Nr. 51. Abonnements- Bedingungen: A Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit fluftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro tonat. 19 red 000 preden alle born 18. Jahrg. d md till nang nattlagad N Gdf Nonis Die Insertions- Gebaye Vorwärts un 37 Erscheint täglich außer Montags. sadap dgni lop Juzoje ima molidasit vid Berliner Dolksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Rolonet getle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber@ xpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. 3 pingo outodiboft Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. i naden bridisal kapt Die Belastung der ArbeiterHaushaltungen durch die Getreidezölle. pro Es ist in der letzten Zeit mehrfach versucht worden, die Höhe der Belastung festzustellen, die einfache Arbeiter.Haushalte durch den jezigen Weizen- und Roggenzoll erleiden, und um welche Summe sich die heutigen Ausgaben für Brot und Mehl noch steigern würden, wenn es den Agrariern mit Unterstügung der Regierung gelingen sollte, den jetzigen Bolljazz von 3,50 Mart auf 6 oder 7 Mart Doppelcentner hinaufzutreiben. Die gewöhnliche Berech nung ist folgende: nach der Statistik beträgt in Deutschland der Konsum von Weizen und Roggen pro Stopf 4 Centner ( 200 Kilogramm), das ergiebt bei einem Rollsatz von 3,50 M. pro Doppelcentner für eine einzelne Person 7 M., bei einem Bolljaz von 7 M. aber 14 M. Demnach hat, wenn der Sak bon 7 M. im Reichstag Annahme findet, eine vierköpfige Arbeiterfamilie allein an3oll für das von ihr konsumierte Getreide 28 Mart zu zahlen. D Freitag, den 1. März 1901. " Brot, Weißbrot. • Butter. 1 1 M. 20 Pf. 54" 34 # Fleisch und Wurst 2c. 3 60 " 21 " 53 141/2 " Schmalz Mehl Eier Spec Milch Kaffee Buder Hülsenfrüchte, Gemüse, I. Krämerwaren Startoffeln Bier Effig Tabat und Cigarren Käse Fische und Heringe Sala Kohlen und Holz Betroleum, Streichhölzer, Licht Seife, Soda, Stärke, Rollgeld 145,6 Mart 7332.235 100.100.10 = 17 M. 23 Pf. duit mand Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Daraus ergiebt sich, daß die von den Agrariern angefochtene Durchschnittsberechnung eher zu niedrig als zu hoch ist, wenigstens soweit die Arbeiterschaft in Betracht kommt. Dem legtgenannten Leipziger Buchdrucker wird sein Verbrauch an Brotgetreide nicht um 28 m. verteuert, sondern um 33 M., und steigt der Zoll, wie die Agrarier erstreben, auf 7 M. pro 63 000 as Doppelcentner, so wird der Buchdrucker, falls er nicht seinen Brot- und Mehlbedarf einschränkt, nicht 56 M., sondern höchſtwahrscheinlich über 66 M. an Brotwucherzoll zu zahlen haben. 4412 " 42 99 " 841/2 81/2" 201 58 17 8 " 23 18 " " " Gegenüber diesen klaren Rechnungsergebnissen, die sich beliebig vermehren lassen, verschlägt es recht wenig, wenn die agrarischen Statistiker von schlesischen, posenschen oder ost461/2 ad preußischen Landarbeitern und Landhandwerkern zu berichten wissen, die den Durchschnittsverbrauch von 4 Centnern pro Stopf lange nicht erreichen. Niemand, der die Verhältnisse in 52/ jenen Gebieten der Junterherrlichkeit kennt, zweifelt daran, daß es dort Arbeiter giebt, denen selbst das Brot schon zu teuer ist und die sich daher auf die Kartoffelnahrung angewiesen sehen; nur wird der intelligentere städtische Arbeiter faum geneigt sein, die dortigen Verhältnisse als nachahmenswertes Muster anzuerkennen und seinen Verbrauch zu Gunsten der Profitvermehrung des Großgrundbesizes auf jene Stufe herabdrücken zu lassen. mod rasd Politische Nebericht. Berlin, den 28. Februar. Der Reichstag erledigte Donnerstag ein gutes Stüd des Militäretats. Die Debatte, die sehr ruhig verlief, berührte die verschiedensten Gegenstände. Summe 13 M. 81 Pf. Die Ausgaben für Semmel und Brot betragen demnach pro Jahr 62,40 M., die Ausgaben für Mehl 10,92 M., zu Gegen diese einfache Rechnung läßt sich kaum etwas ein- fammen 73,32 M. In Berlin stellte sich im ersten Halb wenden. Den agrarischen Brotwucherern ist es aber natür fahre 1900( für das zweite Semester fehlt noch die Statistit) lich höchst unangenehm, wenn auf diese Weise zahlenmäßig der Durchschnittspreis für Roggen im Großhandel auf festgestellt wird, was der deutsche Arbeiter als unfreiwillige auf 152,2 Mart pro Tonne. pro Zonne( 20 Centner), für Weizen Der jezige Vertragszoll Liebesgabe zu der standesgemäßen Lebensführung des Junker beträgt 35 M. pro Tonne, der in den vorstehenden Preisen tums beifteuern muß, und so bemühen sich die agrarischen mit enthalten ist. Demnach belief sich beim Roggen der Zoll Blätter seit einigen Wochen krampfhaft, diese Berechmung als falsch zu erweisen. Das beliebteste Rezept auf beinahe ein Viertel des Preises, auf 24 Proz., beim Weizen auf 23 Proz. Nehmen wir nun an, der Konsum des Maurers iſt, den Lesern einzureden, die Angabe, daß in Deutschland auf jeden Kopf der Bevölkerung ein Konsum von und seiner Frau bestände zur Hälfte aus Roggen, zur andren vier Centnern Brotgetreide kommt, beruhe lediglich auf frei 23 Proz. Demnach stecken an Zoll in den obigen 73 M. freifinnige Abgeordnete Beckh die seit dem 1. Oktober v. J. Hälfte aus Weizenbrot, fo ergiebt sich als mittlerer Sat Beim Kapitel Militär- Justizverwaltung" kritisierte der sinnigen" Berechnungen, jedenfalls wäre das für Futterzwede ( tierische Ernährung) verbrauchte Korn miteingerechnet worden. 32 Pf: in Kraft getretene neue Militär- Strafprozeß- Ordnung, vor allem das Institut des Gerichtsherrn, dessen Befugnisse auf Oder aber die agrarischen Statistiker behaupten furzweg nach dem Beispiel ihres wirtschaftlichen Oberfachverständigen, des In diesen 17,22 M. ist der Zoll auf die fleinen Krämer- dem Verordnungswege noch außerordentlich erweitert worden weisen Freiherrn v. Bedlig, allenfalls tönne wohl ein Er waren( Graupen, Gries, Stärke 2c.) noch nicht enthalten, sind. Die Kommandogewalt hat es dadurch wieder in der wachsener 400 Pfund Brot im Jahr, also über ein Pfund trotzdem stellt sich der auf den Zoll entfallende Betrag um Hand, die Entscheidungen der Kriegsgerichte umzustoßen. Daß pro Tag verzehren, nimmermehr aber brächte ein Kind solche 3,23 M. höher, als bei der gewöhnlichen Durchschnitts. die Oeffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen vor den Leistung fertig. rechnung, denn nach dieser ergiebt sich nur eine Bollbelastung Militärgerichten mit Hilfe des dehnbaren Begriffs: militärDiese Einwände sind nichts als bewußte Frreführungen. bon 14 M. für ein Ehepaar; und doch wird sicherlich kaum dienstliches Interesse außerordentlich eingeschränkt werden Die Angabe, daß die Konsumberechnung von freisinniger iemand behaupten können, daß die Frau des Maurers ver- würde, ist von unsrer Seite bei der Beratung der Reform Seite stammt, ist erfunden. Es ist das kaiserlich schwenderisch wirtschaftet, wenn sie täglich im ganzen nur 17 Pf. des Militärprozesses vorausgesagt worden. Jetzt hat ein Breslauer Militärgericht bereits die Geheimhaltung der Verstatistische Amt, das den Verbrauch an Brotgetreide für Brot und 3 Pf. für Mehl im Haushalt verausgabt. handlungen gegen einen Offizier, der des Betrugs bezichtigt pro Kopf für das Erntejahr 1894/95( das Erntejahr reicht Nehmen wir ein beliebiges Beispiel aus einer andren war, mit dem militärischen Interesse" begründet. bom 1. Juli bis 30. Juni) auf 394, für 1895/96 auf 380, Stadt: aus Leipzig. Nach einem von Dr. W. Abelsdorff Der Kriegsminister that sehr erstaunt, daß das Werk für 1896/97 auf 398, für 1897/98 auf 362 und für 1898/99( Fünfzehn Arbeiterhaushaltungs- Budgets aus dem deutschen der Militär Strafprozeß Reform jezt schon Angriffe erfahre. auf 402 Pfund angiebt, und zwar ist unter diesem Verbrauch Buchdruckergewerbe", Hamburg 1900) mitgeteilten Haus Er teilte dabei mit, daß bei den Verhandlungen über den nur ausschließlich der menschliche Konsum haltungs- Budget eines Leipziger Buchdruckers stellte Mörchinger Fall die Oeffentlichkeit nur bei einzelnen Zeilen, verstanden, nicht der Verbrauch für Futter sich dessen Einkommen pro Monat auf 108 M., dazu kommen nicht aber grundfäßlich ausgeschlossen worden sei. zwede. Rechnet man letteren hinzu, dann erhöht sich an Verdienst der Frau 40 m., zusammen 148 m. pro Monat. Die Anfrage des Volksparteilers Haußmann, ob es 3. B. der Konsum pro Kopf im Jahre 1897/98 auf 434, im Die Familie bestand aus Mann, Frau und zwei Kindern im möglich sei, die Dienstzeit bei der Kavallerie zu verkürzen, Jahre 1898/99 auf 481 Pfund. Alter von 3/4 und 5 Jahren. Diese vier Personen gebrauchten blieb ohne Antwort vom Ministertisch. Dasselbe Schicksal hatte die Frage unfres Genossen Wurm, weshalb die Wirte pascina in Plauen in Sachsen mit dem Militärboykott bedroht worden Monat Monatgina feien, wenn sie ihre Säle für die Generalversammlung des Oktober November bortigen Konsumvereins zur Verfügung stellten. Nicht besser steht es um die Behauptung, höchstenfalls an Genußmitteln: ein Erwachsener fönne 400 Pfund Brot im Jahre gebrauchen. Bunächst entspricht keineswegs, wie beinahe jedes Kind weiß, 1 Pfund Korn einem Pfund Mehl oder Brot, denn beim Reinigen und Vermahlen des Korns ergeben sich bekanntlich verschiedene Abfälle; sodann aber verzehrt der Mensch nicht nur Weizen und Roggen in der Form von Brot, sondern es wird in jedem Haushalt auch Mehl gebraucht, und ein andrer großer Teil des Getreides wird in der Form bon Gries, Graupen, Nudeln, Alkohol zc. genossen. In welcher Form das Getreide aber auch konsumiert wird, immer muß im Verbrauchsprodukt der 80II mit. bezahlt werden.spot 1897 " Ueber die Oekonomiehandwerker und die freie Eisenbahngal 10,85fahrt der Urlauber wurde ausführlich gesprochen. Der Renommierhandwerker der Konservativen, Jacobsfötter, flagte mit Recht darüber, daß die Militärverwaltung Handwerkern, die sich zur Herstellung von Militärarbeiten angeboten hätten, Strafanstaltspreise vorgeschlagen habe. Fleisch, Fische, Wurst Brot M. M. 24,30 21,94) 10,95 Kartoffeln -, 90 1,21 Mehl, Gemüse, Borkost Fett, Schmalz, Del, Essig Gewürze 2,88 2,29 -, 35 1,05 14 , 73-35 Eier, Butter, Käse 18,10 7,64 Milch. Buder, Syrup Kaffee, Thee, Katao. Bier und Wein 4 12,60 18,24 1,791, 4,84 2,97 1,10 Es ist selbstverständlich, daß ein kleines Kind nicht zwei Doppelcentner Brotgetreide pro Jahr verzehrt, dafür Borstehende Angaben zu Grunde gelegt, ergiebt sich ein aber verbraucht ein Erwachsener um so mehr, vor allem ein jährlicher Stonjum von Brot und Semmeln im Betrage von törperlich schwer arbeitender Arbeiter; ja es ist sicher, daß 130 m. 80 f.; rechnen wir hinzu für Mehl 10 M., macht wenn man eine Berechnung des Konjums nach der gesellschaft zusammen 140 m. 80 Pf. Der Durchschnittspreis für Roggen lichen Stellung vorzunehmen vermöchte, sich als Resultat er ftellte sich für 1897 in Leipzig auf 185,6 M. pro Tonne, für geben würde, daß in der städtischen Arbeiterschaft der Ver- Weizen auf 162,1 M.; es betrug also beim Roggen der Zoll brauch weit über dem allgemeinen Durchschnitt steht; denn in 26 Proz. des Preises, beim Weizen 21 Proz, im Mittel der einigermaßen günstig fituierten Arbeiterfamilie bilden 23 Proz. Demnach find an Zoll in obigen 140 m. 80 Pf. Brot und Mehl die Hauptnahrungsmittel, während in den enthalten: höheren Kreisen der Brotkonsum durch den reichlicheren Genuß von Fleisch, Gemüse, Eiern, Wein, Kaffee, Rafao 2c. ein geschränkt wird. 14080.235 100.100.10 menu dio shills Beschlossen wurden einige von der Budgetkommission vorgeschlagene Resolutionen, die Erhöhung der Gehälter für Roßärzte und Militärapotheker anregen und die Normalfäße für Vergütung der Naturalverpflegung revidiert haben wollen. Morgen geht die Beratung weiter. routine Wer ist verantwortlicher Redacteur? Bei der Wichtigkeit der in unsrem gestrigen Bericht über eine Reichsgerichts Verhandlung gegen den Redacteur der Welt am Montag", v. Gerlach, berührten Frage tragen wir über den Fall noch folgendes nach: Die Frage, wer als„ verantwortlicher Redacteur" anzusehen sei und deshalb die Haftung für den Inhalt eines Beitungsartifels ohne weiteres zu tragen habe, sofern er nicht besondere Umstände" nach 83 M. 9 Pf. on indovagasi weist, die seine Thäterschaft ausschließen, ist nicht unbestritten geblieben. Es sind namentlich wiederholt Versuche gemacht worden, einen Redacteur Nach der Durchschnittsberechnung würde sich ein Ver- verantwortlich zu machen für Beitungsnummern oder für Teile von Den Beweis hierfür erbringen die detaillierten Arbeiter brauch von 8 Doppelcentner a 3,50 M. 28 M. ergeben, solchen, für die er nicht als Berantwortlicher gezeichnet hatte. Immer haushaltungs- Rechnungen, die in den letzten Jahren mehrfach also auch hier ein Ueberschuß von 5 Mart, obgleich sind diese Versuche abgeschlagen worden, 3. 88. bei einer Anklage von Fabrikinspektoren, Socialpolitikern, volkswirtschaftlichen die beiden Kinder noch im zartesten Alter stehen. gegen den Genossen Thiele bei Gelegenheit des Streits mit der Vereinen und von Arbeitern selbst veröffentlicht worden sind. Diese Verteuerung des Lebensunterhalts ergiebt sich, wohl- Berwaltung der Bölberger Mühle. Das Reichsgericht hat, so oft es Vor uns liegt das Haushaltungsbudget eines ver verstanden, schon dann, wenn man annimmt, daß der Mühlen zu dieser Frage Stellung nahm, mit Entschiedenheit den Grundsatz heirateten, tinderlosen Berliner Maurers, besizer und der Bäcker die Preise ihres Mehls und des Brots festgehalten, Boraussetzung der besonderen Haftung des verantwort der im letzten Jahr( 1900) die ausnahmsweise gute Einnahme nur im selben Verhältnis erhöhen, als ihnen selbst das Ge- lichen Redacteurs aus§ 20 des Breßgefeges sei stets, daß er durch bon 1467,97. erzielt hat. Seine Ausgaben für Miete, treide resp. das Mehl infolge des Bolls beim Einkauf mehr die mit seinem Willen erfolgte Benennung als Verantwort Kleidung, Schuhe, Handwerksgerät, Wäsche, Hausstandssachen, toften. In Wirklichkeit aber schlägt der Mühlenbesizer, licher für deu betreffenden Zeitungsteil die Verantwortung Versicherungs- und Verbandsbeiträge, Steuern, Lettüre 2c. wenn er 25 Proz. für Weizen mehr bezahlen muß, nicht ausdrücklich übernommen habe. Liege dies nicht vor, so hafte betragen 682,11 M.; seine Ausgaben für den eigentlichen nur 25 Proz. auf seine Mehlpreise auf, sondern er berechnet der Redakteur nur nach allgemeinen Grundsäßen, d. h. wenn ihm Haushalt stellen sich für das ganze Jahr auf 718,12 M., für sich die Preise im Verhältnis zu dem größeren Betriebs- bewiesen sei, daß er den Artikel verfaßt oder bei seiner Verdie Woche auf 13,81 M. Wöchentlich berechnet, ergeben sich fapital, das er zur Verfügung haben muß und erhöht dem- öffentlichung irgendwie mitgewirkt habe. In Fällen, in denen die folgende Posten: dan pal gemäß die Mehlpreise um vielleicht 28 oder 30 Proz Benennung eines Verantwortlichen für irgend einen Teil unterblieben war, hat das Reichsgericht es für unzulässig erklärt, die für andere| 600 Personen besuchte Versammlung in Landsberg a.. nach| Teile als verantwortlich bezeichneten Personen für den Inhalt dieses einem Referat Richard Fischers. Teils haftbar zu machen.( So z. B. Entsch. Bd. 23. S. 9.) " Aus München wird uns berichtet: Eine Protest versammlung gegen den Brotwucher fand unter ungeheurer Beteiligung am Montag in München statt. Nach einem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Referat des Genossen v. Bollmar wurde eine scharfe Protestresolution einstimmig angenommen. An einem der nächsten Tage sollen in München noch weitere 4 Protestversammlungen gleichzeitig abgehalten werden. Die Agitation gegen Erhöhung der Kornzölle wurde ferner eingeleitet durch ein Flugblatt, das in 150 000 Exemplaren am vorigen Sonntag in München zur Verteilung lam. sicht verfahren zu sein. Es war der Grundsatz aufgestellt worden, daß nur solche Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve eins gestellt werden sollten, die sich auch während des Reserveverhält nisses einwandfrei geführt und keine gerichtliche Bestrafung erlitten hatten. Dieser Grundsay scheint nicht durchweg beobachtet worden zu sein; wenigstens hat, wie wir hören, der Kaiser Erhebungen in der Richtung anbefohlen, ob und inwieweit ein Verschulden bei den zuständigen Behörden vorliegt." Vielleicht entschließt sich dann auch noch der Kriegsminister, im Neichstag reinen Wein über die Kriegsführung in China einzuschänken. Im Fall der Welt am Montag" hatte Herr Fließ, der der Redaktion dieses Blatts im allgemeinen nicht angehörte, aber Berfasser des Leitartikels war, sich als verantwortlich für den Leit artikel" anführen lassen, während v. Gerlach für den ferneren politischen Teil" als verantwortlich benannt war. Das Landgericht I hatte sich nun, folgend einer neuerdings von Appelius vertretenen Theorie, in ausdrücklichen Widerspruch zu der bisherigen Reichsgerichts- Praris in dieser Frage gestellt und hatte erklärt, man fönne aus§ 20 des Preßgesetzes auch denjenigen haftbar machen, Die Hohkönigsburg im Elsak als Modell im Reichstag. der für den fraglichen Teil der Druckschrift die Geschäfte des Wie uns ein Leser des Vorwärts" aus Straßburg mitteilt, war Redacteurs thatsächlich wahrgenommen hat, auch wenn Aus Elsaß- Lothringen wird uns geschrieben: Die Ent dieser zufällig 3enge, wie aus dem Gebäude des Landesausschusses statt seiner eine andre Person, welche die Redaktion nicht besorgt hat, rüstung der Bevölkerung über die Unverschämtheit der agrarischen das neugefertigte Modell der Hohtönigsburg verpadt berladen auf der Druckschrift als verantwortlicher Redacteur benannt ist. Kornwucherer muß in der That schon einen hohen Grad erreicht wurde mit der Aufschrift: An das Reichstagsbureau in Berlin. haben, wenn selbst bei uns, im Lande der politischen Kirchhofsruhe, Eigentum des Kaisers. Offenbar soll mit diesem Modell der WiderDie Revision wurde vom Rechtsanwalt Wolfgang Heine aus in solchen Kreifen dagegen mobil gemacht wird, die sonst nur schwer stand des Reichstags gebrochen werden, denn dieser soll zuBerlin vor dem Reichsgericht vertreten. Dieser be mpfte die vom gegen Maßnahmen der Regierung in Bewegung zu bringen sind. nächst 150 000 m., in späteren Raten noch 550 000 m. für Berliner Landgericht aufgestellte neue Ansicht u. a. mit dem Hinweis Auf Anregung des Präsidenten der Handelskammer Straßburg den Aufbau der dem Kaiser Kaiser geschenkten elsässischen Ruine darauf, daß gerade unmittelbar nach Erlaß des Preßgefeßes, wo die fand dort dieser Tage eine Besprechung von Vertretern der Juduſtrie, bewilligen. Die gleiche Summe ist vom Landesausschuß für Absichten des Gesetzgebers noch in frischeſter Erinnerung gestanden hätten, des Gewerbes und Handels statt, um durch Bildung einer Orts Elsaß- Lothringen gefordert und, wie uns ein Privattelegramm aus Sachverständige die bedeutendsten Kenner des Preßgefeßes der entgegengesetzten Auffassung gruppe des deutschen Handelsvertrags- Vereins gegen die Straßburg meldet, bereits angenommen worden. gewesen wären, und daß z. B. Schwarze, der an der Ausarbeitung drohende Erhöhung der Getreidezölle Stellung zu nehmen. Mit behaupten aber, daß die Kosten sich auf das Doppelte belaufen dürften. des Gesetzes in der Reichstagskommission teilgenommen hatte, und Ausnahme der Klerifalen, deren Breßorgane auch im Reichslande die Man darf neugierig sein, ob der Reichstag es wagt, eine Forderung Groschuff die Vermutung der Thäterschaft gemäß§ 20 des Preß- Bollerhöhung befürworten, waren dazu Vertreter aller Parteien er- abzulehnen, die von Rechts wegen nicht in das Reichsbudget gehört; Preß- chienen. Der Vertreter der Stadt Straßburg im Reichstag, Justizrat die Ausgabe wäre Privatsache des Kaisers. gesetzes nur auf die Thatsache der Benennung auf dem Blatte Dr. Riff, stellte fest, daß hier zu Lande die große Mehrheit der Bestüßen lassen wollten. Der Verteidiger hob hervor, daß diese weit- völfering einer Erhöhung der gegenwärtigen Getreidezölle durchaus ab- Dresdener Handelskammer erklärte in einem Gutachten, das vom Die Kanalvorlage. Man schreibt uns aus Dresden: Die gehende Haftung des als verantwortlicher Redacteur Benannten geneigt sei. Bon sachverständiger Seite wurde hervorgehoben, daß ElsaßMinisterium des Innern eingefordert worden war, einDefentlich zur Erleichterung der Anklagen eingeführt worden sei; Lothringen jährlich etwa 11½ Millionen Doppelcentuer Getreide einstimmig, daß die preußische Mittelland- Kanalvorlage für den Kammerdies Princip aber, das im Jnteresse der Antiage dem Redacteur führen müsse, woraus sich leicht berechnen lasse, was eine Erhöhung bezirk Dresden und das Königreich Sachsen von höchster wirtschaft. gegenüber rechtens sei, das müsse auch in den seltenen der Getreidezölle der Bevölkerung des Landes kosten werde. Nach licher Bedeutung sei. Man erwarte nach Inbetriebnahme des RheinFällen, wo es seiner Verteidigung diene, ihm gegenüber als genauen ſtatiſtiſchen Berechnungen gebe es in Elsaß- Lothringen licher Bedeutung jei. Man erivarte nach Inbetriebnahme des RheinWeser- Elbe- Kanals eine Verdoppelung des Elbeschiffahrts- Verkehrs. 260 000 Landwirte, von denen mehr als die Hälft, nämlich billig gelten. v. Gerlach sei für den Leitartikel thatsächlich nicht als 55 Broj., nicht mehr als je zwei geftat and befizen, westfälische Kohlen erhielte und von ihrer Abhängigkeit von den Besonderen Vorteil die sächsische Industrie erfahren, die dann Redacteur benannt. Fließ sei benannt und sei deshalb verantwort von der Zollerhöhung also nicht nur keinen Vorteil, sondern direkte westfälische Kohlen erhielte und von ihrer Abhängigkeit von den lich; aber Fließ habe, was diesen Artikel anlange, auch die Gedanken Nachteile bätten. Unterstaatssekretär a. D. Bade, Bürger- schiffswerften und die Elbe- Sandstein- Industrie hätten einen Aufböhmischen Kohlenzechen befreit werden würde. Auch die Elbeinhalt und Form prüfende und die Aufnahme anordnende meister von Straßburg, ist ebenfalls der Meinung, daß der überRedaktions thätigkeit geübt, ja sogar noch weit mehr, nämlich wiegende Teil unsrer Bevölkerung von der Zollerhöhung nichts wissen schwung zu erwarten.baar inspo bon die Thätigkeit des Redacteurs, der zugleich Verfasser wolle. Um in der vorliegenden Frage immer weitere Kreise zu Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar.( Eig. Ber.) Wenn der Abgeordnete Baudert eine fei. Darum würde Fließ als verantwortlicher Redacteur interessieren, müsse man darüber Aufklärung zu verbreiten suchen, daß nur ein verschwindender Teil des Volts von wünscht, dann hätte er eine mitbringen follen!" angesehen werden müssen, auch wenn man dazu die einer 3ollerhöhung ugen haben werde. Er werde Diese geistreiche Bemerkung machte bei Eröffnung des Landtags der bloße Zeichnung" nicht für ausreichend hielte, sondern im Landesausschuß den Antrag der reichsländischen Agrarier, die Präsident auf die Anregung des Abg. Baudert, zu den Abstimmungen noch eine redaktionelle Thätigkeit" erforderte. Wenn aber Fließ Reichsregierung solle ersucht werden, für eine ausreichende" Er- im Landtage doch eine Urne anzuschaffen. Am vergangenen Diensnicht Verantwortlicher sei, dann habe eben der Leitartikel teinen höhung der Getreidezölle zu sorgen, energisch bekämpfen. Es wurde tag gab dieses Vorkommnis nun Anlaß zu einer Abstimmung verantwortlichen Redacteur, und es könne seinetwegen nur der be- schließlich ein Aktionsausschuß gewählt, der durch Berbreitung von über eine Cigarrentiste im weimarischen Landtage. straft werden, dem nach allgemeinen Grundsätzen die häter- Flugschriften und Abhaltung von Versammlungen, besonders auf dem Ju einer ziemlich erregten Debatte über die Besetzung der einzelnen schaft nachgewiesen sei. Dies sei allein Fließ, der ja auch deshalb flachen Lande, die Protestbewegung gegen den Brotwucher in Fluß Ausschüsse ergriff der Abg. Baudert das Wort und protestierte gegen bringen soll. die Vergewaltigung der Socialdemokraten, die man im weimarischen schon verurteilt worden sei. unpaid sid org Landtage noch zu feig sei, offen zuzugestehen. Um aber auch eine thatLandwirte und Bäcker. Zwischen den Agrariern und ihren sächlich geheime Wunsch des Herrn Präsidenten nach und davor, den alten Grundfaz, daß die Beichnung die preß auszubrechen. Die von den Junker- Agenten erhobene Beschuldigung, überreiche er hiermit dem Landtag eine zwar primitive, aber zwedrechtliche Haftung dus§ 20 begründe, zu verlassen. Bei dem vom daß die Bäder Brotwucher trieben, hat die biedere Zunft erbost und entsprechende Wahlurne gewöhnlichen Landgericht aufgestellten Princip würde man jedem verantwortlichen zu Protesten veranlaßt. Daraufhin spricht die Konservative Stor- Cigarrentiste mit in den Deckel eingeschnigtem Einschnitt zum mat ellen, met bem in Gestalt einer Redacteur nachweisen müssen, daß nicht nur sein Name auf dem respondenz" von Berliner Brotfabrikanten, demokratischer Schlachten Einlegen der Stimmzettel. Der Präsident war über dieses, der Würde Blatt stünde, sondern daß und in welchem Umfang er auch that: bumimlern und bemerkt zu der geplanten Protestversammlung der des Landtags nicht entsprechende Geschenk so tief entrüstet, daß er sofort verantwortlichen Redacteurs, wie das Bäcker drohend: fir darüber abstimmen ließ, ob der Landtag in bisheriger Weise in sächlich die Funktion eines verantwortlichen Redacteurs, wie das ließ, ob der in weife Wenn aber schon die Herren zusammenkommen, so sollten sie die Hand des Dieners oder in einen Hut oder mit jenem Kasten Landgericht sie sich denke, ausgeübt habe. Ein folcher Beweis sei, befferes thun; nämlich einmal darüber Aufschluß geben, wie es wählen wolle. Natürlich stimmte die Mehrheit aus Erhaltung wenn kein Geständnis abgelegt werde, schwer zu führen. Eine tommt, daß in Berlin der Brotpreis ganz ungeheuer der alten liberalen Traditionen" für das bisherige System. gefezliche Beweispraefumption, wie§ 20 des Preßgefeges fie ent- differiert. Es ist schon wiederholt die Probe dieses Erempels Denn so sagte der Präsident Freiherr v. Rotenbandas Wahlhalte, tönne nur gefeßlich und mittels fest umschriebener Begriffe gemacht worden und dabei hat man gefunden, daß der Unter: geheimnis wird gewahrt, die Bettel sind ja zusammengefaltet. begründet werden, und man könne es nicht wieder in das Belieben schied in den Brotpreisen bis zu 25 Proz. beträgt, dabei aber ist Bei der darauf folgenden Wahl zu den einzelnen Ausschüssen wurden des mit der thatsächlichen Prüfung eines Falls betrauten das Charakteristische, daß das Brot in den Stadtteilen, die von unsre Genossen wieder ignoriert. Richters stellen, zu erklären, daß die Voraussetzungen der BeweisArbeitern bewohnt sind, am teuersten ist. Das sollten die Berliner Bäckermeister einmal klarstellen, das wäre wichpraefumption borlägen. tiger als den Landwirten die Preise zu verderben und schließlich die Anwendung der polizeilichen Brottage, die für Berlin schier unumgänglich erscheint, herauszufordern." Die Drohung mit der polizeilichen Brottage werden nun die Bädermeister ihrerseits wohl mit der Forderung der Expropriation der Junkerschaft beantworten. Wo aber bleibt nun die„ Säule des Staats", der ehrentreue Mittelstand". der Hort vaterländischer Führern der Auswucherung gerade der Armen beschuldigt werden! Ehrlichkeit" wenn derart die Bäcker von ihren konservativen Der erste Interessengegensatz wirft die ganze schöne Mittelstandsschwärmerei der konservativen Herren über den Haufen. " Urne teidigers in allen wesentlichen Punkten bei. Namentlich warnte er getreuesten Mittelstandsgefolgsleuten droht nun ein grimmer Krieg Sonntag ausgesproch zu ermöglichen, fomme er dem am Der Reichsanwalt wies auch darauf hin, daß der Senat die vom Landgericht vertretene Auffassung, weil sie im Widerspruch mit früheren Reichsgerichts- Entscheidungen stünde, nicht selbständig annehmen könnte, vielmehr, wenn er das wollte, den Fall den vereinigten Straffenaten unterbreiten müßte. Er aber beantrage in erster Reihe, den vom Landgericht aufgestellten Grundsägen nicht beizutreten, dagegen die Sache noch einmal nach Berlin zurüd zuberweisen, um zu prüfen, ob v. Gerlach, der wenigstens im allgemeinen seine Zustimmung zur Aufnahme des Artikels gegeben habe, wenn auch, ohne ihn zu kennen, nicht als„ Mitthäter" des Fließ zu bestrafen sei. " D Einen vernünftigen Beschluß faßte die zweite Kammer in Hessen. Aus Darmstadt wird berichtet: Die zweite Stammer nahm nach langer Debatte mit 15 gegen 13 Stimmen einen Antrag an, in dem die Regierung ersucht wird, den Ständen baldigst eine statistische Zusammenstellung über die wirtschaftliche Lage der im Staatsdienst beschäftigten Arbeiter, insbesondere über die in den einzelnen Betrieben gezahlten Löhne in ihrem Mindest- und Höchstmaß, zugehen zu lassen, und in dem ferner die Kammer die Hoffnung ausspricht, daß auch den im Staatsdienst beschäftigten Arbeitern das Recht freier politischer Meinungsäußerungen und Koalitions= freiheit gewährt und beides praktisch gehandhabt werde. Uebrigens sind nicht nur die Berliner Bäcker rebellisch geworden. Auch in Dresden fand kürzlich eine Versammlung von etiva Wie bereits gemeldet, ist das Reichsgericht weder den Anträgen 250 Jnnungs- Bäckermeistern statt, in der die erheblichen Nachteile der Verteidigung, noch denen des Reichsanwalts gefolgt, sondern es erörtert wirden, die eine derartige Zollerhöhung dem Bäderei- d hat die Revision verworfen. Es hat damit aber, wie die mündlich gewerbe voraussichtlich bringen wird. Eine für die nächste Zeit in Freireligiöse Mitglieder im Schulvorstand. Die Bildung verkündeten Urteitsgründe ergeben, den vom Landgericht aufgestellten schlüssig werden, die gegen die Zollerhöhung einzuschlagen find. m von Socialdemokraten mit mancherlei Schwierigkeiten zu rechnen hail Aussicht genommene weitere Versammlung wird sich über die Schritte der Schulvorstände, die in Preußen verschiedentlich wegen der Wah Grundfaz nicht angenommen, sondern an dem Erfordernis der Angabe des Verantwortlichen auf dem Blatt principiell feft3ur, freifinnigen" Bekämpfung des Brotwuchers. Man wird nunmehr in effen eine ergänzende Regelung erfahren, die din legter Zeit aufgetauchte Mißhelligkeiten aus der Welt schaffen gehalten. Es wäre auch sonst um eine Plenarents Jeidung nicht berichtet uns aus Königsberg i. 3. Der Abschluß günstiger Handelsverträge mit Rußland ist für soll. Während nach den bisherigen Bestimmungen die Geistlichen der herumgekommen. Demnach wird auch nach diesem Urteil jemand, Königsberg geradezu eine Lebensfrage. So wie früher, würde der christlichen Religionsgemeinschaften( uniierte, lutherische und katholische) deffen Name gar nicht auf der Zeitung steht, nicht als„ ber- Königsberger Handel auch bei einem kommenden Zollkrieg mit Ruß- ohne weiteres den Schulvorständen angehörten, ist jetzt der antwortlicher Redacteur" haftbar gemacht werden können. land auf das allerempfindlichste geschädigt. Man sollte nun meinen, zweiten Stammer ein Gefeßentwurf zugegangen, der auch den GeistDagegen hat das Reichsgericht anscheinend gerade den nach daß den Königsberger Handelstreifen sehr viel daran ge- lichen und Religionslehrern der außerhalb diefer Religionsgemeins Meinung des Reichsanwalts für die Antlagebehörde fo be- legen ist, daß im größtmöglichen Umfange gegen die brotwucherischen schaft Stehenden aus Billigkeitsgründen eine Vertretung in den denklichen Weg betreten und außer der Zeichnung" noch die Pläne der Agrarier Protest erhoben. wird. Eine Massendemonstration Schulvorständen gewähren will, sobald Kinder, die dieser ReligionsAusübung" der Redacteurthätigkeit gefordert. Es ist nicht un- fann in Königsberg nur die Socialdemokratie zu stande bringen. gemeinschaft angehören, in der gemeinsamen Schule vorhanden sind. möglich, daß dies Princip dazu führt, in einzelnen Fällen die Ver- Da unsre Partei nun feinen großen Saal zur Verfügung hat, Die Regierung will dieses Recht aber nicht ein für allemal von sich wandte sich im Auftrage der Parteileitung der Vertrauensmann an aus festlegen, sondern es den Gemeinde- Vertretungen überlassen, dasurteilung von Redacteuren, deren Namen auf dem Blatte das Vorsteheramt der Kaufmannschaft mit dem Ersuchen, den großen felbe den darum Nachsuchenden zu erteilen. Es handelt sich hier steht, zu erschweren. Wir denken an den Fall des Ge- Börsensaal zu einer Protestversammlung gegen die Erhöhung vor allem um die deutsch- katholischen und freireligiösen Genoffen Müller aus Magdeburg. Hätte, um feine Haftung der Getreidezölle herzugeben. Das Referat foute Reichstags Ab meinden, denen eine Vertretung in den Schulvorständen eingeräumt aus§ 20 des Preßgefeßes zu begründen, ihm der Nachweis ge- geordneter Genoffe aase halten, für Redner aller Barteien werden soll. Den Anstoß zu der gefeßlichen Figierung dieser Materie führt werden müssen, daß er für die fragliche Nummer wirklich die war freieste Diskussion zugesagt. Das Vorsteheramt hat die Her- hat die im vorigen Jahre in Mainz erfolgte Weigerung, dem Prediger Thätigkeit des verantwortlichen Redacteurs ausgeübt hätte, gabe des Saals verweigert, mit der Begründung, es liege ein der dortigen freireligiösen Gemeinde einen Siz im Schulvorstande so würde er nie haben verurteilt werden können. Indessen muß Beschluß vor, den Saal für politische Versammlungen nicht einzuräumen, gegeben. man erst abwarten, wie die schriftlichen Entscheidungsgründe Lauten. Der Kaufmannschaft nichts daran gehindert, den fraglichen Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. freizugeben. Natürlich hätte die Herren vom Vorsteheramt Das Reichsgericht hat also Fließ nicht für einen verantwortlichen Beschluß für immer aufzuheben oder wenigstens für diese Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich gestern die Frau Pferde Redacteur angesehen. Nach dem vorliegenden Bericht scheint es den eine Bersammlung außer Kraft zu feßen. Der Haß der frei- bahn- Schaffner 8. aus Charlottenburg vor der ersten Strafs Angeklagten v. Gerlach verantwortlich auch für den Leitartikel ge- finnigen und nationalliberalen Herren gegen die Socialdemokratie tammer am Landgericht II zu verantworten. Eine gute Nachbarin macht zu haben, weil er es für den übrigen politischen Teil war. ist größer wie das Gefallen, das sie an einer machtvollen Protest- hatte die Denunziation eingereicht. Da die Frau 3. an Trunksucht Es bleibt bisher völlig unverständlich, wie der Senat das begründen versammlung gehabt hätten. leidet, wurde Stadtphyfitus Dr. K I im zugezogen, um ein Urteil will, ohne in Widerspruch mit dem in Bd. 23 S. 9 abgedruckten Urteil des III. Straffenats zu geraten, nach welchem niemand die schreibt uns: Im Jahre 1551, in welchem in der Grafschaft Glas Zweifel. Der Gerichtshof schenkte zwar der Demunziantin vollen Originelle Bestrafung eines Getreidewucherers. Man über die Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten abzugeben. Der Sachverständige hatte bezüglich der Zurechnungsfähigkeit feinen preßrechtliche Haftung für einen Zeitungsartikel hat, für den kein eine ziemliche Teuerung herrschte, tam der Bauer Zalten aus Blauben, hielt es aber doch für zweifelhaft, ob die im Streite der Berantwortlicher benannt ist. tissid Rengersdorf nach Glas mit Getreide zu Markte. Er verlangte für Weiber gefallenen Rebensarten sich auf den Kaifer beziehen mußten. Die Konsequenzen des Urteils werden sich völlig erst aus den den Scheffel Korn 3 Thaler, einen für damalige Verhältnisse viel zu Das Urteil lautete daher auf Freisprechung. Aber nun betrinken fchriftlichen Urteilsgründen übersehen lassen. Bedenklich wird es auf hohen Preis, und band, falls ihm die Leute auch nur einen Heller Sie sich nicht wieder!" riet der Worsigende der Angeklagten. alle Fälle sein, als erster Schritt auf dem von Appelius angezeigten weniger ſezten, die Säcke wieder fest zu. So trieb er es einen Wegen Majestätsbeleidigung durch fünf Aeußerungen beim Bege, der in letzter Konsequenz zu einer völligen Rechtsunsicherheit ganzen Vormittag und erregte allgemeinen Unwillen. zu derselben Zeit auf dem Marktplaße ein steinerner Pranger auf- Anblick von Bildern des Kaisers ist in Breslau der wegen des ohnehin genug gehegten und verfolgten„ Federviehs" führen gerichtet wurde, kam der Steinmetz auf den Gedanken, den Bauer Bettelns und Landstreichens vielfach vorbestrafte frühere Fleischer müßte.famt einem Getreidesace, seinen Kindern zum Spott, den Bauern Robert Krannig zu sechs Monaten Gefängnis berurteilt worden. Als straf mildernd nahm nach der„ Breslauer zum Erempel" an dem neuen Branger auszuhauen, was er auch in dadurchaus gelungener Weise ausführte. Zeitung" das Gericht an, daß Kranuig fich in der Regel bei den eußerungen in einem leichten Schnapsdusel befunden. Also berichtet eine alte Glazer Chronit. Deutsches Reich. M 0 896 Da nun Gegen den Brotwucher.ubi tim sirds Breisfrage: Wieviel Brotwucherer müßten in gegenwärtiger Zeit wir meinen in Stein ausgehauen werden.? In Chemnih protestierten neun große socialdemokratische Protestversammlungen gegen den geplanten Brotwucher; zu den Khaki Patrioten. Die Veröffentlichung der Hunnenbriefe, die Referenten gehörte der Abgeordnete des Kreises, Schippel. In man vergebens zu beschönigen oder abzuleugnen suchte, scheint nun Döbeln sprach vor überfüllter Versammlung Genosse Schöpflin doch eine Wirkung zu haben. Wenigftens meldet die hein. Weftf. Chemnitz. Eine von 2000 Personen besuchte Boltsversammlung in Seitung": Görlig nahm nach einem Referat des Genossen SindermannDresden die Berliner Protestresolution an; desgleichen eine von " 0 displo Deutsch Oft- Afrika. Der dem Reichstag foeben unterbreitete amtliche Jahresbericht über Deutsch- Ost- Afrita entrollt auf 48 Seiten ein durchaus trübes Bild. Es wird, wie die Freis. 8tg." aus dem Jahresbericht citiert, offen eingestanden, daß trop der Pacificierung der durchs Bei der Auswahl der Truppen für China gängig friedlichen und zunehmend intensiven Erforschung und Ver scheint doch nicht überall mit der gebotenen Vors waltung des Lands der Gesamt Außenhandel der Kolonie feit fünf Jahren eine eine faum nennenswerte Steigerung er- I Aiz Englische Werbungen im Ausland. fahren hat". In erster Linie fei zeitweilig der Rüdgang Antwerpen, 28. Februar. Hier find 500 Staliener ein der Einfuhr und Ausfuhr auf Hungersnot und Krantheiten getroffen, die von englischen Agenten nach Harwich zurückzuführen. Die: Hungersnot aber ist die Folge der Dürre und befördert und dort als Freiwillige nach dem süd der Heuschreckenplage. afritanischen Kriegsschauplag eingeschifft werden. Falls diese Nachricht sich bestätigt, wird die italienische Regierung zum Beweis ihrer neutralität schleunigst die nötigen Schritte thun müssen, um ihre Landsleute den Klauen der Werber zu ent reißen. Neue Schicksalsschläge für Ohm Krüger. Der Gesamtumfaß der Waren an Ein- und Ausfuhr von Deutsch Oftafrita betrug 1898 16 185 000 m., 1899 nur 14 759 736 M., und im ersten Semester 1900 gar nur 6 655 108 M. Der Rückgang betrifft ebenso die Ausfuhr wie die Einfuhr. Der Anteil Deutschlands an der Gesamteinfuhr ist noch besonders bon 1897 bis 1899 von 27 auf 19 Broz. gefallen. Die Ausfuhr nach Deutschland nahm von der gesamten Ausfuhr 1897 22, 1899 24 Proz. in Anspruch. Im ganzen hatte der Warenverkehr nicht 3 Millionen Mart. Dabei beträgt der Reichsausu Deutschland mit Deutsch- Ostafrika 1899 einen Wert von no für Deutſch- Ostafrika schon für 1900 6 700 060 Mart, und soll für 1901 auf 9 117 000 Mark erhöht werden. Der Barzuschuß des Reichs übersteigt also das Dreifache und vierfache des Werts des Gesamtverkehrs jenes Schukgebiets mit dem Mutterlande. Ausland. wonadigan misit Die focialistische Rammergruppe hat beschlossen, das Amendement 8 évaès, nach welchem fämtliche Stongregationen ohne Ausnahme aufgehoben werden sollen, nicht zu imterſtüßen, da es das ganze Vereinsgeseh zum Scheitern bringen könnte. socialistische Abgeordnete Gras brachte einen andern Zusagantrag ein, wonach Vereine, welche aus Franzosen und Ausländern bestehen, der im Vereinsgesetz zugestandenen Bergünstigungen nur auf Grund Wie es heißt, eines besondern Erlasses teilhaftig werden können. werde die Regierung diesem Antrage zustimmen. " Nach einer von der„ Libre Parole" veröffentlichten Depesche erflärt Déroulède die Behauptung der Petit République", daß Guérin die Royalisten von seinem Butsch verständigt habe, für böllig unbegründet.- mu gibi si Erstattung der Waisenpflegekosten für den Zeitraum vom 1. April 1900/03 hat der Ausschuß auch in wiederholter Beratung abgelehnt und empfiehlt, die bisherigen Säge unverändert beizubehalten. Doch soll der Magistrat um eine Vorlage ersucht werden, in welcher a) ein einheitlicher Satz für die Verpflegung von Kindern, welche sich in Fürsorge- Erziehung befinden, Wahl eines Stadt- Schnlrats 6m b) ebenso ein Sag für alle andren Waisenkinder festgesetzt wird, adult gleichgültig, ob fie in geschlossenen Anstalten oder in offener Pflege erzogen werden. Referent ist Stadtv. Bütow. Ohne Distusfion tritt die VerNach einer Depesche des Petit Bleu" aus Utrecht erhielt Bräsident Krüger am 27. Februar ein Telegramm aus fammlung den Ausschußanträgen bei. Hierauf erfolgt die mitgeteilt wird. Beide gehörten zu dem Kommando des Generals an Stelle des zum 1. April ausscheidenden Herrn Fürstenau. Pretoria, in den in der Tob feines Swiegerfohns und feines Enkels, des Feldkornets Piet Krüger, Delarey und fielen in einem Gefecht, das jüngst in der Es werden 118 Stimmzettel abgegeben, von denen 92 authent Stadtv. Realgymnasial- Direttor Schwalbe entfallen. 21 Stimmen Gegend von Rustenburg stattgefunden. erhält Herr Hubatsch- Charlottenburg. 5 Stimmzettel sind unbeschrieben. Stadtv. Schwalbe ist auf zwölf Jahre gewählt. Am 1. April c. soll mit dem Abbruch der Baulichkeiten auf dem Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes bestimmten Terrain zwischen Jüden-, Parochial, Kolster- und Der Magistrat ersucht um die Genehmigung der Abbruchstagen und der Vergebung der Bauliche leiten an den Meistbietenden auf Abbruch. Letzte Meldungen. sudo London, 28. Febr. Mehrere Abendblätter melden, Louis Botha habe sich Lord Kitchener heute vormittag furz vor 10 Uhr formell ergeben. Die Regierung aber hat leine Nachricht bezüglich zur der Uebergabe des Generals Botha erhalten. Spandauerstraße begonnen werden. Parlamentarisches. S 156 be= Stadiv. Bracke( N. L.) bemängelt, daß man die Taren schon veröffentlicht habe. Die Reflektanten würden natürlich ihre Angebote danach einrichten. Dem Antrage des Redners entsprechend über weist die Versammlung die Vorlage einem Ausschusse von zehn Personen. " alle 89 od tih Deftreich Ungarn. Arbeitslose Handlungsgehilfen. In einem in der Nähe des Parlaments gelegenen Saale fand Donnerstagvormis in Wien eine von etwa 1500 arbeitslojen Handlungsgehilfen Die Kanalkommission hielt am Donnerstag eine Doppelsigung besuchte Versammlung statt. Nach Schluß derselben versuchten die vormittags und nachmittags. Die Verhandlung über den Dort Handlungsgehilfen vor dem Parlament eine Kindgebung zu veranstalten und brachten Hochrufe auf die Jungczechen und die Ra- mund- Rhein anal wird fortgesetzt. Abg. Stengel( frt.) begründet den Antrag, die Regierung zu ersuchen, die Verbindung ditalen aus; sie wurden aber bald von der Polizei zerstreut. des Rheins mit dent Dortmund- Ems- Kanal durch einen Noble Rache für ihre Blamage in dem Lemberger möglichst schleusenfreien Kanal von Ruhrort oder Wesel nach Der Rentier 8eitler, Büschingstr. 35, beabsichtigt der Stadt Brüsewig Prozeß foll, wie aus Lemberg gemeldet wird, die Hannekenfähr in Erwägung zu nehmen und dementsprechende Militärbehörde zu nehmen beabsichtigen. Wie verlautet, hat dieselbe Borarbeiten, Pläne und Kostenanschläge anfertigen zu lassen. mit seinen Grundstüden Büschingstr. 1 und 2 eine die ehrengerichtliche Untersuchung gegen diejenigen Er will will jeden Kanal nach seinem eigenen Werte jeden Kanal Schenkung zur Errichtung eines Heims für Studierende Verteidiger im Socialistenprozeß Dr. Liebermann handeln, dagegen erscheint ihm die Annahme oder Ablehnung der und Genossen eingeleitet, welche Reserve Offiziere Vorlage im ganzen in gleicher Weise unthunlich. Im weiteren Ver- der neueren Sprachen, der Mathematik oder der Naturwissenschaften find. lauf der Diskussion polemisiert Abg. Freiherr v. 3edli( frt.) au machen. Die Stiftung soll den Namen Ludwig Zeitlers Frankreich. gegen das ganze Kanalwerk, indem er alle Landesteile, die feine Studienbaus" führen. Der Magistrat will die Schenkung unter Auch die Versammlung giebt ihre Zustimmung. Stanäle haben, als benachteiligt erklärt. Er bringt folgende Steden von dem Stifter gestellten Bedingungen annehmen. olution ein: Ueber eine Reihe von technungen und Jahresabschlüssen Es ist eine unabweisbare Forderung wirtschaftlicher Gerechtigkeit, daß denjenigen Landesteilen, welche von dem Ausbau berichtet namens des Rechnungsausschusses Stadtv. Friederici. unfres Basserstraßen- Nezes nicht nur keinen Vorteil, sondern eine Stadtv. Borgmann( Soc.) moniert die folgende Notiz in dem Verminderung ihrer Konkurrenzfähigkeit zu erwarten haben, Bug gebrudten Ausschußbericht: Die Zuschüsse für die Gemeindeschulen, um Zug mit der Durchführung des wasserwirtschaftlichen Pro- Taubstummen- und Blindenschule. für das Fortbildungs- und wirksame Ermäßigung ihrer das gewerbliche etwas Unterrichtswefen sind gramms der Vorlage eine wirksame geringer ge als bei der Etatsberatung vorausgesetzt wurde. Produktionskosten durch Herabsetzung der Eisenbahntarife für wesen, Produktionsmittel und Massenerzeugnisse der heimischen schaffenden Eine Etatsüberschreitung trat dadurch ein, daß für die vierte Arbeit zu teil wird." Fortbildungsschule in der Heinersdorferstraße die Einrichtung von Minister v. Thielen wendet sich gegen Abg. v. Bedlig. Die Gottesdiensten erfolgen mußte". Die Einrichtung von Gottesdiensten Resolution bedeute eine verschleierte Ablehnung der tönne feinen gerechtfertigten Anlaß zu Etatsüberschreitungen bieten. Vorlage. Praktisch könne ein solcher Borschlag nie ausgeführt Die Berjanumlung hätte vorher um ihre Einwilligung befragt werden Einen Beweis dafür liefern die Beschlüsse des Ost- müssen. Ferner sei in demselben Bericht über die öffentBisher sei auch von Tarifliche Krankenvon Tarifliche Kranken- und Gesundheitspflege eine Etatsüberschreitung preußischen Provinziallandtags. ermäßigungen infolge des Baus von Wasserstraßen nicht die Rede ge- von 621,66 Mart wie folgt motiviert:„ Diese Etatsüberwefen. Verbilligung der Gütertarife sei beständig das Bestreben der Re- schreitung ist zum Teil dadurch erfolgt, weil einem Wunsche gierung gewesen. Seit der großen Aktion der Verstaatlichung der Eisen- des Pastors entsprechend evangelische Sonntagsbahnen habe man die Tarife um mehr als 100 Millionen jährlich blätter und außerdem Unterhaltungsblätter in heruntergesezt. Die Resolution v. Gedlig würde aber eine Ver je 40 Eremplaren angeschafft sind. Ein derartiges Bewirrung aller bestehenden Verhältnisse zur Folge haben. Zudem er dürfnis tritt nicht plötzlich und dringend ein, die Beschaffung der Blätter ftrede jich die Einflußsphäre des Mittelland- Kauals ziemlich weit durch eine Etatsüberschreitung kann daher nicht als zulässig anerkannt und komme mit Hilfe der Eisenbahnen weiten Landesteilen zu gute. werden." Eine solche Eigenmächtigkeit unter Umgehung der StadtverordAuf den natürlichen Wasserstraßen eine Ausgleichung berbeizuführen, neten- Versammlung fei erst recht nicht zu billigen. Endlich sei die UmAber die Grundlage für geſtaltung und Asphaltierung der Giergaffe und die Beseitigung der habe eine gewisse Berechtigung. Diese feien aber geringer Nikolaikirchgasse etwas teurer geworden als veranschlagt war, weil bgaben bilden die Selbstkosten. bei den Wasserstraßen als bei den Eisenbahnen. Ein näheres Ein- die Pflasterung nicht mit Asphalt, wie erst beabsichtigt war, gehen auf diesen Punkt behält sich der Minister bor. sondern mit Holz erfolgt ist. Da es nach den bisherigen Erfahrungen Amerika.si le res Der Minister wendet sich sodann gegen einige Ausführungen auffällt, daß Holz dem Asphalt vorgezogen ist, so wird angefragt, Der Zu einer solchen Maßregel habe die Die Heeresvorlage vor dem Senat. Der Senat hat in andrer Redner. er wiederholt, ausgesprochene Sag: tempus warum dieſes geschehen iſt. einer Nachtsizung mit 45 gegen 27 Stimmen das Amendement docebit( Die Zeit wird belehren) verurteile zur Unthätigkeit; Bauverwaltung gar keine Berechtigung gehabt. Derart dürfe mit bes Genators Spooner an der Heeresvorlage angenommen, durch das fei orientalisch, wir aber müßten handelt die Lage zivinge dem Bewilligungsrecht der Stabt nicht umgesprungen worden. welches die Philippinen dem Präsidenten unter dazu. Man könne nicht die Verantwortlichkeit dafür über- Redner stellt den Antrag, die Abstimmung über diese Punkte ausstellt werden. Die Mitglieder der republikanischen Partei nehmen, daß es auch später noch möglich sein werde, zuseßen und den Magistrat um eine besondere Vorlage wegen Nachstimmten allgemein für dieses Amendement, während die Demo- ben Verkehr zu bewältigen. In 15 Jahren sei die Zahl der Züge bewilligung der Etatsüberschreitungen zu ersuchen. fraten opponierten. Ein Zusagantrag, der die zwischen den um 74 Proz. gestiegen. Was folle werden, wenn die Zunahme in Vereinigten Staaten und Kuba bestehenden Be- demselben Maße weiter gehe. Das sei für ihn ein Gegenstand ziehungen endgültig regelt und die gegenüber Kuba zu großer Sorge. Der Kanal würde die nötige Entlastung herbeiführen. beobachtende Berwaltungspolitit feſtſeßt, wurde ebenfalls mit Auch in andrer Beziehung sei der wachsende Verkehr besorgnis großer Mehrheit angenommen. Gegen 1 Uhr früh erregend, z. B. in Bezug auf die starke Bermehrung der Beamten. wurde die ganze Heeresvorlage bom Senate ge- Es werde immer schwieriger, eine straffe Disciplin aufrecht zu erhalten. hd nehmigt.Rußland. Attentat auf den Unterrichtsminister. Als der Unterrichtsminister Bogolepow am Mittwochnachmittag in seinem Dienstzimmer Bittsteller empfing, schoß einer derselben, der klein bürger Beter Karpowitsch aus Gomel, mit einem Revolver auf den Minister und verwundete denselben am Halse. Türkei. Vorgehen gegen die bulgarisch macedonische Bewegung. In Saloniki dauern die Verhaftungen fort. Unter den Berhafteten befindet sich der bulgarische Buchhändler Samardijeff, deffen gesamte Korrespondenz beschlagnahmt wurde. Auch in andren Städten und Ortschaften Macedoniens find viele Bulgaren verhaftet und in ihren Wohnungen Haussuchungen vorgenommen. gatiout werden. Die Abgg. Ga m'p( ft.), Graw( C.) und Graf v. Kanik( f) shall Der Boeren- Krieg. baben folgenden Antrag eingebracht: Louis Botha Die fönigliche Staatsregierung zu ersuchen, die für den Ausbau des majurischen Schiffahrtskanals in Aussicht genommenen Staatsmittel von etwa 25 Millionen Mark, entsprechend dem Wunsche des ganz überwiegenden Teils der Bevölkerung der Proving Ostpreußen, zum beschleunigten Ausbau des Eisenbahnneges in derselben zu verwenden. Vorsteher Langerhans fragt den Referenten, ob er über diese Punkte Näheres angeben könne. Referent Stadtv. Friederici: Die Sachen sind nicht so bedeutend, um einen so ungewöhnlichen Schritt zu rechtfertigen. Auch hat Herr Borgmann im Ausschuß selbst teinen Widerspruch erhoben. Wegen des Holzpflasters in der Eiergasse müssen wir den Magistrat doch erst hören. Stadtv. Borgmann: Der Rechnungsausschuß hat leider keines wegs Rechte oder Befugnisse wie die Oberrechnungskammer. Will er etwas erreichen, so muß er erst die Beschlußfaffung der Ver Gerade weil die Berichterstattung des ſammlung herbeiführen. Rechnungsausschusses in der Versammlung nicht die nötige Aufmerksamkeit findet, habe ich diese Dinge zur Sprache gebracht. Es tommit feineswegs darauf an, ob sie unwesentlicher Natur find oder nicht, sondern darauf, ob konform den Versammlungsbeschlüssen von #*#* do. der Verwaltung verfahren wird. Es handelt sich um das Princip. Borsteher Langerhaus: Ich stimme Herrn Borgmann in jeder Partei- Nachrichten. Beziehung zu. Wenn in einem städtischen Strankenhaus auf Wunsch des Pastors evangelische Sonntagsblätter angeschafft werden, so müssen wir darüber nähere Auskunft erhalten. Wie tommt der Prediger zu diesem Verlangen und wie kommt der Vorsteher der Anstalt dazu, die stimmung.) Ich schlage vor, die Angelegenheit dem Ausschuß zur Slarstellung zurückzugeben. hat nach den letzten Meldungen mit seinem Kommando die Dela goabahn überschritten und steht im Begriff, sich mit der Kolonne des Kommandanten Viljoen zu vereinigen. Das mit dürfte für General French jede Aussicht vereitelt fein, feiner habhaft zu werden. Wenn troßdem Daily Chronicle" die Nachricht verbreitet, daß Botha die Friedensverhandlungen begonnen habe und man sich im englischen Lager bereits auf seinen Empfang borbereite, so beweist das wohl nur, wie schwer man die EntVon der Parteipreffe. In die Redaktion der Königs täuschung darüber, daß Botha abermals den vermeintlich so gut berger Boltstribüne" wird demnächst Genosse Julian gestellten Negen entgangen ist, zu verwinden vermag. Einigen Trost gewährt dafür die Meldung der„ Daily Mail" Borchardt, bisher Redacteur am Boltsblatt für Harburg Sache zu genehmigen? Das ist doch unerhört eigentlich.( Lebhafte ZuEs 290 eintreten. stara vo daß am 26. 200 Boeren zu Gefangenen gemacht worden seien. fragt sich nur, ob diese Gefangenen zu den Mannschaften Bothas Die Parteigenoffen des Oberrheins veranstalten am 7. April Referent Friederici: Wir haben nicht gemeint, daß die Vergehörten oder nicht am Ende nur harmloje Leute waren. Uebrigens ihren Provinzialparteitag in Köln. Außer den geschäftlichen Angewird jezt aus Standerton gemeldet, daß die von French erlegenheiten steht auf der Tagesordnung auch die Behandlung der waltung abfichtlich gegen die Versammlungsbeschlüsse gehandelt hat. ( Lebhafter Widersprua).) beuteten Geschütze und Munitions vorräte den Boeren Handelsverträge. Vorsteher Langerhans: Ich kann dem nicht zustimmen. Es garnicht im Gefecht abgenommen, sondern ganz zu liegt ein jo flagrantes Benehmen des Leiters eines Krankens Ein merkwürdiges Verfahren wandte am Dienstag die Hauses vor, daß darüber eine Untersuchung veranstaltet werden fällig in einem Bersted, wo sie vergraben waren, aufgefunden old Bolizeiliches, Gerichtliches usw. worden sind. Da die Boeren ihre Geschüße faft sämtlich vergraben haben, Bolizei in Dortmund gegenüber einer Versammlung der Arbeitslosen muß. Wir können diese nur erzwingen, wenn wir nicht vorher die handelt es sich wahrscheinlich um schon vor längerer Zeit vergrabene all. Vor Beginn der Versammlung nahmen Polizeibeamte an Geschüße. Der Erfolg des General French schrumpft dergestalt ebenso der Thür Aufstellung und verlangten von jedem Besucher Entlastung aussprechen. Ein Leiter, der so etwas thut, kann nicht länger im Dienst bleiben.( Bewegung.) zusammen, wie der Sieg, den Oberst Plumter über De Wet erfochten Namen und Adresse. Durch dieses durchaus gefezwidrige Stadtv. Borgmann: Ich nehme an, daß der Referent nur für haben wollte. Von der Thätigkeit Plumers bört man auf Verfahren ließen sich viele Besucher von dem Besuche der Ver- seine Person gesprochen hat. Im Namen des Ausschusses zu sprechen fallenderweise seit einigen Tagen gar nichts mehr. Barum nußt er, sammlung abhalten. Wenn die Behörden in Dortmund ein Intereſſe hatte er gar fein Recht. Nehmen Sie ruhig meinen Antrag an. wenn sein Sieg für De Wet wirklich so vernichtend war, diesen Sieg daran haben, die Zahl der Arbeitslosen festzustellen, so sollen fie Er entspricht vollständig dem, was wir erreichen wollen. nicht beffer aus? stoiduda nas boch eine ordentliche Statistit veranstalten; jeden Bersammlungs Der Antrag Borgmann gelangt darauf mit großer MehrNach den lezten Mitteilungen lagerten och besucher ohne allen Grund nach Namen und Adresse zu fragen, sind heit zur Annahme. De Wet und Steijn fie nicht berechtigt. Der Jahresabschluß der Kanalisationswerke und Riefelfelder wird zur Kenntnis genommen und die Etatsüberschreitung von roid atas sid du 80 922 m. genehmigt. aduniju mit dem Gros ihrer eignen und des Herzogichen Kommandos an dem Sübufer des Oranje und war- Kommunales. teten die Gelegenheit ab, den Fluß zu über fchreiten, der zur Zeit unpassierbar ist. " die Wenn De Wet mit dem Gros" seiner Mannschaften dort von Plumer völlig auseinander gesprengt sein sollten in aller Gemütsruhe am südlichen Oranjeufer abwarten tann, bis ein Sinken des Wasserstands ihm den Uebergang ermöglicht, so muß es um die Attionsfähigkeit des Oberst Plumer nicht besonders bestellt sein. Gefechte bei Roodehoogte. th dasd Stadtverordneten Versammlung. 9. Sigung vom Donnerstag, 28. februar 1901, nachmittags 5 Uhr. al Der Vorsteher Dr. Langerhaus gedenkt vor Eintritt in die Tagesordnung des vorgestern erfolgten Hinfcheidens des Stadtverordneten Schmeisser, der der Versammlung 20 Jahre angehört hat. Die Anwesenden erheben sich zu Ehren des Verstorbenen von den Plägen. Mit der von der Versammlung beschlossenen Erhöhung des städtischen Beitrags zu dem Haydn Mozart: Beethoven- Denkmal Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus Cradock vom 26. Februar gemeldet: Wie aus Middelburg verlautet, haben die Boeren am legten Freitag die Station Roodehoogte an der Linie Rosmead Graaffreinet in Brand gestedt; es entspann sich ein heftiges Gefecht, die Boeren wurden zurüdgetrieben. An von 10.000 auf 12 000 Mark hat sich der Magistrat einverstanden derselben Linie hat später bei Jatpoort noch ein Ge- erklärt. fecht stattgefunden. Diese Gefechte im Herzen der Kapkolonie beweisen ebenso wie die Einnahme Richmonds, daß die Boeren sich noch feineswegs in die Defensive gedrängt fühlen, geschweige denn die Absicht hegen, die Kaptolonie wieder ohne weiteres zu räumen. olis Zur Festsetzung einer neuen Fluchtlinie für die Hollmannstraße atvischen Linden- und Alte Jakobstraße behufs Verbreiterung derfelben auf 17 Meter giebt die Versammlung ihre Zustimmung. Die Vorlage wegen Festsetzung von( wesentlich erhöhten) EinMusim heitssägen für die Die Vorlage betreffend den Erwerb des von den Grundstüden Potsdamerstraße 108 und 99 zur Verbreiterung dieser Straße erforderlichen Geländes geht auf Antrag des Stadtv. Barth an einen Ausschuß. Das Friedrichs- Realgymnasium will der Magistrat von der Albrechtstraße nach der Tempelhofer Vorstadt verlegen. Stadtv. Bamberg( A. L.) begrüßt die Vorlage mit großer Genugthimg." will aber Ausschußberatung zur völligen Klärung der Frage, aus welchen Stadtteilen sich die 380 Schüler der Anstalt, die nicht aus Moabit kommen, refrutieren. Stadtv. Ladewig( N. L.):„ Das eben ist der Fluch der bösen That, daß fie fortzeugend Böses muß gebären."( Große Seiterkeit.) mit dem Friedrichswerder fing man an, jezt kommt die Friedrichs. Realschule dran. Eine Anstalt nach der andern nimmt man der inneren Stadt und immer bringt man dieselben Scheinargumente vor. Stadtschulrat Fürstenau tritt für die Magistratsvorlage ein. Auch Stadtvv. Glazel( Frattion Mommsen) und Kreitling( N. L.) sprechen für die Verlegung der Anstalt. Unter Ablehmung des Antrags auf Ausschußberatung wird die Vorlage angenommen. Der Ankauf des RittcrgntS Diedersdorf nebst Vorwerk Birkholz und von Gemeindeländcreien in Falkenberg, Hönow und Klausdorf wird ohne Diskussion genehmigt, ebenso die Vor- Inge wegen Abänderung der Fluchtlinien vor dem Grundstück der Brauerei Köuigstadt, Schönhauser Alle 10/11. Die vom Magistrat ausgearbeitete Petition der städtischen Behörden gegen eine Erhöhung der Getreide-«nd Nahrungsmtttel-Zölle und für Abschlust langfristiger Handelsverträge wird auf Antrag des Vorstehers ohne Diskussion angenommen. Bei der Gegenprobe stimmen nur die Stadtv. Kurt Ulrich(Bürger- Partei) und Kyllmann(Fraktion Mommsen) gegen die Petitiom Schlnh gegen 8 Uhr. GemevKfchAfkliifzVS. Berlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der in der mechanischen Schuhwaren- indnstric beschäftigten Arbeiter ist dem Bericht in Nr, 49 des „Vorwärts" noch folgendes nachzutragen. Nach den im Bureau des Vereins deutscher Schuhmacher eingegangenen Berichte» haben die Arbeiter von 14 Fabriken ihren Fabrikanten Lohnforderungen unter- breitet. Die Anzahl der in diesen Fabriken beschäftigten Arbeiter beträgt rund 859 Personen, �/s der in der Schuhwarenindustrie beschäftigten Personen bleiben von der Belvegung unberührt. Da den Fabrikanten zur Beantwortung der Forderungen ein Zeitraum bis Sonnabend gelassen ist, liegen Kundgebungen seitens der Fabrikanten noch nicht vor, ebenso ist die Stellungnahme des Fabrikantenverbands noch nicht bekannt. Der Streik der Arbeiter in der HolzbearbeitungSfabrik von D. Franke Söhne in Spandau ist von einer am Dienstag stattgehabten Versanimlung der Streikenden für beendet erklärt worden. Nachdem in letzter Zeit sich immer mehr Streikbrecher angefunden hatten, gestaltete sich die Situation für die in den Abwehr st reik gegen eine harte Mahnahme ihres Arbeitgebers gedrängten Arbeiter immer ungünstiger. Von dem Grade der Erbitterung der Streikenden gegen die Unter- nehmerfirma zeugt, dah in der Dienstag-Versammlung in g e- h e i m e r Abstimmung von 49 Anwesenden nur drei sür die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit bei der Firma Francke Söhne stimmten! 4ö Streikende verzichteten im gerechten Zorn daraus, von dieser Firma wieder eingestellt zu werden, und beschlossen, ihre definitive Entlassung zu nehmen. Auflösung der Lokal- Organisation und Ucbertritt in die Central- Organisation beschloh einstimmig der bisherige A l l gemeine Arbeiter- und Arbeiterinnen-Verein. Eine fünfgliedrige Kommission soll die Verhandlungen mit dem Ccntral-Verband in die Wege leiten. Deutsches Reich. Die organisierten Schneider BochnmS find gegenwärtig im Begriff, ihren bereits im Frühjahr 1899 aufgestellten zweiklossigen Lohntarif zur Geltung zu bringen. Die Ausfichten für die Durch- sührung sind diesmal insofern günstiger, als die christliche Organisation sich mit dem Verband solidarisch erklärt hat. Die von den Führern der beiden Organisationen gemeinsam geführten Ver- Handlungen haben zu dem Resultat geführt, bei der Zwangsinnung eine auherordentliche Versammlung zu beantragen, in welcher der Gesellenausschuh die Forderungen der Arbeiter zu unterbreiten habe. Die Versammlung hat mich bereits stattgefunden, führte aber vor- läufig noch zu keinem Resultat. Aufgelöste ZwangSinnungen. In Kaltenkirchen(Schles wig-Holstein) wurde dieser Tage in einer Generalversammlung der Schlächtcrinnung beschlossen, die Zwangsinnung auszulösen. Das ist nun die dritte Innung, die in kurzer Zeit dort zu Grabe getragen wurde. Vorher waren es die Bäcker und die Bauhandwerker, die ihre Zwangsinnungen auflösten. Streiksünder vor Gericht. Im Juni vorigen Jahrs streikten die Maurer in Duisburg. Ein Maurer G. Hendrix meldete sich als Ausständiger beim Streikkomitee und lieh sich eine Streikkarte aus- stellen. Nach einigen Tagen fanden Controleure unsren Schlaumeier aber auf der Baustelle. Es entstand ein Wortwechsel, in dessen Ver- lauf Hendrix beleidigt worden sein will. Er erstattete Anzeige und zwei Beleidiger wurden von der rächenden Nemesis ereilt. In einer kürzlich stattgefundenen Verhandlung wurde ein Streikender zu 30 M. Geldstrafe verurteilt, der andre Verbrecher, der sich am Dienstag zu verantworten hatte, kam mit 20 M. Strafe davon. Staat und Arbeits- willige sind gerettet. Ausland. Die Schneider Kopenhagens fordern eine Erhöhung der Accordpreise um S— 12 Proz. Der jetzt geltende Tarif ist vor acht Jahren eingeführt worden. Die Unternehmer haben ihre Preise seitdem erhöht, aber nicht an eine Erhöhung der Arbeitslöhne gedacht. Aussperrung. In der Waggonfabrik„Vulkan" in Maribo(Dänemark) sind am Dienstag sämmtliche organisierte Arbeiter ausgesperrt worden. Die dort beschäftigten Maler befinden sich schon seit längerer Zeit im Streik. Der norwegische Maurerverband hielt in der vorigen Woche in C h r i st i a n i a seine Landes- Versammlung ab. ES waren 21 Delegierte anwesend, die 9 Abteilungen(Zahlstellen) vertraten. In sämtlichen Abteilungen ist jetzt ein Minimallohn von 50 bis 60 Oere pro Stunde durchgeführt. Der Verband hat 2000 Mitglieder. Es wurde ein Antrag angenommen, wonach eine Art Lebensversicherung für die Mitglieder eingeführt wird, die mindestens 6 Monate dem Verbände angehören. Stirbt ein solches Mitglied oder wird eS völlig arbeitsunfährig, so sollen alle übrigen Mitglieder einen ein- maligen Extrabeitrag von 50 Oere zahien, wovon den Hinter- bliebenen beziehungsweise dem invaliden Mitgliede eine Summe von ungefähr 1000 Kronen ausbezahlt werden soll. Eine in gleicher Weise eingerichtete Unsallvcrsicherung besteht seit längerer Zeit im „Dänischen Maurervcrband" und soll sich dort gut be- Ivährt haben. Ferner wurde beschlossen, der Landesorganisation der norwegischen Gewerkschaften(Landssekretariat) beizutreten. Auster- dem beaustragte die Versammlung den Hauptvorstand, zwecks Grün- dung eines skandinavischen Maurerverbands mit den Vorständen der betreffenden Brnderverbände in Verbindung zu treten. Versammlungen. Der Wahlverei» für den vierten Wahlkreis(Osten) hielt am Dienstag eine sehr stark besuchte Versammlung ab. Bor Beginn der Tagesordnung ehrten die Anwesenden das Andenken des verstorbenen Genossen Krüger in der üblichen Weise. Der etwa l'/estündige Vortrag des Genossen R o s e n o w über„Junker und Bauer" wurde mit grostem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende Baader berichtete, dost im letzten Quartal 104 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen, aber leider 600 wegen restierenden Beiträgen gestrichen wurden, so daß der Verein gegenwärtig 2220 Mit- glieder zählt. Am 17. März findet in Kellers Festsälen in der Koppenstraste 29 eine Märzfeier für den ganzen Wahlkreis statt. Tempel verliest die wie üblich geniachte Zusammenstellung über die Berussangabe der Mitglieder, die folgendes ergiebt: Arbeiter 281, Arzt 2. Agent 2, Appreteur 3, Buchbinder 16. Buchhalter 3, Buchdrucker 10, Böttcher 9, Buchhändler 2. Brauer 11, Bildhauer 28, Barbiere 14, Bierabzieher 3, Bäcker 5, Bügler 2, Bürstenmacher 1, Büchsenmacher 2, Cigarrenarbeiter 49. Konditoren 3, Kartonarbeiter 1, Chemiker 1, Drechsler 48, Dreher 20. Dachdecker 5. Droschkenkutscher 21, Drahtspanner 1, Expedient 1, Former 13, Fuhrherr 3, Fabrikant 4, Fensterputzerl, Gürtler 14, Graveure 6, Gastwirte 147, Gold- arbciter 1, Glasarbeiter 10. Glaser 4, Gärtner! 3, Gerber 2, Gelbgieher 1, Hausdiener 32, Händler 14, Heilgehilfe 1, Hut« macher 10, Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter 14, Inspektoren 1, Kaufleute 11, Kolporteure 2, Korbmacher S, Kellner 6, Kohlenhändler 4, Klempner 42, Kürschner 4, Kurbel- stepper 3, Kistenmacher 11, Kettenscheerer 1, Kutscher 20, Kassenboten 2, Klavierarbeiter 6, Kammmacher 1, Lackierer 10. Lederarbeiter 6, Litograph 1. Linoleumleger 1. Licht- drucker 1. Maurer 138, Maschinisten 5, Mützenmacher 1, Musiker 6, Maler 33, Metallarbeiter 31, Monteure 3, Mechaniker 6, Maschinen- bauer 8, Milchhändler 2. Möbelpolierer 93, Porzellanmaler 2, Porzellanhändler 2, Packer 9, Posamentiere 3, Rohrleger 6. Reisende 3, Silberarbeiter 8, Sattler 10, Schuhmacher 69, Schraubendreher 3, Schlächter 2, Schneider 30, Schriftsteller 1. Schriftsetzer 30, Schmiede 27, Schlosser 61. Schirinmacher 1. Schnitter 1, Steinmetzen 4, Steinsetzer 2, Steindrucker 6, Stellmacher 14, Strumpfwirker 11, Stuccateure 1, Stockarbeiter 2, Stepper 2. Tischler 424. Tapezierer 13. Töpfer 16, Tanzmaitre 2, Uhrmacher 2, Tischlermeister 1. Vergolder 3, Weber 34, Wäsche- arbeiter 2, Werkführer 1, Zeitungsspediteur 1, Zeitungsverleger 1, Zimmerleute 100, Zimmermeister 1, Zuschneider 6, Zeugschmied 1, ohne Berufsangabe 30. Redner bemerkt hierzu unter lebhafter Zu- stimmung der' Versanimlung, daß im Verhältnis zur Zahl ihrer Bcrufsgenossen viele Berufe weit stärker im Wahlverein vertreten sein müßten. Eine Protcstversammlung der Berliner Schlächtergeselle» gegen die Beschimpfungen des Gesellen st ands durch die„Internationale Fleischer-Zeitung" in Leipzig fand am Sonntag, den 24. Februar, in Cohns Festsälen statt. Im Referat zu dieser Angelegenheit wurde dargelegt, daß die„J. Fl.-Ztg." m einem „die Ruppigkeit der Gesellen" überschriebenen Artikel ganz allgemein von einer diebischen Veranlagung der Fleischergesellen gesprochen und verschiedene nicht gerade anständige Ausfälle gegen den Central- Verband der Fleischer und Bcrufsgenossen Deutschlands unternommen hat. Diese Notiz des Meisterorgans bezeichnet die Leiter einiger Ortsgruppen des Ccntralverbands als unreife Bur- schen und dumme Jungens und hängt alle Gesellen, die ihrem Meister jemals Schaden zugefügt haben, an die Rockschöße des Central-Verbands. Infolge der jetzigen guten Entwicklung dieser jungen Arbeiter-Organisation ruft die„J. Fl. Ztg.", erbost über die„Anmaßung" der socialdemokratischen CentralverbandS Mitglieder, nach dem Strafrichter und nach Zwangsmaßnahmen, da mit die Verführung der Gesellen eingeschränkt werde. Diese AuS- lassungen der Meister-Zeitung boten natürlich dem Referenten und den'Diskussionsrednern genugsam Anlaß zu einer herben Kritik. Verschiedentlich wurde auch betont, daß den Meistern. die doch nun einmal ans dem diebisch veranlagten Gesellenstande hervorgehen, durch ihr eignes Organ ein recht schlechter Dienst erwiesen worden sei, indem es das eigne Nest besudelt habe. Alle Redner waren selbstverständlich in der schärfften Verurteilung einer solchen Kampfesweise einig und man empfahl daher den Fleischer- gesellen allerorts, sich dem Protest der Berliner Kollegen gegen die Beschimpfungen des GescllenstandS anzuschließen. Die Annahme der Protest-Resolution erfolgte dann auch einstimmig. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde dann noch von K e s l i n k e über die Differenzen zwischen Meistern und Gesellen in Weißenfels be- richtet und die Kollegen ersucht, mit aller Kraft für die Einführung eines kostenlosen Arbeitsnachweises einzutreten. Weißensee. In der Volksversammlung, die hier am 26. Februar im„Prälaten" stattfand, sprach an Stelle des durch Krankheit ver- hinderten Rechtsanwalts Victor Fränkl Genosse Waldeck M a n a s s e über:«Die Sünden unsrer Gegner". Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion knüpfte sich an denselben nicht. Humanistische Gemeinde, Mohrenstr. 47: Herr Dr. Rudolf Penzig hält am nächsten Sonntag, vormittags 10'/, Uhr, den fünften Dortrag seines Vortraas-Cyllus:„Vom Chaos zum Kosmos". 6.„Der Fortschritt in der Menschheit". Damen und Herren haben freien Zuttttt. China. Weitere Henkerarbrtt verlangen die Khakimächte. Aus Peking wird berichtet: Während der Hinrichtung der Boxer- führer hielten die Vertreter der Mächte eine Versanimlung ab, um die Frage zu besprechen, ob weitere Hinrichtungen notwendig wären. Die Minderheit war der Ansicht, daß in jeder Stadt, wo Fremde mißhandelt worden sind, ein Beamter geköpft werden müsse. Die Mehrheit der Diplomaten ist also doch bereits der eklen Blut- arbeit überdrüssig geworden. Hoffentlich legt sich diese Mehrheit im Interesse der europäischen Kultur energisch ins Zeug. Keine neue»„Pachtungen". Die Regierung der Vereinigten Staaten ist bei den Mächten thätig im Sinne einer Verständigung, daß nur so viel Grund und Boden in China angeeignet werden darf, als die Mächte zur Siche« rung ihrer Gesandtschaften brauchen. Deutscherseits soll dieser Vorschlag unterstützt werden. FriedenSgerüchte. Nach einer Meldung der„Monring Post" aus Peking find die amerikanischen Vertreter der Ansicht, daß die Friedens- Verhandlungen binn'en»zwei Monaten erledigt ein werden. Sie halten ihre Anwesenheit nicht mehr für nötig, da die wichtigsten Angelegenheiten erledigt sind. Der.Daily Expreß" läßt sich aus Peking telegraphieren, der Kaiser und die Kaiserin-Witwe hätten beschlossen, im Laufe der nächsten Woche die Reise nach Peking, welche drei Monate in Anspruch nehme, anzutreten. Sollte der Friedensschluß wirklich in ein paar Monaten zustande- kommen, so bedeutet das für die Khakimächte noch lange nicht die Räumung Chinas. Die Anwesenheit deS g e s am te n deutschen Expeditionscorps ist ja einstweilen bis zum 31. März 1902 in Aussicht genommen, ein st a r k e r T e i l d e r- e l b e n aber— wohl mindestens 10 000 Mann— werden aber als Besetzung Pekings und der Etappen dauernd in China belassen werden. Italien„pachtet". Drei italienische Kriegsschiffe nehmen im Nimrodsund süd- lich von Ningpo Vermessungen vor. Die Mannschaften haben Baracken an dem südlichen Ufer deS Sundes errichtet. Rußlands Protektorat über die Mandschurei. Die wichtigsten neu hinzugekommenen Bestimmungen zu dem chinesisch-russischen Abkommen besagen: Infolge des ungeordneten ZustandS des Lands sollen die russi- chen Truppen, welche die Bahnpolizei ausübe», vermehrt werden, bis die Pazifizierung des Lands vollständig durchgeführt ist und die letzten vier Klauseln deS in Rede stehenden Abkommens aus- geführt sind. Angehörige irgend eines andren Lands »ürfen weder anrtliche Stellen in der Vi and- ch u r e i bekleiden, noch zur(Ausbildung chinesischer Soldaten und Seeleute in Nord- China(wörtlich: in den nörd- lichen Stellen Chinas) Verwendung finden. Die letzten vier Klauseln betreffen folgendes: Was die Zahlung der Entschädigung sür militärische Ausgaben Rußlands angeht, so soll dieselbe konform und zusammen mit der Entschädigung der andren Mächte erfolgen, und die Zahlungsbedingungen sollen später festgesetzt werden. Bezüglich der Schadloshaltung für die Beschädigung der transmandschurischen Eisenbahn soll China sich mit der Eisenbahn-Gesellschaft selbst auseinandersetzen. Diese Entschädigung soll entweder voll bezahlt werden. oder es soll statt der Zahlung eine kommerzielle Konzession! ge- währt werden. Schließlich'bestätigt China feine Zustimmung zu der ausgesprochenen Absicht Rußlands, eine Eisenbahn von der Mandschurei nach Peking zu bauen. Andre Klauseln deS Abkommens sind: China verpflichtet sich, keine Truppen in irgend welchem Orte zu halten, wo die Eisenbahn nicht fertig gebaut oder der Bau nicht begonnen hat. Die höheren Beamten, welche an den jüngsten Unruhen Schuld tragen, sollen degradiert werden. Rußland wird dieselben namhaft machen. Rußland wird bestimmen, welche Waffen die Polizcitruppen zu führen haben; Artillerie ist aus- geschloffen. Kein Angehöriger eines andren Lands kann e i n e o f fi z i e l l e S t e I lun g in der Mandschurei bekleiden. In der Mandschurei, in der Mongolei und im chinesischen Tnrlcstan dürfen keine Bahn-, Minen- oder andre Kon- Zessionen an Angehörige andrer Mächte erteilt werden; auch darf China selbst keine Eisenbahn daselbst bauen.� In der Umgebung von Niutschwang darf kein Landgebiet an Ausländer verpachtet werden._ Uetzke Mschvichken und Oepefchen« Z» der unter Lokalnachrichten wiedergegebenen Meldung eines hiesigen Blatts über Gefährdung der kaiserlichen Equipage durch einen Straßenbahn-Wagen teilt uns die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn« Gesellschaft in später Abend- stunde mit, daß die Nachricht falsch sei. Laut der vom Polizei- Präsidium gegebenen Auskunft sei die Equipage des Grafen Lippe mit der des Kaisers verwechselt worden; jedoch könne selbst von einer Gefährdung des wirflich in Frage kommenden Fuhrwerks keine Rede sein, da der Straßenbahnwagen zu der kritischen Zeit in lang- samster Fahrt begriffen gewesen sei und rechtzeitig gehalten habe. Aus dem östreichischen Abgeordnetenhause. Wien, 28. Februar.(W. T. B.) Die Dringlichkeit des Antrags Sileny betreffend Entschuldung des Bauernstandes wird abgelehnt. Der Antragsteller betont unter anderm, daß das Bündnis mit Deutschland dem Reiche keinerlei Vorteile bringe, solche seien nur von Rußland zu erwarten. Sodann verfügt der Präsident die An- beraumung einer geheimen Sitzung zur Verlesung einiger als an« stößig erkannter Stellen aus zwei Interpellationen der Alldeutschen. Angeblich handelt es sich um Interpellationen wegen der Ablaßzettel bezw. Konfiskation eines Zeitungsartikels in der„Los von Rom"- Frage. Abgeordneter Kaiser wendet sich zuvor noch gegen die Ein- bringung und Verhandlung von Dringlichkeitsanträgen' zum Zwecke der Obstruktion und fragt den Präsidenten, ob er gewillt sei, die An- ttagsteller darauf aufmerksam zu machen, daß ihre Dringlichkeits- antrüge ohne Zeitvergeudung den Ausschüssen zugewiesen werden können. Während der Rede des Abg. Kaiser entsteht ein lärmender Wortwechsel zwischen den Czechen und den Deutschen. Die Deutschen werfen den Czechen geheime Obstruktion vor, die Czechen antworten: „Ihr brachtet die Obstruktion ins Haus." Oer Präsident verspricht, die Anfrage des Abg. Kaiser in der nächsten Sitzung zu beantworten. Nach Wiederaufnahme der öffentlichen Sitzung ruft Abg. Wolf: „Wenn nochmals eine so harmlose Interpellation der Deutschen be- anstandet wird, so werden die Alldeutschen Obstruktion treiben." Der Präsident schließt die Sitzung um 6>/s Uhr. Nächste Sitzung morgen. Wie verlautet, verlief die geheime Sitzung des Abgeordneten- Hauses ruhig. Es wurde beschlossen, die Interpellation be- treffend die Ablaßzettcl in öffentlicher Sitzung nicht zur Verlesung zu bringen. An der Debatte hierüber beteiligten sich Seitz, Scheicher, Lueger und Tschann. Ein gleicher Beschluß wurde bezüglich der zweiten Interpellation betreffend den Abdruck eineq Zeitungsartikels in der„Los von Rom"- Bewegung ohne Debatte gefaßt. Rußland und die Brotwucher-Politik. Petersburg, 28. Februar.(W. T. B.) Die„Birfchewija Wjedemosti' wirft einen Rückblick auf die deutsch-russischen Be- ziehungen und stellt dabei fest, daß der zur Zeit bestehende Handels- vertrag ein sehr dankbarer Boden für die Entwicklung und Aufrecht- erhaltung guter nachbarlicher Beziehung geworden sei. In dem Artikel wird weiter ausgeführt, die Gefähr eincS Kriegs mit zwei Fronten sei für Deutschland durch den deutsch-russiscbcn Handels- vertrag für absehbare Zeiten geschwunden, ebenso die Möglichkeit eines deutsch-russischen Kriegs. Die absurde Doktrin, daß industrielle und kommerzielle Beziehungen in den politischen Beziehungen der Mächte keine Rolle ipielen, daß man daher einander wirtschaftlich ruinieren und dabei freundschaftliche Beziehungen beibehalten könne, sei nicht russischen Ursprung«._ Der Boerenkrieg. Kapstadt, 28. Februar.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) Die Operationen und die Convois des Generals Frcuch werden durch anhaltende Regengüsse verzögert. Täglich werden Boeren gefangen genommen oder strecken die Waffen. Der vor French befindliche Feind hat sich in kleine Abteilungen aufgelöst.— De Wct hat die Drift nördlich von Hopetown unpassierbar gefunden und sich süd- wärtS gewandt. Detachierte Abteilungen haben die Bahnlinie über- schritten und nähern sich, scharf verfolgt. Petrusville. Ein späteres Telegramm nieldet, De Wet fei im Anmarsch auf Philipstown. Präsident Steijn sei bei De Wet. Ebenso seien Hertzog und Brand zu ihm gestoßen._ Wien, 28. Februar.(B. H.) Ministerpräsident v. Körber unterhandelt mit den Vertretern der Czechen wegen Aufgabe der Obstruktion. Wie verlautet, will Körber als Gegenleistung die Errichtung einer czechischen Universität in Brünn zugestehen und den Czechen auch Konzessionen in finanzieller Hinsicht machen. Goldap, 28. Februar.>. Th. Büsing w Cheodor Züsing geändert und handelsgerichtlich habe eintragen lassen. Die bisher noch anderweitig vermietheten Parterre-Räume werden durch einen Neubau mit meinen jetzigen Geschäftsräumen vereinigt. Nach Vollendung dieses Neubaues im modernsten Stile werde ich fernerhin nur noch die beiden Specialartikel � Herren-°»s Xnaben-garderobc, Sdmhvaaren j» Herren, Danen ms Xiader in grösster, noch nie gesehener Auswahl und Preiswürdigkeit führen. Vor dem Beginn des Umbaues stelle ich meine reichhaltigen Läger in garierobe, Schuhwaren, Cigarren, Cigaretten, Spirituosen«°i> Weinen zu erstaunlich billigen, ganz aussergewöhnlich herabgesetzten Preisen zum gänzlichen Ausverkauf. Insbesondere mache ich Wiederverkäufer, Gastwirte und Private auf die nie wiederkehrende Gelegenheit zum Einkauf vorzüglich abgelagerter SRIRSx Sj) iXTliilLOSGli, sowie ganz besonders billiger Posten von Qü.Slili'fcsiiliS~ u- äclft ClliGir ClgpGiFPG'ttGn aufmerksam, da diese Artikel, die vollständig ausverkauft werden sollen, noch ganz besonders im Preise herabgesetzt sind. Meine bisherige solideste Geschäftsführung und mein auch weiteren Kreisen bekannter Name bieten eine sichere Bürgschaft für die Reellität dieses Ausverkaufes. Der Verkauf beginnt am heutigen Tage und sind meine Schuhwaren, Cigarren, Cigaretten, Weine und Spirituosen im Parterre, Garderobe in den grossen Räumen der ersten Etage(19 F Cnster Front) Eingang dnrcli den Laden, zum Verkauf ausgestellt. Cheodor gising (früher Jacques Raphaäli Inh. Th. Büsing*) An der Spandauer Brücke I (beim Bahnhof Börse, nahe dem Hackeschen Markt). Wochentags bis 9 Uhr, Sonntags 8— 10, 12— 2 geöffnet. MT Streng feste Preise! IM