Nr. 77. Abonnements- Bedingungen: esin = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mir flluftrierter Sonntags Betlage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. M Erscheint täglich aufer Montags. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebane beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gemertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Agrarische Fechterstücke. Der Verfasser der Schrift: Handelspolitit und Socialdemokratie" schreibt uns: verdiene. Sonntag, den 31. März 1901. sod dum Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. man vor allem die Quelle der Werhebung schließen müssen. Dies sollten sich vor allem diejenigen gesagt sein lassen, welche trop patriotischer Gesinnung, wenn auch wider willen, an jenem hezerischen Treiben teilgenommen haben." " das ahnet in Einfalt ein tindlich Gemüt, und dieses findliche Gemüt hat herausgefunden, daß ich verpflichtet sei, für die Agrarzölle einzutreten, nachdem ich die Notlage der Landwirtschaft zugegeben, denn mein Vorschlag würde doch nie verwirklicht werden. Wenn ich trotzdem gegen die Agrarzölle auftrete, geschehe es mur, weil ich Meiner Wenigkeit ist unerwartetes Bech widerfahren. Die auch zu jenen bösartigen Menschen gehöre, die den großen Die Berliner Politischen Nachrichten" wollen darthun, daß agrarische Bresse geruht, mich für einen vernünftigen Menschen zu Kladderadatsch nicht erwarten können, und zu seiner Beschleunigung fch to a che Seelen" aus der harten Kritik der Neden und erklären. Ein derartiges Lob aus diesem Munde ist eine höchst vorher alles verrunjenieren möchten. Thaten des Monarchen Anlaß zu Verbrechen nehmen. Sie geben zweifelhafte Ehre und ich würde mich sehr darüber beunruhigt fühlen, Warum ist aber mein Vorschlag dazu verurteilt, undurchgeführt damit das erfreuliche Anerkenntnis, daß diese Kritik auf Menschen wenn ich nicht mit gutem Gewissen sagen dürfte, daß ich es nicht zu bleiben? Warum? Weil diefelbigen Agrarier, die jest meine von gesunden Sinnen nicht derartig ungünstig wirken kann. Bernünftigkeit preisen, sich jedem Versuch widersegen würden, diesen Thatsächlich können Leute von gefunden Sinnen nur durch die von Es ist meine Broschüre über die Handelspolitik, die das Wohl- vernünftigen Vorschlag durchzuführen. Wenn alle jene Glemente, den Berliner Politischen Nachrichten" ersehnte Unterdrückung gefallen der Agrarier erregt. Sie kennen offenbar daraus nur die die geneigt find, die Agrarzölle zu bewilligen, an deren Stelle freier ritit zu persönlichen Gewaltatten getrieben werden. zwei Paragraphen, die der Vorwärts" am legten Sonntag ab- meinen Vorschlag setzen wollten, wäre seine Durchführung gesichert. Da aber zum Unheil der Scharfmacherei mur Geistesgestörte druckte. Würden sie weiter darin lesen, fie fönnten Säße darin Es ist also nicht wahr, daß die Getreidezölle das einzige Mittel fich in lächerlichen Angriffen gegen den Kaiser ergehen, so suchen die entdecken, wie etwa den folgenden:„ Der Gesamtbetrag der finanziellen find, die Notlage der Landwirtschaft abzuhelfen. Sie sind nicht nur" B. P. N." dies Unheil dadurch in staatsrettendes Heil zu ver Last, die um der imaginären Rettung der Landwirtschaft willen überhaupt kein taugliches Mittel dazu, die Agrarier haben es selbst wandeln, daß sie einen„ ursächlichen Zusammenhang zwischen der dem deutschen Volke bereits aufgelegt ist oder noch aufgelegt in der Hand, andre, taugliche Mittel dazu ins Werk zu setzen. Wenn am Monarchen geübten Kritik und dem„ Attentäter" vorgaukeln. werden soll, dürfte sich von einer Milliarde Mart im fie das nicht thun, so liegt das nur daran, daß sie es nicht thun Sie vergessen dabei nur, daß das Wesen der Geistesgestörtheit etwa Jahr nicht weit entfernen. Hundert Mart im Jahr sollen wollen, weil es ihnen nicht um die Behebung der Notlage der darin beruht, daß die normalen„ ursächlichen Zusammenhänge" auch der ärmsten Arbeiterfamilie erpreßt werden, damit ein Häufchen Masse der landwirtschaftlichen Bevölkerung, sondern um die Aus- fortgefallen find. Drohnen, darunter die Reichsten der Reichen, ihre Profite vermehrt plünderung der Masse des deutschen Volts zu thun ist, und dazu fehen!" eignen sich allerdings Agrarzölle besser, als irgend ein andres Mittel. 3 Wie denken die Herren von der Kreuz Zeitung" über diesen Satz? Aber auch in den beiden schon abgedruckten Paragraphen kann nur die üppige Phantasie eines Schweinburg oder die an Strohhalme fich klammernde Verzweiflung eines jener Unglücklichen, die Argumente für die Agrarzölle herbeizuschaffen haben, irgend eine Konzession an dent agrarischen Standpunkt entdecken, und es muß um diesen sehr Eläglich bestellt sein, wenn zu seiner Stübung derlei Manöver notwendig werden. Das Wohlgefallen der Herren Agrarier habe ich dadurch erregt, daß ich eine Notlage der Landwirtschaft zugab. Darüber großer Jubel. Aber handelt es sich heute um die Notlage der Landwirtschaft im allgemeinen, oder um die Agrarzölle im besonderen? Die Herren, die mich für so vernünftig erklären, sollten doch ihren Lesern nicht verschweigen, daß ich so vernünftig bin, zu finden, die Agrarzölle tönnten der Landwirtschaft nichts nügen, ja müßten fie auf die Dauer immer schwerer belasten; Agrarzölle seien nicht nur im Interesse der Industrie und ihrer Arbeiter, sondern auch in dem der Landbevölkerung und der Landwirtschaft felbst verwerflich. Daß aber ein Socialdemokrat die Notlage der Landwirtschaft anerkennt, ist durchaus nichts Unerhörtes. Gine Anerkennung des Landwirtschaftlichen Notstands ist in der internationalen Socialdemokratie bei ihren zahlreichen Diskussionen über die Agrarfrage wiederholt ausgesprochen, mannigfache Vorschläge zu seiner Abhilfe sind vorgebracht worden; aber wie verschiedenartig auch die vor geschlagenen und teilweise acceptierten Agrarprogramme der verschiedenen socialdemokratischen Parteien sein mögen, bei aller Betonung des landwirtschaftlichen Notstands find sie alle darin einig, von Agrarzöllen abzusehn, ja sie entschieden zu verwerfen, sofern sie diese Frage behandeln. Was ich darüber sage, ist gar nichts Neues, entspricht dem alten Standpunkt der Partei. Aber mein Vorschlag, 500 Millionen Mark jahraus fahrein für bie Landwirtschaft auszugeben, bedeutet der nicht eine unerhörte Neuerung und eine starke Konzession an die Agrarier? Wie bin ich auf die Summe von 500 Millionen gekommen? Ich habe sie nicht willkürlich ersonnen, die 500 Millionen, das ist der Betrag, um ben das deutsche Bolt jährlich 3 น Gunsten des größeren Grundbefizes erleichtert werden soll, wenn der 5 Mart- Zoll auf Getreide zur Wirklichkeit wird. Heute schon zahlt das deutsche Volt in den erhöhten Brotpreisen an die Grundbefizer rund 350 Millionen Mart jährlich; rechnet man dazu die Preiserhöhungen an Fleisch, Butter 2c. durch die Zölle, dann kommen wir heute schon auf eine Liebesgabe von 500 Millionen Mark, die das deutsche Volt feinen Grundbefizern zahlt. Wenn es also Leute giebt, denen mein Vorschlag unglaublich erscheint, so mögen fie bedenken, daß die Subventionierung des Grundbefizes durch diese ungeheuerliche Summe heute schon That sache geworden ist. Mein Vorschlag bedeutet nicht die gutvendung einer neuen Summe von 500 Millionen an die Landwirtschaft er besagt bloß, diese heute schon bezahlte Summe soll anders verwendet und anders aufgebracht werden als heute. Sie soll nicht, wie heute, dazu dienen, Hypothekengläubigern, Güterspekulanten und Fideikommißbefizern, den reichsten und überflüssigsten Teilen der Nation", die weiten Taschen zu füllen, sondern dazu, Kultur aufs Land hinaus zu tragen, im Intereffe vor allem der ärmsten und nüzlichsten Teile der Nation; und fie soll nicht aufgebracht werden durch eine fünstliche Preiserhöhung der Lebensmittel, die wie eine Kopfsteuer wirkt, sondern durch eine progressive Ginkommensteuer. Was also an meinem Vorschlage ungeheuerlich erscheinen mag, bie Unterstützung der Landwirtschaft durch 500 Millionen jährlich, das ist schon längst zur Wirklichkeit geworden. Was an meinem Vorschlag noch nicht Wirklichkeit ist, das bezweckt nur, eine andre bestehende Ungeheuerlichkeit aufzuheben: die, daß eine so riesenhafte Summe durch eine Steuer aufgebracht wird, deren Betrag für den Aermsten wie für den Neichsten gleich groß ist, und daß die Verteilung des Ertrags dieser Steuer dem Zufall anheimgegeben ist, der ihn meist Parasiten in den Schoß wirft. Wo soll aber bei diesem Vorschlag die Konzession an die Agrarier liegen? Ja, was tein Verstand des Verständigen sieht, Dies Unternehmen der„ B. P. N.", dem Geistesgestörten Ber mmft anzubichten, wird noch grotesker, da im Bremer Fall alle bekannt gewordenen Thatsachen jede Möglichkeit eines Zusammenhangs Das, was an meinem Vorschlage ungeheuerlich erscheinen mag, ausschließen. Mindestens wäre es Aufgabe der„ Berl. Bot. die Besteuerung des deutschen Volks mit 500 Millionen zu Gunsten Nachr.", die antimonarchische Lektüre des„ Attentäters" nachzuweisen, der Landwirtschaft, diese Ungeheuerlichkeit wollen die Agrarier ver--aus welchem Nachweise freilich auch nur zu folgern wäre, besserer doppeln, die Subventionierung des Grundbesizes auf 1000 Millionen daß Geisteskranke Pflege bedürfen als ihnen die jährlich steigern. Diese verdoppelte Ungeheuerlichkeit soll berbunden heutige Gesellschaft giebt. Die Berliner Polit. Nachrichten" bleiben mit der weiteren Ungeheuerlichkeit, daß diese enorme Summe fonstruieren ihren natürlichen Zusammenhang" in bewußter durch gleichmäßige Besteuerung der Wermsten und Reichsten aufügenhaftigkeit, denn sie wissen, daß der Epileptiker weber gebracht wird, und daß die Verteilung dieser ungeheuren Summne durch irgendwelche politische Stritit beeinflußt war, noch daß er, als bem blinden Walten des ökonomischen Getriebes überlassen bleibt, er das Eisen warf, irgendwelches Bewußtsein hatte, daß der Kaiser das fie nicht der Hebung der ländlichen Kultur, sondern der Ver vor ihm durch die Straße fuhr. Nach der Weser- Zeitung" daran mehrung der Einkommen der reichsten und unnügesten Teile der sei gegenüber der aufdringlichen Ausnutzungsversuche der Miquel Korrespondenz nochmals erinnert erfolgte die That des Epileptikers Nation zuführt. Und darin, daß man diesen gemeingefährlichen Schutz der nach dessen von ärztlicher und richterlicher Seite nicht bezweifelter Landwirtschaft" brandmarkt, sehen unfre Agrarier eine Konzeffion Schilderung also: an ihren Standpunkt! Politische Uebersicht. K. K. Berlin, den 80. März. Die Quelle der Verhehung. Daß der Vorfall in Bremen, obschon er auf den Kaiser felbst einen überaus tiefen Eindruck hervorgerufen hat, sich doch völlig untauglich zur politischen Ruznießung erweist, schmerzt das Scharfmachertum schwer und nachhaltig. Ein Attentat und doch zu nichts müge! Welch Jammer! Die, Berl. Polit. Nachrichten", das Organ der Miquelschen Centralverbands- Politit, versuchen trotzdem den untauglichen Faden nochmals auszuwerfen, ob nicht doch irgendwelche Beute einzufangen sei. Das offiziöse Blatt schreibt: " Die Vernehmung des Weiland hat als unzweifelhaft ergeben, daß er seine epileptischen Krämpfe nicht simuliert und daß er seine That in einem Krankheitsanfall vollbracht hat. Er selbst erzählt Vorkommnisse aus seinem Leben, die ein Licht auf den Seelenzustand werfen, aus dem feine unbegreifliche Handlung hervorgegangen ist. Sein Vater ift ein Säufer, seine in Sydney wohnende Schwester leidet an Schrei främpfen, sein hier wohnender Bruder hat eine Hühnerbrust. Erbliche Belastung ist also sicher vorhanden. Obgleich er mit seinem Stiefvater in sehr guten Beziehungen lebt, hat er doch einst nach ihm gestochen. Seine Logiswirte, Arbeitgeber und Arbeitsgenossen bestätigen, daß er an Epilepsie leidet. Bon socialistischen oder anarchistischen Einflüssen ist absolut nichts nachzuweisen. Er bes hauptet, anscheinend glaublich, diesen ganz fern zu stehen. Er erzählt, gestern habe er sich schon den ganzen Tag schlecht gefühlt und habe gespürt, daß der Anfall kommen werde. Nun habe er in dem Menschengewühl auf dem Domshof gestanden, das Brausen des Brunnens und der Menschenstimmen habe ihn wieder in die Situation als Schiffer versezt; ein Jahr habe er auf einem norwegischen Schiffe gefahren; wie nun der Kaiser näher gekommen und das Surrarufen lauter geworden fei, fei seine Erregung gestiegen und der Krampf gelommen. Es sei ihm getvesen, als ob er born auf dem Schiff gestanden hätte und der Kapitän habe gerufen: Werft das Lot aus!" Und so habe er das Stück Eisen, das er kurz zuvor auf dem Domshof gefunden, fortgeworfen, als ob es der Bleilumpen des Schiffslots gewesen. Damit fei ihm das Bewußtsein vergangen." Man wird zugeben können, daß nach dem Ergebnis der bisherigen Erhebungen das Bremer Attentat wahrscheinlich das Wert eines geistesschwachen und der vollen Herr schaft über seinen Willen entbehrenden Menschen ist. Gleichwohl muß es auffallen, daß auch dieser Epileptifer, genau so wie die unzurechnungsfähige Breslauer Attentäterin, seinem Drang, die Mordwaffe gegen einen Menschen zu schleudern, gerade gegenüber Seiner Majestät dem Kaiser gefolgt und sie nicht vielmehr gegen Zuschauer oder andre Teilnehmer oder Begleiter der Fahrt gerichtet hat, wie es denn noch wie es denn noch niemals einem geistes und willensgestörten Menschen eingefallen ist, Herrn Bebel oder Herrn Singer mörderisch anzufallen. Man wird, nachdem der Vorgang fich wiederholt hat, nicht mehr von cinem unglücklichen Zufall reden können, vielmehr einen ursächlichen 8usammenhang zwischen der Person des Landesherrn und dem Attentäter als vorhanden annehmen müssen. Fragt man sich nun, weshalb gerade auf den Kaiser die mörderischen Absichten ganz oder halb unzurechnungsfähiger Die Verwunderung der„ Berl. Pol. Nachr.", daß gegen Bebe! Personen sich richten, so wird man sich erinnern müssen, in wie und Singer fein Attentat begangen werde, grenzt an Majestätssteigendem Maße gerade die Person des Herrschers beleidigung. Es ist erstaunlich, daß ein monarchistisches Blatt Gegenstand nicht bloß der schärften Kritit, sondern focialdemokratische Parteiführer gleich dem Monarchen die gesamte auch der heftigsten Anfeindung gewesen ist. Selbst Oeffentlichkeit überragend einschätzt. Bebel und Singer teilen die Kreise, welche es als eine ich were Beleidigung ansehen Eigenschaft gewöhnlicher Sterblicher, von Attentaten nicht heimgesucht würden, wenn man an ihrer unerschütterlichen monarchischen zu werden, mit Herren Oertel, Bassermann und Nichter. Alle diese Gefinmung und Königstreue nur im geringsten zweifeln Bolitiker werden zwar in der Preffe ihrer Gegner nicht weniger wollte, haben sich von solcher Kritit mit scharfer persön- fchroff kritisiert als der Kaiser, aber sie alle werden nicht wie der licher Zuspizung nicht aurüdgehalten und mit Raiser von einem gefimmungstüchtigen Anhang über menschliche Höhe unter selbst einen Zon angeschlagen, der nur wenig von der emporgestellt. Wenn Graf 8iethen- Schwerin im Herrenhaus planmäßigen Berhekung der Socialdemokraten gegen die Person die starken Wurzeln unsrer Kraft im Christentum und in den des Monarchen sich unterschied. Kann es Wunder nehmen, daß Hohenzollern von Gottes Gnaden" findet, wenn ein eftes wenn so von den verschiedensten Seiten immerwährend An- Byzantinertum den Monarchen wie einen Gott feiert, fo mag allers griffe gegen diesen von bewußt oder unbewußt berdings als Widerspiel solcher Blasphemien in dumpfen Köpfen heyender Natur gerichtet werden, werden, urteilsschwachen und der Wahn erstehen, für alle Schäden der Zeit gleichfalls jenem ausreichender Willenstraft entbehrenden Menschen die Richtung einzelnen Menschen die Verantwortlichkeit zuzumessen. Es ist ein ihrer perbrecherischen Absicht gegen die Person des Zeichen der wundervollen Klarheit im Volt, daß das widertvärtige Monarchen gleichsam fuggeriert wird? Kann man Treiben der Byzantiner bisher keinen Schaden anzurichten verfich wundern, wenn aus dem Snmpfe folcher mochte. Nicht die Kritik der Presse gegen den Kaiser, weder der socialdemokratischen Presse, die der Epileptiker nicht famute, noch der altdeutschen und agrarischen Preffe, bildete den Anlaß zu dem Vorfall, sondern die besonderen Feierlichkeiten, unter denen die Kaiserfahrt erfolgte, das Menschens gewühl, das Hurrarufen der Menge. planmäßigen Berhekungen in schwache Seelen Immerhin wäre es eine löbliche That, wenn die„ Berliner das Gift verbrecherischer Anschläge gegen das Politischen Nachrichten" diese wirkliche Quelle der Verhegung" zuStaatsoberhaupt aufsteigt? Will man daher für die Zukunft der schütten wollten, ehe daraus einmal ernstlicher Schaden erwächst. Wiederholung solcher unglückseligen Thaten vorbeugen, so wird = In Süddeutschland sind die letzten Kaiserreden mit größter Verwunderung und selbst Beunruhigung aufgenommen worden. Die Betrachtungen der dortigen Blätter, selbst eines Blattes wie der bayrisch- offizösen Augsb. Abendztg.", glauben wir in Anbetracht möglicher ſtaatsanwaltlicher Mißverständnisse nicht wiedergeben zu Die Beunruhigung der Süddeutschen erscheint uns mindestens sehr übertrieben. In der Entfernung scheinen sich die Dinge schlimmer anzusehen als sie sind. Berlin hat die fühle Ruhe nicht verTorent. dürfen. 4> Umtriebe" = Obwohl der ge= Zu den Kaiserreden. Gegen die Polen wendet sich eine offigiöse Note der„ Nordd. I Der Anlaß fand sich bald. Im Bezirksschulrat, dessen Mitglied Die Centrums presse wünscht dringend, daß der offizielle Allgem. 8tg.". Es solle außer durch die bisherigen wirtschaftlichen Seiß eben ist, wurde das Gesuch eines franken Lehrers um Aushilfe Wortlaut der Kaiserlichen Aeußerung über die 48er Kämpfe in Berlin Maßnahmen noch durch Gründung deutscher Vereinshäuser in Posen verhandelt. Der berüchtigte Gregorig fungierte als Berichtbekannt gegeben werde. Sie wünscht es nicht am wenigsten im und andren Städten, sowie durch Vermehrung der Garnisonen der erstatter und beantragte die Abweisung des Gesuchs. Es sei, erklärte Intereffe der Achtung der Autoritäten, deren Abnahme der Kaiser fortschreitenden Polonisierung entgegengetreten werden. er, wohl bei der gegen den betreffenden Lehrer im vorigen Jahre selbst erst wenige Tage vorher beklagte". Handwerksorganisation. Während von den noch nicht in Kraft durchgeführten Disciplinaruntersuchung nichts herausgekommen, er gefeßten Bestimmungen des Handwerksorganisations: Gesetzes vom aber wisse durch seine privaten Verbindungen, daß der Lehrer dennoch Jahre 1897 der Passus über die Meisterprüfung erst zum Beginn des ein„ Hochverräter" sei, und solche zu unterstützen, falle der Wiener Oftober im laufenden Jahre Geltung erlangt, treten die Vorschriften, Gemeinde nicht ein. Wie es sich mit diesem Lehrer verhielt, hat welche besonders für die in Handwerksbetrieben beschäftigten Lehr Herr Lueger, der als Wiener Bürgermeister Vorsitzender des Bezirkslinge erlassen sind, am 1. April d. J. Leben. Es badurch namentlich auch Neuerungen im Gesellenprüfungsschulrats iſt, in der betreffenden Debatte im Abgeordnetenhauſe wefen eingeführt, und nach dem 1. April werden sich diese selbst verraten. Gegen den Lehrer war vor längerer Zeit eine mit Brüfungen auf Grund der neuen geseglichen Vorschriften vollziehen vollem Namen und Charakter unterzeichnete schriftliche Anzeige beim müssen. Bezirksschulrat erstattet worden, die ihn beschuldigte, er sei bei einer Kammhoff an der Arbeit. Elberfeld, 29. März.( Gig. Sonnwendfeier mit dem Rufe Schwarz ist die Niedertracht, gelb ist Ber.) Recht interessante Enthüllungen förderte ein Prozeß zu Tage, der Schein, drum will ich mein Leben lang kein Schwarzgelber sein" den brennenden Holzstoß gesprungen. der vor dem hiesigen Schöffengericht anhängig war. Angeklagt Angeklagt über Deutsches Reich. einer folchen Anzeige jeden Unwar der frühere Bolfsschullehrer Engel, der seiner Zeit fein denunziatorische Charakter Lehramt hier aufgab, als Hypnotiseur die Heil- befangenen vorlveg lar sein müßte, leitete der Bezirksschulrat Schutz der Angestellten im Gastwirtsgewerbe. nach Bonn über, hielt aber hier bou Beit au Zeit beſtritt entſchiedent, funde praktisch auszuüben. Von hier siedelte Herr Engel dennoch eine hochnotpeinliche Untersuchung ein. Der Lehrer Der Entwurf von Bestimmungen über die Be Sprechstunden ab. Weil dieser Gewerbebetrieb hier nicht an macht zu haben und die natürlich sehr eingehend gepflogene immungen über die Bc. Sprecherelt, fchäftigung von Gehilfen und Lehrlingen in gemeldet war, erfolgte Anklage und auch Verurteilung zur niedrigsten untersuchung das giebt der Bezirksschulrat selbst zu Weil diefer Gewerbebetrieb hier nicht all macht enthieden, die hochverräterische" Acußerung Gast und in Schankwirtschaften, der nach fast Strafe von 1 Mart. Das ist ja mun etivas alltägliches. achtjähriger Vorarbeit nunmehr dem Bundesrat zur Jnterefiante an diesem Prozeß ist die Bemerkung des Verteidigers vermochte nicht das geringste Beweismaterial gegen ihn zu beschaffen, Beschlußfassung vorliegt, enthält folgende Bestimmungen: des Herrn Engel, daß die Anklage gegen seinen Klienten erst dann stellte vielmehr fest, daß sich der Anzeiger" hinter einem falschen 1. In Gaft und Schantwirtschaften ist jedem Gehilfen und erhoben worden sei, nachdem der Bezirkskommissar Kamm Namen verborgen habe und der nicht aufgefunden werden konnte, Lehrling über 16 Jahre innerhalb der auf den Beginn seiner Hoff, bekannt aus dem großen Elberfelder Socialistenprozeß, Trotzdem sollte ihm nach dem Antrag des Herrn Gregorig, der einer Arbeit folgenden vierundzwanzig Stunden eine ununterbrochene Engel des Anarchismus verdächtigt habe. Weitere Ausführungen der unwissendsten und rohesten Fanatiker unter den christlich- socialen Ruhezeit von mindestens acht Stunden zu gewähren. Für Gehilfen nach dieser Richtung schnitt der Gerichtsvorsitzende mit der Bemerkung Verbildungsproßen ist, die Aushilfe für eine fchivere Strankheit verund Lehrlinge unter 16 Jahren, sowie in Gemeinden, welche nach ab, daß das nicht zur Sache gehöre. Fest steht nun aber weiter weigert werden! Der Antrag des Referenten rief im Bezirksschulrat der jeweilig letzten Volkszählung mehr als 20 000 Einwohner haben, aus den Atten, daß außer Engel auch dessen Schwester, den: lauten Widerspruch der Lehrervertreter chervor und Herr muß die Ruhezeit mindestens neun Stunden betragen. Für fleinere die ihm den Haushalt besorgt, anarchistischer Ortschaften kann diese längere Ruhezeit für Gehilfen und Lehrlinge verdächtigt wurde. Und auf Grund dieser Verdächtigungen Gregorig wurde energisch gefragt, wie er gegen das Ergebnis der über 16 Jahre durch Polizeiverordnungen der zum Erlaß solcher hat der Landrat von Bonn, unter Hinweis auf den Umstand, daß Untersuchung seine Beschuldigung aufrechthalten könne. Als mun Verordnungen berechtigten Behörden vorgeschrieben werden. Die denmächst der deutsche Kronprinz die Bonner Universität bezicht, die Herr Gregorig die Antwort gab, er habe:„ auf Grund selbst= Zahl der Ruhezeiten darf für die Woche nicht weniger als sieben Elberfelder Polizei ersucht. über das Vorleben der Verdächtigten gepflogener Recherchen" die volle Ueberzeugung, daß betragen. Recherchen einzuziehen. Diese Recherchen haben die Grundlosigkeit jener Lehrer kein guter Oestreicher sei, rief ihm Seiz mit Fug des Verdachts ergeben. So viel uns befannt ist, hat Herr Engel sich und Recht zu, er habe also seine Wissenschaft durch Spizel erpolitisch nicht bethätigt; mir ist bekannt, daß er ein sehr begeisterter halten. Auf diesen Zwischenruf stürzte sich Herr Gregorig auf Anhänger Egydis war. " Sie blamieren ja die Polizei der ganzen Monarchie!" so rief Seiß und schrie ihn wutentbrannt zu:" Nehmen Sie den„ Spike!" antwortete gelassen, er habe nicht im großen Elberfelder Socialistenprozeß der Staatsanwalt einem zurück oder!" Seiz dessen er Gewährsmann Stammhoffs zu. Durch dieses neneste Stüdchen des Gregorig einen Spißel genannt ,, fondern den, Kammhoff dürfte das Ansehen der politischen Polizei auch nicht be- sich bedient habe. Jumitten des Wortwechsels erhob sich nun fonders gehoben werden. der Direktor Gugler, eine christlich- fociale Kreatur, und apostrophierte den Gregorig mit den Worten: Beschmugen Sie sich nit min auch Seit seine Ruhe und rief dem christlich- socialen Provokateur Die Reichstags- Erfahwahl im Wahlkreis Greifswald 31: Sie wollen vielleicht, daß Sie eine Ohrfeige bekommen!" Die Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreis Greifswald Grimmen an Stelle des verstorbenen konservativen Abgeordneten Obwohl nun Seiz diese Bemerkung nicht als Lehrer, sondern als Bezirksschulrat gemacht hatte, als solcher aber nur der diskretionären In denjenigen Wochen, in welchen hiernach eine ununterbrochene v. Bismarck- Bohlen ist auf den 21. Mai festgesetzt worden. Gewalt des Borsigenden untersteht, wurde dennoch eine Disciplinar vierundzwanzigstündige Ruhezeit nicht gewährt zu werden braucht, ist außer der in Biffer 1 Abs. 1, 2 festgesezten ununterbrochenen Vorbereitungen sollte am Freitag der Landtag auf unbestimmte des Lehrers Seiz war. Aus Sachsen Weimar.( Eig. Ber.) Nach den getroffenen untersuchung eingeleitet, deren Ergebnis die Entlassung acht oder neunstündigen Ruhezeit mindestens einmal eine weitere Beit vertagt werden. Sie auszusprechen, hat der BezirksZeit vertagt werden. Da jedoch die Opposition ihre Drohung, schulrat allerdings tann nicht die Macht, er ununterbrochene Ruhezeit von mindestens sechs Stunden zu gefie nur währen, welche in der Zeit zwischen zwölf Uhr mittags und neun eise Stellung zu nehmen, weil man sie aus zu allen Bunkten im Plenum in der ausgiebigsten sie aus allen allen in Antrag bringen. Die zweite Instanz ist der Landes- Schulrat, Uhr abends liegen muß. hauptsächlichsten Ausschüssen ausgeschlossen hatte, wahr die dritte das Unterrichtsministerium. Aber um den politischen 4. Die Arbeitgeber find verpflichtet, für jedes Kalenderjahr ein macht, ist der Landtag auf die Gnade der Opposition angewiesen, Gegner aufs empfindlichste zu schädigen, wurde er sofort suspendiert Verzeichnis anzulegen, welches die Namen der einzelnen Gehilfen wenn er bis furz vor Ostern nur die notwendigsten Arbeiten erledigen ganz gegen das Gesez, das die Suspension nur dort zuläßt, wo und Lehrlinge enthalten muß. In das Verzeichnis ist bei Ablauf will. Diese böse Erfahrung trug jegt dazu bei, daß bei der Wahl sie unerläßlich notwendig ist, wo der weitere Verbleib im Amte das jeder Woche neben den Namen der einzelnen Gehilfen und Lehr- des Rechnungsausschusses, welcher außerhalb der Sigungsperiode Ansehen des Lehrerstandes schädigen würde. finge einzutragen, wie oft innerhalb dieser Woche für jeden des Landtags zur Prüfung der Staatsrechnungen zufammentritt, auf einzelnen Gehilfen und Lehrling von der in Ziffer 2 gewährten die Drohung, es werde, wenn kein Vorschlag der Opposition berüd- die schlichte Wiedergabe des Thatsächlichen mit unübertrefflicher Wir haben den Thatbestand deshalb so ausführlich erzählt, weil Befugnis Gebrauch gemacht worden ist. Zugleich find diejenigen Tage, an welchen eine Ruhezeit gemäß Ziffer 3 tigt, dieselbe auch daraus ihre Konsequenzen gichen, ein re Deutlichkeit bloßlegt, daß die Disciplinarverfolgung des Lehrers nichts gewährt worden ist, und die Dauer dieser Ruhezeit einzutragen. Fällt das Ende des Kalenderjahrs nicht mit dem Ablauf der Woche zusammen, so find die Eintragungen für die in die Woche fallenden Zeile beider Kalenderjahre getrennt vorzunehmen. Die Verzeichnisse sind auf Erfordern den zuständigen Behörden und Beamten jederzeit zur Einsicht vorzulegen. 2) Bis zu sechzig Mal im Jahre darf die aus den Bestiannungen unter Ziffer 1 Abi. 1. 2 sich ergebende Höchstdauer der Arbeitszeit für den einzelnen Gehilfen und Lehrling überschritten werden; jedoch muß in allen Fällen nach dem Abschlusse der Arbeit eine Ruhezeit von der in Ziffer 1 Abs. 1, 2 vorgeschriebenen Dauer gewährt werden. Auch behält es bei der Bestimmung der Ziffer 1 Abs. 3 fein Bewenden. 3. An Stelle der nach Ziffer 1 Abs. 1, 2 zu gewährenden ununterbrochenen acht- oder nennstündigen Ruhezeit ist den Gchilfen und Lehrlingen alle drei Wochen mindestens einmal eine infers wie die„ Südd. Reichskorresp." mitteilt, im Frühjahr Vertreter aller mit dem da! Auf diesen frechen, provokatorischen Angriff verlor Zu einer Konferenz für einheitliche Rechtschreibung werden, Bundesstaaten sich in Berlin versammeln. brochene Ruhezeit von mindestens vierundzwanzig Stunden zu gewähren. In Gemeinden, welche nach der jeweilig legten Volkszählung mehr als als 20 000 Einwohner haben, ist diese Ruhezeit mindestens alle zwei Wochen zu gewähren. 5. Gehilfen und Lehrlinge unter 16 Jahren dürfen in der Zeit von 10 Uhr abends bis 6 1hr morgens nicht beschäftigt werden. 6. Gehilfen und Lehrlinge weiblichen Geschlechts unter 18 Jahren, welche nicht zur Familie des Arbeitgebers gehören, dürfen nicht zur Bedienung der Gäste verwendet werden. finniger gewählt wurde.-Die zweite hessische Kammer nahm am Freitag nach beinahe viertägiger Debatte mit allen gegen 5 Stimmen den Antrag Haes an, der die Regierung ersucht, ihre Bundesbevollmächtigten dahin anzuweisen, daß sie im Bundesrat eintreten für ausreichende Erhöhung der bestehenden Getreide und Viehzölle und in Verbindung damit für ausreichende Erhöhung der Zölle auf andere landwirtschaftliche Er zeugnisse, einschließlich derjenigen des Obst, Gemüse- und Weinbaues, sowie des Gartenbaues, ferner für ausreichenden Zollschutz derjenigen Industriezweige, welche desselben bedürfen, und für den Abschluß neuer handelsverträge, in denen diese Wünsche nach Möglichkeit erfüllt werden. Die Forderungen dieser Resolution heben eine die andere auf. Darum fonnten Agrarier und Liberale fich in ihr freundnachbarlich bereinen. Die Socialdemokratie machte den Schwindel nicht mit. 1 andres ist als eine gemeine, boshafte Rache an dem politischen Gegner. Das ist auch allgemein die Empfindung, und im Abgeordnetenhaus, wo die Sache von unsrem Genossen Ellenbogen am 22. März zur Sprache gebracht worden ist, wurde von allei Parteien anerkannt, daß eine politische Verfolgung vor liege, die sich im Wesen als eine Verlegung der den Abgeordneten verbürgten Inmunität darstelle. Das Abgeordnetenhaus beschloß auch, die Sache zur Prüfung dem Verfassungsausschuß zuzuweisen, dessen Bericht eben heute verhandelt wird. Nach dem Grundgesez über die Reichsvertretung erstreckt sich die Imnummität dem Wortlaut nach wohl nur auf gerichtliche Verfolgungen", und der Ausschuß lehnte es demnach ab, die disciplinare Verfolgung eines Abgeordneten als eine Verlegung der Abgeordneten- Immunität zu erklären. Sehr mit Unrecht, denn der Wille und die Absicht des 7. Als Gehilfen und Lehrlinge im Sinne dieser Bestimmungen gelten solche Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, welche im Betrieb der Gast- und der Schankwirtschaften als Oberkellner, Kellner oder Kellnerlehrlinge, als Köche oder Kochlehrlinge, am Büffet oder mit dem Fertigmachen falter Speisen beschäftigt werden. 8. Die vorstehenden Bestimmungen treten am 1. Oftober 1901 Zur Schulreform erklärte in der württembergischen Rammer Gefeßes gehen sicherlich dahin, den Abgeordneten vor jeder in Kraft. Bis zum 31. Dezember 1901 ist Leberarbeit( 3iffer 2) der Abgeordneten der Kultusminister v. Weizsäder im allgemeinen Berfolgung durch eine Staatsgewalt, in welcher höchstens fünfzehn Mal zulässig. fein Einverständnis mit dem preußischen Schulerlaß, Form diese auch auftrete, zu schüßen, ihn in jeder Hinsicht sicher Damit haben endlich die in zahlreichen Erhebungen und lehnte aber die Gründung eines Reformgymnasiums ab. zu stellen. Wie immer aber auch der Beschluß des Abgeordnetenhauses Untersuchungen, die auf viele Jahre sich erstreckten, ihren vordin Chisinausfallen möge, ob verneint oder beträftigt wird, daß sich die läufigen Abschluß gefunden; wir sagen einen vorläufigen, denn Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse.Wiener Machthaber an der Freiheit des Abgeordneten vergriffen es erscheint uns sehr wünschenswert, daß sich der Reichstag in Koblenz wurde ein Buchbindergehilfe aus Riesa, den ein haben: daß sie den Lehrer verfolgt haben, ihm an die Gurgel noch mit der Materie beschäftige. Durch die Verordnung wird den Wünschen der Angestellten nur in sehr geringem Um- Schlaffollege, der Monteur Schulz aus Langenfelwolt bei Hanau a. M., gefahren sind im Haß wider seine politische Anschauung: das steht fange Rechnung getragen, zur Zeit in Frankfurt, angezeigt hatte, wegen Majestätsbeleidigung fest und ist nun zum allgemeinen Bewußtsein geworden. Die über die Vorschläge der zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafthat innerste Art des Aleritalismus, der die Geister knechtet, die Kommission für Arbeiterstatistik, die den energischen und soll in betrunkenem Zustande begangen worden sein. Gewissen vergewaltigt und in seinem haßerfüllten Wüten feines berechtigten Widerspruch der Angestellten hervorrriefen, menschlichen Empfindens achtet: die ist an der Verfolgung des von gehen die Bestimmungen Bestimmungen der Verordnung nur um allen seinen Berufsgenossen hochgeachteten Lehrers mit voller Klar. ein Geringes hinaus. Vor allem ist bedauerlich auch heit zu Tage getreten. Die Christlich- Socialen, sind nun erkannt und damit sind sie auch gerichtet. die in punkto der Socialreform gewiß sehr gemäßigte .Nat. 8tg." bedauert dies, daß die Regierung sich nicht einmal bis zu der von zu der von den fast allzu bescheidenen den fast allzu bescheidenen Gehilfen geforderten neunstündigen Ruhezeit auf geschwungen hat. Acht Stunden Ruhezeit, d. h. mit andren Worten eine tägliche Arbeitszeit von 16 Stunden; der 16 stündige Normalarbeitstag, fanttioniert von der Gesez gebung. Um zu diesem Resultat zu gelangen, bedurfte es einer Arbeit von acht Jahren. In den großen Städten, für die eine neunstündige Ruhezeit vorgeschrieben ist, wird diese durch den meist sehr weiten Weg von und nach dem Geschäft bedeutend eingeschränkt. ise Ausland. Eine Immunitätsaffaire. Mittlerweile hat der Reichsrat, wie wir bereits mitgeteilt haben, einen Antrag angenommen, demzufolge der Verfassungsausschuß beauftragt werden soll, eine Aenderung der geseßlichen ImmunitätsBestimmungen in dem Sinne zu beraten und darüber zu berichten, daß der Immunitätsschuß auch auf disciplinare und polizeiche Verfolgungen ausgedehnt werde. 1st- Wien, 28. März. Knapp vor Thorschluß hat sich das östreichische Abgeordnetenhaus, das heute feine letzte Sigung vor den Osterferien hielt, mit einem Immunitätsfall zu beschäftigen, dem eine große politische Bedeutung zukommt. Es handelt sich um eine disciplinare Verfolgung des socialdemokratischen Abgeordneten seig, der Lehrer an einer Wiener Gemeindeschule ist und als solcher jüngst in eine Disciplinar- Untersuchung gezogen und mit der Entlassung aus dem Amte bestraft worden ist. Seiß ist Ein Sieg des französischen Minifteriums. der Gründer und Führer der freisinnigen, unabhängigen LehrerIn der französischen Kammer wurde am Freitag die Beratung bewegung, der sogenannten Jungen", die ohne gerade social des Vereinsgefeges zu Ende geführt. Der Antrag des Ganz unzulänglich sind die Bestimmungen insofern, als demokratisch zu fein, die moderne Strömung im Lehrer- Socialisten Breton, den Mitgliedern der Kongregationen das sie sich auf die Kellner, Köche und die„ Mamsells" beschränken; stande verkörpert. Dadurch ist er den Wiener Machthabern, deren ahlrecht zu entziehen, ward mit 352 gegen 194 Stimmen des Radikalen Laferre, die Hausdiener und das weibliche Hilfs Streben nach Verschlechterung und Verkleritalisierung der Volksschule abgelehnt; ebenso der Antrag den Rongregationen Ser christlichen Schulbrüder personal ist vollkommen ausgeschlossen. Nach der Ver- geht, ein Dorn im Auge geworden. Der Haß gegen den unbeug- wonach ordnung liegt für den Unternehmer also die Möglichkeit vor, famen Mann wuchs noch, als Seiß von den Lehrern als ihr Ver- das Recht genommen werden soll, Spenden und Legate Hierauf die Arbeit des vom Gesetz geschützten Koches oder Kellners treter in den Wiener Bezirksschulrat gewählt worden war. Der Be- anzunehmen, mit 366 gegen 180 Stimmen. von weiblichen Personen verrichten zu lassen. zirksschulrat ist das Organ der Gemeinde, das als erste Instanz die beantragte Le Myre de Villers, daß das Vereinsgesetz auf die Kolonien und Schuhgebiete teine Anwendung finden solle. Ebenfalls unberücksichtigt geblieben sind die Wünsche der Aufsicht über die Schule führt. Im Bezirksschulrat hatte nun Seis Redner erklärt, daß die Missionare fich stets als gute Bürger und Angestellten bezüglich des Ruhetags. Wenn man schon Gelegenheit, die Gesinnungsverfolgung zu beobachten, die von treue Diener der Republit erwiesen hätten, rühmt die Thätigder Eigenart" des Gewerbes mancherlei Konzession zu der chriftlich socialen Mehrheit gegen alle unabhängigen und feit der Missionare und Klosterschwestern und meint, daß die Aus machen geneigt ist, wenn man ohne weiteres auch eine felbftbewußten Elemente der Lehrerschaft betrieben wird. Bei führung des Gesetzes diplomatische Stonflikte hervorrufen könnte. Der Seit als Abgeordneter Solonialminister Decrais wendet sich gegen den Antrag und führt Sonntagsruhe für das Gastwirtsgewerbe als nicht der letzten Reichsratswahl wurde durchführbar anerkennen will, so muß um so energischer gewählt- als erster socialdemokratischer Abgeordneter in einer aus, man dürfe die Regierung nicht in ihrer Freiheit einschranken, für das gesamte Personal ein regelmäßig wöchentlich Stäbtefurie, und zwar gegen ein Haupt der chriftlich- socialen Maffia, wenn sie es in der Zukunft für nötig halten follte, daß Gesez in dieser oder jener Kolonie zur Anwendung zu bringen. Der Antrag wiederfehrender Ruhetag als unerläßliches den niederöstreichischen Landesausschuß Richter. Die Wut der 2e Myres wird mit 296 gegen 254 Stimmen abgelehnt. Unter Aequivalent für die Sonntagsarbeit und die Christlich Socialen stieg bis zur Raserei, umſomehr, als Seis in großem Lärm begründen sodann mehrere Deputierte ihre Ansicht Iange Arbeitszeit an den Wochentagen gefordert einer sehr bemerkten Rede im Abgeordnetenhause die behördliche über die gesamte Borlage. Dieselbe wird schließlich mit 303 gegen werden. Es wird Sache des Reichstags sein, den gewiß be Praris, die von den Wiener Schulbehörden gegen die antiklerikale 224 Stimmen angenommen. Hierauf vertagt sich die Kammer scheidenen Wünschen der Angestellten zur Anerkennung zu Lehrerschaft insceniert worden ist, mit der nötigen Rücksichtslosigkeit bis zum 14. Mai. verhelfen. Das Gesez ist demnach mit einer Mehrheit von 79 Stimmen beleuchtet hatte. Den verhaßten politischen Gegner zu treffen, war mun ihr fester Borsaz. angenommen worden. Drei Monate lang hat die Debatte gedauert 20 1045 ents und die Zahl der Abänderungsanträge, die von den verschiedenen Offizieren in das Haus. Major Alhambra war im Geficht getroffen, er von 8-9 192 Personen, von 9-10 590, bon 10-11 630, von Seiten des Haufes gestellt wurden, beträgt weit über hindert. Bei sprang durch das Fenster in den Fluß und verschwand. 2 Hauptleute und 11-12 376, von 12-1 210 Personen, also zufammten in 5 Stunden der Abstimmung über die einzelnen Anträge ist das Ministerium 4 Lieutenants folgten seinem Beispiel und entfamen. Aguinaldo, 1998 Personen, a Vom Verband der in Gemeindebetrieben beschäftigten mehr als einmal in Gefahr gewesen, gestürzt zu werden; bei einigen fein Stabschef, Oberst Villa und der Scha zmeister der InAbstimmungen war die Majorität bis auf 23 Stimmen herabgesunken. furgenten wurden gefangen. Aguinaldo war zuerst wütend, später Arbeiter erhalten wir folgende Zuſchrift: Der Betriebsleiter, des aber wurde er philosophisch und sagte, auf andre Weise hätte man Charlottenburger Gaswerte II, Asistent asse, hat am 27. d. W. An dem ursprünglichen Entivurf ist im Laufe der Verhandlungen ihn in zwanzig Jahren nicht gefangen. one sing manches abgeändert worden, und die Klerifalen brauchen der Zukunft Die Franff. 8tg." meldet aus New York: Aguinaldo trat mit eine Anzahl meist verheiratete Leute, die fchon zwei Jahre nicht allzu ängstlich entgegenzublicken. Die Berhältnisse der Genehmigung der Amerikaner in Beratung mit den früheren Mit- und länger bei der Verwaltung beschäftigt waren, Tassent; dagegen werden nachweislich junge unverheiratete taatlich autotifierten Rongregationen werden durch gliedern feines Kabinetts, die ihm die Anerkennung der amerikani: Zeute weiter beschäftigt. Es sind besonders in unfrem Verdas Gesetz nur wenig berührt. Sie behalten ihre ungeheuren Ver- fchen Souveränität anrieten. mögen ein Antrag der Socialisten, die Güter der toten Hand zu konfiszieren und sie zu Gunsten einer Altersversorgungskasse für Arbeiter zu verwenden, ging nicht durch. Die nicht autorisierten Gemeinschaften haben sich immerhalb sechs Monaten dem Gesetz zu unterstellen; die diesem nicht nachfommen, werden aufgelöst und ihre Güter zu Gunsten der Berechtigten veräußert. jagt. Den autorisierten Orden dagegen bleibt die Lehrfreiheit nach 11 " 0 Der Mandschurei- Vertrag bande organisierte und folche Arbeiter zur Entlassung geAuftralien. tommen, die sich erlaubt haben, Mißstände, die auf dem Melbourne, 30. März. Die gestern zum erstenmal in ganz Gaswert nahezu überhand nehmen, zur Sprache zu bringen. Wie Australien stattgehabten Wahlen zum Bundesparlament dieser Herr die Koalitionsfreiheit der städtischen Arbeiter ergaben für das Repräsentantenhaus eine starte protettio- einschränken und unterdrüden will, geht daraus hervor, daß sich der felbe geäußert haben soll: Ich will doch sehen, ob der Verband oder nistische Mehrheit. ich fiegen werde. Die städtischen Arbeiter Charlottenburgs er heben gegen das absolute Herrschaftssystem des Herrn Hasse ganz d Der Schwerpunkt des Gesetzes ist der§ 14, der den Mitgliedern Japan und Rußland. energisch Protest, und haben zu diesem Zived zi Sonntag, den verbotener Orden das Erteilen von Unterricht Japan, dieses mächtig aufstrebende Inselreich, hat als nächster 31. 6. M. eine öffentliche Versammlung einberufen. Da es sich in dieser Versammlung herausstellen muß, ob die Bestimmungen des wie vor, und sie werden auch in Zukunft noch viel Anlaß zur Klage Nachbar des gewaltigen chinesischen Reichs unter allen Mächten Stadtverordneten- Kollegiums und des Magistrats, oder diejenigen alt dem schließlichen Geschid des Herrn Hasse maßgebend find, laden wir zu der am Sonntag, geben, indem sie ihren Einfluß auf die Jugend in antirepublikanischem wohl das meiste Interesse desselben. Deshalb wird in 9olohama auch jede Be- den 31. D. M. cr., vormittags 11 Uhr, in der GamSinne ausüben werden. Das Streben eines Teils der Socialisten, die Orden womöglich ganz zu unterbrüden, ist nicht gelungen; um wegung der Russen mit großent Mißtrauen verfolgt. Einer brinus- Brauerei, Wallstr. 94, stattfindenden öffentlichen nicht das ganze Gesetz zu gefährden und nicht das Ministerium wie Depesche zufolge, die einem hiesigen Blatte aus London zu Versammlung der Gemeinde- Arbeiter Charlottenburgs höflichst eint. Deutsches Reich. es der Wunsch der antirepublikanischen Parteien war zum Sturz geht, herrscht in den offiziellen Streifen in Yokohama große Spannung. Das answärtige Amt sei Tag und Nacht an der Arbeit, zwischen den zu bringen, mußten auch die Socialisten in den entscheidenden Augenhöchsten Generalen finden häufige Konferenzen statt, denen auch der bruckereien ist es in einigen Orten in lezter Beit zu Differenzen Mit dem Verband der Buchbinder mud unsren Parteibliden ihre weitgehenderen Forderungen einschränken. Nicht bloß die äußerjte Linke, auch Walded Rousseau, dessen eigenstes Wert das Kaiser beiwohnt. Drei Generalstabs Offiziere wurden nach gekommen. Der Verband hatte auf seiner letzten Generalversamm Korea entsandt. Die Eventualität eines Kriegs wird viel lung beschlossen, eine Umfrage zu veranstalten, wie weit die BuchGeſch ist, hat manches von seinen ersten Forderungen ablassen müssen. besprochen. Die Zeitungen in Tokio erklären, die japanischen Truppen, binderarbeiten in von der Partei errichteten und geleiteten WerkDer Imitand, daß das lang vorbereitete, piel umjrittene endlich die Kammer passiert hat, ohne daß das Ministerium gestürzt stärkere Truppenzahl abgelöst werden, und es sollen sofort Truppen geben werden, die die Forderungen des Verbands nicht innehalten. welche jetzt in Tschili stehen, sollen durch eine um die Hälfte stätten angefertigt werden oder Arbeiten an Privatunternehmer verist, muß doch als ein entscheidender Sieg des Ministeriums angesehen werden. nach Korea gehen, obwohl der Abgang der Ablösungstruppen in Infolge dieser Untersuchung ist an das Nürnberger. Parteinormalen Zeiten erst im Mai fällig ist. In den Arsenalen herrscht errichten. Die Geschäftsleitung hat das abgelehnt. Wir meinen, die Unternehmen das Verlangen gestellt, eine eigne Buchbinderei zu Gewerkschaft geht hier mit ihren Anforderungen zu weit. Zur Er ungewöhnliche Thätigkeit. richtung einer Buchbinderei bedarf es heute großer technischer Hilfs mittel, der Kleinbetrieb ist konkurrenzunfähig. Zu einem größeren Betriebe gehören aber umfangreiche regelmäßige Aufträge, die eine andauernde Beschäftigung und eine genügende Ausnüßung der Maschinen ermöglichen. Diese Voraussetzungen werden nur in den feltensten Fällen in unsren Unternehmungen vorhanden sein. Deneben spielen natürlich noch andre Gründe eine Rolle. Es kaim an Betriebsmitteln fehlen, geeigneten Räumen, geschickten technischen Leitern 2c. Wenn also solchem Verlangen gegenüber seitens der Geschäftsleitungen eines Parteiunternehmens ein abweisender Standpunkt eingenommen wird, so können sehr wichtige Gründe dafür geltend gemacht werden. Anders steht es, wenn die Organisation verlangt, daß Parteiarbeiten in Betrieben angefertigt werden, die den Tarif bezahlen. Einer solchen Forderung gegenüber wird sich ein Parteigeschäft nicht hdd Parteilitteratur. Von der Kautskyfchen Broschüre gegen ablehnend verhalten können, und wo bisher nicht schon, ohne daß Kopenhagen, 30. März. Der 2 andwirtschaftsminister bie Brotwucherpolitik: Handelspolitik und Socialdemokratie" es eines Hinweises der Organisation bedurfte, danach verfahren ist, hob heute das am 25. Januar dieses Jahres erlaffene Ausfuhr ist die erste Auflage von 10 000 Exemplaren bereits vergriffen. Die wird gewiß eine Anregung des Buchbinderverbands genügen. In Chemnitz haben nun die Mitglieder des Buchbinderverbot für Wieh, Schafe, Ziegen und Schweine von der Insel zweite Auflage erscheint am Montag. Zur Agitation für die Lolland nach dem Ausland und den übrigen Teilen des Landes auf. Maifeier hat die Buchhandlung Vorwärts, Beuthstr. 2. verbands in einer Versammlung an unser dortiges Parteigeschäft Berlin, zwei neue Echriften erscheinen lassen: Zum Acht neben der Anforderung, die Arbeiten in Geschäften, wo Tarif stundentag. Historisches und Agitatorisches über Arbeiterschuß und vereinbarungen innegehalten werden, anfertigen zu lassen, weiter Die neue Verfaffung, die zu einem großen Teil auf die Jui- Achtstundentag. Von Adolf Brann.( 3 Bogen. Preis 20 Pf.) gefordert, daß der betreffende Geschäftsinhaber politisch und gewerktiative des Königs zurüdgeführt wird, soll schon Anfang nächsten Diese Agitationsschrift giebt eine gedrängte Geschichte des Arbeiter- fchaftlich organisiert sein muß. Dieser Beschluß schlägt in seinem Monats proklamiert werden; sie enthält folgende Hauptbestimmungen: schutes, erörtert Gründe und Gegengründe der Arbeitszeitverkürzung. legten Teil gleichfalls über das Ziel hinaus. Es ist ganz unverDie Landesvertretung wird in Zukunft aus einem Oberhaus und liefert das Material zur politischen und gewertschaftlichen ständlich, wie man zu einem derartigen Beschluß fommen kann. Der einem Unterhaus bestehen. Das Oberhaus wird 30 vom König gitation für den Achtstundentag und schließt mit einer Zusammenstelling Beschluß tönnte ja so ausgelegt werden, daß die Herren Buchbinder ernannte und 20 vom Unterhaus gewählte Mitglieder zählen. Jedes der jüngsten praktischen Erfolge der Achtstundenbewegung. Für die meister einem Unternehmerverband und einer bürgerlichen Partei als im Unterhaus angenommene Gesetz bedarf zu feiner Gültigkeit ge wertschaftliche und politische Agitation dürfte die Mitglieder angehören sollten. Das wollten aber die Versammlungsder Zustimmung des Oberhauses. Die neue Verfaffing garantiert Braunsche Schrift von hohem werte fein. Speciell für die teilnehmer gewiß nicht sagen. Wollten wir aber mit unfren Aufträgen den die Prez, Versammlungs- und Vereinsfreiheit Maifeier erscheint ein neues ſocialiſtiſches Theaterstück: indirekten Zwang verknüpfen, fowie sie geheimen Baglen. Zu Abgeordneten bisfen Die Maifeier. Cociales Drama in drei Aufzügen von Eruſt Däumig glückten Unternehmer unjrer Bartei und unsrer Gewertschaft annur Personen gewählt werden, welche mindestens 60 Fr. Steuern( Einzelpreis 1 m., 11 zur Aufführung nötige Rollen mit dem Recht gehören müssen, so wäre es ein sehr bedenklicher Weg, den wir da zahlen. Die für Mai in Aussicht genommene Auflösung der der Aufführung 5,50 M.). Das Etüd ist einfach in der Sprache, lebendig betreten. Der Storruption wäre Thür und Thor geöffnet. Stupshtina wird auf einige Monate verschoben werden. in Handlung und Wirkung und wegen seiner leichten Aufführ Zwangsgenossen oder Geschäftsgenossen, die wir uns da erziehen barkeit auch für Kleinere Gewerkschaften und Vereine zur Maifeier fönnten, wären feine empfehlenswerte Bereicherung der Partei. sehr geeignet und empfehlenswert. Paris, 30. März. Alle Morgenblätter kommentieren die gestern in der Kammer erfolgte Abstimmung und die Annahme des Vereinsgefezes. Der Siècle" fagt, mit diesem Gesetz sei Frankreich wird, das scheint nun ficher, vorläufig wenigstens nicht unterzeichnet gedient. Die Lanterne" bezeichnet es als den größten Fehler werden. Den Times" wird aus Shanghai vom Freitag gedes Gesetzes, daß es fein sociales Gesetz sei. Echo de Paris" meldet, Vicelönige, mit Ausnahme i- hung- Tichangs und des Vicekönigs von Schentan( die Provinzen Schensi und Kansu meint, die Liberalen würden fortfahren gegen dieses Gesetz zu umfassend), hätten gegen die unterzeichnung des protestieren und vielleicht würden sie die Genugthuung haben, das Mandschurei Ablommens entschiedenen Einspruch Gesetz nicht angewandt zu sehen, denn dasselbe werde nur den Zwiespalt und Haß unter den Franzosen vergrößern. Figaro" Wien, 30. März.( 5.) Nach einer Meldung aus Shanghai schreibt, die Annahme des Gesetzes sei ein großer Erfolg für das ist das Telegraphentabel Tichifu- Tata unterbrochen. Ministerium und insbesondere für den Kabinettschef, der dasselbe mit großer Geschicklichkeit in der Kammer vertreten habe.net Dänemark. Bulgarien. Rußland. " erhoben. anwalts. Parkei- Machrichten. beDie Bei nochmaliger ruhiger Ueberlegung werden die Mitglieder Die Eisenbahnverbindung Moskau Ticheljabinsk gilt Pm Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. des Buchbinder- Verbands wohl. das Irrige ihres Beschlusses erkennen befinitiv als gesichert. Eine vom Minister des Innern beim Reichs: Die Verurteilung des Genoffen Albert in Zwickan, die departement für Eisenbahnwesen niedergesezte Specialkommission wird Die Verurteilung des Genoffen Albert in Zwickan, die und ihn auf das Maß einer berechtigten Anforderung reduzieren. fich mit der genauen Ausarbeitung des Bahnprojekts zu beschäftigen wir gestern mitteilten, geschah wegen Beleidigung eines Rechts. Das Arbeitersekretariat in Frankfurt a. M. hat einen haben. Der neue Schienenweg soll die Ergänzung und Fortsetzung In einer Gerichtsverhandlung hatte der Rechtsanwalt recht umfangreichen Bericht seiner geschäftlichen Thätigkeit für das der großen sibirischen Bahn im europäischen Rußland bilden und Tiege ganz ohne Grund gesagt:" Auch der Berichterstatter des Jahr 1900 herausgegeben. Die Arbeit zählt zu den besten, die uns zur Entlastung der bisher einzigen, völlig unzureichenden Verbindungs- Boltsblatts ist anwesend, um in der üblichen Weise über den Prozeß zu Geficht fam. Es giebt wohl kein Gebiet der Arbeiterfürsorge, Strecke zwischen den beiden Weltteilen: der Eisenbahnlinie Samara- zu berichten." In der Abwehr gegen diese Aeußerung hat sich Albert das in diesem Bericht nicht erwähnt wäre. Dabei geschieht es in so Slatoust dienen. Die neue Bahn wird die Entfernung zwischen dem zu formalen Beleidigungen hinreißen lassen, die nun mit einem anregender, verständlicher Darstellung, daß jeder Arbeiter eine Fülle nüglicher Jnformationen erhält, wenn er das Buch aufmerksam liest. Man europäischen und asiatischen Rußland um durchschnittlich 300 Kilo Monat Gefängnis gefühnt werden sollen. meter verfürzen und das Centrum Rußlands der Ural- Gebirgs- Staatsgefährliches Radfahren. Vor wenigen Tagen hat muß erstaunen, wie die Beamten sich in die schwierigste RechtsIndustriecentrale Jekaterinenburg um über 400 Stilometer nähern. Der sich in Bosen ein Arbeiter- Radfahrerverein unter dem Namen„ Unitas" materie hineingearbeitet haben, um allen Ansprüchen, die an sie gewestliche Teil der neuen Strecke Mostau- Kasau ist für den Industrie- gebildet. Gleich nach feiner Konstituierung ging ihm folgendes stellt werden, gerecht zu werden. Auf Einzelheiten können wir nicht rayon mit verhältnismäßig zahlreicher Bevölkerung, den er durch- Schreiben des Bolizeipräsidenten von Pofen zu: eingehen, besonders erwähnt sei nur die sehr instruktive Wiedergabe schneidet, von vielversprechender Bedeutung, der östliche Teil geht der Rechtsverhältnisse aus dem Unfallversicherungs Gesetz an der durch die fruchtbaren, aber noch wenig exploitierten Gebiete an der Hand eines gewählten Beispiels. In der Form hat es der Sekretär Wolga, Kama und Bjela. Die Kosten des Eisenbahnbaus, der sich Gräf verstanden, wohl am sichersten das Eindringen in diese auf 1602 Werft( ca. 17161/2 Kilometer) erstrecken soll, werden einMaterie auf den gänzlich Uninformierten zu erleichtern. fchließlich der großen Brückenbauten über die Wolga, Ola, Kama, Wjatka und Sum auf insgesamt 110 Millionen Rubel veranschlagt. Afrika. tratie an. Königlicher Polizeipräsident. Posen, den 26. März 1901. Biffer 1159/01. P. A. Neuerdings hat sich hier ein Arbeiter- Radfahrer- Berein Unitas" begründet, welcher angeblich dem dortigen deutichen Arbeiter- Radfahrer- Bund Solidarität" angeschlossen ist. Dem Gerechte Strafe. Im letzten Augenblick ist der christliche hiesigen Verein gehören größtenteils Anhänger der Socialdemo- Textilarbeiter- Verband in Düren von der Vereinbarung, sich am 1. April 1901 in einen Centralverband christlicher Textilarbeiter Euer Hochwohlgeboren bitte ich um gefällige Mitteilung Deutschlands aufzulösen, zurüdgetreten. Der Centralverband bleibt darüber, ob der dortige Radfahrer- Bund einer polizeilichen also nur Stüdwerk. Und der Grund des Rücktritts ist folgender: Kontrolle unterworfen ist, insbesondere, ob von ihm die Ein- In dem Centralverband sollten außer dem Redacteur noch vier bereichung des Mitglieder- Verzeichnisses verlangt wird. foldete Beamte angestellt werden. Das war den Dürenern zu viel. Jetzt rächt sich die Stampfesweise der Centrumspresse, die stets von Gewerkschaftsführern sprach, die sich von Arbeitergroschen mästen. Die christlichen Arbeiter, welche durch solche Mittel, von der Socialdemokratie zurückgehalten werden sollten, wollen nun auch in ihren eignen Reihen keine Beamten besolden, und werden so die christlichen Führer mit ihren eignen schmutzigen Waffen geschlagen. Die Boeren haben, wie aus Dewetsdorp gemeldet wird, erklärt, noch über große Borräte an Lebensmitteln zu verfügen, ohne von denjenigen zu sprechen, die sie für schlimme Zeiten vergraben haben. Sie erklärten ferner, den Plan, in die Kapkolonie einzubringen, entgültig anfgegeben zu haben. Aus Bloemfontein wird berichtet: Das System der militärischen Konzentration ist den Herr Polizeipräsidenten aufgegeben worden. Die Beſegung des Lands durch fleine Kom- zu Frankfurt a. M. mandos wird wieder eingeführt werden. Amerika. An b. Hellmann. In der Annahme, daß sich der Herr Polizeipräsident in der Adresse geirrt habe, schichte der Vereinsvorsitzende den Brief mit Dant wieder zurück. Der Herr Polizeipräsident hat die Höflichkeit noch nicht erwidert. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 10 Die Leipziger Buchbinder waren mit den Unternehmern über die Errichtung des Tarif- Schiedsgerichts wiederum in Differenzen geraten, die nunmehr vor dem Einigungsamt des Leipziger Gewerbes gerichts beigelegt sind. Von den Unternehmern war nämlich ver langt worden, daß als Mitglieder des Schiedsgerichts nur folche Gehilfen gewählt werden sollen, die bei Verbandsmitgliedern in Arbeit stehen. Es würden nach ihrer Angabe 80-90 Proz. der Arbeiter hierbei in Frage kommen. Die Arbeiter wollten die Parität bei der Besetzung des Schiedsgerichts mehr gewahrt wiffen, verlangen, daß alle Gehilfen wahlberechtigt und wählbar sind und wandten sich besonders gegen die Bestimmung, wonach arbeitslos gewordene Gehilfen ihr Amt als nicht mehr ausüben können. Die Prinzipale würden es hiernach stets in der Hand haben, ihnen mißliebig gewordene Schiedsrichter aus der Arbeit zu bringen, wodurch ununterbrochen Neuwahlen veranstaltet werden müßten. Solche Maßregelungen wären bereits vorgekommen. Schiedsrichter Ueber die Gefangennahme Aguinoldos werden jetzt folgende Einzelheiten bekannt: Die Gefangennahme mußte mit großem Wage mute ausgeführt werden. Ein Offizier der Philippiner, der von Aguinaldo beauftragt war, gewissen Insurgenten, die fich in der Provinz Isobella ihm anschließen sollten, Instruktionen zu überbringen, trat in eine geheime Berbindung mit den Amerikanern. Oberst Funst on erhielt vom General Mac Arthur die Er Die ausgesperrten Berliner Schuhmacher hielten am Sonne laubnis, fich dieses Namens zu bedienen, und vor ungefähr abendvormittag eine außerordentlich start besuchte Versammlung ab. 14 Tagen begab er sich mit einer auserwählten Einleitend referierte Oürich über den allgemeinen Stand der BeSchar von Offizieren und amerikanischen und philippinischen Kundschaftern an Bord des Kanonenbots Vidsburg" zur Küste der wegung, der nach wie vor für die Arbeiter ein vorzüglicher ist. So Proving Jfobella. Der philippinische Offizier war bei dieser Schar. damn trat Herrmann in längerer Rede den Ausführungen des In einer abgelegenen Bucht oberhalb Baler wurde gelandet und die Schuhmarkt", Organ der Fabrikanten, entgegen, wonach sich die Striegslist des Obersten Funston ins Werk gesetzt. Berabredet wurde, Situation von Tag zu Tag für die Fabrikanten angeblich verbessere. daß der philippinische Offizier und die eingebornen Kundschafter sich Aus den nachfolgenden Berichten der Vertrauensmänner der einzelnen den Anschein geben sollten, als hätten sie Oberst Funston und seine Fabriken ging hervor, daß trog der verschiedenen Machinationen, Leute gefangen genommen und sollten mit ihnen zum Hauptquartier fo durch briefliches Auffordern die Ausgesperrten zur Rückkehr Aguinaldos marschieren. Nachdem dann die Amerikaner vor zu bewegen, es den Fabrikanten nicht gelungen ist, uneinigkeit in die Aguinaldo gebracht waren, sollte Oberst Funston das Zeichen geben; Reihen der Arbeiter zu bringen. Im Gegenteil, noch nie waren die die Rollen sollten vertauscht und Aguinaldo und feine. Offiziere von Arbeiter einmütiger, entschlossener, angesichts der brutalen Handlungsihren vermeintlichen Gefangenen gefangen ges nommen werden. Die Möglichkeit eines Verrats wurde in weise der Fabrikanten, den Schlag gegen ihr Koalitionsrecht zu Erwägung gezogen und so weit als möglich Vorkehrung dagegen parieren, als jezt. Und follte es noch Wochen dauern, es muß bis getroffent. zu einemt fiegreichen Ende gekämpft werden. Beidzin Bei ihrer Ankunft trat eine Leibivache von 50 Schüßen an und In der darauf folgenden Distusfion fand eine Resolution einstimmend hierzu äußern, sollen berechtigt sein, an der Schiedsgerichtsdie Offiziere wurden in Aguinaldos Hauſe am Balananfluffe em stimmige Annahme, die sich im Sinne des Referats für die Fortpfangen. Etwas später gingen die Offiziere mit einer Entschuldigung fegung des Kampfs ausspricht. hinaus, ließen die Maccabeben, welche bei der Expedition waren, Gewerkschaftshaus hat die Verwaltung am 30. März Nach längerer gegenseitiger Aussprache einigte man sich auf Vorschlag des Borsigenden, Stadtrats Dr. Wagler, dahin, daß feitens der Prinzipale bei allen Buchbindereibejizern eine Umfrage veranstaltet wird, ob sie tariftreu find und fich dem Schiedsgericht unterwerfen wollen, ohne daß sie genötigt wären, dem Prinzipals verband beizutreten. Die Gehilfen derjenigen Firmen, die sich zu wahl teilzunehmen. Auch über die übrigen Punkte der Geschäftsordnung für das Schiedsgericht wurde eine Verständigung erzielt, so daß die Differenzen als beseitigt anzusehen find. antreten und es wurden drei Salven abgefeuert. Die Insurgenten Im Tiefen voll Banik durcheinander, 18 wurden verwundet und 2 getötet. durch Zählung festgestellt, wie stark der Verkehr in Bureaugebäude Die Fleischergesellen in Weißenfels haben an ihre Meister Die Amerikaner tamen in dem Augenblick an und stürzten mit den ist. Es sind die zu den Bureaug führende Treppe hinaufgegangen; das Ersuchen gestellt, die Mißstände im Schlaf und Wohnungswesen abzustellen und den Beschluß der Innung zurückzunehmen, wodurch| bezüglich der täglichen Arbeitsdauer soll auch für das Handels- ersten Mai durch Arbeitsruhe zu feiern und das bisherige mißliebig gewordene Gefellen längere Zeit ausgesperrt werden sollen. getverbe, für öffentliche Theatervorstellungen und sonstige Schau Maimartensystem beizubehalten. In Bezug auf die brennende Hierauf haben die Meister einen ablehnenden Bescheid erteilt und sich ftellungen, bei denen ein höheres Jutereffe der Kunst oder Wissenschaft Arbeitslosenfrage am Orte wurde beschlossen, in nächster Zeit weitere schriftliche Eingaben der Gesellen verbeten. Auch sonst wollen nicht obwaltet, gelten. Ju Gaft und Schankwirtschaften dürfen, abermals eine öffentliche Versammlung abanhalten, um sich mit der e nicht mehr mit den Gesellen verhandeln. Die Entscheidung der soweit fremde Kinder in Frage kommen, schulpflichtige Mädchen Stellung des hiesigen Magistrats zu dieser Frage zu beschäftigen. Gesellen über diese Antwort und das nächste Vorgehen ist noch nicht überhaupt nicht, Knaben aber nur, wenn sie über zwölf Jahre Hierauf hielt Genosse Dr. Borchard einen Vortrag über getroffen, es scheint aber ahne Nachdruck der Gesellen nicht abgehen alt find, beschäftigt werden, doch gilt auch hier als Regel die Konsumgenossenschaften, Fräulein Jmle ergänzte die Ausführungen Der zu wollen, infolge dessen muß der Zuzug von Fleischergesellen nach vierstündige, als Ausnahme eine sechsstündige Arbeitszeit. Zum des Genossen Dr. Borchard durch statistisches Material. Weißenfels vermieden werden. Austragen von Badwaren, Beitungen und dergleichen, fowie als Vertreter der Barbiere berichtet über den Verlauf der Lohnbewegung, Laufburschen und Laufmädchen dürfen Kinder unter zehn Jahren deren Resultat einigermaßen zufriedenstellend ist. Zum Schluß giebt Der Streit in den Gummifabriken in Harburg dauert fort, nicht, ältere nur nach Maßgabe der Bestimmungen über die in der Vertreter der Fabritarbeiter bekannt, daß in einer Schieferfabrik da die eingeleiteten Verhandlungen gescheitert find. Im Ausstand Gewerbebetrieben beschäftigten Kinder herangezogen werden. An 12 Arbeiter gemaßregelt worden seien wegen ungerechter Entlassung befinden sich 400 Arbeiterinnen der Schuhfabriken und 200 Arbeiter Sonn- und Festtagen sollen Schulkinder nicht beschäftigt werden. eines Arbeiters. Gefehlt haben die Bauarbeiter, Metallarbeiter und und Arbeiterinnen der andren Fabrikationszweige, die in Mitleiden und Arbeiterinnen der andren Fabrikationszweige, die in Mitleiden- Austräger sowie Laufburschen oder Laufmädchen dürfen ihrer Be Tapezierer. schaft gezogen wurden. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. fchäftigung höchstens zwei Stunden vor 10 Uhr morgens Adlershof. Am Dienstagabend fand hierselbst eine von freiWegen Beleidigung eines Polizeibeamten in 2 aurahütte und vor Beginn des Hauptgottesdienstes obliegen. Eigene finniger Seite einberufene Boltsversammlung statt, welche hauptwurde der Redacteur der Berg- und Hüttenarbeiter Beitung". Kinder dürfen in Werkstättenbetrieben, im Handelsgewerbe, bei fächlich von Socialdemokraten besucht war. Nach einem Referat des F. Langhorst, zu 75 M. Geldstrafe verurteilt. öffentlichen Theatervorstellungen und sonstigen öffentlichen Schau Dr. Bernstein Charlottenburg über die Wirkung der Erhöhung stellungen nicht vor erfülltem 10. Lebensjahre beschäftigt werden, der Getreidezölle für die gesamte Bevölkerung Deutschlands wurde Bei der Gewerbegerichtswahl in Freystadi( Nieder- und zwar nach den für fremde Kinder gestellten Bedingungen. eine von focialdemokratischer Seite eingebrachte dieSchlesien) wurde der Kandidat der Gewerkschaften mit großer In Gast- und Schankwirtschaften dürfen Söhne nicht vor folution einstimmig angenommen, welche die vollständige Beseitigung Majorität gewählt. erfülltem 12. Lebensjahre, schulpflichtige Töchter dagegen gar nicht aller indirekten Steuern und die Einführung einer progressiven Eine Maßregelung mißliebiger Bergarbeiter ist von der zur Bedienung von Gästen verwendet werden. Direktion der staatlich bayrischen Grube in Beissenberg in über- Die Mitteilungen sind viel zu spärlich, als daß man an fie Reichs- Einkommensteuer verlangte. Diese Resolution soll als Petition dem Reichstage zugestellt werden. fobiel fei jedoch aus schroffer Weise vorgenommen. Trozdem das Berggefeß vor eine eingehende Kritik anknüpfen könnte; Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, schreibt, daß in Betrieben mit über 20 Arbeitern von der Belegschaft bemerkt, daß für zehnjährige Kinder eine Beschäftigung in der Ausschüsse gewählt werden, sträubte sich der Bergmeister Stuchlit Dauer von 9 Stunden täglich, auch einschließlich des Schul- Montagabends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Filiale Brunnenstraße 150. lange, den Anforderungen des Gesetzes nachzukommen. Schließlich unterrichts, entschieden viel zu lang ist; will man solche Sache Bortrag über Krankenpflege. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. mußte er aber einem sanften Drucke der Fabrikinspektion nachgeben. überhaupt regelu, dann ist es doch einfach sinnlos, das Höchstmaß Was er wohl befürchtete, trat ein, es wurden nicht Leute gewählt, des Zuläffigen an der Grenze bes physisch Wöglichen auchen. die dem Herrn Bergmeister genehm waren, sondern solche, Auch vermissen wir eine Vorschrift, daß die Beschäftigung vor die das Vertrauen der Arbeiter besaßen. Zwei von diesen Beginn des Schulunterrichts verboten ist. Das ist aber wurden zum Ueberfluß noch als Vorsitzende des Ausschusses unbedingt erforderlich; zum Schulunterricht sollen die Kinder mit ernannt, und damit fielen die Beamten, die für den Posten von der frischen Kräften kommen, wenn er etwas erreichen soll. Auch müsse Berwaltung vorgesehen waren, durch. Da nun der Ausschuß weder ihnen nach Schluß des Unterrichts eine ausreichende Erholungspause im Guten noch im Bösen eine Aenderung in der Beiegung der gesichert sein. Leitung vollzog, schien es für den Herrn Bergmeister feinen andren Rat zu geben, als die beiden Arbeiter, die so auf ihr Recht bestanden, plötzlich zu entlassen. Es fragt sich nun, ob die Regierung diesem Vorgang ruhig zu schaut. Vorläufig wird man das Ergebnis der Erhebung abwarten müssen, die von der Regierung unternommen wird. Tehte Nachrichten und Depeschen. Italienische Deputiertenkammer. Rom, 30. März.( W. T. B.) Im Verlaufe der heutigen Sigung wurde die allgemeine, bereits mehrere Tage in Anspruch nehmende Beratung über den Gesetzentwurf betreffend besondre militärische Ausgaben zu Ende geführt. Ministerpräsident Zanardelli sprach Ueber die Lohnverhältnisse der Metallarbeiter in Chemnik zu Gunsten des Gefeßentwurfs und hob hervor, er glaube auf das giebt ein Artikel unsres dortigen Parteiblatts, der„ Voltsstimme" bestimmteste wiederholen zu müssen, daß Italien bezüglich seines interessante Aufschlüsse. Nach dem darin verarbeiteten Jahresbericht Heeres und seiner militärischen Organisation die volle Frei der Allgemeinen Krankenkasse für die Maschinenfabriken und heit und unabhängigkeit in den internationalen Gießereien der Stadt verteilten sich die Mitglieder im Jahre 1900 Beziehungen habe und nicht nicht behindert werde durch auf die folgenden Lobuklassen: dirgendwelche Bande. In namentlicher Abstimmung wird alsdann mit 235 gegen 51 Stimmen der Uebergang zur Beratung der einzelnen Artikel angenommen. I. 18, " II. 15, Ia. 24, M. Durchschnittslohn... 8564-41,93 Broz. 5407= 26,47 3511= 17,21 " . n " III. 6, 2286= 10,95 # IV.= 9, 382= 1,87 " 305= 1,49 " 1,80 19= 0,08 V.= 5,40 VI. Zugleich ist aus dem Bericht ersichtlich, daß die Zahl der Mit alieder am Schlusse des Jahrs 1900 um 974 geringer war, wie am Anfange; um so viel war in der Metallindustrie der Stadt Chemnitz die Zahl der Arbeiter gesunken, ein Zeichen von dem Der Centralverband der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands veröffentlicht seinen ersten Re chenschaftsbericht über die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1900. Hiernach betragen die Einnahmen 915,70 M., denen eine Gesamtausgabe von 833 M. gegenübersteht. Von legteren entfallen 378,63 M. auf die Breffe, 210,85 M. auf sonstige Drudarbeiten( Statutenbücher, Marten, Platate usw.), 60,26 M. auf sächliche und persönliche Verwaltungstoften, 172,26 9. auf Agitation und 11 m. auf sonstige Ausgaben. Der Mitgliederbestand betrug Ende 1900 die allerdings nur geringe Bahl von 395. Im Laufe des ersten Quartals 1901 ist dieselbe fedoch schon auf rund 1600 gestiegen, so daß die Entwicklung des Wirken der Krisis. Verbandes zu den besten Erwartungen Anlaß bietet. Augenblicklich läßt der Centralverband eine Agitationstour durch Mitteldeutschland unternehmen, die ebenfalls sehr gute Resultate gezeitigt hat. Es ist demnach Hoffnung vorhanden, daß auch bei den deutschen Fleishergefellen einmal die alte Gleichgültigkeit schwindet und sie in Reih und Glied mit der übrigen organisierten deutschen Arbeiterschaft marschieren. Ausland. Nach Saaz( West- Böhmen) ist der Zuzug für Metallarbeiter und Bauarbeiter fernzuhalten, da in beiden Gewerben Differenzen ausgebrochen find. Ausstände in Frankreich. In Marseille haben die Maschinenbauer und die Keſſelſchmiede die Arbeit wieder auf genommen. Im Ausstand der Hafenarbeiter hat sich nichts geEs gewinnt aber den Anschein, daß die Bewegung erlischt. In Montceau les Mines vermehrt sich gleichfalls die Zahl der zur Arbeit Zurückkehrenden. ändert. Aus der Frauenbewegung. Die Buchbinderei Arbeiterinnen Wiens beschäftigten sich in einer Delegiertentonferenz, an der 60 Delegierte aus 40 Betrieben teilnahmen, mit ihren Arbeitsverhältnissen und ihrer Organisation. Aus dem intereffanten Situationsberichte sei das folgende mitgeteilt: Im Jahre 1889 tamen auf 100 in der Buchbinderei befchäftigten Personen 67 männliche und 33 weibliche. 1898 tamen bereits 57 Männer und 43 Frauen auf 100 Personen, und heute sind wir dem Punkte sehr nahe, an dem die weibliche Arbeiterschaft das lebergewicht über die männliche erlangt. Im Jahre 1889 wurden in 283 Buchbindereien 476 Arbeiterinnen verwendet; im Jahre 1898 aber in 328 Betrieben 978 Arbeiterinnen. treterinnen der größten Betriebe angehören und das sich mit allen die Arbeiterinnen betreffenden Angelegenheiten zu befaffen haben wird. Sociales. Die Regelung der gewerblichen Kinderarbeit. " In der Social- Korrespondeng" werden Mitteilungen gemacht über einen Entwurf" zur Regelung der gewerblichen Kinderarbeit, der den zuständigen Behörden" von der fächsischen Regierung zur gutachtlichen Aeußerung überwiesen worden ist und mit dem fich auch die Dresdener Lehrerfollegien beschäftigt haben. Derlammlungen. Das Haus nimmt mit 169 gegen 54 Stimmen den Gesetzentwurf betreffend die besonderen militärischen Ausgaben an und vertagt sich darauf bis zum 30. April. Die Peft in Kapstadt. Kapstadt, 30. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Hier sind fünf neue Fälle an Pest vorgekommen, unter ihnen einer bei einem Europäer. Stettin, 30. März. Der Wettkampf um die Herrschaft der Meere.( W. T. B.) Nach dem Stappellauf des Schnelldampfers Kronprinz Wilhelm" wurde an Se. Majestät den Kaiser folgendes Telegramm vom Norddeutschen Lloyd" und vom Bulcan" abgesandt: " Eine Parteiversammlung des sechsten Wahlkreises tagte am Freitag im Swinemünder Gesellschaftshaus. Bor Eintritt in „ Ew. Kaiserlichen Majestät gestatten wir uns ehrerbietigst, den die Tagesordnung gedachte man in ehrender Weise des Geburtstags soeben erfolgten Stapellauf unfres neuen Schnelldampfers zu melden, unjres verstorbenen Vorfämpfers Wilhelm Liebknecht. Dann der nach Ew. Majestät huldvoller Bestimmung den glückverheißenden hielt Genosse Rosenow einen Vortrag, in welchem er die ge- Namen Seiner Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen Wilhelm führend, schichtliche Entwicklung des Juntertums schilderte. Dann tam der Beugnis ablegen soll, wie Deutschlands Söhne unter Ew. Majestät Vortragende auf die gegenwärtigen Verhältnisse zu sprechen und weitblickender Führung mit dem gewaltigen Wettkampf um die zeigte, daß das Berlangen nach hohen Getreidezöllen ein Raubzug Herrschaft der Meere mit stets sich erneuernder Thatkraft nach dem ist. den die Junker, nachdem sie Jahrhunderte lang die ländliche Lorbeer des Sieges ringen. Ew. Majestät glückliche Genesung von den Bevölkerung gefnechtet und ausgefogen haben, jetzt gegen die städtische Folgen eines gefahrvollen Augenblicks, in welchem Gottes Hand fichtbar Bevölkerung, vor allem gegen die Industriearbeiter planen, ein über- schirmend über Ew. Majestät Leben gewaltet, läßt unire in den Festesstunden des heutigen Tags höher mütiges Unterfangen des Juntertums welches das arbeitende Herzen Volt mit aller Energie zurückweisen wird. Der Vortrag schlagen und befestigt in uns die unerschütterte 811fand lebhaften Beifall. An Stelle Gaßmanns, der seinen versicht, daß, wie bor dem Buge unfres Schiffs die Beruf gewechielt hat, wurde Genofie Raichte als Beitungs- Wogen und Stürme des Oceans ihre gefährdende Kraft spediteur für Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt gewählt. verlieren werden, so auch Ew. Majestät vorwärts drängender Die Steinarbeiter regelten in ihrer Bersammlung am Dienstag Lebensweg, umschüßt von der Liebe des deutschen Voltes, die das Unterstügungs- und Beerdigungswesen. Für den als Geschäfts- großen Aufgaben zu sicherer Vollendung führen wird, auf deren leiter des Verbands ausscheidenden Kollegen witschte wurde Lösung durch Ew. Majestät Weisheit und Thatkraft die Zukunft Siegel- Birna einstimmig vorgeschlagen. Mitschte spricht seine unjres Vaterlandes ruht. Hierauf ist folgendes Telegramm des Kaisers eingegangen: Mißbilligung darüber aus, daß der Vorwärts" nur einen furz ge= " Für den wohlthuenden Ausdrud Ihrer treuen vaterländischen drängten Bericht über die Besprechung der Lage der Steinarbeiter im Reichstag gebracht habe. Im übrigen ersucht er alle Steinarbeiter, Gesinnung spreche ich Ihnen meinen taiserlichen Dank aus über alle Mißstände im Beruf Material zu sammeln und dem Ver- und verbinde hiermit gern die besten Glückwünsche zu der glücklichen Vollendung des neuen Schnelldampfers. Möge das trauensmann zu übermitteln, um es als Beweismittel gegenüber der Agitation der Unternehmer zu verw.rt.n. Eine sehr ausführliche stolze Schiff, das auf seinen Fahrten den Namen meines geBesprechung erfolgte noch über Lohn- und Arbeitsverbältnisse in liebten Sohns über die Meere tragen soll, allzeit der Welt einzelnen Betrieben. Es wurde hierbei hervorgehoben, daß ein jeder verkünden, daß im deutschen Bolt That traft und Unter Steinarbeiter, auch wenn ihm weniger geboten werde, den orts- nehmungsgeist nie erschlaffen, sondern von Geschlecht zu üblichen Stundenlohn von 70 Pf. verlangen müsse, der auch vom Geschlecht in immer höherem Fluge sich forterben, dem Baterland zum Segen! Gewerbegericht zugestanden werde. zu erhöhen. eine vont uns bemühen müſſen, Er Die durch das Ueberhandnehmen der Frauenarbeit immer notwendiger werdende Organisierung der Arbeiterinnen hat aber eben falls Fortschritte gemacht. Vor 10 Jahren zählte der Verein nur 10 Breslau, 30. März,( B. S.) Der Pariser Korrespondent der Die Mineralwasser- Arbeiter hielten am 20. März cine öffentweibliche Mitglieder, während er im letzten Jahre mit 260 weiblichen liche Veriammlung im Gewerkschaftsbause ab. Th. Meyner" Roma" in Neapel und des" Caffacio" in Genua, Pietro Macini, veranstaltete, veranlaßt durch die Mitgliedern abschloß. der Touloner Feier Nach eingehenden Verhandlungen wurde eine Resolution anweshalb organisieren wir uns?" sprach in derselben über das Thema: Die wirtschaftliche Lage und über genährten Gerüchte die italienisch- französische An Der Vortrag wurde mit großem näherung. bei den bedeutendsten genommen, in der die Forderungen der Arbeiterinnen wie folgt Beifall aufgenommen und eine im Sinne derselben gehaltene französischen Politikern Der Rundfrage. aufammengefaßt find: Erhöhung der Löhne, namentlich fester Resolution angenommen. 3m 2. Punkt der Tagesordnung befaßte bereits jetzt in der Lage, darüber folgendes mitzuteilen: Der cheBreslauer General Anzeiger" ist Wochenlohn, Berkürzung der jetzt neun- oder neuneinhalbstündigen man sich mit der Erhöhung des Leitrags. Simon begründete den malige Minister der auswärtigen Angelegenheiten Berthelot vom Arbeitszeit auf 8 Stunden, Freigabe des Sonnabendnachmittags, Antrag, den Monatsbeitrag von 25 Pfennig auf 50 Pfennig Stabinett Bourgeois schreibt u. a. Ich bin der Ansicht, daß wir Abschaffung der Strafabzüge, Buziehung der Arbeiterinnen zur Der Verein wäre dann in der Lage, an frante alle auf beiden Seiten der Alpen Gewerbeinspektion, Zulassung der Arbeiterinnen als Gewerberichter, Mitglieder 6 Mart pro Woche Buschu ru geben. Die materiellen und moralischen Bande, welche die beiden Ausdehnung des Wöchnerinnenschutzes auf 6 Wochen. Schließlich wurde ein Frauenaktionsfomitee gewählt, dem Ver- Die endgültige Beschlußfaffung wird einer ereinsversammlung Nationen verknüpfen, enger zu ziehen und inniger zu gestalten. überlassen. An der Diskussion beteiligten sich Schlotmann, Der bekannte Wirtschaftsprofeffor Molinari beleuchtet Grad, Simon, Vogt und Schulz Charlottenburg und Burrmann- Weißensee. die Fabrikanten Krüger, die Frage von einem sehr interessanten Standpunkte aus. Herr schreibt unter andrem: Um sich vor dem imaginären Risiko Krüger tam cuf den Arbeitsnachweis zu sprechen und meinte, es der weltlichen Macht des Bapstes zu wahren, belud sich Italien würde vorteilhaft für den Berein sein, diese Institution einzuführen. mit einer zu schweren Bürde von Rüstungen, die nicht im Simon erwiderte ihm, der Entwurf aum Arbeitsnachweis jei seit Berhältnis zu seinen Mitteln steht. Das ist alles, was es in Wochen ausgearbeitet und werde in der nächsten Bereinsversammlung feiner Alliance mit Deutschland und Oestreich gewann. Würde es vorgelegt und hoffentlich angenommen werden. größeren Vorteil davon haben, sich mit Frankreich und Rußland zu Der Centralverband der Töpfer beschäftigte sich am Donners- verbinden? Ich wünsche es, indessen ist jedoch nichts sicher. tag in einer außerordentlichen Generalversammlung mit der Jch zöge für meinen Teil ein französisch- italienisches VollDer europäischen Bundes. Stellungnahme zur Generalversammlung des bündnis vor in Erwartung des Verbands in Magdeburg". Die Anträge, die von der ehemalige Ministerpräsident Deputierter Alexander Ribot hiesigen Filiale gestellt werden sollen, sind bereits in den Bezirts antwortete ganz vorsichtig auf einer Visitenkarte: Ich werde mit Ob es sich um einen Entwurf der Reichsregierung oder einen verfammlungen gründlich beraten worden. Es fand nur noch großem Bergnügen die Ausdehnung der Bewegung, von welcher Sie solchen der fächsischen Staatsregierung handelt, ist nicht gesagt, wohl eine allgemeine Debatte darüber statt, in der besonders über iprechen, fehen. Ich halte es jedoch nicht für nüglich, an der von aber scheint es sich um offizielle Vorschläge zu bandeln, die auf die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung diskutiert wurde. Die Ihnen angeregten Umfrage teilzunehmen. Grund der vom Reichsamt des Junern veranlaßten Erhebung ge- Mehrzahl der Redner sprach sich für die Unterstügung aus, unter Aehnlich äußern sich noch mehrere andre Politiker. macht werden. Wir teilen fie deshalb nach dem genannten ihnen auch der Verbandsvorsitzende Drunsel. Die Berfamm Paris, 30. März.( W. T. B.) Ministerpräsident WaldeckBunächst ist hervorzuheben, daß sich die Vorschläge nur auf ung beschloß darauf einstimmig, die vom Vorstand der Filiale Rouffeau, welcher während der Kammerverhandlungen über das folche Beschäftigung erstreden, die als gewerbliche im Sinne der Dann wurden als Delegierte gewählt:" Germ. John, Vereinsgefez erkrankte, ist augenblicklich so erschöpft, daß man Herm. John, Gewerbe- Ordnung anzusehen ist. Außer der Landwirtschaft find Sugo John, Sorg, Salicher, Behl und David. zweifelt, ob er im stande sein werde, den Präsidenten Loubet nach somit auch die häuslichen Dienstleistungen ausgenommen, obwohl Darauf wurde über die Sperre bei der Firma Bengler Nizza und Toulon zu begleiten. Rom, 30. März.( B. H.) Das Gerücht, daß wegen der Anauch durch sogenannte Aufwartung gar viele Kinder übermäßig u. Drescher verhandelt. Die Bersammlung beschloß, die Ausfranzöfifchen Vereinsgesetzes der päpstliche törperlich angestrengt werden. ftändigen als gemaßregelt anzusehen und daß die Arbeit sofort nahme bes Nuntius in Paris abberufen wird, wird von kompetenter Seite Die Beschäftigung der eignen und fremden Kinder in Betrieben, ruhen solle. welche die Gesundheit und das fittliche Wohl der Kinder zu gefährden Schließlich werden die reftierenden Kollegen noch aufgefordert, de mentiert. Rom, 30. März.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Das Haus geeignet sind, ist nach diesem Entwurfe untersagt. In den übrigen Wert ihre Beiträge baldigst zu bezahlen. lehnt mit 136 gegen 126 Stimmen eine Vorlage ab, durch welche stättenbetrieben sollen Kinder über 12 Jahre in der Regel nicht länger als 4 Stunden und nicht in der Zeit von abends 8 Uhr bis 8 Uhr Charlottenburg. Die Charlottenburger Gewerkschaftstommiffion die Bewilligung von 2 500 000 Lire für den Bau eines neuen morgens beschäftigt werden; doch soll kein Stind, ausschließlich des hielt am 22. d. M. eine Delegiertenfigung bei Leder, Bismardstraße, Sigungsfaals für die Rammer gefordert wird. PräSchul- und Konfirmationsunterrichts, täglich mehr als 9 Stunden ab. Bunächst beschäftigte sich die Kommission mit dem Abonnement des fivent Villa reicht hierauf seine Entlaffung ein, da er diefen Bes beschäftigt werden. Ausnahmen bezüglich der Arbeitszeit follen Arbeitsmarkts", welcher bisher fämtlichen Delegierten auf Stosten der schluß der Kammer als ein Mißtrauensvotum gegen fich jedoch insoweit gestattet werden, als die Arbeit im Sommer Stommiffionstaffe zugestellt wurde. Es wurde aus finanziellen Gründen ansehen müsse. Auf Antrag Zanardellis, dem sich Sacchi und Ungaro früh um 6 Uhr und im Winter um 7 Uhr beginnen und im beschlossen, die Stoften den einzelnen Gewerschaften zu übertragen, anschließen, Ie hut die Kammer unter lebhaftem Beifall allgemeinen bis 6 Stunden täglich dauern darf." Die Bestimmung Weiter wurde befchloffen, wie alljährlich auch in diesem Jahr den einstimmig das Entlassungsgesuch ab. Blatte mit. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Ströbel in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 77. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 31. März 1901. Das Mörchinger Offiziers- Drama. ( Telegraphischer Bericht.) Der Verteidiger verhältnisse der Militärwerkstätten gezeigt haben. Dabei werden wohl in ganz Deutschland für die betreffenden Arbeiter nirgends so gute Löhne gezahlt wie in den hiesigen königlichen Werkstätten." Als ein Beweis für die angeblich übertriebene Arbeiterfürsorge Kriegsministeriums wird angeführt, daß die Arbeiter in den Rechtsanwalt Dr. Grégoire: So großes Aufsehen auch der Vorfall selbst erregte, ein noch größeres Aufsehen erregte das Urteil des Revisionsgerichts. Der Fall hat Aehnlichkeit mit Met, Sonnabend, 30. März. Das Ober: dem von Brüsewißschen. Bei letzterem erwartete man ein des friegsgericht verurteilte den Oberlieutenant Rüger wegen thätlichen Angriffe eines Vor- trenges Urteil, hier wurde Milde erwartet. Das milde Urteil Teilen der Fabrit, wo feine Feuersgefahr besteht, rauchen dürfen. wurde zu einem schweren. Hieran ist viel schuld, daß das Urteil gefehten mit der Waffe, wodurch der Tod herbei wenige Tage nach der That gefällt wurde. Der Angeklagte, bei dem der Das hat Herr v. Goßler sich wohl nicht träumen lassen, daß geführt wurde, gemäß§ 97 des Militär- Straf- Familiensinn sehr start ausgeprägt ist, handelte aus edler Bruderliebe ein Versuch, der etwa als Handlung im Sinne der Februarerlasse gesetzbuches zu sechs Jahren Zuchthaus, unter und unter der Wirkung des starken Alkoholgenusses. Der Angeklagte gedeutet werden könnte, ihm von der immer noch staatserhaltenden Anrechnung von sechs Wochen Untersuchungs- war betreten durch die schweren Duellbestimmungen Presse so übel angerechnet würde. Wenn schon das bloße Gerücht, haft, und Ausstoßzung aus dem Heere. und daß das Duell sofort, noch bor Sonnenaufgang statt- daß die Arbeiterbeschwerden in einem staatlichen Justitut wohlwollend Metz, den 30. März 1901. Der Angeklagte hatte gar teine Beit berücksichtigt werden sollen, die Scharfmacher zum Rasen bringt, Bei Beginn der heutigen Sizung, die um 9 Uhr von dem finden sollte. Sch war erstaunt, daß mein An wie möchte es da erst werden, wenn das entsegliche geschähe, Präsidenten Ober- Kriegsgerichtsrat inter eröffnet wird, ist der zur Ueberlegung. trag abgelehnt wurde. Es hätte auf Grund des§ 51 daß staatliche Arbeiter wirklich als Staatsbürger wie andre Leute Zuhörerraum überfüllt. des Reichs Strafgesetz- Buchs auf Freisprechung erkannt Die Sachverständigen. werden müssen. Der Angeklagte hat jedenfalls auch nicht auch behandelt und nicht mehr wegen Wahrnehmung des ihnen geRach Eintritt in die Verhandlung wird zunächst der als Benge vorfäßlich gehandelt. Er hat sich selbst sofort durch verschiedene feglich garantierten Koalitionsrechts gemaßregelt werden! und Sachverständige geladene Dr. med. Gröning vernommen. Aeußerungen belastet. Er hat aber auch versichert, daß er den Derselbe erklärt: Ich kenne den Angeklagten, Oberlieutenant Rüger, Hauptmann Adams nicht töten, sondern nur kampfunfähig machen Niedriger hängen! seit vielen Jahren. Ich habe Beobachtungen gemacht, die wollte. Und dies muß dem Angeklagten geglaubt werden. Wenn er töten Heute und an den nächsten Tagen werden fich wahrscheinlich auf Geistesstörungen schließen lassen, und zwar laffen hätte wollen, dann hätte er noch einmal geschoffen, da der Erschoffene wiederum hunderte unsrer Mitbürger mit Weib und Kind zu dem fich diese nicht nur auf den Alkoholgenuß zurückführen. nach dem Schuß noch stand. Wenn kein Vorsatz vorhanden war, schweren Gang ins Obdachlosen Asy! entschließen müssen, Obwohl ich Arzt bin, kann ich aber nicht sagen, ob der Angeklagte dann kann nur auf Grund des§ 226 des Strafgesetzbuchs, Körper- weil es ihnen trotz allen Mühens nicht möglich war, eine ihren geistestrant ist. Ich halte es für unbedingt notwendig, daß der verlegung mit tötlichem Erfolge, geurteilt werden. Der Angeklagte Ginkommensverhältnissen entsprechende Wohnung zu finden. Man Angeklagte zur Beobachtung in eine öffentliche Anstalt gebracht wird. hat zweifellos mildernde Umstände verdient. Er hat aus darf wohl annehmen, daß die Unglücklichen diesmal die Verwaltung Der Angeklagte leidet auch an Selbstüberschäßung. Er hat außerdem Bruderliebe gehandelt. Rücksichtlich seiner Ingend ist der an Beeinträchtigungs- Ideen gelitten. Ferner litt er an einem Angst-§ 97 des Militär Strafgesetzbuches ausgegraben worden. zu ihrem Empfang gerüstet finden und daß ihnen auch sonst aus gefühl. Herr Hauptmann v. Gabain weiß noch mehrere folcher Bon einer militärischen Unterordning fann gar feine Rede sein. das unverschuldete Unglüd verdient. allen Bevölkerungskreisen die Teilnahme entgegengebracht wird, die Erscheinungen, so daß ich dessen Vernehmung für notwendig halte. Hauptmann Adams ist in seiner Eigenschaft als Vorgesezter gar g Nur bei einer Bevölkerungsschicht darf man solche rein mensch Hierauf erklärt der psychiatrische Sachverständige Professor nicht hervorgetreten. Es ist aber auch notwendig, daß der lichen, von der politischen Anschauung an sich unabhängigen NeußeDr. Smith aus Marbach am Bodensee: Ich habe mit Profeffor Angeklagte das Bewußtsein, es mit einem Vorgesetzten zu rungen der Sympathie nicht voraussetzen. Bei den Hausbesibern Dr. Bleuler ein Gutachten ſchriftlich abgefaßt. Danach bin ich thun zu haben, gehabt hat. Deshalb ist der§ 97 nicht anzuwenden. nämlich, die dank der in Preußen maßgebenden Art von göttlicher der Ansicht: der Angeklagte hat die That im epileptischen Dämmer Der Angeklagte hat aber auch aus Notlage gehandelt, Weltordnung im kommunalen Leben die einflußreichste Gruppe zustande verübt, so daß seine Willensbestimmung ausgeschlossen war. da es die höchste Beit war, den Bruder zu retten. Meine Herren! bilden. Wie es angesichts des schlimmen Geschicks, das viele EinWir hatten allerdings feine Beit zu einer eingehenden Untersuchung. Urteilen Sie nach Ihrem Gewiffen. Ueberlegen Sie, daß es sich wohner betroffen hat, mit dem Dichten und Trachten der HausDienstag haben wir erst die Vorladung erhalten. Wir konnten um einen blühenden jungen Mann handelt," dem die Vorgesetzten agrarier bestellt ist, mögen einige Proben aus der gestern herausdaher erst Mittwoch abreisen und nur Donnerstag beob- das beste Zeugnis ausgestellt haben. Er wollte den Bruder vor achten. Die Hilfsmittel des Professors Sommer aus dem Erschießen bewahren; er wollte verhindern, daß seines Bruders gegebenen Nummer der Allgem. Haus- und Grundbefizer Beitung" zeigen, die als offizielles Publikationsorgan der Gießen fonnten wir dabei gar nicht berücksichtigen. Es ist Frau Witwe, daß seines Bruders Kinder Waisen würden. deshalb notwendig, den Angeklagten mindestens sechs Wochen in der Hierauf wird dem Angeklagten nochmals das Wort erteilt. wesentlichsten Grundbefizer- Vereine in Berlin erscheint. Man lefe: Universitäts- Frrenklinik in Gießen beobachten zu lassen, da der Fall Derselbe versichert, nicht das Bewußtsein gehabt zu haben, auf einen fich als Borgesetzten zu schießen. Schulfall für das psychiatrische Lehrbuch eignet. Epileptiker wie der Angeklagte handeln unter einem gewissen Drud nach einer figen Jdee. Unter solchem Zwange hat auch der Angeflagte gehandelt. Der Sachverständige zeigt dann dem Gerichts: hofe die Größe des Herzens des Augeklagten, das in seinen Größenverhältnissen fast einem& indstopfe gleicht, und fährt fort: Der Angeklagte leidet also an den schwersten Störungen des Herzens. Leute, wie der Angeklagte, werden ohne jede Ursache sehr erregt. Sie verfallen schließlich in Ohnmacht, ohne nachher zu wissen, was geschehen ist. Das Urteil. Nach halbstündiger Beratung verkündet der Präsident OberKriegsgerichtsrat Winter das oben mitgeteilte Urteil. In der Begründung heißt es: Der Gerichtshof hat die Ueberzeugung erlangt, daß der Angeklagte nicht bewußtlos, sondern mit freier Willensbestimmung gehandelt hat. Es war der Ausbruch seiner gewaltthätigen Natur. Es genügt zur Anwendung des§ 97, daß der Angeklagte das Bewußtsein hatte, einen Vorgesetzten angegriffen zu haben. Der Gerichtshof hat auch die Berufung Psychiater oder Auwalt? des obersten Gerichtsherrn geprüft. Er hat aber nicht zu der Ansicht Sachverständiger Professor Dr. Bleuler an der Universität gelangen können, daß der Angeklagte mit Ueberlegung gehandelt Bürich schließt sich dem Gutachten Professor Dr. Smithes boll- habe. Der Gerichtshof hat auch nicht angenommen, daß der Ans ftändig an. Der Angeflagte sei erblich belastet. Ich habe auf geflagte den Vorfaß hatte, zu töten. Als straf mildernd Veranlassung festgestellt, daß der Angeklagte in seiner Jugend nächt- fam in Betracht, daß der Angeklagte aus Bruderliebe und liche Ausschreitungen begangen hat. Er ist außerdem zweimal vom unter dem Einflusse des Alkohols gehandelt hat. Pferde gefallen und beftig auf den Kopf gefchlagen. Er ist auf Täuschung Eingang in die Wohnung verschafft und hinterliftig einen berichärfend war dagegen, daß sich der Angeklagte durch Gehirnerschütterung ärztlich behandelt worden. Der Angeklagte konnte wenig Altohol vertragerebe zum Bruber eridient Er ist nur durch vollständige Ent Vorgesetzten, der sich seinem Bruder stellen wollte, haltsamkeit heilbar. Aus Liebe zum Bruber erfiegt unter Ankerachtlaffung der Standesrücksichten er den Vorgesezten, mit dem er sich gut gestanden hat. Er niedergeschossen hat. Ein Notstand war nicht vorhanden, da es nicht hatte nur das Gefühl, das Duell zu verhindern. unmöglich war, daß das Duell noch vermieden werden konnte und Ich bin überzeugt, daß er an die schweren Konsequenzen nicht auch nicht unmittelbar bevorstand. Uebrigens hatte der Bruder gedacht hat. Der Angeklagte hat im frankhaften Bewußtsein ge- auch die Forderung erlassen. Da dieses Urteil bedeutend milder als das handelt. erster Instanz ist, so sind sechs Wochen Untersuchungshaft angerechnet worden. Strafe Auf Befragen des Präsidenten erklärt der Angeklagte, daß er die Revision anmelde. Berliner Partei- Angelegenheiten. Wenn sich unter die Obdachlosen" solche mischen, die recht wohl im stande wären, eine Wohnung mieten zu können, so ist es traurig genug, wenn solchen Menschen sich die Pforten der Obdachlofenafyle öffnen. Damit werden nur der Faulheit und Liederlichkeit die Glieder gestärkt und ein vagabundierendes Gefindel wird herangezogen, aus dem die Socialdemokratie ihr Kanonenfutter zu bilden bermag. Wenn selbst ein so waschechter Wohnungsreformer, wie der Dr. von Mangolitt, zweiter Borfizender des Vereins Reichswohnungsgeset", erklärt, daß die große Mehrzahl der Obdachlosen berfommiene Subjekte seien, so wird man billigeriveise die Frage aufwerfen dürfen: wie tommt der redlich und fleißig arbeitende und sparende Bürger dazu, daß aus seinen Steuern die Faulenzer, die Tagediebe unterstützt werden? Das mag im socialdemokratischen Staate üblich sein; im christlichen Staate, in dem wir leben, hat das Wort zu gelten: Wer nicht will arbeiten, der soll auch nicht effeit." „ Es ist hohe geit, daß mit jener Gefühlsduselei gebrochen werde, die es als christliche Nächstenpflicht" betrachtet wiffen will, jedem, der eine erbärmliche Miene aufzustecken verfteht, hilfreiche Hand zu leisten." " Heute profitieren von den Obdachlosenasylen mir die Mietepreller" und Wohnungsschinder", und beir Schaden davon haben die Hausbefizer und alle Steuerzahler, die mit ihren Steuern die Obdachlosenasyle erhalten müssen. Man fordere nur von allen, die dort nächtigen wollen und nicht notorisch trant oder arbeitsunfähig sind, eine zweistündige Arbeit im Interesse der Gemeinde, und die Obdachlosenasyle werden sich schleunigst leeren; man wird dann nicht nötig haben, das gute Geld der Steuerzahler zur Erweiterung" der Asyle in Anspruch zu nehmen, wie es der erste Antrag des Ausschusses will." Man vergesse nicht, daß sich in dieser Beschimpfung des Unglücks nicht irgend eine tolle Extravaganz, sondern die nüchterne Durch daß, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, die Roheitsausbrüche schnittsmeinung der Berliner Hausbefizer zu erkennen giebt, den Herren aus tieffter Seele tommen. Bieht man in Betracht, daß dieser Menschengruppe der traffe, nadte Egoismus in seiner ungeschminktesten Widerwärtigkeit als ethisches Leitmotiv gilt, so kann auch die folgende Verdächtigung eines liberalen Mitglieds der Stadtverordneten Versammlung nicht weiter wundernehmen: „ Der Antrag Nathan wird ja sofort verständlich, wenn man weiß, daß Herr Dr. Nathan Vorsitzender des Aufsichtsrats der Berliner gemeinnügigen Baugenossenschaft ist und deshalb ein bedentendes geschäftliches Juteresse daran hat, daß die schönen 20- Markstücke der Berliner Steuerzahler. in den weit geöffneten Schlund dieses Unternehmens hinabfinten, deffen Gemeinnüßigkeit" sich insbesondere dadurch dokumentiert, daß es jährlich fünf Prozent Dividende an seine Ge nossen verteilt und nicht weniger als fünf verschiedene Reservefonds gebildet hat, in die aller übrige Gewinn auf Nimmerwieders fehn versenkt wird." Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Grégoire, schließt sich dem Antrage der Sachverständigen auf Beobachtung des Angeklagten in der Anstalt an. Geisteskranker oder Trinker? Staatsanwalt Kriegsgerichtsrat Uebelhäuser: Ich kann den Durch ein bedauerliches Versehen der Telegraphie hat sich in Sachverständigen auf dem medizinischen Gebiete nicht folgen. Aber den gestrigen Bericht ein Fehler eingeschlichen. Die Aussage über ein großes Herz und Schlappwerden bieten teinen Anhalt für eine den Vorgang in der Wohnung des Hauptmanns Adams hat Geistesfrankheit. Der Angeklagte war über 10 Jahre Offizier. nämlich nicht der Zeuge Hauptmann Bauer, sondern der Zeuge Niemand ist aufgefallen, daß der Angeklagte geistesgestört Hauptmann Rta de ma cher gemacht. fei. Wenn das bor dem 27. Januar gesagt worden wäre, dann wäre das fehr übel auf genommen worden. Jeßt, nachdem das Verbrechen begangen worden ist, soll er geistesgestört sein. Nach meinem Laienverstande hat der Angeklagte unter der Wirkung des Alkohols gestanden. Der Vertrauensmann im 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis, Solche Leute stehen aber täglich vor den Schwurgerichten. Der Genosse Gustav Schmidt, ist von der Alexandrinenstr. 7 nach der Angeklagte hat vollständig planmäßig gehandelt. Solmsstr. 48 verzogen. Ich beautrage: den Antrag auf Beobachtung des Geisteszustandes Socialdemokratischer Wahlverein für den britten Berliner abzulehnen, mindestens aber die Auswahl der Anstalt vor Reichstags- Wahlkreis. Heute, Sonntag, abends 6 Uhr, bei zubehalten. Möhring, Admiralstr. 18c, gemütliches Beisammensein. Eintritt infl. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Grégoire: In der ersten Ber- Garderobe 20 f. handlung ist die Geistesgestörtheit deshalb nicht geltend gemacht. worden, weil dem Angeklagten daran lag, die Sache schnell zu ers estfäle, Meininger- und Lutherstraßen Ecke, sollen am 1. April Schöneberg. Zur Lokalliste: Die neuerrichteten Obst schen ledigen. Ich habe aber sofort Bedenken gehabt. Deshalb den Angeklagten auf seinen Geistes Schönebergs über einen der schönsten und größten Säle am Ort, habe ich beantragt: den Angeklagten auf seinen Geistes- ihrer Bestimmung übergeben werden. Damit verfügen die Arbeiter zuftand beobachten zu lassen. Da dieser Antrag abgelehnt die ihnen bisher durch Mißgunst und flägliche Angstmeierei vorwurde, habe ich psychiatrische Autoritäten, die weder Bugleich bringen wir zur Kenntnis, daß das dem Angeklagten noch zu dessen Familie Beziehungen haben, ersucht, enthalten wurden. zu erscheinen. Ich bin fest überzeugt, daß, wenn der oberste frühere Obstsche Lokal, Grunewaldstr. 110, wie bisher, auch ferner Gerichtsherr die Symptome gekannt hätte, die hier festgestellt wurden, zu allen Versammlungen und Veranstaltungen frei ist. Die Lokalfommission. der Antrag auf Beobachtung angenommen worden sei." Im städtischen Familienobbach in der Fröbelstraße Wilmersdorf. Die Generalversammlung des socialdemo fratischen Vereins findet Mittwochabend 8 Uhr, im Volksgarten, macht sich der bevorstehende April- Umzug schon jetzt durch Berlinerstr. 40 statt. Bericht des Borstands. Bekanntgabe der Ant- eine steigende Frequenz bemerkbar, die so bedeutend ist, worten auf unsre Betitionen. daß die Höchst Besucherzahlen bei bei normalen Wohnungs verhältniffen erreicht respektive überschritten worden sind. Der gewöhnliche Durchschnittsbestand des Familienobdachs betrug sonst Er stieg in dem lezten Halbjahr auf die Durchschnittszahl von 400 Stopfen. Nachdem die Personenzahl der Familien- Obdachlosen, die im städtischen Asyl Unterkunft: gefunden, bis Anfang März bis auf 290 zurüdgegangen war, trat eine allmälige Steigerung der Frequenz im Laufe des Monats wieder ein und die Zahl schwankte zwischen 300 und 370. In den letzten Tagen war der Zugang regelmäßig größer als der Abgang und in der gestrigen Nacht wurden nicht weniger als 553 Obdachloje. gezählt. Darunter befanden sich 262 Kinder im Alter bis zu vierzehir Jahren. Auch das Asyl für nächtliche Obdachlose hat einen in Rücksicht auf die vorgeschrittene Jahreszeit noch ungewöhnlich hohen Bestand aufzuweisen. In der gestrigen Nacht fanden dort noch 1712 Personen Unterkunft. Der Antrag auf Beobachtung abgelehnt. Der Staatsanwalt " Lokales. Scharfmacheret gegen den Kriegsminister. Ob diese Gemeinheiten der Vertreter von Besitz und Bildung nicht auch den Herren Liberalen zuweilen auf die Nerven schlagen? Auch die Hausbefizer gehören ja wohl zum Kommunalliberalismus? = Nach längerer Beratung des Gerichtshofs erklärt der Präfident, Ober- Kriegsgerichtsrat Winter: Der Antrag auf Beobachtung des Geisteszustands des Angeklagten ist abgelehnt worden, da sich weder aus der Körperbeschaffenheit, noch aus dem Vorleben des Steglig. Die Parteigenossen werden auf die am Dienstag, Angeklagten nach Ausführung der That auf eine geistige Störung den 2. April, abends 82, bei Schellhase stattfindende Versammlung 205 bis 210 Stöpfe. schließen lasse. Der Gerichtshof ist der Ueberzeugung, daß der des socialdemokratischen Wahlvereins, in der Genosse Leimbach über Angeklagte mit freier Willens bestimmung gehandelt hat. Verschiedene Staatsformen" sprechen wird, aufmerksam gemacht. ( Bewegung.) Johannisthal- Niederschöneweide. Dienstagabend 8 Ubr Dienstagabend 8 Uhr spricht der Abgeordnete Rosenow im Saale des Herrn Senftleben erinnert alsdann daran, daß auch der oberste Kriegsherr in Johannisthal über die Verteuerung der Lebenshaltung und die Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz eingelegt habe. Organisation des Konsums.] Alsdann erwähnt er ausführlich die Vorgänge im Kasino und die Ausführung der That und bemerkt zum Schlusse seiner Ausführungen: Es fragt sich, welche Strafbestimmungen anzuwenden find. Die Anklage lautet auf Mord. Die Frage, ob der Angeklagte mit rubiger, befonmener Verstandesfähigkeit den Entschluß gefaßt In der Schlef. 8tg." nimmt ein Scharfmacher sich die Leitung hatte, Hauptmann Adams zu erschießen, ist zu verneinen. Wenn der Spandauer Militärwerkstätten aufs Korn. In dem Hezartikel, der Angeklagte am andren Morgen die That begangen hätte, der aus Spandau datiert ist, heißt es: dann hätte ich die Frage bejaht. Da er die That aber noch des Abends begangen hat, I asse ich die Anflage wegen Mordes fallen. Zweifellos liegt aber eine vorfäßliche Tötung vor. Dafür spricht die Wahl der Waffe und der Ausspruch des Angeklagten nach der That:" Nun fann Hauptmann Adams meinen Bruder nicht mehr erschießen." In Anwendung kommit § 212 des Reichsstrafgesetz- Buches und§ 97 des MilitärstrafgesezBuches: Vorsäglicher Angriff gegen einen Vorgesetzten mittels tödlicher Waffe." Als straf mildernd kommt die Bruderliebe in Betracht, als straferschwerend der Angriff gegen den Vorgejezten und die meichlerische Handlungsweise. Ich beantrage: Die Berufung des Angeklagten zu verwerfen und auf die Strafe von 12 Jahren Zuchthaus zu erkennen. Ein Regierungspräfident über die Wohnungsnot. Beim Empfang einer Abordnung von Rigdorfer Einwohnern unter Führing In hiesigen bürgerlichen Streifen wie auch unter den Beamten des Herrn Niedel erklärte der Regierungspräsident von Potsdam, der Militärwerkstätten selbst hält man die seitens des Kriegs- Herr v. Moltke, zur Frage der Wohnungsnot, er erkenne die üble ministeriums betriebene Arbeiterfürsorge für viel zu weit- Lage Rigdorfs an, die hauptsächlich auf den fteten Zuzug aus Berlin gehend; die Arbeiter sind gegenüber den Vorgesezten in den zurückzuführen jei. Auf die polizeilichen Maßnahmen zur Abhilfe der Fabriken heute schon die Herren, kein Meister oder Offizier Wohnungsnot hätte er feinen Einfluß mehr, einer Einwirkung auf wagt noch, gegen einen unbotmäßigen Arbeiter einzuschreiten, die Gemeinde stehe deren Selbstverwaltungsrecht entgegen, jedoch hege weil der letztere mit seiner Beschwerde in der Regel durchdringt.( fehrungen treffen werde. Jm weiteren Verlauf der Unterredung er das Vertrauen zum Magistrat, daß dieser die notwendigen VorDie Unzufriedenheit und Begehrlichkeit der Arbeiter erklärte der Regierungspräsident, daß er dahin wirken wolle, daz wird dadurch immer mehr angesta chelt, wie neulich die zunächst für die städtischen Beamten und Arbeiter Wohnhäuser gebaut Angriffe des socialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten 3 u beil würden, wodurch die Nachfrage schon einigermaßen verringert werde. gegen den Kriegsminister bei Besprechung der Lohn- und Arbeits- Des weiteren wolle er dafür eintreten, daß die Gemeinde ihren Grund derp " besig erhalte und zu erweitern suche, endlich daß der Forstfiskus die Teils würden sie nach wie vor mit der Wartung und Reinigung der Etagen der Weg über die Bordertreppe abgeschnitten war, so daß fie Bestrebungen der kleinen Baugenossenschaften, die sich aus den Laternen beschäftigt, teils fofern sie es verlangen, als Arbeiter in in wilder Haft über die Hintertreppe flüchten mußten. Die Familie Streifen der Mieter bilden sollten, durch Hergabe von Bauland städtische Dienste bei andern Ressorts übernommen werden. des Radfahrhändlers Großkurth, die in der Nähe des Brandherdes Wäre das Feuer nur unterstüße. Auf die Bemerkung eines Mitglieds der Abordnung, daß das le bergewicht der Hausbesizer in der Eine Erinnerung. In der gesitteten Welt lacht man über die ihre Schlafftube hat, litt stark durch Rauch. Stadtverwaltung grundlegende Neuerungen zur Abhilfe der frampfbaften Versuche der Scharfmacherpreffe und ihrer Brotektoren en Minuten später entdeckt, so hätte es verschiedenen Familien verWohnungsnot verhinderte, stellte Herr v. Moltte eine Erhebung gegen den Kaiser verübten Unfug der Socialdemokratie zur im preußischen Geldsadsparlament, den von einem Irrsinnigen hängnisvoll werden können. Die Beschlagnahme der Konig: Postkarten, nach denen, wie mit Bezug auf§ 16 der Städte- Ordnung in Ausfit, wodurch festgestellt werden soll, inwiefern den Wünschen der Zaft zu legen. Daß in Breußen aber auch das ungeheuerlichste gemeldet, gestern auch im Deutschen Wirtshaus polizeilich gesucht möglich ist, und der Realtion selbst die Handlung eines Wahn- wurde, ist vom Landgericht I angeordnet worden. In der Wohnung Nichthausbefizer auf stärkere Vertretung in der Stadtverwaltung zu finnigen unter Umständen hochwillkommen erscheint, lehrt ein Er- des Verlegers Gustav Ad. Dewald fand gestern eine ganz eingehende entsprechen sei. Hier bietet sich von neuem das Schauspiel, daß selbst einem in eignis, bas sich vor bald 51 Jahren in Berlin abspielte. Am Saussuchung nach Beständen der Karte, sowie nach den zur Herder Bureaukratie großgewordenen Beamten immer noch mehr fociale 22. Mai 1850, nachdem die Routerrevolution den größten Teil ihrer ftellung benutzten Blatten und Formen statt. Die Kunft im Leben des Kindes. Der Schlußtermin der Erkenntnis eigen ist als den Erwählten des Dreitlajien unbeilvollen Arbeit schon geschafft hatte und sich bei Friedrich Wilhelm IV. die Beichen ausbrechenden Wahnsinns Wahlsystems, für die vor allem in Nixdorf das Interesse der Wilhelm IV. mit erschreckender Deutlichkeit bemerkbar machten, ichoß ein Ausstellung Die Kunst im Leben des Kindes" kann durch Bevölkerung mit dem Haus befizer Interesse identisch ist. das freundliche Entgegenkommen der„ Secession" bis zum 8. April Große Hoffnungen darf sich die Nigdorfer Einwohnerschaft nach Lage Geistestranter, der frühere Artillerie- Feuerwerter Sefeloge,( II. Ofterfeiertag) hinausgeschoben werden. Bei dem regen Intereffe am Potsdamer Bahnhof einen Revolver auf Friedrich des Publikums für die Ausstellung und ihre Bestrebungen ist der Dinge zwar nicht machen. Wilhelm IV. ab und berlegte den König unbedeutend Mit Maßnahmen gegen die Wohnungsnot beschäftigen fich, am Arm. Diese That eines Bedauernswerten, an dem schon zwei diese Verlängerung dankbar zu begrüßen. Die Vorträge und wie wir erfahren, nunmehr auch bekannte tirchlichen Streife. So Jahre vorher Geistesfrankheit festgestellt worden war und der nach Führungen finden auch in der nächsten Woche täglich von 4-5 Uhr nachmittags statt. Am Dienstag, den 2. April, wird foll in der Umgebung des Freiherrn v. Mirbach die Anregung Unrichtung des Unheils in eine Jrrenanstalt gebracht wurde, mußte Fräulein Lili Dröscher, Lehrerin am Pestalozzi- Fröbel- Haus I, den gefallen sein, der Obdachlosigkeit dadurch zu wehren, daß eine Anzahl der damals mit besonderer Schamlosigkeit auftretenden Reaktion Vortrag übernehmen, der bei Lehrerinnen, Erzieherinnen und Vortrag übernehmen, der bei Lehrerinnen, Erzieherinnen und evangelischer Kirchen, die bei dem leider vorhandenen Mangel an zu neuen Attentaten gegen die Bevölkerung als Vorwand dienen, pädagogisch denkenden Müttern besonderes Interesse erwecken dürfte. Frömmigkeit zur Zeit einigermaßen entbehrt werden könnten, den Nicht nur, daß fünf Führer der Volkspartei, die Herren v. Kunowsky, wiederholt haben Uebungen in der Betrachtung von Obdachlosen bei vorhandener Not zur Verfügung gestellt werden. Berends, Bernstein, Dr. Meyen und Adolf Stredfuß Kunstwerten für einzelne Schultlassen stattgefunden und Man sagt sich in tirchlichen Streifen, daß auf diese Weise einmal ein bald nach dem Ereignis verhaftet wurden ihre Entlassung sehr interessante Resultate ergeben. Stück christlicher Socialpolitik getrieben würde, dessen Uneigennütigkeit erfolgte schon am 23. Mai, ohne daß sie überhaupt vernommen Daß die Ausstellung und ihre Bestrebungen ernste Würdigung einem jeden in die Augen fiele und das daher gewiß die waren der Borgang wurde überdies noch durch einen Schlag weit über die Grenzen Berlins hinaus finden, beweisen täglich praktische Wirkung haben würde, in den Herzen mancher, gegen die Preise ausgenügt: Am 5. Juni 1850 wurde eine einlaufende Sympathiekundgebungen aus allen Gegenden Deutschder Kirche leider jezt entfremdeten Leute nicht nur neue Verordnung zur Ergänzung des Preßgesezes vom 30. Juni 1849 lands wie aus dem Auslande und Besuche von auswärtigen Schuldas Vertrauen in die Religion wieder zu wecken, sondern oftroviert, da sich die Unzulänglichkeit der bisherigen Breßmännern; besonders aber vielfache Anfragen aus Fachkreisen auch die Liebe zu unsren orthodoxen Inftitutionen aufs nene zu gesetzgebung durch die Erfahrung herausgestellt habe. Das andrer Städte, in denen der Wunsch ausgesprochen wird, die Ausgab entfachen. Das nähere über diesen Plan, dessen Grundzüge auch in Gefes der Post die Berechtigung, die Annahme der Socialdemokratie Billigung finden, wird das„ Kl. Journal" in von Bestellungen auf Beitungen abzulehnen; es stellte feſt, ſtellung später auch an jenen Orten vorführen zu können. So hat der Verband östreichischer Kunstgewerbe Museen seiner Nummer vom 1. April bekannt geben. daß die Buchhändler, Leihbibliothekare, Zeitungsverkäufer, Buchdruder das Ersuchen gestellt, das gesamte Material zu einer WanderDer Kampf um den Bürgermeisterposten wird hinter den und Lithographen einer Konzession bedürften, es forderte hohe Ausstellung durch die östreichischen Museen vereinigt zu erCoulissen mit großer Energie geführt, wobei die Anhänger der Kautionen für alle Zeitungen und Zeitschriften und bestimmte, daß halten; derselbe Wunsch kam aus dem Gewerbemuseum zu Kandidatur Dove um die Wahl der Mittel dem Anschein nach nicht die Kaution bei breimaliger Berurteilung des Blatts verfallen und Bremen, aus alle, von einer großen mitteldeutschen Lehrergerade verlegen find. Ueber die Stimmung in beiden Lagern unter- das Erscheinen der Zeitung selbst dann untersagt werden könne. versammlung 2c. Wenn irgend angängig, wird diesen Wünschen richtet eine biffige Notiz der Freis. 8tg.": Welch' abgefeimte Intriguen für die Bürgermeister- und übte bald eine vernichtende Wirkung aus. Alle diese Maß Die 7. städtische Fortbildungsschule, kaufmännische und gewerbliche fandidatur Dove insceniert werden, zeigt ein Artikel des Ber- nahmen wurden getroffen, indem man für die That des Geistesliner Tageblatt"; derselbe lautet wörtlich wie folgt: tranten die Demokratie verantwortlich machte, ein Brauch, den Bildungsanstalt für Mädchen, Naunynstr. 63, beginnt ihre Unterrichtsturse fächer find: Deutsch( Rechtschreibung, Briefftil, Auffaz, Lektüre), laufBur Bürgermeisterwahl. Die( alte) Fraktion der Linken gewiffe Schlots und Krautjunter heute gar zu gern gegen die für das Sommersemester am Montag, den 1. April cr. Die UnterrichtsSocialdemokratie wiederholt jehen möchten. männische Korrespondenz, Schönschreiben, praktisches Rechnen, einfache und in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung legt Wert darauf, festgestellt au sehen, daß fie fich in der Fraktionsfizung in der Fraktionsfigung Am heutigen Sonntag dürfen alle Läden und öffentlichen doppelte Buchführung, gewerbliches Zeichnen, Gesang, Turnen, Waschine am Dienstag in ihrer Mehrheit für die Kandidatur des Syndikus Verkaufsstellen bis 6 1hr abends geöffnet sein, am Mittwoch, nähen, Wäschezuschneiden, Schneidern, Blätten, Buzmachen, sowie alle weiblichen Handarbeiten inkl. Kunsthandarbeiten und Maschinenstickerei. Außer Dove erklärt hat. Der genannten Frattion gehören unter andern Donnerstag und Sonnabend bis 10 Uhr abends. dem wird Französisch und Englisch für den mündlichen und schriftlichen Geauch der Stadtverordneten Vorsteher Dr. Langerhans Stadtverordneten Justizrat Cassel, Justizrat Meyer, Wallach an Eine eigenartige Scheudlung widerfuhr einem Arbeiter bei brauch gelehrt, fowie auch die Stenographie nach Stolze- Schrey und Uebung im Gebrauch bewährter Schreibmaschinen erworben. Das Schulgeld beträgt Nach dem Artikel muß man annehmen, daß Stadtverordneten- Bor- der Firma Schmidt u. Comp., Stallfreiber str. 4, monatlich 50 Pf., für Schneidern und Blätten 1 M., Stenographie und steher Dr. Langerhans der Kandidatur Dove geneigt sei, Wir sind Werkstatt für Schnitte und Stanzen. Geriet da vor einigen Tagen Maschineschreiben 1 W., für fremde Sprachen halbjährlich 3 M. AnmelDagegen von Herrn Langerhans ermächtigt zu erklären, daß ein Arbeiter, der als durchaus leistungsfähig bekannt ist, auch schon bungen des Nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer der 42. Gemeindederselbe in der Fraktionsfizung nicht nur für Kauffmann ge- längere Zeit bei der Firma arbeitet, mit einem der Inhaber über schule, Naunynstr. 63, beim Neftor Bander. Auf der Treptow: Sternwarte spricht Direttor Archenhold um stimmt, sondern auch sehr warm gesprochen habe. Wie die andren einen Arbeiter in einen Streit, der damit endete, daß der Mitgenannten Personen sich zu der Kandidaturfrage verhalten, wiffen inhaber der Firma dem Schlosser unversehens einen derartigen 5 Uhr nachmittags über den Sizilianischen Blutregen und den Berliner daß er gezwungen war, eine Unfallstation Sandregen", um 7 Uhr abends über den Mond im Treptower Riesenwir nicht. Justizrat Meyer ist in der Kommissionsfizung wegen Schlag verfette verbinden zu laffen. Gernrohr". Bei flarent Wetter wird von 2-4 Uhr die Sonne, von 4 Strantheit nicht anwesend gewesen. Es ist auch nicht wahr, daß aufzufuchen und sich seine Wunden die Fraktion der Linken Wert darauf legt, festgestellt zu sehen", daß Die Sache ist zur Anzeige gebracht, es bleibt abzuwarten, bis 6/2 Uhr ein Doppelstern, von 62-11 1hr der Mond den Befie sich in ihrer Mehrheit für die Standidatur Dove erklärt hat: ob die Etaatsanwaltschaft genügend öffentliches Interesse für fuchern der Sternwarte gezeigt. um Anflage zu erheben. Der schlag- Freie Volksbühne. Freie Volksbühne. Heute nachmittag Anfang 23/4 Uhr. während der Fraktionsfigung ist von teiner Seite eine darauf vorliegend erachtet, bezügliche Heußerung gefallen. Auch die bisher über die Abfertige Mitinhaber, Herr Bander, hat am Tage nach dem Vorfall Lessing Theater, V. Abteilung: La Robe rouge. stimmung in der Fraktion mitgeteilten Ziffern sind ungenau, was brei andren Schlossern, die auch bei der Firma beschäftigt waren, Jm Carl Weiß- Theater, I. Abteilung: Gerhart Hauptfich schon daraus ergiebt, daß auch bei der zweiten Abstimmung noch erklärt, er bedaure, dem Geschlagenen nicht noch mehr gegeben zu manns Diebstomödie, Der Biberpela". Marken zur III. Oper 5 Stimmen für Meubrint und einige unbeschriebene Bettel abgegeben haben. Die gesamten bei der Firma beschäftigten Arbeiter waren( am 28. April) find von morgen ab in allen Zahlstellen zu haben wurden. Bei der ersten Abstimmung, als die Ernennung Menbrints über diefe Roheit derart entrüstet, daß sie alle die Arbeit nieder- a 80 Pfennig. zum Oberverwaltungsgerichts- Rat noch nicht bekannt war, fielen nur legten. Möge fich also jeder Kollege, dem bei der Firma Arbeit angeboten wird, borsehen. 7 Stimmen auf Dove. " 21 0 " die Abnatürlich entsprochen werden. Aus den Nachbarorten. an der Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr, im Saale des Im Untersuchungsgefängnis geftorben ist der Magistrats- Königstadt- Stafino( Naday), Holzmarktstr. 72: Bortrag des Herrn Der jetzt im Zuchthane fikende Kriminalkommiffar Thiel beamte Bartnich. Bei der städtischen Steuertasse angestellt, hatte Direttors M. Pauly über Feuerbestattung mit Dehat bekanntlich früher eine Anzahl Eisenbahnbeamte zu Durch er fich durch fortgesetzte Unterschlagungen, die er durch faliche monstrationen am fünftlichen Verbrennungs- Ofen. In dieser stechereien animiert und die Unglücklichen dann aus Messer geliefert. Buchungen zu decken suchte, eines schweren Vertrauensbruchs schuldig Woche gehen die Kurse zu Ende. Wiederbeginn 22. April. Ueber diese Wirksamkeit fällt die" Deutsche Eisenbahn- Zeitung gemacht.. hat 15 Monate in Untersuchungshaft gesessen. Vor während dieser Zeit ist die Bibliothet jeden Donnerstag Organ des deutschen Beamtenvereins, jetzt folgendes Urteil: Die acht Tagen sollte die öffentliche Verhandlung sein, die aber wegen von 8-9 Uhr geöffnet. Die Mitglieder, welche Bücher aus der Hand der Nemesis hat sich in außerordentlicher Weise an des Gesundheitszustands des Angeklagten verschoben werden mußte. Bibliothet entnommen haben, wollen diefelben so schnell als möglich dem aus dem Sternberg- Prozesse wegen seines Amtsverbrechens bekannt gewordenen Polizeikommissar Thiel gezeigt. Thiel Krankenhaus und Stätteplas. Uns wird geschrieben: Be abliefern. war derselbe Polizeibeamte, der Berliner Aquarium. Der Eintrittspreis beträgt heute am in den seiner Beit so fanntlich wird, wie ja aus den letzten städtischen Etatsberatungen biel Aufsehen erregenden Prozessen die Schuld einer ersichtlich war, in der Seestraße ein neues städtisches Krankenhaus legten Sonntag im Monat nur 25 Pf. Menge Eisenbahnschaffner und Bremser dadurch an aufgeführt, für dessen Bau und Einrichtung 14 Millionen Mart in Eine internationale Kaninchen- Ausstellung des Centralden Tag brachte, daß er, als Biehhändler verkleidet, diese Anschlag gebracht worden sind. Das neue städtische Krankenhaus vereins deutscher Kaninchenzüchter( Siz Berlin) findet in den Lagen zu Durch stechereien veranlaßte, um sie dann dem Gericht foll an Eleganz und Komfort alle bisherigen derartigen vom 5. bis 9. April im Etablissement Buggenhagen am Moriges wurde ausdrücklich plaz statt. zur Aburteilung zu überliefern. Waren auch selbstverständlich die Bauten bei weitem übertreffen, und betont, den Etatsberatungen Vergehen der Ueberwiesenen zu bestrafen, so hatte man doch das bei daß sich durch dasselbe In diesen Tagen nun vom menschlichen Standpunkt durchaus gerechtfertigte Gefühl, daß die Umgegend bedeutend heben wird. hier die Notlage und die Leichtfertigteit bisher Un hat die Baubeputation 1 den höchst sonderbaren und kaum zu Neu- Weißenfee. Die Gemeindevertreter- Sigung, welche am befcholtener Anlaß zu einer Rechtswidrigkeit gegeben hatte, die von verstehenden Beschluß gefaßt, auf dem direkt an das Kranken Freitag die Feftſegung des Haushaltplans vornehmen sollte, kam dem Polizeikommissar Thiel in nur allzu schneidiger Weise an das Haus angrenzenden großen Terrain, links von der neu errichteten über die Generaldebatte über den Voranschlag nicht hinaus. ZuTageslicht gezogen wurde. Es zeigt sich auch hier wieder einmal, Sylterstraße einen städtischen Steineplag zu etablieren. wie Leute und vor allem Beamte zu beurteilen find, die, von gefehen davon, daß, falls dies geschieht, die mit vielen Kosten nächst wurde ein Vertagungsantrag, der gestellt war aus der Erübertriebenem Ehrgeiz oder von Gewinnsucht und rüd geschaffene Sylterstraße wieder tassiert werden müßte, wird wägung, daß den Vertretern der Voranschlag zu spät zugestellt ſei, fichtslosem Egoismus getrieben, andre der Schande badurch ein Aufenthalt für Patienten in dem erwähnten abgelehnt. Der Gemeindevertreter Grobe legte und dem Elend überliefern, um sich in dem Ruhm und Glanz Krankenhause direkt zur Unmöglichkeit, da durch das fort- Hand des Kommunalabgaben- Gesetzes und der Steuerordnung dar, daß namentlich die Zuschläge zur Gewerbe- und Grundwertbes augenblidlichen Erfolgs zu sonnen. Nicht immer fallen fie fo währende Auf- und Abladen von schweren Steinen, durch das Zer- steuer seit Jahren in unzulässiger Höhe( über 200 Prozent) tief wie der Kriminalbeamte Thiel, der in dem Strafprozeß Stern- flopfen und Berschlagen des Granits unmittelbar unter den Fenstern und ohne die Genehmigung der gesetzlich vorgeschriebenen Instanz, berg wegen grober Bestechlichkeit abgefaßt worden ist, nein, ihr der Krankenstuben, für die der Ruhe und Erholung Bedürftigen eine bes Regierungspräsidenten, erhoben und festgesetzt worden seien. Glüdsstern bringt fie fogar nicht selten in Göben, wo unerträgliche Qual geschaffen wird. Mit der Angelegenheit, bie noch Die Gemeindevertretung könne wohl die Zuschläge zur Gemeindefie fich glauben sicher fühlen zu können, umso sonderbarer erscheint, als die Stadt Berlin gerade in jener Ginkommensteuer, ohne besondere Gründe anEin tompetentes Urteil über ein in Polizeitreisen recht beliebtes Gegend über eine große Anzahl für Stättepläge geeignete Terrains Berfahren, welches ja unter dem Socialistengesetz 3. B. dem Jhring verfügt, wird sich, wie wir hören, die Deputation für die städtischen geben zu müssen, beliebig hoch festſezen: dies könne jedoch Mahlow zu der eklatanten Genugthung, dem berühmten Allgemeinen Strantenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege bereits in der nicht Platz greifen bei den Realsteuern. Die Mehrheit der Ver tretung bestehe doch aus Grundbefizern( Burufe: Leider) und wenn Ehrenzeichen verholfen hat. Der Staat, der in der angedeuteten nächsten Sigung beschäftigen. bis jetzt ein gewisses feines Gefühl" diese Mehrheit abgehalten Weise auch solches Verdienst belohnt, giebt damit eine ausgezeichnete Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Feuergefährt und habe, dies Wehr an notwendigen Stenern nicht von den EinkommenCharakteristit seines fittlichen Werts. einem elektrischen Straßenbahnwagen wurde Freitagabend steuerpflichtigen, sondern von den Grundbesitzern und Gewerbes zulaffen, so müsse das jezt Drei Denkmäler find gestern vormittag in der Sieges- 11 Uhr ein Feuerwehrmann erheblich verletzt. Auf eine Alarmierung treibenden aufbringen, werden. Die Steuern müßten gerecht berteilt allee enthüllt worden. Die neuen Figuren sollen barstellen den vom Melder in der Uferstraße hin rückte von der Hauptwache in der anders je nachdem die einzelnen Stände Anteil und Großen Kurfürsten, den König Friedrich Wilhelm III. und den Lindenstraße die als Mannschaftswagen benutzte kleine Reservesprige werden, Staiser Wilhelm I., ber, wie bemerkt sei, auch hier in der Denkmals aus, auf welcher die Mannschaften während der Fahrt stehen müssen. Borteile haben von den Aufwendungen, welche die Gemeinde für inschrift den Beinamen der Große bekommen hat. Es waren bei An der Ede Friedrich- und Französischestraße erfolgte nun eine diese machen müsse. Der Etat zeige, daß für die nur Einkommender Festlichkeit zugegen der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz und Karambolage mit einem Straßenbahnwagen, wobei der Feuermann steuer Zahlenden beinahe viermal so große Aufwendungen erforderlich etliche Minister. Reden bemerkenswerter Art sollen nicht gehalten Beutrich gegen ein Fenster des Bahnwagens geschleuderte wurde, feien als für die a idren Stände. Offenbar waren diese Ausworden sein. Bei dem Denkmal für Wilhelm I. sind Molite und so daß dieses zertrümmerte und P. durch Glasscherben im Gesicht führungen ganz nad dem Herzen der Grundbesitzer und HausBismard dargestellt, und zwar ohne Arme, wie der den so start verlegt wurde, daß er nach seiner Wohnung gebracht werden agrarier, dem Vorwm e jedoch, daß man nicht verstanden habe, seine Intereffen wahrzunehmen, konnte man nicht oder doch nur mit füßBeitungen zugegangene Bericht ausdrücklich besagt. Am Ende hat mußte. Begas, der das Denkmal geschaffen, auf diese Weise sinnreich au- Am letzten Sonntag find für 3,40 M. Parteibons( 34 Stüd) faurem Gesichte beistimmen. Gemeindevorsteher Gerstenberger( Soz.) deuten wollen, daß Bismarc doch kein handlanger war. berloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Bons in fonstatierte, daß wohl selten vorher in so unverblümter Weise als Hauptzweck der Mehrheit einer Gemeindevertretung die Verfolgung Schmuckanlagen auf dem Mariannenplak. Der Stadt- unsrer Expedition, Beuthstr. 3, abzugeben. berordneten Versammlung ist eine Vorlage mit den Erläuterungen Die Berliner Rettungsgesellschaft ist auf Grund ihres mit von Sonderinteressen hingestellt worden sei. Das feine Gefühl", das leistungsfähigere Schichten der Bevölkerung auch erhöhte Leistungen und Zeichnungen zur Herstellung von gärtnerischen Schmudanlagen den Bestimmungen des Bürgerlichen Gefeßbuchs in Uebereinstimmung für das Gemeinwohl auf sich zu nehmen haben, schien beim Vorin der Umgebung des auf dem Mariannenplatz zu errichtenden gebrachten neuen Statuts in das beim Amtsgericht geführte Vereins- für das Gemeinwohl auf sich zu nehmen haben, schien beim VorFeuerwehr Dentmals zugegangen. Die Gesamtkosten für register als eingetragener Verein aufgenommen worden, dieselbe hat alle Aufwendungen der Gemeinde für Schul- und Armenverwaltung redner zu fehlen. In durchaus nicht zutreffender Weise habe derselbe biese mit einem Springbrunnen geplanten Anlagen find mit 8200 M. damit die Rechte einer juristischen Person erworben. als ausschließlich den weniger wohlhabenden Gemeindegliedern zu veranschlagt, davon 8500 M. für die eigentlichen gärtnerischen An Große Aufregung bei einem Brande entstand gestern früh Gute kommend, hingestellt. lagen und 4700 M. für die Springbrunnen Anlage. Hiervon sind in der Münzstr. 23. Nur durch Bufall entgingen dabei Menschen Das Bestreben, die lekteren nun in noch höherem Maße als schon 2250 m. genehmigt, während 300 m. von der Parkverwal- dem Erstickungstod. In dem nach der Straße hin belegenen Barterre- bisher zu den Steuerleistungen heranzuziehen, fei ungerecht und tung zu übernehmen sind, so daß noch rund 5600. zu bes M. raum hat die Instrumentenfabrik von E. Jdinger einen nach einzelnen Paragraphen der Landgemeinde- Ordnung, die von willigen find. Verkaufsladen eingerichtet, der nach hinten an einen geräumigen dem Recht der Vertretungen, Steueru festzusetzen, handeln, nicht zuDie Laternenanzünder bleiben. Die Absicht der städtischen Storridor grenzt, während hinter diefem fich die Arbeitsstelle befindet. lässig. Sollte dies dennoch geschehen, so würde, das möge man Gasverwaltung in Berlin, Fernzünder einzuführen, hat unter den Im Korridor lagerten größere Posten Nutzhölzer. Hier war der sich merken, das Gegenteil erzielt werden, von dem, was man wolle. Der Gemeindevorsteher verwahrte sich dagegen, daß diese Steuern städtischen Laternenanzündern, die feit einiger Zeit eine gute Organi Brand entstanden. Kurz vor 5 Uhr wollte die Portierfrau Gustavus fation befizen, große Beunruhigung hervorgerufen. Einer Abordnung einen Händler, der in der Centralmarkthalle einen Stand inne in gewissermaßen nichtgefezmäßiger Weise erhoben worden seien. werden die Aftenstücke, wodurch der Laternenwärter, die sich an zuständiger Stelle erkundigte, wurde hat, aus dem Hause lassen, als sie den Thorweg, den Hof und In der nächsten Sigung mitgeteilt, daß man zwar die Fernzünder versuchen wolle, doch den vorderen Treppenaufgang in diden Rauch eingehüllt fand. die Steuerzuschläge von den höheren Instanzen gutgeheißen feien, vorgelegt vorgelegt werden. werde dies zunächst nur probeweise geschehen. Die allgemeine Ein Während sie unten Feuerlärm schlug, eilte der Händler zum Feuer- worden Mittlerweile hatte aber die regte Auseinandersetzung entspann fich führung von Fernzündern stehe jedenfalls noch in weiter Ferne, und melder, um die Feuerwehr zu rufen. auch dann würden die Laternenanzünder nicht entlaffen werden. Berqualmung derart zugenommen, daß den Bewohnern der oberen Vorsteher und dem Gemeindevertreter # ers Gine ziemlich noch zwischen dem Taubmann( Soc.). Letzterer geißelte scharf einen Antrag, je�t die weitere Sitzung ge- heim abzuhalten, um über einige Antrage von Beamten um Auf- besserung ihrer Dienstbezüge eine Vorbesprechung zu Pflegen. Ties wurde von der Mehrheit zum Beschluß erhoben. In dieser Sitzung wurde von unsren Genossen erklärt, daß diese an der Debatte sich nicht beteiligen würden, weiteres sich aber für die öffentlich- Sitzung, welche am nächsten Mittwoch stattfindet, selbstverständlich vor« behalten. Neu-Weißensee. Der Boranschlag zum Haushaltsplan der Gcmeinde balanciert in Einnahmen und Ausgaben Kaufende sowie außerordentliche) mit 1 5S2 000 M. Die allgemeine Verwaltung erfordert einen Zuschuß von 86 222 M., die Amtsverivaltung außerdem 23000 Mark. An Kreissteuern sind zu zahlen 66 387 Mark. Die Annenverwaltung erfordert einen Zuschuß von 44177 Mark. Für die Schülverwaltung ist von der Gemeinde ein solcher von 235 806 Mark, zu leisten. Vom Staat wird an Beiträgen und sonstigen widerruflichen Beihilfen zur Schulverwaltung eine Summe von 38 000 M. geleistet.— An Zu» schlägen zu direkten Steuern sollen erhoben werden von der Ge- meindesteuer 176 Proz., von der Gewerbesteuer 262'/» Proz., zur Betriebssteuer 175 Proz., zur Grund- und Gebäudestener 2S1�/» Proz. Die zu leistenden indirekten Steuern(Luslbarkeits-, Brau«, und Bier-, Umsatz- und Hundesteuer) sind auf 66 700 M. veranschlagt.— Das Vermögen der Gemeinde beträgt -4 941 743 M, die Schulden derselben 2 628 166 M.. so daß ein reines Vermögen von 2413 587 M. verbleibt.— Letztere Angaben sind jedoch mehr als zweiselhast. Die schon früher gerügte«rl. den finanziellen Stand der Gemeinde den thatsächlichen Verhältnissen zuwider in möglichst günstigem Lichte erscheinen zu lassen, ist auch hier wieder in ausgiebigstem Maße geübt worden. Di« Verhaftung eines Schutzmanns erregt in Potsdam großes Austchen. Es handelt sich nach der„Potsd. Korr." um den in dem dritten Polizeirevier angestellten Schutzmann Hingst, der verheiratet und Vater von zwei Kindern ist. Am Tonnerstag wurde er von der Kriminalpolizei verhaftet, weil er im Verdacht steht, in unsittlicher Abficht mit Gewalt gegen die mit ihm im gleichen Hause Elisabethstr. 23 wohnende Frau des Kellners Zentgraf' vorgegangen zu sein. Mit zwei Kugeln im Kopse wurde Freitag auf freiem Felde in der Nähe des Dahlcmcr GulshofS ein euva zivanzigjähciaer gut- gekleideter junger Mann aufgefunden. Neben dem bewußtlos Da- liegenden wurden zwei Revolver und eine Visitenkarte mit dem Naine» Georg Bartsch, technischer Bureau-Assistent, Berlin. Eichen- dorffstraße 11, gefunden, auf der der LcbeuSmüde den Entschluß, sich zu erschießen, und den Wunsch ausgesprochen hatte, seinen Vater, den Ober-Postsekretär Bartsch in Glaz, zu benachrichtigen. Dies ist in- zwischen auf telegraphischem Wege seitens des Kreis-Krankenhauses zu Groß-Lichterfelde, wohin der Gutsverwalter den lebensgefährlich Verivundeten schleunigst geschafft hat, geschehen. Bis gestern morgen hatte Bartsch das Bewußtsein noch nicht wieder erlangt. Es ist kaum zu hoffen, daß er wird dem Leben erhalten werden können. Ueber daS Motiv zur That fehlt jeder Anhalt. Ter Riederbarnimer KreiS zählt nach dem festgestellten Er- gebuiS der Volkszählung vom 1. Dezember v. I. 2 92 25 9 Ein- wohn er, gegen das Jahr 1896 ein Zuwachs von 63026 Personen oder 27,49 Proz.— Der K r e i s- E t a t für das Rechnungsjahr 1901 schließt ab mit einer Einnahme und Ausgabe von 1020 000 M. (gegen das Vorjahr 1 000 000 M.)— An Kreis steuern iverde» im Ltatsjahr 33>/z Proz. erhoben.— DaS abgelaufene EtatSjahr hat mit einem Ueberschuß von 66 206 M. abgeschlossen. Stadtverordneten-Versammlung in Spandan. Der neu- gewählte unbesoldete Stadtrat Kühne wird durch den Oberbürger- meister in sein neues Amt eingeführt und dann auch voni Stadt- verordneten-Vorsteher begrüßt; dieser ermahnte den neuen Stadtrat, im Magistrat dahin zu wirken, daß an den Rechten der Stadtverordneten-Versammlung nicht gerüttelt werde. Nach kurzer Debatte, in welcher unsre Genosien R i e g e r und D u et s ch sich für den Mogistratsaiitraa aussprachen, wird diesem gemäß die Erhöhung des'Zinsfußes für die von der Stadt- Sparlasfe begebenen auswärtigen Hypotheken von 4 auf 4V, Proz. beschloffen. Eine sehr ausgedehnte Diskussion rief der Antrag des Magistrats, die Gebühr für den Bezug des elektrischen Lichts von 60 Pf. auf 46 Pf. pro Kilowattstunde herabzusetzen, hervor. Ein hierzu vorliegender Antrag der Stadtverordneten Magers und Ge- nofsen verlangt sogar die Herabsetzung bis auf 40 Pf. Von unsrer Seite sprachen sich die Genossen D u ek s ch und R i e g e r aus finanziellen Gründen gegen jede Herabsetzung auS; schon heute könne fich daS städtische Elektricitätswerk nicht ohne Beihilfe erhalten, indem für das erforderlich gewesene Anlagekapital von 300 000 M. fast gar keine Zinsen gezahlt und verlangt würden. Bei den herabgesetzten Lichtpreisen würden sich sofort lausende Zuschüsse aus allgemeinen Steuermitteln nötig machen. Stadtv. Fahrenkrug, der dem Antrage Magers beitritt, gestand ein, daß die Stadt bedeutend besser gefahren sein'ivürde, wenn sie ein völlig selb- ständiges Werk errichtet hätte. Dabei hat dieser Herr seiner Zeit gegen den dahingehenden soeialdemokratischen Antrag gestimmt, wie er ja prineipiell gegen jeden Antrag, der von unsrer Seite kommt, stimmt. Stadtv. D n ck s ch nagelte denn auch die zweideutige Stellung des Herrn sofort fest. Stadtv. R i e g e r ließ Herrn F. für eine un- gezogene Bemerkung des letzteren obendrein noch die gebührende Abfuhr zu teil werden. Die Magistratsvorlage wird angenommen; unsere Fraktion stimmte geschlossen dagegen. Eine'eingehende Besprechung knüpft sich noch an die Interpellation der Stadtv. Mathias und Genoffen: diese verlangen Beseitigung dcS unwürdigen und„uiichristlichen" Zustands, daß die Leichen der im städtischen Krankenhause verstorbenen Kinder, für deren Bestattung meist die Armenbehörde aufzukommen hat, von einer Frau in einem alten Kinderwagen nach dem Friedhofe transportiert ivürdcn. Der Sarg sei mit einem Stück Zeug bedeckt und rage oft über den Wagen hinaus. Finanzielle Gründe dürften hier- bei nicht maßgebend sein und deshalb müßte der Fuhr Herr, mit dem ja auch ein Vertrag für die Gestellung von Leichenfuhrwerk abgeschlossen sei, auch für den Transport von Kiuderleichen herangezogen werden. Unsre Genossen Pieper und R i e g e r bekämpfen ebenfalls den jetzigen unschönen und pietätlosen Zustand, während die Stadtv. Ducksch und Linde an der jetzigen Transportart nichts Anstößiges finden. Die Krankenhans-Depulation beabsichtigt aber ohnehin, einen passenderen Wagen anzuschaffen. Damit erklärt sich Stadtv. Mathias zufrieden. In der in Grünau belegenen Fabrik der Deutschen Hart- spiritus- und Chemikalien-Fabrit-Akliengcscllschaft brach am Freitag- abend ein durch die elektrische Leitung verursachtes Feuer aus, welches einen Teil des Fabrikdachs und Warenvorräte zerstörte. Das Feuer konnte nach kurzer Zeit abgelöscht werden; der durch Versicherung gedeckte Schaden ist nur gering. Govichks Leitung. Ter„Vorwärts"- Prozeß vor dem Reichsgericht. Wegen Beleidigung des Polizei- Offizianten Schutt in Wismar ,st am 12. Januar vom Landgericht 1 in Berlin unser Kollege John als verantwortlicher Redacteur des„Vorwärts" zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Beleidigung ist nach der Fest- stellung de« Gerichts begangen durch die Veröffentlichung des Artikels„Neue Thatfachen" im„Vorwärts" vom 31. März v. F. Auf die alleinige Zeugenaussage des Schutt war unser Genosse Holz wegen Meineids unter aufsehenerregenden Umständen ver- urteilt worden. Der Verfasser des inkriminierten Artikels hatte gesagt, die Aussage de« Schütt sei in einem andren Prozesse vom Gerichte als unglaubwürdig verworfen ivorden, und hatte darin eine neu- Thatsache finde» zu müssen geglaubt, ivelche die Wieder- aufnahm- des Verfahren« zur Folge haben müsse. Das Gericht hat angenoinlnen, daß dem Schütt ivisseiitlicher Meineid vorgeworfen worden fei und daß der Zweck des Artikels ntcht(!) gewesen sei, dem Holz zur Wiederaufnahme des Verfahrens zu verhelfen. Das Gericht war der Ansicht, daß zwischen dem Auge- llagteu und Holz keine so engen Beziehungen bestehen, daß er dessen Jnteresien vertreten könnte. Deshalb wurde dem Angeklagten der Schutz deS ß 193 nicht zu teil.— Die Revision des Angeklagten, welche sich hauptsächlich gegen die Nichtanwendung des ß 193 richtete, wurde gestern vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. Ein ErpreffnugSProzeß. MS seine erbärmliche Hyäne sdes Schlachtfelds, die einen auf dem Platz Gebliebenen ausraubte, be- zeichnete gestern der Staatsanwalt den fast 60jLhrigen Portier Johann Zumkeller, der sich wegen Erpressung und Betrugs vor der 8. Strafkammer de? Landgerichts I zu verantworten hatte. DaS Opfer des Angeklagten war der verstorbeuesPolizeidirektor v. M e« r- s ch c i d-Hü lle ss em, den derselbe noch kurz vor seinem frei- willigen Tod auf dem Krankenlager arg gepeinigt hat. Zumkeller war früher Portier in großen Hotels, im Hotel Royal, Centralhotel, Bcllcvue-Hotel u. a. Er ist vor einigen Jahren außer Stellung ge- kommen, al» er eine ihm wegen Betrugs auferlegte Strafe ab« zubüßcn hatte. In seiner Portierstellung hat er, wie er mit Stolz sagt, Lebemänner. Künstler. Gelehrte, Staatsmänner kennen gelernt und mancherlei über deren persönliche Verhältnisse erfahren. Unter diesen Leuten befand sich auch der Dr. V o g e I s a n g, der früher ein reicher Mann war, später aber verarmt ist, und dem der Angeklagte nach seiner Be» hauptung mit 6—700 M. ausgeholfen hat. Die Frau dieses Dr. Vogelfang, die sich eines Tages von ihrem Mann getrennt hatte, ist die zweite Frau des Herrn v. Hüllessem geworden; ihr Tod hat das Gemüt des letzteren stark belastet. Als die Katastrophe im Stenwergprozeß auch über ihn hereinbrach und ihn aufs Krankenlager warf, hielt der Angeklagte diese Zeit für günstig, um im Trüben zu fischen und aus dem fchweriraiiken Mann Geld herauszupressen. Wenige Tage vor seinem Tode ließ Herr von Hüllessem den Kriminalschutzmann Raupach, seine langjährige Ordonnanz, der sein besonderes Vertrauen genoß, zu fich kommen und teilte ihm mit, daß er ihm schleunigst Geld besorgen müsse, da er den Besuch des Angellagteu erhalten und dieser ihm in drohende Aussicht gestellt habe, daß' über sein Verhältnis zu Dr. Vogelfang und Siernberg Skandalartikel in die Presse lanciert werden würden, deren Satz schon fertig gestellt fei. Um dies zu vermeiden, habe er dem Angeklagten 100 M. bar gegeben und eine Gesamtsumme von 600 M. vereinbart, da der Angeklagte gesagt habe, es sei«in ganzes Konsortium zusammengetreten, um solche Artikel loszulassen. Der Polizeidirektor war über diese Drohungen höchst unglücklich und sagte zum Zeugen Raupach:«Jetzt kommen sie gar noch mit Er- Pressungen und wollen meiner armen Frau, die ich so innig liebte, nicht einmal im Grabe Ruhe lassen. DaS überlebe ich nicht!" Da Herr v. Hüllessem den Rest von 400 M. nicht auftreiben konnte, er- hielt er noch am Tage vor seinem Tode ein Schreiben, in welchem ibn der Angeklagte an eine„schnelle Erledigung" erinnerte. Mit dem Tode des Herrn v. Hüllessem waren den, Angeklagten die 400 M. entgangen. Er versuchte, sich der aus der Schweiz hierher gekommenen Schwiegermutter des Verstorbenen zu nähen?, diese ivies ihm aber energisch die Thür. Nun machte er sich an den Schutzmann Raupach' keran. Unter dem Namen Keller hatte er schon dem Herrn v. Hüllcffem den Empfang der 100 M. quittiert. unter demselben Namen schrieb er am 12. Februar an den Zeugen Raupach einen Brief, in welchem es hieß:»Ueber Ihr früheres Ver- bältnis zu Herrn v. Hüllessem und deffen Beziehungen zu Frau Dr. Vogelsang und Sternberg liegt ein Artikel druckfertig vor. Um Sie in dieser für Sie peinlichen Sache zu informieren, bitte ich um eine Zusammenkunft heute Abend in der Passage; der Galcriediener wird Sie mir vorstellen." Herr Raupach ging nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten zu dem Rendez- vous, und bei dieser Gelegenheit gefiel sich der An- geklagte in allerlei bedrohlichen Andeutungen. Er sprach von dem Verhältnis v. Hüllesiems zu Vogelsang, von der Hypotheken- Angelegenheit des ersteren, von Artikeln, die demnächst in der Zeitung erscheine» sollten»e. v. H. habe ihm erst 100 M. gegeben, er selbst habe 40 M. hinzugelegt, um daS Konsortium zu be- schwichtigen, und würde schon zufrieden sein, wenn ihm der Zeuge die 40 M. zurückerstattete. Das Ende von» Liede war. daß Herr Raupach den frechen Erpresicr mitnahm und seine Person feststellen ließ.— Im gestrigen Termin suchte der Angeklagte seinem ver- iverflichen Treiben noch ein sittliches Mäntelchen umzuhängen. Er wollte sich in allem Ernst als eine Art verkörperter Nemesis betrachtet wisien. Er erzählte, daß. als ihm Dr. Vogelsang seinen Niedergang und den Verlust seiner Frau geklagt, er tiefes Mitleid mit demselben gehabt habe. Er sei auch nur aus dem Grunde zu Herr» v. Hüllessem gegangen, um ihm zu sage», daß das Unglück, welches jetzt über ihn selbst gekommen, nur eine„Rache des Himmels" fei. Da er bei dieser Gelegenheit auch von dem Gelde gesprochen, welches er Dr. Vogelsang geliehen habe, habe v. H. aus eignen? A??trieb sich bereit erklärt, ihm das Geld zu ersetze??. Natürlich fa?>d diese schöne Geschichte keinen Glauben beim Gerichtshof. Staats- anwall Ellen hielt die Handlungsmeise des Angeklagten, sich in erpresserischer Weise an einen Schwerkranken heranz?ldränge??, für so bodenlos gerne???, daß er ziveiJahreZuchthau» und fünf Jahre Ehrverlnst in Antrag brachte. Noch im letzten Augenblick be- qnemte sich der Angeklagte zu cine?n rcilmütigen Geständnis und ??ur?n?t Rücksicht hierauf bemaß der Gerichtshof die Strafe auf zwei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Mordprozcfi Kost i» Bremen. Alis den Verhandlungen von gestern sind die Mitteilungen einiger in Amerika kommissarisch vernommenen Zeugen beachtenswert. Es ergiebt sich daraus, daß Kost mit der Sch?mera, seiner ihm kurz vorher ii? Wien angetrauten Frau, mit dem Dampfer«Kaiser Wilhcliu der Große" ii? New Aork angekommen ist und alsbald nach Chicago lveiterreste. Hier erhielt nicht die Polizei, sondern die Presse die ersten Mitteilungei? ans Wien über das Verschwinden der Vodicka und die Vermutungen, welche man in Bezug auf Kost daran knüpfte. Daraus erklärt cS sich, daß die Reporter des Chicago-Record auf eigne Faust auf Recherchen ausgingen und in der Nacht vom 28. zum 29. Mai, also zwei Monate nach dem Verschwinden der Vodicka, zu Kost gingen und fich diesem gegenüber als Kriminalbeamte ausgaben. Nach'ihren Bedmdungen sei Kost sehr blaß und erregt ge?vorden und habe sich auf ihren Vorhalt hin, daß er des Mordes beschuldigt werde, vor Schreck nicht verantworten können. Die Journalisten habe?? ihn dann z?l?n andren Morgen auf die Polizei bestellt. AIS Kost am andren Morgen auf die Polizei kam, hat man ihn wieder nach Hause geschickt, da gegen ihn keine A??zeige vorlag. Der Angeklagte ist dann etwa a/i Jahre lang unbehelligt geblieben, bis im Ja??uar 1900 zunächst die Wiener, dann die Bremer Polizei seine Auslieferung beantragte. Es haben darauf langwierige Verha?ldlu??gen vor dem BundeSgericht in Chicago stattgefunden, in denei? der Anivalt des deutschen Kol?stllats, der bekannte frühere Ka??zler Leist, der sich in Chicago als Rechts- anwalt niedergelassen hat. die Auslieferung Kosts ivegen Raubmords beantragte. Die einzige, den Geschwornen sodann vorgelegte Schuldftage lautet;„Ist der Angeklagte Kost schuldig, die Vodicka ii?nerhalb des Bremischen Staatsgebiets getötet und die Tötung mit Ueber- legung ausgeführt zu haben?"' Hierauf vertagte der Präsident die Sitzung. Urteil. Bremen, 80. März.(W. T. B.) Der zum Tode ver-> urteilt gewesene, aus Pilsen sta???mende Tischler Bartholomäus Kost wlirde heute nach fünftägiger Revisionsverhandlung vom hiesigen Schwurgericht sres- gesprochen. Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt. Marktpreis« von Berlin am KV. März IVV1 nach Erimlthinfle» des kgl. PoltzeipräswinmS. Kartoffeln, neue, D-Ctr. Nindffdsch, Keule 1 kg do. Vanch, Schweinefleisch„ Kalbfleisch Hammelsleisch» Butter Eier Karpsen Aale Zander fechte Barsch« Schleie Bleie Krebse 60 Stück 1kg per Schock 7- 1.60 1,30 1,60 1,80 1,60 2,60 4,- 2,20 2.80 2,80 2- 1,80 3- 1,40 12,- 5,- 1,20 1- 1,20 1- 1,— 2,- 2,60 1,20 1,- 1,20 1,20 0,80 1,20 0,80 3.- »Melzei?, gut D,-Ctr, 16,— 1b, 98 mittel„ 16,96 15,94 , gering„ 16,92 15,90 »)Roggen. gut, 14,20— , mittel„ , gering, Gerste, gut. 16,60 14,80 . mittel. 14,70 13,90 , gering. 13,80 13,10 Haser, gut, 15,90 15,40 , mittel. 15,30 14,90 gering. 14,80 14,40 Nichiflrvh. 7- 6,66 Seil, 8,— 6,30 rbsen, 40,— 25,— Speisetohnen. 45,- 25,- LI»»n, 70,— 30,— ♦) ab Bahn. Produttenmarkt vom 3V. März. Getreide. Trotz des günstigen Wetters bcwahtte der Getteidernarkt seine Festigkeit, da die Abgeber Grund genug halten, auf ihren Forderungen zu besiehe». Amerika meldete sehr seste Preise; das Angebot in effektiver Ware war nainentlich vom Jnlande knapp; außerdem wurden wieder Klagen über die Beschaffenheit der Kotn- seider im östlichen Deutschland laut, welche die Kauflus? anregten. Weizen und Roggen wurden 0,25 M. billiger, Mehl 5 Pf. bester bezahlt. Hafer und Mai« waren still und unverändert; Rüböl pro Mai ivie gestern, Herbst- lieferungen auf starke? indisches Saatenangebot abgeschwächt.— Schluß: Getteide weiter anziehend. Spiritus. SpirjtuS blieb unverändert, 70er loco 44,40 M. Städtischer Schlnchtviehmarkt. Berlin, 30. März 1901. Amt- licker Bencht der Direktion. Zum Verlaus standen: 5873 Minder, 2880 Kälber, 12182 Schafe, 11427 Schweine, Bezahlt iourdeu für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark(beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Ivettes, höchstens 7 Jahre alt 62—65, b) iuiige fleischige, nicht aus- gemästete und ältere ausgemästete 57—61; o) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 54—55; d) gering genährte jeden Alters 50—53.— Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 59— 62; b) mäßig genährte jüngere und gut griiäbrte ältere 53—58; o) gering geuähtte 46—52.— Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtiverts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtiverts bis zu 7 Jahren 53—54; c) ältere ausgemästete Kühe und ivemg gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 50— 52; ä) mäßig genährte Kühe und Färsen 45—47; o) gering geuähtte Kühe und Färsen 40—44.— Kälber: a) feinste Mastkälber(Vollmilchmast) und beste Saugkälber 70—72, b) mittlere Mast» nnd gute Saugkälber 60— 64, o) gettiig« Saugkälber 64—60, d) ältere, gering genährte(Fresser) 38—46.— Schafe: a) Mastlämmer und jünger« Mast- Hammel 59—62, b) ältere Maslhammel 49—57, c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschase) 45—48, d) Holsteiuer Nicderuugs- schase(Lebendgewicht) 00—00,— Schlveine: a) vollfleischige, der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1?/, Jahren 220—280 Pfund schwer 00— 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber(Käser) 00— 00; c) fleischige 52—54; d) gering entwickelte 49—51; e) Sauen 00—50. Für 100 Psund mit 20 pCt. Tara. Berlauf und Tendenz. Das Rindergeschäst wickelt« sich ruhig ab, es bleibt etwas Ueberstand. Aeltere schwere Ochsen waren vernachlässigt. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen war der Geschäftsgang ruhig, es bleibt Ueberstand. Der Schweinemarkt verlies ruhig und wurde kaum ganz geräumt. Witternngsübersicht vom 36. März 1661, morgens 8 Uhr. Stationen »- Ii e■? Swinemde Hamburg Berlin Frankf./M. M ünchtti Wien 760 WSW 759SSO 762 SW 761 S 763 SW 768W Witter a« c � all ßa M Stationen »• 3 wolkenl 3 bedeckt 8 wolkenl 2 heiter 3 wolkenl 1 ivolkenl -1 l -1 -1 -4 -4 Hapnranda Petersburg Eork Aberdeen Paris 764 Still 7331© 7370 SO 766,3 wetttr bedeckt 5 Regen 8 bedeckt �heiter Wetter-Prognose für Soitiitag. den 31. Mär» 1661. Wärnicr, vielfach heiter bei ziemlich frischen südlichen Winden; zeitweise etwas Regen. Berliner Wetterburean. a« Ii -11 Ständiges Repertoire: Reue» Opern-Theater(Kroll). Diesen Sonntag: Die Geschwister, Hansel und Gretes Nächsten Somitag i Narciß.— Residenz-Theater. Alle Abende: Leontinens Ehemänner, Vorher: Tereuitete.— Neue« Theater. Sonntag: Der Ausflug WS Sittliche. Bon Montag ab: Ltserl vom Schlierse«. Freitag: Geschloffen.— Sccessions-Bühiie. S. v. WolzogenS Buntes Theater(Ueberbrettl).— Thalia-Thrater. Ave Abende: Der«adetteiwater,— Friedrich BSilhelmstädtisches Theater,«lle Abende; Der Dammschneider.- Urania- Theater, Taubenstr. 48/49. Alle Abende: Unser Rhein von der Quelle diS zur Mündung. Freitag geschloffen. 1892 BAEK SOHN 1891 இ 190 Chausseestrasse 24a/ 25 Zwischen Invalidenstrasse u. FriedrichWilhelmstädt. Theater. En gros En detail. 1891 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 Zwischen Jannowitzbrücke und Ecke Koppenstrasse, am BürgerKöpenickerstr.( Ecke Rungestr.) Hospital: Fabrikation und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Bekleidung. Lieferanten an die preussische Armee, Lieferanten an Garderoben- Geschäfte. 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" New York, 14. März. 9 dieſem Triumphzuge des Großkapitalismus gipfelte. teret Amendement dadurch, daß er erstens mit dem Gegenstand des = mur noch eine neue Briefkasten der Redaktion. fie betrag derselben ist zum fleinen Teil für Arbeiten, welche sich auf ein Gesegentwurf allein nicht angenommen werden fanu, sondern mir und den Antrag auf Einstellung der Stellen. Amerika den Krieg nur zur Befreiung Kubas führe und selbst jede eine Resolution zur Amendierung der Konstitution zwecks Einführung Art von Kontrolle desselben nach dem Kriege auf das entschiedenste der direkten Erwählung der Bundessenatoren ablehne. Jezt aber, da die tubanische Konftituante eine Berfaffung durch das Voll Bolt( statt wie bisher durch bisher durch die Staatsalle diese und ähnliche Entwürfe, welche Vor einer Woche ist in Washington in der Person des Präsidenten angenommen hat, welche die Erfüllung dieses Versprechens zur Vor legislaturen) Mckinley der amerikanische Großlapitalismus auch formell auf aussetzung hat, findet man, daß dasselbe ein thörichtes gewesen sei teilweise schon eines der beiden Häuser passiert haben, find den Thron des Landes gestiegen, den er seit Jahren schon thatsächlich und fordert von Kuba ein Stüd seines Territoriums, verschiedenehäfen und tot und begraben. Sie schlummern in Komitees, um nie wieder eingenommen hat. Die Inaugurations Feierlichkeiten waren von andre militärische Stützpunkte, sowie die Kontrolle der Bereinigten aufzuwachen. Die wenigften von ihnen haben wirklichen Wert, und man braucht ihnen keine Thräne nachzuweinen. Sie haben aber einer Bracht, wie sie die Regierungs- Hauptstadt bis jetzt noch nicht Staaten über die Politit Kubas mit auswärtigen Mächten. gesehen, würdig des Anbruchs der neuen imperialistischen Aera. In Um Gesezentivürfe, welche einer starten Opposition begegnen, ihren 3wved erfüllt, das Volt über die Bolksfreundlichkeit" feiner dem Wagen, welcher das Werkzeug des amerikanischen Groß- durchzubringen, hat man hier eine eigentümliche Methode, die Vertreter zu täuschen und bilden nun tapitalismus, den neugewählten Präsidenten, von dessen Amts- nicht allgemein bekannt sein dürfte. Man hängt nämlich, Illustration zu dem alten Thema: vor der Wahl und nach wohnung, dem Weißen Hause", durch die imposante Bennsyl- insofern man nur für diesen Bwved über eine einfache Majorität ver- der Wahl.vania Avenue nach dem Kapitol hindurchführte, faß zur fügt, einem Gesezentwurf, gegen welchen fast teine Opposition be Linken McKinley's der eigentliche„ Macher" dieser ganzen steht, einen sogenannten Reiter"( rider) an, nämlich eben jenen Herrlichkeit, Senator Mark Hanna, der Trustfreund und selbst Gesezentwurf, dessen Durchbringen sonst große Schwierigkeiten vers ein vielfacher Millionär, der Führer in der Kampagne, welche in ursachen würde. Dieser Reiter" unterscheidet sich von einem 2. M. Ihnen steht sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Duartals: Erften zu. Bindow. 1, Nein. 2. Die Frist ist unerheblich. 3. Nein. 4. Nein. Der Erfolg der Auflage hängt lediglich davon ab, ob etwa der Der soeben geschlossene 56. Kongreß hat Geld Gesetzentwurfs, dem er angehängt wird, in gar keiner Beziehung Streis der Gäste so weit gegangen war, daß man annehmen tann, es feien forderungen bewilligt, wie fie in den Annalen der Vereinigten zu stehen braucht- was natürlich oft zu fehr komischen Gäste ohne Begrenzung zugelassen. Klage. Die Ehefrau haftet für die Staaten niemals auch nur annähernd erreicht wurden. Der Gesamt- Situationen führt und daß zweitens der ursprüngliche borehelichen Schulbentres Wannes nicht. Werben ihre Sachen wegen gepfändet, fo erheben den Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung paar Jahre erstrecken- nicht weniger als rund 1440 000 000 Dollars mit dem Reiter". In diesem Fall hatte es nun die Regierungs- P. F. 77. Sie sind im vorliegenden Fall zur Zahlung nicht ver: Unire Armee fostete in den letzten paar Jahren vor dem spanischen flique den verschiedenartigen, sich durchkreuzenden Interessen der pflichtet. F. D. 9. Eine Frist zur Anberaumung des Sühnetermins Kriege jährlich etwas über 23 Millionen, jekt jähr. Führer der republikanischen Partei gegenüber durchgesetzt, daß die besteht nicht. In der Regel vergehen 8-14 Tage. Sie würden gut thun, den Schiedsmann persönlich aufzusuchen. Die Beleidigungsflage ist nach lich 115 Millionen; für die Marine wurden im Jahre 1897 und oben charakterisierten beiden Gefeßentwürfe als„ Neiter" der Armee- fruchtlosem Sühneverfuch bei dem Amtsgericht anzubringen, in dessen Bezirk 1898 zusammen 631/2 Millionen ausgegeben; für die Jahre 1901 und Bewilligungsbill, über welche alle einig waren, angehängt wurden. ber zu Berklagende wohut.- H. S. Ist über Kündigungsfrist nichts ver1902 find dafür zusammen 144 Millionen ausgeworfen. Für Diese hätte also nicht durchgehen können, ohne die„ Reiter". Von einbart, so ist bis am Fünfzehnten zum Monatsersten Kündigung zulässig, nicht umgelehrt zum Fünfzehnten. H. Sch., Charlottenburg. Nein. Penfionen an Invaliden oder deren Familien, Nachkommen, Zanten dieser stark verschanzten Position aus führte nun die Regierung den Kampf.. 5. Sie sind höchfiens zum Erſatz des Stoffwerts M. S. verpflichtet. und Verwandten zahlen wir jetzt jährlich über 145 Millionen und gegen die Opponenten. Und dann wurden alle die Mittel der Bestechung Auch hierzu find Sie jedoch nicht verbunden, wenn in der Regel eine dabei fangen die Ansprüche aus dem spanischen Krieg erst an, langfam angewandt, wie sie in Washington üblich sind. In einer der Korre- Schneiderin barauf aufmerksam zu machen ist, daß Strichtuch vorliegt. einzulaufen. Sanssouci. Diebstahl und Unterschlagung sind in der Regel ohne Pensionsamt in Washington hatte am spondenzen des New Yorker Hoforgans der Administration, der Rücksicht darauf zu verfolgen, ob ein Strafantrag vorliegt. Nur zur Ber30. Juni 1900 nicht weniger als 993 529 Namen auf den„ Tribune", wird ganz fröhlich darüber geplaudert, wie die verfolgung eines Diebstahls oder einer Unterschlagung gegen Angehörige, Bor Bahllisten, mehr als die Union zu irgend einer Zeit des Bürger- schiedenen opponierenden Senatoren aufgetauft wurden: Senator münder oder Erzieher ohne Rücksicht auf den Wert der entwendeten ober triegs sowie zur Verfolgung eines Diebstahls oder dem diese Ansprüche zu neumundneunzig Hundertstel ent- Tillmann( Demokrat) durch Bewilligung von 250 000 Dollar für eine unterschlagenen Sache einer Unterschlagung gegen eine Person, die zu dem Verletzten im LehrlingsSoldaten im Felde hatte, und 35 Jahre nach Schluß Ausstellung in seinem Heimatsstaat, Senator Cockrell von Missouri, verhältnisse steht aber in der häuslichen Gemeinschaft des Verletzten sich als dieses Kriegs. ehemals der Wachthund des Schazamts" genannt, ebenfalls durch Gesinde befindet im Lehrlings: und Gesindefall jedoch nur, wenn es sich Gegen das Ende der Kongreßßigungen nahmen die Schacher- eine Bewilligung von 5 Millionen für die ist ein Strafantrag des bevorstehende um Sachen von unbedeutendent Wert handelt geschäfte zwischen den verschiedenen Kongreßmitgliedern einen St. Louiser Ausstellung. Aber die bedeutendste Berteilung Berlegten erforderlich. Dieser Strafantrag fann zurückgenommen werden. 3. S. 26. Standgeld tönnen Sie nicht verlangen. Sie können nur wahrhaft grotesken Charakter an. In jeder Bewilligung nämlich von" Jobs" erfolgte für Bestechungszivecke aus der Fluß das Mädchen auffordern, die Sachen abzuholen, widrigenfalls Sie dieselben stedt ein„ Job"( Geschäft) für die Politiker, welche einen Gefeß- und Hafen- Verbesserungs"-Bill, welche noch in der Schwebe auf ihre Kosten in Verwahrung geben würden. K. Sch. Geldstrafe bis entwurf für die betr. Bewilligung einbringen. Um dieselben durch- war, und deren einzelne Positionen von der Regierung 150. oder Haft bis zu 6 Wochen; diese Straftbet verjährt aber in 3 Monaten seit Ueberlassung des Passes. 2. M., Rigdorf, zubringen, bedarf es mun der Abmachungen zwischen den Herren benutzt wurden, um rechts und links freigebig an alle opponierenden G. 5. 100. Ja. 8. 2. 113. Die Anklage wind seitens der Staats: Volksvertretern. Du stimmst für meine" Bill"( Gefeßzentwurf), Vertreter Bewilligungen für deren Staaten auszuteilen. Die Bill anwaltschaft bei demjenigen Gericht erhoben, das als erste Instanz zur dan stimme ich für Deine." Das ist hier so des Landes Brauch. umfaßt einen Betrag von 50 Millionen und wurde von der Regie- Aburteilung oder zur Ueberweisung der Anklage an das Amtsgericht zuUnd wenn man bedenkt, daß im Kongreß und den Legislaturen rung absichtlich von der Beschlußfassung zurückbehalten, bis die ständig ist. Bei dem Reichsgericht wird seitens der Reichsanwaltschaft eine Anklage nur in denjenigen Fällen erhoben, zu deren Aburteilung während einer Seffion oft je Tausende von Bills", sämtlich Armeebewilligungs Bill mit ihren beiden Reitern" angenommen bas Reichsgericht als Gericht erster Instang berufen ist. Bewilligungen enthaltend, eingereicht werden, so kann man sich worden war. D. R. 120. Ja: Ihre Unterschrift ist nicht erforderlich. K. Ja. Reproduktion 8, E. K. Nein. M. E. 20. Am 1. Januar 1891. denken, wie lebhaft das Geschäft" geht. Während so die kapitalistischen Politiker mit mehr oder weniger 0.100. Auf den Stand, den jemand hat, tommt es bei der EinErfolg für sich selbst sorgten, hörte man tein Sterbenswörtchen mehr schäzung nicht an, sondern lediglich darauf, wie viel Jahre einkommen ber über alle die Maßregeln, welche der Kongreß vor der Wahl, also Betreffende voraussichtlich hat. A. 99. 1. und 2. Nein. Gerhard vor dem November v. J., zur Beeinflussung des Volts bis zu einem strake 35. An dem ersten Quartalstage; eine Beit ist nicht angegeben. gewissen Grade in Angriff genommen hatte. Ein Anti- Trust.. 26. Sie müssen die Sachen aufbewahren, fönnen aber androhen, Gesez, eine Achtstunden Bill, ein Gesezentwurf zur Re- bat Sie die Sachen zur Verwahrung geben, wenn sie nicht in einer von Ihnen zu bestimmenden Frist abgeholt werden. gulierung des zwischenstaatlichen Transports von Zuchthauswaren, 1889. K. E. Vor deni Tode des Erblassers wird fein Testament geöffnet. springen Das " Diesmal war es nun die Regierung, der vor allen Dingen Saran lag, zwei Gesezentwürfe durchzubringen, von denen der eine dem Präsidenten glattwveg diktatorische Gewalt über die Philippinen gab, während der andre die Bedingungen feststellte, unter welchen es der Regierung erlaubt sein sollte, Kuba„ frei" werden zu lassen. Der Kongreß hat zwar seiner Zeit feierlich erklärt, daß 4 3 100. 1. Rein. 2. Ungefähr * Special- Ausstellung für Oster- Artikel. * Special- Ausstellung für Damen- Confection. Special- Ausstellung für Hüte, Blumen, Federn. A. Jandorf& Co Spittelmarkt 16/17 Leipzigerstrasse Belle- Alliancestrasse Gr. Frankfurterstrasse 113. Unsere Waarenhäuser und Photographische Ateliers sind heute Sonntag, 31. März, von Mittags 12 Uhr bis Abends 6 Uhr ununterbrochen geöffnet. Bei Bezahlung bitten wir an der betreffenden Zahlkasse einen Photographiebon zu verlangen Gratis Visit- Photographien 5 liefern wir bei einem Gesammteinkauf von 10 1/2 15 20 Mk.14 Dtz. Mk. Dtz. Mk.34 Dtz. Mk.( 1 Dtz. 왕 Special- Ausstellung für Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen. APB Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 31. März. い Freie Volksbühne. Lessing Theater. 5. Abteilung( gelbe Rarten): La Robe rouge( Die Rächerin). Anfang 2 Uhr. Carl Weiß Theater. 1. Abteilung( rote Karten): Der Biberpelz. Anfang 2 Uhr. Opernhaus. Samson und Delila. Anfang 72 Uhr. " Montag: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Macbeth. Anfang 7½ Uhr. Montag: Das Testament des Großen Kurfürften. Neues Opern Theater( Kroll). Die Geschwister. Hänsel und Gretel. Anfang 72 Uhr. Montag: Gefchloffen. Schiller. Ein Schritt vom Wege. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell Montag: Der Erbförster. Deutsches. Blau. Hierauf: Wieder: finden. Anfang 72 Uhr. Nachu. 22 Uhr: Der Probefandidat. Montag: Faust. Leffing. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Montag: Flachsmann als Erzieher. Berliner. Ueber unsre Straft. ( 1. Teil.) Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die strengen Herren. Montag: Glüd. Hierauf: Im Schatten.mp Residenz. Leontinens Chemänner. Borher: Teremtete. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Leontinens Chemänner. Teremtete. Neues. Der Ausflug ins Sittliche. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Montag: Schlierseer Bauern: Theater: Lieferl vom Schliersee. Weiten. Die Jüdin. 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Freischütz. Montag: Der Waffenschmied. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Der Kadetten- Bater. Im RANIA** Berliner Aquarium Freie Volksbühne. Unter Taubenstr. 48/49. Eingang Schadowstr. 14. Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Um 8 Uhr Inválidenstr. 57/62: K. Graff:„ Der Planet Mars". Passage- Theater Heute Anfang 12 Uhr. Ende 11 Uhr nachts. Letzter Tag des glänzenden März- Progr. Fortsetzung der Heute Sonntag Eintrittspreis: 25 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 50/18 Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Sonntag, abends 8 Uhr: Opern Ensemble- Gastspiel: Zum legtenmale: Der Waffenschmied Oper in 3 Atten von Sorking. Anfang 72 Uhr. Morgen: Die Bluthochzeit. Damen- Central- Theater. Ring- Kämpfe u. 17 erstklass. Nummern. Montag, 1. April: Vollständig neues Programm. 20 erstklass.Nummern. FriedrichStrasse 165 * Castans Panopticum Entree 50 Pl. Kinder die Hälfte. Apollo- Theater. Nur noch 3 Tage! Dyas- Rosé- Laszky Secessions- Gesänge 5. Bild: Das lieberbrett'l. Rob. Steidl fang 7 Uhr. of Nachut. 3 Uhr: Wohlthätigkeits: Borstellung. Montag: Der Stabetten- Vater. Central. Die Puppe. 71 Uhr. Anfang Nachmi. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Die Geisha. Luisen. Der Verschwender. Anfang 8 Uhr. Nachm. 2 besizer. Uhr: Der HüttenMontag: Wilhelm Tell. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 72 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Damenschneider. Carl Weiß. Der Waffenschmied. Anfang 8 Uhr. Montag: Die Bluthochzeit. Belle Alliance. Der Leibalte. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Secessions Gesänge. = 72 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Valast. Specialitäten Vorstellung. Ueberbrettl- Parodie und das grosse März- Programm. Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Metropol- Theater Behrenstr. 55/57. Das glänzende vollst. neue Specialitäten- Programm 14 Debüts an allen Osterfeiertagen. Man lebt ja nur einmal. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Cirkus Busch Sonntag, den 31. März: Die beiden Wenzel. Anfang 2 gr. Gala- Vorstellungen 2 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Baffage Theater. Damen- Ring Nachm. 4 Uhr und abends 7 Uhr. Nachm. 4 Uhr hat jeder Erwachsene auf Sigplägen ein Kind frei; weitere Kinder die Hälfte. Nachmittags 4 Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Abends 72 Uhr: Die Puppe. Montag, den 1. April: Die Geis ha. Palast- Theater früher Feen- Palast, Birgstr. 22. Sonntag, den 31. März 1901: Letter Tag des Riesen- März- Programms. Banker und Smith, die besten Radfahrer der Welt. Miss Lucie Clair, Kaleidoskop: u. Flammentänzerint. Alessandro Fren ders, Bliz- Modelleur. 12 Schaunummern I. Raugs. Anfang 72 Uhr. Entree 50 Pf. Am 4., 5, und 6. April bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu den Feiertagen geschlossen. Passage- Panopticum Sensationell Singhalesen- Truppe ( Ceylon- Insulaner). Der grösste und der kleinste Soldat d. Welt. Montag vollst. neues Programm. Entree( intl. Theater soweit der Raum reicht) 50 f. Marienbad, Winter- Theater, Gesundbrunnen, Badstr. 35/36. Sonntag, den 31. März( Psalmsonntag) Klassiker- Vorstellung Iphigenia, Schauspiel in 5 Aften von Wolfgang von Goethe Billets im Vorverkauf zu bedeutend ermäßigten Preisen im Theater- Re ſtaurant. 4256 Reichshallen Stettiner Sänger. Großes Elite: Programm! Anfang präcise 8 Uhr. Sanssouci Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns 2 Extra- Galavorsteliung. Auf vielseitigen Nordd. Sänger. fämpfe. Rosendienstag. Anfang Wunsch: Auftreten des berühmten mittags 12 Uhr. amerikanisch. Pferdebändigers Montag: Specialitäten Borstellung. A Passage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Theatersaal) Abends 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Montag: Dieselbe Vorstellung, Invalidenstraße 57/62. K. Graff: Der Planet Mars". Anfang 8 Uhr. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller Theater ( Walluer Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Aufzügen Heute zum erstenmal: Professor Norton B. Smith: Stief- Brüder. In beiden Borstellungen: Die Anfang 7 Uhr, wochentags berühmten Kraftturner The 3 Alfredos. 8 Uhr. Wochentags Ver Die großartigen Freiheits- Dressuren einsbillets gültig. Busch. Auftreten des Direktor Stief brüder. Alhambra D der vorzüglichsten Reitfünstler und Morgen, Montag zum zweitenmal: Reitfünftlerinnen. Vorreiten der besten Schul u. Springpferde des Marstalls durch die ersten Schulreiter u. Schul: reiterinnen. Außerdem: Vorführung der Wallnertheater- Strasse 15 vorzüglichsten Programmnummern. Jeden Sonntag und Dienstag: Abends 72 Uhr: Bum 124. Male: Gr. Extra- Ball bei doppelt beseztem Anfang 5 Uhr. A. Zameitat. Die eiserne Maske. großen Orchester. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schaustüd in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Schauſpiel in 5 Bufaligen von FrW. v. Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Lustspiel in 4 Aufzügen von Ernst Wichert. Montagabend 8 Uhr: Der Erbförster. Dienstagabend 8 Uhr: Der Erbförster. Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Heute Sonntag: Der Kadetten- Vater. Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Damen: Milton, Milani, Bojé, Wanovius. Jm 5. Bild: Das Ueberbrettl. Nachmittags 3 Uhr: Wohlthätigkeits- Vorstellung. Mitwirkende: Georg Engels, Anton und Donat Herrnfeld, Bollmann, D. Blente 2c, Noacks Theater. Brunnenstraße 16. 136* Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest= Der Glöckner von Notre- Dame lichkeiten und Bersammlungen. Romantisches Schauspiel in 8 Bildern von Charlotte Birch- Pfeiffer. 527L C. F. Walter. Während der Karwoche Gesellschaftshaus teine Vorstellung. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Bock- Anstich. Täglich grosse SpecialitätenVorstellung. Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater n. Specialitäten: Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, foulant zu vergeben. 15252 Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. V. Abteilung Heute, nachmittags 24 Uhr im Lessing- Theater: La Robe rouge( Die Rächerin). Gleichzeitig im Carl Weiss- Theater I. Abteilung: Der Biberpelz. Von Gerhart Hauptmann. III. Oper, 28. April. Der Barbier von Sevilla. Opernmarken( gelb) à 80 Pfennig sind von morgen ab in allen Zahlstellen zu haben.juun Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 229/6] Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Bollständig geruchlos! Zu besichtigen in großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 bis abends 10 1hr. Eutree 20 Pf. Kottbuser Damm, Ecke der Boppftraße. Wo amüsiert man sich grossartig? und Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen. Inh.: Max Schindler. Telephon: Amt IVa Nr. 8002. Heute: Grosser Ball, als Specialität: Cigarren Apfelsinen- Regen verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich Specialitäten Vorstellung. Entree frei. Emipregte den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Hierdurch die ganz ergebene Anzeige, daß ich am 31. März cr. das in Rummelsburg, Hauptstraße 83 belegene [ 11102* Ball- Lokal und Garten- Restaurant eröffne. Es wird jederzeit mein Bestreben sein, die mich mit ihrem werten Besuch beehrenden Gäfte mit guten Speisen und Getränken aufzuwarten. Empfehle meine Räumlichkeiten zur Abhaltung von Versammlungen und Festlichkeiten. Kaffeeküche Angenehmer Familien- Aufenthalt. wie Kegelbahn steht den geehrten Besuchern zur Verfügung. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: Grosser 5 Minuten voin Bahnhof. Ball. Um zahlreichen Besuch bittet Robert Ziebarth, Gastwirt. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme Juhaber: Hermann Peter. Grünau Nr. 39. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Empfehle mein allbekanntes, herrlich an Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschäften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. Gute Küche und beitgepflegte Biere zu foliden Breisen.[ 931* Ein guter Tropfen. ognac, Rum, Branntweine und fämmtliche Liqueure von köftlichen Aroma und herrlichem Geschmack von Jedermann höchft einfach und leicht selbst zu bereiten. 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Auftreten der Hoffmannschen Norddeutschen Sänger. Kafen- Gröffnung ii Uhr, Anfang' präcife 12 Uhr. Umt zahlreichen Besuch bittet [ 214/6 Billet 30 Pf Programm grafis. Das Komitee. Verein der Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. Montag, 8. April( zweiter Osterfeiertag): ♥♥ Grosse Matinee ww in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. Mitwirkende: Berliner Sinfonie Orchester, Dirigent: Kapellmeister Robert Moser Frau Anna Heckert- Levermann, Konzertfängerin aus Schwerin, Sopran- Herr Franz Burkgraf, Heldentenor aus Prag Herr Paul Friedrichs, Bariton Berliner Ult- Trio. Wedding u. Oranienburger Vorstadt. Chauffeestraße 83. Großes Konzert, Gesang und komische Vorträge unter Mitwirkung des Blobelschen Konservatoriums und des Gesangvereins Nordwacht.] 001.08 Moabit. Kronenbrauerei Alt- Moabit. erlady 219/935/5 Auftreten der Gesellschaft Lewandowsky und mehrerer Gesangvereine. Achtung! Maurer.com Achtung! Dienstag, den 2. April, abends 8 Uhr, in den Boruffia Sälen, Ackerstr. 6/7: Mitglieder- Versammlung N des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: unter bent 3. Bunft ber 1. Bericht der Delegierten von der in Braunschweig stattgefundenen Konferenz der durch Vertrauens: männer centralisierten Maurer Deutschlands. 2. Wahl eines Ausschusses zur Leitung der Geschäfte. 3. Vereins angelegenheiten. 129/6 Kollegen! Da jedenfalls unter dent 3. Punkt der Tagesordnung fehr wichtige, für unsern Beruf tief einschneidende Fragen zur Verhandlung kommen werden, ist es dringend geboten, daß jeder Kollege diese Ver fammlung besucht. Der Vorstand. J. A.: Julius Gehl. Berliner Konsum- Verein, gem. Ort- trantente Abteilung Osten. 31 ce Allgem. Orts- Krankenkasse für Rigdorf. i. April. Donnerstag, den 4. Dienstag, 2. April, abends 8 Uhr, im Freischük", Fruchtstr. 36a: abends 8 Uhr, findet im Apollo: Theater, hier, Hermannstraße 48/50, Mitglieder Versammlung die erste diesjährige 4136 Tages Ordnung: 36: 1. Bortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über:„ Die Geschichte des Menschen bis zur Erfindung der Schrift". 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. Lackierer! Dienstag, den 2. April 1901, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15: " General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Waldeck Manasse über:„ Der Kampf 2. Distuffion. 3. Quartals Abrechnung. 4. Bereins: Der Vorstand. ums Dafein". Angelegenheiten. 104/1 VM Verband der Tapezierer. Dienstag, den 2. April 1901, abends 8% Uhr, bei Nümann, Brunnenstraße 188: Bezirks- Versammlung Norden. 442b General- Versammlung statt, zu welcher die Herren Delegierten ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1: Jahresbericht pro 1900. 2. Bericht der Revisionskommission. 3. Decharge- Erteilung. 4. Festsetzung der Gehaltsstala des Rendanten. 5. Bortrag des Apothekers Herrn Staller. 6. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit des Anfang 12 Uhr. Eintrittspreis im Vorverkauf 40 Pf. Programme sind auf der Verwaltung und bei den Kassenboten zu haben. Die Vergnügungskommiffion. 39 Arbeiter- Bildungsschule. Bekanntmachung. Die Stelle des ärztlichen Direktors bei unserer im Bau begriffenen Lungenheilstätte Beeliz ( 1 Stunde von Berlin) soll zum 1. Januar 1902 besetzt werden. Die Bezüge dieser Stelle sind folgende: Anfangs- Gehalt 8000 Mart, freie Wohnung in einer geräumigen Villa, freie elektrische Beleuchtung, freic Gentral- Heizung. Die Heilstätte liegt unmittelbar am Bahnhof Beelis, mitten im Walde, eine Weg- Stunde bon der Stadt Beclit entfernt. Bes werber wollen sich bis zum 1. Juni d. J. bei dem unterzeichneten Vorstand( Berlin C., Klosterstraße 41) schriftlich unter Beifügung eines Lebenslaufs melden. 59/ 9* Berlin, den 25. März 1901. Der Vorstand der Landes: Versicherungsanstalt Berlin Dr. Freund. " In Bezug auf den Artikel im„ Vorwärts" bout 26. März 1901 über die Preise für die Marstall- Lieferungen haben wir, um irrigen Ansichten im Publikum entgegenzutreten, anzuführen: Wir haben nicht erklärt, die Arbeiten für den Marstalt werden so schlecht bezahlt, daß eine Aufbesserung der Löhne bei diesen Arbeiten nicht mög lich fei, vielmehr lautete unfre Aut Frage:„ Die Breise. seien feststehend und wir müßten zunächst versuchen, eine Ers höhung auszuwirken. Erst dann würde es möglich sein, eine Lohn: Sonntag, den 31. März 1901, abends 7 Uhr, wort auf die gestellte im ,, Königstädtischen Kasino"( Radatz), Holzmarktstrasse 72: Vortrag des Herrn Direktors M. Pauly über: Feuerbestattung m. Demonstrationen am künstl. Verbrennungsofen. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein. Eintritt 20 Pf. inkl. Garderobe. Partei- Speditionen: erhöhung eintreten zu lassen." Wir bemerken, daß der jetzt noch gültige Breistarif für die Marſiall Lieferungen auf Abmachungen zwischen uns und den Beamten des Marstalls 4/13 beruht, und daß diese ausbedungenen Preise stets ohne alle Beanstandungen gezahlt worden sind. Berlin vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Große Frankfurterstraße 133, Hof part.- SO.: Frik Thiel, Staligerstraße 35, vorn part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Starl Anders, Salzwedelerstraße 8 ,, part. im Laden.- Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. Gesundbrunnen: i Ilhelm Gaßmann, Nachfolger Hermann Raschke, Grünthalerstraße Nr. 65. Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Charlottenburg: Gustav Scharnberg, [ 463b Julius Erb, Hof- Sattler Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Rud. Wetterling, Sof- Sattler Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Staſtanien- Allee 95/96. Sejenheimerſtr. 1, Gde Goethefir., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmers: Berliner Hausmädchenschule. dorf: Tb. Mittler, Berlinerſtr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. N i de 1, Ausbildung junger Mädchen zu Auguftaftr. 3, b. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Cart Welt, herrschaftlichen Hausdienst, zu Haus Berlin O., Frankfurter Allce 177. Grünau: Engel, Dahmestr. 6. mädchen, Jungfern und Kinder: Rixdorf: Ofter mann, Erfstr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäum Ier, fräulein. Der Lehrkursus währt Apostel Paulusft. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: brei, auch vier Monate. Schulgeld Otto John, Wilhelminenhofstraße 18.. Nieder- Schöneweide: monatlich 10 M... Pension 38 M. art Beber, Cigarrengeſchäft. Johannisthal: Paul Manu, Die Aufnahme neuer Schüle Friedrichstr. 39, I. Adlershof: Emil Bollmann, Selchowfir. 14. rinnen findet an jedem Ersten und Köpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Fünfzehnten im Monat statt. In Friedenau- Steglitz: H. Berusee, Kirchstraße 15 in Friedenau. den acht Jahren ihres Bestehens Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. 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Unfere Lohnbewegungen in Deutschland Orts- Krankenkasse des 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Verbandsleitung. [ 1776 Konsum- Verein f. Schöneberg u. Umgegend E. G. m. b. H. Montag, den 1. April Eröffnung der 2. Verkaufsstelle, Gothenstrasse 1. Mitglieder werden dort sowie in der I. Borkaufsstelle, Apostel- Paulus: straße 27, aufgenommen. Der Vorstand. H. Meiling. F. Masuch. Gr. öffentliche Versammlung der Drechsler Berlins und Umgegend am Dienstag, den 2. April, abends 8 Uhr, 210 Zimmerergewerbs zu Berlin. Die in der Generalversammlung vom 13. November 1900 zu Bunft 4 und 5 der Tagesordnung beschloffene Abänderung des Statuts, betreffend $ 10( Erweiterung der Kaffenleistungen), fowie§ 51( Regelung der Anstellung und Gehälter der Kaffenbeamten) ist durch den Bezirksausschuß genehmigt. ( Siehe siebente Abänderung zum Statut.) Gemäß§ 60 des Statuts bringen wir dies hiermit den Mitgliedern mit im großen Saale des„ Gewerkschaftshauses", Engel Ufer 15. dem Bemerken zur Kenntnis, daß qu. Tages Ordnung: Abänderung ant 7. April cr. in [ 4176 1.„ Der goldene Boden des Drechsler- Handwerts nach Herrn Obermeiſter Straft trier Vorstand. Schulz und die gegenwärtige Lage der Drechslergesellen, Referent: Rollege W. Dentzer. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Herr Obermeister ist brieflich hierzu eingeladen. Tellersammlung findet nicht statt. 79/17 Der Einberufer: E. Köppen. J. Krause, Borsigender. Vereinszimmer ober Zahlftelle zu bergeben. W. Richter, Culmstraße 36. Es wird dringend ersucht, dem bisherigen Spediteur nächste Weg zu diesem Ziele ist der Spediteurliche Stellung erringen. Der rechtzeitig von der Wohnungsveränderung Mitteilung Besuch der Berliner Hausmädchen zu machen, da die Spediteure verpflichtet sind, die Adressen hält jebe Schülerin jofort Stellung in an die zuständigen Bezirke abzugeben. Bitte ausschneiden! J. Brünn schule. Nach beendetem Kurjus er einen guten Haushalt nachgewiesen. 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Diefe Taktik der Mißverständnisse ist nicht neu, auch nicht bei dem Genossen Heine. Herr Kollege Herzfeld, schreibt Heine, hat sich mir gegenüber darauf berufen, daß in meinen Ausführungen das Wort„ Klaffentampf" nicht vorkäme. Jm reichlichen Gebrauch dieses Ausdrucks ist er mir allerdings über, ich möchte aber meinen, daß es auf den Gedanken und nicht auf das Wort ankomme, und daß es ich jetzt und früher die Taktik der Mißverständnisse verfolgt" hätte, nisse vorgeschützt hätte. Das Berliner Gewerkschaftshaus hat sein erstes Geschäftsjahr Ich könnte das eine Tattit unberechtigter Unterstellungen" nemmen. Ich bin stets von jedem richtig verstanden worden, der sich mit dem 31. Dezember 1900 abgeschlossen. Da nur ein Teil der an den wirklichen und vollständigen Wortlaut dessen ge- Bureauräume am 1. April bezogen wurden, während die übrigen erst balten hat, was ich gesagt hatte. Ich habe deshalb auch keinen nach und nach vermietet werden konnten, da ferner das ReGrund gehabt, über Mißverständnisse au tlagen, höchstens ftaurant erst am 14. April und die Herberge am 7. Mai eröffnet was etwas andres ist über Un verständnis oder Miß- worden sind, so umfaßt die Geschäftsthätigkeit etwa acht Monate. deutungen. Die Koften des Baus betrugen einschließlich der Lichtanlage, für die allein circa 60 000 m. ausgegeben wurden, rund 1 050 000 M.; Berlin, den 29. März 1901. Wolfgang Seine. hierzu den für den Grund und Boden bezahlten Preis von 535 000 m. gerechnet, ergiebt ein Grund- und Gebäudekonto von fast 1,6 Millionen Mart. Das Mobiliarfonto beträgt 27 000 m. Dieses Mobiliar Geschmadsfache sei, ob man dasselbe Wort immer wiederholen win. Die Arbeiterbewegung in der Provinz dient nur an Herbergszwecken; das Mobiliar des vorderen Reoder ob man es vorzieht, den Gegenstand auch einmal anders aus= zudrücken. Vergeblich wird man in meinem Auffah nach der Berufung darauf suchen, daß in Heines Ausführungen das Wort Klaffen fampf" nicht vorfäme. Meine Ausführungen weisen alle hin auf das Fehlen des Gebantens des Klaffentampfs. Um die Halt lofigkeit dieser Kritif nachzutveisen, meint Heine, genügt es, daß ich für Leser, die Nr. 61 des Vorwärts" nicht mehr zur Hand haben, folgende Stellen wiederhole. Posen. Am 1. April 1900 gestalteten die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter der Provinz Posen das Bureau des Gewerkschaftskartells zu einem Arbeiterfekretariat aus, dessen Leitung dem Genossen Gogowski, dem Vorfizenden des Gewerkschaftsfartells, übertragen wurde. Das Sekretariat erstattet jetzt seinen ersten Geschäftsberichts; der eine Fülle interessanten Materials enthält. Wir werden noch Gelegenheit haben, unsre Lefer an der Hand dieses Berichts mit der Entwicklung Von den juristischen Richtern habe ich gesagt: und dem Stand der Arbeiterbewegung in diesem Ostbezirk bekannt " Diese Entfremdung( von den Bedürfnissen des Volts und zu machen, die ihrer besonderen Verhältnisse wegen ein ganz befeinem Rechtsgefühl) wird schon durch die juristische Betrachtungs- fondres Jnteresse beanspruchen. Für heut begnügen wir uns damit, weise an sich bewirkt, wird aber noch erheblich verstärkt durch die indem wir aus der Einleitung des Berichts einiges wiedergeben, die standesmäßige Abgeschlossenheit der Juristen außerordentlichen Schwierigkeiten zu beleuchten, die der Arbeiter vom Volke und durch den Einfluß der besonderen Inter- bewegung dort in den Weg gelegt werden. essen der Bureaukratie." " staurants ist Eigentum der Schultheiß- Brauerei. Die Einnahmen sind in runden Zahlen: Bacht der Schultheiß- Brauerei Miete für Bureaus, Laden und Wohnungen Ueberschuß der Herberge. 35 000. 11 200 " 8 600 Summa 54 800. Zum Ertrag der Herberge ist zu bemerken, daß der Ueberschuß von 8600 M. in 8 Monaten bei Zugrundelegung eines Binsfuẞes von nur 5 Proz. der Verzinsung von noch nicht 260 000 M. ent spricht, eine Summe, die sicher geringer ist, als der Wert von Grund und Boden und der Baulichkeiten. Trotzdem eine Reihe der Bureaus noch nicht während der ganzen Betriebszeit vermietet waren, fonnten die notwendigen Abschreibungen vorgenommen und ein Geschäftsgewinn von 900 M. gebucht werden. Die Frequenz der Herberge war folgende: Anzahl der Durch. Ueber reisenden nachtungen Der Bericht beginnt mit der Bemerkung, daß er nichts ErfreuDiese Stelle der Heineschen Erörterungen findet sich auch in liches mitzuteilen habe. Wir meinen jedoch, die Thatsache, daß in meinem Resumé derselben. Ich habe aber auch die Schlußfolgerung einer 140 Seiten starken Broschüre über den Stand der Arbeiterangegeben, die Heine in seinem ersten Artikel aus derselben zieht bewegung in dieser Ostproving berichtet werden kann, ist an fich Mai und welche er jegt verschweigt. Dieselbe lautet: schon erfreulich genug, und die Kämpfe, über die berichtet wird, Juni Da aber die Rechtspflege nicht um der Ge- find zwar fein erfreuliches Zeichen für den Stand der politischen Juli seze und der Wissenschaft willen da ist, sondern Kultur des Lands, aber sie sind ein Beweis dafür, daß man auch Auguft umgelehrt, bedarf man der Laienjustiz als bort in der Arbeiterbewegung bereits eine ernstliche Gefahr für den Mittel, um den 8 wiefpalt zwischen Rechts. Bestand der verrotteten Gegenwartsordnung sieht; und insofern sind bewußtsein des Volts und dem der Juristen in sie für uns auch erfreulich. der Rechtsprechung nicht allzusehr zur praktischen Wirkung Kaum war es in die Oeffentlichkeit gedrungen, daß in Bosen Tommen zu lassen und als eines Manometers, um den ein Arbeitersekretariat errichtet ist, so hatte sich dasselbe der eifrigsten Druck zu messen, unter dem die feste juristische Form den sich Aufmerksamkeit der Polizei zu erfreuen. dehnenden gesellschaftlichen Inhalt hält." Zeigt diese Schlußfolgerung die Anführung der ersten Stelle als eine Betonung des Gedankens des lassen tampfs? Es scheint mir, daß sie von mir richtiger ausgelegt wurde, als ich darüber schrieb:„ Der Gegensatz sind die Juristen" und das„ Volk". Aus ihm entspringt die Rechtsprechung, die selbst Vertreter des Bürger tums erschreckt hat." In dem Bureau des Sekretariats entrichten die Mitglieder der gewerkschaftlichen Organisationen, denen kein weiteres Lotal zur Verfügung steht, ihre Beiträge; mit dem Bureau verbunden ist ein Lejezinimer, in welchem die Organe sämtlicher Gewerkschaften, sowie mehrere politische und lokale Zeitungen ausliegen. Eine aus 222 Bänden bestehende Bibliothek steht allen Besuchern zur Verfügung. Die Vorstände und Kommissionen der einzelnen Berufe erledigten Ueber die heutigen 2aiengerichte habe ich geschrieben, so ihre geschäftlichen Arbeiten ebenfalls in diesem Bureau. Da war es fährt Heine fort, bei solchen Zusammenfünften nicht zu vermeiden, daß öfter mehrere Wir Socialdemokraten empfinden jetzt sogar diese Gefahr Personen anwesend waren. Das war für die Polizei ein aus ( nämlich einer Beeinflussung durch Leidenschaften, Haß und reichender Anlaß zum Einschreiten. So waren in dem Leseblindes Vorurteil) besonders, weil in Deutschland die Geschwornen- zimmer am 4. Juli, wie allabendlich, mehrere Genossen zusammen gerichte einseitig aus Angehörigen der besigenden Klassen zu und unterhielten sich. Es mochten 30 Personen anwesend sein, gewiß sammengefeßt find. ein Zeichen, daß diese Einrichtung sich der Sympathie der Arbeiter Diese zweite Stelle hat Herr Kollege Herzfeld offenbar nicht erfreut. Doch, daß es in Pofen Arbeiter giebt, die lieber in zwang gelesen, denn er übergeht sie in seinem Resumé meiner Ausführungen lofer Unterhaltung zusammenkommen, als ihre Zeit in dumpfer böllig. Destille beim Schnaps zu verbringen, scheint gewisse Leute sehr zu Genoffe Heine irrt, ich habe diese Stelle gelesen. Sie befindet verschnupfen. So erschienen um 9 Uhr abends zwei Kriminal fich auch in meinem Resumé seines Auffages. Freilich auch die kommissare und sagten: Hier findet wohl eine Versammlung statt!" fich unmittelbar anschließenden Eäge, die Genoffe Heine wiederum Genofie Gogowski verneinte dies, protestierte gegen das Auftreten verschweigt und die lauten: der Polizeibeamten und verweigerte den Eintritt in das Lesezimmer. Ungeachtet des Protestes betraten die Beamten aber doch das Bimmer und notierten sich die Namen der Anwesenden. Heute ist doch der Maurer Edstein aus Zwidau hier, um eine Versammlung abzuhalten?" Genosse Eckstein war allerdings an diesem Tage in Posen, um eine Versammlung abzuhalten. Es war aber bei der Saalabtreiberei, die hier vorzüglich organisiert ist, nicht gelungen, ein Lokal zu bebekommen, und so war Genosse Edstein unverrichteter Sache wieder abgefahren. Aber auch eine weitgehende Demokratisierung des GeschwornenInstituts würde vor dieser Klippe nicht schüßen, denn sie liegt eben im Wesen der Laienjuftig. Die grauenhaften Ausschreitungen der französischen Revolutionstribunale, die häufig mit ihrem Urteil fertig waren, ohne den Angeklagten auch nur gehört zu haben, beweisen das." Und ebenso habe ich die unmittelbar vorhergehenden Säße angeführt, welche lauten: " Es wird Laienrichtern eher widerfahren als Juristen, daß sie einen Angeklagten wegen einer That berurteilen, die er absolut nicht begangen hat. Es mag zutreffen, daß ihre Urteile unmittelbarer durch eine leidenschaftliche Waffenstimmung, durch Haß oder Mitleid, oder gar blindes Vorurteil beeinflußt werden können." Gegenüber diesen Sägen habe ich geschrieben: Wir glauben entgegen dem Genossen Heine an eine weitgehende Demokratisierung des Geschwornen- Instituts", an eine Rechtsprechung durch vom Volt gewählte Richter, wie es unser Programm vorschreibt." : September Oktober. November Dezember Bäder Dese infektionen 697 2535 929 24 1 054 4486 1874 41 1401 5564 2115 44 1440 5884 1 964 26 1256 5.830 1908 19 1277 5 983 1 899 25 909 4847 1.582 32 B 666 1049 17 38 745 12 820 228 636 8 670 Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer des einzelnen Zugereisten betrug somit 4,46 Nächte. Wie aus der Frequenz der Badeanstalt zu ersehen ist, haben eine ganze Anzahl Herbergsgäste außer dem bei der Aufnahme in die Herberge vorgeschriebenen Bad noch weitere Bäder genommen. Die Einnahmen aus der Badeanftalt( 865,40 02.) reichten noch nicht zur Bezahlung des Badewaffers( 948,25 m.) hin, doch entspricht dieses Ergebnis dem Voranschlag, da es ja von vornherein ausgeschloffen war, daß bei einem Breife von 5 Bf. pro Bad einschließlich Seife und Handtuch eine Dedung der Ausgaben möglich sei. Eine Reinigung der Kleider, die una entgeltlich geschieht, mußte bei 38 Bureifenden einmal vorgenommen werden. Bier Fünftel der 8ureisenden gehörten ihrer gewerkschafte lichen Organisation an. Zur Zeit sind mit Ausnahme eines einzigen Bureauzimmers fämtliche Räume des Gewerkschaftshauses in Benugung genommen und an manchen Stellen reichen die vorhandenen Räume nicht aus. Ein reges gewerkschaftliches Leben hat sich am Engelufer entwickelt und wollen wir hoffen, daß das eigene Heim den Berliner Gelvertschaften noch viele Freude bereiten wird. Die in der Herberge Uebernachtenden gehörten folgenden Berufen an: Arbeiter 293, Arbeiter- Sekretär 1, Architekt 1, Bäcker 135, Barbiere 92, Bildhauer 295, Böttcher 22, Brauer 19, Buchbinder 327, Buchdrucker und Schriftseßer 672, Bureau- Angestellte 29, Bürstenmacher 35, Cigarrenmacher 10, Ciseleure 18, Conditoren 26, Dache beder 6, Drechsler 174, Dreher 285, Fabrikanten 3, Feilenhauer 27, Former 268, Galvaniseure 5, Gastwirte 9, Gärtner 17, Gelbgießer 18, Gerber 46, Glaser 31, Glasschleifer 15, Goldarbeiter 82, Graveure 10, Gürtler 88, Handelsleute 25, Handschuhmacher 8, Hausdiener 109, Hutmacher 7, Instrumentenmacher 8, Ingenieure 4, Stammmacher 7, Kaufleute und Reisende 213, Kellner 96, Kistenmacher 7, Selempner 243, Köche 4, Korbmacher 18, Snopfarbeiter 4, Krankenwärter 8, Kupferschmiede 50, Stutscher 21, Ladierer 22, Lagerhalter 7, Landwirte 10, Lehrer 8, Lithographen 14, Maler 228, Maschinisten 11, Maurer 228, Mechaniker 107, Messerschmiede 4, Am 25. Juli hielt die Polizei auf Beschluß der Staatsanwalt Metallbrüder 38, Monteure 61, Metallschleifer 22, Möbelpolierer 18, schaft im Bureau des Arbeitersekretariats, fotie in den Geschäfts- Musiker 7. Nadler 7, Photographen 4, Porzellandreher 15, Borzellan und Privaträumen des Genossen Gogowsky Haussuchung ab, um maler 10, Bosamentiere 15, Redacteure und Schriftsteller 24, Rohra nach Belastungsmaterial, Protokollbüchern 2c. für die geheimen Verleger 6, Gattler 205, Seeleute 18, Seifenfieder 4, Gilberarbeiter 16, fammlungen au fahnden. Beschlagnahmt wurden die Geschäftsbücher Schaffner 6, Schlächter 40, Schlosser 865, Schmiede 77, Schneider 306, Stanzer des Sekretariats, des Gewerkschaftskartells, die Mitgliederlisten und Schuhmacher 167, 9, Steindrucker 71, Stein Stassenbücher sämtlicher Gewerkschaften, Storrespondenzen und megen 35, Steinsetzer 16, Stellmacher 116, Studenten 3, 36, Tapezierer 118, Technifer 31, Textil Rechnungen, ja sogar die Bibliothek der Bildhauer. Am 27. Juli Stuccateure wurde abermals im Sekretariat und zugleich in der Wohnung eines Arbeiter 39, Tischler 1467, Töpfer 56, Uhrmacher 23, Vergolder 27, Barteigenossen gehaussucht. Bimmerleute 121. Eine Anzahl andrer Berufe war mit weniger als Mit vollem Recht. Ganz mit Unrecht aber schreibt Heine, daß Am 31. Juli wurde ein Teil der beschlagnahmten Sachen zurüd 3 Berufsangehörigen an der Frequenz der Herberge beteiligt. er mir zur Konstruierung eines Gegensages zwischen ihm und dem gebracht; das andre behielt die Staatsanwaltschaft als Anklage- Im Restaurant der Herberge wurde umgesetzt( Einkaufspreis): Programm feinen Anlaß gegeben, weil er sich mit dem Programm material. Gegen Gogowski wird jezt Anklage wegen folgender Fleischwaren 8527,05 M., Backwaren 2922,00 M., Startoffeln, Gemüse überhaupt nicht beschäftigt habe und bei seiner Betrachtung auch Punkte erhoben: 1. in drei Fällen je eine Versammlung, und andre Küchenwaren 4155,29 M., Lagerbier 58 66,80 M., Weißnicht zu beschäftigen brauchte". Ich möchte meinen, fo fagt ja in der öffentlich politische Angelegenheiten besprochen worden bier 1221,75 W., Branntwein 402,45 M., Säfte 156,05 M., SelterHeine, daß es auf den Gedanken und nicht auf das Wort find, polizeilich nicht angemeldet zu haben, polizeilich nicht angemeldet zu haben, 2. in diesen wasser 81,00 M., Tabat und Cigarren 1102,80 m. antommt. Der Gedanke der eben angeführten Heineschen Säße Versammlungen als Medner bezw. als Ordner aufgetreten zu sein, berwirft auf das entschiedenste unter Hinweis auf die grauenhaften 8. sein Lotal dazu hergegeben und 4. dem einschreitenden Bolizei Ausschreitungen der französischen Revolutionstribunale" eine weit beamten anfänglich den Zutritt zu dem Lokal verweigert zu haben. gehende Demokratisierung der Gerichte oder, wie das Programm es Weitere drei Genossen haben sich ebenfalls in derselben Sache ausdrückt,„ Rechtsprechung durch vom Volt gewählte Richter". wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz zu verantworten. Dem gegenüber verschlägt es nichts, wenn Heine jetzt behauptet, Trozdem also die ganze Korrespondenz beschlagnahmt war, ließ er habe sich mit dem durch die Vorbildung von Juristen und Laien sich nichts weiter als ein Vergehen gegen das Vereinsgesez feststellen. bedingten Unterschiede in der Beurteilung der Fälle beschäftigt. Doch bei der strafrechtlichen Verfolgung allein blieb es nicht. Bolizeipräfibent von bedeutungslos gehalten, mich aber nicht veranlaßt gefehen haben, mann erließ eine Verfügung, in welcher die Abhaltung von Ber auf denselben zu erwidern. Der Kern und das Wesent- sammlungen im Arbeiteriekretariat auf Grund der regierungspolizeiliche seiner Ausführungen sind aber nicht jene Unterschiede, lichen Berordnung vom 22. November 1889 und 17. April 1899 versondern die Darstellung, als ob unfre Stlassen justiz durch die boten und im Zuwiderhandlungsfall eine Geldstrafe von 100 W. an felben erzeugt werden. Das Wesentliche find ferner die Er gedroht wurde. Diefe Regierungs Polizeiverordnungen bestimmen örterungen, welche in dem Gay gipfeln: Bir sehen die Heilung die baulichen Anforderungen für Theater, Konzert und Versamm der Uebelstände in einer Läuterung der allgemeinen politischen lungslokale. Bauer beim Gewerbegericht und beanspruchte Bildung". Bom 12. August bis 1. September stand das Sekretariat sogar Bon den Urteilen der Geschwornengerichte gegen Maßloff, Levy, unter Polizeiaufsicht, indem täglich in den Abendstunden ein Polizei eine Lohnentschädigung. Vor der Kammer V wurde festgestellt, daß der Beklagte erklärt hatte, die Entlassung erfolge wegen Mathies, Schröder, Holst geht Heine aus. Diese Echwurgerichts- beamter fich längere oder fürzere Zeit in den Räumen aufhielt. Urteile und ähnliche Urteile der Juristengerichte ertlärt er nicht Die Beschwerden darüber wurden auch vom Ministerium des pünktlichen Nachbauiegebens". Das Gericht hielt einen aus dem Klassencharakter der Gerichte, sondern aus der Vorbildung Innern als unbegründet zurückgewiesen, doch hatten sie den Entlassungsgrund nicht für vorliegend und veranlaßte deshalb den und der Berufsthätigkeit der Richter. materiellen Erfolg, daß die leberwachung am 1. September zurück- Beklagten, eine angemessene Summe im Vergleichswege zu zahlen. Der Jahres- Arbeitsverdienst des Bauhandwerkers N., der Diese Auffaffung gepaart mit dem Hinweis auf die Läuterung gezogen wurde. Doch hatte dafür der Sekretär das Vergnügen, daß der allgemeinen politischen Bildung als Seilmittel der Klaffenjuftig er angeklagt wurde wegen Uebertretung der Gewerbe- Ordnung; er infolge eines Betriebsunfalls auf 100 Broz. Unfallrente Anspruch scheint mir in der That eine schwere Berkennung von deren Ursachen sollte in Berfon fremde Rechtsangelegenheiten gegen Entgelt besorgt hatte, war durch einen Bescheid der nordöstlichen Baugewerksund eine Preisgabe des Klassenkampf Standpunkts. Deshalb hielt haben ohne der Polizei das anzuzeigen. Das Gefretariat erteilt Berufsgenossenschaft auf 1361,34 M. festgesetzt worden. Das ib die kritische Besprechung für eine politische Pflicht. Was ich in jedoch alle Rechtsauskünfte unentgeltlich und fertigt auch alle Schrift ergiebt auf den Tag 4,95 M. Davon waren nach dem alten Gesetz nur meinem ersten Auffaz gesagt habe, halte ich in allen Punkten fäße unentgeltlich an. Es tann beshalb von einem Gewerbebetriebe 4. voll und vom Rest nur 1/8 bei der Rentenbemessung anzurechnen. Da aufrecht. teine Rede sein. Trozdem schon zweimal Termin zur Hauptverhand- die Berechnung und Festsetzung noch unter der Herrschaft des alten lung war, ist diese einfache Sache doch noch nicht erledigt. Gefeßzes erfolgte, so wurde dementsprechend verfahren und der Bahlenmäßige Nachweise über die Frequenz des Gekretariats Rentenberechnung 1295,10 M. zu Grunde gelegt. Der Pfleger des fann der Bericht nicht geben, da das Tagebuch des Sekretärs be Klägers legte Berufung ein und beantragte beim Schiedsgericht verschlagnahmt und von der Staatsanwaltschaft als Beweismaterial geblich, den vollen Arbeitsverdienst von 1361,34 M. in Anrechnung zu zurückbehalten worden ist. Deshalb fann nur mitgeteilt werden, daß der bringen. Gegen das ungünstige, nach Lage des Gesezes aber richtige und Kollege Dr. Herzfeld geht nicht mit einem Wort auf den Ge- Rat und die Hilfe des Instituts sehr stark in Anspruch genommen wurde. Urteil legte er nunmehr noch Nekurs ein. Mittlerweile waren Man kann es denen, die diese unendliche Kette von Kleinfämpfen damit hatte er gerechnet die anderen Geseze in Kraft getreten. bauleninhalt meiner Efviderung ein, sondern beschränkt sich darauf, einige aus dem Zusammenhang geriffene Stellen aus meinen Ar- auszufechten haben, nicht verdenken, wenn sie mit Bitterkeit erfüllt Danach hat der Jahresarbeits- Verdienst bis zu 1500 M. voll zur tikeln abzubruden und das was er schon in Nr. 67 geschrieben hatte, werden; in folcher Empfindung verweift der Berichterstatter darauf, Anrechnung zu kommen, während§ 27 des Hauptgefeßes bestimmt, zu wiederholen. Er erkennt auch jetzt noch nicht an, daß man die wie anderorts, auch im Deutschen Reich, die Arbeitersekretariate daß die günstigeren Bestimmungen des neuen Rechts auch anzuDemokratisierung der Justiz noch nicht verwirft, wenn man be- meist allseitiges Entgegenkommen finden, während in Bosen den wenden seien bei Streitfällen, die noch aus der Zeit des Das Reichs Versicherungszweifelt, daß sie gerade ein bestimmtes Uebel werde beseitigen legalsten Einrichtungen und Handlungen die waldursprünglichste alten Rechts stammen. denn auch die Entscheidung des Schiedstönnen. Bevormundung entgegentritt. Das find aber Leiden, die die Arbeiter amt hob Ich habe demnach feinen Anlaß, die Debatte fortzufeßen. Nur bewegung in ihren Anfängen allenthalben durchzumachen gehabt hat gerichts auf und verurteilte die Berufsgenossenschaft, die 1361,24 M. Jahresverdienst voll zu berechnen. eine Bemerkung: Kollege Herzfeld ist so freundlich anzudeuten, daß und die allenthalben nur zu ihrer Kräftigung beigetragen haben. .com V Im übrigen schließe ich meinerseits hiermit die Polemit. Berlin, 26. März 1901. Josef Herzfeld. # Sociale Rechtspflege. Keine Verpflichtung zur Feierabendarbeit. Der Mempnermeister Bader hatte den Arbeiter St. plößlich entlassen, weil dieser der Aufforderung, die Werkstätte auszufegen, nicht gefolgt war. Es war bereits 7 Uhr und N. hielt sich wegen des Feierabends zu jener Arbeit nicht mehr verpflichtet. Er verklagte Herrn Feinste Mass- Anfertigung. Streng feste Preise. 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Reiseunterstüßung wird auf 18 M. festgesetzt. Die Reiseunterstüßung Ferner wird beschlossen, der Centralkommission für Bauarbeiter- wird täglich nur einmal und in einer und derselben Zahlstelle fchug jährlich 1000 M. aus der Verbandskasse zu überweisen; ebenso innerhalb 4 Monaten nur einmal ausbezahlt. Mitgliedern, die zur wird ein Antrag übed angenommen, wonach die Kosten der Lotal- durch Aussperrung, Maßregelung und Arbeitseinstellung und Landeskommiffionen für Bauarbeiterschutz von der Haupttasie Abreise genötigt find, fann mit Genehmigung des CentralUeber den Punkt: Bauarbeiterschutz referiert Bringmann gedeckt werden. vorstands Reifeunterstützung ohne Rücksicht auf die Dauer der Hamburg. Trotz der von den Behörden erlassenen Schutz- Alsdann wird in die Beratung des neuen Statutenentwurfs| Mitgliedschaft sofort gewährt werden, wenn der Betreffende bei Ausbestimmungen sei die Zahl der Unfälle auf Bauten gestiegen. In eingetreten. bruch der Differenz schon Mitglied war. Mitgliedern, die ein halbes Arbeiterkreisen werde nicht genug auf Durchführung dieser Be-§ 2( Leiftungen des Verbands), erhält den Zufaz:" Gewährung Jahr dem Verband angehören, oder Junggesellen, die sich innerhalb stimmungen gedrungen. Gegen die Anstellung von Baucontroleuren von Rechtsschutz, Reise Unterstützung und Entschädigung für ver- 4 Wochen nach beendigter Lehrzeit dem Verband anschließen, wird aus dem Stande der Arbeiter habe sich das Unternehmertum mächtig branntes Werkzeug. an allen Berbandsstellen Reiseunterstützung gewährt. gesträubt, nachdem man sich endlich in einigen Städten gezwungen In Bezug auf die Beitragsleistung werden alle Anträge abjah, solche Controleure anzustellen, seien diese machtlos gemacht, gewissermaßen zu einer Nachtwächter Rolle verurteilt. Sie dürfen liegen ebenfalls Zu§ 5- Leistungen an die Hauptkasse die fich vorfindenden Mißstände nur zur Kenntnis der höheren Stelle verschiedene Anträge vor, die diese Leistungen auf. 70. resp. 75 Proz. bringen, sonst könnten sie zur Abstellung nichts thin. Zürich, wo festsetzen wollen. Es wird jedoch der Vorstandsantrag angenommen, die Kontrolleure das Recht haben, die Einstellung eines Baues zu wonach 80 Proz. an die Hauptkaffe abzuliefern sind. verfitgen, wenn die vorgefundenen Mißstände ein sofortiges Ein- Eine anregende Diskussion entspinnt sich bei dem Abschnitt des greifen als notwendig erscheinen lassen, sei die Unfallziffer gesunken. Entwurfs, der die Reise: Unterstützung behandelt. Der Antrag Berlin, Nach längerer Debatte wird eine Resolution angenommen, in die Unterstützung nach Kilometern zu berechnen, wird angenommen. Pro Aui 27. b. M. verstarb meine liebe Frau, Mutter, Groß- und Schwieger: mutter, Barbara Henkies, geb. Just. Die Beerdigung findet am 31. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Reinickendorferstr. 42 nach dem Neuen Nazarethkirchhof statt. 3946 Wilhelm Henkies. Gentralverband der Maurer Deutschlands ( Zahlstelle Berlin II.) Am 23. März starb unser Mitglied, Ser Maurer Emil Schöwe im Alter von 42 Jahren. Der Tod ist die Folge des Herabsturzes von einen sich in schlechtem Zustande befindlichen Kelleraufgang auf dem Bau Dorfstraße 80. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe mit drei Kindern. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 31. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des heiligtreuz Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um rege Beteiligung der Verbandsmitglieder bittet 137/1 Die Verbandsleitung. Ortskrankenkasse d. Sattler und verwandten Gewerbe zu Berlin. Am 28. März 1901 verstarb das Mitglied Ernst Hahn( Wert statt von A. Lerch). 171/9 Die Beerdigung findet Sonntag, 31. März, 1901, nachut. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Sophien- Kirchhofs ( Ende der Freienwalderstraße) aus statt. J. A.: G. Aßmann, Rendant. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege [ 4756 Theodor Zunke am 27. März verstorben ist. Die Be: erdigung findet am Sonntagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Central friedhofs statt. Die Kollegen der Pianoforte Fabrik Hilse Nachf. Todes- Anzeige.. Heute Freitag, den 29. März, früh 1/3 Uhr, verschied nach kurzem schweren Leiden meine innigftgeliebte Frau, meine gute Mutter Bertha Kassner geb. Wolff im vollendeten 59. Lebensjahre. Dies zeigen in tiefster Betrübnis, um stille Teilnahme bittend, an Wilhelm Kassner nebst Tochter, Stalizerstr. 18. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 31. März, nachmittags 2 Uhr, bom Trauerhause aus nach dem neuen St. Thomas Kirchhof in Nixdorf, Hermannstraße, statt. Todes- Anzeige. 469b Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser fleiner Sohn Karl im Alter von 1 Jahr 11 Monaten aut 27. d. M. gestorben ift Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. März, nachmittags 32 Uhr auf dem Kirchhof zum heiligen Kreuz in Mariendorf statt. 4076 Karl Glashagen und Frau. am Danksagung. Allen Berwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen von Centralverband der Former fagen wir unsern herzlichsten Dant. Josephine Joswiak u. Kinder. Elektra- Abendkurse Beginn 3. April.[ 1187L Bratt. n. theoretische Ausbild. für alle Zweigeb. Elektrotechnik. Grosser Maschinensaal** und Praktikum. Reine Borkenntniffe. Zeugnis. Anmeldungen Brinzensir. 55. Wichtig für Damen. Günstige Gelegenheit zum Einkauf vou Frühjahrs- Konfettion, Jacketts von 3,50 an.[ 11748* Jacketts auf Seibe gefütt. v. 6,50 an. Kragen zur Einsegnung von 1,50 an. Kragen für Damen von 2,00 ans fangend, bis hochelegant 30 m. Tallor mades in schwarz und couleurt. Kostüme in allen Preislagen. Elegante Reisemuster zu bedeutend herabgesezten Preisen. Damenmäntel- Fabrit. V gelehnt. Redacteur- Gesuch. Zum 1. 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