Ur. 62. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Betlage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pre Monat., Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Norwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Rotonete geile oder beren Raum 40 Pfg., für polittsche und gewerkschaftliche Beretusz und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Agrarische Verrechnungen. Donnerstag, den 14. März 1901. eine solche Verhältnisannahme zu Grunde liegt, und sogar hinzugefügt, daß in Wirklichkeit die Mehl und Brot preise noch in einem etwas stärteren Ver Wir haben in letter Zeit mehrfach die Unverschämtheit hältnisse steigen, als die Kornpreise. Daß diese gekennzeichnet, mit der die junkerlich agrarische Presse im Ver- Annahme in jeder Beziehung zutreffend ist, werden wir frauen auf das niedrige Beurteilungsvermögen", aber defto nachher an unwiderlegbaren, nicht nach agrarischen Grundgrößere Profitverlangen ihrer Anhängerschaft, statistische Zahlen fäßen gefälschten statistischen Ziffern beweisen. Vorerft wollen fälscht und dann zu den kuriosesten Rechenkunststücken ver- wir uns mit der Gegenrechnung der Korrespondenz" be wertet. Meist stecken die konservativen Blätter die Abfertigung, schäftigen, denn, wie gewöhnlich, beruht auch dieses Rechendie ihnen zu teil wird, ruhig ein, verwenden aber die ge- exempel auf falschen Ziffern. fälschten Ziffern und die daraus gewonnenen Rechnungs" " Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Das mag agrarischem Auffassungsvermögen schwer verständlich sein, thatsächlich ist es aber so. Zum Beweis fei der folgende Bassus aus der im November vorigen Jahres vom ,, Berein deutscher Handelsmüller" ausgearbeiteten Dentschrift angeführt: „ Wenn man berücksichtigt, daß die Durchschnittspreise in Preußen in den letzten vier normalen Erntejahren für Weizen 160 M., für Roggen 135 M. pro Tonne betrugen und der Zoll nur auf dem Mehlinhalt des Getreides liegt, so berteuert der Zoll von 3½, M. unter gleichen Marktpreisen unser Brotmehl von Weizen um 26 und Roggen um 35 Prozent, ein Getreidezoll von 5 M. das Weizenmehl um 37, Roggenmehr um 50 Prozent und ein Boll von 6 M. um mehr als die Hälfte des Wertes. Bei dieser Berechnung ist eine Mehlausbeute von 75 Prozent bei Weizen, 65 Prozent bei Roggen und ein Marktpreis von 10 M. per 100 Kilogramm für Futtermeh! und Kleie zu Grunde gelegt." gegen 1894 Jahr 1894 Roggenpreis in Berlin pro 100 Kilogr. 11,77. 11,98 Zunahme Roggenmehl Bunahme gegen 1894 preis in Berlin pro 100 Stilogr. 15.47 M. " 2 Proz 16,50 " 61/2 Broz. 1 16,30 5 " " " " 1012 28/2 17,44 " 17 20,12 18 27 " " " 1897 1898 11,88 13,01 14,63 Wir sehen, die Mehlpreise steigen in einem höheren Prozentsatz, als die Kornpreise. Nehmen wir die von der„ Korrespondenz" mitgeteilten ergebnisse ruhig weiter, als handle es sich um authentisches Verhältniszahlen als richtig an, so ergiebt sich eigentlich ein Bahlenmaterial. Jetzt scheint jene Presse ihre Taktik ändern zu Ronfum von 76 Kilogramm Weizenbrot; doch ist der Unter wollen. Die Correspondenz des Bundes der Land- schied zu gering, um in Betracht zu kommen. Warum wirte" wie ihre seelenverwandte offiziöse Zwillingsschwester, aber wirst der Rechner der„ Korrespondenz" nun die zur die Berl. Po 1. Na ch r." fallen nachträglich beide über den Herstellung des Brots erforderlichen beiden Mehlsorten zu bereits in Nr. 51( vom 1. März) des Vorwärts" veröffent- fammen; warum berechnet er nicht den Verbrauch jeder beträgt der Zoll nur 22 Prozent, die Müller berechnen Das ist deutlich. Bei einem Weizenpreis von 160 Mart lichten Artikel Die Belastung der Arbeiter. Sorte gesondert, nachdem er doch eben erst die Brotforten aber daraus, Haushaltungen durch die Getreidezölle" her gesondert ermittelt hat? und zwar völlig torrekt, einen Den Grund werden wir gleich Mindest- Aufschlag von 26 Prozent auf Weizenmehl. und suchen die dort aufgestellten Berechnungen unter allerlei fehen. Berechnet man natürlich einzeln, wie viel Weizenmehl Ebenso beträgt beim Roggen der Anteil des Bolls am Preis Geschimpf auf die Dreistigkeit der socialdemokratischen Dema- zu den 75 Kilogramm Weizenbrot und wie viel Roggenmehl nur 27 Proz ,, die Müller aber schlagen dafür auf Roggen gogen, denen die agrarischen Autoritäten so wenig zu impo- zu den 130 Kilogramm Roggenbrot gebraucht wird, so ergiebt mehl mindestens 35 Proz. auf. Ja, in Wirklichkeit stellt sich nieren vermögen, anzufechten. sich ein Konsum von 56 Kilogramm Weizennmehl und 98 Stilo- meist der Aufschlag noch etwas höher, wie folgende vom Soweit beide Breßorgane sich auf Beschimpfungen be gramm Roggenmehl, und da ferner 100 Kilogramm Weizen schränken, haben wir keine Veranlassung, ihre Herzens- 75 Kilogramm Mehl, 100 Kilogramm Roggen aber nur 65 Stilo- städtischen Berliner Statistiker Dr. E. Hirschberg aufgenommene ergüsse zu reproduzieren. Niemand kann gegen seine Natur, gramm Mehl ergeben, so find zur Produktion der berechneten lichte Statistit beweist: und in den Jahrbüchern für Nationalökonomie" veröffent und wir gönnen den Schmocks diese Erleichterungen ihrer 154 Kilogramm Mehl 75 Kilogramm Weizen und 160 Kilogepreßten Herzen. Aber die Korrespondenz des Bundes der gramm Roggen erforderlich, zusammen also 235 Kilogramm Landwirte" bringt auch eine Art Gegenberechnung, und diese Brotforn, nicht 220 Kilogramm. Begreift man nun, warum nachzuprüfen, tönnen wir uns nicht versagen; liefert doch nicht der Konsum beider Mehlsorten gesondert berechnet diese Berechnung aufs neue einen Beweis dafür, wie wenig wurde? Es sollte, sei es auch auf Kosten falscher Unter- 1895 die landwirtschaftlichen Größen, die sich so gerne auf eine schiebungen, der Kornverbrauch möglichst niedrig hingestellt überlegene Sachkenntnis berufen, mit den einfachsten Vor- werden. gängen des Wirtschaftslebens vertraut sind. Rechnet man hierzu 70 Kilogramm Brotkorn, die in der Die betreffende Korrespondenz schreibt: Die Unverfrorenheit dieses Rechentünstlers im„ Borwärts" Form von Mehl im Haushalt verbraucht wurden, so ergiebt und fein blindes Vertrauen auf die Urteilslofigteit seines Bublifums 305 Kilogramm Brotgetreide, also pro Person 152 Kilo Brotpreise berechnen. sich allerdings immer nur erst ein Gesamtverbrauch von Schwerer läßt sich der Einfluß der Kornpreise auf die ihm gegenüber ist wirklich stannenswert." Es wird hier mit der In der kapitalistischen Wirtschaftsunbefangenſten Miene der Bollbetrag von 23,5 Proz. des Groß gramm, während gewöhnlich, entsprechend den statistischen ordnung werden die Preise durch Angebot und Nachfrage behandelspreises für Brottorn nicht nur einmal bei dem Getreide- Berechnungen, ein Stonsum von beinahe 200 Kilogramm pro stimmt. Deshalb kommen, wenn größere Mehlvorräte vorpreise für das Korn, sondern weiter auch in Bezug auf die Ge- Kopf angenommen wird. Wie erklärt sich die Differenz? handen und noch Kornlieferungen zu niedrigen Preisen schäftsunkosten und Gewinne bei der Verwandlung des Korns in Zunächst ist damit, daß der Verbrauch von Brotgetreide ausstehen, Preissteigerungen des Brotkorns feineswegs immer Mehl refp. Brot als verteuernd in Rechnung gestellt, obgleich doch auf 2 Doppelcentner( 200 Kilogramm) pro Person berechnet sofort in erhöhten Mehlpreisen zum Ausdruck; die Mehldie Manipulation des Mahlens und Badens an fich feiner wird, noch nicht gesagt, daß jeder Einzelne nun auch genau preise finten vielmehr hinterher. 23 prozentigen Berteuerung durch jenen Boll auf das Rohprodukt 200 Kilogramm verzehren muß. Es handelt sich hier um noch mehr von Das gilt natürlich unterworfen ist. den Brotpreisen. Steigt heute der Jeder Mensch, der sich einigermaßen jener Rechenaufgabe ge- eine Durchschnittsangabe; der eine gebraucht mehr, der Kornpreis, feineswegs der steigt morgen noch wachsen und gleichzeitig einigermaßen wahrheitsliebend zeigen andre weniger. Der Bäcker hat vielleicht noch große Mehlwollte, würde dieselbe doch in ganz andrer Weise zu lösen ber- paar, dessen Haushaltungs- Budget die Verbrauchsziffern vorräte, und überdies hat er dem Müller Aufträge erteilt, entnommen sind, in Betracht, daß es petuniär weit die dieser noch zu den alten vereinbarten Preisen ausführen Jene Maurerfamilie hat nach den Angaben des Borwärts" besser gestellt gestellt ist wie Millionen andrer Arbeiterfür je 81,20 m. Noggen refp. Weizenbrot im Jahre verbraucht. familien. Der Mann hat 1467 M. im Jahr verdient, Kinder Abständen den gestiegenen Kornpreisen. Daher stehen denn muß. So folgen denn gewöhnlich die Brotpreise erst in längeren Nach den für Berlin im letzten Jahre ermittelten Durchschnitts find nicht vorhanden, und so konnten beide Personen sich auch selten die Brotpreise eines Kalenderjahrs zu den Weizenpreifen von 24 refp. 41,3 W. hätte sie für jenen Betrag 75 Stilo einen ziemlich hohen Konsum von Fleisch, Wurst, Eiern, und Roggenpreisen im richtigen Verhältnis. Man muß, um gramm Weizen- und 180 Kilogramm Roggenbrot, zusammen 205 Kilogramm Brot, vom Bäder erhalten müssen. Nach uns Stäſe usw. Teisten- d. h. einen zwar nicht an sich hohen ein einigermaßen genaues Resultat zu erhalten, bie Brotvorliegenden Angaben eines eines Bäckers und Müllers gehören Verbraucher ist niedrig genug, wohl aber im Vergleich preissteigerungen in der ersten Hälfte des nächsten Jahre mit zur Herstellung von 100 Kilogramm gut ausgebackenen Brots zu unzähligen andren Arbeiterfamilien. Infolgedessen betrug hinzurechnen. Leider fehlen solche Berechnungen. Aber selbst, 75 Kilogramm Mehl. Also wären in den verbrauchten 205 Kilo- die Ausgabe für Brot denn auch nur 17 Pf. pro Tag( Staffee wenn wir die Durchschnittspreise desselben Jahrs vergleichen, gramm Brot 154 Kilogramm Mehl enthalten. Von 100 Kilogramm brot und Kuchen an hohen Festtagen mit eingeschlossen), wie also die für die agrarischen Behauptungen Roggen lassen sich nach der bekannten, sicher als mäßig zu betrach wenige Arbeiterfamilien, auch solche, die nur aus zwei Per allergünstigste Vergleichungsart wählen, zeigt tenden amtlichen Ausbeutefchätzung 65 Stilogramm, aus 100 Stilo fonen bestehen, fommen aber damit aus? gramm Weizen 75 Kilogramm gutes Mehl gewinnen. Das ergiebt sich, daß thatsächlich der Brotpreis in gleichem Verfür beide Getreidesorten eine durchschnittliche Mehlausbeute von hältnis steigt, wie der Brotfornpreis. fucht haben. 70 Proz 290X3,5 Sodann aber kommt bei dem Ehe Brotpreis. so Es stellte sich nach der Hirschbergschen Statistik: Roggenpreis Zunahme, in Berlin pro 100 g. 11,77 m. gegen 1894 Jahr 1894 1895 1896 1897 11,98 11,88 13,01 " gegen 1894 2 Broz. Roggenbrot preis in Berlin pro 100 g. 20,43. 20,63 Bunahme " 1 Proz. 1 20,93 21/2 " " " 101/2 " " 14,63 231/2 22,30 25,15 9 23 " 1898 " Brotverbrauch. Wie schon in der betr. Nr. 51 des Sodann handelt es sich nicht allein um den Es hätten alfo 220 Kilogramm Brotkorn zur Herstellung jener Vorwärts" gesagt wurde, genießt der Mensch nicht nur in den konsumierten Broten enthaltenen Mehlmenge von 154 Kilo- Weizen und Roggen in der Form von Brot, auch eine ganze gramm genügt. Außerdem hätte die Arbeiterfamilie für 10,92 m. Reihe andrer Nahrungsmittel werden aus Brotgetreide be nach den geltenden Großhandels- Durchschnittspreisen ziemlich reitet: Branntwein, Bier, Graupen, Gries, Nudeln, 50 Kilogramm Mehl enthalten müssen( thatsächlich wird sie natür Stärke usw. Leider läßt sich bei den meisten dieser Lebens. lich etwas weniger enthalten haben). Zur Herstellung diefer mittel nicht statistisch berechnen, wie hoch sich dieser indirekte wären aber nach dem vorher erwähnten Ausbeutungsverhältnis Genuß von Brotgetreide ſtellt; mur beim Branntwein und weitere 70 Stilogramm Brotkorn erforderlich gewesen. Im ganzen hat also der in Rede stehende Maurer mit seiner Frau Bier ist dies möglich. Nach Dr. Dade, einer Autorität der Man sieht, der Brotpreis steigt fast genau um denselben Brot und Mehl aus 220+ 70= 290 Kilogramm Brottorn verbraucht, Agrarier, wurden in den Jahren 1894/ 95-1898/ 99 durch Prozentsatz, wie der Getreidepreis, und deshalb giebt auch die wenn wir den vom„ Borwärts" felbst" fundgegebenen Haushalts- schnittlich jährlich im Brausteuergebiet 191 000 Tonnen Roggen bekannte Rechnung, daß, da durchschnittlich eine Person Etat desselben der Rechnung zu Grunde legen. für die Branntweinbereitung und ferner für das norddeutsche Brau- 200 Stilogramm Brotgetreide konsumiert, bei einem Bollfag Selbst wenn man von der abfolut falschen Voraussetzung aus fteuergebiet allein 24 812 Zonnen Weizen für die Biererzeugung von 3,50 m. pro 100 Kilogramm der Einzelne eine Zollgehen will, daß der ganze Boll vom inländischen Verbraucher ge gebraucht, das ergiebt über 4 Kilogramm Brot belastung von 7 M. zu tragen hat, die Lasten, welche dem fragen werden müffe, geht aus dieser Rechnung hervor, daß die Brotbelastung Bonbelastung jener Maurerfamilie nicht, wie der Vorwärts" vor Betreibe pro kopf, und wenn man die nichtberücksich. Arbeiter durch den Zoll in Wirklichkeit aufgebürdet werden, tigten füddeutschen Länder( Bayern; Württemberg, Baden 2c.) biel zu gering an. spiegelt, auf 17,28, sondern nur auf = 10,15 M. beziffert mit ihrer starten Bierproduktion heranzieht, sicherlich über 100 5 Kilogramm. werden könnte. Kommen wir nun zur Prüfung der Frage, wie weit der Rornzoll in den Mehl- und Brotpreisen zum Ausdrud tommt. Die Berechnung der Zolllaften, welche die Korrespon zu berechnen ist." denz" aufstellt, ist geradezu tindisch. Was geht den Danach könnte es scheinen, als hätten wir den Zoll- Müller oder Bäcker an, wieviel von dem Preis, den betrag von 23% Proz. zweimal in die Rechnung eingestellt, er für Korn resp. Mehl bezahlen muß, auf den einmal bei der Ansehung des Großhandels- Preises, dann Zoll entfällt. Der Gedanke, er berechne seine Produktionsnochmals bei der Berechnung des Brotprodukts, wenigstens fosten und seinen Profit nur im Verhältnis zu jenem Teil des legt die unklare Fassung des obigen Absages eine solche Auf- Preises, der nach Abzug der Zollbelastung übrig bleibt, fann Das Abgeordnetenhaus fassung nahe. Wie jedoch ein bloßer Blick auf den be- nur im Stopf eines Menschen geschehen, der nicht einmal die hat am Mittwoch einige weitere Kapitel des Kultusetats treffenden Leitartikel lehrt, haben wir lediglich bei unsrer allerersten Anfangsgründe der Volkswirtschafts- Lehre be- beraten. Bei dem Kapitel„ Technisches Unterrichtswesen" Berechnung angenommen, daß, wenn die Weizen und herrscht. wurde allgemein Klage darüber geführt, daß die preußische Roggenpreise um 23 Proz. steigen, auch die Brotpreise in Für den Müller existieren die Preise nur als solche. Er Regierung die Zahl der technischen Hochschulen noch nicht dem gleichem Verhältnis, also um 23% Proz. höher werden. Und sagt sich einfach: So und so viel kostet das Korn, so viel Ge- Bedürfnis angepaßt habe. Boraussichtlich wird über kurz oder Diese Annahme haben wir uns nicht, wie die Korrespondenz" treide gewinne ich daraus, so viel Kosten habe ich und so viel lang eine neue technische Hochschule in Breslau errichtet behauptet, in„ blindem Vertrauen auf die Urteilslosigkeit" muß ich entsprechend meiner Kapitalsanlage 2c. verbienen. werden; wenigstens wurde eine dahingehende Petition der unjrer Leser geleistet. Im Gegenteil, wir haben im dritt Danach berechnet er sich den Mehlpreis; und ebenso verfährt Regierung zur Erwägung überwiesen, und der Kultusminister legten Absatz extra hervorgehoben, daß unsrer Berechnung der Bäcker. gab eine entgegenkommende Erklärung ab. Es geht aber weiter daraus hervor, daß der Verbrauch an Brotkorn in diefer aus zwei Erwachsenen bestehenden Arbeiter familie nicht auf 200, sondern nur auf 145 Kilogramm pro Kopf a Möglich, daß den Wortführern des Bunds der Landwirte diese Thatsache bisher unbekannt war, dann aber folgt daraus nur, wie schlecht es um ihre angeblichen Fachkenntnisse bestellt ist. Oder aber sie war ihnen bekannt, dann bedeutet ihr obiges Rechenerempel ein gemeines Fälschungskunststück. Politische Nebersicht. Berlin, den 13. März. " Das Kapitel Kultus und Unterricht gemeinsam" gab, I wird der Doppeltarif acceptiert, dann ist die Regierung an Händen wie alljährlich, Anlaß zu lebhaften Beschwerden über die zu und Füßen gebunden, den Agrariern ausgeliefert und der Abschluß geringe Besoldung der Geistlichen. zeitgemäßer Handelsverträge ist überhaupt in Frage gestellt. Beim Kapitel Medizinalwesen" endlich wurde Miquel contra Bülow. Graf Bülow hatte sich neulich im auch in diesem Jahre die alte Klage auf Loslösung der Reichstag- in Anpassung an eine Centrumsfiute! dafür erflärt, Medizinalabteilung vom Kultusministerium wiederum erhoben. daß etwaige wesentliche Wiehrerträge aus der Erhöhung der GetreideAlle Fachleute, darunter die Abgg. Dr. Virchow und zölle für Geseze socialer Fürsorge verwendet werden sollten. Dem Dr. Langerhans, forderten, daß das Medizinalwesen gegenüber wurde mit Recht daran erinnert, daß Herr v. Miquel vor dem Ministerium des Innern unterstellt werde. Die Regierung nicht langer Zeit im Barlament betont habe, daß eine Erhöhung der Getreidezölle eine Minderung der Getreideeinfuhr und folglich teine jedoch beharrt nach wie vor auf ihrem ablehnenden Stand Erhöhung der Reichseinnahmen zur Folge haben würde. Jetzt be punkt. Die Beratung der auf die Streisärzte bezüglichen Titel zeichnet nun der journalistische Vertrauensmann Miquels in der Post" dieses Kapitels wurde ausgesetzt. die Bülowsche Aeußerung als recht bedenklich: Donnerstag: Fortsetzung der Beratung. Unwiderlegliche Hunnenzenguiffe. Daß die China- Soldaten jezt im Zeichen des chinesischen Kazenjammersteine Hunnen mehr sein sollen, ist recht begreiflich. Darum häufen sich gegenwärtig, während auf der einen Seite die Hunnenbriefe der bisher bekannten Art noch fortgesezt in der Heimat anlangen, andrerseits die Dementierbriefe, die, wie auf Regimentsbefehl, versichern, es sei gar nichts Schlimmes passiert. So hat z. B. Chinakrieger Friz Umlauft( 2. ostasiatisches Inf. Reg. 3 Comp., zur Zeit in Peking) feiner in Dresden lebenden Mutter einen Brief ge= schrieben, worin es heißt: Was die sogenannten Hunnenbriefe anbetrifft, so kann ich nur sagen, daß alles erlogen ist, was drinnen steht... Ich bin bis jetzt noch nicht in die Verlegenheit gekommen, meine Waffe auf einen Chinesen anzulegen. Werde mich auch hüten, dies zu thun, so lange ich nicht gezwungen bin. Dem Chinesen ist nicht zu trauen, aber ein energisches Auftreten genügt, um sich bei ihm Respekt zu verschaffen. " sondern es war heruntergerissen und fortgebrochen, was nur vom Plaz zu bewegen war. In den heiligen Nischen hingen die Fezzen der ehemaligen Stoffe herunter, mit denen sie ausgeschlagen gewesen, Scherben, Perlen und Flitterstücke von Stickereien lagen am Fußboden; selbst von den Polstern der Thronsessel war das kleinste Stückchen Seide herabgezerrt, so daß jetzt die Watte aus der nadten Fütterung hervorquoll. Stroh, Stride, Risten lagen herum, das Ganze sah wüst aus wie ein Badhof. „ Wer das gethan, weiß ich nicht zu sagen. Die Frangosen behaupteten, die Engländer seien es gewesen mit Hilfe ihrer. Inder, diese schoben es wieder den Franzosen zu. Sicher ist, daß unsre eute es nicht gewesen sind. Denn sie waren vor drei Tagen schon vorübergezogen, als wir das Grab noch intakt fanden, und heute waren sie wiederum noch hinter uns zurüd; sie waren also während der geit, wo es gegeichen, unmöglich dort gewesen. Auf alle Fälle ist hier etwas zerstört worden, was einzig war." So berbreitet Europa Kultur! Wenn damit eine Steigerung der Aufwendung des Reichs für fociale Zwede gemeint sein sollte, so würde allerdings mit der Aussicht auf eine starte Belastung der preußischen Finanzen mit Matrifularumlagen gerechnet werden müssen und deinzufolge die Möglichkeit einer Verminderung der Produktionskosten der heimischen schaffenden Arbeit durch Ermäßigung der Güterfrachten in weite Ferne gerückt werden. Ist aber eine Verminderung unsrer Produktionstosten zur Erhaltung unsrer Konkurrenzfähigkeit notwendig und kann sie nicht durch Ermäßigung der Frachten für Produktionsmittel und wichtige Massenerzeugnisse herbeigeführt Ein militaristisches Fiasko. werden, so wird schließlich nichts übrig bleiben, als eine Herabdrückung der Arbeitslöhne." Dergestalt korrigiert der Vice Präsident des preußischen Ministeriums den deutschen Reichskanzler, der es liebt, allen alles zu versprechen. " " Ausland. Man schreibt uns aus Amsterdam, 12. März: Eine Niederlage hat heute die Regierung erlitten bei der Be handlung ihrer Novelle zum Militärgejez. In Holland gilt noch immer die Konstription. Vont 47 952 neunzehnjährigen jungen Leuten waren im Jahre 1899 21 273 um allerlei Ursachen nicht Socialdemokrat und Großherzog. Während der Pfiffikus der Deutschen Tageszeitung" die Gesinnungsbrüder be- militärpflichtig, 26 679 mußten sich zum Los stellen, 10 991 wurden ichwört, von der Unterredung mit einem socialdemokratischen Führer in das Heer einverleibt. Die erste lebungsperiode währt für die ja nicht zu viel Aufhebens zu machen, fährt die konservative Presse unberittene Mannschaft ein Jahr, für die berittene 18 Monate. fort, den Zwischenfall" mit ungeheurem Ernst zu behandeln. Die Die Regierung wollte nun das jährliche Kontingent von 11 000 parteiamtliche Konservative Korrespondenz" verlangt auf 17 500 Mann erhöhen; 5200 Mann würden nach vier Monaten geradezu drohendem Tone Aufklärung, indem sie bemerkt: erster Uebung nach Hause geschickt werden, für die übrigen 12 300 Die socialdemokratische Presse macht große und nicht unge- wollte sie die geltenden lebungsperioden behalten. Der Kriegsschidte Reklame mit der Begegnung, die der Großherzog von Seffen auf einem parlamentarischen Abend mit einem jocial- minister hat aber seit drei Jahren die wirkliche erste Nebungszeit hat. bis auf 8 Monate verkürzt; die Probe erklärte er für durchaus ge= Die demokratischen Landtags Abgeordneten gehabt Sache wird dabei so dargestellt, als habe der Großherzog lungen; aber an sehr hoher Stelle, beim Generalstabe, dachte man den Genossen" aufgesucht und von ihm sich dreiviertel Stunden darüber anders; und dem Einfluß, den der Generalstab an allerLang über socialdemokratische Principien belehren lassen. Wäre höchster Stelle hat, wird es wohl zugeschrieben werden müssen, daß das der Fall gewesen, so stünde das allerdings das Ministerium nicht in seiner Novelle die erste Uebungsperiode auf einzig da. Die Sache dürfte sich wohl aber ein wenig anders 8 Monate gestellt hat. Judessen die verspäteten Ableugnungsversuche sind ganz um- in sonst. Man giebt sich vergeblich Mühe, die echten Hunnenzeugnisse zu entkräften. Es giebt bereits Dokumente, deren Wahrheit niemand auch nur auzweifeln kann. Die europäischen Hunnen haben nämlich selbst dafür gesorgt, daß ihre Thaten in treuer Form auf die Nachwelt kommen: sie haben einzelne Schreckensthaten mit dem Photographen aufgenommen, und diese Photographien cirkulieren bereits in der Heimat. Der Veröffentlichung der Hunnenbriefe, deren Zuverlässigkeit man hat anzweifeln wollen, wird die Veröffentlichung von HunnenPhotographien folgen, gegen deren Beweiswert keine Einrede mehr möglich ist. Deutsches Reich. Der Bremer Zwischenfall. Ueber die Untersuchung in Sachen des Bremer Zwischenfalls berichtet die Weserzeitung" u. a.: man " nicht V zugetragen haben; denn daß der Großherzog- wie der Vor- Von der linken Seite der liberalen Mehrheit fam nun aber der wärts" schreibt das Bedürfnis“ gefühlt haben könnte, sich bei Vorschlag, der sich auf die Zeugnisse des Kriegsministers selbst stützte, einem Führer der stärksten deutschen Bartei nämlich der Social- Vorschlag, und demokratie über deren Ansichten und Strebungen zu informieren," die achtmonatliche Uebungsperiode gesetzlich festzulegen. Von uns halten wir für ausgeschlossen. Eine solche specielle Information" ausgesprochenen Motiven bewogen, erklärte der Minister diesen Vor ist für denjenigen vollständig ummüz, der die Aeußerungen und die schlag für unannehmbar. Er wurde jedoch durch die demokratischen Entwicklung der Socialdemokratie verfolgt hat und das ist bei Liberalen, die Katholiken und die Socialdemokraten angenommen. einem deutschen Bundesfürsten doch wohl anzu- Die Beratung wurde aufgehoben; der Kriegsminister wird seine nehmen. Wenn die Socialdemokratie den Vorfall zu ihren Entlassung nehmen. Alles bleibt also beim alten; dem Volke Zweden ausbeutet, so ist das erklärlich; es wäre aber erwünscht, ist hiermit eine Erschwerung des Militärdienstes erspart, die Wieder Die Untersuchung zeigt uns einen unerfahrenen jungen wenn man über den thatsächlichen Vorgang auflebung des Militarismus in der holländischen Bourgeoisie, die Menschen von annähernd zwanzig Jahren, der dem politischen Getriebe ganz fern geftanden hat, der durch ein langjähriges näheres erfahren tönnte." schweres epileptisches Leiden noch mehr der Gesellschaft Ganz zerfnirscht ist der fromme„ Neichsbote", der das Ende aus Anlaß des südafrikanischen Kriegs entstanden ist, wird hiermit andrer entrückt gewesen und dadurch geistig noch mehr zurück- aller Tage naben sieht und sich den folgenden erschütterud gram- wohl ihr Ende genommen haben. Oestreich Ungarn. geblieben ist. Er ist längere Zeit in einem Sanatorium gewesen vollen Betrachtungen hingiebt: und hat eine längere Seereise gemacht, Dinge, die ihn auf-" Selbst wenn man zugiebt, daß die Socialdemokratie durch Abgeordnetenhaus. Bei Beginn der Mittwoch- Sigung erteilt wieglerischer Gesellschaft entrüden. Er ist kein solche fürstliche Annäherung ihr Rot etwas verblassen ließe, so Herostrat, denn wer eine schändliche That begeht, um sich einen fragt es sich doch, wer davon einen größeren Schaden hätte, der der Präsident dem Abg. Stein, der am Dienstag während der Nede berühmten Namen zu machen, verweist doch mit Stolz auf fie. Staat, der sich noch immer weiter links zur Social- Kramarez gerufen hatte: Annettierung Destreichs wäre das dieses Zwischenrufe einen Ordnungsruf und Davon hat Weiland nichts erkennen lassen. Daß er den Tag demokratie, oder die lettere, die sich ein klein wenig nach rechts beste", wegen über einen epileptischen Anfall habe konimen fühlen, erfährt zum Staat entwidelte, aber dabei ihre antimonarchischdrückt sein lebhaftes Bedauern aus, daß solche Worte im Das Haus fährt dann aus seiner nur eignen Mitteilung und fann republikanische Tendenz aufrecht hält. Unfrer An- streichischen Parlament gefallen sind. fontrolliert werden. Unglaublich ist es feineswegs; Gründe, ficht nach kann die Socialdemokratie dabei nur in der ersten Lesung der Branntweinsteuer- Vorlage fort. Im es zu beziveifeln, liegen nicht vor. Nun hat er sich, um den gewinnen, denn es werden sich ihr dann immer weitere Laufe der Debatte polemisierte der Deutschfortschrittliche Schüder die gestrige Rede des Abgeordneten Kramarcz Kaiser zu sehen, an einen Punkt gestellt, wo das am besten möglich Volkskreise zuwenden, die sich jetzt noch zurückgehalten haben, gegen den Czechen ihren Wahn nicht nehmen, weil sie ihnen zu blutrot war. Benn das heifiche Boll aber bemerkte, er wolle war, wo viele Hunderte standen, ebenfalls aus dem Grunde, weil man dort am besten die Anfahrt des Wagens sehen konnte. Ein beerst sieht, daß sein Großherzog den socialdemokratischen Abgeord- daß fie für die Erhaltung des europäischen Gleichgewichts not unruhigender Punkt war bisher die Herkunft des Eisens. Es ist ein be neten aufsucht, ihm eine Stunde lang die Gnade der Unter- wendig feien, er müsse jedoch bemerken, daß die Deutschen in den liebiges Stück Eisen, an sich zur Ansführung eines Mordanschlags ficher haltung zuwendet, die sonst selten einem Bürger Sudetenländern, insbesondere in Böhmen, gegenüber dem slavischen höchst ungeeignet. Nur das Zusammentreffen vieler Zufälle hätte zu teil wird, so werden wahrscheinlich große Volfsfreise ustume Wache stehen und dadurch zur Erhaltung des europäischen dem Burschen eine gewisse Wahrscheinlichkeit der Erreichung seines fich sagen: nun brauchen wir erst recht nicht mehr uns zu Friedens beitragen. Wir find, fagt Redner, ein Hort des engen gweds geben können. Er fomite es irgendwo" gefunden haben, genieren, socialdemokratische Abgeordnete zu wählen. Da Bündnisses mit Deutschland; wir wünschen, ohne schlechte Patrioten ohne sich bei seinem beschränkten Geiste des Fundorts zu erinnern. aber jetzt die hessische Regierung bei ihrem Gang nach links bei zu sein, daß dieses Bündnis sich immer imniger gestalte, weil ( Beifall Er sagt indes bestimmt, er habe es kurz zuvor auf dem Domshof der Einführung des demokratischen gleichen geheimen Wahlrechts Destreich dadurch als Großmacht nur gewinnen kann. gefunden und zu sich gesteckt. So lange das nicht bestätigt war, für den Landtag angelangt ist, so dürfte der Großherzog bald links.) Das Haus begann dann die erste Lesung der Investitionsfonnte man hier noch eine Flause vermuten; hätte es sich als Lüge Gelegenheit haben, auf ipäteren Bierabenden sich unter recht zahl vorlage. England. erwiesen, so wäre natürlich der Verdacht verdoppelt worden. Aber reicher socialdemokratischer Gesellschaft zu befinden. Seine Regierung würde dann auch ihre Gesetze immer mehr nach dem Boerenkrieg. Ein eiligst einberufener außerordentlicher inzwischen erweist die Aussage einer sich freiwillig meldenden einfocialdemokratischen Programm einrichten müssen, und auch im Ministerrat ist Mittwoch in London abgehalten worden. Es verwandfreien Zeugin, daß wirklich am Thatort furz zuvor ein Stüd Ministerium würde der jetzige weit links stehende Finanzminister bald lautet, eine der Veranlassungen zu demselben sei der Stand der Eifen gelegen hat, das nach ihrer Beschreibung dem corpus delicti einen noch etwas weiter links stehenden, socialdemokratischen Kollegen Verhandlungen zwischen Kitchener und Botha gewesen. entsprochen hat und das sie nach Besichtigung für mit diesem identisch erhalten. Im Reichstage aber wird man sich die Gedanken Der Gesandte Dr. Leyds ermächtigte einen Berichterstatter zu hält. In alledem ist nichts Wunderbares, Unglaubwürdiges. Auch an eine Bekämpfung der socialdemokratischen Agitation der Erklärung, daß an den Vicepräsidenten der Südafrikanischen darin nicht, daß, als nun das Brausen der Menschenstimmen, das sich mit dem Rauschen des Brunnens vereinigt, die Annäherung des aus dem Sinn schlagen müssen, wenn die Fürsten in den Republik Schalk Burger keinerlei telegraphischer Bescheid bezüglich Einzelstaaten mit den Socialdemokraten gesellschaftlich ver- der Unterhandlung Botha's, von denen Präsident Krüger übrigens Saifers anzeigt, die krampfankündende Erregung steigt und ihren tehren." nichts wisse, ergangen sei. Höhepunkt im Augenblick der unmittelbaren Gegenwart des Kaisers Der Reichsbote" giebt sich unnötigerweise so düsteren Benches erreicht. Jm Beginn des Krampfs fei es ihm, so sagt Weiland, gewesen, als stehe er an Bord auf brausender See, er habe das Lot trachtungen hin! Wir wenigstens können dem Vorgang keine Bein der Hand und sein alter Kapitän rufe ihm zu:„ Wirf das Lot deutung beimessen. Die konservative Preffe scheint allerdings in dem aus!" Dann habe er das Eisen weggeworfen, weiter wisse er nichts. Wahn zu zittern, daß selbst ein deutscher Bundesfürst Sympathien des Reichstags erörterte in ihrer Mittwochfizung eingehend die Wir können nur sagen, daß die Erzählung Weilands auf die mit der für die republikanisch- socialistische Anschauung gewinnen fönne, nachUntersuchung betrauten Männer, die zuerst natürlich jämtlich von dem gerade gegenwärtig die monarchisch- reaktionäre Regierungsdem Glauben an einen Mordanschlag ausgingen, den Eindrud politit in Europa so hoffnungslose Erscheinungen gezeitigt. der Wahrheit gemacht hat, der durch die häufigen Anfälle von Die Hohkönigsburg im Reichstage. Aus Straßburg i. E. Bitterkrämpfen in der Unglücksnacht und durch das Benehmen an den folgenden Tagen nur bestärkt ist. Selbst für die Annahme einer plöglichen feindseligen Wallung, die Weiland nach dem ersten besten Stüd hätte greifen lassen, um den Gegenstand seiner( indes feines wegs erwiesenen oder auch nur glaubhaft gemachten) Abneigung zu treffen, liegt keinerlei Anhalt vor. traft. Die Budgetkommission ,, Stellung der Reichsregierung zur Wohnungsfrage". Im Etat war die Summe von 2 Millionen Mark eingesezt zur " Förderung der Herstellung geeigneter fleiner Wohnungen für Arbeiter und gering befoldete Beamte in den Betrieben und Verwaltungen des Reichs durch Gewährung von Beihilfen an Private, sowie an gemeinnügige Unternehmungen( Bauvereinen, Baugenossenschaften, Baugesellschaften usw.)." Abg. Singer( Soc.) erkannte es als einen Fortschritt an, daß sich die Reichsregierung, endlich an die ihr auf den Gebiet des Wohnungswesens zufallende Aufgabe mache. Jedoch müßte dafür gesorgt werden, daß die vom Reiche zugeschoffenen Gelder unter wird uns geschrieben: Die reichsländischen Blätter veröffentlichen ein Schreiben des Reichstags- Abgeordneten Dr. Vonderscheer Schlettstadt( elsässisch- flerikal), worin dieser den Empfang einer von zahlreichen Bürgern der Gemeinde Schlettſtadt unterzeichneten Betition um Bewilligung der vom Reichstag geforderten Hobtönigs burg- kredite bestätigt und hinzufügt, es hätte dieser ihm im übrigen Eine neue Militärvorlage wird angekündigt. Nach dem sehr sympathischen Kundgebung nicht bedurft, um ihn zu bestimmen, feinen Umständen zur kapitalistischen Ausbeutung von Grund Militär- Wochenblatt" hielt in der Militärischen Gesellschaft zu Berlin im Reichstag für die Forderung einzutreten und zu stinumen. und Boden führen dürfen. Aus diesem Grunde habe er einen am 6. März der Generalmajor v. Bernhardi, Abteilungschef im Demgegenüber meldet der„ Elsässische Volksbote", das Organ der Zusatz beantragt, nach dem die Beihilfen nur unter der Bedingung großen Generalstab und Lehrer an der Kriegsakademie, einen Vorfrag über die Weiterentwidlung der deutschen Wehrelfäffisch- fleritalen Reichstags- Abgeordneten Deljor und Hauß, die gegeben werden dürfen, daß bei der Festsetzung des Mietspreises mir Mehrheit der Mitglieder des Centrums sowie die die landesübliche Berzinsung des zum Bau der Häuser aufgewendeten Der Vortragende legte bar, wie wichtig es sei, dem Volt Gruppe der Elsässer mit Ausnahme Vonderscheers und zweier Kapitals sowie die Kosten der Instandhaltung und Verwaltung in Anrechnung gebracht werden. Außerdem verlange sein Zufaz, die friegerische Gesinnung zu erhalten und erörterte Lothringischer Abgeordneter werde im Reichstag gegen den für die daß die mit Hilfe des Reichs errichteten Häuser späterhin zu die Mittel, die dem Staat und der Gesellschaft zur Verfügung Wiederherstellung der Hohkönigsburg geforderten Kredit stimmen. teinem andren Zwed verwendet werden dürfen. Durchaus ständen, um dieses Ziel zu erreichen. Er ging dann darauf über, die politischen Gesichtspunkte zu besprechen, von denen aus die Er- Dr. Sigl, der Vaterlands"-Redacteur, hat einen Schlaganfall überflüssig, ja unter gewissen Umständen schädlich erscheine es aber, daß nach dem Vorschlage der Regierung auch an Private Gelder zur haltung und Steigerung unsrer Wehrkraft unbedingt geboten sei. erlitten. Errichtung Kleiner Wohnungen gegeben werden solle. Da die WohAus einer Betrachtung der allgemeinen Geseze des Kriegs und d Die Plünderungen in China. In China haben die mungen ausschließlich für die im Staate beschäftigten Arbeiter und lichen Werdegange erwachsen find, folgerte er die Notwendigkeit, europäischen Hunnen in der ruchlosesten Weise gehaust, sie haben kleinen Beamten bestimmt seien, so sei nicht einzusehen, weshalb unsre Wehrkraft in durchaus offenfivem Sinne zu ent- unerfezliche Kunstschäze zerstört und historische Heiligtümer roh ver- Gelder an Private ausgezahlt werden sollen. Die geforderte Summe wickeln. Von diesem Gesichtspunkte aus wurden dann die nichtet. Nur will es keine Nation gewesen sein, und jede schiebt die von zwei Millionen sei allerdings sehr gering, trotzdem sehe er Grundsätze besprochen, nach denen die Flotte und die Landes- Schuld der andern zu. Die Thatsache der Blünderung aber steht davon ab, eine Erhöhung dieser Summe zu beantragen, da es sich ja hier nur um den ersten Schritt handele. Er erwarte aber, daß für befestigung auszubauen und die Landarmee auszugestalten sei. fest, schreibt doch selbst der thakifromme" Lokal- Anzeiger" in einem die nächsten Jahre ganz erheblich größere Mittel zu dem durchaus In letterer Hinsicht suchte der Vortragende seine Ansichten aus chinesischen Reisebrief über die Vernichtung der Kaisergräber an der anerkennenswerten Bwved verwendet werden. den Erfahrungen des Kriegs 1870/71 zu begründen und wies im Der Staatssekretär des Innern, Graf v. Posadowsky wies besonderen darauf hin, wie notwendig es sei, der Jufanterie einen großen Mauer: „ Ohne Führer fanden wir diesmal den Weg durch den Park auf die Erfahrungen hin, welche in den letzten Jahren bezüglich des möglichst hohen taktischen Wert zu verleihen, die Kavallerie zu verzu dem schönen Grabe der Gattin des Kaiser Ying- tschings. Verhältnisses der Löhne und der Mietspreise gemacht worden mehren und den Train in einer modernen Verhältnissen entsprechen: Was wir jetzt vor uns fahen an Stelle jenes stimmungsvollen wären auch die Mietspreise in die Höhe geschraubt worden. feien. Sobald die Löhne eine Steigerung erfahren hätten, den Weise zu entwickeln, um die Operationsfähigkeit der Ensembles von vor drei Tagen, war das Bild einer barbarischen, In den Städten seien nach der letzten Gehaltssteigerung für die Armee zu erhöhen. gemeinen Verwüftnug. Eine Horde von Räubern war dortigen Beamten die Vermieter der kleinen Wohnungen zusammendarüber geraten und hatte fortgeschleppt, was nur irgend getreten und hätten sich dahin verständigt, die Mieten um 20 Proz nicht niet- und nagelfest gewesen. Nein, mehr als das: Nicht zu steigern. Und dieses Vorhaben sei auch wirklich ausgeführt. nur die Cloisonné- Basen, die Porzellane, die Bronzen, die Teppiche Aus diesem Grunde müsse der Staat daran denken, die Lage seiner und seidengestickten Deden, alles war fortgeschafft bis aufs Lette, Arbeiter und Kleinen Beamten dadurch zu verbessern, daß diesen Leuten derjenigen Aufgaben, die dem Deutschen Reich aus seinem geschichtDa scheint also wieder ein großer Plan im Gange zu sein! Für den Doppeltarif sind, wie überflüssiger Weise versichert wird, natürlich die preußischen Minister. Zur Zeit soll die Entscheidung unmittelbar bevorstehen, ob der Bundesrat und der Reichstangler für diesen heißesten agrarischen Wunsch zu haben sein wird. Partei- Nachrichten. Krähwinkeleien. Aus einer 2. Soweit die Geschäftslage cs gestattet, sollen nach 7 1hr abends Fuhren nicht mehr expediert werden, außer an Regentagen und bei Betriebsstörungen. passende Wohnungen zu billiger Miete zur Verfügung gestellt werden. Die bom Abg. Singer vorgeschlagenen Grundsäße, daß eine Ausbeutung mit den Wohnungen nicht betrieben werden dürfe, billige er durchaus. Er denke sich die Sache so, daß das Reich größere Terrainstücke antaufe, dies Land an gemeinnüßige Gesellschaften unter Zuschuß zu den Baukosten mietsweise abgebe. Da es sich hier um einen ersten Versuch handelt, so ersuche er darnm, daß der Antrag des Abg. Singer in Form einer Resolution angenommen werde, um der Regierung eine gewisse Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Im übrigen sei ging deshalb zu den diensthabenden Geistlichen, um die hierzu nötige 4. Schiffer und Steuerleute erhalten monatlich 105 M., Bootsauch er der Meinung, daß für die nächsten Jahre viel größere Erlaubnis einzuholen. Ich bedauere", antwortete der Geistliche, aber lente auf Kähnen 90 M., Bootsleute auf Dampfern 85 M. Wenn Mittel für diesen Zweck in den Etats vorgesehen werden da der Verstorbene Dissident war, so bin ich hier nicht kompetent und im Winter Fahrzeuge eingefroren sind, sollen für Bedienung und müffen. Unter allen Umständen aber werde sich die Thätigkeit des Sie werden sich an die weltliche Behörde wenden müssen." Der Bewachung derselben an Schiffer 3 M., an Bootsleute 2,50 M. pro Staates vorläufig darauf erstrecken, den im Staatsbetrieb beredelustige Parteiführer ging nun zum Oberbürgermeister und trug Zag gezahlt werden. schäftigten Beamten und Arbeitern die nötigen Woh- diesem sein Anliegen vor. Das Oberhaupt der Stadt aber verwies 5. Bei Differenzen ist das Einigungsamt anzurufen. Vor Abs mungen zu stellen. Erst wenn dies Ziel erreicht sei, könne sich das ihn an den Vorfizenden des Schul- und Kirchenausschusses, den lauf dieses Vergleichs sind die Arbeitsbedingungen aufs nene festReich der Aufgabe zuwenden, auch für die andren Arbeiter die zweiten Bürgermeister, da er sich in dieser Frage nicht fompetent zusetzen. Bei fünftigen Verhandlungen vor dem Einigungsamt sollen Wohnungsfrage in die Hand zu nehmen. fühle. Der zweite Bürgermeister hatte aber ebenfalls Zweifel an Auskunftspersonen der Konkurrenzfirmen hinzugezogen werden. Die Vertreter aller andren Parteien erklärten sich mit den Aus- seiner Zuständigkeit und begab sich nun mit dem Socialdemokraten 6. Diefer Vergleich gilt bis zum 31. März 1902. führungen des Abg. Singer einverstanden. Abg. Graf v. Klinckowo zu dem Oberhaupt der Stadt zurück. Nach längerer Beratung ließ ström( t.) schwang sich sogar zu der ausdrücklichen Erklärung auf, schließlich der Herr Oberbürgermeister anspannen und nun fuhren daß der Abg. Singer ganz im Sinne der konservativen Grundsäge alle drei zu dem ersten Geistlichen, dem Superintendent, um in die Reichswohnungspolitik klar gelegt habe. gemeinschaftlicher Sigung zu erwägen, wer in dieser wichtigen Sache fompetent jei. Da nun auch der Oberaufseher der Geistlichkeit er klärte, bei Dissidenten habe er nichts hineinzureden, so antwortete der Socialdemokrat, von dem man übrigens von vornherein annahm, daß er am Grabe feines Genossen teine aufreizenden Reden halten würde, daß er sich nunmehr selbst kompetent fühle und an diesem Tage auf dem Friedhof machen werde, was er wolle. Und so hat Wenn's nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden und kennzeichnet vortrefflich den Ileinlichen Geist, der übrigens nicht bloß in Sachsen, sondern mit wenigen Ausnahmen in ganz Deutschland die privatesten Angelegenheiten der Bürger einer unwürdigen polizeilichen Bevormundung unterwirft und doch damit heut nichts weiter mehr er reicht, als sich selbst lächerlich zu machen. nichtgenannten Stadt Sachsens erzählt ein in Dresden erscheinendes Blatt folgendes Ge- 3. Sandarbeiter erhalten 42 Pf., Kalfarbeiter 46 Pf. Stundenschichtchen: lohn. Die Arbeitszeit dieser Arbeiter beginnt um 6 Uhr morgens Als dieser Tage ein socialdemokratischer Stadtverordneter gesund endet um 6 Uhr abends. Ueberstunden werden mit einem Aufstorben war, beabsichtigte einer der Führer der Socialdemokratie, dem ver- fchlag von 5 Pf., Sonntagsarbeit mit einem solchen von 10 Pf. pro storbenen Genossen am Grabe einige Worte des Danks nachzurufen und Stunde bezahlt. Abg. Müller- Fulda( C.), der ebenfalls für die Singersche Refolution fich aussprach, benutzte diese Gelegenheit, um darauf hinzu weisen, daß gerade in Berlin, wo Herr Singer regiere, die Wohmmgsfürsorge am allermeisten vernachlässigt worden sei. Dem wurde vom Abg. Singer entgegengehalten, daß, so lange Socialdemokraten in der Stadtverwaltung von Verlin thätig sein fonnten, fie mit allen Kräften gegen die schweren Unterlassungs- er denn auch seine Rede gehalten." jinden der Berliner Stadtverwaltung angekämpft haben. Und wenn gegenwärtig auch die Berliner Stadtverwaltung eine andre Stellung zu der Wohnungsfrage einnehme, so sei dies nicht zum geringsten der Erfolg seiner Thätigkeit, der Stadtverordneten- Versammlung und seiner politischen Freunde. Abg. Schlumberger( Hosp. d. Natl.) weist darauf hin, daß nach den Erfahrungen in Paris es selbst bei sehr teuren Brotpreisen möglich fei, für Arbeiter billige Wohnungen zu schaffen. Von diesem Gesichtspunkt aus sei man auch in Milhausen daran, weitere billige Wohnungen zu errichten, die allen Ansprüchen der Arbeiter genügen und als Miete nicht mehr als 1/5 des Einkommens, ungefähr 12 bis 20 M. pro Monat erfordern. Mülhausen habe ja schon seit vielen Jahren Kleine Mitteilungen. Bezüglich der Abtragegelder beschloß eine Versamm lung der ehl- und Getreidetutscher, sich mit dem Verein der Berliner Mehlhändler in Verbindung zu setzen, um ein Abtragegeld von 3 Pf. für jeden Sack festzusetzen, der durch die Hausthür getragen werden muß. Lohnreduktionen werden den Bretterträgern der Firma BoBling angekündigt, die sich einstimmig dagegen verwahrten. Die legte Bersammlung des Fachvereins der Bretter träger beschloß, daß wenn die Lohnreduktion dennoch durch geführt würde sämtliche Arbeiter des Plazzes die Arbeit niederBulegen haben. Deutsches Reich. Um = Behördliche Unternehmer Fürsorge. In Gramzow, einem Marktfleden bei Prenzlau, ist es der Organisation der Zimmerer Dokumentarisch belegt ist dagegen die Mitteilung, daß jest in vor einiger Zeit gelungen, eine Bahlstelle zu errichten. Das Lob Bifchofswerda in Sachsen die Vereine, wenn sie eine Festlich der Unternehmer noch der Behörden haben sich, wie es scheint, die teit veranstalten wollen, die polizeiliche Erlaubnis dazu acht Tage Arbeiter mit dieser Vereinsgründung nicht erworben, denn es wird zuvor erbitten und dem Gesuch ein Verzeichnis der Fest unaufhörlich danach geforscht, wer dieser Organisation angehört; teilnehmer beifügen sollen. Weltmachtspoliti!! die Meister sind gradezu cutsegt, daß ihre Arbeiter diese wer nun zu ermitteln, bont deir sich in der Wohnungsfrage praktisch bethätigt. Die Erfahrungen haben einen Schreibfurjus für seine Mitglieder einzuführen und hatte auch Arbeitern der Organisation beigetreten ist, hat der Amts. Der Arbeiterbildungsverein in Belten hatte beschlossen, Bege wandeln. aber gezeigt, daß man dabei den schweren Fehler begangen habe, bereits einige dortige Schullehrer geivonnen, die bereit waren, den vorsteher in Gramzow hilfreich feine Dienste zur Verfügung indem man die Arbeiter im Laufe der Jahre zu Eigentümern der Diesen ist jedoch von der Regierung„ nahe gestellt. So wurde mehreren Arbeitern des Zimmermeisters Stooid Häuser machte. Hierdurch sei es gekommen, daß der allergrößte Teil unterricht zu erteilen. der seiner Zeit für die Arbeiter errichteten Wohnungen sich jetzt gelegt worden, daß es für sie nicht angängig" crscheint, den Schreib- auf das bestimmtefte gesagt, daß sie den Zimmererverband an gehören, und auf ihre Gegenrede zur Bekräftigung dieser Behauptung in ganz andren Händen befinde. Er warnt davor, daß der Staat unterricht im Bildungsverein zu erteilen. Diese Herren von der preußischen Regierung sind doch immer entgegengehalten, daß Herr Koosch durch seinen Buchhalter die ſelbſt Eigentümer der Wohnhäuser werde, weil daraus leicht eine noch nicht flug genug. Welche schöne Gelegenheit, den offenbar Mitgliederliste auf dem Amt abschreiben ließ. Das Verhalten des größere Abhängigkeit der Arbeiter entstehen könnte. Auch Abg. Singer( Soc.) betonte ausdrücklich, daß eine der- bedenklich angeröteten Schreibfchülern Patriotismus haufenweise ein- misvorstehers ist für die Arbeiter um so nachteiliger, als der Auch Abg. Singer( Soc.) betonte ausdrücklich, daß eine der artige Bermehrung der Abhängigkeit der Arbeiter unter allen Ilm- Auffäße, dazu einige schneidige Widerlegungen der Umsturzlehren verlangt, daß fie feiner Organisation angehören. Wird ihre Mitartige Bermehrung der Abhängigkeit der Arbeiter unter allen Ilm- trichtern. Jede Woche einen bis zwei warm empfundene patriotische Unternehmerverband für Brenzlau und Umgegend von den Arbeitern ständen vermieden werden müsse, und daß daher eine etwaige Diktiert Auflösung des Arbeitsverhältnisses zwischen dem Arbeiter und dem sichtigkeit entgehen! und das läßt sich die Regierung in unbegreiflicher Kurz- gliedschaft ermittelt, fo fommen die Arbeiter aus ihrer Beschäftigung. Von der Ortsbehörde wird jodann der Kampf gegen die Arbeiters Reich die Kündigung der Wohnung nicht zur Folge haben dürfe. ſichtigkeit entgehen! organisation noch mit andren Mitteln betrieben. Bisher konnte die Schließlich wurde die Resolution des Abg. Singer einstimmig Aenderung verhandelt wird, werden unire Parteigenossen einen An halten, jetzt ist dem Wirt angedroht, daß ihm die Konzession entzogen Im lippischen Landtage, in dem jezt über eine Wahlgesch- Bahlstelle der Zimmerer und Maurer ungehindert ihre Sigungen abAnhalten, trag auf Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts einbringen. wird, wenn er weiter fein Lokal zu Versammlungen hergiebt. Wie solche für die freisinigen Herren, die in diesem Kleinparlament noch jizen, behördlichen Winte befolgt werden, ist zur Genüge bekannt, und so eine sehr unangenehme Sache. haben die Arbeiter jest fein Lokal, wo sie Zusammenfünfte abs halten fönnen. Wegen dieser Vorkommnisse werden die Arbeiter Beschwerde einlegen, von deren Erfolg es abhängen wird, ob in Gramzow die Arbeiter ihr Koalitionsrecht ausüben können. angenommen. Aus der weiteren Verhandlung der Budget- Kommission sind noch zwei Punkte hervorzuheben: Eine längere Debatte entspann sich über die Forderung von 150 000 M. als erste Rate zu den Kosten des Ausbaus der „ Hohkönigsburg". Polizeiliches, Gerichtliches usw. " Die Königsberger Volks Tribüne" ist am Montag abermals beschlagnahmt worden. Anlaß dazu hat eine Bemerkung gegeben, die an den Bericht über die Generalversammlung der Aftionäre der Berliner Großen Straßenbahn geknüpft war. Das Neichsamt des Innern soll dadurch beleidigt sein. Abg. Singer( Soc.) wies als Korreferent eingend nach, daß gar fein Grund vorliege, auf Stoften des Reichs eine Nuine auszubauen, welche sich in Privatbesig des Kaisers befinde. Das Vorgehen des eljak- lothringischen Landesausschusses,-Genosse Bokorny aus Zwidau hatte sich am Montag vor welcher bekanntlich zu dem Ausbau der Hohtönigsburg" 700000 M. dem Schöffengericht in Zeit zu verantworten. Zu Ostern v. J. bewilligt habe, sei in keiner Weise maßgebend. Denn die Zu- sollte in Stredau eine Versammlung stattfinden, in der Pokorny ftinumung des Landesausschusses sei nur dadurch erzielt worden, referieren sollte. Die Versammlung wurde aufgelöst, weil dent über weil die Abgeordneten hofften, daß sie durch die Hergabe des ge- wachenden Gendarm die Anmeldebescheinigung nicht vorgezeigt werden forderten Geldes die Beseitigung Des Dittatur fonnte. Genosse Pokorny wurde darüber, daß er mußlos den Weg Paragraphen erreichen würden. So sehr jederzeit die von Zwickau nach Stredau zurückgelegt hatte, ärgerlich und ließ seinen Socialdemokraten die Beseitigung des Diftaturparagraphen erstrebten, Unnut in Worten aus, durch die sich der Amtsvorsteher Schiller beso halten sie doch einen derartigen politischen Kuhhandel für durch- leidigt fühlte. In der Verhandlung gab Pokorny zu, jene Borte aus unzulässig. Er beantrage daher die Ablehnung des geforderten gebraucht zu haben, er will damit aber den Amtsvorsteher nicht ge Postens meint haben. Das Gericht hält ihn der Beleidigung für schuldig und erkennt auf 60 M. Geldstrafe. Gründen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Für Banarbeiter ist auf dem Kajernenbau in Neuruppin, den die Firma Bethge aus Spandau aufführt, die Sperre verhängt. Wegen Mikhandlung eines Arbeitswilligen wurden von der Straffamuser in Hamburg drei Werftarbeiter zu 6 Wochen, 2 Monaten und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten hatten zwei Arbeiter, die während des Ausstands auf der Werft von Blohm u. Boß arbeiteten, mit Eisenstücken geworfen. Er Der Maurerftreik in Halle a. S. dauert unverändert fort. Im Ausstand befinden sich noch ca. 700 Maurer mit 1350 Kindern. Der Bau- Arbeitgeberverband von Halle erläßt in vielen Proving und auch in hauptstädtischen Blättern Injerate, um Maurer nach Halle anzuwverben. Zu diesen stellt er die unfagbar lächerliche Behauptung auf, daß hier nur Streit herrsche wegen unvernünftiger Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky verurteilte es Arbeiterforderungen und wegen einiger Arbeiteragitatoren". ebenfalls, daß bei den Beratungen im eljaß- lothringischen Landesverspricht cinen Stundenlohn boil 45 Pfennig, während ausschuß die Bewilligung der Beihilfe zu den Kosten für den Ausdie Ausständigen um die Erhaltung des 50 Pfennig Stunden bau der Hohlönigsburg" in Verbindung gebracht worden sei lohns fämpfen..wohlgemerft 1[ 117 die Erhaltung, denn mit dem Diktaturparagraphen. Unter keinen Umständen würde die Halleschen Maurermeister und Bauunternehmer haben bis fich die Regierung durch die Annahme oder Ablehnung der geforderten Summe in ihrer Stellung zu dem DiftaturDie Arbeiter der Vereinigten Berliner Mörtelwerke, ver- Ende Oktober v. J. den Stundenlohn von 50 Pf. anstandslos bezahlt. treten durch eine Abordnung von 8 Personen, und der Direktor Dann sind sie, jedenfalls im Hinblick auf den bevorstehenden Winter, paragraphen beeinflussen laffen. Im übrigen ersucht fer dringend Bewilligung der geforderten Summe aus Pernet als Reiter der genannten Firma, verhandelten am Mitt zu Lobureduktionen übergegangen, und diese abzuwehren, deswegen historischen, Künstlerischen und vor allen Dingen auch politischen voch wegen der von den Arbeitern geforderten Lohnerhöhung vor befinden sich die Halleschen Maurer feit ca. 21 Wochen im AusJa, er ist der Meinung, nach dem Ausbau der dem Einigungsamt unter Vorsiz des Gewerbegerichts- Direttors stande. Danach mag man die Behauptung der Arbeitgeber von Streit bemessen. Komme Sohtönigsburg" werde der Fremdenverkehr in Elsaß- Lothringen. Schulz und in Gegenwart der Beisiger Grubenbefizer Crohn, den unvernünftigen Forderungen und dem wegen der Arbeiteralso fein derart sich steigern, daß schon durch die Mehreinnahmen der Reichs- Ingenieur Bernhard, Former Körsten, Handelshilfsarbeiter agitatoren geführten fremder Maurer nach Halle, denn es handelt sich um einen Eisenbahnen das aufgewendete Geld reichlich zurückerstattet werde. Die Arbeiter es fommen etwa 300 in Betracht fordern: Riefenkampf, der durch seinen Ausgang in dem einen oder Auch die Abag. Dr. Dertel( f.), Bassermann( natl.) und Sinne auf bie Maurerschaft von ganz Deutschland wirken wird. Schlumberger( Hosp. d. Natl.) sprechen sich aus allgemeinen für Kutscher im Sommer 28 W., in Winter 22 M. Wochen andren Wer den Halleschen Maurern in den politischen Gründen für die Bewilligung der geforderten Summe aus. Lohn; für Kalfarbeiter 50 Pf., für Sandarbeiter 45 Pf. pro Stunde. Das Centrum entwickelte wieder einmal eine Zwei- Seelen- Direktor Bernet bietet dagegen den Kutschern 26 beziv. 22 M., Rücken fällt, schädigt die Maurerbewegung jedes einzelnen Orte. Theorie". Abg. Müller- Fulda( C.) jah nicht die Notwendigkeit ein, den Kaltarbeitern 45, den Sandarbeitern 40 Pf. Die Schiffer Deshalb ist es allerorts dringend erforderlich: 8uzug nach Halle den Ausbau der Hohkönigsburg" von Reichsmitteln zu betreiben, find mit der ihnen bewilligten Zulage( 105 statt 90 M. für Schiffs fernzuhalten. Die andren Auf event!. Anfragen antwortet bereitwilligst Maurer Karl Deege, während der Abg. Marbe( C.) erklärte, für die geforderte Summe führer, 90 statt 80 M. für Bootsleute) zufrieden. unter den Umständen zu stinumen, daß ausdrücklich zu Protokoll ge- Arbeiterkategorien beharren auf ihrer Forderung und begründen Harz 51( Morisburg). Die Tapezierer und Bosamentiere in Nordhausen haben nommen werde, das Reich würde auch in Zukunft nicht mehr als die dieselbe durch ihren Wortführer Werner unter anderm mit der Angabe, daß die Konkurrenzfirmen höhere Löhne zahlen wie ihre Kündigung eingereicht und werden in eine Lohnbewegung einin Aussicht genommene Gesamtsumme von 700 000 M. bewilligen. Direktor Pernet betreten. Bei der Abstimmung fanden sich 15 Stimmen für und 9 die Bereinigten Berliner Mörtelwerke. gegen die geforderte Summe, so daß die legtere bewilligt freitet diese Angabe Ihm werde ingar voet en gegen die Zwangsinnung der Schuhmacher und Sattler in Melle seinem Stonkurrenten worden ist. zu eine Zur Förderung der Errichtung von N Heilstätten für Lungenkranke er ersuchen, vor, durch eine in Schumann. Tabbert vorgehalten, daß er( Pernet) den Arbeitern zu sehr entgegentomme. Er wünsche, daß Arbeiter von Tabbert anwesend wären, ist durch Beschluß seiner Mitglieder mit 50 gegen 20 Stimmen aufum zu bestätigen, daß sie niedrigere Löhne erhalten. Auch wäre es gelöst. wünschenswert, daß Herr Tabbert zugegen wäre, damit der Kon Zur Lohnbewegung der Schneider. In Bremen waren soll nach einem Antrag des Abg. v. Tiedemann( Np.) die furrent fehe, daß er( Pernet) nicht aus reiner Coulang den Arbeitern vor dent Gewerbegericht Verhandlungen für die Aufstellung eines entgegenkomme, sondern weil der Verband der Arbeiter mit Forde Tarifs eingeleitet, die zu folgendem Ergebnis führten: Der aufSumme von 100 000 m. in den Etat eingesetzt werden. Abg. Singer( Soc.) erkannte zwar die gute Absicht rungen vorgeht, und zwar immer nur bei den Vereinigten Berliner gestellte Tarif sollte bis zum März 1904 in Kraft bleiben. Den des Antrags an, erklärt sich auch im Princip damit ein Mörtelwerten, während die Konkurrenzfirmen mit solchen Forderungen Hausarbeitern wurde ein Lohnzuschlag von 71/2 Broz. bewilligt. Die verstanden, daß der Reichstag das Recht habe, derartige verschont bleiben. Die Aussichten für das bevorstehende Geschäftsjahr Buthaten Nähgaru usw., sollten den Werkstattarbeitern unent nicht ursprünglich vorgesehene Forderungen in den Etat cin- jeien ſehr ungünstig. Arbeiter fönne man jezt schon zu sehr niedrigen geltlich geliefert werden. Für Nachtarbeit und für Ueberstunden zustellen; trozdem aber ersucht er un Ablehnung des Antrags ühnen haben. Kürzlich hätten sich bei dem Mörtelwerk von Weidner war 20 Broz. Aufschlag vorgesehen. In einer von 600 Gehilfen be= Tiedemann, da die geforderte Summme durchaus ingenügend sei. in Charlottenburg 30 Arbeitslose gleichzeitig für einen Stundenlohn juchten Berjanimlung wurde der Tarif abgelehnt und die Kündigung Die durch diesen Antrag augeregte Frage sei von solcher gewaltigen von 25 Bf. angeboten, ohne aber eingestellt worden zu fein. Ein bejchlossen. Wahrscheinlich dürfte in einigen Betrieben sofort eine Wichtigkeit für das Volt, daß eine gründliche Beschäftigung des Vertreter der Arbeiter sagt dazu: Da werde Herr Weidner wohl eine Aussperrung erfolgen. Null hinzugesezt haben, und dann handele es sich jedenfalls um In i el find 171 Schneider in den Ausstand getreten. VorReichs mit dieser Frage notwendig erscheine. Aus diesem Grunde arbeitslose polnische Erdarbeiter, die in Charlottenburg überwintern läufig arbeiten circa 50 Gehilfen in Geschäften, wo der Tarif anSchlug Resolution den Reichskanzler und gelegentlich den einheimischen Arbeitern in den Rücken fallen. erkannt ist. den Reichs Haushaltungsetat pro 1902 Hinsichtlich der Schiffer fordert Direttor Bernet, daß diese als Gegen- Nach Lübed ist der Zuzug von Schneidern fernzuhalten, da entsprechende Summe zur Förderung der Einrichtung leistung für die Lohnzulage beim Entladen ihrer Fahrzeuge helfen die Vorschläge der Unternehmer von den Arbeitern abgelehnt wurden. von Heilstätten für Lungenkranke einzufeßen. Auch seitens sollen. Schiffer Schubert bemerkt dagegen, die Schiffer feien Die Damenschneider in Frankfurt a. M. haben, da ihre der Regierung wurde betont, daß die Einstellung einer ver hältnismäßig so ungenügenden Summe durchaus verfehlt wäre und oft während der Nacht auf der Fahrt, und dann könnten sie doch Lohnbewegung auf gütlichem Wege nicht zum Abschluß gebracht deshalb die Annahme der vom Abg. Singer vorgeschlagenen Refolu- nicht am folgenden Morgen un 6 1hr schon wieder Sand schaufeln werden konnte, zum Streit gegriffen. Ausständig find 106 Arbeiter. Ausreichende Nachtruhe müsse ihnen doch gewährt werden. Direftor Man nimmt an, daß der Ausstand bald beendet sein wird, da die tion als das richtigere erscheine. Nachdem noch die Resolution dahin Bernet meint, eine bestimmte Ruhezeit lasse sich für die Schiffer nicht Arbeit sehr drängt. Eine Firma hat bereits den Tarif anerkannt erweitert worden war, daß die Regierung nicht allein zur Förderung der Errichtung von Lungenheilstätten, sondern auch zur Befämpfung der festlegen, sie hätten manchmal 10-12 Stunden, manchmal aber nur und ist dort die Arbeit wieder aufgenommen. drei Stunden Nachtruhe. Er wünsche festgesezt zu sehen, daß Die Lohnbewegung der Schneider in Stuttgart ist zu einemt Tuberkuloje im allgemeinen aufgefordert werden müsse, zog der Abg. v. Tiedemann seinen Antrag zurück und die Singersche Schiffer, die bis 10 Uhr abends auf der Ausladestelle anlangen, guten Ende gekommen, ohne daß eine größere Aftion nötig war. beim Entladen ihres Kahns am nächsten Morgen helfen müssen. Nachdem ani Sonnabend auch der Tarif III von den Vertretern Resolution wurde einstimmig angenommen. Die Verhandlung endete mit einem Vergleich auf folgender der Unternehmer anerkannt worden war, fand am Montag Damit find fämtliche Beratungsgegenstände der BudgetGrundlage: abend im Gewerkschaftshaus eine gut besuchte Bersammlung fommission bis auf die zum Reichshaushaltsetat gestellten Resolutionen 1. Die Kutscher erhalten vom 15. März bis 31. Dezember einen der Schneider statt, in welcher die Tarifanfäge und Tarif erledigt. Wochenlohn von 27 M.. vom 1. Januar bis 31. März einen solchen bestimmungen, welche die Lohnkommission mit den Prinzipalen vers Die nächste Sigung findet am Donnerstag statt. von 22 M. Während der letztgenannten Zeit dürfen Kutscher wegen einbart hatte, angenommen wurde. Der neue Tarif tritt am Arbeitsmangel nicht entlassen werden, auch foll fie der Arbeitgeber 23. März in Kraft. Der Tarif foll 3 Jahre Gültigkeit haben nicht ausjegen laffen. Die Bahl der von dieser Bestimmung be- und zur lleberwachung wird eine ständige Tariffommission gewählt, troffenen Kutscher richtet sich nach der Anzahl der gefunden Pferde. bestehend aus Prinzipalen und Arbeitern. Die Frage eines paris Ausland. ätischen Arbeitsnachweises soll geprüft und der Tarif durch das wegen Beleidigung zugezogen, die ihn gestern vor die 129. Abteilung Gewerbegericht festgelegt werden, damit feine Bestimmungen rechts des Schöffengerichts führte. Als im Januar d. J. die Notiz durch liche Folgen haben. In 4 Geschäften mit 25 Gehilfen, die nicht die Blätter ging, daß ein hieftger Rechtsanwalt wegen eines gegen geantwortet haben, wird die Arbeit niedergelegt und die Sperre fein Dienstmädchen begangenen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet worden sei, brachte die verhängt. Die Firmen sind: Hanle, Herion, Hülshoff und Kaib. Staatsbürger- Zeitung" die Mitteilung, aber mit dem Busage, daß der Verhaftete der Rechtsanwalt Dr. Felig Münzer, Charlottenstr. 50/51, sei. Diese Angabe war irrig, nicht der Genannte war der Verhaftete, sondern ein Namensvetter von ihm, der Rechtsanwalt Oscar Münzer, der wie erinnerlich ist, vor einigen Wochen zu schwerer Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Am Tage nachdem die erste Notiz in der Staatsbürger 8tg." beröffentlicht worden war, erschien eine Berichtigung in derfelben Zeitung mit dem Ausdruck des Bedauerns, daß Dr. Felig Münzer das Opfer einer Personenverwechslung geworden war. Dieser stellte dennoch Strafantrag wegen Beleidigung. Auch im Termin sprach der Angeklagte fein Bedauern über das vorgekommene Versehen aus. Der Name des angeblich Verhafteten sei ihm aus Anwaltskreisen zugegangen und er habe keine Veranlassung gehabt, an der Zuverlässigkeit dieser Quelle zu zweifeln. Der Ausstand der Hafenarbeiter in Marseille. Der socialistische Maire Flaissières hielt an eine Abordnung der Aus ständigen eine Ansprache, in welcher er erklärte, er werde die Freiheit der Arbeit schüßen, aber auch dafür sorgen, daß nicht der geringste Druck auf die Ausständigen ausgeübt werde. Der Maire macht neue Anstrengungen, um zwischen den Arbeitern und Arbeitgebern zu vermitteln, damit der Ausstand bald beendet werde. Leider kam es am Dienstagnachmittag zu Ausschreitungen. Bahlreiche Ausständige warfen Wagen um, die mit Erdnüssen beladen waren und riffen die Säcke auf. Sie versuchten auch die Löschung der Ladung des Dampfers Adria" zu verhindern. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Aus der Frauenbewegung. Im Verein der Plätterinnen Berlins hielt am 6. März Mühl einen Vortrag über die Organisation. Nachdem noch die Miz stände in der Neuplätterei in Luca besprochen worden waren, beschloß man, den Märzgefallenen einen Kranz zu spenden, den eine Deputation von drei Mitgliedern auf dem Friedhof am Friedrichshain niederlegen wird. 11. März im Verein von Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 200 Mart, der Gerichtshof nahm zwar an, daß der Angeschuldigte sich im guten Glauben befunden habe, erkannte bei der Schwere der Beleidigung aber auf eine Geldstrafe von 300 Mart. " Mauleselstraßen zurüdlegte. Mehrere Tausend Chinesen mit Artillerie jeder Gattung hatten eine anscheinend uneinnehmbare Stellung an der großen Mauer auf dem höchsten Punkt des Passes inne. Die Deutschen griffen mit zwei Haubigen und 600 Mann Infanterie an. Ihre Umgebungsbewegung über fast umpassierbares Gelände beanspruchte sieben Stunden und war völlig erfolg reich. Die Chinesen flohen nach Schansi mit Zurücklassung von hundert Toten und vier Hotchkiß- kanonen. Ein Deuts scher wurde verwundet. Der Vormarsch bezweckte erstlich eine Büchtigung der chinesischen Truppen wegen vier Angriffe auf Deutsche in Batschili; zweitens wurde es für rätlich erachtet, eine Passage durch die große Mauer zu besetzen, die einen leichten Zugang nach Schansi gewährt. Das Ergebnis des Treffens hatte auch eine ausgezeichnete moralische Wirkung, da die Chinesen ihre befestigte Gebirgszone für uneinnehmbar hielten. Dieses Begebnis berichtet ein Berliner Blatt unter der Firma Bayerische Bravour in China". Man denke, ein Bravour ftüd, bei dem 100, nach andren Berichten sogar 200 Chinesen fallen, während die Deutschen auf ihrer Seite mit einiger Mühe eine Renommier verwundung erzielt haben. Wahrlich, niemals war der Heldenmut fo gefahrlos. Die tapferen Europäer risfieren fein Menschenleben, die feigen" Chinesen verloren dagegen fortwährend Hunderte und Taufende von Toten. Eine billige Tapferfeit und eine heroische Feigheit! Sommerpläne. Auch ein Nachspiel zum Sternberg Prozeß. Die Anklage Graf Waldersee teilte dem General Chaffee mit, wie über die wegen wiederholter Erpressung, die gegen den Privatsekretär Julius Ehlert erhoben worden ist, beschäftigte gestern die erste Straf- unter feinem Befehl stehenden Truppen für die Sommermonate fammer hiesigen Landgerichts I. Auch diese Anklage ist auf den verfügt worden fei: 1000 Engländer sollen den Sommerpalast, Sternberg Prozeß zurückzuführen. In jenem Prozesse tam zur eine fleine Abteilung den Jagdpart und 2000 Mann die Umgebung Ueber den Wert der Statistik sprach Dr. Friedberg am Sprache, daß die Belastungszeugin Hedwig Ehlert mit einem Hand- der Ortschaften Danchon und Peitaho besetzen. Deutschland jendet lungsgehilfen Müller Umgang gehabt habe, der Staatsanwalt er- die Truppen, die jetzt in Beling liegen, nach einem Dorfe nordwestlich Ist auch schon bei den ältesten Kulturvölkern, den Chinesen mittrite diesen Müller und es tam bei dessen Vernehmung zur des Sommerpalastes in den Bergen, während die deutschen Truppen, und Aegyptern, eine Zählung des Volks üblich gewesen, so bezog sich diese doch in den meisten Fällen auf Steuer- Renntnis des Staatsanwalts, daß auf Grund dieses Umgangs der die in Baotingfu liegen, nach den Bergen im Westen der Stadt Die Japaner und Oestreicher bleiben in zahlung oder Kriegsdienst. Erst im letzten Jahrhundert hat water der Ehlert unter Drohungen sowohl von dem Handlungs- dislociert werden. man die Wichtigkeit der Zahlen für die Wissenschaft erkannt und ver- gehilfen Baul Müller als auch von dessen Water Geld erpreßt Beting. Graf Waldersee sagt, diese Verteilung der Truppen werde vertet. Das 1805 gegründete preußische statistische Bureau, das habe. Der Angeklagte stellte die Sache so dar, daß in der Nacht Unruhen vorbeugen. Aus diefer Anweisung geht hervor, daß Rußland, Frankreich 1897 errichtete kaiserlich deutsche statistische Amt, sowie dasjenige der vom 1. zum 2. Mai 1898, wo er selbst gefänglich eingezogen war und seine Frau sich im Krankenhause befand, feine damals und Amerika nicht mehr unter dem deutschen Weltmarschall Stadt Berlin haben sehr wertvolle Aufschlüsse geliefert. bon dem Handlungsgehilfen egercieren. Das Khalilonzert besteht im wesentlichen nur noch aus Die trodnen Zahlen gewinnen Leben und Farbe, wenn man ste dreizehnjährige Tochter Hedwig Müller verführt worden sei. Er habe, als er am 5. Mai aus dem England und Deutschland. richtig betrachtet. Daß von 1000 Armen 4 mal mehr Personen Gefängnis entlaffen worden, den jungen Müller aufgesucht und ihm Inzwischen geraten die sterben als von 1000 Reichen, giebt uns ein untrügliches Beispiel heftige Vorwürfe gemacht. Der junge Mann sei in die größte Aufvon der Wirkung der bestehenden Güterverteilung. Das Durchschnittsregung geraten und habe gebeten, ihn nicht unglücklich zu machen, feindlich aneinander. In Tientsin sind zwischen Englandern alter des Berliners beträgt etwa 50 Jahre des Proletariers 32wegen eines Landstücks entda er sich sonst eine Kugel durch den Kopf schießen müsse. Der und Russen Reibungen wir sehen, wie ihm, ohne jedes eigne Verschulden fast 20 Jahre seines junge Mann habe schließlich sich bereit erklärt, eine Entschädigung zu standen, das seit Jahren der Eisenbahngeſellſchaft gehört, Lebens geraubt werden. Die Mütter sollen wissen, daß die Sterblichkeit der Kinder bis zum 15. Jahr bei den Reichen 15 Proz. beträgt, beim Mittel- zahlen und man ſei dahin übereingekommen, daß 100 W. fofort von den Russen aber als ein Teil ihrer neuen Konzession in stand 30, bei den Proletariern aber 65. Auch beweist uns diese gezahlt wurden und Verpflichtungsscheine über ratemveise Zahlung Anspruch genommen wird. Der Betriebsleiter der Eisenbahneiner Summe von 500 Mart zu stande kamen. Angeblich gesellschaft begann hier eine Ausweichstelle anzulegen, wurde aber Wissenschaft, daß die elende Kammer des Arbeiters dem Rauminhalt nach viel teurer ist, als die gesunde und geräumige Wohnung des auf Grund einer Anregung des jungen Müller ist der An- daran von den ruffischen Behörden behindert. Darauf wandte er Neichen. Dieser Wohnungswucher zwingt die Proletarierfamilien, für geklagte dann mehrere Male nach Liebenwalde zu dem Vater fich an die englische Oberleitung in Beling, welche ihm erwiderte, Müllers gefahren und hat diesen zur Auszahlung des Gelds bewogen. er folle mit dem Bau fortfahren und nötig, beihre ungefunden Löcher ein Drittel ihres Einkommens hinzugeben, und auf Grund der Darstellung der Zeugen Müller Sohn und Vater waffnete Macht gebrauchen. Der russische General Wogad durch die ungenügende Ernährung, die eine Folge der teuren Miete wurde dem Angeklagten vorgeworfen, zur Erlangung des Gelds erhob Einspruch hiergegen und sagte, dies wäre nicht geschehen, ist, und die Gesundheit abermals geschädigt. Auf die Arbeitslosigkeit Drohungen angewendet zu haben, der Angeklagte bestritt dies aber wenn die Russen dieselbe Truppenzahl zur Stelle hätten wie die ( in Deutschland 500 000 feiernde Hände) und die Zunahme der weib- und Rechtsanwalt Morris hatte für ihn mehrere Entlastungszeugen Engländer. Er wandte sich darauf an den russischen Gesandten in lichen Erwerbsarbeit hinweisend, forderte Redner die Frauen auf, ihr vorgeladen. Eine Hauptentlastungs- Beugin fehlte. Wie zur Sprache Beling. Jutereffe diesen wichtigen Sachen zuzuwenden und die richtigen lam, hat die Frau Ehlert, als ihr Mann in Haft genommen worden Lehren für das eigne Leben daraus zu ziehen. englisch- ruffifchen Rivalen wenn Dem beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine lebhafte Distuffton war, die Strafanzeige gegen den jungen Müller wegen Bergehens Lekte Machrichten und Depeschen. an der fich zahlreiche Frauen beteiligten. Ueber die Nüglichkeit und gegen die Sittlichkeit erstattet. Die Verhandlung, bei welcher teilweise die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wurde, endete mit der Verurteilung Zweckmäßigkeit der Aufstellung von Haushaltungsbudgets im Inter- des Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis und zwei esse besonders des Kampfs gegen den Brotwucher, über die Woh- Jahren GhIverlust. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre nungsnot, von der einige drastische Beispiele gegeben wurden, über beantragt. Die wünschenswerte Einrichtung von Familienhäusern für etwa 20 Familien mit gemeinsamer Küche und Waschküche, sowie eine gemeinsame Erzieherin für die Kinder des Hauses wurde mit Lebhaftigkeit debattiert. alle ni tis50 4 Zur Flucht des mutmaßlichen Mörders des Rittmeisters Krosigk. Königsberg i. Pr., 13. März.( W. T. B.) Der„ Ostpreuß. Beitung" zufolge fehlt jede Spur über die Richtung, nach welcher sich Wie der Rechtsstaat sich in den Augen eines Ober: der gestern aus der Untersuchungshaft in Gumbinnen entwichene staatsanwalts malt. Ein Mann aus Bosen, der sich gleich feinen Unteroffizier Merten zur Flucht gewandt hat. Bei Bekanntwerden der Voreltern stets Sware geschrieben hatte und auch so in Urkunden Flucht wurden sofort die Häuser der nächsten Umgebung des ArrestMit einigen Schlußworten des Vortragenden, welche den ver- aufgeführt war, erhielt eines Tags von der Regierung eine Ver- gebäudes abgesucht, reitende Patrouillen vom Dragoner- Regiment nach allen Richtungen hinausgesandt und vom Jufanterie- Regiment Nr. 33 schiedenen Anregungen der Debatte Beifall zollten und Hausfrauen fügung, wodurch ihm aufgegeben wurde, sich hinfort Schwarz zu der Bahnhof sowie die sämtlichen Chausseen besett. Fußpatrouillen die Aufstellung von Haushalts- Budgets anempfahlen, schloß die Ver- nennen und zu schreiben, weil dies sein richtiger Name fei. Da er refognoscieren die Gebäude in der nächsten Umgebung der Stadt. sammlung. sich weiter Swarc schrieb, wurde er wegen llebertretung der KabinettsGegen die Wiener Sittenpolizei nahm eine Frauen- order vom 15. April 1822 und einer Ministerialverfügung von 1867 Es ist anzunehmen, daß der Flüchtling fich nach der russischen Grenze bersammlung in Wien entschieden Stellung. Es handelte sich um angeklagt mit der Beschuldigung, daß er obne obrigkeitliche Ge- gewandt hat, die ungefähr fünf Meilen entfernt ist. Die Dunkelheit den von uns berichteten Vorfall, wo eine anständige junge Dame nehmigung seinen Namen von Schwarz in Sware geändert habe. und Nebel dürften die Flucht begünstigt haben. von einem Polizeibeamten ohne jeden Grund verhaftet, in der Das Landgericht als Berufungsinstanz sprach indeffen den AnDer Ausstand in Montceau- les- Mines beendigt. brutalften Weise gemißhandelt und dann polizeiärztlich untersucht geklagten frei und führte aus, daß er feinen Namen nicht geund mit einer Prostituierten zusammengesperrt worden war. Die ändert habe, wenn er trop der Berichtigung des Stegierungs- Paris, 18. März.( B. H.) Der Grubenarbeiter Ausstand in Versammlung war von Arbeiterinnen und Frauen aus der Bourgeoisie präsidenten sich weiter so genannt habe, wie schon sein Vater in Montceau- les- Mines ist beendigt. Die Delegierten des Die Staatsanwaltschaft legte Res Arbeitersynditats hatten eine Unterredung mit dem überfüllt und gestaltete sich zu einem Volksgericht über die Wiener Urfunden genannt worden sei. Polizei. Es sprachen Frau Marie Lang, die Genossinnen Schlesinger vision ein und der Oberstaatsanwalt am Kammergericht schloß fich Direttor der Gruber, welche das Ergebnis hatte, daß den und Popp, die Abgeordneten Ofner und Ellenbogen, sowie der dem Rechtsmittel in folgenden Worten an: Nach der Kabinettsorder Magistratsrat Kronawetter. von 1822 stebe dem Landesherrn die Entscheidung über Arbeitern eine geringe 2ohnaufbefferung gewährt Jm Abgeordnetenhaufe ist eine Interpellation über den Vorfall Namensänderungen zu. Daraus folge, daß er auch allein wurde. Die Arbeitgeber erklärten, in Zukunft nur mit eingebracht worden. das Recht habe, selbständig zu prüfen, ob ein Name richtig den Delegierten des Arbeitersynditats verhandeln geführt werde oder nicht. Daran werde nichts zu wollen, und gaben außerdem die Zusage ab, Arbeiter= Sadurch geändert, daß 1867 das Hoheitsrecht des Landesherrn den entlassungen aus Anlaß des Streits nicht vorzuRegierungen beziehungsweise den Regierungspräsidenten übertragen nehmen. worden sei. Jest bätten eben diese allein darüber zu befinden, ob ein Name geändert und welches der richtige Name sei. Wenn die London, 13. März.( B. H.) Ein Telegramm aus New Regierung einen Namen für richtig erkläre, dann wäre die weitere Prüfung den Gerichten entzogen. Der Angeklagte hätte die Be- ort meldet: Das New York Journal" berichtet aus Pretoria, richtigungsverfügung unbedingt befolgen müffen. daß dort ein Waffenstillstand abgeschlossen worden sein soll, welcher bis zur Ankunft Bothas und De Wets in Bretoria dauern foll. Sociales. Bei den württembergischen Arbeitsämtern überftieg im Monat Januar das Angebot von Arbeitskräften die Nachfrage um das Dreifache; es waren 6479 Stellensuchende und nur 2209 Stellen angebote vorhanden. In einigen Städten, so in Eßlingen, Cannstatt und Göppingen, erreichte die Zahl der Arbeitsuchenden das Sechsfache, in Ulm das Fünffache, in Ludwigsburg und Tuttlingen das Vierfache, in Stuttgart, Heilbronn, Gmünd, Ravensburg und Hall mehr als das Doppelte der Stellenangebote. Das Bild wird jedoch wesentlich anders, wenn die Thatsache mit erwogen wird, daß die Stellengesuche zum allergrößten Teil von auswärts eingegangen waren. In Ulm waren z. B. von 1219 Angemeldeten 1016 auswärtige Stellensuchende, in Heilbronn von 436 deren 347, in Eklingen von 389 277, in Cannstatt von 699 588, in Ludwigsburg von 290 276, in Gmünd von 118 76, in Göppingen waren von 276 276, in Ravensburg von 305 269, in Tuttlingen von 66 65, in Hall von 84 80, in Heidenheim von 69 69. Bei diesen Stellengesuchen von auswärts handelt es sich zum Teil um landwirtschaftliche Arbeiter, die vom landwirtschaftlichen Unternehmer im Winter nicht beschäftigt werden und deshalb in der Stadt Beschäftigung suchen und hier das Angebot riesig vermehren. Das Kammergericht verwarf aber die Revision der Präfident Grofchuff führte begründend Staatsanwaltschaft. aus: Die Kabinettsorder bon 1822 sei hier nicht an wendbar. Es sei erwiesen, daß sich schon der Vater und Großvater des Angeklagten Sware genannt und geschrieben hätten. Der Angeklagte beiße daher nicht Schwarz, sondern Swarc. Die bom Oberstaatsanwalt entwickelte Auffassung sei nach Ansicht des Senats falsch. Thatsächlich sei es hier gerade die königliche Regierung, die eine Namensänderung von Sware verlange. solche Aenderung fönne fie aber nur bewirken, wenn der Angeklagte feinen Namen ändern wolle. Eigenmächtig tönne es die Regierung nicht. " Chinesische ,, Lorbeeren". Eine Für einen mit dem modernen Christentum und dem besonders feinen militaristischen Ehrgefühl nicht behafteten Menschen wird es Aus Krankenhäusern. In Auerbach im Voigtland richtete schlechterdings unverständlich bleiben, daß es Leute giebt, die den der Leiter des dortigen städtischen Krankenhauses an das Stadt Streckenrapport" der Bogerjagden als glorreiche Kriegserfolge berordneten- Kollegium ein Schreiben, worin es heißt: ausschreien." Schlachten", bei denen die Chinesen Hunderte ,, Vor allem macht sich schiver fühlbar der Mangel an Krankenzimmern. Gegenwartig fönnen solche Krante, die einer Auflösung von Menschen verlieren, während auf europäischer Seite taum einer verwundet wird. Der elende Krieg der übermächtigen entgegengehen, nicht besonders gebettet werden.() Die drei oder bier Zimmergenossen müssen die unerquidlichen Scenen des Todes- Engländer gegen die Boeren wirkt geradezu als eine Folge rühm Kampfs ihrer Leidensgefährten unter Umständen Tage lang mit an- lichster Heldenthaten gegenüber der Niedermezelung fast wehrloser sehen. Das ist eine Grausamkeit, die unbedingt abzustellen ein Att Chinesen. He Noch ernster Menschlichkeit ist. wird un die Lage, Wenn englische Blätter die deutschen Waffenerfolge" in verantwortlich und unstatthaft, wenn man Diphtheriefranke China schwülftig preifen, so geschieht das aus jener provokatorischen andren beigefellen muß; wenn man ferner Syphilis Tendenz, Deutschland zu immer neuem militärischen Aufgebot zu frante im Ansteckungsstabium nicht isolieren kann. müssen zur Zeit Leute mit gesunden Brustorganen die Zimmer- reizen. Daß aber deutsche Schmocks die englischen Tendenzgemeinschaft und Bettnachbarschaft von intensiv Zuberkulosen teilen. Schmeicheleien nachreden und von Triumphen reben, wo jeder Außer der Vermehrung der Zimmer und der Betten ist noch sehr rechte Haudegen, der auf einen wehrhaften Gegner rechnet, fich dringlich die Verlegung des Badezimmers. Dasselbe befindet sich im am liebsten in Schweigen hüllen wird, das verrät einen fittlichen und Keller! Vollends unbegreiflich ist, daß auch ein Schwigtasten im geiftigen Tiefstand, der immer wieder erschrect, so sehr man sich alle Keller Verwendung fand." mählich an die Khafi- Verwahrlosung unsrer Presse gewöhnt hat. Der Wenn nicht der leitende Arzt felbst diese Behauptungen auf stellte, so wäre man mit Ableugnungen und Beleidigungsflagen gewiß rasch bei der Hand. So aber wird man dieses Kulturbild nicht verwischen können. Gerichts- Beitung. Den gestern bereits erwähnten Walderfees ,, Steg" " schreit die Londoner Morning Post" wie folgt aus: Waffenftillstand in Südafrika? Köln, 13. März.( B. H.) Die Köln. Beitung dementiert die Meldung, daß Elfah- Lothringen eine entsprechende Anzahl Stimmen im Bundesrat verliehen werden soll. Eine solche Verleihung, welche die Aenderung der Verfassung des Deutschen Reichs vorausseße, erscheine schon deshalb ausgeschlossen, weil dadurch den Reichslanden kaum gedient sein, dagegen das Stimmeneinfluß- Verhältnis der deutschen Bundesstaaten im Bundesrat untereinander beträchtlich verändern würde. Der Dortmund, 18. März.( B. S.) In der Angelegenheit des im Juli v. J. bei Camen stattgefundenen großen Eisenbahnunglücks wurde beute vor der hiesigen Straffammer verhandelt. Stationsdiätar wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt, der Blockwärter wurde freigesprochen. Wien, 13. März.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus ver tagte nach furzer Beratung die Verhandlung über die Investitionsvorlage auf morgen. Zum Schluß der Sigung beantwortet der Ministerpräsident bisher gegen 500 eingebracht seien. Da die Beantwortung mehrere Interpellationen und weist zunächst darauf hin, daß einer jeden Interpellation die Einleitung umfassender Erhebungen vorausfege, würde die Pflicht des Ministers, dieselben bald zu be antworten, erleichtert werden, wenn bei der Einbringung von Interpellationen eine größere 8urüdhaltung be obachtet würde. Der Ministerpräsident erklärt sodann u. a., das Gefes betr. Bensionsversicherung von Personen. die im Privatdienst angestellt seien, sei bereits ausBearbeitet und werde binnen furzem endgültig erledigt bilde rung den Gegenstand eingehender Gre werden, die Reform der Arbeiter Krantenverficewägungen, ein Entwurf betreffend die gesetzliche Regelung der rrenpflege werde von einem Ausschuß von Fachmännern ausgearbeitet. ErDie heutige Gigung berlief ohne Zwischenfall. Agram, 13. März.( B. H.) Die biefige Umgebung ist infolge Austritts der Flüsse Save, Louya und Kasma durch große Ueberschwemmungen beimgesucht; der Bahnverkehr ist teilweije unterbrochen, der Schaden kolossal. Die Deutschen nahmen am 8. März den Tschungshun Bak Sofia, 13. März.( W. T. B.) Bei den Gemeindewahlen zwischen Betschili und Schanst nach fiebenstündigem in Stara Zagora fiegten die Anhänger Stoilows Stampfe ein. Diefer Erfolg wurde glänzend errungen gegen die vereinigten Regierungsparteien; während der Wahlen tam Durch eine Namenverwechselung hat sich der Nedacteur der burch das bayerische Bataillon, daß von Baotingfu 200 Stilo es zu Zusammenstößen, bei welchen 8 Anhänger Stoilows Staatsbürger- 8eitung", Otto Böckler, eine Anklage meter in vier Tagen größtenteils durch Gebirge und über schwierige lich wer verletzt wurden. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Interhaltungsblatt. Kr. 62. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. März 1901. punkt, wann die neue Die Verwendung von Regierung als Material überwiesen. Das Verbot des Warenvertriebs mittels des fogenannten Gutscheinsystems in erwarten Vorlage zu Das Arbeiter- Sekretariat in Nürnberg noch nicht angegeben werden könne. fei, aber Gewerkschaftsbewegung, und deshalb brauchen wir noch gewerkschaftliche Genosse Tutauer Organisationen, die solche Rücksichten nicht nehmen brauchen, und giebt soeben seinen 6. Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1900 beantragt, ohne sich dadurch für alle Vorschläge aussprechen zu die sich bewußt auf den Boden der Socialdemokratie stellen. Aber bekannt. Die Veröffentlichungen dieses Sekretariats beanspruchen mission beschließt demtgemäß. wollen, Ueberweisung der Petitionen als material. Die Kom- es giebt noch andre Gründe für die Aufrechterhaltung unsrer Or immer ein besonderes Interesse. Einmal ist dieses Institut das mission beschließt demgemäß. ganisationen. Wie früher die Hirsch- Dunckerschen Gewerkschaften, so älteste, dann aber befindet sich die Leitung in überaus geschickten find heute die neutralen Centralverbände mit ihren UnterstützungsHänden, die es emporhoben zu einer Schöpfung, die vorbildlich für taffen ein großes Hindernis für die socialdemokratische Arbeiterweißem Phosphor bei der Zündholzfabrikation Sie nachfolgenden geworden ist. Den guten Ruf bewahrt auch der bewegung. Der beste Beweis dafür ist, daß jetzt sogar Pfarrer N a uBericht des vorigen Jahres. Wer da glaubt, er treffe hier nur ein trockenes gab zu einer langen Debatte Veranlassung. Unter den vorliegenden mann, dieser heftige Gegner der Socialdemokratie, den Eintritt in Material geschäftlicher Thätigkeit an, ist sehr im Irrtum. Er findet da verboten wissen, während von andrer Seite gegen ein derartiges es nicht möglich ist, für die Bartei eine einheitliche Centralorganisation Petitionen wollen mehrere die Verwendung des weißen Phosphors die sogenannten freien Gewerkschaften empfehlen kann. So lange zunächst eine Fülle praktischer Erfahrungen zusammengetragen, die vor Verbot protestiert wird. Die Genossen Ledebour, Tubauer zu schaffen, so lange die Partei örtlichen Verhältnissen Rechnung allem für den Arbeiter lehrreiche Unterweisungen und Rechts- und Thiele traten entschieden für das Verbot ein; ihnen schloß fragen und den Genossen der einzelnen Bezirke eine gewisse Bebelehrungen enthalten. Dazu gehört das weite Gebiet der Arbeiter- fich Müller- Meiningen an, der insbesondere auf die schrecklichen wegungsfreiheit lassen muß, so lange geht es auch nicht an, daß man versicherungsgesetze, dem diesmal in knapper Darstellung die Aende: Erkrankungen an Phosphor- Nekrose hinwies. Nachdem der socialdemo- die gewerkschaftliche Bewegung nach einer bestimmten Schablone rungen des Unfallversicherungs- Gesetzes beigefügt sind, dem sich dann fratische Antrag, das Verbot zur Berücksichtigung zu überweisen, über regeln und alle Arbeiter, ohne Rücksicht auf ihre politische neben dem Kapitel aus dem Bürgerlichen Gesezbuch über die Rechte die andren Petitionen aber zur Tagesordnung überzugehen, gegen und religiöse Meinung oder und Pflichten des Mieters die specifisch bayrischen Angelegenheiten 6 Stimmen abgelehnt worden war, wurden sämtliche Petitionen der eine bestimmte Organisation bringen will. oder ihre sonstigen Verhältnisse über Heimatrecht und die Einkommensteuer anschließen. Daß der Parteiuter der Rubrik Arbeiterschuh wird uns mitgeteilt, daß bewegung mit solchen Verbänden, die vorwiegend die Unterin 38 Schriftsägen 81 Beschwerden an die Gewerbe- Inspektion ge= ftigungskaffen pflegen, gedient ist, das bezweifeln wir.( Sehr langt sind. Zahlreiche überdies trasse Uebelstände fanden dadurch richtig!) Glaubt denn der Parteivorstand, daß die Gegensäge Bejeitigung. Von den Beschwerden wurden veranlaßt 18 durch Ueberschwinden werden, wenn alle Sonderorganisationen in den Centraltretung der Bundesrats- Borschriften in Müllereien, 10 durch mangel wollen mehrere Eingaben ausgesprochen wissen. Da das Reichs- organisationen würden mit dem Uebertritt nicht nur ihre selbständige berbänden aufgegangen find? Die jetzigen Mitglieder der Lokalhafte und ungeeignete Ventilation, 9 durch Beschäftigung gericht das Gutschein, Hydra- und Schneeballsystem durch eine Ent- Organisation aufgeben, es ist auch dafür gesorgt, daß sie in den von Lehrlingen über die gefeßlich zulässige Arbeitszeit, 7 An- fcheidung vom 14. Februar als gegen das Strafgefeß und die Verbänden ihrer Meinung nicht Geltung verschaffen und keinen Einzeigen mußten gemacht werden wegen Fehlens von Schußvor- Reichsstempel- Ordnung verstoßend erklärt und damit die Straf fluß erlangen können. Wohin die Thätigkeit der Centralverbände richtungen an Maschinen, 6 wegen Beschäftigung von Arbeiterinnen über barkeit ausgesprochen hat, werden die Petitionen für erledigt führt, das beweist das Verhalten der Leipziger Mitglieder des die gefeßlich zulässige Arbeitszeit, 5 wegen mangelhafter Schlafstellen erklärt. in den Müllereien, je 3 wegen Uebertretung der Bundesrats- VorBuchdruckerverbands während des Konflikts. Da wurde mit schriften in den Pinselfabriken, mangelhafte Ankleideräume und allen Mitteln gegen die Partei gekämpft, da wurde in einer Buchfehlender Waschvorrichtungen, je 2 wegen Fehlens von Kleiderdrucker- Versammlung gesagt: Erst kommt der Verband, dann nichts, schränken und mangelhafte Ausrückvorrichtungen an Maschinen, je fordert für das ganze Reich volle Vereins- und Versammlungs- dann noch mal nichts, und dann erst die Partei. Und da erwartet eine durch mangelhafte Heizvorrichtung, Uebertretung der Bundes- freiheit für Männer und Frauen. Der Referent Müller- Meiningen man, daß eine kleine Organisation, deren Mitglieder ausgesprochene rats- Vorschriften für Accumulatorenbetriebe, mangelhafte Abort- erinnert an frühere Beschlüsse des Reichstags, die ähnliche Betitionen Socialdemokraten sind, sich auflöse zu Gunsten eines Verbands, der verhältnisse, Nichtverteilung von Strafgeldern, Beschäftigung von dem Reichstanzler zur Berücksichtigung empfohlen haben und botiert die Partei offen bekämpft. Ehe nicht eine durchgreifende Reorgani Kindern im Fabrikbetrieb, Fehlens der Arbeitsordnung, Sonntags- auch im vorliegenden Fall dafür. sation der Centralverbände Plak greift, werden sich immer Die Genossen Thiele und Kurz nach dem wieder Sonderorganisationen bilden. Er= arbeit, Bedienung einer Dampfmaschine bei Nacht von vollständig e de bour unterstützen ihn; von seiten der Abgg. Jacobsscheinen der Schrift des Parteivorstands flang es aus den unerfahrenen Arbeitern, Fehlens der Unfallverhütungs- Vorschriften, tötter, Reimer und Krebs wird dagegen beantragt, einen fleinen Partei- sowie aus den Gewerkschaftsblättern: Jetzt Berstellen der Nottreppe mit Stiften, Uebertretung der Bundesrats- Regierungskommissar zuzuziehen. Unter der Voraussetzung, daß daVorschriften in Buchdruckereien, Delen der Maschinen während des durch nicht eine Verschleppung eintritt, die die Erledigung der organisationen) habt keine Eristenzberechtigung mehr, also fort mit hat es der Parteivorstand ausgesprochen, Ihr( die LokalGanges derselben, Todesfall durch Milzbrand. Petition in dieser Session unmöglich macht, zieht Müller- organisationen) Meiningen seinen Antrag auf sofortige Ueberweisung zur Berüd- Euch! Die Aeußerung des Barteivorstands wird also als Waffe gegen uns benutzt, und das ist es, was uns veranlaßt, dagegen zu protestieren. Nicht aus Vergnügen oder aus persönlichen Gründen behalten wir unsre Sonderorganisation, sondern weil es uns bitterer Ernst ist mit dem Klassenkampf der Arbeiter, der unfrer Ueberzeugung nach in den Verbänden nicht geführt wird.( Lebhafter Beifall.) Redner empfahl schließlich eine umfangreiche Resolution, die wir jedoch aus Raummangel nur auszugsweise wiedergeben Der Auf dem so wichtigen Gebiet des Bauarbeiterschnges sind mehrfach umfangreiche Erhebungen veranstaltet, die eine große Lässigteit in fichtigung zurüd. der Anbringung von Schuhvorrichtungen, festen Rüstungen, vielfach Die das Fehlen von Baubuden und mangelhaften Aborten konstatierten. Ein abschließendes Urteil über die Hilfscontroleure, die die Behörde aus dem Arbeiterstande herbeigezogen hat es sind einige Poliere angestellt läßt sich noch nicht fällen, da die Einrichtung zu neu ist. Bon feiten der Arbeiter wird die nötige Unterstützung bereit willigst gewährt werden. Verein für Frauenrecht Die Versammlung muß entschieden dagegen Protest erheben, daß der Parteivorstand den Buchdruckerstreit zum Ausgangspunkt eines unbegründeten Angriffs auf die nicht in den bestehenden und der sogenannten Generalfommission angeschlossenen centralisierten Verbänden gewerkschaftlich organisierten Arbeiter gemacht hat. Wir sind der Ansicht, daß die klassenbewußten Arbeiter aus dem Frage unschädlicher Heilmittel für den Droguen- Kleinhandel fordern mehrere Handelskammern. Es sei ungerecht, diese Heilmittel, unter denen sich viele alte Hausmittel befinden, dem Apothekenmonopol zu unterstellen. Der Droguisten verlangen die Freigabe von 139 dieser Heilmittel. Die Regierungs- fönnen. Die Resolution führt aus: Zum erstenmal tritt auch die Thätigkeit der Arbeiter in der kommissar teilt mit, daß im Reichs- Gesundheitsamt zur Zeit eine Handwerkskammer in die Erscheinung. Die Kammer hatte behufs neue Vorlage ausgearbeitet werde, deren Fertigstellung demnächst Abfaffung eines Berichts an die Vertreter des Gesellenausschusses zu erwarten stehe. Die Petitionen wurden als Material über eine Reihe von Fragen zur Beantwortung gesandt, die im besondren, wiesen. soweit sie die Arbeiter interessierten, eine eingehende Beantwortung Patriotische Geldbeutelschmerzen erfuhren und im Wortlaut wiedergegeben sind. empfinden diejenigen Kleinbefizer in der Umgegend des lothringischen Daß die Lohnlämpfe eingehend im Bericht behandelt werden, Städtchens Bitsch, welche vor zwei Jahren bei Anlegung des bedarf kaum der Erwähnung, großes Interesse dürften aber auch die dortigen Truppen- Uebungsplages ihr Areal freihändig dem Staat am Schluß gegebenen Bearbeitungen der statistischen Aufnahmen verkauft haben. Sie erhalten für das Ar durchschnittlich nur über die Lage der Zinkgießer und einer Anzahl andrer Berufe er- 15,84 M., während ihre glücklichen Nachbarn, welche es auf das wecken. Aus dem Berufe der Binkgießer haben 39 Arbeiteres Enteignungsverfahren ankommen ließen, 25 bis 35, ja 50 M. Herausfind nur Verfertiger von Bingeschirren, nicht in der Spielwaren- drückten. Die Freihandverkäufer verlangen vom Reichstag eine nachbranche beschäftigte. während eines Jahres eine peinlich genaue trägliche Entschädigung. Die Petition wird für ungeeignet Aufzeichnung über Arbeitszeit und Lohn gemacht. Ein solcher Versuch zur Erörterung im Plenum erflärt, da ein Rechtsanspruch nicht vordürfte wohl hier zum erstenmal gemacht sein, er fomnte natürlich liegt. Genosse Ledebour machte den Regierungskommissar darauf nur glücken, weil es sich um eine verhältnismäßig fleine Zahl von aufmerksam, daß nach diesem Vorgange der Fistus wohl im ganzen Arbeitern handelte. Wir können die tabellarische Zusammenstellung Reichslande nimmermehr ein Ar Land mehr freihändig zu laufen hier nicht wiedergeben. Es war aber recht wertvoll in dieser bekommen werde. Statistik die freiwilligen und unfreiwilligen Feiertage der Arbeiter festzustellen. Eine Danach haben die 39 Arbeiter im vorigen Jahre freiwillig Aenderung der Konkursordnung 1241/2 Tage gefeiert und unfreiwillig 3291/2 Tage. Zu den freiwilligen beantragt der deutsche Bund für Handel und Gewerbe nach der Feiertagen gehörten Versäumnis wegen Umzug, Maifeier, Wahlen, Richtung, daß auch in solchen Fällen, in denen wegen Mangel an Festlichkeiten und Feiern ohne besonderen Anlaß, während die uns Masse die Eröffnung des Konturses abgelehnt wird. eine Verfreiwilligen Feiertage meist durch Geschäftsstockungen eintraten. Die öffentlichung dann auf Staatskosten erfolgt. Abg. Jacobstötter( t) Arbeitslöhne schwanken zwischen 14 bis 30 M. im Durchschnitt pro unterstützte die Forderung, der Regierungskommissar befämpfte fie. Woche. Die Verhältnisse in diesem Beruf sind auch insofern für den Seinen Standpunkt teilte auch Genosse Thiele, dessen Antrag auf Socialstatistiker von besonderem Interesse, weil hier ein alt ein- Uebergang zur Tagesordnung nach längerer Debatte an: gefeffenes Handwert sich im Kampf gegen eine stetig wachsende genommen wurde, nachdem der Antrag des Centrums und der Großindustrie befindet. Konservativen auf Erwägung abgelehnt worden war. Aus dem hier nur angedeuteten reichen Material des Berichts ist ersichtlich, mit welcher Umsicht das Institut geleitet wird und welch schätzenswerte Arbeit im Dienste der Arbeiterbewegung ge leistet wurde. Die Parlamentarisches. Aus der Petitionskommission. nur Lokal- oder Central- Organisation? Leipziger Konflikt die Lehre ziehen werden, daß die heutigen centralisierten Verbände auf neutralem Boden, wie sie sich als alleinberechtigte Organisationen hinstellen, 1. teine zweckmäßige Centralisationsform darstellen, weil sie einen Teil der organisierten Arbeiter ausschließen und dadurch Streit und Zwiespalt, Kampf und Erbitterung unter den Arbeitern hervorrufen, 2. daß diese unzweckmäßigen Centralisationen den Keim von Feindschaft mit der socialdemokratischen Partei: Organisation in die gewerkschaftliche Bewegung getragen haben, der im Buchdruckerstreit schon bedenklich aufflammte und stets in verstärktem Maße wiederkehren kann, so wie sich eine Gelegenheit dazu ergiebt. Wir halten es also für notwendig, daß eine Centralisation geschaffen werde, die alle organisierten Arbeiter, die auf dem Boden des Klassenkampfs stehen, mit Schonung ihrer Sonderheiten aufnehmen kann, und daß diese Centralisation in festem Zusammenhang mit der socialdemokratischen Partei Deutschlands auch förmlich gebracht wird. Die Diskussion wird eröffnet. Bimmerer up pentag: Der Parteivorstand tritt als Diktator auf und will den Arbeitern vorschreiben, wie sie sich zu organisieren haben. Er bezeichnet unsre Organisation als einen Krebsschaden. Ja, wir wollen Krebse sein und wie die Krebse fressen, bis das faule Fleisch von den Gewerkschaften und von der Socialdemokratie heruntergefressen ist, damit sie wieder revolutionär wird. Jezt ist ja die Socialdemokratie schon hoffähig. Im Vorwärts" haben wir gelesen, daß der Abgeordnete Ulrich in DarmEine Protestversammlung gegen die Ansicht des Parteivorstands stadt auf einer Soire mit einem leibhaftigen Großherzog gesprochen über die sogenannten Lokalorganisationen" hatte das Gewerkschafts- hat. Die Zeit wird nicht mehr fern sein, wo der Abgeordnete Auer fartell für Berlin und Umgegend am Dienstag nach Kellers Saal mit Wadenstrümpfen angethan zu Hofe geht. Bebel ist ja auch einberufen. Eingeladen waren alle dem Kartell angeschlossenen für die neuen Khati- Anzüge der Soldaten eingetreten. Dafür tann Gewerkschaften( Vertrauensmäuner- Centralisationen). Der Ver- er ein Denkmal in der Invalidenstraße bekommen.( Widerspruch.) sammlungssaal war vollständig gefüllt, es mochten etwa 1000 Ber- Meiner Meinung nach muß man für gar gar keine Anzüge stimmen. sonen anwesend sein. Den Anlaß zu dieser Versammlung boten die Schlußbemerkungen in der Druckschrift des Parteivorstands Bum Leipziger Buchdruckerstreit“, nämlich der Passus, welcher den Hinweis enthält, daß die Spaltung der Buchdrucker- Organisation die Quelle des Leipziger Konflikts war, und in dem es dann heißt: Die Absonderung fleiner Gruppen, die Aufrechterhaltung Kleiner, widerstandsunfähiger Lokalorganisationen sind Krebsschäden in der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung, die je eher desto lieber aus der Welt geschafft werden sollten. Weinschild tritt unter Hinweis auf die Absonderung der Bortefeuiller vom Buchbinder- Verband für die Sonderorganisation ein, weil sie gute Fortschritte gemacht habe, und spricht gegen die Centralverbände, die nichts leisten tönnten, weil sie den Daumen auf die gefüllten Geldsäcke halten. Gröppler verteidigt unter wiederholter Unruhe die Centralverbände und schließt mit der Bemerkung: Auch Sie werden noch zu der Ueberzeugung kommen, daß Sie sich den Centralverbänden anschließen müssen.( Unruhe und lebhafter Widerspruch.) Die socialdemokratische Arbeiterpartei hat in ihren Beschlüssen Karl Kaiser: Es ist nicht richtig, daß der Parteivorstand und auf ihren Kongressen sich stets für die Organisation in großen, vorgeschrieben hat, welcher Organisation fich die Arbeiter anzucentralisierten Verbänden ausgesprochen. Heute, wo das Koalitions- schließen haben. Aber Sie sind die Unduldsamen. Sie haben soeben. berbot für politische Vereine gefallen ist, liegt für lokale Sonder- erst durch Ihr Geschrei bewiesen, daß Sie von einer andren Organiorganisationen fein verständiger Grund mehr vor. Besondere Ver- sation als der Ihrigen nichts hören wollen.( Unruhe.) Sie haben hältnisse lassen sich auch in den Centralorganisationen durch Kartell- ja Ihre Kämpfe nur mit Hilfe der Central- Verbände geführt. verträge regeln und berücksichtigen. ( Großer Lärm.) Das ist eine gehässige und gemeine Weise ( Großer anhaltender Lärm, bei dem die folgenden Worte des Redners nicht verstanden werden.) Vorsitzender Theodor Fischer: Ich entziehe Ihnen das Wort! Kaiser spricht unter anhaltendem Lärm weiter: Das ist eine gehässige und gemeine Weise, wie Fort mit der Sonderbündelei! Das muß die Losung der flaffenbewußten Arbeiterschaft als Ergebnis der Lehren aus dem Leipziger Konflikt sein." Der Referent riz Rater fagte unter andrem: Niemand Aufhebung des Impfgesetzes, zum wenigsten des Impfzwangs fordern wiederum zahlreiche Petitionen. Der Referent, Abg. Gabel( Antis.), machte sich seine Berichterstattung so auffällig bequem, daß er in kaum einer halben Minute mit seinem Referat zu Ende war. Der Regierungstommissar erklärte, durch die vor zwei Jahren erlassenen Ausführungsverordnungen glaube die Regierung ihrem seiner Zeit gegebenen Versprechen nachgekommen zu sein; nimmermehr werde sie fich nach dem jezigen Stande der Wissenschaft zur Aufhebung des Impfzwangs verstehen. Der Forderung, jeder Impfverweigerer solle nach dem bis in idem aletn Rechtsspruche ne einmal bestraft werden tönnen, ſtehe die juristische Auffassung entgegen, daß jede neue Verweigerung eine nene Strafthat vorstelle; auch die Forderung, daß als Jmpfschädigungen auch solche Erkrankungen angesehen werden dürften, die später als zwei Wochen nach der Impfung auftreten, tönne die Regierung nicht anerkennen, und das weitere Verlangen, eine Kommission solle über die Impfschäden unter Anerkennung der Entschädigungspflicht durch den Staat zu befinden haben, sei gleichfalls nicht annehmbar. Genosse Ad. Thiele beantragte die Ueberweisung der von uns hat gegen die Schrift des Parteivorstands etwas einzu- Bebel hier angegriffen worden ist. Während der Redner die Petition zur Berücksichtigung. Der Antrag auf Berücksichtigung wurde gleich dem Eventualantrag auf Erwägung gegen die ſocial- wenden, außer gegen den Paffus, der sich gegen die Sonder letzten Worte, die bei dem Lärm nur in seiner nächsten Nähe verbündelei" erklärt. So lange es eine politische und gewerkschaft- standen werden konnten, spricht, faßt der Vorsitzende Fischer ihn demokratischen Stimmen abgelehnt und die Ueberweisung als liche Bewegung in Deutschland giebt, ist es das erste Mal am Arm, um ihn von der Bühne zu entfernen. Kaiser protestiert Material beschlossen. daß der Parteiverstand seine bisherige Unparteilichkeit gegenüber den dagegen mit erregten Worten und verläßt unter Schimpfworten Gegen die Bäckerei- Verordnung gewertschaftlichen Organisationen aufgiebt und offen erflärt, es müsse gegen Fischer die Bühne. lief wiederum eine Petition Sturm. An Stelle des Marimal- mit den Lotalorganisationen tabula rasa gemacht werden. Das ist Nachdem die Ruhe wieder hergestellt war, führte Wernau Arbeitstags folle eine Minimal- Ruhezeit festgesezt werden; auch eine Ansicht, die wir als Parteigenossen und Gewerkschaftler nicht aus, es sei eine Schmach, solche Scenen hier hervorzurufen. Es widerstreite es der Ehre der Innungen", daß sie ihren Mitgliedern verstehen können. Auf der ersten Seite seiner Schrift sagt der Partei- bandele sich nicht darum, daß hier für und gegen die Verbände feine Vorschriften über den Preis ihrer Waren machen dürften. Der vorstand: Die Organisation der Buchdrucker in Leipzig, deren Mit- und die Lokalorganisationen geredet werde. Es sei zu be= über gliederzahl Regierungskommissar erklärte, die Regierungen seien in Erörterungen betragen soll, hat in ihrer dauern, daß sich der Parteivorstand dazu hergegeben habe, Zwietracht eingetreten, ob eine Aenderung der gesetzlichen Vorschriften nötig sei, große Zahl ja wahrscheinlich die Mehr in die Gewerkschaftsbewegung zu tragen. Gerade aus dem Leipziger die Antworten lägen noch nicht vor. von Personen, die der socialdemokratischen Arbeiter- Streit mußte die Lehre gezogen werden, daß die Sonderorganisationen Der Antrag Thiele auf heit Uebergang zur Tagesordnung wurde abgelehnt und der Antrag bewegung fremd, zum Teil sogar feindlich gegenüberstehen. Es berechtigt sind. Schrempf( f.) auf Ueberweisung als Material angenommen. in den Brinzipalskreisen gehabt hat. Auf diese Kreise, sowie auf die nichts finden tönnen, was dafür spricht, daß eine bestimmte Organi tommt dazu, daß der Verband von jeher Freunde und Gönner auch Stadthagen: Ich habe in der Schrift des Parteivorstands Aenderungen des Krankenversicherungs- Gesetzes politisch indifferenten Mitglieder mußte nun die lokale Verbands- fation als unberechtigt hingestellt werden sollte. Deshalb ist auch verlangen 7 Petitionen in verschiedener Richtung. Der eine Wunsch leitung allezeit Rüdsicht nehmen." In der in diesen Säßen der Proteft gegen den Parteivorstand nicht gerechtfertigt. Der Parteigeht dahin, auch den Inmungsausschüssen solle das Recht zur Grün- anerkannten Thatsache, daß man in den Centralverbänden, die ja vorstand sagt mur: Fort mit der Sonderbündelet, ohne jedoch die Spitze. dung von Krankentassen zustehen. Der Regierungs- Kom alle in dem Buchdrucker- Verband ihr Vorbild sehen, Rücksicht nehmen gegen irgend eine bestimmte Organisation zu richten. Wenn in der miliar sprach sich dahin aus, daß die Regierungen im Meinungs- muß auf Angehörige andrer politischer Richtungen, liegt der Kern unfrer Schrift die Beseitigung der kleinen, widerstandsunfähigen austausch über verfchiedene Aenderungsvorschläge stehen, ein Beit Sonderbündelei". Diese Rücksichtnahme hemmt die klassenbewußte Lotalorganisationen befürwortet wird, so kann jeder Gewerkschaftler = " Mitte eine 群 2000 " gewiffe Bädereibefizer aufgedeckt wurden. damit einverstanden sein, denn wir alle sind doch der Ansicht, daß| 26 Wochen, der Wegfall der Kürzung der Leistungen der Kassen bei Prozesse gegen wir große, widerstandsfähige Organisationen haben müssen. Der Geschlechtstranten, so gehe doch das Ganze darauf hinaus, die Macht Wenn mun die Barbiere trotzdem in eine Lohnbewegung eintreten, Parteivorstand tritt ja nicht für bestimmte Organisationen der Unternehmer zu stärken und die Rechte der Arbeiter zu fürgen fo thun fie es, weil sie die Preiserhöhung der Barbierherren nicht ein, er befürwortet mur die Das vorübergehen lassen können, ohne den Versuch gemacht zu haben, Schaffung großer Central- und sei somit ein Streich gegen die organisierten Arbeiter. verbände. Wenn wir solche noch nicht haben, so liegt das zeige auch die geplante Centralisation, von der gerade die Betriebs- für die Verbesserung ihrer so schlechten Lage etwas zu thun. In der auch an denen, die infolge von Meinungsverschiedenheiten eine und Innungs- Serantentassen, in denen die Arbeiter ihre Rechte ge- Diskussion wurde den Barbieren zugesagt, daß man sie in dem bes Sonderstellung in der Gewerkschaft einnehmen, anstatt innerhalb wöhnlich nicht geltend machen können, und die einen Pfahl im Fleische vorstehenden Kampfe moralisch wie auch finanziell unterstützen und der großen Organisation ihre Ansichten zu vertreten und zur Geltung der Ortstassen bildeten, ausgeschlossen sein sollten. Dazu wolle man eventuell die Arbeiterschaft gegen die Barbierherren mobil machen zu bringen. Andrerseits ist aber nicht zu verkennen, daß in manchen nun die Arbeitgeber, trotzdem sich die Arbeiter nie über die Höhe der werde. Es gelangte dann noch die Broschüre des BuchdruckerFällen eine Sonderorganisation zeitweise berechtigt sein kann. Was Beiträge bellagt hätten, die Hälfte derselben zahlen lassen, natürlich, um Verbandsvorstands zur Berteilung. uns alle eint, das ist der Wunsch: Fort mit den Sonder- ihnen auch dementsprechend höhere Rechte in der Verwaltung ein- Wilmersdorf. Eine Versammlung des socialdemokratischen organisationen! Mein Ideal ist, große Centralverbände, die den räumen zu können und, da die Entscheidung in streitigen Fällen in Wahlvereins tagte am Mittwoch, den 6. März, in Wittes BoltsMitgliedschaften in den einzelnen Orten möglichste Bewegungs- Händen des Vorsitzenden der Kaffe, der Gemeindebeamter sein solle, garten, Berlinerstraße 40. In der Versammlung wurde über die freiheit lassen.( Zustimmung.) Redner erklärt sich mit der liege, so wären die Unternehmer meistens die Ausschlaggebenden. Notwendigkeit eines eignen Krankenhauses diskutiert und ein dies Resolution einverstanden, wenn aus derselben der zweite Wenn gesagt würde, die Kaffen würden zum Tummelplaz bezüglicher Antrag der Gemeindevertretung übersandt. In WilmersAbsaz gestrichen werde, sowie in dem Absatz, der nach demagogischer Hezzereien gemacht, so liege dafür nicht der geringste dorf, das voraussichtlich am 1. April 1902 Stadt wird, hat sich ein dem mit 2 bezeichneten Passus folgt, der Say: und Beweis vor. Die als socialdemokratische Agitatoren bezeichneten, daß diese Centralisation in festem Zusammenhang mit der social- von den Arbeitern gewählten Beamten hätten sich recht gut fich liberal nennender Berein gegründet, der es sich zur Aufgabe demokratischen Partei Deutschlands auch förmlich gebracht wird." bewährt. Das beweise auch die Thatsache, daß in den letzten macht, bei den Stadtverordnetenwahlen nach Möglichkeit alle Moride: Wir sehen in der Aeußerung des Barteivorstands einen Jahren fein Fall bekannt geworden sei, wo die Behörde von dem Mandate an sich zu reißen. Es ist demgegenüber Pflicht eines jeden Schlag gegen die der Geschäftskommission angeschlossenen Gewerk- Recht des Eingreifens in die Kaffenverwaltung Gebrauch im Ort wohnenden Genossen, sich dem socialdemokratischen Wahlschaften, denen der Parteivorstand die Existenzberechtigung abspricht. gemacht hätte. Auch die in dem Entwurf geplante gefeßliche berein anzuschließen, damit auch wir gerüstet unfren Gegnern entMan wird diese Aeußerung zum Anlaß nehmen, uns zu sagen: Ihr Festlegung der freien Aerztewahl sei zu verwerfen. Die Durch gegentreten können. In Baumschulenweg fand am Freitag eine öffentliche Ver betont immer, daß Ihr gute Socialdemokraten seid, aber der Partei- führung einer völlig freien Arztwahl stoße auf Schwierigkeiten, die vorstand hat es ja ausgesprochen, daß Ihr kein Recht habt, zu nicht zu überwinden seien. Es könne den Kaffenmitgliedern immer sammlung statt, zu welcher die Arbeiter der Kunheimschen Fabrik existieren. Der Parteivorstand hat doch mit dem Buchdruckerverband nur die Wahl unter den Aerzten zugestanden werden, die sich ver- insbesondere geladen und auch in Bahl von etwa 500 Personen erunangenehme Erfahrungen gemacht. Wir wollen die Gewerkschafts- pflichten, zu den von der Kasse bestimmten Bedingungen zu behandeln. schienen waren. Seit dem Streit im Jahre 1894 war es nicht mehr bewegung nicht dahin kommen laffen, wo der Buchdruckerverband Der Entwurf der Regierung sei offenbar darauf gerichtet, die möglich gewesen, die vielfach wechselnden über 600 Arbeiter obiger Fabrik steht. Wenn erst alle gewerkschaftlichen Organisatinnen im Geifte der Rechte der Arbeiter zu fürzen; es gelte, möglichst frühzeitig in die für eine Organisation zu gewinnen. Die Notwendigkeit derfelben wurde Socialdemokratie arbeiten, dann haben die Sonderorganisationen Agitation dagegen einzutreten. Redner schließt mit den Worten: den Versammelten vom Referenten Baul Jahn- Berlin erläutert, teine Berechtigung mehr. So lange die Centralverbände auf ihrem Nieder mit diesem Attentat gegen die Selbstverwaltung der der bei dem damaligen Ausstand in fast allen Bersammlungen gebisherigen Standpunkt beharren, so lange ein Legien mit der Arbeiter!"- In der kurzen Diskussion wird unter anderm sprochen hatte. Die Anwesenden verpflichteten sich in einer Resolution, Spaltung zwischen Partei und Gewerkschaft drohen fann, ist unsre darüber Beschwerde erhoben, daß die Anweisungen der Aerzte auf die einstimmig zur Annahme gelangte, dem Verband der Fabrik, Existenz berechtigt und unser Zusammenhang mit der Socialdemokratie Bäder und Massagen erst auf dem Bureau mancher Orts- Kranken- Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen" beizutreten. Nach Schluß notwendig. Deshalb bin ich für unveränderte Annahme der Reso- faffen unterstempelt werden müßten, wodurch oft eine gefährliche der Versammlung ließen sich etwa 200 Personen als Mitglieder des lution.( Beifall.) Verzögerung des Heilverfahrens eintrete. Genosse Wehl meinte Verbands aufnehmen. ebenfalls, daß diese Abstempelung gar feinen 8wed habe und oft zum Schaden für die Kranten sowohl wie für die Staffe führe. Das sei ein alter Bopf, für den sich kein vernünftiger Grund anführen lasse. Ferner weist der Redner noch darauf hin, daß bei Krankheit, die über 27 Wochen dauert, eine Krantenrente von der Invalidenversicherung bezogen werden könne. weil " Verband deutscher Barbiere, Friseure 2c.( 8weigverein Berlin.) Donnerstag, den 14. März, abends 10 Uhr, in Wends Klubhaus, Königs: graben 14a, außerordentliche Generalversammlung. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. Abends 10 Uhr bei Wernicke, Bismard( Bweigverein Charlottenburg.) straße 34, Sigung. Litterarisches. Die Diskussion wird geschlossen. Rater bemerkt im Schlußwort: Stadthagen sagt, die Aeuße rung des Parteivorstands beziehe sich nicht auf uns. Es tommt aber doch darauf an, daß dieselbe als Waffe gegen uns benutzt wird, um uns niederzuschlagen. Das „ Korrespondenzblatt der Generalfommission" nimmt Stellung gegen den ganzen Inhalt der Schrift des Parteivorstands, nur mit dem Die Schlächtergesellen Berlins hielten am Sonntag, den. Paffus: Fort mit der Sonderbündelei, ist es einverstanden und 10. März, eine öffentliche Versammlung in Cohns Festfälen ab, in benutzt ihn gegen uns. Man sieht also, daß das, was Stadthagen welcher Herr Dr. Friedeberg über Krankheitsverhütungen im Die Arbeiterverbrüderung 1848/49. Erinnerungen an die nicht in der Aeußerung findet, hineingelegt wird. Wir protestieren Schlächtergewerbe" referierte. Der Redner erläuterte die erforderKlaffenkämpfe der ersten deutschen Revolution, zur Märzfeier nicht, weil der Passus in der Schrift steht, sondern lichen Maßnahmen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen, hierbei die herausgegeben und eingeleitet von Mag Quard. Frankfurt er gegen unsre Organisation ausgenutzt wird. Ich möchte nicht, daß die Resolution geändert wird. Es kommt uns Verbandsmaterial in sauberem Zustande und auch stets zur Hand Forderung erhebend, daß in jedem Betriebe das notwendigste am Main. Verlag von Wilhelm Gerhold. XVI und 144 Seiten. darauf an, daß die Gewerkschaft auch förmlich mit der Socialdento- sein müsse, was aber heute leider nur selten der Fall sei. Außerdem der Parteitreise auf die Sammlung charakteristischer Aufsätze und Zur bevorstehenden Märzfeier möchten wir die Aufmerksamkeit fratie in Zusammenhang steht. Wer da glaubt, daß die Arbeiterbewegung, wenn erst alle Arbeiter auf dem Boden der Central- erwähnte der Referent noch eine Reihe andrer Krankheiten, die als Berichte lenten, die Genosse Quard aus der Verbrüderung" von verbände und des Unterstützungswesens stehen, den herrschenden Folge der Verarbeitung schlechten Fleiſches, des Genusses von robem 1848/49 zusammengestellt und mit einer orientierenden Einleitung Klaffen gefährlich werden kann, der ist im Irrtum. Je mehr das Fleisch, der unvorsichtigen Verwendung von Gewürzen, ungefunder Ar- versehen hat. Die„ Verbrüderung" war das Organ der ersten unibeits- und Schlafräume und andrer Umstände auftreten. Ferner ermahnte Unterstützungswesen in den Gewerkschaften an Boden gewinnt, desto mehr der Vortragende die Fleischergesellen, mehr für die Verbesserung ihrer wurde seit dem Oktober 1848 in Leipzig von dem Schriftsetzer fassenden Arbeiterorganisation, die Deutschland gesehen hat; sie wird die Arbeiterbewegung vom Klassentumpf hinweggedrängt und versumpft. Daß wir das verhindern wollen, dafür sollte uns die eigenen Lage einzutreten und sich nicht dem Augenblicksgenuß allzu- Stephan Born herausgegeben und spiegelte getreu die Anschauungen viel hinzugeben. In der Diskussion wurde besonders hervorgehoben, Partei dankbar sein.( Beifall.) Arbeiterklasse erwacht waren. Hierauf wurde die Resolution unverändert gegen wenige baß die Gesellen infolge des im Gewerbe noch bestehenden patri- wieder, die unter dem Sturmhauche der Revolution in der deutschen archalischen Arbeitsverhältnisses von der Ehe ausgeschlossen und Gewiß fonnte sich die Verbrüderung" nicht mit der„ Neuen Stimmen angenommen, und die Versammlung mit einem Hoch vielfach den Gefahren der Geschlechtskrankheiten preisgegeben Rheinischen Zeitung" messen, dem berühmtesten Blatte der Revo auf die socialdemokratische Gewerkschaftsbewegung geschlossen. feien. Eine der Hauptforderungen der Fleischergesellen müsse daher lutionsjahre. Aber diefes Blatt wurde von einer fleinen Zahl hoch die Abschaffung des Koft- und Logisgebens beim Meister sowie auch gebildeter Männer geschrieben, während in der„ Berbrüderung" die die Verkürzung und Regelung der Arbeitszeit sein, denn nur auf Arbeiterklasse selbst zum Worte tam. In ihren Spalten sprachen diese Weise sei es möglich, diefe Arbeiter vor Ueberanstrengung und die vorgeschrittensten Elemente des damaligen Proletariats ihre Beitigem Siechtum zu schützen. An diese Ausführungen schloß fich Forderungen und Hoffnungen aus, legten sie ihr politisches und noch eine Debatte über Mißstände in der Arbeitsvermittelung und ein Bericht über den Ausgang der Aussperrung in Eisenberg. Hierzu wurde bemerkt, daß noch 5 Kollegen zu unterstützen sind, alle andern find teils anderwärts in Arbeit gebracht worden oder auf die Wanderschaft gegangen. Februar. Interm neuesten Kurs. 2. Lübeck. 2 Bauarbeiter wegen Sachbeschädigung je 4 Monate Gefängnis. Hamburg. Je 1 Woche Gefängnis 2 Maurer wegen thätlicher Beleidigung. 5. Dortmund. Genosse Bredenbeck wegen Beleidigung eines Schiedsgerichts der Rheinisch- Westfälischen Hütten- und Walzwerks- Berufsgenossenschaft 200 M. Geldstrafe. 7. Dortmund. Derselbe wegen Beleidigung der Polizei 4 Wochen Gefängnis. 11. Berlin. Wegen Beleidigung eines Gutsbesizers Genosse Poezi 80 M. Geldstrafe. " Deffau. Die gleiche Strafe Genosse Günther wegen Beleidigung eines Bauunternehmers. 12. Königsberg. 100 M. Geldstrafe Genosse Hennig wegen Beleidigung eines Offiziers. 13. Bochum. Die gleiche Strafe Genosse Langhorst wegen Beleidigung eines Zechenvorstands. 16. Hamburg. Genosse Schulze wegen Beleidigung Baumeisters 50 M. Geldstrafe. " eines Berlin. 100 M. Geldstrafe wegen Beamtenbeleidigung der Redacteur( Neues Leben") Hornickel. 16. Zwickau. In der Berufungsinstanz Genoffe Stühle 100 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Gemeindevorstands. 22. Stuttgart. Wegen Beleidigung eines Vorarbeiters Genoffe Herrlein 50 M. Geldstrafe. 26. Blauen. Genoffe Rante 10 M. Geldstrafe wegen Bergeheus gegen das Vereinsgefeß. 28. Kolmar i. Posen. Wegen des gleichen Vergehens Genosse Bendit Posen und der Wirt bes Totals je 35 M. GeldBendit Posen und der Wirt des Lokals je 35 M. GeldBosen. 3 m. Geldstrafe Genoffe Gogowski wegen Gewerbetontravention. Betrieb des Arbeitersekretariats. Insgesamt wurde erkannt auf 1 Jahr und 2 Wochen Gefängnisstrafe. und 743 M. Geldstrafe. Berlin, den 9. März 1901. Der Parteivorstand. Versammlungen. " ociales Programm nieder, tämpften sie mit dem Schwert und bauten sie mit der Stelle. Man sieht hier die deutschen Arbeiter der Revolutionszeit an der Kleinarbeit, um einen heutigen Ausdruck zu gebrauchen, und wer diese Blätter gelesen hat, wird sie mit dem Bekenntnis aus der Hand legen: es war eine ehrliche, tüchtige und wadere Arbeit. Die Riftenmacher nahmen am Montag in einer öffentlichen Wir stehen nicht an, in derjenigen Arbeiterbewegung der Revo Versammlung bei Etechert den Bericht der Fünfer Kommission entgegen. Die Kommission bestätigt die Ergebnisse der Revision und lutionsjahr, die ihr Banner in der Verbrüderung" fand, ein bes erklärt, daß sie die Bücher in bester Ordnung vorgefunden hat jonderes Ehrenzeugnis der deutschen Arbeiterklaffe zu erblicken. Sie eine Es folgt lebhafte Diskussion, alt deren Schluß war den gleichzeitigen Arbeiterbewegungen in Frankreich und Eng allen gegen mit eine Stimme die folgende Resolution land theoretisch entschieden überlegen; das zeigt ein Vergleich der angenommen wird: Die heutige öffentliche Ristenmacher Verfammlung erklärt nach Anhörung der Fünfer Kommission, daß die Bücher bis dato ordnungsmäßig geführt worden sind, und verwirft entschieden die nicht stichhaltigen Angriffe. Sie verweist die Kollegen dahin, sich bei auftretenden dunklen Gerüchten an den Vorstand um Auskunft zu wenden."- Zum Schluß werden die Anwesenden noch aufgefordert, dafür zu sorgen, daß von allen Werkstuben Sizungen stattfinden, die sich mit der Stellung der Kollegen zur Maifeier zu befaffen haben, und über deren Resultate dem Vorstand baldigst Frankreichs Bericht zu erstatten ist. man in einer Verbrüderung" etwa mit den Debatten des Arbeiterparlaments in Luxemburg oder mit den Chartistorganen unfres Erachtens in un widerleglicher Weise. Die utopistischen, zünftlerischen usw. Nüdständigkeiten waren geringer, die Ansichten über die historischen AufDabei darf man nicht gaben der modernen Arbeiterklasse reifer. vergessen, wie sehr die industrielle Entwicklung des nördlichen, öst lichen und südlichen Deutschlands, wo die" Verbrüderung" ihren hinter die industrielle Entwidlung Rekrutierungsbezirk hatte, und namentlich Englands An zurüdstand. mit die Schuld, daß dem dieser Rückständigkeit lag Zusammenbruch der bürgerlichen Revolution auch die deutsche Die Kartonarbeiter und Arbeiterinnen hatten am Dienstag arbeiterbewegung auf ein Jahrzehnt verschwand, vielmehr als an wieder eine, besonders von Frauen sehr stark besuchte Versammlung, der inneren Ünflarheit der Bewegung selbst; es ift geradezu erstaun die als ein günstiges Ergebnis der sehr regen Agitation in diesem lich, wie schnell sich die deutschen Arbeiter damals schon in den entBeruf bezeichnet werden konnte. Frau Dr. We y hielt einen mit scheidenden Grundbedingungen ihres Emancipationstampfs zurechtlebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Notwendigkeit fanden, wie hoch sie an Intelligenz und Thatkraft besonders auch der Organisation für die Arbeiterinnen. Ein reichhaltiges statistisches über den Philistern standen, die etwa in der National- Zeitung" oder Material diente der Rednerin als Beweisführung für die niedrigen der Voffischen Zeitung" den bürgerlichen Emancipationskampf in Löhne und die fich daraus ergebende niedrige Lebenshaltung tonfusefter Weise verfuhren. bon der Arbeiterinnen. Die hierauf folgende Besprechung Aber wenn der Inhalt der„ Verbrüderung" ein Ehrenzeugnis Werkstattangelegenheiten veranlaßte eine Anzahl Redner beiderlei Geschlechts zu lebhaften Slagen über schlechte Behandlung und Be- für die deutsche Arbeiterklasse ist, so ist es auch eine Ehrenpflicht der heutigen Arbeiter, diese verschollenen Beugnisse rühmlicher zahlung. Bei der Firma Pohl wurde ein Arbeiter anscheinend des Kämpfe wieder den gebührenden Plaz in dem Schaze ihres historischen balb entlassen, weil er eine Werkstattversammlung veranlaßt hatte. Erbes anzuweisen. Aus der„ Neuen Rheinischen Zeitung" erfährt man Obwohl im allgemeinen eine flaue Geschäftszeit herrscht, werden bei von dieser bedeutsamen Erscheinung nur sehr wenig. Es ist nicht der Firma Fränkel von den Arbeiterinnen und Arbeitern fortdauernd Ueberstunden verlangt, entgegen den Bestimmungen der ganz verständlich, weshalb Marg und Engels der um die„ Berbrüderung" gruppierten Arbeiterbewegung so geringes Interesse geschenkt haben, Gewerbe- Ordnung ohne höhere Bezahlung. Ueber die Firma und zwar um so weniger, als die Maurer, die an erster Stelle in und Meyer und eine Anzahl andrer Der focialdemokratische Wahlverein für den 1. Berliner Gutmann ge der Verbrüderung" thätig waren, wie der Schriftsezer Born und späteren Versammlung zu sprechen. Der" Goldarbeiter Bisty, ihre eignen Schüler waren und dem Neichstags- Wahlkreis hielt am 12. März im Lokal Fischerstr. 25 dentt eine Versammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Rojenom referierte Biel getadelt wurde auch, daß gerade jüngere Accordarbeiterinnen die Kommunistenbunde angehörten. Erst als es zu spät und der Sieg über das Thema:" Junkertum und Bauerntum im Lichte der Ge- regelrechte Arbeitspause nicht innehalten, Frauen aber Arbeit mit der Gegenrevolution nur noch eine Frage der Zeit war, entschlossen schichte und der Kampf um die Getreidezölle". Redner zeigte an nach Hause nehmen, um bei den allerdings niedrigen Löhnen mehr verdienen zu können. Von allen sich die Männer der„ Neuen Rheinischen Zeitung", einen von der vielen geschichtlichen Thatsachen aus der Zeit der Leibeigenschaft 6 bis 8 M. pro Woche Verbrüderung" ausgeschriebenen Longreß zu beschiden. Sei es munt, der deutschen Bauern und der„ Bauernbefreiung", wie sie nament- Rednern wurde der Anschluß an den Deutschen Buchbinderverband" bag Mary und Engels burch das mancherlei Unfertige abgeschrect lich b. Maurer und Knapp unanfechtbar festgestellt haben, empfohlen. wurden, das allerdings in den Veröffentlichungen der„ Verbrüderung" die Bauern von und im Auftrage der Gutsherren Charlottenburg. Am 7. d. M. fand die ordentliche Monats- mit unterlief, sei es, daß sie als geborene Rheinländer nie ganz überwinden konnten, was meist geradezu schlechter als das Vieh behandelt, schänd- versammlung der Charlottenburger Gewerkschaftskommission statt. das Mißtrauen gegen das lich ausgenugt und in jeder Weise benachteiligt wurden. in derselben Reserve, wie später gegenüber der Ferner schilderte er anschaulich das jämmerliche, vaterlands- Zunächst berichtete der Vertrauensmann über die einberufene, sehr Ostelbien tam, genug, sie hielten sich gegenüber der„ Verstart besuchte Arbeitslosen- Versammlung. In der Debatte darüber brüderung" verräterische Verhalten der Junker während der napoleonischen Zeit. wurde der Wunsch ausgesprochen, der Ausschuß möge in ähnlichen Lassallesche Arbeiteragitation. Der Schatten ihrer großen Namen hat Das Juntertum wäre stets ein Feind des Volts und vor allem der Bauern sowie eine staatsverzehrende Klaffe gewesen. Je eher seine Fällen erst die Genehmigung der Kommission einholen. In diesem dann diese wichtige Episode der deutschen Arbeiterbewegung vollends Vorherrschaft gebrochen werde, je eher werde es besser werden für Fall erklärt fich die Versammlung einverstanden damit, weil mit verdunkelt, und um so notwendiger ist es, ihr wieder zu ihrem das Volt.( Lebhafter Beifall.) Nachdem Genoffe Kalisti die Aus- Rücksicht auf gewisse Umstände gar nicht anders gehandelt historischen Rechte zu verhelfen. Mindestens in feiner Arbeiter= werden tonnte. Es wurde angeregt, von Zeit zu Zeit vereins- Bibliothek sollte die oben angezeigte Sammlung fehlen. führungen des Referenten durch einige Beispiele aus der Neuzeit berartige Versammlungen einzuberufen. Dann tam die für Die Art, wie Genosse Quard sie gemacht hat, ist nur zu loben. ergänzt und den Anschluß an die politische Organisation befürwortet Charlottenburg so brennend gewordene Lokalfrage zur Sprache. Neben politischen und socialen Aufklärungs- und Stampfartikeln giebt hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Die Gewerkschaften von Charlottenburg erklärten sich für Errichtung er die wesentlichen Veröffentlichungen der Verbrüderung" über die Im Wahlverein des vierten Wahlkreises hielt am Dienstag eines eignen Heims, wenn es keine großen finanziellen Anstrengungen damaligen Arbeiterorganisationen, dann gewährt er den damaligen Dr. Weyl einen Vortrag über Die bevorstehende für sie fosten würde. Zur Beratung mit der Lokalkommission wurden gewerkschaftlichen Kämpfen den gebührenden Plaz, und eine kleine Der außer dem Vertrauensmann Buchdrucker Arnold und Maler Ecke ist auch den politischen und socialen Trugliedern gewidmet, die Bisky am tedsten sang. Aenderung des Krantentassen Gesezes". Vortragende führte der Hauptsache nach ungefähr folgendes aus: Flemming entfandt. Auf Anregung des Vertrauensmanns wurden zwei Delegierte Unter der gegenwärtigen Form der Verwaltung trügen die Arbeiter zu einem großen Teil selbst die Schuld, wenn in manchen Ortstassen aus der Versammlung gewählt, welche im Verein mit einem Ausschußso viele Uebelstände vorhanden wären; sie brauchten nur von den mitgliede in jeder Versammlung der Berliner Gewerkschaftskommission gesetzlich zustehenden Rechten Gebrauch zu machen, anwesend sein sollen, um eine Verbindung mit dieser herzustellen. ihnen Aber nun plane Der Vertreter der Barbiere gab dann einen Situationsbericht über um manche Verbesserungen durchzusetzen. auch durch den daß Schriften- Eingang. Der Wahre Jakob Nr. 6, Märznummer, ist erschienen. F. M. aus Die Wahrheit über 1870. Bon Carl Bleibtreu. München 1901. die Regierung eine Aufhebung dieser Selbstverwaltung und die Vorarbeiten zur bevorstehenden Lohnbewegung der Barbiere.( Berlag ber deutsch- franzöfifchen Rundschau.) Entwurf zum Krantentaffen. Die Organisation derselben am Orte läßt leider viel zu wünschen wenn neuen Briefe eines alten Politikers an einen Freund. Nr. 1. Die Frage Gesetz eine Reihe berechtigter Wünsche scheinbar erfüllt würden, übrig, obgleich betreffs Koft und Logis geradezu standalöse der Wasserstraßen für Breußen und das Deutsche Reich. Bon vox populi. so z. B. die Erhöhung der Mindestdauer der Unterstügung auf Bustände vorhanden sind, ähnlich denen, welche durch die Berlin und Beipzig 1901.( Speiter.) Preis 30 Pf. Wohnungsnot und städtische Bodenfrage." Von Geh. Rat Prof. Dr. A. Wagner. Berlin.( J. Harrwiz Nachf.) Preis 50 f. Die theologische Beichte und ihre Wirkung. Vom Standpunkt der Vernunft betrachtet. Von Dr. Hermann Straß. Leipzig.( Oswald Müze.) Preis 30 Pf. " Recht, Gewalt und Zukunftskrieg." Vortrag vom Stadtpfarrer Umfrid aus Stuttgart. Eßlingen.( Wilh. Langguth.) Preis 25 Pf. Die Haftpflicht der Beamten nach Reichsrecht und dem Recht der deutschen Bundesstaaten unter Berücksichtigung der Haftpflicht des Staats ( Gemeindeverbands usw.) dargestellt von Landrichter Dr. Delius. Berlin ( J. J. Heine). Preis 2 M. Vermischtes. Der mutmaßliche Mörder des Rittmeisters v. Krosigk, Unteroffizier Marten, ist, wie man aus Gumbinnen meldet, Dienstagabend aus der Untersuchungshaft im dortigen Militärgefängnis entsprungen. Marten hatte mehrere Gefängniswärter in seine Zelle gerufen unter dem Vorgeben, das Fenster seiner Zelle schließe nicht. As die Beamten sich dem Fenster zuwandten, stieß Marten sie zur Seite, eilte zur Thür hinaus und schlug sie hinter sich zu, so daß die Aufseher in der Zelle eingeschlossen waren. Obwohl unverzüglich Patrouillen zu Fuß und zu Pferde die Stadt durchstreiften und verschiedene Haussuchungen vorgenommen wurden, ist Marten bisher noch nicht wieder ergriffen worden. Auf die Wiederergreifung des Marten ist vom Gericht der zweiten Division eine Belohnung von 500 M. ausgesetzt worden. Witterungsübersicht vom 13. März 1901, morgens 8 1hr. Stationen Wetter Stationen Wetter Temp. n. T. * 2007=" Do² 400 -6 Swinemde 7680 1 bebedt 2 Haparanda 753 S Hamburg Berlin 7680 7670 2 Mebel 2 Petersburg 763 2 bedeckt 1616.bed. 8 2 wollent 2 Cort Frankf./M. 7630 2 bedeckt 3 Aberdeen 0 Paris 763 SSW 1heiter 764SS 1heiter 762 NNW 2 Regen 7 7 2 765 Still- h1b.bed. 2 München 762SO 2 heiter Bien Wetter Prognose für Donnerstag, den 14. März 1901. Nachts leichter Frost, am Tage mild und vielfach heiter, zeitweise nebelig bei schwachen südöstlichen Winden, teine erheblichen Niederschläge. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Briefkaffen der Redaktion.a Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Dienstag, R. S. Sie meinen vermutlich die Nürnberger Maschinenbau- Aktien gesellschaft; die hat ihren Sip in Nürnberg, daher der Name. Timm u. A. Sehen Sie uns seiner Beit vom Stattfinden bes nächsten Termins in Kenntnis. Puhle. 1895 tonnte der Rathausturm unentgeltlich bestiegen werden; dann wurde der Eintrittspreis auf 20 Pf. festgesetzt. Daß die Rathaus Uhren durch eine besondere Kraft getrieben werben, ist uns unbekannt. Ihre Regulierung erfolgt durch die Gesellschaft Normalzeit. erheben. 12 jähriger Abonnent M. M. Neitt. G. G. 6. 1. Die Kündigung von Mietsverträgen, in denen eine dreimonatliche Kündigungsfrist vereinbart ist, muß, um rechtzeitig zu sein, so erfolgen, daß bie Kündigung spätestens am 31. März in den Händen des Vermieters oder Mieters, bem gekündigt werden soll, ist; 2. ist als Kündigungsfrist drei Monate und drei Tage vereinbart, so muß die Kündigung spätestens am 28. März in den Händen deffen sein, dem gekündigt wird. Eine frühere Kündigung ist zulässig und wirksam. 3. Ift teine Kündigungsfrist vereinbart, so muß spätestens am 3. April zum 1. Jult gefündigt sein. 7. 30. Ob Sie zu hoch eingeschätzt sind, hängt lediglich von der Schäßung ab, welches Einkommen Sie voraussichtlich haben werden. Liegen keine Gründe zu der Annahme vor, daß Sie mehr als in den letzten drei vergangenen Jahren verdienen werden, so ist der Durchschnitt dieser drei F. F. 100. Wenden Sie sich an den Vorsteher der Station, wo der Jahre als Maßstab zu erachten. Es ist deshalb für jeden auch im steuerGesuchte zuletzt amtierte. lichen Interesse fehr zweckmäßig, über Einnahmen und Ausgaben genau Auswanderer. 1a. Ja. 1b. Nein. 2. Reine. 3. Fragen Sie den Buch zu führen. Sind Sie höher, als hiernach angebracht, eingeschäßt, so hiesigen Vertreter. 4. Erfahren Sie durch ein Reife- Bureau. 5. Uns un reklamieren Sie. T. 29. 1. Durch Ihre Heirat mit der Mutter des bekannt. von Ihnen erzeugten Kinds hat Ihr Kind die Rechte eines ehelichen erlangt. besten Auskunft geben. 3. 33. Die Direktion der Charité wird Ihnen auf Ihre Anfrage am Es ist zweckmäßig, wenn Sie, was bereits bei der Seirat hätte geschehen fönnen, nunmehr bei dem Standesbeamten des Bezirks, in dem die Geburt, P. W. 22. Nach der Polizeiverordnung vom 26. März 1810 muß in eingetragen ist, Ihre Vaterschaft anerkennen und die Namensumschreibung Berlin die Räumung der Wohnung seitens des abziehenden Mieters bei beantragen. Das Anerkenntnis fönnen Sie auch zu notariellem oder gerichtfleinen( d. i. aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bestehenden) lichem Protokoll erklären und dann die Umschreibung bei dem StandesWohnungen am ersten, bei mittleren( die aus drei bis vier Wohnzimmern beamten beantragen. Lehnt der Standesbeamte die Eintragung ab, so und Zubehör bestehenden Wohnungen) am zweiten Quartalstage um 12 Uhr müssen Sie sich an das Amtsgericht wenden. 2. Weshalb die Kanalgegner mittags, bei großen( b. i. mehr als vier up? mittags geräumt sein. 1900 gerechnet ab burch, so finden Sie die Gründe ausführlich dargelegt. Wohnzimmer enthaltenden gegen den Kanal gestimmt haben? Lesen Sie den Vorwärts" vom März Wohnungen) am britten Quartalstage Jedoch muß bei Wohnungen, welche aus drei Wohnzimmern und Zubehör 3. Das ist längst im Borwärts" angeführt. K. 3. Schon erledigt.: bestehen, ein Wohnzimmer, bei Wohnungen von mehr als drei Wohn- 2. R. 100. 1. Die Mahnung unterbrach in Ihrem Fall die Verzimmern und Zubehör zwei Wohnzimmer schon am ersten Quartalstage jährung. 2. Die Frau haftet nicht für die ihrem Mann auferlegten Gevöllig geräumt und dem anziehenden Mieter zur Verfügung gestellt sein. richtstoften oder für sonstige Schulden des Mannes. Es ist nicht not Unter Zubehör find Küche, Kammer, Bodenräume, Keller u. bgl. zu verwendig, aber zweckmäßig, einen notariellen Vertrag zu errichten, in dem stehen. Läden sind keine Wohnzimmer, müssen also am Ersten vormittags das Eigentum der Frau anerkannt wird. R. 3. 1. Niemand. 2. Ja. geräumt sein, falls nicht mit ihnen Wohnzimmer verbunden find. Ist dies 3. Wenn teine Gütergemeinschaft vorliegt: nein. 4. Nein, das wäre eine Ser Fall, so richtet sich die Räumungsfrist nach der Anzahl der Wohn- strafbare Schiebung und ein strafbarer Falscheid. A. B. Das neue Gesetz. hat an dem Rechtsverhältnis nichts geändert. Ein Vorrecht im Konkurs Wilhelmshaven. Richten Sie ein dahingehendes Gesuch an Ihr Besteht Ihnen für Geschäftsschulden nicht zu. Ob und welche Rechte aus den zirkskommando. E.$. 100. Sie brauchen den Vorgarten nur so wieder: Tratten folgen, läßt sich ohne Einsicht in dieselben nicht sagen. Sprechen geben, wie Sie ihn erhalten haben, tönnen also den von Ihnen angebrachten Sie also mit denselben in der Sprechstunde vor. F. B. N. Nein. Baun entfernen und, falls der Wirt dem widerspricht, auf Dulden dieser O. D., Nixdorf. 1. Ja. 2. Nein, nur für die Ehefrau und die minder Entfernung flagen. M. E. 65. 1. Ja. 2. Das giebt das Gesetz nicht jährigen Kinder. 3. Sie richten an den Regierungspräsidenten zu Potsdam des näheren an, ist vielmehr von Fall zu Fall zu entscheiden. 3 Betten ein Schreiben folgenden Inhalts: Ich bin anhaltinischer Staatsbürger und wären in Ihrem Fall zweifellos unpfändbar. 3. Dagegen giebt es teinen habe mich answeislich der vorliegenden polizeilichen Anmeldung seit dem andren Weg als den, daß auch der Fistus sein Recht dem gegenüber nicht in Berlin niedergelassen. Ich beantrage, mich in den preußischen geltend machen kann, der nichts hat. 4. Sie sind zur Zahlung verbunden. Staatsverband aufzunehmen." Die Naturalisation erstreckt sich, falls nicht J. St., Belleallianceftr. Achten Sie auf die Etatsverhandlungen. eine Ausnahme gemacht wird, auf die Ehefrau und die noch minderjährigen Nach Abschluß derselben wird abermals dargelegt werden, wie viel Schulden Kinder. 2. K. P. 12. Sie können bei der Staatsanwaltschaft Beschwerde Deutschland zur Zeit hat. 6901. Kommen Sie in unsre Sprechstunde. darüber einreichen, daß in der Anklage Ihnen eine Borstrafe zugedacht ist, 11. D. 1. Der Einwand der Minderjährigkeit muß im Termin erhoben die Sie nie erlitten haben, und können Berichtigung des Strafregisters verwerden. Zweckmäßig ist es, ihn außerdem vor dem Termin schriftlich zu langen. zimmer. " RANIA Achtung! 4. Berliner Wahlkreis( St). Achtung! * Taubenstr. 48/49. Im Theater Donnerstagabend 8 Uhr: Unser Rhein Donnerstag, den 14. März. von der Quelle bis zur Mündung. Opernhaus. Aïda. Anfang 712 Uhr. Im Hörsaal: Schauspielhaus. Die Welt, in der Dr. Nass: Wein und Alkohol. man fich langweilt. Anfang 71 Uhr. Neues Overn: Geschlossen. Invalidenstr. 57/02. Sonntag, den 17. März 1901, in Kellers Fettsälen, Koppenstr. 29: " Gr. Frühjahrs- Vergnügen Möbel arrangiert von den Parteigenoffen des 4. Wahlkreises. Chern Theater( Strom). Tägl. Sternwarte. Vokal- und Inftrumental- Konzert. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Schiller. Rosmersholm. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der Sieger. Anfang CASTANS Um zahlreiches Erscheinen erfucht Leffing. Flachsmann als Erzieher. PANOPTICUM Thalia- Theater 71% Uhr. Anfang 72 Uhr. Anfang 7 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft.( 2. Teil.) Residenz. Teremtete. Hierauf: Leontinens Ehemänner. Anfang 712 Uhr. Neues. Der Ausflug ins Sittliche. Anfang 7 Uhr. Weften. Der Wahrheitsmund. Anfang 7 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7 Uhr. Thalia. Der Kadetten- Vater. Anfang 71 Uhr. Central. San Toy. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der Kaufmann von Venedig. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 712 Uhr. Carl Weiß. Rabale und Liebe. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Leibalte. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 712 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Des Löwen Erwachen. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten Vorstellung. Die beiden Wenzel. Anfang 7% Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Pafiage Theater." D"-Borstellung. Rosendienstag. Anfang nachm. 3 Uhr. = Paffage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( m Theatersaal) Abends 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Im Hörsaal: Dr. Naß:„ Wein und Alkohol". Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Rosmersholm. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrit Jbsen. Deutsch von A. Bint. Freitagabend 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Sonnabendabend 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Palast- Theater Ein RiesenNen! Neu! Nen! GORILLA aus Yaunde, Hinterland von Kamerun erlegt von einem Deutschen, die grösste zoologische Sehenswürdigkeit des neuen Jahrhunderts. Konzertkapelle la Zarina. Der Germanensaal. Passage- Theater Anfang Sonntags 12 Uhr, Wochentags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe Auftr. d. Ringkämpferinnen nachm. 6 Uhr, abends 10 Uhr. Rosendienstag. 17 erstklass. Nummern. Central- Theater. Dresdenerstr. 72. Heute und folgende Tage: Der Kadetten- Vater. Poffe mit Gef. u. Tanz in 5 Bildern. Anfang 72 Uhr. Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Damen: Milton, Bojé, Wannovius. Jm 5. Bild: Das Ueberbrettl. Pierrot: Emil Thomas. Colombine: Guido Thielscher. Harletin: Hans Juntermann. Morgen und folgende Tage: Der Kadetten- Vater. Apollo- Theater. Gastspiel: Dyas- Rosé- Laszky Billets 25 Pf. Passage- Panopticum Neu! Neu! Singhalesen- Truppe in ihren wunderb. Nationaltänzen. 3 m und 65 Der Mann Riesenbart 5 cm. mit dem Riese Dilkins, 2 m 35 cm. General Boum, der fleinste Mensch der Welt. Entree( inkl. Theater soweit der Raum reicht) 50 Pf. Metropol- Theater Behrenstr. 55/57. Das Komitee. Reichshallen Stettiner Sänger. Neues Programm! Siehe sämtliche Säulen. Secessions- Gesänge Man lebt ja nur einmal. Sanssouci Robert Steidl mit seinem Ueberbrettl Miss Deyo Mörbitz Salerno Wolkovsky. Kasseneröffnung 7, Anf. 8 Uhr. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Kabale und Liebe. Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Anfang 8 Uhr. Große Gesangspoffe in 5 Bildern. Borher: Das neue MärzSpecialitäten- Progr. Anf. 18 Uhr, der Posse 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Freitag: Opern- Gaffspiel: Undine. Dorf und Stadt. Romant. Bauber- Oper in 4 Atten von Mit glänzender Ausstattung: Lorking. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Kindervorstellung, fl. Preise: Dorn: Die Goldgräber Sonntag 72 Opern: Gastspiel, zum letztenmal: Der Troubadour. Montag: San Toy Chinesische Operette in givet Atten. Musik von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: San Toy. Sonntagnachmittag 3 Uhr, zu halben Breifen: Die Geisha. Abends 72 Uhr: San Toy. Cirkus Busch Donnerstag, 14. März, 7% Uhr: Elite- Gala- Abend. Ferner: Auftreten des berühmten amerita nischen Pferdebändigers Profeffor Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Außerdem: Fräulein Martha Mohnke, Schulreiterin, als„ Orientalin" usw. Zum Schluß: 8um 107. Male: Die eiserne Maske. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das Prima- März- Programm! Nur Schlager 1. Nangs! 81/2 Uhr Präcise 81/2 Uhr Die beiden Wenzel. Schwant in 1 Aft von E. Felsch. Le masque de fer. Raabe, früher Schauspieler: Großes historisches Manege- Schaustüd Dir. Richard Winkler. in 4 Atten und 3 Hauptbildern. Brothers Lington in ihren Unter anderm: Die Jagd bis großartigen Leistungen als Excentric in die Cirkuskuppel hinauf. Afrobaten Mac Kean, nen für Sonntag, 17. März, nachmittags Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch Pfeiffer. Nach der Vorstellung: von Stalifornien. Bonutog 7½ Uhr, Lanzkränzchen. Opern- Gastspiel: Undine. Freitag: Dorf und Stadt. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen. Jh.: Max Schindler.- Telephon: Amt IVa Nr. 8002. Seute: Grosser Ball, als Specialität: Cigarren- und Apfelsinen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree fret. Der große Saal nebft Nebenräumen ist am 1. Pfingstfeiertag an Vereine zu vergeben. Max Schindler. [ M] Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Riesen- Walfisch. 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Bollständig geruchloß! Bahnhof Wedding. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Tanz frei. Vereinsbillets gültig. Donnerstag: Wachsfiguren. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. Hirtes Festsäle. Empfehle ich meinen Saal jeden Sonntag an Vereine zu vergeben. Auch größere Vereinszimmer für einige Abende frei. Elisabethkirchstr. 14. auf Teilzahlung J. Ostrowski jun Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reich haltiges Frühstüc von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. sowie Abendtisch à la carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. H.Stramm, Reft., Ritterstr. 123. Kränze, Blumen u. Schleifen, und fowie Palmen empfiehlt billigst * Gr. Frankfurterstr. 1 am Frankfurter Thor. Zichung 28. März und folg. Tage zu Köln a. Rh. 300 000 Loose. Dritte grosse Geld -Lotterie zur Erhaltung des Siebengebirges Loose: 1 Ganzes 4 M.1 Halbes 2 M. Porto u. 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Garderobe. 4/ 12* Freitag, den 15. März, abends 8½ Uhr, bei Buggenhagen ( Moritzplatz): Gr. öffentliche Bersammlung. Wahre und falsche Heilkunde. Referent: R. Gerling( Oranienburg). Alle, welche es mit der Erhaltung und Wiedererlangung ihrer Gesundheit ernst nehmen, sind eingeladen. Die Herren staatlich approbierten Aerzte und Professoren sind besonders eingeladen. Der Einberufer: Mescha. 165 Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis.. ( Südost.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Barteigenoffe, der Kellner Gustav John am 11. d. Mr. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. d. M., nachm. 312 Uhr, vom Trauerhause Waldemarstr. 10 aus nach dem Thomas- Kirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht, 243/10 Der Vorstand. Donnerstag, 14. b. M., abends 1/29 Uhr: + Herren- Vortrag+ Genossenschaftsereis Buch druckerei in Solingen. Ein neues großes Warenhaus. An der Ecke der Großen Frankfurter, Andreas- und Blumenstraße hat die Firma A. Jandorf u. Co. ein drittes Geschäftshaus errichten ( Eingetragene Genossenschaft mit be- laffen, daß dem sonst an monumentalen Gebäuden wenig bedachten Osten zur Zierde gereichen wird. In diesem Brachtbau sind alle Errungenschaften der Neuzeit in technischer und hygienischer Hinsicht zur Anwendung ge schränkter Haftpflicht.) General- Versammlung am Sonntag, den 31. März, nachmittags 6 Uhr, im Lokale des Herrn Karl Ern, Solingen, Kaiserstraße. Tagesordnung: 1. Grflärung über stattgefundene amtliche Revision pro 1899 und 1900. 2. Geschäfts: bericht und Vorlage der Bilanz pro 1900. 3. Beschlußfaffung über Ver: wendung des Ueberschusses.[ 98/19 Der Aufsichtsrat. Achtung! Achtung! Görbersdorfer! im„ Fürstenhof", Köpnickerstr. 137, linter Saal. Thema: Aufklärung über foge: Ehemalige Patienten der Dr. Weikertnannte geheime Leiden und ihre trauschen Heilanstalt werden höft. ersucht, rigen Folgen durch falsche Behandlung. sich zu einer Morgensprache am Referent: H. Müller, Naturheilkundiger. Sonntag, den 17. März cr., vorm. 10 1hr, bei Buste, Grenadier: 185 straße 33, einzufinden. 286/4 Kurbad Magazinstraße 17. Eintritt frei. Verein der Former. Freie Volksbühne. Sonnabend, den 16. März 1901, in Louis Kellers Festsälen, Koppen- Straße Nr. 29: Bur Feier des 38. Stiftungsfeftes Großer Wiener Maskenball. Anfang 9 Uhr. Entree 50 Pf. Die Ballmusit wird von 2 gut besetzten Orchestern ausgeführt. Hierzu ladet Freunde und Kollegen ganz ergebenst ein Der Vorstand. J. A.: W. Friedrich, Schönleinstr. 22. NB. Billets find noch bei sämtlichen Vorstands- und Komitee- Mitgliedern in Empfang zu nehmen. Innungs- Krankenkasse D. O. der Tischler- Innung. Donnerstag, den 21. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15: General- Derlammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Junungsmitglieder. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1900. 2. Wahl des Borstands nach§ 34 des Statuts. In getrennter Wahl sind zu wählen: 6 Borstandsmitglieder von den Vertretern der Kassenmitglieder. 3 Vorstandsmitglieder von den Vertretern der Innungsmitglieder. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Paul Burows Möbelfabrik. 6b 7. Abteilung: Sonntag, 17. März, nachmittags 23 Uhr, im Carl Weiss- Theater: Meister Oelze. 3. Abteilung im Lessing- Theater, nachm. 2% Uhr: La Robe rouge( Die Rächerin). Drama in vier Akten von Eugène Brieux. Deutsch von Dr. A. Berthold. Märzfest Achtung! Achtung! Sonnabend, 16. März, abends 8 Uhr, Brauerei Friedrichshain. Festrede: Herr Wilhelm Bölsche: ,, Der moderne Mensch in der Kunst." Gesang: Frl. Brackenhammer und Herr Gustav Waschow ( Theater des Westens); Frl. Bratszky und Herr Koppel von Wolzogens Buntem Theater. Konzert: Gebrüder Borisch( Violin- und Cello- Virtuosen). Herr Pianist Konzertmeister Georg Vollerthun, Theater des Westens. Recitation: Herr Eduard von Winterstein vom Deutschen Theater. Festmarken a 50 Pf. in allen Zahlstellen. Da nur eine beschränkte Anzahl zur Ausgabe gelangt, empfiehlt sich rechtzeitige Abn ahme. II. Oper( blaue Marken): Sonntag, 24. März, lim Theater des Westens, 23 Uhr( Anfang der Verlosung 2 Uhr): Der Barbier von Sevilla. Der Vorstand. 229/1] Neue Schönhauser Straße 2. In meinem großen Möbelspeicher halte stets eine großartige Aus wahl aller Arten Möbel zum Verkauf. Durch Massen- Einkäufe, Er fparung teurer Ladenmiete 2c. bin ich im stande, ganz bedeutende Vorteile zu gewähren. Ganze Einrichtungen von 150 bis 10 000. Ganz besonders weise ich auf mein großes Lager verliehen gewesener, einfacher, sowie hochherrschaftlicher Möbel hin, welche zu ſehr billigen Breifen abgegeben werden: Nußbaum- oder Mahagoni- Kleiderspinde und Vertikows 36 M., Korridorspinde 22, Muschelkleiderschränke 36, Bettstellen mit Matraße und Keilfiffen 22, französische Muschelbettstelle mit Sprungfeder Matraße und teilkissen 44 M. 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M Eine das dürfen wir uns nicht verhehlen M würden eine Verbesserung nicht nur der äußeren Einrichtungen der Sterbeziffer 32,98, 27,21, 21,00 pro 1000. Es muß indes immer Volksschule, sondern auch ihrer inneren Gestaltung z. B. des Lehr- wieder betont werden, daß es sich hierbei doch nur zu plans fordern, wenn auch sie ihre Kinder in ungefunden und dabei einem Teil um eine wirkliche Verminderung der überfüllten Räumen unterrichten lassen müßten, auch sie ihren Kindern Sterblichkeit handelt. Der Rückgang, der in obigen Zahlen Die der Aufsicht der städtischen Gewerbedeputation bezw. des das Gedächtnis mit einem Uebermaß von Religion belasten lassen hervortritt, ist zum andren Teil zu erklären aus der allmählichen Wenderung der Zusammensetzung der Berliner Magistratskommissars unterliegenden Krankenkassen hatten im Durchmüßten, wie das heute in den Boltsschulen geschieht. Der heutige Bevölkerung nach Alter und Geschlecht in Verbindung schnitt des Jahres 1899( in Klammern die Zahlen für 1898) zu Bustand des Volksschulwesens läßt es selbst manchem von denen, die mit der seit langem beobachteten Abnahme der Geburten in fammen 322 922( 305 483) männliche, 140 860( 132 004) weibliche, im Princip die Volksschule als gemeinsame Vorstufe aller Bildungs- Berlin. Die in der üblichen Weise durch bloße Vergleichung der überhaupt 463 782( 487 487) Mitglieder, und zwar die 56( 56) Orts Krantentassen 244 881( 233 879) männliche, 126 184( 120 631) anstalten wünschen, recht wenig ratsam erscheinen, für ihre Kinder Sterbefälle mit der Gesamtbevölkerung gewonnene Sterbeziffer giebt weibliche, die 38( 32) Betriebs- Stranfenfaffen 54 936( 50 311) die Volksschule in diesem Sinne zu benutzen. Und auch durch den ja überhaupt nur ein mangelhaftes Bild der wirklichen Sterblichkeitsmännliche, 7877( 5597) weibliche, die 19( 19) Jnnungs- Umstand, daß die in der Volksschule vorgebildeten Kinder nicht verhältnisse, namentlich für Großstädte. Krantentassen 22 253( 21 285) männliche, 6265( 5750) weibliche, die einfach wie die Vorschüler in die höheren Lehranstalten versezt Ueber den Schurkenstreich eines Berliner Maurers bringt Gemeinde- Krankenversicherung 852( 8) männliche 584( 36) weibliche. werden können, sondern sich zuvor noch einer Prüfung unterziehen die Deutsche Tageszeitung" folgende Berichterstatter- Meldung:„ Bei Die große Steigerung bei der Gemeinde Krankenversicherung ist müssen, wird die Voltsschule manchem ihrer Freunde verleidet. der Baudeputation des Berliner Magistrats besteht die Gepflogendarauf zurückzuführen, daß die Krankenversicherung auf die im Die Beseitigung der Vorschulen wäre ein Schritt heit, daß die sogenannten Magistratsmaurer mit Bensionsstädtischen Dienst und in städtischen Betrieben beschäftigten Bersonen ausgedehnt worden ist. Diese Bersonen sind zunächst bei zur Erreichung der gemeinsamen Elementarschule für die Wolfs- berechtigung und einem Monatsgehalt von anfänglich 140 m., das auch während der beschäftigungslosen Zeit weitergezahlt wird, aus der Gemeinde Krankenversicherung angemeldet worden. flassen, aber sie wäre genommen wurden von allen Krankenkassen zufammen 11120839 m. eben doch nur ein Schritt. Der zweite Schritt, der dazu notwendig gestellt werden, sobald sie sechs Jahre lang im Wochenlohn zur Bufriedenheit gearbeitet haben. Diese günstige Aussicht stand auch ( 10 366 981 M.) Beiträge und 195 039 M.( 191 149 m.) ist, ist der, daß die Volksschule dann auch wirklich von allen Kindern dem Maurer W. zum nächsten 1. April bevor, doch ist es kurz Eintrittsgelder, d. h. pro Mitglied 23,98 M.( 23,70 M.) bezw. 0,42 m. als Elementarschule benutzt werden müßte. Denn ein Teil der vor der Erreichung des jahrelang erstrebten Ziels durch die niedrige ( 0,44 M.). Die gesamten Einnahmen betrugen 14 132 328. bürgerlichen Streise, und vielleicht kein kleiner, würde nach Aufhebung Gesinnung eines Arbeitskollegen, eines echten Genossen", ( 18 278 458 M.), doch sind hierin auch die durchlaufenden Bosten der Vorschulen zunächst noch den Versuch machen, ihre Kinder vor anders gekommen. W. hatte diesem auf seine Bitten bei der enthalten. Ausgegeben wurden für ärztliche Behandlung den entfeglichen Los der Berührung mit den Kindern des städtischen Bauverwaltung Arbeit verschafft, wurde aber nun fort1 335 195 M.( 1 228 739 M.), für Aranet und sonstige Heil- Proletariats dadurch zu bewahren, daß sie sie in Brivat- Elementar- während bestimmt, mit ihm socialdemokratische Ber mittel 1749 375 M.( 1 521 794 M.), Krankengelder 5 069 486. sammlungen zu besuchen. Er lehnte wiederholt ab, ging ( 4 380 922 M.), Angehörigen- Unterstügung 144 826 W.( 129 540 m.), fchulen vorbilden lassen. Wöchnerinnen- Unterstügung 150 321.( 148 965 M.), Sterbe Die Lösung der Vorschulfrage ist natürlich Sache der schließlich doch auf den Leim und wurde zu seiner größten Ueberraschung schon am folgenden Morgen amtlich verwarnt. Ein gelder 329 720 M.( 274 664 M.), für Verpflegung in Staatsregierung, aber auch die Gemeinden tönnen dazu paar Monate blieb 2. standhaft, dann ging er eines Abends auf Zu Krankenhäusern 1559 768 M.( 1 428 699 M.). Die persön- beitragen. Sie können darauf hindrängen, indem sie an den reden des Kollegen wieder zur socialdemokratischen Versammlung und lichen Verwaltungstoften betrugen 613 713.( 551 634 M.), die städtischen Anstalten die Vorschulen schon jetzt beseitigen. In Berlin war am Wochenschluß entlassen. Der würdige Genosse fächlichen 193 076 m.( 178 138 m.), die gesamten Ausgaben liegen die Dinge gegenwärtig so, daß auf die 25 hier bestehenden und Verführer hatte den W., um sich in deffen Stellung zu drängen, einschließlich durchlaufende Bosten 18 588 027 m.( 12 711 782 M.). höheren Lehranstalten( 4 staatliche und 11 städtische Gymnasien, bei der Verwaltung, verpfiffen"! Er selbst war natürlich den Die Berechnung der Ausgaben pro Mitglied ergiebt fast überall 1 staatliches und 7 städtische Realgymnasien, 2 städtische Ober- Real- Versammlungen ferngeblieben. eine Erhöhung, die bedeutendste beim Krankengeld. Bro MitWenn die Nachricht stimmte, so läge allerdings ein Schurken glieb wurden ausgegeben für ärztliche Behandlung 2,88 M. Schulen, wobei jedoch das Joachimsthalsche Gymnaſium auf Wil- streich vor, dem in seiner Gemeinheit etwa nur der im Agrarierblatt ( 2.80 M.), für Arzenet usw. 8,77 9.( 8,48 m.), Krankengeld mersdorfer und das Prinz Heinrichs- Gymnasium auf Schöneberger geübte Versuch, den Glenden der Socialdemokratie anzuhängen, 10,93 M.( 10,01 m.), Angehörigen- Unterstützung 0,31 m.( 0,30 m.), Gebiet nicht mitgezählt sind) 22 Vorschulen kommen( 4 lönigliche, gleich fäme. Aber vorab glauben wir, daß die ganze Geschichte Wöchnerinnen- Unterstützung 0,32.( 0,34 M.), Sterbegelb 0,71 18 städtische). Ohne Vorschule sind 2 städtische Anstalten, das nichts als eine Ente ist, da der Magistrat von Berlin wenigstens ( 0,63 M.), für Krantenhaus- Verpflegung 3,36 M.( 3,27 M.), Gymnasium zum grauen Kloster und die Friedrich- Werderfche seinen eignen Versicherungen nach dem Grundsay handeln will, daß an persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten 1,32 m.( 1,26 m.) Ober- Realschule; das staatliche Realgymnasium und das die politische Gesinnung oder die Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nieund 0,42 m.( 0,41 M.) Das Vermögen der Raffen betrug staatliche Friedrich Wilhelms Gymnafium haben eine ge- mals einen Anlaß bieten foll, in städtischen Diensten stehende Ende 1899( bezw. 1898) 9563 181 m.( 9 443 505 m.). Die Ver- meinsame Vorschule. Wenn die Stadt mit der Beseitigung Arbeiter zu maßregeln. Müßten doch die kommunalen Betriebe mögenssteigerung belief sich 1899 mir auf 119 676 W., während der Vorschulen voranginge, würden die staatlichen Anstalten bald ſtiäſtehen, wenn die Stadt auf den verrückten Gedanken käme, teine das Vorjahr eine Steigerung um 1028 492 m. gebracht hatte. nachfolgen müssen, da sie sich anders des Ansturms, der dann auf Die Reserve fonds betrugen 8 662 328 M.( 8 666 945 M.). Hier ist ein Südgang Es geht abwärts! Die Geschäftsstockung, die im vorigen um 4617 M. eingetreten, der die paar staatlichen Vorschulen erfolgen würde, nicht erwehren teils durch den Kursrückgang der bon den Kassen zur tönnten. Damit würde wenigstens Berlin gänglich frei von öffent- Jahre für zahlreiche Industriezweige eingetreten ist, hat auch für die Sapitalsanlage benutzten Staats- und Handelsangestellten den Arbeitsmarkt sehr ungünstig be= Sonstigen mündel- lichen Vorschulen. Das wäre, wie gesagt, nur ein erster Schritt, einflußt, da die in vielen Geschäften notwendig gewordenen Betriebsficheren Papiere herbeigeführt worden ist, zum Teil aber aber selbst dieser bescheidene Anfang würde, so weit Berlin in Frage einschränkungen natürlich eine Personalverringerung zur Folge auch dadurch, daß, wie oben ersichtlich, die Ausgaben tommt, bereits von einigem Nuzen sein. Die Wirkungen würden gehabt haben. Die Stellennachweise der kaufmännischen Vereine der Rassen erheblich gestiegen sind. Infolge dieser sehr bald darin zu spüren sein, daß das freisimmige Bürgertum und haben bereits jetzt über eine beträchtliche Zunahme der gahl Mehrausgaben haben nicht nur die Rücklagen zu den Reservefonds die freifinnige Berliner Kommunalverwaltung dem Gemeindeschulder Bewerber und eine gleichzeitige Abnahme der Bahl im allgemeinen nicht in dem wünschenswerten Umfange gemacht werden können, sondern viele Kaffen sind sogar gezwungen gewesen, wefen der Reichshauptstadt mehr Beachtung schenkten und größere der offenen Stellen zu berichten. So wurden bei dem Vers band deutscher Handlungsgehilfen im Jahre 1900 uur 13 818 offene zur Dedung der laufenden Ausgaben ihre Re- Fürsorge zu teil werden ließen, als das bisher geschehen ist. ferbebestände anzugreifen. Die Erhöhung der Ausgaben Stellen gemeldet, gegenüber 14 344 Meldungen im Jahre 1899. Socialdemokraten zu beschäftigen! wir in unfrem Bericht über eine Verhandlung des Ober- Verwaltungsgerichts in der Nummer 38 vom 14. Februar d. J. erwähnt. Der Bimmerer Th. Fischer erhielt eine polizeiliche Verfügung, durch welche ihm aufgeben wurde, gemäß§ 2 des Vereinsgesetzes die Sagungen des Kartells sowie ein Mitgliederverzeichnis einzureichen. Fischer fügte sich dieser Aufforderung nicht, betrat vielmehr durch seinen Rechtsbeistand, den Rechtsanwalt Dr. Heinemann, den Rechtsweg. Das Ober- Berwaltungsgericht hat zu Gunsten Fischers entschieden. Die Gründe des Urteils, welche jezt vorliegen, sind von großer principieller Bedeutung, weshalb wir einiges daraus mitteilen. Das Ober- Verwaltungsgericht fagt: ist in erster Linie zu erklären aus der im Jahre 1899 eingetretenen Ein sehr schlechtes Verständnis für die Stellung der Dagegen wandten sich im Jahre 1900 14 245 Stellungsuchende an beträchtlichen Zunahme der Ertrankungen und Arbeiterschaft zur Kirche scheint man in der Landes- Versicherungs- den Nachweis, 1899 nur 13 228. Bermittelungen kamen 1900 nur Sterbefälle, worüber wir bereits in Nr. 247 vom 23. Ottober anstalt Berlin zu haben. Von magistratsoffiziöser Seite liegt uns 4192 mal zu stande, während 1899 noch 4378 Vermittelungen ausb. J. berichtet haben. folgender Bericht vor:" Im Ausschuß der Landez- Ver- geführt worden waren. ficherungsanstalt fanden am Mittwoch Verhandlungen statt, Gewerkschaftskartell und Polizei. Daß nach der AnDer Etatsausschuß der Stadtverordneten- Versammlung die für weite Kreise von großem Jnteresse sind. Der Heil- ficht des Ober Verwaltungsgerichts das Gewert. erledigte in seiner gestern abgehaltenen Sigung ohne wesentliche Stättenbau, den die Landes- Versicherungsanstalt in Beelitz aus- fchaftstartell für Berlin und Umgegend als ein Verein nicht Debatte und ohne Aenderungen die Etats für Waisenpflege, führt, geht seiner Vollendung entgegen. Der Vorstand hatte anzusehen ist, daher Statuten nicht einzureichen braucht usw., haben Unterbringung verwahrloster Kinder, Arbeitshaus, deshalb dem Ausschuß eine Vorlage unterbreitet, die die BefrieObdach, Gehälter der Magistratsmitglieder und Ver- digung des gottesdienstlichen Bedürfnisses der Genesenden usw. zum waltung der Bureaudienstgebäude. Im Etat der Bart. Gegenstand hatte. Für den evangelischen und katholischen Gottesund Gartenverwaltung wurden die als erste Rate zur dienst sollte ein gemeinschaftliches Gotteshaus errichtet werden, Regulierung der Straße Unter den Linden verlangten 35 000 m. während für die nur geringe Zahl der jüdischen Pfleglinge ein begestrichen, weil die Erledigung der Angelegenheit in diesem fonderer Raum im Verwaltungsgebände bereit gestellt werden follte. Jahre nicht mehr zu Bu längerer Debatte Die Errichtung eines besonderen Gotteshauses fand bei den Vertretern gab die vom Genossen Dr. Freudenberg aufs nene an- der Arbeiter die lebhafteste Opposition. Der Vorfigende des Vorstands geregte Frage der Unentgeltlichkeit der Desinfektion Anlaß, Direttor Dr. Freund begründete eingehend die Vorlage; er wies Sie im öffentlichen Interesse dringend notwendig sei. Der darauf hin, wie er selbst auf einem religiös durchaus liberalen Magistrat und auch die Majorität des Etatsausschusses erklärten Standpunkt stände, wie aber gerade diese liberale Gefimmung ihn zu sich aus den bekannten Gründen gegen die angeregte Reform. jener echten und wahren Toleranz führe, die jeden nach seiner Façon Zu einem Verein im Sinne des Vereinsgefeges gehört eine Mehr Dr. Freudenberg verlangte auch eine regelmäßige Desinficierung der selig werden lasse. Die Bedürfnisfrage, auf die es allein hier an- zahl physischer Personen als Vereinsmitglieder. Das Vereinsgeset Kranten Transportwagen, die jezt aus Mangel an ge- tomme, fei unbedingt zu bejahen. Es handle sich um zu- bezweckt die Verhütung eines Weißbrauchs des allen Preußen, also nügender Kontrolle in sehr vielen Fällen unterbleibt. Der Redner meist schwerkrante Pfleglinge, die in religiösen Fragen viel physischen Personen gewährleisteten Versammlungs- und Ver bemängelte dann noch die Gehaltssäße der Desinfektoren und die fa ch anders dächten, alg in ben gefunden einigungsrechts. Somit bleibt zu prüfen, ob das Gewerkschaftskartell als nicht angemessene Behandlung der Angestellten durch den Anstalts- Tagen. Auch kommen in Betracht die weiblichen Pfleg- eine Vereinigung physischer Bersonen angesehen werden kann. In leiter. Beim Etat der Heimstätten wies Dr. Freudenberg nach, linge und bas mehr als hundertföpfige Personal. Wenn einem früheren ähnlichen Fall hat das Ober- Berwaltungsgericht bereits daß die vorhandenen Anstalten dem Bedürfnis in feiner Weise ge- andre Anstalten sich zumeist mit der Abhaltung des Gottes- ausgesprochen, daß die Delegierten der einzelnen Gewerkschaften nügen und daher die Wartezeit der Patienten viel zu lange dienstes im Speisesaal begnügten, so sei dies aus Mangel an zusammen feinen Berein bildeten, wenn zwischen den Abgeordneten währe. Für die Kosten der öffentlichen Impfung werden Blaz und aus Sparsamkeitsgründen zurückzuführen. Wenn aber die fein rechtliches Band begründet worden ist, wenn sie vielmehr nur 28 900 M. gefordert. Dr. Freudenberg regt an, ob nicht Landesversicherungs- Anstalt Berlin viele Millionen für eine Heil- in rechtlichen Beziehungen zu den Gewerkschaften stehen, von denen die Bahl derjenigen Kinder, die zu einem bestimmten stätte ausgebe, so müsse sie auch 50 000. für ein Gotteshaus sie abgeordnet sind, nicht unter sich. Hieran ist festzuhalten. Ohne Termin zur Impfung bestellt werden, verringert werden könnte. übrig haben, Dr. Freund warnte schließlich die Vertreter der Ar- irgend eine wechselseitige persönliche Rechtsverbindung der Delegierten Bei der auch heut noch großen Zahl der Impfgegner habe die Ber beiter eindringlichst davor, Parteipolitit zu treiben. unter einander läßt sich ein Verein nicht annehmen. Gine waltung die Verpflichtung, für möglichste Erleichterung der Impfung Der Vorsitzende des Ausschusses, Generaldirektor Kommerzien solche Verbindung also ist vorliegend nicht gegeben. Die von den zu sorgen. Auch hier war sowohl der Magistrat wie auch die Mehr- rat Richard Röside schloß sich durchaus diesen Aus einzelnen Gewerkschaften gewählten Delegierten können vielmehr in heit des Ausschusses der Meinung, daß schon jetzt alles aufs beste führungen an und trat auch seinerseits aufs Wärmste Bezug auf das Gewerkschaftskartell nur als Vertreter der Gewerkeingerichtet und eine Verbesserung überhaupt nicht mehr möglich sei. für die Vorlage ein, während die Arbeiter auf ihrem ablehnenden schaften angesehen werden. Daß die Delegierten in eine perfön Jm Specialetat für Geschäftsbedürfnisse ist die Mit Standpunkt beharrten und schließlich auf eine Provokation des liche rechtliche Verbindung zu einander treten, erhellt in keiner Weise. teilung enthalten, daß eine Umgestaltung des städtischen Dr. Freund erklärten:„ Wir wollen eben teine Stirchen Wenn auch die Delegierten in den Kartellversammlungen erklärt Bibliothekwesens angebahnt werde. Auf Anfrage des Ge- bauen." Bei der Abstimmung waren die Arbeitgeber geschlossen haben, sie verpflichten sich, in ihren Gewerkschaften für Unterstützung nossen Bruns erwiderte der Magistrat, daß eine entsprechende dafür, die Arbeiter geschlossen dagegen. Damit war die der Töpfer, der ausgesperrten Formstecher, der Solinger Vorlage in allerfürzester Zeit an die Stadtverordneten Vorlage mit Stimmengleichheit durch die ausschlaggebende Stimme Gewerkschaften zu forgen und ähnliches, so ist doch auf Grund Versammlung gelangen werde. Für die kommunale Unfall des Vorsitzenden St. Röside angenommen. Seit Bestehen dieser Vereinbarung der Delegierten über ihr Berhalten in einzelnen versicherung werden 1000 m. verlangt. Bruns ersuchte bei der Anstalt ist dies der erste Fall, daß sich bei der Abstimmung, Beziehungen nicht schon anzunehmen, daß die Delegierten durch dieser Position den Magistrat, die im Dienste der Stadt verunglückten Arbeitgeber und Arbeiter geschlossen gegenüberstanden." Uebergabe gegenseitiger Verpflichtungen einen Verein unter sich geArbeiter nicht nur mit der Rente abzufinden, sondern sie, soweit sie Den höfischen Ansichten über die Notwendigkeit forcierter Kirchen- bildet hätten. Noch weniger wie die Delegierten der einzelnen Genoch erwerbsfähig feien, auch weiter zu beschäftigen, wie dies jeder bauerei mag das Abstimmungsresultat Rechnung tragen; feineswegs wertschaften, kann man endlich die Mitglieder des Ausschusses von anständige Unternehmer thue. Auf eine Anfrage teilte der Magistrat harmoniert es aber mit dem Fühlen und Denken der erdrückenden 5 Personen, der in einer Kartellversammlung auf ein Jahr gewählt mit, daß über die Säuglingssterblichkeit das statistische Mehrheit der Berliner Arbeiterschaft. Denn diese meint es wird und die Geschäfte des Startells leitet, als Mitglieder des GeMaterial zusammengestellt werde, damit es der Stadtverordneten mit dem Grundsaß, daß Religion Privatsache sein soll, werkschaftsfartells betrachten, denn der Ausschuß ist ein Organ des Versammlung unterbreitet werden können. ehrlich und verwirft daher fonsequent die Verwendung öffentlicher Gewerkschaftstartells, nicht das Kartell selbst. Die Mitglieder Mittel zur Befriedigung der in diesem Fall offenbar taum vors des Ausschusses treten nur kraft des ihnen erteilten Aufhandenen religiösen Bedürfnisse. Das Bertrauen zu den öffent- trags zusammen und bilden darum auch unter sich keinen lichen focialen Einrichtungen ist durch den unter folchen Umständen Verein. Das Gewerkschaftskartell ist daher in Uebereinstimmung herbeigeführten Kirchenbau- Beschluß unter der Arbeiterschaft wohl mit einer Entscheidung des Kammergerichts für einen Verein nicht taum gefördert worden. anzusehen und es muß deshalb das Verlangen einer Einreichung ist durch die von unsrem Genoffen Bruns im Etats ausschuß der Stadtverordneten Versammlung gegebene AnVom Rückgang der Sterblichkeit in Berlin. Die Berliner des Statuts und des Mitglieder- Verzeichnisses für ungerechtfertigt erklärt werden. Die Befugnis der Ortspolizei- Behörde betreffend regung von neuem Gegenstand der öffentlichen Erörterung geworden. Sterbeziffern find, in gleicher Weise wie die Geburtenziffern, die einzelnen Gewerkschaften werden natürlich dadurch nicht berührt. Ueber den Wert der Vorschulen gehen die Ansichten der Bädagogen in dem neuesten Jahrgang des Statistischen Jahrbuch Auch bleibt der Ortspolizei- Behörde gegenüber dem Organ des auseinander. Die Lehrer der höheren Lehranstalten erklären sie viel bis 1898 zufammengestellt. für Eine Sterbeziffer von geradezu wenn sie eine Auskunft zur Erteilung ihrer Obliegenheiten bedarf. Gewerkschaftskartells das allgemeine Recht der Auskunftserteilung, fach immer noch für unentbehrlich, aber eigentlich nur mit der entfeßlicher Höhe hatten die Jahre 1806-1809. Zu diesen Begründung, daß die Vorschulen die Kinder namentlich für den vier Jahren starben 45,5, 45,0, 51,1 46,4 pro 1000 Bersonen der Die städtischen Realschulen, gegenwärtig 12, wurden zu fremdsprachlichen Unterricht zwedentsprechender vorbereiten als die durchschnittlichen Bevölkerung. Später blieb die Sterbeziffer fast stets Beginn des laufenden Winterhalbjahrs 1900/01 von 5332 Schülern Volksschulen. Die Volksschullehrer hassen die Vorschulen, weil sie unter 40 pro 1000 und oft unter 30 pro 1000. Ueber 40 ging sie besucht. In den letzten Jahren war auch hier eine Abnahme der in ihnen ein startes Hindernis jeglicher Berbesserung 40,44), über 30 zum legtenmal im Jahre 1883( 80,27). Jm der Winterhalbjahre 1897/98, 1898/99, 1899/00 von 5293, 5250, nur noch in den Epidemiejahren 1866 und 1871 hinaus( 41,62 und Schülerzahl beobachtet worden. Die Realschulen waren zu Beginn der Wolksschule erblicken. Jahre 1898 ties das Verhältnis der Gestorbenen zur Gesamt- 5188 Schülern besucht worden. Im Winter 1900/01 ist nun Es fann in der That teinem Zweifel unterliegen, daß die Bolts- bevölkerung mit nur 18,25 pro 1000 den niedrigsten Stand auf, der wieder eine Zunahme des Befuchs eingetreten, um 144 Schüler, schule sehr bald ein Gegenstand lebhafter Fürsorge der bürgerlichen bis dahin beobachtet worden ist. Daß die Sterbegiffer besonders wovon allein 49 und 43 anf auf die die 4. beztv. 10. Realschule Slaffe werden müßte, wenn sie die gemeinsame Elementar in den legten Jahrzehnten sehr bedeutend gefunten, zeigen( Dieftelmeyer bezw. August Straße) kommen. Die Zunahme fchule für alle Schichten der Bevölkerung würde. recht anschaulich die folgenden Zahlen. In den drei 10jährigen der Gesamtzahl ist um so bemerkenswerter, da die Zahl Darüber find fich alle Voltsschullehrer einig. Die bürgerlichen Streife Berioden 1869-78, 1879-88, 1889-98 war die durchschnittliche der auswärtigen Schüler ber Berliner Realschulen, die Tokales. Die Vorschulfrage " " = Gerichts- Beitung. " fich zu Beginn der Winterhalbjahre 1897/98, 1998/99, 1899/00 auf! Selbstmord verübt hat der Katinenwirt des 2. Bataillons privaten Arbeitgebern und Arbeitern freistehe. Hierzu ist zu bemerken, daß 534, 499, 420 gestellt hatte, auch bis zum Winter 1900/01 weiter des Eisenbahn- Regiments Nr. 2, der 42 Jahre alte Gastwirt Viertel. der Arbeitsnachweis des Feuerwerkslaboratoriums für einen Teil der heruntergegangen ist, auf 394. Die auswärtigen Schüler bildeten 2. hatte sich am 5. d. Mts. nachmittags aus der Kaserne in der Arbeiterschaft nicht in Betracht kommen kann, weil in dessen Liſten 1897/98 über 10 Proz. aller Realschüler, gegenwärtig bilden fie nur General Papestraße entfernt. Beim Fortgehen äußerte er zu einem solche Personen nicht eingetragen werden, die der socialdemokratischen noch knapp 7/2 Prog. Die meisten Auswärtigen hat übrigens Bekannten, daß er beabsichtige, rüdständige Steuern zu zahlen und Partei angehören, hierzu werden auch diejenigen Arbeiter gerechnet, immer noch die 3. Realschule( Stegligerstraße), 92 unter überhaupt sich dann erhängen wolle. Seit diefer Beit war der Kantinenwirt welche Mitglieder von Fachvereinen sind. Ueber die Zugehörigkeit 461 Schülern dieser Anstalt; die wenigsten hat, wie bisher, die verschwunden. Gestern abends bemerkte ein auf dem Terrain der der Arbeiter zu derartigen Vereinen giebt die Polizei auf Ersuchen 8. Realschule( Rheinsbergerstraße), 6 unter 415 Schülern. Hasenheide patrouillierender Gendarm an einem Baum hängend die der Fabrikdirektionen Auskunft(!). Zu dem ablehnenden Standpunkt In der Baugewerkschule wurden im Schuljahr 1899-1900 Reiche eines Mannes, in welchem der verschwundene Viertel erkannt des Magistrats werden die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sizung in 16 Atlassen 390 Schüler unterrichtet; von diesen besuchten die wurde. V. hat den Selbstmord vermutlich in einem Anfall von Stellung nehmen. Schule im Sommer 123, im Winter 267. Dem Berufe nach waren Geistesgestörtheit verübt. Schöneberg. Zum befoldeten Stadtrat wurde von der 318 der Schüler Maurer( 200 Gesellen, 118 Lehrlinge), 69 ginimerer Ausbrüche des ,, Patriotismus". Hiefige Blätter berichten: Stadtverordneten- Beriammlung der bisherige Magistratsassessor ( 52 Gesellen, 17 Lehrlinge) und 3 Steinmeze. 54 Schüler erhielten zu ergernis erregenden Auftritten kommt es, so berichtet man uns, Dr. Wölt gewählt. Zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden eine halbe und 11 eine ganze Freistelle. Von den Schülern hatten fast täglich um die Mittagszeit im ustgarten, wenn die Kapelle des Gewerbegerichts wurde der Stadtv. J. Fröhlich, ihre Schulbildung erworben: an höheren Lehranstalten 137, an Real- des Regiments, welches Wachen bezieht, vor dem Denkmal Friedrich zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Stadtv. Ebeling und Gemeindeschulen 239, an Dorfschulen 14. Der Unterricht an Wilhelms III. fonzertiert. Die neben der ausziehenden Schloß gewählt. der Baugewerkschule wurde von dem Direktor, 37 Lehrern und einem wache hermarschierende Menschenmenge, die zum großen Teil aus Arzte erteilt. Bon den Lehrern waren 19 Techniker, 14 Lehrer, den bekannten zweifelhaften Elementen besteht, bildet auch das 3 Maler und 1 Bildhauer von Beruf. Der Arzt erteilte Unterricht Hauptkontingent der Zuhörer bei diesen Konzerten. Anstatt nun im Samariterdienst. ruhig der Militärkapelle zu lauschen, treiben jene Rowdies allerlei Schwindler, Simulant oder Geisteskranker das war die Der Sommer Fahrplan der Eisenbahndirektion Berlin Unfug und stören dadurch das andre Publikum, welches den Konzerten Frage, mit der sich die erste Strafkammer des Landgerichts I gestern ift soeben im ersten Entwurf erschienen. Er bringt, wie beiwohnt. Infolge dieses Treibens muß die Polizei fast täglich Ver- in einer Anklage gegen den Agenten Kruska zu beschäftigen hatte. wir bereits angekündigt haben, für den Stadt und Ring- haftungen vornehmen, was z. B. gestern mittag in fünf Fällen ge- Der Angeklagte ist anscheinend von der Großmannsjucht befallen. bahn- Verkehr feine wesentlichen Aenderungen. Lediglich die schah. Die Ruhejtörer wurden durch Kriminalbeamte festgenommen, Er war nach etwas abenteuerlichem Leben in der VersicherungsAnfangs- und Endzüge sind etwas vermehrt. Als Südring" die fich unter die Zuhörer gemischt hatten. branche thätig gewesen und gründete plöglich, obgleich er gänzlich wird jetzt der gesamte Verkehr Potsdamer Bahnhof- Rigdorf- Stadtbahn- Halensee- Potsdamer Bahnhof in beiden Richtungen auf ein etwa drei Monate alter se na be. Ein Kriminalbeamter hörte Bank". Obgleich er hier nur in Schlafstelle lag, hatte er die Im Polizeipräsidium ausgesetzt" wurde heute vormittag mittellos war. selbständig die Ostdeutsche Versicherungsgeführt. Nen aufgenommen ist die Station Papeſtraße. Die Nord- um 11 Uhr vor der Thür eines Zimmers der Abteilung V im Erd- Dreistigkeit, um Genehmigung zum Betriebe der Versicherungsanstalt Südringzüge Weißenfee- Westend- Potsdamer Bahnhof und zurück geschoß( Eingang Portal III) ein Kindergefchrei und fand beim Nach bei dem Regierungspräsidenten und dem Polizeipräsidenten einfind in den Fahrplan des Südrings mit aufgenommen. Nur Sonn- fehen den Knaben, der in ein rotes Umschlagetuch eingewickelt war, zukommen. Er scheint dies aber nur gemacht zu haben, um der ta gs gefahrene Nord- Südringzüge werden besonders aufgeführt. Im vor der Thür liegen. Der Kleine war mit einem Wickelband, ganzen Sache einen gewissen behördlichen Anstrich zu geben. Er hat Vorortverkehr ist wieder in umfassendem Maße für den Somn Barchentwindeln und einem Barchentjäckchen bekleidet. Er wurde sich dann Prospekte drucken lassen, ebenso Briefbogen mit der Uebertags- Berkehr gesorgt. Für den Verkehr zwischen der Stadtbahn und durch einen Kriminalbeamten nach dem Waisenhaus in der Alten schrift Ostdeutsche Versicherungsbant", einem großen Wappen und Potsdam ist ein besonderer Sonntagsfahrplan diesmal nicht mehr Jakobstraße gebracht. dem Zusatz unter Staatsaufsicht". Gleichzeitig erläßt er in der vorgesehen. Die Zahl der Züge ist von 13 auf 14 täglich vermehrt. Ostdeutschen Preffe", der„ Danziger Zeitung", dem„ Braunschweiger Im übrigen sind die Tagverschiebungen im Vorortverkehr nur unbe- Straßensperrung. Die Kleine Auguststraße wird zur Aus- Stadtanzeiger" u. a. Annoncen, in denen er Personen zur Ueberdeutende. Wesentliche Aenderungen bringt nur der führung von Sanalisationsarbeiten bei dem Grundstück Nr. 5 vom nahme von Generalagenturen suchte. Darauf meldete sich ein Herr Fernverkehr. Der Zuruszug 13 nach Budapest wird 35 Minuten 14. bis zum 16. d. M. für den Wagenverkehr gesperrt. zur Uebernahme einer Generalagentur für die Provinz Bosen und später gelegt. Er verkehrt jezt: Charlottenburg ab 741, Friedrich- Fenerbericht. Gestern abend brach Bülowstr. 86 in einer dieser erhielt von dem Angeklagten eine Zuschrift mit den näheren straße 800, Schlesischer Bahnhof 810. Zehn Minuten später als bisher Weinstube ein kleines Schadenfeuer aus, das die Wehr kurze Zeit Bedingungen und dem Hinweis auf eine zu stellende Kaution. Das verkehrt der Luruszug 11 nach Warschau, der nur einmal in der beschäftigte. Ein Kellerbrand mußte Alte Jakobstr. 47 abgelöscht Schriftstück enthielt die gröbsten orthographischen Fehler und die Woche, am Freitag, abgeht. Er geht von der Friedrichstraße 848 werden. Verschläge mit Inhalt, seisten und Verpackungsmaterial Bedingungen waren so eigenartig, daß der Schwindel ohne vom Schlesischen Bahnhof 907. Nahezu 2 Stunden später hatten hier Feuer gefangen. Kurzschluß in der elektrischen Lichtleitung Weiteres zu Tage trat und zu einer Anzeige bei dem Berliner gelegt wird der Schnellzug 53 der Schnellzug 53 nach Posen bisher lag einer Alarmierung nach Beuthstr. 8 zu Grunde. Vom öffent- Polizeipräsidium Beranlassung gab. Der Angeklagte wurde feſtbon Charlottenburg 1233 abging. abging. Er verkehrt jetzt: ab lichen Melder Stoloniestr. 42 lief eine undeutliche Meldung ein, wes- genommen und es wurde festgestellt, daß in einer ProvinzCharlottenburg 223, ab Zoologischer Garten 230, ab Friedrich- halb die 1. Compagnie sämtliche öffentlichen Melder der betreffenden ftadt ein Versicherungsagent, der die ganze Sache ernsthaft auffaßte, Straße 245 ab Alexanderplatz 251, ab Echlesischer Bahn- ginie abfuhr, um den vorhandenen Fehler aufzufinden. sich schon in emfiger Thätigkeit befand, um Versicherungsluftige zu hof 3 Uhr. Auch der Personenzug 225 wird 5 Minuten später, werben. In einem früheren Termin hatte der Angeklagte behauptet, daß er nicht recht bei Sinnen jei, er machte aber den Eindrud eines dreiſten Simulanten und der Gerichtsarzt, Privatdocent Dr. Puppe wurde beauftragt, den Angeklagten zu beobachten. Dabei ergab sich dem folgendes: Der Angeklagte ist 1898 zum Militär ausgehoben worden und in ein Trainbataillon eingetreten. Schon nach wenigen Wochen desertierte er und schrieb dann an seinen Feldwebel, damit dieser ihm seine Sachen schicke". Er erklärte in dem Briefe, daß er ausgerückt sei, weil ihm die Pferde zu hoch seien und er zu oft herabfalle". Er wurde natürlich sehr bald wieder festgenommen, in die die zweite Klasse des wegen Desertion verurteilt und Bei der Abbüßung der Strafe Soldatenstandes veriezt. zeigte er dann plößlich ein sonderbares Benehmen: er fegte den Strohsack an die Thür, hielt demselben längere Reden, sprach von seiner verfaulten Lunge, wollte Gespenster sehen 2c. 2c. Man hielt ihn aber zuständigerseits für einen dreisten Simmulanten und er wurde wegen Simulierens zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Bei der Abbüßung dieser Strafe stellten sich doch Bedenken bezüglich des Geisteszustandes heraus, der Angeklagte wurde der psychiatrischen Klinik der Universität Halle überwiesen und hier wurde festgestellt, daß er zwar start simuliere, aber doch entschieden geistestrant sei. Herr Dr. Puppe stellte sich auf Grund seiner eignen Beobachtungen auf denselben Standpunkt und erklärte den§ 51 des Strafgesetzbuchs auf den Angeklagten für anwendbar. Dies hatte die Folge, daß der lettere freigesprochen werden mußte. gefindel" mit dem Emanuel Reicher- Ensemble zur Aufführung. Das Preisgericht der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder über den besten populären Vortrag hat sich dieser Tage unter dem Vorsiz des Herrn Geheimrat Dr. Pistor konstruiert und wird vorausfichtlich seine Arbeiten im Laufe des Monats Mai beenden. Aus den Nachbarorten. Steglitz. Sonnabend findet im Lokal von Schellhase, Ahornstraße 15, ein Familienabend des Socialdemokratischen Wahlvereins ftatt. Entree 30 Pf. Billets find im Lokal von Schellhase und beim Genossen Sudrow zu haben. ab Charlottenburg 230 usw., abgelassen. Der Schnellzug 5 nach Die Neue freie Volksbühne bringt am Sonntag, den 17. und Breslau wird 19 Minuten später gelegt, damit ihn der beschleunigte 24. März, im Thalia- Theater Wolzogens Tragikomödie„ Das Lumpen Morgenschnellzug von Hamburg noch rechtzeitig erreicht. Er geht bon Charlottenburg 421, vom Zoologischen Garten 428, von der Friedrichstraße 443, vom Alexanderplatz 450, vom Schlesischen Bahnhof 458. In der Ankunft der Fernzüge in Berlin ändert sich nichts Das Verhältnis zwischen der Kriminalpolizei und den Pfandleihern wird sich fünftig ganz anders gestalten, als es bisher war. Die Pfandleiher können, wenn sie wollen, der Kriminalpolizei in der Bekämpfung der Verbrechen gegen das Eigentum wesentliche Groß- Lichterfelde. Morgen, Freitag, abends 8 Uhr, findet im Dienste leisten. Seit Jahren besteht daher die Einrichtung, daß sie Saale des Herrn Pagel, Chaussee str. 104, eine öffent regelmäßig Verzeichnisse der gestohlenen Sachen erhielten, sobald die liche Protest Versammlung gegen den von seiten der Anzeigen bei der Kriminalpolizei eingingen. Sie selbst sollten hiesigen Grundbefizer- Vereine bei der Gemeindevertretung gestellten dadurch auch vor dem Ankauf unrechtmäßig erworbenen Guts Antrag auf Verschlechterung des Kommunal- Bahl gewarnt werden. Viele Pfandleiher lassen aber die Verzeichnisse rechts statt. Der Protest gilt dem Bestreben der Hausagrarier, ganz unbeachtet und nehmen, was man ihnen anbietet, ohne die Bodenfpetulanten und deren Hintermänner, die wenigen Rechte der Herkunft zu prüfen, wenn mir der Verpfänder ein ausreichendes Arbeiterklasse auf kommunalem Gebiete mit Hilfe der GemeindeLegitimationspapier vorweisen kann. Stellt sich dann später heraus, vertretung, die man als Vorspann benutzen zu können glaubt, noch daß die Sachen gestohlen sind, so entschuldigen sie sich damit, sie mehr zu beschneiden. hätten sie im Verzeichnis übersehen. Schaden konnten sie sich dabei bisher nicht zuziehen, da der Bestohlene die Pfänder auslösen mußte, wenn er fein Eigentum wiederhaben wollte. Anders wird das nun durch das neue Bürgerliche Gesetzbuch.§ 1007 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bestimmt, daß den Pfandleihern derartige Pfänder, die aus Diebstählen 2c. herrühren, von der Kriminalpolizei weg- Friedrichshagen. Die nächste Versammlung des Arbeitergenommen und ohne Entschädigung den Eigentümern zurückgegeben Bildungsvereins findet am Sonnabendabend 9 Uhr statt. werden können. Ausgenommen sind die öffentlichen Leihanstalten, in Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:" Chinesische Berlin also nur das fgl. Leihamt. Diese Bestimmung soll der Weisheit." Hehlerei vorbeugen. Erhöhung der Teltower Kreissteuer. Eine unangenehme Die deutschen Boxer." Winter"-Postkarten mit Ab- Ueberraschung ist den Steuerzahlern des Kreises Teltow bereitet bildungen der Mordscene in einem Keller werden jetzt in Maffen worden: Laut Bekanntmachung des Vorsitzenden des Kreisausschusses in Berlin anläßlich des Jahrestags der Mordthat vertrieben. Die Landrat v. Stubenrauch wird die Streissteuer nach dem Vorziemlich roh hergestellten Starten tragen die Inschrift:„ Gedenket des anschlage für das Rechnungsjahr 1901/1902 von bisher 36 Proz. auf 11. März 1900. An diesem Tage fiel der Gymnasiast Winter in 40 Broz. erhöht; es werden je 40 Proz. Zuſchläge zur Staats- Welzen, gut D.- Str.| 15,65| 15,64 kartoffeln, neue, D- Ctr. einkommen und fingierten Einkommensteuer sowie zur Grund- und Konitz dem Schächtmesser zum Opfer. Achtet also auf Entre Ge- Gebäudesteuer und zur Gewerbesteuer der Klassen I und II erhoben. schwister, die da ledig find; Schüßet Eure Kinder!" Diese steuerliche Maßnahme trifft besonders diejenigen Vorort Die Bahnhofsbauten der Untergrundbahn am Potsdamer gemeinden recht empfindlich., in deren Gemeindesteuerzuschlägen die Blah bieten, des Grundwassers wegen, erhebliche Schwierigkeiten. Streissteuer schon mit enthalten ist, und die ihren Gemeindehaushalt Da das Einrammen von Spundwänden wegen der Lage des Bahn- sowie den Steuersatz für das neue Steuerjahr bereits definitiv hofs zwischen den Häusern der Köthenerstraße und der Potsdamer unter Zugrundelegung einer 35 prozentigen reissteuer festgestellt Bahn unmöglich ist, erfolgt die Beseitigung des Grundwassers durch haben, also nunmehr auf Deckung des beträchtlichen Mehrs an Auspumpen. Zwei Reihen von 30 Meter weiten Rohrbrunnen sind Streissteuern finnen müssen. Für die Gemeinde Groß- Lichterfelde in Abständen von etwa 10 Metern in die Tiefe gesenkt und handelt es sich beispielsweise dabei um die nachträgliche Aufstehen durch Röhrenleitungen mit Pumpen in Verbindung, bringung von ca. 16 000 m2. Bie es heißt, ist die naheliegende welche durch Lokomobile getrieben werden. Sind die Ab- Vermutung, daß die Erhöhung der Kreissteuer um ein Neuntel des wässer durch die Röhren abgeleitet, geht man daran, die bisherigen Sages durch die Aufwendungen für den Teltow Einschnitte für die Tunnelwände auf beiden Seiten herzustellen. So- Kanalbau notwendig geworden sein möchte, nicht zutreffend, dann wird die Tunnelwand zunächst als einzelner Pfeiler zwischen denn diese Kosten werden aus der Anleihe bestritten; vielmehr foll den sogenannten Versteifungshölzern ausgeführt und später selbst zur man es hier mit den finanziellen Nachwirkungen des Ausscheidens Versteifung der Baugrube mitverwendet. Erst nach Fertigstellung der der beiden großen steuerfräftigen Gemeinwesen Schöneberg und Tunnelwände wird der Boden zwischen den beiden Wänden aus- Rigdorf zu thun haben. gehoben und die Tunnelsohle abgeglichen. Zum Schutz des Tunnels Wegen Beleidigung der katholischen Geistlichkeit wurde Der ehemalige Prediger Wolfsdorf vom Landgericht Na umburg zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte soll die Beleidigung nach der Angabe eines Gendarmen in einer im Juli v. J. in Loigsch bei geiß einberufenen Versammlung begangen haben. Der Staatsanwalt hatte 9 Monate beantragt. Marktpreise von Berlin am 12. März 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Gerfte, gut Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7. 51,60 120 mittel gering " " Roggen, gut mittel 15,63 15,62 15,61 15,60 14,30 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch 1,30 1" " 1,60 1,20 " " " 1,80 1. gering " " 1,60 1, 15,60 14,80 2,60 2, " mittel 14,70 13,90 Gier 60 Stüd 5,20 3, " gering " 13,80 13,10 Karpfen 1 kg 2,20 1, 15,90 15,40 2,80 1,20 15,30 14,80 " 2,50 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 3,- 1,20 1,20 0,80 † Hafer, gut mittel gering Nichtstroh Hen Grbfen Speisebohnen Linsen *) ab Bahu. " Aale Bander 14,70 14,20 Hechte 6,82 6,50 Barsche 7,70 5,20 Schleie 40,- 25,- Bleie 45, 25,- Krebse 70,- 30, †) frei Wagen und ab Bahn. per Scot 12, 3, gegen das Eindringen des Grundwassers dienen mehrere Lagen von mit der Baukommission den Bau eines Armenhauses. Die die Preise für Weizen und Roggen nach gestrigem stärkeren Preissturz heute Asphaltholz. Produktenmarkt vom 13. März. Getreide. Die Tendenz des Lichtenberg. Der Gemeindevorstand beschloß im Einverständnis Getreidemarkts neigte infolge der Schiffahrt zur Abschwächung, wenn auch ziemlich unverändert blieben. Die auswärtigen europäischen und trans Mittel hierzu will man nächstens von der Gemeindevertretung atlantischen Börsen tamen etwas matter. Das effektive Angebot in Roggen Im Grunewald erfchoffen hat sich am Dienstagnachmittag fordern. Anzuerkennen ist das Bestreben, neben etiva 20 Familien- war vom Inland sehr start, von Rußland weniger bedeutend. Weigen aller der 52 Jahre alte Maurermeister Hermann Colberg aus der zimmern ebenso viele für Einzelpersonen zu schaffen. Neben einer Central- Serkünfte war reichlich zu haben. Mehl lag schwächer. Das Geschäft des Gräfestr. 69/70. Colberg betrieb sein Geschäft seit 18 Jahren und küche sollen ausreichende Badegelegenheiten, sowie Desinfektionsräume Gesamtmarkts blieb sehr still, da Käufer sich abwartend verhielten, Abgeber galt als gut gestellt. Er baute besonders in Treptow, Friedenau, errichtet werden; ebenso find besondere Räume für Erkrankte vorgesehen. zu weiterem Entgegenkommen vorläufig nicht zu weiteren Entgegenkommen Steglitz und Charlottenburg und besaß mit seinem Bruder, dem In derselben Sigung wurde das Projekt des Schulbaus in der vorläufig nicht zu bewegen waren. Am Futtermarkt war nur Mais auf die zu erwartenden größeren Zufuhren stärker gedrückt und 3 M. billiger Zimmermeister Friedrich Colberg, gemeinsam das bezeichnete Haus Stronprinzenstraße gutgeheißen und auch hier zum erstenmale auf angeboten. Hafer still, aber behauptet. Rüböl war gut behauptet. in der Gräfefiraße. Geldverluste und daraus entstandene Schwierig- Antrag unfrer Genossen die Einrichtung von Schulbädern vor- Spiritus unverändert. 70 er loco 44,20 M. teiten haben ihn in den Tod getrieben. gesehen. Beide Bauten werden so gefördert, daß sie noch in diesem Jahre in Benugung genommen werden können. 4 4 Bullen: Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 13. März 1901. Amt: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 501 Rinder, Auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain Auch mit dem Bau des Amtsgerichts Gebäudes wird 2596 Kälber, 1231 Schafe, 11 755 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund war gestern der schlichte Grabstein, der die Inschrift:" in un- nunmehr begonnen, so daß, da auch noch einige größere Fabrik- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund bekannter Mann" trägt, mit einem großen Kranz aus Tannen- Etablissements zum Teil im Bau, zum Teil fertig gestellt sind, von in Bf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäßtete, höchsten Schlachtgrün und blühenden Tulpen in Töpfen geschmückt worden. Wer ciner lebhaften Baukonjunktur am Ort zu reden ist. Leider be- wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: diese Ausschmückung bewirkt hat, konnte nicht ermittelt werden. finden sich unter den Bauten nur sieben Mietshäuser, so daß auf eine gemäßtete und ältere ansgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.Vom Eisenbahnzuge zermalmt wurde gestern nachmittag in Linderung der Wahnungsnot kaum zu hoffen ist. a) vollfleischige höchsten Schlachtverts 00-00; b) mäßig genährte jüngere der Nähe der über den Stettiner Bahnkörper führenden HumboldtFärsen und Die feit Sonntag wieder eröffnete Schiffahrt zwischen und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte- 46-50. hain- Brücke der 35jährige Streckenbeanite Sens, der auf dem Stettiner Berlin und Hamburg hat noch immer wegen des vielfach noch Kühe: a) vollfleischige, ausgemäſtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Bahnhof stationiert war. Sens schritt beim Kontrolldienst die Strede 12 Zoll starten Eises auf den Havelseen mit besonderen Schwierig- b) vollfleischige, ausgemäßtere Stühe höchsten Schlachhvert bis zu 7 Jahren ab, als hinter ihm der um 3 Uhr 8 Min. fällig gewefene Danziger feiten zu kämpfen. Mit vieler Mühe haben die Dampfer das Eis 00-00; c) ältere ausgemäſtete Stühe und wenig gut entwickelte fingere Schnellzug von dem Stettiner Bahnhof herangebrauft fam. Der Kälber: a) feinste Maste) gering genährte Kühe und Färjen 38-42. Streckenbeamte trat auf das Nebengeleise, um den Zug vorüber- durchbrochen und eine schmale Fahrtrinne hergestellt, die von den ühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-46; meist mit je sechs Kähnen beschwerten Schleppdampfern sehr vor- tälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 70-72, b) mittlere Waftkälber jagen zu lassen. Da sich in unmittelbarer Nähe die Ueberführung des Stadtbahnkörpers befindet, wodurch der Ausblick auf der sichtig durchfahren werden muß, weil die glasscharfen Kanten des und gute Saugtälber 58-62, c) geringe Sangtälber 50-54, d) ältere, gering Eifes leicht Unheil anrichten können. genährte( Freffer) 35-43. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast Hammel 59-62, b) ältere Masthamnel 49-56, c) mäßig genährte Strede gehemmt ist, so bemerfte Sens nicht, daß auf dem Eises leicht Unheil anrichten können. Nebengeleise der von Schwedt kommende Fernzug herannahte. Von der socialeu Fürsorge im Polizeistaat. Hiesige Sammet Schafe( Merzfchafe) 45-48, d) Holsteiner NiederungsSchweine: a) vollfleischige, der feineren Erst als die Maschine desselben wenige Meter von ihm entfernt war, Blätter melden: Die gewerkschaftlichen Arbeiterorganisationen in fchafe( Lebendgewicht) 00-00. erkannte der Beamte die Gefahr und suchte noch rasch die Nordbahn- Spandau sind schon verschiedene male bei der Stadtverwaltung um Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund geleise zu erreichen. Leider zu spät. Die Lokomotive des Schwedter die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises eingekommen, schwer 56-57; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käser) 00-00; c) fleischige Berfonenzugs erfaßte den Unglücklichen, dem durch die Räder der indes jedesmal ohne Erfolg. Auch auf die letzte Petition hat der 53-55; d) gering entwickelte 50-52; e) Sauen 51-53. Für 100 Pfund Stopf vom Rumpf abgetrennt wurde. Die Leiche des Verstorbenen, Magiftrat jetzt beschlossen, von der Errichtung eines städtischen Berlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr der eine Witwe und fünf Kinder hinterläßt, mußte bis gegen 6 Uhr Arbeitsnachweises Abstand zu nehmen, weil im königl. Feuerwerks 100 Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete fich ruhig. Bei den an der Unfallstelle liegen bleiben, bis durch die Staatsanwaltschaft laboratorium für alle Spandauer Militärwerkstätten ein staatliches Schafen fanden etwa 800 Stüd Abfaz. Der Schweinemarkt verlief ruhig der Thatbestand aufgenommen worden war. Arbeitsnachweisamt bestehe, dessen Benutzung jedermann, also auch und wird voraussichtlich geräumt. und mit 20 pet. Tara. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.