Nr. 31. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mf.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprech- Anschlußt Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 6. Februar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. „ Umschau verboten!" allem Aufgebot bürgerlichen Moralitätsfanatismus ver- Dr. von Bar die Vorlegung eines Gesetzes über folgt, für den Mann, der in der Wahl seiner Eltern vor die Auslieferung von verurtheilten und angeschulDeutschland hat zweitausend, Verpflegungs- fichtig" war, absolut nichts Herabwürdigendes. digten Personen an auswärtige Regierungen. In stationen für unbemittelte Wanderer", in Das Verbot der Umschau für den gänzlich Mittellofen diesem Antrage erblickten nun die Herren vom Zentrum welchen bekanntlich gegen eine gewisse Arbeitsleistung Ob- fann aber auch übel wirken insofern, als die Polizei doch und der Rechten das Gespenst des Unitarismus, wenigstens dach und Beköstigung gewährt wird. Gewöhnlich steht mit immer nur sehr mangelhaft über die Arbeitsverhältnisse nahmen ihre Redner das Gespenst zum Vorwande dafür, diesen Verpflegungsstationen" ein polizeilicher Arbeits- unterrichtet sein kann. Wie Mancher würde vielleicht Ar- um die zur Zeit auf diesem Gebiete herrschende reine Willkür nachweis in Verbindung, weil man befürchtet, die Arbeitsauch für die Zukunft noch zu erhalten. Der Antragsteller suchenden möchten zugleich da oder dort um eine milde Dr. Meyer und Bebel gingen dem kleinstaatlichen Zauber Gabe ansprechen. Auf den Tafeln an den Eingängen der scharf zu Leibe, sodaß der sattsame Plauener Ober- StaatsOrtschaften, wo die Verpflegungsstation angegeben ist, heißt anwalt Dr. Hartmann den klassischen Ausspruch that: es dann auch:" Umschau verboten!" Der mittelloſe Bebel sei ein wüthender Unitarier!" Ob der Herr stark Wanderer" soll, wenn die Polizei keine weitere Beschäftigung gefrühstückt hatte? für ihn weiß, schleunigst machen, daß er weiter kommt; mit anderen Worten: der Arbeitslose befindet sich auf diese Weise permanent auf dem Schub, gleichviel ob er Reichsangehöriger ist oder nicht. " beit finden, wenn er selber danach sehen könnte! Wie viele Arbeitgeber haben einen Widerwillen dagegen, sich Arbeiter von der Polizei senden zu lassen! " Die Angst, es möchte da und dort einmal, wenn die Umschau" nicht verboten wäre, ein Professionsbettler die Gelegenheit benußen, einen wohlhabenden Mann um eine Gabe anzusprechen, dünkt uns wirklich unbegründet; denn Der Antrag auf Verweisung an eine Kommission mußte wir denken human genug, daß wir sagen, lieber mögen zehn per Hammelsprung entschieden werden, wobei sich die Bes Professionsbettler da und dort einem reichen Mann fünf schlußunfähigkeit des Hauses ergab. Pfennige abnehmen, als daß ein einziger Arbeitsloser durch Auf den Zusammenfünften der Provinzialbehörden, wo die verbotene Umschau verhindert wird, Arbeit zu finden. über die Verpflegungsstationen verhandelt wird, weiß man Diese Art, wie die bürgerliche Gesellschaft demjenigen denn immer auch rühmend hervorzuheben, daß durch die entgegentritt, der ihre kümmerlichen Unterstützungen in AnStationen dem„ Wanderbettel" bedeutend gesteuert oder daß spruch nimmt; die Verpflichtungen, die sie ihm auferlegt, er ganz beseitigt worden ist. Das klingt wie Musik für auch wenn er unverschuldet in Noth gekommen ist, alles die Ohren jener Spießbürger, denen es als die höchste Be- das beweist, daß der Geist der Humanität, wie wir ihn auflästigung erscheint, wenn ein armer unglücklicher Mensch fassen, noch weit davon entfernt ist, gerade da zum völligen an ihre Thüre klopft, und denen der Begriff" Bettler" Durchbruch zu gelangen, wo es am meisten nothwendig gleichbedeutend mit Vagabund" und" Tagedieb"" ist. Es wäre. Wir werden niemals der Faulheit und dem Müßig giebt ohne Zweifel Bettler von Profession, aber sie sind gang das Wort reden; wir bekämpfen diese Dinge, wo wir verhältnißmäßig gering an Zahl und ihre Existenz recht- auf sie stoßen. Aber die Art, wie heute eingegriffen wird, fertigt nicht, daß man diejenigen, die teine Arbeit haben, kann unsere Billigung nicht finden. aber gerne arbeiten möchten, als Professionsbettler" Freilich kann man auch von der bürgerlichen Gesellbehandelt. schaft nicht erwarten, daß sie jemals eine glückliche Lösung Daß außer den Arbeiterkolonien noch die gänzlich der sogenannten Vagabundenfrage finden wird. Sie wird unzureichenden Verpflegungsstationen in solch großer diese Beule mit sich am Leibe herumschleppen, so lange sie Anzahl bestehen und so sehr in Anspruch genommen besteht, und alle polizeilichen Mittel werden das Geschwür werden, das sollte unseren Besitzenden und Gebildeten" dem Auge der„ oberen Zehntausend" auf die Dauer nicht denn doch etwas Anderes beibringen, als Bewunderung für verbergen können. # Die Frage der Soldatenmishandlungen ist, vers anlaßt durch unsere Veröffentlichung des bekannten Erlasses des kommandirenden Generales des sächsischen Armeekorps, der Gegenstand der gestrigen Verhandlungen der Budgetfommission gewesen. Die Regierung hatte sich durch die allgemeine Empörung über die festgestellten Scheußlichkeiten gezwungen gesehen, selbst die Initiative zu ergreifen, um die öffentliche Meinung etwas zu beschwichtigen und zugleich von der richtigen Fährte abzulenfen, wobei ihr denn selbstverständlich das tonservativ- ultramontane Rastell nach Kräften be hilflich gewesen ist. Zunächst hat der sächsische Militärbevollmächtigte die Authentizität des von uns veröffentlichten Schriftstückes voll und ganz zugeben müssen und daran die Erklärung gefügt, daß er die erwähnten Vorkommnisse aufs Schärfste mißbilligen müsse und dieselben auch in keiner Weise beschönigen wolle; verständigerweise unterließ er es, Herkunft und Beweggründe unserer Veröffentlichung nach konservativem Muster zu beschimpfen. Die daran sich schließende Debatte beschäftigte sich eingehend mit den Ursachen, wie derartige Scheußlichkeiten, welche nach dem allseitigen Bus geständnisse feineswegs eine blos sächsische Eigenthümlichkeit find, trotz des entschiedensten Verbotes von Oben vorkommen können. Als solche Ursachen wurden von den verschiedenen ohne Brot, ohne Aussicht auf eine Besserung seiner Lage. Offiziere und Unteroffiziere, die fehlende Entwickelung des Berlin, den 5. Februar. Das klägliche Almosen, das ihnen die Bourgeoisgesellschaft Ehrbegriffes vor und während der Dienstzeit, die mangelnde giebt, wird deshalb mit einer Arbeitsleistung verbunden, Zu den Dingen, für welche es im gesegneten Deutschen Deffentlichkeit des Militärgerichtswesens, das illusorische weil merkwürdiger Weise man bei Niemandem als gerade bei Reiche keine allgemein giltigen Normen giebt, gehört die Beschwerderecht, die ungeheuerliche Uebertreibung des den Aermiſten und Unglücklichsten am meisten besorgt ist, sie Behandlung von ausländischen Personen, welche eines im Disziplinarbegriffes, die übertriebenen Anforderungen, welche möchten etwas umsonst bekommen, und weil dies als eine Auslande begangenen politischen Verbrechens beschuldigt sind namentlich auch durch den Parade- Dienst an die Truppen schwere Versündigung gegen die Gesetze des heiligen Mammon und deren Auslieferung verlangt wird. Bismarck machte gestellt werden u. a. m. Dem bekannten Herrn v. Frege angesehen wird. Denn dieser bestimmt, daß der Börsen- 1884 den Versuch, mit Rußland einen Vertrag abzuschließen, und seinen Nachfolgern aus der konservativen und der ultraspieler und Wucherer, oder auch der Besitzer ererbten der so reaktionär war, daß er im Reichstag nicht durchzu- montanen Partei gelang es aber, die Debatte bald und zu Reichthums sein Einkommen verzehren kann, ohne weiter bringen war. Was aber für das Reich unmöglich war, einem großen Theil von dieser sachlichen Grundlage abzudas Geringste zu thun, und nach den Anschauungen das geschah für Preußen und ebenso folgte Bayern diesen leuken. Der sächsische Agrarier behauptete nämlich, die Hauptder herrschenden Klassen hat der Müßigang, Den Spuren. Die Folge dieser Partikularverträge ist, daß in schuld liege an der allgemeinen Verrohung und diese ihrerbei dem gewöhnlich geschwächten, erschöpften Bezug auf die Auslieferung von Ausländern die reine Will- seits komme von dem Mangel an Religion; man solle diese sonst hinabgekommenen Wanderbettler" mit für herrscht. Um diesen Zustand zu beseitigen, beantragte in den Schulen, im öffentlichen Leben und auch in den die Polizei, die den„ Wanderbettel" abschafft. Wenn ein fonservativer Abgeordneter jüngst noch gesagt hat, daß hungernde Arbeiter nur in Romanen vorkämen, so bedeutet die Einrichtung der Verpflegungsstationen, daß ein großer Theil unseres Volkes frändig braußen liegt, ohne Arbeit, Politische Ueberlicht. Rednern angeführt: die Kaftenerziehung eines Theiles der man oder Feuilleton. Nachbruck verboten.] [ 31 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Nachdem Dr. Lutz auf diese Weise geendet hatte und sowohl von Rollmann, wie von Dr Raffmaus und den übrigen Komitee- Mitgliedern beglückwünscht worden war, wendete sich der Vorsitzende an die Versammlung und fragte, ob Jemand vielleicht das Wort begehre. Auf dieses hin ergriff Dr. Lutz wieder das Wort, um nachzuweisen, daß man keinen fähigeren, schlagfertigeren, getreueren und unbestechlicheren Mann finden könne, als den Professor Birnenmann, der sogar seine Professur zum Opfer gebracht, um auf der Seite der Freiheit stehen bleiben zu fönnen, und auch künftighin jeder Zeit Alles zu opfern bereit sei fir die Sache der Freiheit und des Fortschritts. Ungeheuerer Beifall folgte diesem Vorschlag. Dr. Berjamin aber sprang wüthend auf. Sein schwarzer Bart sträube sich wie das Fell eines Stachelschweines und die dunklen Augen sprühten Feuer und Flamme. " Ich bitte ums Wort", rief er mit Donnerstimme dem Vorsitzenden a. Rollman verlor darüber alle Fassung und blickte hilfeflehend auf Er. Raffmaus. Dieser neigte sich zu ihm hin Es rührte sich Niemand, denn nach der glänzenden und flüsterte im ins Ohr: Rede des Berichterstatters herrschte ein ehrfurchtsvolles„ Erklären Sie, daß sie den Vorsitz an mich abtreten." Schweigen, und Reiner getraute sich, einem so beredten und wohlbewährten Borrebner nachzufolgen. " Ich erklire, daß ich den Vorsitz an Dr. Raffmaus Dr. Ben- abtrete," schrie Rollmann und ging erleichterten Herzens jamin aber saß wie eine lauernde Katze zum Sprunge von seinem Plize, auf dem alsbald der Advokat erschien. Ich habe zunächst Herrn Dr. Benjamin zu fragen, ob Inzwischen meldete sich Professor Birnenmann, der in Aussicht genommene Kandidat, ehrenhalber zum Worte, um er für oder gegen den Antrag des Herrn Dr. Luz sprechen einige Ausführungen des Dr. Luz breitzutreten. Auch ihm will." spendete das nicht mehr kargende Publikum vielfachen Dagegen!" donnerte Dr. Benjamin. bereit. Beifall. die Komiteemitglieder und mehrere Andere, die keinen Hausschlüssel mitgebracht hatten. " Hinreichend unterstützt. Und nunmehr frage ich bei Ihnen, Herr Rollfuß, an, ob Sie Ihren Antrag auf Schluß der Debatte begründen wollen?" Allerdings will ich das," schrie der würdige Möbelfabrikant laut vom Buffet und schwankte der Tribüne zu: Das versteht sich ja von selbst, das war ja vorher unter uns ausgemacht." " Und ehe Raffmaus noch recht von seinem Entsetzen zu fich gekommen, stand Rollfuß bereits neben ihm und vor dem erwartungsvollen Publikum. Unglücklicher! sehen Sie sich, Sie sind ja betrunken," rief Staffmaus grimmig. " Meine Herren, ist das erlaubt, hier Jemanden betrunken Was? ich? betrunken?" schrie der Möbelfabrikant: zu nennen, der Verstand genug hat, auf Schluß der Debatte anzutragen?" pult eine würdige Haltung zu gewinnen. Dabei suchte er durch festes Anhalten an dem RednerSie blamiren uns ganz abscheulich," rief Raffmaus wüthend, als er sah, daß die ganze Versammlung in un geheure Heiterkeit ausbrach. „ Lassen Sie mich ausreden", schrie aber Nollfuß das gegen mit einer Anstrengung, die sein Gesicht kirschbraun anlaufen ließ:" Warum fordern Sie mich erst auf, den Antrag zu begründen? Soll ich vielleicht meine Rede umsonst haben aufschreiben lassen?" Ich muß lemerken, daß vorerst noch ein Redner für Dr. Raffmaus trat alsdann wieder vor und zeigte auf den Vorschlag angemeldet ist. Inzwischen ist auch von die Nothwendigkeit hin, zum Vertheidiger des mit so viel unserem würdige: und verehrten Freunde und Mitkämpfer, Ausreden lassen! Ausreden lassen!" erscholl es nun schaftlich gebildeten, energischen und schlagfertigen Abgeord- der Debatte einglaufen, und habe ich zunächst zu fragen, von allen Seiten. neten zu wählen, worauf er die Versammlung aufforderte, ob dieser Antrag unterstützt wird." Meine Herren," schrie der Möbelfabrikant,„ Sie Alle geeignete Randidaten in Vorschlag zu bringen. Musselich erob die Hand, desgleichen die Schreiber, I wissen, daß der Erdball sich im Kreise dreht.. Rasernen selbst kräftig fördern, dann werde alles gut per- Jimmer blasen die nationalliberalen Windsäcke mit aller Ueber den Stand der Liebknecht'schen Manden. Graf Ballestrem machte gleich die Nutzanwendung für Lungenkraft Wind in den großen zusammengeklappten, datsfrage( im sächsischen Landtag) sind von den Freunden seine Zwecke, indem er für die Soldatenmißhandlungen den flach wie ein Lumpenbündel am Boden liegenden Luft- des Herrn Mehnert falsche Nachrichten in Umlauf gesetzt feligen Kulturkampf verantwortlich machte. Den Vogel ballon, genannt die große liberale Partei". Nun der worden, die auch in sonst anständige Blätter Eingang geaber schoß der fromme Lingens ab, indem er meinte, durch Wind ist da, die Windsäcke sind da, der Luftballon ist da, funden haben. Der Erlaß, mit welchem der sächsische Herr die Religion müsse dem Volke der Gehorsam aus eigenem aber aufsteigen wird der Luftballon nimmermehr, und todt Finanzminister dem agrarisch- antisemitischen enfant terrible Antriebe beigebracht werden, indem es in jedem Vorgesetzten wird er am Boden liegen bleiben ein jämmerliches in welchem Grade terrible, das ist vorläufig nur sehr den Stellvertreter Gottes auf Erden erkennen lerne. Die Häuflein Lumpen. Wenigen bekannt, wird aber bald allgemein bekannt sein soldatenmißhandelnden Unteroffiziere Stellvertreter Gottes! In diesem Wahnsinn liegt wenigstens System, wenn auch Die Krone, die über den Parteien steht, wird auch zu Hilfe zu kommen, sich verpflichtet hielt, beruht, gleich der die Parteigenoffen des heiligen Josef von Aachen" sich mit am freiesten überblicken, wie und von wem in diesen 25 Jahren Wehnert'schen Ausschnüffelung, auf der durchaus falschen neudeutschen Schaffens allewege die nationale Idee harmonisch Annahme, daß Liebknecht seinen Wohnsitz in Borsdorf dieser letzten Konsequenz keineswegs einverstanden zeigen mit den praktischen Bedürfnissen der Zeit verbunden wurde; gehabt und diesen Wohnsitz durch seine Uebersiedlung wollten. Das Ergebniß der Verhandlungen waren zwei fie wird besser noch, als wir im Alltagsgetriebe, ermessen, wie nach Charlottenburg aufgegeben habe. Der Wohnsiz Anträge. Der von Richter und Buhl eingebrachte ver- und von wem allein diese Harmonie fernerhin gepflegt werden Liebknecht's war aber und ist Leipzig, wo er langte als wesentliche Mittel zur Abhilfe Deffentlichfann; wenn sie dann entschloffener als sonst wohl in den im Jahre 1875 das Bürgerrecht erwarb. Durch die Ausfeit, Mündlichkeit und ständige Gerichte im MilitärGang der öffentlichen Dinge eingreift, ist uns dies die Beweisung ist sein Bürgerrecht und sein Wohnsiz strafverfahren, sowie Verbesserung des Beschwerdeweges; er stätigung, daß in der That ein nationales Interesse mit im nicht berührt worden- Borsdorf war nur vorwurde mit 10 Stimmen der Sozialisten, Freisinnigen und Spiele ift." übergehender( und unfreiwilliger) Aufenthalt, von dem Nationalliberalen gegen 16 Stimmen der Konservativen und So schreibt bereits die nationalliberale Börsen- Zeitung" Liebknecht am 29. Juni 1890, nach dem Erlöschen des Bes Ultramontanen, einschließlich des Polen, abgelehnt. Mit zum Voltsschul gesez, nachdem der Kaiser mit Herrn lagerungszustandes in Leipzig, in seinen Wohnsiz demselben Stimmenverhältniß wurde dagegen der nach- v. Bennigsen unter vier Augen ein längeres Gespräch ge- Leipzig zurückkehrte, wo seine Familie auch nach folgende Antrag Ballestrem- Hartmann angenommen: führt hat. Zu diesem Byzantinismus versteigen sich die seiner Ausweisung stets gewohnt hatte. felben Organe, die eben noch als die gewappneten Freiheitskämpfer sich gebahrten und mit Bismarc's Hilfe bereit waren, dem Kaiser und der Regierung die Spige zu bieten. Und alles das macht aus den Mannesseelen" das Bischen Hof- der Steuerbetrag Liebknecht's für das zweite Semeſter Jetzt sett Herr Mehnert seine Hoffnung darauf, daß luft, das Herrn v. Bennigsen um die Nase geweht hat. 1890 nicht bezahlt worden ist eine Versäumniß, Indessen toben noch etliche nationalliberale Käuze wie die jedoch weniger die Liebknecht's als der Leipziger Steuerder rasende Roland umher. Prof. Felix Dahn, ob- behörde war, welche am betreffenden Termin wohl sehr friedlich gesonnen", fordert die Gegner auf, ihn die Steuer nicht in der üblichen Weise Die Brüder vom neuen Kartell haben es also richtig und die Liberalen nicht zu reizen, denn sonst könnten sie ein 30 g. Wenn deshalb, weil ein Steuertermin nicht fertig gebracht, die hochwichtige Frage der Soldaten- ihn kennen lernen. Er und seine Gesinnungsgenossen genau eingehalten wird, einem Abgeordneten das Mandat mißhandlungen nach Kräften zu verderben und als Vor- würden zu den Waffen greifen, wenn wirklich die„ kon- abzuerkennen ist, dann hat sicherlich die Mehrheit der spann für den preußischen Schulgesetzentwurf zu miß- fessionelle" Behandlung der Wissenschaften auch außer der sächsischen Abgeordneten nicht das Recht, im Landtage zu brauchen. Die Hauptverhandlung in der Sache wird erst Religion auf staatlichen Volksschulen, freien" Volksschulen, fizen. Uebrigens hat Liebknecht auch abgesehen von jenem im Reichstags- Plenum fommen, wo das ganze System, freien" Mittelschulen, Gymnasien und Hochschulen uns auf zweiten Steuertermin beträchtlich mehr an Staatswelchem die gerügten Dinge entspringen, eine grelle Bebas XVI. Jahrhundert zurückzuschleudern droht, so daß steuer bezahlt als der sächsische Wählbarkeitszenfus erLeuchtung erfahren wird. Franzosen, Engländer und alle Bildungsvölker uns ver he ischt. höhnen. Im Laufe der nächsten Woche wird die GesetzgebungsNur vertheidigen werden wir uns: aber so nachdruckfam, Deputation( Kommission) der sächsischen Kammer sich wie Anno 70 die Deutschen im Wege der Wertheidigung von mit der Sache beschäftigen. Dann wird es vielleicht Memel über Sedan und Paris an den Kanal gelangt find: auch aufgeklärt werden, wie der sächsische Herr dann wird sich zeigen nicht wir wollen's dahin bringen! Finanzminister dazu kam, den Verwaltungsapparat der Res ob die deutsche Bildung heute noch auf dem alten Testament, gierung zu Gunsten eines konservativen Partei- Antrages in dem athanafianischen Glaubensbekenntniß, Luther's Teufels- Bewegung zu setzen, und zwar noch ehe der Landtag zu glauben, Calvin's Gnadenauswahl und Vorbestimmung, dem Bewegung zu setzen, 1. Die Militär- Strafprozeß- Ordnung baldigst einer Reform, namentlich in der Richtung einer größeren Deffentlichkeit des Verfahrens zu unterwerfen. 2. Die Bestimmungen über das Beschwerderecht der Militärpersonen namentlich in der Richtung einer Erleichterung dieses Beschwerderechts einer Revision zu unterziehen. 3. Auf die Pflege religiösen Sinnes unter den Angehörigen des Heeres, sowie im gesammten Volksleben, insbesondere bei der Erziehung der Jugend thunlichst hinzuwirken." Zum Erlaß des Prinzen Georg wird dem„ Berliner Tageblatt" aus Sachsen geschrieben: Weise dem sächsischen Finanzministerium unbekannt. Daß Liebknecht Leipziger Bürger ist, war merkwürdiger Tridentinischen Konzil, dem Syllabus und den beiden jüngsten diesem Antrag Stellung genommen, oder eine Aufforderung Dogmen beruht, oder auf Lessing, Rant, Schiller, Goethe und an die Regierung gerichtet hatte. Darwin( ja wohl, auch auf Darwin!). Aber lange bevor Jedenfalls ist diese Handlungsweise sehr bezeichnend für dieser Streit zu Ende wäre, würde der Sozialdemokrat jedes die Stellung der sächsischen Regierung zu den sächsischen Ministerium, jede Kirche und alle Wissenschaft in den Koth ultrareaktionären. äußerster Barbarei getreten haben. Darum wollen wir drüben und hüben lieber die Schwerter in den Scheiden lassen; wir ,, Liberalen" haben nicht an das Heft gegriffen. Soweit sich die sächsische Bevölkerung um öffentliche Angelegenheiten fümmert, steht sie seit einigen Tagen unter dem Eindrucke der Veröffentlichungen über die furchtbaren Soldatenmißhandlungen in der sächsischen Armee. Bis in entlegene Dörfer ziehen diese Veröffentlichungen ihre Kreise, und man bespricht die durch fie bekannt gewordenen Thatsachen mit einer bitterung, die sonst dem sächsischen Charakter nicht eigen ist. Selbst die konservative Preffe, die sonst Jeden heftig angefallen hat, der es wagte, nur leise, leise von den häufigen Klagen über die hier in Betracht kommenden militärischen Zustände vor der Deffentlichkeit ein Wort verlauten zu lassen, findet heute kein Wort der Entschuldigung. Ja, fie ist selbst charaktervoll genug, die bekannte Verfügung des Prinzen Georg in die weitesten Kreise zu tragen. Das Leibblatt des tonservativen sächsischen Bürgerthums, die Dresdener Ja, Felix, steck' nur den Degen ein! Der Frieden ist Nachrichten", wollen von zuverlässigster Seite die" chtheit schon besiegelt, nicht etwa aus Angst vor Deinen Waffen der Verfügung des Prinzen Georg bestätigt erhalten haben. und denen Deiner Genossen, sondern diese sind schon zu Unter ihrem Eindruck machen heute auch die sächsischen Kon- Kreuz gekrochen. Du willst den Schild für Geistesfreiheit fervativen Stimmung für die Deffentlichkeit des Militär- erheben friech' unter- wahrlich in den Koth äußerster Gerichtsverfahrens und für eine Vereinfachung des militärischen Barbarei" würde sie versinken, wenn nicht die Sozialdemo Beschwerdeweges und Instanzenzuges. Die niederdrückende kratie die von Dir und Deinesgleichen feig aufgegebene Wirkung der Aufsehen erregenden Enthüllungen wird nur Geistesfreiheit vertheidigte! durch die mit ihnen erlangte Gewißheit gemildert, daß unsere höchsten Militärbehörden gegen Soldatenschinder die nach drücklichste Strenge angewendet wissen wollen. Die Leipziger Beitung", das sächsische Regierungsblatt, schweigt noch immer. " Herr Felix Dahn sieht schon in Berlin sozialdemo fratische Schulen wie Pilze aus der Erde schießen, und in ihren freien" Schulen werde dann die preußische Geschichte gewiß so vorgetragen werden, daß begeisterte preußische Unterthanen aus diesem Unterricht wohl kaum hervorgehen. Jedenfalls, Herr Dahn, wird die Geschichte nicht so speichelleckerisch gefälscht werden, wie von Ihnen und Ihresgleichen. Und dieser Felix Dahn ist Professor und will ein Vertreter der Wissenschaft sein! 340 Millionen neue Schulden, wovon 160 Millionen auf das Reich, 180 Millionen auf Preußen fallen, sollen jekt gemacht werden. Die zu diesem Zwecke ausgeschriebene Anleihe giebt die Schuldverschreibungen zu 83,60 für 100 m. verzinslich zu 3 pet. Im Jahre 1890 fonnten Preußen und das Reich noch dreiprozentige Anleihe- Obligationen zu dem Kultusminister nicht geben soll, hat jetzt im AbDie allgemein menschliche Moral, die es nach 87 pCt. begeben; im vorigen Jahre folgte die Emission 84,40, und gegenwärtig erfolgt sie zu einem noch nie geren geordnetenhause vom Ministertische aus wieder eine AnKurse. Mit den zu schwindelnder Höhe empachsenden erkennung erhalten. Der Finanzminister brauchte zwar Schulden wachsen selbstverständlich die vom fe zu zahlen- nicht den Ausdruck Moral", sondern sprach von dem den Zinsen. Der Magen des Fiskus rd trotzdem nicht radikalen ethischen Standpunkt", der zum Verbote der gefättigt, denn alles was in denje hineinfällt, fließt ab Staats- und Privatlotterien führe. Da unser Staat mun aber nicht auf dem ethischen", sondern nur auf dem christlichen Standpunkt besteht, so wurde der Etat der LotterieVerwaltung im Abgeordnetenhause mit großer Mehrheit angenommen. in den Darm des Militarismus3 Die große liberale Partei" wird von den national liberalen Windmüllern noch immer beleitartikelt, und noch Bravo! Bravo!" tönte es von mehreren Seiten, während Andere zu zischen begannen. Die Unruhe nahm dermaßen zu, daß man kein Wort mehr verstehen konnte. Die Komitee- Mitglieder umringten den Möbelfabrikanten und brachten ihn, halb mit Güte und halb mit Gewalt, zu einer Hinterthüre hinaus. Nach und nach erst legten sich die Wogen und das Lärmen soweit, daß die Glocke des Präsidenten wieder vernehmbar wurde. Warum gegen Baare Anklage erhoben werden muß? In dem zweiten Artikel, den Herr Fusangel unter dieser Ueberschrift in der Westfälischen Volkszeitung" veröffentlicht, führt er aus: Es tönne zugegeben werden, daß es mißlich sei, einen Maun von so hervorragender Stellung wie Herr Baare auf Grund eines wenn auch noch so durchschlagenden Indizienbeweises unter Anklage zu stellen. Redakteur Fusangel habe deshalb vier einwandfreie Zeugen genannt, welche befundet hatten, daß nicht allein verschiedene Ingenieure, sondern auch Baare selbst von den Stempelfälschungen und den sonstigen Machenschaften vollste Senntniß gehabt, Diese Zeugen feien sämmtlich vers nommen worden. Von den Erlebnissen eines derselben, des Vorarbeiters Quantius, habe Fusangel am 10. Dezember ein Protokoll aufgenommen, dem wir Folgendes entnehmen. a. hat seit 1874 als Vorarbeiter im Schienenlager bes unter den Meistern Crapol und Rosendahl I. die fannten Machenschaften bei der Schienenabnahme mitgemacht, die Stempelabdrücke in Blei genommen, die falschen Stempel bei den Graveuren Janssen und Gräfe durch Bestellzettel des Ingenieurs oder des Obermeisters in Auftrag gegeben, verworfene Schienen, Schwellen und Laschen mit falschen Stempeln gestempelt und verladen, die echten Stempelabdrücke beseitigt u. f. w. Q. ist nach seiner Erklärung zu all' diesen Machenschaften von seinen Vorgesetzten, dem Obermeister Rosendahl und dem Ingenieur Bering, fortgesetzt angehalten worden. Jusbesondere hat er letteren stets auf dem Laufenden halten müssen, wie viel Schienen abgenommen und verworfen worden, wie viel zum Warmflicken geschickt, von wie vielen die Stempelabdrücke in der Nacht beseitigt wurden u. s. w. Als Vorarbeiter hatte er die falschen Stempel in einer eisernen Riste aufzuheben und zuweilen 100 derselben in Bewahrung. Sieben Monate hindurch hatte er feinen freien Sonntag mehr gehabt und weigerte sich endlich, die geschilderten Arbeiten auch ferner und läßt sich in der Nähe des Eingangs auf einem hölzernen Schemel nieder. eilte auf Umwegen nach demjenigen Theile der Stadt, der seinen alterthümlichen Charakter durch einen Irrgarten von frummen, winkeligen und engen Straßen und Gassen er- Die Gesellschaft, welche er nur mühsam wegen der fennen ließ. schwachen Beleuchtung durch den dichten Nebel zu erkennen Sobald er in dieser Gegend angelangt, knöpft Musselich vermag, ist dermaßen im Anhören des Liedes verfunken, feinen füßentunker" bis unter's Kinn zu, drückt den Hut daß sie von seinem Eintreten nicht die geringste Notiz tiefer ins Gesicht und schlüpft verstohlen an verschiedenen nimmt. Es scheinen überhaupt nur noch Wenige unter Lokalen vorbei, deren erleuchtete, von dünnen Gardinen den Anwesenden für äußere Eindrücke empfänglich zu sein. verhängte Fenster nicht weniger zum Eintritt einladen, Der Sängerin gegenüber, welche ihre geschminkten Meine Herren!" begann Raffmaus mit ausnehmend als der Klang von Harfen und Geigen, sammt den lüder Wangen mit sichtbarer Anstrengung aufbläst, sitt ein feierlichem Tone: Die vorgerückte Stunde, wie nicht lichen Melodien gewisser Kouplets oder Schuadchüpferlu". junger Mann, dessen zusammengeschwundene Körperformen minder die bedauerliche Störung, lassen gleichmäßig eine In einer der engsten und verborgensten dieser Straßen ihm kein langes Dasein mehr versprechen. Eine tiefe, fast Vertagung der Verhandlungen wünschenswerth erscheinen. macht Musselich endlich Halt. Er muß die Häuser ab- trostlose Melancholie scheint aus den halb gläsernen Augen Ich schließe deshalb die heutige Situng und bitte Sie, zählen, da sein geschwächtes Auge weder mit, noch ohne zu sprechen. fich nächsten Sonntag zu Sonntag zu einer anderweitigen Ver- Brille die Nummern der Häuser deutlich genug zu erkennen fammlung einzufinden, in welcher wir Zeit finden werden, vermag. auch die Ansichten etwaiger Gegner zu hören und streng zu prüfen. Für heute aber stimmen Sie mit mir ein in den Ruf:„ Es lebe die Freiheit und der Fortschritt, sowie unser verehrter Kandidat, Herr Professor Birnen manu! Er lebe hoch!" " Hoch! hoch!" erscholl es zurück, und die Versammlung ging ziemlich erregt auseinander. Fünfzehntes Rapitel. Und immer noch eine Verschwörung. So gern wir, und wahrscheinlich auch der geehrte Leser, von der ehrenwerthen Gesellschaft der Freunde von " Freiheit und Fortschritt" Abschied nehmen möchten, so fehen wir uns doch genöthigt, einem der Mitglieder der selben unsere Begleitung zu schenken. Endlich hat er gefunden, was er sucht, und lauschend bleibt er an einem weniger erleuchteten oder dichter ver hängten Fenster stehen. Harfenklänge ertönen drinnen, und eine durchs Singen im Tabakrauch untergegangane, einftmals vielleicht filberhelle weibliche Stimme singt ode: schreit vielmehr das einstmals vielgesungene, vielverspottte und doch unverwüstliche Lied: Zieht im Herbst die Lerche fort, Singt sie leis' Ade!" Das ist„ Die rothe Schenke", murmelt Musselich, hier müssen sie sein." Er fnöpft seinen Rock fester, zicht den Sut noch tiefer ins Gesicht und tappt durch die dunkle Hausflur nach dem Eingange zu diesem Lokale. Höre noch von mir ein Wort, Eh' ich von Dir geh'!" tönt es von dem kleinen Musikstand. Denkt der junge Mann seines verlorenen Lebens, in welchem es nur von einem Faden abhing, ob es ein glückliches, der Menschheit nützliches werden sollte? Mit der Sonne Wiederkehr Kehrt die Lerch' zurück!" tönt es weiter; aber er glaubt an keine Wiederkehr mehr, weder seiner Liebe, noch seiner Gesundheit und Lebenskraft. Mit einem gewissen Ausdruck des Ekels blickt er auf eine üppige Frauensperson, die sich auf den Knieen seines Nach bars schaufelt. Sie gehört wohl auch zu den Künstlerinnen" dieses Lokals, aber jedenfalls nicht zu denen, die durch ihre Kunst" zu wirken sich getrauen. Sie ist so recht Nach einigem Tasten die Wand entling entdeckt er eine Tochter des Stoffes, aus welchem zufällig auch Menschen Es ist diesmal Niemand Geringeres, als Herr Muffe- endlich die Klinke, die sich ohne Weiteres ihrer Bestimmung entstehen. Die umfangreiche Brust, den breiten fleischigen lich, welcher dieselbe verlangt. fügte. Nacken und die dicken Arme läßt das schmutzige rothWährend die Theilnehmer an der Versammlung sich Eine dicke, vom Tabaksqualm überreichlich geschwängerte fammtne Mieder tief entblößt, aber weder Form noch Farbe Langfam zerstreuten, die Komiteemitglieder noch eine Luft, verbunden mit Dünsten, die einem Fabrikat aus Rar- lassen in ihr ein Meisterstück der Schöpfung erblicken. Konferenz mit Dr. Benjamin und dann noch mit dem Pro- toffeln ihr Dasein verdanken, quillt ihm entgegen und nimmt Schmutzige Männerhände haben ihre Spuren auf dem Puder feffor Birnenmann wegen des öffentlichen Berichtes über ihm den Athem. zurückgelaffen. mit welchem sie diese Fleischformen weiß diese Versammlung abhielten, machte sich Herr Musselich Hier aber gilt fein Zögern; todesnuthig dringt er und glänzend erscheinen zu lassen bemüht gewesen war. von der lästigen Begleitung einiger Bekannten los und durch den Qualm, den das Volk Feldw bel" getauft hat, Wer noch irgendwie einen Sinn für Schönheit in Soziale Mebericht: noch an diesen Tagen auszuüben. Obermeister R. denun-| Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Duisburg( Stadtairte ihn bei der Werksleitung wegen. Trunkenheit. Nun bezirk, Hochfeld und Neudorf- Düssern) erhielten unsere Kandidaten legte mit seinem Kollegen Lüning die Arbeit nieder. insgesammt 1480, die Kandidaten der Bourgeoisie sans phrase Mit den Beiden verschwanden vom Werk vier falsche 1875, die Kandidaten der Bourgeoisie avec phrase, nämlich die Kollegen! Nach sechsjährigem Bestehen unserer Organisation Aufruf an die Lackirer Berlins und Umgegend! Stempel und wurden in einem Keller vergraben. In- Hirsch- Dunckerschen 450 Stimmen. Die Kandidaten der Bourgeoisie ist es bedauerlich zu konstatiren, daß anstatt die Mißstände innergenieur B. versuchte zweimal Q. zur Herausgabe der siegten also durch die ununterrichteten Arbeiter der katholischen halb der Gewerkschaft beseitigt und z. B. bessere Lohn- und Stempel zu bewegen. Dann heißt es weiter:" Ich lag noch im und evangelischen Arbeitervereine und der Hirsch- Dunckerei. Die Arbeitsbedingungen herbeigeführt zu sehen, gerade das Gegentheil Bett, da kam ein Bureaudiener des Generaldirektors Baare zu Intelligenz unserer Genossen wird dafür sorgen, daß das bei der der Fall ist. Schaarenweise irren die Kollegen arbeitslos in den mir und verlangte, daß ich um 9 Uhr zu Baare kommen follte. nächsten Wahl nicht wieder passirt. Nachdem ich eine furze Zeit im Vorzimmer gewartet hatte, kam Straßen umher, theilweise sind sie sogar obdachlos, und derjenige Der Herr Generaldirektor, nahm mich mit in fein Bureau und Theil, welcher noch in Arbeit steht, ist auch nur zeitweise beBei den Gewerbegerichts- Wahlen in Breslau hat die schäftigt. begann die Unterhaltung sofort mit der Frage: Aber nun fozialdemokratische Liste einen glänzenden Sieg errungen. fagen Sie' mal, D., wohin haben Sie und 2. Die falschen Unsere Partei erhielt von 2218 insgesammt abgegebenen fortbestehen, wenn nicht wir und unser Familien zu Grunde Kollegen! Diese Zustände können auf die Dauer nicht Stempel versteckt, fagen Sie es mir, Sie sollen auch eine gute Stimmen 2182, während die Gegner Summa Summarum nur gehen sollen. Es ist freilich schwer, gegenwärtig einen Gin Stelle haben, und Sie werden doch hoffentlich nicht daran 35 Stimmen aufbrachten und in elf von siebzehn Bezirken über- fluß auf die wirthschaftlichen Verhältnisse auszuüben, aber denken, dem Werke Ungelegenheiten zu bereiten. Ich habe zwar haupt keine einzige Stimme erhielten. neulich gehört, Sie feien auf dem Werke betrunken gewesen. bei vereinten Kräften sind wir doch im Stande, dem Ist das wahr?" D. gab das zu, und der herbeigerufene OberSchlimmsten Schranken zu setzen. Soll das geschehen, Die Erfurter Parteigenossen machen darauf aufmerksam, so müßt Ihr Männer sein; Euer innerstes Gefühl, Eure Vermeister R. mußte in seiner und Baare's Gegenwart zugeben, daß die unter Boykott gestellte Teichmann'sche Cichorie nunft muß fiegen über jeden indifferenten Gedanken, über jede daß er die Veranlassung gewesen. Das Ende war, daß. sich unter den verschiedensten Bezeichnungen in den Handel kommt: Anschauung, welche unter uns zu Streitigkeiten führen könnte. bewegen ließ, auf dem Werke zu bleiben, nachdem Baare ihm Echter Erfurter Dom- Kaffee" ist in rothem Papier verpackt und Einigkeit macht start. Laßt diese wenigen Worte nicht ungehört statt des bisher verdienten Schichtlohnes von 3,50 M. 5 M. frägt eine Ansicht des Erfurter Domes und der Severi Kirche; an Euch vorüber gehen. Agitirt für unsere Sache, werdet Mitversprochen, die er auch erhielt. Von L. hörte er, daß derselbe Teichmann's Allerwelts Raffee" wird in gelber Emballage verglieder unserer Vereinigung. Vereint sind wir Alles, vereinzelt von Baare eine größere Geldabfindung und einen Empfehlungs- fandt; das am meisten verbreitete Kaffee- Surrogat der genannten find wir Nichts. Alle Arbeitsgenossen ersuchen wir, uns that brief an das Osnabrücker Stahlwert erhalten habe. D. er- Firma ist in blaues Papier gehüllt, welchem ein gelbes Etiquett fräftig zur Seite zu stehen, in allen Werkstätten, hauptsächlich bietet sich, diese Darlegung eidlich zu bekräftigen. mit der Aufschrift Cäsar Teichmann, Erfurt" aufgeklebt ist. den Fabriken, die indifferenten Kollegen aufzurütteln und ste Dieselbe Firmenbezeichnung enthalten überdies auch die oben ge- unferer Vereinigung zuzuführen. Unsere Versammlungen finden schilderten Packete. jeden zweiten Montag im Monat statt und werden durch den Vorwärts" bekannt gegeben. Mit follegialem Gruß Die Handelskammer zu Osnabrück sollte Schritte gethan haben, um eine weitere Ausdehnung der Verantwortlichkeit für Preßerzeugnisse auf den Korrektor u. s. w. anzuregen. Diese Mittheilung, von der auch wir Notiz nahmen, beruhte, wie die" Post" jetzt berichtigt, auf Irr thum. Wie aus dem Sigungsbericht der Handelskammer hervorgeht, hat dieselbe im Gegentheil beschlossen, sich an den Reichstag zu wenden, um der ungeheuerlichen Ausdehnung der Preßverantwortung, die sich auf das bekannte Reichsgerichtserkenntniß stüßt, ein Ziel zu setzen. M Ihre tiefste Entrüstung sprach in Chemnitz eine Volfsvereins aus. Sie verpflichtet sich, mit allen Kräften und Mitteln versammlung über die Auflösung des sozialdemokratischen Wahlfür einen neuen Verein der Arbeiter von Chemnitz zu agitiren. Der Vorstand. od J. A.: Dstar Schüßler, Weidenweg 77, An die Musik- Instrumentenarbeiter Berlins! Kollegen! Keruhafter fozialdemokratischer Humor spricht aus Ihr habt die unterzeichnete Rommission gewählt, damit dieselbe folgendem wahrheitsgetreuen Bericht", den die Frankfurter Eurem Wunsche gemäß, eine auf dem Vertrauensmänner- System Boltsstimme" zum Kapitel and agitation" erhielt:" In beruhende Organisation über ganz Deutschland schaffe. Dazu gewefen. Zwei Stunden Weg. durch dicksten Koth aber bedarf es petuniärer Mittel. Schon zu Weihnachten mußten marschirt. In Versammlung niedergeschrien. Großer Tumult. wir die angefeßte Konferenz vertagen, weil erstens noch zu wenig Emin Pascha hat glücklich von der früher von ihm Wir geprügelt. Versammlung aufgelöst. Zurückgefahren für in den Provinzen agitirt worden und zweitens teine Mittel vorM. auf Leiterwagen. Dabei halb erfroren. Von früh Morgens banden waren. Die Konferenz, welche unserer geplanten verwalteten Provinz Wadelai wieder Besitz genommen und bis Abends 10 Uhr nichts gegeffen.- Hosen zerriffen. Eine Organisation das Fundament geben soll, haben wir deshalb zu mag sich ſeguen, daß er der deutschen Bureaukratie, der Menge Geld verbraucht. Glücklich" in Fr. angekommen. Die Dern neu angefeßt, aber noch fonnten wir keine Agitation bürgerlichen wie der militärischen, entronnen ist. Was soll verflossene Nacht von nichts als Stöcken, Gendarmen und Stuhl- unternehmen, weil das Wenige, was wir an Mitteln besaßen, auch im deutschen Kolonialdienste ein Mann, der nicht ein- beinen geträumt. Wenn Du wieder einen Landagitator brauchst, durch die Maßregelungen von außerhalb befindlichen Kollegen, mal vorschriftsmäßige Honneurs machen kann, dem der stehe troßdem zu Diensten. Dein.... theils durch die Kosten für nothwendige Druckarbeiten, Porti Begriff der Subordination unter den Lieutenant als Voru. f. w. vollständig aufgezehrt ist und neue Unterstützungen durch gesetzten fehlt, der für den deutschen so wenig wie für den russischen Tschin( Rangleiter) ein Verständniß hat? Deutsch Afrika ist das Feld für unsere deutschen schneidigen KolonialAfrika ist das Feld für unsere deutschen schneidigen Kolonialstreber, die den afrikanischen Stämmen deutsche Zivilisation beizubringen haben. Daß die Eingeborenen für diese so wenig Verständniß haben, ist ihre eigene Schuld. Die freifinnigen Stadtväter Elberfelds sind, wie wir den Vertrieb von Agitationsmarten uns nicht mehr zugehen. der Freien Preffe" entnehmen, fuchswild über ihren Kollegen Kollegen! Wenn auch die Zeiten sehr schlecht sind, so zählen wir . von .. Röhler. Die N. N." bringen eine Aufforderung, diesen doch in Berlin 4000 Arbeiter, wovon 1000 feiern, und wenn von freisinnigen Mann nicht mehr als zur Partei gehörig zu be- ben 3000 arbeitenden jeder nur den Monat 10 Pf. beisteuern trachten. Die fleine Fraktion, heißt es da, kann sich den Lurus wollte, wir hätten Mittel genug, um unfern Auftrag zu erfüllen. nicht gestatten, stillschweigend einen Mann in ihrer Mitte zu bulben, Kollegen, thut Eure Schuldigkeit oder löst uns ab und entbindet der den schlimmsten Reaktionären zuzuzählen ist." Der uns unseres Amtes! So wie jetzt hat es teinen Zweck. dildot schlimmste Reaktionär" Röhler hat wahrscheinlich die ganze frei- mit kollegialischem Gruß sinnige Partei auf ihren Werth richtig abgeschäzt. Darlamentarisches. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -Redakteur Martin von der„ Elsaß- Lothringischen in St. Ludwig zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Volkszeitung" wurde wegen Beleidigung des Fabrikanten Wyler Die Agitations Rommission. J. A.: Ernst Sparfeld, Lübbenerstr. 21. Bum Gewerkschaftskongreß. dzeja schaftskongreß zu erleichtern, hat die unterzeichnete Kommission Um die Prüfung der Mandate der Delegirten zum GewerkDie Wahlprüfungs Kommiffion hat in ibren beiden ein einheitliches Mandatsformular anfertigen laffen. Den Vorlegten Sigungen die Wahl des Abg. Dr. Porsch( Reichenbachständen der Zentralvereine wird eine entsprechende Anzahl folcher Rebatteur Rutba ch in Gelsenkirchen wurde von Formulare zugehen. Auch die Vertreter lokalorganisirter ArNeurode) für giltig erklärt und außerdem beschlossen, über die der Anklage freigesprochen, über die Armee und Ein- beiter fönnen ein solches Mandatsformular erhalten und bitten Borgänge bei der Wahl des Abg. von Colmar- Meyenburg richtungen derselben Thatsachen behauptet zu haben, die geeignet wir diejenigen Genossen, welche öffentliche Versammlungen zur ( Meyenburg, Angermünde, Ueckermünde) noch weitere Erhebungen feien, dieselben in der öffentlichen Meinung herabzusetzen. Der Wahl von Delegirten zum Kongreß einzuberufen gedenken, sich an zu beantragen. Bei dieser Wahl famen solche Unfummen Staatsanwalt hatte nur 14 Jahre Gefängniß beantragt! ben Unterzeichneten zu wenden, damit das Mandatsformular in amtlicher Beeinflussungen vor, daß es wohl nur dem Umstande, Gegen den genannten Genossen schweben, soviel wir wissen, noch der betreffenden Versammlung zur Stelle ist und von dem Bureau daß von Colmar Regierungspräsident ist, zuzuschreiben ist, daß 15-18 Anklagen. Unterm alten Rurs hat er gleiches nicht derselben unterzeichnet werden kann. deffen Wahl nicht sofort tafsirt wurde. So wird über die neuen Erhebungen wohl ein weiteres Jahr hingehen, so daß Herr von Colmar wohl Aussicht hat, bis ans Ende der Legislaturperiode fein ungiltiges Mandat auszuüben. So etwas bringen eben doch nur wir fittenftrengen Deutschen fertig. Parteinachrichten. Die sozialdemokratischen Vertrauensmänner des Wahlkreises Bochum haben beschlossen, die im Verlage von, Jeup in Gelsenkirchen erscheinende Volksstimme nach wie vor als Organ der sozialdemokratischen Partei für den Kreis Bochum anzuerkennen. Lass' die Thräne, lass' sie fließen!" erlebt. " Genosse Lehmann, der frühere Redakteur ber Westf. Freien Presse", ist vom Amtsgerichts- Gefängniß in Arnsberg nach dem in Balve überführt worden. Die Einzelhaft kann bis jetzt nicht als Strafverschärfung aufgefaßt werden, indem ihm diefelben Rechte wie in Arnsberg in Bezug auf Lektüre belaffen sind. Auch erfreut er sich noch befriedigender Gesundheit. worden. Die Generalfommiffion G. Legien, Hamburg, St. Georg, An der Koppel 79 I, " 2500 Müllergesellen beauftragten den Redakteur H. Käppler vom Fachblatt der Müller", beim Bundesrath Sahin vorstellig zu werden, daß derselbe von den ihm im§ 120 e In Remscheid wurde am Sylvesterabend die von der der neuen Gewerbe- Ordnung verliehenen Befugnissen Gebrauch Sozialdemokratie projektirte Feier unter Berufung auf den Noth- mache und für das Mühlengewerbe eine Arbeitszeit von täglich stand verboten. Am 24. Januar durfte dagegen der katholische 12 Stunden( intl. einer Stunde Mittagspause) verfüge. In der Gefangverein„ Cäcilia" ein Feft feiern, wofür das Eintrittsgeld bezüglichen Petition wird ferner gebeten, daß der Bundesrath Zur Reichtags- Nachwahl in Mecklenburg Strelit, und der Betrag für den Ball an der Kaffe 75 Pfg. bezw. im Verein mit dem Kaiser anordne, daß die Bestimmungen des welche am 19. März stattfindet, ist von Seiten der dortigen So- 1 M. 50 Pig. betrugen, während die Sozialdemokraten am Gyl-§ 105 b deffelben Gesetzes für das Mühlengewerbe schon jetzt in zialdemokratie Dr. Bütgenau aus Berlin als Kandidat auf- pester alles in allem nur 75 Pfg. beanspruchten. Sollte sich in Kraft treten, und zwar ohne alle Beschränkungen. Als Gründe gestellt. Kandidat der Freifinnigen ist der Gutspächter Wilbrandt. Remscheid der Nothstand schon gehoben haben? werden angeführt: Infolge statistischer Erhebungen im MüllerBisede. Die Konservativen werden vermuthlich wieder den lichkeit der Provinz Brandenburg hat der Redakteur Müllergefellen täglich 16, 18 bis zu 36 Stunden Wegen angeblicher Beleidigung der Geist gewerbe babe man gefunden, daß 88 pt. der deutschen Kammerherrn v. Derßen auf den Schild erheben. Ewald von der Brandenburger Zeitung" gleich zwei An- hintereinander arbeiten müssen und daß flagen erhalten. Der Strafantrag ist vom Konsistorium gestellt 90 pCt. auch des Sonntags bis zu 24 Stunden beschäftigt werden. Durch eine derartig lange Arbeitszeit seien aber die Vorausseßungen geschaffen, unter denen der Bundesrath von den Bestimmungen des§ 120e der Gewerbe- Ordnung Ge brauch machen könne. Ga dürfte gewiß meint die Petition den Mitgliedern des Bundesrathes einleuchten, daß es die Gesundheit der in der Mühlenindustrie beschäftigten Arbeiter in hohem sich trug, mußte sich mit Ekel von einem solchen Anblicke wählten Tisch, ohne ihm auch nur die geringste Beachtung Maße gefährden heißt, wenn die angehenden Müllergesellen abwenden, ausgenommen, der Beobachter empfand den all- zu schenken.. schon als Lehrlinge täglich 16 bis 18 Stunden gewaltigen Schmerz eines denkenden und fühlenden Menschen Ebenso geräuschlos und unbefangen setzt sich kurz darauf junger Leute würden diese nicht nur in ihrem Wachstum und arbeiten müssen. Bei einer derartigen Ueberbürdung fo über eine so verkommene, durch unsere sozialen Zustände auf ein Mann neben ihn, dessen Gesicht nur schwer aus einem in ihrer förperlichen und geistigen Entwicklung gehindert, sondern die niedrigste Stufe herabgedrückte Existenz. Wald von struppigem Haupt- und Barthaar zu erkennen ist. bereits in ihnen die Keime der im Müllergewerbe so sehr verMuffelich schien diesen Mangel an Höflichkeitsformen breiteten Lungenschwindsucht gelegt. Nicht allein aber daß nicht im Mindesten übel zu vermerken, sondern bestellte ohne den Müllergesellen durch die lange Arbeitszeit die Gesundheit Weiteres drei Glas Grogt und bot den Beiden aus seinem untergraben würde, auch ein geregeltes Familienleben werde der Etui Cigarren an, die gleichfalls ohne die geringsten Um- Mehrzahl von ihnen unmöglich gemacht, weil sie nur aller stände angenommen und ohne Aufenthalt angezündet wurden. 14 Tage wenige Stunden frei haben, die sie zum AusIhr Aroma wurde eine Weile mit Kennermiene geprüft, Schuld, daß ein so großer Theil der Müllergefellen bereits im ruhen benutzen müssen. Nur diefer Umstand allein trage die und als die drei Gläser kamen, wurden sie schweigend an- besten Mannesalter nicht mehr im Stande ist, den Anforderungen gestoßen und geleert. einer so langen Arbeitszeit zu genügen, und daß infolge dessen die Müller einen so großen Theil zu den auf der Landstraße verkommenden Elementen stellen! Sie würden zu Landstreichern ohne ihren Willen und ohne ihre Schuld! Um den Mitgliedern des Bundesrathes Gelegenheit zu geben, die Zustände im Müllergewerbe fennen zu lernen und die Nothwendigkeit gesetzlicher Regelung zu ersehen, sind ihnen 15 Stück der bekannten Keppler'ſchen Statistik über die Arbeitsverhältnisse der Müllergefellen zur gehilfen sind in der Petition folgendermaßen zusammengefaßt: Einsichtnahme zugestellt worden. Die Forderungen der MüllerDer Bundesrath wolle 1. auf Grund§ 120e Absatz 3 für das Mühlengewerbe eine Arbeitszeit von täglich zwölf Stunden verfügen( inkl. 1 Stunde Mittagspause); 2. den deutschen Kaiser vermögen, daß derselbe verfügt, daß die Bestimmungen des § 105 b der Gewerbe- Ordnung ohne alle Einschränkungen und Im nächsten Augenblicke werden sämmtliche Gasflammen Ausnahmen für das Mühlengewerbe in Kraft treten; 3. be abgedreht, und das Lokal bleibt nur noch von einer einzelnen mung, nach welchen junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren nur schließen, daß die Bestimmungen des§ 135 ber Gewerbe- Ord Stearinferze beleuchtet. 10 Stunden täglich beschäftigt werden dürfen, für das MühlenHat denn Herr Musselich auch in einem solchen Lokale Mit unzufriedenem Gemurmel trennt sich die verliebte gewerbe ebenfalls in Kraft treten; 4. die überwachenden Be Bekanntschaften? Gruppe und verläßt ihre ungenirte Lage. Der Schwind- amten der Unfall- Berufsgenossenschaften anweisen, daß sie die D gewiß, denn eben naht sich ihm ein langer, hagerer füchtige huftet noch einige Male mit unheimlichem Klange und geradezu skandalösen Nichtachtungen der Unfallverhütungsvor Mann, ber, wenn wir von seinem Gesichte diejenigen an- schmankt der Thüre zu. Schließlich bleiben nur Musselich schriften seitens der großen Mehrzahl der Mühlenbesitzer energisch scheinenden Zeichen des Alters wegrechnen, welche außer und seine beiden Gäste übrig. Manches Menschenantlig zeigt sich sonst noch in diesem verpesteten Raume, welches uns wie eine ewige Appellation an den Geist der Humanität unseres Jahrhunderts erscheinen will. Bei dem Anblick anderer Gesichter möchte man ansrufen: Inzwischen hatte die Sängerin ihr letztes Lied ausgehaucht: " D Gott, aus diesen Zügen spricht kein Herz!" Und wie sollten sie auch! Bei ihrem ersten Fehltritt, der eine Folge vernachlässigter Erziehung oder grimmer Noth gewesen sein mochte, hat sie die Gesellschaft kalt und erbarmungslos ausgestoßen, sie gezeichnet mit dem unaus Jft mir doch so weh und bang" Löschlichen Makel der Schande, während Andere, wie diese zitterte es noch in den Räumen, als sie das braune UmUnglücklichen am Besten begreifen, innerhalb der Schrauten schlagtuch um die mageren Schultern warf und mit ihrer Bedes Gesetzes oder unterm Schutze des Geldsacks Schlimmeres gleiterin und Leidensgefährtin das Lokal verließ, nicht ohne verüben und dabei doch in Ehren und allgemeiner Achtung verbleiben. vorher von Musselich einen bescheiden begehrten und mit faurer Miene gewährten Dank in klingender Münze für ihre musikalischen Leistungen eingezogen zu haben. Stimme, die einem Manne von kleiner untergesezter Gestalt, geziert mit einer rothen Perrücke, dem Wirthe der„ rothen Schenke" angehört. Unter den Besuchern dieses Lokals giebt es Viele, die sich schon glücklich fühlen, wenn sie des Tages über so viel" Feierabend! meine Herren," ruft jetzt eine heisere erschwingen, um jeden Abend einen entwürdigenden Rausch mit nach Hause nehmen zu können, der sie vergessen läßt, was sie gewesen sind, was sie sein könnten, und die diesen Rausch fort zu nähren versuchen, bis endlich der letzte Rausch mit dem letzten Tage für sie gekommen, auf einem halb verfaulten Strohsack. ordentlichen Ursachen ihr Dasein verdanken, kaum die breißiger Jahre erreicht haben kann. Es giebt in solchen Lokalen einen ganz besonderen Ton uter Lebensart! Der Ankömmling setzt sich an den von Musselich er( Fortsetzung folgt.) verfolgen, als dies bisher der Fall war. Die Petition äußerst am Schluffe das Vertrauen, daß der Bundesrath sicher die Mittel finden wird, den geschilderten Uebelständen im Müllergewerbe ein Ende zu machen und so den Müllergesellen Arbeitsbedingungen zu gewähren, welche ihnen ein menfchenwürdiges Dasein ermöglichen. Hoffentlich giebt der Bundesrath diefer Petition Folge. Theater. Sonnabend, den 6. Februar. Opernhaus. Merlin. Der Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Deutsches Theater. Don Carlos. Leffing- Theater. Fräulein Frau und Der sechste Sinn. Berliner Theater. Esther. Geizige. Residenz- Theater. Musotte, Vorher: Modebazar Violet. Wallner- Theater. Lumpengesindel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind.. Thomas Theater. Rothköpfchen. Bellealliance- Theater. Der Herr gottschniger von Ammergau. Oftend- Theater. Othello, der Mohr von Venedig. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplat- Theater. Berliner Pflaster. Feenpalaßt. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gratweil's che Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Bf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Circus Renz. Karlstrake. Sonnabend, 6. Februar 1892, Abends 71/4 Uhr: 33 Auf Helgoland" oder: Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufzügen. Neue Einlage: Die GardeHusaren, Tscherkelen. DampfRiefenfontänen mit allerlei Lichteffekten schiffs und Bootfahrten, Wasserfällen, u. f. w., arrangirt und inszenirt vom talen, dargestellt von 4 Herren auf Direktor E. Renz. Außerdem: 4 Orienarab. Vollblut- Schulpferden in Prachttostüm. Elimar Strickspringer), vorgeführt v. Frl. Oceana Renz. Fahnenquadrille, geritten v. 16 Damen. Colmar, geritten von der Schulreiterin Frl. Clotilde Hager. 4 Gebr. Briatore, Afrobaten. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Auftreten der Par forcereiterin Mlle. Natalie, sowie des Saltomortalesreiters Mr. Adolf Delbosq und des Jockeyreiters Mr. Jules. Romische Entrees und Intermezzos von fämmtl. Klowns. Täglich:„ Auf Helgoland". Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachmittag 4 Uhr( 1 kind frei): ,, Aschenbrödel."( Ballet Einlage: " Frühlingsreigen Walzer.") Abends 71/2 Uhr: ,, Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Sente Abend 7½½ Uhr: Große Gala- Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programmi sind besonders hervorzuheben: Zum 1. Male: DoppelVoltige, ausgeführt von den Damen Frls. Anna Pjöholm und Helene Hertel. Der englische Jockey, dargest. von Miss Edith Adams. 2 Athleten zu Pferde, die Herren Max Schumann und Melas. Die 6fache Fahrschule Etablissement Buggenhagen mit 12 Schulpferden, geritten von am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks: und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Bf. F. Müller. 3 Damen und 3 Herren. AmateurConcurrenz- Reiten, 100 Mk. Prämie erhält Derjenige, welcher die Manege stehend zu Pferde dreimal im Galopp herumreitet. Potpourri mit 6 Pferden, Originaldressur des Herrn Ernst Schumann. Doppel- Seil von Miss Adele und Emmy Hodgini. Komische Entrees fämmtlicher Klowns 2c. 2c. Zum 11. Male: Berliner Leben. Große Waffer- und Feuer- PantoCastan's Panopticum mime in 2 Abtheilungen mit 9 Bildern. Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Aleu: Die fliegende A Neues Schlußtableau:„ Berolina im Feuer." Großes Wasser Feuerwerk, ausgeführt von dem Kunstfeuerwerker Herrn Brandt. Neue Ballet Ginlagen und militärische Evolutionen 2c. 2 Dem Gastwirth Fritz Schneider zum heutigen Tage ein donnerndes Hoch![ 13016] Ein täglicher Gast. Unferm Werkführer und Genossen Franz Lemm zu seinem Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Die Rothen aus der Köpnickerstr. 54. Franz, wollen Gießbock machen! Lodes- Anzeige. Allen lieben Bekannten, Freunden und Genossen die traurige Mittheilung, daß meine innigftgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin, Minna Peus geb. Leinau, nach fünfwöchentlichem schwerem Leiden an den Folgen einer Entbindung und im Gram über die über mich verhängte Unterfuchungshaft am Donnerstag, den 4. b. M. im Alter von 32 Jahren gestorben ist. Um stille Theilnahme bittet Heinrich Peus nebst Hinterbliebenen. Dessau. Magdeburg. Elberfeld. Todesanzeige. Nach langen schweren Leiden verschied am Freitag, den 5. Febr., früh 5 Uhr, unser inniggeliebter Gatte undVater, der Restaurateur Ferdinand Moritz. Dies zeigt, um stille Theilnahme 471M bittend, tiefbetrübt an Die trauernde Gattin nebst Sohn. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Februar, Nachmittags 3/2 Uhr, vom Trauer: hause, Manteuffelstr. 27 aus, statt. Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß meine vielgeliebte Frau Emilie Gröppler am Donnerstag Nachm. 21/2 Uhr nach kurzem schwerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 8 Uhr von der königl. Charitee nach dem Andreaskirchhof in Wilhelmsberg statt. Um zahlr. Betheil. bitttet der tiefbetrübte Batte Emil Gröppler. 18006] Verband deutsch. Zimmerleute. General- Versammlung am Sonntag, den 7. Februar, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 136 in Rixdorf. E Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Bringmann aus Hamburg über: Die Organisationsfrage und der bevorstehende Gewerkschaftskongreß. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal 1891. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet 359/14 Der Vorstand. Achtung Maurer! Ordentliche Mitglieder Versammlung : des Zentralverbandes deutscher Maurer u. verw. Berufsgenossen, Bahlfelle Berlin II, am Sonntag, den 7. Febr., Vorm. 10/2 Uhr, in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal, Bericht der Revisoren. 2. Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit des Vorstandes. 3. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 4. Verbandsangelegenheiten. Da die Tagesordnung eine wichtige ist, so ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Lokalverwaltung. 381/15 Achtung, Töpfer! Auf dem Bau des Töpfermeisters Heinrich Steffen, Neue JakobStraße 14, haben die Kollegen wegen Lohndifferenzen theilweise die Arbeit niedergelegt. Montag, den 8. Februar, Abends 5½ Uhr: Mitglieder- Versammlung in Charlottenburg, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße( Ecke Bismarckstraße). Zages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Speziell werden die Kollegen vom Westen ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. 448/2 Der Vorstand. Achtung Former! Deffentliche Versammlung am Sonntag, den 7. Februar, Vormittags 10% hr bei Müller, Johannisstr. 17. Tagesordnung: 1. Bericht des Bertrauensmannes. 2. Diskussion. 8. Berschiedenes. Die Rollegen, welche Marten mit mir abzurechnen haben, bitte ich, etwas früher dort zu erscheinen. Der Einberufer: W. Parhel. Achtung! Rixdorf! I Sonntag, den 7. Februar, Vormittags 10% Uhr: Große öffentliche Volksversammlung im Lokale des Herrn Niesegk, Bergstraße Nr. 129. Tages- Ordnung: SURO 1. Die neue Landgemeinde- Ordnung. Referent Genoffe Th. Metzner. Alle Einwohner 2. Diskussion. 3. Mittheilung des Vertrauensmannes. Rixdorfs find hierzu eingeladen. 420/15 Der Vertrauensmann. Sonntag& Bornellungen, nach: Sentral- Kranken- u. Sterbefaffe Freie Volksbühne. Geigen- Fee. mittags 3½ Uhr( kind frei) Cirkus unter Wasser, Eine ländliche Hochzeit. Lebend, ohne Extra- Entree. Neueste Abends 71/2 Uhr Berliner Leben." musikalische Jllusion. Vorstellungen: 4, 5, 6, 7, 8 und 12 Uhr u. 1 Uhr. 9 Uhr Nachmittags. Roloffal- Gruppe: Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Passage" Achtung! Ladirer! Versammlung der Tischler 1. j. w. Oertliche Verwaltung Berlin G. Die Februar- Vorstellung für die 1. Abth.( rothe Karten) findet Das Stück betitelt sich: Mitgliederversammlung morgen Sonntag, den 7. Febr., Nachm. 2 Uhr im Bellealliance- Theater statt, Montag, den 8. Februar 1892, Abends 81/2 Uhr, Andreasstr. 26, bei Bolzmann. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom IV. Quartal. Montag, den 8. Februar, Abends 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 10 Panopticum., 81/2 Uhr, Blumenftr. 78, Ecke Alexander Lebensgroße Tagesordnung: 1. Bericht des Dele Wachsfiguren und girten von der Generalversammlung zu Gruppen, Dioramen. Frankfurt a. M. 2. Diskussion. 3. BerSündfluth Panorama fchiedenes und Fragekasten. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Einberufer. mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne 203/12 Ertra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung erwünscht. Gleichzeitig werden dieselben auf die am Sonntag, den 14. Februar, im Feenpalast, Burgstraße, stattfindende große Versammlung aufmerksam gemacht. Don Spesial. I. Rang. Beutral- Kranken- u. Sterbefasse 7/8 br. Entree 50 Pf. Die Sprechstunden des Bevoll mächtigten E. Röhn sind bis auf Weiteres nur Mittags bis 1 Uhr und Abends 71/ 2-81/ 2 306/9 Die Ortsverwaltung. der Tischler La belle Irene, und anderer gewerbl. Arbeiter. anderer gewerbl. Arbeiter. Bentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler Viel neue Spezialitäten. die tätowirte Amerikanerin in Oertliche Verwaltungsstelle Berlin B. Präuscher's anatomischem Mitgliederversammlung und anderer gewerbl. Arbeiter. Museum nur noch kurze Zeit Kommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Freitag für Dienstag und Damen. C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. fich allen Kirchhofsbesuch. am Sonntag, den 7. Februar 1892, ( E. H. zu Hamburg.) Cisgang. Modernes Schauspiel in 4 Atten von May Hulbe. Dieselbe Aufführung findet statt: " Für die 11. Abth.( grüne Karten) am Sonntag den 14. Febr. III. Abth.( braune Karten) 6. März. " Das Ausloosen der Plätze beginnt wie bisher um 1 Uhr und wird Minuten nach 2 Uhr geschlossen. Jede Uhr Der Vorstand. zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut gebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), Kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold und Silber in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen. 1. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Gewissenhafter Rath, Silfe in allen Angelegenh. Unbemittelten unentgeldlich. Sonntags bis 4 Uhr.[ 1856L Vereinszimmer, 15 u. 50 Pers. faff. zu vergeb. Flick, Simeonstr. 23. Schlafft. f. 2 Herren b. Frau Kremp, 1314b Wendingerstr. 1, 1 Tr. Wir suchen einen tüchtigen Werkführer. Schriftl. Off., enthaltend bish. Thätigkeit und Gehaltsanspr., erb. Schulz& Holdefleiss, Kunstschmiedewerkstatt, Chauffee66/4 straße 28b. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 31. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 6. Februar 1892. Abgeordnetenhaus. 9. Jahrg. 12. Sigung vom 5. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, v. Heyden und zahlreiche Kommissarien. schließt. Der Abg. Hartmann hat nun in seiner ganzen Rede nichts weiter ausgeführt, als daß solche Verträge einmal zweckmäßiger feien, wenn das Reich, das andere Mal die Einzelstaaten sie abschlössen. Worin aber die Merkmale der Zweckmäßigkeit in 164. Sigung vom 5. Februar, 2 Uhr. jedem einzelnen Falle bestehen, hat er nicht gesagt. In der That Am Tische des Bundesraths von Bötticher, Bosse. haben wir schon Auslieferungsverträge, die das Reich, und Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten BeDie zweite Berathung des Reichshaushalte- Etats für 1892/93 andere, die die Einzelstaaten abgeschlossen haben. Als im rathung des Staatshaushalts- Etats für 1892/93. wird fortgefeht beim Etat der Reichs Justizverwaltung, Jahre 1874 der Vertrag mit Belgien abgeschlossen wurde, Der Etat des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten der ohne Debatte genehmigt wird. ist es Niemand aufgefallen, daß ein Eingriff in die enthält eine Mehrforderung von 6000 M. Zulage für den Ges Zu dem Etat liegt eine Resolution der freisinnigen Partei Rechte der Einzelstaaten geschehen ist. Den Auslieferungsvertrag fandten in Stuttgart. Die Budgetkommission beantragt, diese vor, wonach die verbündeten Regierungen zur Vorlegung eines mit Rußland hat jedoch der Fürst Bismarck dem Reichstag nicht 6000 m. als fünftig wegfallend zu bezeichnen. Gesezentwurfes betr. die Auslieferung von verurtheilten und an- vorgelegt, nicht weil ihm Kompetenzbedenken aufstießen, sondern Geheimer Legationsrath Humbert weist darauf hin, daß die geschuldigten Personen an auswärtige Regierungen aufgefordert weil er einsah, daß dieser Vertrag von dem Reichstag niemals Verhältnisse in Stuttgart sich sehr erheblich verändert hätten; die werden sollen, in welchew: angerommen worden wäre. Auch das Zentrum würde ihn nicht Gehälter der Gesandten anderer Staaten seien sehr erheblich höher 1. Die Auslieferung, in Ansehung sowohl der Bewilligung angenommen haben. Der Abg. v. Bar hat schon darauf hin- als daß des preußischen. der einzelnen Auslieferungen wie der Abschließung von Ausgewiesen, in welche Verlegenheiten und diplomatische Verwicke Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Dadurch, daß die 6000 m. lieferungsverträgen der ausschließlichen Zuständigkeit des Reichs- lungen das Reich kommen könnte, wenn diese Materie nicht als fünftig wegfallend bewilligt werden, kommen wir der Regietags überwiesen, reichsgesetzlich geregelt wird. Nach der Verfassung hat das Reich, rung schon erheblich entgegen, denn sonst würde für die höheren 2. Die Bewilligung der einzelnen Auslieferungen von der d. h. der Kaiser, in Vertretung nach außen alle Beziehungen zu Beamten wohl nicht ein Groschen mehr bewilligt werden. Mitwirlung der Gerichtshöfe abhängig gemacht wird, und den auswärtigen Staaten wahrzunehmen, darunter auch die Wenn in Stuttgart das Gehalt erhöht wird, so müssen wir dem3. die Regierungen verpflichtet werden, die Aufhebung der Auslieferungsverträge. Der preußische Vertrag mit Rußland nächst auch in Dresden und Karlsruhe die Gehälter erhöhen. von ihnen mit auswärtigen Regierungen abgeschlossenen besonderen ist ein Unikum. Er ist nur zu Stande gekommen, weil Fürst Der Antrag der Budgetkommission wird angenommen; ebenso Auslieferungsverträge herbeizuführen, unbeschadet jedoch derjenigen Bismarck sich damals um jeden Preis die Freundschaft Rußlands die übrigen Titel dieses Etats ohne Debatte. etwa bestehenden Verträge und vertragsmäßigen Bestimmungen, sichern wollte. Auf Grund dieses Vertrages sollen politische Ver- Jm Etat des Finanzministeriums sind zu Umbauten welche die Rechtshilfe in Grenzbezirken bezüglich der Feld-, Forst- brecher ausgeliefert werden. Was man in Rußland unter in den königlichen Theatergebäuden zu Berlin 500 000 m. als und Jagdfre el betreffen. politisch" versteht, ist zur Genüge bekannt. Es braucht z. B. nur einmalige Ausgabe angefeßt. Die Budgetkommission beantragt, AL g. v. Bar( dir.) begründet den Antrag. Sowohl in der ein Mann eine Schrift in Rußland zu verbreiten, die dort für diese Summe zu bewilligen zu den im feuerpolizeilichen InNatur des deutschen Reiches als eines Rechtsstaates, wie auch in staatsgefährlich angesehen wird, um die Auslieferung herbei- tereffe nothwendigen Umbauten in den föniglichen TheaterKonsequenz der politischen Einheit des Deutschen Reiches müffe zuführen und ihn womöglich nach Sibirien zu bringen. Dieser gebäuden zu Berlin". der Abschluß von Auslieferungsverträgen Sache des Reiches Vertrag ist seiner ganzen Art nach als barbarisch zu bezeichnen. Die Bewilligung erfolgt in dieser Weise. werden. Zwischen dem Begriff der internationaler Auslieferung Daß ein solcher Vertrag von uns hier im Reichstage nicht ge- Beim Etat der Domänenverwaltung, und zwar bei und der z. B. in Preußen noch bestehenden polizeilichen Aus- nehmigt werden würde, liegt außer allem 3weifel. Abg. der Einnahme aus Domänen weist weisung ohne Mitwirkung einer richterlichen Instanz bestehe eine v. Bar verlangt nun ganz mit Recht, daß eine einheitliche Abg. Seer( ntl.) darauf hin, daß die Neuverpachtungen in Lücke, die dringend der Ausfüllung bedürfe. Sobald die Aus- Regelung der Auslieferungsfrage stattfinden müsse. Man hat den drei östlichen Provinzen: Ost- und Westpreußen und Poſen lieferung nicht mehr als Polizeifache betrachtet werde, falle die eingewendet, daß mit diesem Antrag in die Justizhoheit der unter 20 m. per Hektar ergeben haben. Im Namen des VerZuständigkeit der Einzelstaaten ins Ungewisse. Das Recht der Einzelstaaten eingegriffen würde. Die Herren vom Zentrum er eins der Domänenpächter der Provinz Posen bittet Redner den Einzelstaaten zum Abschluß solcher Auslieferungsverträge bestehe tennen ja bei jeder Gelegenheit die Unantastbarkeit der Einzel- Minister, in Erwägung zu ziehen, ob nicht beim Abzug des zwar fort, aber nicht kraft der Reichsverfassung, sondern nur staaten an, in anderen Fällen handeln sie aber ganz anders, alten Bächters der neue Pächter veranlaßt werden kann, trait Landesgesetzes. Auslieferungsverträge bedürften nach Art. 11, 3. B. bei der Gewerbe Ordnung in der Frage der Sonntags- die Gebäude zu einem angemessenen Preise zu übernehmen. Absatz 3 der Verfassung auch der Zustimmung des Reichstages; arbeit, wie Bestimmungen angenommen wurden, die dem Rechte Das Inventar fann der alte Pächter leicht verkaufen; die Gein Preußen aber bedürften Verträge dieser Art der Zustimmung der Einzelstaaten näher traten. Das Verlangen des Antrags ist bäude aber, die er nicht mitnehmen kann, nimmt ihm der neue des Landiages nicht. 1884 habe Preußen und nach ihm Bayern also vollständig einwandsfrei; denn der Antragsteller hat ja selbst Pächter nur zu sehr geringem Preise ab. einen solchen Auslieferungsvertrag mit Rußland geschlossen und gesagt, daß er die Autorität der Einzelstaaten nicht in Frage stellen damit sei die Kompetenz des Reiches unzweifelhaft umgangen will. Es wird sich also nur darum handeln, daß dasjenige Landworden. Der preußische Vertrag sei gar nicht einmal in der Ge- gericht, in deffen Bezirk Derjenige wohnt, dessen Auslieferung sebsammlung verkündigt. Rußland werde schwerlich etwas dagegen verlangt wird, zu entscheiden hat über die Frage, ob dem Verhaben, wenn sämmtliche Auslieferungsverträge der Einzelstaaten mit langen auf Auslieferung stattgegeben werden soll oder nicht, also Rußland gekündigt und durch einen Vertrag des Reiches ersetzt würden. auch das Landgericht zu Plauen, bei dem der Kollege Hartmann Hauptsächlich aber komme es auf die Mitwirkung der Gerichte ist. Er wird also in der Lage sein, seinen Einfluß geltend zu bei den Auslieferungen, auf den Rechtsschutz für die betreffenden machen.( Abg. Hartmann: Warum sind Sie denn so schlecht auf Personen an; vor allem aus diesem Gesichtspunkte empfehle die mich zn sprechen?) Warum soll ich denn auf Sie gut zu sprechen Partei die Annahme der Resolution. sein? Was Sie uns Böses zufügen konnten, haben Sie gethan. Ich bitte den Antrag anzunehmen; er beseitigt einen Zustand, der unleidlich ist. : Minister von Heyden: Der abziehende Bächter ist allerdings ungünstig gestellt, aber die Verwaltung glaubt dem neu einziehenden Bächter die Verpflichtung zur Uebernahme der Giebäude nicht auferlegen zu sollen. Aber es ist der Weg eins geschlagen, daß diese Gebäude von der Domänenverwaltung erworben werden, wenn sie für den Betrieb der Landwirthschaft nothwendig sind. Außerdem soll den Domänenpächtern, wenn sie ihre Verpflichtungen erfüllt haben, gestattet werden, ihr Inventar schon vor dem Ablauf der Pachtperiode zu entfernen. Abg. von Meyer- Arnswalde: Aus der Nachweisung der Staatssekretär Dr. Bosse: Wünsche oder Anregungen, die Neuverpachtung der Domänen geht hervor, daß für den Osten Frage der Auslieferungsverträge einheitlich durch das Reich zu ein erheblicher Rückgang festzustellen ist; das liegt hauptsächlich regeln, sind bisher weder an das Reichs Justizamt noch an das Abg. Meyer( Berlin, dfr.): Der Antrag ist durch Herrn in dem Rückgang der Schäfereien, ein Wollzoll tann hier vielleicht Auswärtige Amt heran getreten. Die Materie sei so weitaus- Gröber auf ein so hohes Piedestal gestellt worden, daß man ihn eher helfen, als der Getreidezoll für den Getreidebau, sehend und schwierig und die Dringlichkeit ihrer Regelung um in seiner Bedeutung und seinem Umfange nicht mehr zu über- Abg. Gerlich( ft.) bittet den Minister seine Aufmerksamkeit so weniger erwiesen, als die ausschließliche Zuständigkeit des sehen vermag. Nach Herrn Gröber follte man glauben, es handelte auf die triminelle Bestrafung des Kontrattbruches zu richten, Reichs für die Auslieferung und den Abschluß von Auslieferungs- fich hier um die Frage zwischen Unitarismus und durch welchen namentlich die kleine Landwirthschaft geschädigt verträgen ev. eine Verfassungsänderung involviren würde. Vor Partitularismus. Diese Frage ist seit 25 Jahren von unserer wird. wie nach der Gründung des Reichs sei die Bewilligung der Tagesordnung abgefeht. Auch ich habe einst mit meinen Freunden Abg. Stengel( ft.): Auch in Sachsen sind die Pachtpreise Auslieferung Sache des Einzelstaates gewesen und nicht des für den deutschen Einheitsstaat geschwärmt, aber damals waren erheblich heruntergegangen, weil die neue Zuckersteuer die VerReiches. Das Verfahren bei der Auslieferung sei in den ver- wir blond, feßt find wir grau, und das hat die Sachlage er- hältnisse vollständig umgeändert hat. Die hohen Pachtpreise in schiedenen Staaten sehr verschieden. Es gebe ein rein gericht heblich geändert. Den Zustand der Machtabgrenzung zwischen Sachsen waren ein Antheil der Domänenverwaltung an den liches, dann ein gemischtes und endlich, wie in Preußen und Reich und Einzelstaaten afzeptiren wir wohl oder übel als zu- Buckerprämien, der mit der Prämie in Wegfall gekommen ist. Frankreich, ein rein administratives System. Die Zuständigkeit nächst unverrückbar. Auf dem Gebiete des praktischen Lebens Abg. Humann( 3.): Die Ermäßigung der Getreidezölle auf des Reichs sei bis jetzt eine subsidiäre, die bei allen Staaten ist diese Grenze aber zu verändern und dafür haben Sie uns die 3,50 M. wird die Landwirthschaft nicht ruiniren; ja ich bin eintrete, Die nicht, wie Preußen und Bayern, eigene besten Beispiele an die Hand gegeben. Die exekutive Gewalt der Meinung, daß die Landwirthschaft bei den diplomatische Vertretungen bei auswärtigen Mächten unter wird in den Händen der Partitularstaaten bleiben, die Gesetz- hohen Preisen einen Schutzoll überhaupt nicht hielten. Der bisherige Zustand habe große praktische Vorzüge. gebung wird unmerklich ihre Grenzsteine herausrücken, wie in den braucht( Hört! links). Die Verhältnisse beweisen aber auch Mit der Annahme des letzten Punktes der Resolution laufe man letzten 25 Jahren ununterbrochen geschehen. Was in der Arbeiter das Sprichwort: Hat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt! Gefahr, einen völlig vertragslosen Zustand eintreten zu lassen, versicherungs- Gefeggebung geschehen ist, ist eine solche Heraus- Aber es ist immer noch bedenklich, daß die Verschuldung des ohne die geringste Garantie dafür, daß ein Vertrag von Reichs- rückung. Reichs Versicherungsamt u. f. w. sind einschneidende Grundbesitzes zugenommen hat. Daneben ist der kleine Mann wegen zu Stande käme. Deshalb sei der Antrag abzulehnen. Eingriffe in die Partikular- Gesetzgebung, gegen die auch die hier geschädigt worden durch das Sinken der Schweinepreise. In Abg. Hartmann( dk.) schließt sich diesen Ausführungen an besonders berufenen Hüter der Rechte der Einzelstaaten nichts Bezug auf die Löhne fann die Landwirthschaft mit der Industrie und bittet gleichfalls um Ablehnung der Resolution. eingewendet haben. Wir stimmen für die Resolution, weil sie nicht tonturriren. Daher kommt der Buzug der Arbeiter zur Abg. Gröber( 3.) steht dagegen dem Antrag, soweit er eine praktisch nüßlich ist. Das Ausland soll, wenn es Rechtsansprüche Stadt, deren ungebundenes Leben sie anregt. Ich habe in einer Mitwirkung der Gerichte bezweckt, sympathisch gegenüber und gegen uns erhebt, stets wissen, daß es einem einigen Deutschen Versammlung des westfälischen Bauernvereins gefagt: Man solle gönnt den Ausländern diesen Rechtsschuß um so lieber, als damit Reiche gegenübersteht.( Beifall.) Dazu kommt, daß es mehr als nicht die Lage zu schwarz malen, da ja die Grund- und gleichzeitig eine Entlastung der Polizeibehörden herbeigeführt bedenklich ist, einen Menschen einem fremden Richter auszuant- Gebäudesteuer als Staatssteuer beseitigt werden würde. würde. Im Uebrigen aber enthalte der Antrag Vorschläge, worten, ehe ein deutscher Reichs- oder Partikularrichter darüber Hätte ich damals schon den Schlußparagraphen des Volksschulwelche eine doppelte Aenderung der Reichsverfassung nothwendig zu Gericht gesessen hat, ob der Mann etwas begangen hat, was Gesetzes gekannt, so hätte ich anders gesprochen. Ich konnte machten. Gegen die radikale Aufhebung der Verträge der Einzel- einem Verbrechen ähnlich sieht.( Beifall links.) aber nicht annehmen, daß ein vor kaum einem Jahre erlassenes staaten beständen die erheblichsten Bedenken. Bis jetzt bestände Abg. Ofann( natl.): Warum soll es nicht durchführbar sein, Gesez schon wieder geändert werden würde. Ich glaube, daß eine konturrirende Kompetenz des Reiches und der Einzelstaaten, daß das Reich den Abschluß von Auslieferungsverträgen in die diese Vorschrift bei der ländlichen Bevölkerung große Un um diese aufzuheben, sei eine Aenderung der Reichsverfassung Hand nimmt, daß die Auslieferungsangelegenheiten in die Hände zufriedenheit erregen wird. nothwendig. Die zur Mitwirkung berufenen Gerichte seien doch der Gerichte übergehen? Mit diesen beiden Punkten bin ich Auf eine Frage des Abg. Lotichins erklärt der Minister Landesgerichte; die Regelung der Auslieferungsfrage von Reichs einverstanden. Ob aber die Kündigung und Aufhebung der v. Heyden, daß die Domänenverwaltung gern das Schloß wegen unter Mitwirkung der Landesgerichte enthalte einen An- Partifulverträge so einfach sich machen wird, ist eher zweifelhaft. Eberbach in gutem Stand halten würde, wenn sie die Alleingriff gegen die Justizhoheit der Einzelstaaten. Da sollte man doch Wir würden übrigens gern sehen, wenn die Angelegenheit einer verfügung darüber hätte. schon lieber ein Gefeß machen, wonach alle Angelegenheiten der Einzel- Kommission überwiesen würde. Wir halten die Sache für Abg. Lieber( 3.) empfiehlt dem Minister die Fürsorge für staaten auf das Reich übergehen.( Abg. Bebel: Das wäre sehr gut!) sehr wichtig und bitten Sie deshalb, eine Kommission nieder- das Bad Nieder- Selters, dessen Absatz zurückgegangen sei; vielSie hören dieses Sehr gut!" der Sozialdemokraten, meine zusetzen. leicht empfehle sich die Uebergabe des Betriebes in die Hand Herren von der freifinnigen Partei; Sie werden es uns jetzt um eines taufmännischen Sachverständigen. so weniger übel nehmen tönnen, wenn wir diese Resolution verwerfen. Abg. Hartmann hält eine Kommissionsberathung für entbehrlich, weil die Tendenz des Antrages von der Mehrheit des Minister v. Heyden: Die Frage der Verpachtung wird jetzt Hauses doch zurückgewiesen werden würde. Eine Verschiebung untersucht, ich bin aber zweifelhaft, ob ich dazu kommen werde, Abg. v. Gültlingen( Rp.) verwahrt sich im Interesse der der Grenze zwischen Reichs- und Landeskonferenz hat immer zur weil die Verwaltung auf andere Interessen Rücksicht zu nehmen Reservatrechte der süddeutschen Staaten Bayern und Württem Vorausseßung, daß die zu treffende Maßregel gut und zweckmäßig hat. Die Preise der Krüge für Selterwasser sind etwas herabberg gegen den Antrag. Man müsse den wiederholten Versuchen sei; das kann ich aber in dem Antrage nicht finden, dem ich gefeßt, weil die Krugbäcker an die Privatkonkurrenten zu billigerem der linken Seite, an diesen Rechten zu rütteln, wie das bezüglich außerdem als einem unitarischen widerstrebe. Dem Einzelstaat Preise lieferten. der Post- und Militärhoheit derselben in den letzten Jahren stehe ohne weiteres das Recht der Ausweisung nicht zu, davor Die Abgg. Schaffner( natl.) und Lotichins empfehlen die mehrfach geschehen sei, energisch entgegentreten. Die Reichsver- fchüße schon das Strafgesetzbuch. Verbesserung der Bade- Einrichtungen in Ems. fassung sei nicht dazu gegeben, durch einfache Gesetze durch- Abg. v. Bar: Theoretisch ist letteres richtig, praktisch aber Minister v. Heyden erklärt, daß er die Anregung einer löchert oder umgangen zu werden. Die Liebe der Einzelstaaten fönnten solche Fälle doch vorkommen, denn man könnte sich Prüfung unterziehen werde; ein Bedürfniß für die Neuzum Ganzen laffe auch nicht befürchten, daß ihrerseits Verträge in den Staaten über die Eigenschaft des Betreffenden einrichtung der Badegelegenheiten hat sich bisher nicht herausabgeschlossen werden, welche dem Ganzen zum Nachtheil ge- als eines Deutschen im Irrthum befinden und dann wäre das gestellt. reichen. In Württemberg hätten übrigens die Gerichte bei der Unglück geschehen. Ich trete in allen Punkten den Ausführungen Die einzelnen Positionen des Etats werden ohne Aenderung Auslieferung mitzuwirken. Im Interesse der Zivilisation solle des Abg. Meyer bei. genehmigt. das Haus den Antrag ablehnen, denn alle Kulturstaaten hätten Abg. Spahn( 3.): Wir können dem Antrage auf Kom- Beim Etat der Forstverwaltung empfiehlt ein Interesse daran, daß Verbrecher für das von ihnen be missionsberathung nicht beistimmen. Wir verwerfen die Tendenz Abg. v. Riffelmann( tons.) die Aufbesserung der Gehälter gangene Verbrechen auch bestraft würden.( Beifall rechts.) des Antrags und halten ihn im Einzelnen auch nicht für geeignet, der Forsträthe, die jetzt ein niedrigeres Anfangsgehalt haben als Abg. v. Bar: Wenn gar keine Wünsche vorliegen, den die Grundlage einer fruchtbaren Kommissionsberathung zu bilden. die übrigen Regierungsräthe. gegenwärtigen Rechtszustand zu ändern, so mag das für den Im Weiteren weist Redner den Angriff des Abg. Meyer auf Minister v. Heyden wird die Anregung in Erwägung Augenblick richtig sein. Es können aber auch Beiten kommen, die partikularistischen Tendenzen des Zentrums als unbegründet ziehen. wo eine Auslieferung zu einer höchst schwierigen Streitfrage zurück. Abg. v. Meyer- Arnswalde bedauert, daß der Fonds zum wird. Der gegenwärtige Rechtszustand wird als ein be riedigen- Die Abstimmung über den Antrag Osann auf Verweisung Ankauf von Grundstücken zu den Forsten, der früher 8 Millionen der nicht mehr anerkannt, sondern bedarf einer Aenderung. des Antrages an eine Kommission bleibt zweifelhaft. Die Aus- Mark betragen habe, jezt schon seit Jahren auf 1 050 000 m. Selbst in Desterreich existirt bereits ein gerichtlicher Schuß, wir zählung ergiebt die Anwesenheit von nur 169 Mitgliedern, herabgesetzt und trotz aller Versprechungen noch nicht wieder haben noch keinen. Von einem ungeheuren Eingriff in die Ver- während zur Beschlußfähigkeit 199 Mitglieder gehören. Von erhöht worden ist. fassung und die Rechte der Einzelstaaten kann ich hierbei beim den Anwesenden stimmen 88 für, 81 gegen die Verweisung an besten Willen nichts wahrnehmen. Wenn auch der Antrag heute eine Kommission. Die Berathungen müssen abgebrochen werden. noch abgewiesen wird, es tommt die Zeit sehr bald, wo Sie Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 2 Uhr. diesen Antrag als nothwendig selbst verlangen werden. ( Etat des Reichsamts des Jnnern.) Abg. Bebel( Soz.): Der Abg. Hartmann hat sich gewundert, daß ihm selbstverständlich" entgegengerufen wurde: wir wissen aber von" früheren Gelegenheiten her, daß der Abg. Hartmann fich sehr gern den Ausführungen vom Regierungstische her anMinister v. Heyden: Der Fonds hat nur vorübergehend in einem Jahre die Höhe von 3 Millionen Mark erreicht; wenn jetzt eine höhere Summe nicht gefordert wird, so liegt das in den allgemeinen Finanzverhältnissen und auch darin, daß der Staat noch nicht alle angekauften Flächen aufgeforstet hat. Abg. Gerlich: Nicht blos die allgemeine Finanzlage ist eine schlechte, sondern die Lage der Landwirthe im Allgemeinen, die deshalb nicht mehr im Stande find, aufzuforsten. So wird alles Holz heruntergeschlagen, ohne daß Ersatz geschaffen wird. Der Staat follte helfend eintreten. Namentlich verdient der holzproduzirende Often Berücksichtigung. A Der Etat der Forstverwaltung wird genehmigt, ebenso ohne Debatte die Ausgabekapitel: Rente des Kronfideikommiß Fonds, der Zuschuß zu dieser Rente, ferner der Etat der Bentral verwaltung der Domänen und Forsten, der Erlös aus Ablösungen von Domänengehältern. Bei dem letzteren Kapitel fragte Abg. Dr. Sattler, ob die Regierung schon dem Gedanken näher getreten sei, den Domänenbesitz des Staates vom Westen nach dem Osten zu verlegen. Dazu müßte allerdings die Gesetzesbestimmung aus der Welt geschafft werden, wonach die Verkaufserlöse für Domänen der alten Provinzen in den Staatsschat zur Schuldentilgung fließen. Minister von Heyden: Die Regierung ist mit ähnlichen Arbeiten im Often so start beschäftigt, daß sie neue Arbeiten dieser Art nicht übernehmen kann. Es wird aber bei jeder Neuverpachtung von Domänen erwogen, ob es zweckmäßig ist, den Besitz zu erhalten oder ihn zu veräußern oder ihn zu anderen Dingen zu verwenden. Wenn man den ganzen Domänenbesig im Westen verkaufen will, so muß man dafür einen geeigneten Zeitpunkt abpassen. Beim Etat der Landwirthschaftlichen Verwaltung bespricht Abg. Enneccerns( ntl.): Die Anstellungsverhältnisse der Bureaubeamten der Generalkommissionen, die zwar etwas ver beffert seien durch Vermehrung der etatsmäßigen Stellen, indessen müßten diese Beamten immer noch zu lange auf die feste Anstellung warten. Abg. Mies( Bentr.) empfiehlt die Verbesserung der Lage der Vermessungsbeamten. Geheimer Ober- Regierungsrath Sternberg weist darauf hin, daß schon im vorigen Jahre eine solche Aufbesserung an gefangen habe. Abg. Seyffardt( natl.) weist beim Kapitel„ Förderung der Fischerei" darauf hin, daß der mit Solland geschlossene Bertrag wegen des Schutzes der Wanderfische, namentlich des Lachses, seinen Zweck vollständig verfehlt habe, da die Holländer denfelben tagtäglich verlegen und eine förmliche Raubfischerei treiben, so daß man daran denken müsse, ob überhaupt eine Erneuerung des auf 10 Jahre gefchloffenen, demnächst ablaufenden Vertrages sich empfehle. Minister v. Heyden: Die Vertretung der deutschen Fischerei intereffenten liegt beim Reiche. Vor der Anwendung des Wortes Raubfischerei möchte ich doch warnen, bei der Fischerei haben die Anwohner der Mündung immer mehr Vortheile als die des oberen Laufes. Abg. Lohreu( tonf.) spricht seine Befriedigung aus über die Neuanstellung von Wiesenbaumeistern, welche Die Wasserwirthschaft im Interesse der Landwirthschaft leiten sollen. Es würde aber bedauerlich sein, wenn diese Wiesen baumeister mit ihren Kollegen aus dem Ministerium der öffent lichen Arbeiten, welche für die Schifffahrt zu sorgen haben, in Kollision kommen. Das Ministerium soll sich jetzt mit der Schaffung einer Wasserbaubehörde befaßt haben. Ich wünsche, daß in diefe Wafferbaubehörde nicht nur Technifer, sondern auch Landwirthe berufen werden, welche Kenntniß von den Wasser verhältnissen des betreffenden Stromgebietes haben. Minister v. Heyden: Daß das Ministerium sich mit der Frage der Einrichtung einer Wasserbaubehörde beschäftigt hat, ift richtig; ich tann aber darüber jegt noch keine Auskunft geben. Es ist festgestellt, daß wir in der Erforschung unserer Ströme noch nicht so weit gekommen sind, wie es dringend nothwendig wäre. Ein Gefeß fiber das Wafferrecht wird ausgearbeitet und wohl im Laufe dieses Jahres fertig gestellt werden. gierung Bei der einmaligen Ausgabe für den Süd- Nordkanal im linksemsischen Moorgebiet schlägt Man denke sich diese Situation: Der arme Keri flammert sich krampfhaft an der Bohle fest, unten und oben ein bissiger Abg. Dünckelberg vor, den Dortmund- Emstanal so zu großer Hund, bereit, den Menschen zu zerfleischen, sobald ihn führen, daß die Unterems fanalisirt würde, und daß der Kanal feine Kräfte verlassen und er zu Boden fällt. Ist es da ein nicht auf dem rechten Ufer der Ems geführt werde, wo er gar Wunder, wenn die Todesangst den Schweiß auf die Stirn des feinen Nugen für die Landwirthschaft hätte. Die Kanalisirung Mannes getrieben hat, der sich nichts Schlimmeres hatte zu der Ems werde dagegen einen großen Landstrich bewässern und Schulden kommen lassen, als für ein paar Stunden in dem Holz wieder fruchtbar machen. Dadurch würde auch die Kanalisation schuppen vor Kälte und Nässe gesichert sein zu wollen. Dieses der Emsmoore gefördert werden. Verbrechen wird entdeckt und die Wächter lassen noch große Gnade vor Recht ergehen, indem sie den Obdachlosen nur wieder hinauswarfen. Die einmaligen Ausgaben des Etats der landwirthschaftlichen Verwaltung werden genehmigt. Lokales. " 1 群 " Der Etat der Gestütverwaltung wird in allen seinen Theilen ohne Debatte genehmigt. Ist es nicht schändlich, wenn die Todesangst des obdachslosen Proletariers von dem unparteiischen" Blatte dazu gebraucht Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend, 11 Uhr: wird, den Lesern eine„ wißige Geschichte" aufzutischen? Ich bin Erste Lesung des Gesetzes, betr. Die Polizeitosten fest überzeugt, mit dem Wiz" des Artikelschreibers ist es vorbei, und Fortsetzung der zweiten Berathung des sobald diesem Tintenfuli ein auch nur annähernd so trauriges Etats. Geschick trifft, wie diesem Arbeiterproletarier, den er mit so viel Behagen ausschlachtet". Hoffen wir, daß wir die Zeit noch erleben, in welcher kein Mensch mehr gezwungen wäre, in HolzSchuppen zu nächtigen, sondern in welcher den Menschen die Rechte gewährleistet sind, auf welche sie Anspruch machen müssen. Das„ Deutsche Blatt" ist eines jener Berliner PreßDie Frau unseres Genossen Pens ist gestern Abend erzeugnisse, welche, den Veilchen gleich, im Verborgenen blühen. ihren Leiden im Krankenhause zu Dessau erlegen. Das tragische Der Besitzer ist ein Buchdruckereibesizer, dessen beste SetzerGeschick der jungen Frau, der man es nicht gestattet hatte, daß Lehrlinge sind. Der Abonnementspreis des Blattes ist ein schofel ihr Mann in ihrer letzten Stunde an ihrem Sterbelager weilte find Herr Kleister und Frau Scheere, es giebt also nicht viele billiger, natürlich ist das Preßerzeugniß auch danach! Redakteure erzählt die ganze Tiefe chriftlicher Liebe und Barmherzigkeit, von erzählt die ganze Tiefe chriftlicher Liebe und Barmherzigkeit, von Geschäftsspesen." In der Expedition sind nur junge Mädchen denen man uns an allen Orten und zu allen Zeiten versichert, daß beschäftigt, die sind heut sehr billig zu haben. Das Deutsche sie die Grundlagen unseres Staatswesens seien. Der Mann von Blatt" leistet sich den Luxus einer eigenen Spedition," d. h. die feinem Weibe geriffen, in der qualvollen Ungewißheit einer harten Sie prompte Lieferung an die Abonnenten übernehmen, daß der Zeitungsspediteure verlangen einen so hohen Prozentsaß, wenn sie Untersuchungshaft das Weib in Todeszuckungen in einem Bezugspreis beinahe aufgezehrt wird. Und da diese Forderung Krankenhause: wenn für spätere Jahrhunderte nichts als dieses das ganze Geschäft" unrentabel macht, hat sich das Blatt eine Bild aus unserer Zeit gerettet würde, wahrlich, unsere Tage eigene Spedition" zugelegt. Das hält in Berlin nicht schwer, wären genügend gekennzeichnet. benn es ist bald eine Kompagnie von Frauen zusammenge trommelt, welche des Morgens für ein Spottgeld die Zeitungen den Abonnenten zutragen. Nun hat es auch unter den Zeitungsausträgerinnen des Deutschen Blattes" arge Sünderinnen gegeben, welche die Frivolität bis auf den Gipfel trieben und an eine lohnendere Beschäftigung fanden. Das ging dem Besizer dem Tage das Austragen der Zeitung sein ließen, an welchem sie dieses feudalen Zeitungsunternehmens denn doch über den Spahn, wenn jetzt plöblich zwei seiner Austrägerinnen fort blieben, fonnte bilfe, und eines Tages hatte er das Ei des Kolumbus gelegt. ihm ja sein ganzer Betrieb gestört werden. Er sann auf AbEr hatte einen Utas zu Tage gefördert, den er auf knallrothem Papier drucken ließ und den Austrägerinnen zur Unterschrift vorlegte. Diefer Utas hat folgenden interessanten Wortlaut: Der Verblichenen wollte man ihren Mann selbst für ihre legten Augenblicke nicht geben. Die Staatsanwaltschaft in Magdeburg hielt es sogar für nothwendig, auf wiederholte Gesuche der Frau Peus und unter Anerbietung jeder beliebigen Raution abschläglich antworten zu sollen und, obwohl die junge Frau auf ihre schwere Stunde wiederholt aufmerksam machte, die Verweigerung der Freilassung damit motiviren zu müffen, daß die voraussichtlich außerordentlich hohe Strafe, welche den Genoffen Peus erwarte, die Entlaffung des Gefangenen zur Unmöglichkeit mache. Inwieweit diese staatsanwaltlichen Erlasse auf den Zustand der kranken Frau einwirkten, müssen wir dahingeftellt sein lassen. von " Es kommt mehrfach vor, daß Frauen ihre Tour der artig niederlegen, daß sie ohne Entschuldigung fortbleiben. Von jetzt ab wird folgende Ordnung eingeführt: Jede Frau, welche abgehen will, hat dieses eine Woche vorher anzumelden. Jede Frau, welche dieses nicht thut und teine ausreichende Entschuldigung für ihr Fortbleiben hat, erhält feinen Lohn. Frauen, welche mich in der Weise in Ver Tegenheit sezen, daß sie plöglich ohne Grund fortbleiben, sind überhaupt nicht werth, bas, Deutsche Blatt" auszutragen. Ich ersuche, diesen Zettel durchzulesen, mit der Namensunterschrift zu verfehen und dem betreffenden Fräulein( in der Expedition) zurückzugeben. " " " In New- York starb am 7. Januar der Weber Karl Beder im Alter von 51 Jahren. Derfelbe war Anfangs der 70 er Jahre verantwortlicher Redakteur des Neuen Sozialdemokrat" und hat in dieser Eigenschaft mehrere, zum Theil längere Gefängnißstrafen verbüßen müssen. Im Jahre 1887 wurde er aus Berlin ausgewiesen, worauf er sich nach Amerika begab. Am 1. Oftober 1890 fam er von dort zurück, reiste aber im Sommer 1891 wieder nach Amerika. Da er dort als Weber auch teine Arbeit erhielt, handelte er mit sozialistischen Schriften und während der Ausübung dieser Thätigkeit wurde er auf der Straße vom Herzschlag getroffen. Am 10. Januar ist seine Leiche dem Preß Pond Crematorium zur Feuerbestattung übergeben Abg. v. Schafscha( 3.) empfiehlt für den Bau des Oder worden. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei und die Sozial- so die Anmeldung" eine Woche vorher, ehe die Frau ihren so Wir wollen einige hervorragende Punkte dieser„ Ordnung", Nähe, sondern aus weiterer Entfernung; die Wafferbautechniker älteren Berliner Genossen werden sich seiner erinnern und in hoch botirten Poften quittiren, den Lohnabzug u. s. w., nicht möchten dahin mit Anweisungen versehen werden. Denn durch ihm einen ehemals tapferen Genossen betrauern. Ehre seinem ist aber der Passus, den wir durch gesperrten Druck hervorge die hohen Löhne, welche dabei gezahlt werden, werden die Land Andenken, wirthe ihrer Arbeiter beraubt. Man sollte bei der Bemessung der hoben haben. Da heißt es, daß die Frauen, welche„ mi"( d. h. Löhne auch nicht allzu hoch gehen. Noch etwas von der unparteiischen" Presse. Bir den Zeitungsbefizer) in Verlegenheit feßen", indem sie plöglich Abg. Knebel( ntl.) dankt der Regierung für die Erhöhung erhalten folgende Buschrift: Sie haben dieser Tage von der wegbleiben, überhaupt nicht werth sind, das Deutsche Blatt" des Fonds zur Ausführung des Gesetzes betreffend Schutz- Hand eines Arbeiters aus der„ Täglichen Rundschau" den Be- auszutragen". Das ist ja das höchste der Gefühle! Der Be waldungen und Waldgenossenschaften von 100 000 auf 150 000 m.; weis erbracht, wie diefes sogenannte„ unparteiische" Blatt sofort fizer verlangt also, daß die armen Beitungsfrauen, welche für er hoffe, daß auch bald eine Revision des Gefeges über die Partei ergreift, sobald es sich darum handelt, den Arbeitern eins einen minimalen Lohn für ihn thätig sind, noch Werthschätzung" Schuzivaldungen vorgenommen werde. Jufolge von Gemeinheits- auswischen zu fönnen. Ich fann Ihnen heut noch einen Beitrag für fein Unternehmen haben sollen! Beinahe unglaublich, aber theilungen find vielfach Waldungen zerstückelt und der Ver- 3 diesem Thema liefern. In derselben Nummer dieser„ Täg- thatsächlich wahr. wifinng anheimgegeben worden; dagegen tönne man vielleicht lichen Rundschau", in welcher der von Ihnen gegeißelte Artikel Um die Ehre, für das Deutsche Blatt" als Austrägerinnen nur durch Zwangsgenossenschaft auftommen. enthalten war, befand sich noch ein Auffay, welcher ebenfalls thätig sein zu dürfen, sollen sich jetzt schon sämmtliche Göttinnen Bei den Ausgaben zur Förderung des Obst- und Weinbaues verdient, niedriger gehangen zu werden. Derfelbe ist, um ihn des Olymps streiten... weist Abg. Knebel darauf hin, daß jest am Rhein große Heb- Dialett" den Lefern recht ansprechend zit machen, im Berliner Dialekt" mit lausherde entdeckt sind; auffallend sei es, daß die Winzer dagegen G wird da nic" und det Der bekannte Gummischlauch hat Mittwoch Mittag in und wat" geschrieben. überhaupt nichts thun, obgleich dadurch der ganze Weinbau welche Angst in diefer humoristischen"" Form geschildert, der Wärmehalle am Alexanderplatz dieselbe Rolle gespielt, welche ein armer Teufel er so oft in den Herbergen zur Heimath gespielt hat. Natürlich Deutschlands bedroht wird."' Die Minzer kennen die Gefahr nicht, welche in Frankreich und Ungarn schon eine große überstehen müssen, als er in einem Holzschuppen nächtigen wollte waren es wieder Angestellte des Instituts, welche mit dem gefähr nicht, welche in Frankreich und Ungarn schon eine große und von zwei großen Wachthunden angefallen wurde. Ich meine, lichen Instrument auf wehrlose Menschen einschlugen. Ein alter Anzahl von Winzern brotlos gemacht, ja an den Bettel- das ist doch wahrlich Nichts, was man als„ Wig" betrachten und gebrechlicher Mann hatte das Mißfallen eines der Aufseher erregt. stab gebracht hat. Die Winzer follten durch die Re-" bearbeiten" fann. Es ist doch traurig genug, daß, der arme Nach der einen Mittheilung soll es um den Alten recht geräuschLaneben müßten die Vorschriften über den Verkehr mit Reben schuppen zu kriechen, nur um nicht auf der Straße liegen zu worden sein, so daß er den Fußboden verunreinigte. Wie dem auf diese Gefahr aufmerksam gemacht werden. Kerl durch die Noth gezwungen war, Nachts in einen Solz- voll bergegangen sein, weil er von verschiedenen der Anwesenden geneckt wurde, nach der anderen soll ihm plößlich unwohl geschärfer als bisher gehandhabt oder sogar verschärft werden. Minister v. Heyden: Seitens der Aufsichtsorgane wird mit müssen. aller Energie verfahren. Die speziellen Anregungen werden von Weise, wie dieses leider allnächtliche Borkommniß dargestellt bigung für die Szene, welche sich jetzt abspielte: Einer der AufDoch ich will Ihnen eine Probe geben von der Art und aber auch immer gewesen sein mag, es bildet keinerlei Entschulder Regierung mit Aufmerksamkeit geprüft werden. Im übrigen wird, damit die wohlgenährte Bourgeoisie etwas zum Lachen hat. seher trat auf den alten Mann zu, riß ihn von der Bank und fann ich festellen, daß die Situation bezüglich der Reblausinfeftion nicht schlimmer geworden ist. Die Winzer wollen von Auf einer Bank am Belle- Alliance- Platz treffen sich zwei warf denselben in weitem Bogen feinem Kollegen zu. Der zweite der Angelegenheit nichts wissen. Strolche". Natürlich müssen das Strolche sein, denn sie haben Aufseher ergriff den Greis und warf denselben mit solcher feine Wohnung und auch kein Nachtlager, und außerdem hat der Behemenz zu Boden, daß derselbe nicht mehr aufstehen konnte. Abg. Lotichins glaubt, daß bei Fortsetzung des bisher ein- Eine die verponte Schnapsflasche bei sich, die er auch seinem un riß ihn der zweite Aufseher wieder auf, schlug ihn mit Nun geschlagenen Verfahrens die Reblausgefahr bald beseitigt fein Kollegen" reicht. Jest beginnt das Gespräch. Der Aeltere beträgt, über den Kopf und watf den Alten auf die Straße, einem Gummischlauche, den er stets unter der Schürze dauert den Jüngeren, weil deffen Vater eingelocht" worden ist Bei den Ausgaben für landwirthschaftlich- polizeiliche Zwecke und framt nun allerhand gute Rathschläge aus. Schließlich wo derfelbe liegen blieb. Es bildete sich auf der Straße eine meint er, daß sich sein Rollege" ja nicht in einem Holzhof zur Gruppe Menschen, welche sich mit dem Blutenden beschäftigten Abg. Frigen- Borken( 3) die gefeßliche Regelung der Ent- Ruhe begeben" jolle, benn lieber uf'n Fabrikschornstein oder und schließlich kam ein Schuhmann hinzu, welcher für den Rückschädigung für durch Milzbrand vernichtetes Vieh. uf'n Flaggenstock infchlummern". Er habe in solchem Holzhofe transport des Greises nach der Wärmehalle Sorge trug. Der Minister v. Heyden erklärt, daß eine derartige Vorlage heute letzte Nacht Todesangst ausgestanden. Als er vorüberging, habe Schuhmann schien schon Bescheid zu wissen, denn er sagte den an das Herrenhaus abgeht. Aufsehern ihre Nohheit auf den Kopf zu:„ Wir wissen schon, er einen großen schwarzen Hund gesehen, da dieser aber ganz Aufsehern ihre Rohheit auf den Kopf zu:„ Wir wissen schon, Die ordentlichen Ausgaben des Etats der landwirthschaft ruhig gelegen habe, habe er geglaubt, der Röter sei angefettet. wie Ihr es hier macht!" Der alte Mann" blutete start am gaben sind zur Förderung der Land- und Forstwirthschaft im in einem Holzschuppen schlafen, det liegt sich da so wunder- Borfall notirt hat, so ist wohl anzunehmen, daß derselbe für die lichen Verwaltung werden bewilligt. Unter den einmaligen Aus- Das beruhigt den" Strolch", er flimmt über den Baun und will Daumen der rechten Hand und schien auch noch sonstige Verlegungen davongetragen zu haben. Da der Schuhmann sich den Eifelgebiet 200 000 M. gefordert. Abg. Kuebel erklärt, daß die Beschränkung dieser Arbeiten Dieser Holzschuppen mit seinem wunderscheenen" Lager ist auffeher noch Folgen haben wird, die diesen den Gebrauch des auf die Eifel in den anderen Gebirgsgegenden Unzufriedenheit also die einzige Sehnsucht dieses Proletariers, der vielleicht seit Gummischlauches ein für alle Mal verleiden. hervorgerufen habe. Es ist bedenklich, für die Leute Arbeiten Monaten in feinem Bett mehr schlafen konnte. Im Schuppen tönnen, sich die Frage vorzulegen, ob ihre Angestellten ihre Posten Die Verwaltung der Wärmehalle aber wird nicht umhin aus Staatsmitteln herzustellen, ohne daß sie auch aus eigener findet er ein paar Säcke und flettert bis unter's Dach, wo er so ausfüllen, wie dies die Verwaltung wünscht. Die Antwort Straft etwas leisten. Die Betheiligten wollen nicht einmal die fich in die Säcke inmummeln" will. Plöglich hört er Unterhaltung der geschaffenen Anlage übernehmen. Redner ent- Sundegebell und sieht einen der Hofhunde auf sich losstürzen. auf diese Frage ist nicht schwer zu errathen. Die Verwaltung wickelt dann einen Plan, wie die Dinge anders gemacht werden Boller Angst vor dem wüthenden Thier, dem er schutzlos preis- müßte fomit strenge Musterung halten und namentlich darauf Minister von Heyden: Der Plan des Borrebners würde zur Erde finken und rutscht bis auf die Mitte, wo er sich fest- einer der Raufenden zum Gummischlauch greift, so kann er sicher gegeben ist, dreht er eine der Bohlen herum, läßt das eine Ende sehen, daß der Gummischlauch aus der Wärmehalle ein für alle Mal verbannt wird. Wenn bei einer Schlägerei auf der Straße die Auflösung des ganzen Fonds zur Folge haben. Ich habe hält. Schon glaubt er sich gerettet, weil der Hund auf der ving, die ihrerfeits 100 000 mart jährlich zur Verfügung stellt, Jebelle unten ooch los und det ruckelt da so niederträchtig Strafe beantragt und daß in" den weitaus meisten Fällen auch mich überzeugt, daß die Gelder im Einverständniß mit der Pro- glatten Bohle nicht hinunter kann, da mit eenmal jeht aber det sein, daß bei der Gerichtsverhandlung der Staatsanwalt für ihn als gefährlichen Rowdy" und" Todtschläger" eine sehr strenge ourchaus zweckmäßig verwendet werden. Ein Wohlthätigkeits- an meine Bohle, bet ich denke, se schmeißt um. Nee, benke ich, auf eine felche erkannt wird. Wie ist es nun aber möglich, daß fonds soll allerdings nicht geschaffen werden; die Betheiligten che de Dir von die Biesters bobtbeißen läßt, lieber kennen zwölf die Aufsicht führenden Angestellten gemeinnüßiger Einrichtungen auf eine felche erkannt wird. Wie ist es nun aber möglich, daß follen auch das ihrige zur Verbefferung ihrer Lage beitragen. Nachtdeibel ieber Dir kommen. Jc fange also an zu schreien Abg. Bröckmann( Bentr.) weist darauf hin, daß die Eifel Bilfe, Feuer und Jott wees wat noch, un de beeden Biecher und solche sollen doch die Wärmestuben und auch die Herbergen gebiete sich in einem so großen Nothstand befänden, daß die bellten immer döller un't war een Heidenradau. den Gummischlauch stets bei sich tragen, Staatsbeihilfen durchaus nöthig gewesen seien. Wenn die Staats- denn ooch de beeden Hofwächter an und meenten, ick follte runter- waltungen dieser Anstalten dagegen nicht einschreiten, so erachten Nu tamen zur Heimath fein sofort damit zuschlagen zu können? Wenn die Ver hilfe in absehbarer Zeit einmal aufhöre, dann werde die Proving rutschen. Nee", rief ict in meine Dodesangst, nich um ne Million, wir dies doch für eine Aufgabe der Polizei, die doch sonst sofort immer noch weiter helfen müssen. erft bindet de Viecher an." Die Hofwächter hatten denn auch Abg. Frigen- Borken( 3.) bestätigt, daß die Staatshilfe Mitleid mit dem vor Angst halb tooten Menschen und legten auf dem Plane erscheint, wenn es gilt die gefährdete öffentliche aothwendig fei; man fucht auch jezt die Betheiligten zu Beiträgen die Hunde feft. Dann troch derselbe bis auf den Boden und Ordnung wiederherzustellen. heranzuziehen, fodaß man wohl allmälig wieder die Leute zur mun wollten die Wächter ihn erst noch orntlich vertobacken, Selbständigkeit bringen wird. Wenn der Fonds vergrößert aber wie mir der Gene antieckte, da fagt er:" Na, wir woll'n werden könnte, dann könnte man ihn auch für andere Gebirgs- man loofen lassen, der schwiht ja 10ch vor Ang ft." gegenden verwenden, z. B. für den Westerwald, wo die Berhält Se haben mir denn een paar Kazentöppe jjeben un mir rausniffe auch schlecht liegen. jeschmissen." werde. empfiehlt tönnten. | scheen". Eine förmliche Vorlesung über das Einbrechen in Geldschränke wurde vorgestern in der Polytechnischen Gesellschaft" gehalten und eine gleichzeitige fleine Ausstellung von Diebes Sandwerkzeug gewährte ein anschauliches Bild von der Thätigfeit ber schweren Jungen". Es handelte sich dabei um einen Bortrag über elektrische Vorrichtungen zur Sicherung des Eigen- I find denn auch nur die stark verkohlten Sparrengebinde stehen Monat 11, Frosttage, an welchen es unter 0 Gr. fiel, 22. Am thums. geblieben. Der Angriff wurde dadurch, daß das Dachgeschoß Erdboden fant das Thermometer am 22. bis auf-18,0 Gr., Der Einbrecher, welcher sich mit biebes und feuersicheren" vom Vorderhause und auch vom Seitengebäude aus erreicht stieg dagegen am 30. auf 11,4 Gr. Geldschränken in eindringlicher Weise beschäftigen will, bedarf, werden fann, fehr erleichtert, da auf diese Weise sich ein wie der Redner ausführte, nicht nur hoher persönlicher Körper- förmliches Umschließen des Brandherdes mit den vor- südwestlich, dann folgten bis 22. Ostwinde, während demnächst Die Windrichtung war bis 13. fast ausschließlich westlich und fraft und technischer Gewandtheit, sondern muß auch in genommenen drei Schlauchleitungen ermöglichen ließ. gewiffem Sinne Den mit einer eintägigen Unterbrechung wieder westliche und nords ein fapitalfräftiger Unternehmer" sein, auf sie eindringlichst wirkenden Wasserstrahlen gegenüber war westliche Winde wehten. Von den 93 Beobachtungen des Monats denn die Diebeswerkzeuge, die er gebraucht, müssen sehr es mit der Macht des Feuers bald vorbei, und schon ergeben 34 Westwind, 20 Oft, 13 Südwest, 10 Südost, 9 Nordost, forgfältig gearbeitet sein und repräsentiren infolge dessen nach Verlauf einer einstündigen Löscharbeit fonnte das Groß der 2 Süd und 1 Nordost; Nordwind wurde gar nicht beobachtet. ein recht erhebliches Anlagekapital. Die Zeiten, wo der ausgerückten Abtheilungen wieder in die Wachbereitschaft zurück- Windstille trat 4 Mal ein. Dagegen erreichte die Windstärke Einbrecher mit einer gewöhnlichen Bruftleier ein Loch bohren fehren, während das Ablöschen der Brandtrümmer und die mehrfach die Nummer 6 der 12 theiligen Stala und am 5. und 30. fonnte, das sich mit einer fleinen Fraise erweitern ließ, find im Säuberungsarbeiten fich bis gegen 3 Uhr früh hinzogen. Die sogar die Nummer 7. Jm Monatsmittel betrug der Stärkegrad Allgemeinen vorbei, denn Geldschränke alter Konstruktion, die eine unter dem Brandherde belegenen Wohnungen haben nur ganz Morgens 3,0, Mittags 3,4 und Abends 3,2. Die Bewölkung berartige Bearbeitung" zulassen, bilden felten noch ein einträg- unbedeutend von durchdrungenem Wasser gelitten. Tags vorher betrug 7,4 der 10 theiligen Stala und war damit gerade normal. liches Objett. Die moderne Ausrüstung eines Geldschrankerbrechers ist bis in den Abend von Klempnern auf dem Boden gearbeitet Die Lage vom 19. bis 21. waren gang heiter, wogegen 15 Tage nimmt räumlich wenig Plah ein, fie läßt sich bequem in einer worden, und läßt sich wohl annehmen, daß diese durch eine Un- in meteorologischem Sinne trübe( Bewölkungsgrad über 8), Kleinen Reisetasche unterbringen, die unauffällig mitgeführt werden vorsichtigkeit mit dem benutten Licht die Entstehung des Brandes darunter 10 ganz trübe waren. Von den 93 Beobachtungen des fann. Das wichtigste Instrument und zugleich der Stüßpunkt verursacht haben. Monats ergaben 16 ganz heiteren, dagegen 57 ganz bedeckten für die meisten der übrigen Werkzeuge ist eine sehr subtil Himmel. Die relative Feuchtigkeit war mit 88,2 pet. um 4 pet. gearbeitete zusammensetzbare Brechftange, mit der man eine Der Kriminalpolizei ist es gelungen, gelegentlich eines zu hoch. Morgens betrug fie 90,5, Mittags 86,0, Abends. gewaltige Kraftwirkung erreichen kann. Der Einbrecher, der auf großen Einbruchsdiebstahls auf dem Stettiner Güter- Bahnhofe 88,0 pct. Das Maximum trat mit 97 pet. am 14., das Minimum der Höhe der Zeit steht, verfügt über zwei derartige Hebel- einer aus 6-8 Röpfen bestehenden Diebes- und Einbrecherbande mit 69 pCt. am 3., 80. und 81. ein. Die Niederschläge erreichten stangen. An dem einen Ende einer solchen Stange ist eine Vor- auf die Spur zu kommen. Auf dem Bahnhofe hat die Firma im Monat die Gesammthöhe von 59 Mm., während für den richtung angebracht, welche gestattet, einen Hammer aufzufeßen, Hirschfeld und Sachs das erste Stockwerk eines Speichers ge- Januar nur 38 mm. normal sind. Davon entfallen allein das andere Ende gestattet die Einfügung einer ganzen Reihe miethet. Sonnabend gegen 1/27 Uhr Abends fuhren ein Roll- 20,9 mm. auf den 1. Januar, die aber zumeist noch am anderer Werkzeuge. Wenn es sich darum handelt, die bei vielen und ein Leiterwagen vor. Die Kutscher und 4 Arbeiter begannen 31. Dezember und in der Sylvesternacht gefallen sind, da die Konstruktionen vorhandenen Thürsäulen zu beseitigen, wird ein Mehl auf die Wagen zu verladen. Das Bahnpersonal, welches Ablefung des Regenwassers immer am Morgen erfolgt. Der zugespistes trummes Eisen aufgesetzt, womit man die Säulen mit glaubte, daß die Wagen der obigen Firma gehörten, forderten die Niederschlag vertheilt sich auf 17 Tage. Schnee fiel an neun Leichtigkeit untergreifen kann. Widerstehen die Säulen diesem Beute auf, sich zu beeilen, da es schon sehr spät sei. Die Arbeiter Tagen; Reif wurde 4 Mal, Nebel 3 Mal, Rauhfrost 1 Mal festAngriff, so wird eine Art Klaue" angeschraubt und mit Hilfe entfernten sich darauf, nachdem sie 50 Ballen( 100 Benter) aufgestellt. der Hebelstange kann dann selbst die stärkste Säule abgesprengt geladen. Als am Montag die wirklichen Arbeiter der Firma werden. Will man die Winkelhaken an den Ecken der Schränke H. u. S. erschienen, stellte sich heraus, daß am Sonnabend Abend In der Poliklinik des praktischen Zahnarztes Herrn abreißen, fo sest man eine Bange in den Hebel ein und setzt Einbrecher ungehindert gestohlen hatten. Kriminalfommissarius J. Semmel, Oranienstr. 55, werden alle Zahn- und Mundleiden man an zwei Ecken je eine derartige Hebelzange, so fann man Braun leitete die Untersuchung. Erst vor kurzer Zeit sind zwei ganz für Unbemittelte Vormittags 8-9, Nachmittags 1-3, 5-6 unentdurch Zusammenpressen beider Hebel schon recht starfe Wan- gleichartige Diebstähle von Mehl und Getreide auf dem Güter geltlich behandelt; für Füllungen und Bahnerfaß nur die Ausdungen bequem nach innen eindrücken und dadurch die Ver- Bahnhofe des Anhalter Bahnhofes und auf dem Speicher des lagen berechnet. Mehlhauses vorgekommen. Es gelang gestern früh, einen Kutscher zu verhaften, welcher zwar über den Berbleib des Mebles und über den event. Hehler Angaben machte, so daß die geschädigte Firma ihre Waare wiedererlangt hat, jedoch die Mitschuldigen nicht angeben wollte. Man ist jedoch den übrigen Dieben bereits auf der Spur. bände lösen. " vor dem Hause Potsdamerstr. 88a von einem Pferdebahnwagen Polizeibericht. Am 4. d. M. Nachmittags wurde ein Herr überfahren und erlitt einen Bruch des Oberarmes und des Unterschenkels, so daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte. Abends fanden 8 Brände statt. Gerichts- Beitung. A Inzwischen ist ja nun freilich auch die Geldschrank Fabritation nicht stehen geblieben, sondern hat einen erbitterten Kampf mit den Einbrechern aufgenommen. Man hat zunächst fich bemüht, Geldschränke herzustellen, die für Klauen und Bangen feine Angriffspunkte bieten und ist so zu den aus einem Stück geschweißten Schränken gekommen. Man hat ferner versucht, das Bohren und Fraisen unmöglich zu machen, indem man Stahl- Aus Bremen ist der hiesigen Kriminalpolizei eine Mitpanzer nahm, die jedem Bohrer Widerstand leisten, und da diese theilung zugegangen, daß der ehemalige Lehrer Felgentreu in Platten so spröde find, daß sie mit einem Hammer sich zer- der Möller'schen Gartenbau- Beitung" und durch Flugschriften, schlagen laffen würden, hat man endlich die Stahlplatten mit die er verschickte, bekannt gemacht hat, daß in Bremen vom schmiedeeisernen Platten zusammengeschweißt und so auch den 24. Februar bis zum 12. März eine„ internationale Ausstellung Angriff mit dem Hammer unmöglich gemacht. Aber auch die für Hygiene, Sport und Kunstindustrie" stattfinden werde. FelgenBeleidigung einer Schalter- Dame wurde dem Kaufmann Diebe haben gewaltige Fortschritte gemacht und andere Natur- treu hat zur Betheiligung an dieser Ausstellung aufgefordert, Paul Anton Schröder zur Last gelegt, welcher sich dieserhalb fräfte in ihren Dienst gestellt. Der erfahrene Geldschrank- Ein- Anmeldungen entgegengenommen und Gelder für Plazmiethe geſtern vor der fünften Straffammer des Landgerichts I. zu verbrecher führt eine Schmelzlampe mit sich, mittelst der er gewöhn eingezogen. Da in Bremen von einer derartigen Ausstellung gar antworten hatte. Es war am 5. August v. J., als derselbe am liche Platten in 10 bis 15 Minuten derartig bearbeiten kann, daß ein nichts bekannt ist und man es offenbar mit einem Schwindel zu Schalter des Alexanderplatz- Bahnhofes erschien und von der Loch entsteht, durch welches er selbst in den Schrank friechen könnte. thun hatte, wurde die Verhaftung des Felgentreu verfügt, die Stations- Diätarin Vergin, welche daselbst Dienst hatte, bie Solidere Konstruktionen bieten allerdings auch hier recht erheblichen denn auch erfolgt ist, obgleich es dem Schwindler gelungen war, Herausgabe der von ihm bestellten Rundreise- Billets verlangte. Widerstand und würden stundenlange Arbeit erfordern. Immerhin sich derselben einige Beit zu entziehen. Den Behörden liegt er beanspruchte, daß ihm die Billets vor der Bezahlung zur Unhat man es unter diesen Umständen für nothwendig gehalten, baran, in Erfahrung zu bringen, ob Felgentreu auch hier Opfer ficht vorgelegt werden sollten, um zu kontrolliren, ob dieselben noch auf weitere Sicherung zu finnen, und hat sich dabei der gefunden hat. auch richtig zusammengestellt feien; die Schalter Dame meinte modernsten Kraft, der Elektrizität, bedient. Ein Münchener Konstrukteur hat elektrische Sicherheits Signal Apparate in Berlin festgenommen worden. Eine von ihnen, bie Wittwe Instruktion, wonach sie zunächst das Geld einzunehmen habe. hergestellt, welche auf dem bekannten Prinzip des Fadenkontaktes., betreibt das Handwerk in Gemeinschaft mit ihrer fechszehn überließ Fräulein B. die Billets dem Angeklagten zur Durch Mehrere Hotelschwindlerinnen sind in den letzten Tagen aber, daß sie dazu feine Beit habe und verwies auf ihre Es fam darüber zu Auseinandersetzungen und schließlich beruhen, das in zweckentsprechender Weise umgeändert ist. Die jährigen Tochter und verschaffte sich dadurch Kredit, daß sie den ficht. Der Angeflagte war dadurch aber keineswegs zufrieden Apparate werden in dem Schrank felbft untergebracht und die wirthen, welche sie sich zu Opfern ausersehen hatte, vorspiegelte, gestellt, sondern suchte das Fräulein darüber zu belehren, daß es Trähte durch Löcher geleitet, die leider wieder gewiffe Angriffs: daß ihre Tochter mit dem Herzog von Leuchtenberg, Fürsten von nur sein Recht fei, was er verlange und daß er sich bei der punkte bieten. Ingenieur Berg, der Redner des Abends, hat Henkel- Donnersmarck" verlobt set. Eine dritte Hotelschwindlerin, daher eine andere konstruktion gewählt, er sett feinen Apparat welche von ihrem Schicksal ereilt worden ist, ist Lisette G. Gie vorgesetzten Behörde beschweren werde. Als die Schalterdame frei und offen oben auf den Geldschrank und stellt ebenso offen pflegte sich für eine„ Hermine v. Malyan" auszugeben und führte widersprach, tam es nochmals zu heftigen Auseinandersetzungen, die Drahtverbindung mit dem Läute- Apparat im Wächterzimmer zwei werthvolle Hunde, einen Bernhardiner und eine Dogge, bei in deren Berlauf der Angeklagte feiner Gegnerin ein her. Der Vortheil der Konstruktion liegt darin, daß nach dem ich. Da sie sich nach ihrer Verhaftung über den ehrlichen Er- anständiges Frauenzimmer" an den Kopf warf. Das SchöffenGutachten der phyſikaliſch- technischen Reichsanstalt, auch für den werb dieser Thiere nicht ausweisen tonnte, vermuthet man, daß gericht hatte diesen Mangel an Galanterie mit 75 Mr. Geldbuße geschulten Elektrotechnifer feine Möglichkeit vorhanden ist, den sie diefelben gestohlen hat. geahnbet, die Berufungskammer- verringerte aber die Strafe auf Apparat auf irgend eine Weise außer Thätigkeit zu setzen. So40 M. Geldbuße, indem sie annahm, daß das böse Wort dem bald nun der Schrank einer Erschütterung ausgesezt wird, oder Die Witterung des Monats Jannar d. Z. Die Angeklagten nur in der Erregung entfahren war. an dem von den Leitungsdrähten umzogenen Schrant eine Witterung des verflossenen Januar läßt sich in drei Perioden Stichflamme wirfen soll, oder sobald man die Leitung sonst scheiden, eine mäßig warme, feuchte und windige, die bis zum 12. unterbricht, tritt der Läute- Apparat in der Wächterstube sofort dauerte, eine kalte, trockene und helle, die am 22. ihren Abschluß in Thätigkeit und der Dieb hat damit seine Anwesenheit ver erreichte, und eine trübe, allmälig immer wärmer werdende, niederschlagsreiche, die über den Monatsschluß hinausging. Ein dem Monat Januar somit nicht geben; es wird aber vielfach einheitliches, die Witterung fennzeichnendes Beiwort können wir überraschen, daß die Durchschnittstemperatur des Monats um 1 Gr. unter der normalen lag. rathen. 5 ,, un fortgesetzten Betruges standen gestern der Graveur Gustav Unter der Auflage der Urkundenfälschung, bezw. des Walter, dessen Ehefrau Sophie Walter und deren Tochter, die Stickerin Frieda Walter vor der dritten Straf fammer des Landgerichts I. Es war ein eigenartiger SachEin biederer Mecklenburger. Bor ungefähr 8 Tagen Walter wurde im Februar 1890 Mitglied des Confum- Vereins verhalt, der der Anklage zu Grunde lag. Der Angeklagte enthielt eine hiesige Beitung ein Inferat des Inhalts, daß ein Schlächter in Alt Moabit fein gut gehendes Geschäft an einen Süd- West". Zweck dieser Vereine ist bekanntlich, den Mitgliedern reellen Räufer zu verkaufen beabsichtige. Bereits an demselben In den ersten Tagen des Monats stand das Wetter unter schaffen. Im Consumverein Süd- West war folgende EinDie Lebensmittel zu billigeren Preisen wie ortsüblich zu bes Tage erschien bei dem Verkäufer ein Ehepaar mit einem hoch dem Einfluß von barometrischen Depressionen, welche in rascher richtung getroffen: Die Mitglieder können bei bestimmten aufgeschossenen, ungefähr in der Mitte der zwanziger Jahre Aufeinanderfolge im Nordwesten erschienen und südostwärts Verkaufsstellen Pappmarten zum stehenden Sohne. Alle drei Personen machten einen durchaus gingen. Besonders unruhig war die Witterung am 3., 5. und 1 M. und 2. M. gegen baar erhalten. Diejenigen Verkäufer, Werthe von 50 Pi biederen Eindruck. Der Vater des jungen Mannes erklärte, er 6, wenn auch die Winde bei uns weniger start waren, welche 5 pet. Rabatt geben, liefern rothe, die welche 10 pt. sei mit seiner Familie auf der Rückkehr aus Amerika, wo er sich als an der deutschen Küste. Die Niederschläge nahmen allmälig Rabatt gewähren, gelbe Pappmarken. Bei Entnahme von als Farmer ein ganz ansehnliches Vermögen erworben habe, nach die Gestalt von Schnee an, und da das Thermometer unter 0 Gr. Marten für 20 m. erhalten die Abnehmer gleich fo viel Marten feiner alten Heimath Seriewig in Mecklenburg begriffen. Er fant, blieb die Schneebecke liegen, welche am 9. die Höhe von mehr, wie der ihnen zu vergütende Rabatt beträgt. Um nun halte sich zwar nur vorübergehend in der Reichs- Hauptstadt auf, 10 3tm. erreichte. Ginige Tage blieb dann noch die Witterung ben bei. Eleinen Einkäufen nöthigen Bedarf an Scheidemünze zu jedoch möchte er gern seinem Sohne hier eine sichere Existenz grün unficher; als sich dann aber über Skandinavien ein Hochdruck decken, hat der Verein Süd- West eine beschränkte Anzahl von den. Er sei daher gern zur Uebernahme des betreffenden Geschäftsgebiet ausbildete, wurde es am 13. Abends bei eintretendem Ost- Blechmarken anfertigen lassen, welche den mit einer erheblichen Abschlagszahlung bereit, wenn sein Sohn, winde empfindlich kalt und die folgende Nacht brachte bereits in beschränkter Anzahl ausgehändigt werden. Im Laufe den Lieferanten den er als Volontär für einige Tage anzunehmen bitte, sich 9 Gr. Die strenge Kälte dauerte an und verschärfte sich noch, des vorigen Sommers von der Nentabilität deffelben persönlich überzeugt habe. Der als das barometrische Maximum sich füdwärts senkte und stellte sich heraus, daß girfa arglofe Schlächter ging in die Falle, gestattete dem jungen Maune mit einem westlich gelegenen Depressionsgebiete in lebhafte der Anklage soll der Ehemann Walter diese Falsifikate ange 4000 falsche Blechmarken im Umlauf waren. Nach die Anwesenheit in seinem Geschäft, weihte ihn in die Interessen Wechselwirkung trat. Der höheren Schlächterei ein und ließ ihn sogar zeitweilig hinter bruck und verzog sich oftwärts, während eine umfangreiche De Berkehr gesezt haben. Die Anklage hat eine ganze Anzahl be Allmälig verflachte dann der Hoch- fertigt und seine mitangeklagten Angehörigen sollen dieselben in den Ladentisch treten. Vorgestern Mittag ist nun der junge Mann, pression, die sich im Nordwesten ausgebildet hatte, einen erfolg lastende Momente zusammengetragen. Zunächst soll die Ander angeblich zu Tisch gegangen war, nicht zurückgekommen. Als reichen Vorstoß machte, der eine starke Erwärmung verursachte. fertigung der Blechmarken für den Angeklagten Walter als der Schlächter, Böses ahnend, gegen Abend Nachforschungen in Am 22. Morgens waren 14,4 Gr. Kälte, Abends nur noch Graveur ein Leichtes sein. Sämmtliche Angeklagten sollen aufber Wohnung des jungen Mannes anstellte, war derselbe dort 4,1 Gr. und am nächsten Morgen- 1,3 Gr. Nachdem total unbekannt. Wahrscheinlich hat derfelbe sich einen falschen dann energisches Thauwetter eingetreten war, schien e3, bei fallend viel Blechmarken verausgabt und dabei die von ihrer Namen beigelegt. Als sicher hat sich herausgestellt, daß er die steigendem Barometer, als ob die falte Witterung wiederkehren Wohnung am weitesten entfernt gelegenen Läden aufgesucht haben, um Ladenkasse um recht anständige Beträge erleichtert hat. würde. Die rasch auf einander folgenden Minima, welche durch zu häufiges Erscheinen in den benachbarten Geschäften Zur Kroll'schen Mordsache in Weißenfee erfahren wir, Abkühlung nicht zu, vielmehr wurde die Temperatur immer Der Angeklagte Walter wieß darauf hin, daß es doch thöricht über den Norden Europas zogen, ließen aber eine dauernde nicht aufzufallen. Die Angeklagten bestritten entschieden ihre Schuld, sie wollten das Opfer eines falschen Verdachts geworden sein. daß ein nicht wird. Es ist dies ein Arbeiter Kühne, welcher im September höher, so daß sie am 30. 10 Gr. erreichte. Die drei letzten von ihm sein würde, wenn er Blechmarken zu 10 Pf. herstellen und Oktober v. J. sich in Weißensee aufgehalten hat und mit Monatstage( der 29. war, was hier nebenbei bemerkt sei, nach würde, wozu er sich erst eine Presse und eine Stanze anschaffen der Familie Kroll in einige Berührung gekommen sein soll. Falb's Theorie ein fritischer Tag erster Ordnung) hatten sehr müsse. Viel leichter hätte er es doch gehabt, wenn er mit Hilfe Im Einzelnen war das Ergebniß der meteorologischen eines leicht anzufertigenden Stempels die Pappmarken zu einer Blätter in der Person eines Schlächters Reinhardt aus Leipzig Der Barometerstand betrug im Monatsmittel 753,0 m., Fabrikanten zu laden, der die Blechmarken im Auftrage des Verhandlung beschloß der Gerichtshof die Vertagung, um den Der Mörder der Nitsche sollte nach Mittheilung einiger Beobachtungen auf der Station im SW. das folgende: und zwei Mart nachgemacht haben würde. Nach mehrstündiger b. i. 6 mm. weniger at firben Januar normal Polizeilich gemeldet war Kühne indessen nicht. stürmisches, niederschlagreiches Wetter. Soziale Uebersicht. Auf zwei Schächten in Houffu( Belgien) feiert die ganze Belegschaft( 700 Mann) wegen Herabfehung des Lohnes. In Bremen faßte eine von faft 1000 Personen besuchte Bermischung zweier verschiedener Vorgänge entstanden. Vor Las Maximum trat mit 767,7 mm. am 18. und 19. ein, einiger Zeit wurde als der Thäterschaft verdächtig aus Leipzig das Minimum mit 736,4 am 6. Das Barometer burchlief inner: Quelle der Falsifikate dort zu suchen fei. der Schlachter Burkhardt eingeliefert, doch hat sich der Verdacht halb der Beobachtungsstunden 179,4 Mm., also pro Tag durch= als unbegründet erwiesen. Der Verhaftete wurde aber noch nicht schnittlich 5,8 Mim. Besonders unruhig war es zu Anfang und entlaffen, sondern wegen Ruppelei in Untersuchung behalten. Die am Schlusse des Monats. Das Thermometer stand im Mittel jetzt eingebrachte Person ist der Schuhmacher Seichert und in Morgens 7 Uhr auf-2,0 Gr. G.( normal find-1,3 Gr. E.), Breslau festgenommen. Er war verdächtig, das Sittlichkeits. Mittags 2 Uhr-0,4 Gr. C.( normal+0,6 Gr.), Abends 9 Uhr attentat auf die jährige Kluge bei Bunzlau verübt zu haben, ist 1,7 Gr.( normal-0,6 Gr). Es ergiebt sich hieraus eine aber nicht als Thäter refognoszirt worden und nun hierher mittlere Monatstemperatur von 1,5 Gr., während dem Januar gebracht, weil er als Hausdiener bei einer Firma in der nach 40jährigem Durchschnitt eine solche von-0,5 Gr. autommt. Leipzigerstraße 500 m. unterschlagen hat, auch noch mehrere Der Monat war mithin um 1 Gr. zu kalt. Schuld daran Diebstahle zum Nachtheil der Firma ausgeführt haben soll. tragen allein die Tage vom 14. bis 22., welche sämmtlich Arbeitslosen- Versammlung einstimmig eine Resolution, um mehr als 5 Gr. zu falt waren. Außer ihnen hatten nur noch in welcher es u. 2. heißt, daß es Pflicht der leitenden StaatsDurch einen Brand ist in der Nacht zum Freitag das 6 Tage eine um höchstens 1,2 Gr. zu niedrige Temperatur, wäh- behörde ist, nicht allein die vorhandene Arbeitslosigkeit durch Lachgeschoß des Borderhauses Lothringerfir. 100 vollständig zerrend 16 Tage zu warm waren. Der kälteste Tag war der 21. geeignete Maßnahmen nach Kräften einzuschränken, sondern auch stört und ein Theil des Dachgeschosses vom linken Seitengebäude mit 11,7 Gr. Mitteltemperatur, der wärmste der 30. mit Vorkehrungen zu treffen, bie eine Arbeitslosigkeit wie die gegen start in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Zinkdach war+8,0 Gr. Das absolute Minimum fiel mit 15,0 Gr. auf wärtige nicht auftommen lassen. Die Versammlung glaubt, daß beim Anlangen der um 11 Uhr 37 Minuten alarmirten Feuer den 22., das absolute Marimun mit+10,6 Gr. auf den 30. dieses auf folgender Grundlage geschehen tönnte: 1. für Arbeiten, wehr vor der Brandstelle von den Flammen bereits an ver- Der Witterungsumschlag vom 2. zum 28. war so start, daß der die der Staat selbst leitet, ist den Arbeitern ein ortsüblicher schiedenen Stellen durchbrochen und die Verschläge innerhalb der 21. eine Mitteltemperatur von 11,7 G., der 22. eine solche Tagelohn zu zahlen, die Arbeitszeit einzuschränken, sowie die Bodenräume schon in einem Umfange von ihnen ergriffen, daß von- 7,0 Gr., der 23. von+0,4 Gr. hatte. Gistage, an Attordarbeit aufzuheben. 2. Bei Arbeiten, die auf dem Wege der hier der Bernichtung nichts mehr entrissen werden konnte; es welchen das Thermometer sich nicht über 0 Gr. hob, hatte der Submission vergeben werden, ist der Submittent au verpflichten, nach delt unter I bezeichneten Grundfäßen zu verfahren. 9. Um die momentane Arbeitslosigkeit einzuschränken, sind sofort öffentliche Arbeiten in Angriff zu nehmen und bei Einstellung von Arbeitern zunächst die Verheiratheten und Seßhaften zu berückfichtigen. 4. Ferner hält die Versammlung für erforderlich, daß die Arbeitslosen auf Kosten der Besitzenden von Steuern befreit werden. Im Sinne dessen hat eine Deputation der Arbeitslosen beim Senat vorstellig zu werden. Die Rache des Kapitals. Einer Buchdruckfirma in Ansbach fündigten bei Ausbruch des B chdruckerstreiks sämmtliche dort beschäftigten Gehilfen; nach Beendigung des Streiks wurde auch nicht einer diefer 17 Arbeiter wieder eingestellt und so mußten die Leute, meist bejahrt und zum Theil verheirathet, den Wanderstab ergreifen. Der Verband der Schmiede Münchens ist zufolge einstimmigen Beschlusses seiner Mitglieder der Vereinigung Der deutschen Schmiede beigetreten. Die selbständigen Gewerbetreibenden in Magdeburg beschlossen in einer Versammlung, die Sonntagsarbeit, die durch die Gewerbenovelle auf 5 Stunden herabgesetzt ist, so zu vertheilen, daß die Geschäfte von 7-9 und 11-2 Uhr geöffnet bleiben. Bei Zeitungsexpeditionen soll die Geschäftszeit von 6-9 und 11-1 Uhr dauern. Im Herzogthum Sachsen- Meiningen sind an 100 Lehrer jegt einmalige Zulagen im Betrage von je 50 Mark ausgezahlt worden. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Bans Spazier. Thema: Dieferweg| fein Zustand ist zwar unbedenklich, jedoch ist längere Zeit zur und die moderne Schulfrage. 6. Februar, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Außerordentliche Jahren leidend. Porzellanmaler und verwandte Berufsgenossen. Sonnabend, den Heilung erforderlich. Herr v. Stauffenberg ist übrigens schon seit Berfommlung. Tagesordnung: Berathung der Statuten und Anträge zur Generalversammlung. erfolgt durch Spediteure freit ins Haus. mann, schieht unentgeltlich. 7 Die schwedische Schriftstellerin Emilie Flygares Carlén ist am 5. Februar in Stockholm gestorben. Der russische Nihilist Padlewski soll thatsächlich mit dem Otto Hausner, der sich in San Antonio entleibte, identisch sein. fönnten. Jeden Sonnabend von 8-10 Uhr weiden in folgenden Lofalen Beiträge faffirt Deutscher Tischler- Verband( Siz Stuttgart), 3ahlstelle Berlin 78. und neue Mitglieder aufgenommen bet: Lorenz, Koppenstraße 43 e Sente, Blumenstr. 38; Bubeil, Naunynftr. 86; Biemer, Cuvryfstraße 17; Stamm; Ritterstr. 123; Scheuer, Gnetſenaustraße 35; Rizing, Bülowstr. 52; Holzbecher; Schmidt, Trescow- und Diedenhofenerstraßen- Ede; Klein, Schönleinstraße 6 Drenfeftr. 3; Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ecke; Gnadt, Brunnenstr. 38, 3 Millionen Gewehrfchäfte will die russische Regierung Saafe, Königgrägerstr. 47; Brückner, Lothringerfir. 67 und Golz, Grünauer Volksstimme" bemerkt zu dieser Nachricht: Auch wir wünschen, von badischen Firmen anfertigen lassen. Die Mannheimer raße 8.- Das Eintrittsgeld beträgt 30 Pf.( wofür Statut), der wöchentliche" Beitrag 15 Bf.( intl.„ Neue Tischler- Zeitung"). Die Zusendung der Beitung daß die Lieferung im Interesse der armen, hungrigen Arbeiter Lokalen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 bei Schmidt, 2. Staligerstr. 107 bei Stunft es eine grausamere Fronisirung der gegenwärtigen GesellschaftsFachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden zum Abschluß kommt. Aber es hat alles seine zwei Seiten. Giebt 3. Belleallianceplatz 6 bei Hilscher, 4. Schwedterstr. 44 bei Thierbach, zustände, als die Thatsache, daß der arme Arbeiter, um nicht sobet Lindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübeckerstraße 41 bet Matthias, er später selbst niedergeknallt werden foll? Und er muß dies 5. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Ecke bei Scheuer, 6. Steinmeßstr. 57 fort zu verhungern, die Gewehre fabriziren muß, mit denen 9. Breslauerstraße 27 bet Tempel, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, bet Duschet, 11, Fennstr. 5 bei Krüger, 12. Görliger- und Gorauerstraßen- Ecke, 13. Weißen- thun, will er nicht Weib und Kind verhungern lassen, obwohl im see: Bölker- und Charlottenftraßen- Ecke bei klebs, 14. Tresckow- u. Dieden- gewöhnlichen Leben jeder den einen Dummkopf schilt, der seinem Schmidt, 15. Arbeitsnachweis befindet sich Walstraße 7-8 und ist von s uhr morgens bis Feind das Meffer selbst in die Hand giebt. 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, und ,, Sodoms Ende" darf in Solingen nicht aufgeführt Sonntags Bormittags von 8-11 Uhr geöffnet. Die Arbeitsvermittlung ge- werden, weil die dort üblichen guten Sitten sonst Schaden leiden Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen( E. H. 86, Hamburg). Die Mitgliederversammlungen Auf der Weichsel und Warthe herrscht Eisgang. fämmtlicher Berwaltungsstellen finden Sonntag, den 7. Februar, Vormittags In Posen sind einzelne Straßen der unteren Stadt über10 Uhr und zwar in folgenden Lokalen statt: Bezirk A.: Andreasftr. 26, bet Sindenftr. 106, bei Poppe. Bezirk D.: Brunnenſtr. 38, bet Gnadt. Rixdorf: Bolzmann. Bezirk B.: Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein. Bezirk 6: schwemmt. Der ,, schlafende Bergmann" Latos in Myslowin hat das Biethenftr. 71, bet Bapte. Die Tagesordnung sämmtlicher Bersammlungen Bewußtsein vollständig wiedererlangt, leidet aber an einer Lungenlautet: 1. Gefchäftliches. 2. Vierteljährlicher Kaffenbericht. 3. Verschiedenes. Die Zahlstellen, in denen Sonnabends Abends von 8-10 Uhr Beiträge ent- entzündung, die sich inzwischen eingestellt hat. Auf gleichzeitige Anfrage der königl. Regierung, des werden, befinden sich: Für Bezirk A.: 1. Naunynstr. 78, bet Rohr; 2. Lange nicht ohne". Wie man der Voff. 3tg." meldet, verließen gegengenommen und neue Mitglieder bis zum 45. Lebensjahre aufgenommen Die Söhnchen der Bourgeoisie Frankreichs sind auch Polizeipräsidenten und des Magistrats zu Magdeburg an ftraße 34, bet Giersch. Bezirk B.: 1. Reichenbergerstr. 16, bet Bagold fämmtliche 3 öglinge der Pariser Ecole Centrale( der Staatsdie dortige Bäckerinnung, ob dieselbe in Bezug auf die Sonntags: 2. Staligerstr. 65, bei Krause. Bezirk T.: 1. Boffenerstr. 85, bet Talte; ruhe besondere Wünsche habe, hat dieselbe das Polizeipräsidium Stallschreiberftr. 41-42, bet Schwanz. Bezirt D. 1. Elfaffer- und Kleine schule für Ingenieure) die Anstalt, weil der Leiter der Schule ersucht, dahin zu wirken, daß dem Bäckergewerbe gestattet wird, Lotal. Rirdorf: 1. Stethenftr. 26, Sof 3 Tr., bet W. Flemming; 2. Leffing- und ihnen ferner untersagte, im Gänsemarsch, und zwar in Bes Samburgerstraßen- Ecke bei Wittschow; 2. Gollnow- und Weinstraßen- Ecke im ihnen die Aufführung I üst erner Schattenspiele verbot Lehrlinge und Gefellen bis Sonntags früh 9 Uhr beschäftigen zu firaße 9, vorn 1 r., bet H. Baschte. dürfen, den Verkauf der Backwaaren dagegen wie bisher auf den Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Lese- und Diskutirklubo. Sonnabend. Lese- und Diskutirflub gleitung von Huren und zuhältern, durch die Stadt ganzen Sonntag, mit Ausnahme der Gottesdienst- Stunden, aus" eine", Abends 9 Uhr, im Lofale des Herrn Bechlin, Hornftr. 11. zu ziehen. dehnen zu dürfen. Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungsereins Eine große Fenersbrunft wüthet in Groß borstel bei Weißenfee, Restaur. Duſedann( Bereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 Hamburg. Fünf Wohnhäuser waren bei Abgang des Teleim kleinen Saal. Gäfte haben Zutritt. Paris Deutscher fozial- gramms bereits eingeäschert. marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlungen. Komm. Arbeiter: Als des Landesverraths verdächtig ist in Kiel ein Bildungsverein, London W. 49, Tottenham- Street, Tottenham Court Road. Techniker der Norddeutschen Werft verhaftet worden. Jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr Berfammlung. Derselbe soll Pläne und Zeichnungen vom Panzerschiff ,, Kaiserin Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein,„ Grüne Augusta" an das Ausland verkauft haben. Giche", Rirdorf, Hermann- und Knesebeckfir.- Ecke bei Beyerle. Gesangverein Der italienische Graf Eugen Piatto wurde in Wien pranta", Landsbergerfir. 31 bei Muſehold. Gefangverein Sanges wegen Betruges verhaftet. ich a ft 2", Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Gesangverein Freund Gefangverein Glück zu", Zur Prostitution des Mannes. Die„ Münchener Neuesten nebel, Badstr. 68( Gesundbrunnen). Gefangverein Phönir". Bülow Nachrichten" bringen folgende bezeichnende Annonce: straße 65 bei Bredlow. Gefangverein harmonie 3", Friedrichshagen, Wer? Gefangverein Gesangverein Gesellschaftshaus. Felsenburg" " Blumenstraße 21a. interessirt sich für einen jungen, hübschen BühnenTeltow" in Teltow, Schwarzer Adler. Gesangverein Esmeralda", Königsbergerstr. 24. Gefangverein Liederkran3"" tünstler( Sänger). Referenzen stehen zu Diensten. Diss in Brandenburg Mengert's Voltsgarten. fretion. Briefe bezeichnet mit A. A. 16 634 befördert die Sonnabend: Bergnügungsverein ,, uittge 1s" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Expedition." Lambourverein Deutsche Eiche" bei Sabed, Fürbringerstr. 7, Sigung. Durch schlagende Wetter wurden auf dem Hörder Vergnügungsverein Kreuzfidel" bei Springftube, Manteuffelftr. 67. Kohlenbergwerke drei Bergleute getödtet; auf Beche Bergnügungsverein Grüne Schleife" bei Sperling, Inselstraße 1. Vergnügungsverein Lustige Brüder" bet Kowald, Oranienfir. 126. Bruchstraße bei Langendreer erlitten elf Bergleute durch Rauchtlub Dornröschen" bei Döhring, Prinz Eugenfir. 19. Gut gleiche Ursache Brandwunden. Seil" bet Behmann, Fruchtstr. 69. verein Bhonir". Bülowir. 65, bet Bredlow. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gefang- hohe Schleifstein und schleuderte den 23jährigen ledigen Schleifer In einem Suhler Schleifwerk zersprang der 1/2 Meter Männer- Gesangverein Sängerfrans", gegründet 1853, Annenstr. 9, Ernst Heydenblut gegen die Decke. Der Verunglückte erlag binnen. Abends 9 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Paul Nickel'scher einer Stunde seinen fürchterlichen Verlegungen. Musikverein ,, Allegro", bei Bogel, Sorauerstr. 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Waldrofe", Ab. 9 Uhr bei Kleemann, Lausigerstr. 41.- Bitherklubbar Musitverein Vorwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, prt. Zitherklub monie", 9 Uhr Nebungsflunde, Kaifer Franz- Grenadierplay 7. Tambour Berein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Barzantria" Bersammlung bei Hopfer, Chorinerstr. 56. Gesangverein ,, Esmeralda" Königsbergerjt. 24. Zur Anzwanderung aus Elfaß- Lothringen schreibt die Straßburger Post": Als Hauptbeweggrund ist bei den betreffenden Familien wirthschaftliche Bedrängniß anzusehen. Früher, ehe die landwirthschaftlichen Maschinen eingeführt waren, hatte auf dem flachen Lande in jedem Dorfe eine Anzahl von Taglöhnerfamilien ihr sicheres Auskommen, selbst im Winter, wo das Dreschen 3-4 Monate in Anspruch nahm. Seitdem jedoch die Dreschmaschine dieses Geschäft in ein paar Tagen besorgt, fehlt es während der Wintermonate an Arbeit und Verdienst. Aehnlich liegt die Sache in den Gebirgsdörfern, soweit den Leuten dort nicht Gelegenheit geboten ist, in Fabriten Beschäftigung zu finden. Die Gelegenheit, durch Waldarbeiten etwas zu verdienen, dauert nämlich nur einen Theil des Jahres; während der übrigen Zeit herrscht bitteres Elend in den Familien, da dann beim besten Willen auch nicht ein Pfennig zu verdienen ist." Lohnarbeit der Schulkinder. Um ein Bild zu gewinnen, in welchem Unfange Lohnarbeit der Kinder besteht, sind an der einfachen siebenklassigen Volksschule zu Altendorf bei Chemnitz Erhebungen angestellt worden. Bei diesen Erörterungen blieben jene Kinder ganz unberücksichtigt, welche im Berufe des Vaters oder beim Erwerb der Mutter Beschäftigung finden. Je älter die Kinder werden, desto zahlreicher gehen sie der Lohnarbeit nach und zwar in: Knabent!. V. von 40 Schülern 7= 17,5 pt. " IV. III. 51 37 " " " " " II. 49 " " " I. 31 " " " 5: 13,5 16 31,3 22 44,9 19 - 61,2 33,6 pt. o pet. " " " " " IV. " 55 46 " 3= 5,4 " 18 " " II. 53 " " " I. 27 " " " 28,2 21= 39,6 7= 25,9 " " " Knabenkl. von 208 Schülern 69 Mädchentl. V. von 49 Schülerinnen III. Mädchenkl. von 230 Schülerinnen 44= 19,8 pet. Unter den beschäftigten Kindern standen: 1 0,88 pet. im Lebensalter von 8-9 Jahren 3= 2,65 9-10 " " " " " 7= 6,19 " " " " 13= 11,49 " " " " 37== 33,7 10-11 11-12 12-13 " " " " " " " 33,7 " " " " 13-14 14-15 " " " " 1 in demokratischer Lesetlub. Ecke Rue Montmartre und Rue EtienneEcho", Naunynstraße 86, bei gubeil. 11 " " " " " " " " " Niedergebrannt ist in Bamberg die Weyermann'sche Farbenfabrit. Kohlen nach Frankreich unterwegs, ist im Kanal vom Dampfer Die Schoonerbrigg ,, Thor" aus Korför, von England mit Saint Andreé" in den Grund gerannt worden. Mit Ausnahme eines Schiffsjungen ist die ganze Besatzung ertrunken. Untergegangen ist im Großen Ozean ein chinesischer Dampfer, wahrscheinlich der" Namchow", mit 400 Chinesen und& Europäern an Bord, welche bis auf 29 Chinesen fämmt Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 hr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung furnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaat befindet sich Könightädtisches Som nasium, Elisabethstraße 57-58.- Turnverein, Fichte( volksthümlich), jeben lich ertranten. " Eonntag 4-6 Uhr in Echölzels Seeschlößchen, Lichtenberg 3. Männer- Turnverein Jahn", Rirdorf( eigene Turnhalle Biethenftr. 72a). Heute von Zu Tode getanzt hat sich ein junges Mädchen in 6-8Uhr Echülerabtheilung, von 8%-10% Uhr Männerabtheilung. Blankenburg. Wie die Untersuchung ergab, hat die UnStattlub Ramich", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung sitte des Schnürens, die sich leider die weibliche Gitelfeit immer in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelftr. 141. Genossen sind freundlichst eingeladen. Statflub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer noch nicht abgewöhnen kann, hier wieder ein Menschenopfer geKlub Adonis" bei Heid, Koppenftr. 75. Gäste willkommen. Stattlub fordert. Wann werden endlich unsere Mädchen einsehen, daß sie Gemüthrich feit" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8 Uhr, die Natur nicht als Wespen erschaffen hat? bet G. Wächter, Brigerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Kartenflub ,, Nu II e" tagt jeden Montag u. Sonnabend Abds. Aus Algier. Zwei deutsche Soldaten der Fremdens Don 8-2 Uhr Nachts Hochstr. 32a b. Wilte. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, legion, Robert und Schwarz, welche wegen Fahnenhaben Zutritt. Brivat Theatergesellschaft Schneeglöckchen" im Lofal Beteranenfir. 9 bei Bettin.- Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Bictoria" flucht und Straßenraubes zum Tode verurtheilt waren, 9 Uhr, Victoria- Saal, Perlebergerstr. 13, Sigung, Aufnahme, Gäste willkommen. wurden in Geryville hingerichtet. Sie betraten singend Nach der Sigung Probe.- Theater verein Giaconda", Abb. 9 Uhr, Sigung. das Schaffot und ihr Lied verstummte erst, als der eine unter Theater- Berein Dilettanten Bühne", alle Sonnabend um 9 Uhr Sigung bei Barta, Rirdorf, Bergstr. 120. Gäste willfommen. das Fallbeil gebracht war. " " " 7 Depeschen. Verein 87= Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. Ber gnügungs- Verein Bustige 13", Abends 9½ Uhr, bet Echacnat, Dresdener15= 13,26 ftraße 28. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Schildhorn, Es wurden beschäftigt: 56 im Fabrikbetrieb, 19 als Laufburschen, Kastanien- Allee 52, bei Weber. Sigung Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. 11 in der Landwirthschaft, 20 in Haushaltungen, 7 in anderen Ver Herren und Damen dazu willkommen gnügungsverein Gorgenbrecher". Gegründet 26. Juni 1886. Jeden Berufen. Die tägliche Arbeitszeit beträgt( einschließlich der Sonnabend, Abends 8% Uhr, Sigung im Restaurant Scholz, Zukunftsstaat, Stunden, die von Einzelnen Sonntags gearbeitet werden) durch kastanien- Allee 35. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) schnittlich 6 Stunden, also wöchentlich durchschnittlich 36 Stunden. Bergnügungsverein, umor" jeden Sonnabend, 9 Uhr, Buckowerstr. 9. Touristenverein Wander Ius". Sigung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Hierfür wird von einem Kinde verdient wöchentlich im Durch: Märtischer Hof, Admiralfir. 18c. Säfte willkommen. Petersburg, 5. Februar. Der Emir von Buchara theilte Rauchflub Goldene dem Generalgouverneur von Turkestan mit, daß er, nachdem er schnitt 1,14 M. Der Gesammtverdienst im Jahre beträgt von uaite", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bet Brückner. Rauchflub, Dorn allen 118 Kindern 6696 M. Dieser geringe wirthschaftliche Ge- lub belgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Glisabethfir. 30, im gesucht habe, dem Großfürsten- Thronfolger als Beweis seiner röschen", Abends 9-11 Uhr, Prinz Eugenstr. 19 bei Dyhring. Regel von der Noth gehört, welche einige Gegenden Rußlands heimwinn vermag in Teiner Weise den Nachtheil auszugleichen, daß Restaurant Herrmann. Witglieder willfommen. Verein ehemaliger Schüler viele an ihrer Gesundheit gefährdet werden, daß ihre geistige der 30. Gemeinde- Schule. Sonnabend Sigung, Mittwoch Gesangabenbergebenheit für den russischen Thron und das russische Reich Gäste willkommen. Ge 100 000 Rubel zur Verfügung stelle. Entwicklung gehemmt wird, da doch Unaufmerksamkeit als natur- int Restaurant Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30. felliger Klub ,, urfidelttas" Abends 9% Uhr, Rosenthalerfir. 11/12. Auf- Rom, 5. Februar. Die Wahl eines neuen Jesuitengenerals liche Folge der förperlichen Abspannung erscheint. Es wäre sehr nahmie neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Rauchflub" Freiheit ist nunmehr für den Monat Mai im deutsch ungarischen intereffant, folche Zusammenstellungen auch anderorts zu be- Jeden Sonnabend Görligerfir. 38 bet Wuttke. schaffen, deren Ergebnisse in Volkswirthschaft und Boltserziehung abends 9 ühr: Außerordentliche Generalversammlung im Restaurant Räde, terimistische spanische Generalvikar Pater Martin den Vorsit Gefelliger Berein Waldesgrün". Heute, Sonnabend, den 30. Januar, Kollegium festgesetzt. In der Versammlung wird der inberücksichtigt werden müßten. Das ist das Urtheil eines Schul angefir. 65. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Geselliger Berein mannes, welcher in der Leipziger Zeitung" über jenes Uebel Gppreffe". Sonnabend, ben so. Jan., bds. 9 Uhr: Sigung im teftaurant und zwei Rektoren entfenden. Die Wahl erfolgt mit absoluter Cypresse". Sonnabend, ben so. Jan., Abds. 9 Uhr: Sigung im Reftaurant führen. Alle 30 Provinzen des Ordens werden den Provinzial berichtet. Steller, Röpnickerstr. Nachher Tanz." Theaterverein Undine". Jeben Gonnabend 9 Uhr im Märkischen Hof, Admiralstr. 18 e: Sigung mit Fidelitas. Majorität. Bühnenverband Normania" tagt von jetzt ab jeden Sonnabend vor dem Ersien im Restaurant Leichniß, Königsbergerstr. 24. ,, Lustige Jugend" Abends 9 Uhr: Sigung mit Damen im Restaurant Lautenbach, Cuvryfir. 55. Fidelitas und Tanz. " 1 Versammlungen. Sprecisaal. Eine Volksversammlung, die am Abend des 4. Februar den großen Saal der Aktienbrauerei Moabit füllte, war einberufen worden, um auch den Genossen dieses Stadttheils Ge: Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür legenheit zu bieten, gegen den Entwurf des Volksschul- Gesezes abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen zu protestiren. Ueber dies gegenwärtig die Geister und Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Gemüther erregende Thema referirte Genosse Theodor Inhalt deffelben identifizirt zu werden. An die Parteigenoffen in Rigdorf! Megner. Seine Ausführungen fanden den reichsten Beifall 11 und gipfelten in dem Mahuruf, daß man in allerschärfster Form Verschiedenen Anfragen zufolge theile ich Nachstehendes mit. gegen den Entwurf protestiren müsse. In der Diskussion sprachen Der in Rixdorf neu gegründete Verein Voltsbühne" Genosse Növenberg, die Lehrerin Fel. Altmann, welche ist nicht von Parteigenossen, sondern von dem Tapezirer, jezigen betonte, wie wenig oftmals gerade der Geistliche zum Lokal- Schauspieler Frizz Krüger und mehreren fogen. Unabhängigen Schulinspektor tauge, jerner Genoffe Hermerschmidt, der in ins Leben gerufen. Demgemäß it unsere Partei an diesem Verein dem ganzen Entwurse nur eine ökonomische Maßnahme gegen nicht interessirt. Was die Anfrage betreffs der Bons aubetrifft, so ist die au strebende Arbeiterklasse erkannte, en. lich Gen. Metzner, es leider nur wahr, und sind mehrere Fälle mir selber bekannt, daß nach dessen Schlußwort die Bogtherr'sche Resolution mit in unseren Versammlungen und bei unseren Vergnügungen Bons dem Kunert'schen Zusatz Annahme fand. von den Unabhängigen ausgegeben wurden mit dem Bemerken, zeichnet die betreffenden Personer. Dagegen ist weiter nichts zu dieselben wären für die sozialdemokratische Partei. Das tennmachen, als daß die Parteigenossen sich selber vorsehen, um nicht hinters Licht geführt zu werden. Verein der Berliner Schirmmacher. Sonnabend, den 6. Februar Fachverein der Uhrmacher. Sonnabend, den 6. Februar, Abends 9 Uhr, Bersammlung bei Wienecke, Alte Jatobftr. 83. Bortrag des Herrn Henning über: Die Bildungsmittel der Arbeiter im Hinblick auf das neue BoltsschulGefeß, u. f. 10. im Restaurant rieschmann, Jüdenstr. 57: Sigung. Der Couristenverein klub der Wanderfreunde" unternimmt am Sonntag, den 7. Februar cr., eine Wanderfahrt nach Ertner, Fangschleuse, Rüdersdorf, Strausberg. Natur- und Wanderfreunde als Gäste willkommen. Die Theilnehmer versammeln sich früh 7 Uhr auf dem Bahnhof Alexanderplat ( Raum vor dem Fahrkarten- Werfauf für den Fernverkehr). Abfahrt 7 Uhr 31 Min. nach Ertner. Der Vertrauensmann. Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt C. 3. 9076. Wir wissen von der Angelegenheit nichts. M. P., Franseckistraße. Vielleicht bei Gelegenheit ver wendbar. K. S., Thurmstraße. Das können wir im Augenblick auch nicht feststellen. Fragen Sie später noch einmal an. mit Ihrer Angelegenheit an die Lokalkommission wenden. R. W., Mechaniker, Grünthalerstraße. Sie müssen sich Arbeitsnachweis Wallstr. 7. A.. 88. In der Gartenstraße. Erfundigen Sie sich im Luckenwalde. Wissen wir nicht. dagegen kann die Frau über ihr Eingebrachtes" die InterM. G., Potsdam. Die Pfändung ist einstweilen zulässig, ventionstlage anstrengen. Eine birefte Kündigung muß vorangehen; die Aeußerung Ihres Meisters, sie möchten sich gelegentlich nach einer anderen Stellung umsehen, kann als eine Kündigung nicht angesehen werden. flärung mitgetheilt hat, daß er der in Rede stehenden Ansicht C. Blaurock. Nachdem der Betreffende durch seine Ers eben nicht sei, ist die Angelegenheit doch wahrhaftig er ledigt. . S. 28. Sie sind selbständiger Gewerbetreibender und fallen nicht unter das Altersversicherungsgeseh. A. N. 100. Die Zahlung der Miethe am 2. Januar wäre noch rechtzeitig gewesen. B Für die Arbeiter Bildungsschule vom Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter 15 M. erhalten. H. Gumpel, Barnimstraße 42. Tischler- Verein. Sonnabend, den 6. Februar, Abends 9 Uhr, Melchiorfiraße 15: Bersammlung mit Damen. Tagesordnung: Bortrag des Bahn- Reichstags- Abgeordneter v. Stauffenberg ist am Abend arates Herrn Dr. Nitter. Nach dem Vortrag geselliges Betfammenfein. Verein Sildung und Geselligkeit. Sonnabend, ben 6. Februar, des 5. Februar in Müncher bei Glatteis auf der Straße Abends 8% Uhr, Bereinsversammlung im August- Garten, Auguftstraße 24/25. ausgeglitten und hat sich erhebliche Kontufionen zugezogen; Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 31. 7 Parteinachrichten. ändern, Sonnabend, den 6. Februar 1892. • " 9. Jahrg. Schlag, der dem heutigen Militarismus von einem der höchsten waren, tagte am 2. Februar. Nach einer längeren Debatte über Militärs Deutschlands. verfekt wird. Erfreulich ist und einen Antrag des Herrn Raßler, betreffend die Zeitung Der preußische Volksschul- Gefehentwurf von sozialdemokratischer Seite wurde daran noch niemals Einigkeit", wurden zum Ersatz für drei aus der Preßkommission gezweifelt in der Beurtheilung der sozialdemokratischen Preffe. daß die Männer, welche an der Spitze der deutschen ausgeschiedene Kollegen die Herren Hoffmann, Walter Armee stehen, die Mißhandlungen beim Militär aufs Strengste und Werner gewählt und beschlossen, daß die Preßkommission Märkische Arbeiter Beitung"( Iserlohn): Wird verurtheilen; es ist kein angenehmer Ton, in dem sich Bring Georg aus ihrer Mitte einen Redakteur für die Einigkeit" zu wählen der Entwurf Gesez und daran ist kaum zu zweifeln, so wird seine über die Schmach der Mißhandlungen ausspricht. Was aber der habe. Da der Genosse Wernau nicht erschienen war, der zum Wirkung nicht die fein, welche die Regierung erhofft. Es wird Beurtheilung des Prinzen naturgemäß gänzlich entgeht, das ist gerade zweiten Punkt der Tagesordnung: Wie stellen sich die Hausdiener fich zeigen, daß einer Partei, wie die Sozialdemokratie, deren die Hauptsache bei der ganzen Frage des Militarismus. Im zum Halberstädter Gewerkschaftskongreß?" referiren sollte, erhielt Biele in der naturgemäßen Entwickelung der Dinge liegen, felbft Anfang unseres Jahrhunderts haben bereits Gneisenau und Herr Grauer das Wort, um über sein Verweilen unter den mit den reaktionärsten Maßnahmen nicht beizukommen ist, daß Scharnhorst ähnliche Erlasse herausgegeben und am Ende des Hamburger Kollegen und deren wirthschaftliche Lage zu berichten. schließlich auch diese zu ihrem Vortheile ausschlagen müffen. Bielefelder Jahrhunderts find diese Zustände nicht besser als damals, sondern Die Kollegen müßten dort im Durchschnitt für 12 bis 14 Mark Voltswacht": So gewiß Militarismus viel, viel schlechter geworden. Das muß tiefer liegen. Da han wöchentlich von Morgens um 7 bis Abends um 9 Uhr arbeiten und Rapitalismus auf einander angewiesen sind, so gewiß werden belt es sich nicht mehr um einzelne Auswüchse des Militarismus, und hätten dabei auch Sonntags fast den ganzen Tag über zu auch das Bürgerthum und der Mititärstaat sich immer fester die man durch Erlasse, durch Ermahnungen beseitigen könnte; da thun. Lebhaft sei von ihnen der Wunsch nach einem Zusammenan einander anschließen, und dies wird Schritt halten mit dem erkennt man vielmehr deutlich, d. h. wenn man erkennen will, schluß der Kollegen ganz Deutschlands geäußert worden. VorErstarken der europäischen Arbeiterbewegung. Das armselige daß der Militarismus eine Einrichtung ist, die solche Auswüchse läufig wollten sie sich mit einer Besprechung der Lage aller deutschen freifinnige" Intermezzo von heute kann und wird daran nichts hervorbringen muß, so lange fie besteht. Diese Einsicht besigt Berufsgenossen durch Vertreter derfelben zufrieden geben. In der freilich nur die Sozialdemokratie, für welche der Erlaß des sich an die Ausführungen Grauer's schließenden Diskussion Stettiner Boltsbote": Die Sozialdemokratie Bringen Georg von Neuem beweist, daß durch den guten Willen wurde zugleich die Stellung der Geschäftsdiener und Berufs braucht sich auch bei der neuesten Entwicklung der Dinge nicht einiger Männer fein franker Körper geheilt werden kann, daß genossen zum Gewerkschaftskongreß debattirt. Die meisten Redner aufzuregen. Geſetzt den Fall, es würden unsere Nachkommen das System selbst werth ist, daß es endlich zu Grunde gehe. Sprachen sich gegen eine Beschichung des Kongresses aus. Sie wirklich in geistiger Umnachtung großgezogen, so bewirkt die Vorläufig aber werden die Enthüllungen aus dem Leben begründeten dies damit, daß die Hausdiener 2c. sich erst selbst harte Erfahrung des Lebens doch ein Abschwenken. Mit der fächsischer Soldaten die alte Forderung einer öffentlichen genügend organisiren müßten, daß die Beschickung des Rongresses Religion fann man die Sozialdemokratie auch nicht bekämpfen, Militär- Gerichtsbarkeit endlich verwirklichen helfen. das beweist uns die Bergarbeiter- Bewegung in den katholischen unter den zur Beit im Gewerk bestehenden Verhältnissen für Gegenden Deutschlands, das beweisen die katholischen Länder dasselbe keinen Zweck hätte und auch die Mittel schwer aufzu Belgien und Desterreich, wo die Geistlichkeit einen riesigen Eins bringen wären. Folgende Resolutionen wurden angenommen: fluß besitzt. Indessen wollen wir auch nicht leugnen, daß uns 1. Die Versammlung hält es für nothwendig, mit den Be rufsgenossen in den anderen Orten Deutschlands in Verbindung zu ein frei erzogener Arbeiterstand lieber als ein verdummter ist. Für den Liberalismus ist die Sache aber noch bedenklicher. Sotreten, um gemeinsam die Form der Organisation zu berathen weit die Menschen nicht hochkirchlich bleiben, werden sie ins und zu beschließen. Da eine Verständigung nur auf mündlichem Gegentheil umschlagen; für eine Mittelpartei bleibt da fein Im Fachverein der Tapezirer stand am 1. Februar der Wege möglich, beschließt die Versammlung, die Vertrauensmänner Raum mehr. Das sehen die Liberalen natürlich sehr gut ein. Organisationsentwurf der Generalfommission zur Diskussion. aufzufordern, durch einen öffentlich zu erlassenden Aufruf die Raum mehr. Das sehen die Liberalen natürlich sehr gut ein. Kollege Feder verlas die Einleitung zu der Broschüre und den Kollegen in ganz Deutschland zur Theilnahme an einer gemeinAber weiter. Wenn sich die bürgerlichen Parteien im gegenfeitigen Rampfe zerfleischen, so ist die Sozialdemokratie der Organisationsplan und bemerkte dazu, daß die Lokalorganisationen schaftlichen Besprechung aufzufordern. Drt, Zeit und Tages lachende Dritte. Ob man daran wohl schon gedacht hat? Und vollständig von dem Gewerkschaftstongreß ausgeschloffen sind, ordnung der Konferenz sind gemeinsam von den Kollegen der dabei werden die strengkirchlichen Bestimmungen des Entwurfes trotzdem dieselben mindestens denselben guten Willen haben, das Drte aufzustellen, in denen bereits Organisationen unserer gerade damit begründet, daß die Schule im Stampfe gegen die Befle für die Arbeiter zu erstreben, wie die Zentralisationen; dies Branchen bestehen. Inzwischen ist dahin zu wirken, daß OrganiSozialdemokratie diese Richtung nehmen müſſe!" Nur zu, ihr sei eine Bergewaltigung. Redner trat für das Vertrauensmänner- fationen unserer Kollegen in den Orten, wo solche noch nicht Schlaumeier; die Sozialdemokratie spottet über euer Bemühen, System ein, wodurch auch die politische Aufklärung in die Massen existiren, geschaffen werden. Die Kollegen hier und auseine so mächtige Bewegung mit so kleinlichen Mitteln aufhalten zu tragen sei und erkannte dem Fachverein das Recht des Be- wärts werden aufgefordert dahin zu wirken, daß durch zu wollen. Der Tag des Sieges über euch kommt doch! stehens zu und wenn auch nur als Bildungsklub. Kollege die Vertrauensleute ein gemeinschaftlicher Agitationsfonds Freie Preffe"( Elberfeld- Barmen): Der ganze Streit ie ft erwendet sich gegen die Anschauung, daß die Arbeiter gegründet wird, ferner die Sammlungen rege betrieben werden zwischen Ronservativen und dem Zentrum einerseits und den heute durch die Macht des Geldes gegen die Kapitalmacht etwas und eine Berständigung über ihre Form angebahnt wird( Bons Liberalen andererseits dreht sich um die besten Mittel und Wege, daß nicht durch Geldsammeln, sondern durch prinzipielle ausrichten können; der große Buchdruckerstreit beweise gerade, oder Listen)." wie man dem Wachsthum diefer unverwüftlich gefunden Sozial- Aufklärung und Schulung der Arbeiter 2. Die Versammlung begrüßt die Ginberufung eines Ge demokratie endlich Einhalt gebieten kann. Und die Sozialdemo- reichen hat. Der Organisations- Entwurf der Generalfommission nothwendig, daß alle Gewerkschaften ihre Kräfte zusammenfassen, 3 er- werkschaftskongresses mit Freuden. Sie betrachtet es für unbedingt fratie steht dabei als lachender Dritter. Boltswille"( Hannover): Von der rothen Fahne loct bezwecke weiter nichts, als die Trades Unions und um gemeinsam dem gemeinsamen Feinde gegenüber zu treten. Die hr doch keinen fort! Wir singen unfer altes Lied der Menschen hr doch keinen fort! Wir singen unfer altes Lied der Menschen- die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine in Deutschland ein- Bersammlung bedauert, daß es in Anbetracht der noch sehr im liebe, die keine Konfessionen und keine Raffen tennt, und unter suführen; man sehe aber bereits an England, daß dieses System Argent liegenden Organisation leider nicht möglich ist, den Kongreß feinen längen wird sich die Menschheit zu einem Bruderbunde 3r Bersumpfung führe. Da fich einige Länder, 3. B. Sachsen, zu beschicken und verpflichtet sich, den event. Beschlüssen Folge zu nicht zentralisiren können, so ist es ein Widerspruch, wenn man leisten." ereinen! Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet, Zu uns'rer Fahne steh' zu Haus', Wenn auch die Lüg' uns noch umnachtet, Schon steigt der Morgen hell herauf!" Versammlungen. etwas die Zentralisation als einheitliche Organisation einführen will. Ge- Nach einer langen Debatte über das Verhalten des Vereins wertschaftliches und Politik wären eben nicht zu trennen. Kollege Berliner Hausdiener in der Einigungsfrage der Hausdiener Friedmeier wendet sich dagegen; Politik tönne man in öffentlichen Berlins gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Versammlungen treiben. Das Hauptprinzip der Gewerkschaften Die Versammlung verurtheilt das Verhalten des Vereins Graf Bedlig sagte:„ Die Geister scheiden sich!" Nein, Herr fei, bessere Lohnbedingungen zu erreichen, um die Massen weiter Berliner Hausdiener betreffend der Einigungsfrage und vers Minister, jie haben sich schon längst geschieden: Auf der einen bewegen, und dies könnten die Gewerkschaften am Beften, pflichtet sich, da, wo tur irgend Gelegenheit sich dazu bietet, dies Seite steht die alte Welt. auf unserer die neue! Die wenn fie starke Verbände bilden; die kleinen Organisationen Verhalten ins richtige Licht zu stellen und auf die Mitglieder des Scheidung wird nur wieder etwas weiter gebracht- und damit wären heute schwach und machtloz. Zwischen Töpfern und pp. Vereins dahin einzuwirken, daß dieselben sich dem Berband find wir sehr zufrieden! Tapezirern sei ein Unterschied zu machen. Erstere arbeiteten in anschließen." Burgstädter Boltsstimme": So lange der Libe- Fabriken, eine solche bilde eine Organisation für fich, Die Versammelten gingen mit einem Hoch auf die Sozials Die demokratie auseinander. der Widerstand kein ernsthafter... Mit dem kirchlich- radikalen topf ist ebenfalls für Zentralisation. ralismus nicht die Sonfessionslosigkeit der Schule fordert, ist während Letztere in Kleinbetrieben zersplittert seien. Gesammtheit müsse einheitlich vorgehen. Kollege Moẞ= und politisch reaktionären Dr. Strauß denken die Liberalen: Die Gegner hätten In der Arbeiter- Bildungsschule eröffnete am 8. d3. Mts. Wir Gebildeten" brauchen keine Religion, aber das Volk muß folle nicht gleich Gespenster sehen und mit dem Vereinsgefeß die Entwicklungsgeschichte der Grde von der Urzeit bis zu ben Wir Gebildeten" brauchen keine Religion, aber das Volk muß ihn bis jetzt noch nicht vom Gegentheil überzeugt. Man Herr Schriftsteller Bölfche einen Bytlus von Vorträgen über Religion haben. " Unterfränkische Volks.Tribüne"( Würzburg): graulich machen, ferner fich nicht mit Kleinigkeiten und Quad- Anfängen menschlicher Kultur als Grundlage einer freien WeltMag die Schule den Arbeiter noch so sehr in Dummheit und falbereien aufhalten; so lange die Arbeiter sich um die Organi- anschauung" vor einem zahlreich erschienenen Auditorium. Seinem Aberglauben erziehen, die Noth des Lebens und die Sozialdemo- fationsform streiten, so lange könnten die Kapitalisten in Stube ersten Vortrage schickte der Genannte eine Betrachtung über die fratie sorgen schon dafür, daß er denken lernt und den Fragen noch manche Auster vertilgen, manche Flasche Champagner leeren Bedeutung der Naturwissenschaft voraus, in welcher er die Be und manchen Truthahn essen. Macht könnten wir nur hauptung, daß die Naturwissenschaft den Menschen verrohe, überseiner individuellen und Klaffenwohlfahrt mit nüchternen, von erreichen, wenn wir uns der großen Maffe anschlössen. seugend widerlegte. In fesselnder Weise wußte Redner weiter den Scheuklappen mittelalterlicher Denkweise freien Augen gegen Kollege Freiwald ist für Lotalorganisationen, dieselben feinen Zuhörern klar zu machen, wie Millionen von Jahre zurückübertritt. Und wenn die Schule die Voltstinder in einen fünft- tönnten bei wichtigen Angelegenheiten selbständig Beschlüsse liegen bis zu den Anfängen der menschlichen Kultur und aber lichen Zufriedenheitsdufel einlullt, dann sorgen die sozialdemo tratifchen Väter schon dafür, daß den Wirkungen einer Bolts- fassen, während die zentralisirten Gewertschaften z. B. bei Streits mals Millionen von Jahren bis zur Entstehung der Erde. Nur schule, die nur den Rücksichten auf die herrschende Klasse in abwartender Stellung verharren müßten, bis der Haupt- langfam habe sich die Wissenschaft zur Erkenntniß der Gestirne dies einerseits durch das vorstand gesprochen habe, obschon derselbe absolut nicht in der Durchgerungen. Möglich war Rechnung trägt, in der Häuslichkeit durch Aufklärung und rück- Lage sei, über die Verhältniffe einer Stadt zu entscheiden; man immer mehr verbesserte Fernrohr, dessen erstes sich Galilet fichtelofe Ronsequenz im Denken und Fühlen mit Erfolg ent- folle fich nicht mit Kleinigkeiten abgeben, sondern durch prinzipielle im Jahre 1609 fonstruirte; weiter ließen die Meteor ent- age gegengearbeitet wird. rantische Tagespost( Nürnberg): Im Grunde soll Aufklärung Kämpfer zu erziehen suchen, damit die heutige steine Schlußfolgerungen auf die Beschaffenheit der Himmelskörper durch den Volksschul- Gefeßentwurf nichts anderes erreicht werden, durch die Zentralisation mehr Kollegen heranzuziehen, so sei das der Himmelsförper bildet aber die Spektralanalyse. Man hat fapitalistische Produktion beseitigt wird. Wenn man glaube, siehen; den zuverlässigeren Weg zur Erforschung und Erkenntniß als die Schule soll in den Dienst des Klaffenkampfes gestellt eine Utopie. Redner verliest einiges aus der Abrechnung der festgestellt, daß es dreierlei Arten von Sterne giebt, und zwar werden! Die Religion soll gegen die Sozialdemokraten heljen! Generalfommission. Während Hamburg und Umgegend 169 471 m. folche, die eine Umgebung von glühendem Wasserstoffe haben, Die religiös gedrillten Rinder sollen, statt wie angeblich durch die liberale Schule Sozialdemokraten, nunmehr durch die Geistlichen für Streiks verbrauche, hätten die übrigen Städte nur 17 625 M.( weiße), andere, die einen weiteren Grad der Abkühlung haben, brave, ausbeutungsgeduldige Arbeiter werden! Und brächten diese bekommen, dies spreche doch deutlich genug. Kollege Kirchner( gelbe), drittens solche, die noch mehr abgekühlt sind( rothe). das Wunder zu Stande Niemand dankte ihnen mehr als die hält auch eine förderalistische Organisation für besser, da eine Neben diesen giebt es noch sogenannte Nebelflecke, glühende Gasliberale Bourgeoisie. Zwischen der Wahl: Neuer Kurs mit Ar- Zentralisation der verschiedenen Vereinsgesetze halber nicht massen ohne festen Kern. Dies ist auch der Entwicklungsgang beiterschutz oder Neuer Kurs mit Volfsschul- Gesezentwurf, Trunk Erkenntniß beweise ebenfalls, daß, einheitlich gestaltet werden Das Kammergerichts- der Grde, die jetzt größtentheils abgekühlt ist, eine dicke Kruste anfuchts- und Zuhältervorlage zögert das Bürgerthum feinen Augenman über den gesezt hat und dadurch die Entstehung organischer Lebewesen erblick! Für die Freiheit der Ausbeutung giebt es alle Grundsäge, fogenannten Werkstellenknatsch hinausgeht, das politische Gebiet möglichte. Alles dies sind Thatsachen. Die eigentliche ursprüngliche alle Erinnerungen, Alles auf! Daß das Bürgerthum aber durch gestreift werde. Nachdem noch die Kollegen Schröder, Hartig Entstehung der Erde vermuthet eine allerdings anfechtbare Theorie, alle Erinnerungen, Alles auf! Daß das Bürgerthum aber durch und Heuer für und gegen gesprochen haben und die Kollegen so daß sich ein Nebelring von der Sonne losgerissen, allmälig eine die Männer des" Neuen Kursus" vor die Wahl gestellt wurde, die Männer des„ Neuen Kursus" vor die Wahl gestellt wurde, Friedmeier, Moßkopf, Freiwald, Feder und Biesfter nochmals Rugelgestalt angenommen und dann den vorgebachten Entbeweist einfach den Bankrott des„ Neuen Kurses." Münchener Post": Wären wir boshaft, würden wir ihre Stellung präzifirt hatten, gelangte folgende vom Kollegen wickelungsgang durchgemacht habe. Diese Theorie ist in der Wissenschaft heute noch die gangbarste. Neben dieser Theorie unfere Stinder weniger lieben, wären wir für ihre geistige Ent- Sänig gestellte Resolution zur Annahme: widlung weniger besorgt, wir würden hell jubeln über den neuen organisationen durch den Halberstädter Gewerkschafts- Kongres von der Wissenschaft gestützt werden, möglicher Weise aber eines Wir protestiren gegen die Vergewaltigung der Lokal- bestehen aber noch andere Vermuthungen, die mehr oder minder jedoch fruchtlosen Kreuzzug gegen die Sozialdemokratie, denn und fordern alle lokalen Bereinigungen auf, Propaganda für das Tages von dieser wieder verworfen werden müssen. Leichter aufwachen werden Hunderttausende, dem politischen Leben jeht Bertrauensmänner- System zu machen. Alle Arbeiterzeitungen wer- wird es der Wissenschaft, wenn sie sich speziell mit der Entindifferent Gegenüberstehende, und in Massen werden sie sich den aufgefordert, für die Total- Organisationen auf dem nächsten wickelungsgeschichte der Erde als solcher beschäftigt. Nach dieser unter unfere flatternden Fahnen stellen. Nicht zu den National liberalen oder Freifinnigen werden sich Die schlagen, welche durch Gewerkschafts- Kongreß einzutreten. allgemeinen Erläuterung des Planetensystems schloß der Vor den Schlachtruf" Die Schule der Kirche" aufgewedt wurden, wurde ebenfalls angenommen, diefelbe lautet: Eine zweite vom Kollegen Feder eingebrachte Resolution tragende seinen ersten Vortrag, welchen allseitigster Beifall belohnte. Eine Diskussion knüpfte sich an den Vortrag nicht, fondern zur Sozialdemokratie, der man einzig und allein ernste Die heutige Versammlung erblickt in dem Organisations- wohl aber eine Reihe von Fragen, die vom Vortragenden Unnachgiebigkeit, folgerichtiges Borgehen und Energie in dem Entwurf der Generalfommission teinen Fortschritt cuf dem Ge- eingehend beantwortet wurden. Die weiteren Vorträge, 6-7 an jebigen erusien und wahren Kulturkampfe zutrauen darf. Boltsfreund"( Offenburg, Baden): Gine Beit mittel. biete der Gewerkschaftsbewegung und stimmt demselben nicht der Bahl, werden alle in demselben Lokale( Norbert, Beuthstraße) Die Versammelten sind vielmehr der Meinung, daß abgehalten werden und wird sich fernerhin an dieselben auch alterlicher Geistestnechtung beginnt durch die vollständige Aus- u Lieferung der Schule an die Geistlichkeit, durch den fonfeffionellen u einer guten Organisation die Aufklärung auf politischem eine Distuffton knüpfen. Der Vorsitzende, Genoffe Lazarus, sprach Schulunterricht und den Zwang aller freireligiösen Anschauungen Drganisation zu schaffen, verpflichten sich die Versammelten mit und ökonomischem Gebiete gehört. eine derartige dem Bortragenden den Dank der Berfammlung aus. unter den dogmatischen Unterricht. Dieses Gesetz bedeutet eine allen Mitteln dahin zu wirken, daß eine GewerkschaftsBelohnung der Klerisei für die guten Dienste, welche die Briefter: Organisation mit Bertrauensmänner System für Deutsch- nach dem„ Bock" einberufene Bersammlung für Männer und Die vom Leseklub Karl Marg" am legten Sonntag schaft dem Militarismus in der Beschränkung der Boltsrechte land eingeführt wird. und in der Niederdrückung freiheitlicher Jdeen leistete. Frauen war wiederum von über 1000 Personen besucht. Herr Unter Berschiedenem beantragt Kollege Schneider, daß Dr. Bernstein hielt einen sehr interessanten Vortrag über auch im Organ der unabhängigen Sozialisten die Bersammlungen erfte Hilfe bei Unglücksfällen. Die Frage, inwieweit die Wissendes Fachvereins angezeigt werden. Die Versammlung zing über schaft popularifirt werden soll, so führte er aus, ist in letter diesen Antrag zur Tagesordnung über. Eine dem Frageaften Beit eine sehr brennende geworden. Ein Theil der Aerzte macht entnommene Frage: Kann ein Theologe auch ein Sozialist seines sich zur Aufgabe, medizinische Kenntniffe in Arbeiterkreise nicht Boltsblatt für Anhalt": Das find gewiß wurde der vorgeschrittenen Zeit halber bis zur nächsten Wer- ringen zu lassen. Ich stehe nicht auf Seiten jener Kollegen, goldene Worte; aber daß sie der kommandirende General auf fammlung zurückgestellt. fondern behaupte, daß jedes Wissen in dieser Hinsicht im föniglichen Befehl allen seinen Untergebenen zurufen muß, das Stande ist, uns in ist die vernichtendste Kritik, die jemals über die Zustände in unserem mühevollen Walten zu Eine öffentliche Versammlung der Hausdiener, Packer unterstüy. Zahlreiche und gut besuchte Versammlungen, unferer Armee gefällt worden ist. und Berufsgenossen, zu der die Fensterputer, Buch- Hand- welche fia mit wissenschaftlichen Fragen beschäftigen, langer, Markhallen- Helfer und Kellerarbeiter befonders eingeladen liefern den weis, daß unter den Arbeitern ein großes willen " Der Erlaß des Herzogs Georg zu Eachsen und das Urtheil der sozialdemokratischen Bresse. " Fräntische Tagespot": Es ist ein vernichtender tönne. B menn Um Literarisches. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Der In fchaftliches Streben herrscht. Redner ging dann auf das Thema| Buchdrucker wird die diesbezüglichen Sammlungen energisch weiter felbst ein und behandelte zunächst die Wunden der Weichtheile betreiben. Auch wurden den Gemaßregelten der vorhandene und deren Heilung, ferner das Verhalten bei Blutungen und Ueberschuß aus den Sammlungen gelegentlich des Streits bei gab schließlich ein sehr anschauliches Bild über die Behandlung Destreich u. Hartmann in Höhe von 100 m., wie auch 200 M. Verlag) ist soeben das 19. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Der Knochenbrüche, wie auch über Verstauchungen, Verrenkungen aus dem Generalfonds der Steindrucker bewilligt. Namens der Aus dem Inhalt heben wir hervor: Verkehrte Welt. und Berreißungen von Gelenken. Reicher Beifall lohnte den Buchdrucker stattete Herr Ph. Schmitt den Dank ab, deren Zu- Sozialismus in Deutschland. Von Friedrich Engels. Redner für seinen Vortrag. Eine rege Fragestellung vervoll- gehörigkeit zur allgemeinen Arbeiterschaft wiederholt versichernd. Ständigte noch das eben Gehörte. Unter„ Verschiedenem" theilte Die Abrechnung über den Streit bet Destreich u. Hartmann wird Dekonomische Taschenspielerei. Eine Böhm- Bawerkiade von J. H. ( Schluß.)- Alfoholgenuß und Irrfinn in Württemberg. Vorsitzende mit, daß nächsten Sonntag Genosse in kurzer Zeit erfolgen. Megner einen Vortrag über die Ethit der heutigen Gesellschaft Notizen.- Feuilleton: Die Lessing- Legende. Eine Rettung von halte, womit die Vorträge des Leseklubs vorläufig ihren Ab- dorf fand am 2. Februar der erste Unterrichtsabend statt. Im sozialdemokratischen Verein ,, Vorwärts" zu Nig Franz Mehring.( Fortsetzung.) Ge schluß finden würden, da danach die Bocksaison beginne, während noffe Dr. Lütgenau hielt einen einleitenden Vortrag über Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) sind uns soeben Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der welcher das Lokal nicht zu haben sei. Ferner machte der Vor: Arbeit und Wissenschaft, welcher von sämmtlichen Anwesenden die Nummern 1 und 2 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem figende bekannt, daß Sonntag, den 13. März, im Feenpalast mit großem Interesse aufgenommen wurde und Anlaß zu einer eine Gedächtnißfeier für Karl Mary stattfindet, in welcher Genosse regen Diskussion bot. Dr. Lütgenau stellte dann verschiedene Inhalt dieser Nummern heben wir hervor: Der Buchdruckerstreik Liebknecht die Gedächtnißrede halten werde. Redner ersuchte, Fragen an die Mitglieder, ebenso umgekehrt die Mitglieder an und die Frauen. Die russischen Revolutionärinnen. Bor schon jetzt se viel wie möglich dafür zu agitiren und sich an der den Referenten, wodurch eine vortreffliche Klärung der Ansichten der Frau in der Gegenwart. nehmer Wettbewerb. Vortrag Bebel's über die soziale Stellung Vertreibung der Billets, welche in kürzester Zeit gedruckt würden, herbeigeführt wurde. Madame Legros. Arbeiterinnenzu betheiligen; auch bat er, wenn irgend möglich, Bersammlungen mit den Unterrichtsabenden der Verein einen sehr großen Schritt Erzählung von Minna Kautsky( Fortsetzung). Die Gleichheit" Man war durchweg der Meinung, daß Bewegung. Kleine Nachrichten. Feuilleton: Weihnachten, an dem Lage nicht abzuhalten, damit die Feier eine wirklich vorwärts gethan hat, wofür wohl als Beweis gelten darf, daß Erzählung von Minna Kautsky( Fortsetzung). Intereffe erregte schließlich noch die Mittheilung, daß sich der mußte Dr. Lütgenau erklären, daß er dringender Umstände halber die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost Beitungsliste erhebende werde und der Lassalle- Feier gleichkomme. Großes sich zirka 15 Personen als Mitglieder aufnehmen ließen. Leider erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch Staatsanwalt bei dem freisprechenden Urtheil, welches einige die Unterrichtsabende erst Mitte März fortsetzen fönne, weshalb für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der Abonnementspreis viertelMitglieder des Leseklubs wegen Veranstaltung einer Landparthie die Vereinsabende bis dahin wie bisher ausgefüllt werden müſſen. jährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. erhalten hatten, nicht beruhigt, sondern Berufung eingelegt habe, und zwar lege er den hauptsächlichsten Werth auf das Hinter: Bum Schluß wurde ein Rigdorfer Restaurateur als Berleumder feratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. erflärt, weil er der Wahrheit zuwider in einer Versammlung der Die zehn Gebote und die besigende Klaffe von Adolph einanderfahren der Kremser, wodurch eine Verkehrsstockung hätte" Unabhängigen" behauptet hatte, man habe ihm in der letzten offmann, Redakteur des Beißer Volksboten." Zweite eintreten fönnen. Nun, auf jeden Fall würde sich der Verein eintreten können. Nun, auf jeden Fall würde sich der Verein Mitgliederversammlung Schläge angeboten. Bemerkt wurde hier: Auflage. 80 G. 80. Der Umfaz von bei einer Verurtheilung ebenfalls nicht beruhigen und, wenn bei, daß die" Unabhängigen" gemäß ihrem Namen sich auch von 10 000 Exemplaren der ersten Auflage binnen wenigen Wochen nöthig, bis zur höchsten Instanz gehen. Hiernach fand das der Wahrheit unabhängig halten. hat am besten gezeigt, wie sehr die Schrift beim Publikum Angewöhnliche gesellige Beisammensein mit Tanz statt. Die Marmor. und Granitschleifer Berlins und tlang gefunden hat. Die Broschüre ist ein treues Spiegelbild der Umgegend hielten am 24. Januar eine öffentliche Versammlung heutigen tapitalistischen Gesellschaft. ab, um einen Vortrag des Genossen Retzerau über Zentral- oder Lokalorganiſation zu hören, ferner um darüber zu diskutiren, welche der genannten organisationsformen am geeignetsten ist, die Indifferenten zur Organisation heranzuziehen, und endlich um Stellung zu der von den Hamburger Kollegen geplanten Zentrali sation aller Marmorarbeiter Deutschlands zu nehmen. Der letterwähnte Punkt wurde nach furzer Diskussion bis nach dem Gewerkschaftsfongreß vertagt. Sodann erhielt Genosse Regerau das Wort; derfelbe plaidirte für Bentralorganisation. In der darauf folgenden sehr lebhaften Diskussion waren die Redner sehr verschiedener Meinung. Von jeder Seite wurden für die vertretene Ansicht die verschiedensten Gründe ins Feld geführt; doch erfuhr der Modus der Einberufung zum Halberstädter Gewerkschaftskongreß allseitige Verurtheilung, da den Lokalorganisationen die Theilnahme so gut wie nicht gestattet sei. Zu einer definitiven Beschlußfaffung fam es nicht, da man erst das Resultat des Kongresses abwarten wollte. " " Briefkaffen der Redaktion. Der Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts ( E. 5. 85) hielt am 31. Januar seine diesjährige Generalverfammlung ab. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Bericht Die letzte Nummer der„ Berliner Volks- Tribüne" ent über die Thätigkeit des Vereins in diesem Jahre, worauf der hält folgende Artikel: Aus der Woche. Religion ist Privat Raffirer nachfolgenden Jahresbericht pro 1891 gab: Ginnahme: fache.- Uebervölkerung.- Federzeichnungen.- Deutscher Bestand am 20. Januar 1891 106,04 M., Beiträge und Bei Reichstag. Von der Bewegung.- Gewerkschaftliches 2c. trittsgelder 3408,57 M., Binsen 48,59 M., Diverse 6,00 M., Gedicht. Novelle. Aus Mackays' Anarchisten". Summa 3569,38 M. Ausgabe: Arzthonorar 2655,65 M., Ber- Finde ich meine Rechnung?- Sozialpolitisches aus der Schweiz. waltung 444,90 M., Reservefonds 382,59 M., Kaffen bestand am Parlamentarismus.- Vom Schlachtfelde. 21. Januar 1892 136.24 M., Summa 3569,38 M. Der Reservefond betrug am 20. Jan. 1891 1622,31 M., am 21. Jan. d. J. 1954,90 M., ärztliche Hülfe wurde geleistet im Jahre 1891 bei 17 Nachtbesuchen, 1388 Hausbesuchen und 2801 Konsultationen. Da aus Obigem zu ersehen, daß der Verein allen Anforderungen B. Gr., Präsidentenstraße. Es ist gestattet, mehreren gerecht wurde, wäre es zu wünschen, daß dem Verein durch regen Beitritt aus Arbeiterkreisen recht viel Zuwachs erstehe. Der Hilfskaffen anzugehören, doch kann man zusammen nicht mehr Beitrag für erwachsene Personen beträgt monatlich 25 Pf., für Krankengeld beziehen, als der Lohnausfall und die Kurkosten beKinder unter zwei Jahren 20 Pf., für solche über zwei bis zum tragen. Darüber, welche Kasse am empfehlenswerthesten sei, ervollendeten fünfzehnten Jahre 10 Pf.; die Einschreibegebühr be theilen wir grundsäglich keine Auskunft. trägt für die ganze Familie 1 M. Der Verein leistet 26 Wochen G. R. Wenn der Chambregarnist eine Plüschdecke durch Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen hielten hintereinander freie ärztliche Hilfe. Aufnahme und Auskunft er- Unachtsamkeit beschädigt hat, so muß er Ihnen die Reparaturam 1. d. M. eine schwach besuchte öffentliche Versammlung ab. theilt gern der am 31. Januar 1892 gewählte Vorstand, bestehend resp. Entschädigungskosten ersetzen. Dagegen ist er hinsichtlich Nach einem Vortrage des Herrn Ph. Schmitt über den Buch- aus den Herren P. Hundt, 1. Vorsitzender, Adalbertstr. 6; des Kaffees in seinem Rechte und kann das für die 11 Tage im bruckerstreik und die Unterstützung der Ausgesperrten, deren Zahl G. Weiße, 2. Vorsitzender, Tegelerstr. 27; W. Schmidt, 1. Kassirer, Boraus Gezahlte zurückverlangen. sich in Berlin noch auf ca. 1000 beläuft, erklärte die Verfamm- Manteuffelstr. 86; 2. Sander, 2. Kassirer, Schlegelstr. 28; lung fich bereit, die Unterstützung der Buchdrucker und Hilfs- P. Welzel, 1. Schriftführer, Gr. Frankfurterstr. 121;. Haspel, arbeiter nach wie vor fortzufeßen. Bisher sind für dieselben 2. Schriftführer, Manteuffelstr. 39; sowie die Revisoren 2300 M. aufgebracht und an diefelben abgeliefert worden. Die M. Schrinner, Brunnenstr. 127, Schaade, Naunynstr. 79 und seiner Zeit eingesezte Kommission zur Unterstützung der streifenden Lehmann, Borsigstr. 15. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Wir halten ständig auf Lager: Robert Seidel's ſozialpädagogische Schriften: Der Arbeits- Unterricht eine pädagogische und soziale Nothwendigkeit, zugleich eine Kritik der gegen ihn erhobenen Einwände. VIII und 120 Seiten. Preis brosch. 2,- M. Friedrich der Grosse " Der Heros der deutschen Volksbildung" und die Volksschule. 116 Seiten. Preis brosch. 1,50 m. Sozialpädagogische Streiflichter über Frankreich und Deutschland. Zugleich Bericht über den I. internationalen Lehrerkongreß zu Havre 1885. 2. Auflage. 125 Seiten. Preis 2 M. Der Achtstundentag vom Standpunkte der Sozialökonomie, der Hygiene, der Moral und Demokratie. Rede an der Feier des 1. Mai 1890 auf dem Tonhallenplay in Zürich. 7. Auflage. 16 Seiten. Preis 10 Pf. Die Lebensmittelzölle und die Sozialreform. Rede in der Protestversammlung in Zürich vom 27. Juli 1890. 5. Auflage. 16 Seiten. Preis 10 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bestellungen von Auswärts bitten wir den Betrag ( Porto extra) beizufügen. Vielfach an mich herangetretenen Wünschen entsprechend, habe ich mich entschlossen, einen [ 1959L Lehrgang für doppelte Buchführung, sowie englische, französische u. itatienische Unterrichtskurse einzurichten und bitte Genossen und Genosjinnen, welche baran theil zunehmen wünschen, ihre genauen Adressen baldigst bei Frig Zubeil, Naunynftr. 86; Wilh. Gründel, Dresdenerstr. 116; H. Gumpel, Barnimstr. 42, abzugeben. H. Lippmann. Orts Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Die Mitglieder Versammlungen zur Wahl von 192 Vertretern zu den Generalversammlungen pro 1892/93 A. K., Neue Königstraße. Der überlebende Ehemann fann die Eröffnung des Testaments seiner Ehefrau bei Gericht beantragen, ohne hierzu die sonstigen Erben zuziehen zu müssen. Wenn dieselben im Testamente bedacht sind, so erhalten Sie eine Ausfertigung desselben von Amtswegen. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 20. Februar, findet in den Räumen von finden in allen 4 Kassirerbezirken am Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, der diesjährige Sonntag, den 14. Februar, Bormittags 10 Uhr, statt. 1. Für diejenigen Mitglieder, welche Wiener Maskenball des Vereins statt. Billets find bei allen Borstandsmitgliedern, sowie auf den in dem Bezirk des Kassirers Stäps ar Bahlstellen des Vereins zu haben. beiten oder ihre Beiträge an denselben 824/13 zahlen, in„ Süd- Ost", Waldemarstr. 75, Wahl von 50 Vertretern. 2. Jm Bezirk des Kassirers A. Schulze ,, Königsbank", Der Vorstand. in Rougebant, Große Frankfurter Gr. Innungsgesellen- Versammlung straße 117. Wahl von 54 Vertretern. 3. Jm Bezirk des Kaffirers J. Schulz in Habel's Brauerei", Bergmannstraße 5-7. Wahl von 42 Vertretern. 4. Jm Bezirk des Kassirers Schrepffer im„ Eisfeller", Chausseestr. 88. Babl 1295b von 46 Vertretern. In letzterem Bezirk wählen zugleich diejenigen freiwilligen Mitglieder mit, welche ihre Beiträge direkt im Rassen lokal zahlen. Wahlberechtigt und wählbar sind nur die großjährigen Kassenmitglieder. Das Quittungsbuch pro 1892 dient als Legitimation. 1299b Der Vorstand. Stenographenschule. Sonntag, Nachmittags 1/23 Uhr, im Restaur. Köhn, Naunynstraße 83, Neuer unentgeltlicher Lehrgang. Lehrmittel 1,50 Mark. Herren und Damen werden zu reger Theilnahme eingeladen. 1303b CHVERE DER 25 MAURE onets 20 PP Marken z. quittiren von ParteiDer Steinmetzen zu Berlin am Sonntag, den 7. Februar 1892, Vormittags 10 Uhr, im Lokal ,, Königshof", Bülowstrasse. Tages- Ordnung: 1. Die Verhandlungen mit der Meisterschaft, betreffs der Tariffrage. 2. Verschiedenes. Kollegen, es gilt den ersten Ansturm auf den von uns seiner Zeit mit großen Opfern errungenen Lohntarif abzuweisen; deshalb alle Mann zur Stelle. Der Gesellen- Ausschuh. Leseklub ,, Dietzgen". Versammlung für Männer und Frauen 408/14 am Sonntag, den 7. Februar, Nachmittags 4½½ Uhr, bei Knebel, Badstraße 58. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Kessler über: Der Bolts Schul- Gefeßentwurf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Beisammensein mit Tany. Achtung! Rirdorf und Umgegend! Achtung! Sonntag, den 7. Februar, Nachmittags 4 Uhr: Grosse öffentliche Beiträgen Versammlung für Frauen u. Männer empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Martin Klein, Uhrmacher, 1476L 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. im Saale des Herrn Wirsing, Knesebeckstraße 77. : Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Der neue Voltsschul- Gesezentwurf." Referent Hert Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. Diese Versammlung findet mit Einverständniß des Vertrauensmannes statt. Der Einberufer. Es wird gebeten, das nach der Versammlung daselbst stattfindende Tanzkränzchen recht zahlreich zu besuchen. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen 420/16 am Sonntag, den 7. Februar, Nachmittags 5½ Uhr im Restaurant Klein, Schönleinstrasse No. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Reparaturen zu foliden Preisen. Nach der Versammlung findet vom Leseklub Bereinte Kraft" ein gemüthliches Reparaturen zu foliden Preisen. Beisammensein mit musikalischer Abendunterhaltung statt. Hutfabrik Brunnenr. 87. 483/7 von Emil Kunze, Hüte nur mit Kontrollmarke. Große Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. J. A.: Klemrath. Auswahl in Kravatten, Herren- Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. und Knabenmühen zu den billigsten Preisen. 1928L Der billige Schweinefleischverkauf befindet sich Schwedterstraße 21. Sonntag, den 7. Februar, Nachmittags 5 Uhr Neue Jakobhraße Nr. 24/25, Schultheiss- Brauerei Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Ingenieur Gutzeit über Fortschritte auf dem Gebiet der Refselausrüstung mit Sicherheitsarmatur. 2. Fortsetzung der zurückgestellten Anträge. Allen Gönnern zur Nachricht, daß fich mein Fleischverkauf Markthalle X, 12976 Stand 21, befindet. C. Pottin. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, Der Vorstand. 1