Mr. 84. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pr Monat. Eingetragen in der Poft Bettungs. Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Norwärts 200 I Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder beren Naum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Eine ostelbische Schul ,, reform". Aus pädagogischen Kreisen wird uns geschrieben: Donnerstag, den 11. April 1901. Dabei bestand die ganze„ Erfindung" einzig darin, daß Herr Lancaster( und mit ihm zu gleicher Zeit ein andrer englischer Geistlicher, Rev. Dr. Bell) auf jedwedes innere Verständnis bei den Schülern Verzicht leistete und ausschließVor einigen Tagen lief eine Mitteilung durch die Tages. lich darauf bedacht war, in der äußerlichsten Weise die presse, die das Interesse aller Pädagogen und Schulmänner Kinder in den Gebrauch der Buchstaben und Ziffern für den erregen mußte. Einen ostelbischen Regierungsrat v. Unruh notwendigsten Haus- und Fabrik bedarf einzuführen, heißt der Wackere v. Rochows, des einzigen preußischen Junkers, der wirkliches inneres Verständnis der Kinder, eine Weckung und Hebung hatten augenscheinlich die Lorbeeren während umgekehrt die echte Pädagogik in erster Linie ein Interesse für die Volksschule besaß und bethätigte, nicht schlafen der geistigen Kräfte an sich anstrebt. Für diese lette pädalassen, weshalb auch er mit einem ingeniösen Schulreform gogische Thätigkeit bedarf es deshalb wohlunterrichteter, aus vorschlag an die Oeffentlichkeit trat. gereifter erzieherischer Persönlichkeiten, denen möglichst wenig Kinder gegenüberzustellen sind. Für den geistlofen, mechanischen Drill der Lancaster- Bell- Methode reichten freilich schon Kinder zu, die andren Kindern morgen das beibringen konnten, was sie selbst erst heute gelernt" hatten. Diese Reform ist scheinbar so naheliegend und einfach und beseitigt dabei alle gegenwärtigen Klagen über den Lehrermangel und über die hohen Ausgaben für die Schule so radikal, daß die pädagogischen Fachmänner eigentlich beschämt hätten eingestehen müssen, von einem der sonst so sehr geschmälten ostelbischen Agrarier hinsichtlich des Verständnisses für die Schulbedürfnisse geschlagen worden zu sein. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Neberlicht. Berlin, den 10. April. Wie kam Waldersee zum Weltfeldmarschallstab? Darstellungen aus Berlin und Petersburg über die interDer eigenartige Widerspruch zwischen den offiziellen essante Frage, wie unser chinesischer Generaliffimus eigentlich zu der tommen, tritt auch in der Mandschurei Erklärung Rußffante Frage, wie unser chinesischer Generaliffimus eigentlich zu der erhabenen Würde eines internationalen Oberstkommandierenden ge= lands wieder auffallend hervor. In der historischen Einleitung dieser Erklärung des„ Regierungsboten" befindet sich nämlich folgende, von dem offiziösen Depeschenbureau be zeichnenderweise wieder einmal als minderwichtig unterſchlagene Stelle: Während der Zeit, als zwischen den Mächten ein Meinungswechsel über das passendste Mittel zur Vereinbarung der Operationen der verbündeten Truppen stattfand, wandte fich Kaiser Wilhelm direkt an Se. Se. Majestät den Kaiser und sodann alt sämtliche ausländischen Regierungen mit dem Vorschlage, den deutschen Feldmarschall Grafen Waldersee zur Verfügung der Mächte zu stellen, der in der Eigenschaft eines Oberkommandierenden mit der Leitung der Operationen der auf dem Betschili- Kriegsschauplatze konzentrierten internationalen Streitkräfte betraut werden könnte. Besorgt um die möglichst rasche Beilegung der im fernen Often entstandenen Komplikationen, antwortete Se. Majestät der Kaiser, er seinerseits sehe tein Hindernis für die An= nahme des Vorschlages Kaiser Wilhelms. Auch hier wieder, wie schon wiederholt, erklärt die russische Waldersee zum Weltgeneraliffimus zu machen. Es ist freilich gar kein Wunder, daß heutzutage ein ostelbischer Agrarier in den pädagogischen Atavismus verfällt, den Lancasterianismus rehabilitieren zu wollen. Ein damaliger Herr v. Unruh verweist auf das in früheren Zeiten vom französischer Schriftsteller schreibt entzückt: Herr Picton, ein Auslande gegebene Beispiel, die jüngeren Kinder durch die 18- bis 20jähriger junger Mensch, welcher Lancasters Schule älteren unterrichten zu lassen und empfiehlt diese Methode in Borough Road leitet, meine, man fönne, wenn man wolle, auch für die deutschen Schulen der Gegenwart. Er meint: in einem Jahre 500 Meister bilden." Welche goldne BerWenn nun der Rektor oder Orts- Schulinspektor sich aus den spektive für den Junkerstaat! Kein Lehrermangel mehr und besten Schülern der obersten Schulflaffe solche heraussuchten, dabei doch keine teuren Seminartoften! die sie für besonders geeignet halten, nach beendigter Schulzeit unter gehöriger Aufsicht und Anleitung die jüngsten Kinder zu einem andren„ Vorzug" des Lancasterianismus, den sein BeNoch angenehmer werden sich die Agrarier aber bon unterrichten, würden sich in den meisten Schulen voraussichtlich ge- gründer in seiner schier märchenhaften Naivetät sogar ſelbſt eignete Gehilfen der Lehrer finden, die gegen einen gemessenen Tagelohn die Kleinsten Kinder mit Erfolg mit stolzem Selbstgefühl unterstreicht, berührt fühlen. Zur Regierung, daß ihr vom deutschen Kaiser der Vorschlag unterrichteten und während der Schulferien in Seminar- Ferienkursen psychologischen Begründung seiner Maßnahmen schreibt gemacht worden sei, Waldersee mit dem Oberkommando zu beallmählich auf den Lehrerberuf vorbereitet werden könnten. Lancaster:„ Alle Kinder aber stehen unter dem Einflusse des Der Orts- Schulinspektor und Hauptlehrer erhielten auf diese Beispiels und folgen wie die Schafe denen, die trauen. Von deutscher Seite ist dagegen ebenso oft behauptet worden, Weise die Möglichkeit, armen, Kindern eine verhältnismäßig glänzende Zukunft zu eröffnen. der oftelbischen Edlen wert! aber lugen und fleißigen sie leiten." Das ist in der That ein Ziel, des Schweißes daß umgekehrt der Bar den Borschlag gemacht habe, Für ihre Bemühungen bei Aitlermung der Gehilfen könnte ihnen So erklärte z. B. Bülow in der Reichstags- Sizung vom ja eine Entschädigung gezahlt werden. Die Schulgemeinden Die Bell- Lancastersche Farce hat in Deutschland glück würden dabei Ersparnisie machen, da der Tagelohn des licherweise nur ganz vorübergehend und sporadisch unter dem 19. November vorigen Jahres: Gehilfen natürlich nicht so hoch sein darf, wie das Gehalt eines euphemistischen Ausdruck wechselseitiger Unterricht" Unheil jungen Lehrers." anrichten fönnen. Ein anfänglicher Bewunderer der Was ist das für ein vom Auslande, dem man in Preußen Lancasterschen Methode, der Oberkonsistorialrat Natorp, schrieb doch sonst in puncto Volksschule so sehr weit überlegen zu später ziemlich deutlich gegen die pädagogische Engländerei: sein sich rühmt, gegebenes Beispiel? Es ist recht interessant, Ihr bestes ist unser schlechtestes; was von ihnen für volldaß die ostelbischen Schul- ,, Freunde", wenn sie schon wirklich endet ausgegeben wird, verwerfen wir als planloses und uneinmal einen positiven Vorschlag machen, auf ein in der vollständiges Machwerk; was sie einführen, haben wir schon Geschichte der Pädagogik durch seine groteste Komit einerseits, längst auszurotten gesucht." Und an anderer Stelle: Der durch seine pädagogische Wertlosigkeit andrerseits gleich aus Unterrichtsgang( bei Lancaster) ist in einem tiefen und gezeichnetes Kapitel verfallen. Es ist nämlich der zu Anfang schmalen Geleise vorgezeichnet. Lehrer und Schüler gehen des vorigen Jahrhunderts in England plöglich auftauchende darin steif und mit gemessenen Schritten vorwärts, wie der und wie eine Epidemie um sich greifende Lancasteria- Gaul, der seinen Karren auf einem englischen nismus, dessen Wiederbelebung Herr v. Unruh empfiehlt. Wege fortzieht." Und ein anderer pädagogischer Die allgemeine Gärung in der bürgerlichen. Klasse am Schriftsteller zu Anfang des 19. Jahrhunderts, der alte, derbe Ausgange des vorigen Jahrhunderts, die aus dem Bestreben v. Wessenberg, schreibt treffend: Jene Lehrart, sagen auf Lockerung und Abschüttelung der feudalen und absolu- deutsche Schulmänner von Geist, was ist sie als ein neuer tistischen Fesseln hervorging und sich in der französischen Re- Mechanismus, d. i. Anwendung mehrerer Kräfte für den volution politisch entlud, hatte ihren Einfluß, wie auf alle einen Zwed zur Zeit- und Kostenersparnis. Die übrigen geistigen Gebiete, auch auf das Gebiet der Erziehung Ordnung geht hier nicht aus Liebe und Hochachtung für den ausgedehnt. In Deutschland blieb es freilich auch hier wieder Lehrer hervor; sie ist die erkünftelte einer Soldatenbei der Theorie, bertreten in hervorragendster Weise durch a bteilung. Auch das Lernen ist hier mechanisch: Das Pestalozzi, in Frankreich machte man wenigstens Ver Abrichten von Vögeln im Gesang nach einer fuche, wenn sie auch nicht zur Durchführung gelangten, Drehorgel." " die Theorie zur That zu machen. Im nüchternen England Wenn preußische Junker pädagogische Anwandlungen haben, dagegen sah man taltlächelnd von schwärmerischen Theorien so brauchen sie wirklich nicht nach England, nicht einmal aus und Extravaganzen ab und beschränkte sich dafür auf that Preußen hinaus zu gehen. Sie können sogar noch dazu auf sächliche Durchführung einiger der allernotwendigsten päda die ganze ihnen so verhaßte Pädagogik der Neuzeit Verzicht pogischen Bedürfnisse. leisten, wenn sie nur mit dem rechten Verständnis das lesen Diese Bedürfnisse bestanden in einer den veränderten wollen, was einer von ihnen selbst, der schon ertechnischen und wirtschaftlichen Verhältnissen besser angepaßten wähnte v. Ro chow bor beinahe 150 Jahren geschrieben hat. Schulbildung der von den Kapitalisten benötigten Arbeiter. In seinem prächtigen Schulbuch" heißt es:" Ich lebe unter Die Manufakturperiode mit ihrer in denkbar einfachste Hand- Landleuten. Mich jammerte des Volts. Neben den Mühgriffe zerlegten rein mechanischen Fabrikarbeit hatte kein seligkeiten ihres Standes werden sie von der schweren Last Interesse an gebildeten Arbeitern gehabt. Der durch Er- ihrer Vorurteile gedrückt. Ihre Unwissenheit in den findung der Maschinen komplizierter gewordene nötigsten Kenntnissen beraubt sie der Vorteile und Ersetzungen, technische Betrieb verlangt dagegen von den Arbeitern ein welche die für alle Stände gnädige Vorsehung Gottes auch Mindestmaß von elementaren Kenntnissen. dem ihrigen gegönnt hat... Die Ursachen dieser fämt " Die praktischen Engländer wußten fich bald zu helfen. lichen, den Staat in seinem wichtigsten Teil zerstörenden Uebel, Ein einziger Schulmeister unter tausend liegt an der bernachlässigten Erziehung der Kindern in der Schule", so hieß ein Buch, in dem ländlichen Jugend." Wir wären sehr gerne bereit gewesen, unsre Truppen jedem Oberbefehl unterzuordnen, über welchen sich die andern Mächte geeinigt haben würden, und ich habe das namentlich nach Rußland hin zu erkennen gegeben. Als eine solche Einigung nicht zu ers möglichen war, wohl aber an verschiedenen Stellen der Wunsch hervortrat, das Oberkommando einem deutschen Offizier anzuvertrauen, konnte fich Deutschland nicht einer Wahl entziehen, die ehrenvoll war für unser militärisches Ansehen und ehrenvoll war auch für das Vertrauen, welches unfre Politik den andren Mächten einflößt. Indem die andren Mächte das Oberkommando uns anvertrauten, bekundeten sie doch die Ueberzeugung, daß die deutsche Politik, wie sie von uns öffentlich proklamiert war im Cirkularerlaß vom 11. Juli, nichts enthielt, was irgendwelchen Anlaß bieten könnte zu Befürchtungen von ſeiten der andren Mächte. Die andren Mächte würden uns nicht ein solches Vertrauensvotum erteilt haben, namentlich nicht in einem einigermaßen kritischen Augenblick der chinesischen Frage, wenn sich unsere Politik nicht im Einklanglgehalten hätten mit den Intentionen und Aspirationen der andren Mächte. Das, meine Herren, gilt namentlich von Rußland. Daß gerade von russischer Seite Einwände gegen ein deutsches Oberkommando nicht erhoben werden würden, war vorauszusehen bei den guten und vertrauensvollen Beziehungen, die glücklicherweise schon vor der Zuspigung der chinesischen Verhältnisse zwischen uns und Rußland bestanden. Daß aber Seine Majestät der Kaiser von Rußland, dessen baldige und völlige Genesung wir mit ganz Europa und mit der ganzen Welt wünschen, ( Bravo!), daß diefer edle und und erleuchtete Souverän der jenige Monarch war, der vor allen andern Staatsoberhäuptern den Oberbefehl in unsre Hände legte, das haben wir mit besonderem Danke anerkannt, und das ist mir ein Beweis mehr für die Richtigkeit des von mir stets festgehaltenen Grundsatzes, daß zwischen einer gut geleiteten deutschen Politik und einer gut geleiteten russischen Politik tein tiefer gehender und teinesfalls ein irgendwie unüberbrückbarer Gegensatz bestehen kann. Und in der Sitzung vom 20. November äußerte sich Bülow och ungweideutiger: „ Am allerwenigsten richtet sich dieser Rückzug gegen das Obertommando, denn ich habe gestern betont, daß dies in erster Linie vom russischen Kaiser in unsre Hände gelegt ist.... Die Jdee eines deutschen Oberbefehls beruhte auf einer von außen her auf amtlichem Wege an uns gelangten Anregung. Mehr kann ich nicht fagen." einer der pädagogischen Reformer in England, der Quäker Und unfren heutigen bildungsfeindlichen aber kinderarbeitJoseph Lancaster, feine Methode darstellte und lüsternen Agrarien geradezu ins Stammbuch schreibt der empfahl. Sie bedeutet nichts andres, als eine wadere Rochow( in der„ Geschichte meiner Schulen"):„ Sollen Anwendung des Großbetriebs auf die Pädagogik. In der alle Menfchen, ohne Unterschied des Standes, mechanischesten, geistlosesten, maschinenartigsten Weise trichtert verständig werden oder nicht? Ueber diese Frage, Wir können dem Grafen Bülow den peinlichen Eindruck nach ein Schulmeister unter Assistenz einiger der älteren Schüler die doch so leicht zu entscheiden ist, scheinen die Regenten der fühlen, den diese wiederholte offizielle Bestreitung von ihm bein wenigen Monaten tausenden von Kindern das nötigste am Völker nicht aufs Reine kommen zu wollen. Wird sie bejaht, Bülow und seine Ministerkollegen werden vielleicht fünftig weniger haupteter Thatsachen auf ihn hervorbringen muß. Herr Graf Wissen, an Schreiben, Lesen und Rechnen ein. Als Lancaster so folgt daraus: seine neue Schule eröffnete, kündigte er dies mit den pompösen 1. daß die Schulfache eigentlich Staatssache iſt. ſich als berufene Antläger fühlen und aufführen, wenn einmal Worten an: Josef Lancaster in der Freischule Borough- Road 2. daß, damit einzelne verwahrlosete Menschen nicht einem socialdemokratischen Redner oder Blatt ein Irrtum unterläuft, zu London hat unter Gottes Segen und Beistand ein neues einst die Staatsglückseligkeit stören, alle Kinder im nachdem sich herausgestellt, daß selbst der höchste Beamte des Deutmechanisches( 1) Erziehungssystem für die Schulen er Staat zur Schule gehalten und darin zu verschen Reichs, dem doch alle Quellen und Mittel der Information zur funden(!), welches wegen seiner leichten mechanischen ständigen Menschen gebildet werden müssen. Verfügung stehen, über die wichtigsten politischen Vorgänge in seiner Handhabung bei der Unterweisung mehrerer Hundert und 3. also kein Kind, während seiner Schulzeit, Vieh nächsten Umgebung und unter seiner eigentlichsten Verantwortlichkeit Tausend Kinder angewendet werden kann." hüten, andre Kinder warten, den Pflug treiben, kurz, derart Irrtümern ausgesetzt ist. Der Mechanismus, dessen sich Lancaster besonders rühmt, von den Eltern zu Hantierungen gebraucht werden ist es gerade, gegen den Pestalozzi zur selben Zeit in der dürfe, die es abhalten, den Schulunterricht zu ge- Das Herrenrecht des Bau- Unternehmertums. schärfsten Weise zu Felde zog. Und wenn Lancaster sich nießen." Gegen die Baukontrolle durch Arbeiter wendet sich eine ferner naiv brüstet, ein Erziehungssystem erfunden" zu Also, Herr v. Unruh und Junkerfreunde: etwas weniger Protestpetition der Bau- Berufsgenossenhaben, so kennzeichnet das für jeden Fachmann sofort den Lancaster und etwas mehr Rochow bei zukünftigen pädago- fchaften gegen die Eingabe der Bauarbeiterorganisation ganzen Mann. gischen Reformversuchen! an das preußische Abgeordnetenhaus. Nach den Behauptungen der Unternehmerorganisationen ist in Bezug auf die Unfall-Ver- hutungsvorschristen und die Kontrolle alles aufs beste bestellt.-Es sei Bereits jetzt in umfangreicher Weise für Kontrolle gesorgt und es seien gegenwärtig noch schärfere Vorschriften in Aus- licht genommen. Die Arbeiter, so heißt es dann weiter, besitzen nicht die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen, namentlich was die Aufstellung der Ge- rüste anlange, um als Kontrolleure Verwendung finden zu können. Die von den Arbeitern geforderte Kontrolle schließe, eine„Gefahr für die allgemeine Ordnung auf Bauteil wie für die Lebenssicherheit und Wohlfahrt der Arbeiter selbst ein." Der Verband der Baugewerks-BerufS- gcnossenschaften schließt mit dem Ersuchen, die Petition der Arbeiterorganisation abzulehnen. da die Ein- sührung dieser Kontrolle— es kommt jetzt der Haupttrumpf— »große Gefahren für den Staat und die Ge- sellschaft mit sich bringen würd e." Dieser staatsretterische Standpunkt wird auch„b c- gründe t". An einer Stelle heißt es. es sei„notorisch, daß der Socialdemokratie nichts ferner liegt. als für Festigung des wirtschaftlichen Friedens und für die Achtung vor den Unternehmern einzutreten. Das gerade Gegenteil hiervon sucht die Socialdemokratie zu er- reichen und deshalb die Unzufriedenheit wachzurufen und in Pernianenz zu erhalten."— Wir möchten demgegenüber nur auf das eine hinweisen, daß die„socialdemokratischen" Maurer- Organisationen schon seit Jahren ziel- bewußt auf eine Vereinbarung zwischen den beiderseitigen Organisationen in Berlin hinarbeiteten, um damit die„Festigung des wirtschaftlichen Friedens" herbei- zuführen, während die Macher der Unternehmerpetition sich bis zum letzten Augenblick dagegen sträubten. Auch an den in erheblicher Zunahme begriffenen Unfällen auf Bauten sind die Socialdemokraten direkt schuld.„Von den socialdemokratischen Agitatoren wird bei den Arbeitern die Unlust und der Widerwille gegen die Arbeitgeber systematisch gefördert; diese Unlust und die Ver- bitterung gegen die Unternehmer sind nach- gewiesenermaßen die Ursache vieler Ver- letzungen." Den Nachweis für diese blödsinnige Behaup- tung bleibt freilich die Unternehmerpetition schuldig. Es müßte denn sein, daß sie die höhere Unfallziffer an den Montagen auf die indirekte Beeinflussung der Social- demokratie glaubt zurückführen zu können. Direkt ist nach den Ausführungen der Petenten der reichliche Alkoholgenuß am Sonntag schuld, aber vielleicht meint Herr Fetisch, daß die socialdemokratischen Agitatoren die Bauarbeiter hierzu an- reizen, um den besagten Zweck zu erreichen. Sachlich bemängelt die Gegenpetition die Berechnungs- weise der Arbeiterpetition bezüglich»der Unfallziffern; ob zu Recht oder Unrecht vermögen wir im Augenblick nicht festzustellen. Aber selbst die von der Unternehmer- Petition aufgestellten Unfallziffern sind so erschreckend hoch, daß die Forderung der Arbeiter, an der Baukontrolle beteiligt zu sein, vollkommen berechtigt erscheint. In der That können die Unternehmer auch keine durchschlagenden Gründe gegen die Forderung vorbringen; sie befürchten davon nur eine Beeinträchtigung ihres absoluten Herrenrechts.— DaS Zuckerkartell. Die deutschen Zuckeragrarier streben bekanntlich gottesfürchtig und dreist danach, den einzigen Konkurrenten des Zuckers, das Saccharin, durch das S ü tz st o f f g e s e tz zu vernichten. Dieses Gesetz soll das Saccharin aus dein freien Handelsverkehr entfernen und nicht blos die Verlvendung zu gewerblichen Zwecken bei Bäckern und Konditoren direkt verboten, sondern auch der häusliche Gebranch in der Arbeiterfamilie dadurch behindert lvcrdcn, daß man durch Gesetz den Saccharinverkanf nur noch den Apotheken gestatten will. Jeder Konkurrenz entlastet sind dann die Zuckeragrarier Herren des Süßstoffkousums und wie sie alsdann die Preise steigern werden, lehrt ein Blick auf das Ver- halten des Zuckerkartells. Am 1. Juni 1900 zu stände ge- kommen, gehören 98 Proz. der Raffinerien dem Ringe an. Auf diese Macht gestützt, hat nun der Ring die Zuckerpceise derart in die Höhe getrieben, daß die größeren Zuckervcrbrauchcr ein gemeinschaft- liches Vorgehen gegen das Zuckerkartell planen. Die Chokoladen-, die Biskuit-, die Cakes-, die Bonbon- und Konserven- Industrie leiden bereits schwer unter der Herrschaft des Kartells der Zucker- agrarier und sehen sich teilweise sogar in ihrer Existenz bedroht. Wenn früher die Zuckeragrarier oft erklärt haben, sie würden schon froh sein, wenn sie 10 oder 20 Pf. am Centner verdienten, haben sie sofort nach Gründung des Rings den Preis um das Dreißigfache dieses Betrags aufgeschlagen und dabei die Preise noch beständig weiter gesteigert. Zu Beginn des JahrS 19 wurde in Magdeburg 88prozetttiger Rohzucker mit 29, 20 M. pro Doppelcentner notiert, gemahlener Melis mit 45.2S M.. so daß nach Abzug der 20 M. betragenden Verbrauchssteuer 25,23 M. verbleiben, also eine Spannung von 5,05 M. gegen Rohzucker. Jetzt, unter der Herrschaft des Kartells, wird der Rohzucker in Magdeburg mit 20 M., ge- iuahlener Melis mit 50,80 M. pro Doppelcentner notiert, so daß unter Berücksichtigung der Verbrauchssteuer eine Differenz zwischen crsterem und letzterem in Höhe von IK.SO M. bleibt. Obgleich also der Rohzucker erheblich inr Preise zurückgegangen ist, stieg der Nutzen der Raffinerien um 44 Prozent. Der deutsche Zuckerverbraucher zahlt also heute, bei gesunkenem Rohzucker- preis, einen höheren Preis für raffinierten Zucker. Den Gelvinn, den die agrarischen Zuckcrindustriellen jetzt durch ihr Syndikat alljährlich machen, schätzt man auf 75 Millionen Mark! Jeder inländische Wettbewerb ist vernichtet, der hohe Schutzzoll von 40 M. pro Doppelcentner hält die ausländischen Er- zeuger fern und das Saccharin wird nun aus dem Verkehr entfernt. Ist es da ein Wunder, daß die Zuckeragrarier übennütig werden? Sie haben jetzt die ganzen Zuckerverbraucher dadurch rebellisch gemacht, daß die Shndikats-Raffinerien von ihren Ab- nehmern in den Lieferungsbedingungen die Annahme der Klausel verlangen, daß sie außer den vertragsmäßigen Bestimmungen die Kartell bedingungen anerkennen sollen, ohne daß diese den Abnehmern überhaupt bekannt sind.„Das Syndikat hält es nicht für zweckmäßig," heißt es.„den Abnehmern seine Be- stimmungen zu unterbreiten, weil dies nicht im Interesse des Kartells liegt." Weiter kann man die agrarische An- maßung allerdings nicht treiben und man kann sich a» dem Vor- gehen der Zuckerbarone ein Bild macheu, zu tvelchen Zuständen wir gelangten, lvenn die Agrarier durch die Erhöhung der Getreidezölle Herren des Lebensmittelmarkts würden.— Deutsches Aeich. Diktatur des Unternehmertums. Mit dem Aerztestreik in Leipzig beschäftigen sich auch die „Berliner Neuesten Nachrichten". Sie bezeichnen das Vorgehen deS Kassenvorstauds als„Diktatur des Proletariats" und be- haupten, der Streik sei von der Socialdemokratie provoziert worden. Demgegenüber möchten wir doch feststellen, daß die Führer dieser Diktatur waschechte Bourgeois und nichts weniger wie Socialdemokraten sind und daß sämtliche Unternehmer- Vertreter sotvohl im Vorstande wie in der Generalversammlung der Kasse durchaus mit ihrem Vorgehen einverstanden sind. Es wird den Herren Kommerziellrat Schwabe, Kommerzienrat Blüthner, Direktor Uhlemaun, Apotheker Steinmetz und andern ein schöner Schreck in die Glieder fahre», wem» sie hören, daß sie vom Organe Krupps zu den Socialdemokraten geivorfen werden und proletarische Diktatoren seien, weil sie zu den üblichen Unternehmerpraktiken, die sonst immer ausnahmslos die Zustimmung des Scharfmacherblatts finden, einmal ausnahmsweise und bedauerlicherweise die Zustimmung socioldeinokratischer Arbeiter gefunden haben. Die„Verl. N. Nachrichten" werden wir an diese Verurteilung des Vorgehens der Leipziger Ortskaffen-Verivaltung erinnern, wenn sie wieder eilnnal die Lehre vom Herrn im Hanse vertreten, wo kapitalistische Unternehmer allein sie gegen Arbeiter zur Geltung bringen.—_ Die Uneutbehrlichkeit des Gamaschendrills. Unsre Bemerkungen über die Sinnlosigkeit, ja die direkte Schädlichkeit des GamaschcndrillS anläßlich des auffallend vor- urteilsfreien Aufsatzes des Generalmajors v. P u t t k a m e r in der„Deutschen Tages-Zeitung" haben einen schriftstellernden Offizier veranlaßt, in der letzten Nummer der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" eine Lanze gegen den„Vorlvärts" und für den Drill zu brechen. Ter Artikel des Herrn v. Puttkamer erschien am 27. Januar, unsre Glossierung am 30. des- selben Monats— und noch jetzt vermag man sich in militärischen Kreisen nicht über den Artikel und die Fruktifizierung desselben zu beruhigen. Der für den Drill schwärmende Verfasser hat sich mit seiner Entgegnung so sehr Zeit genommen, daß man von ihm, der über die qualitative Seite der Puttkamerschen Kritik überlegen die Nase rümpft, füglich eine ganz besondre polemische Leistung hätte erwarten sollen. Aber was der Verfasser dem Herrn v. Puttkamer vorwirft: nur eine in militärischen Fachkreisen längst bekannte Sache unvorsichtigerivcise an die große Glocke gehängt zu haben, das trifft auf ihn in viel höherem Maße zu: er tischt nur tausendmal Gesagtes wieder auf. Er sagt nämlich: Zugegeben, die Dressur auf den Parade- marsch und der ganze Gamaschendrill haben allerdings direkt nicht' den mindesten Wert, da all die peinlich eingeübten Exercitien im Ernstfall nicht angewendet werden können— aber der Gamascheu- drill ist trotz alledem notivcndig, um die„seelische Ver- w e i ch l i ch u n g die„eine Begleiterscheinung der K u l t u r i st", die„ H u m a n i t ä t s d u s e I e i" und die„ Z e r- s e tz u n g s v e r s u ch e" zu paralysieren. Mit andren Worten: Nur zum Kadavergehorsam erzogene, unter der Fuchtel der Vorgesetzten stehende Soldaten werden sich mit der erforderlichen Todesverachtung schlagen." „Friedrich der Große siegte in unzähligen Kriegen gegen Feinde ringsum, mit Soldaten, die thatjächlich den Zopf trugen... Seine Soldaten siegten trotz der scheinbar verschwendeten Zeit auf Grund der ciserncn Friedrnsausbilduug mit ihrer Dressur. Aber nicht nur das, sie siegten auch trotz zwischendurchlaufender Niederlagen, die wir in den letzten großen Kriegen in ihren Nachwirkungen nicht durchgekostet haben, und— sie ertrugen blutige Verluste in einer Höhe, daß wir mit Beivundernng erfüllt werden, und doß uns erst bewiesen werden müßte, ob sie heute noch ertragen werden könnten. Sollte die damalige Friedensdressur nicht erheblich zur Erziehung der kriegerischen Tüchtigkeit mitgewirkt haben? Auf den Ein- wurf,- daß das heutige Soldatemnaterial ein ganz andres, und daß es falsch sei, einen Vergleich mit früherem zu ziehen, ist zu erwidern: Allerdings ist das Material anders, aber zu Ungunsten der kriegerischen Härte und des unbedingten Gehorsams, denn eine Bcglcit- erscheinung der Kultur ist eine seelische Ver- weichlichung. Das beweist der Krieg in Südafrika, in dem die unblutigen Verluste durch Gefangene überaus groß gegen die blutigen waren. Sollte man da jetzt von der in der preußischen und der deutschen Armee bewährten Tradition der innigen Vereinigung von F r i e d e n s d r e s s u r und reiner Aus- bildung im Kriegsgemäßen abgehen? Das wäre ein gewagtes Experiment." Also der Friedericia nische Soldatendrill ist das Vorbild auch noch der heutigen Mannschaftsausbildung! Sonderbar, der Verfasser entrüstet sich über die Indiskretionen des Herrn v. Puttkamer und begeht doch selbst noch viel schlimmere In- diskretionen! Offener wenigstens konnte er nicht zugestehen, daß erden moralischen Faktor im Soldaten vollständig gleich Rull ansetzt und die soldatische Bravour lediglich für den Ausfluß der Furcht vor dem Vorgesetzten hält. Friedrich der Große wenigstens wußte ganz genau, tveshalb er seine Leute im eisernsten Kadavergehorsam erhielt. In seinem militärischen Testament von 1768 schrieb er: „Was den Soldaten betrifft... so ist es nötig, daß er seine Offiziere mehr fürchtet, als die G e f a h r e n, welchen man ihn aussetzt; anders wird man ihn nie dahin bringen, ihn durch ein Ungewitter von 2'JO Kanonen, die ihn nieder- schmettern, zum Sturme zu führen. Der gute Wille wird in solchen Fällen den gemeinen Mann niemals heranbringen, das kann nur die Furcht thun." Und als Friedrich ll. einmal mir dem alten Dessaucr zur Revue ritt, fragte er ihn: WaS erscheint Ew. Liebden an unsrer Armee am wunderbarsten? Und als der alte Dessauer erwiderte: „Die schönen Regimenter, die hier in Reih und Glied stehen," antwortete Friedrich:„Nein, am wunderbarsten ist die Entnervung der KerlS, die uns als die Urheber ihrer Leiden nicht totschieße n." Also um dieser Disciplin willen soll der s o n st überflüssige Gamaschendrill nicht preisgegeben werden! Friedrichs IL Armee war freilich eine Söldnerarmee. in die während des siebenjährigen Kriegs östreichische und sächsische Kriegsgefangeue gleich zu g a n z e n R e g i m e n t e r u ge- steckt ivurden, die also durch den Stock zusammengehalten werden mußte. U n s r e Armee repräsentiert da§„V o l k in Waffen"— trotzdem aber soll der Gamaschendrill das tauglichste Mittel sein, die Leute in den Kugelregen zu treiben! Die kulturelle„Veriveichlichung" soll durch die „ E n t n e r v u n g" des G a nt a s ch e n d r i l I s bekämpft werden. Daß Menschen sich auch für ihr V a t e r I a n d, für Ideale mutig schlagen können und— wie die Geschichte beweist— oft genug mutig geschlagen haben, das ivill den» Verfasser nicht einleuchten. Ein in seiner Aufrichtigkeit nicht uninteressantes Ein- geständnis!—_ Zolltribut für PuttkamcrS. Eine interessante Berechnung stellt Naumann in der neuesten Nummer der„Hilfe" an. Er weist ziffernmäßig nach, wie viel für das Geschlecht von Puttkamer in Pommern die Getreidezölle wert sind. Er hält sich dabei an daS von G. Volgcr herausgegebene„Handbuch des Grundbesitzes" vom Jahre 1893. Was die Familien v. Puttkamer in den letzten acht schlechten Jahren hinzugekauft haben, können wir nicht nachrechnen. Es genügt auch der Besitz von 1893. Wir geben eine kleine lieber- ficht nach der genannten Quelle: Dieses sind die Herren v. Puttkamer mit einem„m". ES ist aber nötig, auch der Herren v. Puttkammer mit zwei„m" zu gedenken: Name Gesamt- Acker- u. m» s i des Gutes größe Gartenfläche'* Franzen.... 379 ha 292 ha\ Hauptmann a. D. und Reinholdsfelde.. 314„ 214„/ Landschaftsrat v. P. j Klein-Gustkow.. 557„ 385„ El. v. P. Denlsch-Carstnitz. 939„ 466„ Appell.-Ger.-R. v. P. 4 Güter 2189 ha 1357 ha 3 Besitzer Das Gesamtergebnis ist also folgendes: Das Geschlecht derer v. Pnttkanier und v. Puttkammer besitzt in Pommern 32 828 Hektar und zwar ist davon Garten- und Ackerland 16037 Hektar. Um dieses letztere handelt es sich bei unserer jetzigen Untersuchung. Nach dem„Statistischen Handbuch für den preußychen Staat" von 1898 ist reichlich die Hälfte des Acker- und Gartenlands mit Ge- treibe besetzt. Man kann annehmen, daß in den Puttkamerschen Be- sitzungeu 7600 Hektar Getreideboden sind, wahrscheinlich noch mehr, bis zu 8000 Hektar. Wir nehmen aber nur 7600 Hektar für G e- t r e i d e b a u an. Dieser Getreideboden verteilt sich auf die vier Getrcidearten. Bon 100 Hektar Getreideland kommt in Pommern auf Roggen 53, Weizen 8. Gerste 7. Hafer 32. Man kann dem- nach annehmen, daß im Puttkamerschen Gesamtgebiet etwa vor- hauden sind: Roggenland 4028 ha Weizeuland'....... 608„ Gerste......... 532„ Hafer......... 2432„ Sa. 7600 ha Den Ertrag dieser Getreideflächen beurteilen wir nach den ponnncrschcn Durchschnittserträgen: Fläche Ertrag pro ha(1897) Gesamtertrag Roggen.. 4028 ha 10,1 Doppelzentner 40 683 Doppelzentner Weizen.. 608„ 16,8„ 10 214. Gerste.. 532„ 11,9„ 6 331 Hafer.. 2432„ 9.0„ 21888 Von diesem Gesamtertrag des v. Puttkamerschen Gctreibancs muß Aussaat und Selbstverbrauch abgezogen werden. Um die Erträge eher zu gering als zu hoch zu schätzen, nehmen wir an, daß die Herren v. Puttkamer nur etwa 3/d ihres Getreide-Ertrages verkaufen: Berkaufte Menge Zoll pro Tonne Zollprofit Roggen..... 2440 t 35 M. 85 400 M. Weizen..... 610 t 35„ 21 350„ Gerste..... 380 t 20„ 7 600„ Hafer..... 1310 t 28„ 36 680„ 151030 M. Also bei dem jetzigen„unerträglich niedrigen" Zoll gewinnt, so bemerkt die„Hilfe", das Geschlecht derer v. Puttkamer in Pommern am Zoll jährlich 150 000 M. Diese Einnahme verteilt sich auf 22 Besitzer. Ein Herr v. Pnttkanier erhält also jetzt durchschnittlich 7000 M. Staatsznschuß in Form von Getreidezöllen. Um diese 7000 M. aufzubringen, müssen etwa genau 1000 Köpfe Brotzoll zahlen. Mit andren Worten: irgend eine Industriestadt von der Größe wie Gieße», Mcerane, Kattoivitz oder Greiz ivird zumfJahres- tribut an dieses Geschlecht vom Staat vergeben. Und was sind schließlich die pommerschen Puttkamers inmitten der 25 000 Groß- grundbesitzer Deutschlands?_ Der Kaiser als Schriftsteller. Der Kaiser hat. einer Lokal- korrespondenz zufolge, über die Eroberung der Takuforts eine be- sondere Ausarbeitung gemacht. In dieser Weise soll sich Wilhelm H. des öfteren als S ch r i' f t st e l l e r bethätigen und bereits über eine st a t t l i ch e Sammlung eigenhändig geschriebener, mit er- läuternden Illustrationen versehener Manuskripte verfügen.— Bilderschwindel. Die amtliche„Berl. Korrespondenz" eut- rüstet sich heute über den„Vorwärts" wegen der Veröffentlichung des Osterbilds und sie stellt fest, daß dasselbe Bild mit der Bc- Zeichnung„Chinesische Köpfe und englische Zuschauer" auf Seite 125 des Werks„Meine Wanderungen. I. Im Innern Chinas" zu finden sei, in Ivelchem Eugen Wolf seine Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 18 96 und 1897 veröffentlicht hat. Wir hätten es für anständiger gehalten, wenn das ministerielle Organ— den gesitteten publizistischen Gepflogenheiten entsprechend— zugleich davon Kenntnis gegeben hätte, daß der„Vorwärts" selbst bereits gestern aus freien Stücken daraus hingewiesen hat, daß det Soldat, der diese Photographie in die Heimät geschickt hat, entweder selbst mystifiziert worden ist oder mystifiziert hat. Auch die That- fache hätte die„Berliner Korrespondenz" nicht verschweigen dürfe». daß bereits vor dem„Vorwärts" ein frommes MissionSblalt das- selbe Bild unter dem Titel einer Boxerhinrichtung gebracht hat. Endlich sollte man nachgerade die plumpen Versuche aufgeben, ans einem einzelnen Irrtum zu folgern. daß nun das ganze massenhafte Material, das bisher in keinem Punkte irgendwie widerlegt worden ist, entkräftet und abgethan sei. Das ist eine Methode der Verallgemeinerung, die sicher als nichtswürdig und läppisch bezeichnet werden würde,' wenn sich- ihrer die Social- demokraten bediene» würden. Wir verstehen auch nicht, was die „Berl. Korrespondenz" nach ihrer Anschauuug über die Verwerflichkeit jedtveder Humanitätsduselei an dem Bilde auszusetzen haben würde. auch wenn Begebnisse des jetzigen Chinazugs darin wiedergegeben wäre». Oder' meint die Korrespondenz, die photographischen Auf- nahmen über die von den Dcuy'chen vorgenommene, von niemand bestrittene Massenhinrichtung von 76 Chinesen an einem Sonntag- nachmittag würden weniger abstoßend auf socialdcmokratisch erzogene Menschen wirken? Oder sind die von der offiziellen Zeitschrift des Flotten- wieder durchaus ungünstig. Die bessere Beschäftigung auf dem Eine interessante Enthüllung vereins veröffentlichten echten Hinrichtungsscenen aus dem China- Eisenmarkt ist, wie man jetzt sieht, nur eingetreten infolge " 2 0 feldzuge minder entseglich? Es ist doch nur ein belangloser Zufall, bedeutender Preisnachlässe und sie sind an sich kein Zeichen enthält noch die Erklärung der russischen Regierung zur Mandschureis daß gerade dieses Bild nicht als Beweismaterial gelten kann; denn von Gesundung, denn noch immer kommen aus den Industrie- Frage in ihrer historischen Einleitung. In derselben wird auses ist gar fein Zweifel, daß sich im Besige der europäischen bezirken Nachrichten über 3 wangsversteigerungen geführt, daß von dem deutschen Vertreter eine Er Zeitungsforrespondenten, Offiziere und Soldaten zahllose authen- von Eisen und Eisenfabrikaten. Vom ober- pedition nach Singanfu oder andre Gewaltmaßregeln tijche Photographien befinden, die noch weit schlimmere Schreckens- ichlesischen Steintohlenmarkt wird berichtet, daß dort vorgeschlagen worden seien, um den Hof zur Rüdfehr nach Beling zu thaten tünden. jeit der zweiten Märzhälfte andauernd auf verschiedenen Gruben zwingen. Der russische Gesandte legte im Auftrag seiner Indessen in einer Beziehung ist die Auslassung der Berliner große Posten Kohlen in fast allen Sortimenten, anf die Halden Regierung, Protest gegen ein solches Vorgehen, überhaupt gegen Korrespondenz" doch dankenswert. Sie liefert uns nämlich neues gebracht werden mußten, weil es nicht möglich war, die Förderung alle Zwangsmaßregeln ein, hat auch an den Verhandlungen über Material zur Geschichte der fraglichen Photographie und damit abzustoßen. In auffallender Weise sind die Abforderungen die Bestrafung der chinesischen Würdenträger, nachdem sie mit weitere Beweise für einen Bilderschwindel, dessen Auf zurückhaltender geworden. Hierzu kommt noch, daß ihrem Antrag auf Ersatz der Todesstrafe durch eine andre beliebig deckung nicht ohne Interesse sein dürfte. Man hat uns die Industrie durchaus nicht zu neuen Abschlüssen geneigt strenge Strafe nicht durchgedrungen war, nicht mehr teilgenommen. nämlich von verschiedenen Seiten ältere Veröffentlichungen des ist. Die Industrie erwartet offenbar den Sommer über Die nach den Versicherungen des Grafen Bülow so eminent nämlichen Bildes zugestellt. So ist es vor etlichen Jahren in einer teine ebung des Geschäftsgange. Die oberschlesischen Coats- friedliebende deutsche Chinapolitik hätte sich danach mit höchst englischen Zeitschrift als Hinrichtung chinesischer Seeräuber" dem anstalten beabsichtigen schon, um einer größeren Abschwächung abenteuerlichen Projekten getragen, zu deren DurchBublikum unterbreitet worden. Und wenn Herr Eugen Wolf in der Preise vorzubeugen, ihre Produktion einzuschränken treuzung durch Rußland Deutschland sich nur gratulieren könnte! jeinem China- Buch die Scene unter dem Titel„ Chinesische Köpfe und sie haben die Kaltstellung eines Teils ihrer Defen anEin deutsches Gefecht. und englische Zuschauer" auf den Markt bringt, so scheint auch dies feineswegs Eugen Wolf'scher Original- Anschauung zu entstammen. Wenigstens sind wir jetzt im Befige einer Photographie, von der unser Gewährsmann berichtet. daß sie die ursprüngliche, vor circa 5 Jahren hergestellte Aufnahme nach der Natur sei. Sie stammt von einem Genueser Photographen und soll eine Hinrichtungsscene nicht in China, sondern in Siam darstellen. Wir wissen nicht, ob wir damit endlich zum wirklichen Ausgangspunkt dieser verwandlungsreichen Jrrfahrt eines Bildes gelangt sind. Jedenfalls hat aber der Chinareisende Herr Eugen Wolf einigen Anlaß, sich darüber zu äußern, woher er denn die Photographie habe, die nach seiner Behauptung Borgänge auf chinesischem Boden ver anschaulicht. So ist denn jene Photographie zwar nicht ein Beitrag zur Illustration des modernen Hunnentums, dafür aber diente sie dazu, einmal zu zeigen, welche Glaubwürdigkeit jene Aufnahmen nach der Natur" haben, mit denen Illustrationswerke, Zeitschriften und Missionstraftätchen das Publikum„ aufklären." far zur und " Es ist gekündigt. Waldersee meldet am 8. aus Peting: Eine Räuberbande, die am Wie sich im Kur& ridgang zahlenmäßig die Verschlechterung 2. April Tangshan( 25 Kilometer nördlich Beking) überfallen hatte, der Lage ausdrückt, zeigt die folgende Tabelle von 23 Aktien, die ist durch Hauptmann Meister( vom 2. oftastatischen JufanterieRückgänge von über 15 Proz. erlitten haben: Regiment) von Tschangpingtschou( 30 Kilometer nördlich Peking) Verlust aus verfolgt und zersprengt worden, wobei 20 Räuber getötet wurden. Düsseldorfer Drahtindustrie. Deutsche Grundschuldbank. Bochumer Verein Hasper Bergwert Kummer, Elektr.- Aft.- Gej. Kl. Tiergarten- Bau- Gesellschaft Märk.- Westf. Bergwerk Kartonnagen- Industrie. Ottenser Eisen- Industrie Dürkopp, Maschinen- Fabrit Guthmann, Maschinen- Fabrik Flöther Eisenwert Kurs Anfang April 65, feit Anfang Januar 15,25 5,20 15,30 24, 15,50 186,50 15,50 91, 16,50 53, 17, 50, 17,75 224, 18, 87, 18,50 185,50 18,75 83, 19, 80,25 19,75 Façonschmiede 80,50 20,50 72,75 21, Vereinigte Summerische Werfe 112, 23,50 Freudenstein, Stahlwerke 106,50 23,50 Tuchfabrit Langensalza. 14, 24, Schlesische Zinkbütte 313,20 32,80 . 103, 37,25 128,50 38,75 6,75 39,35 12, 41, . 162, Helios, Aft.- Ges. Nauheim, säurefreie Produkte Müller, Speisefett- Fabriken Karlshütte Breußische Hypothekenbank. Façoneisen, Mannstädt. 53, Partei- Nachrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeitersekretariate. Die Veröffentlichung foll periodisch erfolgen; jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Verzeichnisses zu unterstützen und von einer Adressenänderung uns rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S.-A.), Unterm Schlosse 1. Altona, Große Bergstr. 204, I. Beuthen( O.-S.), Schießhausstr. 6. Bremen, Osterthorstr. 26 I. Breslau, Messergasse 18/19 I. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Frankfurt a. M., Schnurgasse 45 I. Freiburg i. B., Engelbergerstr. 9 I. Halle a. S., Geiststr. 21. Hamburg. Pferdemarkt 23 II. Hannover, Leinestr. 17, Hildesheim, Judenstr. 5. Hohenlimburg, Schulstr. 10, Jena, Saalbahnstr. 3. Köln a. Rh., Poststr. 50. 87 Landeshuti. Schl.,„ Gasthof zur Sonne", I. gübed, Johannisstr. 46, part. Mannheim, S. 3, 10. Mühlheim a. Main, Wiesenstr. 3 München, Jarthorplaz 6. Ein Kommentar zur Zentenot auf dem Lande. eine imleugbare Thatsache, daß heuzutage die Arbeitskräfte vielfach in der schamlosesten Weise ausgenugt und die Dienstboten häufig in dentbar schlechtester Art behandelt werden. So kenne ich z. B. einen Oekonomen, wo die Dienstboten, nachdem sie den ganzen lieben Tag bei schlechtestem Wetter gearbeitet, des des Abends nicht ein mal ihre Kleider Schuhe zum Trocknen in die Stube tragen durften. Wollten sie diefelben morgens nicht naz anziehen, so mußten sie die Güte der Nachbarn in Anspruch nehmen! Was die Kost betrifft, so wird z. B. in diesen. Dekonomien täglich sämtliche Milch an die Molkereien abgeliefert und die so ihrer nahrhaftesten Bestandteile beraubte Magermilch wird zur Dies sind Verluste von 15 bis 53 Prozent, die den Speise für die Dienstboten verwendet. Und woher iollen denn die ganzen Markt und nicht bloß einzelne Teile treffen. Von den Arbeiter die Kraft nehmen bezw. ersehen? So geht denn mancher genannten Werken ist die Karlshütte bereits zum Konkurs gekommen. in die Stadt, wo er sich bei noch so fargem Lohne beffer steht Namentlich die Elektricitätswerke leiden jetzt unter der tollen Ueberund nahrhaftere Kost erhält. Die Arbeitslosen in den Städten produktion, die durch die Jahre geherrscht hat. Auch die Cementzur gegenwärtigen Jahreszeit find größtentoils Saison- werke sind von schweren Verlusten betroffen; sie hatten auf die personal und von den öffentlichen Bauten und Arbeiten. Kanalbauten spekuliert und sind durch die Haltung der agrarischen Und ferner: Da fragt mancher, warum diefer und jener Canaljen" schwer enttäuscht worden. Von oben genannten Werken Dienstbote im Laufe der Zeit ein Trinker und Nachtschwärmer ge- ist inzwischen auch die Tuchfabrit Langensalza in Konturs geraten worden ist. Das ist aber meist die Folge unzureichender Verpflegung und zeigt fo, wie erbärmlich es zur Zeit wieder um die Lage der und schlechter Behandlung." Textilindustrie steht. Schlecht stehen auch die Hypothekenbanken. Die Attionäre der Deutschen Grundschuld- und der Preußischen Hypothekenbank verlieren allein an diesen beiden Papieren 46 Millionen Dazu kommt noch der Verlust an den Hypotheken- Pfandbriefen, nämlich ca. 95 Millionen bei der Grundschuld- Bank, die von 93,40 auf ca. 45 heruntergegangen sind, und ca. 355 Millionen bei der Preußischen Hypotheken- Aktienbank, die von nahe 100 un circa Der Parteivorstand. 20 Proz. fielen. Das ist ein weiterer Verlust der Pfandbriefbesitzer Kreuzbergstr. 30. von ca. 120 Millionen Mark, so daß die frommen Sanden, Schmidt und Genossen den deutschen Kapitalisten ungefähr( Plauenscher Grund), die im Dienste der dortigen KonsumvereinsDie Notlage der zwei Parteigenossen in Deuben Wir wollen ununtersucht lassen, ob die Angriffe gegen den bereits 166 millionen Mart Schaden gemacht haben. erheblich toten Liguori berechtigt sind, eines aber ist sicher: über eine ganz besondere Moralanschauung verfügt der Ultramontanismus. wie der von 1900. Im ersten Quartal vorigen Jahres kamen und denen, da sie die Summe nicht zahlen konnten, ein Jahr Der Quartalsabschluß ist weit ungünstiger fache zu einer Geldstrafe von je 1985 m. verurteilt worden waren, So höhnt beispielsweise heute die Märkische Volkszeitung", Rüdgänge von mehr als 15 Prozent kaum vor, wohl aber ver- Arbeiter- Zeitung" berichtet, daß ihr von interessierter Seite die Die Sächsische in der noch immer die den Kaplan Dasbach zugedachten Ohrfeigen, zeichneten die Börsenblätter 58 Steigerungen, von 25 bis zu unerlöst nach endlicher Bethätigung strebend, gespenstisch in der Luft 234 Prozent! zu schweben scheinen, über das sociale Empfinden: So schreibt nicht etwa ein Socialdemokrat. Die citierten Säge find vielmehr einer in der ultramontanen Passauer Donau Zeitung", dem Organ des Herrn Dr. Pichler, veröffentlichten Zuschrift entnommen. = Liguori- Moral? In Oestreich ist bekanntlich das Beichtbuch des katholischen Heiligen Liguori Gegenstand einer leidenschaftlichen politischen Aftion geworden, und man versteht seitdem unter Liguori Moral gerade nichts Schmeichelhaftes. " " „ Es drückt dem Vorwärts" fast das Herz ab, daß er das ,, unendliche Weh" nicht lindern kann; aber es geht mit dem besten Willen nicht, denn die Arbeitergroschen, die jeden Monat bis zu so und so viel tausend Mark eingesammelt werden, braucht die Parteikasse zur Förderung der Unzufriedenheit und zum Unterhalt der Agitatoren." Und an andrer Stelle schreibt das fromme Organ über unsre belgischen Genossen in Hinsicht auf den Beschluß, mit allen Mitteln das allgemeine Stimmrecht zu erkämpfen: " Mark. Ausland. Schweiz. am Nürnberg, Egydienplatz 22. Pforzheim, St. Georgenstr. 48. Posen, Grünstr. 7. Striegau, Annengasse 4. Stuttgart, Eßlingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldenburg, Schl. Töpferstr. 1. Berlin, den 10. April 1901. Mitteilung gemacht wurde, daß die Verurteilten in die Lage gekommen find, die Geldstrafe zu bezahlen, so daß den Gegnern der Konsumvereine, die sich vielleicht schon heimlich schadenfroh die Hände gerieben, die Freude verdorben wird. Für die Mitglieder des Nonsumvereins im Plauenschen Grunde wäre es außer ordentlich beschämend gewesen, wenn die Leute, die in ihrem Dienst So schwer zu Schaden gekommen, die horrende Gefängnisstrafe hätten verbüßen müssen. Gewerkschaftliches. Verhaftung ausländischer Demonstranten. Die Genfer Polizei verhaftete am Dienstag 8 Personen wegen der Unruhen am Karfreitag. Fünf davon sind Russen, 2 Bulgaren, einer Armenier. Sechs sind Studenten, 2 Typographen. Frankreich. Man braucht unsoweniger daran zu zweifeln, daß les der den Präsident Loubet Loubets Trinkspruch auf den Zaren. Der Trintspruch, od Berlin und Umgegend. socialistischen Vereinigung mit diesem Beschluß ernst ist, als Dienstag beim Diner in Nizza Die Aussperrung der Arbeiter in den Berliner Schuhfabriken. ausbrachte, hatte folgenden Wortlaut: ,, Admiral! Judem die belgische Socialdemokratie, die roheste und strupel Se. Majestät der Kaiser von Rußland Ihnen den Befehl Der Stand der Aussperrung ist noch unverändert. Die Arbeiter loseste wohl, die es giebt, wiederholt schon gezeigt hat, gab, hier den Präsidenten der französischen Republik zu stehen noch genau so geschlossen da wie am Anfang. Die Haltung daß sie vor dem Anstiften und Ausführen von Butschen begrüßen, hat er wieder einmal die Beständigkeit seiner der Richtorganisierten ist vorzüglich, trog der geringen Unterstützung nicht zurückschreckt. Aber ebenso wenig ist daran zu zweifeln, daß Gefühle für die befreundete und verbündete hatten sie tren zur Sache. Die vielleicht im Stillen von Seiten der wenn Belgien stets eine feste, entschlossene Regierung hat, die Nation bewiesen. Ich bin sicher, der Dolmetscher aller Fabrikanten gehegte Hoffnung, daß über das Osterfest hinaus viele gewaltsamen Umsturzversuche der Canaille unter der wir Franzesen zu sein, indem ich einen Toast ausbringe auf den Kaiser, wankelmütig werden würden, ist erfreulicherweise nicht in Erfüllung nicht etwa die Arbeiter verstehen, sondern die gewiffenlosen Die Staiserin, das faiserliche Haus, auf das große ruffische Reich und gegangen. Der Zuzug von gelernten Arbeitskräften von auswärtigen roten Hezer, die im ſtande sind, die Massen ins Unglück die Marine, die Sie hier vertreten." Admiral Birilew erwiderte: gegangen. Der Zuzug von gelernten Arbeitskräften von auswärtigen zu führen und im entscheidenden Augenblick sich selbst recht Gestatten Sie mir, einen Toast auszubringen auf den Präsidenten Plägen ist nur gering, trop der größten Auftrengungen, welche zeitig in Sicherheit zu bringen im Reime erstickt werden, und der Republik und auf Frankreich, mein zweites Vaterland." die Fabrikanten unternehmen. Bon allen Orten in Deutschland ,. das Gefindel, das ebenso feige wie vorlaut ist, zu Paaren ja selbst aus dem Ausland, werden der Streilleitung fortgesetzt getrieben wird. Die Führer der belgischen Socialdemokratie, Rußland. Schreiben Berliner Fabrikanten zugesandt, in welchen diese die Arinter denen sich einige Millionäre befinden, die Salonsocialisten Attentatsgerüchte. Aus Petersburg wird gemeldet: Die in beiter unter den günstigsten Angeboten nach hier zu locken suchen wurden, um ihren politischen Ehrgeiz zu befriedigen, find Londoner Blättern verbreitete Nachricht von einem durch einen Garde- würden die Herren ihren so brutal aufs Pflaster geworfenen Ar übrigens fein Material zu Revolutionshelden. Diese würden keine Offizier auf den Kaifer Nikolaus verübten Attentat ist völlig beitern nur einen Teil dieser Versprechungen erfüllen, der ganze Barrikaden besteigen, sondern nach dem Grundsatz handeln: Voraus der Luft gegriffen. Ueberhaupt sind alle die verschiedenen in sicht ist der bessere Teil der Tapferkeit." hochgestellte größter Entspricht diese Art, politische Gegner elend zu verleumden, den legter Zeit aufgetretenen Gerüchte von Anschlägen auf die Berjon Bekanntlich hatten die Streifposten viel unter den Siftierungen Moralanweisungen des heiligen Liguori? Dann wird es allerdings aufzunehmen. So kann auf das bestimmteste versichert werden, daß durch die Polizei zu leiden, es sind den davon Betroffenen bereits notwendig, sich diese Morallehre einmal näher anzusehen. niemals ein Attentat auf den Minister des Innern Ssipjagin ver- Strafmandate zu je 30 9. im Gesamtbetrage von 210 M. zugegangen. " Wir ersuchen besonders die Arbeiterpreffe Deutschlands von dies Aussperrung Notiz zu nehmen, damit der Zuzug von gelernt Arbeitskräften nach wie vor verhindert wird. Ein deutscher Gelehrter über die Vorgänge in China. sucht wurde. Im allgemeinen konnte bei einigen ausländischen Die Strafmandate gründen sich darauf, daß die betr. Personen dem VerIm neuesten Heft der von Professor Krumbacher herausgegebenen Blättern die Neigung zu tendenziöser Berichterstattung von hier aus bote, bestimmte Straßenteile zu meiden, nicht Folge geleistet haben. Trotz Im neuesten Heft der von Professor Krumbacher herausgegebenen beobachtet werden, die nur geeignet ist, die Gemüter zu beunruhigen diefer großen Aufmerksamkeit von seiten der Behörde hat dieselbe jedoch Byzantinischen Zeitschrift" ist, wie wir der Frankfurter Zeitung" entnehmen, ein Brief Theodor Nöldekes at Heinrich Gelzer und von der wahren Lage im Auslande ein völlig falsches Bild noch keine Gelegenheit gehabt wegen Beleidigungen und abgedruckt, der des letzteren Buch„ Geistliches und Weltliches aus zu geben. Bedrohungen Arbeitswilliger Auflage zu erheben. Wir dem türkisch griechischen Orient( Leipzig 1900) betrifft. Nöldeke, Neue Demonftrationen. Der Sturm der Entrüstung über gilt als unser vorzüglichster Stenner der orientalischen Dinge, und die Brutalitäten der zarischen Regierung drang nicht nur in alle Uni- führen dieſes besonders deswegen an, weil die Verbandsfabrikanten fein Urteil über die China Affaire dürfte auch weitere verfitäten des europäischen Rußlands, sondern auch ins asiatische Ruß- die Aussperrung damit begründet hatten, daß die Arbeitswilligen Streise interessieren. Welches Unheil," schreibt er, haben land ein. In Tomst( Sibirien) veranstalteten am 11./24. März die durch Beleidigungen und Bedrohungen an dem Betreten die Missionare nun gar in China zu stande gebracht!" Selbst Studenten der Universität und der Technischen Hochschule eine Demon- der zuerst in den Streit eingetretenen Fabriken gehindert sein sollten. vom streng kirchlichen Standpunkte müßte man doch zugeben, daß stration. Nach der Versammlung, die außerhalb der Stadt abgehalten Diese Thatsache beiveist aufs neue, auf welche frivole Art und Weise die wenigen Seelen, die dort wirklich dem Himmel gewonnen wurde, marschierten die Studenten in geschlossenem Zuge durch die die Aussperrung vorgenommen wurde, werden, gar nicht in Betracht kommen können gegen das Elend, Stadt. An der Demonstration nahmen etwa 300 Studenten und das bei der gewiß nicht unberechtigten Antipathie des Volts endlich viele von den Stadtbewohnern teil. Es wurden im Publikum von daraus entstanden ist: auch die Verrohung unserer europäischen den Studenten hektographierte Aufrufe verteilt und einige Studenten Soldaten, die bei der Art Kriegführung und Erequierung ein- hielten Ansprachen, in denen sie dem Publikum für die Sympathien, treten muß, ist mit in Rechnung zu ziehen. Ich fürchte, nicht die es ihnen entgegenbrachte, dankten. Der Zug fand statt unter allein von seiten der Boyer und andrer Chinesen, sondern auch von Absingen von revolutionären Liedern. Zu einem Zusammenstoß mit jeiten der Europäer tommt da manches vor, was an die Thaten der Polizei kam es nicht. der Hamadije in Armenien erinnert. NB. Wenn man in Beting Im Jaroslawjchen Lyceum fand am 11./24. März eine die Kaiser paläste dem Erdboden gleich gemacht hätte, so hätte Versammlung von 170 Studenten statt. Um die Verbrecher auseinich das ganz in der Ordnung gefunden; denn durch eine solche ander zu jagen, wurde die gesamte Polizei der Stadt und 4 AbErefution, die in ganz China Schreden erregt hätte, wäre wohl sehr teilungen Militär auf die Beine gebracht. 77 Mann find arretiert, die viel Blut gespart." übrigen find sistiert. Es werden weitere Verhaftungen erwartet. Zu Chartow verstarb im Gefängnis- Strantenhause der bei der Demonstration durch Säbelhiebe der Kosaken schwer verwundete Student Ratner.. Afrika. Kursschwankungen und Wirtschaftslage. Man schreibt uns: Die Die Rutscher und Arbeiter der Vereinigten Ber Mörtelwerke haben gestern sämtlich die Arbeit eingestellt. D gestellten hatten vor einigen Wochen vor dem Einigungsa Berliner Gewerbegerichts bestimmte Vereinbarungen in Be ihre Löhne und Arbeitsbedingungen mit dem Werte getro wurden diese von beiden Teilen auch gehalten. einstellung erfolgte wegen des schroffen Auftretens des Herrn zusammentreten und eröffnete ihnen, daß er dem Verlar Bannowski. Dieser ließ gestern früh die Vertrauensleut gestellten auf Entlassung der drei Streifbrecher, welch bei den Einigungsverhandlungen gefordert und auch i stellt wurde, nicht nachkommen werde. Wem dies nicht den Hof verlassen. Daraufhin legten sämtliche Kutio die Arbeit einmütig nieder. Die Ausständigen find Verkehrsarbeiter. Der Zuzug ist fernzuhalten. Die geringe Aufwärtsbewegung und die festere Haltung, die für kurze Zeit an der Börse zu verzeichnen war, ist bereits wieder Bom Boerenkrieg. Lord Kitchener meldet aus Pretoria, den einer allgemeinen Abschwächung und einem Kurs- 9. d. M.: Blumer machte bei der Besehung von Pietersridgang gewichen, der die geringe Besserung übertrifft. Die Be- burg 60 Gefangene, erbeutete ein Siebenpfündergeschütz und ver- Mitglieder des Centralverbands der Handels, richte der Handelsblätter aus den Kreisen der Industrie lauten nichtete viele Munition und Dynamit. " der Arbeiter zu vernichten. Deutsches Reich. Die Former der Firma Wolf in Essen legten wegen Lohnreduktionen die Arbeit nieder. Ein Weberstreik ist bei der Firma Buch und Stein in Forst bei Aachen ausgebrochen. Der Lohn sollte reduziert werden. Sämtliche Arbeiter der Fabrik haben sich dem Streit angeschlossen, so daß, wenn kein Zuzug erfolgt, die Firma nachgeben muß. es seine war an Eltern Sociale Rechtspflege. " Man Der Streit auf den städtischen Gaswerken Charlotten- 1bazu tam eine gewiffe Eifersucht, denn er hatte gehört, daß der einer gewissen Anstrengung verbundene, nicht lediglich des Vers burgs dauert weiter. Auch die Arbeiter des alten Gaswerks haben Bräutigam" einer gleichaltrigen Arbeitskollegin der Schulz gnügens und der Erholung willen unternommene Beschäftigung. Mittwoch die Arbeit eingestellt. Verhandlungen, welche mit dem von Zeit zu Zeit harmlose Ansichts- Postkarten für ihr Bürgermeister Matting stattfanden, führten zu feinem befriedigenden Postkarten Album zuschickte. Run war Etwas von unanfechtbaren gerichtlichen ,, Feststellungen". um seine Ruhe Resultat für die Ausständigen. Dieser erklärte vielmehr einer geschehen. Er machte den Versuch, sie durch Vermittelung eines egen Vergehens gegen die Verfrommungsverordnung für Kommission der Streitenden gegenüber, daß die stattgefundenen Freundes zur Milde und Versöhnung zu stimmen, es gelang ihm Schleswig- Holstein waren die Parteigenossen Schottfels, Peters und Maßregelungen mit ausdrücklichem Einverständnis aber nicht. Dann lauerte er ihr auf dem Heimweg von der Fabrit Güldorf zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie an einem Sonndes Magistrats erfolgt feien, ba man sich ein und als er fie in der Greifswalderstraße traf, padte er sie am Arm tag socialdemokratische Druckschriften verteilt hatten. Das Landfolches aufwieglerises" Treiben, wie es in der und fragte sie mit drohender Stimme, ob sie sich die Sache überlegt gericht fah darin eine öffentlich bemerkbare Arbeit. Für die Vers Iegten Beit plaggegriffen habe, nicht länger gehabe und nicht doch lieber mit ihm gehen wolle. Sie riß sich los, urteilten legte Rechtsanwalt Wolfgang Heine Revision ein. Er fallen laffen könne. Die Entlassung des einen Gemaß drohte mit einem Schußmann und ließ ihn stehen. Das war zu machte in der Verhandlung vor dem Kammergericht folgendes geltend: regelten will der Magistrat rückgängig machen und einen Arbeiter- Ausschuß zugestehen, jedoch könnten die anderen Revolver. Da er eine solche Mordwaffe noch nie in Händen gehabt des Kammergerichts liege aber nur eine Arbeit vor, wenn eine auch viel. Am 5. März früh faufte er sich für 4,50 m. einen sechsläufigen Das Landgericht habe nicht nachgeprüft, ob die Thätigkeit der Angeklagten mit einer Anstrengung verbunden gewesen sei; nach der Judikatur Entlaffenen nicht wieder eingestellt werden, da sie einen hatte, ging er zunächst in ein Birkenwäldchen und versuchte durch Anstrengung damit verbunden sei. Dann sage der Vorderrichter, groben Verstoß dadurch begangen haben sollen, indem sie auf der Abfeuern von 4 Schüssen wie die Waffe funktioniere. Zwei Schüffe diejenigen, welche die Beschuldigten von Haus zu Haus eilen jahen, Anstalt Einladungszettel zu der öffentlichen Versammlung verteilten, ließ er im Lauf stecken. Dann ging er nach Hause und schrieb diejenigen, welche die Beschuldigten von Haus zu Haus eilen sahen, die kürzlich wegen des Verhaltens des Ingenieurs Hasse stattfand. daselbst zwei Briefe. Der erste hätten gewußt, was vorging. Darauf komme es aber nicht an Die Ausständigen können darin aber eine grobe Verfehlung nicht gerichtet und lautete: ,, Liebe Eltern! Wenn ihr diesen bei Anwendung einer Polizeiverordnung über die äußere Heilig erbliden, indem irgendwelche Bestimmungen, die das Verteilen von Brief erhaltet, bin ich falt und stumm! Bergebt, daß ich Euch lich in die Erscheinung trete. Es stehe nun nicht einmal fest, ob die haltung der Sonn- und Feiertage. Maßgebend wäre, was äußer Zetteln verbieten, nicht bestehen. Sie erblicken in dem Vorgehen des diesen Summer bereite, aber es muß sein. Verflucht mich nicht, es lich in die Erscheinung trete. Es stehe nun nicht einmal fest, ob die Magistrats nur einen Schlag, um die ihm unliebfame Organisation war meine feste Vornahme; lebet wohl! Gedentet mein!" Der Druckschriften beim Tragen durch die Straßen äußerlich erkennbar Man hat nun Feuerwehrleute zweite Brief, der für Fräulein Clara Schulz bestimmt war, hatte oder ob sie verhüllt gewesen seien. nach dem II. Gaswerk kommandiert, welche den Betrieb aufrecht erhalten folgenden Inhalt: Liebe Clara! Wenn Du diese Beilen erhältst mit folgender Begründung: Der Vorderrichter habe insbesondere Der Straffenat des Kammergerichts verwarf die Revision sollen, woran aber garnicht zu denken ist. Eine Kolonne der städtischen liege ich starr und stumm. Ich habe Dir dann Platz gemacht. Leb' Straßenreiniger, welche gleichfalls zur Arbeit nach dem II. Gaswert wohl, geliebte süße Maus! Der Montag wird Dir oft im Ge- den Begriff der öffentlich bemerkbaren Arbeit nicht verkannt. Das beordert wurde, weigerte sich, Streifbrecherdienste zu leisten, und dächtnis bleiben. Daß ich Dich rasend liebte, weißt Du, aber ich undgericht führe in der Urteils begründung aus:„ Eine Arbeit fand keine Gegenliebe. Lebe wohl, gedente mein. Gotthilf." Nach ist eine zu einem bestimmten Zweck unternommene, mit einer gedem er diese Briefe des Abends zur Post gegeben, tam er sich wie wissen Anstrengung verbundene Thätigkeit. Eine solche liegt hier Sattler. In Elberfeld- Barmen ist es zu einem Streit der Militär- und schlief bald den Schlaf der Gerechten. ein richtiger dramatischer Held vor, froch zufrieden ins Bett bor, wenn die Angeklagten mit großen Baden Druckschriften von Als sein Vater Haus zu Haus eilten 2c" Nach diesen Säßen aus den Gründen effekten- Sattler gekommen. Die genaue Anzahl der Streifenden am nächsten Tage den fürchterlichen Brief erhielt, meinte er, daß der habe der Vorderrichter unbedenklich die Anstrengung festgestellt. kann erst in den nächsten Tagen mitgeteilt werden; rach vorläufiger Herr Sohn am Ende doch noch nicht falt und stumm" sein, sondern Wenn der Vorderrichter feststelle, daß die Leute mit„ Paden DrudSchäßung werden etwa 250 Mann in Betracht kommen. Es handelt sich die Sache doch wohl überlegt haben dürfte, und instinktiv stürmte riften" von Haus zu Haus eilten, so glaube der Senat anfich darum, den in Berlin anerkannten Tarif auch in Elberfeld- Barmen, er nach der Seibelstraße, um die Dinge zu erwarten, die sich dort nehmen zu können", daß die Druckschriften erkennbar waren. diesem Hauptfige der Militäreffekten- Industrie, zur Durchführung zu ereignen würden. Er hatte sich nicht getäuscht. Um die Mittagszeit bringen. Zuzug ist streng fernzuhalten. pflanzte fich plöglich fein Sohn in der Nähe des Fabrikgebäudes auf. Er bereitete ihm einen gebührenden Empfang, indem er das Bürschchen beim Stragen padte und ihm eine schallende Ohrfeige bersezte. Fast zu gleicher Beit tam das Mädchen auf die Straße, um Der Arbeiter F. verlangte im Klagewege von dem Maurermeister Lohnverpflichtung gegenüber dem ,, berborgten" Arbeiter. Der Lohnkampf der Maurer in Mecklenburg zeigt eine während der Mittagspause etwas frische Luft zu schnappen. Als sie Bogdt einen Restlohn von 16 M. Die Verhandlung vor der besondere Schärfe. In den Orten Penzlin, Wismar und den Angeklagten bemerkte, machte sie Kehrt und eilte davon, Rammer III des Gewerbegerichts ergab folgenden Sachverhalt: Warnemünde ist der Ausstand der Arbeiter von seiten der er aber hatte sie schon wahrgenommen, riß sich vom Vater los und Maurermeister Vogdt hatte zwei Bauhandwerkern den Ausbau einer Unternehmer mit der Versendung einer schwarzen Liste beantwortet, stürmte ihr nach. Endlich hatte er sie erreicht und teuchend rief er Treppe in Accord übertragen. Diese Leute brauchten dazu einen die 141 Namen enthält. In der Baugewerks- Zeitung" wird sogar ihr zu:„ Gehst Du mit mir, oder ich schieße Dich nieder!" Sie hatte Hilfsarbeiter und baten den Polier des Arbeitgebers, ihnen der Bannstrahl gegen alle Maurer in Mecklenburg geschleudert und taum Zeit, eine abwehrende Bewegung zu machen, da krachte auch einen zu überlassen. den Unternehmern ins Gewissen geredet, keinen Maurer aus Mecklen- schon ein Schuß. Glücklicherweise ging es ohne Blut ab; der An- wurde F. den Accordanten zur Verfügung gestellt. Das geschah denn auch, und zwar burg einzustellen. Es wird deshalb zu empfehlen sein, daß die geklagte war so wenig mit der Schußwaffe vertraut, daß der Re- vereinbarte, sie sollten Maurer die genannten Städte meiden, vielleicht befinnen sich dann volver schon losging, als er ihn eben aus der Paletottasche heraus- zahlen. ihm für die Stunde 50 Pfennig die Herren Unternehmer eines Besseren. zog, und die Kugel in das Asphaltpflaster des Straßen- legten Woche blieben sie ihm jedoch 16 M. schuldig, weil ihnen Herr F. erhielt regelmäßig sein Geld von den Leuten, in der damms drang. Der Tragödie zweiter Teil endete mit Bogdt wegen angeblicher Mängel der nun fertig gestellten Treppender Festnahme des Angeklagten. Dieser blieb bei dem arbeit ebenfalls nicht mehr zahlte. F. machte nun den Maurermeister gestrigen gerichtlichen Epilog dabei, daß er dem Mädchen durch die Klage dafür verantwortlich. Uebrigens hat der Kläger nach der nichts habeanthun wollen; er habe sich den Revolver Beendigung jenes Accords wieder bei Bogdt weiter gearbeitet. Der getauft, weil er infolge der Arbeitslosigkeit und Christlicher Unternehmerverband im Kampfe gegen eine verschmähten Liebe des Lebens überdrüffig gewesen sei; beim Heraus Gewerberichter Dr. Schalhorn führte begründend aus: Hier liege der Gerichtshof verurteilte den Beklagten zur Zahlung der 16 M. und chriftliche Arbeiterorganisation. In Kaldenkirchen, dem be- nehmen des Revolvers aus der Tasche sei dieser durch einen unglüd- ein sogenanntes Verborgen des Arbeiters vor, denn Kläger habe fannten Grenzort an der holländischen Grenze, bestehen schon seit lichen Zufall losgegangen. Nun bekundete aber das Mädchen, daß vor und nach seiner Hilfe beim Treppenaccord im Dienste des längerer Zeit Differenzen zwischen der Firma H. Nehr und ihren der Angeklagte ihr schon mehrmals mit Erschießen gedroht habe, Maurermeisters gestanden und sei von diesem bezw. seinem Vertreter Cigarrenarbeitern. Die Firma wollte eine neue Bündelmaschine ein- insbesondere acht Tage vor der Katastrophe, wo er auch unter An- den beiden Accordarbeitern nur für die Dauer des fraglichen Accords führen, durch welche die Arbeiter in ihrem Verdienst geschädigt drohung mit Gewalt verlangt habe, daß sie nur mit ihm gehen" überlassen worden. Was wurden, sie verlangten deshalb eine Lohnerhöhung, damit solle. Der Gerichtshof nahm bei dieser Sachlage versuchten trifft, jo liege bei einem derartigen Verborgen des Arbeiters die Löhnungsverpflichtung ein Ausgleich stattfinde. Nachdem alle Verhandlungen frucht Totschlag und versuchte Rötigung als vorliegend an und ver- die Sache so: der Meister sei seinerseits solange von der Ios verlaufen waren, machte der christliche Tabatarbeiter- urteilte den Angeklagten zu zwei Jahren und zwei Wochen Verpflichtung frei, wie der Dritte, zu dem der Arbeiter als HilfsVerband die Sache 811 der seinigen und versuchte der Gefängnis. Die zwei Wochen wurden als durch die Untersuchungstraft gekommen, felber zable. Bleibe aber der Dritte im Rüdstande, Vorstand eine Einigung herbeizuführen. Mit Spott wurde er em- haft verbüßt erachtet. pfangen und nun traten die Arbeiter in einen Streit. Die Bürgerdann lebe die Lohnzahlungspflicht des Meisters wieder auf. schaft sympathisierte mit den Streifenden und wurde von einer Natürlich bleibe der Dritte auch verpflichtet. Wäre die Klage auf In Elberfeld begann gestern ein neuer Militärbefreiungs- ihn mit ausgedehnt worden, dann hätten die Beklagten solidarisch Bürgerversammlung der Bürgermeister ersucht, zwischen den Parteien rozeß. Es tommen hierbei namentlich in Betracht die Familie verurteilt werden müssen. zu vermitteln. Dieser nahm an, erließ aber innerhalb einiger Tage Dieckhoff und der Agent Baumann, die das Geschäft im größten Stil eine Erklärung in der Presse, die Arbeiter seien im Unrecht seit langen Jahren betrieben haben. Schon in den 70er und 80er den andren Arbeitern eines Baues nach beendeter Arbeit auf EinUnfall beim Richteschmaus. Der Maurer Opis hatte gleich und sollten die Arbeit aufnehmen. Da die Streifenden Jahren hatten an verschiedenen Orten, so in Bochum, Münster, aber nach wie vor auf ihrer Forderung bestehen, hat der Wiesbaden, Colmar, Straßburg, Mülhausen, Frankfurt a. M., ladung des Arbeitgebers in dessen Wohnung am Richteschmaus teilFabrikantenverband von Kaldenkirchen Stellung zu dem Streit Altena, Mainz Militärbefreiungs- Prozesse geschwebt, in welche genommen. Die Wohnung befindet sich etwa eine Stunde von der genommen, und handelt es sich jest um eine Machtprobe zwischen immer mindestens ein Mitglied der Familie Diedhoff berArbeitsstätte entfernt. Der Schmaus begann um 4 Uhr. Als Sem Unternehmer Verband und der christlichen Tabatarbeiter widelt war. In dieser Familie war das Freimachergewerbe Bedürfnis Opit gegen 5 Uhr den Hof aufsuchen wollte, um ein Organisation. Sämtliche Cigarrenarbeiter( 350), welche dem Ver- feit altersher er zu verrichten, glitt aus dem Vater auf den Sohn überkommen bon und brach sich den band angehören, sind von den Fabrikanten gekündigt worden. Da worden. Er verlangte eine Unfallrente, die sächsische die bereisten Jahrmärkte der Provinzen Druck bekanntlich Gegendruck erzeugt, so find diejenigen Cigarren- Hannover und Westfalen und der rheinländischen Industriebezirke Baugewerts- Berufsgenossenschaft lehnte aber den Anspruch ab, weil macher, welche noch nicht organisiert waren, dem christlichen Verband und suchten hier Verbindungen mit wohlhabenden Fabrikanten, Land- ein Betriebsunfall nicht vorliege. Der Verlegte legte Berufung ein, beigetreten. Da es fich um die erste Machtprobe handelt, welche ein wirten und Gewerbetreibenden, denen sie ihre Hilfe für die worauf das Schiedsgericht die Berufsgenossenschaft zur Rentenchriftlicher Verband zu bestehen hat, kann man auf den Ausgang des Befreiung der Söhne vom Militärdienst anboten. Da die Söhne zweifellos nicht durch die dem Maurerhandwerk eigentümlichen gewährung verurteilte. Es führte aus: Wenn auch der Unfall Kampfs gespannt sein. sehr oft im Geschäft oder in der Wirtschaft unentbehrlich waren, so Kusland. hatten sie sehr großen Zuspruch, namentlich aus der gewerbereichen Betriebsgefahren herbeigeführt worden sei, so sehe das Gericht als Betriebsunfall" im Sinne des Gesetzes an, Die Arbeiterbewegung in Finnland. Trotz der vielen Hinder- Gegend von Solingen, Remscheid und aus dem Wupperthal, und weil sich der Kläger zur fraglichen Zeit in einem bers niffe, die sich der Entwicklung der finnischen Arbeiterbewegung ent- das Geschäft warf glänzende Erträge ab. Solch eine Befreiung ficherungspflichtigen Arbeitsverhältnis befunden und in dieser gegenstellen, breiten sich die Organisationen ruhig und sicher über foſtete immer einige tausend Mark. Nach dem Tode des Familien- feiner Eigenschaft an dem Nichteichmans teilgenommen habe. alle Teile des Lands aus. Von diesen Fortschritten zeugte auch die oberhauptes Ernst Dieckhoff setzte seine Witwe das„ Geschäft" in - Die Berufsgenossenschaft legte Refurs ein und hatte damit Gemeinschaft mit Baumann fort. Jahresversammlung des Helsingfors A Arbeiter= verbands", die vor acht Tagen stattfand. Diese die finnish auf Täuschungsmitteln bei den Vorstellungen vor den Erjaz entschied dahin, daß Q. eine Unfallrente nicht zu gewähren sei, auch Erfolg. Das Reichs- Versicherungsamt unter dem In den früheren Zeiten beruhte die Freimacherei" vorwiegend Vorsiz des Geheimrats Besserer hob die Vorentscheidung auf und sprechenden Arbeiter umschließende Organisation ist im Jahre 1884 So hat es auch Strudsberg, wie der vorige Prozeß weil unter den obwaltenden Umständen von einem Betriebs= gegründet worden. Damals im bürgerlich- liberalen Fahrwaffer, tommissionen. So hat es auch Strudsberg, wie der vorige Prozeß hat fie fich feit 6-7 Jahren gänzlich von bürgerlichen Elementen ergab gemacht. Ernſt Dieckhoff verſchmähte dieſe Mittel zuletzt unfall nicht gesprochen werden könne. freigemacht und steht jest völlig auf dem Standpunkt der gänzlich, er arbeitete nur noch mit Bestechungen. find verschiedene Militärärzte, gegen welche fich ein dringender modernen Arbeiterbewegung. Sie hat gegenwärtig Berdacht richtet, mit ihm und seinen Rachfolgern in Verbindung Lehte Nachrichten und Depelchen. 1900 Mitglieder, davon circa 300 weibliche. Tekke Außerdem, daß durch die Wirksamkeit dieser Organisation die gestanden zu haben. Der in die Affaire mit verwidelte Ober Zahl der Fachvereine in Helsingfors auf 40 angewachsen ist, bildet borf befindet sich bekanntlich seit langem in Untersuchungshaft stabsarzt Dr. Schimmel vom 11. Husaren- Regiment in DüffelMilitärbefreiungs- Prozek. fie auch den Rückhalt für das finnische socialdemokratische und sieht nach Beendigung dieses Prozesses feiner Aburteilung jun. und sen., die Fabrikanten Heinrich Felde jun. und sen., Elberfeld, 10. April.( W. T. B.) Die Kaufleute C. W. Tasche Centralorgan Työmies". Durch energische und opferwillige Thätigkeit haben sich die finnischen Arbeiter auch ein vor dem Kriegsgericht entgegen. Aber auch noch eine Reihe aus Remscheid, der Droguist Albert Garschageneignes Versammlungslotal geschaffen, das zwar gegenwärtig werden. Neben den beiden Hauptangeklagten Baumann und Frau Albert Garichagen- Remscheid, sowie der Kluppenschmied Heinrich noch aus zwei Holzgebäuden besteht, aber auf dem im Centrum Diedhoff erscheinen 81 Bersonen auf der Anklagebant, fast ausnahms Hufschmidt- Remscheid und dessen Vater der Werkzeugfabrikant der Stadt gelegenen großen Grundstück wird bald mit dem Bau los Bürger in angesehener geachteter Stellung, die teils sich selbst, Albert Hufschmidt geben zu, mit dem Angeklagten Baumann in Vereines, Boltshauses" begonnen werden. teils ihre Söhne durch die Vermittlung der beiden erstgenannten Angeklagten freizumachen versucht haben. Eine Anzahl der Frei- bindung gestanden zu haben. Die beiden Hufschmidt bekennen, ihn gemachten ist nachträglich zur Dienstleistung herangezogen und gleich- 2000 bezw. 3000 m. bezahlt zu haben, ferner bekennen diefelben, zeitig vor ein Militärgericht gestellt worden. Es sind 219 Beugen, von Baumann Pillen erhalten zu haben, durch welche Gelbbarunter Oberstabsarzt Dr. Schimmel und viele Militärärzte, sowie sucht fünftlich erzeugt wird. Baumann leugnet hartnäckig, die Zeugen zu kennen. Heute wurden sämtliche Angeflagte ver nommen, morgen beginnt die Beweisaufnahme; es find 227 Sach: verständige und Zeugen geladen. " An der Seite der älteren finnischen Bruderorganisation bestrebt sich der Schwedische Arbeiterverband Finnlands" die schwedisch sprechenden Arbeiter zu organisieren. Und auch unter diesen bisher mehr rückständigen Arbeitern find in letter Zeit bedeutende Erfolge erzielt worden und verschiedene gewerkschaftliche und agitatorische Vereine gegründet worden. Gerichts- Beitung. Sie rechten Fuß. " beweiterer Aerzte dürfte durch die Verhandlung arg kompromittiert jämtlich Recklinghausen, dessen Bater der Spezereiwaren Händler 17 Sachverständige geladen. Wiedereröffnung der russischen Hochschulen. Petersburg, 10. April.( B. H.) Auf Befehl des Zaren werden mit Beginn des neuen Schuljahres sämtliche Hochschulen wieder eröffnet. Vorber wird eine teilweise Amnestie der ge= famten in Untersuchung befindlichen und bereits verurteilten Studenten stattfinden. Effen( Ruhr), 10. April.( W. T. B.) Der Reinisch Westfälischen Zeitung" zufolge kippte gestern nachmittag in der Dortmunder Union beim Gießen von Stahlblöcken eine mit glühendem Erz gefüllte Pfanne um. Zwei Mann erlitten schwere, fünf Verfrommungsverordnung und§ 43 der Gewerbeordnung. Die im Interesse der äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feiertage erlaffene Polizeiverordnung des Oberpräsidenten von Bommern sollte der Arbeiter Kraatz dadurch verlegt haben, daß er an einem SonnEin Stück junger Liebe beschäftigte gestern die erste Straf- tage des vorigen Jahres in Greifenhagen, als die legte Reichstagsfammer des Landgerichts I in einer auf versuchten Mord wahl bereits ausgeschrieben war, socialdemokratische Druck gerichteten Anklage. Heulend saß der noch nicht 18 jährige Glaser- schriften verteilte. Das Landgericht in Stettin verurteilte ihn zu eselle Georg Gotthilf, der Held" der Tragödie, auf der 3 M., indem es annahm, St. habe eine Thätigkeit ausgeübt, die ntlagebant und versicherte unter Thränen dem Gerichtshofe, daß er nach jener Verordnung am Sonntage nicht verrichten durfte. unschuldig sei, und zitternd und bebend saß die noch nicht Bezugnehmend auf einen Einwand des Angeklagten führte das ährige Clara Schulz in der Reihe der Zeugen, unter denen fie Gericht noch aus, daß sich St. nicht auf den§ 43 der Gewerbewichtigste war, und betrachtete verlegen die Ringe an ihren Ordnung berufen tönne. Dieser Paragraph feze allerdings für die ern, beren einer ein Geschenk des Angeklagten war. Der Beit von der Festsetzung der Wahl bis zur Beendigung der Wahl die erster Teil begann wie viele ihres Gleichen. Vor insoweit, als es sich um Wahlagitation handelt, die gefeßliche Mann leichtere Verlegungen. zwei Jahren war es. Er, ein 16jähriger Glaser- Bestimmung außer Kraft, wonach man zum öffentlichen Haag, 10. April.( B. H.) Die Abreise des Präsidenten vergaffte sich in die 15jährige Fabritarbeiterin und es Verteilen bon Drudschriften einer behördlichen Erlaubnis Krüger nach Amerika ist endgültig auf den 31. Mai, von Rotternicht lange, da„ ging fie" mit ihm. Und als er bedürfe. Damit fei aber für die fragliche Zeit nicht dam aus, festgesetzt worden. Der Präsident gedenkt in Amerika geworden war, da stand er allabendlich er allabendlich vor dem jede andre polizeiliche Beschränkung aufgehoben, insbesondere einen Vortrag über die Lage in Südafrika zu halten. brifgebäude in der Reibelstraße und holte sie von der blieben die Vorschriften über die äußere Heilighaltung Budapest, 10. April.( W. T. B.) Wie Mayar Orszag" meldet, Sonntags aber ging es auf die Tanzböden und der noch der Sonn und Feiertage in Kraft. Auf die Revision explodierte bei Kamenicza auf der Donau der Keffel des mit Bursche vergeudete den größten Teil seines Wochenlohns des Angeklagten hob das Kammergericht die Vorentscheidung Ausflügern besetzten Propellers Diana". Das Schiff begann Firlefanz, womit er seine Liebe schmüdte". Dann auf und verwies die Sache noch einmal an das Landgericht zurück zu sinten. Die Ausflügler sprangen in die Donau und schwammen wo er arbeitslos wurde und in Schulden geriet, zu Begründend wurde ausgeführt: Der Vorderrichter stelle mur eine an das nahe Ufer. Hierbei ertranken fünf Passagiere; drei surde ihr die Sache etwas langweilig und anfangs öffentlich bemerkbare Thätigteit im Sinne der Oberpräsidial- Matrosen wurden schwer verletzt. Der Stenermann und das fte fie Stnall und Fall das Verhältnis auf. Damit verordnung fest. Das genüge aber nicht zur Rechtfertigung der Schiffspersonal wurden verhaftet. gödie zweiter Theil. Er ärgerte sich über die vielen Bestrafung. Das Gericht müsse vielmehr feststellen, ob es sich hier Sofia, 10. April.( B. H.) Die Freilaffung aller 7 verhafteten er um des Mädchens Willen fich auferlegt hatte, um eine öffentlich bemerkbare Arbeit handle, d. h. um eine mit Leiter des macedonischen Komitees steht bevor. ebacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. " B. 84. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 11. April 1901. Oberrheinischer Parteitag. In Köln fand Ostern der jährliche Parteitag des oberrheinischen Agitationsbezirks statt. Der von dem Genossen Hofrichter er stattete Bericht des Agitationskomitees bezeichnet 1. a. den vom Komitee herausgegebenen und in 45 000 Stück verbreiteten Voltskalender als eins der vorzüglichsten Agitationsmittel. Er wird auch von der ländlichen Bevölkerung gut aufgenommen. Nur die Stadt des heiligen Rocks", das tatholische Trier, macht eine Ausnahme; dort haben die Verbreiter wiederholt unter der Roheit der frommen Bevölkerung zu leiden gehabt. Das Centrum will eben nur Toleranz für den Katholizismns; 100 es die Macht hat, da wird die Socialdemokratie vergewaltigt und durch das feige Mittel der Saalabtreibung obdachlos gemacht. Die Agitation durch öffentliche Versammlungen ist im oberrheinischen Bezirk fast überall unterbunden. Nur in neun Orten des neunzehn Reichstags- Wahlkreise umfassenden Gebiets stehen der Partei Verſammlungsstätten zur Verfügung, und auch dort nur in beschränktem Maße. Das weite Agitationsgebiet wird teils vom Centrum, teils wurde es von dem nun gestorbenen König Stumm beherrscht, beide gleich unduldsam gegen ihnen unbequeme Anschaumgen, beide gleich rüdsichtslos in der Anwendung ihrer Machtmittel zur Unterdrückung ihnen widerstreitender Bestrebungen. Der Bericht beklagt ferner, daß es noch eine Reihe von Landorten giebt, wo die Polizeibeamten nicht wissen, wo ihre Befugnisse aufhören; immer noch sind dort die Kalender- und Flugblattverteiler polizeilichen Belästigungen ausgefeßt. Es wäre endlich an der Zeit, daß den Beamten mal die erforderlichen Instruktionen erteilt würden. = Schmidt Leipzig will, daß die Schreibweise des Fachblatts verständlicher gestaltet und die Verhältnisse der Handels- Hilfsarbeiter mehr berücksichtigt werden. Alsdann sprach Genosse Geyer über Agitation und Organisation, den zweiten Punkt der Tagesordnung. Er gab unter andrem eine Zusammenstellung über die Stärke der ParteiOrganisationen in Sachsen. Er konnte leider nicht viel erfreuliches Thomas Magdeburg kritisiert die Fassung der Leitartikel. melden. In einigen Wahlkreisen sind selbst bei niedrigsten Beiträgen Bei seinem Gehalt müsse der Redacteur bessere Arbeit liefern. nur einige hundert Mitglieder zu zählen, in einzelnen Kreisen be- Larisch Frankfurt a. M. will eine gewerbegerichtliche stehe aber eine gute Organisation. So hat Leipzig- Land 5000 or Rubrik im Fachblatt eingerichtet haben. ganisierte Genossen, Leipzig- Stadt 1600, Dresden 1400, Martini Wiesbaden ist mit dem Inhalt der Zeitung zuChemnitz 1700 usw. Die Gesamtzahl der organisierten Ge- frieden. Das Blatt wöchentlich erscheinen zu lassen, gehe aus noffen in Eachsen beträgt rund 25 000. Das ist nicht viel bei finanziellen Gründen nicht an. 300 000 socialdemokratischen Stimmen, die bei der Reichstagswahl Die weitere Debatte erschöpft sich in einem Für und Wider der abgegeben worden sind. Das hob denn auch Geyer hervor. Er er angeregten Vorschläge. blickte ein Hindernis für das Fortschreiten der Organisationen darin, In seinem Schlußwort bemerkt Redacteur Dreher, es sei undaß man in verschiedenen Orten die Organisation mit allerhand möglich, aus allen Ländern Originalartikel zu bringen, da nicht Bildungsspielerei, Turn-, Gesangs- und sonstigen Nebenzwecken ver- überall Berichterstatter angestellt werden könnten. So jei er auf die fuppele. Nach einer kurzen Betrachtung über die Vorbereitungen Berichte andrer Blätter angewiesen. Sein Gehalt sei angesichts zur Reichstagswahl in Sachsen führte er aus, daß alles in der von einem Gewerkschaftsredacteur verlangten vielseitigen bestem Gange sei, nur im Wahlkreise Limbach Mittweida Thätigkeit nicht zu hoch und lasse sich mit dem Gehalt eines habe man vielen Genossen eine unangenehme Ueber Vorwärtsredacteurs nicht in Vergleich stellen. Redner geht noch auf raschung durch die übereilte Aufstellung des Genossen verschiedene der vorgebrachten Wünsche ein und ersucht, das wöchent Göhre bereitet. Er spreche nicht aus Voreingenommen- liche Erscheinen des Fachblatts noch um zwei Jahre zu verschieben. heit gegen Göhre, den er gar nicht kenne, von dem er aber wisse, daß er erst vor furzer Zeit zur Socialdemokratie übergetreten sei. Wenn die Genossen im 15. Reichstags- Wahlkreise unter Beiseitestellung alter erprobter Genossen, die sehr viele Opfer für die Partei gebracht hätten, auf Göhre zurückgekommen wären, so nur aus faischer Rücksichtnahme auf die Vorurteile der rückständigen Wähler gegen die Socialdemokratie. Das sei ein schlimmes Zeichen. Wir dürfen nicht diese Vorurteile großziehen, sondern müssen sie betämpfen und beseitigen, und bei den Wahlen nicht mit einem Aus= hängeschild operieren, um die zurückstehenden Wähler milder zu Nicht die Person, sondern die Partei müßten die Arbeiter wählen. Redner schloß, wir müßten am Endziel festhalten, wie es im ersten Teil des Programms niedergelegt sei. In Sachsen fei kein Boden für den Opportunismus. Wir haben keine Konzeffionen zu erwarten, sondern müßten fämpfen bis zum Siege der Partei. Der Antrag Elberfeld wird zurückgezogen, der mit diesem identische Antrag asset gegen 6 Stimmen abgelehnt. Burüd gezogen werden die Anträge Leipzig und Elberfeld, die verständlichere Schreibweise wünschen, da der Redacteur erklärt, auch in Zukunft fein möglichstes thun zu wollen, um dem Wunsche der Antragsteller entgegen zukommen. Angenommen wird der Antrag Larisch, eine gewerbegerichtliche Rubrik einzurichten. Damit ist der Punkt Presse erledigt. wichtigsten Gegenstände: Die Handelsverträge und die ftimmen, sondern man müsse diese zu Socialdemokraten heranbilden. Sechster Verbandstag des Gentralverbands der Maurer Zweite Generalversammlung des Centralverbands der Handels-, Verkehrs- und Transportarbeiter Deutschlands. Deutschlands. " Mainz, den 9. April. In der Vormittagssigung wurden zunächst die Berichte des Vorstands, des Ausschusses und der Redaktion des Grundstein" erstattet. Bömelburg ergänzte den gedruckt vorliegenden Vorstandsbericht durch einige allgemein interessierende Mitteilungen. Die für die italienischen Arbeiter in Deutschland bestimmte Zeitschrift „ Operaio Italiano" hat ihre Wirkung feineswegs verfehlt, die dafür gemachten Aufwendungen werden wieder aufgewogen durch die Ersparnisse, die sonst die Fortschaffung der italienischen Stollegen bei Streifs verursacht. Durch die Fühlung mit den ausländischen Maurern werden die deutschen Maurer in höherem Maße als bisher vor der ausländischen Konkurrenz geschützt. Auch die Zeitschrift für die czechischen Arbeiter und das neu gegründete polnische Organ find von gohem agitatorischen Wert. Mit den Hauptkonkurrenzländern Oestreich und Italien sind Verbindungen angeknüpft, um auch dort die Organisation zu stärken, in den in Betracht kommenden Provinzen Italiens wird durch einen italienisch sprechenden Kollegen eifrigst agitiert und die Agitation scheint nach den eingegangenen Berichten von Erfolg gekrönt. Es ist ja alles aufgeboten, um auch im Auslande den Organisationsgedanken zu fördern. In einer größeren Zahl von Orten sind in den letzten Jahren Arbeitsverträge mit den Unternehmern abgeschlossen; diese Bewegung hat noch nicht ihr Ende erreicht, hier giebt es fein Zurück, sondern nur ein Vorwärts. Auf der Tagesordnung des Parteitags stand als einer der drohende Erhöhung der Getreidezölle. In seinem Referat betonte Genosse Dr. Erdmann, daß gerade das Centrum, das ja im oberrheinischen Bezirk dominiert, der eigentliche Rückhalt der agrarischen Reaktion ist. Das Centrum sei eine vorwiegend agrarische Partei; es gewinne den weitaus größten Teil seiner Reichstagssize in ländlichen Kreisen. Es habe aber auch, besonders In der folgenden Debatte wurden nur Anträge begründet, die im Westen, noch Einfluß in den Städten. Sein moralisches Ansehen auf Flugblattagitationen, Landtagswahlen, den ersten Mai und Gewäre dahin, wenn es diese großen Städte nicht mehr befäße. Hätte meindeangelegenheiten Bezug haben. Auf die Ausführungen Geyers es auf die Arbeiter in diesen Städten nicht Rücksicht zu nehmen, so über die Kandidatur Göhres ging noch fein Redner ein. würde es den Agrariern Zölle bewilligen, wie sie fie mur Die Genoffin Dunter nahm die Arbeiterbildungs- Vereine wünschen können. Das Centrum unterläßt alles, um die gegen vermeintliche Angriffe Gehers sehr lebhaft in Schutz und bekatholischen Arbeiter über den wahren Charakter der Getreidezölle fonte, daß diese Vereine die Aufgabe hätten, die Jugend heranaufzuklären. Das Centrum fürchtet sehr vor allem eine Diskussion zuziehen. Die weitere Debatte wurde auf Mittwoch vertagt. dieser Frage in Versammlungen. Aus der Masse der katholischen Arbeiter find Aeußerungen zu Gunsten der Zollerhöhung nicht erfolgt; nur die Führer, besonders Brust und Giesberts haben sich für die Erhöhung ausgesprochen. Es ist geradezu verwerflich, daß die Leute als Arbeiterführer für die Agrarier eingetreten find, ohne borher die katholischen Arbeiter zu fragen. Diese sind wohl in ihrer großen Mehrheit nicht für die Erhöhung der Getreidezölle. Es find Anzeichen und Anjäze vorhanden, daß sich die christlichen Arbeiter Nürnberg, 8. April. der Protestbewegung anschließen; sie zur Erkenntnis zu bringen, Die Diskussion über den Vorstandsbericht wird fortgefeßt und diese ehrenvolle Aufgabe fällt der Socialdemokratie des Rhein- die schon in der vorigen Sißung angeregte Frage, ob der Vorstand berechtigt war, die Gehälter der Beamten zu erhöhen und die Uuter andren Rednern sprach sich Hofrichter dahin aus, daß Einigungsverhandlungen mit der Lokalorganisation in einer Form, die Zeit außerordentlich geeignet sei, um am Oberrhein einen die den Bestimmungen des Statuts entgegensteht, zu führen berechtigt Namens des Ausschusses erstattete Dähne Berlin, namens der träftigen Vorstoß gegen das Centrum zu unter- war, kritisiert. Revisoren Mards Stettin, namens der Redaktion des„ Grundnehmen. Der weitaus größte Teil der rheinischen Landwirtschaft Der Vertreter der Generalfommission Legien hofft, daß stein" Staningt- Hamburg Bericht. Letzterer wandte sich scharf habe keinerlei Interesse an den Getreidezöllen, diese Diskussion über die Einigungsangelegenheit die letzte gegen die impolitische Gewerkschaftsbewegung und nahm für das da sie kein Korn baue. Durch die jeßige Lage der Dinge sei die dieser Art gewesen sei. Im Grunde feien beide Teile doch Verbandsorgan das Recht in Anspruch, politische und religiöse rheinische Socialdemokratie geradezu in die Avantgarde der mit der Einigung zufrieden, wie sich aus aus der Diskussion Fragen zu behandeln. Für die Arbeiter- Organisationen sei es nicht Gesamtpartei gekommen, und sie werde ihre Pflicht in vollem Maß ergeben habe. Zwar habe der Vorstand formell nicht richtig ge- überflüssig. Politik zu treiben; er weise nur darauf hin, daß alle erfüllen. Der Parteitag nahm einstimmig eine Resolution an, die handelt. Aber nur rasches Handeln habe die Gründung eines Errungenschaften der Gewerkschaften durch die Zollerhöhung wieder das fünftige Agitationskomitee verpflichtet, über den ganzen Umfang zweiten Centralverbands der Transportarbeiter verhindern und noch verloren gehen könnten. Das Fachorgan müsse um so mehr in des oberrheinischen Bezirks eine Protestbewegung gegen den Brot in letzter Stunde die Einigung herbeiführen können. Beim Lesen socialdemokratischem Sinne geleitet werden, als es ja vielfach auf wucher mit allen Mitteln in die Wege zu leiten. des Protokolls der Einigungsverhandlungen könne der Uneingeweihte Dörfern und in fleinen Städten die einzige Lektüre der Maurer allerdings den Eindruck gewinnen, daß es sich um einen„ Kuhhandel", bilde. Wenn die Redaktion bemüht gewesen sei, auch auf d. H. um Unterbringung von Personen gehandelt habe. In Wirklich religiösem Gebiete Licht zu verbreiten, so dürfe man einmal teit habe man den bisher sowohl im Centralverband wie in der lokalen nicht vergessen, daß das Christentum, welches die Anhänger der Organisation hervorragend thätigen Personen auch den ihnen zu Stirche hente predigen, gar kein Christentum sei, und ferner, daß in stehenden Einfluß auf die Geschäfte des geeinten Verbands sichern manchen Gegenden, namentlich Oberschlesien, die latholischen Geistwollen. Der Beschluß betreffend Gehaltserhöhung sei ebenfalls nicht lichen sich in den Dienst des Unternehmertums stellen. Hätten sie statutengemäß erfolgt. Gegen die Höhe der Besoldung werde aber dort doch sogar auf die Frauen dahin einzuwirken gesucht, daß sie wohl niemand etwas einzuwenden haben. Angesichts der geringen event. burch Verweigerung der Erfüllung der ehelichen Pflichten ihre Besoldung der Gewerkschaftsbeamten im allgemeinen möge man mit Männer veranlassen sollten, aus der Organisation auszutreten. dem Vorstand nicht zu sehr rechten. Redner teilt weiter mit, daß die Auflage des„ Grundstein" etwa 100 000 betrage und daß die Einnahmen des Jahres 1900 fich auf 92 123 M., die Ausgaben auf 91 778 m. belaufen. Tands zu. bewegung. Zur Erledigung der gegen die Verwaltung gerichteten Beschwerden Die Landeskonferenz der sächsischen Socialdemokratie tagte am 9. und 10. April im Felsenkeller" zu Plagwiz bei Leipzig. Zur Berhandlung steht außer dem Bericht des Centralfomitees gitation und Organisation, die Presse und die Landtagswahlen. Es find 50 Delegierte aus allen Teilen Sachsens anwesend, außerdem Mitglieder des Agitationskomitees und einige Reichstags Abgeordnete. Genosse Grenz- Leipzig Schumann schließt sich den Ausführungen Legiens an. Der eröffnet die Versammlung mit einer Ansprache, in der er auf die Vorstand habe zwar in der Einigungsfrage die Bestimmungen des Kämpfe in Leipzig hinwies, die, so führt er aus, wohl manchem Statuts durchbrochen, doch sei das im Interesse des Verbands geGenossen im Lande nicht behagt hätten. Es jei nicht abzu- schehen. Daß der Vorstand in der Frage der Gehalts- wählte der Kongreß eine besondere Kommission von acht Mitgliedern. leugnen, daß die Leipziger ein oppositionelles Völlchen seien. erhöhung nicht forrett gehandelt habe, gebe er zu, man Nach einer belanglosen Debatte über die Berichte des Vorstands und Ju Leipzig seien die Kämpfe so alt, wie die Arbeiter- möge aber bedenken, daß seit der Kasseler General des Ausschusses trat die Mittagspause ein. Aber aus den Streitigkeiten sei die Partei ge- bersammlung die Zahl der Mitglieder von 5000 auf 20 000 gestiegen Die Nachmittagsfißung wurde ausgefüllt durch eine stellenweise sundet und gekräftigt hervorgegangen. Leipzig habe neben sei, im gleichen Verhältnis sei auch die Arbeitslast gewachsen. Be- recht lebhafte Debatte über die Haltung des„ Grundstein". Das Organ den meisten inneren Kämpfen auch die meisten Verhegungen fonders die Straßenbahner- Bewegungen hätten den Vorstandsmit hat eine Reihe von Festartikeln zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten aufzuweisen. Seien doch von den 900 Ausweisungen unter dem gliedern persönliche Ausgaben verursacht, die nicht mehr vom Gehalt gebracht, die nach Ansicht verschiedener Redner das religiöse Gefühl Socialistengesetz allein 164 auf Leipzig entfallen und von den tausend bestritten werden konnten. So habe er, Redner, vor der Alter der katholischen Arbeiter verlegt und den Kaplänen Veranlassung geJahren Gefängnis unter Bismard tamen auf Leipzig allein 200 Jahre. native gestanden, entweder sein Amt niederzulegen oder um geben haben, die katholischen Arbeiter in Sonderorganisationen Kämpfe und Verhegungen hätten schließlich die Leipziger etwas ge- Gehaltserhöhung einzukommen. Auf seinen Antrag habe dann zusammenzuschließen. Von andrer Seite wurden gerade diese Artikel reizt und mißtrauisch gemacht. Das solle man bei Beurteilung der Vorſtand ſein Gehalt und das des Kollegen Dreher von als besonders agitatorisch wirksam gepriesen und der Wunsch ausder neueren und neuesten Streitfragen in Leipzig bedenken. 140 auf 160 m. monatlich erhöht. Eigentümlich habe es ihn be- gesprochen, daß der Grundstein" sich in Zukunft immer mehr mit An den Bericht des Centralfomitees, dessen wesentlicher Teil rührt, daß in der Diskussion wohl die Gehaltserhöhung kritisiert religiöfen und politischen Fragen beschäftigen möge, um diejenigen ſchon einige Wochen gedruckt vorlag, schloß sich eine rege Debatte, wurde, niemand aber die Umstände, die dazu führten, das erfren Arbeiter, die nicht in der Lage sind, eine politische Tagesdie sich hauptsächlich um die„ Vogtländische Volksstimme" liche Wachstum des Verbandes und die dadurch bedingte Steigerung zeitunig zu halten, aufzuklären. Unter anderm kritisierte auch in Falkenstein drehte, die von dem verstorbenen Genossen Künzel der Arbeitslast berührt habe. Bömelburg aus taktischen Gründen diese Artikel abfällig. redigiert wurde und dessen Eigentum fie war. Es hat sich gezeigt, In einem in der Zwischenzeit eingelaufenen Schreiben aus Redner betonte, daß er keineswegs zu den Neutralitätsdufelern gedaß im Voigtland ein Blatt nicht ohne wesentliche Zuschüsse zu Harburg wird mitgeteilt, daß die dortige Bewegung der Rolltutscher höre; man müsse aber bedenken, daß gerade da, wo der Katholizismus halten ist. Daher war das Bestreben der Parteigenossen allerseits mit einem vollen Erfolg endete. herrsche, die Bewegung noch am schwächsten sei. Deshalb müsse man schon immer darauf gerichtet, ein Abkommen mit Künzel zu treffen, Richter Leipzig: Die persönliche Ehrenhaftigkeit des Kollegen aus derartigen Artikeln alles fortlassen, was irgendwo Anstoß erund gegen eine Entschädigung sein Recht an dem Blatt aufzugeben, daßler sei im Ausschuß nie bezweifelt worden. Mit der Art der regen könnte. Man vergebe sich durch Neutralität in firchlichen um eine Verschmelzung mit dem„ Sächsischen Voltsblatt" in Zwickau bei der Revision vorgefundenen Kassenführung konnte sich aber der Fragen nichts, im Gegenteil, man nüße dadurch nur der Bewegung. zu ermöglichen. Die Forderungen Künzels waren aber so hohe, daß Ausschuß nicht einverstanden erklären. Gegen die feste Anstellung Auch Tonnies Hannover erklärte, daß durch diese Artikel es zu feinem Abschluß kam. Nach dem Tode K.s hat deffen des Raffierers habe der Ausschuß nichts einzuwenden gehabt. Bean- nach seinen Erfahrungen die Agitation in Westfalen bedeutend Frau den ihr bon der Partei auf dringendes An- standen habe er müssen, daß der Vorstand diese Anstellung ohne erschwert werde. Dagegen trat Gröppler Berlin für die suchen unentgeltlich unentgeltlich gestellten Geschäftsführer einfach durch Zustimmung des Ausschusses vornahm. Die Stellung der Kaution Redaktion ein. Auch Beyer- Leipzig wandte sich gegen die„ falsche andren ersetzt, der auch die Zeitung redigierte, für Kaßler und das Verleihen von 40 M. fei ebenfalls statuten- Rüdfichtnahme auf rückständige Elemente". Auch im socialworauf der Partei nichts weiter übrig blieb, als den zur Ünter- widrig und habe beanstandet werden müssen. Hätte der Vorstand demokratischen Programm stehe, Religion ist Privatsache; früher ſtützung des Geschäfts entsandten Genossen, einen Schriftfeßer, dem Ausschuß die zuletzt gegebenen Erklärungen vor der General habe man diesen Sazz allerdings anders aufgefaßt, als nach dem wieder zurückzuziehen. So lag die Angelegenheit, als sie der versammlung gegeben, so wäre die ganze Debatte vermieden Fall des Socialistengesetzes, seitdem man allen möglichen Konferenz unterbreitet wurde. Diese beschloß nach längerer Debatte, worden. Leuten Rechnung tragen wolle. In einer einstündigen Schlußrede Da vom Ausschuß die Kaffenführung beanstandet wurde, bewies der Redacteur des„ Grundstein" Päplow die gegen einen in der besonders die Genossen aus dem Verbreitungsbezirk des = stimme" den Charakter als Parteiorgan abzusprechen. In die ung, eine Prüfung der Bücher vorzunehmen. seine Thätigkeit erhobenen Vorwürfe zurück und betonte den inniger werden gewählt: Schmidt Leipzig, Zusammenhang zwischen Gewerkschafts- und politischer Bewegung. Zu einer Abstimmung über die taktische Haltung des Grun stein" tam es nicht, es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die gre Mehrzahl der Delegierten mit der von der Redaktion des„ Grid= stein" eingeschlagenen Taktik einverstanden ist. Die übrige Debatte, die sich an den Bericht des Centralfomitees Alboldt Berlin und im pel- Hamburg. anschloß, bewegte sich hauptsächlich um die Frage, ob Gemeinde- über den Vorstandsbericht wird verschoben, bis die Kommission fonferenzen zweckmäßig seien, und die jüngste Enquete über die ihre Arbeit beendet hat. fächsischen Gemeindeverhältnisse. Dabei wurde mehrfach die Dreher Berlin erstattete den Bericht über die Presse, dem Nachlässigkeit der Genossen gerügt, die die Fragebogen sich der Bericht der Preßtommission anschließt. nicht zurückgeschickt haben. Sehr scharf sprachen sich über Nürnberg, 9. April. diese Lässigkeit die Genoffen Fleißner und Sindermann Zu dem Punkt Presse liegen verschiedene Anträge vor. Die aus, dabei betonend, daß es besonders Pflicht der Gemeinderats- Bahlstellen Altona und Hamburg wollen den Siz der PreßMitglieder gewesen sei, die Fragebogen zu beantworten, es fehlen tommission nicht an den Erscheinungsort des Blatts verlegt haben, aber auch 46 Orte mit socialdemokratischen Gemeindevertretern. Ge- wie ein Antrag der Geschäftskommission will. Dieser Antrag wird nosse Dr. Südefum und Genosse Geyer boben dagegen hervor, aber zurüdgezogen, wodurch sich nun die Anträge Hamburg und daß die Enquete troß alledem sehr wertvoll sei. Beschlüsse wurden Altona erledigen. in dieser Beziehung nicht gefaßt. Auf Anregung von Goldstein- Zwickau wurde beschlossen, an die Reichstags- Fraktion den Antrag zu richten, diese sollte den Prozeß der gemaßregelten sächsischen Bergarbeiter auf Heraus zahlung ihrer Kassengelder zur Sprache bringen. V Dahlmering Elberfeld begründet den Antrag, das Fach blatt in Zukunft wöchentlich erscheinen zu lassen. Müller: Staffel stimmt ihm zu, zu diesem Zweck würde er selbst für eine erhebliche Beitragserhöhung eintreten. Er wünscht, daß die Alkoholfrage im Fachblatt behandelt werde. Achte Generalversammlung des Verbands der Bäc und Berufsgenossen Deutschlands. Mainz, den 8. April 901. Allmann- Hamburg eröffnet nachmittags 2 Uhr den Beandstag mit einer Begrüßungsansprache an die Delegierten. Anyend find nach dem Bericht der Mandatprüfungs- Kommission 40 Delegierte aus 35 Wahlkreisen. Der Hauptvorstand ist vertien durch II m ann und Kretschmer- Hamburg, der Auguß durch Gaßner- München; die Generalfommission vertritsa bath. Hamburg. " Der provisorischen Tagesordnung wurde als Buntt 7a Ber- auf das 16. Jahr für Jünglinge und auf das 18. Jahr für Mädchen, schmelzungsfrage zum Industrieverband eingefügt. die tägliche Arbeitsdauer heureau bilden: Allmann- Hamburg und Friedmann- Bahl der freien quer auf 12 Stunden, die Jahr auf 52 feft, wovon mindestens 17 auf den Sonntag fallen müssen. Die in Zum Punkt 1, Vorstands- und Kassenbericht, referiert 3 ürich erscheinende Schweizerische Wirtezeitung" bemerkt dazu: Allmann Hamburg. Redner unterbreitet den Delegierten Der Entwurf scheint uns nicht übel zu sein."" Uns scheint er beeine flare, turze Uebersicht über die Thätigkeit des Vorstands und sonders in Bezug auf den Schutz des Wirtschaftspersonals sehr bedie Entwicklung der Organisation und der Kaffenverhältnisse, über grüßenswert und bleibt nur zu wünschen, daß er vom Kantons die wir bereits berichtet haben. Dem schloß sich der Bericht des rat nicht verschlechtert wird. Ausschusses an, den Gaßner- München giebt. Die Besprechung über den Bericht wurde auf die nächste Sigung vertagt. Ein Telegramm über die gestrige Sigung teilt mit, daß die Arbeitslosenunterstügung mit 23 gegen 17 Stimmen abgelehnt wurde. Dagegen wurde beschlossen, eine Urabstimmung über die Frage vor- ben zunehmen. Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag von Frau Lily Braun über Reform der Hauswirtschaft". Gäste willkommen. Der Vorstand " Das Wahlrecht und die Wählbarkeit für die holländischen Frauen fordert eine neue politische Partei, die sich jüngst in den Niederlanden konstituiert hat und sich freisinnig- demokratisch" nennt. Artikel 1 ihres Programms spricht sich für die volle politische Gleichstellung aller volljährigen holländischen Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechtsaus. Sociales. Vereinskalender. Verein abftinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Donnerstag, 11. April, im Lokal von Landau, An der Stadtbahn 5: Mitglieder: versammlung. Gäste willkommen. Lese- und Diskutierklubs. Donnerstag: Brüderlichkeit", jeben Donnerstag nach dem 1. und 15. bei Haseloff, Landsbergerstr. 8.„ Freies Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15., Franke, Ballisadenstr. 9. Lese und Diskutiertlub Südost", Tolksdorf, Görlizerstr. 58, " Welchen Beruf soll ich wählen? Ein Wegweiser für die weibliche Jugend. Serausgegeben vom gemeinnügigen Stellennach weiß für minderfährige Mädchen. Berlin 1901. Brüdenftr. 8. Emanuel III. von Savoyen. Von Arthur Stahly. Preis 1 Mt. Maffia und Monarchie in Italien. Ein Mahnruf an Victor Verlag von Dr. John Edelheim, Berlin. Zweiter allgemeiner Kongreß der socialistischen Organisationen Frankreichs.( Stenographischer Bericht.) Paris. 1901. Georges Bellais. 17 Rue Gujas. Fünfter internationaler Socialisten- und Arbeiterkongreh. Offizielles Protokoll im Auszuge. Paris. 1901. Georges Bellais. 17 Rue Gujas. Die natürliche Volkswirtschafts Ordnung und die staatliche Wirt H. Puttkammer u. Mühlbrecht. schaftspolitik. Von Ed. D'Avis. Berlin. Preis 1,50 2. Invalidenversicherungs Gesetz vom 13. Juli 1899. Tertausgabe mit Anmerkungen und Sachregister von Dr. E. v. Woedtke. Preis 2,50 M. J. Guttentag, Verlagsbuchhandlung. Heyso Korvin, Kriegswesen im 19. Jahrhundert. Preis 2,50 M. Berlin. Verlag Siegfried Cronbach. Dr. Thomas Achalis, Die Wandlungen der Pädagogik im 19. Jahrhundert. Preis 2,50 M. Berlin. Berlag Siegfried Cronbach. 1 M. Berlin. Dr. John Edelheims Berlag. Prof. Wilhelm Förster, Himmelstunde und Weissagung. Preis Die Geheimnisse der lateinischen Küche. Der dreitägige Schwurgerichtsprozeß der Grazer Apotheker gegen Dr. med. Michael Schacher!, Redacteur in Graz. Stenographisches Protokoll. Wien 1901.( Wiener Bolfsbuchhandlung. Ignaz Brand.) Friedrich I.. König von Preußen. Eine kritische Studie zur Zweihundertjahr Feier von ttt. München Gern 1901.( Verlag von Victor v. Blazer.). = = Cinquième Congrès socialiste international( fünfter internationaler Socialisten Kongreß). Tenu à Paris du 23. au 27. Sep: tembre 1900. Compte rendu analystique officiel( offizielles Protokoll). Paris. Société nouvelle de Librairie et d'Edition.( Preis 1,25 Fr.) Witterungsübersicht vom 10. April 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärke 752S 754 Wetter winembe 754 SSO 2 heiter Hamburg Berlin Franff./M. 756 S München 757 Still Wien Temp. n. 6. 5° G.= 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke 7 Haparanda 746 SO 10 Cort 7 Petersburg 750S Wetter 2 bebedt 3 bededt 749 WNW 3 wolfig 4 bedeckt 2 wolfig 2 bebedt 9 Aberdeen bededt 9 Paris bedeckt 12 745 23 757S Temp. n. 6. 5°.= 4° R. 12779 151b.bed. 2wollig 8 759 Still Wetter Prognose für Donnerstag, den 11. April 1901. Ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen füdwestlichen Winden. Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Frd. Kortum, Laufigerstr. 33. Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahmte neuer Mit: Gustav Hartmann, Eisenfeld a. d. Sieg. Die Kreisende Energie als glieder. Männerchor St. Urban", Bimmer, Annenstr. 9. Vorwärts II", Grundgesetz der Natur. Preis 1 M. Jm Selbstverlage des Verfassers. und Löwestraßen- Ece. Neumann, Brunnenstr. 150.-, Flöter'scher Gesango.", Wiedemann, Zorndorfer: Guttentagsche Sammlung deutscher Reichsgefehe: Woedtke, Einigkeit I", Gr. Lichterfelde, Bagel, Chausseestr. 104. Gesango. Berliner Kürschner", Feind, Weinstr. 11. Krantenversicherungs- Gesez. 2,25 M. Woebite, Gewerbe. Köpenid, Stippekohl, Scharnweberstr. 5. Morgenroth II", unfallversicherungsgefeß. 2,50 m. " Fröhlich", Rummelsburg, Am Anfang des Jahrhunderts. I. Heft. Dr. Bruno Borchardt. Schröter, Mozartstr. 7. Vineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. Wach Kulturelle Umwälzungen im 19. Jahrhundert. II. Heft. Wilh. Bölsch e. auf II",( Alt- Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60." Deutsche Die Entwicklungslehre im 19. Jahrhundert. III. Heft. Paul Hirsch. Eiche II", Brandenburg a. H., Wuthenow, Wredowstraße. Freiheit III", Die sociale Gesetzgebung im 19. Jahrhundert. Verlag Aufklärung Berlin. Bernau, Elysium, Berlinerstraße.Loreley", Schumann, Hochstr. 32a.-Korn:( Preis jeden Heftes 30 Pf.). blume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133.-, Oberon", Brüdenstr. 2.- Sorgenfrei" Möhring, Admiralstr. 18e. Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnen ftraße 150( nachm. 4-6 Uhr). Möbelpolirer", Kautsch, Fruchtstr. 61. Untersuchungen über Phosphorvergiftung. Als im Jahre Sachs, Lindowerstr. 26. Sangesluft", Werder a. H., Oranienburger Vorstadt", Humboldthallen, Hussitenstr. 40. Steinnelle", Sangesluft", Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. 1898 einige Zeitungen die öffentliche Aufmerksamkeit in England auf Hoffnung III", Friedrichsberg, Böfer, Friedrich Karlstr. 34. Sene: verheimlichte Fälle von Phosphornekrose lenkten, der in Zündholz- felder II", Brandenburg a. H., Zur Glode, Kl. Gartenstr. 1 a.„ Felsen: fabriken beschäftigte Arbeiter zum Opferat, sweds Ergreifung wirt- traße und Kaifer- Alle Ede, waren, fab sich das burg", Schulz, Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauch britische Ministerium des Innern veranlaßt, " Freiheit West". Werner, Bülowstr. 59. famer Maßregeln eine Kommission zu ernennen, die die im Julande Sangeslust I", Reimann, Butbuserstr. 30.-" Verein Wilhelmsberg- Hohen: und Auslande angewendeten Fabrikationsmethoden, die dabei vor graphia", Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Schönhausen", Hohen Schönhausen, Krause, Berlinerstraße 12. Typo Liberté", Lint, Wrangel geschriebenen und ausgeführten Vorsichtsmaßregeln und die damit straße 86. Maurer- Ges- Verein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. erzielten Erfolge ermitteln sollte. Diese Kommission, bestehend Männer- Chor Süd- Ost I", Becker, Köpniderstr. 191. Lyra", Charlottenaus den Professoren Thorpe, Olivier und Cunningham, besuchte burg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Liederkranz", Brandenburg, a. H., Bündholzfabriken in England, Frankreich, Belgien, Holland, Schweden, Mengerts Voltsgarten, Bergstraße. Ges. Abt. des Arb.- Bild.- Vereins" Norwegen, Deutschland und Destreich, stellte felbst eine Reihe Bersuche in Belten, Grunow, Wilhelmstr. 19. Keramit", Charlottenburg, Prestel, Osnabrückerstr. 1." Sutunft III", Nieder- Schönhausen, Setteforn, Lindenmit Phosphor an und erstattete einen sehr eingehenden Bericht. Wir wollen hier nur einige interessante Mitteilungen aus Stunde", Klein, Laufizer Platz 8. straße 1." Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berlinerstr. 21. Frohe Freiheit II", Weißensee, Schmutz, diesem Bericht wiedergeben. Beim Fehlen besonderer Ein- Königchauffee 38 a." Fris", Dalg, Stalizerstr. 94b.-Einigkeit III" richtungen für regelmäßige Untersuchungen der Zähne Untersuchungen der Zähne der Wannsee, Krüger, Fürstenhof. Linde II", Liedte, Weidenweg 23. Zündholzarbeiter waren deren Zähne überall sehr schlecht. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Beim Arbeiten mit phosphorhaltigen Massen entweichen denselben im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Putbuserso lange schädliche Phosphordämpfe, als die Masse nicht ganz trocken straße 44, IV. Donnerstag:" Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straß: burgstraße 56. ist. Man nahm bisher an, daß der Phosphordampf als solcher die Badtte, Tilſiterſtr. 48. –„ Glühlicht I", Neu- Weißensee, Schröder, Streuſtr. 3. Kamerun", " Glühlicht II", Schaft, Liebenwalderstr. 4. Zähne und Kieferknochen angreife. Thorpe hat indes nachgewiesen, Unverzagt I", Lehmann, Koppenstr. 17. ,, Grüner Hain", Schulz, Elbingerdaß Phosphor beim Verdampfen zum größten Teil oxydiert wird, straße 4.- Portorito", Conrad, Breslauerstr. 25.„ Columbus", Hübner, wofür das Leuchten dieses Dampfes im Dunkeln der sichtbare Beweis Plan- Ufer 75. Lustig", Barthels, Brunnenstr. 116." Feste Brüder", ist. Er machte drei Analysen von Phosphordämpfen. Dieselben Rirdorf, Bacher, Hermaainstraße 232." Virginia", Schnieber, Admiral ergaben im Durchschnitt, daß der in denselben enthaltene Phosphor Straße 21. Alter Husfit", Neumann, Usedomstr. 28. ,, Eiserne Pfeife", zu 73,1 Proz. als Phosphorsäure, zu 5,8 Proz. als phosphorige Logan, Schulftr. 113. Berolina", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. Säure und nur zu 20,9 Proz. als reiner Phosphor vorhanden war. Du ahnst es nicht", Schmidt, Tilsiterstr. 32. Feigenblatt", Adam, Daß aber gerade die Phosphorsäure die Zahnmasse sehr angreift, Grüne Rose", Rube, Friedenstr. 91. Ryteftr. 5. Mailuft", Walcznisty, Neu: Weißensee, Elſaßſtr. 49. Colorado", Klinge, Reinickendorfer: erwies er dadurch, daß er eine Anzahl trockener menschlicher Zähne ftraße 56. Fidelio", Stephan, Laufizer Platz 12.„ Einigkeit II", 12 Stunden dem Dampf von Phosphor aussette, andre in eine wähner, Gubenerstr. 57.-„ Einigkeit IV", Albert, Neu- Zittau.„ Gloria", schwache Lösung von Phosphorsäure bei Blutwärme brachte, also in Goyfe, Cöslinerstr. 11. Grüne Quaste", Roß, Rixdorf, Jägerstr. 46. Verhältnisse, wie sie im Munde der Arbeiter bestehen. Von ersteren Neu- Lichtenberg", Sichtenberg, Margareth at War Koch, Nixdorf, Germann Johann Ennulat, 20. wurden 0,37 Proz., von letteren 8,9 Proz, gelöst. Die Untersuchung Straße 34. Donnerstag: Central- Raucherbund. Zuſchriften an Max der Luft in den Trockenräumen ergab einen Gehalt von 0,02 bis Blaue Wolfe", Rixdorf, Martinius, Jäger0,12 Milligramm Phosphor( rein und orydiert) in 100 Liter blatt", Nixdorf, Christow, Leffingstraße. ftraße 4. " Friedenseiche", Nixdorf, Wendt, Mühlenftr. 18. Weichsel: Alte Linde", Berlin, Plöz, Luft. Die bekannte Thatsache, daß Phosphordampf in Gräfeftr. 34.„ Edelweiß", Steglit, Schimrock, Düppelstr. 7. Felix terpentinöl- oder citronenölhaltiger Luft nicht leuchtet, veranlaßte Brafil", Potsdam, Segebrecht, Schüßenstr. 26. Sumatra", Potsdam, Thorpe, durch Versuche im englischen Staatslaboratorium festzustellen, Buttte, Spandauerstr. 25. Friedenspfeife", Lantwis, Dahn, Kaiser Wilhelm ob diese Dämpfe die Oxydation des Phosphors verhindern. Eine straße 34. Brennende Liebe", Rirdorf, Lähns, Friedelstr. 3. bestimmte Menge Luft wurde mit gewöhnlichem Phosphor in Bechor Borwärts", Rirdorf, Mi Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Orchester: Münzer, Bergstr. 7. rührung gebracht. Nach 18 Stunden war aller Sauerstoff( 18 Proz.) Berger, Templinerſtr. 11. Zitherklub Nordstern", daraus absorbiert. " Bitherklub Menzenhauer", gemischter Chor, Derselben Luftmenge wurden zwei Tropfen Andreasstr. 3. Vergnügungsverein Waldesgrün", Hoppe, Schlesischestr. 46. Terpentinöl zugesetzt, bevor sie mit Phosphor zusammengebracht-Verein Fiebigscher Tanzschüler und Schülerinnen", Brunnenstr. 49. wurde. Jezt wurden nur 3,4 Prozent Sauerstoff absorbiert. Der Rauchklub Kernspiße", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Stat Klub„ Grand selbe Versuch wurde mit viel weniger Terpentinöl wiederholt, indes Schwarz", Dimte, Winsstr. 56. Kegelflub Unermüdlich", Warschauerfür möglichst vollkommene Mischung des Oels mit der Luft gesorgt. Straße 59.- Tambourverein Frei weg", Suchland, Keibelstr. 39.- Tum Jetzt war nach 18 Stunden noch kein Sauerstoff absorbiert. Um zu berein Often", Lehrlings- Abteilung, Große Frankfurterstr. 23. zeigen, eine wie geringe Menge Terpentinöl genügt, um die Bootshause, Stralau, Tunnelſtr. 17. Berliner Ruderverein„ Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im Orydation zu verhindern, wurden 10 Milligramm Terpentinöl mit 1 Liter Luft gut gemischt und das Gemisch der Wirkung von Phosphor ausgefeßt. Nach 18 Stunden war noch fein Sauerstoff absorbiert und auch kein Dampf erzeugt worden. Hiernach gelingt es vielleicht, einen großen Teil der Schäden des weißen Phosphors durch zweck mäßiges Berdampfen von Terpentinöl zu verhüten. Aber obgleich Terpentinöl schon früher als Schutzmittel gegen Retrose empfohlen wurde, hat Thorpe weder in England noch auf dem Kontinent eine Fabrit gefunden, die Mittel benutt hätte, noch Vorschriften, Nur Ungarn bestimmen, daß 5 Proz. Terpentinöl der Phosphormaffe zugesezt werde und daß mit Terpentinöl getränkte Lappen in den Misch-, Tunk- und Badkräumen aufgehängt werden müssen. Freilich ist der Aufenthalt in solcher Terpentinölatmosphäre für die Gesundheit auch nicht unbedenklich. Jedenfalls muß das stundenlange Arbeiten in solchen Räumen durch einige längere, in reiner Luft zu- Arbeiter Radfahrerbund Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenzubringende Pausen unterbrochen werden. Ganz werden auch die burg). Alle Zuschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten die dies anordneten die besonderen Schutzvorschriften in A Tischler Verein zu Berlin. Unser Mitglied, Herr 52 Jahre alt, zulegt Wiener straße 24 wohnhaft, ist am 8. April im Krankenhaus am Urban ge= storben. Die Beerdigung findet heute( Donnerstag) nachmittags 42 Uhr, von der Halle des Emmaus Kirchhofs, Herinann straße, aus statt. 198/14 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Orts- Krankenkasse der Maler. Montag, den 15. April 1901, abends 812 Uhr, in den Arminhallen, Kom 566b mandantenstr. 20, Generalversammlung der Delegierten. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro 1900. 2. Erhöhung des Krankengeldes. 3. Erhöhung der Gehälter der Beamten. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Maler! Centralkrankenkasse der Maler Filiale I. N. Uhr, im Kaffenlokal Ruppinerstr. 42: reitag, ben 12. april, abends 9 ur, Mitglieder- Bersammlung Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Wahl eines 128/2 Die Verwaltung. abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abteilung, Ackerstraße 67; 7. Lehrlings: Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen zweiten Bevollmächtigten. 3. KaffenUrbeiter- Turnerbund. Donnerstag: Turny.„ Fichte", Berlin, Abteilung, Wasserthorstr. 31. Turnverein Eiche", Köpenick, Damen: Arrangements, Bouquets, Guirlanden Angelegenheiten. Abteilung von 128-1/ 10 1hr, Hotel Klein, Wilhelmsplay. rete usw. werden fein u. preiswert geliefert. Turnerschaft Rirdorf- Briz", III. Schüler- Abteilung abends 612-8 Uhr, III. Männer- Abteilung abends 8-10 Uhr, Thomas( Apollo- Theater), Neuseeland", Männerabteilung: Montag und Donnerstag. Lehrlings: Hermannstr. 48-50." Freie Turnerschaft Stralau- Rummelsburg", Lokal abteilung: Mittwochabends von 8-10 Uhr und Sonntags von 22 bis 24 Uhr. Arbeiter Stenographenverein Stolze( Einigungssystem), Donnerstag: Bezirk Süden, Gräfeſtr. 82, bei Jahn, abends 8 Uhr. Bezirk Nord- West, Waldstr. 8 bei Fischer, abends 8 Uhr. Arbeiter Bildungsverein" Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Ber: einssigung alle 14 Tage je Donnerstag abends 81%, Uhr. Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Maurer. Central- Verband der Manrer Deutschlands. Zahlstellen Berlins und der Vororte. Donnerstag, den 11. April 1901, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Fälle von Retroſe nicht verschwinden. Das wird erst geschehen, wenn an den Gau- Borsigenden Karl Fischer, Berlin Nw, Walbjtr. 8. Bonnete: 1. Moabit; bei Fischer, Waldstr. 8. 2. Westen und die Verwendung von weißem Phosphor wie in der Schweiz, in tag: Arb.- Radf.- Verein Berlin", jeden Donnerstag nach dem 1. bei Wilte, Andreasstr. 26, jeden Donnerstag nach dem 15. bei Raabe, Colberger Holland und Dänemark auch in den Zündholzfabriken der andren fraße 23. Radf- Berein„ Biel", Adlershof, jeden 2. und 4. Donnerstag 3. Often: bei Stechert, Andreasstr. 21. 4. Norden: Schöneberg: Restaurant Königshof, Bülowstr. 37. Länder verboten wird. bet Benkert, Hackenbergstr. 1. Radf.- Verein Frei Weg", Schöneberg Die Ortskrankenkasse der Mechaniker, die am 31. Dezember bei Schilling, Kyffhäuserstr. 16. Radf.- Verein Fahr wohl", Berlin, alle 1900 zusammen 10 900 Mitglieder, darunter 1756 weibliche zählte, 14 Tage bei Fischer, Waldstr. 8. hatte im genannten Jahre eine Einnahme von 302 862 M., darunter 247 064 M. aus Beiträgen und Eintrittsgeldern. Von den Ausgaben entfielen auf Arzthonorar 29 482 M., Arznei 2c. 27 447 M., Kranten Schriften- Eingang. Siftlichkeitsfrage. -Q Frauenstimmrecht. Berolina- Säle, Schönhauser Allee 28. 5. Charlottenburg bei Lehder, Bismarcftr. 74 n. Wernicke, Bismardstr. 33. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Verbandsleitung. J. A.: W. Schulz. Arbeiter- Bildungsschule. General- Versammlung. Tages Ordnung: und Sterbegelder 2c. 135 934 M. Die Verwaltung erforderte 11 086. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Das Resultat der Verhandlungen mit den Arbeitgebern. persönliche und 3025 M. fächliche Ausgaben. Die Kasse wirtschaftet( Stuttgart, Diez' Verlag) ist uns soeben die Nr. 8 des 11. Jahrgangs zu Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nötig, daß sich die demnach sehr billig, da ihre Verwaltungskosten im Verhältnis zu den gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Handels: Einnahmen weit unter dem Durchschnitt aller Ortskaffen im Reiche verträge und Frauenintereffen. II.- Illuftrationen zu der Seiligkeit des Kollegen recht zahlreich an den Versammlungen beteiligen. Zahlreichen Besuch erwartet stehen. Die Aufwendungen für Krankheitskosten stehen dagegen nicht Familienlebens und zur Wohnungsnot. Von Louise Biez- Hamburg. Die industrielle Frauenarbeit in Württemberg an der Wende 173/7 unwesentlich über dem Durchschnitt der Ortstassen im Reiche. des Jahrhunderts. Von a. br. Kulturbild aus Wesungen. Während dieser Durchschnitt nämlich in den 10 Jahren von 1889 Bon K. D. Aus der Bewegung. Feuilleton: Katharina bie 1898 schwankte zwischen 79,12 Pf. und 89,18 Pf. auf eine Bodet. Notizenteil bon Lily Braun und Klara Bettin: Mark Einnahme aus Beiträgen und Eintrittsgeldern, betrug dieser Frauenarbeit auf dem Gebiete der Industrie, des Handels und VerkehrsSatz bei der Mechanikerfasse 89,92 Pf. Die Mitglieder können des- wesens. Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Arbeitsnachweise für halb mit ihrer Kasse sehr zufrieden sein. Arbeiterinnen. Gewerkschaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Genossen Donnerstag, den 18. April, abds. 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof lints, 2 Tr., Saal 8: Frauen: fchafts- Bewegung. bewegung. Verschiedenes. Bolkswirtschaft. Begründet von Dr. Georg Hirth und Dr. Max v. Seydel. Annalen des Deutschen Reiches für Gesetzgebung, Verwaltung und Herausgegeben von Dr. K. Th. Eheberg und Dr. Anton Dyroff, München, 1. Bericht des Vorstandes, der Revisoren und des Lehrer- Kollegiums. J. Schweizers Berlag( Arthur Sellier). Das soeben erschienene 3. Sefi 2. Anträge. 3. Neuwahl des Vorstands und zweier Revisoren. 4. Vereinshat folgenden Inhalt: Der beffische Gesezentwurf über die und Schulangelegenheiten. 4/5 öffentlichen Spartassen. Dr. Seidel, Wiesbaden. Gold er Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. parende 8ahlungsmethoden in dem heutigen BantDie Mitglieder, welche noch im Besitz von Büchern sind, wo die vertehr Deutschlands. Dr. Dunter, Frankfurt a. M. Ueber Lesezeit abgelaufen, werden gebeten, dieselben unverzüglich am Donnerstag die rechtliche Stellung der ärztlichen Standes ver abend in der Bibliothek abzuliefern. esetzlicher Schutz des Wirtschaftspersonals in der tretungen. Dr. Schanze, Dresden. 8ur Entwidlung des Schriz. Die Regierung des Kantons Genf hat den Entwurf zu Etats für die Verwaltung der deutschen Marine. einen euen Wirtschaftsgefeße ausgearbeitet und dem Kantonsrat W. Thrün, Potsdam. Die Todesertlärung Verschollener vorgelt, der angesichts des bezüglichen Entwurfs, der gegenwärtig nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. B. Lehmann, Eberswalde. den derhen Bundesrat beschäftigt, für Deutschland ein besonderes Interessat. Der Genfer Entwurf untersagt den Hausierhandel mit Einheit und Mehrheit der Verbrechen. Eine strafrechtliche Untergeistigen etränken, bestimmt, daß auf je 150 Einwohner höchstens fuchung von Dr. Wilhelm Höpfner, Privatdocent. Erster Band. Berlin 1901. Die neue Heilmethode über Syphilis, eine wirt aft tonimt, verbietet die Verabreichung von Getränken Die Rechtsverhältnisse der Hochschul- Lehrer in Preußen. Zum an Kind ohne die Begleitung Erwachsener und an praktischen Gebrauch dargestellt von Konrad Bornhack. Berlin 1901.( Verlag Betrunkened sezt sodann die Altersgrenze des Wirtschaftspersonals von Georg Reimer.) Preis 2,40 m. Es tamen im Berichtsjahre 3978 Erkrankungsfälle bei männlichen und 778 bei weiblichen Mitgliedern vor mit 72 406 Krankheitstagen bei den männlichen und 16 499 bei den weiblichen Mitgliedern. Männliche Mitglieder starben 68 und weibliche 14. Bon je 100 innlichen Mitgliedern erkrankten 43,9 und von je 100 weiblichen 45. Auf einen Krankheitsfall kommen 18,2 Krantheitstage bei den minlichen und 21,2 bei den weiblichen Mitgliedern. Der Gesund hezustand der weiblichen Mitglieder war danach viel ungünstiger ivier der männlichen. Miscellen. Franz Bahlen. Männer- Vortrag morgen Freitag, abends 9, Andreasstr. 21. demonstriert an farbigen Lichtbildern vom Naturheilkund. Grandmann. Naturärztliche Sprechstunden 11-2, 6-8 Kurbad Köpnickerstr. 72. Derselbe Vortrag Dienstag, den 16. April, Badstraße 56. Eintritt 20 Pf. Central- Theater. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Heute abend 72 Uhr zum 599. Male: Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 11. April. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. An: fang 72 Uhr. Schauspielhaus. Macbeth. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Ein Rabenvater. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Gespenster. Anfang 712 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 712 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern- Theaters. Der Meineid: bauer. Anfang 72 Uhr. Westen. Undine. Anfang 7/2 Uhr. Seceffiousbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7½½ Uhr. Thalia. Der Kadetten- Vater. Im 5. Bild: Das Ueberbrett'l. Anfang 72 Uhr. Die Geisha. Mimosa... Mia Werber. Freitag: Jubiläumsvorstellung. Souvenirabend. Bum 600. Male: Die Geisha.( Mimosa: Mia Werber.) Jeder Besucher erhält ein Souvenir. Sonnabend: Die Geisha. Preisen: Die Puppe. Ab. 72 Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Die Geisha. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Donnerstag 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Um 4 Uhr zu kleinen Preisen: Unser Rhein. Freie Volksbühne VII. Abteilung Sonntag, den 14. April, nachmittags 23 Uhr, im Lessing- Theater: La Robe rouge( Die Rächerin). Gleichzeitig 23 Uhr im Carl Weiss Theater Invalidenstr. 57/ 62.290IV. Abtellung: Der Biberpelz. Thalia Theater Tagl. Sternwarte. Nur noch 5 Vorstellungen: Der Kadetten- Vater. Große Ausstattungspoffe. 5. Bild: lleberbrettl". Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Wanovius, Junter- Schatz. Damen: Milani, Milton, Boié, Ab 16. April: Gastspiel Emil Thomas: Die schöne Helena. Calchas. Emil Thomas. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 81% Uhr! Präcise! 81% Uhr! Central. Die Geisha. Anfang der Walzerkönig. 712 Uhr. Luisen. Der Verschwender. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 71 Uhr. Anfang Carl Weiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Spaze ver: zähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lest ja mur einmal. Vinfans 72 Uhr. = Gr. Posse m. Gesang u. Tanz in 3 Aften. Amandus Höppner, Rentier: Direttor Richard Winkler. Der Photoscop. 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Vorläufige Tagesordnung: Geschäfts- und Kassenbericht vom letzten Quartal und Jahresbericht. Bericht der Revisoren. Diskussion. Wahl des Gesamtausschusses, der Revisoren und Obleute der Ordner. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erforderlich. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Ordner- Sitzung Das Donnerstag, den 18. April, im Gewerkschaftshause. Erscheinen aller Ordner in dieser Sitzung ist notwendig. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 229/9] Eingeladen sind hiermit alle Interessenten zur Besichtigung resp. Kauf unserer erst flafsigen billigen Fahrräder, Zubehörteile 2c. 2c. sowie Möbel aus der Produttiv Genossenschaft Hoffnung". Berliner Einkaufs: Genossenschaft Marfiliusstr. 19. Der Vorstand. [ 11598* Möbel auf Teilzahlung siteddie: Cirkus Renz- Konzert- Tunnel J. Ostrowski jun/ 12.99 Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. 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Hartel mit dem Institut recht bedenklich, aber dank der Energie Ein die ganze Arbeiterschaft interessierender Kampf ist es, der und Ministerpräsident v. Körber wohnten dem Kongreß bei und des Direktors, der in schlechten Stunden sich und seine hielten Ansprachen. Großen Widerspruch rief die Rede des Leute durch guten Humor aufzurichten wußte, tam man neuergegenwärtig die Glasarbeiter in Nienburg und Schauenstein um das Dr. Meinert Dresden hervor, der die Alto holsucht der dings in einigermaßen stabile Zustände. Von einem recht tüchtigen Bestehen ihrer Organisation führen. 36 Wochen währt der Streit gebildeten Stände, namentlich der Aerzte geißelte. Ensemble wurden sowohl klassische Werte als auch Berliner Lokalbereits in Schauenstein und sechs Wochen in Nienburg. Aber un- Er leitete seine Rede damit ein, daß er des Untergangs der stücke in dem gemütlichen Theater des Südostens recht gut aufgebrochen ist an beiden Orten die Ausdauer der Streifenden. Jetzt Elbe" gedachte, wo verantwortliche Persönlichkeiten, welche die geführt. Hoffentlich wird der Bestand des Kunstinstituts durch den versucht man die Ausständigen dadurch wankelmütig zu machen, Statastrophe herbeiführten, betrunten gewesen seien. Wir müssen plötzlichen Tod des Direktors nicht gefährdet. daß man von Rußland Glasarbeiter tommen läßt. Aber damit die höher gebildeten Klaffen für uns gewinnen. Das größte Hindernis hat man vollkommen fehl gegriffen. Den angeworbenen Leuten ist ist der Stand der Aerzte.( Widerspruch.) Die Studenten Ueber eine engländerfeindliche Demonstration, die gelegentlich die Arbeitsweise in Deutschland gänzlich unbekannt, noch übler daran laufen fast alle; die Aerzte werden auf der eines im königlichen Schlosse veranstalteten Gastmahls zu Ehren der wären die Leute, wenn sie ihre Arbeit nach Stüd bezahlt erhielten. Universität zum Trinten abgerichtet. Die Patienten englischen Gesandtschaft erfolgt sein soll, weiß die Staatsb. 8tg." Haben doch neun Mann in einer Schicht 23 Stück brauchbare bieten dem Arzt Bier oder Schnaps an, die er annimmt.( Lebhafter zu berichten: Es ist übrigens allgemein aufgefallen, daß Flaschen geliefert, während von geübten Arbeitern ein Mann Widerspruch.) Auf dem Lande stimmt das gewiß. Ich muß offen aus zum Schutze der Engländer" eine überaus große Menge von 300--450 Stück pro Schicht lieferte. Das hat seinen ganz bes Es find denn auch schon sprechen, daß es unter den akademisch gebildeten Ständen sehr viele Schußleuten 2c. aufgeboten war. Grund: seitens der Firma H. Hehe 6 Ruffen wieder zurüdtrans- Trinker giebt; auch im Aerztestande giebt es viele Trinter. Ich ſonderen Ats nämlich am Sonntagabend portiert worden. Ein eigentümlicher Anblick bot sich, als fann beweisen, daß im ärztlichen Stande der Alkoholismus oft die Engländer bei dem Hotel Bristol vorfuhren, hatten sich dort ein Aufseher der Heheschen Glasfabrik in Begleitung von Todesursache und die der Abkürzung des Lebens ist. Stürmische eine Anzahl Boerenfreunde angesammelt, die jeden einzelnen Wagen Polizeibeamten mit den Russen in ein Konfektionsgeschäft Rufe: Das ist eine Schmach! Das sagt man nicht mit dem Ruf: Hoch leben die Boeren!" ging um fie einzufleiden. Diese Leute schaden den öffentlich! Schluß! Gleichzeitig wurde applaudiert. Während den Engländern!" begrüßten. Zwar schritten Schußleute und Streifenden nicht im geringsten. Bon allgemeinem Interesse wird der große Lärm andauerte, ließ Minister Hartel dem Sprechenden Kriminalbeamte sofort ein, es wurde sogar eine Berhaftung es wohl sein, wenn etwas Näheres über die sociale Lage der Glas- raten, er folle sagen, daß er selbst Arzt sei. Daraufhin wurden vorgenommen, doch ertönte immer wieder der Ruf:" Hoch die arbeiter bekannt gegeben wird. Durch die in früheren Jahren bedingte Anlage der Glashütten Worten: Wir müssen die Festung des Alkoholismus stürmen. feine Behauptungen mit mehr Ruhe angehört. Er schloß mit den Boeren!" Num wird gewiß wieder von neuem in offiziösen Blättern geklagt werden, daß Kreise, die sich patriotisch nennen, den roten in großen Wäldern, größtenteils abgelegen von allen größeren Orten, Profeffor Forel- Chigny tennzeichnete den Wert der Anti- Mühlern zum Muster an der Vernichtung der Autorität arbeiten. hatte sich zwischen den Grundbesitzern, Bächtern 2c. und Glasarbeitern Alkoholbewegung für die sittliche und kulturelle Hebung der Völker. Das Befinden von Friedrich Spielhagen, der, wie gemeldet, ein ganz und gar patriarchalisches Verhältnis gebildet. In den meisten Er suchte nachzuweisen, wie sehr es eine Pflicht des Staats sei, die vor einiger Zeit an Gicht erkrankt war, hat sich gebeffert. Der Fällen arbeiteten die Glasarbeiter auf eigne Rechnung. Es sind Ausbildung und Erziehung des Bolts, namentlich der Jugend, zu Dichter bringt jest täglich einige Stunden außer Bett zu und erholt dieses die sogenannten Glasmeisterschaften, wie solche in leiten, den Entartungsfaktor zu bekämpfen und den Fortschrittsfaktor fich langfam. Deutschland noch einige in Thüringen und Bayern bestehen. Einen zu begünstigen. Die Pest des Alkoholismus ist nach völligen Umsturz brachten in der Glasindustrie die Kohlenfeuerungen gemachten Erfahrungen nur durch völlige Dem Vorgehen der Anwalte in mehreren andren Städten und die Eisenbahnen. Durch den großen Export wurde weiter die Abstinenz zu heilen. Der Staat tann zunächst dazu bei folgend, hat die große Mehrzahl der Rechtsanwalte vom hiesigen Glasindustrie auf eine unerwartete Höhe geschnellt. Allenthalben tragen, die Bewegung zu fördern, indem er 1. überall die Bildung Landgericht I beschlossen, vom 1. April dieses Jahres ab Sonnabendwurden Glashütten angelegt, der Markt mit Waren überschwemmt. abstinenter Vereine begünstigt, 2. abſtinente Trinterheilanstalten be- nachmittags keine Sprechstunde mehr abzuhalten. Der Rückschlag dieser finnlosen Ueberproduktion blieb nicht aus. gründet, 3. die Einführung alkoholfreier Getränke in Wirtschaften Der frühere Theaterdirektor Paul Blumenreich ist auf Um konkurrenzfähig zu bleiben, wurde zu dem beliebten Mittel der fordert, und 4. aus allen staatlichen Anstalten die geistigen Getränke Ersuchen des Berliner Amtsgerichts in Wien verhaftet worden. Lohnreduktion gegriffen. In welchem Maß diese stattfand, davon sind uns verbannt und sie durch alkoholfreie erfett. Blumenreich, der einstige Kompagnon des Baumeisters Sehring, ist Don 1875-1895 141 Fälle bekannt, die sich auf nur 47 Firmen verteilen. Hierauf begannen die wissenschaftlichen Sigungen, Profeffor bekanntlich wegen Urkundenfälschung in Berlin rechtsfräftig zu neun Im Durchschnitt hat jede der betreffenden Firmen den Lohn dreimal Dr. Hans Meyer- Marburg beleuchtete die Wirkung des Alkohols Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Verbüßung dieser gekürzt und zwar um je 19 bis 321/2 Proz. oder im ganzen um auf die Thätigkeit der menschlichen Organe. Er kommt Strafe hat sich Blumenreich aber bis zum heutigen Tage durch die rund 76 Proz. Während jenes ganzen Zeitabschnitts trat deutlich zu folgenden Schlüffen: Der Alkohol bewirkt Abschwächung der Flucht zu entziehen gewußt. Im Juli des Vorjahres ist er aus Amerika die Tendenz hervor, die Konkurrenz unter den Fabrikanten unter Mustelkraft, der Herzthätigkeit, unter Umständen Abnahme der Körper- nach Bien gekommen und dort bislang von der Striminalpolizei unbelästigt allen Umständen durch Preisdruck aufrecht zu erhalten, so kann es wärme. Die Verdauungsthätigkeit wird nicht befördert, eher verzögert. geblieben. Er war in Wien unter seinem richtigen Namen gemeldet nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß das beliebte Mittel In den Händen des Arztes kann der Alkohol segensreich wirken, als und war Redacteur eines illustrierten Blatts. Vor einigen Wochen des Lohndrucks allenthalben angewendet worden ist. Genußmittel ist er streng genommen entbehrlich und in der wandte er sich wegen Dokumente zu einer zweiten The an die Dies geht auch daraus hervor, daß sowohl der Verband tonzentrierten Form des Branntweins ohne Zweifel gefährlich; Berliner Polizei. Diefe erfuhr dadurch seinen Wiener Aufenthalt, der Glasindustriellen Deutschlands" sowie die verschiedenen es wäre zu erwägen, ob nicht für den Handel mit letzterem, wie es verständigte das Wiener Landgericht, und die Folge davon war die Gauverbände von Verbandswegen" die Löhne wiederholt herab- bei den tonzentrierten Formen des Kaffees und Tabats geschieht, oben gemeldete Verhaftung Blumenreichs, der die Auslieferung nach gesezt haben. Im letzten Jahre haben die Glasarbeiter traft ihrer gefeßliche Schranken zu ziehen sind. Dr. Rud. Wlassat- Wien Berlin auf dem Fuße folgen dürfte In erster Che war BlumenOrganisation eine Lohnerhöhung von 6-8 Proz. erreicht, die Preise erörterte die Beeinflussung der Hirnfunktionen durch reich bekanntlich mit der Schriftstellerin Stapff Effenther verheiratet. der Waren sind aber bis ca. 30 Broz. höher gestiegen. Gleichzeitig den Alkohol. Er definiert den„ Trinker" dahin:" Trinter ist Diese Ehe ist gerichtlich geschieden. fand in einer Anzahl von Werken eine Verlängerung der Arbeitszeit jeder, bei dem eine Dauerwirtung des Alkohols nachzuweisen statt, die in einem Fall nicht weniger als 2 Stunden betrug. Bei ist, bei den also die Nachwirkung einer Alkoholgabe noch nicht ber7 diefer Fälle, wo Verlängerung der Arbeitszeit eintrat, fand gleich schwunden ist, wenn die nächste einsetzt." zeitig eine Verkürzung des Lohnes statt bis zum Höchstbetrage von 20 Broz. Anschließend hieran bringen wir auszugsweise einen Artikel, den ein Glasfabritant im Fachgenossen", dem Organ des Glasarbeiterverbands, veröffentlicht hat. In demselben heißt es unter anderm: Lokales. Straßenreinigung und Müllabfuhr. Für die in der städtischen Verwaltung beschäftigten Kanzlisten sollen 50 Stellen geschaffen werden, deren Inhaber als Gemeindebeamte auf Kündigung angestellt werden. Das Gehalt dieser Beamten soll auf Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung wie folgt bemessen werden: während der Probezeit pro Tag 3 M., nach einem Jahr soll das Jahresgehalt 1200 M., nach zwei Jahren 1350 M., nach vier Jahren 1500 M., nach sechs Jahren 1650 M., An Stelle des zum Ober- Verwaltungsgerichtsrat ernannten Stadt- nach neun Jahren 1300 M., nach zwölf Jahren 1950 M. betragen. Einträger nur 1,50 M., dem Gehilfen 7,50-8 M. pro Woche zu Straßenreinigungs- Deputation übernommen, deren gestrige Sizung gewährt werden. In den 60er Jahren brauchte ich als Glasmacher an den fyndifus Meubrint hat der Stadtrat Bohm den Vorsik in der Das Höchstgehalt von 2100 M. soll nach fünfzehnjähriger Dienſtzeit zahlen. Heute zahlt bei mir der Flaschenmacher dem Einträger er zum erstenmal leitete. In der Sigung wurde mitgeteilt, daß die Der Sommerfahrplan der tönigl. Eisenbahndirektion Altona, 9 M., dem Gehilfen 18-20 M. die Woche. Für die Wohnung Ausgaben im vergangenen schneereichen Winter für Hilfsarbeiter der am 1. Mai in Kraft tritt und zahlreiche Aenderungen im Ber zahlte ich seiner Zeit 30 M., hente zahlt der Glasmacher hier 180, und die Schneeabfuhr sehr erheblich gewesen sind. 200, 230 m. Außerdem verdiente ich als Glasmacher 20 Proz. im Borüber sonenzugsverkehr aufweist, wird vom 20. d. M. bei sämtlichen Fahrwaren gehend Durchschnitt mehr, als der Glasmacher von heute es kann. Daraus bis zu 2500 Hilfskräfte täglich angestellt, tarten- Ausgabestellen zu erhalten sein. bie einen Lohn von erhielten, zusammen 140 546 Mart ergiebt sich die Lage des heutigen Flaschenmachers. Zum Mordversuch in der Schönhauser Allee, über den wir während im Etat Hur 80 000 Mark für diesen Zweck eingestellt sind. Für 106 130 Fuhren Schnee a 2,75 m. gestern ausführlich berichteten, werden noch folgende Einzelheiten macher aus. Ein Cylindermacher bekam noch Ausgangs der wurden in Summa 286.551 2. verausgabt, gegen 100 000 W., die gemeldet: Die Persönlichkeit der Engländerin, welche ihren Ges Aber noch trauriger sieht es beim Cylindermacher und Schirm70er Jahre an Arbeitslohn für: 50 60 72 84 Stüd 14 12 8 6 Meter 60 60 60 60 f. Dagegen wird heute gezahlt: 100 100 100 100 Stüd 14 12 10 6 Meter 64 58 52 48 Pf. 15 gangenen 47/8 57/8 67/8 71/4 9 105/8 Boll 24 60 18 60 14 12 60 60 8 60 Für Schirme wurde gezahlt: 4 Stüc 60 f. Heute für dieselben Nummern, also für: 47/8 57/8 67/8 71/4 9 105/8 80 100 100 100 100 100 100 Stüc 5,50 Mt. in Hainholz. bei 83/ 4stündiger Arbeitszeit 60 000 Flaschen # Stadthagen. • " " Dresden. „ Oldenburg. • " 9 93/4 91/2 62 000 " " " 68 000 72 000 " " " " In Nienburg wurden im Vorjahre bei neunstündiger Arbeitszeit pro Mann 95 000 Stüd Flaschen geliefert! Winter ausgedehnte Versuche mit Nies zur 811 in in dafür im Etat vorgesehen sind. Die Gesamtkosten für dieſe außer Messerstiche in den Nacken zu ermorden suchte, ist noch ebenso unordentlichen Leistungen bei starken Schneefällen betragen 427 097 M. oder rund 240 000 m. weniger als im Winter 1899/1900. Die bekannt wie ihre Ankunft und ihr Aufenthalt in Berlin. Der verordentlichen Kosten für die regelmäßige Abfuhr von Kehricht und wundet im Krankenhaus liegende Effuer verweigert jede nähere Auskunft über die Frauensperson, sein Verhältnis mit Schnee betragen 787 600 m., so daß sich die Gesamtkosten auf ihr und die Vorgänge, welche ชน dem Attentat gegen 114 Millionen Mark belaufen, d. h. täglich auf 3750 M. ihn Oster- Sonntag geführt ant hatten. Man glaubt, es Auf Anregung des Polizeipräsidiums wurden im ber= mit thun einer Halbweltlerin zu haben, welche London aut großem Fuße lebt und fich bort Bestreuung der Asphalt- und Steindämme gemacht, nachdem die Kreise der vornehmen Gesellschaft durch hohe Gönner Zutritt sich diese Art der Beftreuung in Hamburg sehr bewährt hat. Es wurden zahlreiche Bläge und verkehrsreiche Straßen mit verschafft hat. Daß fie Louise Brown heißt, wird nicht geglaubt, Elbkies bestreut. Diese Versuche haben ergeben, daß auch für Berlin da eine Depesche aus London an eine Dame mit einem audren die kies bestreuung vor der bisherigen Sandbestreuung den englischen Namen in Effners Wohnung gefunden worden ist. Sie Vorzug verdient. Zunächst findet bei der Kiesbestreuung eine bei mag jest längst wieder in London angelangt sein. Effner foll fie weitem geringere Bildung von Straßenschmug statt, auch erzeugt der bort früher in Sportkreisen kennen gelernt haben. Sie war übrigens Sand viel mehr Staub als der Sties. Ein weiterer Vorteil ist die schon zweimal ihrem Geliebten nach Berlin nachgereist. Die That größere Geschwindigkeit des Bestreuens, da man mit Sties eine am Sonntag führte sie unauffällig aus, ohne daß irgend ein Streit vorhergegangen war. Wenn die Wirtsleute des Effner nicht zuFläche viermal so schnell als mit Sand bestreuen tann. Die Erfällig infolge eines Klopfens fein Zimmer geöffnet hätten, wäre er an seiner Wunde verblutet, da die Thäterin sofort nach dem Stich fich lautlos entfernt hatte. bor. Vom 1. Juli ab bis auf weiteres dürfen nur noch solche Drosch ten neu eingestellt werden, welche als offene und geschlossene Wagen benutzt werden können. 1,77 2,08 2,25 2,50 4,17 Wenn man zu dieser großen Differenz noch die großen Mehr- fahrung hat auch gelehrt, daß Kies weniger leicht friert als Sand. ausgaben für Gehilfen und Einträger hinzurechnet, wie viel fann Endlich gewinnt die Fahrsicherheit ganz erheblich, weshalb die Fuhrda noch für den Glasmacher an Verdienst übrig bleiben? Sie herren von der Anordnung sehr befriedigt sind. Gegen die Kiesmüßten dabei thatsächlich verhungern, wenn sie nicht durch erhöhte bestreuung sind nur die Radfahrer. Sie machen allerhand GinArbeitsleistung einen fleinen Mehrverdienst erzielen würden." wendungen, die darauf hinauslaufen, daß für diese Minderheit im Auch im Verlauf dieses Artikels wird dann über die Schleuder- Berliner Straßenverkehr eine Extrawurst gebraten werden möchte. fonkurrenz der großen Firmen geklagt und den Fabrikanten ganz Schließlich beschäftigte sich die Deputation mit dem Anerbieten der Aktienallein die Schuld an der Verschlechterung der Lage der Arbeiter gesellschaft für Gas, Wasser, und Elektricitäts- Anlagen in Pollin, der unter merkwürdigen Umständen in der Wohnung seiner Die gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche des Agenten gegeben. Was die Lohnverhältnisse anbelangt, die übrigens bei dem Gemeinschaft mit Herrn Csery in Budapest nach dem sogenannten Beliebten Am Ostbahnhof 5 tot aufgefunden wurde, hat nicht, wie Nienburger Streit gar nicht in Frage fommen, so hätte Herr hinlänglich bekannten Budapester Verfahren die gesamte Müllirrtümlich gemeldet wurde, schon in der vorigen Woche, sondern erst Kommerzienrat Hehe auch in seinem„ nicht für Beitungen" be- abfuhr und Müllverwertung von Berlin zu übernehmen. Die irrtümlich gemeldet wurde, schon in der vorigen Woche, sondern erst stimmten Bericht die Leistungen seiner Arbeiter denen andrer Hütten Aufarbeitung des Mülls soll ohne jede Belästigung der Anwohner einer nochmaligen Besichtigung der Leiche mit Sicherheit Blausäuregestern stattgefunden. Der Irrtum entstand daraus, daß man nach gegenüber stellen sollen. Es lieferte pro Jahr ein Mann erfolgen. Der städtischen Straßenreinigungs- Deputation, die zunächst vergiftung annahm. Bei der gerichtsärztlichen Oeffnung aber waren hierüber zu entscheiden hat, lagen noch anderweitige Anerbietungen viele Zeichenteile schon so start verwest, daß die Todesursache nicht Es wurde deshalb mit Rücksicht auf die außerordentliche mehr ohne weiteres festgestellt werden konnte. Es müssen num noch Wichtigkeit dieser Angelegenheit die Einsetzung einer Subkommission chemische Untersuchungen stattfinden. Das Fehlen des Geldes ist noch beschlossen, die in einigen Wochen hierüber berichten soll. nicht ganz aufgeklärt. Man hat aber festgestellt, daß Pollin als Agent auch in der Wohnung seiner Geliebter öfter Besuch erhalten Der Direktor des Luisentheaters, Herr Richard Anger, hat. Das ist auch am Donnerstag der Fall gewesen. Man nimmt ist gestern Morgen, 55 Jahr alt, plöglich am Gehirnschlag gestorben. Die Folgen dieser förperlich überaus anstrengenden, Tag und Anger war anfänglich Kaufmann; er trat aber noch in verhältnis nun an, daß einer der Besucher, die Pollin geschäftlich sprechen Nacht wechselweise währenden Arbeit sind denn auch ganz offen zu mäßig jungen Jahren zum journalistischen Beruf über. Ein ver- wollten, ihn bereits tot vorfand und die Gelegenheit benutzte, das Tage getreten. Abgesehen von den vielen Erkrankungen mußten im gnügter Bierhumor, durch den er am Kneiptisch oft seine Gesellschaft Kästchen seines Inhalts zu berauben. Ein Pferd erstickte mid vier erkrankten an einer RauchJahre 1899 von Nienburg 13 und im Jahre 1900 jogar 17 Glas zu erheitern wußte, mochte ihm den Gedanken eingegeben haben, arbeiter zur Erholung ins Bad geschickt werden. Wie statistisch fest- daß er zu was höherem tauge. Aber es ging Herrn Anger, wie vergiftung bei einem Brande, der die Feuerwehr in der Nacht zum gestellt, ist das Durchschnittsalter der Glasarbeiter ein äußerst niedriges. andern auch; was am Stammtisth belacht wird, nimmt sich Mittwoch nach Gartenstr. 64 rief. Hier wohnt der Gastwirt Winkler, Wenn nun Herr Hehe Zweifel daran hegt, daß die notwendige im Zeitungsblatt noch lange nicht geiftvoll aus, und so war der nebenbei noch Pferdehandel betreibt und augenblicklich fünf junge Unterstügung für die Streifenden eingehen wird, und sie deshalb der neue Beitungsschreiber froh, daß er sich endlich mit Reklame- Pferde im Stalle stehen hatte. An diesen grenzt der Futterraum, das Feuer auf noch nicht ermittelte Weise gezwungen wären, die Arbeit wieder aufzunehmen, so mag er notizen für größere Vergnügungsinstitute durchschlagen konnte. Auch in welchem Da die Verbindungsthür zum Stalle bedenten, daß das Solidaritätsgefühl bei der Arbeiterschaft tein die dramatische Litteratur bereicherte Anger auf seine Weise, freilich ausgekommen war. war, wurde letterer von dem Rauch des nur leerer Wahn ist. Wohl oder übel wird der föniglich preußische ebenfalls ohne erheblichen Nußen für sich und die Mitwelt. Als offen Geb. Kommerzienrat einsehen müssen, daß nicht nur die Glas- 1895 die Sedanheze losging, erachtete er die geit für gekommen, es glimmenden Feners bald angefüllt. Als gegen Mitternacht sich arbeiter, wie er meint, hinter seinen" Arbeitern stehen, sondern mit dem Hurrapatriotismus und der Socialistenvertilgung zu ver- eine starke Berqualmung des Hofs bemerkbar machte, eilten Gäste daß die Arbeiterschaft im allgemeinen sich der Sache suchen. Er ließ im Reichshallen Theater ein Stück aufführen, in der aus der vorderen Gaststube herbei und machten sich an die Abannimmt. Wenn es hierzu noch eines besonderen Anlasses bedurfte, selbst nach dem Urteil gegnerischer Blätter Unglaubliches an Albern- löschung des Feuers. Die herbeigerufene Feuerwehr fand ein Pferd so hat sicherlich der fgl. preuß. Geh. Kommerzienrat felbst diese An- heit geleistet wurde.„ Vorwärts" hieß es, wenn wir nicht irren; bereits er st i dt vor, während die übrigen vier Tiere zudend regung gegeben durch sein famoses Schriftstück, das nicht für die Redaktion unfres Blatts wurde darin vom Berliner Wolfe zur am Boden lagen. Sie wurden schleunigst ins Freie geschleppt 8eitungen bestimmt" war. Sebanverherrlichung bekehrt. Nach drei oder vier Aufführungen fiel und erholten sich hier so weit, daß sie auf die Beine gebracht werden das Drama auf Nimmerwiedersehen in die Versenkung, trotzdem ein konnten. Indes ist ihr Zustand derart, daß zwei von ihnen wohl Hofbuchdruder es sogar in Verlag genommen hatte. noch eingehen werden. Von einem Straßenbahnwagen der westlichen Vorortbahn| nicht übernommen. Der Verein bietet, so heißt es, eine volle Ge- 1 überfahren wurde, wie nachträglich bekannt wird, am Ostermontag währ für eine sorgfältige Auswahl und sorgsame Ueber- Dampfers wurde in Liverpool der Bankier Elling aus Ebers. Festgenommener Bankier. An Bord eines englischen in der Schloßstraße zu Steglitz die fünfjährige Tochter des Tischlers wachung der Pflegestellen. Müller aus Berlin, der sich in einem Lokal in der genannten Straße räte und Waisenpflegerinnen hat ebenso wie der Magistrat das Ab- übung großer Depotinterschlagungen flüchtig geworden war und Die Versammlung der Waisen- walde verhaftet, der, wie wir seiner Zeit meldeten, nach Veraufhielt. Das Kind spielte mit mehreren Freundinnen auf dem kommen gutgeheißen. In Frage kommen sollen nur solche Kinder, seitdem von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgt wurde. Der Bürgersteig und lief dabei auf den Fahrdamm, auf welchem die ohne Anhang sind oder bei denen es geboten erscheint, fie den Flüchtige reifte unter einem auf den Namen Henry Lauer lautenden ein nach Berlin fahrender Wagen der westlichen Vorort bisherigen nachteiligen Einwirkungen der Angehörigen zu entziehen. Auslandspaß und kam direkt von Standinavien. Der Verhaftete bahn herangesaust tam. Obwohl der Wagenführer sofort Kinder unter 2 und über 6 Jahre sind nur ausnahmsweise vom wird nach Erledigung der wegen seiner Auslieferung an Deutschland Gegenstrom gab, gelang es ihm doch nicht, den den Zug Verein unterzubringen. Aus guten Pflegestellen sollen Kinder nicht bereits anhängig gemachten diplomatischen Schritte nach Eberswalde rechtzeitig zum Stehen bringen und das Kind geriet unter den herausgenommen werden. Motorwagen. Ihm wurde der Unterleib buchstäblich aufgerissen und schlecht untergebrachte Kinder in Betracht kommen. Es sollen nur neuaufgenommene oder zurüdgebracht werden. außerdem erlitt es Verlegungen am Kopf, welche den Tod der Sleinen alsbald herbeiführten. F Marktpreise von Berlin am 9. April 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Welzen, gut D.- Ctr. THE FELET Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7,-151,60 120 1,30 1mittel gering " " *) Roggen, gut 14,20 1,60 " 1,20 mittel " " 1,80 1, gering 1,60 1. " " mittel P gering M 15,60 14,80 14,70 13,90 13,80 13,10 15,90 15,40 2,60 2, Gier Karpfen 60 Stit 4,- 2,60 1 kg 2,20 1,20 Male " 2,80 1, mittel 15,30 14,90 Bander 2,80 1,20 " gering 14,70 14,20 Hechte 2, 1,20 6,82 Barsche 1,80 0,80 7,90 6,40 Schleie 3,- 1.20 40, 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25,- Krebse per Shot 12,3, 70, 30, " " Nichtstroh Daß dieser Plan seine schweren Bedenken hat, ist zweifellos. Hochwasser wird neuerdings von verschiedenen Orten gemeldet: Wir wollen von der Zukunftsmusik der späteren Seßhaftmachung Köln, 10. April. Die Rheinhöhe beträgt hier 5,72. Der Strom Vom Erstickungstode gerettet wurden zwei Kinder bei nicht weiter reden, weil anzunehmen ist, daß selbst die Pfleglinge ist noch immer start im Steigen begriffent. Bei Koblenz beträgt einem Wohnungsbrande, der Mittwochnachmittag Berleberger- des evangelischen Vereins nach erlangter Volljährigkeit schon wissen die Rheinhöhe 5,22, die Moselhöhe 4,08. In Koblenz steht der straße 46 austam. Hier wohnt im Quergebäude der Arbeiter werden, wo sie sich ihr Brot verdienen, und ein Hörigkeitsverhältnis Rhein; die Mosel dagegen fällt. Auch in Bayern und der Schweiz Batjalary, der mit seiner Frau tagsüber im Tiergarten arbeitet. von der frommen Organisation doch wohl nicht gut einsteigen die Ströme bedeutend. Seine Kinder, ein 1/ 2jähriges Mädchen und ein jähriger Knabe, geführt werden kann. Wohl aber wird in Anbetracht Ferner wird aus Posen berichtet: Die Warthe ist seit gestern blieben während dieser Zeit allein und unbeaufsichtigt in der ab- des tiefen Kulturzustands in der Provinz Posen anzunehmen sein, um 10 Centimeter gestiegen und hat gegenwärtig eine Höhe von geschloffenen Stube zurück. Jedenfalls hat nun der Knabe Streich- daß die dort in ländlichen Hütten untergebrachten Kinder ein Leben 3,24 Meter erreicht. Mehrere Straßen in den gegenüberliegenden Hölzer zu erlangen gewußt und die Gardinen in Brand gesetzt. Die führen müssen und einer Ausnußung unterworfen find, die die Stadt- Stadtteilen sind bereits überschwemmt. In den Kellern der Wallischei Frau des Portiers Fischer sah nachmittags dichten Rauch verwaltung auf keinen Fall wird gutheißen können. Wie will die ist Grundwasser eingetreten. Auch aus Schrimm wird ein Steigen durch die Fenster der B.schen Wohnung dringen und zerWaisenverwaltung von Charlottenburg eine Kontrolle ausüben? der Warthe gemeldet. trümmerte mit dem auf dem Grundstück arbeitenden Schlosser Stann sie es verantworten, dem evangelischen Verein die ganze FürSchulz die Küchenthür. Die Küche Entgleisung eines Personenzuges. Der gestern nachmittag war total verqualmt, forge zu überliefern? doch wurden die Kinder nicht gefunden. 4 Uhr 17 Minuten in Nürnberg fällige Poftzug von RegensDeshalb wurde auch Ueber die Errichtung von ,, Arbeitergärten" bei Westend burg entgleiste auf starkem Gefälle zwischen Rübleinshof und die Stubenthür erbrochen, worauf Schulz am Boden friechend melden hiesige Blätter: Die Verlosung der Arbeitergärten des Noten Ochenbrud, wobei vier Personenwagen umftiirzten. Ein Lieutenant bordrang und den Kinderwagen herausholte. Da sich indes kein Kreuzes, welche der Vaterländische Frauenverein Charlottenburg auf der Nürnberger Garnison, eine Frau und ein Dienstmädchen trugen Kind in demselben befand, rief er, worauf der Knabe mit schwacher eisenbahnfistalischem Gelände am Bahnhof Westend einrichtet, ist Oberschenkelbrüche davon. Mehrere Urlauber erlitten leichtere VerStimme antwortete. Nun gelang es Schulz, beide Kinder ins Freie am 2. Osterfeiertage vormittags an Ort und Stelle erfolgt. Es sind legungen. Die Verletzten wurden durch einen Hilfszug nach Nürnzu bringen. Das Mädchen war bereits bewußtlos und auch der insgesamt 84 Parzellen an ebenso viele Arbeiterfamilien sowie an berg gebracht. Stnabe war hart mitgenommen. Den Samaritern der Feuerwehr die Vereine Jugendheim, Kinderschutz, Knaben- und Mädchenhort und einem Arzte glückte es dann, auch das Mädchen wieder ins vergeben worden. Leider konnte, da für dieses Jahr anderweitiges Bewußtsein zurückzurufen, doch gilt sein Zustand für bedenklich. Terrain nicht verfügbar war, eine große Zahl von Familien nicht Beide Kinder leiden nun an andauerndem Erbrechen. Auch Frau berücksichtigt werden. Die Bestellung der Gärten und die OrganiFischer und der Schlosser Schulz haben bei den Rettungsarbeiten fation des Betriebs wird nach den von Geheimrat Bielefeldt vom viel Rauch geschluckt. Reichs Versicherungsamt im Ausland gesammelten Erfahrungen Das Lehrprogramm der Volkshochschule Humboldt Akademie erfolgen. Der Vaterländische Frauenverein Charlottenburg für das am 15. April beginnende II. Quartal 1901 ist erschienen. Es bezw. dessen Specialabteilung für Arbeitergärten, deren Leitung enthält die Inhaltsangaben von 47 Vortragscyklen und Unterrichtsturjen Frau Minister vou aus allen Wissensgebieten, welche in den beiden Berliner Hauptlehrstätten, den Siedlern außer dem Gelände Dung und Sämereien und Rheinbaben übernommen hat, liefert NW. Dorotheenstädtisches Realgymnasium, W. Falt Realgymnasium, außerdem in der Sophienschule und in den Königlichen Museen( Altes giebt für die Beschaffung der nötigen Bedürfnisse erforder- †) Gerfte, gut Museum und Nationalgallerie) meist in den Abendstunden vor Herren lichenfalls Vorschüsse. Die Wasserwerke auf Westend liefern und Damen abgehalten werden. In den Lehrstätten W. II( Architekten- unentgeltlich Bafferleitung und Wasser. Die Charlotten: haus), S. und Charlottenburg werden im II. Quartal feine Vor- burger Feuerwehr hat in entgegenkommendster Weise ihre safer, gut Yesungen gehalten. Zu den Unterrichtstursen sind neu hinzugekommen Unterstützung bei der Herrichtung und Einzäunung der Gärten in photographische Unterrichtskurse, welche Docent Lügen in seiner Lehranstalt Aussicht gestellt. Als Sachverständiger steht den Siedlern ein GartenW., Baffauerstr. 13, abhalten wird. Nach den Bericht für das verflossene inspektor mit Rat zur Seite. Die Gartenfelder sind in acht größere Hen I. Quartal waren in den sechs Berliner Lehrstätten 75 Cyklen von zu: Quartiere eingeteilt, um deren günstige Entwicklung mit den Garten- Erbsen fammen 3014 eingeschriebenen Hörerh besucht; dazu kommen noch in der Lehrstätte NO. 7 Bortragsreihen mit bisher 325 Hörern, 11 Cyflen der berechtigten Damen des Vorstands bemüht sein werden. Das dem Speisebohnen Lehrstätte Charlottenburg mit 436 Hörern, insgesamt 95 Cyflen mit Schloßpart gegenüber bisher brach liegende Gelände wird durch die Linsen 8775 Hörern. Das bedeutet wiederum gegen das I. Quartal 1900 die an: sachverständige Bestellung und Besetzung mit Gartenhäusern dem-*) ab Bahn. sehnliche Zunahme von 1095 Hörern. In den beiden letzten Winter: nächst einen freundlichen Anblick bieten. +) frei Wagen und ab Bahn. quartalen zusammen betrug die Hörerzahl 8066, die Zunahme gegen das Produktenmarkt vom 10. April. Die Haltung des Getreidemarkts Vorjahr 2836, ein Zuwachs, wie solcher seit dem Bestehen der Akademie Ans Friedrichshagen wird uns geschrieben: Die am Dienstag war heute ausgesprochen matt, und zwar hauptsächlich für Weizen, für den nicht vorgekommen. Die neuen Programme sind im Invalidendant" und abgehaltene Gemeindevertreter Sigung gab dem Vertrag der auch aus Destreich- Ungarn, Nordamerika und England flaue Preis: in den Bureaus der Akademie: Nicolaische Buchhandlung, Dorotheenftr. 75, politischen Gemeinde mit der Kirchengemeinde wegen Abtretung meldungen vorlagen. Abgesehen von den niedrigen Auslandsnotierungen, E. Haase, Potsdamerstr. 116a, S. Hahn, Prinzenstr. 54, Th. Fröhlich, und Umtausch von Grundstücken zum bevorstehenden übte auch das sehr umfangreiche Angebot von sofort lieferbarer Ware einen Landsbergerstr. 32, für 10 Pf. fäuflich. Die Direktion der Treptow Sternwarte hat für Sonntag, Barth und Sonnenburg ihre Zustimmung. Mit demselben M. billiger zu haben. Roggen wurde dadurch beeinflußt und gab, obwohl Kirchenbau gegen die Stimmen unsrer Parteigenossen Albrecht, Druck auf die Preisgestaltung aus. Man beginnt bereit 3mit der Regulierung der Maiverpflichtungen. Maiweizen war 12 M., Juliweizen den 14. April, wieder einen billigen Sonntag" eingesetzt. Die Stimmenverhältnis wurde der sofortigen Ueberlassung des der das Angebot in diesem Artikel weniger start war, 1/ 4-1/ 2 M. nach. Weizen Beobachtung mit dem Riesen- Fernrohr kostet die Hälfte, der Besuch politischen Gemeinde gehörigen Terrains an die Kirchengemeinde war späterhin auf Deckungstäufe leicht erholt, Schluß wieder schwach. Mehl des Astronomischen Museums" ist ganz freigegeben. Um 5 Uhr zugestimmt.( Nach erfolgter Genehmigung der Aufsichtsbehörde, die war unverändert. Hafer behauptet. Mais still. Rüböl geschäftslos, an nachmittags spricht Direktor Archenhold über„ Die Bewohnbar- ficher nicht lange auf sich warten läßt, wird die Gemeinde nunmehr scheinend fest. feit der Welten" unter Vorführung zahlreicher Licht- und Drehbilder, auch eine neue Kirche mit 1000 Sigplägen erhalten. Die Spiritus unverändert. 70er loco wurde mit 44,20 M. ziemlich rege und um 7 Uhr über„ Der neue Stern im Perseus". Gesamtkosten werden an 300 000 M. betragen, wozu nach Abzug Die volkstümliche Kunstausstellung im Gewerkschaftshaus der Patronatsbeiträge und sonstigen Zuwendungen die arme Ge veranstaltet die nächsten Vortragsabende am Donnerstag und Frei- meinde wohl ca. 150 000 m. beitragen muß.) tag dieser Woche. Eintrittskarten a 20 Pf. sind im Cigarrengeschäft auf der Utensilien für die Kochschule im Mädchenschulvon Horsch, Engel- Ufer 15, zu haben. Wir machen unsre Leser hause entspann sich eine längere Debatte. Trotzdem seiner Zeit bei darauf aufmerksam, daß in dieser Saison nur noch wenige Vorträge der Erbauung des Schulhauses die Bereitstellung der Räume zur stattfinden, weshalb es sich empfiehlt, sich zeitig mit Eintrittskarten Einrichtung einer Kochschule beschlossen wurde, zeigte die Mehrheit zu versehen. der Vertretung keine Geneigtheit, die zum Betrieb der Kochschule Die Vertreter Albrecht, Barth und Sonnenburg traten vorläufig erforderliche Summe von etwa 500 m. zu bewilligen. wiederholt für die Bewilligung der notwendigen Mittel ein. Antrag Barth:" Der Gemeindevorstand wird beauftragt, in Ver: Ein bindung mit dem Rektor die zur Einrichtung der Kochschule unum gänglich notwendigen Utensilien anzuschaffen, ohne daß es eines weiteren Beschlusses der Vertretung bedarf", wurde abgelehnt. vorstand zu beauftragen, der Vertretung über den Kostenpunkt demEin Antrag:„ Die Angelegenheit zu vertagen, jedoch den Gemeindenächst eine Vorlage zu unterbreiten", wurde angenommen. Einstimmig wurde beschlossen, für die Sommermonate auf dem Hofe des Mädchenschulhauses einen Turnplatz anzulegen und die hierzu erforderlichen Geräte anzuschaffen. An der höheren Webeschule, Markusstr. 49, beginnt am Sonntag, den 14. April, vormittags 9 Uhr, ein neuer Kursus für Färber, in welchem besonders der Unterricht in theoretischer und praktischer Chemie berücksichtigt wird. Derselbe dauert 2 Jahre mit je 40 Unterrichtswochen a 6 Stunden, von denen zwei Donnerstags, abends von 8-10 Uhr, und vier Sonntags, vormittags von 9 bis 1 Uhr erteilt werden. Das Honorar beträgt halbjährlich 15 M. Auch für die Weberei-, Wirterei-, Musterzeichnen-, Bosamentierereiund Kurbelstickerei- Abteilung beginnt an der Abend- und Sonntags schule der Unterricht im Sommer- Halbjahr am Sonntag, 14. April. Die Tagesschule für sämtliche Abteilungen, einschließlich der Färberei, beginnt das Sommersemester am Montag, 15. April. Nähere Auskunft erteilt und Anmeldungen nimmt schriftlich oder mündlich der Direktor der Anstalt, Professor Gürtler, entgegen. Die 9. städtische Fortbildungsschule eröffnet ihr Sommersemester erreicht. 0 " Ueber den An= Lichtenberg. Nach einer Notiz im Amtsblatt" hat der Rittergutsbesiger Röder wohl den Rekord in der Mietssteigerung Einem Schankwirt, der bisher einen Mietspreis von am Donnerstag, abends 7 Uhr. Die Anstalt hat in den letzten Jahren einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Im verflossenen Winter 2000 m. jährlich zahlte, wurde bedeutet, daß in Zukunft 4000 m. semester wurde sie von 1800 Schülern besucht, welche in 89 Kursen von zu zahlen seien. Das ist ein Geschäft, das bringt noch was ein! 52 Lehrern unterrichtet wurden. Sie hat zur Zeit eine vollständig entwidelte faufmännische und gewerbliche Abteilung. Der Unterricht wird erteilt in Schüsse auf einen Vorortzug. Als am ersten Osterfeiertag Deutsch, faufmännischer Korrespondenz, Wechselrecht, Handelstunde, Handels: der um 6 Uhr 46 Minuten abends vom Bahnhof Alexanderplatz nach geographie, Rundschrift, Rechnen, kaufmännischem Rechnen, Algebra, Zeichnen, Potsdam abgelassene Vorortzug sich hinter dem Zoologischen Garten Fachzeichen, Modellieren, einfacher und doppelter Buchführung, Stenographie, der Station Charlottenburg näherte, drang, wie dem„ Potsd. Int. Maschinenschreiben, Geometrie, Trigonometrie, Phyfit, Chemie, Französisch, Blatt" von einem Mitreisenden berichtet wird, ein Schuß durch die Englisch, Warenkunde, Russisch und Gesang. Anmeldungen nimmt täglich von 7-9 Uhr abends der Dirigent Pagel im Amtszimmer, Fruchtstr. 38, parterre, entgegen. Die Rennen im Sportpark Friedenau beginnen heut nachmittag um 5 Uhr; Major Taylor wird an allen offenen Rennen teilnehmen. Die Tandem- Rennen beabsichtigt er mit Arend oder Ellegaard als Partner zu bestreiten. Aus den Nachbarorten. Nieder Schöneweide. M Den Mitgliedern des Socialdemofratischen Wahlvereins wird bekannt gegeben, daß am Sonnabend 81/2 Uhr Generalversammlung bei Franz, Grünauerstr. 5, stattfindet. Rigdorf. Der zum Stadtverordneten gewählte Gastwirt Faustner ( Soc.), dessen Wahl die Stadtverordneten- Bersammlung für ungültig erklärt hat, hat diesen Beschluß durch Klage angefochten. Er wird durch Rechtsanwalt Wolfgang Heine vertreten. Scheiben eines Abteils III. Klasse, daß die Splitter umhersprißten. Der Fensterrahmen war vom Pulver geschwärzt. Später erfolgte noch ein zweiter Schuß. Ein aus dem gegenüberliegenden Fenster hinausblickender Herr wie die übrigen Insassen tamen zum Glück mit dem bloßen Schrecken davon. Vermischtes. 11 umgesetzt. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 10. April 1901. Aint: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 307 Rinder, 1882 Kälber, 624 Schafe, 8059 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund in Pf.): Ochsen: a) bodfleischige, ausgemäſtete, höchsten Schlacht wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) bollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färsen und b) voltfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren ühe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; 00-00; e) ältere ausgemäßtete Stithe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-48; e) gering genährte Kühe und Färsen 41-44. stälber: a) feinſte Maſt tälber( Bollmilchmaſt) und beste Saugtälber 72-75, b) mittlere Mast und gute Saugtälber 62-66, c) geringe Saugfälber 54-56, d) ältere, gering genährte( Freffer). 40-46. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast Hammel 60-63, b) ältere Masthammel 50-58, c) mäßig genährte Schafe( Merzschafe) 46-49, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 54-55 Pfund schwer 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäfer) 00-00; c) fleischige 52-54; d) gering entwidelte 48-51; e) Sauen 48-49. Für 100 Pfund mit 20 pCt. Tara.. Hammel und Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr 110 Stüd unverkauft, der Kälberhandel gestaltete sich ruhig, bei den Schafen fanden reichlich 3/4 des Auftriebs Absatz; der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Briefkasten der Redaktion. Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, 1862. Ueber diesen Streit stehen den Buchdruckern zwei Fachzeitungen zur Verfügung, an die wir Sie mit Ihrer Zuschrift verweisen. F. F. Beantragen Sie unter Ueberreichung der Todesurkunde beint Amtsgericht II, Hallesches Ufer 29-31, Eröffnung des Testaments. G. 5. 100. 1. und 2. Ja. R. R. 1000. So etwas giebt es nicht: die vor Errichtung der Standesämter erfolgten Geburten sind in den Kirchenbüchern eingetragen. Der einzelne Interessierte tann sich Aus: fertigungen der Geburts- und Sterbe- Urkunden erteilen lassen und seinen Stammbaum sich anlegen. Staatlichersetts, gemeindlicherseits oder tirchlicherseits wird ein Stammbaum nicht eingeführt. 1000. Ja. A. K., Steglik. 1. Zuständig ist das Amtsgericht, bei dem Sie Ihren Austritt erklärt hatten, also das Amtsgericht I, Neue Friedrichstraße 13. 2. 3 m. 5. M., Mühlheim. In solcher Handlungsweise braucht nicht unterschlagung zu liegen. Lehmann, Mannheim. Sie könnten unter Schilderung des Sachverhalts Bestrafung wegen auheftörenden Lärutens und Beleidigung bei der Staatsanwaltschaft beantragen, lehnt diese ein Einschreiten ab, weil hierzu ein öffentliches Interesse nicht vorliege, so ist die Anstrengung einer Privatflage zwar, möglich, aber bei dem Mangel von A. M. Wir werden Ihrem Wünsche nachkommen. Zeugen nicht rätlich. Ferd. Dangelm. Zweifellos liegt ein ganz grobes Versehen der GeEine zerstückelte Leiche gefunden. Der Altonaer Staatsanwaltschaft ist die Mitteilung von einem entsetzlichen Funde zus gegangen, der ant Ostersonntagnachmittag in der Nähe von Holm gemacht worden ist. Als an diesem Tage ein Landmann aus dem Dorfe Heist über Feld ging, sah er auf einer Wiese in der Nähe der Grenze von Holm, wo eine Brücke über einen kleinen Bach führt, Der Polizeilieutenant Kuhlmann, der sich am westlich der Landstraße, einen Gegenstand liegen. In der Meinung, 18. März in der socialdemokratischen Voltsversammlung im Apollo- ein Jäger habe vielleicht ein Stück Wild ausgeweidet, trat er näher Theater jo eigenartig benommen hat, ist vom Polizeidirektor auf und entdeckte ein menschliches Bein. Bei näherer Nachforschung wurde eine Beschwerde des Genossen E. Regerau hin belehrt" worden, in einem Graben der Rumpf eines etwa 20 Jahre alten Manns gemeindeverwaltung vor. Es würde die Stadtgemeinde daher in vollem Um daß er im Unrecht war. Regerau hat einen diesbezüglichen Bescheid funden, der eine tiefe Schnittwunde am Hals zeigte. Die Brust fange für den Ihnen zugefügten Schaden haften, wenn Sie nicht in crhalten. war der Länge nach vom Hals bis zum Unterleib auf einem unfallversicherungspflichtigen Betrieb der Stadt beschäftigt und ver geschnitten. Auch ein Arm war teilweise aus dem Gelent gelöst, unglüdt wären. So tritt aber an Stelle des Schadensersatzes die schmale Eine merkwürdige Art von Waisenpflege wird die Stadthing aber noch an der Schulter fest. Das andre Bein tonnte nicht unfallrente und stehen Ihnen deshalb Rechte gegen die Stadt nicht zu. Es gemeinde Charlottenburg versuchen. Wie die Armen gefunden werden. Bekleidet war der verstümmelte Leichnam nur wird für Sie daher am richtigsten sein, den Ihnen gemachten Vorschlag an Birettion mitteilt, hat die Gemeinde mit dem Evangelischen mit einem Rod und mit einem aufgeschnittenen Beinkleide. Der zunehmen. 5. 9 mal 9. Den Unfall mitfien Sie mit dem Antrag, Verein für Waisenpflege in der Provinz Poien einen Störper mag drei bis vier Wochen an der Stelle, mit Grassoden Vertrag dahin geschlossen, daß der Verein sich verpflichtet, auf bedeckt, in dem Graben gelegen haben. Nachdem der Amtsrichter in Ansuchen des Magistrats förperlich, und geistig gesunde und nicht Ueterjen von dem Funde benachrichtigt worden war, begab er jich verwahrloste evangelische Pflegefinder an geeigneten länd an die Stätte, um das Protokoll aufzunehmen und die Leichenteile lichen Pflegestellen innerhalb der Provinz Provinz Posen unter- nach Heist überführen zu lassen, wo sie von dem Gerichtsarzte be zubringen und ihre Erziehung durch seine Organe zu überwachen. sichtigt werden sollen. Die Staatsanwaltschaft in Altona ist noch Kinder im Alter von mehr als 6 Jahren braucht der Verein nicht zu am Abend von dem Funde benachrichtigt worden. übernehmen. Als Pflegegeld werden jährlich von der Stadt 160 M. DieIhnen die Ihnen gefeßlich zustehende Rente zu bewilligen, bei der Berufs= genossenschaft anmelden. Welche Rechte Ihnen als Unfallverlegten des legen. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde vor und lesen Sie näheren zustehen, läßt sich unmöglich im Rahmen des Briefkastens dar. 27-65 und 94 des Ersten Nachtrags zum ,, Arbeiterrecht" ( auch betitelt: Stadthagen, Führer durch das Unfallversicherungsgefet) nach. Diesen Nachtrag finden Sie in jeder Vereinsbibliothek, auch in der Bibliothek Alexandrinenſtr. 26. 1000, Admiralstraße. Ja. C. S. 22. Eine Zwangsvormundschaft" giebt es nicht. Sprechen Sie Sprechstunde vor. 11. 9. 66. 1. Eine Anfechtung wäre, soweit ohne 2. Falls aus dem Testament nicht etwas andres hervorgeht: die Eltern und Geschwister. 3. Sie können beim Amtsgericht Regulierung des Nachlasses und zu diesem Behuse Feststellung desselben verlangen. Die Kosten müßten -an den Berein gezahlt. Dieser legt hiervon jährlich mindestens Schwarze Pocken in Westfalen. Das Westfälische Volks- zur Klarlegung des Falls eventuell mit den Papieren in der juristischen 60 M. zinsbar an. Das auf diese Weise angesammelte Sapital blatt" meldet aus Beckelsheim bei Paderborn: Im hiesigen Strankenstenntnis des Wortlauts des Testaments sich darüber urteilen läßt, zwedlos. soll zur späteren Seßhaftmachung des Pfleglings als hause sind die schwarzen Poden ausgebrochen. Aderwirt oder Handwerker in der Provinz Posen derselben sind durch russische Arbeiter eingeschleppt worden. Die Oberin wendet werden. Eine Verpflichtung, eine bestimmte An- und ein Kind sind bereits gestorben, sämtliche Schwestern bis auf zahl von Kindern durch den Verein unterzubringen, hat die Stadt eine sind erkrantt. Sie tragen. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.