Nr. 89. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando; Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Wbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Koloner zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Urheber- und Verlagsrecht. Mittwoch, den 17. April 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. tasten und dergleichen). Zu jener Zeit tannte man nach Ansicht des zur Vorberatung überwiesen. Aber bei einzelnen Rednern in der Stadt der großen Verleger tagenden Reichsgerichts nur diese scheinen die Zerien ein außerordentlich starkes RedeArt mechanischer Werke. Seitdem habe man auswechselbare Vor- bedürfnis aufgehäuft zu haben. Gleich der erste Redner, Auf der Tagesordnung des Reichstags steht die zweite Lesung richtungen( Notenscheiben, Notenbänder und dergleichen) erfunden, die des Gesetzentwurfs, betreffend das Urheberrecht an Werken der abwechselnd in das Instrument eingesetzt werden können, und das Graf Oriola, der die Fürsorge für die Militärinvaliden als Litteratur und der Tonkunst und demnächst die des Gesezentwurfs, Reichsgericht hat die Wiedergabe von Musikwerken mittels solcher Specialität betreibt und in den letzten Sessionen vielleicht betreffend das Verlagsrecht. Beide Gesezentwürfe hängen inhaltlich Vorrichtungen als unzulässig erklärt, wenn sie ohne Einwilligung bereits ein Dugend mal diese Frage behandelt hat, that es eng miteinander zusammen und greifen vielfach in einander über. des Komponisten beziehungsweise seines Rechtsnachfolgers vor auch heut nicht unter einer geschlagenen Stunde, unbekümmert Das Urheberrecht befaßt sich mit dem Verhältnis der Gesamtheit genommen wird. Die ausländischen Gerichte sind der An- um das wachsende Entsetzen seiner Zuhörer. zum Recht des Verfassers, des Urhebers eines Werks der Litteratur ficht, daß die Berner Konvention allen mechanischen Musik- Die Vorlage erfüllt ein altes Verlangen der Volksveroder Tonkunst; das Verlagsrecht hat die Regelung der Beziehungen instrumenten den Nachdruck gestatte. Dadurch ist der die Industrie tretung, das dem Grafen Bülow Ende Januar dieses Jahres zwischen dem Verleger und dem Verfasser im Auge. insbesondere den Export schädigende Zustand entstanden, daß 3. B. endlich das Versprechen abnötigte, die Bezüge der KriegsDas Urheberrecht stellt eine Phase in der Entwicklungsgeschichte ein Richard Strauß- Walzer ohne weiteres in Frankreich auf eine invaliden aus den bisherigen Kriegen unverzüglich zu erhöhen. der geistigen Arbeit und der Wertung der Arbeit dar. Wie jede Notenplatte gebracht und nach Deutschland importiert werden ideologische Anschauung hat auch das Ürheberrecht, nicht immer ganz fann, daß aber ein deutscher Fabritant ohne die manchmal Der Versuch, zunächst nur die Chinatrieger zu bedenken, parallel mit der ökonomischen Entwicklung, aber doch in deutlich er- sehr teure Genehmigung des Autors oder Verlegers, Noten- scheiterte an dem Widerspruch des Reichstags. So ist denn tennbarem Zusammenhang mit derselben sich entwickelt. Welch langer blätter für mechanische Instrumente nicht herstellen darf, gleich- merkwürdig rasch für deutsche Verhältnisse die Vorlage gekommen, Zeitraum liegt zwischen jener Zeit, in der Geistesarbeit im alten viel ob diese für Deutschland oder für das Ausland bestimmt sind. über deren Notwendigkeit und Dringlichkeit alle Welt einig ist. Griechenland und Rom von wirtschaftlich freien Geisteshelden der Wie wenig berechtigt dieses Nachdrucksprivileg für Platten u. dgl. Das schließt natürlich eine Kritik an Einzelheiten nicht aus. Allgemeinheit dargeboten wurde, ohne die Absicht, Gewinn zu er ist, hat die Vorführung eines neuen Instruments, des Pianola, Mit vollem Recht betonte Genosse Singer, daß in der Höhe zielen, jener Zeit, in der es als banaufisch und eines Freien un gezeigt, dieses Instrument tann an jedes Klavier angeschoben der den Offizieren und der den Mannschaften gewährten würdig galt, Arbeit gegen Entgelt zu verrichten, und der Jezztzeit, werden. Durch Treten in der Art wie eine Nähmaschine Striegs- und Verstümmelungszulage ein schreiendes Mißin der ein großes Heer von Schriftstellern und Musikern getrieben wird, wird das auf den über eine Walze als wirtschaftlich unſelbſtändige Glieder eines kapitaliſtiſchen wirt fich bewegenden Papierstreifen ausgestanzte, Constüd anf mechani- perhältnis besteht und daß auch die Bestimmungen über die schaftlichen Betriebs, des Verlagsgewerbes, Lohnarbeit verrichten. schem Wege zum Vortrag gebracht. Der Vortrag geschieht als Alterszulagen die Kritik herausfordern. Wie viel Entwicklungen hat die Anschauung über geistiges Eigentum Klaviervortrag genau so als ob ein Künstler das Klavier spielt und Erörtert wurde auch die Frage, wie die Kosten für die jeit jener Zeit durchgemacht, in der der Nachdrud als etwas Bu- nicht rein mechanisch das Pianola tritt. Ja, es kann durch das erhöhten Versorgungsausgaben gedeckt werden sollen. Die läffiges galt, bis zu der Zeit, wo geistiges Eigentum als Eigentum Pianola genau der Vortrag eines berühmten Klavierspielers durch Steuerpolitiker des Centrums haben sich auf die Suche nach Schuß erhielt. Wie viel Zeit mußte verrinnen, bis jene An- jedweden Nicht- Musiker wiederholt werden, wenn in dem Papier- ueuen Steuerquellen gemacht, und Herr Dr. Bachem schauung beseitigt war, daß der Besiz und nicht die Arbeit ein streifen( Notenblatt) während des Spiels durch den berühmten präsentierte als Resultat dieses Suchens die Wehrsteuer. zu schüßendes Gut sei, und daher beispielsweise der Besitzer eines Alavierspieler dessen Vortrag( mittels eines ähnlichen Instruments Es schien aber wenig Neigung vorhanden zu sein, sich mit Stücks wertlofer Leinewand, nicht der kunstvolle Bemaler der Leine- wie es der Phonograph ist und durch Benutzung der wand, Eigentümer des Gemäldes werde. Elektricität) übertragen war. Trotz dieser hohen Vollendung diesem verstaubten Steuerprojekt näher zu befassen. Singer Mannigfaltige Wege ist der Vertrieb der Geistesprodukte im des Pianola- und daß ebenso vollendete oder noch vollendetere wies auf eine progressive Reichs- Einkommen. Laufe der ökonomischen Entwicklung gewandelt. Verkauf von mechanische Instrumente erfunden werden, ist nichts weniger als fte u er hin als sicherstes Mittel, der Finanznot des Reichs Manuskripten, die durch Sklavenhand nach Diktat niedergeschrieben ausgeschlossen wird das Ausland mit Recht auch die Wiedergabe abzuhelfen. waren, im Altertum, Handschriftenherstellung in den Klöstern des auf solchen Instrumenten für zulässig halten, mag das Reichsgericht Die Regierung äußerte sich mit keinem Wort über die Mittelalters, mit Entstehung der Buchdruckerkunst Emporwachsen wie immer entscheiden. Die Borlage der Kommission will allen Deckungsfrage. In der Begründung der Vorlage ist die tapitalistischer Großberlags- Betriebe vom 15. Jahrhundert ab. Hand Instrumenten, mit Ausnahme der Pianolas und ähnlichen, die Rede davon, weitere Einnahmequellen des Reichs zu erin Hand mit der Entstehung eigentlicher Verlagsbetriebe geht die Herstellung von Notenblättern freigeben. Solche Bestimmung schließen. Man scheint aber noch immer zu erwägen". faiserliche, städtische und einzelstaatliche Privilegienwirtschaft, bei ist in fich intonfequent und würde Zu einer end= Mittwoch: Zweite Beretung des Urheber- und Es dürfte das zweckmäßigste " 1 V und das Wahl der fistalische Wiatür mit grundsazloser Bevormundungssucht gegen losen Reihe Prozesse führen. das Entfalten der Geistesthätigkeit sich die Wage hielt. Die Privile feint, international einen Schuß des Autors gegenüber allen des Verlagsrechts. giertenwirtschaft begann etwa zu Anfang des lezten Jahrhunderts Instrumenten herbeizuführen, so lange aber die Berner Konvention zu fallen. Neben schriftstellerischen Eigenschöpfungen entwickelte sich auf dem gegenteiligen Standpunkt steht, auch für Deutschland den- Der Wahlaufruf der spanischen Socialdemokratic. die verlegerische Unternehmerthätigteit, die Gewerbefreiheit gefelben gesetzlichen Zustand herzustellen, also die Herstellung und Die spanischen Parteien rüsten emsig zu den vom Ministerium bicterisch heischte und in freilich recht engem Rahmen erhielt. Vervielfältigung aller Arten Notenblätter freizugeben. Sin Sagasta auf den 12. Mai angesetzten Corteswahlen. Auch die Sicherstellung gegen den litterarischen Diebstahl, gegen den gegen sollte die öffentliche Aufführung und sollte die öffentliche Aufführung und der öffentliche socialistische Partei tritt jetzt mit ihrem Wahlaufruf hervor. Unter Nachdrud, und gleichzeitige Wahrung der Interessen der Allgemein Vortrag auf solchen Instrumenten boit der Genehmigung heit, nicht minder Beseitigung der Henkersarbeit der Censoren und des Berechtigten abhängig gemacht werden, andrerseits den Berechtigten Hinweis auf die bei der letzten Wahl unter dem Stabinett Silvela fordert Wahlbetrügereien strafrechtlichen Berfolgungen wird seit Beginn des vorigen Jahr untersagt werden, aus andren als wichtigen Gründen solche Ge- vorgekommenen socialistische hunderts eine immer dringlichere Forderung in Deutschland. Im nehmigung zu versagen. Ueberhaupt dürfte beim Widerstreit der National Wahlkomitee energisch auf, dort, wo noch keine Artikel 18 der deutschen Bundesakte vom 8. Juni 1815 war den Interessen der Allgemeinheit, ein Werk zu hören, und des Verfassers, Wahl= Agitations Ausschüsse bestehen, bestehen, deren " Unterthanen" der deutschen Bundesstaaten als Recht zugesichert", nicht ohne Lohn für seine Arbeit zu bleiben, der allein richtige Ausweg der sofort vorzunehmen und Kandidaten aufzustellen. Dann wird daß die Bundesversammlung bei ihrer ersten Zusammenkunft sein, daß man die öffentliche Aufführung von Musikstücken, Dramen usw. auf die heutige politische Lage Bezug genommen und die Abfich mit Abfassung gleichförmiger Verfügungen“ über die jedermann gestattet, aber nur gegen eine Abgabe gestattet, die lehnung des von dem radikalen Teil der bürgerlichen Republikaner Breßfreiheit" und die" Sicherstellung der Rechte der gleichmäßig festzusetzen Sache von Lantiemebereinen von Komponisten Schriftsteller und Verleger gegen den Nachdruck beschäftigen werde", und Dramatikern wäre, und die billig festzusegen in ihrem und der vorgeschlagenen Wahlbündnisses mit folgenden Worten motiviert: Wir marschieren allein wie früher mit unverhüllter Fahne zum Die Einlösung des ersten Versprechens, Verfügungen über die Allgemeinheit Jnteresse liegt. Breßfreiheit betreffend, erfolgte durch jene berüchtigten Karlsbader Recht anfechtbar sind die Vorschriften des Entwurfs über die Kampf gegen alle und jede der bürgerlichen Parteien. Das Bündnis, Beschlüsse vom 20. September 1819 gegen die Preßfreiheit. Zur Uebertragbarkeit des Autorrechts und über die Ver- das uns von einem Teil der republikanischen Partei vorgeschlagen ist, Einlösung des zweiten Versprechens wurden gar seltsame Wege täuflichkeit des Verlagsrechts im Konkurse auch gegen den haben wir abgelehnt, denn die socialistische Partei hat nicht daran gewandelt. Erwähnenswert ist von diesen ein gescheiterter Willen des Verfaffers. Die geistige Arbeit ist ihrer Eigenart ent- gedacht, sich die Pforten des Parlaments mit Hilfe fremder Kräfte Metternichscher Versuch aus dem Jahre 1819 einer staatlichen sprechend aufzufassen und kann auch rechtlich nicht wie ein Ballen zu erschließen; sie will dort aus eigner Kraft eindringen. Organisation des deutschen Buchhandels. Seit den 20 er Jahren Kaffee behandelt werden. Ueberhaupt läßt sich dem Gesetz der Vorwurf Nur in einem einzigen Fall würde die socialistische Partei ein des 19. Jahrhunderts beginnt der Schutz gegen Nachdruck durch nicht ersparen, daß es die Eigenart der geistigen Arbeit an verschiedenen Bündnis mit den freifinnigen Elementen des Bürgertums für an Litteraturverträge. Heute enthält das wesentlichste über den Nach Stellen zu Ungunsten des geistigen Urhebers und zu Gunsten des gebracht gehalten haben: dann, wenn wir noch in unsrem Lande eine druck das Reichsgesetz über das Urheberrecht an Schriftwerken usw. Verlegers verkennt und fast durchweg das Geistesprodukt so bom 11. Juni 1870, die internationale Berner Konvention bom behandelt hat, als sei der Schriftsteller lediglich ein Glied in dem Regierung hätten, die in wahnwiziger Verblendung dahin strebt, uns 9. September 1886 und die Zusakalte vom 4. Mai 1896, sowie erwerbsthätigen Betriebe des Verlegers, für dessen Rechnung er unsre politischen Rechte zu entreißen. Da dies nicht zu befürchten, eine Reihe von Litterarkonventionen Deutschlands mit einzelnen arbeitet. Es giebt neben den freilich zahlreicheren Arten Schrift ziehen wir allein in den Rampf. Wir wahren uns dadurch freie Staaten, so der vom 15. Januar 1892 mit den Vereinigten Staaten stellern, die in diese Gattung fallen, denn doch auch noch eine Stritit gegenüber allen Parteien, und können versuchen, von ihnen bon Amerika. recht erhebliche Anzahl von Schriftstellern, die selbständig jene Arbeiterkreise zu trennen, die, spröde gegen unsre Bestrebungen, Das jezt vorliegende Urheberrechts- Gesez beseitigt einige ver- arbeiten, ohne ein Glied des Verlagsgeschäfts zu werden, noch in ihren Reihen kämpfen. altete Bestimmungen des Gesetzes von 1870 und will eine größere ohne einen Auftrag vom Verleger erhalten zu haben. Und unter Aber wenn die Republikaner die gemachten Versprechungen Uebereinstimmung mit dem internationalen Recht schaffen. dieser Art Schriftsteller finden sich die geistig bedeutendsten, aber Als Besserung gegenüber dem bestehenden Zustand ist hervorgeschäftsungewandtesten. Für deren Schuß ist im Gesek fast nichts halten und als ihre Ehrenpflicht betrachten, jene Schwindelpraktiken und Verdächtigungen zu vermeiden, daß das ausschließliche Recht des Urhebers geschehen. Desto mehr sollten sie darauf bedacht sein, sich durch ber als Kampfmittel anwandten, dann werden wir sie unterſtügen sich auch auf die Bearbeitungen des Werks erstrecken soll. Die Bes Organisation zu schützen. fugnisse des Urhebers sollen sich insbesondere erstrecken auf: 1. die Den Gefeßentwürfen fehlt eine Reihe von Vorschriften, die im und dabei mitwirken, daß aus den Urnen jene als Erwählte hervor Uebersezung in eine andre Sprache oder in eine andre Interesse des Urheberrechts wie des Verlagsrechts gleich notwendig gehen, die das Vertrauen der Wähler verdienen." Mundart derselben Sprache, auch wenn die Uebersetzung in ge- wären. Wir rechnen dahin z. B. die endliche Beseitigung des Coweit angängig sollen in allen wichtigeren Wahlkreisen, in bundener Form abgefaßt ist; 2. die Rüdübersetzung in die Sprache fliegenden Gerichtsstands der Bresse, Beseitigung denen socialistische Sektionen bestehen, Kandidaten aufgestellt werden, des Originalwerks; 3. die Wiedergabe einer Erzählung der Hemmnisse für eine gesunde Kolportage, doch wird beabsichtigt, den Hauptkampf auf zwei von den Madrider in dramatischer Form oder eines Bühnenwerks in der Form Beseitigung der Censur, und sonstige einzelstaatliche Be- Wahlkreisen und die Stadt Bilbao zu konzentrieren. Es sind die drei Wahleiner Erzählung; 4. die Herstellung von Auszügen aus hinderungen, Musik und Gesang in Vereinen oder öffentlich auszutreise, in denen bei der letzten Wahl die Arbeiterpartei starte Werken der Tontunst sowie von Einrichtungen solcher Werke üben, und die elsaß- Lothringischen Knebelgeseze gegen Bresse, für einzelne oder mehrere Jnstrumente oder Stimmen. Zeitungen, Buchhandel und Affichage. Ob die Mehrheit des Reichs- Minoritäten erhielt. Die Wahl des Genossen Pablo Iglesias in dem Bei der Verteilung der Rechte der Allgemeinheit gegenüber dem tags sich dazu aufraffen wird, mit diesen alten Bestandteilen der einen der Madrider Kreise wurde sogar mur durch den gemeinsten Rechte des Urhebers wirkt erschwerend, daß auf den Verleger alle polizeilichen Rüstkammer aufzuräumen? Not thut's. Wahlschwindel verhindert; in verschiedenen Bezirken befanden sich Nechte des Autors übergehen können. Hiergegen tann, insmehr Stinimzettel in den Urnen, als wähler vorhanden waren. Die Wahlaussichten besondere weil zwingende Rechtsnormen fehlen, nur eine int diesen drei Kreisen sind recht starte Organisation der Schriftsteller und der günstige, denn gerade in ihnen hat im letzten Jahr der Komponisten helfen. Die alte Schugfrist ist geblieben: der der Mitgliederbestand und Gewerk socialistischen Vereine Schutz des Urhebers endigt, wenn seit dem Tode des Urhebers schaftssektionen sich stark vergrößert. In Bilbao und dem Madrider 30 Jahre und außerdem jeit der ersten Veröffentlichung des Werts Arbeiterviertel ist wieder, wie bei der vorigen Corteswahl, der zehn Jahre abgelaufen find. Für die ausschließliche Befugnis zur öffentlichen Aufführung eines Bühnenwerks oder eines Werts der hielt am Dienstag seine erste Sigung nach den Osterferien Genosse Pablo Iglesias( Redacteur) aufgestellt. In dem andren Tontunst ist die Schupfrist im Interesse der Autoren auf 50 Jahre ab. Graf Ballestrem begrüßte die Erschienenen allzu- Madrider Kreis wird wahrscheinlich der Genosse Jaime Vera( Arzt) erhöht; diese Erhöhung des Schutzes fann insbesondere zur Stärfung viel waren es nicht mit einigen freundlichen Worten, dann fandidieren. der Organisation der Komponisten dienen. setzte sich die parlamentarische Maschine wieder in Gang. Einen breiten Raum in der Diskussion wird die Frage der Ein sehr bedächtiges Tempo wurde gewählt. Auf der Wiedergabe von Musikstücken mittels mechanischer Musikinstrumente finden. Nach der Berner Konvention ifte Tagesordnung ftand neben dem Gefeßentwurf über die Ver wird uns geschrieben: es Erlauben Sie mir, darauf hinzuweisen, daß der springende auf Antrag der Schweiz für zulässig erachtet, geschütte Mujifiverte orgung der Kriegsinvaliden und der Kriegsohne Einwilligung des Stomponisten auf solche mechanische Mufit hinterbliebenen das Urheberrecht, aber es machte Mühe, Bunkt im russisch- deutschen Widerspruch wegen der Anregung des verfe zu übertragen, bei welchen die Walzen oder die sonstigen das auch nur den ersten Gegenstand in erster Lesung zu erledigen. Weltmarschallamts nicht in den Bülowschen Reden vom 9. und Musitwerk wiedergebenden Teile fest eingefügt sind, also ein un. Dabei waren alle Parteien in der Hauptsache einig, und der 10. November v. J. liegt, sondern in der Kaiserrebe, die Mitte August trennbares Ganze mit dem Inftruniente bilden( Spieldosen, Leier- Entwurf wurde schließlich einstimmig der Budget- Kommission in Staffel bei der Abordnung Waldersees gehalten wurde. Drei Tage Politische Meberlicht. Berlin, den 16. April. Der Reichstag Zum Walderfee- Rätsel bie fie bis vorher hatte der russische Regierungsbote" die erste Rundgebung] in der Chinafache gebracht, die für Deutschland nicht sehr freundlich war. In jener Kundgebung war fast mit denselben Worten, wie in der jüngsten die Initiative des deutschen Kaisers in betreff des Oberbefehls berichtet. Wilhelm II. erklärte dagegen in Kaffel: betraut!" die peluniäre Unterstügung rechnen! Daraufhin erklärte die In den letzten Monaten sind so mancherlei Dinge passiert, über Witwe, daß ein kirchliches Begräbnis ihres Mannes selbst die das Volk sich nicht weiter den Kopf zerbrechen soll; die diploverständlich sei. Und was war die Folge? Die Kranzspende matischen Kunststücke der ultramontanen Macher haben eben noch ist ausgeblieben und von der Geldunterstügung hat niemals recht das Licht der Sonne vertragen fönnen. Auch drohen feiner etwas gefehen oder gehört! Selbstverständ- unter den Angehörigen der Partei mancherlei Iassengegen lich! Religion ist Privatsache!" Und weil Religion säte zum Ausbruch zu kommen, was mit allen Mitteln verhindert Privatsache ist, deshalb mußte sich die Frau des Vereinstaffierers werden soll. Und es ist bemerkenswert, daß die führenden Organe, nach der Art des Begräbnisses erfundigen; weil Religion die sonst jede nicht katholikenfreundliche Aeußerung irgend eines in Privatsache, mußte die Frau mit der Nicht- Unterstügung Hinterpommern erscheinenden obsturen protestantischen Wochendrohen; weil Religion Privatsache ist, erhielt die Witwe blättchens ausschnüffeln, noch immer feine Notiz genommen haben weder die Kranz noch die Geldspende! Der Vorwärts" wird von gewissen sehr interessanten Ausführungen in der heimischen natürlich sofort erklären: Die Frau des Kassierers hatte zu ihrem katholischen Arbeiterpresse. Vorgehen von der Partei keinen Auftrag erhalten, und deshalb ist Testere nicht dafür verantwortlich zu machen! Allein derartige Ausflüchte ziehen nicht!" Zu dieser Situation ist es den Machern der öffentlichen latholischen Stimmung vielleicht nicht ganz unangenehm, daß ihnen die liberale Bresse immer wieder Stoff zu neuer Entrüstung giebt. So stellen die M. N. N." Heute eine Frage, die an Bosheit allerdings nichts zu wünschen übrig läßt. Sie sagen: Lieber Waldersee, ich spreche Ihnen meinen Glückwunsch aus, daß ich Sie nochmals an dem heutigen Tag als Führer der vereinigten Truppen der civilisierten Welt begrüßen darf. Von hoher Bedeutung ist es, daß Ihre Ernennung zum Ausgangspunkt hat die Anregung und den Wunsch Sr. Majestät des Kaisers aller Neußen, des mächtigen Herrschers, der weit bis in die asiatischen Lande hinein seine Macht fühlen läßt. Es zeigt sich wieder, wie eng verbunden Es ist recht lobenswert, daß das Centrumsblatt uns mit Aus: die alten Waffentraditionen der beiden Kaiserreiche flüchten hilfreich an die Hand geht. Doch wir sind undankbar genug, sind, und ich begrüße es mit Freuden, daß auf die An- von dieser Hilfe feinen Gebrauch zu machen. Vielmehr wird alsMögen die Schlußfolgerungen Graßmanns übertrieben sein regung Seiner Majestät hin die gesamte ge- bald das Centrumsblatt um eigne Ausflüchte aus seiner wahrheits- oder nicht, darum handelt es sich gar nicht. Nur die Moralfittete Welt ohne Unterschied aus freiem Antrieb widrigen Berichterstattung besorgt sein müssen. theologie des hl. Liguori kommt in Betracht und daß in ihr alles Eure Excellenz nunmehr mit dem Kommando über ihre Truppen vie vom Verein der Berliner Zimmerer festgestellt wird. Erstens Die Erzählung der Märt. Voltsztg." ist nichts als Fabel, das steht, was Graßmann mitteilt, ist nicht abzuleugnen. Wollen denn die Eiferer für Liguori absolut eine Diese Worte wurden in der Presse lebhaft gloffiert. Das ein Geldgeschenk zu geben. Dies geschieht nur, wenn durch besondre rben in der Breſſe Tebbott ist es bei den Zimmerern nicht blic, außer der Kranzspende neue Volksausgabe mit dem lateinischen und Journal des Débats" fand die Rücksicht auf die Mächte nicht ge Umstände die Kranzipende unmöglich geworden ist. 8weitens deutschen Tert ohne Kommentar provozieren? Kein Gericht wäre im stande, dies zu verhindern." wahrt, die nicht entfernt daran gedacht hätten, den deutschen Heeres- kam die Frau des Vereinskassierers nicht zu der Witwe, um Nun hat die katholische Presse doch wieder für mindestens acht einrichtungen ein Stompliment zu machen, was in der Kaiserrede nachzufragen, ob ein. Geistlicher der Beerdigung beiwohnt. Tage Stoff zu tiefgefühlter Gntrüftung. Und auch ferner wird man von Kaffel zum Ausdruck gekommen war. Weiter fagte das Vielmehr kam sie, um die Zeit der Beerdigung zu erfragen. Im bemüht sein, durch solche Spiegelfechtereien darüber hinwegfranzösische Blatt: Gespräch mit der Witwe zeigte sich, daß diefe von andrer zutäuschen, daß man auch gewisse Verpflichtungen übernahm, als „ Eine andre Stelle der kaiserlichen Rede fordert zu Borbehalten Seite reichlich unterstützt werde und die Kranzspende der man fich zur stärksten Partei" im Lande machen ließ. heraus. Wilhelm II. hat vielleicht die Dinge auf die Spige ge- Wahrheitswidrigkeit der Centrumsdarstellung dadurch, daß der Verein Kameraden verschmähe. Drittens erweist sich die völlige trieben, indem er sagte, die Ernennung des Grafen von Walder- ber Zimmerer seine Kranzspende stets widmet, auch wenn ein Die Leipziger Akademiker Debatte scheint das Interesse der fee fei auf einen Vorschlag oder Wunsch des garen hin erfolgt. Geistlicher der Beerdigung beiwohnt. Eine Verweigerung der Kranz Das russische Communiqué läßt nichts dergleichen erraten, spende ist nur vorgekommen, wenn die Hinterbliebenen ausdrücklich und es hat den Anschein, als sei die Aeußerung hauptben mit roter Schleife geschmüdten Kranz der Kameraden zurüd sächlich gewählt, um den Saz von den engen militärischen wiesen. Beziehungen zwischen den beiden Reichen einzuleiten. Nun stellen Anstatt den Arbeitern unberechtigte Vorhaltungen über Nichtwir diese Bande keineswegs in Abrede; allein man wird uns achtung ihres Grundjages Religion ist Privatsache" zu machen, nicht überzeugen, daß die Ernemung des Grafen Waldersee sollte das Centrumsblatt besorgt sein, daß die Geistlichen nicht, wie eine Folge davon war. Darüber belehrt uns vollauf Ausfälle wider die politischen und socialen Ueberzeugungen der Leid vielfach geschieht, auch beim Traueralt am Grabe durch unfriedfertige die russische Note, die in aller Ruhe aufgesett tragenden ihre Religion herabsetzen und die Arbeiter gegen die wurde und ohne Zweifel genau ausdrückt, was Religion und ihre Vertreter verbittern. fie zu sagen hatte, genauer als die beredte Improvisation Wilhelms II. ziehungen der beiden Regierungen und Herrscher symptomatisch, daß Die" Hamburger Nachrichten" fanden es für die Beder deutsche Kaiser eine amtliche Veröffentlichung der russischen Regierung als unrichtig bezeichnet habe. Die Dinge scheinen aber so zu liegen: der deutsche Kaiser war damals unterwegs und über die wenige Tage vorher erschienene russische Stundgebung nicht unterrichtet. Nachdem der Widerspruch einmal bestand, hat Graf Bülow in den Novemberreden im Reichstage absichtlich sich vieldeutig ausgedrückt. Prüft man seine Reden genau, so suchen sie allerdings den Anschein zu erweden, daß die Initiative vom Baren ausgegangen sei, vermeiden aber, dies unzveideutig zu sagen. Die Erneuerung jener Rundgebung der russischen Regierung bom 15. August und zwar fast genau mit den damaligen Worten ist ohne Zweifel eine persönlich gerichtete Unfreundlichkeit. Deutsches Reich. Eine Vertrauenskundgebung für den Kanalminister. Wie der„ Reichs- Anzeiger" mitteilt, ist dem Kaiser vom Minister der öffentlichen Arbeiten ein Bericht über die Verwaltung der öffentlichen Arbeiten in Preußen in den Jahren 1890 bis 1900 erstattet worden. Daraufhin ist folgender kaiserlicher Erlaß an den Minister v. Thielen ergangen: Die Angliederung kaufmännischer Schiedsgerichte an die Gewerbegerichte befürwortet eine an den Bundesrat gerichtete des Berliner Gewerbegerichts. Aus der Begründung Petition der Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Beisiger heben wir folgendes hervor: „ Die reichen Erfahrungen, welche das Berliner Gewerbegericht während der Zeit feines achtjährigen Bestehens gemacht, haben die Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Beisitzer veranlaßt, vorstehende Ne solution zu faffen. als jedes andre fleine Gemeinwesen die Schäden sichtbar an die Gerade das gewaltige Getriebe einer Millionenstadt läßt früher Oberfläche treien, an denen ganze Stände franken, und so fonnte schon im Jahre 1897 das Gewerbegericht Berlin in feinem amtlichen Bericht von einem Notschrei sprechen, der aus der großen Masse der Handlungsgehilfen fast täglich in feinen Amtsräumen wiederhallt und sich deshalb erhebt, weil den Angehörigen dieses Standes ver fagt ist, eben so schnell und kostenloses Recht zu finden, wie die gewerblichen Arbeiter. Fortgefest", so heißt es in jenem amtlichen Berichte, entstehen zahlloje Kompetenzkonflikte aus der Frage, ob die betreffende Partei als Handlungs- oder Gewerbegehilfe anzusehen sei. Abgesehen hiervon wäre es aber auch socialpolitisch von nicht zu unterschäzendem Werte für den Staat, durch schnelle Justiz, wie die Gewerbegerichte sie üben, die Maffen der Unzufriedenen zu vermindern. Wir sehen in uniren Amtsstuben die Bestürzung, die sich auf den Gesichtern der Rechtsuchenden abmalt, wen ihnen bei Vorbringung ihrer Stlagen eröffnet werden muß, daß sie als Handlungsgehilfen nicht vor das Gewerbegericht, sondern bor Amtsgericht gehören, und wir glauben ihnen, wenn sie er zur Entscheidung braucht, sich wirtschaftlich durchgerungen hätten; klären, daß fie die wenigen Lage, die das Gewerbegericht daß sie aber der Not in die Arme getrieben werden, wenn sie noch einige Wochen, ja Monate warten müssen, bis ihnen ihre oft widerrechtlich einbehaltenen Gehaltsbezüge zugesprochen feien." das ,, Von dem Bericht, den Sie mir über die Thätigkeit der in Ihrem Ministerium vereinigten Verwaltungszweige für den Zeitraum vom 1. April 1890 bis zum 31. März 1900 erstattet haben, habe ich mit lebhaftem Jutereffe Kenntnis genommen. Dies sind Worte, diftiert von Thatsachen, welche zu Gunsten der Mit Befriedigung habe Ich ersehen, daß die von Meinen in Gott ruhenden Borgängern in der Regierung angebahnte Eisenbahn- Angliederung der kaufmännischen Schiedsgerichte an die Gewerbepolitik unter Ihrer Leitung in reichem Maße die erhofften gerichte in die Bagschale fallen, Thatsachen, deren Ursachen zu befeitigen das Gemeinwohl gebieterisch fordert. Früchte getragen hat, die es ermöglicht haben, den start an- Nach dem Antrag Trimborn im Reichstag soll beschlossen werden, gewachsenen Bedürfnissen des Verkehrs Rechnung zu tragen und daneben alljährlich reiche Ueberschüsse zur Befriedigung allgemeiner Staatsbedürfnisse bereit zu stellen. Nicht minder hat es mich interessiert, die Leistungen des abgelaufenen Decenniums auf dem Gebiete des Wasserbaus überfichtlich zusammengestellt zu sehen und hierbei einem ber ständnisvollen Eingehen auf die Anforderungen dieses für die Voltswirtschaft so wichtigen 8 weiges staatlicher Fürsorge zu begegnen. Es gereicht mir zur Freude, auch bei dieser Gelegenheit Ihnen und den Beamten Ihres Refforts Meine Anerkennung und Meinen föniglichen Dank für Ihre treue Pflichterfüllung auszusprechen. Mit der Veröffentlichung des Berichts erkläre ich mich gern einverstanden. Berlin, den 1. April 1901. Wilhelm R. Herr v. Thielen wird die ungewöhnliche Vertrauens- Kundgebung des Monarchen als Balsam auf die zahlreich erlittenen parlamentarischen Wunden empfinden. Die Zustimmung feines Gebieters wird ihn trösten gegenüber der oppofitionellen Kritik, die seine Eisenbahnpolitik als durchaus rückständig und feine Ueberschußwirtschaft, als verderblich für die Angestellten seines Refforts verwirft. Sie wird ihm insbesondere aber tröstlich sein gegenüber dem Widerstand der konservativen Kanalrebellen. funden. lautete: " daß in Orten mit über 20 000 Einwohnern ein Gewerbegericht er richtet werden muß. Ein solcher Beschluß ist unsres Erachtens belanglos, denn das Entwicklungsgesez, dem jede praktische Einrichtung untersteht, hat auch hier gezeigt, daß es stärker ist, als alle tiinftlichen Grenzen, indem fast alle Städte im Deutschen Reich, soweit sie Golf der Nährboden der heilsam wirkenden Gewerbegerichte erweitert über 20 000 Einwohner haben, bereits ein Gewerbegericht besſizen. werden und soll dadurch der Gesamtheit der Bevölkerung mehr und mehr ihr fegensreiches Schaffen zu gute kommen, dann müssen auch hier die Grenzen für obligatorische Errichtung derselben bedeutend mehr ausgedehnt werden. Wir stehen auf keinem Verfuchsfeld, unser Nachbarstaat Destreich ist uns auf diesem Gebiet beispielgebend vorangeschritten. Durch das Gefetz vom 27. November 1896 hat es seinen Gewerbegerichten die Streitigkeiten für alle bei Handelsgewerben zu kaufmännischen Diensten verwendeten Personen zugewiesen, und wie das deutsche Volf wird es feinen Gesetzgebern danken, wenn hier, schon jetzt sich gezeigt hat, zum größten Segen seines Landes. Auch dem Bedürfnis folgend, ein Gleiches geschieht." Spiegelfechtereien. Man schreibt uns aus München: bürgerlichen Kreise weit mehr zu erregen als unsre Bartei. In der Socialdemokratie hat jeder das Recht, feine Gedanken und Empfindungen, feine Bedenken und Besorgnisse offen auszusprechen. In der Aussprache selbst liegt der Ausgleich. In dieser schrankenlofen Stritit aber ist auch, so unangenehm sie manchmal berühren mag, ein Mittel gegeben, das vor Verfall und Bersumpfung schützt. Gin hartes oder auch ungerechtes Wort der Anklage verlegt int Schuldigkeit gethan und zur Prüfung der Sachlage Anlaß gegeben Augenblick, aber es wird leicht vergessen, nachdem der Angriff seine hat. Die Socialdemokratie wird durch die gemeinsame große Sache zusammengehalten, und die stets rücksichtslose Selbstkritik ist kein Zeichen der Zersetzung, sondern im Gegenteil ein Beweis der inneren Kraft. Darum freuen sich unsre Gegner jedesmal umund Kongreffen mitunter fallen, gewinnreichen Handel zu treiben on it, wenn sie mit den derben Aeußerungen und den lebhaften Auseinandersetzungen, die in socialdemokratischen Versammlungen juchen. „ Akademiker" gerichteten Angriffe für ungerechtfertigt. Wenn aber Wir halten die in Leipzig gegen Genossen Göhre und die einzelne Genossen der Befürchtung leben, daß in unsrer Partei der in den Vordergrund zu schieben, nicht weil sie durch Charakter, Hang einzureißen drohe, aus falscher Autoritätsgläubigkeit Bersonen Butelligenz, Wissen und praktische Fähigkeiten Vertrauen verdienen und ihren Blaz zum Nutzen der Partei auszufüllen vermögen, sondern bloß deshalb, weil sie mit der an fich gar nichts bedeutenden Eigenschaft akademischer Bildung behaftet find, so wäre es die Pflicht der so besorgten Parteigenossen, ihre Beschwerden borzubringen. Ein wenig mehr Mißtrauen als unbedingt notwendig, ist schließlich immer noch besser als Schläfrigkeit und Bertrauensseligteit. Und wenn es dann gelingt, die Befürchtungen als unbegründet nachzuweisen, so entsteht aus dem kritischen Mißtrauen jenes echte ideale Vertrauen, das aus bewußter, forgfam geprüfter Ueberzeugung erwächst und das allerdings auch ein unentbehrliches Moment für eine starke fämpfende Partei ist. Wenn nun die bürgerlichen Blätter aus folchen Auseinanderſetzungen schadenfroh weitgehende Folgerungen ziehen, so ist das ebenso falsch, wie die Bemühungen jener guten Freunde" inter unfren Gegnern unfruchtbar bleiben müsse, die die wirklichen oder vermeintlichen kleinen Gegensätze hezzend zu verschärfen suchen. Die ölnische Boltszeitung" nimmt sich liebreich der armen Akademiter" an, indem sie schreibt: " " Alles das ist früher den Akademikern auch schon gesagt worden. Es entspricht ohne Zweifel der Auffassung eines großen Teils der Genossen, und wenn in Leipzig auch zwei Akademiker sie betämpften, die Mehrheit der Redner in der Versammlung tuar offenbar der Meinung, die Socialdemo daß tratie eigentlich die Partei der schwieligen Faust sei, in der Akademiker" nichts zu suchen hätten. Für die Akademiker gehört eine starte Dosis Idealismus oder sonst etwas dazu, bei der Partei auszuharren mit dem Bewußtsein, daß sie von den zielbewußten" Genossen als Drohnen und Faullenzer betrachtet werden, die mur herübergekommen sind, weil sie es in der bürgerlichen Gesellschaft zu nichts bringen konnten, bei der Partei aber Geld, Ehre und Macht zu erlangen hofften. Aber sie sind selbst nicht ohne Schuld. Sie haben dem„ arbeitenden Volte" so lange und so start geschmeichelt, ihm vorgeredet, daß es allein fittlich, tüchtig, weise sei, allein wirkliche Arbeit leiste und die Fähigkeit und die Aufgabe habe, ein neues goldenes Zeitalter herauf zu führen, daß es nicht zu verivundern ist, wenn manche Genossen das buchstäblich nehmen, sich für mehr und besser halten als andre, die geistige Arbeit als Faullenzerei und Drohnentum verachten und sich als die eigentlichen Träger des Parteigedankens, die„ Nichtarbeiter" dagegen als unnüße Mitläufer und schädliche Konkurrenten betrachten. Es wird so leicht nicht in die Köpfe hineinzubringen sein, daß die Partei ohne die Akademiker" nichts wäre, teine theoretische Unterlage, fein Brogramm und feine brauchbare Leitung hätte. Für die„ Akademiker" muß die Ver Yennung um so bitterer sein, als sie meist, namentlich die Abgeordneten, weit angestrengter und intensiver arbeiten müssen, als irgend ein Proletarier", der sie wegen ihres Nichtsthums beneidet. " " Die Kölnische Volkszeitung" braucht sich wirklich nicht um das Die Aufregung der Ultramontanen d. h. der ultramontanen 203 der socialdemokratischen Akademiker zu grämen. Die SocialPresse über die bekannte Graßmannsche Broschüre will sich noch demokratie, die das Wissen als höchste Macht erkennt und anerkannt Das taiserliche Lob der Leistungen und Bemühungen des immer nicht legen. Die Centrumspresse in Bayern scheint sich die hat, die stolz darauf ist, daß ihr Programm auf Wissenschaft, nicht Ministeriums der öffentlichen Arbeiten auf dem Gebiete des Wasser- Aufgabe gefekt zu haben, den Namen des ausgesprungenen wie bei mancher andren Partei auf Glauben und Aberglauben be baues wird den Agrariern und Konservativen reichliche Gelegen in Stettin zum populärsten im Lande zu machen. Im katholischen Faust gewesen. Idealismus freilich wird auch von jedem Akademiker protestantischen Theologen und jetzigen Buchdruckers und Verlegers ruht, die Socialdemokratie ist niemals eine Bartei der schwieligen heit geben, ihre Achtung vor der monarchischen Autorität zu be- Bolt freilich merkt man nicht viel bon dem großen verlangt, der in die Meihen unsrer Partei tritt, und darum werden Born, der angeblich alle Katholiken des ganzen Erdenrunds diese Genossen, wenn ihre Absichten wirklich einmal angezweifelt erfüllt: Das mag wohl daher tommen, daß das tatholische Bolt werden, augenblickliche Verftimmungen leicht überwinden. Der er Eine Centrumsunwahrheit. Die Märkische Volts seine geistige Nahrung lieber aus den sogen. Bilderblattl'n und habenen Sache dienen alle gemeinsam, je nach ihren Kräften, und geitung" flagt bereits, der" Borwärts" schweige zu einem von farblofen Generalanzeigern, als aus der allein guten und echten vor unfrem Ideal giebt es teine verschiedenen Grade von Parteiihr in der vorigen Nummer mitgeteilten Fall:„ Religion ist Privat: katholischen Preffe bezieht. Ja, als fürzlich ein mehr strebsamer, Angehörigen, sondern einzig und allein gleichberechtigte und gleichfache". Nur nicht zu eilig! Die Unwahrheiten der Centrumspresse als geistig hochbegabter ultramontaner Gemeindebevollmächtigter verpflichtete Genossen. Der einzelne Socialdemokrat ist natürlich auch Laufen uns nicht davon. Der neueste Fall der„ Märk. Boltszeitung" eine große öffentliche Versammlung" einberief, in der die breiten mur ein Mensch, voll menschlicher Schwächen und Kleinlichkeiten. Aber Massen die Schweinereien dieses Graßmann" kennen lernen die Socialdemokratie ist durch die Mission, die sie zu erfüllen hat, " Religion ist Privatsache 1 Schon des öfteren wurde in sollten, fanden fich faum zwei Dugend Neugierige ein. Nun geadelt und in diesem Sinne ist auch die proletarische Atlasie, zu unsrer Zeitung dargethan, daß es eine unwahrheit ist, haben gar noch die bayerischen Bischöfe zu Ostern irten der die Arbeiter der Hand und des Kopfes gleichermaßen gehören, wenn die focialdemokratische Partei die Behauptung auf- briefe erlassen, die sich mit den der Kirche drohenden in der That fittlich, tüchtig und weise", ob auch das einzelne Wit stellt: bei ihr fei Religion Privatsache! Heute mun geht uns aus Gefahren befassen und vor der schlechten Presse warnen. glied der Klasse bisweilen unterhalb der Würde seiner Klasse unserem Lesertreise eine Mitteilung zu, die wiederum auf das Man möchte fchier meinen, in Bayern bereite fich ein stehen mag. Im übrigen strebt jeder Parteigenoffe mit allen deutlichste die Haltung der Socialdemokratie gegenüber der Religion großer allgemeiner Abfall von der Alleinseligmachenden vor. Das Kräften danach, der gewaltigen Sache, für die er fämpft und schafft, des Einzelnen klarlegt. Es handelt sich um folgendes Vorkommnis: flimmt aber durchaus nicht; denn als großen Verlust wird man den würdig zu werden, und weil geistige Unabhängigkeit und Freiheit, Am Montag vor acht Tagen verunglückte, wie damals mitgeteilt, bevorstehenden Austritt einer bekannten Operettenfängerin wohl nicht sowie gegenseitige Achtung Bedingungen jeden gedeihlichen der Zimmerer N. aus der Jagowstraße tödlich. Er hatte dem betrachten, die vor einiger Zeit katholisch wurde, um den Sohn eines Busammenarbeitens find, darum wehrt sich jeder selbst seiner Haut, Verein Berliner Zimmerer angehört, bei dem es üblich war, Magistratsrats heiraten zu tönnen, und nun, nachdem sich die Ver- wenn ihm wirklich einmal Unrecht geschieht. Und darum in Todesfällen einen Kranz zu spenden und durch ein Geldgeschent lobung wieder auflöste, zu ihrem alttestamentarischen Glauben zurüd wir müßte das Los der Alademiker in unsren Reihen für die zu den Begräbnistosten beizutragen. Ehe dies jedoch in dem vor- fehren will. geistigen Arbeiter der Bourgeoisie durchaus beneidenswert sein; denn liegenden Fall geschah, erschien die Frau des Vereinskassierers Die Gründe liegen in der That tiefer. Man will die breiten sie haben nicht nur das Glück, einer edlen und großen Aufgabe bei der Witwe, um nachzufragen, ob der verstorbene N. Massen" der Wähler von einer zu intensiven Beschäftigung mit poli- zu dienen, für ihre tiefften Ueberzeugungen zu streiten, sondern sie firchlich, mit einem Geistlichen" beerdigt werde. tischen Dingen etwas ableuten und stimmt deshalb den Nuf an: Die tönnen auch weit freier als in der Bourgeoisie, ihre Unabhängig Dann könne die Witwe weder auf die Kranzfpende, noch auf Stirche ist in Gefahr. feit und die Achtung ihrer Persönlichkeit wahren. ! meinen Weitere Produktionserhebungen fündigt die„ Nord- seibgenössischen Beamtennahme der Bor- Der Mörder des Hauptmanns Bartsch Bor- Der entdeckt. berichten zu lassen: Der Mörder des Hauptmanns Bartsch ist heute morgen durch den Dolmetscher des Hauptquartiers Boos ermittelt worden. Er ist ein Pekinger Arbeiter von etwa 20 Jahren. Der Mord geschah nach einem unbedeutenden Wortwechsel und zwar mit einem Revolver veralteter Stonstruktion. deutsche Allgemeine 8eitung" an: stands oder Verwaltungsratsstelle in einem Bei den ersten Erhebungen, welche sowohl auf die ziffer- onsumberein verboten i ft. Referenten waren der mäßige Feststellung der Produktions- und Absagverhältnisse jeder Er- socialdemokratische Nationalrat Gschwind- Baselland und der Eisenwerbsgruppe als auch auf die Heranziehung von Gutachten hervor bahnsekretär Dr. Kury- Basel. Ferner beteiligten sich an den des Hauptmanns Bartsch entdeckt und verhaftet Der deutsche Gesandte meldet aus Peking, daß der Mörder ragender Sachverständiger über die Lage und die Bedürfnisse Verhandlungen Genosse Nationalrat Wullschleger- Basel, Geworden sei. Ueber die Person des Thäters und das Motiv der der einzelnen Erwerbszweige fich richteten, handelte es fich vor- noffe Albisser Luzern und andre, die durchwegs das Vorgehen That macht die Meldung, wenigstens soweit sie vom offiziösen nehmlich darum, Unterlagen für die Vorschläge wegen Bemessung des Bundesrats verurteilten, das verfassungsmäßig gewährleistete Depeschenbureau wiedergegeben wird, keinerlei Angaben. Ausführder in den neuen deutschen Tarif einzustellenden Bollfäße zu Vereinsrecht der Bundesangestellten verteidigten und die Wieder licheres weiß sich die Köln. 3tg." aus Peking vom 15. April erlangen. Dieser Zwed ist erfüllt, die gewonnenen Materialien aufhebung des unglücklichen Bundesbeschlusses forderten. Schließlich find bei den Vorarbeiten zum Bolltarifentwurf berücksichtigt fand eine Resolution einstimmige Annahme, in welcher gegen die Beworden. Bei jenen erstmaligen Erhebungen sind übrigens, wie die schränkung des Vereinsrechts der durch den bundesrätlichen Beschluß vom Nordd. Allg. 8tg." gegenüber einem kürzlich erhobenen Einwand 12. Februar 1901 betroffenen eidgenössischen Beamten und Angestellten, bemerkt, auch die deutschen Exportinteressen bereits in sowie gegen die dieser Maßregel zu Grunde liegenden genossenschaftsweitestem Umfange berücksichtigt, indem die Sachverständigen selbst- feindlichen Tendenzen protestiert, sowie der Bundesrat ersucht wird, redend über die Wirkungen der inländischen Zollbemessung auf die seinen Beschluß in Wiedererwägung zu ziehen und den Bestrebungen, Gestaltung der Ausfuhr eingehend befragt worden sind. Nunmehr welche auf die genossenschaftliche Organisation des Konjums des die tommt es darauf an, in der Richtung weiter zu gehen, daß bezüg- Schweizervolts gerichtet sind, teine Hindernisse in den Weg zu legen. lich der in den neuen Handelsverträgen anzustrebenden Die Protestresolution soll durch eine 11 gliedrige Abordnung dem Vereinbarungen die Wünsche und Bedürfnisse der deutschen Bundesrat in Bern überreicht und dabei mit jedem einzelnen der Produzenten und Kaufleute im einzelnen ermittelt werden. mächtigen Herren über die Sache Südsprache gepflogen werden. Hierzu bedürfen die rein ziffernmäßigen Erhebungen, also die eigent liche Produktionsstatistit, nicht im vollen Umfang, sondern nur so weit Afief. der Wiederholung, als wesentliche Veränderungen seit den ersten Errafter. Der Aufschwung der japanischen Handelsmarine. Bon hebungsjahren( 1897/98) eingetreten sind, oder als die Feststellung be- der rapiden wirtschaftlichen Entwicklung und der enormen Anstimmter Einzelheiten sich als wünschenswert herausgestellt hat. Um passungsfähigkeit Japans zeugt das riefige Anwachsen der Handelsso eingehender dagegen muß das erneute Benehmen mit den marine dieses Landes. Während Japan bis zum Jahre 1877 fast fachkundigen Hauptvertretern der verschiedenen Industriegruppen mur Küstenschiffahrt betrieb und erst in den Jahren 1884/85 regelfich gestalten, um in einer technisch verwertbaren Form festzustellen, welche Wünsche diese Gruppen in Bezug auf die fünftige vertragsmäßige Regelung unsrer Handelsbeziehungen zu den ein zelnen Staaten des Auslands verfolgen zu müssen glauben. Damit die Reichsverwaltung bei jedem Wechsel der handelspolitischen Verhältnisse sichere Grundlagen für ihre Entschließungen befigt, werden sowohl die eigentlichen produktionsstatistischen Erhebungen, wie die Fühlungnahme mit den Hauptvertretern des Gewerbes a u ch tünftighin fortlaufend wiederholt und aufrecht erhalten werden müssen. Man sieht, daß hinsichtlich unsrer Handelspolitik noch alles in der Vorbereitung ist. Der geiftestrante König von Bayern scheint seinem Ende nahe zu sein. Wenigstens wird der, Germania" von gutunterrichteter Seite aus München geschrieben: Es ist allgemein in den politischen Kreisen bekannt, daß seit dem Auftreten des Nierenleidens bei dem Könige vor einem Jahre medizinische Sachverständige mit einer nur ganz kurzen Lebensdauer des Königs Otto rechnen. Diese Spanne Zeit beträgt nicht einmal zwei Jahre. So lautet das Urteil, vorausgesetzt, daß die Krankheit richtig diagnostiziert ist, woran gar nicht zu zweifeln ist." mäßige Schiffsverbindungen mit Korea und China anknüpfte, erlebte seine Handelsmarine von da ab einen ungeheuren Aufschwung. Wesentlich zu diesem Aufschwung trug die staatliche Protektion des Schiffsbaus bei, durch die der Seemannsberuf und der Schiffsbau erheblich gefördert wurden. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurden Dampferlinien nach Europa, Amerita und Australien eröffnet und heute sind mit Europa, Amerika, Australien und Rußland regelmäßige Dampferlinien eingerichtet. Das gewaltige Emporschnellen der Handelsmarine gelangt in folgenden Zahlen am besten zum Ausdruck: Im Jahre 1877 gab es 250 japanische Seeschiffe mit 62 753 Tonnen, im Jahre 1887 1284 Schiffe mit 133 297 Tonnen und im Jahre 1898 3044 Schiffe mit 648 324 Tonnen, während nach den allerlegten Statistiken, zusammengestellt im August 1900 durch das Marinebureau des japanischen Verkehrsministeriums, 833 Dampfschiffe mit 517 407 Tonnen und 3235 Segler mit 300 839 Tonnen oder zusammen 4068 Schiffe mit 818 246 Zonnen gezählt wurden. Der Boeren- Krieg. Einen Erfolg der englischen Waffen Depesche eines Sensationsblattes durch um so blühendere ReporterIst auch diese Meldung noch etwas dürftig, so entschädigt dafür phantasie: " Der Mörder des Hauptmanns Bartsch ist heute verhaftet worden. Er ist ein Chinese, namens Howan, ein junger Bursche mit einer wahren Verbrecher Physiognomie, mit unverschämtem Benehmen und rohem ChaEr gesteht die That nicht nur ein, sondern rühmt sich ihrer noch. Er behauptet, der Hauptmann habe ihn auf dem Wege überholt; er, Howan, habe gegrüßt, aber Bartsch habe ihn im Vorbeireiten über den Kopf ge= schlagen. Darauf zog Howan, wie er weiter erzählt, einen Revolver ältesten Systems hervor, feuerte und ranute weg. Hauptmann Bartsch verfolgte ihn einige Schritte weit, aber sein Pferd bockte plöglich; er wurde aus dem Sattel geworfen und stürzte in einen Graben. Das Pferd lief davon. Howan fing es aber mit Hilfe eines andern chinesischen Spießgesellen der gleichfalls hente verhaftet wurde Beide fetten sich dann auf das Pferd. Als sie gestern von der Polizei erblidt wurden, erschraten fie und ließen das Pferd entlaufen. Das Pferd wurde dann eingefangen. Soweit sind beide Schuldige geständig, indessen setzte die Polizei ihre Nachforschungen in der Nachbarschaft fort und verhaftete zwei weitere Chinesen, welche zu der Mordthat in Beziehung stehen sollen; sie wurden der deutschen Präfettur übergeben. Die Untersuchung ist in vollem Gange. ein. von einem Ueberfall nicht die Rede sein kann, sondern Die beiden Telegramme stimmen wenigstens darin überein, daß daß Hauptmann Bartsch infolge eines Streits erschossen wurde. Hoffentlich fördert die Untersuchung bald etwas Zuverlässiges über den Vorfall zu Tage, denn die Darstellung des Sensationsblatts steckt, von dem grotesten Reporterstil ganz abgesehen, auch für den oberflächlichsten Blick voll auffallender Widersprüche. meldet Lord Kitchener aus Pretoria: Während der Operationen China, Japan und die Mandschureifrage. Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar.( Eig. Ber.) Babingtons überraschte die Kolonne des Obersten Während am Sonnabend und Sonntag in Stüzerbach, Martinroda ta wlinson nordwestlich von Klerksdorp mit Tages- taiserliche Hof hat den chinesischen Gesandten in Tokio beDer Standard" meldet aus Shanghai vom 15. April: Der und Roda bei Ilmenau gutbesuchte Protestversammlungen anbruch Smuts Lager. Sechs Boeren wurden getötet, auftragt, der japanischen Regierung seinen speciellen gegen den Brotwucher stattfanden, in welchen der 10 verwundet und 23 gefangen genommen; ein Zwölfpfünder, Dank für die Unterstügung auszusprechen, welche sie demAbgeordnete des Kreises, Genosse Baudert, ungehindert sprechen ein vollständiges Pompom- Geschütz, zwei Munitionswagen mit ſelben in dem Widerstand gegen das Mandschureifonnte, wurde in Unterpörlig die geplante Versammlung Munition, einige Pferde und einiges Vieh wurden weggenommen. Ab to mmen habe angedeihen lassen. Zugleich wurde der Geohne jede Begründung verboten. Unfre Ilmenauer Genossen Die Engländer hatten drei Verwundete. Oberst Blumer sandte beauftragt, Japan zu bitten, China auch bei glaubten nun, daß eine neu angemeldete Versammlung, in welcher nahm den Feldcornet Briel und 16 Boeren gefangen und erbeutete fünftigen Fällen Hilfe und Unterstügung zu Genosse Neidt als Referent angegeben war, nicht gehindert werden 10 Wagen, 18 Gewehre, Pferde und Rindvieh. In dem Oranje- leiben. würde, denn diesem Genossen hatte türzlich im Landtag der Minister staat wurden während der Operationen General Pilchers fieben v. Wurmb das Zeugnis ausgestellt, daß man ihn ungehindert sprechen Boeren getötet, einer ergab sich. Ferner wurden erhebliche Vorräte laffen werde. Doch der Ortsgewaltige in Unterpörlig respektierte eingebracht, die ministerielle Wurmbsche Theorie nicht und verbot auch diese Verfammlung mit folgender geistreichen Begründung: Die in dem Lokale des Herrn Beyer hier auf Sonntag, den 14. 6. M., anberaumte öffentliche Boltsversammlung wird hiermit bezüglich wiederholt, polizeilich verboten: denn da folche Voltsversammlungen regelmäßig nur Agita tionen und Hegungen gegen die Behörden und gegen die bestehende Ordnung bezweden, so find dieselben behufs Erhaltung der Ruhe und Ordnung nicht zu dulden, vielmehr wie geschehen zu untersagen." In Sachsen- Weimar ist einfach alles möglich! Ausland. Ein Nachspiel Au der Gesamtlage wird durch diese kleinen Erfolge natürlich nichts geändert. Daß versieht, beweist die Meldung aus Pretoria, daß man dort einen man sich von den Boeren noch immer plötzlicher Offensivvorstöße Sandstreich der verbündeten Streitkräfte De Wets und Bothas gegen Johannesburg befürchte. Andrerseits melden die„ Times" aus Pretoria, daß die Hauptstreitkräfte der Boeren sich angesichts des zugänglichen Walddiftritt, zurüdgezogen hätten und nur De Wet herannahenden Winters in das hohe Gras", den bekannten un mit seinen Truppen nach Ventersburg zurückgekehrt sei. Weigerung, das Mandschurei- Abkommen zu unterzeichnen. Nun dankt Kürzlich erteilte England China eine Belobigung für seine China Japan für die ihm gewährte Rüdenstärkung. Rußland aber behält die Mandschurei. Nückkehr von Chinamannschaften. transport vom ostasiatischen Kreuzergeschwader In Wilhelmshaven ist am Dienstag der Ablösungsin der Stärke von 840 Mann eingetroffen. aufUeber den Gesundheitszustand der vor einigen Tagen in Hamburg eingetroffenen 200 Striegsinvaliden wird der Frankfurter General von Massow begrüßte die Soldaten mit einer AnBeitung" noch folgendes mitgeteilt:„ Der kommandierende sprache, worin er gänzlich Erwerbsunfähige In der Kapkolonie beunruhigt noch immer der kom forderte, sich zu erinnern, daß das Vaterland für sie mandant Kruizinger den Distrikt Cradock. Ein paarmal forgen werde. So weit die übertrieben strengen Ab sollte er bereits umzingelt worden sein, allein die Engländer scheinen iperrungsmaßregeln einen Ueberblick gestatten, befinden auch jetzt noch nicht im stande zu sein, die Kapkolonie vom Feinde fich sehr schwer Verwundete unter den Leuten. Die zu säubern. Kruizinger soll erklärt haben, sein einziger Zwed jei, älfte des Transports wurde wegen epidemischer die Engländer zu beunruhigen. Bis jetzt hat er sie in jenem Distrikt& rtrautungen auf Isolierstationen überführt. in der That in Atem zu halten vermocht. Englische Renommistereien. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Aufruf an sämtliche Gewerkschaften Deutschlands. Seit 8 Wochen befinden sich die Berliner Fabrikschuhmacher in einem hartnäckigen Kampfe gegen das vereinigte Unternehmertum zum vorjährigen pennsylvanischen Bergarbeiterstreik. New York, 5. April.( Eig. Ber.) Wie den Lesern des Vorwärts" wohl noch erinnerlich, brach vor der legten Präsidentenwahl in den Hartfohlenregionen Pennsylvaniens ein gewaltiger Streit aus, bei welchem ungefähr 140 000 Minenarbeiter beteiligt waren. Es den Tag.„ Daily Mail" versichert, der Krieg werde munehr Die Jingo- Presse legt wieder einmal große Zuversichtlichkeit an handelte sich um Ordnung der Lohnstala und um Anerkennung der binnen zwei Monaten beendigt sein. England verfüge Union. Die Republikaner, welche fürchteten, daß wenn der Streit anhalte, sich Zwischenfälle ereignen könnten, momentan in Südafrika über 250 000 Mann, darunter 60 000 Bewelche rittene. Das ist natürlich lächerliche Aufschneiderei. die Chancen der Erwählung Mc Kinleys stark beeinträchtigen möchten, veranlaßten Senator Hanna und den Trust- Magnaten Die letzte Tagesverluft Lifte Morgan( welcher ja wohl jezt in Berlin weilt), eine Vermittelung umfaßt 5 Tote, 9 Verwundete, 1 Bermißten und 14 an Krankheiten des Verbands deutscher Schuh- und Schäftefabrikanten. herbeizuführen; was denn auch geschah, indem die Lohnfrage zur Verstorbene. ziemlichen Zufriedenheit der Arbeiter dahin erledigt wurde, daß die Lohnrate, über welche man sich geeinigt hatte, bis zum 1. April dieses Jahrs fortgezahlt werden sollte; die Frage wegen Anerkennung der Union blieb vorläufig unerledigt. = Ausbreitung der Peft. Dem Berl. Tagebl." wird aus London gemeldet: In Port Elizabeth sind verendete Ratten aufgefunden, in denen durch die Untersuchung die Buboneupeft nachgewiesen wurde. Der Ausbruch der Best ist also auch hier zu erwarten. Die Situation ist sehr ernst, da seit dem Ausbruch der Best in Kapstadt die Truppen und Vorräte in Port Elizabeth gelandet wurden. dienst würde also sehr erschwert werden. Der Transport Partei- Nachrichten. Im letzten März nun fand im Staat Pennsylvanien abermals eine Konvention der Kohlenarbeiter statt, um festzustellen, was nun am 1. April geschehen solle. Abermals drohte das Gespenst eines großen Streits, als in legter Minute ein, den Arbeitern angeblich freundlich gefinnter Priester, Phillipps, in New Yort erschien und mit Morgan, turz vor dessen Abfahrt nach Europa, in Verhandlung trat. Morgan ließ sich bestimmen, ein Komitee der Arbeiter zu empfangen. Als Resultat der Konferenz wurde am 29. März eine Brotlamation des Präsidenten der Vereinigten Minenarbeiter, John Parteipreffe. Der Genosse Grunwald( früher m Jena) Mitchell, veröffentlicht, in welcher derselbe im Namen des Erelutiv- hat die Redaktion der Erfurter Tribüne" übernommen; Genosse fomitees den Arbeitern mitteilte, daß er bedauere, nicht einen Schulz, der eine Reihe von Jahren diese Stelle inne hatte, ist vollständigen Sieg melden zu können. Doch sei so viel erreicht bekanntlich nach Magdeburg übergesiedelt und in die Redaktion worden, daß die jetzt bestehenden Löhne bis zum 1. April nächsten der Volksstimme" eingetreten. Jahrs fortgezahlt und Beschwerden der Arbeiter durch Besprechung erledigt werden sollten. " um Die Ursache des Konflikts ist folgende: Ende Februar legten 486 Arbeiter in 19 Fabriken ihren Arbeitgebern Lohnforderungen vor, welche für die schlecht bezahlten Artikel minimale Aufbesserungen beanspruchten. 11 nicht dem Verbande angehörige Fabrikanten bewilligten die Forderungen anstandslos, dagegen wurden die dem Verbande angehörigen Arbeiter schroff abgewiesen. Es wurde sogar den Arbeitern, vom Fabrikantenverband ausgearbeitet, eine Lohnliste vorgelegt, die wohl auf etliche Artikel Zugeständnisse enthielt, dagegen bei andren desto größere Abzüge aufwies. Mit diesem Anfinnen konnten sich die Arbeiter nicht einverstanden erklären, und so fam es denn in den betreffenden 8 Fabriken zur Arbeitsniederlegung. Nachdem diese 14 Tage gewährt, ohne daß sich Arbeitswillige eingefunden hatten, glaubten die Fabrikanten die Ausständigen dadurch zur Burüdfehr bewegen zu können, daß fie mit einer allgemeinen Aussperrung sämtlicher Arbeiter drohten. Am 16. März wurde dann sämtlichen Arbeitern nachstehender schimpflicher Nevers vorgelegt: Ich Endesunterzeichneter versichere hiermit, daß ich während meiner Thätigkeit in Ihrer Fabrit mich verpflichte, keinerlei Zahlungen an den Verein Deutscher Schuhmacher zu leisten, noch in irgend einer Weise die jezt im Ausstand befindlichen Schuhfabrik- Arbeiter zu unterstügen. NB. Nur solche Arbeiter erhalten Arbeit, die obigen Revers unterschrieben haben. feiten der Unternehmer, unfre so schwer aufgebaute Organisation zu Arbeiter, Parteigenossen! Auch hier wieder der Versuch von vernichten. Wir wenden uns nun an Euch, uns in dem so schweren Die beiden Flügel der„ Social Democratie Parth"( SpringMorgan reifte nach Europa ab und nun ereignete sich etwas, nahezu einstimmig das Abhalten einer Einigungstonferenz fielder und Chicagoer Richtung) haben nun in den Urabstimmungen was er sicherlich vorausgesehen hatte. Seit ein paar Tagen aller socialistischen Organisationen, wie von ihren werden nämlich durch die ganze Hartfohlengegend Pennsylvaniens Exekutiv Komitees vorgeschlagen, beschlossen. Der ursprünglich Notizen angeschlagen, wonach in fast allen Werken vorläufig nur dafür festgesetzte Termin des halbe Zeit gearbeitet wird. Die Ursachen für diese Anordnung scheinlich auf einen früheren Tag 10. September wird wahrfind leicht verständlich. Jedermann wußte, daß die Vereinbarung die Zeit für vereinigte Vorbereitung auf die Novemberwahlen nicht berlegt werden, im letzten Herbst nur infolge der Präsidentenwahl zu durch innere Organisationsarbeiten mit Beschlag zu belegen. Die stande fam und daß der 1. April d. J. die Erneuerung des türzlich allüberall in den Staaten stattgefundenen Municipalwahlen Stampfs sehen würde. Infolgedessen wurde seit jener Zeit in haben besonders in den kleineren Orten ein bedeutendes Ers wahrhaft fieberhafter weiſe produziert; alle Etabliſſements, welche ſtarken des socialdemokratischen Parteivotums gezeigt. Hoffentlich auf Hartfohle angewiesen sind, haben sich auf lange Zeit versorgt, und in hält dieser Fortschritt auch für die Zukunft an. den Werken selbst lagern ungeheure Vorräte. Dazu kommt, daß der Sommer vor der Thüre steht, der den Kohlenkonsum naturgewшäß bePolizeiliches, Gerichtliches usw. deutend beschränkt. Im Lichte dieser Thatsachen gewinnt die Nach- Gegen die socialdemokratischen Flugblatt- und Kalendergiebigkeit Morgans refp. der Gesellschaften, welche direkt oder in- verteiler ist allüberall die Polizei mobil, bestrebt, die Einwohner direkt von ihm abhängen mit Bezug auf das Fortzahlen der schaft vor den„ Belästigungen" durch die„ Roten" zu bewahren. In alten Löhne während des laufenden Jahrs eine sehr eigentümliche der Umgegend von Strehla( Sachsen) hatte der Genosse Kluge Bedeutung. Was die enttäuschten Arbeiter nun thun werden, bleibt Flugschriften verbreitet. Er erhielt darauf ein Strafmandat über Sämtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. abzuwarten. Daß unter diesen Umständen Streits sinnlos wären, zehn Mart bezw. 2 Tage Saft, weil er unaufgefordert in einzelne Bureau der Schuhmacher, Dragonerstr. 15, entgegen. Alle Anfragen Gelder nimmt die Berliner Gewerkschaftskommission und das Häuser und Wohnungen eingedrungen" sei. Natürlich wird es der betreffende Genosse erst auf den Nachweis ankommen lassen, daß sich find an dieselbe Adresse zu richten. wirklich jemand belästigt gefühlt hat. liegt auf der Hand. Schweiz. Kampfe zu unterstügen; es sind über 900 Arbeiter, meist Familienpäter mit 832 Kindern zu unterstützen. Helft uns unsren Kampf siegreich zu Ende zu führen, denn bis jetzt sind sämtliche von uns angebahnten Verhandlungen resultatlos verlaufen. Die Ausgesperrten werden mit aller Entschiedenheit wie bisher ausharren! Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Zürich, 15, April.( Eig. Ber.) In der hiesigen Tonhalle fand Eine Freisprechung erzielte der Genosse Riem Dresden gefterit eine von 700 Personen, worunter Delegierte aus allen vor dem dortigen Schöffengericht. Er war in seiner Eigenschaft als Die Barbiere geben bekannt, daß folgende Firmen die Fordes Zeilen des Lands, besuchte Protestversammlung des verantwortlicher Redacteur der Sächsischen Arb.- 8tg." von einem rungen der Gehilfen nicht bewilligt haben, infolgedessen gesperrt schweizerischen Genossenschaftstongresses gegen Meißner Buchdruckereibefizer wegen Beleidigung verklagt. Der find: Redmann, Schillerstr. 94a; v. Claveren, Sophie Charlottenden reaktionären und verfassungswidrigen Be Wahrheitsbeweis wurde als erbracht erachtet und Riem ber§ 193 ftraße 87; Muchoy, Schillerstr, 106; Fleischauer, Schloßstraße; schluß des Bundesrats statt, wonach den unteren zugebilligt. Jantowski, Wallstr. 26. Die Lohukommission. Deutsches Reich. Einen guten Erfolg erzielten unsre Genoffen bei der Gewerbegerichtswahl in Reichenbach in Schlesien. Die Stimmen, die seitens der Arbeitnehmer für uns abgegeben wurden, find in allen drei Kammern( Textilindustrie, Baufach und Handwerk) ganz bedeutend gestiegen. Auch in der dritten Kammer( Handwerk) der Arbeitgeber erzielten wir einen Achtungserfolg. Unser Genosse, Buchdrudereibefizer Franz Pelz erhielt, trotzdem seine Kandidatur erst im letzten Augenblick proklamiert wurde, 44 Stimmen, während der von den Innungen aufgestellte Gegenkandidat 97 bekam. In der zweiten Kammer erhielt unser Genosse Oskar Derfel 1 Stimme und sein Gegenkandidat ebenfalls 1 Stimme. Es hätte nach dem Statut des Gewerbegerichts mun gelost werden müssen. Aber das Wahlkomitee erklärte den Gegenkandidaten für gewählt, da Derfel fein Unternehmer sei. Da diese Voraussetzung aber unrichtig ist, so wird gegen die Wahl Protest erhoben werden. Die Gärtner in Hamburg haben beschlossen, ihren Streit fortzusetzen. Es bleiben nur noch 25 Ausständige übrig, da eine große Anzahl Gärtnereien den Tarif anerkannt haben. Am Altonaer Quai haben wegen Lohndifferenzen die Arbeiter der Reisfuttermühle die Arbeit eingestellt. Es wird gebeten, teine Stellung dorthin anzunehmen. Jn Schwerin streiten die 8immerer wegen Anerkennung eines Stundenlohns von 45 Pf. Ausland. Versammlungen. " März 1900 11 285. An dieselben wurden an Bension verausgabt welcher b. Hoffmann einen beifällig aufgenommenen Vortrag 157 352 Pfd. 12 Sch. 2 Pence( über 3 Millionen Mark) und es ent- über unsre Volksschulen hielt. Der vom Kaffierer gegebene standen 2360 Pfd. Verwaltungskosten. Der Höchstsatz der Pension Kassenbericht ergab eine Einnahme des ehemaligen Bereins pro Kopf und Jahr betrug 365 M. Vorwärts" von 595,10, eine Ausgabe von 109,84, einen Bestand von 485,26 M. Im ersten Quartal des Wahlvereins betrug die Einnahme 511,75, die Ausgabe 350,08, bleibt mithin ein Bestand von 161,67 M. Aus dem Bericht der Zeitungsspedition, welcher vom 1. November 1900 bis 1. März 1901 datiert, ging hervor, daß in dieser Zeit 149 Abonnenten gewonnen wurden, so daß die Zahl derfelben 2051 beträgt. Die Einnahme der Spedition betrug 10 469,15 Mart, die Ausgabe 9841,67 M., bleibt ein Ueberschuß von 627,48 M. Für die" Maifeier" wurde ein Komitee von 7 Genossen gewählt, welches die Vorarbeiten zu treffen hat.- Neu aufgenommen wurden 90 Genossen. Jeziger Bestand 668 Mitglieder. Die Maurer Berlins und der Umgegend hielten gestern zwei Generalversammlungen ab, um über die Vergleichsvorschläge des Einigungsamts des Berliner Gewerbegerichts Beschluß zu fassen. Jn beiden Bersammlungen hat folgende Resolution vorgelegen: Die Versammlung spricht ihre Verwunderung darüber aus, daß das Berliner Gewerbegericht uns die Annahme eines Arbeitsvertrags mit dem Verband der Baugeschäfte empfiehlt, in welchem eine Festlegung des täglichen Arbeitsquantums für den Einzelnen enthalten ist. Achtzehner- Kommission, Die Versammlung steht auf dem Standpunkt ihrer Vertreter in der achtzehner Kommission, daß eine Festlegung der täglich zu verarbeitenden Steine unmöglich ist, Central Verband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands. Heute abend 9 Uhr in den Arminhallen, Kommandanten straße 20: Herr Dr. Otto Juliusburger referiert über: Gehirn und Seele. Barbiere! 7 öffentliche Versammlungen am Donnerstag, den 18. ds., abends 10 Uhr: Lindenstr. 106, Hauptstr. 5/6, Schönleinstr. 6, Andreas: 1. wegen der im Maurergetverbe eigenartigen Arbeitsverhält- ftraße 26, Alte Jakobftr. 75, Brunnenstr. 16 und Turnstr. 25/26. Tagesnisse in architektonischer und konstruktiver Beziehung, wie der Verordnung in allen Versammlungen: Unfre Lohnbewegung und die Stellung der Selbständigen hierzu. schiedenartigkeit des Materials und der Beschaffung desselben, der ungleichen Fundamentierungs- Arbeiten, der verschiedenartigen Mauerstärken, der mannigfachen Ansprüche an die Qualität der Arbeit, der Herstellung und Art der Rüstung, der Einteilung der Arbeit durch die Poliere usw., 2. weil eine derartige Bestimmung, entgegen der Ansicht der Arbeitgeber, eine unerschöpfliche Quelle von Differenzen zeitigen würde, 3. da eine auf solcher Grundlage aufgebaute Festlegung der Arbeitsleistung, niemals bei Untersuchung resp. Schlichtung von Streitigkeiten im praktischen Leben eine Norm für die Rechtsprechung abgeben würde, da der Begriff„ gewöhnliches Mauerwert" ein so allgemeiner ist, daß die verschiedenartigsten Ansichten über denselben auch in der Achtzehner Kommission entstehen würden. = Sociale Rechtspflege. Böller hatte durch Betriebsunfall im Sommer 1895 eine Quetschung Rentenquetscherei einer Berufsgenossenschaft. Der Arbeiter des linken Knies und eine starke Quetschung des rechten Fußrückens Generalversammlungen schweizerischer Gewerkschaftsvererlitten. Die Süddeutsche Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft gebände. An den Ostertagen hielten verschiedene schweizerische Gewertwährte ihm nach beendetem Heilverfahren 25 Prozent der Vollrente, schaftsverbände ihre Generalversammlungen ab, so die Friseure setzte die Rente dann auf 15 Prozent herab und entzog sie ihm in in St. Gallen, die Buchbinder und Lithographen in Basel. Die Januar 1897 gänzlich. Durch Bescheid vom 22. Februar 1899 wurden Friseure beschlossen die strikte Durchführung des 12 Uhr- Ladenschlusses ihm wieder 25 Prozent bewilligt. Es war nämlich durch eine an Sonn- und Festtagen, Durchführung einer 25 prozentigen LohnUntersuchung mittels Röntgenstrahlen festgestellt worden, daß erhöhung an den Orten, 100 eine solche im verflossenen die Bruchstellen am Fuß seinerzeit schlecht geheilt waren und daß Jahre nicht erfolgt ist, Erhöhung des Monatsbeitrags von 30 auf infolgedessen das Auftreten immer noch mit erheblichen Schmerzen 50 Cts., Eintritt in den Gewerkschaftsbund und Anerkennung nur verbunden war. Am 23. Juni 1900 wurde 3. auf Veranlassung der einer Berufsorganisation in einer Gemeinde als Sektion des Ver- Die Versammlung ersucht das Einigungsamt des Berliner Ge- Berufsgenossenschaft von Dr. Grandhomme untersucht. Dieser er bands. Die Zahl der Mitglieder des Buchbinderverbands stieg werbegerichts, den angeführten Gründen zufolge einen Schieds- stattete ein Gutachten, worin er ausführte: In Rücksicht darauf, im verflossenen Jahre um 105 auf 550. Die Einnahmen betrugen spruch dahingehend zu fällen, daß die Festlegung der Leistung im daß der Unfall 5 Jahre zurückliege, müsse angenommen werden, daß 2422 Fr., die Ausgaben 849 Fr., der Vermögensbestand 1572 Fr. neuen Vertrage nicht enthalten sein darf. Die Versammlung steht die Schmerzen geringer geworden seien. Auch wäre das Auftreten Beschlossen wurde der Abschluß von Gegenseitigkeitsverträgen mit den des weiteren auf dem Standpunkt, daß es im Interesse des ge- fester und der Gang leichter geworden. Die Schädigung betrage noch ausländischen Bruderverbänden, der Anschluß an den Gewerkschafts- famten Baugewerbes liegt, daß auch in Zukunft die Lohn- und Ür- 15 Proz. Die Berufsgenossenschaft sette darauf die Rente wegen wesentbund, die Erhöhung des Verbandsbeitrags um 10 Cts. pro Monat, beitsbedingungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- licher Besserung wieder einmal auf 15 Proz. herab. Das Schieds. im Princip die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung. Ein Organisationen festgelegt werden, und ersucht das Einigungsamt, dahin gericht wies die Berufung des Verletzten zurück, indem es unter Antrag der Sektion Genf auf Aufstellung eines einheitlichen Lohn- gehend zu wirken, daß der Differenzpunkt zu Gunsten des Zustande- anderm hervorhob, daß eine Verdienstminderung gegen früher nicht tarifs mit täglichem Minimallohn von 4,50 Frank für die ganze Schweiz fommens eines neuen Vertrags von den Arbeitgebern zurückgezogen wird. vorliege. 3. legte Rekurs ein und sein Vertreter, Schriftsteller wurde als undurchführbar abgelehnt. Aus dem Jahresbericht des Sollte jedoch dieser Antrag wider Erwarten an der Beharrlichkeit der F. Fränkel, machte vor dem Reichs- Versicherungsamt Lithographenbunds ist vor allem zu erwähnen, daß der Streit der Arbeitgeber scheitern, so erwarten wir, daß das Einigungsamt durch geltend, daß hier unmöglich von einer wesentlichen Besserung gegraphischen Arbeiter in der Typographia des heiligen apostolischen Schiedsspruch festlegt, daß eine Kommission, zu gleichen Teilen iprochen werden könne. Es sei nicht erfindlich, mit welchem Stuhls" in Einsiedeln 42 795 Fr. foftete, wovon die Lithographen, aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzt unter dem Recht Dr. Grandhomme fich für die Annahme einer wesentlichen Buchdrucker und Buchbinder den größten Teil beitrugen. Vorsitz des Herrn Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz, Feststellungen Besserung auf den seit dem Unfall verflossenen Zeitraum von fünf Es wird beabsichtigt, für die Hilfsarbeiter im graphischen über die Möglichkeit oder llumöglichkeit einer Festlegung der Normal- Jahren berufe, da doch inzwischen die bereits entzogene Rente Gewerbe eine besondere Organisation zu schaffen. Durch leistung erhebt und einen Beschluß über diese Angelegenheit zu wieder habe belvilligt werden müssen, weil erhebliche Schmerzen als Urabstimmung in den Sektionen wurde im verflossenen Jahre fällen hat. Folge schlechter Verheilung festgestellt worden seien. Wenn der die Einführung der Arbeitslosen Unterstützung, die Erhöhung des Im übrigen weist die Versammlung die Behauptung der Arbeit- Kläger jetzt denselben Arbeitsverdienst habe, wie vor dem Unfall, so Krankengelds und der Verbandsbeiträge beschlossen. Auf eine Mit- geber, daß das Arbeitsquantum der gesamten Maurer feit der Ver- liege das an der seitdem eingetretenen allgemeinen Erhöhung der gliederzahl von 370, die sich auf 11 Sektionen verteilen, hat der tragschließung vom 24. Juni 1899 bedeutend zurückgegangen sei, Arbeitslöhne sowie daran, daß der Arbeitgeber bei 3. gewisse RückVerband einen Vermögensbestand von 12 316 Fr. Jm Berichtsjahr ganz energisch zurück. Sie steht auf dem Standpunkte, daß das sichten nehme. Das Reichs- Versicherungsamt gab dem Antrag des wurden 2458 Fr. Krankengelder und 355 Fr. Reise- Unterstützung an legt geleistete Arbeitsquantum gegenüber der in früherer Zeit voll- Vertreters statt und verurteilte die Berufsgenossenschaft, dem 237 Durchreifende ausbezahlt. Als Vorort wurde Basel( von den brachten Leistung ein bedeutend höheres geworden ist und kann Kläger 25 Prozent weiter zu zahlen und ihm 10 Mart an VerBuchbindern St. Gallen) wiedergewählt. es deshalb nicht verstehen, daß die Einführung einer solch willkürlich tretungskosten zu erstatten. Der Senat nahm an, daß eine wesents festgesetzten Norm in unsrem Gewerbe erforderlich sei, und lehnt liche Besserung nicht eingetreten sei. daher den vom Einigungsamt des Gewerbegerichts vorgeschlagenen Vergleichsvorschlag ab. Sociales. Die vom Centralverband der Maurer einberufene Versammlung, die bei Keller, Koppenstraße, tagte, war von ca. 3000 Personen besucht und der große Saal und die Gallerie bis auf den legten Platz besetzt. In Aussicht gestellte Arbeit. Der Buchbinder C. verlangte im Klagewege von der Leipziger Buchbinderei- Gesellschaft, vormals Kapitalgewinne in der oberschlesischen Montan- Industrie. Fritsche, 75 M. Accordreft, indem er geltend machte, er sei zu UnDie Oberschlesische Eisen- Industrie Aktiengesellschaft für Bergbau recht vor Beendigung eines größeren Accords entlassen worden. Nach und Hüttenbetrieb" in Gleiwig verteilte für das Geschäftsjahr 1900 feiner Annahme hat ihm der Werkmeister Nagel das Bedie gewaltige Summe von 20 248 250 m. als Dividende. Und schneiden von 70 000 Katalogen, das Tausend zu 1,70 Mark überdiese Riesensumme wurde erarbeitet von ganzen 9076 Arbeitern, Die Diskussion war eine fachliche aber sehr lebhafte. Während tragen. In der zweiten Verhandlung vor dem Gewerbegericht gab so daß jeder einzelne Arbeiter 2232 M. Dividende Panser, Silberschmidt, Gröppler, Handte u. A. für die Annahme der der Vertreter der Beklagten, Geschäftsführer Katschke, zu, daß die erschuften mußte. Darin erschöpfen sich die Gewinne aber feines- Resolution plädierten, um damit zu zeigen, daß die Maurer bereit sind, kündigung zwar ausgeschlossen sei, Accordarbeiter aber nur nach wegs; denn nicht allein, daß die Abschreibungen sehr reichlich be- wenn irgend möglich, ein neues Vertragsverhältnis zu schaffen, sprachen beendetem Accord entlassen werden fönnten. Dagegen be messen wurden, nämlich auf 14/3 Millionen Mark, und 4/2 Millionen fich zahlreichen Redner entschieden dagegen aus und mehrmals wurde hauptete der Herr, der Kläger habe nicht den Auftrag in Reserve gestellt wurden, erfuhren auch die Anlagen durch Neu- angeführt, daß ein Vertragsverhältnis überhaupt feinen 3wed habe, erhalten, 70 000 Kataloge zu beschneiden. Der Werkmeister anschaffungen und Neubauten eine Wertvermehrung, die anscheinend wenn die Unternehmer doch die ungüstige Konjunktur dazu benutzen, befundete, er habe den Kläger im Auftrage des Geschäftsin die Millionen geht und gleichfalls aus dem Jahresertrag bezahlt die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Mehrere Redner verlangten, führers dazu bestimmt, die Arbeit, die nach dem Tarif mit wurde. Dazu kommen noch Tantiemen und sonstige kleinere daß auch die verschiedenen von den Unternehmern gemachten Vor- 2 M. das 1000 Stück zu bezahlen sei, für 1,70 m. das 1000 311 Gewinnteile, so daß nicht viel an 3000 M. Gewinn per Arbeiter schläge sämtlich abgelehnt und nur auf der Grundlage des alten machen. Hierbei habe er zu ihm gesagt, es tönnten„ bis zu 70000 fehlen dürfte. Ueber die Löhne wird nichts mitgeteilt, doch ist be- Vertrags verhandelt wird. Alle Redner waren sich darüber einig, Kataloge werden". Der Kläger betonte dann noch, er habe nur kannt, daß die Löhne, der oberschlesischen Berg- und Hüttenarbeiter daß insbesondere die Festsetzung einer Normalleistung unmöglich ist wegen der in Aussicht gestellten sehr großen Auflage unter dem im Durchschnitt weit unter 1000 m. bleiben. Der arbeitslose Ge- und damit nur beständige Streitigkeiten veranlaßt würden. Tarif, arbeiten wollen. Jm andren Falle hätte er sich nicht dazu bewinn beträgt demnach mindestens das Dreifache des Arbeitslohns. Schließlich wurde mit großer Majorität die obige Re- reit gefunden. Die Kammer VIII unter dem Vorsitz des GewerbeDas tann man als Ausbeutung auch im juristischen Sinne be- folution von der Versammlung angenommen. Außerdem richters Dr. Meier nahm an, daß E. auf das Beschneiden zeichnen. wurde beschlossen, den von den Unternehmern verlangten Pasjus in bon 70 000 Exemplaren feinen Anspruch habe, weil ihm Zum Achtuhr Ladenschluß. In Lübeck hat bei einer all- den nenen Vertrag, wonach der§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs soviel lediglich in Aussicht gestellt, nicht aber ein gemeinen Umfrage wegen des Achtuhr- Ladenschlusses die Handels- außer Kraft gesezt werden soll, nicht zuzustimmen. entsprechender Werkvertrag mit ihm abgeschlossen worden fammer ermittelt, daß sich von 1316 Ladeninhabern 850 für den Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer sei. Auf Zureden des Vorsitzenden verglichen sich schließlich noch Ach tuhr- und 221 für den Neunuhr- Ladenschluß erklärten, 28 Ge-( Lokalorganisation) hielt seine Generalversammlung bei Stechert in die Parteien auf 5 M. Es ist das die Differenz zwischen den schäfsinhaber gaben gar keine Antwort. Dementsprechend ist bei der Andreasstraße ab. Eine dicht gedrängte Menge füllte den Gelde, was Kläger für die geleistete Arbeit, das Tausend zu dem Ausschuß des Senats für Gewerbe und Versicherungswesen der großen Saal bis auf den letzten Play. 1,70 M. berechnet, erhalten hat, und der Summe, die er bei Gehl gab noch Antrag gestellt, für Lübeck den allgemeinen Achtuhr- Ladenschluß in einmal eine klare Uebersicht über die Verhandlungen der Achtzehner- tarifmäßiger Bezahlung dafür hätte bekommen müssen. Erwägung zu ziehen. Kommission, über deren Ergebnis und über die Stellungnahme des Tehke Nachrichten und Depeschen. Arbeiterverhältnisse in Neu- Seeland. Der öftreichisch ungrische Konsul in Auckland E. Langguth macht in seinem Bericht über die wirtschaftliche Lage in Neu- Seeland auch einige intereffante Mitteilungen über die Arbeiterverhältnisse diefes in betreff seiner socialen Gesetzgebung sehr fortgeschrittenen Landes. Auch hier überstieg im Jahre 1900 die Nachfrage nach Arbeitern bedeutend das Angebot. Die reichliche Ernte des zu Dreiviertel fultivierten Landes hatte einen größeren Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitern zur Folge, um die Ernte rechtzeitig einzubringen. Ebenso fanden Handlanger während des ganzen Jahres auf allen Plägen Beschäftigung. Auch die gewerblichen und Fabrikarbeiter fanden stets volle Arbeit. Bei den in der Industrie Beschäftigten zeigte sich in den letzten fünf Jahren eine stetige Zunahme. Ausgenommen die von der Regierung angestellten Eisenbahn- Bediensteten betrug ihre Zahl: 1897 1898 1899 1895 1896 1900 29 897 82 387 36 918 39 672 45 305 48 938 was eine Zunahme von über 63 Proz. binnen 5 Jahren macht. Die Arbeitszeit war sowohl bei den industriellen wie bei den landwirtschaftlichen Arbeitern allgemein eine achtstündige. Die Durch schnittslöhne waren bei Farmarbeitern mit Kost pro Woche 15-20 M., ohne Stost den Tag 5-7 M. Pflüger und Schnitter erhalten von 15-35 M. pro Woche und die Kost. Der Tagelohn der gewerblichen Arbeiter beträgt in den meisten Fällen nicht unter 7 bis 10 Mark, Maurer erhalten 81, bis 12 Mark pro Jahr. Von dem Gesinde erhalten verheiratete Ehepaare ohne Familie mit Kost pro Jahr 1200-1800 m., mit Kindern 1120-1600 m., Stalltnechte mit Kost pro Woche 10-20 M. Gärtner Einungsamts zu den in der Kommiſsion streitig gebliebenen Punkten. Redner kam zu dem Schluß, daß die Versammlung mit Rücksicht auf die ungünstigen Verhältnisse in den fauren bereits festgesetzten Bedingungen, Apfel beißen und den von der Achtzehner Kommission Ausschaltung des§ 616 Bürgerlichen Gesetzbuchs befindet, zu worunter sich auch die Festsetzung einer täglichen Normalleistung von 500 bis 750 Stimmen stimmen, sich aber gegen die vom Einigungsamt vorgeschlagene aussprechen möge. dem Einigungsamte mitzuteilen, daß der Einigungsvorschlag, soweit Nach einer furzen Diskussion wurde die Kommiffion beauftragt, er die Normalisierung betrifft, abgelehnt werde. Unter Vereins angelegenheiten beschloß die Versammlung einstimmig, den 1. Mai durch vollständige Arbeitsruhe zu feiern, trotz der Aussperrungsdrohung des Unternehmerbunds. Es wird vormittags 10 Uhr eine Versammlung stattfinden. zur Sprache und wird Effen a. d. R., 16. April.( W. T. B.) Bei 2 Grad Wärme trat hier heute abend 7 Uhr leichter Schneefall ein. Frankfurt a. M., 6. April.( B. S.) Wie nach einem TeleBost" meldet, wird die niederländische Regierung bei der enggramm der Frankfurter Zeitung" aus London die„ Birmingham ob England bereit sei, nach Beendigung des Krieges in Südafrita lischen Regierung anfragen, oder sie hat bereits angefragt, fördern. Die niederländische Regierung soll nicht abgeneigt sein, nach Niederländisch- Judicu übersiedeln möchten, dorthin zu be diejenigen gefangenen Boeren auf St. Helena und Ceylon, welche den Boeren in Niederländisch- Indien Land anzuweisen, und in dieser Beziehung mit Krüger und seinen Kreisen einer Ansicht sein. Freiburg i. Br., 16. April.( W. T. B.) Gestern abend wurden, zwei Monteure der hiesigen Firma Olzich, die mit der Aufstellung eines Central Weichenstellwerts beschäftigt waren, vom D- 8ng 6 tonferenzen, die gestern begonnen haben und heute fortgesetzt wurden, überfahren. Erst nach einigen Stunden fand man beide als Leichen. Wien, 16. April.( W. T. B.) In gemeinschaftlichen Ministerwurden die Verhandlungen über das gemeinsame Budget beendet. Die Delegationen werden voraussichtlich am 20. Mai in Bien zusammentreten. V heftiger Schneefall bei stark gefuntener Temperatur eingetreten. Inusbruck, 16. April.( B. H.) Im ganzen Außengebiet ist der Schiffsbemannungen hat die Regierung eine VermittelungsRom, 16. April.( B. H.) gwecks Beilegung des Ausstands aktion eingeleitet. Der Gesellschaft La Veloce" hat die Regierung einstweilen Heizer der Kriegsmarine zur Verfügung gestellt. gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Kassierer die Die Nabihspanner und Träger hielten am 14. April eine Abrechnung vom 1. Quartal verlesen hat, berichtete eonhard über die Bahlstellen- Stonferenz, auf welcher die geplante Verschmelzung der Berliner Zahlstellen abgelehnt wurde. Den Bericht von der Agitationskonferenz erstattet Max Kersten. Zur Aufbringung der Gelder für Spedition und Agitation wird ein Antrag angenommen, vierteljährlich pro Mitglied nicht wie bisher 30 Pf., sondern vom nächsten Monat au 40 Pf. au faffieren. Als Beitragssammler zum Streiffonds wird Kollege Grundmann in Vorschlag gebracht; ferner beschließt die Versammlung, jeden Kollegen, welcher vom Arbeitgeber ein Arbeitsbuch annimmt, auszuschließen. Im Rom, 16. April.( W. T. B.) Infolge des Ausstandes des Per weiteren kommen die Mißstände bei der Firma Boswau u. Knauer fonals der„ Navigazione Generale Italiane" hat die Regierung folgender Antrag angenommen:" In beschlossen, den Postdienst mit Sardinien durch Torpedobote und den Anbetracht, daß der von der Firma bewilligte Stundenlohn von 60 Pfennig für Spanner einem großen Teil der dort arbeitenden Passagierdienst durch zwei Militär- Transportschiffe beforgen zu Infieu. Kollegen nicht gezahlt wird, beauftragt die Versammlung die Lohn- Land und dann durch Fährboote bewerkstelligt werder. Der Post- und Bassagierdienst nach Sizilien soll über Die tommission, sofort mit der Firma in Unterhandlungen zu treten, um Storrespondenz nach dem Ausland ist init Dampfern ausdieselbe zur Einhaltung ihres gegebenen Versprechens zu veranlaffen. ländischer Linien befördet worden. Dabei ist die Kost allgemein eine sehr gute und reichliche. Ge Die Lohnkommission hat in der am Freitag, den 19. April, bei Angestellten der„ Navigazdom" ruhig; Einlaufen und Auslaufen Ju Neapel verhalten sich die giebt stets dreimal täglich Fleisch. Neu- Seeland war auch die erste Jannascht, Inselstr. 10, stattfindenden außerordentlichen Mitglieder- Angestellten der" Navigazdom" ruhig; Einlaufen und Auslaufen der Dampfer geschah ohne Zwischenfall, Kolonie, die eine Alters- und Invaliden- Versicherung versammlung Bericht zu erstatten und behält sich die Versammlung Genna, 16. April.( W. T. B.) In einer heute stattgehabten einführte. Das Alterspensions- Gesetz trat 1898 in Kraft. Bis zum vor, weitere Schritte zur Erlangung ihrer Forderungen zu unter31. März 1899 betrug die Zahl der gewährten Pensionen 7487, für nehmen. Betreffs des 1. Mai beschließt die Versammlung ebenso Versammlung der Ausständigen wurde beschlossen, den Auswelche im Jahre 127 319 Pfund Sterling ausgegeben wurden, also wie in den Vorjahren, den Feiertag des Proletariats durch all- ftand ruhig, aber entschlossen fortzusetzen. Peking, 16. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) pro Stopf 341 m. 1900 wurden 4699 neue Pensionen anerkant, gemeine Arbeitsruhe zu begehen. Auf die Vorstellungen Japans, hat der chinesische Hof erwidert, es 786 Personen starben, 65 wurden gelöscht und 6 verfielen Mangels Der Socialdemokratische Wahlverein für Rigdorf hielt sei dem Kaiser unmöglich nach Peking zurückzukehren, bis die Anmeldung. Die Zahl der Pensionsberechtigten war also Ende am 10. April in Gröplers Salon seine Generalversammlung ab, in Fremden das Land geräumt hätten. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Gr- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Ming Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. 13-20 " " " ohne " " Köchinnen mit " " Tag 5-8 Woche 15-20 " " Wäscherinnen 12-20 " " " " Dienstmädchen, Näherinnen " " " 8-12 10-12 " " " " " ohne " " " Tag 3 PP Nr. 89. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 74. Sigung vom Dienstag, den 16. April 1901, nachmittags 2 11 hr. Am Bundesratstische: Frhr. v. Thielmann, Goßler, Nieberding. Präsident Graf Ballestrem: Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung des Gesezentwurfs betreffend Versorgung der Kriegsinvaliden und der Kriegshinterbliebenen. hegten Wunsche des Mittwoch, 17. April 1901. alt sind mit dem Vorredner der Meinung, daß dies unter allen Um- jenem Tage die Strede zum erstenmal befuhr, es ständen geschehen muß. Ganz unlogisch erscheint es mir nur, wenn der genügenden Vorsicht hatte fehlen lassen, der Gerichtss man einmal ein Mindesteinkommen für den Invaliden festiegen will, hof verurteilte ihn aber gleichwohl nur zu 30 M. Geldstrafe hierfür eine ganz willkürlich gewählte Altersgrenze festzusetzen. und Landgerichts- Direktor Müller begründete das milde Urteil Das Mindesteinkommen müßte ihnen bei völliger Erwerbsunfähigkeit wie folgt: Der Gerichtshof müsse auch hier wieder wie dies erst sofort gewährt werden. Ganz unangebracht erscheint es uns auch, vor einigen Tagen geschehen- leider konstatieren, daß auch daß man die Vorteile, welche viele Juvaliden auf der einen Seite seitens der Vorgesezten der Angeklagten nicht mit der durch dies Gesetz haben, auf der andern Seite dadurch nötigen Vorsicht verfahren worden ist, daß auch sie einen Bei der Wiederaufnahme unsrer Arbeiten erlaube ich mir die schmälert, daß man die Zulage für Nichtbenutzung des Civil- Ver- kleinen Anteil an der dem Angeklagten zur Last fallenden Fahrverehrten Herren Kollegen herzlichst zu begrüßen.( Bravo!) sorgungsscheins für diejenigen Unteroffiziere gestrichen hat, welche lässigkeit haben. Der Angeklagte war erst an demselben Tage von attiven Dienst erworben haben. den Anspruch auf den Civil- Versorgungsschein nicht durch 12jährigen einer andren Station hierher versetzt worden und war, als das Unglück passierte, erst zum drittenmal über diese Linie gefahren. Die Zuschüsse, welches dieses Gesez vorsieht, sollen bei der An- Gerade die Gefährlichkeit der hier in Frage stehenden Kurve stellung im Civildienst nicht der Kürzung unterworfen und beim hätte verlangt, daß die Straßenbahn Gesellschaft einen mit Abg. Graf Oriola( natl.): Ausscheiden aus dem Civildienst auf eine Civilpension nicht in An- den Einzelheiten der Linie nicht genau vertrauten Fahrer Im Namen meiner politischen Freunde beantrage ich, diesen rechnung gebracht werden. Die logische Konsequenz aus dieser nicht gleich selbständig hätte fahren lassen sollen, sondern Gesezentwurf der Budgetkommission zur Vorberatung zu über- Bestimmung wäre, daß man überhaupt die Anrechnung der Militär- ihn ganz genau instruiert, oder ihm besser zunächst noch einen weisen. Wir danken es den verbündeten Regierungen, daß pension auf Civilpension aufhebt. erfahrenen Fahrer mitgegeben hätte. Das sei nicht geschehen und fie durch diese Vorlage das Versprechen des Herrn Reichs- Vorlage nur ein Notbehelf ist und daß es durchaus notwendig ist, macht. Dies müsse vor der Oeffentlichkeit gefagt werden, damit die Mit dem Herrn Vorredner sind wir der Meinung daß diese insofern habe sich die Verwaltung einer Fahrlässigkeit schuldig gekanzlers so schnell erfüllt haben, damit einen lange ge- die Pension der Militärinvaliden einer gründlichen Reform zu unter Straßenbahn- Gesellschaft lerne, vorsichtiger mit dem Leben endlich entgegengekommen find. Wir begrüßen die endliche Regelung dieser Materie insofern ziehen und sie mit den Verhältnissen in Einklang zu bringen, wie der Einwohner umzugehen. fie eine Befferstellung der in Betracht kommenden Invaliden bringt. ob die Barteien, die jetzt überfließen von Wohlwollen für die Inva- der Regierung zugestandenen Konzessionsverlängerung, die ihr das fie sich im Laufe der Zeiten entwickelt haben. Wir werden sehen, Die Straßenbahn- Direktion brüstet sich derweil mit der ihr von Eine allgemeine einheitliche Revision der Militär- Pensionsgesetze, die heute außerordentlich kompliziert und unübersichtlich sind, ist leider iden, auch bei der Deckung der Kosten zu haben sein werden. Leben der Einwohner auf 50 Jahre überantwortet und pfeift im bei dieser Gelegenheit nicht vorgenommen worden, wir hoffen aber, ( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Bewußtsein ihrer Macht auf die Ermahnungen, die ihr von den daß dieselbe bis zum Herbst erfolgen wird. Im allgemeinen ist die Abg. Dr. Höffel( Np.) Gerichtsschranken aus zu teil werden. Weiß sie doch. daß man nur Borlage wie gesagt durchaus zu begrüßen. Einzelne Aenderungen ist im allgemeinen mit der Vorlage einverstanden, bedauert aber, die lumpigen Schaffner vor Gericht zieht, während sie selber sicher find freilich notwendig. So heißt es in§ 5, daß friegsinvaliden daß die ehemaligen französischen Militärpensionäre nicht in das im Trocknen fizt. Offizieren, deren jährliches Gesamteinkommen 3000 m. nicht erreicht, Gesez einbegriffen seien. Er hoffe, daß den von Deutschland im Falle völliger Eriverbsunfähigkeit vom 55. Lebensjahre ab eine annektierten Kriegsinvaliden in Elsaß- Lothringen noch nachträglich Zur Lage der Krankenkassenbeamten. Die hiesige OrtsBulage bis zur Erreichung dieses Betrages gewährt werden kann. Dieses durch die Kommission die Wohlthat des neuen Gesetzes zu teil werden frankenkasse der Maler beschloß in ihrer am Montag abgehaltenen tann" müßte unbedingt in ein muß" umgewandelt werden. Wie soll auch werde. Groß sei die Zahl nicht mehr, das Reich erfülle aber mit der Generalversammlung, daß das Krankengeld( 1,50 M. pro Tag), Die„ völlige Erwerbsunfähigkeit" nachgewiesen werden. Soll ein Offizier Gewährung der Pension nur eine moralische Verpflichtung.( Beifall.) welches bisher nur für die Werktage zur Auszahlung gelangte, nunals noch nicht völlig erwerbsunfähig gelten, wenn er noch körbe flechten tann? mehr auch für die Sonn- und Feiertage bezahlt werden soll. Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): Die Besserstellung der Invaliden sei freudig zu begrüßen. Eine Dadurch erhöht sich das wöchentliche Krankengeld von 9 M. auf Entschädigung, die bisher bezogen worden ist, dürfte durch den 10,50 M. Einen Antrag der Kassenbeamten auf Gehaltsjegigen Entwurf nicht in Wegfall kommen. Bei der fünften Klasse erhöhung lehnte die Generalversammlung, obgleich die geforderten für Unteroffiziere und Gemeine, deren Bezüge nicht verändert Gehälter hinter den von der Lohnkommission der Krankenkassenwerden sollen, werde man etwas weiter gehen müssen. Was Beamten aufgestellten Sägen noch weit zurüdstehen, mit Was die Relittenversorgung anlangt, so ist es zu begrüßen, die Frage der Deckung anlangt, so halte er die Aufbringung der großer Mehrheit ab. Während die Vertreter der Arbeitgeber für die daß die erhöhte Hinterbliebenenversorgung auch eintritt, wenn der Mittel durch Reichs- Einkommensteuer für am besten. Einer Wehr- Gehaltserhöhung eintraten, sprachen von den ArbeitnehmerKriegsinvalide nachweisbar an einer äußeren Kriegsdienstbeschädigung steuer würde seine Partei noch immer die Reichs Erbschaftssteuer Delegierten nur einzelne für diese Forderung. Die meisten oder an den Folgen einer solchen gleich viel zu welcher geit vorziehen. Redner der Arbeitnehmer wiesen jede Gehaltserhöhung schroff zurück gestorben ist. Dagegen sollen die Hinterbliebenen derjenigen KriegsAbg. Prinz zu Schönaich- Carolath( wildlib.): mit dem Bemerken, daß sie als Malergehilfen erheblich invaliden, welche infolge innerer Kriegsdienstbeschädigung später als Die Frage, die Herr Dr. Höffel berührt habe, gehört nicht weniger Einkommen hätten, als die Staffenbeamten fordern; wenn diese ein Jahr nach dem Friedensschluß verstorben sind, nur ausnahmsweise in den Gesetzentwurf, fie muß durch einen besonderen Gesetz mit den bisherigen Gehältern nicht zufrieden wären, dann sollten ein Anrecht auf Beihilfe haben. Die Frage muß in der Kommission entwurf geregelt werden. Die Vorlage selbst ist mit Anerkennung fie nur gehen, ihre Stellen würden schon wieder besetzt werden. noch eingehend geprüft werden. Ebenso wird weiter dort zu zu begrüßen. Im einzelnen scheinen mir die Subalternoffiziere fie nur geben, ihre Stellen würden schon wieder besetzt werden. erwägen sein, ob die Steuerfreiheit für Kriegszulagen, wie sie in etwas zu schlecht bedacht zu sein. Die Alterszulage muß friegs- Hoffentlich sehen die in Betracht kommenden Stassenmitglieder bald Preußen besteht, nicht auf das ganze Reich auszudehnen ist.( Bravo! invaliden Offizieren, die völlig erwerbsunfähig sind und deren Ge- ein, daß solche ebenso brutale wie unzutreffende Grundb. d. Natl.) samteinkommen nicht 3000 m. übersteigt, gewährt werden. In der sätze, die mit Recht verurteilt werden, wenn Unter Abg. Graf v. Roon( f.): Vorlage heißt es, sie kann" gewährt werden, dafür muß gesezt nehmer sie aufstellen, der klassenbewußten Arbeiterschaft Eine Kommissionsberatung ist bei der vorliegenden Materie nicht werden ist zu gewähren". Den Herren Borrednern kann ich mich in dem in hohem Maße unwürdig sind. Es ist dies ja zu vermeiden, daher will ich auf die von dem Herrn Vorredner Wunsche anschließen, daß bei allen Beamtenkategorien die volle leider nicht der einzige Fall, daß Arbeiter sich in derart verlegender berührten Einzelheiten jetzt nicht eingehen. Eine Verzögerung der Militärpension auf die Civilpension nicht in Anrechnung kommen Angelegenheit durch die Kommissionsberatung, die man draußen im möge. Was die Deckung anlangt, so würde der Gedanke einer Reichs- Form äußern, wenn die in ihrem Dienst thätigen Personen an eine Lande vielleicht befürchten könnte, wird nicht eintreten. An der Einkommensteuer bei den verbündeten Regierungen wohl keinen Anklang Berbesserung ihrer Lage denken. Kompliziertheit der jetzigen Militärpensions- Gesetze sind die ver- finden. Eine Wehrsteuer wäre ja ganz schön, aber es würden dadurch Erforschung der Panke. Im letzten Jahre wurden aus der bündeten Regierungen nicht allein schuld, auch den Neichstag selbst auch eine große Anzahl armer Teufel belastet, die gar nichts haben, ante nicht weniger als 44 Fuhren Räumungsmasse, d. h. doppelt trifft die Verantwortung. Daß der Gesezentwurf nur einen um diese Steuer zu bezahlen, und schließlich kann doch auch niemand so viel als im vorigen Jahre, herausgeholt. Diese auffällige VerNotbehelf darstelle, fann ich nicht zugeben. In den Pensions- dafür, daß er aus Gesundheitsrücksichten nicht im stande ist, die mehrung hat zum Teil darin ihren Grund, daß seit Jahresfrist die flassen vom Feldwebel abwärts zum Beispiel find doch Waffen zu tragen. Der Grundsatz: wehrlos ehrlos, ist doch staubfreie Müllabfuhr mehr eingeführt ist, wobei die Einrichtung der wesentliche Aufbesserungen vorgesehen. Im ganzen können wir längst aufgegeben. Ich meine, in der Kommission wird es mög- Abfuhrwagen das Mitnehmen von alten Matragen, Strohmit der Vorlage einverstanden fein. Der Vorschlag lich sein, Mittel zur Deckung zu finden: wo ein Wille ist, da ist säden, Blechgefäßen, Möbelstücken usw. nicht mehr gestattet. Diese des Grafen Oriola, die Militärpensionen neben dem Civil- Dienst auch ein Weg.( Bravo!) Gegenstände werden jetzt mit Vorliebe in die Pante geworfen. Dieser einkommen und den Civilpensionen allen Beamtenfategorien gleichUmstand verursacht größere Arbeitsleistungen und Kosten. mäßig zu belassen, würde nicht 73, sondern 130 Millionen fosten. Für eine Gleichstellung der Beamten in diefer Beziehung bin ich auch, aber in der Nichtung, daß sowohl im Staats- wie im Kommunal. dienst der Betreffende einen bestimmten Prozentsatz des Reben einkommens frei haben soll. Weiter muß bei dieser Gelegenheit gleiches Recht geschaffen werden bei der Belassung der Militärpension neben dem CivilDienſteinkommen und der Civilpension. Gegenwärtig stehen die Kommunalbeamten in dieser Beziehung günstiger als die Staatsund Reichsbeamten. Abg. Dr. Jäger( C.) ( auf der Tribüne sehr schwer verständlich) scheint sich dem Wunsche des Abg. Höffel auf Berücksichtigung der später deutsch gewordenen ehemals französischen Militärpensionäre in dieser Vorlage anzus schließen. Abg. Tiedemann( Rp.): uns mit dem Agrikultur der Rieselfelder. Die Spargelanlagen in Blankenburg, dem städtischen Rieselgut hinter Weißensee, lieferten von ca. 65 Ar im vorigen Jahre eine ausgezeichnete Ware. Auch in diesem Jahre sind die Aussichten auf eine gute Ernte bei günstigem Wetter sehr gut. Die Erdbeerernte auf den städtischen Nieselfeldern Abg. Dr. Bachem( C.): wir Jm allgemeinen können Ent war ebenfalls zufriedenstellend, indes hatten die Früchte trop guten Auch wir können der Freude darüber Ausdrud geben, daß diese wurf einverstanden erklären, einzelne Abänderungen werden und Tabat wurden fortgesetzt, jedoch sind sie auch jetzt noch nicht als werden Aussehens nur wenig Fruchtzucker. Die Anbauversuche mit Hanf Vorlage nun endlich gekommen ist. Es ist wirklich eine Ironie der in der Kommission vorzunehmen sein. Wünschenswert wäre Thatsachen, daß es zur Erfüllung dieses Wunsches des Reichstags eine Versorgung auch der Hinterbliebenen derjenigen Striegsinvaliden, abgeschlossen anzusehen. Im Versuchsfelde wurden wiederum die erst des China- Feldzugs bedurfte. mit seinem Wüten der Bogerkrieg gethan( Heiterkeit) und unsre Folge ihrer Verwundung im Kriege war. Man kann jagen: Das hat welche an einer Strankheit gestorben sind, die nicht nachweisbar die verschiedenartigsten Gemüsearten und Blumen gezogen, um den zahlDie Dedungsreichen Bächtern zu zeigen, welche Gemüsearten jetzt auf den Märkten Kriegsinvaliden werden den Bauern stets zu besonderem Dank ver- frage ſollte nicht organisch begehrt und welche Maßnahmen bei ihrer Kultur zu beobachten mit dieser Vorlage ver= pflichtet bleiben.( Seiterkeit.) Mit dem Gesezentwurf an sich find bunden werden, das würde das Zustandekommen des Gesetzes find. Die so gezogenen Gemüse fanden in den Heimstätten gute wir einverstanden. Vom socialpolitischen Gesichtspunkt aus ist es zu nur hinausschieben.( Sehr richtig! rechts.) Verwendung. begrüßen, daß vor allem die unteren Militärchargen, die Gemeinen und Unteroffiziere, bei denen die Not am größten ist, am meisten berücksichtigt Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr.( 2. Lesung des Urheberrechts nur zu denken, wenn die Kommission sehr schnell arbeitet. Denn und des Verlagsrechts.) der Reichstag wird jedenfalls nur turze Zeit nach Pfingsten Schluß 53/4 Uhr. zusammenbleiben und es ist sogar Aussicht vorhanden, daß er fchon bor Pfingsten verabschiedet werden kann. Tokales. Abg. Singer( Soc.): Die Sorge des Herrn Vorredners, wie für diese Vorlage Deckung Eine abermalige ernste Vermahnung Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): h Die Arbeiterfreundlichkeit des Herrn Kriegsministers ist find. Schwierig wird die Frage der Deckung zu regeln sein. Auch wir erkennen an, daß das Versprechen des Reichskanzlers iezt den Arbeitern des Artillerie- Depots in Spandau offenbar geAus dem Invalidenfonds sollen 13 Millionen genommen werden. möglichst rasch erfüllt ist, hoffentlich gelingt ihm das auch beim Zoll- worden. Die Löhne dieser Arbeiter, welche bisher 2,50 bis höchstens Das geht vielleicht für ein Jahr, auf die Dauer kann der Invaliden- tarif( Heiterkeit.) Die Vorlage begrüßen wir, einzelne Unklarheiten 3 M.( im Winter 2 M. bis 2,40 M.!) betrugen, sind vom 1. April fonds das aber nicht leisten. Daher muß auf andre Weise für die werden in der Kommission zu beseitigen sein. ab erhöht worden und zwar beträgt der Anfangslohn jetzt 3 M. Jn ZeitDedung gesorgt werden. Die Vorlage spricht von Erschließung weiterer Abg. Beckh( frs. Vg.): räumen von 2 Jahren sind Lohnzulagen von- 10 Pf. pro Tag vorgesehen, Einnahmequellen. Auch ich glaube, daß es ohne solche nicht gehen Die Vorlage bringt nur ein Bruchstück deffen, was der nach zehn Jahren erreicht der Lohn den hohen Betrag wird. Interessant wäre es deshalb doch zu erfahren, welche Pläne Reichstag feit Jahren gewünscht hat; eine allgemeine Regelung der von 3 M. 50 Pf. Wer von den Arbeitern jetzt noch nicht die Regierung in dieser Beziehung hat. Jedenfalls haben wir die Militärpensions- Verhältnisse wird hoffentlich bald folgen. Zu er an das warme Herz des Herrn Striegsministers glaubt und wen moralische Verpflichtung, loyal an der Aufbringung der erforderlichen wägen wäre, ob nicht auch Witwen von solchen Offizieren, die erſt immer noch nicht einleuchtet, daß der Socialdemokrat Zubeil im Mittel mitzuarbeiten. Am naheliegendsten wäre wohl eine Wehr- im Pensionszustand geheiratet haben, eine Unterstützung erhalten Steuer, wenn wir auch keine besondere Sympathie für eine follen. Ich möchte Sie bitten, die Vorlage der Budgetkommission Reichstag wirklich nur Klatsch", noch dazu aus den„ schlechtesten folche Steuer haben, da es doch immer etwas Bitteres hat, zu überweisen, und der Budgetkommission möchte ich ans Herz Quellen", vorgebracht hat, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen. daß diejenigen, die wegen politischer Gebrechen( Große Heiterkeit) legen, recht nobel in der Sache zu verfahren.( Beifall links.) Stadtverordneten Vorsteher Dr. Langerhans las gestern wegen förperlicher Gebrechen nicht dienen können, dafür noch Damit schließt die Diskussion, die Vorlage wird der Budget- im Bezirksverein des Köpnider Stadtviertels denjenigen seiner Parteizahlen sollen. Für eine Kommissionsberatung sind wir selbstvers fommission überwiesen. genossen, die sich für die Wahl des Herrn Dove zum Bürgermeister ständlich auch. An eine Erledigung dieses Gefeßentwurfs ist aber erklärt hatten, gehörig die Leviten. Es erschüttere ihn tief, in seinen alten Tagen einen derartigen Gesinnungswechsel an Männern erleben zu müssen, die er bis dahin für liberale Männer hielt und teilweise auch zu seinen Freunden gezählt. Er gäbe jedoch die Hoffnung noch nicht auf, denn von seiner Fraktion( Alte Linke) hätten das letzte Mal nur die Hälfte für Dove gestimmt. Es sei Hoffnung vorhanden, daß einige derselben zur Erkenntnis gekommen sind und das nächste Mal sich wenigstens der Abstimmung enthalten werden. In der zu schaffen sein wird, teile ich nicht. Wenn die Herren für eine richtete gestern der Vorfizende der 9. Straftammer des Landgerichts I, Neuen Linten seien nur noch zwei für Dove; trete auch die socialReichs Vermögenssteuer eintreten würden, wären die Landgerichts- Direktor Müller, an die Direktion der Großen demokratische Fraktion für Kauffmann ein, dann sei dessen Wahl Mittel sehr leicht aufzubringen. Bei der Einmütigkeit, mit der alle Berliner Straßenbahn- Gesellschaft". Es handelte gesichert. Er erhoffe und erwarte dies, ein andrer Ausgang würde Parteien des Reichstags eine bessere Versorgung der Militärinvaliden sich wiederum um eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverlegung ihn tief grämen. verlangt haben, brauche ich nicht zu betonen, daß auch wir in dieser und Gefährdung eines Eisenbahntransports gegen den Führer eines Ans der Hübner Stiftung sollen mehrere Prämien zu je Beziehung mit Ihnen Hand in Hand gehen. Man kann über den Motorwagens Friedrich Pflanz. Am 11. Dezember v. J., abends 90 Mart an Mädchen, die früher auf Kosten der städtischen WaisenMilitarismus, über die Ursachen, aus denen diese Unter- in der siebenten Stunde, gab es einen schweren Zusammenstoß verwaltung erzogen worden sind und sich in nächster Zeit verheiraten stützungen notwendig werden, sehr verschiedener Meinung an der recht gefährlichen Ecke der Landsberger- und Kleinen oder zu Ostern verheiratet haben, vergeben werden. Bewerberinnen sein, und es wird feinen principielleren Gegner des Frankfurterstraße. Als aus dieser Straße ein Zug der Linie baben ihre Gesuche dem Berliner Waisenhause, Alte Jakobstraße 38, Militarismus geben als die Socialdemokratie, so herrscht andrer- Friedrichsberg- Spittelmarkt in die Landsbergerstraße einbog, faßte einzureichen. Dabei ist anzugeben, wann und bei wem die Beseits doch vollkommene Einigkeit darüber, daß für die Opfer solcher ein vom Alexanderplatz nach dem Büschingplatz zu fahrender Motor- werberin in Softpflege gewesen ist. Ferner sind den Gesuchen die Unternehmungen hinreichend gesorgt werden muß. Auf Einzelheiten der wagen den Anhängewagen mit voller Bucht. Die Kurve, die an Beugnisse der Bewerberinnen über die bisherige Führung sowie Borlage will ich nicht eingehjen, das ist Sache der Kommission. Ich will hier dieser Stelle zu überwinden ist, erheischte die größte Vorsicht, falls die Eheschließung schon stattgefunden hat nur darauf aufmerksam machen, daß die Kriegszulage und die Ver namentlich bei einem so glitschigen Wetter, wie es an jenem Tage falls die Eheschließung schon stattgefunden hat die Heiratsurkunde beizufügen. stümmelungszulage für die Offiziere und die unteren Chargen doch im herrschte. Der Angeklagte hatte diese Vorsicht außer acht gelassen fchreienden Mißverhältnis stehen. Gerade mit Rücksicht auf die und vermochte durch schleuniges Bremsen den Zusammenstoß nicht Marie Stadler hat Selbstmord begangen. Die gerichtswirtschaftliche Lage der unteren Chargen müßte für diese besser ge- zu vermeiden. Der lettere war ein sehr gefährlicher. Vier Männer, ärztliche Deffmmg der Leiche der Marie Stadler hat gestern nachsorgt werden, als für die Offiziere. Nach der Vorlage bekommt aber welche auf der hinteren Plattform des Anhängewagens standen, mittag als Todesurfache innere Verblutung infolge Schußverlegung 3. B. ein Offizier an Kriegszulage 1200 M., ein Soldat mur 180 M. flogen auf den Bürgersteig und ein Schußmann zog sich im Geficht ergeben. Ob das Mädchen sich den Schuß selbst beigebracht hat, oder Die Kommission wird dies schreiende Mißverhältnis zu beseitigen so bedeutende Verlegungen zu, daß er die Hilfe der Unfallstation in ob er von andrer Seite gekommen ist, ließ sich durch die Leichenhaben. In den§§ 5 und 10 fant Offizieren und unteren Chargen, Anspruch nehmen mußte. Die übrigen Insassen des Wagens blieben öffnung nicht feststellen. Dagegen zeigte diese eine Gehirnaffettion, wenn fie nach( Eintritt des 56. Lebensjahrs noch wunderbarerweise unverlegt, obgleich die Wagenscheiben zer die auf eine hochgradige Nervosität der Stadler schließen nicht 3000 respektive 600 Mark beziehen, so viel Alterszulage trümmert wurden und die Scherben unter die Fahrgäste flogen. läßt. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei ergaben ferner, gewährt werden, daß sie dies Einkommen erreichen. Auch wir Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte, der an daß das hysterische Mädchen in einer früheren Wohnung bereits N " = einen Selbstmordversuch gemacht hat. Entlastend für den der Juhalt eines Schaufensters in Flammen aufging. Kleiber und| licher Bestimmungen geflagt werden. Es gebe nun aber feine verhafteten Friz Elze ist weiterhin ein Fund in der Wohnung der Wäsche wurden Hagelsbergerstr. 9 eingeäschert. Ein Alarm nach Bestimmung, wonach im Verwaltungsstreit Berfahren zu entscheiden Stabler. Gestern nachmittag wurde auch die Ortsbesichtigung ab- Weibenweg 1 war durch eine brennende Eierfiste verursacht. wäre, ob mit Recht oder Unrecht eine Verfügung erlassen sei, gehalten und dabei jedes einzelne Behältnis auf das genaueste welche die Zulassung oder Nichtzulassung zum Universitätsdurchsucht. Nun fand man in einem Schubfach unter Wäsche ein studium oder das Verbleiben im Universitätsverbande betrifft. Sästchen mit Stevolverpatronen, die zu der Waffe, aus der Aus den Nachbarorten. Frrig sei auch die Auffassung Frrig sei auch die Auffassung die der Rechtsanwalt Dr. Schwindt der tödliche Schuß abgefeuert wurde, passen. Es sind diefelben wie die Rixdorfer Bandeputation und der Bund der Bau- in seinem Schriftsatz vertreten hatte das Verwaltungsstreit- Verdie fünf, welche die Trommel noch enthielt. Man muß daher an industriellen. Die Baudeputation in Rigdorf hatte gestern zu fahren müsse gegeben sein, weil hier eine Maßnahme einer obersten nehmen, daß der Revolver dem Mädchen gehörte, nicht dem einem Rundschreiben des Bunds der Bauindustriellen von Berlin Verwaltungsbehörde vorliege. Eine derartige Generalflaufel gebe Verhafteten. Schweren Verdacht lud Elze durch die wahrheitswidrige und Umgegend Stellung zu nehmen, worin etwa folgendes gefagt es nicht. Die Klage sei also schon wegen unzulässigkeit ab= Behauptung auf fich, daß er keine Wohnung habe. Für dieses Ver- ist: Nach Zeitungsberichten über Versammlungen der einzelnen zuweisen. halten hat sich jetzt eine Erklärung gefunden. Obwohl der Verhaftete Arbeitnehmer- Kategorien folle bezüglich der Maifeier über die Wohning zu teiner andren Aussage zu bewegen war, er noch energifcher vorgegangen Wegen des Eisenbahnunfalls, der sich am Sonntag, den werden als in den Vor: mittelte die Kriminalpolizei sie doch. Es ergab sich, daß Elze bei jahren. 2. September v. J. in Zehlendorf dadurch ereignete, daß der Potsden Eltern seiner Braut wohnte und fürchtete, daß das Verhältnis volatorisches focialdemokratisches Vorgehen, das angesichts der Lokomotivführer Ziegler von der ersten Straffammer am LandDie Baugeschäfte betrachten dies als ein probamer Vorortezug auf einen Leerzug auflief, ist gestern der in die Brüche gehen werde, wenn man seinen Umgang mit der schlechten Baukonjunktur besonders zu verurteilen wäre Stadler in der Nacht zum Sonntag erführe. Daher machte er die Der Bund habe beschlossen, daß diejenigen Arbeiter, die am 1. Mai Entschuldigung führte Ziegler, der 28 Jahre in Dienst stand, an, daß gericht II zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zu seiner falsche Aussage, die ihn so verdächtig machte. Was den Vorgang in feierten, bis zum Schluß der Woche ausgesperrt würden. der Wohnung betrifft, so bleibt Elze bei seiner Darstellung eines Der Magistrat werde daher gebeten, sich zu äußern, wie er sich mit er einen unerfahrenen Heizer neben sich gehabt habe, deſſen Selbstmords der Stadler. Die einzige Zeugin, deren lezte Worte Rücksicht darauf zu dem Innehalten der Bauverträge Funktionen er versehen mußte. dem widersprochen haben sollen, ist tot. Elze ist wieder auf freien ftelle. Der Nirdorfer Magistrat hat nun das Schreiben der Bau- Wegen vielfacher Betrügereien standen gestern der frühere Fuß gesezt worden. deputation unterbreitet. Die Deputation nahm Kenntnis von Rechtsanwalt Lisser und die Agenten v. Buchwald und Reinke dem Schreiben und beschloß, ohne daß Widerspruch erhoben wurde, vor der 2. Straflammer am Landgericht I unter Anklage. Buchwald auch in diesem Falle so wie früher gelegentlich des Verlangens nach war früher Offizier und ist vom Militärgericht wegen Sittlichkeitsder Streifflaufel, eine Antwort nicht zu erteilen. bergehen zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt worden; Lisser Mariendorf. Am Sonnabend, den 27. April veranstaltet ward wegen verschiedener Unehrenhaftigkeiten aus dem Rechtsvon Saad( Schwarzer Adler) eine Specialitäten Vorstellung, zu achtet wurden und 5 Jahre Ehrverlust. Lisser 2 Jahr 6 Monate der Kraft, Turn- und Artisten- Verein" Jugendkraft" in dem Lokal anwaltsstande ausgeschlossen. Der Gerichtshof fällte folgendes Urteil: v. Buchwald 4 Jahre Gefängnis, wovon 3 Monate für verbüßt erwelcher auch Billets vertrieben werden. Wir können nicht unterlaffent, an dieser Stelle barauf hinzuweisen, daß das betreffende Gefängnis und 3 Jahr Ehrverlust. Reinte 3 Monate Gefängnis, Lokal für die Arbeiterschaft gesperrt ist. Die Lokalkommission. Der 19. Kongres für innere Medizin ist gestern hier im Architektenhause zu einer viertägigen Tagung zusammengetreten. Erschienen sind 350 Aerzte aus allen Teilen Europas. wird eine Einrichtung schmerzlich vermißt, die sehr zur Hygiene beiIn der Central- Markthalle, so schreibt uns ein Händler, tragen würde, eine Einrichtung zum Waschen der Hände nämlich. Eine solche fehlt bisher, und die Händler hoffen, daß diefe Anregung dazu beitragen wird, notwendige Waschgelegenheiten zu schaffen, die nicht allein der Gesundheit zuträglich sein, sondern auch das Vertrauen des Publikums in die Reinlichkeit der Waren erheblich stärken würden. Poste und Spandauerstraße wird nun endlich der letzte Schritt geZur Beseitigung des Eugpasses in der Königstraße zwischen than. Die für die Verbreiterung der Straße erforderlichen Flächen der in Betracht kommenden Grundstücke waren bereits Ende vorigen Jahrs freigelegt worden, aber der Bürgersteig berlief immer noch in der früheren Linie, so daß für den Fahrverkehr noch nichts gewonnen war. Die Arbeiten zur Herstellung des Fahrdamms in der planmäßigen Breite sind jezt in Angriff genommen worden. Von den vier freigelegten Grundstücken befinden sich zwei, Königstr. 7 und Königstr. 9-10, noch im Befize der Stadt. Sie bleiben umbebaut, bie sich für sie ein Stäufer gefunden hat. Auf dem Grundstücke Königstr. 8 ist eben mit der Wiederbebauung begonnen worden. Der Neubau auf dem Eckgrundstück an der Poststraße ist bereits unter Dach gebracht. Aus dem neuen Botanischen Garten. Die Barmhäuser des neuen Gartens haben bereits einen Teil der Bestände des alten Gartens aufgenommen. Namentlich find es verschiedene Palmenarten, die nach der Dahlemer Renanlage hinaus transportiert und in den dortigen, mit allen Verbesserungen und Erfindungen der Neuzeit ausgestatteten Warmhäusern untergebracht worden sind. Die Azaleen und Camelien, die jetzt noch im alten Zustitut in Blüte stehen und zahlreiche Besucher erfreuen, werden ihre nächstjährige Blüte im neuen Garten zur Entwicklung bringen. Auch ein Lehrer- Gehalt. In der Gemeinde Falkenhagen bei Segefeld find zwei Lehrer angestellt; der zweite Lehrer bezieht, wie Bfründe, Lehrer M., hat den Dienst nach furzer Thätigkeit am uns mitgeteilt wird, neben feiner Dienstwohnung das Riefengehalt von 700 m. pro Jahr. Der bisherige Juhaber dieser fetten 1. April d. J. aufgegeben. Durch das Plagen eines Dampfrohre ist in den Elektricitätswerken zu Ober- Schöne weide der Schlosser Schubert aus der Wienerstr. 8 schwer verunglückt. Schubert war dort als Heizer beschäftigt und hatte gestern Nachtdienst. Aus einem Rohr, das plagte, strömten ihm heiße Dämpfe ins Gesicht und gegen die rechte Körperseite. Man brachte ihn noch in der Nacht in ein Strankenhaus. Der Unglückliche wird leider wahrscheinlich sein Augenlicht verlieren. Gerichts- Beitung. " welche für die Untersuchungshaft angerechnet wurden. Vermischtes. " ad Umshira suchet, wen er verschlinge, so giebt es doch noch genug Wenn auch die Autorität in Preußen gefunken ist und der staatstreues Verdienst im Lande, dem die Krone nicht vorenthalten wird. Das lehrt eine Statistik der Ordensauszeichnungen und Standeserhöhungen, deren Zahl im letzten Jahre ungemein groß war. Es wurden nach einer Zusammenstellung der Vossischen Beitung" verliehen ein Herzogtite!( Fürst zu Trachenberg), 3 Fürstentitel( Graf Eulenburg, Graf v. Dohna- Schlobitten und v. Inn- und Knyphausen), 2 Grafentitel. 43 Personen erhielten das Adelsprädikat gegen 9 im Vorjahre, 3 im Jahre 1898, 8 im Jahre 1897. Die Zahl der preußischen Orden und Ehrenzeichen, die 1900 verliehen worden sind, war nicht ganz so groß wie im vorigen Jahre. Sie beträgt 10 690 gegen 10 975 im Jahre 1899, 9185 im Jahre 1898, 7786 im Jahre 1897, 7038 im Jahre 1895 und 5177 im Jahre 1890, ob nicht vielleicht welcher Art Sitigen Bestrafungseifer gegen den Vorwärts" zeigte der Nahrungsmittel Chemiter und gerichtliche Sachverständige so daß in zehn Jahren eine Zunahme um 5513 oder 106,5 Proz. Dr. Lebbin in einer Prozeßverhandlung an dem Berliner stattgefunden hat. Der Schwarze Adler- Orden ist viermal verliehen Schöffengericht am Dienstag. Der Vorwärts" hatte in seiner worden gegen neunmal im voraufgegangenen Jahre. Nummer vom 13. November 1900 das Angebot der Firma Robert Ritualmord gefällig? Auf der Feldmark Geist bei Uetersen Erner, Juftitut für faufmännische und industrielle Propaganda, ist bekanntlich am 7. April die zerstüdelte Leiche eines zwanzigausnahmsweise hohe Honorare an Schriftsteller zahlen zu wollen, welche jährigen Mannes gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft in bereit feien, Artikel vorgeschriebenen Juhalts zu Gunsten der Zuderindustrie Altona macht jeyt die näheren Angaben über den grauenhaften zu veröffentlichen, einer scharfen Kritik unterzogen. Da ein zur Fund. In dieser Angelegenheit schreibt die„ Staatsbürger Zeitung": Selbstmord eines Rechtsanwalts. Der Rechtsantvalt felben Zeit erscheinender Artikel des Herrn Dr. Lebbin in der Medi- Erwünscht wäre es unsres Erachtens gewesen, auch über die Art Dr. Julius Katz aus der Charlottenstraße hat sich gestern morgen sprechen schien, forderte der„ Vorwärts" Herrn Dr. Lebbin auf, aus Näheres zu erfahren. zinischen Woche" ganz den Vorschriften des Reklamegeschäfts zu ent- der Berstückelung und namentlich über die Tötungsweise in einem Café der Friedrichstadt erschossen. Das Motiv der That Wir haben bereits mitgeteilt, daß ist bisher nicht völlig geklärt; die dem Verstorbenen nahestehenden drücklich zu erklären, daß er kein ausnahmsweise hohes Honorar von einem Halsschnitt die Rede ist, der anscheinend Personen behaupten, daß er in legter Zeit Spuren von Geistes- Vorwärts" veröffentlichte fie fofort berreitwilligst. Dr. Lebbin wieder von einem Luftmorde gesprochen. Es wäre doch wichtig, zu empfangen habe. Dr. Lebbin gab diese Erklärung, und der der Todesschnitt gewesen ist. Andrerseits wird zugleich störung gezeigt habe. Dr. Katz hat ein Alter von 42 Jahren er war jedoch hierdurch nicht befriedigt, sondern stellte Straf wiffen, ob Leiche und Kleidung, so weit sie bei der Leiche gefunden reicht. Er ist im Jahre 1892 als Rechtsanwalt von Westpreußen antrag wegen Beleidigung gegen Genossen Dr. Gradnauer, ist, feine Blutspuren zeigen. Ob thatsächlich die Leibwäsche fehlt nach Berlin übergesiedelt. Seine Bragis, zumeist Civilsachen, der die betreffende Nummer verantwortlich gezeichnet hatte. Ein und dergleichen. Gerade das erscheint uns von höchster Wichtigkeit, tvar wenig erheblich. Er galt als ein geistvoller, aber Versuch des Vorsitzenden des Schöffengerichts, den Kläger zu git- weil man ja fann, gar nicht wissen wenig beschäftigter, jüngerer Anwalt, der sich unter anderm lichem Ausgleich zu bewegen, scheiterte an dem beharrlichen Ber- Beobachtungen über den Verbleib blutiger Wäsche oder ähnliche durch einen Kommentar zum Nahrungsmittel- Gesetz bekannt gemacht hat. Seit einiger Zeit verheiratet, lebte er mit seiner aus Das Schöffengericht schloß sich jedoch dem Antrage des Verklagten anwaltschaft diesen Punkt gar nicht berührt, jo kann es leicht langen Dr. Lebbins, daß er den Angeklagten bestraft sehen wollte. gemacht worden find. Da die Bekanntmachung der StaatsGraudenz stammenden Gattin in harmonischer, aber kinderkoser Ehe. und feines Vertreters Rechtsanwalt eine auf Freisprechung tommen, daß auf solche Beobachtungen im Publikum kein Gewicht Gestern morgen trat der Unglückliche in das erwähnte Café ein. Während ihm auf seinen Wunsch eine Erfrischung gebracht wurde, an, indem es anerkannte, daß in dem Artikel lediglich die Absicht gelegt wird und vielleicht ein wichtiges Glied in der Kette der Bebegab er fich nach der Toilette. Ein Schuß fiel; als das Personal Berklagte auch in den Ausführungen gegenüber Dr. Lebbin nur in baß zur Berstückelung der Leiche eine Säge verfolgt wurde, einen öffentlichen Mißstand zu tadeln, und daß der weisaufnahme fehlt. Auch ist hier plöglich davon die Nede, herbeieilte, hatte der Lebensmüde bereits ausgelitten. Es fanden Säge verwendet fich bei ihm 180 M. bar und mehrere Abschiedsbriefe an Angehörige. Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. worden sei, ganz wie im Konizer Falle. Es wäre Wie vom Blitz getroffen stürzte Montag der Hausdiener im Ständen, die Witwe eines im Jahre 1899 verstorbenen Kunstmalers Die Putzsucht hat eine Frau aus den sogenannten befferen nun doch unfres Erachtens wünschenswert und zwveddienlich gewefen, die Art diefer Säge об feine KnochenKunstgewerbemuseum Wilhelm Peterwitz bei der Benußung des dortselbst in der Hausinspektion angebrachten Fernsprechers während des berühmten Namens, zur Ladenbiebin gemacht. Sie genoß bis dahin läge 2c. näher zu bestimmen. Aus dem Befunde der Leiche müßte doch auch einigermaßen hervorgehen, Gewitters zusammen. Beterwiz, der am ganzen Körper gelähmt eines tadellosen Rufs, mußte aber gestern vor dem Schöffengericht die Messer gewesen sein müssen, die zur Tötung und war, mußte nach dem Moabiter Krankenhause geschafft werden. Die geben, in mindestens sechs Fällen Ladendiebstähle in den Waren- die Messer gewesen sein müssen, die zur Tötung und Jm Xantener Prozeß entFrage, ob Beterwitz in der That von einem elektrischen Schlag gearbeitete sie gleich in großen. is fie abgefaßt wurde, wollte pann sich zum Beiſpiel über die Art des Meſſers, mit dem dem häusern von Wertheim und von Tietz ausgeführt zu haben. Dabei Berstückelung verwendet wurden. troffen worden ist oder ob vielleicht ein plöglich eingetretener Nervenschlag vorliegt, ist noch offen, da bei der ersten Untersuchung des fie einen ganzen feidenen Unterrock im Werte von 100 m. mit- taben Hegemann der tödtliche Halsschnitt beigebracht sein konnte, Telephonapparates durch die Fernsprechbeamten sämtliche Sicherungen gehen heißen. Sie trug bei ihren Besuchen in den Warenhäusern eine lange Stontroverse und die Frage führte zu einer Beweisaufnahme, deren Ergebnis recht eigenartig war." in tadellofem Zustande, also ganz unzerstört vorgefunden wurden. ftets ein weites Cape, welches sich sehr gut dazu eignete, Gegenstände verschwinden zu laffen. Bei der vorgenommenen Hausfuchung völkerung als im dunkelsten Bestpreußen. In Holstein lebt eine fulturell beträchtlich höher stehende BeEin Mann, der wegen Diebstahls von 34000 m. in fand man bei ihr ein ganzes Warenlager von Gegenständen vor, die Beitung" muß daher in diesem Fall mit der Thatsache rechnen, daß Die Staatsbürger Geldpapieren und Wechseln vom Polizeipräsidium in Stettin gesucht sie zugegebenermaßen entwendet hatte: ganze Kostüme, Stoffe, wurde, ist gestern abend in Berlin von der hiesigen Polizei ermittelt Unterröde, Schuhe 2c. im Gesamtwerte von über 500 m. Andre, mit ritualmörderischen Albernheiten dort kein Geschäft zu machen ist. und verhaftet worden. Er ist ein vielfach vorbestrafter Buchthäusler gleichfalls aus Warenhäusern herrührende Gegenstände behauptete sie, und Hoteldieb May Wächter, der sich hier anfänglich Staufmann getauft zu haben und das Gegenteil tomte ihr nicht nachgewiesen werden. Kurt Bartenstein nannte, dessen wahrer Name jedoch durch die von Es erscheint immerhin sonderbar, daß sie u. a. Einkäufe in einem Warender Polizei vorgenommene Messung nach dem Bertillonschen System hause machte, welches etwa 1/2 Stunden von ihrer Charlottenburger festgestellt wurde. Er hat den das Geld enthaltenden Koffer in Wohnung liegt. Die Angeklagte, Mutter zweier Kinder, bat unter einem Hotel in Stettin gestohlen. Einen Teil der Wertpapiere hatte Thränen um milde Strafe. Sie habe niemals die Absicht gehabt zu er hier zwar schon veräußert, ein großer Teil der gestohlenen Werte stehlen, habe sich aber nach dem Tode ihres Ehemanns im Zustande ist jedoch gerettet worden. hochgradiger Nervosität und seelischer Depression befunden und da Ein diebischer Postbeamter ist in der Person eines 23 Jahre eingewirkt haben. Da der sie behandelnde Arzt Spuren geistiger Ein diebischer Postbeamter ist in der Person eines 23 Jabre müsse der gleißnerische Glanz der Warenhäuser verivirrend auf fie alten Mag Lade, der als Hilfsbeamter angestellt war, festgenommen Krankheit an ihr nicht wahrgenommen hat, so verurteilte der worden. Schon seit längerer Zeit gingen öfter Pakete, die von auswärts tamen und vom Haupt- Batetamt in der Oranienburgerstraße Gerichtshof die Angeklagte zu drei Monaten Gefängnis. aus bestellt werden sollten, verloren. Trotz umfangreicher Nach- Die Klage eines Studenten gegen den preußischen Kultusforschungen konnte man nicht feststellen, wo sie blieben. Vorgestern minifter beschäftigte das Ober- Verwaltungsgericht. Der tam wieder ein wertvolles Balet abhanden; es enthielt ein Gilber- Student Borchard hatte ein totgeborenes sind seiner Braut verbesteckt, das ein Hochzeitsgeschenk sein sollte. Dieses Bested wurde brannt und war deshalb wegen Beiseiteschaffung eines Leichnams Speisebohnen bald bei einem Trödler gefunden, bei dem der Dieb es unvorsichtiger- zu fechs Wochen Haft berurteilt worden. B. hatte sich insen weise mit dem Etui versezt hatte. Die Beschreibung, die der Trödler inzwischen in Berlin als Student der Medizin immatrifu von dem Berpfänder gab, lenkte die Kriminalpolizei auf Lade, der lieren lassen. Richter und Rektor der Universität ordneten eben mit dem Geld in der Tasche nach Hause gekommen war, als jedoch seine Entfernung von de der Lehranstalt alt, als man ihn festnahm. Der Verhaftete räumt diefen einen Diebstahl seine Bestrafung bekannt wurde. Bald darauf ließ der preußische in fast ganz Mitteldeutschland ausgesprochenes Winterwetter mit stellenweiſe ein, leugnet aber die andern. Das Geld hatte er mit seinen drei Stultusminister an sämtliche preußische Universitäten sowie an die Bräuten" verjubelt.) that the sa kommenden Schuhmann erklärte, sie habe den Vorfall beobachtet, Marktpreise von Werlin am 15. April 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. 16,30| 16,28 Kartoffelu, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch do. Belgen, gut mittel gering Noggen, gut tere, gut 16,26 16,24 16.22 16,20 Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter Starpfen Nale 7, 5, 1,60 1,20 1,30 1, " " 1,60 1,80 1, " 1,60 1, 1,20 2,60 2, 2,20 1,20 " 14,20 n mittel " gering 31 15,60 14,80 " mittel 14,70 13,90 Eter 60 sina 4,- 2,60 " gering " 13,80 13, 1 kg †) Safer, gut mittel 16,- 15,40 15,30 14,70 2,80 1, " Bander 2,80 1,20 " gering 14,60 14, Hechte " 2,- 1,20 Michfroh 7,16 6,82 Barsche 1,80 0,80 n 8,30 5,40 Schleie 3,-1,20 40, 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, Krebse per Shot 12,- 3, 10, 30, Hen Erbsent * ab Bahn. +) frei Wagen und ab Bahn. Spiritus unverändert, 70er Toco 44,20 m. Produktenmarkt vom 16. April. Getreide. Seit gestern ist heftigem Schmeetreiben eingetreten. Infolgedessen verkehrte der GetreideKultusministerien sämtlicher deutschen Bundesstaaten die Aufforderung markt heute in sehr fester Haltung. Aus Amerika, wo die sichtbaren WeizenZeugen werden gesucht, die am Freitag, dem 12. ds., nach ergehen, Vorkehrungen zu treffen zur Abweisung Borchards, sofern vorräte um 2 Millionen Bushels abgenommen haben, wurden ebenfalls mittags zwischen 4 und 5 Uhr mit angesehen haben, wie ein Stüd er sich zur Immatrikulation melden sollte. Der Minister berief fich höhere Preise gemeldet. Am hiesigen Frühmarkte zogen Weizen und Roggen 3/4 M., mittags weitere 3/4 m. an. Roggen, für den bedeutende ProvinzGefinis von dem Hause Bergmannstr. 100, dem Haufe des„ Waren auf§ 1 der Vorschriften für die Studierenden an den preußischen orders vorlagen, war eher noch fester; die Frostschäden an den Saaten sollen hauses Jacobsohn", einer Frau auf die Schultern fiel. Vornehmlich der sittlichen Unbescholtenheit entbehre, die eine Boraussetzung für wickelte sich recht lebhaft, die Stimmung blieb, obwohl Oestreich- Ungarn Landes- Universitäten und betonte, daß B. wegen jenes Vergehens nach den letzten Privatnachrichten sehr erheblich sein. Das Geschäft entwerden gesucht der kleine Junge, der die betreffende Frau zum Arzt die Aufnahme der Studierenden in Preußen sei. Nach einem etwas schwächer fam, dauernd fest. Mehl war gut behauptet, ebenso Hafer und dann nach der Unfallstation in der Belle- Alliancestraße geleitet Studium im Auslande gelang es B. dennoch, in Heidelberg und und Mais. Rüböl war auf Nachrichten über Frostschäden an den Rapssaaten und ihr den Handforb trug; ferner die Dame, die dem hinzu Leipzig die Immatrikulation zu erhalten. Der preußische Kultus. 60 Plebeerus sowie der Kutscher, der den Schuhmann herbeiholte, und schließlich minister wiederholte nun am 8. Juni 1899 feine früheren Aufder Herr mit der Tasche. Diese und andre Zeugen mögen fich forderungen an die Universitäten 2c. und erweiterte fie dahin, man freundlichst bei Gesch, Arndtstr. 12, oder auf dem Polizeirevier 85, ministerium tam dem nach und ließ B. aus der Matritel der Universität Briefkasten der Redaktion. Berlin SW., Heimstr. 8, melden. Leipzig streichen. Alle Beschwerden des in so unverständlich harter Weise Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Radsport. Thaddäus Robl, der augenblicklich noch in Leipzig fast ein Jahrzehnt hindurch verfolgten Manns wies der Kultus- Donnerstag und Freitag von 7-9 lihr abends flatt. trainiert, wird Freitag im Sportpark Friedenau eintreffen, um die letzten minister Breußens zurück, worauf B. gegen ihn beim hiesigen OberVorbereitungen für das am Sonntag, den 21. April stattfindende Verwaltungsgericht flagbar wurde. P. K. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an das„ Hamb. Echo", 50 Kilometer- Rennen zu erledigen, da er an demselben bestimmt teil nimmt. Stultusminister habe seine Amtsbefugnisse überschritten. Er verlangte, Der Kläger machte geltend, der Hamburg, Fehlandstr. 11. M. Foll. 1. Sie sind im Pfandbesitz der Sachen, können auf Zahlung Feuerbericht. Dienstagnachmittag erfolgte Dennewigstr. 30 ein der Minister solle verurteilt werden, seine Aufforderungen an die Klagen und die Sache pfänden lassen. 2. Leider giebt es feinen Weg, unt größerer Dachstuhlbrand. Die hellauflodernden Flammen konnten außerpreußischen Stultusbehörden und an die preußischen Universitäten andre vor ähnlichen Brellereien zu schiltzen.- 8. K. Gin Ausländer von der Wehr nach halbstündigem Waffergeben gelöscht werden, doch zurüdzuziehen, sowie ihm das Studium an den preußischen fann Breuke werben, wenn sein Naturalisationsgefuch genehmigt wird. sind verschiedene Bodenkammern und ein erheblicher Teil des Dach Universitäten ausdrücklich zu gestatten. Ueber das Naturalisationsgesuch wird die Gemeinde lediglich gutachtlich ge: stuhle eingeäschert. Kurz vorher brannten Ritterstr. 122 Betten und Brovinz der Regierungspräsident. hört. Es entscheidet über dasselbe in Berlin der Polizeipräsident, in ber An Grundsäße ist hierbei die BerMöbel. Lichtenbergerstr. 6 war ein kleiner Küchenbrand und Nostigwaltungsbehörde nicht gebunden. Die Naturalisation zu genehmigen straße 12 ein Schornsteinbrand zu beseitigen, während Prinzenallee 9 hängt also von dem Belieben der Behörde ab. Ein echt, in den preußischen Der erste Senat des Ober Verwaltungsgerichts wies die Klage mit folgender Begründung ab: Nach§ 7 des Landesverwaltungs- Geseges tönne im Verwaltungsstreit Verfahren nur auf Grund besonderer gesetzP Witterungsübersicht vom 16. April 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. Staatsverband aufgenommen zu werden, hat nur einfaußerpreußischer Deutscher. 11. Ja. 2. Nein:§ 616 Bürgerliches Gesetzbuch. 3. Es muß zur Beziehung der Vertretung des Kindes, der Vermögensverwaltung und der elterlichen Quaft. 1. Die Betreffende würde das Zeugnis nicht verweigern tönnen. Der Alter Brente das 70. Lebensjahr vollendet und eine bestimmte Zahl Nuznießung. Sind beide Ehegatten für schuldig erklärt, so steht die Sorge 3war berechtigt§383 der Civilprozeß- Ordnung denjenigen zur Zeugnis: Marken geklebt sein. Im Arbeiterrecht S. 324, 325, bas in der Bibliothet für einen Sohn unter 6 Jahren oder für eine Tochter der Mutter, berweigerung, welcher mit einer Partei in gerader Linie verwandt ist. Aber Alexandrinenftr. 26 ausliegt, finden Sie das Nähere. Unfall 101. 1. Ja. für einen Sohn, der über 6 Jahre alt ist, dem Vater zu. Das § 385 erklärt, daß das Zeugnis nicht verweigert werden darf: über Geburten 2. Verborgen von Arbeitern giebt es nicht. O. B. 17. Eine Ber: Vormundschaftsgericht fann jedoch eine abweichende Anordnung treffen. von Familienmitgliedern sowie über Dinge, welche die durch das Familien: anlagung zu 9 M. Steuer entspricht einem Einkommen von 1050 bis 1200 verhältnis bedingten Vermögensangelegenheiten betreffen, dazu würde man Mart. Ihr Bar Einkommen beträgt 1040 M., hierzu Soft macht mindestens Alimentationssachen zu rechnen haben. 2. Ja. 3. Solche Klage hätte teine 200 bis 300 m., Ihr Gesammteinkommen beträgt alfo 1240-1340 m., abAussicht auf Erfolg. 4. Der Vormundschaftsrichter würde als zu seinem zuziehen sind hiervon für 2 Kinder unter 14 Jahren je 50 m., Vorgehen berechtigt und verpflichtet erachtet werden; Schritte in der an- ferner Strankenversicherungs- und Klebemarfen- Beiträge etwa 50 m., bleibt gedeuteten Richtung hätten also feinen Nutzen. 5. Die für das Kind ein- als steuerpflichtiges Einkommen 1090 bis 1190 m. Eine Berufung wäre also geklagten Alimentengelder sind für dieses zu verwenden oder aufzubewahren. zwecklos. Die Miete wird vom Einkommen nicht in Abzug gebracht. A. H. Sie find straflos, wenn Sie fahrlässig gehandelt haben und, E. B. 100. Ist das Kind während der Ehe geboren, so gilt es als bevor eine Anzeige gegen Sie erfolgt oder eine Untersuchung gegen Sie ehelich, falls nicht durch Klage des Mannes seiner Mutter die Unehelichkeit eingeleitet ist und bevor ein Rechtsnachteil aus Ihrer falschen eidesstattlichen ausgesprochen ist. Wird eine Ehe geschieden, so gebührt die Erziehung der Swinemde 747 S Versicherung entstanden ist, diese bei dem Gericht, bei dem sie eingereicht ist, in die Ehe mitgebrachten außerehelichen, nicht vom Mann der Mutter als Hamburg widerufen. B. R., Fruchtstraße. Ein solcher Anspruch besteht nicht, er seine Kinder anerkannten Kinder der Mutter. Bezüglich der in der Ehe Berlin fann aber bei der Gewerbebeputation( Stadtrat, Geheimer Regterungsrat geborenen oder als ehelich anerkannten Kinder hängt die elterliche Gewalt Frankf./M. 752 SW 75423 Ulrich, Pappel- Allee 27. 1. Nein. 2. Ja. davon ab, wer für schuldig erklärt ist. Wird die Wutter für schuldig erklärt, finchen Friedel) erhoben werden. 3. Sie könnten auf Unterlassen einer ferneren Störung Ihres Mietsbefizes fo geht die elterliche Gewalt in vollem Umfange auf den Vater über. Der Wien bei Vermeidung einer Geldstrafe beim Amtsgericht gegen den Wirt flagen. Mutter steht nur das Recht des persönlichen Berkehrs mit den Kindern zu. - R. 5. 100. Die Anwaltsgebühren würden in dem betreffenden Fall Wird der Vater für schuldig erklärt, so geht die Fürsorge für die Person etwa 20-40, die Gerichtsgebühren etwa 30 M. betragen. St. 2. 21. des Kindes auf die Mutter über, dem Vater verbleibt jedoch die Befugnis Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 17. April. Opernhaus. Der Ning des Nibe: lungen. Siegfried. Anf. 7 Uhr. Schauspielhaus. Maria Stuart. Anfang 7 Uhr. RANIA Passage- Panopticum. ** Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Um 4 Uhr zu kleinen Preisen: Unser Rhein. Invalidenstr. 57/62. Neues Overn: Theater( From). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Ein Rabenvater. Anfang Deutsches. Das Lumpengefinder. Anfang 72 Uhr. Leffing. Mutter Sorge. 71 Uhr. Uhr. Anfang Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 71 Uhr. Nenes. Gaftspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 72 Uhr. Weften. Fatiniza. Anfang 71/2 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Die schöne Helena. An fang 7 Uhr. Central. Die Geisha. 72 Uhr. Anfang Luifeu. Kean oder: Genie und Leibenschaft. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 712 Uhr. Anfang Carl Weiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. M Gastspiel der Schwarzwälder. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 72 Uhr. 0 Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Der Walzertönig. Der Photoscop. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen- Ningfämpfe. Rigo, der Geigerfönig. Specialitäten- Borstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Passage- Theater Anfang an Wochentagen um 3 Uhr, Sonntags um 12 Uhr. Das sensationelle April- Programm! Fortsetzung der DamenRing- Kämpfe. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Donnerstag, den 18. April, abds. 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Sohn Engel- Ufer 15, Hof links, 2 Tr., Saal 8: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Ewald Fensch am Sonnabend plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schuhmacher 2. gericht beg Borstandes, bet Reg und zweier Revisorer Bereins: vom Trauerhause, Gustav Greytag Moritz Grassmann, 1. des der Revisoren und Lehrer- Kollegiums. den 17. April, nachmittags 5 Uhr, und Schulangelegenheiten. 4/5 ftraße 8, aus statt. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Die Mitglieder, welche noch im Besitz von Büchern sind, wo die Lesezeit abgelaufen, werden gebeten, dieselben unverzüglich am Donnerstag: abend in der Bibliothek abzuliefern. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Putzer! Achtung! ( Bahlstelle Berlin). Hente, Mittwoch, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Versammlung fämtlicher Bezirke. Tagesordnung: 1. Die diesjährige Maifeier. 2. Das Alters- und Invalidengeset. Referent: Kollege Ahrens. 3. Werkstattdifferenzen. Jede Werkstatt muk vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmännerfarte legitimiert. 80/9] Die Ortsverwaltung. Donnerstag, 18. April, abends 8 Uhr, bei Bube, Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 30: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unfre Gewerkschaft. Referent Kollege Brunk. 2. Stellung zum 1. Mai. Es ist Pflicht, daß jeder Kollege von Neu- Lichtenberg und Friedrichsfelde in dieser Versammlung vertreten ist. Der Bezirksleiter. Donnerstag, den 18. April 1901, abends 6½ Uhr: Große Versammlung sämtlicher Puker Berlins und der Vororte im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Großer Saal). Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen mit den Arbeitgebern, und welche Stellung nehmen die Buyer dazu ein? 2. Verschiedenes. Kollegen! Es gilt, in diesem Jahre unsre eroberte Position zu verteidigen, daher erscheint alle, Mann für Manu. 134/9 Der Einberufer: Franz Schultz. Steinbildhauer. Donnerstag, den 18. April, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Referat des Kollegen P. Dupont über: Warum die Begeisterung für die Maifeier." 2. Steinarbeiterschutz und unsre Statistit. 3. Verschiedenes. Die Kommission. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Centralverband d. Handlungsgehilfen u. Gehilfinnen ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 17. April, abends 82 Uhr: Versammlung der Heizungsmonteure und Gehilfen im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Beratung des von der Kommission ausgearbeiteten Accordtarifs. Mittwoch, den 17. April, abends 82 Uhr: Versammlung für Ober- Schöneweide bei John, Wilhelminenhofstr. 19. Mittwoch, den 17. April, abends 8½ Uhr: Deutschlands. Bezirk Berlin. Mittwoch, den 17. April, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Otto Juliusburger über: Gehirn und Seele. Gäste sind willkommen. Der Bevollmächtigte. Achtung! Fliesenleger. 699b Achtung! Donnerstag, den 18. April, abends 8% Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz für den Süden Oeffentl. Derlammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. 113/18 Die Ortsverwaltung. Verein socialdemokratischer 7126 A. Fensch nebst Frau. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Potsdam.) Montag, den 15. d. M., verschied unser Kollege und Verbandswirt Wilhelm Glaser. Die Beerdigung findet Donnerstag: nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause aus statt. 113/19 Danksagung. Für die vielen Beweise auf: richtiger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manns, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Personal des Berliner Spediteur: Vereins( Filiale Ostbahnhof) fo= wie des FuhrherrnMüller meinen Herzlichsten Dant. 7096 Augufte Wiesegarth. Invalidenstr. 142, am 7. April d. Js. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Beerdigungs- Verein Berliner Bimmerlente. Am 14. d. M. verstarb unser Mitglied, der Zimmerer Herr 7116 Karl Weikert. Die Beerdigung findet am 17. d. M., nachmittags 23/4 Uhr, vom Krankenhause Moabit( Birkenstraße) aus statt. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Teilzahlung monatlich 10 M. liefert elegante Herren- Garderobe nach Maß, auch bar Kaffe allerbilligste Preise. Fert. Garderobe stets vorrätig. Schneidermeister, Tomporowski, Neanderstr. 16. II Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen ( Filiale Berlin.) Mittwoch, den 17. April, abends 82 Uhr: [ 162/10 Mitglieder- Versammlung in Cohns großem Saale, Beuthstraße 20. Tages Ordnung: 1. Die Berliner Gewerkschaftsbewegung des Jahres 1900. Referent: Kollege Ritter. 2 Ausschluß von 2 Mitgliedern auf Grund des§ 10 Absatz b des Statuts. 3. Mitteilung der Ortsverwaltung. Es haben nur Verbandsmitglieder Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Adressenverlag und Cirkularvertrieb E. G. m. b. H. in Liquidation. Bilanz per 22. April 1901. 973,70 Per Genossenschafts- Conti Aktiva An Archiv- Conto " Inventar- Conto 26,30 " außensteh. Forderungen 607,67 " Kassabestand. 28,25 " 56/4 n Gewinn- u. Verluft- Conto 2356,18 M. 3992,10 im Lokale des Herrn Schulz, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gaft- und Schankwirte Bertins Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. und Umgegend. Freitag, den 19. April, nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Wernau, Schwedterstraße 23/24: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Die Gefäß- und Flaschenfrage. 2. Antrag wegen der Beteiligung Bei den Beerdigungen. 3. Bericht des Vorstands und der RechtsschutzKommission. 4. Kassenbericht vom 1. Quartal und Jahresbericht. 5. Erjazz: wahl des Vorstands und der Rechtsschutz- Kommission. 6. Aufnahme neuer Mitglieder. 7. Vereinsangelegenheiten. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. 69/8 Freitag, den 19. April, abends 72 Uhr, im Saal IV des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Außerord. General- Versammlung. Tages- Ordnung: Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag, den 18. April, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Englischer Garten", Alexanderstraße 27c: General- Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der Revisoren. 2. Anträge zum Ortsstatut. 3. Stellungnahme zum 1. Bericht der Ortsverwaltung vom I. Quartal, Kassenbericht und 1. Mai. 4. Bericht der Agitationstommission. 5. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. [ 280/6 In Anbetracht der Tagesordnung muß es Pflicht eines jeden einzelnen sein, zur festgesetzten Zeit zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. " Groker Dorfrag Donnerstag, 18. April, abends 8%, Swinemünderstr. 42( Hübner) über: Das Wesen und der wahre Wert des Spiritismus!" Was muß jedermann vom Spiritismus wissen? Nach dem Vortrag: Freie Aussprache. Redner: Herr Bundesredacteur N. Gerling, Oranienburg. Es versäume niemand diesen hochinteressanten Vortrag! Eintritt 20 Pf. Der Vorstand des„ Neuen Naturheilvereins" Charlottenburg Berlin( 560): J. A.: F. Lange, Charlottenburg, Gardes du Corpsstraße 9. 1. Beschlußfaffung über die Arbeitslosen Unterstützung. 2. Bericht der Mitglieder frei. Tariffommission. Mitgliedskarte ist am Saal- Eingang vorzuzeigen. 33/ 13* Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 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