Nr. 81. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit taluftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonet getle ober deren Raum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Vereinsa und Versammlungs- Anzeigen 20@fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 1hr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Freitag, den 5. April 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Durch Des Karfreitags wegen kann die ein Mitglied des Senats der Technischen Hochschule batterschaftspolitik, das Cliquenwesen und die persönliche zu Darmstadt und drei Bürgermeister größerer Intrigue machen sich in so häßlicher Weise breit. nächste Nummer unsres Blatts erst beffischer Städte. das Umbuhlen der Wahlmänner, deren Unzuverlässigkeit sich am Sonntag erscheinen. " J. Quiffung. = Diese eiternde Wunde am Körper der bürgerlichen Parteien tann nur radikal beseitigt werden durch Abschaffung des indirekten Systems. Es ist nicht unser Schaden, wenn sie bestehen bleibt, und wir haben keinen Anlaß, den gegnerischen Parteien für die Beseitigung eines sie schwer schädigenden Uebels eine Schmälerung des Wahlrechts der werkthätigen Volksmasse zu bewilligen. Diese Ergänzung bedeutet zweifellos eine Stärkung des nicht selten in dem direkten Wortbruch dokumentiert, erhält moralischen Einflusses der Ersten Kammer, und da die Hinzu- die ganze Sache den Charakter eines unsauberen Schachertretenden in feiner Weise als Vertrauenspersonen der un- geschäfts. Bei jeder Wahl wiederholen sich die skandalösen bemittelten Voltsmasse angesehen werden können, so läuft das Fälle, wo es dem Intriguenspiel eines strupellosen MitGanze auf eine Kräftigung des legislativen Privilegs der bewerbers gleicher oder verwandter Parteifarbe gelingt, dem durch Geburt, Besitz oder Amt ausgezeichneten Herrentaste ursprünglichen offiziellen Prätendenten den nach der Urwahl Im Monat März gingen bei dem Unterzeichneten folgende hinaus. Das Volt ist heute reif genug, um einer Bevor- scheinbar sicheren Sieg bei der Wahlmänner- Abstimmung unBarteibeiträge ein: mundungskammer von Privilegierten entraten zu können. versehens zu entreißen. Der Gewählte aber sieht sich schließBerlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Streis 150,-( darunter Statt dieselbe, wenn man nicht den Mut hat, sie kurzerhand lich abhängig von einer Korona selbstherrlicher und empfindGerechtigkeit W." 20,-, Stammgäste Schonheim von der zu beseitigen, wenigstens auf den Absterbe- Etat zu setzen, geht licher Lokalgrößen, von deren Gnaden er sein Mandat hat. Kranzspende D. Mews 6,70). 3. Kreis 400,- 4. Kreis man darauf aus, ihr neues Leben einzuflößen. Die große ( Oft) 1500,-( darunter Tischlerei Hülsenbed 11. Kroll, Mehrheit der Bevölkerung will davon nichts wissen. Kranzüberschuß 9,45). 4. Streis Südost 1000,-( darunter von den Eine weitere Konzession an die privilegierte Raste besteht Harmlosen aus der Wrangelstraße 25,-, Bierprozente von der darin, daß den Mitgliedern der Ersten Kammer und dem zu ihr Tischlerei Boot u. Schacht 10,-). 5. Kreis 100,- 6. Kreis, Moabit 375,35( darunter Kranzüberschuß bom 18. März wahlberechtigten grundbesitzenden Adel in Zukunft auch das bon den Arbeitern der Firma Ludwig Löwe, außer attive Wahlrecht bei den Wahlen für die Zweite Stammer zu den Formern, 109,25, Werkstatt Ehrlich, Kronenstr. 31, 6,-, gesprochen werden soll. Nicht genug damit, daß die Herr3. G. 8,-). 6. Kreis, Schönhauser Vorstadt 500,-( darunter schaften ihre eigne Rammer haben, sollen sie auch noch ihren Wenn man ferner darauf hinweist, daß die Ver. alter Barteigenoffe Schönhauser Allee 5.-.) 6. Streis, Wedding Einfluß auf die Zusammensetzung der Voltskammer geltend mehrung der städtischen Mandate um fünf und Oranienburger Vorstadt 950,-( darunter Statflub machen dürfen. Alles um der staatsbürgerlichen Gleich doch eine gewichtige Konzession an die industrielle Arbeiter St." 5,-, Statklub Oller ehrlicher Seemann" 5,-. Kranz berechtigung willen! übersch. der Arbeiter von Weiß u. Co., Greifswalderstr. 4,10. Kranzschaft sei, so kann auch das uns nicht bestimmen, blindlings überschuß der Arbeiter der Firma Werner 6,35.) 6. Kreis, Rofenfationen Viel schwerwiegender noch sind die reaktionären Kompen- Ja und Amen zu der Vorlage zu sagen. Denn erstens wird thaler Vorstadt und Gesundbrunnen 400,-. Berlin, diverse Beiträge: fationen bezüglich des Wahlrechts zur Zweiten Kammer. gerade in den großen Städten unsre Position durch die EinOtti 3, Rückzahlung des Konto Wrz. durch Gen. Dimmid 2000,- Seither waren stimmberechtigt alle über 25 Jahre führung der dreijährigen Wartezeit verschlechtert. Zweitens Cigarrenfabrit R. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21, 8,60. leber alten Staatsbürger, die entweder zur direkten sollen die größeren Städte in verschiedene Wahlkreise zerlegt schuß der Kranzspende von d. Arbeitern der Fabrik v. Bechstein 19,10. Staatssteuer herangezogen, oder wenigstens kommunalsteuer- werden, wodurch ihre völlige Eroberung erheblich erschwert 2. und H. B. 10,-. 137,50. Jule, Ritterstr. 65, 1. Quartal, pflichtig waren. Da letzteres bereits bei einem Einkommen wird. Drittens aber und das ist ein sehr wichtiger 22,90. Dr. 2. A. 50,-. St. 50,- Friedrich Schulze, Rehburg von 350 m. der Fall war, so war das Stimmrecht ein nahe- Buntt genügt in Zukunft nicht mehr die relative M. 2.- Thürschließer Abteilung der Firma Spinn u. Sohn 7,30. Kontobucharbeiter vom Wedding, früher" rote Buchbinder Grün- Staatsbürgern, die ausgeschlossen war, waren die sogenannten zu zu allgemeines. Die einzige größere Gruppe von Mehrheit im ersten Wahlgange, um die Mandate straße" 10,-. Von L. und W., eingezahlt durch Thomae erobern; sondern wir müssen, wo wir nicht 4, Mig und Geneft, Saal 86( Märzfranz) 7,50. Milch aussöhne, die in der elterlichen Wirtschaft thätig und von vornherein die absolute Mehrheit an die Urne prozente aus der Buchdruckerei von D. Elsner 2,-. Von Berliner darum nicht als selbständige Steuerzahler registriert wurden. bringen können, eine Stichwahl bestehen gegen eine Berlmutterarbeitern, Uebersch. v. Märzkranz, 32,05. Von Verbands- Außerdem beraubte die Bestimmung, daß man am Tage der Soalition feindlicher Parteien, die zusammengeschweißt ist mitgliedern der B.'schen Druckerei, Georgenstraße, 44,-. Bleisteg Wahl mit der Entrichtung seiner Steuer nicht länger durch Stichwahl- Kuhhändel in andren Wahlkreisen. Nach dem 1- Grachus 8,-.. 50,-. S. 50, E. E. 50,- als zwei Monat im Rückstand sein durfte, noch heute geltenden Gesetz ist uns das Mandat sicher in allen Arbeiter der Neuen Berliner Genossenschaftsbäckerei 17,-. Breslau, manchen armen oder in augenblicklicher Not befindlichen Wahlkreisen, wo wir die relativ stärkste Wählerzahl aufsocialdem. Verein 50,-. Burg bei Magdeb., aufgelöster Bauverein, Wähler seines Stimmrechts. Letztere chikanöse Bestimmung zubringen vermögen. Stichwahlen giebt es bei den Urwahlen d. d. Bertrauensm, 300,-. Bern 50,-, Bayreuth, sociald. Verein 10, ist geblieben. Dagegen soll den Hausföhnen, die der nicht. Nur eine schon bei der Urwahl in Attion tretende Bremen, b. d. Parteigenossen 800,-. Braunschweig, v. b. Partei genoffen der Stadt Br. burch d. Vertrauensmann D. 200,- Bam Mehrheit nach Glieder besserfituierter Bauernfamilien sind, gegnerische Koalition fönnte uns werfen. Solche Koalitionen berg, Solitarius 5,-. Chemniz, 16. fächs. Reichstags- Wahltr. 150,-. das Stimmrecht verliehen werden. zu bilden ist aber für die lieben Gegner ein viel, biel Dresden, 4. sächs. Reichstags- Wahltr. 100,-. Dresden, L. Sch. 1,- Vom Standpunkt des allgemeinen Wahlrechts läßt sich schwierigeres Kunststück, als Stichwahlbündnisse nach einem Dresden, N., Landbauer 1,-. Erfurt, Wahlkreis Erfurt- gegen letzteres nichts einwenden. Wie die Verhältnisse. Heute ersten Wahlgang zu stande zu bringen. Schleus. Ziegenr. 50,-. Falkenberg( Oberschlesien) 2- nun aber einmal liegen, bedeutet es eine Konzession an die Göttingen, Wahlverein 10,-. Hausdorf b. Neurode, A. T. 5,- agrarischen Parteien, der gegenüber die besitzlose Arbeiter Haftedt bei Bremen 10,- Sagen i. 2., Auchgenosse 2, Unschaft zum mindesten den Wegfall der Steuerrüd stand sgenannt 3,-. Hamburg, im Monat März in der Expedition des lausel verlangen kann. Und ebenso sollte die Armen- mit in Stauf zu nehmen. Echo" eingegangen 38,30. Saßfurt a. M., 2. Richter unterſtügungs- Klausel endlich fallen, die ebenfalls nichts 3, Jena, 3. weimarischer Wahlkreis, 1. Quartal 1901 30, Königsberg i. Pr., von den Parteigenossen 100,-. Laufach, andres als eine Bestrafung der Not ist. wenigstens drei Jahre im Großherzog tum wohnt Mr. 5,-. Lahr i. B., Altvater 5,-. Landeshut i. Schl., Die schlimmste Bestimmung aber bringt der Artikel 6, focialdemokratischer Wahlverein des Kreises Landesh. Jauer 25,- wo als weitere Bedingungen für die Stimmberechtigung die München, Waldläufer 5,-. Mainz, v. den Parteigenossen 50,-. Forderungen aufgestellt werden, daß man zur Zeit der Wahl Nürnberg, socialdemokr. Berein Nürnberg- Altdorf 20,-. Ober langenbielau, Arbeiter aus dem Eulengebirge 100,-. Oberstein a. d. Nahe, Parteibeitrag 3,84. Pforzheim, von badischen Genossen 500,-. Roßwein i. S., Arbeiterverein 30,-. Striegan, G., L. R. 5,-. Stuttgart, G. 11. 10,-. Solingen, durch den Kreisvertreter G. F. 25,-( dar. rote Buchdrucker Solingen 5,20, für einen Vortrag beim Wirt Crümer 5,-, v. Volksverein, Solingen 10,-). Stuttgart, H. 2. 6,-. Tschirniz b. Jauer, von den Steinarbeitern 2,30. Berlin, den 3. April 1901. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Die hessische Wahlrechts- Reform. Man schreibt uns aus Hessen: " und wenigstens seit drei Jahren die hessische Staatsangehörigkeit befitt. Der neu Zugezogene fonnte nach dem seitherigen Wahlgesetz, sobald er die hessische Staatsangehörigkeit erwarb, auch wählen. In Zukunft bedarf es mindestens dreier Jahre, bis er soweit iſt. Und auch alle schon seit Jahren oder Jahrzehnten im Großherzogtum lebenden Nichthessen müssen nach Erwerb der Staatsangehörigkeit noch drei Jahre harren, bis sie das Wahlrecht erhalten. Das ist die Antwort der Regierung auf die in dem socialdemokratischen Wahlreformantrag enthaltene Forderung, daß jeder in Hessen ansässige Reichsangehörige" wahlberechtigt sein solle! Wir haben keinen Grund, diesen schwerwiegenden Vorzug des bestehenden Wahlgefezes so leichthin aus der Hand zu geben und obendrein noch Verkümmerungen des Wahlrechts Rückhaltlos geben wir zu, daß die Einführung amtlicher. Wahlcouverts und die Einrichtung von Isolierräumen sehr schöne Dinge sind, die wir im Interesse der Wahlmoral lieber heute als morgen haben möchten. Aber diese Verbesserungen im Wahlverfahren können auch bei dem heutigen System eingeführt werden und die Regierung sollte es thun, wenn es ihr Ernst ist um die Hebung der Wahlsitten. Wir sind dafür, auf die Gefahr hin, daß damit auch dem vielverfchrienen socialdemokratischen Terrorismus" ein Riegel vorgeschoben würde. Auch die gesetzliche Festlegung der Wahlzeit wäre ein unabhängig von der übrigen Reform leicht realisierbarer Fortschritt. Aber für die im Entwurf vorgeschlagene Zeit von 10-6 Uhr sind wir nicht zu haben. Damit fäme der Lohnarbeiter, wenn er nicht in der Mittagspause zur Urne gehen könnte, was bei Zehntausenden auswärts Arbeitender unmöglich ist, vom Regen in die Traufe. Wir müssen an den in unserm Antrage geforderten Stunden bon 12-8 Uhr festhalten. Es ist klar, daß diese doppelt genähte Sicherungs- Wie verlautet, beabsichtigt die nationalliberale Fraktion, maßregel gegen die Zuzügler in erster Linie die industrielle dem Entwurf ihre Zustimmung zu versagen, wenn nicht die Der Gesezentwurf die Landstände be- Arbeiterschaft trifft. Man legt dem zuziehenden Arbeiter drei Wa hIpflicht aufgenommen wird. Auch das Centrum treffend" ist nunmehr den Kammern zugegangen. Er um Jahre Karenzzeit auf, während deren er zwar alle Lasten des hatte diese Forderung in seinem Wahlreformantrag erhoben. faßt 62 Artikel und ist bestimmt an Stelle des Gesetzes vom hessischen Staatsbürgers mitzutragen hat, dagegen in puncto Dagegen haben wir im Princip gar nichts einzuwenden. Wir 8. November 1872 zu treten. Rechte als verdächtiger Fremdling behandelt wird. Diese fürchten den Aufmarsch der aus Bequemlichkeit heute von der Die Vorlage will das seither geltende in dirette Ausnahmebestimmung, die jeweils Taufenden von Arbeitern Wahlurne fernbleibenden staatserhaltenden Elemente" nicht. Wahlverfahren durch das direkte erseßen. Damit das Recht der Wahl nimmt, stellt eine so bedeutsame Als Korrelat der Wahlpflicht missen wir aber die Sonntagsträgt sie einem von der socialdemokratischen Partei sowohl Verschlechterung des bestehenden Zustands wahl verlangen. Sollte das sich mit den Begriffen, die wie von der großen Mehrheit der Zweiten Kammer gestellten dar, daß dadurch der Wert der ganzen gewisse Leute von der Sonntagsheiligung" haben, absolut Verlangen Rechnung. Reform in Frage gestellt wird. nicht vertragen, dann muß zum mindesten allen Arbeitgebern Es war von vornherein nicht zu erwarten, daß die Gelingt es nicht, diese Bestimmung aus dem Gesetzentwurf bei Strafe die Bedingung auferlegt werden, ihren Arbeitern Regierung diese Konzession an die fortschrittlichen Elemente zu entfernen, dann braucht jedenfalls die Socialdemokratie Gelegenheit zu geben, ohne Lohnverlust der Wahlpflicht zu des Volks machen werde, ohne zugleich auf Kompensationen ihm keine Thräne nachzuweinen, wenn es bachab mit ihm genügen. bedacht zu sein, die geeignet wären, den reaktionären gehen sollte. Alles in allem: die hessische Wahlreformvorlage weist Flügel der Nationalliberalen in der Zweiten Kammer und die fonservativen Herrschaften der Ersten Rammer mit der Reform zu versöhnen. Freilich würde die Einführung der direkten Wahl einen neben ihren Lichtseiten starke Schattenseiten auf. Wir erkennen großen Fortschritt bedeuten. Das Wahlverfahren würde dadurch darin die Hand gewisser diplomatischer Reaktionäre innerhalb wesentlich vereinfacht und verbilligt, und die Schwierigkeit, in der Regierung. Die Socialdemokratie ist bereit, mitzuarbeiten Lassen wir die wesentlichen Neuerungen des Entwurfs kleinen Orten geeignete, mit circa 1200 M. Mindesteinkommen und zu versuchen, auf der Basis des Entwurfs etwas wirklich Nebne passieren: ausgestattete Wahlmänner zu finden, fiele mit einem Schlage Nützliches zu stande zu bringen. Aber sie hat keinen Grund, Was zunächst die Erste Kammer anlangt, so soll die weg. Allein die Socialdemokratie ist dieser Schwierigkeit sich in diese Vorlage zu verbeißen. Sie wird das Wahlrecht felbe durch zwei neue Bestandteile vermehrt werden. Seither schon von Jahr zu Jahr mehr Herr geworden. Die wirt- der Lohnarbeitermasse nicht verkürzen lassen um Neuerungen jezte sie sich zusammen aus den Prinzen des großherzoglichen schaftliche Entwicklung steht ihr dabei hilfreich zur Seite. willen, die den Gegnern viel nötiger sind als uns. Das Hauses, den Häuptern der standesherrlichen Familien und Und eine Schattenseite des indirekten Systems existiert bestehende Wahlgesch gestattet uns den Vormarsch. Bei außerdem zwei vom grundbesitzenden Adel gewählten Mit für die Socialdemokratie überhaupt kaum. Diese ist's aber, gehöriger Organisations- und Agitationsarbeit, an der es gliedern, ferner dem katholischen Landesbischof und dem die gerade den bürgerlichen Parteien die Freude an der in- nicht fehlen soll, ermöglicht es uns sogar die Erringung der protestantischen Prälaten, einem Vertreter der Landesuniversität direkten Wahl mehr und mehr vergällt hat. Wir meinen die Majorität in der Kammer. In dieser Ueberzeugung werden zu Gießen und 12 vom Großherzog auf Lebenszeit ernannten gen Himmel stinkende Wahlkorruption, die das Be- wir die Reformvorlage ohne Nervosität behandeln und einem ausgezeichneten Staatsbürgern. Dazu sollen nun treten: arbeiten der Zwischenpersonen mit sich bringt. Die Ge- eventuellen negativen Ausgang der Campagne mit Gleichmut • Politische Mebericht. Berlin, den 4. April. ,, Der Zerfall Oestreichs". " entgegensehen. In jedem Falle werden uns die reaktionären gewiesen, was die praktischen Reformvorschläge anbetrifft, ihren ser durch das Centrumsblatt in Leitartikellänge geschmäht und verGeister bei der Behandlung der figlichen Sache willkommenes Einfluß dahin geltend zu machen, daß die Gemeinden für ihre An- dächtigt. Agitationsmaterial liefern. Das ist auch etwas wert. Und gestellten und Arbeiter Wohnhäuser bauen, sodann aber gemtein- Gegenüber dem parlamentarischen Treiben der Centrumsleute zu einer Wahlreform tommt es über kurz oder lang doch. nügige Vaugenossenschaften die weitgehendste Unterstügung erfahren. darf, so meinen wir, der Abgeordnete Bebel selbst auf seine Frr= E. D. Es wird darüber folgendes bemerit: In der Regel wird es sich empfehlen, daß die Gemeinde felbst, schwerste Uebelstände ans Licht brachte und sich die höchsten Bertümer noch stolz sein. Denn sie sind ihm unterlaufen, indem er fet es in Regie oder durch Privatunternehmer, die Wohnungen er richtet. Sofern einzelne Gemeinden es doch vorziehen sollten, Bau- dienste um Gerechtigkeit und Kultur in Deutschland erwarb. Da genossenschaften ihrer Angestellten und Arbeiter ins Leben zu rufen die katholische Kaplanspresse alle Schmählichkeiten des Militarismus, oder, soweit solche bestehen, zu unterstüßen oder die Herstellung der Kolonial- und Chinapolitit unter ihrem weiten christlichen Mantel ber Wohnungen durch gemeinnützige Baugesellschaften her verbirgt und statt der Aufdeckung des Schlechten die Beschönigung Aus Wien wird uns vom 3. April geschrieben: Bor etwa stellen zu laffen, wird darauf hinzuwirken sei, daß die und Unterstügung aller Gewaltsamkeiten und Roheiten zum einzigen vierzehn Tagen brachte die Wiener Abendpost", die offiziöse Beilage von den Gemeinden gewährte finanzielle Unterstützung hinreichend Angelpunkt ihrer Politik macht, kommt sie allerdings auch nicht leicht zur amtlichen„ Wiener Beitung", eine geharnischte Note, die fich hoch bemessen ist, in absehbarer Zeit die Errichtung gegen„ Ausfälle" richtete, die ein Teil der franzöfifchen Bublizistit einer den Bedürfniffen entsprechenden Bahl geeigneter, einwandfreier in die Lage, einen Irrtum zu begehen und zuzugestehen. Wohnungen sicher zu stellen, sowie darauf, daß Vorsorge dafür geEs ist das Zeichen der völligen politischen Korruption des gegen Destreich- Ungarn, gegen seine Zukunft und seine Dynastie getroffen wird, daß die Wohnungen nicht später ihrem ursprünglichen Centrums, daß es anstatt die Kritit, welche Mißstände aufdeckt und macht haben sollte. Mit einer in offiziösen Polemiken unerhörten Bwed eutzogen oder in unzuläffiger Weise zur Aufnahme von Ab- Befferung vorbereitet, zu würdigen, fleine Irrtümer des vom Geiste Schärfe wurde den französischen Blättern Unverschämtheit" vormietern und Kost- und Quartiergängern benutzt werden.... der Wahrhaftigkeit getriebenen Kritikers zum Anlaß idiotischer Bergeworfen, die zu unwürdigen und niedrigen Angriffen" geführt Eine vermehrte Herstellung fleiner, gefunder und preiswerter dächtigungen nimmt. haben, und in dem erregteften Zone wurden die verübten gehässigen Wohnungen für die minder bemittelten Klassen wird von den und tendenziösen Aeußerungen" zurüidgewiesen. Es war unverkennbar, Gemeinden dadurch gefördert werden können, daß sie überall bort, bürgerlichen Bresse veröffentlichten Brief eines unteroffiziers Ausschreitungen der Chinasoldaten. In einem in der daß die Besserung der innerpolitischen Lage dem Grafen Goluchowski wo ungünstige Wohnungsverhältnisse bestehen, den gemeinnützigen bürgerlichen Preffe veröffentlichten Brief eines Unteroffiziers den Mut geweckt hatte, gegen die nicht bloß in Frankreich verbreitete Baugesellschaften und Baugenossenschaften die thunlichste Unterstützung aus Peting war behauptet worden, daß schon viele deutsche Soldaten standrechtlich erschossen worden seien. Wir hatten die Aufmerksamkeit Ansicht von der Inhaltbarkeit der östreichischen Zustände zu protestieren, und es ist also nicht überraschend, daß das in Wien angeschlagene Thema des Kriegsntinisters auf diese auffällige Behauptung hingewiesen, die um so merkwürdiger schien, als der Brief sonst den Eindruck nun von allen deutschen Blättern, die mit dem östreichischen aus ruhiger Urteilsfähigkeit machte. Die amtliche Berliner Korrespondenz" wärtigen Amte Verbindungen unterhalten, in gleicher Tonart weiter erflärt jetzt: behandelt wird. So hat erst dieser Tage die Münchener Allgemeine daß laut eines Berichts des Kommandos des Ostastatischen Expeditionscorps vom 28. Januar bis dahin überhaupt Beitung" eine Beleuchtung des ehemaligen Abgeordneten und Wortführers der öftreichischen Schutzöllner Dr. Bee 3 veröffentlicht, in noch kein Todesurteil über einen Angehörigen des deutschen der haarscharf bewiesen wird, wie sehr falsch die Rechnung sei, die Expeditionscorps gefällt worden ist." auf den Untergang Oestreich- Ungarns gerichtet ist. Ob Oestreich gerade elvig" stehen wird, wie man früher zu sagen liebte, das fagen felbst seine Apologeten nicht; immerhin übernehmen sie die Garantie für ein halbes Jahrhundert. Schmeichelhaft ist diese Untersuchung für Oestreich gerade nicht. Einem gefunden Staate gegenüber wird die Frage schwerlich auftattchen, ob er leben bleiben kann oder sterben muß; schon die Versicherungen, daß Oestreich die centrifugalen Kräfte, die gegen seinen Bestand austürmen, überdauern werde, scheint bedenklich genug. Die modernen Staaten find ja teine willfürlichen Gebilde; fie find, weil sie notwendig find; ihr Dasein ist kein Problem, sondern eine Selbstverständlichkeit. Mit der Türkei teilt Oestreich den Ruhm, daß seine staatliche Egiftenz als gegen die innere Natur der modernen Entwicklung, die nach Nationalstaaten drängt, widersprechend empfunden wird. In Oestreich pflegt man gert von einem„ Destreichischen Staatsgedanken" zu sprechen, dem dürftigen Surrogat für das, was andre, glücklichere Völker Vater I and nennen fönnen; ja den Mitgliedern des Wiener Gemeinderats wird sogar das Gelöbnis auferlegt, den Staatsgedanken„ hochzuhalten". Aber worin besteht der östreichische Staatsgedanke, was ist der Einn des Berhältnisses zwischen Bürger und Staat in Oestreich? Nichts andres, als sich mit der Eristenz dieses Staats abzufinden. Oestreich bleibt, weil es ist das Schwergewicht der feienden Thatsachen bürgt für seine Zukunft. angedeihen lassen. ... Ju Frage kommt für die Unterstützung der Baugenossenschaften und Bauvereine zunächst der völlige oder teilweise Nachlaß der Straßen- und Kanalbautosten sowie die Stundung der zu zahlenden Beträge auf längere Zeit. Hierbei empfiehlt es sich, in dem Gemeindebeschlusse vorzusehen, daß die nachgelassenen Beträge dann nachgezahlt werden müssen, wenn die Wohnungen zu einem andren als dem ursprünglichen Zwed verwandt werden, und daß die entsprechende Verpflichtung als eine dingliche Last auf die Grundstüde eingetragen wird. Auch der Erlaß der für Prüfung der Baugesuche zu entrichtenden Baupolizeigebühren bedeutet eine erwünschte Erleichterung. Bei dem erfahrungsmäßig nur geringen eignen Kapital, das namentlich die Arbeiter- Baugenossenschaften in der Regel aufzubringen vermögen, tommt für die Förderung der Genossenschaften und Vereine vornehmlich in Betracht, daß die Gemeinden felbst Geschäftsanteile oder Aftien zeichnen und die billige Beschaffung der Hypotheken, insbesondere soweit sie über die mündelsichere Grenze hinaus gegeben werden müffen, zu günstigen Bedingungen hinsichtlich Tilgung und Kündbarkeit nach Möglichkeit erleichtern, So weit hierfür nicht andre Beträge zur Verfügung stehen oder von der Gemeindevertretung bereitgestellt werden, können namentlich die Ueberschüsse der kommunalen Sparkassen zu diesen Zweden eine besonders geeignete Verwendung finden. Die Erleichterung der Kapitalbeschaffung für die Genossenschaften und Vereine wird aber auch dann, wenn die Gemeinde aus eignen Mitteln zur finanziellen Beteiligung oder zur Hergabe von Earlehen nicht in der Lage ist, unschwer in der Weise erreicht werden können, daß die Gemeinde bei der Landes- Versicherungsanstalt Gelder zu den angegebenen Zweden aufnimmt, für die sie der Versicherungsanstalt gegenüber Schuldnerin bleibt." nur Der Grundstücksspekulation wird folgende Betrachtung gewidmet: Bon durchgreifender Bedeutung für eine bessere Gestaltung der Wohnungsverhältnisse ist endlich eine zwedmäßige Bodenpolitik der Gemeinden. Die heute herrschenden Mißstände haben ihre Hauptquelle in der ungesunden Bodenspekulation, die sich freilich zum Teil mit Erfolg nach Abänderung der Gesetzgebung bekämpfen lassen wird. Ein wirksames Mittel, um fte in Schranken zu halten, bietet sich aber auch gegen wärtig schon in der Erwerbung thunlichst vieler Grundstücke durch diejenigen Gemeinden, deren stetiges Anwachsen das umliegende Acker- und Gartenland in immer zunehmendem Maße in Bauland verwandelt.... Einer gesunden Bodenpolitik entspricht es insbesondere, wenn auch da, wo gegenwärtig Wohnungsuot herrscht, die im Eigentum der Gemeinden befindlichen, für billige Wohnungen geeigneten Grundstücke grundsätzlich nicht veräußert werden. Eine Beräußerung von Gemeindegrundstücken zur Bekämpfung der Wohnungsnot taun wohl vorübergehend den Erfolg haben, daß Wohnungen in größerer Anzahl und zu billigeren Breifen her: gestellt und angeboten werden; auf die Dauer nützt sie aber nur der Terrainspekulation. Nur dann wird die Veräußerung von Gemeindegrundstücken zur Herstellung Heiner Wohnungen zugelassen werden können, wenn der Gemeinde ein dingliches Vorkaufsrecht vorbehalten wird oder wenn sonst hinreichende Sicherheit dafür gegeben ist, daß die Grundstücke der Privatspekulation entzogen bleiben." Wir haben nicht die Absicht, die unfruchtbaren Untersuchungen über den Bestand Oestreichs zu mehren, nur ein Irrtum soll hier richtiggestellt werden, der, wie es scheint, int Reiche von vielen Kreisen geteilt wird. Der Irrtum besteht darin, daß man zu glauben scheint, in Oestreich bestehe eine deutsch irredentistische Partei, eine politische Parteiung, die bewußt als Endgiel die Losreißung von Oestreich anstrebe. Die Ehre, als solche Hochverräter" zu gelten, genießen die Alldeutschen wie sich die Leute um Schönerer Herum jetzt nennen aber sehr mit Unrecht. Sie verdanken den Ruf weniger den Allüren ihres für Bismarck, Wotan und die Hohenzollern schwärmenben Führers, sondern mehr den Denunziationen der czechischen Preffe, die nicht milde wird, durch Angebereien über den Mangel at Batriotismus" auf deutscher Seite auf den für solche Beschtverde sehr empfänglichen Sinn der höfischen Streise zu wirken. Aber es sind das nur dumme Uebertreibungen. Die Deutschen sind natürlich von Oestreich ebenso wenig entzüdt wie die Czechen, und wenn man sie schlecht behandelt, schimpfen sie über Oestreich und„ tündigen" den Patriotismus. Aber Durch Polizeiverordnung foll ferner dem Unwesen, wie es sich das find Feiertagsgefühle etwa so, wie die klerikalen aller in den Arbeiterkafernen herausgebildet hat, gesteuert werden. Das Länder noch immer für die Souveränitätsrechte des Papstes 3ufammenwohnen in schlecht aufgeführten Baracken, wie sie in demonstrieren, find Stimmungen und Verstimmungen, die an der ber Landwirtschaft bei den Sommerarbeiterit, in den Zuckerfabriken chernen Thatsache nichts zu ändern vermögen, daß die wirtschaftliche und andren Induſtriebetrieben üblich ist, soll gewissen Beschränkungen Notwendigkeit die einander hafsenden und fliehenden Völker immer unterliegen. Die wichtigsten Bestimmungen hierüber find folgende: Die Schlafräume müssen für jede darin zum Schlafen unter fester und unlöslicher zusammenschmiedet. Jegt will man neue gebrachte Berson mindestens 10 Kubikmeter Luftraum und Bahnen bauen und Kanäle, die Nord und Süd, Ost und West ver3 Quadratmeter Bodenfläche enthalten. Für Schlafräume, die zubinden, neue Klammern des Staats schaffen. Gegen diese Ergleich zum Aufenthalt über Tage oder zum Einnehmen der Mahloberungszüge des Staats bedeuten bedeuten die hochverräterischen" zeiten dienen, sind mindestens 12 Kubikmeter Luftraum und Zwischenrufe, mit denen die Hochverräter" und ihre Angeber krebsen 4 Quadratmeter Bodenfläche erforderlich. Für Kinder unter gehen, natürlich blutwenig. Uebrigens muß anerkannt werden, daß Herr v. Körber eine sehr geschickte Methode erfonnen hat, um diese weniger antistaatlichen als antidynastischen Strömungen in eine normale Entioidlung zu Teiten. Vorher tonzentrierte sich der Wizz der östreichischen Regierungen darauf, die Schönerer und Wolf zu isolieren; sie waren vom Hof aus in Bann gethan, und die Regierungen mußten ihnen wie dem Bösen schen aus dem Wege gehen. Mit dieser Isolierungsmethode hat Herr v. Körber gebrochen; im Gegenteil geht sein Bestreben dahin, die Alldeutschen, die bei den letzten Wahlen zu einer für östreichische Verhältnisse ganz nennenswerten Fraktion empor gewachsen sind, in den Fluß der regulären parlamentarischen Arbeit zu bringen. Er verhandelt und unterhandelt mit den Andeutschen so eifrig und ftetig, als об fie geaichte " Loyale" und nicht Hochverräter" wären. Und die Alldeutschen, die in der Wahlbewegung so gräßlich bramarbafiert hatten, erweisen fich für die Schmeicheleien von oben fehr empfänglich; fie find geradezu eine Stüge der Körberschen Regierungspolitik geworden. So hatte Herr Schönerer selbst den Antrag gestellt, die Rekrutenvorlage rascheft zu verhandeln, und die Zeit wird bald kommen, wo diese Haffer Oestreichs für die berühmten Staatsnotwendigkeiten Oestreichs auch stimmen werden. Die Alldeutschen sind der Regierung aber auch deshalb wertvoll, weil ihr ungeschlachter Terrorismus die Jungezechen wirklich einschüchtert, die Deutschklerikalen vor der Neubildung der alten Majorität der Rechten abschreckt. Zwei Hasen nachlaufen ist aber auch in der Politik nicht möglich gegen den Staat sein und für den Staat arbeiten, das verträgt sich nicht; die praktische Arbeit erschlägt da das Gefühl. Und so hat sich im Getriebe des Parlaments der irredentistische Ansatz der alldeutschen Partei rasch und gründlich verflüchtigt. Der Zustand Oestreichs hat für Europa gerade teine große Bedeutung, aber da die Erneuerung des Dreibunds vor der Thür steht, so ist es doch nützlich, über die östreichischen Verhältnisse richtig unterrichtet zu fein. Die Wohnungsfrage. 10 Jahren genügt die Hälfte der angegebenen Maße. Kinder, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bleiben außer Betracht; Die Schlafräume müssen für jede Person über 14 Jahre eine besondere, vom Erdboden durch eine Luftschicht von mindestens 30 Centimeter getrennte Lagerstätte enthalten. In einem Bettgestelle find zwei Lagerstätten dann zulässig, wenn sie durch ein auf die Kante gestelltes, mindestens 25 Centimeter. Hohes Brett getrennt sind. Die Lagerstätten dürfen nicht von mehreren Schichten hintereinander benutzt werden und während der Bemutzung nicht übereinander stehen. An der Thür jedes Schlafraums muß auf der Innenseite in dauerhafter, leicht erkennbarer Weise die zulässige Zahl der Personen augegeben fein, die darin nach den oben erwähnten Vorschriften schlafen dürfen. Die Richtigkeit ist von der Ortspolizeibehörde entweder auf dem Anschlage selbst oder in einer besonderen Bescheinigung, die auf Verlangen der Behörde jederzeit vorgelegt werden muß, zu bescheinigen; Wohnräume müssen mit einer ausreichenden Zahl von Tischen und Eigen und, sofern sie auch in der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte März bennzt werden sollen, mit einer Heizgelegenheit versehen sein. Das Gleiche gilt von Schlafräumen, die zugleich zum Aufenthalt über Tage oder zum Einnehmen der Mahlzeiten dienen. Ehepaare mit oder ohne Kinder dürfen in die bezeichneten Räumlichkeiten( Arbeiterkafernen) dann aufgenommen werden, wenn jedem Ehepaar ein besonderer, mit den Wohn- und Schlafräumen der Männer und Franen nicht in unmittelbarer Verbindung stehender Raum gewährt wird. Das Zusammenwohnen mehrerer Ehepaare ist verboten. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur zusammen mit ihren Eltern mutergebracht werden. Die Bestimmungen im Berein mit einigen andren, die über eine Hausordnung, Wasch- und Abortanlage Vorsorge treffen, sollen als Muster einer zu erlassenden Polizeiverordnung dienen. Wir begnügen uns mit der vorläufigen Wiedergabe der wichtigsten Bestimmungen und behalten uns eine Besprechung vor. Deutsches Reich. " Wenn aber die Erklärung nach dem üblichen Schema, das namentlich der Kriegsminister v. Goßler außerordentlich liebt, diefe so einleitet, daß für die Beurteilung des Werts auch dieses Briefs die erwähnte, amtlich behauptete Thatsache genüge, so sind wir von dieser auffälligen Genügsamfeit nicht befallen. Der Brief enthielt im Gegenteil noch recht viel andres Material, das der Aufklärung bringend bedarf. Warum bertlagt der Kriegsminister nicht das nationale" Blatt, das den Brief zuerst veröffentlicht hat? Das nationale Blatt wird ja doch gewiß der friegsministerlichen Aufforderung folgen und den Namen bes Briefschreibers nennen!" " Wird geplündert? In einem von der Deutschen Tageszeitung", die sonst nur, und zwar ganz fritillos, über englische Hunnenthaten in Transvaal schreibt, veröffentlichten Chinabrief eines deutschen Feldwebels lesen wir: a uch wohl 8. " Daß auch europäische Soldaten hier in China nicht immer sehr schonend mit dem Eigentum der Chinesen umgehen, räume ich gern ein. Was er ant notwendigen Bedarfsartikeln haben muß, das muß er natürlich nehmen und verwenden dürfen, das bringt der Krieg so mit sich. Daß dabei einmal ein Stüd verwendet wird, was hätte entbehrt werden können, daß B. a uch einmal seidene Deden gebraucht werden, wo andre es thun könnten, das wird man weder den Soldaten zur Last legen fönnen, noch es den Offizieren verdenken, wenn sie dabei einmal ein Auge zubrüden. Ober will man, daß wir hier hungern und frieren sollen, nur damit die Chinesen bei ihrer Rückkehr alles so vorfinden, wie sie es verlassen haben? Requirteren muft man hier, wvenn man leben will, und wer das Plündern nennt, bem muk ich einräumen, bak wir plündern. Sonst ift unjern Soldaten das Blündern verboten, und ber Plünderer wird bestraft. Seleine Andenken an China für sich selber und für seine Angehörigen daheim kauft sich in der Regel der Soldat für sein bares Geld. Ob auch einmal ein Stüd ohne Bezahlung mitwandert, will ich weder behaupten noch bestreiten. So genau tönnen weder die Kameraden noch die Vorgesezten einzelnen Soldaten auf den Kram passen. Namentlich feitdem man gesehen hat, daß Angehörige andrer Nationen es mit dem Mein und Dein bei ihren Soldaten nicht so genau nehmen, scheint bei uns auch eine mildere Pragis plazgreifen zu wollen. Nicht als ob wir nun mitnehmen dürfen, was wir wollen. Um große Wertsachen handelt es sich ja gar nicht, und mit schwer zu transportierenden Dingen beladen wir uns nicht. Es handelt fich nur um Kleinigkeiten zum Andenken, deren Geldwert hier übrigens meist ein geringer ist. Es handelt sich meist nur um fleine Stüde Seidenzeug, gewebtes Seidenband und solche Kleinigkeiten." Eine sehr gemütliche Auffassung? Ueber die Untergrabung der Autorität lamentiert Bictor Schweinburg beweglich in den Berl. Polit. Nachr." Die Klage des Kaisers über Demoralisation der Jugend transponiert er geschidt in eine solche über die Disziplinlosigkeit der jugendlichen Arbeiter, resp. der Arbeiter überhaupt: Die Bestrebungen, dem Unternehmer die Herrschaft über den eigenen Betrieb ganz oder zum Teil zu Gunsten der Arbeiter zu entreißen, werden nicht blog bon socialdemokratischer Seite in immer leiden schaftlicherer und stärkerer Art gefördert, fte finden bedauerlicherweise selbst im Reichstage, und zwar nicht allein auf der linten Seite des Hauses vielfach Unterstützung. Blant man doch sogar, durch parlamentarische Initiative den Berufsvereinen der Arbeiter die juristische Persönlichkeit zu verschaffen und so sie zu kräftigen Stampfesorganisationen gegen die Arbeitgeber auszubilden. Man fann es unter diesen Umständen den in der Industrie mit Erfolg thätigen Männern taum verdenken, wenn sie die Lust an ihrem Geschäft verlieren, und so mehr und mehr der Aktienbetrieb in unserer Großindustrie zur Regel wird. Das große Heer der Arbeiter wird dadurch geradezu zur Nichtachtung der natürlichen Autorität erzogen. Die Gefahr, day von dem Geiste der Disciplinlosigkeit, welche man zunächst in der industriellen Arbeiterschaft großzieht, auch die Arbeiter und Unterbeamten der großen staatlichen Verkehrsbetriebe, insbesondere der Eisenbahn und Post, angestedt werden, wird nicht zu bestreiten sein. Endlich wird man auch nicht verkennen fönnen, daß, wenn erst Disciplinlofigkeit in dem größten Teile unfrer Bevölkerung zur Herrschaft gelangt ist, die Aufrechterhaltung der Disciplin im Heere überaus erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Daher die überaus eifrigen Bestrebungen, die Eisenbahnarbeiter und unteren Postbediensteten in den Bereich der socialDemokratisch beherrschten Sonderorganisationen zu ziehen! Wenn die Eocialdemokratie so planmäßig verfährt, so ist das angesichts ihrer Bestrebungen, unfre Staats, Gesellschafts- und 28irtschaftsordnung zu Gunsten der Alleinherrschaft des Proletariats zu beseitigen, durchaus verständlich, unverständlich aber erscheint es, wenn auch bürgerliche Par teien diesen Bestrebungen des gemeinsamen Gegners dadurch in die Hände arbeiten, daß sie zur Schwächung der Autorität des Arbeitgebers in feinem eigenen Betriebe und damit zur Minderung der Disciplin der Arbeiter beitragen." Warum verabsäumt Herr Schweinburg nur eine aktuelle Anspielung auf die Bremer Affaire? ihuen an Jmmer nene ,, Kleine Mittel" wiffen die Agrarier ausfindig Centrumbentartung. Die, Märkische Boltszeitung" au machen. Neben der Erhöhung der Preise für ihre Produkte liegt fällt in verbissener Gehässigkeit, wie sie nur das Heptaplänchen zu verhältnisse in ihrem Sinn. Da hat nun der Kreistag des am meisten der Regelung der Arbeiter= Im Reichs- Anzeiger" wird ein an die Oberpräsidenten gerichteter Grlaß des preußischen Ministeriums bekannt gegeben, der üben versteht, über unsren Parteigenossen Bebel her. Weil bem westpreußischen Streises Briesen einen Beschluß gefaßt, der rechte sich eingehend mit der Wohnungsnot in den Großstädten befaßt und Abgeordneten Bebel in feiner parlamentarischen Thätigkeit einige faft Beachtung verdient, weil öffentliche Mittel aufgewendet Anweisungen giebt, wie durch behördliche Fürsorge dent lebel stets ganz nebenfächliche Irrtümer infolge unrichtiger Mitteilungen werden sollen, um den Gutsbesitzern die Arbeiterverhältnisse günstiger gesteuert werden soll. Die Herren Oberpräsidenten werden an- sonst völlig glaubhafter Gewährsmänner unterlaufen sind, wird zu gestalten. V Grund fei die umwerbende Annäherung des Kaisers an England". Wie eine eisig talte hand legte es sich auf das Herz des deutschen Volts, fein Kaifer drohte ihm einfach ein Fremder zu werden. Die nächsten Ratgeber des Kaisers hätten die Verpflichtung gehabt, den tiefen Riß zu heilen." Aber nichts sei geschehen." Die Reden im Reichstag hätten nirgends versöhnend gewirkt. Nach Darlegungen des Landrats Petersen beschloß der Kreistag, die Ansiedelung ländlicher Arbeiter als ein sicheres, wenn auch langsam wirkendes Mittel zur Verhinderung der weiteren Entvölkerung des platten Lands anzuerkennen und das Eintreten des Kreis Kommunalverbands als Träger des Unternehmens unter der Voraussetzung au genehmigen, daß der Staat die Ansiedlerstellen mit 3/4 des Tagwverts beleiht. Unter dieser Vorausfegung wurde der Kreisausschuß bevollmächtigt, zunächst eine Der Monarch hat nur sehr wenig gegen die Anschauungen der Anleihe von 100 000 m. aus der Kaffe der Landes- Versicherungs- Monarchisten zu verstoßen, um die eifervollsten Autoritätswächter in die anstalt in Danzig aufzunehmen, um Grundstücke zu laufen, Wohn- higigsten Autoritätsunterwühler zu verwandeln. und Wirtschaftsgebäude zu errichten und die sonst erforderlichen Maßnahmen zur Durchführung des Unternehmens zu treffen. Wenu Arbeiter auf den Leim der Austedelungsstellen friechen, so hat das für die Gutsbesitzer nicht nur den Vorteil, daß sie an die Scholle gefeffelte Arbeiter bekommen, sondern Sie sparen die Kosten für Erbauung bezw. Instandhaltung der Arbeiterwohnungen und vermindern ihre Armentasten. Denn das ist ausgeschlossen, daß Arbeiter in den Gutsbezirken angesiedelt werden. Damit werden die Dörfer beglückt, die dann für den Unterhalt Verarmter und Arbeitsunfähiger zu sorgen haben. " Ausland. Dänemark. Resultat der Folkethingswahlen. Kopenhagen, 4. April. Bei den heutigen Wahlen zum Foltething wurden 73 Mitglieder der linten Reformpartei, 15 Mitglieder der gemäßigten Linken, 14 Socialdemokraten, 8 Mitglieder der Rechten und 2 Abe geordnete, deren Bartelstellung noch nicht bekannt ist, gewählt. In einem Kreise ist Stichwahl erforderlich. Im verflossenen Foltething zählte die Rechte 16 Mitglieder, die gemäßigte Linke 21, die radikale Linke 63, die socialdemo fratiche Partei 12; zwei Mitglieder, der Linken angehörig, standen außerhalb der Parteien. Die entschiedene Linte und die Socialdemokratie haben danach einen Zuwachs zu verzeichnen gehabt, während die gemäßigte Linke und namentlich die Rechte einen bedeutenden Rückgang auf zuweisen haben. Niederlande. " Italien. Eine zweite Zusammenkunft Bülows mit Sanardelli foll nach den Versicherungen politischer Kreise Noms demnächst in einer Stadt Oberitaliens stattfinden. Die Frautf. 8tg." giebt einige italienische Breßstimmen über die Zusammenkunft in Verona wieder. Die offigiöse" Agenzia Italiana" sieht darin eine offenkundige Bestätigung Alten bleibt. Deutschland und Italien hoffen, daß die Beziehungen der letzten Dreibundreden ganardellis und Bülows, wonach alles beim nicht durch exorbitante Forderungen der Agrarier getrübt werden. Die Tribuna" spricht sich ähnlich aus. Der Kaiser sei fest ent fchloffen, die Handelsverträge zu erneuern und Bülow beweise durch die Begegnung in Verona, daß er den Agrariern nur solche Bugeständnisse machen werde, die einer Erneuerung der Handelsverträge nicht ch a den. Die Begegnung beweise auch, daß Deutschland ruhig und wohlwollend einer Annäherung Frankreichs an Italien zusteht. Rußland. 0 Die Studenten und Arbeiterbewegung. Auch in Rasan, dem fernen Osten Europas, hat eine Demonstration gegen die BrutaWer an der Ausrüstung für die Chinatruppen verdient. litäten der zarischen Regierung ftattgefunden. Die Studenten wollten nämlich einen Gottesdienst abhalten für die Genejung ber ver Wie der„ Konfektionär" mitteilt, waren zur Beteiligung an einer beschränkten Verdingung der Anfertigung von weit über 100 000 Charlow. Das ist eine allgemein übliche Form des Protestes in wundeten und verstümmelten Kollegen in Petersburg, Mostau und Tuch und Drell- Nodblusen und Hosen für die deutschen Chinatruppen einige hiesige Firmen aufgefordert worden, wobei sämtliche Zuschnitte Rußland. Die Polizei und Gendarmerie verhinderte ihnen den Einund Materialien einschließlich der Halsbinden von der Militärtritt in die Kirche. Die Wostresenstajastraße war überfüllt. Publikum, behörde geliefert werden. Die Nähmaterialien," schreibt das Blatt, Studenten, Bolizisten, Gendarmen, alles mischte sich durcheinander. An Brutalität ließ auch hier das Polizeiregiment nichts fehlen. Als liefert der Unternehmer," dieselben müssen aber von der Behörde bezogen werden und werden zum Selbstkostenpreis abgegeben. Bei die Studenten ins Polizeirevier geschleppt wurden und einer von ihnen Widerstand zu leisten versuchte, wurde er grausam geschlagen; der Berdingung dieser Kleidungsstide ist die Berliner SchneiderOrdnungsparteiliche Sammelpolitik. Der Ausfall der seine Frau, die ihn verteidigen wollte, bekam sofort einen Schlag artikelfirma Rudolph Pieper und ein jüngerer Schneidermeister aus Rammernachwahl im dritten Amsterdamer Stadtwvahlbezirk an Stelle mit der Faust gegen die Brust. Jm Polizeirevier wurde derselbe der Besselstraße, Herr G. Damm, welcher noch furz vorher bei der des verstorbenen liberalen Abgeordneten Hertog ist, so lesen wir in Student weiter geschlagen und als er zu schreien anjing, da verFirma v. Tippelskirch u. Co. als Zuschneider fungierte, gang be- der Kreuz- Zeitung", in mehrfacher Hinsicht sehr lehrreich. stopfte man ihm den Mund mit den Handschuhen eines Boliziften. fonders vom Glid begünstigt worden, indem jeder dieser Herren Der Socialistenführer Heinrich Bolat erhielt bei der erwähnten Jns Polizeirevier wurden gebracht: 180 Studenten und 17 Frauen. biele tausend Piecen zur Anfertigung übertragen erhielt. Die Sache Kammernachwahl die relative Mehrheit, indem er über 1000 Stimmen Die Gendarmen und Kosaken ritten wie gewöhnlich in die Menge hat feinen so unangenehmen Beigeschmad, wenn man berücksichtigt, auf sich vereinigte, während der von der Regierung unterstügte libes hinein, so daß ein Student und eine Frau ohnmächtig davongetragen daß, wie man uns mitteilt, für die Drellröcke 4,50 M., für die rale Kandidat nur 900 Stimmen, der radikale Kandidat aber bloß wurden. Die Arbeiterschaft war bei dieser Demonstration schwach Tuchhofen mit Paspoilierung 2,90 M. bewilligt wurden, während 700 Stimmen erhielt. Da die Radikalen und Socialisten regelvertreten, da vor einigen Wochen sehr zahlreiche Berhaftungen unter die Unternehmer für die Drellröcke 2,50 M., für die Tuchmäßig für einander stimmen, so schien der Sieg des Social- der Arbeiterschaft vorgenommen worden waren und überhaupt die hosen 1,35 M. Arbeitslohn bezahlen. Mit der Anfertigung demokraten bei der Stichwahl gesichert. Judessen hat die legtere Arbeiterschaft in Kasan noch weniger aufgeklärt ist als in den andren beschäftigen fich einige Stettiner Firmen, denen die Bu einige intereffante Ueberraschungen gebracht. Die radikalen Wähler Großstädten Rußlands. schnitte auf dem billigen Wasserwege zugeführt werden und die stimmten nämlich nicht geschlossen für den socialdemokratischen Kandidadurch in der Lage sind, ihren Arbeitern ausreichende, wenn baten, sondern teilten sich, indem 500 dent Socialisten, 200 aber dem Unruhen ausgebrochen. In Iwanowo Wosnesenst( das russische Manchester) sind auch nicht besonders lohnende Beschäftigung Liberalen ihre Stimmen gaben. Dadurch wäre aber dem social- In Jekaterinos Law befürchtet man Arbeiterunruhen; alle zu geben." demokratischen Kandidaten trotzdem der Sieg zugefallen, wenn sich Fabriken sind von Militär umzingelt. Aus den betreffenden Arbeiterkreisen wird uns hierzu geschrieben: die konservativen Wähler, die sich bei der Hauptwahl der In Mitau sind einige Verhaftungen und zahlreiche HausDaß die Sache für die einzelnen Zwischenhändler einen durchaus Abstimmung enthielten, nicht ermannt und angenehmen Beigeschmack hat, glauben auch wir, weil sie bei diesem auf den" liberalen Kandidaten ihre Stimmen fuchungen vorgekommen. Arretiert sind Dr. Kaplan, Student der vereinigt hätten. Geschäft ganz erfledliche Summen herausschlagen dürften. Für die Weise erhielt der Liberale Auf diese Berner Universität; Zirit, Frau eines Beamten, und noch einige bei der Stichwahl 1800, Arbeiterschaft im allgemeinen wird man dies indes nicht be- Socialistenführer der Letten; sie werden der socialistischen Umtriebe" beschuldigt. Polak aber mur 1500 Stimmen. Den haupten können, weil, wie bekannt, neben diesen Zwischen- Liberalen ist es also, dank der Opferwilligkeit der Konservativen, Türkei. händlern wiederum Unterhändler( Zwischenmeister) notwendig sind, gelungen, mit schwerer Not einen Wahlbezirk zu behaupten, der Konstantinopel, 4. April. Heute wurde der Pforte und der die selbstverständlich auch verdienen wollen, und darum verstehen wir, bisher als eine uneinnehmbare Hochburg des niederländischen griechischen Gesandtschaft der Schiedsspruch der sechs Botschafter bewenn das Unternehmerorgan zu dem eignen Geständnis gelangt, Liberalisms galt, tas gerade nicht als Beweis für die Fortschritte treffend die Konsulartonvention zwischen der Türkei und Griechendaß das allerdings eine nicht besonders lohnende Beschäftigung sei. Ser liberalen Richtung in Holland angesehen werden kann. Mit land notifiziert. Wenn die Unternehmer große Betriebswerkstätten hätten, wie wir sie großer Genugthuung sind dagegen die Bestrebungen der Ordnungsfeit Jahren fordern, so tönnten nicht zwei Drittel des vom parteien zu begrüßen, die dahin gehen, durch gemeinsames Vorgehen Militärfistus ausgeworfenen Arbeitslohns in den bei den Wahlen der revolutionären Socialdemokratie den Weg ins Händen Einzelner, die zufällig das Glück haben, die Sache zu Barlament zu verrammeln. bermitteln, fleben bleiben. Aus dem Ganzen geht hervor, daß, wenn der Bater Staat fich bewußt wäre, was er seinen Bürgern schuldig ist, er schon längst dazu hätte kommen milffen, einmal das System der Defonomies handwerker aufzugeben, das andremal nicht in Buchthäusern große Bosten anfertigen zu lassen, sondern diese ungeheure Masse Arbeit, die auf diese Weise für billiges Geld ausgeführt wird, der freien Stonkurrenz zu überlassen, allerdings mit der Einschränkung, die wir für notwendig halten besonders hervorzuheben, daß der Fiskus sich überzeugte, welche Löhne man den Arbeitern zahlt.zu sein. Die große Scheidung zwischen Socialismus und Reaktion voll zieht sich also auch mehr und mehr in den Niederlanden. Unfre Genossen werden aber jedenfalls dafür sorgen, daß sie auch allein der reaktionären Koalition gewachsen sind. Schweiz. Der Frankfurter 8tg." wird hierzu noch gemeldet, daß der Schiedsspruch der Botschafter in der Angelegenheit der im griechisch- türkischen Friedensvertrag vom Jahre 1898 vorgesehenen Differenzpunkte gestern unterzeichnet wurde. Die Botschafter haben die 200 Geiten imfassende Ausarbeitung des mit der Berichterstattung betrauten deutschen Botschafters mit nur geringen Aenderungen als Grundlage der Beschlüsse angenommen. leber den Inhalt des Schiedsspruchs werde vorläufig noch Geheimnis bewahrt, doch laufe derselbe darauf hinaus, daß die Botschafter für Griechenland ein régime intermédiaire schufen, welches zwischen dem Regime der. Afrika. Vom füdafrikanischen Kriegsschauplak. Aus Naauw poort wird gemeldet: Der Oberst de rabbe überraschte die Gebirge und ließ 300 Bferbe fowie zahlreiche Waffen und KriegsBoeren bei Standerton. Der Feind entfloh in das nahe gerätschaften zurüd. Der Kommandant Kraitzinger befindet jich jeit acht Tagen in dem Distritt von Fourtenſtream.gerätschaften zurück. " Bundesversammlung ist am legten Sonnabend nach nur vierzehn- lationen sind und dem derjenigen, die keinerlei Stapitulationen haben. Bern, 3. April.( Eig. Ber.) Die Frühjahrssession derjenigen Staaten steht, die in der Türkei im Bollbesitz von Kapitutägiger Dauer wieder geschlossen worden. Die Landesväter haben Die Kapitulationen aber, deren Griechenland sich vor dem Kriege erGegen den Brotwucher protestierte eine Deputation der sich bemüht, während diefer furzen Zeit so viel Unpopuläres als frente, sowie seine Stellung als meistbegünstigter Staat feien aufDarmstädter Handelskammer, die am 3. April von dem möglich zu schaffen. Die vollständige Resultatlosigkeit der social gehoben, andrerseits Griechenland die Jurisdiktion über seine Unterheffischen Staatsminister Rothe in Audienz empfangen wurde. Die politischen Debatten erwähnten wir bereits früher. Die Verhandlungen thanen in der Türkei im großen Ganzen belaffen. Deputation hob besonders hervor, daß die Vertretung von Handel der zweiten Sessionswoche standen durchaus auf dem gleichen Niveau, und Industrie in der zweiten Sammer eine durchaus zum Teil beherrscht von Agrar- und Mittelstands- Politit. Zunächst ungenügende sei, und daß deren wirkliche Interessen bei den möchten wir erwähnen, daß der elende Wechselbolg der Militärletztwöchigen Verhandlungen thatsächlich keinen Ausdruck gefunden steuer- Novelle mit der dreifachen Bestrafung der Nichtzahlung haben. Handel und Industrie seien darauf angewiesen, durch der Steuer durch Gefängnis, Stimmrechtsentzug und Wirtshaus günstige langfristige Handelsverträge mit dem verbot, wobei sich der Ständerat noch reaktionärer als der Nechte der Meistbegünstigung zur Erhaltung des Exports geschützt Nationalrat erwies, nun definitiv parlamentarisch erledigt ist und, falls sie ohne Voltsabstimmung passiert, bald als dunkler Fleck der Daily Mail" meldet aus Bloemfontein: Ein Boere, namens Staatsminister Rothe erklärte, eine bindende Erklärung nicht schweizerischen Gefeßgebung in Straft treten wird. abgeben zu können. Wie groß in fleinen Dingen unire Parlamentarier sind, unter Botha stehenden Truppen zur Uebergabe zu überreden, ist Koch, welcher von den Engländern entfandt worden war, um die In Eßlingen beschloffen Gemeinderat und Bürger- hat auch die Beratung des Tarifgefezes für die Bundesbahnen ge- auf 28efehl Bothas erichossen worden. Aus Bloemausschuß gemeinsam, an die Regierung das Ersuchen zu stellen, zeigt, die übrigens erst in der Juni- Session zu Ende geführt werden fontein wird weiter berichtet: Die berittene Infanterie am Thornjbei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß die Getreidezölle teine wird. Der schweizerische Lehrerverein hatte eine Eingabe gemacht trooft überraschte während der Nacht ein Boerenlager bei Boschlag. Erhöhung erfahren. Der deutsch- parteiliche Landtags- Abgeordnete und in derselben verlangt, daß die Vergünstigung der halben Fahr: 60 Boeren wurden gefangen genommen, zwei getötet. v. Geß hatte umsonst eine lange Nede für Getreidezölle von 5 M. tage für die Kinder vom 10. bis zum 15. Altersjahre ausgedehnt 60 Boeren wurden gefangen genommen, zwei getötet. gehalten. werden möchte, um denselben die in der Schweiz allgemein üblichen Amerika. und auch sehr zwedmäßigen Schulreifen zu billigeren Breisen zu er Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar. Weimar, möglichen. Hier hätte der Nationalrat eine schöne Gelegenheit gehabt, New York: Aguinaldo bereitet ein Manifest bor, worin er Zum Philippinen- Krieg. Die Frantf. Beitung" meldet aus den 8. April. In aufregender Weife spielte sich diesmal das Ende auf billige Weise eine patriotische That zu vollbringen, allein er die Philippinos auffordert, die Waffen nieder. der Landtagsperiode ab. Stundenlange Sigungen! Aufregende vermochte nicht, sich auf diese Höhe fich auf diese Höhe der Auffassung zu zulegen. Debatten! Und alles hat die Opposition verschuldet, die auch heute schwingen; die Herren, die das ganze Jahr so viele und so an beim Schluß des Landtags noch zu dem Kapitel Matritular: genehme Neisen auf Kosten des Landes machen, lehnten die beiträge ihre Stellung präcisierte. Genosse Baudert verlangte Vergünstigung für die Jugend ab. Ueberhaupt macht sich weist zahlenmäßig nach, dag bon 100 000 Thalern die jetzt schon, noch ehe die Verstaatlichung der Bahnen durchgeführt ist, Matrikularbeiträge bis 1890 auf 1391 565 Mart gestiegen eine sehr bedentliche Fistalpolitit geltend, die in vollem Gegensatz find und innerhalb der letzten 10 Jahre eine Erhöhung steht zu den seiner Zeit dem Bolte gemachten Beriprechungen. Da auf 2044 900 W., dann auf 2 700 000 W. und jetzt auf 3 800 000 mit treiben die Herren aber eine sehr schlechte Politit, sie erbittern melden heute wieder einmal der Kontrastwirkung wegen die neuesten stattgefunden hat. Ueberschüsse wie in früheren Jahren seien nicht dadurch das Volk, das ihnen in Zukunft nicht mehr glauben und Telegramme aus Ditajien. Das Reutersche Bureau telegraphiert mehr da und so ziehe sich wie ein roter Faden die finanzielle Not- erst recht alle Gejege verwerfen wird. lage" durch die ganze Etatberatung. Wenn von socialdemokratischer Seite Zum Schluß der Session marschierte noch die unvermeidliche China gab Rußland bekannt, daß es nicht in der behauptet werde, die Stulturaufgaben litten unter der jetzigen sogenannte„ Mittelstandspolitik" auf. Der Verein schweige Lage sei, das Mandschurei Abkommen zu unterzeichnen, Großmachtspolitik des Reichs, so nenne man sie Hetzer; Hezer feien rischer Geschäftsreisender verlangt durch eine mit 56000 Unterschriften indem es dabei den Wunsch ausdrückte, zu allen Nationen aber auf einer ganz andern Seite zu suchen. Genoffe Neidt bedeckte Petition den Erlaß eines Bundesgesetzes gegen den uns freundliche Beziehungen beizubehalten. China erklärte ferner, rung ins Treffen. Zum Schluß gab es noch eine erregte Aus- Uufre Genossen Gschwind und Wullschleger unterließen nicht, dagegen müffe es notwendig die Freundschaft aller haben. So gern sekundierte trefflich, und auch der Freifinn ging scharf mit der Regie: Lanteren Wettbewerb und gegen das Hausieren, es mache gegenwärtig die gefährlichste Periode der ganzen Geschichte des Kaiserreichs durch, deshalb einandersetzung zwischen dem Präsidenten v. Rotenhan und den Ab- Stellung zu nehmen bezw. zu fordern, daß man hierüber nicht nur von China nun auch dazu bereit sein würde, so würde es doch unmöglich geordneten Baudert wegen der Geschäftsführung des ersteren. Bei Kaufleuten zc. Gutachten einhole, sondern auch von den Organisationen der hierauf ganz unmotiviert vom Präsidenten vorgenommenen der Produzenten und Konsumenten, also auch von den Konsumvereinen fein, einer einzelnen Macht gegen den Einspruch der übrigen Mächte Abstimmung, ob der Landtag mit seiner Geschäftsführung und den Verbänden der Arbeiter. Bundesrat Deucher, der sich irgendwelche Sonderprivilegien zu bewilligen, um sich so die einverstanden sei", stimmten die Freisinnigen mit den Socialdemo- in der ersten Sessionswoche so sehr gegen jede arbeiterfreundliche Freundschaft einer Macht zu erwerben, indem es sich zugleich die Maßnahme sträubte, erklärte, daß man die Sache nicht nur weiter Sympathien aller übrigen Mächte entfremde. 2i- Hungverfolgen werde, sondern sie bereits in die Hand genommen habe. schaug erklärte, diese Mitteilung stelle die Angelegenheit Eine Prüfung der Angelegenheit fei man den zahlreichen Streifen, enhgültig llar, Rußland fei in diesem Sinne am 27. März Die in Leipzig erscheinende tonservative und hochorthodore welche die angeregte Gefeßgebung wünschen, schuldig. Wenn man inoffiziell verständigt worden. Pring Efding fagte, mit Ausnahme Die in Leipzig erscheinende tonservative und hochorthodoxe doch mir den Arbeitern gegenüber so rüdsichtsvoll und entgegen unterzeichnung des Mandschurei Abkommens geLi- ung- Tichangs sei jeder Chinese gegen die Allgemeine evangelish lutherische Kirchen: tommend wäre. Es gilt aber auch für die Schweiz der Saß, daß 3eitung" schreibt: Bei dem Attentat des Schloffergesellen Wetland jedes Boll die Regierung, die Verwaltung und die Gesetzgebung hat, habe sich gezeigt, daß ein gewisser fühler Sauch durch das ganze Wolf hindurchgehe. Wer damals das Volk beobachtet habe, als die Nachricht bekannt wurde, habe erschrecken müssen Iraten dagegen. Abgekühlter Monarchismus. " 1 = die es verdient. Frankreich. Die endgültige Ablehnung des Mandschurei Vertrags interm 3. April aus Beling: wesen. Ob China nicht doch noch mit sich reben lassen wird? Zumal da nach Li- Hung- Tichangs Erflärung Chinas Ablehnung Rußland erst in offiziell mitgeteilt worden ist. Eine Pelinger Drahtung von Laffans Bureau, eine allerdings nicht allzu zuverlässige Quelle, besagt, daß bereits die in Tientsin stationierten russischen Offiziere nach Port Arthur abgereift feien, wo infolge der Ablehnung Chinas, den Mandschurei- Bertrag zu unterzeichnen, Vorkehrungen getroffen würden, um fühlbare Beweise von Rußlands Herrschaft über die Mandschurei zu liefern. Abberufung der ruffischen Flotte aus Toulon. Das russische fiber bie vielfache Gleichgültigkeit, mit der man die Kunde auf Geschwader in Zoulon hat den Befehl erhalten, während des Aufgenommen. Es habe sich wenig Schmerz, wenig Entrüstung" gezeigt. Ganz anders sei das bei den Nachrichten aus enthalts des unter dem Kommando des Herzogs von Genua stehenden dem Boerenkriege gewesen, die das deutsche Volt viel mehr italienischen Geschwaders in Toulon den Hafen zu verlassen. Man bewegt hätten. erschöpft sich in Mutmaßungen darüber, was wohl der russischen Das Blatt schildert alsdann, wie wir dem B. T." entnehmen, Regierung Veranlassung zu dieser in letter Stunde erfolgten An- Derartiger Beweise wird es gar nicht erst bedürfen, die bas lebhafte Mienenspiel, die Gestikulationen, mit denen das lesende ordnung gegeben haben könnte. Sollte eine Verstimmung zwischen Annektion der Mandschurei durch Rußland ist eine vollendete ThatBublikum die Meldungen der Extrablätter über die südafrikanischen Rußland und Italien eingetreten sein? Etwa aus Anlaß des Besuchs fache, die nicht durch diplomatische Winkelzüge, sondern nur durch Ereignisse aufgenommen habe. Von der Nachricht über das Attentat Banardellis bei Willow? Die harmloseste Erklärung ist die, daß die reale Sprache der Waffen rückgängig zu machen ist. heißt es dagegen: Nur wenige schienen betroffen." Stußland nur einer Pflicht der Höflichkeit entsprochen habe, um ganttieprovinzen vor, ben Mandschurei Vertrag den Nach einer Shanghaier Drahtung schlagen die Vicekönige der Diese Erscheinung sei bedeutungsvoller als das Attentat selbst. Die " Allg. evang,-luther. Kirchen- Zeitung" geht sodann auf die Ursachen durch die zeitweise Entfernung seiner Schiffe zu verhüten, daß die allgemeinen Friedensunterbandlungen einzuverAllg. evang.- luther. Kirchen- Zeitung geht sodann auf die Ursachen Stalien zugedachten Ovationen möglicherweise auf sich selbst gelenkt leiben. Der Borichlag wäre vom chinesischen Standpunkt aus ja des„ tühlen Hauches" über: Sie spricht von den Kaiserreisen nach England, der Stellung würden. Aehnliche Höflichkeitsakte seien in gleichen Fällen auch ganz pfiffig, wenn nur die Mächte nicht bereits deutlich genug erklärt Deutschlands zu den Boeren und so weiter und sagt sodann, der schon von andren Nationen geübt worden. hätten, sich an der Mandschurei Frage nicht die Finger verbrennen zu " wollen. Rußland weiß auch sehr genau, daß es in Ostasien augens blidlich nur eine einzige Macht, Japan, zu fürchten hat. Wie aus Petersburg gemeldet wird, erklärte in einem Interview ein höherer russischer Staatsbeamter, daß es trog der von englischer Seite eingehenden Alarmnachrichten zu keinem Waffengang zwischen Rußland und England kommen werde, da ja England in Südafrika derart engagiert sei, daß es nicht daran denken könne, mit Rußland anzubinden. Es fragt sich also mur, ob Japan es wirklich auf einen solchen Waffengang ankommen lassen wird. Die friegerische Stimmung Japans scheint allerdings eine große zu sein. So meldet" Daily Mail" aus Yokohama: Prinz Ofiouma veröffentlicht einen Artikel, der einem Aufruf zum Kriege gleich tommt. Wenn Japan, so heißt es in dem Artikel, nichtjest handle, so verliere es die seit den legten 30 Jahren gemachten strengungen und Erfolge. Die ganze japanische Presse billigt diesen Aufruf. Der Einfluß der Hauptrebellen Tuan und Tungfuhsiang scheint übrigens am Hofe ziemlich ungebrochen zu sein. noch Versammlungen. Eine 3. Die Parteien nehmen diesen Vergleich vorbehaltlich der Ge-| Mädchen und um jeden Betrug unmöglich zu machen- fast nehmigung ihrer Auftraggeber an. ausnahmslos mit Hilfe einer Kontrolltasse. 4. Die Parteien werden sich über die Annahme oder Ablehnung Unter solchen Umständen sind die Schenkkelner nur noch auf. dieses Vergleichs innerhalb 14 Tagen zu den Aften schriftlich erklären. ihren zumeist recht mageren Lohn angewiefen. Außer der Entfaltung 5. Redaktionelle Aenderungen dieses Vergleichs durch Vertreter der geschilderten Thätigkeit müssen jedoch die meisten Schenkfellner der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bleiben vorbehalten. noch Metzger sein. Ein beliebtes Münchener Frühstück bilden nämlich Die Maurer berieten gestern abend in zwei Versammlungen und so müssen denn die Schenkfellner morgens, viele schon um die aus frisch geschlachtetem Kalbfleisch hergestellten Weißwürste. über die Vorschläge. Die vom Centralverband der Maurer einberufene Stunden im Schlachthause arbeiten. 4 Uhr und auch noch früher, vor Beginn des Vierausschauts mehrere 2000 Personen besucht. Versammlung, die bei Keller, Koppenstr. 29, tagte, war von circa bis zuletzt aufbleiben, so ergiebt sich oft eine ungemessene ArbeitsDa fie natürlich auch nachts Den Bericht über die Verhandlungen in zeit. Dazu kommt noch, daß die Schenkkellner oftmals lange Zeit der Achtzehner- Kommission und vor dem Einigungsamt des Berliner arbeitslos sind und ebenso wie die Kellnerinnen für die Vermittlung Gewerbegerichts erstattete Silberschmidt. führungen des Referenten haben die Arbeitervertreter auf wesentliche Nach den Ausguter Stellen meist recht hohe Vermittlergebühren zu zahlen haben. Verbesserungen des Vertrags verzichten und sich in der Hauptsache Bestrebungen der Klassenbewußten Arbeiterschaft ziemlich fern standen, Es wird sich nun fragen, ob die Schenkkellner, die bisher den An- darauf beschränken müssen, die von den Unternehmern geplanten Ver- die fortschreitende Verproletarisierung ihres Stands zu erkennen die schlechterungen abzuwehren. So z. B. wollte sich der Verband der Bau- Fähigkeit befizen. Und deshalb wird es interessant sein, die Ent gefchäfte das Recht sichern, einseitig von dem Vertrag zurückzutreten, widlung der jungen Organisation zu beachten und zu verfolgen. oder eine Lohnreduktion vorzunehmen, wenn außerhalb des Verbands stehende Unternehmer für Maurerarbeiten weniger als 65 Pf. Stundenlohn bezahlen. Auch in den an der Peripherie belegenen Ortschaften Der" Standard" meldet vom 2. d. M. aus Shanghai: Auf sollte dieser Stundenlohn nicht mehr maßgebend sein, sondern beEinladung Luchuanline stattete General Tungfuhsiang sonders vereinbart, aber der Berliner Lohnsatz nicht überschritten einen geheimen Besuch in Singanfu ab; in einer werden. Audienz bei der Kaiserin soll er derselben geraten haben, Nach einer lebhaften Diskussion, in der einzelne Bestimmungen macher tagte am Donnerstagabend im Saal des Schweizer- Gartens. nicht nach Beting zurüdzukehren, so lange die des neuen Vertrags sehr abfällig kritisiert wurden, wurde beschlossen, Truppen der Verbündeten die Stadt befest halten. die Beschlußfassung über die Annahme oder Nichtanahme bis zu Und die Frankfurter Beitung" läßt sich von ihrem Befinger einer Dienstag, den 16. April stattfindenden Generalversammlung zu Korrespondenten über eine Unterredung mit einem an den Friedens- vertagen. Bis dahin sollen die Vertragsbestimmungen in Bezirksverhandlungen teilnehmenden europäischen Diplomaten versammlungen nochmals einer eingehenden Beratung unterzogen berichten, daß die Diplomatie noch ungemein große Schwierig werden. feiten in der Frage der Bestrafung der Schuldigen zu überwinden habe. Speciell der deutsche Gesandte habe die den Borussia- Sälen" versammelt. Die lolalorganisierten Maurer hatten sich sehr zahlreich in schwierigste und aufreibendste Arbeit. Gehl gab den Bericht von Rußland den Verhandlungen mit den Arbeitgebern in der lasse Euan nicht fallen, teil es ihm Mandschurei verdante. Der deutsche Gesandte äußerte: amt. In durchaus sachlicher Weise legte der Redner die gestellten die Achtzehner- Kommission und vor dem EinigungsTuan als Rebellen zu bezeichnen, gehe nicht, da die Forderungen und die Gegenvorschläge der Unternehmer dar und Kaiserinwitwe noch zu mächtig sei. Der Gewährs- schildert ausführlich den Gang der Verhandlungen. mann der Frankfurter Zeitung" versichert, die Enthüllungen In der recht lebhaften Diskussion werden die Resultate der Verflärung über Tuans Rettung geben. Die Kaiserin werde unterzogen und über Tuang Verhandlungen mit Rußland würden genügende Auf- handlungen und die Vergleichsvorschläge einer scharfen Kritit im Berein mit Tuan die Geschicke des Riesen- leistung als undurchführbar bezeichnet. Die Resultate und Vorund besonders die Festsetzung eines Normal reichs sowie der Fremden auch fernerhin leiten. schläge sollen in den verschiedenen Bezirksversammlungen noch weiter ausführlich besprochen werden und dann soll innerhalb der Berlin, 4. April. Mitteilung des Kriegsministeriums über in den Verhandlungen festgesetzten Frist von 14 Tagen eine bedie Fahrt der Truppentransportschiffe: Reichspostdampfer Kian schließende Versammlung stattfinden. tschou" mit den aus Ostasien heimkehrenden Dienstunbrauchbaren hat am 3. April Genua passiert. * Die Verhandlungen über das neue Vertragsverhältnis im Maurergewerbe " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerkschaften! Das Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission befindet sich Die Situation der Schuhmacher: Aussperrung. äußerst start besuchte Versammlung der ausgesperrten Fabril- EchuhDer große Saal war bis auf den lezten Plaz gefüllt. Olrich gab den Situationsbericht und bemerkte, die Fabrikanten hätten die Behauptung aufgestellt, daß die Berichte in den Versammlungen von den Streitführern gemacht werden. Er beschränke sich daher nur auf das Notwendigste und ersuche die Vertrauensleute der einzelnen Fabriken, nunmehr den Bericht zu erstatten. Sämtliche erklärten, die Ausgesperrten werden ausharren, bis der Kampf Redner schilderten die begeisterte Stimmung der Ausgesperrten und der in frivoler Weise von den Unternehmern vom Zaun ges mit dem Siege der Arbeiter beendet sei. Nach dem Herrmann noch in recht wirkungsvoller Weise die gefordert, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Die Situation geschildert und zum einmütigen Ausharren aufheute im Schweizer- Garten tagende öffentliche Versammlung der ausgesperrten Fabrit- Schuhmacher Berlins erklärt nach wie vor, so lange im Stampf zu verharren, bis der endgültige Sieg auf seiten der Ausgesperrten ist." brochen als Be Ueber die Zustände im Drechslergewerbe verhandelte am Dienstag eine öffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause. Bu dieser Versammlung war auch der Obermeister der Drechsler- Inmung, Herr Schulz, eingeladen, aber nicht erschienen. Vor einiger Zeit hat dieser Obermeister in verschiedenen Zeitungen einen Artikel veröffentlicht, in dem das Drechslerhandwerk ein rentables, gesundes und überhaupt in jeder ziehung lobenswertes geschildert wird, um die Eltern zit veranlassen, nach der Ausschulung die Knaben dem Drechslerhandwerk zuzuführen, in welchem angeblich immer noch Arbeitskräfte gebraucht werden können. haben ein endgültiges Resultat noch nicht ergeben, trotzdem bereits von jeßt ab im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, parterre, Obermeisters einer recht herben Kritik unterzogen und sowohl vom In der Versammlung wurde das Vorgehen des 10 Sigungen, darunter zwei vor dem Einigungsamte, stattgefunden II. Iureingang( Eingang zur Herberge). Das Bureau ist ge- Referenten Denger als auch von den Diskussionsrednern der haben. Während die Arbeiter nur Abänderungsvorschläge auf der Grundlage des Vergleichsvertrags vom 24. Juni 1899, der mit dem öffnet vormittags von 9-1 Uhr und nachmittags von 6-8 Uhr. Nachweis erbracht, daß das Gegenteil von dem wahr ist, 1. April d. J. abläuft, gemacht hatten, haben die Unternehmer mit unfall und Krankenversicherung, Arbeiterschuß des Obermeisters in feiner Weise zutreffen. Es wurde angeführt, Auskunftserteilung über: Alters, Invalidens, was in dem Artikel behauptet wird, und daß die Angaben ihren Anträgen eine vollständige Neuordnung der Vertrags- Gesetzgebung, Fabrik- und Gewerbe- Inspektion, daß die Maschine immer mehr Eingang gefunden und die fabrikbestimmungen vorgenommen und weigerten sich, auf der Grundlage des alten Vertrags zu verhandeln. über Fragen in Bezug auf das gewerbliche Arbeitsverhältnis sowie mäßige Produktion allgemein Blaß gegriffen habe. Die Teilarbeit verhandeln. Demzufolge alle das Gebiet der Socialgeseggebung berührend, geschieht un- ist vorherrschend und auch bei den Kleinmeistern, die vielfach auch wurden die Abänderungsanträge der Unternehmer bei den Berhandlungen zur Diskussion gestellt. Während der Ver- entgeltlich. nur für Großbetriebe Arbeiten anfertigen, werden meist einzelne handlungen haben die Arbeitervertreter die Forderung auf ErFerner machen wir bekannt, daß das Bureau am Sonnabend, ganz bestimmte Artikel hergestellt, so daß bei diesen die Lehrlinge höhung des Stundenlohne von 65 auf 70 Pf. auriidgezogen, ihre 9. April, bis mittags 1 1hr geöffnet ist. den 6. April, bis 5 Uhr nachmittags, und am Dienstag, den das Drechslerhandwerk nur zum Teil erlernen können. Mit übrigen Anträge wurden von den Unternehmern abgelehnt. Im das Vertragsverhältnis überhaupt zu ermöglichen, haben die Arbeiter schließlich auch noch folgenden Anträgen der Unternehmer zugestimmt: a) Ausdehnung der Arbeitszeit im Winter bis 6 Uhr abends. b) Ausschaltung des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. validenkarte. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. d Die Lohnbewegung der Barbiere dürfte in ein andres Stadium eintreten. In verschiedenen Bezirken verfucht man unter der Vorspiegelung, die Forderungen der Barbiergehilfen bewilligt zu c) Verzicht auf Lohnzahlung bei Materialmangel 2c. haben, die Preiserhöhung einzuführen. Demgegenüber erklären die d) Bezahlung der Ueberstunden nach 6 Uhr abends. Gehilfen, daß sie von einer Bewilligung der Forderungen für Berlin e) Aufbewahrung und Zurückgabe von Krankenbuch und In- noch nicht reden können. Nur in Charlottenburg ist seit dem 1. April die Lohnfrage geregelt. Die Innungsvorstände scheinen es darauf f) Einführung der Arbeitszettel. abgeschen zu haben, die Lohnkommission zu ignorieren und damit die Bon den Unternehmern wird aber nun noch die Festsetzung Lohnbewegung zu verschleppen. Das Junungsorgan schrieb vor kurzem, einer Bestimmung verlangt, nach der die Maurer verpflichtet sein die Forderungen der Gehilfen wären unverschämt. Dem gegenüber sollen, bei gewöhnlichem Mauerwerk 600 bis 700 Steine bei ist zu erklären, daß die Forderungen in 44 Städten schon seit Jahren neunstündiger Arbeitszeit zu verarbeiten. Ferner wollen durchgeführt wurden. Die Gehilfenschaft ist nicht gesonnen, die die Unternehmer der bisherigen Bestimmung, daß bei Verstößen günstige Zeit unbenust vorübergehen zu laffen. Die Zustände im gegen die Arbeitsbedingungen, insbesondere gegen den Lohnsatz die Barbiergewerbe find so, daß die Gehilfenschaft nichts mehr dabei Achtzehner- Kommission die erforderlichen Gegenmaßregeln zu treffen verlieren kann. In sieben öffentlichen Versammlungen, die demnächst hat, noch folgenden Baffus angefügt wissen: Falls diese einberufen werden, wird von den Gehilfen Stellung zu dem VerMaßnahmen dauernd erfolglos bleiben, tann halten der Innung genommen werden. hieraus beiderseitig ein Stücktrittsrecht diesen Arbeitsbedingungen bez w. dem Lohnsatz hergeleitet werden." " von Hilfe der Lehrlingsausbeutung wird den Arbeitern von den Kleinmeistern Konkurrenz gemacht, indem diese billigere Preise für die Herstellung von Arbeiten aufstellen, als die Ges sellen fordern. Gerade Zur Zeit ist die Arbeitslosigkeit sehr groß, teils infolge der schlechten Geschäftskonjunktur im allgemeinen, andernteils infolge der gegenwärtig modernen Richtung in der Möbelbranche, bei der die Drechslerarbeiten ganz minimale find. Die Löhne find im Gegensatz zu den Behauptungen des Obermeisters sehr geringe, und vielfach wird trotz anstrengender Thätigkeit nur ein Wochenverdienst von 18-22 m. erzielt. Selbst die Kleinmeister, die dabei noch einen Lehrling ausbeuten, erreichen den Verdienst nicht, den nach Angabe des Herrn Schulz die Arbeiter zu verzeichnen haben. Daß das Drechslergewerbe ein durchaus ungesundes ist, beweist die Statistik der Orts- Krankenkasse, nach der ein ungeheurer Prozentsatz der Kassenmitglieder insbesondere an Lungenschwindsucht aber auch an Hautausschlägen und Augenkrankheiten leidet und nach der von allen Sterbefällen in 61,7 Prozent die Schwindsucht als Todesursache festgestellt worden ist. Diese Verhältnisse resultieren allerdings nicht nur aus der gesundheitsschädlichen Thätigkeit selbst, sondern auch aus den miserablen hygienischen und fanitären Zuständen, die allgemein in den Werkstätten vorherrschen. Die Lohntommission. Von den Rednern wurde ferner behauptet, daß der in den Zeitungen veröffentlichte Deutsches Reich. Artikel des Obermeisters lediglich den Zweck hat, den InnungsGegen die Festsetzung einer Normalleistung haben die Arbeiter des Minimallobne. Bereits im Jahre 1895 ist der Junung ein schlechten Konjunktur an Stelle der Gesellen intensiv ausbeuten und Die Maler und Lackierer in Leipzig fordern eine Erhöhung meistern recht viel Lehrlinge zuzuführen, die sie in der jezigen grundsätzlich nichts einzuwenden. Wenn sie aber trotzdem die Auf- Tarif unterbreitet worden, wonach bei neinstündiger Arbeitszeit ein sich dadurch ihre Existenz sichern können. Einstimmig wurde sodann nahme einer diesbezüglichen Bestimmung ablehnen, so geschieht das, weil sich bei der Verschiedenartigkeit der Bauten in architektonischer Zohn von 45 Pf. pro Stunde gezahlt werden sollte. Aber erst eine Resolution beschlossen, in der die Versammlung gegen die in und konstruktiver Beziehung und bei der Ungleichheit im Material Meister durch das Vorgehen des Gesellenausschusses veranlaßt in der der Obermeister aufgefordert wird, den Beweis seiner Benachdem die Zwangsimmmg gegründet worden war, fonnten die den Zeitungen enthaltenen unrichtigen Behauptungen protestiert und wie in den Vorrichtungen zur Arbeit( Gerüstbau, Materialiens transport, Einteilung der Arbeit durch die Poliere usw.) sowie bei werden, die Forderung anzuerkennen. Bei einer abermaligen hauptungen anzutreten. den verschiedenen Ansprüchen an die Qualität der Arbeit, für das Lohnbeweging im vorigen Frühjahr kam es zwischen der Baugewerbe im Allgemeinen bestimmte Normen für die Leistung des Innung und den Gehilfen zu einer Vereinbarung, wonach Einzelnen nicht aufstellen lassen. Der beabsichtigte Zwed, eine Unter der Stundenlohn sofort auf 48 Pf. und von Ostern 1901 ab in einer Wolfsversamminng erörtert, die Donnerstag= lage für die Schlichtung von eventuellen Streitigkeiten zu haben, auf 50 Bf. erhöht werden sollte. Daß aber die Arbeitgeber aus abend im Apollo Theater zu Nixdorf stattfand. Stadtverordneter wird daher hierdurch nie erreicht werden. Nach Lage der Ber- eignem Antriebe ihr damals gegebenes Versprechen einlösen und Dr. Silberstein beleuchtete in einem interessanten Vortrage hältnisse im Baugewerbe und den verschiedenartigen Auffassungen der so weniger zu erwarten, als in lezter Beit wiederholt Durch Standpunkt aus, hierbei den Gegensatz zu dem nationalsocialen den Minimal- Stundenlohn dementsprechend erhöhen werden, ist um das Wohnungselend und die Wohnungsnot vom socialdemokratischen Arbeitgeber über Qualität und Quantität der Arbeit würde die ge- brechungen des bisher gültigen Tarifs zu verzeichnen sind. Mehrere Rigdorfer Mieterverein feststellend, und übte scharfe, aber berech wünschte Bestimmung vielmehr eine unerschöpfliche Quelle von neuen Meister haben sogar die Bestimmung getroffen, den neueintretenden tigte Kritik an dem bekannten fleinlichen Verhalten der häuserDifferenzen bilden. Vier Arbeiter sind der Ansicht, daß die Maßnahmen der Acht Gehilfen in der ersten Woche den Minimallohn nicht zu zahlen, besitzenden Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung der augenblicklichen Notlage Notlage gegenüber. Lebhafter Beifall wohl die nötigen Mittel zur Verfügung stehen, die Ausführungen fordern und bei einer Abweisung die nötigen Schritte unternehmen. teilung hervor, daß der Magistrat auch die Wohnungslosen als Große Entrüstung rief die Mitder Bestimmungen auch durchsetzen zu können. Da nun die Vers tragsdauer wiederum nur ein Jahr sein soll, und troß dieser kurzen Ein interessanter Versuch wurde in München mit einer rme behandle, wela, e eine Miete entrichten können. Verschiedene Frist noch ein Rücktrittsrecht der einen oder andren Partei zulässig gewerkschaftlichen Organisation der Schentteliner gemacht. Am Diskussionsredner, welche im Sinne des Referenten sprachen, fein sollte, so würde der Vertrag von vornherein wertlos fein, und Dienstagnachmittag fand zu diesem Zwed eine von Gewerkschafts- forderten die Anwesenden auf, aus den besprochenen Thatdie Vorteile der Festlegung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für verein veranstaltete, sehr zahlreich besuchte öffentliche Versammlung sachen die Lehre zu ziehen und mit aller Energie für die AllArbeitgeber und Arbeitnehmer verloren gehen. statt. Es meldeten sich schließlich ca. 60 Personen als Mitglieder zur gemeinheit einzutreten. Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit leber diese strittigen Punkte wurde am 3. April nochmals vor Bildung einer Organisation, die sich natürlich dem Verband deutscher zwei Vertretern des Mietervereins nahm die Versammlung eine dem Einigungsamt des Gewerbegerichts zu Berlin verhandelt und Gastwirtsgehilfen anschließt, Die Schenkkellner nehmen unter der Mesolution einstimmig an, durch die von der Stadtverordnetenfolgender Vergleich vorgeschlagen: Arbeiterschaft eine eigenartige Stellung ein. Ihre Thätigkeit besteht Versammlung der Bau von Arbeiterwohnungen in städtischer Regie 1. Nach Ansicht des Einigungsamts, welche insbesondere auf das in dem Verzapfen des Bieres vom Faß. Nach dem Münchener Usus gefordert und das Verhalten der Mehrheit mißbilligt wird. in der heutigen Verhandlung abgegebene Gutachten des königlichen müssen sie nun dem Wirt aus jedem Faß einen Ueberschuß Baurats Lindemann geftügt wird, können bei gewöhnlichem Mauer- herausschänken, die bei dem ortsüblichen Bierpreis zwischen wert 500 bis 750 Steine durchschnittlich in neunstündiger Arbeitszeit 11/2 und 2 M. pro Hektoliter schwankt und bei höherem Lehte Nachrichten und Depeschen. täglich vermauert werden. Die Wohnungsnot und das Verhalten der Mehrheit der Rigdorfer Stadtverordneten Versammlung dazu wurde zehner Kommission nie erfolglos bleiben können, da derselben febr sondern die Höhe des Lohns selbst festzusetzen. Die Maler werden sehr am Sonnabend munmehr die Einführung des 50 Pf.- Stundenlohns folgte feinen Darlegungen. Lohnherabsehungen in England. London, 4. April.( W. T. V.) Die Löhne der Grubenarbeiter Preis entsprechend steigt. Außerdem müssen sie noch den sogenannten 2. Bei Verstößen gegen die Bedingungen dieses Vertrags hat austrunk, das dem Personal zustehende Bier, herausschneiden. die Achtzehner- Kommission die erforderlichen Gegenmaßregeln zu treffen. Dies läßt sich natürlich nur ermöglichen durch schlechtes Einschänken Für den Fall, daß die Achtzehner- Kommission eine Einigung nicht er- für die Gäste. Bei geeigneter Behandlung ist es nun gar nicht in Northumberland find um 133/4 Prozent herabgesetzt worden. Nach zielt oder eine der Parteien mit den Entscheid der Achtzehner- Kommission schwer, das Bier beim Ausschant so zum Treiben zu bringen, daß Meldungen aus Middlesborough sollen auch die Löhne der Hochofennicht zufrieden ist, ist die Entscheidung des Einigungsamts binnen acht das Manko an Bier im Glase oder Kruge durch Schaum ersetzt ist. Arbeiter im Cleveland- Eisendistrikt für die nächsten drei Monate um Tagen nach der letzten hier in Betracht kommenden Sizung der Dieses, beim Publikum allerdings nicht sonderlich beliebte, Ber- 21 Proz. reduciert worden. Achtzehner- Kommission anzurufen. Bei Verfehlungen der Arbeit fahren gestattet die Erzielung eines so erheblichen Ueberschusses, daß nehmer gegen die Bestimmungen des neuen Tarifvertrags verpflichtet der Schenkkellner auch noch etwas in seine Tasche erübrigt. Dieser Marseille, 4. April.( W. T. B.) Gegenüber der von natiofich die Organisation derselben, den betreffenden Arbeitnehmern Privatgewinn des Schankkellners ist natürlich um so höher, ein nalistischen Blättern verbreiteten Meldung, daß die Ausständigen Te nerlei materielle oder moralische Unterstüßung zu teil werden zu je größerer Bierabjazz in dem betreffenden Betriebe erzielt bom Auslande unterſtügt würden, erklärt der Obmann des Streik la sen, es sei denn, daß die in diesen Verträgen vorgeschriebenen wird. Bis vor wenigen Jahren war so ziemlich jeder Schentfeliner fomitees, die Ausständigen hätten von deutschen Hafenarbeitern Instanzen ein Unrecht des Arbeitnehmers resp. der Arbeitnehmer in der Lage, sich bei einigem Glück und Sparsamteit auf bisher 1000 Fr., von den englischen und norwegischen 635 Fr. ernicht anerkannt haben. Ebenso verpflichtet sich der Verband der Bau- diese Weise das nötige Kapital zur Etablierung zu verschaffen. Das halten. geschäfte, einem troß des Schiedsspruchs des Einigungsamts vertrags- hat sich aber allmählich geändert. In allen großen Restaurations- Konstantinopel, 4. April.( B. H.) Kaiser Wilhelm drückte dem brüchig bleibenden Arbeitgeber keinerlei Unterstützung angedeihen zu betrieben fungiert jetzt der Schenkfellner nur noch als 8apfer und Sultan seine Bewunderung über deffen mutige Haltung bei dem darf die Kasse nicht mehr führen. Letzteres geschicht meist durch ein jüngsten Erdbeben aus. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. laffen. Nr. 81. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 5. April 1901. Aerzte und Ortskrankenkasse in Leipzig. fommiſſion volles Vertrauen und wählten am Anfang dieses Jahres wahren. Dah dazu Aerzte, die nicht Kaffenärzte find, geeigneter " V Die Kassenärzte hatten jedoch gerade zu dieser ihrer Vertrauens zu haben, die unabhängig genug sind, um die Nechte der Aerzte zu dieselben Leute wieder in die Kommission. Dies betrachtete der sind, wie die Angestellten der Kasse, ist begreiflich, und es ist ebenso Wir haben mitgeteilt, daß der größte Teil der Kaffenärzte der Kaffenvorstand als die denkbar schärfte herausforde- begreiflich, daß die Aerate Ridhalt fuchen bei ihren BerufsOrtstrantentaffe in Leipzig sein Vertragsverhältnis zur Kaffe gerung" und zeigte deshalb den Kaffenärzten an, daß er diese Kom- organisationen, den ärztlichen Bezirksvereinen, und deren Leiter in fündigt hat. Die Kündigung geschah durch folgendes Schreiben: mission nicht anerkenne. die Bertrauenskommission entsenden. Wie weit deren Mitgliedschaft Formell stützt sich der Kassenvorstand darauf, daß die Kommiffion in der Kommission vertragswidrig ist, ist nicht klar; nach einer vertragswidrig zusammengesett fei. Es gehören ihr nämlich seit 1886 Wendung in dem Artikel des Dr. Heinze scheint es sich um eine die beiden Vorfizenden der ärztlichen Bezirksvereine Leipzig Stadt zweifelhafte, auslegungsfähige Bestimmung zu handeln, und die und Leipzig- Land an, die seit 1898 nicht mehr Kassenärzte find, Thatsache, daß der gegenwärtige Zustand schon seit 1893 besteht, während ter Borstand behauptet, die Kommiffion dürfe nur aus spricht nicht zu Ungunsten der Aerzte. Staffenärzten bestehen. Der gegenwärtige, dem Borstand anstößige Es geht aus den mitgeteilten Vertragsbestimmungen auch ziems Zustand besteht aber thatsächlich schon seit 1893! Der Vorstand lich deutlich hervor, daß die Vertrauenstommission doch größere erklärt, daß er feine Veranlassung zu haben glaube, mit den ärzte Rechte zu haben scheint, als der bereits erivähnte Artikel in der lichen Bezirksvereinen zu verhandeln, er sei dagegen bereit, mit Leipziger Volkszeitung" ihr zugestehen will. Jedenfalls ist die Kasse seinen Rassenärzten" zu verhandeln und hofft, daß eine den Beweis noch schuldig, daß die Vertrauenskommission ihre vertragsmäßig, das heiße mur aus Kassenärzten zusammengesetzte vertragsmäßigen Rechte überschritten hat und daß sie vertragswidrig Kommission eine angemessene Haltung gegenüber zusammengescht ist. Uebrigens hat es doch der Vorstand in der dem Vorstand beobachten werde". Deshalb teilte der Hand, vertragswidrige Ansprüche der Kommission einfach zu Vorstand im Februar d. J. den Kassenärzten mit, daß er mit diefer ignorieren. Stamente bere berhandle Kommission nicht mehr verhandle und ihre Aufgaben seinen Ver trauensärzten übertragen habe. „ Nachdem der Vorstand der Ortsfrankenkasse bis zum 20. März nicht erklärt hat, daß er den Fortbestand der ärztlichen Vertrauensfommission und ihres Vertrags anerkenne, tritt der unterzeichnete Kaffenarzt von seinem tassenärztlichen Vertrag, entsprechend den §§ 626/28 des Bürgerlichen Gefeßbuchs zurück und erflärt, daß er vom 5. April 1901 ab die Mitglieder der Ortstrantentaffe und deren Angehörige zwar weiter behandeln wird, jedoch nur noch als Privatpatienten( d. i. zu den Mindestfäßen der Gebührentage von 1889. Die Red.). Ebenso wird er alle erforderlichen Zeugnisse nicht mehr auf Kaffenformularen, sondern nur noch auf Privatformularen ausAuch behält er sich vor, Anspruch zu erheben auf Erfaz des durch die Aufhebung des Dienstverhältnisses ihm entstehenden Schadens. ftellen. Wegen etwaiger Verhandlungen habe ich ausschließlich den Vorständen der ärztlichen Bezirksvereine Leipzig- Stadt und Leipzig- Land Vollmacht übertragen und erfuche Sie deshalb, dirette Verhandlungen mit mir nicht versuchen zu wollen." " Sollte sich schließlich auch herausstellen, daß das formelle Recht auf Seite der Stasse ist, so hätte bei Wahrnehmung dieses Rechts Klare, bestimmte Angaben über die vertragswidrigen Handlungen der Anschein vermieden werden müssen, als ob es sich nur darum der Kommission vermissen wir in den Veröffentlichungen von seiten handelte, daß die beiden vom Kassenvorstand unabhängigen Mitglieder des Kassenvorstands sowie in dem offiziellen Bericht über die General der Vertrauenstonmission die vertragsmäßigen Rechte der Kommission Der Vorgang in Leipzig hat ein allgemeines Interesse und des- versammlung ebenso sehr wie die Berufung auf den Wortlaut des sowie die Intereffen ihrer Auftraggeber ernsthaft wahrgenommen halb ist es nötig, die Leser über den Sachverhalt zu unterrichten, Vertrags über die Zusammensetzung der Kommission. In der Ge- haben, und daß sie bei ihrem Auftreten die angenehme Nachgiebigkeit soweit er bekannt geworden ist. Nach den uns vorliegenden Berneralversammlung wurde zwar ziemlich ausführlich über den Streit des abhängigen Angestellten haben vermissen laffen. Dieser n öffentlichungen) will der Vorstand der Ortstrantentasse nicht mehr diskutiert und einstimmig das Verhalten des Borstands gebilligt, fchein muß erwedt werden, wenu so wenig thatsächlichen Angaben mit der ärztlichen Vertrauenskommission in ihrer jezigen Zusammen- doch weder aus der Diskussion noch aus der angenommenen Resolution| Wendungen gegenüberstehen vom Verhandeln mit den eignen Leuten, segung verhandeln. Als Grund dafür giebt ein aus„ Ortstranten ist diese so wünschenswerte Aufflärung zu erlangen. Es wird in der von denen man den angemessenen Ton der Angestellten erhofft. faffentreisen" stammender Artikel in der Leipziger Volkszeitung" an, Resolution nur der Vorstand zum Ausharren aufgefordert, damit Dieser Schein ist um so bedauerlicher, als die socialdemokra daß sich die Vertrauensfommission bereits seit längerer Zeit aus endlich die unberechtigten Ansprüche eines Teils der Aerzte aus der tischen Arbeiter Leipzigs den ausschlaggebenden Einfluß auf die dem lediglich beratenden und begutachtenden Organe, das fie, bertrags- Welt geschafft und dem Vorstand ein gedeihliches Arbeiten im Raffenverwaltung ausüben und auch im Vorstande die Mehrheit bilden. mäßig" sein soll, aus eigner Machtvollkommenheit zu einem beschließen Intereffe der Mitglieder ermöglicht werde." Eine solche Veranlassung zu dem Vorgehen des Kassenvorstands den Körper entwidelt hat, der dem Vorstand jeden direkten Verkehr mit Dagegen behauptet der Vorsitzende des ärztlichen Bezirksvereins gegenüber den Aerzten wäre unter feinen Umständen zu billigen; sie den bei der Kasse zugelassenen Aerzten zu verbieten suchte und Maß- Leipzig- Stadt, Dr. Heinze, daß der Kassenvorstand den am stände in direktem Widerspruch zu den Anforderungen, die die nahmen, die vom Vorstand innerhalb seiner gefeßlichen Befugnisse 16. Oftober 1890 mit der ärztlichen Vertrauenstommission ab- Mehrheit der Kassenvorstands Mitglieder sowie der Mitglieder der nach pflichtgemäßem Ermessen getroffen worden waren, nicht allein geschlossenen Vertrag gebrochen habe dadurch, Generalversammlung in ihrem Verhältnis als Arbeiter oder Aneiner derartig absprechenden Kritit unterzog, daß er im Januar dieses Jahres einen Kaffenarzt angestellt gestellte selbst an ihre Unternehmer stellen. die niemand stillschweigend ertragen wird, sondern solche im Intereffe hat ohne vorherige Begutachtung durch die Kommission(§ 4 des der Kaffenmitglieder für durchaus notwendig erachtete Maßnahmen Vertrages); Der Streit ist unterdeß. nachdem es der ärztliche Bezirksverein des Vorstands sogar hemmte und hintertrieb". daß er zu wiederholten Malen( fo am 28. Juni 1900 und Leipzig- Stadt abgelehnt hat, die Vertragstündigung einstweilen zu Jm einzelnen wird nur ein Fall genannt, auf den diefes all- 8. Februar 1901) Cirkulare an die Kaffenärzte versendet hat, ohne suspendieren, thatsächlich ausgebrochen. Es sind 155 Aerzte von gemeine Raisonnement anwendbar erscheint; es hat nämlich die sie vorher der Kommission vorgelegt zu haben(§ 6 des Vertrages); etwa 200, die daran beteiligt find. ärztliche Vertrauenstommission im vorigen Jahr schroff" abgelehnt, daß er sich weigert, die Liquidationen der Kaffenärzte der Komdem Borstand bei den Maßregeln zur Besserung der finanziellen misston zur Prüfung vorzulegen(§ 5 des Vertrages). dolle T Lage der Kasse behilflich zu sein durch Einwirkung auf diejenigen Das ist allerdings alles erst gewesen, nachdem der Konflikt schon Merate, die bei der Bescheinigung der Erwerbsunfähigkeit erfrankter atut geworden war und wird von Dr. Heinze nur zur Begründung Rassenmitglieder und bei der Verordnung von Arznei nicht die ge- des Streits der Aerzte angeführt. Wir müssen es erwähnen, weil botene Sorgfalt anzuwenden scheinen. In der Generalversammlung es die einzigen bestimmten Berufungen auf Vertragsvorschriften sind der Kaffe am 29. März ist gesagt worden, daß die Kommission und weil sie geeignet sind, auf die Rechte der Kommission einiges badurch den Vertrag gebrochen habe. Genaueres wird darüber nicht mitgeteilt. richt zu werfen. Dr. Heinze giebt überdies noch an, daß auch in dem kaffenärztlichen Vertrage der Vertrauenstommission das Recht Der Kassenvorstand hatte jedoch daraus die Ueberzeugung ge- eingeräumt ist, an zu hohen ärztlichen Liquidationen Abftriche zu wonnen, daß es so nicht weiter gehen könne, und deshalb richtete machen, und daß überdies jeder Kassenarzt das Recht hat. im Falle er bereits im Juni v. J. an sämtliche Stafsenärzte ein Rundschreiben, der Kündigung durch die Kasse ein Schiedsgericht anzurufen, das worin er dieser Meinung Ausdrud gab und worin er eine andre zur Hälfte aus Mitgliedern der Vertrauens Wahl, eine andre 8usammenseßung und ein andres tommission besteht und dessen Spruch für beide Teile Verhalten der Kommission gegenüber dem Vor- bindend ist. stande" forderte. *) Leipziger Neueste Nachrichten" vom 23. März, Boltszeitung vom 26., 28., 29. März und vom 2. April. & shi T Es ist hieraus zu ersehen, daß die Vertrauenskommission Aufgaben hat, von denen es begreiflich ist, daß die Aerzte den Leipziger Wunsch haben, sie ihren wirklichen Vertrauensleuten zu übertragen, und daß sie auch sehr start daran interessiert sind, Personen darin A Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Moutag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 hr abends statt. A. A. 22. Hoster Rücken, einer Schönheitsfehler an den Beinen, Anlage zuni Leistenbruch. geringe M. Wenben Gleich doch an einen beliebigen Buchbinder! Woher sollten wir denn solche Firmen wiffen? Kinder aus der früheren Ghe vor der neuen Heirat eine Auseinandersetzung W. 17. Für den Fall einer Wiederverheiratung soll im Intereffe der in Ansehung des Vermögens stattfinden. Die Mutter, welche die zweite Ghe eingehen will, muß diese Absicht der Vormundschaftsbehörde( Amtsgericht) anzeigen, auf ihre Kosten ein Berzeichnis des ihrer Verwaltung unterliegenden Vermögens einreichen und die Auseinandersetzung mit dem Rinde herbeiführen. Die Bormundschaftsbehörde erteilt dann der Heiratsstigen ein Zeugnis darüber, daß sie die ihr hiernach obliegenden VerS. 224 r. 19 des dem Arbeiterrecht angehängten Führer durch das bürgerpflichtungen erfünt hat. Ein Beispiel für solchen Antrag finden Sie auf liche Gesetzbuch. Das A. liegt in der Bibliothek, Alexandrinenstr. 26, aus. Waarenhaus Hermann Tietz. saniled 10b leds Herren- Wäsche. Damen- Hüte. Ober- Hemden mit Piqué- Einsatz u. Mansch. 4.25 Mk. 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Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sämtliche Theater bleiben heute geschlossen. = Sonnabend, den 6. April. Opernhaus. 10. Sinfonie: Abend der königlichen Kapelle. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Geschlossen. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. # Schiller. Der Erbförster. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 71 Uhr. Lessing. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Elpenor. Robert Guiscard. Satyros. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. 712 Uhr. Anfang Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Lieferl von Schliersee. Anfang 71/2 Uhr. Westen. Der Troubadour. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Thalia. Der Kadetten- Vater. Jm 5. Bild: Das Ueberbrett'l. An: fang 72 Uhr. Central. 72 Uhr. Die Geisha. Anfang Luisen. Der Verschwender. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 712 Uhr. Carl Weiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Spaße ver: zähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Palajt. Specialitäten Vorstellung. Die Seemansbraut oder Die Rückkehr aus China. Anfang 712 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 11hr. Passage: Theater. Damen- Ringfämpfe. Rigo, der Geigertönig. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. = Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Nachmittags 4 Uhr zu einen Preisen: Unser Rhein Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr Sternwarte. RANIA Thalia- Theater Dresdenerstr. 72. Freitag geschloffen. Taubenstr. 48/49. Sonnabend und folgende Tage: Heute geschlossen. Der Kadetten- Vater. FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 PI. Kinder die Hälfte. Passage- Theater Sonnabend Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe. Die Ringkämpfe finden täglich um 6 Uhr nachmittags und 10 Uhr abends statt. Rigo, der Geigerkönig, n. 19 erstkl. Nummern. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Am 5. und 6. April 1901 bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu Sonntag, den 7. April( 1. Feiertag): den Osterfeiertagen geschlossen. Die Seemannsbraut oder: Voltsstüd mit Gesang in 4 Atten. Die Rückkehr aus China. Montag, den 8. April( 2. Feiertag): Der Walzerkönig. Gr. Posse m. Gesang u. Tanz in 3 Aften. Dazu das Riefen- Aprilprogramm. Anfang 72 Uhr Entree 50 Pf. Metropol- Theater Behrenstr. 55/57. Heute geschlossen. Morgen Sonnabend: Das vollständig nene große Specialitäten- Programm Schiller Theater Specialitäten- Programm ( Wallner Theater). Freitag( Karfreitag) geschlossen. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Erbförster. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Otto Ludwig. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Erbförster. Sonntagabend 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Montagnachmittag 3 Uhr: Rosmersholm. Montagabend 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Central- Theater. Freitag geschlossen. Sonnabend zum 594. Male: Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Sonntagnachmittag 3 1hr zu halben Preisen: Der Zigeunerbaron. Ab. 712 Uhr: Die Geisha. Montagnachmittag 3 Uhr zu halben Anfang 8 Uhr. Oster- Montag: Posse mit Ges. u. Tanz in 5 Bildern. Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Damen: Milton, Milani, Bojé, Wanovius. Jm 5. Bild: Das Ueberbrettl. Passage- Panopticum. Heute Karfreitag den ganzen Tag geöffnet. Singhalesen- Truppe. China in Berlin. Katakomben von Palermo 2C. 2C. Eintritt 50 Pfennig, Kinder und Soldaten die Hälfte. Reichshallen Stettiner Sänger. Heute keine Soiree. Morgen: Große Elite: Soiree! Anfang 8 Uhr. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Schweizer- Garten Am Königsthor, am Friedrichshain Den Drei Ofſterfeiertagen: Gartenkonzert, Theater, Specialitäten und Ball. Bolksbelustigungen aller Art. Anfang 41/2 Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Sonntag: Gartenkonzert, 12392* Borstellung und Ball. Charlottenburg. ,, Seeterrasse" Lichtenberg 6 Röder- Strasse No. 6. Vergnügungs- Etablissement ersten Ranges( circa 30000 Personen fassend). Kaffeeküche in grossartigstem Massstabe. Neu- Eröffnung am 1. Osterfeiertag! Kalte u. warme Küche zu soliden Preisen. Die breite Röder- Strasse verbindet das Steuerhäuschen an der Landsberger- Allee mit Dorf Lichtenberg.- Von den Ringbahnstationen Friedrichsberg und Landsberger Allee, sowie den Haltestellen der Elektrischen Strassenbahnen ist das Etablissement ,, Seeterrasse" Lichtenberg zu Fuss in 10 Minuten bequem zu erreichen. Regem Besuch sieht entgegen Moritz Cohn. E. Höflichs Schwarzer Adler" Man lebt ja nur einmal. 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Karwoche gefchloffen. Heute Karfreitag geschlossen. Sonnabend und Sonntag: Vollständig neues Programm. 1. Osterfeiertag: Mutters egen. 2. u. 3. Ofterfeiertag: bot Auers. Egger& Rieser. Papageno. Gerda Walde Mörbitz. Steidl.* Milons. Paulton und Doley. Salerno, sowie sämtl. April- Specialitäten. Ostermontag, den 8. April zum erstenmale: Anf. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Frau Luna mit dem berühmten Luftballet: ,, Grigolatis". Auftreten sämtl. Specialitäten. Cirkus Busch Heute geschlossen. Sonnabend, 6. April, 72 Uhr: Gr. Prunk- u. Parade- Abend. Ferner: Auftreten des berühmten amerika: nischen Pferdebändigers Professor Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Aufsehen erregend! Sensationell! Sanssouci Ringkampf Au allen drei Osterfeiertagen: HoffmannsNordd. Sänger. Jeden Feiertag andres Programm. Lanzkränzchen. mit einem Pferd. Außerdem: Auftreten der neuen Specialitäten und Vorführung vor: züglichster Programmnummern. Bum Schluß: Bum 129. Male: Die eiserne Maske. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. zahlreichen Besuch bittet O. Joers. Köpenick, Grünauerstr. 70. sich bestens empfohlen. H. Königs Restaurant hält 12548* Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und Bayrisch Bierkokal, ſowie meine beiden und 50 Personen. Vereinszimmer mit Klavier für 20 12522* August Bieberstein, Adalbertstr. 61. DEUTSCHES KOLONIAL MUSEUM Am Lehrter Bahnh. Tägl. geöffnet v. 9-7 Uhr. Eintritt 50 Pf., Kinder die Hälfte. Konzert. Specialitäten. Ball. Prachtvollster Sommergarten des Ostens. 12628 Saal zu 1000 Personen und Vereinszimmer stehen den geehrten Vereinen und Gesellschaften zur Verfügung. Deutsche Konzerthallen an der Spandauerbrücke 3 Specialausschank der Berliner Bockbrauerei. P. P. Hierdurch beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich mit dem heutigen Tage die Oekonomie der Deutschen Konzerthallen übernommen habe. 11918* Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, daß jedem Berliner bekannte und im besten Andenken stehende Konzertlofal das größte und originellste seiner Art in Deutschland auf dem bisherigen tünstlerischen Niveau zu halten und somit der Berliner Bevölkerung einen Sammelpunkt zu schaffen, an welchem das Publikum angenehme und amüsante Abende verleben kann. Ich bitte, daß der bisherigen Direktion geschenkte Vertrauen gütigst auf mich übertragen zu wollen und werde mich stets bemühen, dasselbe zu rechtfertigen. Indem ich neben den künstlerischen Genüssen 19 meine anerkanut vorzügliche Küche und gut gepflegten Biere empfehle, bitte ich um zahlreichen Zuspruch. Hochachtungsvoll Telephon: Amt III. 2179. Apollo- Theater. Am Ostermontag: Neu einstudiert. Mit vollständig neuer Ausstattung: Frau Luna Grosse Ausstattungs- Operette von H. Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. Gastspiel des Luftballetts ,, Grigolatis". Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Unter anderm: Die Jagd bis Mecklenburg. Schwarz-. Brandenburg. Landbrote in die Cirkuskuppel hinauf. empf. Brotfabrit Wittler, Müllerstr. 34. Niederlag. d. Plakate erkenntlich. Gustav Preilipper. Oekonom der Berliner Bockbrauerei Aft.- Gef. Fr. Domnings Restaurant ,, Neuer Krug", Bahnstation Neu Rahnsdorf, an der Oberspree, zwischen Müggel- und Dämeritzsee. Größeren Vereinen und Gesellschaften halte mein Lokal bestens empfohlen. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Achtung! adsVereine. 8492* Achtung! Restaurant zum Boddensee in Birkenwerder, das größte Lokal an der Nordbahn, unmittelbar am Bahnhof und Forst. Unterkunft für mehrere tausend Personen. Gaftzimmer für fleine Gesells schaften. Sehr gute Küche. 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Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! IV. Wahlkreis! Achtung! ( Süd- Osten.) Verein der Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. Böhmisches Brauhaus. Montag, 8. April( zweiter Osterfeiertag): Grosse Matinee w in Louis Kellers Festsälen, Roppenstr. 29. Mitwirkende: Berliner Sinfonie: Orchester, Dirigent: Kapellmeister Landsberger Allee 11. Montag, den 8. April( 2. Osterfeiertag): Grosse Matinee Robert Moser Frau Anna Heckert- Levermann, um Besten der ausgesperrten Glasarbeiter Herr Franz Burkgraf, Herr Paul Friedrichs, Bariton Konzertfängerin aus Schwerin, Sopran Heldentenor aus Prag Berliner Ult- Trio. Anfang 12 Uhr. Eintrittspreis im Vorverkauf 40 Pf. Programme find auf der Verwaltung und bei den Kassenboten zu haben. Die Vergnügungskommission. 35/5 Karthaus- Kummerscher Männerchor. Achtung! Sonntag, den 7. April, in Stecherts Festfälen, Andreasstr. 21: 27. Stiftungsfest. Sonntag, den 7. April 1901( 1. Ofter- Feiertag), im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: Matinee veranstaltet von den Parteigenossen. Auftreten der Hoffmannschen Norddeutschen Sänger. Kaffen- Eröffnung 11 Uhr. Anfang präcise 12 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet [ 214/6 Billet 30 Pf. Programm gratis. Das Komitee. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 8. April( 2. Osterfeiertag), vormittags 10 Uhr Morgensprache der Heizungsmonteure u. Gehilfen im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Beratung über den seitens der Kommission ausgearbeiteten Accord- Tarif. ist aufgehoben.. Achtung! Die Babelle von Schulz, Schöneberg, Bahnstr. 35, Neue Zahlstellen d errichtet bei Obst, Schöneberg, Meininger113/13 straße 8; Lade, Schöneberg, Siegfriedstr. 9, Die Ortsverwaltung. und Grube, Friedenau, Stubenrauchstr. 71. Grosses Yokal- und Instrumental- Konzert mit darauf folgendem Ball. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Hierzu ladet alle früheren Sangesbrüder, Freunde und Gönner des Vereins ergebenst ein Das Komitee. Central- Verband der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16, Tel. A. 7. 3348. Sonntag, den 7. April, 1. Osterfeiertag, tn L. Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: 67/4 WohlthätigkeitsMatinee Auftreten der Liedersängerin Anna Hartmann, der Spielduettisten Ella und Carl Kühn, der Kostümsoubrette Ella Dorrée und des beliebten Berliner Ulf- Trio, humoristisches Gesangs- Terzett. Bur Aufführung gelangt: Eine Theaterprobe mit Hindernissen". Liederspiel in 1 Aft. Eröffnung 11 Uhr, Anfang präc. 12 Uhr mittags. Billets a 25 Pf. find zu haben im Bureau, in den Zahlstellen und bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Keine offene Kaffe. Um zahlreiche Beteiligung ericht Das Komitee. Vereinigung der Maler. Am 1. Osterfeiertag, abends von 7 Uhr ab, findet im unteren Saale des Engel- Ufer 15, ein mit anschließendem Verband der Sattler und verw. Berufsgen. nterhaltungsabend Montag, den 8. April( 2. Osterfeiertag), Gemütliches Beisammensein im großen Saal des ,, Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Konzert. Tanzkränzchen statt. Wir ersuchen die Kollegen, recht zahlreich sich mit ihren Familien einzufinden. Entree 20 Pf.. Die Ortsverwaltung. NB. Unser Bureau befindet sich im Gewerkschaftshause, Zimmer Nr. 36. Telephon: Amt VIIa, Nr. 6672. 124/5 Schönste i burch Treptow an ber Spree entlang ist nach Ober- Schöneweide zu Auftreten des Gesangvereins der Sattler( M. d. A.S.-B.) sowie ußpartie Otto John, Wilhelminenhofstr. 18. der Gesellschaft Strzelewicz. 156/18 Eröffnung 4 Uhr. Anfang präc. 512 Uhr. Entree 30 Bf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets find noch bei den Kollegen W. Tuschte, Langestr. 103 III; F. Habermann, Waldemarstr. 67, H. IV; A. Jänide, Falkensteinstraße 36 II;. Finzel, Tilsiterftr. 86, und C. Achterberg, Adalbert: straße 62 zu haben. Abendkasse findet nicht statt. Das Vergnügungs- Komitee. ernaus Vereins- Theater. Schwedterstrasse 23. Am 1. Osterfeiertag gelangt zur Aufführung: Der Goldbauer, Schauspiel in 4 Atten. * 2. Ofterfeiertag: Stubbe u. Patzke oder: Gute Freunde. Während und nach Grosser BALL. der Vorstellung: Eröffnung 5 Uhr. E ladet ergebenst ein Kreuzberger Harmonie. 7. April( Ostersonntag), abends 6 1hr, in Rautenbergs Hofjäger( früher Bidel), Hasenhatde 52/53: mit baran anschließendem 65/7 Tanz. Konzert Programm 30 Pf. Wernau. Andreas- Festsäle, Andreasste. 21 am Andreasplak. Telephon: Amt VII. v. 5323. Inhaber: Carl Stechert. Empfehle meine neu deforierten Festfäle zu Versammlungen und Festlichkeiten aller Art. Bei Polonaisen Beleuchtung durch große Marine. Scheinwerfer in ca. 80 verschiedenen Farben. Sonntag, den 7. April( 1. 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Zum Besten der ausgesperrten Glasarbeiter wird am Montag 11 Uhr im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11, eine Matinee veranstaltet, auf die wir in Anbetracht des Zwecks besonders hinweisen. Der vierte Wahlkreis( Südosten) hält am Sonntag 12 Uhr in Sanssouci", Kottbuserstr. 4a eine Matinee ab, in der die Norddeutschen Sänger auftreten. Der Eintrittspreis beträgt nur 30 Pf. Sechs große Matineen veranstalten die Parteigenossen des sechsten Wahlkreises am 2. Osterfeiertag, mittags 12 Uhr. Die Veranstaltungen verteilen sich wie folgt: " Schönhauser Vorstadt." Buhlmanns Salon" SchönHauser Allee 148, Berliner Prater", Kastanien Allee 7-9. Rosenthaler Vorstadt. Borussia- Säle", Aderstr. 6-7. Gesundbrunnen.„ Ballschmieders Salon", Badstr. 16. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Gisteller Etablissement", Chauffeestr. 83. Moabit. Kronenbrauerei", Alt- Moabit. " Da in allen Lokalen ein vorzügliches Konzertprogramm geboten wird, so ist gewiß auf recht zahlreichen Besuch zu rechnen. Schöneberg. Der sogen. Gesellige Verein der Barbiergehilfen veranstaltet am ersten Osterfeiertag im Lindenpark, Hauptstraße, eine Festlichkeit, zu welcher man versucht, Arbeitern Billets aufzunötigen. Wir bitten, diefelben zurückzuweisen, da genanntes Lokal den Arbeitern zu Versammlungen verweigert wird. Die Lokalkommission. Mariendorf- Tempelhof. Den Genossen zur Nachricht, daß am 1. Osterfeiertag im Lofal des Herrn Adel, Tempelhof, Germaniastraße, eine Morgensprache stattfindet, zu welcher um zahlreichen Besuch gebeten wird. Gleichzeitig bitten wir in Anbetracht der Feiertage die Berliner Parteigenossen nochmals, beim Besuch unsrer Ortschaften die gesperrten Lokale von Wienice und Gerth in Tempelhof und Graßl und Haack in Mariendorf zu meiden. bon der Tokales. Karfreitag zutrifft, wird die sofort eingeleitete Untersuchung festzustellen haben. Jedenfalls berührt es bei dem Bau einer Ausstellung für Rettungswesen eigentümlich, daß bei ihr so rasch hintereinander derartige Unfälle eintreten, da erst am vergangenen Montag Teile eines neuen Pavillons einstürzten und einen Arbeiter schwer verletzten. Mitgliedsbücher vom Metallarbeiter Verband sowie Vereinsmarken sind am Sonnabend verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, die für ihn wertlosen Gegenstände im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, abzugeben. Für die große Lungenheilstätte, die von der LandesVersicherungsanstalt Berlin in der Nähe des Bahnhofs Beelik erbaut wird, sieht man sich, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich gewesen, nach einem ärztlichen Leiter um. Diesem soll ein Anfangs gehalt von 8000 m. sowie freie Wohnung in einer Villa mit elektrischer Beleuchtung und Centralheizung gewährt werden. Der Bau ist unter der Oberleitung des Baurats Schmieden so weit vorgeschritten, daß mit dem Beginn des nächsten Jahres die Anstalt eröffnet werden kann. Die Gesamtanlage umfaßt nicht weniger als 549 Morgen zu beiden Seiten der Weglarer Bahn. Die eine Hälfte ist für die Lungenheilstätte bestimmt, die andre für vorübergehend Erwerbsunfähige. Beide Anstalten werden durch die von Beelitz Die Berliner Unfallstationen vom Roten Kreuz sind im tommende Landstraße wieder in zwei Hälften, für Frauen und für März d. J. in 3629 Fällen gegen 3495 im gleichen Monat des VorMänner, geschieden. Das ganze ist für 1500 Personen bemessen, jahre für erste Hilfe in Anspruch genommen worden, und zwar doch werden bei der Eröffnung erst 170 Iungenkranke Männer und 3123 mal bei Unglüdsfällen und 506 mal bei plöglichen Erkrankungen. 60 lungenkranke Frauen sowie ebenso viele Genesende beiderlei In den Stationen wurden 3381, außerhalb derselben 248 Personen Geschlechts aufgenommen werden können. Die Baukosten werden im behandelt. Mit den Krantenwagen der Unfallstationen wurden im ganzen 8 Millionen Mark betragen. vergangenen Monat 90 Transporte ausgeführt. Die Zahl der Das Berliner Ergebnis der Volkszählung von 1900 hat polizeilicherseits den Stationen übergebenen, teils bewußtlosen Berwendig gewordenen Berichtigungen erfahren. Es sind jetzt für die Krankheitsfällen geschah in 145 Fällen. nach Beendigung der genaueren Durchsicht der Zählfarten die not- fonen betrug 180; die unentgeltliche Inanspruchnahme von Eis in stands der einzelnen Stadtteile bezw. Stadtbezirke, sowie andrerseits Betrachtung der feit 1895 eingetretenen Aenderungen des BevölkerungsEin neuer Bierpalast soll demnächst an der Friedrichstraße der Umgebung Berlins leidlich zuverlässige Unterlagen vorhanden. erstehen. Das Hotel National an der Ecke der Georgen- und auf 1888 326, also um 12,58 Proz., im besonderen die männliche Aschinger verkauft worden. Dieselben beabsichtigen das ganze Gebäude Von 1895 bis 1900 wuchs die Berliner Bevölkerung von 1677 304 Friedrichstraße ist für den Preis von 1 900 000 M. an die Gebrüder Bevölkerung von 797 306 auf 903 005 um 13,26 Proz., die weibliche zu einem großen Bierpalast umzuwandeln. Herr Rosmanith, der Stadtteilen ist die Bevölkerungszahl aus den bekannten Ursachen Hotel aber noch bis zum 1. Juni d. J. von 879 998 auf 985 321 um nur 11,97 Broz. In den inneren bisherige Bächter, wird von den Käufern abgefunden, behält das zurückgegangen, am meisten in dem Standesamts- Bezirk I, von 50 158 auf 43 906 um 12,46 Proz., besonders in Alt- Berlin" von Proletarierelend. Vor den Augen seiner Kinder erhängte sich 20 269 auf 17 035 um 15,95 Proz. Den stärksten Rückgang unter vorgestern, Mittwochabend, der 41 Jahre alte Arbeiter August Mathes den Stadtbezirken hatte Bezirk 1, von 3409 auf 2226 mm 34,7 Broz. aus der Wienerstr. 54. Der Mann trant und hatte den ganzen Eine Zunahme der Bevölkerung hatten besonders die äußeren Stadt Winter feine Arbeit. Seit 14 Tagen war er als Arbeiter in einer teile des Ostens, Nordostens, Nordens und Nordwestens. In der That Holzhandlung am Görlitzer Ufer beschäftigt, am Mittwoch zur Aus-; ist mir hier noch Blatz für einen nennenswerten Bevölkerungszuwachs. hilfe als Kutscher. Als er abends nach Hause kam, erzählte er Die bedeutendste Zunahme hatte der östliche Teil des Stralauer feiner Frau, daß er mit einem Omnibus zusammengefahren sei.; Viertels, von 95 360 auf 132 951 um 39,42 Broz. Von den Bezirken Während dann die Frau, die die Hausreinigung besorgt, das Gas hatte die an sich stärkste Zunahme Bezirk 189B( am Bichhof), dessen anzündete, erhängte sich Mathes vor den Augen seiner 2, 6 und Bevölkerungszahl von 2024 auf 11 134 stieg, die verhältnismäßig 9 Jahre alten Kinder an der Thürklinke. Die Leiche wurde nach stärkste der Bezirk 190C( zwischen Bichhof und Friedrichshain), der dem Schauhause gebracht. 1895 noch ganz unbewohnt war und 1900 schon 8077 Bewohner hatte. In Berlins Umgebung innerhalb des vormaligen weiteren Polizeibezirks stieg die Bevölkerungszahl von 435 236 auf 639 916 mm 47,03 Prozent, und zwar im Teltower Teil von 315 981 auf 472 282 m 49,47 Prozent, im Niederbarnimer Teil von 119 255 auf 167 634 unt 40,57 Prozent, im besonderen in den Stadtgemeinden Charlottenburg von 132 377 auf 189 300 um 42,99 Prozent, Schöneberg von 62 695 auf 96 059 um 53,22 Prozent, Rirdorf von 59 945 auf 90 360 um 50,74 Prozent. Die Bevölkerung von Berlin samt Umgebung wuchs von 2112 540 auf 2 528 242 um 19,61 Prozent. " Die diesjährige Ausstellung von Schülerarbeiten der Berliner Tischlerschule wurde gestern in der Hauptabteilung dieser, Strautstr. 49, 64. Gemeindeschule, eröffnet. Sie zeigt wiederum einen sehr erfreulichen Fortschritt gegen die letzte derartige vor zwei Jahren stattgehabte Veranstaltung und sie giebt cin ausgezeichnetes Bild von ist heute. Dieser Tag gehört zu denen, wo es auch in Berlin unter der Gediegenheit der fachlichen Weiterbildung, welche fich anzueignen den Beamten und andren nach oben abhängigen Kreisen vielfach für anBerliner Tischlern hier die Möglichkeit gewährt ist. Angesichts der gebracht gehalten wird, die Kirchen zu besuchen, die sonst an hohen Bedeutung, welche die Tüchtigkeit der Arbeiterschaft im inters' Feiertagen bedenklich leer stehen. Etliche Blätter für Orthodoxie nationalen Konkurrenztampfe befigt, erst Stautsty hat in seiner und Arbeitertnebelung leisten sich einen salbungsvollen Leitartikel, jüngsten Broschüre wieder treffend gezeigt, wie das Emporkommen worin über den bösen Geist der Zeit, den Unglauben und die einen Soldaten erhalten wir folgende Mitteilung: Der zur Zeit ihrer Arbeiterschaft beruht Ueber den Mittwochabend verübten Mordverfuch auf einer Industrie in allererster Linie auf der Intelligenz und Fertigkeit läßt sich der Nutzen eines solchen Instituts Socialdemokratie geschürte Unzufriedenheit dreimal wohnungslose Schlosser Emil Sachse hatte sich am Donnerstag nicht gering veranschlagen. Der systematisch aufgebaute Unterricht Wehe gerufen wird. Der Abwechslung halber zieht man vielleicht abend längere Zeit damit vergnügt, in einer Droschte spazieren zu umfaßt Freihandzeichnen, Projektionszeichnen, Holzverbindungs- und auch über China und über die Juden her, wie dies im frommen fahren. Anfänglich waren einige zweifelhafte Burschen in seiner Formenlehre, Fachzeichnen, Zeichnen nach plastischen Ornamenten, " Reichsboten" geschieht, der im Zeichen der Hunnenbriefe die Begleitung, die er in verschiedenen Gastwirtschaften traktierte, dann Perspektive und Schattenkonstruktion, Chemie, Drechseln, Modellieren. trüben, fürchterlichen Vorstellungen der Heiden von ihren Göttern" nahm er ein Mädchen mit auf die Spazierfahrt. Nachdem diese und Holzbildhauen sowie Intarsienschneiden. Aus allen diesen Gebieten bemitleidet und dem„ hartherzigen, mit eiserner Strenge richtenden den Schlosser in der Frankfurterstraße verlassen hatte, hieß findet sich eine reichhaltige Kollektion von sehr schönen, zum Teil Rachegott der Juden" und ihrer Religion tros China und alledem trat Sachse ein und taufte sich einen te volver, worauf er dem im Beruf, sondern in der Mehrzahl vorgeschrittene Elemente geer den Droschkentutscher vor einem Waffenladen halten. Dort vollendeten Arbeiten vor. Da zu den Schülern nicht nur Anfänger: das Christentum gegenüberstellt, worin Liebe, Freundlichkeit, Kutscher befahl, nach der Kajerne des Augusta- Regiments in der hören, zum Teil Herren, die in der Praxis bereits an hervorragenden Hingebung und Hilfsbereitschaft zum Ausdruck kommen. Friesenstraße zu fahren. Unterwegs begann er den Revolver mit Bläßen thätig sind, so ist es kein Wunder, wenn man eine große Doch so hübsch solche Zeitungsartikel sich beim Staffee lesen, so scharfen Patronen zu laden; als der Kutscher ihm jedoch in strengen Menge Arbeiten vorfindet, die über den Begriff Schülerarbeiten in werden sie mitsamt der Kirchenfrömmigkeit im wohlgefitteten Bürger- Worten bedeutete, kein Unheil anzurichten, ließ er von der Spielerei seinem gewöhnlichen Sinne weit hinausgehen. Die Ausstellung ist tum nicht für geeignet gehalten, den Tag auch nur annähernd aus- mit der Waffe ab. Vor der Kaserne gab er dem Kutscher einen Geld- geöffnet bis zum 9. April einschließlich, und zwar an den Wochentagen zufüllen. betrag für die Fahrt und lud ihn dann ein, allein in der Friesen von 10-4 Uhr, am Karfreitag und an den beiden Osterfeiertagen Der Karfreitag, der in der evangelischen Christenheit als strengster Straße 15 belegenen Gastwirtschaft von Hoffmann ein Glas Bier von 12-4 Uhr. Der Eintritt ist frei. Interessieren dürfte übrigens Feiertag gilt, wird vielmehr in so ziemlich allen ordnungsstüßenden er sagte, feinen Neffen, den Füsilier Otto Sachfe zu Direktors Ad. Gustävel steht, und die in den sieben Jahren des Bezu trinken. Der Schlosser ging inzwischen in die Kaserne, um, wie die Thatsache, daß die Schule, die unter der Leitung des Herrn; Kreisen der Kneipe gewidmet. Die Bierpaläste Berlins können besuchen, tam aber nach geraumer Zeit ohne diesen wieder zurück stehens in ihrer jezigen Gestalt eine ungewöhnlich günstige Enta: sich ja durchweg nicht über schlechte Frequenz beflagen, aber den und ließ sich ebenfalls in der Gastwirtschaft nieder. Während Sachse wicklung durchgemacht hat die Schülerzahl stieg von 500 auf 1125 ,. Bußtag am Ende abgerechnet, werden sie an feinem Feiertag mehr in mun abermals verschiedene Gäste mit Bier trattierte und mit dem die in der Hauptabteilung und acht Filialen in 55 Klassen durch zwei Anspruch genommen als an dem heutigen. Wo soll man auch den Tag Wirt wegen der Zeche in Streit geriet, kam der Füsilier in das Berufslehrer und 26 Fachlehrer unterrichtet werden binnen furzem hinbringen? heißt es. Die Theater und sonstigen Vergnügungs- Lokal, jezte sich an den Tisch seines Verwandten und sprach mit ihm einen neuen bedeutenden Schritt vorwärts thun wird. Sie erhält Institute sind der Rechtgläubigkeit zu Liebe geschlossen. Tanz- in anscheinend ruhigen, leidenschaftslosen Worten. Beide traten dann nämlich in der Straßmannstraße ein neues eignes Gebäude mit vergnügungen giebt es erst recht nicht, und darum stellt der deutsche um 84 Uhr auf die Straße, ohne daß sich vorher irgend eignen Werkstatt- und Maschineneinrichtungen, in welchem die vollDurchschnittschrift die Innigkeit seines Familienlebens an diesem etwas Berdächtiges ereignet hätte. Auf dem Straßendamm ausgebildeten Angehörigen des Berufs Gelegenheit bekommen werden, zog Emil Sachse plöglich seinen vorher in Tage öffentlich in der Kneipe aus, wo Männer und Frauen bereits geladenen Revolver und schoß ihn zweimal hintereinander auf vollkommnung zu gelangen. In Paris besteht seit langen Jahren der Droschke durch praktische Musterarbeiten auf eine noch höhere Stufe der Veram Nachmittag sämtliche Stühle mit Beschlag belegt haben. den Soldaten ab. Dieser eilte schleunigst in die Kaserne, während ein ähnliches Justitut, das für den Weltruf und die Blüte der MöbelDas ist der moderne Starfreitagszauber" in seiner öden die alarmierte Wache den Schlosser festnahm. Aus den Reden des industrie von sehr wesentlicher Bedeutung geworden ist. Nüchternheit. Attentäters war zu entnehmen, daß er seinen Neffen in Verdacht hatte, mit seiner Ehefrau unlauteren Berkehr unterhalten zu haben. Die Coupierzangen der Straßenbahn- Schaffner werden Seine Familie sei jetzt im Asyl, er selber habe gar kein Obdach, verschwinden. Schon jetzt werden die schadhaft gewordenen und nunmehr möge mit ihm geschehen, was da wolle. Zum Glück Zangen nicht wieder ersetzt, und die Schaffner, die nicht mehr im ist der Soldat nicht schwer verletzt; eine Stugel soll den linten Ober- Besige einer Zange sind, müssen die noch auf den Fahrscheinen beschenkel getroffen haben, während die andre im linken Oberarm fizt. findlichen Fahrabschnitte, die einen annähernden Anhalt über den Von der Wache des 85. Polizeirebiers aus wurde der Schlosser Beginn der Fahrt geben sollen, mit dem Bleistift markieren. Bald Sachse nach dem Polizeipräsidium gebracht. Er bestreitet, daß er aber sollen auch die jetzigen Fahrscheine verschwinden und an ihre die Absicht gehabt habe, feinen Neffen zu töten, und sagt, daß er Stelle solche von doppelter Größe mit Anzeigen, aber ohne Fahrdiesem mur einen Dentzettel" verabreichen wollte. abschnitt- Bezeichnungen treten, und alsdann soll die Entwertung der Scheine einfach durch Abreißen einer Ecke erfolgen. Und die Arbeiterschaft? Du lieber Himmel, wie soll hier Feiertagsstimmung aufkommen! Zu den Festtagen möchte jeder, der Beschäftigung hat, einen Thaler mehr verdienen, und da kommt der Feiertag dazwischen und stört mit seinem Ausfall an Arbeitsverdienst die Rechnung. Die paar Nickel müssen zusammengehalten werden, so sehr auch die Gelegenheit lockt, beim Glase Bier des Lebens Drangfal zu vergessen oder gar bei erträglichem Wetter mit Weib und Kind einen Ausflug zu wagen. Sparen, sparen muß man, die Ostertage tosten noch Geld genug! So sieht es in der Großstadt um den Karfreitag aus. Mehr als im Werfeltagsgetriebe kommt heute, am hohen Feiertage, die Thatsache zum Ausdruck, daß das. Christentum weder oben, noch unten die Massen noch beeinflussen kann. Zur Wohnungsnot. Im Familienashl für Obdachlose gestaltete fich am 3. April die Frequenz folgendermaßen: Von den 1018 Insassen wurden 72 entlassen, so daß ein Bestand von 946 Röpfen blieb. Es tamen hinzu bis Mittwoch 91 Personen, mithin beherbergte das Asyl gestern früh 1037 Personen. " In der Angelegenheit wird von andrer Seite gemeldet: Wegen des Mordversuchs in der Hasenheide wurde der Schlosser Karl Sachs bom Revier der Kriminalpolizei und von dieser bereits dem Unter- Erschoffen hat sich am Mittwochmorgen der 27 Jahre alte suchungsrichter zugeführt. Er bleibt dabei, daß sein Better durch aus Warschau gebürtige Gerichtsreferendar Hermann Tomaszewsti, Verkehr mit seiner Frau an seinen unglücklichen Familienverhältnissen der in der Linkstraße ein möbliertes Zimmer belohnte. Der junge schuld sei, will aber von dem Mordversuch nichts wissen. Er habe Mann, der demnächst das Assessor- Gramen machen wollte, lebte fo die Absicht gehabt, sich mit seinem Vetter über die Angelegenheit flott, daß er auch mit den reichlichen Mitteln, die ihm seine noch auszusprechen und sich dann zu erschießen. Nur zu diesem Zwed in Warschau lebenden Eltern zukommen ließen, nicht austam, vielhabe er den Revolver gekauft. Daß er auf seinen Better geschossen mehr bei der Wirtin, dem Schneider, der Wäscherin, turz überall habe, wisse er nicht. Schulden machte. Dienstagabend fam er spät mit Begleitung nach Hause. Als diese morgens weggegangen war, setzte er sich hin, Ein schwerer Baunnfall, bei dem vier Personen verschrieb Abschiedsbriefe an die Eltern, Freunde und Bekannte und unglückten, erfolgte Donnerstagnachmittag am Kurfürsten Damm tötete sich, auf dem Stuhl sigend, durch einen Revolverschuß in In der gestrigen geheimen Sihung der beiden städtischen auf dem Gelände der internationalen Ausstellung für Feuerschuß den Stopf. Niemand im Hause hatte den Knall gehört. Erst Körperschaften wurde der Armenkommissions- Vorsteher Brestrich und Rettungswesen. Hier war unmittelbar an der östlichen vorgestern abend, als die Wirtin Berdacht schöpfte und die Wohnung zum Bürgerdeputierten für die Armendirektion gewählt. Der Zufahrtsstraße ein 44 Meter langes Holzgebäude aufgeführt, welches durch einen Schlosser öffnen ließ, fah man, was vorgefallen war. Stadtv. Butzke wurde dann zum Mitglied der ersten Hilfs- Obererfaz- zur Aufnahme von Dioramen bestimmt war. Es war bereits tommission gewählt. Zu Bürgerdeputierten bei dem Kuratorium der im Verbande fertiggestellt, nur die Verschalung und Vermauerung Kleinen Tiergarten der 27jährige Kutscher Müller, der mit einer Im Schlaf verunglückt ist gestern mittag gegen 12 Uhr im Handwerkerschulen und der Baugewerkschule wurden wiedergewählt: fehlte noch. Das ganze bereits mit einem Holzdach versehene Fuhre Mauersteine die Straße Alt- Moabit entlang fuhr. M. war die Herren Biebendt, Groschkus, Heckmann, Kühnemann, Knoblauch Gebäude wurde nun um 42 Uhr von einem orfanartigen Sturm auf seinem Bock eingeschlafen, und die Pferde, die sich selbst überund Puls. Bei der Wahl eines stellvertretenden bürgerlichen Mitglieds für die Erfaglommission II erhielt Stadtv. Flohr die Mehrheit. weggefegt, so daß es wie ein Startenhaus in sich zusammen- laffen waren, bogen hinter der Stromstraße an der Durchfahrt nach Die Berichterstattung über die Beschlüsse des Stadtverordneten- stürzte. Als die Katastrophe eintrat, befanden sich 15 Arbeiter der Wilhelmshavenerstraße in den Kleinen Tiergarten ein. Bei der ausschusses zur Vorbereitung der Neuwahl eines zweiten Bürger- im Innern des Gebäudes zu ebener Erde, während vier Zimmer- Wendung des Wagens verlor M. das Gleichgewicht, stürzte topfüber meisters wurde vertagt. Sie soll, da am 11. d. M. die Sigung der leute auf dem Dach arbeiteten. Den ersteren gelang es noch, sich auf das Straßenpflaster und blieb besinnungslos zwischen den Rädern Stadtverordneten- Versammlung ausfällt, am 18. April d. J. erfolgen. ins Freie zu flüchten, während die Zimmerer unter den zusammen- liegen. Der Seutscher, dem das Blut aus den Ohren herausdrang, Die Wahl findet voraussichtlich erst am 25. April statt. hatte eine Gehirnerschütterung erlitten und mußte in das nahe Moabiter brechenden Trümmern begraben wurden. Es waren fürchterliche Krankenhaus gebracht werden. Die Bestrebungen zur Herbeiführung eines zeitigeren Augenblicke, die nun folgten. Von allen Seiten strömten Arbeiter Ladenschlusses hofft der Ausschuß faufmännischer Vereine, der im herbei und arbeiteten mit übermenschlicher Kraft, um ihre Kollegen Feuerbericht. Gestern hatte die Wehr verschiedene kleine Brände vorigen Jahre zu diesem Zweck zusammengetreten ist, auch durch ein zu befreien. Drei von ihnen, nämlich die Zimmerer Boldt, Holz, zu beseitigen. Neue Königstr. 59, Lothringerstr. 73 und Dresdeners Plakat zu fördern, das er jetzt hat aufertigen lassen, und das den- und Sandmann wurden schwer verlegt hervorgezogen, während straße 104 brannten Betten, Kleider u. dgl. Dasselbe war in einer jenigen Ladeninhabern, die noch nach 8 Uhr schließen, aber um Bimmerer Wegener mit leichteren Verlegungen davongekommen war. Kellerwohnung Elisabethufer 54 der Fall. Leipzigerstr. 126 hatte sich 8 Uhr schließen möchten, von ihm zur Benutzung empfohlen wird. Mittels Droschten und Rettungswagen erfolgte ihre Ueberführung nach ein Teppich am Ofen entzündet und eine starke Berqualmung herbei Es lautet:„ Das verehrte Publikum wird höft. gebeten, die Eingeführt. Lübeckerstr. 36 brannte Stroh im Keller. Längere Zeit täufe möglichst vor 8 1hr abends zu besorgen." Das fich an die dem Charlottenburger Krankenhaus, noch bevor die alarmierte Feuer- hatte die Wehr Steinmetzstr. 46 Wasser zu geben, wo Petroleum im Mitbürger" wendende, von 12 Vereinen der verschiedensten wehr eingetroffen war. Wenn auch der Zusammensturz in erster Linie Steller Feuer gefangen hatte. Grünauerstr. 17 war Benzin in Richtungen unterzeichnete Flugblatt, das dieselbe Bitte ausspricht, ist auf den orfanartigen Sturm zurückzuführen ist, so wird doch auch Brand geraten, wobei sich eines Berson leichte Brandwunden an den in 200 000 Exemplaren verbreitet worden. andrerseits behauptet, daß der Bau zu leicht aufgeführt sei. Ob dies Händen zuzog. Aus den Nachbarorten. Zur Wohnungsnot in Lichtenberg wird uns weiter ge fchrieben, daß sich das Resultat des Aprilumzugs leider noch wesentlich verschlechtert hat. Minuten hinter eine Anschlagfäule geftelt, die sich Ede Iden Schlächtermeistern in den Rüden gefallen. eine Blumen. und Markusstraße, nicht weit von dem Ort, an Menge Hände pacte sie an den den Rockschößen und bers dem die vorerwähnte Aufforderung an den Angeklagten ergangen sei, suchte, sie hinterrüds die Treppe hinunterzureißen. Bei einent befindet. gelang es auch, ihn kopfüber hinunter zu befördern, Herr In der Gemeindevertreter- Sigung am Donnerstag teilte der Auf Grund dieser Bekundung verzichtete der Staatsanwalt auf Behla wehrte sich aber verzweifelt' und als er immer mehr bedrängt Gemeindevorsteher mit, daß die Zahl der Obdachlosen sich so ver- weitere Beweisaufnahme, indem er selbst die Freisprechung wurde, ergriff er einen langen Spieß, der zum Anzünden des Kronmehrt habe, die erbaute Unterkunftsballe vollbesetzt sei und noch beantragte, da der Angeklagte thatsächlich der Aufforderung, weiterleuchters benutzt wurde und fuchtelte damit zwischen den Amazonen 13 Familien mit ungefähr 60 Kindern in der Schule zugehen, Folge geleistet habe. herum, die freischend auseinanderstoben. So hatte Herr Behla das der Dorfstraße und weitere 3 Familien in der Schule der Kronprinzen nur aus diesem Grunde, sondern auch aus einem rechtlichen Gefichts- herbeigerufene Polizei, die eine ganze Anzahl Personen zur Wache Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Heinemann, bat nicht geld vorläufig als Sieger behauptet, nun erschien aber auch die straße untergebracht seien. Der Gemeindevorsteher schlug vor, sofort weitere Räume zu punkte zur Freisprechung zu kommen. Das Kammergericht führte. Im Saale sah es bös aus, auch der Kellner Losch war arg schaffen und dazu 5000 m. zu bewilligen, Gemeindeverordneter habe in einer Straffache gegen Sirning unter Aufgabe früherer zugerichtet. Bankdirektor Blon z gab seiner Genugthunung darüber Ausdruck, daß Entscheidungen neuerdings sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Gestern fand die Sache ihr Nachspiel vor dem Schöffengericht. die Voraussetzungen der Herren Socialdemokraten" doch nicht Nichtbefolgung der Aufforderung eines Aufsichtsbeamten, weiterzu- Die brei Schlächtermeister hatten sich wegen gemeinschaftlichen Hausganz zugetroffen haben. Er und seine Freunde würden trotzdem gehen, nicht unter allen Umständen strafbar sei, sondern nur friedensbruchs, Sachbeschädigung und schwerer Mißhandlung zu verfür die geforderten 5000 m. stimmen, sie ersuchten aber den dann, wenn die Aufforderung thatsächlich zur Aufrecht antworten. Vergebens versuchten die Verteidiger, Nechtsanwalte Gemeindevorstand, mit der Bauausführung nicht sofort zu beginnen, erhaltung der Ordnung und Sicherheit auf den Straßen Illrich und Dr. Sudheim, den Angeklagten mildernde Umstände zu da möglicherweise doch die eine oder andre Familie noch wieder ergangen fei. Diese Boraussetzung sei vorliegend nicht ge- erwirken. Schüler wurde zu 3 Monaten Gefängnis und 120. Wohnung finden werde. Nachdem noch vom Gemeindevorstand die geben. Der Schußmann habe allerdings in Gemäßheit des Geldbuße, Behla zu 2 Monaten 10 Tagen Gefängnis und 120 m. Notwendigkeit des sofortigen Baus betont war, übernahm Befehls feiner vorgesetzten Behörde gehandelt. Dieser Befehl aber Geldbuße und Joers zu 2 Monaten 3 Tagen Gefängnis verurteilt. es Genosse Grauer, die Situation zu zeichnen wie sie ist. Beifalls- fei zu beanstanden. Daß der Arbeitgeber die Polizei ersucht habe, den bemerkungen sollen es nicht gewefen fein, bie die Herren zu erkennen Streifenden ein für allemal den Aufenthalt in der betreffenden Gegend von Begräbnisplätzen zur Beise zung von Ascheresten hatte Ein Sieg der christlichen Orthodoxen. Ueber die Benutzung gaben, aber der sofortige Bau wurde beschlossen. zu verbieten, sei ein durch das Gesetz nicht geschüttes Verlangen und Beifeßung Inzwifchen find es 31 Familien, die für sich die Fürsorge der führe zu horrenden Konsequenzen. Es könnte auf diese Weise ein das Reichsgericht fürzlich in einer intereffanten Entscheidung sich ausGemeinde erbeten haben, aber eine beinahe ebenso große Zahl von mal einem Arbeitgeber einfallen, zu versuchen, den Streifenden den zusprechen Gelegenheit gehabt. Die Witwe eines Verstorbenen, dessen Familien ist dadurch, daß man von der Armenverwaltung aus die Aufenthalt in ganz Berlin zu verbieten. Jedenfalls, und darauf Leiche verbrannt worden war, hatte das Verlangen gestellt, die Urne entstandenen Mietsreste deckte, vor demselben Schicksal bewahrt tommt es nach dem erwähnten Urteil des Kammergerichts allein an, mit den Ascheresten in seinem Erbbegräbnis auf den Kirchhof in H. kann eine aus dem vorerwähnten Grund ergangene Aufforderung beisezen zu dürfen. Dies wurde ihr verweigert und daher erhob fie Nach Mitteilung des Polizeipräsidiums ist die Gewerbe- auf den Straßen angesehen werden. nicht als eine Aufforderung zur Erhaltung der Ordnung und Ruhe Klage gegen die betreffende Gemeinde als Befizerin des Kirchhofs mit dem Antrag, sie zur Gestattung der Beisehung zu verurteilen. Aufficht in den Stadtkreisen Schöneberg und Rigdorf vom 1. April ab dem Polizeipräsidenten in Berlin unterstellt. Gleich an und erkannte auf Freisprechung, indem es ausführte: Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen im wesentlichen In den Vorinstanzen wurde der Klage stattgegeben. Die Revision der Beklagten führte jedoch zur Zurückverweisung. Das Reichszeitig sind die Bezirke der Gewerbe Inspektionen für die Das Streikpostenstehen an sich ist nicht verboten. Eine Auf- gericht hat, wie aus der in der Deutschen Juristen- Zeitung" Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Schöneberg unter Errichtung und Nixdorf forderung an die Streikenden, weiterzugehen, ist nur dann mitgeteilten Entscheidung zu ersehen ist, die ergangene Entvon zwei neuen Gewerbe- Inspektionen wie gerechtfertigt und die Uebertretung dieses Verbots nur eines Erbbegräbnisses hat in der Benutzung nicht weitergehende scheidung aus folgenden Gründen beanstandet. Der Eriverber folgt feftgefeßt: 1. Geverbe- Inspektion Berlin C., Gewerbe- dann strafbar, wenn thatfächlich die Sicherheit, Ruhe und Inspektor Dr. Jungfer, NO. 43, Georgenkirch- Platz 21, Ordnung auf den Straßen gefährdet und thatsächlich die Rechte als jedes andre Mitglied der betreffenden Gemeinde und umfaßt die Bezirke der Polizeireviere 1, 2, 6, 12 Arbeitswilligen belästigt werden. Ein solcher Fall liegt nicht vor. unterwirft sich mit dem Erwerb stillschweigend der Einschränkung bis 16, 19 bis 22, 27, 29, 38, 40, 55 und 93. 2. Gewerbe- Der Beamte hat allerdings in Gemäßheit der ihm erteilten Aufeines Rechts auf bestimmungsmäßige Benutzung, d. 5. auf eine Inspektion Berlin O., Gewerbe- Inspektor Dr. Fischer, SO. 16, ordnung gehandelt. Diese Anordnung aber sei zu beanstanden, da Benußung, die nicht bloß den Gesetzen, sondern auch den maßgebenden 43 bis 45, 48, 49, 52 bis 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87, 94 bis 96, vielleicht Arbeitswillige von ihnen abgehalten werden könnten, Rede, daß auf den Kirchhöfen Leichen beerdigt werden, und ein Engel- Ufer 4, umfaßt die Bezirke der Polizeireviere 23 bis 26, fie aus dem Gesichtspunkte ergangen sei, daß den Streikenden, weil Ordnungen und Verfassungen, wie der hergebrachten Sitte entspricht. In den in Frage kommenden Gesetzen ist nur davon die und 102 sowie den Stadtkreis Niydorf. 3. Gewerbe- Inspektion unter Berlin S, Gewerbe- Inspektor Donath, Schöneberg, Bahnstr. 6, um- Gegend zu verbieten sei. allen Umständen der Aufenthalt in der betreffenden Der Angeklagte ist aber auch gleiches gilt von dem maßgebenden Regulativ für die Verwaltung faßt die Bezirke der Polizeireviere 28, 80, 31, 34 bis 36, 39, 41, 42, der Aufforderung thatsächlich nachgekommen und hat damit und Benutzung des Kirchhofs in S., dessen Bestimmungen lediglich 47, 56, 63, 67, 71 bis 78, 78 und 85 sowie den Stadtkreis Schönes feiner Verpflichtung genügt. Der Befehl des Echutzmanns: die Beerdigung von Leichen in Verwefungsgruben im Auge haben. berg. 4. Gewerbe- Inspektion Berlin W, Gewerbe- Juspektor Schmidt, Wenn ich Sie hier wieder treffe, arretiere ich Sie", ist keines Auch die hergebrachte Boltsfitte wurzelt in einer entsprechenden NW Calvinistr. 18, umfaßt die Bezirke der Polizeireviere 3 bis 5, wegs forrett. Solche Anordnung darf nicht er= Anschauung. Bei solcher Rechtslage könnte 8, 32, 38, 37, 57, 58, 64, 74 bis 77, 83, 84, 91 und 100, fowie den teilt werden. Wohl hätte der Schuhmani, als der Angeklagte oder die andre Voraussetzung jener Zweckbestimmung nicht mehr zudie Klage nur Erfolg haben, wenn der Nachweis erbracht würde, daß die eine Stadtkreis Charlottenburg, und 5. Gewerbe- Juspeltion Berlin N, nach einiger Zeit sich an einen andern Ort begeben hatte, ihn erGewerbe- Inspektor Dr. Raich, N 20, Prinzen Allee 88, umfaßt die suchen können, von dort fortzugehen, und es wäre, wenn der An- träfe, daß namentlich die allgemeine Volksfitte einer Erweiterung Bezirke der Polizeireviere 7, 9, 10, 11, 17, 18, 46, 50, 51, 59 bis geklagte dies nicht gethan hätte, zu prüfen, ob er jetzt strafbar sei. der für Begräbnispläge geltenden Zweckbestimmung im Sinne der Klägerin nichts mehr im Wege stände. Ein solcher Nachweis ist Ihm von vornherein aber zu sagen: Wenn ich Sie wieder treffe, werden Sie arretiert", ist nicht gerechtfertigt. Aus diesem iubes bisher zu vermissen. Grunde mußte auf Freisprechung erkannt werden. worden. 62, 68, 69, 80 bis 82, 88 bis 90, 92, 97 bis 99 und 101. " " Versammlungen. Gegen die künstliche Bertenerung der Milch hat sich aus den Kreisen der Händler selbst eine Gesellschaft mit beschränkter Saftung gebildet. Die Haftpflicht für jedes Mitglied beträgt Was der Dämon Eifersucht anzustiften vermag, zeigte die 1000 M. Man beabsichtigt die durch den bestehenden Milchring be- Berhandlung gegen den Ciseleur Wilhelm Neuendorf, der triebene Verteuerung der Milch zu verhindern und sich durch gemein gestern unter der Anklage der schweren Körperverlegung, der famen Einkauf schablos zu halten. Händler aus Schöneberg, Char Bedrohung und des Echießens in der Nähe von menschlichen Woh- Lokal von Wernice, Bismarcftr. 34, eine sehr start besuchte öffentCharlottenburg. Am 28. März tagte in Charlottenburg im Tottenburg, Wilmersdorf, Nixdorf und andren Orten sind der Ver- nungen vor der neunten Straffammer des Landgerichts I stand, Der liche Versammlung der Barbier- und Friseurgehilfen Charlottenburgs. einigung bereits beigetreten. Angeklagte hat sein Ches und Familienglück durch eine völlig unbe- Den Bericht der Lobukommission über das Ergebnis der gegenseitigen Gemeinde und Terraingesellschaft. Aus Groß- Lichter- gründete Eifersucht vernichtet. Seine Frau foll das Muster einer Berhandlungen erstattete Schobert als Obmann der Kommission. felbe berichtet man uns: In der jüngsten Gemeindevertreter- attin und Mutter sein. Am 7. März d. J. hatte der Angeklagte Diese hat sich mit den Kommissionen der Selbständigen auf folgende Sigung wurde einstimmig beschlossen, das Befihtum der hiesigen wieder feinen böfen Tag. Anstatt sich an seine Arbeitsstelle zu be- Buntte geeinigt: 10 W, mit und 20 M. ohne Soft und Logis, Terraingesellschaft au 35 Hettar auf Behlendorfer geben, faß er den ganzen Tag in einer Schontwirtschaft, trant viel 18 m. bei halber Koft. Bei Aushilfe 13 M. mit und 22 M. ohne Gebiet an der Grenze von Lichterfelde gegen eine Entschädigung und gab sich selbstquälerischen Gedanken hin. Seiner Frau hatte er oft und Logis, 8 M. von Sonnabendmorgen um 8 Uhr bis von 88 500 m. bar und 600 Quadratruten in Land auf kast en bor feinem Weggange einen geladenen sechsläufigen Revolver Sonntagmittag um 2 Uhr, 7 M. von Sonnabendmittag um 2 1hr der Gemeinde zu fonalisieren. Herr Gemeindevorsteher Schulz gezeigt und gebroht werbe fie und die Kinder und bis Sonntagmittag um 2 ihr, für einen Wochentag 3 M. mit und $ Melioration Grundstücken boll einer reichen er führte aus, daß das Gelände jezt für die Terraingesellschaft dann sich selbst erschießen. Als der Angeklagte um 10 Uhr abends 4 M. ohue soft, für einen halben Tag 2 M. Sämtliche Lohnfäße wertlos fet, weil wegen mangelnder Entwässerung die noch nicht zu Hause war, wurde der Frau ängstlich, fie befürchtete, find als Minimallovn zu betrachten. Der Einigungsvorschlag Bau Grlaubnis versagt werde. Der Gemeindevorstand babe auf daß er während der Nacht seine Drohung wahr machen könnte. Sie verlangt ferner: Einführung einer geregelten Mittagspause, Anfang wiederholtes Ersuchen und nach gepflogenen gemeinsamen Unter- brachte die Kinder bei Nachbarn urter und begab sich selbst auf die der Arbeitszeit frühestens um 6 1hr, Schluß der Geschäfte um 9 Uhr, handlungen sich bereit erklärt, gegen die bezeichnete Entschädigung zu befürchten habe, worauf der Beamte versprach, fich in der Nähe der Organisation. Diefer Tarif ist aber in der letzten Versammlung handlungen sich bereit erklärt, gegen die bezeichnete Entschädigung Straße. Einem ihr begegnenden Schumann erzählte sie, was sie abschaffung der gesundheitswidrigen Schlafstellen und Anerkennung die Kanalisierung zu übernehmen. Aus der Debatte, an der ein einziger Gemeindevertreter sich aufhalten zu wollen. Der Angeklagte betrat bald darauf das Haus der Selbständigen nicht angenommen worden. Da nun aber die beteiligte und die nur allzufehr den Stempel der„ Drainage" in und hatte kaum seine Wohnung erreicht, als der ihm folgende Preiserhöhung mit dem 1. April in Straft treten sollte und dies in ber sogenannten„ Borbesprechung" an sich trug, war nicht zu ent- Submann einen Schuß frachen hörte, Er nahm an, daß der den meisten Geschäften durch Plakate angekündigt war, so forderte nehmen, aus welchen Gründen die Gemeindevertretung die Angeklagte Selbstmord begangen habe. Mit ihm stürmten noch einige der Obmann der Lohntommission die storporationen der SelbHausbewohner, die ebenfalls durch den Schuß aufgeschreckt waren, ständigen auf, sich über die Kommissionsbeschlüsse zu erklären. Von Privat die Treppe hinauf, Aber auf der obersten Stufe trat ihnen der ber Freien Bereinigung ging darauf ein Schreiben ein, in welchem ugefagte entgegen, in der vorgestreckten Rechten den gespannten sie ertiärte, daß diefelben Punkte, auf die fich die Kommiffionen nieber!" rief der Angeklagte. Jm nächsten Augenblic nollte er auch eten. Die Innung hielt es überhaupt nicht für angebracht, zu aut Revolver haltend, Wer noch einen Schritt thut, den schieße ich geeinigt haben, auch in ihrer Mitgliederversammlung angenommen los, hatte die Schußwaffe aber wie er behauptet- abfichtlich zu hochworten. Einige Vorstandsmitglieder der Junung, welche anwesend achaften. Die Kugel traf die Wand, prallte ab und traf den Schuhmann waren, erklärten, nachdem sie aber erst ausdricklich betont hatten, gegen das Bein, ohne eine Verwundung hervorzurufen. Mun eilte baß fie nicht offiziell geschickt, sondern aus eignem Antriebe hier der Angeklagte in feine Wohnung und gleich darauf ertönten dort seien, daß die Junung die Forderungen ebenfalls angenommen, aber fünf weitere Schüffe, Nun mußte der Nevolver entladen fein; bevor noch folgenden Punti hinzugefügt habe: 8-10 w. für junge aus der Angeklagte von nenem zu laden vermochte, brang man ins gelernte Gehilfen. Ziere erklärte, wenn sie 10 M. Minimallohn be= Simmer, padte und entwaffnete ihn. Er hatte die Schüsse zum villigt hätten, so fei doch ein solcher Beschluß ganz hinfällig, oder Fenster hinaus abgegeben. können sich die Herren das Wort„ Minimal" nicht erklären? Nach gesellschaft, die 25 Proz. Dividende zu verteilen in der Lage ist, vorzunehmen fich veranlaßt fühlt, und ferner, ob bei diefer Transektion die Gemeinde vor Schaden finanzieller Natur genügend gefchligt ist. Die erwähnten„ Borbesprechungen" und die geheimen Sizungen" find Lieblings- Inftitutionen der Lichterfelder" Gemeindevertretung: in den öffentlichen" Sigungen beschränken sich die Verhandlungen meistens auf ein turzes Referat des Borfißenden, worauf denn die Abstimmung erfolgt. " Aus Rigdorf. Die Gründung eines Vereins für Ferien folonien batte der hiesige Lehrer- Verband angeregt. Eine zu diesem Zweck einberufene Versammlung befchloß jedoch, den Ausbau Im Termine trug der Angeklagte ein aufgeregtes Wesen zur der Ferienkolonie dem Verein für Jugendfürsorge zu überlaffen, und Schau, er blieb dabei, daß seine Frau thn hintergehe. Diese bewies wählte zu diesem Zwed einen besonderen Ausschuß. Nachdem die ihm gegenüber so viel Richficht, daß fie vom Recht der Zeugnis Städtischen Körperschaften es abgelehnt haben, die Unterbeamten des verweigerung Gebrauch machte. Als der Angeklagte fich auf den auf Magistrats lebenslänglich anzustellen, wollen die betreffenden 2 Jahre 6 Monate lautenden Antrag des Staatsanwalts äußern follte, Beamten ihre Rechte im Prozeßivege geltend machen. Ein rief er mit blizenden Augen und mit drohender Geberbe zu seiner Frau großer Fleisch diebstahl wurde in der Nacht zum Donnerstag gewendet:" Lieber zwei Jahre Gefängnis, als noch einmal ein Beib bei dem Schlächtermeister Diedhoff, Berlinerstr. 49, verübt. Die Diebe brachen die vor dem Fenster der Räucherkammer befindlichen Eisenstäbe aus, drangen dann in die letztere ein und entivendeten für über 400 Mart Schinten, Specieiten und Wurst. Bisher fehlt von den Thätern jede Spur. Wegen eines Einbrus in ein hiesiges Staffeegeschäft wurde der 35 jährige Otto Rüdiger in Haft genommen. Gerichts- Beitung. auf dem Halfe!" Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis und drei Wochen Haft. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Müller, er mahnte den Angeklagten in eindringlichster Weise, sich von seiner thörichten unbegründeten Eifersucht frei zu machen und nach Berbüßung der ihm auferlegten Strafe mit feiner braven tugendhaften Frau ein neues Leben zu beginnen. Es schien, als ob dem Angeklagten die Mahnung zu Herzen ging. belästigten angerer Diskussion gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die heute tagende öffentliche Versammlung der Barbier- und Friseurgehilfen Charlottenburgs erflärt sich mit den von der Lohu fonumiffion vereinbarten Lohnfäßen einverstanden und erklären die Versammelten, daß die nicht bewilligenden Geschäfte gesperrt werden." zwei Mitglieder zu ergänzen. Als solche wurden Frohnert und Sodann wurde noch der Antrag angenommen, die Kommission um temmebel gewählt. Bemerkenswert ist es, daß fich die Mitglieder des Gehilfen Ausschusses der Innung hartnädigsträuben, in die. Lohnkommission einzutreten. Eingegangene Druckschriften. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Bom städtischen Arbeitsnachweis in Nigdorf verlangten Auf dem Witwenball. Am 4. Oftober v. J. war dem zu1 Der„ Süddeutsche Postillon" bietet seinen Lefern in der neuesten im Monat März 122 Arbeitgeber 102 Personen und zwar 29 Hand- Moabit wohnenden Schlächtermeister Adolf Behla ein Geselle Nummer wieder viel des Intereffanten. Dem Titelblatte dient zum Borwerfer, 93 ungelernte Arbeiter, 14 Dienstmädchen, 16 Fabrit mit einer größeren Summe durchgegangen. Behla nahm zwei feiner wurf die Erhebung Berlins zur Provinz. Daß die agrarische Baus nicht arbeiterinnen, 6 ungelernte Arbeiterinnen und 4 jugendliche Arbeiter Stellegen, die Schlächtermeister Otto Schüler und August nur den deutschen Michel plagt, sondern auch dem russischen Bären im Pelz unter 16 Jahren. Beschäftigung fuchten 71 Handwerker, 265 un oers, mit, um den Durchbrenner, der in Schmargendorf gesehen ist, das wird uns im Schlußbilde gezeigt. Auch die gesellschaftliche Satire gelernte Arbeiter, 3 Dienstmädchen, 22 Fabritarbeiterinnen, 7 un- sein sollte, zu suchen. Sie fehrten abends gegen 10 Uhr zurüid, brachten fommt zur Geltung. Das nächtliche Treiben eines frommen Heinze- Pastors gelernte Arbeiterinnen und 23 jugendliche Arbeiter. Von diesen 391 jedoch nicht den Gesuchten, sondern nur einen tüchtigen Rausch mit. wird durch Kindermund der braven Frau Pastorin verraten. Berfonen erhielten aber nur 144 Arbeit nachgewiesen und zwar: Als sie durch die Wilsnackerstraße gingen, tamen fie auf die Jbee, 28 Handwerker, 89 ungelernte Arbeiter, 3 Dienstmädchen, 16 Fabrit- den Witwenball im Moabiter Kasino zu besuchen. Im Saale drehte arbeiterinnen, 4 ungelernte Arbeiter und 4 jugendliche Arbeiter unter sich alles im Tanze. Die neuen Gäste nahmen an einem Tische Plaz 16 Jahren. Durch das Telephon wurden 144 Fälle erledigt. und ließen eine Flasche Wein nach der andren kommen. Ihre Stimmung wurde bald übermütig und kriegerisch. Sie stießen vorfäßlich die Tische um und Streitende Spandau. 1. Nein. 2. Ein solcher Vertrag ist nur soweit gültig, als er nicht zur Benachteiligung von Gläubigern dienen soll. Es die Tänzerinnen in handgreiflicher Weise. Der Wirt verbot ist zweckmäßig, folchen Vertrag vor einem Notar oder auf dem Amtsgericht ihnen wiederholt das Lokal, ohne Gehör zu finden. Die abzuschließen. Br. Sie haben wohl aus Versehen die Quittung einer Gäste nahmen für den Wirt Partei. Ein junger Mann begann die andren Zeitung beigelegt. Das Einwerfen einer Fensterscheibe burch einen Minglückter Polizeikampf gegen Streifpoften. Der Drechsler Thatlichkeiten damit, daß er dem Behla einen wuchtigen Stoß gegen Minderjährigen zieht nach der Altersstufe des Miffethäters verschiedene Paul Schulz stand am 3. Februar 1901 vor dem Schöffengericht den Bauch verfette, so daß diefer sich außerordentlich) heftig auf den Folgen nach sich. Gs haftet für den Schaden, den ein Minderjähriger über unter der Auflage, am 24. Januar 1901 bei Gelegenheit eines Streits Fußboden niederließ. Er erhob sich mühsam und wollte num Rache 18 Jahren zufügt, der Vater nicht; der Vater haftet aber in allen seitens längere Zeit auf dem Bürgersteige vor den Häusern Blumen üben, der Angreifer hatte sich aber hinter einem Kreis von Damen Schäden, weil und sofern er die ihm obliegende Aufsichtspflicht vernach seiner Kinder bis zum zurückgelegten 18. Lebensjahr Dritten zugefügten straße 54 und 58 mit mehreren Personen gestanden, dadurch versteckt. Da gewahrte Behla einen jungen Mann, der dem ersteren läffigt hat. Das Kind haftet mit seinem Vermögen bis zum zurückgelegten den Verkehr behindert und der wiederholten Aufforderung ähnlich sah. Das ist er!" rief er, worauf die drei Schlächtermeister siebenten Lebensjahre nicht; vom siebenten bis zurückgelegtem 18., wenn eines Aufsichtsbeamten, weiter zu gehen, teine Folge ge- auf denselben einstürmten. Es war der als Gast anwesende Kellner es die zur Erfenntnis der Verantwortlichkeit feiner schäbigenden leistet zu haben. Der als Zeuge vernommene Schumann be 2osch, der das Opfer einer Personenverwechslung wurde. Als er die Sandlung erforderliche Einsicht hatte, haftet das Kind mit seinem Verstätigte, daß der Arbeitgeber sich an die Polizei ge- drei Männer mit drohenden Geberden auf sich zukommen sah, mögen neben dem Vater, vom 18. Jahre ab haftet es wie ein Großjähriger. wendet habe, mit dem Ersuchen, die Arbeitswilligen gegen wurde ihm angst, er eilte quer durch den Saal und flüchtete in die als Vertreter seiner Kinder in Betracht kommt, nicht erforderlich. Eine Auseinandersetzung mit dem früheren Gatten ist, soweit dieser nicht Belästigungen der Streifenden zu schützen. Er habe darauf gemäß Damentoilette. Aber auch diesen diskreten Ort verschonten die Vereine folche gefordert fein, so fann die Frau fich beim Amtsgericht beschweren. ihm erteilter Anweisung die Streikenden, zu denen auch Schulz folger nicht, die Thür wurde eingetreten und Losch hervorgezerrt. gehört habe, aufgefordert, weiter zu gehen mit dem Hinzufügen: Noch einmal glückte es ihm, zu entwischen, diesmal; flüchtete er die Wenn ich Sie wieder in der Nähe der Betriebe, in denen gestreift Treppe hinauf, die zur Gallerie führte. Auf der obersten Stufe wird, treffe, sind Sie arretiert." Dec Angeklagte sei darauf wurde er von den Verfolgern eingeholt und wurde nun schwer gehin auch weiter gegangen, habe sich dann aber nach etwa sechs mißhandelt. Eine ganze Schat von Witwen war allerdings dabei Sollte Wetter Prognose für Freitag, den 5. April 1901. Kühler, zeitweise aufflarend, jedoch sehr unbeständig mit einzelnen Regenschauern und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. 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Allen benen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrichsche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus des Menschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Nenbildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, pie: Kopfschmerzen, Aufstoßen. Sodbrennen, Blähungen. Uebelkeit mit Grbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolitschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräffung eines frankhaften zustandes per Zeber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter find meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und nervöser Abspannung und Gemütsverstimmnug, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Sträuter- Wein giebt der ge schwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blut: bildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebensluft. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à 1,25 und 1,75. in sämtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Breußen, ganz Deutschland und im Auslande in den Apotheken. Auch versendet die Firma ,, Hubert Ullrich, Leipzig, Weststraße 82, 3 und mehr Flaschen Kräuter- Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto: und tiſtefret. Vor Nachahmungen wird gewarnt! 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" Militär- Vereine und Wahlgeheimnis. Der Vorstand des Militärvereins Rabenstein versandte nach der Sächsischen Arbeiter Beitung" an eine Reihe von Mitgliedern folgenden charakteristischen Brief: Werter Kamerad! the Freitag, 5. April 1901. legt und starb bald nach der That. Spätere Ermittelungen ergaben, Sociales. daß die Toten der 1879 in Berlin geborene Gärtner und spätere Ein bequemes Rechenegempel. Wie wir feiner 8ett schon Forstgehilfe Schod und Ehefrau sind. Das Motiv der That ist un meldeten, agitieren die Bädermeister von Nürnberg eifrig gegen bekannt. die in Aussicht genommene Berordnung betreffend die sanitären Die Schlacht gegen Kneifl. Unser Münchener Parteiorgan Einrichtungen in den Bäckereien. Nach ihnen ist in ihren Betrieben schreibt: Wie uns von zuverlässiger Seite versichert wird, hat die alles in schönster Ordnung, nur begreift man nicht, warum sie dann Staatsanwaltschaft gegen 5 bei der Gefangennahme des Räubers Wie Ihnen nicht unbekannt sein wird, ist bei der legten Ge- noch die geplante Verordnung so sehr fürchten. Neuerdings haben Sneiẞl beteiligte Schußleute und Gendarmen megen instruktionsmeinderatswahl der von seiten der socialdemokratischen Partei auf- fte zur Bekräftigung ihrer schönfärberischen Darstellung die Verhält- widrigen Waffengebrauchs Untersuchung eingeleitet und find gestellte Kandidat nahezu einstimmig als gewählt hervorgegangen. niffe in 524 Bädereien genau feststellen" lassen, nämlich durch einen die diesbezüglichen Erhebungen in vollem Gange, Wie die UnterWie nicht anders zu erwarten war, ist natürlich dieses Wahl Architekten, dessen Aufstellung von einem gelegentlich als Sach fuchung enden wird und ob gegen die betreffenden Schußleute Anergebnis von seiten der hiesigen Einwohnerschaft sofort dazu benutzt verständiger fungierenden Zimmermeister revidiert und für richtig flage erhoben wird, muß abgewartet werben. worden, den Militärverein in ein Licht zu stellen, das geeignet ist, befunden worden set, so daß also das Ergebnis als„ authentisch und das Ansehen des Vereins herabzuwürdigen und die einem föniglich zu amtlichen Zweden geeignet" angesehen werden müsse. Die Art fächsischen Militärverein obliegenden ehrenhaften Pflichten zur Wahrung und Weise wie die Untersuchung" vorgenommen wurde, ist interfönigstreuer Gesinnungen zu bezweifeln. Der unterzeichnete Gesamtvorstand ist nun der Ueberzeugung, it biss fing. In 163 Betrieben find Badstube un effant, zunächst wurde fonstatiert, daß von Betrieben 95 unterBackhaus ein daß thatsächlich eine Anzahl Mitglieder des Raum. Diese 158 Stäume hat man nun ausgemessen. Die Resultate Vereins sich an der Wahl des focialdemokratischen abbiert und durch die Gesamtzahl der darin beschäftigten Arbeiteroggen, gut Kandidaten beteiligt haben, und hat deshalb in seiner geteilt und so brachte man glüdlich heraus, daß hier auf jeden Arlegten Sigung vom 2. d. M. befchloffen, bevor weitere Schritte beiter 81,08 Kubikmeter Luftraum tamen, während die Anordnung anternommen werden, zunächst die betreffenden Mitglieder, soweit nur 15 Rubikmeter verlangt. In den Backstuben, die vom nan fte hat ermitteln können, zur Rechenschaftslegung anzuhalten. Backraum getrennt sind, wurden ebenfalls beide zusammen Da auch Sie sich an der Wahl mit beteiligt haben, ergeht des gemessen, der Kubitinhalt durch die Zahl der Arbeiter dividiert und halb an Sie hiermit die Aufforderung, fich innerhalb einer Woche, das Resultat war: pro Arbeiter 37,83 Stubifmeter Luftraum. Und bom Empfang dieser 8ufertigung an gerechnet, dem unterzeichneten diese famose Statistit wird als geeignet zu amtlichen Zweden" Gesamtvorstand gegenüber schriftlich zu erklären, ob Sie sich wirklich präsentiert! Ferner besteht der Verdacht, daß die Statistiter" sich Michistrob in der Abficht an der letzten Gemeinderatswahl beteiligt haben, nur die Bäckereien mit den günstigsten Verhältnissen ausgesucht gen Ihre Stimme einem Anhänger der Socialdemokratie zu geben, oder haben, denn die 524 untersuchten Betriebe stellen noch nicht die Erbsen in welcher Weise Sie die Ihnen zugefonnene Handlungsweise recht Gesamtzahl der wirklich vorhandenen Badbetriebe dar. fertigen tönnen. 1018 Benn uns innerhalb der erwähnten Frift teine Erklärung von Ihnen zugeht, würden Sie uns veranlassen, den Bestimmungen des §24 der Vereinsftatuten gerecht zu werden. Rabenstein, den 10. März 1901. Mit tamerabschaftlichem Gruße Der Gesamtvorstand des Königl. Sächs. Militärvereins Rabenstein. Robert Berger, z. 8. Vorsteher. Wie mun, wenn ble werten Kameraden" innerhalb der vorgeschriebenen Frift erklären, daß fte- gefeglicher als ihr Vorstand an dem doch nun einmal bestehenden Wahlgeheimnis nicht zu rütteln wagen? Welche Mittel wird der gefeß- und ordnungsliebende Borstand bann anwenden, die socialistischen Böcke des Vereins aus der Staatserhaltenden Schafherde herauszutennen und von den Lämmern zu trennen? Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkr.( Südost). Tobes Anzeige. Den Mitgliedern hierdurch zur Kenntnis, daß der Genosse Wilhelm Winn ewisser am 2. b. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Central- Verband se der Töpfer ( Filiale Berlin.) Am 3. April verstarb nach langen Leiden an der Proletarierkrankheit unser Mitglied Gustav Schulz. Die Beerdigung findet Sonnabend, Salle aus ftatt. 243/13 5. 6. April, nachm. 5 Uhr, von der ban ber Galle bes Emmaus- Rindhole von aus ftatt. Dermischtes. Einem furchtbaren Verbrechen ist, wie die Nat.- 8tg." meldet, der früher in Breslau wohnhaft gewesene Generaldirektor Stephani, jezt Grubenbefizer in Poremba, Kreis Bendzin, zum Opfer gefallen. Stephani wurde von seinem eignen Wächter nach einem Neubau gerufen, woselbst ihn der Wächter und zwei andre Personen so schlugen, daß er zusammenbrach. Dann wurden ihm hände und Füße mit Draht fest zugebunden, in seinen Mund goffen die Mörder eine äzende Flüssigkeit und warfen dann den Körper in den Teich. Gestern mittag wurde, der„ Schles. 8tg." zufolge, die Leiche gefunden und die brei Mörder verhaftet. Modau erschoß ein zwanzigjähriger fremder Mann feine Begleiterin, Ein Ehedrama meldet man aus Leipzig: Im Vorort worauf er die Waffe gegen sich selbst richtete. Er wurde tödlich vers * Welgen, gut mittel gering Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Cier 7,5, Marktpreise von Berlin am 3. April 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. .- tr.| 16, Startoffeln, neue, D- Ctr. ag Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 50. Bauch 1,30 " 14,25 14,24 1,60 20 " " " mittet " " gering " Gerfie, gut " " mittel gering 14,23 14,22 14,21 14,20 15,60 14,80 14,70 13,90 13,80 13,10 1,80 1,60 1, # 2,60 2, 60@lid Karpfen 1 kg 15,90 15,40 " 15,30 14,90 14,80 14,40 Bander Hechte 7,- 6,66 Barsche 8,20 5,10 40,- 25, 45, 25, Schleie Bleie Krebse 70,- 30, Safer, gut mittel gering Speisebohnen Linsen *) ab Bahn. Male 2,20 1,20 2,80 1, 2,80 1,20 2,-1,20 " 1,80 0,80 3,- 1,20 1,40 0,80 per Sajot 12-3, Produktenmarkt vom 4. April. Getreibe. Nach Beendigung Preise zum Durchbruch gekommen, da wieder Gerüchte über Auswinterung des offiziellen Verkehrs war gestern noch eine scharfe Abwärtsbewegung der der Saaten in den Ofiprovinzen laut wurden und trog ihrer Unkontrollterbarteit nachbörslich spekulative Käufe und Dedungen in größerem Maßs stabe beranlaßten. Weizen war 12 M., Moggen 1 M. im Preise gestiegen. heute trat naturgemäß ein Rückschlag ein, der durch flaues Nordamerika und das für die Saaten vorteilhafte Regenwetter begünstigt wurde. Die Schlußturse zurück, erholten sich jedoch wieder, da Oestreich- Ungarn fest fam Notierungen für Brotgetreide gingen auf den Stand der gestrigen amtlichen und bedeutende Weizenordres für Sachsen zu erledigen waren. Weizen fchloß gegen Anfangspreise 0,50 M. gebeffert, Roggen gut behauptet. Abgaben hielten fich reserviert; das effektive Angebot war nicht bedeutend. Mehl notierte zu Mai etwas schwächer, sonst unverändert. Am Futtermarkte gebend. Riböl fand wenig Intereffe. lag Hafer still, behauptet. Mais auf Amerika und große Ankünfte nachSpiritus blieb unverändert, 70er Toco 44,20. Deutscher Holzarbeiter Verband. Herren- Anzüge Holzarbeiter- Berband. * u. auch nach Maß, geg. Kaffe ut. Teilzahlung. Landsbergerstr.13, Zur Beachtung. Sonnabend, den 6. April, wird auf den Zahlstellen nicht taffiert. Der nächste Zahlabend ist Sonnabend, den 13. April. Die Zahlstelle Binischstr. 2( Romanowski) ist nach der Petersburger: Straße 81 zu Peschel, die Bahlstelle Frankfurter Aflee 70( Georgi) nach der Warschauerstr. 61 zu Kaiser perlegt. 80/2 Die Ortsverwaltung. bane bes Emmaus- Stroppofs, Bris Verband der Möbelpolierer. Bahlreiche Beteiligung erwartet Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Borstand. 195/8 Der Vorstand. Freitag, den 12. April, abends 82 Uhr, Blumenstr. 38: Herband der Sattler. Ortskrankenkasse der Klempner Außerordentliche Vorstands- Sizung. ( Filiale III, Läschner u. Koffermacher.) Am Montag, den 1. April 1001, verstarb unser Rollege Karl Krause ( Werkstelle von W. Strube). Die Beerdigung findet am Kars freitag, den 5. April, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Baumschulenweg, Baumschulenstr. 32, nach dem Trep tomer Gemeinde- Kirchhof statt. Nachruf. Am 28. März 1901 verftarb unfer Rollege 156/19 Ernst Hahn ( Werkstelle von A. Berch). Ehre Ihrem Andenken! Filiale III Berlin. Der Vorstand. Charlottenburg. Am Sonntag, ben 14. April cr., Die Mitglieder, welche die Urania- Borstellung am 9. d. M., nachmittags vorm. 10 Uhr, findet im Gewert: 1 Uhr besuchen, müssen ihr in Ordnung befindliches Mitgliedsbuch zur fchaftshause, Engel- Ufer 16, Saal 7, Kontrolle mitbringen. 180 Billets a 60 Pf. find noch bei H. Schals, eine Memelerstr. 60 a, zu haben. Die Auszahlung des Krankenzuschusses erfolgt Generalversammlung nicht am Montag, sondern morgen abend 6-7 Uhr Blumenſtr. 38. der Vertreter der Kassenmitglieder und 146/1 Arbeitgeber unsrer Staffe statt. Tages Ordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Bericht des Rechnungsausschusses und Decharge- Erteilung. 3. Verschiedenes. 5335 Der Vorstand. J. Kurzberg, Laden. Maschinisten- Anzüge in allen Grössen. Anzug 3,00 und 5,50 Mk. Jacken 1,50 und 2,75 Mk. Hosen 1,50 und 2,75 Mk. Carl Stier, 7858] Oranienstr. 166. Art Elektra, Nenuberstr. 4( Neanderhof). Neu- Eröffnung. Elektrotechuit, Maschinenbau. Große Behrwerkstätten und Laboratorien. Semesteranfang für Tages: und Abendkurse 16. April. Staatlich inspiciert. Prospekte gratis. Damen+ Mäntel Kranke be Frauenleiden heilen pratt. Naturheilkundige Achtung! Fliesenleger! Achtung! 0. Grundmann Frau. Sonntag, den 7. April, 1. Osterfeiertag, abends 612 Uhr: Oeffentliche Versammlung mit Frauen Der Vorstand. in Schulz Gesellschafts- Sälen, Grenadierstr. 33. Orts Krankenkasse der Messer. fchmiede, Schwertfeger und Ver. fertiger chirurg. Instrumente. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Georg Davidsohn. 2. Diskussion. Sonnabend, den 13. April. Nachdem: Gemütliches Beisammensein mit Lanz. abends 8 Uhr, bet Schiller, Rosens eintritt 25 Pf.- Es bittet um rege Beteiligung Der Vertrauensmann. thalerstraße 57, ordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht pro 1900. 2. Bericht des Prüfungsausschusses über die AbAm Montag, den 1. April, verschied nahme der Jahresrechnung. 3. Ber plöslich infolge Schlaganfall unser schiedenes. Genoffe 271/13 Der Borstand. Albert Schlegel. Orts- Krankenkaffe Die Beerdigung findet am Freitag, den 5. d. Mts, nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisenkirchhofs am Fürstenbrunner Weg aus statt. [ 250/5 der Kupferschmiede. Sonnabend, den 13. April cr., abends 8½ Uhr, im Rofenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12: Der Vorstand d. Socialdemo- Generalversammlung. kratischen Wahlvereins. Tischler- Verein zu Berlin. Unser Mitglied Herr Gustav Schmidt ( gulegt Restaurateur) ist gestorben. Die Beerdigung findet Sonntag( 1. Osterfeiertag) nachmittags 3 Uhr, vom Trauer: hause aus, Artillerieſtr. 2, nach dem St. Johannisfriedhof, Bar fußstraße, statt. 198/12 Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Tischler- Verein zu Berlin. Unfer Mitglied Herr C. Voye ist gestorben. Die Beerdigung findet heute( Karfreitag), nachmittags 22 Uhr, vom Trauer hause, Markusstr. 8, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 198/10] Der Vorstand. Gardinen! spottbillig Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 6. April, abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Lipke, Welchiorstr. 15: General- Versammsung. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht vom 1. Quartal 1901. 2. Bericht der Bibliothekare. 3. Bereinsangelegenheiten. 198/11 Ausgabe der Billets zum Oftervergnügen( Soiree der Norddeutschen Säuger) am ersten Feiertag, abends, im großen Saale des Heren Kliem, Hafenhaide 31. Ohne Quittungsbuch tein Einlaß zur Generalversammlung. Vollzähliges Erscheinen erwartet Nieder- Schöneweide. Restaurant Joh. Franz früher Strede, Grünauerfir. 5. Empfehle 12192* mein Weiß- und Bayrisch- Bier- Cotal, Tages- Ordnung: Siehe übersandte Garten, Kaffeetiche. Einladung des Vorstands. 271/12. Nen! Achtung! Neu! Strand- Restaurant wüggetfee zwisch. Müggelfchloß u. Aussichtsturm. Eröffnung des großen Vergnügungs- Empfehle Fabriken, Vereinen und parts im Restaurant Feld- Rorporationen für Sommervergnügen schlösschen, Rigdorf, Elfen- u. Ausflüge mein großartig gelegenes traße 73/75. Am 1. Osterfeiertag Lotal. 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