Nr. 29. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Pretstifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bore mittggs geöffnet. Seru sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Quittung. Im Monat Januar gingen folgende freiwillige Beiträge bei dem Unterzeichneten ein: Dr. Br., Berlin 20,-. Werther B000,-. Dr. 2. A., Berlin 20,-.. R., Charlottenburg 5,-. Suhl i. Th. in Albrechts gesammelt 8,- rothe Kindtaufe 2,-. in Teus Garten 4,-. Breslau durch W. 36 Westbezirk 7,45. Danzig 7,05. Mannheim 50,-. Koburg 9,-. A. B., für eine Bigarre in Schöneberg 17,-. Durlach i. B., von der sozialdemokratischen Weihnachtsfeier 20,-. 2. G. v. 1887 Hamburg 30,-. Adalbert an den geduldigen Heinrich 1,20. Schöneberg, amerikanische Auktion 3,75. Schwedt a. D. 20,-. Halberstadt 50,-. Bremen- Hastedt 100,-. Hof i. B., Ünbach i. Schles. 10,-. Donnerstag, den 4. Februar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. In der Quittung für Dezember wurden für Neuschönefeld- die Landarbeiter ausnuten bis aufs Blut. Was ein Leipzig 30 M. quittirt, diese waren für Schönefeld- Leipzig zu bischen Verstand hatte unter den Konservativen, folgte dem quittiren. Zuge der Zeit zur" Freiheit" und bildete unter dem Namen Berlin W., 2. Februar 1892. der Frei" konservativen den rechten Flügel der großen liberalen Partei, deren linker von Herrn Eugen Richter, so damals wie heut, als Kerntruppe echtesten Manchesterthums repräsentirt und geführt wird. Für den Parteivorstand . Bebel, Gr. Görschenstr. 22a. Den Liberalen ins Stammbuch. des Auf die Gesetzgebung, welche in der Aera der liberalen Herrschaft auf dem Gebiete der deutschen Volkswirthschaft ins Kraut schoß, des Näheren einzugehen, gestattet uns heut der Raum nicht. Vielleicht haben wir späterhin Ge verzagt 5, Breslau, L. Kl. S., amerit. Auftion 7,05. Dijel Gesetz ist die große liberale Partei, gleich dem Schatten timmungen wieder einmal so recht nahe ins Antlig zu Bei den ergötzlichen Debatten über das Volksschul- legenheit, den in Frage kommenden gesetzgeberischen Be1. Hamburger Wahlkreis 1000,-. Rohrschach, Rabus 20,- eines Verstorbenen, aus der Versenkung emporgetaucht, leuchten. Es dürfte aber zur Kennzeichnung unseres StandHamburg, Jung's hold fast 8000,- Straßburg i. Elf., Ng. alter freilich um schleunigst wieder zu verschwinden. Es wäre punktes genügen, wenn wir im Anschluß an den be Stamm 11,95. Gollnow 4,30. T. W., Beliz( Mart) 8, Heichen- schade, wenn wir die Gelegenheit vorübergehen ließen, das kannten Ausspruch, daß es sich unter der Herrschaft des Schwabach i. B. 17, Ser., Rig- Volf aufs neue möglichst energisch darauf hinzuweisen, was Liberalismus um nichts weiter gehandelt habe, als um die dorf 1,-. 3offen die im Dunkel schwebenden Boffener 1,85. es dieser großen liberalen Bartei Alles verdankt, die, neben Schaffung eines hellen Haufens von Spezial- und AusGilenus, aus dem XVII. fächsischen Wahlkreis 100,- bei gesagt, gar nicht erst zum Leben erweckt zu werden nahmegefeßen zu Gunsten des Handels, der Börse und der Thonberg, Leipzig R. 50,-. Lommatsch i. S. 10,- IV. Ber- braucht, weil sie in wirthschaftlichen Dingen, seit das Großindustrie, die Gesetzgebung jener Jahre als Wahlkreis Halberstadt, von der Sonntagszeitung 300,- Chemnitz, Deutsche Reich besteht, immer existirt hat und bis die die der reinen Bourgeoisie, des Kapitalismus sans Sammlung durch Pr. V. V. E. 30,- Striegau i. Edhl. 25,- Stunde der Sozialdemokratie schlägt, bestehen bleiben wird. phrase bezeichnen, der sich sogar in der angeblich Wahlkreis Bochum 183,25. Lübeck, Richtschmauß, durch B. 1,60. Das größte Verdienst dieser großen liberalen Partei so herrlichen Schöpfung der Rechtseinheit bewährt hat und B." IV. Quart. 9228,30. M. B., Berlin 75,-. J. B. 25,- besteht in der Beseitigung des Nothstandes, das Mittel, in der Kommission zur Herstellung des bürgerlichen Geſetz Deutsche Sozialisten in Paris 120,- Liebenthal, Kreis Nieder ihn zu beseitigen, war so einfach, und was ein großer buches heute noch an der für die besitzenden Klassen vielBarnim, durch R. 3. 9,15. Würzburg 80,-. Die rolben Staatsmann ist, bedient sich seiner noch heute. Ein Mensch versprechenden Arbeit ist. Sänger aus der Lindenstraße, Berlin 30,- Rothe Melfe, oder ein Ding, das einem nicht paßt, dessen Existenz Von der Zeit an, in welcher der Schwindel im größten Nuuen 3,25. I. Hamburger Wahlkreis 3000,-. Stettin 25,-.. 2. in 2. 20,-. Dabringhausen durch H. R. 20,- ignorirt man. Eine ebenso vornehme wie billige Art, mit Maßstabe in Deutschland zum offenen Ausbruch tam, von 1870-1873, schreibt sich die Redensart vom allges W. Schildhorn M. durch A. S. B. 15,- 3widau 30,- dem Massenelend fertig zu werden, und sehr probat! him i. M. 13,25. Kardinal Köpenick 3,-. Hamburg- BarmDie Ablengnung Nothstandes ist direkt meinen Wohlstand, die der befruchtende Segen des vom 135. Bezirk durch R. 21,80. IV. Berliner Wahlkreis aus dem Schwindel vom allgemeinen Volkswohl- Milliardenstromes hervorgerufen habe. en 110,75, darunter: Die vier Alten im Diten 6,-, ges. bei stande hervorgegangen. Zur Zeit, als die Aehren In dieser Epoche ungeheuersten Schwindels ward es irscher 1, Stiftungsfest der Bauarbeiter 3,75. Wahlkreis des Gründerschwindels in der Blüthe standen, war der bekanntlich selbst Herrn Lasker zu arg, weil er mit Recht Offenbach Dieburg 25,-. Prenzlau 10,-. Gera 50,-. Riel Liberalismus auf dem Gipfel seiner Macht angelangt, oder, der Ansicht war, daß der tolle Unfug doch nicht länger dem 100,-. Flensburg 10,-. Die rothen Finsterwalder 18, beffer umgekehrt, als die große liberale Partei in Deutsch- Auge des Volkes zu verhüllen sei. Am 3. Dezember 1872, Grenzwacht St. Ludwig i. Elf. und Umgegend 4,50. B. S., land herrschte, trieb sie den Schwindel auf den Gipfel. Es d. h. zu einer Zeit, als die Schwindelgründer allesammt Berlin 50,-. A. B., Berlin 150,-. Tz., Berlin 10,-. Nürnberg 100,-. Löderburger Genossen durch A. B. 15,- ist ja wahr, am Steuerruder der Regierung stand niemals ihr Schäfchen ins Trockene gebracht hatten, forderte Lasker Mülhausen im Elsaß 19,20, darunter aus Gebweiler im ein liberaler Minister, sondern der verbohrt konservative mit jenem sittlichen Pathos, das ihm so wohl anstand, den Elsaß 3,50. Solingen Höhscheid Ueberschuß der Blätter Krautjunker Bismarck. Aber der ließ sich so schön be- Justizminister auf, durch Einwirkung auf die Staatsanwälte für die Maifeier 11,10. Boizenburg a. G. 17,30. Porzellan- schäftigen mit dem Ausbau des Reichs und mit der dafür zu sorgen, daß die Gaunerei der Gründungen maler Ilmenau i. Th. 16,-. VI. Berliner Wahlkreis, Oranien- sauberen Kunst der äußeren Politik, und war so gern be mindestens nicht mit den Merkmalen des strafbaren Beburger Vorstadt 59,20. Genoffen Stellmacher Pr. Berlin 5,-reit, dasjenige Gebiet, auf dem er sich selbst als" Dilettant" truges öffentlich fortgetrieben werde." Aber der Justize VI. Berliner Wahlkreis, Rosenthaler Vorstadt 108,55, darunter bekannte, den altliberalen Vormännern des deutschen Ge- minister Herr Leonhardt konnte, wie die Welt hoffentlich von einer amerikanischen Auktion bei Gnadt 3,50. VI. Berliner fammtliberalismus zu überlassen. Diese haben denn auch niemals vergessen wird, absolut nicht einsehen, daß auch Wahlkreis, Moabit 30,-. A. M., Berlin 19,65. Kontobuch Arbeiter, Leipzigerstraße, Berlin 5,-. I. Berliner Wahlkreis Dank der nach der wirthschaftlichen Seite hin wachsweichen die großen Gaunereien zur Strafe gezogen werden müßten. 200,-. II. Berliner Wahlfreis 280,65. VI. Berliner Wahlkreis, Nachgiebigkeit des Blut- und Eisenmannes, unter reichlicher Er erwiderte daher höchst faltblütig: Wenn bei den GrünSchönhauser Vorstadt 108,10. Luckenwalde 3,15. Arnstadt Ausbeutung seiner staatsmännischen Schwäche für dungen offenbare Betrügereien vorfallen, so mögen sich die in Thüringen 10, III. Berliner Wahlkreis 200,- Dotationen und sonstige Millionen im Deutschen Reich ge- Betrogenen nur selbst an den Staatsanwalt wenden; der ebendort gesammelt auf Listen 18,-. Ueberschuß der Delegations wirthschaftet, daß es eine Lust war. Die Hochkonservativen Justizminister könne aber nichts thun, denn wenn er mit toften 4,55. Amerikanische Auktion für eine Streichholzschachtel waren zu dumm. Mit ihnen war kein Geschäft oder einer solchen Anweisung kommen wollte, so wäre zu be Don Wolther, Berlin 1,05. Pforzheim, Genossen i. Thal 20,- mindestens doch zu wenig Geschäft zu machen. Sie waren fürchten, daß dies zu einem unberechtigten Sicheinmischen(!) Auktion einer Flunderhaut Lübbenerstr. 22, Berlin 3,10. Mann im allgemeinen nicht zu viel mehr nüße als zu dem„ noblen der Staatsanwaltschaft in die Privatverhältnisse führen heim 25,-. IV. Berliner Wahlkreis durch 3. 250,55, darunter Sport", den schon ihre Väter getrieben und sie more könnte. von M. Pohl 10,-, von G. G. G. 20,- E. F., Mühlhausen i. Thür. 5,-. Rollerlohn, Berlin 30,-. W. in Torgelow 10,- majorum- nach der Sitte ihrer Vorfahren weiter betreiben. Als Herr Lasker später beim zweiten Theile seiner EntIII. Berliner Wahlkreis durch Rich. Evers 4,40. Auktion einer fonnten, Gold saugen aus den Quellen, die ihren Getreide- hüllungen angelangt war, bei dem er die vielen Gründer Apfelsine von mehreren Zimmerern durch Hanisch 2,05. feldern entsprangen und dabei die Bauern einschlachten und Namen ebenso eifrig verschwieg, wie er beim ersten Theile M Feuilleton. Machbruc verboten.) [ 29 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " Ich soll doch wohl nicht warten, bis Du mir einen aussuchst? Da tönnte ich lange warten, Papa." " Und wer ist denn der Glückliche, der sich Deiner Zuneigung erfreut?" " " Es ist der junge Mann, den wir bei unserem Ausfluge nach dem Wolfsgrund" kem.cn ler den und der den ganzen Tag bei uns blieb und uns während der Zeit so töstlich unterhielt." vier Monaten beinahe habe ich allerdings nichts mehr von ihm aber freilich in Wechselhaft war, da konnte er mich gehört. Bei unserem letzten Zusammentreffen hatten natürlich auch nicht mehr abholen, und da konnte er mir wir noch besprochen, daß er Dich um meine Hand angehen auch nicht ungetreu werden. Nun, da will ich ihm auch in sollte, und gleich den anderen Tag fehlte er am gewöhn- aller Geschwindigkeit Alles, ja Alles abbitten, wessen ich lichen Begegnungsplatze, so daß ich lange Zeit gegen Dich ihn heimlich in meinem Herzen angeklagt hatte, denn vor den Verdacht hegte, Du habest den armen, jungen Mann meinen Freundinnen habe ich mir natürlich nichts merken abgeschreckt." laffen. Nein, Papa, so eine Geburtstagsfreude hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich bin jetzt wieder ganz glücklich und froh. Der liebe, gute Frank! Jetzt erst fühle ich, daß ich ganz und gar sein Eigen bin." " Daraus kann man sehen, welchen Dank die unglück lichen Eltern von ihren undankbaren Kindern zu erfahren bekommen. Damit Du nun siehst, wie leichtsinnig und unbedacht Du gehandelt hast, will ich Dir nur sagen, wo der Ausgewählte Deines Herzens sich gegenwärtig aufhält und was Du von ihm zu halten hast. Dieser Frank, nicht wahr, das ist sein Name?" " Ja, Frank ist sein Name," rief das Mädchen, zitternd vor Aufregung. " Nun, dieser liebenswürdige junge Mann sitzt seit der Beit, daß Du ihn nicht gesehen, ganz einfach in Wechselarrest!" " In Wechselhaft? Ach, Du lieber Gott! Also da, wo auch Elisen's Bruder und Bräutigam sind? Nein, wenn ich das gewußt hätte!" Musselich hatte längst vor Erstaunen seine Pfeife fallen lassen und sah nun fassungslos zu, wie seine Tochter vor Freuden im Zimmer herumtanzte und ihre kleinen Hände zusammenschlug. Nur mühsam und nach und nach gewann er Fassung genug, um ausrufen zu können: " Sage mir nur um Alles in der Welt, bist Du denn ganz und gar von Sinnen? Herr Gott im Himmel, ich glaube, Du hast den Sonnenstich." " Frank ist doch nicht die Sonne, Papa," sagte das Mädchen, indem es vor dem Vater stehen blieb und ihm harmlos in's Gesicht fah. n Du hast doch hoffentlich nicht die Absicht, diesen Bruder Leichtsinn, diesen Taugenichts, noch ferner als Deinen Zufünftigen anzusehen?" " Nun sage mir, Mädel, bist Du denn ganz aus Rand und Band gekommen? Jenen jungen Menschen, den Du im legten Mai nur einmal gesprochen hast, von dem Du nicht weißt, wer und was er ist, dessen Namen Du nicht einmal keunst, und von dem Du nicht weißt, ob er über haupt noch existirt, den willst Du zu Deinem Zukünftigen|" Du siehst nun, wohin Dich Dein Leichtsinn und machen?" Deine Unbedachtsamkeit geführt haben, und ich hoffe nun, " Nun, was das Erstere anbelangt, so irrst Du Dich, daß Du Dich in Zukunft vor ähnlichen Jrrwegen hüten Papa, denn ich bin damals in seiner Begleitung bis zu wirst." " Ja, Papa, diese Absicht habe ich, und ich habe sie mehr denn je. Von heute an trennt uns nichts mehr, nichts unserem Hause gegangen. Das hast Du wahrscheinlich, wie Also im Wechselarrest sitzt der Arme? Ach, wie mich mehr in der Welt!" immer, nicht bemerkt. In drei Stunden aber können sich das aber freut, Bäterchen. Ich könnte Dir um den Hals Trotzdem, daß der Mensch gar nichts ist?" awei Menschen, die nicht auf den Mund gefallen, Bieles fallen vor Freuden. Ach, wenn Du wüßtest, wie un" Für mich ist er Alles! er ist ein höchst liebens. fagen. Ferner habe ich ihn noch mehrere tale gesprochen, glücklich ich die ganze Zeit über gewesen, denn ich dachte würdiger Mensch, und ich liebe ihn, Papa, ich liebe ihn Denn er holte mich regelmäßig aus der Stichstunde ab. Seit immer, er hätte mich nicht mehr lieb. Wenn er mit ganzer Seele," rief das Mädchen und umarmte den " " handlungen in der Regel auch auf den Stuben ab, wo nicht fortwährend ein Vorgesetzter fein fann, aber jedenfalls ist in dem Unteroffizierkorps, dessen Mitglieder derartige Ausschreitungen begehen, nicht das richtige Standes- und Ehrgefühl geweckt und gepflegt worden. Das ist die Schuld, die die Offiziere trifft." Die Frankfurter Zeitung" sagt: Der Erlaß wird von einem Theile der Presse mit Zweifeln an seiner Echtheit, von einem anderen Theile als ein äußerst auffehenerregendes Schriftstück behandelt, welches das Publikum einen Blick thun lasse in schaudererregende Zustände, von denen es bisher keine blaffe Ahnung gehabt habe. zu jenen Zweifeln, wie zu dem entfetten Erstaunen ist unseres Erachtens ein Grund nicht vorhanden, viel mehr kann das Schriftstück, dessen Bedeutung wir damit ficher nicht herabsehen wollen, Denjenigen, der sich um die in der Welt, auch in der mifitärischen, vorgehenden Dinge ernstlich fümmert, so wenig in Erstaunen sehen, daß er, wenn sich das Schriftstück wirklich wieder Erwarten als apokryph herausstellen sollte, die Mystifikation als eine nicht blos von wohlmeinender Absicht eingegebene, sondern auch äußerst geschickte und auf Grund genauer Kenntniß leider bes stehender Verhältnisse beruhende bezeichnen müßte. Und zwar dies nach zwei Seiten hin. Einmal weiß Jeder, der entweder selbst den sogenannten" Rock des Königs", der in Wirklichkeit der Rock des Steuerzahlers ist, getragen hat, daß sich innerhalb der Kasernenmauern, in den" Stuben" und auf den umfriedeten oder sonstwie dem unberufenen Zivilisten unzugänglich gemachten Ererzierplägen, in den militärischen Reitbahnen, Ställen, Schwimmschulen u. f. w. vielfach Szenen abspielen, die, Denn auch meist nicht so grauenvoll, wie die in dem herzoglichen Erlaß geschilderten, doch ein blutiger Hohn sind auf die vielgepriesene Zivilisation und Bildung unserer Zeit, auf Begriff und Wesen des Voltsheeres und den mit legterem zwar in schroffem Widerspruche ftehenden, aber von intereffirter Seite gleichwohl auch heute mit größtem Etfer gehegten und gepflegten spezifisch militärischen Ehrbegriff." die wenigen genannt hatte, beharrte der Vertreter der Re- I sonstigen ländlichen Bevölkerung, wollten die Agrarier für ihr gierung, als welcher diesmal Herr Delbrück das Wort warmes Herz" für die kleinen Leute einen leuchtenden Beweis führte, bei dieser klassischen Kaltblütigkeit und übertrumpfte beibringen. Dieser Beweis ist in die Form eines Gesetzden Justizminifter noch mit den ewig denkwürdigen Worten: entwurfes von acht Paragraphen gebracht, von denen§ 1 es liegt außerhalb der Macht einer jeden Gesetzgebung, jedem Angehörigen des Deutschen Reiches" das Recht zuLeute, die nun einmal ihr Geld los sein wollen, daran zu spricht, eine Heimstätte" zu errichten. Diese Heimstätte hindern. Daß bei diesem unbezahlbaren Weisheitsspruche die Au- soll die Größe eines Bauernhofes nicht übersteigen und muß juren des Kapitalismus im Parlamente vor Freude wicherten, mindestens die Wohnungen für eine Bauern- oder Arbeiterfann man ihnen gewiß nicht verdenken. Und wenn irgend familie enthalten. Jemand im Deutschen Reich damals Ursache hatte, fidel zu Auf diese Heimstätte, welcher jeder Deutsche von sein, so waren es diese Biedermänner. Neben Herrn 24 Jahren zu errichten das Recht" hat, darf der Besizer Delbrück ein anderer altliberaler Gartenkünstler im Frucht- feine Schulden machen, er darf dieselbe auch nicht verkaufen, haine der Ministerportefeuilles- Herr Camphausen, und und im Erbfall muß die Heimstätte ungetheilt auf einen Herr Achenbach, der es mit der Geschwindigkeit eines Erben übergehen. Braucht der Heimstättenbesizer Geld, so Jongleurs vom Professor und Bergrath zum Minister ge- fann er mit Bewilligung der Heimstätten- Behörde" bis bracht hatte, ebenso wie der Großkaufmann und Groß- zur Hälfte des Ertragswerthes Rentenschulden mit einer induftrielle Herr Friedenthal halfen ihnen dabei. Und zur dem Zweck entsprechenden Amortisationsperiode kontrahiren. gleichen Zeit wirthschaftet Herr Miquel, ihr gescheiterer Ge- Dieses Recht nun, eine Heimstätte zu errichten, deren nosse in der Diskontobant, daß die Millionen nur so herum- eigentlicher Erfolg nichts weiter sein würde als deren Inflogen, und der geistreiche Herr Bamberger, der unter haber an die Scholle zu fesseln und ihre Kinder zu Lohnanderem die Vaterschaft des geflügelten Wortes in Anspruch sklaven der Großgrundbesiger zu machen, soll, nach konsernehmen darf: Es ist das Geheimniß unserer Zeit, feine vativ- agrarischer Darstellung das Ei des Kolombus" für Zinsen zu verlieren, hatte mit der Gründung der Deutschen die Hebung des Kleinbauernstandes und der befizBank und mit andern noch viel einträglicheren Geschäften losen Arbeiterschaft sein. Wir haben letzthin den alle Hände voll zu thun. Kein Wunder, daß die Herren ganzen Antrag einen Humbug genannt und wir müssen Bourgeoisliberalen durch ihre Komplizen Camphausen und dieses Urtheil aufrecht erhalten. Achenbach im Parlament den Nothstand leugnen und zur In der Diskussion brachten besonders die Redner der Heilung der Industrie als vortrefflichstes Mittel Herab- Rechten unglaubliche Plattheiten zu Tage. Besonders der sezung der Arbeitslöhne empfehlen ließen. Abgeordnete Menzer machte mit seinen Deklamationen Camphausen mußte durch seine Reden im Abgeordneten mehr den Eindruck eines Hampelmanns als den eines hause zur selben Zeit die Kurstreiberei auf der ernsthaften Volksvertreters. Im Interesse seiner Kunden ist Börse begünstigen und die, die nun einmal nicht alle werden, nur zu wünschen, daß die Weine, welche dieser Herr in den zum Raufen ermuntern. Er mußte bei verschiedenen Ge- Handel bringt, besser sind, als seine Reden. Außer Menzer, legenheiten die fata morgana eines Umschivungs zum der zu den Antragstellern gehört, betheiligten sich Besseren vor den profitlüfternen Blicken der kleineren noch die Herren Liebermann von Sonnenberg, Kapitalisten auftauchen lassen; ex fabelte von der schon Bennigsen und Graf von Ballestrem im zu in ihrer Nummer vom 2. Februar immer noch nicht, ob Die königliche Leipziger Beitung" weiß überstandenen Krise, und versicherte mit sattem Behagen stimmenden Sinne an der Diskussion. Entschieden ab auch dann noch, daß die Finanzlage Preußens eine außer lehnend und die ganze Hohlheit des Antrages darlegend der vom Vorwärts" am 31. Januar abgedruckte„ spaltenlange Artikel" ordentlich befriedigende sei, als im Budget das Defizit nicht verhielten sich der Abg. Jordan( freis.) und der Vertreter mehr zu vertuschen war. In der Mitte der siebziger Jahre unserer Partei, Genosse Schippe L. Besonders des letzteren hatten die kapitalliberalen Herren das unfehlbare Mittel Rede war ein kleines Meisterwerk. Im Namen der Fraktion entdeckt, mit der Noth des Boltes ganz fertig zu werden: erklärte Schippel fich schließlich gegen eine Verweisung des Wer von ihr sprach, ward nicht nur als breister Lügner, Antrages in eine Kommission, da es für denselben nur einen sondern als Reichsfeind erklärt. Laster jammerte über die passenden Platz gebe, nämlich den Papierforb. unedlen Seelen", welche so schamlos wären, in Bezug auf das deutsche Volk von Nothstand zu reden. Und der natürlich gar nicht unedle Bamberger versicherte im Mai des Jahres 1878 im Reichstage in rührseliger Wehmuth, ihn habe es auf das Tiefste betrübt, daß selbst in Blättern, die der Regierung nahe stehen, gesagt werden konnte, die Nation gehe der Berarmung entgegen. Wer sein Bolf liebt, schreit so etwas nicht in die Welt hinaus." Wir brechen hier ab, es wird genügen. Es war und gerade heute Bedürfniß, auf die hier zitirten Worte uns das damit im Zusammenhang stehende Wirken der herrschenden Klassen im Klassenstaate hinzuweisen, weil wir nicht mehr Gefahr laufen, den zarten Herrn Bamberger zu be trüben, zumal wir uns lächerlich machen würden, wenn wir behaupteten, das deutsche Bolt ginge erst der Verarmung entgegen, und weil gegenwärtig der naive Boltsschul- Gesetzentwurf so manchem die günstige Gelegenheit zu Errichtung einer neuen spanischen Wand für das wirthschaftliche Wirken der leitenden Kreise" geschaffen zu haben scheint, ähnlich der spanischen Wand außer Diensten, die der phantasievolle Herr Virchow so schön Kulturkampf benamset hatte. Also daß das Volk Eure Thaten sowenig als Eure Worte vergißt und daß es sich nimmermehr täuschen läßt, dafür zu sorgen, Ihr Herren, ist unsere Sache! Politische Ueberlicht. Berlin, den 3. Februar. Der Antrag auf Verweisung an eine Kommission wurde schließlich gegen die Stimmen der Freisinnigen und Sozialdemokraten angenommen. Diese Parteien wollen fich in der Kommission nicht vertreten lassen. Zu dem Erlaß des Herzogs Georg zu Sachsen bemerkt die Saale- Beitung": " echt ist! und Stadtverordneten- Versammlungen zahlreicher Städte Gegen das Volksschul- Gefeh nehmen Magistrate Stellung und richten Petitionen gegen dasselbe. Freilich richten fich die Petitionen meistens nur gegen ben gegen wärtigen Entwurf und erregen den Schein, als wären die bestehenden Zustände der Schule so freifinnig, daß deren Erhaltung zu wünschen wäre. Im Großen und Ganzen wird den Zuständen, wie sie die Reaktion in den letzten Jahrzehnten geschaffen, durch den neuen Entwurf nur eine gejegliche Form gegeben. Die Forderung der kon fessionslosen Schule wird fast nirgends gestellt; dadurch die Vorlage; fie find vielleicht noch gefährlicher, weil sie das Reaktionäre der bestehenden Schulverfassung vertuschen. charakterisiren sich die Petitionen als ebenso reaktionär wie Mit dem im Vorwärts" veröffentlichten Erlasse des Generalkommandanten des sächsischen Armeekorps Prinz Georg Mit dem im Vorwärts" veröffentlichten Erlasse des von Sachsen, über Soldatenmißhandlungen hat es ganz unzweifelhaft seine Richtigkeit. Die Norddeutsche Allgemeine Aehnlich ist das Verhalten der meisten liberalen BerBeitung", die sich natürlich wohl hütet, das Aftenstück mit sammlungen. seinem ganzen haarsträubenden Inhalt ihren Lesern vorzulegen, Seitens der Sozialdemokratie ist an einer Anzahl vermag, wie sie schreibt, nicht abzusehen, wie man sich dessen Orten Protest gegen das Gesetz erhoben, indem zu Verwerthung bei den Verhandlungen des Reichstags über den " C CAC bed Dit Militäretat denken mag! Nun, der mangelhaften Dentkraft gleicher Zeit auch die gegenwärtige Gestaltung der Schule der Nordd. Allg. 8tg." wird schon noch nachgeholfen werden. in ihrer reaktionären Bedeutung dargestellt wurde. In Die neun Fälle von Soldatenmißhandlungen, über welche der Frankfurt a. M. fanden am Sonntag vier Ver Erlaß des Generalfommandos im einzelnen berichtet, zeigen sammlungen, des demokratischen Vereins, der Fortschritts ein Raffinement der Menschenquälerei, das sich nicht von heute partei, des nationalliberalen Wahlvereins und der Sozial auf morgen ausbilden kann. Und wie viele andere Fälle bemokraten statt. Nur die von letzteren einstimmig mögen, infolge der Drohung der Schuldigen, die Kläger zu genommene Resolution entsprach der Bedeutung der schädigen, verheimlicht worden sein? Und der ganze Erlaß, der Sie lautete: doch die Haltung des Oberstkommandirenden in so erfreulichem Lichte erscheinen läßt, wäre ohne die Indiskretion des Vorwärts" geheim geblieben. Schon darin liegt ein Beweis, daß im Interesse des Dienstes die Deffentlichkeit des militärgerichtlichen Verfahrens unter allen Umständen erforderlich ist. Wenn die Nordd. Allgem. 3tg." in dem Erlaffe nichts Befonderes" finden kann, so liegt die Schuld offenbar an ihr. Wenn fie in der Lage wäre, das Vorhandensein der in Rede stehenden Mißstände in Abrede zu stellen, so würde sie es an Beredtsamkeit nicht fehlen lassen. Aber mit den einfachen Thatsachen ist nun einmal nichts zu machen." Jm Reichstage sollte sich heute eine Haupt- und Die Kölnische Zeitung" bemerkt, indem sie die Staatsaktion der konservativen Agrarier abspielen. Den Echtheit des Erlasses nicht bezweifelt und die darin geVorwürfen gegenüber, daß die Kornzölle nur eine Beschilderten Vorgänge für ganz unglaublich" halten würde, reicherung der Großgrundbesitzer im Gefolge haben und daß wenn sie nicht eben amtlich festgestellt wären": die Interessen dieser Herren durchaus nicht gleichbedeutend feien mit den Interessen der großen Masse der Bauern und fast versteinerten Vater, der sich nicht mehr zu rathen, noch zu helfen wußte. Erft als er einigermaßen zu einer ruhigeren Auffassung der ganzen Sach lage gekommen war, plagte er mit der, wie er glaubte, niederschmetternden Frage heraus: Aber wovon wollt Ihr denn leben?" Wovon wir leben wollen? Wir wollen von unserer Arbeit leben. Er ist ein tüchtiger Mann, und ich werde bescheiden sein." Der Mensch hat ja gar keine Subfiftenz." " Er wird sich eine gründen; er ist der Mann dazu." ,, Er sigt in Wechselarrest." " Du, „ Er wird wieder herauskommen, das versteht sich. Bapa, tannst ihm ja leicht dazu verhelfen." " Höre einmal, Fanny, jetzt wird mir die Geschichte doch zu arg. Kein Wort mehr von dieser Sache, denn ich will nichts mehr davon hören." „ Es ist ja unmöglich, daß unaufhörlich Offiziere zur Aufficht herangezogen werden, und außerdem spielen sich die Mißtammer. Prof. Dr. Birnenmann, Redakteur. A. Rollfuß, Möbelfabrikant. H. Licht, Seifenfabrikant. Dr. Benjamin, Advokat und Notar. M. Bahler, Inspektor. Es waren die Grundpfeiler der liberalen Partei aller Schattirungen, welche diese Einladung unterschrieben hatten, und so war es ganz selbstverständlich, daß an diesem Abende die Bürger zeitiger von ihrem Abendessen aufstanden, Viele sogar ihr beliebtes Stat- oder Schafskopfspiel, mit welchem sonst der Abend würdig beschlossen zu werden pflegte, bei Seite ließen und auf den Platz am Stammtisch" verzichteten. In Erwägung, daß das Programm der sozialdemo Partei die Erklärung der Religion zur Privatsache uno Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln firchlichen Zweden, sowie die Weltlichkeit der Schule fordert, erklärt sich die heutige Versammlung mit aller Entschiedenheit gegen den preußischen Schulgesetz- Entwurf, indem Derselbe eine durchaus veraltete Bevormundung der Gewissensfreiheit enthält. Die Versammlung erklärt ferner, daß kein Vertreter von Seiten der im Landtage vertretenen Parteien eine der obigen Forderung entsprechende Stellung eingenommen hat und daß die auf Grund des Dreiklassen- Wahlsystems zu Stande ge tommene Versammlung des Abgeordnetenhauses in feiner Beziehung geeignet ist, dem Willen der großen Masse des Volfes Ausdruck zu verleihen. Die heutige Bersammlung fordert da her die Einführung des allgemeinen gleichen, direkten und ge heimen Wahlrechts für die Landtagswahl. Jezt naht sich eine geschlossene Schaar von Arbeitern. Es sind Buchdrucker und Schriftseter von der Barth'schen, sowie von anderen Druckereien. Muffelich hat sie alsbald entdeckt und eilt auf Sante, der an ihrer Spize erscheint, zu. Heute, wo es sich nicht um ein bei ihm nachgesuchtes Darlehen handelt, ist er die Freundlichkeit selbst. " Guten Abend, meine Herren," ruft er ihnen schon von Weitem zu. Freut mich, daß Sie nicht fehlen, wo es gilt, das Wohl des Vaterlandes zu berathen. Ich habe in Ihrer Angelegenheit doch noch mit dem Herrn Doktor Rücksprache genommen. Derselbe erwartet Sie, und wenn Sie erlauben, führe ich Sie zu ihm." " Der große Saal im Gasthof zur Zentralhalle" war einfach und sinnig dekorirt; unabsehbare Stuhlreihen durchzogen, wie ebensoviele dicke Linien, den weiten Raum quer Dr. Raffmans war viel freundlicher, als sein Oberdurch, und die einzelnen frühzeitigen Besucher verloren sich schreiber. Er reichte Hanke, sowie den anderen Mitförmlich darin. Auf der dem Eingange entgegengesetzten gliedern der Deputation die Hand und bemerkte mit geSeite des Saales war ein Gerüst für das Präsidium und winnendem Tone: Nun, dann sollst Du auch nichts mehr von mir hören; die Redner aufgebaut. „ Es freut mich sehr, Ihre persönliche Bekanntschaft zu und die goldene Uhr kannst Du auch wieder zu Dir nehmen, Dr. Raffmaus ist bereits anwesend; er rekognoszirt machen. Herr Muffelich hat mich bereits mit Ihrem Ans ich habe nun keine Freude mehr daran. Und wenn Du das Terrain und bespricht noch mit einigen Leuten der liegen bekannt gemacht, und obwohl ich augenblicklich sehr mich unglücklich machen willst, so thue es mur, Du hast Partei geeignete Schritte für den Fall des Eintritts ge- darinsize, denke ich doch in der allerkürzesten Zeit Ihnen es zu verantworten, auf Dich kommt es, wenn etwas gewisser Eventualitäten. Alsbald erscheint auch Herr Muffelich mit dem gewünschten Darlehen unter die Arme greifen zu schieht." mit seinen Schreibern und weist einem Jeden seine Stelle fönnen. Herr Musselich muß sich inzwischen mit seinem Damit lief das Mädchen weinend fort. an, wobei er sie ermahnt, ja recht genau aufzupassen, damit Gelde gedulden, die Sache wird sich, denke ich, machen, Herrn Musselich schmeckte an diesem Sonntage sein sie bei den vorgesehenen Momenten das Bravorufen und meine Herren." Mittagessen nicht. Händeklatschen nicht versäumen. " Ihre Zusicherungen, Herr Doktor," erwiderte Hanke Vierzehntes Kapitel. Behaltet nur immer mich recht im Auge, da könnt mit einer achtungsvollen Verbeugung, sind für uns von Ihr gar nicht fehlen. Sobald ich mir mit dem Tuche über die der allergrößten Wichtigkeit, denn Sie räumen uns Stirne fahre, brecht Ihr los, und das ganz gehörig, damit damit das letzte Hinderniß aus dem Wege. Seien Sie Eure Umgebung durch Eure Begeisterung mit angefeuert gewiß, wir Arbeiter werden Ihnen diese Hilfe niemals ver wird. Sie, Herr Habicht, begeben sich auf die Galerie geffen. und übernehmen dort die Leitung. Ihre Stimme ist Ach, meine Herren, wenn ich nur könnte, wie ich wollte, etwas dünn, Sie werden also desto mehr mit den Händen es sollte bald Niemand im Staate zu klagen haben. Aber arbeiten." aller Drten legt man nns Hindernisse in den Weg. Dieses Bekomme ich denn die Stunden hier auch extra ver- Ministerium ist ein wahrer Stein des Aufstoßes, an welchem gütet, Herr Musselich? Denn diese Beschäftigung steht alle Steformen, die wir wünschen und verlangen mögen, wohl schwerlich in meinem Rontrakte zu 15 Groschen den Schiffbruch erleiden. Ja, wenn nur wenigstens die liberale Partei stramm und streng zusammenhielte, tda könnte man doch etwas hier und da durchsetzen. ( Fortsetzung folgt.) Eine Volt& versammlung. An einem der folgenden Tage sah man überall an den Straßenecken der Hauptstadt, sowie an den Laternenpfählen, Plakattafeln und Anschlagsäulen gelbfarbige Zettel, auf welchen mit Riefenlettern verkündigt wurde: Alle unsere Mitbürger D " werden hierdurch zu einer allgemeinen Versammlung behufs Besprechung wichtiger Landes Angelegenheiten auf heute Abend, Punkt 8 Uhr, im Saale der Bentralhalle" ergebenst eingeladen. Dr. F. Raffmaus, Advokat und öffentlicher Tag." Notar. Notar. E. Tieftrimt, Weinhändler. F. Rollmann, Sie haben zu schweigen und sich an Ihren Posten zu Kaufmann Dr. E. Luz, Sekretär der Gewerbe- begeben, Herr Habicht." " Der Atheismus ist der Feind, sagte Herr v. Caprivi| auftreten sollten. Janssen war Graveur und hatte Fus in der famosen Radau- Sigung des preußischen Landtags. angel die Stempelabdrücke und sonstiges Material verDer Gedanke ist alt, und auch das Wort ist nicht neu. schafft, das nun zur Unterlage für die Anklage gegen ihn Es erinnert uns aber an ein anderes Wort, das auch in selbst geworden ist. Die Fälschungen umfassen nach der einer Rammer ausgesprochen ward und von einem Mann, Anklageschrift die Zeit von 1876 bis 1891. Da muß sich der sich als Politiker und auch als Soldat- obgleich er Jeder verwundert fragen, wie in diesem ganzen Zeitraum nie eine Uniform getragen sicherlich mit Herrn die Fälschungen fortgesetzt werden konnten, ohne daß die von Caprivi messen kann. Wir meinen Gambetta's Leiter und höheren Beamten etwas davon erfuhren. Ob das berühmtes Wort: Le Cléricalisme, c'est l'ennemi der auch eine der Fragen ist, von denen Heine sagt: Und ein Klerikalismus- das Pfaffenthum ist der Narr wartet auf Antwort? Feind! Und mit diesem Spruch halten wir's. = tury Magazine" erschienen und seither die Reise um die Welt gemacht haben, der bekannte Brief der Frau Tschebrikowa an den Baren mit seinen tragischen Folgen für die kühne Schreiberin, gaben den ersten Anstoß hierzu. Im April 1890 entstand in England unsere Gesellschaft der Freunde Gründer der russischen Freiheit". Ihre lebten der Ueberzeugung, daß die öffentliche Meinung der zivilifirten Welt einen wohlthätigen Einfluß auf die Krise in Rußland haben werde. Sie erachteten es als ihr Recht und ihre Pflicht, die Sympathien des Auslandes dieser Idee dienstbar zu machen und die russischen Patrioten in ihrem Befreiungswerke thatkräftig zu unterstützen. Vor allem galt es, ein Organ zu schaffen, daß auf Grundlage authentischer Nachrichten und Originalberichte die Maßstände in Rußland, welche dem bureaukratischen Regierungssystem zugeschrieben werden müssen, vor bem Forum der öffentlichen Meinung der ganzen zivilifirten zivilisirten Welt zur Sprache brächte. Dieses Drgan( Free Russia") Russia") erschien englischer Sprache am 1. Juni 1890 zum ersten Male. Im folgenden Jahre( Mai 1891) wurde in New York eine amerikanische Gesellschaft gleichen Namens und mit demselben Attions Programm gegründet, deren Organ ebenfalls Free Russia" ist. D in Unsere englische Gesellschaft hat bereits auch außerhalb Englands Freunde und Anhänger gefunden; sie zählt Mitglieder in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Holland und Dänemark. Der Erfolg, den unsere Bestrebungen bei den englisch sprechenden Völkern( England, Amerika) erzielt haben, ermuntert uns, unsere Wirksamkeit auf das zweitgrößte Arbeitsfeld zu übertragen und einen Appell an die Völker deutscher Bunge ergehen zu lassen. Der Umstand, daß die belgische Regierung zu Gegen den zwangsweisen Religionsunterricht reaktionären Zwecken die demokratische Einrichtung des der Kinder von Dissidenten spricht sich auch die ultra- Referendums erstrebt, d. h. das Recht, Gesetze, welche montane„ Kölnische Volkszeitung" aus. Sie schreibt: von der Volksvertretung beschlossen worden sind, vor endDer moderne Staat, zu deffen Einrichtungen die Zivilehe giltigem Inkrafttreten erst der Urabstimmung der Wähler gehört, dessen Angehörige jederzeit sich für konfeffionslos er zu unterwerfen dieser Umstand hat, wie wir voraussahen, flären können und ihre Kinder nicht taufen zu laffen brauchen, vielfach Erstaunen und Befremden erregt. Man hat ge= mithin das gesetzliche Recht auf Konfessionslosigkeit besigen, erhebt hier den Anspruch, Religionsunterricht an die Kinder meint, die belgische Regierug fordere das Referendum einreligionslofer Eltern zu ertheilen, beziehungsweise in seinem feitig für die Krone, sodaß die Regierung allein in der Namen und Auftrag ertheilen zu lassen. Dieser Anspruch wird Lage sei, dieses Recht auszuüben, das sie natürlich nur in zwar in guter Absicht und lediglich den Angehörigen der nicht solchen Fällen ausüben werde, wo ihr mißliebige Gesetze anerkannten Religions Genossenschaften gegenüber erhoben. vorliegen und wo sie also nichts verlieren und nur gewinnen Gleichwohl steht dieser Anspruch mit den Fundamental- Prin- fann. Auch wenn dem so wäre, würde immerhin der Beweis zipien des modernen Staates in grellftem Widerspruch. geliefert sein, daß die belgische Regierung der Ueberzeugung Ohne Zweifel hat ja der Entwurf wesentlich die Kinder ist, durch ein sogenanntes direktes Votum der Wähler mehr Der Eltern im Auge, welche in gefeßlicher Form aus den Wasser auf die Mühlen der Reaktion leiten zu können, als anerkannten Religionsgenossenschaften ausgeschieden sind, als tonfessions- und religionslos sich selbst bezeichnen, von irgend durch ein Kammervotum. Und in dieser Annahme würde welchem Religionsunterricht für ihre Kinder daher nichts wissen die Regierung ganz recht haben. Denn die Massen des wollen und dieselben als Neuheiden aufwachsen lassen. So belgischen Volks find Dank der katholischen Musterkirche beklagenswerth, und zwar auch vom staatlichen Gesichtspunkt in ihrer Erziehung so vernachlässigt, und Dank dem die Erscheinung ist, daß diese Religionslosigkeit in den der Raubgenie der liberalen Bourgeoisie in einer solchen Sozialdemokratie verfallenen und weiter verfallenden Volts- fozialen Nothlage und Abhängigkeit, daß es einer Regieschichten stetig um sich greift, so bietet gerade der moderne rung, die nur ein Bischen nachhilft", nicht schwer fallen Staat dem Sozialdemokraten für seine Konfessions- bezw. Religionslosigkeit geseglichen Schutz. Wie könnte daher tann, eine ihr genehme Urabstimmung durchzusehen. In der moderne Staat die Eltern hindern, ihr Kind in den undemokratischen Staaten sind gerade die demokratischsten gleichen Grundsätzen zu erziehen bezw. erziehen zu lassen, Einrichtungen oft der Freiheit und dem Fortschritt am gewelche ihnen felbft anzunehmen und zu befolgen gesetzlich fährlichsten. Von den Napoleonischen Plebisziten anstandslos gewährleistet sind! ( Appellen ans Volt") sprachen wir gestern schon. Unsere Es würde aber auch praktisch auf diesem Wege nichts Leser wissen, daß Fürst Bismarck, der Napoleon den erreicht werden. Der Aktion der Schule würde die Aktion Kleinen To gern nachäffte, allezeit eine große Wir wünschen dem Blatte vielen Erfolg im Kampfe es wiederholt gegen den russischen Despotismus und hoffen, daß es auch der sich oft bestätigt hat. Wer glaubt, im Gegensatz zur versucht hat, mit Hilfe seiner nationalliberalen Windsäcke in Deutschland ihm nicht an zahlreichen Freunden und Familie das Kind durch den Religionsunterricht in der Schule einen Entrüftungssturm" gegen den Reichstag herauf- Förderern fehlen wird. für das Christenthum gewinnen zu können, der giebt sich einer zubeschwören. des Elternhauses entgegentreten und letztere zweifellos Neigung für Plebiszite gehabt, und als die wirksamere fich erweisen. Das ist ein Erfahrungssatz, Wir glauben nicht nur letzteres, sondern sind sogar überzeugt, daß die gegen den Willen der Eltern zum Religionsunterricht gezwungenen Kinder ein gefährliches Ferment der konfessionellen Schule sein werden. Dabei glaubt fie natürlich ihre Rechnung zu finden. nicht eine Macht da wäre, die einen Strich durch die Und die Rechnung würde gewiß auch stimmen, wenn Rechnung machen wird nämlich die belgische Sozialdemokratie, welche das in Nacht und Elend versunkene Voik zum Bewußtsein seines Menschenrechts und seiner Menschenwürde erweckt, und die stumpfsinnigen Sklaven in begeisterte Kämpfer für die Emanzipation des arbeitenden Bolles verwandelt. Mit der heutigen Nummer erscheint unser Organ in deutscher Sprache. Daffelbe wird das Bruderorgan von" Free Russia" und wie dieses bestrebt sein, dem deutschen Leser Aufklärung über die russischen Zustände zu bringen. Wir verzichten dabei auf rasche und prompte Mittheilung der Nachrichten zu Gunsten der Genauigkeit und der Feststellung des jeweiligen wirklichen Sachverhalts. Auf diese Weise hoffen wir, nicht nur einem längst tief empfundenen Bedürfniß, nämlich der Wahrheit über Rußland, zu dienen, sondern auch Freunde und Anhänger für unfere Bestrebungen zu gewinnen. Wir hoffen ferner, daß, sobald sich eine Anzahl solcher um Frei Rußland" geschaart, auch auf dem Kontinent eine Gesellschaft von Freunden der russischen Freiheit erstehen werde. " Darlamentarisches. Parteinachrichten. start besuchte Bolts versammlung statt, in welcher Genosse In Herne fand am 31. Januar im Bomm'schen Saale eine Stadler einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über das vorgeschlagene neue Schulgeset hielt. Es wurden einstimmig folgende Resolutionen angenommen: Täuschung hin. Wenn das Elternhaus lediglich gleich- Was von dem Referendum gilt, das gilt in gewiffem giltig fich verhält, ja; der im Elternhause vorhandenen Maaße auch von dem allgemeinen Wahlrecht, bewußten und verbiffenen Abneigung gegen alles Religiöse und es ist bekannt, daß Fürst Bismarck sich für dasselbe gegenüber ist die Schule ohnmächtig. nicht deshalb entschloffen hat, weil es demokratisch ist, sondern weil er bessere Geschäfte damit zu machen hoffte, als mit dem preußischen Dreiklaffen- Wahlsystem, das ihm nur Die Kommission für Abänderung des Wahlgefehes deshalb das elendeste aller Wahlgefehe" war, weil es ihm entschied sich gestern für Einführung der Kouverte, welche bis zu dem Kriege mit Frankreich feine Majorität gab. amtlicherseits zu liefern und abzustempeln sind. Diese Umschläge, Aber, wie uns mitgetheilt wird, will die belgische Re- in welche der Wähler den Zettel abzugeben hat, sollen undurchIn der sozialdemokratischen Gesellschaft, schreibt gierung das Referendum gar nicht für sich oder die ſichtig, von weißem Papier und von bestimmter Größe und die Magdeburger Beitung" und der Reichs- Anzeiger"" Krone" monopolifiren. druckt es nach, geht es gegenwärtig langweilig her und ihre unter gewissen Bedingungen Gemeingut werden Wahllofale in einem besonderen Raum den Stimmzettel in Sie soll bereit sein, es Gewicht sein. Die Kommission sprach sich auch im Prinzip für die Aufnahme einer Bestimmung aus, wonach der Wähler im Bresse ist recht unintereffant. Das nationalliberale Blatt zu lassen, so daß, wenn eine bestimmte Zahl von bas Kouvert zu stecken und dann letzteres selbst in die Urne zu spricht dann über die durchaus unklare Stellung" der Wählern oder von Kammermitgliedern es erheischt, eine stecken habe. fozialdemokratischen Presse zum Boltsschul- Gesez und meint: Urabstimmung stattfinden muß. Hinter dieser anscheinend apathischen Haltung verbirgt sich im Grunde aber nur die Mißstimmung, die seit einiger Zeit, und zwar seit dem Niedergange des Buchdruckerstreits auf der ganzen fozialdemokratischen Linie herrscht. Die Geldmittel sind bis aufs Aeußerste erschöpft 2c." Von einer„ unklaren Stellung", die wir zum Boltsschul- Gesez einnehmen, kann bei uns wohl nicht die Rede sein. Wir haben unsere Stellung oft und deutlich genug zum Ausdruck gebracht. Von einer MiB stimmung fühlen wir noch weniger; im Gegentheil ist der Kampf, den die herrschenden Klassen unter sich aufführen, die sich aufspreizende Wuth der Liberalen gegenüber In London spielt sich wiederum eine Episode des entschiedenste das Vorgehen des Kultusministers von Beblitz be 1. Die Volfsversammlung verurtheilt auf das Allerben Keulenschlägen der Regierung, das Prahlen mit stolzen Rampfes ab, der seit Jahren von den dortigen Arbeitern züglich der neuen Schulgeseßvorlage. Der Kultusminister bezeugt be Worten und das feige zu Kreuze triechen hinterher, das gegen die Unterdrückung des Versammlungsrechtes durch durch die Einbringung und Befürwortung dieser Vorlage, daß er Rütli- Bündniß zwischen Bennigsen und Richter und die die Polizei geführt wird. Die Londoner Arbeiter, und be absolut nicht gewillt ist, für die arbeitende Klasse etwas zu thun. Absage und Verleugnung desselben schon am Tage darauf, der Heldenmuth Miquel's und so vieles Andere für uns eine sonders die Sozialisten, beanspruchen für sich dasselbe Recht, Im Gegentheil hat er nur das Interesse der herrschenden Klaffe bas man allen anderen Bevölkerungsschichten der Riesen- im Auge. Die Annahme des Kultusministers, daß er Quelle der Befriedigung. Die Magdeburger Zeitung" und ftadt gewährleistet: das Recht nämlich, auf Plätzen und bei dieser Borlage das ganze Bolt hinter sich habe, ihre nationalliberalen und freifinnigen Kollegen könnten an Straßen, wo der Verkehr nicht gestört wird, im Freien sich weisen wir auf das Allerentschiedenste zurück. Wir wünschen und ihrer eigenen, nichts weniger als behaglichen Stimmung wohl selbst heraus empfinden, daß nicht wir es sind, die zu versammeln und ihre Angelegenheiten zu berathen. Auf hoffen, daß die ganze deutsche Bevölkerung einmüthig Brotest Anlaß haben, verstimmt zu sein. Sem Trafalgar Square endete dieser Kampf mit einer gegen die neue Borlage erhebt, damit den Lehrern die gefetliche Freiheit gewahrt wird, welche ihnen zur wahren AusNiederlage der Arbeiter und dieser Plaz wurde für bildung der Kinder so sehr nothwendig ist." Versammlungen geschlossen. Der Erfolg, den die Be- 2. Die Voltsverfammlung würde es auf das Tiefste beFür den Volksschulgefeh- Entwurf schien der Staat hörden bei dieser Gelegenheit über die Arbeiter er bauern, wenn die Schulgesetz Borlage zur Annahme gelangen anwalt Woytasch Stimmung machen zu wollen und zwar fochten, hat sie angespornt, ihren Unterdrückungsfeld- würde, da die Konfessionsschule sich vorzüglich dazu eignet, das in seinem Plaidoyer gegen den Raubmörder Wetzel. Die zug gegen das Versammlungsrecht weiter auszudehnen. In Bolk in feiner geistigen Entwickelung zurückzuhalten Lehre, das Leben auf Erden so angenehm wie möglich zu Chelsea, dem Londoner Stadttheil, der zwischen Hydepart soviel Bildung demselben gönnend, als im Intereſſe des gestalten und sich nicht um ein Jenseits zu fümmern, und der Themse gelegen ist, wurden die ,, open air"-Meetings beitenden Wolfes foll fo breffirt werden, daß es fein Kapitalismus nothwendig ist. Das heißt, der Geist des ar zeitige folche Früchte wie diesen Raubmord. Es sei dieses( Versammlungen im Freien) der Arbeiter ebenfalls unter hartes Loos ohne Murren weiter tragen soll. Gerade wie in eine Mahnung, wieder die Religion zu Ehren zu bringen, brückt, und seit Kurzem wird daselbst ein erbitterter Rampf Jesuitenschulen zu blinden Werkzeugen der Kirche und des und er ersuche die zahlreich erschienenen Vertreter der Breffe, die Frreligiosität und ihre Folgen bei Besprechung zwischen der unterdrückenden Polizei und den sich für ihre Ordens, so sollen die Kinder der arbeitenden Klasse zu blinden diefes Prozesses in den Bereich ihrer Betrachtungen zu Werkzeugen des Kapitalismus herangebildet werden." Die Redner des Letzteren, besonders die Sozialisten, Es folgte alsdann die definitive Vorstandswahl des lehthin ziehen. gegründeten Arbeiter- Bildungsvereins. Zur Aufnahme meldeten Diesem Wunsche des Herrn Woytasch kommen wir versuchen immer wieder, auf den verbotenen Plätzen zu fich wiederum 62 Mitglieder, so daß der Verein innerhalb vier gerne nach, indem wir ihn auf die Statistik verweisen, urtheilt, erst zu Geldstrafen, dann auch zu Gefängnißstrafen, heit wurde ausdrücklich betont, daß der Verein voll und ganz sprechen. In Maffen werden die Leute verhaftet und verwochen auf 150 Mitglieder gewachsen ist. Bei dieser Gelegenwelche nachweist, daß gerade in den Gegenden, wo der kirch- und eine ganze Reihe von Rednern sind bereits ins Ge- auf den Boden der Sozialdemokratie getreten ist und sich das liche Glaube ausschließlich herrscht und wo der Atheismus fängniß gesandt. Gegen zwanzig derfelben wurden kürzlich Erfurter Programm zur Richtschnur dienen lassen wird. Zum kaum irgend welche Vertreter hat, der Prozentsatz der Verbrecher am höchften ist. Wetzel wie Hödel sind kirch wieder zu Geld- und Gefängnißstrafen bis zu sechs Vertrauensmann der Partei wurde Genosse. Stabler ge Wochen verdonnert und für die Dauer eines wählt. An denselben sind alle die Partei betreffenden Sendungen lich erzogen, und wenn man in den Zuchthäusern eine Enquete Jahres unter eine Friedensbürgschaft bis zu hundert zu richten. anstellt, so wird man auch in ihnen nur wenige finden, die aber immer neue Sprecher mit dem konfessionellen Glauben vollständig gebrochen haben. Pfund Sterling gestellt, Aus ganz London melden sich treten an ihre Stelle. In Güstrow fanden am 27. und 29. Januar Versammlungen Un gemeinen Verbrechern fehlt es selbst nicht in der Geist sozialistische Redner für Chelsea, um den Kampf für die slatt, darunter eine für Arbeiterinnen, in welchen Frau Steinlichkeit. Der Herr Staatsanwalt hätte allen Anlaß, nicht freie Rede daselbst weiter zu führen. Sobald sie ihre Rede Bedeutung für die moderne Arbeiterbewegung, sowie über die bach aus Hamburg über die gewerbliche Frauenarbeit und deren die Religionsfrage bei solcher Gelegenheit heranzuziehen; beginnen, fährt die auf den Blaze vertheilte Bolizei auf Frage referirte: Welches ist die beste Organisationsform? Jede wir glauben, eine eingehende Erörterung würde für ihn fie los, packt sie und schleppt sie auf die Polizeistation, von dieser Versammlungen war von wohl 1000 Personen besucht und nicht günstig gusfallen. Von den edelsten und erleuchtetsten wo aus sie dann dem Richter zugeführt werden, dessen ihr Verlauf legte Zeugniß davon ab, daß sich die Idee des SoGeistern unserer Nation wissen wir, daß sie sehr weit von Spruch sie ins Gefängniß weiterbefördert. zialismus auch in jenen Gegenden Mecklenburgs mehr und mehr bem entfernt waren, was man in der offiziellen Sprache Spruch sie ins Gefängniß weiterbefördert. Die tapfere Ausdauer der Sozialisten in Vertheidigung Bahn bricht, welche in der Arbeiterbewegung bisher noch zu den nnter Religion versteht. der Rechte ber Arbeiter erzeugt bei den Massen große rückständigen zählten. Sympathie für dieselben und dieser kleine Krieg mit der Polizei erweckt in" außerordentlicher Weise das Intereffe solcher Londoner Arbeiterkreise, die den Sozialisten bisher noffe Klüß aus Elmshorn am 14. Januar wegen Beleidigung fernstanden, und bringt ihnen viele Proselyten. Warum gegen Baare die Anklage erhoben werden muß? Unter dieser Ueberschrift beginnt die Westfälische Boltszeitung" eine Reihe von Artikeln. Sie sucht zu beweisen, daß Geheimrath Baare und seine Ingenieure an den Vorkommnissen auf den Werken des Bochumer Vereins mitschuldig seien. Die Ausführungen des Blattes seien durch die gerichtliche Untersuchung bestätigt. Wie bereits mitgetheilt, sind in den Anklagestand verfekt worden 12 Arbeiter und 5 Meister des Bochumer Vereins. Unter den letzteren befinden sich Quantius und Janssen, die früher auf dem Bochumer Verein be schäftigt waren, jetzt aber als Hauptzeugen für Fusa ngel Rechte wehrenden Arbeitern geführt. " . • Polizeiliches, Gerichtliches ze. nur Vom Schöffengericht zu Rantau wurde Ge des Schuhmacher- Meisters Kneisner in Barmstedt, welche in einer öffentlichen Schuhmacher- Versammlung während der Barmstedter Frei Rußland", deutsches Organ der Freunde der Aussperrung im vorigen Sommer geschehen sein sollte, au 3 M. russischen Freiheit. Von dieser jeden Monat einmal in London event. 1 Tag Gefängniß verurtheilt. erscheinenden Zeitschrift ist die erste Nummer erschienen. In Gegen das Urtheil ist Berufung eingelegt. Hoffentlich lohnt dem an alle Freunde der russischen Freiheit" gerichteten sich dieselbe der Kosten. Aufrufe wird über die Gründung dieses Organs folgende Mittheilung gemacht: Die Enthüllungen des Amerikaners George Kennan über das sibirische Verbannungssystem, welche 1887-1890 im Gen Theater. Donnerstag den 4. Februar. Circus Renz. Karlstraße. Opernhaus. Tannhäuser und der Donnerstag, den 4. Februar 1892, Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Die Großstadtlust. Deutsches Theater. Kollege Krampton. Berliner Theater. Othello. Residenz- Theater. Musotte. Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. Lumpengesindel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Herr und Frau Doktor. Bellealliance- Theater. Der Herr gottschniger von Ammergau. Oftend- Theater. Liane, die zweite Frau. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplatz- Theater. Berliner Pflaster. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Abends 71/4 Uhr: ,, Auf Selgoland" BI oder: Ebbe und Fluth. Todes- Anzeige. Am 1. Februar verstarb an der Proletarier Krankheit unser Mitglied, der Schlosser Max Triebus. Der Vorstand Grosse Volks- Versammlung " am Montag, den 8. Februar, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei Tivoli" am Kreuzberg. Tages Ordnung: 1. Der Entwurf des neuen Volksschul- Gesetzes und die Sozialdemokratie. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. Der wichtigen Tages Ordnung wegen ersucht um zahlreiches 336/20 des Verbandes aller in der Metall- Erscheinen, namentlich der Frauen. Der Vertrauensmann. Große hydrologische Ausstattungs den 5. Februar, Nachm. 3 Uhr, von Seine Beerdigung findet am Freitag, National- Tänzen( 6C Damen), Auf- Friedrichshain aus statt. Pantomime in 2 Abtheilungen mit der Leichenhalle des Krankenhauses am zügen. Neue Einlage: Die GardeHusaren und lanen. Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Industrie beschäftigten Arbeiter Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten Berlins und Umgegend. u. f. w., arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Eine Schulquadrille geritten von 8 Herren. 6 Trakehner Rapphengste, zusammen dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Solon, geritten von der Schulreiterin Frl. Clotilde Hager. Elimar( Strickspringer), vorgeführt von Frl. Oceana Renz. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Auftreten der Reitkünstlerinnen Mlles. Natalie, Theresina und Adele, Fachv. d. Tischler. Sozialdemokratischer Wahlverein f. den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freitag, den 5. Februar, Abends 82 Uhr: Vorstandssitung in Norbert's Restaurant, 324/16 Beuthstraße 21/22. Gebrüder Richter's Variété. Spe- sowie der Reitkünstler Herren Franks, Lese- und Diskutir- Verein zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder " Jules und Giovanni. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtl. Klowns. Täglich: ,, Auf Helgoland". Herwegh. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Sonnabend, d. 6. Februar 1892, im Elysium, Landsberger Allee 40/41: Grosses Konzert u. Ball verbunden mit Vorträgen ernsten u. heiteren Inhalts. Anfang präzise 8 Uhr. Gntrze infl. Lanz 30 Bf. Billets sind in den bekannten Zahlstellen und in den mit Plakaten be legten Geschäften zu haben. 387/10 Nachmittag& Uhr( 1 kind frei): bie Wereinsligungen von jest Verband der Vergolder, Goldleistenarbeiter stattfinden. Aschenbrödel."( Ballet Ginlage: Donnerstag, Abends 8½½ Uhr, bei " Frühlingsreigen Walzer.") Max Schayer, Reichenbergerbends 71/2 Uhr: ,, Auf Helgoland.raße 54, Ecke Lausigerstraße, E. Renz, Direktor. Gäste haben. Zutritt. B Der Vorstand. Centralverein Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Edhe Karlstr. Seute Abend 72 Uhr: Große Brillant Vorstellung. Besonders hervorzuheben: 10 Rapphengste in Frei# 403/12 und Berufsgenossen. Sonntag, den 7. Februar, in Joël's Gesellschafts- Sälen, Andreasstraße Nr. 21: IL. Stiftungs- Fest deutscher Böttcher. Raffen- Eröffnung 4 Uhr. Sonnabend, den 6. Februar: beit dreffirt und vorgeführt von Herrn Gr. Wiener Maskenball Max Schumann. Mr. Manzoni als in Sternecker's Bürgersälen", Konzert- und Koupletsänger. Saltomortal- Reiter. Miß Adele Hod- Dresdenerstraße Nr. 96. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags gini, Barforce Reiterin. Das Schul- Freunde und Genossen sind freund 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pi, pferd Albert" geritten von Fel. Adele lichst eingeladen. Billets sind zu haben H. Manteuffelstr. 92; Lorenz, G. Straßburgerstr. 29; Otto Linsenbarth, Rigdorf, Biethenstr. 33, 2 Tr. 185/7 Der Vorstand. Stempel u. Gra verbunden mit Vokal- und Instrumental- Konzert. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Euphonia, Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten Frik Zubeil. Anfang präzise 5 Uhr. Freunde und Gönner find willkommen. Herren- Billets à 50 Pf. inklusive Tanz, Damen 30 Pf. Billets sind zu haben bei E. Nolte, Rüdersdorferstr. 23; G. Fiebig. Straße 23;. Rimpel, Joachimstr. 11, sowie in der Garderobe. Cuvrystr. 6; H. Railer, Reichenbergerstr. 22; G. Wormuth, Bernauer R. 326 20 Das Comité. Empfehle meinen berühmten Mittags- liebten Klowns Little Frod und Tauti. Gubenerfit. 12a voru 1 Tr.;&. Barbiz Abrechnung über die Fondsmarken der Former zu Berlin. tisch à la Duval. 3 Kegelbahnen Rococo- Quadrille geritten v. 16 Damien. 6 Billards, 2 Säle. 1169L Die Wagenpromenade mit 4 Rapp hengsten dargestellt, vorgeführt von Etablissement Buggenhagen Serrn Max Schumann. ,, Pidibus", astat. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. 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Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Vom Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oktober 1891, wird der Neudruck Mittwoch, den 10. Februar er. zur Versendung gelangen. Alle bisher zurückgestellten Aufträge finden an diesem Tage ihre Erledigung. Wir ersuchen die Parteigenossen, denen Exemplare fehlen, und ihren Bedarf baldigst anzugeben. N Massiv goldene Ringe, Ketten, Armbänder, Broches, Medaillons, ShlipsNadeln, Granaten, Corallen etc. zu Fabrik- Preisen, billiger wie in Massiv goldene Trauringe euheiten! Schweizer Uhren jedem Laden. in garantirt rein. Dukatengold, ohne jeglichen Zusatz: 1 Dukaten schwer 11 Mark, 1Dukaten 16 Mark, 2 Dukaten 21 Mark, 14 karätig von 6 Mark, 8 karätig von 4 Mark an. Cylind.-Remont. Silberne25 28 33u. 40 Mk. Silberne 14 17 20 bis 25Mk. Anker- Remontoir Damen- Remontoir Nickel Cylinder R15 M. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1989L Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 29. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 162. Sigung vom 3. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, Marschall, Bosse. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste und eventuell zweite Berathung der Deklaration des deutsch- spanischen Handelsvertrages, wonach die theilweise Verlängerung desselben bis zum 80. Juni 1892 ausgesprochen wird. Eine Debatte findet nicht statt; die Vorlage wird in zweiter Lesung unverändert angenommen. Donnerstag, den 4. Februar 1892. Abgeordnetenhaus. 9. Jahrg. 10. Sigung vom 3. Februar, 11 Uhr. Kommissarien. Ain Ministertische: Miquel, von Schelling und Polizeiverwaltung in den Stadtgemeinden. Eingegangen ist der Gesetzentwurf, betreffend die Kosten der Rechnungsvorlagen: Die allgemeine Rechnung für 1888/89 und Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berathung mehrerer 1890/91 werden der Rechnungskommission überwiesen; der Rechendie Uebersicht von den Staatseinnahmen und Ausgaben für schaftsbericht über die weitere Ausführung des Gesetzes, betreffend den weiteren Erwerb von Privateisenbahnen werden durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. überwiesen. Die Vorlage wird nach längerer Debatte der Justizkommission haushalts- Gtats für 1892/93 ein, welche beginnt beim Etat des Darauf tritt das Haus in die zweite Berathung des StaatsFinanzministeriums. treten lassen. schiedensten Richtungen sind Versuche gemacht worden, auch durch vom„ Theilen", worauf die Sozialdemokratie hinauswolle, die Gesetzgebung helfend einzugreifen. Die noch neue Gesetz haben wohl den Zweck gehabt, die sozialpolitische gebung über die Rentengüter berechtigt zu gewissen Hoffnungen. Weisheit der höheren Regierungsbeamten möglichst bloßDas vorgeschlagene Gesetz wird in den verschiedenen Ländern und zustellen. Schon 1878 hat Schäffle in seiner Quintessenz verschiedenen Provinzen sehr verschieden wirken; die Inanspruch des Sozialismus diese Auffassung als platteste Ignoranz be= vonnahme der Landesgesetzgebung ist daher nicht zu umgehen. Der zeichnet. Heißhunger nach Besitz in der deutschen Bevölkerung ist so groß, Darauf wird die Debatte geschlossen. daß jede Regierung, welche dieses Verlangen befriedigt, etwas In einer persönlichen Bemerkung verwahrt sich Abg. Grat Großes leisten und schwere Gefahren beseitigen würde. Gesetz- v. Ballestrem gegen die Unterstellung, daß er dem Entwurf gebung, Verwaltung und Privatthätigkeit müssen hier zusammen- nur ein ehrenvolles Begräbniß in der Kommission habe bereiten wirken. Der Staat sollte in dieser Beziehung nicht bloß seine wollen. Er wünsche eine eingehende Berathung, und was er sage, Arbeiter in den fiskalischen Häusern zur Miethe wohnen lassen, das meine er auch. sondern sie wirklich ansässig machen. Es ist das gar nicht un- Nach dem Schlußwort des Mitantragstellers Abg. Grafen Darauf werden Anträge aus dem Hause berathen. ausführbar. Douglas wird der Gesetzentwurf an eine Kommission von Am 21. Juni 1890 haben die Deutschkonservativen( Graf Abg. Menzer( dk.): Dem Bedenken einzelner Juristen 21 Mitgliedern verwiesen. b. Dönhoff- Friedrichstein, Graf v. Douglas, Gehlert, Luz, Menzer, gegen unfern Antrag stehen die günstigen Urtheile anderer Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr. Graf Moltke und Genossen) dem Reichstage den Entwurf eines Juristen gegenüber. Der Entwurf ist erst der wirkliche( Nachtragsetat, fleinere Vorlagen.) Heimstättengesetzes für das Deutsche Reich vorgelegt. Abschluß der sozialpolitischen Gesetzgebung, erst die Krönung der Nach dem Antrage hat jeder Angehörige des Reiches nach voll- Sozialreformt. Keine Nation hat so viel guten Willen bewiesen, endetem 24. Lebensjahre das Recht zur Errichtung einer Heim- dem wirthschaftlich Schwächeren zu helfen, als die deutsche. Das stätte. Die Größe derselben darf die eines Bauernhofes nicht über- muß endlich einmal im deutschen Reichstage ausgesprochen werden. steigen und muß wenigstens einer Arbeiter- oder Bauernfamilie Reichlich 4 Millionen von den 71/2 Millionen deutscher HausWohnung und Produktion der nothwendigen Nahrungsmittel haltungen sind schon heute in der Lage, eine Heimstätte errichten gewähren. Der zur Heimstätte festzulegende Besiz darf nur bis zu können. Möge das Haus den großen Schritt vorwärts thun, zur Hälfte des Ertragswerthes mit amortisirbaren Renten ver- welchen die Errichtung von Heimstätten bedeutet; möge es auch schuldet sein. Schulden dürfen auf Heimstätten nicht eingetragen auf diesem Wege Baterland, Christenthum und Monarchie werden. Die Heimstätte ist untheilbar. stärken! Abg. Graf v. Dönhoff- Friedrichstein begründet den Ent- Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit) polemifirt wurf Namens der Antragsteller und wünscht die Ueberweisung gegen den Abg. v. Bar, der die Wichtigkeit der Materie ganz desselben an eine Kommission. Das Bedürfniß zum Erlaß eines erheblich unterschäße; alle Bedenken von dieser Seite wären folchen Reichsgesezes sei nicht zu leugnen und ebenso lasse sich wesentlich formaler Natur. Keine Idee sei populärer bei der erwarten, daß auf diesem Wege ein stabiler, gesunder Bauern- ganzen deutschen Bevölkerung, als das Heimstättenrecht, über stand, wenn die Landesgesetzgebungen ihre Pflicht thun, in welches der Berliner Professor Gierke entgegengesetter Meinung die Führung der Aufsicht bei den Amtsgerichten I Es folgt die erste Berathung des Gesehentwurfs, betreffend Deutschland zu erhalten sein werde. Der Bauer fomme beim sei als Herr von Bar. Die Einwände gegen die Durchführbar- und dem Landgericht I in Berlin, sowie die Handhabung der freien Spiel der Kräfte zu kurz. Andererseits habe die sozial- feit seien nicht sehr ernst zu nehmen, weder die von der rothen, Disziplinargewalt bei dem ersteren Gerichte. politische Gesetzgebung der lezten 10 Jahre für den Arbeiter noch die von der goldenen Internationale.( Lachen lints.) und Tagelöhner viel, für den Bauern nichts gethan. Die wirklichen Gründe, die wahren Ursachen liegen bei beiden Abg. v. Bar( dfr.) ist erfreut, daß der Antragsteller nicht in der Furcht vor der Konsolidirung unserer bäuerlichen Veran die phantastische Schilderung gestreift habe, mit welcher in hältnisse und der Seßhaftigkeit unserer Arbeiter; aus diesen Geden auf dem Lande verbreiteten Broschüren die Glückseligkeit fichtspunkten sei der Widerstand gegen den Entwurf zu verstehen. ausgemalt werde, welche diese Heimstätten- Gesetzgebung über die Besitzer eines eigenen Heims feien ganz unzugänglich sozialdemo Bauern bringen werde. Diese Ueberschwänglichkeiten müßten bei fratischen Theorien. Heute sei der heilige deutsche Grund und ersten Mal die Neuregelung der Gehälter der Unterbeamten Zu den Ausgaben und zwar beim Titel 6, bei welchem zum der Berathung ganz besonders nüchtern geprüft werden. Der Boden Schacherobjekt geworden. Der Verschuldungszwang Saz an der Epiße des Entwurfs: das Recht zur Errichtung einer Heimstätte", klingt beinahe führen; bald würde man in Deutschland vollständig beim Juden kunft dem Etat eine Nachweisung über die Regelung der AltersJeder Deutsche hat infolge des undeutschen Erbrechts müßte zur Bersplitterung nach Altersstufen erscheint, liegt eine Resolution der Budgetfommission vor: Die Staatsregierung aufzufordern, in Bu so, als ob es sich hier um eine Bodenvertheilung handle; zur Miethe wohnen. Der sozialdemokratische Gedanke werde am stufen für das Aufsteigen im Gehalte anzufügen, wenn und so juristisch soll er nur besagen, daß jeder Grundbesitzer besten bekämpft durch den Gedanken des Eigenthums; für den weit eine Aenderung in dieser Regelung eintreten foll und zwar unter den Bedingungen des Gesetzentwurfs feinen Besitz in eigenen Herd fämpfe jeder mit Löwenmuth. Privatthätigkeit alsdann unter Hervorhebung der Verschiedenheit gegenüber der eine Heimstätte verwandeln kann. Wenn das so ausgedrückt allein könne nichts nühen; der Staat müsse eintreten. Das Nachweisung zum Etat 1892/93 bezw. gegenüber den später bewäre, würde allerdings der agitatorische Werth erheblich gefunken Gesetz müsse aber bald ergehen, unter allen Umständen noch vor und der Erfolg jener Broschüre entsprechend geringer sein. Die dem Jukrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches.( Beifall rechts.) schlossenen Aenderungen. analoge Gesetzgebung Nordamerikas habe ja viele Lobredner, aber Abg. Jordan( dfr.): Die Möglichkeit, auf dem Wege des Finanzminister Miquel: Ein flagbares Recht auf die AltersGüter dem Angriff der gewöhnlichen Gläubiger entzogen feien, Freunde desselben nicht bewiesen. Dem ländlichen Arbeiter gewähren, sobald die erforderliche Dienstzeit erreicht ist; von allen mit ihren Erfolgen sehe es sehr mißlich aus. Trotzdem diese Entwurfs Heimstätten zu schaffen, ist durch die Ausführungen der zulage soll zwar den einzelnen Beamten nicht zustehen, aber die Staatsregierung hält sich für verpflichtet, diese Alterszulage zu gehe ihre Verschuldung noch über das Durchschnittsmaß hinaus; mangel ist in weit einfacherer Weise abzuhelfen; man soll Abänderungen soll das Haus entsprechend der Resolution in auch sei die Sicherung des Uebergangs des Grundeigenthums vom fie gut bezahlen und noch besser behandeln. Hauptsächlich scheint Kenntniß gesetzt werden. Das System der Alterszulagen ist ohne Vater auf den Sohn dadurch nicht erreicht worden. Die Ueber den Antragstellern die Erhaltung des Kleingrundbesitzes und zwar vorherige Benachrichtigung des Hauses in dem Eisenbahnetat tragung eines solchen auf ganz anderen Grundlagen beruhenden namentlich in den östlichen Provinzen am Herzen zu liegen. Nach durchgeführt worden. Wird es nicht nach Wunsch des Hauses Instituts nach Deutschland sei sehr bedenklich. Mit Bewilligung meinen Erfahrungen als Landwirth und Kommunalbeamter, der ausgeführt, so kann es in jedem nächsten Etat die Mittelsäge der Heimstättenbehörde sollen allerdings bis zur Hälfte des Werths sehr lange in diesen Provinzen gelebt hat, würde man durch das wieder einstellen. Innerhalb des Etatsjahres kann die Regierung ausgeführt, so kann es in jedem nächsten Etat die Mittelsäge amortisable Rentenschulden eingetragen werden können im Falle Gefeß, wie es liegt, nichts erreichen. Für die Ausführung Aenderungen nicht vornehmen. Nimmt sie später Aenderungen einer Mißernte, zu nothwendigen Meliorationen und zur Ab- müßten ungezählte Millionen mobil gemacht werden, um diesen vor, so kann das Haus in jedem Augenblick eine Aenderung einfindung von Miterben. Die Ausschließlichkeit der Amortisations- kleinen Rentengrundbesitz zu schaffen. Uebrigens ist es unrichtig, vor, so kann das Haus in jedem Augenblick eine Aenderung einhypotheken würde aber nur den Zinsfuß steigern, denn ohne daß der deutsche Bauernstand im Ganzen von einer wachsenden höhere Berzinsung werde man kaum sein Kapital auf Nimmer- Beunruhigung erfaßt ist, weil er sich auf seinen Gütern nicht der Rest des Etats des Finanzministeriums und der Etat der Der Titel und die Resolution werden angenommen, ebenso wiedersehen hergeben wollen. Am bedenklichsten sei, daß für alle mehr halten fann. Gewiß giebt es auch hier lüderliche, verübrigen Fragen, auch für das Erbrecht, die Landesgesetzgebung soffene Leute, denen es schwierig wird, ihren Besitz zu halten; fompetent sein solle. Solche bäuerliche Fideikommisse würden aber im Allgemeinen sitzt der deutsche Bauer nicht nur sicher auf auch der sozialistischen Propaganda, die man doch damit haupt- feinen Besitz, sondern in weiten Bezirken des Landes vermehrt er sächlich betämpfen wolle, schwerlich wirksam entgegenarbeiten. ihn sogar langsam. Durch die Einrichtung der Heimstätten wird Die gute Absicht, welche die Antragsteller mit dem Gesetzentwurf der Kredit der Heimstättenbesiger geschwächt. Etwas anderes verbanden, sei auf diesem Wege also nicht zu verwirklichen. wäre es, wenn man Grund und Boden in größerem Maße für Der Ausdehnung des fleinen Bauernstandes stehe in weiten diese Zwecke durch Aufhebung der Fideikommiffe hergeben wollte; Gegenden des Deutschen Reiches am meisten die Geschlossen- thatsächlich aber hat in den letzten Jahren die Gebundenheit des beit des Großgrundbesizes und des Besitzes der Bodens auf dem Wege des Fideikommisses ungeheure Fortschritte todten Hand entgegen. gemacht. Eine Kommissionsberathung würde zweckmäßig bis nach Der Parteitag der rheinischen Sozialdemokratie, welcher Abg. Graf Ballestrem( Bentr.) erklärt Namens seiner Partei, den nächsten Wahlen zu vertagen sein; mögen die Herren von der am Sonntag in Koblenz tagte, war von 53 Delegirten aus daß diese der Idee des Gesetzes sympathisch gegenüber stehe Rechten dafür sorgen, daß dann nicht so viel Großgrundbesitzer, 41 Orten bezw. 24 Wahlkreisen besucht; gegenüber dem vor( Beifall rechts) und die Weiterberathung und Erwägung dieser sondern mehr Bauern in den Reichstag kommen!( Lachen rechts, jährigen Kölner Parteitag ein Mehr von 11 Orten. Aus den Idee in einer Kommission wünsche. Das Ergebniß der Berathung Beifall links.) Berichten der Agitationskommission sowohl wie der Delegirten dieser Kommission werde schätzbares Material für die Kommission Abg. Schippel( Soz.): Die Nede des Abg. Grafen Ballestrem erhellte, daß die Agitation in Rheinland gegenüber dem mit zur Ausarbeitung des bürgerlichen Gesetzbuches ergeben. Redner hat eigentlich keine Motivirung der Vorlage gebracht, sondern allen Mitteln arbeitenden Zentrum eine sehr schwierige ist. Es beantragt die Ueberweisung des Entwurfs an eine Kommission nur eine stille schlichte Bitte um ein ehrliches Begräbniß in der befigt von 35 Reichstags- Wahlkreisen 27. Bei der Erörterung von 21 Mitgliedern. Rommission. Es wird jetzt vielfach so dargestellt, als ob es sich der besten Art der Agitation fam es zu Meinungsverschiedens Abg. Gamp( Rp.): Meine politischen Freunde sind mit hier um die Wiederherstellung eines alten chriftlich- germanischen heiten hinsichtlich der Stellung der Partei zu der sogenannten dem Grundgedanken des Entwurfs gleichfalls einverstanden, aber Prinzips handle, in der That aber handelt es sich um die Wieder- religiösen Frage". Der Punkt„ Religion ist Privatsache" scheint nicht mit den einzelnen Vorschlägen. Erhebliche Bedenken haben belebung eines alten Feudalprinzips; danach war der Bauer dem feitens einzelner Redner quasi freidenferischer Beleuchtung unterwir dagegen, daß der Entwurf gleichzeitig die Erhaltung des Grundherrn spann, frohn- und handdienstpflichtig, und der Hof zogen worden zu sein. Schumacher- Solingen und Meistländlichen Grundbesitzes und die Seßhaftmachung der Arbeiter durfte nicht verschwinden oder getheilt werden, damit die Spann- Köln wandten sich besonders dagegen. Ganz richtig fagte anstrebt. Letzteres allein sollte das Ziel aller Parteien sein; auf fähigkeit nicht verloren gehe und die Steuerpflichtigkeit dem Orleans Neuß, man dürfe bei der Agitation nicht das diesem Wege allein werde man zu einer Versöhnung der sozialen Landesherrn gegenüber nicht schwinde. Diese alte Hörigkeit soll Pfaffenthum mit der Religion verquicken. Gegenfäße fommen. Die Interessen der Arbeiter mit Lohn- hier wieder stabilifirt werden, dazu soll die Heimstätte nicht der Das Agitationskomitee wurde schließlich beauftragt, wenn erhöhungen zu befriedigen, wie die Sozialdemokratie wolle, fei Theilbarkeit und der Subhastirung unterliegen. Die ersten Spuren möglich, alle Vierteljahre eine Agitationstour durch einen geunmöglich; eine dauernde Befriedigung sei weder mit partiellen der Heimstättenidee kamen vor zehn Jahren aus Amerika, sie wurden eigneten Genossen zu veranlassen. Diese Genossen haben die noch mit allgemeinen Lohnerhöhungen zu erreichen. Die aber völlig mißverstanden; in Amerika handelte es sich gar nicht Aufgabe, auch solche Orte, wo schon Parteithätigkeit besteht, aber Illusion des Theilens" werde in dem Gros der Sozialdemokratie um die größere Seßhaftigkeit des Bauernstandes einen solchen infolge Lofalmangels öffentliche Versammlungen nicht möglich immer das Beliebtere sein.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) giebt es in Amerita überhaupt nicht, sondern um eine Prä- find, zu besuchen, um den dortigen Genossen mit Rath und Unter den heutigen Verhättnissen sei in vielen Gegenden dem miirung der Ansiedlung; bei uns haben wir übergenug fleine, That behufs Förderung der Agitation zur Seite zu stehen. Arbeiter die Seßhaftmachung sehr erschwert; im rheinisch- west- leider sehr verschuldete Bauerneristenzen. In Amerika besteht bei Weiter soll der Parteivorstand ersucht werden, alljährlich einmal fälischen Kohlenrevier stelle sich in der Dortmunder Gegend der den Heimstätten auch nicht die Unverkäuflichkeit eines fixirten einen der hervorragendsten und bekanntesten Redner unserer Preis der Bacht für einen Morgen bis auf 120 M.! Ebenso Besigtheils, sondern der Besitzer muß von dem Kausgeld Partei zu veranlassen, eine Agitationsreise durchs Rheinland zu würden die Bestrebungen in den Großstädten, das Glend der 1000 Dollars erhalten, damit er nicht ganz mittellos dasteht, unternehmen. Wohnungsnoth zu bekämpfen, so lobens- und anerkennenswerth es handelt sich also nur um eine Maßregel gegen die Armuth. In Erwägung dessen, daß das rheinische Agitations- Romitee fie sind, doch keinen Erfolg haden, schon weil der Boden der Die ganze Vorlage beruht also auf Mißverständnissen. eine nußbringende Thätigkeit für die Partei nur dann entfalten kann, Großstädte und ihrer Umgebung viel zu theuer sei. Das Gesetz Jezt kann sich Jedermann viel leichter eine Heimstätte wenn es im Besize von Adressen der Parteigenossen an den verallein genüge allerdings auch nicht, um dieses Biel zu erreichen. Schaffen, als die Vorlage es ermöglicht, denn jetzt schiedenen Orten und im Besize der materiellen Mittel ist, verZunächst müsse der Staat als Arbeitsgeber mehr auf diesem kann man etwa drei Viertel des Kaufpreises auf das Grundstück ein- pflichtete man die Vertrauensleute, ihre Adressen an das Komitee Gebiete thun; er müsse ale Besitzer der großen Eisenbahn- tragen lassen, was die Vorlage nicht zulaffen will. Sie wollen die einzureichen und zur finanziellen Unterstüßung 10 pct. ihrer werkitäten einen Versuch der Kolonisation seiner Arbeiter auf Heimstätten so groß machen, daß die Arbeiter ihre ganzen Be- Parteiüberschüsse beizutragen. diesem Wege in größerem Maßstabe machen. Dann aber müsse dürfnisse daraus beziehen können; bitte, zeigen Sie mir doch in Der Sitz des Agitations- Komitees ist wiederum nach Elber. eine Henderung des Unfallversicherungs- Gesetzes dahin erfolgen, der nächsten Session nur zwei Arbeiter, die als Heimstättenbejizer feld verlegt. Auf Antrag des Genossen Harm wurde in Sachen daß der Unfallrentenberechtigte die Auszahlung der kapitalisirten dazu in der Lage sind. Die Herren haben sich die Sache sehr von Streitigkeiten, die zwischen Schumacher und den Genossen Rente verlangen darf, wenn er das Geld zur Errichtung einer leicht gemacht, Sie glauben die soziale Frage ziemlich einfach zu des Kreises Solingen schwebten, ein Schiebsgericht beschlossen, zu Heimstätte anwenden will, desgleichen müßte ein ähnliches Ver- lösen. Uebrigens unterschätzt der Reichstag zwar seine welchem beide Parteien je 3 Mitglieder ernennen. Die Reichsfahren bei Pensionen u. s. w. gestattet werden. Auf diese Weise Fähigkeiten nicht, die Unterzeichner der Vorlage schäzen aber tagsfraktion soll einen unparteiischen Vorsitzenden bezeichnen, dessen würden auch am leichtesten die Arbeitskräfte dem platten Lande die Fähigkeit der Einzellandtage noch viel höher, denn sowie die Ausspruch sich beide Parteien zu fügen haben. augeführt, bezw. erhalten werden.( Beifall rechts.) Durchführung einer Maßregel Schwierigkeiten macht, überlassen Abg. v. Bennigjen( utl.): Auch wir sind mit der Grundidee sie die Durchführung den Einzellandtagen: Alles, die UmDer Parteitag der Bremer ze. Sozialdemokraten, der einverstanden, halten aber die Prüfung der Einzelvorschläge änderung des Erbrechts, die Revolutionirung des bäuerlichen ebenfalls am Sonntag abgehalten wurde, war von 62 Delegirten für um so nothwendiger, als weder für die wirthschaftlichen Kapitals wird den Einzelland tagen überlassen. Sie haben aber aus Bremen und dem 6., 7., 17., 18. und 19. hannoverschen, sowie aus noch für die rechtliche Seite bezüglich der Ausführung in den Ihre Arbeit gemacht! Ich glaube nach Allem dem, daß es sich den 3 oldenburgischen Wahlkreisen besucht. Derselbe faßte folgende Ginzelstaaten irgend etwas Festes bisher gegeben ist. Fidei- hier um eine Vorlage handelt, die nicht in die Kommission ge- Beschlüsse: Es wird ein Vorort gewählt, welcher durch eine zu tommiffarische Gebundenheit kann allerdings eintreten, ist aber hört, sondern in den Papierkorb. Für diejenigen Klassen, welchen wählende Kommission, bestehend aus drei Personen, die Beschlüsse des feine nothwendige Folge der Ausführung der Heimstätten. Die der Entwurf helfen soll, ist außerdem eine dringende Gefahr Parteitages zur Ausführung bringen und die laufenden Geschäfte Wichtigkeit der Erhaltung des Grundbesizes in den mittleren oder gar ein Nothstand nicht vorhanden. Daß wir mitwirken zu erledigen hat. Jeder Wahlkreis, oder durch stattgehabte Sonderund unteren Schichten schon im Interesse der Erhaltung unserer follen, den Arbeitern neue Retten anzulegen, werden sie ja wohl Barteitage verbundene Kreise leiten ihre Geschäfte selbständig, haben Wehrkraft wird von allen Politikern anerkannt; nach den ver- selbst nicht erwarten. Die Aeußerung des Herrn Gamp jedoch auch solche Orte mit in den Bereich ihrer Agitation au indirekten Steuern. Schluß 3 Uhr. Nächste Sizung Donnerstag 11 Uhr ( Fortsetzung der zweiten Berathung des Etats.) Parteinachrichten. ziehen, welche, obwohl nicht zu dem eigentlichen Agitationsgebiet| nämlich der Verkehr in den Bade- Anstalten 29 138 Personen| scharfem Trabe um die Ecke der Neuen Friedrichstraße bog, gehörend, doch ihrer geographischen Lage nach von diesem am weniger aufwies als im Vorjahr, waren die Schwimmanstalten wurde ein den Fahrdamm paffirender Arbeiter Namens Robert beften bearbeitet werden fönnen. Bei größeren Partei- Attionen, von 53 264 Personen mehr besucht. Am Schwimmunterricht nahmen Br., der nicht schnell genug dem Gefährt ausweichen konnte, von Wahlen, Verbreiten von Flugblättern, Beitungen, Broschüren, 645 Personen Theil, darunter 302 weibliche. In der Gesammtzahl dom Pferde zu Boden geworfen und von den Rädern über beide sowie Abhalten einheitlich geregelter Versammlungen, hat die der Besucher( 727 659) stehen die weiblichen Besucher( 216 759) Beine gefahren, so daß er schwere Verletzungen erlitt. Das an Kommission des Vororts den fraglichen Gegenstand zu ordnen. gegen die männlichen( 510 900) bedeutend zurück. Gegen Zahlung wesende Publikum, das Zeuge der Rohheit des Rosselenkers war, Die Vertrauensleute haben mindestens alle zwei Monate der badeten im Ganzen 408 618 Personen( 126 854 weiblid), 281 759 nahm natürlich für den Verlegten Partei. Der Wagen wurde Kommission einen Situationsbericht einzusenden. In dem männlich), frei 319 046 Personen( 89 905 weiblich, 229 131 männlich). angehalten und durch einen Schußmann der Namen des WagenBericht ist anzugeben, ob geeignete Lokalitäten zur Ab- Die Freibäder wurde gegen das Vorjahr von 28 665 mehr benutzt, lenkers festgestellt. Der Verletzte, der mehrfache Beinbrüche er haltung von Versammlungen im Orte oder Umgegend zu während gegen Zahlung 4534 weniger badeten als im Vorjahr. litten, wurde nach der Charitee gebracht. haben sind; wie die Parteiverhältnisse sich in den ver- Die Gesammteinnahmen der Anstalten betrugen 34 124,40. floffenen Monaten gestaltet haben, ob Parteiblätter und in velcher Der größte Verkehr fand an dem besonders schwülen 30. Juni Der zum Tode verurtheilte Raubmörder Wehel ist in Anzahl gelesen werden ze. Es ist nach Möglichkeit darauf hinzu- 1891 statt.( In der Nacht zum 1. Juli folgten außergewöhnlich feiner bisherigen Belle 41 verblieben und zeigte sich, als er die wirken, daß Genossen in den ländlichen Bezirken in unabhängige heftige Gewitter mit wolfenbruchartigen Niederschlägen.) Am felbe nach der Urtheilsverkündigung betrat, äußerst zerknirscht. Stellung gebracht werden. Die für die Agitation entstehenden 30. Juni 1891 badeten nämlich in den 14 städtischen Bassins Daß Wezel während der Verhandlung Gefängnißkleidung trug, Kosten werden auf dem Wege des Umlageverfahrens, und zwar insgesammt 19 647 Personen, das sind gegen den größten Ver- erklärt sich folgendermaßen: Wezel besaß nur einen einzigen unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Kreise, fehr des Vorjahres, in welchem 15 Bassins vorhanden waren, Anzug. Dieser aber war mit Blut besudelt und als Beweisgedeckt. Die Genossen in den einzelnen Wahlkreisen sind aufzu- 719 weniger. Die größte Berkehrszahl wies am 30. Juni die mittel niedergelegt worden. Die übrigen Kleidungsstücke waren fordern, in der entschiedensten Weise für die Aufklärung und Bade- Anstalt für männliche Personen am Nordhafen mit 3649 von dem geraubten Gelde erworben worden, mithin nicht EigenOrganisirung der Frauen und Mädchen, die in der Industrie und Besuchern auf. Unter den 19 647 Badenden dieses Tages waren thum Wetzel's und konnten ihm daher nicht zur Benuhung überLandwirthschaft thätig sind, zu wirken und zwar durch Abhaltung 14 401 männliche und 5246 weibliche Personen. wiesen werden. Uebrigens glaubt man, daß der Verurtheilte entsprechender Versammlungen und Verbreitung der Frauenzeitung Revision beantragen werde, um seine Tage zu verlängern. " Gleichheit". Endlich beschloß man noch, eine Agitationsbroschüre Gegen einen hiesigen Rechtsanwalt beim Landgericht I, zu beschaffen und der Kommission des Vororts zu empfehlen, wo- Namens G., schwebt ein Strafverfahren wegen namhafter UnterEin in der Frobenstraße dienendes Mädchen ist vors bei die bekannte Broschüre" Nieder mit der Sozialdemokratie" schlagungen. In den letzten Tagen sind abermals mehrere Anzeigen gestern verhaftet und zunächst der Charitee zugeführt worden. von W. Bracke besonders zu beachten ist. Der Partei- bei der Staatsanwaltschaft eingelaufen, nach welchen G. be- Sie hatte ihr eben geborenes Kind erwürgt und es dann im tag hatte einen überaus würdigen Verlauf, ein Resultat, welches schuldigt wird, bedeutende Summen, die ihm von Klienten an- Garten des Hauses in ein mit ihren Händen aufgeworfenes Grab nach der Bremer Bürgerzeitung" sowohl den ganz vorzüglichen vertraut worden, in seinem Nutzen verwerthet zu haben. G. hat verscharrt. und praktischen Vorbereitungen der Lokalkommission unter Leitung ein überaus flottes Leben geführt, welches Unsummen verschlang des Genoffen Kerrl, wie nicht minder der Leitung der Verhand- und schon um die Mitte des verflossenen Jahres war man sich Zweikampfes mit tödtlichem Ausgange ist Abstand genommen Von der Verhaftung des Referendars Stebert wegen lungen durch den Vorsitzenden Genossen Bruhns, vor allen Dingen in seinen Bekanntenkreisen darüber einig, daß über ihn eine worden, weil nach ärztlichem Gutachten dessen Transport nach der aber dem ernsten, zielbewußten Verhalten der Delegirten selbst Ratastrophe hereinbrechen müsse. zu danken war. Gefangenenstation der Charitee voraussichtlich eine Verschlimme rung der Wunde herbeiführen würde, und weil sein Vater eine Raution in Höhe von 20 000 m. hinterlegt hat. Der kann es sich ja leisten. Lokales. Der Vorstand der Anwaltskammer für Berlin und die Provinz Brandenburg hat in seiner gestrigen Sigung nach einem Bericht des Justizraths von Simson beschlossen, wegen des Verhaltens des Landgerichts- Direktors Brausewetter in dem Prozeß Schweizer- Prager beim Justizminister Beschwerde zu führen. Der Metalldrücker Paul Litfin, welcher am Montag in einer Versammlung zu Rigdorf verhaftet worden, ist bereits auf freien Fuß gefeßt. vollzieher hatte vorgestern ein hiesiger Kaufmann G. Derselbe Eine eigenartige Begegnung mit einem Gerichts machte in einem Geschäft in der Friedrichstraße einen kleinen Einkauf an Handschuhen und Kravatten und hatte das Pech, sein Portemonnaie auf dem Ladentisch liegen zu lassen. Nachdem er in seiner Wohnung den Verlust bemerkt hatte, eilte er fofort nach dem Handschuhgeschäft zurück und erfuhr dort von dem Geschäftsinhaber, daß sein Portemonnaie dem Gerichtsvollzieher in die Hände gefallen. Die Sache klärte fich sehr einfach auf. Der vorsichtige Geschäftsinhaber hatte das Fundobjekt wohl verwahrt und in seine Tagestasse gelegt. Inzwischen erschien im Auftrage eines Gläubigers ein Gerichtsvollzieher, um die baare Kasse mit Beschlag zu belegen; da auch das fremde Portemonnaie in der Raffe lag, hielt es der Beamte, trotz des Protestes des Geschäftsinhabers, für seine Pflicht, auch dieses mitzunehmen. Der Gemit dem Herrn, in dessen Auftrag der Gerichtsvollzieher erschien, schädigte mußte sich nun behufe Wiedererlangung feines Geldes in Verbindung setzen. Die Humanität der Angestellten der Herberge zur mittag in der Friesenstraße ein schreckliches Unglück herbeigeführt. Ein nichtsungiger Bubenstreich hat vorgestern NachHeimath in der Oranienstraße macht Schule. In dem Lokale In der genannten Straße, welche vom Tempelhofer Felde gleichen Namens in der Auguststraße werden auch sehr feine herunter nach dem Marheinekeplaz führt und infolge des bergigen Umgangsformen beliebt. Einer unserer Leser erzählt uns feine Zerrains ein ziemlich starkes Gefälle hat, war in der vierten Leidensgeschichte: Sonntag Nachmittag ging ich in die Herberge, Stunde ein mit ausgestochenem Rasen schwer beladener Wagen wo ich einen Bekannten antraf. Mit diesem trank ich eine große mit vier Pferden hinaufgefahren worden, von denen zwei, die zu Weiße, die mir vom Hausvater selbst verabsolgt wurde. Etwa einem anderen Wagen mit gleicher Ladung gehörten, als Vor eine halbe Stunde später erschien der Hausknecht auf der Bild- spann vorgelegt waren, um die schwere Last die steilansteigende fläche und warf ohne Weiteres alle die hinaus, welche nicht in Straße hinaufzubringen. Nachdem dies geschehen war, wurden der Herberge wohnten. Auch an mich kam die Reihe, der oben Steine hinter die Räder gelegt, um das Hinabgleiten des Hinausschmeißer ergriff mich am Arm, um mich hinaus zu be- Wagens zu verhüten. Sodann wurden die vier Pferde aus fördern. Als ich meinte, es hätte mir ja nur gesagt zu werden gespannt, um dieselben den am Fuße der Steigung zurück brauchen, daß ich das Lokal zu verlassen hätte, und ich wäre von gelassenen Magen ebenfalls hinaufbringen zu laffen. Giner jener ganz allein gegangen, erhielt ich sofort einen derartigen Stoß stets auf Unfug bedachten Straßenbuben hatte nun nichts Eiligeres vor die Brust, daß ich bis zur Treppe taumelte. Hier erhielt ich einen zweiten heftigen Stoß, dessen Gewalt mich von der 3 thun, als in einem unbewachten Augenblick die hemmenden Steine Treppe herabſtürate. Ich verstauchte mir den Fuß derart, daß seines Streichs. Der Wagen fetzte sich in der That fofort in vor den Rädern wegzuziehen, und harrte nun gespannt der Folgen ich nach meiner Wohnung geführt werden mußte. Der Haus Bewegung und fuhr mit immer steigender Geschwindigkeit den fnecht schlug mich zuletzt noch mit der Faust in's Gesicht und steilen Abhang hinunter. Unglücklicherweise hielt an der Willi riß mir Hemd nebst Kragen vollständig entzwei. Mittlerweile bald- Alexisstraße ein sog. Grünkramwagen, an dem sich eine war auch der Hausvater noch hinzugekommen. Dieser hielt mich Frau mit ihrem neunjährigen Knaben befand. Mit voller Ge- berichtet, in der Nacht zum Dienstag der Futtermeister Rehfeld Auf Bahnhof Hoppegarten hat, wie der„ Lokal- Anzeiger" fest, so daß sein Angestellter auf mich losschlagen fonnte, ohne walt und ehe die Bedrohten sich in Sicherheit zu bringen ver- den Webermeister Maron meuchlings angeschoffen. Der Vorfall daß ich mich zur Wehr zu setzen vermochte. Daß ich keinen mochten, stieß der rollende schwere Lastwagen auf das Grünfram- wird, wie folgt, geschildert: Rehfeld hatte mit mehreren BeGrund und keinen Anlaß gegeben habe, der Jemand veranlassen Gefährt, traf das ruhig stehende Pferd in die Seite und den kannten, darunter der Webermeister Maron aus einer nahe tönnte, in dieser rohen Weise sein Hausrecht zu gebrauchen, kann Hals, der dem armen Thiere förmlich aufgeriffen wurde, und liegenden Ortschaft, bis in die späte Nacht hinein beim Glafe ich durch Zeugen beweisen. Da mir das Getränk verkauft wor rollte über die beiden Menschen hinweg. Verhältnismäßig Bier im Wartefaal zweiter Klasse sich unterhalten und war dabei den und mein Geld dafür eingesteckt worden ist, werde ich glimpslich kam noch die Frau davon, jedoch soll auch sie innere mit dem Webermeister in Streit gerathen. Schließlich sprang er doch wohl auch das Recht haben, das Gekaufte in Ruhe ver- Berlegungen davongetragen haben; geradezu schrecklich war indeß auf und verließ in Wuth die Gesellschaft, welche annahm, daß zehren zu dürfen. Da ich zum Klagen keine Mittel habe und der Anblick des armen Knaben, dem die Räder des schweren er sich nach Hause und zur Ruhe begeben habe. Man besprach meine Zeugen in der Hauptsache aus durchreifenden beschäftigungs- Wagens über beide Beine gegangen waren, und der außer den Streit noch am Büffet stehend, als plöglich ein Schuß frachte. lofen Personen bestehen, niuß ich mir denn wohl eine solche Be- anderen Verwundungen den Bruch beider Schenkelknochen davon Maron brach zusammen; er war schwer verletzt. Rehfeld hatte handlungsweise ruhig gefallen lassen? Der Arme ist zugleich auch rechtlos. Wir können nur immer trug; die Knochen waren vollständig zersplittert und traten aus aus seiner Wohnung sein Gewehr geholt und, im Dunkeln stehend, Der Arme ist zugleich auch rechtlos. Wir können nur immer der blutenden Fleischmaffe zu Tage. Hoffentlich gelingt es, den auf den von der Lampe des Lokals beleuchteten Maron gezielt, wieder darauf hinweisen, die christlichen Herbergen zur Heimath, ruchlosen Burschen ausfindig zu machen, deffen Uebermuth über und das Geschoß war diesem ins Auge und bis ins Gehirn gewenn es irgend geht, strengstens zu meiden. Die Brutalität der eine Familie so namenloses Unheil gebracht hat. dort Angestellten übersteigt alles bisher Dagewesene. drungen. Man benachrichtigte sofort telegraphisch das Gericht in Landsberg a. W. und den zuständigen Gendarm, welcher Rehfeld festgenommen hat. " Von der Nordbahn. In einer unserer letzten Nummern dem Lehrer Herrn S. zu Theil, als er nach Schluß des UnterEine schreckliche Ueberraschung wurde vorgestern Mittag berichteten wir von dem Zusammenstoß eines Vorortzuges mit richts heimgekehrt war. Auf dem Sopha fand er aufrecht sitzend einem Rangirzuge, der sich leicht hätte sehr folgenschwer gestalten seine Frau und als er auf sie zufchritt und ihr zum Guten Tag" Wanderfreund am Sonntag und Dienstag wahrgenommen. Der Die ersten Vorboten des Frühlings hat ein Natur- und können. Unter Bezugnahme auf diesen Bericht schreibt uns einer die Hand entbot, war er nicht wenig verwundert, daß beides felbe hat an Haselnussträuchern im Schloßpark zu Charlottenburg, unferer Abonnenten Folgendes: Wie gewöhnlich begaben sich unerividert blieb. Im ersten Augenblick glaubte Herr S., seine ferner bei Wilmersdorf, sodann in Villengärten zu Friedenau die Arbeiter von Reinickendorf und Schönholz am Sonnabend Gattin wäre eingeschlafen und suchte sie nun durch ein sanftes und Steglitz und schließlich in der Laubwaldpartie zwischen früh 6 Uhr zum Bahnhof Schönholz, um von hier ihre Fahrt Rütteln und Schütteln aus ihrem Schlummer zu erwecken. Wer Dominium Düppel, hinter Zehlendorf und Klein Machnow nach Berlin anzutreten. Bald traf der Zug ein und dampfte aber beschreibt sein Entsegen, da er nunmehr einen Strick um mehrfach männliche und weibliche Blüthen, welche im Erblühen nach Aufnahme der Passagiere nach Pankow ab. Im Koupee den Hals seiner Gattin bemerkte und zu der furchtbaren Gewiß- begriffen waren, entdeckt. erfuhren die meisten von dem Unfall und ein Parteigenoffe aus heit kam, daß seine Frau sich das Leben genommen hatte. Alle Hermsdorf erzählte, daß er sich habe eine Droschke leisten müffen, durch herbeigerufene Aerzte vorgenommenen Versuche, die Frau Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm verflossenen um nach Hause zu gelangen. Er habe es nicht über's Herz wieder ins Dasein zurückzurufen, erwiesen sich als erfolglos. Ganz Monat Januar 1892 nächtigten im Männer Asyl 9297 Perbringen tönnen, in Berlin während der Nacht zu bleiben, und feine Angehörigen der Angst auszusetzen, nicht zu wiffen, wo eigenthümlich war die Art, mit welcher sie sich aus der Welt ge- sonen, davon badeten 2930 Personen; im Frauen- Asyl 2069 Perer die Stacht zubringe. Das war auch einer von den bösen schafft hatte. An dem Haken des über dem Sopha hängenden fonen, davon badeten 152 Personen. Sozialdemokraten, die es sich angelegen sein lassen, das„ Familien- Schlinge verfertigt. Stehend hatte sie sich dieselbe um den Hals Spiegels hatte sie den Strick befestigt, aus dessen Enden sie die leben zu zerstören". Er hatte lieber ein für ihn schweres Geld- gelegt und indem sie sich auf das Sopha niedersetzte, war die opfer gebracht, ehe er die Seinen in der Ungewißheit ließ. Der Bug hielt in Bankow, die Passagiere fliegen ein, aber Schlinge zugezogen worden. Zur Ausführung ihrer That hatte der Zug blieb liegen. Die Unruhe der Arbeitsbienen" wuchs alles bestens besorgt. Da die beiden Gatten stets in bester Har Frau S. forgfältig Toilette gemacht und auch im Haushalt erst und als der Zugführer auf eine Frage, ob der Zug bald ab: monie gelebt, so kann die Frau nur in einem Anfalle von Geistesgehen würde, feine Austunft geben konnte, verließen Viele den Zug und unter strömendem Regen ging es die Prinzen- Allee Störung die Hand an sich gelegt haben. Bein. Abends fiel ein Kutscher vor dem Hause Müllerstraße 41a von dem von ihm geführten schwerbeladenen Arbeitswagen, gerieth unter die Räder desselben und erlitt einen Bruch des Unterschenkels, so daß seine Ueberführung nach dem Paul GerhardtStift erforderlich wurde. In der Nacht zum 3. d. M. fand vor dem Hause Reinickendorferstraße 41 eine Schlägerei statt, wobei ein Eisenbobler von einem Schankwirth einen Messerstich in den Kopf erhielt. Polizeibericht. Am 2. d. M. Morgens sprang ein Mädchen gegenüber dem Hause Rottbuser Ufer 34 in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Vor dem Hause Königgräßerſtraße 128 fiel Nachmittags ein Schneiderlehrling beim BeKrankenhause Bethanien gebracht. Erde und erlitt bedeutende Verlegungen an der Hüfte und am teigen eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Zu derselben Zeit stürzte sich eine Portierfrau im Hause entlang bis zum" Brunnen". Wer über einen Nickel verfügte, Selbstmordverfuch eines Studenten. Auf einem Wald- Am Karlsbad 17 aus dem Flurfenster des 2. Stocks auf den bestieg die Pferdebahn, um möglichst schnell zur Arbeitsstätte zu wege, nahe Baulsborn im Grunewald, wurde vorgestern ein Sof hinab und verstarb auf der Stelle. Vor dem Hause gelangen, es wollte nämlich Niemand durch Zuspätkommen seine junger Mann aufgefunden, der sich einen Revolverschnß in die Friesenstraße 9 wurden Nachmittags eine Frau und ihr zehnFaulheit" beweisen, Strafe zahlen, eine lange Zeit vor dem ge- finte Schläfe beigebracht hatte. Von dem sofort benachrichtigten jähriger Sohn von einem die abschüssige Straße hinabrollenden schlossenen Fabrikthor warten oder gar entlassen werden. Trotz- Amtsvorsteher wurde die Ueberführung des Schwerverletzten nach schwer beladenen, aber unbespannten Wagen überfahren. Beide dem verfäumten Biele noch den Anschluß", mußten Strafe dem städtischen Krankenhause in Charlottenburg angeordnet. Aus erlitten dabei so schwere Verlegungen an den Beinen, daß sie zahlen und hatten sich durch das Laufen unter strömendem Regen Papieren, welche der Selbstmord- Kandidat bei sich führte, konnte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußten. noch einen tüchtigen Schnupfen geholt. festgestellt werden, daß derselbe der zu Berlin in der Hussiten Und dies Alles wäre vermieden worden, wenn uns am Bahnhof straße wohnhafte Student der Philosophie R. ist. Unglückliche die Mittheilung gemacht worden wäre, daß die Strecke noch nicht frei Liebe scheint den jungen Mann zu dem Selbstmordverfuch verfei. Wir wären nach Hause geeilt, hätten uns von„ Muttern" einen anlaßt zu haben; denn bei seiner Auffindung hielt er in der Nickel geben lassen und unter dem Schuße des Paraplues wären Hand die zerrissene Photographie einer jungen Dame. wir zum Brunnen gewandert, für unseren Nickel auf der Pferdebahn gefahren und hätten für den zweiten den Omnibus benutzt. Ein Schwindel, der nicht mehr neu, aber immer noch einDa wären wir doch wenigstens trockener Haut nach unserer träglich ist, wurde in letzter Zeit von dem Kaufmanu N. und Arbeitsstätte gelangt und hätten auch feine Strafe zahlen brauchen. dem Hausdiener M. verübt. Beide gingen in der Weise zu Für zukünftige Fälle, die wir aber natürlich nicht herbeiwünschen, Werke, daß M. auf der Straße an einen anständig aussehenden wäre es wohl angezeigt, wenn irgend ein Beamter dazu auto- Herrn herantrat und an ihn die Frage richte, ob er den Weg zum rifirt würde, den Passagieren zu erklären, wir haben Malheur nächsten Leihamte wisse. Der Fragende flagte dann, daß er sich gehabt, die Strecke ist noch nicht frei, also seht, daß ihr zu Fuß in großer Bedrängniß befinde und einen Ring verpfänden müsse. weiter fommt. Während dieses Gespräches trat dann N. heran, mischte sich ein Am 27. Januar fanten wir auf dem neu angelegten Bahn- und verlangte mit dem Bemerken, daß er Goldarbeiter sei, den Wegen Aufreizung verschiedener Klassen der Bevölkerung hofsperron der Nordbahn" bis an die Knöchel in eine Maffe Ring zu sehen. War ihm der Ring gezeigt, so äußerte er, der zu Gewaltthätigkeiten hatte sich am Dienstag der Genoffe Bern von Sand und Wasser, und wenn wir auch nicht gerade die felbe sei 25 bis 30 M. werth, wofür er ihn kaufen wolle. Der hard Bruns vor der zweiten Straftammer hiesigen Landgerichts I Sonntagsnachmittags Ausgehhosen angezogen und die Stiefel Besitzer lehnte dies Anerbieten ab, da der Ring ein werthvolles zu verantworten. Der Angeklagte hielt am 30. September v. J. lackirt hatten, so war uns doch der Schmutz sehr unangenehm. Andenken sei. Da der angebliche Goldarbeiter sich nun nicht ge- in einer Versammlung des Wahlvereins im VI. Berliner ReichsWäre es denn nicht möglich, hier etwas mehr Neinlichkeit walten neigt zeigte, den Ring als Pfand für ein Darlehen anzunehmen, tags- Wahlkreise einen Vortrag über die Chartisten- Bewegung in zu laffen? so hat sich der zuerst Angesprochene im Vertrauen auf das Gut England. Er schilderte diese Bewegung von den ersten Reformachten des„ Sachverständigen" wiederholt dazu herbeigelassen, den bestrebungen nach den amerikanischen Unabhängigkeitskämpfen an Der Verkehr in den städtischen Flußbade- und Schivimm Ring als Pfand für ein Darlehen von einigen Mark anzunehmen, bis zum Uebergang in die Gewerkschaftsbewegung und die Beanstalten wies nach dem soeben erschienenen Bericht des Ma- um später die Erfahrung zu machen, daß derselbe unecht und gründung der Trades- Unions. Der Redner behandelte namentlich giftrats für den Sominer 1891 wiederum einen bemerkenswerthen höchstens 25 Pfennige werth ist. Die beiden Schwindler sind eingehend die Zeitperiode der Jahre 1837-1889, in welcher die Zuwachs gegen das Vorjahr auf, der allerdings ausschließlich verhaftet worden. Chartisten- Bewegung besonders hohe Wellen schlug und schließlich auf die Schwimmanstalten entfällt, während die Inanspruchnahme zum Aufstand führte. Die Furcht vor dieser Bewegung veranlaßte der Bade- Anstalten besonders seitens der männlichen Personen Die Unfitte der Schlächter, in belebten Stadttheilen mit die Bourgeosie, bewaffnete Banden gegen die Chartisten zu hetzen ganz erheblich zurückgegangen ist. Im Ganzen haben in der ihren Fuhrwerken in schneller Gangart zu fahren, hat gestern und deren friedliche Versammlungen auseinander zu sprengen. Badezeit vom 16. Mai bis 30. September 1891 in den Bade- Morgen wiederum in der Nähe der Bentral- Martthalle einen Namentlich war es der Agitator Steffens, der in der heftigsten und Schwimmanstalten zusammen 727 639 Personen gebadet, d. h. Unglücksfall herbeigeführt. Als nämlich gegen 7 Uhr der Führer Weise gegen die Maßnahmen protestirte und den Chartisten an24 181 mehr als im aleichen Zeitraum des Vorjahres. Während eines vom Alexanderplay daherkommenden Schlächterwagens in rieth, zu denselben Mitteln zu greifen, Gewalt der Gewalt ents " 0 Gerichts- Beitung. Das Komitee. gegen zu sehen. Der Angeklagte zitirte sodann folgende Rede 15. d. M. an das Komitee, Blumenstraße 38, bei Herrn Hente, dieses Agitators: Man wird Euch mit Kanonen, Flinten, abzuliefern. Nach diesem Zeitpunkt werden die Namen der Säbeln niederzuhalten suchen, aber laßt Euch nicht einschüchtern: Säumigen öffentlich bekannt gemacht. Wiffet, daß Ihr eine Waffe habt, die ein zehnjähriges Kind handhaben kann und gegen welche alle Flinten nichts vermögen. Nehmt einige Schwefelhölzchen und ein in Pech getauchtes In Louvière und Umgegend streiken die Bergleute Bündel 2c. 2c." Der Redner erzählte dann weiter, wie in wegen einer 10prozentigen 2ohn reduktion. den geheimen Konventen Steffens seine Zuhörer immer wieder fragte:" Seid Ihr alle bewaffnet?" und unter Gewehrgefnattere die Antwort erfolgte: es find Anträge zum Gewerkschafts- Kongrek. Die Filiale Berlin( Deutscher Schneider- und SchneiderinnenOrganisationsplan. Organisation der deutschen Gewerkschaften. bestehenden Gesezen in Deutschland möglichen gewerkschaftlichen Um ein einheitliches, planmäßiges Vorgehen der unter den Arbeiterorganisationen herbeizuführen, sowie zur Erreichung ihrer Zwecke:" Die Förderung der Klassenerfenntniß ihrer Mitglieder, sowie eine gegenseitige, wirksame Unterstützung bei Streiks, Aussperrungen, Bontotts und sonstigen Maßnahmen, welche ein folidarisches Zusammenwirken erfordern, zu garantiren, verbinden fich die Arbeiter in folgender Weise: Die Grundlage der gesammten Gewerkschafts- Organisation bildet der Zentralverein der einzelnen Gewerfe. heute keinem Menschen mehr etwas nüßt, sondern dem Volke und der Bureaukratie nur eine Quelle von Scherereien aller Art ist? Der Sinn für ordnungsmäßiges Handeln ist überhaupt in den Voltsmassen in teinem geringeren Maße vorhanden als in jenen Kreiſen, welche über das Volk herrschen; es bedarf keiner Spezialbestimmungen, um zu verhüten, daß Vereine und Versammlungen Verbrechen und Vergehen sich zu schulden kommen lassen. Dazu reicht vollständig das paragraphenreiche Strafgesetzbuch aus. Quittung über bei der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 14. bis 28. Januar 1892 eingegangene Gelder: Aus Oberstürzel 1, Berein der Kellner ( 1. Quart. 92) des Bereins der Lithographen 2c. 120,-. Berband und verw. Berufsgenossen Hamburgs 6,-. Quartalsbeitrag der Steinbrügger 2c., Wandsbeck 32,90. Quartalsbeitrag( 1. und 2. Quart.) des Verbandes deutscher Bimmerleute 600,-. Quartalsbeitrag des Unterstügungsvereins der Kupferschmiede 78, Lokalverband der Zimmerer, Kellinghusen 6,-. Aus Waldheim ( Maifonds) 25,-. Aus Haynau i. Schl. 2,50. Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter, Rigdorf 5,-. Verein der Kellner und verw. Berufsgenossen, Hamburg 50,-. Duartalsarbeiter 67,68. Quartalsbeitrag( 1. Quart. 92) des Verbandes beitrag des Zentralvereins der Fabrik- und Handarbeiterinnen 21,-. Quartalsbeitrag des Verbandes der Gold und Silberder Schneider 2c. 225,-. A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 18, I. Versammlungen. es!" und der Redner fügte diesen Schilderungen Huge diesen Schilderungen die verband) wünscht auch die Veröffentlichung des ersten Theils ihres Bemerkung hinzu:„ Sie sehen, wie damals das englische kommission sagte, daß er gleichlaufend mit demjenigen dieser stom Proletariat fich bewaffnete, um etwaigen Gewaltmaßregeln ent mission sei. Wenn wir auch jetzt noch dieser selben Meinung gegenzutreten." Schließlich führte der Angeklagte noch aus, daß sind und in der Wortstellung allein nur einen Unterschied zu damals die Bewegung verflachen mußte, weil sie nichts weiter finden vermögen, abgesehen von dem schon veröffentlichten Sage, erstrebte, als die bürgerliche Gesellschaft zu Reformen zu verfo wollen wir doch, nach jeder Richtung hin den Wünschen der anlaffen. Dies fei bei der heutigen Arbeiterbewegung nicht zu organisirten Arbeiter Rechnung tragen und geben nachstehend den befürchten, da es ihr Biel sei, diese bürgerliche Gesellschaft zu Wortlaut des ersten Theiles des Organisationsplanes der gebeseitigen; es sei gewissermaßen die historische Aufgabe der Sozial- nannten Filiale wieder: demokratie, durch ihre Einwirkung auf die Gefeßgebung die völlige Entnervung der Arbeiterklasse durch das Kapital zu verhüten. Auf Grund des Berichts, welchen der überwachende Boizeilieutenant Bernhard über diese Versammlung erstattete, erfolgte die Anklage wegen Vergehens gegen§ 130 des Strafgesetzbuches. Durch die Beweisaufnahme und besonders durch die Bekundung des Polizeilieutenants hielt der Staatsanwalt auch für dargethan, daß der Angeklagte jene Bitate nur angeführt habe, um diese aufrührerischen Worte auf seine Zuhörer wirken zu lassen und denselben eine Nachahmung jener Vorgänge anzuempfehlen. Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate Gefängniß. Der Angeklagte und fein Bertheidiger Rechtsanwalt Freudenthal beantragten dagegen die Freisprechung, da der nicht stenographische Bersammlungs- Jeder dieser Zentralvereine( Verbände) hat in allen Orten, bericht des Polizeilieutenants nicht maßgebend sein könne und wo eine genügende Anzahl von Berufsgenossen vorhanden ist und der Angeklagte lediglich historische Vorgänge wahrheitsgetreu teine gesetzlichen Hindernisse bestehen, Filialen zu errichten. Den dargestellt habe, ohne auf die Gegenwart zu exemplifiziren. Der Filialen ist die möglichste Selbständigkeit und Bewegungsfreiheit Der dritte Wahlverein hielt Dienstag Abend im Saale Gerichtshof war aber doch anderer Meinung und verurtheilte den zu lassen und sind dieselben nur insoweit von der Zentral- Alte Jakobstraße 37 eine Versammlung ab, zu der auch Gäste Angeklagten zu einem Monat Gefängniß. verwaltung abhängig, als dieselben einen auf den General- eingeladen und erschienen waren. An Stelle des verhinderten Eine eigenartige Anklage wegen fahrlässiger Tödtung versammlungen der einzelnen Gewerkschaften festzusetzenden pro- Genossen Förster sprach Reichstags- Abgeordneter MoIfenbuhr gelangte gestern vor der ersten Straftatamer des Landgericht Izentualen Beitrag ihrer Einnahmen zur Leitung der Bentralgeschäfte über das Thema:„ der Sozialismus eine geschichtliche Nothwendigkeit." Redner zeigte, wie thöricht es ist, wenn unsere gegen die Krankenwärterin Christine Hoffmann zur Ver- abzuführen haben. An Orten, wo gesetzliche Hindernisse bestehen, sind lokale Gegner behaupten, den Sozialismus hätten Mary und Lassalle handlung. Die Angeklagte ist Wärterin in der Klingmann'schen Vereine zu gründen, zu denen möglichst die Gesamtheit der in geschaffen. Diese Auffassung fehre zwar immer wieder, aber Privat- Heilanstalt für Geistestrante. Jm vorigen Jahre befand fich dort die Rentnersfrau M., welche an frankhafter Schwermuth Frage kommenden Berufsgenossen heranzuziehen ist und sind die sie zeige nur, daß man den inneren Zusammenhang der Beitlitt. Da die Patientin in der Anstalt bereits zweimal einen lassenbewußten Arbeiter verpflichtet, sich eine Form der Organi- verhältnisse nicht fenne. Wie im Mittelalter die Beschränkungen Selbstmordverfuch gemacht hatte, so wurde von dem leitenden fation zu schaffen, durch welche eine Vertretung fämmtlicher am der persönlichen Freiheit durch Zunftawang 2c. nur der Ausdruck der durch die Produktionsweise gegebenen wirthschaftlichen VerArzte ihre unausgefehte Ueberwachung bei Tage und bei Nacht Orte befindlichen Berufsgenossen ermöglicht wird. angeordnet. In der Nacht zum 16. Mai v. J. hatte die Anhältnisse war, die wegen des Mangels an Transportmitteln wie Aufgaben der Zentralvereine( Verbände). geflagte die Wache. Morgens gegen 5 Uhr erhob sich die Kranke Die einzelnen Bentralvereine haben die Aufgabe, ihre Mit Eisenbahnen und Dampfern und infolge der Wegelagerei der mit dem Bemerken, daß sie das Kloset aufsuchen müsse. Da der glieder aufzuklären und Mittel und Wege zu zeigen, ihre wirth- Edelsten der Nation" die Gemeinde auf sich selbst anwiesen, Weg bis dahin nur durch einen Korridor mit fahlen fchaftlichen Interessen zu wahren, insbesondere die Erzielung fo ist die Umgestaltung der Gesellschaftsform durch die franzöfifche Wänden führte, so hielt die Wärterin möglichst günstiger Arbeitsbedingungen zu erstreben, wenn nöthig, Revolution nur die Folge veränderter Produktionsbedingungen nöthig, Die Erweiterung des Absatzgebietes durch den freiheit. Welthandel hatte Bergrößerung der Produktion zur Folge, Frau M. nach Verlauf einer Viertelstunde noch nicht zurückgekehrt was die Dampfmaschine gründlich besorgte. war, suchte die Wärterin sie auf. Frau Mi. hatte sich an dem Als in immer Fensterriegel des Rlosets an einem dünnen Bindfaden erhängt, mehr Gewerben die Handarbeit durch die Maschine verden sie sich aus Zwirnsfaden zusammengedreht. Der Wärterin drängt wurde, da paßte die Produktion nicht mehr in den wird deshalb eine Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil sie von der Rahmen der mittelalterlichen Gesellschaft und man sette die ihr gewordenen ärztlichen Anweisung abweichend, die Kranke aus bürgerliche Gesellschaft an ihre Stelle. Als dann aber mehr und den Augen gelaffen hat. Die Angeschuldigte, der von ihren Vormehr das Handwerk unterging, der Handwerker zum Lohnarbeiter gefeßten ein glänzendes Zeugniß ausgestellt wurde, behauptete, herabfant und die Arbeiter in nie gekannter Weise ausgebeutet daß Frau M. demnächst als geheilt entlassen werden sollte, und wurden, da fing man an einzusehen, daß durch die franzöfifche dies wurde auch durch die Zeugenvernehmung bestätigt. Während Revolution doch die persönliche Freiheit nicht erreicht worden sei, der Staatsanwalt eine Gefängnißstrafe von einer Woche beanweil in der That nur das Kapital alle Macht hat und der Artragte, fällte der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil. Allerbeiter der Ausbeutung durch dasselbe schutzlos überantwortet ist. dings habe die Angeklagte sich einer Pflichtverletzung schuldig Durch die großartige Entwickelung der Verkehrsmittel wird die Produktion immer mehr eine gefeufchaftliche. Getreide, das in gemacht, jedoch fonnte sie nicht annehmen, daß dadurch die Folgen Indien gebaut ist, wird eventuell in Deutschland zu Brot per eintreten fönnten, wie geschehen. backen; Erze, die in Amerika gefunden, werden in Deutschland Fran Jakob, die Frau eines Wirthes aus Treptow, hatte 2. die in gewerbliche Streitigkeiten oder solche Prozesse verarbeitet und gehen dann nach Australien. Zur Ausführung fich gestern, Montag, vor dem königl. Amtsgericht wegen vorsätz verwickelt sind, die infolge ihrer Thätigkeit für die gewiffer Produktionszweige ist bereits der einzelne Großtapitalift licher Körperverlegung zu verantworten, begangen an dem in Organisation oder auf Grund des§ 158 der Gewerbe- zu schwach, wie z. B. zur Fabrikation von Stahlschienen; es ihrem Hause in Stellung gewefenen Kellner Rehra. Letterer Ordnung bezw. der diesen Paragraphen ergänzenden müssen sich Aktiengesellschaften bilden, deren Aktionäre nichts von hatte seinen zurückgelassenen Koffer abholen wollen; Frau Jakob Paragraphen des Strafgesetzbuches angestrengt sind." der Produktion zu verstehen brauchen und doch ihre hohen Gewollte den Koffer nicht aushändigen, bevor sie denselben nicht Der weitere Wortlaut, von der Agitation, der General- winne einstreichen. Zur Beseitigung Der Konkurrenz durchsucht hatte. Dies hatte einen Streit zwischen beiden zur kommission, dem Arbeiterfekretariat und den Gewerkschaftskartellen haben sich dann Kartelle gebildet, deren wir in Deutſchland bereits Folge, bei welchem der Mitangeklagte Kellner Grusse der Frau handelnd, ist bereits bekannt gegeben. als mehr zweihundert haben. Diese Jakob beisprang. Die Thür wurde abgesperrt, Frau Jakob dekretiren für Deutschland einfach die Preise. Für schlug mit einem Regenschirm auf den Kellner Rehra los, 100- Zum Gewerkschaftskongreß. Die Generalfommission hat den Weltmarkt ist ein ähnliches Uebereinkommen zwischen burch sie ihm mehrere Wunden beibrachte. Ob der Kellner in dem Einberufungsschreiben zum Kongreß erklärt, nicht in der den bedeutendsten überseeischen Dampferlinien getroffen; es iſt Grusse sich bei diesem Handgemenge eines Stemmeisens bedient Lage zu sein, darüber bestimmen zu können, ob die Vertreter der das sicher nur der Anfang einer Entwickelung, die, wenn die hatte, fonnte nicht genau festgestellt werden. Der Staatsanwalt Total organisirten Arbeiter in den Bundesstaaten, in welchen die bürgerliche Gesellschaft bestehen bleibt, dazu führt, daß einzelne beantragte einen Wonat Gefängniß. Das verschlossene Zimmer Bentralisation der Gewerkschaften nach den vereinsgesetzlichen Be- wenige Gesellschaften die ganze Menschheit beherrschen. All die und die Thatsache, daß der der Mithilfe angeflagte Grusse ge- stimmungen zulässig ist, Sitz und Stimme auf dem Kongreß Naturkraft, welche die Menschen sich dienstbar gemacht haben, fagt hat: Jebt giebt's Wichse", laffen darauf schließen, daß ein erhalten. Gegen diese Erklärung ist Protest erhoben worden und nügen dann einzelne wenige Kapitalisten aus; die Arbeiter haben förmliches Komplott bestanden habe, den Beschädigten zu" ver- wird von uns verlangt, unumwunden zu erklären, daß alle nichts davon oder doch nur Unterdrückung. Diese ganze Enthauen". Der Gerichtshof erkannte auf 100 m. Geldstrafe oder ordnungsgemäß gewählten Delegirten auf dem Kongres voll wickelung drängt mit zwingender Nothwendigkeit zur Beseitigung 20 Tage Haft; Gruffe wurde zu 30 M. Geldstrafe oder 6 Tagen berechtigt seien. Wir erkennen die Unklarheit, welche über diesen der bürgerlichen und Einführung der sozialdemokratischen GesellHaft verurtheilt. Die Kosten wurden ebenfalls den Angeklagten Bunft in der Resolution der Berliner Gewerkschaftskonferenz schaft. Von einer Diskussion über den Vortrag wurde Abstand zur Last gelegt. liegt, vollkommen an, halten uns jedoch nicht für kompetent, über genommen. Nach einer Pause, in der sich 15 neue Mitglieder die Beschlüsse dieser Konferenz, welche uns die Richtschnur für in den Wahlverein aufnehmen ließen, wurde das Verhalten eines die Einberufung geben, hinweg, eine solche Erklärung abzugeben. Genoffen gemißbilligt, der die Sache der Kellnerbewegung vor Wir machen jedoch darauf aufmerksam, daß diese Kompetenz dem Gewerkschaftstongreß zusteht und nehmen auch an, daß dieser sich für die Zulassung der genannten Delegirten entscheiden wird. nicht für die ihrer Aufsicht Anvertraute zu begleiten. Als durch die durch§ 152 der Gewerbe- Ordnung garantirte Roalitions geweſen. A13 Mittel zu diesem Zweck wird vorgeschlagen: a) Regelung der Arbeitsverhältnisse und Beseitigung von Mißständen in den einzelnen Werkstellen bezw. Arbeitsplägen, wie im ganzen Gewerke; b) die Aufklärung der Mitglieder durch Behandlung aller in das Gewerbe eingreifenden Tagesfragen, fowie populärwissenschaftliche Vorträge und Diskussionen unter besonderer Berücksichtigung der Produktionsweise im Allgemeinen und deren Einwirkung auf das Erwerbsleben; c) Errichtung von Herbergen und Arbeitsnachweisen; d) Pflege der Berufsstatistik; e) Unterstützung bei Arbeitseinstellungen, sowie ferner f) soweit die Kaffenverhältnisse es gestatten, durch UnterStübung solcher Mitglieder, welche 1. auf der Reise sich befinden; Die Generalkommission. G. Legien, Hamburg- St. Georg, An der Koppel 79, I. Betrügerische Schiebungen" führten am Montag den Fuhrherrn Adolf Hermann und den Stationsgehilfen Friz Brühn vor die I. Strafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte Hermann betrieb hierselbst ein sehr flott gehendes Fuhr geschäft und besorgte namentlich auf Grund der mit dem Magistrat abgeschlossenen Verträge sehr viele städtische Fuhren. Er vertaufte sein Geschäft an den Angeklagten und einem gewissen Brebeck und stundete denselben ein ziemlich bedeutendes Restfaufgeld, über dessen Bezahlung ein Spezialvertrag aufgenommen Ste Buchbinder Leipzigs bewilligten 1000 M. für die wurde. Er selbst widmete dem Fuhrgeschäft in der alten Weise ausgesperrten Buchdrucker. feine Kräfte. Ueber die Zahlungsfähigkeit der Herren Brebeck und Brühn liefen bald böse Gerüchte um, die den Lieferanten zu in einer Versammlung den Anschluß an den Hamburger Verband Die Leipziger Konditorgehilfen beschlossen am Montag Ohren famen und manchen derselben stuzzig machten. Bu Letteren gehörte auch der Fouragehändler öffel, der deutschen Konditorgehilfen. Beginn der Versammlung zu rücksichtslos vertreten hatte; doch wurde besonders betont, daß die Kellnerbewegung durchaus zu fördern und zu unterstüßen sei. Der Vorsitzende theilte noch mit, daß das Flugblatt, in welchem die Wähler des 19. und 21. Kommunalwahl- Bezirks zum Beitritt zum Wahlverein aufgefordert werden sollen, am 14. Februar, Morgens 8 Uhr, vertheilt wird. In der Freien Vereinigung der in der Papier. Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite Kollege Greifenberg einen furgen Bericht über die Thätig rinnen Berlins und Umgegend gab am 27. Januar feit des Vorstandes. Alsdann verlas Kollege Jahn den Kassenwelcher eines Tages mit Hermann Rücksprache nahm und Die oberelfäffischen Spinnerei und Weberei- bericht, wonach sich inkl. des Bestandes vom vorigen Quartal denselben bat, ihm reinen Wein über seine Geschäftsnachfolger Besitzer beschlossen eine Einschränkung der Pro- die Einnahme auf 435,36 M. und die Ausgabe auf 819,78 M. einzuschenken, da er doch täglich in dem Geschäfte anwesend fei buktion um 10 Prozent. Der angestellten Enquete zu- stellte, so daß 115,68 M. Bestand verblieben. Dem Raffirer und zweifellos wiffe, wie die Sachen daselbst stehen. Er bekam folge sollen im Elsaß jest bereits 90-100 000 Spindeln stille wurde Decharge ertheilt. Kollege Drews erstattete Bericht die beruhigende Versicherung, daß er ganz außer Gefahr sei, da stehen. über die Thätigkeit der Rechtsschutz- Kommission; es war nur der Fall Lamm anzuführen, welcher Rollege, nachdem feine Interessen Brebe und Brühn besser daständen wie je und er, Hermann, dem Geschäfte auch ferner seine Sträfte widme. Er habe seinen Nach- In Neu- Nuppin wurde eine Zahlstelle des Zentral- gewahrt worden sind, dem Berein den Rücken gekehrt hat. Sofolgern bisher geholfen und werde denselben auch weiter helfen. Verbandes der Arbeiter und Arbeiterinnen der Bürsten- dann verlas Kollege Freudenreich die revidirte Abrechnung Herr 3öffel hatte infolgedessen gar kein Bedenken, für einige und Pinselindustrie gegründet. Derselben traten sofort vom Vergnügen bei Norbert, welches mit einem Defizit endete; die tausend Mark Fourage zu liefern, er ist dabei aber gründlich 14 Personen als Mitglieder bei. Bevollmächtigter ist Josef Abrechnung wurde afzeptirt. Nach dem Bericht des Kassirers hineingefallen. Als er tros vieler Bemühungen Zahlungen Boh!, Kassirer Heinrich Engel, Schriftführer Friedrich sind die Sammellisten für die Wittwe des verstorbenen Kollegen nicht erlangen fonnte und gerichtliche Schritte vornahm, stellte es Blasbrenner, als Revisoren fungiren Schumann und Gerrmann sämmtlich eingelaufen bis auf Lifte 21, welche ein sich heraus, daß Herr Hermann auf Grund seines Vertrages über Schulz e. Kollege Namens Hans Luther hatte, wofür derselbe jedoch den Betrag( ca. 7 m.) nicht ablieferte, sich auch nicht mehr sehen läßt. Es folgte die Wahl des gesammten Borstandes und der Kommissionen und zwar wurden gewählt zum 1. Vorsitzenden Hermann Greifenberg, zum Rendanten Wilhelm Otto, das Restkaufgeld die fämmtlichen Pferde und Borräthe mit Be- Die ungarischen Buchdruckergehilfen haben nach Beschlag belegt hatte und zwar bald nachdem er die günstige Aus- richten des„ Correspondent" ihren neuen Tarif fammt dem funft ertheilt hatte. Aehnlich wie Herrn 3öffel ist es auch einem Ne un st undentag in den meisten Orten durchgesetzt. Getreidehändler Schulz gegangen, während ein dritter Lieferant den Versuch gemacht hatte, die eben erst gelieferte Fourage Die Filiale Frankfurt a. M. des Verbandes deutscher zum Schriftführer Franz Drews, sowie 4 Beisitzer und 4 Beiwieder herauszubekommen, aber mit dem Bescheid abgespeist Schneider und Schneiderinnen ist, wie uns aus Mainz be- figende, 2 Revisoren und eine Revisorin; ferner wählte man die wurde, daß dieselbe schon verbraucht sei. Die Anflagebehörde richtet wird, abermals und zwar auf Grund von§ 8 des Vertreter in den Zahlstellen, eine fünfgliedrige Rechtsschuhvermuthete Anfangs eine gemeinschaftliche Schiebung der beiden preußischen Vereinsgefeges gefchloffen worden, weil sie nach und eine fünfgliedrige Vergnügungskommission. Von der Wahl Angeklagten, Brühn aber behauptete, daß er selbst der Betrogene ihrer vor Kurzem erfolgten Wiedereröffnung aufs Neue weibliche einer Fachkommission wurde noch Abstand genommen, ebenso die sei, da ihm Hermann langsam die Schlinge um den Hals gelegt Mitglieder aufgenommen hat, obwohl fie nach rechtskräftigem Statutenberathung von der Tagesordnung abgesetzt. Unter Berhabe. Der Gerichtshof schenkte ihm Glauben und sprach ihn Urtheil zu den politischen Vereinen gehört und daher nach dem schiedenem beschloß man, den im Böhmischen Brauhause am frei, während der Angeklagte Hermann zu 1 Jahr 6 Mo- Vereinsgefeß keine Frauen als Mitglieder aufnehmen darf. 20. Februar stattfindenden Maskenball des Kaiser'schen Männernaten Gefängniß verurtheilt wurde. Daß die gewerkschaftliche Organisation eines Gewerbes, wo die chors zu unterstützen, da es für den Verein zu spät sei, selber Frauenarbeit eine ausschlaggebende Rolle spielt, feine weib- einen solchen zu arrangiren. Alsdann machte Rollege Bidert lichen Mitglieder haben soll, genügt allein, um zu erweisen, wie auf die am 10. Februar bei Scheffer tagende öffentliche Ber vollständig das preußische Vereinsgefes mit den Bedürfnissen der fammlung aufmerijam, welche Stellung zum Gewerkschaftskongres Soziale Uebersicht. Jeztzeit im Widerspruch steht. Der Kapitalismus ist ohnehin nehmen soll. Im Fragekasten befand sich eine Frage von allmächtig genug, um jedes Gesez solcher Art im Rampfe mit dem gemeiner Wichtigkeit: Ist es bekannt, daß einem Mitgliede einer Achtung! Wir ersuchen Alle, welche noch im Befiße von Proletariat entbehren zu können. Wozu nun die Aufrecht- freien Hilfskaffe das Mitgliedsbuch von der Armendirektion abSammellisten für bie streitenden Zeppichweber erhaltung noch dazu eines Gesetzes, das unter ganz anderen geholt worden, allerdings mit dem Bemerken, es bald wieder der Firma Feibisch, Berlin. find diefelben bis zum wirthschaftlichen und politischen Zeitläuften geschaffen wurde und zurückzustellen? Was tann man in folchem Falle gegen die S stunde im Restaurant Müller, Mariannenstr. 46. Rauchtlub ,, Süd- West". Rauchklub ,, Anita". Jeden Donnerstag Abend zwischen 9 und 11 Uhr Sigung bei Reyke, Weberstr. 15. Gäste willkommen. Tournee". Donnerstag Spielabend beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelftr. 84. Statklub Literarisches. Armendirektion thun?" Rollege Freudenreich beantwortete| führer Freytag. Beifizer Siegert, Timm, Brandt. verein Wacht am Rhein". Jeden Donnerstag von 8% Uhr UebungsDie Frage dahin, daß solches allerdings schon vorgekommen, die In das Bergnügungskomitee wurden die Kollegen Bohn, Freytag, Jeden Donnerstag Abends 9 Uhr Sigung beim Genossen Flick," Simeonstr. 23. Armendirektion aber durchaus nicht dazu berechtigt sei und Nie- Scholtta, Kiengel und Krause gewählt. Nach einer Gäste sind willkommen. mand dem nachzukommen brauche. längeren Debatte über die im Streit stehenden sowie ausgesperrten Mitglieder der verschiedenen Gewerkschaften bewilligte man den Die Arbeiter- Bildungsschule des Süd- Ost- Bezirkes ausgesperrten Buchdruckern 25 M., den Weißgerbern 25 M., den hielt am 24. Januar eine Agitationsversammlung ab, in welcher Handschuhmachern 25 M., den ausgesperrten Teppichwebern 10 M. Herr Ledebour unter reichem Beifall über die Dialekte der und der Arbeiter Bildungsschnle 15 M. aus der Kasse. Dann deutschen Sprache referirte. Referent führte unter anderem aus, wurde einstimmig der Vorstand beauftragt, am 18. März einen daß jede Art volksthümlicher Aussprache des Deutschen Dialekt Kranz mit Widmung auf den Gräbern der Kämpfer für Freiheit, sprache sei. Er unterschied als Dialekte besonders das Hoch Wahrheit und Recht niederzulegen. Die Wahl der Rechtsschutzund Plattdeutsche, Thüringische, Fränkische, Bayerische und Kommission vertagte man bis zur nächsten Versammlung. NachAllemannische. Der hoch deutsche Dialekt stammet aus Schwaben dem der Vorsitzende die neu eingetretenen Mitglieder willkommen und habe seinen modernen Werth als Schriftsprache besonders geheißen, wurde die Versammlung mit einem begeisterten Hoch dem Einflusse der alten schwäbischen Dichterschule zu danken, aus auf den Verein geschlossen. der die Minnesänger hervorgingen. Außerdem sei die lutherische Bibelübersetzung von großer Bedeutung für die Entwickelung dieses Idioms gewesen. Zum Schlusse brachte der Referent noch einige Auffäße aus den Werken der bekanntesten Dialektdichter, wie Reuter, Anzengruber 2c. zur Verlesung. An dem Vortrag schloß sich gesellige Unterhaltung mit Tanz. Die Stellungnahme zu den Gemeindewahlen bildete das Thema einer am 25. Januar im westlichen Theil Reinicken dorfs abgehaltenen Wählerversammlung. Der Referent Paul Schilling unterzog die neue Landgemeinde- Ordnung einer gründlichen Detaillirung und Kritik, zeigte, wie sehr das Recht der Arbeiter darin beschnitten und die besigende Klasse begünstigt ist, rieth aber, sich dadurch nicht abschrecken zu lassen, sondern Männer aufzustellen, welche die Arbeiterinteressen wirklich wahrnehmen. Er erörterte im Weiteren, daß die Hausbesitzer beschlossen haben, keinem Arbeiterkandidaten ihre Stimme zu geben, und warnte die Arbeiter vor jedem Kompromiß. Dann gab der Redner einen Ueberblick über den vorjährigen Gemeinde- Etat, dessen Posten theilweise Entrüstung hervorriefen, und führte an, daß die Arbeiter durch die Wahl von Vertretern ihrer Interessen endlich Einblick in die Gemeindeverwaltung, und zwar durch öffentliche Versammlungen, in denen die Gemeindevertreter Bericht erstatten, erhalten würden. Um dessen gewiß zu sein, solle jeder Arbeiter nur denjenigen Kandidaten seine Stimme geben, welche sich öffentlich auf den Boden des sozialdemofratischen Programms stellen.( Lebhafter Beifall.) An der regen Diskussion betheiligten sich die Genossen Thal, Glas, Knauf, Müller und Hoffmann, alle im Sinne des Referenten. Nachdem die Versammlung in Sachen einer Angelegenheit des Steinsetzmeisters A. Hoffmann ein Schiedsgericht eingesetzt und die Wahl desselben dem Bureau zu überlassen hatte, wurde einstimmig eine Resolution des Genossen Glas angenommen, mit allen Kräften für die Gemeindewahlen einzutreten und nur sozialdemokratischen Kandidaten die Stimme zu geben. Die Genossen Thal, Duchateau, Kling= mann, Beiße, Hammer und Funke bilden das Wahlfomitee. Die Versammlung schloß mit einem dreimaligen Hoch auf die völkerbefreiende Sozialdemokratie. 5 russischen Freiheit. Erscheint in Zürich, New- York und London Frei Rußland." Deutsches Organ der Freunde der monatlich einmal, für Deutschland zum Preise von jährlich 3 M. Zu beziehen durch die Post oder durch die Buchhandlung des Eine Mitgliederversammlung der hiesigen Zahlstelle Schweizerischen Grütlivereins in Zürich.- Nr. 1 enthält ut. A.: der Krankenkasse der Maurer, genannt, Grundstein zur An alle Freunde der russischen Freiheit; Amerika und die Einigkeit", Bablitelle Charlottenburg, befchloß vom russische Freiheitsbewegung; Die Juden in Rußland; Ein Inter1. März 1892 ab die Beiträge jeden Sonnabend Abend von view bei Michael Davitt. 71/2 Uhr ab im alten Rassenlofal Bismarckshöhe entgegen nehmen und daselbst auch das Krankengeld auszahlen zu lassen. Vermischkes. " Der allgemeine Arbeiterinnenverein sämmtlicher Berufszweige Berlins und Umgegend hielt am 1. Februar eine öffentliche Volksversammlung auf dem Gesundbrunnen in Knebel's Salon ab, welche ungefähr von 500 Personen besucht war. Die Der Kassirer Bormann von der verkrachten Gaals selbe bot einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag felder Vereinsbant, welcher geflüchtet war, hat sich am des Herrn Lehrers Henning über die Bartholomäusnacht bez. 1. Februar dem Saalfelder Gericht freiwillig gestellt. über die Pariser Bluthochzeit. Es wurde dann ersucht, die gegen Sudermann's Stück Die Ehre" ist in Bosen in den Entwurf des neuen Volksschul- Gesetzes gerichtete Petition zu polnischer Uebersehung aufgeführt worden. Während nun auf unterzeichnen. Auf Antrag des Herrn Unger wurde die Hälfte dem Theaterzettel bei allen übrigen Personen des Stückes die der Betrag derselben ist mit 6 M. auf Liste Nr. 372 verzeichnet. hat man dem darin auftretenden Haupt lumpen, dem Tischler der Tellersammlung den streikenden Weißgerbern zugesprochen; vom Autor vorgeschriebenen deutschen Namen beibehalten sind, mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Michalski den deutschen Namen, Otto Schönhausen" geBersammlung. Ein Tänzchen hielt die Theilnehmer noch lange geben. zusammen. ukk- Vergnügungsverein„ Deutsche Treue". Donnerstag, den 4. Februar, Abends 9 Uhr, in Kürschner's Restaurant, Dalldorferstr. 40: Uebungsstunde. Fachverein der Barbier-, Friseur- und Verrückenmacher- Gehilfen ( 3weigverein Berlin). Donnerstag, den 4. Februar, Abends 10 Uhr, Stofenthalerstr. 38: Mitgliederversammlung. Vortrag des Genossen Bastig:" Die Geheimbunds- Prozesse und deren BeLese- und Diskutirklub„ Süd- Os". Donnerstag, den 4. Februar: deutung für die Arbeiterbewegung. Der Zonentarif, Verein für Eisenbahnreform. Am Donnerstag, den 4. Februar, Abends 8 Uhr, findet in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, die diesjährige Generalversammlung des Bonentarif" flatt. Vortrag des Herrn Johannes Rindermann über ,, Die Reformbewegung in England". " umgegend" hält am Donnerstag, den 4. Februar, eine Bereinsversamme Friedrichsfelde. Der Arbeiter- Bildungsverein von Friedrichsfelde und lung ab. Tagesordnung: Vortrag. Lese- u. Diskutirklube. Donnerstag. Wahrheit", Martusstr. 31. Gäfe willfommen. Heine" in Rigdorf, Ecke Knesebeck- u. Hermannstraße, Restaurant Beyler. Neue Zeit", 8 Uhr, Boyenfir. 40. Gäfte haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görlitzerstr. 68. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Distutirflub Fester Wille", Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. Jeden Donnerstag von 8 Uhr Abends ab" bet Aug. Ulrich, Leibnigstr. 78. Lese- und Distutirtlub Mai wuch 3" Charlottenburg. Damen und Herren fönnen als Gäfte eingeführt werden. Lese- und Distutivflub, Gerechtigkeit". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Lotale willkommen. von Ferd. Hoffmann, Waldemarstr. 61. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, Lese- und Diskutirklub Dieggen". Jeden Donnerstag Abend bei Schröder, Wiesenstr. 39, Sigung. Gäste willkommen.- L.seklub Birchbachstr. 7 bet Schnide. Gäste willkommen. ,, Sozialdemokrat". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Lokale Herwegh". Abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 54, Gcte Laufiberstr. Gäfte willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 ühr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor„ St. Urban", Annenstraße 9, bet Prog. Gesangverein Unverzagt", Köpenickerstraße 127a, bei Rüfter. Gesangverein, ornblume", BlumenStraße 64, bei Wuttte. Gefangverein Frühlingslust", FlottwellGesangverein Melchiorstraße 15, bei Stehmann. " " Gesangverein " " " Weil er in den Genuß der Altersrente getreten und das Allgemeine Ehrenzeichen empfing, deshalb soll nach der Straßburger Post" ein elsässischer Gemeindediener in Schiltigheim sich zu den glücklichsten Weltbürgern rechnen. " Als erster Zeuge ist Geheimer kommerzienrath geladen. Die Zahl der Zeugen beträgt insgesammt 91. Ba are im Bochumer Stempelfälschungsprozeß Der Rhein ist bei Köln auf 5,50 Meter gestiegen. Die Oder hat unterhalb Brieg den Damm durchbrochen. Bei einer Theaterpanik, welche in der spanischen Stadt Murcia infolge blinden Feuerlärms entstand, wurden 17 Personen schwer verwundet, während zahlreiche andere leichtere Berlegungen erlitten. Das Fallissement der Firma Zardy u. Benoch in Savona foll nach dem Popolo Romano" mehrere Berhaftungen im Gefolge haben. Nanbmord auf einer russischen Eisenbahn. Nach einer Romnyer Bahn ein Passagier ermordet und beraubt. Der telegraphischen Meldung aus Petersburg wurde auf der LibauBahnkondukteur Andrei Tobolka, welcher nach seinem eigenen Geständniß die That verübte, wurde inzwischen verhaftet. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Die Westfälische Volkszeitung* wurde heute wegen des Artikels:„ Warum gegen Herrn Baare die Anflage erhoben werden muß"" fonsiszirt; jedoch nach drei Stunden durch den Staatsanwalt freigegeben. Polizeibeamte mußten die konfiszirten Zeitungen der Redaktion und den Beitungsboten wie er übergeben. Die Arbeiter Bildungsschule( Nordbezirk) hielt am 31. Januar eine Versammlung bei Keller, Bergstr. 68, ab, in welcher Herr Dr. Pinn über das Thema„ Die öffentliche Meinung" sprach. Im Anschluß an den von der Versammlung außerordentlich beifällig aufgenommenen Vortrag ermahnte Herr Herrmann, sich recht rege am Unterricht zu betheiligen und die Arbeiter Bildungsschule nach besten Kräften zu unterstützen, damit dieselbe auch fernerhin blühen und gedeihen möge. Ein anderer Redner empfahl ebenfalls, sest zusammen zu halten, dann würden bald alle Schwierigkeiten überwunden sein und die Arbeiter Bildungsschule werde glänzend weiter bestehen zum großen Aerger Bochum, 3. Februar. Brezelschluß", Annenstr. 16, unferer Gegner. Der Versammlung folgte ein geselliges Bei- ftraße 5, bet Bartel. bet Reßner. Arbeiter- Gefangverein" ,, Weiße Rose", Reinickendorf, sammensein. Der Tanz war leider vom Polizeipräsidium nicht Residenzftr. 101, bet Garus.- Gefangverein ,, Morgenroth 1", Rummels genehmigt worden, indem dasselbe die Meinung vertrat, daß, da burg, Berlinerstr. 9, bei Friesecke. Gesangverein ,, Dorfglödlein", Gäste zu der Versammlung Zutritt hätten, diese Versammlung Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftftr.- Ecke bei Schulz.- Gefangverein„ E cho 2" Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. eine öffentliche fei, mithin auch das folgende Tanzvergnügen als macher), Pappel- Allee 3-4, bet Krause. Gefangverein Einigtett"( But Gefangverein 3 ufunft 1" ein öffentliches sich gestalte und deshalb einer besonderen Ge- Steglitz, Kurhaus Friedenau. Gesangverein harmonie", Tempelhof, Bochum, 3. Februar. Redakteur Fusangel erhielt vom Gesangverein Beilchenblau", kottbuser nehmigung bedürfe. Da sich gegen dieses Verbot momentan Dorfitr. 10, bei Gerth. nichts thun ließ, ließen sich die anwesenden Gäste als Mitglieder Dana 39, bei Jakob.- Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 3, bei ersten Staatsanwalt in Essen die Mittheilung, daß die MitByrtec. Gefangverein ,, 8 ukunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. wissenschaft des Geh. Kommerzienraths Baare an den Stempelder Arbeiter- Bildungsschule aufnehmen. So war eine geschlossene ntpreußischer Manner: Gefangverein", Jüdenftr. 55, befälschungen nach den Aussagen der Zeugen als erwiesen erscheine, Gesangverein Edelweiß", Gesellschaft hergestellt, die bei Tanz und Vorträgen noch längere Frischmann. Landsleute sind willkommen. Gefangverein Borar", Admiral- daß jedoch die betreffenden Fälle verjährt seien und deshalb die Zeit in schönster Harmonie beisammen blieb. straße 38, bei Lülow." Seeger'scher Gesangverein", Blumen Anklage nicht erfolgen könne. straße 46, bei Weick. Gesangverein Maiglöckchen 2", S.-D., Manteuffel- Effen, 3. Februar. Nach Berichten aus Oberhausen, DüsselDer Verband aller in der Metallindustrie beschäftigter fraße 67, bei Springſtubbe. Gesangverein Felsenburg", BlumenGesangverein Eintracht", Glienicke bet Adlershof, dorf, Gerresheim, Barmen und Elberfeld finden in verschiedenen Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 31. Januar feine traße 21a. bei Keller. Gesangverein" Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalien Fabriken Arbeiterentlassungen oder Lohnverkürzungen statt. ordentliche Generalversammlung in Drschel's Salon, Sebastian- straße, bei Hann. Gefangverein Hoffnung 3", Brandenburg, straße, ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Neuft. Markt 2, bei Weydmers. Gefangverein, Frete Sänger" Budapest, 3. Februar. So weit bis jetzt bekannt, ergaben Vorsitzende des Ablebens der Kollegen Hent, Höhne, w. Grunow. Langestr. 108, bet Neblin. 3utunft 3", Belten, bet die Reichstags- Wahlen 239 Liberale, 86 Unabhängige, 62 Nationale, Gefangverein Frete Sänger" jeden Donnerstag, Abends 14 Ugrouisten, 3 Parteiloſe. 4 Stichwahlen sind erforderlich. Schwithal und Rochel; die Versammlung ehrte das An- 9-11 Uhr. Gäite willkommen. Gefangverein reuzberger Har Aus 6 Bezirken ist das Wahlresultat noch unbekannt. Die liberale denken der Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. monte", Lindenstr. 106 bei Poppe. Gesangverein, ,, Nordstern", Gefangverein Morgengrauen"( Bäcker), Partei verlor 46 und gewann 36 Size. Hierauf erstattete der Kassirer den vierteljährlichen Kassenbericht. Müllerstr. 7 bei Reichardt. 3 bis 5 Uhr Nachmittags Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Die Einnahmen betrugen von Anfang Oftober bis Ende De verein 2tebes Echo", Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke bei Jember, inkl. des vorhanden gewesenen Rassen bestandes, 7125,33 M., Spindler. Die Ausgaben 3030,68 m., es verblieb somit ein Bestand von Donnerstag: Humorist. Verein, Bautenfchwengel", Stallschreiberstr. 68. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. 4094,65 m. Die Durchschnittszahlung des einzelnen Reise- Brivat- Theatergesellschaft Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Prinzenstr. 87. Geselliger gefchents an zugereiste Kollegen belief sich im Vierteljahr auf Mufidilettantenverein Animo", bei Schmidt, Wrangelſtr. 141. 2,37 M. Dem Stassirer wurde Decharge ertheilt. Die Abrechnung Verein Grüne Giche"( vor dem alle'schen Thor), Solmsstr. 1. gnügungsverein Silarita s", bei Tempel, Breslauerstr. 27. Privat vom Wintervergnügen ergab vorläufig ein Defizit von 25,05 M., Theater und Pantominengesellschaft tedeler Geist", bei Schneider, es stehen indeß noch einige Billets aus, so daß sich dasselbe noch Adalbertstr. 8. Vergnügungsverein, Ginigfeit", bei Linte, Forsterstr. 45. etwas erniedrigen dürfte. Ein Antrag des Kollegen Selchow, tiub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, BallisadenGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat: zur Kontrolle dieser Abrechnung eine Extra- Revisionskommission traße 47. Statflub Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, W. F., Görlitzerstr. 61. Bu mündlicher Auskunftszu wählen, wurde abgelehnt und dieses den jezigen Revisoren Abends 8 Uhr, bet Linneten( Flötenwirth"), Beuffelstr. 57. Mitglieder wer ertheilung sind wir bereit. überlassen. Alsdann wählte man den Kollegen Schmid zum den aufgenommen. F. A., Fruchtstr. 40. Ihr Schreiben ist gänzlich unvers übed'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, 2. Vorsitzenden. Das Unterstützungsgesuch eines Rohrlegers Elifabethftr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein„ O ste n", Lehrständlich. Berliner wurde nach kurzer Debatte abgelehnt; der Antrag der Rechts- lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Abonnent Landsbergerstr. 104. Das Eisenbahnunglück schutzkommission, einem Kollegen Rechtsbeistand zu gewähren, urngen offenschaft, i. Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, in Steglit passirte am 2. September 1883. im Lessing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. Männer Turnverein Jahn" fand Annahme. Betreffs des Herbergswesens führte Kollege Rirdorf.( Eigene Turnhalle, Biethenstr. 72 a.) Heute Abend von 8-10 Uhr C. T. 123. Die Adressen sind uns unbekannt. Razke aus, daß die Kommission nochmals mit Herrn Stramm Damen- Abtheilung. Sp., Mainz. Die erste Notiz war schon berichtet. Männer- Gefangverein Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Rücksprache genommen, aber fein sicheres Versprechen erhalten habe, F. T. H. Da es sich um eine bloße Uebertretung handelt, Gneisenauftr. 88.- Verein" 3id 8a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches so ist es möglich, daß die Akten über Ihre Vorstrafen nicht bei ob auch zu jeder Zeit für die Kollegen des Verbandes ein Unter- Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Geselliger Verein ,, Regina", jeden Donnerstag tommen vorhanden sei. Es wurde demzufolge von diesem Lokal Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinen Gericht sind. Wenn Sie die Frage, ob Sie vorbestraft sind, verGefangverein Abstand genommen und statt dessen das Lokal des Kollegen Straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Blaue neinen, so machen Sie sich dadurch zwar nicht strafbar, das Siegemund, Eisenbahnstr. 20, empfohlen, welcher erklärte, dasselbe verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Stöllig. Piropfen- Gericht würde aber möglicherweise, wenn wegen des Unfugs eine als Verkehrslokal zur Verfügung stellen zu wollen. Zur Deckung verein Wedding", Abends 8 hr bei. Helterhoff, Antonftr. 5. Ber Berurtheilung eintritt, die Strafe mit Rücksicht auf Ihre unwahre vorläufiger Unkosten bewilligte die Versammlung 200 M. Burnügungsverein, Blau- Weilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Angabe über die Vorstrafe höher ansetzen. Abhaltung eines Sommerfestes, wurde das vom Dekonomen zum 16. Juli angebotene Lokal Neue Welt" akzeptirt; dem Vorstand sind die vorläufigen weiteren Abmachungen mit demselben überlaffen. Zum Schluß ersuchte Kollege Gerisch die Mitglieder zum regeren Abonnement auf die„ Deutsche Metallarbeiter jeitung." " " Männer- Gefang Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Aufnahme Mitglieder, Gäste willkommen. 1 11 Ver: Gesang Vergnügungsverein bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 3 bet Noll: Sigung Geselliger Klub Blau Beilchen", " Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflic Antwort wird nicht ertheilt. Alter Abonnent Nr. A. Derjenige, dem die geliehenen Sachen gehören, muß Interventionstlage erheben. licher Abmachung bezogen und brauchen dieselbe weder zu räumen J. St. N. Sie haben die jetzige Wohnung auf Grund mündnoch andere als die mündlich verabredeten Zahlungen, z. B. Merenabgaben zu leisten. Die Wohnung fönnen Sie so lange behalten, wie Ihr früherer Kontrakt noch lief, höchstens aber auf " Gaprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen imaging mit Damen Eaal 1 Tr. Bergnügungsverein Veilchen", Uhr, bei Baun, Dranienſtr. 183. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste will fommen. Privattheater- Gesellschaft Soffnung", Abends 8 Uhr, im lubhaus, Ohm asse 2. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im Restaurant 6. Haberecht, D., Gr. Frantfurter str. 30. Gäste, insbesondere ehemal. ein Jahr. Schul- Kollegen, herzlich willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 29. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. H., Stephanstr. Nach einer neuerdings ergangenen EntDer Verein zur Wahrung der Intereffen der Berliner Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeinde- scheidung des Kammergerichts tommt es darauf an, ob in dem Knopfarbeiter hielt feine ordentliche Generalversammlung am ſchule bei Schröder, Stegligerſtr. 18. Gäfte willkommen.- Berein ehemaliger schriftlichen Kontrakte die Wohnung bis zum 1. April oder bis Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sitzung im Restaurant Noll, 31. Januar ab. Nach dem vom Kassirer zum Vortrage ge- Bur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der zum 31. März vermiethet ist. In ersterem Falle ist die am brachten Vierteljahres- sowie Jahresabschluß belief sich die Ein- 85. Gemeindeschule und Gäste sind willkommen. Tambourverein 29. Dezember erfolgte Kündigung rechtzeitig, im anderen aber nahme im letzten Vierteljahre auf 140,35 M., die Ausgabe auf ungferntrans", Weidenweg 12. Bergnügungsverein Bruder verspätet. 136,90 M.; der Bestand von vergangenen Vierteljahre betrug mit Damen. Nachdem Fidelitas. G. G., Perlebergerstr. Wir halten das Strafmandat 335,55 M., somit bleibt ein Kassenbestand von 339 M., während Donnernag 9 1hr, D.antenstr. 153, 1 Tr. Gäfte( Herren) willkommen. für berechtigt und würden von Erhebung des Widerspruchs absich die Jahreseinnahme auf 585,25 M., die Ausgabe auf 528,70 M., Geselliger Berein Freiheit", Donnerstag Abend bet Thierbach, Schwedter- rathen. und der Bestand am 31. Dezember 1890 auf 277,45 M. bezifferte, ftraße 44. Sonntag: Geselliger Abend. Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krauts- J. P. Ihr Meister muß Strafantrag gestellt haben, sonst sodaß 339 M. Kassenbestand verbleiben. Die Abrechnung von Straße 48.- Rauchtlub ernspise", Abends 8% Uhr bei A. Bohl, Rüders: tönnte wegen Beleidigung und Hausfriedensbruchs nicht gegen legten Stiftungsfeste( Maskenball) ergab 156,40 M. Einnahme, dorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 1hr, in Bernhardt's Destilla Sie vorgegangen werden. Verjährt ist die Sache, wenn nicht Rauchlub„ Borwärts", Abends 9 Uhr, bet Tempel, etwa im Jahre 1889 der Steckbrief erneuert worden ist. Theilen 128,60 M. Ausgabe, 27,80 M. Ueberschuß. Dem Kassirer wurde tion, Staligerfir. 41. Breslauerstr. 27. Rauchflub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerDecharge ertheilt. Nach dem Berichte über die Thätigkeit des straße 71. Arbeiter Rauchfiub ,, Nordpol". Sizung jeden Donnerstag Sie der Staatsanwaltschaft Ihren jetzigen Wohnsiz mit und er Borstandes wurden im letzten Jahre 11 Versammlungen ab- bends 9 Uhr, im Reſtaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Briezenerstr. 6. tlären Sie, Sie hätten erst jetzt von dem Steckbriefe gehört und Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Rauchtlub Ohnesorge". gehalten, darunter 9 mit Vorträgen. An Unterstützung zahlte man Donnerstag, Abends 9 Uhr, fohlenufer 2, Rogge's Bierhaus. Rauchflub würden einer etwaigen Vorladung sofort Folge leisten. Im an verschiedene Gewerkschaften 140 M., desgleichen an einen ge-, Waldesgrün". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, Reichenberger schlimmsten Falle wird eine unerhebliche Geldstrafe heraus- Urfidele Seils Armee. maßregelten Kollegen 67,50 M. Die Generalversammlung sprach dem straße 113 a bei stablert. Gäste willkommen. Borstande für seine Geschäftsleitung einstimmig ihren Dank aus und Sizung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bet Kowald, Oranienftr. 126. Gäſte, Damen und Herren willkommen. 6. März Einweihungsfest. Neue Heilsverpflichtete sich, für Kräftigung des Vereins thatkräftig einzutreten. brüder werden aufgenommen. Tambourverein Vor meg", UebungsDie Vorstandswahl hatte folgendes Ergebniß. 1. Vorigender stunde Montag und Donnerstag Waßmannjir. 9. Sonntag Sigung. Junger Schneider, 2. Vorsitzender Krause, 1. Kassirer Kinyel, Mann als Dirigent willkommen. 2. Kassirer Schubert, 1. Schriftführer SchoItta,& Schrift- bergerstr. 31. Gäste, Damen und Herren, freundlich wilkommen. Tambour S., Lieguiterstr. 28. Siehe unter H., Stephanstraße. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1 M " 13. Februar Kränzchen. Theaterverein Leffing", jeden Donnerstag Abend 9 Uhr Sigung bei Musehold, Landskommen. Imme. Die Alimente für uneheliche Kinder betragen ohne Rücksicht auf Stand und Vermögen des Vaters 18,50 M. monatlich, bis das Kind 4 Jahre alt ist, von da bis zum 14. Jahre 15 Mart.