Nr. 85. Abonnements- Bedingungen: W Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnentent: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Beitungs. Preisliste für 1901 unter r. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. F Erfifzeink täglich außer Moutage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rotonet zetle oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Ober- Agrarlicht. I. Freitag, den 12. April 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. der christlich- agrarischen Monarchie, deren andres einer jüdisch- weltpoltischen Monarchie begeistert huldigt, sie beide behandeln in Leitartikeln das Problem der Gemütsverfassung des Kaisers. " ... Dagegen bedürfen bloße Gefühls- und Meinungsäußerungen des Monarchen, Proklamationen an das Volt, Regierungs programme und gar Danksagungen für Huldigungen, Beglückwünschungen usw. feiner ministeriellen Gegenzeichnung. und bedürfen daher, ebenso wie die Krankheiten, der heilenden Thätigkeit des Arztes", d. h. in diesem Falle der Staatsgewalt. Demnach sind die Zollforderungen der Agrarier vollAn volkswirtschaftlichen Autoritäten mangelt es den kommen berechtigt ufw. Die Kreuz- 8eitung" bon gestern Abend versteckte ihre Agrariern nicht, denn ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit Das ist ein typisches Beispiel der Ruhlandschen Agrar- Anteilnahme an der Gemütsbeschaffenheit des Kaisers in einer find sie, was die Ansprüche an ihre geistige Qualifikation logit. Leider nur ist seine Prämisse, daß steigende Getreide wundersam unschuldsvollen staatsrechtlichen Abhandlung über das ihrer Autoritäten anbelangt, außergewöhnlich bescheiden. Wer preise steigende Kultur, sinkende Getreidepreise fulturellen unverfängliche Thema:" Die Gegenzeichnung der Minister". Die den Grad einer Autorität erlangen will, hat nur anzuerkennen, Niedergang beweisen, nichts als eine leere Behauptung. In Abhandlung fließt bedeutungslos dahin, um erst zum Schluß zu daß die Landwirtschaft bei den jezigen Getreidepreisen nicht England stand z. B. die Tonne Weizen während der Jahre ihrem eigentlichen und auf einen besonderen Leser abzielenden bestehen kann, und daß deshalb die Preise entsprechend den 1821-40 durchschnittlich auf 260 m. pro Tonne, dann fant Sinn zu gelangen: Sie schreibt: Produktionskosten erhöht werden müssen, am besten durch der Preis stetig, bis er in 1891-98 den niedrigen Stand Verdoppelung der bisherigen Zollsäge und Festlegung dieser von 130 m. erreichte. Trotzdem fällt gerade in diese Zeit Verdoppelnngen durch einen Minimaltarif. Im Princip wird Englands blendende Entwicklung zur reichsten Weltmacht. zwar noch verlangt, daß, wer auf den Titel einer Autorität Anspruch erhebt, auch noch etwas vom land wirtschaftlichen Betrieb verstehen und eine gewisse Uebung in der Verrichtung primitiver landwirtschaftlicher Arbeiten, z. B. des Miftaufladens, haben muß. Jedoch gilt diese lette Forderung thatsächlich nur für solche Personen, die nicht von der Nüglichkeit möglichst hoher Getreidezölle überzeugt sind. Wer diese Ueberzeugung von vornherein hat, dem kann die Bedingung einer Kenntnis landwirtschaftlicher Verhältnisse gänzlich erlassen werden, wenn er sein Manto auf praktischem Gebiet durch ein Plus auf geistigem Gebiet, d. h. durch Erdenken neuer landwirtschaftlicher Zölle auszugleichen vermag. Nicht viel besser steht es um Preußen und Frankreich. Preußen hatte 1841-60 einen Weizen Durchschnittspreis pro Tonne von 190 M., hingegen 1891-98 trotz des weit höheren Zolls von nur 165 m., und zwar beginnt nach Herstellung des neuen deutschen Reichs die Senkung. Sicherlich wird niemand behaupten können, daß seitdem Deutschland in stetigem kulturellen Niedergang begriffen fei. Selbst wenn wir, was Gott sei Dant nicht der Fall ist, in einem unbedingt und uneingeschränkt der konstitutionellen Schablone huldigenden Staate lebten, so wäre doch unserm Monarchen kein Schloß vor den Mund gelegt, das er nur in Gegenwart und unter Verantwortung eines Ministers öffnen dürfte. Der König von Preußen ist noch ein sehr wesentlicher Machtfaktor, seine persönliche Ueberzeugung, sein persönlicher Wille find Momente, mit denen staatsrechtlich und politisch gerechnet werden muß. Er ist kein roi fainéant( Sönig Nichts) der konstitutionellen Theorie, und ist nicht bloß der Name, unter dem die Parlamentsmehrheit die Staatsgeschäfte führt; ihm ist nicht das Recht entzogen, seine individuelle Ansicht zu äußern; zumal wenn es ein Monarch ist, der mit dem Dichterfürsten von sich sagen kann: Mir gab ein Gott, zu sagen, wie ich leide.' Und daß dies so ist, das werden spätere Generationen vielleicht besser einsehen als die jetzige, die nicht weiß oder doch sich nicht immer so voll bewußt ist, was sie der festgefügten und machtvollen Krone von Preußen verdankt." Man braucht sich nur diese Thatsachen vor Augen zu halten, um die Absurdität der Ruhlandschen Unterstellung mit der sofort seine ganzen weiteren Folgerungen fallen, zu er kennen. Gesetzt aber, die Getreidepreise wären wirklich ein Gradmesser der Kultur, so doch jedenfalls nur dann, wenn sich diese Preise aus dem natürlichen wirtschaftlichen Entdie durch Zölle, Trusts, Hausse- Spekulationen hochgetrieben sind. Inwiefern ist übrigens das Sinken der Preise, also die Verbilligung der Produkte, eine Krankheitserscheinung, die ein Eingreifen der Gesetzgebung erfordert; und inwiefern folgt daraus weiter, daß die famose heilende Thätigkeit" in starten Journal"- die jüdische Kreuz- Beitung", welches zuerst und So bas eine Hofblatt. Das andre, das„ Ieine Zollerhöhungs- Pflastern zu bestehen hat? Kann nicht das allein die Worte des Staisers zum Vicepräsidenten des Herrenhaufes Mittel verfehlt sein? So gelten denn auch die Herren Dietrich Hahn und Georg Oertel als zweifellose Autoritäten, obgleich sie in ihrer wicklungsstand ergeben, nicht aber künstlich gesteigerte Preise, Thätigkeit als Gymnasiallehrer und Bank- Archivar schwerlich Gelegenheit hatten, in die Geheimnisse der Kunst des Mist aufladens einzudringen. Indes als das höchste Licht auf dem Gebiet der Agrarökonomie können sie immerhin nicht gelten, auch Herr E. Klapper nicht, und selbst nicht Dr. Dade, der Generalsekretär des Deutschen Landwirtschaftsrats; die schönste Blüte am Kraut der Agrarwissenschaft, das ist Herr Dr. G. RuhVers land, Professor der politischen Oekonomie an der Dominikaner- Solche müßigen Fragen existieren jedoch nicht für die Frhrn. v. Manteuffel veröffentlicht hat, erhebt sich entrüftet gegen Universität zu Freiburg in der Schweiz, Direktor des Inter Wissenschaft des Herrn Ruhland. Allerdings für später, die Schilderung der„ Kreuz- Beitung", die den Kaiſer fälschlich geschildert habe„ als einen Traurigen und nationalen Bureaus zur Regulierung der Getreidepreise und wenn erst einmal die nationale Entwicklung durch Redakteur der von diesem Bureau herausgegebenen„ Monat- genügend hohe Schutzölle" gesichert ist, plant Herr 3 weifelnden, als den duldenden und kummervollen lichen Mitteilungen", zugleich, wie er selbst ankündigt, zu- Ruhland noch ein weiteres Rettungsmittel: eine Nationali- Tasso, der die Worte spricht: fünftiger Errichter eines großartigen modernen Lehrgebäudes sierung des Kredits. Die Depositengelder sollen den Privatder Nationalökonomie". banken, damit diese sie nicht zit Gründungen und zu Speku" Die Thräne hat uns die Natur verliehen, Den Schrei des Schnierzes, wenn der Mann zuletzt Es nicht mehr trägt. Und mir noch über alles Sie ließ im Schmerz mir Melodie und Rede, Die tiefste Fülle meiner Not zu klagen: Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, Gab mir ein Gott, zu sagen, wie ich leide." Das kleine Hofjournal wendet sich weiter gegen die Auffassung Allerdings ist es auch bei Herrn Dr. Ruhland mit der lationszwecken verwenden können, entzogen und durch Gepraktischen Kenntnis der Landwirtschaft nicht weit her. Wie währung entsprechender Prozente der umgestalteten Reichsbank er vor einigen Tagen in einer Richtigstellung" in der zugeführt worden. Diese hat darauf mit dem Geld die„ GeDeutschen Tageszeitung" selbst erklärt hat, hat er zwar als nossenschaften in Stadt und Land" zu versorgen, die„ rasch Jüngling in den Jahren 1879/81 versucht, sich als Bauer in jeder Gemeinde und in jedem Stadtbezirk" entstehen zu derselbständigen", doch nicht mit Erfolg. Dieses Malheur werden, und diese Kreditgenossenschaften wieder haben der Kreuzzeitung" in einer Heftigkeit, die nur zu erklären ist aus brachte ihn auf die Idee, daß er umsomehr zum landwirt dann das Geld ant den kreditbedürftigen Grundbesitz der Befürchtung besonderer Wirkungen ihrer Kaisercharakteristit. schaftlichen Theoretiker geeignet sei. Er beschäftigte sich und Mittelstand abzugeben. Aber nicht nach der Weise Es sagt: mit agrar ökonomischen Studien und suchte dann in den heutiger Streditanstalten, die Sicherheiten und Bürgschaften Nichts ist falscher und gefälschter als diese Auffassung. Kommissionen des Bundes der Landwirte die Wer den Kaiser bei seinen Ausfahrten in den Ostertagen beobachtet, wertvollsten Anregungen für den Ausbau eines mit welcher wer gestern wahrgenommen hat, Freundlichkeit und guten Laune der Herrscher seinen Gast, den wissenschaftlichen Agrarprogramms", um dann jungen Großherzog von Sachsen- Weimar empfing, wird vergeblich später dem Ruf der Dominikaner an ihre Lehranstalt nach suchen, die ganze Kunst des höfifchen Charakters" der„ KreuzFreiburg zu folgen. Beitung" zu ergründen, um mun einmal bei den Citaten aus Tasso zu bleiben. Aber selbst abgesehen von diesen Aeußerlichkeiten liegt dem Charakter unsers Königs nichts ferner als stille Resignation. Der Kaiser ist energisch, impulsiv und seine Worte fönnen manchmal verlegen, wie es jüngst bei der Nede an die Alexandriner der Fall war. Tasso wüßte auch da= gegen ein Mittel. " verlangen und bankrotten Junkern auf ihre schönen Augen nichts pumpen. Bedingung ist vielmehr, daß all die sonderbaren Unterscheidungen zwischen Betriebskredit und Grundkredit, zwischen langfristigem und kurzfristigem Kredit, zwischen Wechsel- und Hypothetarkredit, zwischen Personal- und Realkredit und wie sie alle heißen, beseitigt werden". Jeder erhält ohne weiteres Geld, der Mitglied einer der Gesamtorganisation eingefügten Kreditgenossenschaft" wird und sich des Vertrauens wert zeigt. die KreditDaß den in der Wolle gefärbten Agrariern Herr Dr. Ruhland größer erscheint als Herr Dade, kann man ihnen von ihrem besonderen Standpunkt kaum verdenken. Herr Dade operiert viel mit statistischen Belegen, ist nüchterner Zahlenmensch, reserviert und fühl. Dagegen ist bei Herrn Ruhland Ein wunderschönes Projekt: allgemeine Organisation des von solchen in gewiffem Sinne anti- agrarischen Eigenschaften Kreditwesens- nicht zum besten der Allgemeinheit, sondern wenig zu spüren. Er befizt eine grandiose Phantasie, enorme zur Versorgung verschuldeter preußischer Junker und verKombinationsgabe, huldigt in jeder Beziehung dem agra- krachter Mittelstandseristenzen mit den nötigen Moneten. Zu rischen Grundsatz, daß wenn man einmal beim Fordern ist, bedenken bleibt nur, daß- die Durchführungsmöglichkeit es auf eine Handvoll mehr nicht ankommt, und ist so dieses gediegenen Projekts natürlich vorausgesetzt fehr von feiner Bedeutung überzeugt. daß er seine genossenschaften wohl bald bei der von Herrn Ruhland bloßen Behauptungen schon für die unumstößlichsten Beweise empfohlenen Praris der Kreditgewährung am Rande des hält. Auch darin zeigt sich seine Ueberlegenheit, daß ihm Bankrotts stehen werden, und daß dann die Depofiteneinleger, allein schon das Verlangen der Agrarier nach Zöllen als wenn ihnen der Verlust ihres Geldes droht, in der Beweis ihrer Notwendigkeit gilt, während Dr. Dade noch kapitalistischen Verhärtung ihres Gemüths keine Einlagen Hinweise und Tabellen über den Rückgang der Weizen- und mehr machen werden. Daran scheint Herr Ruhland gar Roggenpreise für nötig hält. nicht gedacht zu haben; doch wer kann immer gleich an Schriftstellerisch ist Herr Ruhland sehr produktiv. Erst alles denken, und zudem muß man nicht immer von seinem neulich hat er wieder zwei Schriften erscheinen lassen: Die Mitmenschen gleich das Schlimmste voraussetzen. internationale landwirtschaftliche Stonkurrenz ein kapitalistisches Bleibt nur noch eine andre Schwierigkeit. Die RuhProblem"( Verlag von Ernst Hofmann u. Co., Berlin) und landsche Kreditorganisation vermag wohl die notleidenden Gegengutachten zu Prof. Dr. Conrads Stellung der land- Agrarier mit Geld zu versorgen, aber auf die Höhe der wirtschaftlichen Zölle in den 1903 zu schließenden Handels- Getreidepreise hat sie, wenn die auswärtige Getreidekonkurrenz berträgen Deutschlands"( Verlag der Raiffeisen- Druckerei, und die ihr zu Grunde liegenden Wirtschaftsverhältnisse be Neuwied). stehen bleiben, recht wenig Einfluß. Indeß auch dafür weiß " " Die Dichter fagen uns von einem Speer, Der eine Wunde, die er selbst geschlagen, Durch freundliche Berührung heilen konnte. Es hat des Menschen Zunge diese Kraft. Anläßlich jener Aeußerungen sind in der Preffe Angriffe gegen das Staatsoberhaupt erfolgt, welche nicht immer maßvoll waren; andre Organe haben den Monarchen nicht immer taktvoll berteidigt. Das ist Sache des Gefühls, der Ueberzeugung und des Parteistandpunkts. Freund und Feind und werden aber nicht leugnen können, daß Wilhelm II. felbft das Ausland erkennt dies unbedingt anbie markantefte Persönlichkeit unsrer Zeit auf dem Herricherthrone ist, vielleicht gerade deshalb, weil er feine Meinung zu jeder Beit frei und umumwunden äußert. Das Bild einer solchen Individualität in den charakteristischen Konturen zu berwischen, ist ein strafbarer Versuch und man wird für denselben an der maßgebenden Stelle wenig Dank wiffen. In ein schiefes Licht gerückt, nehmen fich die Dinge anders aus; das Unterschieben einer thatsächlich nicht borhandenen Gemütsverstimmung führt zu einer falschen Beurteilung und um dies zu verhüten, gedenke man der Worte Tassos: Es ist nicht flug, es ist nicht wohlgethan, Vorsäglich einen Menschen zu verkennen, Er sei auch, wer er sei # Es ist schwierig festzustellen, welches der beiden Blätter, ob die Kreuz- Beitung" oder das Kleine Journal" den Monarchenfultus beffer versteht. Sie befinden sich beide in einer Harmonie der Kaiserverherrlichung, die es den Hoffreisen nicht leicht erscheinen lassen kann, welches von ihnen das empfehlenswerteste sein mag. Um so weiter entfernen sich die Nivalen von einander in der Beurteilung der Gemütsverfassung ihres Helden. Beide Schriften gehören eng zusammen, denn die zweite Herr Ruhland Rat. Er nimmt einfach an, daß, wenn erſt geht nur so nebenbei auf die Conradschen Ausführungen im einmal ein Bolt seine heilsamen Reformen durchgeführt hat, ersten Band der vom Verein für Socialpolitit herausgegebenen sich die Nachricht davon wie ein Lauffeuer über " Beiträge zur neuesten Handelspolitik Deutschlands" ein; die Erde" verbreiten und überall gleiche Einrichtungen zumeist bietet sie nur Belege zu den in der erstgenannten hervorrufen wird. Schrift aufgestellten Thesen. So ist das Problem der Rettung der Landwirtschaft In dieser behauptet Herr Ruhland zunächst, daß die glänzend gelöst. Höhe der Getreidepreise direkt proportional ist der Höhe der fulturellen Entwicklung" und deshalb das Sinken dieser Preise ein Zeichen des allgemeinen Niedergangs sei; bann stellt er einfach ein solches Sinken den Krankheiten des menschlischen Organismus gleich und folgert darauf weiter:„ Eine anDie Kreuz- 8tg." hängt sich an die melancholische Alexandrinerdauernde Verbilligung der Getreidepreise fann nur in Ein eigenartiger Streit wird geführt um das wirkliche Rede von der gesunkenen Autorität der Krone und verherrlicht des dem Sinne etwas Natürliches sein, in dem dem auch Wesen des Kaisers, dessen Rätselhaftigkeit durch die Fülle der Kaisers Dulder Individualität, deren Größe in der alle Krankheitserscheinungen, die mit dem Tode enden, etwas Lösungsversuche nur immer rätselhafter geworden zu sein scheint. freien Aussprache der Leiden und lebel der Zeit liege. Nur Natürliches sind". Folglich müssen, so schließt Herr Ruhland, Bwei höfifche Blätter, deren jedes sich besonderen Einflusses in Hof Kirche und frommes Wesen möchte diese verkommene Zeit furieren fintende Getreidepreise etwas, widernatürliches" sein treifen und guter Unterrichtung aus Hoftreisen rühmt, deren eines fönnen 1 Politische Mebersicht. Berlin, den 11. April. Ein Streit um den Kaiser. Dem Kleinen Journal" gilt dieser Kreuz- Zeitungs" Versuch 1 christlich- frömmelnder Einflüsterungen als strafbar" und die Größe des Kaisers ist nicht die des Dulders, auf den Kirchenbauer und agrarische Kanalrebellen hoffen dürfen, sondern die des impulsiv Empfindenden und energisch Handelnden, der kräftig und froh in das Leben blickt, der Flotten baut und den Handel fördert. Wer den Kaiser richtig gezeichnet hat? Vielleicht beide. Bielerlei Stimmungen und Verstimmungen erheben sich in einer Menschenseele, erheben sich und schwinden wieder, um andren Raum zu geben... Das rheinische Centrum in Nöten. gegen " die fowie Hunderte Personen aus dieser Gefahr errettet hat, und ich bete zu ihm, daß er Eure Majestät und alle Welt vor ähnlichen Gefahren bewahre. Tief gerührt und beglückt von den Gefühlen aufrichtiger Sympathie, welche mir Eure Majestät auch bei diesem Anlasse wieder bewiesen, bitte ich Eure Majestät, meinen ganz besonderen Dant entgegenzunehmen. Abdul Hamid." ,, Autorität". Der fonservative Reichstags Abgeordnete Henning hat das Bedürfnis gehabt, in einer spärlich besuchten damer Thor zu Berlin über die Gefahren des Sinkens Bersammlung des Centralvereins der Konservativen vor dem Potsder Autorität im Volt" zu philosohpieren. Wir finden, daß es eine böse Zweideutigkeit ist, wenn der Herr Abgeordnete von dem Sinten der Autorität" spricht. Wenn der Abg. Henning wirklich meinen sollte, daß die Autoritäten gesunken find nicht bloß das Autoritäts gefühl- so wäre es allerdings durchaus be greiflich, daß das Volt den gesunkenen Autoritäten teinen Respekt mehr zout. Der Einbruch des Bunds der Landwirte in die Rheinprovinz, in die Domäne des Centrums, hat bei den ultramontanen Brotverteurern arg verschnupft. Man befürchtet, durch die Bündler int der Parteivorherrschaft geschädigt zu werden, und die rheinische Centrumspresse erhebt lauten Protest Der Referent eiferte natürlich gegen Socialdemokratie, GottDemagogie der Bündler". Nun zeigt sich ziemlich undie folgende Resolution genehmigt wurde: losigkeit und Händlertum, bis schließlich mit allen gegen drei Stimmen verhüllt, daß das Centrum lediglich aus Barteirüdjichten für Getreidezoll- Erhöhung eintritt. Das ist aber selbst für die„ Volkspartei" Centrum ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, denn die Arbeiter könnten bei diesem Zug doch leicht die Gefolgschaft verfagen und auch kündigen. Durch die schon oft erprobte Taktik, die Religion geschickt mit Centrum zu verquicken, hofft man, um die gefährliche Klippe tommen. zu Dabei schwin delt man dem Arbeiter vor, die Erhöhung der Getreidezölle werde bon wenig Einfluß auf die Gestaltung der Brotpreise sein. Gin Uebriges erhofft man von der ausgeworfenen Angel: Witwen- und Waisenversicherung. Das sicherste Mittel, die Aufmerksamkeit der Arbeiter von der Verratspolitik abzuwenden, wird natürlich in ausreichendem Maße benutzt. Es ist die fonfessionelle Verhegung, durch die das rheinische Centrum seine Wählermassen zusammenhält. So erscheinen in den Centrums: organen Tag für Tag Angst- und und Kampfrufe T „ Der Centralverein der Konservativen vor dem Potsdamer Thore richtet an den hohen Reichstag das Ersuchen, jede Gelegen heit wahrzunehmen, um der Minderung der Autorität im Volte eine wirksame Schranke zu segen und mit Hilfe der Gesetzgebung der freigeistigen Richtung nach Kräften Einhalt zu thun. Nur der wahrhaft christliche, demutsvolle Sinn unsrer Väter und die Achtung vor göttlicher und weltlicher Autorität hat Deutschland zu machtvoller Stellung geführt. Echtes Christentum und eine starte Monarchie, die Grundfesten unsres deutschnationalen Wesens, werden unser Volk davor bewahren, dem verwerf= lichen Umsturz und damit der Willkür, dem Zerfall und der Anarchie preisgegeben zu werden." Das ist so reichlich frommt, als hätten die Resolution die Herren v. Hammerstein, Stöder und Sanden in Compagnie- Arbeit hergestellt. Wenn man aber bloß der freigeistigen Richtung" gefeßlich Einhalt thut, so ist damit für die Autorität noch gar nichts gethan. Denn die größten Zerstörer der Autorität, die Kanalrebellen, Brotwegen wucherer, Englandhaffer, Bismardfrondeurs würden dann noch der Gefahr, in der die katholische Kirche schwebt. Verfolgte Katholiken, immer am Leben sein. Schließlich wird jede Autorität nur durch verbannte Priester, tonfisciertes Kirchengut, Proselytenmacherei von sich selbst zerstört. protestantischer Seite, alle Schredensbilder eines Kulturkampfs läßt Vielleicht ergänzt Herr Henning demnächst seine Anregungen in man an dem geistigen Auge der erschreckten Centrumsgläubigen vor- dieser Richtung. Interesse der Kirche. Hält man den es weiter. • Und warum das Lamento? Das Centrum fürchtet, die rheinischen Bauernvereinter ließen sich von den Bündlern aufstacheln, vom Centrum ein Eintreten für die weitgehendsten Agrarierforderungen zu verlangen. Da das Centrum solches aber ebenso wenig in Rücksicht auf seine industrielle Wählerschaft wie als Regierungspartei zusagen kann, ist ein Abfallen der Bauernvereine vom Centrum zu befürchten. Die Brotwuchertampagne wirkt auftlärend nach allen Richtungen hin. * * Deutsches Reich. gekommen, im Norden bin ich zu Neujahr auf einem Patrouillenritt durch die chinesische Mauer in die Mongolei gelangt. Die Provinz Petschili fenne ich nun sehr gut; es erschließt sich einem hier eine ganz neue Welt, eine eigenartige Höhe der Kultur und des Benehmens selbst auf den Kleinsten Dörfern, die uns zur Anerkennung zwingt. Das einzige, worin die Chinesen nichts leisten, ist der „ Militarismus". Ich bin auch im Feuer gewesen, habe über= haupt eine solche Fülle von Eindrücken in mich aufgenommen, daß ich ordentlich fühle, wie ich innerlich gewachsen bin und wie sich mein Blick erweitert hat. Ueberall unter den abnormften Formen und Kleidern das Allgemeinmenschliche wiederzufinden und die Bejahung unfrer Kultur zu fühlen, besonders in einer Anschauungsart, die uns unser alter Weimarer Meister Goethe gelehrt hat, das ist eine große Erfahrung. Immer mehr in die Humanität hineinzugreifen, das ist ein Ziel, das er uns gestellt hat. Und dabei zu sein, wie das verschlossene Land seine Thüren öffnet, zu spüren, wie die Weltgeschichte einen Sprung, einen großen Schritt vorwärts macht, wie ein ungeheures Reich eintritt in die Familie der Völker! Bald wird es mit uns am Tische siten, bald neben uns auf dem Markte sein! Ob alles das zu unsrem Vorteil ist? Die Vorsehung lenkt, unaufhaltsam rollt das Rad des Wagens, es wird uns nicht zermalmen. Deutschland für immer!" Endlich einmal ein Mensch- in all dem ellen wüsten Barbaren- in all ben wesen! Ausland. Schweiz. Zur Verhaftung der ausländischen Demonstranten. Die " Franff. 3tg." meldet aus Bern: Die Bundesbehörde hat sich bei der Genfer Regierung telegraphisch darüber beklagt, daß diese mehrere Tage verstreichen ließ, che sie die Hauptteilnehmer an den dortigen Excessen vor dem ruſſiſchen und italienischen Konsulat verhaften ließ. Die jüngsten Verhaftungen wurden erst infolge Intervention der Bundesbehörde vorgenommen. Frankreich. Die Feierlichkeiten in Toulon sind programmmäßig absolviert; die Trinksprüche sind gehalten worden, die italienische Flotte tann sich nun wieder zur Heimreise rüsten. Die Festlichkeit hielt sich vollständig in den Grenzen eines Höflichkeitsattes, und die Toaste waren ganz so inhaltslos, wie man das nur erwarten konnte. Denn eine enthusiastische Verbrüderungsfeier wird man selbst in Frankreich für ausgeschlossen gehalten haben, da dazu, nicht die mindeste Veranlassung vorlag. Der Besuch des Herzogs von Genita in Toulon war nur die marinistische Gegenvisite für eine Flottenehrung, die Frankreich vor zwei Jahren dem König von Italien bei seinem Besuch in Sardinien bereitet hatte. Die Rede Loubets sowohl wie die des Herzogs von Genua beschränkte sich darauf, die Herzlichkeit der gegenseitigen Beziehungen der beiden befreundeten Nationen zu betonen, irgend eine individuelle oder politisch bedeutsame Wendung war in den beiden Toasten nicht vorhanden. Der Dreibund hat, wie man sonst immer über ihn denken mag, durch die Touloner Festtage bei niemand an Kredit verloren. V überziehen. Da treten alle andren Gedanken zurück, wenn nur das Unterstaatssekretär Aschenborn im Reichsschazamt hat den Centrum die Kirche schüßt. Was das Centrum thut, geschieht im von ihm erbetenen Abschied zum 1. August erhalten und ist bis Arbeiter in dieser dahin zu einer Reise nach Italien beurlaubt. Aschenborn ist seit Sugestion, dann geht dem Centrum für seine Berratspolitit 1876 im Reichskanzleramt und demnächst im Reichsschazamt in der der Glorienschein nicht verloren. Und den rheinischen Bauern- Finanzverwaltung thätig gewesen, in den legten Jahren als bereinen zu Liebe läßt das Centrum in der Frage der Getreide- Ministerialdirektor und Unterstaatssekretär. Er gilt als Stenner des zollerhöhung alle diese Minen springen. Diese Bauernvereine sind Glatswesens und auf seine Hilfe waren die wechselnden Inhaber des eine stranime Stüße des Ultramontanismus. Um sich deren WohlSchazkanzleramts durchaus angewiesen. wollen zu bewahren, muß man schon etwas Brotwucher- Die Kommiffion für Arbeiterstatistik wird am 24. d. Mts., Politik machen. Allerdings für die" extremen" Forderungen vormittags 10 Uhr, im Reichsamt des Innern zu einer Sigung der Bündler fann man sich nicht binden. Als angehende zusammentreten. Drei Gegenstände sind auf die Tagesordnung Regierungspartei weiß das Centrum, daß die Regierung die gesetzt, und zwar 1. Feststellung des Berichts über die Erhebungen betreffend Sonntagsruhe bei der Binnen " goldne" Mittellinie einhalten will, und da kann das Centrum doch ichiffahrt. 2. Beratung der Art der Erhebungen über die feine Seitensprünge machen. Arbeitszeit in den komptoiren. 3. Geschäftliche Behandlung Aus Partei- Intereſſe tritt das Centrum für Erhöhung der der der Kommission erteilten Aufträge zur Erstattung von gutacht Getreidezölle ein, es will die Bauernvereine in seinem Bann halten, und lichen Aeußerungen über die Vornahme von Erhebungen über die aus Bartei- Interesse ist das Centrum gegen die extremen Forderungen Arbeitsverhältnisse im Fleishergewerbe und im der Agrarier, weil die Regierung es will. Nun aber kommen die Fuhrwerksgewerbe. Andrerseits kann man nicht sagen, daß das gegenwärtige Ver bösen Bündler und verderben den Schlaubergern das Konzept. In beweglichen Tönen flagt jetzt die Centrumspreffe: der Zwed der selbst auf einen Teil der Zeitungskorrespondenten ausübt, das zeigt gegensäge zwischen Italien und Frankreich sind nicht vorhanden, Sunnenstil. Belche verrohenden Wirkungen der Chinafeldzug hältnis der beiden Nationen kein freundschaftliches wäre. InteressenDüsseldorfer Versammlung, die der Bund der Landwirte arrangierte, die Art, in der der Berichterstatter des" freisinnigen"" Berliner Tage- höchstens daß kolonialschwärmerische Kreise Italiens mit Eifersucht sei nur der gewesen, die Mitglieder der Bauernvereine aufzuheben. Man blatte", ein Graf Nayhauß, über die Todesangst armer Chinesen- Frankreichs Kolonialpolitik in Nordafrika verfolgen mögen. Auf diese wisse im Lager der Bündler ganz genan, daß der Satz von 712 M. frauen spaßhaft„ plaudert". Auf irgend einer Borerjagd haben fich folonialpolitische Rivalität ist ja auch der 1882 erfolgte Anschluß nicht erreicht werde, selbst wenn der Reichstag so beschließen Soldaten in einem chinesischen Gehöft einquartiert. Beim Nahen Staliens an das deutsch östreichische Bündnis zurückzuführen. Sein wolle. Es gelte nur das Agitationsbedürfnis zu befriedigen, es des Feindes find die weiblichen Angehörigen des Besizers in eine schweres Mißgeschick in Abessyni en hat inzwischen abkühlend auf müſſe gehezt werden, sonst sei es mit der Macht der neden sie und num ergeht der Befeht, aus Wienschlichkeit das Italiens Kolonialabenteurerlust gewirkt, ebenso wie der gleichfalls Bundesführer vorbei! Um den Preis der Agitationserfolge frabbelnde und freischende Chaos da unten",„ die vor Stälte bereits dem Crispischen Regiment zu dankende Zollkrieg mit Frankreich schrecke man nicht vor Drohungen und Beschimpfungen winselnden Geschöpfe" herauszuholen und in einen geheizten Raum Italien nachhaltige Lehren beigebracht haben wird. Besteht demnach gegenüber der Regierung zurüd, die Autorität zu bringen. Diese Aktion beschreibt der Graf Nayhauß in folgender zur Zeit feine Spannung zwischen den beiden Ländern, so liegt für der Regierung werde untergraben und selbst( Weise: Italien andrerseits auch nicht die geringste Veranlassung vor, an die den Kaiser greife man an... In diesen Tönen geht Die Sache war aber leichter befohlen als gethan. Denn Stelle der freundschaftlichen Neutralität gegenüber Frankreich ein zwei stämmige Artilleristen hatten unten mit Aufbietung aller besondere Bundespflichten auferlegendes Verhältnis treten zu Kräfte vollauf zu thun, um den in einander verklammerten Knäuel lassen. zunächst zu entwirren und dann die zappelnde und freischende Ware Stüd für Stüd hinauf- Paris, 11. April. Dem„ Echo de Paris" zufolge fanden an zureichen, wo sie von herablangenden Armen in Empfang der deutsch- französischen Grenze Reibereien zwischen genommen und ins Warme geschafft wurden. Wer beim deutschen und französischen jungen Leuten statt, wobei einer der Schweineschlachten mal zugegen gewesen ist und Grenzpfähle unigerissen wurde. Die Untersuchung ist eingeleitet. das Augstgeschrei des zum Tode verurteilten Borstentiers Italien. gehört hat, kann sich ungefähr eine Vorstellung machen von dem Konzert, welches die holde weiblichkeit mit Anhang hier Ein geistlicher Mörder. Einem Blatte wird aus Neapel geaufführte und das noch geraume Zeit andauerte, als sie schon meldet: Ein Priester, namens Pietro Potenza in Neapel, wohnte bei längst in dem ihnen zugewiesenen Raum allein unter sich waren." einer Witwe mit zwei Kindern. Er versuchte, durch die Reize der Graf Nayhauß ist vermutlich ein Christ, der also sein Gefühl schönen Neapolitanerin bestrickt, mit dieser ein Liebesverhältnis für die Leiden der menschlichen Kreatur in China von den anzufangen. Immer wieder von der tugendsamen Frau in Stulturverbreitern Ware" genannt äußert. seine Schranken zurückgewiesen, drohte er endlich sie zu ermorden, Am Schluß seines Briefes bramarbasiert der Herr noch: wenn sie seinen Wünschen nicht nachgebe. Da sich die Aermiste der Angesichts solcher Befestigungen erscheint das energieloje Brutalitäten nicht mehr erwehren fonnte, entschloß sie sich, Sofort be Zurückweichen und die bodenlose Feigheit des Chinesen- mit ihren Kindern nach Amerika auszuwandern. volts immer verächtlicher. Hier ist dem Lande die kulturelle jorgte sich auch der Priester einen Auswanderpaß. Nun endAuf dem Wege Degeneration mit ehernem Griffel auf das verlotterte Antlig ge- lich wandte sich die Frau an die Polizei. Wir können uns nur unvollkommen in die Seelen der Edelsten ereilte schrieben. sie der Priester und schoß sie Ein Volf, welches Wehrlosen gegenüber oder aus zur Quästur aber Hineinversezen. Indessen will es uns scheinen, als ob es fast nieder. feigem Hinterhalt sich als Bestie aufspielt und vor ein paar Als sich der die Mutter begleitende Snabe jammernd eine Beleidigung des Kaisers ist, wenn man bei jeder Gelegenheit Hundert bewaffneter Männer nicht bloß auskneift, sondern die über den Leichnam warf, tötete er auch diesen durch einen Revolverimmer wieder auf den Bremer Unfall hinweist, als ob dieser un- formidabelsten Stellungen ohne einen Schuß und ohne Schwert- schuß. Die That trug sich nachmittags auf offener Straße zu. beträchtliche Vorgang dem Kaiser so besonders wichtig erscheine. streich im Stich läßt, ist weiter nichts wert als die Verachtung Der Mörder fonnte nur mit Gewalt vor der Lynchjustiz der furcht. Solches Mißgeschick, von einem Verrückten angegriffen zu werden, und eine aus diesem Gefühl resultierende Bebar erregten Menge geschützt werden, welche das Gefängnis er tann jedem begegnen davon wissen beispielsweise auch Zeitungs- handlung der ganzen civilisierten Welt!" stürmen wollte. Nur das Erscheinen mehrerer Compagnien Soldaten redacteure zu vermelden aber niemand wird durch einen Die aus diesem Gefühl resultierende Behandlung" friedfertiger, verhinderte Gewaltthätigkeiten. folchen Zufall sonderlich sonderlich erschüttert werden, selbst wenn unwehrhafter Menschen ist doch wohl die Hunnenbehandlung, die cr bloß eine Civilperson ist und nicht durch besondere man jetzt öffentlich abzuleugnen sucht, obwohl sie doch in zwingender Die Corteswahlen. Der Ministerrat beschloß, die Cortes, militärische Erziehung eine verstärkte Abhärtung gegenüber förper- Form befohlen worden ist. Was aber die bodenloje Feigheit anlichen Gefahren sich angeeignet hat. Nachdem einmal festgestellt ist, langt, so dachten darüber die in Tientsin seiner Zeit vereinigten wählen für den 12. Mai und die Eröffnung der Cortes für den daß es sich um die That eines Unzurechnungsfähigen handelt, müßte Civilisierten" offenbar anders; denn die vereinigten Truppen blieben 20. Juni festzusetzen. Man glaubt, daß in Madrid und Bilbao die gerade ein Monarchist- denken wir darauf Wert legen, den in schiveren Befürchtungen wochenlang unthätig in Tientsin und socialistischen Kandidaten durchdringen werden. Schein zu vermeiden, als ob derartige Ingelegenheiten von dem wagten nicht den Vormarsch nach Peking, obwohl die in den GeRußland. Monarchen irgendwie einer ernſteren Bedeutung gewürdigt werden sandtschaften eingeschlossenen Fremden Tag für Tag um Hilfe flehten. tönnten. Ansprachen wie die des Herrn v. Manteuffel wirten Diefe civilifierte Tapferfeit, die kaum ein Opfer zu bringen braucht, muß für die russische akademische Jugend die Lehre aus den lezten Geht in die Arbeitermassen, sucht sie aufzuklären nicht in dieser Richtung. und diese chinesische Feigheit, die Zehntausende dem Tode darbietet, Ereignissen sein. Denn was fönnen einige tausend Akademiker, mögen Kaiser und Sultan. Das vom Kaiser Wilhelm an- gehört außerdem zu dem besonderen Sprachgebrauch, der sich erst in sie noch so aufopferungsvoll, noch so ideal angelegt sein, gegen die läßlich des jüngsten Erdbebens in Konstantinopel an den Sultan der deutsch- chinesischen Hunnenära entwickelt hat. Uebrigens iſt es gerichtete Telegramm hatte, wie die Blätter mitteilen, folgenden recht unvorsichtig, aus militärischer Untüchtigkeit auf fulturellen Ver- Macht der absolutistischen Regierung ausrichten. So lange der alles gerichtete Telegramm hatte, wie die Blätter mitteilen, folgenden fall zu schließen. Wie Graf Nahhauß hatte auch ein Breßagent die akademische Freiheit, die Freiheit der Wissenschaft, die Uuantastbar niederschmetternde Absolutismus nicht gebrochen ist, werden sie auch " Lief bewegt habe ich von der Gefahr Kenntnis erhalten, in Napoleons I. über die kulturelle Degeneration im verlotterten feit der Persönlichkeit nicht erringen. Der Macht muß die Macht der sich Eure Majestät während des Bairamfestes befand, und Antlig der Deutschen schreiben können, als mitten in unfrem Heere davon liefen, müssen von dem wie sichtlich der Allmächtige das kostbare eben die tapferen Junker die Festungen widerstandslos auslieferten, und Gedanken durchdrungen werden, daß der Abfolutismus ihr nächster. meine aufrichtigsten Glückwünsche zur Errettung aus der Gefahr williger Aufwärter zu dienen. Eurer Majestät beschüßt hat. Indem ich Eurer Majestät ein Goethe fich dazu hergab, der rüben Soldatesta Bonapartes als eind ist, der niedergeworfen werden muß. Den Ideologen aus dem Bürgertum ist hier ein weites Feld der Thätigkeit gegeben. darbringe, fann ich meine Bewunderung über Eurer Majestät Berhalten und den Beweis von Mut, China fommen, wirft es erquidend, auch einmal die Stimme kultuGegenüber diesen widerlichen Schneidigkeitsepisteln, die uns aus In diesem Sinne erläßt denn auch der Studentische Selbsthilfs- Verein der Petersburger Universität" den Sie Ihren Unterthanen und den anwesenden Fremden gereller Menschlichkeit zu vernehmen. Der Hamburgische or Verein angehören) einen Aufruf an die Studenten. Wie sehr sich ( ein geheimer Berein, denn die Studenten dürfen keinem geben, nicht verhehlen. Ich bitte zu Gott, daß er Eure Majestät respondent" veröffentlicht ein Schreiben eines deutschen die Regierung vor dem Grolle der Volksmassen fürchtet, in seinen gnädigen Schuh nehme. Offiziers, das bei aller unklaren weltpolitischen Romantik doch ersieht man daraus, daß sie sich in ihrem offiziellen Bericht vor endlich einmal daran erinnert, daß die Deutschen einmal stolz darauf Lug und Trug nicht scheut. Von Getöteten ist im Bericht gar keine Der Sultan erwiderte hierauf: „ Mit lebhafter Freude habe ich das Telegramm entgegen- waren, das Volk der Dichter und Denker zu sein. Der Offizier Rede, und die Zahl der verwundeten Kosaken und Polizisten, die zu schreibt it. a.: genommen, das Eure Majestät infolge des Erdbebens am verPferde und bewaffnet waren, soll der Zahl der verwundeten inManchmal hat man doch etwas Heimweh und dann freut bewaffneten Studenten und Studentinnen gleich sein! Weiter wird gangenen Sonntag an mich zu richten die Güte hatten. Immer Sem göttlichen Willen unterworfen, habe ich man sich doppelt über einen Gruß. Ich bin den ganzen Winter berichtet, daß die Studenten in der Kirche rauchten, in den Müßen nur die entsprechende haltung eingenommen. Jah über auf Expeditionen gewesen, im Süden bin ich über Tsang standen, einen Wächter schlugen usw., um dadurch die Studenten als dante dem Allmächtigen, daß er in seiner unendlichen Güte mich hinaus bis gen Schang und an die Grenze von Schantung Berleger der religiösen Gefühle des Volks darzustellen. Es muß im Taktlosigkeiten. Bei der Enthüllung eines Kaiser Wilhelm Denkmals in Botsdam hielt der Landesdirektor v. Manteuffel eine Ansprache an den Kaiser, in der er sagte, diese Feier sei eine Feier der Dankbarkeit zuerst gegen Gott, der in seiner Gnade und Allmacht bei jener un seligen That am 6. März das geheiligte Leben Seiner Majestät des Kaisers behütet habe. Wortlaut: Wilhelm." " " 1 Spanien. " баз 2arenreiche weit gekommen sein, daß die Regierung zu einer solchen| Dem Verhältnis der Stimmen entsprechend müßten die Partei durch eine akademische zu verdrängen. unverschämten Verlogenheit ihre Zuflucht nehmen muß! Radikalen nur 47 statt der gewonnenen 73 Mandate erhalten, die( 3wischenrufe und Widerspruch.) Göhre ist erst seit mehreren Monaten in der Partei, sein Eine neue Petition zu Gunsten der Aufhebung der Socialdemokraten aber 22 statt 14; die Konservativen Eintritt wurde für ein so großes Ereignis gehalten, daß temporären Universitätsregeln" und gegen die ver- 26 statt 8, die Moderierten 12 statt 15. brecherische Haltung des Stadthauptmanns Kleigels bei der Nieder- Die Konservativen aber haben kein Recht, sich darüber zu beklagen, man es für nötig hielt, diese Thatsache der Welt durch. megelung der Studenten haben die Vertreter der verschiedensten daß nun auch sie zu kurz kommen, denn sie sind vor allem daran Hunderttausende von Broschüren mitzuteilen, in der zu lesen ist, wie Stände und Berufe an den Minister des Innern eingereicht. Unter schuld, daß die ungerechte Einteilung der Wahlkreise, die ihnen früher ein Pfarrer Socialdemokrat wurde. Ja Parteigenossen, den Unterzeichnern befindet sich auch der Graf Heiden, der Afa- zum Vorteil gereichte, besteht, und außerdem haben sie infolge des wenu immer eine Broschüre geschrieben werden sollte, wenn einer demiker Beketoff, die Professoren Lesgast, Schimkewitsch, Stebelizin, privilegierten Wahlrechts die Mehrheit im Landsthing. Die Social- zu unsrer Partei fommt, wo sollte das hinführen, da könnte dann Schatelen, Bumann, Dolbnja, Mate Jakewleff, Lutugin, Nikitin und demokratie ist dagegen unverschuldet im Nachteil. Hinter jedem ihrer auch der Cigarrenmacher und Schuhmacher Broschüren darüber andre mehr. Mandate stehen durchschnittlich 3000 Stimmen, hinter jedem Mandat schreiben, wie sie Socialdemokraten geworden seien, damit würden der Radikalen nur 1300. wir uns lächerlich machen. Er begreife den Aufwand für Göhre Der Boeren- Krieg. Neue Verhandlungen De Wets Gesundheit zustand Polizeiliches, Gerichtliches univ. D Die Unabhängige Arbeiterpartei Englands hielt ihren nicht. Haben wir nicht schon viele lleberläufer aus dem bürgerlichen diesjährigen Jahreskongreß zu Ostern in Leicester ab. Cine Lager gehabt, die ganz still wieder verschwanden, als sie ihre Die Art wie sich Göhre Resolution, die in scharfen Wendungen gegen den südafrikanischen Rechnung bei uns nicht fanden? Strieg protestiert und dessen baldige Beendigung fordert, findet ein- in die Partei eingeführt hat, fordert aber auch noch foll Botha mit Lord Kitchener angefnüpft haben. Aus London wird stimmige Annahme. Der Krieg so heißt es in der Resolution- aus andern Gründen zur Kriti heraus. Als er nämlich vom 11. April gemeldet: ruiniert die Massen in moralischer und finanzieller Beziehung und einem hervorragenden Parteigenossen den Uebertritt zur Socialdemo Gestern abend ging hier mit großer Hartnäckigkeit das Gerücht, hält den Fortgang der Reformen im Julande zurüd. Die Re- fratie mitteilte, bemerkte er zugleich, daß er auch zur Uebernahme daß neue Friedensverhandlungen zwischen Botha und gierung wird aufgefordert, den Boeren solche Friedensbedingungen eines Mandats bereit sei. Da müsse man sagen, das sei doch etwas Kitchener ſeit 24 Stunden eröffnet worden seien. Mehrere Tele- zu stellen, die es einem braven, sich selbst achtenden Volke ſtarf. Heute sage man vielfach, wir brauchen Akademiker. Ich frage, gramme aus Kapstadt bestätigen das Gerücht, aber im Kriegs- ermöglichen, darauf einzugehen. Es wurde beschlossen, im ganzen wer hat die Partei groß gemacht? Das sind die Arbeiter gewesen und Kolonial- Amt beobachtet mau vollständiges Lande Protestmeetings abzuhalten. Annahme fand ferner eine und nicht die Akademiker. Wo blieben die während des SocialistenEtillschweigen über diese Angelegenheit. Heute morgen ver- Resolution, die sich in sehr entschiedener Weise gegen das Umsich gefeges, sie waren verschwunden und erst als die schwarzen Nebel wichen, öffentlichen jämtliche Blätter folgendes Telegramm aus Kapstadt: greifen des militärischen Geistes ausspricht, der das ganze nationale war der Mut wieder da. Heute sagt man, wir müssen Genossen Botha hat seit dem letzten Vordringen nach dem Oranje- Freistaat Beben zu vergiften beginne. wieder Unterhandlungen mit Kitchener eröffnet. Den legten Berichten beschäftigung wurde diskutiert; es wurde gefordert, die scheiden können, unter Auch die Frage der Kinder- haben, die richtig schreiben und den Dativ und Accusativ unterdem Socialistengesetz fragte man zufolge foll Botha bereit sein, im Namen sämtlicher Boerenstreitkräfte Fabrikgefeße dahin zu erweitern, daß in den Fabriken und auch in danach nicht. Was sei das für eine Gleichberechtigung in zu unterhandeln. Bei seiner legten Zusammenkunft mit der Klein- Industrie sowie im Handelsgewerbe jegliche Arbeit schulder Partei, wenn der Arbeiter jahrelang Opfer bringen De Wet erklärte dieser, er sei entschlossen, sich zu ergeben, aber pflichtiger Kinder verboten werde. Zur Wohnungsfrage müfie, ehe er als vollwertiger Genosse anerkannt wird und der seine Haltung soll Botha nicht befriedigt haben und er soll mit der wird beschlossen, dahin zu wirken, daß Kommune und Staat zu Akademiker ohne weiteres mit Pomy empfangen und ihm schon beim Ansicht zurückgekehrt sein, daß De Wet infolge der An- Eigentümern der Wohnhäuser werden.- Der Unterricht soll Eintritt ein Mandat präsentiert werde. strengungen der lezten Zeit geistig nicht mehr vom Staate einheitlich geleitet und für alle Kinder Göhler Chemnitz ist der Ansicht, daß die Arbeiter selbst schuld zurechnungsfähig sei. Botha habe deshalb beschlossen, die entgeltlich sein von der Elementarschule bis zur Universität. seien, wenn sich die Akademiker in letzter Zeit so hervorgedrängt Friedensverhandlungen von neuem zu beginnen. Sollte sich Botha Den russischen Studenten und Arbeitern wurde die Sympathie hätten. Es sei schon so weit gekommen, daß man nur noch Ver. ergeben, so dürfte die Gefangennahme De Wets teine be- der Partei ausgesprochen. sonderen Schwierigteiten bereiten, da seine Streit- thaten der europäischen Truppen in China wurde angenommen. Ein Protest gegen die Greuel- fammlungen besucht, in der ein Akademiker spreche. Dr. Südet um Dresden. Jn das Selbstbestimmungsrecht kräfte bedeutend in der Abnahme begriffen feien. Andere Tele- Zum Schluß wurden dem Exekutivkomitee 20 000 M. für Agitation des 15. Reichstags- Wahlkreises einzugreifen, hätte die Stonferenz kein gramme aus Kapstadt lauten ähnlich und heben ebenfalls die an- und Propaganda pro Jahr zugebilligt. Recht, es liege auch dazu keine Veranlassung vor. Die Angelegenheit gebliche Geistesschwäche De Wets hervor. Göhres sei zu einer allgemeinen Akademiker Debatte auslleber geweitet worden, dabei habe man sich Uebertreibungen Wegen Beleidigung eines freifinnigen Gemeinde zu Schulden kommen lassen. Fischer habe mit Behauptungen bevollmächtigten war Genosse Dr. v. Haller vor dem Schöffen- operiert, aber nicht den Schatten eines Beweises dafür gericht in Nürnberg angeklagt. Der Prozeß ist ein Nachspiel zu erbracht. daß Akademiker einseitig bevorzugt werden. der Agitation, die unsre Nürnberger Genoffen im vorigen Winter Staden sei mit seinem Urteil über Göhre sehr schnell fertig gewesen, entfalteten, um die städtischen Kollegien zum Eingreifen in der wer aber Göhre näher kenne und seinen Entwicklungsgang verfolgt Frage der Kohlennot zu veranlassen. Der Magistrat lehnte dieses habe, werde zugeben müssen, daß Göhre sich nach und nach zum ab, und das Gemeindekollegium licß sich den abweisenden Bescheid Socialismus durchgerungen habe. Schon als junger Mensch habe einfach zur Kenntnis dienen. Unter anderm war darin er, der angehende Theologe, als Fabritarbeiter in Chemnitz die behauptet, es sei nicht möglich, daß die Stadt von den Arbeiterverhältnisse studiert. Wenn Ehrgeiz ihn getrieben hätte, Gruben direkt Kohlen beziehe, um sie zu billigen Preisen an Minder wäre er vielleicht schon damals zu uns gekommen. An der Verbreitung bemittelte abzugeben, auch werde ein solcher Schritt kaum geeignet der Broschüre sei Göhre unschuldig. Er hatte in einem bürgerlichen fein, die Kohlenpreise zu reduzieren. Der freisinnige Gemeinde- Blatt die Gründe dargelegt, die ihn zum Eintritt in die socialbevollmächtigte Käser bestritt diesen Punkt entschieden, bemerkte demokratische Partei bevegt hätten und von dieser Arbeit versprachen aber, er wolle teinen Antrag stellen, um nicht der Popularitäts- fich die Genoffen in weiten Kreisen einen agitatorischen Erfolg und hascherei bezichtigt zu werden. Diese Haltung wurde von Genossen deshalb wurde sie weiteren Kreifen in Broschürenform zugängig aller in einer Versammlung scharf fritisiert, und die Folge war gemacht. Es ist auch ein gewaltiger Unterschied, ob ein Cigarreneine Beleidigungsklage. Nach der Klage foll Haller gejagt haben: Es macher oder ein Pfarrer Socialdemokrat wird. Bei einem Arbeiter sei eine Schande, daß ein Mann wie Stäser im Stollegium size, so ist der Entwicklungsgang zur Socialdemokratie ein natürlicher, wo etwas sei infam. Von der Seite des Beklagten wurde bestritten, man nach besonderen Gründen vergeblich suchen werde, anders bei habe damit sein Urteil über die Behandlung der Sache durch die angewiesen ist. Da sei es wohl interessant, die Gründe kennen zu daß das Wort infam mit Bezug auf den Kläger gefallen sei, Haller einem Pfarrer, der auf den engsten Anschluß an die besitzende Klaffe ganze Gemeindevertretung zusammengefaßt. Die Zeugen Sheide- lernen. Wenn man darauf poche, daß Göhre erst seit mann und Werthner befundeten noch, daß sie die Kritik auch gar furzer Zeit in der Partei sei, so müsse er darauf nicht anders aufgefaßt hätten. Der einzige Belastungszeuge war hinweisen, daß man sich ein Amt nicht erfizen tönnte; das jei ja der Polizeikommissar, der die Versammlung überwachte und sich die der reinste Bureaukratismus. Die Klagen über das Vordringen der schärfsten Ausdrüde stenographisch notierte. Auf sein Zeugnis hin, Akademiker in der Partei seien völlig unberechtigt. Es seien vieldaß das Wort infam, direkt nach den Worten: Es ist eine Schande 2c. mehr in letzter Zeit sehr wenig bürgerliche Jutelligenzen zu uns ges gefallen sei, wurde Genosse Haller zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. kommen, und in unfrer Partei stehen gewerbliche Fachleute neben Akademikern und seien bemüht, immer mehr Genossen heranzuziehen, die ein specielles Gebiet der Arbeiterverhältnisse beherrschten. Wenn man die Klage über die Akademiker näher betrachte, bleibe davon nichts übrig. In den Verhandlungen am Mittwoch drehte sich die Diskussion Grenz Leipzig giebt seiner Meinung dahin Ausdruck, daß anfangs um die Kandidatur Göhres im 15. Reichstags- Wahlkreise, die Genossen selbst schuld seien. Diese wären schon nicht mehr die Genoffe Geyer am Dienstag zum Gegenstand einer ziemlich mit einem Reichstags Abgeordneten als Referenten zufrieden, icharfen Stritit gemacht hatte. Die Verhandlungen darüber zeitigten er müsse außerdem noch Doktor sein, dann sei er aber der rechte schließlich eine regelrechte Debatte über die Akademiker Mann. in der Partei. Es sprachen einige Nedner für, andre gegen Göhre und die läßt sich auch die Frunif. 3tg." aus Kapstadt melden: De Wets 3ustand ist beforguiserregend. Er ist von der Anstrengung und der Verzweiflung derart niedergedrückt, daß ihm der flare Verstand zu mangeln scheint. De Wet fühlt inmitten seines eignen Heeres sein Leben nicht sicher und umgab sich mit einer Leibwa che, die ihn Tag und Nacht beschüßt. Aus jeinem Heere werden gleichfalls Stimmen laut, die ungestüm auf Frieden drängen. Da das Kriegsamt sich in Schweigen hüllt, handelt es sich bei alledem bis jest um unkontrollierbare Gerüchte. Und wenn man bedenkt, wie viel schon über De Wet und Botha im Laufe des Feldzugs zusammengefabelt worden ist, so hat man feinerlei Ursache, den englischen Gerüchten besondere Glaubwürdig feit beizumessen. Umfoniehr, da die englischen Schönfärber jegt eine пеце Legende über De Wet erfinden müssen, da ihren Prophezeiungen von der Gefangennahme De Bets kein Mensch mehr Glauben schenkt. rumpelt. Ueber kleinere Boerenattacken wird berichtet: 150 Boeren haben die Stadt Ingogo überSie plünderten die Gasthäuser und Läden und zogen sich, nachdem sie die Stadt in Brand gesteckt hatten, zurück. Nach einer Meldung aus Johannesburg versuchten 150 Boeren an vergangenen Sonntag einen Teil der Goldgruben von Middelburg zu zerstören. Sie wurden jedoch durch sofort dorthin entsandte englische Truppen vertrieben. Die Tagesverluft- Lifte. Die vom Kriegsamt veröffentlichte Verlustliste vom südafrikanischen Kriegsschauplaze umfaßt für den 10. April 8 Tote, 13 Ver wundete, 56 Gefangene und 20 au Krankheiten Verstorbene. 55 Offiziere sind in die Heimat zurüdbefördert worden. Die Peft in Kapstadt. Aus Kapstadt wird von 11. April berichtet: Gestern sind je chs neue Bestfälle festgestellt worden. Unter den Verstorbenen befinden sich drei Europäer. Im Eingeborenen- Viertel ist eine Verschlimmerung eingetreten. Unterbringung der gefangenen Boeren. Infolge der Protestnote des Präsidenten Krüger gegen die Entsendung der Boerengefangenen nach BritischIndien hat die englische Regierung beschlossen, von dieser Maß regel Abstand zu nehmen und die Gefangenen nach St. Helena und Ceylon zu schicken. " Partei- Nachrichten. Die Landeskonferenz der sächsischen Socialdemokratie ( Zweiter Tag.) = Genosse Dr. Graduauer, der als Erster zum Wort fam, er- Afademifer. Seeger- Leipzig hebt besonders hervor, daß gegen widerte auf die gestrigen Aeußerungen Geyers und führte ungefähr Göhre auch fachliche Gründe vorliegen. Er wäre mit Vorbehalt zur aus: Geyer habe bezüglich der Aufstellung des Genossen Göhre Partei gekommen, sein Socialismus fei ein ganz eigenartiger und im 15. Reichstags- Wahlkreise von einer unliebſamen Ueberraschung seine Anschauungen stimmten nicht überein mit denen der Arbeiter. gesprochen, die den Parteigenossen im Lande bereitet worden sei. Er Im Schlußwort betont Geyer, er hätte das Recht gehabt, die müsse sagen, daß er von den Geyerschen Ausführungen überrascht Sache zur Sprache zu bringen, denn die Genossen des 15. Wahlworden sei. Er müsse fragen, liegt denn ein sachlicher Grund freises hätten selbst das Centralfomitee überrascht mit der Aufvor, der Anlaß geben könnte, die Kandidatur Göhres zu bemängeln? stellung Göhres. Gegen den Vorwurf, mit solchen Mäßchen, wie Ihm sei unbekannt, daß irgend irgend ein andrer Genosse un- einem Appell an die schwielige Faust zu operieren, brauche gerecht zurückgesezt woeden wäre. Geher tadle die Kandidatur, er sich nicht verteidigen. Er jei feineswegs gegen die weil Göhre erst seit turzer Zeit Socialdemokrat ist. Seit Akademifer eingenommen, Ivie Gradnauer gemeint habe. wann besteht aber bei uns eine Karenzzeit, die absolviert Gerade die Person Gradnauers sei ihm ein Beispiel dafür, daß man werden muß, ehe man ชน Ehrenämtern gelangen fann? jezt vielfach zu voreilig sei mit Erteilung von Ehrenämtern an junge Akademiker.. Gradnauer habe von der Pieke, auf gedient und feineswegs nach einem Mandat gestrebt. So lasse er sich die Akademiter gefallen. Damit ist der Fall Göhre erledigt. Neben der Göhreschen Angelegenheit wurden auch mehrfach Anträge erörtert und Ausführungen gemacht über organisatorische Fragen. Auf Grund der vorliegenden Anträge wurde beschlossen: 1. ein Flugblatt über ganz Sachsen herauszugeben, das die Ursache ohne be- der sächsischen Finanznot schildern soll, 2. den 1. Mai als Demonstration gegen die Wahlentrechtung zu benutzen. Die übrigen Anträge wurden abgelehnt. Die Verhandlungen über die Preise beschränkten sich auf ein Referat des Genossen Goldstein- Zwidan. Er bemängelte die Ausgestaltung des sächsischen Teils und daß die Arbeiterfragen zu wenig berücksichtigt würden. Die Arbeiter fönnten außerordentlich viel über Tierleben, Sonne, Mond und Sterne in unfren Zeitungen lejen, aber nichts über gewerbliche Rechtsprechung. Nach einer Zufammenstellung sind in Sachsen 180 500 Abonnenten der politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterpresse. Im übrigen zeigt Redner, daß die Abonnentenzahl in feinem Verhältnis zu der Stimmenzahl bei den Reichstagswahlen stehe. Die Angaben über die Verbreitung der Parteipreffe in Sachsen, die Redner machte, sind bereits bekannt. Der Jahreskongreß der belgischen Socialdemokratic fand in diesem Jahre zu Ostern in Lüttich statt, wo er im Saal der Populaire"( Cooperativ- Genossenschaft) abgehalten wurde. Die Tagesordnung war von politischer Bedeutung, es handelte sich in erster Linie Nirgends besteht eine Bestimmung, daß ein Parteigenofie eine beum die Festsetzung der Taktik zur Erfämpfung des allgemeinen stimmte Zeit thätig sein müsse, ehe er ein Reichstags- Mandat übergleichen Wahlrechts. Bekanntlich haben die Belgier heute wohl das nehmen darf. Es wäre wohl zu verstehen, wenn ein Wahlkreis eine allgemeine, nicht aber das gleiche Wahlrecht; der Besitz hat 3ivei Kandidatur nicht beschließt, um erst eine längere Parteizugehörigkeit beziv. drei Stimmen, während der Mittellose nur eine Stimme hat. des Vorgeschlagenen abzuwarten. Aber wenn die Parteigenossen des Aus den Berichten der Delegierten ist zu entnehmen, daß die Partei: 15. Wahlkreises an der kurzen Parteizugehörigkeit Göhres teinen genossen im ganzen Lande fest entschlossen sind, alle Mittel anzuwenden, Anstoß nehmen, sondern nach reiflicher Erwägung und eindie zur Erringung des gleichen Wahlrechts geeignet und nötig er hellig in Göhre einen geeigneten Kandidaten erblicken, jo liegt scheinen; selbst die Agitation in der Straße und der Generalstreit für die Landeskonferenz gar fein Anlaß vor, jollen eventuell in Anwendung kommen. lebereinstimmend wurde sonderen Grund sich in solch einer wenig taktvollen Weise, auch die Notwendigkeit der Organisierung der Landarbeiter an wie Geyer es gethan, mit der Angelegenheit zu beschäftigen. erfaunt. Das belgische Proletariat ist fest entschlossen, die politische Es erwede überhaupt den Anschein, als bemühe Geher sich, einen Gleichheit zu erzwingen als die Vorbedingung für den Sieg der Gegensatz zwischen Akademikern und Proletariern in der Partei zu Demokratie. fonstruieren; seine Ausführungen hörten sich an, wie ein Auch die Frage der Unterstützung durch die Liberalen wurde Appel! an die schwielige Faust. Damit sollte doch diskutiert; es wurde allgemein die Ansicht vertreten, daß die socia- Geher sehr vorsichtig sein, denn sonst kann er eines Tags listische Arbeiterpartei jede nüglich erscheinende Unterſtügung an- erleben, daß Arbeiter tommen und sagen: Du bist ja Fabrikant und nehmen solle, in erster Linie aber auf ihre eigene Kraft zu fein Arbeiter und daher auch nicht würdig, unser Vertreter zu sein. Es bauen habe. sei bedauerlich, daß durch die ungerechtfertigte Kritik Geyers ein Auger dieser wichtigsten Frage hat der Kongreß noch eine Reihe Bantapfel in den Wahlkreis geworfen fei. Es sei bedauerlich, wenn andrer Punkte erledigt. Er beschloß die Gründung eines ständigen zwischen den Arbeitern der Hand und den Arbeitern des Geistes Parteisekretariats sowie die Einſegung eines Schieds- künstliche Gegenfäße geschürt würden. Wir sind alle Socialisten, gerichts zur Regelung von Streitigkeiten zwischen Leitung und An- fämpfen für das gleiche Programm und die gleichen Jdeale und nur gestellten von Genossenschaften. Die focialistische Preise soll im Verdienst um unsre Bewegung sei der Maßstab gegeben, ob sich Bezüglich der Landtagswahlen wurde nach einem Referat einen Aufschwung erhalten durch Aufnahme eines Kredits von jemand für Ehrenämter eignet oder nicht. In diesem Geiste sollen von Lorenz Chemnitz folgende Resolution einstimmig an150 000 Fr. der durch Aktien a 100 Fr. aufgebracht werden soll. wir fämpfen, aber nicht unberechtigte und verlegende Angriffe er- genommen: Beschlossen wurde ferner, die Organisierung der Frauen mit erheben. Die socialdemokratische Partei stellt bei den bevorstehenden Landgrößerem Eifer zu betreiben. Alle zukünftigen Kongresie sollen in Genosse Fischer- Dresden meint, gegen die Person Göhrestagswahlen eigne Wahlmänner- und Abgeordneten- Kandidaten auf. Brüssel abgehalten werden. Der parlamentarische Bericht wurde ließe sich nichts einwenden, auch das Recht der Genoffen im 15. Wahl- Bei Stichwahlen dürfen socialdemokratische Wahlmänner nur cinstimmig genehmigt. freis solle nicht angetastet werden. Er wolle aber bei dieser Ge- für solche bürgerliche Kandidaten stimmen, welche sich verpflichten, Die dänische Socialdemokratie ist dort die einzige Partei, legenheit hervorheben, daß man jetzt in der Partei die Akademiker mit allen zu Gebote stehenden parlamentarischen Mitteln auf die die seit den Wahlen von 1898 einen Zuwachs an Stimmen zu vereinseitig bevorzuge. Den Arbeiter betrachtet man immer mehr als Beseitigung des Dreiklassen- Wahlsystems und auf die Erringung des zeichnen hat, alle andern Parteien haben Verluste er den dummen Kerl, der zum Flugblattaustragen und den auf gleichen und direkten Wahlrechts hinwirken zu wollen. litten. Nach den jezt vorliegenden genauen Berichten wurden ab- reibenden Organisationsarbeiten gerade gut genug ist. Schließlich Die Entscheidung darüber, ob socialdemokratische Wahlmänner Tommt dann ein Akademiker und setzt sich in das Nest, für bürgerliche Kandidaten stimmen dürfen, steht der Organisation gegeben für die das vielleicht ein Arbeiter mit großen Opfern bereitet hat. Der des Wahlkreises in Uebereinstimmung mit den Agitationskomitees Fall Göhre ist leider nicht vereinzelt, es ist vielmehr im allgemeinen und dem Central- Agitationskomitee zu. Die letzteren haben in solchen ein Beiseitedrängen der Arbeiter von den ersten Posten durch die Fällen in gemeinschaftlicher Sigung Beschluß zu fassen. Ata demiker zu beachten. Widerspruch erfolgte nicht. Hierauf wurden für die weitaus größte Mehrzahl der zur Wahl stehenden 22 Landtags- Wahlkreise die Kandidaten aufgestellt. 1898: 98.072 1901: Radifalen. Konservativen 96 500 Stimmen, 51 555 Socialdemokraten 42 955 Moderierten " 58 757 31 872 " 22260 36 397 " Goldstein- 8widau erklärt, daß er in der Angelegenheit Göhre auf den Standpunkt Gehers stehe. Verloren haben die Radikalen 1572 Stimmen 1/2 Proz., Kaden Dresden: Auch er habe nichts gegen den Genossen Konservativen 7202 Stimmen 12 Broz, Moderierten 14 137 Göhre einzuwenden. Anlaß zur Kritik giebt aber die Art und Weise, Stimmen= 39 Proz. wie in diesem Falle gearbeitet worden ist. Da werde man ver Gewonnen hat die Socialdemokratie 11083 anlaßt, zu sagen, es liegt System in der Sache, man Stimmen = 35 Proz. arbeite darauf zu, die proletarische Leitung in der g = Nach Annahme ciner Sympathiekundgebung für die russischen Freiheitstämpfer vom März d. J. und eines Beschlusses, auf dem nächsten deutschen Parteitage zu beantragen, daß der von 1902 in Sachsen stattfinden sollte, wurde die Konferenz mit einem Hoch auf die deutsche Socialdemokratie geschlossen. Achte Generalversammlung des Verbands der Bäder ständen als wir. und Berufsgenossen Deutschlands. Mainz, den 9. April 1901. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Gerichts- Beifung. ober 10 Uhr, namentlich an den Sonnabenden. Viele Laden ges währten an Sonnabenden ihren Angestellen einen halben freien Tag. Ein allgemeiner früher Ladenschluß würde für die ordentlichen Internationale Textilarbeiter- Konferenz in Basel. Die Geschäftsleute nur günstig sein. Der Sekretär des Verbandes der vom Agitationskomitee der badischen Tertilarbeiter in Lörrach auf Gehilfen in Kolonialwarengeschäften flagte über sehr lange ArbeitsNach einem Bericht vom internationalen Bäderkongreß wurde in Ostermontag nach Basel ins Restaurant" Bum Walded" einberufene zeiten, 79 Stunden in der Woche bei 22/2 Schilling Gehalt. Fräulein die Diskussion über den Vorstands- und Kaffenbericht eingetreten. Konferenz von Textilarbeitern Badens, Elsaß- Octavia Hill, eine der besten Kennerinnen der Verhältnisse der Sämtliche Redner waren mit demselben sowie mit dem Wachsen des Lothringens und der Schweiz war von 42 Delegierten ärmeren Bevölkerung in London, befürwortete ebenfalls einen früheren Verbands zufrieden, besonders wurde hervorgehoben, das Süd- besucht, darunter drei Frauen. Aus Elsaß- Lothringen waren die Ladenschluß, hielt aber eine gründliche Beseitigung des Verkaufs am deutschland eminente Fortschritte zu verzeichnen hat. Einstimmig Industrie- Orte des Oberelsaß vertreten, sowie der unterelsässische Sonntag für noch notwendiger. Auch Charles Booth und eine Reihe wurde ein Antrag, dem Vorstand Decharge zu erteilen, angenommen. Ort Bischweiler, aus Baden die Textilarbeiter- Orte des Wiesen- anderer Sachverständiger äußerten sich zu Gunsten des zwangsweisen Zu Punkt 4 der Tagesordnung: Anträge auf Einfüh- thals und Mannheim. Für den Centralverband schweize- Ladenschlusses zu einer bestimmten Stunde des Abends. Die Errung der Arbeitslofen Unterstügung hielt Kretschmar- rischer Textilarbeiter war der Vorsitzende Egli anwesend, hebungen der Kommission sind noch nicht abgeschlossen. Hamburg das Referat. Er führte die Organisationen, welche diesen für den deutschen Centralverband der Geschäftsführer Treue Unterstüßungszweig sich schon längst zu eigen gemacht, den An- Berlin, für den Verband elsaß lothringischer Tertilarbeiter Gsellwesenden vor Augen, und wies auf die Stabilität in diesen Mülhausen, dem die Leitung der Konferenz übertragen wurde. Das Verbänden hin. Wenn diejenigen, welche gegen die Ein- Textilarbeiter- Syndikat der französischen Region Belfort Gegen das Einkommensteuergesch sollte sich der Oberführung dieser Unterſtüßung opponieren, die Behauptung auf- endlich hatte zwei Vertreter entfandt, so daß die Grenzbezirke aller lieutenant v. Hammerstein vergangen haben. Herr v. Hammerstein, stellten, daß der Kampfes charakter verloren gehe, so wäre dies mit vier Länder auf der Konferenz zur Geltung tamen. Um so bescheidener der eine Zeitlang nach der Offizierreitschule abkommandiert war, wurde Einführung der Reiseunterstüßung schon geschehen. Diejenigen Ver- war das praktische Resultat der Konferenz. Die in der Vormittags- zum 14. Juni 1900 in ein Regiment in Münster versetzt. Infolge eines bände, welche seiner Zeit diese Unterstützung einführten, standen sich fizung erstatteten Situationsberichte ergaben, daß zu einem erfolg- Urlaubs und Dienstes auf der„ Senne", tam er thatsächlich erst wirtschaftlich auch nicht besser wie wir jetzt. Referent ist der Meinung, reichen Vorgehen noch die erste Borbedingung, eine innerlich solide am 3. Juli nach Münster. Einige Tage später zeigte dies der Oberst daß man mit dem Antrag des Hauptvorstands, Festsetzung eines und durch die Mitgliederzahl imponierende Organisation fehlt. Bur des Regiments bei der Steuerbehörde unter Nennung des Gehalts, Wochenbeitrags von 30 Pf., nicht auskomme und glaubt, daß 35 Pf. Frage des Zehnstundentags, über welche Heuberger- Basel welches der Oberlieutenant bezog, an. Die Anflage gegen v. Hammerunbedingt notwendig wären. das Referat hatte, lag ein Antrag auf Erlaß eines gemeinsamen stein wurde damit begründet, daß er sich gegen die Bestimmung verKorreferent Stahl- Leipzig betrachtet die Einführung der Arbeits- Flugblatts vor, ferner war beantragt, in allen auf der Konferenz gangen habe, wonach beim Wechsel des Wohnsizes jedermann den Iofen- Unterstügung für noch verfrüht, vermißt bei vielen die vertretenen Landesteilen unter der Arbeiterschaft eine Unter- andren Wohnsiz binnen vierzehn Tagen anzumelden Kontrolle, welche dazu unbedingt notwendig ist, weil in vielen schriftensammlung für den Behnstundentag vorzunehmen, die und die die Steuerbehörden interessierenden Angaben zu machen Städten Deutschlands der Arbeitsnachweis noch in den Händen der als Grundlage für eine Eingabe an die Unternehmer zu habe. Bei Versetzungen sei nun der neue Wohnsitz mit dem Tage Innungen liege. Redner ist der Ansicht, daß die Meister die größte dienen hätte, mit dem Verlangen, als Termin für die Ein- begründet, wo das neue Amt beginne. Das sei hier der 14. Juni Freude daran hätten, wenn wir diese Unterstüßung einführen, denn führung des Behnstundentage den 1. Juni 1902 festzusetzen. Die gewesen, also sei die im Juli erfolgte Anmelding verspätet. Die fie würden unsre Kollegen so lange arbeitslos liegen laffen, bis Eingabe sollte durch Vermittelung der Fabrikinspektoren den Unter- Gerichte erster und zweiter Instanz gingen von derselben Aufunsre Staffe erschöpft ift. Redner bestreitet, daß die Verbände, welche nehmern zugestellt werden. Der auf einer noch sehr rofigen Auf- faffung aus und verurteilten v. 5. zu einer Geldstrafe. feiner Zeit die Unterstützung einführten, sich wirtschaftlich beffer faffung des socialen Interessentampfes beruhende Vorschlag wurde auf die Revision des Angeklagten sprach ihn jedoch das Kammerin der Debatte von allen Seiten preisgegeben; unter großem Bei- gericht mit folgender Begründung frei: Staatsanwaltschaft und Eine lebhafte Debatte schloß sich den beiden Referaten an. fall erklärte dabei der Belforter Delegierte, seine Kameraden in Borinstanzen nähmen zu Unrecht an, daß die Anzeige zu spät Mainz, 10. April. Frankreich feien sich wohl bewußt, daß die thatsächliche Durch erfolgt sei. Der§ 61 des Gesetzes spreche von einer Anmeldung Der Anzug fönne aber verschieden In der Diskussion über die Arbeitslosenunterstügung wird fort- führung des von der französischen Kammer beschlossenen Behn- nach erfolgtem Anzuge. der Veränderung des Wohnsizes. Es sei gefahren. Fast alle Redner, einschließlich der Gegner derselben, er stundentaggefeßes Millerand nur durch eine starte Organisation der sein von Hären sich im Princip für Einführung der Arbeitslosenunterstügung, Arbeiterklasse verbürgt werden könne. Schließlich wurde auf Antrag zunehmen, daß die Anmeldungsfrist erst beginne, wenn der nur fei( so führten die Gegner an) die Einführung jetzt noch ver- Heuberger ergänzt durch ein Amendement Thief( des Redacteurs der Steuerpflichtige vollständig angezogen sei, seinen Wohnsitz früht und angesichts der drohenden Krise in der Industrie gefährlich. Arbeiterstimme") beschlossen, mit aller Macht der Organisation auf wirtlich genommen habe. Auch die polizeiliche Anmeldung In warmer Weise wurde die Einführung namentlich von den die Erlangung des Behnstundentags hinzuwirken mit der gleichzeitigen brauche nicht früher zu erfolgen. Es genüge auch die Anzeige durch Münchener Delegierten empfohlen, die bisher schon eine lokale Arbeits- Forderung einer geseglichen Regelung der Hausindustrie und den Oberst, wobei es nicht darauf ankomme, ob der Oberst einen lofenunterstützung haben, die sich vorzüglich bewährt hat. Vielfache der Freigabe bes Sonnabendnachmittags für Fabrit Auftrag von v.. gehabt habe oder nicht. Da Angeklagter erst am Klagen wurden laut, daß den Delegierten, die im Herzen für die arbeiter. Ein in längerer Rede begründeter Antrag Meise- St. Ludwig, 3. Juli wirklich angezogen sei, so sei die Anzeige rechtzeitig bewirkt Arbeitslosen- Unterstützung seien, von ihren Mitgliedern ein ge- zum weiteren Ausbau der Organisation in den Grenzworden, und er müsse freigesprochen werden. bundenes Mandat gegen dieselbe mitgegeben sei. 32 Redner bezirten und als ständiges Bindemittel zwischen den großen sprachen in der oft sehr erregten Diskussion, welche durch Centralverbänden eine Kommission einzuseßen, in welche die Ein mysteriöser Todesfall einen Schlußantrag beendet wurde. In namentlicher Abstimmung Schweiz, Baden und Elsaß je einen Vertreter entfenden, wird aus Beting gemeldet. Der Hauptmann Bartsch, Compagnie wurde schließlich die Arbeitslosenunterstügung mit 23 gegen wurde zwar mit Stimmenmehrheit angenommen, die Aus- chef im zweiten ostasiatischen Infanterie- Regiment, ist in der 17 Stimmen abgelehnt. führung scheiterte jedoch an der ablehnenden Haltung der großen Nähe des Sommerpalastes tot aufgefunden worden. Ein Schuß Auf Antrag Heßschold- Berlin wurde über Einführung oder Mehrzahl der schweizerischen Delegierten, die von der neuen in den Rücken soll seinem Leben ein Ende gemacht haben. Sein Nichteinführung mit großer Majorität Urabstimmung beschlossen. Stommiffion mur neue Bersplitterung der Sträfte erwarten, und deren Reitpferd war verschwunden. Im Fall der Annahme der Arbeitslofemunterstügung durch Centralvorsitzender im Namen der schweizerischen Verbandsleitung Natürlich erblickt die Khatipresse in dem Toten bereits das Urabstimmung soll diefelbe am 1. Januar 1902 in Straft treten. von vornherein jede finanzielle Unterſtügung ablehnen zu müssen Opfer eines neuen Racheatts der fanatisierten Ein Eventualantrag der Mitgliedschaft Stuttgart, im Fall der Ab- erklärte. Nicht beffer erging es dem weiteren Antrag Meise auf Bogersette"" und in der That einen Beweis für die NotTehmung der Arbeitslosenunterstüßung eine Statistit über die Arbeits- Anstellung eines befoldeten Agitators; der Bunft aus China noch nicht Tofigkeit als Grundlage für spätere Entschließungen zu erheben, wurde soll auf der nächsten Generalversammlung des deutschen Central- wendigkeit, die Truppen angenommen, alle übrigen Anträge der Urabstimmung vorbehalten. verbands zum Austrag kommen. Zum Schluß wurde das Agitations von der Kugel eines Chinesen niedergestreckt worden wäre, was erst Agitations- 3urück zuziehen. Selbst wenn der Hauptmann thatsächlich Ueber die Tattit bei Lohnbewegungen und komitee in Lörrach beauftragt, im nächsten Jahre cine zweite noch bewiesen werden müßte, so wäre damit noch keineswegs die Streits" referierte IImann- Hamburg. Stonferenz mit gleichartiger Zusammenſegung aus den beteiligten Notwendigkeit einer längeren Anwesenheit der Khatitruppen in Beting In längeren interessanten Ausführungen verbreitete sich Redner Ländern einzuberufen. dargethan. Handelte es sich bei der Ermordung des Offiziers doch über unsre bisherige Taktik, deren Erfolge, ihre Mängel, und wie Der Steinfegerstreit in Salle ist insofern in ein günstiges schlimmstenfalls nicht um den offenen Angriff einer Borerbande, dieselbe den fortwährend sich ändernden Zeitverhältnissen entsprechend Stadium für die Streifenden übergegangen, indem die Nichtimmungs- sondern höchstens um den meuchlerischen Ueberfall eines Einzelnen. berbesserungsbedürftig ist. Die Diskussion gestaltete fich ziemlich meister das Streiffonitee baten, Verhandlungen anzubahnen, auf Morde dieser Art kommen aber überall vor, selbst in Berlin trotz lebhaft, wobei namentlich die Vertreter von Frankfurt a. M., Ham- Grund deren es vielleicht möglich wäre, den Streit aufzuheben. seiner vielen tausend Schußleute, sogar trotz der in Berlin burg, Würzburg, Negensburg, München und Berlin die Erfahrungen Eine nachmittags 3 Uhr stattgehabte Versammlung der Streikenden garnisonierenden Alexandriner. bei den letzten Lohnbewegungen und die Fehler, die hierbei gemacht ging auf das Angebot der Meister ein und zum Freitagabend wurde Nach einer andren Meldung ist Hauptmann Bartsch aber gar wurden, schilderten. eine Besprechung der Meister und Gesellen anberaumt. nicht einem Verbrechen zum Opfer gefallen, sondern verunglückt. Dann wäre also die Meldung von der Schußwunde im Rücken völlig erlogen. N Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Unire Stellung zu den Innungseinrichtungen, a) Gesellenausschüsse und deren Rechte und Pflichten, b) wie bekämpfen wir die übermäßige Lehrlingszüchterei? c) die Jnnungs- Krankenkassen hören. wurde beschlossen, die drei einleitenden Referate hintereinander zu Rose Harburg empfahl eine allgemeine Beteiligung der Organisation an den Wahlen zu den Gesellenausschüssen und deren Nebeneinrichtungen. " an Der Straßenbahnerstreik in Halle wird noch einige gerichtliche Nachspiele haben, da der Direktor der Gesellschaft, Delius, die Entlassungsscheine der Streifenden mit einem roten Vermert Deutschland richtet sich häuslich ein. versehen hat, was nach der Gewerbe- Ordnung unzulässig ist. Zur Dienstleistung in Ostasien haben sich neuerdings über der Fränkischen Berlagsanstalt" beschäftigte die dortige Pre- bantur beamte, Kaserneninspettoren ze. verpflichtet, Der Nürnberger Buchbinderstreit mit der Geschäftsleitung zwanzig Beamte der Militärverwaltung, Inten kommission in einer Sigung, an der fünf Vertreter des Buchbinderver: die dazu bestimmt sind, in China für unsre Truppen eine Verbands, die Handelsgesellschafter nebst dem Geschäftsleiter Genossen waltung nach deutschem Mufter einzurichten und zu unterSydow und für die Redaktion der Fränt. Tagespost" Genosse halten. Das gesamte Beamtenpersonal fährt am 16. d. M. über Rafting Breslau verbreitete sich in längeren Ausführungen sprünglich die Errichtung einer Buchbinderei und Anstellung eines Scheidemann teilnahmen. Die Buchbinder verlangten ur- Genua nach Ostasien ab. Man scheint in den Regierungskreisen also mit einem sehr über die Lehrlingszüchterei und deren Schädlichkeit. Pietschmann- Dresden referierte über die Innungs- Buchbinders in dem Parteigeschäft. Diese Forderung wurde starken Truppenkontingent zu rechnen, das dauernd in China be= Krantentassen und befürwortete deren absolute Bekämpfung. jedoch in der Sizung zurückgezogen und der Sigung zurückgezogen und dafür verlangt, lassen werden soll. nur Buchbinderaufträge Firmen vergebe, die die gewerkschaftlichen Forderungen in Bezug Tehte Nachrichten und Depeschen. Zu allen drei Punkten liegen mehrere Resolutionen und Anträge vor. Die Diskussion wird auf morgen vertagt. die Parteidruckerei ihre " alt VI. Verbandstag des Verbands der deutschen Mühlenarbeiter wozu die Aufträge nicht ausreichten. Dazu komme, daß eine Buch- präsident und Kriegsminister Schott v. Schottenſtein sein : Militärbefreiungs- Prozek. auf Lohn- und Arbeitszeit erfüllten. Die Fränkische Tagespoſt" foll verpflichtet werden, die gegen die Buchbinderorganisation gerich Der Kriegsminister mit dem Civilverhältnis. teten Vorwürfe zurück zu nehmen. Genosse Sydow begründete den Frankfurt a. M., 11. April.( B. H.) Der„ Frankf. Zeitung" ablehnenden Standpunkt wegen Errichtung einer eignen Buchbinderei, wird aus Stuttgart gemeldet, es bestätige sich, daß der Ministerbinderei sachverständiger Leitung bedürfe, wenn sie wie andre Geschäfte Abschiedsgesuch eingereicht hat. Wie der Korrespondent des am 7., 8. und 9. April zu heilbronn. rentabel sein solle. Den Vorwurf, er lasse in Buchbindereien arbeiten, Blattes hört, ist in dem Prozeß, zu dem er von einem Angeklagten Vertreten waren 1700 Bollmitglieder durch neunzehn Dele- die unter dem Tarif der Buchbinder Organisation bezahlen, widerlegte als Zeuge aufgerufen worden war, von diesem Angeklagten selbst gierte. Der Verbandstag gab der Organisation ein vollständig Sydow, indem er darauf hinwies, daß in Nürnberg ein Buch der Antrag auf Vorladung des Minifters zurückgezogen und neues Statut, beschloß mit Zweidrittel Majorität die Arbindertarif nicht besteht, überhaupt nie bestanden auf seine Beugenbernehmung als unerheblich verzichtet worden. beitslosen Unterstügung nach nach einjähriger Starenzzeit hat. Man möge erst für zeitgemäße Lohntarife sorgen, ehe man Kriegsminister wird der Generallieutenant Schnürlen, Ministereinzuführen, und erhöhte zu diesem Zwede Beiträge Vorwürfe erhebe. Aus den Verhandlungen wurde festgestellt, daß präsident der Justizminister v. Breitling. bon 20 auf 30 Pfennig pro Woche. Außerdem wurde der seit 1892 in Nürnberg keinerlei Lohnforderungen an die BuchbinderHauptverwaltung und dem Ausschuß statutarisch das Recht ein- meister gerichtet und damals nur von einem Teil derselben bewilligt geräumt, nach Bedarf eine weitere Beitragserhöhung um wurden; daß ferner weder eine Arbeitseinstellung versucht, noch auch Elberfeld, 11. April.( W. T. B.) In der heutigen Verhandfünf Pfennig pro Woche eintreten zu lassen; ferner sollen die Sperre über die nicht bewilligenden Firmen verhängt wurde, lung ermahnte der Vorsigende den Angeklagten Baumann erneut beide, wenn auch mit diesem Beitrag die Arbeitslosen- Unterstützung daß somit Lohntarife nicht bestehen. In einer einstimmig an dringend, der Wahrheit die Ehre zu geben. Sein Leugnen mache es welch lettere auch in Krankheitsfällen bezahlt wird nicht durch genommenen Resolution wurde konstatiert, daß der Geschäfts- nötig, festzustellen, wie die Familie Dieckhoff ihr Gewerbe betrieben zuführen ist, das Recht haben, die in Heilbronn beschlossenen Unter- leitung ein Vorwurf nicht zu machen ist und deshalb die Art der habe, um daraus zu entnehmen, daß er als Freund des Dieckhoff, der stügungssäge zu ermäßigen. öffentlichen Behandlung der ganzen Angelegenheit durch die Buch- sich auch schon längere Zeit mit Freimachungen befaßte, dessen Gewerbe Beschlossen wurde weiter, den Hinterlassenen von verstorbenen binder auf das entschiedenste zu mißbilligen sei. Beschlossen wurde: als Nachfolger fortgefegt habe. Es müßten sämtliche Fälle erörtert verheirateten und den bedürftigen Angehörigen unverheirateter Wit Die Buchbinderarbeiten der Fränkischen Verlagsanstalt find in Ge- werden, in welchen offenbare Freimachungen stattgefunden, und glieder nach einjähriger Mitgliedsdauer eine Unterstützung von 200 fchäften anzufertigen, in denen Arbeitsbedingungen herrschen, die von nachgeprüft werden, ob die Personen, die sämtlich bei den bebis 250 M. zu gewähren, die durch Umlageverfahren mit je 10 Pf. der Organisation der Buchbinder mit ausdrücklicher Genehmigung treffenden Musterungen thätig gewesen, wissentlich oder fahrlässigerpro Mitglied eingezogen wird. der Centralleitung von allen Firmen verlangt sind. Das Verhalten weise ihre Pflicht nicht erfüllt hätten. Unter diesen Personen be Als Vorsitzender des Verbands wurde Gen. Käppler- Altenburg der Geschäftsleitung und der Redaktion wird gebilligt. fände sich eine große Anzahl, bei denen schon die Thatsache, daß einstimmig wiedergewählt, sein Gehalt wurde von 1200 auf Die Buchbinder haben über die Firma Wendler u. Weinmann fie in ihrer amtlichen Stellung in Verbindung mit dem Treiben 1400 M. erhöht. Der Verbandsausschuß wurde in Lübed in Erlangen die Sperre verhängt. Da die Firma beabsichtigt, Baumanns getreten wären, die Vernichtung ihrer Gristenz belassen. Aus dem Geschäftsbericht der letzten drei Jahre ist zu in Berlin Arbeitskräfte anzuwerben, so bitten wir die Buchbinder, entnehmen, daß die Organisation der Mühlenarbeiter auch unter den hiervon Notiz zu nehmen. Ausland. schwierigsten Agitationsverhältnissen, wenn auch langsam, so doch In Danzig find gestern früh die Stauer in den Ausstand stetig nach vorwärts fich entwickelt und an innerer Festigkeit ge= winnt. Es ist wahrlich feine leichte Arbeit, die da von den Führern getreten. dieses Verbands geleistet wird, müssen sie doch ihre Mitglieder in den Zahlstellen meist aus einem stundenweiten Umkreise, wo fie Ein Bergarbeiterftreit ist in Nöros in Norwegen ausbereinzelt arbeiten, zusammenholen und, was das schwerste ift, fie gebrochen. Daran find 600 Bergleute beteiligt. Der Ausstand ist müffen meist aus der unfren Bestrebungen passiv, meist auch feindlich durch eine 10proz. Lohnreduktion hervorgerufen worden. Die Ausgegenüberstehenden Landbevölkerung herausgeholt werden. Nechnet man ständigen find gut organisiert. dazu, daß die Reichsregierung erst im Jahre 1895 den Mühlenarbeitern für 26 Sonntage im Jahre die Sonntagsruhe und durch Bundesratsverordnung im Vorjahre den 16stündigen MarimalarbeitsSociales. bedeute. Außer denjenigen, die gestern schon gestanden hätten, würden noch viele kommen, die Beziehungen zu Baumann zugeben Wahrheit zu sagen. Baumann leugnet trotzdem erneut, damals mit würden. Der Vorsitzende ermahnt Baumann nochmals dringend, die den Familien Dieckhoff über Militärbefreiungen verhandelt oder von jemandem Geld zu Freimachungen erhalten zu haben. Bürgermeister Gläßner- Höhscheid bekundet, daß schon Baumanns Bater in Höhscheid und später der Angeklagte Baumann im Verdacht gestanden hätten, Freimachungen zu betreiben. Straßburg i. Elf., 11. April.( W. T. B.) Heute vormittag wurde durch Professor Gerland, den Direktor der kaiserlichen HauptErhebung über die Arbeitszeit in offenen Ladengeschäften station zur Erforschung der Erdbeben an der Kaiser Wilhelmstag aus socialreformatorischen Gründen gewähren mußte, so muß in England. Eine Kommission des Oberhauses untersucht zur Universität, im Saale des Landesausschuß- Gebäudes die erste man anerkennen, daß in diesem Zweige der Arbeiterbewegung Beit die Arbeitszeit in den offenen Ladengeschäften. Zwed der Tagung der permanenten feismologischen Kommission des siebenten durch Ausdauer und zähes Festhalten am Organisations- Erhebung ist die Frage, ob ein frühzeitigerer Laden internationalen Geographen- Kongresses eröffnet. Bum Borsigenden gedanken wahrlich Großes geleistet worden ist. Der Verband ichluß notwendig, und wenn dies der Fall ist, ob er durch der heutigen Vormittags Sigung wurde Professor Lewißtider Mühlenarbeiter, der im Jahre 1894 faum 400 Mitglieder zählte, Gesetz eingeführt werden soll, wie dies bekanntlich seit kurzer Zeit Dorpat gewählt, während in der Nachmittagsfizung der japanische hat sich nach und nach auf 2500 gehoben, von denen bereits am in Deutschland geschehen ist. Die Kommiffion hat Sachverständige, Professor Cruori den Vorsiz führte. Anivesend find etwa 40 Ber20. Januar d. J. 1700 ihre Steuern voll fürs 4. Quartal 1900 be- Ladenbefizer, Angestellte, Socialpolitiker vorgeladen, um in münd- sonen, darunter Gelehrte aus Oestreich- Ungarn, Italien, Irkutst, zahlt hatten. Der Kassenbestand des Verbands stieg trotz reichlicher licher Vernehmung die Lage der Dinge klarzustellen. Der Sekretär Stuttgart, München, Potsdam, Jena usw. Lohntämpfe und zahlreichen Maßregelungen von 1800 auf 7000 m. ber Early Closing Association, der fich auf eine 25 jährige Lens, 11. April.( W. T. B.) Der allgemeine Kongreß der Die Beschliffe des foeben geschlossenen Verbandstages find ficher Erfahrung berief, wies darauf hin, daß die besten Geschäfte schon franzöfifchen Verglente trat heute hier zu seiner ersten Sigung geeignet, dem Verbande zu noch größerem Aufichwunge zu verhelfen. jegt um 7 Uhr schlöffen, biele um 7/2, andre freilich erst um 9. zusammen und sprach sich für Nationalisierung der Gruben aus. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr..Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Mr. 85. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sechster Verbandstag des Gentralverbands der Maurer wegen rückständiger Beiträge gestrichen sind, bei Wiedereintritt in bertreten. Deutschlands. Ferner wird dem§ 3 ein Absatz eingefügt, daß Mitglieder, die den Verband eine der Zahl der restierenden Wochenbeiträge entsprechende Karenzzeit durchzumachen haben, ehe sie wieder in den Genuß ihrer früheren Rechte eintreten. # D Freitag, 12. April 1901. hier im Bebauungsplan vorgesehenen neuen Straßen wird im An# V hörigen, umfangreichen Baulandes begonnen. Die Anlegung der schluß an die bereits in Angriff genommene Regulierung des betreffenden Teiles der Schönhauser Allee erfolgen. Westlich der SchönMainz, den 10. April. hauser Allee ist schon im vorigen Herbst ein neuer, nach dem Gesund= In der Vormittagssigung erstattete zunächst Panser- Berlin Der wichtigste Punkt der Tagesordnung ist die Erhöhung brunnen hinüberführeuder Straßenzug- die Stolperstraße- angelegt den Bericht der Mandats Prüfungstommission. Es der Beiträge. Für diesen Punkt sind zwei Referenten, worden, der der Bebauung barrt. Die Grundstücke auf dieser Seite find 173 Delegierte anwesend, deren Mandate sämtlich für gültig 8immer Breslau und Werner Berlin, und zwei Korreferenten, befinden sich großenteils in den Händen einer Baugesellschaft. erklärt werden. Außerdem ist der Vorstand, der Ausschuß, die Re- Thomas Magdeburg und Tesch Stettin aufgestellt. Nach daktion des„ Grundstein" und die östreichische Maurerorganisation längerer Debatte wird die Erhöhung auf 30 Pf. abgelehnt, dagegen waltungsjahr 1899/1900 auf 302 gestiegen ist,( gegen 290 im VorDen städtischen Armen Kommissionen, deren Zahl im Verdie Erhöhung von 20 auf 25 Pf. beschlossen. Ueber den Ge wertschaftsfongreßingFrankfurt a. M. Beschlossen wird, Agitationsmarten nicht mehr aus- jahr), gehörten 292 Borsteher( 9 je 2 Kommissionen verwaltend; referierte Silberschmidt- Berlin. Redner hob den imposanten zugeben. Ferner wird ein Widerstandsfonds gegründet, für 1 Stelle unbejegt), 299 Vorsteher Stellvertreter( 3 unbesetzt) und Eindruck hervor, den der Kongreß nicht nur bei allen Teilnehmern, den pro Vierteljahr und Mitglied 25 Pf. Beitrag erhoben werden. 2735 Mitglieder( einschließlich der Stadtverordneten und Bezirks sondern auch bei den Feinden der Gewerkschaftsbewegung und bei Das Beitrittsgeld für weibliche Mitglieder wird auf 50 Pf., vorsteher) an; im ganzen also 3316 Personen( gegen 3310 im Vorder Regierung hervorgerufen hat. Die organisierten Arbeiter hätten der Wochenbeitrag auf 15 Bf. festgefeßt, den Beitrag zum Wider- jahr). Im Laufe des Verwaltungsjahrs feierten 11 Armen Kombewiesen, daß sie sich ihrer Aufgabe bewußt seien, daß sie eine standsfonds haben sie ebenfalls zu leisten. Gestrichen wird der missions Vorsteher, Stellvertreter und Mitglieder ihr 25 jähriges Besserung der wirtschaftlichen Lage der Arbeiter bereits in der heutigen Baffus des§ 4, wonach der Vorstand im Einverständnis mit dem Amtsjubiläum. Gesellschaft anstreben, aber doch immer den Blick auf das Endziel, Ausschuß im Notfalle die Erhebung eines Extra- Wochenbeitrags an Der Mangel an Altersversorgungs- Anstalten macht sich in die Befreiung der Arbeiter vom Joche des Kapitalismus, gerichtet ordnen kann. Berlin immer fühlbarer. In der Altersversorgungs- Anstalt der hätten. Er beantragte, der Verbandstag möge sich mit den Bes Es folgt dann der Punkt: Krantenunter st i 3 it n g. Staiser Wilhelm- und Augusta- Stiftung in der Schulstraße sind alle schlüssen des Gewerkschaftskongresses einverstanden erklären und Schumann spricht sich gegen die Centralisation dieses Unter- etatsmäßigen Stellen vollständig besetzt, auch können wegen der das Verhältnis des Verbands zur Generalfommission der Gewerk stügungszweiges aus. Es möge wie bisher den Verwaltungsstellen großen Zahl der bereits vornotierten Personen neue Gesuche um schaften Deutschlands auch in Zukunft in der bisherigen Weise auf überlassen bleiben, wie sie diese Angelegenheit regeln wollen. Für Aufnahme in diese Anstalt in den nächsten Jahren nicht berüd rechterhalten. obligatorische Einführung der Kranten Unterstützung fprechen sichtigt werden. Das Kuratorium der Stiftung ersucht deshalb, bis Beyer Leipzig wandte sich gegen verschiedene Beschlüsse des simpel- Hamburg. Fuchs Fürth, Bauernfeind Nürnberg. zum Ende des Jahrs 1904 Gesuche um Aufnahme in die genannte Gewerkschaftskongresses. Paritätische oder kommunale Arbeitsnach. Der Antrag wird schließlich mit 25 gegen 18 Stimmen an Anstalt nicht einzureichen, da dieselben nicht berücksichtigt werden weise unter allen Umständen zu unterstützen, sei ein Fehler, der genommen. fönnen. Arbeitsnachweis gehöre in die Hand des wirtschaftlich Schwachen. Regien führt aus, daß es der Centralleitung bei den beBaritätische Arbeitsnachweise seien nur zu Zeiten des wirtschaftlichen stehenden Kaffenverhältnissen nicht möglich sein werde, der ihr über- Der Ballon ,, Berson", der, wie wir berichtet, am 4. d. M. Aufschwungs zu halten; er verwerfe fie nicht vollständig. wiesenen Aufgabe gerecht zu werden. Bei den Lohnbewegungen der nach der Landung entflogen ist, darf als verloren betrachtet werden. warne aber davor, sie zu überschätzen. Das gelte auch von tom letzten Berichtsperiode find für 16 000 Personen, die im Streit Bei dem Verein sind mehrere Nachrichten eingegangen, nach denen munalen Arbeitsnachweisen. Ueberhaupt möge man sich in der ſtanden, 16 000 M., 5. i. pro Stopf 1 W., bezahlt worden. es zweifellos ist, daß der Ballon von Stolpmünde aus die Richtung wahrscheinlich bedeutend höhere An über die Ostsee nach Finnland eingeschlagen hat. Da nun aber der bewußten Arbeiterfeinden, Kathedersocialisten und Nationalsocialen, forderungen an die Kasse stellen. Nun habe man dem Vorstand eine Ballon nur wenige hundert Meter hoch über der See gesehen die Arbeiterbewegung niederzuhalten trachte, hüten, immer und Aufgabe aufgebürdet, deren Tragweite sich noch gar nicht über- wurde, so dürfte er wohl schwerlich mehr das Land erreicht haben, immer mit Gegnern zu unterhandeln. Auch mit den Beschlüssen sehen lasse. Salte man den Beschluß aufrecht, so werde man der sondern ein Opfer der Wellen geworden sein, die ihn zerrissen haben über die Tarifgemeinschaft sei er nicht einverstanden, denn das führe Centrallaffe statt 50 Proz. mindestens 80-85 Proz. der Beiträge werden. dazu, den einzelnen Organisationen den Maultorb anzulegen. Hätte überweisen müssen. der Kongreß die kleine Buchdruckerorganisation zugelassen, so wäre der Streit wegen der Tarifgemeinschaft beseitigt. Er müsse der Resolution Silberschmidt seine Zustimmung versagen. Bömelburg hält die Fassung der Resolution gleichfalls nicht für geschickt und beantragt, lediglich darüber Beschluß zu faffen, ob das Verhältnis zur Generalfommission beibehalten werden solle. Im Verlauf der weiteren Debatte führten verschiedene Redner, namentlich aus Heineren Orten, lebhafte Klage über die Gewerk schaftskartelle, die viel zu hohe Beiträge erheben und sich in die inneren Angelegenheiten der einzelnen Organisationen einmischen. Von andrer Seite wurden dagegen die Gewerkschaftskartelle als unbedingt notwendig und für die Bewegung nützlich bezeichnet. Baeplow Hamburg protestierte dagegen, daß die Gewerk fchaftstartelle in Streits hineinreden; darüber zu beschließen, sei Sache der Zahlstellen im Verein mit dem Centralvorstand. Die Kartelle dürften nichts als lose Verbindungen sein, um lokale Fragen gemeinsam zu regeln. Die Erhebung besonderer Beiträge sei überflüssig, die Kosten lönnten durch Umlagen aufgebracht werden. Auch er halte den Beschluß, die Sonderorganisation der Buchdrucker auf dem Gewerkschaftstongreß nicht zuzulassen, für unglückselig. Er sei allerdings für Aufrechterhaltung des Verhältnisses zwischen Verband und Generalfommission, obwohl er mit vielen Maßnahmen der Generalfommission und namentlich mit der Haltung des„ Korrespondenz blattes" nicht einverstanden sei. Bei dem Leipziger Buchdruckerstreit habe die Generalkommission ihre Schuldigkeit nicht gethan: es wäre ihre Pflicht gewesen, vorzubeugen. Der Verbandstag beschloß, das Verhältnis zur Generalfommission beizubehalten und den nächsten Gewerkschaftstongreß durch acht Delegierte zu beschicken. Das Resultat der Wahl dieser Delegierten wird in einer späteren Sigung bekannt gegeben. Der Kampf um die Weltkugel. Von einem Prozeß Wertheim Eine Abstimmung darüber, ob die Zahlstellen eventuell geneigt contra Tiez weiß der Konfektionär" zu berichten. Es handelt sich sind, den Anteil der Centralfasse zu erhöhen, wird verneint, worauf dabei um ein merkwürdiges Klageobjekt, nämlich den Riesenglobus, Schumann meint, damit sei eigentlich der vorher gefaßte Beschluß der über dem Tiegschen Warenhause prangt. Die Firma A. Wertüberflüssig geworden. Simpel Hamburg widerspricht dem. Nach heim hat von der Firma Hermann Tieß die Entfernung des auf dem sehr erregter Debatte wird unter Protest einer Anzahl Delegierter Dache ihres hiesigen Geschäfthauses befindlichen Globus verlangt, beschlossen, noch einmal eine namentliche Abstimmung mit der Motivierung, er verlege ihr eingetragenes Warenzeichen, das vorzunehmen darüber, ob die Krantenunterstützung obligatorisch ein- W mit der Weltfugel. Da sich Tiez dazu gütlich nicht verstehen geführt und dem Vorstand übertragen werden solle. Es stimmen wollte, ist die Klage eingeleitet worden. Der Prozeß um die Belt 31 Delegierte( 13 227 Mitglieder) gegen, 18 Delegierte( 5449 Mit- fugel wird am 4. Mai zur Berhandlung kommen. glieder) für die obligatorische Einführung und Centralisation der Krankenunterstügung. Störungen im Schiffahrtsverkehr kommen jest täglich auf Die Streitunterstützung wird folgendermaßen geregelt: der Spree zwischen der Friedrichs- und Kurfürstenbrüde vor. Da Mitglieder, die dem Verbande mindestens 6 Wochen angehören, augenblicklich, bei Beginn der Saison, namentlich ungemein zahlreiche tönnen wöchentlich 8 M. Unterstützung erhalten. Nach 26 Beitrags: Schleppdampfer mit brei bis vier angehängten Lasttähnen die Spree wochen fann sie auf 10 M. erhöht werden. Für Kinder verheirateter beleben, so stauen sich naturgemäß diese Schiffe vor der MühlenMitglieder fann 50 Pf. bis 1 m. wöchentlich bezahlt werden. Die damm Schleuse. Nun ist aber der Strom der Spree zwischen der Unterstügung wird vom vierten Tage der Arbeitseinstellung ab Schleuse und der Friedrichsbrücke infolge des Hochwassers zur Zeit bezahlt. so start, daß stromabwärts fahrende leere Kähne nur mit Mühe den richtigen Kurs halten und den stromaufwärts fahrenden Schleppdampfern, die mit der größten Kraftanstrengung ihre schwere Last fortbewegen, ausweichen können. Namentlich zwischen der Kurfürstenbrücke und Friedrichsbrücke, wo oft eine große Anzahl Dampfer und Kähne auf die Durchschleusung warten, entstehen oft Karambolagen und sonstige Störungen. Mancher Kahn fährt sich unter den Brücken fest, deren Durchfahrten infolge des hohen Wasserstands natürlich an Naum verloren haben. Die Gemaßregelten Unterstützung wird auf 9 M. pro Woche festgesetzt. Nach 26 Beitragswochen fann sie auf 12 M. erhöht werden. Für Kinder unter 14 Jahren fann derfelbe Zuschuß wie bei Streits bewilligt werden. Auf verschiedene Anfragen erklärt Legien, daß, wenn Mitglieder einer Gewerkschaft zu Gunsten der Ausständigen eines andren Berufs mit in den Ausstand treten, ohne selbst einen Vorteil dabei erringen zu wollen, die Unterstügung in der Regel von der Gewerkschaft gezahlt wird, zu deren Gunsten der Ausstand geführt wird. Die Frage müsse von Fall zu Fall entschieden werden. Der Kriminalschuhmann und seine Schwiegermutter. Zu Festgesezt wird, daß weibliche Mitglieder die Hälfte der einem angeblichen Mordversuch wurde ein Vorkommnis gestempelt, Unterſtügungssäge erhalten. welches Mittwochnachmittag in der Rosenthalerstraße Aufsehen herSodann erstattete Böme Iburg das Referat über Lohn= Die Anträge betr. Reife Unterstüßung werden zurüd- borrief. Der Kriminalschutzmann Beidler, der in dem Hause Nr. 10 bewegung und Streits. Redner wies einleitend auf den gezogen. der genannten Straße wohnt, soll in mörderischer Absicht auf seine wirtschaftlichen Niedergang hin. Wenn auch das Baugewerbe die Es kommen die Anträge behuss Regelung der Arbeitslofen in demselben Hause wohnende Schwiegereltern, das Neumannsche Krisis mit am leichtesten überwinden tönne, so müsse man sich doch Unterstützung zur Beratung. Die Anträge auf Herabfegung Ehepaar mehrere Schiffe abgegeben haben. Zeidler, der noch auf eine größere Arbeitslosigkeit gefaßt machen. Auch die Wohnungs: der Wartezeit voir 14 auf 8 Tage werden abgelehnt, jedoch wird gestern festgenommen wurde, inzwischen aber wieder aus der Haft not werde die Arbeitsgelegenheit faum vermehren, denn erfahrungs- ein Kompromißantrag Hamburg angenommen, der die Unterstügungs- entlassen worden ist, bestreitet jegliche Schuld und behauptet, in der gemäß werde die Wohnungsnot infolge der wirtschaftlichen fäße folgendermaßen regelt bezw. erhöht: Nach einjähriger Mitglied. Notwehr gehandelt zu haben. Nach seiner Darstellung lebt er mit den Krife abnehmen; der Bufluß in die Städte höre fchaft 4 M. auf 4 Wochen, nach 2 Jahren 5 M. auf 5 Wochen, nach Schwiegereltern nicht in gutem Einvernehmen und schon wiederholentlich auf. Selbstredend dürfe man nicht etwa auf jede Lohnbewegung 3 Jahren 6 M. auf 6 Wochen, nach 5 Jahren 7 m. auf 7 Wochen, sei es zwischen ihm und den alten Leuten zu heftigen Scenen verzichten, wohl aber jei größte Vorsicht geboten. Viele Unter- nach 8 Jahren 8 M. auf 8 Wochen. Für weibliche Mitglieder be- gekommen, bei welchen er öfter von Neumann mit einem Meffer nehmer glauben die Zeit für gekommen, um sich jetzt zu revanchieren, trägt die Unterstügung nach gleicher Karenzzeit auf die gleiche bedroht worden sei. Auch gestern will er wieder eine Auseinandersie werden provokatorisch auftreten und die Maurer zum Kampf Dauer: 2,50 m., 3 m., 3,50 M., 4 M. und 4,50 M. fegung mit seinen Schwiegereltern gehabt haben. Die letzteren feien drängen, sie werden auch vor Lohnreduzierungen vielfach nicht zu daraufhin gewaltsam in seine Wohnmg eingedrungen und hätten rückschrecken. Man wisse ja, daß die Unternehmer selbst den ihn thätlich angegriffen. Da Neumann ihn auch wieder mit dem Kontrattbruch nicht scheuen. Da heiße es, den Gleichmut zu be Messer bedroht habe, so habe er, 8., aus seinem Dienstrevolver wahren und die Ueberlegenheit nicht zu verlieren. Man müsse sich einen Schuß abgegeben, der seine Schwiegermutter streifte. Die alte Frau habe ihn den Revolver entreißen wollen und bei dem Ringen habe sich die Waffe zum zweitenmal entlaben.- Eine ähnliche Darstellung von dem Vorgang gab auch der Kriminalschutzmann G., und zuverlässiger Beaniter bezeichnet wird, auf Richtigkeit beruhen, der sich in der Wohnung des 3. befand und Zeuge des Kampfs gewesen ist. Cb die Angaben Zeidlers, der übrigens als ein solider wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Berliner Partei- Angelegenheiten. ferner darüber schlüssig machen, in wie weit in den Wintermonaten Der socialdemokratische Wahlverein von Johannisthal Angriffsstreits zulässig sind und wie es mit den Streitunterſtügungen hält seine Generalversammlung am 13. April abends 8 1hr im in der Zeit gehalten werden solle, wo infolge der Witterung die Arbeit im Maurergewerbe im allgemeinen stode. Die Debatte über das Referat wurde auf die NachmittagsSigung vertagt. Zweite Generalversammlung des Centralverbands der Handels-, Verkehrs- und Transportarbeiter Deutschlands. Lokale von Mertins ab. Mitgliedsbuch legitimiert. thin, Bürgerstr. 4, feine Generalversammlung ab. Bortrag Brit. Heute abend 81/2 Uhr hält der Wahlverein bei Barkendes Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Junker und Getreidezölle". Mariendorf- Tempelhof. Sonntagnachmittag präcise 1½ Uhr findet in Habels Brauerei", Bergmannstraße, eine 2o113 versammlung statt, welche sich mit der Lokalfrage für obige Orte beschäftigen wird. Da mun die meisten Lokalinhaber haupt sächlich auf den Zuspruch der Berliner Arbeiterschaft angewiefen sind, heiten und wir machen es ihr aus diesem Grunde zur Pflicht, eben so ist diese mithin auch ein Hauptfaktor in unsern Lokalangelegen falls recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Tokales. Amtlich wird über den Fall berichtet: Der bei der Sittenpolizei beschäftigte Schutzmann Paul Zeidler geriet am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung in der Rosenthalerstraße mit seinen in demselben Sause wohnenden Schwiegereltern, dem 62 Jahre alten Invaliden Albert Neumann und dessen Frau, infolge älteren Zwistes in Streit, der in Thätlichkeiten ausartete, als Neumann, der seinen die Zeidleriche Wohnung einzudringen versuchte. Um fie abzuSchwiegersohn niederzustechen gedroht hatte. mit seiner Frau in wehren, gab Zeidler zwei Revolverschüsse ab, von denen einer die Frau in den linken Oberarm traf, während das zweite Geschoß dem Neumann an der Brust abprallte und ihn mur leicht verlegte. Beim Stingen stieß Beidler den Neumann die Treppe hinab, wobei dieser eine schwere Verlegung am Knie davontrug. Er fand im St. HedwigsStrantenhause Aufnahme, während seine Frau, die sich ebenfalls dorthin begeben hatte, nach Entfermmg des Geschosses und nach Anlegung eines Verbands wieder entlassen wurde. Der Schußmann Zeidler wurde verhaftet. " Nürnberg, 10. April. Die Nachprüfung der Geschäftsbücher durch die dazu erwählte Kommission hat ergeben, daß alles in guter Ordnung ist. Die Kommission spricht ihr Bedauern darüber aus, daß die feste Anstellung des Kassierers nicht früher erfolgte, was aber nach der Ober- Schöneweide. Sonnabend findet bei John die GeneralErklärung Schumanns nicht möglich war. Dem Gesamtvorstand wird bersammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Genosse John hält darauf einstimmig Decharge erteilt. Thomas Magdeburg einen Vortrag über: Konsumgenossenschaften und Socialdemokratie". erklärt, er habe nur dafür gestimmt unter dem Vorbehalt des Neue Mitglieder werden aufgenommen. Protests gegen die durch den Vorstand erfolgte Statutenverlegung. Alboldt Berlin begründet den Antrag des Centralvorstands, Deutschland in 16 Agitationsbezirke einzuteilen. Der Centralvorstand soll nach Verständigung mit den Zahlfiellen Verwaltungen am Size der Gauleitungen die Gaubevollmächtigten ernennen. Ueber die Auf- in offenen Verkaufsstellen läßt, wie einer Korrespondenz aus den täglich der Konizer Vorgänge find bekanntlich sowohl von der Die Ausführung der Verordnung über die Singelegenheit Prefprozesse gegen die Staatsbürger- Zeitung". Anbringung der Mittel beschließt die Generalversammlung. läßlich der Konizer Vorgänge find bekanntlich sowohl von der Nach langer Debatte wird die Gau- Einteilung im Princip be- Kreisen der Handelsangestellten mitgeteilt wird, noch viel zu wünschen Polizeiverwaltung in Konig als auch von der Gerichtsbehörde wie übrig. In zahlreichen Geschäften ist zwar für Eiggelegenheit geſchloſſen. Die Einteilung erfolgt nach dem Vorschlage des Vorstands, sorgt worden, aber in einer Weise, welche den Verlauferinnen das von verschiedenen Polizeibeamten Beleidigungslagen gegen die doch sollen die geäußerten Wünsche berücksichtigt werden. Ausruhen auf den Sigen nicht gerade als Annehmlichkeit erscheinen Staatsbürger- Beitung" erhoben worden; die Zahl der einzelnen Im weiteren Verfolge der Statutenberatung wird beschloffen, läßt. Die Site, meist zum Aufklappen oder Anschrauben, find bald Anträge beläuft sich, wie der„ Bolls- 3tg." berichtet wird, auf 27. daß Kollegen, die aus einer andren Gewerkschaft ordnungsgemäß Die sämtlichen Verhandlungsgegenstände sind zu einer Straffache ausscheiden und zum Verband eintreten, sofort in diejenigen Rechte zu hoch, bald zu niedrig angebracht, mitunter auch in den vereinigt worden, die entweder Ende April oder Anfang Mai in finstersten Ecken des Geschäfts, zwischen Regalen und Ladeneintreten sollen, die sie durch ihre Mitgliedschaft erworben haben, utensilien, wo fein frischer Windhauch hinkommt. In vielen Berlin zur Verhandlung kommen soll. soweit solche durch das Statut gewährleistet werden. Fällen ist auch die Zahl der angebrachten Size geringer, als die Junge Taschendiebe treiben sich in der letzten Zeit viel in der Berordnung erheischt. Daß die Neuerung fich erst mit der Zeit ein- Baffage Unter den Linden umher. Vorgestern wurde wieder einer leben muß, beweist der Umstand, daß selbst da, wo ordnungsmäßige abgefaßt, ein neunzehnjähriger Barbier, der einräumt, einen DiebSibgelegenheit vorhanden ist, seitens der weiblichen Angestellten nur ftahl ausgeführt und brei versucht zu haben. Bei ihm fand die ungern davon Gebrauch gemacht wird, aus falscher Schen, in den Kriminalpolizei ein rotes Slapp- Portemonnaie mit einem goldenen Augen der Prinzipale und Vorgesetzten als unfleißig zu erscheinen. Trauring ohne Zeichen. Der Eigentümer fann es sich vom PolizeiIn namentlicher Abstimmung erklären fich 40 Delegierte, die selbstverständliche Neuerungen auf dem Gebiete ber socialen Geſetz Dieser Umstand beweist aufs neue, daß auch unbedeutende und präsidium Zimmer 97 abholen. 15 812 Mitglieder vertreten, für und 11 Delegierte( 3822 Mitgl.) gebung nur dann von Wert sind, wenn eine tüchtige und kraftvolle furfus am Donnerstag, den 11. April. abends 7 in der NiederwallDie Schuhmacher- Fachschule in Berlin beginnt den Sommergegen den Antrag. Er ist somit angenommen. Ein Antrag Dresden II, auch Blumen- und Blätterarbeiter und Organisation der Angestellten über deren Durchführung wacht. straße 6/7, und zwar beginnt hier zunächst der Unterricht in der -Arbeiterinnen in den Verband aufzunehmen, wurde abgelehnt, Neues Bauland. Hinter dem Ringbahnhof Schönhauser technischen Klasse für Schäftefabrikation. Um 71/2 Uhr beginnt der zugleich aber betont, daß die zur Zeit dem Verbande angehörenden allee" wird jetzt mit den Vorarbeiten zur Erschließung des östlich Unterricht im Schreiben, Rechnen, Deutsch, Zeichnen und in der Arbeiter dieser Branche ihre Mitgliedschaft nicht verlieren sollen. der Schönhauser Allee gelegenen, den Griebenowschen Erben ge- Buchführung. Am Sonntag, den 14. April, vormittags 9 Uhr, 0 Eine lebhafte Debatte ruft der Antrag Hamburg betreffend die Zulassung weiblicher Personen zum Verband hervor. Bisher waren Arbeiterinnen ausgeschlossen. Schulzli Berlin spricht sich waren Arbeiterinnen ausgeschlossen. Schulz ki. Berlin spricht sich dagegen aus. Im Centralverband der Handlungsgehilfen habe man in dieser Hinsicht teine guten Erfahrungen gemacht. Ebenso find Thomas Magdeburg und Schmidt- Leipzig gegen den Antrag. A Vereinskalender. beginnt der Unterricht in der Fachschule Albrechtstr. 20; gelehrt wird großer Geschwindigkeit auf den andren Wagen los. Der Angeklagte sehr bestimmt gegen W. ausgesagt hatten und nun bei der Haupt Modellkonstruktion, Anatomie des Fußes, Abgipfen von Füßen, behauptete, daß sowohl die reguläre als die Notbremse versagt habe, verhandlung ganz andere Angaben machten, überhaupt ratjam Leder- und Warenkunde unter Vorführung sämtlicher Gerbstoffe mit während die Auflage das Gutachten des als Sachverständiger erscheine, dieselben zu vereidigen. Auch bat der Staatsanwalt, die den verschiedenen Sorten gegerbter Leder. Das Unterrichtshonorar fungierenden Betriebsinspektors zum Stützpunkt hatte, wo- Angelegenheit nicht zu vertagen, weil befürchtet werden müsse, beträgt für den Fach- und Elementar- Unterricht pro Semester 4 M. nach die Bremsvorrichtung, die vor dem Unfall funktionierte auch daß eine weitere weitere Beeinflussung der Zeugen möglicheriveije und für den Unterricht in der Schaftfabrikation pro Semester 10 M. nach dem Unfall den Dienst nicht versagte. Daraus wurde ge- stattfinden könne. Der Gerichtshof schloß sich nach längerer Meldungen zum Unterricht werden im Schullofale felbst an jedem schlossen, daß der Angeklagte nicht rechtzeitig gebremst haben tönne. Beratung den Ausführungen des Herrn Vertreters der Unterrichtstage und bei dem Dirigenten 2. Schumann, Wörtherstr. 45 Bum Beweis des Gegenteils fonnte sich der Angeklagte auf eine Anklagebehörde nicht an, vereidigte vielmehr die als Zeugen Erentgegengenommen. Anzahl von Zeugen berufen, die ihm bekundeten, daß er schienenen, Wachtmeister Wernke, Unteroffizier Franz, die Gefreiten Die Neue freie Volksbühne veranstaltet am Sonntag, den rechtzeitig sich ehrlich abgequält habe, den Wagen zum Stehen Degenhart, Rieper und Kliem, sowie die Kanoniere Zoch und Lemle. 14. April, abends 7 11hr, in Kellers Festfälen, Koppenstr. 29, eine Frühlings: au bringen. Der Angeflagte hatte aber auch noch eine Reihe von Der Gefreite Degenhart gestand dann zu, daß er den Wilinger aus feter unter Mitwirkung des gesamten Berliner Sinfonie Orchesters. 1owie ehemaligen Kollegen geladen, die befunden sollten, daß es ihnen Rache denunziert habe, weil jener ihm zu drei Tagen Mittelarrest der Damen Fräul Maria Holgers und Fräul. Helene Hermann und der mit dem Bremsen ganz ähnlich gegangen fei; er verholfen, daß er aber in all seinen Angaben nur die reine Wahrheit Herren May Martersteig und Friedrich Moest. behauptete gleichzeitig, daß bezüglich der Bremsen nur eine gesagt habe. Der Gerichtshof beschloß endlich noch die weitere Urania. Am Sonnabend wird im Hörsaal der Urania, Taubenstraße, lage Kontrolle ausgeübt werde und bei festgestellten Ladung einer Anzahl Zeugen, sowie die Herbeischaffung der UrlaubsHerr Franz Görte zum erstenmal einen Projektionsvortrag Charakterbilder Mängeln der Bremsen die Reparaturarbeiten oft auch recht bücher und der Beläge für Auslagen zc, gab jedoch dem Angeklagten aus der Mark" halten. Der Vortrag bildet eine Fortsetzung der Malerischen unzuverlässig feien. Der Vertreter der Anklage, Assessor den guten Rat mit auf den Weg, sich jeder Besprechung über die Wanderung durch die Mark Brandenburg" und wird, in der Altmarf be: Dr. Müller, bermochte. bei dieser Sachlage die vor Zeugenaussagen mit den gestern vor Gericht Erschienenen zu entginnend, die historischen Dertlichkeiten und landschaftlichen Schönheiten unirer gefommenen Körperverlegungen und die Gefährdung des Eisenbahn halten. Einen Antrag des Staatsanwalts, den W. wegen etwaiger engeren Heimat eingehend behandeln. Sonnabend der dekorative Ausstattungsvortrag Unser Rhein" wiederholt Im Theater wird am Freitag und Transports dem Angeklagten nicht zur Last zu legen. Dagegen Versuche von Verdunkelung des Thatbestandes sofort zu verhaften, und außerdem findet am Sonnabend noch eine Nachmittags- Vorstellung des nahm er Veranlassung. dem anwesenden Betriebsinspektor lehnte der Gerichtshof ab. felben Stücks zu fleinen Preifen statt. recht dringend ans Herz zu legen, sich mit der Direktion der Großen Berliner Straßenbahn über die in der Das Apollo Theater brachte geſtern die Operette Frau Berhandlung zu Tage getretenen offenbaren Luna" wieder ans Licht. Der Komponist, Herr Paul Linte. Uebelstände cingehend zu beraten. Denn folche Vor- Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vors dirigierte. Die Ausstattung des Stücks war diesmal noch foftbarer tommnifie seien geeignet, die Bevölkerung recht erheblich zu befizender: Rich Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99- Erster Kaffierer als bei der ersten Aufführung vor drei Jahren und auch in der unruhigen. Namentlich verdienten auch die vom Angeklagten Seifrit, Fidicinſtr. 16 Ale Aenderungen im Vereinstalender find Richtung des Geschmads bedeuten die neuen Dekorationen eine Ver- aufgestellten Behauptungen Freitag. vollkommnung. Daß die seit langem populär gewordenen Melodien Prüfung, bezüglich der Bremsen sorgfältige zurichten an Otto Rafche, Reichenbergererstraße 115a. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr Aufnahme von Mitgliedern. Die von der Direktion zugelassene Praxis, daß ein Kaiser' scher Männerchor", Wernau. Schwedterfir 23/24 Nord", Adolf nichts von ihrer Wirksamkeit eingebüßt haben, versteht sich. Leider Motorwagen, dem sich zufällig ein Hindernis in den Weg Neumann, Brunnenstr 150 Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, stand die Darstellung zum Teil nicht auf der früheren Höhe. Alle stellt, ohne weiteres auf das linke Geleise hinüberfahren könne, sei köpniderstr. 137/38..Vereinte Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Puttlig Achtung vor der äußeren Erscheinung der Luna- Darstellerin Carola, ihn einfach unverständlich, denn sie berge die größte Gefahr für das ftraße 10. Maiglödchen I". Sachse, Lindowerstr. 26 Gemütlichkeit", aber die gesanglichen Vorzüge des Fräulein Walden befigt diese Dame Publikum in sich. Diese ungeheuerliche Praris fömne auch nicht durch Thiede, Sendelstr 30 RheinGeorgina, Balzer, Grünauerstr. 14. nicht. Ebenso wenig erreichte Herr Fredy als Theophil die draſtiſche den Hinweis geſtügt werden, daß die Aufsichtsbehörde noch nicht gold", Feind, Weinſir 11- Rosenthaler Vorstadt", Jrmert, Swinemünder: Komik des Herrn Bender, so viel Mühe der neue Künstler sich inhibierend dazwischen getreten fei. Mindestens müßte an einer Straße 26. –„ Männer: Gefangverein“, Brandenburg a S. Mengert, Bergfir. 6 auch gab, humorvoll zu wirken. In alter Drolligkeit jedoch ist der Stelle, wie sie hier in Frage ist, jemand postiert sein, der den Wagen Müllerstr. 7.Liedertafel, Freie Sänger", Hahn, Neue Königstr. 73 Nordwacht", Milbrodt, Bühne das Erfinder- Kleeblatt erhalten geblieben; die Herren Robert führern ein Warnungszeichen giebt. Sollte die Direftion nicht gewillt Sängerfreis", Neu- Weißensee. Spedmann, Königs: Chauffee 55. Eintracht II", Eberswalde, Restaurant zur Mühle"„ Neue Zeit", Steidl und Arnold Rind waren possierlich wie ehedem und auch Herr fein, hier bessernd einzugreifen, so würde die Staatsanwaltschaft fich Diefe, Aderstr. 123..Klingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Zum Rudolf fügte sich mit Geschick in das Ensemble. Erquidend wirkte genötigt sehen, sich mit der Aufsichtsbehörde in Ver- Brälaten, Lehderstr. 122. Karthaus Kummerscher Männerchor", Göbel, das Luftballett Grigolatis in den mancherlei Trivialitäten der bindung zu fezen. Der Verteidiger wollte sich mit der Landsberger Allee 156 Sangesblüten", Herzog, Marsiliusstr. 8 Operette. Das ist sehr im Gegensatz zu den sonst üblichen Ballett- bloßen Freisprechung des Angeklagten nicht begnügen, sondern be- Gesangverein der Buyer", Schiller, Rofenthalerstr. 57. Freie Sänger I", Divertissements" im besten Siume des Worts getanzte Poefie. Rosalia", Plaen, Königsbergerstr. 34. Ruf", Manegold, Liegnigersfr Sängerhort", Theater. Emil Thomas, der bekannte Komiker des Thalia- erlegen. Auch diese Anklage beruhe wieder auf der Behauptung Vogel, Wrangelfir. 74. Borar", Krüger, Naunynstr. Melodia I", Theaters, tritt zum Monopol- Theater über. eines Betriebsinipettors, daß die Bremse funktioniert Rirborf, Mercier, Steinmetzfir. 55„ Einigkeit Nordivest". Better, Bredow: haben müsse. Es sei ein wesentlicher Mangel des Verfahrens, daß straße 11. Freiheit Moabit", Fischer, Waldstr. 8 „ Liedes: über eine solche Frage immer nur die eignen Betriebsfreundschaft", Treptow, Michler, Frufiftr. 26.„ Süd Oft II", Lint, inspektoren der Straßenbahn vernommen würden. Wrangelfir. 86. Waldkapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65 Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung des Angeklagten, heit Nord", Wils, Burgsdorf: u Wildenowſtraßen Ede. da diefer seine Pflicht nicht verlegt habe, und der Gerichtshof für Tempelhof, Gehrt, Dorffir. 18 Bölterfrühling", Höhlfe, Oranienstr. 109. nachgewiesen erachtete, daß die Bremie nicht funktioniert habe. " 12 Feuerbericht. Ein größerer Kellerbrand erfolgte Donnerstag früh Frobenstraße 21, wobei Brennmaterial, Kisten und Deden ein geäschert wurden. Die Wehr hatte hier längere Zeit Wasser zu geben. Vorher war Michaeltirchstraße 12 ein Wohnungsbrand zu beseitigen. Am Magdeburger Plaz 4 hatten sich in einer Kaffeerösterei Kaffeehülfen entzündet, doch konnte einer Feuersgefahr durch bie alarmierte Wehr leicht vorgebeugt werden. Steinmeßstraße 55 Brannten Fußboden und Baltenlage unter der Kochmaschine, während Lothringerstraße 72 Möbel in einer Kammer durch Feuer beschädigt wurden. Aus den Nachbarorten. " Der Aus Nixdorf. In der Kaiser Friedrichstraße geriet am Mittwochabend 6 Uhr die Handelsfrau Witive Löffler aus Berlin durch eigne Unvorsichtigkeit unter einen Motorwagen der Wüstenbahn" Dem Wagenführer gelang es glücklicherweise, den Wagen sofort zum Stehen zu bringen, so daß Frau 2. nicht überfahren wurde. Man holte sie in besinnungslosem Zustande unter dem Vorderperron hervor, doch war die Verunglückte mit einer leichten Kopfverlegung fortgekommen und erholte sich daher bald so weit, daß sie ihren Weg nach Berlin fortsegen konnte. einbarte M " " " P Frei Frohe Sangeslust III", Solidarität II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. SüdLiedeslust II", Botsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Oft III", Kirichtowsky, Faldenſteinſtr. 7. Frohsinn I", Rummelsburg, Goethe und Kantstraßen Ecke." Freies Lied", Friedrichsberg, Radtke, Auktions: Hyäre. Ein Verstoß gegen den§ 270 des felten Friedrich Karlstr. 26. ,, Metallarbeiter Osten", Tabbert, Markusstr. 14. zur Anwendung gelangenden aber noch zu Recht be- Lorbeerkranz". Spät, einffr. 11 Alpenrose", Dalg, Staligerstr. 94b. stehenden alten preußischen Straf Gesetzbuchs führte gestern den Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Kaufmann Mar Kohls vor die vierte Straffanumer des Land- im Bereinstalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuser: straße 44 IV Freitag: Germania", Kubazki, Arndtstr. 21. gerichts I. Der angezogene Paragraph bedroht denjenigen mit Stunde", Gurlt, Alexandrinenstr. 121 Brasil", Schonheim, Gräfeftr. 8. Mit dem üblichen Pomp ist gestern in Potsdam eines der Strafe, der bei öffentlichen Auktionen andere durch Drohungen oder „ Apfelblüte", Hoffmann. Wiesenstraße 29 a..Deutsche Eiche", Schulz üblichen Kaiser Wilhelms- Denkmäler eingeweiht worden. durch Versprechen von Vorteilen vom Witbieten abhält. in Ragel. Gesang. Turn: und gesellige Vereine. Freitag. Tanzlehrer: Staiser verteilte, wie bei solchen Gelegenheiten ebenfalls üblich, ver- der Verhandlung kam wieder der alte Mißstand zur Sprache, Vergnügungsverein schiedene Orden. Die konservative Ercellenz v. Levekow erhielt die daß die Händler, welche die Auktionen besuchen, einen Ning bilden. verein Solidarität". Englischer Hof, Neue Roßstr. 3 Brillanten zum roten Adlerorden erster Klasse, Landrat v. Stubenrauch Giner von ihnen bietet nur und ersteht da urh die Ware Waldesgrün", Bichosti, Staligerstr. 142. Schwimmverein„ Ost", Uebungserhielt einen Orden dritter Klasse, während dem Charlottenburger für einen Spottpreis, wogegen ihm die entweder vorher ver- nude jeden Freitag abends 7 Uhr in der ehemaligen Auerbachschen BadeAnstalt, Stralauer Chaussee. Gesangverein Jugendfrenden", Uebungs: Oberbürgermeister Schufterubs und dem Schöneberger Bürgermeister stillschweigende Verpflichtung obliegt, jcinen stunde 9-11 bei Arlt, Brunnenstr. 30. Berliner Schach- und Salta: Wilde ein Orden vierter Klasse zugewiesen wurde. Eine Rede hat Kollegen für ihr Enthalten vom Mitbieten eine entsprechende Ent klub". im Sygienischen Reſtaurant Rieger, Berlin C., Gontardstr. 5, I der Kaiser bei der Denkmalsenthüllung nicht gehalten. schädigung zu geben. Manche Händler verdienen sich dadurch in( direkt au Bahnhof Aleranderplay). Musikv. Harmonie Ost", Grüner furzer Zeit 3 bis 5. M., daß sie Suktionen besuchen, um nicht zu Weg 103 Berliner Boffen- und Operetten- Gesellschaft„ Evelina", Blumen: bieten. Am 10. November v. Js. versteigerte ein Gerichtsvollzieher Straße 46. Geselliger Verein Linde", Freitag nach dem 1. und 15., Ryfe in der Alten Schönhauserstraße 15 Ballen Hopfen. Zu den Er- straße 20. Turn- Berein Osten"( Damen- Abteilung), Große Frankfurter schienenen gehörte auch der Angeklagte, der Zitherflub„ Alpengrüße", Bartschis, Ravenéstr. 1. von Kaufmann traße 23. Josephson in Charlottenburg beauftragt war, den Hopfen zu von 8-10 Uhr: 2. Männerabt. Stalizerstr. 55-56. Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turnv. Fichte", Berlin. Abds. 4. Männerabt.: erſtehen. Es waren viele Kauflustige zur Stelle. welche zum Siemensstraße 20( Moabit). 5. Männerabt. Aderstr. 67. 6. Männerabt. größten Teil bereits mit Kohls einig waren. Staum hatte aber Stallschreiberstraße 54. 9. Männerabteilung Müllerstr. 158, Ecke Triftstraße. einer von denen, welche nicht zum Ring gehörten, ein Gebot 1. Lehrlingsabt. Friebenstr. 37. 3. Lehrlingsabt. Boechstr. 17/20. 6. Lehrabgegeben, als er von den Gehilfen Kohls davon verſtändigt wurde, lingsabt. Reichenbergerſtraße 67–70. 8. Lehrlingsabt. Höchſteſtraße 36-37. daß der letztere das Bieten allein besorge und von dem Gewinn 1. Damenabt. Mariannen Ufer 1a. Freie Turnerschaft", Rirdorf- Briz. einen entsprechenden Saz an die Nichtmitbieter abführen würde. Lehrlingsabt abends von 8-10%.Uhr. Thomas, Hermannstr. 48/50. gefunden wurde im Retortenhaus der Englischen Gasanstalt in bei Peters, Knesebeckstraße 113. Turnerschaft des Vereins„ Nereus" Schöneberg der Arbeiter Carl Schulz aus Rigdorf, SchöneweiderKohls zugeschlagen wurde. Als die Auktion beendet war, folgten( gegr. 1882), Männerabt, von 8-10 Uhr abds., Reichenbergerstr. 131/132 Turnverein Eiche", straße 28, wohnhaft. Der obere Teil des Retortenhauses enthält jämtliche Händler dem Angeklagten in der Hoffnung, daß fie fofort Damen Abt. v. 8-10 Uhr abds., Manteuffelstr. 7. Kohls bestellte Stöpenid, Männer und Jugendabteilung von 7 bis 92 Uhr abends, ein großes Bassin, in welches von einer Schienenanlage aus die ihr Schweigegeld ausbezahlt erhalten würden. sie aber Abend zum Turno. Froh und Frei", Groß- Lichterfelde, Kohlen geschüttet werden. Zwei riesige Trichter führen von dem dem Prälaten, dann solle die Scheer, Wilhelmsgarten. Freie Turnerschaft", Baffin in den unteren Raum, um ein selbstthätiges Entleeren des Abrechnung stattfinden. Einigen besonders mißtrauischen Per- Bagel, Chauffeeftr. 104, 8-10 Uhr abends. fonen versicherte Kohls ,, beim Friedrichsfelde, abends 81/ 2-104/ Uhr, Bube, Prinzen- Allee 30. Wohle seiner Frau Bassins zu bewirken. Es ist jedoch erforderlich, daß von Zeit zu Zeit Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulftr. 24. feiner Kinder". daß fie Teilnehmer ein Arbeiter auf einer Stiege in das Bassin hinabsteigt, um die sich dem Geschäft Schwimmklub„ Neptun", Weißensee, abends 7% Uhr, im Seebad Weißenseer. feien. austauenden nassen Sohlen hinabzustoßen. Zu dem Behufe ist in der war dann überhaupt nicht für die„ Teilnehmer" zu sprechen, die der Schillingsbrüde. Am Abend ließ der Angeklagte sich nicht blicken und Schwimmflub Vorwärts", abends 72 Uhr, Bolts- Badeanstalt an Schwimmverein Gut- Naß", Uebungsstunde jeden Mitte eine kleine Plattform angebracht, die jedoch jeder Schuß Daß der Angeklagte Freitag, abends 7 Uhr, Volts- Badeanstalt Moabit, Turmstr. 85 a. vorrichtung entbehrt. Schulz ist nun vorgestern früh mit den Kohlen schließlich Anzeige gegen ihn erstatteten. in den Trichter hinabgeglitten und erstickt. Erst heute früh sah ein wenigstens einigen Zeugen Versprechungen gemacht hatte, um sie Schwimmverein Ost", abends 7 Uhr, Bolts- Badeanstalt an der Schillingsbrüde. Arbeiter den Kopf des Toten aus den Kohlen hervorragen. Der vom Mitbieten abzuhalten, wurde durch die Verhandlung außer Arbeiter Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem). FreiFrau des Sch., welche auf der Gasanstalt wiederholt Nachfrage hielt, Frage gestellt. Sämtliche Zengen bekundeten, daß es ein altherJeden Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. mußte geantwortet werden, daß man über den Verbleib ihres gebrachter Brauch sei, einen bietenden Kollegen nicht zu überbieten, tag. Tanz- Institut Grupe, Annenstr. 16, abends 81% Uhr. Mannes nichts wiffe. Die Schöneberger Kriminalpolizei ist mit einer wogegen es als selbstverständlich angenommen werde, daß diese Ge- Freitag nach dem 15. Gipsstr. 16. Zwanglose Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des eingehenden Untersuchung des Falls beschäftigt, der die Zustände fälligkeit vom! Ersteher vergütet werde. Der Staatsanwalt bedauerte, in der Gasanstalt im sehr schlimmen Lichte erscheinen läßt. daß das Gesetz feine Handhabe biete, gegen ein derartiges Abkommen Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. der Händler, das gewissermaßen einen Gesellschaftsvertrag darstelle, Arbeiterverein Borwärts, Kopenhagen. Jeden Sonnabend im einzuschreiten. In zwei Fällen habe der Angeklagte aber gegen das Verkehrslofal, stor sgade 49: Versammlung. Dajelbst befindet sich auch Auktionsgesetz verstoßen und die Frage liege nahe, ob er sich nicht die Bibliothet des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genoffen wollen auch eines Betruges gegen seine Kollegen schuldig gemacht. Er Arbeiter Radfahrerbund Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenbeantragte gegen ihn eine Geldstrafe von 300 m. Das Urteil burg). Alle Zuschriften und Anfragen, den Band betreffend, sind zu richten lautete auf 200 m. Geldstrafe. Der Vorsigende, Landgerichts an den Gau- Borsigenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Freitag: rat Braun bezeichnete die bekannten Vorgänge bei den Auktionen Arb.- Radf.- Verein Vorwärts", Rirdorf, Freitag nach dem 1. und 15. bei als einen groben Unfug ärgster Art, die Gläubiger, welche auf den Zibell, Reuterstr. 54 a. Arb. Radf. Verein Charlottenburg", Freitag nach Erlös der Auktionen angewiesen feien, würden dadurch schwer ge- bet Meier, Streligerstr. 10. dem 1. bei Müller, Bismardstr. 23. Radf. Berein Bliz", Berlin, Nadf. Verein Frijfch auf", Rathenow, jeden schädigt. ersten Freitag im Monat Turnplaz 2 bei Stodisch. Durch Kohlen verschüttet und erst nach zwei Tagen tot auf Dies hatte zur Folge, daß der Hopfen für einen billigen Preis dem Schülerinnenabt. abends 61/ 2-812 Uhr, 1. Männerabt. 82-1012 Uhr Aus Brik wird uns berichtet, daß der Eigentümer Groß, welcher am zweiten Osterfeiertag seinen zukünftigen Schwiegerjohn mittels eines Messers schwer verlegte, wieder aus der Haft entlassen worden ist, da ein Fluchtverdacht nicht angenommen wird. Gerichts- Beitung. " nach alt und dies beachten. Dermischtes. Die Gemeingefährlichkeit der ,, Großen" vor Gericht. Recht nachdrückliche Worte an die Adresse der Großen Eine sehr interessante Verhandlung fand am DonnerstagBerliner" richtete gestern der Vertreter der Staatsanwalt Bormittag vor dem Kriegsgericht der I. Garde- Jufanterie- Division schaft bei der Verhandlung einer der täglich fälligen Auflagen statt. Der Unteroffizier Wilinger von der Leibbatterie des 1. Gardewegen Transportgefährdung. Dem Motorwagen Feld- Artillerie- Regiments stand unter der Anklage, sich in fünf Fällen Führer Wilh. Nowotnid wurde ein größerer Unfall zur Last Darlehen von Untergebenen verschafft zu haben und ferner wegen Ueber den Goldbarren- Diebstahl an Bord des Dampfers gelegt, der sich am 24. November abends in der Landsbergerstraße, bei der Mißbrauch der Dienstgewalt in einem Falle. W. hatte dem Kanonier Kaiser Wilhelm der Große" teilt Boesmanns Telegraphisches Bureau Kurzenstraße, ereignet hat. Dort fand am genannten Abend ein Zusammen- Boch. der zu seiner Korporalschaft gehörte, an einem Abend Anfang in Bremen folgendes mit: Es ist nicht ausgeschlossen, daß der stoß eines von der Kl. Frankfurterstraße herkommenden Straßenbahn- vorigen Monats befohlen, in seine, des Unteroffiziers Bett eine Puppe Diebstahl schon in New Yort erfolgt ist. Die Barren find wagens mit einem vom Alexanderplaß herkommenden statt. Der zu legen. Der Kanonier mußte zu diesem Zwed einen Besenstiel von dem Angeklagten geführte erstere Wagen fuhr mit voller Bucht nehmen und denselben mit dem Mantel und der Litewła des Bor- Montagnachmittag an Bord gekommen, der Dampfer ist Dienstagvormittag 10 Uhr von New York abgegangen; es wird daher als auf den letzteren auf und zertrümmerte ihm die vordere Plattform. gefeßten bekleiden und die Maske dann fein säuberlich auf dem Der Anprall war sehr start. Die Fahrgäste des angerannten Wagens Lager des Wilinger betten. Als das geschehen, entfernte sich der wahrscheinlich angenommen, daß die Barren schon in der voraufwurdens wurden heftig durch einander geworfen und zum Teil nicht Unteroffizier und fam erst am andren Morgen nach Hause. In der gegangenen Nacht gestohlen worden sind. Der Wert der drei Barren foll genau 88 000 M. betragen. Der Dampfer wird streng unerheblich verlegt. der Führer trug Verlegungen an der gestrigen Verhandlung bestritt der Angeklagte, daß er die Hand davon. Bei einem Fahrgast Ivaren die Verlegungen Masterade habe ausführen lassen, um durchzubrennen. Er habe abgeschloffen; alles, was vom Dampfer kommt, wird auf das genaueste revidiert. Der Dampfer hatte in New York circa fo arg, dap er nach der nächsten Unfallstation gebracht an dem fraglichen Abend die Puppe in sein Bett legen lassen, werden mußte. Der Unfall ist in folgender Weise entstanden: um sich vor seinen Kollegen, den übrigen Unteroffizieren der Leib- 200 000 Mark Kontanten, teils aus gemünztem Golde, Die Straße ist an der betreffenden Stelle sehr eng. und es befindet batterie zu schüßen. Denn es sei ihm schon passiert, daß die aus Barren bestehend, an Bord genommen; daß bei der Uebersich daselbst eine Weiche, die dem Führer eines auf dem rechten Kameraden ihn, da er an einer Kneipe derselben nicht teilnehmen nahme ein Versehen stattgefunden hat, wird von zuständiger Seite Geleise fahrenden Wagens gestattet, im Notfalle, d. h. wenn ein dort wollte, aus dem Bett heraus nur in das Laten als ausgeschlossen betrachtet. Die Kontantenkammer war von Gehaltender Lastwagen oder ein andres Hindernis sich zeigt, auf das gebüllt im Triumph in das Unteroffizierspäckstücken dicht umgeben; als bei der Ankunft in Southampton die für England bestimmten Kontanten gelandet werden sollten, zeigte liute Geleise zu tommen, das Hindernis zu umfahren und dann 3 immer getragen hätten. Am fraglichen Abend habe es sich, daß die Kaminer erbrochen war. Die gestohlenen Goldwieder das rechte Geleije zu erreichen. Zur Zeit des Unfalls er einen ähnlichen Scherz befürchtet und deshalb die Puppe barren, die für die Berliner Münze bestimmt waren, haben jeder stand It!!! gerade ein einem Kastenwagen vor Hause, in fein Bett legen laffen. Er selbst habe sich in ein Gewicht von 10 Kilogramm. Vom andren Juhalt der Kammier der ein länger währendes Hindernis bildete, der Wagen- Kaserne aufgehalten. Auch bezüglich des Anborgens untergebener fehlt nichts. Baffagiere und Mannschaften wurden bezüglich ihrer führer wollte daher die angegebene Procedur vollführen und fuhr wußte W. die ziemlich plausibel klingende Entschuldigung vorzu- Person und ihres Gepäds auf das genaueste untersucht, aber ohne auf das linke Geleiſe hinüber. Der in entgegengesetter Richtung bringen, daß er sich von den Mannschaften Geld habe geben lassen, Erfolg. Sollte der Diebstahl auf der Reise ausgeführt sein, so wird auf dem legteren daher tommende Angeklagte bemerkte den bisher weil er dienstliche Berrichtungen per Droschte habe abmachen müssen Erfolg. Sollte der Diebstahl auf der Reife ausgeführt sein, so wird von dem Kastenwagen verdeckt gewesenen andren Wagen plöglich auf und ihm dazu das Geld aus eignen Mitteln gefehlt vermutet, daß der Dieb in England oder Cherbourg entkommen ist. Der Dampfer ,, Genovieve" ist an der spanischen Küste bei seinem Geleise und versuchte schleunigst, sein Gefährt noch rechtzeitig habe. Die jodann vernommenen Belastungszeugen waren in ihren zum Stillstand zu bringen. Aber so energisch er sich auch bemühte, es Aussagen sehr unsicher, so daß der Staatsanwalt dem Gerichtshof Valencia gescheitert. Einzelheiten fehlen noch. Man glaubt jedoch, gelang ihm nicht: die Bremsen versagten, und so fuhr er mit ziemlich zu bedenken gab, ob es, da die Zeugen in der Boruntersuchung daß die ganze Mannfchaft den Tod in den Wellen gefunden hat. der teils In Erfurt wurde Mittwochabend 9 Uhr der 62jährige Zimmer- oder Freitags zur genaueren Information, wie Sie flagent foden, vor. mann Vent von dem Arbeiter Aue durch einen Messerstich in die 23. 2. 101. Die vereinbarte Entschädigung können Sie für die Pflege Hauptarterie des linken Arms getötet. Aue hatte an den des Kinds auch von dessen Vater verlangen. Sie dürfen aber das Kind Fensterladen geklopft und den heraustretenden Vent ohne weiteres nicht wie eine Art Pfandobjekt bis zur Zahlung der Entschädigung ein: niedergestochen. Auch der Sohn des Getroffenen, der den Mörder Gheten. Ob es sich in den von Ihnen angeführten Fall um ein in der um ein außereheliches Kind handelt, geht aus Ihrer verfolgte, erhielt Meſſerſtiche in Arm und Hand. Der Thäter Nach Unterschlagung von 9000 Kronen ist der Kassierer des Landes- Zahlamts in Troppau, Franz Goebel, geflüchtet und hat sich vermutlich nach Amerika gewandt. entkami. Briefkasten der Redaktion. le juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Notenbank. Die betreffenden Noten nehmen die Staatstaffe, die Sparkasse, die Reichsbant, die Post nicht in Zahlung, jedoch jede andere Bank. C. P. 36, Wettende. Paris hat elektrische Straßenbahn; seit wann, ist uns nicht bekannt. Der Bau der Kanalisation begann dort etwa im Jahre 1850. Blumenfrike. Wir wissen nicht, wann und unter welchen Umständen das Kanonenrohr auf dem Artillerie- Schießplaz in Tegel gestohlen worden ist. Vielleicht fann einer unsrer Leser die Frage beantworten. 99. P. O. Der Frauen- Groschen- Verein tagt Jägerstr. 51. S. G. 35. Vierblatt ist ein Glücksspiel; der Wirt macht sich ftrafbar. Thurow. Steht der Inhalt Ihres Vertrags dem nicht entgegen, so ist der Wirt nicht berechtigt, Ihre Firma auch nur vorübergehend überstreichen zu lassen, und muß Ihnen vollen Schadensersatz für ein entgegenstehendes Verhalten leisten.- Hannemann. Das Gesuch müssen Sie an die Polizeibehörde richten. Kühn Langenb. Maurer Simanowski, Hoch Straße 46. allein die Kasse zur Zahlung verpflichtet. Die Armendirektion hat nichts von Ihnen zu verlangen; teilen Sie ihr das mit und stellen Sie ihr das ja jetzt unbrauchbar gewordene Instrument zur Verfügung. Wenn Sie der Armendirektion gegenüber eine Zahlungsverpflichtung anerkennen, so ver lieren Sie Ihr Wahlrecht, gleich viel ob Sie Raten zahlen oder nicht. Die Kaffe ist zunächst bei der Gewerbedeputation zu verflagen. Sprechen Sie vor Anstrengung der Klage in der juristischen Sprechstunde des Montags our Bahlung Verpflichtet. hat ne Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 12. April. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Anfang 7/2 Uhr. Neues Opern Theater( Stroll). Nachm. 3 Uhr: Wie Klein- Else das Christkind suchen ging. Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Ein Rabenvater. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 71 Uhr. Leffing. Nora. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Nesidenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 712 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Der Meineid= bauer. Aufang 712 Uhr. Westen. Fatiniza. Anfang 7/2 Uhr. Central- Theater. Jubiläumsvorstellung. Heute abend 72 Uhr zum 600. Male: Die Geisha. Mimosa... Mia Werber. Jeder Besucher erhält ein Souvenir. Sonnabend: Die Geisha. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Die Puppe. Ab. 72 Uhr: Die Geisha. Thalia Theater Nur noch 4 Vorstellungen: Der Kadetten- Vater. Große Ausstattungspoffe. 5. Bild: lleberbrettl". Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Damen: Milani, Milton, Bojé, Wanovius, Junter- Schat. Ab 16. April: Gastspiel Emil Thomas: Die schöne Helena. Calchas. Emil Thomas. Apollo- Theater. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Frau Luna. Ueberbrettl. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Der Kadetten Bater. Jm 5. Bild: Das Ueberbrett'l. An fang 712 Uhr. Central. Die Geisha, Anfang 712 Uhr. Luifen. Talmi. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Grosse Ausstattungs- Operette von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. Gastspiel des berühmten Luftballetts Grigolatis. Der Damenschneider. Anfang Nenes Specialitäten712 Uhr. Programm. Carl Weiß. Zar und Zimmermann. Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Spazze verzähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Palast- Theater Man lebt ja nur einmal. Anfang früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 71 Uhr. 81% Uhr! Präcise! 84 Uhr! Apollo. Specialitäten- Borstellung. Der Walzerkönig. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Gr. Bosse m. Gefang u. Tanz in 3 Aften. Der Walzertönig. Der Photoscop. Anfang 7/2 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen Ring: fämpfe. Rigo, der Geigerfönig. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. S Amandus Höppner, Rentier: Direttor Richard Winkler. Der Photoscop. Lebende Photographien in nie gesehener Bracht und Größe, bringt Tagesneuigkeiten und alle großen Ereignisse. Dazu: Specialitäten 1. Nanges. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Wetter Prognose für Freitag, den 12. April 1901. Nachts fühl, am Tage etwas wärmer, vielfach heiter, aber noch vers Berliner Wetterbureau. änderlich, mit leichten Regenfällen und ziemlich frischen füdwestlichen Winden. Marktpreise von Berlin am 10. April 1901 Anfrage nicht hervor. Betrifft ihre Anfrage ein eheliches kind, so sind Sie weizen, gut D- Ctr.| 16,10) 16,08 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Noggen, gut Gerne, gut, 16,06 16,04. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Seule 1 kg da. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch 7, mittel gering 1,60 1,20 " 16,02 16, 1,30 1." " 1,60 1,20 " nittel gering " 1,80 1, " " Hammelfleisch 1,60 1, 15,60 14,80 Butter " mittel 14,70 " 13,90 Cier 60 Stüt 4,- 2,60 gering P 13,80 13, Starpfen 1kg " 15,90 15,40 Male 15,30 14,80 Bander " " 14,70 14,20 Hechte " 7, 6,66 " Barsche 1,80 0,80 8, 5,50 Schleie 3,- 1,20 40, 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, Krebse per Stjot 12,3, zur Herausgabe des Kinds an dessen Vater berechtigt. Ist das Kind chelich, so steht dessen Vater ein Recht, die Herausgabe des Kinds zu verlangen, nicht zu. Sie werden dem Interesse des Kindes und zugleich Ihrem eignen am besten dadurch dienen, daß Sie die Sachlage dem Vormundschafts: gericht( Amtsgericht) mit dem Antrage vortragen, das Kind in ihrer Pflege zu belassen. Sprechen Sie event. zur Klarlegung in der juristischen Sprechstunde vor. Sie innerhalb 6 Wochen nach der Kenntnis von dem Tode des Verstorbenen durch eine dem Nachlaßgericht eingereichte notariell oder gerichtlich be: glaubigte Entsagungserklärung die Erbschaft ausgeschlagen, so würden Sie †) bafer, gut für nichts zu haften haben. Da Sie dies unterlassen zu haben scheinen, mittel sind Sie Erbe des Verstorbenen geworden und haften für die Beerdigungs gering kosten. Wer die Beerdigungskosten verauslagt hat, kann sich an jeden Richtstroh einzelnen Erben wegen der vollen Höhe der Kosten für standesmäßige Heu Beerdigung wenden. Sie sind also zur Zahlung verpflichtet und Erbsen würden, falls Sie Zahlung ablehnen, mit Erfolg auf Zahlung Speisebohnen Die Anschauung, daß Linsel ab Bahn. verklagt und dann gepfändet werden können. man nur Erbe werden könne, wenn Aktivvermögen vorhanden sei, ist irrig. Zum Nachtaß gehören auch Schulden. *. Nein. Witterungsübersicht vom 11. April 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärte Wetter Eminembe 751 SSW 2 volfig Hamburg 752 WSW 5 bedeckt. Berlin 75252 Frankf./M. München Wien Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind 6 Haparanda 746 6 Petersburg 2 bedeckt 8 Cort 757 SW 4 bedeckt 8 Aberdeen 763 SW 6 voltig 8 Paris 759 23 4 hlb.bed. 8 richtung Windstärke Wetter 2Nebel 752SSO 750 N 1 bedeckt 5hlb.bed. 746 WNW 7 wolfig 756 S2 3 bedeckt " 70-30- GY +) frei Wagen und ab Bahn. 2,20 1,20 2,80 1, 2,80 1,20 2-1,20 Produktenmarkt vom 11. April. Heute nahm der Getreides marft einen Anlauf zur Festigkeit und zwar im Anschluß an höheres Nordamerika und auf wenig günstige Witterung im Inlande. Die Bester Börse war Feiertags halber geschlossen. An den Provinzmärkten Deutschlands bleibt die Stimmung fest infolge weiterer Nachrichten über Auswinterung der Saaten in Sachsen, Mecklenburg und Pommern. Am hiesigen Blatz schenkt man diesen Meldungen wenig Glauben, das Geschäft bleibt still und die heutigen leicht erholten Anfangskurse fonnten sich nicht dauernd behaupten. Weizen setzte ant Frühmarkt/ M. höher ein und ging mittags 1/4 bis 1 M. im Preise zurück. Roggen notierte nach gleichfalls feſtemt Beginn eher schwächer als gestern, auf bedeutende Kanalzuführen und starkes 6. Angebot namentlich vom Inlande. Mehl war bei minimalem Umfaße im Preise behauptet. Bon Futterartikeln lag Mais unverändert, Hafer bei Temp. n. T. 62260 16° C.= 4° R. RANIA Passage- Panopticum. ** Taubenstr. 48/49. Im Theater Freitag 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. FriedrichStrasse 165 * Castans Panopticum Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Passage- Theater Anfang an Wochentagen um 3 Uhr, Sonntags um 12 Uhr. Das sensationellen April- Programm! Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe. Ferner: Rigo, der Geigerkönig, u. 19 erstkl. Nummern. ber einiger Konjumfrage ziemlich fest. Rüböl unverändert.next, a Spiritus. 70er loco 44,20 M. Schluß der Saison und Arbeiter- Radfahrer- Verein abschiedsvorstellung am 2. Mai. Passage- Panopticum. Berlin". Neu! Singhalesen- Truppe ( Ceylon Infulaner). V Marionetten- Theater. Entree inkl. Passage Theater( so weit der Raum reicht) 50 Pfennige. Kinder 25 Pfennige. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 12492* Wilmersdorfer Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu 99 Sonntagvorm. 9 Uhr:: Schlej. Br. n. N. Eierhaus, bes. d. Segelfl. Fraternitas Von daselbst 1 1hr nach Bernsdorf bei Knorr. Donnerstag: Versammlg. bei Raabe, Kolbergerstr. 23. Gäste willkommen. Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftob Luftig. Berlin S., Prinzens ftraße 46. Preisliste tostenfrei. Viele Anerkennungsschreiben. Destillation und Bierlotal Paul Kabelich, W. Gassmann, i. V.: äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher Grünthalerstr.68, Ecke Badstraße. werden schmerzlos gestochen Weißbier in befannter Güte. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. Direktion: J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Vollständig geruchlos! Zu besichtigen im großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 bis abends 10 Uhr. Entree 20 f. [ 12882* Kottbuser Damm, Ecke der Boppstraße. Otto Schneider& Co. G.m.b.H. FÄRBEREI, APPRETUR U. DRUCKEREI Nieder- Schöneweide Sedan- Strasse No. 10 2 Min. von den Dampferstationen KYFFHÄUSER und CAFÉ SEDAN. 2 Min. von der Bahnstation OBERSPREE. Cirkus Busch Freitag, den 12. April cr., 72 Uhr: Humoristischer Gala- Abend. Auftreten d. berühmten amerikanischen Pferdebändigers Professor Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Außerdem: Die neu engagierten Clowns u. Specialitäten. Die Hengste und Elefanten auf dem Spielplate. Borzüglichste Brogramm- Nummern! Zum Schluß zum 136. Male: Die eiferne Maske. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Avis! Sonntag, den 14. April, nachmittags 4 Uhr: Berliner Land: partien". Reichshallen Stettiner Sänger. Großes EliteProgramm! Anfang präcise8 Uhr. Sanssouci Donnerstag, Sonntag, Montag: Kranke Detail- Verkauf in der Fabrik Nordd. Singer. Art W. Noacks Theater. Frauenleiden Urania. Taubenftr. 48/49.( 3m W. Noacks Theater. Theatersaal) Abends 8 Uhr: ,, Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Drama in 1 Aft von Georg Reide. Hierauf: Ein Rabenvater. Schwant in 3 Atten von Hanns Fischer und Joseph Jarno. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Sierauf: Ein Rabenvater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntagabend 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Opern Gastspiel unter Leitung des Dir. Darmer. Mit gütiger Erlaubnis der tgl. Generalintendantur: Gastspiel des tgl. Opernsängers Herrn Emil Stammer. 3um Besten des Lorking- Dentmals: Brunnenstraße 16. heilen prakt. Naturheilkundige Jeden Sonntag, Dienstag und O. Grundmann u. Frau. Donnerstag: Theater- Vorstellung. Kurbadeanstalt Papageno. Köpnickerstr. 72 ener Brücken, Neanderstr. Schwant in 4 Atten von R. Kneisel. Sprechst. 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Metropol- Theater W., Behrenstraße 55/57. Heute und die folgenden Tage die in der Karwoche wegen ihrer überschäumenden Luftigkeit polizeil. verboten gewesene Bosse Man lebt ja nur einmal und das April: Specialitäten- Programm. Anf. 18 Uhr, der Posse 129 Uhr. Rauchen überall gestattet. Deutsche Zar und Zimmermann. Konzerthallen Komische Oper in 3 Aufzügen. Dichtung und Musik von A. Lorging. In Scene gefeßt von Edgar Larsen. Dirigent: Stapellmeister Otto Lippig. Anfang 8 Uhr. Nichtige Tertbücher sind nur bei den Controleuren zu haben. Morgen und folgende Tage: Ein weiblicher Mazeppa. Sonnabend, nachm. 4 Uhr, legte Kindervorstellung. Tausend und eine Nacht. An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen:" Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Cattune Weisswaaren Leinen Woll- und halbwollene Kleider- und ❖❖❖& Confections- Stoffe& Plüsch Krimmer und Astrachan>> Shawls Tücher Teppiche Gardinen Reste in allen Gattungen. Pflanzenfleisch- Extrakt OVOS wohlschmeckend kräftig billig geruchfrei verstärkt Bouillon, Suppen, Saucen, Gemüse etc. nicht zu verwechseln mit Suppenwürzen Vergleichende Analyse von Wasser Reine Asche( kochsalzfrei) Eiweiss Phosphorsäure Extractivstoffe ohne Nährkraft Unter ständiger Con'rolle des Herrn Dr. Lebbin, gerichtl. vereideter Nahrungsmittelchemiker beim Kgl. Landgericht I Berlin, langjähriger Chemiker beim Kgl. Kriegsministerium und Kgl. Polizeipräsidium, Berlin. thierischem Extrakt 28,30 12,30 21,07 5,39 31,31 Fest: 1 Pfund( 500 gr) 1/2" ( 250") ( 125) 600 ... " 400 50 gr Ovos 27,36 10,92 40,27 5,31 21,45 Flüssig: M. 3.75 Liter( Inhalt 600 gr) M. 2.25 2.00/ 4 1.10 99 0.50/ 16 Man achte auf Gewicht und Preise. " Zu haben in allen Drogen, Colonial und Delikatess- Geschäften 300). 150") 1.20 0.65 . 75) 0.35 Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen Wochentags Tanz frei. Vereinsbillets gültig: Sonnabend, den 13. April: Benefiz für die Hauskelner. Borstellung u. Frühlingsball. Anjang 9 Uhr. Gesellschaftstoilette. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich stattfinden, find noch Sonnabende für Vereinsfestlichkeiten frei. Maschinisten- Anzüge in allen Grössen. Anzug 3,00 und 5.50 Mk. Jacken 1,50 und 2,75 Mk. Hosen 1,50 und 2,75 Mk. Carl Stier, 7858*] Oranienstr. 166. Fahrräder. Stets großes Lager erstklassiger Fabri fate auf Teilzahl. ohne Preiserhöhung zu den coulant. Zahl. Beding. Katal. gratis Wenig gebrauchte Näder für Herren und Damen zu billigen Preisen unter Garantie. Adomeit& Landau, Lothringerstraße 48 1. dicht am Rajenthaler Thor. Carl Helbig, Heilgehilfe und Masseur für sämtliche Krankenkassen Berlins 11142*] und Umgegend. Usedomstr. 9, Ging. Wattstr. 19, I. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Steinarbeiter, Marmor- u. Granitarbeiter. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Montag, den 15. April, abends 82 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Bezirks- Versammlung für den Osten u. Nordosten. Tages- Ordnung: Sonntag, den 14. April 1901, nachmittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: Oeffentliche Versammlung. Da ift, ist es 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über Junker und Bauer in der preußischen Geschichte. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen 172/ 11* heit und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Urabstimmung über den neuen Geschäftsleiter. 3. Die Berufsgefahren der Arbeiter und der Arbeiterschutz. Referent: Reichstags- Abgeordneter E. Wurm. der dritte Bunft von besonderer Bedeutung für die Steinarbeiter Pflicht jedes Kollegen, die Versammlung zu besuchen. Ohne Organisationsbuch fein Stimmrecht. Die Zahlſtelle von der Bintſchſtr. 2 befindet sich jetzt bei Peschel, Achtung! Petersburgerstraße 81, und diejenige von der Frankfurter Allee 70 bei Kaiser, Warschauerstraße 61. Achtung! Einsetzer. Achtung! Die Bezirkssigungen finden am Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, in den bekannten Lokalen statt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. 80/15 Die Vertrauenslente. Deutscher Kranken- Unterstügungs- und Holzarbeiter- Verband. Begräbnis- Kaffe Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Lederzurichter Berlins. der Kollege, Drechsler Fridolin Bernhard am 8. April verstorben ist. ( E. H. Nr. 50.] Sonntag, 21. April, vorm. 10% Uhr, 80/4 Generalversammlung Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. April, vormittags 112 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtenberger Kirchhofs am Krugsteg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. bei Feind, Weinstr. 11: Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Antrag des Mit glieds H. Schwarz: Anstellung eines 2. Hilfstassierers und Einführung des Markensystems. 3. Antrag des Mitglieds Carl Günzel: Anstellung eines teilungen. Allg. Kranken- und Sterbe- affierers. 4 Geschäftliche MitAchtung! tasse der deutschen Drechsler Vergolder. Achtung! Verband aller im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 15. April 1901, abends präcise 8 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße 20: und deren Berufsgenossen. ( E. H. 86, Hamburg.) Verwaltungsstelle Berlin C. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drechsler Fridolin Bernhardt am Montag, 8. April, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. April, vormittags 112 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtenberger Kirchhofs am Krugsteg, aus, statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Mitglieder- Versammlung. be debe tenen ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 13. April, abends 8%, Uhr, im Lokal des Herrn Diete, Ackerstraße Nr. 123: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen störst en über das neue Unfallversicherungs- 5966 3. Abrechnung vom 1. Quartal und Lokalfonds. Gesetz. 2. Diskussion. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Abrechnung vom Stiftungsfest. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 225/5 Vertrauensmänner- Konferenz für den Norden. Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands( Zahlstelle Berlin 1). Sonnabend, 13. April, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschafts- Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, in Graumanns Festfälen, haus, Engel- Ufer 15: Allgemeine Versammlung aller in der Drahtwaren- Industrie beschäft. Arbeiter als: Nabler, Drahtweber, Geflechtspinner und sonstige Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Die Geschichte der Gewerkschaften. Referent Kollege Wiesenthal. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 113/14 Naunynstraße 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1, Raffenbericht vom ersten Quartal 1901. 2. Bericht des Vorstands. 3. Neuwahl der gesamten Ortsverwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten.: 32/11 Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder wünscht Die Ortsverwaltung. Atung! Rabitzspanner und Träger. Ahtung! Sonntag, den 14. April, vormittage 10 Uhr, im Lokal des Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Herrn Wetzel, Wrangelstraße 136: Vertrauensmänner- Konferenz der Schraubendreher. Mitgliedsbuch legitimiert. Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr Allgemeine Versammlung G. Jannaschk, Inselstr. 10, Mitglieder Versammlung. I Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Bericht von der letzten 8ahl: stellen- Konferenz. 3. Bericht von der Agitationskonferenz. 4. Wahl eines Beitragssammlers zum Streitfonds. 5. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 5906 der Heizungs-, Gas- u. Wasserrohrleger u. Helfer Centralverband der Elektromonteure u. Berufsgen. im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten A. Hoffmann über:„ Der Kampf ums Dasein". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin II.) Sonntag, den 14. April, vormittags 11 Uhr, im Lokal des Herrn Peters, Alt- Moabit 80/81, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Deutschlands. Montag, den 15. b. M., abends 8 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 58/10 1. Wie stellen wir uns zum 1. Mai? 2. Unfre Zeitung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Um recht regen Besuch bittet Achtung! Bauarbeiter Berlins. Achtung! ( Zahlstelle III.) Sonntag, den 14. b. M., vormittags 11 1hr, im Lokal von Zimmermann, Badstr. 58, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Unsinn ist Viel Geld 568ɓ Der Vorstand. J. A.: Gust. Busse, Karl Preusser, Schloffer aus Wiesbaden, 29 J. alt, wird ersucht, sofort zu jeinem tranfen Vater nach Wiesbaden zurückzukehren, da seine Mutter inzwischen verstorben ist. Jeder, welcher in der Lage ist, dem Genannten Mit teilung hierüber machen zu können, wird gebeten, dies unverzüglich zu thun. K. Preusser, Privatier, Wiesbaden, Nerostr. 10. für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Breisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs quelle tennt. Knabenfilzhüte 1-3 M. Herrenfilzhüte, weich 1,75-5,25 Steif 2,00-5.25" Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapeaux claques " " n 8,00-10,00 im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, part., Kein Laden. Syrup Pagliano vom Prof. Girolamo Pagliano via Pandolfini 18 Florenz. Für Bestellungen und Erkundigungen wende man sich an obige Adresse, sowie an alle Apotheken, und hüte sich vor Fälschungen und Nachahmungen. 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