Nr. 87. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglicht außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Dte Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Rotonet geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin"," Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Nut I, Nr. 1508. Sonntag, den 14. April 1901. Staat und Gemeinde als Arbeitgeber. für die meisten größeren und zahlreiche Kleine Gemeinden der GrundDas Proletariat der Welt rüstet sich zu seinem Feiertag, den feine Kraft gefchaffen, zugleich ein Stampffest der Gegenwart und eine Frühlingsfeier, die eine hellere Zukunft fündet. Wie in der gesamten Thätigkeit der in der Socialdemokratie organisierten Arbeiterschaft sich unlöslich die praktische Arbeit des Tags, die keinen Vorteil verschmäht, aber auch durch keine Errungenschaft gefättigt oder beirrt wird, mit jener weltgeschichtlichen Mission vereinigt, die nach wissenschaftlicher Erkenntnis im drängenden Klassenkampf eine neue Erde zu schaffen strebt, so birgt auch die Maifeier neben ihrem engeren Zweck der Demonstration für den Achtstundentag, jenen gewaltigsten Zukunftsgedanken, den die Menschheit bisher erzeugt hat: sie ist ein Protest gegen die im Stapitalismus zerrüttete und zerklüftete Gesellschaft, eine Kundgebung für die socialistische Erneuung der friedlichen geeinten Völker, für den endlosen Sieg der befreiten Arbeit. Gerade die Maifeier giebt aber auch Jahr für Jahr Anlaß zum Nachdenken, wie wenig die bürgerliche Gesellschaft selbst die Socialreformen durchzuführen geneigt und fähig ist, die auch in der kapitalistischen Ordnung an fich möglich find. Namentlich in Deutsch land, das die am schnellsten empor gekommene und darum wohl auch robeste Bourgeoisie besitzt, stockt die Socialreform fast vollständig. Es fehlt nicht nur jeder rüstige Fortschritt, sondern selbst die spärlichen Erfolge sind durch gewaltsame Versuche von Rückwärts revidierungen fortwährend bedroht. Wie weit andre Länder das Deutsche Reich in der ſocialpolitischen Entwicklung überholt haben, dafür bietet eine soeben im Verlag der Vorwärts- Buchhandlung zum 1. Mai erschienene Broschüre von Adolf Braun*) reiches Material. Jeder Abschnitt der Schrift beweist diese Thatsache. Im Deutschen Reich des Militarismus und Marinismus, der weltpolitischen Abenteurerei, des Humnentums und des Brotwuchers ist für die Stulturaufgaben eben offenbar weder Zeit, noch Geld, noch Willen vorhanden. Vergleichen wir an der Hand der Braunschen Broschüre beispielsweise das Verhalten von Staat und Gemeinde als Arbeitgeber im deutschen Lande der glorreichen christlichen Socialreform mit aus ländischen Verhältnissen. Braun führt darüber aus: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. gemacht worden sei, hat Graf Bülow ja nicht gesagt. Aber warum wird diese alte Streitfrage von russischer Seite jetzt wieder ausgegraben? Das läßt sich kaum anders erklären, als durch die Absicht, in Berlin eine unangenehme Stimmung hervorzurufen." ferungen. In England gilt für fast alle staatlichen Arbeiten und saz, daß die von den Gewerkschaften anerkannten Arbeitsbedingungen einzuhalten seien, in den eigentlichen Staatsbetrieben wird oft über das von den Gewerkschaften Erkämpfte hinausgegangen, Londoner Grafschaftsrat behält sich bei den Submissionen Abzüge weder mit der Darstellung der russischen Erklärung, noch mit zum Teil ist die Forderung des Achtstundentags verwirklicht. Der Diese Erklärung ist ja ganz hübsch, nur läßt sie sich von 5 M. für jeden Arbeiter und für jede Arbeitsstunde vor, wenn den Worten Bülows in Einklang bringen. Bülow sagte zwar, die im Vertrage festgesezte Arbeitszeit überschritten wird. Noch weiter als das Mutterland gehen die meisten australi- daß von verschiedenen Seiten der Wunsch geäußert fchen Kolonien, so ist bei den öffentlichen Bauten in Neu- worden sei, das Oberkommando einem deutschen Offizier anSüd- Wales und in Victoria bei den Arbeiten der Eisenbahn- zuvertrauen, aber er erklärte ausdrücklich, daß mit ,, besonderem alle Städte und fleinere Gemeinden auf 48 Stunden pro Woche Bar, vor allen andren Staatsoberhäuptern" Verwaltung die Arbeitszeit bei Arbeiten für den Staat wie für fast Dank" anerkannt werden müsse, daß der„ edle und erleuchtete" festgesetzt, hiervon sind nur jene Arbeiten ausgenommen, welche den Oberbefehl in deutsche Hände gelegt habe. Und in naturgemäß mehr Arbeitsstunden erfordern, wie z. B. das Heizen schroffstem Gegensatz zu dieser Darstellung behauptet die von Dampfteffeln. Die gleiche Arbeitszeit ist in Victoria auch russische Regierung, daß sich Kaiser Wilhelm direkt für die Wasserleitungsarbeiten festgesetzt, in Neuseeland beträgt an den Zaren und sodann an sämtliche ausländische gleichfalls die zulässige Marimalarbeitszeit 8 Stunden im Tag; es ist dort keinem Arbeiter gestattet, ohne besondere schriftliche Be Regierungen gewendet habe. Wenn der Zar aber nur den willigung des Staatsbautechnikers mehr als 48 Stunden wöchentlich direkt und persönlich geäußerten Wunsch Wilhelms II. nicht abgeschlagen hätte, so verBülows. diente das doch wahrhaftig nicht den überschwänglichen Dank zu arbeiten. trachteten Arbeitszeiten bei den Arbeiten für den Staat zu berüc In Belgien find die von den Gewerkschaften als üblich besichtigen; von den Provinzen schreiben das westliche Flandern und iittich in den Submissionsverträgen den Magimalarbeitstag vor, Westf. 3tg.", daß England der eigentliche Erfinder der Aehnlich wie die Köln. Volksztg." mutmaßt die ,, Rhein.. 17 belgische Gemeinden fordern von den Unternehmern öffentlicher Weltfeldmarschallschafts- dee gewesen sei: Arbeiten die Einhaltung des Neunstundentages, Brüssel die des Behnstundentages. Ministerium für Waterstaat, Handel und Gewerbe die elfstündige In den Niederlanden hat seit dem 31. März 1891 das Arbeitszeit bei jeder Vergebung öffentlicher Arbeiten zur Bedingung gestellt, die andren staatlichen Behörden sind diesem guten Beispiele gefolgt, ebenso die Gemeindeverwaltung von Amsterdam, sie hat vom 1. Juli 1900 ab die Arbeitszeit um eine weitere Stunde verkürzt. Eine Reihe andrer Gemeinden haben gleichfalls in ihre Submissionsbedingungen zwingende Vorschriften über die Dauer der Arbeitszeit aufgenommen. fegung der neunstündigen Arbeitszeit voran, in den BedindungsIn Frankreich ging Paris( 31. Juli 1886) mit der Festbeften der Städte Toulon, Dun- jur- Auron, Dijon, Béziers und Berpignan find Klauseln, die Magimal- Arbeitszeit betreffend, ent halten, ebenso hat der Generalrat des Departements PyrénéesDen Ernst der Socialpolitik einer Gemeinde- oder Staats- Orientales einen ähnlichen Beschluß gefaßt. Im Parlamente hat verwaltung kann man wohl am besten an der Arbeitszeit messen, unser Genosse Edouard Vaillant einen besonderen Gesetzentwurf welche sie von den direkt oder indirekt in ihren Diensten stehenden schon im Jahre 1894 und später einen weiteren eingebracht, in dem Arbeitern fordern. In den kaiserlichen Erlassen vom 4. Februar 1890 für öffentliche Arbeiten der Achtstundentag gefordert wurde. Von ist deshalb auch davon die Nede, daß die staatlichen Betriebe da ab kam diese Frage weder im Parlamente, noch im obersten zu Musterbetrieben gestaltet werden sollen. Daß Berlepsch diese Arbeitsrate zur Ruhe. Eine der ersten Thaten des Ministeriums Verheißung nicht erfüllt hat, Brefeld von ihr nichts weiß, daß Waldeck- Rousseau- Millerand war, diese Vorarbeiten zu einem Abeiligst das Gerücht dementiert wurde, daß auf den Werften der schlusse zu bringen. Am 10. August 1899 wurden drei Defrete verAriegsmarine mit dem Achtstundentag Versuche gemacht werden öffentlicht über die Arbeitsbedingungen bei Submissionen des sollen, ist männiglich bekannt. Die Forderungen des im Jahre 1899 Staates, der Departements, der Gemeinden und der öffentlichen in Berlin abgehaltenen Bauarbeiterschutz Kongresses, daß bei Wohlthätigkeitsanstalten; ihre Bestimmungen waren bindend für Arbeiten für Reichs-, Staats- und Gemeindebauten die ortsüblichen die Staatsverwaltung, für die andren Verwaltungskörper aber bloß Lohn- und Arbeitsbedingungen als Minimum zur Geltung kommen fakultativ. Die Bestimmung über die Arbeitszeit lautete: 4. darf sollten, blieben unbeachtet. Die manchesterliche Freiheit der Arbeit die tägliche Arbeitszeit nicht länger sein als jener Normalarbeitstag, gilt bei den Submissionen im Deutschen Reich trotz des so oft der in der Gemeinde oder dem Bezirk des Ausführungsorts für jede mißbrauchten Worts vom Schuß der nationalen Arbeit im vollsten Arbeiterkategorie gebräuchlich ist". Bei der Feststellung der üblichen Sinne, soweit es sich um die Arbeitsbedingungen zu Gunsten Arbeitszeit haben sich die Behörden, soweit möglich, auf die Vereinder Arbeiter handelt. Desto sympathischer stehen die öffentlichen barungen zu stützen, die zwischen den Unternehmer- und ArbeiterKörperschaften der Forderung der Baugewerksmeister nach Berück- syndikaten der Gemeinde oder des Bezirks bestehen. Bei Fehlen solcher fichtigung ihrer Streifflaujel gegenüber, wenn auch eine formale Vereinbarungen ist u. a. das Gutachten besonderer Kommissionen einBewilligung derselben um Einfügung in die Submissionsverträge zuholen, die aus Unternehmern und Arbeitern in gleicher Zahl zu nicht wohl angängig war. Ebenso fehlt auch nur ein Ansatz eines sammenzusezen sind. Die Bestimmungen müssen in den Arbeitsstätten besonderen Arbeiterschutzes bei städtischen Arbeiten in der über- angeschlagen werden. Nicht bloß für die Bauarbeiten im weitesten wiegenden Mehrzahl der deutschen Gemeinden. An Anregungen hierzu Sinne, sondern auch für andre staatliche Lieferungen, so z. B. für die hat es freilich nicht gefehlt, so beantragten z. B. im Jahre 1893 die von Kleidern, wird nach diesen Grundsägen verfahren. Für die socialdemokratischen Mitglieder des Braunschweiger Stadtverordneten direkten Staatsarbeiter ist vielfach, so z. B. für die Handarbeiter, Kollegiums im Hinblick auf bevorstehende umfangreiche Bau- für die Post- und Telegraphenverwaltung, seit Erlaß dieses Dekrets arbeiten u. a., daß die Dauer der Arbeitszeit nur 9 Stunden der Achtstundentag eingeführt worden. täglich betragen dürfe. Der Antrag wurde abgelehnt. In Karls- Die Vereinigten Staaten von Amerita haben seit ruhe wurden am 23. Juli 1897 Grundsäge für die Ver- dem Jahre 1878 für alle von der Unionsregierung oder für dieselbe gebung städtischer Arbeiten und Lieferungen festgestellt. In diesen beschäftigten Personen die tägliche Arbeitszeit mit acht Stunden beheißt es u. a., daß Firmen, welche im Berdacht stehen, in Bezug messen. Uebertretungen dieser Bestimmung werden mit einer Geldauf die Arbeitszeit, den Arbeitslohn und die Behandlung ihrer strafe bis zu 4200 M. oder mit Haftstrafe bis zu sechs Monaten Arbeiter diese unbillig zu halten, sofern dieser Verdacht sich bestätigt, geahndet. Aehnliche Vorschriften über die Arbeitszeit haben in von der Lieferung auszuschließen find. In Charlottenburg werden den Submissionsverträgen die Staaten Californien, Colorado, Vorschriften über Lohn und Arbeitszeit dann gemacht, wenn durch Idaho, Indiana, Kansas, New York, Pennsylvania, Utah, Weitervergebung oder bei Arbeiten mit tünstlichem Licht Washington, West- Virginia und Wyoming; die Gesetze der meisten schlechte Arbeit oder Gefahr für Menschen oder Material be- dieser Staaten bestimmen, daß der Achtstundentag nicht bloß für die fürchtet werden muß. Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin hat Staats-, sondern auch für die Distrikts- und Gemeindearbeiten bei seit Juli 1898 in ihren Submissionsbedingungen die Einhaltung der allen Submissionen vorzuschreiben sei. In Massachusetts ist für die neunstündigen Arbeitszeit als wünschenswert" bezeichnet. Es ist staatlichen Arbeiten der Neunstundentag vorgeschrieben, Städten und blutwenig, เม ตริ wir über Arbeiterschutzbestimmungen in den Gemeinden ist aber freigestellt, den Achtstundentag einzuführen; in Lieferungsverträgen für öffentliche Körperschaften im Deutschen Maryland hat die Großstadt Baltimore den Achtstundentag bei Reiche zusammenstellen fonnten. Daß die direkten Staatsarbeiter kommunalen Arbeiten eingeführt. bei Eisenbahnen 2c. über lange Arbeitszeit zu klagen haben, lehren die Debatten in den parlamentarischen Körperschaften. Wie wenig stolz wir auf diese mehr als schwächlichen Anfänge zu sein brauchen, zeigt die Behandlung dieser wichtigen Frage im Ausland. Ein Ueberblick über diese Bestimmungen beweist, wie vorteilhaft das Ausland mit seinen Submissionsbestimmungen bezüglich der Arbeitszeit von dem an der Spize der Socialreform marschierenden Deutschen Reiche absticht. Politische Nebersicht. Berlin, den 13. April. Das Waldersee- Geheimnis Die Forderung, daß ein jeder Submissionsvertrag die Annahme jener Lohntarife enthalten müsse, welche von den Unternehmer- und Arbeiterorganisationen für das betreffende Gewerbe im Verhandlungswege festgesetzt wurden, ist verwirklicht im schweize rischen Kanton Genf. Bei den großen öffentlichen Arbeiten, die in der Stadt Wien in der letzten Zeit ausgeführt wurden( Stadtbahn, Wienflußregulierug, Kanalbauten, Hafenanlage 2c,) wurde der reizt die bürgerlichen Blätter, die nicht das bergebersetzende elfstündige Normalarbeitstag festgeseit, auch für die Banten Zutrauen des Krupp- Organs zu Waldersees Unfehlbarkeit beim Bereiche des östreichischen Eisenbahnministeriums bestehen Vor- fizzen, zu den verwegenſten Lösungsversuchen. Die Köln. schriften über die Dauer der Arbeitszeit, Pausen u. dergl. Volfsztg." meint: Die westeuropäischen und die Vereinigten Staaten von Amerika und Australien haben die weitestgehenden Bestimmungen über den Schutz der Arbeiter bei Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lie *) 3um Achtstundentag! Historisches und Agitatorisches über Arbeiterschutz und Achtstundentag von Adolf Braun. Preis 20 Pfennig. ,, Sollte die von außen her auf amtlichem Wege an uns geTangte Anregung" nicht in London zu suchen und eine von den vielen englischen Liebenswürdigkeiten sein, die man in amtlichen deutschen Kreisen für bare Münze nimmt, die aber im Grunde nichts sind als ebenso biele egoistische Intriguen mit dem gwede. Deutschland und Rußland miteinander zu verfeinden?" Abgesehen davon, daß Bülows Darstellung dadurch an unrichtigkeit und Eigentümlichkeit nichts verlöre, wäre England allerdings noch am ersten der Anstiftung der WalderseeDeutschland mit so naivem Enthusiasmus aufgenommen Komödie verdächtig. Daß dieser argliftige Vorschlag dann in wurde, ist bei der damals herrschenden Stimmung nicht weiter. verwunderlich. Gleichbiel jedoch, ob England oder Deutschland das Prioritätsrecht der Walderfee- Idee gebührt: jedenfalls hat Rußland die ihm von Bülow in so entgegenkommender Weise zugestandenen Ansprüche darauf ebenso entschieden wie unhöflich abgelehnt. Augenzeugen des Hunnentums. Der Kriegs- Berichterstatter der Walderfee- begeisterten, Bülowoffiziösen Köln. 3tg." entwirft von dem Sengen und Plündern der europäischen Truppen in China folgendes anheimelnde Bild: " Je weiter wir nach Süden kamen, desto besser gefiel uns das Land. Es schien, als ob in der Nähe Pekings, wo seit acht Wochen die Truppen von acht Nationen strafend und four agierend umhergezogen waren, der wirkliche Charakter des Landes recht ungünstig verändert worden sei. Die Dörfer waren zum größten Teil verlassen, die Scheunen geleert, und es war schwer zu sagen, ob das, was man in den Ortschaften noch an Besigtum der Einwohner vorfand, ein trauriger Beweis für die Armut des Landes oder als test bestand einer einst größeren habe das Zeichen war, wie der Krieg auch noch im 20. Jahrhundert granenhafter verwüstet als irgend eine Naturgewalt. In einem Umkreise von 30 Kilometer war wohl kein Ort mehr zu finden, der nicht von den Besuchen der Fremden gelitten hätte, dem nicht im gelegentlichen Gefecht, wenn Boyer hinter seinen Lehnumanern Schutz gesucht hatten, die Häuser niedergebrannt worden wären, dent nicht streifende Soldaten die letzten Pferde und Maultiere genommen oder die Wintervorräte der noch glücklich heimgebrachten Ernte fortgeschleppt hätten. Manche fleinere Dörfer waren vollständig berlassen, in andren fristeten nur ein paar hilfIose Greise ein tümmerliches Dasein, denen es nicht mehr gelungen war, den Anschluß an die fliehende Bevölkerung zu erreichen. In den Städten sah es wohl nicht besser aus. Das volfreiche Tungtschou, der wichtige Flußhafen Bekings am Beiho, war nichts mehr als eine öde Trümmerstätte von ausgebrannten Häusern und menschenleeren Straßen, und Lianghsianghfien, die erste größere Stadt füdlich von Peking, war ja schon Anfang September von unsrer. eignen Marine Infanterie nach der Erstürmung in Brand gesteckt und zerstört worden. Man hat die Kriegsführung in China mit der des 30 jährigen Krieges verglichen. Mit Unrecht. Denn wenn die Horden Tillys, Wallensteins und Wrangels ihre Zerstörungsarbeit in Deutschland so gründlich verrichtet hätten, wie die europäischen Kulturträger in China, hätte der Krieg nicht dreißig Jahre lang geführt werden tönnen. Frederic Coleman, ein amerikanischer Kriegskorrespondent, hat in den„ Daily News" über seine Erlebnisse in Tientsin und Peking vom Juli bis September 1900 Bericht erstattet. Die Schilderung diefes Augenzeugen ist eine neue Bestätigung der demoralisierenden Wirkungen der China- Expedition. Coleman fchreibt: Während meiner Anwesenheit in Tientsin vom Juli 1900 bis zur Ankunft der Ersatztruppen am 4. Auguſt und vom 14. Auguſt, dem Tage, da die Verbündeten in Pefing eintrafen, bis zur ersten Hälfte des September, verging taum ein Tag, an dem ich nicht den demoralisierenden Einfluß des Feldzugs auf fast jeden Bielleicht ist der Widerspruch zwischen den beiderseitigen einzelnen der Truppen fonstatieren fonnte. Eine teilweise Erklärung Angaben nur ein scheinbarer, vielleicht hat eine dritte dieser Mord- und Zerstörungssucht ist vielleicht in folgenden Ursachen Macht, etwa England angeregt, das Oberkommando einem zu finden. " deutschen Offizier zu übertragen; darauf ist dann in St. Peters- Der größte Teil der russischen Truppen in Tientsin und Tong- tut burg Graf Waldersee vorgeschlagen worden und der im Juli 1900 tam aus den sibirischen Steppen; sie sind den Zar ist der erste gewesen, der sich einverstanden erklärte. Chinesen nicht nur äußerlich, in der Gesichtsbildung, sehr ähnDaß von deutscher Seite dieser Vorschlag nicht lich, sondern in der Behandlung ihrer Feinde ebenjo grausam_ wie letztere. WaS die Franzosen anbetrifft, die damals in Tientsin standen— glücklicherweise nur ein paar tausend—, so mag die Thatsache, daß dieselben von der französischen Strafkolonie in Toniin kamen, ihre sonst unentschuldbaren Grau samkeiten und Räubereien erklären. Ferner hatten die ameri kanischen Regimenter lange Seit auf den Philippinen gegen die Insurgenten gefochten, und obschon die amerikanischen Generäle nichts versäumten, um Plünderungen zu verhüten, warenihreSoldatengerade' zu Meister in dieser Kunst. Die Japanesen leugnen zwar, daß ihre Sab baten in China plünderten, doch waren diese die gewandtesten Räuber, die ich in Tientsin sah. und ich habe viel Grund, anzunehmen, daß ihr Plündern mit der stillschweigenden Genehmigung, wenn nicht sogar mit wirklicher Erlaubnis ihrer Obersten geschah. Um volll ständig unparteiisch zu sein, muß ich einige britische Offiziere er- wähnen, denen Kapitän Baileh ein kleines Vermögen in Silber „sHoss*, von 4'/4 Pfund abnahm; das kostbare Metall war vorher im Salz-Kommisstonär-Palast und andren„Schatzgebäuden" entwendet worden. Beute zu machen mag gewöhnlich nicht als die schlimmste Form der Kriegsverheerung angesehen werden, dennoch wirkt nichts so schlimm auf den Charakter des Soldaten. Am 16. August 1360 ritt ich in Peking vom„Tempel des Himmels" gegen Chien-Mun, das Hcnchtthor der tartarischen Stadt, und war Zeuge einer interessanten Scene, die sich im Schatten der Thormauern abspielte. Man war eben daran, ein großes Seidenmagazin auszumausen. Russische, amerikanische, französische Soldaten, englische vom indischen Kontingent und solche aus Eng� land selbst, Matrosen verschiedener Nationen von der kleinen Truppe. welche die Gesandtschaften'während der achtwöchentlichen Belagerung verteidigten, alle waren so emsig wie Bienen im Hinaustragen von fest gerollten Seiden« und Satinstücken, die sorgfältig mit Papier bedeckt und mit unverständlichen chinesischen Qualitäts-Wertzeichen versehen waren..... Bevor noch der ganze Raub weggeschleppt war, steckten die Russen das Gebäude in Brand. Ich niöchte nun allerdings nicht besonderes Gewicht auf solche Geschichten legen und aus ihnen den Schluß ziehen, die Soldaten der Berbündeten seien Vandalen, denn ich weiß, lvie groß der Wunsch ist, schöne und kostbare Sachen vor Zerstörung zu retten, der jene sicher anheimfallen würden, wenn sie beispielsweise in die Hände von Kosaken fielen. Und um ganz offen zu sein, will ich gestehen, daß ich gegenwärtig selbst etwas Seide aus jenem Magazin besitze. Ich erzähle das nur, um darzuthun, wie sehr solche See neu Zucht und Moral untergraben. Ich will auch nicht ausführlich über Brutalitäten mich verbreiten, aber ich führe hier einige Dinge an, für deren Richtigkeit ich bürge. Am Morgen des 14. August 1900 war ich bei dem russischen Kontingent, das im südlickien Stadtviertel kämpfte. Ich stand hinter einer Mauer mit vier Artillerie-Offizieren. Eine Abteilung war ab gestiegen; die Leute, Kosaken, kauerten einige Meter entfernt auf dem Bode», da das Feuer sehr heftig war. Plötzlich verrieten sie eine gclvissc Erregung; ich wandte mich uni und sah eine» alten Chinesen, der, vorsichtig spähend aus seinem Hause trat. Die Stille hatte ihn jedenfalls glauben lassen, er könne ungesehen eirtfliehen. Jn> Augen blick sprang eine Anzahl Kosaken auf. Zwei der schnellsten stürzten mit geschwungenem Säbel auf ihn los, und bevor seine Lippen einen Laut hervorbringen konnte, schlugen sie ihn nieder. Mehr als dreißig Mann umstanden den Alten, als die ersten Streiche fielen, und sein Blut färbte ein Dutzend Säbel. Obschon der Chinese zweifellos kein Soldat und vollständig harmlos war, wurde doch von feiten der Offiziere mit keinem Wort interveniert. Drei Stunden nachher gewahrte ich, wie Soldaten eine chinesische Mutter und ihre drei kleinen Kinder mit dem Gewehrkolben niederschmetterten. Das Kleinste wurde von einem großen Kerl an den Beinchcn erfaßt und ans Steinthor geschmettert, daß das Hirn herausspritzte. Die russischen Offiziere waren stumme Zuschauer. Am 7. August machten die Alliierten Halt in Dang-Tsun, zlvanzig Meilen von'Tientsin. Nachmittags saß ich unter dem Zelt eines amerikanislhen Offiziers, nicht iveit von der Eisenbahn- drücke über den Pei-Ho; plötzlich begannen die ringsum kampierenden amerikanischen Soldaten nach der Brücke hin zu rennen. Ein japanischer Soldat brachte einen Chinesen ein und rief, derselbe sei ein Boxer. Ich konnte nicht ermitteln, was ihn zu dieser An- nähme belvog; der Chinese tvar einfach ein Kriegsgefangener. Mail sagte nur, daß er bei seiner Gefangennahme eine Boxer- uniform trug. Das tvar vom Standpunkt der Civilisation aus Grund genug, ihn festzunehmen. Allein Gefangeue waren unbequem auf dem Marsche nach Peking. Die amerikanischen Offiziere wollten nichts mit der Cache zu thun haben. Unter den Augen der fünfhundert Amerikaner schleppte der Japanese seine» Gefangenen ans Ufer und schoß ihn dort nieder. Zehn Minuten später, als der arme Chinese noch Lebenszeichen gab, schoß er ein zweites mal auf ihn und erst eine volle halbe Stunde später wurde das arme Opfer endgültig durch den Säbel eines russischen Soldaten von seiner Qual erlöst. Ich war die ganze Zeit über in der Nähe, hörte die Schüsse, sah aber die Hanptperson nicht wegen der Menge der Soldaten, die herumstanden. Wie roh mußten diese sein, die einer solchen Greuelthat beiwohnten, ohne sich berufen zu fühlen. dagegen aufzutreten. Das traurige Kapitel wäre lange fortzusetzen. Gemeinschaftliches Stehlen und Rauben, das die Truppen der ver- schiebenen Rationen auf dasselbe Niveau bringt, wirkt Verhängnis- voll.... besitzer oder Leiter— sie waren früher natürlich auch Arbeiter— 4 Gastwirte, 3 Rechtsanwälte, 6 Geschäftsführer, Expedienten, Privatier, und 6, sage und schreibe sechs, bezeichnen sich als Arbeiter: Schneider, Tischler, Schuster und Tapezierer. Ob sie aber diese Gewerbe betreiben, bezw. darin selbst arbeiten, ist noch sehr zu bezweifeln. Eine nette Arbeiterpartei, nicht wahr? die unter 56 Vertretern ganze 6 Arbeiter zählt l Wie lange werden die bethörten Mitläufer den Schwindel von der»Arbeiterpartei sich noch vormachen lassen." Wir sind dem EentrumSblatt dankbar, daß eS wieder an den zwar altbekannten, aber nicht oft genug einzuschärfenden schmählichen Volksbetrug der Socialdemokratie erinnert, welche ihre Redacteure in die Zeitungen und ihre Redner in das Parlament als Vertreter der Arbeiterforderungen entsendet, anstatt sie weit nützlicher sich als Arbeiter eines fromm katholischen Menschenschinders bethätigen zu lassen. Die Arbeiter werden sicherlich, durch die erneute Mahnung der„Märkischen Volkszeiwng" getrieben, alsbald ihre Vorkämpfer zurückberufen und die Vertretung ihrer Interessen vertrauensvoll der Centrumsfraktion übertragen, in der zwar ausschließlich Juristen, Fabrikanten, Großgrundbesitzer und Pfäfflein sitzen, aber ihre ausschlaggebende Machtstellung im Reichs. tag so sehr im Arbeiterinteresse verwendet hat, daß den Arbeitern zu wünschen und zu fordern fast nichts mehr übrig blieb.— Vom Kaiser. Bei der Verabschiedung der englischen Gesandtschaft danke der Herzog von Avercorn für den überaus gnädigen Empfang. Darauf erwiderte, wie berichtet wird, der Kaiser:«Ich habe in England stets so viel Gast freund- schaft genossen, daß das nur eine kleine Revanche sein kann." Ein Bataillon Militär soll das Städtchen Tolkemit in der Nähe des kaiserlichen Guts Cadinen erhalten. Ob für diese Verlegung die Nähe des kaiserlickien Guts maßgebend ist, wird nicht angegeben. Das Städtchen Tolkemit hat nur etwa 3600 Einwohner.— Der deutsche Kronprinz alS Student. Aus Universitätskreisen wird der„Franks. Ztg." geschrieben: Durch die Presse geht gegenwärtig eine Notiz über den Studien plan des Kronprinzen für sein erstes Bonner Studieusemester. Dieser Studienplan umfaßt in 20 Stunden 12 Fächer und zwar: 1. Grund zllge der allgemeinen Rechtslehre und Einleitung in das Privatrecht; 2. Rechtseucyklopädie; 3. Ueberblick über die Geschichte und Grnndzüge des Deickschen Reichs; 4. Reichs- und Staats recht; 5. biographische Einzelbilder aus der alten Geschichte; 6. Zeitalter Friedrichs des Großen; 7. Geschichte der Kunst in den Nheinlanden; 8. Goethes„Faust"; 9. Schillers Dramen; 10. Chefs d'oeuvres du theätre classique franijais �Hauptwerke des klassischen französischen Theaters); 11. Zoologie; Paläontologie. In dem uns vorliegenden Vorlesungsverzeichnis der Unibersität Bonn für das Sommersemefter 1901 sind von den vorstehend genannten Unterrichtsgegenständen nur 4— die unter 6, 7 8 und 10 aufgeführten— enthalten. Es handelt sich mithin in den meisten Fächern und vor allem in denen, die dem Wesen nach für das Studium des Kronprinzen besonders in Betracht komme», um Einzel- beziv. Privatunterricht, der dem Prinzen von Bonner Universitätslehrern erteilt Wird. Dieser Gedanke muß übrigens schon jedem mit den Hochschulverhältnisscn Bertrautcu un- mittelbar aus der Anzahl der Stunden und der Anzahl der vor- getragenen Fächer gekommen sein. Nimmt man für die unter llr. 7, 8, 9 und 10 genannten Fächer je eine Stunde, was, soweit eS sich aus dem VorlesnngSverhältniS beurteilen läßt, den Verhält« nisten entspricht, so bleiben für jede? der übrigen Fächer je zivei Wochenstunden übrig. Es kann sich mithin bei dem Studium des Kronprinzen nur um Vorlesungen handeln, die in nsum Delphini (zum Gebranch des Kronprinzen) in sehr kondensierter Form dargeboten lverdcn. Hoffentlich dringt die Kunde hiervon nicht bis in die Tiefen des Hades zu den Ohren des alten Euklid; ivas ihm vor 2200 Jahren nicht möglich war, einen Königswcg zur Wissen- 'chaft zu finden, scheint den betreffenden Bonner Gelehrten gelungen zu sein.— Der Reichstag nimmt Dienstag, den 16. April, feine Arbeiten wieder mit der Beratung der ersten Lesung de? Gesetzentwurfs betreffend die Versorgung der Kriegsinvaliden und der Kriegshinterbliebenen auf. Als zweiter Punkt steht dann für DienStag die zweite Lesung des Urheberrechts an Werken der Litteratur und Tonkunst auf der TageSordming. Für di�se schwierige Materie werde» 8 bis 10 BeratungStage in Ansatz gebracht, eS gicbt hier eine große Anzahl streitiger Punkte, die im Plenum sicher einer erneuten Diskussion ausgesetzt sein Iverde». Während der zweiten Lesung des Urheberrechts dürfen allgemach die Berichte aus den andren Kommissionen einlaufen und dem Plenum iveiteren Be- ratnngsstoff liefer». So soll, wie verlautet, am 20. April der Bericht über die Vorlage betreffend die privaten Ver- sicherungs-Unternehmungen zur Verteilung gelangen. Wann der Bericht über die Seemannsorduung gedruckt werden kann, läßt sich noch nicht vorauSbestimmcn. Am weitesten zurück ist die Kommission für den Entwurf betreffend den Verkehr mit Weinen. Am 23. April soll die zweite Lesung in der Kommission stattfinden, die. nach der Stimniung der Wein- interessentcn zu urteile», das meiste von dem wieder umwerfen wird, was man in erster Koinmissionslesnng beschloß. Der vorliegende Arbeitsstoff des Reichstags reicht bis Pfingsten aus; dann hofft man, wie die„Nationallib. Korresp." meint, d i e Session schließen zu können, da die Aussichten, der Zoll- tarif werde im Mai vorgelegt werden, doch recht unsicher erscheinen müßten.— Die Partei der Arbeiter. Die katholische»Märkische Volk«- zeitung" will fich auch heute durch Geistesarmut die politische Seelig- keit gewinnen, indem sie in Anknüpfung an die kürzlichen Debatten unsrer sächsischen Landeskonferenz dem Anspruch der Socialdemokratie, Arbeiterpartei zu sein, also entgegentritt: „Nach dem Kürschnerschen Älmanach haben sich von den 56 socialdemokratischen Reichstagsabgeordneten nicht weniger als 26 als Redacteure, Journalisten und Schriftsteller bezeichnet.' Dabei find zwei Parteisekretäre mitgezählt, dir fich zwar als Arbeiter. beziehungsweise Handwerker ausgeben, ihr Gewerbe aber natürlich nicht betreiben. Von diesen„geistig" Beschäftigten ist eine ganze Anzahl aus der Arbeiterschaft hervorgegangen. Die Arbeit mit der Feder dünkt ihnen angenehmer und leichter, als die in der Werkstatt oder in der Fabrik. Weiter sind von den 56 Abgeordneten 11 Fabrikanten(nieist von Cigarrrn), Kanfleute und Bnchdruckerei- Fromme Romantik. Wir teilten kürzlich nnt, daß für das neue Blindenheim in K ö n i g s- W u st e r H a u s e n eigenartige Bildnisse des Kaiserpaarcs vorgesehen waren. Die Bildnisse, deren Ausführung vom Kaiser in Mosaik befohlen worden war, stellten die' Kaiserin ais heilige Elisabeth und den Kaiser als Siittcr in eichgestickter niittelalterlicher Kleidung dar. Die.Germania' sagte beim Bekanntwerden dieses romantisch katholisierenden Bilder 'chmucks: „Wir wissen nicht, ob der Gedanke, die Kaiserin als„heilige Elisabeth" und ihren Gemahl als den„gestrengen Landgrafen darzustellen, in protestantische» Kreisen als glücklich cinpfunden Wird, in katholischen dürfte es keineswegs der Fall sein." Jetzt weiß über den weiteren Verlans dieser reizvollen An gelegenheit die„Bolks-Zeitung" folgendes zu erzähle»: Die Evnnge lischen blieben in ihren orthodoxen Organen, auf deren Bescheid wohl die„Germania" gerechnet hatte, die Antwort schuldig. Indes haben die Mosaiken in den Ostertagen eine kleine Wallsahrt nach dem Blindenheim verursacht, wobei freilich, wie so oft, die Wallfahrer enttäuscht worden sind. Die vielen, die gekommen wäre», um besonders das Elisabeth-Bild gu sehen, fanden n u r die leeren unverputzten Fen st er nischen; das Elisabeth-Bild war entfernt worden; mit ihm aber auch daS Bild des mittel- alterlich gewappneten Ritter«, der den Kaiser darstellte. Möglicherweise hat inzwischen der Evangelische Oberlirchenrat der An schaumig in geeigneter Form Ausdruck gegeben, daß es nicht nur dem katholischen, sondern auch dem evangelischen Empfinden wider- spreche, eine lebende protestantische Frau als katholische Heilige dar- gestellt zu sehen. Was mit den Mosaikbildcrn geschieht: ob sie dauernd entfernt bleiben oder einer allen konfessionellen Ansprüchen gerecht werdenden Umarbeitung unterzogen werden, das bleibt ab- zuwarten.—_ Adlergrund, gestrandet, der stellenweise nur 6 Meter Wasser hat. der auf Veranlassung der deutschen Marinevcrwaltung. um für kleinere Schiffe passierbar zu sein, an den seichtesten Stellen ab- gebaggert worden ist, vor dem die amtlichen Segelaniveisungen aus- drücklich und wiederholt warnen. Die Handelsschiffe wählen des Grundes wegen den Weg im Norden um Bornholm; in der Segelanweisung der deutschen Kriegsflotte heißt es sogar, daß, wenn die Fahrt im Süden von Bornholm gewählt werde. Tiefen von 40 Meter gehalten werden müssen. Wäre dies geschehen, so wäre die Strandung unmöglich gewesen. Man sucht jetzt die mangel- haften Seezeichen verantwortlich zu machen,— auch das ist kindisch, denn daS seemännische„Besteck", die Berechnung des geographischen Orts, hätte ausreichen müssen, das Schiff vor der gefährlichen Bank zu behüten, und wenn das Besteck zweifelhaft war. so mußte gelotet werden. Um unglückliche Zufälle, lvie die „Boss. Ztg." die Laienwelt glauben machen will, handelt es sich also ganz und gar nicht, sondern um eine schwere Fahr- lässig keit. Es kann sich also nur darum handeln, wer die Ver- antwortung trägt. Die Havarie soll mehrere Millionen kosten, die Reparatur drei- viertel Jahre dauern. Es sind Menschen gefährlich verletzt. Ter Fall liegt so, daß amtliche Aufklärung dringend erforderlich scheint. Chronik der Majestätsbcleidigungs- Prozeffe. Wegen Beleidiizung des Kaisers und eines Gendarmen wurde in Mannheim ein Bäckerbursche, ivelcher in der Backstube seines Meisters auf der Rheinau an die Lektüre einer Zeitung anknüpfend zu seinem Nebenbnrschen gesagt, mit der deutschen Chinapolitik mache das Reich noch Bankrott und damit eine despektier- liche Aeußcrung über den Kaiser verbunden hatte, am Donnerstag zu 2 Monaten und 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Einer der Ge- sellen, der auf den Burschen schlecht zu sprechen war, hatte Anzeige erstattet. Der Vorsitzende. Landgerichtsdirektor Wenzler, gab dem Denunzianten unzweideutig zu verstehen, welch verächtliche Rolle er in dieser Sache spiele. Arbeitslosigkeit. Ausland. Spanien. „Franks. Ztg." Wer ist verantwortlich 1 Uns wird geschrieben: Als die Nachricht von der Strandung des deutschen Kriegsschiffs „Kaiser Friedrich III." bekannt wurde, ging durch die seemännischen Kreise in Deutschland ein Kopfschütteln, lvie seit dem traurigen Unter- gang deS„GrohenKurfLrsten" nicht. War dieses letztere Ereignis»»gleich schlimmer in seinen Folgen— bekanntlich verloren dabei 300 See- lrute daS Leben—, so ist daS jüngste Unglück insofern jenem ähnlich, als es geeignet ist, in der deutschen Kriegsmarine geltende Ein- richtungen und die seemännischen Prineipien und ihre Praxis in ein äußerst bedenkliches Licht zu rücken. Wenn ein Dampfer der beiden großen deutschen Handelsreedereien— Lloyd und Packetfahrt— strandet, wird der Kapitän entlassen, was oft hart ist, denn wenn auch in den meisten Fällen bei Strandung eines Dampfer» irgend ein fahrlässiger Irrtum vorliegt, so giebt es doch auch unvermeidliche Irrtümer dieser Art. die als koree mojenr anerkannt werden müssen. In einem Falle, wie dem zetzt vorliegenden würde aber nicht nur Eni- lassung, sondern, da es sich um eine schwere Havarie handelt, wahr« scheinlich ei» seeamtliches Verfahren gegen den Kapitän eingeleitet und diesem daS Patent zur Führung eines Schiffes durch Richter- spruch entzogen werden. Die Bestürzung auch der amtlichen Marinekreise ging aus den ersten Nachrichten alsbald hervor. Es wurde die Vermutung ausgestreut (in der Presse), daß durch daS Eis des letzten Winter?-m« Art Moränen btldiing bei Bornhokm die Tiefen, die auf den Seekarten angegeben sind, verändert habe. Diese Ausflucht ist so kindlich, daß wir sie auf Rechnung eines minder verständigen Reporters setzen wollen. Es wurden aber sofort zwei kleine Fahrzeuge nach dem Strandnngsort geschickt, um den Fall zu untersuchen. In- zwiscben aber bringt die„Voss. Ztg." aus Kiel eine Darstellung der Umstünde, die gänzlich hinreicht, um de» Fall aufzuklären. Danach ist nämlich da« Kriegsschiff auf einer in den Segel- anweisungen und Seekarten genau verzeichneten Sandbank, dem Der„Franks. Ztg." wird aus Madrid telegraphiert: Im gestrigen Ministerrat wurde die Lage der Arbeiter in Jeliz erörtert. lieber 15 000 Arbeiter sind dort beschäftigungslos. weil die Reblaus die meisten Weinberge zerstört hat. Die Regierung wird öffentliche Bauten unternehmen, so z. B. die Befestigung des Hafens von Cartagena. Ruftland. Russische Zustände. Die Gärung unter den Theo- logen. Auch die Hörer der theologischen Seminare schließen sich der allgemeinen Protestbewegung an. So haben die Hörer des theologischen Seminars in R j a s a n einen Aufruf herausgegeben, in dein sie energisch protestieren gegen den Gewaltakt des Pobje- donoszeff, gegen die Exkommunikation Tolstojs. Das Seminar ist geschlossen worden. I» I r k n t s k(Sibirien) sind die Theologen in den„Streik" eingetreten, haben den Besuch der Vorlesungen ein- gestellt. Die Sympathien der Bevölkerimg haben sie ganz auf ihrer Seite. In Jalutsk sind zur Unterstützung der„Streikenden" über 1000 M. gesammelt worden. Im Bogoduchowskschen Gefängnis(bei Charkow) ist eine Hungerrevolte ausgebrochen. Die Behandlung der russischen politischen Verbrecher, die in den Gefängnissen sitzen, unter» liegt in der Praxis keinem Gesetz, sondern der Willkür jeder einzelnen Gefängnisverwaltung. Und so kam e» schon oft vor, daß die Inhaftierten mit einer besonders brutalen Gefängnis, Verwaltung einen harten Kampf zu führen hatten. Wenn es gar nicht mehr zu ertragen war, so opferte sich einer von den Inhaftierten auf. beging eine thätliche Beleidigung an einem Gefängnis- beamten, ging also selbst in den Tod oder nahm langjährige Zwangs- arbeit auf sich, um durch diese That die Aufmerksamkeit der höheren Behörden ans die unerträglichen Zustände zu lenken und auf solche Weise die Erleichterung deS Schicksals der übrigen Gefangenen zu bewirken. Noch häufiger greifen die politischen Verbrecher zum „Hungerstreik". Er besteht darin, daß sämtliche Inhaftierte sich ver- abreden', nicht mehr zu essen, bis die oder jene ihrer Forderungen erfttlll ist. Es sind Fälle bekannt, besonders aus den Zeiten der terroristischen Bewegnng, daß Männer und Frauen 10 bis 12 Tage lang gehungert haben. Manche waren bereits völlig entkräftet und befanden sich in einem halbbewußtlosen Zustand. Die Gefängnis- verwallung versucht manchmal in solchen Fällen zu einer gc- waltsamen liinstlichcn Ernährung zu greife». Gewöhnlich dauerl ein solcher„Hungerstreik" nur einige Tage und endigt meistenteils init dem Siege' der„Streikenden", denn die Gcfängnisverwaltung giebt i» der Regel ans Furcht vor einem allzugroßen Skandal(falls einige der Verhafteten sterben) oder einer Demonstration, falls die Sache in die Ocffentlichkeit dringt, in diesen: oder jenem Punkte den Gefangenen nach.—_ Der Boeren- Krieg. Gefechte mit De Wet und Botha., Ani K a p st a d t wird berichtet: Den Engländern ist»S ge- lnngen, mit D e Wet auf dem Wege nach PieterSburg zu- s a in in e n z u st o ß e n, weil der Plan KitchenerS gut ausgeführt worden war. Botha ist nach Norden zurückgeworfen worden und um Delarey bilden die Engländer wieder einen Kreis.— Die Engländer sind in der Nähe von JacobSdaal mit den Boeren zusammengestoßeii. Die Boeren sollen zahlreiche Tote zu verzeichnen haben. Sonstige Plänkeleien. Aus K r a d o ck wird telegraphiert: Die Boeren, welche sich seit einiger Zeit in der Nähe von Roodehoosts konzentriert hatten und durch Kruitzinger verstärkt- wurden, zer- streuten sich beim Herannahen des Obersten Grcenfild. Sie plünderten das Städtchen Eonnay und eröffneten gestern vormittag das Feuer gegen einen Eisenbahnzug, welcher von Jftriver herannahte. Sie verschwanden beim Herannahen eines Panzerzuges, welcher aus nördlicher Richlung kommend, mehrere andre Züge eskortierte. Et» Panzerzug aus Port Elisabeth wurde 24 Stunden hindurch hier angehalten. Die tägliche Verlustliste. Die tägliche Verlustliste der Engländer vom südafrikanischen Kriegsschauplätze umfaßt für den 12. April 14 Tote» KZ Verwundete, 17 an Krankheiten Verstorbene, 7 Vermißte und einen Gefangenen. 31 Offiziere und 10 35 Mann sind nach England zurückbefördert worden.— In Kapstadt sind gestern sechs neue Pestfälle festgestellt worden, darunter zwei an Europäern. Ueber die drohende Bewegung unter den Eiugeboreueu meldet„Daily Mail" aus P i e t e r m a r i tz b u r g: Die hiesigen Behörden haben eine Kaffer«-Verschwörung entdeckt, die bezweckte, in ganz Natal die Oberherrschaft der Neger wieder aufzurichten. Diese Nachricht hat deshalb großes Aufsehen erregt, weil die Zahl der Neger in diesem Gebiet sehr bedeutend ist. und' iveil ihnen die unter den Weißen bestehenden Streitigkeiten eine große Macht verleihen. Jtavkei �Mschvichken. Totenliste der Partei. Aus New York wird wiederum der Tod eines atten Parteigenossen gemeldet: Franz Seubert ver- schied am 1. April nach einem langen, schweren Leiden. Franz Seubert ist einer von den Vielen, die. um der Verfolgungswut der Gegner zu cutgehen, dem Waterlande den Rücken kehren mußten. Der Verstorbene' wurde am 27. März 1349 in Würzburg geüoreu. Er besuchte die Volksschule und hierauf die polytechnische Schule. erhielt dort den ersten Preis und erlernte das Eigarrengeschäft. Kaum 17 Jahre alt, trat er in die deutsche Arbeiterbewegung ein, 11 tongreß unter dem Ausnahmegesetz zu Wieden. Den deutschen gama bina vergiffe. wie vor Jahrtausenden, werde 1360 000 Dt. ergeben, alio etwa 100 000 Dt. mehr als bisher. # schloß sich dem Allgemeinen deutschen Arbeiter- 1 Seitdem wir nun unfern Wohnfig verlegt haben( nach Taihüaufu Beitrags in der Weise bezivedten, daß der eigentliche Verbands. Verein und dem Allgemeinen deutschen Cigarrenmacher- und Singanfu), hat sich Ihre Majestät die Kaiferin- Regentin Tag beitrag und der zum Streitfonds gemeinsam erhoben werden sollen. Verein als Mitglied an. Mit 19 Jahren trat er und Nacht in Sorge verzehrt, und ivir ganz besonders haben uns Andre Anträge wollen den Streitfonds obligatorisch machen, ein in Wittenberg und andern Orten öffentlich als Redner die heftigsten Vorwürfe gemacht. Jest sind nun die Friedens weiterer Antrag will, daß der Streitfonds obligatorisch und für die socialistische Anschauung auf und wurde in Witten- verhandlungen im Gange, und es wird uns, zumal nach den Be- der Verbandsbeitrag auf 25 Pf. normiert wird; ein andrer berg als Delegierter zu dem großen dem großen Gewerkschaftsfongreß lehrungen durch die Saijerin, immer flarer, daß wir uns die Antrag schließlich bezweckt, den Beitrag einschließlich des Beitrags nach Berlin( 1868) gesendet. Dann übersiedelte er 1869 nach Berlin. Vorzüge des Auslands aneignen müssen."" Erst auf zum Streitfonds in Höhe eines Stundenlohns zu erheben. Als In Hamburg trat er gegen die Bersplitterung des deutschen Cigarren- unsre inständige Bitte hat uns die Kaiserin- Regentin in der Kunst der Unterlage für die Diskussion machte Bömelburg einige interessante arbeiter- Vereins auf und schloß sich mit Genossen Gaib u. a. der Regierung belehrt und uns aus der Gefahr( der Kangschen Jrrlehren) Mitteilungen über die Höhe der Löhne. In 10 Bahlstellen mit „ Eisenacher" Richtung an. Er wirkte in Hamburg eifrig für die errettet. Jegt ist uns von Ihrer Majestät der Kaiserin- Regentin der 605 Mitgliedern beträgt der Stundenlohn 21-241/ 2 Pf., in 80 ZahlPrincipien genannter Richtung. 1870 fehrte er nach Würzburg zurüd, Befehl zugegangen, unfre Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß stellen mit 3847 Mitgliedern 25-2912 Pf., in 212 Bahlstellen trat daselbst in einer nach Tausenden zählenden Volksversammlung das Land wieder in die Höhe und zur Blüte gebracht mit 12 215 Mitgliedern 30-341/ 2 f, in 163 3ahlstellen mit 14 640 ( Dezember 1870) gegen Fortsetzung des Kriegs mit der französischen werde, daß eine buchstäbliche Unterscheidung zwischen Mitgliedern 35-3912 Pf., in 162 Bahlstellen mit 15 664 Mitgliedern Republik auf, wurde wegen seiner Rede verhaftet, prozesstert It und Neu strengstens untersagt werde und chine- 40-441/ 2 Bf., in 57 Bahlstellen mit 13 001 Mitgliedern 45-49 Pf., und wegen Majestätsbeleidigung" zu einem Jahre Gefängnis fisches und ausländisches Wesen sich innig durch- in 15 Bahlstellen mit 2439 Mitgliedern 50-54 Pf., in 17 Bahlstellen berurteilt. Bei der eingelegten Appellation auf freien Fuß bringe." mit 6016 Mitgliedern 55-59 Pf., in 27 Bahlstellen mit 12 612 Mitgesezt, benutzte er die Gelegenheit und ging nach der Schweiz. Die Hauptschuld an dem ganzen Unglüd mißt Kwangsü dabei gliedern 60 Bf. und darüber. Würde als Beitrag 40 Wochen hinIm Jahre 1880 beteiligte er sich an dem ersten deutschen Partei: dem thörichten Festhalten am Alten bei, das durch ein Stundenlohn erhoben, so würde das eine Einnahme von m. Arbeiter- Bildungsvereinen in der Schweiz gehörte er ununterbrochen auch heute noch der Wert eines Beamten nur nach seiner nach seiner In der Diskussion wandten sich namentlich einige süddeutsche als thätiges Mitglied an. Bezüglich der notwendigen Arbeiten für Kenntnis der flaffischen Schriften eingeschäßt, ohne irgendwelche Delegierte gegen die Verschmelzung der Beiträge. Buz München Deutschland während der ersten fünf Jahre des Ausnahmegesezes Rücksicht auf seine menschlichen Eigenschaften, so daß auch ein sittlich warute davor, zur Zeit der wirtschaftlichen Krise den Streitfondsstand er in der ersten Reihe, um gegen die Reaktion zu kämpfen. oder geistig Liefstehender nur durch seine Kenntnis der Litteratur- beitrag obligatorisch zu machen, da dann viele Zahlstellen eingehen Im Jahre 1883 wanderte er, durch mißliche Geschäftsverhält- sprache zu hohen staatlichen Ehren kommen könne. Dazu käme der würden; man würde eine ganze Anzahl von Mitgliedern dadurch nisse veranlaßt, nach den Vereinigten Staaten aus. Hier wirkte er nationale Eigendüntel, der es den Chinesen verböte, von verlieren. Die Stellung der Berliner Maurer vertraten Hante in der Partei als eifriger Redner und erfolgreicher Agitator, die deutsch den Fremden irgend etwas, und sei es das Beste, anzunehmen. und Panser. In dem Streitgebiet Berlin sei eine Zusammenredenden Arbeiter durch seine feurigen und überzeugenden Ansprachen zu Zwar habe man neuerdings viel Sorgfalt und Geld auf die legung der Beiträge unmöglich, denn dann würden die 5000 Maurer beller Begeisterung anfachend. Wo immer er als Redner angekündigt Herstellung von Waffen und Kriegsgerät nach europäischem der Provinz Brandenburg, die in Berlin arbeiten, aber jeden Sonnward, konnte man auf ein volles Haus" rechnen, und zahllos sind Muster verwendet, das sei aber nicht die wünschenswerte oder abend nach Hause fahren, den Streitfondsbeitrag nicht mehr in die Männer und Frauen, welche durch seine schlagenden Argu- erschöpfende Nachahmung westländischer Gesittung. Nun er Berlin entrichten, und die Verwaltungskosten könnten dann nicht mente als Kämpfer und Kämpferinnen in unsre Reihen geführt gehe wiederum der kaiserliche taiserliche Befehl, Besserungsvorschläge mehr bestritten werden. Die Berliner würden dann nicht mehr so einzureichen an alle Mitglieder des Staatsrats, an Sie viel wie bisher leisten können. Viel Gutes hat Seubert auch im Nordamerikanischen Turner Großfekretäre, die sechs Ministerien, die neun hauptstädtischen Be- Es wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Ein Einheitsbeitrag bund gewirkt, indem er dort mit zäher Hartnädigkeit für die Ver- hörden und die Vicekönige und die Statthalter aller Provinzen. ift erwünscht, jedoch mit der Einschränkung, daß es den Kollegen breitung und Indossierung der weltbefreienden Ideen der Social- Innerhalb ziveier Monate müßten diese Vorschläge dem Throne einzelner Bezirke überlassen bleibt, auch die bisherige Einrichtung demokratie eintrat. Unter den Brooklyner Turnern und deren Ver- unterbreitet werden, und zivar über das Hofceremoniell, unter Einführung des obligatorischen Streitfondsbeitrags beibündeten auf Long Island war Seubert derart beliebt, daß er jahre die Verwaltung der Provinzen, die Förderung zubehalten. 2. Der wöchentliche Beitrag nuß mindestens lang wieder und wieder als ihr erster Sprecher gewählt ward. der wirtschaftlichen Lage des Bolts, die Schulen, einen Stundenlohn betragen. 3. In den Fällen, wo der Doppelbeitrag Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe und zwei Kinder; seine Leiche das Prüfungswesen, die Steuererhebung und die beibehalten wird, muß der eigentliche Verbandsbeitrag 25 Pf. betragen. wird verbrannt werden. Verteidigungskräfte des Landes. Schon vor der 4. Darüber, ob die Ausnahme zulässig ist, haben die Zahlstellen des Polizeiliches, Gerichtliches univ. Abreise nach Taihianfu feien solche Vorschläge eingefordert worden, betreffenden Bezirks in einer gemeinsamen Konferenz zu beschließen, -Freigesprochen von der Anklage der Polizeibeleidigung aber die Beamten hätten nur hohle Worte gemacht oder Zeitungs- deren Beschluß für die gesamten Zahlstellen des Bezirks maßgebend wurde vom Schöffengericht in Lehe der verantwortliche Redacteur artikel abgeschrieben ohne wirkliche Kenntnis der Sachlage. Bu- ist. 5. Der Streiffondsbeitrag wird am Arbeitsort bezahlt, der der Nordd. Volksstimme", Genosse Dittmann. Er sollte zwei fammen mit Ihrer Majestät der Kaiserin- Regentin haben wir schon Verbandsbeitrag tam im Heiniatsort bezahlt werden, darf aber nicht Schuhleute dadurch beleidigt haben, daß er mitteilte, fie feien aus lange diesen Plan zum Wiederaufbau Chinas gehegt. In der Not, niedriger sein, als der Beitrag am Arbeitsort. einer Bersammlung ausgewiesen worden, weil sie dort nichts zu worin wir uns jetzt befinden, beruht unsre ganze Hoffnung auf den Die weitere Statutenberatung wurde auf Sonnabend vertagt. thun gehabt hätten. Reformen. Für diejenigen aber, die nach wie vor in der alten Lässigkeit verharren, liegen unfre Strafen bereit." Aukunft der China- Invaliden. wurden. Den Mördern des Hauptmann Bartsch scheint man noch immer nicht auf der Spur zu sein. Zudem scheinen dem Dampfer Stuttgart" aus China heimkehrenden Truppens Der Kaiser trifft am Montag in Hamburg ein, um den mit die Ansichten über die Mord- Affaire diametral auseinander zu gehen. transport zu begrüßen, der ungefähr 200 Verwundete und Krante Während das Telegramm der Köln. 3tg." ein Boyer attentat umfaßt. für ausgeschlossen erklärte und die rätselhafte Mitteilung enthielt, daß sechs Augenzeugen" verhaftet worden seien, läßt sich frante im Garnisonlazarett in der Kleinen Gärtnerstraße in Altona Von den Kranken des Truppentransports werden acht Schwerder Hamburgische Korrespondent" vom 12. April aus Beling und 112 Mann zweds Jiolierung in den Baracken des Garnisontelegraphieren, daß zwar von den Mördern noch jede Spur fehle, Tazaretts in Altona untergebracht werden. Nach der Frankf. 8tg." daß jedoch ein sonderbarer Widerspruch bereits einige ver- waren 112 Mann an Typhus und Boden erkrankt. dächtige" Chinesen verhaftet seien. 11 Die Leiche des Ermordeten ist bereits bestattet worden. Der Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. hielten gestern vormittag eine außerordentlich stark besuchte Die Ausgesperrten in den Schuhfabriken Berlind Versammlung ab, in der zunächst Herrmann einen Bericht über eine sehr befriedigende. Auch nicht ein Mann ist über die Oster den Stand der Aussperrung gab. Nach diesem Bericht ist die Situation feiertage abtrinnig geworden. Unter diesen Umständen haben sich nunmehr die Fabrikanten genötigt gefühlt, mit den zuerst ausständig gewordenen Arbeitern der acht Fabriken in Verhandlung zu treten. An diese Berhandlung hat inan jedoch die Bedingung geknüpft, daß die Kommission der Ausgesperrten mit solle. Sämtliche Diskussionsreduer erklärten fich damit einverstanden, die Mitglieder der Kommission mit bindender Vollmacht zu versehen, indem man foviel Vertrauen zur Kommission habe, daß sie teine Abmachungen treffe, die mit der Ehreder Ausgesperrten nicht vereinbar wären. In geheimer Abstimmung erklärten sich die Ausgesperrten mit 567 gegen 9 Stimmen bereit, unter diesen Voraussetzungen der Kommission bindende Bollmacht zu erteilen. Beerdigung wohnten Graf Waldersee und das gesamte deutsche Sechster Verbandstag des Gentralverbands der Maurer bindender Bollmacht erscheinen Offiziercorps bei. Auslieferung der Leichen hingerichteter Würdenträger. Peking, 11. April, 8 Uhr 27 Min. abends. Die Leichen der chinesischen Würdenträger, die im vorigen Jahre wegen ihrer Hin neigung zu den Fremden hier hingerichtet worden sind, werden ihren Familien ausgeliefert. Bei diesem Akte wird das diplomatische Corps zugegen fein. Im Pelinger Arsenal fand eine Explosion statt, die indessen teinen ernsten Schaden verursachte. England und die Mandschureifrage. Den Times" wird aus Shanghai telegraphiert: In einem Schreiben, das die britische Regierung an den Vicetönig von Ranting richtete, wird seinem Patriotismus und der Hartnädigkeit, mit der er gegen das Mandschurei Abkommen Einspruch erhob, Anerkennung gezollt und es werden ihm zu dem erzielten Erfolg Glückwünsche ausgesprochen. Der Erfolg der Ablehnung des Mandschurei- Vertrags ist bekanntlich der, daß Rußland ohne Abkommen die Occupation der Mandschurei aufrecht erhält für England also ein mehr als zweifelhafter Erfolg. Die Folgen der Beschäftigungslosigkeit der Khakitruppen schildert der Korrespondent der Times" in einem längeren Telegramm vom 9. April folgendermaßen: Deutschlands. Mainz, den 12. April. Sodann behandelten die Ausgesperrten noch die Frage des 1. Mai. Einstimmig wurde beschlossen, so wie alljährlich den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu begehen. In seiner heutigen Sigung beschäftigte sich der Verbandstag zunächst mit der Frage der Statistit. Der vorjährige Verbandstag hat den Vorstand mit der Aufnahme einer Statistit über Arbeitslosigkeit im Maurergewerbe beauftragt; der Vorstand hat den Auftrag ausgeführt, ist aber noch nicht in der Lage, die Statistit vorzulegen; sie wird voraussichtlich Ende des Jahres im Druck erscheinen. Eine weitere Statistik über die Lohn- und Arbeitsbedingungen ist gleichfalls aufgenommen, aber noch nicht veröffentlicht. Die einzelnen Zahlstellen sollen nach Ansicht Unter Verschiedenem wurde noch mitgeteilt, daß sich nunmehr des Vorstands von Zeit zu Zeit derartige Erhebungen anstellen, um bereits drei Fälle ereignet hätten, wo sich von den Fabridas Material agitatorisch verwerten zu können. tanten eingestellte umgelernte Arbeitskräfte an den Stanzen Finger Eine lebhafte Debatte rief die Frage des Interstigungsglieder abgestanzt haben, wesens hervor, über die Bö melburg referierte. Er legte feinen Ausführungen folgende Resolution zu Grunde: Unterstüßungs Einrichtungen sind zweifellos ein schäßbares Mittel zur Feftigung der Organisation und insbesondere zur Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen; und von allen Unterstützungen, die eine Gewerkschaft ihren Mitgliedern gewähren tann, ist ohne Zweifel neben der Streifunterstügung die linterstützung bei Arbeitslosigkeit die zweckmäßigste. Der Vorftzende richtete zum Schluß an die Ausgesperrten noch pie Mahnung, fo wie bisher, auch bis zum Ende des Kampfs festgeschloffen zu kämpfen, dann müsse der Sieg den Arbeitern sicher sein. ge= Socialdemokratischen Terrorismus nennt es die Deutsche Tages Beitung", wenn die Chemnitzer Buchbinder die Forderung aufstellen, daß jeder Geschäftsinhaber, bei dem Buchbinderarbeiten Nach den vom Verband veranstalteten Erhebungen über die für focialdemokratische Parteizwede ausgeführt werden, Arbeitslosigkeit im Maurergewerbe erscheint aber die Durchführung awungen werden soll, fich der politischen und getverf dieses Unterſtügungszweiges seitens des Centralverbands der Maurer schaftlichen Organisation der Socialdemokratte anzuschließen. Deutschlands als eine Unmöglichkeit und lehnt daher der Ver- Bemerkt jei gleich, daß der Beschluß lautete, die Arbeiten bandstag vorläufig jede weitere Erörterung dieses Problems ab. mögen nur an solche Unternehmer vergeben werden, die Eine zunächst durchführbare Unterstüßung ersieht der Verbands- politisch und gewerkschaftlich organistert sind. Das Blatt druckt tag in emer Beihilfe zu den Begräbniskosten verstorbener Mit- bann weiter folgende Meinungsäußerung der Stons. Storr." gu glieder sowie deren Ehefrauen, und beschließt, diese Beihilfe gemäß stimmend ab: ben sonstigen Unterstützungen statutarisch festzulegen. Die Einführung einer Unterstügung in Krankheitsfällen hält der Verbandstag zur Zeit noch nicht für angängig, da die nötigen Unterlagen fehlen. Der Verbandsvorstand wird jedoch beauftragt, die einschlägigen Aufstellungen zu veranlassen und dem nächsten Verbandstage diesbezügliche Vorlagen zu machett." " Graf Waldersee und die Generale der übrigen Truppentontingente haben sich nunmehr über die militärischen Maßnahmen geeinigt, welche erforderlich sein werden, wenn die Burüdziehung der verbündeten Streitmächte ihren Anfang nimmt, und man hofft hier sehr start darauf, daß die Großmächte dieser Frage nun endlich balb energisch näher treten werden. Die hiesigen obersten Militärbehörden sämtlicher hier ver tretener Rationalitäten überzeugen fich täglich mehr und mehr " Diese Forderung ist keineswegs neu, fie wird thatsächlich von der Notwendigkeit, die Occupationstruppen sobald in recht vielen Fällen und nicht nur Buchbindern gegenüber als nur eben möglich zu vermindern, denn es ist mit Erfolg gestellt; allein es ist bis jetzt füglich vermieden jezt schon fast unmöglich geworden, genügend worden, in aller Oeffentlichkeit darüber zu reden. Jetzt scheint Arbeit zu finden, um die vorhandenen großen Truppenaber der Socialdemokratie der Kamm dermaßen geschwollen au förper in passender Beschäftigung zu halten. Ünthätigkeit übt sein, daß sie aus der Zurückhaltung heraustreten und ihren Der Referent erklärte sich im Princip gegen Unterstügungsnatürlich einen sehr schädlichen Einfluß auf die Disciplin ans Einrichtungen; dieselben dürften niemals Selbstzived der Organi Terrorismus unverschleiert ausüben zu können glaubt. Wenn und begünstigt ganz besonders die gefährlichen Reibungen fation werden, sondern dürften nur Mittel zum Zwed sein, um die ber Vorwärts" noch verschämt gegen das Chemniger Vorgehen zwischen den Soldaten der verschiedenen Nationalitäten. Kaum Mitglieder dauernd an die Organisation au fefieln. Die teise Stellung nimmt und mit den Worten davor warnt:" Der eine Woche vergeht ohne unerfreuliche Zwischenfälle, welche Unterstützungen will der Referent wesentlich eingeschränkt Korruption wäre Thür und Thor geöffnet", wenn dieser sehr bereits allseitig schwere Besorgnisse erregen, wiffen, und zwar so, daß fie im Höchftfalle 30 M. pro Jahr be bedenkliche Weg" beschritten würde, so ist damit nicht gesagt, daß da es gar nicht ausgeschlossen erscheint, daß eines Tages eine tragen, eine Arbeitslosen Unterstützung im Maurerdie Korruption bis jetzt in der Socialdemokratie nicht schon ernsthafte Kollision und Blutvergießen in größerem Umfang fich berufe hält er, wenn auch nicht für unmöglich, so doch auf absehoffene Thiiren in reichlicher Zahl gefunden habe. Die mit der ereignen fönnte. Außerdem steht das heiße Wetter vor der bare Zeit für gänzlich undurchführbar; man würde dadurch der socialdemokratischen Kundschaft beglüdten Krämer und Gastwirte, Thür, das für die Gesundheit der Truppen durch- Organisation keinen Dienst erweisen, sondern thr eher Schaden zu die in der Parteipropaganda eine so große Rolle spielen, wisser aus nicht günstig sein wird. Eine Aufrechterhal- fügen. Vorläufig fei nur eine Unterstügung in Sterbe von dem Terrorismus der Genossen" ein Lied zu singen. Die tung der jeg igen Stärke der verschiedenen Streit fallen angebracht, deren Höhe nach der Dauer der Mitgliedschaft Socialdemokratie als Arbeitgeberin und Kundin ist im höchsten fräfte der Occupationsarmee erscheint durchaus unnötig, da bemessen werden müsse. Die Frage der Unterstützung in StrantGrade rüdsichtslos und weiß Vorteile für Bartettaffe und Parteitaum noch an eine ernsthafte omplitation auf heitsfällen fei noch nicht spruchreif. agitation allenthalben mit großer Virtuosität wahrzunehmen." chinesischer Seite gedacht werden kann. Der einzige Der ganze Vorwurf gegen die Partei fällt in sich zusammen, fragwürdige Bunft in diefer Angelegenheit wird durch den augen- darüber, daß eine Arbeitslosen Unterstützung unmöglich set. Einen binder von der Chemnizer Parteileitung zurückgewiesen ist und auch In der Diskussion herrschte im allgemeinen Uebereinstimmung wenn wir dem gegenüber hervorheben, daß die Forderung der Buchblicklichen Zustand der Provinzen gebildet, aber es ist zum gegenteiligen Standpunkt vertrat Friedrich- Dresden, mindesten aweifelhaft, der das Fachorgan der Buchbinder das Unberechtigte des Berlangens mit uns ob ein Verbleiben eine Arbeitslosen- Unterstützung für weit wichtiger der Truppen günstig auf die weitere Gestaltung der andre Unterstützung als jebe anerkannt hat. Was will es bedeuten, wenn wie in diesem Fall eine erflärte. Lage einwirken kann. Die Berbündeten haben es leider bekannte sich im Brincip als Anhänger der Arbeitslosen- Unterstügung, über den ungerechtigkeiten und Bebränguiffen, die planmäßig und Auch Steinbod Wandsbed Meine Anzahl von Leuten einen unüberlegten Beschluß fassen. Gegennicht verstanden, ein einheitliches Berwaltungs- begnügte sich jedoch vorläufig mit der Einbringung einer Refolution, mit Vorbedacht von unfren Gegnern gegen die Arbeiter ausgeführt system zu organisieren, welches den Chinesen die den Hauptvorstand auffordert, dem nächsten Verbandstag eine werden, wiegt diefe Verfehlung" federleicht. Sie ist aber auch nur Bertrauen einflößen tönnte. In dieser Hinsicht sind Vorlage zu unterbreiten, die den Kollegen eine Unterstung erflärlich aus der Rücksichtslosigkeit, mit der gegen unsre Partei die Engländer, Japaner und Amerikaner nach allgemeiner Anficht in Notfällen fichert. Als Gegner einer jeden Art von Inter- berfahren wird, und der damit erzeugten Erbitterung, die mir sich noch am erfolgreichsten gewesen, während das besonders von den ftügung trat 2ange- Schwedt a. O. auf; Borgmann Wilhelms- des gleichen Mittels bedienen möchte, ivo die Anwendung möglich ist. Deutschen angewandte System der Straf haven will nur von einer Reise- und Streitunterstüßung etwas expeditionen und Requisitionen viel unnötige wiffen und giebt der Befürchtung Ausdrud, daß durch Ein sehr gern hinnehmen, wem fich bie Deutsche Tageszeitung" beDie Gastwirte würden ben Terrorismus" der Socialdemokraten Berbitterung hervorgerufen hat, weil dadurch die führung des Unterstützungswesens die Qualität der Mitglieder mühte, bei den ihnen nabestehenden Kreisen den Boyloit der GaſtUnschuldigen weit häufiger als die Schuldigen verschlechtert würde. Bon andrer Seite wurde noch angeregt, die wirtschaften seitens der Militärbehörde zu beseitigen und weiter auf getroffen wurden. Im großen und ganzen herrscht in dem Sterbe- Unterstützung auch bei Todesfällen von Kindern den Kollegen die Behörde einwirkten, daß die Wirte, die ihre Lokale zu occupierten Gebiete nichts andres als ein reguläres Chaos." zu gewähren. Ein Teil der Redner trat für einen Zuschuß zum Arbeiterversammlungen hergeben, nicht benachteiligt werden. Man sieht aus dieser Schilderung, daß Herr v. Brandt sich Krankengeld ein, während andre darin eine Gefahr für den Verband dann ferner die vom Bund der Landwirte und der andre Anhang mit diesen Befürchtungen bezüglich der unvermeidlichen Aus- sowohl als für die Central- Sterbelaffe erblidten. schreitungen einer starten Besagungstruppe teinen unbegründeten der Scharfmacher sich darüber entrüsten, daß Krupp seinen Arbeiteri Schließlich wurde die Resolution Bömelburg mit verbietet, eine focialdemokratische Zeitung zu lesen, daß Stumm den Besorgnissen hingiebt. Die 8-10 000 Mann, die dauernd in Betschili allen gegen zwei Stimmen angenommen; die Resolution Kauflenten den Boykott androht, im Fall fie ihre Ware von ihm nicht zurüdbleiben follert, werden noch manche internationale Steiberei Steinbod wurde abgelehnt und die Höhe der Reise- genehmen Lieferanten beziehen, dann ja dann glanben wir, daß berurfachen. Unterstügung auf 30 M. im Magimum festgesetzt. es den Herren ernst ist mit ihrer Toleranz und dann haben sie auch Einen Reformerlaß des Kaisers Kwangji giebt die Kölnische Zeitung" nach einer Veröffentlichung in der Amtlichen Betinger Zeitung" vom 12. April wieder. In demselben heißt es: 0 " " Wenn In der Nachmittagssigung wurde mit der Beratung der ein Recht über Intolerang unsrerseits zu flagen. Können wir erst Statuten begonnen, und zwar fand zunächst eine Generaldebatte von einer solchen fittlichen Läuterung unsrer Gegner berichten, über die Höhe der Beiträge ftatt. Es lag hierzu eine große danu versichern wir, daß nicht ein Socialdemokrat mehr vom Reihe von Anträgen vor, die teils die Einführung eines einheitlichen frechten Pfade toleranter Bethätigung abirrt. Wenn dann der Bind der Landwirte, die Stummschen Werke, Strupp u. a. ihre Drucksachen in socialdemokratischen Druckereien herstellen lassen, um uns ganz zu beweisen, daß sie feinen Terrorismus mehr üben, dann geben wir zu, unsre Gegner sind nicht nur groß in ihren Worten, sondern auch in ihren Thaten. ( pro Kopf 3,81 M.), Krankengeld 59 315,50 M.( pro Stopf 14,86 M.), Jans Licht, die sich gegen den als Zeugen vorgeladenen Inter Sterbegeld 3524,97 M.( pro Stopf 0,88 m.), Krankenhaus- Verpflegung fu chungsrichter Landgerichtsrat pie richteten. Auf Be22 017,85 M.( pro Kopf 5,52 M.), Verivaltungskosten, persönliche fragen des Präsidenten bemerkte der Angeklagte Stern jr.: Er 10 954,18 M.( pro Kopf 2,75 M.), fächliche 3528,25 M.( pro Kopf habe seine Angaben, die er bei dem Untersuchungsrichter gemacht 0,88 M.) Erfrantungen, die mit Erwerbsunfähigkeit ver- habe, allerdings widerrufen. Er wollte gern aus der UnterZum Charlottenburger Gasarbeiter- Streik. Der Magistrat betrug 47 899 Tage. Davon entfielen auf: Schwindsucht und ihm aber wiederholt gefagt: er könne nicht eher entlassen werden, bunden waren, kamen im Berichtsjahr 1898 vor, ihre Gesamtdauer fuchungshaft entlassen werden, der Untersuchungsrichter habe hat beschlossen, nicht vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts andren Lungenkrankheiten 506 Fälle mit 14 821 Krankheits- ehe er nicht ein Geständnis abgelegt habe. zu erscheinen. Derselbe verlangt die vollständige Unterwerfung der tagen, Bleivergiftung, Bleilähmung und dadurch Spieß: Die Verhaftung des Stern sei erfolgt wegen Fluchtvers Landgerichtsrat Ausständigen. Wenn diese öffentlich erklären, daß sie übereilt Ausständigen. Wenn diese öffentlich erklären, daß sie übereilt gehandelt haben, will er einen Teil der Ausständigen zu den alten entstandene Nervenkrankheiten 418 Fälle mit 11 928 Krankheits- dachts und Kollusionsgefahr. Da der Angeklagte bat, entlassen zu tagen, Rheumatismus 290 Fälle mit 7978 Krankheits- werden, so bemerkte ich ihm: Sie können nicht eher entlassen werden, Rechten wieder einstellen. Der Vorsitzende des Gewerbegerichts hat tagen. Unfall respektive Verlegung 287 Fälle mit 6018 ehe Sie nicht ein Geständnis abgelegt haben. So lange Sie dies die Ausständigen hiervon unterrichtet. Krankheitstagen, sonstige Erkrankungen 397 Fälle mit nicht gethan, ist die Gefahr der Verdunkelung nicht beseitigt. Es lag Johannisthal. Nachdem bereits in der vorigen Woche auf dem 7154 Krankheitstagen. Gestorben sind im Laufe des Jahres doch die Gefahr vor, daß Stern über die Angelegenheit mit seinem hiesigen Schulbau Differenzen mit den Steinträgern und Arbeits- 45 Mitglieder, und zwar 18 an Qungenschwindsucht, 6 an Vater spricht. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Wallach: Herr Leuten wegen nichttarifmäßiger Bezahlung und Maßregelung der andren Lungenleiden, 6 an Nierenleiden, 7 an Herzfrankheiten resp. Untersuchungsrichter, Sie sollen zu dem Angeklagten gesagt haben, Deputierten entstanden waren, die aber durch Bewilligung der Herzschlag, 1 an Bleitolik und Herzlähmung, 7 an verschiedenen andren wenn er ein Geständnis ablege, werde er nicht nur sofort entgestellten Forderungen beseitigt wurden, haben vorgestern Krankheiten. laffen, er erhalte auch eine milde Strafe, vielleicht werde: die die Maurer wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Da der Eine Eigentümlichkeit, die mit den Arbeitsverhältnissen im Maler Strafe durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet?- LandUnternehmer Ostwald, zugleich Gemeindeverordneter, feinen gewerbe zusammenhängt, ist die starke Fluktuation der Kassenmit- gerichtsrat Spieß: Das habe ich jedenfalls nicht gesagt, wohl Ersatz fand, erklärte er schließlich, die Lohnforderung be- alieder. Zu Beginn des Jahres betrug die Mitgliederzahl 2471, fie werde ich geäußert haben: durch ein offenes Geständnis dürfte er willigen zu wollen, aber feinen entlassenen Maurer stieg dann bis zum 1. August, wo sie mit 4925 ihren höchsten Stand eine mildere Strafe erhalten. Verteidiger: Sie sollen wieder einzustellen. Diese Absicht des Herrn dürfte nicht erreichte, und ging dann wieder zurüd bis auf 2681 am Jahresschluß. außerdem zu dem Angeklagten gesagt haben: Leugnen hilft ja nichts recht gelingen, da er bei den Maurern in den um Wie der Bericht nachweist, herrschten während des letzten Jahrzehnts mehr, die Freimacher haben bereits alle freigemachten Leute anliegenden Orten wegen seines Ausspruchs bei der Festsetzung der in jedem Jahre in dieser Hinsicht fast die gleichen Verhältnisse. gegeben? 8euge: Das habe ich nicht gesagt. Baumann Bedingungen für den Schulbau:„ Auf dem Bau bin ich Herr, und Der ständige Wechsel im Mitgliederbestande hat natürlich die Folge, hatte damals noch in feiner Weise ein Geständnis abgelegt und ich wenn es mit dem Spatenstiel in der Hand ist 1" in feiner guten daß die Verwaltungskosten sich entsprechend höher stellen als es bei sage grundsäglich Angeklagten teine unwahrheiten. Ver Erinnerung steht. einer Kasse mit stabilerer Mitgliederzahl der Fall ist. teidiger: Der Angeklagte Stern ist sofort nach seiner FreiDen streikenden Tapezierern in Potsdam widerfuhr dieser Tage großes Heil; sie wurden von ihrem Obermeister zur Spalierbildung bei Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals eingeladen. Die Gehilfen erklärten jedoch, daß sie jetzt nicht recht in der Stimmung wären für Paradestellungen und lehnten dankend ab. An demselben Tage, wo die Einladung eintraf, langte auch ein Schreiben vom Gewerbegericht an, in welchem den Gehilfen mitgeteilt wurde, daß die Meister die Einigungsverhandlungen ablehnen. Den Meistern schien aber die Begeisterung auch verflogen, denn von den 72 standen mur 10 auf ihrem Posten, der für 150 reserviert war. Deutsches Reich. Die Umkehr. Das nach vielfachen Vorverhandlungen vor zwei Jahren endlich zu stande gekommene gemeinschaftliche Zusammengehen des christlichen Getverkvereins der Bergarbeiter und des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Verbands, bei Knappschaftswahlen hört wieder auf. August Brust, der Vorsitzende des Gewerkvereins, hat am 8. April in öffentlicher Versammlung in Sodingen bei Herne erklärt, daß seine Mitglieder bei einer dort nächstens stattfindenden Nachwahl wieder selbständig einen Kandidaten aufstellen wollen. Die Angriffe in der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung" wegen seiner arbeiterfeindlichen Haltung in der Getreidezollfrage haben Brust so verschnupft, daß er eine freundschaftliche Einladung zur Aufstellung eines gemein schaftlichen Kandidaten zu obiger Nachwahl mit Entrüstung zurüdgewiesen habe. Gewinnt bei den Aeltesten Wahlen die" Bechenpartei" wieder Size, so haben die Bergarbeiter dies Herrn A. Brust zu verdanken, der ganz als Schleppträger des Centrums auftritt. Bezeichnend war auch seine Klage in der Sodinger Versammlung, daß Anhänger des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter Verbands in den vom Gewerkverein einberufenen Berjammlungen, in welchen sie niemals das Wort erhalten, doch für den genannten Verband Mitglieder aufnähmen. Ein Beweis, daß der alte Verband trotz der 20 Bf. Höheren Monatssteuern und dem jetzt noch um 20 M. niedrigeren Sterbegeld seine Anziehungskraft auf die Bergarbeiter nicht verliert. Dies beweist auch die stetig wachsende Mitgliederzahl und die Auflage des Verbandsorgans, die fast auf 40 000 gestiegen ist. Und dabei faselt A. Bruft immer noch im„ Bergknappen" vom Rückgang des Verbands. = Streikposten. Das Schöffengericht in Aachen hatte 6 Ausständige, welche bei Gelegenheit eines Streiks, Streitposten gestanden, und der Aufforderung des Polizeibeamten, die Straße zu verlassen, nicht Folge geleistet hatten, freigesprochen. Die Berufung, welche der Amtsanwalt eingelegt, wurde von der Straffammer des Aachener Landgerichts verworfen. In der Be gründung wurde ausgeführt, daß die öffentliche Ordnung, Sicherheit und Ruhe nicht durch das Benutzen des Weges seitens der Streitenden gestört worden sei. Der Polizeibeamte habe kein Recht gehabt, die Angeklagten zum Verlassen der Straße aufzufordern. Auch werden die Cigarrengeschäfte, welche Cigarren aus KaldenKirchen beziehen, boykottiert. Die Laternenanzünder in Achim unterließen am vergangenen Sonnabend ihren Dienst zu übernehmen, da ihnen eine Erhöhung des Monatsgehalts von 17,50 M. auf 21 M. abgelehnt wurde. Infolge dessen war Achim während der Feiertage vollkommen in Dunkel gehüllt. Ausland. einer Zusammenstellung des Vereins deutscher Eisen- und Stahl aufs bestimmteste, eine solche Aeußerung nicht gethan zu haben. Eisenerzeugung und Eisenverbrauch in Deutschland. Nachteilung gemacht.- 8euge: Das mag ja sein, ich wiederhole aber Eisenerzeugung und Eisenverbrauch in Deutschland. Nach laffung zu mir ins Bureau gekommen und hat mir diese Mitindustrieller haben sowohl die Eisenerzeugung wie der Verbrauch in Präs.: Herr Landgerichtsrat, es ist behauptet worden, Sie hätten Deutschland in den letzten 40 Jahren eine gewaltige Steigerung der Angeklagten Diedhoff erklärt, wenn sie zugebe, den Oberstabserfahren. Es betrug nämlich auf den Kopf der Bevölkerung in Tonnen arzt Dr. Schimmel zu fennen, werde sie jofort entlassen? a 20 Centner: Die Eisenerzeugung Der Verbrauch Die Eisenerzeugung Der Verbrauch Durschnitt 1861 bis 1864 21,8 25,2 1880 1890 61,2 97,1 39,3 81,7 1896 1897 1898 1899 1895 105,1 71,9 1900 121,4 129,8 136,6 150,8 • 90,1 104,1 105,8 128,4 3euge: Auch dies ist nicht wahr. Frau Diedhoff bat vielfach unter Thränen: ich solle sie entlassen, sie sehne sich zu ihren Kindern. Ich hatte Mitleid mit der Frau und erklärte derselben: Ehe ste nicht ein Geständnis ablege, sei die Gefahr der Verdunkelung nicht beseitigt, deshalb könne vor Ablegung eines Geständnisses ihre Entlassung nicht erfolgen. Angefl. Diedhoff: Ich erkläre, 152,2 Herr Landgerichtsrat Spieß hat nicht einmal, sondern vielfach zu 131,7 mir gesagt: Geben Sie zu, den Dr. Schimmel zu kennen, dann Die Erzeugung von Roheisen hat sich also in den 40 Jahren werden Sie sofort entlassen und erhalten eine geringe Straße, viel verfiebenfacht, der Eisenverbrauch beträgt heut etwas mehr wie das leicht wird auch die Strafe durch die Untersuchungshaft für verbüßt fünffache von damals. Die Roheisen- Erzeugung hatte ihren stärksten erachtet. Landgerichtsrat Spieß: Dr. Schimmel war damals Aufschwung in der Zeit bis 1880; von da an iſt der Aufschwung des noch auf freiem Fuß, es lag daher die große Gefahr vor, daß die Angeklagte, sobald sie entlassen ist, mit Dr. Schimmel spricht. Es ist daher möglich, daß ich zu der Angeklagten gesagt habe: Sie können nicht eher entlassen werden, ehe Sie nicht zugeben, daß Sie Dr. Schimmel fenuen. Ich habe ihr wohl auch bedeutet, daß fie durch ein offenes Geständnis milder bestraft werden dürfte. Etwas Weiteres habe ich nicht gesagt. Eisenverbrauchs bei weitem stärker. Das erste amerikanische Arbeitersekretariat ist vor furzem in New York ins Leben getreten. Dasselbe hat die Aufgabe, die Ausführung der zu Gunsten der Arbeiter erlaffenen Gesetze zu überwachen, den Arbeitern unentgeltlichen Rechtsrat zu erteilen 2c. Die Kosten werden von den Gewerkschaften aufgebracht, die pro Kopf ihrer Mitglieder pro Woche 2 Pf. zahlen. Den Posten des ersten Sekretärs füllt Job Harriman aus, derselbe, der bei der letzten Präsidentenwahl als socialdemokratischer Kandidat für den Posten des Vicepräsidenten fungierte. Das Sekretariat ist 194 Bowery Germania Building, Room 412, New Yorf, untergebracht. Aehnliche Beschwerden gegen Herrn Spieß brachte auch der Ans geflagte Baumann vor. Die Verhandlung wurde bis zum Dienstag vertagt. Aus Köln wird berichtet: Die Meldung, daß in Köln ein dritter Militärbefreiungs- Prozeß bevorstehe, ist un richtig. Der in dieser Sache verhaftete Arzt Schulze wurde ohne Kautionsstellung aus der Haft entlassen. Schulze war verhaftet worden, weil er einen Polizeispigel untersucht hatte, ob er diensttauglich sei. Nachdem die Grundlosigkeit des Verdachts der Beihilfe zur Militärbefreiung sich ergeben hat, ist Schulze nach mehrwöchiger Einterferung freigegeben worden. Der Polizeispiel war ein Düsseldorfer Gendarmerie- Pferdeknecht. Aus der Frauenbewegung. Arbeiterinnenbewegung in Finnland. In Helsingfors ist fürzlich ein Verband der schwedisch sprechenden Näherinnen gegründet worden. Das ist der erste Verein unter den schwedisch sprechenden Arbeiterinnen Finnlands. Die finnisch sprechenden ArWegen Beleidigung eines ,, patriotischen Komitees" stand beiterinnen haben bereits seit längerer Zeit mehrere Organisationen, der Redacteur Schwarz/ vom volksparteilichen, Nürnberger unter andren die Verbände der Näherinnen, der Wäscherinnen, der Anzeiger" vor Gericht. Zum 80. Geburtstage des bayerischen Strickerinnen und Textilarbeiterinnen. Diese Organisationen haben Brinzregenten sammelte ein Stomitee, an dessen Spitze die beiden fich als sehr lebenskräftig erwiesen. Da von den schwedisch sprechenden Bürgermeister und zwei Gemeindebevollmächtigte standen," freiFranen sehr viele in der Schneiderei beschäftigt sind, ist zu erwillige" Beiträge für eine Luitpold Landesstiftung, und um die warten, daß auch ihre Organisation Fortschritte macht. wurde Gerichts- Beitung. Gelder besser fließen zu machen, wurde an solche Leute, die es dazu haben, ein Cirkular mit der Bitte um einen Beitrag gesendet, dem eine Liste folcher Personen, die schon Summen von 10-500 Mart gespendet, beigefügt war, ebenso eine frantierte Rüdantwortkarte mit der Adresse des ersten Bürgermeisters v. Schuh. Der„ Nürnb. Anz." nannte dies eine schamlose Bettelei" und" moralische Erpressung". wodurch sich das Komitee beleidigt fühlte. Es wurde Klage erhoben und der Preßsünder erhielt 3 Wochen Gefängnis. Tekte Nachrichten und Depelthen. Der Kongreß beschloß ferner, es solle durch allgemeine Abſtimmung der Bergarbeiter in den Generalausstand eingetreten werden, falls nicht binnen 4 Monaten die Regierung die Forderungen der Bergarbeiter auf Einführung des Achtstundentags, der Altersrenten 2c. befriedigt. Unerhörte Mißstände in einer Bade- Anstalt tamen in einer Verhandlung zur Sprache, die gestern vor der sechsten BerufungsStraffammer des Landgerichts I. stattfand. Im Herbst 1898 richtete der Kaufmann J. Stanger hier im Hause Chausseestraße 35 eine Die Aussperrung der chriftlich organisierten Tabakarbeiter Bade- Anstalt ein, in welcher elettrische Rohtannin Bäder in Kaldenkirchen ruft die sämtlichen christlichen Gewerkschaften nach einem von dem Inhaber erfundenen neuen System hergestellt auf den Plan. Der Centralvorstand und Ausschuß des Central- und verabreicht werden sollten. Das System bestand darin, daß in verbands christlicher Textilarbeiter hat folgende Resolution gefaßt: der Nähe des Hauses Gruben gegraben wurden, in denen Eichen„ Der Ausschuß des Centralverbands christlicher Textilarbeiter rinde zu Lohe verarbeitet wurde. Allgemeiner Bergarbeiterstreik in Frankreich. Die tanninhaltige Flüssigkeit Deutschlands erblickt in der Aussperrung der Cigarrenarbeiter Kaldendurch Röhren in im Hause befindlichen Be Len8, 13. April.( W. T. B.) Der nationale Kongreß der firchens eine Vergewaltigung der Rechte der Arbeiter und einen hälter geleitet und von hier je nach Bedarf in die Bergarbeiter beschloß nach langer Erörterung im Princip die Gewaltatt, der zur Bernichtung der christlichen Tabakarbeiter- Organi- Badewannen geführt, um mit heißem Wasser versetzt zu Verkündigung des allgemeinen Ausstandes, wenn im Verlauf fation dienen soll. Der Verbandsausschuß verspricht daher den in werden. In diese Mischung wurde dann ein elektrischer Strom von zehn Tagen die Arbeiter in Montceau- les- Mines nicht wieder den Abwehrkampf gedrängten Kollegen die vollste moralische und geleitet. Es wurden zunächst einige Erfolge erzielt, bald tauchten eingestellt feien. Ferner nahm der Kongreß eine Resolution an, nach Möglichkeit materielle Unterstützung. Der Ausschuß beauf- aber Gerüchte auf, wonach es in der Anstalt unreinlich zugehen in welcher die Regierung aufgefordert wird, innerhalb eines Beittragt ferner die Vertreter des Centralverbands im Ausschuß des sollte und diese Gerüchte verdichteten sich derart, daß gegen Stanger raumes von zehn Tagen von den Etablissements die WiederGesamtverbands der christlichen Gewerkschaften, bei dieser Stelle Anklage wegen Betrugs erhoben wurde. In der Schöffengerichts- einstellung der Arbeiter zu verlangen. Endlich nahm der Kongreß eine darauf hinzuwirken, daß hier die Angelegenheit ebenfalls zur Er- verhandlung wurden arge Zustände festgestellt. Es wurde für er- dritte Resolution an, welche bejagt, daß der allgemeine Ausstand örterung kommt, damit sämtlichen christlichen Arbeitern Deutschlands wiesen erachtet, daß die bereits einmal von Kranten benuzte Bade- mur dann verkündet werden dürfe, wenn innerhalb eines Zeitraum: s Gelegenheit gegeben wird, ihr Solidaritätsgefühl in diesem Principien- flüssigkeit durch ein besonderes Abflußrohr in einen Behälter zurück- von vierzehn Tagen die Mehrzahl der Arbeiter, die durch ein streit zu befunden." geleitet und dann zu Bädern von andern Personen benutzt wurde. Referendum ihrer Ansicht Ausdruck geben sollen, sich für den AusEs traten Zeugen auf, die sich mit Etel und Abscheu abwandten und stand ausspreche. die Anstalt, ohne zu baden, verließen, da das Badewasser unfauber aussah und einen üblen Geruch ausströmte. Einer der Zeugen glaubte sogar, daß er sich durch Benutzung eines bereits von einem andren Stranten benutzten Bades eine Hautkrankheit zugezogen habe. Das Schöffengericht hielt den Angeklagten für überführt und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 1000 Mart. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, weil nicht, wie beantragt war, auf Kiautschou" mit dem Truppentransport von Ostasien an Bord ist Hamburg, 13. April.( W. T. B.) Der Reichspoftdampfer Der allgemeine Ausstand der Bautischler in Kopenhagen eine Gefängnisstrafe erkannt worden war, der Angeklagte, weil er dauert fort. Das Ultimatum der Unternehmer vom 30. März ent- behauptete, daß er sich nicht schuldig fühle und ein Opfer der Nache heute auf der Unterelbe eingetroffen. Der Dampfer wird morgen feines entlassenen Bademeisters geworden sei. Die Beweis vormittag hier eintreffen und am O'Swaldquai festlegen, wo die hält bedeutende Lohnreduzierungen bis zu 33 Proz. Vor Zuzug aufnahme im erneuten Termine dedte fich vollständig mit Ausschiffung des Transports erfolgen wird. wird gewarnt. Hamburg, 13. April.( B. H.) Auf Lueders Reismühle in der früheren. E8 tam zur Sprache, daß der Angeklagte Der Streit der Möbeltischler in Chriftiania dauert jetzt früher eine gleiche Anstalt in Ulm gehabt hat, in der eben- Moorfleet streiken sämtliche Arbeiter. Zur Aufrechterhaltung des Heute morgen fam bereits 32 Wochen. 10 Arbeitgeber haben bis jetzt bewilligt, wo- falls ein Abflußrohr angebracht worden war, welches, um eine Betriebs wurden andre Arbeiter herangezogen. gegen sich 35 noch weigern, irgendwelche Abmachungen zu treffen. mißbräuchliche Anwendung zu verhüten, auf Anordnung der Polizei es zwischen Arbeitswilligen und Streitposten zu einem ZusammenAn Streitunterstügung wurden bis jetzt circa 27 000 kronen aus- hatte entfernt werden müssen. Ferner wurde festgestellt, daß der stoß. Ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Frankfurt a. M., 13. April.( B. H.) Die Frankfurter bezahlt. Wasserverbrauch in der hiesigen Anstalt fo gering gewesen war, daß Der schwedische Steinhauer- Verband hielt zu Ostern feinen er in feinem Verhältnisse zur Zahl der verabreichten Bäder stand. Beitung" meldet aus München: Kutschera, Herausgeber des„ Odin", vierten Kongreß ab. Der Verband hat jezt 110 Bahlstellen mit Sanitätsrat Dr. Mittenzweig, welcher als Sachverständiger ist wegen eines konfiszierten Artikels Voltsruf" verhaftet worden. Wien, 13. April.( W. T. B.) Die Wiener Zeitung" wird insgesamt 5300 Mitgliedern. Im verflossenen Jahr wurden circa vernommen wurde, begutachtete, daß die doppelte Benutzung des 140 000 Str. an Streit- und Gemaßregelten- Unterstüßung veraus- Badewassers ein abscheulicher Unfug sei. Solange Tannin in über- morgen die Ernennung von acht neuen Herrenhausmitgliedern vergabt. Die Gesamteinnahmen des Verbands betrugen ca. 177 000 Sr., wiegender Menge vorhanden in der Badeflüffigkeit enthalten sei, möge die öffentlichen. Unter denselben befinden sich der Komponist Dvorzak Ferner wird das Blatt ein die Gesamtausgaben 174 000 Sr. Alle Konflikte, die der Verband Gefahr einer Ansteckung nicht bestehen, bei der zweiten Benutzung sei die und der Bildhauer v. Zumbusch. im vergangenen Jahre durchzukämpfen hatte, sind durch Lohn Flüssigkeit aber schon nicht tanninhaltig genug, um die fäulnis- Handschreiben des Kaisers veröffentlichen, durch welches die Errichtung herabjegungen oder Kündigung der Tarifgemein- erregenden Stoffe niederzuschlagen und unschädlich zu machen. Es einer Galerie für moderne Malerei, Plastik und Architektur in Prag aus den vom Kaiser hierzu gewidmeten Mitteln verfügt wird, die chaften seitens der Arbeitgeber hervorgerufen. Außer dem fei natürlich anzunehmen, daß durch das Verfahren des Angeklagten später in den Befiz des Königreichs Böhmen übergeben soll. noch andauernden großen Streit in Blekinge stehen ansteckende Krankheiten hervorgerufen werden fonnten. Konflikte in Bohuslän und an der Ost tüste Schwedens Der Staatsanwalt schilderte die Gemeingefährlichkeit, die in dem Das Handschreiben spricht die Erwartung aus, daß die beiden Volks bevor, wo die Tarife von den Unternehmern gefündigt worden sind. Verhalten des Angeklagten liege, in grellen Farben. Die Gesinnung Stämme des Lands in Zukunft stets für das Gedeihen und die Blüte sei eine höchst gewiffenlose und im Juteresse des öffentlichen Schutzes der heimischen Kunst ihr reiches Können im friedlichen Wettstreite einsehen werden. eine empfindliche Strafe am Plaze und die früher erkannte GeldGenua, 13. April.( W. T. B.) Die Mannschaften der fünf strafe von 1000 Mart viel zu niedrig. Er beantrage eine solche von Dampfer Po", Etruria",„ Colomba"," Corriere" und" Roma" 2000 Mark. der Floria- Gesellschaft haben sich geweigert, abzufahren, find an Delegierten über die von ihnen aufgestellten Forderungen verhandeln and gegangen und verlangen von den Rhedern, daß sie mit ihren sollen. Die Verhandlungen finden heute abend in der Arbeitstammer statt. Sociales. Der Verteidiger Rechtsanwalt 2e wins ti suchte alle Umstände vorzuführen, um die Handlungsweise des Angeklagten in einem milderen Licht erscheinen zu lassen. Das Urteil lautete dahin, daß der Angeklagte des Betrugs schuldig fei. Die beiderseitigen Berufungen wurden verworfen. Es bleibt somit bei der früher erkannten Strafe von 1000 Mart. " " Die Berliner Orts Krankenkasse der Maler hat im Jahre 1900 bei einem durchschnittlichen Mitgliederbestand von 3990 eine Gesamteinnahme von 155 782,93 M. gehabt, darunter an Bei trägen 127 512 M.( pro Kopf des Mitglieds 31,96 M.), an Eintrittsgeld 5557,30 M.( pro Kopf 1,39 M.) Die Ausgaben betrugen 146 387,34. Die Kasse hatte am Jahresschluß einen Betriebsfonds von 21 698,64 M. und einen Reservefonds von 130.009 M. Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld brachte der Von den Ausgaben entfallen auf: Aerztliche Behandlung 11 106,15 m. ( pro Kopf des Mitglieds 2,78 M.), Arznei und Heilmittel 15 201,07 m. dritte Verhandlungstag eine Anzahl Beschwerden der Angeklagten Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unverhaltungsblatt. Monaco, 13. April.( W. T. B.) Im hiesigen Museum für Oceanforschung ist heute vormittag der erste internationale maritime Kongres in Anwesenheit des Fürsten und von etwa 300 Fachleuten aus verschiedenen Ländern eröffnet worden. Ur. 87. 18. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. " Sonntag, 14. April 1901. " Mabame werden sich vielleicht durch die obige Zahl in ihrer vorgefaßten, den Polizeimeister Olbrich aus Kamerun in Freiheit gesezt Armen ungünstigen Stimmung bestärken lassen. Merkwürdig ist aber, worden. Olbrich diente bei der Schußtruppe und hatte zimächst die Der Wahlverein für den 1. Wahlkreis hält seine General- daß unter den 174 Personen alle Altersklassen von den Säuglingen Stelle eines Polizeimeisters in Kribi und dann die eines LagerverIm vorigen Jahr kam er mit halbversammlung am Donnerstagabend 8 Uhr bei Miegel, Stralauer- bis zu den 90jährigen vertreten sind: 5 Kinder unter 1 Jahr, walters in Kamerun inne. straße 57, ab mit der Tagesordnung: Neuwahl des gesamten Vor- 15 Kinder von 1-5 Jahren, 24 von 5-10 Jahren usw. Da sich jährigem Urlaub nach Berlin, wurde hier aber auf Veranlassung der standes, Neuwahl der Abteilungsführer und der Bezirksführer, Wahl ärzte schon bei einem Säugling Faulheit" und" Simulation" zu haftet. Ihm wurde Amtsverbrechen vorgeworfen und behauptet, standes, Neuwahl der Abteilungsführer und der Bezirksführer, Wahl nicht gut annehmen läßt, daß der Scharfsinn mißtrauischer Armen- Kameruner Behörde durch Vermittelung des Auswärtigen Amts vereiner Kommission zur Beratung der Statuten. entdecken vermag, so darf wohl vermutet werden, daß hier die daß er bei der Lagerverwaltung sich strafbare Unregelmäßigkeiten Für den Wahlverein im vierten Berliner Reichstage gefunden, aber aus Faulheit simulierenden Personen mit den ge- habe zu Schulden kommen laffen. Die eingehende Untersuchung ist Wahlkreis( Südosten) findet am Sonntag, den 21. April, mittags funden, aber von ihren Angehörigen oder von sich selber aus ehr vom Landgerichtsrat v. Ingersleben geführt worden. Olbrich, 1 Uhr, eine Son der Vorstellung in der Urania, Tauben- licher Ueberzeugung für frant gehaltenen Personen zusammen ge- der jede Schuld entschieden bestreitet, ist nun gestern auf Antrag straße, statt. Die Parteigenossen werden ersucht, alle unverworfen sind. Für den Gleichmut, mit dem man sich an maß seines Verteidigers Rechtsanwalt Wronker aus der Untersuchungstauften Billets bis spätestens Mittwochabend zurückzugeben, gebender Stelle über diesen Unterschied hinwegzusetzen scheint, fehlt haft entlassen worden, da nach den Ergebnissen der Untersuchung widrigenfalls sie als verkauft gelten. es uns, offen gestanden, an einem parlamentarischen Ausdruck. Auch Fluchtverdacht nicht mehr als vorliegend erachtet wurde. Arbeiterverein von Pankow und Nieder- Schönhansen, ein Armer hat am Ende das Recht, zu verlangen, daß er nicht un- Stiftung für lungenleidende Kinder. Der„ Lungen Heil Dienstagabend, 81/2 Uhr, Generalversammlung bei Groß- verdientertveise mit den Faulen und Simulanten gezählt stätten- Verein für die Provinz Brandenburg" hat bekanntlich bei der furt, Berlinerstr. 27. Bericht des Vorstandes, Statutenänderung und wird. Noch eine eine andre Rubrit hat unser besonderes Stadt Belzig, in der sogenannten Kichenhaide eine Heilanstalt erWahlen. Interesse erregt. Sie trägt die Bezeichnung Nahrungsrichtet, neben welcher eine Schwesteranstalt aus der„ BleichröderVier Hunger." Köpenick. Den Mitgliedern des socialdemokratischen Wahl- mangel, Fälle mußten biese Stiftung" erbaut ist. Jezt hat einer Korrespondenz zufolge ein vereins zur Nachricht, daß die vierteljährliche Versammlung am Rubrif eingereiht werden. Nur 4" werden jene Leute sagen, denen Spender, der bis zu seinem Tode ungenannt bleiben will, eine Dienstagabend 8 Uhr mit einem Vortrag des Genossen Stiefel im es nichts ausmacht, Arme unschuldig in den Verdacht der Arbeits- Viertelmillion hergegeben, damit in jener sich durch gesunde Lage. Lokale des Herrn Reichelt( früher Gärisch) Lindenstraße 4, statt- fcheu zu bringen. Wir meinen, daß schon ein einziger Fall zu viel auszeichnenden Gegend auch eine Heilstätte für lungenleidende Kinder findet. ist. Im übrigen find wir überzeugt, daß die Zahl der Hungernden, errichtet werden kann. Friedrichsberg- Lichtenberg. Mittwoch findet eine Bolts- die die Armenärzte unter ihren Patienten gehabt haben werden, Friedrichsberg- Lichtenberg. Mittwoch findet eine Bolts mit den 4 in dieser Rubrit gebuchten Fällen feineswegs erschöpft wird der Bund der Berliner Grundbefizer- Vereine eine Agitation Die Nimmersatten. Gegen die neue Bädereiverordnung versammlung bei Höflich, Frankfurter Chaussee 120, statt, in welcher Rechtsanwalt Steinschneider über die Bedeutung der ft. Die Bezeichnung„ Nahrungsmangel, Hunger" ist selbstverständlich ins Leben rufen. Durch zwei Rechtsanwälte soll eine Protestschrift so aufzufassen, daß in den hier eingereihten Fällen nichts andres Konsumvereine" sprechen wird. vorlag, als lediglich Nahrungsmangel und Hunger. Wie abgefaßt und über ganz Deutschland hin an alle Jutereffenten ver Schmargendorf. Sonntagmittag 12 Uhr findet im Lokal oft außerdem neben dem Vorhandensein einer Strankheit noch Nah- teilt werden. In der Schrift soll namentlich hervorgehoben werden, Sanssouci eine außerordentliche Generalversammlung des rungsmangel konstatiert wurde, wie oft Nahrungsmangel die Ent- daß durch die neue Verordnung nicht nur Bäckermeister, sondern auch Wahlvereins statt. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und stehung der Krankheit begünstigt hatte, das ist natürlich nicht an- Grundbesizer geschädigt werden. des Kassierers über das letzte Quartal. gegeben. Eine Bitte möchten wir bei dieser Gelegenheit aus- Unter Hinterlassung einer großen Schuldenlaft berSchöneberg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die sprechen. Die Berichte der Armendirektion waren in ihrem die schwunden ist der Assessor v. Alvensleben, der seit 53/4 Jahren am Dienstag im Klubhause stattfindende Generalversammlung Thätigkeit der Armenärzte behandelnden Teile früher viel wertvoller. in der Göbenstraße 11 wohnte und längere Zeit mit einem RechtsDer Flüchtige soll aufmerksam gemacht. Außer Kaffen- und Vereinsangelegenheiten Sie berbreiteten sich weniger gründlich über die vorgekommenen anwalt in der Dorotheenstraße associiert war. steht ein Vortrag Adolf Hoffmanns, Wohin steuern Strankheitsformen, für deren detaillierte Aufzählung an dieser Schulden im Betrage von 200 000 m. hinterlassen haben. wir?" auf der Tagesordnung. Stelle wir in der That keinen Grund einzusehen vermögen. Zur Sittengeschichte in der Frömmigkeitsära. Die AusEingegangene Gelder für das Liebknecht Denkmal vom 7. bis Dafür gestatteten sie aber bis zu einem gewissen Grade einen hebung eines Supplerne ft& haben Freitagabend Kriminalbeamte 13. April 1901: Einblick in die wirtschaftliche Lage der Armen. Sie im Hause Zimmerstraße 5/6 vorgenommen. Von der Unionsbrauerei 8,-. Schloßbrauerei Schöneberg 12,60. teilten z. B. auf Grund der Beobachtungen der Armenärzte mancherlei Elisabeth Brugier, die Wohnungsinhaberin, wurde wegen Niederlage der Vereinigten Werderfchen 7,10. Schultheiß, Abt. IV, 27,70. mit über die Wohnungsverhältnisse der Armen und über schwerer Kuppelei in Haft genommen. Eine ganze Anzahl Germania- Brauerei, von den Fahrern und zwei Stellerarbeitern 4,80. Wahl die ursächlichen Beziehungen, die zwischen Wohnungsbeschaffenheit junger Mädchen, durchweg aus„ besseren" Familient bezirk Nr. 631 und 632 16,05. P. S. 50,- Ortsverein der Handschuh- und Gesundheitszustand bestehen. Gelegentlich konnte man da sogar stammend, sowie eine verheiratete Frau wurden in Droschken macher 10,-. Gesangverein Nordwacht" 5,-. Von den Arbeitern der recht scharfe Worte über„ menschenunwürdige" Wohnungen finden, nach dem Polizeipräsidium gebracht, 21111 nach Feftftellung Tischlerei Kinnel und Friedrichsen nebst Reſtaurateur Wolf, Workſtr. 43 u. 59, wie man sie in einem unter der Verantwortung des Berliner ihrer Personalien und nach stundenlangem Berhör wieder 43,06. Grüne Rose, Ackerstraße, 9,30. Adamschewski 1,- Gesammelt freien Die in durch A. Kersten( darunter Tischlerei Back u. Schacht 10,- A. M. 1, Magistrats veröffentlichten Berichte gar nicht erwartet hätte. Seit auf Fuß gesezt zu werden. der HochUeberschuß von der Kranzspende d. Tischlerei D., Köpuiderstraße 14,80) 25,80. einigen Jahren sind die Angaben über die Wohnungsverhältnisse eleganten Wohnung der verhafteten 60 Jahre alten Frau Brugier Von Reinholds Hochzeit 2,60. Former und Berufsgenossen der Union", fortgelassen worden. Darf man fragen, warum? Der angetroffenen Herren konnten, nachdem sie ihre Personalien Glettr. Gesellschaft, Madaistraße, 20,- Von Schlossern und Anschlägern der Armenarzt ist bei der städtischen Verwaltung noch die einzige zieds fpäterer Beugenschaft angegeben hatten, ihres Weges Firma Wein u. Rosenfe 9,50. Gesangberein Liederlust" Moabit 20, Instanz, die sich ein bischen um die Wohnungsverhältnisse fümmert. gehen. Das Quartier wurde verschlossen. Ueberschuß der Kranzspende der Zimmerer des Dombaues 10,55. D. F. W., Gerade unter den gegenwärtig im Wohnungswesen Berlins Herrschenden Frau Brugier, die bereits zweimal wegen schwerer Suppeleien Beughofstraße, 5,80. II. 28 ahitreis: Mont defitet 3,40. Von den Klempnern der Staligerstr. 10, 6,20. Arbeiter der Fabrik Groschtus 24,40. Buständen wäre zu wünschen, daß die Ergebnisse der von den Armen- vorbestraft ist und sich bald als Lehrerin, bald als Modistin ausgab, Auf einer Jugendfeier vom Ungeziefer in Adlershof, Adlergestell 2. ärzten vorgenommenen Ermittelungen und Beobachtungen weiteren hatte sich in der Zimmerstraße eine Wohnung von sieben Bimmern A. Gerber 3,50. Patienten der Villa Barbara in Görbersdorf 4,-. Einige Streifen zugänglich gemacht würden, um so mehr, da es sich um die in wirt- gemietet und aufs fuguriöseste ausgestattet. In Wirklichkeit war fie aus dem Reiche des Herrn v. Thielen 11,70. Gefangverein„ Kornblume", schaftlicher Hinsicht am ungünstigsten gestellte Gesellschaftsschicht handelt. weder Lehrerin noch Modistin, sondern entrierte Stuppelei gefammelt bet Keller 16,50. Gefammelt durch P. bei Hempel u. Co. 7,55. Wenn die Mitteilungen der Armenärzte heute geheim gehalten werden, so geschäfte großen Stils, die ihr ein beträchtliches Vermögen Verband der Sattler und verw. Berufsgenossen 50, möchten wir fast annehmen, daß es den Magistrat seiner Zeit verschnupft einbrachten. empfing nie bei sich Angehörige J. A.: J. Pfarr, Putligstr. 10. und Reifen hat, unter anderm auch die Wohnungen des der Stadt gehörigen Demimonde, sondern wußte auf Ausflügen ehemaligen Waisenhauses in der Stralauerstraße von den Aerzten junge, blühende Mädchen im Alter von 17 bis 22 Jahren bemängelt zu sehen. In den Armendirektions- Berichten pro 1894/95 anzuloden, um sie später bei sich einzuführen. Auch Mädchen unter und 1895/96 war diese alte Bude sogar namhaft gemacht worden, 14 Jahren hatte sie im vorigen Sommer für ihre schändlichen Zwede aber wohl nur aus einem Versehen, das hinterher gewiß peinlich in ihrer Wohnung behalten. Das Geschäft", bei dem nicht selten empfunden worden ist. Seitdem sind die Angaben über die der Champagner in Strömen floß, wurde der Vorsicht halber nie Wohnungsverhältnisse, wie gesagt, überhaupt fortgelassen worden., länger als bis um 1/210 Uhr abends ausgedehnt. Die Damen" versammelten sich zunächst im großen Empfangssalon. Klingelte ein Unterirdisches Telephonnek. Die gänzliche Beseitigung der Kavalier", so wurde ihm von der Br. entweder durch ein Gudloch Der Stadtverordneten- Versammlung ist die Magistratsvorlage Luftleitungen und deren Ersatz durch unterirdische Stabel im in den großen Salon oder durch eine wenig bemerkbare Seitenthür über die Bewilligung von Ruhegeld und Sinter städtischen Fernsprechnet ist, wie eine Sorrespondenz wissen ein Ueberblick über die versammelten Damen" gestattet, worauf er bliebenen Versorgung für die ohne Pensionsberechtigung will, von der Reichs- Telegraphenverwaltung in Aussicht genommen feine Auswahl traf. Die Erwählte wurde ihm dann zugeführt. Die im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten Personen worden. Um spätere Eingriffe in den Straßenkörper zu vermeiden, Sache dürfte ein sehr ernstes gerichtliches Nachspiel haben. ( Arbeiter) zur Beschlußfassung zugegangen, Bekanntlich hatte werden die Kabel danach fortan gleich zu den einzelnen GrundEin eigenartiger Unfall traf vorgestern nachmittag die sechs Jahre die Stadtverordneten- Versammlung durch Beschluß vom 22. März ftüden geführt, ob sie schon Anschlüsse haben oder nicht. Vor alte Tochter Marie der Witwe Gebert aus der Friedrichsbergerstr. 16. dieses Jahres der Magistratsvorlage vom 27. Oftober 1900 jedem Grundstück wird ein Abzweigtasten angelegt, in welchem die als fie für einen Schlafburschen eine Cigarre holte, nahm sie zwei in abgeänderter Faffung im Princip zugestimmt. Der Magistrat ist vielfachen Leitungen der Kabel verteilt verden. In die Hunde, einen großen und einen kleinen, mit. Der fleine lief bald bereit, diesen Abänderungen beizutreten mit Ausnahme von zwei Hauptkanäle werden nur 224- ober 112paarige Rabel ein- auf den Fahrdamm, hinter ihm her das Kind, um ihn zurückzuholen. Punkten, welche die Gewährung von Ruhegeld und Hinterbliebenen gezogen, während als Anschlußkabel 7-, 14, 28- oder Nun tam aber auch der große nachgerannt und stieß das Mädchen Versorgung an arbeitsfähige Personen und die Abzugsfähigkeit auch 56paarige, mit Papier isolierte, unbewehrte Kabel so unglücklich um, daß es unter einen Wagen der Pferdehandlung der Unfallrente betreffen. Die Stadtverordneten hatten folgenden verwendet werden. Die Anschlußkabel werden, so weit angängig, von Beer aus der Landsbergerstraße geriet. Dieser brachte die Ber Baragraphen( 7 a) eingefügt:„ Wenn Personen, die 15 Jahre oder unmittelbar in die einzelnen Grundstücke eingeführt. Die ganze unglückte, die sich einen Bruch des linken Oberschenkels zuzog, nach länger ununterbrochen im Dienst der Stadt gestanden haben, das Arbeits- Ausführung erfordert sorgfältigen Bedacht auf die gegenwärtigen der Rettungswache in der Frankfurter Allee und von dort nach dem verhältnis aus Gründen gekündigt wird, die nicht in ihrer Person fowohl als auch auf spätere Bedürfnisse. Es sind deshalb überall Krankenhaus am Friedrichshain. liegen, so erhalten sie, so lange ihnen eine ihren Kräften ent- Borratsabern für später zu erwartende Sprechstellen vorzusehen. fprechende Beschäftigung in einer andren städtischen Verwaltung nicht Diefer Vorrat wird auf ein Drittel der bestehenden Anschlüsse begegeben werden kann, die Hälfte des nach Maßgabe dieses Gemeinde- messen. Die unterirdische Führung soll auch innerhalb der Häuser beschlusses zu gewährenden Ruhegeldes und der Hinterbliebenen blocks und Grundstücke durchgeführt werden. Nur wo alte Häuser Versorgung, auch wenn sie nicht dauernd arbeitsunfähig sind." baldige Neubauten voraussehen lassen, soll vorläufig die Verteilung Der Magistrat hat dieser Fassung nicht zugestimmt, weil der einzelnen Leitungen oberirdisch erfolgen, damit die Anlagen fte über den Rahmen des Gemeindebeschlusses herausragt. ohne große Kosten entfernt und in den Neubauten durch Kabel erDenn dieser Paragraph nimmt die Versorgung setzt werden können. noch böllig arbeitsfähiger Personen in Aussicht, Kommunales. Damit in der socialen Fürsorge von der Gemeinde aus nur gar nicht zu viel geschehe, wendet der Magistrat sich gegen die von der Stadtverordneten- Versammlung für die Pensionierung städtischer Arbeiter festgesezten Bestimmungen. Aus dem Rathause wird darüber berichtet: während die Vorlage nur eine Versorgung bei Invalidität Wegen Erwerbung eines großen Grundstücke zum Bau beabsichtigt. Der zweite Bunft betrifft die in§ 9 vorgenommene einer Gemeinde Doppelschule an den beiden Straßen la und 4 zwischen Greifswalderstraße und dem Friedrichshain von den Streichung der Abzugsfähigkeit der Unfallrente. Diese stellt an sich Bößowschen Erben ist der Stadtverordneten Bersammlung eine schon eine Versorgung bar und zwar eine solche, die auf Grund von Magistratsvorlage zugegangen. Das Grundstück umfaßt 5840 Quadrat Beiträgen gewährt wird, die ausschließlich von der Stadt ge- meter. Insgesamt werden 181 560 m. für den Grunderwerb geleistet werden. Wenn noch ein zweites Mal für dieselbe Person gefordert. sorgt wird, so kann es nicht ungerecht erscheinen, wenn das Maß J Sie " ber war bem Trunt ergeben. Den größten Teil des Verdienstes ließ er Bom Großftabtelend. Der 45 jährige Bauarbeiter Karl Brumm war dem Trunt ergeben. Den größten Teil des Verdienstes ließ er durch die Stehle gehen, für die aus Frau und fünf Kindern im Alter durch die Kehle gehen, für die aus Frau und fünf Kindern im Alter von 15 Jahren bis herab zu 9 Monaten bestehende Familie blieb von 15 Jahren bis herab zu 9 Monaten bestehende Familie blieb oft nicht das Notwendigste übrig. Obwohl sie häufig nicht wußte, womit sie wirtschaften sollte, hielt Frau Brumm es doch 16 Jahre in dieser Ehe aus. Im August v. J. ließ ihr Mann, als sie ihm Vorwürfe machte, sie ganz im Stich und ging davon. Seitdem schlief er, fo lange bie Witterung es erlaubte, in der Nähe der Samariterfirche in einer Laube, die die Leute dort besaßen. Frau Brumm mußte am 15. Oktober ihre Wohnung am Weidenweg 50 wegen Mietsschulden räumen und brachte mit ihren Kindern brei Monate im Aihl zu, bis sie am 15. Januar in dem Hauſe Höchſteſtr. 22 wieder eine Wohnung fand. Ihren Mann fand der Kutscher Meher aus Friedrichsberg vorgestern abend tot vor seiner Laube liegen. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. 3 " diefer doppelten Versorgung nach oben hin begrenzt wird. Es kann Hente vor einem Jahre wurden das Restaurant und die der Fall eintreten, daß eine Berfon 3/4 des Arbeitsverdienstes als Säle des Gewerkschaftshauses durch eine einfache, aber Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 21. April 1899, Ruhegeld und 2/3 desselben als Unfallrente, also ein um fast würdige Feier eröffnet. Manche Versammlung hat seit dieser Zeit abends 9 Uhr, gesehen haben, wie eine Dame an der Ede der die Hälfte größeres Einkommen als vorher bezieht. Der Magistrat in den Räumen des Hauses stattgefunden und auch manche andre Gormannstraße und Steinstraße ausglitt und zu Fall kam, während schlägt deshalb folgende Fassung vor." Stehen einem Ruhegeld-, Veranstaltung, die zur Belehrung oder Unterhaltung diente, fand die Kabel gelegt wurden, werden gebeten, ihre Adresse unter Witwen oder Waifengeld- Empfänger Bezüge aus Mitteln des Reichs, statt. Die Berliner Parteigenossen und Gewerkschaftsmitglieder haben Bostamt 77 M. abzugeben. eines Bundesstaats oder andrer öffentlicher Verbände oder auf reichlich Gelegenheit gehabt, den Wert dieses eignen Heims schäßen Freie Volksbühne. Heute, Sonntag, nachmittags 28/4 Uhr: Grund der Gefeße über die Unfall- und die Invaliden- und Alters- zu lernen; und so wollen wir hoffen, daß sich das Unternehmen 2essing Theater: 7. Abteilung:„ La robe rouge." Carl Versicherung zu, so wird das Ruhe-, Witwen- und Waisengeld um auch fernerhin gut entwickeln wird. Weiß- Theater: 4. Abteilung: Der Biberpelz." Ordner diese Bezüge gekürzt und zwar auch, wenn der Empfangsberechtigte Der in Aussicht genommene Lokaltermin zur Nachtzeit in fizung: Donnerstag, den 18. April, 82 Uhr, im Gewerks Donnerstag, Generalversammlung: nach Aufforderung die zur Erlangung dieser Bezüge erforder- der vom Reichsgericht bereits einmal aufgehobenen Diebstahlssache ichaftshause. lichen Schritte unterläßt. Gegenüber den Ruhegeldempfängern gegen den Milchhändler Theis und seinem Kutscher 8e la de fand den 25. April, 8 Uhr, in Cohns Festfälen. III. Oper: Sonntag, tritt diese Kürzung jedoch beim Zusammentreffen des Ruhe- am Freitagabend von 8 Uhr an auf dem Gelände des Hamburger den 28. April, im Theater des Westens:" Der Barbier von gelds mit Invaliden oder Altersrente nur dann ein, Güterbahnhofs statt. Bon seiten des Gerichts waren der Amis Sevilla."( Siehe heutiges Juferat.) wenn und soweit diese mit dem Ruhegeld zusammen den richter Eltester und ein Protokollführer beauftragt. Die Bahn- Die Walfisch Ausstellung soll am Donnerstag nach dem 71/2 fachen Grundbetrag der Rente übersteigt, und beim Zusammen- inspektion hatte ein Geleife freigemacht und ließ einen Bug, genau Blazz an der Ecke der Alexander- und Magazinstraße übersiedeln. treffen mit den andren Bezügen nur dann, wenn und soweit diese wie sonst den Milchzug, der die Milch von der Hamburger Strecke Fenerbericht. Ein größerer Brand fam gestern früh Mariannenzusammen mit dem Ruhegeld den Durchschnitts Arbeitsverdienst bringt, auf dem linken Geleise aufstellen. Die Maschine bewegte straße 5 in einer Tapeziererwerkstatt aus, die sich in einem Stallgebäude übersteigen. Eine vor dem Eintritt in städtische Dienste erworbene den Zug nach den Angaben der Zeugen hin und her, bis der Kyrißer befand. Die umliegenden Wohngebäude waren stark gefährdet, zuRente bleibt bei der Berechnung außer Betracht." Wagen, der bestohlen sein soll, genau so unter der elektrischen mal in unmittelbarer Nähe des Brandherds sich noch ein gefüllter Lampe zu stehen fam, wie in der fraglichen Nacht. Die Verteidiger Futterstall befindet und der Hof nur schmal ist. Es gelang indes Rechtsanwälte Dr. Werthauer und Jaredi waren gleichfalls er der Wehr, größere Gefahr abzuwenden, doch wurde sie zwei Stunden schienen und stellten an die Zeugen eine Reihe von Fragen. Auch lang am Brandplatz festgehalten. Matthäitirchstr. 33 brannte die die Angeklagten mußten über ihre örtliche Stellung in der fraglichen Verpackung eines Heizungsrohres und Wiesenstr. 55 im Asyl für Der neueste Verwaltungsbericht der städtischen Armendirektion Nacht Auskunft geben. Demnächst wurde der Baun überklettert und Obdachlose Stroh im Garten. Außerdem waren Frankfurter teilt mit, daß die Armenärzte im Jahre 1899 in 48 644 Fällen Arme von allen Beteiligten Aufstellung in einem leeren Wagen und in Allee 129, Langestr. 20, Fischerstr. 31 und Großbeerenstr. 25 fleine zu behandeln hatten. Ueber die Anlässe, aus denen die Hilfe der einem alten Bierwagen genommen, von wo aus die Thäter damals Zimmerbrände abzulöschen. Aerzte von den Armen in Anspruch genommen wurde, bringt der beobachtet sein sollen, während andere Personen in dem Khrizer Bericht sehr detaillierte Angaben. Aber mehr als die zahlreichen Wagen die Manipulationen des Plombenöffnens und der MilchStrantheitsformen, die da verzeichnet sind, hat uns eine Rubrit inter- abschöpfung bornahmen. Schließlich wurde bis 11 Uhr nachts ein essiert, die die wunderliche Bezeichnung trägt Faulheit, Gis genaues Protokoll in der Stationsbude aufgenommen. Das Ermulation, gefund." Nicht weniger als 174 Mal haben sich gebnis des Lokaltermins wird in der demnächst stattfindenden VerDie Aerzte für verpflichtet gehalten, einen Patienten" in diese handlung gewürdigt werden. Rubrit einzureihen. Diejenigen Leute, die geneigt sind, in jedem Polizeimeister Olbrich auf freien Fuß gefekt. Nach Armen zunächst einen arbeitsscheuen Schwindler zu sehen, 10/2 monatiger Untersuchungshaft ist gestern der ehemalige zu erwarten ist. Die neue Bahn hat mit ihren Verzweigungen eine Lokales. Aus der Pragis der Armenärzte. Aus den Nachbarorten. Die neue Eisenbahnlinie Reinickendorf- Liebenwalde wird am 1. Mai d. J. eröffnet werden, da die Arbeiten trotz des vergangenen strengen Winters foweit vorgeschritten find, daß die Fertigstellung der Strede zu dem genannten Termin mit Sicherheit Länge von 60 Kilometern und ist eingeleifig gebaut. 8wölf Weichen der Staatsanwaltschaft des töniglichen Landgerichts auch als ermöglichen trotzdem einen ziemlich lebhaften Verkehr, so daß auch Inspektor des Gerichtsgefängnisses thätg. Seit Jahren fungierte er im Notfall Extrazüge innerhalb des Borortsbetriebs eingelegt werden als Vorsitzender der deutsch- nationalen Reformpartei in Rottbus. tönnen. Er soll dem„ Berliner Tageblatt" zufolge Unterschlagungen begangen Die Leiche des Gürtlermeisters Franz Peiter aus Char- haben. Lottenburg ist endlich aufgefunden worden. Aus Spandau wird Vom Hochwasser. Aus Bingen wird weiteres Steigen des uns darüber berichtet: Der Fundort des Toten liegt völlig Heins gemeldet. Gestern abend 8 Uhr betrug die Begelhöhe entgegengesett dem Ufer von Bichelsberge, wo sich das elterliche 4,25 Meter. Das Ueberschwemmungsgebiet bei Gaulsheim nimmt Die Leiche wurde bei Weinmeisterhorn an Ausdehnung zu. Forsthaus befindet. Weiter aufwärts tritt Sickerwasser zu tage. gelandet und eine Kommission des Spandauer Amtsgerichts hat am Am ganzen Mittelrhein trifft man Vorkehrungen gegen eine etwaige Freitag die Leichenschau abgehalten. Der Tote hatte keinerlei Ver- Hochwassergefahr. Die Na he führt gleichfalls Hochwasser und hat legung; auffällig ist aber, daß weder seine Taschenuhr noch circa stellenweise ihre Ufer überflutet. Das Wetter ist immer noch 50 M. bares Geld, die er an dem Abend, wo er zur Begleitung regnerisch. Bei Mannheim ist der Rhein auf 7,35 Meter gestiegen. feines Bruders aus dem elterlichen Hause fortging, besaß, bei der Die Geleise des Rheinvorlands, die Stefanienpromenade und der Leiche vorhanden waren. Auch der Rock des Toten ist verschwunden. Neckarauer Wald find überschwemmt. Das Wasser steigt noch. Der Unglückliche hatte an dem kritischen Abend, seit dem er vermißt Weiter wird aus Köln depeschiert: Der Rhein hat eine Höhe von wurde, sich ohne Kopfbedeckung aus dem Hause entfernt in der aus- 5,95 meter erreicht und steigt noch weiter. Auch der Neckar ist noch gesprochenen Absicht, nach wenigen Minuten wieder zurückzukehren. im Steigen begriffen, während die Mosel weiter fällt. Es ist vollkommen unaufgeklärt, wie der lebensfrohe Mann an die fragliche Stelle der Havel gelangt ist, und auch der Verbleib der bermißten Gegenstände ist in Dunkel gehüllt. Der Tod ist anscheinend durch Ertrinken erfolgt. Für die nördlichen Berliner Vororte ist eine neue elektrische Straßenbahn, die von Dalldorf ausgehend über WaidmannsLuft nach Hermsdorf und Glienicke führen soll, der Bahnbaugesellschaft Cohn u. Co. von der Regierung konzessioniert worden. Im Westen von Berlin plant ein Unternehmerkonsortium eine elektrische Straßenbahn Spandau- Staaten- Dallgow- Rohrbed mit Anschluß an das Barackenlager des Döbriger Uebungsplages. Ein Verbrechen ist mutmaßlich an einem jungen Mädchen verübt worden, dessen Leiche bei Pichelswerder aus der Havel gelandet worden ist. Bei der von einer Gerichtskommission aus Spandau vorgenommenen Leichenschau wurde am Kopf der Toten eine schwere Verlegung festgestellt; infolgedessen ist behufs Ermittelung der Todesursache die Obduktion der Leiche angeordnet worden. Die Tote wird auf 20 Jahre geschäßt und hat vermutlich mehrere Wochen im Wasser gelegen. Legitimationspapiere fanden sich bei der Leiche nicht vor. An Wertsachen besaß die Tote goldene Ohrringe. Metalldiebstähle in der königlichen Munitionsfabrik in Spandau. Massendiebstähle an Metall sind in der fal. Munitions fabrit zu Spandau entdeckt worden. Der dort seit einer Reihe von Jahren beschäftigte Schloffer Mielke stand schon längere Zeit hindurch in dem Verdacht, daß er sich an den Metallvorräten vergriff; es wurden auch wiederholt von der Polizei Haussuchungen bei ihm vorgenommen, man fand aber nichts Verdächtiges. Durch geheime Beobachtungen wurde dann aber festgestellt, daß sein Hauswirt, Eigentümer Broziat, häufiger schwere Pakete nach Berlin schaffte. Mielke und seine Ehefrau sowie der Hauswirt Broziat sind gestern berhaftet worden. Vermischtes. Die an Bord des Dampfers„ Kaiser Wilhelm der Große" vermißten Goldbarren wurden, wie uns aus Bremen telegraphiert wird, heute früh bei der Reinigung des Schiffs in der Nähe der zweiten Kajüte wiedergefunden. Es muß dem Fernstehenden vorerst völlig rätselhaft erscheinen, wie die 3 Goldbarren im Werte von 83 000 m. friedlich neben der Kajüte liegen fonnten, obwohl man angeblich mehrere Tage lang auf das eifrigste nach ihnen gesucht haben will. Selbstmord hat der Obersekretär der Staatsanwaltschaft in Rottbus, Johannes Krü de de, ein bekamuter Antisemitenführer, verübt. Krüdecke war außer in seiner Stellung als Obersekretär bei Redacteur- Gesuch. " Zum 1. Juli ist im Vorwärts" der Posten des verantwortlichen Redacteurs zu besetzen. Journalistische Befähigung Erfordernis. Meldungen bis zum 1. Mai an die Expedition des Vorwärts" erbeten unter Chiffre V. 4. Berliner Orts- Krankenkasse des Spar- Bauverein Maurer- Gewerbes Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Sonntag, den 28. April 1901, vormittag3 92 Uhr, im großen Saale des Berliner Handwerkervereins, Sophienstr. 15: Neunte ordentliche zu Berlin. Dienstag, den 16. April ds. Js., abends 8 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstraße 20: Ordentliche Generalversammlung. Generalversammlung Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichts unter Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust- Berechnung für das Jahr 1900. 2. Bericht der Revisionsfommission. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und über die Verteilung des Ge winns. 4. Beschlußfaffung über Statutenänderung. 5. Bericht über den Verband der auf der Grundlage des gemeinschaftlichen Eigentums stehenden deutschen Baugenossen schaften. 6. Neuwahlen zum Aufsichts: rat. 7. Beschlußfassung über den Gesamtbetrag, welchen Anleihen der Genossenschaft und Spareinlagen bei derselben nicht überschreiten sollen. 8. Beschlußfaffung über die Ausschließung von säumigen Genossen. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Berlust Berechnung für das Jahr 1900 sind in der Geschäftsstelle, Sidingenftraße 7, einzusehen. 6306 Der Vorstand. Ernst Roscher. L. Schmidt. der Vertreter der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber. Tages Ordnung: 1. Vorlegung des Verwaltungsberichts und Rechnungsabschlusses für das Jahr 1900. 2. Bericht des Ausschusses über die vollzogene Rechnungsprüfung und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag auf Bewilligung einer Entschädigung für die Kassenmitglieder des Rechnungsausschusses. 4. Apothekerfrage, betreffend eines den Krantentassen zu gewährend. Rabatts. 5. Beschlußfassung über die Verfügung der Aufsichtsbehörde, betreffend Er höhung der im§ 12 des Kassenstatuts festgesezten durchschnittlichen Tage: Löhne der einzelnen Mitgliederklassen. 6. Verschiedene Mitteilungen des Vor: standes. [ 5556* Berlin, den 6. April 1901. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Orts Krankenkaffe Jnnungs- Krankenkasse der der Bergolder und Berufsgenossen. Töpfer ( Innung zu Berlin). Dienstag, den 16. April, abends Montag, 22.April, abds. 8 Uhr, 7 Uhr, im Saale des Handwerkeri.„ Gewerkschaftshaufe"( Saal 5), Vereins, Sophienstraße 15: Engel- Ufer 15: Ordentliche Generalversammlung General- Versammlung wozu die Herren Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergebenft eingeladen werden. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Neuwahl des 2. Staffenbeamten bom 1. Juli 1901. 3. Festsetzung des Gehalts desselben. 4. Neuwahl der Krantenbesucher. 5. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Festsetzung der Gehälter. Quittungsbuch legitimiert. Jul. Prillwitz, Vorsteher, Swinemünderstr. 83. Emil Hoffmann, Schriftführer, Feilnerstr. 10. 6156 271/18 Gardinen! spottbillig Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Emil Voges, Borsigender. Johannes Assmann, Schriftführer. Bildhauer fann Plaz abmieten. Dampf vor: Fenster 1,25-30 M. Refte 30-50 Pf. F. Stoehr, Münz- Straße 17, am Königsgraben. Plomben 9252* Bühne, s.1 M. an, beliebige Teilzahlung.[ 92/8 Invalidenhanden. Schmidt, Abalbertstr. 95.( 61/5 Frau Olga Jacobson, Inven Ece. " ftraße 18. ,, Diedesfreiheit II", Strausberg, Magnus, Wilhelmstraße. Solidarität I", Meißner, Beuthstr. 10.- Berliner Damenchor Harmonie", Rofin, Schönholzerstr. 42. Borwärts III", Friedrichsfelde, Haberland, „ Viedeslust III", Wilhelmstraße.- Concordia", Lier, Alte Jakobstr. 119. Alt- Glienicke, Dommisch, Köpniderstr. 2. Vorwärts IX", Charlottenburg, Beier, Wallstr. 94. Männerchor Osten", Kobus, Rigaerstraße.- Freya I" ( gem. Chor) Rosenthalerstraße 57. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, ButbuserAufnahme neuer Mitglieder: Abguß II", Schulz, Höchſteſtraße 30. straße 44, 4 Treppen. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Fidele Kolonisten", Klinge, Kolonieftr. 137. Görligerstr. 52. Blaue Schleife", Dembirki, Grüne Linde", Koffeda, Drontheimerstr. 1a. „ Eintracht II", Diez, Landsberger Allee 76/77.- Balmerio", Päzold, Prenzlauer Allee 43. Wiedersehn", Weber, Neu- Weißensee, FriedrichStraße 35. Vorwärts II", Wälisch, Adalbertstr. 4. Gemütlichkeit IV", Drücker, Lichtenberg, Dorfstr. 41. Fliederduft II", Waclawiact, Frant furter Allee 150. Blaue Wolfe II", Kienast, Borndorfer- und Löwestraßentaner", Schmat, Landsberger Allee 36. Freundschaft Vorwärts", Bugge, Kastanienallee 95/96. MeriCentral- Raucherbund. Zuschriften an Mar Koch, Rirdorf, Hermanndem Kickelhahn ist von roher Bubenhand erbrochen, verwüstet und Botsdam, Küsel, Victoriaftr. 54. straße 34. Montag.„ Maiglödchen", Schöneberg, Lehmann, Gleditschstr. 19. Ein infames Bubenstück. Das Goethe- häuschen auf " Heiterkeit", Schöneberg, Lewrenz, Gleditschstr. 2. Blaue Wolfe", beschmutzt worden. Wie der„ Henne" in Ilmenau geschrieben Spandauerstr. 25.- Maiglöckchen", Potsdam, Plage, Kommunikation IV. Fidele Raucher", Potsdam, Buttle, wird, entdeckten mehrere Herren, die sich am zweiten Osterfeiertage Freunde", Potsdam, Wwe. Meier, Schottstr. 4. durch Schnee und Eis hinaufgearbeitet hatten, daß aus dem Innern Hoffnung", Moabit, Sauer, Wilhelmshavenerstr. 57. ,, Kap der guten des gewaltsam geöffneten Häuschens aller Schmud an Kränzen und Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turno. Fichte", Lichtenberg, Schleifen entfernt, die fatfimilierte Niederschrift des Goetheschen Restaurant" Zum Fürsten Wolfgang"( Inhaber P. Müller), Weißenseeer Nachtliedes lleber allen Wipfeln ist Ruh" aus dem Rahmen ge- Montag: Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an voltsthümliches Turnen. raubt, die zu deren Schutz angebrachte Glastafel zerschmettert war. 2. Damen- Abteilung, Aderstr. 67.; 7. Lehrlings- Abt., Wafferthorstr. 31. Turnb. Fichte", Berlin, abends bon 8-10 Uhr, Vom Räuber Kneißl. Im Befinden des in Untersuchungs- Turnerschaft des Vereins Nereus", 2. Lehrlings: Abteilung abends 8 bis Tagen Wendung zum Besseren eingetreten, so daß der ihn behaft befindlichen bayrischen Raubmörders Kneißl ist seit einigen 10 Uhr Dieffenbachstr. 51. Arbeiter Schwimmerbund. Montag: Schwimmkl. Vorwärts", handelnde Arzt hofft, daß Kneißl am Leben erhalten bleibt. Seine flub„ Nord", Damen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsbadeanstalt Moabit, TurmDamen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsbadeanstalt, Schillingsbrüde. Schwimms Verlegungen der Gedärme verursachen weder Störungen, noch sonst straße 85 a. besonders große Schmerzen. Nur der Absceß, der sich im Rücken gebildet hat, nimmt einen weniger guten Verlauf. Seit etlichen Tagen wird Kneißt nicht mehr durch Angestellte der Klinik, sondern durch Schußlente in Civil bewacht. Zu der Liebestragödie in Leipzig, welche, wie gemeldet, mit dem Tode des Hausdieners Keil und seiner Geliebten, der 17jährigen Elja Linke aus Berlin, endigte, wird jezt noch bekannt, daß die That im beiderseitigen Einverständnis erfolgt zu sein scheint; es geht dies aus einem Abschiedsbriefe hervor, den die Linke kurz zuvor an ihre Angehörigen gerichtet hat. Vereinskalender. Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde. Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, im Bürgersaale des Rathauses: Herr Profeffor Dr. Jätel über:" Die Grundzüge des Körperbaues der Wirbeltiere"( mit Demonstrationen). Verband deutscher Mühlenarbeiter. Sonntagnachmittag 3 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Orts Krankenkasse der Vergolder und Berufsgenossen. Mantag, den 22. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 5), Engel- Ufer 15: Generalversammlung. -O V V Brivat- Theatergesellschaft„ Alpenrose", nachmittags 4 Uhr, Schmidt, PrinzenGesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner Allee 33. Vergnügungsverein Allemania", 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Geselliger Verein" Reganie", 61/2 Uhr, Schwedterstraße 17. Freie Sänger Vereinigung Fackel", Tolksdorf, Görlizerstr. 58. Theaterverein Hand in Hand", Freund, Voltaftr. 4. Montag. Gesangs verein Nord- Melodia", J. Mierte, Schönhauser Allee 101. Turnverein " Often"( Lehrlings- Abteilung), Gr. Frankfurterstr. 23. Verein der Vierabzieher Berlins. Jeden Sonntag nach dem 1. und 15., nachmittags von 2 Uhr ab bei Ladewig, Kommandantenstr. 65. Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität“. Gau 9( Prov. Brandens burg). Alle Zuſchriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Montag: Radfahrerverein Wanderer", Trebbin, jeden Montag nach dem 15. in bei Spremberg, jeden Montag im Restaurant Bellevue. Rudolfs Gesellschaftshaus. Arbeiter- Radfahrerverein„ Vorwärts", Slamen " verein Berlin- Rirdorf( E. G. m. b.§.): 1. Verkaufsstelle: Nixdorf, Konsumgenossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsums Biethenstr. 31; 2. Verkaufsstelle: Pücklerstr. 38; 3. Verkaufsstelle: Faldensteinstr. 6; 4. Verkaufsstelle: Rirdorf, Hobrechtstr. 82; 5. Verkaufsstelle: Briz, Werderstr. 33; 6. Verkaufsstelle: Ober- Schöneweide, Edisonstr. 4.- Konsum berein Berlin- Nord( E. G. m. b. H.): 1. Verkaufsstelle: Vinetaplas; 2. Verkaufsstelle: Chorinerstr. 46; 3. Verkaufsstelle: Buttmannstr. 19. Außerdem werden Aufnahmen vollzogen bei: Gleinert, Schulftr. 29; Joh. Oeffentliche Bibliothek und Leschalle zu unentgeltlicher Be: Pfarr, Butligstraße 10; Frau Werner, Pankow, Berlinerstraße 78. nutzung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet se oni um verein Berlin Süd( Eingetragene Genossenschaft mit werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 beschränkter Haftpflicht): 1. Verkaufsstelle: Arndistr. 5; 2. Verkaufsstelle: Gräfeund 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 415 Zeitungen und Zeitschriften straße 40. Konsumverein für Schöneberg und Umgegend ieder Art und Richtung. ( E. G. m. b. H.): 1. Verkaufsstelle: Apostel Paulusstr. 27. Konsums Bahlabenden des Wahlvereins), Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Lese: und Diskutierklub„ Moabit". Montag( außer an den genossenschaft von Friedrichshagen und Umgegend ( E. G. m. H.): 1. Verkaufsstelle: Friedrichstr. 98. Berliner Konsum: Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster verein. Verkaufsstellen: Annenstr. 9, Krautstr. 7, Petersburgerstr. 4a, Vorsitzender: Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. Erster Kaffierer: Waldstr. 12, Beusselstr. 56, Rostockerstr. 21, Rummelsburg: Türrschmidtsind zu richten an Friedrich Kortum, Lausitzerstr. 16. Montag, abends obengenannten Verkaufsstellen jederzeit vollzogen außer Sonntags. AusSeifrit, Fidicinstraße 16. Alle Menderungen im Vereinskalender straße 6, Lichtenberg: Frankfurter Chauffee 48/49. Aufnahmen werden in 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Stegliz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130. " Bufunft I", funft in Genossenschaftsangelegenheiten erteilen die Vorstände der betreffenden " Tonblüte", Hentschel, Lübbener Bereine. !! Gegen die Getreidezölle!! An alle Vertrauenspersonen und Vorstände der Wahlvereine sowie an sämtliche Partei- Buchhandlungen! Wir teilen hierdurch mit, dass in den nächsten Tagen eine kleine Schrift zur Ausgabe gelangt, die für die Massen- Agitation gegen die drohende Erhöhung der Getreidezölle bestimmt ist. Die Schrift führt den Titel: Die Brotwucherer. Verslein von Tip, Bildlein von Top. 32 Seiten. Preis 10 Pf. Das Schriftchen, in flotten, satirischen Versen abgefasst und von einem der ersten Zeichner, mit trefflich gelungenen Karikaturen illustriert, wendet sich scharf und schneidig gegen die Anmassungen der Brotverteuerer. Die Form der Agitation durch Vers und Bild ist in ihrer Volkstümlichkeit eine der wirksamsten Waffen im politischen Kampf, die ,, Brotwucherer" dürften sich daher zur Massenverbreitung ganz vorzüglich eignen. Grössere Partien werden von uns zu den günstigsten Bedingungen abgegeben. Wir bitten, sich umgehend zu wenden an den Verlag der„ Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35, Lützowstr. 85a. Die Brotwucherer Verstein Tip Bildlein von Top in ,, Auf, deutscher Michel, letzter Frist, Zeig, dass ein ganzer Kerl du bist! Wach auf, wach auf aus deinem Schlaf Wolf über Dir, gutmüt'ges Schaf! Dein kraftvoll Halt! ruf laut und klar Entgegen der Brotverteurer Schar! Wehr dich mit donnerndem Protest Wider die drohende Hungerpest! Stoss aus den Schrei des Zorns, der Not: „ Hand weg, Herr Junker, von unserm Brot!" Aus: ,, Die Brotwucherer".) Allen Berwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Arbeitskollegen der Schwellentränke des Hamburger Bahnhofs für die rege Teilnahme und reiche Blumenspende bei der Be erdigung meines lieben Mannes, unsres Bruders und Sohnes 13182 Wilhelm Walla unsern herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. [ 5926 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines inniggeliebten Manns, unsres guten unvergeßlichen Vaters, sage ich allen Freunden und Bekannten, sowie den Mitgliedern des Tertilarbeiter: Ver: bands, Filiale III Berlin, und be. sonders den Kollegen, der Firma 2. Oppenheim, Blumenstr. 70, meinen tiefgefühltesten Dant. Die tiefbetrübte Witwe A. Steffen nebst Kindern. Danksagung. Allen Kollegen und Bekannten fage ich für die Beteiligung an dem Be gräbnis meines Mannes und die Stranzspenden meinen innigsten Dant. Frau Ennulat. 6616 Orts- Krankenkasse der Weber und verwandten Gewerbe. General- Versammlung fämtlicher Delegierten. Sonntag, den 21. April 1901, vormittags 10 Uhr, in Wo Iffs Lokal. Fruchtstraße 36 a. Tages- Ordnung: 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 1900, 2. Bericht der Revisoren und Antrag auf Erteilung der Decharge, 3. Wahl eines Kaffenführers und deffen Stellvertreters, 4. Beschlußfassung über die Verfügung der Aufsichtsbehörde, betreffend Ers höhung der durchschnittlichen Tagelöhne, 5. Antrag der Delegierten W. Quast und Genossen auf Herabseßung der Kranten Unterstützungsdauer von 52 Wochen auf 26 Wochen, sowie Abänderung der dazu in Betracht tommenden Paragraphen ,. 6. Verschiedenes. Achtung! Sollte die vorstehende Tages- Ord nung aus irgend einem Grunde nicht erledigt werden können, so findet in demselben Lokal und zur selben Stunde am Sonntag, den 28. April cr., die Fortsegung der General- Versammlung behufs Erledigung der übrig gebliebenen Punkte statt. Eine weitere Bekannts machung hierzu erfolgt nicht.[ 628b Berlin, den 14. April 1901. Der Vorstand. E. Spann, Vorsitzender. R. Hildebrandt, Schriftführer. Achtung! Achtung! Den Parteigenossen des 6. Berliner Wahlkreises zur Mitteilung, daß ich ein Restaurant mit Vereinszimmer und Zahlstelle eröffnet habe. 657b Kolbergerstraße 28/29. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, General- Versammlung in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht des Staffierers. 3. Neuwahl des gesamten Vorstands. 4. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Paul Singer über: Die Thätigkeit der politischen Parteien im deutschen Reichstag. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet 195/10 Der Vorstand. NB. Die Broschüre Handelspolitik und Socialdemokratie" ist in der Versammlung zum Selbstfostenpreis erhältlich. D. O. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 16. April 1901, abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Kaffierers und der Revisoren. 2. Wahl des Gesamt: Vorstands. 3. Anträge und Berschiebenes. 4. Bortrag bes Genoffen Dr. Weyl über: Was haben wir von einer Reform des Krankenversicherungs- Gesezes zu verlangen?" Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 246/8 Deutscher Holzarbeiter Verband. ( Zahlftelle Berlin). Montag, den 15. April, abends 812 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Bezirks- Versammlung für den Osten u. Nordosten. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über Junker und Bauer in der preußischen Geschichte. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heit und Verschiedenes.- Gäste haben Zutritt. Achtung, Parkettbodenleger! Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15: Kommiffionssikung mit Vertrauensleuten. Die Vertrauensleute, welche noch nicht abgerechnet haben, werden ersucht, am Dienstag die Bücher und das Geld abzuliefern. Sämtliche Vertrauensleute müssen zugegen sein. Der Kollege Rudolf von der Firma Mittag ist hiermit eingeladen. 80/7] Die Kommission. Achtung! Die Bibliothek bleibt wegen Renovierung vom Montag, den 15. bis Sonnabend, den 20. d. M. geschlossen. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Central- Verband der Maurer etc. Dienstag, den 16. April 1901, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: General- Versammlung Tages Ordnung: 137/ 4* aller zum Vertragsgebiete Berlin und Umgegend gehörigen Verbandsmitglieder. Beschlußfaffung über den Vergleichsvorschlag des Einigungsamts des Gewerbegerichts. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Verbandsmitglieder. Achtung! MAURER. Atung! Dienstag, den 16. April, abends 8½ Uhr, in Stecherts Festfälen, Andreasftr. 21: General- Versammlung Die Verbandsleitung. Achtung! Verband der Portefeuiller. Dienstag, den 16. April 1901, abends 8 Uhr, findet in Graumanns Festsälen, Naunynftr. 27, eine des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer Mitglieder- Verſamminng Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über die bis jetzt ausgearbeiteten Arbeitsbedingungen in der AchtzehnerKommission resp. die Vergleichsvorschläge des Einigungsamts des Gewerbegerichts. 2. Abrechnung des Kassierers vom 1. Quartal 1901. 3. Vereinsangelegenheiten. Alle zum Streikgebiet gehörigen Vereine resp. Zahlstellen sind verpflichtet, an dieser Verfammlung teilzunehmen. 129/8 Ohne Mitgliedsbuch kein Ginlaß! Achtung, Rabitzputzer! in ben Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: " Mitglieder Versammlung = der Zahlstelle Berlin III des Central Verbands der Maurer. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom 6. Verbandstage der Maurer Deutschlands. 2. Das Resultat der Verhandlungen mit den Arbeitgebern in der SechserKommission. 3. Verschiedenes. 252/10 Die Ortsverwaltung. Sterbekasse Nr. 13. Der Vorstand. " statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Bortrag des Genossen Theodor Mezner: Die Krisen, ihre Ursachen und Wirkungen". 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verbandsangelegen heiten und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, Herren und Damen, find willkommen. 103/5 Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, der 15. April, abends 8 Uhr, in ben ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Vortrag von Frau Lily Braun über: ..Reform der Hauswirtschaft." Gäste willkommen. [ 55/9 Der Vorstand. Verband der Stock- und Schirmarbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( Parterre- Saal) Montag, den 22. April 1901, abends 8 uhr, Ausserordentliche General- Versammlung. Ausserordenti. General- Versammlung. form. 2. tellungnahme zum 1. Mat. 3. Die Kohn- und Arbeitsverhält bei Gold, Gr. Frankfurterstr. 133: Tages Ordnung: 1. Bericht der Achter- Kommission und Stellungnahme zur OrganisationsTages Ordnung: 1. Vorlesung des neuen revidierten Statuts. niffe bei der Firma Gebr. Goldmann. 4. Verschiedenes. 2. Verschiedenes. [ 654b Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt, infolgedessen auch kein Stimmrecht. Jeder zum Verband der Stock und Schirm- Arbeiter Berlins gehörende Kollege hat die Pflicht zu erscheinen. 175/5 Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch wird dringend gebeten. Der Vorstand. General- Versammlung des Vereins der Tischler Berlins und Umgegend ( Vertrauensmänner- Centralisation) Sonntag, den 14. April, vormittags 10 Uhr, in Thiels Salon, Fruchtstraße 36 a. Achtung! Putzer! Achtung! Donnerstag, den 18. April 1901, abends 61/2 Uhr: Große Versammlung Tages: Ordnung: Wahl des gesamten Borstands und Steung sämtlicher Vater Berlins und der Vororte Um regen Besuch ersucht Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernfprecher: Amt VII, 353. nahme zum 1. Mai. Montag, den 15. April 1901, abends 82 Uhr: Versammlung für Rummelsburg im Lokale des Herrn Müller, Türrschmidtstr. 37. Dienstag, den 16. April 1901, abends 8½ Uhr: Versammlung der Klempner in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags: Abgeordneten Rosenow über: Junker und Bauer in der preußischen Geschichte. 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen der Kollegen ist notwendig. Die Ortsverwaltung. 113/16] Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. General- Versammlung am Montag, den 15. April, abends 8½ Uhr, pünktlich im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Maskenball und vom I. Quartal 1901. 2. Anträge auf Statutenänderung. 3. Bericht über die Verhandlungen vor dem Einigungsamt. 4. Stellungnahme zur Maifeier. 5. Verschiedenes. Eintritt gegen Vorzeigen des Mitgliedsbuchs. Eröffnung pünktlich. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert vollzähliges Erscheinen. 82/8 Der Vorstand. Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, im ,, Friedrichstädtischen Kafino", Friedrichstraße 236 Große öffentliche Schuhmacher- Versammlung Berlins und Vororte. Tages Ordnung: Bericht der Kommission über die mit den Innungs- Borständen statt gefundenen Verhandlungen betreffend die aufgestellten Lohnforderungen. Alle Schuhmacher sind zu dieser Versammlung eingeladen. 169/15 Die Lohukommission. Verband der Tapezierer u. verw.Berufsgen. ( Filiale Berlin). Dienstag, den 16. April, abends 8 1hr, bei Lorenz, Markgrafenstrasse 83: Bezirks- Versammlung Süden. Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr. ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Sektions- Versammlung der Näherinnen. Die Tages- Ordnungen werden in den Versammlungen bekannt gemacht. 177/17 Die Verbands- Leitung. Achtung! Schmiede. Atung! [ 6556 Der Vorstand. Kürschner! Montag, den 15. April, abends 8½ Uhr, Weinstraße 11: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Abrechnung vom 4. Quartal 5. Jahr: gaugs. 3. Neuwahl des Vorstands. 4. Gewerkschaftliches. Der Vorstand. [ 93/5 Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 16. April 1901, vormittage 11 Uhr: Außerord. General- Versammlung bei Schultz, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kaffenbericht des I. Quartals 1901. 3. Bericht und Neuwahl des Gesamtvorstands. 4. Bericht und Neuwahl des Bibliothekars. 5. Bericht und Neuwahl des Geschäftsannehmers. 6. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Großer Saal). Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen mit den Arbeitgebern, und welche Stellung nehmen die Pußer dazu ein? 2. Verschiedenes. Kollegen! Es gilt, in diesem Jahre unsre eroberte Position zu verteidigen, daher erscheint alle. Mann für Mann. 134/9 Achtung! Der Einberufer: Franz Schultz. Achtung! Stuccateure! Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierſtr. 33: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Giebt es eine Harmonie zwischen Stapital und Arbeit? Referent: Kollegen! Erscheint zahlreich in der Versammlung, da dieselbe von großer Wichtigkeit ist. [ 173/11] Der Vorstand. Genoffe& le gel. 2. Disfuffion. 3. Gewertſchaftliches. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 15. April, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27: General- Versammlung des 141/10 Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. Tages Ordnung: An die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend. wir den Vereinen resp. Komitees bekannt, daß unsre Weitglieder im Befit Da es häufig vorkommt, daß Mufiter unter unsrer Firma segeln, geben gelb und muß mit unfrem Vereinsstempel versehen sein; auch ist jedes 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Vereinsangelegenheiten. einer Legitimationstarte( Mitgliedskarte) sind; selbige ist für das II. Quartal Mitglied verpflichtet, die Karte stets bei sich zu führen und machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit den sogenannten Musiker- Börsen, wie: Zabel, Ritterstraße, Mischke, Madaistraße, auch dem Verein„ Nord", Weddingstr. 9, in feiner Hinsicht in Verbindung stehen. Unser" Arbeits: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Abrechnung vom Maskenball nachweis bleibt nach wie vor Rosenthalerstr. 57 und werden daselbst alle Geschäftsaufträge vormittags von 11-1 Uhr und abends von 7-9 Uhr entgegen genommen. Auch geben wir gleichzeitig die Lokale bekannt, wo Mitglieder von uns als Haustapelle thätig sind: 1. Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117; 2. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85; 3. Neu- Seeland; Stralau( Saal fapelle); 4. Victoria- Garten, Treptow( Saalfapelle); 5. Kellers Festfäle, Koppenstr. 29; 6. Andreas- Festsäle, Andreasstr. 21; 7. Elysium, Landsberger Allee 40/41; 8. Neue Welt, Hasenheide( Saaltapelle); 9. Schnegelsbergs Festsäle, Hasenheide; 10. Kliems Volksgarten, Hafenheide 13/15; 11. Waldschloß, Schmargendorf; 12. Brochnows Festfäle, Weberstr. 17; 13. Obfts Etablissement, Schöneberg, Martin Lutherstraße. 50/7 Der Vorstand. Centralverband der Elektromonteure u. Berufsgen. Deutschlands. Montag, den 15. April, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Nümann, Brunnenstr. 188: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Achtung! Mitgliedsbuch legitimiert. Urania. Achtung! Den Kollegen zur Mitteilung, daß die Urania" zum Himmelfahrtstag, den 16. Mait, nachmittags 4 Uhr, gemietet ist. Billets fönnen in dieser Versammlung schon abgehoben werden. Aufgeführt wird das Stück: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Der Vorstand. Schöneberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, im Klubhause, Hauptstraße 5-6: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rassen und Revisionsbericht. 2. Vortrag des Genossen Adolf 58/10 Hoffmann: Wohin stenern wir? 3. Disfuffton. 4. Vereinsangelegen heiten. 15/5 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder bringend nötig. Der Vorstand. 1. Wie stellen wir uns zum 1. Mai? 2. Unfre Zeitung. 3. Verschiedenes. Um recht regen Besuch bittet Der Vorstand. Männer- Vortrag. Eintritt 20 Pfennig. Dienstag, den 16. April 1901, abends 8½ Uhr, Dienstag, 16. April, im„ Volksgarten", Badftr. 56( großer Saal): im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Oeffentl. Versammlung der Schmiede Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen otte über:" Die Bedeutung des 1. Mai". 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nötig, daß sich die Kollegen recht zahlreich an der Versammlung beteiligen. [ 176/4 Der Einberufer. Die neue Heilmethode und Männerleiden, demonstriert an großen elettr. Lichtbildern v. Naturheilt. Grundmann. Sprechst. 11-2, 6-8. Kurbad Köpenickerstraße 72. Allgemeine Volks- Krankenkasse 126 in Liqu. Letztinstanzlicher Termin erst am 7. Mai. Bericht am Sonntag, den 12. Mai, im Vorwärts". 6316 J. A.: Roggemann. Achtung, Bauanschläger! Montag, den 15. April, vormittags 92 Uhr, Grenadierstr. 33: 6095 Protest- Versammlung. Der Einberufer. + Herren- Vortrag+ Donnerstag, den 18. April, abends 812 Uhr, in den Central- Festsälen, Oranienstr. 180, und Freitag, den 19. April, abends 1/29 Uhr, in Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. 644b Carl Bruckhoff, Friedrichstraße 10, über: Sogenannte unheilbare Männerleiden. Eintritt frei. Nur für Herren. Keine Tellersammlung Warenhaus A.Wertheim. enu 19093 Versand- Abteilung Berlin W. Leipzigerstr. 132-135. ben elmoquein and tanning Montag, Dienstag, Mittwoch verkaufen wir folgende Artikel, SonidoA 19th indamading Hnd 8 md vill soweit der Vorrat reicht, zu aussergewöhnlich niedrigen Preisen: Japan. Waschseide] Surah gestreift und kariert, Mtr. 1.25 M. Liberty- Seiden bedruckt, Mtr. 1.55 M. dunkelblau- weiss bedruckt, Mtr. 1.45 u. 2.10 M. Bedruckte Elsasser Madapolames Bedruckte baumwoll. Brocatstoffe Bedruckte baumwoll. Organdys бии тупий Mtr. 25 30 P Pi. 45 PL 50 PL. Zur Hutgarnierung: Rosen 16. 28 Pl. Ein grosser Posten Mtr. 210 Mtr. dal fodbold shbasdanne at Rosentuff, 3- teilig, 38 Pf. 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Stadtrat Haad, Klosters Sociale Rechtspflege. burgische Berufsgenossenschaft beim Reichs- Versicherungsamt Rekurs straße 68, I; Nikolaus Bürger- Hospital, Vorf. Stadtrat Kochhann, BauhofRückwärtsrevidierung eines liberalen Grundsatzes des ein. Der verhandelnde Senat überwies die Sache den erweiterten straße 7. Ob ein Erfolg eintritt, ist bei dem Mangel an AltersversorgungsWiesbaden. Sie müssen bei der Lokalbehörde Beschwerde erheben. Reichs- Versicherungsamts. Der erweiterte Senat des Reichs- Senat und machte geltend, er sei im Gegensatz zu jener Anstalten allerdings zweifelhaft. Versicherungsamts, welcher in Aftion tritt, wenn ein Senat früheren Entscheidung des Reichs- Versicherungsamts der Mei K. 01. Wenden Sie sich an das Bureau der städtischen Baudeputation, von einer früheren Entscheidung des Rekursgerichts abweichen will, nung, daß es nicht als Betriebsunfall anzusehen sei, wenn eine auf hatte dieser Tage in einem Rechtsstreit gegen die brandenburgische der Betriebsstätte stehende Maschine lediglich aus Spielerei, wie Kaufhaus Neu- Kölln, am Märkischen Play, 2. Stockwerk. Der erweiterte Senat 5. S., Greifswalderstraße. Beides kann zugerechnet werden. landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft das letzte Wort. Der 16 jährige hier, in Bewegung gefegt werde. landwirtschaftliche Arbeiter Tappe sollte eines Tages von der Tenne unter dem Vorsiz des Präsidenten Gäbel fällte nach langer Be- Pant Sch. 1. Wenn für Ihr Geschäft zwecks Weiterveräußerung geliefert Futter für die Kühe holen. 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Die Berufsgenossenschaft lehnte jede Augenblick ausführen sollte und wollte, nichts zu thun hatte, erRentengewährung ab, weil T. die Maschine lediglich aus Spielerei scheint die Berufsgenossenschaft dem Senat nicht zur Entschädigung in Bewegung gesetzt habe. Das Schiedsgericht verurteilte verpflichtet. jedoch später die Berufsgenossenschaft zur Zahlung der Unfallrente, ein Urteil des Reichs- Versicherungsindem es sich auf ein Urteil war. Briefkasten der Redaktion. Stationen Barometer stand mm Hoffnung 266. Ja. R. H., Charlottenburg. Nein. Windrichtung Windstärke Wetter Swinembe 75323 2 woltent 754 WSW 5 bedeckt Hamburg Berlin 755 WNW 3 bedeckt Frantf./M. 75897 4 heiter München 7553 5 Regen Wien amts aus dem Jahre 1894 berief. 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Allmählich so schwach geworden, daß er nur noch aus Haut und Knochen bestand, unfähig, Nahrung aufzunehmen, von seinen Aerzten aufgegeben, ließ er sich durch Herrn Münsel behandeln, der ihn in sechs Wochen vollständig von diesem Leiden herstellte. Der Mann, dem mehrere seiner Aerzte, da sie Krebs annahmen, den Tod vorher gesagt hatten, war gerettet. Unterleibs Operation. Frau Schmidt, Berlin, Stall: schreiberstraße 26, hatte mehrere Monate ein schweres Kropf- und Unterleibsleiden; die medizinische Behandlung konnte ihr keine Hilfe bringen. Battentin sollte sich einer Operation unterziehen, welchem Vorhaben sie sich jedoch widersetzte. Durch mein Heil system in Verbindung mit meinen Loh Tanninbädern ist Frau Schmidt ohne Operation vollständig geheilt worden; sie erfreut sich jetzt der besten Gesundheit. Frau Kaufmann W. in B. litt an Knochenfraß im rechten Oberkiefer. Nachdemt bereits acht Zähne gezogen waren, wollten die Aerzte auch noch den erkrankten Teil des Kieferknochens durch Operation entfernen. Sie vertraute sich jedoch im letzten Moment der Behandlung des Herrn Münsel an, der sie in vier Wochen vollständig ohne Operation herstellte. Nierenleiden und Wassersucht. Herr Graffe, DampfWäschereibesitzer, Köpenick, Grünauerstraße 21, litt an Brightischer Nierenkrankheit, Wassersucht, und war von zwei der bedeutendsten Berliner Professoren als unheilbar bezeichnet worden. Herr Münsel hat ihn durch seine Loh Tanninbäder vollständig hergestellt. Ein Stückfall ist nicht wieder eingetreten. In dem Prospekt, der gratis und franco jedermann zur Verfügung steht, sind Beschreibung, Krankheitsberichte und eine Auslese der vielen Anerkennungs- und Dankatteste( mit genauen Abreffen zur Nachprüfung) enthalten. Es ist zwingende Pflicht für jeden, der in seinem und seiner Familie wahren Interesse Hellung sucht, die Zusendung dieses Prospekts zu fordern, um sich in eine Methode Einsicht zu verschaffen, die überraschende und wunderbare Erfolge erzielt hat. Der wesentliche Grund dieser Erfolge liegt in ber hervorragenden Sorgfalt in der Bereitung der Bäder und Be handlung der Patienten. Für den Erfolg bei Mustelrheuma u. Gelent rheuma, ohne ganz alteWertnöcherungen, kann gerade garantiert werden. Auch werden die Ingredienzien zu meinen Bädern mit Gebrauchsanweisung und Kurplan per Dutzend für 18 M. per Post versandt. Die Anstalt steht unter Aufsicht eines approbierten Arztes. Sprechstunde: Montag, Mittwoch, Freitag 61-72 Uhr abends. G. Münsel, Lohtannin- Badeanstalt, Berlin S., Wallstr. 70/71. [ 6396 Begründer des Lohtannin- Badewesens, Pension im Hause. Bäder für Kassen. Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik Möbel- u. Volfterwaren- Fabrik 11612*] D. 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Die lächer: lichen Pretiofen Samson und Aiba Dalila Das Lumpen Die versunkene gesindel. Nachm.: Rofenmontag Probekandidat Glocke Ueber unfre Berliner Theater. Straft II. Nachm.: DPf. v. Kirchfeld Ueber unsre Kraft I. Teil Ueber unsre Kraft II. Teil Agnes Sorma: Ueber unsre Kraft I. Teil schwester Fatiniza. Talmi Theater Eine von 650 Personen besuchte Bautischler- Versammlung Opernhaus Der Ring d. Nib. fand am 9. d. Mts. im Gewerkschaftshaus" statt. Fendel referierte über:" Die Mißstände in den Bautischlereien und deren Beseitigung." Der Referent sowie die Diskussionsredner fritisterten besonders das Verhalten einzelner Gehilfen, die den Arbeitgebern Bank und Werkzeug zur Verfügung stellen. Während der Bautischler Lohnbewegung im Herbst 1899 war beschlossen worden, nicht mehr mit eigener Bank und eigenem Werkzeug zu arbeiten. gelang auch, diesen Beschluß überall zur Durchführung zu bringen. Die sogenannten Frühlingsmeister, die in ber Regel wenig und unzureichendes Werkzeug, manchmal feine Werkstatt befizen, wurden von den Tischlern gemieden. Bei der jezt herrschenden schlechten Konjunktur erhalten aber auch diese Leute genügend Arbeitskräfte. Durch das häufige Umschauen derselben ermutigt, stellen einzelne Meister Gesellen nur unter der Bedingung ein, daß sie Bank und Werkzeug mitbringen. Es haben sich auch Tischler gefunden, die zu solchen Bedingungen in Arbeit getreten find. Aus diesem Grunde beschloß die Versammlung, der vor zwei Jahren gefaßte Beschluß solle auch weiter Gültigkeit haben. Denjenigen, die jetzt wieder mit eigener Bank und eigenem Werkzeug arbeiten, wird eine Frist dis zum 1. Juni gewährt. Mittlerweile werden in den einzelnen Bezirken Erhebungen veranstaltet, in welchem Maße die genannten Uebelstände vorhanden sind, und ob die in Frage Kommenden den Beschluß zur Durchführung bringen. Alle diejenigen, welche bis zum 1. Juni dem Beschluß feine Folge geleistet haben, sowie die betreffenden Werkstellen sollen dann bekannt gegeben werden. Gerügt wurde, daß viele Tischler um Arbeit anfragen, Damenschneider. ohne sich vorher zu erkundigen, ob noch Pläge frei sind, oder Gesellen wälder. verlangt werden. Achtung, z.Maifeier! Liebknecht- Büsten in fünftl. Leffing: Theater Theater des Westens Luisen: Theater Das Lumpen: Das Friedensfest Rosenmontag gesindel Mutter Sorge Mutter Sorge Die Zwillings: Mutter Sorge Fatiniza Nachm.: Der Troubadour Talmi Nachm.: Waise von Lowood 8ar und Zimmermann Der Verschwender Fatiniza Rean Ueber unsre Kraft II. Teil Agnes Sorma: Cyprienne Elpenor. Rob. Guiscard Satyros Agnes Sorma: Die Zwillings schwester Das Lumpen: gesindel Ueber unfre Kraft I. Teil Flachsmann als Erzieher Hoffmanns Erzählungen Das Glöckchen des Eremiten Der Troubadour Der Verschwender Talmi Rean D. Herr Senator Nachm.: Jungfrau von Orleans Rosenmontag Nachm.: Hedda Gabler Ueber unfre Straft II. 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