedanken ausgesprochen, die Militärverwal- tung solle den sogenannten Ernteurlaub versagen. Ich habe nur die Thatsache dieses Urlaubs konstatiert und aus ihr geschlossen, wenn solche Beurlaubungen in erheblichem Umfang stattfinden können, ohne daß die militärische Ausbildung darunter leidet, dann ist der Schluß gerechtfertigt, daß die Z Militär- Dienstzeit abgekürzt werden kann. Wenn die Soldaten nicht nach beendeter Militär- Dienst- zeit aufs Land zurückkehren, so muß das doch seine Ursache haben. Wenn die Herren da drüben ihre Pläne auf ein neues Kontraktbruchgesey gegen die ländlichen Arbeiter ausführen, dann können sie darauf rechnen, datz ihnen schließlich noch der letzte Kuhbube fortlaufen wird.(Sehr richtig! bei den Social- demokraten.) Ich bin nach wie vor der Ansicht, daß die Kabinettsorder von 1837 die Notwendigkeit des Duells principiell anerkennt. Gleich zu Anfang heißt es darin:„Ich will, datz dem Zweikamps meiner Offiziere mehr als bisher vorgebeugt wird." Indem man vorbeugt, unterdrückt man nicht, sondern beschränkt man nur, und zivar beschränkt man nur, weil man entweder nicht die Macht hat oder aber auch»icht will. Weiter ist in der Kabinettsorder an andrer Stelle von Fällen die Rede,„bei denen der gütliche Ausgleich ohne Schädigung der Standesehre möglich ist". Weiter heißt es.„daß der Ehrenrat da. wo er eingreift, de» Ausgleich anzustreben hat, soweit die Standessitte es zuläßt". In all diesen Stellen liegt eine principielle Anerkennung des Duells, und ich begreife sehr wohl, daß der Kriegsminister trotz aller Provokationen des Herrn Bachem noch nicht das Wort ergriffen hat. Herr Bachem wollte uns eine Binde um die Augen legen, damit wir nicht sehen, was ist. In der Politik aber handelt es sich immer darum, klipp und klar zu sagen, ivas ist. Wenn wir sehen, datz eine solche Auffassung an der ent« scheidenden Stelle über daS Duell herrscht, dann hat der Reichstag alle Ursache, bei jeder Gelegenheit klipp und klar seine Slellung zum Duell auszudrücken.(Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Oertel(k.): Die Kreise, die in dem Zweikampf ein notwendiges Uebel sehen, erkennen die Gesetzwidrigkeit an und halten die Bestrafung des Duells für gerechtfertigt. Ich habe dem Reichstag nicht das Recht abgesprochen, die Ausübung des Begnad'igungs- rechts zu besprechen, ich habe diese Besprechung nur für aussichtslos erklärt. Die Boeren haben ganz hervorragende militärische Eigenschaften, aber die strategische Führung fehlte ihnen, sonst hätten sie nach den Siegen am Tugela große Erfolge erzielt. Die Liste der Mißhandlungen, die Herr Kunert vortrug, war klein an- gesichts unsres gewaltigen Hcers. Damit können wir zufneden sein. Herr Bebel nimmt die Priorität des Gedankens der neuen Uniform- änderungen für sich in Anspruch. Ich will sie ihm vorläufig einmal lassen und sage: auch eine ganz blinde Henne legt manchmal ein brauchbares Ei und nicht bloß ein Windei nach Art des Frl. Rosalie Lübeck.(Heiterkeit rechts.) Abg. Glebocki(Pole): Der Boykott in den polnischen Landesteilen ist eine Erfindung des H. K. T.-Vereins. Erst dieser Verein hat die Gegensätze so ver- schärft. Da ist es kein Wunder, wenn sich die polnischen Kaufleute vermehren, und wen» sie von ihren Landsleuten bevorzugt werden. Präsident Graf Ballestrcm: Nachdem einmal die Debatte sich auf den Nationalitätenkanipf in der Provinz Posen in einer Weise konzentriert hat und angeregt worden ist, die ich nicht hindern konnte, so kann ich auch künftig niemand hindern, über diese Frage weiter zu sprechen. Diese steht jedoch nur in einem sehr lose» Zusammenhang mit dem Gegenstand unsrer Tagesordnung. Wir können nur unsre Arbeit fördern, wenn ich auS dem Haufe darin unterstützt werde. Ich hoffe, daß die Herren, die noch über diese Frage iprechen wollen, sich recht kurz fassen.(Bravo! im Centrum.) Abg. Fürst v. Bismarck: Wenn auch die Socialdemokraten als Bundesgenossen der Polen auftreten, spricht das Bände. Herr Bebel meinte Fürst Bismarck habe niemals«ine gegenteilige Meinung hören können. Von 1862—1806 hat er doch z. B. nichts andres gehört.— Unter dem Socialistengesetz hat die Socialdemolratie allerdings verschiedene Mandate verloren. Der Fehler dieses Gesetzes war nur, daß es nicht von vornherein dauernd eingebrachl wurde.(Sehr richtig! rechts. Lacken links.) Auch die Polenpolitik hätte mehr Erfolg gehabt, wenn von vorn- herein die nötige Kontinuität in' den Regierungsmatzregcl» vorhanden gewesen wäre. Hoffen wir. daß wir in den nächsten Jahrzehnten nicht über solche Schwankungen in der Polenpolilik zu klagen haben werden wie bisher. Abg. v. Tiedcmann(Rp.) polemisiert gegen den Abgeordneten v. Glebocki. Abg. Kunert(Soc.): Herr Generallieutenant v. Viebahn hat bestritten, daß Beeinflussungen der Mannschaften durch Offiziere vorkommen. Ich ver- weise ihn demgegenüber auf die Bcivcise, die ich heute in meiner erste» Rede erbracht habe. spcciell auf den Fall Baning. Die Statistik des Herrn von Viebahn über die Soldaten- Mißhandlungen beweist nur. wie viel Fälle zur gericht- lichen Verhandlung gekommen sind, nicht wie viel Fälle über- Haupt vorgekommen sind.— In Bezug auf den Fall Baning kann ich noch weiteres mitteilen. Der Vater hat mir ausdrücklich gesagt. daß der Pfarrer bei der Leichenrede erklärt hätte, das fei innerhalb vier Wochen der ziveite Fall.— In dem Fall Schwarz hat mich Herr v. Viebahn falsch verstaiiden. Ich wollte damit nur bewiesen, daß die Soldaten lieber zum Selbstmord greifen als den Beschwerdeweg betreten.— Herr Oertel fft der An« Hänger der Prügelstrafe und ein frommer Mann. Ich möchte ihn fragen, ob er bereit ist, von den Prügeln, die hinter den so ver- schiviegenen Kasernenmauern an die Soldaten verabreicht werden, auf sich den Zehnten zu übernehmen.(Große Heiterkeit.) Abg. Stadthagen(Soc.) Ich möchte an den Herrn Staatssekrekär die Anfrage richten, ob es wahr ist, daß Soldaten bei ihrer Einstellung zum Militär signalisiert werden, wenn sie zur Socialdemokratie ge- hören. Ein solches Spionageshstem ist unanständig. Allerdings würde dieses System ja demselben Geiste entsprechen, wie die Behandlung der Socialdemokraten innerhalb der Armee über- Haupt. Ich erinnere Sie an den Corpsbefehl, wonach den Soldaten die Bethätigung ihrer socialdemokratischen Gesinnung unter- sagt ist.' Dieser Befehl widerspricht dem Anstand und dem Eid, den die Herren auf die Verfassung geleistet haben. Der betreffende Corpsbefehl ist zweifellos rechtsungültig. Daher müssen wir verlangen, daß er aufgehoben wird.— Herr Oertel verteidigte das Duell. So wie er sagen auch die gewohnheitsmäßigen Diebe und Räuber, wir find ehrliche Leute, so lange wir nicht ge- faßt werden. Das ist die sogenannte Banditenmoral.(Heiter- keit und Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Eickhoff(frs. Vp.) führt einen neuen Duellfall an, der sich erst in den letzten Tagen ereignet hat. In einer rheinischen Provinzialstadt kam es bei einer patriotischen Feier zu einem Rencontre zwischen zwei Kaufleuten, einer derselben war Rittmeister der Reserve. Dieser forderte den andern aus gezogene Pistoleu mit dreimaligem Kugelwechsel. Der andre Kaufmann' lehnte die Forderung ab und darauf ordnete der Bezirkskommandeur an, daß seitens des Offiziercorps der gesellschaft- liche Verkehr mit dem Kaufmann zu meiden sei.(Hört! hört I links.) Hier ist also ein unbescholtener Mann gesellschaftlich boykottiert worden, weil er es ablehnte, den Boden des Gesetzes zu verlassen. Ich frage den Herrn Kriegsminister, ob ihm dieser Fall bekannt ist. Abg. Dr. Sattler(natl.) verteidigt die Polen-Politik Bismarcks, die berechtigt war, weil da? Deutsche Reich die hohe politische und historische Pflicht hat, daS Polentum zurückzudrängen. Abg. Ledebonr(Soc.): Durch diese Behauptung gesteht Herr Sattler ein, baß er und seine Gesinninigsgenossen die Polen als minderen Rechts behandelt wissen wollen. Durch eine solche Politik schweißen Sie die Polen zusammen zu einer festen Organisation des Wider- stands.(Sehr richtig I bei de» Socialdemokraten.) Deshalb kann Ihre Polenpolitik nichts ausrichten. Wenn Sie die Polen aus- söhnen wollen, so geben Sie ihnen die volle Gleichberechtigung auf allen Lebensgebieten, vor allem den Gebrauch der Muttersprache. Wenn es bei uns große Staatsmänner gäbe, so würden sie die Methode anwenden, welche in der Schweiz dazu geführt hat, daß dort die verschiedensten Nationalitäten friedlich neben- einander leben. Unsre Politik ist nichts weiter als eine schlechte Nachahniung der rufischen Politik in den Ostseeprovinzen. Wenn wir die Polen freundlich behandeln würden, dann würden sie sich nicht nur mit derselben Verve wie die Deutschen einem russischen Erobcrungsheer in den Weg werfen, auch die unterdrückten Polen in Rußland ivürden Deutschland als Retter begrüßen. (Sehr richtig!) Wenn Sie(nach rechts) also zur Rechtfertigung der Unterdrückungspolitik gegen die Polen sich auf einen Krieg mit Ruß- land berufen, dann schlagen Sie sich selbst ins Gesicht. Wir brauchen eine Politik der Gleichberechtigung, nicht eine Politik der Polen- Verdrängung.(Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Sattler(natl.): Ich habe nicht die tiefen staatsmännischen Kenntniffe de? Vor- redners,(Heiterkeit bei den Nationalliberalen.) uni ihm auf das Gebiet der hohen Politik zu folgen. Ich wollte nur konstatieren, daß es mir nickt eingefallen ist, gegen die Polen Vergewaltigungs- maßregeln zu fordern. Damit schließt die Diskussion. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt und die gestern mitgeteilte Resolution: Erhebungen über den Einfluß der früheren Beschäftigung der Stcllungspflichtigen auf ihre militärische Brauch- barkeit angenommen. Die Weitcrberatung wird sodann aus Donnerstag 1 Uhr vertagt. Schluß 7 Uhr._ Briefkasten der Kedaktion. Tie iuiisiisckie Tprechsinnde siudet Montag, TtenStag, Tonncrstag und Freitag von 7— S llhr abends statt. Sechster Wahlkreis. In Ihrem Inserat fehlt die Angabe deö Lokals. F. tv«. l.„Ncrthus". Chr. Adolff in Altona-OUensen. Amoldstr. K. — 2. Vierteljährlich 1,50 M.— 3. Wöchentlich einmal. 1660 L. St. Sie stellen an uns nicht weniger als zehn Anfragen, von denen wir nur einige als Proben wiedergeben wollen. So fragen Sie: Wo giebt es Rinderjuchtenleder zu kaufen? Von wo sind echte Münchener Mahkrüge zu beziehen? Welche Bank in Deutschland steht am besten? Wann und von wem wurde in Deutschland die erste Kirche gebaut?— Herrrril Wollen Sie uns frozzeln? Oder glauben Sie, wir hätten unsre Zeit und Arbeitskraft gestohlen? Oder meinen Sie, in der Redaktion des„Vorwärts" säßen zehn Weise, die Sie beliebig mit Fragen belästigen rönnen? K F., Diessenbachstr. Wenden Sie sich an die Direttton deS städtischen Viehhofs und wiederholen Sie dort Ihre Frage. Genosse und Zlboniient, Pallisadenstrafje. 1. Ja! Meberwall- strahe 6/7(130. Gemeindeschule). 2. Nein, sondern nur zum Besuch der Fortbildungsschule und auf Kosten des Lehrlings. 3. Wenden Sie sich an die 2. Gewerbe-Jiispektion, Georgcnkirchvlatz 21._ Ktnttal-Amktil- u. Sterbe- Kfljse kt Zimmerer. (E. F. H. K., Hamburg II, Filiale Berlin 7.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied P5S/3 Albert Bahr am 26. d. M. verstorben ist. Die Be- erdigung findet am Freitag, den 1. März, nachmittags S1/* Uhr, von der Halle des neuen Paulkirchhofs am Plötzensee statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Danknugung. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Malers August Bernhardt, sage ich hiermit allen Verwandten und Bekannten, sowie dem Verein Gemütlichkeit und dem Bezirk 657 des 6. Wahlvereins meinen herzlichen Dank. 28676 Wwe. Bernhardt und Kinder. Ilanksugong. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die großen Kranz- spenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, Tochter und unsrer Mutter sagen wir hiermit allen herz- lichen Dank. Die Hinterbliebeuen. 2859b Ttisodor Adam. Z-raucn uittirnt sich gern dahin bklehren lassen, daß Mreinns Malsdassee GeschuM niid Geruch des Kahnendassees in hohem Grade desstzt. weil er mit SKradten ans der echten Kaffeeftncht imprägniert ist. Ser„Kathrcioer" iss infolge dessen anch et« wirdlich geschmachmdessernder. dettdater«ad dedömmltcher Kaffee-Zusatz. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 28. Februar. Opernhaus. Margarete. 712 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 71/2 Uhr. Anfang RANIA Centralverband der Maurer etc. Möbelstoffe!! Taubenstr. 48/49. Im Theater Donnerstagabend8Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde. Im Hörsaal: Dr. Nass:" Glasfabrikation". Invalidenstr. 57/62. Wintermärchen. Tägl. Sternwarte. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Retter. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der Sieger. Anfang 712 Uhr. Lessing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 72 Uhr. Berliner. Die beiden Leonoren. Anfang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Die Sixtina. Anfang 712 Uhr. Westen. Der Barbier von Sevilla. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Thalia. Amor von heute. Anfang 712 Uhr. Luisen. Kyritz Pyriz. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 72 Uhr. Passage- Theater Letzter Tag des Februar- Programms Die 4 Schwestern Tua in ihrer Neuheit ,, RingelreiaUebertanz". Hanny Luxa die famose TyrolienneExcentrique. 17 erstklassige Nummern 17. Zum mehr wie 50. Male: Rosendienstag. Feldwebel- Tragödie in 1 Akt. CASTANS Anfang PANOPTICUM Carl Weiß. Die Goldgräber von Kalifornien. Anfang 8 Uhr. Belle• Alliance. Der Leibalte. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Eine tolle Nacht. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 7 Uhr. V Palaft. Specialitäten Vorstellung. Bummelfrize. Anfang 71/2 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater." D"-Vorstellung. Rosendienstag." Anfang nachm. 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali Ein RiesenNeu! Neu! Neu! GORILLA aus Yaunde, Hinterland von Kamerun- erlegt von einem Deutschen, die grösste zoologische Sehenswürdigkeit des neuen Jahrhunderts. Konzertkapelle la Zarina. Der Germanensaal. Bahlstelle Berlin II. Donnerstag, den 28. Februar cr., abends 8 Uhr: General- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15. 136/ 15* Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstands und Neuwahl desselben. 2. Die bevorstehende Landeskonferenz der Maurer der Provinz Brandenburg und Wahl der Delegierten zu derselben. 3. Bericht und Neuwahl der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftstommission. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Um regen Besuch dieser Versammlung ersucht Die Verbandsleitung. Reichshallen Preie Volksbühne. Stettiner Sänger. V. Abteilung. Sonntag, 3. März, nachmittags 24 Uhr, im Carl Weiss- Theater: Meister Oelze. I. Abteilung im Lessing- Theater, nachm. 2% Uhr: La Robe rouge( Die Rächerin). Drama in vier Akten von Eugène Brieux. Deutsch von Dr. A. Berthold. Achtung! Märzfest Achtung! Sonnabend, 16. März, abends 8 Uhr, Brauerei Friedrichshain. Festrede: Herr Wilhelm Bölsche: ,, Der moderne Mensch in der Kunst." Gesang: Frl. Brackenhammer und Herr Gustav Waschow ( Theater des Westens); Frl. Bratsky( Secessionsbühne); Herr Koppel( Wolzogens Ueberbrett'l"). ท Konzert: Gebrüder Borisch( Violin- u. Cello- Virtuosen). Festmarken a 50 Pf. in allen Zahlstellen. Da nur eine beschränkte Anzahl zur Ausgabe gelangt, empfiehlt sich rechtzeitige Abnahme. 228/17] Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Cirkus Alb. Schumann. Wegen eingegangener Verpflichtungen mit dem Grand Hippodrom in Paris muß ich leider meine diesjährige Saison schon am Montag, den 4. März 1901 beenden. Heute Donnerstag, den 28. Februar, abends präc. 8 Uhr: Neues Programm! Siehe sämtliche Säulen. anch Reste alleQualit. felten billig! Mocquett- Plüsche 5,35 M. Gelegenheitstauf: per Meter( 130 Centimeter breit). Muster bei näher. Angabe franco. Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Künstliche Zähne. Garantiert Zahn- u. WurzelOperationen, Plomben etc. Zähne Ia von 3,00 an. Prima Blomben v. 2,00 an. Langj. Garantie. Bequeme Zahlungsbedingungen. Bruno Steffens, Neanderst.21( Annenst.) Masken- Garderobe Don 5642* Carl Ernst, Köpnickerstr. 1261. Größte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeiger dieser Annonce erh. 10 Broz. Preisermäßig. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 3. März, abends 6 Uhr: Volks Versammlung. Tages Ordnung: 219/6 1. Die hygienische Fürsorge für Frauen und Kinder und die Gemeinde. Referent: Dr. Freudenberg. 2 Diskussion. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Lichtbilder: Frauenportrag abends Große Extra Fest- Vorstellung morgen Freitag, se mit besonders gewähltem Sport- Programm. Zum Besten der Krankentäten Borstellung. Die zwölf Thalia- Theater füche Brüderftr. 10. Vor der Vorstellung: Konzert des Musikcorps des unverbrennbaren Fatire. Urania, Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Aus dem Tagebuch der Erde". Im Hörsaal: Dr. Naß: Glasfabrikation". Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Der Retter. Dresdenerstr. 72. Seute und folgende Tage: Amor von Heute. Gr. Ausstattungspoffe m. Gef. u. Tanz. Herren: Thomas, Thielscher, Helmer: Damen: Milton, Milani, Bojé, ding, Junkermann, Baulmüller. Wannovius. Anfang 7 Uhr. Metropol-Theater. Behrenstr. 55/57. Drama in 4 Aften von C. G. Neuling. Heute Donnerstag, den 28. Februar: Freitagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Retter. Central-Theater. Mit vollständig neuer Ausstattung an Dekorationen und Kostümen. Bum 586. Male: Bum leztenmale: Eine tolle Nacht. Berliner Ausstattungspoffe und das Februar- Specialit.- Programm. Anfang 128, der tollen Nacht 1/29 Uhr. Freitag, den 1. März: Geschlossen. Sonnabend, den 2. März: Zum 1. Male: Die Geisha. Man lebt ja nur einmal. Mimoja: Mia Werber. Morgen: Die Geisha. Sonnabend, 2. März, zum 1. Male: San Toy. Chinesische Operette in 2 Atten von Sidney Jones. Gastspiel Miß Mary Halton. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Uhr: Große Gesangsposse in 5 Bildern. CarlWeiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Preiſen: Die Geisha. Abends 71hr Goldgräber von Kalifornien. San Toy. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Donnerstag, den 28. Februar cr.: Benefiz für Fräulein Helene Voss. Neu! Bum 1. Male: Neu! Die beiden Wenzel. Anfang 8 Uhr. Freitag: Das Modell. Sonnabendnachmitt. 4 Uhr: Kindervorstellung. Kl. Preise. May und Moritz. Cirkus Busch Schwant in 1 Att von E. Felsch. Donnerstag, den 28. Februar cr., Raabe, früher Schauspieler: Dir. Rich. Winkler. Auftreten bedeutender Kunst: Specialitäten a. G. für Benefiziantin. die Entree 50 Pf. Anfang: 72 Uhr. Freitag, den 1. März 1901 bleibt das Theater wegen Privat: festlichkeit geschlossen. Apollo- Theater. Nur noch bis Donnerstag: Ada Colley. Valentine Petit. Pepi Glöckner. Les ministrels parisiennes. Um 8 Uhr: abends 72 Uhr: Elite Gala- Abend. Ferner: Auftreten des berühmten amerita: nischen Pferdebändigers Professor Norton B. Smith. unter der Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt Eisenbahnbrücke. Außerdem: Troika, mit den 3 arabischen Schimmelhengsten, geritten von Herrn I. Garde Feld- Artillerie- Regiments unter persönlicher Leitung des föniglichen Musikdirigenten Herrn E. Baumgarten. Zu dieser Vorstellung ladet ergebenst ein: Das Festkomitee: Herzogin v. Ratibor, Ehren- Vorsitzende. Frau Anna vom Rath, Vorsitzende. Freifrau v. Rheinbaben, stellvertretende Vorsitzende. Freitag, den 1. März Mad.de Bussy Bernhard Mörbitz Salerno Ary- Harry Vollständig neues Programm. APOLLO- THEATER Kosmograph Geschw. Sandberg Die Wolkovsky Des Löwen Erwachen Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenhelde 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen. Juh.: Max Schindler.- Telephon: Amt IVa Nr. 8002. Heute: Grosser Ball, als Specialität:* Cigarren- und Apfelsinen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree fret. Der große Saal nebst Nebenräumen ist am 1. Pfingstfeiertag an Vereine zu vergeben. [*] Max Schindler. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. erstklassige Direktion: J. M. Hütt. Wochentags 7 Uhr. Spur eritten. Seß. Fräulein Martha Mohnke, Schulreiterin, als , Weisse Dame" auf dem Lippizaner: Hengst Conversano", ferner auf Wickedboy", Schule über der Erde ( Capriolen). Vorführung der vor: üglichsten Brogrammnummern. Bum Schluß: Bum 93. Male: Die eiserne Maske. Le masque de fer. Des Löwen Erwachen. r. biftorisches Manege: Schauftück Komische Operette v. J. Brandl. Mittwoch, Sonnabend und Sonntagnachmittags: Zauber- Soiree. Ben Ali- Bey. in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Unter andrem: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Deutsche 20' Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Passage- Panopticum und Theater. Letzter Tag der 12 unverbrennb. Fakire Neu! General Boum, Gintritt einschließl. Theater 50 Pf. der kleinste Mann der Welt. W. Noacks Theater. Konzerthallen Sanssouci Brunnenstraße 16. Der Goldneffe. Bosse m. Gesang in 4 Atten( 6 Bildern) Don Eduard Binderer. Musik von Dr. Schmidt. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Freitag: Die Ehre eines armen Mädchens. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Vereinsbillets gültig. Neu Wachsfiguren. FahrräderLeihhaus! Verfallene Räder, neu und alt in grosser Auswahl spottbillig.[ 827L* Nur erstklassige deutsche Marken. Leihhaus Neue Schönhauserstr. 11. Kreide- Portrait. In den stillen Monaten Februar bis April liefere ich für 3,50 M., über: Stechert. Andreasstr. 21, Eintr. 20 Pf. Frauenleiden. Naturbeit. Köpnickerstr. 72.Sonntag 11-12. Grundmann. Spr. 11-2, 6-8. Paul Burows Möbelfabrik. Neue Schönhauser Straße 2. Ju meinem großen Möbelspeicher halte stets eine großartige Aus: wahl aller Arten Möbel zum Verkauf. Durch Maffen- Einkäufe, Ersparung teurer Ladenmiete 2c. bin ich im stande, ganz bedeutende Vorteile zu gewähren. Ganze Einrichtungen von 150 bis 10 000. Ganz besonders weise ich auf mein großes Lager verliehen gewesener, einfacher, sowie hochherrschaftlicher Möbel hin, welche zu sehr billigen Preisen abgegeben werden: Nußbaum- oder Mahagoni- Kleiderspinde und Vertikows 36 M., Korridorspinde 22, Muschelkleiderschränke 36, Bettstellen mit Matrage und Keiltiffen 22, französische Muschelbettstelle mit Sprungfeder Matratze und Keilkissen 44 M. Kommoden 18, Spiegel 9, Säulentrumteaur 45, Diwan mit Sigauszug 36, Garnituren, Paneelsofas mit Satteltaschen und Plitscheinfassung 85, Salonschränke, Anfleideschränke mit Spiegelthüren, Herrenschreibtische, Garderobenschränke, Bücherschränke 2c. Eventuel! Einrichtungen gegen Teilzahlungen unter toulanten Bedingungen. Beamten geringe Anzahlung. Getaufte Möbel tönnen beliebige Zeit stehen bleiben und werden sauber transportiert, auch nach außerhalb. 19221 Cherloodnebni Das beste tägliche Getränk. van [ 8749* T an Houten's Cacao 9tgotribe ασ wird von allen Cacaotrinfern wegen seines Wohlgeschmacks und seiner Nährkraft bevorzugt. 1/2 Kilo genügt für 100 Tassen. S nattandi Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große Frankfurterstr. 133, of part.- SO.: Frit Thiel, Stalizerstr. 35 v. part.. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelers straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. GesundRosenbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Rar1 Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenft. und W. Nice I, Augustaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Frankfurter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6.Rixdorf: Oster mann, Erfstr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstr. 39, I.- Adlershof: Emil Bollmann, Selchowstr. 14. Köpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: 5. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Stod, Ernstftr. 2 II. Neu- Weissensee: Heinrich Ba ch= mann, Lehderstr. 1, part. Iints. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen 3545 cm, ohne Rahmenswang. werte dort zu haben. Auch werden Inserate für Aehnlichkeit Photographie. garantiert. Borlage 25746* C. Jensch, Atelier, den Vorwärts" entgegengenommen. Röpnickerstr. 112. A. Jandorf& Co. C. Spittelmarkt 16/17 SW. Leipzigerstrasse 64* SW. Belle- Alliancestrasse 1/2. Glas dalo H pallet2 Wasserbecher gepresst 4 Citronenpressen Butterdosen gepresst Compottschalen Römer grün, antik Palm Bremi mo potu Pf. ondüdello sion! Kaffeeservices 6 Pers. 2,85 Bad Rococoform, 8 Th. für 6 Pers. Intrado et) 900 2,85 Elegante Form, 9 Th. für 6 Pers. 4,00 12 Pl. 22 Pl. ca. 18 cm 16 Pf. Elegante Form, 16 Th. für 12 Pers. 8,50 16 Pf. 19159 Glas 38 PL 50 PL. Pf. 210 Sturzflaschen geschliffen Käseglocken geschliffen Salatschüsseln geschlifen 65 Pl. Gambrinustulpen 28 PL Champagnergläser15, 18 PL. Porzellan Kaffeetassen bunt Eierservices mit Gold verziert Dessertteller bunt decoriert Butterdosen bunt decoriert 15. Pf. 30 Pf. 16 Pf. 33 Pf. sdip Satztöpfe bunt 1,15, 1,35, 1,50 M. singox Kaffeetassen englisches Fabricat, reich decoriert 48 Pf. Kaffeekannen Kummen MUSIT TOMAT Kaffeebecher bunt decoriert Tassen Tassen grosse Form gerippt 8 Pf. 17 Pl. Kaffeekannen 25, 35, 45P Pf. Compottschalen 7, 10, 28, 35P. Kuchenteller bunt decoriert 35 Pf. Tafelservices Waschgarnituren 30 Theile für 6 Personen. 7,00 30 Theile, englisches Hartsteingut 19,75 1,15, 1,40, 2,00, 2,75, 3,85 M. Brings Emaille 25 PL. 30 PL. 40 PT. 55 PL. Pf., Pf., Pf., 9 Pf., 14 Pf., 20 Pf., 25 ca. 16 20 26 32 cm. Küchenschüsseln 9P 15 PL.25 PL, 33 Kinderbecher Pf., decoriert 15 ca. 35 M., 45 decoriert 55 65 cm. M. Wannen 1,20 1,65 M. 2,35, 3,50 Waschgarnituren 1,55 M., 1,80 3teilig Nachtgeschirre decoriert M. 65 Pl, 80 Pl. Pf. Maschinentöpfe 22 Pf., 25 P. Fenstereimer Tassen mit Unterlasse 10 Pf., 15 P. Schaumlöffel 8 P. 10 PL. Tassensiebe Pf., big カ Pre 45 Pf. 17 Pl. Wirtschafts- Artikeld- le ca. 30 34 50 38 42 cm 10 70 Verzinnte Waschtöpfe 2, 2, 3, 30 Fleischbretter 10. 13. 15 PL. 22 PL. 28 PL. Waschfässer mit Wulst ca. 80 90 cm M. 7,90 M., 8,90 M. Plättbretter bezogen Kohlen- Anzünder Pack 5P bezogen 2,75 M. Esslöffel Theelöffel Fleischklopfer Pf., Pf., 2201 0119194 ni 15 Pl. C - 10 PL. Butterdosem. vernickelt. 38 P Britannia- Metall 5 Pl. m. vernickelt. 48 Geleedose verke Deckel 60 Pf. Pf. пя? 記 Unsere Photographischen Ateliers 1 sind von 8 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends geöffnet. wol 290 Visitbilder Person 1 Dtzd. 1.80. Cabinetbilder 1.80. Cabinetbilder 1 Person 1 Dtza. 4.80 M. 4.80 ML. Postkarten 1 Person 1 Dad. 1.20 M. Vergrösserungen, Platin- und Kunst- Papier- Drucke, Gruppenaufnahmen etc. etc. in vollendeter Ausführung. Vergrösserungen werden nach jeder Photographie angefertigt. Soeben eingetroffen: ,, Oelgemälde' Eine ( Genre, Landschaften, Zu staunend billigen Preisen. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 50. 18. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 28. februar 1901. Partei- Nachrichten. 4 um man läufig tiefsten Stand. Auch wenn man absieht von den in der That seine dauernde Unterbringung in eine Frrenanstalt als gemeingefähraußergewöhnlichen Verhältnissen der 70er Jahre, die keinen Maßstab licher Geistestranter geregelt ist. Zu den Verhandlungen der Landesversammlung unsrer bilden können, und nur die Geburtenziffern der 80er Jahre zur Ver= Die Schutzvorrichtung durch Mut und Entschloffenheit erbadischen Parteigenossen wird uns von unserm Berichterstatter gleichung heranzieht, bleibt der seitdem eingetretene Rückgang noch noch geschrieben: Die Auslassungen unsrer Landtags- Abgeordneten recht groß. Die Geburtenziffer fant von 1888-1898 von 34,56 auf 28,93, feht hat ein Fahrer der Straßenbahn auf der Linie LintstraßeDreesbach und Fendrich über die Thätigkeit der socialdemo- also um rund ein Sechstel. An sich darf nun freilich aus einem Rüd- Steglig. Der Wagen 35 der Westlichen Berliner Vorortbahn war kratischen Kammerfraktion und zur Frage der Taktik bei den bevor- gang der Geburtenziffer noch nicht auf eine entsprechende Aenderung vorgestern morgen nach 8 Uhr vor dem Hauſe Bahnstr. 41 im Begriff stehenden Landtagswahlen haben der gegnerischen Presse Anlaß zu Diese Ziffern sind ja nur in der üblichen Weise durch Vergleichung der Wagen an den Mann gekommen war, faßte der Fahrer den einen Fußgänger in voller Fahrt zu überfahren. Der Fahrer erBer Fruchtbarkeits- Verhältnisse der Bevölkerung geschloffen werden. fannte die Gefahr und setzte die Gefahrbremsung in Thätigkeit. Als allerhand Betrachtungen gegeben, die es notwendig erscheinen lassen, der Geburtenzahl mit der Gesamtbevölkerung gewonnen, während Gefährdeten am Rockfragen und hielt ihn so lange hoch bis der Wagen den Standpunkt der beiden Redner etwas genauer zu präcisieren. Dreesbach motivierte in Uebereinstimmung mit dem Bericht die Geburtenzahl wesentlich von der Zahl der gebärfähigen Frauen erstatter Fendrich die Zustimmung der Fraktion zum Landesbudget abhängt. Vergleicht man indes die Zahl der ehelichen Geburten zum Stehen gebracht war. Der Basiant konnte ohne jede Verletzung weitergehen. damit, daß im Gegensatz zum Reichshaushalts Etat, bei dem zum Verminderung der Geburtenhäufigkeit. mit der Zahl der Ehefrauen, dann zeigt sich sogar eine noch stärfere Auf je 1000 Ehefrauen überwiegenden Teil Ausgaben für Armee und Marine zu bewilligen fam 1876 die außerordentliche Zahl von 240 ehelich Geborenen, Bau der Diskontobank in der Behrenstraße. Eine Anzahl Arbeiter Ein Unglücksfall ereignete sich gestern vormittag auf dem ſeien, das erstere zu 9/10 Aufwendungen für kulturelle Zwecke( Berwal- 1888 noch 172 ehelich Geborene, 1898 aber nur noch 133. waren damit beschäftigt, eine ungefähr 35 bis 40 Centner schwere tung, Rechtspflege, Verkehrswesen, Handel und Gewerbe, Landwirtschaft, Das ist von 1888 bis 1898 ein Rückgang Kunst und Wissenschaft 2c.) enthält, die abzulehnen für uns nicht die Sandsteinplatte vom Wagen abzuladen. Durch ein Versehen glitt geringste Veranlassung vorliege. Auch dürfe unter solchen Um- 3iemlich ein Bierte!! Beschränkt man die Vergleichung die Platte den Arbeitern aus den Händen und zerschlug dem einen ständen von dem Mittel der Budgetverweigerung nicht allzu häufig auf das Alter bis zu 45 Jahren, was nur für die Jahre vollständig das Schienbein, zwei andre erlitten Quetschungen an den Zehen. und ohne Not Gebrauch gemacht werden, wenn ihm nicht das Ge- nach den Volkszählungen möglich ist, dann bekommt wicht eines wirkungsvollen Mißtrauensvotums gegen das herrschende 45 Jahren 318, 276, 238, 226, 194 ehelich Geborene. Gegenüber Dienstag früh der Straßenbahnfahrer Werner, der auf dem für 1876, 1881, 1886, 1891, 1896 auf je 1000 Ehefrauen bis zu Das Opfer eines schrecklichen Unglücksfalls wurde am Regierungssystem genommen werden solle. Die Darlegungen Fen drichs über die Möglichkeit einer Umgestaltung der bestehenden einer so bedeutenden Verminderung der Geburtenhäufigkeit wird man Straßenbahn- Depot in der Ackerstraße angestellt war. W. hatte sich Verhältnisse auf dem Wege der revolutionären Gewalt decken sich enderung der Fruchtbarkeits- Berhältnisse als in einer Wandlung schritt den Hof des Depots zwischen zwei aneinander laufenden fast zu der Annahme gedrängt, daß ihre Ursache weniger in einer am Dienstagmorgen gegen 61/2 Uhr zum Dienst begeben und übervollständig mit dem in der Presse hierüber herrschenden Anschauungen, der Anschauungen über den Wert des Kinder Geleisen, als auf diesen gerade zwei Motorwagen rangierten. Der insbesondere mit dem Standpunkt, den Engels in dieser Frage jegens zu suchen ist, die ihrerseits hauptsächlich wohl aus der Beamte, der dies nicht bemerkt hatte, geriet zwischen die beiden an der praktischen Kleinarbeit der Parlamente wurde von beiden fortschreitenden Erschwerung der Erwerbsverhältnisse zu erklären ist. Waggons und wurde hier vollständig festgepreßt. Der Aufschrei Rednern in gleicher Weise betont, dabei aber ausdrücklich verlangt, Das städtische Fortbildungs- und Fachschulwesen soll, wie des Unglücklichen wurde von den rangierenden Wagenführern verdaß die alleinige Richtschmur hierbei das socialistische Programm und ein hiesiges Blatt hört, demnächst eine Erweiterung erfahren, die nommen und der eine derselben ließ seinen Waggon vorrücken, das von dieſem gewiesene Endziel der schließlichen Socialisierung längst als notwendig erkannt ist. Die bisher bestehenden Anstalten damit der Unglückliche aus seiner furchtbaren Lage befreit der Gesellschaft zu bilden habe. werden konnte. zur Vorbereitung und Fortbildung der Gewerbetreibenden sollen um Bei dieser Bewegung des Gefährts aber Ausführlich verbreitete ich die beiden Redner über die Frage, eine neue Schulform, die, technische Mittelschule", vermehrt wurde der Körper Werners buchstäblich herumgedreht, so ob unsre Abgeordneten, faus die Stärke der Fraktion ihnen das werden, die ein Bindeglied zwischen der Handwerkerschule und der daß, wie später ärztlicherseits festgestellt wurde, die Rippenknochen gestatte, eine Vertretung in die parlamentarischen technischen Hochschule zu bilden bestimmt ist. des Beamten sich vom Fleisch lösten und zersplitterten, wobei ein Bräsidien, Ausschüsse 2c. delegieren sollten. Fendrich hatte ferner in der Leitung des städtischen Fortbildungs- und Fachschul- Knochensplitter das Herz des Unglücklichen beschädigte. Der Schwer diese Frage bereits vor einigen Monaten in dem von ihm geleiteten wesens erfolgen, die bekanntlich wieder, wie bisher, dem Leiter verlegte befand sich bei voller Besinnung. Er wurde mittels Droschke Voltsfreund", dem Organ unfrer badischen Parteigenoffen, des Boltsschulwesens mitübertragen worden ist. Herrn Stadtschulrat Bei dem Transport äußerte der in den legten Zügen liegende Werner nach der Charité gebracht, verstarb jedoch auf dem Wege dorthin. bejaht, und Dreesbach schloß sich seinen Ansichten Gerstenberg soll ein von einem Ingenieur geleiteter technischer bem ihn begleitenden Schaffner gegenüber: Ich werde gleich hierüber auf der Landesversammlung in allen Bunften Beirat" an die Seite gestellt werden, der ihn in allem das Fach- sterben, bestelle meiner Frau meine letzten Grüße." Werner war Er betonte insbesondre, daß das fortgesette Burück- schulwesen betreffenden Fragen zu unterstützen und ihm die nötigen schon vor mehreren Jahren das Opfer eines schweren Unfalls geschrecken unsrer Partei vor der Erfüllung der mit den er- Anregungen zu geben bat. Etwas Aehnliches war bereits im wähnten Aemtern angeblich verbundenen Repräsentationspflichten Herbst, als in der Stadtverordneten Versammlung über den Vor- worden. Er wurde von einem herabstürzenden Wagenschild am erheblich verlegt. Nur einem Zufall die Machtstellung der Partei insofern zu schädigen geeignet schlag der Schaffung einer dritten Stadtschulratsstelle verhandelt Gesicht getroffen und fei, als jene Körperschaften auf die Arbeiten der Parlamente und den wurde, vom Oberbürgermeister in Aussicht gestellt worden. Auch hatte er es zu verdanken, daß der Unglücksfall damals kein tödlicher Gang der Verhandlungen derselben einen weitreichenden Einfluß aus die Frage, ob der Fortbildungsunterricht fakultativ oder obligatorisch wurde. zuüben vermögen, der ohne Vertretung unfrer Partei eben auch zu sein soll, werde( so meldet das Blatt) unter Gerstenberg entschieden Gram über den Verlust feiner Kinder hat den 33 Jahre deren Nachteil ausgenügt werde. Mit einer derartigen Abstinenztaktik werden, wenn der neue Schulrat auch persönlich zunächst nicht auf eine alten Tischler Rudolf Freitag aus der Gipsstr. 6 zu einem Selbstbereiteten wir lediglich unfren politischen Geguern Freude, die des Entscheidung drängen werde.„ Entschieden werden kann diese Frage mordverfuch getrieben. Mittwochmorgen ging er statt zur Arbeit halb auch alles Interesse daran hätten, uns durch die Verspottung der selbstverständlich nur in dem Sinne, daß Magistrat und Stadt- nach dem Friedhof der Sophiengemeinde an der Freienwalderstraße. " socialistischen Hoffähigkeit" von der Aendernng unsrer Stellung zu dieser verordneten Versammlung ihren bisherigen Standpunkt aufgeben Dort schoß er sich nachmittags auf dem Grabe seiner ältesten Tochter, Frage abzuhalten. Die Erfüllung der Repräsentationspflichten der und sich für die obligatorische Fortbildungsschule erklären. Daß der an der er besonders gehangen hatte, eine Kugel in die rechte Schläfe. parlamentarischen Präsidien 2c. gegenüber den Höfen bedinge, sofern neue Schulrat persönlich zunächst nicht auf eine Entscheidung in Schwer verwundet wurde er von Friedhofsarbeitern aufgefunden. sie sich auf die verfassungsmäßig vorgeschriebenen Beziehungen der diesem Sinne drängen wird, ist sehr glaubhaft. So rasch darf sich Parlamente zu dem Monarchen beschränkte, keinerlei Verletzung oder Herr Gerstenberg schon deshalb nicht zu einer besseren Einsicht von seinem Vater gezüchtigt worden war, erhängte sich am Dienstag Selbstmord eines dreizehnjährigen Schulfnaben. Weil er Verlengmung der socialistischen Principien; alle andren Beziehungen bekennen, weil er in der ganzen Zeit, die er der Stadtverordneten in Köpenick der dreizehnjährige Sohn des Arbeiters Fr. Woick. Auf zum Hofe, wie z. B. die Teilnahme an Hoffestlichkeiten 2c., fönne Versammlung angehört hat, sich niemals als Freund der obli- einem hinterlassenen Zettel, der mit der Adresse seiner Mutter ver ohne Verlegung der übernommenen Verpflichtungen und müsse gatorischen Fortbildungsschule gezeigt hat. Im übrigen wird Herr sehen war, hatte der jugendliche Selbstmörder das Motiv der That unsrerseits natürlich auch abgelehnt werden. Gerstenberg vermutlich überhaupt kein großer„ Dränger" sein. noch ausdrücklich angegeben. an. Aus der Versammlung heraus wurde gegen diese Darlegungen der beiden Nedner kein Widerspruch erhoben. V # Eine Aenderung soll Der Stadtverordnete Schmeißer ist am Dienstag gestorben. Er stand im 78. Lebensjahr und gehörte der Bersammlung 20 Jahre Die Landesversammlung der Parteigenossen Württem- lang als Vertreter der zweiten Wählerklasse des Köpnider Stadtbergs wird am 7. April in Stuttgart abgehalten werden. Außer viertels au. Schmeißer war Mitglied der Freien Vereinigung. den geschäftlichen Angelegenheiten stehen auf der Tagesordnung die( Fraktion Spinola.) Handelspolitik und die Stellung der Socialdemokratie dazu sowie die württembergische Socialdemokratie nach den Landtagswahlen. Gegen die socialdemokratischen Abgeordneten im lippefchen Landtag, die Genossen Obier, Schmuck und Karl Becker, sind dem soeben eröffneten Landtage Wahlproteste eingereicht worden. Originell ist die Begründung des Protestes gegen die Wahl des Genossen Schmuck. Es wird nämlich behauptet, daß der unterlegene Gegner gewesen sei. des Genossen Schmud nicht naturalisiert und darum nicht wählbar Berliner Partei- Angelegenheiten. " M 99 Johann Buhr aus der Petersburgerstr. 8. Erhängt hat sich am Dienstagabend der 54 Jahre alte Arbeiter teilt uns mit, daß die Leute, die, wie es in unsrer Notiz in Nr. 48 Berichtigung. Der Inhaber der Wirtschaft Schivedterstr. 17 des„ Borwärts" heißt, den Hof in unzulässiger Weise benutten und Praktische Neuerung. Seit Dienstag find am Bostministerium dann den Kutscher Schulz mit der Mistgabel verlegten, nicht seine zwei neue große Doppelbrieftasten angebracht mit Einwurf für Gäste waren, sondern von der Straße aus in den Hof gekommen Ortssendungen und Einwurf für Sendungen nach außerhalb. Die find. Im Gegenteil ist durch seine Gäste einer der Schläger festAbteilung für Ortsfendungen ist gelb, für außerhalb. blau an- gehalten worden. gestrichen, so daß, wenn das Publikum damit vertraut ist, Verwechselungen felten vorkommen dürften. Fenerbericht. In der Nacht zum Mittwoch kam Wilhelmstr. 30 im Dachgeschoß ein größerer Brand aus, der ein Papierlager und Omnibuskutscher ist jetzt begonnen worden. Anstatt des schweren straße 21 Fußboden und Balkenlage. Seleine Wohnungsbrände waren Mit der Einführung einer leichten Kopfbedeckung für die die Dachkonstruktion zerstörte. Bu gleicher Zeit brannten AdmiralCylinderhutes, der bei großer Hitze zu einer wahren Pein für die Müllerstr. 150, Ritterstr. 81, Weberstr. 40a und Brandenburgstr. 6 Kutscher wurde, erhalten sie niedrige runde Hüte aus schwarzem abzulöschen. Ein Alarm nach Prinzenstr. 5 betraf ein Schadenfeuer Leder, die denen der Postillone ähnlich sehen. Diese Hüte sind sehr in einer Tischlerei. Straßburgerstr. 57 waren in einer elektros leicht und haben eine breite Krempe, so daß die Kutscher der Wirkung technischen Fabrit Säuren in Brand geraten, der aber vom Fabrikder Sonnenstrahlen jetzt nicht mehr wie früher ausgesetzt sein personal noch vor Ankunft der Wehr erstickt wurde. Auf dem Anhalter Güterbahnhof hatten sich Preßzkohlen in einem Waggon entzündet, doch konnten die Flammen leicht erstickt werden. Freie Volksbühne. Sonntag, 3. März, nachmittags 23/4 Uhr, im Carl Weiß Theater: 5. Abteilung: Meister Oelze". werden. Gleichzeitig: 1. Abteilung im Lessing Theater: Robe rouge von Brieur, Drama in 4 Aften. Deutsch von Dr. A. Berthold.( Märzfest siehe Inserat.) Zur Lokalliste! Das Lokal von Robert Voigt, Ritterstraße 71/75, steht der Arbeiterschaft unter den bekannten Bedingungen zu Versammlungen usw. zur Verfügung. Die Lokal- Koumission. 6. Wahlkreis. Sonntag, den 3. März, abends 6 Uhr, Volksversammlung. Tagesordnung: Die hygienische Fürsorge für Frauen und Kinder und die Gemeinde. Referent Dr. Freudenberg. Diskussion. Nachdem gemütliches Beiſammensein. Friedrichshagen. Am Sonnabend, den 2. März, abends 9 Uhr, findet im Saal des Gesellschaftshauses, Friedrichstr. 69, eine Boltsversammlung statt. Reichstagsabgeordneter Arthur Stadthagen spricht über das Thema: Wohin steuern wir? Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Lokales. Der Vertrauensmann. Konferenzen in Sachen der Warenhausstener finden zur Beit unter Hinzuziehung von Vertretern der verschiedenen taufmännischen und gewerblichen Vereine im Handelsministerium statt. Es handelt sich besonders um Erledigung zahlreicher bei dem Ministerium eingelaufener Anfragen von großen Firmen, in welchen um Auskunft darüber ersucht wird, welche Artikel die einzelnen großen Geschäfte zum April aufgeben müssen, um nicht unter das Gesetz betreffend die Warenhaussteuer zu fallen. Die Steuer tritt bekanntlich erst bei einem Umsatz von 400 000 m. in Straft, während warenhausähnliche Geschäftsbetriebe mit geringerem Umsatz von der Steuer nicht getroffen werden. Der Verein für Volkshygiene veranstaltet am 1. März, abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses eine Versammlung, in welcher Herr Geheimrat Profeffor Dr. Waldeyer Ueber einige Schußvorrichtungen des menschlichen Körpers gegen äußere schädliche Einflüffe" sprechen wird. Der Eintritt steht jedermann frei. Aus den Nachbarorten. Aus Rigdorf. Durch Explosion eines Bünders lebensgefährlich verlegt wurde am Dienstagabend in der Ruzzen'schen Maschinenfabrik, Cannerstraße 28, der 16jährige Formerlehrling Wilhelm Kirſt, Die Zeit verschlafen hat ein Einbrecher, der Tischler Karl welcher Schönweiderstraße 10 bei den Eltern wohnt. Auf welche Schmidt, der sich das Haus Sophienstr. 28 zu einem Bodendiebstahl Weise sich Kirst den Zünder, welche zum Sprengen von Eisenrohren ausgesucht hatte. Schmidt wartete am Dienstagabend auf der benutzt werden und unter festem Berschluß liegen, verschafft hat, Bodentreppe, bis alle Hausbewohner schliefen, erbrach dann den steht noch nicht fest. Um zu untersuchen, was das eigenartige, ihm Boden und alle Verschläge und packte zusammen, was er für mit- unbekannte Ding enthalte, bohrte St. mit einem Nagel hinein, wobei der nehmenswert hielt. Da das Haus verschlossen war, so wollte er Bünder explodierte und den bedauernswerten Lehrling in gräßlicher Weise warten bis zum nächsten Morgen. In zahlreichen Kleidungsstücken, verlegte. Außer gänzlicher Zerstörung des linten Auges erlitt se. die er übereinander anzog, eingehüllt, legte er sich, nachdem er seine Schußwunden im Kopfe und im Gesicht, wie ihm auch der rechte eigenartige Lampe, ein mit Petroleum gefülltes marmornes Schmuck- in der Steinmeßstraße Notverbände erhalten, sollte er mittels Daumen teilweise abgerissen wurde. Nachdem K. in der Unfallstation Vom Rückgang der Geburten in Berlin. Die Berliner täitchen, ausgelöscht hatte, hinter einem großen Reisekorb nieder. Strankenwagens der Unfallstation nach einem Krankenhause gebracht Gestern vormittag um 10 Uhr kam eine Frau Kramer nach dem Geburtenziffern werden in dem soeben erschienenen 20. Jahr Boden, um etwas zu holen. Als fie sah, daß alle Verschläge er werden, doch konnte er wegen Plazmangels weder im Brizer Kreisgang des Statistischen Jahrbuchs der Stadt Berlin", Krankenhause noch im Krankenhause am Urban aufgenommen werden. der die Statiſtit des Jahrs 1898 enthält, für die 100 Jahre von brochen waren, schlug fie Lärm. Jetzt erst erwachte der Einbrecher Endlich gelang es, den Schwerverlegten in der Augenklinik in der und versuchte, zu entkommen. Fuhrleute, Maler und Bäcker, die 1799 bis 1898 mitgeteilt. Bis 1798 hatten sich die jährlichen Busammenstellungen über die Zahl der Geburten in Berlin auf das unten im Hause wohnten, waren aber schon zur Stelle, gaben Biegelstraße unterzubringen. Die polizeiliche Untersuchung des eigen Zusammenstellungen über die Zahl der Geburten in Berlin auf das bem Dieb eine Tracht Brügel und überlieferten ihn dann der artigen Unfalls ist im Gange. Kirchenjahr erstrect. Seit 1799 haben sie sich an das Kalenderjahr Auf der Wache des dritten Polizei- Reviers versuchte sich am angefchloffen, so daß jezt zum erstenmal für ein volles Jahrhundert Polizei. Mittwochmorgen die Prostituierte Minna Nosenberger aus der vergleichbare Zahlen vorliegen. Das Auf und Ab dieser Zahlen ist überZwet jugendliche Taschendiebe im Alter von elf und zwölf giethenstraße 76 zu erdrosseln. Die R., eine berüchtigte Person, aus lehrreich. Nicht bloß Kriege und Epidemien haben darin ihre deutlich Jahren wurden am 19. d. Mts. abends in der Paffage, Unter den war nachts wegen Verübung groben Unfugs festgenommen worden. wahrnehmbaren Spuren hinterlassen; auch der Wechsel zwischen wirt- Linden, dabei betroffen, daß sie ihre Hände in die Taschen von In der Sistierzelle suchte sie sich nun am nächsten Morgen, als der schaftlichem Aufschwung und wirtschaftlichem Niedergang tommt zu be- Damen verfenkten. Sie merkten, daß Kriminalbeamte sie beob- Kazenjammer bei ihr eintrat, mit einer von ihrem Unterrod abredtem Ausdruck. Durch ungewöhnlich niedrige Ge achteten, versuchten, durch die Behrenstraße zu entkommen, wurden gerissenen Schnur zu erwürgen. Ein Schuhmann kam noch rechtburtenziffern heben sich besonders die Jahre 1814, 1832, jedoch von den Beamten verfolgt und festgenommen. Einen Teilzeitig dazu, um die Ausführung des Vorhabens im letzten Augen1847, 1848, 1849, 1867, 1871 von ihrer Nachbarschaft ab. Die Wir: ihrer Beute, den sie wegwarfen, fand man nicht wieder. Dagegen blick zu vereiteln. fungen der Freiheitskriege, der Cholera von 1831, der Märzrevolution hatte einer der Burschen noch ein Portemonnaie mit 4,80 M.; eine und der ihr voraufgegangenen Hungerjahre, der Cholera von 1866, der Münzen, ein Zweimartstid, ist eine Dentmünze zur Erinnerung Lichtenberg. Die Gemeindevertretung, das heißt die bisherige, des Kriegs von 1870/71 find hier unschwer zu erkennen. an das 200 jährige Kronjubiläum. Das Portemonnaie gehört einer nicht die neu gewählte, ein Wurm, der nicht leben und nicht sterben ( Nebenbei bemerkt: Der ungünstige Einflußz der Kriege Dame, die die Kriminalbeamten wohl fahen, die sie aber nicht fest- tann, soll am Domierstag zusammentreten, um ihr Dasein mit einigen auf die Geburtenhäufigteit läßt sich wegen der ſtellen konnten, weil sie die Bengel verfolgen mußten. Die Dame Thaten zu beschließen, die es ermöglichen zu sagen: Ende gut, alles Blöglichkeit, mit der er meist auftritt, am besten verfolgen. Die wird gebeten, einmal im Zimmer Nr. 97 des Polizeipräsidiums gut! Aus den 11 Punkten der Tagesordnung für die Sizung heben Kriegserklärung von 1870 erfolgte im Juli; dem entsprechend trat vorzusprechen. wir hervor: Bewilligung von Mitteln zur Erbauung von Baracken im Frühjahr 1871 fast ganz unvermittelt eine starke Verminderung Das Schicksal des Giftmörders vom Teufelsfee, Töpfers Hauses und Ankauf von Kirchenländereien zu Gemeindezwecken sowie behufs Unterbringung Wohnungsloser. Erbauung eines Armender Geburten ein.) Nach 1871 begann nicht nur eine Periode des Eugen Jänide, hat fich nun endlich definitiv entschieden. Jänicke Schaffung neuer Schulräume durch An- oder Neubau. wirtschaftlichen Aufschwungs, sondern auch eine Periode hoher wurde auf Grund längrer, auch im Potsdamer Untersuchungsgefang- Anleihe von 200 000 m. steht ein Vertrag mit einem Stonfortium Geburtenziffern, die 1876 mit 47,19 Geburten pro 1000 Berfonen nis fortgefester ärztlicher Beobachtungen für zur geit geist es über die Erbauung einer elektrischen Straßenbahn zum Abschluß. der Bevölkerung ihr Maximum erreichte. Nach 1876 trat gestört erklärt und am Sonnabend von dem Potsdamer nach dem aber ein um so stärkerer Rüdgang ein, der feitdem nur Moabiter Untersuchungsgefängnis durch zwei Kriminalbeamte gegelegentlich unterbrochen worden ist und noch heute fortdauert. bracht. In dem Moabiter Untersuchungsgefängnis wird Jänice nnr Seit 1895 steht die Berliner Geburtenziffer tiefer als jemals in dem so lange bleiben, bis feitens der Stadtgemeinde Berlin, die dazu ganzen Jahrhundert, 1898 erreichte sie mit 28,93 pro 1000 ihren vor. verpflichtet ist, weil Jänide dort seinen Unterstützungswohnsiz hat, Für den Abgang genug! Neben einer Wetter- Prognose für Donnerstag, den 28. Februar 1901. Ein wenig fühler, vorwiegend wolkig, mit leichten Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim. Versand- Abteilung Berlin W. Leipzigerstr. 182-185. Donnerstag, Freitag, Sonnabend bringen wir als besondere Gelegenheit: Damenwäsche Damenhemden Present 1,35, Damenhemden Achselschluss mit Spitze Priesenform mit Schleifenlanguette 1,95 M. 2,05 M. mit 1,55, Handstickerei mit handgest. 2,75 M. Damenhemden Achelschluss 2 m. Stickerei 2,50, Mandeira- Passe Damenjacken Dimiti mit Spitze 1,80, Umlegekregen 2,50 M. runde Damenbeinkleider de Form mit Stickerei mit Stickerei 1,65, 2,55 M. Damenbeinkleider 1,80 m. runde Form, mit Stickerei Stickerei- Röcke 3,50, 4,50 M. Anstands- Röcke Plan 2,90 M. Deckbettbezüge Stickerei Louisiana, 3,85, gestreift Dimiti, ca. 130 x 200 cm ca. 130 X 200 em 4,25 M. Kissenbezüge ca. 88 88 cm 1,10, Dimiti 1,25 M. Louisiana, X 83 eine Breite Dowlas- Bettlaken ca. 100X225 cm Hirtes Festsäle. Empfehle ich meinen Saal jeden Sonntag an Vereine zu vergeben. Auch größere Vereinszimmer für einige Abende frei. Elisabethkirchstr. 14. 2,05 M. Leinen- und Baumwollwaren Elsasser Renforcé feindige gute Quaiffeat Mtr. 40 Pt. Hemdentuch mittelstarke 199 Tischtücher schwere Qualität 1,25, 1,60 m. Tischtücher reinleinen Drell 1,30, 1,75 M. Servietten Jacquard halbleinen schwere Qualität Dtz. 4,20 M. Servietten reinleinen Jacquard Dtz. 4,20 M. Servietten einleinen Jacquard, Dtz. 5, 6,80 Küchenhandtücher Gerstenom Dtz. 3,40 gebleicht, gesäumt halbleinen Küchenhandtuch ein leinen Dtz, 4,60, gesäumt und gebändert... Stubenhandtuchabl 5,20, Drell Dtz. reinleinen Jacquard 99 99 Qualität Mtr. 30 Pt. Cretonne kraftige Qualität Mtr. 42 P Madapolam Maccogespinst für elegante Damenwäsche 53 P Pf. Mtr. Pf. Negligé- Satin Mtr. 53 Pt Laken- Cretonne schwere Qualität, ganze Breite vorz. Mtr. 80 Pt. Piqué- Parchend Mr. 60 Pt. Qual. Streifen- Muster Qualität 99 6,- M. 99 5,60 M. ... 99 99 Bettdamast elegante Blumen- und Kissenbreite Mtr. 60, Deckbett breite Mtr. 95 Pl. Wischtücher Dez. 2,0, reinleinen reinleinen gesäumt und gebändert 3,60 M. Lederstaubtücher Dz. 1,10 m. M. Kaffeedecken bunt mit Fransen 1,10 und 1,35 Mk. Allen Vereinen u. Gewerkschaften empfehle meine Räume von 20-150 Personen zu Sitzungen und Versammlungen jeder Art.- Ausschant von echtem Münchener, Pilsener, hiesigem hellen Lagerbier und ff. Weißbier. [ 8802 Speisen zu soliden Preisen. W. Thiede, Seydelstraße 30. Berufs- Bekleidung Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte bon 30 f. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. H.Stramin, Reft., Ritterstr. 123. 5149*] Jedes Wort: 5 * Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter: Straße 9, parterre. + 40* Borjährige elegante Herren- Winter: paletots und Anzüge aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Verkauf Sonn: abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21 II. 5148* aller Arten. D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Zähne 2 Mk. 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 7 Mark. 188/ 9* Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 130, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7, Das [ 7342* Riesen- Stofflager Krausenstr. 14 I. Etage, fertigt nach Mass unter garantiertem Sitz: Hochelegante Winterpaletots für 36 M. Hochelegante Anzüge für 30 M. Möbel und Volfterwaren. Franz Tutzauer, odfeine Beinkleider für 10-12 M. Zischlermeister, Berlin N., Brunnenstr. 152. Kleine Anzeigen. Ringschiff, Bobbin, Adler, Schnell näher ohne Anzahlung, Woche 1,00. Lieferung fofort. Poftfarte. Lonis Landsberger, Landsbergerstraße 35. Kein Vaben. Verkaufsstelle für Norden Brennemann, Müllerstraße 169.[* Nähmaschinen. Singer, Adler, Bobbin, Ringschiffchen, die berühmten Dürkopp, ohne Anzahlung, Woche 1,00. Vereinszimmer Bertels, Rup [+ 57* Fahrrad, dringend, 45 Mart, Schönhauser Allee 177a, Kausch.[ 28646 pinerstraße 49. 2 Vereinszimmer. Usedomstraße 28a, Sprenger. 28136 Vereinszimmer Simeonstraße 23 Vermischte Anzeigen.d 444K* Mastenkostüm mit Banner ver: 100 Mart zu leihen gesucht, Unterleibt billig Hefer, Blumenstraße 51 c +41 Brunnenstraße 119. Diete's Nähmaschinengeschäft, pfand Wirtschaft, 900 Wart wert. of II. 455 Offerten unter L. 3 an die Gr Ehrenerklärung. Die Beleidi Nähmaschinen: Adler, Afrana, pedition. † 132* gung, welche ich der Fran Helene Ringschiff, Bobbin, Wasch- und Wring Français Leçons 0,75. Professeur Snoblauch geborenen Tauer, Danziger maschinen auf Teilzahlung, Kofchwig Parisien Pommeret, Breitestr. 19. ftraße, zugefügt habe, nehme hiermit Wrangelstraße 118. Elektrotechnik. Abendturfe Alte zurüd. Frau Roquette, Pappel- Allee. Jakobstraße 24, Jadson. 2700b* Die Beleidigung, die ich gegen G. Schneider ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurüd und erkläre ihn für einen Ehrenmann. A. Stöpel. Vereinszimmer, neu renoviert, Damenhemben mit hübscher Hand stickerei, wenig angeschmutzt, 1,30. Donig, Wäschefabrit, Alexander 4658* Straße 30, I. Borderhaus. Nähmaschinen aller Systeme ver: Betten, Steppdecken, spottbillig, fauft Gustav Schmidt, Alexandrinen Leihhaus Neanderstraße 6. 53/ 18* ftraße 7, of 2 Treppen. 1438* Remontoiruhren, Regulatoren, Operngläser, spottbillig, Nähmaschinen, Adler, Afrana, Leihhaus Schnellnäher, Ringschiff, sowie Wasch Neanderstraße 6. 53/18 und Wringmaschinen auf Teilzahlung Strieg, Stalizerstraße 136. Teppiche, Gardinen, spottbillig, Leihhaus Neanderstraße 6. 53/ 18* Gardinen, auch Reste, sehr billig, im Special Geschäft von Bruno Güther, Grüner Weg 80, parterre. Kein Laden. 22336 26015* Gastocher! Sparsysteme! 1,50, Bweilochkocher 6,- Dreilochkocher 10, Bügelapparate billig! Wohlauer, Wallnertheaterstraße 32. 5065* Papageien, Kanarienhähne, Bucht: weibchen, Waldvögel, Vogelbauer, Sedutensilien, Vogelfutter, Fischfutter ( Daphnien). Dähn, Brunnenstraße 101, Bahnhof Gesundbrunnen.(+92 Patentanwalt Dammann, Dra nienstraße 57, Morizplak. Erfindern tostenfreier Hat abends bis neun Grünstraße 21, Weihnacht. 518 Aufpolsterung, Matragen 4,00, Gräfner, 8ionskirch 28616 Rechtsbureau, Rechtshilfe, An: breaßstraße dreiundsechzig. 28416* Meyerlerikons, Brockhaus, Brehm, Sofa 5,00. Geschichtswerte und alle andren Bücher Straße 23. beleiht und fauft Antiquariat Roch ftraße 56, Amt 4a 6944. 489* Maffagekursus, Lebenseristenz für Damen, Herren. Augustabad, Köpenickerstraße 60. Rönigsgraben 15b I. Bäber jeder Art für sämtliche Kranken: 4718* faffen. Maskengarderobe, Herren, Damen, große Auswahl komischer Anzüge billig Räder, Rheinsbergerstraße 62.[+ 72* Dr. Gros, Schuhmacher, selbständig, empfiehlt sich für alle Schuhmacherarbeiten. Paul Hermes, Reinidendorf, Birkenstraße 30. Vermietungen. Wohnungen. Betten, schöner Stand, sofort, 23 Mart, verkauft Adalbertstraße 78, I rechts. [ 2837b Nusbaummöbel, ganze Wirtschaft, auch einzeln, spottbillig, Garten: Kanarienroller, Zuchtweibchen, ftraße 148, I. links. [+ 141* Sedbauer, Waldvögel, billig. Große Wer Stoff hat? Fertige Herren23976 anzüge mit Futterfachen 15, mit Stoff Möbel auf Teilzahlung Prinzen: Frankfurterstraße 13. Straße 62. 30 Mart. Wagner, Schneidermeister, 52/ 12* Malzkraftbier, blutbildenb, für Frankfurterstraße 59, III. Bitte Namen Teppiche mit Farbenfehlern, Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, beachten! [ 28456* Fabritniederlage Große Frankfurter Gewichtszunahme, bessere GesichtsStraße 9, parterre. + 40* farbe, überraschend, Kunftstopferet von Frau Kokosty, 14 Flaschen Laubenbau! Gebrauchte und neue 3 Mart, e Tonne 3,50 erflufive. Steinmezstraße 48. Buchbinder- Arbeit jeder Art Latten, Leisten, Kantholz, Bretter, Nicht Flaschenzahl, Qualität ent: Thüren, Fenster. Dachpappe, Teer, scheidet. Portertelleret Ringler fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow. 23876 billig. Rottbuser Damm 22.[ 26066* Bernauerstraße 119. 90/ 11* ftraße 56, 2. Hof parterre. Fahrrad, gutes, 35,00, Schnabel, Steppdecken am billigsten Fabrik Saal und Vereinzimmer empfiehlt ( 206* Schmidstraße III. 54/16 Große Frankfurterstraße 9, parterre Jannascht, Inselstraße 10. Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Zimmer. Cigarrengeschäft. Einrichtung, Saal und Vereinszimmer empfiehlt Anzahlung, gebrauchte Fahrräder, stets fast neu, zu verkaufen, Manteuffel Langhans, Lichtenberg erstraße 21. * 19* vorrätig, direkt Fabrik Dieffenbachstraße straße 63. Vereinszimmer fret. Freundlich möbliertes Zimmer für dreiunddreißig. [ 483K* Fahrräder, Teilzahlung, coulante Scheringstraße 10. +64 zwei Herren fofort zu vermieten Forster Kanarienhähne, Buchtweibchen, Bedingungen. Fabrit, Oranien Vereinszimmer. Vollmer, Man- traße 54, Quergebäude III, bei teuffelstraße 25. billig Krause, Beuffelstraße 38.+ 83* ftraße 176. [ 2701b Witwe Rosenthal. * Kramm, Vorort, Königs Wusterhausen, Wohnungen jeder Art, mit und ohne Gas, Wasserleitung, Kloset sofort oder fpäter billig zu vermieten. Näheres beim Wirt, Amtsgarten 2.[ 14046 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Freundlich möbliertes Zimmer bei Dubberfe, Insterburgerstraße 5, Seitenflügel, IV. + 41* Zimmer, möbliertes, vermietet Hesse, Thaerstraße 4, Hof 1 Tr.[ 28566 Schlafstellen. Schlafftelle, Herrn, Reichenberger: straße 39, Rätsch. + 19* Freundliche Schlafstelle für Herrn Mamfells auf Jadetts verlangt Röple, Uferstraße 18, I. 28655 Belegerin für Goldleisten verlangt Erich Brobst, köpniderstraße 37.[ 2834b* Tüchtige Belegerinnen verlangt Max Leonhard, Schlesischestraße 31.* Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen koften 40 Pf. pro Beile Wanteuffelstraße 51, I rechts.[ 28666 Schlafftelle Georgenkirchstraße 61, Tüchtigen Barockvergolder, 28716 of I, Fruth. ber auch versilbern kann, sowie eine Freundliche Schlafstelle zu ver: Vergolderin und eine Vermieten bei Reißner, Kastanien: silberin verlangt eine auswärtige Allee 23. +57 Goldleiftenfabrik. Off. m. Ang. b. 1-2 junge Leute fönnen Schlaf- Adresse erbeten an W. Oppen nach stelle bekommen Stalizerstraße 70a, Berlin N 24, Artilleriestraße 24 I. born III, am Schlesischen Thor. Brandt. 28576 Schmuckes Bimmer als Schlaf ftelle für achtbaren Herrn Branden 28606 burgstraße 30, VI. Iints. Sauber möblierte Schlafstelle, 2 Herren, Laufsizerstraße 19 parterre. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Farbigmacher verlangt Nixdorf, Thomasstraße 16. [ 2840b Tapezierer Lehrling verlangt Moriz Gläser, Ruminelsburg, Goethe: 28476* Straße 19. Farbigmacher verlangt Georgen firchstraße 14a. 28626 Größeres Möbeltransport- Geschäft sucht per sofort tüchtige Bader, die gut laden können und schon in MöbelAchtung! Stuccateure! Bei den Firmen Jäckel, Herrtwich, Hänska haben fämtliche Kollegen auf Grund des Angebots, Accord zu arbeiten, die Arbeit nieder: gelegt. Buzug ist fireng fernzuhalten. 173/7 Die Lohukommiffion. Achtung, Rabigpuger! Bei der Firma Carl Schulze, Charlottenburg, haben die Kollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Vorstand. 252/ 6*] Achtung, Holzarbeiter! In der Möbeltischlerei von Grone: berg, Weißensee, König- Chauffee 75, haben die Kollegen wegen Lohndiffe renzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. 78/15 Die Ortsverwaltung. transport Geschäften thätig waren. Achtung, Holzarbeiter! Adressen unter M. 3 Expedition diefer Wegen Lohndifferenzen Zuzug fernBeitung. 28586 halten von der Waggonfabrit.. Tüchtige Farbigmacher verlangt öter u. Co. in Gr. Lichterfelde Gummersbach, Krautstr. 39.( † 145| Lantwiz. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 516