Nr. 53. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumeranbo: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftMbonnement: 1.10 Mart pr Monat. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Dte Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgefpaltene Rolonete getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Arbeiter- Haushaltungen und Wucherzölle. Sonntag, den 3. März 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Wie sich bereits heute die gesamte ökonomische Lage der Alheilmittel gegen den Umsturz pries. Nachdem Minister Arbeiter gestaltet, läßt sich an den Haushaltungsbudgets Studt die Klagen des Centrums abgewehrt und völlige unsrer drei Familien darthun. Es verblieb ihnen nämlich Parität versprochen hatte, brachte im Namen der Polen Abg. über die Ernährungskosten hinaus: dem Tischler 472 M., Sty chel eine große Reihe von Beschwerden vor. Die dem Schneider 104,88 m. und dem Schmied 358,80 M. Neben der Herren Dauzenberg und Stychet bildeten den Davon mußten sie bestreiten die Kosten der Wohnung, Kleidung. Mittelpunkt der nun folgenden, voraussichtlich noch lange Reinigung, Heizung und Beleuchtung, der Versicherungen, dauernden Diskussion. Namens der Nationalliberalen zog der Steuern, der Organisationsbeiträge, der Fortbildung 2c. Abg. Sieg gegen die Polen zu Felde, und auch Graf Die Bilanz ergiebt denn auch für alle drei Familien verhältnis. Limburg- Stirum( f.) erklärte sich mit der Polenpolitit mäßig bedeutende Defizite, so für den Tischler ein solches von der Regierung einverstanden, während er zugleich dem 96,50 m., für den Schneider von 535,12 M. und für den Centrum, das ja dieselbe patriotische Politik wie die Konservativen befolge, Entgegenkommen auf firchenpolitischem Gebiet Schmied von 300 m. verhieß. Zwischendurch ging eine Beschwerde des Abg. Dr. Barth( frf. Vg.) darüber, daß gegen den Pastor Kröfel in Bommern, der in ähnlicher Weise wie der Dreschgraf gegen die Juden gehegt und sie des Ritualmords bezichtigt hatte, nicht eingeschritten sei, obwohl er seine verhetende Thätigkeit in öffentlichen Schullokalen ausgeübt hatte. Gegenüber dem Kultusminister, der sich auf den rein formalen Standpunkt stellte, daß nicht er, sondern das Konsistorium hätte einschreiten müssen, machte Abg. Dr. Barth darauf aufmerksam, daß die Regierung mit Socialdemokraten nicht so glimpflich verfährt, sondern sofort alle Hebel in Bewegung fegt, sobald sich ihr ein noch so geringfügiger Anlaß bietet. Montag: Fortsetzung. Die Kaiserburg aus Volkes Mitteln. Die famose Bismarcksche Erfindung, daß das Ausland den Zoll trage, galt nur zur Zeit seiner Reichskanzlerschaft als unanfechtbarer Ausspruch des Orakels; heute zählt diese Theorie gar keine oder nur wenige Anhänger noch, denn felbst die agrarischen Interessenten haben sich zu dem Zugeständnis verstanden, daß das Ausland nur zum Teil den Zoll trage. Inzwischen aber hat die Erfahrung gelehrt, daß in der That das Inland mit kleinen Schwankungen den nicht darüber, ob und auf welche Weise von den betreffenden Herr Pöllath, der Münchener Aufsichtsbeamte, äußert sich ganzen Zoll tragen muß. In flarer und überzeugender Familien diese Defizite gedeckt werden. Soweit die Frauen Weise wurde der Beweis Beweis hierfür z. B. in den ersten Monaten des Jahrs 1898 geleistet, wo infolge un- mitverdienen können, ist offenbar ihr Verdienst in den angeführten günstiger Ernte- Aussichten und amerikanischer Spekulationen ohneinkommen inbegriffen. Die Verhältnisse werden alfo der die Getreide und die Brotpreise eine unerträgliche Höhe er- gestalt liegen, daß die aus verschiedenen Schuldposten bestehenden reichten. In dieser Zeit mußten von Konstanz bis Basel Defizite nach und nach gedeckt werden und an ihre Stelle die badischen Brotesser jedes Pfund Brot um 4 bis andre, neue treten, die Arbeiter aber ihr ganzes Leben lang 5 Pfennige teurer bezahlen, als ihre schweizerischen Grenz- nicht mehr aus den Schulden herauskommen; denn später, nachbarn, die keinen Getreidezoll von 3,50 W., sondern nur wenn die Kinder erwachsen sind, und sich selbst durchs Leben einen solchen von 24 Pf. haben. Die Folge der erheblichen bringen können, ist auch die Arbeitskraft der Eltern ganz oder Preisdifferenz war der massenhafte Brot- Import im zum größten Teil erschöpft. Grenzverkehr aus der Schweiz nach Baden. Natürlich besteht Unter solchen Umständen muß jede Verteuerung des die Preisdifferenz auch in normaler Zeit, nur wird sie da Lebensunterhalts auf das schwerste empfunden werden und die bei niedrigeren Brotpreisen vielleicht weniger in den weitesten nachteiligsten Folgen haben. Dies um so mehr, als die große Boltskreisen drückend empfunden, als zur Zeit der Teuerung: Zahl der Arbeiter mit ihrem Einkommen mehr oder weniger weit immerhin findet stets ein Brot- Import aus der Schweiz nach hinter demjenigen der besprochenen drei Familien zurückbleibt. Zu der bereits telegraphisch gemeldeten Abstimmung des Baden statt, aber niemals umgekehrt von Baden in die dazu kommt dann, daß wir im Anfang einer Wirtschaftsfrise gandesausschusses für Gliah- Lothringen in der Schweiz. Nach diesen Erfahrungen ist es ganz selbstverständ- stehen, die nach den in den letzten zwei Jahrzehnten gemachten Frage des Wiederaufbaus der Hohfönigsburg bei Schlettstadt lich, daß jede weitere Erhöhung der deutschen Getreidezölle Erfahrungen eine voraussichtliche Dauer von 5 Jahren, also wird uns aus Straßburg vom 1. März noch geschrieben: Man hätte es eine groteste Komödie nennen können, das auch eine entsprechende Erhöhung der deutschen Brotpreise bis 1905, haben wird. Fünf Jahre Krise bedeuten aber fünf und der Preisdifferenz gegenüber der Schweiz zur Folge Jahre ausgedehnter Arbeitslosigkeit, gedrückter Arbeitslöhne, Schauspiel, welches gestern das Parlament des Reichslandes bot, wenn haben muß. den am 1. Dezember 1900 eine unermeßliche Summe von Not und Elend. Ist der der politische Hintergrund der Scene nicht ein so unsäglich düsterer zählten 56 345 014 Einwohnern des Deutschen Reiche Arbeiter fchon in der guten Zeit ein viel zu schwacher gewesen wäre. Man verlangte von den Vertretern des diktatur Konsument von Industrieprodukten und begnadeten Bolts das niedliche Sümmchen von 750 000 Mark find es aber zweifellos nur etliche Tausende, welche etliche Tausende, welche Säufer und als Zuschuß Elsaß- Lothringens zu den Kosten des Wiederaufbaus schwachen Kaufdem Mißverhältnis der durch den Brotbezug aus Grenzländern sich den liegt Wirkungen einer Getreidezoll- und Brotpreis- Erhöhung ent- und Konsumtionskraft der Masse der Arbeiter zu der der Hohtönigsburg, jener Burgruine, die Kaiser Wilhelm II. vor einigen Jahren von der Gemeinde Schlettstadt zu Eigentum geziehen können. Die verbleibenden 56300000 Deutsche müssen immens gesteigerten Produktionstraft eine der Haupt- ichenft worden war. Was lag da für eine Boltsvertretung näher die höheren Preise in Deutschland bezahlen und dadurch zu ursachen der Ueberproduktion, so müssen alle diese Verhältnisse als die. Aufwerfung der principiell entscheidenden Frage, ob sie es Gunsten der handvoll Junker und bürgerlichen Großgrund- noch viel kritischer gestaltet werden, wenn neue Wucherzölle verantworten könne, die Mittel der Steuerzahler in solchem Umfang für befizer die schwersten Opfer bringen. die Lebenshaltung verteuern und dem Arbeiter gar nichts die Privatzwecke des Reichsoberhaupts in Anspruch zu nehmen und damit Was diefe Opfer für die Arbeiter mit ihren geringen mehr über die nackte Ernährung hinaus für die Befriedigung für alle Zukunft einen äußerst bedentlichen Bräzedenzfall zu Lohneinkommen bedeuten, das lehren alle Haushaltsrechnungen der vielen kleinen und großen Bedürfnisse, die ein Stultur- schaffen? Zu einer derartigen Prüfung war um so mehr Anlaß von Arbeitern, die seit Jahren gelegentlich in der Presse mensch haben soll, übrig bleibt. Führt gar eine wahnsinnige vorhanden, als man bei Entscheidung der Vorfrage, ob die und in Fabrikinspektoren- Berichten veröffentlicht worden sind, Hochschutz- Zollpolitik Deutschlands zu Bollfriegen, so geraten Ruine nicht beffer in ihrem jenigen Zustande erhalten als dem Rififo einer mißglückten Rekonstruierung ausgesetzt werden wir in eine verheerende Dauerkrise hinein. und auf die wir schon neulich hingewiesen haben. solle, die Wolksvertretung völlig ausgeschaltet, ohne sie auch Von den deutschen Fabrikinspektoren ist es namentlich der Ganz besonders leiden auch die 2 andarbeiter unter mur davon zu verständigen, umfangreiche und kostspielige Vorarbeiten Münchner, Herr Pöllath, der seit Jahren solche Haus- höheren Getreidezöllen fund andren erhöhten Landwirtschafts in Angriff genommen hatte und sich ihrer erst dann erinnerte, haltungs Rechnungen veröffentlicht. So enthält sein Be- zöllen. In evidenter Weise ist dies dargethan worden durch als es galt, die nicht unerheblichen Mittel zu be richt für 1897 acht Budgets von je 4 verheirateten und ledigen die vor mehreren Jahren infolge der Grenzsperre eingetretene i affen, die für die Durchführung des lediglich auf die Tischlern, der Bericht für 1898 von 4 verheirateten und Erhöhung der Schweinefleisch- Preise. Die Schweinezüchter, taiserliche Willensäußerung zurückzuführenden Plans erforderlich find. Bon derartigen Erörterungen war die Einwendungen des 3 ledigen Schneidern und der für 1899 von 2 verheira- die großen Gutsbesiger, die ja die Urheber der Grenzsperre lerikalen Abgeordneten Wetterlé vielleicht ausgenommen in teten Schmieden sowie von 1 ledigen. Diese von amt waren, hatten davon viel Gewinn; wie sie aber auf die Land- unsrem Rentner- und Bürgermeister- Parlament feine Rede! Man unfrem Rentner- und Bürgermeister- Parlament teine Rede! Man licher Seite zusammengestellten Uebersichten zeigen, was man arbeiter wirkte, die doch den stärksten Faktor der Landwirt fuchte sich vielmehr in entgegenkommenden Erklärungen gegenüber zwar ohnehin weiß, daß der weitaus größte Teil des geringen schaft bilden, das zeigt folgende Schilderung der Verhältnisse, der Regierung förmlich den Rang abzulaufen und bewilligte Lohneinkommens der Arbeiter für die bloße Ernährung, die die damals die„ Vossische Ztg." aus der Provinz Posen verschließlich, nachdem man eine halbe Stunde vorher die Mittel überdies noch sehr dürftig ist, draufgeht. für Schaffung einer mit monatlich 75 M. dotierten neuen öffentlichte und welche lautete: .Die Grenzsperre hat auch in der Provinz Posen die Fleich Affiftentenstelle an der medizinischen Klinik der Universität Straß preise außerordentlich in die Höhe getrieben. Das gewöhnliche burg aus Sparsamkeitsrücksichten verweigert hatte, die ge Schweinefleisch kostet jegt 90 Pf. lund besseres 1 M. Dabei wird forderten dreiviertel Millionen mit Hurra! # Von ge Greifen wir von jedem der erwähnten drei Berufe eine Familie heraus. Da ist unter den vier verheirateten Tischlern eine Familie von 5 Stöpfen Eltern und 3 Kinder, die ein Jahreseinkommen von 1330 M. hat. Sodann 6töpfige Schneiderfamilie eine mit Eltern und 4 Kinder 1200 M. Jahreseinkommen, und endlich eine 4töpfige Schmiede familie Eltern und 2 Kinder mit 1430 M. Jahreseinkommen. Diese drei Familien geben pro Woche und pro Jahr für die bloße Ernährung aus: Tischler Ehepaar mit Schneider Schmiede Ehepaar mit Chepaar mit 8 Kindern pro 4 Kindern pro 2 Kindern pro Woche Jahr Woche Jahr in Mart Woche Jahr Brot, Butter, Schmalz 4, 8,99 3, Milch, Buder, Staffee 4, 7,14 2,60 Fleisch 2, 8,89 5, Gemüse, Kartoffeln. 2, 0,56 Vesper und Nachtessen 3,50 Verschiedene Ausgaben 1, Total . 16,50 0,48 1,50 7, 1,50 in A im Sommer den Ernte- Arbeitern für den Tag 1,20 bis 1,80 m. Lohn Die Parlamentshelden aus Lothringen, die mit ihrer Zus gezahlt, während in den übrigen Jahreszeiten der Tagelohn durchstimmung zu der Vorlage die platonische Erklärung verknüpften, sie schnittlich 80 Pf. beträgt. Die oft fünfzehn bis sechzehn erwarteten nun von der Regierung auch ein Entgegenkommen in der stündige Tagesarbeit des Landarbeiters hat Frage der Ausnahmegesetze, erfuhren seitens des Herrn von also dann noch nicht einmal den Wert eines Butttamer die gebührende Behandlung: im selbstbewußten Ton Pfunds Schweinefleisch. Die Nahrung des Arbeiters be- des pommerschen Junkers versicherte er den patriotischen Mannesseelen, steht denn auch nur aus Kartoffeln, Buttermilchsuppe, ihre patriotische Haltung in der vorliegenden Frage werde an den maß Brot, Hirse, Grüße, Kraut, Kohl, Erbsen und gebenden Stellen zweifellos einen günstigen Eindruck hinterlassent, Cichorientaffee. Eine Delikatesse bildet schon der Hering. vermied es natürlich aber aufs peinlichste, über diesen platonischen Früher fonnten die Arbeiter noch am Sonntag ein Stüd Fleisch Trost hinaus auch nur das fleinste bindende Versprechen abzugeben. effen. Heute sind diese schönen" Beiten vorbei. Infolge der Dann schrie man den Abgeordneten Wetterlé, den einzigen Grenzsperre haben selbst in der Stadt Posen, wo die Arbeiter am Redner, der mit einiger Entschiedenheit sich der Regierungsforderung wenigsten schlecht bezahlt werden, biele Arbeiterfamilien entgegenzustellen wagte, mit Schlußrufen nieder und drängte zur schon seit fünf oder sechs Wochen einen Bissen Abstimmung, bei der von 52 Abgeordneten ganze fünf den Wut Fleisch mehr genossen. der Ueberzeugung besaßen, gegen eine Vorlage zu votieren, von der Nicht anders würden auf die Verhältnisse der Landarbeiter fie wußten, daß die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung aus neue Zollerhöhungen wirken und es ist widerlich demagogisch, principiellen wie aus politischen, finanziellen und äfthetischen Gründen wenn die Junter im Namen der Landwirtschaft" ihre bedingungslose Verwerfung forderte. Herr von Buttkamer taun also jetzt das Geschenk der reichsDie un 858 21,06 1095,12 20,60 1071,20 bie Bollerhöhungen fordern. Als ob nur die paar Tausend ländischen Steuerzahler zu Füßen des Throns legen. Junker die Landwirtschaft wären!" freiwilligen Geschentgeber aber, das elsaß lothringische Volt, Die ganze Dürftigkeit dieser Ernährungsweise, deren 991 Prozent des deutschen Volks follten sich von dem werden nach wie vor die Laft der Diktaturgefeßgebung zu tragen Kosten den größten Teil des gesamten Bohneinkommens ab- restlichen/ Prozent ausplündern lassen? Erfreulicherweise haben. Denn womit wollte man sich späterhin in ähnlichen Fällen forbiert, wird erst vollständig klar, wenn man einige nähere tommen immer weitere Boltskreise, sich der drohenden Gefahr die willfährigkeit der Voltsvertretung sichern, wenn man schon jetzt Berechnungen vornimmt. Dann ergeben sich nämlich folgende bewußt werdend, in Bewegung und weithin tönt der Ruf: dieses gewichtige Objekt politischer Schachergeschäfte gegen lumpige Ernährungskosten für die ganze Familie und für jedes einzelne Nieder mit dem inneren Feind, den Lebens 750 000 Märklein drangeben würde?! Familienglied pro Tag: mittel Wucherern! Tischler Familie Für die ganze Familie Für die einzelne Person Schneider Familie in Mart Schmiedes Familie • 2,86 <-, 49 2,94 -73 3, -, 50 Politische Neberlicht. Berlin, den 2. März. Alfo 49, 50 bis 78 Pf. pro Person und pro Tag für die Im Abgeordnetenhause Ernährung! Daß dies bei den im Kleinhandel üblichen fette am Sonnabend die Kulturkampfdebatte mit einer überLebensmittelpreisen unglaublich sein muß, liegt auf der Hand. aus langweiligen Rede des Abg. Dauzenberg( C.) ein, Es gehört unter diesen Umständen schon der gange unbeküm- der sich wie alljährlich über die ungleiche Behandlung der merte Junkermut dazu, auf eine weitere Verschlechterung der Katholiten beschwerte, die Beseitigung der Refte der Kulturtampf- Gefeßgebung forderte und die katholische Stirche als Ernährung des arbeitenden Bolts hinzuarbeiten. Von wie außerordentlichem Interesse der Bau der Hohkönigsburg und die Aufbringung der dazu nötigen Mittel dem Kaiser ist, beweist nachfolgendes offiziöses Telegramm aus Elsaß- Lothringen: Von Sr. Majestät dem Kaiser ist dem Statthalter Fürsten zu Hohenlohe- Langenburg, welcher Sr. Majestät über das Ergebnis der gestrigen Abstimmung im Landesausschuß betreffend die Hohkönigsburg unverzüglich berichtet hatte, folgendes Tele* gramm zugegangen: Berlin, Schloß. Deine Meldung hat mich mit hoher Freude erfüllt. Teile den Herren mit, daß ich ihnen von ganzem Herzen dankbar bin und daß c5 mir zur hoben Befriedigung gereicht. daß das ReichZland mein Interesse und meine Arbeit für die Wiederherstellung der herrlichen Burg so richtig versteht und so freundlich unterstützt. Wilhelm I. R» Die um kaiserliche Huld konkurrierenden Parteien des Reichs- tags, der den Rest der Bausumme bewilligen soll, werden sich durch dieses Telegramm zur glatte» Bewilligung genötigt fühlen. Der neue Dreibund. Offiziös wird bestätigt, daß Deutschland sich mit Japan und England zusammengethan habe, um China scharf zu machen gegen Rußland. Welchen Vorteil Deutschland von dieser um mindestens ein halbes Jahr verspäteten Intervention haben solle, ist schlechterdings nicht zu ermitteln. Die offiziöse Erläuterung kann nur als ein schlechter Scherz aufgefaßt werden. Die„Kölnische Zeitung" erklärt es nämlich für richtig,„daß Deutschland gemeinsam mit der Mehr- zahl der andren � Kabinette neuerdings nachdrückliche V o r st e l l u n g c n gegenüber den chinesischen Machthabern erhoben hat, die darauf abzielen, den Bestand Chinas, sowie den Grundsatz der offenen Thür auch für die Zu- kunft zu wahren. Bei dem Charakter der chinesischen Staats- männer liegt die Gefahr nahe, daß sie die bisherige Einigkeit der Mächte dadurch zu trüben suchen, daß sie einzelnen Mächten gewisse Sondcrvor teile in finanzieller oder wirtschaftlicher Hinsicht anbieten. Würden solche Versuche verwirklicht, so würde dieLeistungsfähigkeitChinas gegenüber den andren Mächten, die volle Entschädigung der Expeditionskosten verlangen, gefährdet. Das müsse unter allen Umständen verhindert werden. Des- halb habe die deutsche Rcichsregierung in Wahrung der eignen materiellen Interessen sich energisch gegen die einseitigen Konzessionen ausgesprochen. Deutsch- land habe ein Interesse daran, baldigst seine Truppen aus China zurückzuziehen. Eine solche Räumung Chinas sei in- dessen ausgeschloffen, so lange nicht China ausreichende Bürg- schaft für die Zahlung der Expeditionskosten geleistet habe." Es ist der Humor der�Sache, daß jetzt Deutschland ganz zwecklos— feindliche Stellung gegen dasselbe Rußland nimmt, dessen Herrscher nach den lebhaften Beteuerungen unsrer Zeitungsmogler die Ernennung Waldersecs zum Welt- fehlten Politik Marschall augeregt haben soll. Es scheint, daß Deutschland nur deshalb immer noch nicht aus China fort will, weil es alle Möglichkeiten einer ver- erschöpfen will. Graf Bülow freilich wird uns demnächst im Reichstag er- zählen, daß alles in schönster Ordnung sei.— «* * Deutsches Weich. Zwei Lesarte». Bischof A nz e r. der bekannte Leiter der katholischen Mission in Schantung, unternimmt jetzt in der„Köln. Volkszw," eine„Abwehr der Angriffe gegen die katholischen Missionen". Der Herr Bischof gerät dabei in wahrhaft groteske» Widerspruch mit seiner früheren Darstellung. Jetzt will Bischof Anzer seine Urheberschaft für die Besetzung von Kiautschou, die zmn Ausbruch der cfiinesischen Wirren mindestens stark beitrug, verleugnen, indem er schreibt: „Als icb das Wort von der Notwendigkeit der Besetzung Kiauschous für meine Mission aussprach, da iv ar Kiautsch cu schon besetzt.(Die Besetzung erfolgte am t4. November 1897 durch Vice-Adniiral v. DiederichS. Die beiden Missionare??. Nies rmd Heule waren am 1. Noveniber jenes Jahrs ermordet worden.) ES handelte sich nicht mehr darum, ob man Kiautschou besetzen solle oder nicht, sondern nur, ob nicht irgend ein andrer chinesischer Hasen Kiautschou vorzuziehen sei.' Ich war damals in Rom. An dem Tage, an welchem Se. Kvnigl. Hoheit Prinz Heinrich von Kiel nach China abfuhr(am 15. Dezember 1897), las ich in de» Zeitungen, daß Deutschland statt Kiautschou den im Süden EhinaS gelegenen Hafen Samun besetzen wolle. Ob die deutsche Regierung wirklich die Absicht hatte, weiß ich nicht. Aber falls das Gerücht berechtigt war und wirklich die Absicht bestand, Kiautschou nach kurzer Besetzung und ehe die An- gelegenheit der Mission erledigt war, gegen einen so weit entfernten Hafen wie Sanmun umzutauschen, so glaubte ich im Interesse der Sicherheit meiner Mission und Missionare dagegen auftreten zu müssen. Man verstehe mich wohl! Ob Deutschland Kiautschou siir kürzere oder längere Zeit besetzen oder pachten solle, das ging mich gar nichts an, die deutsche Re- gierung Ivürde auf einen diesbezüglichen Rat von mir sicher auch gar nicht gehört haben. Wenn aber Deutschland einen Hafen besetzen oder pachten wollte, dann mutzte unter den gegebenen Verhältnissen Kiautschou wenigstens für einige Zeit besetzt bleiben, abgesehen davon, dah Kiautschou der einzige freie Hafen Chinas Ivar, der Vorteile für Deutschland versprach, ivenn auch damals fast niemand war, der die Bedeutung KiautschouS erkannte. Meiner Uebcrzengnng nach kann niemand der deutsche» Regierung ob der Pachtung KiautschouS Vorwürfe machen. Ich meine, gerade das Gegenteil ist der Fall, jeder Deutsche soll sich freuen, datz Kiautschou durch Deutschland gepachtet worden ist." Bischof Anzer erklärt sich also in der„Köln. Volksztg." als völlig unschuldig an der„Pachtung" KiautschouS und wälzt so die Mit- Verantwortung für die nachfolgenden Ereignisse von sich ab. Aber am 16. Juli 1990 brachte dieselbe„ Kol n. ValkSztg." folgende Mitteilungen: „Das Auswärtige Amt hatte sich telegraphisch an den damaligen Gesandten des Deutschen Reichs in Peking, Frhrn. v. Heyking, gewandt und ihn um Vorschläge ersucht, welche Geuugthuung in Ausübung des Protektorats von der chinesischen Regierung für die Ermordung der beiden Missionare verlangt werden solle. Dem Gesandten war bekannt, datz die Regierung seit langem dahin strebte, gleich England in China an einem Punkte festen Fuß zu fassen, um für die Interessen des deutschen Handels und der deutschen Industrie einen sicheren Punkt zu gelvinne». Die Vor- schlüge des Gesandten kamen infolgedcffen diesen Bestrebungen entgegen und bestanden in folgendem: Abgesehen von einer zu verlangenden baren Entschädigung für die Mission solle man zur Verhütung weiterer Gewaltthaten einen chinesischen Hafen beschlag- nahmen. Herr v. Heyking empfahl als solchen einen kleinen Hafen im Süden Chinas, in der Nähe von Amoy, wenn>vir nicht irren. Bezüglich dieser Vorschläge fragte man nun den in Berlin eingetrofffenen Bischof um seine Ansicht. Er erklärte sich zur Beantwortung bereit, aber unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß er dies nur als deutscher Privatmann, nicht als Missionsoberer thue. Daraufhin erklärte er auf Grund seiner langjährigen genaue» Kenntnis der chinesischen Verhältnisse den Vorschlag des Gesandten weniger em- pfehlenswert aus drei Gründen: 1. der empfohlene Hasen im Süden Chinas liege zu nahe dem englischen(Hongkong) und fran- zösischcn lTonkin) Interessengebiet! 2. der kleine Hafen tauge wenig, iveil er ziemlich versandet sei, und 3. für den geplanten Zweck der chinesischen Regierung gegenüber eigne er sich gar nicht, weil die Schantung- Mission im Norden Chinas liege, also auch nur dort eine Landbeschlag- nähme Eindruck machen und wirken könne, wo die Frevelthat geschehen sei. Man ivar im Auswärtigen Anrle nicht geneigt, dieser Ansicht des Bischofs recht zu geben, weil sie den Vorschlägen des Gesandten zuwiderlief. Die Sach» bekam aber e i» e p l ö tz l i ch e Wendung, als Monsignore Anzer tags nachher in Audienz vom Kaiser empfangen wurde, Seine Majestät stellte dem Bischof dieselbe Frage und erhielt auch dieselbe AuSknnft. Der Kaiser sah die Richtigkeit der Gründe sofort ein und ersuchte um einen Vorschlag bezüglich eines geeigneten andren Hafens in möglichster Nähe des Missionsgebicts. Da erst nannte Bischof Anzer den Hafen von Kiautschou. Derselbe empfehle sich auch dadurch, daß in seinem Hinterlande die ausbeutungsfähigen Kolenlager von Poschan, Weihsien usw. lägen, die er aus eigner Anschauung kenne. Außerdem sei der Hafen von Kiautschou für größere Schiffe der Handels- marine zu brauchen. Das ist die Vorgeschichte der Besetzung von Kiautschou, die dann am 17. November 1897 durch Konteradmiral v. Diederichs thatsächlich erfolgte." Wenn Herr Anzer und die„Kölnische VolkSzeitung" sich in der- artig groben Widersprüchen bewegen, werden sie selbst nicht verlangen, datz ihr jetziger Versuch, die Schuld von den Missionaren in China zu nehmen, ernst genommen wird.— Zollwucher und Ausland. Die Petersburger„Nowosti" warnen vor einem deutsch- russischen Zollkriege. Rußland, führt das Blatt aus, habe sich von den chinesischen Wirren noch nicht erholt, die ihm so große Kosten verursacht hätten, und müsse sich schon auf einen schweren Zollkrieg gefaßt machen. Der jetzige Handelsvertrag sei allerdings für Deutschland vorteilhafter gewesen als für Rußland,' er habe, aber Nutzland doch wenigstens vor Willkür und unaufhörlichen teuren Experimenten auf dem Gebiete der Zollpolitik geschützt, wie solche vor dem Zollkriege stattfanden: ein solcher würde wieder viele hundert Millionen kosten. Im Interesse beider Nachbarreiche und ihrer Bevölkerung, insbesondere im Interesse der Konsumenten, die neun Zehntel der ganzen Bevölkerung bilden, müsse man daher nicht nur wünschen, sondern auch auf jede Weise dahin wirken, datz der deutsch-russische Handelsvertrag erneuert werde und datz beide Reiche nicht in die bedauerliche Lage geraten, in der sie sich in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts befanden. Auch England droht, deutsche Zollerhöhungen auf fremde Industrie- Einfuhr mit Gegenmatzrcgeln zu beantworten. Die „Franks. Ztg." erhält ans der unmittelbaren Umgebung des Königs von England einen Bericht über die deutsch-englischen Beziehungen. Darin'wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß auch die Eni- Wicklung der deutschen Handelspolitik einen Gang nimmt, der die Interessen der englischen Industrie in Dentschlaud nicht beeinträchtige. Sollte aber„Ivider Erwarten" durch eine Hochschutzpolitik eine Schädigung Englands herbeigeführt werden, so werde man e n g I i s ch e r s e i t s an Repressalien denken müssen. Dazu würde sich unter anderni der Zuckerzoll sehr gut eignen.— Die christliche» Gewerkschaften als Handlanger des Brot- Wuchers. Der„Bergknappe", das Organ der katholischen Berg- arbeiter erklärt sich jetzt, zur höheren Ehre des Centrums,„offen für eine angemessene Erhöhung der Getreidezölle als ein kleines(I!) Mittel, der schwer daniederliegenden Landwirtschaft� in den rein ländlichen Gegenden in etwas aufzuhelfen." Damit beweisen die Führer dieses Verbands, datz sie nichts weniger als Arbeiterinteressen vertrete», sondern datz sie einzig und allein arbeiterverräterische Centrumspolitik treiben. Das brave Organ sucht die Dummen, die ihm etwa noch Ver- trauen schenken, mit dem blitzdummen und schwindelhaften Argument zu beschwichtigen, datz wegen der schlechten landwirtschaft- lichen Vcrhältuiffe die Arbeiter das Land verlassen und als Lohndrücker in der Industrie erscheinen. Die christlichen Gewerkschaftsführer müssen ihre Gläubigen für unergründlich einfältig halten, daß sie ihnen derlei Spätze anzubieten wagen. In Wirklichkeit holt sich die Großindustrie wie die Grotzlandwirtschast die Lohndrücker aus dem Anstände; und andrerseits würde, wenn unter den höheren Agrarzöllen die Industrie leidet, die Arbeitslosigkeit zu nehmen und so dle Arbeitslöhne in der Industrie und in der Landwirtschaft gleichermaßen herabdrückcn. Giet im wirtschaftlichen Niedergang die Industrie größere Arbeitermassen frei, so strömen diese zum Teil in die Land- ivirtschast zurück, die dann trotz höherer Preise für ihre Produkte ihren Arbeitern niedrigere Löhne zahlen wird, um so mehr, als der rechtlose Landarbeiter nicht das Mittel hat, durch Zusammenschlutz höhere Löhne zu erzwingen. So unaufgeklärt auch die katholischen Arbeiter noch zu großem Teil sind, solche Beleidigungen ihrer AnffassungSfähigkcit werden auch sie auf die Dauer nicht ertragen. Der christlich-katholische Brot- Wucher des Centrums wird die katholischen Arbeiter sehend machen! Denn auch der Beschränkteste niutz schließlich den rollen Wnier- spruch kapiren, mit dem die Führer der christlichen Gewerkschaften die Arbeiter zu narren suchen. Gerade ivährend des industriellen Aufschwungs der letzten Jahre, der ivesentlich mit durch die Handels- Verträge und die Zollherabsetzung bewirkt wurden ist. war ja die Landflucht besonders stark und dennoch würden ja die Centrumsleute nicht müde, gegenüber den Socialdemokraten darans hinzuweisen, datz niemals die Industriearbeiter glänzendere Löhne erhalten hätten. Nach der Logik des„Bergknappen" mühte aber in dieser Zeit, weil ja die Getrei'depreise für die Landwirtschaft nicht ausreichend sein sollen und die Arbeiter stärker denn je zuvor vom Land in die Industrie strömten, die Löhne der Industriearbeiter während dieser Epoche den t i e f st e n Stand erreicht haben.--- Die Fnrcht vor den Diäten und der damit entstehenden Konkurrenz der Mittelstandslente bekundet sich in einer neuerlichen Auslassung der„ K r e u z- Z e i l u n g", die begründen soll, warum "! an der Ablehnung der Diäten festhält: „In Preußen ist durch die indirekte Wahl und die Abstufung des Wahlrechts nach der Steuerleistung dem Eindringen von Strebern und demagogischen Agitatoren, die sich um ein Mandat hauptsächlich wegen der damit verbundenen finanziellen Vorteile bewerben möchten, in ausreichendem Matze vorgebeugt. Dagegen bieten unter der Herr- schaft des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts sowohl Diäten als auch Anwes'enheitsgelder unlauteren Elementen einen Anreiz, sich nicht nur um ein Mandat zu beiverben, sondern auch bei ihrer Bewerbung in der Wahl ihrer Mittel und der Form ihrer Agitation möglichst gewissenlos zu sein. Wir müssen deshalb befürchten, datz. ivenn wirklich mit der Diätenlosigkeit gebrochen iverden würde, nicht nur das Niveau des Reichstags sich erheblich verschlechtern, sondern auch die jeder Reichstagswahl vorangehende öffentliche Agitation eine. Gestalt annehmen würde, die auf weite Volkstreise geradezu entsittlichend wirkt und anständigen Leuten die erfolgreiche Bewerbung um ein Reichstagsmandat stark erschwert oder geradezu unmöglich macht." Unter den unlauteren Elementen verstehen die vornehmen Herren die reaktionären antisemitisch- agrarischen kleinbürgerlichen Elemente. Die Konservativen fürchten sich vor dem Hervordrängen ihrer eignen Gefolgschaft. Das ist die konservative Mittelstands- begeisterung!— Landwirte als Zollgegner. In der Hauptversammlung der Rheinischen Landwirtschaftskammer sprach sich dieser Tage ein Redner. Herr Winkler(Kreuznach) gegen eine Erhöhung der'landwirtschflftlichen Zölle aus. Erlegte dar: er stamme aus einer Gegend, wo die Bewohner die Landwirtschast als Kleingewerbe de- trieben, und diese sagten, sie hätten keinen Vorteil von einer Erhöhung der Zölle. Er sei der Ansicht, datz die Zölle überhaupt' nicht der Gesamtlandwirtschaft den Vorteil bringen werden, den man sich vorstelle. Er habe grund- iätzlich nichts gegen den Zollschutz, sei aber der Meinung, datz der v o rh an d en e g e nü g e. Hunncn-Moral. Während man die Hunnenbriefe in ihrem kultur- historischen Wert abzuschwächen sucht, sie teils als Fälschungen, teils als Uebertreibungcn, teils als AuSnahme-Erscheinungen ausspielt. proklamiert die„D e u t s ch- A s i a t i s ch e Warte" ganz ungeniert die Huiuren-Moral: „Vom sicheren Port deS Reichstags läßt sich's ja gemächlich raten und human reden; die Donnerworte sittlicher Entrüstung hallen im ganzen Lande wieder, datz selbst das Ausland verwundert aufhorcht. Der Auslandsdeutsche, sofern er etwas erreichen will, mutz sich frei wissen von jeder krankhaften Empfindelei und unmännlichen Schwäche, die der heutigen Gene- ratio» im allgemeinen eigen sind; durch Sanftmut lasse» sich weder Neger noch Chinesen deutschen Zwecken gefügig mache». Es ist sattsam bekannt, welch ein nachteiliger Einfluß durch jene Weichherzigkeit speciell auf das Vcrwaltungssystem der Kolonie Kiautschou ausgeübt wurde. Hoffentlich ist dieser Zustand wenigstens für uns bald überwunden." Das ist ganz die hochchristliche Moral der Herren Peters, Leist und Arenberg, der Lord Roberts und Kitchener. Mit Sanftmut lassen sich allerdings ebenso wenig Chinesen deutschen, wie Boeren englischen Zwecken gefügig mächen. Es heißt aber auch die Grundlagen kultureller' Sittlichkeit verwüsten, wenn man einem Volk die Aufgabe setzt, andre Nationen seinen Zwecke» gefügig zu machen. Mag man die weltgeschichtliche Nemesis nicht allzu brutal herausfordern. So ganz außerhalb der Möglichkeit liegt eine chinesische Gegenvisite in Europa nicht und die chinesischen Hunnen werden dann vielleicht auch zur Revanche den Satz-ous- stellen, daß man mit Sanftmut die Deutschen chinesischen gUecken nicht gefügig machen könne. Nur die heutigen Vertreter der Hunnen- moral werden sich dann wohl schleunigst der Uebermacht beugen.— Namen- Mystik. In der„Vossischen Zeitung" stellt jemand die glorreichen Namen der preußischen Minister in frommer und lückenhafter Weise Brefeld fehlt— wie folgt zusammen: Kotzler Pvsadowsky SDudt Thielen Miguel Rhclnbaben HammersTein BUelow SchoeHstädt PodbielSki ES lassen sich weniger fromme, aber finnreichere Anordnungen der Namen erfinden: Goßk.er StUdt Svhönstedt Pos�dowsky RheiNbaben BUelow PodbielSki MiquEl Thielen Brefeld HammersTein Freiherr». Stumms Gesundheitszustand hat sich nach ZeitungS- Meldungen derart verschlechtert, daß sein Leben gefährdet erscheint.— Köllersche Germanisierungserfolge. Aus Flensburg Ivird berichtet: Die Dänen dürfen mit Herrn v. Koller reckt zu- stieben sein angesichts d�s Ergebnisses der Kreistags-Wahlen im Kreise Sonderburg. Dort haben die Deutschen die seit 29 Jahren innegehabte Majorität(13 gegen 7) verloren, indem jetzt 14 dänische gegen 6 deutsche Abgeordnete gewählt wurden.— Polenverfolgung. Gerichtlich beschlagnahmt wurde, wie aus Posen gemeldet wird, die ganze Auflage der Nr. 9 der polni- scheu Wochenschrift„Praca" wegen eines Artikels über die preußische Schulpolitik, ebenso die ganzen Briefschaften der Redaktion, der Expedition und des. Verlegers der Wochenschrift. Könitz, 2. März. Das Gnadengesuch des wegen wiffent- lichen Meineids im November vorigen Jahrs zu einem Jahre Zucht- Haus verurteilten Gasanstalts-Arbciters Bernhard Maßlos wurde trotz der Befürwortung durch die Geschwornen abschlägig be- schieden.—_ In unserm Bericht über die Verhandlungen des Reichstags vom 1. März haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Im ersten Absatz der Rede des Abg. Z u b e i l. drittletzte Zeile mutz es nicht heißen 1.59, sondern 2, k»v; im dritten Absatz in der 19. Zeile darf es nicht heißen„in 3 Tagen durchgepeitscht", sondern: in 3 Stunden.— Ausland. Politischer Ulk. Aus Petersburg wird telegraphiert: Der„Regierungsbote" veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl über die Bestätigung der Ko n v entionen und Dekla- rationen der Friedenskonferenz im Haag vom 29. Juli 1899. Es sind dies drei Konventionen, und zwar über die friedliche Lösung internationaler Konflikte, über Gesetze und Gebräuche des Landkriegs und über Anwendung der Principien der Genfer Kon- vention von 1864 im Seekriege, soivie drei Deklarationen, und zwar über ein Verbot, Explosivgeschosse von Luftbahnen oder von neuen ähnlichen Vorrichtungen zu werfen, über ein Verbot, Geschosse zu gebrauchen, deren einziger Zweck darin besteht, erstickende oder schädliche Gase zu verbresten und über ein Verbot, solche Kugeln zu gebrauchen, welche im menschlichen Körper auseinandergehen oder platt werden. Die Mitteilung bedeutet die endgültige Ratifikation der Hager Beschlüsse durch den Zaren. Die meiste» der übrigen auf jeuer Konferenz vertreten gewesenen Mächte haben die Ratifikation schon früher vollzogen. Die russische Erinnerung an die sogenannte„Friedenskonferenz" paßt wundervoll zu den blutigen Vorgängen in Südafrika und Ost- china, zu der Annexion der Mandschurei durch die Regierung des „Friedenszaren", zu dem Konflikte, der sich gerade jetzt zwischen den um den chinesischen Kuchen eifersüchtig hadernden Mächte» anspinnt.— Frankreich. Döroulödes Enthüllungen über de» geplanten Staats- streich im Februar 1899 beschäftigen noch immer die fran- zösische Presse. Das Blatt„ Cri de Paris" behauptet, der General, auf dessen Hilfe Döroulede bei seinem Putschversuch hauptsächlich gerechnet habe, sei der seitdem verstorbene General P e l l i e u x gewesen. Pellieux, der damals Platzkommandant von Paris war, habe den Gouverneur General Z urlinden sondiert. Dieser habe ihm aber, entrüstet über seine Mitteilungen, den Befehl erteilt, sich sofort auf das Platzkommando zurückzubegeben. In seiner Verzweiflung habe sich Dervulede an Roger gewandt, der von dem Komplott nichts wußte und sich weigerte, nach dem Elysö zu marschieren.— Clsmenceau verlangt in der Wochen- schrift„Le Bloc", daß über das damalige Verhalten Charles D u p u y s eine Untersuchung eingeleitet werde. Allen diesen Vermurun'gen gegenüber hält Jaurös in der „Petite Rspublique" seine frühere Behauptung aufrecht. daß G u e r i n derjenige sei, der damals für den Herzog von Orleans „gearbeitet" habe.— Kanalbauteu. In der Begründung des der Deputiertenkammer zugegangenen Gesetzeutwurfs, betreffend die Kanalbauten und Hafen- befestigu'ngen heißt es u. a., das Parlament werde durch Annahme Die Der chriftliche Cigarrenfabrikant H. Nehr in Kaldenkirchen ( holländischen Grenze) hat seine sämtlichen Arbeiter( 44) entlassen. Der Grund ist folgender: Die Arbeiter weigerten sich, eine erfahrenermaßen unpraktische und im ganzen niederrheinischen Bezirk sonst nicht gebräuchliche Cigarrenbündelmaschine zu benutzen. Arbeiter, welche fo circa 20 Proz. weniger verdienen, wie die Arbeiter an andren Industrieorten, würden dadurch noch mehr in ihrem Verdienst geschmälert worden sein. Ein Vertreter des christangehören, wollte vermittelnd eingreifen, aber der christliche Fabrikant lichen Cigarren und Tabatarbeiter- Verbands, dem die Arbeiter alle besteht auf seinem Schein. Ausland. des Gesezes em Handel und der Industrie einen recht rege zu beteiligen und unfren Kandidaten zum Siege zu vere neuen Aufschwung verleihen und den Kampf gegen helfen. Als Legitimation dient das Krankenkassenbuch, oder eine Bes die ausländische Konkurrenz, der von Tag zu Tag gefähr- scheinigung des Arbeitgebers. licher werde, wesentlich erleichtern. Die Völfer, welche Die Krankenkassen- Kommission. Frankreich den Weltmarkt streitig machen, suchten es immer mehr J. A. Schwarz, Mezzerstr. 15. und mehr zu überflügeln; die nächsten Nachbarn machten beTapezierer! Der Ausstand bei der Firma Jädel, Martgrafenunruhigende Fortschritte. Seit 1881 jei der Handel Frankreichs straße 20, dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. stationär geblieben, sogar mit einer leichten Tendenz zum Rückgange. Die Verbandsleitung. Der Handel Englands habe seither um zwei Milliarden zugenommen; Die städtischen Arbeiter Charlottenburgs sind in eine allnoch beträchtlicher sei der Abstand zwischen dem französischen und gemeine Lohnbewegung eingetreten. Sie haben in einer Verdem deutschen Handel. fammlung bereits eine Lohntommission gewählt, welche die Forders England. eats de tatuatdungen der einzelnen Kategorien( Gas-, Kanalisations-, WasserwerksDas Heeresbudget für das Jahr 1901-1902 ist veröffent Arbeiter 2c.) ausarbeiten und insbesondere mit Rücksicht auf die ge- Die ftreifenden Bergleute von Montceau les Mines haben licht. Die Ausgaben werden veranschlagt auf 87 915 000 fund steigerten Mieten und Lebensmittelpreise vom Magistrat eine am Donnerstag vier Versammlungen abgehalten, in welchen die Sterling, darunter 58 230 000 Bfund für Kriegsausgaben. Der Teurungszulage verlangen sollen. Es finden gegenwärtig Sonder- Delegierten von der Konferenz in St. Etienne Bericht erstatteten. ganze im Budget vorgesehene Mannschaftsbestand beläuft sich versammlungen der einzelnen Gruppen der städtischen Arbeitern dieser Konferenz waren die Delegierten der Bergleute vom auf 450 000 Mann gegen 420 000 Mann im vorigen Jahre. Ju der Charlottenburgs zu eingehenden Vorberatungen der aufzustellenden Saone- und Loiregebiet vereinigt; die Konferenz sprach sich, wie Begründung des Budgets wird ausgeführt, der dauernde Bestand Forderungen statt. mitgeteilt, für den Generalstreit aus. Die Bergleute von Montceau, betrage 220 000 Mann, die Ueberschüsse stellten zeitweilige Vera Die Potsdamer Tapezierergehilfen beschlossen am 27. Februar, zu deren Gunsten der Generalstreit eventuell eintreten sollte, haben mehrungen infolge der Verwidlungen in Südafrika und China darin eine Lohnbewegung einzutreten. Sie fordern die neunstündige nun den Beschluß gefaßt, zunächst eine Delegation nach Paris zu Die der Arbeitszeit, einen Stundenlohn von 45 Pf., für Ausgelernte bis fenden, die bei dem Ministerpräsidenten vorstellig werden soll; man zu einem Jahre 35 Pf., Abschaffung der Ueberstunden und Sonntags- hofft, daß die Regierung auf die Compagnie einwirken werde. Soppelten Stundenlohn, Beseitigung der Accordarbeit, tägliches Aus- Die reaktionäre Preſſe unterdes fleißig Gelder;„ Liberté" allein brachte arbeit enent. einen Zuschlag von 15 Pf. pro Stunde, für Nachtarbeit für das gelbe" Syndikat, die Streitbrecher- Organisation, sammelt fegen der Werkstätten und alle 8 Tage nasses Reinigen derselben; bis jest 20 000 Fr. zusammen. auch muß Waschgelegenheit und Handtücher vorhanden sein. 1912 000 Pfund Sterling. Der Poſten im Heeresbudget für Striegsausgaben ist auf die Annahme gegründet, daß die Streitkräfte in Südafrika die ersten vier Monate des Finanzjahres in voller Stärke aufrechterhalten werden, worauf eine allmähliche Verminderung eintreten soll. Spanien. Mit der Kabinettbildung beauftragte die Königin- Regentin Azcarraga. Azcarraga will sich, bevor er den Auftrag annimmt, mit Silvela besprechen. Eine Proklamation der Boeren. Die Generale De Wet und Steijn haben, als sie die Kapfolonie betraten, eine Broklamation erlassen, deren Wortlaut erst jetzt bekannt wird. In derselben heißt es u. a.: Kleine Mitteilungen. mittag Abgeordnete der Vereinigung der Bergarbeiter, welche ihm Der Ministerpräsident Walded- Rousseau empfing gestern vordie Forderungen der Grubenarbeiter von Montceau- les- Mines und Saint- Eloy darlegten. Der Minister erwiderte, die Regierung könne Zur Maurertonferenz in Braunschweig, die am 17. März tagen soll, wählten die Berliner Maurer der Vernicht ein Gesez vorschlagen, das einen Minimallohn festieze. Eine dertrauensmänner- Centralisation als Delegierte: Robert Kaufmann, Ernst Witte und Heinrich Mester. Der Streitfonds der Musikinstrumenten. Arbeiter, der bisher durch freiwillige Sammlungen aufgebracht wurde, soll jezt vom Fachver ein übernommen und Beitragspflicht für die Mitglieder obligatorisch werden. Die Höhe des Beitrags wird noch bestimmt. pla Deutsches Reich. worden. artige Festsetzung könne nur aus einer Vereinbarung beider Parteien hervorgehen. Er sei indessen geneigt, die Vorschläge bezüglich der Arbeitsdauer und einer Befferung der Pensionsverhältnisse der Arbeiter zu prüfen und für eine Regelung dieser Fragen einzutreten, er könne fich aber nicht dazu verstehen, einen Druck auf die Gesellschaften auszuüben, sei es durch Drohung, die Gruben zu verstaatlichen, sei es durch Abänderung der zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffenen Maßregeln. = In Marseille dauert der Hafenarbeiter Ausstand auf allen Werften fort. Mehrere Schiffe sind nach St. Louis du Rhône abmußten, nur mit Baffagieren und Postsachen an Bord, den Hafen gegangen, um dort ihre Ladung zu löschen. Verschiedene Dampfer mußten, nur mit Passagieren und Postsachen an Bord, den Hafen verlassen. " Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß weder die Kriegsbräuche civilisierter Völler, noch die Genfer Konvention von den Engländern respektiert worden Weshalb die Kieler Werft eine allgemeine Lohnerhöhung find. Sie haben im Widerspruch zu dieser Konvention sich lichen Werft in Kiel um Erhöhung ihrer Löhne ist ihnen jezt durch ablehnt. Auf die vielfachen Ersuchen der Arbeiter auf der kaiser nicht gescheut, sich der Ambulanzen zu bemächtigen, die Aerzte gefangen zu nehmen, und außer Landes zu befördern, damit die ver- Anschlag bekannt gegeben, daß eine allgemeine Lohnerhöhung abgewundeten Boeren heilkundiger Hilfe entbehren sollten. Die Engländer lehnt wird. In der Begründung heißt es u. a.: Glasarbeiterftreit in England. In den Vorwärts" war haben Nichtkämpfer gefangen genommen und über die Grenze gesetzt, " Die Lebensmittel, sowie die Bekleidungs- und Hausstandshaben raubende Banden herumgeschickt, um das Privat gegenstände sind im allgemeinen nicht teurer geworden, nur die aus Amtsblättern die Nachricht übergegangen, daß in St. Jo eigentum der Boeren zu plündern, Wohnungsmieten in Kiel und Umgegend haben thatsächlich eine, hanna. d. Saar englischeAgenten, die Glasmacher für London zu ber brennen und zu verwüsten. Sie haben die Staffern be- hoffentlich aber nur vorübergehende, Steigerung erfahren, auch find fuchten, verhaftet worden seien, da man glaubte, dieselben suchten waffnet und im Krieg gegen die Boeren gebraucht. Unaufhörlich im vorigen Herbst für Kohlen außergewöhnlich hohe Preise gezahlt Leute für die Transvaal- Armee. Es sind jedoch thatsächlich Glasmacher in London im Streit und die Fabrit juchte und fand in wurden Frauen, Kinder, Greise und Kranke aus ihren Wohnungen pertrieben. Sie haben kein Mitleid mit franken Frauen und mit In Berücksichtigung aller Verhältnisse ist für das nächste St. Johann a. d. Saar Streitbrecher. Von St. Johann wird uns nun denen, deren Zustand sie vor Mißhandlung sichern sollte. So haben Rechnungsjahr die Erhöhung der Arbeitslöhne einiger Arbeiter- geschrieben: Gestern abend war hier eine Gewerkschaftsversammlung, Referent war Willy jie den Tod einer großen Anzahl Frauen verursacht. fategorien in Aussicht genommen. Es ist hierbei vorzugsweise aber die von über 100 Personen besucht war. Derselbe berichtete, daß eine englische Die Soldaten haben im Auftrag ihrer Offiziere Frauen und Heine nur an diejenigen Arbeiter gedacht worden, deren Stundenlohn 3 M. Bachmann aus London. engagierte, um Flaschen nach Kinder nicht nur belästigt, sondern auch arg mißhandelt. In sehr und weniger beträgt und welche bei Accordarbeiten wenig oder gar Fabrit deutsche Glasmacher deutscher Art herzustellen. Die deutschen Glasmacher, welche vielen Fällen haben sie Vater und Mutter aus dem Hause gejagt, nicht beteiligt find." organisiert waren, wurden und alles den Wilden zur Beute überlassen. Die Annahme, daß die Lebensmittelpreise sowie andre not in Deutschland gewerkschaftlich organisiert Die Engländer haben der Welt vorgelogen, daß sie so handelten, wendige Gebrauchsartikel nicht im Preis höher gestiegen find, steht von der englischen Glasmachergewerkschaft nicht aufgenommen, weil die Boeren die Eisenbahnen in die Luft sprengten, die Tele- doch mit den Thatsachen auf sehr gespanntem Fuße und sollte weil sie Ausländer waren; fie gründeten einen Deutschen Glasgraphendrähte durchschnitten und die weiße Flagge mißbrauchten. selbst der Werftdirektion bekannt sein. Daß die Wohnungemieten macherbund in London. Ihr Fabritant, welcher wußte, daß sie an Aber fast alle Häuser in den beiden Republiken, ob sie sich in der herabgehen, ist eine Annahme, die durch nichts begründet wird, und der englischen Gewerkschaft feinen Rückhalt haben, fündigte ihnen vor Nachbarschaft einer Eisenbahn befinden oder nicht, find zerstört. ob die Preise für Kohlen niedriger werden, erscheint fehr fraglich. neun Wochen eine Lohnreduktion von 50 Pf. pro 100 Flaschen an. Sie verkünden der ganzen Welt, die Republiken feien erobert, Solche Argumente sollten in einer ernstlichen Begründung für die Da dies ein Lohnausfall von 10-12 m. wöchentlich ist, wollten die der Krieg fei aus und es seien nur noch hie und da einige Maßnahmen der Direktion überhaupt nicht Anwendung finden; es Glasmacher davon nichts wiffen und legten die Arbeit nieder, trotzdem Räuberbanden übrig, die in unverantwortlicher Weise die Feindselig- läßt sich nur annehmen, daß andre nicht geltend gemacht werden sie wußten, daß sie bei ihren englischen Kollegen teine Hilfe fanden. Leider kam der Referent, welcher zu den Streitenden gehört, zu spät teiten fortsetten. find noch nicht erobern ist eine Lüge. Nein, die Republiken konnten, und damit richtet sich der Bescheid von selbst. hierher, denn am Sonnabend sind 15 Mann aus Friedrichsthal a. d. Saar der Krieg ist noch nicht vorüber und die Die Leipziger Buchbindereibefizer scheinen es absolut zum nach London gefahren. Wie man hört, befindet sich dabei Truppen der beiden Republiken werden noch ebenso wie im Beginn Konflift mit ihren Gehilfen treiben zu wollen. Kürzlich versuchten ein attiver Soldat, welcher defertierte, um mitzufahren. Gestern sind des Striegs von verantwortlichen Führern befehligt mit dem Willen sie, diesen eine Geschäftsordnung für das Schiedsgericht aufzu- 4 Mann aus dem benachbarten St. Ingbert i. d. Pfalz zurückgekommen, ter beiden Regierungen. Als Unifum ist nur noch mitoftrogieren, und jetzt, wo diese Streitfrage noch nicht geregelt ist, welche auch hinübergeschickt waren. Die Boeren würden den Namen Menschen nicht verdienen, hat ihr lebermut schon wieder eine Provokation der Gehilfen ge- auteilen, daß am Sonntag der Referent in Friedrichsthal a. d. Saar svenn sie die Engländer nicht züchtigten, die Frauen zeitigt. Sie wollen nämlich als Mitglieder des Schiedsgerichts nur eine Versammlung abhielt. Der Bürgermeister von Friedrichsthal mißhandeln und aus bloßer Berstörungswuthaus folche Gehilfen anerkennen, die bei den Mitgliedern des Arbeitgeber- bescheinigte die Anmeldung der Versammlung im Gastzimmer, berbands in Arbeit stehen; auch sollen stellenlose Buchbinder ein solches überwachte sie mit 3 Gendarmen, und schickte Daher haben wir wieder einen Teil unsrer Burghers nach der Amt nicht bekleiden dürfen. Nach den zahlreichen Maßregelungen, dem Wirt ein Strafmandat von 20 M., weil der Raum nicht zu Kaptolonie geschickt, nicht nur um Krieg zu führen, sondern auch um die seit Anfang dieses Jahrs vorgenommen worden sind, ist mit Sicher: Versammlungszwecken geeignet sei. im stande zu sein, Rache zu üben. Wir warnen also die englischen heit zu schließen, daß nur solche Schiedsgerichtsmitglieder Anerkennung Offiziere, daß, wenn sie nicht mit dem Zerstören von Privateigen bei den Unternehmern finden, die ihren Wünschen entsprechen. tum in den beiden Republiken aufhören, wir uns durch die Ber- Gine Gehilfenversammlung beauftragte am Montag den Verbandsstörung des Eigentnms englischer, uns nicht wohlgefinnter Unter- vorstand, sich beschwerdeführend an den Vorstand des deutschen Buchthanen in der Kapkolonie rächen werden.. bindereibefizer- Verbands zu wenden. Natal Diese Proklamation scheint von den Engländern wohl mit gutem Grund unterschlagen worden zu sein. und Herd verwüsten... Sociales. am Montag Bauarbeiterschuh. Für den Stadtkreis Halle tritt am 1. April eine Verordnung über den Schutz der Arbeiter auf Bauten Der Kampf der Glasarbeiter gegen den Kommerzienrat in Kraft, die sich von andern derartigen Verordnungen dadurch un Vom Kriegsschauplat Hehe um Anerkennung des Verbands ist jetzt auf der ganzen Linie günstig unterscheidet, daß die Beheizung der Baubuden nur bei Frostentbrannt, da sich nun auch die Glasmacher der Heheichen Fabrit in wetter und auf besondres Verlangen der Polizei vorgeschrieben wird. liegen nur wenige Nachrichten vor. Ob die llebergabe Both as Nienburg ihren schwer ringenden Stollegen in Schaumburg, die sich schon Dagegen enthält sie einige Vorschriften, durch die sie sich vorteilhaft stattgefunden hat oder nicht, ist noch Daily Chronicle" sagt, obgleich die lebergabe Bothas nicht haben jämtliche Glasarbeiter bis auf 4 Ballonbläser die Arbeit eingestellt. oder sicher mit Brettern abzudecken. Ebenso sind eiserne Deckenimmer nicht sicher. mehrere Monate im Kampfe befinden, angeschlossen haben. In Nienburg auszeichnet. So bestimmt§ 8: Jede Balkenlage ist nach ihrer Verlegung sofort auszustaken amtlich bestätigt sei, so bestehe guter Grund zu glauben, Bei dieser Gelegenheit zeigt sich wieder einmal so recht die Absicht, daß diefelbe, wenn sie noch nicht wirklich erfolgt ist, nur hinaus die sich hinter dem Gewand der Wohlthätigkeit" verbirgt bei der träger unmittelbar nach ihrer Verlegung abzudecken, wenn nicht Einbau der Decken zwischen denselben erfolgt. geordnete Punkte nicht zum Abschluß gelangten. In diesem Glauben Innerhalb drei Tagen müssen die streitenden Glasarbeiter die Fabril- Mit der Aufmauerung eines weiteren Geschosses darf nur in den werde man durch die Nachricht bestärkt, daß die Militärbehörden ge- wohnungen verlassen. Man hatte gehofft, mit Hilfe dieser Wohnungs- Gebäudeteilen begonnen werden, in denen diesen Vorschriften genügt wisse Vereinbarungen abgeändert haben, die sie mit verschiedenen talamitat den Glasmachern Furcht einzuflößen und von den ver ist. Das gleiche gilt für das Aufbringen des Dachverbands. Firmen über die Lieferung von Borräten im Hinblick auf die Fortschiedensten Seiten wurden die Einwohner aufgehetzt, den in den Während der Verlegung der Ballen oder Träger, wie auch während fegung des Kriegs abgeschlossen hatten. Streit Tretenden teine Wohnungen zu geben. Selbst auf den Nachbar- des Aufbringens des Dachverbands hat jede Beschäftigung in den gezwungen worden sein, sich wieder auf das Nord- Ufer des Oranje glaubten, mit Hilfe der Wohnungsnot die Glasmacher einzuschüchtern, zu ruhen. Bie Lord Kitchener aus Pretoria meldet, foll De Wet dörfern macht sich dieser Einfluß bemerkbar. Indes, die Herren, die zunächst darunter liegenden Räumen des betreffenden Gebäudeteils zu begeben. Die Kapkolonie ist von ihm befreit, 200 Boeren sind werden sich getäuscht sehen. Ferner§ 11: Die Leitern, welche zur Verbindung der einzelnen gefangen worden, einzelne Versprengte werden noch eingebracht. Geschosse dienen, müssen aus festem gefunden Holz bestehen und 80 Mann von den Schüßen Kitcheners wurden von überlegenen Bei der Gewerbegerichtswahl in 3 en lentoba( Reuß ä. 2.) nach ihrer Aufstellung so befestigt werden, daß sie weder unten feindlichen Streitkräften angegriffen und ergaben sich nach langem wurden für das zu errichtende Gewerbegericht in der Klasse der abrutschen, noch nach oben überschlagen, noch seitlich kanten Kampfe, in dem 20 von ihnen getötet und verwundet wurden. Arbeitnehmer die 6 Kandidaten der Gewerkschaften gewählt. fönnen. Ferner müssen die Leitern, senkrecht gemessen, mindestens Nach andren Meldungen hat De Wet aber auch bereits wieder Die Weißenfelser Fleischergesellen sind mit ihren Meistern 0.80 Meter über den Austritt hervorragen oder auf diese Länge mit den Bersuch gemacht, den Fluß neuerdings und zwar bei Bratta in Differenzen geraten, da in einem Artikel des Hallischen Volks- einer an einem Leiterbaum fest angenagelten Latte versehen sein, zu überschreiten. Es ist dies auch wirklich mehreren kleinen Ab- blatte" die Mißstände im Fleischergewerbe zu Weißenfels näher be- und, wo es erforderlich ist, gegen Durchbiegen und seitliches teilungen De Wets gelungen, aber das Gros der Truppen konnte leuchtet wurden. Die Meister waren darüber natürlich in helle den Fluß nicht überschreiten und befindet sich in der Umgegend Aufregung geraten und verlangten von ihren Gesellen den Widerruf Leitergänge dürfen nicht so übereinanderliegen, daß von den von Prieska. Oberst Plumer, welcher Berstärkung erhielt, hat dieser Notiz. Hierzu konnten sich die Gesellen aber nicht verstehen und die oberen Leitergängen herunterfallende Gegenstände die unteren LeiterDe Wet verhindert, den Fluß bei Mastricht zu überschreiten und Meister wollten daher der Organisation der Gesellen auf den Leib rüden. gänge treffen wir hat ihm die letzten Geschüße abgenommen. Der Feind befindet sich Und im§ 13 wird vorgeschrieben: Mit der Wartung und Bedienung in vollem Rückzug und hätte in die Hände der Engländer fallen Diesen gewagten Schritt zu thun, hat man aber vorläufig unterlassen von Dampfteffeln, Kraft- und Arbeitsmaschinen dürfen nur bestimmte müssen, wenn eine englische aus Kimberley tommende Kolonne den und mit den Gesellent, im Beisein ihres Hauptvorsitzenden, Berhand- und eingeübte, mindestens 18 Jahre alte Arbeiter beschäftigt werden. Feind aufgehalten hätte, dem es nunmehr gelang, die Eisenbahn bei ungen gepflogen. Dieſelben führten zu dem Resultat, daß die Andren Arbeitern ist die Benutzung und der Zutritt zu den Maschinen Mißstände zum größten Teil anerkannt werden mußten und eine Stimberley zu überschreiten. De wet versucht augenblidlich bei Kommission eingelegt wurde, die in Zukunft die Betriebe überwachen ohne Aufsicht und Erlaubnis des Betriebsunternehmers oder seines Sanddrift mit Herzog über den Fluß zu seßen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. und Verhältnisse in der gerügten Art den Meistern vortragen soll, damit dieselben abgestellt werden. Die dortigen Gesellen sind zu zwei Dritteln organisiert und diesem Umstande hat man auch wohl hlar rabas Entgegenkommen der Meister zuzufchreiben. Schwanken fest abgesteift werden. Stellvertreters untersagt. Wohnungsinspektion. Durch die socialdemokratische Mehrheit im Stadtverordnetenkollegium in Offenbach am Main wurde im vorigen Jahre eine Wohnungsinspektion errichtet, deren erster Bericht jegt vorliegt. Nach der Frankfurter Zeitung" find zur Zeit 12 384 Wohnungen vorhanden, darunter 5060 mit 3 Räumen, 4642 mit 4 Räumen und 2323 mit 5 und mehr Räumen. Zweizimmers wohnungen find nur 263 vorhanden. Bon großem Interesse sind die Mietpreise in alten und neuen Stadteilen: Zahl der Räume einschließlich Küche Art der Wohnung 1 2 3 4 5 6 I. ganz alte Häuser und fleine Räume 50 100 144 170 Er will Herr im Hause sein. Der Inspektor der Crefelder Die Berliner Landschaftsgärtner haben durch eine Vereinbarung Straßenbahn entließ sieben Angestellte, weil er, wie er bemerkte, mit den Prinzipalen die Festsetzung eines Minimal- Stundenlohns von 40 Pf. und die elfftündige Arbeitszeit erreicht. Das Perfonal feine Organisierte in seinem Betriebe haben wollte. Um beffere soll in erster Linie nur vom Arbeitsnachweis des Allgemeinen ohn- und Arbeitsbedingungen zu erringen, weil dieselben sehr der Aenderung bedürfen, hatten sich die Straßenbahner dem Centraldeutschen Gärtnervereins" bezogen werden. verband der Handelshilfs- und Transportarbeiter angeschloffen. Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 4. März, abends Kaum war aber die Filiale gegründet, als sieben entlassen 8 Uhr, findet im Jinungshause, Fischerstr. 25, die General- Ver- wurden, welche der Inspektor als die Führer betrachtete. fammlung der Mitglieder der Junungskrankenkasse statt. Wir ersuchen Bei der Gelegenheit drückte sich der Inspektor in einer derartigen II. Mtstadt Die Kollegen dringend, sich an der General- Versammlung zu beweise über die moderne Arbeiterbewegung aus, daß der Vorsitzende III. Neustadt 7 8 9 70 140 244 360 550 750 1000 1200 1400 90 180 320 450 650 800 1100 1400 1600 Mietpreis pro Jahr in Mark beispielsweise ein Arbeiter, der bis 20 M. Lohn teiligen, da es im Intereſſe eines jeden Mitglieds liegt, die schweren des Crefelder Gewerkschaftskartells beabsichtigt, eine Beleidigungs- Siernach müßte Mißstände, welche in dieser Kasse herrschen, zu beseitigen. Zutritt lage gegen ihn anzustrengen. haben nur die Mitglieder, welche großjährig sind. Als Legitimation Merkwürdigerweise duldet der organisationsfeindliche Inspektor in der Neustadt eine Wohnung von zwei Zimmern und Küche mieten ist das Krankenkassenbuch mitzubringen. aber, daß die Angestellten dem auch neugegründeten christlichen wollte, 6 M. per Woche oder drei Zehntel seines Verdienstes für Ferner findet in demselben Lokal am Mittwoch, den 6. März d. J., Straßenbahnerverband beitreten. Sogar Controleure sind dort Mit Miete ausgeben. Dieser Zustand schließt die Arbeiterbevölkerung abends 81/2 Uhr, die Wahl der Arbeitnehmer- Beisiger zum Innungs- glied geworden. Diese Drganisation scheint ihm also nicht gefähr von den Wohnungen in neueren und gesünderen Stadtteilen Schiedsgericht statt. Wir ersuchen die Kollegen, sich auch hieran lich zu sein. fast ganz aus. Bewohnte Kellergeschosse wurden sechs und " Wegen Unterschlagung amtlich anvertrauter Gelder, wegent Urkunden( Bücher-) Fälschung und wegen Urkundenvernichtung hatte fich Sonnabend der Stadt- Hauptlaffen- Buchhalter der Stadt Spandau, ugo Wollny, vor dem Schwurgericht am Landgericht II zu verantworten. Er wurde zu 1/2 Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Gnadengesuch des Arbeiters Maßloff aus Konig, der bekanntlich zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt wurde, ist trotz der Wohnungen unter Dach dreizehn angetroffen; ferner 1512 Schlaf- 1 Er werde vielleicht' mal wieder Amtsvorsteher, dann habe ihm teine fommission angehört. Die Strafthat erhält noch besondere Bes stellen und 1413 Schlafräume für Dienstboten 2c. Bis April Polizei etwas zu sagen, dann werde er 24 Centimeter- Haubigen auffahren leuchtung, wenn man bedenkt, daß der Herr Direktor ein hohes Ges werden voraussichtlich 163 Wohnungen infolge Neubauten und sie auf die Juden abfeuern lassen, die Anwesenden möchten halt bezieht und auch Familienvater ist. beziehbar. 13 Wohnungsverbote wurden in sanitärem Interesse er dann zu ihm kommen und auf die Juden loshauen, jeder Jude müsse forderlich. Der Bericht kommt zu dem Resultat, daß es eine ernste durchgehauen, jeder Zeitungsjude rausgeschmissen werden 2c. 2c. Notwendigkeit sei, daß die Stadt die Errichtung von Arbeiter. Der Angeklagte Graf Büdler meinte, daß dies Scherze ges wohnungen in die Wege leite in einer Weise, die dem Arbeiter er- wefen feien, wie sie in einer Versammlung üblich mögliche, eine billigere gesunde Wohnung zu erlangen. Bei dem feien(!). Er habe in jener Versammlung viele Wize geriffen, die Mangel an genügenden Wohnungen ist es zur Zeit nicht thunlich, tein Mensch für Ernst genommen habe.- Der Angeflagte Bödler alle nicht einwandfreien Wohnungen zu schließen. hatte den in der Staatsbürger- 8tg." erschienenen Bericht über jene Wohnungsstatistik in Dresden. Nach einer vorläufigen Fest- Bersammlung zu vertreten. Für ihn machte Rechtsanwalt Dr. Hahnstellung durch das Statistische Amt der Stadt Dresden hat die all- Charlottenburg geltend, daß er von dem Bericht erst nach seiner Druckgemeine Wohnungszählung vom 31. Oftober 1900 eine Gesamtzahl legung Kenntnis erhalten habe. Er beantragte ferner die Verlesung Befürwortung der Geschwornen zurückgewiesen worden. von 95 000 Wohnungen ergeben, von denen 3635 leerstanden und für früher ergangener Urteile, durch welche Graf Bückler wegen noch die Nachfrage nach Wohnungen verfügbar waren. Das find 3,83 stärkerer Ausdrücke freigesprochen worden, und die Vernehmung von von 100 Wohnungen, während bei der allgemeinen gählung am Beugen darüber, daß die Staatsbürger Beitung" die Judenfrage 2. Dezember 1895 nur 2,36 bon 100 leergestanden hatten. Am nur auf gefeßlichem Wege lösen wolle und Gewaltakte gegen die Staatsanwalt Ranzow hielt diese Bestärksten war die Zunahme bei den Wohnungen mit 2 heizbaren Juden verschmähe. Zimmern, bei denen die Zahl der leerstehenden in den 5 Jahren weise für unerheblich und beantragte, ebentuell jedenfalls gegen den bon 390 auf 1140 oder von 1,93 auf 4,48 Proz. aller vorhandenen Grafen Büdler zu verhandeln, um das weitere Halten folcher Bei den Heinen" Reben unmöglich zu machen. Der Gerichtshof hielt die Erhebung Wohnungen dieser Größe gestiegen ist. Wohnungen( mit einem heizbaren Zimmer) vollzog sich eine Ver- der angebotenen Beweise für notwendig und vertagte deshalb die mehrung der leerstehenden von 631 auf 1116 oder von 1,62 auf Berhandlung. 2,72 Proz. der vorhandenen. Für Proletarierkinder gut genug. In der jüngsten Sigung der Stadtverordneten in Bremerhaven tam die bedauerliche That sache zur Sprache, daß dort die städtischen Waisentinder in den Kellerräumen eines städtischen Gebäudes unter gebracht sind. Troy des Verlangens einer Kommission des Kollegiums, die Kinder sofort in den Räumen eines leerstehenden alten Gymnasiums unterzubringen, war der Stadtrat nicht zur Zustimmung zu diesem Vorschlag zu haben. Er will später eine Vorlage für den Bau eines neuen Waisenhauses machen. Bis dahin bleiben die armen Kinder im Keller. Wahrlich ein unwürdiger Zustand! Gerichts- Beitung. er den Die einträglichste Politik. Die Die Scheidung der Mächte wird immer offensichtlicher. Auf der einen Seite steht der neue Draufgänger- Dreibund: England, Frankreich und Deutschland, der nicht genug Köpfe fallen fehen kann, auf der andren stehen die übrigen Mächte, deren Bestreben es ist, sich so bald als möglich aus China zurüc zuziehen. Unter den letteren ist es vor allem Amerika, das fich stets einer versöhnlichen, nüchternen Politik befleißigt hat. Bereinigten Staaten haben schon längere Zeit den Hauptteil ihrer Truppen zurückgezogen, jetzt werden sie eine weitere Verminderung ihrer Truppen in Peking eintreten lassen und haben an General Chaffee einen bezüglichen Befehl gesandt, in welchem ihm zugleich weitgehende Vollmacht zur Auswahl der Truppen gegeben wird, die in Beling bleiben sollen. Wie sich die Amerikaner nur wenig oder gar nicht an den obligaten Jagdvergnügungen der übrigen civilisierten Völkerschaften beteiligt haben, so sind sie auch in ihren Forderungen an die chinesische Regierung in mäßigen Grenzen geblieben. Die Khatimächte haben gar nicht genug Brinzenköpfe fordern tönnen, fie sind auch jetzt wieder dabei, den Chinesen ungeheure Geldopfer aufzuerlegen. Deutschland will von China Die die ganze Zeche bezahlt haben. Vereinigten Staaten proponieren, daß von China höchstens 150 Millionen Dollars Entschädigung verlangt werden, welche Summe die Mächte unter sich teilen sollen. Es ist zweifellos, das gemäßigte Auftreten Amerikas wird der Republik von ganz ungeheurem Vorteil sein. Die Deutschen haben sich durch ihr brüstes Vorgehen bei den Chinesen äußerst unbeliebt gemacht, so daß der Handel mit China für uns auf Jahrzehnte hinaus feinerlei Fortschritte machen wird. Dagegen wird Amerita nach Eintritt des Friedensschlusses aller Voraussicht nach mit China in lebhaften Handelsverkehr treten. Die Politik der Versöhnung und der Milde ist die beste, die billigste und die ein Der Khaki- Dreibund Wegen Körperverlegung stand gestern der Schumann Friedrich Dürrbaum vor der II. Straffammer des Landgerichts I. Als Belastungszeuge und Nebentläger gegen ihn trat der frühere Schuß mann und jezige Schuldiener Pipin auf. In der Nacht vom 24. zum 25. Juni 1899 stand Pipin mit dem Schankwirt Seehaus vor dessen Lokal Stoppenstr. 10. Der Angeklagte Dürrbaum hatte Patrouillendienst und als er in die Nähe der beiden kam, rief ihm Seehaus zu: Da fommt einer, der etwas zum Besten geben will! Dürrbaum ant wortete: Nein, das wird er nicht thun" und indem er an die Weste des Seehaus faßte, setzte er hinzu: Da ist schon genug drin!" Nun mischte sich Pipin ins Gespräch, indem er sagte:" Unser Bäuchelchen tostet uns auch unser eignes Geld!" Als er dann noch hinzujezte: es umsonst " Die Schußleute gehen natürlich nur dahin, wo etwas zu essen und zu trinfen giebt!", fragte ihn der An geklagte, ob er dies aufrecht erhalten wolle und auf die Bejahung, forderte er den Bipin auf, ihm zur Wache zu folgen. Diese schließlich Der Verein für Feuerbestattung zu Berlin hatte sich zur durchgeführte Sistierung ist, da der Angeklagte fich leicht bei dem Aufnahme in das Vereinsregister angemeldet. Der Polizei- Schantwirt Seehaus über die Persönlichkeit Bipins Gewißheit verpräsident erhob jedoch gemäß§ 61 des Bürgerlichen Gesetzbuchs schaffen konnte, ungerechtfertigt gewesen und der Angeklagte ist Einspruch dagegen, indem er ausführte:" Nach den herrschenden disciplinarisch beswegen mit 48 Stunden Arrest bestraft worden. Anschauungen über die religiöse Natur der Bestattung ist der Verein Vor der Siftierung fam es zu einem Handgemenge zwischen Pipin zu denjenigen Vereinen zu zählen, welche religiöse Zwecke und dem Angeklagten, diefem fiel der Helm vom Kopf und er zog verfolgen. Außerdem ist die im§ 1 der Satzungen ben Säbel, der ihm aber entrissen wurde. In der daran sich angegebene Aufgabe des Vereins: die Förderung der schließenden Kazbalgerei lag bald der Angeklagte, bald Bipin an der auf Bulaffung der fakultativen euerbestattung gerichteten Grde. Schließlich wurde ein andrer Schußmann herbeigeholt, Bipin träglichste zugleich. Bestrebungen, als ein politischer Zwed insofern anzusehen, als wurden Handschellen angelegt und er wurde zur Wache transportiert. die allgemeine Zulassung der Feuerbestattung einen att der Auf diesem Transport soll sich der Angeklagte der Körperverlegung dagegen gefällt sich weiter in schneidigem Vorgehen. Die Gesetzgebung oder wenigstens den Erlaß entsprechender Ver- schuldig gemacht haben. Der Zeuge Pipin behauptet, daß Der Vorstand des ihn der waltungsvorschriften vorausseßen würde." Morning Post" meldet aus Beling vom 28. Februar: Der deutsche Beamte nicht nur mehrmals in den Nacken geber französische und der englische Befehlshaber erließen Befehle bea Vereins focht die Einspruchsverfügung im Verwaltungsstreitverfahren stoßen, sondern auch mit der Hand ins Gesicht geschlagen treffend Fortsetzung der Vorbereitungen zur raschen Absendung einer an und der Bezirtsausschuß in Berlin hob dann auch die habe, So daß ihm Nase und Lippen blutig waren. Einspruchsverfügung des Polizeipräsidenten auf, da be Der Angeklagte bestritt dies. Er gab zu, daß die Giftierung an sich Expedition, wenn der Hof nochmals sich gegen die Forderunger Verein weder als einer politischen, noch als einen reli ungerechtfertigt war, behauptete aber, daß ihm Pipin sofort nach der giösen anzusehen vermochten der Urteilsbegründung wurde u. a. Aufforderung zum Mitgehen nach der Wache den Helm vom Stopfe ausgeführt: Die höchsten Gerichtshöfe seien der Meinung, daß geschlagen habe. Auf dem Transport habe sich Pipin gesträubt und politische Vereine solche Vereine seien, die in ihren Beer habe ihn deshalb vorwärts schieben müssen, er bestreite aber, ihn ftrebungen auf das staatliche Gebiet übergriffen, die Organe ins Geficht geschlagen zu haben. Der Zenge Pipin gab zu, an abgeigloffen. Ferner wurde die Frage der Einrichtung dies und Thätigkeit des Staats für sich in Anspruch nehmen, oder un- jenem Abend etwas angeheitert gewesen zu sein und konnte seine Gesandtschaftsviertels in Beling erörtert. mittelbar den Staat, seine Gesetzgebung oder Verwaltung berührten. belastenden Aussagen nicht mit ausreichender Bestimmtheit machen. auch das Ober- Verwaltungsgericht fomme im wesentlichen darauf Aus der Beweisaufnahme ergab sich, daß der Vorfall eine große versucht der Bischof Anzer einzutreten. In der Köln. Volfsztg." hinaus, daß für die Kennzeichnung eines Vereins als eines Menschenmenge versammelt hatte, die zum Teil eine drohende veröffentlicht Bischof Anzer eine Abwehr der gegen ihn und die politischen es erforderlich sei, daß der Verein bezwecke, eine Saltung gegen die Schuyleute annahm. Ein Teil der Beugen tatholischen Missionen verschiedentlich erhobenen Vorwürfe, auf die Inanspruchnahme des Staats zu erörtern oder herbeizuführen. fonnte nur befunden, daß der Angeklagte dem Bipin einen Stoß in wir an andrer Stelle eingehen. Daß der Berliner Verein für Feuerbestattung in diesem Sinne das Genic versezt habe, andre Zeugen meinten, daß der Anwirke, ergebe sich nicht aus seinen Satzungen und nicht aus seinem geklagte ihn nur aus dem großen Gebränge, das die Beamten wirklichen Handeln. Er verfolge aber auch teine religiöfen givede. gefährdete, herausbringen wollte. Die behaupteten Schläge in das Es dürfe als notorisch angesehen werden, daß die Bestrebungen für Geficht haben mehrere Zeugen, die in unmittelbarer Nähe gewesen, fakultative Feuerbestattung neben der Erdbestattung zum aller nicht gesehen. Ein Zeuge bekundete sogar, daß das Auftreten der wesentlichsten Teile in der Anschauung wurzeln, daß die Erd- Schuyleute bei der ganzen Angelegenheit ein höchst magvolles gebestattung gewiffe sanitäre Mißstände und sogar Gefahren im Gewesen sei. Die Beamten feien genötigt gewesen, den fich nach hinten folge habe, die am besten beseitigt werden könnten durch Reformen, stemmenden Angeklagten mit Gewalt vorwärts zu schieben. Polizeiwelche den heutigen Zeitverhältnissen und den heutigen praktischen lieutenant Giefeler, ein früherer Borgefekter des Nebenklägers Pipin, hygienischen Erfahrungen Rechnung tragen. Durch diese Bestellte demselben fein gutes Zeugnis aus. Derselbe sei als unzuver strebungen würden höchstens religiöse Sitten und Gebräuche täffig im Dienste bekannt und ein unangenehmer Ramerad gewesen. berührt, aber nicht religiöse Glaubenssäße und nicht die Form Demgegenüber legte Bipin feine Papiere vor, woraus hervorging, der Religionsübung, was entscheidend sei. daß er sich während seiner Militärzeit tadellos gehalten hat. Der Der Polizeipräsident legte Berufung ein und wiederholte die Staatsanwalt hob hervor, daß dies auch bei dem Angeklagten zuBehauptungen des Einspruchs. Der erste Senat des Ober- Verwaltungsgerichts hob die Vorentscheidung auf und erklärte die Einspruchsverfügung des Polizeipräsidenten unter Abweisung der se I age des Vereinsvorstands für rechtlich zulässig. Gründe wurden nicht verkündet. Die Dunkelmänner werden jubeln! treffe. der Mächte störrisch verhalten sollte. In einer Versammlung des diplomatischen Corps wurde über die Liste der Provinzialbeamten beraten, deren Bestrafung die Gea Die Liste wurde noch nicht fandten zu fordern beabsichtigten. Für die Missionare Gegen die zahlreichen Bekundungen von Chinatennern, namentlida des Herrn v. Brandt und des Engländers art, die alle darins einig sind, daß die Miffionare viel an dem Fremdenhaß der Chineser schuld find, wiegen die Versuche des Bischofs Anzer, der natürlich) das Bestreben hat, die Missionare rein zu waschen, federleicht Aus dem ersten Teil seiner Ausführungen ist ja deutlich zu ersehen, wie sehr die chriftlichen Sendboten an dem Eingreifen der gepanzerten Faust interessiert waren. Lehte Nachrichten und Depelchen. Ministerpräsident v. Körber über die öftreichischen Parlamentswirren. Der Boeren- Krieg. Wien, 2. März. Herrenhaus.( Schluß.) Körber führte aus: Die von vielen Seiten an die Regierung ergangenen Aufforderungen, Staatsanwalt Dr. Kug wies darauf hin, daß das Belastungs- das Barlament lebensfähig zu machen oder energisch vorzugehen, material au einer Verurteilung des Angeklagten feineswegs aus bedeute eine verblümte Aufforderung zu kompromissen reiche, zumal die Glaubwürdigkeit des Nebenklagers in Frage gestellt bedenklichster Art oder einen Appell an die Gewalt. Die werde. Er beantrage deshalb die Freisprechung des Angeschuldigten. Regierung könne teine Bartei fernhalten. Es ständen daher nur zwei Der Gerichtshof erkannte auf 10 Mart Geldstrafe. Wege offen: auf die Widerstrebenden entweder durch Konzessionen Ein weiteres Nachspiel zu dem Prozeß Sternberg wird Gegen 3000 Pfund Blei find der Allgemeinen Elektricitäts einzuwirken, oder zur Gewalt zu greifen. Die erste Methode ver am 9. b. M. die achte Straftammer des Landgerichts beschäftigen. Gesellschaft im Dezember v. 3. gestohlen worden. Die Gesellschaft werfe das Haus, ebenso die Regierung, welche zu den Schwierig An diesem Tage werden sich der Agent Frizz Wolff, die unverhatte in einem Hause in der Andreasstraße einen Lagerfeller ge- teiten des Augenblids durch eine solche Vorgangsweise nicht neue wolle. Was den Weg der ehelichte Hulda Saul und die Obsthändlerin Louise Stabs auf mietet, in dem eine große Anzahl Bleiplatten zur Anfertigung von Schwierigkeiten hinzufügen die Anklage wegen Verleitung zum Meineid zu verantworten haben. Accumulatoren aufbewahrt wurden. Der Keller wurde wiederholt Gewalt betreffe, so fürchte der Ministerpräsident, daß die Es handelt sich um die aus dem Prozeß bekannten Vorgänge, die erbrochen und eines Teils seiner Vorräte beraubt. Als Thäter Anwendung des§ 14 nicht ausreiche, sondern man viel tiefer Redner wünscht, daß dieser Weg dem bei den Vernehmungen der genginnen Augufte Callies und wurden drei Kutscher der Allgemeinen Elektricitätswerte, Roman greifen Schnörwange zur Sprache tamen. Es wird noch erinnerlich Hofmann, Wilhelm Jurk und Karl Behnte ermittelt, welche Reich erspart bleibe. Das einzige Mittel der Regierung, der gegensein, daß die Zeugin Callies, die ursprünglich vor der Polizei bes das gestohlene Blei zu dem Produktenhändler Scheie Neumann wärtigen Strisis beizukommen, sei leidenschaftslose Beharrlichteit. lastende Aussagen gegen Sternberg gemacht hatte, in der Haupt gebracht hatten, der für die gestohlene Ware im ganzen 500 M. Der Ministerpräsident betont die Notwendigkeit der Gerechtigkeit bei Da Neumann feinen Ausweis von den Bere Regelung der Sprachenfrage, die Aufrechterhaltung einer einheitlichen verhandlung plöglich erklärte, daß sie Sternberg nicht als den Mann gezahlt hatte. wiedererkenne, der mit ihr strafbaren Verkehr unterhalten habe und fäufern verlangt hatte, der für das Blei gezahlte Preis zu dem Sprache in bestimmten Sphären der Verwaltung und schließt, es wo der befreite Schaffensdrang des daß sie zu ihrer belastenden Aussage durch die Zeugin Hausmann Wert des Bleis auch in keinem Verhältnis stand, so zog er fich eine werde die Zeit kommen überredet worden sei. Der Vorfißende versuchte in der eindring- Anklage wegen gewerbsmäßiger Gehlerei zu, während die drei genesenen Barlaments fich der entbehrten Thätigkeit erfreuen werde. lichsten Weise damals die Beugin Callies zur Bekundung der Wahr- Kutscher sich gestern wegen Diebstahls vor der vierten Straffammer heit zu bewegen, sie blieb aber bei ihrer von der früheren Belastung des Landgerichts I zu verantworten hatten. Der Gerichtshof befolgte Der Pariser Damenschneider- Streit. abweichenden Aussage. Dann kam die Katastrophe: Das Mädchen auch hier den alten Grundsatz, daß der Hehler schlimmer sei als der Paris, 2. März.( W. T. B.) Die Genossenschaft der Dament wurde eines Tags in der Anklagefache wider den Kriminalkommissar Stehler, der Angeklagte Neumann, dem mildernde Umstände versagt Thiel als Zeugin vom Landgerichtsrat Brandt vernommen und wurden, wurde zu einem Jahr drei Monaten 8uchthaus schneider beschloß, die Forderungen der ausständigen Gehilfen als sie dort vereidigt werden sollte, gestand fie plötzlich zu, daß sie verurteilt, Hohmann wurde mit einem Jahr einem endgültig abzulehnen und sich auf keine weiteren Verhandlungen bisher die Unwahrheit gesagt habe und durch Wolff, die Saul und Monat, Jurt mit 9 und Behnte mit einem Monate einzulassen. Frau Stabs durch Ueberredung, Gewährung von Geldgeschenken Gefängnis bestraft. und Versprechungen für die Zukunft zur Bekundung der einzelnen Der Herr Direktor. Aus Ober Schöneweide wird unwahren Behauptungen bewogen worden fei. Die unverehelichte Saul war die Wirtſchafterin des Wolff, Frau Stabs ist die uns berichtet: Großes Aufsehen erregte es vor mehreren Wochen, als Salomon wegen Diebstahls verhaftet wurde. Obsthändlerin, welche in der Friedrichstraße ihre Waren feilhielt. der Fabrikdirektor Franz Schmidt von der Firma Paul Sie tannte einen Teil der im Sternberg- Brozeß auftretenden Direktor hatte sich dieferhalb am Sonnabend vor der Straffanumer Mädchen und soll auch dazu mitgewirkt haben, die Callies zu ihrer des Landgerichts II Berlin zu verantworten. Am 29. September v. J. Kapstadt, 2. März.( W. T. B.) Bisher find hier 50 Bestfälle angeblich unwahren Aussage vor Gericht zu bewegen. Frau Stabs und Wolff sollen auch bei der Beugin Schnörwange Einwirkungsgegen die Mittagszeit benutzte der Angeklagte die Straßenbahn vorgekommen und davon 12 tödlich verlaufen. Außerhalb Rap versuche gemacht haben. Die Beeinfluffungen sollen teils in der Donhoffplay- Treptow, wofelbft er ein junges Mädchen auf dem stadts find an zwei Stellen mehrere Best fälle festgestellt. Als der Wagen bei der Fabrik aus, aus, Schmidt folgte Köln, 2. März.( W. T. B.) Der Rhein, sowie feine Nebenflüsse Wolfffchen Wohnung, teils in gemeinschaftlich besuchten Restaurations- Hinterperron tennen lernte. ihr Lokalen, teils während des großen Prozeffes in der Böttcherschen von Schudert hielt, stieg die Dame fie ein, ein Glas Bier ihm Bier zu steigen rasch. Der Rhein ist hier seit gestern Mittag um 1,60 Meter Konditorei gegenüber dem Kriminalgerichtsgebäude stattgefunden trinken. Die Angeredete bemerkte, daß fie teine Beit hätte, gestiegen. haben. Von den Angeklagten ist Frau Stabs bisher im allgemeinen ba fie bei Schudert Geld einzutaffieren habe und dann Ödeffa, 2. März.( B. H.) In der nächsten Nähe der Stadt sind geständig gewesen, während Wolff und die Angeklagte Saul ihre zurüdfahren müſſe. Der Herr Direktor antwortete, daß er warten sechs Bersonen erfroren aufgefunden worden. Schuld bestreiten. Die Anklage wird wiederum Staatsanwalt Lyon, 2. März.( W. T. B.) Der frühere Leiter der Lyoner Bei ihrer Rückkehr ließ das junge werde, was auch geschah. Braut vertreten, die Angeklagten werden von dem Rechtsanwalt Mädchen sich doch überreden, und beibe lehrten im Lofal von Sicherheitsbehörde, Karl Meyer, wurde verhaftet, weil er Ulrich, Dr. Schwindt und Aehnelt verteidigt. Als Zeus ginnen find u. a. die Mädchen Callies, Schnörwange und Frau Sohlbein ein, wo der Herr Direktor versuchte, das Mädchen betrunken 100 000 Frank aus der Versorgungskaffe der Schuhleute zu machen. Nach Schluß der Kneiperei verließen beide das Restaurant. veruntreute und sich verschiedener Erpressungen sowie der AnHausmann vorgeladen worden. Man tam an einer Conditorei vorbei; das Mädchen verlangte nach nahme von Bestechungen schuldig gemacht haben soll. Grenoble, 2. März.( M. T. B.) 2000 Arbeiter der HandschuhEine Anklage wegen Anfreizung, die gestern vor der zweiten einem Stüd Apfelfuchen, welches Schmidt zu holen versprach. Als er Straflammer des Landgerichts zur Verhandlung anstand, richtete fich über den Damm ging, fab das Fräulein, wie Schmidt zu verschwinden Fabrik Perrin traten in den Ausstand. New York, 2. Februar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) gegen den Redacteur der Staatsbürger- 3tg.", Johannes Bödler versuchte. In diesem Augenblick vermißte sie die ganze Summe von 540 m., und den Grafen Walter Bidler Kl. Zschirne. Es handelte sich die sie bei sich getragen hatte. Sie schlug Lärm, es fanimelten sich Nach einem Telegramm aus Colon hat am 20. Februar in der um eine Rede, die der Graf Bückler am 14. Dezember v. J. in einer Menschen an und nach längerem Baudern mußte der Herr Direktor der Nähe von Maria la Caja zwischen einer kleinen Abteilung Versammlung der antisemitischen Reformpartei in den Kontordia- fich bequemen, die 540 M. herauszugeben. Der Gerichtshof ver- Regierungstruppen und 500 Aufständischen ein Gefecht stattgefunden, in welchem lettere geschlagen wurden. Sälen gehalten hat. Er führte dabei u. a. aus: Auf jüdische Ein- urteilte den Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis. Die Stüßen der Gesellschaft am hiesigen Ört find natürlich ob Die Aufständischen hatten 30 Tote und 10 Verwundete, auf Seite der flüsse sei es zurückzuführen, daß der Präsident Krüger nicht empfangen wurde, in der Regierung, in der Nähe des Thrones wimmele es von dieses Vorkommnisses sehr unangenehm berührt, da Schmidt Mitglied Regierungstruppen fielen 8 Offiziere, 7 Mann, viele wurden ver Juden, der Bund der Landwirte traue sich nicht an die Juden heran. des hiesigen Millionenklubs ist, auch dem Kirchenrat und der Armen- Iwundet. 19 und lud mit Der Herr Fiume, 2. März.( B. H.) Mit dem Dampfer Huron" find neuerdings von hier 1000 Pferde nach Südafrika abgegangen. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Die Peft in Kapstadt. Hierzu 4 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 53. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. März 1901. 1 Eine Verkehrskonferenz. und mittlere Gewerbestand, der feine großen Läger halten könne, die Geschäfte jener Straßen soweit sie umfangreiche Baketvers müsse je nach seinem Absaß die Möglichkeit haben, sein Lager im sendung haben von der Benutzung der Bostämter nach 10 Uhr Unter Vorsiz des Stadtsyndikus Meubrint fand gestern im Lauf des Tags zu vervollständigen. Die Bufuhr aus den Groß- morgens überhaupt ausgeschlossen. Rathaus eine Besprechung über eine vom Polizeipräsidium in Aus- geschäften per Karren, Handwagen usw. sei Lebensbedürfnis Und die Abfuhr der steuerpflichtigen Gegenstände kann, da dieses ficht genommene Polizeiverordnung statt, durch welche in besonders für die Detailgeschäfte, namentlich für Artikel, die leicht dem Ver- Amt nur von 8-3 Uhr geöffnet ist, an demselben Tage überhaupt nicht verkehrsreichen Straßen der Verkehr von La stfuhrwert derben ausgefeßt seien. Das sei eine schöne Mittelstandsmehr erfolgen, es sei denn, die beladenen Wagen bleiben tagsüber in nicht aller Art an bestimmten Tagesstunden von 10 Uhr vormittags politit, die man damit treiben wolle, daß man mittleren und gesperrten Straßen stehen, um nach 7Uhr abends ausgeliefert zu werden. bis 7 Uhr abends verboten bezw. erheblich eingeschränkt werden fleinen Geschäften die Waren- Zu- und Abfuhr beschränke, während Die Verhandlungen werden dem Polizeipräsidium und soll. An der Besprechung beteiligten sich Vertreter des Polizei- die Großbazare, die an zwei Straßen liegen, alle Vorteile des Magistrat zugängig gemacht werden. Mit dem Dank des Vorpräsidiums, der städtischen Verkehrsdeputation, der Tagesverkehrs mit ihren Waren hätten. Den Bestrebungen nach früherem fizenden für die eingehende Erörterung der Angelegenheit wurde die Aeltesten der Kaufmannschaft, der Postverwaltung, Ladenschluß werde direkt durch eine solche Verordnung entgegengearbeitet. Dreieinhalbstündige Beratung geschlossen. der Steuerverwaltung, der Eisenbahndirektion, Berlege man die An- und Abfuhr von Waren auf die Abendstunden, sowie Delegierte des Centralausschusses für Handel und Industrie, des Berliner Spediteurverbands, des Vereins der Droschtenbefizer, der alten und neuen Fuhrwesen- Innung, und Vertreter der Straßenbahn und Omnibus- Aktiengesellschaft. Folgender Entwurf der beabsichtigten Polizeiverordnung lag der Beratung zu Grunde: In nachfolgenden Straßen: straße, § 1. b) in der Königstraße, auf der ganzen Länge, c) in der Neuen Königstraße, vom Alexanderplatz bis zur Liezmannstraße, d) in der Landsbergerstraße, vom Alexanderplatz bis zur Kleinen Frankfurterstraße, e) in der Prenzlauerstraße, von der Alexander- bis zur Hirtenstraße, f) in der Münzstraße, auf der Strecke zwischen der Kleinen Alexander- und der Grenadierstraße, ausschließlich der Ausmündung dieser beiden Straßen in die Münzstraße, g) in der Oberwallstraße, von der Französischenstraße bis zum Hausvoigteiplag, h) in der Straße am Spittelmarkt, von der Gertraudtenbrücke bis zur Leipzigerstraße, i) in der Leipzigerstraße, auf der ganzen Länge und k) in der Friedrichstraße, von der Behrenstraße bis zur Weidendammerbrücke, wird für die Zeit von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags das Beladen und Entladen der Fuhrwerke, welche zum Fortschaffen von Lasten, Waren oder Gegenständen irgend einer Art dienen, sowie das Stillhalten dieser Fuhrwerke, gleichgültig, ob sie beladen sind oder nicht, verboten. Das Gleiche gilt von Handwagen, Fahrrädern, Karren und Hundefuhrwerken. Dem Personenfuhrwerk ist das Anhalten in den gedachten Straßenstrecken nur so lange gestattet, als das Aufnehmen oder das Absteigen von Personen notwendig macht, das Umherfahren oder Warten aber verboten. § 2. Parlamentarisches. dem so bedeute das Einführung von Nachtarbeit; die Angestellten hätten also schließlich die Beche zu zahlen. Man könne sich auch den Zus stand, daß in den Centren des Handels und Verkehrs erst nach 7 Uhr abends Waren eingeliefert und abgerollt werden, gar nicht Die Budget Kommiffion des Reichstags erledigte in der benten; es würde dies eine Wirtschaft auf den Straßen werden, Sonnabend- Sitzung den Etat des Auswärtigen Amts durch die der Verkehr noch weit mehr gehemmt würde. Mit solcher ohne nennenswerte Debatten. Beim„ Etat von Kiautschou brachte Art von Verkehrsregelung schädige man das Publikum und die gewerb- Abg. v. Vollmar( Soc.) die schlechte Behandlung der Deutschen, lichen Interessenten zugleich. Redner ist angenehm überrascht von namentlich der deutschen Schiffsmannschaft in Kiautschon zur Sprache. a) In der Alexanderstraße, von der Blumen bis zur Magazin- der Versicherung des Regierungsrats v. Glafenapp, wonach die Beim Titel Konsulate" verbreitete sich Abg. Pa as che( natl.) des große Straßenbahn veranlaßt werden soll, ihren Betrieb längeren ebenfalls über die Behandlung, die den Deutschen im Ausbesser zu regeln. Bisher, so führte Singer aus, hätte er sich des land, vor allem den auf Cuba und in Südafrika lebenden zu Verdachts nicht erwehren können, daß die Polizeiverordnung wesent- teil würde. lich zu Gunsten der Großen Berliner geplant sei Die nächste Sigung findet am Dienstag, den 5. d. M., statt. und daß man, um für die Straßenbahnwagen Blaz zu Auf der Tagesordnung steht der Kolonial- Etat." schaffen, das übrige Fuhrwerk aus den betreffenden Straßen ent- Die Gewerbegerichts- Kommission des Reichstags hat die fernen wolle. Redner schlägt vor, besondere Polizeibeamte mit der erste Lesung der Abänderungsanträge zum Gewerbegerichts- Gesetz Regelung des Verkehrs zu beauftragen. Der Schußmann, der beendet. Es wurde beschlossen, dem Gesez einen neuen§ 62a hinzuStraßendienst habe, könne sich nicht ausreichend dieser Auf- zufügen, welcher in den Fällen, wo das Gewerbegericht als Ginigungsgabe widmen. amt fungiert, den Erscheinungszwang für die streitenden Die meisten Verkehrsstörungen entständen durch die Wagen der Parteien bezw. deren Vertreter anordnet. Dieser Antrag war gleichStraßenbahnen. Die übergroßen Wagen belästigen den Verkehr, man zeitig von den Socialdemokraten und dem Abg. Trimborn( C.) ge= folle fleinere und beweglichere Wagen in jenen verkehrsreichen stellt. Die nicht erscheinenden, zur Verhandlung Straßen einstellen. Vor allem aber solle man von weiterer Belastung vor dem Einigungsamt geladenen Beteiligten des Straßenniveaus mit Bahnlinien absehen und sich dem Bau von sollen, mit einer Geldstrafe bis zu 100 Mark belegt Unterbahnen zuwenden. Bis dahin möge man den Straßenbahn- werden können; die Socialdemokraten hatten 1000 m. beantragt. verkehr möglichst in Nebenstraßen ablenken, nicht aber dem Publikum, Der Antrag unsrer Genossen, daß das Einigungsamt einen Schiedsdem Bersonen- und Lastfuhrwerk, dem Handel, dem Gewerbe und spruch zu fällen hat, auch wenn sich nur eine der am Streit beder Industrie die Benutzung der lebhaften Verkehrsstraßen ein- teiligten Parteien vor dem Einigungsamt einfindet, die andre aber schränken. trotz der festgesezten Strafe sich weigert, zu erscheinen, wurde abKommerzienrat Jacob( Spediteurverein) plädiert ebenfalls gelehnt. Bu§ 63 hatte Genosse Tuzauer beantragt, daß die für Ablehnung der Verordnung. Es sei zwar richtig, daß bereits im§ 21 festgesetzten Strafbestimmungen für die Beifizer des eine ähnliche Bestimmung existiert; dieselbe bestehe aber nur auf Gewerbegerichts, welche zu den Sizungen sich nicht einfinden, dem Papier; würde sie ausgeführt, so hätten die Interessenten auf die Beisiger und die auf Grund des§ 63 zugegezogenen Versich längst dagegen gewehrt. Redner bringt eine Anzahl Bei- trauensmänner des Einigungsamts entsprechende Anwendung finden spiele aus der Praxis und fürchtet schwere Schädigungen sollen. Dieser Antrag fand indes nicht die Zustimmung der Mehrfür das Speditionsgewerbe sowohl als für den Handel, heit der Kommissionsmitglieder. Der jezige§ 70 des Gesetzes wenn die Verordnung ins Leben treten sollte. Redner weist auf die besagt, daß zur Vorbereitung von Gutachten über gewerbliche Unmöglichkeit hin, des Morgens bis 10 Uhr in genügendem Umfange Fragen, welche das Gewerbegericht auf Ausuchen von StaatsWarenablieferungen stattfinden zu lassen. Wegen der Sendungen behörden oder des Vorstands des Kommunalverbands abzugeben vernach dem Auslande müsse man die Tagesstunden zum Abrollen der pflichtet ist. Ausschüsse gebildet werden können. Ein socialdemoGüter benußen. Die Verordnung würde eine„ krasse Ungerechtigkeit" fratischer Antrag, welcher verlangte, daß solche Ausschüsse bei allen sein, die geschäftliche Thätigkeit betreibenden Gewerbe unterbinden Gewerbegerichten gebildet werden müssen, wurde abgelehnt; ebenso und zu großem Zeitverlust, Kosten und anderen Unzuträglichkeiten der Antrag unsrer Genossen, daß der Borsigende des Gewerbegerichts Veranlassung geben. verpflichtet sein soll, den Ausschuß einzuberufen, wenn der vierte Berthold Simon( Aeltefter der Kaufmannschaft) weist darauf Teil der Beisiger des Gewerbegerichts dies beantragt. Die Mehrheit c) die Friedrichstraße, von der Behrenstraße bis zur Weiden- hin, daß die kaufmännischen Einrichtungen( engl. Geschäftszeit) sowie der Kommission war der Ansicht, daß eine solche Bestimmung nicht dammerbrücke, die immer mehr um sich greifenden Ansiedelungen der Chefs und durch das Gesetz, wohl aber durch das Statut des Gewerbegerichts Angestellten in den Vororten dadurch geschädigt würden, wenn man getroffen werden könne. Auf Antrag des Genossen Tuzauer in der City nicht die Tagesstunden zum Empfang und zur Expedition wurde der§ 70 noch dahin erweitert, daß die Gewerbegerichte von Waren benutzen könne. Auch die Räumlichkeiten( Flure, auch ohne Ansuchen der im Absatz 1 dieses Baragraphen Treppen und Backlokale) verböten die Beschränkung des Verkehrs genannten Behörden 2c. das Recht haben sollen, Gutachten und Anauf bestimmte Stunden. Die Häuser würden entwertet. Die Ge- träge( Petitionen) über gewerbliche Fragen an Vertretungen von schäfte müßten nach andren Straßen gehen, wo sich dann über kurz Kommunalverbänden, der Bundesstaaten oder des Reichs zu richten. Zu den bisher für das Be- und Entladen von Lastfuhrwert oder lang derselbe Zustand herausbilde. Den Absatz 8 des§ 79 des Gewerbegerichts- Gefeßes, welcher be aller Art während der Zeit von 11 Uhr morgens( in der Folge Direktor v. Kühlewein( Große Straßenbahn- Gesellschaft) ver- stimmte, daß gegen die Entscheidungen der Innungs- Schiedsgerichte 10 Uhr) bis 7 Uhr abends gesperrten Straßen sollen neu hinzu wahrt sich gegen den Verdacht, auf das Polizeipräfidium eingewirkt binnen 10 Tagen die Berufung bei den ordentlichen Gerichten offen treten: in der Königstraße tritt hinzu die Strecke: 1. von der Straße zu haben. Er verspricht sich von einer Ablenkung des Straßenbahn- steht, beschloß die Kommission zu streichen, da derselbe durch den an der Stadtbahn bis zur Neuen Friedrichstraße; 1. von der Kloster- bis verkehrs nach der Zimmer- und Kronenstraße eine erhebliche Ent-§ 91b der Gewerbe- Ordnung bereits außer Wirksamkeit getreten ist, zur Poststraße); in der Neuen Königstraße vom Alexanderplatz bis laftung für die Leipzigerstraße. Der durchgehende Verkehr müsse indem dort angeordnet ist, daß die Entscheidungen der Innungszur Liezmannstraße; in der Landsbergerstraße vom Alexanderplatz nach Möglichkeit in Nebenstraßen verlegt werden. Allein die Leipziger Schiedsgerichte in Rechtskraft übergehen, wenn nicht binnen einer bis zur Kleinen Frankfurterstraße; in der Prenzlauerstraße straße befahren täglich 200 000 Personen. Für den Innenverkehr Notfrift von einem Monat eine Partei Klage bei dem ordentlichen von der Alexander- bis zur Hirtenstraße; in der Ober- sollen kleinere Wagen eingestellt werden. Gericht erhebt. wallstraße von der Französischenstraße bis zum Hausvoigteiplay; Willner( Sekretär des Centralausschusses) stellt als Ergebnis in der Straße am Spittelmarkt von der Gertraudtenbrücke bis zur der bisherigen Besprechung fest, daß man eine Schädigung des Leipzigerstraße tritt hinzu die Strecke von der Kur- bis zur Leipziger- Handels von der Verordnung befürchte. Wenn auch die Straßenbahnstraße; in der Leipzigerstraße auf der ganzen Länge; in der Friedrich- gesellschaft nicht für den Erlaß der Polizeiverordnung thätig gewesen Von der Parteipreffe. Die Augsburger Volks. straße von der Behrenstraße bis Weidendammerbrücke tritt hinzu die fei, so hätte sie doch thatsächlich den Vorteil davon. Er bittet um Strecke von der Dorotheenstraße bis zur Weidendammerbrücke. Berücksichtigung der Interessen der mittleren und einen Gewerbe- eitung", die bisher zweimal wöchentlich erschien, wird vom 1. April an wöchentlich dreimal vierseitig erscheinen. treibenden. Diese würden durch die Verordnung erheblich beinträchtigt. Scharfenberg( Vertreter der Innung) wünscht eine träftige Initiative zur Errichtung einer Fachschule. Die Stadt solle die Mittel, der Staat Hilfe durch Pferdematerial und Lehrer hergeben. Es sollte niemand einen Fahrschein erhalten, der nicht den Befähigungsnachweis erbracht habe. In der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags darf Last- und Arbeitsfuhrwerk, sowie alles andre Fuhrivert, welches auf Schrittfahren angewiesen ist, insbesondere auch Handwagen, Karren und Hundefuhrwerk, nachstehende Straßenstrecken: a) die Leipzigerstraße, von der Jerusalemerstraße bis zum Leipzigerplay, b) den Leipzigerplag, nicht befahren. Der Vorfigende eröffnete die Beratung mit einer historischen Darlegung der auf dem Gebiet des Straßenverkehrs bisher getroffenen Maßregeln und wies darauf hin, daß es sich bei der in Vorschlag gebrachten Verordnung teils um die Einschränkung, teils um die Ausdehnung der bestehenden Vorschriften handelt. Mit dem Dank des Magistrats an die Teilnehmer der Konferenz ersuchte Syndikus Meubrint, sich über den Entwurf des Polizeipräsidiums, welcher der Zustimmung des Gemeindevorstands bedürfe, zu äußern, damit der Magistrat Kenntnis von den Ansichten der Interessentenkreise erhalte. Partei- Nachrichten. 21 Redacteurfreuden. Genosse Swienty in Halle hat eine ihm wegen Beleidigung zweier Assessoren zuerkannte Gefängnisstrafe von Monaten angetreten. Vor dem Reichsgericht schwebt gegen ihn noch eine Klage wegen Majestätsbeleidigung, in welcher die Straf In der Generaldiskussion nahm zunächst der Vertreter des tammer auf 3 Monate Gefängnis erkannt hatte. Ferner schwebt vor Polizeipräsidenten Regierungsrat v. Glasenapp das Wort, um Brauereibefizer Happold( Vertreter der Brauereien) weist auf dem Schöffengericht gegen ihn ein Unfugsprozeß und vor der Straf auszuführen, daß es sich nicht um eine neue Einrichtung handle, die Schwierigkeit hin, die für sein Gewerbe entsteht, wenn in be- tammer der bekannte Gotteslästerungsprozeß, in welchem das freisondern nur um eine den veränderten Verkehrsverhältnissen ent- stimmten Straßen während der Tagesstunden nicht entladen werden sprechende Urteil der Strafkammer vom Reichsgericht aufgehoben sprechende Ausdehmung des während der Tagesstunden für Last- darf. und an die Straffammer zurückverwiesen worden ist. Genosse verkehr zu sperrenden Straßengebiets. Der Verkehr erfordere diese Fuhrherr Stren( Verband der Fuhrwerksbefizer) kritisiert die Swienty hat benmach noch recht gute Aussichten auf eine ausgiebige Einschränkung und die Interessenten vom Handel, dem Gewerbe und Bestimmung des Entwurfs, die das Halten der Fuhrwerke verbietet; Staatspension. der Industrie müßten die unvermeidlichen Schäden im allgemeinen hierdurch entstehe eine Schädigung des Gewerbes. Preisausschreibung. Einem Parteibeschluß gemäß wird von Interesse auf sich nehmen. Das Polizeipräsidium beabsichtige Reschke( Verband der Kohlenhändler) befürchtet eine Verteuerung der Parteivertretung der östreichischen Socialdemokratie ein indes auch durch Verlegung mehrerer Straßenbahnlinien sowie durch der Kohlen, wenn die Verordnung eingeführt wird, weil mehr Leute Breis von 100 Kronen für eine den wirtschaftlichen Verhältnissen Bau von Unterpflasterbahnen den Verkehr zu erleichtern. Inzwischen und Fuhrwerke eingestellt werden müssen, um die Abfuhr in den Oestreichs angepaßte Agitationsschrift ausgeschrieben, die sich zur müßte jedoch die beabsichtigte Regelung stattfinden, damit der jezige paar Morgenstunden zu bewältigen. Maffenverbreitung insbesondere unter der landwirtschaftlichen Bes Zustand, der namentlich in der Leipzigerstraße, Friedrichstraße, Regierungsrat v. Glasenapp( Polizeipräsidium) meint, daß völkerung eignet. Der Umfang der Schrift soll zwei Druckbogen Spittelmarkt usw. unhaltbar sei, aufhöre. Man sollte die Ber- die Tragweite der Verordnung überschäzt werde, da es sich nicht um nicht übersteigen. In dem Preise ist das Honorar für den Autor ordnung als eine Art Provisorium betrachten und sich nicht principiell ganz Berlin, sondern nur um einige Straßen handle. Er erkenne nicht übersteigen. In dem Preise ist das Honorar für den Autor nicht inbegriffen. gegen den Entwurf wenden. Aenderungen im einzelnen wären an, daß die Ueberwachung des Verkehrs besser sein müßte. Der Die Bewerber sollen ihr Manuskript bis spätestens 1. Juni d. J. zu erzielen, und das Polizeipräsidium würde etwaigen Vorschlägen Anregung des Stadtv. Singer besondere Beamte hierfür aus- unter einem Motto an den Parteisekretär Ferdinand Staret, und Anregungen für eine bessere Regelung des Verkehrs auch von zubilden werde man folgen; ebenso sollen die großen Wagen Wien VI., Mariahilferstr. 89 A, einsenden. Name und Adresse des dieser Konferenz gern entgegennehmen. nicht weiter tonzessioniert werden. Unter Berufung auf den StadtIn Paris, London und New York existierten ebenfalls verordneten Ky Ilmann müsse Redner bestreiten, daß die Ab- Autors find in einem besonderen geschlossenen Couvert mitzuteilen das dasselbe Motto trägt. Beschränkungen für den Laftverkehr. Dem Polizeipräsidium läge es lehnung der Polizeiverordnung als Ergebnis der Besprechung festAls Preisrichter fungieren die Genossen Dr. Adler, Dr. Ellen fern, die Interessenten zu schädigen. Dieſe Furcht sei auch unzustellen sei. Ein gut Teil zur Verbesserung der hiesigen Verkehrs- bogen und Jakob Brähauser. begründet, weil es sich nur um wenige Straßen handle und auch verhältnisse könne das Publikum durch Selbsterziehung beitragen. dort ein Großverkehr in Handel und Industrie nicht stattfände. Juter- Das Polizeipräsidium werde alles thun, um zur Gesundung dieser essenten und Publikum würden sich an die neuen Verhältnisse gewöhnen. Verhältnisse beizutragen. zu nehmen. Berliner Partei- Angelegenheiten. Stadtv. Kyllmann( Städt. Verkehrsdeputation) sprach sich für Stadtv. Singer( Städt. Verkehrsdeputation) stellt gegenüber den die Polizeiverordnung aus. An der Hand von Plänen suchte Redner Ausführungen des Regierungsrats v. Glasenapp fest, daß fast Freie Volksbühne. Das Märzfest des Vereins findet am nachzuweisen, daß es sich nicht um viele Grundstücke handle, und daß sämtliche Redner mit ganz geringen Ausnahmen Kyllmann und Sonnabend, 16. März, 8 Uhr im großen Konzertsaal der Brauerei auch meist kleine Geschäfte, die leinen großen Fracht- und Laftverkehr v. Glasenapp- von der Einführung der Polizeiverordnung schwere Friedrichshain statt. Das Programm ist diesmal besonders viel: haben, in Frage kämen. Schädigungen für die gewerblichen Interessenten und das Publikum Brauereidirektor Goldschmidt( Aeltefter der Kaufmannschaft) befürchten, und daß, wenn die Konferenz fompetent wäre, einen Beschluß versprechend. Dr. Wilhelm Bölsche hat den Festvortrag„ Der moderne Mensch in der Kunst" übernommen. Der Rede werden Recitationen wandte sich gegen den Versuch, den Laftverkehr einzuschränken. In zu faffen, die Ablehnung der Verordnung mit erdrückender Majorität London, Paris und New York sei dies auch nicht der Fall. Der erfolgen würde. Redner spricht den dringenden Wunsch aus, daß die folgen. Im gesanglichen Teil werden vom Theater des Westens Verkehr müsse besser überwacht werden. Die Polizei- Organe maßgebenden Stellen aus den gepflogenen Erörterungen Veranlassung Johanna Brackenhammer und Gustav Waschow sowie Bozena follten dem Publikum hilfreicher sein. Die Straßenbahnlinien fönnten nehmen möchten, von dem Erlaß dieser Polizeiverordnung Abstand Bradszky und Georg Koppel von Wolzogens Buntem Theater mitwirken. Auch die beiden Violin- und Cello- Virtuosen Gebr. Borisch in Nebenstraßen verlegt werden. Viel Störung des Verkehrs erfolge durch ungeschicktes und zu In der Specialdiskussion der einzelnen Bestimmungen fanden sind für diesen Abend gewonnen. Bei einem so reichhaltigen Proschnelles Fahren; eine Fahrschule könnte da viel nüßen. die Vertreter der Post- und Steuerverwaltung Gelegen- gramm und dem mäßigen Eintrittspreise von 50 Pf. kann den MitDurch die Polizeiverordnung würden die Anwohner in ihrem heit, den Standpunkt ihrer Behörden zu vertreten. Die Post, welche von gliedern nur schleunigste Beschaffung der Festmarken, erhältlich in Erwerb geschädigt, die Grundstücke entwertet; namentlich leinere den einschränkenden Bestimmungen ausgenommen werden soll, stimmt der allen Zahlstellen, empfohlen werden. Heute nachmittag 24 Uhr im Lessing- Theater 1. Abteilung: und mittlere Geschäfte, die keinen Ausgang nach iner andren Straße Verordnung ohne weiteres zu, und die Steuerbehörde glaubt ebenfalls La Robe rouge". Im Carl Weiß- Theater 5. Abteilung:„ Meister haben, jeien benachteiligt. in ihrem Betriebe durch die Verordnung nicht behindert zu sein. FreiDelze". Stadtverordneter Singer( Städtische Verkehrsdeputation) lich find die reinen Verwaltungsintereffen nicht identisch mit denen wendet sich energisch gegen die Ansicht, bestimmte Straßen während des Publikums. Bei der Post stellt sich die Sache so, daß den Post- Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr im Englischen der Hauptgeschäftszeit für den Lastverkehr zu sperren. Das erinnere ämtern der betreffenden Straßenbei Einführung der Verordnung- Garten, Aleganderstr. 27c, Vortrag des Genoffen Dittmer über: an die Geschichte, nach der man, um eine Fliege von der Stirn eines Pakettransporte per Wagen nur bis 10 Uhr morgens zugeführt werden Meine Reise in den Orient. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Schläfers zu verscheuchen, diesem den Schädel einschlug. Der Heine tönnen; d. h. da die Patetannahme um 7 Uhr abends geschlossen wird, sind " " M Lichtenberg Friedrichsberg- Wilhelmsberg. Hente, Sonntag, den Interessen der Aktionäre bringen. So legte er denn dar, der Bureau- Hilfearbeiter, der Verwaltungs- Assistenten, der Beamten findet früh 8 Uhr eine Flugblatt- Verbreitung statt. Die daß die Direktion die Interessen des Publifums und der in technischen und Specialfächern. Parteigenossen werden dringend ersucht, in ihren Bezirkslokalen sich Attionäre schwer geschädigt habe, indem sie es im vorigen Jahre Die städtische Fleischschaut. Der Magistrat hat den Stadtrechtzeitig einzufinden. Der Vertrauensmann. zum Streit fommen ließ, der vermieden worden wäre, wenn die verordneten eine Borlage über die Festsetzung der Etats der städtischen Schöneberg. Die Freie Vereinigung der Gärtner hielt vor Direktion zu Berhandlungen über die Forderungen der Angestellten Fleischschau auf dem Schlachthofe, des städtischen Viehmarkts, des furzem im Schwarzen Adler" eine Versammlung ab. An den In- bereit gewesen wäre.de is städtischen Schlachthofs für das Jahr 1901 überfandt. Der Viehhaber des Lotals, Herrn Jmm, wurde nun die höfliche Anfrage geBei der Berührung dieser Angelegenheit erhob sich abermals markts Etat schließt ab mit einem Ueberschuß von 374 500 W., richtet, ob nicht auch der hiesige socialdemokratische Wahlverein in wüster Lärm. Was gedenkt die Verwaltung zu thum, um Be- d. i. gegen das Vorjahr mit einem Mehrüberschuß von rund nächster Zeit eine Versammlung in seinem Lotal abhalten könne. 38 000 M. Bei der Schlachthofverwaltung ist eine Erhöhung der Herr Imm sprach aber die Befürchtung aus, daß ihm dadurch die triebsstörungen und Schädigungen der Interessen des Publikums, Schlachtgebühren vorgeschlagen, und zwar für die Schlachtung Strieger- und ähnlichen Ordnungsvereine verjagt werden könnten. Auf wie sie durch den Ausbruch des Streits hervorgerufen worden find, eines Minds um 90 Pf., eines Schweins um 5 Pf., eines die Abgabe eines bestimmten Bescheids verzichtete aber Herr Jmm in Zukunft vorzubeugen?" fragte Schumann. Eine Antwort erhielt Fressers um 10 Pf. und eines Kalbs um 5 Pf., während die Gebühr stillschweigend. Wir erwarten nun, daß auch die Gewerkschaftsleiter er darauf nicht, wohl aber sezten sich die Unterbrechungen und für die Schlachtung eines Hammels um 10 Pf. ermäßigt werden das Verhalten des genannten Wirts beachten, denn schließlich sind Zwischenrufe fort, so oft er auf die Verhältnisse der Angestellten zu soll. Der sich hiernach ergebende, an die Stadt- Hauptkasse abzuauch sie nicht sicher, durch ihre Versammlungen die Kriegervereinler sprechen kam. Davon wollen wir nichts wissen!" rief man von allen führende Ueberschuß beträgt gegen das Vorjahr 85 800 M. bleibt zum Fortgehen zu veranlassen. Die Lokalkommission. Seiten. Wir sind nicht hierher gekommen, um über die Angestellten aber unter dem höchsten zulässigem Ueberschusse immer noch um Wilmersdorf und Halenfee. Am Mittwochabend, 81/2 Uhr, zu reden." Verdienen wollen wir!" Neues Geld 215 554 M. zurüd. Zur Erzielung des Gleichgewichts zwischen Einfindet im Volfsgarten, Berlinerstraße 40, eine Versammlung des wollen wir haben!" So und ähnlich lauteten die Gefühlsäußerungen der Schaugebühren, und zwar für ein Rind um 10 Pf., nahmen und Ausgaben erheischt der Fleischschau- Etat eine Erhöhung Socialdemokratischen Vereins statt. Die umfangreiche Tagesordnung der Aftionäre. Einer der Herren rief dem Redner höhnend ein Schwein um 5 Pf., einen Fresser um 10 Pf., ein Stalb um enthält u. a. folgende Punkte: Die Krankenhausfrage, die öffentliche zu:„ Verkaufen Sie doch Ihre Aktien für 350 an die Stadt, vielleicht 5 f. Für die Benutzung der öffentlichen Schlachthäuser auf dem Sicherheit, der Haus- und Grundbefizer- Verein, die Baukontrolle, wird's dann besser!" Als Schumann davon sprach, daß die Zahl hiesigen städtischen Schlachthofe sollen an Gebühren erhoben werden: die Wohnungsfrage. der Unfälle bedeutend abnehmen würde, wenn Wagenführer und für ein Rind über 1 Jahr alt 2,40 M., für ein Rind von 4 bis Weißenfee. Dienstagabend 8/2 Uhr findet im Lokale des Schaffner nicht übermäßig angestrengt und ausreichend bezahlt 12 Monaten 1,10 M., für ein Kalb bis 4 Monaten 0,55 Pf., für ein Herrn Storzewski, Lehderstraße, Ecke König- Chauffee, eine außer werden, da rief der durch seine Reklame bekannte Waffenhändler Schwein 1,10 M., für ein Schaf 20 Pf. und für eine Biege 40 Pf. ordentliche Generalversammlung des socialdemokratischen Arbeiter- ippolit Mebles:„ Wir werden den Schaffnern für die Untersuchung sollen erhoben werden: 60 Pf. für ein Rind, vereins statt. Da unter andrem wichtigen der Bunft zur 0 Bf. für einen Freffer, 25 Bf. für ein Kalb, 90 Pf. für vereins statt. Da unter andrem wichtigen der Punkt zur Tages- Austern geben." Dieser„ Wig" reizte die Versammlung zu un- Schwein, 10 Pf. für ein Schaf und 5 Pf. für eine Ziege. ordnung steht: Wie stellen sich die Genossen zur Uebernahme der Borwärts" Spedition in eigne Regie, so ersucht um zahl- bändiger Heiterfeit. reiches Erscheinen der Mitglieder So hat diese Aktionärversammlung wieder bewiesen, was ohne- Der Magiftrat ist dem Plane zum Bau einer Brüde im „ Große" fein andres Bestreben und den Steglitz. In der am 5. März, abends 81/2 Uhr, stattfindenden temt, außer ihrem Geschäftsinteresse. Profitmachen, das ist ihr ein und Gesundbrunnen hinweg näher getreten und ersucht in einer ausführlichen wird der in letter Sigung ausgefallene Vortrag Aus den Junker alles, und auf die berechtigten Interessen des Publikums sowie auf zu diesen Plänen. Die Brüde würde eine der bedeutendsten Bauparlamenten" gehalten. Außerdem wird Genosse Rapp über die die nicht minder berechtigten Wünsche der Angestellten wird ge- verte Berlins werden, das auf rund 1 Million Mark veranschlagt Wahlrechtsbeschneidung zur hiesigen Kommunalwahl Bericht er- pfiffen. Immerhin mag es den Herren vom Vorstand und worden ist. statten. Aufsichtsrat nicht angenehm sein, daß es einem Arbeiter Ueber die Zukunft des Museums für Völkerkunde unters Schmargendorf. Dienstag hält der socialdemokratische Wahl- führer möglich ist, eine tapitalistische Institution zu benutzen, hielt man fich eingehend in der letzten Sigung der Budgetkommission. berein abends 82 Uhr feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. um die Interessen der Arbeiter 811 vertreten. Bielleicht Die Regierung forderte 170 000 m. aur Erweiterung der Samm Zehlendorf. Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die benutzen die Herren von der Direktion der Großen" ihre Be- lungs- und Magazinräume des Museums. Es wurde beantragt, heutige Versammlung aufmerksam gemacht. Dieselbe wird Bunkt ziehungen zur Staatsregierung derart, daß sie eine Aenderung der die geforderte Summe abzulehnen, gleichzeitig aber die Regierung 4 Uhr eröffnet. Auf der Tagesordnung steht Vortrag über Nechte Gesetzgebung befürworten, dahingehend, daß jemand, der die zu ersuchen, die Königgrägerstraße 121 und Prinz Albrechtstraße 6 und Pflichten der Mitglieder. tapitalistischen Grundsätze rücksichtsloser Profitmacherei nicht an- belegenen fiskalischen Grundstücke für Museumszwede zu reservieren. erkennt, teine Aftien erwerben darf. Dann wären die Kapitalisten vor jedem Einbruch in ihre geheiligten Rechte" ficher. " Der Vorstand. Mariendorf- Tempelhof. Das gestern angezeigte Lokal von Gerth befindet sich nicht Berlinerstraße 41, sondern Dorfstraße 18. Paukow: Nieder Schönhansen. Am Dienstag findet bei Röll, Spandauerstraße, eine öffentliche Versammlung statt, welche sich mit der von der Gemeindevertretung geplanten Erhöhung der Kommunalsteuern beschäftigen wird. fällt deshalb aus. Der Lese- Abend Der Vorstand. att. Lokales. " 60 ein " Das in den letzten Tagen ans Licht geförderte Gleichnis von der Ruh' im Porzellanladen scheint auf den Centrümler und Vicepräsidenten des Abgeordnetenhauses, Freiherrn v. Heereman, mit photographischer Treue zuzutreffen. Dies Unglück ließe sich nun ertragen, wenn die Anklagen gegen die heutige Kunst mit dem gebührenden Gelächter beantwortet und nicht, wie dies in einer anscheinend offiziös inspirierten Korrespondenz geschieht, ernst genommen würden. Es heißt in der Meldung nämlich: dem Kohlenplage Selbsthilfe im Rechtsstaat. Im Hause Lychenerstr. 21, bisher Eigentum des Bauunternehmers Damasch, Lithauerstr. 11, erschienen gestern vormittag einige der am Neubau beteiligt geweienen Bauhandwerker mit einer Anzahl Arbeiter und übten kurzerhand an den von ihnen gelieferten Materialien Selbsthilfe. Man hängte schleunigst sämtliche Hausthüren, Kellerthüren und Treppenfenſier im Vorder- und Quergebäude des seit 1. Januar cr. teilweise bewohnten Hauses, sowie einige Klosettthüren aus und brachte die so geretteten Sachen einstweilen auf einem dem Grundstück gegenüberliegenden Stohlenplay in Sicherheit. Als man gerade dabei war, die Teppichstange mitsamt den daran befestigten Pfosten fortzuschaffen, erschien die von Bewohnern des Hauses alarmierte Polizei, Ein Hecht im Karpfenteich der ,, Großen Berliner". Eine Anklage gegen die Königliche Borzellan- Manufaftur, welche Sie in Stärfe von einem Wachtmeister und zwei Schuylenten im der Vicepräsident des Abgeordnetenhauses in seiner Eigenschaft als Geschwindschritt auf den Thatort anlangten. Der ganze Alt bis zum Am Freitag faßen Aktionäre der Großen Berliner Straßenbahn Vertreter des Centrums dieser Tage in einer Sigung erhoben Eintreffen der bewaffneten Macht hatte nur eine tnappe halbe Stunde in ihrer Generalversammlung einmütig beieinander, einzig und allein hatte, wird von der Leitung des Instituts für vollständig gewährt. Ein nunmehr vor dem Hause aufgestellter Schuhmannsvon dem Gedanken beseelt: hat die Direktion auch wirklich alles ge- unbegründet gehalten refp. erachtet. Freiherr v. Heereman meinte, Doppelposten, der einige Stunden später auf einen einzelnen Beamten than, um uns möglichst fette Dividenden in die Taschen fließen zu daß das genannte Juftitut der modernen" Richtung sehr huldige herabgelegt, dann aber wieder ohne sichtbare Veranlaffung auf laffen, oder bleibt ihr zur Erfüllung dieser heiligen Aufgabe noch und das„ Nackte", welches das Scham- und Sittlichkeitsgefühl gröblich zwei Mann erhöht wurde- verhinderte eine weitere Selbstetivas zu thun übrig, wozu fie durch fithlbare Nippenstöße unsrer- verlege, ebenfalls fultiviere. Nut nimmt die fönigliche Porzellan- hilfe Nut nimmt die fönigliche Porzellan- hilfe der an ihrem Eigentum ihrem Eigentum geschädigten Handwerker; feits ermuntert werden müßte? Nun, es bedurfte einer solchen Staifer alle Neuheiten zuerst besichtigt und der modernen Richtung der vorläufig geborgenen Materialien Manufaktur die weitgehendste Rücksicht schon deswegen, weil der auch auch hatten die Beamten Auftrag, die Hinwegschaffung Aufmunterung nicht. Die Direktion hatte das kapitalistische bekanntlich nicht sehr zugethan ist. Daher bemühen fich alle Künstler, nicht zu bulden. Erst einige Stunden später konnten die Handwerker Intereffe, wie im allgemeinen bekannt, wirklich nach besten Sträften eine naturgetreue Wiedergabe tlaffischer Gestalten zu erzielen, bei ihr Eigentum auf einen bereit gehaltenen Wagen verladen und wieder wahrgenommen. Aber nicht alle Attienbesizer waren dadurch be- denen sich allerdings nicht ungehen läßt, fie so darzustellen, wie es in Besitz nehmen. Das Grundstück selbst tommt unter gerichtliche friedigt worden. Die Glücklichen, die sich im Besitz der Aktien der der antite Sil verlangt. Gern würde das Institut bereit sein, Gegen- Verwaltung und das Ende vom Liede dürfte sein, daß die wie " Großen" befinden, gerfallen in zwei Gruppen. Da sind auf der stände des firchlichen und religiösen Lebens zu behandeln, schon um es heißt durch unlautere Manipulationen einer hiesigen Hypoeinen Seite eine handvoll Leute, in deren Händen sich die weit den bei früheren Gelegenheiten geäußerten Wunich tieritaler thetenbank geschädigten Handwerker wie üblich natürlich das Nachüberwiegende Mehrheit der Attien befindet und diese Leute gehören Abgeordneter nachzukommen. Aber hierfür besteht beim Publitum fehen haben werden. gleichzeitig dent Vorstand und dem dem Auffiterat eine Abneigung. Porzellanfiguren find für Allegorien nicht geeignet; wenigstens erzielte man bei Versuchen damit keinen weihe- Mit baren zehn Mark ist die Rettung eines EifenAuf der andren Seite stehen eine große Anzahl von vollen Eindruck, den sie eben hervorrufen sollen. Interessant dürfte bahnzug von der Eisenbahnbehör be belohnt worden. Personen, die mur wenige Attien ihr eigen nennen. Der nun aber ferner die Thatsache sein, daß wenige Tage vor der be- Dem Postschaffner Woyciekowski vom Bahnpoftamt Nr. 2 in Berlin Wortführer dieser Gruppe, Serr leefeld, machte dem Vorstand treffenden Sigung in der Manufaktur in der Leipzigerstraße ein ist von der Eisenbahndirektion Halle eine Belohnung von 10 M. bes Borwürfe, dahingehend, daß Grundstücke zum Borteil eines einen Sumann erschien und die Entfernung einer im willigt worden, weil er am 9. Dezember 1900 durch Ziehen der NotKreises von Personen und zum Nachteil der Allgemeinheit der Schaufenster stehenden Base verlangte, an der ein bremje im D- guge 42 Berlin- Frankfurt auf den Bruch der FederAktionäre weit unter ihrem wirklichen Wert verkauft worden seien. vornehm getleibeter älterer Herr Anstoß genommen spannschraube an einer Wiegefeber des vereinigten Eisenbahn- Bad Also was man fo im gewöhnlichen Leben Schiebungen" nennt. bätte. Den Namen des Getränkten" wußte der Gejegeshüter und Postwagens aufmerksam gemacht und dadurch ein sofortiges Auch bei dem Ankauf der Weſtiſchen Vorortbasit fito Lach en leider nicht. Am Fußende diefer von dem Bildhauer Wegener, Salten bes Bugs veranlaßt und größeres unglid verhütet hat. find Herrn der in Straßburg bei der Goethe- Dentmal- Konturreng preisSleefeld, ebenso wie feiner Zeit bei der Erwerbung der Nenen gekrönt wurde, modellierte Base war eine klassisch schöne weibliche Gheftreit in der Liebenwalderstraße 5. Hier wohnte seit dem Ein blutiges Eude nahm gestern, Sonnabendnachmittag, ein Berliner Straßenbahn Finanzoperationen unternommen worden, die Figur dargestellt, die von einem Amor auf den Mund gefüßt wurde. 1. Oftober 1898 ber am 6. April 1850 geborene Schuhmacher den im Vorstand und Aufsichtsrat sigenden schweren Aktionären zum Damen der beften Gesellschaft hatten ihre Anerkennung dem schönen Theodor Gliech mit seiner zwei Jahre jüngeren Frau Therese geb. Nachteil der fleinen Attienbefizer erhebliche geschäftliche Vorteile Kunstwert gezollt, felbst die Saiserin, eine regelmäßige Be Schmidt und einer 17 jährigen Tochter im Erdgeschoß am Hofe. zuwenden. fucherin der Berkaufslokale in der Leipzigerstraße, hatte sie mit Gliech war ein fleißiger und tüchtiger Arbeiter, der für seine Familie Während die kleinen Aktionäre, die der Personen- aber nicht der Worten des Lobs und großem Interesse besichtigt, aber gut sorgte, trant aber hin und wieder über den Durst und sah dann, Stimmenzahl nach die Mehrheit der Versammlung bildeten, den feinen Anstoß daran genommen. Das gleiche Schicksal ereilte eine vie feine überaus eifersüchtige Frau meinte, gern nach jungen lebhaftesten Anteil an diesen Erörterungen nahmen, faß unter ihnen Gestalt von wunderbarer Grazie. Auch die vier allegorischen und Streit und nicht selten auch Schlägerei, so daß der Hauswirt Bildhauer Klimsch- Dresden modellierte weibliche Mädchen. Aus diesem Grund gab es in der Familie sehr oft Bant einer, der schon durch seine äußere Erscheinung als ein Fremdling Figuren gaben Anlaß zu unberechtigter Stritit. Das Institut, schon wiederholt die Kündigung in Aussicht ſtellte. Am Freitags in dieser Versammlung von Stapitalisten auffiel, und der auch an dessen Gegenstände auf der Parijer Weltausstellung berechtigtes mittag ließen Frau und Tochter gegen den Mann bei einer solchen dem Streit um den größeren oder geringeren Anteil am Aufsehen erweckten und mehrfach mit Preisen bedacht wurden, fann Gelegenheit sehr unschöne Nedensarten fallen, worauf es wieder zu Gewinn gar kein Interesse zu haben schien. Doch, jetzt meldet auch seine jetzigen Bahnen nicht verlassen, soll die wahre Kunstfertigteit Thätlichkeiten fam. Gestern mittag ließ Gliech sich rasieren, da er dieser Mann sich zum Wort, der in seiner einfachen Kleidung so zur vollen Geltung kommen. Der Brennprozeß verändert die Farben später ausgehen wollte. Darüber geriet seine Frau förmlich in fichtbar abstach von den behäbigen Gestalten, mit Siegelringen an und bewirkt andre Tönung. Damit hat das Institut Wut. Hausbewohner, die sich infolge des erneuten Lärms auf dem den Fingern und schweren Goldketten auf den Westen, die wohl in erster Linie zu rechnen. Im übrigen ist über die Hofe ansammelten, sahen, daß Frau Gliech fich an ihren Mann, der gerundete Bäuche überspannten. Herrn andrer als Ausführungen von Heereman Kaiser am Fenster auf seinem Schemel arbeitete, heranmachte, und daß Schumann, der Vorsitzende des von der Großen" so fehr hat, die Grundsäße des Instituts seien vornehm; tam die Frau zu einem in dem Hause wohnenden Arbeiter Bericht erstattet worden, worauf sich der Monarch geäußert Gliech dann von dem Schemel verschwand. Bald darauf gehaßten Centralverbands der Handels, Trans- es folle in derselben Bahn weiter geschaffen mit der Bitte, er möge doch einmal in ihre Wohnung port und Verkehrsarbeiter, derjenigen Organisation, werden. Der Appell des Herrn v. Heereman scheint also ohne fommen und sich ihren Mann ansehen. Der Arbeiter fand der die Angestellten der Straßenbahn in ihrer großen Mehrheit praktischen Erfolg verhallen zu wollen. Gliech in der Stube in den legten 8ügen auf dem Fußangehören. Im Befiz einiger Attien hatte Schumann das unanfecht Man weiß nicht, ob man lachen oder sich schaudernd abwenden soll, boden liegen. Weder die Frau noch die Tochter zeigten irgendbare Recht, in dieser Aktionärversammlung auch ein Wort mitzureden. wenn man sieht, wie die vermuckerte Tartufferie der Dunkelmänner welche Bewegung, auch dann nicht, als Gliech bald darauf seinen Und er machte von diesem Recht Gebrauch. Anknüpfend an einige fich herausnehmen darf, in Sachen der Kunst ein, wie es scheint. Geist aufgab. Gin Arzt, der fofort gerufen wurde, konnte mir noch Aeußerungen der Vorredner wies Schumann darauf hin, daß die gar nicht ohne Einfluß bleibendes Wort mitzureden, wie Künstler den Tod feststellen. Diefer war infolge eines Stiches in die selagen, welche im Publikum und in der Presse über den Betrieb Statholizismus selber in der Zeit seiner Kraft und Blüte mit Berdie alsbald erschien, nahm Frau Gliech und ihre Tochter gleich an fich am Ende einem saftlosen Bananfentum beugen müssen, das der linke Brust durch starken Blutverlust eingetreten. Die Polizei, der Großen" fo häufig geführt werden, verschwinden würden, achtung von sich gestoßen hätte. Ort und Stelle ins Verhör. Beide verwickelten sich in Widersprüche. wem die Gesellschaft die Ursachen der Klagen beseitigte, indem sie die Angestellten hinsichtlich Lohn, Arbeitszeit und Behandlung so wird gemeldet: Der Magistrat beabsichtigt eine durchgreifende Küche in Zur Regelung der Silfsarbeiterfrage. Aus dem Rathause Die Frau behauptet, ihr Mann sei ihr in der Trunkenheit in der ein langes, ipiges Küchenmesser hineingelaufen stellen würde, daß diese in der Lage wären, mit der nötigen förper- Menderung der Besoldungsverhältnisse der Hilfsarbeiter und hat zu und dann nach der Stube gegangen und dort verblutet. lichen Frische und wünschenswerten Berufsfreudigkeit ihre schweren diesem wed befchloffen, das Anfangsgehalt auf 1200 m. fest. Das Blut in der Küche und auf dem Wege zu seinem Arbeitsschemel, Pflichten auszuüben. zujeßen. Von drei zu drei Jahren erhöht sich dann das Gehalt im neben dem er lag und starb, will sie abgewaschen haben. Diese Wenn ein in voller Fahrt dahin rasender elektrischer Wagen, 200 W., bis nach 27 Dienstjahren das höchstgehalt von 8000 M. Darstellung ist jedoch durchaus unglaubwürdig. Es unterliegt faum deffen Bremsvorrichtung im enticheidenden Augenblic versagt, mitten erreicht ift. Früher betrug das Höchstgehalt nur 1920 m., bas einem Zweifel, daß die eifersüchtige Frau in blinder Wut ihrem in die Versammlung hineingesauft wäre, er hätte fein größeres in 14 Jahren zu erreichen war. Die im nächsten Stadthaus Mann das Messer in die Brust ramte, während er auf seinem Entsetzen hervorrufen können, als diese Worte des Redners, Sobald balts- Etat vorgesehene neue Gehalteffala soll mit der Maß Schemel saß oder sich von diesem erhob. Das Messer drang tief gabe zur Ausführung fommen, baß niemand für das ein und durchbohrte wahrscheinlich das Herz. Frau Gliech und ihre es dieser Gesellschaft, die sich noch kurz vorher um die Verteilung der kapitalistischen Beute gefiritten hatte, flar geworden war, daß niemand weniger erhält, als ihm nach der Stala schon zukommen Müllerstraße und von dort zur Kriminalpolizei gebracht. Auch bei Jahr mehr als eine Zulage von 400 W. erhält, dagegen auch Tochter wurden zunächst nach der Wache des 57. Reviers in der hier jemand für die Jutereisen der Angestellten ein- würde. Nach der neuen Gehaltsstała würden 457 Stellen in Frage den späteren Verhören blieben beide durchaus gefühllos. Ob auch zutreten wagte, erhob sich ein Geschrei, gegen das der Radan, den kommen und zwar 131 Stellen zu 2200 m., 106 au 1600 W., die Tochter strafrechtlich mitschuldig ist, steht noch dahin. Die Leiche eine Antisemitenversammlung machen würde, wenn jemand den 68 Stellen zu 1620 W., 75 31 1800., 51 zu 2000 m. und die übrigen des Erstochenen wurde im Laufe des Nachmittags nach dem Schaus Ritualmord für Unsinn erklärt, das reine Kinderspiel ist.. Schluß! 26 Stellen zu 1200, 1400, 2600 und 3160 m. 26 Stellen lommen durch Hause gebracht, das Küchenmesser von der Kriminalpolizei beschlagSchluß!"" Nicht weiter reden!"" Das Wort entziehen!" Wir Beförderung, Pensionierung ufw. in Wegfall, so daß gegen nahmit. das Vorjahr von 483 Silfsarbeiterstellen noch 457 vers Unter dem Verdacht des Juwelendiebstahls sind, wie der wollen nichts davon hören!" So schwirrte es durch den Saal. Schumann hielt dem Getöse stand. Ich habe Zeit bis die bleiben, für die rund 800 000 m. im nächsten Stat angefegt hiesigen Kriminalpolizei mitgeteilt wurde, zwei Männer in Wien find. Bon den Bureau Hilfsarbeitern haben zehn noch Reben verhaftet worden. Der eine, der sich Geschäftsreisender William Herren still geworden sind. Je länger Sie schreien, desto später einmahmen als Controleure von Staffen und Banten, Schriftführer. Morley nennt und am 11. Januar 1878 in Hamburg geboren tommen Sie zum Diner", sagte er ruhig und feste, als der Sturm einer Junung, Regiftratoren usw. Der Besoldungs Etat der fein will, verkaufte bei einem Leopoldstädter Juwelier Schmucksachen sich gelegt hatte, seine streng sachlichen Ausführungen fort. Um städtischen Beamten erreicht die Höhe von 7 870 042. ober rund im Werte von 5600 Kronen. Als er dann versuchte, bei einem überhaupt in dieser Versammlung von den Interessen der An- 650 000 W. mehr als im Vorjahr. Die Mehrausgabe wird begründet andren Juwelier einen Halsschmuck mit Brillanten, den man gestellten reden zu tönnen, mußte Schumann diese in Beziehung zu durch die Gehaltsaufbefferungen der Beamten in der Bauverwaltung, auf 15 000 bis 20 000 stronen schägt, anzubringen, " Er war fein dem von des bent ver 0 ständigte der Geschäftsmann die Polizei, die den Verdächtigen und Ein totgeborenes Kind ist der in Schöneberg gegründete tauf von Kirchenland an der Rummelsburger Grenze und bestimmte feinen Begleiter festnahm. Der angebliche Morley behauptet, die Mieterverein, dessen halbheiten in der Frage der Wohnungs- einen Teil davon zum Bau eines Armenhauses. Die dafür Schmucksachen in Transvaal nach und nach erworben zu haben. Von not wir schon mehrfach gekennzeichnet haben. Trotzdem er sich auch geforderten 75 000 m. wurden noch nicht bewilligt; eine Kommission dort sei er am 17. Dezember v. J. abgefahren und über New York, an die Arbeiterschaft Schönebergs wendet, hat er doch nicht soll das Projekt erft prüfen. Weiter forderte der Gemeindevorstand Calais und Paris nach Wien gekommen. Sein Begleiter will ein den Mut, deren bescheidene Forderungen zu vertreten. Ja, felbft Mittel zur Erbauung von Baracken für Wohnungslose. Hierbei 23jähriger Kellner Rudolf Hauser aus Junsbrud jein und den vor der Anerkennung des Programms bürgerlicher Socialreformer wies Gemeindevertreter Grauer( Soc.) auf die jest nicht mehr wegMorley in London tennen gelernt haben, während dieser bestrtitet, scheut der Verein sich. Die möglichst rasche Vermehrung des städtischen zuleugnende Wohnungsnot hin und bezeichnete die heutige Unterdort gewesen zu sein. Ein dritter Mann, der mit den beiden die Grundbesizes in allen Teilen der Stadt zur Dedung bringung der Ortsarmen und der Obdachlosen als eine öffentliche Reise nach Wien machte, angeblich ein Kellner Rudolf Slawit, ist des zukünftigen Bedarfs der Stadt selbst und zur Gefahr. Grauer brachte eine amtliche Aufnahme der zu vermietenden noch nicht ermittelt. Man glaubt, es mit Juwelendieben selbst oder Schaffung billigerer, fleinerer und mittlerer Wohnräume in Vorschlag; das Resultat müsse schleunigst bekannt ge deren Helfershelfern zu thun zu haben. Wohnungen war die Forderung einiger weniger Herren. geben werden. Von bürgerlicher Seite wurde zwar der Notstand unterschreiben kann, nach Kräften beschönigt, jedoch konnte die Gemeindevertretung nicht Ein verhängnisvoller Zusammenstoß zwischen einem elektri- Gewiß ein Programm, das ein jeder fchen Straßenbahnwagen und einem Wagen der Feuerwehr ereignete der nicht mit Haut und Haaren den Hausbesiger Interessen umbin, die für den Bau der Barade geforderten 4500 M. zu be fich Sonnabendnachmittag 2 Uhr an der Ede der Französischen und verfallen ist. Ganz anders dagegen die Auffaffung der Mehrheit willigen. Eine lange Erörterung gab es über die Vorlage, wonach fich Sonnabendnachmittag 2 Uhr an der Ecke der Französischen und Friedrichstraße. Hier erlitt der Brandmeister Dannehl von der vierten des Vorstands im Verein. Man will die städtischen Körperschaften durch Anbau an das Schulgebäude in der Kronprinzenstraße vierCompagnie in der Linienstraße anscheinend schwere innere Ver- mit dem Bau und der Verwaltung solcher Häuser nicht belasten; zehn Schultlassen neu geschaffen werden sollten. Während legungen. Er kam in dem der Feuerwehr gehörigen Automobil von auch seien derartige Experimente bisher zu Ungumsten der Gemeinden Gemeindevertreter Plonz das Bedürfnis für den Anbau nicht andem Hauptdepot in der Lindenstraße. An der Ecke Französische- und ausgefallen. Woher mögen jene Herren diese Weisheit geschöpft erkennen konnte, sprach Grauer für die Bewilligung der geforderten Friedrichstraße kam es zu einem Zusammenstoß dieses Automobils haben? Diefes eigentümliche Verhalten wird jetzt denn doch selbst 100 000 M. und regte an, daß die Baukommission prüfe, ob sich an Friedrichstraße kam es zu einem Zusammenstoß dieses Automobils andren Vorstandsmitgliedern zu bunt. In einem längeren Artikel den Bau eine Bade Einrichtung anbringen lasse. Die Vormit einem elektrischen Straßenbahnwagen der Linie Alexanderplat- bes Tageblatts" legt Herr Dr. Maurenbrecher die ganze lage wurde angenommen. Die Zweimillionen- Anleihe soll ein Nollendorfplatz. Der Anprall war so gewaltig, daß Brandmeister Naivität und Verworrenheit der Auffassung des Vorstands in recht Banktonsortium zum Kurse von 99,60 übernehmen. Ein Nachtrag, Dannehl aus dem Automobil in weitem Bogen herausschleudert wurde, so daß er befimmungslos liegen blieb. Anscheinend zutreffender Weise llar. Die Arbeiter feien gewarnt, einem wonach das Konsortium den Bau der Bahn finanziell in die Hand nehmen soll, wurde unter dem Widerspruch unsrer Parteigenossen bat eine schwere Gehirnerschütterung davongetragen. Brand- solchen Verein ihre Zeit und ihr Geld zu opfern. mipettor Julius, ber ebenfalls auf dem Gefährt jak, ließ den Ver- Schöneberg als Großstadt. Ein Berbrecher album gutgebenheit ist eine Zier. Der Arbeiterverein in unglückten mittels Droschte nach seiner Wohnung schaffen, wo sofort wird jetzt auch von der Schöneberger Polizeidirektion angelegt. In Bescheidenheit ihrem Gebäude, Hauptstraße 96, ist ein photographisches Atelier ein- Oranienburg hatte bei der Stadtverordneten Ver gerichtet worden, das unter Zeitung eines Kriminalfommissars steht i am mlung beantragt, Stellung zu nehmen gegen die von der und in dem bereits Aufnahmen gemacht worden sind. Reichsregierung geplante Erhöhung der Getreidezölle. Der Antrag wurde indes von den Stadtverordneten kurzerhand abvertretung sich mit Politit nicht zu beschäftigen habe. Rührend! gelehnt, weil diese sich auf den Standpunkt stellen, daß die Stadtgivei herbeigerufene Aerzte sich um den Verlegten bemühten. Zwei Feuerwehrleute, die die Unglücksfahrt mitmachten, tamen mit leichten Kontufionen davon. Die Batterie des Automobils wurde start verlegt, so daß das Gefährt einer gründlichen Reparatur bedarf. Die Schuld an dem Zusammenstoß soll den Führer des Straßenbahn wagens treffen. Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist der Photograph Wilczinsky aus der Elisabethstr. Nr. 52 verhaftet worden. Er hat sich gegen Kleine Knaben, die er durch Geschenke und Versprechungen in seine Wohnung lockte, schwer vergangen. Durch einen Sturz in den Fahrstuhlschacht ist gestern nach aig 19 11 53/4 Uhr der 25 Jahre alte Maurer Richard Hoffmann aus der Stegligerstr. 17 tödlich verunglückt, der seit kurzer Zeit als Stuhlfahrer im Kaufhaus„ Neu- Cölln" in der Wallfir. 56 angestellt war. Hoffmann stürzte, wahrscheinlich infolge eines Fehltritts, aus dem dritten Stock in das Erdgeschoß hinab und zog sich schwere innere Verlegungen zu, denen er nach 10 Minuten erlag. = 5 Norr." zufolge, fich am Donnerstag in Potsdam der in dem dortigen Ein Drama im Armenhaufe. Im Wahnsinn hat, der Potsd. Armenhause seit Jahren untergebrachte 70jährige Hospitalit Schmidt aus dem Fenster gestürzt. Der alte Mann zeigte schon längere Zeit Spuren von Geistesgestörtheit, machte allerlei Dummheiten Eingegangene Gelder für das Liebknecht Denkmal vom 23. Febr. und wurde in seinem Schlafraum höchft unsauber, so Buchdruckerei M., Kochstraße 35,60. Von den Tischlern und Drechslern beobachtet wurde, zumal er sich schon einmal an einen er scharf bis 3 mars 1901. Werkzeug Abteilung Union 21,20. Julius Geibel 1, Fenster in Allgem. Elektricitäts: Gesellschaft Ackerstr. 9,60. Von Werkstatt R. Artus, verdächtiger Weise zu schaffen gemacht zweiten Stock Wildenowftr. 6,35. Versamml. d. Einsetzer d. Giersberg, Wünsch 10,45. MastenAugenblick öffnete er am mers hatte. In einem unbewachten Sicherei Werner, Gr. Frankfurterſtr. 13, d. U. Wieger 5,-, Bom en ber wert des Armenhauses belegenes, nach dem Hofe führendes Giebel- ball d. Gesangv.„ Loreley" d. Tanzlehrer Lewandowsky 5,70. Dr. Treu 3,-. fenster und stürzte sich heraus. Mit gebrochenem Oberschenkel und Werkstatt Bersamml. d. F. K. 6,40. 3 Rehberger Statspieler 1,-. Portier schweren inneren Verlegungen, an deren Folgen er gleich darauf Schneider 0,50. Gesellenfeier b. F. Gleinert d. F. B. 3,30. Gürzeleit 0,50. verstarb, wurde Schmidt später aufgefunden. = den Vierter Kreis Südost durch Böhm: W. B. 1,- EisenbahnNach beamter 9. 1,-. E. W. 1,-. Rauchklub Arfona 5,- Frz. B. 1,-. Apfelsinen, Platanus 0,60. Gemütlicher Abend bei Witwe Sinfe 2,50. Fünfter Durch Th. M. v. F. F 0,50. Desgleichen von Frf. 1,-. Kreis: Durch Reul 7,65. Filiale 5 der Kranken- und Sterbefasse der Metallarbeiter Nr. 29 durch Barte 3,50. Berband der städtischen Arbeiter Filiale 3 burch Wagener 5,-. Karl Perwizsch 0,50. Sechster Kreis: Wahlverein 300,-. Marktpreise von Berlin am 1. März 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- tr Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg " 4 mittel gering do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch 7-5, 1,60 1,20 640. Wahlbezirk 22,65. F. B. 3,- Von Gabriel Woille hus Paris durch Man muß, die Richtigkeit der Meldung vorausgesetzt, doch wohl Frau Natalie Liebknecht 20,-. Von den Tischlern Heideſtr. 57, außer fragen, wie es zu verantworten ist, daß ein Mann, an dem seit einigen, durch Tauschel 15,70. Rauchklub Portorico 2,10. R. V. 15, Von den Mitgliedern des Verbands deutscher Buchdrucker im„ Borwärts" Heute nachmittag 32 Uhr, findet die regte Sonntagsvorstellung längerer Zeit Spuren von Geistesgestörtheit beobachtet worden sind, 30,-. Rauchflub Heimliebchen 4, Mechanische Werkstatt. Thiele u. Ben Ali Bey's im Apollo- Theater statt. Am Mittwoch, den 6 März in einem Armenhause hat beherbergt werden können! Comp. 22,10. Von den Arbeitern der Firma Nothmann in Rirdorf 37,20. giebt Ben- Ali- Bey seine Abschiedsvorstellung. Der Magiftrat in Rigdorf hat die Uebernahme der Müll- Schulz, Prinzenstraße, 50. Gesammelt bei der Geburtstagsfeier durch Frauen Ringkämpfe find das neneste im paffage- abfuhr in städtische Regie beschlossen und wird der Stadtverordneten- Herrn St. Sterfte 1,50. Von den Arbeitern der Eisengießerei Georg Grauert, Stralau, 14,65. Schlünz-, 50. Von Eugen durch G. Sch. 2,-. Theater, einer Stätte, wo bisher Verjündigungen gegen den versammlung noch in dieser Woche darüber eine Vorlage zugehen Erster Kreis: Rottehlchen 1,-. Gesammelt bei Peatree und in der guten Geschmack selten waren. Daß die Damen, die sich im Schweiß laffen. Hasenhade 9,05. Durch Strehl 4,40. 8 weiter Kreis: 105. Bezirk ihres Angesichts zu zweien auf dem Boden wälzen, das Auge des Aus der Stadtverordneten Versammlung in Spandan. Dritter Kreis burch Hoch: Rauchklub„ Birginia" 5,- Jule, Ritterdurch Bratich 1,70. Vergolderei A. Zander durch Bratsch 5,30. Zuschauers erfreuten, wird bei aller, in diesem Fall übrigens wohl faum angebrachten Galanterie gegen das schwächere Geschlecht wohl Dem Anlauf, den unsre bürgerlichen Stadtverordneten in Sachen straße 85 10,-. Morgenfprache der Silberpolierer 1,25. Werkstatt Marzahn, niemand im Ernſt behaupten wollen. Der einzige Umstand, der den der Erhöhung der Getreidezölle kürzlich machten, um ihren social- Bergmannstr. 91 4,05. Tischlerwerkstatt Hausmann, Brinzenstr. 22 4, männlichen" Ringtämpfern am Ende Existenzberechtigung zusichern politischen Pflichten einigermaßen gerecht zu werden, ist mm glücklich Bierter Krets Often: Von E. Böhl 10,-. Kunzmann 1, Von der fönnte, die künstlerische Freude an der Entwicklung der Muskulatur, wie ja nicht anders zu erwarten war auf dem Fuße die Fräserei von Pristaff u. Bieger, Fruchtstr. 35, durch W. P. 6,10. Reaktion gefolgt; dieses ergab die Debatte über läßt sich hier mit dem besten Willen nicht ins Feld führen. Die Frauen- Ringkämpfe werden denn auch vom Publikum als„ Feez" Hauptetat in der lezten Sigung so recht deutlich. hingenommen und mit entsprechendem Hurra begrüßt. Gelbst dem zunächst Herr Bürgermeister Wolf, deffen Wahlperiode verständlich zieht der Ult das Publikum heran; ob das Niveau des demnächst abläuft, mit 25 von 35 Stimmen wiedergewählt und der Theaters durch solche Erfolge aber gehoben wird, steht auf einem Stadtv. Kühne mit 17 von 31 abgegebenen gültigen Stimmen zum andren Blatt. Bemerkt sei noch, daß das Schiedsrichteramt bei den unbefoldeten Stadtrat gewählt worden war, wurde in die Beratung Gleich am Anfang suchte Stadtv. Kämpfen von dem bekannten Rennfahrer Boquillon geübt wurde. des Hauptetats eingetreten. Gestern erwarben zwei Damen, die sich mit den schönen Namen annemann eine Debatte über zahlreiche Beschwerden so gut wie unmöglich zu machen, um den Etat so schleunigst als möglich zu Norizet und Lorina geschmückt hatten, den Siegerpreis. verabschieden. Gegen diese beabsichtigte Durchpeitschung des Etats erhoben Die Urania müht sich diesen Winter besonders, in Ausstattungs- unfre Genoffen Rieger mud Sola Proteft und verlangten eine wetzen, gut vorträgen reiche Abwechslung zu bieten. Am Sonnabend wurde nach ruhige und eingehende Beratung im Interesse der Bevölkerung. faum zweimonatlicher Pause abermals ein neues Echauspiel vor Aus der sehr eingehenden und stellenweise recht erregten Debatte sei geführt. Jedoch unternahmen die Gelehrten der Urania diesmal feinen das Folgende erwähnt: Stadtverordneter Matthias beschwerte Noggen, gut Ausflug in unnahbare Welten und in Jahrmillionen zurüdliegende fich darüber, daß die Leichen der im Krankenhause verZeiten, sondern die Neife galt einem alten Bekannten in der tranten storbenen Kinder mittels Kinderwagen von einer Frau, Heimat. Unfer Rhein" hieß das von Herrn Dr. P. Schwahn statt wie feftgefegt, mittels Leichenvagen nach dem Friedhofe trans verfaßte Stüd, das eine Wanderung von der Quelle bis zur Mündung portiert würden. Stadtv. Rieger forderte gründliche Untersuchung des Stroms in sich schließt und alles, was an ihm als schön und burch die Deputation. Ein Antrag unfrer Genossen anf Erhöhung 1omantisch gepriesen wird, in Wort und Bild vorführte. Der erste der Miete für den Ober- Bürgermeister von 1200 auf 1800 m. pro Teil des Stücks zeigte me in zehn Bildern den Lauf des Rheins Jahr wurde abgelehnt. Ein Antrag Suntel und Genoffen, betc. durch sein Geburtsland. Die Schweizerberge steigen zum Simmel die unentgeltlichkeit des Verfahrens vor dem Gewerbelichtho empor, die unheimliche Schlucht der Via Mala zeigt uns ihre Ab- gericht mußte aus formalen Rücksichten zurückgezogen werden. gründe, und um es bei der Illusion an nichts fehlen zu Ein weiterer Antrag unfrer Genoffen, den Beisigern Speisebohnen Inffen, stürzt sich an der Taminaschlucht wirkliches, leibhaftiges des Gewerbegerichts die nötigen Gesezesbücher zu ihrer Ausbildung Vinjeni Wasser über die Felsen hinweg. Im zweiten Aft ragt namentlich aus städtischen Mitteln zu gewähren, und die Versäumnisentschädi *) frei Wagen und ab Bahn. ein Wandelbild durch dekorative Wirkung hervor; es stellt die Rhein gung von 2 M. auf 8 M. für den halben Tag zu erhöhen, wurde. Produktenmarkt vom 2. März. Getreibe. Heute war die fahrt von Bingen nach Koblenz bar. Straßburg und Köln tauchen frog der fachlichen Begründung durch den Genossen lieger, abe weiter vor uns auf, und zur Abwechslung machen wir von den gelehnt. Dafür stimmten nur unsre Parteigenoffen. Bei dem Saltung für Weizen schwach. für Roggen, der im Locohandel bet knappem Angebot gesucht bleibt, behauptet Im Lieferungsgeschäft bleibt Weizen eine mittelalterlichen Burgen einen Abstecher in das moderne Getriebe Titel Schulen" brachte Genoffe Rieger eine Beschwerde Kleinigkeit nach); Roggenlieferungen an gestrigen Breisen angeboten. Locoeines Kruppschen Walzwerks. Aber noch mehr lebende Bilder gegen verschiebene Lehrer vor, die anscheinend wieder wie schon Roggen höher gefragt. Effettive Ware in beiden Artikeln war vom Insollten uns überraschen: Eine gemitvolle Weinprobe bei Bacherach früher, nur diesmal in andrer Weise, eine bestimmte Firma darin lande reichlich angeboten; auch die Provinzmärkte zeigten fich williger, Die ausländischen läßt uns wehmutsvoll ahnen, daß die Abstinenz doch wohl ihre begünstigten, daß sie die Schüler gewisse Bedarfsartikel nur von was hauptsächlich auf die Tendenz für Weizen drückte. Schattenseiten hat, und das Innere eines von peinlicher Sauberkeit dieser Firma beziehen ließen. Bürgermeister Wolf und Stadt- Börsen famen matt, Paris flau auf voraussichtliche Ablehnung der Einfuhr glänzenden holländischen Fischerhauses mahnt den Deutschen, das verordneten- Vorsteher Sturm versprachen baldige Abhilte. Nach scheine aus Frankreich. Das Geschäft war sehr ruhig. Mehl still, wenig Wasser, wenn auch nicht innerlich, so doch wenigstens äußerlich, beim einer persönlichen Auseinandersetzung zwischen unsrem Genossen Schänern und Reinemachu zu schäßen. Ein Sonnenuntergang am Rieger und den Stadtv. Fahrenkrug und Reinecke, welchen Nordseestrand bildet den Beschluß der zwanzig Bilder. Der Text er eine fleine Vorlesung über Anstand und Logik hielt, wurden die ist, wenn man von einigen Abstechern ins Patriotische absicht, den Steuerzuschläge auf 200 Proz. für die Staatseinkommensteuer. Vorführungen trefflich angepaßt. 190 Proz. für die Real umd Gewerbesteuern und auf 100 Proz: für die Betriebssteuer festgesezt und schließlich der gesamte Etat auf 2416 153 M. in Einnahme und Ausgabe vorbehaltlich einer be sondren Beschlußfassung bezüglich der Polizeipferde festgestellt. Saison in Paris im dortigen Hippodrom. Sammelfleisch Butter Fier Karpfeli Rale Gerste, gut " mittel gering mittel gering 15,40 14,70 14,60 13,90 safer, gur Mittel gering 13,80 13,10 15,90 15,40 15,30 14,80 14,70 14,20 Bander Hell Grbseit 25, Hechte 6,82 6,16 Barsche 7,80 5,20 Schlete 40, Blete 45,- 25, Strebje 70,- 30, 1,30 11,60 1,20 1,80 1,60 2,60 60 Sind 5,20 1 kg 2,20 2,80 1,20 2,50 1,20 2,40 1, 1,80 0,80 3, 1,20 1,20 per Shot 12 3,80 Amts unverändert; Safer ohne Geschäft, Mais fest auf Amerita, loco 1 M an ziehend Rüböl matt auf Paris und indisches Saatenangebot. Spiritus. Spiritus unverändert, 70er loco 44,20 Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 2. März 1901 ( tcher Bericht der Direttion Zum Verkauf standen: 5445 Minder, 1331 Sälber, 9612 Schafe, 9094 Schweine Bezahlt wurden für 100 Pfund Drei hervorragende Dichterinnen, Gabriele' Reuter, Clara oder 50 stilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund Ochsen: a) bollfleischige, ausgemäßtete, höchsten SchlachtBiebig und Anna Ritter, werden am sechsten Vortragsabend des in Pf): wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht ausVereins Berliner Breffe" auf dem Podium erscheinen. Der Vor: gemästete und altere ausgemäßtete 55-60; e) mäßig genährte junge und gut trag findet am nächsten Donnerstag, den 7. März, im großen Saal des Bullen: Architektenhauses statt und beginnt um 8 Uhr. Eintrittstarten sind zu Adlershof. In der letzten Gemeinderats Sigung wurden bei genährte ältere 52-53; d) gering genährte jeden Alters 48-51. haben in den Buchhandlungen von Amelang, Potsdamerstr. 126; Breslauer Festießung des ortsüblichen Tagelohns die Berliner Säße an a) vollfleischige höchsten Schlachtwerte 59-63; b) mäßig genährte jüngere Färfen und 11. Meyer, Leipzigerstr. 136; Lazarus, Friedrichstr. 66; Speyer u. Peters, genommen. Im Anschluß hieran folgte die Etatsberatung, die in und gut genährte ältere 54-58; c) gering genährte 46-50. Unter den Linden 43; Trautwein, Kurfürstenstr. 88; Woyte, Potsdamer ihrem Verlauf recht lebhafte Debatten brachte. Bor allen Dingent b) bofifletschige, ausgemäßete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; straße 13 und im Berliner Preffetlub, Charlottenstr. 37( Fahrstuhl). geschah dies bei Erörterung des Gemeindezuschusses zum Pastoren: 50-51; c) altere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere Die letten Sonntagsvorstellungen im Cirkus Schumann finden gehalt; der Betrag, 1666 M., wurde jedoch wieder bewilligt. Be Kühe und Färsen 47-48; d) mäßig genährte Kühe und Färjen 43-45; heute statt. Der Girtus verläßt nach einer erfolgreichen Winterfaijon merkenswert war, daß die Herren, die sich so warm für die Bee) gering genährte Kühe und Färsen 38-42. Kälber: a) feinste Mastntorgen, Montag, nach der Abschiebsvorstellung Berlin und siebelt nach willigung dieser Position aussprachen, fich ablehnend gegen die not- talber( Bollmilchaft) und beste Sangkälber 67-69, b) mittlere Wafttätber Frantfurt a. M. über. Anfang April beginnt Direktor A. Schumann feine wendige Anstellung einer technischen Lehrerin aussprachen. und gute Sangfälber 54-68, c) geringe Saugfärber 46-50, d) ältere, gering Die Pofition für einen Schularzt wurde gestrichen, bis die eigens bammel 59-62, b) ältere Masthammel 47-55, genährte( Freffer) 36-45. Schafe: a) Mastlämmer und füngere Mast c) mäßig genährte zur Prüfung der Schulargtfrage gewählte Kommission mit geeigneten Sammet und Schafe( Mergschafe) 43-46, Schafe( Merzschafe) 43-46, d) Holsteiner NiederungsVorschlägen an die Vertretung herantritt. Der Anregung, einen fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Aus den Nachbarorten. Fortbildungsschulturfus für Fachzeichnen am Ort ein- Basen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 220-280 Pfund Schöneberg. In einer am Freitag abgehaltenen Egtrazurichten, versprach der Gemeindevorsteher näher zu treten. Beim schwer 55-56; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stajer) 00-00; c) fletichige fizung der Stadtverordneten wurde der Rest des Titel: Beitrag zu den Amtsunkosten wurde von der rechten Seite 62-64; d) gering entwidelte 48-51; e) Sauen 50-53. Für 100 Pfund Etats für 1901 zur Erledigung gebracht. Der Kapitals und mit einem Zahlenmaterial gedient, welches der Gemeindevertretung at 20 pet. Tara. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich Schuldenetat wurde ohne weitere Debatte angenommen. Beim die Gefahren des Ausscheidens von Adlershof aus dem Amtsbezir langsam ab und hinterläßt Ueberfiand. Der Kälberhandel gestaltete fich Etat der allgemeinen Berwaltung beantragte der Stadtv. Alt- Glienice vor Augen führen sollte. Man hatte augenscheinlich langfam. Bet den Schafen war der Geschäftsgang ruhig bet geringer Leising die Wahl einer gemischten Deputation, um die Frage der einen derartigen Antrag erwartet dies wird jedoch erst später ge- Ware langsam, es wird nicht ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief ruhig Errichtung eines Oberpräsidiums Berlin dort einer Erschehen, und es werden dann jedenfalls die angeführten Bahlen auch und wird voraussichtlich geräumt. örterung zu unterziehen. Erster Bürgermeister Wilde hält dies für für den Bertreter dieses Antrages zweddienlich fein; hierbei wurde die Gemeinde Vertreter vollständig unnötig, da man mit dieser Schaffung zufrieden sein dem Gemeindevorsteher aufgegeben, nach Möglichkeit bon rechtzeitig dem Stattfinden der fönne; der Antrag infolge dessen zurückgezogen. wurde Stadtv. Fröhlich bringt bei der Position Bewilligung eines nächsten Amtsausschussigung zu unterrichten. Die gesamten AusZuschusses zur Vollstüche" zur Sprache, daß in derselben gaben wurden nun im Voranschlag auf 148 820. festgesetzt. Zur Dedung dieser Ausgaben sollen erhoben werden 185 Broa. viele Soldaten verkehren, und bezeichnet diesen Zustand als be beschämend. Bei Position Bei Position Voltsbücherei" beantragte der Zuschlag zur Staats- Einkommensteuer. Die Gemeinde- Grundsteuer Stadtv. Leffing, die zur Anschaffung weiterer Bücher eingesetzte wurde von 2,5 auf 3 vom Taufend erhöht. Der Zuschlag zur Eimme von 2500 M. zu streichen; Bürgermeister Wilde sowie Gewerbesteuer der 1. und 2. Klaffe beträgt 200 Broz., der zur 8. Stadtv. Ob st( Soc.) traten warm für die Ausbauung diefes Instituts und 4. Klasse 150 Broz. Die Umsatzstener mit 1 Broz, figuriert mit ein, nachdem die Stadtvv. Ha a je und Fröhlich dasselbe als eine einer Einnahme von 5000 m. und die Biersteuer mit 4500 M. Mit Wärmehalle bezeichnet hatten. 14 000 M. ist denn als außerordentlicher Staatszuschuß ev. Beitrag Der Etatentwurf selbst schließt im Ordinarium mit 3 474 883 M., Der Betriebsgemeinden au den Schulunterhaltungskosten ein Bosten im Ertra- Ordinarium mit 1006 420 m., zufammen mit rund in Einnahme gestellt. Hoffentlich erfüllen sich die hieran geknüpften 41/2 Mill. Mart ab. Im Extra- Ordinarium werden für Schulhaus Wünsche. bauten 353 000 m., für den Krankenhausbau als 1. Rate 250 000 m. und für Pflasterungen 80 000 m. verlangt. " Lichtenberg. Die Gemeindevertretung hat vorgestern ihre, wie es scheint, allerlegte Sigung abgehalten. Sie genehmigte ben An Witterungsübersicht vom 2. März 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter winemde 752 50 3 bebedt 750 GO 752 O Homburg Berlin Frautf./M. 752 SW München Wien 756W 757Still Temp. n.. 5°= 4º R. Stationen Barometer: stand mm Winds richtung Windstärke Better Temp. n. 6. 84418 15° 6.= 4° R. 2 wolfent- 32 2Schnee- 11 2 aparanda 769 9 3 hlb.bed. 3 Betersburg 762, N 2 bedeckt 4 Cort 728 NNW 7Regen 3 wolfig 6 Aberdeen 738 SSO 3 woltig 3 Paris 751 SSO 2 bedeckt 5 wolfig bedeckt 1 Wetter- Prognose für Sonntag, den 3. März 1901. Biemlich warm, vielfach helter, zeitweise woltig mit etwas Regen und frischen füdlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A. Wertheim Verland- Abteilung Berlin W., Leipzigerstr. 132-135. HD Montag, Dienstag, Mittwoch verkaufen wir folgende Artikel, soweit der Vorrat reicht, zu aussergewöhnlich niedrigen Preisen: Ein Posten Seltene Gelegenheit. feines dünnes Porzellan Ein grosser Posten künstlerisch dekoriertes in eleganten Formen. Kaffee- u. Theekannen Glas. Weingarnitur mit Bordüre: Porzellan Rotweingläser 35 Pt. 40 Pf. Zuckerdosen Milchtöpfe Kompotschälchen Salatschalen rund und eckig Kuchenteller Bratenplatten 23 Pf. 17 Pf. 5, 7 Pf. Teller, 38 Pf. Kuchenteller, Vasen, Wandteller 24, 33 Pf. 50, 70, 95 Pf. blaue Blumen oder Figuren unter Glasur, Genre ,, Kopenhagen". Rheinweingläser 35 Pf. Portweingläser 28 Pf. Tassen, Körbchen, Schalen, Champagnerkelche u. 38 Pf. Likörgläser 25 Pf. Biertulpen 38 Pf. Die Artikel werden zu ca. 1/3 des regulären Preises verkauft. Bierbecher 20 Pf. Wasserbecher 20 Pf. Plateaux 40, 50, 60 Pf. Porzellan, Fruchtschalen mit Fuss 58 Pf. Wassergläser gepresst 5 Pf. Kartoffelschüsseln 1,05 M. Terrinen Saucièren 42 Pf. Speiseteller tief und flach 15 Pf. Dessertteller 10 Pf. 1,35, 1,80 M. Speiseteller tief und flach Kaffeekannen 35, 43, 57, 68, 85 Wasserflaschen mit Glas 12, 15, 18, 22 Kompotschalen gepresst 5 Pf. Bier- u. Theebecher m.grav.Bordüre 5 Pf. Bierbecher geschliffen Käseglocken geschliffen Kompotteller Leuchter 8 Pf. 15 Pf. bunt bemalt mit Goldrand. Dessertteller 25 Pf. 20 Pf. 18 Pt. Kompotteller 17 Pf. 48, 95 Pf. Milchtöpfe 19, 24, 30, 36, 43, 54 Butterdosen gepresst Kaffeetassen 25 Pf. 14, 22 Pf. Zuckerschalen gepresst 15, 20 PL Photographische Ateliers Leipziger Strasse Rosenthaler Strasse Oranien- Strasse omporowski HerrengarderobenGeschäft Berlin SO., Neanderstr. 16, II. Verkauft Anzüge und Sommerpaletots, reine Wolle, spottbillig, auf Serge, Cloth und Atlas, 22, 25, 27, 30 M., Halbwolle 14, 16, 18, 20 m. Nach Maß nur 5 M. teurer. Hofen und Joppen von 4,50 M. an. Bei teueren Garderoben Teilzahlung, monatlich 10 m., gestattet. 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Für den Injeratenteil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. r. 53. 18. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 40. Sigung vom 2. März 1901, 11 Uhr. Präsident v. Kröcher eröffnet die Sigung. Am Ministertisch: Dr. Studt, Kommissare. Die Beratung des Kultusetats wird fortgesezt beim Titel „ Ministergehalt". Aus der allgemeinen Debatte werden Erörterungen über„ höhere Schulen" und Medizinalreform" ausgeschieden. Abg. Danzenberg( C.): Sonntag, 3. März 1901. einen Christen falsch auszusagen, wenn er dadurch einen Juden sammlung eines Fonds zur Einführung der Arbeitslosen- Unters schützen kann. Jeder Rabbiner ist berechtigt, den Juden von einem stützung zu verwenden. Die Errichtung eines Arbeitsnachweises solchermaßen geleisteten Meineide loszusprechen, und wenn fein Rabbiner wurde allseitig lebhaft befürwortet. zugegen ist, so kann dies auch jeder andre Jude thun, außerdem Sodann sprach Odenthal in eingehender Weise über den Baujei für solche Zwecke auch der Versöhnungstag vorhanden.( Heiterkeit.) arbeiterschutz und wurde folgende Resolution einstimmig an Dieser christliche Pastor hat in seinen Vorträgen Wendungen ge- genommen: braucht, in denen den Behörden teils der Vorwurf der Unfähigkeit, Auf Grund der Beschlüsse des Berliner Bauarbeiterschutzteils der schlimmere der Parteilichkeit gemacht wurde. Er sagte Kongresse haben die baugewerblichen Arbeiter, da die Reichsregierung es nach dem Stenogramm, und berief fich dabei auf eigne Erfahrungen: abgelehnt hat, ein Reichs- Bauarbeiterschutz- Gesetz zu erlassen, die Wenn vor Gericht etwas gegen einen Juden gesagt wurde, so wurde Pflicht, bei allen zuständigen Behörden durch Eingaben, Petitionen usw. das so genau notiert und begegnete so startem Zweifel, daß dahin zu wirken, daß die Regierungen gezwungen werden, Gesetze die christlichen Zeugen ganz eingeschüchtert wurden. An zum Schuße des Lebens und der Gesundheit der baugewerblichen Unter dem neuen Minister ist für die Parität der Katholiken einer andren Stelle gab der christliche Pastor dem Verdacht Ausdruck, Arbeiter zu erlaffen. Der dritte Verbandstag des Centralverbands nicht viel geschehen. Dem Toleranzantrag meiner Partei im Reichs- daß die Juden, um die Spuren ihrer Mordthat zu verwischen, rasch der Stuccateure Deutschlands beschließt daher: In Erwägung, tag hat der Reichskanzler und preußische Ministerpräsident die Zu- noch einige unbequeme Zeugen über die Seite gebracht haben. Er daß, soweit von einem Bauarbeiterschuße, sei es durch Landesstimmung verweigert. Dabei ist die Wahrung von Kirch erzählte, daß eine Frau Jenny Meyer sobald nach dem Morde ge- gefeße oder Polizeiverfügungen, gesprochen werden kann, diese lichkeit und Religiosität das Fundament der Staaten. Ueberall, wo sie nicht gepflegt werden, erheben die Mächte des storben sei, und sagte, er könne nicht positiv behaupten, daß diese Bestimmungen sich lediglich auf die an Nohbauten beschäftigten Frau Jenny Meyer eines nicht natürlichen Tods gestorben sei, Atbeiter, als: Maurer, Zimmerer, Dachdecker usw. beziehen, jedoch Um sturzes ihr Haupt. Blicken Sie nach Oestreich und Italien, aber ein wunderbares Zusammentreffen sei es doch, daß diese auf Innenarbeiter, Buzer, Töpfer, Maler, Stuccateure keine Anfehen Sie nach Frankreich, wo die Regierung eben im Begriff ist, Frau, die sicher etwas vom Morde gewußt hätte, so plöglich wendung finden, mit aller Energie mit den gesamten baugewerblichen mit Hilfe der Socialisten einen Akt schreiendster Ungerechtig mit dem Tode abgegangen sei. Während des Vortrags machte der Arbeitern bei den zuständigen Behörden dahin zu wirken, daß die keit gegen die Kirche zu begehen. Im Namen der Gerechtigkeit christliche Bastor, eine Pause. In dieser ließ er unter Leitung des Verordnungen auf das gesamte Baugewerbe Anwendung finden. muß ich eine größere Freiheit für die katholischen Orden fordern. Kantors die Versammlung das Lied In einem fühlen Grunde" Unfrerseits muß dahin gewirkt werden: 1. Vom 1. October bis 1. April Es darf dem Staat auch nicht gleichgültig sein, was auf den fingen( Heiterkeit), weil der ermordete" Winter die letzte Strophe darf nur bei geschlossenen Thüren und Fenstern gearbeitet werden. Universitäten gelehrt wird. Fürchten Sie nicht, daß ich dieses Lieds noch kurz vor seiner Abschlachtung gefungen haben soll. 2. Arbeiten bei offenen Coatsfeuern sind unter allen Umständen zu mit diesem Saße die Freiheit der echten Wissenschaft antasten will. Es handelt sich hier um den standalösen Mißbrauch des verbieten, an Stelle der Coatsförbe treten Kanonenöfen mit AbzugsDie schäße ich sehr hoch, aber sie darf nicht in Ungebundenheit und Amts eines Pfarrers. Als christlicher Pastor hat er die rohren. 3. Rüstungen dürfen nur von fachkundigen Arbeitern, als: Bügellosigkeit umschlagen. Den katholischen Orden und Klöstern Pflicht, den Vorurteilen gegen die Juden entgegen zu treten, Maurern, Zimmerern gebaut werden, auf keinen Fall von Stuccateuren. dürfen nicht mehr so viel Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden. statt dessen beteiligt er sich an den antisemitischen Setzereien, Die Rüstungen müssen genügend bedeckt und gut abgefteift werden. Das jezige Schulaufsichts- Gesez muß beseitigt werden. Die die in der dortigen Gegend schon so viel Unfug, Erbittering und 4. Ueberlaffung eines verschließbaren, heizbaren Raumes zur Schulaufsicht muß ganz in die Hände der Geistlichkeit zurück- unglück angerichtet haben. Damit hat der Pastor gegen die Pflicht. Aufbewahrung der Kleidungsstücke, sowie zur Einnahme der Wahldie ihm sein Amt auferlegt, gröblich verstoßen. Die stenographische zeiten. Damit die Polizeiverordnungen und Unfallverhütungs- VorAufnahme der Rede, die ich hier habe, stelle ich dem Stultusminister schriften für den Arbeiter wirklich praktischen Nugen haben, müssen wir Ich muß mich gegen den Vorwurf der Vernachlässigung tatho- gern zur Verfügung. Bürger haben sich mit einer Beschwerde bei den städtischen und staatlichen Behörden energisch darauf dringen, lischer Interessen verwahren. Es ist mein Bestreben, den kon bereits an das Konsistorium gewandt. Dieses hat die Sache daß Baugewerbe- Juspettionen ernannt werden. Diese Inspektionen fessionellen Frieden zu fördern. Ich will strengste Gerechtigkeit auch geprüft, aber recht fühl behandelt. Bei seiner Ver- haben die Pflicht, die Betriebe der Unternehmer bezw. deren Arbeitswahren, und ich glaube nicht, daß dabei berechtigte Interessen der nehmung hat der Pfarrer Krösel bestritten, aufreizend gesprochen stellen zu kontrollieren, inwieweit den Verordnungen und Vorschriften fatholischen Kirche zu kurz kommen fönnen. Das ist mein Programm, zu haben. Was mag der Mann nur für aufreizend halten?( Große nachgekommen wird. Die Bau- Inspektoren find zur Hälfte aus technisch bei seiner Ausführung bin ich freilich an die Mitwirkung von Kollegen Seiterfeit.) Uebrigens hat Herr Krösel gewußt, daß ein Stenograph geschulten Kräften, zur Hälfte aus den Organisationen der baugewerbaus andren Ressorts, event. des ganzen Staatsministeriums gebunden. in der Versammlung war, denn er bemerkte einleitend, daß er, da lichen Arbeiter zu entnehmen. Der Borrebner hat auf den Antrag hingewiesen, den Centrum und ein Stenograph da sei, seine Nede danach einrichten werde. Das Konservative als neuen Schulgeset Entwurf einbringen legt die Vermutung nahe, daß er sich in dieser Bersammlung noch werden. Wenn der Antrag zur Verhandlung kommit, so werde ich etwas gemäßigt hat. In dem Bescheid des Konsistoriums auf vorurteilslos und mit dem Bestreben, sie zum guten Ende zu führen, die Beschwerde wegen der Rücksichten, die er auf sein an diese wichtige, aber auch sehr schwierige Aufgabe Herantreten. Ich Amt zu nehmen hat, heißt es: es ist ist dem Pastor von uns das meine, die Klagen des Herrn Vorredners sind unberechtigt. Die Erforderliche eröffnet worden".( Duf: Na also!) Der Kultusminister katholische Kirche befindet sich innerhalb Preußens in einer trefflichen, sollte deshalb diesem Vorgang seine volle Aufmerksamkeit schenken. gedeihlichen und von den Behörden nicht willkürlich beeinträchtigten( Sehr richtig! links) Entwicklung. Bo etwa einmal chitanös verfahren werden sollte, so Kultusminister Stubt: werde ich gern Remedur eintreten lassen. gelegt werden. Kultusminister Dr. Studt: Abg. Stychel( Bole) führt Beschwerde, daß den Polen der Privatunterricht verboten sei und bringt die heutige Verurteilung des Redacteurs der Boaca" zu anderthalb Jahren Gefängnis zur Sprache. Solche Gefängnisstrafen für ganz fleine Vergebungen schürten nur den Haß der Bevölkrung zur höchsten Erbitterung. Die Behauptung der Halatiften, der Probst von Bofen verlange von den deutschen Katholiken, die sich an ihn wendeten, daß sie polnisch rebeten, sei eine unverschämte und infame Lüge.( Beifall bei den Bolen.) Abg. Sieg( natl.): Ohne staatliche Kreisschulinspektoren tönnen wir im Osten nicht auskommen. Den Kreisschulinspektoren wird das Leben dort durch eine ungerechtfertigte Opposition sehr sauer gemacht. Abg. Graf Limburg( t.): Die Disciplinargewalt über die evangelischen Geistlichen der alten Provinzen steht nicht dem Minister, sondern dem Konsistorium, Oberkonsistorium und dem Ober- Kirchenrat zu. An diese sind Beschwerden zu richten. Sobald der Regierungspräsident Kenntnis erhielt, daß für diese Vorträge Schulräume benutzt wurden, hat er durch den Landrat sofort die Benutzung dieser Räume untersagt, so daß sich ein Eingreifen der Centralinstanz erübrigte. Abg. Barth( frs. Vg.): Der Herr Minister hat uns sehr fühl auf den Beschwerdeweg beim Oberkirchenrat hingewiesen. Es handelt sich aber um eine sehr allgemeine Frage, um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und der Ordnung. Wenn es sich um die kleinste Verfehlung irgend eines Socialdemokraten handelt, dann gerät das ganze Mini sterium in Aufregung. Hat der Eisenbahnminister nicht schreckliche Gefahren für die bestehende Gesellschaftsordnung gewittert, wenn ein Eisenbahnarbeiter in den von Socialdemokraten geleiteten Stottbufer Die fatholische Kirche ist in Preußen freier als selbst in rein Stonjumverein eintritt? Jm vorliegenden Fall aber hat der Minister so fatholischen Ländern. Wir wollen aber alle Wünsche, die die Katholiken fühl und mit so ruhiger Eyattheit geantwortet, daß nach außen hin noch haben, sorgfältig prüfen. Ob wir sie alle erfüllen werden der Eindruck entstehen muß, was der Bastor Krösel gethan hat, war zwar tönnen, das ist nicht zu sagen. Das hat manche Schwierigkeiten. nicht ganz forrett, aber auch nicht besonders schlimm. Nicht einen Ton hat Wir haben gesehen, daß wir mit unsren katholischen Landsleuten der Minister über die aufreizende Thätigkeit dieses Mannes gefagt. Das politisch ersprießlich zusammen wirken können. Dieses politische wollen wir doch martieren. Die Aeußerungen des Dresdjgrafen Bückler Buſammenwirken macht es uns leichter, ihnen auf tirchlichem hat das Gericht zwar auch nur als symbolisch gemeint angesehen, Gebiet entgegenzukommen. Anders steht es mit den Wünschen obwohl ich keinem Socialdemokraten raten möchte, ähnliche symbolische des Bolentums; hier haben wir es es nicht mit religiösen, Aeußerungen im Vertrauen auf Straffreiheit zu thun, aber die Leute, sondern mit nationalen Bestrebungen zu thun. Diefen an die fich Krösel gewendet, glauben ihm auf's Wort. Wenn er sich national polnischen Bestrebungen gegenüber müssen wir den zum Verbreiter solchen Aberglaubens macht, übernimmt er eine Kampf aufnehmen, um das Deutschtum zu stärken und zu schüßen. gefährliche Verantwortung, er und die Behörden, die ihm das Hand( Beifall rechts.) wert nicht legen.( Bravo! links.) Abg. Kreitling( frs. Bp.) führt Beschwerde darüber, daß das Provinzial- Schulkollegium in die Rechte der Stadtgemeinde Berlin eingegriffen hat. Durch die Stadt ist ein Rektor, der mit seinem Lehrerfollegium in Streit geraten war, an eine andre Schule versezt worden, und das ProvinzialSchulkollegium hat entschieden, daß diese Bersetzung nur im Einverständnis mit dem Rektor und ohne Beeinträchtigung seiner bisherigen Bezüge erfolgen dürfe. Des weiteren hat das Provinzial- Schulkollegium die disciplinare Bestrafung von Lehrern bis zur Höhe von 9 Mart an die Streis- Schulinspektion übertragen, während bisher eine disciplinare Bestrafung nur auf Antrag der Schuldeputation durch das Provinzial- Schulkollegium selbst erfolgt ist. Ministerialdirektor Dr. Kügler Ridert einen Mißbrauch bon Die Weiterberatung wird hierauf auf Montag 11 Uhr vertagt. Schluß 33/4 Uhr. Dritter Verbandstag der Stuccateure Deutschlands. Aus der Frauenbewegung. Die Beschaffung von Sihgelegenheit für Angestellte in offenen Verkaufsstellen, bei uns, wie so vieles andre, nicht durch Gesetz, sondern durch Verordnung geregelt, wird endlich in Monats frist in Wirksamkeit treten. Vom 1. April an muß ausreichende" Siggelegenheit für Lehrlinge und Angestellte vorhanden sein. Was ist aber in folchem Fall ausreichend? Das englische Gesetz über denselben Gegen stand bestimmt als Mindestmaß einen Siz für je drei Personen: die deutsche Verordnung giebt eine allgemeine Weisung, die nach Belieben höher oder niedriger geschäzt werden kann. Ein Sitz für drei Personen muß wohl als das Mindestmaß erscheinen, um dem Zweck der Einrichtung gerecht zu werden: genügendes Ausruhen von dem ungefunden Stehen in gelegentlichen Baufen, wie fie der Ladenverkehr so häufig bietet. Für Nichtbefolgung der Vorschrift ist allerdings in Deutschland eine höhere Marimalgrenze der Strafe angesezt als in England 800 m. gegen 100 M. Aber die Strafen für gewerbliche Bergehen werden den Unternehmern gegenüber meist so bemessen, daß die festgesezten hohen Summen, welche die obere Grenze bilden, lediglich den Eindruck eines schmückenden Beiwerts hervorrufen, statt den einer Androhung gegen Zuwider Handlungen. Bur richtigen Durchführung der für die Gesundheit der weiblichen Angestellten dringend notwendigen neuen Vorschriften fann das taufende Publikum viel beitragen. Vor allem die Frauen, deren Scharfblick für die Einzelheiten des täglichen Lebens durch Natur anlage gegeben, durch Uebung entwickelt, sie besonders dazu befähigt, derartige Verhältnisse zu beurteilen. Sie werden in den Geschäften, welche fie regelmäßig besuchen, bald sehen, nicht nur ob die neue Einrichtung vorhanden, sondern auch ob sie genügend benutzt wird. Daß die Gehilfin ihre Gesundheit schont, indem sie sich in jenen Baufen ausruht, welche ihr feine Kundinnen zuführen, kann an sich den Ladenbesizer wenig fümmern, ihn treibt die Furcht, die Kundschaft könne sich durch nachlässige Bedienung beleidigt fühlen. Sache der Kundinnen ist es, ungweideutig zu zeigen, daß sie die neue Einrichtung billigen und ihre ausgiebige Benutzung wünschen. Und in andrer Weise noch tönnen die Käuferinnen einen wohlthätigen Drud zu Gunsten der Handelsangestellten ausüben. Sie tönnen den gesetzlichen Achtuhr- Ladenschluß herbeiführen, einfach durch Verlegung ihrer Einläufe auf die Zeit vor der achten Stunde. Seit der Ladenschluß um 9 Uhr eingeführt ist, hat sich wohl die ungeheure Mehrheit der Frauen überzeugt, daß eine spätere Besorgung von Einkäufen durchaus nicht notIn Frankfurt a. M. tagte vom 25. bis 27. februar der dritte wendig erscheint. Ünd ebenso wäre es mit dem Schluß der Verbandstag der Stuccateure Deutschlands. Anwesend waren Verkaufsstellen um 8 Uhr ergangen, wenn sich dies hätte durchsetzen 20 Delegierte. Aus dem vom Verbandsvorsitzenden Odenthal erstatteten laffen. Es ist jedoch vorgesehen, daß in jeder Stadt der LadenGeschäftsbericht geht hervor, daß die Organisation der Stuccateure schluß um 8 Uhr durchgeführt werden muß, sobald fich zwei gute Fortschritte gemacht hat. Während der Verband im Jahre 1898 Drittel der Inhaber dafür aussprechen. Daß diese felbft recht 17 Filialen mit 673 Mitgliedern zählte, ist die Zahl gegenwärtig gern eine Stunde früher Schluß machen, sobald ihnen dadurch Welcher Vorteil daraus fich auf 54 Filialen mit 2250 Mitgliedern gestiegen. Der Kaffenbericht für die Angestellten ergiebt, fein Verlust droht, ist klar. weist in der Zeit vom 4. Quartal 1898 bis 4. Quartal 1900 an der Ruhe und Erholung pflegen können, braucht nicht näher auswenn sie eine Stunde früher erwidert, daß der erste Fall nicht zur Kenntnis des Ministeriums Einnahmen 34 312,12 M. und an Ausgaben 33 965,43 M. auf. gelangt sei, er sich darüber also auch nicht erklären tönne. Gegen In der Diskussion wurden von einer Seite dem Vorstand Vor: geführt zu werden. Die Frau aus dem Volt, warmherzig und eine die Entscheidung des Provinzial- Schulkollegiums sei aber noch die haltungen gemacht, daß nicht genügend für den Verband gewirkt fichtig, weiß aus eigner schwerer Erfahrung das Glück und die Gra Einlegung einer Beschwerde möglich. Was den zweiten Fall an- fei. Die Einnahmen seien zurückgegangen, die Ausgaben gestiegen; leichterung richtig einzufchäzen, welche eine Stunde der Freiheit belangt, so hat das Provinzial Schulkollegium das Recht der man müsse außerdem berücksichtigen, daß man sich in der Zeit des mehr gewähren kann. Für jeden Beladenen begrüßt sie mit Freuden eine Besserung seiner Lage, auch wenn sie nicht, wie es ja disciplinaren Bestrafung, das bisher von ihm nur allein ausgeübt wirtschaftlichen Niedergangs befinde. Dem wurde vom Vorsitzenden wurde, in fleineren Fällen an die Kreis- Schulinspektion abzutreten. entgegengehalten, daß leider in den Filialen zu wenig geschehen ist auch häufig vorkommt, unter den betreffenden Angestellten nahe Ber Der Schuldeputation stand nie das Recht disciplinarischer Be- und oft große Nachlässigkeit zu merten sei. Solle der Vorstand wandte und Freunde hat. Möge sie hier ihre Mitwirkung nicht strafung zu. mehr leisten, dann sei dazu auch die Unterstützung der Mitglieder versagen; es gilt ein Stück socialen Fortschritts zu erreichen, ohne Opfer, nur durch ein wenig umsicht in der Anordnung der Abg. Dr. Barth: notwendig. Ich habe hier in Vertretung meines erfranften Kollegen Eine längere Diskussion entstand bei dem Antrag des Vorstands häuslichen Bedürfnisse. Die übergroße Mehrzahl der Käuferinnen in den zahlreichen fleinen Geschäften sind Proletarierinnen; Schulräumen zur Sprache zu auf Erhöhung der Beiträge. Namentlich von den Delegierten aus bringen. In Pommern giebt es einen christlichen Pfarrer Süddeutschland wurde der Antrag, den Beitrag im Somumer auf sie können durch ihre Anzahl ein großes Gewicht in die Wagschale Krösel, der es sich, wie es scheint, zur Lebensaufgabe 50 Bf., im Winter auf 30 Pf. zu bemessen, bekämpft, gelangte aber werfen, um den zwei Dritteln aller Ladeninhaber, welche den 8 Uhrgemacht hat, hinter die Geheimnisse der Konizer Mordthat zu schließlich mit 12 gegen 10 Stimmen zur Annahme. Für die Reise- Zadenschluß befürworten müssen, die Ueberzeugung beizubringen, daß kommen.( Unruhe im Centrum.) Sie werden durch meine weiteren Unterstüßung wurde eine 26wöchentliche Karenzzeit festgesetzt und ihr eignes Interesse in dieser Richtung liegt. Sind die Frauen Ausführungen sehen, daß ich berechtigt bin, eine solche Behauptung soll die Unterſtüßung 1/2 Pf. pro Stilometer bis zum Höchstbetrag hierin einig, dann ist der Erfolg gewiß. aufzustellen. Der Pfarrer ist selbst in Stonig gewesen und hat dort, von 15 M. bei einjähriger Mitgliedschaft, 20 W. bei zweijähriger Gegen die Heimarbeit. Man schreibt uns: Der Berliner wie es scheint, so eingehende Untersuchungen angestellt, daß er und 30 M. bei dreijähriger betragen. Die Gewährung eines Sterbe- Frauenverein hat vor einiger Zeit die Frage der Hausindustrie in darüber sein geistliches Amt etwas vernachlässigt hat. Wie mir gelds wurde mit 13 gegen 7 Stimmen angenommen. Die Witwen der Kostüm Maß Schneiderei zum Gegenstand der Verhandlungen nämlich berichtet worden ist, hat er mehrfach an Sonntagen in seiner verstorbener Mitglieder erhalten eine Unterstügung von 50 W., jedoch gemacht. Das Ergebnis der Diskussion war folgender Beschluß: Gemeinde die Predigt durch seinen Küster verlesen lassen. Nachdem nur dann, wenn der betr. Kollege mindestens ein Jahr lang ununter- Die am 14. Februar tagende Versammlung des Berliner er aber seine Untersuchungen beendet hatte, hat er das Resultat brochen Mitglied des Verbands war. Frauenvereins verpflichtet sich, nach Kräften dafür einzutreten, daß seiner Forschungen in sogenannten wissenschaftlichen Vorträgen an Die weitere Statutenberatung betraf mehr interne Angelegen- innerhalb der Berliner Kostümschneiderei Betriebswerkstätten einden Mann bringen wollen, d. h. genauer ausgedrückt, an die Bevöl- heiten, vor allem wurden die Bestimmungen über die Streits etwas gerichtet werden." ferung, welche nicht nur aus Männern, sondern auch aus Frauen enger gefaßt. Mit der Ausführung des Beschlusses beschäftigt sich eine Stomund jungen Leuten bestand. Der christliche Pfarrer hat in diesen Die Ausgabe eines eignen Fachblatts fand keine Zustimmung mission, der die Vorstandsmitglieder Fräulein Helene Lange Vorträgen die Ansicht vertreten, daß ein Ritualmord vorliege, und der Generalversammlung, dagegen soll vom" Grundstein" ein Kopf- und Fräul. Alice Salomon angehören. Sie hat damit begonnen, für diese Vorträge Schulräume benutzt. Einen derartigen Bortrag blatt herausgegeben werden, in dem die Interessen der Stuccateure Frauen aus den führenden Kreisen der Berliner Gesellschaft, sowie hat ein perfetter Stenograph aufgenommen, und dieser ist bereit, anf mehr Berücksichtigung finden. Künstlerinnen und Vereinsvorsitzende für die Angelegenheit zu interGrund dieses Stenogramms die von dem Pfarrer gemachten Bei der Ausdehnung des Verbands und im Interesse einer effieren. Es ist in diesen Tagen an ca. 60 Firmen der KostümAeußerungen zu beschwören. Um ein möglichst großes Auditorium thatkräftigen Agitation hat sich die Anstellung eines Beamten für Maßschneiderei eine Anfrage gerichtet worden, um gu erfahren, wie zu bekommen, hat der christliche Pfarrer durch Herausnehmen notwendig erwiesen; demgemäß beschließt die Versammlung und be- fie sich zu der für Konsumenten und Arbeiter gleich schädlichen der Zwischenvände die Schulräume in einen großen stimmte Hamburg als Siz des Vorstands. Odenthal wurde das Heimarbeit stellen. Die Antworten Der Geschäftsinhaber werden Saal verwandelt und dann vor zahlreichen Zuhörern den Amt des besoldeten Vorsitzenden übertragen und das Anfangsgehalt für ein weiteres Vorgehen im Sinne der Resolution das Material Aberglauben des Nitualmordes gepredigt. Er hat nach dem auf 2000 m. festgesetzt. liefern. Stenogramm gefagt, der Mord ist nur deshalb begangen Die Arbeitslosen- Unterstügung mußte in Anbetracht der schlechten Man kann der von dem Berliner Frauenverein begonnenen worden, um das Blut des Ermordeten zu erhalten, und an einer Finanzlage des Verbands abgelehnt werden, dagegen wurde be. Agitation nur das beste Gedeihen wünschen. Die Heimarbeit in ihrer andren Stelle behauptet, der Jude ist verpflichtet, vor Gericht gegen schlossen, 14 Proz. der Einnahmen der Hauptkasse für die An- gegenwärtigen Form läßt der Ausbeutung der Arbeiterin den größten # Nebenbei bemerkt, war Spielraum und stellt jeder Versuch einer Reform stets neue willentos der Fahne der Junter folgt. Schwierigkeiten entgegen. Aus Unwiffenheit und Mißtrauen, eine vor dem Versammlungslokal ein starkes Polizei- Aufgebot postiert. welche sie die Willkür des Arbeit- Verband deutscher Mühlenarbeiter. Sonntag, den 3. März, nach gebers preisgiebt, der Entziehung ihrer Arbeit stets gewärtig, fürchten mittags 32 Uhr in Tegel, Berlinerstr. 92( Krause), Versammlung. fie jede Neuerung. Je tiefer ihre Lebenshaltung schon gesunken ist, um so schwerer Tassen sie sich von der Möglichkeit einer Besserung überzeugen. Vielleicht wird der Druck, welcher seitens des Publikums auf den Arbeitgeber ausgeübt werden soll, eine Besserung herbeiführen. Depeschen Mädchen. Junge Mädchen als Telegraphen- Boten dürfte entschieden eine Neuheit auf dem Gebiete der Ausnutzung weiblicher Arbeitskraft bedeuten. Wie„ Daily Mail" berichtet, hat der Postmeister von St. Anne( England), weil er keine jungen er f Burschen erhalten konnte, den Versuch gemacht, zum Austragen der Telegramme junge Mädchen anzunehmen. Es sind bis jetzt vier angestellt; sie erhalten für den Gang 10 Bf., es ist ihnen ein Minimum von wöchentlich 5 M. garantiert, im Durchschnitt brächten sie es auf 8 M. Der Postmeister hat sich über die Führung der Mädchen sehr lobend ausgesprochen, ob sie zu Fuß oder per Fahrrad auf Tour feien, immer kommen sie pünktlich zurück. Das Beispiel wird gewiß Nachahmung finden, die" girls" sind eben noch billiger als die „ boys". Versammlungen. Im zweiten Wahlverein hielt Reichstags- Abgeordneter Antrid am Mittwoch einen Vortrag über das Thema:" Kann die Not der Landwirtschaft durch hohe Agrarzölle beseitigt werden?" Der Redner tam zu dem Schluß, daß die Arbeiter, die fleinen Leute des Mittelstands als Konsumenten durch die Zölle geschädigt werden, daß aber ebenso auch die große Zahl der kleinen Landwirte, besonders aber die ländlichen Arbeiter unter der 8ollerhöhung schwer zu leiden haben, denn Berteuerung des Brots die Landarbeiter können ja die nicht ausgleichen durch die Erringung höherer Löhne. Sie haben ja fein Roalitionsrecht, und freiwillig werden ihnen die Junker gewiß feine höheren Löhne zahlen. Es sei dringend zu wünschen, daß unfre Parteigenossen, die sich der Landagitation widmen, darüber Erkenntnis unter den Landarbeitern und den kleinen Bauern verbreiten, daß es ein gemeinsames Interesse aller Landwirte nicht giebt, sondern daß die großen und die fleinen Grundbesiger ganz verschiedene Interessen haben. Briefkasten der Redaktion. nicht erwiesen zu erachten sein.- Tschirmer. 1. Liegt fein Instrument bor, so erbt die Witwe in Ihrem Fall ebenso wie jedes Kind ein Viertel des beim Tode des Vaters vorhanden gewesenen Vermögens. 2. Waren Sie und Ihr Bruder bei der zweiten Heirat Ihres Vaters minderjährig, so mußte vor der Heirat eine Auseinanderseßung hinsichtlich des Nachlasses Ihrer Mutter stattfinden. Ob eine solche stattgefunden hat, erfahren Sie durch Anfrage bei dem Amitsgericht. N. W. S. Erheben Sie Wider: spruch. Die Forderung ist verjährt, wenn nach dem 31. Dezember 1898 Hermann W. Schriftliche Antwort die Forderung nicht anerkannt ist. zu erteilen lehnen wir ab. Sie fönnen der Räumungsaufforderung widersprechen. Dann hätte das Gericht zu entscheiden. Ob die Räumungsklage Aussicht auf Erfolg hätte, läßt sich ohne Einsicht in den Vertrag nicht fagen: Die Kündigung scheint deshalb unwirksam zu sein, weil die Frau des Verwalters teine Vollmacht zur Kündigung hatte. 9. 7. Nein. 2. M. 96. 1. Das hängt von den für jeden Bezirk verschiedenen oberpräsidialen Polizeivorschriften ab. 2. Das ist uns unbekannt E. K. 69. Ja. G. 200. Es steht nicht im Belieben des Einzelnen, Die Staffen, find Zwangskaffen: Das Nähere welcher Stasse er angehört. Die können Sie Seite 284 des Arbeiterrechts"( dasselbe liegt in der Bibliothek *. 75. Kommen Sie in die Sprechstunde. Alexanderstr. 26 aus) nachlesen. Mittwoch Donnerstag Sonntag Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. C. H. 10. Mit dem Vertrieb von Jugendschriften befaßt sich jede Buchhandlung. Frobel 66. Zunächst der Bruder. P. D. Kennen wir nicht. Pr. H. 38. Eine Klage wäre ohne Aussicht auf Erfolg, weil mit Vollendung des 14. Lebensjahres die Fürsorge für das vor dem 1. Januar O. Mikron. 1900 geborene uneheliche Kind in der Regel aufhört. B. würde mit Erfolg den Weg der Privattlage beschreiten können, weil Ihnen die Beweislast obläge: Sie beide fämen nicht zum Eid, es würde sich also Behauptung gegen Behauptung stehen und Ihre Behauptung als Montag Wochen Sonntag Dienstag 5. 4. 3. Spielplan. 6. 7. Opernhaus Lohengrin Der Wildschütz Die Fledermaus Fidelio Der Bärenhäuter Schauspiel: haus Wallensteins Lager. Die Piccolomini Wallensteins Tod Der wilde Reutlingen Don Carlos Leffing: Theater Johannisfeuer Deutsches Der Sieger Rosenmontag Der Sieger Theater Berliner Theater. Theater des Westens Schiller: Theater Die Zwillings: Flachsmann als Agnes Sorma: schwester. Erzieher Ueber unfre Kraft II. Teil Ueber unsre Kraft II. Teil Ueber unsre Kraft I. Teil Agnes Sorma: Die Zwillings: schwester Die versunkene Glocke Ueber unsre Kraft II. Teil Der Wahrheitsmund Ein Sommer: nachtstraum Flachsmann als Erzieher Der Sieger. Ueber unsre Kraft I. Teil Freitag 8 Der fliegende Holländer Der Kaufmann von Venedig Agnes Sorma: Die Zwillingsschwester Rosenmontag Die lustigen Weiber von Windsor Der Wahrheitsmund Sonnabend 9. 8. Sinfonie.- Abd. 10. Der d. fönigl. Kapelle Waffenschmied Mitt. Hauptpr. Vergißmeinnicht Geschloffen this Agnes Sorma: Johannisfeuer d's Faust Ueber unfre Kraft II. Teil Zar und Zimmermann Agnes Bernauer Agnes Sorma Die Zwillings Schwester Rosenmontag Nm.: Die Macht der Finsternis Ueber unsre Kraft I. Nachm.: D. beid. Leonor. Der Wahrheitsmund. Nachm.: Barbier v.Sevilla Der Raub der Rosmersholm| Sabinerinnen. Carmen Der Freischütz Martha Romeo und Julia Rosmersholm Der Retter Rosmersholm Freiwild Der Herr Senator Der Retter Carl Weik Theater Das Modell Das Modell Das Modell Das Modell Das Modell Opern- Vorst.: Der Troubadours de Luisen: Theater Der Millionenbauer Kyriz- Pyrit Hamlet Alte Liebe roftet Maria Stuart nicht Narziß Das Modell Nachm.: Dornröschen Narziß Nm.: W. Tell Das Modell Kyriz- Pyrit Nachm.: Narziß Der lehrreiche zweistündige Vortrag fand lebhaften Beifall. Friedrichsfelde. In einer Protestversammlung, die hier gegen Ständiges Repertoire: Neues Opern Theater( Kroll). Diefen Sonntag: Was ihr wollt. Nächsten Sonntag: Der Verschwender. Belle Alliance Theater. Alle den Brotwucher stattfand, referierte unter großem Beifall Genoffe Residenz Theater. Alle Abende: Leontinens Ehemänner Nächsten Sonntagnachmittag: Frauen von heute. Stadthagen. Die Secessions Bühne. Alle Abende: Gastspiel von E. v. Wolzogens Buntes Alle Abende: Der Damenschneider. Nächsten dem fand die vorgeschlagene Protest- Resolution einstimmige heute. Sonnabend und Sonntag: Der Kadettenvater. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Annahme, ein Beweis, daß auch die Landbevölkerung nicht mehr Sonntagnachmittag: Der Vogelhändler. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Alle Abende: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. unter denen sich zabrg war von ca. 700 Personen besucht, Abende: Gastspiel der Secessionsbühne: Käthe Wandel Boubouroche. Landarbeiter befanden. Trotz- Theater( Ueberbrett!). Central Theater. Sonntag: San Toy. Alle übrigen Abende: San Toy. Toy.- Thalia Theater. Alle Abende: Amor von 29455 ie Geburt eines Sohns zeigen hierBerlin( Gesundbrunnen), 1. März. E. Werschke nebst Frau. Als Verlobte empfehlen sich[ 2948b Johanna Tempel Max Klees Berlin- Magdeburg. Herzlichste Gratulation zur Verlobung der ersten Tochter in der Familie Tempel. In Kairo war der junge Klees Da wurde eines Tags die Geschichte Боз. Er ging spazieren dort am Nil Und fing ein großes Krokodil. Die That am Nil so ist geschehen, Das corpus delicti bei Tempel ist zu jeben. P. L. G. U. R. W. 0. G. C. W. H. L.[ 24476 Die Beerdigung des Restaurateurs Wilhelm Müller findet nicht Verein für Frauen u. Mädchen d. Arbeiterklasse idsip Sonnabend, den 9. März, in den Arminhallen, Kommmandantenstr. 20. II. Stiftungsfest. Festvortrag: Dr. Rudolf Steiner. Recitation: Frau Gertrud Eysoldt vom Lessing- Theater. Herr Richard Leopold von der Secessionsbühne. Gesang: Konzertsängerin Frl. Martha Schley. Klavierbegleitung: Herr Fischer. Violinsolo: Herr Richtsteig. Billets 25 Pf. Rauchen während der Vorträge nicht gestattet. Nachher: Tanz. Anfang 8 Uhr. 55/6 Billets sind im Verein und in den Zahlstellen zu haben. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. 3 Uhr, sondern heute nachmittag Heute abend 5% Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: 41 Uhr statt.. Deutscher 29366 Versammlung. Tages Ordnung: 1. 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Von der oben Mission dem Verband gegenüber und besonders des Pastors Jungaufgeführten 8abl find im Durchschnitt nur 2879 regelmäßig clausen, der früher der Hamburger Seemanns- Mission vorstand zahlende Mitglieder vorhanden, allerdings im Gegensatz zu 2125 anonymen und in Artikeln vielfach über den Verband in äußerst abim Jahre 1899. Infolge dieser Mitgliederzunahme haben sich die sprechender Weise im„ Hamburgischen Korrespondent" losgezogen ist, Einnahmen des Verbands ebenfalls erhöht. Nach dem vom Haupt- Stellung. Diese Bemerkungen veranlaßten den als Gast anwesenden taffierer Meyer erstatteten Kassenbericht steht einer Gesamteinnahme jezigen Leiter der Seemannsmission zu Hamburg, Pastor Reimers, In den Tagen vom 25. bis 28. Februar tagte in Hamburg die von 21 186,68 m. eine Gesamtausgabe von 12 627,82 m. gegenüber, das Wort zu nehmen: Ob sein Amtsvorgänger wirklich das gethan Generalversammlung des deutschen Seemanns- Verbands. Vertreter so daß ein Ueberschuß von 8558,86 M. erzielt ist. Dazu kommt ein habe, das man demselben vorwerfe, sei ihm mindestens zweifelhaft. waren aus den Städten Hamburg, Cuxhaven, Bremen, Bestand von 11 176,87 m. aus den früheren Jahren, so daß der Ver- Sein, Redners, sehnlichster Wunsch sei, daß auch die christlichen und es nur eine, neutrale Bremerhaven, Flensburg, Kiel, Lübeck, Wismar, band über ein Gesamtbarvermögen von 19 735,73 M. zur Zeit ver- Gewerkschaften verschwänden, Aber der gäbe. auch Seemanns Rostod, Stralsund, Stettin, Danzig, Königsberg fügt, ein für die kurze Zeit seines Bestehens sehr erfreuliches Gewerkschaftsbewegung möge völlige Neutralität wahren, in Politik und und Memel erschienen. Resultat. Dazu kommen noch 11 075 M., die sich am Schlusse des verband In dem Geschäftsbericht bemerkte Paul Müller, daß der Jahres in den Lokalfassen der Mitgliedschaften befanden: zusammen Religion. Man möge doch nicht so aufgebracht sein, daß der Verband Wenn im deutschen deutsche Schiffahrtsbetrieb im vergangenen Jahre ein günstiges also 30 810,73 m. Unter den Ausgaben figurieren 3561,82 M. für als ein socialdemokratischer bezeichnet werde. Geschäftsjahr hinter sich habe, und das trotz des südafrikanischen und das Verbandsorgan, denen an Einnahmen aus dem Verbandsorgan Vaterlande zwei Millionen Wähler socialdemokratisch wählten, so könne des chinesischen Kriegs. Diese Kriege, namentlich der lettere, hätten 2155,28 m. gegenüber stehen. Für die Agitation find 2494,20 m. in der Bezeichnung socialdemokratisch" doch keine Beleidigung liegen. an Zu Er wünsche nur, daß das Wort Jesu Platz greife in der Socialdemokratie. der Großschiffahrt nicht nur teinen Schaden, sondern materielle verausgabt, für Streit Unterstützungen 660,69 m., Vorteile gebracht. als Beitrag Man solle nicht der Seemannsmission Heuchelei unterstellen. Das sei Die Hamburg- Amerika- Linie" und der schuß an einzelne Mitgliedschaften 367,30 M., und gerade so scheußlich und perfide, als wenn man sage: die Verbandsleiter Norddeutsche Lloyd" hätten für die zu Truppentransporten für die General Kommission 330,70 m., für Bücher ant Gehalt für den Vorsitzenden lebten von Arbeitergroschen. Daß man der Mission mit Mißtrauen vercharterten dreiundzwanzig Dampfer bis zum 25. Ottober 1900 Materialen 2028,65 M., eine Summe von zusammen 27 282 500. erhalten. Für die 1834 M., an Beitrag für die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger entgegenkomme, sei verständlich, denn die Kirche habe nur zu oft gefündigt. Er stehe auf dem Standpunkte seines Vorgesetzten, der neulich Aktionäre dieser großen Reedereien sei das China- Abenteuer, das die 75 M. usw. Es liegt uns fern, die Kraft der Seeleute Industrie schwer geschädigt habe, also eine hübsche Einnahme ge- Aus den Berichten der einzelnen Mitgliedschaften find die Nach- geäußert habe: unterschäßen oder ihre Selbsthilfe unterbinden zu wesen. Anders für die seemännischen Arbeiter. Die viele Monate weise über die Stärke der Handelsflotte in den betreffenden Häfen zu Von den Verbandsdelegierten wurde dem Redner Lange Entziehung 23 großer Dampfer der Handelsflotte habe auf die interessant und die Berichte über die von den Reedereien gezahlten wollen." in Arbeitsverhältnisse den großen Hafenorten Bremerhaven Dividenden. Dividenden find im letzten Jahr gezahlt entgegnet, daß, wenn der Vorredner seine Worte in Thaten und Hamburg große Nachteile gehabt. Der Verband habe es von der Hamburg Amerika- Linie 10 Proz. gegen 8 Proz. umseze, so werde er im Nu das ganze kapitalprogige Reedertum ant den Beitragszahlungen sehr deutlich merken fönnen. im Vorjahre, von der Hamburg- Südamerika Linie 12 Broz. gegen sich haben. Er möge deshalb erst einmal zu den Reedern im verflossenen Jahre Außer diesen Beobachtungen fei gegen 10 Proz. im Vorjahre, Kosmos Linie 14 Proz. gehen und die lehren, daß der Mensch den Menschen nicht als eine noch bemerkenswert, daß gerade während des Geschäftsjahrs 1900 die 8ahl der Reedereien, sowohl an der Ostsee wie an der Nordsee, erheblich abgenommen habe. Das sei aber nicht gleich bedeutend mit einem Rückgang der Schiffahrt, sondern bedeute eine wesentliche Konzentration des Kapitals, indem größre Gesellschaften die kleinern Reedereien immer mehr und mehr aufsaugten. An 0 0 V Art Arbeitsmaschine achten solle. Gelinge ihm das, so würden ihm auch die Seeleute mit Butrauen entgegenkommen. gegen 11 Broz., Deutsche Levante- Linie 9 Proz. gegen 7 Proz., von der Deutsch- Australischen Linie 10 Broz. gegen 10 Broz.(?), OftAus den weiteren Verhandlungen ist zu entnehmen, daß der Afrika- Linie 8 Proz. gegen 6 Proz., Aktiengesellschaft Alster 9 Proz. gegen 8 Proz. im Vorjahre und dazu bei allen Reedereien aus monatliche Beitrag von 75 Pf. auf 1 M. erhöht wurde. Die Generalnehmend hohe Abschreibungen. Auch die Bremer Reedereien haben versammlung beschloß sodann aufs neue, die Verstaatlichung des Nach einem sehr von 6-15 Proz. Dividende verteilt, unter andrem der Nord- Rettungswesens für Schiffbrüchige zu verlangen. In eingehenden Referat des Reichstags- Abgeordneten Megger erklärte In einem umfangreichen Abschnitt Sociale Gesetzgebung" deutsche Lloyd 8 Proz. gegen 712 Broz. im Borjahre. werden die Bemühungen des Verbands geschildert, den gesetzgeben- Flensburg wurden bis zu 30 Proz. Dividende verteilt, und zwar die Versammlung, daß sie auf die von ihnen der Regierung unter Und gerade in breiteten Anträge beharren müsse und den Arbeitervertretern int den Körperschaften reiches Material für eine Reform der die Seeleute bewegen sich die meisten Prozentsäge von 20-23. betreffenden focialen Gesetzgebung darzubieten. Flensburg mußte eine geringe Heuererhöhung erst durch einen Barlament ihre Anerkennung für ihr Eintreten zu Gunsten der SeeDer Stand des Verbands ist ein recht guter. Die Mitglieder- Streit erkämpft werden. Aehnliche Referate über die Reederprofite leute ausspreche. Bei der Vorstandswahl bleibt die bisherige Zusammensetzung zahl ist von 5178 Ende 1899 auf 8220 am 31. Dezember 1900 werden aus allen Häfen erstattet, aus allen Häfen gehen aber auch gestiegen. Besonders haben sich die Mitgliedschaften in den Ostsee- als würdiges Gegenstück dazu bittere Klagen über die schlechte Lage Die Entschädigung des Vorsitzenden wird auf 2000 m. pro häfen, in denen rege Agitation entfaltet ist, gehoben. Infolge der der feemännischen Arbeiter ein. ganz eigenartigen Lage des seemännischen Lebens, das einer stetigen In der Besprechung über die Ausgestaltung der Agitation nahm Jahr( bisher 1920 M.), die des Hauptkassierers auf 20 M. pro Monat Fluktuation unterworfen ist, bedeuten nicht alle eingeschriebenen Baul Müller gegen das Verhalten der sogenannten Seemanns- festgesetzt. Das bisher Herrn Martin Wittenberg gehörige Herrenund Knaben- Bekleidungs- Geschäft 8859* Moabit, Turmstr. 85, gegenüber der Markthalle Eckhaus vom kleinen Tiergarten ist in meinen Besitz übergegangen. Ich errichte in demselben Lokal eine Verkaufsstelle erster Fabrikate: 1. Moderner Herren- und Knabengarderobe. 2. Arbeiter- und Berufskleidung. 3. 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Sonntag den 3. März. Freie Voltsbühne. Carl Weiß: Theater. 5. Abteilung( gelbe Karten): Meister Delze. Anfang 23 Uhr. Lessing Theater. 1. Ab teilung( rote Karten): La Robe 99 RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Unser Rhein, von der. Quelle bis zur Mündung." Invalidenstr. 57/62: K. Graff:„ Ueber neue Sterne." Montagabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. rouge( Die Rächerin). Anfang K. Graff: Der Mars während seiner 234 Uhr. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Wildschüß oder: Die Stimme der Natur. Schauspielhaus. Wallensteins Bager. Die Piccolomini. Anfang 7½ T i Montag: Wallensteins Tod. Neues Opern Theater( Kroll). Was ihr wollt. Anfang 72 Uhr. Montag: Geschlossen. Schiller. Rosmersholm. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Herr Senator. Montag: Der Retter. Deutsches. 71/2 Uhr. Der Sieger. Anfang Nachm. 22 Uhr: Der Probefandidat. Montag: Rofenmontag. Leffing. Die Zwillingsschwestern. Anfang 712 Uhr. diesjährigen Erscheinung. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. CASTANS Montag: Flachsmann als G PANOPTICUM zieher. Berliner. Ueber unsre Kraft.( 2 Teil) Anfang 7 Uhr. Nachm. 212 Uhr: Die Räuber. Montag: Ueber unsre Kraft.( 2. Teil.) Residenz. Leontinens Chemänner. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Trilby. Neues. Gekaufte Liebe. 71/2 Uhr. Montag: Leontinens Ehemänner. Anfang Nachin. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Gefaufte Liebe. Westen. Carmen. Anfang 712 Uhr. Nachm. Zar und Zimmermann. Montag: Der Freischütz. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbreitt. Anf. 7½ Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thalia. Amor von heute. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Sau Ton. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: San Toy. Luisen. Die Maschinenbauer. Anfang 8 11hr. Nachmi. 22 Uhr: Hamlet. Montag: Kyritz- Pyriz. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 712 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Boccaccio. Montag: Der Damenschneider. Carl Weik. Das Modell. Anfang 8 11hr. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Leibalte Ein RiesenNeu! Neu! Neu! GORILLA aus Yaunde, Hinterland von Kamerun erlegt von einem Deutschen, die grösste zoologische Sehenswürdigkeit des neuen Jahrhunderts. Konzertkapelle la Zarina. Der Germanensaal. Passage- Theater D- Vorstellung** Anf. Sonntags 12, Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Neues sensationelles Programm. Zum 1. Mal in Berlin: Damen- Ringkampf Mlle. Math. Morizel, Henriette Garret, Martha Lorina, Louise Duval. 17 neue erstklass. Nummern. Rosendienstag. Feldwebel- Tragödie in 1 Akt. Thalia- Theater Käthe Bandel. Bou: Thalia Theater bouroche. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Borstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Die beiden Wenzel. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Paffage: Theater." D"-Borstellung. Rosendienstag. Anfang mittags 12 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Freie Volksbühne. Etwas für Kenner. V. Abteilung. Heut e. nachmittags 2% Uhr, im Carl Weiss- Theater: Meister Oelze. I. Abteilung im Lessing- Theater, nachm. 2 Uhr: La Robe rouge( Die Rächerin). Drama in vier Akten von Eugène Brieux Deutsch von Dr. A. Berthold. Achtung! Achtung! Märzfest Sonnabend, 16. März, abends 8 Uhr, Brauerei Friedrichshain. Festrede: Herr Wilhelm Bölsche: ,, Der moderne Mensch in der Kunst." Gesang: Frl. Brackenhammer und Herr Gustav Waschow ( Theater des Westens); Frl. Bratszky und Herr Koppel von Wolzogens Buntem Theater. Konzert: Gebrüder Borisch( Violin- u. Cello- Virtuosen). Festmarken a 50 Pf. in allen Zahlstellen. Da nur eine beschränkte Anzahl zur Ausgabe gelangt, empfiehlt sich rechtzeitige Abnahme. 228/18] Der Vorstand. I I. A. G. Winkler. Apollo- Theater. Vollständig neues Programm. Saberno. Arry- Harry Geschw. Sandberg. Bernh. Mörbitz. Mad de Bussy. Der Kosmograph. Die Wolkovskys. Miss Deyo. Um 9 Uhr: Des Löwen Erwachen. Kasseneröffnung 6, Anf. 7%, Uhr. Heute nachmittag: Letzter Sonntag: Ben- Ali- Bey. Cirkus Busch Sonntag, den 3. März cr.: gr. Gala- Vorstellungen 2 Nachm 4 Uhr und abends 7% Nachm. 4 Uhr hat jeder Erwachsene auf Sigpläßen ein Kind frei, weitere Kinder die Hälfte Nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien. Besond. hervorzuheben: Die Boots: tatastrophe auf dem Müggelfee. In beiden Vorstellungen: Die berühmten französischen Clowns Gebr. Beldeman Die großartigen Freiheits: dreſsuren des Dir. Busch Auftreten der vorzüglichsten Reitfünstler und Reitfünstlerinnen. Vorreiten der besten Schul: u. Springpferde des Marstalls durch die ersten Schulreiter u. Schulreiterinnen Außerdem: Vorführung der vorzüglichsten Programmnummern. bens 7% Uhr: 3um 96. Male: Dresdenerftr. 72. Die eiserne Maste. Letzte Sonntagsvorstellung: Amor von Heute. Amor von Heute. Donnerstag: 8 um 100. Male: Sonnabend, den 9. März: Bum erstenmal: Der Kadetten- Bater. Bosse mit Ges. u. Tanz in 5 Bildern. 5. Bild: Auf dem Ueberbrettl. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Heute, Sonntag, 3. März: Zum 2. Male: Ironid. Zoubentre. 48/49.( 3m Man lebt ja nur einmal. Theateriaal) Uhr: „ Unser Rhein, von der Quelle bis zur Mündung". Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. K. Graff: Ueber neue Sterne". Montag: K. Graff:„ Der Mars während seiner diesjährigen Er fcheinung". Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Große Gesangsposse in 5 Bildern von Horst und Stein. Bearbeitet von Jul. Freund. Musik von J. Einöds: hofer und B. Sloane. Vorher: Das neue MärzSpecialitäten- Programm. Rauchen überall gestattet. Schiller Theater La belle Zarina. ( Wallner Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr:" Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Sonntagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrit Jbjen. Deutsch von A. Zint. Montagabend 8 Uhr: Der Retter. Dienstagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Central- Theater. Le masque de fer Gr. historisches Manege: Schaustüd in 4 Aften und 3 Hauptbildern. in die Cirkustuppel hinauf. Unter anderm: Die Jagd bis Passage- Panopticum Neu! Der amerikan. Riese Diltius der größte Soldat der Welt. 2 Mtr. 35. der fleinste Soldat Gen. Boum der Welt. 75 Gim. J. Dumont der Mann mit dem größten Bart der Welt. 3 Meter 35 Cent. Eintritt( inkl. Theater) 50 Pf. Cirkus Reichshallen Stettiner Sänger. Neues Programm! Siehe famtliche Säulen. .88 01 Sanssouci Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz fret. Vereinsbillets gültig. Sonntag: Wachsfiguren Montag: Lustige Vagabonden. Donnerstag: Wachsfiguren. 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Leijegang Reinickendorferstr. 61. H. Lauter bach Nachf. Rixdorf. G. R. Prenzel, Prinz HandjeryReinidendorferstr. 70. Paul Trapp.straße 46. 47 Rheinsbergerstr. 55. Alex Howik.. Vincent, Bergstr. 129. Ryteftr. 40. Eugen Retzdorff. Weinbergsweg 1. M. Zaremba. P. Lemce, Kaiser Friedrichstr. 242. Cöpenick. Wollinerstr. 30. Hugo Lubowsky. Karl Jadisch, Schloßplak. Bionsfirchstr. 53. C. Morid. NW. Alt- Moabit 122. C. A. Wagner. Altonaerstr. 3. Anna Hütter. Brücken- Allee 17. R. Sauer. Havelbergerstr. 11. H. Sommer. Lübeckerstr. 26. A. Wohlgemuth. Leffingstr. 16. W. Diepow. Luisenstr. 27/28. B. C. Pflug. Stromstr. 40. Felix Günther. Wilsnackerstr. 59. W. Diepow. Erkner. Bruno Petersen, Friedrichstr. 15. Friedenan. Dankmar Hermann, Dürerplaz 1. G. Delgart, Rheinstr. 68/69. Friedrichsberg. Franz Fischer, Frankf. Allee 106. Friedrichshagen. E. Schönebeck, Friedrichstr. 76. Gross- Lichterfelde( Ost). Otto Borstell, Bismarckstr. 31. A. Fiedler, Wilhelmstr. 46. Friedenstraße 50. Ernst Pahl, Gross- Lichterfelde( West). Drog. z. Bär. NO. Gr. Frankfurterstr. 35/36, a. Strauß bergerplay. J. Majchertiewicz. Paul Remus, Stegligerstr. 47. Hermsdorf i. d. Mark. Landsbergerstr. 109. Alb. Treder. W. Borstorff, Bahnhofstraße. Linienſtr. 8. C. Stahl Nachfl. LichtenbergFriedrichsfelde. Blüchertr. 15. Rottmann Nt. Emil Birkholz, Chauſſeeſtr. 2 u. H. Belle- Allianceftr. 91. Guft. Rettig. Chamissoplatz 7. Reinh. Kohl. Wilhelmstr. 2. Mariendorf. Friedrichstr. 249. C. F. Ander. Walter Klimant, Chauffeestr. 71. Großbeerenstr. 1. A. Mitter Nachf. Pankow. Großbeerenstr. 21. H. Kreibohm. C. Buchmann, Floraftr. 35. Großbeerenstr. 28b. Otto Willer. N. Rosemanu, Brehmestr. 65. Markgrafenstr. 29. J. F. Schwarz- Reinickendorf( West). lofe Söhne, Kgl. Hoflieferant. G. Zobel, Scharnweberstr. 117. Wilhelmstr. 121. Paul Uppendahl. Zimmerstr. 2. Hoflief. E. Drewik. Rummelsburg. Boffenerstr. 22. Julius Conti. M. A. Rohr, Schillerstr. 2. nialled Süden. Spandau. Blücherstr. 60. Alfr. Katfuß. A. Lehmann, Bichelsdorferstr. 26. Dresdenerstr. 115. F. W. Sehrndt. May Bock, Breitestr. 26. Neue Jakobstr. 14. Engen Toted. Max Bock, Schönwalderstr. 91. Kommandantenſtr. 45. F. E.Vörtel. Südende. NRoßstr. 14. Guft.Neumann Ww. A. Köcher Nachf., Kurze und Langestraßen- Ecke. SO. Dresdenerstr. 134. Oskar Sy. Steglitz. Röpniderstr. 80/81. R. Schrader. Heinr. Hasselmann, Albrechtstr. 16. Reichenbergerstr. 116. Ph. Lerch. Georg Schwabe, Schloßstr. 66a. Reichenbergerstr. 74a. A.Jackowski. Nieder- Schöneweide. Waldemarstr. 28. E. Staats. B. Rausch, Grünauerstr. 5. Osten. Ober- Schöneweide. Blumenstr. 25. G. Hannemann. Erich Brüggemann, WilhelminenFrankfurt. Allee156. Otto Ehrhardt hofstr. 28. Königsbergerst. 13 M. Angermann Koppenstr. 25. W. Edelmann. Petersburgerstr. 72. Julius Beek. Thaerstr. 62. Franz Zimmer. BardTegel. H. Farchmin, Berlinerstr. 10. Treptow. Wallner- Theaterstr. 18. H. v. Mani: Kurt Harder, Baumschulenstr.15/ 16 towsky. Weissensee. Paul Hennicke, König- Chaussee 58. Westen. Culmstr. 1, Ede Bülowst. M. Eckert. Wilmersdorf. Groß Görschenstr. 31. C. Ordnung. Ad. Thiele, Ringbahnstr. 264. Wo keine Niederlagen, frei Haus durch meine Gespanne. Warnung vor Fälschung und Nachahmungen! Man achte genau auf meine Echte Original- Reichel- Essenzen. Firma und nehme nur Zähne 2 Mk. 10 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 7 Mark. 133/ 9* Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 130, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7, Nr. 53. 18. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Litterarische Rundschau. Die Helmoltsche Weltgeschichte. Weltgeschichte. Herausgegeben von Hans F. Helmolt. Siebenter Band: Westeuropa, erster Teil. Mit 6 Karten, 6 Farbendrucktafeln und 16 schwarzen Beilagen. Leipzig und Wien 1900, Bibliographisches Institut. XII u. 573 G. 80. " Als vor ungefähr anderthalb Jahren der erste Band der Helmoltschen Weltgeschichte erschien, wurde er durchweg mit Tebhaftem Intereffe begrüßt, und auch Schreiber dieses lieferte damals für den Vorwärts"( Jahrg. 1899, Nr. 151) ein längeres Referat über das neue Unternehmen, das sich ein wesentlich andres Ziel stedte, wie die ältere Weltgeschichtsschreibung. Nicht nur eine bloße Aneinander: reihung der Ereignisse, versprach der Herausgeber, solle seine Weltgeschichte bieten, sondern sie werde ihre Aufgabe darin sehen, eine llebersicht der gesamten socialen Entwicklung der Menschheit zu geben, bis zuid in die sogenannte vorgeschichtliche Zeit; denn das Auftauchen historischer Kunde sei kein sicheres Kennzeichen dafür, daß nun erst das Wolf, auf das sich diese Kunde bezieht, historisch" werde. Ueberall in der Geschichte des Werdens der Völler ließen sich gegenseitige Beeinflussungen und Anknüpfungen nachweisen und " Sonntag, 3. März 1901. Herr der Plantagenets, dem Vordringen der norddeutschenKaufleute, der| reformation, der innern Zustände Deutschlands, Italiens und Frank das ist Anlegung von Faktoreien, den Kämpfen der Hansa mit England und reichs und zugleich der politischen Ereignisse zu liefern den nordischen Reichen usw.; und doch, fragen wir nach den Grund- eine Aufgabe, die nicht so leicht zu lösen ist und deren Schwierigkeit lagen der Macht des Bunds, nach den Ursachen seiner schwankenden manche Mängel entschuldigt. Es ist selbstverständlich, daß bei der Zuund wechselnden Politit, der verschiedenartigen Stellung der wichtigeren sammendrängung einer derartigen Stoffmasse schließlich nichts andres Städte zu einander im Lauf der Zeit, dann erhalten wir entweder übrig bleibt, als ein bloßes furzes Berichten und Andeuten. So gar keine oder eine ganz unbestimmte Antwort. entfallen denn auch beispielsweise auf die Darstellung des deutschen Nur auf Seite 41 macht Prof. Mayr einen Versuch, uns die Städtewesens im Reformationszeitalter zwei Seiten, des Bauernschwankende Politik der hansischen Städte zu erklären, indem er kurz friegs anderthalb Seiten, der Reformation elf Seiten, des dreißigausführt. in den Hansastädten hätte sich ein größtenteils aus Besizern jährigen Kriegs und seiner Folgen zehn Seiten. Ich möchte deshalb von Eigen- und Lehnsgütern bestehendes Patriziat, eine Oligarchie, auch nicht den Verfasser, Prof. Arnim Tille, dafür verantwort Herausgebildet, die das Stadtregiment fest in Händen gehalten und lich machen, daß er nur immer vorwärts drängt, und in der Eile der großen Maffe der Kaufleute, wie auch den wohlhabenden Zünften fast alle motivierung vergißt. Wohl aber erwächst dem Werk und feinen Einfluß auf städtische Angelegenheiten gestattet hätte. Die feinem Herausgeber aus dieser Haft ein Vorwurf. Durch Blazmangel Folge seien im 14. und 15. Jahrhundert wiederholte Empörungen allein kann diese Stoffverteilung nicht entschuldigt und erklärt werden; des mittleren und niederen Stadtvolts" gewesen und in dieser denn in dem folgenden dritten Abschnitt„ Das a bendländische häuslichen Unsicherheit des Stadtregiments" hätte die flaue Art Christentum und seine Missionsthätigteit seit der der hansischen Diplomatie" ihren zureichenden Grund. Reformation", einer vom einseitig evangelisch- kirchlichen StandGegen diese Auffassung läßt sich nichts einwenden. Thatsächlich punkt aus verfaßten Arbeit, sind z. B. der Schilderung der neueren liegt in diesen inneren Stämpfen, dem Gegensatz zwischen Patriziat, Missionsthätigkeit acht Seiten, der Polemit gegen das Freidenkertum in dieser Kette dürfe keine Lücke Klaffen. Deshalb könne Kaufmannschaft, Zünften und dem entstehenden Proletariat, ein vor und nach der franzöfifchen Revolution neun Seiten, dem auch eine Weltgeschichte, die thatsächlich eine Geschichte wesentlicher Grund der Schwäche hansischer Politit, wie denn auch Bismarcschen Kulturkampf vier Seiten eingeräumt. der Welt" zu bieten beabsichtige, nicht an der Ethnologie die Hansa nicht nur ein Bündnis zum Schutz des auswärtigen Die am meisten zur Kritik herausfordernde Leistung ist jedoch der borübergehen." Die Ethnologie," meinte Helmolt, scharf von der Handels, sondern zugleich in gewissem Sinne ein Bündnis zur von Profeffor von 3wiedined- Sudenhorst geschriebene Geschichtswissenschaft abzugrenzen, sie von der Geschichtsschreibung Garantierung des patrizischen Stadtregiments war: eine Thatsache, Abschnitt" Die Entstehung der Großmächte". auszuschließen, ist ein müßiges Unterfangen." die deutlich darin zum Ausdruck kommt, daß auf allen wichtigeren von 8 wiedined sieht in der Geschichte vor allem ein Facit des Leider zeigte schon die Einleitung, die HeImolt seiner Welt- Hanfatagen, speciell dem großen Lübecker von 1418, Bestimmungen Wirkens bedeutender Individualitäten, vornehmlich natürlich fürstgeschichte vorausschickte, daß er über allerlei theoretische Anläufe nicht zur Niederhaltung städtischer Unruhen getroffen wurden. Liegt aber licher Persönlichkeiten; und von diesem Standpunkt aus faßt er denn hinausgelangt war und vor allem sich über die Mittel zur Erreichung hierin, in der inneren Lage, wirklich der Schlüssel für so manche auch die ihm zugefallene Aufgabe auf. Seine Geschichte feines gweds im Unklaren befand. In begreiflicher Reaktion gegen unerklärliche Wendung in der äußeren Politit der großen Hanfastädte, der Selbstregierung Ludwig Ludwig XIV. Teitet er mit den so manche heutigen Geschichtskonstruktionen nach irgend welchen der nun, dann hätte eben diese innere Lage und die Wirtschaftsverhält- Worten ein:„ Ludwig hatte die Ueberzeugung gewonnen, Geschichte unterschobenen Zwecken lehnte er die Anwendung jeden nisse, auf denen sie ruhte, dargelegt werden müssen. бав ein Monarch, der alle Kräfte des Staats fich Maßstabs für die geschichtliche Bewegung, jede Einteilung nach Vermißt habe ich auch eine näherre Würdigung des enormen dienstbar machen könne und sie durch seinen Willen zu Gunsten des Kulturstufen ab und gelangte in einer gewiffen Anbequeming an Einflusses, den die Entdeckungen der Portugiesen und Spanier im Staatswohls zu verwenden vermöchte, noch weit Größeres zu leisten Napels Theorie vom Einfluß des geographischen Milieus auf den 15. und 16. Jahrhundert auf die Wirtschafts- oder auch nur die im stande sei, als der genialste Minister; er fand in der Anregung, Habitus und den Entwicklungsgang der Menschen zu einer Einteilung Handelsentwicklung der Neuzeit gehabt haben. Die kurzen Angaben den Beweis dafür zu liefern. Bergnügen und besaß den Ehrgeiz, der Geschichte nach Völkerzonen. des Herrn Berfaffers über die Reichtümer an Bodenprodukten und freilich auch das geistige Kapital dazu, sein Leben dieser großartigen Vielleicht würde dennoch die Helmoltsche Weltgeschichte manche Haustieren, welche die alte Welt der neuen und diese der alten Aufgabe zu widmen. Es war eine wahrhaft tönigliche Aufgabe, neue Erkenntnis gebracht haben, hätte der Herausgeber sie nach verdankt, können meines Erachtens selbst den bescheidensten An- und er hat sie vollbracht; denn er war eine königliche Natur Zoll feinen Absichten und Auffaffungen allein schreiben können. Die un fprüchen nicht genügen. Die gewaltige Rückwirkung, die z. B. der für Zoll, geeignet und berufen, der Menschheit zu zeigen, welche Höhe geheure Masse des Stoffs und die Unmöglichkeit einer alleinigen Bufluß des amerikanischen Edelmetalls zunächst auf die Gestaltung der Wacht und des rein persönlichen Einflusses eine starke IndividuaBewältigung desselben zwang jedoch von vornherein dazu, eine der spanischen, dann der gesamten westeuropäischen Wirtschaftsver- lität zu erreichen vermöge, die, auf großen Ueberlieferungen große Reihe von Mitarbeitern heranzuziehen, möglichst Specialisten hältnisse ausgeübt hat, wird mit einigen Sägen über die Preis- fußend und von dem Geist eines reich ausgestatteten Volts erfüllt, von Fach. Jeder dieser Mitarbeiter aber hat mehr oder weniger frisis im 16. Jahrhundert abgethan. Die Darlegung des ein halbes Jahrhundert hindurch alle seine Anstrengungen und Beseine besondere Geschichtsauffassung oder doch seine besonderen Geldwirtschaftswesens jener Zeit fest sogleich mit den Worten ein:" Der mühungen darauf richten würde, den gemeinsamen Befizstand ausmethodologischen Principien und seine specielle Betrachtungsweise. Einbruch des vornehmlich italienischen und oberdeutschen Großfapitals zudehnen und zu vermehren."( S. 444.) Jeder auch fühlt sich als Autorität auf seinem Epecialgebiet und in den oceanischen Verkehrstreis der Konquistadorenstaaten ist ein will als solche respektiert sein. Die Folge war, wie schon gleich der die wirtschaftlichen Zustände des damaligen Europa scharf fenn erste Band zeigte, daß das„ Nichtvorübergehen an der Ethnologie" zu zeichnendes Ereignis. Aber die Hochfinanz des 16. Jahrhunderts einer bloßen Hereinzerrung von allerlei Hypothesen über frühere konnte sich so wenig wie die andrer Zeiten auf die reinen WarenBölferzusammenhänge und gegenseitige ftulturelle Beeinflussungen und die den Handel unterstützenden Geldgeschäfte beschränken; ob sie wurde, und daß jeder Autor, von einigen rein äußerlichen kleinen wollte oder nicht, sie mußte über den kommerziellen Geschäftskreis Konzessionen abgesehen, in altgewohnter Weise seine eignen Maß- hinausgreifen, sie wurde hineingerissen in das politische Weltgetriebe, stäbe anlegte und seine besondre Auffassung zur Geltung zu bringen das des Gelds als eines unentbehrlichen Werkzeugs bedurfte und fuchte. zwar des sofort an einem bestimmten Orte flüssig zu machenden Gelds"( S. 74). Immerhin bot der erste Band viel Interessantes. Von der fpäter erschienenen ersten Hälfte des dritten Bands und vom vierten An und für sich ganz richtig. Wie aber ist dieses italienische Band läßt sich das nicht mehr mit gleichem Recht sagen und noch und oberdeutsche Großkapital" entstanden? Wie und auf welcher weniger vom jüngst erschienenen siebenten Band( die einzelnen Bände Grundlage entfaltete sich denn im 12. und 13. Jahrhundert die erscheinen ohne Rücksicht auf die Zahlenfolge). Was er bietet, ist die Geldwirtschaft der Italiener, speciell der Sienesen, Florentiner, wohlbekannte Geschichtsschreibung unfrer Schulzeit, nichts qualitativ Römer, von der die Bewegung ihren Ausgang nimmt? Die Aut Verschiedenes, im Gegenteil meist Schablonenarbeit, nur die Auf- wort Mayrs darauf besteht in 6 nichtssagenden Zeilen. machung und Etikettierung hat zum Teil gewechselt. Als teilweise Entschuldigung für den Verfasser mag gelten, daß Der Inhalt dieses siebenten Bands, der die neuere Gees außerordentlich schwer ist, auf 188 Seiten ein deutliches Bild der fchichte est europas behandelt, besteht aus folgenden fünf so ungemein reichhaltigen und komplizierten Wirtschaftsentwicklung Abschnitten: 1. Die wirtschaftliche Ausdehnung Westeuropas seit den Kreuzzügen. Von Prof. Dr. Richard Mayr. 2. Renaissance, Reformation und Gegen reformation. Von Prof. Dr. Arnim Tille. 3. Das abendländische Christentum und seine Missionsthätigteit feit der Reformation. Von Prof. Wilh. Walther. der letzten sieben Jahrhunderte zu zeichnen. Für das Wert selbst aber liegt darin kaum eine Entschuldigung. Weshalb mußte denn die Mayr sche Darstellung auf so engem Raum zusammen gedrängt werden? Daß jemand, der nicht ohnehin schon mit den erwähnten Verhältnissen bekannt ist, aus solchen furzen, lediglich andeutenden Bemerkungen einen Haren Ueberblick über die wirt schaftliche Gestaltung gewinnt, ist doch absolut ausgeschlossen. In diesem Ton geht es weiter. Die Verschwendig Ludwig XIV., seine rücksichtslose Ausnutzung der Steuerkraft des Lands, die stetige Seriegführung, die troy aller Colbertschen Steuerkünfte den Staatshaushalt zerrüttete und immer wieder Anleihen nötig machte, die wohl wollende Respettierung der Steuerprivilegien der Geistlichkeit und des Adels, die Willkür des Königs, der Bruch eingegangener Verpflichtungen, die Maitressenwirtschaft am Hof, alles das find Dinge, die für die Historiographie des Herrn v. 3 wie dined nicht existieren oder nicht des Erwähnens wert sind. Nur das weiß er bestimmt, daß wenn Ludwig XIV. auch Liebeshändel hatte, dieser doch niemals seine Leidenschaft über den Verstand herrschen ließ, und daß er stets für alles, was einen so weit ausblickenden Geist auf der Höhe menschlichen Lebens beschäftigen konnte, Zeit fand. Schlechter kommt der schwelgerische", sein Geld für Be friedigung luguriöser Bedürfnisse der Maitreffen" verbrauchende Stuart Sarl II. in der Zwiedineckschen Beleuchtung weg und noch schlechter das patrizische Regiment in den Niederlanden, die Verwaltung jener pfäffisch Heuchelnden Republikaner, jener Krämerfeelen, die das Wohl des Einzelnen und des Staats in der Ordnung der Contobücher" erblickten, d. h. auf Sparsamkeit hielten. " " Doch der Ruhm, das höchste in der Regierungskunst geleistet zu haben, gebührt dem Herrschergeschlecht der Hohenzollern, dem Preußen feinen gewaltigen Aufschwung zu danken hat. Es hat geleiftet, was feine andre Fürstenfamilie vermocht hat, innerhalb zweier Jahrhunderte vier bedeutende, schaffende Staatsmänner" hervorzubringen, zwei große Könige, nämlich Friedrich I. Uebrigens entspringt dieser Fehler nicht nur dem Raummangel; und Friedrich Wilhelm 1., und zwei geniale Naturen, den großen 4. Die sociale Frage, Von Prof. Dr. Georg Adler. an andren Stellen, z. B. in seiner Schilderung der Fuggerschen Kurfürsten und Friedrich II. Hat doch z. B. Friedrich I., indem er 5. Die Entstehung der Großmächte. Bon Prof. Handlung, für die allerdings die trefflichen Quellenschriften Ehren- fich vom deutschen Kaiser durch Geld- und Soldatenlieferungen die Dr. Hans v. 8 wiedined Südenhorst. bergs und Häblers vorliegen, geizt der Verfasser weit weniger mit preußische Königstrone ertaufte, nicht nur das preußische Königtum Nach dem Titel wird sicherlich mancher Leser annehmen, dem Platz. Wie sich zeigt, hat er kaum das Bedürfnis, tiefer in das begründet, sondern zugleich durch Ablehnung des päpstlichen KrönungsMahr mache den Versuch einer Darstellung der wirtschaft- Wesen der Dinge einzubringen und nach kausalen Zusammenhängen anerbietens bewiesen, daß er ernster veranlagt war, als seine lichen Gesamtentwicklung Westeuropas. Was er thatsächlich zu suchen. Den Beleg dafür geben seine Aeußerungen über die äußere Lebensführung vermuten ließ." Er hat keinen Augenblick in bietet, hat auf solche Bezeichnung jedoch recht wenig An- Ursache der französischen Revolution, die er darin erblickt, daß seit sich den Gedanken des Glaubenswechsels aufkommen lassen, und spruch. Ueber die Gestaltung der Landwirtschaft, des Handwerks dem spanischen Erbfolgefrieg das nach äußeren Erfolgen verlangende diese Treue, die er seiner religiösen Ueberzeugung bewahrte, hat ihn und Zunftwesens, die Entwicklung der Industrie erfahren wir französische Volt, nicht mehr zum Vollgefühle seiner in der Achtung der Zeitgenossen erhoben und seinem Hause die nichts. Seine Darstellung beschränkt sich auf eine Schilderung selbst gekommen" gekommen sei. Den Niederlagen zu Land Stellung in der evangelischen Welt erworben, die der frivole Wettiner der Handelsverhältnisse jenes Beitraums, des Geld und und zur See war der Verlust feiner amerikanischen und( gemeint ist Friedrich August I. von Sachsen. H. C.) um das polnische Verkehrswesens; und auch das lettere wird mir oberflächlich indischen Besitzungen gefolgt. Schließlich machte die Nation Linsengericht in die Schanze geschlagen hat." gestreift, wenigstens wird der Entwicklung der Schiffahrt ihre mumschränkte Regierung für alles Unglück verantwort- Größer noch ist der große König" Friedrich Wilhelm I., denn und des Postwesens nur mit wenigen Säßen gedacht. lich, das Herrscherhaus und seine bevorzugten Stügen, Geistlichkeit er hat Friedrich II. gezeugt und ihn so erzogen, wie er erAllerdings foll im VIII. Bande noch ein besonderer Ab- und Adel, denen nun auch alle inneren Uebelstände zur Last gelegt zogen werden mußte, um der Große" zu werden. Er hat mit den schnitt über Gewerbewesen" folgen, und es ist wurden."( S. 120.) Fehlern feines Sohns gefämpft und an dem weichen Gemüt des möglich, daß dieser Verschiedenes nachholt, was zum Ver Hinzu tam noch der Neid des dritten Stands, der nach Land- Jünglings eine martervolle Stur vorgenommen; doch ein graufames ständnis der wirtschaftlichen Entwicklung der sieben letzten besit verlangte.„ Das war ja der geheime Grund der Todfeindschaft Spiel, wie Unverständige behaupten, war es nicht; es war die Jahrhunderte zu wiffen absolut nötig ist; aber selbst in diesem Fall des dritten Stands gegen die beiden oberen gewesen, daß ihm der Ausübung eines Amts", dessen der König sich unterzog ,, obwohl wäre es eine völlig verfehlte Einteilung, von einander abhängige und Besiz und Erwerb liegenden, tausendfältig gebundenen Vermögens er heiße Liebe zu ihm in der Tiefe des Herzens sich gegenseitig ergänzende Teile des Wirtschaftslebens zu trennen verwehrt war. Mit dem schönen Wort Freiheit" umhüllten trug". Wenn die deutschen Schulmeister die großen Siege in und gesondert zur Darstellung zu bringen. Beruht denn nicht der die Landspekulanten ihre Gier, sich auf den enteigneten Grundbesitz 19. Jahrhundert vorbereitet haben sollen, dann war Friedrich Wilhelm Mittelmeer- und der Hansahandel des Mittelalters auf der Entwicklung zu stürzen, zu kaufen, um wieder zu verkaufen, zu teilen, zu be- ihr Vorbild, der größte Schulmeister, der je ein Volt einheimischer Industrien in verschiedenen Ländern, vornehmlich der lohnen, zu belasten, turz das unbewegliche in ein bewegliches Gut zu den Aufgaben herangebildet hat, die das Tuch- und Seidenindustrie? Läßt sich denn die Entwicklung der zu verwandeln, Reichtum und Ansehen einzuheimsen. Es gelüftete e ben stellen mußte." Geldwirtschaft ohne Kenntnis der früheren ländlichen Natural- die freigelassenen Knechte, sich in den Betten ihrer ehemaligen Herren Aber nicht nur als Voltserzieher hat Friedrich Wilhelm I. in wirtschaftsformen und ihrer Zerfegung verstehen? Was nüßt es, zu dehnen und vor allem deren Hasen zu erschießen: der ganzen Weltgeschichte keinen Rivalen, der sich mit ihm messen wenn wir erfahren, danr. und dort hätte sich der Geldhandel Bahn Frankreich büßte binnen Jahresfrist seinen Wildstand ein."( S. 121.]| tönnte, auch in der Aufdeckung und der Beseitigung von Mizgebrochen, wenn wir nicht zu wissen bekommen, warum, wie, in Die armen Hasen, die durch diese schändliche Begier ihrem bräuchen hat er geleistet, was nur der Verstand und die Umsicht welcher Form. hoben Beruf entzogen wurden, von adeligen Jägern erlegt und von eines Einzelnen" zu leisten vermag. Er war sparsam und hatte eine Eine solche Trennung zusammengehörender Partien verhindert adeligen Mägen verbaut zu werden! ungewöhnliche Begabung für die Beurteilung der wirtschaftlicheit von vornherein das Vordringen zu den Ursachen, die Erfassung der Zum Schluß stimmt Herr Prof. Mayr noch ein galliges Klage- Zustände, Ferner hat er ein Heer auf die Beine gestellt, das einzelnen Ereignisse in ihren Zusammenhängen mit der Gesamt- lied auf die heutige Notlage der Landwirtschaft an und eifert gegen jeinesgleichen Europa nicht fand; ganz besonders aber bewegung. Und so bietet denn auch Mayrs geschichtlicher Abriß die Weltbörsen mit ihrem Getreidehandel und ihrer Spekulation. ist ihm die enge Verbindung des ostelbischen Adels nichts als ein chronologisches Aneinanderreihen", das gerade Für die Blutleere der Agrikultur kann das industrielle und mit dem Heer" zu danken, sowie die Organisation des preußischen Helmolt vermieden wissen will. Mayr schildert uns den Kampf fommerzielle llebermaß" feinen Ersatz bieten. Die Industrie, ruft Beamtenförpers und die Schaffung einer Centralverwaltung, die um die Vorherrschaft im Levantehandel, die Handelserfolge der er aus, ist nunmehr der große Selbstzwed geworden", dessen regel- den höchsten Aufgaben gewachsen war." Zugleich war Friedrich Benezianer, die stämpfe der deutschen Hansa, die spanischen und mäßige Ueberproduktion der Handel unter allen Bedingungen an Wilhelm in hohem Maße socialpolitisch thätig, teine Richtung portugiesischen Entdeckungen, die Geldwirtschaft im 16. Jahrhundert, den Mann bringen soll. Der Staat, dessen Einfluß fich die der Socialpolitit wurde von ihm übersehen oder Colberts merkantilistische Politik in Frankreich, die neuere Handels-, Produzenten sonst verbitten, soll mit golltarifen und Handels- vernachlässigt" 2c. 2c. Es fehlt nur noch die Versicherung, Kredit- und Verkehrsentwicklung. Zumeist sind seine Schilderungen verträgen, Feuer und Schwert die Geschäfte dieser Kreise unterstüßen, daß das Tabakskollegium die Pflanzstätte der feinsten klassischen fachlich gehalten; jene Romantit und Schwärmerei für frühere denen dann doch das abseits stehende Berufsspekulantentum die Ge- Bildung gewesen sei. Zeiten deutscher Vergangenheit, jenes Hineintragen moderner An- winnste aus der Tasche zieht."( S. 135.) Wie sonderbar doch das Schicksal spielt. Auch Herr Professor schauungen und heutiger politischer Ideen in frühere Verhältnisse, das Gegen eine Unterstützung der Agrarier scheint Herr Mayr nichts v. 3 wiedined- Südenhorst hat entschieden seinen Beruf vers man so oft bei den Geschichtsschreibern mittelalterlicher Stämpfe, einzuwenden zu haben. fehlt. Als prosaische Ergänzung des poetischen Lauff hätte er Großspeciell bei den Schilderern der Hansa findet, liegt nicht in seiner Ist der dem ersten Abschnitt zugewiesene Raum schon reichlich artiges leisten fönnen. Die erhabene Aufgabe, die dieser mit AufEigenart. Sonst aber unterscheidet sich seine Darstellung in nichts knapp, ſo noch dem mehr der zweiten Abschnitt But bietung aller Kraft auf dramatischem Gebiet zu lösen sucht, hätte von jeder andren beliebigen Arbeit über gleiche oder ähnliche gemessene. Auf 164 Seiten der eine Darstellung geistigen Herrn v. Zwiedineck auf dem Gebiet der Jubiläums- und ErinneWas hätte er historische Themata. Nehmen wir als Beispiel Mayrs Ge und fünstlerischen Strömungen Westeuropas seit Beginn der rungsfest- historiographie augeteilt werden sollen. schichte der Hania". Wir hören von dem frühzeitigen italienischen Renaissance bis zum Zeitalter Ludwig XIV., der Re- nicht vollbracht, wie schön würde er nicht die ganze preußische Handel der rheinischen Kaufleute in England, den Handelsprivilegien formversuche des Katholicismus, der Reformation und Gegen- Geschichte nach und nach torrigiert haben, und nun mußte dieses " " in Gesellschaftsleben einordnet, desto mehr tritt bleibt unberücksichtigt. Und in der Geschichte des älteren franzöfifchen die Bedeutung der socialen Frage zurüd und eine andre Frage in Es kann kaum eine schärfere Kritik der 8 wiedinedichen Socialismus, bei dessen Darstellung vornehmlich Lorenz v. Steins den Vordergrund: nämlich die Frage der„ nationalen Ausdehnung Leistung geben, als das Bekenntnis, daß ich, als ich nach seinem Ab- bekanntes Wert gute Dienste geleistet zu haben scheint, tritt und wirtschaftlichen Weltmacht." Mit andren Worten: der Socialis schnitt das Stapitel von Prof. Georg Adler las, erleichtert auf- nirgends der nähere Zusammenhang der socialistischen Theorien mit mus endigt im Imperialismus. atmete, obgleich die Adlersche Arbeit sicherlich kein Meisterstück ist. dem besonderen politischen Entwicklungsgang Frankreichs und seiner Aber wenigstens tritt das Bemühen hervor, objektiv zu urteilen und revolutionären Philosophie hervor. nicht zu tarifieren. Im einzelnen lassen sich allerdings auch hier viele Als das Ziel der socialistischen Bewegung erblickt Adler einen Ausstellungen machen; so schließt z. B. die Geschichte der socialen socialen Sonstitutionalismus", wie er heute in Eng Frage in England" mit der Schilderung der Werks und Genossen-| land schon zum Teil durchgeführt ist. Jemehr aber diese Entwid fchaftsbewegung. der Arbeiterschutz Gesetzgebung und der irischen lung fortschreitet, jemehr die Arbeiterklasse sich in das moderne grausame Schicksal ihn zum Mitarbeiter an einem ernsthaften Ge-| Landfrage ab; die neuere socialistische Bewegung, auch die der Fabier, Staats schichtswerk machen! # Eine Kundgebung zu Gunsten der Boeren Daß dies, wie in England, so auch auf dem Kontinent das wahre Ziel der heutigen socialistischen Bewegung sein wird, hält Professor Adler für sicher. Ansäße zu diesem Kanojiagang findet er, was Deutschland anbetrifft, schon heute in der zunehmenden Berijegung der focialdemokratischen Arbeiterpartei und der neueren Oppofition gegen den Marxismus. H. C. vor Das Schiedsgericht ließ er vom Dr. Golows doltonmachtbegeisterung mischten. Buleht hielt noch ein Boerenoffizier, Berufung ein. Das Schiedsgericht ließ sich vom Dr. Blafius Lieutenant Sandhebeer eine kurze Ansprache. ein Gutachten erstatten. Dadurch wurde Einstimmige Annahme fand eine Resolution, in der es heißt: jewsti festgestellte Befund, der diesen Arzt zur Annahme In der Meinung, daß durch eine offene Bekundung unjrer Gefühle der völligen Erwerbsthätigkeit des Klägers bestimmt hatte, bestätigt. für die Boeren die Beziehungen des deutschen zum englischen Volle Das Schiedsgericht hörte aber auch den Arbeitgeber des Klägers, hatte der Verein deutscher Studenten am Freitag im Feenpalast ver- nicht geschädigt, sondern mir verbessert werden fönnen, spricht die und dieser sagte aus, daß H. bei der Arbeit entschieden noch anstaltet. Angezeigt war eine öffentliche Akademiker- Versammlung, von 4000 Personen besuchte Akademiker- Versammlung dem Boeren beeinträchtigt sei. Mit dem rechten Arm könnte er nicht mehr es befanden sich jedoch unter den Anwesenden, die Saal und Galerie volke, seinem Präsidenten Krüger, seinen Generalen Botha und so viel heben, wie früher. In der Stellung bei ihm werde das, füllten, Leute aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung. De Wet, sowie seinen im Felde stehenden Kriegern ihre Sympathie, was H. an der Arbeitsfähigkeit fehle, durch das Vertrauen ersetzt, Redacteur Eichler eröffnete die Versammlung mit der Bemerkung, ihre Bewunderung und ihren Stolz auf die gemeinsame Abstammung das er dem Kläger schenken könne. Das Schiedsgericht ers die Veranstaltung sei ausgegangen von der jüngeren Generation des von der Mutter Germania ans Blut ist dicker als Wasser." achtete die Auskunft als ausschlaggebend und verurteilte die Vereins Deutscher Studenten, welche der Meinung sei, daß unter den Ein Telegramm an den Präsidenten Krüger wurde abgesandt, Berufsgenossenschaft trop der ärztlichen Gutachten, dem Kläger die Städten, die die in Deutschland weilenden Boerenkrieger begrüßt haben, welches seinem Volle ruhunvollen Sieg und ihm fröhliche Heimkehr zehuprozentige Rente weiter zu gewähren. Die Berufsgenossenschaft die Reichshauptstadt nicht fehlen dürfe. Im weiteren gab der Redner der legte Refus ein und berief sich auf die ärztlichen Gutachten. Sympathie für die um ihre Freiheit fämpfenden Boeren Ausdruck wünscht. intinden Der Kläger erschien persönlich zu der Verhandlung. und endete mit einem Hoch auf dieselben, in das die Versammlung dem Reichs- Versicherungsamt und betonte, daß ihm die rechte Hand begeistert einstimmte. Sociale Rechtspflege. jezt, im Gegensatz zur Zeit vor dem Unfall, beim Anheben des KalkAls erster Redner trat Dr. Ballentin auf, der als Offizier fastens versage. Das Reichs- Versicherungsamt verwarf den im deutschen Freicorps den Feldzug auf seiten der Boeren mit Zuweitgehende Herabsetzung der Unfallrente. Der Zimmerer Returs der Genossenschaft, indem es gleich dem Schiedsgericht gemacht hat. Er sagte unter anderm, es müffe zugegeben werden, Amarell bezog wegen eines Unterschenkelbruchs eine Unfallrente von der Bekundung des Arbeitgebers entscheidenden Wert beilegte. Dadaß die Einrichtungen des Transvaalstaats feine mustergültigen 75 Prozent. Die Berufsgenossenschaft setzte diese auf 25 Prozent nach läge noch eine Beschränkung der Erwerbsfähigkeit vor, die in waren, aber man müise doch bedenken, daß es sich um ein junges, in berab, nachdem der praktische Arzt Dr. Sauer eine wesentliche einer durch den Unfall bedingten Schwäche des Arms ihre Ursache der Entwicklung begriffenes Staatswesen handle, das mit der Zeit Besserung festgestellt hatte. Der Gutachter hatte u. a. ausgeführt: habe. die ihm noch anhaftenden Mängel von selbst abgestreift haben A. hinte zwar und fein gesundes Bein habe D- Stellung an- Keine Verjährung. Einen eigentümlichen Verlauf nahm ein würde. Wenn England als Grund feines Eingreifens angebe, es genommen, indessen sei er bereits in der Lage, weitere Wege zu Rentenstreit, den jetzt das Reichs- Versicherungsamt erledigt hat. wolle die Rechte der Ausländer in Transvaal schüßen, so sei das machen. Ferner sei er jetzt fähig, den größten Teil des Tages auf Die Witwe Heckmann, deren Mann bereits 1892 in eine Lüge, die am besten widerlegt werde durch die Thatsache, daß dem Zimmerplatz zu arbeiten, wenngleich er fchwere Lasten folge eines Betriebsunfalls verstorben ift. hat am die Ausländer sich beim Ausbruch des Kriegs insgesamt auf die nicht tragen fönne. A. legte Berufung ein und das Schiedsgericht 20. Juli 1900 von der Steinbruchs- Berufsgenossenschaft eine Seite der Boeren stellten und mit ihnen in den Kampf zogen. In hörte noch den Bezirksphyfitus, der sich dem Gutachten des Unfallrente verlangt. Die Berufsgenossenschaft wies sie aber feinen weiteren, oft von stürmischem Beifall unterbrochenen Aus- Dr. Sauer aufchloß. Die Berufung wurde verworfen. Hierauf er- wegen Verjährung ab und das Schiedsgericht ihre Berufung führungen schilderte der Redner den Verlauf des Kriegs. Während hob der Verletzte noch Returs. Wor dem Reichs- Ver- aus demselben Grunde. Die Behauptung der Frau, daß sie die Engländer geradezu brutal gegen die Boeren vorgegangen icieniicherungsamt führte er persönlich lebhaft Klage darüber, daß schon 1899 auf die Nente Anspruch erhoben habe, erklärte und im Kriege die Vorschriften des Völkerrechts oft außer acht gelassen die Aerzte seinen Zustand nicht richtig beurteilt hätten. Wenn er das Gericht nach der Attenlage für nicht erwiesen. Das Reichstätten, seien die Buren ihren Feinden gegenüber allzu milde und längere Zeit gegangen sei, müsse er sich ausruhen. So würde es ihm Versicherungsamt als Retursinstanz stellte zunächst fest, und zwar vorsichtig verfahren. Der Krieg hätte eine ganz andre Wendung auch bei der Arbeit geben. Darauf tönne natürlich kein aus den Akten, daß die Klägerin doch schon 1893, also rechtgenommen, wenn die Buren bei Ladysmith nicht gezaudert hätten, Arbeitgeber Nücksicht nehmen. Er beantrage, ihm die zeitig, ihren Anspruch geltend gemacht und damals einen formdie Vorteile, welche sich ihnen boten, ganz auszumugen. Die Streit 75 Broz. wieder zuzubilligen. Eventuell möchte er noch einmal von lojen Bescheid, das heißt einen Bescheid ohne Angabe des macht der Boeren sei niemals stärker als 30 000 Mann gewesen und einem andren Arzt gründlich untersucht werden. Das Reichs- Ver- Rechtsmittels, erhalten hat. Ihr Vertreter, Schriftsteller J. Fränkel, davon hätten auch nur höchstens zwei Drittel wirklich am Kampfe ficherungsamt hob die Vorentscheidung auf und verurteilte machte mumehr folgendes geltend: Ein formloser Bescheid habe teilgenommen. Die für die Boeren ungünstige Wendung des Kriegs die Berufsgenossenschaft, dem Kläger 35 Broz. zu gewähren. teinen Wert, könne alio auch nicht rechtsträftig werden. Andrererklärt der Redner als eine Folge der mangelhaften Organisation ihres Der Vorsitzende Oheim führte begründend aus: Der Senat feits genüge nach dem Unfallversicherungs- Gesez die Geltendmachung Kriegswesens. Außer der Artillerie hätten die Boeren feine Soldaten habe einen Aulaß. die Richtigkeit des von den Sach- eines Rentenanspruchs innerhalb zwei Jahren, um die Verjährung gehabt. Der Boere jei im Felde ein ausgezeichneter Soldat, aber es habe verständigen festgestellten objektiven Befunds anzuzweifeln. Er zu unterbrechen. Und wenn der Anspruch geltend gemacht sei, müsse an einer einheitlichen und energischen Oberleitung gefehlt. Demo- glaube aber, auf Grund des Befunds 10 Broz. mehr die Sache irgendwie rechtsträftig zur Erledigung fratisch wie der Staat fei auch das Heerwesen organifiert worden. gewähren zu sollen wie Berufsgenossenschaft und Schiedsgericht, tommen. Da dies auf den Antrag von 1893 nicht geschehen Die Entscheidungen über alle Aktionen unterlagen dem Kriegsrat der weil beide Sachverständigen zugegeben hätten, daß A. das Heben sei, wäre noch jest Zeit dazu. Er Er beantragte, der Frau Führer. Da sei dann im entscheidenden Moment manchmal zu viel schwerer Lasten unmöglich sei und daß er vielleicht auch nicht den die Rente vom Jahre 1892 a b zuzubilligen. Das Reichsgewagt und zu wenig gethan worden. Auch General Joubert fei ganzen Tag über arbeiten könne. Versicherungsamt gab diesem Antrage statt, indem es sich den Auszu vorsichtig und zaudernd vorgegangen. Hätten die Boeren Eine Ascendentenrente beanspruchte der Küfer Lenz von der führungen des Vertreters anschloß. Es führte noch aus, daß es von Anfang an eine Oberleitung gehabt, wie jie jest Botha und Tiefbau- Berufsgenossenschaft, nachdem sein Sohn an den Folgen unerheblich sei, daß die Eheleute Heckmann beim AbDe Wet ausüben, dann wäre England längst besiegt.- Die Boeren, lebten eines Betriebsunfalls verstorben war. 2. machte folgendes geltend: leben des Mannes des Mannes schon jahrelang getrennt obwohl sehr deutschfreundlich gesinnt, hätten jetzt alles Vertrauen zu Der Verstorbene habe ihn stets unterstützt, auch habe der Sohn die Frau sich damals selber ernährte. Der Mann wäre Deutschland verloren. Wenn die Boeren- Freistaaten vernichtet eine gerichtwerden, so verliere Deutschland dadurch ein startes Bollwert gegen beabsichtigt, gemeinschaftlich mit ihm einen Flaschenbierhandel zu zu ihrer Unterhaltung verpflichtet gewesen, da errichten. Durch den gewaltsamen Tod des Sohnes sei diese liche Scheidung nicht erfolgt gewesen sei, und das wäre maßgebend. den englischen Einfluß in Südafrika. Unser Brudervolt hat noch lange nicht ausgefochten. Wir alle wünschen, daß es frei und unab- Sicherung feiner wirtichaftlichen Existenz verhindert worden. Ferner Frau H. erhält jegt die Stente für die verflossenen 8 Jahre nac habe ihn der erlittene Schicksalsschlag so erschreckt, daß er gezahlt. Nach einer Erklärung des Senatsvorsitzenden hat ein Fall, hängig bleiben möge. Dem Schluß der Nede folgten stürmische, felber traut und erwerbsunfähig geworden sei. Die Berufsgenossen wie der vorliegende, das Reichs- Versicherungsamt noch nie beanhaltende Beifallsfundgebungen und Hochrufe auf Transvaal und schaft wies den Anspruch ab. schaft wies den Anspruch ab. Das Schiedsgericht als Berufungs- schäftigt. den Oranje- Freistaat. Als zweiter Redner Rüfer 15 bis 18 W. wöchentlich verdient hat instang stellte fest, daß der Kläger bis zum Tode des Sohns als des Generals, angezeigt. Da er aber trant in Frankfurt liegt, vier Jahre lang, wenn auch nicht regelmäßig, so doch gelegentlich berdienst 4,85 M. für Gußausschuß abgezogen worden. J. verklagte beim Gewerbegericht, so sprach an seiner Stelle Kommandant Jooste, den die Ver unterstützt hat. Auf Grund dieser Feststellungen wurde die Berufung deshalb den Betriebsinhaber Hartung er er geltend machte, fammlung mit stürmischem Beifall begrüßte. Am Schluß seiner in des Selägers verworfen, weil der Verstorbene nicht sein einziger Nichtverwendbarkeit des fraglichen Gußstids. trage feine Schuld an der Es fet ihm Holländischer Sprache gehaltenen, vom Vilar Schovalter überlegten Grnährer gewesen sei. Rede jagte er: Man fragt uns: Könnt Ihr denn noch kämpfen? Grnährer gewesen sei. Das Schiedsgericht erklärte dies nichtvervendbarkeit des fraglichen Gußstücks. Habt Ihr noch Munition? Ich sage: Wir müssen kämpfen, und so für allein entscheidend und führte dazu noch aus, es könne hier auf gejagt worden, das Stite solle sauber und dicht sein, und lange wir noch Engländer im Lande haben, fehlt es uns ebenjowe uig Nüdicht genommen werden, als darauf, was beide nach unten und nicht nach oben gießen müffen. I. erwiderte unter die Minderung des Arbeitsverdienstes 2.8 seit dem Tode des Sohnes danach habe er sich bei der Arbeit gerichtet. Der Vertreter Beklagten betonte demgegenüber, der Kläger hätte die Flächen nicht an Gewehren und Munition.( Stürmischer Beifall.) Die für die Zeit nach dem Ableben des jungen 2. vorhatten. Das Macht Englands ist nicht groß genug, um dem Boeren sein Baterteichs- Versicherungsamt entschied auf den Returs des Klägers eben anderm, daß er dann bei dem geringen Accord preis nicht land und seine Freiheit zu rauben. Wir werden nicht willig die Waffen niederlegen, sondern fämpfen, bis der legte Mann falls zu seinen Ungumsten, indem es davon ausging, daß Kläger bei aurecht gekommen wäre. Die Kammer V unter dem Vorsitz des Ge gefangen ist.( Stürmischer Beifall.) Nachdem die Engländer mifer einem eigten Berdienst von 15-18. wöchentlich auch nicht als verberichters Dr. Voigt wies den Kläger mit folgender Begründung Nachdem die Engländer unser jemand angesehen werden könne, der im Sinne des§ 18 des ab: Nach dem Urteil eines sachverständigen Beifizers wäre die Eigentum zerstört, nachdem sie unsre Frauen und Kinder dem wahrscheinlich besser geworden. Judem er fie nach oben Hungertode preisgegeben haben, find wir nach Europa gekommen neuen Gesezes vorwiegend von dem Verstorbenen ernährt Arbeit, hätte J. die fraglichen Flächen nach miten genommen, worden sei. um zu fragen: Jit denn nicht eine Nation, die sich unser annehmen nahm, habe er sich eines Kunstfehlers schuldig gemacht, und unsre Rechte gegenüber dem starken und brutalen Gegner ver- Etwas vom Wert ärztlicher Gutachten. Der Bauarbeiter für dessen Folgen er auftommen müsse. Der Kläger treten will? Da der Krieg noch lange dauert, so hoffen wir, daß Seife hatte sich bei der Arbeit die Streckschne des Grundgelents fönne fich nicht darauf berufen, daß im andren Falle die er als Accordarbeiter Ihre Sympathie nicht abe, sondern mit der Länge des Kriegs zu am rechten Daumen verlegt. Er bezog dafür zuletzt eine Arbeit länger gedauert hätte, und Er hätte es sich rechtnimmt.( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Unfallrente von 10 Prozent. Die Nordöstliche Baugewerks dann nicht zurecht gekommen wäre. Es sprachen noch Stöcker, Liebermann v. Sonnen Berufsgenossenschaft entzog ihm diese, nachdem der Arzt zeitig überlegen müssen, ob er das Stück für den zugesagten berg und andre Redner, in deren Sympathiebezeugung für die Dr. Golowjewski bescheinigt hatte, daß eine Beschränkung Preis so gießen könne, wie es fein müsse. Uebernehme aber der Boeren sich sehr starke Töne deutscher Militär, Flotten- und Welt- der Erwerbsfähigkeit Heises nicht mehr vorliege. Der Verlegte legte Arbeiter einen Aceord, dann müsse er die Arbeit auch gut machen. indem und Der Kunstfehler. Dem Former J. waren von seinem ArbeitsA. Jandorf& Co. C. Spittelmarkt 16/17 SW. Leipzigerstrasse 64#SW. Belle- Alliancestrasse 1/2. 201 Damen- RosslederDamen- KalblederKnopfund Damen- Chevreaux- Oesenstiefel Schuhwaaren. 4,75 M. Herren- Rind- Zug- Stiefel bildua 6,25 M. Herren- Rossleder- Zug- Stiefel 6,00 M. Herren- Spiegelrossleder- Zug- Stiefe! Damen- Knopf- u. 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In Sachen der Militäreffekten: Sattler der Berliner Firmen A. Wunderlich Nachf. und Franz Cobau wird in Gemäßheit des§ 66 des Gesetzes betreffend die Gewerbegerichte vom 29. Juli 1890 und des§ 75 des Ortsstatuts für die Stadt Berlin vom 26. Oftober2. November 1892, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, öffentlich Es ist Pflicht der Mitglieder, die Bersammlungen regelmäßig und in den Räumen des Palast Theaters( früher Feen- Palast) befannt gentacht, daß in der Sigung pünktlich zu besuchen. Gäste willkommen. 242/ 8* Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 3. März, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23: Volks Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die hygienische Fürsorge für Frauen und Kinder und die Gemeinde. Referent: Dr. Freudenberg. 2 Diskussion. 219/6 Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! des sowohl von den Arbeitgebern wie auch von den Arbeitnehmern als Einigungsamt angerufenen Gewerbe: gerichts vom 22. Februar 1901, an welcher teilgenommen haben: 9. soni 1. Gewerberichter v. Schulz als Vorsitzender, Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke. Auftreten des gesamten Theater- Personals. Gesangs- Aufführungen mehrerer Arbeiter- Gesangvereine( M. d. A.-S.-B.) Dirigent: R. Blobel. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Ledebour.2 Nachdem Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programm gratis. Anfang präcise 8 Uhr. 246/10 Billets 25 PL. Der Vorstand. Vereinigung deutscher Maler, Centralorganisation. Berlin. 2. Fabrikant Maas, 3. Lederhändler Mayer, als Arbeit geber: Beisitzer, 4. Former Körsten, 5. Tischler Koblenzer, als Arbeitnehmer- Beisiger. ein Vergleich nachstehenden Wortlauts geschlossen worden ist: Bezüglich der zur Zeit bei ben Firmen A. Wunderlich Nachf. und Franz Cobau nach neuem Modell für bie deutsche Armee herzustellenden werden Dienstag, den 5. März, abends 8 Uhr, in den Boruffia- Sälen, Dienstag, den 5. März 1901, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Ausrüstungs Gegenstände Ackerstraße 6-7: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Engel Ufer 15: Grosse Versammlung. folgende Breife festgesetzt: Das Resultat der Verhandlungen mit der Innung und unsre 1 f. 3. Tragriemen a) exkl. Vor1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Georg Ledebour über: weiteren Maßnahmen. Weib, was habe ich mit dir zu schaffen." 2. Diskussion. 1/3 Bahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, ist erwünscht. Die Vertrauensperson. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 3. März 1901, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c: Vortrag des Genossen Dittmer über: Meine Reise in den Orient. Nach dem Vortrag: Gemütliches Belsammensein und Tanz. Central- Verband der Stuccateure Deutschlands, Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 4. März, abends 8 1hr, bei Buske, Grenadier straße 33 Ausserordentl. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Verbandstagsbeschlüsse. 2. Diskussion. 3. Filial Angelegenheiten. 173/8 Bahlreicher Besuch notwendig. Der Vorstand. 99 Großer Wiener Maskenball" ber Berliner Stuccateure am Sonnabend, den 9. März, im ,, Klubhaus", Rommandantenstr. 72. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Achtung! Das Komitee. Achtung! Maßschneider. Montag, den 4. März, Abends 8/2 Uhr, in den Johannissäjen, Johannisstr. 20: Oeffentl. Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Warum müssen die Kollegen der kaufmännischen Geschäfte eine Ginheitlichkeit der Lohnzahlung anstreben? Referent: Rollege Witter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Verwaltung. Achtung! Vergolder Berlins. Sonnabend, den 9. März d. J.: Achtung! wv ll. Stiftungs- Fest in den Gesamträumen der ,, Alhambra", Wallnertheaterstrasse 15. I. Für 1. Patronentaschen a) ohne Ring 40 Bf., b) mit Ring 44 Pf. SFür Vorarbeiten werden je 6 Pf. in Abzug gebracht. 2. Lederknöpfe arbeiten 27 Bf., b) intl. Vorarbeiten 30 Bf. 4. Kochgeschirr- Riemen a) erfl. Vorarbeiten 4 Bf., b) inkl. Vorarbeiten 5 Bf. 5. Badriemen a) erfl. Vorarbeiten 4 Pf., b) infl. Vorarbeiten 512 Pf. 6. Leibriemen a) erfl. Vorarbeiten 8 Pf., b) infl. Borarbeiten 10 Pf. 7. Gepäcksac a) bei der Firma A. Wunderlich Nachf. 1,10 M.( für Vorarbeiten und Nähfäden werden 0,20 M. in Abzug ge= bracht), b) bei der Firma Franz Cobau inkl. der Vorarbeiten 1,25 Mr. II. Die Arbeitgeber verpflichten sich, fäge ebenso wie die Firma Loh Söhne vom 11. Februar cr. ab nachzuzahlen. Instrumental- Konzert und Grand- Soiree der beliebten„ Norddeutschen Sänger" das Mehr der heut vereinbarten Lohns 19 ( Führmann, Horst, etc.) Mach der Source: car wade Ball: Grosser Einen genußreichen Abend versprechend, erwartet zahlreichen Besuch Der Vorstand. Avis! Am 7. April d. J.( 1. Osterfeiertag) findet in demselben Lotale, mittags 12 Uhr, ein Experimental- Bortrag über: Die neuen Wunder der Elektricität" statt, wozu schon jetzt Einlaßtarten zum Preise von 20 Pf. bei allen Vorstandsmitgliedern, den Werkstatt- Vertrauensmännern, sowie beim Restaurateur Mertowsky, Wallnertheaterstr. 20( neben der Alhambra) erhältlich sind. Lichtenberg. Oeffentliche Versammlung für Franen und Mädchen im ,, Kronprinzen Garten", Frankfurter Chauffee Nr. 86, am Dienstag, den 5. März, abends 8 Uhr. Tages Obnung: 1. Gegen die Brotverteuerer. Referentin Frau Emma Jhrer. 2. Frei Aussprache. 222/8 Männer haben als Gäfte Butritt soweit der Raum ausreicht. Der Vertrauensmann. Verein der Tischler Berlins und Umgegend. 162/4 186/6 Ginent zahlreichen Besuch der Versammlung fettens der Kollegen der faufmännischen Geschäfte, insbesondere der Kollegen der Firmen Lands: berger, Haake, Meyerstein, Fabisch u. Laband, Abraham, Haase und Vortrefflich sieht entgegen Der Vertrauensmann. Centralverband der Zimmerer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Montag, den 4. März, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20 Ausserordenti. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion und Abstimmung über die Einführung der Arbeitslojen Unterstützung. 2. Diskussion über die zur 14. General Versammlung gestellten Anträge. 254/7 Bahlreicher Besuch ist bei der Wichtigkeit dieser Frage notwendig, und erwarten wir daher, daß die Mitglieder vollzählig erscheinen. Die Versammlung wird präcise 8 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Ortsverwaltung Berlin. Sonntag, den 3. März 1901, nachmittags 5 Uhr, im Kösliner Hof", Röslinerstraße 8: Monats- Versammlung. Tages Ordnung: Die Raubpolitit unsrer Kraut- und Schlotjunter. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Zanz. Gäste willkommen. Verband der Tapezierer. 280/5 Dienstag, den 5. März 1901, abends 8%, Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188: Bezirks Versammlung Norden. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Wollheim über" Die Chemie der Ernährung". 2. Distussion. 3. Verschiedenes. 177/11 Die Verbandsleitung. Heute, Sonntag, den 3. März, nachmittags 2 1hr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Oeffentl. Versammlung aller in der mechanischen Schuhwaren- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Die Antwort der Fabritanten auf die Lohnforderungen und unfre weitere Stellungnahme. 2. Verschiedenes. ( Vertrauensmänner. Centralisation.) Dienstag, den 5. März 1901, abends 8 Uhr, bei Franke, Pallisadenstr. 9: Vertrauensmänner- Versammlung. Jebe Werkstatt muß vertreten sein. Der Vorstand. Central- Verband der Handlungsgehilfen u.-Gehilfinnen Deutschlands. Bezirk Berlin. Mittwoch, den 6. März 1901, abends 9 Uhr, im großen Saal ber Arminhallen, Rommandantenstr. 20: Demonstrations- Vortrag über: Technische Fortschritte. Vorführung des Telephonographen, des lautsprech. Mikrophons etc. Vortragender: Ingenieur P. M. Grempe. Gäste sind willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 285/19 Der Bevollmächtigte. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Sonntag, den 3. März, im Lonisenhof", Dresdenerstraße, Eingang Buckowerstr. 9( oberer Saal): Versammlung. Vortrag der Genoffin Fanny Imle über: Welches Interesse haben die Frauen an dem Befreiungskampfe der Arbeitertlaffe?" Nachher: Gemütliches Beisammensein und Tanz! Entree 10 Pf. [ 120/2 Anfang 62 Uhr. Graveure, Ciseleure ( Filiale Berlin). Dienstag, den 5. März 1901: Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr., Rudolf Steiner über: Die Entwicklung des Menschen bis zur Erfindung der Schrift." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Versammlung beginnt 88% Uhr. Wir bitten deshalb um pünktliches Erscheinen. Der Vorstand. 74/5 Orts- Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelslente n. Apotheker. Jeder Kollege und jede Kollegin ist verpflichtet, in dieser Bersammlung 11. anwesend zu sein. Der Einberufer. Unser Kaffenlokal befindet sich vom 12. März cr. ab: 29376] Georgenkirchstr. 40, II. RATION ZUM D. O. ENEN GOLDEN Jest Oranienstr. 183, part., ( früher Wollschläger). Barme fiche su jeber Tageszeit zu Gr. Mittagstisch. zu foliden Preisen. Vereinszimmer. Heute, Sonntag, von frfth an: Gefüllte Kalbsbrust Boeuf à la mode. 58412 Fritz Fellgentreff. Hirtes Festsäle. Empfehle ich meinen Saal jeden Sonntag an Vereine zu vergeben. Auch größere Vereinszimmer für einige Abende frei. Elisabethkirchstr. 14. Bockanstich III. Die Parteien sind sich darüber einig, daß bei der Firma Loh Söhne infolge der anders als bei den Firmen . Wunderlich Nachf. und Franz Cobau liegenden Verhältnisse für Gepäckfäde 1,20 m. gezahlt werden. IV. Die Parteien sind sich ferner darüber einig, daß der Tarif, welcher Ivor dem Einigungsamt am 27. Sep: tember v. J. festgelegt ist, durch diesen Bergleich in keiner Weise berührt wird. Die heut verabredeten Tariffäße haben lediglich Geltung für die eingangs dieses Bergleichs bezeichneten Ausrüstungsgegenstände, soweit es sich unt die von den beiden Firmen übernommenen und bis Mitte März d. J. fertig zu stellenden Lieferungen handelt. Die Arbeitnehmer sind also nicht bes rechtigt, nachdem die in Rede stehenben Arbeiten vollendet find, irgend welche Forderungen bet zukünftig vorzunehmenden Arbeiten auf diesen Vers vereinbarten Breiſe für diejenigen gleich zu ſtützen. Es wird endlich bemerkt, daß bte neuen Ausrüstungsgegenstände, welche in diesem Vergleiche nicht besonders aufgeführt sind, in feiner Welse bis zur Beendigung der Lieferung geändert werden dürfen. Die Arbeitnehmer verpflichten sich ausdrücklich, eine etwaige Erhöhung der festgelegten Preise bis zur Bes * endigung der fraglichen Lieferungen nicht zu beanspruchen. V. Die Arbeitgeber versprechen, die Arbeitnehmer wegen der gegenwärtigen Lohnbewegung nicht maßregeln zu wollen. Bierhaus zum Erlanger unter Ir. 3-6 ganz unwesentlich Oranienstr. 113/114. Salzstangeln, Bierrettige, Walddekorat. Konzert- Vorträge täglich. Beim 6. Glas 1 Bockorden, bein 12. eine Bockmütze gratis. 8369* Es ladet ergebenst ein Max Pönitz. Abeffynier- Brunnen 9031* [ 854] zum Selbstaufstellen unter Garantie, komplette von 15 M. au. Drud pumpen, Flügelpumpen, Gartensprigen billigst. Illustrierte Preisliste gratis, Erdbohrer leihweise. A. Schepmann, Berlin N. 162, Chauffeestraße 82. Größtes Lager aller Arten Uhren und Goldwaren sowie Hochzeitsn. Paten Geschenke in Silber und Alfenide von den einfachsten bis zu den elegantesten. Regulatoren und Freis schwinger mit Schlag: wert von 14 M. an. Remontoiruhren bont 5 M. an. Goldene Ringe von 1,25 M. an. VI. Das Einigungsamt ist der Ansicht, daß die Ausrüstungsgegenstände von den in dem Vergleich vom 27. Seps tember v. J. genannten Gegenständen des dortigen Tarifs abweichen. V. g. gez. Franz Cobau. A. Wunders lich Nachf. Rudolf Sak. E. Mohr. Hackelbasch. Erust Marquardt. Franz Nielebock. Alfred Stiebel. gez. v. Schulz. Meher. Maas. A. Körften. Koblenzer. 1. Konjum Verein Charlottenburg. Am Montag, den 4. März, abends 8 Uhr, findet im Lotal von Mischte, Tauroggenerstraße 70, eine[ 2934b Versammlung statt, in der Reichstagsabgeordneter E. Rosenow über„ Die Verteuerung der Lebenshaltung und die Organis fation des Konsums" sprechen wird, wozu alle Frauen eingeladen find. Volkshochschule Humboldt- Akademie Lehrstätte N.O.( Königstadt) Elisabethstr. 57/58, Eröffnung der 6 stündigen volkstümlichen Vortragsrelhen aus Natur- und Geisteswissenschaften( Hörgebühr 50 Pf.) Donnerstag, 7. März, und folgende Abende 8 u. 9 Uhr; die Vorträge der 1. Woche frei. Programme gratis im Bureau, Th. Fröhlichs u. beim Schuldiener Hrn. Voigt. Rudolf Plunz, Buchhandlung, Landsbergerstr.132 Brunnenstr. 112, 5 Minuten v. Bahnhof Gesundbrunnen. Künstliche Zähne. Garantiert schmerzl. Zahn- u. WurzelOperationen, Plomben etc. Zähne Ia von 3,00 an. 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