Nr. 86. Abonnements- Bedingungen: T Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rotonet geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gerpertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Ober- Agrarlicht. II. Sonnabend, den 13. April 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Hindernisse hinwegzuräumen, welche einer Anwendung jener ultimo ratio im Bedarfsfalle fich entgegenstellen. In erster Linie wird es darauf ankommen, dafür zu sorgen, daß Rücksichten materieller Natur und die Verpflichtung gegen die eigne Familie sich nicht zum Hindernis für den Rücktritt eines Ministers von seinem Posten gestalten." Die" Post" hatte dann weiter darauf hingewiesen, daß nur zwei und durch diese Schwankungen erfolgt in der kapitalistischen Welt die Preisregulierung; und deshalb tommt erst in den Durchschnittspreisen längerer Mit tomischer Entrüstung wendet sich Herr Ruhland da- Perioden die Preisverteuerung deutlich zum Ausdruck. Eben gegen, daß so viel deutsches Geld ins Ausland wandert und darum aber beweisen auch Ruhlands Hinweise darauf, daß dort direkt oder indirekt zur Entwicklung der landwirtschaft zu irgend einer Zeit infolge einer besonderen Marktlage der lichen Produktion beiträgt. Die schnelle Erstarkung der nord- 3ollaufschlag einen lokalen Marktpreis nur wenig oder fast Drittel des Ministergehalts pensionsfähig seien. Jüngere Minister, amerikanischen Weizentonfurrenz, so führt er aus, sei wesentlich gar nicht beeinflußt habe, absolut gar nichts gegen die ver- oder solche, die nicht aus der Beamtenschaft hervorgegangen find. durch deutsches und englisches Kapital gefördert; denn mit teuernde Wirkung des Zolls. fönnten daher bei ihrer Entlassung mit ihrer Familie in bedrängte diesem seien zum nicht geringen Teil die großen amerikanischen verteure nicht den Inlandspreis, Herr Dr. Ruhland nicht stelle frei, und es sei auch nicht empfehlenswert, solche Stellen ausNebenbei bemerkt, jezt sich mit seiner Annahme, der Boll finanzielle Lage fommeu. Nicht immer sei eine OberpräsidentenEisenbahnen erbaut worden, die den Westen der Vereinigten nur in Widerspruch zu Dr. Dade, dessen ganze Be- schließlich oder vorzugsweise mit Staatsminister außer Dienst zu Staaten erschlossen hätten. Durch diese Bahnen aber und ihr rechnungen absolut sinnlos sind, wenn der Zoll nicht den besetzen. Es wäre daher recht und billig, wenn für das einem Landvergebungssystem wären die Ansiedler nach dem Westen Preis zu erhöhen vermag, sondern auch gelockt, durch sie im gegenseitigen Konkurrenzkampf die Frachtsondern auch mit sich verabschiedeten Minister zu gewährende Ruhegehalt Mindestsäge selbst. tarife für den Getreide- Export herabgedrückt worden usw. Sein nächstes Ziel ist, wie er selbst verkündet, festgesetzt würden, die schon nach einjähriger Amtszeit als Minister Ganz einverstanden: die landwirtschaftliche und industrielle durch genügend hohe Schutzölle" zu sichern. Wenn der Zoll die Getreidepreise zu heben, die nationale Entwicklung einen standesgemäßen Unterhalt ermöglichen. Entwicklung der Vereinigten Staaten, und nicht nur dieser, durch genügend hohe Schutzölle" zu sichern. sondern auch verschiedener andrer Länder, ist durch das an- nun aber gar nicht im stande ist, den Getreidepreis zu schüttert worden wie durch diesen zielbewußten Angriff des Scharflagefuchende englische und deutsche Kapital wesentlich be- erhöhen, dann vermag er auch nicht das Preisniveau auf die macherorgans. Denn die wohlwollende Fürsorge für die Nuhegehälter günstigt worden; und nicht minder sicher ist, daß es hierbei von Herrn Ruhland für nötig erachtete Höhe zu bringen, der Minister diente doch nur zur Deckung der allerliebsten Veran gemeinen und schmutzigen Praktiken nicht gefehlt hat. dann ist er zum mindesten zwecklos. dächtigung, daß die Minister nur deshalb am Amte flebten, weil sie von Aber was beweist das alles für den Nutzen und die Berech Agrarier, als daß in ihren Reihen ein Mann als höchste faum noch einen Minister giebt, der nicht durch parlamentarischeNiederlagen Nichts ist bezeichnender für die Geistesverfassung der den Benfionen nicht leben könnten. Da es mun, namentlich in Breußen, tigung einer Getreidezoll- Erhöhung? Werden nach der Zoll- wissenschaftliche Autorität Geltung zu erlangen vermochte, der oder sonstige Vorkommniffe erhöhung in fremden Ländern keine englischen und deutschen die ganze Verfettung kapitalistischer Wirtschaftsbeziehungen die Verfassungswidrigkeiten des Justizministers usw.-? so erscheint - man denke an die beiden Buedbriefe, Kapitalien mehr angelegt, feine Eisenbahnen mehr gebaut werden? Daran ändert doch der Zoll absolut gar nichts. bom privatwirtschaftlichen Standpunkt eines preußischen die Hartnädigkeit, mit ber sie trotz allebem ausharren, nach den AnHerr Ruhland fordert, daß das deutsche Kapital die anato- Normalbauern betrachtet, der in dem wirtschaftlichen Getriebe deutungen der„ Post" in ganz besonderem Lichte. lische Bahn nicht bauen soll, da durch sie ein im nur die Aeußerlichkeiten sieht, nirgends aber die ihm # " 1 Mit solcher ausgesuchten Bosheit ist niemals die„ Autorität" er= Dieser perfide Angriff des ordnungsstüzigen Blattes gewinnt Dieser Die Hochschutzöllner höchsten Maßstabe konkurrenzfähiges Getreideland erschlossen zu Grunde liegenden Ursachen und wirtschaftlichen Geseze, dadurch politische Bebentung, daß die„ reuzzeitung" sich heute wird. Er scheint in seiner ökonomischen Einfalt thatsächlich der, will er modern kapitalistische Vorgänge schildern, mit den Ausführungen der" Post" einverstanden erklärt. wird. Er scheint in seiner ökonomischen Einfalt thatsächlich sie durch Beispiele aus der altjüdischen Geschichte illustriert auffällige Umstand zeigt, daß sich hinter den sich so harmlos anzunehmen, daß, wenn die Deutsche Bank sich zurückzieht, und sich zum Beweis für die Richtigkeit seiner Auffassungen gebenden Anregungen mehr verbirgt als ein bloßer Reformdie Bahn nicht gebaut wird. In Wirklichkeit ist zweifellos, auf den Propheten Nehemia, die Maffabäer, den König vorschlag zu Gunsten der Minister a. D. daß sofort eine englische Gesellschaft einspringen würde; und es ist doch wohl ziemlich einerlei für den Druck des flein- Salomo oder auf wirtschaftliche Verhältnisse der alt- griechischen müssen vielmehr tief verstimmt über die Minister sein, auf deren es ist doch wohl ziemlich einerlei für den Druck des kleinasiatischen Weizens auf den Weltmarktpreis, ob die Bahn, mit Geschichte beruft. Kein Wunder, daß er als bäuerischer agrarisches Herz sie sich fest verlassen hatten, die nun aber anscheinend der dieser Weizen nach der Küste befördert wird, vorwiegend samsten Mißverständnissen gelangt, sobald er die Theorien der Linie" des 5 Mark- Bolles tanzen. Der Unmut über diesen Abfall Romantiker auf dem Lehrstuhl der Dominikaner zu den felt auf einen Wint von oben eingeschwenkt sind und auf der mittleren mit deutschem oder englischem Kapital hergestellt ist. Ebenso nichtssagend find die endlosen Lamentationen des tassischen englischen Nationalökonomie oder des wissenschaft ihrer ministeriellen Bertrauensleute hat offenbar jenen giftigen Herrn Professors über den Einfluß des Terminhandels und lichen Socialismus zu begreifen sucht. So gilt ihm z. B. als Artikel veranlaßt, der den Abtrünnigen flar machte, es sei ihre Pflicht, der Baissespekulationen des amerikanischen Elevatorenrings Theorie, das im Laufe der kapitalistischen Entwicklung der statt um des Einkommens willen zu kleben. der Baisiespekulationen des amerikanischen Elevatorenrings Inhalt der Marrschen materialistischen Geschichtsauffassung die ihrem Agrariertum treu zu bleiben und das Amt zu verlassen, anauf die Getreidepreise. Daß solche Spekulationen bestehen, selbständige Mittelstand mehr und mehr verschwindet: eine bezweifelt niemand, der etwas von Getreidehandel versteht, auch Entdeckung, die ihn weiter( S. 39 seines Gegengutachtens") erkennen. Wir haben natürlich keinen Anlaß, der schlimmen Meinung, Auf welche Minister die Blätter besonders zielen, ist leicht zu nicht, daß sie die Preisschwankungen noch vermehren. In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung bezw. Unordnung zu der kuriosen Ansicht verleitet, die materialistische Geschichts- die die sichersten Stügen der Autorität von den Regierenden äußern, werden nun aber einmal die Warenpreise durch Angebot und zum Jahre 1879 eine gewisse Berechtigung" sleben manche Minister wirklich nur an ihrem Gehalt, nicht an auffassung habe für Deutschland höchstens bis zu widersprechen. Aber wir ziehen eine andre Schlußfolgerung. Nachfrage bestimmt, und damit ergeben sich auch die Versuche besessen; denn die dann einsehende Schutzzoll- Politik des Fürsten ihrem Amt, und leisten sie darum mit eherner Stirn allen Angriffen der Kapitalistengruppen, beide Faktoren fünstlich zu ihrem Bismard bedeute schon eine principielle Abschwenkung von und Kompromittierungen Widerstand, so ist damit ein weiterer Vorteil zu beeinflussen durch Zurückhalten der Vorräte, Lancierung falscher Nachrichten in die Presse, Scheinfäufe dieser Auffassung". ust. Derartige Spekulationen findet man nicht nur beim Zum Schluß noch ein fleines Citat zur Charakterisierung für den tonstitutionellen Ausbau der Verfassung und insbesondere zivingender Grund zwar nicht für höhere Benfionen aber wohl Getreide, sondern noch bei sehr vielen andren Welthandels- agrarischer Sachverständigkeit. Als Verfasser dieses im Leit für das von uns beantragte minister verantwortlichteitsGetreide, sondern noch bei sehr vielen andren Welthandels- artikel der Nr. 51 des Vorwärts" den Satz aufstellte, daß Gesez gegeben. Ist es wahr, was" Post" und„ Kreuz- Zeitung" artifeln, z. B. Staffee, Tabat, Petroleum, Baumwolle, Wolle, artifeln, z. B. Kaffee, Tabat, Petroleum, Baumwolle, Wolle, eine Preissteigerung des Roggens um 23/2 Broz. auch eine behaupten, daß bisweilen die finanziellen Rücksichten alle Bedenken Thee usw. Und meist sind bei diesen die hervorgerufenen Echwankungen bedeutend größer, weil ihr Produktions- Erhöhung der Roggenbrotpreise um ungefähr 23 Proz. nach überwinden, so gäbe es thatsächlich überhaupt keine Personen, die gebiet enger und weniger über die verschiedensten Erdstriche üblichen Geschimpfe, steckte aber die Abfertigung in Nr. 62 antwortlich und die Minister find, unter jener Annahme der beiden sich ziehe, antwortete die Deutsche Tageszeitung" mit ihrem verantwortlich gemacht werden können. Der Monarch ist unverbertcilt ift, wie das des Getreides, und daher die in Betracht kommenden Märkte sich leichter beherrschen Ruhland über das Verhältnis des Kornpreises zum Brotpreis. Politit, die ohne eigne Meinung alles ansführen, was ihnen aufdes Vorwärts" ruhig ein. Was sagt nun Herr Professor reaktionären Blätter, nur Handlanger der unverantwortlichen und monopolisieren lassen. Preisschwankungen, wie sie im Er schreibt darüber S. 34 feines Gegengutachtens": borigen Jahr infolge der falschen, wechselnden Nachrichten " Zunächst eilen die Brotpreise bei der aufsteigenden Belvegung über die Aussichten der Louisiana- Ernte auf dem Baumwollengetragen wird heute so, morgen so. Damit verflüchtigt sich markt hervortraten, können auch die allerhervorragendsten der Getreidepreise rascher voraus, und dann bleiben die Brot überhaupt der Begriff einer verantwortlichen Regierung, und es ist Manipulationen des amerikanischen Elevatorenrings nicht preise beim Rüdgang der Getreidepreise vorsichtiger zurüd. Und bobe Zeit, daß ein Ministerverantwortlichkeits Gesetz die Gewissen das Ende von diesem Liede ist, daß durch jede neue Getreidepreis- der Kleber schärft. hervorbringen. schwankung das Brot sich weiter verteuert. Aus der Hirschbergschen Tabelle tritt das nicht so übersichtlich hervor als aus den von Der mysteriöse Todesfall des Hauptmanns Bartsch Graf Schwerin- Löwiß seiner Zeit im Reichstage produzierten hat auch durch die heute vorliegenden Nachrichten noch keine AufTabellen, die bis auf das Jahr 1852 zurück reichten. Aber wenn Sicherlich sind alle diese Erscheinungen nichts Schönes; aber sie sind durch die Gesetze der kapitalistischen Preisbildung bedingt. Will Herr Ruhland sie beseitigen und nicht nur national- ökonomische Don Quiroterie treiben, dann muß er dahin streben, die kapitalistische Wirtschaftsordnung durch eine socialistische zu ersetzen und den Produkten ihren heutigen Warencharakter zu nehmen. Dagegen ändert der von ihm empfohlene hohe GetreidezoII an allen diesen Verhältnissen nicht das geringste; im Gegenteil, er bietet, indem er die Differenz zwischen den Inlands- und Auslandspreisen vermehrt, nur Gelegenheit zu verstärkten SpetuIationen. man diesen Busammenhang erst tennt, läßt sich das Gleiche auch flärung gefunden; er ist im Gegenteil noch mysteriöser geworden. aus den von Conrad reproduzierten Ziffern nachweisen. Da Eine ausführliche Darstellung des Falls giebt folgendes Telegramm nach steigen nämlich die Roggenpreise von 1887 bis 1891 von eines Blatts: 12,09 auf 21,12 m. pro 100 kilogramm, also um 11 ur 9,03 Mart, während in der gleichen Zeit die Roggenbrotpreise per 100 Kilogramm von 20,65 auf 31,66 Mart, also um 11,01 Mart gestiegen sind." Also auch Ruhland ist der Ansicht, daß bei einer Preissteigerung des Roggens der Roggenbrotpreis in ungefähr gleichem Verhältnis steigt. Verdiente unsre Annahme den Vorwurf socialdemokratischer Unverfrorenheit, welcher Vorwurf erivartet nun Herrn Ruhland? Vielleicht setzt sich Herr Dertel als Sachverständiger mit Herrn Ruhland darüber Uebrigens scheint es, daß Herr Ruhland nur deshalb in der Tiefe seines agrarischen Herzens gegen den amerikanischen Elevatorenring so verstimmt ist, weil dieser sich herausnimmt, näher auseinander. im Widerspruch zum agrarischen Interesse meist à la baisse zu spekulieren, und dadurch auf den Weltmarktspreis drückt. Spekulationen à la hausse, die zum Schaden der konfumierenden Masse die Getreidepreise in die Höhe treiben, scheinen dagegen Ruhlands sittliches Empfinden weit weniger zu verlegen. Politische Meberlicht. Berlin, den 12. April. Warum kleben die Minister? Die Post" hatte neulich eine neue Sorte von Notleidenden Aus dieser Art der kapitalistischen Preisbildung erklärt entdeckt, nämlich die Minister, die nach der politischen Lage eigentlich sich auch, daß zwischen den verschiedenen Hauptbörsenplägen gehen müßten, die aber bleiben, weil sie nicht genug Bension die Notierungsdifferenzen fortwährend schwanken und feines- bekommen. Darum forderte die" Post" Höhere Benfionen für ent wegs der Zollaufschlag zu allen Zeiten und aller Orten gleich- lassene Minister, indem sie ausführte: mäßig in den Getreidepreisen zum Ausdruck gelangt. Kommen doch bei der jeweiligen Preisbildung nicht nur die Produktionskosten der verschiedenen Länder in ihrem Verhältnis zu einander, nicht nur die Höhe der Transportkosten, sondern auch die Verteilung der vorhandenen Vorräte, der allgemeine und örtliche Ernteausfall, die Stellung der Baisseund Hausseparteien zueinander in Betracht. Erst mittelst Die volle Aufrechterhaltung der selbständigen verantwortlichen Stellung der Minister hängt allerdings auf die Dauer wesentlich davon ab, daß von der ultima ratio( dem letzten Mittel) verant wortlichen Ratgeber, der Demission, in geeigneten Fällen wirklich und ohne Scheu Gebrauch gemacht wird. Bei der Bedeutung der vollen Verantwortlichkeit der Minister im Verfassungsstaat gebieten es daher gewichtige Rückfichten der immeren gefunden politischen Entwicklung, möglichst allel Beting, 11. April. Hauptmann Bartsch, dessen Compagnie bereits ihre Sommerquartiere in der Nähe des Sommerpalastes bezogen hatte, tam zu Pferde nach Peking. Gestern abend verließer Beting während eines kräftigen Sandsturmes, um zu seiner Compagnie zurückzukehren. Die be rittene Ordonnang hatte er schon vorher zurüdgeschickt. Heute morgen um 8 Uhr 30 Minuten wurde seine Leiche von zum Oberkommando gehörenden Mannschaften, die fouragieren gingen, außerhalb der Stadt, abseits bonderbreiten gepflasterten Straße liegend ge funden. Bartsch hatte einen Schuß im Rüden, sonst war der Körper in feiner Weise verstümmelt. Auch lag teinerlei Anzeichen für einen Raub vor. Die Leiche wurde in die Stadt gebracht und einer genauen Untersuchung unterzogen. Dabei stellte sich heraus, daß die Kugel, die von einem 8 Millimeter Revolver älterer Konstruktion herrührte, seitlich den Nüden getroffen, die Leber durchbohrt und edle Teile verlegt hatte, so daß der Tod sehr schnell eingetreten sein mußte. Das Geschoß war durch den Körper gedrungen und vorne in der Brust stecken geblieben, wo man es auch fand. Man nimmt an, daß der Hauptmanu im Sandsturm bom Wege abgetommen und von chinesischen Mördern vom Pferde heruntergeschossen ist. Das Pferd war verschwunden. Der Rock und das Hemd waren vorne an der Brust aufgerissen, wahrscheinlich durch Bartsch selbst, der nach seiner Verwundung nach Luft rang. Die Börse hing zur Tasche heraus. Sie enthielt 200 Mart und acht Dollars und war anscheinend unberührt. Die energische Untersuchung| Balderfees zum Obersttommandierenden ausgelaffen ist im Gange. In wesentlichem Widerspruch mit dieser Darstellung steht folgendes Telegramm der Kölu. 3tg." aus Peking: " Die Annahme, daß ein Chinese aus einem Bersted den Hauptmann Bartsch ermordet habe, ist auf gegeben. Die Revolverkugel ist ihm von unten in den Unterleib gedrungen. Seche Augenzeugen find verhaftet(!). Freitag findet die Beerdigung statt." Bartsch hat demnach keinen Schuß in den Rücken, sondern einen solchen von unten in den Unterleib erhalten. Er ist also wahrscheinlich aus nächster Nähe von vorn vom Pferde geschossen worden. Von wem? Darüber giebt das Telegramm feine positive Auskunft. So viel fonstatiert es jedoch, daß der Mörder fein im Hinterhalt Tiegender Chinese gewesen fein kann. Rätselhaft klingt die Bemerkung, daß fechs Augenzeugen verhaftet worden seien. So hat der Vorgang also Augenzeugen gehabt! Aber welche? Chinesen find es nicht gewesen, es müssen also Europäer, Soldaten gewesen sein. Handelt es sich etwa wieder um einen blutigen Zusammenstoß der ,, Verbündeten" unter sich, wie deren in der letzten Zeit wiederholt gemeldet wurden? Es wäre wirklich an der Zeit, daß die Regierung der Deffentlichkeit wenigstens das mitteilt, was sie selbst in Erfahrung gebracht hat. Mehr als das Telegramm der Köln. Ztg." enthält, muß das ja sein! Deutsches Reich. Kapitalistische Praxis. hätte. Handelte es sich hierbei doch nicht nur um eine falsche Dar stellung der russischen Regierung, sondern direkt um eine Anzweiflung der Wahrheit der Bülowschen Er= lärungen. Dennoch hat es bislang die Regierung vorgezogen, Die Berl. Neuest. Nachr." freilich finden dies zu schweigen. Schweigen ganz in der Ordnung: " Hat das demokratische Blatt( die Frankf. 8tg.", die diese Stelle der russischen Erklärung zuerst reproduzierte) geglaubt, der deutschen Regierung durch Hervorhebung dieser russischen Angaben in der Frage des Oberbefehls Verlegenheiten zu bereiten, so hat es sich getäuscht. Wenn durch weitere aftenmäßige Darlegungen über diese Angelegenheit irgend jemand Verlegen heiten bereitet würden, so wäre es jedenfalls nicht die Berliner Regierung, die davon betroffen werden würde. In Berlin dürfte allerdings zur Zeit faum die Neigung bestehen, diese akademischen Erörterungen vor der Oeffentlichkeit ohne Not fortzusetzen. Der Reichskanzler Graf Bülow hat sich über die Sache deutlich genug ausgelassen, als er bei Beratung der ersten Chinavorlage am 20. November v. J. ausführte. סטן bei der Regelung ihrer Anstellungsverhältnisse und daß sie diese Die Kanalschlucker. Nach den„ Hamburger Nachrichten" ist Mitwirkung ausüben durch Vertreter ihrer Berufsorganisaden wegen ihrer Kanalgegnerschaft vom Hofe Verbannten bei ihrer tion, durch Personen, die nicht im Betrieb beschäftigt wiederzulassung anheimgestellt worden, falls sie sind. Wir sind überaus freudig überrascht durch diese Haltung der wieder gegen den Mittelland- Kanal stimmen wollten, zu ver bürgerlichen Bresse. zichten. den Sanal stimmen wollen. Wer den Kanal nicht schluckt, hat bei Das heißt: Der Kaiser will nur mit Leuten verkehren, die für Hofe nichts zu suchen. immerhin unfren polnischen Bauerndörfern sowie den Seitengassen unsrer östlichen Landstädte zum Vorteil gereichen. Die Verwendung von Mergel und Schlamm zur Düngung ist den Leuten bekannt; man begnügt sich aber nicht wie bei uns damit, diese Düngungsmittel in kleinen Haufen über die Felder zu verteilen und sie dann über dieselben auszustrenen, sondern man arbeitet sie erst wiederholt sorgsam durch, vermischt sie in äußerst mühsamer Weise mit gewöhnlicher Erde und düngt dann erst das Feld mit der sogenannten Mischung. Diese große Sorgfamkeit in der Feldbestellung ist um so anerkennenswerter, als es sich feineswegs nur um„ Kleinbesiz" handelt und die Ortschaften meist ziemlich weit auseinanderliegen. Jedenfalls aber hat sie äußerst reiche Erträge zur Folge und ich war überrascht von den geradezu enormen Getreide und Futtervorräten, die wir selbst in ärmlichen Dörfern fanden." Der Korrespondent des Agrarierblattes muß geradezu eine neberlegenheit des vielverlästerten China in der friedlichen Kunst der Landbebauung feststellen. In der Kunst des Totschießens ist dafür das civilisierte Europa um so weiter voraus. Hunnen- Photographien. ( Es folgt die von uns bereits wiedergegebene Stelle der Rede Bülows in der Reichstagssigung vom 20. November.) „ Gegenüber solchen Erklärungen des verantwortlichen Als wir die amtliche Berliner Korrespondenz" darauf aufLeiters der Reichspolitik sollte jeder Deutsche noch merksam machten, wie sinnlos ihre Entrüstung über die falsche so anspruchsvoll auftretenden ausländischen Hunnen- Photographie sei, da es doch zweifellos derartige echte Aeußerungen, so lange sie nicht den aktenmäßigen Gegen- Bhotographien gäbe, fanden einige Blätter fich bemüßigt, diese Bebeweis liefern, einfach den Glauben versagen." Es mag ja eine patriotische Pflicht sein, den Erklärungen es den verehrten Hunnenhehlern nicht gelingen, den einen einzelnen hauptung als besonders niederträchtig zu bestreiten. Judessen wird der eigenen Regierung unter allen Umständen mehr Glauben beizumessen, als einer fremden Regierung, allein Irrtum zur endgültigen Verschleierung der Wahrheit zu benutzen. dieser Glaube fällt einem in einem Falle doch in den einen doch sehr Gerade jetzt veröffentlicht ein alter deutscher Offizier" fchwer, alle Wahrscheinlichkeitsgründe zu in den Neuen Militärischen Blättern" einen Protest Gunsten der Behauptung der fremden Regierung sprechen. gegen den Photographie- Unfug, der in schärfster Form unsre BeDer Aerztestreit in Leipzig wird von der bürgerlichen Welchen Grund sollte der gar gehabt haben, Walderfee hauptung bestätigt. Der Offizier schreibt über eine Hinrichtungsscene Bresse sehr eifrig behandelt. Wir erleben hierbei das interessante Deutschland dadurch zu brüskieren, daß es, wie es ja bekanntlich geals Obersttommandierenden zu erbitten! Höchstens den, in Tientsin: Schauspiel, daß die gesamte bürgerliche Presse unbedingt Partei fchehen ist, bei faum erfolgter Landung des erbetenen OberstDort, in Tientsin, sollte der Zaotai in aller Deffentlichkeit ergreift für die Angestellten gegen den Unternehmer. Nur tommandierenden feine Truppen schleunigst zurüdzog! Wir fürchten dem Schwerte des Nachrichters verfallen. Zur Richtstätte wurde ein oder das andre Blatt ist vorsichtig genug, einige tapitalistische also, daß nicht allzuviel sich zu der patriotischen Auffassung des ein kleiner Platz der Stadt gewählt. Zu den ersten, die Vorbehalte zu machen. Der Chor der kapitalistischen Blätter aber, Krupporgans aufzuschwingen vermögen, daß die deutsche Regierung sich zu dem grauenbollen Atte einfanden, gehörte die eigentlichen Scharfmacherorgane voran, tritt unbedingt dafür fich gar noch etwas vergäbe, wenn sie auch diesen figlichsten Punkt ein deutscher Lieutenant, der sofort begann, auf einer Erhöhung ein, daß Angestellte das Recht haben, bestimmend mitzuwirken der russischen Darlegung einer Entgegnung würdigte. einen gewaltigen photographischen Apparat aufzubauen. Viele offizielle Persönlichkeiten der Verbündeten erschienen eben falls auf dem Richtplatz, unter ihnen auch verschiedene höhere deutsche Offiziere. Reinen von diesen letteren befremdete der photographische Apparat. Erst als mit dem Delinquenten, an der Spige einer Compagnie, der mit der Leitung der Hinrichtung beaurtragte englische Hauptmann anrüdte, mußte auf dessen Geheißt der deutsche Lieutenant seinen Apparat beiseite schaffen. Eine äußerst peinliche Situation für die anwesenden deutschen Offiziere, im besonderen für den Lieutenant. Um die Gefühle, mit denen er der Weisung des Engländers nachtam, ist er wirklich nicht zu beneiden. Ob er aber die Berechtigung zu dieser anerkannt hat? Das offizielle Organ des Deutschen Flottenvereins Ueberall" konnte vor einiger Zeit nicht minder unbeanstandet die Hinrichtung dreier Boger= führer bringen. Seine Scene war fortgelassen worden, weder das Fallen des Beiles auf den Naden der Berurteilten, noch die Abholung der Geköpften zur Beerdigung. Durchaus nichts Böses brauchte sich jener deutsche Lieutenant zu denken, als er den photographischen Apparat aufbaute, um sich eine greifbare Erinnerung an eine ,, interessante Episode aus dem Chinafeldzuge" zu verschaffen, mit der er vielleicht in der Heimat Furore machen könne. Nein, nicht er ist für das überaus peinliche, beschämende Verhalten des englischen Hauptmanns verantwortlich zu machen. Die Schuld ist bei denen zu suchen, die so bedenkliche An schauungen über Schickliches und Unschickliches, wie sie sich in der Handlungsweise des Offiziers offenbaren, haben auftommen lassen." Leider aber erklärt sich diese Haltung der Unternehmerorgane, die so gar nicht zu dem blöden Draufschlagen paßt, das sie sonst Arbeitern gegenüber belieben, nur aus dem Umstande, daß man Die Oeffentlichkeit hat kein Interesse daran, über den Verkehr glaubt, der Socialdemokratie bei dieser Gelegenheit etwas des Kaisers Betrachtungen anzustellen. Der Kaiser ist in der Wahl anhängen zu können. So sind auch in der That alle Aeußerungen feines Umgangs so frei wie jeder Privatmann, und niemand kann der Scharfmacherpresse auf den Ton gestimmt, den Herr Schweinburg ihm einen Vorwurf daraus machen, wenn er ihm unangenehme in den Berliner Politischen Nachrichten" und nach ihm das Krupp- Junker nicht sehen mag. Organ angeschlagen haben: socialdemokratische Praxis, socialdemokratischer Terrorismus, Diktatur des Proletariats usw., usw. " der Kanalgegner irgendwie von der Regierung eingewirkt Anders läge der Fall, wenn auf die parlamentarische Haltung ausnahmegefeßliche Behandlung von Parteien und Konfessionen, wie würde. Das wäre mit der Verfassung ebenso unvereinbar, wie die fie die preußische Regierung übt. In Wirklichkeit hat der Vorgang in Leipzig mit socialdemokratischer Pragis nicht das mindeste zu thun und wird auch nicht dazu durch den Umstand, daß socialdemokratisch gesinnte Arbeiter diese kapitalistische Praxis mitmachen. Denn nur um diese, ordneten beschlossen am Donnerstag, die sächsische Staatsregierung Reaktionäre Gefeßesproduktion. Die Dresdener Stadtvernur um eine rein tapitalistische Praxis handelt es zu ersuchen, dem nächsten Landtage einen Gesezentwurf wegen einer sich bei der Forderung des Kassenvorstands, nicht mehr mit der Sonderbesteuerung der Warenhäuser und der Berufsorganisation der Aerzte verhandeln zu wollen. Wir haben gweiggeschäfte vorzulegen. Da es in Dresden, wie in der schon einmal darauf aufmerksam gemacht, daß es unanfecht Debatte mehrfach hervorgehoben wurde, größere Warenhäuser nicht bare Bourgeois sind, die den Kampf führen. Der Vorsitzende giebt, so ist es klar, daß das geplante Ausnahmegesez hauptsächlich der Kasse ist kein Arbeiter, sondern ein konservativer Kommerzien- dem Konsumverein gilt. Buchdruckereibefizer Glöß ließ hierüber rat; er führt auch nicht etwa bloß die Aufträge der Vorstands- auch keinen Zweifel. Eine Opposition der Arbeiterschaft gegen mehrheit aus, sondern er und vornehmlich der Herr Apotheker 3hr( Arbeiter) nicht beitragen wollt an der Erhaltung unsrer die Vorlage fuchte er durch folgende Drohung abzuschreden: Wenn Steinmetz find die eigentlichen Leiter des Kampfs gegen die Aerzte. Eristenz, dann haben wir auch kein Interesse, Eure Eristenz zu Und Vorstand und Generalversammlung der Kaffe, worin noch eine schüßen. Dann lassen wir die Chinesen herein! ganze Anzahl tonservativer Kommerzienräte und sonstige gut- Auch ein Beitrag zur Chinapolitik! Wenn die gelbe Bestie" tapitalistische Herren fizen, find vollständig einig in ihrem patriotisch aufbegehrt, wird sie niedergemegelt. Erscheint sie aber als Vorgehen gegen die Aerzte. Und wenn das noch nicht Lohndrücker, so ist sie hochwillkommen! genügen sollte, dann sei mitgeteilt, daß auch die Behörden, das Krantenversicherungs Amt der Ländliche Musterwirtschaften. Stadt Leipzig und die königlich fächsische Kreishaupt- Auch der Korrespondent der Kreuz- Zeitung", der das mannschaft Leipzig vollständig auf der Seite des Kaffen- Expeditionstorps in China begleitet, hat durch die eigene Stenntnis vorstandes stehen. der Bevölkerung des Landes sein ungünstiges Urteil erheblich revidieren müssen. In seinem heute in der Streuz Zeitung" ver öffentlichten Bericht über den Marsch der Truppen von Tientsin nach Baotingfu giebt er zu, daß die Nachrichten über grausame Miffionar Berfolgungen und Christenmassacres start über Wir wollen hierzu überdies noch feststellen, daß unsre China und die Chinesen ungünstig übertrieben werde. Von betrieben" waren, wie überhaupt in den meisten Schilderungen über Parteipresse, soweit sie sich bisher zur Sache geäußert hat, sonderem Interesse ist die Schilderung, die der Korrespondent über mit Ausnahme der Leipziger Volkszeitung", die zunächst für den den chinesischen Landwirtschaftsbetrieb giebt. Er erzählt: Kassenvorstand eintrat, sich aber neuerdings rein referierend verhält, vollständig unsren Standpunkt teilt. V Es ist sehr lustig anzusehen, auf einmal föniglich sächsische Behörden, die sonst immer als Muster hingestellt werden in der Bekämpfung der Socialdemokratie, von der Scharfmacherpresse socialdemokratischer Praktiken beschuldigt zu sehen. * * Auch der Verein der freigewählten Kaffenärzte in Berlin nimmt jetzt in der Sache Partei. Der Vorstand der Leipziger OrtsKaffe sucht Aerzte aus Berlin zu engagieren, die er als Distrikts: ärzte anstellen will. Die ganz überwiegende Zahl der Berliner Aerzte, im wesentlichen alle, die Kassenpragis treiben, gehören der freigewählten Kassenärzte dem Verein an. Nach den Sagungen dieses Vereins ist der Austritt aus dem Verein während des Geschäftsjahrs nur gestattet, wenn der Vereinsvorstand seine Einwilligung giebt. Derjenige Kassenarzt, der ohne die Einwilligung des Vereinsvorstands im Verlauf des Rechnungsjahrs ansscheidet, wird erst nach Ablauf von drei Jahren und auch dann nur mit Genehmigung des Vorstands in den Verein wieder aufgenommen. Mit andren Worten, wer unberechtigt aus dem Verein ausscheidet, kann zum mindesten drei Jahre lang bei den Kaffen mit freier Arztwahl nicht thätig sein. Im Interesse der Leipziger Aerzte verweist der Berein der freigewählten Kaffenärzte in Berlin seine Mitglieder auf diese Bestimmungen über den Austritt. Verlegenheiten. Die historischen Darlegungen der russischen Regierung in der Mandschurei- Erklärung haben der deutschen Regierung begreiflicherweise unangenehme Verlegenheiten bereitet. Sie hat sich denn auch beeilt, wenigstens einzelnen Punkten der ihr sehr ungelegen kommenden Darlegungen offiziös entgegenzutreten. So erklärt sie, daß ihr von einem deutschen Antrag, zur zwangs weisen Zurüdführung des chinesischen Hofes nach Beling eine Expedition nach Singanfu zu unternehmen, nicht das mindeste befannt sei. Höchstens tönne der Plan gemeint sein, den vor nicht allzulanger Zeit Waldersee der Einschüchterung wegen verbreitet habe und dessen Bekanntwerden denn auch den gewünschten Effekt gehabt habe. Wir lassen es dahingestellt sein, ob sich die betreffende Stelle der russischen Erklärung auf die im Februar aufgeführte RüstungsKomödie Waldersees bezieht. Zweifelhaft erscheint das insofern, als in der Erklärung als gwed der geplanten Expedition die zwangsweise zurüdführung des Hofs nach Pefing an gegeben wird, während die Strafexpedition im Februar angeblich nur zur Einschüchterung der Friedensunterhändler und des Hofs zibeds weiterer Zugeständnisse dienen sollte. dienstlicher wäre es jedenfalls gewesen, wenn die deutsche Regierung sich über das Geheimnis der Ernennung Ver = " " J Die Schuld, möchten wir hinzufügen, ist vor allem auch bei jenen Leuten zu suchen, die das ehrliche Bemühen der Socialdemo tratie, das Humentum aus der deutschen„ Civilisation" durch seine Aufdeckung zu beseitigen, unablässig verleumden und schmähen, dagegen sich nicht scheuen, auch das Ruchloseste zu beschönigen und zu vertuschen. Verfolgten wir freilich nur engste Parteiinteressen, so fönnten auch wir ruhig schweigen und schadenfroh warten. Denn eine Entartung, wie sie der Chinafeldzug bei den Heeren der europäischen herrschenden Klassen aufgedeckt hat, muß ein jähes Ende mit Schrecken nehmen, wenn sie weiter um sich frißt. wurde. Ausland. Frankreich. Aber schon mit dem zweiten Marschtage änderte sich das Der Bischof von Algier, Isouard, hat einen Sirtenbrief Bild erheblich. Wir bogen in westlicher Nichtung vom Hunho veröffentlicht, worin er auf das heftigste gegen das jüngst von der ab, und die Landschaft, in die wir jest tamen, hatte ein Bischof sieht in dem Gesetz die Ausführung eines Plans, der 1815 Kammer angenommene Vereinsgefez protestiert. Der wesentlich anderes Aussehen und behielt diejes bis Paotingfu bei. bereits von italienischen und deutschen Freimaurern beschlossen Der Boden, in der Nähe Tientsins sandig und unfruchtbar, nahm Das Schreiben schließt mit der Aufforderung an die jezt einen schwereren, lehm" und mergelhaltigen Charakter an. Die Bestellung der Felder wurde mit jedem Schritt weiter in Ratholiken, den Antiklerikalismus durch Wort und That zu be= tämpfen. das Land eine sorgfältigere und schließlich eine geradezu mustergültige. Ich muß rüchaltlos gestehen, daß ich eine Waldeck- Rousseau beabsichtigt, wie verlautet, während seines so peinlich saubere Bestellung, wie zwischen Tientsin und Aufenthalts in Italien dem italienischen Ministerpräsidenten einen Baotingfu und später auch westlich jener Stadt, felbst in unsren öflichkeitsbesuch zu machen.landwirtschaftlich besseren Provinzen nicht gesehen habe. Gemarfung ift durch Raine mit sorgsam be= Geschäftsstockungen und Arbeiterentlaffungen werden aus hauenen Grenzsteinen, jeder Schlag durch breite, sorgfältig gezogene Furchen begrenzt, die Mais- und Kauleangfelder Oporto gemeldet. Dem Imparcial" wird von dort telegraphiert: stehen mit gleichmäßigen Abständen in schnurgeraden Reihen, als Im Zusammenhang mit der antiklerikalen Bewegung ist hier eine wäre die Aussaat mittels der Maschine erfolgt. Die Gerstenfelder ernste kommerzielle und industrielle Krisis entstanden. Bahlreiche find in lauter Quadrate von 1 bis 2 Fuß Seitenlänge geteilt, die Industrielle schließen ihre Fabriken; tausende von Arbeitern find durch schmale, augenscheinlich mit der Hand aufgehäufte Erdstreifen brotlos. umgrenzt sind, was dem ganzen Felde das Aussehen einer großen Waffel giebt. Ich vermute, daß diese Einrichtung dazu bestimmt ist, das zu schnelle Abfließen der atmosphärischen Niederschläge zu verlangsamen und sie gleichmäßiger über das ganze Feld zu ver Jede teilen. Spanien. Ferner sind in Sevilla dreitausend Arbeiter der Korkpfropfen Fabriken in den Ausst and getreten; auch in allen andren hiesigen Industriezweigen drohen die Arbeiter mit Einstellung Rußland. der Arbeit. In der der Nähe der Ortschaften Ifanden wir fast Wie die öffentliche Meinung des Auslands betrogen überall Gartenkulturen, die in ihrer ganzen Anlage den wird. Die Sonne der Freiheit soll für die russische Presse auf Gemüsegärten unserer ostelbischen Bauerndörfer glichen. Viel gegangen fein so schrieb wenigstens die Köln. 3tg.", und andre fach fand sich an diesen Gärten ein vollständiges Be- deutsche Blätter stimmten dasselbe Lied an. Und ist es denn rieselungssystem. Dasselbe ist freilich meist von sehr ein wirklich nicht so? Der Chef der Verwaltung für Breßangelegen. facher Konstruftion: Aus einem Schöpfbrunnen wird das Waffer heiten, Fürst Schachowskoj, hat die Verwarnungen, die den Zeitungen mit Holzeimern an langen Striden heraufgezogen und in Holz- Nowoje Wremja". Mostowskija Wjedomosti"," Graschdanin" erteilt eimern gegossen, von denen aus es sich mittels eines Furchen- wurden, streichen lassen( nach drei Verwarnungen wird eine Zeitung systems über die betreffenden Felder verteilt. In der Thalniede- fuspendiert) und die Provinzialblätter, Aijetljanin"," Juschny Strai rung des Schaho westlich Baotingfu fab ich später allerdings Wilensky Westnik" von der Präventiv- Censur befreit. Daraus die auch Berieselungen von Reisfeldern in großem Maßstabe. Hier Folgerung, daß eine neue Aera in den Preßverhältnissen Rußlands wurde das Wasser aus großen Kanälen mittels hölzerner Schöpf- eingetreten sei. Wer freilich nur die geringste Ahnung von den werke auf die höher gelegenen Felder gepumpt. russischen Zuständen hat, weiß, daß diese Maßregel gerade das In der unmittelbaren Umgebung großer Städte wie Befing, Gegenteil von dem bedeutet, was die Kölnische Zeitung" sagt. Baotingfu, Taping sieht man große Gartenanlagen, die an unfre Die obengenannten Blätter sind die reaktionärsten, cha Kunst- und Handelsgärtnereien erinnern. Ungemeine Sorgfalt rafterlosesten und verhaßte sten in Rußland, manche von verwendet die Bevölkerung dieser Gegend auf die Düngung, und ihnen halboffizielle und von der Regierung subventionierte. Die die Sammlung der Dungstoffe wird mit einem wirklich lobenswerten Most. Wjed." und" Graschd." finden die jetzigen Zustände zu liberal Fleiß betrieben. Im Gegensaße zu Peking befizen deshalb auch in Rußland, die„ Now. Wr." un" Kijewl" haben in ihren hier alle fleinen Dörfer und Städte eine große besondere Sammel- gehässigen Auslassungen gegen die Studentenschaft die Entrüstung. stätte hierfür. Sind diese auch erheblich primitiver fonstruiert, als der gesamten gebildeten Belt Rußlands hervorgerufen, die Now. die analogen Anlagen unsrer großen Städte, so würden sie doch Wr." wurde von der letzteren boykottiert. Wil. Westn." ist ein In Summa fubventioniertes Organ zur Bekämpfung des Polentums. Bei jeder genommen wurde. Die Partei lehnt also ein Zusammengehen mit 160,- Verbandsmitglieder der Buchdruckerei Günther u. Sohn 10,-. Straßendemonstration sind gerade die Redaktionen dieser Blätter in andren Parteien im ersten Wahlgang unbedingt ab. Bierfahrer d. Brauerei Bichelsdorf 17,80. Bureau- Angestellte 9,28. Verband d. der größten Gefahr und müssen durch Militär bewacht werden. Und Die wichtigste Frage, welche im vergangenen Barteijahr in den Gastwirtsgehilfen 30,-. Lederarb.- Verb. 20,-. Verein Berl. Buchdrucker 500, wenn vor ein paar Wochen in der Zeit der allgemeinen Aufregung Vordergrund getreten war, ist das Verhältnis zwischen Partei und Stockfabrik v. Goldbach 10,-. Fabrit und Hilfsarbeiter 21,65. Arbeitergerade diese und nur diese Blätter die Gunst der Breß- Gewerkschaften. Die in Deutschland geführten Diskussionen über die Gesangverein Immergrün Tegel 10,-. Tischlerei Fischer, Weidenweg, 6,-. Formenstecher Berlins 13,65. Tischlerei Zippel 3,-. verwaltung genossen, so war das kein fortschrittlicher Aft, sondern Neutralität waren von den anarchistischen Nur- Gewerkschaftlern mig 2069,63 m. das Gegenteil: es war eine Aufmunterung zu weiteren braucht, um in den Gewerkschaften eine Agitation gegen die politische Angriffen dieser Presse gegen jedes freie Wort, gegen jede Aktion zu entfalten, und im nationalen Arbeitssekretariat wurde liberale Strömung, gegen den heldenmütigen Kampf der akademischen beschlossen, fich jeder politischen Aktion fern zu halten. Die Genoffen Jugend. Das sollte auch ein Korrespondent der Köln. Zeitung" in den Gewerkschaften, welche fast alle bedeutende gewerkwissen. fchaftliche Organisationen zu leiten haben, waren mun sehr desorientiert. Die folgende Resolution des Parteivorstandes wurde mit Afien. fast allen Stimmen angenommen: ,, Erinnernd an die Resolution von 1898, worin als eine Pflicht der Partei genannt wird, die selbständige Gewerkschaftsbewegung zu unterſtüßen; ,, in Erwägung, daß die politische Arbeiterpartei, die selbständige Gewerkschaftsbewegung und die Arbeiter- Genossenschaften Teile der Organisation der Arbeiter im Klassenkampf sind; Die Insurrektion eines indischen Stammes wird aus Kalkutta gemeldet: Eine englische Truppenabteilung ist im Girdah- Thal von Wasiris angegriffen worden, wobei zwei englische Soldaten getötet wurden. Der Feind bemächtigte sich der Wagen der englischen Truppen. Man glaubt, daß eine Expedition gegen diesen Stamm unvermeidlich sein werde. Bombay, 12. April. Nach einer Meldung der„ Times of Judia" ist der Scheit von Koweit Mabaruk von dem Scheit von Neid Ibn Rashid in einer regelrechten Schlacht geschlagen worden. Seine Leute hatten sich in eine enge Schlucht hineinlocken lassen. Als ihnen die Munition knapp wurde, stürmten Ibn Rafchids Mannschaften von den Bergen herunter und überwältigten fie. Die Ueberlebenden, denen es gelungen ist, nach den Häfen am Persischen Meerbusen zu entfliehen, erzählen, daß 5000 Mann getötet seien und daß Ibn Rashid sein Reich wieder in Besiz genommen habe. Mabaruts Schicksal sei nicht bekannt, Der Boeren- Krieg. Die Erkrankung De Wets 1 Bisher quittiert 1320,50 M. Insgesamt 3390,13 M. Für die ausgesperrten Schuhmacher in Berlin gingen ein: Tertib arbeiter Berlins 35,- Holzarbeiter Verband, Verwaltungsstelle Berlin, 500,-. Borzellanarbeiter Verband Berlin II 30,-. Schuhmacher auf Liſten 543,70. Tischlerei Thomas 10,-. Steindruder von Kleffel u. Sohn Central- Verband der Schmiede, Verwaltungsstelle Berlin 60, 10,- Militärsattler von Wunderlich Nachflg. Blankenburg bei Berlin 6, Kome mission der Tabakarbeiter Berlins 50,-. Gastwirtsgehilfen- Verband 30,-. Möbelfabrik J. C. Pfaff, Beughofstraße, Ueberschuß der Kranzſpende 19,40. Buchdruckerei hilfsarbeiter auf Listen 51,15. Verband der Buchdruckerei hilfsarbeiter Berlin II 50,-. Militärsattler auf Listen 90,45. Zitherverein„ Einigkeit" 6,15. Schuhmacher auf Listen 364,75. der Vergolder, Filiale Berlin 30,- Formenstecher Berlins 13,60. VerGesangverein Immergrün", Tegel 5,-. Tischlerei Fischer 10,-. Verband einigung der Maler 8,10, in Summa 1923,30 M. Bisher quittiert 47,40 m., insgesamt 1970,70 M. Weitere Beiträge nimmt entgegen = Engel- Ufer 15, II. Flureingang. tommt und daß, obschon jede dieser Branchen der proletarischen „ daß das Gedeihen jedes dieser Teile den andern zu gute Organisation auf ihrem eignen Gebiet bestimmte Aufgaben zu Das Bureau der Berliner Gewerkschafts- Kommission" erfüllen hat, es auch allgemeine Arbeiterinteressen giebt, welche durch gemeinschaftliches Zusammenarbeiten am besten gefördert werden fönnen; widersteht der Kongreß jedem Versuch, den einen Teil der Arbeiterbewegung gegen den andern auszuspielen, ruft die nieder- betreffend die Umschreibung in die neuen Bücher, herbeizuführen, Achtung, Stuccateure! Um Regelung der Mitgliedsbücher, ländischen Arbeiter auf, sich an allen drei Organisations- machen wir darauf aufmerksam, daß die Bücher bei Daschütt, Seidel formen zu beteiligen, und erklärt sich für das Zusammen- straße 13, vom Staffierer ausgestellt werden. Da nun seit dem wirken dieser drei Teile der Arbeiterbewegung, um dadurch eine 1. April der Beitrag wöchentlich auf 70 Bf. erhöht ist, so ist es dauerhafte Verbindung mit Beibehaltung der Selbständigkeit auf durchaus notwendig, so schnell wie möglich die Bücher in Ordnung eignem Gebiet herbeizuführen. Die Fachvereine müssen für jeden zu bringen.- Montag, den 15. April, findet bei Buske, GrenadierArbeiter zugänglich bleiben." straße 33, eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt: Näheres wird am Sonntag im Vorwärts" bekanntgegeben werden. Stollegen, erscheint zahlreich zu dieser Versammlung, da wir dort sehr wichtige Sachen zu besprechen haben. Der Vorstand. Der weitere Teil des Kongresses wurde der Diskussion eines Wahlprogramms gewidmet. Zu dieser Diskussion waren auch nicht der Partei angeschlossene Arbeiter- Organisationen zugelassen. Achter internationaler Anti- Alkohol- Kongreß. Ueber den Ausstand auf den Charlottenburger Gaswerken verhandelte am Mittwoch die städtische Deputation für Beleuchtungswesen. Die Herren empfahlen dem Magistrat, die angebotene Vermittlung des Gewerbegerichts abzulehnen. wird bereits als Erfindung bezeichnet. Amtliche Nachrichten aus Bretoria, die in London eingelaufen sind, erklären die Meldungen, daß De Wet geistes gestört sei, für vollständig unbegründet. Thatsache sei nur, daß De Wet sich weigere, in Friedensverhandlungen einzutreten. Auch die Zu Beginn der zweiten Sigung gab Dr. Meinert Dresden, neuerlichen Unterhandlungen mit Botha werden in maßgebenden Kreisen der bekanntlich in der ersten Sigung die Aerzte in sehr scharfer Das ist ein Standpunkt, wie er in Unternehmerkreisen nur von sehr skeptisch beurteilt. Man ist der Ansicht, daß Botha nur einen Weise angegriffen hatte, eine Erklärung ab, die einer Abbitte gleich den socialpolitisch Rückständigsten eingenommen wird, die dem Waffenstillstand herbeiführen will, um seinen Eruppen kommt. Er halte es für seine Pflicht, die Verstimmung, die seine Arbeiter gegenüber ihr Herrenrecht betonen wollen. Von einer Zeit zur Ruhe und Sammlung zu verschaffen. Worte anscheinend hervorgerufen hätten, möglichst zu beseitigen. Ich städtischen Behörde aber nimmt es sich recht sonderbar aus, wenn Auch in den Amsterdamer Boerentreisen hält man es habe mich aus den Berichten der heutigen Blätter überzeugt, daß ich sie die Vermittlung einer Körperschaft ablehnt, die sie selbst ins für ausgeschlossen, daß Botha in ernstliche Friedensverhand- in einer mir unverständlichen Weise außerordentlich Leben gerufen hat und unterhält. lungen mit England eingetreten sein könne. scharfe, tadelnde Worte gebraucht habe. Eine Absicht, zu beleidigen, fehlte mir. Ich bitte alle, die sich durch meine Ausführungen beleidigt fühlen sollten, Konferenz der Portefeuiller Gewerkschaft. Vom 6. bis. mir freundlich verzeihen zu wollen."( Allgemeiner, 8. April tagte im Saalbau zu Offenbach eine zur weiteren Auslebhafter Beifall.) bildung und Centralisierung der neugegründeten Gewerkschaft der Nachdem eine ziemlich erregte Debatte mit den anwesenden An- Portefeuiller einberufene Konferenz, die von 10 Delegierten aus hängern der Naturheilmethode stattgefunden hatte, folgte Offenbach und Umgegend, Hanau und Berlin besucht war. ein Vortrag des Dr. Anton Graz über Alkoholismus und Aus den erstatteten Berichten geht hervor, daß in Offenbach und Umgegend 1138( darunter 46 weibliche) Mitglieder vorhanden Die Lage Kitcheners. Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria von gestern meldet: Nach zweistündigem, heftigem Kanipfe machte berittene Infanterie in der Nähe von Dewetsdorp 80 Gefangene; unter denselben befinden sich der Kommandant Bresla und Lieutenant Sindenne von der Staatsartillerie. Außerdem wurden 8 Wagen erbeutet.- Daily Mail" meldet aus Pretoria, opstadt. Erblichteit. welches von den Engländern beset war, sei von diesen wieder geräumt worden. Das Blatt sieht hierin ein Zeichen da für, daß Kitchener nicht genügend Truppen zur Verfügung hat, um seine Aufgabe zu erfüllen. so daß es " Deutsches Reich. ... Es ist eine alte Erfahrung, daß die Kinder von Trinkern find. Der Kassenbericht für Offenbach pro 1. Quartal 1901 weist entweder selbst Trinker oder Nervenkranke sind. Um ein schlagendes eine Einnahme von 1691,30 M. und eine Ausgabe von 572,22 Dr. Beispiel anzuführen: Bourneville berichtet, daß die Zählungen bei auf. Der Kassenbestand am Schluß diefes Quartals be 1000 Idiotenkindern folgendes ergaben: 471 mal chronischen Altoho- trägt insgesamt 1544,95 M. Dem von Weinschild erstatteten Auch das Kriegsamt scheint Kitcheners Truppen auch unter lismus des Vaters, dasselbe 84 mal bei der Mutter, in 65 Fällen Bericht der Berliner Mitgliedschaft ist zu entnehmen, daß die dortige den gegenwärtigen Verhältnissen für ungenügend zu halten, Trunkfucht bei beiden Eltern. Besonders häufig findet sich auch Mitgliederzahl 450( darunter 13 weibliche) beträgt. Die GeſanitEpilepsie bei den Nachkommen trunksüchtiger Menschen. Auf einnahmen der Berliner Ortsverwaltung betrugen 627,78 M., die beträchtliche Verstärkungen fällig ist auch die Häufigkeit der Verbrechen bei den Nachkommen Ausgaben 188,84 m. Bei der Statutenberatung wird die Gewerkabgesendet hat. Am 11. sind nämlich 11 000 Mann Infanterie in der Trinker. Es besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang schaft auf Vorschlag Berlins benannt:„ Verband der Portefeuiller Southampton nach Kapstadt eingeschifft worden. 11 000 tüchtige zwischen den mißbildeten Gehirnen und der angeborenen und Ledergalanterie- Arbeiter Deutschlands." Der Siz des VerbandsRavalleristen würden Kitchener entschieden willkommener scin. Verkümmerung der Drüsen, insbesondre der Keimdrüsen. Beim vorstands bleibt in Offenbach, der des Ausschusses wird nach Berlin Die Tagesverlust- Lifte Säufer wird ein allgemein veränderter und verschlechterter gelegt und als Vorsitzender desselben Sie de bestimmt. Der nach. umfaßt für den 11. April Tote, 10 an Krankheiten Ver- Organismus gefeßt, dem eben auch entartete Reime entstammten. Der Statutenberatung wichtigste Punkt betraf die Anstellung eines storbene, 3 Verwundete, 5 Vermißte und 8 gefangene Es laffen sich folgende Leitsätze aufstellen: befoldeten Beamten, der eine lange Aussprache herbeiführte. Gegen Zwischen Trunksucht der Eltern einerseits und Nervenkrankheiten die Anstellung verhielten sich anfänglich die Berliner Delegierten 30 Offiziere find infolge von Krankheiten dienstunfähig geworden. giebige und häufig fonstatierte Beziehungen. welche allerdings in Freiheit gefegt wurden. und Degeneration der Nachkommenschaft audrerseits bestehen aus- reservierter, da sie dieselbe noch einige Zeit hinausgeschoben haben 47 Offiziere und 225 Mann wurden nach der Heimat eingeschifft. wollten. Bei der darüber stattgefundenen namentlichen Abstimmung Trunksucht der Eltern und Entartung der Nachkommen können wird der Antrag schließlich mit allen gegen 2 Stimmen angenommen. Die Peft. beide mitunter als Folgen einer und derselben Ursache aufgefaßt Einstimmig wird dann Weinschild- Berlin als befoldeter Beamter geBom 11. April werden drei neue Pestfälle aus Kapstadt ge- werden, nämlich als Folge einer im vorhinein gegebenen erblichen wählt und ihm die Funktionen des Verbandsvorsitzenden sowie des meldet, darunter zwei von Europäern. Nervenkrankheit. Auch im letzteren Falle ist es höchstwahrscheinlich, Redacteurs des Verbandsorgans Portefeuiller- Zeitung" übertragen; daß durch die stetige Alkoholvergiftung eine bestehende Krankheits- auch soll er nach Möglichkeit die Kassenbücher mit führen. Als Gehalt anlage zur wirklichen Krankheit entwidelt wird, und daß dadurch wurden einschließlich Bureaumiete 1800 M. festgesetzt. Zum Verbandsdie erbliche Krankheitsübertragung auf die Nachkommen sich schwerer tassierer wählte man Rockenbach- Offenbach. Nach Annahme eines gestaltet. Die mittelbare Schädigung, die Not und Elend, Streifreglements im Sinne eines Berliner Antrags hielt Weinschild damit einhergehend mangelhafte Hygiene der Mutter noch ein längeres Referat über„ Agitation". Beschlossen wird, den und des Kinds herbeiführten, ist dabei entschieden auch hoch zu Centralvorstand zu beauftragen, die Aufnahme der Organisation bei veranschlagen, doch ist dieser Faktor allein nicht ausschlag der Generalfommission der Gewerkschaften nachzusuchen. Partei- Nachrichten. Erklärung. Auf der diesjährigen Landeskonferenz der fächsischen Socialdemokratie hat in einer langen Debatte über meine Reichstagskandidatur unter anderm Genosse St a den nach dem Bericht des ,, Vorwärts" folgendes behauptet: „ Die Art, wie sich Göhre in die Partei eingeführt hat, fordert auch noch aus andren Gründen zur Kritik heraus. Als er nämlich einem hervorragenden Parteigenossen den Uebertritt zur Social demokratie mitteilte, bemerkte er zugleich, daß er auch zur Uebernahme eines Mandats bereit sei. Da müsse man sagen, das sei doch etwas start." Paul Göhre. gebend. mus mit Alkohol ist an und für sich im stande, eine frankhafte Chronische Vergiftung des väterlichen oder mütterlichen Organis: Artung und gestörte Entwicklung des findlichen Organismus hervor zurufen. " Verständigung über einen von den Gesellen aufgestellten Tarif erDie Schuhmacher in Frankfurt a. M. und in Halle stehen furz vor einem Streit. In Frankfurt ist mit der Innung eine zielt, aber eine große Zahl der Kleinmeister weigern fich, diese Ver einbarung anzuerkennen. Die Arbeiter werden deshalb in diesen Geverworfen und droht auch hier der Ausstand. schäften zum Ausstand greifen. Die Meisterkommission in Halle hat den Lohntarif der Gesellen verworfen und droht auch hier der Ausstand. Es handelt sich also hier nicht nur um dauernde Folgen der Ich lege Wert darauf, hierzu öffentlich zu sich progreffib vervielfältigendes Elend. Lassen Sie Trunksucht, sondern um fortwachsendes, in den Nachkommen erklären, daß diese Mitteilung adens sich nur einmal schildern, was ein einziges verkommenes oder wahr ist. minderwertiges Kind für die ganze betroffene Familie bedeutet! Ich Zehlendorf Berlin, 12. April 1901. Die Schriftgießer in Frankfurt a. M. befinden sich in mag diese düsteren Erwägungen nicht schließen, ohne einen Blick zu einer Lohnbewegung. Bisher haben die Arbeitgeber die 82stündige thun in jene Richtung, von der uns gute Hoffnung winkt. Nicht Arbeitszeit und einen Minimallohn von 27,50 M. acceptiert, jedoch Der Parteitag der niederländischen Socialdemokratie thatenlos wollen wir unsrem Verfall zusehen. Schon hat die Wiffen- eine Anzahl weiterer Forderungen, wie eine Aenderung der Lehrlings. fand au den Ostertagen in Utrecht statt. Aus dem Bericht des schaft erkennen gelehrt, daß es auch eine Abnahme der familiären stala zc. abgelehnt, so daß eine in den nächsten Tagen stattfindende Barteivorstands ging hervor, daß die Partei stetig vorwärts geht. Entartung giebt, daß eine Sanierung, eine Regeneration ganzer Versammlung der Arbeiter darüber entgültige Beschlüsse fassen wird. Die Zahl der Ortsvereine stieg von 67 mit 3200 Mitgliedern im Familien möglich ist. Schon ist von seiten vorausblickender Aerzte Auch in Offenbach werden in nächster Zeit die Schriftgießer mit vorigen Jahre auf 80 mit 4000 Mitgliedern. Die Parteikasse hatte der lebendige Ruf ergangen, die Raffe zu sanieren, die Erblichkeit ihren Forderungen an die Arbeitgeber Herantreten. eine Einnahme von 8890,84 Gulden und verausgabte 7923,69 Gulden. zu beffern; corriger l'hérédité! ist auch der humane Kampfruf Sie verkaufte für 2604 Gulden Broschüren usw. Das Centralorgan französischer Aerzte. Der Arzt hat nicht nur die Aufgabe, einzelne Aussperrung. Die Kölner Stuccaturermeister haben ihre der Partei„ Het Volt", das erst im Vorjahr gegründet Individuen zu behandeln, sondern sich verständnisvoll in den Dienst Drohung wahr gemacht und sämtliche Gehilfen ausgesperrt, weil wurde, erreichte eine Abonnentenzahl bon mehr als der Rassenhygiene zu stellen. Wenn wir unter Kultur den stetigen diese den Tarif der Meister nicht unterschrieben. Der letztere will 5000; Troelstra wurde zum politischen Redactenr ge Zuwachs an Einsicht und Kenntnissen, die Zunahme an vernünftigen die Arbeitszeit um eine halbe Stunde verlängern, den Lohn um wählt. Im vergangenen Jahre gelang es der Partei, einen Partei- und edlen Ueberlieferungen, die gesteigerte Mitempfindung der 10 Prozent fürzen und enthält auch andre unannehmbare Bejekretär und einen Agitator mit festem Gehalt anzustellen. Ein Menschen verstehen, dann können wir die Kultur als eine große, dingungen. stimmig erklärte der Kongreß sich einverstanden mit der parla mächtige Heilkraft bezeichnen. mentarischen Arbeit der socialdemokratischen Kammerfraktion. Be- In der Debatte über den mit großem Beifall aufgenommenen Teute nach Köln gesucht. Der Veranstalter dieser Anzeige ist der Achtung, Zimmerer! In mehreren Zeitungen werden Zimmerschlossen wurde, daß zweimal pro Jahr von jedem Genossen ein Vortrag berichtet Dr. Fröhlich- Wien eine interessante Thatsache: Obermeister der Kölner Zwangsinnung, Herr Gerhart, wohnExtrabeitrag in der Höhe eines Stundenlohns gefordert werden soll, Ein in einer niederöstreichischen Weingegend wirkender Lehrer erzählt, haft Engelbertstr. 1, 3, 5. Thatsächlich besteht aber in Stoln fein anstatt einer Erhöhung der allgemeinen Beiträge von 50 Cents pro daß, wenn ein erster Schuljahrgang besonders schlechten Erfolg auf- Mangel an Zimmerlenten, vielmehr sind gegenwärtig noch Jahr für die Parteikasse. Troelstra und Van Kol wurden weise, daraus immer zu erkennen sei, daß sechs Jahre vordas Internationale Bureau gewählt. Weiter wurde her ein mindestens 30 Arbeitslose zu verzeichnen. Dagegen stehen die gutes Weinjahr war. beschlossen, daß die Genossenschaften, welche in ihren Professor Dr. Anton bemerkte in seinem Schlußworte: Bimmerer Kölns vor einer Lohnbewegung, indem von den Meistern Statuten eine Klausel haben, daß ein Teil winns der Partei zufallen soll, eine Kommission bilden sollen, fein erregbares, aber auch kein wachsames Nervensystem befizen; stand bei den Unternehmern. Die Meister wollen mun am 15. April ihres Ge- Diejenigen, die den Alkohol gut vertragen", sind oft jene, die ein Lohnabzug geplant wird. Am 1. April d. J. ist der 1899 vereinbarte Lohntarif abgelaufen, denselben zu erneuern stieß auf Widerwelche die Gründung solcher Genossenschaften an andern Orten zur gerade bei Deliranten finden sich relativ felten Leberveränderungen, die geplante Reduktion in Scene sezen. Die nach Köln berufenen Hand nimmt. Ueber einen Antrag, von jedem durch die Partei ge- das heißt bei der einen Kategorie reagiert früher das Nervensystem, Zimmerleute würden somit nur als 2ohudrücker gegen ihre um ihre wählten Kammermitgliede einen Beitrag von 100 Gulden pro Jahr bei der andern werden früher andre Organe verändert. zu fordern, wurde zur Tagesordnung übergegangen. Mit einem Vortrag von Dr. Bezzola, leitender Arzt des Rechte kämpfenden Kameraden verwendet werden. In der Partei war eine Strömung vorhanden, welche schon im Abstinenzsanatoriums Schloß Hard am Bodensee, über die Rolle deshalb von unsern Kollegen, daß sie die Reise nach Köln nicht anersten Wahlgang gemeinsame Sache mit der unlängst gegründeten des Alkohols bei Entstehung des originären Partei der freisinigen Demokraten machen wollte. Der Partei Schwachsinns schließt die Sigung. vorstand beantragte darum folgende Resolution: 1! 1 = Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Berliner Gewerkschaftskommiffion. Für die ausgesperrten Glasarbeiter gingen bei uns folgende Be Wir erwarten treten. Ferner bitten wir, wo unsern Freunden die Anzeigen der Kölner Jnnung zu Gesicht fommen, die betreffende Nummer an Richard Rösch, wohnhaft Salt bei Köln, Eintrachtstr. 22, 3. Etage, einzusenden. " Der Kongreß, in Erwägung, daß die Wahlen eins der Mittel sind, um die Organisation des Proletariats im Klassenkampf und zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu fördern, und daß die Die Zahlstelle des Verbands der Zimmerer in Köln. Eroberung des allgemeinen Wahlrechts eine notwendige Vorbedingung Streifpoftenftehen. Bei einem Ausstand in Buschmühle bei ist, um dieses Resultat zu erreichen; beschließt: daß die Partei bei Stolberg( Rheinland) hatte der dortige Bürgermeister die den kommenden Wahlen selbständig auftreten und die VerStreitposten von der an der Fabrit vorbeiführenden Landstraße durch fassungsrevision zur Erreichung des allgemeinen Wahlrechts in den träge ein: den Polizeidiener entfernen lassen und sechs, die nicht fortgehen Bordergrund stellen wird; wo sie bei Stichwahlen zu wählen hat Aufgelöster Stattlub Ramsch" 4,90. Vergolder 100,- Filiale Strelit, wollten, wegen Störung der öffentlichen Ordnung zur Anzeige ge zwischen Befürwortern und Gegnern der Verfassungsrevision, hat Bergolderverband 30,- Wertabteilung 10,-. Strumpffabrit Landree 10, bracht. Das Stolberger Schöffengericht sprach die Leute frei. Auf fie für die ersteren einzutreten. Abweichungen von dieser Regel können Textilarbeiter 65,- Holzarbeiter- Berbans 500,- Döbelfabrik Leunig die von dem Amtsanwalt eingelegte Berufung schloß sich die StrafPorzellanarbeiter Verband( Filiale Berlin II) 50, Droschkentutscher 50,-. Buchbruckerei Billig Nacht. 7,50. Steinbruder von fammer in Aachen dem ersten Urteil an mit der Begründung, daß Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, den letzten Satz Aleffel u. Sohn 10,-. Centralverband der Maurer, Verwaltungsstelle das Streikpostenstehen ohne besondere Ausschreitungen nicht strafzu streichen, worauf die Resolution mit fast allen Stimmen an- 1 Berlin, 500,- Centralverband der Schmiede, Verwaltungsstelle Berlin bar sei. nur stattfinden nach Berständigung mit dem Barteivorstand." 20,85 Die Gchnsucht nach dem ZnchthanSgesetz. SlnS Freiwaldau wird uns geschrieben: In den.Berliner Neuesten Nach- richten� klagte vor kurzem ein schlesischer Fabrikant über un- botmäßiges Verhalten seiner Arbeiter. Er fordert, um.Herr im Hause" sein zu können, ein Z u ch I h a u s g e s« tz. Da der verehrte Artikelschreibcr es vergessen hat. in seinem Artikel die Bezeichnung und den Sitz seiner Fabrik anzugeben, so wollen wir dies nachholen. Es� handelt sich um die Schlesische Dachstein-Falzziegel-Fabrik Aktiengesellschafl in Freiwaldau{Niederschlesien). Und was haben die Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Firma unternommen? Nun, sie haben sich zum weitaus größten Teil dem Verbände der Fabrik- Land- und Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen Deutschlands an- geschlossen, um gerade bei der Firma gegen das elende gedrückte Verhältnis der Arbeiter anzukämpfen. Als der Vor- sitzende der Freiwaldauer Verwaltungsstelle dieses Verbands blos wegen seiner Zugehörigkeit zum Verbände entlaiien wurde. Protestierten die Arbeiter dagegen, zu einem Streit ist eS nicht ge kommen, weil die Geschäftslage zu ungünstig war. Und darum nun Räuber und Mörder I Daß übrigens die Freiwaldaner Arbeiter und Arbeiterinnen alle Ursache haben, sich ihrem Verbände anzu schließen, beweist die Thatsache, daß in vergangenen Jahren beim Eintreten der kalten Jahreszeit regelrecht der Direktor Sturm, der Leiter des Unternehmens, Lohnabzüge machte, so daß Famrlienväler die schwere Arbeit zu leisten hatten, mit einem Wochenlohn von kl M. nach Hause gingen. Die Arbeiter sind weiter so anmaßend. daß sie Frühstücksstuben und Klcidcrräume verlangen, jetzt liegen die Kleider in allen Ecken der Fabrik und aus dem Hose herum DoS ist der Mann, der noch Sehnsucht nach einem Zuchthaus- gesetz hat. Käme ein Arbeiter zu dem Herrn, ihm seine Lage schildernd, so würde er gewiß mit einem Achselzucken antworten: »Wem eS nicht paßt, der kann gehen!" Ausland. Norwegischer Gewerkschaftskongreß. Die.Landsorgani- sation der norwegischen Gewerkschaften" hielt zu Ostern in Christiania ihre Landesversammlung ab. Durch tlv Delegierte waren 9 Centralverbände, 28 Lokaiorgonisationcn aus Christiania und 36 Lokalorganisationen aus den Provinzen vertreten. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die gewerkschaftlichen Organi- sationen erfreuliche Fortschritte gemacht haben.— Um eine einheit- liche und planmäßige Agitation zu ermöglichen, wurde bc< schlössen, daß die verschiedenen Gewerkschaften ihre AgitationS- gelber zusammenschießen und dann die Agitation gemeinschaftlich betreiben sollen. In dem weitgestreckten Lande sind die Agitations- touren mit so großen Reisekosten verknüpft, daß dadurch die einzelnen Gewerkschaften zu sehr belastet werden.— Ferner wurde beschlossen, daß in Verbindung mit den Vorständen der verschiedenen Gewerk- schasten eine Vereinheitlichung der statistischen Auf- nahmen herbeigeführt werden soll� wie sie beim.Gesamtverband der dänischen Gewerkschaften" besteht. Zum Vorsitzenden und Geschäftsführer wurde an Stelle deS bisherigen Vorsitzenden D. Jensen der Maler A. P e d e r j e n gewählt und sein JahreSgehalt auf 1800 Kr. festgesetzt. Sociales. Die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses in Halle scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die dortige Polizei- Verwaltung erläßt eine Bekanntmachung, nach der bei ihr von 689 Ladenmhabern folgender Antrag eingereicht worden ist:«Die unterzeichneten Inhaber offener Verkaufsstellen{mit Ausnahme der Händler mit NahrungS- oder Genußmitteln, sowie mit Ausnahme der Blumen- oder Cigarren-Specialgeschäfte) in der Stadt Halle a. S. beantragen hiermit beim Herrn Regierungspräsidenten zu Merseburg die Herbeiführung des Achtuhr-LadenschlusseS an den fünf ersten Wochentagen und des N eu n u h r- L a d e n- schlusses an den Sonnabenden und Vortagen der Feste." Ein gleichartiger Antrag ist, wie es in der Bekanntmachung weiter heißt, auch von den Ladeninhabcrn der Lebensmittel- blanche eingegangen. Geheime Vehme. Der„Magdeburger Droguistenverein' sendet, bevor eines seiner Mitglieder einen Angestellten engagiert. an den letzten Prinzipal desselben eine» Fragebogen, der 39 Fragen enthält. Unter diesen befinden sich Fragen nach der„moralischen Führung", nach dem Grund des Austritts, nach dem Benehmen nach der Kündigung. Ferner wird der Herr Prinzipal gefragt, ob er Beweise über Unredlichkeiten oder auch nur Verdacht hege.' So geht die Fragestellung weiter bis in alle Einzelheiten über das Verhalten deS betreffende» Angestellten bei und außer der Arbeit. Dieses Cirkular ist für zahlreiche Angestellte selbstverständlich gleichbedeutend mit dem Nichtengagement; es ist nichts, als eine schwarze L i st e, die für ihn um so verderblicher wirkt, als ihm natürlich der Grund seiner Zurückweisung nicht mitgeteilt wird. Die diesjährige Konferenz der Zentralstelle für Arbeiter- WohlfahrtS-Einrichtungen wird am 6. und 7. Mai im SitzungS- saal der Gcmeindcbevollmächtigten im Rathanse in München statt- finden. Auf die Tagesordnung steht die Fürsorge für die männliche schulentlassene Jugend und zwar sollen im Specicllen die Thätigkcit der Arbeitgeber und der Vereine auf dem Gebiete der Jugendfürsorge behandelt werden. Die Vorberichte sind verfaßt von Professor Dr. Albrecht, Groß-Lichterfelde, Alkolb, Geschäftsführer des Wohl- fahrtsvereinS der Württembergischen Metallwarenfabrik in Geislingen, Generalsekretär Dr. Pieper in M.-Gladbach, Pastor Fritsch-Berlin und Benefiziat Sittlec-Münchcn. Gccichks�Icitunlg. Ein Abcntcncr auf der Polizeiwache beschäftigte gestern wieder einmal in vierstündiger Verhandlung die erste Strafkammer des Landgerichts I. Der wegen Widerstands gegen die Staats- gewalt und wiffenllich falscher Anschuldigung angeklagte Bank- buchhalter Wilhelm H a r t f i e l kann dieses Abenteuer als die Folge eines Zwischenfalls beim Skatspiel betrachten. Er saß an jenem Tage mit mehreren Herren in einer Restauration der Wallner- theater-Straße beim Skatspiel und bekam Streit mit einem Partner, der ihm angeblich in die Karten geguckt haben sollte. Der Wirt bemühte sich vergeblich, die Streitenden auseinander zu bringen. Der Angeklagte benahm sich so unpassend, daß man handgemein ivurde und auf ihn losschlug, und der Wirt sah sich schließlich genötigt, den Störenfried gewaltsam aus dem Lokal zu befördern. Er kehrte bald mit dem Schutzmann Neinecke zurück und verlangte kategorisch die Feststellung der Personen, die ihn geschlagen haben. Er begnügte sich dann nicht dannt, verlangte vielmehr in lautem Tone noch allerlei von dem Schutzmann und wurde schließlich gegen diesen so ans- fallend, daß der Beamte ihn zunächst ennahnte, sich ruhig zu verhalten und schließlich, als er sehr laut wurde, ihn nach der Woche des 22. Polizeireviers in der Holzmarktstratze sisiieren wollte. Nachdem der Angeklagte unterwegs dem Schutzmann noch verschiedene erregte Vorhaltungen gemacht hatte, ersuchte er ihn, von der Sistierung Abstand zu nehmen und die Sache auf sich beruhen zu lassen, der Schutz- mann lehnte dies ab und nun nahm der Angeklagte die Gelegenheit wahr, Reißaus zu nehmen. Durch Zufäll fing ihn aber der Schutzmann wieder ab, faßte ihn nunmehr am Ann und führte ihn so auf die Polizeiwache. Nach der Behauptung des Schutzmanns hat er unterwegs versucht, sich loszureißen und dabei zu dem Beamten gesogt:„Lassen Sie mich los. sonst schlage ich Sie mit meinem Stock!" Me es ihm auf der Polizeiwache angeblich ergangen sei, hat er in einer Beschwerde an den Polizeipräsidenten, die die Unterlage der Anklage bildete, geschildert. Er behauptet, daß er von dem Schutzmann ohne Grund arretiert und in nachdrücklichster Weise am Arm gepackt worden sei. Auf der Treppe habe ihn der Schutzmann im Genick gepackt und kräftige Püffe versetzt, die er sich nicht habe gefallen lassen wollen. Oben habe der diensthabende Wachtmeister den Schutzmann in wegwerfendem Tone gefragt, was er da für einen„Burschen" bringe, und darüber sei es zwischen ihm und dem Beamten zum Konflikt gekommen, da er sich eine solche Beleidigung verbat. Der Wachtmeister habe dann angeordnet, daß er in die Zelle gebracht werden solle, man habe aber auf seine Bitte wieder davon Abstand genommen. Als dann einer der in der Wachtstube Skat spielenden Schutzleute über ihn die Aeußerung gemacht:„Wer weiß, wo Sie schon gesessen haben", habe er sich dies wieder nicht §efollen lassen wollen und da habe ihm ein Schutzmann einen au st schlag in das Aug« gegeben und angeordnet .Schmeiß: ihn doch in die Zelle I" Das sei dann auch erfolgt. Auf dem Gange noch der Zelle habe er von h i n t e n so heftige Schläge bekommen, daß er lauteS Schmerz e'nSgeschrei, was jeder habe hören müssen ausgestoßen, dann habe man ihn gewaltsam in die Zelle geschoben Am nächsten Morgen habe er den Reviervorstand, Polizeilieutenant Palm, aufgesucht, um sich bei ihm zu beschweren, er habe aber davon Abstand genommen, da der Lieutenant dies als „Mumpitz" bezeichnet habe, und habe eS vorgezogen, sich direkt bei dem Polizeipräsidenten zu beschweren.' Polizeihauptmann Guerecke hat dann umfangreiche Vernehmungen stattfinden lassen und sein Augenmerk darauf gerichtet, daß eS nicht so aussehe. als ob irgend etwas vertuscht werden solle. Er war besonders scharf in seinen Vernehmungen, da es sich um ein Revier handelte in welchem schon einmal ein Schutzmann wegen Miß- Handlung verurteilt worden ist. DaS Ergebnis war. daß die jetzige Anklage gegen den Beschwerdeführer erhoben wurde Der Angeklagte blieb vor Gericht beharrlich dabei, daß seine Be Ichwerde durchaus den Thatsachen entspreche, und berief sich auf einige Zeugen dafür, daß er unmitlelbar nach dem Vorfall die blauen Flecke am Auge und die Druckflecke am Arm gezeigt und gesagt habe, daß er auf der Wache geschlagen worden sei. Demgegenüber bekundeten zwölf als Zeugen vernommene Schutzleute übereinstimmend, daß der Angeklagte nicht mißhandelt worden sei und auch keine Schmerzensruse ausgestoßen habe. Er habe laut lärmend das Wachtlokal betreten, dort gedroht, mit dem Stocke zu schlagen und auch mit dem Stocke heftig auf den Tisch geichlagen. Richtig sei eS, daß der Wachtmeister das Wert .Bursche" habe fallen lassen und daß auch schließlich die Rede Wendung gebraucht ivorden sei:„Schmeißt ihn in die Zelle", Alle sonstigen Behauptungen des Angeklagten seien unwahr; bei seinem Verhalten sei die Uebersührung in die Zelle durchaus gerechtiertigt gewesen. Der Angeklagte unterließ fast bei keinem der vernommenen Schutzleute die dringende Bitte,„doch die Wahrheit zu sagen", da ja jeder von ihnen gesehen hoben müsse daß er geschlagen worden und auch seinen Schmerzens icheei unbedingt gehört haben müsse. Die Schutzleute blieben aber bei ihren gegenteiligen Auslagen Auch Polizeilieutenant Palm bestritt entschieden, dem Angeklagten gegenüber das Wort„Mumpitz" gebraucht zu haben, — Mehrere Zeugen gaben es als leicht möglich zu. daß der An- geklagte die Verletzungen schon bei dem Handgemenge im Restaurant erhalten baben könne.— Noch den Ergebnissen der Beweis- aufnähme beantragte Staatsanwalt H e I l w i g die Verurteilung deS Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis,' Rechtsanwalt Dr. S ch w i n d t hielt dagegen nicht nachgewiesen, daß die in der Be- schwerde aufgestellten Behauptungen des Angeklagten objektiv falsche waren denn immerhin sei doch die eine von ihm behauptete Be> leidigung durch Anwendung des Wortes„Bursche" zugegeben und es sei auch nicht anzunehmen, daß bei einem solchen Renconkre die Schutze Teilte sich einer besonderen Zartheit befleißigen werden. Jedenfalls könne nian nach der subjektiven Seite hin annehmen, daß der Angeklagte von der Richtigkeit seiner Angaben überzeugt gewesen sei — Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten nur wegen Wider stands zu einer Woche Gefängnis und sprach ihn von der w i s j e n t l isch f a l s ch e n A n s ch u l d i g u n g frei. Der Gerichts Hof nahm zu seinen Gunsten an, daß er die Vorgänge, die auf der Kneipe und im Wachtlokal passiert sind, vermischt und ver- quickt und daß ihm bei Abfassung der Beschwerde das Bewußtsein von der Unrichtigkeit der Thatsachen nicht innegewohnt habe. Aus den Verhandlungen des Frcimacher- ProzcssrS in Elberfeld ist folgende Bekundung des Zeugen Kriminalkommissars, Koch{Düsseldorf) interessant: Bei Beginn der gegenwärtigen Unter- suchung habe er sich zu der Angeklagten Dieckhoff begeben und sich dieser als Oberstabsarzt a, D. Dr. Hoppe aus Minden vorgestellt. Die Frau erzählte ihm: Ihr verstorbener Mann habe sich mehrfach mit Frei- machen beschäftigt. Ihr Mann habe hauptsächlich die Schtvgche» der Militärärzte benutzt und die jungen Leute dort hingesandt, wo will- fährige Aerzte die Aushebung besorgten. Der Staat verschulde eS selbst, daß sich die Militärärzte zur Freimocherci her- geben. Diese können doch nicht mit 800 M. JahreSgehalt als Offiziere leben. Noch zuLcbzeitcn ihres Manns sei sie einmal von einer 'rau Oberstabsarzt besucht worden. Diese habe sie gebeten, ihren influß geltend zu machen, daß ihr Mann den Oberstabsarzt nicht ferner in seiner Wohnung besuche. Diesem Oberstabsarzt hätten sie einnial einen Waggon Kohlen gesandt. Das Gespräch sei auch auf Strucksberg gekommen. Frau Dieckhoff sagte: Man braucht durch« aus nicht alles zu sogen. Strucksberg scheint an„Maulfechterei" gelitten zu haben, sonst hätte nian ihm und seinen Mitangeklagten nichts anhaben können. Wenn man den Mund halte, sei nichts zu befürchte». Ihr Schivager Wilhelm Dieckhoff. der auch„Frei- macherei" betrieben habe, sei bedeutend schlauer als ihr Mann gewesen, derselbe sei auch freigesprochen worden.— Präs.: Hatten � ie den Eindruck, daß die Dieckhoff die Wahrheit sagte?— Zeuge: Vollkommen, die Dieckhoff. die ungemein fließend sprach, schien mich für eine» Militärarzt zu halten, der ebenfalls in die Untersuchung verwickelt sei, deshalb sagte sie wohl auch: wenn man den Mund halte, sei nichts zu befürchten. Sie wollte mich augenscheinlich beruhigen.— Präs.: Nun, Frau Dieckhoff. was sagen Sie dazu?— Angekl.: DaS, waS der Zeuge hier bekundet hat, ist in» allgemeinen richtig, ich habe aber demselben lediglich das erzählt, was ich von meinem Manne gehört hatte.— Präs.: Wußten Sie, wer der Herr sei?— Angekl.: Ich ahnte nicht, daß eS ei» Spion sei. Der Herr stellte sich nur als Oberstabsarzt a. D. Dr. Hoppe aus Minden vor. ich zweifelte nicht an der Wahrheit dieser Angabe. Aus Elberfeld meldet uns ein Privat-Telegramm vom Freitag, daß der Arzt vr, wsä. Schulz in Köln unter dem Ver- dacht der Freimacherei verhaftet worden ist. Vevfammlunsen. Tie Lntcrnentvärter Berlins hielten am 9. d. M. in Stecherts Lokal eine öffentliche Versammlung ab, in welcher die ablehnende Antwort des Magistrats auf die von dem ArbeiterauSschuß gestellten Forderungen einer scharfen Kritik unterzogen wurde. Die betreffende Antwort lautet: 1. Der Antrag betreffend Beschaffung von UnterkunstSräumen für sämtliche Latcrnenwärter muß vorläufig abgelehnt werden. Aller Bemühungen der unterzeichneten Direktion ungeachtet waren in städtischen Gebäuden UnterkunftSräume nicht zu beschaffen, auch haben sich in privaten Grundstücken geeignete Mietsräume nicht ermitteln lassen. 2. Der Anspruch auf eine allgemeine Lohnaufbesserung erscheint als durchaus unbegründet. Wenn auch zugegeben werden kann, daß infolge der Einführung der Gasglühlicht-Beleuchtiing beim Putzen und Reinigen der Laternen gegen früher eine etwas' größere Sorg- falt beobachtet werden muß. so wird der für die Laternenwärter dadurch entstehende Zeitverlust durch die jetzt bei weitem einfachere Art des Auzündens und Löschens der Laternen zum mindesten auf- gewogen. 3. Was die Weiterzahlung der Besoldung der Laternenwärter bei event. Erkrankungen betrifft, so muß eS dem pflichtmäßigen Er- niesten der unterzeichneten Direktion unter Prüfung von Fall zu Fall überlasten bleiben, welche Maßnahmen zu treffen sind. gez. Fürst. gez. Schimming. Der Referent S o c r s ch führte der Versammlung vor Augen. wie hartnäckig sich die betreffende Behörde jeder in den letzten Jahren gestellten Forderung der Anzünder entgegenstellte, wie be- sonders bei der letzten Forderung der UnterkunftSräume und der allgemeinen Lohnaufbesserung die oberste Behörde sich mit den technischen Leitern im Beleuchtungswesen in Widerspruch setzte. Die technischen Leiter erkennen die Forderungen als berechtigt an und befürworten dieselben. Tie Gasdeputation lehnt dieselben aber mit nichtssagenden Einwendungen ab. Redner ermahnt die Ver- sammelten, an den gestellten Forderungen festzuhalten, bis die- selben zur Durchführung gelangt sind." Auch von den nachfolgenden Rednern wird die ablehnende Antwort in scharfen Worten getadelt und dabei erwähnt� wie bei einer Unterredung mit einem Anzünder der Herr Stadtrat Namslau sagte: Glauben S:e sicher, mir liegt das Wohl eines jeden Arbeiters am Herzen l Warum liegt nun nicht einmal die Gesund- heit der Anzünder dem Herrn Stadtrat Namslau am Herzen, die glaubwürdig behaupten, ihre Erkrankungen sich meist aus den frei- liegenden Sammelplätzen zugezogen zu baben. Wenn gesagt wird, daß sich in öffentlichen und privaten Gebäuden iolche Räume nicht beschaffen ließen. so baue man Buden auf öffentlichen Plätzen, wie eS die Anzünder in ihrer Forderung auch verlangt haben.— Geradezu unbegreiflich erscheint die Ablehnung der Lohnaufbesserung. Wenn dieier gegenüber angegeben wird, das Anzünden und Lolchen der Laternen erfordere jetzt weniger Zeit als früher, io ist d-es gerade Gegenteil der Fall. Es brauchen nur einige Flammen zu versagen oder durchzuschlagen, was sehr oft vor- kommt, so muß erst die Leiter geholt werden, und das Anzünden dauert dann statt einer halben vielleicht eine ganze Stunde. Und wie steht«S nun mit der Nachlrube, welche die Anzünder im Sommer doch fast gänzlich entbehren müssen. In jedem Fabrikbetrieb wird die Nachtarbeit besser bezahlt als die Tagesarbeit, bei den Anzündern aber nicht. Wie kann man d-nn verlangen, daß die Anzünder, die deS Nachts auf dem Posten sein müssen, nun bei Tage noch ge- nügend Kraft besitzen, ihrer Nebenbeschäftigung nachzugehen; das können sie doch wiederum nur auf Kosten ihrer Gesundheit. Wenn Herrn Stadtrat Namslau das Wohl der Anzünder wirklich am Herzen liegt, so sorge er dafür, daß die Anzünder besser besoldet tverden. denn bei einem Lohn von 60— 75 M. pro Monat kann eine Familie unter heuligen Verhältnissen doch kaum noch vegetieren. Die Lalernenlvärtcr protestieren ferner dagegen, daß jedesmal, wenn die Anzünder Forderungen stellen, man dieselben darauf hin- weist, daß in kürzester Zeit die Laternenwärter doch über- flüssig werden durch sogenannte Fernzünder-Einrichtnngen. Die Laternenwärler wissen ganz genau, daß es der Technik niemals gelingen ivird, eine Maschine zu erfinden, welche die Laternen selbstthätig putzen und bei eintretendem Frost auch austauen kann. Folgende Resolution fand einstimmige An- »ahme:„Die heute versamnielten Laterncnivärter Berlins erklären, sich mit der Antlvort des Magistrats auf ihre gerechten Forderungen nicht zufrieden geben zu können. Dieselben beauftragen den Ar- beiterauSschutz. die gestellten Forderungen mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zur Durchführung zu bringen." Der Arbeiter- auSschuß der Laternenwärter hat beschlossen, nunmehr bei dem Herrn Oberbürgermeister Kirschner vorstellig zu werden. Etwa Tchuhmachcrmeister{Jnmmgsmeister) und etliche Besohlanstalts-Besitzer waren Donnerstag bis spät nach Mitternacht in Dräsels großem Festsaal. Neue Friedrichstraße, versammelt, um über die Annahme oder Ablehnung des aufgestellten Lohntarifs Be- schluß zu fassen. Nachdem der Obermeister V i e r b a ch diese außerordentliche Generalversammlung erösinet, erteilte er zunächst dem Meister Rothbarth das Wort. der in längerem Vortrag ausführte, daß sich die Gesellen in derselben traurigen Lage wie ein großer Teil der Meister befinden, eine Aufbesserung der Preise und Löhne sei unbedingt geboten, die Gesellen müßten täglich einen Thaler verdienen, das beanspruche heute schon jeder ungelernte Arbeiter. Der aufgestellte Tarif halte sich in mäßigen Grenzen, da man darauf Rücksicht genommen, daß man es nicht nur mit den besser Situierten zu thu'n. sondern auch mit der großen Masse, den Arbeitern, die ans gutes Schuhzeng halte. Nachdem noch etwa zwanzig Redner, darunter mehrere vom Gesellenausschuß, zum Worte gekommen und einige Besohl- anstaltS- Besitzer geltend zu machen suchten, daß sie die im Tarif aufgestellten Lohnsätze unmöglich innehalten könnten. wurde der Lohntarif mit allen gegen die Stimme eincS Besohlanstalts- Besitzers angenommen. Der Mindestwochcnlohn für de» Gesellen ist 20 M. bei lOsiündigcr täglicher Arbeilszeit. der Stundenlohn auf 40 Pf. festgesetzt. Jeder Geselle für„Matz- arbeit" bekommt einen Mindestlohntnrif und darf nicht unter den darin festgesetzten Löhnen arbeiten. Viele Tausende Plakate sollen seitens der Innung unter der Berliner Bevölkerung verteilt werden, Ivorin dieselbe aufgefordert werde, nur auf gute Schuhwaren ihr Augenmerk zu richten, damit der Ausspruch„billig und schlecht" auf letztere in Berlin keine Anwendung mehr finden könne. Sociale Nechtspflegr. Die nicht nenucnSwerte Unfallsolge. Der Ziegelei-Arbeiter Bröckel hatte durch einen Betriebsunfall ein und ein halbes Glied deS linke» Zeigefingers verloren. Die Ziegelei- BerufSgenossenschast lehnte eS jedoch ab, B. eine llnfallrente zu gewähren, indem sie annahm, der Verletzte sei nur in„wirtschaftlich nicht meß- barer" Weise in seiner Ermerbsfähigkcit beschränkt. Da- gegen gewährte sie für einige Zeit monatlich vier Mark lliiterstützung. B. legte Berufung ein und wandte sich, als das Rechtsmittel verworfen wurde, an daS Reichs» Ver- ' i ch e r u n g s a m t. Dieses hatte nicht nur über die Erwerbs- Unfähigkeit zu befinden, sondern auch über einige formale Bedenken. Der Senat ging aber auf letztere nicht ein. sondern wies den Rekurs mit der Begründung zurück, daß der Anspruch deS Verletzten auf keinen Fall anerkannt werden köunte. Die ärztlichen Gutachten, auf die es ankomme, stimmten darin üoerein. daß B. nur etwa um 5 Proz. in seiner Erwerbs- fähigkeit beschränkt sei, da eS sich um den linken Zeigefinger eines Rechtshänders handle. Für solche„nicht nennenswerten" Schädigungen brauchten die Berufsgenossenschaften Unfallrcntcn n i ch t zu gewähren._ Uchte Llachcichkett und Vcpefchen. TyphuS im Heere. München, 12. April. Die„Korrespondenz Hoffmann" meldet amtlich: Beim 2. Bataillon des in Metz garnisonierenden bayerischen 8. Jnfanterie-RegimentS traten seit Ende vorigen Monats gleich- artige fieberhafte Erkrankungen in großer Zahl auf, die nach ihrem Verlauf als Unterleibstyphus bezeichnet werden müssen. Die Epidemie hat in den letzten Tagen großen Umfang angenommen, o daß die als Typhus festgestellten Zugänge am 12. dieses Monats die Zahl von 260 erreichten. Das Bataillon ist anf Fort Manteuffcl untergebracht, in dessen Umgebung unter der Civilbevölkernng Typbus nicht selten vorkommt. Eine im benacbbarten Scblosie Grimont untergebrachte Abteilung des gleichen Bataillons, welche andres Trinkwasser bezieht, ist bisher von dieser Krankheit verschont geblieben. Für die Pflege der Erkrankten, wie gegen die Wcitervcrbreitung der Seuche wurden die unifaffcndsten Maßnahmen getroffen._ Frankfurt a. M., 12. April.(SB. T. B.) Infolge starker Regengüsse in Unterfranken steigt der Main weiter. Hier sind die Maininsel und die vorderen Uferstellen überschwenunt. Wie die Abendblätter melden, ist der Rhein bei Mainz sowie bei Bingen oberhalb des Dorfs Gaulsheim Über seine Ufer getreten und hat an letzterer Stelle das ganze Wiesengclände mehrere Kilometer weit überschwemmt. In Bingen dringt das Wasser in die tiefer gelegene» Keller. DaS Wetter ist noch immer regnerisch. Marseille, 12. Slpril.(©. H.) Im hiesigen Hafen wird wieder voll gearbeitet. Die zur Verstärkung herbeigezogenen Militärtruppcu und die Gendarmerie haben die Stadt wieder verlassen. Belgrad, 12. April.(W. T. B.) Nach der am 31. Dezbr. 1900 stattgehabten Volkszählung beirug die Einwohnerzahl Serbiens 2 636 066. Die Bevölkerung hat in den letzten fünf Jahre» hiernach um 181 286 Einwohner zugenommen. Belgrad hatte nach der letzten Zählung 70516 Einwohner. Verantwortlicher Redacteur- Heinrich Wetzker m Gr.-Ltchterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu% Beilagen. Nr. 86. 18. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. April 1901. März Unterm neurffen Kurs. 2. Reichenbach i. V. 50 M. Geldstrafe Genosse Martin wegen Beleidigung eines Stadtrats. 4. Weißenfels. Wegen Beleidigung von Streifbrechern der Arbeiter Lachmann 4 Tage Gefängnis. 5. Stettin. Genosse Herbert 300 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Stadtverordneten. leidigung eines Fabrikanten. Beschluß unserer Organisation festgesetzten Lohn- und Arbeits- Auf eine Anregung verspricht Legien, daß die Generalbedingungen stritte innezuhalten. tommission die Gewerkschaftskartelle ermahnen wird, in der Agitation Der Verbandsvorstand wird beauftragt, diese Angelegenheit für die am Ort schwach gestellten Organisationen mehr als bisher ganz energisch zu verfolgen und den Mitgliedschaften die nötigen zu thun. wird Zur Berücksichtigung Anweisungen zugehen zu lassen. dem Vorstand Vorstand ein Antrag Im Anschluß hieran referierte Baeplow über den Bau- Hamburg überwiesen, der besagt, daß sofort eine Statistit arbeitersuz. Er tadelte es, daß in so vielen Gegenden über Lohn- und Arbeitsverhältnisse, fowie über besondere Bauarbeiter Schugkommissionen gebildet sind. Solche polizeiliche und sonstige Strafverfügungen, die aus der beruflichen Sonderorganisationen schaden oft mehr, als sie nügen; es sei des- Thätigkeit entstanden sind, aufzunehmen und das daraus gewonnene halb 6. Striegan. 30 M. Geldstrafe Genoffe einzel wegen Be- bab besser, daß die Organisation selbst an allen einzelnen Orten Material zu einer Broschüre zu verarbeiten sei. den Bauarbeiterschutz betreibt. Die hiermit beauftragten Der Vorstand soll zu geeigneter Zeit, mindestens aber vor AbKollegen müßten in enger Fühlung mit den leitenden Personen der lauf des Jahrs 1902 ein Flugblatt über ganz Deutschland verbreiten, Organisation bleiben. Redner schlug folgende Resolution vor: um eine durchgreifende Agitation zur Aenderung der§§ 37 und 76 der Gewerbe- Ordnung und der§§ 319 und 320 des Meichs- Sirafgesetzes unter Bezugnahme auf§§ 315 und 18 a au ermöglichen. Die abgeänderten Statuten treten am 1. Juli d. J. in Kraft. Folgende Resolution wurde angenommen: Diejenigen VerbandsDer Verbandstag spricht ohne jede Einschränkung aus, daß, mitglieder, die bei Besetzung der auf Grund der sogenannten Artrotz der inzwischen erlaffenen Geseze und Polizeivorschriften, der beiterschutzgeseze bestimmten Stellen von der organisierten Arbeitervon den Arbeitern mit vollem Recht geforderte Schutz im wesentschaft gewählt werden, haben sich als Beauftragte ihrer Wähler zu lichen nicht gefördert worden ist. Die Mißstände auf Bauten be- fühlen und nach den von der Organisation derselben gefaßten Be stehen noch in vollem Umfange, und die Unfälle infolge jedes schlüssen zu handeln. Mangels an Schutzvorrichtungen auf den meisten Bauten haben Damit find die Verhandlungen beendet. Nach den üblichen sowohl an Bahl als an Schwere zugenommen. Dant- und Abschiedsworten schließt der Vorsitzende Schumann die Generalversammlung mit einem Hoch auf den Centralverband. が " " " 1 " " Schweidnitz. Genosse cheer 10 M. Geldstrafe wegen Störung der Sonntagsruhe. Frankfurt a. M. Vier Wochen Gefängnis Genosse Bielowski wegen Beleidigung des Vorsitzenden der Ortsfrankenkasse in Bilbel. Betschau. Wegen Verübung groben Unfugs zwei Genossen je 9 M. Geldstrafe. Dresden. Genosse Riem 20 M. Geldstrafe wegen Beleidi gung eines Buchdruckerei- Besizers. Magdeburg. 15 M. Geldstrafe Genosse( Pokorny wegen Vergehens gegen§ 110 des Str.-G.-B. Görlig. Ofensetzer Walter wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 20 M. Geldstrafe. Berlin. Genosse Litfin 30 M. Geldstrafe wegen Be leidigung eines Gendarmen. Uuna. 5 Genossen je 15 M. Geldstrafe wegen Vergehens gegen das preußische Breßgefeß. 8. Halle. Maurer Schubert wegen Beleidigung eines Meisters 3 Wochen und 5 Tage Gefängnis. 11. Bein. Wegen Beleidigung eines Amitsvorstehers 60 M. Geld " strafe. Striegau. Genoffe einzel 15 M. Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. 12. Naumburg. Drei Monate Gefängnis Genoffe WoIsdorf Halle wegen Beleidigung der katholischen Geistlichkeit. 13. Hamburg. Wegen Mißhandlung eines Streitbrechers drei Werftarbeiter 6 Wochen, 2 und 9 Monate Gefängnis. Dortmund. 200 M. Geldstrafe Genosse Bredenbed wegen Beleidigung des Verlegers Lensing. " " 15. Bamberg. Genosse Straub 50 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. Hamburg. 2 Monate Gefängnis ein Tapezierer wegen Vergebens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Halle. Die Maurer Graf und März 4 beztv. 3 Monate Gefängnis wegen Mißhandlung eines Streifbrechers. 18. Altona. " 6 bezw. 3 Monate Gefängnis die Genossen Thomas und Tölge wegen Majestätsbeleidigung. 19. Verden. Genoffe Dittmann Bremerhaven wegen Beleidigung der Polizeibehörde 150 M. Geldstrafe. Der sechste Verbandstag des Centralverbands der Maurer Deutschlands hält fest an der Resolution, die auf dem ersten Bauarbeiterschutz- Kongreß bchufs Schaffung wirklichen Arbeiterschutes beschlossen worden ist. Der Verbandstag verpflichtet daher aufs neue die Kollegen, mit Umficht und Nachdruck für die Durchführung des von der Bauarbeiterschaft Deutschlands geforderten Arbeiterschutzes einzutreten. Ueber die Agitation referierte Bömelburg. Vor vier Jahren hat der Maurerverband auf dem Kongreß in Gotha die Einfegung eines Generalbevollmächtigten beschlossen, dem die Aufgabe zugewiesen wurde, über den Fortgang der allgemeinen Bewegung zu wachen und den Kollegen an den einzelnen Orten mit Rat und That zur Seite zu stehen. Referent ist der Ansicht, daß die Voraus setzungen, unter denen jene Einrichtung geschaffen wurde, heute größtenteils in Wegfall gekommen find, insbesondere infolge der Aufhebung des Verbindungsverbots für politische Vereine. Aus diesem Grunde sei die Institution des Generalbevollmächtigten für den Verband als aufgehoben zu betrachten. Die durch den Generalbevollmächtigten errichteten Agitationstommiffionen feien gleichfalls aufzuheben. Um aber auch in Zukunft die Agitation für den Verband wirksam betreiben zu können, schlägt Bömelburg vor, das Gebiet des Deutschen Reiches in Gaue oder Bezirke zu teilen und für jeden Bezirk einen Vorstand aus den dem Bezirk angehörenden Zahlstellen zu wählen, der dem Verbandsvorstande unterstellt ist. 20. Halle. Bäcker Neymann 6 Wochen Gefängnis wegen Be- Jahre eine Einnahme von 5861 Stronen, eine Ausgabe von Teidigung eines Maurermeisters. Die Diskussion über alle drei Referate wurde vereinigt. An derselben beteiligte sich auch der Vertreter der öftreichischen Bruder organisation Kilian aus Karlsbald, der einige interessante Aufschlüsse über die östreichische Bewegung gab. Der dortige Berband umfaßt neben den Maurern auch Bauarbeiter, Zimmerer und Hilfsarbeiter, er zählt nur 2000 Mitglieder und hatte im letzten 5393 Kronen. Das Hauptstreben des Verbands ist darauf gerichtet, die Kollegen davon abzuhalten, daß sie als Streifbrecher nach Deutsch zu erfämpfen. land gehen, statt in ihrer eignen Heimat menschenwürdige Zustände 11 Kiel. Wegen Beleidigung von Militärpersonen Genosse Lütjens 6 Wochen Gefängnis. Breslau. 100 M. Geldstrafe Genosse Iühs wegen Beleidigung von Postbeamten. Düsseldorf. Der Maurer offmann wegen Bedrohung eines Streifbrechers 2 Monate Gefängnis. „ Leipzig. 14 Tage Gefängnis ein Buchbinder wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. 23. Zwickau. 50 M. Geldstrafe Genosse Albert wegen Beleidigung eines Fabrikanten. Hamburg. 2 Maurer wegen Bedrohung je 30 M. Geldstrafe. 25. Elberfeld. Die Genossen Schaal und Weibezahl 1 Monat bezw. 14 Tage Gefängnis wegen Bergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung. 26. Rudolstadt. Wegen Beleidigung und Körperverlegung von Streifbrechern wurden 9 Borzellanarbeiter zu insgesamt 641/2 Monaten Gefängnis verurteilt. Rheydt. Genosse Sillier 100 M. Geldstrafe wegen Be leidigung eines Kommerzienrats. " " " Berlin. Je 3 Monate Gefängnis Maurer Kraustopf und Schlosser v. Brüsinski wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Posen. Genosse Gogowski 3 M. Geldstrafe wegen Ver gebens gegen§ 35 der Gewerbe- Ordnung.. 27. Halle. Der Arbeiter Tittelbach wegen Hausfriedensbruch 14 Tage Gefängnis. # 0 Krimmitschau. Wegen Beleidigung eines Rechtsanwalts Genosse Albert- 8widau 1 Monat Gefängnis. 29. Dresden. 200 Mart Geldstrafe Genosse Riem wegen Beleidigung zweier Offiziere. 30. Leipzig. Genosse John Berlin in der Revisionsinstanz 4 Monate Gefängnis wegen Beleidigung eines Polizei Bochum. Wegen dem gleichen Vergehen Genosse Langhorst Insgesamt wurden erfannt auf 9 Jahre, 8 Monate, 5 Wochen Insgesamt wurden erkannt auf 9 Jahre, 8 Monate, 5 Wochen Gefängnis und 1616 M. Geldstrafe. " beamten. 75 M. Geldstrafe. Berlin, den 10. April 1901. Der Parteivorstand. Die beiden von Baeplow vorgeschlagenen Refolutionen gelangten einstimmig zur Annahme, eine Resolution Brömelburg, die feine Aus: 2 Stimmen angenommen. führungen betreffs der Agitation wiedergab, wurde mit allen gegen Hierauf wählte der Kongreß zur Vorberatung der Statuten eine aus den Kollegen Dähne, Silberschmidt, Paeplow, Hartwig und Jakob bestehende Kommission. Die achte Generalversammlung des Gentralverbands aller in der Schmiederei beschäftigten Bersonen wurde am 7. April im Gewerkschaftshause zu Braunschweig eröffnet. Die Prüfung der Mandate ergab die Anwesenheit von 55 Delegierten, welche 110 Bahlstellen vertraten. Außerdem waren vertreten der Vorstand durch den Vorsitzenden Lange und den Staffierer Schreiber, der Ausschuß durch Stüwe- Stiel, die Breßkommission durch Tempel- Berlin. Als Gäste waren anwesend Hosenthin- Zürich von der Sektion der Schmiede und Wagner der Schweiz, und als Vertreter der Generalfommission Stromberg. noch " Der Bericht des Vorstands( siehe Nr. 82 des Vorwärts") gab ein günstiges Bild vom Stande des Verbands, indem besonders hervorzuheben ist, daß sich die Mitgliederzahl seit der letzten Generalversammlung mehr denn verdoppelt hat. Dennoch wurde befont, daß die Agitation reger betrieben werden müßte. Ueber den Bericht entspann sich eine sehr lebhafte Debatte die sich 10117 die Einteilung der Wahlbezirke zur Generalversammlung dreht. Der Vorstand erklärte die Maßnahmen damit, daß schon jetzt eine verhältnismäßig bohe Zahl der Dele gierten vertreten sei. Nach dem Bericht des Ausschusses wurde dem Borstand und Ausschuß Decharge erteilt. Bei Punkt Presse wurde allseitig die Haltung des Bruder Schmied" gut geheißen, nur wurde gewünscht, daß die meist ziemlich belanglosen Versammlungsberichte wegbleiben. Ein weiterer Antrag, das Format der Zeitung zu vergrößern, wurde wegen finanzieller Bedenten abgelehnt. Im folgenden Bunft Unterstützungswesen wurde zunächst die Notwendigkeit der Beitragserhöhung allgemein anerkannt, jedoch beschlossen, die Frage durch eine Urabstimmung zu entscheiden, weil die Mehrheit der Delegierten sich nicht für berechtigt hielt, über die Köpfe ihrer Wähler hinweg dieser Maßregel zuzustimmen. Leiter der Agitationsbezirke berichteten, daß ihnen von seiten des Eine sehr lebhafte Debatte erfolgte beim Punkt Agitation. Die Metallarbeiter Verbands vielfach Schwierigkeiten in der Agitation bereitet wurden. Es wurde aus diesem Anlaß folgende Resolution Das Resultat der Wahl der Vertreter für den nächsten Gewerke fchafts- Stongreß ist folgendes: Es find gewählt Silberschmidt- einstimmig angenommen: Berlin, Beyer- Leipzig, Tönnies Hannover, Zwickau und Kober Hamburg. Außerdem wird je ein Vertreter des Vorstands, des Ausschusses und der Redaktion des„ Grundstein" entsendet werden. Zweite Generalversammlung des Centralverbands der Handels-, Verkehrs- und Transportarbeiter Deutschlands. Nürnberg, 11. April. Sechster Verbandstag des des Centralverbands der Maurer und das der Agitatoren wird auf 36 Mart festgelegt. Deutschlands. Im Hinblick auf die vom Metallarbeiter- Berband beranlaßte, verwerfliche Agitation gegen den Centralverband aller in der Schmiederei beschäftigten Bersonen, hervorgerufen durch die Artikel der„ Metallarbeiter- Beitung", ferner durch die Zersprengung der Bersammlungen, welche vom Centralverband der Schmiede einberufen wurden, sowie durch die Beleidigungen, welchen den einzelnen Personen in diesen Versammlungen zugefügt wurden, beschließt die am 7. April 1901 und folgende Tage in Braunschweig tagende Generalversammlung des Centralverbands aller in der Schmiederei beschäftigten Personen, die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands durch den anwesenden Vertreter zu beauftragen, die auf dem 3. Gewerkschaftstongreß angenommene Resolution Busse dem Deutschen Metallarbeiter Verband in Erinnerung zu bringen und diesem Treiben legtgenannten Verbands ein Ende zu bereiten." d ( Schluß der Sitzung vom 10. April.) Bei Behandlung der Gehaltsfrage erklärt Thomas Magde burg, daß er nichts dagegen einzuwenden habe, wenn der Vorstand monatlich 160 m. erhalte, doch verlangt er, daß der Vorstand die Ferner ging aus den Debatten hervor, daß es in den 20 M., die er in den letzten Monaten über sein von der Kaffeler Reichslanden sowohl wie in Mecklenburg selten resp. nie möglich Generalversammlung festgelegtes Gehalt bezogen, zurückzahlen solle. war, Versammlungen abzuhalten. Es wurde sodann beschlossen, Schumann erklärt, daß die Annahme dieses Antrags ihn givingen zweds intensiverer Agitation das ganze Reich in Gaue einzuteilen, wiirde, sein Amt niederzulegen. Gewerkschaftstongreß befchloffenen Grundfäße für die Besoldung von Nachdem Legien die vom welche dann wieder in kleinere Bezirke zergliedert werden sollen. In der achtstündigen eingehenden Debatte ergriff auch der VerGewerkschaftsbeamten bekannt gegeben und vor zu großer Kleinlichkeit treter der Generalfommission, Genosse Stromberg, das Wort und gewarnt hatte, wurde das Gehalt des Vorstands auf 180, das des betonte insbesondere, daß der Verband der Schmiede eine von der Redacteurs und des Kaffierers auf je 170 Mart festgelegt. Der Generalfommission anerkannte Gewerkschaft sei, und deshalb auch Antrag Thomas wird nicht genügend unterstützt. Als 1. Vorsitzender demgemäß von den Metallarbeitern behandelt werden müßte. wurde Schumann, als Kassierer Kaßler, als Redacteur Daraufhin wurde beschlossen, einen zweiten Agitator anzustellen und Dreher, als Schriftführer Schu Isti Berlin gewählt. Iboldt. hierzu Schrader- Leipzig bestimmt. Berlin wird zweiter( unbesoldeter) Vorsitzender, Pause Berlin wird Die Unterstützungsfrage gab zu längeren Beratungen Anlaß. als Hilfstraft im Centralporstand weiter beschäftigt, dessen Gehalt Empfohlen wurde von Basner- Berlin die Einführung der Krankenunterstügung. Die Delegierten lehnten aber die dahingehenden AnDer Sitz des Ausschusses bleibt in Leipzig, zum Vorsitzenden träge ab. Zur Verwendung für lokale Aufgaben, insbesondere der des Ausschusses wird Richter Leipzig gewählt. Der Siz der Agitation, dürfen künftig die Ortsverwaltungen 25 Broz. der EinBreßkommission wird von Hamburg nach Nürnberg verlegt. Vor- nahmen zurüdbehalten. Mainz, ben 11. April. sitzender ist Bauernfeind Nürnberg. Siz des Borstandes bleibt Die Stellung zur Generalfommission wünscht Lange- Hamburg Die Diskussion, die sich an das Referat über Lohn Berlin. Die nächste Generalversammlung findet 1903 in Hamburg in der bisherigen Weise beizubehalten. Ritter- Leipzig fragt an, ob bewegung und Streits fnüpfte, ergab im großen und ganzen statt. Bum nächsten Gewerkschaftstongreß werden Schumann auch die Gelder der Leipziger Sollegen an die Generalkommission ein völliges Einverständnis mit dem Berhalten des Vorstandes, wenn Berlin, simpel- Hamburg, 8immer Breslau, Dobler- abgeliefert werden und beantragt, nachdem dies bejaht, die Beiträge auch vereinzelt darüber Klage geführt wurde, daß durch das Ein- München delegiert. Erfagleute find Dettmering und Thomas. der Leipziger nicht in Anrechnung zu bringen, da die greifen des Vorstands Streits frühzeitig beendigt wurden. Einer Zum Kapitel Rechtsschuß wird erklärt, daß die Zahlstellen Generalfommission das Leipziger Gewerkschaftskartell aus Anlaß Anregung des Vertreters der Baubilfsarbeiter, Genossen Töpfer, nach wie vor in erster Instanz Rechtsschuß gewähren können, daß des Buchdruckerstreiks von der Liste der Kartelle gestrichen hat. auf Berschmelzung beider Organisationen gegenüber verhielt sich der aber als erste Justanz" diejenige anzusehen ist, für die das Mitglied Der anwesende Vertreter der Generalkommission, Stromberg, Kongreß ablehnend; doch wurde betont, daß bei Streits mehr als aum erstenmal um Rechtsschutz bei der Zahlstelle nachsucht, gleichviel, bemerkt demgegenüber, daß die Generalfommission nicht von den bisher Hand in hand gearbeitet werden müßte. ob schon eine Verurteilung vorliegt oder nicht. Während der Leipziger Schmieden den Beitrag erhalte, fondern vom CentralBon hoher Bedeutung ist das Referat über Bauberträge Dauer nachweisbarer Krankheiten, Arbeitslosigkeit, militärischer verband. Hierauf wurde einstimmig beschlossen, das Verhältnis zur und Lohntlaufel. Uebungen sowie bei Streits von mehr als einwöchiger Daner tönnen Generalfommission beizubehalten. Der Referent Ba e plot faßte seine Ausführungen in folgender Mitglieder auf Antrag vom Beitrag befreit werden. In besonderen Die Versammlung beschäftigte sich sodann mit der Versicherung Resolution zusammen: Notfällen entscheidet darüber die Ortsverwaltung. ihrer Beamten. Von seiten der Delegierten sowohl wie von Strom In Erwägung, daß der Abschluß forporativer Arbeitsverträge Die Garantie über die Verbandstafie übernimmt die Bahlstelle, berg wird die Versicherung durchaus befürwortet und von legterem ein Ziel der Gewerkschaftsbewegung ist und in weiterer Erwägung, an deren Ort der Vorstand seinen Siz hat, zu welchem Zwede fie bekannt gegeben, daß der nächste Gewerkschaftstongreß sich mit dieser daß der Centralverband der Maurer Deutschlands mit den mit die nötigen Nevisoren aus ihrer Mitte zu wählen hat. Die lokalen Frage beschäftigen wird. Der Versicherung wurde zugestimmt, jedoch der Unternehmerorganisation abgeschlossenen Verträgen ab Ausgaben dürfen 50 Proz. der Beiträge nicht übersteigen. Als am sollen die Versicherten 1/3 des Beitrages zusteuern. gefehen von einigen Fällen günstige Erfahrungen gemacht hat, Orte zu verbleibender Bestand werden 2 M.( früher 1 M.) pro Zum Gewerkschaftskongreß delegierte man Lange- Hamburg und wiederholt der sechste Verbandstag finngemäß den im Jahre 1899 Mitglied festgesetzt. Entgegen dem Antrage Berlin wird Schmiz- Mannheim. Die Mitglieder Schrader- Leipzig und Kampsin Berlin gefaßten Beschluß. beschlossen, daß auch in Zukunft an einem Orte mehrere Ver- Hamburg gelten als Ersaßmänner. Die Zweigvereine resp. die Organe des Verbandes haben mit waltungen errichtet werden können, um den Lokalvereinen den Bei- Von den Beschlüssen der Statutenberatung sei hervorgehoben, aller Macht darauf zu bringen, daß für ihren Arbeitsbezirk mit tritt zum Verband zu erleichtern. Die Ortsverwaltung kann auf daß für die Wahl der Delegierten zur Generalversammlung auf der Organisation der Unternehmer oder, soweit solche nicht 15 Mitglieder verstärkt werden. 150 Mitglieder( bisher 50) ein Delegierter fommt; fleine Zahlstellen vorhanden sind, mit den einzelnen Unternehmern, ein Vertrag auf werden zu Wahlbezirken zujammengezogen. Bei Berechnung der bestimmte Dauer abgeschlossen wird, in dem die gesamten ArbeitsMitgliederzahl werden für jedes Mitglied 10 Beiträge pro Quartal bedingungen möglichst flar geregelt sind. zu Grunde gelegt. Die Diäten der Delegierten für die nächste Generalversamnilung werden wieder auf 8 M. festgesetzt. In Butunft sollen nicht mehr 200, sondern 500 Mitglieder einen Delegierten entfenden, mehr als Der Verbandstag erklärt weiter: Es ist unumgänglich not 10 Delegierte dürfen von einent Orte nicht entfendet werden. Als Vorort des Vorstands wird Hamburg, als Vorort des wendig, daß seitens der Verbandsleitung resp. der Zweigvereine Zur Frage der Arbeitsvermittelung wurde eine Ne- Ausschusses Kiel, als Vorort der Preßkommission Berlin bestimmt. mehr als bisher dahin gewirkt wird, daß seitens der Behörden für solution angenommen, in der nach wie vor an der gewerk- Es werden in den Vorstand gewählt: Erster Vorsitzender: öffentliche Bauten sowie auch von dem gesamten bauenden Publikum in schaftlichen Arbeitsvermittelung festgehalten und der Vorstand Lange Hamburg; giveiter Borsigender: Kamps Hamburg; ihren Verträgen mit den Unternehmern eine Lohntlaufel aufge- beauftragt wird, überall da, wo die Vorbedingungen vorhanden sind, staffierer: Schreiber- Hamburg, Schriftführer: Weigelt- Altona, Revinommen wird. In der Lohntlausel soll zum Ausdruck gebracht werden, die Errichtung von Arbeitsnachweisen zu fördern. foren: Dührtop, Saimer, Stammernuß aus Hamburg. Für die daß die Unternehmer gehalten find, die durch korporativen Arbeits- Die Ortsverwaltungen werden beauftragt, zur Belehrung und Beamten Lange, Schreiber, Schrader fette man das Gehalt auf vertrag, oder wenn dieser nicht zu stande gekommen ist, die durch Aufklärung der Mitglieder Bibliotheten zu errichten. 1800 m.( bisher 1700) fest. 8um Geschäftsführer des Ausschusses Aus der Frauenbewegung. in der " " Das wurde Stüwe- Kiel gewählt. In die Preßkommission entsandte man] Krantenanstalten Berlins unbelegt ist. Man hat früher, wenn über welche etwaige vorüberfahrende Wagen warnen sollte. Dazu Basner, Tempel. Behnke aus Berlin. Als Entschädigung der Dele- Plazmangel in den Krankenhäusern geklagt wurde, immer gesagt, war auch noch die Wagenleiter in verditaler Richtung gestellt gierten werden 10 Mt. pro Tag und freie Eisenbahnfahrt bewilligt. an freien Betten fehle es in den Krankenhäusern nie, aber die und so tam es, daß das schwer beladene Arbeitsfuhrwerk Damit waren die Beratungen beendet, und vom Vorsitzenden Lange Kranken wendeten sich aus Unkenntnis der augenblicklichen Belegungs- schnell herausrollte und gegen den gerade vorüberfahrenden wurde der Kongreß mit einem Hoch auf den Verband geschlossen. verhältnisse der einzelnen Anstalten oft nicht an die richtige Stelle Accumulatorenwagen 1951 der Straßenbahnlinie Charlotten und müßten dann manchmal stundenlang von einer Anstalt zur j burg- Schlesischer Bahnhof anprallte. Der Zusammenstoß andern fahren. Das traf jedoch nur bis zu einem gewissen Grade war außerordentlich heftig. Sämtliche Fensterscheiben des Kraftzu. Wie weit es nicht zutraf, das lehrt gerade die Thätigkeit der wagens wurden zertrümmert und die Wagenleiter des ArbeitsRettungsgesellschaft. Es ist wahr, daß die Rettungsgesellschaft durch fuhrwerks drang in das Wageninnere zwischen die Passagiere, welche Einen schmerzlichen Verlust hat die proletarische Frauen- ihre Centrale dem Kranten das Umherirren von einer Anstalt mit Glassplittern überschüttet worden waren. Mehrere Frauen fielen bewegung vor kurzem erlitten durch den Tod von Katharina zur andren erspart. Aber in dem lezten Jahresbericht der Gesell- in Ohnmacht und fast alle Infassen des Straßenbahnwagens trugen Bode, Vertrauensperson der Frauen in Kiel. schaft wird festgestellt, daß von 554 erkrankten Säuglingen, leichte Verlegungen davon. Durch das Versagen der Bremje Die Gleichheit" bringt eine furze Darstellung des Lebens und wegen welcher im Berichtsjahr die Centrale in Anspruch genommen bei dem Pferdebahnwagen der Linie Spittelmarkt- Weißensee erBirkens der viel zu früh Heimgegangenen. Die Erlebnisse bieten wurde, 94 teine Aufnahme in den Krankenhäusern folgte gestern mittag in der Neuen Königstraße, Ecke der Gollnownichts Ungewöhnliches- sie sind den Proletarierinnen in ihrer finden konnten. Es war eben für Säuglinge absolut tein straße, ein Zusammenstoß mit einem Rollwagen, bei welchen die großen Mehrzahl allzu geläufig: Not und Sorge Sorge und Platz mehr vorhanden. Auf diese Angabe des Berichts wurde auch Borderplattform des ersteren Gefährts beschädigt wurde. Not. Bemerkenswert aber ist der Charakter, welchen die Not nicht von Freudenberg in der erwähnten Stadtverordneten- Sigung hin- Personal wie die Fahrgäste der Tramway blieben unversehrt. beugte, sondern stählte, ist der Geist, den die Sorge nicht gewiesen, aber trotzdem fanden nachher freisinnige Stadtverordnete niederdrückte, sondern zu tapferem Kampfe entflammte. Durch sie den Mut, die von Herrn Kalisch in seinem Schlußwort versuchte der Gastwirtin Witwe Franke in der Lüßowstr. 8 zu Charlottenburg Einen bösartigen Kniff wendeten zwei Verbrecher an, um bei verwandelte sich das alltägliche Dasein in ein großes und schönes, Brandmartung" des Märchens" der Krankenhaus- Ueberfüllung mit einen Diebstahl ausführen zu können, welches der Eifer, die Hingabe für die idealen Ziele adelte und zustimmendem Bravo zu begleiten! Gestern nachmittag um verklärte. 2 Uhr, als die Wirtin selbst nicht im Geschäfte war, zechten die Den Wendepunkt in Katharinas Leben bildete die Bekanntschaft beiden jungen Männer und Inden auch die Schänkerin und das mit dem Genossen Bode, dem sie die politische und sociale AufZum Unterricht in der Gesundheitspflege. In dem noch Dienstmädchen zu einem Glase ein. Nach kurzer Zeit ging einer auf flärung verdankte, welche fortan ihrem Leben seinen Inhalt gab. der Genehmigung harrenden neuen Lehrplan der den Abort hinaus und zündete dort eine Menge Papier an. Als er Von ihrem heimischen Dorf nach Hamburg verpflanzt, wo sie ihren Berliner Gemeindeschule ist auch der Unterweisung in zurüdfam, folgte ihm schon der Qualm. Die Mädchen eilten angitLebensunterhalt suchte, mußte ihr reger Geist sich abmühen, die den Grundzügen der Gesundheitslehre eine Stelle an- erfüllt hinaus, um zu sehen, was es gebe, der Brandstifter hinter dunkeln und grausamen Lebensrätsel, die der Proletarierin gewiesen worden. der Proletarierin gewiesen worden. Die rührige Vereinigung für Schul- ihnen her mit dem Rufe: Es brennt, es brennt! Nachdem das der Großstadt auf Tritt und Schritt begegnen, be- Gesundheitspflege" des„ Berliner Lehrer- Ver- Papier verbrannt war, ohne weiter Schaden angerichtet zu haben, friedigend zu lösen. Sie erhielt volles Verständnis durch eins" hat das zum Anlaß genommen, eine Ausstellung verschwunden und mit ihm die Ladenkasse von 68 M. Der zurüdging man in den Gastraum zurück. Inzwischen war der zweite Gast den Freund, dem sie bald als Gattin nach Stiel folgte. Hier von beteiligte sie sich lebhaft an der proletarischen Frauenbewegung und Lehrmitteln für den Unterricht in der gebliebene Gast suchte die Mädchen zu beschwichtigen, empfahl sich gründete einen Arbeiterinnen- Bildungsverein, der unter ihrer umGesundheitslehre zu veranstalten. Die Ausstellung ist dann aber ebenfalls mit mehr als gewöhnlicher Eile. Auf der neuen fichtigen und energischen Leitung einen glänzenden Aufschwung nahm. am Freitagnachmittag in der Aula der Höheren Mädchenschule zu Spreestraßenbrüde holte man ihn ein und nahm ihn fest. Nun will Zur Vertrauensperson gewählt, widmete sie sich dem neuen Amt mit St. Georg"( Neue Königstraße 35, nahe dem Alexanderplat) eröffnet er mit der ganzen Sache nichts zu thun haben und seinen Spießderfelben Hingabe wie vorher den früheren, doch schon nach wenigen worden. Sie ist nur flein, aber sie lohnt doch einen Besuch. In gesellen gar nicht kennen. Jahren raffte der Tod die kaum Vierzigjährige dahin. erster Linie wird auf die Lehrerschaft gerechnet, und hier dürfte die Durch Absturz von einer Mauer berunglückte am Donnerstag Beteiligung in der That sehr rege sein. Gleichzeitig soll aber auch nachmittag auf einem Neubau in der Kochstraße der 42 Jahre alte Berliner Partei- Angelegenheiten. in weiteren Kreisen der Bevölkerung Interesse für die Sache erivect Maurer Otto Boffin aus der Schönleinstraße 33. Er trat in einer werden. Die Ausstellung zerfällt in drei Abteilungen: 1. Wand- Höhe von fünf Metern fehl und fiel auf eiserne Träger, die unten Die Parteigenoffen von Werder machen namentlich zur bilder, 2. Modelle, Präparate usw., 3. Lehrbücher für die Hand der in der Nähe der Mauer lagen. Mit mehreren Rippenbrüchen wurde fommenden Ba umblüte darauf aufmerksam, daß der Arbeiter Schulkinder. Der Laie wird besonders den ersten beiden er bewußtlos nach der Unfallstation I und von dort nach dem schaft das Lokal von Martin am Rugelsweg nicht mehr zur Abteilungen Beachtung schenken. Die hierher gehörigen Krankenhaus am Urban gebracht. Verfügung steht. Herr Martin hat vielmehr in legter Beit gezeigt Lehrmittel, zumeist Darstellungen des Darstellungen des menschlichen Körpers Spurlos verschwunden ist der Polizeilieutenant Milde, daß er der socialdemokratischen Arbeiterschaft durchaus als Gegner und seiner Organe teils in natürlicher Größe, teils in der Vorsteher des 7. Polizeireviers in der Novalisstraße 3. Herr gegenübersteht. Es ist jedoch zum Glück Abhilfe geschaffen dadurch, stark vergrößertem Maßstab, sind von großer Anschaulichkeit. Die Wilde hatte vor längerer Zeit auf sein besonderes Ansuchen einen das der Saalbefizer Herr Max Max Koch fein in der Ausstellung wird bis zum 19. April geöffnet sein. Die Besuchszeit Reise nach Italien benugte. Seit 14 Tagen ist der Urlaub abFischerstraße belegenes Die Besuchszeit Urlaub bewilligt erhalten, den er in Begleitung seiner Frau zu einer Lokal„ Zum schwarzen Adler" der Arbeiterschaft Reise nach Italien benutte. Seit 14 Tagen ist der Urlaub abist nachmittags von 3-6, am Sonntagvormittag von 11-1. Der gelaufen, aber Polizeilieutenant Milde ist bis auf den heutigen Tag politischen und zu schaftlichen Versammlungen schriftlich und ohne Vorbehalt zur Eintritt ist frei. Ein Verzeichnis der ausgestellten Gegenstände wird weder zurückgekehrt, noch hat er an seine vorgesetzte Behörde irgend Verfügung gestellt hat. Dies Lokal ist für die Ausflügler durchaus am Eingang unentgeltlich ausgegeben. Am Sonntag, Mittwoch und ein Lebenszeichen gegeben. günstig am Waffer gelegen, es weist einen großen Saal sowie Freitag werden von Mitgliedern der Vereinigung für die Besucher Garten, Gastzimmer und Kegelbahn auf; auch ist dort eine Dampfer- furze orientierende Vorträge gehalten, gleichfalls unentgeltlich. Ueber eine Liebestragödie, zu deren Opfer eine sechzehn station. An die Parteigenossen Berlins und der Umgegend ergeht jährige Berlinerin gehört, wird aus Leipzig berichtet: In der ersten daher die dringende Bitte, bei Ausflügen einzig das Lokal des Herrn Neue Stiftung. Der Anfang dieses Jahres gestorbene Etage des Hofgebäudes der Antonstr. 9 wurde heute früh der sechsKoch in der Fischerstraße zu berücksichtigen und so die Arbeiterschaft Sanitätsrat Dr. med. Baul Eberty und seine Gattin Statie geborne undzwanzigjährige Hausdiener Gottlieb Keil erhängt und feine am Orte in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen. Die unter- Liepmann haben der Stadtgemeinde ein Legat von 45 000 M. zu Geliebte, die sechzehnjährige Elfa Linke aus Berlin, vergiftet aufzeichneten Mitglieder der Lokalkommission find gern bereit, Vereinen gewendet, um von den Zinsen dieses Kapitals in dem städtischen gefunden. Beide Personen waren tot, Keil hatte die Linke, die und geschlossenen Gesellschaften zur Hand zu stehen und ihnen auch, Strankenhaus am Urban Freistellen für solche Kranke beiderlei Tochter des Lohnkellners Linke in Berlin, Köpniderstraße 70a, nach wenn erwünscht, über das Verhalten des Herrn Martin entsprechende Geschlechts, auch Kinder, ohne Unterschied des Glaubens hier entführt. Der Vater der Linke, welcher gestern früh hier einAuskunft zu geben. Im Auftrage der Lokalkommission: August einzurichten, für die nicht die öffentliche Armenfürsorge traf, fand seine Tochter nur noch als Leiche vor. Ob Keil seine Ge Heimlich, Kemnizerstraße in Werder, Karl Thienemann, einzutreten hat, welche aber nicht bemittelt genug sind, um liebte zuerst vergiftet hat, oder ob Doppelſelbstmord vorliegt, konnte Michaelisstraße in Werder. die Kosten einer für sie wünschenswerten innerlichen oder bis jetzt nicht festgestellt werden. Zur Lokallifte. Das Lokal von H. Nieke, Marienbad, fönnen". Die Verwaltung dieses Fonds und die Verleihung der Umständen wurde der Memelerstraße 61 wohnhafte Gastwirt Frig chirurgischen Behandlung in einer Anstalt selbst bestreiten zu Wegen eines Sittlichkeitsverbrechens unter erschwerenden Badstr. 36, steht der Arbeiterschaft zur Verfügung. Freistellen soll lediglich dem Magistrat ohne Mitwirkung der Häusler verhaftet. Das Opfer des schamlosen Treibens H.'s ist seine Die Lokalkommission. Stadtverordneten- Versammlung zustehen und bleibt es demselben eigene jugendliche Nichte. überlassen, damit die Verwaltungsdeputation des Krankenhauses eine Kaution von 10 000 m. wieder in Freiheit zu setzen, wurde Der Antrag des Verhafteten, ihn gegen am Urban zu betranen. Frau Sanitätsrat Eberth hat die Absicht abgelehnt. ausgesprochen, das Kapital schon jetzt herzugeben. abgelehnt. getvert 1 Längere Auf vielseitige Anfragen der Berliner Parteigenofien in der Angelegenheit des Lokals von Herrn Ed. Rutkowski in Rauch fangwerder teilen wir mit, daß wir zweimal mit Herrn Rutkowski behufs Hergabe seines Lokales zu Versammlungen verhandelt haben. Fenernachrichten. Die Feuergefährlichkeit des Celluloid Herr R. erklärte, daß er vorläufig sein Lokal nicht hergeben könne; während des Monats März auf 1053 Personen, das heißt, auf wehr Freitagvormittag nach Probststraße 9 rief. Hier wollte eine Im städtischen Familien Obdach bezifferte sich der Zugang trat einmal wieder bei einem ginumerbrande zu Tage, der die Feuerdurch den Gang der Verhandlungen find wir gezwungen auch 218 Familien von 811 Köpfen und 242 Einzelpersonen; der Abgang Frau ein Loch in einen Celluloidkamm bohren, wobei sich derselbe fernerhin das Lokal zu sperren. Die Parieigenossen Berlins ersuchen auf zusammen 914 Personen, d. h., 180 Familien von 651 Köpfen entzündete und im Nu die Gardinen in Brand ſezte. Die Frau wir daher, genanntes Lokal auch in Zukunft zu meiden und nur die und 263 Einzelpersonen. Der Zuzug war demnach um 139 Köpfe, fam mit leichten Brandwunden davon, auch konnte die Gefahr durch jenigen Lokale zu besuchen, deren Wirte ihre Säle uns zu Ver- die sich auf 38 Familien verteilen, größer als der Abgang. Im die schnell erschienene Wehr bald beseitigt werden. jammlungen zur Verfügung stellen. Die Lofaltommission von Adlershof. laufenden Monat ist der Abgang größer und hat die Zahl der ver- Zeit hatte sie dagegen bei einem Fabrikbrande zu thun, pflegten Personen inzwischen wesentlich abgenommen. Auffallend der Freitag früh gegen 4 Uhr in dem medizinischen InLichtenberg. Der Socialdemokratische Wahlverein für Lichten groß war die Zahl der beherbergten Frauen und Kinder stitut Sicco. Neue Friedrichstraße 30, austam. Im zweiten berg- Friedrichsberg- Wilhelmsberg ladet seine Mitglieder zum Montag, gegenüber den Männern. Der Zugang an Frauen erreichte Stock des Quergebändes befinden sich ein Trocken- und ein Lagerraum den 15. d. M. in die bekannten Bezirkslokale zu einem 3ahl- die Höhe von 219, die der Kinder fogar 488, darunter des Instituts, die beide nur durch eine leichte Rabigwand von einabend ein. Den Erscheinenden wird die Broschüre Handels- 79 Säuglinge. Am 1. April d. J. wurden noch 149 Frauen und ander getrennt sind. Das im Trockenraume ausgekommene Feuer politik und Socialdemokratie" von Karl Kautsky unentgeltlich ver- 297 Kinder( 50 Säuglinge) beherbergt und nur 46 Männer sowie hatte, als es zuerst bemerkt wurde, bereits den Lagerraum erfaßt, abfolgt. Die Generalversammlung findet Dienstag, den 42 Einzelpersonen. Ein ganz andres Bild zeigt das nächtliche so daß die Wehr auf Leitergängen und über eine mechanische Leiter 23. d. M. statt. Die Vorwärts"- Spedition befindet sich Obdach. Dort wurden im Monat März 62 762 Personen, unter vordringen mußte, um den Brand zu lokalisieren, damit er nicht auf nunmehr Frankfurter- Allee 197, Hof part. diesen nur 5227 Frauen und keine Kinder beherbergt. Von diesen die übrigen Etagen überspringe, die mit leicht brennbaren Stoffen Alt- Glienicke. Sonntag hält der Socialdemokratische Wahl- fonen wurden Krankenhäusern und 6 Jrren- und Pflege- Anstalten verbrannten Regalen, Kisten usw. große Mengen von Präparaten wurden 8 Frauen und 580 Männer der Polizei zugeführt, 168 Per- vollgepfropft sind. Der entstandene Schaden ist beträchtlich, da außer verein von Alt- Glienicke bei H. Saß seine regelmäßige Versammlung überwiesen. Gebadet haben 25 663 Personen. Jm März wurden( Haematogen, Kakao 2c.) durch Feuer und Rauch unbrauchbar wurden. ab. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nötig, daß jedes rund 6000 Personen weniger als im Februar d. J. und rund 10 000 Mitglied erscheint; in der Versammlung werden neue Mitglieder weniger als im Januar beherbergt. Die kaufmännischen Fortbildungsschulen der Korporation der aufgenommen. Kaufmannschaft von Berlin eröffnen am 15. April ihr SommerTreptow- Baumschulenweg. Die Genoffen werden hierdurch Reuter aus der Weberstr. 37. Die Frau des Kutschers Molinsti aus Bahn bricht, daß die praktische Kaufmannslehre einer Ergänzung Jm Brautkleide verhaftet wurde vorgestern eine gewisse Helene Halbjahr. Da sich in immer weiteren Kreisen die Ueberzeugung aufgefordert, fich am Sonntagvormittag 8½ Uhr im Lokal des der Alexanderstr. 11, der augenblicklich im Krankenhause liegt, be- durch die Schule bedarf, weisen wir Eltern und Prinzipale auf dieſe und pünktlich einzufinden. Ferner wird noch darauf hingewiesen, wahrte in ihrem Spinde in einem Holzkästchen 300 Mark. Vor- von den Aeltesten der Kaufmannschaft geleiteten Schulen hin. Eindaß am Dienstag eine Wolksversammlung bei Adermann gestern morgen entdeckte sie, daß das Kästchen feines Inhalts gehende Prospekte werden jederzeit inrentgeltlich vom Börsen# stattfinden wird; Genosse Friz 3ubeil wird über den Reichstag während sie ihren Mann besucht hatte. beraubt war. Der Einbruch mußte ausgeführt worden sein, Sekretariat, Börse, Berlin C., abgegeben. sprechen. Tokales. סטן Auf ihre Anzeige stellten Kriminalbeamte Ermittelungen an. Dem Schlossermeister Das Rennen im Sportpark Friedenau hat am Donnerstag iirow. fiel nun wieder ein, daß in der Zeit, dem amerikanischen Neger Taylor einen überraschenden Sieg gebracht. der Einbruch stattgefunden haben mußte, ein Mädchen ihn ersucht während Taylor sich im Vorlauf zurückhielt, machte er im Endlauf Das Märchen von der Ueberfüllung der Berliner hatte, ihr die Wohnung zu öffnen, da die Mutter weggegangen sei plöglich einen so rajenden Antritt, daß Arend gar nicht daran denken Krankenhäuser. und den Schlüssel mitgenommen habe. Dem Gesellen, der den Auf- fonnte, ihn einzuholen. Vor einigen Wochen that in der Stadtverordneten trag ausführte, gab das Mädchen nur 25 Pf., den Rest wollte sie Aus den Nachbarorten. Bersammlung der Stadtverordnete kalisch als Bericht- bringen. Als bald darauf Bürow an dem Hause vorüberging, trat gerade das angebliche Fräulein Molinski heraus. Unbefangen trat sie Anheimeludes von der Denkmalscnthüllung in Potsdam. erstatter des Etatsausschusses beim Krankenhaus- Etat unsrem Genossen an den Meister heran und gab ihm das Geld, nachdem sie in einem Bei der Enthüllungsfeier des Wilhelm- Denkmals in Potsdam Freudenberg gegenüber den von freisinniger Seite mit Blumenladen hatte wechseln lassen. Beifall aufgenommenen Ausspruch, eine Ueberfüllung der Als Frau Molinski die Be- haben sich nach der„ Potsd. Korresp." verschiedene zum Teil recht erDer starke Wind, der sich auf der Krankenhäuser gebe es nicht, fo etwas eritiere ihreibung ihrer angeblichen Tochter hörte, rief fie:„ Das ist ja Lenchen hebliche Unfälle zugetragen. nicht in Berlin", die Behauptung des Gegenteils müiffe als eberstraße, wo„ Lenchen" sich nach der standesamtlichen Tranung foeben rüttelte an den Fahnen und schaukelte die an den Flaggenmaſten Reuter, die heute Hochzeit hat." Kriminalbeamte gingen nun nach der Langenbrücke bei dem Denkmalsplaz besonders geltend machte, ein Märchen gebrandmarkt werden". Einen neuen Beitrag zur Beleuchtung dieses Märchens" bringt jetzt die" Bojsische Tafel war bereits gedeckt, und Gäste, die schon erschienen waren, lose in der Erde befestigten Masten gelodert wurden. für die kirchliche Einsegnung ihr Brautgewand angelegt hatte. Die befestigten Guirlanden hin und her, wodurch wiederum die nur Durch Zeitung", die wohl kaum in den Verdacht kommen kann, daß sie thaten sich an Getränken gütlich. Die Störung des Festes war Draht suchte man denselben mehr Halt zu geben, doch sich jemals ohne Not der Gefahr der Brandmarkung durch Herrn zwar sehr unangenehm, aber die Beamten mußten Leuchen" nach erwies sich dies bei einer am Ende der Brücke in der Nähe der Statisch und seine freisinnigen Freunde aussehen werde. Das Blatt veröffentlicht die Zuschrift eines Arztes, der darüber der Wache mitnehmen, von der sie nicht mehr zurückkehrte, da sie Bittschriften- Linde stehenden, als Abschluß der Dekoration dienenden, alsbald ein Geständnis ablegte. Mit dem Gelde hatte sie ihren hohen und schweren Maststange nicht als ausreichend. Gegen flagt, daß selbst die durch die Organe der Brautstaat gekauft, eine Anzahlung auf die neue Wohnmgseins 10 Uhr vormittags, als sich schon ein zahlreiches Publikum an Armenpflege den Krankenhäusern in aller Form zugewiesenen Kranten häufig" wegen 40 W. hatte der Bräutigam, der Sohn einer Schankwirtin, Windstoß umgerissen und richtung gemacht und die Kosten des Hochzeitsmahles bestritten. gesammelt hatte, wurde dieser Flaggenmast plötzlich von einent traf beim Fallen einen leberfüllung nicht aufgenommen werden können. erhalten. Das brachte auch ihm Ungelegenheiten. Kiminalbeamte Mann, der ein Kleines Kind auf dem Arm hatte, mit Der Einsender habe häufig" gesehen, wie schwer tranke Kinder fanden ihn in der neuen Wohnung, bereit, den Gang zur Kirche großer Wucht auf den Kopf, während das Kind nur unerheblich von einem Krankenhause nach dem andern getragen wurden". Dieser Der Mann brach sofort besimmungslos zu Tage sei es geschehen, daß ein krantes Dienstmädchen mit seinem anzutreten. Nun mußte er in Lackschuhen, Frack und Cylinder, die gestreift wurde. er zum Teil mit den 40 M. bezahlt hatte, nach der Wache. Jedoch sammen und wurde von der in Aktion getretenen freiKinde auf Grund des Einweisungsscheins zunächst in ein Stranken- erwies sich die Annahme, daß er die Herkunft des Geldes gekannt willigen Sanitätstolonne auf einer Babre zunächst nach dem haus angenommen, aber dann wegen Playmangel sofort wieder weggeschickt wurde. Der Arzt spricht seine Verwunderung darüber habe, als irrig. Er konnte daher wieder nach Hause gehen. Stadtschloß und dann nach dem städtischen Krankenhaus gebracht, aus, daß die Armenverwaltung so wenig Kenntnis nehme von den" Lenchen" war bei Frau Molinski, die mit ihrer Mutter ver- woselbst er an einer Gehirnerschütterung daniederliegt. Auch sollen nach vorzüglichen Erfolgen der Centrale der Rettungs- Gelehrte, aus- und eingegangen und hatte Kenntnis von dem Schage derselben Korrespondenz viele Personen im Gedränge Quetschungen erlitten haben. An der Bittschriften- Linde wurde ein Knabe von der fellschaft". Die Rettungs- Gesellschaft steht bekanntlich mit den Equipage des Grafen Hohenau überfahren und, zum Glüd nicht er heblich, verletzt. " " bekommen. älteren Krankenhäusern in Verbindung und giebt telephonisch Nachricht, wo im Der Zusammenstoß eines Straßenbahnwagens mit einem Augenblid noch Pläge frei find. Hierzu muß jedoch bemerkt werden, Laftwagen verursachte am gestrigen Freitagvormittag eine große daß leider auch durch die Vermittelung der Rettungs- Gesellschaft die Menschenansammlung in der Französischenstraße. Ein mit Bier- Ein rätselhafter Vorgang, der sich gestern abend in dem Aufnahme in einem Krankenhause nicht immer mit Sicherheit erwirkt fässern beladener Lastwagen fuhr gegen 10 Uhr vormittags vom benachbarten weißensee zutrug, beschäftigt gegenwärtig die wird. Auch die Rettungsgesellschaft tann eben Hofe des Pschorrbräu auf die Straße hinaus und zwar so, daß die Kriminalpolizei. Ju dem Schulhaus in der Goethestraße zu Neuteine Krantenbetten aus dem Boden stampfen, Pferde das Fuhrwert zurückstoßen mußten. Leider war es ver- Weißensee sind eine Anzahl am 1. April obdachlos gebliebene wenn thatsächlich kein einziges Bett, mehr in jämtlichen öffentlichen absäumt worden, auf dem Straßendamm eine Wache aufzustellen, Familien untergebracht, unter denen sich auch die Arbeiterin Frau 82 rue ' Wetter Prognose für Sonnabend, den 13. April 1901. Etwas fühler, ziemlich trübe und regnerisch bei mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. " Dienstag, Die juristische Sprechstunde findet Montag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Gotha. Die Buchhandlung des Hamburger Echo" wird Ihnen gewiß plattdeutsche Gedichte, so z. B. die von Daniel Bartels, die in 6 Bänden spätet ins Blatt gekommen. D. G., Grünauerstraße. Infolge eines Versehens ist der Saz ber: Eichholz. Wir haben die Bekanntmachung ebenso veröffentlicht wie andre Blätter und sind nicht schuld daran, wenn die Daten funrichtig waren. A. D., Thaerstr. Halten Sie sich an den, der Ihnen das Verfprechen gab. Wir haben damit nichts zu thun. Rau mit ihren drei Kindern befindet, die von ihrem Mann geschieden| thalerstr. 57. Theatergesellschaft Evelina", Neues Klubhaus, Annenist. Gestern abend gegen 8 Uhr erschien in der von der N. bestraße 16.- Turnverein Often"( Männer Abteilung), Große Frankfurter: wohnten, in der dritten Gtage belegenen Stube der Arbeiter Ermler Straße 23. and Weißensee in Begleitung eines Kollegen und beschuldigte die Uebungsabend jeden Sonnabend Niederwallstr. 7, Gemeindeschule. Heureka". Verein zur Beförderung der Sprechfertigkeit Stotternber. R., mit der er früher übrigens in Verkehr gestanden haben Zwanglofe Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des soll, daß sie seine, des E. 19 jährige Tochter, die die Gewerkschaftshauses. Sonnabend: Buchbinder. elterliche Behausung heimlich verlassen hat, verborgen halte. Deutscher focialdemokratischer Leseklub in Paris. E fam nun zwischen den beiden zu einem heftigen Notre- Dame de Nazareth, 3e arrond. Brasserie des 3 Suisses. Jeden Streit, der, da die beiden Männer angetrunken waren, in Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Thätlichkeiten ausartete. Die im Zimmer anwesende 7jährige Unterricht. Tochter Ottilie der R. flüchtete in ihrer Angst auf das Außenbrett alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Roma 1,50 M. erschienen sind, gern besorgen. London. Der einzige focialdemokratische Verein Londons der des Zimmerfensters, welches offen stand, und klammerte sich mit munistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham ihren Händchen an der Füllung fest. Plötzlich stieß die Kleine einen Street, Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaft gellenden Schrei aus und verschwand aus dem Fensterrahmen; sie lichen und parteigenössischen Angelegenheiten sind an vorstehende Adresse war nach dem Schulhof zu abgestürzt. Die Mutter wie auch die unter Bezeichnung: An den 1. Sekretär" zu Händen des Vereinsvorstands, beiden Männer liefen sofort die Treppe hinunter und fanden zu richten. die Verunglückte dicht an der Mauer in einer Blutlache Verein Vorwärts, Johannesburg( Transvaal). Vereinslokal liegend vor. Die R. stellte nun die Behauptung auf, daß Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. E. das Kind zum Fenster hinausgestoßen habe, was jedoch Maison du peuple. Deutscher Arbeiterverein Brüffel. Verkehrs- und Vereinslokal: der Beichuldigte ganz energisch bestreitet. Wenngleich die Arbeiter Radfahrerbund Solidarität". Gau 9( Prov. Branden Lage des Kinds nach dem Absturz, welches nach dem Weißenfeer burg). Alle Zuschriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten Krankenhause gebracht wurde und dort hoffnungslos darniederliegt, an den Gauvorfißenden Karl Fischer, Berlin NW, Waldfir. 8. Sonndie Annahme eines Verbrechens nicht bestätigt, ist doch eine Unter- abend: Arbeiter- Radfahrerverein Forst i/ bei Kahle, Karlstraße. suchung gegen E. eingeleitet worden. Es erscheint jedoch fraglich, ob Arbeiter- Radfahrerverein Hermsdorf i/ M.", jeden 1. Sonnabend im Monat es gelingen wird, die Angelegenheit vollständig aufzuklären, da die bei Schulze, Berlinerstr. 21. Mutter des Kinds und E., die einzigen Zeugen des traurigen Vorfalls, in ihren Aussagen in direktem Widerspruch miteinander stehen. Der Begleiter des E. hatte das Zimmer furz vorher verlaffen. Eingegangene Druckschriften. Unnafch. Anspruch auf Witwen- Unfallrente haben Sie nur, wenn der Too infolge des Unfalls eingetreten ist. Sprechen Sie mit den Unfalls papieren in der juristischen Sprechstunde por. Horbach. Badischer Hof", unter den Linden. G. R. 1870. Eine gültige Tare für Hebammen giebt es nicht. Als angemessen gelten 4 bis 15 M. für eine Entbindung, ferner für eine Tagwache zwischen 1,50 und 3 m., für eine Nacht: wache 3 bis 4 Dt., für Untersuchung in der Wohnung der Hebamme 50 Pf. bis 2 M. Diese Gebühren finden Anwendung in streitigen und in folchen Fällen, wo nicht vorher eine Verabredung getroffen worden ist. Buchbinder 2. 2. Ja. G. B. in W. Leider würde eine Klage erfolglos fein. 2. 2. Die Berichtigung muß bei dem Amtsgericht, zu dem das Standesamt gehört, beantragt werden. F. N. 1. 1. und 2. " Der Wahre Jacob" hat soeben die 8. Nummer feines 18. Jahr: Ihre Frau, nicht Sie sind zur Zahlung verpflichtet, und kann dann gegen gangs erscheinen lassen In seinem farbigen Titelbitd zeigt er, daß der Ihre Frau Zwangsvollstredung vorgenommen werden. 3. Ja, Sie müssen unvorsichtige Lokomotivführer Bülow den auf den Schienen liegenden sich aber schriftliche Vollmacht ausstellen lassen. 4. Sie müssen die weiteren Bänke im Grunewald? Für die Erholungsbedürftigen, Protest gegen die Getreidezölle unberücksichtigt läßt und dadurch den von Schritte abwarten. Ihr Vermögen haftet nicht: Sie leben nicht in GüterRefonvalescenten, wie überhaupt für zahlreiche Besucher des Grune- ihm geführten Eisenbahnzug Deutschland zur Entgleisung bringt. Auf gemeinschaft. W. Sch. 000. 1. und 2. Nein. E. F. 90. Nein. walds macht sich das gänzliche Fehlen von Bänken, insbesondre in dem farbigen Rückbild wird in feiner Weise verspottet, wie der bayrische H. 2. 7. 1. Ja. 2. Gtiva 20 Mart. 3. Die Braut müßte selbst den der gegenwärtigen Jahreszeit, wo ein Ausruhen auf dem meist noch Löwe vom preußischen Adler, der die Funktionen eines bekannten Berliner Strafantrag, auch wegen Beleidigung, stellen. 4. Ja. F. D. 1000. feuchten Waldboden unthunlich erscheint, recht unangenehm bemerkbar. politischen Leitgedicht berührt Mucenich die gar schredlichen Facta, daß Sie müßten Abschrift der betreffenden Verhandlung beim Amtsgericht be Friseurs ausübt, in neudeutscher Manier geschoren und geſtuzt wird. Im 1. Ja. 2: Nein. Pfand. Nein, der Vermieter geht vor. C. D. 14. In den Kreisen der Krankenkassenmitglieder ist deshalb der Plan ber hessische Großherzog mit dem Genossen Ulrich gesprochen und daß Genoffe anfragen und dann mit derselben die Sprechstunde aufsuchen. aufgetaucht, die Kaffenverivaltungen zu veranlassen, beim Bod im gothaischen Landtag Vicepräsident geworden. In zwei Zeichnungen Ja, falls Wochenlohn vereinbart ist, soust nicht. föniglichen Forstfiskus dahin vorstellig zu werden, an den Haupt- von Rata Langa wird die deutsche Englandpolitit, sowie der Sput in China weiter, und zwar als Weiterversicherer auf gelber Karte. Sie müssen aber, wegen und den besuchtesten Punkten des Grunewalds Siggelegenheit bitter verspottet. Auch sonst bietet die Nummer so viel des Interessanten, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren, wenigstens 40 Wochen in 2 Jahren zu schaffen. Das Projekt ist bereits vor einigen Jahren aufgetaucht daß ihre Anschaffung unsren Lesern uur empfohlen werden kann. Der fleben.- A. R. 37. E. N. 30. Nein. 2. R. 01. Sie müssen beim und damals vollständig gescheitert. Die zuständige Behörde erklärte Preis der Nummer ist 10 Pf. Polizeipräsidium schriftlich die Gewährung der 10 Mart- Rente beantragen. dás Verlangen nach Errichtung von Bänken für unzureichend beB. T. 100. Ihre Anfrage, in welchen Bundesstaaten die öffentliche gründet(!) und wies es ab, nachdem sie vorher von den Berliner Verbreitung von Druckschriften von polizeilicher Genehmigung abhängig ist, Touristenvereinen in einer Gegenpetition im Juteresse der Erhaltung läßt fich nicht durch einfache Aufzählung beantworten. Die Rechtslage ist des Grunewalds als Wald um Ablehnung der Forderung ersucht Ueber die Ausbreitung der schwarzen Bocken meldet das folgende: 30 des Reichspreßgesezes läßt den Landesgesetzgebungen Raum, worden war. Westf. Boltsblatt"; weiter: Am 10. 5. M. famen in Bedelsheim Vorschriften über das öffentliche Anschlagen, Anheften, Ausstellen und die drei neue Erkrankungen an schwarzen Boden vor. Der Sache ist um öffentliche unentgeltliche( nicht die entgeltliche) Verteilung von BeAerztlicher Wachdienst in Rigdorf. Eine sehr empfehlens- so ernstere Bedeutung beizumeffen, als die von der Krant- fanntmachungen, Plakaten und Aufrufen( nicht auch von anden Druc werte Einrichtung hat die vereinigte Rigdorfer Aerzteschaft mit Zu- heit Betroffenen nicht Insassen des Krantenhauses, fondern§ 43 der Gewerbe- Ordnung nach folgender Richtung hin geregelt: Wer schriften) zu erlassen. Reichsgesetzlich ist dieselbe Materie außerdem stimmung des Magistrats geschaffen. Es ist ein ärztlicher Wachdienst Einwohner aus der Stadt sind, die in den letzten Tagen im Kranken- gewerbsmäßig Drudschriften( ieder Art) oder andre Schriften oder eingerichtet, dergestalt, daß sich zwei oder mehrere Aerzte in ver- hause verkehrt haben. Man befürchtet jezt allgemein eine Ver- Bildwerke auf öffentlichen Wegen, Straßen, Pläßen oder andren öffentlichen schiedenen Stadtbezirken für die Bevölkerung jederzeit erreichbar je uchung der gangen Stadt Peckelsheim. halten und zwar an den Wochentagen von 7 1hr abends bis 7 Uhr nobrok dob Dermischtes. morgens und an Sonn- und Feiertagen von 2 Uhr nachmittags bis In Folge von Schneeverwehungen verunglückte am 9. ds. 7.Uhr morgens. Der Wachdienstplan wird zu Beginn jedes Quar- ein Güterzug auf der Koslow Tambowschen Zweigbahn. Von tals unter den Aerzten neu geregelt. Das Verzeichnis fanm im 28 Wagen wurden einige beschädigt; von 100 Arbeitern kam einer Rathause, in allen Apotheken und auf jedem Polizeirevier eingesehen ums Leben, zwei andre wurden schwer verlegt. werden. Aus Rixdorf. Das neue Gemeinde- Schulhaus in der Weserffraße wird am Donnerstag, den 18. d. M., ſeiner Bestimmung übergeben werden. Die Osterferien der 17. und 18. Gemeindeschule, welche in dem neuen Schulhause Unterkunft finden werden, sind infolgedessen bis zum Donnerstag verlängert worden. H. Quait. P. 38. Kleben Sie Orten ausrufen, verkaufen, verteilen, anheften oder anschlagen will, bedarf dazu einer ortspolizeilichen Erlaubnis. Diese ist in der Regel zu versagen, wenn der Betreffende noch nicht 25 Jahre alt oder wenn er blind, faub oder stumm ist oder an Geistesschwäche leidet. Die Erlaubnis tann ferner versagt werden, wenn der Nachsuchende keinen festen Wohnsiz im Inlande hat oder in den letzten fünf Jahren wegen gewisser strafbarer Handlungen wenigstens eine Woche Freiheitsstrafe verbüßt hat Ueber den Leichenfund auf der Holmer Feldmark wird oder wenn er wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsscheu, Bettelei, noch folgendes mitgeteilt: Der ganze zerstüdelte Körper ist förmlich Landstreicherei, Trunksucht übel berüchtigt ist oder wenn er unter von Meiſer ſtichen durchlöchert, die linte Schlafe ift burch- Bolizei- Aufsicht ſteht oder wenn er mit einer abschreckenden oder geschlagen, die Beine sind dicht unter den Rippen abgeschnitten. Das ansteckenden Strankheit behaftet ist oder in einer abschreckenden Weiſe entſtellt verschwundene, aber später aufgefundene Bein dürfte von einem ift. Der lettgenannte Grund findet jedoch auf das bloße Anheften oder Anschlagen teine Anwendung. Eine polizeiliche Erlaubnis ist zur BerFuchs weggeschleppt und das Fleisch abgenagt sein. Der Körper des teilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken bei der Wahl In Britz wurde ein berüchtigter Berliner Verbrecher, Ramens Ermordeten war mit Bildern von Ballettmädchen, Schlangent 2c. zu gesetzgebenden Körperschaften in der Zeit von der amtlichen Bekannt Ansahl festgenommen, als er dort ein in Berlin gestohlenes Fuhrwert tätowiert, man schließt hieraus, daß er dem Artistenstand an- machung bis zur Beendigung des Wahlaktes nicht erforderlich, gleichviel, ob verkaufen wollte. A., der auch von der Berliner Kriminalpolizei gehört hat. Die Behörden sind der Ansicht, daß ein Lust mord es sich um gewerbsmäßige oder um nicht gewerbsmäßige Verteilung handelt. gesucht wird, wurde nach dem Untersuchungsgefängnis in Moabit vorliegt, jedoch dürfte er nicht auf der Fundstätte begangen sein, Endlich ist zur nicht- gewerbsmäßigen Verteilung von Druckschriften jeder gebracht. vielmehr glaubt man, daß der Mörder die Leiche dorthin verschleppt Art, anbren Schriften oder Bildwerken in geschlossenen Räumen( z. B. GastUnglaublich flingt eine Geschichte, die sich der Volks 3tg." hat, und zwar kann dies erst nach Mitte März geschehen sein, da lokalen) Erlaubnis nicht erforderlich. Der hiernach den Landesgesetzgebungen zu Erschwerungen gelassene Raum ist von diesen verschiedenartig ausgenust. zufolge in der Umgebung von Berlin zugetragen haben soll. Auf die betreffende Wiese um jene Zeit von den Besitzern gedüngt Bon polizeilicher Genehmigung abhängig ist das öffentliche Anschlagen, Aueinem Gute bei Nauen war ein fremder Arbeiter vor einigen Tagen worden ist. Bisher waren alle Nachforschungen nach dem Mörder heften, Ausstellen und die öffentliche unentgeltliche Berteilung von an den schwarzen Boden erkrankt. Als sein Zustand bedenklich wurde, erfolglos. Bekanntmachungen, Plataten und Aufrufen( nicht von andren Drud bemühte man sich, den Mann in einem Krankenhause der Nachbar- Ueber einen mutmaßlichen Knabenmord wird aus Forst i. 2. chriften) in Breußen(§§ 9, 10, 41 des Gesetzes vom 12. Mai 1851), in Bayern( Gesetz von 5. Oftober 1849 und 1. Juni 1874). bout 18. August 1879), in Hamburg( Gesetz Sachsen( Gesetz bout 24. März 1870), Württemberg( Gesetz vom 27. Juni 1874), Baben( Gesetz vom 20. Juni 1874) verlangen lediglich die Einreichung eines Pflichtexemplars an die Polizei, das mit Bescheinigung der erfolgten Einreichung Gründen auch in diesen Staaten generell oder im Einzelfall die öffentliche zurückzugeben ist. Ueberdies wird angenommen, daß aus straßenpolizeilichen Berbreitung untersagt werden kann. Dieselbe Annahme trifft für die Staaten zu, die das Plakatwesen und die unentgeltliche Verbreitung von feiner polizeilichen Genehmigung abhängig machen, z. B. Sachsen- Weimar ( Besetz vom 25. Juli 1868) und Lübeck. Elsaß- Lothringen endlich seufzt noch unter einer Reihe preßgefeßlicher Sonderbestimmungen, deren Inhalt furz dahin sich zusammenfassen läßt: Erlaubt ist nur, was der Polizei ge fält. Die Gefeße vont 10. Dezember 1830 und 16. Februar 1834 über Aus rufer, das Gesetz vom 27. Juli 1849 über die Breffe enthalten eine Fülle bon Specialisierungen dieses Grundsatzes. Daneben werden noch ab und an jene Gesetze für neben dem Strafgesetzbuch gültig erachtet, die die öffentliche Verteilung von Schriften verbieten, welche geeignet sind, den Geist des Aufruhrs zu verbreiten und den öffentlichen Frieden zu stören." Es ist leider wenig Aussicht dafür vorhanden, daß mit diesem antitulturellen Wust bei Gelegenheit des Urheberrechts Gesetzes aufgeräumt wirb. schaft unterzubringen. Der Kranke wurde aber nicht aufgenommen. berichtet. Bei der Stadtmühle wurde die Leiche eines etwa 6 Jahre Mehrere Männer zogen mit dem Pockenkranken sechs Stunden lang alten naben gelandet. Verschiedene Umstände deuten darauf umher und kamen schließlich nach Spandau, wo der Kreisarzt im hin, daß das Kind durch ein Verbrechen geendet hat und daß die Hinblick auf die große Ansteckungsgefahr die Unterbringung des Leiche in das Wasser geworfen wurde. Der tote Körper war in einen Patienten in der Isolierbaracke des Auswandererbahnhofs Ruhleben Frauenunterrock gehüllt, um den Hals war eine blaue Leinenschürze geschnürt. Der Schädel war zertrümmert. Die Leiche war bei hohem Wellengange der Neisie von weiterher angetrieben worden und später in den Mühlengraben gelangt. Ueber die geheimnisvolle Angelegenheit ist die Untersuchung eingeleitet. anordnete. Vereinskalender. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 14. April, vormittags 81%, Uhr, In der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung: Freireligiöse Vorlejung. Um 103/4 Uhr vormittags ebenDer Rhein hat bei Köln eine Höhe von 5,83 Meter erreicht. daselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Jesu Weltanschauung Vom Ober- Rhein wird ein weiteres Steigen des Waffers gemeldet. neu beleuchtet. I." Vor und Nachspiel auf dem Pariser Mustel- Harmonium. Die Mosel fällt, dagegen steigt der Nedar. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. abends 8 Uhr, im unteren Saate besontag, den 15. b. M., Englischen Gartens", Alexanderstr. 27c:, Beschließende Versammlung". Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags: Wahlkreis Stralsund: Franzburg Nügen. Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, bei H. Ramlow, Schönhauser Allee 135: General: versammlung. U. a.: Statutenänderung. " zu Aus Erfurt wird gemeldet: Der Mörder des Zimmer manns Vent, Aue, ist am 11. April, abends, nebst seinem Freund Dreßler, welcher bei der Ermordung des Vent zugegen war, verhaftet und eingeliefert worden. egen war, ver In der sogen. Aachener Sternberg- Affaire erfolgte gestern Bereinigung der Maler, Lackierer 2c.( Bahlstelle Wilmersdorf), eine sensationelle Verhaftung. Der Regierungsrat Schnee,, Volksgarten", Berlinerstr. 40: mann ist nämlich, einem hiesigen Blatt zufolge, in Hannover festArbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsigender genommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht worden. Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. Erster Staffierer Seifrit, Sidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind richten an Friedrich Kortum, Lausitzerstr. 33. Sonnabend, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156. Sanges Echo", Krüger, Wetzen, gut Naunynstr. 6. Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerftr. 15. Glüd mittel zu", Lorisch, Pantsir. 32a. Hand in Hand II", Friedrichsberg, Bosse, gering Frankfurter Allee 14. Frisch auf I", Friedrichsberg, Betrich. Frankfurter Roggen, gut Chauffee 136. Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgftr. 56. mittel „ Eintracht I", Teltow, Derz, Zehlendorferstr. 6. Sängerlust", Lucken: gering walde, Schulze, Beeligerstr. 34. Einigkeit II"," Reinickendorf West", f) Gerfle, gut Bethwell, Wittestraße. ,, Echo II", Markgrafpieste bei Fürstenwalde, mittel Grasnic. Gemischter Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5. Ober gering Schöneweider Liedertafel", Ober- Schöneweide, Wagener, Edisonstr. 5.+) pafer, gut Zündholz", Vecer, Wriezenerstr. 6. " " HILL Marktpreise von Berlin am 11. April 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- E tr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. 7,-5, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 do. Bauch 1,30 " " " 15,60 14,80 14,70 13,90 13,80 13,10 Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 1,60 1,20 11,20 " 1,80 1. " 1,60 1, " 2,60 2, 60 Std 1kg 42,60 ||||| 1828182111I 16,- 15,40 Aale " 2,20 1,20 2,80 Hierdurch die traurige Nachricht daß unser guter Vater, Schwieger und Großvater Deutscher 603b Holzarbeiter- Verband. Robert Stampe Den Mitgliedern zur Nachricht, daß nach langen Zeiden am 11. d. M. sanft der Kollege, Tischler entfchlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beisetzung findet am Sonntag, den 14., auf dem Jakobi- Kirchhof am Rollfrug nachmittags 3 Uhr statt. Todes- Anzeige. Am Freitag, den 12. d. M., früh 15 Uhr, verstarb nach kurzem schweren 2,80 1,20 Leiden mein guter Mann, unser lieber 2,- 1,20 Vater, Bruder und Onkel, der Gastwirt 18000 mittel gering. 15,30 14,80 . 8, 40, 25, 45, Bander 14,70 14,20 Hechte 6,66 Barsche 5,50 Schleie Bleie 25. Krebse per Schot 12, 70, 30, Speisebohnen Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserstr. 44, Nichtstrob 4 Tr. Sonnabend: Havana II", Nowawes Neuendorf, Bernhardt, Priester: Heu straße 31. Glück Auf", Rüdersdorf- Staltberge, Greve, Heinigstr. 19.- Auba", Grbsen Mehrwald, Alte Jakobstraße 54/55.. Pappel", Dahmte, Buchholzerstr. 5. Savana I", Rirdorf, Pflug, Juliusin. 59. Blauer Dampf", Done, Linfen Müllerstraße 32a. Kommune", Bärsch, Drontheimerstr. 1e.„ Grüne Wiese", Schrader, Stralsunderstr. 63. ,, Wasserturm", Schwarz, Straßburgerstraße 32. Einigkeit III", Senze, Herzfelde, Hauptstraße 46. Guter Tabat", Kupich, Teltow, Hoher Steinweg 41. Gemütlichkeit V", Wier, Henickendorf, Kirchplatz. Slub 1900", Ruppert, Lindenstr. 87. Angler I", Zuleger, Zimmerstr. 60. Gemütlichkeit", Gleize, Charlotten burg, Krummeftr. 69. Guter Zug", Zimmer, Wollinerstr. 46. Central Raucherbund. Zuſchriften an Max Koch, Rirdorf, Hermann: ftraße 34. Sonnabend: Lange Pfeife", Rixdorf, Schröder, Knesebed: Straße 60. ,, Glück Auf", Rirdorf, Noster, Knesebecstr. 49. Frohsinn", „ Grüne Quaste", Lichterfelde, Schmidt, Mirdorf, Diet, Hermannstr. 115. Wilhelmstraße. ,, Edelweiß", Lichterfelde, Voigt, Moltkestr. 33. Brüne Giche", Zehlendorf, Küz, Berlinerstr. 1. Gemütlicher Qualm", Potsdam, Schande, Zimmerstr. 2. Seemanns Luft", Potsdam, Luisenstr. 43, = Gasthof., Germania", Tegel, Klippenstein. Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnv. Fichte", Berlin. abds. 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abt. Boedhstr. 17/20. 7. Männer Abt. Reichenbergerstr. 131-132. 8. Männer Abt. Höchstestr. 36/37. い 2. Lehrlings: Abt. Stalizer: straße 55-56. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. Berl. Abt. Ackerstr. 67." Freie Turnerschaft Johannisthat" abds. 9-10 Uhr Senftleben. Turnerschaft d. V.„ Nereus"( gegründet 1882), 1. LehrlingsAbteilung 8-10 Uhr abds. Manteuffelstr. 7. Arb. Turnb." in Adlershof, Schmauser, Bismarcstr. 16, 81/ 2-1012 Uhr abends. Johann Eske am 9. April verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag um 4 Uhr von der Wohnung Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 20 aus, nach dem Lichtenberger Kirchhof, Krusteg, statt.[ 80/6 Umt rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Franz Wiesegarth Central- Kranken- u. Sterbe1,20 1,40 0,80 in Alter von 47 Jahren. 3, +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 12. April. Getreide. Der Getreidemarkt wies heute große Luftlosigkeit auf, nur am Frühmarkte und bei Be ginn des Mittagsverkehrs herrschte festere Stimmung unter der Einwirkung höherer Preismeldungen von fast allen ausschlaggebenden Auslandsplägen. Für Weizen und Roggen würde anfänglich ½ bis ¾ Mt. mehr gefordert als gestern. Da jedoch die Käufer hierauf wenig oder gar nicht reagierten, die Beteiligung Klein blieb und außerdem russisches Angebot in größerem Umfange drüdte, gingen die Notierungen für beide Brotfrüchte auf ihren gestrigen Stand zurüd. Mehl war still und unverändert. Hafer bei fleinem Handel behauptet, Mais auf Amerifa leicht anziehend. Nüböl war unverändert, per Ottober 10 Pf. höher. Spiritus wie gestern, 70er Toco 44,20 m. Witterungsübersicht vom 12. April 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometers stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5°.= 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind 750SSW 3 heiter 748SS 75232 8 paparanda 7539 3 bedeckt 7 Petersburg 7659 Swinemde Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Sonnabend. Theater: Hamburg und Vergnügungsverein Asfania", Ramlerstraße 36. Theaterverein Berlin Bohemia", Pletschow, Veteranenstr. 18. Schauspielflub Centrum", Franff./M. 753 SW Königsjäle, Neue Königstraße 26. Statklub Hurra", Kiewitz, Sorauer München ftraße 29. Sängerchor der Maschinisten und Heizer, Schiller, Rosen- Mien 755SO 757 Still 3 wolfig 10 Cort 1 rigtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 16°.= 4° R. kasse der Tischler 6086 Die Beerdigung findet am Sonntag, ( Zahlstelle Lichtenberg). den 14. April, nachm. 3 Uhr, vom Den Mitgliedern zur Nachricht, Trauerhause, Rüdersdorferstr. 50, aus daß das Mitglied 184/7 nach dem Parochial Kirchhof, Borhagenerstraße, statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Destillation und Bierlokal Paul Kabelich, W. Gassmann, Grünthalerstr.68. Ede Badstraße. Weißbier in bekannter Güte. i. V.: Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß und Bayrisch: Bierfotal, sowie meine beiden Vereinszimmer mit Klavier für 20 und 50 Perfonen. 12522* August Bieberstein, Adalbertstr. 61. * Sommerpreise.* 16tr. 4 bedeckt-1 Prima Senftenberger Briquets 63oll lg., ca. 135 St. nur 95 Pf. 5 heiter 115 Oberschlesische Steinkohlen Nuß II Ctr. 1,15, Scheffel nur 95 Pf. verkauft ab Plaz Fischer, Brombergerstr. 14. 1541 4 bededt 8 Aberdeen 759 N 4 hlb.bed. 4 3 heiter 9 Paris hib.bed. 7 Johann Eske am Dienstag, den 9. April, verstorben ist. Die Beerdigung findet am SonnTrauerhause, Friedrich Karlstr. 20, abend um 4 ühr nachmittags vom aus fiatt. Die Ortsverwaltung. Strand- Restaurant wiggelfce Strand- Restaurant am zwisch. Müggelschloß u. Aussichtsturm. Empfehle Fabrifen, Vereinen und Korporationen für Sommerbergnügen u. Ausflüge mein großartig gelegenes Lotal. Saal für ca. 3000 Personen, Sallen, genügende Nebenräume. Be luftigungen aller Art. Coulante Pretje. 12333] M. 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Verschiedenes. Buchbinder Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Tägl. Sternwarte. und verwandte Berufsgenossen! Ein Rabenvater. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Leffing. Mutter Sorge. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 2. Tell.) Anfang 712 Uhr. Residenz. Leontinens Chemänner. Teremtete. Anfang Vorher: 712 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern- Theaters. Der Meineid bauer. Anfang 72 Uhr. Weften. Undine. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7½ Uhr. Thalia. Der Kadetten Bater. Im 5. Bild: Das Ueberbrett'l. fang 7 Uhr. An: Central. Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 712 Uhr. Carl Zeiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Tausend und eine Nacht. Belle Alliance. Gastspiel ber Schwarzwälder. Die Spazze berzähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 712 Uhr. = Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Pataft. Specialitäten: Vorstellung. Der Walzerkönig. Der Photoscop. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. 5 Paffage Theater. Damen Ringtämpfe. Rigo, der Geigerkönig. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali # täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Uhr: Theaterfaal), Abends 8 ubr: Unser Rhein von ber Quelle bis zur Mündung". Nachmittags 4 Uhr zu fleinen Breisen: Unser Rhein". Im Hörsaal: Fr. Goerfe: Charakterbilder aus der Mart". Anfang 8 Uhr. Invalidenftrafie 57/62. Sternwarte. Täglich abends von 6-10 Uhr Edhiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Der Sterngucker. FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 PL. Kinder die Hälfte. Passage- Theater Anfang an Wochentagen um 3 Uhr, Sonntags um 12 Uhr. Das sensationelle April- Programm! Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe. Ferner: Rigo, der Geigerkönig, u. 19 erstkl. Nummern. Dienstag, den 16. April, abends 8½ Uhr, Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Große öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien, Kontobuch, Etuis, Ledergalanteriewaren, Luruspapier, Album- und Kartonfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 24/8 1. Stellungnahme zur Maifeier. Referent: Kollege E. Brückner. 2. Bericht der Delegierten von der Gewerkschaftskommission. 3. Wahl der Delegierten zur Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. Wir ersuchen alle Kollegen und Kolleginnen der oben angeführten Branchen, in dieser wichtigen Versammlung vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Die Vertrauenspersonen. [ 90/6 gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Am Sonntag. den 21. April, vor mittags 10 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr.20, eine Ordentliche General- Versammlung statt, zu welcher sämtliche Delegierte Orts- Krankenkasse biermit ergebenft eingeladen werden. für das Tagesordnung: 1. Die Abnahme der Rechnung des Rendanten. Gewerbe der Verfertigung von Jahres 1900 und Entlastung bes Musikinstrumenten. Generalversammlung am Sonnabend, den 20. April 1901, abends 82 Uhr, 2. Die Apothekerfrage. Berlin, den 12. April 1901. 271/17 Der Vorstand. R. Weiße, Vorsitzender. Freie Kranken- u. Begräbnistaffe der Schuhmacher Berufsgenossen Berlins im Restaur. Schulz, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Jahresbericht für 1900. 2. Bericht bes Rechnungsausschusses und Entlastung des Renu. banten. 3. Verschiedenes. ( E. H. Nr. 27.) Montag, den 22. April, abends 8 Uhr, Zu dieser Versammlung werden die Herrn Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ersucht, zahlreich und in Feuersteins Lokal, Alte Jakobpünktlich zu erscheinen. 271/15 Der Borstand. General- Versammlung. Orts- Krankenkasse der Buchstraße 75: Tages Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Verfügung der Aufsichtsbehörde wegen des Refervefonds. 3. Jnnere Deutsch. Metallarbeiter- Verband bindern. verwandt. Gewerbe. gomb& ( Verwaltungsstelle Berlin). Ordentliche Kaffenangelegenheiten. Quittungsbuch legitimiert. General- Versammlung 597b] Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, ben Sonnabend, den 13. April, abends 8%, Uhr, im Lokal des Herrn Dieke, Ackerstraße Nr. 123: Vertrauensmänner- Konferenz für den Norden. im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I Tagesordnung: 1. Berlesung der für das TapeziererPrototolle. 2. Abnahme der Jahres Gewerbe zu Berlin. rechnung für 1900. 3. Statuten: änderung: a)§ 12 Erhöhung des ortsüblichen Tagelohns; b)§ 13 Erhöhung des Krankengeldes; c)§ 20 General- Versammlung Sonnabend, 13. April, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschafts- Erhöhung des Sterbegeldes; d)§ 29 am Mittwoch, 17. April 1901, haus, Engel- Ufer 15: abends 81/2 Uhr, Erhöhung des Beitrags. 4. Antrag Mietschte und Genossen auf Abs in den„ Arminhallen" KommandantenAllgemeine Versammlung anberung, bes§ 40 Des Statuts. aller in der Drahtwaren- Industrie beschäft. Arbeiter als: Nadler, Drahtweber, Geflechtspinner und sonstige Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Die Geschichte der Gewerkschaften. Referent Kollege Wiesenthal. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 113/15 Carl Weiss- Theater Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Gr. Frankfurterstr. 132. Herrn Wegel, Wrangelstraße 136: Lezte Kinder- Vorstellung. Vertrauensmänner- Konferenz der Schraubendreher. Nachm. 4 Uhr kleine Preise. Bum legtenmale: Mitgliedsbuch legitimiert. Tausend u. eine Nacht. Am Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, im Lokal Abends 8 Uhr und täglich: Gr. Ausstattung. Movität. Ein weiblicher Mazeppa. Größter Erfolg der Morgen: Dieselbe Borstellung. ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15: Allgemeine Versammlung oder Heizungs-, Gas- u. Wasserrohrleger u. Helfer. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. 8 Uhr! Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten A. Hoffmann über:" Der Kampf ums Dasein". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. 5. Verschiedenes. 271/16 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bernh. Jost, Vorsitzender. Georg Bäßler, Schriftführer. Bekanntmachung. Die Stelle des ärztlichen Direktors bei unserer im Bau begriffenen Lungenheilstätte Beelig ( 1 Stunde von Berlin) soll zum 1. Januar 1902 besetzt werden. Die Bezüge dieser folgende: straße 20. Tages- Ordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Beschlußfaffung über die Abnahme der Rechnung des Jahrs 1900 und Erteilung der Decharge. 3. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstands. 4. Verschiedenes. 5995] Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen dringend erforderlich. M. Oeft, 1. Borsitzender, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 53. Orts Krankenkasse B Anfangs- Gehalt 8000 Mart, freie D. Bimmerergewerbes. Wohnung in einer geräumigen Villa, Sonntag, den 21. April 1901, frete elektrische Beleuchtung, freie vorm. 10 Uhr, findet Grenadierstr. 33 5986 Central- Heizung. Die Heilstätte liegt bei Schulz die unmittelbar am Bahnhof Beelit, mitten im Walde, eine Weg- Stunde von der Stabt Beelitz entfernt. Be werber wollen sich bis zum 1. Juni d. J. bei dem unterzeichneten Borstand( Berlin C., Klosterstraße 41) schriftlich unter Beifügung eines Lebenslaufs melden. 59/ 9* Berlin, den 25. März 1901. Der Vorstand der Landes Bräcife! 8 Uhr! Achtung! Tempelhof- Mariendorf u. Umgegend. Achtung! Bersicherungsanstalt Berlin Drama in 1 Att von Georg Reide. Der Walzerkönig. Hierauf: Ein Rabenvater. Schwant in 3 Atten von Hanns Fischer und Joseph Jarno. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntagabend 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Montagabend 8 Uhr: Faust II. Teil( 2. Abend). Gr. Poffe m. Gesang u. Tanz in 3 Aften. Amandus Höppner, Rentier: Direktor Richard Winkler. Sonntag, den 14. April, nachmittags 1½ Uhr, im Saale der Habelschen Brauerei, Bergmannstr. 5/7: Der Photoscop Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Dr. Freund. Dr. Sträter. Köpenick. Grünstrasse 48. Empfehle Ordentliche Generalversammlung gemäß§ 47 bes Statuts statt. Tages Ordnung: い 1. Bericht des Prüfungsausschusses und Beschlußfaffung über die Abnahme der Rechnung des Vorjahrs bezw. Decharge Erteilung. 2. Verschiebenes. Die gewählten Vertreter werden hiermit eingeladen. Der Vorstand. J. Krause, Borsigender, E. Petermann, Schriftführer. mein reichhaltiges Lager in fer Achtung, 3.Maifeier! tigen Schuhwaren aller Art. Be stellungen u. Reparaturen in kürzester 1. Der Kampf der Arbeiter obiger Orte um die Ausübung des Vereins: Beit und bekannter Güte. und Versammlungsrechts. Referent: Reichstags: Abg. Fr. 8ubeil. 12932*] 202/10 Lebende Photographien in nie gesehener Pracht und Größe, bringt Tagesneuigkeiten und alle großen Ereignisse. Dazu: Specialitäten 1. Stanges. 2. Diskussion. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Die Parteigenoffen im 2. und 3. Berliner Reichstags- Wahlkreise sowie von Schöneberg werden gebeten, in der Versammlung recht zahlreich zu Der Einberufer. Central Theater. W. Noacks Theater.deinen. = Heute abend 71/2 Uhr zum 601. Male: Brunnenstraße 16. Die Geisha. Jeben Sonntag, Dienstag und Mimosa... Mia Werber. Donnerstag: Theater- Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr au halben Papageno. Preisen: Die Puppe. Ab. 72 Uhr: Die Geisha. Thalia- Theater Nur noch 3 Vorstellungen: Der Kadetten- Vater. Große Ausstattungspoffe. 5. Bild: Ueberbrettl". Herren: Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Damen: Milani, Milton, Bojé, Wanovius, Junter- Schatz. Ab 16. April: Gastspiel Emil Schwant in 4 Aften von R. Kneifel. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Schluß der Saison und Abschiedsvorstellung am 2. Mai. Cirkus Busch Thomas: Die schöne Helena. Sonnabend, 13. April cr., 72 Uhr: Calchas Emil Thomas. Metropol- Theater W., Behrenstraße 55/57. Heute und die folgenden Tage die in der Karwoche wegen ihrer überschäumenden Luftigkeit polizeil. verboten gewesene Posse Man lebt ja nur einmal und das AprilCirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Direktion: Karlstrasse. Nur erstklassige Sonntags 6 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Bollständig geruchlos! Bu besichtigen im großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 bis abends 10 Uhr. Entree 20 Pf. [ 12882* Kottbuser Damm, Ecke der Boppftraße. W. Balke. iebknecht- Büsten in künstl. Ausführung, 65 cm hoch, p. Stüc 16,50 M., verf. franco per Nachnahme. Altrock, Cöln( Rh.), Mauritiuswall. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 15. April, abends 8%, Uhr, Andreasstr. 26: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. N. Steiner über den Ursprung des Menschen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Montag, den 22. April, abends 8 Uhr, Roppenstraße 29, im großen Saal: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassierers. 2. Wie fefern wir den 1. Mai? 3. Anträge betreffend das Statut. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder, welche ein abgestempeltes Urania- Billet haben, werden gebeten, dasselbe heute abend in den Zahlstellen retour zu geben. 146/2 Der Vorstand. Steinarbeiter, Marmor- u. Granitarbeiter. Sonntag, den 14. April 1901, nachmittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: Brunt- und Barade- Abend. Reichshallen Sanssouci Oeffentliche Versammlung. Auftreten d. berühinten amerikanischen Pferdebändigers Professor Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Zum Schluß zum 137. Male: Die eiserne Maske. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schauftüd in 4 Atten und 3 Hauptbilbern. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Avis! Sonntag, den 14. April, zwei große Gala: Vorstellungen. Specialitäten- Programm. achmittage 4 Uhr: Berliner Land: Anf. 128 Uhr, der Posse 129 Uhr. Rauchen überall gestattet. partien". Abends 72 Uhr: Die eiserne Maste. Stettiner Sänger. Großes Elite Programm! Anfang präcise 8 Uhr. Deutsche Apollo- Theater. Passage- Panopticum. Konzerthallen Frau Luna. Grosse Ausstattungs- Operette von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. Gastspiel des berühmten Luftballetts Neu! Singhalesen- Truppe ( Ceylon Jusulaner). Marionetten- Theater. Grigolatis. Entree intt. Passage Theater( fo Neues SpecialitätenProgramm. Anf. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. meit der Raum reicht) 50 Pfennige. Kinder 25 Pfennige. An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Donnerstag, Sonntag, Montag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen Wochentags Tanz fret. Vereinsbillets gültig. Sonnabend, den 13. April: Benefiz für die Hausteliner. Vorstellung u. Frühlingsball. Anfang 9 Uhr. Gesellschaftstoilette. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich statt finden, sind noch Sonnabende für Vereinsfestlichkeiten fret. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Urabstimmung über den neuen Geschäftsleiter. 3. Die Berufsgefahren der Arbeiter und der Arbeiterschutz. Referent: Reichstags- Abgeordneter G. Wurm. Da der dritte Puntt von besonderer Bedeutung für die Steinarbeiter ift, ist es Pflicht jedes Kollegen, die Versammlung zu besuchen. 172/ 11* Ohne Organisationsbuch fein Stimmirecht. Die Vertrauensleute. Achtung, Bauanschläger! Montag, den 15. April, vormittags 9% Uhr, Grenadierstraße 33: 6095 Protest- Versammlung. Der Einberufer. Elektra- Abendkurse Bretterträger u. Brettschneider Beginn 17. April. Bratt. u. theoretische Ausbild. für alle Zweige d. Elektrotechnit. Gr. Maschinensaal u. Praktikum Keine Vorkenntnisse. Zeugnis. Anmeldungen Neanderstr. 4. A. Stippekohls Restaurant Köpenick, Schönerlinderstr. 5. Arbeiter Verkehrslokal. Für gute Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 14. April, mittags 12 Uhr, 84/7 im Königstadt- Kafino, Holzmarktstraße Nr. 72, Ecke der Alexanderstraße: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: M 1. Vortrag des Genossen Fischer über die Bedeutung des 1. Mai alé Weltfeiertag der Arbeit. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission. Billige Hoſen, Kinder- Anzüge 7 jeder Art nur Pallisadeuftr. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Bichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 3. 86. 18. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. April 1901. Rottock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerftr. 6. Sozialistische Preffe Deutschlands. aalfeld„ Saalfelder Boltsblatt" Rosmaringaſſe 15. II. Quartal 1901. nodquis Gewerkschaftspresse Deutschlands. II. Quartal 1901. 12 Solingen Bergtiche Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" König Albertstr. 15. be. Straßburg i. E. Freie Bresse für Eljaß Lothringen" Schiltigheim, Bischweilerstr. 23. Vorwärts Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2, SW. 19 3wickau t. S. Sächsisches Voltsblatt" Richardstr. 15. Leipzig Correspondent für Deutschlands Buch Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr 12. Täglich erscheinend. Central- Organ. Wissenschaftliche Wochenschrift. " Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Voltsblatt" Kurhausstr. 14. Crefeld Niederrheinische Voltstribüne" Breitestr. 44. 502 Forst i. L. Märkische Voltsstimme" Frankfurterstr. 11. Gotha Voltsblatt für die Herzogthümer Coburg und Gotha Mohrenberg 7. Görlin Görlizer Volkszeitung" Teichstr. 2. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgaffe 12. Bant„ Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavener ftraße 38. Bielefeld„ Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Voltsblatt" Johanniterstr. 10. Brandenburg " Dreimal wöchentlich erscheinend. bruder und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar betterinnen der Huts und FilzwarenIndustrte", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Die Ameise", Organ des Porzellan arbeiter Verbandes, SO., Engelufer 15 II. Bildhauer Zeitung", Neanderstr. 3. " Die Ginigteit", Organ der Vertrauensmänner Centralisationen Deutschlands, Adalbertstr. 19 II. Allg. Fahr- Zeitung", Schüßenstr. 58. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. Aller 14 Tage erscheinend. Berlin Der Courier", Centralorgau für die Interessen der im Handels, Transport und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, SO, Engels ufer 15. , Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", N. Wilsnaderstr. 39. 183 Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, So, Büdlerstr. 55. " Die Gewertschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 30, Winterfeldtstr. 25. Handlungsgehilfen Blatt", S. Oraniens straße 73 III. eberarbeiter Bettung", N. Soldinerstr. 37, II. Tapezierer Zeitung", SO., ,, Sattler: und Engelufer 15, Ang. Steinfeger Beitung", NW., Walbenferstr. 18. Solidaritä t", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Reinickendorferstr. 7. " Der Steinarbetter", Rirdorf, Bergstraße 30/31 Beitschrift für Graveure und Eiseleure", RottHof pt. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Augsburg Augsburger Volkszeitung" H. 352. Brandenburger Zeitung, Märkisches Breslau Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Voltsblatt", Kurstr. 73. Delmenhorst Delmenhorster Boltsblatt" Koppelstr. 6. Braunschweig Braunschweiger Voltsfreund" Höhe 4 Langenbielan Der Proletarier aus dem Gulengebirge" Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21/22. Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Bremerhaven Norddeutsche Volksstimme" Osterstr. 13. Saalfeld Thüringer Voltsblatt"( Schwarzburger Bolts Bochum Deutsche Berga und Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Hohenthorstr. 2. Chemnitz Voltsstimme" Uferstr. 14. Deffau Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Westen Rheinisch- Westfälische Arbeiter Beitung" Dortmund Westfälische Vollstribüne" Lüdenscheid, Louisenstr. 7. Dresden Sächsische Arbetter- Zeitung" 8wingerstr. 22. Sächsischer Volksfreund" 8wingerstr. 22. Düsseldorf" Düsseldorfer Bolts Beitung" Münster straße 67, part. Elberfeld Barmen Freie Preffe" Friedrichstr. 37, Erfurt„ Tribüne" Futterstr. 7 p. Effen Der Weckruf" Kirchstr. 8. • freund) Rosmaringasse 7. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Bant Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Berlin Gazeta Robotnicza" Stralauerplag 21. Braunschweig„ Der Landbote" Höhe 4. Breslau Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Caffel Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden„ Der arme Teufel" Faltenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags Beitung" Kirchenplay 11. Halberstadt Sonntags- Zeitung" Batenstr. 37. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) St. Agathe 3. Frankfurt a. M. Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Stuttgart Schwäbischer Voltsfreund" Furthbachstr. 12. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. Gera„ Reußische Tribüne" Alte Schloßgasse 11. Greiz Reußische Volkszeitung" Hohegasse. Halberstadt Boltszeitung" Bakenstr. 37. Halle a. S. Boltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Fehlandstr. 11. Harburg„ Boltsblatt" Großer Schippfee 4 p. Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof Oberfräntische Boltszeitung" Lorenzstr. 23. Karlsruhe Boltsfreund" Werderplatz 31. Riel Schleswig- Holstein'sche Bolts- Zeitung" Bergftr. 11. Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 3. Königsberg i. Pr., Königsberger Bolts Beitung" Knochenstr. 32, part. Leipzig Leipziger Volkszeitung" Tanchaerstr. 19/21. Ludwigshafen Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. Lübeck Lübecker Voltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Volksblatt" Schröderstr. 11. Magdeburg Voltsstimme" Jakobsstr. 49. Mainz Mainzer Voltszeitung"( Hessische Voltsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Boltsstimme" R. 3, 14. München Münchener Post" Senefelderstr. 4 I. Nürnberg Fräntische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach„ Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg. Der Ostpreußische Landbote" Knochenstr. 32. Monatlich einmal erscheinend. Berlin„ Die Fackel", Louisen- Ufer 11. Hanau Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. 0881 Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. Gr scheint in Wochenheften. Hamburg Die Neue Welt" Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmat. „ Der Töpfer" Engel Ufer 15. $ Sütten arbeiter 8eitung", Johanniterstr 12. Bremen, Deutsche Böttcher Zeitung", Sanfenftr.21/ 22. Chemnių„ Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha Schuhmacher Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Correspondenzblatt der Generaltom mission der Gewerkschaften Deutschlands", Marktstr. 15 II. " " Der Arbeiter( für Bau- und Hilfsarbeiter) Bremerreihe 15, pt. „ Glud auf!"( für Former), Hamburg Gilbed, Friedenstr. 11. " Der Grundstein"( für Maurer), St. Georg, Neue Brennerstr. 19 I. Holzarbeiter Beitung", Eimsbüttel, Bismard Straße 10. # buser Damm 8. Frankfurt a. M. „ Neue Deutsche Dachdecker. Beitung", Brüdenstr. 31. Hamburg Deutsche Bäder Bettung", Organ des Bäcker- Verbandes, Jdastr. 15/17. # " Der Schiffszimmerer", Gilbed, Ronventstr. 5. Gärtner Beitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Vereinigungen, Marga rethenstr. 50, I. " Der Kupferschmied", Gilbeck, Marstr. 6, I. Der Seemann", St. Pauli, Hafenstr. 116. Weckruf der Eisenbahner" Marktstr. 15. Hannover Der Proleterier"( für Fabrik: 2c. Ars beiter und Arbeiterinnen), Leinstr. 31 III. Leipzig Reudnis Correspondenzblatt ber Tapezierer", Gemeindestr. 19 I. Stuttgart Die Gleichheit", Beitschrift für die Inter effen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. 21% " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, Haus 8 II. Fachzeitung für Schneider", Gärtnerstr. 16a. Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Barmbed, Schmalenbeckerstraße 17. Der 3immerer", Barmbed, Feßlerstr. 28 I. Leipzig Buchdrucker Wach t", Tauchaerstr. 19/21. Leipzig" Der Tabatarbeiter"( für Cigarrenarbeiter), Tauchaerstr. 19/21. Leipzig- Schkeudik Graphische Presse", Schreudig. Linden Hannover Brauer Beitung", Burgstr. 9. Löbtau Dresden„ Der Fachgenoffe"( für Glas, Porzellan- u. Thonwaaren- Arbeiter), Reifewigerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metallarbeiter- Beitung", Quit poldstraße 9. " Offenbach a. M. Die Glaser: 8eitung". Stuttgart Buchbinder Beitung", Heufteigstr. 30. Der Handschuhmacher", Eierstr. 21 II. A Monatlich dreimal erscheinend. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Der Adressenschreiber, Organ des Centralvereins der im Adressenwesen und verwandten Branchen Beschäftigten, Wallstr. 57 part. " Der Bäcker", Organ für die Interessen der Bäckergefellen Berlins und Umgegend, Klosterstr. 101. " Der Bureau Angestellte", N., Arfonaplag 3 II. " Der Elettromonteur", S. Hasenheide 94. " Der Fleisch e r", Fürstenstr. 22. " Gewerkschaft", Organ der Maler Vertrauensmänner Centralisation, W. Winterfeldtstr. 20. Hamburg, Barbier: und Friseur Beitung", Caffamacherreihe 15/17. " Solidarität", Publikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewertschaft, Adolfstr. 4. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn feben Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreßoder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs VorAltenburg Ginigteif", Publikationsorgan für die merkung mitteilen zu wollen. deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer und Leb- Berlin, den 10. April 1901. tüchler- Verbände, Mauergasse 4 b. Der Parteivorstand. Der Verband der bayerischen Eisenbahnwerkstätten- Arbeiter gelebt hat. Das scheint ein Widerspruch zu ſein, ist aber bei genauer Dengg und der Anna Dengg eigentlich schon mehr den Berufsnationalliberalen und der socialdemokratischen Barrums, der der treten. 0 ihn der seine eben auf Ein Ein Verlangen, das um so anmaßender ist, als er niemals poetisch suchen, ob Künstlernaturen, wie die des Xaver Terofal, des Michael Betrachtung feiner. Genie und Dilettantismus berühren sich in einem schauspielern zuzuzählen sind, oder ob ihr Können nichts als eine hielt während der Osterfeiertage seine zweite Generalversammlung Bunft! Beide sind nicht totzukriegen. Konzentration der schauspielerischen Begabung ist, die dem bayrischen in Augsburg ab. Zu den Verhandlungen waren Einladungen er- Herr Reicke ist damit entschuldigt. Er hat keine Kenntnis Gebirgsbolt von Natur aus innewohnt. gangen an die Landtagsfraktions Vorstände der Centrums, der der Kunst und fann somit seine eigene Unfähigkeit Genug, die Schlierseer machten Anzengruber Chre; sie haben Persön niemals erkennen. Er weiß nicht was er thut, und bewiesen, daß sie ein volles Recht selbst auf diesen Dichter haben. liche Einladungen waren an die Landtags- Abgeordneten Brach damit soll ihm persönlich vergeben sein. Die Frage ist nur, wie die Augsburg und Schirmer München ergangen. Bertreten war nur Berliner Bühnen dazu kommen, diesem blutigen Stümper so will trititers, fünstlerische Leistungen von Leistungen der Geschicklichkeit, Konzerte. Gehört es zu den ersten Obliegenheiten eines Kunsta die socialdemokratische Landtagsfraktion durch den Abgeordneten fährig das Wort zu geben. Vielleicht verfolgt man die richtige ber Unterhaltung, des Geschäfts zu unterscheiden, so gehört es zu Adolf Müller- München. Die Socialdemokratie bekundete dadurch. Fährte, wenn man daran denkt, daß Herr Georg Reide, juristisches feinen alveiten Obliegenheiten, die dabei gewonnenen und beachteten daß nur sie Arbeiterpartei ist und die schönen Versicherungen der Mitglied des Konsistoriums der Provinz Brandenburg, zugleich mit seinen zweiten Obliegenheiten, die dabei gewonnenen und beachteten bürgerlichen Parteien bezüglich ihrer Arbeiterfreundlichkeit immer glied des„ Goethe Bunds" ist oder war. Den Goethe Bund Richtlinien auch anzuwenden auf die Verschiedenheiten zwischen mehr Phrasen sind. Mit musterhafter Aufmerksamkeit folgte den zwei fonnte man eine Beit lang für eine gefährliche Spekulationsgründung es sich nur um fleine Differenzen, um geringste Nuancen handelt. und minder künstlerischen Leiſtungen. Und dies auch dann, wenn tägigen Verhandlungen der auf Anordnung der Generaldirettion halten und demgemäß bekämpfen. Als er in bewegter Zeit die Nun ist es eines der vielen Rennzeichen falscher Kunst, daß ihre vom Oberbahnamt Augsburg entfendete Oberbahnamts Getretär Intereffen der Kunst in feiger Weise verriet, war Schärfe geboten. Bestandteile den Grundzügen des Ganzen nur Burkhardt. Durch eine Delegation war ferner der Verband der heute ist der löbliche Bund an seiner eignen Lächerlichkeit bankrott gefegt, aufgesteckt sind, und eines der vielen Kennzeichen echter württembergischen Eisenbahn- Werkstätten- und Betriebsarbeiter ver geworden und niemand wird Beit und feine Stlinge liebt. Es entspricht durchaus der Psychologie Kunst, daß nichts in ihr ist, das nicht mit Notwendigkeit aus den Der Verband bayrischer Eisenbahnwerkstätten Arbeiter wurde des Bundes, daß er es als ein Gnadengeschent des Himmels be- gegebenen Grundzügen herauswüchse. Wer im mufitfritischen Dienst am 23. Oktober 1898 gegründet und zählte neun Monate später in trachtete, einen leibhaftigen Konsistorialrat in seiner Mitte zu haben. Boche für Woche die Willtür der landläufigen Operne und Operetten15 Ortsverwaltungen bereits 1250 Mitglieder und gegenwärtig in Hoffentlich haben die Kollegen des Herrn Neide fich darüber ge- texte muß über sich ergehen lassen, und dann durch eine glückliche Fügung einmal vor einem wirklichen Drama steht, der fühlt, was 25 Ortsverwaltungen 2525 Mitglieder, das sind 60 Proz. organisierte bührend gefreut. Sie müßten mäßige Köpfe sein, wenn sie nicht wir hier meinen, wohl ganz besonders. Doch in verkleinertem Maß Eisenbahnwerkstätten- Arbeiter. Die Einnahmen im Jahre 1900 den fichernden Bureauwit gemacht hätten, daß es in Deutschland taucht ihm dieses Gefühl auch vor irgend welchen guten, manchmal betrugen 7904,16 M., die Ausgaben beliefen sich auf 6647,84 W., aud den Kredit eines Freiheitsrebellen sehr befördert, wenn er selbst vor solchen Leistungen auf, die im ganzen die Charakteristiken so daß ein Stassenbestand von 1256,82 M. am Schlusse des Jahres Konsistorialrat ift. 1900 vorhanden war. Mit dieser allgemeinen Betrachtung scheint mir der Abend er echtester Kunst an sich tragen. Einen breiten Raum nahmen in den Verhandlungen die For- lebigt zu sein. Ich fühle mich durch nichts verpflichtet, das hirnlose Anlaß zu diesen Gedanken. In einem der nun zu Ende gehenden Zwei Konzerte der jüngsten Tage gaben uns den nächsten derungen, die an den Landtag gerichtet werden sollen, ein. Allgemein Beug meinen Lefern in Form einer" Juhaltsangabe" aufzutischen. populären Konzerte der Philharmoniter, über deren Gesamtwurde von den Delegierten bestätigt, daß die jetzt gezahlten Es genügt am Ende, daß Herr Reide" diesmal das Hauptmannsche populären Konzerte der Philharmoniker, über deren GesamtLöhne nicht dem entsprechen, was verlangt werden muß, um dem Milieudrama nachäfft. Das Schiller- Theater hatte trop alledem haltung wir uns wohl nicht mehr wiederholen brauchen, spielte Arbeiter ein sorgenfreies Dasein zu sichern. Vielfach müssen die einen Erfolg zu verzeichnen: das Publikum zischte, was es im der bereits wohlangesehene Klavierkünstler Waldemar Lütschg das 5. Klavierkonzert bont in Es- dur. Beethoven Frauen und Kinder mitarbeiten, was auch schon in der statistischen Schiller- Theater bekanntlich nicht häufig thut. Löwenfeld ſollte Wert, so hoch erhaben über Künstelei, daß schon ein sehr roher Aufnahme, die der Verband im Jahre 1899 gemacht hat, nach- mit diesem ausgezeichneten Publikum, das ein Verdienst seines Geschicklichkeitsmensch dazu gehört, um es zu verkünfteln. Herr gewiesen wurde. Da den Eisenbahnwerkstätten Arbeitern häufig Theaters ist, vorsichtig umgehen. Löhne unter 3 M. pro Tag gezahlt werden, wurde beschlossen, auf Der Abend schloß mit bem, tabenvater" von Fischer und Lütschg steht Versuchungen, das Wert etwa zum Anbringen von der Forderung eines Minimallohns von 3 M. zu beharren. Ferner Jarno- einem Schwank, der vor etwa sechs Jahren im Residenz Schwierigkeiten giebt, das wußte er so völlig aus dem Gesamtgeist Birtuofitätseffekten auszunüßen, völlig fern; was es hier an sollen die Forderungen des Neunstundentags und einer von drei zu Theater zum erstenmale aufgeführt wurde. E. S. des Werks heraus zu fassen und zu bewältigen, daß nichts Einzelnes drei Jahren wiederkehrenden zehnprozentigen allgemeinen Lohnaufbesserung, sowie die Erweiterung oe. Die Schlierseer spielten vorgestern abend im Neuen als Rest aus dem Ganzen herausfiel. Eines aber darf man doch Theater beibehalten werden. In einer Denkschrift, die an den Landtag ein weiter Schritt von den Schuhplattlerstücken, womit die Ober- maßes noch nicht ebenso zu einem fünstlerischen Erlebnis gemacht ter Anzengrubers„ Meineidbauer". Das war vermuten: daß sich nämlich der Künstler das Problemi des Zeitzu richten ist, sollen die sonstigen Wünsche der Arbeiter Auf- bayern bis dahin ihr Publikum ergögten. Eine wirkliche, wuchtige hat, wie die übrigen Probleme seiner Reproduktionskunst. Daß er nahme finden. Wie nötig die Festsetzung eines Minimallohns Tragödie, die den vollen Künstler im Darsteller herausfordert, die das ein wenig bewegte" Adagio gar sehr geschleppt hat, war ist, geht daraus hervor, daß in Passau Werkstättenarbeiter, d. h. ge- mehr verlangt als zeitweilig ein bißchen Gepolter und zeitweilig unangenehm, doch nicht so unbedingt ein Gegenstand kritischen Bes lernte Arbeiter, seit Jahren mit einem Anfangslohn von 2 Mart 10 Pfennig eingestellt sind, der sich nach zwei bis drei Jahren auf ein bißchen Liebesgetändel und dann wieder die üblichen Juchzer. denkens. Daß er jedoch im übrigen, zumal im ersten Satz, zwar für ge2 Part 40 Pfennig erhöht. In der Schweinfurter Betriebswerkstätte 2 Mart 40 Pfennig erhöht. In der Schweinfurter Betriebswerkstätte ie genügten die Bauern" der Forderung, Menschen in den Qualen wöhnlich das Tempo ganz gleichmäßig nahm, an einigen wenigen Stellen find 52 gelernte Handwerker beschäftigt, die einen Durchschnittslohn ihrer Schuld, in dem Aufflammen ihrer Leidenschaft darzustellen? aber plöglich mit einer Verzögerung überraschte, die sonst nicht so von 2 Mart 63 Pfennig pro Tag verdienen. Das sind Zustände, Es ist Thorheit, verzückt davon zu reden, daß erst die Aelpler den motiviert erschien, wie sonst jeber Bestandteil seines Vortrags, das die darthun, daß Staatswerkstätten noch weit davon entfernt find, Anzengruber und seine Alpenwelt begriffen hätten, daß nur sie, möchten wir ihm doch noch zu neuerlichem Ueberlegen anheimstellen. Musterwerkstätten zu sein. wie Wiener Blätter in ungemessener Hebertreibung schwärmen, Ist May Bruchs Violinkonzert G- moll op. 26 ein Wert der das Empfinden jener Kraftgestalten voll erfassen und wiedergeben lautersten Echtheit im Zusammengehören aller Einzelheiten zum Die weiteren Verhandlungen waren dem inneren Ausbau des tönnten. Es stünde schlimm um den Wert der Angengruberichen Ganzen, so ist das Violinkonzert A- dur op. 45 des deutsch gebildeten Verbands, dem Unterſtüßungswesen und der Gründung einer Kranken- Dichtungen, wenn sie bei aller engnationalen Eigenart, die sie aus- Norvegers Christian Sinding zwar ein sehr ehrenwertes, taffe gewidmet. Alles in allem haben die gepflogenen Debatten ge- atmen, nicht von allgemein menschlichen Leiden und Leidenschaften intereffantes und anscheinend unter dem Einfluß des zeigt, daß der Organisationsgedanke bei den bayrischen Staatsbahn- Stunde gäben, von Freuden und Schmerzen, die unter jebem ersteren tomponiertes Werk, trotzdem aber ihm unterlegen Werkstättenarbeitern mächtige Fortschritte gemacht hat und somit eine Arbeiterkategorie, die bisher leider häufig den Bestrebungen der auf- Himmelsstrich das Herz packen. Daher ist auch gar nicht daran zu durch ein nicht ganz reines Verhältnis zwischen den merklich getlärten Arbeiterschaft feindlich gegenüberstand, dieser bedeutend weghofbauern, des Franz, des Jatob und der Burgliefel intimer und Ausgestaltung. Die Biolinistin Laura Selbling spielte beide geklärten Arbeiterschaft feindlich gegenüberstand, dieser bedeutend zweifeln, daß unsre ersten Berufsschauspieler die Gestalten des Kreuz gewöhnlicheren Motiven und ihrer sehr kraftig einherschreitenden näher gerüdt ist. im einzelnen ausdrucksvoller prägen, als die Schlierseer es vor Konzerte unter gewaltigem, zu einer Zugabe drängenden Beifall. gestern vermochten. Worin diese sich aber groß zeigten, das war Daß sie die mehr technischen Seiten ihrer Aufgabe nicht auf die Kunst und Wifenfchaft. A das in seiner Schlichtheit ergreifende Zusammenspiel, zu der denkbar vollendetste Weise bewältigte, daß ihre Passagen und höchsten ihre natürliche Anlage unter Konrad Drehers Leitung Töne noch klarer, deutlicher sein könnten, ist eine Sache, deren Kritik Schiller- Theater: Der Sternguder von Georg geschickt herangeschult war. Da entwickelte sich alles so einfach, so zunächst ganz davon abhängt, was die Künstlerin sonst Positives Neide. Herr Neide wird nachgerade gemeingefährlich. Eben folgerichtig aus den auch in den Phasen der Leidenschaft mit schlichter leistet. Bei andren mag es schwerer wiegen; bei ihr wiegt es leicht. hat das entsetzte Bublifum im Deutschen Theater" den Morgen" Naturkraft gesprochenen Dialog, da padte das Schicksal des Matthias Denn das eine Kennzeichen echter Kunst befigt fie: die Hauptsachen abgelehnt; eben sind die Secessionsmöbel wieder zu Steller und und feiner Gegnerin, der Broni, den Hörer so gewaltig aus der der Grundzüge so herauszuarbeiten, daß man dem Uebrigen die Reiner zurückgewandert, und die Kritik hat halbwegs ihre Faffung Stimmung des Ganzen heraus, daß es fast als Verfündigung er- Nebensächlichkeit sicher anfühlt. Wie sie bei Bruch die Innigkeit der wiedergewonnen da steht der schreckliche Konsistorialrat int scheint, wollte man die Leistungen Einzelner aus dem Ensemble be- Motive nachgestaltend, überzeugend zum Ausdruck brachte, das war Schiller- Theater" wieder auf und verlangt aufs Neue zu sterben. jonders hervorheben. Was hülfe es auch, etwa eingehend zu unter Kunst im scharfen und schlichten Sinn des Wortes. jährlichen Urlaubs " Grosse Fänge,- Preise billig! Von täglich frischer Zufuhr in Kühlwaggons: Schellfische in allen Grössen 22, 25, 27-30 Pf. pro Pfd. Cabliau 20 P derselbe Pf., Im Ausschnitt 20-23 " Seelachs 30 Pf., derselbe im Ausschnitt 37-40* 19 Seehecht, Rotzungen, Schollen, Knurrhahn, Austernfisch, Heilbutt, Steinbutt, Seezungen etc. ebenfalls billig. 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