Mr. 88. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pra Monat. Eingetragen in der Poft Beitungs Breisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. M Erscheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblaff. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Rotonete geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Pädagogische Stallfütterung. -Dienstag, den 16. April 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. werden: Wenn mich nicht alles trügt, so ist der frühe Gebrauch ins Schlepptau nehmen lassen, aber es ist doch wirklich blödsinnig, der Katechismen in den Schulen, welcher den Verstand der eine verurteilenswerte Handlung deswegen zu einer focialdemoPolitische Nebersicht. " Höfische Feste. Berlin, den 15. April. Wir wiesen schon darauf hin, daß sich auch die Kreishauptmannschaft Leipzig auf die Seite des Kassenvorstandes stellt. Dazu liegt wieder eine Meldung vor. Die ärztlichen Bezirksvereine beabsichtigten, diejenigen Aerzte, die von auswärts der Kasse zu Hilfe kommen, vor ein Ehrengericht zu stellen. Die Kreishauptmannschaft als Aufsichtsbehörde der ärztlichen Be zirksvereine hat dieses Ehrengericht für unzulässig erklärt. Um die„ Schulreform" tobt ein bißiges Streiten und es find Rinder verwirrt, der schädliche Ideen veranlaßt, im Austratischen stempeln zu wollen, weil sich einige Socialdemokraten Um die„ Schulreform" tobt ein bißiges Streiten und es find wendiglernen nicht verstandener Worte bestehe daran beteiligen. Das ist gerade so dumm, als venn gewiß höchst wichtige Fragen, die da unter den Humaniſten und die Religion, und welcher ihnen daher in der Folge das wir es als tapitalistische Pragis bezeichnen wollten, Realisten ausgefochten werden. Und doch bedeutet dieser Streit um Religiöse verdächtig und zum Ekel macht, eben die Quelle der daß die Leipziger Ortskaffe unter Mitwirkung von kapitadie höhere Schule eine Nichtigkeit gegenüber der brennenden und so weit herrschenden Immoralität." listischen Unternehmern den Kassenärzten seiner Zeit durch Vergrößten Kulturfrage, der Boltsschule. Um die Reform der Darin, daß durch die Magdeburger Verfügung die Quelle der trag ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht an ihren Anstellungshöheren Schulbildung müht sich die Oeffentlichkeit, während die so weit herrschenden Immoralität" aufs neue gespeist wird, anstatt und sonstigen Verhältnissen bewilligt hat. Eine Handlung ist eben Schule des Volkes immer mehr den Mächten der Reaktion zu daß man sie versiegen läßt, liegt das Kennzeichnende des vor- nicht danach zu beurteilen, von wem sie ausgeübt wird, sondern findet verfallen droht. Dieser Tage wurde eine Verfügung der Magdeburger Provinzial- liegenden Falls. Immerhin ist uns dies offene Studtsche Farbe ihren Maßstab in sich selbst. Eine auständige Handlung wird nicht zu Dieser Tage wurde eine Verfügung der Magdeburger Provinzial- bekennen lieber wie die charakterlose Bossesche Windfahnenpolitit. einer unanständigen, weil sie gelegentlich auch einmal von unanständigen regierung vom Januar d. J. bekannt, die anordnet, daß von jedem man weiß, woran man ist. Und das ist in den heutigen Leuten begangen wird und eine unanständige Handlung wird nicht Boltsschüler der Provinz Sachsen 291 Bibelverse und 20 Kirchen Zeitläuften, wo der Kloz, auf dem das reaktionäre Holz gehackt dadurch zu einer anständigen, weil sich ihrer einmal sonst anständige lieder mit 135 Strophen auswendig zu lernen sind. Zunächst werden soll, denn doch nicht mehr derselbe ist wie vor fünfzig Jahren, Menschen schuldig machen. ildidation, an darf man eine solche Verfügung freilich nicht überschäßen. Sie ist immerhin etwas wert. feineswegs insofern besonders auffällig, als ob sie etwa etwas vollständig Neues, bisher nicht Dagewesenes vorschreibt. Die so biel fach überschäßten Allgemeinen Bestimmungen" Falts segten feines wegs die Raumer- Stiehlschen Regulative überall außer Kraft, sondern fie milderten fie höchstens hier und da, so im Steligionsunterricht, wo fie aus sechs wöchentlichen Unterrichtsstunden vier machten und das Maß des religiösen Memorierstoffs um ein kleines verminderten. Jüngst empfing in Toulon Präsident Loubet den Oheim des Die Regulative hatten 30 Kirchenlieder allerdings wenigstens"-tönigs von Italien nebst Abgesandten Rußlands und die Presse Zur Kennzeichnung der Behauptung von der" socialdemokratischen vorgeschrieben, die Allgemeinen Bestimmungen" verlangten immer verkündete die Begegnung den Völkern der beteiligten Staaten als Bragis" feien noch einige der Herren Unternehmervertreter in der noch 20, genau wie die Magdeburger Regierung. historisches Geschehnis. Jetzt wartet Wien mit ähnlicher Festlichkeit seassenverwaltung genannt, die eifrig mit am Werke sind. Aber dennoch beansprucht der Erlaß der Magdeburger Regierung auf, die bürgerlichen Blätter Oestreichs und Deutschlands find gefüllt Da ist außer den beiden Vorsitzenden Kommerzientat hervorragende Beachtung Beachtung aller Schulfreunde: er hat eine durch umfangreiche Schilderungen und überschwängliche Verherrlichungen Schwabe und Apotheker Steinmetz der Kaufmann symptomatische Bedeutung; er zeigt an, wohin der des Empfangs des deutschen Kronprinzen durch den Kaiser Bär, Inhaber der Leipziger Anschlagfäulen und früherer Borsigender Kurs im neupreußischen Schulwesen gerichtet Franz Josef. Die Augen der ganzen Welt sind in des Tarifamts der Buchdrucker. Der Baumeister Rost, i ft. Burüd auf die Regulative!", so lautet die Parole, diesen Tagen auf die öftreichische Reichshaupt nationalliberaler Stadtverordneter. Der Buchdruckerei zurück auf jene Bestimmungen, die nach Stahls charakte stabt gerichtet..." auf diesen Ton eines Berliner Blatts besiger Julius Mäser, Herausgeber der konservativen ristischer Jnterpretation wollen, daß gegebene Wahr sind die Betrachtungen fast aller Zeitungen gestimmt. Und thatfäche Grenzboten und und Vorsitzender des Leipziger Innungsheiten, gegebene Pflichten, gegebene Bustände begriffen lich der Besuch des deutschen Kronprinzen in Wien am letzten ausschusses. Direttor Brüd von der Leipziger Gummiwerden." Wohl namute Die sterweg dies in seiner temperament- Sonntag ward zu einer Festlichkeit, wie sie prunkvoller nicht gedacht waren Fabrit. Fabrikbesiger D. Magnus, Vorstandsbellen Derbheit" unsinnige, despotische, geistvernichtende Be- werden kann. So wollen Fürsten und Fürstendiener in Republiken mitglied des Verbands der Metallindustriellen, und Andre. hauptungen", und der wadere Gymnasialprofessor Stapp fand die und in Monarchien eifrig sorgen, das Sinken der Autorität, das der noch knappere und gröbere Formel: pädagogische Stall- deutsche Kaiser fürzlich beklagte, möglichst zu hindern. fütterung". Das hat aber damals die Raumer, Stiehl, Beth- Und gewiß, es giebt in allen Staaten schau- und festlustige mann, Mühler nicht gehindert, und wird heutzutage Studt und Massen, die im Glanz höfischer Feste, glänzenden Flottenrevuen und Die von der Scharfmacherpresse seit Monaten gegen unsern Gehilfen nicht hindern, zur bewährten, bequemen und gefahrlofen Fürstenbegegnungen das Werden der Geschichte zu sehen vermeinen. Fabritinspettor Regierungsrat Wörishoffer und seine Mitarbeiter Methode der Stallfütterung überzugehen, anstatt durch die Schule Einsichtsvollere lassen so leicht sich nicht zu neuem Glauben in Scene gefeßte eße ist allem Anschein noch nicht ohne den gein den Kindern alle geistigen und körperlichen Sträfte so zu ent- an alle Autoritäten wiedergewinnen. Einsichtsvollere wiffen auch, daß wünschten Erfolg geblieben. Hatten schon beim Stampf gegen die wickeln, daß sie selbst ihre Nahrung zu suchen im stande sind. die üblichen Beteuerungen besonderer Berehrung und Freund- Buchthausvorlage die von Wörishoffer in seinen jährlichen InspektionsWas soll auch die Volsschule von einem Ministerium Stubt schaft, wie sie in Wien zwischen dem alten Kaiser von Destreich und fulturelle Bedeutung der Arbeiterorganisationen diesen als wertvolle berichten niedergelegten Anschauungen über den Wert und die erwarten? Claus niger, in feiner Geschichte des preußischen dem jungen Kronprinzen gewechselt wurden, eine geschichtliche Be- Waffe gedient, so ist es neuerdings der von unsern GewerbeUnterrichtsgesetzes, führt zur Charakteristik Eichhorns, des Reaktions- deutung erst dadurch haben könnten, daß die Völker in ihrem Aufsichtsbeamten in Sprechstunden und Bersammlungen mit der Kultusministers der 40 er Jahre, einige günstige Urteile von Zeit- Empfinden und Wollen zusammenströmen. Arbeiterschaft gepflogene direkte Verkehr, der der industriell genossen an, um dann fortzufahren:" So lobenswert alle diese Doch glanzvollste Fürstenbesuche und schönste Bündnisreden tapitalistischen Scharfmacherllique Entsetzen einjagt. Erst neulich Tugenden sein mögen, so vermissen wir zunächst die eine, tönnen nicht darüber täuschen, daß in diesen Zeitläuften jegliche ge- wieder haben sich die Kruppschen Berliner Neuesten Nachwelche für Eichhorn an diesem Orte am notwendigsten war: meinsame Kulturentwicklung der Völker, auch der scheinbar durch richten" zum Sprachrohr der geängstigten Fabrikmagnaten Kenntnis des Schulwesens." Es soll auch heutzutage Freundschaft und Waffenbrüderschaft verbündetem, durch Militarismus gemacht und die badische Regierung gegen Herrn Wörishoffer und einige hartgefottene Kritiker geben, die am Kultusminister Stubt und Weltmarktkonkurrenz gehindert und verwüstendem Nationalitäten- feine Mitarbeiter scharf au machen versucht. dieselbe Tugend vermissen. Diese boshaften Nörgler wollen durch hader geopfert wird. aus nicht begreifen, daß man als Gerichtsassessor, als Landrat des Kreises Obornik, als Hilfsarbeiter, später Geheimer Regierungsrat Der Aerzteftreik in Leipzig. und vortragender Rat im Ministerium des Junern, als Regierungs- Die Aerzte hatten sich an die Kaffenmitglieder gewendet, indem präsident in Königsberg, als Unterstaatssekretär in Elsaß- Lothringen fie ihnen einen Protest gegen die geplante Abschaffung der freien endlich als Oberpräsident in Westfalen überall bor Arztwahl zur Unterschrift vorlegten. Von den Arbeitern und Anzügliche Gelegenheit hat, sich mit der schwierigen Materie des gestellten einer Fabrik in der Ostvorstadt ist jetzt, wie die„ Berliner Unterrichtswesens auf δαξ beſte belamit ชน machen; Neuesten Nachrichten" melden, ein solches Protestschreiben unterzeichnet sie wollen auch nicht einsehen, daß es für die Sachkunde des und dem Nat der Stadt Leipzig als Aufsichtsbehörde zugesandt Unterrichts" ministers gar nichts bedeutet, wenn der betreffende Herr worden. Das Schreiben lautet: anfänglich als Polizeiminister in Aussicht ges nommen war und erst im legten Augenblick auf den vakanten Sessel des Kultusministers gesetzt wurde. Es ist nicht allzu auffällig, daß unter einem Kultusmister von Zufallsgnaden, in dem sich Reaktion mit Unkenntnis lieblich paart, unsre Volksschule verderblichen Verfügungen wie diejenige der Magdeburger Provinzialregierung ausgeliefert wird. und Ueber die Zwecklosigkeit und Sinnlosigkeit des religiösen Memorierstoffs braucht man vor denkenden Menschen, auch vor religiös empfindenden, kaum noch ein Wort zu sagen. Es genüge, Fabrikinspektoren- Berichte. Aus Baden wird uns geschrieben: " Das Blatt ist entrüstet darüber, daß die Fabril- Inspektoren sich ihr Urteil nicht aus eigner Anschauung" bilden, sondern vorzugs weise" auf Grund dessen, was ihnen von Arbeitern in amtlichen Sprechstunden zugetragen werde. Die Beamten erscheinen ihm so als die Anwalte der Arbeiter, die diese durch ihre Thätigkeit zu allerlei Angebereien reizen. Der Fabrikinspektor erscheine in der Rolle des Staatsanwalts und der Arbeitgeber fiße auf der Anklagebant. Unter solchen Umständen sei zu befürchten, daß das Institut der Fabrikinspektion, das eine Stütze des socialen Friedens werden sollte, thatfächlich zur Schürung des socialen Kriegs führe. Die eigenartigen Ansichten des Herrn Wörishoffer von den„ Neutralitätspflichten eines staatlichen Gewerbeaufsichtsbeamten" sollten über furz oder lang der " In Angelegenheit des zur Zeit obwaltenden Streits Ortsbadischen Regierung doch einmal die Erwägung nahe legen, Krantentaffe fontra Aerzte protestieren wir hiermit dagegen, daß ob nicht die Instruktion der Fabritiuspettoren einer die freie Aerztewahl abgeschafft und sogenannte Diftrittsärzte an- Revision zu unterziehen sei. gestellt werden sollen. Wir wollen in der Wahl des Arztes nicht Wie eingangs bereits angedeutet, liegt die Befürchtung nahe, von dem Gutdünken des Kassenvorstandes abhängen und pro- es möchte dies bereits geschehen sein. Das Großherzogtum Baden testieren daher energisch gegen diese Aenderung, durch die wir in gesundheitlicher Beziehung ganz entschieden unser Intereffe und das unsrer Familie beeinträchtigt sehen." ist, wie bekannt, im herflossenen Jahre durch einen Ministerwechsel beglückt worden, der besonders auf dem hier in Frage tommenden Gebiet der Socialpolitit eine merkliche Schwenkung Die bürgerliche Presse wird nicht müde, die Vorgänge in Leipzig nach rechts bedeutete. Hat also die Vermutung eines zwischen gegen die Socialdemokratie auszuschlachten und sie läßt sich dabei Regierungsrat Wörishoffer und dem neuen Ministerpräsidenten den fachkundigsten und grimmigsten Gegner der Regulativpädagogit durch feinerlei Rüdsichten auf Thatsachen beirren. So schrieb die ftandenen Konflikts viel Wahrscheinlichkeit für sich, so ist andrerseits indem ich Kreuz- Zeitung" wieder: boch eher anzunehmen, daß in Berlin die Klippe zu suchen ist, an der das für das gesamte Gewerbe- Aufsichtswesen mit Recht vorbildlich gewordene Streben des badischen Fabrikinspektors Wöris hoffer zum Scheitern tam. A " Der Ausstand der Kassenärzte in Leipzig, der hier übrigens nur furz gestreift werden kann, gehört zu den merkwürdigsten socialpolitischen Erscheinungen der Gegenwart, und ist, wenn nicht alles trügt, bestimmt, mit der Zeit einen bemerkenswerten Umschwung Als vor einigen Monaten bekannt wurde, daß die Jahresberichte in der optimistischen Beurteilung hervorzurufen, welche die theo des badischen Geiverbe Aufsichtsbeamten fünftighin nicht mehr als retische und praktische Haltung der Socialdemokratie auf selbständige Veröffentlichungen in Karlsruhe gedruckt und herausdiesem Gebiet in weiten bürgerlichen Streifen bis jetzt noch findet. gegeben, sondern im Reichsamt des Innern mit den Be Eine der Hauptaufgaben der Revision( des richten der übrigen einzelstaatlichen Fabritinspektoren zusammen zu Krantenversicherungs- Gesezes) muß sein, den Genossen" die einer Sammelausgabe bereinigt werden sollten, wurden fo Flügel gehörig zu beschneiden. Der Mißbrauch, fort lebhafte Befürchtungen in den Kreisen derjenigen laut, die die Sen sie mit der Selbstverwaltung auf dem Gebiet Thätigkeit des Herrn Wörishoffer würdigen und schäßen gelernt hatten. des Krankenkassenwesens treiben, ist in der That geradezu un Daran vermochte auch die offiziöse Erklärung nichts zu ändern, der heimlich." badische Bericht werde neben der erwähnten Sammelausgabe jeweils auch in einem besonderen Abbrud erscheinen. Seitdem ist nun bald ein Vierteljahr verstrichen, ohne daß der angekündigte Bericht ere schien, der in früheren Jahren regelmäßig als erster im Reiche bes reits anfangs Februar herausgekommen war. hierüber kurz zu Worte kommen zu lassen. Diesterweg führte in einer seiner wuchtigen Reden im preußischen Abgeordnetenhause in dieser Beziehung aus: Wenn Sie nun, meine Herren, ich manches übergehe, den gesamten Memorier stoff zusammenfassen wollen, so wissen Sie, tas die Kinder auswendig lernen sollen: es ist eine Masse oder vielmehr eine Unmasse, es ist der massenhafteste Stoff. Werden die Kinder das leisten? Heißt das die Kinder zum Denken anleiten, den schwachen Geist der Kinder zur Dentfähigkeit heranreifen lassen, die Kinder, die oft nicht im stande sind, auch nur einen Teil diefes Stoffes festzuhalten und zu bewältigen? Sie sollen ihn aber festhalten und er soll ihnen so eingeübt werden, daß fie ihn ihr lebenlang nicht wieder vergessen. Das ist aber un- Es fümmert die Kreuz Beitung" und Verwandte wenig, daß möglich, meine Herren, ein Kind kann das nicht leisten ohne die gesamte socialdemokratische Presse das Vorgehen des Kaffen Schaden an Kopf und Herz, es steht furchtbare Qualen dabei vorstands entschieden verurteilt; es fümmert sie wenig, daß die aus, Qualen, die selbst kaum ein Wieland würde beschreiben können. Afteure in Leipzig gut tapitalistisch gesinnte Unternehmer und die Ich habe wenig Gelegenheit gehabt, im Laufe dieser Session mit Arbeitervertreter nur Mitläufer sind: die Socialdemokratie wird zuarbeiten; aber, meine Herren, wenn ich den Herrn Minister über- gehängt. Unter diesen Umständen erscheint der Verdacht gewiß begründet, man beabsichtige im Reichsamt des Innern die äußerlich- formale zeugen könnte von der Größe und härte dieser Qualen, Wir sind weit entfernt davon, die Arbeitervertreter in der Einheitlichkeit der in einer Sammelausgabe zu vereinigenden Fabritinspektionsberichte als Handhabe zu benußen, um diese welche die Kinder dabei ausstehen, und von den Millionen Kaffenverwaltung entschuldigen oder ihre Schuld auch nur im auch nach Inhalt und Tendenz möglichst tonform zu Thränen, die von unsren drei Millionen Volksschulkindern täglich geringsten abschwächen zu wollen, weil sie nicht die Führer gestalten. Daß dabei der Wörishoffersche Bericht nichts weniger geweint werden, dann würde ich mein Honorar mit Ehren verdient zu haben in dem Kampfe gegen ihre eignen Grundsäße find, sondern als glimpflich davontäme, liegt auf der Hand, denn nach meinen." Und auch v. Rochow verdient hier wieder gehört zu fich nur bon den Herren Unternehmervertretern ruhig den Erfahrungen, die man im Reiche auf andren Gebieten gemacht " treffend, dagegen darf man bezweifeln, daß durch die Untersuchung der Bundesamvaltschaft nach dieser Nichtung Aufklärung geschaffen wird. Diese müßte, vielmehr von nichtamtlicher Seite geboten werden, was sehr zu wünschen wäre. hat, erscheint die Annahme gewiß berechtigt, es werde durch reichlich 2/3 aus Industrie, Handel und Verkehr ihren Lebensunterhalt| für die Willfährigkeit, die leider schon längst die schweizerischen Be jene Neuerung nicht etwa die unter dem hemmenden Einfluß der gewinnt und die landwirtschaftliche Bevölkerung faum 1/3 beträgt, figen hörden zu Polizeidienern des internationalen Despotismus fabrikfeudalen Scharfmacherklique stehende preußische Gewerbe- doch in dem durch ein Bierklassenwahlsystem zu wählenden degradiert hat, erklärt, unter anderm weiter aus:„ Gewiß mögen Inspektion zur Höhe des Wörishofferichen Standpunktes empor- Landtag 18 Vertreter des platten Landes und nur 12 Vertreter der einige redliche Higföpfe, weil sie mit den thatsächlichen Verhältnissen gehoben, wohl aber die vom Geist des Fortschritts und der socialen Städte. Bei der letzten Wahl vor drei Jahren tamen auf 361 Höchst in feiner Weise vertraut waren, an den Manifestationen teilgenommen Gerechtigkeit bestimmte Thätigkeit des badischen Be- besteuerte 9, auf 1457 Wähler der 1. Abteilung 7, auf 4061 Wähler amten auf das Niveau der preußisch- offiziellen der II. Abteilung 7, auf 22 262 Wähler der III. Abteilung auch haben, und diese werden es auch am härtesten büßen müſſen. VielRückständigkeit herabgedrückt werden. Und das wäre nur 7 Abgeordnete. Die Socialdemokratie hatte im letzten Landtag leicht machten auch einige Leute lediglich aus Freude am Radau für das gesamte staatliche Gewerbe- Aufsichtswesen von unberechen- 5 Vertreter, sie ist allenthulben kräftig in die Agitation eingetreten und und Standal mit; solche Elemente tommen ja überall vor. barem Schaden. hoft es auf 7 Mandate zu bringen. Ihre Hauptgegner sind der Bund Aber der Plan zu den Manifestationen kann nur dem Hirn eines Die Deffentlichkeit hat deshalb ein hohes Interesse daran, als der Brotverteuerer und der Reichsverein, dieser geleitet von einigen Verrückten oder eines Lodspigets entsprungen sein. bald zu erfahren, was in dieser Angelegenheit in Karlsruhe und strebsamen Rechtsanwälten. Auf den Dörfern sucht man der ge- Letzteres ist das wahrscheinlichste. Denn wo italienische Flüchtlinge Berlin hinter den Coulissen vorgegangen ist. haßten und gefürchteten Socialdemokratie die Säle abzutreiben. Als oder russische Studenten in größerer Anzahl bei einander sind, wie ein recht bezeichnendes Faktum wollen wir noch melden, daß im Eine oberfanle Gründung scheint der deutsche Flotten- legten Altenburger Landtag unsre fünf Genossen 600 Stimmen in Genf, da pflegen sich auch die Lodipigel einzunisten verein zu sein, trop der Reklame mit seiner riesigen Mitglieder mehr auf sich vereinigt hatten als alle andren 25 Abge- und ihrem erbärmlichen Gewerbe obzuliegen. Die neuesten Genfer zahl. Auf der nächsten Generalversammlung des Gesamtvorstands ordneten zusammengenommen. Trotz alledem meinte der Manifestationen tragen alle Merkmale der Lockspikelarbeit. Wir am 21. April will man anscheinend mit der Leitung gründlich Altenburger Hans Loge ven Wurm- er heißt dort von Helldorf, stellen deshalb die Frage: wer ist oder wer sind die abrechnen. unsre Vertreter hätten nicht die Majorität des Altenburger Bolts 2odipigel? Diese Auffassung der Affaire ist jedenfalls zu Nach der Rhein. Weftf. 8tg." wird man sich u. a. mit der ver- hinter sich. inglückten Nachrichten expedition des Flottenvereins nach China befassen, welche Unsummen verschlungen hat und fast gänzlich Zur wirtschaftlichen Lage. unfruchtbor geblieben ist; anschließend daran wünscht man in weiten Es wird uns geschrieben. Kreisen des Flottenvereins eine Nachprüfung des laufenden Voranschlags; thatfächlich arbeitet der Verein mit Ber- Nachdem wir vor einigen Tagen bereits die ungünstigen Erscheinungen die Auslieferung Jaffeis an die italienische Polizei an der Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich jezt förmlich zusehends. Jm Luzerner Demokrat" berichtet ein Genoffe in Chiasso über I ust, welcher nur durch außerordentliche Zuwendungen zusammengestellt haben, ist jest wiederum eine Verschlechterung ein schweizerisch- italienischen Grenze. Gebunden wie eine Salamiwurst bis jezt aufgehoben ist. Die Berliner und Süddeutschen verLangten hauptsächlich Trennung des Kanzlerpostens von der getreten, die zumal den Montanmarkt schwer erschüttert hat.( ein allerdings abscheulicher Vergleich) und unter scharfer Bewachung Redaktion der Zeitschrift le berall", welche Privateigentum der Gegenüber der Vorwoche stehen die Eisenwerte bereits wieder wurde der kräftige, erst 22jährige, im ganzen teinen üblen Eindruck Firma Bong ist und welche mit dem Kanzler einen Privatvertrag 33/4 bis 61/2 Prozent, Kohlenwerte 5 bis 13 Prozent niedriger. machende Bursche der italienischen Polizei übergeben, aus deren abgeschlossen hatte. Einziges wirkliches Organ des Vereins ist die Im Laufe dieser Woche werden sie zweifellos noch mehr finten, Krallen sehr wahrscheinlich, trotz seines jugendlichen Alters, Jaffei lotte". Sie verschlingt aber bei dem geringen Satz der Mit so daß das zweite Quartal 1901 fich für die Kapitalisten noch weit nicht mehr lebendig entrinnen wird, weil die ihm zur gliederbeiträge so große Teile der Vereinseinnahmen, daß eine Aus- ungünstiger anfäßt, als das erste. fprache über die Finanzlage des Vereins notwendig erscheint. Man sieht, was die Herren Wasserpatrioten aus" eigner Kraft" schlimmsten Nachrichten. In den Ruhrhäfen haben sich, wie gestraft werden." Die schweizerische Polizei hat also den Ausgelieferten Vom Eisen- und Kohlenmarkt kommen jetzt die Königsmords mit lebenslänglicher Buchthausstrafe be Laft gelegten Bergehen der Beihilfe und der Verherrlichung des zu leisten vermögen! Eine seltsame Ministerkrankheit. Wie der Schwäbische gesammelt, daß die niederrheinischen Kohlenfirmen und Reeder die harrende Schicksal mögen die 10 Bundesrichter im Gefühle hoher meldet wird, bereits so große unverkäufliche Kohlenbestände an unnötigerweise unmenschlich behandelt und im Hinblick auf das ihm Merkur" erfährt, wurde der württembergische Ministerpräsident Kohlen gegen Selbstentzündung versichern laffen. Die" Breslauer Befriedigung über ihre That schwelgen. Schott v. Schottenstein auf sein Ansuchen in Berüd. fichtigung feines Gesundheitszustands, unter An- 3eitung" bestätigt die bereits von uns gemeldete Thatsache, daß alle Befriedigung über ihre That schwelgen. erkennung seiner langjährigen, treuen Dienste, von seinem Amt Gruben Oberschlesiens große Bestände auf die Halden stürzen lassen, einer Weise, die fast noch die Hezvirtuosität der deutschen ScharfInzwischen het die radikale oder gouvernementale Presse in enthoben und in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs unter Be- weil das Geschäft eine starke Verflauung erlitten hat; für die nächste macherpreffe übertrifft, gegen die Socialdemokratie, insbesondere lassung á la suite des Grenadier- Regiment Königin Olga Nr. 119 Beit ist schon die Einlegung zahlreicher Feierschichten zu erwarten. gegen den Genossen Sigg, Arbeitersekretär in Genf, weil er in der mit Benfion zur Disposition gestellt. Im westfälischen Industriebezirk ist die Stimmung der Interessenten sehr gedrückt. Die Coaksproduktion muu mangels der italienischen Reaktion geleisteten neuesten Handlangerdienst scharf Protestversammlung als Rebner auftrat und den von der Schweiz Absages weiter eingeschränkt werden, weshalb auch die Vor- verurteilte. Diese gewissenlosen radikalen Segapostel und Scharfräte in Coatstohlen wachsen. Wieder haben beträchtliche " Die materialiſtiſchen Sypothesen der modernen Naturwissen Arbeiter entlassungen auf den Zechen und Eisenwerken macher haben alles Zeug und auch allen Willen dazu, die Totenſchaft werden hier in volkstümlicher Form als bare Münze ver- stattgefunden. Der Geschäftsbericht des Rheinisch- Westfälischen gräber der schweizerischen Demokratie zu werden. trieben, die Bibelkritit vom Schlage der Renan und Domela Coatssynditate giebt bereits zu, ale bare minge era Der sich berall ein überwiegendes 23 Nieuwenhuis ist der Kern der theologischen Kenntnisse, die da Angebot über die Nachfrage zeigt, und der Grobblech- Verband sieht dem Volke vermittelt werden. Daß die Naturalisten der Litteratur einen hervorragenden Platz in diesen Bibliotheken einnehmen. ist schlüsse nur noch von Fall zu Fall gewähre, was verhindern soll, einen hervorragenden Platz in diesen Bibliotheken einnehmen. ist sich zu der Erklärung genötigt, daß er Erleichterungen auf alte Abselbstverständlich." Also heraus mit dem Unrat! Und herein mit Heiligen und daß die Firmen abfichtlich die abgeschlossenen Mengen nicht abHegengeschichten und der Morallehre Liguoris! nehmen, in der Hoffnung auf weitere Breisnachlässe. Natürlich ändert die Erklärung nicht das mindeste an der faulen Marktlage, unter der auch Krupps großes Essener Werk bereits leiden soll, auf welchem große Kündigungen von Arbeitern stattgefunden haben follen. " Eine ,, Reinigung" der Volksbibliotheken regt die katholische Germania" an. Was da an populärer Wissenschaft geboten werde, fei stellenweise haarsträubend. 2. Batterie." = " Aachener Der Führer der Bülowschen Diagonal- Agrarier, Graf Lindowström, der Scharfmacher Oberster in Ostelbien, ist an Benenverfaltung gefährlich erkrantt. faum etwas zu merken sein. der Erceß vor dem russischen Konjulat auf die Anstiftung von Wie recht unser Mitarbeiter mit seiner Vermutung hatte, daß Bolts Zeitung" von einem schweizerischen Parlamentarier zugeht. Spigeln zurückzuführen sei, beweist eine Meldung, die der Derselbe schreibt unter der Stichmarke: Das entlarvte Lockspiteltum: Dänemark. Had Hunnen Dementierbriefe. Der katholische Was ich in meinem letzten Briefe schon durchblicken ließ, hat Bollsfreund" hatte seiner Zeit einen Hunnenbrief veröffentlicht sich heute bereits als richtig erwiesen: Die CharfreitagsVon den Eltern des Kriegers wurde dem oben genannten Blatt jetzt cesse in Genf sind das Wert schamlofer Lodfolgendes Schreiben des Helden übermittelt: spizel. Der Bundesrat ließ am Freitag Staatsrat Didier, VorDa ich den Brief, den ich von Peitang geschrieben hatte, wo ich den Chinesen, welche bei uns das Waffer brachten und dasselbe Ankündigungen von 3 wangsversteigerungen von Roh- und auseinander setzen zu lassen. Hierbei wurde festgestellt, daß die Man kann jegt täglich in den in Betracht kommenden Blättern steher des Justiz- und Polizeidepartements in Genf, nach Bern kommen, um sich die telegraphisch übermittelten Enthüllungen mündlich weiter nicht trinken wollten, sollte ich totgeschossen haben, was nicht halbstoffen lesen, welche beweisen, daß die Fertigeisenwerke nicht im Mehrzahl der verhafteten Tumultuanten nachweislich agents wahr ist, so möge ich bitten, dasselbe am„ Boltsfreund" zu melden, stande sind, die Abnahme der abgeschlossenen Materialmenge zu provocateurs find. Diese( 9 Personen) werden wohl schon daß dies der Fall nicht gewesen ist, denn ich habe den Brief aus erfüllen. Die dadurch bewirkte unerwartete Anhäufung von Lagern in der Bundesratsfigung am nächsten Dienstag ausgewiesen Bergnügen( 1) so geschrieben. Weiter nichts Neues, sonst noch ge bei den Verkäufern hat nun die letzte Position der Börse, die werden. fund und munter, hoffentlich Ihr auch noch. Es grüßt Euch alle Spekulation in Kohlenwerten, erschüttert. Es giebt num thatsächlich herzlich Euer Sohn Theodor." Leider konnte der Hauptschuldige, welcher den Umzug Dem Brief an die Eltern lag noch folgendes Dokument, ver- tein Halten mehr und wenn nicht etwa der baldige Abschluß der formiert und durch die Straßen dirigierte, noch nicht ermittelt sehen mit dem Stempel:" Ostasiatisches Expeditionscorps, 2. Batterie, chinesischen oder der südafrikanischen Kriegswirren eine Befestigung militärischem Schneid; die Polizei hatte ihn umzingelt, ihn werden. Es war ein Mann von hoher Statur und schwere Feldhaubigen" bei: des Vertrauens in den Börsenkreisen bringt. gehen wir im Wirtschafts- dann aber wieder, ohne sich um seinen Namen und seine Wohnung Bitte Sie gütigst, den von Ihrem Sohne falsch verleben dieses Jahrs schlimmen Ereignissen entgegen. öffentlichten Brief im Aachener Volksfreund" mit Namenszu bekümmern, laufen laffen. Damit ist der Polizei ein sehr Zu alledem tritt nun noch die Angst vor Amerika. Dort wichtiger Fang entschlüpft. Hoffentlich gelingt es, den treibenden unterschrift versehen zurücknehmen zu wollen, da Ihr Sohn hat der eben gegründete Stahltrust, um eine leberschwemmung des Elementen auf die Spur zu kommen und alle andren Lockspiel, sonst bestraft wird. Auf Befehl: O. Heeger, Feldwebel der amerikanischen Markts mit der deutschen Eisen- leberproduktion im welche ihre Hand im Spiele hatten, zu entlarven. voraus unmöglich zu machen, den Preis für Manganeisen derart herabgefegt, daß thatsächlich an eine deutsche Einfuhr nicht mehr zu denten ist. Dabei ist die New Yorker Börse infolge einer riesenhaft nunmehr endgültig gewordene Wahl des Abgeordneten für KallundDie Zahl der Radikal- Liberalen im Foltething ist durch die Inside angeschwollenen Ueberproduktion jetzt in eine nervöse Erregung ge- borg, Krabbe, auf 74 vermehrt worden. Krabbe wurde vorgeworfen, Einen idiotischen Ausfall gegen die Arbeiterschaft, die sich raten, die das schlimmste befürchten läßt. Die Südwärtsbewegung daß er sich in Bezug auf die nordschleswigsche Frage in unt zur bevorstehenden Feier des ersten Mai rüstet, leistet sich die der Kurse, die bereits anfangs voriger Woche einsetzte, ist zwar durch patriotischer Weise benommen habe, und die Nationalisten ver Rhein. Weftf. 8tg.", indem sie an hervorragender Stelle folgende die großen amerikanischen Finanziers für den Augenblid aufgehalten anstalteten eine große Agitation gegen seine Kandidatur, an der sich beispielloſe Albernheit preisgiebt: " Nicht nur in Berlin, sondern, wie jest wohl schon feststeht, worden, ob sie dies weiterhin vermögen, muß erst die Zukunft leider auch Georg Brandes beteiligte, Das führte dazu, daß bei in allen großen Industrie städten wird diesmal lehren. der Wahl, in Ermangelung eines Gegenkandidaten, 1261 Neinvon einer Maifeier durch Ruhenlassen der Arbeit wohl Unter der allgemeinen Sorge über die Gestaltung der Dinge Stimmen und 1239 Ja- Stimmen abgegeben wurden. Da mun jedoch in Im preußischen Ministerium Hatte selbst die neue Reichsanleihe zu leiden. Die Stüde der vorschriftsmäßigen Wartefrist kein Gegenkandidat aufgestellt worden ist, gilt Krabbe als gewählt. Hes Innern steht man nach wie vor auf dem Standpunkt, find so zahlreich an der Börse zum Verkauf ausgeboten worden, daß worden ist, gilt Krabbe als gewählt. Arbeiterumzüge am 1. Mai nicht zu gestatten, jeder jah, das glänzende Resultat der Emission steht nur auf dem IndicatoSchweden. im übrigen mögen die" Genossen" thun und lassen, was fie Bapier. Die Banthäuser behalten einen nicht geringen Teil der wollen, sobald fie fich innerhalb der Schranken des Papiere in ihren Schränken und es wird lange dauern. che sie sie Gesezes halten. Wir haben recht drastisch seiner Zeit ge- los werden. Daß aber selbst hier das Vertrauen zu schwinden befehen, was es mit der harmonischen Vereinigung der Proletarier am 1. Mai auf sich hat. Ein Sellner ginnt, zeigt doch schlagend, wie in allen seinen Teilen unser Wirt wollte mit einer roten" Schönen lein Tänzchen wagen, schaftsleben erschüttert ist. aber da tam er bei den Genossen schlimm an. hagelte es Vorwürfe und Zurückweisungen, mur durch das Dazwischentreten der Ordner wurde Schlimmeres verhütet. Mit souveräner Verachtung sahen die maifeiernden Genoffen" auf den zu ihrer Bedienung angestellten Sellner hat, so wird uns unterm 12. April aus Zürich geschrieben, bisher die von früheren ähnlichen Vorgängen her bekannten Folgen gehabt. ReklamaDaß man im preußischen Ministerium des Innern den Ar- tionen der betroffenen ausländischen Diplomaten, Entschuldigung der beitern, sofern sie sich innerhalb der Schranken des Gesetzes halten", Genfer Kantonsregierung, Eingreifen des Bundesrats und der Bundesnichts in den Weg legen vill, verdiente keinen besonderen Dank. anwaltschaft, Verhaftungen von neun Ausländern Russen, BulSchon die generelle Anweisung, Umzüge nicht zu gestatten, ist eine garen, Armenier und Italiener in Genf, teils wegen der Verkümmerung des Rechts der Arbeiter. Die Geschichte von der Demonstration vor dem russischen Konsulat, teils wegen aktiver schnöden Abweisung des tanzluſtigen Kellners läßt sich hoffentlich Mitwirkung an der Protestversammlung als Redner, wobei es Eugen Richter bei einer Neuauflage feines Zufunftsstaats nicht ent- sich insbesondere um den italienischen Anarchisten Mombello handelt. Auch mehrere Studentinnen waren verhaftet, find aber wieder freiSoldatenmishandlungen. Wegen Mißhandlung eines Unter- gelassen worden. 6. von, den Verhafteten find Studenten, 2 Typogebenen hatte sich vor dem Kriegsgericht in Düsseldorf der 2. Sergeant August Heise von der zweiten Compagnie des 16. n- graphen, während in Bezug auf den neunten näheres nicht mitEinstimmig wurde dann die sogenannte„ Billesholms- Resolution" fanterie Regiments zu Köln zu verantworten. Heise hatte am geteilt ist. angenommen, in der die Renordnung des Heerwesens auf 22. Februar cr. beim Compagnie Ererzieren den Musketier Anton Anläßlich dieser Vorgänge wird man wieder daran erinnert, daß Grundlage der Boltsbewaffnung( Miliziystem) ber Biadag, einen Polen, der das Kommando nicht verstanden hatte und das russische Konsulat in Genf durchaus nichts anderes ist, langt wird, die gerechte Verteilung der Lasten durch progressive, daher zu weit marschiert war, mit der geballten Faust vor den als das verflossene türkische mit seinem prächtigen direkte Steuern und eine Reform des Wahlrechts, die die Mund geschlagen, so daß ihm zwei Zähne ausfielen. Er hatte dann Richthofen war: eine Polizeistation zur Ueber geistige Verteidigungskraft des schwedischen Volts vermehre und geden Biaday noch zu einer falichen Aussage über den Vorfall verwachung und Bespigelung der in Genf wohnenden Geist zu durchdringen, ohne den jede andre Organisation der äußereignet jei, dlle Schichten der Bevölkerung mit dem mitbürgerlichen leitet. Heise wurde zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten Aussen, speciell der russischen Studentenschaft, woraus sich denn lichen Landesverteidigung leer und trügerisch sei. Außerdem wird und zwei Wochen verurteilt. Biadar, der diesen Fall dem auch der Haß derselben gegen die zarische Filiale in der darin von der Regierung ein neuer Entwurf verlangt, der aber mit Compagniechef falsch berichtete und erst auf deſſen eindringliches schweizerischen Republit zur Genüge erklärt. Im Gegensatz zu der den Wünschen des Bolls und deffen ökonomischer Tragkraft in Einte Bureden mit der Wahrheit herausrüdte, erhielt einen Tag Arrest. Türkei wußte und weiß aber Rußland stets in torrefter Weise die lang stehen müsse, in Verbindung mit den dadurch bedingten voltsDie Typhus Epidemie im 8. bayrischen Infanterie- diplomatische Form zu wahren, und so gab das russische Konsulat in tümlichen Reformen. Regiment. Amtlicher Meldung zufolge stieg die Zahl der Typhus Genf der Oeffentlichkeit viel weniger Stoff zur Besprechung und franten des 2. Bataillons 8. bayrischen Infanterie- Regiments in Stritit, als das wilde" türkische Generalkonsulat. Rußland. Mezz in der Zeit vom 12. bis 15. April von 250 auf 271. Dagegen Verfügungen des neuen Unterrichtsministers. Der„ Nesant die Zahl der unter Beobachtung Stehenden von 34 am 10. April Von seiten unsrer. Genfer Genossen wird jeder Zusammen gierungsbote" schreibt: Infolge der jüngst stattgehabten Studentenauf 15. Am 14. ging fein Typhusfranker zu, so daß ein weiteres hang zwischen der Protest versammlung und der Deunruhen wurden manche höheren Schulen vor den Osterferien geAnsteigen der Epidemie in erheblicherem Grade nicht zu erwarten ist. monstration vor dem russischen Konsulat bestritten, schlossen, so daß die studierende Jugend in die Lage tam, entweder Die Krankheit tritt bei dem kleineren Teil der Erkrankten in so dieselbe als eine Tattlosigkeit verurteilt und bezüglich müssen. Wegen dieser schweren Folgen für das Schicksal der ein Jahr verlieren oder sogar die Lehranstalt verlassen zu schwerer Form auf, daß bis jetzt zwei weitere Todesfälle zu be- deren Urheber gefragt: Wer sind die Lodspigel? Unser Studierenden hat unter dem Vorsiz des Unterrichtsministers flagen sind.Genosse Wullschleger führt diesbezüglich in einer kritischen und eine Beratung der Hauptleiter der höheren Lehranstalten statt Die Landtagswahlen in Sachsen- Altenburg sind auf den außergewöhnlich scharfen Betrachtung im„ Grütlianer", in der er die gefunden und zur Wiederherstellung des regelmäßigen Unterrichts26. April angesetzt. Obwohl die Bevölkerung des Herzogtums zu Auslieferung Jaffeis an Italien verurteilt und als einen neuen Beweis gangs in den bezeichneten Lehranstalten die Ergreifung folgender herab." gehen. Von allen Seiten Ausland. Die Genfer Affaire wesens hat im ganzen Lande eine noch immer andauernde Der Entwurf der Regierung zur Neuordnung des Heerlebhafte Beivegung hervorgerufen. Zahlreiche Versammlungen beschäftigen sich mit der Frage. Unbedingte Zustimmung findet der Regierungsentwurf nur bei wenigen unentivegt Regierungsgläubigen. Die meisten Reichstags: Abgeordneten und Versamme lungsredner sprechen sich für eine höchstens achtmonatliche die von Uebungszeit der Wehrpflichtigen aus und gegen der Regierung Berlangte 365 tägige. Am Ostermontag fand in Malmö, der Hauptstadt Südschwedens, eine großartige Protest demonstration statt. Kroz der ungünstigen Witte50 Vereine mit 47 Fahnen rung nahmen etwa 7000 Personen und 7 Musikchören Zuschauer, die den Zug sympatisch begrüßten, der durch die Hauptstraßen daran teil. Noch größer war die Masse der der Stadt nach dem Drottningstorg marschierte. Hier hielt der Hedacteur des socialdemokratischen Organs Arbetet, A. Nilsson, einen Vortrag, in dem er sich in schärfster Weise gegen den Regierungsentwurf aussprach, der eine Mehrbelastung des Budgets von 28 Millionen Kronen erfordere, abgesehen von den unberechenbaren Millionen an Extra- Ausgaben, und gegen die jahrelange des Volls zu Knechten mache und versllave. Kasernierung und den, Preußendrill", der die Söhne 23 Maßregeln für unerläßlich erflärt: 1. Jm Laufe des Monats| 3iveigbereine haben aber auch ferner das Recht, höhere werden dann den Revers zurüdziehen und die neunstündige Arbeitsb bie n April werden in den höheren Lehranstalten die Vorlesungen wieder Zuschläge zu erheben, die dann unverkürzt der Lofal zeit großmütig beibehalten. aufgenommen und es wird nach Anordnung der Lehrobrigkeit zu faffe verbleiben. Mitglieder, die in einer Woche drei Die wiederholt aufgestellte Forderung der Arbeiter, den zuerst Uebergangsprüfungen in der gewöhnlichen Frist und unter den Tage und länger arbeitslos find, find für die Wochen, in die die in den Ausstand getretenen 8 Fabriken es freizugeben, zu verhandeln gewöhnlichen Formen geschritten. 2. Falls zur Beendigung der Arbeitslosigkeit fällt, von der Zahlung der lokalen Zuschläge befreit und damit die Ursache der Aussperrung zu beseitigen, lehnten die Vorlesungen und Prüfungen bis zu den Sommerferien die Zeit An Streitunterstügung erhalten die Mitglieder der 1. und nicht hinreichen sollte, werden jene während der Sommerferien- 2. Lohnklasse 9 M., der 4. und 4. 10 M., der 5. und 6. 12 M. und Herren mit der Begründung ab, daß es ihnen auf die Bewilligung zeit fortgefeßt. 3. Alle, welche zu den Prüfungen ohne hin- der 7. 13 M., außerdem für jedes Kind unter 14 Jahren 1 M. pro der minimalen Forderungen an sich gar nicht ankomme, sie aber längliche Grinde nicht erschienen sind oder die Prüfungen Woche. Bei Bausperren wird ein Zuschlag von 50 Pf. pro Tag deshalb nichts bewilligen werden, um sich nicht dem Verein deutscher nicht bestanden haben, haben sich allen gesetzlichen Folgen zu unter- gewährt. Die Bestimmungen über die Beitragsleistung treten am Schuhmacher in die Hände zu spielen. werfen. 4. In den höheren Lehranstalten werden in diesem Jahre 1. Juni in Kraft, die über die gestern beschloffene Sterbeunterstügung Man kann es ja nachfühlen, daß angesichts der Hochkonjunktur ausnahmsweise Herbst- und Nachprüfungen in besonders wichtigen am 1. Juli. Die aus der neuen Gliederung sich ergebenden Ein- die Situation für die Herren Unternehmer nachgerade unbequem Fällen erlaubt. Dasselbe amtliche Blatt veröffentlicht einen faiser- richtungen sollen bis Jahresschluß durchgeführt werden. lichen Befehl, betreffend die Einsetzung einer Kommission beim Justizministerium zur baldigen Lösung der Fragen bezüglich der Reorganisation der Verwaltung der Insel Sachalin und seiner Strafanstalten unter Vorsiz des Senators Schmemtan. Afien. Drohender Streit der Justizbeamten. Aus Yokohama wird etwas wie ein Streit japanischer Richter und Staatsanwälte gemeldet, die nur unter einem großen Druck der Regierung veranlaßt werden konnten, ihr Amt weiter zu führen. Sie beschweren sich über zu geringes Gehalt, dessen Erhöhung von dem Parlament verworfen wurde. Manche Richter erhalten nicht mehr als zwanzig Mark pro Woche und das höchste Gehalt für ein Mitglied des Kajjationshofs find 8000 bis 10 000 Mart pro Jahr. Amerika. Kuba und die Vereinigten Staaten. Aus Havana wird gemeldet: Die nationalistische Stonvention hat beschlossen, fünf Delegierte nach Washington zu entsenden, um mit Mc. Kinley über eine Verständigung zwischen Kuba und den Bereinigten Staaten zu unterhandeln. Die Delegierten werden nach Rücksprache mit Mc. Kinley der Konvention das Resultat ihrer Reise vortragen. Ob die Unterhandlung zu einem Kuba genehmen Resultat führen wird, ist zweifelhaft. Der Wunsch der Kubaner geht dahin, ihre volle Unabhängigkeit zu behaupten, der Ameritas, Kuba unter sein Protektorat zu stellen. Beide Teile haben ihre Absichten deutlich genug zu erkennen gegeben. Die„ Convencion Nacinal Cubana", der die Aufgabe gestellt war, erstens eine Konstitution für die neue tuba: nische Republik auszuarbeiten und zweitens ihre Meinung" über deren Verhältnis zur Union abzugeben, hat nach einigem Zögern und nach einigem sanften Drängen der Union be züglich des zweiten Punktes beschlossen, Amerika teinerlei Oberhoheitsrechte über Kuba einzuräumen. Worauf dann der Kongreß der Vereinigten Staaten den Beschluß gefaßt hat, das " Protektorat über Stuba zu übernehmen. Die Delegation foll nun in Washington für die Zurücknahme dieses Beschlusses oder wenigftens für Einhaltung der richtigen Diagonale der beiderseitigen Interessen wirken. Der Boeren- Krieg. Eine Senfationsmeldung bringt Daily Telegr.", indem er sich aus Lourenço Marquez melden läßt: Eine große Anzahl Ausländer schließen sich den Boeren an, indem sie von der Grenze DeutschSüdwest- Afrikas aus in die Kapkolonie und nach Transvaal vordringen. Jedenfalls handelt es sich um eine folossale Uebertreibung, wenn an der Meldung überhaupt etwas wahres ist. Es ist kaum anzunehmen, daß sich in der jezigen Situation noch zahlreiche Freiwillige finden sollten, die bereit wären, die ungeheuren Strapazen des Guerillakriegs auf sich zu nehmen. Ebenso wenig glaubhaft ist es, daß die Verwaltung von Deutsch- Südwest- Afrika die Ansammlung bewaffneter Haufey in ihrem Gebiet ignorieren sollte. Die tägliche Verlustliste der Engländer umfaßt für den 13. April zwei Tote, vier Verwundete, einen Gefangenen und 14 an rankheiten Verstorbene. Außerdem wurden 17 Offiziere und 180 Mann nach England zurückbefördert. Die Peft. London, 15. April. Aus Kapstadt wird berichtet: Gestern sind neun Peftfälle hier zu verzeichnen gewesen, von denen vier tödlich Die Gesamtzahl der unter Beobachtung stehenden Kranken beträgt 392, die Zahl der bisher verstorbenen 152. Partei- Nachrichten. Genosse Landtags- Abgeordneter Paul Hug in Baut wurde vom dortigen Gemeinderat, dessen Mitglied er ist, wiederum zum Beigeordneten( stellvertretenden Bürgermeister) gewählt. Die frühere Wahl Hugs war von der Regierung nicht bestätigt worden. Dem internationalen Parteisekretariat ist seitens der zwei russischen Mitglieder des internationalen Komitees der Antrag unterbreitet, das Sekretariat solle durch Aufruf die Arbeiterschaft aller Kulturländer zu Protestkundgebungen gegen die Barbarei des Zarismus auffordern und ihre Sympatie für die russischen Studenten und Arbeiter wecken. aft Sechster Verbandstag des Centralverbands der Maurer Gentralverbands der Maurer Deutschlands. Mainz, den 13. April. Am legten Verhandlungstage wurde in mehr als 13stündiger Sigung die Beratung der Statuten beendet, Anträge allgemeiner Natur beraten und die Neuwahlen vorgenommen. den * = In das Streitreglement wurde die Bestimmung auf- wird und sie durch diesen lezten Trumpf:" Bedingungslose Unter genommen, daß Arbeiter, die bei Streits zu den neuen Bedingungen werfung und den bereits 6 Wochen dauernden Kampf das Zufreuzearbeiten, mindestens 15 Proz. ihres Verdienstes an die Streillaffe friechen der Arbeiter erwarten. abzuführen haben. Darin sollen sie sich gründlich getäuscht haben. Mit stürmischer Bezüglich der Accordarbeit und der Maifeier wurden Entrüstung wiesen die Ausgesperrten dieses Anfinnen zurüd, die auf dem legten Kongreß beschlossenen Resolutionen erneuert. fie sprachent der Kommission ihre Anerkennung aus und erklärten Die erstere macht es den Verbandsmitgliedern zur Pflicht, für die einmütig, nach wie vor geschlossen im Kampfe auszuharren, bis der ent- Sieg auf ihrer Seite ist. Abschaffung der Accordarbeit zu wirken; die zweite legt prechend den Beschlüssen der internationalen Arbeiterkongresse Mitgliedern die Pflicht auf, überall da, wo es ohne Schädigung Am Montag hielten die Schuhmacher Berlins und der Vororte ihrer wirtschaftlichen Interessen angängig ist, am 1. Mai die eine außerordentlich stark besuchte Versammlung ab, in der Arbeit ruhen zu lassen. Weiter gelangten zur Annahme über die Verhandlungen mit den Innungs- Vorständen eine gegen die vont einigen berichtet wurde. Die Verhandlungen der Kommission mit zwei Protestresolutionen, die Regierungspräsidenten entlassenen Polizeiverordnungen, wonach den der Vorständen Schuhmacher Junungen von Berlin, jeder Polizeibeamte das Recht hat, jeden ihm als Streitposten Ver- Echöneberg und Steglitz haben, wie berichtet werden konnte, ein dächtigen von der Straße zu veriveisen, die zweite gegen die verhältnismäßig günstiges Resultat ergeben. Es ist ein Tarif in§ 21 des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetzes liegende Un- vereinbart worden, der im Verhältnis zu dem bisher gezahlten gerechtigkeit gegenüber ausländischen Arbeitern, deren Hinterbliebenen Preise eine Lohnerhöhung von ca. 15 Prozent bedeutet. Det bekanntlich keine Rente zusteht. Der Verbandsvorstand wurde be- Minimal- Wochenlohu soll 20 M., der Stundenlohn 40 Pf. betragen auftragt, bei der Regierung und dem Reichstag auf die Beseitigung Die beteiligten Innungen haben sich verpflichtet, ebenfalls für die dieser Ungerechtigkeit hinzuvirken. Einhaltung des Tarifs zu wirken. Die Charlottenburger Jnnung In den Vorstand wurden gewählt Bömelburg als erster, hat die Verhandlungen mit der Kommission abgelehnt und bisher Efftinge als zweiter Vorsitzender, Tönnies als Sekretär, feinerlei Entgegenkommen gezeigt. Dem Bericht folgte öster und Kober als Kassierer, Schwarz und Richter als eine längere Diskussion, in der auch mehrere Meister darauf Beifizer, Mards( Altona), Busch( Hamburg) und Albrecht hinwiesen, daß es Pflicht der Arbeiter ist, sich zu organisieren, um ( Harburg) als Revisoren. Zum Siz des Vorstands wurde Hamburg, die allgemeine Einführung des Tarifs zu erzwingen. Die mit den zum Siz des Ausschusses Berlin bestimmt. Mit der Redaktion Inmungsvorständen getroffenen Vereinbarungen wurden von der des Grundstein" betraute der Verbandstag die bisherigen Re- Versammlung schließlich einstimmig acceptiert und soll unter dem verdacteure Bae plow und Staningt, mit der Expedition Be d. einbarten Mindestlohn nicht mehr gearbeitet werden. Um 12 Uhr nachts schloß Bömelburg den Verbandstag mit einer begeisternden Rede, in der er die Kollegen zur Selbstbeherrschung gegenüber den Unternehmern ermahnte, die die wirtschaftliche Depression zum Schaden der Arbeiter auszunügen bestrebt seien. Die Delegierten stimmten in das vom Vorsitzenden ausgebrachte Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung ein und fangen stehend die Arbeitermarseillaise. Achte Generalversammlung des Verbands der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. Tarifbewegung der Gärtner. Am Freitag hatte sich wieder eine impojante Versammlung der Gärtner zusammengefunden, un furz vor der Arbeitseinstellung den Bericht über die Gesamtlage entgegenzunehmen. Der Tarif ist in den Vororten Zehlendorf, GroßLichterfelde, Stegliz und deren Umgebung( Seehof. Südende, Lantwit 2c.) sowie in Französisch- Buchholz allgemein eingeführt. Zu den unrühmlichen Ausnahmen gehören in Steglig nur die Millionenfirmen Franz Bluth, J. C. Schmidt( Juhaber Kunze) und Metz u. Co. Kündigungen waren in diesen Orten daher nur wenig notwendig. Der überwiegende Teil der Firmen in Berlin O. ( Lichtenberg, Friedrichsberg usw. usw.) und Charlottenburg läßt ebenAuf Vorschlag des Vorsitzenden verhandelte man über die Anfalls nach Tarif arbeiten. In den Nicht- Tariffirmen ist allenthalben träge zum Statut. Das Eintrittsgeld wurde wie bisher auf 50 Pf. gekündigt worden. In brüster Weise ist die Einführung des Tarifs belassen, während an Stelle der bisherigen Monatsbeiträge Wochen in Briz- Rigdorf, Pankow, Heinersdorf und Weißensee von den beiträge von 30 Bf. eingeführt werden und dem Hauptvorstande das Prinzipalen abgelehnt worden und ist es in diesen Vororten zu Recht eingeräumt wird, nach wie vor Egtrabeiträge zu erheben. Massenkündigungen gekommen. Für diese Orte ist am 15. April ein Nach Erledigung der Statutenberatung wurde ein Antrag an allgemeiner Gärtnerftreit zu erwarten. Bemerkenswert ist, daß genommen, welcher besagt, daß in einer Stadt nicht zwei Mitglied gerade diese Vororte für den Berliner Markt produzieren und ihr schaften bestehen dürfen. Absatzgebiet hauptsächlich in den von Arbeitern. bewohnten Stadtteilen Berlins haben. Mainz, den 11. April 1901. Als Delegierte zum nächsten Gewerkschaftskongreß wurden Ilmann- Hamburg und Heshold- Berlin, als Stellvertreter a HI- Leipzig und Pietschmann Dresden gewählt. Aus der Wahl der Verbandsbeamten gingen AIImann Hamburg als erster Vorsitzender und Redacteur, Friedmann München als Hauptlajsierer hervor. Als zweiter Vorsitzender wurde Kretschmer gewählt. Zum Vorort des Verbands wurde Hamburg, des Ausschusses München bestimmt. Nach einem Vortrag des Delegierten Gaßner- München über die fernere Agitation zu Gunsten des Verbands gelangte die Vorlage einer Gau- Einteilung für die Organisation zur Annahme. Weiter fand ein von Berlin gestellter Antrag, den Vorstand zu beauftragen, zwede Errichtung eines alle Arbeiter in der Nahrungsmittel- Industrie umfassenden Berbands, mit den in Frage kommenden Organisationen in Verhandlung zu treten, Annahme. " Ueber die Bäderschutzgeseze und deren Durchführung" referierte Stahl- Leipzig, der folgende Resolution beantragte, die einstimmige Annahme fand: Unter den Bauanschlägern herrscht seit einiger Zeit infolge der flanen Geschäftskonjunktur eine sehr große Arbeitslosigkeit. Wie in der gestrigen start besuchten Versammlung der arbeitslosen Baus anschläger berichtet wurde, sind gegenwärtig 149 organisierte Baus anschläger, darunter über 50 bereits seit Februar bezw. anfangs März arbeitslos. Das find ca. 30 Proz. der der Organisation angehörigen Bananschläger. Allem Anschein nach wird eine Besserung der Konjunktur auch in den nächsten Wochen nicht eintreten. In der Organisation ist bereits über die Unterstügung der Arbeitslosen vers handelt, aber noch kein definitiver Beschluß gefaßt worden. Von den Arbeitslosen wird gegen eine weitere Verzögerung der Unterstützungsfrage protestiert und verlangt, daß am Donnerstag, den 18. d. M., eine Vereinsversammlung stattfindet, in der diese Angelegenheit endgültig geregelt wird. Zur Lage der Burean- Angestellten. Ueber die wirtschaftliche Lage dieser Berufskategorie ist in den legten Jahren so mancherlei Die Generalversammlung erklärt im Hinblick auf die von in die Oeffentlichkeit gelommen, so daß es allgemein bekannt geseiten der deutschen Reichsregierung geplante Umänderung der worden ist, wie schlecht die Bureau- Angestellten, besonders diejenigen Berordnung eines hohen Bundesrats vom 6. März 1896, betreffend der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher von ihren Arbeitden 12stündigen Magimal- Arbeitstag im Bädergewerbe in eine gebern entlohnt werden. Die Misere dieser Angestellten, die von 8-9 stündige Minimal- Ruhezeit: In Erwägung, daß durch die der Gefeßgebung bisher vollständig übergangen sind, ist im ganzen Berichte einzelner Gewerbe- Inspektoren eine Schädigung des Deutschen Reiche, sowohl in den eben bezeichneten Betrieben, als Bädergewerbs durch diese Verordnung nicht zu verzeichnen ist und auch in den Betrieben der Versicherungsgesellschaften und Berufsferner, daß selbst auch mit dieser Aenderung die Bädermeister genossenschaften 2c. so ziemlich die gleiche. noch feineswegs zufrieden gestellt sein werden; in fernerer Es sind, wie uns von kompetenter Seite berichtet wird, seitens Erwägung, daß durch eine derartige Abänderung der heute des Central- Vereins der Bureau- Angestellten Deutschlands" hier im zu Recht bestehenden Verordnung die ohnehin schon mangel- Laufe des vergangenen Jahres statistische Erhebungen über ganz hafte Kontrolle im Bäckereibetriebe noch mehr erschwert, wenn Deutschland angestellt worden, die, soweit sich bis jetzt übersehen nicht ganz unmöglich gemacht wird, so daß diese Umänderung einer läßt, geradezu betrübende Resultate gezeitigt haben. Es stellt sich vollständigen Aufhebung der Verordnung vom 6. März 1896 gleich heraus, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bureau- Angestellten kommen würde, erwarten die versammelten Vertreter der Bäcker in jeder Beziehung weit trauriger liegen, als selbst in den beteiligten Deutschlands, daß die von Profitwut und focialem Unverständnis Kreisen für möglich gehalten wurde. diktierten Einwände an zuständiger Stelle nicht zu einer Umänderung, sondern zur vollständigen Aufrechterhaltung der bundesrätlichen Verordnung führen werden; sie erwarten ferner einen baldigen weiteren Ausbau zu einem wirklichen Arbeiterschutz. worunter vor allem eine gefeßlich festgelegte Arbeitszeit von 10 Stunden, auch die vollständige Beseitigung der Nacht arbeit, ebenso zur wirksamen gur wirksamen Durchführung der Bundesratsverordnung den revidierenden Beamten von Arbeitern gewählte Fachleute zur Seite zu stellen sind und des ferneren eine einheitliche Regelung nach§ 105 e der Gewerbe- Ordnung ( betr. die Sonntagsarbeit im Bädergewerbe) die Sonntagsarbeit in sämtlichen Bädereien dahingehend zu regeln, daß die Arbeitszeit an Sonn- und Festtagen 8 Stunden nicht überschreiten darf. Sollte die deutsche Reichsregierung wider Erwarten eine Verschlechterung des heute bestehenden winzigen Arbeiterschußes eintreten lassen, so erklären die Vertreter der Bäcker Deutschlands ihre im Interesse der allgemeinen Wohlfahrt liegenden Forde rungen jelbst mit allen Mitteln energisch durchzuführen, eventuell fich auf dem Wege der Arbeitseinstellung und des Boykotts den 10 stündigen Arbeitstag zu erkämpfen. Die Reichskommiffion für Arbeiterstatistik, die seit fast 7 Jahren eine Petition von hiesigen Bureau- Angestellten und umfangreiches Material von denselben in Händen hat, ist bisher infolge ihrer leider so beschränkten Thätigkeit nicht dazu gelangt, dieses Material a untersuchen, Erhebungen anzustellen und für Abhilfe Sorge zu tragen. Dies wird, wie wir hören, in nächster Zeit geschehen und die selbstverständliche Folge wird und muß die Ausdehnung der Arbeiterschußgesetze auf die Bureau- Angestellten sein. Eine am 17. April, abends 81/2 Uhr. in den Arminhallen, stommandantenstr. 20, von der hiesigen Mitgliedschaft des Central- Vereins der Bureau- Angestellten Deutschlands" einberufene große öffentliche Versammlung wird sich mit dieser Frage beschäftigen und sollen in dieser Versammlung die weitgehendsten Befchlüsse gefaßt werden, weshalb eine zahlreiche Beteiligung der Berufsangehörigen wohl zu erwarten ist. Deutsches Reich. Aus dem Titel des Statuts wurden die Worte und verwandter Berufsgenossen" gestrichen. Der Verband heißt also in Zukunft ,, Centralverband der Maurer Deutschlands". Doch tönnen trog der Aenderung des Titels auch fernerhin verwandte Berufsgenossen, denen es nicht möglich ist, eine eigne Organisation zu gründen, die Mitgliedschaft erwerben. Im§ 1 ist gesagt, daß politische und religiöse Fragen von der Erörterung im Berband ausgeschlossen sind. Einen Antrag, das Wort„ politisch" zu streichen, empfahl Ba e plow als Referent der Kommission aus taktischen Gründen abzulehnen. Allerdings halte auch die Kommission dies Wort für überflüssig, aber seine Streichung unter den gegenwärtigen Umständen sei eine Demonstration, die den Verband schädigen könnte. Ueberdies wisse Lohnkämpfe in Halle. In dem Maurer streit zeitigt das ja die Oeffentlichkeit sehr wohl, welche Färbung der Verband habe. Verhalten der Polizei die schönsten Blüthen. Es kann deshalb gar Nach längerer Debatle, in der u. a. Gröppler Berlin für nicht mehr auffallen, daß sich die Gerichte so häufig mit StreifStreichung eintrat, beschloß der Verbandstag, entsprechend dem Ebenso fand ein Antrag die einstimmige Zustimmung der Dele- angelegenheiten zu beschäftigen haben. Vor dem Schöffen- und Kommissionsantrage, die bisherige Fassung beizubehalten. Die gierten, welcher den Verbandsvorstand beauftragt, eine in schärfster Landgericht standen wiederum vier Sachen gegen fünf streikende Gliederung des Verbands ist in Zukunft folgende: Der Form abgefaßte Protestresolution gegen die Erhöhung der Getreide- Maurer zur Verhandlung. Man hat es besonders auf das Streit Verband besteht aus Zweigvereinen und Einzelmitgliedern; die zölle sowie gegen alle indiretten Steuern auf Lebensmittel an die poftenstehen abgesehen. Wie aber solche Vergehen konstruiert werden, Zweigvereine tönnen sich gliedern in Zahlstellen und Settionen. Der zuständigen Instanzen der Reichsregierung gelangen zu lassen. dafür ein Beispiel. Der Maurer Hermann Braune hatte am Borstand eines Lokalvereins besteht in der Regel aus fünf Damit war die Tagesordnung der 8. ordentlichen Generalver- Morgen des 14. März vor 6 Uhr mehrere Arbeitswillige in Berfonen; find Bahlstellen oder Sektionen gebildet, so ist der Vor- sammlung erledigt und schloß der Vorsitzende Almann- Hamburg die der anständigsten Form angesprochen und als Streifender ber stand durch eine entsprechende Anzahl Beisigern zu verstärken. felbe mit einer fernigen Ansprache an die Delegierten. Beschlossen keinen Menschen belästigt. Der Wachtmeister Stein, Zwecks Förderung der Agitation werden Gaue gebildet; für jeden wurde sodann noch, je ein Telegramm an den um den Bäckerberuf als Landbeamter in der zum Stadtgebiet Halle gehörigen Gau wird der Vorstand aus den dem Gau angehörenden Zweig hochverdienten Reichstags- Abgeordneten Bebel und den alten Vor- Deligicherstraße gar nichts zu bestellen hat, lief dem Bramie aber vereinen gebildet. fämpfer der Bäckerorganisation, Kollegen Pfeifer, abzusenden. auf Schritt und Tritt nach und schließlich erhielt Braune eine Anflage wegen Streikpostenstehens. Als Stein nun vom Vorsitzenden befragt wurde, weshalb er denn den B. angezeigt habe, entgeguete Zeuge Stein, B. habe mit arbeitswilligen Leuten gesprochen und er sei als Wachtmeister beauftragt, die Delitzscherstraße freis 43-47 Pf., die fechfte die mit 48-52 Pf. und die siebente die mit Zur Aussperrung der Arbeiter in den Schuhfabriken Berlins. ubalten. Hierauf wurde dem Beamten klar gemacht, daß er mehr als 52 Pf. Stundenlohn. Der Einheitsbeitrag beträgt 25 Pf., außer diesem Einheitsbeitrag hat die zweite Lohntlasse noch 5 Pf., In einer gestern stattgefundenen start besuchten Versammlung fi gar nicht in feinem Amtsbezirk befunden habe und er nicht einmal berechtigt war, den Braune im Stadtdie britte 10 Bf., die vierte 15 Bf., die fünfte 20 Bf., die sechste erstattete die Kommission den Bericht über die Verhandlung mit dem gebiet zu verfolgen. Von wem Wachtmeister Stein den Auftrag 25 Pf. und die siebente 30 Bf. zu entrichten; der wöchentliche Fabrikanten- Verband. Danach verlangen die Herren entweder zu erhalten hatte, die Delizscherstraße freizu halten, das Beitrag in der höchsten Lohntlaffe beträgt demnach 55 Pf. und den alten Bedingungen oder den von ihnen ausgearbeiteten blieb leider unaufgeklärt. Selbstverständlich wurde Braune frei zwar werden die Beiträge 40 Wochen jährlich erhoben. Die reduzierten Lohnlisten die Arbeit wieder aufzunehmen; sie gesprochen. Der Beitrag wird in der Weise festgesetzt, daß 7 Lohnklassen gebildet werden. Die erste Lohnklasse bilden die Maurer bis zu 27 Pf. Stundenlohn, die zweite die mit 28-32 Pf., die dritte die mit 33-37 Pf., die vierte die mit 38-42 Pf., die fünfte die mit Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. £cr S ch u h rn a ch e r st r e i k �at am Sonnabend begonnen, es wurden 25 bis 30 Schubmachergesellen ausständig. Die übrigen Meister haben den zwischen Lohiilommission und Meistern festgesetzten �.arif anerkannt. Der Streik der Schuhmacher steht sehr günstig und es ist zu hoffen, daß die Differenzen bald beigelegt sind. Eine große P r o t e st v e r s a m m l u n g, die sich mit dem Verhalten der Behörden, insbesondere der Polizei zum Maurer- und Steinsetzerstreik, beschäftigte, fand am Sonntagmittag statt. Unter den etwa 300 anwesenden Personen befanden sich auch Mitglieder der bürgerlichen Parteien. Nach dem Referat des Reichstags- Abgeordneten� Ad. Thiele, der die polizeilichen Maßnahmen scharf kritisierte, traten die Streikleiter und Vorsteher des Maurerverbands auf und erhoben eine Reihe wohl- begründeter Beschwerden. Wie die Polizei dem Bauunternehmertrim in die Hände arbeitet, erscheint kaum glaublich. Der durch den Löbtauer Prozeß bekannt gewordene Muster-Arbeitswillige Adam geht auf der Polizeiwache ein und aus. Die Polizei nimmt die Sachen der Arbeitswilligen in Verwahrung zc. Kommt ein Trans- Port Streikbrecher unter Bedeckung der Polizei, so muß das stenerzahlende Bürgertum das Trottoir räumen und auf den Fahrweg gehen. Als es jüngst dem Streikkomitee gelungen war, einen Trupp Kroaten abzufangen, erschien die Polizei im Streiklokal die Arbeitswillige» auffordernd, sofort mit zu komme», da sie um Krankheiten zu verhüten geimpft werden müßten. Die Leute ließen Essen und Trinken stehen und nahmen eingeschüchtert die Arbeit auf. Der Streik hat den organisierten Maurern bi§ jetzt li5 000 M. gekostet. Er wäre längst vergessen, wenn dem Unternehmertum nicht durch die Streikklausel und die Polizei auf- fällige Hilfe geleistet worden wäre. Eine Protestresolution gegen die hiesigen Zustände fand einstimmige Annahme. Der Ausstand der VLhnenangcftcllte» in Hamburg dauert unverändert fort. Die Direktion des Stadttheaters fühlte sich ver- anlaßt, mit vier ihrer älteren Arbeiter in Verhandlungen zu treten, dieselben lehnten jedoch jedes Eingehen hierauf ab, wenn nicht sämtliche früher Beschäftigten zu den gestellten Forderungen wieder eingestellt würden. Aus Anlaß des Unfalls des Sängers Birrenkoven ist der Maschinenmeister dieses Theaters gekündigt worden und hat derselbe so seinen Lohn für sein schroffes Auftreten gegen die Aus- ständigen rasch erhalten. Die noch ausständigen bü Mann halten trotz der geringen Unterstützung, welche in der vorigen Woche nur 0 M. betrug, fest zusammen und sind nicht gewillt, ihre Forderungen aufzugeben. Verband des technischen Bühnenpersonals. Eine» Anschlag auf das Koalitionsrccht der Arbeiter haben die Unternehmer von Köslin eingeleitet. Nach einer Meldung der„Danziger Zeitung" kündigten sämtliche Unternehmer infolge gemeinsamen Abkommens allen Arbeitern, die einem Verbände an- gehören. Es sollen bereits 750 aufs Pflaster geworfen worden sein. Der Ausstand der Maler in Breslau ist beendet. Der Streik verlief erfolglos, da der Zusammenhalt in der Organisation kein gefestigter war. Ausland. Der französische Bergarbciter-Kongrcst, der in diesem Jahre in L e n s abgehalten wurde und beffen Sitzungen am Sonnabend zu Ende gingen, beansprucht diesmal ein besonderes Interesse. Die Sektion Montceau les Mines hatte den Antrag gestellt, die französische Bergarbeiter-Federation möge zu Gunsten der Streikenden von Montceau den Generalstreik beschließen. Ueber diesen Gegenstand entspann sich eine lebhafte Debatte. Die Idee des Generalstreiks hat eifrige Verfechter im Saone- und Loire-Gcbiet, sowie in Mittel- und Süd-Frankreich, nicht aber bei den Bergarbeitern des Nordbassins. Diesen letzteren standen auf dem Kongreß von den 229 Stimmen, welche zusammen 162 800 Bergarberter vertreten, mir 104 zu. Die Gegner des Generalstreiks waren auf dem Kongreß also in der Minderheit; nun hat der Kongreß aber dem Generalstreik nur im Princip zugestimmt, ob wirklich in denselben eingetreten werden wird, soll von einer geheimen Abstimmung sämtlicher Bergleute abhängig gemacht werden. Diese Abstimmung muß bis zum 28. April beendet sein. Die Regierung soll nochmals' durch eine Delegation ersucht werden, in den Konflikt in Montceau einzugreifen.— Ferner verhandelte der Kongreß über die Alterspensionen für Berg- l e u t e z in einer Resolution wurde verlangt, daß dieselbe nach 25 jähriger Thätigkeit 2 Frank pro Tag zu betragen habe, gleich- gültig, welches Älter zu diesem Zeitpunkt der Bergmann erreicht habe.— Angenommen wurde eine Resolution, welche sich mit dem ehemaligen Gesetzentwurf Guesde-Jaurös, welcher dem jetzigen Entwurf Millerands über die gesetzliche Regelung der Ausstände im Princip ähnlich ist, einverstanden erklärt. Schließlich nahm der Kongreß Resolutionen an, in denen es heißt, es solle durch allgemeine Abstimmung der Bergarbeiter in den Gencralausstand eingetreten werden, falls nicht binnen 4 Monaten die Regierung die Forderungen der Bergarbeiter auf Einführung des Achtstundentags, der Altersrenten ec. befriedigt. Aber auch in diesem Falle wird vorher noch ein Referendum sänit- licher Bergleute vorgenommen werden. Die Beschlüsse des Kongresses sollen dem Minister des Innern unterbreitet werden. Paris, 16. April. Der Minister L e h g u e s empfing heute vormittag die Delegierten des Kongresses der französischen Berg- arbeiter in Lens und sagte, die Regierung werde die Kammern er- suchen, sobald wie möglich die Vorlagen über die Arbeit in den Bergwerk en und die Verbesserung der Alters- reuten zu beraten. Die Delegierten wünschten, daß die ent- kassenen Bergarbeiter von Montceau les Mines von der Gesellschaft nach einem zwischen der Gesellschaft und dem Syndikat zu verein- barenden Verfahren wieder eingcstelltwerden. Leygues erwiderte, die Regierung werde allen Verhandlungen, welche geeignet seien, zu einer Verständigung zu führen, ihre Unterstützung angedeihen laffen. Der Verband der Arbeitsmänner(„Grobarbeiter-Verband") Schwedens hielt zu Ostern seinen Kongreß ab, auf dem 64 Delegierte anwesend waren. Der Verband hat ca. 6000 Mit- glieder. Auch dies? Organisation hat im verflosienen Jahre sehr viele meist von den Arbeitgebern aufgezwungene Kämpfe durchzu- machen gehabt und dafür 33 462 Kr. verausgabt.— Unter anderni wurde, beschlossen, den Monatsbeitrag von 60 auf 60 Oere zu er- höhen. In Genna beschloß die Schiffsmannschaft einen allgemeinen Streik. Infolgedessen konnte eine große Zahl Dampfer, darunter die Postdampfer, nicht abgehen. Aus dev L'vmtrnbcutrgttng. Eine bekannte Vorkämpferin der Franenrechte, Frau Dr. zur. K e m p i n, ist in Basel gestorben. Die Verstorbene, die sich als Gattin eines schweizerischen Geistlichen dem Rechtsstudiiim widmete, war die erste Rechtslehrerin in Europa. Sie hielt nach Absolvierung ihres Doktorexamens an der Universität Zürich Vor- lesnngen über römisches Recht. In der Frauenbewegung stand sie auf dem äußersten rechten Flügel der bürgerlichen Frauen. Eine schwere Nervenerkrankung, der sie nun auch erlegen ist, setzte ihrem öffentlichen Wirken ein Ziel. In der letzten Zeit wurde ihr Name noch einigeniale in der Oeffentlichkeit genannt in Verbindung mit Freiherrn v. Stumm. Sie war es nämlich, deren sich Herr v. Stumm bediente, als es ihm darum zu thun war, im Bürger- lichen Gesetzbuch einige den Frauen günstige Bestimmungen durch- zusetzen und sie schrieb die Artikel der„Post" zu dieser Frage. Sociales Benutzung öffentlicher Arbeitsnachweise durch gewerbliche SteNcnvcrmittler. Dem„Arbeitsmarkt" entnehmeii wir folgendes i Dcm Arbeitsnachweis Mllllheim war seitens des dortigen GewerbevereinS ein umfangreicher Auftrag zurBeschaffung von Arbeitern übermittelt worden. Verantwortl. Redacteur: Heinrich Wetzker w Gr.-Lichterselde. Für d« Der Arbeitsnachweis veröffentlicht stets die bei ihm gemeldeten offenen Stellen, soweit sie nicht aus schon vorhandenen Meldungen besetzt werden können, in der dortigen Lokalpresse. Darauf erfolgte an den Gewerbe- verein das Anerbieten eines hannöverschen„Instituts" zur Beschaffung der gesuchten Arbeitskräfte mit einem Preiskourant, der für jede Ver- mittclimg 20— 30 M.„Anschaffungskosten"(für eine ganze Arbeiterfamilie 40 M.) ansetzte; die Kosten sind sofort bei Erteilung'des Auftrages einzu- zahlen und sollen, falls keine Vermittelung zu stände kommt, bis auf drei Mark pro Person zurückgezahlt werden. Versuche, in Hannover Erkundigungen über die Solidität des Stcllenvermittlers einzuziehen, waren erfolglos.— Wir nehmen an, daß die Versuche über die „Solidität des Stellenvermittlers" etwas zu erfahren nicht zu dem Zweck unternommen wurden, um event. doch mit diesem„Institut" in Verbindung zu treten. Es würde die städtischen bezw. öffent- lichen Arbeitsnachweise um alles Renommo bringen, wollten sie mit den gewerbsmäßig betriebenen Stellenvermittlern irgendwelche Beziehungen pflegen._ Gevlrlzls-Äcikung. Der bekannte„Hygiest" Karl Jacobi, der schon vielfach die Gerichte beschäftigt hat, stand gestern uuter der Anklage der öffent- lichen Beleidigung vor der 136. Abteilung deS Schöffengerichts. Im Dezember v. I. erschien in der hygienischen Beilage deS„Kleinen Journal" ein von einem Arzt verfaßter Artikel, der sich gegen die Ausüber der Naturärzte richtete und einen Fall mitteilte, in welchem ein solcher einen Kranken durchaus falsch behandelt hatte. Der Ver- fasser knüpfte daran den Vorschlag, in den Zeitungen eine stehende Warnungstafel mit den Namen der 5kurpfuscher � einzurichten. Bald darauf erschien in einem andren hiesigen Blatte eine von dem Angeklagten aufgegebene Anzeige,'mit der Ueberschrift: Warmingslafel l Pranger für Kurpfuscher! Es wurden darin angebliche Aussprüche von großen Gelehrten über den Unwert der medizinischen Wissenschaft wiedergegeben. Daran knüpfte sich die Leidcnsgeschickite eines Lehrers, der von dem praktischen Arzt Dr. P. in Köuigsbrunn durch falsche Behandlung an den Rand des Grabes gebracht sein sollte. Diese ärztliche Behandlung sei doch der richtige Hokuspokus. Dr. P. stellte Strafantrag wegen Beleidigung. Der Angeklagte behauptete, daß er die Anzeige nur veröffentlicht hat, um sich gegen den Angriffsartikel des„Klein. Journ." zu wehren. Der StaatsanwaltwarderAnsicht, daßderAngeklagte das Maß des Erlaubten überschritten habe und beantragte gegen' ihn eine Geldstrafe von 100 M. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Davidsohn, führte aus, daß wohl selten ein Fall für Auwendung des§ 193 St.-G.-B. so angebracht sei, wie der vorliegende. Er plädierte deshalb für Frei- spr'echung. Der Gerichtshof verkannte nicht, daß der Angeklagte sich im Zustände der Abwehr und in Wahrnehmung berechtigter Interessen befunden habe, er durfte aber nicht einen Fall von angeblich falscher Behandlung seitens eines Mediziners unter Namensnennung an- führen und diesen dadurch schwer beleidigen. Es wurde auf 80 M. Geldstrafe erkannt und dem Beleidigten die Publikationsbefugnis zugesprochen. Wegen SittlichkcitSvergchcn hat die Strafkammer zu Potsdam den Lehrer Georg Rogge aus Treuenbrietzen zu 1V2 Jahren Gefängnis verurteilt. Rogge hatte die Unsittlichkciten an den ihm anvertrauten Knaben begangen. Bor dem Kriegsgericht der 1. Garde-Jnfanterie-Diviston wurde am gestrigen vormittag gegen den Unteroffizier Mühlinger von der Leibbatterie des 1. Garde-Feldartillerie-Rcgiments— wir haben über diesen Fall bereits ausführlich berichtet— weiter verhandelt. Es waren zum gestrigen Termin noch eine Anzahl Zeugen geladen worden, die jedoch nichts Wesentliches mehr anzugeben wußten. Bis auf einen Fall erwiesen sich die Behauptungen des Angeklagten, wonach M. sich von den Untergebenen Geld geborgt, um dienstliche Verrichtungen, so zum Beispiel der Transport von Untersuchungs- gefangenen nach dem Militärgerichtsgebäude mittels Droschke vor- nehmen zu können, als begründet. Ebenso konnte dem An- geklagten nicht bewiesen werden, daß er seine Dienstgewalt mißbraucht, als er durch einen Untergebenen eine Puppe ausstopfen und in sein Bett legen ließ, da es nicht fest- zustellen war. ob dies nicht etwa aus Schabernack gegen die übrigen Unteroffiziere geschehen sei. Trotz dieser günstigen Judicien kam der Gerichtshof dennoch zu einer Verurteilung des Angeklagten, weil in jedem Fall das Geldleihen von Untergebenen ohne Vorwissen und Zustimmung eines höheren Vorgesetzten strafbar ist. Der Angeschuldigte wurde jedoch von der zweiten Anklage und zwar bezügli'ck des Mißbrauchs der Dienstgewalt freigesprochen und zu insgesamt 21 Tagen Mittelarrest verurteilt. Gegen diesen Richter- spruch hat M. sofort Berufung eingelegt. Versammlungen. Die Stcinarbeitcr, Marmor- und Granitarbeiter beschloffen am Sonntag in einer öffentlichen Versammlung im Gewerkschafts- Hause einstimmig, wie im vorigen Jahr so auch diesmal den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Vormittags soll in der Norddeutschen Brauerei eine Versammlung stattfinden. Bei der darauf stattfindenden Wahl des neuen Geschäftsleiters wurde Riegel- Pirna mit 220 Stimmen gewählt.— Darauf hielt Reichstags- Abgeordneter E. Wurm einen Vortrag über:„Die Berufsgefahren der Arbeiter und der Arbeiterschutz". Der Redner verwies dabei mehrmals rühmend auf die von der Organisation der Steinarbeitcr heraus- gegebene„Denkschrift". Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag nahm die Versammlung einstimmig folgende Resolution an:„Die heute am 14. April tagende, von ca. 600 Steinarbeitern besuchte öffentliche Versammlung erklärt, daß die immer mehr überhand nehmenden Gefahren im ganzen Steiuhauerberuf nur dadurch abgeschwächt werden können, daß auf dem Wege der Bundesratsvcrordiiung die von der bestehenden Gesetz- gebung nicht erreichbaren Uebel und Mißstände beseitigt werden.— Die Versammlung erblickt in den in der„Denkschrift" aufgestellten Forderungen einzig und allein die Handhabe, um mit Erfolg der überaus hohen KrankheitS« und Sterblichkeitsziffer entgegentreten zu können, und stellt an die gesetzgebenden Körperschaften das Verlangen. so schnell als möglich diesbezügliche Maßregeln zu treffen." Das Bureau wurde von der Versammlung beauftragt, diese Resolution dem Reichsamt des Innern zu übermitteln. Der Socialdemokratische Wahlverein Groff- Lichterfelde hielt am vergangenen Mittwoch seine Monatsversaninilung ab. Als Bezirkskassierer wurde in derselben Carl Pius gewählt. Lehmann bedauerte, daß die Arbeiter am Ort das einzige ihnen zu Versamm- lungen zur Verfügung stehende Lokal so wenig berücksichtigten. Eine Anzahl Redner schloß sich diesen Ausführungen an und verlangten, daß insbesondere in den Gewerkschaften der Lokalfrage etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde.— Eine lebhafte Diskussion ent- wickelte fich bei Besprechung des am Ort herrschenden WohrningS- mangels und der mehr und mehr notwendig werdenden Abänderimg der Bauordnung, wobei jedoch allseitig der Bau von Mietskasernen als nicht wünschenswert bezeichnet wurde. Die chinesische Kriegsentschädigung. AuS Washington wird gemeldet: Der amerikanffche Gesandte in Peking hat dem Staats- departement mitgeteilt, daß die Entschädigungsanträge der Mächte folgende sind: Rußland 360, D e u tjch land 280. Frank- reich 160. Japan 120, die Vereinigten Staaten 100, England und Belgien je ß6, Italien, Oestreich und Spanien je 40 Millionen Mark. � Der„Sundah Special" erfährt hierzu aus Washington: Die Regierung der Vereinigten Staaten habe den Mächten neue Vor- schlüge, betreffend die von China zu fordernde Ent- s ch ä d i g u n g unterbreitet.„W e e k l y D i« p a t ch' will wissen. daß die Regierung der Bereinigten Staaten ihren Vertreter in Peking angewiesen habe, nur dann einen Vorschlag Inseratenteil verantwortlich: Th.«locke in Berlin. Druck und Verlag vo» bezüglich der an China zu stellenden EntschädignngSfordemng zu unterstützen, wenn die Summe 200 Millionen Dollars nicht überschreite. Der Betrag solle z u gleichen Teilen unter die Mächte v e r t e ilt w e r d e n und in Gold zahlbar sein. Im Falle der Ablehnung seitens der Mächte würde Amerika die Entscheidung des Schieds- gerichts im Haag anrufen. Wenn„Weekly Dispatch" also recht unterrichtet wäre und die obige Meldung ebenfalls der Wahrheit entspräche, müßte Amerika die Entscheidung des Schiedsgerichts anrufen, da nicht 800 Millionen Mark(= 200 Millionen Dollars), sondern 1332 Millionen Mark Kriegsentschädigung von China gefordert wurden. Japan wünscht die Rückkehr KwangsüS. Eine Reuter-Meldung aus Peking vom Sonntag besagt: Den chinesischen Bevollmächtigten ist von den japanischen Vertretern mitgeteilt worden, daß die Rückkehr des Kaisers dringend nötig und daß chinesische Truppen entsandt werden müßten zur Wiederherstellung derOrdnunginderMandschurei. Japan, dem schon Rußlands Festsetzung in der Mandschurei ein Greuel ist, dürfte freilich nichts dringlicher wünschen, als daß Waldersee samt seiner internationalen Truppe Petschili erst einmal geräumt haben möchten. Ob die Mächte ihm freilich so bald den Gefallen thun werden, ist mehr als zweifelhaft. Ankunft von 200 Chinamannschaften in Hamburg. Das Wölfische Depeschen-Bureau meldet aus Hamburg: Der Reichspostdampfer„Kiantschou" mit dem Truppentransport aus China istSonntagllUhrhier eingetroffen. Eine zahlreiche Menschen- menge begrüßte den' festlich beflaggten Dampfer beim Anlegen mit lauten Hurrarufen. Nachdem der Dampfer festgelegt, begaben sich der kommandierende General des IX. Armeccorps, General der Kavallerie v. Masiow, zahlreiche Offiziere und die Mitglieder deS Senats an Bord des Dampfers. Hier hielt General v. Massow eine An- spräche an die Soldaten. General v. Massow richtete sodann an jeden Soldaten einige Worte und reichte einem jeden die Hand. Mit Ausnahme von 8 Schwerkranken, welche mittels Krankenwagen nach dem Altonaer Garnisonlazarett gebracht wurden, bestiegen die übrigen Mannschaften, etwa 200, zwei bereitstchende ExtrazLge, in denen sie nach den verschiedenen Bahnhöfen befördert wurden, um von hier aus die Weiterreise anzutreten. Das Aussehen und die Haltung der Mannschaften waren gut. Zahlreiche Anverwandte der heinlkehrenden Krieger waren bei der Landung anwesend. Typhus und Ruhr. Wie sehr Typhus und Ruhr das deutsche Expeditionscorps heim- gesucht haben, ergiebt sich aus folgender Episode, die dem„Lokal- Anzeiger" von der Landung der 200 deutschen Kranken und Rekon- valeScenten in Hamburg geschildert wird. Auf dem Vorderdeck der„Kiautschou" waren, von den wenigen noch bettlägerigen fatienten abgesehen, die auszuschiffenden Mannschaften in Reih und lied angetreten. Auf der dem Quai zugekehrten Seite des Schiffs sah man dicht gedrängt namentlich Mannschaften der Marine- bataillone, des ersten ostasiatischen Jnfanterie-Regiments sowie der Artillerie. Da ertönte die Stimme des Transportfllhrers:„Wer nicht Typhus oder Ruhr gehabt hat, tritt hinüber auf die andre Seite, verstanden? Nur Typhus und Ruhr bleiben hier!" so lautete der Befehl. Nicht mehr als drei bis vier Leute verschwanden daraufhin aus dem Gesichtskreis des Publikums. Alle übrigen blieben wie angewurzelt stehen, also alle diese Leute hatten mit Typhus und Ruhr, den furchtbaren, an der fernen exotischen Küste doppell furchtbaren Würgeengeln zu kämpfen gehabt und waren ihnen glücklich entgangen! Eine neue deutsche Expedition. Waldersee meldet am 13. ans Peking: Zur Aufhebung der unter dem 8. d. M. gemeldeten Räuber, die sich im Gebirge nordöstlich Tichangpingtschou(80 Kilometer nördlich Peking) festgesetzt haben, ist Major' v. Schönberg mit einer Compagnie und je einem Zug be- rittener Infanterie, Kavallerie und Feldartillerie von hier abgeschickt, während die Compagnie aus Tschangpingtschou den Rückzug ver- legen soll._ Tctzke Machvichtett und VepeNhen. Zur Lohnbewegung der Schuhmacher. In der Versamm- lung am Montag wurde außerdem beschlossen, die Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises anzubahnen und die Kommission be- auftragt, dieserhalb sofort mit den Jnnungsvorständen in Verhandlung zu treten. Es wird erwartet, daß auch in dieser Frage sehr bald eine Einigung erzielt wird. Die Innungen haben dem vereinbarten Tarif bereits in einer Versammlung am Donnerstag zugestimmt. Gegen den Weltfeiertag der Arbeit. Der Bund der Arbeitgeber im Berliner Bau- gewerbe hat, wie uns in später Abendstunde mitgeteilt wird, so« eben den Beschluß gefaßt, alle diejenigen Arbeiter, welche den ersten Mai feiern, bis zum Schluß der Woche auszusperren. Die Klage des PapsteS. Rom, 16. April. �W. T. B.) In dem heute Vormittag abgehaltenen geheimen Konsistorium hielt der Papst eine Ansprache, in welcher er ausführte, daß die gegen die Katholiken sich richtenden schmerzlichen und bedrohlichen Vorgänge eine immer ernstere Gestalt annähmen und sich von einem Teile Europas zum andern fortpflanzten. An verschiedenen Stellen, welche räumlich getrennt, aber durch gleichartige Gesinnung geeint seien, werde ein Feldzug geführt gegen die religiösen Kongregationen, um sie langsam zu vernichten. Weder daS gemeine Recht, noch die Billigkeit, noch die Verdienste, die sie sich erworben, wären imstande gewesen, sie vor dieser Vemichtung zu bewahre». Man habe auch bezweckt, zu verhindern, daß die Jugend von den Kongregationen erzogen werde; während doch gerade eine große Zahl dieser Schüler berühmte Männer geworden seien. Sodann sprach der Papst von der Lage, in welcher er sich befinde. Er bezeichnete dieselbe als ebenso unwürdig wie verletzend. Mit Bezug auf den von einem socialistischen Deputierten eingebrachten Gesetzentwurf zu Gunsten der Ehescheidung äußerte der Papst, nian wolle de» bisherigen Kränkungen der Kirche eine neue hinzu- fügen, welche die Heiligkeit der christlichen Ehe herabsetze und die inneren Grundlagen der menschlichen Gesellschaft zerstöre. Der Papst sprach sodann mit Betrübnis davon, welche Gefahren die Gegenwart in fich berge, fügte hinzu, er sehe für die Zukunft noch größere Ge- fahren voraus und forderte die Menschen auf, zu Gott ihre Zuflucht zu nehmen. Zum Schluß verkündete der Papst die Erneiiiiungen der neuen Kardinäle. Osterath(Rheinprovinz). 16. April.(W. T. B.) Bei schwerem Unwetter stürzte heute früh der obere Stock eines FabrikneubauS ein. Bier Arbeiter wurde» von den Trümmer» begraben; zwei von ihnen sind schwer, zwei leicht verletzt. Genua, 15. April.(W. T. B.) Der Dampfer„Etruria" der Gesellschaft„La Veloce" ist heute nach Barcelona abgegangen. Maschinisten und Offiziere von andren Schiffen verrichten auf ihm die Dienste als Heizer und Matrosen. Neapel, 16. April.(W. T. B.) Die Bemannung de« Dampfers „Principe Oddone" der„Navigazione generale italiana" ist in den Ausstand getreten, die Besatzung der übrigen der„Navigazione" ge- hörigen Dampfer werden sich heute anschließen. Die Bemannung des Dampfers„Cariddi" wird sofort nach dem Eintreffen in Palermo in den Ausstand treten. London, 16. April. Die„Preß Affociation" verbreitete heute eine Meldung, wonach die Beeren, vom Nebel begünstigt, den Genoral French mit SVtt Mann gefangen genommen Häven sollten. An amtlicher Stelle wird die Hichtigkeit dieser Meldung bestritten.____ Max Babing in Berlin. Hierzu 8 Beilagen u. lluterhaltmigsblatt. Dr. 88. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 16. April 1901. Ein Edelster. Dresden, 14. April. Die operettenhafte Belagerung der Jägerkaserne am Sachfenplatz in Dresden, von der wir s. 3. meldeten, beschäftigte am Sonnabend das Kriegsgericht der 3. fächsischen Division Nr. 32 in Dresden. Angeklagt war Hauptmann Freiherr Horst v. Beust vom 2. fönigl. Jägerbataillon Nr. 18 wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt, verfuchter Nötigung und Freiheitsberaubung. Dem Antrage des Kriegsgerichtsrats Kaumann wegen Gefährdung der Sittlichkeit und militärischer Dienstinteressen die Deffentlichkeit auszuschließen, gab das Gericht nicht statt. Infolge Geheimhaltung des Termins waren übrigens nur einige unter der Hand verständigte bürgerliche Berichterstatter als 8uhörer anwesend. " Präs: Aber an der Stimme kann sie ihn erkannt haben. selbst hinaustreiben und mit allen Machtfaktoren der heutigen GesellSie sind militärischer Kasernenvorsteher. Was thaten Sie in dieser schaftsordnung in Konflikt kommen muß. Die aktive und passive Eigenschaft? Angell: Ich hatte, als Posten meldeten, Alkoholvergiftung ist in der That so verknüpft mit allem socialen ziehen lassen. Civilisten trieben sich herum, Bosten an den Thoren auf- Elend und mit aller socialen Unterdrückung, steht in so hatte, von andrer Seite geschehen. Die Einziehung der Posten ist, da ich es vergessen inniger Wechselwirkung mit dem ganzen Rattenkönig von Schönheiten der kapitalistischen Ordnung, daß man blind sein muß, um den Zusammenhang nicht zu sehen. Trotzdem ist es begreiflich, daß die ruhige und fachliche Feststellung dieser Thatsache von einem Teile dieses Kongresses, der ja mit offiziellen Würdenträgern start die socialdemokratische Arbeiterschaft sehr entgegengesezte, aber sehr durchsetzt war, als unbequeme Störung aufgenommen wurde. Daß triftige Gründe hat, das ihrige in diesem Kampfe zu thun, hat Gedargethan, der auf die ganze Versammlung den stärksten Eindruck nosse Otto Lang aus Zürich in einem wohldurchdachten Vortrag machte. Zu dem Punkt Präf.: Die Oeffentlichkeit hat die Auffassung, daß Sie die Posten nur aufgestellt haben, um das ungesehene Entkommen der Frau zu ermöglichen. Das hat viel Wahrscheinliches für sich. militärischen Standpunkt das herumtreiben der Civilisten Der Angeklagte bestreitet dies. Er habe lediglich vom beantworten wollen. " % * Aber Ihnen fühlbar machen wird, ist das Agrariertum. Denn was Sie Dr. Verkauf( fortfahrend): Ein zweiter Faktor, der sich erstreben, ist die Beseitigung des Anbaues von Hopfen, Malz, Gerste, eine starte Einschränkung des Gebrauchs von Kartoffeln und Getreide. Diese Bestrebungen find gegen die mächtigste Gesellschaftsfchichte gerichtet. Gegen diese Revolution, mittags schon Civilisten herumpatrouillieren, deshalb ging er nach Oberjäger Just giebt an, daß er erfuhr, daß seit 5 Uhr nach Thorschluß auf und ab. Da tam dann inzwischen Hauptmann Ueber den Vorfall sagt der Angeklagte folgendes aus: Civilisten sich herumtreiben. Hauptmann v. Beuft habe ihn dann v. Beust und fragte ihn, was er da mache. Da sagte er ihm, daß Alkohol und Socialpolitik Am fraglichen Tage habe er Frau Dr. Schaumann in seiner in der später beauftragt, mit Verhaftungen vorzugehen. Er habe geant- äußerte sich Dr. Leo Verkauf: Bis jetzt wurde nur die eine Raferne belegenen Wohnung empfangen. Die Frage des Vorsitzenden, wortet, das widerspreche seiner Instruktion. Hauptmann v. Beust Seite der Medaille betrachtet, aber es handelt sich hier nicht nur ob er zu der Frau in näheren intimen Beziehungen gestanden sagte aber: habe, bejaht Angeklagter, der übrigens auch das Amt eines mili- wortung!"" Zeuge erzählt sodann den Vorfall mit der Droschke. hat auch ihre Kehrseite; es Arretieren Sie auf meine Verant: um eine Frage der Medizin und Ethik, sondern die Sache tärischen Vorstehers der Jägerkaserne bekleidete, ohne weiteres. Der Er habe auf Befehl des Hauptmanns v. Beust den Dr. Schaumann um einschneidende Fragen der Staats- und Volkswirthandelt sich hier eben auch Aufenthalt der Frau in seiner Wohnung habe bis nachts 1/22 Uhr verhaftet und ihn in den Gewahrsam gesteckt. gewährt. Von dem Umstande, daß die Kaserne von seitens des Ehe- er trachten, ihn wegzubringen. Zuvor follte schaft, der Socialpolitit! Ich habe mich einer gemanns, des Dr. Schaumann, beauftragten Leuten umftanden und die v. Beust mit Gendarmen wiederkam, kam heraus, daß der Verhaftete welcher Sicherheit man eine Unterstügung im Kampf gegen den Als nach einer Viertelstunde wissen Heiterkeit nicht erwehren können, als ich hörte, mit Ein- und Ausgänge zu derselben streng bewacht werden, will er keine Dr. Schaumann sei. Kenntnis gehabt haben. Erst im letzten Augenblicke des ganzen Alkohol- von der Armee erwartet, von der Armee, dereit Das Urteil gegen den Angeklagten lautete auf drei Monate Budget zur größeren Hälfte bei uns in Oestreich wie in allen Dramas" als er in der Kutsche mit seiner Geliebten davonfuhr und drei Wochen Gefängnis. In den Urteilsgründen wurde aus Militärstaaten auf dem Alkoholkonsum beruht. habe er eine solche Wahrnehmung gemacht. Ursprünglich habe geführt, daß der Gerichtshof zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß Herren, anfangen werden, wirklich gefährlich zu werden, wenn ihre BeWenn Sie, meine Frau Dr. Schaumann zwischen 6 und 7 Uhr abends seine Wohnung Hauptmann v. Benst mit dem Befehl zur Aufführung von Bosten deutung in den Ziffern des Budgets zum Ausdruck gelangen verlassen wollen. Der Vorsicht halber habe er aber erst nachgesehen, auch den Zweck verfolgt habe, seinem eignen Privat- wird, dann wird ob sich irgendwelche Personen auf der Straße befänden. Da er intereffe zu dienen. Darin liege ein Mißbrauch der Dienst- ein Kampf auf Leben zwischen Ihnen und dem Militarismus mehrere Civilpersonen draußen bemerkt habe, habe er der Frau gewalt. Die versuchte Rötigung sei gleichfalls erwiesen; denn der( Zustimmung.) Herr Dr. v. Körber hat Sie so freundlich begrüßt und Tod geführt werden müssen. geraten, zu warten. Um 11 Uhr abends seien aber die betreffenden Berurteilte habe gewußt, daß er unter den obwaltenden Umständen und Ihnen erzählt, daß die Trunksucht ein Laster iſt. Personen noch immer zu sehen gewesen. Auf den Vorhalt des Vor- tein Recht habe, die nicht auf dem Bürgersteige der wenn Herr v. Körber seinen Finanzminister im Parlament dafür figenden, ob er sich denn nicht gesagt habe, daß die Anwesenheit Kaserne sich aufhaltenden Personen mit Arre- eintreten läßt, daß die Steuer für Alkohol um 20 Millionen Kronen der Civilpersonen mit dem Aufenthalt der„ Dame" in der Kaserne tierung bedrohen zu lassen. Die Civilisten haben erhöht wird, so macht damit das Laster vor der Tugend eine Verzusammenhänge, erklärt Angeklagter, bei seiner früheren Aus- durch das bloße Beobachten der Kasernenausbengung. Es ist ein altes Märchen, daß durch höhere Besteuerung fage stehen bleiben zu müssen. v. B. erzählt weiter, daß er dann gänge teine Ursache gegeben, gegen sie vorzu der Altoholkonsum vernichtet wird. Vielmehr besteht die Gefahr, uni 11 Uhr nach der Stadt gegangen, sei, um die Aufmerksamkeit gehen. Was die Freiheitsberaubung beziehungsweise die daß eine immer größere Zahl von Faktoren jener Leute von der Kaserne etwas abzulenten. Er sei die Marschall- Festnahme Dr. Schaumanns anbelangt, so sei dieselbe objektiv Gemeinde jezt auch Länder außer Staat und straße entlang gegangen und sei dann auf einem Umwege in die und am Alkoholismus inter= Kaserne zurückgekehrt. subjektiv widerrechtlich Die Personen hätten aber noch immer dort worden. Hauptmann v. Beust mußte wissen, daß, da er die Bekämpfimg des Alkoholismus beigetragen. Nun, die Länder werden borgenommen essiert werden! Die Länder haben wohl ihr Scherflein zur gestanden. Irgendwelchen Verdacht habe er auch jetzt noch nicht Frau des anstürmenden Ehemannes bei sich im Wagen hatte, dieser in zehn Jahren anders denken, geschöpft. Er sei dann an den Oberjäger Just, der auf Posten stand, das Recht hatte, seine Frau zu begehren, und daß er( Beust) dem Millionen Kronen aus dieser Steuer beziehen werden. wenn sie zwanzig Herangetreten und habe diesen gefragt, ob er auch seiner Pflicht nach Dr. Schaumann gegenüber im Unrecht sei. Wenn nicht diese besonderen tomme. Just habe ihm darauf erzählt, daß sich bereits seit 5 Uhr privaten Umstände vorhanden gewesen wären, dann wäre das Vor- ficht auf die beschränkte Redezeit. Vorsigender Hofrat Gruber unterbricht den Redner mit Rücknachmittags mehrere Civilisten vor der Kaserne aufhielten, die auf gehen mit Arretur begreiflich gewesen. und ab patrouillierten. Er( Just) habe, da ihm dies verdächtig vor- andrerseits nicht zur Ueberzeugung, daß ein Beamtendelikt Redezeit zu gewähren. Das Gericht tam aber Die Versammlung beschließt, Dr. Verkauf weitere zehn Mimften gekommen sei, schon eine andre vorübergehende Civilperson beauf- vorliege, da Beust nicht in Ausübung des Dienstes war. fragt, einen Gendarmen zu holen. Dieser sei jedoch nicht gekommen. Daß er sich der Dienstgewalt bedient habe für sich, dafür sei er Angeklagter ist dann, ohne das Gespräch mit dem Posten fortzusetzen, eben bestraft wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt. Für die Straf in feine Wohnung zurüdgefehrt. Nach dem Zeitraum von einer ausmessung tamen in Betracht: für den Mißbrauch der DienstViertelstunde habe er sich jedoch wieder vor das Thor begeben, gewalt ein Monat Gefängnis und eine Woche Verschärfung. des worauf ihm der Oberjäger Just entgegen geeilt sei und ihm an- gleichen für die versuchte Nötigung und Freiheitsberaubung je scheinend mit größter Genugthuung mitgeteilt habe, daß er die 1 Monat Gefängnis und eine Woche Verschärfung, für die unbefugte Ursache des Aufenthalts der Civilisten vor der Kaserne erforscht habe. Bostenaufstellung vier Wochen Stubenarrest. Die Strafe war in würde, ist die Preisbewegung durch den Aubau in Amerika, in den die durch eine solche Preisbewegung bewirkt Er habe einen derselben zu sich gerufen und direkt gefragt, was er drei Monate und drei Wochen Gefängnis zusammenzuziehen. denn hier so lange sich zu schaffen mache. Daraufhin habe ihm Vereinigten Staaten und Argentinien, nur ein Kinderspiel. Sie jener erzählt, daß in den letzten Nächten von den auf dem Elbquaiwollen die größte Revolution in unsrem Wirtschaftsplaze lagernden Kohlen größere Quantitäten gestohlen seien und sie Ueber den Fall wird uns aus Dresden noch geschrieben: leben herbeiführen, und da meinen Sie, daß Sie mit ( die Civilisten) deshalb den Dieb abfassen möchten. Angeklagter er- Verhältnis v. Beust mit seiner Frau erst durch eine Postkarte, die ersuchungen weiterkommen werden? Aus der Verhandlung ging hervor, daß Dr. Schaumann auf das schönen Worten und noch so schönen medizinischen Untertlärte hierzu, daß ihm aber die Mitteilung des Oberjägers Just abfing, aufmerksam wurde. Die tapferen Männer unter gleich nicht glaubhaft erschienen sei, obwohl ihm auch jetzt noch nicht verreist war, v. Beust, den er nur dem Aeußern nach fannte, aber sie sind einseitig! Ich muß darauf hinweisen, daß Er ermittelte dann, daß, während er Ihnen, die ihr Leben der Sache geweiht haben, bewundere ich, die wahre Ursache des Aufenthalts der Civilisten eingeleuchtet fich in seiner Wohnung aufgehalten habe. habe. Nunmehr habe er den Posten beauftragt, nachzusehen, ob sich erklärte, er habe nun erkannt, daß er von seinem Gegner fommen werden, daß sie an die harten Mauern dieser ernsten Dr. Schaumann sie mit harmonischen Einbildungen auf diesem Gebiete nicht weiter auf der andren Seite der Kaserne, nach der Feldherren- nicht die übliche Genugthung fordern könne und von der Gegnerschaft stoßen werden, und Sie werden versuchen müssen, diese straße, ebenfalls Civilpersonen aufhielten. Als ihm dann Zeit ab nur auf eine Ehescheidung hingearbeitet. Just das bejaht habe, habe er die Gewißheit erlangt, daß obachtung seiner Frau übergab er dem Detektivdirektor Jahnke. sondern durch Politit.( Zustimmung.) Die Be- Mauern zu stürmen: nicht durch Ueberredungstünste, fich jene Bersonen nicht wegen der Kohlen, sondern eines andren Dieser stellte fest, daß v. Beust mit Frau Dr. Schaumann öfter das ist die socialpolitische Seite der Frage.. Ein dritter Faktor Grundes wegen aufhielten. Zufällig habe er nun den Feldwebel Centraltheater besuchte und später mit ihr im chambres séparées sprüchen fommen Sie, fürchte ich, bei den Arbeitern nicht weit. Mit Sittens Simon getroffen, der ebenfalls die Beobachtung von dem Aufent- zu Nacht speiste. In einer Weinstube wurde sogar der Geschlechts- Diese Agitation muß Hand in Hand mit socialpolitischer Kritik halt der Civilisten gemacht. Simon habe befürchtet, daß letztere verkehr des Baares beobachtet. Jahnke hat auch jene Belagerung gehen. einen Einbruch planen, und deshalb die ihm anvertraute Kasse in ein der Kaserne eingeleitet. Ich verweise Sie zum Beispiel auf unsre Wohnungs. ficheres Gewahrsam geschafft. Kurz entschlossen und um der höchst verhältnisse. Die sind so traurig, daß es kein Wunder ist peinlichen Situation ein Ende zu machen, habe er dann den Feld- stramm vor. Zum Feldwebel Simon sagte er schon abends 7 Uhr: läßt und so spät als möglich nach Hause kommt. Es ist erklärlich. Nach Aussage der Soldaten ging v. Beust bei der Affaire sehr wenn der Arbeiter so zeitig als möglich die Wohnung ber webel beauftragt, die Polizei zu holen. Zu gleicher Zeit habe er" Die Kerls müßten wir gleich arretieren." dem Oberjäger Just den Befehl erteilt, zu den schräg gegenüber dem ihn aber, lieber die Polizei zu rufen, was später gefchah. Die Wohnungswucher muß mit aller Kraft aufgenommen Der Feldwebel ersuchte wenn er da in die Kneipe geht! Der Kampf gegen den Portal fich aufhaltenden Civilisten hinzugehen und dieselben zum Polizei verhaftete Dr. Schaumann, ließ ihn aber wieder frei. werden.... Herr v. Hartel sagte, daß mit steigenden Löhnen die Verlassen des Orts aufzufordern. Nach dreimaliger Auf- b. Beust befahl mun dem Oberjäger Just, die Luft zu säubern. Begier nach Alkohol und andren Excessen zunimmt. Wenn Herr forderung follte er ihnen die Arretur ankündigen. Er möge die Civilisten dreimal auffordern, den Platz zu räumen v. Hartel in seinem Leben auch nur einen Blick in eine Unterdessen habe er auch einen Wachtmann nach einem Tarameter und im geschickt und dem Wachtmann gefagt, daß die Kutsche für führte diesen Befehl aus, aber als die Civilisten sich nicht einschüchtern fertigen Ausspruch nicht in die Welt hinausgeschleudert. Ich Nichtbefolgungsfalle Verhaftung ankündigen. Just Arbeiterwohnung gethan hätte, so hätte er einen solchen leichtdas Kasino gebraucht werde. Just habe sich mit den ließen, verlegte er sich aufs Bitten und sagte, er wisse ja, worum protestiere aufs energischte gegen diese Aeußerung. Civilisten in ein verhältnismäßig langes Gespräch eingelassen, es sich handelte. Er käme in die größten Ünannehmlichkeiten, wenn Beifall.) ( Anhaltender worauf Angeklagter den Gefreiten Vieze zu Just fandte mit dem er den Willen des Hauptmanns nicht erfülle. Inzwischen schickte Befehle, daß dieser energischer vorgehen solle. Vorsitzender Hofrat Gruber: Ich muß den Ausdruck, leichtFür Aus- v. Beuft einen Soldaten an Just mit der Weisung, schneidiger vor- fertig" als nicht parlamentarisch zurückweisen. führung des Befehls werde er sich an Bieze halten. In der That zugehen. Die Civilisten entfernten fich darauf nach der Albertbrücke. babe sich dann auch der Oberjäger mit den Civilisten nach der Albert- In diesem Augenblicke fuhr der Wagen vor, aber Dr. Schaumann Anti- Alkoholismus und Socialismus. brüde zu entfernt. Inzwischen sei auch die Kutsche gekommen, doch lief schnell hinzu und sah durch die Wagenthür. v. Beust erklärte, er Genosse Reichstags- Abgeordneter Engelbert Bernerstorfer: habe es Angeklagter für ratsam gehalten, sich noch persönlich zu habe diese Kontrolle seiner Person, eines Offiziers in Uniform, überhaupt Ihr Kampf ist schwerer, als Sie wohl glauben. Ich erinnere Sie überzeugen, ob die Luft rein fei". Da er nichts Auffälliges weiter nicht in Ordnung gefunden und sich gefagt, daß etwas geschehen müsse und daran, daß den Pfarrern, die in Galizien und der Bukowina wahrgenommen habe, habe er den Zeitpunkt für gekommen gehalten, daß er sich das als Offizier nicht bieten lassen dürfe. Er hätte gegen den Alkoholismus auftraten, fehr bald begreiflich mit der Dame, die sich die ganze Zeit draußen in einem sicheren und sich sonst für schlapp halten müssen. Er sei deshalb gemacht wurde, daß die Steuereinkünfte des Reichs höher von niemand bemerkten Versteck auf dem Treppenflur aufgehalten, rausgesprungen und mit Dr. Schaumann zu Fall gekommen. teben als die Volkssittlichkeit und das Christentum. Die con teinem Menschen gesehen, verschwinden zu können. Aus dem Während letzterer um Hilfe rief, schrie der Hauptmann: rage ist von ihren socialen Zusammenhängen nicht abzulösen. Portal über die Straße und in den Wagen, trotz des hohen Schnees, Arretieren!" und befahl dann noch der mit blanker Waffe Fragen Sie sich, ob der Alkoholismus von der heutigen Gesellschaft war nur ein Moment. Kaum rollte aber der Tarameter davon, so herzueilenden Wache: Festhalten, bis ich wiederkomme. mit Erfolg bekämpft werden fann? Die Gesellschaft gerät in diesem sei eine Civilperson herangesprungen und habe durch das Fenster Dr. Schaumann wurde darauf eine Viertelstunde in eine Arrestzelle Stampf sehr bald mit ihren eignen Tendenzen in Widerspruch. Sicherin die Droschte hineingesehen. Diese Aufdringlichkeit des Civilisten gesperrt und erst dann freigegeben. lich kann nur in einer andren Gesellschaftsgestaltung die Frage des habe ihn start in Erregung gebracht. Er habe hastig den Wagenschlag Der wichtigste Zeuge, Frau Dr. Schaumann, wohnte der Ver- Alkoholismus gelöst werden.( Widerspruch bei einem Teil der aufgerissen, wodurch der andre in den Schnee gestoßen worden sei. handlung nicht an. Sie ist, wie der Vorsitzende sagte, unauffindbar. Bersammlung.) So lange ein Teil der Gesellschaft in Ueberfluß Auch sei er gestolpert und hingefallen. Der Civilist habe mun gleich Von dieser Dame hat es sich jetzt herausgestellt, daß sie vor schwelgt und zur Befriedigung seiner Geselligkeitsgelüfte Alkohol Taut um Hilfe gerufen, worauf gleich der Oberjäger Just und noch ihrer Ehe mit Dr. Schaumann die Geliebte eines Freiherrn zu sich nimmt, während die große Masse des Volts im Elend einige Soldaten herzugekommen seien. Diesen Soldaten habe er nun wilhelm v. Hahn in Leipzig war, der fie völlig aus- lebt und infolge ihres geistigen und physischen Elends zum Alkohol Dr. Schaumann wußte und ahnte natürlich nichts. Die greift, so lange ist von einer ernsthaften Bekämpfung des Alkoholismus festzunehmen, in die Kaserne abzuführen und Freiherrliche Korrespondenz mit Frau Dr. Schaumann ist jetzt nicht die Rede. Wir Socialisten sehen den Alkohol als ihn dort bis zu seiner Rüdtehr zu behalten. gefunden worden. Daraus geht hervor, daß er die Ausstattung be- einen großen Feind auch unsrer Bewegung an, und Hierauf habe er wieder die Droschke bestiegen und habe die Dame forgte und ihr den Rat erteilte, den" Trottel" zu heiraten. Auch in diesem Sinne fämpfen wir wenn Sie wollen in Ihren noch ein Stück begleitet, ſei dann aber sofort in die Kaferne später nach der Heirat erteilte er ihr briefliche Anweisungen, wie sie Reihen! Ich glaube aber, wenn Sie dem Problem ernst an den Die Zeit zwischen dem Zusammenstoß mit dem mit ihrem Manne umgehen solle, welche Fremdwörter fie Leib rücken wollen, so werden Sie früher oder später dazu kommen tragen. Als er in die Kaserne zurückkam, sei es ihm aufgefallen, Außer diesem Freiherrn hatte die Frau Doktor noch zahlreiche deshalb müssen wir sie vom Alkohol fernhalten. In der That kann Civilisten und seiner Rückkehr habe höchstens eine Viertelstunde be- brauchen solle, um als gebildet zu erscheinen müſſen, in unsren Reihen zu kämpfen! Wir müssen ja von unsren Parteigenossen vor allem Nüchternheit und Besonnenheit fordern, daß man den Inhaftierten in die 8elle abgeführt habe, was Liebhaber, worüber fie in ihrem Tagebuche gewissenhafte er gar nicht beabsichtigt habe. Dort habe er einen Schußmann ge- Buchungen machte. Auch dieses Buch ist in den Händen des Ehe- ich nach meinen Erfahrungen sagen: Ein Teil der organisierten funden, den inzwischen andre Civilpersonen geholt hatten. Nachdem manns. Ein Assessor in Leipzig, der kleine Meyer" fandte ihr auch östreichischen Arbeiterschaft ist direkt abstinent, die Herren Dr. Fröhlich fich der Häftling als Dr. med. Schaumann, Schumannstraße wohn- nach der Heirat monatlich 60 M. und einmal 2000 m. Außerdem Teil steht die Arbeiterschaft der Abstinenz freundlich gegenund Dr. Wlafsak haben darum große Verdienste. Zum andren haft, legitimiert habe, sei dieser wieder auf freien Fuß gesezt hat sich ihretwegen unlängst ein Lieutenant Großer erschossen. worden. Persönlich habe er Dr. Schaumann früher nicht gekannt, über. Sie werden zum Beispiel finden, daß abstinente nur sein Aeußeres sei ihm beschrieben worden. Leute in der organisierten Arbeiterschaft weniger gehänselt werden wie in bürgerlichen Schichten. Die Leute haben eben die Empfindung, daß der Kampf gegen den Alkohol ein wichtiges hat nach fünftägiger Dauer am Sonnabend seine Sigungen ge- Mittel zum Stampf für die sociale Befreiung ist. Wenn schlossen. Die Verhandlungen des letzten Tages beanspruchen ein etwas in Ihrer Bewegung verheißungsvoll ist, so ist es dies, daß febeanspruchen ein ganz besonderes Intereſſe durch das Eingreifen unsrer östreichischen die socialistische Bewegung fie aufgenommen hat, jene Bewegung, Barteigenoffen. Die Genossen Dr. Bernerstorfer und Dr. Ver- die seit den Zeiten des Urchristentums die größte sittliche Bewegung tauf wiesen darauf hin, daß der Kampf gegen den Alkohol Stück der Erde ist und unsrer Zeit ihren Stempel gegeben hat.( Anhaltender werk und einseitig bleiben müsse, wenn man die Augen davor ver- Beifall.) schließt, daß die Produktion und der Konsum von Alkohol ein Alkoholismus und Klaffenkampf. Grund- und Eckstein des tapitalistischen lassen= Oberrichter Otto Lang- Zürich: Die Anti- Alkoholbewegung staats und des Militarismus ist. Sie bezeichneten den sollte nie dem Klasseninteresse widersprechen. Punkt, wo die Alkoholbewegung, wenn sie konsequent ist, über sich Die organisierte Arbeiterschaft gebe sich zum Teil der irrigen Vors: Es muß Ihnen zum Vorwurf gemacht werden, daß Sie den Mann festhalten ließen, bis Sie wiederkamen. Angell.: Ich habe diesen Befehl Festhalten, bis ich wieder tomme", in der Aufregung gegeben. " Präs.: Sie wußten doch, daß Sie kein Recht hatten, Civilisten festhalten zu lassen? Anget: Ja, ich war, wie gesagt, aufgeregt. Präs. Hatten Sie nicht von der Frau während der Fahrt gehört, daß diese Person ihr Mann sei? Sollten Sie darüber gar nichts gesprochen haben? Anget: Nein. Die Frau tonnte ihren Mann gar nicht sehen. " Der achte internationale Anti- Alkohol- Kongreß • = ganz gut bei Auffassung hin, daß die Abstinenzbewegung dem Klaffenkampf gezogen. Dies veranlaßte den Inspektor Gerenhi, der nach man, wenn man höflich ist. Ich will damit nicht jede Flegelei ent abträglich sei. Schuld an diesem Mißtrauen tragen manche Bertauf sprach, zu folgenden Ausführungen: Es ist mir etwas schuldigen, aber eine ehrliche Grobheit thut oft not Abstinenzler selbst, heute sei jedoch dies anders geworden. ungemütlich, jetzt das Wort zu ergreifen, weil es mir scheint,( Bwischenruf: Wo sie hingehört!) und Dem Arbeiter könne die Abstinenz deswegen empfohlen werden, weil als ob dieser Kongreß einen politischen Anstrich offiziellen Dingen. Der Herr Präsident hat uns ein Motiv fie ihm andre Genüsse biete, als er fie im Gasthaus bekommen hätte.( Rufe: Sehr richtig!) Ich stehe der Politik ferne unterschoben, das ich auf das energischte und entschiedenste finde. Aus der Klassenlage des Arbeiters ergeben sich dem Alkohol- und will mich nicht in Politif einlassen.( Buftim- zurückweisen muß. Ich habe als Mitglied der Organisationsgenuß zuzuschreibende Komplikationen schwerster Art. Viele Ar- mung.) Daß hier Politit getrieben wurde, glaube ich daraus zu kommission das Meinige beigetragen, um der Abstinenz einen Weg beiter suchen im Alkohol Stimmung; sie werden ersehen, daß die Person des Herrn Ehrenpräsidenten unter den Arbeitern zu bahnen. Ich möchte mich sehr dagegen bedürfnisloser und dadurch ein Ausbeutungs- in die Debatte gezogen wurde. Das ist aber Sache verwahren, wenn man durch Abstinenz vom Alkohol objekt des Arbeitgebers. Gegenwärtig liegen die des Herrn Präsidenten.( Präsident Dr. Gruber: Ja, bitte das mir auch zur Abstinenz von aller Kritik gegenVerhältnisse so, daß das Wirtshaus dem Arbeiter die zu überlassen.) über den Anti Alkoholikern verpflichtet würde. Wohnung erfeßt, denn die Bedürfnisse nach einer entsprechenden Dr. Wlassat vermag das Bedauern des Vorredners über Jch halte es daher für notwendig, die Bemerkung des Herrn PräfiWohnung könne er nie befriedigen. Die gesamte Partei sei, um die Debatte nicht zu teilen. Dr. Verkauf hat nichts andres denten mit dem gebührenden Respekt zurückzuweisen.( Dedie Widerstandsfähigkeit des Arbeiters zu heben, am Kampfe gegen gethan, als daß er eine größere socialwissenschaftliche monstrativer Beifall und Zischen.) den Alkohol interessiert. Dieser Stampf habe sich nicht allein gegen Berspettive in die Debatte hineingebracht hat. Wir sind vor Präsident Dr. Gruber: Ich erkläre, daß ich das Recht die Trunksucht, sondern gegen den gesellschaftlichen Trinkawang allem unabhängige Männer, die die Wahrheit zu der Kritik nicht bemängelt habe und auch nicht eine Thatsache, zu richten. Die Formel würde lauten: Erfaggetränke, Ersay- fagen haben.( Demonstrativer Beifall.) Wohl ist es ein sondern nur die Form, in der die Kritik geschieht. Ich will loyal alkoholfreie Wirtschaften einerfeits, Fehler der Socialdemokratie, daß sie meine, in der gegenwärtigen erklären, daß ich von dem Plaz, auf dem ich mich befinde, einen Emanzipation von der Wirtschaft anderseits. Der Gesellschaftsordnung könne der Kampf gegen den Altoholismus nicht Teil der Ausführungen, die ich gemacht habe, nicht hätte thun Kampf richtet sich nicht allein gegen den Schnaps, sondern auch geführt werden. sollen.( Stürmischer, allseitiger Beifall.) gegen das Bier. Schnaps macht trant, Bier dum m. Unfre Genossen haben, wie man sieht, bei der Debatte aus( Zustimmung.) Nirgends gedeiht der dickbäuchige gezeichnet abgeschnitten. Der nächste Kongreß soll in Bremen Philister so wie am Stammtisch. Die Abstinenzabgehalten werden. betvegung wird wohl Anhang gewinnen in der Arbeiterschaft, und der abstinente Arbeiter wird wohl bald dieselbe Achtung gewinnen wie der Trinker. Ich wünschte, daß sich die Arbeiterschaft der Einsicht nie verschließen möge, daß die Abstinenz bewegung der Stüßpunkt für socialpolitische wirtschaftliche Erfolge sei.( Stürmischer, anhaltender Beifall.) räume, " Eingegangene Druckschriften. Sodann nahm der Präsident Dr. Gruber das Wort und führte u. a. aus, daß man es von den Herren socialdemokratischen Führern" gewohnt sei, daß sie, wenn sie sprechen, eine oder die andre Unhöflichkeit einflechten.( 8wischenruf des Genoffen Dr. Adler: Daß wir die Wahrheitsagen!) Die Herren sind höfliche Menschen unter vier Augen, aber wenn sie sprechen, halten sie es für notwendig, etwas schärfere Worte zu gebrauchen, damit sie bei ihren 28. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das Parteigenoffen nicht verdächtig werden.( Widerspruch und Ueber Kamaschendrill. Karl Lueger. Von Friz Austerlitz( Wien). Beifall.) Was die Sachlage anlangt. so möchte ich darauf auf- Mutterschaft und geistige Arbeit. Bon A. Bebel. Einige Argumente merksam machen, daß ich zwar den borgebrachten Anschauungen der für die Verstaatlichung des Bergbaues. Von H. Möller. Die socia Herren Bernerstorfer und Verkauf gewissermaßen bei- listischen Gewerkschaften in Spanien. Von Heinrich Cunow. Technische pflichte, daß es einst nicht ohne politische Konflikte Fortschritte im Bauwesen. Von P. M. Grempe. Litterarische Rundschau: abgehen wird, wenn die Antialkoholbewegung eine gewisse Emil Berthes, Eine moderne Gründergeschichte. Notizen: In eigner Die Reden der focialistischen Teilnehmer zeitigten noch ein Macht erlangt hat. Sache. Von F. Mehring. Nochmals" Der Zukunftsfrieg". Von Rudolf fleines Rencontre zwischen diesen, namentlich Dr. Adler, und dem Krafft. Kosten der Rübenverarbeitung. Von P. M. Grempe. Feuilleton: Gegen diese Bemerkungen des Herrn Dr. Gruber nahm Dr. Adler In der Schlucht. Von Anton Tschechow. Aus dem Russischen übersetzt Präsidenten. Der östreichische Ministerpräsident Dr. Körber war zur Geschäftsordnung das Wort. Es hat dem Herrn Präsidenten von Eugenie Kliorin.( Fortsetzung.) bekanntlich zum Ehrenpräsidenten des Kongresses ernannt worden.| beliebt zu sagen, daß die Herren Socialdemokraten, wenn sie öffentBernerstorfer und Verkauf hatten ihn mit in die Debatte lich auftreten, unhöflich sind. Goethe sagte: Im Deutschen lügt Der Präsident tennzeichnete in seinem Dantesworte den Vortrag Langs als einen vom tieffittlichen Ernste durchdrungenen. * Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 16. April. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Macbeth. Anfang 71/2 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Thalia Theater Ensemble- Gastspiel d. Central- Theater: Heute zum erstenmal mit vollständig neuer Ausstattung: Die schöne Helena. Operette in 3 Atten von Offenbach. Calchas... Emil Thomas a. G. Helena Riesa Stella a. G. Herren: Ander, Schüz, Frl. Milani. ** RANIA Passage- Panopticum. Singhalesen- Truppe Taubenstr. 48/49. Im Theater Dienstagabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Invalidenstr. 57/62. Central- Theater. Tagl. Sternwarte. Gastspiel des Schlierseer Bauern Heute abend 7/2 Uhr zum 604. Male: Theaters. Jägerblut. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Ein Rabenvater. Anfang 8 Uhr. Die versunkene Gloce. Deutsches. Anfang 712 Uhr. Leffing. Die Zwillingsschwester. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft. ( 2. Teil.) Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Leontinens Chemänner. Vorher: Teremtete. 71 Uhr. Neues. Geschlossen. Anfang Die Geisha. Mimosa... Mia Werber. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Apollo- Theater. Frau Luna. Grosse Ausstattungs- Operette von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. Westen. Fatiniza. Anfang 7%, Uhr. Gastspiel des berühmten Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7½ Uhr. Thalia. Die schöne Helena. An: fang 712 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Luisen. Talmi. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 71 Uhr. Anfang Carl Weiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel ber Schwarzwälder. Die Spaze ver zähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Der Walzerkönig. Der Photoscop. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen Ringfämpfe. Rigo, der Geigerkönig. Luftballetts Grigolatis. Neues SpecialitätenProgramm. Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Passage- Theater Anfang an Wochentagen um 3 Uhr, Sonntags um 12 Uhr. Das sensationelle April- Programm! Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe. Ferner: Rigo, der Geigerkönig, u. 19 erstkl. Nummern. Specialitäten- Borstellung. Anfang Sanssouci nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali Jeden Sonntag, Montag täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: und Donnerstag: Hoffmanns" Unser Rhein von der Quelle Nordd. Sänger. bis zur Mündung". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Stets wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen Wochentags Vereinsbillets gültig. Tanz frei. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Sonn abende für Vereine frei. Schluß der Saison und Drama in 1 Att von Georg Reide. Abschiedsvorstellung am 2. Mai. Hierauf: Ein Rabenvater. Schwant in 3 Atten von Hanns Fischer und Joseph Jarno. -HW Mittwoch abend 8 Uhr: Der Sterngucker. Sierauf: Ein Rabenvater. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Sierauf: Ein Rabenvater. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Größter Erfolg der Saison. Ein weiblicher Mazeppa. Großes Ausstattungsstück. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Opern- Gaftspiel. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Papageno. Schwank in 4 Aften von R. Kneifel. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Cirkus Busch Dienstag, den 16. April cr., 712 Uhr: Gr. Sports- Gala- Abend. Auftreten d. berühmten amerikanischen Pferdebändigers Prof. Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Zenfelsbrücke. Zum Schluß zum 140. Male: Die eiserne Maske. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schaustück in 4 Atten und 3 Hauptbildern. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Avis! Sonntag, den 21. April, zwei große Gala: Vorstellungen. Auf allgemeinen Wunsch nachmittags 4 Uhr: Die eiserne Maste, wozu jeder Erwachsene 1 Kind frei hat. FriedrichStrasse 165 Castan's Panopticum * Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Neu! ( Ceylon Infulaner). Marionetten- Theater. Entree inkl. 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Nur wer streng fefte Preise hat, wer alles zurüdnimmt, wer jeden Augenblick gewärtig sein muß, daß seine Waren als Wertmesser benutzt, mit andren verglichen werden, wer Runden weggehen lassen muß, weil er nichts abläßt, nur der ist billig, weil er billig sein mak. Herrmann Schlesinger, Moabit, Thurmstr. 85. Möbel- Magazin Otto& Slotawa, & Slotawa, Tischlermeister, Tischlermeister, Barg- Magazin Berlin NW., Bremerstrasse 67. 2. Geschäft: Turmstrasse 81. 8469* und Beerdigungs- Comptoir. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, Große Frankfurterstr. 117: General- Versammlung. Tages Ordnung: Lichtenberg. Friedrichsberg. Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr, in Höflichs Schwarzem Adler, Frankfurter Chaussee 120: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands und der Reviſoren. 2. Neuwahl des Vorstands und der Re- Die Bedeutung der Konsumvereine für die Arbeiter. biforen. 3. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über Häckels Welträtsel und die geistigen Strömungen der Gegenwart. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch ersucht Socialdemokratischer Wahlverein Der Vorstand. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Gabon). Elektra- Abendkurse Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, ( Südost). General- Versammlung in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tages Ordnung: N 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht des Kassierers. 3. Neuwahl des gesamten Vorstands. 4. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Paul Singer über: Die Thätigkeit der politischen Parteien im deutschen Reichstag. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. Beginn 17. April. Praft. u. theoretische Ausbild. für alle Zweige d. Elektrotechnik. Gr. Maschinensaal u. Praktikum Keine Vorkenntnisse. Zeugnis. Anmeldungen Neanderstr. 4. 243/15 Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung, 3.Maifeier! Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 195/10 NB. Die Broschüre Handelspolitik und Socialdemokratle" ist in der Versammlung zum Selbstkostenpreis erhältlich. 9. O. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 16. April 1901, abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der Revisoren. 2. Wahl des Gesamt: Vorstands. 3. Anträge und Verschiedenes. 4. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Was haben wir von einer Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes zu verlangen?" Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 246/8 Diskussion. Um zahlreichen Besuch der Arbeiter und Arbeiterinnen bittet Referent: Steinschneider. Rechtsanwalt 286/13 Der Einberufer. Achtung! MAURER. Achtung! Dienstag, den 16. April, abends 8 Uhr, in Stecherts Festsälen, Andreasstr. 21: General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 0 1. Beschlußfassung über die bis jetzt ausgearbeiteten Arbeitsbedingungen in der AchtzehnerRommiffion resp. die Vergleichsvorschläge des Einigungsamts des Gewerbegerichts. 2. Abrechnung Liet iebknecht- Büsten in fünftl. des Kassierers vom 1. Quartal 1901. 3. Vereinsangelegenheiten. Ausführung, 65 cm hoch, p. Stück Alle zum Streikgebiet gehörigen Vereine resp. Zahlstellen find verpflichtet, an dieser Ver 16,50 m., verf. franco per Nachnahme. fammlung teilzunehmen. Altrock, Cöln( Rh.), Mauritiuswall. 129/8 Ohne Mitgliedsbuch kein Ginlaß! Der Vorstand. Central- Verband der Maurer etc. mid Dienstag, den 16. April 1901, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: General- Versammlung Tages Ordnung: 137/ 4* aller zum Vertragsgebiete Berlin und Umgegend gehörigen Verbandsmitglieder. Beschlußfaffung über den Vergleichsvorschlag des Einigungsamts des Gewerbegerichts. affung über Deutscher Holzarbeiter- Verband. Arbeiter- Bildungs- Schule Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Verbandsmitglieder. ( Bahlftelle Berlin). Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Versammlung Sämtlicher Bezirke. Tagesordnung: 1. Die diesjährige Maifeier. 2. Das Alters: und Invalidengeset. Referent: Kollege Ahrens. 3. Werkstattdifferenzen. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst Ver trauensmännerkarte legitimiert. 80/9] Die Ortsverwaltung. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das II. Quartal 1901. Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff Für die Kollegen der Firma Ferd. Vogt, welche auf dem Bau Ede Gesetzes- Deutsche Reichs- und preussische Leipziger: und Charlottenstraße beschäftigt sind, findet am Donnerstag, den 18. April, abends 6/2 Uhr, eine Sigung bei Lier, Alte Jakobstr. 119, statt. Achtung! kunde Staatsverfassung UnterLehrer richtsAbend Geschichte Entstehung und Geschichte der verschiedenen Religionen Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner RechtsMontag Achtung! Nationalökonomie Das Genossenschaftswesen Referate und Diskussionen über anwalt Victor Fränkl Fräulein Fanny Imle Schriftsteller Dienstag Donnerstag Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Rigdorf.) Am Mittwoch, den 17. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Thomas, Hermannstr. 48-50: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Ergänzungswahl von Verwaltungs: mitgliedern. 3. Besprechung über die obligatorische Einführung des Extrabeitrags von 10 Bf. pro Woche. 4. Die diesjährige Maifeier. 5. Diskussion. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Rege Beteiligung erwünscht 80/8 Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband RedeUebung Themata aus dem socialen, gewerk- Dr.Rudolf Freitag schaftlichen und geistigen Leben Steiner Der Unterricht beginnt in Geschichte Montag, den 22. April; Donnerstag, den 25. April; Rede- Uebung Freitag; den 26. April. Gesetzeskunde Dienstag, den 23. April; Nationalökonomie Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 211 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Am Freitag, den 12. d. M., abends 103 Uhr, entschlief fanft nach langem schweren Leiden meine inniggeliebte Frau und gute Mutter Lina Kremser geb. Harhoff [ 676b im 30. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Franz Kremser nebst Tochter. Rirdorf, den 16. April 1901. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des St. Michael- KirchDie Verbandsleitung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manns sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie den Kollegen der Firma Spinn u. Sohn meinen herzlichsten Dant. 674b] Frau Louise Linke. Danksagung. Allen denen, die meinem Mann die Tezte Ehre erwiesen, insbesondre dem Verband der Töpfer und dem Gesangverein Alpenrose" für die mir er: wiesene Unterstüßung herzlichen Dant. 671b Witwe Scholz. hofs, Mariendorf, Mariendorfer Weg, Drts- Krankenkasse aus statt. Am Sonntagmorgen 234 Uhr erlöfte ein sanfter Tod meine liebe Frau und unsre gute Mutter [ 691b Auguste Krohmann von ihrem langen schweren Leiben, was wir hierdurch schmerzerfüllt anzeigen. August Krohmann nebst Kindern. nachmittags 5 Uhr, von der Leichen: Die Beerdigung findet am Mittwoch, Halle des Emmaus- Kirchhofs( Nixdorf) aus statt. Charlottenburg. Den am 13. d. M., nachm. 6/2 Uhr, erfolgten Tod meiner lieben Frau Fr. Lüddemann, Pestalozzistr. 36, zeige hiermit tiefbetrübt an. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unent- woch, ben 17. b. W., nachm. 3 Uhr, Die Beerdigung findet am witt geltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am von der Leichenhalle des Luisenkirch Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. schaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II, und in nachbesten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerk- hofs am Fürstenbrunner Weg aus statt. 13232] Die Hinterbliebenen. Dienstag, den 16. April 1901, abends 8 stehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstrasse 40 a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Kranse, Müllerstr. 7 a. ( Verwaltungsstelle Berlin). Uhr: Versammlung der Klempner in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Junker und Bauer in der preußischen Geschichte. 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten. Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr: Versammlung der Heizungsmonteure und Gehilfen im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Beratung des von der Kommission ausgearbeiteten Accordtarifs. Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr: Versammlung für Ober- Schöneweide bei John, Wilhelminenhofstr. 19. Mittwoch, den 17. April, abends 8½ Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz für den Süden 113/17 im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Die Ortsverwaltung. Centralverein der Bildhauer Deutschlands ( Verwaltungsstelle Berlin). Heute, Dienstag, den 16. d. M., Engel- ifer Nr. 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Architetten Feuerherd über: Industrie und Kunst". 3. Fortsetzung der Beratung über die Be schlüffe des Centralvorstands. 4. Berschiedenes. Bahlreiches Erscheinen unbedingt nötig. 28/18 Der Vorstand. Achtung! Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 42, Brandenburgstr. 9, IV., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 75, zu senden. Der Vorstand. VAN HOUTEN'S CACAO wird stets gerne getrunken, da sein Aroma im höchsten Grade entwickelt ist und er vor allem äusserst leicht verdaut wird. Die Bereitungsweise ist eine schnelle und einfache. In Berlin wird van Houtens Cacao tassenweise ausgeschänkt Dienstag, den 23. d. M.: Ordentliche Generalversammlung. in van Houtens Cacao- Stube, Werderschestrasse 7, in Achtung! der Nähe von Gerson. Dachdecker u. Berufsgenossen. ünliche Bähne Mittwoch, den 17. April 1901, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderfir. 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Tariftommission über die Verhandlungen mit der Meisterschaft. 2. Stellungnahme zum 1. Mat. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Tetzahlung Woche 1 Mark. ( 64/2 Bruno Steffens, Neanderst. 21 Köpenick! Die Partei- Spedition be findet sich jetzt in den Händen des Genossen Friedrich Woid. Schöner linderstraße 8. Auch nehmen die Beitungsausträger, Bestellungen auf Borwärts", Brandenburger Zeitung", Wahrer Jakob" und allen andren Schriften entgegen. ben der Stellmacher der am Mittwoch, den 24. April, abends 81/2 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188: Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Abnahme der Rechnung des Jahrs 1900 und Bericht der Revisoren. 2. Apothekerfrage, betr. eines den Krantentaffen zu gewährenden Rabatts. 3. Kaffenangelegenheiten und Ver schiedenes. 682b Der Vorstand. J. A.: F. Joscewski. Kranz- und Blumenbinderei Don Robert Meyer, Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumennur Mariannen- Straße 2. usw. werden fein u. preiswert geliefert. Arrangements, Bouquets, Guirlanden Verband d. Vergolder etc. Gänsefedern 60 Pf. Filiale Berlin. Nach langem Leiden verstarb unser Verbandskollege Alexander Nilsson im Alter von 36 Jahren an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Mittwochnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Rixdorfer Kirchhofs, Rudowerstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. pr. Pfd.( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänserupf m. 2.00, beffere daunige waare m. 2.50, 3.00, befte fchneeweiße m. 3.50, ruffische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 3.50. Prima geriffene m.3.00, 2.50. Dersand gegen Nachnahme. Berlin S., Gustav Lustig, pringenatraße 468. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Anerkennungsschreib. Achtung! Schmiede. Achtung! Dienstag, den 16. April 1901, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderftr. 27 c: Oeffentl. Versammlung der Schmiede Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen otte über:" Die Bedeutung des 1. Mai". 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nötig, daß sich die Kollegen recht zahlreich an der Versammlung beteiligen. [ 176/4 Der Einberufer. Eugen Joachims Möbelfabrik Neue Königstraße 59, nahe Meranderplaz. Großer Möbelspeicher. Specialgeschäft für kleine und mittlere Wohnungs- Einrichtungen. Teilzahlung unter den coulantesten Bedingungen gestattet, Beamten mit ganz geringer Anzahlung. Ganz besonders zu empfehlen ist der große Vorrat verliehen gewesener und gebrauchter Möbel, die wie neu sind und billig abgegeben werden. Brautleute, welche eine dauerhafte und billige Einrichtung kaufen wollen, bitte ich, ohne jeden Kaufzwang mein folossales Lager vor Einkauf zu besichtigen. 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April 1901. nur zum geringeren Teil aus Geburtenüberschuß, zum größeren aus hauptet, Marie Stabler habe sich selbst erschossen. Nachdem sie sich Zuzugsüberschuß. 1900( bezw. 1899) wurden 51 658( 50 924) Kinder zum Teil entkleidet, habe sie sich plöglich geweigert, ihm zu geboren, davon lebend 49 819( 49 157), tot 1839( 1767), und es willen zu sein. Mit den Worten: Gs paßt mir nicht mehr starben 35 409( 34 011) Personen, von den Totgeburten abgesehen. auf dieser Welt", habe sie sich auf den Teppich gelegt und eine Kugel rührt sich die Arbeiterschaft Berlins und der Vororte auch in diesem Der Geburtenüberschuß war also nur 14 410( 15 146). Als in die Brust geschossen. Er habe sich heftig erschrocken und sei eiligst Jahre zur rechten Zeit, damit die Demonstration für die Ideale des 191 366( 178 654) gemeldet. Zu der legteren Zahl ist jedoch wegen der feines Wiffens jemals gesehen. Diese Darstellung glaubt man deni zugezogen wurden 250 882( 235 611) Berfonen, als fortgezogen davon gelaufen. Vorher habe er die Stadler weder gekannt noch flaffenbewußten Proletariats einen würdigen und eindrucksvollen Unvollständigkeit der Meldungen und in Berücksichtigung der Wende- Verhafteten nicht. Er ist ein großer hagerer Mensch mit dunklen, Berlauf nehme. Wie früher, so wird auch diesmal am Vormittag rungen des Militärbestands noch ein Zuschlag zu machen, den das Sta stechenden Augen. Er trägt elegante Kleider nnd saubere, blaudes Arbeiter- Feiertags von den einzelnen Berufsorganisationen und tistische Amt auf 31181( 29306) berechnet. Der Zuzugs- leber- farierte Wäsche. Durch einen etwas tänzelnden Gang sucht er feine Gruppen eine Heerschau über die Fortschritte auf dem Gebiete der schuß stellt sich dann auf 28 335( 27 651). Von dem gesamten Be- Erscheinung zu heben. Die gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche der gewerkschaftlichen Thätigkeit veranstaltet werden, während der völkerungszuwachs tamen demnach im letzten( bezw. vorlegten) Jahre Ermordeten findet heute nachmittag statt. Nachmittag, dem zwölfjährigen Brauch entsprechend, die Männer, auf den Geburtenüberschuß nur 33,71( 35,39) Broz., auf den ZuzugsFrauen und Kinder des Klassenbewußten Proletariats um die überschuß dagegen 66,29( 64,61) Broz. Berglichen mit dem Jahres- Die Gewitterwarnung im Fernsprechwesen, deren Eingroßen, von der Partei veranstalteten Festlichkeiten versammeln wird. durchschnitt der Bevölkerungszahl, der sich nach den Berechnungen des richtung bereits vor längerer Zeit angekündigt worden ist, kam bei Statistischen Amts für 1900( beztv. 1899) auf 1864 203( 1 820 086) dem gestern, Montag, zum Ausbruch gekommenen Unwetter auf dem Diese Einteilung des Feiertags ist sozusagen zur allgemeinen Regel stellt, waren die Lebendgebornen 26,72( 27,01) auf 1000 Personen der Fernsprechamt III zum erstenmal zur praktischen Anwendung. Kurz geworden, und nur wenige Organisationen haben auch den Nach- Bevölkerung, die Totgebornen 0,99( 0,97), alle Gebornen 27,71( 27,98), vor 12 Uhr wurden sämtliche Teilnehmer dieses Bermittelungsamts mittag abgesondert bom großen Ganzen für sich gefeiert. Mögen die Gestorbenen ohne Totgeborne 18,99( 18,69), also der Geburten- durch ein sechsmaliges furzes Anschlagen der Alarmglocke von der nun auch verschiedene wohlerwogene Gründe für diese Sonder- überschuß 7,73( 8,32), ferner die Bugezogenen 134,58( 129,45), die Fort- Einstellung des Betriebs verständigt. Gleichzeitig wurden die geveranstaltungen gesprochen haben, so meinen wir doch, und wir gezogenen mit dem Buschlag 119,38( 114,26), also der Zuzugsüber famten 6000 Leitungen der Teilnehmer an den neuen Erdapparat befinden uns in dieser Frage im Einverständnis mit der erdrückenden fchuß 15,20( 15,19), mithin der gesamte Zuwachs 22,98( 23,51) auf angeschlossen und der letztere in Betrieb gesetzt. Die Thätigkeit des Mehrheit der Vertreter der Arbeiterschaft, daß es den Festlichkeiten 1000 Personen der Bevölkerung. Bemerkenwert ist, daß auch im Apparats macht sich den Teilnehmern bemerkbar, sobald man die einen einheitlicheren Geist geben würde, wenn auch die Organi- lezten Jahre wieder im Vergleich zur Bevölkerungszahl die Ge- Hörmuschel von dem Kontakt herunternimmt und gegen das Ohr burten abgenommen, Sie Sterbefälle zuge- hält, durch ein pochendes Geräusch. Dasselbe wird augenblicklich fationen, die den nachmittag bisher noch für sich gefeiert haben, auf nommen haben. Die fich daraus ergebende Abnahme des Ge- wahrgenommen und dauert so lange, als die Gewitterspannung die Sonderfestlichkeiten verzichteten und sich einheitlich den burtenüberschusses ist in dem Rüdgang des Bevölkerungszuwachfes anhält. großen Bartei Veranstaltungen anschlössen. Für die ber- voll zur Geltung gekommen; denn der Zuzugsüberschuß ist gegen Eine Mormonen- Konferenz, an der sich etwa 300 Personen hältnismäßig geringe Zahl der hier in Betracht kommenden das vorletzte Jahr fast gar nicht gestiegen, weil der an sich be- beiderlei Geschlechts beteiligten, fand gestern in den Königssälen statt. Vereine wäre das Opfer leicht, wenn von einem solchen überhaupt deutenden Vermehrung der Zuzüge eine fast ebenso starte Ver- Aeltester Arnold H. Schultheß, Präsident der deutschen Mission, geredet werden kann; die großen parteigenössischen Veranstaltungen mehrung der Fortzüge gegenüberſtand. wies auf die Erfolge der mormonistischen Propaganda im Deutschen würden dadurch aber an geschlossener Wirksamkeit erheblich gewinnen. Reiche hin. Die Zahl der Mormoninnen in Berlin erhält öfters aus Wir sind überzeugt, daß die Bitte, der wir hier im Namen aller in Utah Verstärkungen durch Entsendung junger Missionärinnen, die sich Betracht kommenden Faktoren Ausdruck geben, gern erfüllt wird, und hier meist dem Musikstudium widmeten. daß am kommenden Maifeiertag die Nachmittagsveranstaltungen besteht zum größten Teil aus Handwerkern und Arbeitern. einheitlich von der gesamten Klassenbewußten Arbeiterschaft besucht werden. Der Wahlverein für den 4. Wahlkreis, Often, hält heute Frankfurterstr. 117 feine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen Vorstandsbericht, Neuwahlen und ein Vortrag des Herrn Dr. Steiner über Hädels Welträtsel und die geistigen Strömungen der Gegenwart. Der Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlfreis hält am heutigen Dienstag im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23, seine Generalversammlung ab. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der Revisoren. 2. Wahl des Gesamtvorstands. 3. Anträge und Verschiedenes. 4. Vortrag des Genossen Dr. Wehl über: Was haben wir von einer Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes zu verlangen? Schöneberg. Die Parteigenossen werden nochmals auf die heute abend im Klubhause stattfindende Generalversammlung des Wahlvereins hingewiesen. Vortrag Adolf Hoffmanns: Wohin steuern wir? Friedrichsfelde. Wegen der am 16. d. M. stattfindenden Kontrollversammlung wird die Generalversamm lung des Wahlvereins auf den 23. d. M. verlegt. Von den vereinigten Gewerkschaften des Orts wird die Maifeier am Vormittag 10 Uhr durch Versammlungen und abends durch eine allgemeine Feier begangen. Tokales. Einen Mißbrauch der Unternehmergewalt will die bekannte Liqueurfabrit von Meyer u. Co. im Verkehr mit ihren Kutschern einführen. Sie hat den in Betracht kommenden Angestellten folgenden Schein zur Unterschrift vorgelegt: Ich bescheinige den Herren Meher u. Co., daß ich von diesen mur unter der ausdrücklichen Bedingung angestellt bin, daß ich für diejenigen Waren, die mir zur Ablieferung übergeben, und die ich zu diesem Behuf auf den Wagen geladen habe oder welche mir aufgeladen sind, verantwortlich bin und daß ich das Fehlende, sei es durch Diebstahl oder erschlagen oder auf sonst eine andre Art und Weise abhanden gekommen, zu ersehen habe. Ich habe die Verpflichtung, mich davon zu überzeugen, daß ich die Waren laut Lieferschein richtig erhalten, und verzichte auf den Einwand, daß ich die Richtigkeit nicht vorher geprüft habe. Ich stelle zu diesem Zwecke eine Kaution von 50 m., aus welcher die Firma sich im Fall eines entstandenen Schadens bezahlt machen darf. Reicht diese noch nicht aus, so ist dieselbe auch berechtigt, meinen Lohn in Anspruch zu nehmen. Wie wir hören, weigern sich die in Betracht kommenden Angestellten, diesen Nevers zu unterschreiben. Eine solche Weigerung wäre nur etwas Selbstverständliches. Aber selbst wenn es den Unternehmern gelingen sollte, Arbeiter zu finden, welche sich zur Unterschrift bereit erklären, so wäre die Maßregel der Firma wertlos. Denn das Gewerbegericht hat mehrfach Entscheidungen gefällt, wonach die Aufbürdung von Verpflichtungen der genannten Art wider die guten Sitten verstößt und daher solche Verpflichtungen von den Arbeitern nicht gehalten werden brauchen. Nach einem uns vorliegenden Erkenntnis begründet nur Vorsaz oder Fahrlässigkeit des Kutschers einen Anspruch auf Schadenersazz; ein Vertrag, der den Kutscher für Diebftahl verantwortlich macht, verstößt, so heißt es, gegen die guten Sitten und ist daher ungültig. begangen habe. Die Berliner Gemeinde 3 Der auf rätselhafte Weise ums Leben gekommene Gürtlermeister Franz Beiger aus Charlottenburg ist auf dem Friedhof des Dorfes Gatow, zu dessen Gemeindegebiet der Fundort der Leiche gehört, zur letzten Ruhe bestattet worden; das Gericht hat die Leiche freigegeben, ohne noch vorher eine Obduktion anzuordnen. nimmt also eine Gewaltthat, ein Verbrechen nicht als vorliegend an. Das Fehlen der Barschaft, der Taschenuhr und des Rockes ist vermutlich auf eine Plünderung des Toten im Wasser zurückzuführen; diese Annahme teilt auch die Behörde. Hätte der Leichenräuber freilich gewußt, daß für die Auffindung des Vermißten von dessen Bater eine Belohnung von 300 M. ausgesetzt war, so würde er, anstatt die Leiche zu berauben, von deren Fund sogleich Anzeige erstattet haben. Durch die Explosion einer Bierflasche wurde der in der Berliner Bodbrauerei, Chauffeeftr. 58, beschäftigte Bierabzieher Toge schwer verlegt. Das Bier wird in der Brauerei unter zwei Atmosphären Druck in die zu füllenden Flaschen getrieben. Den Abziehern ist es zur Pflicht gemacht, sich bei dieser Arbeit starter Lederhandschuhe zu bedienen, was Toge, um schneller arbeiten zu fönnen, nicht beachtete. Plötzlich explodierte eine Flasche, die Scherben zerschmetterten dem Unglücklichen die linke Hand, unter dem gewaltigen Druck wurden die Finger bis auf die Knochen durchgeschlagen. Der Verletzte wurde nach der Unfallstation in der indowerstraße gebracht, wo er die erste Hilfe erhielt. Im Tiergarten erhängte sich am Sonntagabend der 36 Jahre alte Maurer Hermann Gensice, der bei seinem verheirateten 8willingsbruder, dem Schlosser Emil Genside in der Gleditschstr. 8 wohnte. Der Mann hatte 1/2 Jahre lang ein Verhältnis mit einem Dienstmädchen, das ebenso alt ist wie er und schon vierzehn Jahre auf derselben Stelle dient. Kurz vor Ostern lösten sich die Be der Arbeit zitterte er vor nervöser Aufregung. Am Sonntagabend ziehungen. Seitdem war Genfice nicht wiederzuerkennen; selbst bei um 9 Uhr ging er von Hause weg. Gestern morgen um 6 Uhr fand man ihn in der Nähe der Hohenzollernstraße im Tiergarten als Leiche phäno- an einem Baume hängen. Wieder ein Opfer der Spielhagen- Banken. Der Referendar Mainz, wo er als Lieutenant im großherzoglich hessischen LeibInfanterie- Regiment Nr. 117 eine Reserve- lebung absolvieren sollte, erichoß, ist ein Opfer des Krachs der Sandenschen Banken geworden. Elze war der Sohn eines verstorbenen Fabrikdirektors," deffen in Potsdam wohnende Witwe faft ihr ganzes Vermögen in Papieren der Deutschen Grundschuldbank angelegt hatte. Schaf aus der Thomasstr. 13 zu Rigdorf. Bei der Arbeit stürzte er Am Hochbahnbau verunglückte vorgestern der Dachdecker vom Dach des neuen Bahnhofs am Warschauerplatz herab und zog ich einen Beinbruch und schwere immere Verlegungen zu. Ein Koppcher Rettungswagen brachte den Verunglückten nach dem Krankenbaus am Urban. Mord oder Selbstmord? Eine Blutthat, die an einer Die bevorstehende Bürgermeisterwahl hatte der staatlichen Aufsichtsbehörde Veranlassung an den Anschlagfäulen zur öffentlichen Kenntnis. Der Fall ist höchst Prostituierten verübt worden, brachte das Polizeipräsidium Sonntag zu einer Anordnung gegeben, die mit Recht Aufsehen erregt hat. seltsam. Weniger dadurch, daß ein Mädchen der genannten Art Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg Herr v. Bethmann ihr Leben durch ein Verbrechen lassen mußte. Das war leider Hollweg hatte unter dem 27. Februar d. J. den Magistrat„ ersucht", Wohl aber verdient ja schon häufiger da. der nach Vollziehung der Wahl durch die Stadtverordneten- Versammlung menale Umstand hervorgehoben zu werden, daß es der dem der Aufsichtsbehörde einzureichenden Antrag auf Bestäti gung außer dem gesetzlich vorgeschriebenen Bericht über die Polizei in diesem Falle gelungen ist, des Mörders wirklich Dr. jur. Hans Elge aus Potsdam, der sich in der vorigen Woche in habhaft zu werden. Das ist etwas so Eigenartiges, daß das ErWahlhandlung auch eine Angabe der Teilnehmer am staunen über die Findigkeit der Sicherheitsbehörde durch die zulässige nicht mit hinreichender Deutlichkeit hervor, ob, nur die Zahl oder gangen, nicht im geringsten herabgemindert wird. ah I att" beizufügen. Aus dem Wortlaut des Schreibens ging Annahme, der vermeintliche Täter habe das Verbrechen nicht beDer Thäter, ein auch die Namen der Teilnehmer angegeben werden sollten; man Modelltischler Fritz Elze, behauptet nämlich, daß das in Betracht war aber vielfach der Ansicht, daß die Aufsichtsbehörde die Namen kommende Mädchen, die Prostituierte Marie Stadler aus Augsburg, haben wolle. Daß diese Annahme zutreffend war, ergiebt sich aus in ihrer Wohnung, Sebastianstr. 33, vor seinen Augen Selbstmord einem zweiten Schreiben des Oberpräsidenten, das jetzt vom Magistrat der Stadtverordneten Versammlung zur Kenntnisnahme vorUeber den Fall wird berichtet: Die Prostituierte Marie Stadler, gelegt wird. Der Herr Oberpräsident hat unter dem 27. März d. I. die sich für eine Schneiderin ausgab, wohnte seit dem 1. April im seine Wünsche dahin eingeschränkt, daß ihm nur die 3 ahl der 4. Stock des Borderhauses in der Sebastianstraße 33, wo sie von Teilnehmer am Wahlatt mitgeteilt werden soll. Er habe, sagt dem Rennbahn- Billeteur Batichte eine leere Stube abgemietet er, den Eindruck gewonnen, als sei seine Anordnung in einzelnen hatte. Sonntagvormittag kurz vor 10 Uhr trachte in ihrem Eine verkannte Schönheit. In argem Verruf steht immer städtischen Kreisen einer mißverständlichen Auffassung begegnet. Daß Bimmer ein Schuß. Hereinstürmende Hausbewohner fanden das noch des heiligen römischen Reichs Streusandbüchse, die Mart. Als er thatsächlich die Namen wissen wollte, stellt er indes nicht in Mädchen mit einem Schuß in der Brust auf der Erde liegend. öde Wüstenei gilt sie nicht nur im großen Deutschland, wo man beAbrede. Er giebt es sogar indirekt zu, indem er bemerkt, falls der als der Schuß gefallen war, hatte sie laut aufgeschrien:" Mörder! tanntlich auf Berlin und seine Umgegend noch nie grün zu sprechen Mein Mann ist ein Mörder!" Ein Arzt stellte sofort fest, daß das war; auch in der Reichshauptstadt selber wird unter honetten Leuten Angabe der Teilnehmer am Wahlatt irgendwelche Schwierigkeiten mädchen eine tödliche Schußwunde in der Nähe des Herzens hatte als nächstes Land, das als Gegend" zu betrachten wäre, etwa der entgegenstehen sollten, werde auch eine Mitteilung der Bahl der und ließ einen Krantenwagen holen. Die Verwundete schrie unauf Sara genannt. Dies Unrecht gut zu machen, haben sich Teilnehmer genügen, da die Kenntnis der Namen dieser hörlich, man möge ihr ein Mittel eingeben, das den Tod herbei- feit langem verdiente Männer wie Fontane und Trojan Teilnehmer nicht interessiere. Wie fühl das flingt; führe, fie tönne nicht länger mehr leben. Sie wurde nach dem bemüht, und 811 ihnen gefelt sich neuerdings Herr ,, nicht intereffiere!" Wirklich nicht? Warum wurde denn Krankenhause Am Urban gebracht, verstarb aber bei ihrer Ankunft. Franz Görte, der im Gegensatz zu den vorhin ge= dann nicht von vornherein erklärt, daß man nur die An- Die Ermordete ist eine kleine schmächtige Person. Mehrere nannten Größeren das gedruckte Wort verschmäht und dafür als gabe der Bahl fordere? Warum wird auch jetzt noch nicht in Personen wurden im Lauf des Tags und Abends als verdächtig moderner Mann das Rednerpult und den photographischen Apparat bestimmter Form erklärt, daß man keine Ramenangabe wolle, eingezogen, aber alsbald wieder entlassen, da alle ihre Alibi nach wirken läßt. warum wird nur gesagt, daß man sich bei entgegenstehenden wiesen. Montagmorgen prangte an den Anschlagfäulen eine Bekannt- In der Urania hielt Herr Görke am Sonnabend zum ersten„ Charakter Schwierigkeiten„ auch" mit der bloßen Zahlenangabe begnügen werde? machung der Polizei, in der auf die Ergreifung des vermeintlichen male einen neuen Projektionsvortrag, den er Mörders 2000 M. Belohnung ausgesetzt wurden. bilder aus der Mart" benannte, und der als eine Fortsegung Ob es wohl der Herr Oberpräsident übel vermerkt hätte, wenn der Inzwischen war aber der gesuchte Mann von der Polizei, feiner früheren Malerischen Wanderung durch die Mark" zu be= Magistrat in mißverständlicher Auffassung der oberpräsidentlichen An- die den ganzen Tag gearbeitet hatte, bereits gefaßt. Er trachten ist. Mit liebevoller Anhänglichkeit an Land und Leute ordnung dem Antrag auf Bestätigung der Wahl wirklich die den ist nachts um 1 Uhr in der Person eines im Jahre 1863 au Magde- führte Herr Görke uns diesmal vornehmlich in die Alt= Herrn Oberpräsidenten nicht interessierenden Namen der Teil- burg gebornen Frizz Elze, der sich Modelltischler nennt, festgenommen mart, wo sich besonders Tangermünde mit seinen mittelbor uns aufthat. Auch das erscheint nehmer beigefügt hätte? Der vom Oberpräsidenten jetzt worden. Die Kriminalpolizei hat eine sehr schwierige Aufgabe in alterlichen Bauten gemachte Versuch, die Fassung seines ersten Schreibene ale furzer Zeit gelöft. Sie hatte zunächst die Beschreibung des Ver- seltsam, daß in der Mark historische Erinnerungen aufmit den gesetzlichen Vorschriften im Einklang befindlich befindlich dächtigen als eines Mannes mit grauem Mantel und Kalabreferhut. Erst bewahrt sind. Man schließt meist von Berlin auf die Umgegend und mühsame Ermittlungen ergänzten dies Bild und veränderten es auf die hält es für ausgeschlossen, daß im Lande Sehenswürdigkeiten zu nachzuweisen, ist ist unfres Erachtens vollständig mißlungen. Beschreibungen der polizeilichen Bekanntmachung. Ein Heer von Beamten finden sein sollen, die über die Bopfzeit mit ihren nüchternen Staſernen Herr v. Bethmann- Hollweg beruft sich auf ein Schreiben vom wurde aufgeboten, um den Verkehr der Ermordeten zu erforschen. und Kirchen weit, weit hinausreichen. Und doch treffen wir nament 2. Januar 1884, durch das der damalige Minister v. Buttkamer den Da stieß man aber am Sonntag auf neue Schwierigkeiten, da fast lich in den kleinen Städten der Altmark in Rathäusern und Kirchen damaligen Oberpräsidenten v. Achenbach anwies, die Beobachtung alle Raffeelokale, in denen Marie Stadler zu verkehren pflegte, den auf Erinnerungen, in denen sich die Gothik so rein und fünstlerisch der für die Wahl von Magistratsmitgliedern vorgeschriebenen Förm- Tag über geschlossen sind. Wenn sie abends ihre Räume ausprägt wie nur je in den Bauten der großen Städte lichkeiten aus Anlaß eines Specialfalls( Wahl des Bürgermeisters aufmachen, so sind die Gäste zunächst auch noch spärlich, Süddeutschlands. Welche herrlichen Denkmäler aus dem 18. und Dunder) in Erinnerung zu bringen. Aber gerade in jener Ber- erst später finden sie sich zahlreicher ein, da ihr Treiben 14. Jahrhundert haben wir im Rathaus, im Neustädter Thor von Es gelang aber doch. Tangermünde, wie weltentlegen erscheint dort die Roßfurth und fügung wird flar und deutlich gesagt, daß die Anzahl der bei durchweg das Licht zu scheuen hat. zu ermitteln, daß Marie Stadler um 5 Uhr morgens mit einem ebenso. wie ehrwürdig und erinnerungsreich geben sich firchliche wie der Wahl anwesenden Stadtverordneten festzustellen ist ein Wort, Manne, auf den die Beschreibung des Verdächtigen paßte, ein Lotal Profanbauten in dem vom Roland behüteten Stendal. Hier das man in dem ersten Schreiben des Oberpräsidenten v. Bethmann in der Kommandantenstraße 36 betreten hatte. Dort saß das soll es auch gewesen sein, wo Dietrich von Pordik durch ErHollweg vergeblich sucht. Pärchen bis um 8 Uhr morgens. Dann ging es nach dem schmalen findung des föstlichen Gerichts Erbsenbrei mit Schweinsohren Handtuch", einer Kaffeeklappe in derselben Straße, und von hier für Mit- und Nachwelt Segen stiftete und sich selber nicht um 10 Uhr nach der nahegelegenen Wohnung der Stadler in der minder nützte. Er setzte die wohlschmeckende Speise nämlich dem Sebastianstraße 33. Eine halbe Stunde später war das Mädchen tot. Kaiser Karl IV. vor, der den wackeren Kochkünstler aus Dankbarkeit Wieder foftete es jetzt ein gewaltiges Stüd Arbeit, hinter die zu seinem Truchfeß machte unter der Bedingung, daß er ihm jede Persönlichkeit des Verdächtigen zu kommen. Woche einmal Erbsen mit Schweinsohren bereite. Hoffentlich macht " Berlins Bevölkerungszuwachs. Ueber die Bewegung der Bevölkerung Berlins im Jahre 1900 liegt jetzt eine durch Nachmeldungen vervollständigte Zusammenstellung des Berliner Statistischen Amts vor. Danach war die Bevölkerungszahl Ende 1899: 1 845 432, Ende 1900: 1 888 177. Der Bevölkerungs- Der Verhaftete ist in der That der Mann, der mit der Ermordeten Herr Görke feine Vorträge bald weiteren Streisen zugänglich. Gie zuwachs betrug also im Jahre 1900 42 745 Personen, d. i. um die genannten Kaffeelokale befuchte und sie dann nach Hause be- werden namentlich jezt, nach Erfindung des Fahrrads, manches 52 Personen weniger als im Jahre 1899, das einen Zuwachs gleitete. Beides giebt er zu, aber ein Mörder zu sein, bestritt Berliner Kind veranlassen, die Umgegend Berlins besser zu würdigen bon 42 797 gebracht hatte. Der Buwachs bestand, wie alljährlich, er bei seiner Festnahme und bestreitet es auch jetzt noch. Er bes als bisher. durch die Freundlichkeit des Herrn v. Tauern- Voß um ein Exemplar zeitig von der Handbremse Gebrauch machte. Arbeiter Dienstag: Turnb. Fichte", Berlint, abds. Uhr: 2. Uhr: 2. d. „ Freie Arbeiter Stenographenverein" Stolze".( Einigungssystem.) Bezirk Norden", bei Gleinert, Schulstr. 29," abends 8 Uhr. Im Berliner Aquarium wurde die Sammlung großer Echsen foll den Unglücksfall dadurch verschuldet haben, daß er nicht recht- 8-10 Tannerabt.: Stalfgerür. 55/56; 4. Männerabt.: Wivabit, aus der Gattung der Dornschwänze, welche in mehreren Arten die Nen- Weißenfee. Eine Sigung der Gemeindevertretung be- Siemensfir. 20; 5. Männerabt.: Ackerstr. 67; 6. Wännerabt.: Stallschreiberstraße 54; 9. Männerabt.: Müllerstr. 158, Ede Triftstraße; östlichen Mittelmeerländer und Indien bewohnen und durch einen schäftigte sich mit der Fortsegung der Etatsberatung. Auch 1. Lehrlings abt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlings abt.: Boechstr. 17/20; mit vielen Querreihen von dornigen Schuppen bewehrten Schwanz in dieser zweiten Sigung wurde die Festsetzung des Etats nicht zu 6. Lehrlings abt.: Reichenbergerstr. 67/70; 1. Damenabteilung: Mariannenausgezeichnet sind, ergänzt. Die Abteilung der Schlangen erfuhr Ende geführt. Diese Gründlichkeit der Durchberatung der einzelnen ufer la. Turnv.„ Eiche", Köpenid, Männer: u. Jugendabteilung: gleichfalls eine Vermehrung, indem zur Erweiterung des Bestandes Positionen ist durchaus nicht nach dem Herzen der alteingefeffenen Scheer, Wilhelmsgarten, abends 7/ 2-9½½ Uhr: Uebungsft. von Riesenschlangen zwei Stück einer Python- Art, die in manchen Mehrheit der Vertretung. Wiederholt wurde der Widerwille gegen Turnerschaft Nixdorf- Briz", Bethge, Briz, Chausseeſtr. 39, 61/2 bis Teilen ihrer hinterindiſchen Heimat schon felten geworden und darum den vielen„ Quatsch", wie ſich einer der Herren ausdrückte, zum Abteilung. –„ Zumerſchaft 3. 3. Nereus( gegründet 1882), Männerabi, für das Aquarium recht willkommen ist, erworben wurden, und ferner Ausdruck gebracht. Den ganz überwiegenden Hauptanteil an den mit Reichenbergerstr. 131/132, abbs. 8-10 uhr., Damenabt. Manteuffelstr.?, in den Glashäusern der Giftschlangen neben den bereits vorhandenen unter erregten Debatten trugen unsre in der Vertretung sigenden abds. 8-10 Uhr. Turnb. Froh und Frei", Groß- Lichterfelde, Pagel, Diamant- Klapperschlangen zwei aus dem westlichen Nordamerika Genossen. Die von fast sämtlichen Gemeindebeamten Chauffeeftr. 104, abends 8 bis 10% hr.- Freie Turnerschaft" in stammende Exemplare der eigentlichen Klapperschlange Einzug hielten. und Lehrern beantragte Aufbefferung ihrer Dienst bezüge Friedrichsfelde, abends 8-10% Uhr, bei Bube, Prinzen- Allee 30. Im Zoologischen Garten ist vor einigen Tagen eine Sendung wurde durchweg gegen die Stimmen der Socialdemokraten abge- Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulftr. 24. sehr wertvoller Tiere eingetroffen. Bekanntlich enthält das Büffel lehnt. Wohl oder übel mußte aber durch die Taktik der letzteren Dienstag: Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee), abends 7½½ Uhr, Bolts gehege Vertreter von zwei Arten, die, dem Aussterben nahe, in ab- über diese Anträge in öffentlicher Cigung verhandelt werden; das Badeanstalt Moabit, Turmſtr. 85 a. fehbarer Zeit aus der freien Wildbahn verschwunden sein werden, Bestreben, die Debatten hierüber durch eine frühere geheime Sigung den europäischen Wisent und den amerikanischen Bison. Der als erledigt zu betrachten, hatte feinen Erfolg. Die in den VorArbeiter Radfahrerbund" Solidarität". Gau 9( Prov. BrandenWisent wird heute noch im Bjelowescher Walde, Gouvernement anschlag eingestellten 900 M. für Remunerationen an Gemeinde- burg.). Alle zuschriften und Anfragen den Bund betreffend, sind zu richten Grodno, Rußland, gehegt; eine kleine Herde lebt auf den Befizungen beamte wurden mit 12 gegen 11 Stimmen gestrichen. Taub an den Gau- Borsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Dienstag: des Fürsten Pleß in Oberschlesien und der Berliner Zoologische Garten mann( Soc.) begründete in längeren Ausführungen einen Arb. Radf. Verein„ Nixdorf", Thomas, Hermannſtr. 48/50. Radf. Verein wird beneidet wegen der fräftigen Eremplare dieses dem baldigen Antrag, die Drucksachen der Gemeindeverwaltung nur in Frisch auf" in Baumschulenweg jeden 1. und 3. Dienstag im Monat, Arb. Radf. Verein" Stern" in LudenDabelow, Baumschulenstr. 14. Untergange geweihten Niesen unter den Huftieren, der einige Jahrhunderte tariftreuen Drudereien Der herstellen zu lassen. länger der vordringenden Kultur in Europa getrost hat, als sein mit Vorsteher erklärte, daß er sich hierum gar nicht kümmere, Arb. Radf. Verein„ Vorwärts" in Schöneberg, jeden Dienstag nach dem 1 walde, jeden Dienstag nach dem 1. und 15., Helau, Friedrichstr. 29. ihm oft verwechselter Familiengenosse, der wilde Auero chs, wer der Billigste sei, erhalte die Arbeiten zugewiesen. In ziemlich und 15., Sauser, Sedanstr. 31. Arb. Radf. Verein" Fester Wille" in die Stammform mancher unsrer Rinderrassen. Auch der amerikanische drastischer Weise bezeichnete er die hierorts bestehenden Zeitungen Berlin, tagt alle 14 Tage Dienstags, Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Büffel, der rundköpfige Bison, ist aus den Vereinigten Staaten schon als inhaltlos, die froh sein müßten, die amtlichen Bekanntmachungen fast verschwunden; feine, in sogenannten„ Reservationen" gehegten veröffentlichen zu tönnen.( Die Inhaber dieser Druckereien bezahlen Reste schmelzen von Jahr zu Jahr mehr zusammen. Im Berliner den Buchdruckertarif. D. E.) Der Antrag wurde dann gegen die drei Vermischtes. Zoologischen Garten lebten bis vor kurzer Zeit nur noch drei dieser Stimmen der Arbeitervertreter abgelehnt. Beim Kapitel Bergfturz. In Martigny im Dranfethal, einem Seitenthal der getvaltigen Tiere; mun ist es gelungen, weitere drei Bisonbüffel aus Armenverwaltung" wurde auf Anregung von unsrer Seite Rhone, Kanton Ballis, stürzte der Berg auf eine Strede von Amerita zu importieren, darunter einen prächtigen Bullen mit auf- beschlossen, von den Armenärzten Berichte über ihre Thätigkeit einzu- 400 Meter in den Fluß. Das 15 Meter breite Flußbett ist bis auf fallend starkem Gehörn. the fordern. Die aus Gemeindemitteln vorgesehenen Buschüsse zur Unter- 3 Meter zugededt. Den Reben droht Ueberschwemmung. Orgelfonzert. Der Dienelsche Orgelvortrag in der Marien- haltung der privaten höheren Lehranstalten beantragten unsre Genossen firche am Mittwoch, den 17. April, mittags 12 Uhr, bringt zu streichen. Die Mehrheit war jedoch der Ansicht, daß diese haltender Niederschläge ist die Oder oberhalb Tschechnik in die Vom Hochwasser. Aus Breslau meldet man: Infolge anQuartette, Terzette, Duette und Lieder, Violin- und Orgel- Kompo- Schulen ohne diese Zuschüsse nicht lebensfähig seien, diese der beffer Ohle übergetreten, so daß von Zedlig bis Neuhaus alles unter fitionen von Bach, Händel, Mendelssohn, Heffe, Rossini, Schumann, fituierten Bevölkerung aber, wenn auch nur als Deforum, erhaltenhle übergetreten, so daß von Zedlig bis Neuhaus alles unter wasser steht. Der Zedlizer Weg, die Holland- und Marienauer Alb. Becker, Wilhelmy und Dienel, die ausgeführt werden durch bleiben müßten. Der Antrag auf Streichung dieses Postens wurde Herrn Musikdirektor Otto Dienel, Frl. Gertr. Mautsch, Frl. Lotte denn auch abgelehnt und als Zuschuß die Summe von 2250 M. be- Wiesen sowie der Margaretendamm sind überflutet; die ganze Dienel, Herrn Alex. Curth, Herrn Carl Raché, Herrn Hans Groth, willigt. Die weitere Beratung des Etats wurde auf Dienstag Fläche gleicht einem See. Auch bei Brieg ist durch Hochwasser der Oder das gesamte Niederungsgebiet meterhoch mit Wasser beViolinist, und Herrn Organist Heuer. Der Eintritt ist frei. vertagt. deckt. Aus Köln wird gemeldet: Die Höhe des heins betrug hier heute vormittag 10 1hr 5,95 meter. Der Oberrhein und sämtliche Nebenflüffe fallen. Museumsvorträge. Die Humboldt- Akademie veranstaltet auch im Frühjahrsquartal im tönigl. Museum und in der Nationalgalerie die vielbeliebten Vortragscyklen. Dr. B. Daun wird im Alten Museum über deutsche, niederländische und holländische Malerei, in der Nationalgalerie über moderne deutsche und französische Malerei sprechen. Die Vorträge finden 91/ 4-101/ 4 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags statt und beginnen am Donnerstag, den 18., Freitag, den 19., und Sonnabend, den 20. April. Alles Nähere giebt das Programm der Akademie an, das in den Buchhandlungen erhältlich ist. Die Vorträge verdienen das Interesse der weitesten Kreise um so mehr, als kürzlich im Hause der Abgeordneten die Notwendigkeit solcher Museumsführungen betont wurde. gegengenommen. Aus den Nachbarorten. " Aus der Frauenbewegung. Marktpreise von Berlin am 12. April 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Etr. den 17. April, abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung im Klubhause, Verein der Frauen und Mädchen Schönebergs. Mittwoch, Hauptstr. 5/6. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über das Thema: Welzen, gut Wie können die Arbeiterinnen ihre Gesundheit schützen. Sonnabend, den 20. April, Frühlingsfest des Vereins, verbunden mit humoristischen Vorträgen, Theateraufführung und Tanz. Anfang Roggen, gut 81/, Uhr. Das Vergnügen findet in den neuerbauten Festsälen des Herrn E. Obst, Meininger und Martin Lutherstraße, statt. straße 65. " Vereinskalender. 3 " " " " mittel gering " " " " mittel gering " " †) Gerfte, gut " 15,60 14,80 mittel gering 14,70 13,90 " Heu. Nichtstroh Erbsent Speisebohnen Linsen 13,80 13,10 Kartoffeln, neue, D- Ctr. Nindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch" Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier 7-151,60 1,20 1,30 11,60 1,20 " 1,80 1, " 1,60 1, 2,60 2, 60 Stild 4,- 2,60 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 16, 15,40 Aale 2,80 1, 15,30 14,80 Bander 2,80 1,20 14,70 14,20 Hechte 7,16 6,82 Barsche 8,30 5,50 Schleie 3,- 1,20 40, 25, Bleie 1,40 0,80 30, 45,- 25,- Krebse 50, per Schot 12,- 3, 2,-1,20 1,80 0,80 Witterungsübersicht vom 15. April 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm WindBunzpla Windstärke Wetter Svinembe 749 OSO 3 wolfig Hamburg 745S0 Wien 3 Regen 2 Regen 4 bededt Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometer ftand mm Winds Bunja Briefkasten der Redaktion. Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Eleutheros. Ist von uns vor einigen Tagen bereits gebracht und ge würdigt worden. 6 Die 7. städtische Fortbildungsschule für Jünglinge und ErOeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: †) bafer, gut wachsene, Gräfeſtr. 85/88, die sich seit Jahren eines wachsenden Zu- uukung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet mittel spruchs, insbesondere seitens der Lehrlinge und Gehilfen des Hand- werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 gering werker- und Kaufmannsstandes, erfreut, bietet Gelegenheit zur unent- und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 415 Zeitungen und Zeitschriften geltlichen Fortbildung in: Deutsch, Schönschreiben, Rechnen, Geometrie, leder Art und Richtung. Verein der Mineralwasser Arbeiter. Physif, Chemie, Freihandzeichnen, Cirkelzeichnen. Der Unterricht in: Jeden Dienstag nach Stenographie und Maschineschreiben( System Remington und System dem 15., Hecht, Schmidfir. 21. Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Bar- Lod) fostet halbjährlich 2 M., Modellieren 1 M., Fachzeichnen Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. für Graveure, Lithographen usw., Französisch und Englisch 4 M. ftraße 16. Erster Kassierer: Seifrit Fidicin+) frei Wagen und ab Bahn. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Produktenmarkt vom 15. April. Getreide. Tros matteren Obwohl das Sommerhalbjahr in der Anstalt bereits am 1. April Friedrich Kortum, Laufiberstraße 33. Dienstag, Uebungsstunde abends Nordamerikas feste heute Weizen gut behauptet ein und zog späterhin auf begonnen hat, werden noch täglich Anmeldungen von Herrn Rettor 9-11 Uhr. Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59." Olympia", höheres Destreich- Ungarn 4 Wt. im Preise an. Noggen notierte wie vor Falz im Amtszimmer während der Unterrichtszeit von 1/28 bis Zimmermann, Grüner Weg 29." Hand in hand I", Schneider, gestern. Reichlich angebotene effettive Ware fand verhältnismäßig leicht 1/410 Uhr abends und Sonntags von 8-3/ 410 Uhr vormittags ent- Manteuffelstr. 88. Kreuzberg", Heinze, Bergmannstr. 70 Edelweiß", Aufnahme, so daß sich der Verkehr einigermaßen lebhaft gestaltete. Offeriert Lüpple, Melchiorstraße 15.„ Echo", Mündner, Linienstr. 19. war namentlich deutscher und russischer Roggen, lezterer zu rentablen Wiederhall", Schnieber, Admiralstr. 21. Freiheit II", Schmauser, Preisen, sowie amerikanischer Weizen, und zwar besonders Walla Walla und Adlershof, Bismardstraße 16. Myrthenblätter", Spät, Georgenkirch Kansas, weniger Laplata. Der Preis notiert um noch etwa 3 M. höher, Unverzagt II", Bachstein, Salzwedelerstr. 16. als derjenige für einheimisches Produkt. Mehl war still und un Ueber die Wohnungszustände in Mariendorf schreibt uns Bruderhand", Oranienstr. 69, Restaurant. ,, Rote Relte II", Rofin, verändert; Hafer und Mais behauptet. Die erste Ladung amerikanischen ein Lefer: Auch bei uns folgen die Hauswirte dem Zuge der Zeit Ruppinerstr. 42. Vorwärts IV", Schulze, Rathenow, Jägerstr. Hafers ist hier eingetroffen und fällt befriedigend aus. Rüböl leicht an= und drangsalieren die Einwohner mit gepfefferten Mietssteigerungen. Alpenglocke", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", ziehend. Genießen wir somit in jeder Beziehung die Nachteile andrer Berliner Milbrodt, Müllerstr. 7. Borwärts VIII", Schurbaum, Marwis in Spiritus unverändert, 70er Loco 44,20 m. Bororte, so fehlen uns jedoch die geringen sanitären Vorzüge, die Rose I", Busse, Reinickendorf, Gesellschaftsstraße. der Mark. Sangestuft II", Bergmann, Basewalterstr. 3. Weiße dem Einwohner Berlins und seiner näheren Umgebung zu gute bund", Siemte, Nowawes, Wallstraße 55. Arbeiter- MaiGlasarbeiter", Röpenid, tommen. Vielfach wohnt die Arbeiterschaft am hiesigen Orte in Müggelheimerstr. 29. Esmeralda", Baskowsky, Warschauerstraße 13. alten, elenden Schmuglöchern, in Verschlägen, zu welchen schwankende Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. Nord Oft", Göbel. Stiegen mit morschem Geländer hinaufführen. Jammervoll ist es Landsberger Allee 156. Freie Feldblume", Schmidt, Stalizerunter solchen Verhältnissen um den Sinn für Ordnung straße 51/52. Einig", Schulz, Blumenstr. 38. Morgenroth", Rummels und Reinlichkeit bestellt; in den Winkeln findet man burg, Müller, Türrschmidtstr. 37. Cäcilia", Brandenburg a./H., Vettermann, Kartoffeln, Kohl und andere vielleicht schon verdorbene Wilhelmsdorferstraße 111.„ Schneeglöckchen II", Potsdam, Glaser, Tertilia", Wegel, Wrangel Brandenburger Kommunikation 16. Nahrungsmittel aufgehäuft, zwischen denen die Haustiere ihr Wesen straße 136. 3 Haparanda 759 NO 4 wolfent Froh- Hoffnung", Wagas, Pallasstr. 16. ,, Verband Deutscher 0 5 Petersburg 744 NNO 1 Schnee treiben. Vor den Häusern atmen Jauche und Mistgruben, die Gastwirthsgehilfen", Mörschel, Jüdenstr. 35. ,, Vereinte Sänger Wilmers: Berlin 7480 5 Cort 751 WNW 5hlb.bed. 7 häufig gar nicht ausgemauert sind, ihren Duft aus; auch ist für den dorf", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Rosenrot", Pornich, Schweden: Frankf./M. 751SW 8 Aberdeen 740 WSM 2hlb.bed. 6 Abzug der Abwässer vielfach keine Sorge getragen. Genug, von ftraße 11 a. Alpenröslein", Silgenfeld, Bergstr. 60. Senefelder I", finchen 754SW 6 wolfig 8 Paris 755 SSW 3 bebedt 9 unsrem Vorort wird zu einer neuen Choleraperiode das schlimmste Gieste, Schillingstr. 36. Kupferschmiede", Feind, Weinstraße 11. 752 1 wolfig 7 Borwärts VII", Rummels= zu befürchten sein, und unsre Behörde, die doch mit so viel Eifer Schuhmacher", Weigmann, Andreasstr. 32. Wetter: Prognose für Dienstag, den 16. April 1901. über socialdemokratische Arbeiter und über die Polizeistunde der burg, Beutling, Göthe- und Kantstraßen- Ede. burg, Beutling, Göthe- und Kantstraßen- Ede." Frohsinn I", Rummels: Zeitweite aufflarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei mäßigen Wirte wacht, thäte gut, sich die Zustände einmal genau zu betrachten, Talg, Stalizerfir. 94b. Akazie"( gem. Chor), westlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. „ Septime", Harmel, Görlizerstr. 75. Moabiter Berliner Wetterbureau. die in sanitärer Hinsicht an unsrem Orte bestehen. Liederkranz", Peper, Quizomstr. 62/63. ,, Eichenfranz", Prenzlau, Lorenz, Klosterstraße. im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, PutbuserArbeiter- Nancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen traße 44, IV. Dienstag: Rauchtl. Eldorado", Grüner Weg 120, Bluhm. Grüne Eiche", Urbanstr. 51, Bech. Ambalema" Forster: straße 19, Udel. Neuer Berl. Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, Anflam. Phönix". Schöneberg, Hauptstr. 97, Rug. Domingo", Waldemarstr. 16, Tauchert. Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner. Einigfeit I", W. Sch., Charlottenburg. Ob eine Erfaßpflicht vorliegt, hängt von Freie Männer", Gr. Lichterfelde, Dürerstr. 42, Kuzner. Bring Handjerystr. 72, 8um Ambos. ,, Korea", Weidenweg 45, Schumta. der Beantwortung der Frage ab, ob Ihrer Frau ein Verschulden zur Last Neuer Hain", fällt. Wie diese Frage in dem von Ihnen geschilderten Fall in letter Langenbedstr. 4, Techtmeier. Bruderbund", Grünauerstr. 5, Gallowsky. Instanz( Landgericht) beantwortet werden wird, läßt sich mit Sicherheit Blütenduft", Cotheniusstr. 1, Fedite. Ruhiga", Brigerstraße 46, Herzog, nicht voraussagen. Wird angenommen, ein Verschulden falle Ihrer Frau Pfeifentopf", Faltensteinstr. 5, Gonell, Gemütlichkeit I", Wiener zur Last( z. B. weil sie den Besen an einer andren Stelle hätte hin Rigdorf. In der letzten Sigung des Magistrats wurde berichtet, daß infolge des Rückgangs der Industrie die Secht, Beughofftr. 9. straße 7, Gläser." Diana", Schöz, Bremerstr. 71. Immergrün", ftellen können), so hat Ihre Frau den vollen Schaden zu er: Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. Blaue seßen, also eine bemalte Scheibe einzusetzen. Allein Ihre Frau, Veranlagung zur Gewerbesteuer ein sehr ungünstiges Gr- Wolfe IV" Putbuserstr. 30, Reimann. Rein Streit", Weidenweg 87, nicht Sie, haftet für dies Verschulden, wenn angenommen wird, gebnis gehabt habe. Sie bleibt hinter der dem Voranschlage zu Gillert. Beilchenblau", Winsstraße 56, Dimte. ,, Veronika", Stalizer: ein solches liege bor. Der Fall eignet sich zu einem Bergleich. Grunde liegenden Schäßung erheblich zurück. Man rechnet damit, firaße 22, Rau. Kräftiger Zug", Manteuffelstr. 69, Geride. A. D. 75., W. G. 100., Richard 999. Ja. ,, Eldorado I", P. G. 44. Die daß die Gewerbesteuer 22 000 9. weniger einbringen wird, als Rüdersdorferstr. 11, Neumann. Granium", Zorndorferstr 8, Müller. Einschäzung entspricht den gesetzlichen Vorschriften. D. N. 31. Die von der Voranschlag für das Geschäftsjahr vorsieht. Weichselduft II", Röslinerftr. 3, Krabbenhöft.. Seegras", Liegnizerstr. 18, der Hebamme geforderte Bezahlung ist angemessen und muß erfolgen. Der Manegold. Münchebergerstr. 9, Ludsee.- Lustige Brüder", Neu- Weißenfee, Heinersdorfer tung hin könnten Sie also Schritte mit Aussicht auf Erfolg nicht unter: elsenfeft", Schliemannstr. 42, Schwarz. Bolldampf", Brief ist zwar unhöflich, enthält aber feine Beleidigung; nach dieser Rich Fidele Brüder II", Graudenzerstr. 2, Drekoll. nehmen. Thiele. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Wer Unfall: Fibele Brüder III", Fidinger, Putbuserfir. 19. Viftoria", Heiler, rente bezieht und nach einem andern Wohnort verzieht, richtet an die PostBorhagenerstr. 21. Weiße Lilie", Streit, Scestr. 25. Alter Berliner", anstalt seines bisherigen Wohnfißes oder an den Vorstand der Berufs: Gräfestr. 5, Ki esling. Edelweiß", Rirdorf, Ringbahnstraße 24, Faustner, genossenschaft ein Schreiben etwa folgenden Juhalts: Am 1. Mai verziehe Einsiedler", Neu- Weißensee, Langhansstr. 136. Steegentann. ich nach Köslin. Ich beantrage, mir die Unfallrente, welche ich von der Central Raucherbund. Zuſchriften an Mar Koch, Rixdorf, Hermann: Tiefbau- Berufsgenossenschaft beziehe, nach meinem neuen Wohnort, Köslin, Straße 34. Dienstag:" Florida", Rirdorf, Schüttle, Bergstr. 31. überweisen zu wollen. Dann wird ihm die Rente in Röslin ausbezahlt. " Concordia", Rixdorf, H. 34. Als Empfängniszeit gilt die Zeit vom 181. bis zuu 303. Tage Morgenrot" Rirdorf, Heidhaus, Hermannstr. 52. Neumann, Karlsgartenstr. 19. Alpenhöhe", Rirdorf, Köpfe, Karlsgarten vor der Geburt mit Einschluß des 181. und 302. Tags. Tabellen für die ftraße 1. „ Starte Raucher", Rirdorf, Schent, Hermannstr. 42. Blaue Berechnung der Empfängniszeit finden Sie S. 36 bis 40 des dem ArWolte", Steglit, Schimrod, Düppelstr. 7. Selgoland", Stegliz, Thieme, beiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Rugestr. 6. Deutsche Eiche", Steglit, Kliemann, Düppelftr. 26. Arbeiterrecht" liegt in der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 aus, Grüne Linde", Friedenaut, Hegedt, Kaiser- Allee 85. Kanaster", Marien- G. 9. 100. Sie leben außerhalb der Gütergemeinschaft. Das Vermögen felbe, Betsch.„ Brasil", Nowawes", Echmidt, Wilhelmstr. 3. Ihrer Frau haftet nicht für Ihre Schulden.- 12 000. 1. Rein. 2. Siegt Nordpol", Berlin, Neumann, Lieben fein Testament vor; so erhält die Mutter ein Viertel des Nachlasses, jedes der Germania", Lichtenrade, Reifel. walderstr. 43." Hand in Hand", Brig, Schrammer, Chausseeftr. 27. fieben Kinder 3/28. Erreichen Sie keine Auseinandersetzung im guten, fo fönnen Gesang, Turn und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein Sie bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Vater starb, Teilung beantragen. Ans Rigdorf. Ein schwerer Straßenbahn- Unfall erMaiglöckchen Nord", Ramlow, Schönhauser Allee. Neuer Berl. Schachklub D. N. 15, 1. und 2. Darüber besteht feine specielle gefeßliche Vorschrift. eignete fich Sonntagabend furz nach 6 Uhr in der Hermannstraße 3. Nein. 4. Der Eigentümer eines Grundstücs fann nach§§ 906, 907 B. G. Gesangverein hnscher Humor", Mani, Landsbergerstr. 3 b. die Buführung von Rauch, Ruß, Geräusch, Erschütterungen und dergleichen, vor dem Stationsgebäude des Ringbahnhofs. Das fünfjährige Theaterverein Othello I", Nowad, Manteuffelstr. 9. Landsm. Verein foweit solche nach den wirklichen Verhältnissen nicht gewöhnlich sind, unter: Söhnchen des Weichenstellers Schrader aus der Knesebecstraße 117 v. Plauen i. V. u. Umg. zu Berlin", Thiede, Seydelstr. 30. Musit sagen, also auf Beseitigung und Schadenersaz tlagen. Die Klage müßte wollte zur angegebenen Zeit den Fahrdamm der Hermannstraße verein" Lorging", Vogel, Schlesischestr. 44. Bitherverein Einigkeit", beim Landgericht II durch einen Anwalt erhoben werden. Beim Landüberschreiten, wurde dabei aber von einem Motorwagen der Straßen- Hilscher, Mariannenstr. 19. Landmannschaftl. Verein Fürstenberg a. D.", gericht II find Liebknecht, Spandauerbrüde 8 und Heine, Rathenowerstr. 100, bahn, Linie Dönhoffplaz- Knesebeckstraße, erfaßt, zu Boden geriffen Restaurant Weltisch, Alexanderstr. 24, am 1. u. 3. Dienstag jedes Monats. zugelaffen. Genossenschaft. Ein Lagerhalter fann Borstandsmitglied und eine Strede geschleift. Hierbei wurde dem Kinde der rechte verein Allemania"," Fuchsbau", Alexandrinenſtr. 37. Gesangverein Schildhorn", Olböter, Usedomſtr. 33. Bergnügungsfein, falls dies nicht durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschloffen ist. Zived: Arm durch die Schuzvorrichtung total zermalmt. Augenzeugen des Klub Orfan 1898"," Krüger, Naunynstr. 6, jeben Dienstag nach dem 1. u. 15. Berliner Radfahrer- mäßig ist es aber in solchem Fall, wenigstens einen Aufsichtsrat zu bestellen. May Raich. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Im Bonwärts" Unglüdsfalls brachten das Kind zu einem in der Nähe wohnenden Turnverein Often", Gr. Frankfurterstr. 23, 7 Uhr Mädchen- Abteilung, vom 19. November und 30. Dezember 1892, fowie vom 14. Oftober 1894 Arzt, welcher dasselbe nach Anlegung eines Notverbandes nach dem 812 Uhr Damen- Abteilung. Touristenverein„ Vorwärts", Bater Philipp, und in dem Bericht über die Reichstagsverhandlung vom 21. April 1893 Brizer Kreis- Krankenhaus bringen ließ. Der Führer des Wagens 3ionsfirchplatz 15. finden Sie die gewünschte Aufklärung.- L. 1. Das Recht dazu haben Sie.. Wilmersdorf. Der Haushalts Etat der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1901 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 1 600 000 m. ab. Die meisten Ausgaben weist die Tiefbau verwaltung mit 376 239,43 M. auf, während für Volksschulen 165 700 M., für höhere Lehranstalten 35 104 M., für die Armenverwaltung 24 500 M. und die Straßen beleuchtung 100,395 m. angefegt waren. 1306 030 M. find durch Gemeindesteuern aufzubringen, und zwar 390 000 M. Ein tommensteuer- Buschlag, 270 000 m. Umsatzsteuer und 600 000 m. Grundsteuer. Der Magistrat beschloß, eine Gesundheitskommission gemäß dem Geseze vom 16. September 1899 zu bilden. Das Decernat wurde dem Stadtrat Dr. Zimmer übertragen, der zugleich auch vom ersten Bürgermeister zum Vorsitzenden der Kommission ernannt wurde. Ferner beschloß der Magistrat, dem Brandenburgischen Landesverbande Jugendfürsorge" als Mitglied beizutreten. Als Vertreter der Stadtgemeinde wurden Bürgermeister Boigt und Stadtrat Granier gewählt. Die Deputation für das Progymnasium und die Realschule hat auf die eingegangenen Gesuche 19 Freistellen für das Rechnungsjahr 1901 bewilligt, 7 weitere Gesuche aber abgelehnt, teils wegen nicht nachgewiesener Bedürftigkeit der Eltern, teils wegen mangelhafter Leistungen der Schüler. Falls ein Schüler am Ende des Semesters von den Eltern aus der Anstalt genommen wird, weil seine Versetzung nicht erfolgt ist, soll von der vorgeschriebenen vierwöchentlichen Kündigung abgesehen werden. " Weg 38, Helmife. " " " straße 19. Stralauerstr. 3-6. Musikverein Frisch- Auf", Lehmann, Reichenberger " Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wesker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.