Nr. 91. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Bettungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebinge beträgt für die ſechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Waldersee im Feuer. # Die deutsche China Expedition wird hartnäckig vom Mißgeschick verfolgt. Kriegerische Bravourthaten sind ihr ebenso versagt geblieben, wie politische Erfolge. Als die deutsche Truppenmacht konzentriert und Waldersee an Asiens Küste gelandet, war der eigentliche Krieg, bei dem es ernsthaften Widerstand zu brechen galt, bereits vorüber und die Zeit der nicht sonderlich ruhmvollen, weil nur einseitig blutigen Bogerjagden begann. Diese Art der Kriegsführung, die Waldersee als erfindungsreicher Schlachtenlenker im Kleinsten zeigte, hatte das einzig Gute, daß sie für die deutschen Truppen mit beinahe gar keinen Verlusten verbunden war. Leider nur waren Klima und Seuchen weit weniger harmlos, als die unerbittlich gehegten Boger: mancher Chinafreiwillige mußte in die chinesische Erde gebettet werden und manch einer bringt die Spuren der zerrüttenden Krankheit hohläugig mit in die Heimat. Unter den Offizieren aber raffte noch ein besonderes Geschid Opfer auf Opfer dahin. Der Führer der deutschen Expedition nach Kalgem, Oberst Graf Port von Wartenburg, erstickte an den Gasen eines Kohlenfeuers, der Hauptmann v. Bartsch fiel vor wenigen Tagen aus noch unaufgehellter Ursache von der Waffe eines zwanzigjährigen Burschen und in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag fand der General Groß von Schwarzhoff in den Flammen einer Feuersbrunst sein Ende. Ueber das letzte Ereignis, das um ein Haar auch für den Grafen Waldersee hätte verhängnisvoll werden fönnen, liegen folgende Depeschen vor: Peting, 18. April. Der vom Feldmarschall be wohnte Teil des Kaiserpalastes einschließlich Asbesthauses völlig abgebrannt. Soweit bekannt, tein Berlust an Menschen leben. Freitag, den 19. April 1901. Expedition: SW. 19, Benfl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " Nähere Nachrichten liegen bis jetzt nicht vor; aber diese kurze De Boer, der sein Land verteidigt, ist ein Held; den Chinesen, der daspesche besagt schon deutlich genug, daß es sich um einen Angriff selbe thut, nennt man einen Barbaren. Und wirklich ist eine gewisse gegen die Deutschen handelt, und es ist auffallend, Analogie zwischen den Anschuldigungen der Engländer gegen die daß sich plößlich die Feindseligkeiten gerade Boeren und denen, die Europa gegen China eingebrockt hat. Diegegen die Deutschen häufen, und nicht minder auffällig felbe Anllage: Verweigerung von Rechten an die Ausländer, Bes ist, daß das jetzt unmittelbar nach den von Rußland abgebrochenen stechlichkeit der Beamten. Und doch, wer sich in China den Mandschurei- Verhandlungen geschieht. Schon seit längerer chinesischen Gesetzen unterwirft, lebt dort so Beit hatte man allgemein das unheimliche Ge- ruhig wie zu Hause. Man denke mur an die sehr vielen Juden fühl: wenn wir nur erst wieder aus China heraus wären in China! mit uufren Truppen. Diese neuen Unglücksnachrichten be= stätigen diese Ahnung, schieben aber den Rückzug wieder in das Unbestimmte hinaus und wer weiß, was sich dort noch alles ereignet. Und in der Kreuz- Zeitung" lefen wir: ,, Diese Unglüdsfälle tragen wesentlich dazu bei, den Wunsch aller Deutschen zu bestärken, daß es den Verbündeten recht bald gelingen möge, die chinesischen Wirren zum Abschluß zu bringen." Fromme Wünsche dieser Art werden freilich auch die immer verhängnisvollere Entwicklung der chineschen Strise nicht aufhalten. Jedes längere Verweilen unsrer Truppen in China kompliziert und verschärft die Lage, statt sie zu bessern. 9 Wir befürchten, es wird erst weiterer Katastrophen bedürfen, bevor man fich von der Nichtigteit unsrer vom ersten An fang an gestellten Forderung überzeugen läßt: Los von China! * Der Kaiser und die Brandkatastrophe. Ein Berliner Lokalblatt läßt sich über den Eindruck der Pekinger hiobspost auf den Kaiser aus Kiel melden: Der Kaiser erhielt während der Frühstückstafel an Bord des Kaifer Wilhelm II." die Nachrichten von dem Brande in Peking. Der Kaiser war sichtlich sehr betwegt. Er ging längere Zeit au Deck des Schiffs nachdenklich allein auf und ab. Ueber den " Fremdenhaß der Chinesen Vor den Zeiten der europäischen Missionare und der europäischen Einfuhr von Opium bestand ein freundlicher Handelsverkehr mit China, welcher blühte durch den echten Kaufmannsgeist der Chinesen. Die chinesische Autorität erkannte das Uebel der Opiumeinfuhr. Sie widersetzte sich derselben mit aller Macht; sie befahl selbst das Abschneiden der Lippen, um es dem Sklaven des Opiums unmöglich zu machen, die Pfeife an den Mund zu bringen. Aber England läßt fich nicht abhalten Opium einzuführen; aber es muß dabei gesagt werden, es legt neben die Opiumballen eine chinesische Uebersetzung der Bibel. Jn 1889 mußte es dem Verlangen eines chinesischen Vicekönigs nachgeben und 20 293 Kiften Opium zur Vernichtung ausliefern; die 20 293 Stiften Opium wurden durch chemische Mittel unschädlich gemacht und der Strömung des Flusses übergeben. Ein heidnischer Staatsmann, dem das heil seines Voltes über das eigne Interesse ging! Diese That war für England natürlich ein Grund zum Krieg. Opium und Missionare, das sind die Ursachen des Grolls von China gegen Europa. Der Chinese sagt: nehmt euren Opium und belästigen. eure Missionare mit nach Hause und wir werden euch weiter nicht Achtung. Aber der Fehler stedt im System. Das Christentum iſt Redner hat vor den Missionaren selbst aus vielen Gründen hohe von Natur unduldsam. Für den Chinesen sind gewisse christliche Auffassungen anstößig. Peting, 18. April. Feldmarschall mit knapper Not durchs Fenster aus Asbesthaus gerettet. General von Schwarzhoff Bezeuge dem Chinesen Sympathie, er wird vermißt, anscheinend beint Wiederbetreten der Brandstätte umdich mit seiner Sympathie belohnen. Seit Redner gekommen, nachdem er bereits ins Freie entkommen war. an seinem rechten Auge leidet, erhält er fortwährend Briefe von Sonstige Unglücksfälle bisher nicht bekannt. Feuer soll in Wohnung hat jlingst in der königlich Niederländischen Geographischen Gesellschaft der ihm schreibt, daß er täglich für die Genesung seines Auges betet. einem Chinesen zu Batavia, einem freuen Anhänger des Confucius, des abwesenden Majors Lauenstein ausgekommen fein. Brand- zu Amsterdam Prof. Schlegel, der Professor der chinesischen stiftung vermutet. Und doch, die durch Europa begangenen Fehler sind nicht wieder Sprache in Leyden ist und aus eigner langjähriger Anschauung Land gut zu machen. Was hat also in Zukunft zu geschehen? Die Beting, 18. April. Es ist keine Hoffnung mehr, daß und Leute von China kennt, einen bemerkenswerten Vortrag ge- Missionare dürfen nicht durch die Gewalt der Waffen beschützt General Groß von Schwarzhoff gerettet sein könnte. Die Leiche halten. Prof. Schlegel, der ein Deutscher ist, führte nach einem werden. Ohne Schutz von indischen Fürsten hat seiner Zeit ist nicht gefunden, man muß annehmen, daß sie völlig veruns aus Amsterdam zugegangenen Bericht des„ Vieuwe Rotter- der Buddhismus Eingang gefunden bei den Chinesen. tohlt ist. Nach den bisherigen Ermittelungen ist der General das dammer Courant" u. a. das Folgende aus: Es muß einzige Opfer des Brandes. Das Feuer wurde unter dem Chinesen keine Ursache gegeben werden zu glauben, daß man Der Konflikt zwischen Europa und China hätte meinte Prof. ihm das Christentum aufdrängen wolle. Wir müssen ihm beweisen, kräftiger Hilfe der Franzosen auf zwei Höfe beschränkt, deren Ge- Schlegel verhindert werden können. Deutschland fandte ein daß unsre Lehre besser sei als die seine, nicht durch Trattate, bäude niedergebrannt sind. Die Atten sind gerettet. Der Striegsschiff, nicht weil zwei Missionare ermordet waren sondern sondern durch populär wissenschaftliche Schriften Feldmarschall Graf Waldersee befindet sich wohl und bleibt zur auf einen Bericht hin, daß die chinesische Provinz Schautung reich und durch das Anbieten guter Früchte unsrer Zeit noch in dem großen Gebäudekomplex, der vom Feuer ver- sei an Steinkohlenlagern. Deutschland ließ Kiautschou besetzen und christlichen Kultur. Das Herz des Chinesen ist so leicht zu schont geblieben ist. Niedergebrannt sind außer der Wohnung des nahm zugleich ein Gebiet in Besitz von Feldmarschalls die Wohnungen der Offiziere Groß v. Schwarzhoff, Königreichs Sachfen. der Größe des gewinnen. Redner erwarb die Freundschaft seiner chinesischen UmDies gab Rußland Veranlassung zur gebung schon allein dadurch, daß er die chinesische Sprache zu seinem Gahl, Boehn, Brigen, Wilberg und Rauch. Besetzung des Hafens Port Arthur. Die Folgen Berlin, 18. April. tennt Studium machte; niemals reiste er mit einem Paß, niemals wurde Generalfeldmarschall Graf man. Ist es ein Wunder, daß diese Waldersee meldet aus Beting: Bester Teil des Winterpalastes eine tiefe Mißftimmung erzeugten bei der chinesischen Regierung und die Ratgeber, Richter und Beschützer der Chinesen gegen Seeraub; fie Gewaltthaten er wegen eines Passes belästigt. Auf Amoy waren sechs Europäer in vergangener Nacht durch Feuer zerstört; General Schwarzhoff dem chinesischen Volke? Die latente Verachtung früherer Zeiten befaßen das volle Vertrauen der Bevölkerung und schliefen mit hat dabei den Tod gefunden; Ursache unaufgeklärt. der westländischen Barbaren schlug um in Haß. Aufs neue fiegte offenen Thüren so sicher wie vielleicht an keinem andren Ort der Französische Garnison und Japaner leisteten bereitwilligst Hilfe. die reaktionäre Partei in China; die geheimen Gesellschaften Welt. Ein Europäer in China schrieb einmal dem Redner: Ich General v. Gayl, Oberstlieutenant v. Boehn, Major Lauenstein, erhoben wieder das Haupt. Die Genossenschaft der Schwerter" habe das niedere Volt auch ganz gern, vor allem wenn es Hauptmann Wilberg, Lieutenant v. Rauch und ich haben fast reformierte sich zu den Fäusten der vereinigten Patrioten" nicht in zu innige Berührung gekommen ist mit ganze Habe verloren. ( von den Engländern" Boger" genannt). Obgleich ursprüng- Europäern. Welch eigenartiger Zufall, daß Graf Baldersee trotz des be- lich gegen die Dynastie der Mandschus gerichtet, erhielt rühmten feuersicheren Asbesthauses, dessen photographische Ab- diese Genossenschaft jetzt heimlich die Unterstügung der Re- chinesische Hof wird sich vielleicht zurückziehen nach der alten Was wird die nächste Zukunft uns zu sehen geben? Der bildungen seiner Zeit Hunderttausende von Journallefern bewunderten, gierung, denn der gemeinschaftliche Haß gegen die west Hauptstadt im Inlande; diese ist in aller Eile durch ein Fenster sein nacktes Leben retten mußte. Nur ländischen Barbaren stand über dem Parteiinteresse. nur auf drei schmalen die Akten sind gerettet, alles andre, wahrscheinlich auch der Feldlicher Missionare war die Folge. Die Regierung wurde gezwungen, wird man wieder ermorden, bis der letzte vertrieben ist. Das Mord christ- Wegen, durch enge Bergpässe zu erreichen. Und die Missionare marschallsta b, ist ein Raub der Flammen geworden. die Mörder zu bestrafen, und dadurch mußte bei den Chinesen wohl einzige, was Europa erreicht haben wird, ist grenzenloser Aber nicht nur das Asbesthaus, das vorsorgliche Geschent des Raisers, der Gedanke entstehen, daß man ihnen das Christentum mit Gewalt a ß, der zu allerlei Ausbrüchen führt. Und sobald China wurde von dem entfesselten Element verzehrt, auch ein Menschenleben fiel aufzwingen wollte. Und gerade gegen Glaubenszwang fich start genug gemacht haben wird--- wird es demfelben zum Opfer, General Schwarzhoff, der Chef wiberfest sich der Chinese mit all feiner raft. enblich angreifend gegen uns au Werke gehen. des Generalstabs der Ostasienarmee, feiner Beit viel Ohne 8wang hat der übergroße Teil der chinesischen Be genannt als Vertreter Deutschlands auf der Friedens- völkerung die Lehre Buddhas angenommen. So würden auch die Peking, 18. April.( W. T. B.) Der Leichnam des Generals tonferenz im Haag, der damals besonders schneidig gegen Chinesen zur Lehre Chrifti haben bekehrt werden können, wenn von Schwarzhoff ist gefunden. Bei den Nachforschungen stieß man das Friedensmanifeft des garen sprach. die Christen nicht einigen Anschauungen huldigten in Streit mit zuerst auf Knochenreste, die von dem Hund des Generals herJesu Lehre. Der Erlaß des Prinzen Tuan, wodurch den Chinesen rühren. Es wird vermutet, daß General von Schwarzhoff in der befohlen wurde, alle Christen zu erworden, war die natürliche Folge fehrte und durch einen niederstürzenden Balken erschlagen wurde. Abficht, seinen Hund zu retten, in das brennende Gebäude zurückder widerrechtlichen westländischen Taktik. Eins der Telegramme spricht die Vermutung aus, daß Brand: Opfer fiel zu Peking der deutsche Gesandte. Die andren Vertreter stiftung nicht bestätigt; der Brand ist, wie man jetzt annimmt, durch Als eines der ersten Durch die bisherigen Erhebungen wird der Verdacht der Brandstiftung vorliege. Und bereits taucht in der Presse der Verdacht der europäischen Mächte sind alle gerettet. auf, daß zwischen dem Erwachen des Widerstandsgeistes chinesischen Regierung ernst gewesen wäre, würden alle Verteidigungs- entstanden. Wenn es der einen Ofen im Anrichtezimmer neben der Küche des Oberkommandos der Chinesen, der in der Ausführung begriffenen neuen großen werke der britischen Legation von den Chinesen ohne Mühe Straferpedition und der Einäscherung des von Waldersee genommen worden sein. Der ganze Vorfall würde sacht im Sande bewohnten Teils des kaiserlichen Balastes ein engerer 8uverlaufen fein, wenn Deutschland sich nicht durch seine Erregung hätte fammenhang bestehe. Wir wollen hoffen, daß derartige leiten lassen. Baltete bei dem neuen Unglüd, das unser Expeditions corps betroffen, nur ein Zufall, oder handelte es sich vielleicht um einen Anschlag gegen den Oberstkommandierenden? 營 * Politische Mebersicht. Berlin, den 18. April. Der Reichstag Vermutungen, die einstweilen ja als haltlos angesehen werden An die Spike der europäischen Expedition wurde Graf müssen, nicht etiva zum Anlaß von weiteren Rachezügen genommen Walderfee gestellt, ein Mann, vollkommen unbekannt fette am Donnerstag die zweite Lesung des Urheberrechts werden sollen. Sollte es sich wirklich um einen Ausbruch des entfesselten mit chinesischen Zuständen. Waldersee hat die kaiserlichen Gräber fort, nachdem er vorher einige Rechnungssachen erledigt und Hasses der Chinesen handeln, der sich in Attentaten Luft machte, zerstört, und die Mauern von Peking verziert mit den Köpfen von den Gesezentwurf über die freiwillige Gerichtsbarkeit im Heere so würde dieser Geist des Hasses durch hundert neue Bogerzüge 13 Bogern. Die Unterhandlungen des Augenblicks werden für China in dritter Lesung debattelos verabschiedet hatte. nicht erstickt sondern nur geschürt werden können. Bis der Beweis endigen mit einem Schadenersatz in Geld und Land. Und die Auch zu den Paragraphen des Urheberrechts, die heute für das Gegenteil geführt ist, muß die Brandkatastrophe freilich nur chinesischen Geschichtsschreiber werden dem Volt erzählen, daß die an die Reihe kamen, waren wieder zahlreiche Abänderungsals einer jener Schicksalsschläge gelten, die gerade das deutsche Barbaren befiegt wurden, doch daß der Kaiser in seiner Barmherzig- anträge von den verschiedensten Seiten gestellt, aber wieder Expeditionscorps wiederholt betroffen haben. feit ihnen Geld gab und Land gab, um es zu bebauen und ihren trug wie gestern die Kommissionsfassung durchgängig den Sieg Unterhalt zu erwerben. Man muß dabei nicht vergessen, daß in davon, weil sie etwa die Mittellinie zwischen den verschiedenen China die westländische Theorie, daß wer verliert die Zeche bezahlt, einander gegenüber stehenden Anschauungen bildet. Und nicht zutrifft. wieder waren die bürgerlichen Parteien gespalten. Eugen Welche Schuld haben nun die Chinesen, fragt Redner. Sie Richter haderte mit dem Gros seiner Parteifreunde, thum nichts andres als ihr Vaterland verteidigen. Der transvaaler die den Spuren des Parteilyrikers Träger folgten, und Herr Berständiger- und bezeichnenderweise erblickt auch die längst chinamüde tonservative Preise in einer möglichst be schleunigten Beendigung des China Abenteuers den einzigen Schutz vor neuen Enttäuschungen und Katastrophen. So schreibt der Reichsbote": Spahn fühlte fich mehr als Kommissionsvorsitzender, denn als Mitglied der Centrumspartei, die sich gelegentlich bei der Abstimmung mit ihm in Widerspruch sezte. zusammen. Als das Urteil vollzogen war, nahm ein andrer Chinese ein altes Schwert und hieb ihm unter zweimaligem Schlagen den Kopf ab. Herzlichen Gruß von Arthur. Photographiert ist ja wohl dieser Vorgang auch worden. Hunnenthaten. Die katholische Kölnische Volkszeitung" läßt sich von einem Graf Bismard streift die socialdemokratische Frage nur, um sich gegen den Kaiser zu wenden. Die ironische Ausnutzung des Worts vom gesunkenen Ansehen der Krone zeigt, welch Das geschah gleich zu Anfang beim§ 14. Hier wird dem Behagen dieser Ausspruch des Kaisers der Dynastie Bismard bereitet Autor die Befugnis, über das Uebersehungsrecht seines Werkes, hat, in der die Ueberzeugung ihres Begründers fortlebt, daß ohne über die Dramatisierung seiner Erzählung oder über die Be- die Bismarcks und die Bismarcksche Politik das Haus Hohenzollern arbeitung feines Musikstücks zu verfügen, eingeräumt, soweit dem Niedergang verfallen muß. nicht ein andres vereinbart ist. Der Centrumsabgeordnete Ebenso gilt der Angriff Herbert Bismards gegen die auszuverlässigen, ruhig und besonnen urteilenden Gewährsmann" unterm v. Strombed fuchte den Urheber durch den Vorschlag gegen wärtige Politit dem Kaiser. Graf Bülow wird aus- 3. März 1901 aus China schreiben: den Verleger zu schützen, daß er über die Aufgabe dieses brüdlich als der befähigtste der deutschen Diplomaten" belobt. Rechts einen besonderen schriftlichen Vertrag verlangte. Die Aber die China politit wird lebhaft bedauert, die das Kommissionsfassung aber drang gegen die Stimmen des eigenste Werk des Monarchen ist. Centrums und unsrer Partei durch. Und frei von jeder Zweideutigkeit ist die Bezugnahme des Beim§ 16, der Schriften zum amtlichen Gebrauch Fürsten auf den Bidzadkurs und auf das Wort seines Vaters von - auch Geheimerlasse dem Nachdruck freigiebt, wurde der Regierung, die zu Grunde geht, wenn sie bald dieses, bald aus dem Hause und vom Bundesratstisch her konstatiert, jenes thut." daß Publikationen des Statistischen Amts, des ReichsEisenbahn- und des Reichs- Gesundheitsamts, die nicht direkt amtlichen Zwecken dienen, nicht ohne weiteres nachgedruckt eiteres werden dürfen. Eine Journalistendebatte gab es beim§ 18. Dieser Paragraph giebt den Abdruck von politischen Artikeln, die tein Nachdrucksverbot an der Spike tragen, unter Quellenangabe frei, wobei nur verlangt wird, daß keine Sinnentstellung beim Nachdruck vorgenommen werden darf. Das Feuilleton soll dagegen ausreichender als heute geschütt werden. Selbst wenn der Vermerk Nachdruck verboten" fehlt, sollen wissenschaftliche und technische Artikel und Erzählungen nicht länger Freigut sein. Um diese Bestimmungen wurde heftig gestritten. Die Kommissionsfassung blieb aber unangetastet. Der§ 19 beseitigt die Möglichkeit, in Anthologien ohne Genehmigung der Autoren Proben ihres Schaffens zufammenzustellen. Nur die Schulbücher und, wie der CentrumsAbgeordnete Wellstein wünscht, auch die Kommersbücher sollen von dieser Beschränkung frei bleiben. Genosse FischerBerlin wies darauf hin, daß weite Voltskreise daran interessiert seien durch billige Anthologien mit den Werken moderner Dichter vertraut zu werden. Ein Antrag Hasse, der dies Nachdrucksrecht ermöglichen wollte, wurde jedoch abgelehnt und selbst der Antrag Wellstein fiel allerdings nur deshalb, weil in der großen Unruhe, die im Hause herrschte, die Fragestellung des Präsidenten falsch verstanden worden war. Ebenso wie hier wurde schließlich nach langer Debatte die Kommissionsfassung auch beim§ 22 angenommen, der die Vervielfältigung von Tonstücken auf Platten, Bändern und andren Teilen automatischer Musifwerke freigiebt und nur ganz feine amerikanische Werke, die selbst den persönlichen Vortrag durch den Künstler zu ersetzen wissen, davon ausnimmt. Diese Bestimmung ist gewiß nicht einwandsfrei, und Stadthagen wies mit Recht darauf hin, daß das beste ein internationaler Schuß des Autors gegenüber der abgabenfreien Vervielfältigung seiner Musilstücke auf allen Instrumenten wäre. Aber die vorliegenden Anträge des Abg. Träger, der einen vermehrten Komponistenschuh, und des Abg. Richter, der ungefähr das Gegenteil wollte und dabei recht humoristisch über die Klavierseuche sprach, gingen in entgegengesetter Richtung zu weit. Morgen wird die Beratung fortgesetzt. Ein getreuer Vafall. bile Wiel Herbert Bismard hätte diese Pfeile nicht entfenden, wenn er irgendwie noch auf eine Stellung in der Regierung rechnete. Wohl aber kündigt er deutlicher denn je zuvor seine Bereitschaft an, Führer einer fonfervativen Fronde zu werden, wenn Führer einer tonfervativen Fronde zu werden, wenn es der Krone gefallen sollte, das gesunkene Ansehen durch Widerstand gegen konservative Kanalrebellion und agrarischen Brotwucher wieder erhöhen zu wollen. zu wollen. antis Deutsches Reich. Die agrarische Monarchentrene wird auf einigermaßen harte Probe gestellt. Staum wurden die Herren Junker über die Ver trauensfundgebung des Kaisers an den Kanalminister b. Thielen durch das Dementi des Kanalschluckens getröstet, so erfolgt heute im Reichs- Anzeiger" eine weitere, fehr huldvolle Kabinettsorder des Kaisers, die der Reich 3 bank gilt, deren Verwaltung von den Agrariern andauernd mit higiger Fehde bedacht wird. Es heißt in dem Erlaß: „ Ich habe von dem Verwaltungsbericht der Reichsbank für das Jahr 1900 und von der mir überreichten Denkschrift über die Entwicklung der Reichsbank in den ersten 25 Jahren ihres Bestehens mit großem Interesse Kenntnis genommen. Die Geschichte der Bank gewährt zugleich einen willkommenen Ueberblick über die Entwickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb des Reichs in der Berichtsperiode und bestätigt die erfreuliche Thatsache, daß troß mancher Unterbrechungen durch Zeiten des Stillstands im ganzen ein stetiger Fortschritt in der Entfaltung und wirtschaftlichen Ausnugung der materiellen Mittel des Landes stattgefunden hat. Daß die Reichsbant es verstanden hat, die namentlich in den legten 5 Jahren ein getretene außerordentliche Entwicklung des Handels und des gewerblichen Unternehmungsgeistes an ihrem Leil 8 u fördern und durch mancherlei Maßnahmen zu erleichtern, erfenne ich gern an. Insbesondere habe ich mit Befriedigung ersehen, mit welcher Sorgfalt die Bank die Ausbildung des Giround Abrechnungsverkehrs gefördert hat und durch die Pflege des Depofitengeschäfts ihre Dienste auch für den kleinen Stapitalistent nuzbar zu machen bestrebt gewesen ist." tönnten nicht ertragen, daß auch andre Zweige des WirtschaftsDie Agrarier, denen die Regierung Gaben in Fille schenkt, lebens gefordert werden. Sie werden das Lob des Monarchen für die verhaßte, ihren Bumpbedürfnissen nicht genügend willige Neichbant nur schwer zu verwinden vermögen. Eine lange Ansprache des Kaisers soll bei der Einstellung des Prinzen Adalbert in die Marine am Donnerstag in Kiel statt gefunden haben. Indessen wird keine Silbe dieser Ansprache der Deffentlichkeit mitgeteilt. " Im allgemeinen hat man start übertrieben. In Baotingfu z. B. ist nachdem man sich einmal hier eingerichtet -unnachsichtlich vorgegangen worden. Ercellenz Lessel hat manche triegsgerichtlichen Urteile wieder umgestoßen, weil sie ihm zu milde waren. Es herrscht ernftes Bestreben, Manneszucht zu halten und zwar, wie es meine Ueberzeugung ist, mit Erfolg. Andre Sachen geben zu schweren Bedenken Anlaß, so die zahlreichen geschlechtlichen Ausschweifungen. Die Regelung des Bordellwesens, ein überaus peinliches Kapitel, hat nicht verhindert, daß die geschlechtlichen Krankheiten sich sehr stark vermehrten. In Peking waren neulich über 200 Kranke; in Baotingfu find es augenblicklich über 70." ſich über 70." Dann heißt es weiter: Gewiß, eine Anzahl Roheiten sind vorgekommen. Unter den 20 000 Mann haben sich leider auch Leute gefunden, die aus Uebermut oder auch aus Roheit und Habgier einen wehrlosen Chinesen erschlugen oder fich einer andren That schuldig machten, auf welche das deutsche Strafgesetzbuch Zuchthaus jetzt. Die verallgemeinernde Entrüstung über deutschen Vandalismus" wäre aber nur dann berechtigt, wäre aber wenn diese Noheiten entweder zu den tagtäglichen Er scheinungen gehörten, oder wenn sie nicht mit aller Strenge geahnbet würden. Gott sei Dank gehören aber die Hunnenthaten" durchaus zu den Seltenheiten, und wenn auch nur der Verdacht einer solchen vorliegt, wird streng nachgeforscht und unnachsichtlich bestraft. Mancher Soldat, der sich in Trunkenheit oder in leidenschaftlicher Aufwallung zu einer Roheit hinreißen ließ und jetzt in den Tatuforts eingeschlossen und auf ein Schiff wartet, das ihn für vier, sieben, acht Jahre ins Gefängnis oder Buchthaus heimbringen foll, fann ein trauriges Lied davon singen. Ernste, ruhig denkende Offiziere andrer Nationen geben unumwunden zu, daß die deutschen Truppen sich durch stramme Manneszucht auszeichnen. Wir brauchen uns hier ja nicht selbst zu loben, aber man mache uns auch nicht schlechter wie die andren. Gehe doch jemand an irgend einem Sonntage durch die Straßen, z. B. von Baotingfu. Ueberall sieht man deutsche Soldaten mit Chinesen in ich möchte fast sagen freundschaftlicherweise spazieren. Gerade zu den deutschen Soldaten haben die Chinesen das meiste Zutrauen, weil sie von ihnen am wenigsten mit Fußtriften und ähnlichen Liebenswürdigkeiten bedacht werden, und weil der deutsche Soldat, wenn auch manchmal erst nach langem Feilichen, doch den geforderten Preis zahlt. Sicher, die Chinesen selbst wären am meisten erstaunt, wenn sie aus deutschen Zeitungen lesen fönnten, daß sich gerade die Deutschen so absonderlich„ blutdürftig" in China betragen sollen." Daß gerade Herr v. Leffel in dankenswerter Weise sich um stramme Manneszucht bemüht, ist vielfach anerkannt worden. Es scheint auch, gehabt hat, und einigermaßen besänftigend auf die Kriegsführung daß die Veröffentlichung der Hunnenbriefe den gewünschten Erfolg gewirkt hat. Daß aber namentlich in der Leidenschaft der ersten Zeit vielfach entfeßlich von den europäischen Truppen vorgegangen ist, wird durch diese milderen Schilderungen aus der späteren Zeit nicht widerlegt. Es war ja auch gar nicht die Absicht, daß die Deutschen, wie der Gewährsmann der Köln. Volksztg." behauptet, Arm in Arm freundschaftlich mit den Chinesen spazieren sollten, es galt ja vielmehr der gelben Bestie für tausend Jahre Schrecken einzuflößen. Ausland. Oestreich- Ungarn. Fürst Herbert Bismard hat jüngst im Reichstag eine HöfKatholische Arbeiter gegen den Brotwucher! In dem liche, aber besondere Abfichten verratende Auseinandersetzung mit katholischen Orte Eilendorf bei Aachen fand am Sonntag eine von weise in der Mühewaltung fort, den Kredit der Humenbriefe zu er Im übrigen fährt die„ Berliner Korrespondenz" ganz unnötigerdem Reichstanzler gehabt. In einer Rede vor seinen dem christlichen Metallarbeiter Verband = Reichstagswählern in Burg hat jetzt Fürst Bismard seine Angriffe anstaltete startbesuchte Protestversammlung gegen die Getreidezoll- Heute teilt sie triumphierend mit, ein Briefschreiber habe zugestanden, verschüttern, indem sie in einem einzelnen Fall unrichtigkeiten nachweist. weiter verschärft und sie richten sich nicht nur gegen die Regierung, Erhöhung statt. Der Versammlung wohnte auch der Pfarrer daß er Behauptungen über schlechte Verpflegung usw. nur aufgestellt sondern höher hinauf, ja sie richten sich weit weniger des Ortes bei, um fich für den Kornzoll ins Zeug zu habe, um zu Hause Mitleid zu erregen und Geldsendungen zu er gegen den Grafen Bülow als gegen den Kaiser. Tegent. Der Herr erlitt aber einen schweren Reinfall. Die langen. Sehr leicht möglich aber was beiveist das für oder gegen Herbert Vismard ist mit dem gegenwärtigen Regierungskurs christlichen Arbeiter wollten die Nützlichkeit einer durch die Bollerhöhung das Hünnentum? durchaus unzufrieden. Ihm behagt weder die auswärtige noch einer heftigen Auseinandersetzung zwischen ihnen und dem agrarischen herbeigeführten Brotverteuerung nicht einsehen, und so tam es zu die innere Politit, in beiderlei Nichtung sieht er die ihm maß- Priester. Der Herr war außer sich, daß ihm das in seinem gebend erscheinende Politit seines Vaters unheilvoll verlassen. Er eignen frommen Gilendorf widerfuhr. Das Unerhörte dieser führte u. a. aus: Thatsache schien auch der die Versammlung überwachende BürgerSeit drei Jahren sei der Ausblick nach innen und meister in vollem Umfang zu erkennen: denn er löfte die Thronfolgers. Erzherzog Franz Ferdinand, der fünftige östreichischEine anffehenerregende Kundgebung des öftreichischen nach außen weit ernster geworden, als er damals war. Versammlung mit der Begründung auf, daß der Herr Pastor per- ungrische Thronfolger, hat sich, ganz im Gegensatz zu seiner sonstigen Nach innen, weil die verbündeten Regierungen ein Vorgehen sönlich angegriffen worden sei. Dem Bürgermeister wird wohl eine Zurückhaltung, veranlaßt gefehen, feiner prononciert lerigegen die umstürzenden Parteien ablehnten, nach außen, Belehrung über die Gefezwidrigkeit seiner Handlung zu teil werden. talen Gesinnung dadurch demonstrativen Ausdrud zu geben, weil auf der andren Seite unsrer Erdkugel ein Die Eilendorfer Arbeiter aber wollen trop ihm und dem geistlichen daß er das Protettorat des katholischen Schulvereins, Armeecorps stehe, um unsre Interessen im fernen Lande zu Agrarierfreund ihre Protestversammlung in Kürze fortfeßen. eines flerifalen Kampfvereins, übernommen und eine Kampfparole wahren. Hoffen wir auf die baldige Rückkehr dieser Truppen, Wie wird dem Brotwucher- Centrum angesichts solcher Ber- gegen die Los von Rom- Bewegung ausgegeben hat. Die öftreichische mit der es trübe aussehe. Möge Gott uns Glück geben und das in fammlungen katholischer Arbeiter? Presse bespricht diese schroffe Stellungnahme im politischen Kampfe den legten Tagen ausgesprochene Wort unfres Kaisers( den Hinweis auf den alten Bieten und deffen großen Alliierten") nicht zu Debatte gab es in der hiesigen Stadtverordneten- Versammlung. bereits zu einer Interpellation wegen dieser Affaire geKönigsberg i. Pr., 17. April.( Eig. Ber.) Eine Wahlrechs: in lebhaftester Weise. Und im Abgeordnetenhaus ist es Schanden werden laffen. Für eine monarchische Regierung gelte das Wort: Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott." Es sei die Pflicht Bei den Gemeindewahlen wird nur in sechs Bezirken gewählt. Durch kommen. Das Wolfsche Telegraphenbureau berichtet darüber: Im Einlauf befindet sich eine Interpellation der einer monarchischen Regierung, zu führen und das, was sie als geschickte Wahlkreis- Geometrie hat man bisher dafür gesorgt, daß Infolgedessen deutschen Volkspartei betreffend die Nachricht recht erkennt, auch durchzuführen. Ein Zickzackkurs, den nicht ein einziger Arbeiterbezirk vorhanden war. man in den legten Jahren unsrer Regierung hat unfre Partei nur einen Vertreter in der Stadtverordneten von der Uebernahme des Protektorats des katholischen manchmal vorwerfen könne, sei falsch und nicht anversammlung. Der focialdemokratische Verein hat nun in einer Schulvereins durch Erzherzog Franz Ferdinand. gebracht. Darauf beziehe sich das Wort des alten Reichetanglers vom Resolution, die beiden städtischen Körperschaften zugestellt wurde, ge- Die Interpellanten heben hervor, der katholische Schul6. Februar 1868: Fast für jede Sache lassen sich zwei bis drei fordert, daß die Zahl der Wahlbezirke vermehrt wird, so daß jeder verein sei ein Kampfverein der klerikalen Partei, Dam würde faum noch weshalb die Nachricht große Beunruhigung hervorgerufen habe.( Lebhafte Wege einschlagen. Welcher der richtige, welcher fehlerhaft ist, ent- Bezirt nur einen Vertreter wählt. entscheidet die Zukunft, vielleicht, wenn wir alle nicht mehr verhütet werden können, daß ein oder mehrere reine Arbeiter Seilrufe bei den Aüdeutschen. Beifall links.) Der Abg. Herzog bezirke entständen. Die Freifinnigen, welche die große bespricht hierauf die Uebernahme des Protektorats über den katholi Aber der Weg, auf dem die Regierung 3 Mehrheit in der Stadtverordneten- Bersammlung bilden, führten eine schen Schulverein seitens des Erzherzogs Franz Ferdinand und Grunde geht, ist der, wenn sie bald dies, bald jenes thut, wenn fie heute etwas zufagt und jämmerliche Komödie auf. Sie gerierten sich als die Berteidiger bezeichnet die bei Empfang des Präsidiums dieses Vereins angeb morgen nicht mehr befolgt." Eine Regierung darf wichtiger Boltsinteressen, in dem fie erklärten, fie lich abgegebenen Aeußerungen des Erzherzogs als tönnten Schmälerung Rechte der Wähler nicht zustimmen, verfassungswidrig.( Heilrufe und Lärm bei den Allnicht schwanken. hat sie ihren Weg gewählt, so muß fie die erfolgen würde, wenn jeder Wähler nur einen Vertreter deutschen.) Redner greift in heftiger Weise diese Erklärungen ohne rechts und links zu sehen, vorwärts gehen; kommt Der Umstand, daß an.( Alldeutsche rufen von der Galerie unverständliche Worte fie ins Schwanken, so wird sie schwach, und darunter leidet das gegen mehrere fie jest wählen könne. Der Ministerpräsident erklärt, der Entschluß ganze Staatswefen. Die Existenzfrage ist in der Politik immer die socialdemokratische Arbeiterschaft, die die Mehrheit der Be- in den Saal). die Hauptfrage. Auf ihr beruht auch das zielbewußte Vorgehen völkerung bildet, keine genügende Bertretung befigt, kümmert den des Erzherzogs betreffend die Uebernahme die Präsidiums, von unfrer Socialdemokraten, dem sich, Gott sei Dant, die denkende freisinnigen Volksfreunden nichts. Großen Spettafel machten die welchem die Regierung keine Kenntnis hatte, könne nur als ein rein Mehrheit unfres deutschen Volts entgegenstellt. Leider steht Herren, als unser Genosse Noste ihnen sagte, fie feien sich doch persönlicher Att aufgefaßt werden. Auch die angeblichen Aeußerungen dem Vorgehen der Socialdemokraten unsre wohl tlar darüber, daß sie nicht das Vertrauen der Arbeiter befizen. des Erzherzogs beim Empfang des Vereinspräsidiums könnten nur Regierung passiv gegenüber, während sie sich nach dem Ueber das Verlangen des socialdemokratischen Vereins wurde zur als private betrachtet werden, bezüglich welcher die verfassungsmäßige Verantwortung der Regierung nicht angerufen werden Ausspruch unfres großen Stonigs, Toujours en vedette"( immer Tagesordnung übergegangen. könne. Der Ministerpräsident drückt sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß die Angelegenheit von einer Seite des Hauses in einer Weise besprochen wurde, welche mit der schuldigen Rücksicht für die Mitglieder des faiserlichen Hauses nicht im Einklang stehe.( Lebhafter Beifall. Händellatschen in Centrum; stürmische Zwischen rufe. Großer Lärm.) Ats wieder Ruhe eingetreten ist, rufen die Alldeutschen im Chor: Los von Rom!" Der Abgeordnete Malit beantragt Eröffnung der Debatte über die Antwort des Ministerpräsidenten und namentliche Abstimmung über diesen Antrag.( Beifall und Händellatschen bei den Alldeutschen.) n namentlicher Abstimmung wird alsdann der Antrag Malit mit 149 gegen 106 Stimmen abgelehnt.( Pfuirufe bei den Älldeutschen.) Hiermit ist der Zwischenfall erledigt und das Haus geht zur Tages Niederlande. leben. Das zu auf dem Posten) verhalten müßte. Soll aber nicht endlich ein Eine Kulturleiftung. Wie es mit der Wahrung der KulturUmschwung kommen? Das Wort von höchster Stelle: aufgaben im Lande aussieht, ist männiglich bekannt; dennoch dürfte Ansehen der Krone ist in den legten Jahren es überraschen, daß in Girlachsdorf, Streis Reichenbach in zurückgegangen," veranlaßt uns zu der Hoffnung, daß unsre Schlesien, wie uns mitgeteilt wird, ein Lehrer sage und schreibe Bolitik nicht in einen dauernden 8ustand 216 Kinder zu unterrichten hat. der Versumbfung geraten wird! Daun ging der Redner auf den Kanzlerwechsel ein und betonte, G Braf Die Zulaffung der Feuerbestattung wurde von der württemBülow sei der befähigtste der deutschen Diplo- bergischen zweiten Kammer mit 45 gegen 25 Stimmen bematen. Erfreulich sei sein Interesse für unsre wirtschaftliche fchloffent. Stellung, im besonderen für die Landwirtschaft. Seinen Worten Auch ein Hunnenbild. Der Schlesische Volts bote" muß doch aber erst die That folgen, und diese That ist der veröffentlicht folgenden Brief: 3olltarif." Was Fürst Bismard über die Socialdemokratie sagt, ist für die Socialdemokratie selbst belanglos. Würde nach Herbert Bismarcs Anraten die Politik der Ausnahmegeseze durch die Regierung mit allen Mitteln ertrogt werden, so würde die Socialdemokratie mindestens so erfolgreich dabei fahren wie unter dem Socialistengesetz BismardBaters. Die Staatsstreichwünsche Bismarc des Jüngeren zur Bekämpfung der Socialdemokratie haben nur Bedeutung als Glied in der Kette der Anklage, die der Herr Graf gegen die jeßige Regierung erhebt. Lieber Bruder! Peling, den 1. 1. 1901. Gestern, den 31. 12. 00, Nachmittag 3 Uhr, wurde der Kettler- ordnung über. mörder auf der Stelle, wo er Kettler ermordet hat, hingerichtet, unter zugegensein vieler deutscher und aus- Ueber Krügers Reiseprojekte wird gemeldet: Der ehemalige Konful des Transvaalstaats in London, Montegne ländischer Offiziere. Wir standen auf den Häusern und faben zu. Der Mörder tam auf einem Wagen ge- White, erklärt, er habe telegraphisch mit Krüger über dessen Reisefahren. antam, Als felbiger an der Stelle wurde er plan nach den Vereinigten Staaten verhandelt. ausgeladen und von den Fesseln befreit. Er mußte niederknien, Präsident sei entschlossen, diese Reise zu unternehmen, weil er von ein henter nahm den Strid und schlang ihn ihr die größten Borteile für die Sache der Boeren erhoffe. Der selbigen um den Kopf und zog die Schlinge feft geitpunkt derselben sei noch nicht festgesetzt. Der Kommunales. 11 Stadtverordneten Versammlung. 16. Sigung vom Donnerstag, den 18. April, nachmittags 5 Uhr. England. völliger Ertverbsunfähigkeit vom 55. Lebensjahre an eine AltersEin Blaubuch über Südafrika wurde am Mittwoch publiziert. aulage bis zur Erreichung dieser Beträge gewährt werden kann. Dasselbe enthält die Depeschen, welche die niederländische Regierung Hierzu lagen Anträge vor vom Abg. Singer( Soc.), der die dieser Beiträge nicht im Belieben der Vervor dem Kriege an den Präsidenten Krüger sandte, um in ihn zu Bahlung wissen, sondern dringen, die englischen Vorschläge nicht abzulehnen; in den waltung obligatorisch machen und bei Depeschen heißt es, die deutsche Regierung ebenso wie die völliger Erwerbsunfähigkeit auf jede Altersgrenze überhaupt Vor der Tagesordnung giebt der Vorsteher Dr. Langerhans holländische seien überzeugt, daß jede Annäherung von seiten verzichten will. Graf Oriola( natl.) beantragte ebenfalls, die die Erklärung ab, daß er den ihm von einem Zeitungsbericht in den Krügers an eine der Großmächte in diesem sehr kritischen Zahlung obligatorisch zu machen, will aber den Nachweis der Be- Mund gelegten Ausdrud pflichtvergessene Stadtverordnete" nicht Zeitpunkte ohne jedes Ergebnis und sehr gefährlich für die Republiken dürftigteit geführt haben und den Nachweis der völligen Erwerbs- gebraucht habe und der Bericht über die betr. öffentliche Versammfein würde. Das Blaubuch enthält ferner eine Depesche Milners lofigkeit den Offizieren und Mannschaften über 55 Jahre alt erlassen. lung insoweit unwahr sei. Eine solche Ausdrucksweise sei für ihn bom 6. März, in welcher dieser einen Ueberblick über die derzeitige Abg. Graf Stolberg( t) beantragt, den Nachweis der Bedürftig- unmöglich.( Beifall.) Lage in Südafrika giebt und sagt, es ist muglos zu leugnen, daß feit zu streichen. Nach längerer Distuffion, in der Abg. Singer In den Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage betreffend das das legte halbe Jahr eine Zeit des Rückschritts war sowohl in seine Anträge verteidigte und in der der Kriegsminister und städtische Bibliothetswesen sind auch die Stadtvv. Bruns materieller wie in moralischer Hinsicht. Das Land sei glücklicher Abgeordneter Graf Roon( t.) die Anträge des Grafen Oriola und Heimann deputiert. weise in der Lage, sich bald zu erholen; es werde nicht viele Jahre feit fallen, während Abg. Singer sich damit einverstanden wurden gewählt: in den Ausschuß für Besoldete Stadtv. Nelke, empfahlen, läßt Graf Oriola den Nachweis der Bedürftig- Zunächst sind eine Reihe von Wahlen zu vollziehen. Es brauchen, um die ungeheuren Verwüstungen des Krieges wieder gut zu machen. Die Loyalen seien aufs äußerste müde des Kriegs, erklärte, daß die über 55 Jahre alten Leute keinen Nachweis der in die Sanitätskommission Stadtv. Mey bring. Die übrigen durch den viele von ihnen ruiniert sind, aber sie sind bereit, solange Erwerbsunfähigkeit zu führen brauchen. Der tombinierte Antrag Wahlen, zu denen mehrfache Meldungen vorliegen, vertagt die Verzu fäinpfen, bis Südafrika unbestreitbar für immer ein Land unter Singer- Oriola wird einstimmig angenommen. sammlung bis zur nächsten Sigung. britischer Flagge ist. Wenn dies erreicht sei, seien sie bereit, allen 5. Alasie wie bisher bleiben, während die übrigen nach der Vorlage Lehrer an den städtischen höheren Mädchenschulen um Aenderung Beim§ 6, der bestimmt, daß die Beträge der Benfionen der Ueber die Petition des Vereins der seminaristisch vorgebildeten Rassenhaß zu begraben und dem Feinde alles Entgegenkommen zu beweisen, damit er sich unter den ihm bereits angebotenen Be- Erhöhungen erhalten sollen, wurde von den Abgg. Singer und ihrer Gehaltssfala berichtet namens des Betitionsausschusses Stadtdingungen ergebe. Graf Oriola beantragt, den Pensionären der 5. Klasse ebenfalls verordneter Cassel. Der Ausschuß schlägt Uebergang zur TagesFrankreich. Erhöhung zukommen zu lassen und schlugen hierfür die Säße der ordnung vor mit der Maßgabe, daß zwei besonders namhaft gejezigen 4. Klasse vor. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Beim machten Lehrern vom Magistrat überlassen werden soll, sich für die Verhafteter Soldatenschinder.„ Aurore" berichtet, der§ 7, wonach die Kriegszulage für Unteroffiziere und Gemeine alte oder die neue Gehaltsordnung zu erklären. Oberst des 70. Infanterie- Regiments in Vitry sei vom für Ganzinvaliden 15 M., für Halbinvaliden 6 M. betragen soll, Die Versammlung tritt dem Ausschußantrag ohne Debatte bei. Corpskommandeur in strenge haft genommen worden. Der wurde vom Abg. Singer entsprechend seinen Ausführungen bei der In der Umgebung des Feuerwehrdenkmals auf dem Oberst hatte im Einverständnis mit dem Regimentsarzt einen ersten Beratung, im Intereffe der schlechten Lage der Untergrade Mariannenplatz jollen gärtnerische Schmudanlagen Soldaten, der unrechtmäßigerweise mit Arrest beantragt, die Erhöhung der Kriegszulage der Ganzinvaliden von hergestellt, der am Bahnhof Friedrichstraße belegene fleine Schmudbestraft worden war und hierüber beim Obersten Beschwerde 15 auf 20 m. monatlich festzusetzen. Der Antrag wird abgelehnt. plaz zur Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen Obererhoben hatte, ins 2 azarett bringen und als Irrsinnigen Der Beschluß über die Anregung, die Bezüge der Halbinvaliden von baurat Dirtsen, den Erbauer der Stadtbahn, hergegeben werden. behandeln lassen. 6 auf 9 M. zu erhöhen, wird der zweiten Lesung vorbehalten. Beide Magistratsanträge gelangen ohne Diskussion zur Annahme. Afien. Der Antrag Singer beim§ 8( Verstümmelungszulagen für die Auch die Vorlage wegen Anlegung einer neuen Die oftasiatischen Wirren. Dem Standard" wird aus Mannschaften sollen für jede Verstümmelung 27 W. monatlich fest- Straße 30 A zwischen Prenzlauer Allee und Winsstraße Tientsin gemeldet: Es bestätigt sich, daß die Chinesen gesezt werden) auch hierbei aus denselben Gründen wie bei der wird ohne Debatte angenommen. einen Teil der Eisenbahn jenseits Baoting fuzer- Striegszulage die Summe auf 35 M. zu erhöhen, wird ebenfalls ab- Die stört haben; dem Vernehmen nach hat ein leichtes Gefecht statt- gelehnt. gefunden; von Tientsin waren Verstärkungen entsandt. Nachrichten Bor Eintritt in die Beratung des§ 9, welcher von der Zulage aus vertrauenswürdiger chinesischer Quelle zufolge hat General Ma für Nichtbenutzung des Civilversorgungsscheins handelt, wird wegen fich entschlossen, die Feindseligkeiten wieder zu beginnen. der vorgerüdten Stunde die Sigung vertagt. Nächste Sigung findet am Freitag statt. Aus Yokohama meldet das Reutersche Bureau: Aus guter Quelle verlautet, die Entschädigungsforderung Japans an China belaufe sich auf fünf bis sechs Millionen Pfund Sterling und basiere genau auf den im Verlauf des chinesischen Feldzugs entstandenen Kosten. Afrika. Neuwahl eines Stadtschulrats ( für den verstorbenen Schwalbe) und eines Stadtsyndikus( für den ausgeschiedenen Meubrint) soll von besonderen Ausschüssen vorbereitet werden, und zwar soll für den Stadtschulrat derjenige Ausschuß wieder in Thätigkeit treten, der die Wahl des Stadtv. Schwalbe borbereitet hat. Den umgearbeiteten speciellen Entwurf für den Neubau der Turnhalle des Grauen Kloster- Gymnasiums überweist die Versammlung einem besonderen Ausschusse von 15 Mitgliedern. Auf dem Böto w schen Terrain soll ein an den Straßen 4 und 1a Abteilung XIII¹ des Bebauungsplans gelegenes Grundstück für Schulzwecke Sigung die Specialberatung, welche beim§ 1 stehen blieb. Zu ihm Die Toleranz- Kommission begann in ihrer Donnerstag wurden von den Abgg. v. o Ilmar( Soc.), Stolle( Soc.) und Schrader( frs. Vp.) Anträge gestellt, die zum Teil den Zweck verfolgten, die Unabhängigkeit der politischen Rechte von der KonMombasa, 18. April. Die in das Gebiet der Ogadenfessionszugehörigkeit noch einmal ausdrücklich festzustellen und weiter Somali entsandte Expedition hat Ooturat(?) erreicht. Der Rebell den Grundsatz des preußischen Landrechts sowie der Grundrechte von Wagafcha unterstützte die Somalis bei ihrem anhaltenden Wider- 1848, wonach niemand zur Offenbarung seiner Konfessionszugehörig zum Preise von 34 M. pro Quadratmeter erworben werden. Die stand, den sie dem Vormarsch der Truppen entgegensetzten. Am feit verpflichtet sein soll, in der Form in das Gesetz aufzunehmen, Bersammlung ftinumt zu. 5. April fanden an verschiedenen Punkten heftige Kämpfe statt. Der daß den Behörden und Beamten die Nachfrage nach der Kon- Die Beschlüsse der Versammlung zur Vorlage wegen Feind wurde überall mit Verlust zurückgeschlagen. Die Dörfer feffionszugehörigkeit und die Führung von diesbezüglichen der Aufständischen wurden niedergebrannt und ihre Ernten ber Registern verboten werden soll. Die konservativen Abgeordneten und Hinterbliebenen Versorgung für die städtischen Gewährung von Ruhegeld nichtet.ertiärten, in Pausch und Bogen gegen jede Art von Abänderungsarbeiter anträgen zu stimmen und fich für den Fall, daß solche Alenderungen arbeiter sind bekanntlich vom Magiftrat in zwei Punkten beanstandet worden. Flottenpläne. Der Morning Post" wird aus Washington ge- Für die Nationalliberalen beantragte Abg. Dr. Sattler, daß die doch angenommen werden sollten, ablehnend verhalten zu müssen. 1.§ 7a, welcher nach 15jähriger Beschäftigung ohne ihr Verfür bie amerikanische Flotte rund um die Erde als nicht die öffentliche Ordnung und Ruhe dadurch gestört würbe, arbeitsunfähig sind, foll, als aus dem Rahmen der Vormeldet: Die Regierung beschäftigt sich jetzt mit einem Blane, Ausübung der freien Religionsübungen nur insoweit zuzulaffen fei, schulden entlassenen Arbeitern ein Wartegeld in Höhe der halben Pension gewähren will, a ich wenn sie nicht dauernd Rohlenstationen zu schaffen. Mit Bortugal finden Ber- fowie, baß die Ueberführung des Grundfakes ber Religionsfreiheit mit Ecuador wird wegen Abtretung der Galápagos- Inseln ver- Für den Fall ber Nichtannahme diefes Antrags würden die National- der Unfallrente( 69) soll wieder hergestellt werden. handlungen statt wegen des Erwerbs einer Station auf Curaçao; in die Bragis ber einzelstaatlichen Gefeßgebung zu überlaffen fei. lage heraustretend, wieder gestrichen werden. 2. Die Abzugsfähigkeit handelt. Die Regierung wünscht Souveränetätsrechte über die be treffenden Territorien und nicht bloß das Recht zu erwerben, Kohlenstationen auf ihnen zu errichten. Das Staatsdepartement hat sich bereits das Recht auf Stationen bei Yokohama und in der Nähe von La Paz( Mexico) gesichert. Amerika. Der Boeren- Krieg. Nene Gefechte. liberalen gegen ben§ 1 stimmen. Die nächste Sigung findet am Freitag vormittag statt. Partei- Nachrichten. Internationaler Protest. Das Generalfomitee der französischen Parteigruppen hat die Genossen Jaurès und Vaillant beauftragt, bei dem Internationalen Sekretariat in Aus Kapstadt wird berichtet: Die Boeren haben eine auffordern, am ersten Mai zu Gunsten des russischen Volks zu Brüssel zu beantragen, dieses möge das Proletariat aller Länder englische Abteilung bei Piquetsberg angegriffen. Die manifestieren gegen die Barbareien des Barismus. Desgleichen solle Engländer wurden, als sie sich einer Farm näherten, mit Gewehr- am ersten Mai Protest eingelegt werden gegen die Verbrechen des feuer empfangen. Als sie die Farm umzingelt hatten, fanden fie militarismus in China. nur noch den Befizer derselben vor, während die Boeren geflüchtet Von den Stadtv. Heimann und Genoffen ist eine anderweite Fassung des§ 9 vorgeschlagen. Stadtv. Heimann( soc.): Die Entstehungsgeschichte des§ 7a zeigt flar, wie verschieden der Magiftrat denkt und handelt, je nachdem städtische Beamte oder Arbeiter in Frage stehen. Im März v. J. wurde in die Vorlage betreffend die Anstellung von Gemeindebeamten, in der Ausschußberatung auf meinen Antrag eine ganz ähnliche Bestimmung aufgenommen, obwohl in dieser Vorlage von Pensionsansprüchen und Hinterbliebenenversorgung sonst gar feine Rede war. aufgenommen, der Oberbürgermeister selbst verbesserte die Fassung Damals wurde der Antrag von allen Ausschußmitgliedern freundlich und man legte ein besonderes Gewicht auf die Einfügung dieses Grundfages in das Ortsstatut. Die Vorlage für die städtischen Arbeiter handelt ja lediglich von Pension und Relittengeld; auch rein formal waren. Auch aus der Nähe von Kradod werden Boerenabteilungen Das fommunale Wahlrecht ist in Stopenhagen an ein verftenertes ihr in immigftem Zusammenhang. Der weitere Einwand, daß es sich Wie die Socialdemokratie sich mit dem Census abfindet. fällt daher der§ 7a durchaus in den Rahmen derselben und steht mit Einkommen von mindestens 1000 kr. gebunden, wogegen das Wahl- taum noch als Ablehnungsgrund gelten. kann recht zum dänischen Folfething bekanntlich ein allgemeines ift. Ueber faum noch als Ablehnungsgrund gelten. Dem Magistrat paßt es das Zahlenverhältnis der Wähler Kopenhagens zu diesen beiden eben nicht, den Grundsay, den er bei der Regelung der BeamtenKörperschaften stellt Socialdemokraten" eine interessante Betrachtung verhältnisse uneingeschränkt und anstandslos acceptiert hat, für die Arbeiter, wenn auch noch so verklausuliert, zuzulassen. Der an, die wir hier im Auszug wiedergeben. Verwundeten. " fignalifiert. Aus Mafeking wird berichtet: Zwölf Meilen östlich von der Stadt fand ein Gefecht zwischen einem Boerenkommando und einer englischen Abteilung, die über drei Kanonen verfügte, statt. Die Boeren verloren drei Tote, die Engländer hatten nur einen Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 17. April: Bei dem Die Zahl der Follethingswähler Kopenhagens betrug 1895: 51201, Magistrat Tehnt solche Anregungen mit vornehmer Handbewegung Vormarsch General Kitcheners von Lydenburg sprengte der die der Kommunalwähler 28201, also 55 Proz. der ersteren nahmen ab: Quod licet bovi, non licet Jovi, was andre Städte thun, Feind einen langen Tom" in die Luft; es wurden 18 Gefangene auch an den Stadtverordneten- Wahlen teil. 1901 aber waren es 55765 braucht Berlin noch lange nicht zu thun. Berlin wird auch in diesem gemacht. Die Abteilung unter Oberst Douglas besetzte Doofstroom, Folkethingswähler und dagegen 41 611 Kommmalwähler oder fall erst nachkommen, wenn andre kommunen vorangegangen find; für die Verpflichtung, bahnbrechend voranzuschreiten, hat dabei wurden 6 Boeren getötet. Oberst Blumer befeyte Stathfontein, 75 Proz. Diese große Zunahme der Kommunalwähler ist aber die Magistratsmehrheit wenig Gefühl. Mit dem Hinweis, machte 18 Gefangene und erbeutete Gewehre und Munition. Elliots daß man ja in den sehr seltenen Fällen, wo der Fall praktisch werden würde, von Fall zu Fall entscheiden könnte, wird Division faufte im Oranjefreistaat eine große Menge Vich. bas ganze Princip der Vorlage wieder über den Haufen geworfen. mit dem System der Almosen und der Willkür soll ja gerade gebrochen und Hungern hat die Stadt auch bisher ihre invaliden Arbeiter nicht laffen; aber eine feste Norm eingeführt werden. Ich bitte Sie also, den§ 7a aufrecht zu erhalten. Dem festen, wiederholt bekundeten Willen der Versammlung wird der Magiftrat nachgeben; thut er es nicht, scheitert die Vorlage, dann soll es eben sein, das Odium fällt auf ihn. Der zweite Punkt betrifft die Abzugsfähigkeit der Unfallrente. Angeblicher Verlust der Boeren im März. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria: Nach sorgfältig aufgestellter Schäzung betrugen die Verluste der Boeren im Monat März 200 Tote und 1000 Gefangene. Die Tagesverlust- Lifte der Engländer vom füdafrikanischen Kriegsschauplaze umfaßt für den 17. April 3 Tote, 16 an rantheiten Verstorbene, 12 Verwundete; darunter zwei Offiziere und drei Vermißte. Außerdem find 15 Offiziere und 382 Mann nach der Heimat eingeschifft worden. besonders den Wahlkreisen zu verdanken, in denen die ärmere Bevölkerung wohnt. In diesen Arbeiter- Wahlkreisen ist die Verhältnis zahl der Wähler zu diesen beiden Körperschaften von 34 und 36 Broz. auf 58 bis 70 Proz. und darüber gestiegen. Nimmt man die Wählerzahlen von 1892, 1895 und 1901, so ergiebt sich folgendes Bild: politische 1892: 47 070 1895: 51 201 1901: 55 765 fonumunale 22 954 28 201 41 611 Prozent 48 55 75 Während die Zahl der Folkethingswähler von 1892 bis 1901 mit der Leistung der Beiträge für die Unfallversicherung kommt mur um 8695, ist die der kommunalen Wähler um 18 657 gebie Stadt doch nur ihren gesetzlichen Verpflichtungen als vachsen. Das heißt: die Folkethingswähler haben nur um Unternehmerin nach. Aus dieser Erwägung haben wir uns im Aus18 Prozent zugenommen, die der kommunalen dagegen trotz des schusse für die Richtabzugsfähigkeit der Rente eingelegt, die VerCensus um 81 Prozent. fammlung hat so beschlossen, und wir bitten, auch hieran festzuhalten. Polizeiliches, Gerichtliches univ. von Die englischen Gesamtverluste betragen, so weit sie sich nach den amtlichen Berichten feststellen laffen: An Toten, Verwundeten und Gefangenen bis zum 1. April Die Ursache ist eine doppelte: 1. ist sie in der gewerkschaft- Endlich aber bitten wir Sie, auch unsern Antrag anzunehmen, der 38 250 Mann; an Kranken bis 28. Dezember 1900 14 131 lichen Bewegung zu suchen, durch die das Jahreseinkommen eine große Härte beseitigen soll, die eventuell die Arbeiter Mann; nach England als invalid zurückgekehrt bis 1. Fe- einer sehr großen Zahl der Arbeiter auf 1000 str. und darüber treffen könnte. Der Stadiv. Carl Goldschmidt hat das Verdienst, bruar 40 798 Mann; entlaffene Truppen bis 1. Februar erhöht worden ist, 2. in der politischen Bewegung, die es im Ausschuß auf§ 48 des Invaliditätsgefeges hingewiesen zu haben. 23 648 Mann zusammen: 111 822 Mann, zu denen noch die den Arbeitern zur Ehrenfache gemacht hat, sich ihrem wirklichen Ein- Danach tann ein Rentenempfänger überhaupt an Renten, Bensionen Verlufte an Toten, Verwundeten, Gefangenen bis heute, die heutigen tommen entsprechend einzuschäzen. und so weiter nicht mehr als den Höchstbetrag der Invalidenrente, Kranten und die seit dem 1. Februar uach England zurückgekehrten und Die gewertschaftliche und politische Bewegung nämlich 750 m. beziehen, höhere Bezüge, die ihm zustehen würden, die entlassenen hinzuzurechnen find, Zahlen, die sich annäherungsweise ausammen haben die Hindernisse überwunden, die die Census- werden entsprechend gekürzt. Für die städtischen städtischen Arbeiter auf 8000 Mann belaufen dürften. Da die wieder in England dienst- Wahl der Arbeiterschaft in den Weg legt. Es zeigt sich also, daß die enthält die hiernach beschlossene Fassung des§ 9 eine fähig genannten sicher in den Nachschüben enthalten sein dürften, die Socialdemokratie in Kopenhagen ganz gut fertig wird mit dem fegt unter Umständen schwere Beeinträchtigung. Wenn sich ein Bahl der freigelassenen Gefangenen aber faum 3-4000 beträgt, geltenden Wahlgesetz, während die Konservativen dabei zu Grunde städtischer Arbeiter nach 30 Jahren ein Ruhegeld so wird man den Abgang von nahezu 20 000 Mann fast völlig gehen. 900 Mart verdient hätte, aber arbeitsunfähig wird und gleichzeitig als thatsächlich betrachten können. Bis zum 1. Februar waren Anspruch auf Invalidenrente erheben kann, so bekommt er statt der 900 im ganzen bloß 750 M. Wie ungerecht das ist, wird noch klarer, wenn man bedenkt, daß viele gar nicht flebepflichtige Personen darunter fallen, die die städtische Rente voll erhalten. Ein städtischer, mit 4000 m. angestellter Beamter erhält nach 30 Jahren 3000 M. Ruhegehalt als dienstunfähig ohne jeden Abzug. Für diejenigen aber, welche unter förperlicher Anstrengung verbunden fein müßten. Das treffe bei die Invalidenversicherung fallen, wird diese ganze Gemeindefürsorge Verbreitung der Kalender nicht zu und es könne der Gesetzgeber illusorisch. Das will mein Antrag dadurch beseitigen, daß der unmöglich diese Auffaffung gehabt haben. Auch sei durch die Aus- Mann die neunhundert Mart auch wirklich erhält, und zwar fagen des Gendarm Liefer nicht erwiesen, daß Schmitt öffentlich von der Stadt. Die Kehrseite wird ja sein, daß die Ververbreitet habe. Wäre das Solinger Gericht der Auffaffung gewesen, ficherungsanstalt nicht zahlt, weil ja schon die Stadt einen höheren so wäre auch zu prüfen gewesen, ob der Angeklagte nicht wegen Betrag leistet. Dieses Zugeständnis an die Anstalt ist ja auch uns Uebertretung des Breßgefezes( polizeiliche Erlaubnis) in erster Linie wenig sympathisch, aber vor die Alternative gestellt, fällt uns die zu verurteilen gewesen sei. Das Auftreten mehrerer Personen in Entscheidung nicht schwer. Wir hoffen, daß auch die Versammlung einem, wenn auch fleinen Orte, tönne nicht als Störung der in gleichem Sinne entscheiden wird. Die Budgetkommission sette in ihrer Donnerstags Sigung Sonntagsheiligung angesehen werden, selbst auch dann nicht, wenn Stadtv. Mommsen: Dem Vorrebner gegenüber muß doch für die Beratung des Gesezentwurfs über die Versorgung der Kriegs- dieselben einige Flugblätter in der Hand trügen. Bei folcher Be- die Oeffentlichkeit nochmals betont werden, einen wie großen Fortinvaliden und deren Hinterbliebenen mit den$$ 5 und 10 fort, urteilung fäme man auf eine schiefe Ebene. Aus all diesen Gründen schritt socialpolitisch die Magistratsvorlage bedeutet. Den§ 7a erdurch welche nach der Vorlage friegsinvaliden Offizieren, deren sei wie oben zu erkennen. Staatsanwalt, Verteidiger und Gericht achte ich auch heute noch für 811 weitgehend und jährliches Gesamteinkommen 3000 9. und ganzinvaliden Mann- fchlossen sich dieser Auffassung des Angeklagten an und somit erfolgte stimme den Argumenten des Magistrats zu. Mit§ 7 a schaften, deren jährliches Einkommen 600 m. nicht erreicht, im Falle Freisprechung. wird ein Dispositions- Nuhegehalt eingeführt, das überschreitet 282 379 Mann nach Südafrika gesandt, denen noch einige Nachschübe,- Ein Düsseldorfer Parteigenoffe Schmitt stand dort angeblich über 11,000 Mann, seither folgten. Selbst wenn man die vor der Berufungsstraftammer wegen Störung der Sonntagsbor dem Krieg in Südafrika anwesenden Truppen und die füd- ruhe durch Kalender Verbreitung. Das Gericht hat afrikanischen Freiwilligen hinzuzählt, so wird man doch höchstens angenommen, daß der§ 2 der Polizeiverordnung vom 14. Dezember noch 200 000 Mann als zu Kitcheners Werfügung stehend betrachten 1858 nicht zutreffend fei, indem die dort aufgeführten Arbeiten mit Die Best. fönnen. Aus Kapstadt wird telegraphiert: Am 17. April find 16 neue Bestfälle vorgekommen, darunter zwei bei Europäern. Drei Leichen sind aufgefunden worden, ohne daß die Erkrankung der betreffenden Personen der Behörde angezeigt gewesen wäre. Parlamentarisches. A völlig den Rahmen der Vorlage. Der zweite Antrag ist sehr Da aber noch nichts Positives zu Gunsten der Bureau- Angestellten müssen. Folgedessen bestehen die Buzer auf die seit zwei Jahren tompliziert und müßte event. den Ausschuß nochmals beschäftigen, geschehen ist, so treten dieselben jetzt wieder in die Deffentlichkeit, bestehenden Lohn- und Arbeitsbedingungen. Auch stehen die Buzzer sofern nicht etwa der Magistrat sich damit einverstanden erklärt. um, wie es bei andren Arbeiterkategorien schon geschehen ist, gesetz- nicht auf dem Standpunkt der Arbeitgeber, daß die Trägerfrage bei Oberbürgermeister Kirschner: Thatsächlich würde ein Arbeiter, liche Maßnahmen zu ihrem Schutz zu fordern. Der Referent empfahl den Verhandlungen ausscheidet, sondern wünschen vielmehr, daß der von der Stadt 900 M. Rente zu beanspruchen hätte, mur folgende Resolution: dieselbe wieder in den Vordergrund der Verhandlungen gebracht 750 M. erhalten, wenn er invalid wird und Invalidenrente bezieht. In Erwägung, daß nur durch das Eingreifen der Gesetz- wird. Einen Ausweg aus diesem Dilemma haben wir im Ausschuß ver- gebung die in unsrem Berufe herrschenden Mißstände beseitigt werden Die Versammlung ersucht das Einigungsamt des Gewerbegeblich gesucht. Der Antrag Heimann schlägt das radikale Heil- fönnen, fordert die Versammlung die Ausdehnung der bestehenden gerichts, den angeführten Gründen zufolge einen Schiedsspruch dahinmittel vor, daß die Stadt das volle Ruhegehalt zahlt und die Arbeiterschutz- Geseze auf den Beruf der Bureau- Angestellten und gehend zu fällen. Die Versammlung sieht des weiteren nur darin einen Versicherungsanstalt von der Zahlungspflicht befreit. Dazu haben beauftragt den Centralverein der Bureau- Angestellten, den Reichs- dauernden Frieden, daß in Zukunft die Lohn- und Arbeitsbedingungen wir doch keine Veranlassung. Praktisch wird sich gegebenenfalls die fanzler zu ersuchen, daß er die Reichskommission für Arbeiterstatistit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisation festgelegt werden. Stadt sicherlich nicht weigern, dem Arbeiter, der sich in diese Lage gesezt veranlasse, die bereits aufgenommenen, aber seit Jahren ruhenden Im übrigen weist die Versammlung die Behauptung der Arbeitgeber, fieht, die Differenz zu bewilligen. Eine nochmalige Ausschußberatung Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse der Bureau An- daß das Arbeitsquantum in den letzten Jahren zurückgegangen sei, dürfte ein andres Resultat faum ergeben. Ich habe übrigens gestellten fortzusehen und entsprechende Vorschläge zur gefeßlichen mit aller Entschiedenheit zurück und ist vielmehr der Meinung, daß die von Herrn Heimann erwähnte Erklärung im Ausschuß keineswegs Regelung der Arbeitsverhältnisse der bei Rechtsanwalten, Notaren, die Arbeitgeber, die solches behaupten, damit beweisen, daß sie abgegeben. Unfre Vorlage ist lediglich von Wohlwollen gegen die Gerichtsvollziehern, Berufsgenossenschaften, Strankenkassen beschäftigten nicht in der Lage sind, die Puzzarbeit von früher und jetzt zu be= Arbeiter diktiert. Angestellten zu machen. Von den Stadtvv. Mommsen, Singer, Cassel und Kreitling wird die Zurüdverweisung der Vorlage an einen Ausschuß beantragt, der vom Borstande ernannt werden soll. Ueber die Frage, ob der frühere Ausschuß für die betreffende Vorlage noch besteht, tritt zwischen den Stadtvv. Singer und Mommsen eine Meinungsverschiedenheit hervor; der Vorst eher giebt dem Stadtv. Mommsen darin recht, daß es sich um eine neue Magistratsvorlage handelt, also auch ein neuer Ausschuß zu wählen ist. Der Vorstand ernennt schließlich die früheren Ausschußmitglieder. Die Vorlage wegen Eriverbung der zur Verbreiterung der Alexanderstraße erforderlichen Flächen des Grundstücks Alexanderstr. 10/11 geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, nachdem u. a. Stadtv. Borgmann( Soc.) auf die dringende Notwendigkeit der Durchlegung der Magazinstraße bis zur Stadtbahn hingewiesen hat. Schluß 74 Uhr. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Die Bäckergesellen in Breslau haben der Innung durch den Gesellenausschuß folgende Forderungen unterbreitet: 1a. Minimal- Wochenlohn für den ersten Gesellen 14 M., für den zweiten 12 M., für den dritten 10 M. Bisher schon gezahlte höhere Löhne dürfen nicht gekürzt werden. Für die Eigenschaft, ob erster, zweiter oder dritter Geselle, ist der vom Arbeitsnachweis ausgestellte Arbeitsschein maßgebend. 1b. Den Berheirateten, die als erste oder zweite Gesellen fungieren, eine Vergütigung resp. Lohnzuschlag von 6 M. pro Woche als Entschädigung für Kost und Logis. 3. An den drei hohen Festen, Ostern, Pfingsten und Weihnachten muß jedem Gesellen eine freie Nacht gewährt werden. 4. Stritte Innehaltung des 12stündigen Maximal- Arbeitstags, fowie der Sonntagsruhe. 5. Der Schlafraum muß mit Tisch und Stühlen versehen sein, überhaupt den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. 6. Anerkennung des Verbands der Gesellen. 7. Alle Beschwerden gegen Gesellen find der Ortsverwaltung des Verbands unverzüglich mitzuteilen. Die Seilergesellen in Bremen sind am 16. April in den Ausstand getreten. Die Forderungen der Streifenden find: zehnstündige Arbeitszeit, Minimallohn 21 M. die Woche, für Ueberstunden 50 Pf. die Stunde. Der bisherige Mindestlohn betrug 18 M. bei 11stündiger Arbeitszeit. Die Seilergesellen sind im Tertilarbeiter- Verband organisiert. Die Resolution fand nach kurzer Besprechung einstimmige Annahme. Hierauf erstattete Danziger Bericht über seine Thätigkeit als Delegierter zur Gewerkschaftskommission. Er wurde aufs neue mit diesem Amt betraut und Obse zu seinem Stellvertreter bestimmt. urteilen." " Brit. Am 12. April hielt der Wahlverein Brig seine GeneralVersammlung ab, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Rosenow über die Geschichte der Junker und Bauern und der Kampf um den Getreidezoll" sprach. Die gutbesuchte Versammlung folgte in größter Spannung den leicht faßlichen und padenden Ausführungen des Res ferenten und sah, da durch die Diskussion der Eindruck des Vortrags nur abgeschwächt worden wäre, von einer solchen ab. Sociale Rechtspflege. Die Kurbelsticker und Stickerinnen hatten sich am Mittwoch sehr zahlreich in den Arminhallen versammelt, um sich mit der Frage des 8usammenschlusses der Berufsgenossen zu be schäftigen. Die Dreizehner- Kommission ist, obgleich die Mehrzahl ihrer Mitglieder principielle Anhänger der Centralisation sind, doch zu der Ueberzeugung gekommen, daß aus praktischen Gründen für Der Maler B. verlangte im Klagewege von dem Figuren ihr Gewerbe vorerst eine lokale Organisation den Vorzug verdient. fabrikanten Lewy 1,40 M. Lohnrest und 48 M. Lohnentschädigung Die Frage, ob lokal oder central, ruft eine längere Debatte wegen unberechtigter Entlassung. Die Verhandlung ergab, hervor, doch kommt es darüber nicht zu einem endgültigen daß der Beklagte den Kläger fortgeschickt hatte, weil dieser Beschluß. Die Entscheidung über die Form der Organisation fich weigerte, Zit einem billigeren Preise als bisher zu foll in einer demnächst stattfindenden Generalversammlung arbeiten. Statt 2 M. wollte ihm Lewy nur noch 1,60 m. der zur Mitgliedschaft angemeldeten Kollegen und Kolleginnen ge- für das Bemalen von einem Dugend Figuren geben. Die troffen werden. Die Kommission ist der Meinung, daß der monat- Kammer VIII. des Gewerbegerichts verurteilte den Beklagten, liche Beitrag für Stepper und Stepperinnen auf 60 Pf., für Hilfs dem Kläger außer dem Rückstand von 1,40 M. nur noch 6 M. als arbeiterinnen auf 25 Pf. festgesezt und ein Eintrittsgeld von 25 Pf. Entschädigung zu zahlen. Der Vorsitzende, Gewerberichter erhoben werden soll. Wer aber noch vor der Generalversammlung Dr. Meier, führte zur Begründung aus: Der rückständige seinen Eintritt anmeldet, hat kein Eintrittsgeld zu zahlen. Lohn sei zugestanden worden. Was die andre Forderung angehe, Anmeldungen nimmt der provisorische Vorsitzende Brill- so handle es sich dabei um eine Entschädigung, Zur zweiten Vorsitzenden den Ersatz eines durch den Gegner verschuldeten Schadens. Da mun wis, Tilsiter- Straße 46, entgegen. wird Frl. Simon, zum Kaffierer Kuhnert und zum Schrift- der Beklagte selber dem Kläger angeboten habe, weiter zu arbeiten, führer Schiller provisorisch gewählt. wenn auch zu einem niedrigeren Preise, so verschulde Beklagter nur daß die Verhältnisse in der Kurbelstickerei sich immer mehr ver- Verdienst, den Kläger beim Weiterarbeiten zu dem Während der Verhandlungen wurde mehrfach darauf hingewiefen, die Differenz zwischen dem früheren Verdienste B.'s und dem schlechtern, die Saison immer kürzer werde, so daß jezt nur noch niedrigeren Preise erzielt hätte. Diese betrage nur etwa 12 Wochen im Jahre flott zu thun ist. Durch die Lehrlings- 6 Mart. züchterei werden eine Unmasse mangelhaft ausgebildeter Arbeitskräfte " unt Tekte Nachrichten und Depeschen. 2. Regelung des Lehrlingswesens nach folgender Stala: Meister, erzeugt, die dann aur weiteren Schädigung des Berufs beitragen. die bis 2 Gesellen beschäftigen, dürfen 1 Lehrling halten, bei 4 Ge- Darum ist ein Zusammenschluß der Kollegen und Kolleginnen un fellen 2 Lehrlinge, 5 und mehr Gesellen 3 Lehrlinge; mehr als bedingt notwendig. Bis zum Schluß der Versammlung hatten sich Der Mörder des Hauptmanns Bartsch. bereits ca. 200 Mitglieder einzeichnen lassen. 3 Lehrlinge dürfen nicht beschäftigt werden. Berlin, 18. April. Generalfeldmarschall Graf Walderfee meldet Die Dachdecker und Berufsgenossen hielten am Mittwoch aus Beting: Berhafteter Chinese ist geständig, Hauptmann Bartsch eine öffentliche Versammlung im Englischen Garten" ab, in der die aus Fremdenhaß von hinten erschossen zu haben, als dieser allein Tariffommission über die Verhandlungen mit der Meisterschaft be- von Beking zu einer außerhalb liegenden Compagnie zurückritt. richtete. Nach dem Bericht ist ein Resultat bisher noch nicht zu verzeichnen und find bestimmte Abmachungen noch nicht getroffen Die englischen Finanzen. worden. Die Freie Vereinigung, die allerdings eine geringere An- London, 18. April.( W. T. B.) Unterhaus. Schatzsekretär zahl Mitglieder zählt als die Innung, hat überhaupt jedwede Hicks- Beach beantragt mehrere Steuer- und Zoll- Abänderungen. Berhandlung mit der Lohnkommission abgelehnt und beschlossen, Danach soll die Einkommensteuer um 2 Bence per Pfund Sterl. daß es jedem Unternehmer überlassen bleiben soll, nur Einkommen erhöht werden. Ferner wird ein Zuckerzoll vor= mit den bei ihm beschäftigten Arbeitern zu verhandeln. Dieser geschlagen von 4 Shilling 2 Pence für den Centner Raffinade und sonderbare Beschluß wurde auch von dem Vorsitzenden dieser ein Zoll auf Rohzucker. Der Zoll auf Melaffe, einschließlich Sirup Vereinigung, Herrn Weißenhagen, gut geheißen, obgleich er und Decfirup( treacle), soll aut 2 Shilling per Centner, der sich der Kommission gegenüber für gemeinsame Verhandlungen aus auf Glykose auf 20 Bence pro Centner festgesetzt werden. Schließgesprochen haben soll. Die Junung hat einen andren Standpunkt lich soll auf Kohle ein Ausfuhrzoll von 1 Shilling per Tonne eingenommen und bereits eine Tarifkommission gewählt. Nach gelegt werden. Der Schazkanzler bemerkte, von diesen ber emer längeren Diskussion über den Bericht wurden folgende schiedenen neuen Steuern sei eine Einnahme von zusammen Zum Glasarbeiterstreik in Nienburg. Bald wäre es zu Forderungen beschlossen, welche die Kommission den Unternehmern 11 Millionen Pfund Sterling zu erwarten. Er beantrage ferner einem kleinen Streit der Arbeitswilligen gekommen, wenn nicht Herr unterbreiten wird: 1. Der Minimallohn beträgt 60 Pf. pro Stunde neuerliche Suspendierung der Schuldentilgung. Er ersuche um Heye zur rechten Zeit das blamable der Sache eingesehen hätte und und nur Junggesellen im ersten Jahre nach beendeter Lehrzeit die Ermächtigung, 60 Millionen Pfund Sterling in Form von ein wenig einlentte. Die vier Ballonmacher, welche zur Zeit auf darf ein geringerer Lohn, aber nicht unter 55 Pf. bezahlt Konsols aufzunehmen. der Heyeschen Fabrik Glasarbeiten liefern und die bisher von den werden. 2. Die tägliche Arbeitszeit darf neun Stunden nicht Hicks Beach erörterte sodann das Anwachsen der ordentlichen arbeitswilligen" Schürern thatkräftig unterstückt wurden, haben übersteigen. 3. Die Lohnzahlung hat des Sonnabends um Ausgaben, abgesehen von den Kriegskosten, und erklärte, die vorinfolgedessen einen erheblich besseren Verdienst erzielt wie früher, 5 Uhr im Geschäft oder auf der Arbeitsstelle git er- handene Basis der Besteuerung müsse erweitert werden. Redner weshalb ihnen am Sonnabend ein ziemlich bedeutender Lohnabzug zu folgen. An den Sonnabenden bor den hohen Festtagen ging sodann zu der Besprechung der vorgeschlagenen Zuckerabgaben teil wurde. Damit waren aber die„ arbeitswilligen" Ballonmacher nicht soll um 4 Uhr Feierabend gemacht werden. 4. Bei Arbeiten in ent über und fagte, nach der Schäzung würden diese Abgaben einverstanden und so legten sie denn Montag früh die Arbeit nieder. fernteren Orten, wo der Arbeiter gezwungen ist, dort zu übernachten, 5 100 000 Pfund Sterling einbringen. Auch der ostindische Zucker Damit die fatale Angelegenheit nur möglichst schnell beigelegt ward, soll eine Landzulage von nicht unter 1,50 M. pro Tag inkl. Sonn- werde nicht abgabenfrei bleiben. wurde der Lohnabzug bis auf 1 Pf. pro Stück rückgängig gemacht, tags bezahlt werden. 5. Sollen die Unternehmer verpflichtet sein, aber dafür müssen nun die Arbeitswilligen" ihre Ballons allein für ausreichende Schußrüstung zu sorgen und das sonstige notwendige ausnehmen und auch zum Packhof bringen. Sieben Wochen Material in gutem, brauchbarem Zustande zu liefern. 6. Soll das tauert mun hier bereits der Streit und 37 Wochen der in Schauen- Fahrgeld in allen Fällen vergütet werden. stein, und noch ist kein Ende abzusehen. Die Streifenden sind gewillt, lieber mit Ehren zu unterliegen, als elendiglich zu Kreuze zu triechen. Versammlungen. Nach kurzer Debatte wurde sodann beschlossen, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern und an der Gruppenversammlung vormittags teilzunehmen. Für nachmittags wurde die Beteiligung an der allgemeinen Feier empfohlen. Die Feiernden erhalten als Ausweis eine Marke. Was die vorgeschlagene Anleihe betreffe, führte Redner aus, so habe Sir David Berbour, der nach Transvaal geschickt sei, um Bericht über die finanzielle Lage des Landes zu erstatten, einige borläufige Beobachtungen gemacht, die gerade nicht er= mutigender Natur seien.( Beifall bei den Jren.) Berbour glaube, daß noch zwei bis drei Jahre nach Wiederherstellung des Friedens vergehen könnten, bis Transvaal im stande In Peine ist der Tischlerstreit beendet, nachdem die Meister den fet, etwas zur Deckung der Kriegskosten beizutragen. Vont Streifenden einige Zugeständnisse gemacht hatten. der Oranje- Kolonie tönne überhaupt nichts erwartet werden. Barbour habe indessen seine Befriedigung darüber ausgesprochen, Die Lohubewegung der Maler und Weißbinder in Die Lohukommission der Rohrleger erstattete in einer am Frankfurt a. M. ist durch einen Vergleich mit den Unternehmern, 17. April abgehaltenen öffentlichen Versammlung den Situations- daß bedeutend wertvoller Besitz vorhanden sei, der der Regierung bon Transvaal gehört habe. Er( Redner) habe über die der Meistervereinigung angehören, zum Abschluß gekommen. bericht über den Stand der Lohnbewegung. Nach reger Diskussion die Anleihen solche Abinachungen getroffen, daß sie in ZwischenMöglich ist, daß es noch bei einigen außerhalb der Vereinigung gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die heutige Versammlung räumen fällig würden, wo Transvaal, wenn es sich wieder stehenden Meistern zu kleinen Arbeitseinstellungen kommt. Der der Rohrer Berlins und Umgegend beschließt: In Erwägung, daß Mindestlohn ist von 43 auf 45 Pf. pro Stunde erhöht und soll die Arbeitgeber durch Einführung eines neuen Lohntarifs eine Ver- erholt habe, einen angemessenen Beitrag zu den Kriegskosten mit wöchentliche Lohnzahlung erfolgen. Von dieser Lohnerhöhung werden schechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen herbeiführen wollten Hilfe einer Anleihe zahlen könne, die dazu bestimmt sei, einen Teil ungefähr 2/3 der Gehilfen getroffen. und auf unfre Vorstellung am Montag nicht nur nicht antworten, der durch den Krieg nötig gewordenen Anleihen abzuzahlen. Der sondern sogar noch die Kollegen von 2 Firmen entlassen worden Krieg sei fein kleiner Strieg gewesen, er hätte bis jetzt schon sind, erblickt die Versammlung in dem Vorgehen der Arbeitgeber schloß. indem er betonte, daß er nichts verheimlicht habe. 153 Millionen Pfund gekostet.( Beifall bei den Jren.) Reduer einen Schlag gegen unfre Organisation und beschließt infolgeDie Rede Hicks Beach, der im Verlaufe seiner Darlegungen noch dessen: 1. Bon morgen den 18. April ab nur noch durch bemerkt hatte, daß die Kosten der chinesischen Expedition sich auf Die Notlage der Bureau- Angestellten, die bei Anwälten, die Lohnkommission mit den Arbeitgebern zu berhandeln. Notaren, Gerichtsvollziehern 2c. beschäftigt find, wurde in einer am 2. Läßt die Versammlung der Lohnkommission in den Verhandlungen etwa 5 Millionen Pfund bisher beliefen, dauerte 2 Stunden. Mittwoch abgehaltenen Versammlung dieser Berufsgruppe vom Referenten Bauer folgendermaßen geschildert: Die Verhältnisse der freie Hand und darf die Arbeit nur bei den Firmen aufgenommen nach ihm ergriff Harcourt das Wort. werden, die von der Lohnkommission bekannt gegeben sind. 3. Werden Bureau- Angestellten find trauriger, wie in irgend einem andren Beruf, alle Kollegen vom 18. April ab als Streifende betrachtet und treten Hamburg, 18. April.( W. T. B.) Die hier etngetroffene und kein Gesetz schüßt sie vor der weitgehendsten Ausbeutung für dieselben die üblichen Bestimmungen in Kraft. Folgende Firmen Hamburger Bark Birat" verlor auf See fünf Mann der Es werden mit Vorliebe junge find hiermit bis auf weiteres gesperrt: Auguſt rööter, Große Storrespondent" meldet, dadurch, daß ein Leichtmatrose über Bord Befagung. Das Unglück entstand, wie der Hamburgische Leute bei recht niedrigen Gehältern beschäftigt, und die Lehrlings- Hamburgerstr. 80a; Emil röter, Charlottenburg, Strummestr. 71; fiel und das zu seiner Rettung ausgefeßte Rettungsboot umschlug, züchterei steht in hoher Blüte. Nicht durch den guten Willen der Arbeitgeber, wohl aber infolge der Agitation der organisierten affe u. Co., Stegliz, Schloßstraße 89; Juliusberg, wobei die Infassen, der zweite Steuermann und zwei Matrojen et tranten. Später wurde auch der erste Steuermann infolge des Berufskollegen haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren Trebbinerstr. 10; Beermann, Lehrterstraße 48 c: St. 23 eife, etwas gebeffert, sie sind aber immer noch so schlimm, daß man die Quizowstr, 109; Stahl u. Ingold, Prinz Eugenstr. 24; und München, 18. April.( W. T. B.) Ueber den Stand der Lage der Bureau- Angestellten als eine Notlage bezeichnen kann. rumrey, Kottbus. Bei folgenden Firmen tann gearbeitet werden: stürmischen Wetters über Bord gespült. Lage der Nach dem neuesten Jahresbericht der Orts Krankenkasse sind von Neuländer, Halensee; und Altvater, Wilmersdorf, Branden- Typhuskrankheit bei dem 2. Bataillon des 8. bayerischen Inburgischestraße. fanterie- Regiments meldet die Korrespondenz Hoffmann" unter dem 1652 Bureau- Angestellten 860 unter 20 Jahre, und davon 505 sogar unter 16 Jahre alt. Von diesen 1652 Kaffenmitgliedern beziehen mur Die Puzzer hatten sich gestern abend sehr zahlreich im Gewerk- heutigen Tage: Die Zahl der Typhustranten beträgt zur 274, die Zahl der wegen Typhusverdachte unter 292 ein Monatsgehalt von mehr als 100 m., 604 erhalten 50-100 M. fchaftshaus versammelt, um den Bericht über die Verhand Zeit Die Kontrolle Stehenden 17. Leider sind seit dem 15. d. Mts. wieder und 656 weniger als 50 M. monatlich. Diese letteren sind nicht etwa Lungen mit den Arbeitgebern entgegenzunehmen. nur ganz junge Leute, sondern es sind viele Kollegen in den besten Schilderung der Haltung, die die Vertreter der Unternehmer 5 Krante, im ganzen also 10, ihrer schweren Infektion erlegen. Jahren darunter. Ein Fall ist sogar bekannt geworden, wo ein eingenommen haben, rief lebhafte Bewegung unter den Ver- Ohne Rücksicht auf den Kostenpunkt wird den Erkrankten die sorgfältigste 27 Jahre alter Schreiber bei einem Rechtsanwalt für 30 M. monat- fammelten hervor. Sämtliche Redner erklärten, daß sie nicht gewillt Behandlung und Pflege zu teil sowie alles aufgeboten, die Widerauf eine Verschlechterung der lich arbeitet. Die Arbeitszeit soll ja im allgemeinen eine neun- feien, Arbeitsbedingungen standskraft der nicht erkrankten Soldaten und der in günstigen stündige sein, aber zahlreich sind die Fälle, in denen sie überschritten einzugehen und die Versammlung nimmt schließlich folgende Resolution Unterkunftsverhältnissen befindlichen Soldaten des Bataillons zu erhöhen. Die angestellten Erhebungen über die Ursache der wird. Anstatt bis 7 Uhr abends müssen viele Angestellte bis 8, 9, einstimmig an: ja 10 Uhr arbeiten, weil es dem Prinzipal gar nicht einfällt, bei„ Die Versammlung der Buzzer Berlins und der Vororte Epidemie sind noch nicht abgeschlossen, weisen jedoch bis jetzt mit von den mit den Arbeitgebern bis dahin hoher Wahrscheinlichkeit auf das Trinkwasser als Vermittler der anßergewöhnlichem Arbeitsandrang eine Hilfskraft einzustellen. nimmt Kenntnis Und wie sind die Arbeitsräume, beschaffen, in die stattgehabten Verhandlungen, sie steht auf dem Standpunkt ihrer Infektion hin. Wien, 18. April.( W. T. B.) Das Centralkomitee des Angestellten eine so lange Zeit thätig sein müssen? Während die Vertreter und kann auch nicht dem Verlangen der Arbeitgeber, das Privatwohnungen der Arbeitgeber die hellsten und luftigsten Räume darauf hinausgeht, eine Verlängerung der Arbeitszeit und eine Ver- Industrierats erkannte einstimmig die Notwendigkeit einer gefeß aufweisen, wird das Bureau oft in irgend einem Hinterzimmer, wo fürzung des Lohns herbeizuführen, stattgeben. ver- lichen Regelung des Kartellwesens an und betraute den Referenten es an Licht und Luft fehlt, eingerichtet, und nicht selten müssen die sammelten Buzzer sind vielmehr der Ansicht, daß bei der intensiven mit der Formulierung der einschlägigen Grundsäge. Graz, 18. April.( B. H.) Das berühmte Schloß Brunnsee Angestellten in derartigen Räumen selbst im Sommer den ganzen Tag Thätigkeit, die die physischen und geistigen Kräfte des Einzelnen eine 81/ astiindige Arbeitszeit in Steiermark steht in Flammen. Das Schloß birgt sehr wertbei tünstlichem Licht arbeiten. Kein Wunder, daß unter solchen Um- ungeheuer in Anspruch nimmt, ständen die Gesundheit der Bureau- Angestellten schwer geschädigt wird und ein garantierter Lohn von 8 M. nicht als zu viel be- volle Gemälde, die verloren sein dürften. Rémiremont( Vogesen- Departement), 18. April.( W. T. B.) und daß ein großer Prozentsaz derselben der Schwindsucht zum Opfer zeichnet werden kann. In Betracht kommt hierbei besonders, daß Die jahrelange Agitation der Angestellten hat die Folge gehabt, die Buber meistenteils einen weiten Weg zur Arbeitsstätte haben In der letzten Nacht herrschte in der ganzen Gegend ein heftiger daß ihre Verhältnisse bereits im Reichstage zur Sprache gekommen find. und infolgedessen ihre Lebensbedürfnisse in Wirtschaften einnehmen Schneesturm. fällt. denen Die Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Gr..Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Br. 91. 18. Sabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 19. April 1901. Reichstag. 76. Sigung vom Donnerstag, den 18. April 1901, nachmittags 1 Uhr. ding. Am Bundesratstische: Freiherr v. Thielmann, NieberNach debatteloser Erledigung einiger Rechnungsfachen wird in dritter Beratung der Gefeßentwurf betreffend die Ausübung der freiwilligen Gerichtsbarkeit und die Leistung von Rechtshilfe im Heere gleichfalls bebattelos erledigt. in eine andre Mundart; Es folgt die zweite Beratung des Urheberrechts an Werken der Litteratur und Tonkunft. Die Beratung wird bei § 14 fortgesetzt. § 14 lautet nach den Beschlüssen der Kommission: Im Fall der Uebertragung des Urheberrechts verbleiben, soweit nicht ein Andres vereinbart ist, dem Urheber feine ausschließlichen Befugnisse: 1. für die Uebersetzung eines Werts in eine andre Sprache oder 2. für die Wiedergabe einer Erzählung in dramatischer Form oder eines Bühnenwerks in der Form einer Erzählung; 3. für die Bearbeitung eines Werks der Tontunft, soweit fte nicht bloß ein Auszug oder eine Uebertragung in eine andre Tonart oder Stimmlage ist. Abg. v. Strombed( C.) beantragt, 1. dem§ 14 am Schluß 4. für die öffentliche Aufführung eines Werks der Tonkunft Abg. Haußmanu- Böblingen( füdd. Vp.): der Presse nicht entsprechen. Die drei Absätze des Paragraphen be also in erster Linie für den Antrag Haffe stimmen, und, falls dieser ruben auf der Unterscheidung zwischen dem Feuilleton der Zeitung, den angenommen wird, auch für den Antrag Wellstein.( Bravo! bei den eigentlichen Artikeln und den kleinen Artikeln. Auf derselben Socialdemokraten.) Unterscheidung beruht auch die internationale Berner Konvention, und Staatssekretär Nieberding: von ihr dürfen wir schon deshalb nicht abweichen. Herr Sattler d fragt, was zwischen vermischten Nachrichten thatsächlichen Inhalts Die Anthologien, die in loyaler Weise zu stande kommen, inso und Tagesneuigkeiten zu verstehen sei. Dem gegenüber bemerke ich fern sie aus Bruchstücken der Werke gemeinfreier Dichter und solcher nur, daß dieser Begriff seit 1886 bei uns Stechtens ist, ohne daß fich moderner Autoren bestehen, deren Zustimmung eingeholt ist, Schwierigkeiten ergeben haben. werden auch in Zukunft nach Annahme der Vorlage mög lich bleiben. Der Herr Vorredner hat aber selbst zu gegeben, daß großer Mißbrauch durch illoyale Beraubung Ich kann mich den Ausführungen des Herrn Oertel nur an nicht gemeinfreier Autoren getrieben wird, und diesem Mißbrauch schließen. Die Fassung des Absatz 3 ist geboten durch die Rücksicht soll die Vorlage steuern. Die ausländische Gefeßgebung kenut den auf die kleine Bresse, welche darauf angewiesen ist, solche Nachrichten vagen Begriff des eigentlichen litterarischen Zweds überhaupt nicht. vermischten Inhalte zu kolportieren, und die Faffung ist andrerfeits Im Interesse der Würde unfrer Nation liegt es, auch unsrerseits dadurch bedingt, daß es außerordentlich schwer ist, die Grenzlinie hier bestimmte Grenzen zu ziehen. Auch den Antrag Wellstein bitte festzustellen, die durch die Judikatur gezogen werden soll, wenn auch ich Sie abzulehnen. diese Nachrichten der Quellenangabe bedürfen. Man muß unterAbg. Hanßmann- Böblingen( füdd. Vp.): scheiden zwischen kriminellen Verfehlungen und Anstandsverfehlungen. Eine Zeitung kann ja durch Feststellung des Diebstahls die schließen. Ich sehe in den Anthologien ein Moment der Volksbildung, Ich kann mich den Ausführungen des Abg. Fischer nur ans andre Zeitung, welche wichtige Nachrichten abbruckt, brand fie liegen besonders im Intereffe ber unteren Boltstlaffen. An eine marken, aber in jedem solchen Fall ein Gerichts verfahren zu infcenieren, würde zu weit führen. Wenn 8. B. Schädigung der Autoren durch solche Sammlungen glaube ich nicht, jetzt die Nachricht verbreitet wird, daß das Asbestzelt in ihre Werke werden dadurch vielmehr geradezu popularisiert. Wir Beting verbrannt sei, so tam man doch nicht verlangen, daß werden beshalb für den Antrag Hasse und in zweiter Linie für den alle Zeitungen, welche diese Mitteilung abbruden, diejenige Zeitung Antrag Welstein stimmen.( Beifall links.) als Quelle angeben, welche zufällig das Telegramm zuerst erhalten Abg. Spahn( C.) hat. Ich zum Wort Abfaz 1 eine Frage an art gemeldet, um in Bezug auf tritt für die Kommissionsfassung ein. Anthologien könnten auch in die Regierung zu richten. Dort Zukunft zu stande kommen; es müsse aber loyal geschehen und die Quellenangabe vorgeschrieben. Andererseits ist der Autoren gefragt und bezahlt werden. Zwischenfaz hineingewoben, durch den ausgesprochen wird, daß, wenn man Mitteilungen reproduziert, man den Sinn nicht entstellen stellt sich auf denselben Standpunkt wie der Vorredner. Abg. Dr. Arendt( Rp.) Diefer Zwischenfa enthält einen gewiffen inneren logischen Verfasser selbst muß es überlaffen bleiben begründet seinen Antrag. Im einzelnen bleiben seine Ausführungen festhalte, so scheint das kein Abdruck mehr zu sein. Allein das seine Erzeugnisse in ethologien erscheinen. Wir machen doch hier Widerspruch, denn wenn ich etwas reproduziere und den Sinn nicht об es für ihn vorteilhaft oder nachteilig ist, wenn auf der Tribüne unverständlich. mag ja gehen, wir müssen uns nur für die zukünftige Geheimrat Dunge Auslegung der Gerichte die Frage vorlegen, ob derjenige, welcher ein Gesetz zum Schuße des geistigen Eigentums. Für den Antrag bittet, die Anträge abzulehnen. Die ausdrückliche schriftliche Ueber die Quelle angiebt, aber den Sinn entstellt, sei es durch ein Ver- Wellſtein trete ich ein: den Studenten soll nicht eine befondere tragung fei überflüffig. In der Kommissionsfaffung heiße es, jo ieben oder aus böser Absicht, strafbar ist. Ich glaube, man wird Deutschland verbreitete Sitte, daß bei feftlichen Anlässen, bei fo- fehen es ift eine in ganz fern nicht etwas andres vereinbart ist", bleiben dem diese Frage berneinen müssen.§ 44 bestimmt, wer den Vorschriften patriotischen Feiern usw. die Lieber, die gesungen werden, gedruckt Ich glaube, man wird Bratwurst serviert werden, aber Urheber im Falle der Uebertragung seine ursprünglichen Befugnisse. des§ 18 Abfag 1 zuwider unterläßt, die benuste Quelle anzugeben, patriotischen Feiern usw. die Lieder, die gesungen werden, gedruckt Daher falle im Zweifelsfalle dem Erwerber des Urheberrechts wird mit Geldstrafe bis zu 150 M. bestraft. Also unter Strafe ge vorliegen. die Beweislaft zu, daß nichts andres vereinbart ist. stellt ist nur die Unterlassung der Quellenangabe, nicht das andre Abg. Beckh- Koburg( freis. Volksp.) Formulierung nicht auf Bersehen, sondern auf Absicht beruht. Wellstein zustinimt. Gebot, welches der§ 18 aufstellt. Ich nehme an, daß diese bekämpft gleichfalls den Antrag Hasse, während er dem Antrag Staatssekretär Nieberding: Bei der Abstimmung wird der Antrag Wellstein gegen die Stimmen des Centrums abgelehnt. Abg. v. Kardorff( np.) fonstatiert zur Geschäftsordnung, daß die Frage des Präsidenten auf der rechten Seite nicht verstanden worden wäre. Abg. Dr. Arendt stellt fest, daß er zwar für den Antrag Wellstein gesprochen, aber irrtümlich dagegen gestimmt habe. zuzuseßen: 2. bem§ 14 als Abfaz 2 zuzufügen: Die lebertragung des Urheberrechts muß hinsichtlich obiger Befuguiffe besonders und schriftlich erfolgen. Abg. v. Strombeck( C.) Die Abgg. Spahn( C.) und Rintelen( C.) schließen sich diesen Ausführungen an. Damit schließt die Disfussion. ift bürfe. In der Abstimmung werden die Anträge v. Strombed gegen Wenn jemand einer Zeitung einen Artikel entnimmt, diesen die Stimmen einiger Centrums- Abgeordneten und der Social- Artikel entstellt, aber die Quelle dabei angiebt, so kann er natürlich demokraten abgelehnt,§ 14 unverändert angenommen. wegen Mangels der Quellenangabe nicht bestraft werden, wohl aber § 15 wird debattelos erledigt. muß seine Bestrafung erfolgen ivegen unzuläffigen Abdrucks, natürlich nur dann, wenn nicht etwa Fahrlässigkeit vorliegt. Abg. Spahn( C.) § 16 lautet: Zulässig ist der Abdruck von Gesetzbüchern, Gefeßen, Verordnungen, amtlichen Erlassen und Entscheidungen, sowie von andren amtlichen Schriften. Abg. Schrader( frf. Vg.) wünscht Auskunft darüber, ob zu den amtlichen Schriften auch z. B. Veröffentlichungen des Statistischen Amts, des Reichs- Eisenbahnamts und des Reichs- Gesundheitsamts gehören. Abg. Spahn( C.): Nach meiner Ansicht find amtliche Schriften nur solche Schriften, die zum Zweck amtlichen Gebrauchs dienen. Die Fassung der Kommission stimmt übrigens mit dem bisherigen Zustand überein, der teine Unzuträglichkeiten ergeben hat. Geheimrat Dunge: Die Auslegung des Herrn Spahn ist durchaus richtig. Der Umfang der freigegebenen Schriften soll durchaus nicht erweitert werden. Es handelt sich thatsächlich nur um amtliche Schriften, die zu amtlichem Gebrauch bestimmt sind. Abg. Schrader( frs. Bg.): Es wäre wünschenswert, wenn diese Definition ausdrücklich in das Gesetz aufgenommen würde. Ich behalte mir einen entsprechenden Antrag für die dritte Lesung vor. Abg. v. Strombeck( C.): tritt für die Kommissionsfaffung ein. Abg. Dr. Müller- Sagan( freis. Vp.) meint, es müßten auch bei Artikeln technischen oder wissenschaftlichen Inhalts Unterschiede gemacht werden. Nur wenn der Name des Autors und der Vorbehalt, Nachdruck verboten, dabeifteht, dürfte der § 18 au streichen. Nachdruck verboten werden. Er beantrage, den zweiten Absatz des bleibt dabei, daß der Faffung des§ 18 in der Regierungsvorlage Abg. Dr. Sattler( natl.) ein Teil der Presse zugestimmt hat, ein Teil dagegen war, daß aber, als das Elaborat der Kommission erschien, die gesamte Bresse da gegen war. Einen Antrag wolle er nicht stellen, aber schön und einwandsfrei fönne er die Fassung der Kommission nicht finden. Abg. Stadthagen( Soc.) wendet sich gegen den Antrag Müller- Sagan, um Abfaz 2 zu 8 in der Schweiz und Frankreich in andren Ländern zurückgehen. Die streichen. Damit würde man weit hinter die bestehende Gesetzgebung Kommission ist von dem Grundsatz ausgegangen, das geistige Eigene tum zu schützen und die deutsche Gesetzgebung mit der des Auslande möglichst in Uebereinstimmung zu bringen. Ich bitte Sie, Ich beantrage hinter dem Wort andren" einzufügen zu amt- die Faffung der Kommission anzunehmen. lichem Gebrauch bestimmten Schriften". In der Abstimmung wird der Antrag Strombed abgelehnt und§ 16 in der Kommissionsfaffung angenommen. § 17 wird debattelos in der Fassung der Kommission angenommen. § 18 lautet nach den Beschlüssen der Kommission: " Zuläsfiig ist der Abbrud einzelner Artikel aus Beitungen, soweit die Artikel nicht mit einem Vorbehalte der Rechte versehen find; jedoch ist nur ein Abdruck gestattet, durch den der Sinn nicht entstellt wird. Bei dem Abdruck ist die Quelle deutlich an bdruck i zugeben. Der Abdruck von Ausarbeitungen wissenschaftlichen, technischen oder unterhaltenden Inhalts ist, auch wenn ein Vorbehalt der Rechte fehlt, unzulässig. Hiermit schließt die Diskussion. Präsident Graf Ballestrem: Dem zu ermeffen, Das ist nicht meine Schuld; ich habe laut und deutlich gesprochen, aber wenn größere Ruhe im Hause herrschte, hätten sich die Herren nicht zu beklagen.( Sehr richtig!) Der Antrag Hasse wird gegen die Stimmen der Socialfajfung angenommen. demokraten, der Mehrzahl der Freifinnigen und einiger Nationalliberaler abgelehnt und§ 19 unverändert in der Kommissionseiner Dichtung oder Gedichte von geringem Umfange nach ihrem Nach§ 20 ist die Vervielfältigung zulässig, wenn kleinere Teile Erscheinen als Text zu einem neuen Werke der Tonkunst in Berbindung mit diesem wiedergegeben werden. Für eine Aufführung des Werks darf die Dichtung auch allein wiedergegeben werden, sofern der Abdruck ausschließlich zum Gebrauch der Hörer beUnzulässig ist die Vervielfältigung von Dichtungen, die ihrer Gattung nach zur Komposition bestimmt sind. Abg. Be d'h Koburg( frs. Bp.) beantragt den ersten Sag wie folgt au faffen: stimmt ist. Bulässig ist die Vervielfältigung, wenn ein Schriftwerk oder ein Teil desselben nach seinem Erscheinen als Tegt zu einem neuen Werke der Tontunst in Verbindung mit diesem abgedruckt wird." Abg. Beckh- Koburg( frs. Vp.) befürwortet seinen Antrag. Abg. Dr. Esche( natt.) bittet den Antrag abzulehnen. Geheimrat Dungs empfiehlt ebenfalls Ablehnung des Antrags Bech. Unter Ablehnung des Antrags Müller- Sa gan wird der§ 18 in der Fassung der Kommission augenommen. § 19 enthält Bestimmungen über die gulässigkeit der Vervielfältigung. Nach Ziffer 3 ist zulässig die Vervielfältigung, wenn einzelne Auffäße von geringem Umfang, einzelne Der Antrag Beckh- Stoburg wird hierauf gegen die Stimmen der Gedichte oder lleinere Teile eines Schrifuverts nach dem Erscheinen Freisimmigen abgelehnt,§ 20 in der Kommissionsfaffung angein eine Sammlung aufgenommen werden, die Werke einer größeren nommen. Zahl von Schriftstellern vereinigt und ihrer Befchaffenheit nach für 8 21 wird debattelos erledigt. den Kirchen-, Echul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind. Abg. Dr. Hasse( natl.) beantragt, hinter dem Worte Unterrichtsgebrauch" einzuschalten: oder zu einem eigentümlichen litterarischen Zwede". Vermischte Nachrichten thatsächlichen Inhalts und Tages. vielfältigung für zulässig zu erklären: Abg. Wellstein( C.) beantragt, in§ 19 unter Nr. 2a die Vernenigkeiten dürfen aus Zeitungen oder Zeitschriften stets abgedruckt wenn einzelne Gedichte nach dem Erscheinen in eine Sammlung werden." aufgenommen werden, die Werke einer größeren Zahl von Schrift Abg. Dr. Sattler( natl.): stellern vereinigt und ihrer Beschaffenheit nach zur Benutzung bei Der Absatz 3 dieses Paragraphen wird zu einer Quelle der- Gesangsvorträgen bestimmt find. glaublichsten Streitigkeiten führen. Wer vermag zu sagen: was vermischte Nachrichten thatsächlichen Inhalts sind? Fast die ganze Bresse ist mit den Kommissionsbeschlüssen unzufrieden. Die Frage ist nur, was nun geschehen soll. Am besten wäre es wohl, den bisherigen Zustand wiederherzustellen. Vielleicht weiß Herr Dertel, der ja der Vater dieses Paragraphen ist, einen Rat.( Heiterleit.) Abg. Dr. Oertel( kons.): Ich kann dem Herrn Vorredner nur raten, die Kommiffions beschlüsse anzunehmen.( Heiterkeit.) Der Vater diefer Faffung ich übrigens doch 111r sehr teilweise, soweit man einer teilweisen Baterschaft überhaupt reden tann. ( Heiterkeit.) Ich möchte ihn bitten, auch in diesem Falle die bin ausgesprochen hat, ist nicht der Fall. Die anerkannt redaktionell am § 22 bestimmt in der Kommiffionefaffung: Buläffig ist die Vervielfältigung, wenn ein erschienenes Wert der Tontunst auf folche Scheiben, Platten, Walzen, Bänder und ähnliche Bestandteile von Instrumenten übertragen wird, welche zur mechanischen Wiedergabe von Musit stüden dienen. Diese Vorschrift findet auch auf auswechselbare Bestandteile Anwendung, sofern fie nicht für Instrumente verwendbar find, durch die das Wert hinfichtlich der Stärke und Dauer des Tons und hinsichtlich des Zeitmaßes nach Art eines persönlichen Vortrags wiedergegeben werden Abg. Träger( frs. Bp.) beantragt, den Satz 2 so zu fassen: Diefe Vorschrift findet auf auswechselbare Bestandteile keine AnAbg. Richter( frf. Bp.) beantragt, den zweiten Satz ent fprechend der Regierungsvorlage zu beschränken auf die Worte: Diese Vorschrift findet auch auf auswechselbare Bestandteile Atta wendung. tann. bittet um Annahme seines Antrags im Interesse der Liederbücher, wendung. Abg. Wellstein( C.) Sommersbücher und ähnlicher Sammlungen. Abg. Dr. Haffe( natl.): Mein Antrag will die weitere Herausgabe von Anthologien ermöglichen. Es giebt weite Streise des Volts, die überhaupt von der Existenz vieler Dichter nur durch die Anthologien etwas er fahren. Daher liegen diese Gedichtjanmmlungen auch im Interesse der Dichter. Ich bitte Sie also, den bestehenden Rechtszustand in Geltung zu lassen. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Nachforschung nach der Vaterschaft zu unterlassen.( Seiterkeit.) 1870 mit der jetzigen Faffung gemacht wurde, ift gänzlich mißlungen. Ich bitte Sie, den Antrag Haffe abzulehnen. Der Versuch, der Daß ein großer Teil der Preſſe fich gegen die Stommiffionsfaffung Der Begriff eigentümlicher litterarischer Zived" hat sich als viel besten geleiteten Zeitungen, die Freifinnige Zeitung" und zu vage erwiefen. Faft alle Schriftsteller Vereinigungen haben stölnische Boltszeitung"( Seiterkeit) haben fich für Die Schriftsteller danken für eine derartige Reklame und wünschen, sich gegen die Wiederaufnahme diefes Begriffs ausgesprochen. die Beschlüsse der Kommissionen erklärt. Wenn 8. B. die Kölnische Zeitung" fich beklagt, daß ein Telegramm baß man es ihnen selbst überlaffe, dafür zu sorgen, wie fte bekannt aus Beting über eine Abmachung der Gesandten, welches ihr 7000 m. werden. Ich bitte Sie um Ablehnung des Antrags Saffe. Auch gekostet hat, abgedruckt worden ist, so ist es gewiß höchst unanständig, für die Annahme des Antrags Wellstein kann ich keinen ausreichenden folche Dinge ohne Quellenangabe abzudruden, aber einen gefeßlichen Grund finden. Echutz fann es nicht geben. Durch das Urheberrecht kann nur Abg. Fischer( Soc.): Abg. Träger( frf. Vp.): die bessere Erkenntnis des Hauses rechne.( heiterteit.) Die Debatte Ich habe meinen Antrag nicht zurückgezogen, da ich noch auf über diese Materie hat in der Kommission einen sehr breiten Raum eingenommen. Die Fassung der Kommission bedeutet einen schweren vollkommnete Arten von mechanischer Wiedergabe von Touftüden, Eingriff in das Urheberrecht der Komponisten. Es giebt heute so ver te z. B. auf dem Pianola, die dem Vortrag durch einen Virtuosen wie Virtuose manchmal fehlgreift, das Pianola dagegen nie.( Seiterfeit.) im Stonzert ganz gleich kommen. Nur mit dem Unterschied, daß der instrumente. Die Judustrie aber, welche die auswechselbaren Bes Man spricht von dem Schuß der Industrie dieser mechanischen Mufilinstrumente. Die Industrie aber, welche die auswechselbaren Bea standteile Herstellt, kann eine fleine Belastung sehr gut vertragen. Abg. Richter( freis. Vp.): Ich bitte Sie, sich der besseren Erkenntnis" des Herrn Vorredners zu verschließen( Heiterkeit) und meinen Antrag anzunehmen. der Urheber, also in diesem Fall etwa der Pekinger Gesandte Weite Kreise des Voltes find an der Herausgabe der Das internationale Recht, auf das sich mein Parteigenoffe Müllergeschützt werden, nicht aber derjenige, der seine Mitteilung aus Anthologien interessiert, weil sie auf andre Weise gar nicht in Meinungen sonst immer bezieht( Seiterkeit), macht keinen Unterschied dem Telegramm entnimmt. Eine Zeitung, die wichtige Nachrichten die Lage kommen, die Werte der modernen Dichter kennen zu zwischen festen und auswechselbaren Bestandteilen ber mechanischen ohne Quellenangabe abbruckt, verfällt dem Stigma der Unanständig lernen. Es muß doch auch im Jnteresse der Dichter selbst Musikinstrumente. Herr Träger meinte, wir mitßten das Urheberrecht feit, aber eine solche Quellenangabe durch Strafe erzwingen, die liegen, auf diese Weise im Volke bekannt zu werden. schüßen. Ich bin nicht der Meimmg, daß das Eigentumsrecht unter vielleicht nicht den Schuldigen trifft, ist gefeggeberisch unmöglich. Materiell gefchädigt werden die Dichter durch die Anthologien allen Umständen zu schützen ist, das ist nur insoweit angebracht, Deshalb ist die Kommission zu dem Beschluß gekommen, die Pflicht feinesfalls. Das Verbot der Anthologien liegt höchftens im Intereffe als das Jutereffe der Allgemeinheit dem nicht entgegensteht. Die der Quellenangabe bei vermischten Nachrichten thatsächlichen Inhalts der Verleger von Werken verstorbener, aber noch nicht gemeinfreier Lage der in Betracht kommenden Industrie ist durchaus keine und bei Tagesneuigkeiten nicht zu verlangen.( Bravo! rechts.) Dichter. Die haben natürlich ein Jntereffe daran, daß nicht einzelne günstige. Infolge der großen Abgaben an die Verleger, die Sachen aus den Werken diefer belannten Dichter in Anthologien sie heute leisten müffen, sind viele der betreffenden Fabriken Staatssekretär Nieberding: verbreitet werden. Gewig tann mit solchen Sammlungen ein schäd- heute nicht mehr in der Lage, irgend welche Dividende licher Mißbrauch getrieben werden, und es mag ja auch bisweilen zu zahlen. Die Faffung der Kommiffion ist eine sehr unglückliche. gefchehen, aber schließlich kann alles mißbraucht werden. Wir werden Gerade die Juftrumente, die einen Fortschritt darstellen, werden der Ich glaube nicht, daß es die Absicht des Herrn Sattler war, den Paragraphen ganz zu beseitigen. Das würde den Interessen Beschränkung unterworfen. Uebrigens dienen die mechanischen eingesehen und um erneute Anstellung gebeten, auch thatsächlich so- 1 Man müßte glauben, die Arbeiter leben hier wie Gott in Frankreich. Instrumente gerade zur Verbreitung der heiteren Musik und die fort wieder beschäftigt wurden, war unmöglich, da die Stellen in- Würden sich die warmen Herzen der Herren nur in bare Münze umKomponisten dieser Sachen verdienen auch heute ganz gut, zwischen besetzt worden seien. Eine Wiedereinstellung sei also vor- sezen, dann würden die Arbeiter doch etwas davon haben. Den Streit während die Komponisten der ernsten Musikstüde, deven Sachen läufig ganz ausgeschlossen, denn die Verwaltung könne doch nicht die selbst zu verteidigen, ist niemand eingefallen, aber der Magistrat nicht so durch die mechanischen Musikinstrumente verbreitet Arbeiter, die ihr in der Not beigestanden haben, entlassen. Von der sollte sich nicht ohne weiteres mit Herrn Hasse solidarisch erwerden, des Schußes bedürfen. Vor allem liegt der Wert Bildung eines Arbeiterausschusses könne feine Rede sein, denn dieser klären, sondern die von dem Kollegen Hirsch vorgebrachten Beschwerden der mechanischen Musikinstrumente für mich aber darin, daß sie die Ausschuß habe die Absicht, bei der Einstellung und Entlassung von untersuchen. Die Vernehmung des Herrn Hasie war einseitig. Den öde Klavierstümperei zurückdrängen werden.( Heiterfeit.) Heutzutage Arbeitern mitzureden. Er habe den Wunsch, daß die Versammlung Streit selbst verurteile ich, aber den Arbeitern stehen doch mildernde muß fast jedes Kind, wenn es auch keine Spur von Talent hat, den Standpunkt der Verwaltung billigen möge.( Lebhafter Beifall, Umstände zur Seite. Wenn das, was der Kollege Hirsch vorbringt, einige Stunden am Tage Klavier üben, und wer jemals in einem Bischen bei den Socialdemokraten.) zutrifft, so herrscht auf seiten der Verwaltung ein Terrorismus, der Berliner Mietshause gewohnt hat, wo über, unter und neben einem tagsüber Klavier geübt wird, wobei jedesmal wieder an derselben Stelle derselbe Fehler gemacht wird, der weiß, daß ganze Häuser durch diese Klavierstümperei wertlos gemacht ( Heiterkeit.) Dem gegenüber bedeuten die mechanischen Musikinstrumente einen außerordentlichen Fortschritt, denn sie spielen wenigstens ohne Unterbrechung weiter.( Beifall links.) werden. Abg. Dr. Arendt( Rp.): Stadtv. Hirsch( Soc.): Den lezten Wunsch des Herrn Dezernenten nicht am Blaze ist. Wenn ich auch den Standpunkt des tönnen wir nicht erfüllen, denn sein Standpunkt ist der des Unter- Magistrats billige gegenüber den Arbeitern, nehmers, der die Arbeiter nicht als gleichberechtigte Faktoren an die in der Anstalt solche Flugblätter verteilt haben, und wenn ich erkennt, mit denen er unterhandeln kann, des Unternehmers, der auch verstehen kann, daß der Magistrat nicht sofort die entlassenen auch nicht einen unten socialen Empfindens hat. Arbeiter wieder einstellt, so war doch die Nichtberufung des ( Oho!) Der Vorredner hat die Herren von der Verwaltung als un- Einigungsamts ein schwerer Fehler. Daß der schuldige Lämmer hingestellt, die Arbeiter aber als die Magistrat sich für zu gut erachtet, ans Einigungsamt zu gehen, ist Wölfe, als Leute, die rein zum Vergnügen einmal ein sonderbarer socialpolitischer Standpunkt; der Magistrat sollte streifen wollen; er hat es geschickt verstanden, was alles, den übrigen Arbeitgebern mit gutem Beispiel vorangehen. Hoffent aber das was die Verwaltung belastet, hat er verschwiegen. zu Ungunsten der Arbeiter spricht, hier vorzuführen, lich wird der Magistrat nun wenigstens von der Notwendigkeit eines werde mir erlauben, seine Ausführungen durch einige Mitteilungen Jch Arbeiterausschusses überzeugt sein.( Beifall bei den Freisinnigen.) zu ergänzen, um Ihnen zu zeigen, daß die Arbeiter planmäßig Weß' Brot ich esse, deß' Lied ich finge." Seit wami ist es denn bei Stadtv. Baake( Soc.): Herr Kollege Mann predigt den Sat: in den Streit gehezt sind.( Unruhe.) darauf, bis die Arbeiter, durch die fortgesetzten Chikanierungen schweigen, nur um Brot zu erhalten? Das ist der Standpunkt von Man lauerte nur Leuten, die Rückgrat haben, Mode, daß sie ihre eigne Meinung verihrer ruhigen Ueberlegung beraubt, einen Fehler begehen würden, Leuten, die innerlich Sklaven und Hunde sind.( Unruhe.) denn daß der Streit ein Fehler, ein übereilter Schritt Es ist von verschiedenen Seiten über Begehrlichkeit und Ungewesen ist, gebe ich unumwunden zu. Von Frivolität aber kann zufriedenheit der Arbeiter geklagt worden, aber die Unzufriedenbei den Arbeitern nicht die Rede sein, die Frivolität liegt vielmehr heit ist doch der Hebel jeder Kultur. Das sentimentale auf einer ganz andren Seite. Die Beschwerden der Arbeiter Gejammere über die Undankbarkeit der Arbeiter solle man datieren ja nicht von gestern und heute, fie bestehen schon lange laffen. Wenn man inumer bont Dankbarkeit der Arbeiter tritt für die Fassung der Kommission ein. Von Kunst sei bei der und häufen sich, seitdem der Betriebsingenieur Hasse angestellt ist. Eine spricht, so heißt das doch, daß man von der Reliktenversorgung mechanischen Wiedergabe der Musikstücke nicht viel die Rede. Ich werde gegen den Antrag Richter im Sinne des Herrn Träger und gegen den Antrag Träger im Sinne des Herrn Richter stimmen.( Heiterkeit.) Der Antrag Träger geht mir zu weit im Schutze, der Antrag Richter zu weit in der Schädigung der Komponisten. Die Fassung der Kommission ist aber recht unglücklich, denn unter diese würden schließlich auch die Phonographen fallen. Bis zur dritten Lesung wird hoffentlich eine bessere Fassung gefunden. Staatssekretär Nieberding: erklärt, die Phonographen würden nicht unter die Faffung der Regierung fallen; wohl aber unter den Schlußpaffus der Kommissionsfassung. Abg. Dr. Spahn( C.) gerade widelt. Geh. Rat Hanso: Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): solche Behandlung, wie dieser Herr ihnen angedeihen läßt, lassen sich eben erwartet hat, die Arbeiter würden von weiteren Forderungen dadurch Arbeiter, die sich ihrer Menschenwürde bewußt sind, nicht gefallen. abgehalten. Die Mehrzahl von Ihnen kann sich nicht leicht in den Ein Arbeiterausschuß zur Schlichtung der Differenzen bestand Vorstellungsfreis eines streifenden Arbeiters hineinversezen. Ich will Der Antrag Träger will den durch das Reichsgerichts- nicht, die Arbeiter haben sich wiederholt an die Deputation gewandt; Ihnen ein Beispiel anführen, das Ihnen näher liegt. Würde man Erkenntnis geschaffenen Rechtszustand verewigen. Die festen hier bei der Etatsberatung habe ich auf ihren Wunsch ihre Be- etwa bei einem Aerztestreit, der auf Grund von Maßregelung der Teile sollen frei bleiben, die auswechselbaren besteuert werden. schwerden vorgebracht, sie haben petitioniert, aber ohne Erfolg. Der Vertrauensleute erfolgt, nach der Polizei schreien und auf Grund In allen Ländern, mit denen wir konkurrieren, sind die mechanischen Magistratsvertreter fragt, warum sich die Arbeiter nicht an ihn von Zeitungsnotizen die Schußmannschaft mobil machen, obwohl es Werte mit auswechselbaren Teilen frei. Wir aber würden dann nicht mehr wenden. Nun, nach seiner heutigen Rede werden sie wohl den letzten sich doch da um eine viel größere Gefahr, um eine Gefahr für die tantièmefrei fabrizieren können. Die deutsche Industrie in mecha- Rest von Vertrauen zu ihm verloren haben. Den Arbeitern tam es Volksgesundheit handeln könnte? Die Gasarbeiter sind gereizt, nischen Mujikwerken würde sehr geschädigt werden und auf eine friedliche Beilegung der Streitpunkte an, teiner von ihnen sie find systematisch in den Ausstand hineinin Deutschland ist diese Industrie besonders ente dachte an einen Streit. In der Versammlung vom 31. März haben getrieben durch das Vorgehen eines Be= Aber der Aufschwung, den diese Industrie durch sie sogar noch eine Deputation gewählt, die beim Magistrat vorstellig amten. Der Oberbürgermeister verteidigt das patriarchalische Die neuen Erfindungen genommen hat, hat unter den wurde. Sie alle waren zu dieser Versammlung eingeladen, die System, welches den Arbeitern Wohlthaten erweist und von ihnen Entscheidungen des Reichsgerichts einer rückläufigen Bewegung Blas Arbeiter hatten leider zu viel Vertrauen zu Ihnen...( Nuf: Uu- Gehorsam und Dankbarkeit verlangt und keine eigne Meinung mehr gemacht. Dauert der gegenwärtige Rechtszustand fort, so muß diese verschämtheit!) Industrie zu Grunde gehen. Ich bitte Sie, den Antrag Träger zuläßt. Ich wende mich an die modern denkenden Unternehmer. Ist abzulehnen. Vorsteher Ströhler: Es ist der Ruf Unverschämtheit" ge- es Ihnen wirklich eine so undenkbare Vorstellung, daß man auch mit fallen. Dieser Ausdruck verträgt sich nicht mit der Ordnung des Arbeitern innerhalb des Betriebes als mit gleichberechtigten Faktoren Hauses; ich rufe den Herrn, der das Wort gesagt hat, zur unterhandeln soll? Wäre ein Arbeiterausschuß vorhanden gewesen, Die Fassung der Regierung bedeutet eine vollkommene Durch- Ordnung. so wäre es nicht zu solchen Scenen gekommen. Ist eigentlich Herr brechung des Princips des Gesetzes. Die Industrie der mecha- Stadtv. Hirsch( fortfahrend): Andrerseits war die Verwaltung Hasse Betriebsdirektor, oder ist es nicht Herr Meyer? Der Instanzennischen Musikinstrumente hat fich derartig entwickelt, daß auf einen Streit vorbereitet, die Herren hatten ein böses Gezug wird unmöglich, wenn die Arbeiter kein Vertrauen mehr haben, Ivir vor einer vollständigen Umwälzung auf dem Gebiete wissen, sie wußten, daß ihr Benehmen unheilvolle Folgen haben und das Vertrauen zu Herrn Hasse haben sie verloren, sie haben Der Wiedergabe bon Tonstücken durch solche Musikwerke müßte. Arbeitern, die sich an die Stadtverordneten oder an die den Eindruck gewonnen, daß Herr Hasse darauf ausgeht, ihre stehen. Die toloffale Entwicklung dieser Industrie beweist Deputation wenden wollten, wurde mit Entlassung gedroht. Organisation zu zertrümmern. Man hatte den auch, daß der heutige Rechtszustand für sie durchaus zu ertragen Redner führt einige Fälle alt. Nur das böse Gewissen Arbeitern eben die Möglichkeit der friedlichen Verhandlungen ist. Die Fachzeitung dieser Industrie betont noch deu Jammer der Verwaltung erklärt es, daß einige Tage vor Ausbruch genommen. Die Arbeiter sind in den Streit gestürzt, den sie lieber dieses Jahrs, daß der Umsatz der betreffenden Fabriken in steter der Katastrophe ein großes Schumanns Aufgebot vor hätten unterlassen sollen, weil es ihnen an der ökonomischen Macht Zunahme begriffen sei. Die Konkurrenz des Auslands ist nicht zu der Anstalt erschien, daß die Feuerwehrleute am Sonnabend fehlte, ihr gutes Recht durchzusetzen. Mein Freund Hirsch thut den fürchten. Der Vertrieb solcher mechanischer Instrumente, die im bereits darauf aufmerksam gemacht wurden, sie mögen sich bereit Herren vom Magistrat zu viel Ehre an, wenn er von Stummschem Auslande frei hergestellt werden, ist ja verboten und die Einfuhr halten, im Fall eines Streits einzutreten, daß man Straßen- Geist redet. Bunt Stumm fehlt Ihnen doch die Natur( Heiterkeit), solcher Instrumente tann sehr gut durch unterrichtete 30- arbeitern befahl, falls es zum Streit tomme, die Arbeit in der sie kompromiffeln und tragen Rechnung. An der gemischten Gebeamte kontrolliert werden. Die Renten der Häuser, die Herr Richter Anstalt zu verrichten. Die Ursache des Streits war die Entlassung sellschaft, die an Stelle der Streifenden getreten ist, werden im Auge hatte, werden noch viel mehr sinken, wenn an Stelle der der Arbeiter, die die Zettel verteilt hatten. Gewiß, man fann es Sie nicht viel Freude erleben und doch wieder nach Klaviere die großen Musikinstrumente mit Flöten 2c. treten.( Heiter: als ungehörig bezeichnen, solche Zettel im Betrieb zu verteilen, und nach auf die bewährten alten alten Kräfte zurückgreifen. teit.) Ich bitte Sie dringend, den Antrag Träger anzunehmen. aber muß man deshalb die Arbeiter wirtschaftlich ruinieren? Hätte In seinem Gewissen, glaube ich, ist der Magistrat nicht so ruhig, nicht eine Verwarming genügt, um so mehr, da ja seit Jahren Bettel daß etwa die billigen Vertrauenskundgebungen der Mehrheit Pflaster unbeanstandet im Betrieb verteilt waren? Für den Streit ist einzig auf die Wunden wären. Die siegreiche Sache gefällt den Göttern, Wir stinmen für die Kommission, die einen Kompromiß darstellt. und allein Herr Hasse verantwortlich; mag dieser Herr sehen, wie er die unterlegene aber dem Cato. Ich wünschte, daß auch in dieser Wir müssen die ausländische Gesetzgebung berücksichtigen und ebenso es mit seinem Gewissen verantworten kann, Hunderte von Versammlung gerechte Catonen wären. die Interessen der Komponisten. Man schüßt das Juteresse Familien ins Unglüc gestürzt zu haben! Und Stadtrat Caffirer: Ich will dem Stadtv. Hirsch nicht auf das des Komponisten nicht immer dadurch, daß man das Interesse der nun halte man sich den Verlauf des Streits vor Augen! Auf der Gebiet des Persönlichen folgen. Der Ton, den er dem Magistrat Berleger wahrnimmt. Unklar ist ja die Kommissionsfaffung, hoffent- einen Seite das bescheidene Auftreten der Arbeiter, auf der andern gegenüber angeschlagen hat, ging selbst über das hinaus, was er lich wird bis zur dritten Lesung eine bessere Formulierung ge- der brutalellnternehmerstandpunkt des Magistrats. Herrn Hasse vorwirft. Herr Hirsch hat nur das Material vor So lange die Berner Konvention besteht, ist der( Redner wird wegen dieses Ausdrucks zur Ordnung gerufen.) gebracht, das von den Arbeitern stammt.( Buruf: Und Sie das, §22 ein Schlag ins Waffer. Die Hauptfache ist eine internationale Die Arbeiter hätten beffer gethan, auf das Anerbieten des Magistrats ivas von Herrn Hasse stammt!) Die Aeußerungen des Herrn Hasse Regelung der Sache im Sinne der in der Kommission angenommenen einzugehen und angesichts der wirtschaftlichen Konjunktur die Arbeit waren nicht so, daß die Arbeiter die Besinnung verlieren mußten. Resolution. Diese will die Ausdehnung des Urheberschutzes wieder aufzunehmen, aber einen weit schlimmeren Fehler als die Ich bitte, mir die Namen der Arbeiter zu nennen. dahin, daß die mechanische Wiedergabe von Musikstücken auf Streifenden hat der Magistrat begangen, indem er es ablehnte, das Stadtv. Baake: Wir sind bereit, die Namen zu nennen, falls solchen Instrumenten, bei denen Walzen fest eingefügt sind, ohne Er- Einigungsamt anzurufen. Der Magistrat hat gesiegt, aber unsre Gewährsmänner, wie ich annehme, damit einverstanden sind laubnis des Urhebers nicht zulässig ist. Das gleiche soll auch von stolz kann er auf diesen Sieg nicht sein, denn es ist nun Klarheit und eine unparteiische Untersuchung uns garantiert wird. auswechselbaren Vorrichtungen gelten. Ju der Debatte hat man sich darüber geschaffen, wie es um die viel gepriesene socialpolitische An der weiteren Debatte beteiligten sich noch die Stadtv. beklagt, daß durch die Musikinstrumente zu viel Lärm gemacht Einsicht des Charlottenburger Magifirats bestellt ist; es ist bewiesen, Rosenberg, Bula, hirich, Baate, Dr. Crüger und werde, und wollte eine Besteuerung des Musikmachens. Viel schöner daß in der Verwaltung Elemente die Oberhand haben, die Oberbürgermeister Schuste hru s. wäre es, wenn ein Apparat erfunden würde, der immer spielt und begierig danach trachten, das Erbe des Königs Stumman nur gegen Einwurf eines Zehnpfennigstücks aufhört zu spielen. Eine zutreten.( Bischen.) derartige Steuer würde viel mehr einbringen.( Seiterkeit und Beifall bei den Socialdemokraten.) funden. Abg. Stadthagen( Soc.): Abg. Dr. Haffe( natl.) bittet um Annahme des Kommissionsbeschlusses. Damit schließt die Diskussion. In der Abstimmung werden die Anträge Träger und Nichter abgelehnt, die Kommiffionsfaffung angenommen. Sierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag, 1 Uhr. Schluß 61/2 Uhr. Der Antrag auf Erteilung eines Vertrauensvotums tam nicht zur Abstimmung, da sich nach der Geschäftsordnung an Interpellationen keine Anträge fuüpfen dürfen. Sociales. Oberbürgermeister Schuftehrus: Trotz der scharfen Kritit, die der Vorreduner geübt, hat er doch zugegeben, daß die Arbeiter zwei Fehler begangen haben. Wir können also eigentlich mit seinen Ausführungen ganz zufrieden sein. Der Magistrat hat sich bei der ganzen Angelegenheit durchaus auf dem Boden des Rechts bewegt; glücklicherweise gilt in unsrer Stadtverwaltung noch nicht der Erhebungen im Berliner Bäckereigewerbe. Der Ausschuß Saz, daß Macht vor Recht gehe. Die Arbeiter haben vor allem auch darin gefehlt, daß fie, um eine Untersuchung des Gewerbegerichts Berlin für Gutachten und gewerbliche Fragen der Beschwerden zu erreichen, nicht den üblichen Instanzen batte kürzlich über einen Antrag zu beraten, der dahin ging, den Polizeipräsidenten von Berlin um die Anstellung von Erweg eingeschlagen haben. Ich habe im Vertrauen auf die Güte hebungen über die vor dem Gewerbegericht anläßlich der Ver der menschlichen Natur immer geglaubt, daß die Arbeiter ein handlungen eines Streits im Bäckereigewerbe mehrfach zur Sprache Gefühl der Dankbarkeit für die Wohlthaten haben, gekommenen Unsauberkeiten in den Bäckereien zu ersuchen. die wir ihnen zu teil werden lassen, und daß sie treue AnBei der Verhandlung kam das vom Gewerbegericht durch Umerhobenen Beschuldigungen bestritten.( Buruf: Haben Sie auch Hautkrankheiten und Gewerkschaftsärzten und sonst gesammelte die Arbeiter vernommen?) Herr Hasse hat doch einen Amtseid ge= Material zur Verlesung. Hiervon verdient hervorgehoben zu leiftet!( Lachen bei den Socialdemokraten.) Troz allem, was vorgefallen ist, werden wir auch ferner unsre Arbeiter wohlwollend behandeln.( Beifall.) Der Streit der Charlottenburger Gasarbeiter vor dem hänglichkeit zeigen würden. Herr Haffe hat die gegen ihn frage bei Krankenhäusern sowie bei ca. 220 Specialärzten für Stadtparlament. Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung verhandelte am Mittwoch in vierstündiger, stellenweise recht erregter Sigung über die Ursachen und den Verlauf des Streits der städtischen Gasarbeiter. Anlaß zu der Debatte hatte eine von allen Fraktionen unterzeichnete Interpellation gegeben. werden, daß in Berlin etwa 2100 Bäckermeister thätig sind, welche jährlich rund 5000 Bädergesellen beschäftigen. Nach den vorliegenden Berichten der angefragten Aerzte und Krankenhäuser find in einem Zeitraum von zwei Jahren etwa 1733 Bäckergejellen an Kräbe, Bäckerkräge und Geschlechtskrankheiten behandelt und blieben hiervon, zum Teil trog Verwarnung der behandelnden Aerzte, etwa 325 in Arbeit. Es wurde zunächst beschlossen: den Herrn Polizeipräsidenten von Berlin( unter Mitteilung des betreffenden Materials), gestüßt auf§ 120a der Reichs GewerbeOrdnung zu ersuchen darüber Erhebungen anzustellen, ob vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts Berlin im Juni 1900 und bei der Ausschußverhandlung im November vorigen Jahres besprochenen Unsauberkeiten bei einem Teil der Berliner Bäckereien bestehen. Schon das wenige Material, das zur Begründung des obigen Antrags herangezogen wurde, genügt, um die Notwendigkeit einer scharfen Kontrolle erkennen zu lassen. Es beweist aber ferner, wie notwendig die Aufrechterhaltung und Erweiterung der von den Meistern so sehr verhaßten Bädereiverordnung ist. Stadtv. Buka: Noch bevor die Herren Hirsch und Baake die Versammlung zierten, zeigten wir sociales Verständnis, aber man Stadtrat Caffirer beantwortete die Anfrage dahin, daß unter tann bedenklich werden, ob man den bisherigen Weg auf dem Gebiete den Arbeitern seit längerer Zeit Unzufriedenheit herrschte über die der socialen Fürsorge weiter gehen soll. Der Stadtv. Hirsch hat in Behandlung, die der Betriebsingenieur Haffe ihnen habe einer verlorenen stategischen Sache mit Geschick operiert. Die Arbeiter zu teil werden lassen. Zugegeben müsse werden, daß haben das Einigungsamt angerufen, aber sollte etwa der Magistrat seit dem vor dreiviertel Jahr erfolgten Eintritt Hasses die es darauf ankommen lassen, von dem Einigungsamt, dessen Disciplin fester geworden sei. Das sei aber auch sehr nötig ge- Vorsitzender ein junger Assessor ist, überstimmt zu werden? Die wesen, da vordem die Disciplin start gelockert gewesen sei. Die Entlassung der drei Arbeiter war berechtigt, das Verlangen auf ihre Arbeiter hätten sich den Anordmungen der Betriebsverwaltung durch Wiedereinstellung war unberechtigt. Andrerseits kann ich die Art, aus nicht fügen wollen und ihrer Unzufriedenheit zunächst durch wie Herr Hasse mit den Arbeitern verfährt, nicht billigen. Murren und böse Gesichter, dann durch scharfe Artikel Stadtv. Schliemann: Wir haben den Arbeitern, dem Zeitgeist in ihrem Gewerkschaftsorgan und endlich durch eine sehr heftige entsprechend, die Pensionsberechtigung gegeben; ein Teil meiner Kritit in öffentlichen Versammlungen Ausdruck gegeben. So auch Freunde hat es schweren Herzens gethan, weil dadurch leicht die Bein einer Versammlung, die am 31. März einberufen war und zu gehrlichkeit der Arbeiter geweckt wird. Den Streik betrachten wir als der innerhalb der Gasanstalt Fluglätter verteilt wurden. Der Ton frivol, die Anrufung des Einigungsamts war nicht angebracht. In dieser Flugblätter war ein sehr aufreizender, und deshalb den Ausdrücken des Herrn Hasse erblice ich nichts Verlegendes. Wir wurden die Arbeiter Strahl und Jahn, die die Flugblätter sind mit dem Magistrat völlig einig. verteilt hatten, entlassen. Stadtrat Cassirer ging sodann Stadtv. Mann: Der Streik ist mutwillig herbeigeführt, die Die Glasfabrik von Albi( Frankreich) scheint in ihrem Beauf die Einzelheiten des Ausstands ein, der ein frivoler zu nennen Arbeiter haben frivol ihr gutes Brot preisgegeben. Ich kann das stande mum endgültig gesichert zu sein. Die Fabrik wurde bekanntsei, und erklärte den Grund, weshalb der Magistrat es abgelehnt Vorgehen der Arbeiter nur tief beklagen, muß dagegen das des lich f. 31. infolge eines Streits bezw. einer Aussperrung von Glashabe, in der Angelegenheit das Einigungsamt des Gewerbegerichts Magistrats in jeder Weise billigen. Die Arbeiter sollten doch das arbeitern gegründet. Von 1897 bis 1899 stieg die Produktion und auzurufen. Es sei das geschehen, weil für das Einigungsamt die Wort beherzigen: Weß' Brot ich esse, deß' Lied ich der Umfaz bereits stetig, jährlich um etwa 100 000 Fr., im Jahre 1900 Grundlage fehlte. Denn die Arbeiter seien unmittelbar nach der finge.( Stadtv. Baake ruft: Pfui! und wird deshalb zur jedoch stieg der Umsatz von 437 000 Fr. auf 748 000 Fr., d. h. um Arbeitsverweigerung entlassen worden. Mit entlassenen Arbeitern Ordnung gerufen.) Ich bitte, im Namen meiner Freunde dem 70 Proz. Der Nettogetvinn betrug im Jahre 1899 nur erst aber hätte der Magistrat nicht paftieren können. Der Betriebs- Magistrat ein Vertrauensvotum zu erteilen.( Beifall). 17 500 Fr., im Berichtsjahre stieg er auf 116000 Fr. Da das im ingenieur Hasse sei streng, aber aber gerecht. Wenn er wieder- Abg. Dr. Crüger( freis. Vp.): Ich hoffe, der Magiftrat wird Unternehmen steckende Betriebskapital 500 000 Fr. beträgt, so bes holt gesagt habe, thun Sie Ihre Arbeit, oder Sie fliegen sich nicht auf den Standpunkt stellen: Weß' Brot ich esse, deß' Lied deutet dies einen Gewinn von 23,2 Proz. Wenn auch bei der gegenhinaus", so sei das nicht gerade höflich. Aber warum hätten ich finge. Wie kann man von Begehrlichkeit der Arbeiter sprechen, wärtigen Konjunktur ein weiterer Aufstieg zunächst nicht zu erwarten denn die Arbeiter veder bei der Deputation für das da es sich bei dem Streik doch gar nicht um eine Lohnfrage handelt? ist, so scheint, wie schon bemerkt, die Zeit der ärgsten Bedrängnis Beleuchtungswesen noch beim Magistrat jemals sich über Eine solche Selbstzufriedenheit, wie wir sie heute von der Mehrheit für die Glashütte überwunden zu sein. Au dem Erfolge haben alle Herrn Hasse beklagt? Daß die Arbeiter, nachdem sie ihr Unrecht der Versammlung gehört haben, geht doch über das Niveau hinaus. Arbeiterorganisationen Frankreichs ihren Anteil Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 19. April. Opernhaus. Der Ring des Nibe lungen. Götterdämmerung. Anfang 7 Uhr. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Freitagabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Invalidenstr. 57/62. Schauspielhaus. Minna von Barn Tägl. Sternwarte. helin, oder: Das Soldatenglück. Die lächerlichen Preziösen, oder: Die romanmäßig wißigen Frauenzimmer. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Faust.( 2. Teil, 1. Abend.) Anfang 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Berliner. ( 1. Teil.) Ueber unfre Kraft. Vorher: Robert Guiscard. Anfang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Borher: Freuden der Hochzeitsreise. Anfang 72 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bautern Theaters. Jägerblut. い Anfang 71/2 Uhr. Westen. Das Glöckchen des Eremiten. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Auf. 72 Uhr. Thalia. Die schöne Helena. Anfang 7 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 71 Uhr. Quijen. Talmi. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 712 Uhr. Anfang Carl Weiß. Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Spaze ver zähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 712 Uhr. い Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten Vorstellung. Der Walzerkönig. Der Photoscop. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger Paffage: Theater. Damen- Ringfämpfe. Rigo, der Geigerfönig. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Baffage Panoptikum. Speciali = täten- Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Theatersaal) Abends 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Faust von Goethe, der Tragödie II. Teil( 1. Aben d). Das Reich der Mütter. Sonnabendabend 8 Uhr: - Faust II. Teil( 2. Abend). Faust's Tod und Erlösung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend 8 Uhr: - Der Herr Senator. Central- Theater. Heute abend 71/2 Uhr zum 607. Male: Die Geisha. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Abds. 72 Uhr zum 609. Male: Die Geisha. Thalia- Theater FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Reichshallen Stettiner Sänger. Großes EliteProgramm! Anfang präcise 8 Uhr. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Passage- Theater Carl Arons, Anf.: Wochent. 3, Sonntag 12, Ende 11 Uhr. Nachm. 6 u. ab. 10 Uhr Fortsetzung der Köpenick, Grünstr. 44. Größtes Lager in 13430* Herren-, Knaben- und W Damen- Ringkämpfe. Arbeiter- Garderoben. Voranzeige: Sonnabend, d. 20. April, abends 10 Uhr, wird die deutsche Meisterschafts Ringerin Eugenie Wermbke mit der dänischen Meisterschaftsringerin Betty Laars um die deutsche Meisterschaft im DamenRingkampf ringen. Palast- Theater Anfertigung nach Maß in kürzester Zeit. Orts Krankenkasse| Centralverband der Maurer. Passage- Panopticum. Der Uhrmacher, Berlin. Passage- Panopticum. Neu! Die Ordentliche ( Zahlstelle Berlin II.) Am 15. April verstarb nach langem Krantenlager unser Mitglied, der Maurer Singhalesen- Truppe General Bersammlung Richard Ihlenfeld. ( Die kolossale Indierin.) Marionetten- Theater. Entree inkl. Passage Theater( so weit der Raum reicht) 50 Pfennige. Kinder 25 Pfennige. Wenn Sie auf der Straße einen Jungen mit einem hübschen- feschen schneidigen Anzug bekleidet sehen, so werden Sie zumeist auf Ihre Frage nach der Herkunft desselben hören, von: Schlesinger in der Turmstrasse, welcher das größte Lager in ff. effektvollen Anzügen in Sammet, Cheviot, Kamm garn 2c. in allen Größen hat. Frauen- und Mädchen- Verein für Schöneberg und Umgegend. Am Sonnabend, den 20. April, in den neuerbauten Festsälen von E. Obst, Meininger- und Martin- Lutherstrassen- Ecke: Gr. Frühlings- Fest, bestehend in findet Dienstag, den 23. April cr.. abends 82 Uhr, Sebastianstr. 39 bei Spiegelberg statt. [ 7366 Tagesordnung: Ehre seinem Andenken. Das Begräbnis findet am Freitag, den 19. April, nachmittags 212 Uhr, 1. Kassenbericht. 2. Wahl eines von der Leichenhalle d. Bartholomäus: Vorstandsmitglieds( Arbeitnehmer). Kirchhofs in Beißensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 137/5 Die Verbandsleitung. 3. Beschlußfassung über Abänderung des§ 37 des Statuts.. 4. Beschlußfaffung über zu erlaffende Borschriften Beerdigungs- Verein betreffend§ 24 des Statuts. 5. Verschiedenes. Hierzu ladet ein Der Vorstand. G. Lätsch, Vorsitzender. Berliner Zimmerleute. Am 13. April verstarb unser Mits glied, der Zimmerer Herr Ag. Siranten- und Sterbe- Wilh. Dannenberg. kasse der Metallarbeiter ( E. H. 29 Hamburg.) Filiale Berlin 4. Die Beerdigung findet am 19. April, nachmittags 23 Uhr, von der Leichen halle des neuen Friedhofs in Riydorf Sonnabend, 20. April, abends 9 Uhr:( Rudowerstraße) aus statt. Mitglieder- Versammlung bei Fritz Wilke, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: Um pünktliches Erscheinen ersucht 746b Der Vorstand. Central- Kranken- und 1. Raffenbericht. 2. Regelung der Sterbekasse der deutschen Vertrauensarztfrage. schiedenes. 3. Ver: 7436 Um zahlreiches und pünktliches Er scheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Gentral- Kranten- u. Sterbe. taffed. Dachdecker Deutschlands ,, Einigkeit“. Sonntag, den 21. April, vorm. 11 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal 1901. 2. Verschiedenes in Kaffenangelegen Der Vorstand. heiten. 54/3 Kranken- UnterstügungsWagenbauer, Berlin II. Am 16. April starb unser Mitglied Ludwig Stadie 9 im Alter von 35 Jahren. Die Be erdigung findet Freitag, den 19. April, nachin. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofs, Prinzen- Allee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 253/5 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner inniggeliebten Frau sage ich allen Teilnehmern meinen herzlichen Dank. Ernst Georgi nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Beerdigung unsres lieben unvergeßu. Begräbnisverein der Bau- Teilnahme und Kranzspenden bei der gewerblichen Hilfsarbeiter, to zlich aus dem Leben gefrüher Feen- Palast, Burgftr. 22. Konzert, humorist. Vorträgen, Theater- Aufführung u. Tanz. n. 8 Das große April- Programm. Uhr! Präcise! 814 Uhr! Riesen- Erfolg!! Der Walzerkönig. in Gr. Posse m. Gesang u. Tanz in 3 Atten von Mannstädt. Amandus Höppner, Rentier: Direktor Richard Wintler. Der Photoscop. Anfang abends 8 Uhr. Eintrittsgeld 25 Pfennig inkl. Tanz. Alle Freunde und Gönner des Vereins ladet hierzu freundlic Der Vorstand. hst [ 286/8] Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Vollständig geruchlos! Berlins. Sonntag, den 21. April 1901, bormittags 102 Uhr: Ewald Fensch sagen wir allen Freunden und Be fannten, sowie der Firma Eckert u. General- Versammlung Danneberg für die Kranzspendung, Lange Strasse 65. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. unsern herzlichsten Dank. 748b A. Fensch nebst Fran. ür die liebevolle Teilnahme, die nus bei dem Ableben meiner lieben 2. Abänderung der§§ 2 und 6 des Statuts. 37/2 Frau und unsrer guten Mutter in so Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu reichem Maße erwiesen wurde, sagen erscheinen. Neue Mitglieder werden wir hiermit unsern innigsten Dank. August Krohmann Ob Bau oder Fabritarbeiter, ob 7396] nebst Kindern. Aufbewahren! Fach Arbeitender, jeder tann dem Berein beitreten. Der Vorstand. Lebende Photographien in nie gesehener Bu besichtigen im großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 Uhr in der Versammlung aufgenommen. Bracht und Größe. bis abends 10 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Anfang 72 Uhr. Entree 50 Pf. Avis! Schluß der diesjährigen Saison am 30. April cr. An diesem zugskarten zum letztenmale gültig. Alexanderstraße, Ecke der Magazinstraße. Tage find fämtliche Ehren- und Bor Mecklenburg. Schwarz- u. Brandenburg. Landbrote empf. Brotfabrit Wittler, Müllerstr. 34. Niederlag. b. Plakate erkenntlich Würzburger Hühneraugenmittel Metropol- Theater W., Behrenstraße 55/57. Nur noch 12 Vorstellungen Man lebt ja nur einmal und das April: Specialitäten- Programm. Anf. 1/28 Uhr, der Poffe 1/29 Uhr. Rauchen überall gestattet. Schluß der Saison und Abschiedsvorstellung am 2. Mai. Cirkus Busch Ensemble- Gastspiel d. Central- Theater. Freitag, den 19. April cr., 72 Uhr: Heute und folgende Tage mit vollständig neuer Ausstattung: Die schöne Helena. Operette in 3 Atten von Offenbach. Calchas Emil Thomas a. G. Helena Riesa Stella a. G. Herren: Ander, Schütz. Frl. Milani. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Opern- Baſiſpiel unter Leitung bes Der Troubadour. Direktors Darmer: Oper in 4 Aften von Verdi. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Ein weiblicher Mazeppa. Apollo- Theater. Frau Luna. Wohlthätigkeits- Vorstellung zum Besten eines Asyls zum Schutz der Kinder vor Aus: unung und Misshandlung. Auftreten d. berühmten amerikanischen Pferdebändigers Prof. Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Zum Schluß zum 143. Male: Die eiserne Maske. Le masque de fer. Großes historisches Manege- Schaustück in 4 Aften und 3 Hauptbildern. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Avis! Sonntag, den 21. April, zwei große Gala: Vorstellungen. Auf allgemeinen Wunsch nachmittags 4 Uhr: Die eiserne Maske, wozu jeder Erwachsene 1 Kind frei hat. Grosse Ausstattungs- Operette Sanssouci von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. Gastspiel des berühmten Luftballetts Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: - Hoffmanns De Grigolatis. Nordd. Sänger. Neues SpecialitätenProgramm. Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Stets wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen W. Noacks Theater. Wochentags Bereinsbildets Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. gültig. Tanz frei. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Sonn abende für Vereine frei. Papageno. Destillation und Bierlokal Nach der Vorstellung: i. B.: Schwank in 4 Aften von R. Kneifel. Paul Kabelich, W. Gassmann, Tanzkränzchen. Grünthalerstr. 68, Ecke Badstrake. ff. 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Mitglieder- Versammlung Weiß- u. Bairischbier- Lokal, bei Neumann, Brunnenstr. 150. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 3183/ Die Ortsverwaltung. Frühstücks,- Mittags- und Abendtisch, Vereins: und Billardzimmer empfiehlt Freunden und Bekannten 7136 Blücherstr. 39. Frau Naumann. Josef Mücke. Arbeiter- Radfahrer- Verein Kranke Berlin". Sonntag, vorm. 9 Uhr, Hallesches Thor tach Wietstock circa Art Frauenleiden heilen pratt. Naturheilkundige 35 Kilom. Wittag 2 Uhr, 0. Grundmann u. Frau. Hallesches Thor nach Teltow, Behlen: Kurbadeanstalt 11/18 Köpnickerstr. 72 Neandert dorferstraße( Derk). Gäste will fommen. + Herren- Vortrag+ Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: ,, Sogenannte unheilbare änner Brüden, Sprechft. 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. Wäsche leiden". Freitag, den 19. April, abends wird sauber gewaschen, großer Bezug 1/29 Uhr, im Louisenstädt. 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Sonntag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, bei Cohu, Beuthstr. 20, 1 General- Versammlung ( großer Saal): Zweite Generalversammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlungen der Berliner Mitglieder. Sonnabend, den 27. April 1901, Filiale 1: Geschirr- und Galanterie- Branche. abends 8 Uhr, in Wiltes Restaurant, Andreasstr. 26. Sonnabend, den 20. April, abends S½½ Uhr, im Englischen Tages Ordnung: Hof, Neue Roßstraße 3. 1. Verlesung der Protokolle. 2. Kaffen: Tagesordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Bericht der bericht pro 1900. 3. Ersagwahl eines Agitationstommission und Neuwahl derselben. 3. Bericht vom ArbeitsVorstandsmitglieds( Arbeitnehmer), nachweis. 4. Verschiedenes. 1. Abrechnung vom ersten Quartal 1901 und Revisionsbericht. 2. Das Ergebnis der Verhandlungen§§ 38 und 49 des Statuts. 4. Ver innerhalb der Achtzehner- Kommission betreffend die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das Jahr 1901-1902. fchiedenes. 3. Diskussion. 4. Gewerkschaftliches. 257/5 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Mitgliedsbuch legitimiert. Tages Ordnung: Es erwartet das Erscheinen sämtlicher Mitglieder Der Vorstand. J. A.: Jonny Hinrichsen. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Am Sonnabend, den 20. April, abends 8% Uhr, bei Fischer, Waldstr. 8: Vertrauensmänner- Konferenz für Moabit. Sonntag, den 21. April, vormittags 1/10 Uhr: General- Versammlung im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tages Ordnung: 1. Vornahme der Stichwahl für die Delegation zum Ver bandstag in Nürnberg. 2. Beratung der Anträge zum Verbandstag in Nürnberg. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Mitgliedern die Mitglieds Bücher auszuhändigen. 114/1 Die Wahlhandlung beginnt Punkt 1/210 Uhr. Jeder Kollege hat darauf zu achten, daß ihm am Saaleingang eine Stimmliste verabfolgt wird; spätere Reklamationen bleiben unberücksichtigt. Die Wahlhandlung wird geschlossen Punkt 11 Uhr; später kommende Kollegen fönnen an der Wahl nicht mehr teilnehmen. Pünktliches Erscheinen ist daher notwendig. Zur Besichtigung des Riesen Fernrohrs der Treptow- Sternwarte [ 7346 8. or. Der Vorstand. ember. Elektromonteure! SOON Kollegen! Laut Versammlungsbeschluß vom 15./4. d. J. foll bon jetzt ab die Verbandszeitung den Mitgliedern per Boft Bugejant werben. Es wird daher ein jeder Verbands: follege ersucht, umgehend seine genaue Adresse per Karte ein: zusenden an den Kollegen Otto Holz, Berlin O. 17, BödiferStraße 6. [ 58/11] 518 Der Vorstand. Filiale II: Treibriemen- Branche. Sonnabend, den 20. April, abends 8½ 1hr, bei Buske, Grenadierstr. 33. Filiale III: Koffer- und Taschen- Branche. Dienstag, 23. April, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal VIII), Engelufer 15. Filiale IV: Militäreffekten- Branche. Sonnabend, 20. April, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshand ( Saal 1), Eugelufer 15. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Verschiedenes. Filiale V: Teppich- und Linoleum- Branche. Jeden Montag nach dem 1. und 15. eines jeden Monats im Lokal von Borchert( Handelsstätte Belle- Alliance), Friedrichstr. 16. Filiale VI: Wagen- Sattler. Fachverein der Holz- u. Bretterträger Dienstag, den 23. April, abends 8½ Uhr, bei Mörschel, sowie Brettschneider Berlins u. Umgeg. Sonntag, den 21. April, vormittags 10/2 Uhr: General- Versammlung im Königstadt- Kajino, Holzmarktstr. 72. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Jüdenftr. 35-37. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Vorstände. NB. Auf dem Vergnügen ant 2. Ostertage im Gewerkschaftshaus sind ein goldenes Medaillon und zwei Kämme gefunden worden. Sie sind bei 157/1 Tuschte, Langeftr. 103, abzuholen. Verband des technischen Bühnen- Personals. Sonnabend, den 20. April, abends 11 Uhr, Neue Rofstr. 3: 84/ 8Quartals- Versammlung Verein der Bauanschläger Berlins und lingegend. schaftshanfe, Saal 1: sowie zum Eintritt zu den Vorträgen daselbst stehen unsren Mit Sonntag, den 21. April 1901, vormittags 10%, 1hr, im Gewerk: gliedern Billets zu dem bedeutend ermäßigten Preise von a 60 Pf. zur Beugung an beliebigen Tagen zur Verfügung und sind dieselben bei allen Kassierern, sowie im Verbandsbureau, Engel- Ufer 15, erhältlich. Achtung! I Die Ortsverwaltung. General- Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Kaffenbericht und Bericht der Ne Der Vorstand. Achtung! biſoren. 3. Bericht der 21 er Präger und Prägerinnen! Um zahlreiches Erscheine soumission. 4. Verschiedenes. erfucht 33/14 Deutſcher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 21. April 1901, mittags 12 Uhr, im Lokale des Seute, Freitag, abends 8% thr, im Gewerkschaftshaus. Herrn Schulze( früher Buste), Grenadierstr. 33: Engel- Ufer 15: 82/9 Großze öffentl. Versammlung Sitzung der Ortsverwaltung. aller in Tischler- Verein zu Berlin. Luruspapierfabriken beschäftigten Präger und Prägerinnen. Sonnabend, den 20. April, abends 8%, Uhr, tur Lotal des Hrn. Lipke, Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Th. Völker über: Was leistet uns die Getverkschaft und was steht nicht in ihrer Macht? 2. Werkstubenangelegen heiten und Verschiedenes." Melchiorstraße 15: Versammlung. Tages Orbnung: Abrechnung vom Ostervergnügen; Bereins24/9 angelegenheiten; Ausgabe der Billets zum Uraniabesuch( Unser Rhein) am Das vollzählige Erscheinen aller Präger und Prägerinnen ist dringend 5. Wat. Aufnahme neuer Mitglieder. Entrichtung der Beiträge. Der Vorstand. notwendig. Der Einberufer. 198/15 Denkbar grösste Auswahl. Feinste Mass- Anfertigung. Gehrock- Anzüge Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Mtes Schanfgeſchäft, 11 Jahr in einer Hand, günstig zu verkaufen. 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Abend loben. Der Magistrat hat an den Verbesserungen storbenen vortrug und in nicht mißzuverstehender Weise auf Verhandlungszwang vor dem Einigungsamt. Anstoß genommen, und er mutet der Bersammlung die Möglichkeit der Vermeidung eines öffentlichen Standals In der Socialen Pragis" giebt der Vorsitzende des Berliner iet zu, zu, ihren damaligen Beschluß int 3 te i hinwies. Diese Drohung verfehlte aber vollständig die beabsichtigte Gewerbegerichts Herr v. Schulz einen Ueberblick über die Thätig- Punkten zu ändern. In der gestrigen Sitzung fam Wirkung; man benachrichtigte die Polizei, und Kriminalkommissar keit des genannten Gerichts als Einigungs- und Schiedsant in es dazu zunächst nicht und hoffentlich wird es überhaupt. Tresckow setzte das dreiblättrige Kleeblatt eines Tags hinter Schloß gewerblichen Streitigkeiten seit Beginn dieses Jahres. Wir haben nicht dazu kommen. Die Sache wurde zu nochmaliger Beratung Einwand der beiden männlichen Angeklagten, daß sie in gutem und Riegel. Das Gericht wird demnächst zu prüfen haben, ob der über die Vergleichsverhandlungen in jedem einzelnen Falle eingehend dem Ausschuß überwiesen. Der Ausschuß wird sich auch mit einem Glauben gehandelt haben, Wahrscheinlichkeit für sich hat. berichtet, so daß sich eine Aufführung der von Herrn v. Schulz ange- von unserm Genossen Heimann gemachten Abänderungsführten Thatsachen für uns erübrigt. Wichtig dagegen ist, zu vorschlag zu beschäftigen haben, durch den die in der MagistratsGegen den Stadtverordneten Juftizrat Cassel hat die erfahren, zu welchen Schlüssen der Vorsitzende des Berliner vorlage enthaltenen Härten hinsichtlich der Abzugsfähigkeit erhoben, daß er sich an Mündelgeldern vergriffen habe. Herr Cassel Staatsbürger- 8eitung" gestern den schweren Vorwurf Gewerbegerichts auf Grund seiner Erfahrungen gelangt.. Er verlangt, furz gesagt, den Verhandlungszwang vor der Unfallrente beseitigt werden sollen. Heimann sprach richtet in dieser Sache folgende Zuschrift an liberale Blätter:" In dem Einigungsamt. Ge zeige fich, daß auch bei den für für seinen Vorschlag so überzeugend, daß selbst Ober- der heutigen Nummer der Staatsbürger- Zeitung" steht ein mich in Arbeitgebern in Berlin eine Abneigung gegen das bürgermeister Kirschner sich nachher zu dem Geständnis meinem Amt als Notar und Rechtsanwalt schwer beleidigender Gewerbegericht, soweit es als Einigungsamt fungiere, im bequemen mußte, daß die beklagten Härten thatsächlich Artikel. Der Inhalt dieses Artikels ist Gegenstand einer gegen mich allgemeinen nicht mehr bestehe. In der letzten Zeit haben die recht groß sind und daß der Heimannsche Vorschlag radikale Abhilfe beim Vormundschaftsgericht durch den Rechtsanwalt Ulrich einBarteien sich bei ihren Vergleichen sogar verpflichtet, zur Ver- schaffen würde. Herr Kirschner schmückte die Einwendungen, die er gereichten Beschwerde gewesen. Diese Beschwerde ist vom Amtse meidung fünftiger Streiks und Aussperrungen die Hilfe des Einigungstrozdem dagegen zu machen hatte, mit der Phrase„ Wir wollen den gericht I und auf weitere Beschwerde vom Landgericht I zu Berlin in beiden Justanzen fostenpflichtig abgewiesen worden. Gegen Herr v. Schulz fährt dann wörtlich fort:„ Die Erfahrungen Arbeitern ja alles leisten, was billig iſt", ohne den ungewollten den Redacteur der Staatsbürger- Zeitung" stelle ich sofort ben sprechen somit dafür, daß die neue Vorschrift des§ 62a des Doppelfimm seiner Worte zu bemerken. Man will den städtischen Strafantrag bei der königl. Staatsanwaltschaft. Entwurfs der Gewerbegerichts- Gesetznovelle, welche den Ge- Arbeitern in der That immer nur leisten, was billig" ist; es werbegerichts Vorfizenden berechtigt, den vor ihn geladenen ist ja auch diesmal im wesentlichen wieder nur der Kosten Parteien im Fall des Nichterscheinens eine Geldstrafe punkt, der den Magistrat zu seinem Widerstand veranlaßt. Die anzudrohen, zweckmäßig ist. Nur übelwollende Berufung auf das Princip" ist dabei weiter nichts als eine fadenArbeitgeber werden sich mit der Strafbefugnis des Vorsitzenden scheinige Dekoration. nicht befreunden oder gar an derselben Anstoß nehmen. amts zu verlangen. M 4 werden. " " P Hinweis gewarnt, daß in Preußen unter andrem folgende„ ausDie Lotteriespieler werden vom Polizeipräsidium durch den ländische"" Lotterien nicht zugelassen sind: Die föniglich Sächsische, die Mecklenburg- Schwerinsche, die Braunschweig- Lüneburgische und die Hessische Landeslotterie, die Thüringisch- Anhaltische Staatslotterie, die Hamburger Lotterie, die Lübeckische Staatslotterie und Thüringische Kirchenbau- Lotterie. gleichmütiger gesündigt, als gegen das die deutsche Einigkeit seltsam Gegen kein Verbot wird wohl in allen Bevölkerungsschichten illustrierende Lotterieverbot. Gerade die Kreise, die an der Aufrechterhaltung der Autorität ein Jutereffe haben, sollten auf die Aufhebung der bekannten Gesetzesbestimmung hinwirken. Der chinesische Jammer. Acht verwundete und franke Chinafrieger, die mit einem Stabsoffizier vorgestern, Mittwoch, abend hier antamien, wurden vom Lehrter Bahnhofe mit Koppschen SanitätsTransportwagen nach dem Garnisonlazarett I in der ScharnhorstStraße gebracht, Giner ging auf Krücken, ein andrer an einem Stock, innerlich krank. ein dritter trug den zerschossenen Arm in der Binde, die übrigen sind Das Verschwinden des Polizeilieutenants Milde von hier ist, wie jetzt mitgeteilt wird, auf keinerlei dienstliche Verfehlungen zurückzuführen. Er ist mit seiner Frau flüchtig geworden, weil ihn das Uebermaß seiner Schulden schwer bedrückte. Das Paar weilt zur Zeit in Italien, von wo aus Lieutenant Milde um seine Entlassung aus dem Dienst vorstellig geworden ist, und gedenkt später nach Frankreich zu gehen. Die Liqueurfabrik von Friedrich Meyer u. Co., Fruchttraße 74, bestreitet in einer an uns gerichteten Zuſchrift, daß die die guten Sitten verlegen. Das Gewerbegericht würde die Firma von uns am Dienstag gerügten Maßnahmen gegen ihre Kutscher im Ernstfall bald eines Besseren belehren und daher thäte sie gut, zurückzuziehen. die ungerechte Verfügung im Interesse ihres Rufs möglichst bald Der Vorsitzende wird außerdem in den seltensten Fällen dazu Zur Lage der Krankenkaffen- Beamten. Der Vorsitzende der schreiten müssen, Strafe anzudrohen. Wir haben in Berlin die Ortskasse der Waler ersucht uns mitzuteilen, daß der Rendant dieser Beobachtungen gemacht, daß die Arbeitgeber meist, die Arbeit Staffe 2400 M. Jahresgehalt bezieht, sein Stellvertreter 1800 m., der nehmer fast ausnahmslos der Einladung des Kaffierer 1700 m. und die beiden übrigen Beamten 1600 und 1500 M. Der Gewerbegerichts Vorsitzenden zur Unterredung nachkommen. Borsitzende meint in der Zuschrift, daß durch unsre Mitteilung Einzelne Arbeitgeber, welche eine Rüdsprache über die Behandlung der Gehaltsforderungen der Eindruck hervor ablehnten, hatten regelmäßig etwas zu gerufen werde, als ob die Kasse ihren Beamten Hungerlöhne zahle, verbergen oder beabsichtigten, wie jest im und teilt dann mit, daß er wie wohl auch die große Mehrheit der Schuhmacherstreit, die Organisation der Arbeiter Mitglieder die Bemerkung eines Delegierten, daß die Beamten ja gehen zu schwächen oder wollen endlich von dem Gewerbe- tönnten, wenn sie nicht zufrieden seien, gleich uns für bedauerlich halte. gericht nichts wissen. In jeder Beziehung allein dastehend, Daß die Gehaltssäße der Kasse Hungerlöhne" find, wird wohl ist freilich das Verhalten der Berliner Straßenbahndirektion niemand behaupten wollen, wohl aber find wir nach wie vor der Man soll aber nicht glauben, daß die in Aussicht genommene besserung sehr gut vertragen können. Doch darum handelt es Meinung, daß sie zum großen Teil wenigstens eine AufGesetzesvorschrift eine allein gegen die Arbeitgeber gerichtete sein sich weniger in dem von uns an unsren Bericht angeknüpften Bewird. Es kann sehr wohl sich ereignen, daß der Vorsitzende genötigt merkungen als um die Motivierung, mit der den Forderungen ist, gegen widerstrebende Arbeiter seine Strafbefugnis an- der Beamten zum Teil widersprochen worden ist. Und da zulvenden. Wir brauchen nur an die vor etwa einem Jahre wird uns von unsrem Gewährsmann ausdrücklich versichert, daß stattgefundene Lohnbewegung der Schneider zu erinnern. Die die von uns gerügten Gründe durchaus nicht nur von einer Person Arbeitgeber riefen das Einigungsamt an mit der erklärten Ab- ins Feld geführt wurden, sondern daß sich, wenn auch weniger ficht, ihren Arbeitnehmern Bulagen zu geben. Die Arbeitnehmer ichroff, mehrere Delegierte die bedenklichen Grundsätze zu eigen antworteten auf Anfrage des Vorsitzenden ausweichend und ließen gemacht haben. Wir sind daher nach wie vor der Meinung, daß die fich auf dem Gewerbegericht nicht sehen. Beiden Teilen wäre am Art der Zurückweisung überaus tadelswert ist, und hoffen ferner, besten gedient gewesen, wenn der Vorsitzende die Arbeiter durch daß die Mitglieder, welchesich in so bedenklichem Sinne geäußert Strafandrohung anzuhalten, im stande gewesen wäre, ihm auf dem haben, bald von der Verkehrtheit ihrer Grundsäge überzeugt sein Gewerbegerichte Auskunft zu erteilen. Wenn man derartigen ungefügigen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegenüber dem Gerichtsvorsitzenden Strafbefugnis verleiht, schäftigten gestern abend eine Versammlung des Bezirkvereins der Die Stadtverordneten Wahlen im kommenden Herbst be so wird dies den den Gewerbegerichten geneigten Gewerbetreibenden Potsdamerstraße, zu welcher mehrere Stadtverordnete erschienen eine Hebung des Ansehens des Gewerbegerichts bedeuten." waren. Der Reichstags- Abgeordnete, Stadtverordnete Kreitling, Zur Explosion in der Michaelkirche wird amtlich gemeldet: Zu dem gegenwärtigen Streit im Berliner Schuhmachergewerbe tam gelegentlich eines Vortrags über kommunal- politische Angelegen Durch die heute erfolgte polizeiliche Vernehmung eines der bei der giebt Herr v. Schulz noch folgende Einzelheiten bekannt:" Sie ( die Arbeitgeber) haben eine Aussperrung vorgenommen und beab heiten auch auf die Neueinteilung der Wählerttajien Explosion verwundeten Senaben ist nahezu mit Sicherheit festgestellt fichtigen in Bufunft nur solche Arbeiter wieder in der Fabrit zu Klasse werde von 7000 auf 26 000 steigen, und zit sprechen. Die Zahl der Wähler in der zweiten worden, daß das Unglück auf eine a serplosion zurückzuführen es somit ist und keine andre Ursache hat. Der Knabe gab an, er sei vom beschäftigen, welche der Organisation entsagen, und die den Hausbesikern fernerhin taum noch möglich sein, in Organiſten zu dem die Bälge tretenden Grenadier geschickt worden, Ausständigen weder materiell noch moralisch dieser Klasse nur Kandidaten zu wählen, welche lediglich die Sonder- um demselben eine Bestellung auszurichten. Dabei habe er in dent unterstüßen. Die Arbeiter werden angehalten, einen dahin interessen Berliner Grundbesiger im Rathause wahrnehmen. Der Raume einen starten Gasgeruch wahrgenommen und selbst sofort gehenden Revers zu unterschreiben. 200 Arbeiter sollen den Revers Stadtverordnete Markgraf und andre Diskussionsredner gaben der den offenstehenden Gashahn geschlossen. Nachdem er den Grenadier unterzeichnet haben und arbeiten. Nach dem„ Vorwärts" kommen etwa Hoffnung Ausdruck, daß die neue Wählerschaft verschiedene Herren darauf aufmerksam gemacht habe, sei er selbst heruntergelaufen und 800 Arbeiter überhaupt in Frage. Uebrigens ist uns aus Beifizer- nicht wieder mit Stadtverordnetenmandaten betrauen, sondern neue, habe gesehen, wie der Soldat, oben an der Treppe stehend, taumelnd kreisen berichtet worden, daß nachträglich zwischen den Parteien junge Kräfte in das Rathaus schicken werde. Auch in den leitenden ein Streichholz anzündete. In demselben Augenblick erfolgte privatim verhandelt worden ist. Die Arbeitgeber versprachen, auf Streifen der freifinnigen Vollspartei sei man ja schon zu der die Explosion. Daß die Gasleitung in Gebrauch war, wird auch den Revers zu verzichten, wenn die Arbeitnehmer bedingungs- lleberzeugung gekommen, daß sich im Berliner Stadtparlament durch die Angabe des Kirchendieners bestätigt, der gestern noch in der einem Vergleiche gekommen, wenn die Arbeitnehmer nicht bei dem freifinnigen Fraktionen feien schärfer geworden und könne Es wäre wohl zu einiges ändern müsse. Die Gegensäge zwischen den einzelnen Sakristei einen Gasofen angezündet hat. Vorbehalt beharrt hätten, nach dem Wiederbeginn der Arbeit mit Unter dem Verdacht, ihren Mann erschlagen zu haben, ist den einzelnen Fabrikanten wegen eventueller Lohnaufbesserungen in 8 usammengehen bei den Wahlen zum Herbst von einem abermaligen die 34jährige Ehefrau Eroline Fehse aus der Prinzen- Allee 46 verVerbindung treten zu dürfen. Hierauf ging aber der Verband der der neuen linken Fraktion mit den haftet worden. Die Ehe war nicht glücklich und es fam oft zwischen Fraktionen Arbeitgeber nicht ein. Von einem Beisiger, welcher mit den Arbeitgebern ein. Eine neue Kartell bildung würde bei der neu zusammen- gegen 6 Uhr abends, bald nach der Rückkehr Fehses von der Arbeit, Cassel und Momsen jedenfalls keine Rede den Eheleuten zu Streitigkeiten. Am Donnerstag voriger Woche zu Gunsten einer Aurufung des Einigungsamts durch diese eine gefeßten Wählerschaft der Linken nur Nachteile bringen. Tängere Unterhaltung hatte, wurde uns die Nachricht, daß die Arbeitgeber nur deswegen die Hilfe des Einigungsamts ausgeschlagen Gegenfäße bezeichnen will, jo mögen solche in Nebensächlichkeiten zu Boden gefallen wäre. Wenn man die Quengeleien der Freifinnigen untereinander als hatten die Nachbarn den Eindruck, als ob die Eheleute auch thätlich an einander geraten seien. Einmal war es so, als ob jemand hätten, weil sie zur Verhandlung mit leeren Händen" hätten vorhanden sein. Die Hoffnung auf eine Reorganisation der Stadt Streitenden wieder vertragen. Eine halbe Stunde später hatten sich die tommen müssen. Gegen 8 Uhr ging Fehfe nach der Wir können dem Verlangen, den Einigungsämtern obligato- Freifinn der zweiten Wählerklasse der junge Nachwuchs herkommen? neues Material zu holen. In der Stargarderstraße brach er verordneten- Versammlung ist aber eitel. Wo foll im greisenhaften Junterstraße, um aus einem Geschäft, für das seine Frau nähte, rischen Charakter zu verleihen, nur beipflichten. Die Verhandlungen vor einer am Konflikt unbeteiligten, aus Vertretern von Arbeits Die Sterblichkeit in Berlin ist im ganzen von 34 011 Ge- plötzlich bewußtlos zusammen und wurde in einer Droschke nach gebern und Arbeitnehmern in gleicher Zahl zusammengesezten Körper- storbenen im Jahre 1899 auf 35 409 im Jahre 1900 gestiegen, dem Lazarustrantenhause gebracht. Dort starb er bereits um 3 Uhr schaft, find von vornherein geeigneter, Mißverständnisse zu klären aber die einzelnen Todesursachen sind daran sehr ungleich be- morgens an den Folgen eines Schädelbruchs, der erst durch die und Mißtrauen zu beseitigen. Beiden Barteien bleibt, falls eine Ver- teiligt. Manche Todesursachen zeigen sogar eine Abnahme, während Aerzte festgestellt worden war. Als Frau Fehse am nächsten Morgen ständigung nicht erzielt wird, immer noch das legte Mittel, der dafür bei andren die Zunahme der Sterblichkeit um so größer war. die Trauerkunde erhielt, daß ihr Mann, den sie die ganze Nacht Stampf, übrig, ihre Forderungen durchzusetzen. Ehe zu diesem Mittel vermißt hatte, im Strankenhause einem Schädelbruch erlegen sei, rief gegriffen wird, sollte nichts verabsäumt werden, was geeignet ist, fie unwiftürlich aus:" Ich wollte ihn ja nur mit dem Theekesfel eine Verständigung herbeizuführen. begießen!" In Wirklichkeit aber hatte sie ihm, wie die Ermittelungen ergaben, mit dem Sessel einen wuchtigen Hieb über den Kopf verStart setzt. Frau Fehse wurde darauf am Sonntag verhaftet. Die beschlagnahmte Leiche wurde gestern nach der gerichtsärztlichen Deffnung zur Beerdigung freigegeben, Frau Fehse aber in Untersuchungshaft behalten. Los die Arbeit wieder aufnehmen würden. Berliner Partei- Angelegenheiten. In Rigdorf feiert der Frauen und Mädchen Bildungsverein am 20. April durch Konzert und Ball in Lotal von Gröpler, Bergstr. 147, sein Stiftungsfest. Da der Eintrittspreis nur für Herren 50 Bf., für Damen 30 Pf. beträgt, wird auf zahlreiche Beteiligung zu rechnen sein. zogen werden. ge= An der Spize steht Lungenschwindsucht mit einer Steigerung von 3988 Sterbefällen auf 4346. Dagegen hatte Lungenentzündung einen Rüdgang von 2743 auf 2558. Die Influenza forderte im vorlegten Jahre 363 Opfer( davon allein 124 im März), im letzten Jahre aber 609( davon allein 275 im Februar und 129 im März). stiegen ist die Sterblichkeit bei den besonders im Sommer zahlreich auftretenden Erkrankungen der Verdauungsorgane, bei Magen- und Darmkatarrh von 1070 auf 1337, bei Diarrhoe von 1447 auf 1708, bei Brechdurchfall von 1729 auf 1960. Die Fälle gewaltsamen Tods vermehrten sich von 915 auf 981, die in diesen Zahlen mitenthaltenen Selbstmordfälle verminderten sich von 457 auf 434. Reinickendorf. Sonnabendabend 81/2 Uhr hält der BezirksWahlverein seine Generalversammlung in Schönholz im Saale des Herrn Medelmann ab. Genoffe Fendel referiert über das Thema:" Die Existenzberechtigung des Adels". Sodann Vereinsangelegenheiten. In Spandau findet Sonnabendabend 8 Uhr bei Wehe, Bichels- ger, wegen versuchter Nötigung Frl. Milpacher und der Der ehemalige Kriminalkommissar Thiel, der bekanntlich dorferstraße 39, eine öffentliche Versammlung statt, in genannte Ludwig Barth zu verantworten haben. Es handelt die ihm zuerkannte dreijährige Zuchthausstrafe im Moabiter Zuchts der Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht über das Thema:„ Das fich im ersten Fall um einen Betrugsversuch gegen hause in der Lehrterstraße verbüßt, bewohnt einem Lokalblatt zuBürgerliche Gesetzbuch und der gewerbliche Arbeitsvertrag" referiert. Die Erben des am 1. Oktober v. J. verstorbenen 22 jährigen Prinzen folge diefelbe Zelle, die vor vier Jahren dem Freiherrn v. HammerAuch das hiesige Gewerbegericht soll einer Besprechung unterber seiner Zeit als Lieutenant bei den Garde- Ulanen in Holzschnigerei beschäftigt; er arbeitet in der Tischlerwerkstatt des Bernhard Heinrich von Sachsen- Weimar- Eisenach, stein zugewiesen wurde. Der ehemalige Polizeibeamte fvird mit Der socialdemokratische Wahlverein von Johannisthal fumpfigem Boden stehenden Ort mit der Milpa cher bekannt ge- übung des noch ungewohnten Handwerks unterweisen. Potsdam gestanden hat. In dieser Zeit ist er an dem auf sehr Buchthauses in Gemeinschaft andrer Sträflinge, die ihn in der Aushält seine Mitgliederversammlung am 20. April im Lokale von worden und soll diese auch mehrmals mit kleineren und größeren Senftleben ab. Rechtsanwalt Fränkt spricht über das Bürgerliche Geldsummen unterstügt haben. Als der Prinz dann plöglich abend der 21 Jahre alte Musiker Gustav Bierow, der als Gehilfe in Gesetzbuch. Durch einen Messerstich in die Brust versuchte sich Mittwochin Eisenach gestorben war, suchte die M. unter Beihilfe des Der socialdemokratische Wahlverein für Grünau hält am Angeklagten ger zunächst von den Erben des Verstorbenen einer Kapelle spielt, in seiner Wohnung in der Perlebergerstr. 27 zu 20. d. M. bei Gehrke seine regelmäßige Sigung ab. Der wichtigen Geld zu erhalten, indem sie ihnen vorspiegelte, daß der Ver- töten. Der junge Mann hatte bei einer Beerdigung mitgespielt und Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitglieds, zu er- storbene ihr versprochen habe, durch Gewährung einer sich später start betrunken. Um 10 Uhr abends ergriff er in der scheinen. größeren Summe für sie zu sorgen. Sie trat weiter runtenheit ein Küchenmesser und stieß es sich mit dem Bemerken, mit der Behauptung auf, daß der Verstorbene mündlich die Bürg der drei Mitgehilfen, die außer ihm noch in der Stube waren, daß das Leben feinen Wert mehr für ihn habe, in die Brust. Einer schaft für einen von ihr dem Angeklagten Eger acceptierten Wechsel sprang noch rasch hinzu und fiel ihm in den Arm. So wurde der über einen hohen Betrag übernommen habe. In Weimar Aus der Stadtverordneten- Versammlung. prüfte man die Angelegenheit und da Stoß abgeschwächt und die Wunde nicht gefährlich. Der Verletzte wurde ihr ein wurde mit einer Droschte nach dem Moabiter Straufenhause gebracht. Als die Stadtverordneten- Versammlung vor vier Wochen der rundweg ablehnender Bescheid ชน teil, verbunden mit Magistratsvorlage über die Gewährung von Ruhegeld dem deutlichen Hinweis darauf, daß ihr ernste Folgen in Aussicht Aufgefundener Registrierballon. Aufgefunden ist jetzt der und Hinterbliebenen Versorgung an städtische ständen, wenn sie sich weiter erdreistete, das großherzogliche Haus feit circa fünf Wochen verschwundene Registrierballon, den das Arbeiter endlich ihre Zustimmung gab, da durfte man sich freuen, bes verstorbenen Prinzen, Erbgroßherzog Wilhelm Ernst, zur Regie- bei Tegel am 7. März aufgelaffen hatte. zu behelligen. Inzwischen war der um zwei Jahre ältere Bruder Aeronautische Observatorium des fönigl. meteorologischen Instituts Der Ballon lag auf daß auch etliche Verbesserungen, die der mit der Prüfung rung gelangt und nun richtete der Angeklagte Barth im Auftrage Bäumen in der Biesenthaler Forst; er war etwas beschädigt, dader Vorlage betraute Ausschuß empfohlen hatte, den Beifall der der Milpacher an den jungen Großherzog ein Schreiben, in welchem gegen war das in einem Körbchen befindliche Instrument un Mehrheit gefunden hatten. Man soll aber den Tag nicht vor dem er diesem die angeblichen Ansprüche der M. an die Erben des Ver- versehrt. In Paris ist eine Berlinerin ermordet worden. Anfangs der neunziger Jahre ging die damals 22 jährige Gouvernante Frieda Lasch von hier nach Paris und heiratete dort einen älteren Die Freundin des Prinzen. Die schon mehrfach erwähnte länder. Die Ehe wurde aber bald wieder gelöst. Dieser Tage nun Herrn, den seit 1848 aus Destreich verbannten Journalisten EngStraffache gegen den aus Ungarn stammenden Redacteur" Ludwig ist die Frau von einem abgewiesenen Bewerber durch einen Schuß Barth, wird aller Voraussicht nach schon Anfang Mai die hiesige in die Stirn getötet worden. Straftammer beschäftigen. Wegen versuchten Betrugs werden fich die und ist der Vertreter eines Kaufhauses in Manchester. Der Mörder heißt Ferdinand Ernst unverehel. Alice Milpa cher und der Zimmervermieter Friedrich Lokales. = Frau Marie Burkhardt- Foottit, die Gattin bes bekannten 18wvangsmaßnahmen aufgegeben, auf einem Plage neben seinem geführt wurde. Er soll mit dem Angeklagten Baumann in Verbin Schulreiters, eine Tochter des Cirkusdirektors Busch, ist gestern Grundstück teine Laftwagen mehr aufzustellen. Michaelis fühlte sich dung gestanden haben. In der heutigen Verhandlung tamen verschiedene morgen in ihrer Villa in Halenfee im 31. Lebensjahre geftorben. dadurch in feinen Rechten benachteiligt und nahm die Ver- Falle zur Sprache und zwar aus den Jahren 1885 bis 1889, in denen Für die Artistenwelt bedeutet das Hinscheiden dieser Frau, die als wagsgerichte in Anspruch. Der Regierungs Präsident Militärpflichtige bei Musterungen, bei welchen Dr. Schimmel beMadame Maria Doré, gleich igrem Manne, zu den hervorragendsten ord e an, daß der Bürgermeister seine Verfügung an teiligt war, freigekommen sind, diese Freigekommenen waren von Kräften des Cirkus Busch gehörte, einen großen Verlust. Direktor Michaelis sofort zurücknehmen solle, vorläufig für die Dauer Baumann zu den Musterungen in Recklinghausen, Essen, DetBusch selbst verliert in der Verstorbenen nicht nur seine Tochter, des Verwaltungsstreitverfahrens, weil die Rechtslage zweifelhaft sei. mold und Hoerde geschickt worden. Dr. Schimmel erinnert sondern auch eine große Stüße seines Justituts, da sie in letzter Zeit Bürgermeister Preiß tam aber der Verfügung nicht alsbald nach, sich dieser Fälle nicht mehr, erklärt aber, daß ihm vier bis fich auch um die Inscenierung der großen Ausstattungspantomimen sondern suchte dem Regierungspräsidenten gegenüber sein Verfahren sechs Wochen vorher bekannt gewesen sei, zu welchen Mustefehr verdient gemacht hatte. zu rechtfertigen. Strafandrohungen und Straffestsetzungen seitens rungen er tommandiert werden würde. Die in Frage stehenden jungen Leute feien vielleicht deshalb in die industriellen Gegenden gefchickt worden, weil dort ein ausgezeichnetes Ersagmaterial vorhanden gewesen sei und da dort viele Leute überflüssig blieben, fie um so mehr Aussicht auf Befreiung hatten. Im Straßenbahn- Wagen vom Tode überrascht wurde am des Regierungspräsidenten mußten vorerst auch nichts. Erst nach der Mittwochnachmittag um 5 Uhr die 58 Jahre alte Ehefrau Charlotte zweiten Ordnungsstrafe von 50 Mart ließ der Polizeiberieser von des Rentners, früheren Beitungsspediteurs, Jacobi aus der Nathenower- Salzwedel feine Reklamationen und zog seine Verfügung zurück, Straße 32. Die Frau hatte eine Verwandte im Friedrich Wilhelms- immer aber noch mit einem Vorbehalt, nämlich dem der Hospital in der Großen Frankfurterstraße besucht. Auf dem Rück- Wahrung der Rechte Dritter. Nachdem er zum drittenmal eine wege wurde ihr in einem Wagen der Linie Küstriner Play- Moabit, Ordnungsstrafe von 50 M. erhalten hatte, ließ er den Vorbehalt auch gegenüber dem Polizeipräsidium, plöglich unwohl. Ein Schugmann fallen, indem er die an Michaelis erlassene Verfügung gänzlich außer brachte sie in das Präsidium hinein. Raum hatte sie ein Zimmer, Kraft fegte. das ihr angewiesen war, betreten, da starb sie, wahrscheinlich an einem Herzschlag. Ein Arzt konnte nur noch feststellen, daß der Tod eingetreten war. Feuerbericht. Auf einem Neubau in der Hochstraße brannte Donnerstag eine Baubude. Vorher hatte Frankfurter Allee 73a der Inhalt eines Schaufensters Feuer gefangen, während gleichzeitig in der Chauffeestraße, Ecke Tiedstraße, die Explosion einer Petroleum Yanne einen fleinen Brand verursachte. Ererzierstraße 18 war das Dach des Kesselhauses einer Lackfabrik in Brand geraten, der indes bald abgelöscht werden konnte. Außerdem hatte die Wehr noch Barnimstraße 29 und Steinmezstraße 54 zu thun. In beiden Fällen brannten Fußboden und Balkenlage. Radsport. Für das 50 Kilometer- Rennen, welches nächsten Sonntag im Sportpart Friedenau stattfindet, find folgende Fahrer eingeschrieben: Thaddäus Robl, Piet Didentmann, F. Krause, G. Hainy, F. Ryfer und G. Winnemann. hausbau " nur Drei schwere Jungen" nahmen gestern die 1. Straffammter des Landgerichts I in längerer Verhandlung in Anspruch. Frau Lina Sternecker, die einstige Inhaberin des bekannten Etablissements „ Schloß Weißenfee", fam am 25. November v. Js., am TotenHerr Preiß beschwerte sich über den Regierungspräsidenten ver- fonntag, durch Einbruchsdiebstahl um ihre sämtlichen Schmucksachen, geblich beim Oberpräsidenten der Provinz Sachsen und verklagte die auf annähernd 5000 M. bewertet waren. Frau Sterneder diesen dann beim Ober- Verwaltungsgericht mit dem betrieb in den letzten Jahren im Hause Roßstr. 3 ein RestaurationsAntrage, das Gericht möge die drei Disciplinar- Ordnungsgeschäft, während sie eine Privatwohnung in einem Hause am strafen aufheben. Der erste Senat gab dem Antrage Friedrichsgracht inne hatte. Am 25. November hatte sie sich gegen beiden Strafen zu je 50 m. billigte der Senat mit nach ihrer Wohnung zurückkehrte, entdeckte sie, daß Einbrecher ihr einen bezüglich der statt. legten Strafe Die ersten 5 Uhr nachmittags nach dem Geschäft begeben. Als sie gegen 9 Uhr abends folgender Begründung: Der Bürgermeister als Polizeiverwalter Besuch abgestattet hatten. Sämtliche Thüren waren mittels Nachwäre verpflichtet gewesen, den ihm vorgefesten Regierungspräsidenten schlüffel, die Behälter im Innern mittels Brecheifen geöffnet worden. Gehorsam zu leisten, und zwar mindestens nach der ersten Straf- Die Diebe hatten nur nach Geld und Wertsachen gesucht und be= androhung. Statt dessen habe er seine Verfügung an Michaelis erst sonders letztere in reichlichem Maße gefunden. Durch Zufall erwochenlang nachher zurückgenommen, erst nach der zweiten Straf- mittelte die Polizei die Diebe, in denen fie einen guten Fang te nitenz verfügung und erst nachdem er eingesehen habe, daß er mit seiner machte. Obgleich die Angeklagten leugneten, hatte der Gerichtshof nicht durchkommen würde. Seine Angaben in feinen Zweifel an ihrer Schuld. Es waren die schweren Jungen seinen Erwiderungen an den Regierungs- Präsidenten wären Hensel, Mühlenbed und Steinbed. Hensel wurde zu zwölf, mur leere Ausflüchte. Die beiden ersten Strafen feien Mühlenbeck zu vier und Steinbed zu zwei Jahren Buchtwegen feines Ungehorsants mit Recht verhängt worden und ein haus sowie den üblichen Nebenstrafen verurteilt. Anlaß, das Strafmaß zu vermindern, liege nicht vor, da Preiß mit Autorität der vorgefeßten Behörde arg bloßnichtigen Vorwänden die Sache monatelang verschleppt und die gestellt habe. Milder wäre die Angelegenheit mit dem Vorbehalt, die zur dritten Bestrafung führte, zu behandeln. geliefert. Dermischkes. Marktpreise von Berlin am 17. April 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Weizen, gut D.- Ctr. 16,45| 16,44 Rindfleisch, Keule 1 kg dv. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch ) Noggen, gut mittel " Hammelfleisch Butter 7, 5, mittel gering 16,43 16,42 1,60 1,20 " 16.41 16,40 1,30 1" " 14,30 14,29 1,60 1,20 " " mittel 14,28 14,27 " " 1,80 1, gering 14,26 14,25 1,601, " 15,60 14,80 2,60 2, " 14,70 13,90 Eter 60 Stild 4, 2,60 " 13,80 13, " 16,- 15,40 Karpfen Male 1kg 2,20 1,20 " mittel 15,30 14,70 " gering 14,60 14, " Bander Hechte 2, " 7,- 6,66 Barsche seu 8,50 5,60 Schleie 3, 1,20 Erbsent Speisebohnen Linsen " 40, 25, Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Krebse per Shot 12, 3, " 70, 30, *) ab Bahn. Mistroh 2,80 1, 2,80 1,20 1,20 1,80 0,80 Aus den Nachbarorten. Konflikt in Neu Weißensee. Zwei Zwangsverfügungen der Regierung find ein Unglück kommt selten allein zu gleicher Zeit der Gemeindeverwaltung zugegangen. Die Gemeindevertretung Räuber und Polizet. In der Münchener Bost" lesen wir: hatte es wiederholt abgelehnt, die nach Ansicht der Regierung auf Wie schon mitgeteilt, wurde am Montagabend in seiner Wohnung Neu- Weißensee entfallenden Soften( 6478 M.) zum Erweiterungsbau Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld spielte am zu München der 39 Jahre alte Tagelöhner Franz Xaver Lorenz der evangelischen Kirche in Weißensee zu bewilligen. Die Regierung Mittwoch das Gerücht, doß der Angeklagte Baumann mit wegen dringenden Verdachts, am 26. September vorigen Jahres, hat nun, nach ihrer Angabe, geftügt auf§ 141 der Landgemeinde- Anarchist en verkehrt habe, eine gewisse Rolle. Der durch seine nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr, an den Bauers- Eheleuten ordnung, auf das märkische Provinzialrecht und§ 709 des All- Wirksamkeit in politischen Prozessen bekannte Distriftskommissar Buchner in Radelsdorf bei Cham unter erschwerenden Umständen gemeinen Landrechts, eine Verfügung erlaffen, nach welcher die zwangsammhoff machte folgende Aussage: Er hatte den Auftrag er einen Raub verübt zu haben, durch die Kriminalschuylente weise Einstellung dieser Summe in den Etat der Gemeinde angeordnet halten, den Baumann zu überwachen, da er im Verdacht stand, fich Ruppert und Klein verhaftet. Lorenz hat nach seiner Berhaftung wird. Die von der Gemeindevertretung für ihr ablehnendes Ver- mit Militärbefreiung zu beschäftigen. Baumann habe gewußt, daß er ein umfassendes Geständnis dahingehend abgelegt, daß er und der halten angegebenen Gründe, materieller sowie rechtlicher Natur, überwacht werde. Baumann ist häufig nach Ohligs gefahren. Dies fei vom Schwurgerichte Straubing wegen Raubs zu 15 Jahren Zuchtwerden in der Verfügung als nicht vorhanden angesehen. Die Ber- aber nicht weiter aufgefallen, da ermittelt wurde, daß Baumann haus verurteilte" Tapezierer" Erhard Holzleitner die in Frage tretung lehnte in der letzten E.zung jedoch wiederum auch die Mitbefizer eines Ringofens in Ohligs war. Präs.: Baumann, stehende That begangen haben. Der nun verhaftete Räuber Lorenz Einstellung dieser Summe in den Etat ab. Von der Beschreitung Sie haben gesagt, Sie hätten etwa 8 Wochen vor Ihrer ist mit der Base des Räubers Mathias neißl verheiratet, und des Klagewegs versprach man sich unter den obwaltenden Verhält Verhaftung von einem vornehmen Herrn erfahren, daß der Diftrifts- Lorenz war der erste, der der Polizei Anhaltsniffen sehr wenig, dem Gemeindevorsteher wurde aufgegeben, vom kommissar Kammhoff den Auftrag erhalten habe, Sie zu punkte über den Aufenthalt des Kneibl gab. Minister einen außerordentlichen Staatszuschuß in Höhe der überwachen, da Sie im Verdacht standen, sich mit Freimacherei Mit Hilfe der Frau Lorenz konnte bekanntlich das Versteck verlangten Summe nachzusuchen. Der zweite Fall liegt zu beschäftigen. Wer war der vornehme Herr, der Ihnen diese Seneißls ermittelt werden. Die Polizei zeigte sich, wie feiner folgendermaßen: Zu dem jetzt vor sich gehenden Schul- Mitteilung gemacht hat? Baumann: Darüber verweigere Zeit schon gemeldet, für den ihr geleisteten unschäzbaren Dienst im westlichen Teil des Orts hat die Vertretung ich die Auskunft. feiner Zeit zur Deckung der Baukosten die Aufnahme einer Anleihe daß dies gegen Sie verwertet werden könnte. - Präs.: Ich mache Sie darauf aufmerksam, dadurch erkenntlich, daß sie dem Lorenz, der aus sicherheitsBaumann: Ich polizeilichen Gründen aus München ausgewiesen von 325 000 M. beschlossen. Die Verfügung der Regierung geht nun bedaure das, ich werde aber den Herrn nun und nimmermehr nennen. war, wieder auf unbestimmte Beit Aufenthaltsdahin, daß die Vertretung eine verstärkte Amortisationsquote in den Präs.: Herr Distriktskommissar, Sie erhielten 8 Wochen vor der bewilligung gab. Auch war ihm und seiner Frau die vom Etat einsetzen müsse, damit die aufgenommene Anleihe in weit verhaftung den Auftrag, Baumann zu überwachen?-Zeuge: Ja- Ministerium des Innern auf die Ergreifung des Räubers türzerem Zeitraum getilgt werde, als es nach dem Beschluß der wohl. Dieser Zeuge befundet im weiteren auf Befragen des Präsidenten: neigt ausgesetzte Prämie von 1000 Mart je zur Vertretung der Fall sein könne. Ausgaben für Schulbauten Er kenne die anarchistische Bewegung sehr genau, der Name Bau- Hälfte zugefallen. Unter den gegebenen Umständen wird Herr müssen nach der Verfügung aus vorhandenen Mitteln der mann sei ihm aber niemals vorgekommen. auf den ihn treffenden Gemeinde gedeckt, Landgerichtsrat Lorenz allerdings wohl oder übel das heißt als laufende Ausgaben an Spieß befundet alsdann auf Befragen des Präsidenten, Baumann Teil der Kneißl- Fangprämie verzichten müssen. Wenn nicht alle gesehen werden, dürfen aber nicht auf dem Wege einer Anleihe habe einmal gejagt: Was meinen Sie wohl, Herr Landgerichtsrat, Anzeichen trügen, arbeitete" das mun verhaftete Räubertrio Kneißlaufgebracht oder gar, wie hier geschehen, mit folch' geringem Prozent wer sich alles mit Militärbefreiung beschäftigt. Geistliche beider Holzleitner- Lorenz auf gemeinsame Rechnung und vermutlich hat faze amortifiert werden. Die Regierung verlangt eine Erhöhung der Amortisationsquote me i ster. Konfessionen, besoldete und Ehren- Beigeordnete und Bürger- neißl aus Rache dafür, daß er von seinem Spießgesellen und Wetter Präsident: Baumann behauptet, er habe die Lorenz der Polizei verkauft wurde, auch seinerseits teinen Pardon um 5 Broz. der Anleihe, Einstellung dieses Postens in den Etat und Sache nur vom Hörensagen erzählt.- Zeuge: Baumann hat dies gegeben und seinen Compagnon Lorenz dem Polizeiſpieß ausalljährlichen Bericht über diese Angelegenheit. Die Gemeinde mit voller Bestimmtheit erzählt. Baumann: Ich bestreite, das bertretung lehnte auch die Einstellung dieser Summe in den Etat mit Bestimmtheit erzählt zu haben. Ich muß noch bemerken, daß ab. Doch soll versucht werden, vom Staate einen außerordentlichen einmal der Herr Landgerichtsrat zu mir sagte: Er habe den Auftrag Beitrag zur Deckung der angefochtenen Anleihe zu erlangen. von dem Herrn Ersten Staatsanwalt erhalten, mir zu eröffnen, Lichtenberg. Gegen die Liebesgabe", die den Hausbefizern wenn ich zugestehe, daß ich mit Dr. Schimmel und Dr. Linde in Form einer Beihilfe zu den Kanalisations- Untoften im Betrage mann in Verbindung gestanden habe, dann werde ich sofort ents von 14 250 Mart zu teil wird, macht sich nunmehr auch in bürger- laffen. Ich bemerkte, daß ich unmöglich dies sagen könne, da ich lichen Kreisen eine Opposition bemerklich. In einer von etwa diese Herren weder jemals gesehen, noch mit denselben in irgend 30 Wählern der 2. Wählerklasse besuchten Versammlung wurde ein- welcher Verbindung gestanden habe. Ich kann doch nicht durch eine stimmig beschlossen, den Kreislandrat zu ersuchen, diefer Etatsposition wahrheitswidrige Angabe mein Herz beschweren und mein Gewiffent) Gerfte, gnt Präsident: Baumann, auf dem Platz, auf dem die Genehmigung zu versagen. Die Gründe find allerdings andre, besudeln. gering als die von unsren Genoffen bei der Etatsberatung geltend gemachten. Sie stehen, hat schon so mancher schwere Verbrecher gestanden, alle †) Bafer, gut Baumann: Die innerhalb der Ringban belegenen Grundstücke sind an die diese übertreffen Sie aber bei weitem im Leugnen. Berliner Kanalisation angeschlossen und diese sind von der Unter- Das ist kein Leugnen, Herr Präsident. Präsident: So lange filigung" ausgeschlossen, daher das Gefchrei! Im vergangenen Jahre Sie nicht angeben, wo die Tausende hingekommen sind, die Sie von haben die Herren noch ohne jeden Strupel die gemeinsame„ Beihilfe" den verschiedenen Leuten erhalten haben, halten Sie mit Ihrem von 50 000 Mart in den Etat eingestellt. Heute fann man nicht gut Geständnis zurück. umhin, der Socialdemokratie Rechnung zu tragen. Folgende Episode wirft auf die Behandlung der Unter Selbstmord eines Oberlieutenants. Der in Tempelhof merit, daß er nun eine kurze Pause eintreten laffen werde. fuchungsgefangenen ein grelles Licht: Der Präsident beEs sei wohnhaft gewesene Oberlieutenant der Landwehr a. D. Hermann Seß hat gestern vormittag seinem Leben durch Erschießen ein Ende ihm mitgeteilt worden, daß sich während der Pause ein Teil des Produktenmarkt vom 18. April. Die Tendenz auf dem Getreides gemacht.. hatte, nachdem er aus dem Militärdienst geschieben, in Publikums, an Baumann herandrängelnd, dieſem etwas zuſtede. Entarkt war fest auf dauernd widriges Wetter, höheres Desterreich- Ungarn Baumann müsse er mit und feftes Nordamerika, wo gleichfalls ungünstige Witterungsverhältnisse der Mohrenstraße ein Künstlermagazin übernommen. Die Geschäfte müsse bemerken, daß dies unzulässig sei. nahmen indeffen nicht den erhofften Aufschwung, so daß H. in den teilen, daß er sich nichts zu ft eden lassen dürfe und den auf eine Abnahme der Anfünfte aus dem Innern veranlaßt haben. Der lezten Jahren in immer größere Bedrängnis geriet, bis er schließ sichtführenden Beamten unbedingt Gehorsam zu leisten habe, sonst stimulierenden Wirkung dieser Momente stand jedoch allgemeine GeschäftsBaumann: unlust entgegen; Weizen und Roggen setten 12 bis 3/4 M. höher ein, lich zum Revolver griff. Die Kugel drang durch den Kopf und habe er Disciplinarstrafen zu gewärtigen. durchschlug das Fenster; fie erreichte das gegenüberliegende Herr Präsident! Ich bin ein alter Mann und kann doch wohl fonnten aber bei stillem Verlauf des Geschäfts thre höchsten Preise nicht Haus. Der 51 Jahre alte H. hinterläßt eine Frau und erwachsene während der Pause eine Erfrischung annehmen.- Präsident: dauernd behaupten. Effektive Offerten waren in beiden Artikeln knapper geDafür hat lediglich die Gefängnisverwaltung zu sorgen, mais unverändert. Rüböl zog 40 bis 50 f. an. halten. Mehl still, behauptet. Von Futterartikeln blieb Hafer nominell fest, von andrer Seite dürfen Sie nichts annehmen, sonst haben Sie Spiritus notierte wie gestern, 70er loco 44,20 m. Disciplinarstrafen zu gewärtigen.- Verteidiger Rechtsanwalt Kray: Dann stelle ich den Antrag, daß dem Angeklagten während der Bause ein Frühstück gegeben wird. Es ist doch nicht angänglich, daß Der Redacteur Genoffe Stanislaus Liesniewskt von der ein so alter Mann bis 8 Uhr nachmittags hungern soll. polnischen„ Gazeta Robotnicza" stand gestern vor der zweiten Straf- Präf.: Dieser Antrag muß an die Gefängnis Berwaltung tammer vom Landgericht II. Anfang 1899 erschien in dem genannten gestellt werden. Blatte ein Artikel aus der Provinz Posen, durch welchen die Arbeits- Ge erscheint der frühere Sanitäts- Unteroffizier, jezige Ge- Bundespräsident sein kann. verhältnisse auf den Gütern des Oberpräsidenten der Provinz Bosen, schäftsreisende isel als Zeuge. Auf Antrag des Staats Herrn v. Willanowiz Möllendorf, scharf kritisiert wurden. anwalts Dr. Alberts wird der Zeuge uneidlich vernommen. Dieser Auf Antrag des Oberpräsidenten Herrn v. Willonowitz wurde der stand im Verdacht, dem Baumann Kenntnis von den Kommandos damalige Redacteur der„ Gazeta Robotnicza, Kaczmaret, an- gegeben zu haben. Siel machte sich dadurch verdächtig, daß, als geklagt und vom Landgericht I nach mißlungenem Entlastungs- Kriminalbeamte ihn auszuforschen tamen, er desertierte. Isfel bebeweise zu bier Monaten Gefängnis verurteilt. Der Ver- hauptet: Er sei desertiert, weil er befürchtete, wegen zu späten urteilte legte legte Revision ein, die jedoch vom Reichsgericht Dienstantritts Mittelarrest zu erhalten; mit Baumann habe er in verworfen wurde. Darauf erschien in der Gazeta Robot- teiner Weise in Verbindung gestanden. Generalarzt Dr. Strider, nicza" eine von Liesniewski verfaßte Notiz mit der Ueber- als Zeuge vernommen: Er glaube nicht, daß der von Iffel anschrift Preußische Gerechtigkeit", in welcher Mitteilung von der gegebene Grund diesen zur Desertion veranlagt habe. Andrerseits Berurteilung des Kaczmaret Mitteilung gemacht wurde mit dem bezweifle er, daß Jssel dem Baumann Mitteilungen über die KomBusage, obgleich die Verhältnisse auf den Gütern des Herrn mandos gemacht habe. Auf Befragen des Staatsanwalts Dr. v. W. zum überwiegenden Teile erwiesen worden seien." Iberts giebt der Zeuge schließlich die Möglichkeit zu, daß Iffel Dieses Bufages wegen war Liesniewski angeklagt und dem Baumann Kenntnis von den Kommandos gegeben habe. vom Landgericht I 81 brei Monaten Gefängnis Generalarzt Dr. Strider Münster erklärt: Die in der Anverurteilt worden. Auf die eingelegte Nichtigkeitsbeschwerde hob das flageschrift aufgestellten Normen betreffs der Dienstuntauglichkeit Reichsgericht das Urteil auf und verwvies die Sache zur erneuten tönnen nicht zur Grundlage gemacht werden. Ein Herzfehler ist Berhandlung an das Landgericht II. Dieses billigte dem An- schwer zu erkennen. Die Militärärzte sind überangestrengt, deshalb ist geflagten, der selbst Pole sei und das Interesse seiner Landsleute die Bahl der auszumusternden Leute herabgefeht. Im 7. Armee wahrzunehmen berechtigt sei, den Schutz des§ 193( Wahrung berech corps mußten in den letzten zwei Halbjahren 925 Rekruten tigter Interessen) zu und erkannte auf Freisprechung. Mit dieser entlassen werden. Dadurch entstehen viele Kosten und Störungen; Bubilligung der Wahrnehmung berechtigter Interessen war aber das vom deshalb hat der Kriegsminister Anweisung erlassen, nur die vollStaatsanwalt angerufene Reichsgericht nicht einverstanden, die Sache ständig dem Kriegsdienst gewachsenen Leute und von den brauch- Swinemde 765 WNA 2 wolkig 4 paparanda 755 SO wurde an die Vorinstanz zurückverwiesen. Die Straftammer mußte baren Leuten nur die brauchbarsten zu nehmen. Generalarzt Hamburg 767 WNW 3 wolfig fich in der erneuten Verhandlung an die Direktive des Reichsgerichts Dr. Hertel- Berlin pflichtet dem bei und bemerkt, vielfach seien Franff./M. 7709N2B 2 Heiter halten, indessen wurde diesmal statt auf 3 Monate Gefängnis nur Bruchleiden schwer festzustellen. Geheimer Medizinalrat Professor finchen 769 2 3 Schnee auf 300 M. Geldstrafe erkannt. Dr. Schede und Professor Dr. Noland Bonn schließen sich dem an. Wien 767 NR 4 heiter 4 Ein die Autorität mißachtender Polizeiverwalter. Der Hierauf wird Oberstabsarzt Dr. Schimmel vernommen, welcher Wetter Prognose für Freitag, den 19. April 1901. Bürgermeister Preiß als Polizeiverwalter der Stadt sich seit mehreren Monaten in Militäruntersuchungshaft befindet und Wärmer, zunächst meist heiter, bei mäßigen südwestlichen Winden; Salzwedel hatte dem Besizer Michaelis unter Androhung von von dem Major Berlin vom Bezirkskommando in Barmen vor- später neue Trübung und etwas Regen. Kinder. Gerichts- Beifung. 5 +) frei Wagen und ab Bahn. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. G. 70. Es ist kein Grund einzusehen, warum nicht Ihr Vorsitzender 9. S. 47. Sprechen Sie mit den Statuten in der juristischen Sprechstunde vor... Stempelung ist nicht erforderlich. 20. B. Für Städte gilt die altpreußische Städte, für Landgemeinden die LandgemeindeOrdnung. Nach der ersteren dürfen nur Preußen, nach der letzteren auch nichtpreußische Deutsche als Gemeindevertreter wählen und gewählt werden. Friseur. Seit dem 1. Juli 1892 ist die Sonntagsruhe für das Sandelsgewerbe in Kraft( Arbeiterrecht S. 200.) 5. S. 45. Ja:§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. 23. Sch. 888. 1. und 2. Ja. 3. Nein. J. S. 5. Eine geschiedene Ehefrau fann ihren Mädchennamen nach 1577 B. G. wieder annehmen. Die Annahme des Namens geschieht in Preußen durch eine Erklärung gegenüber dem Standesbeamten. G3 genügt die Uebersendung einer notariell oder gerichtlich beglaubigten Erklärung, daß man den Mädchennamen wieder annimmt, an den Standesbeamten, der die Ghe geschlossen hatte. Auch kann man die Erklärung zu Protokoll des Standesbeamten geben. Diesen Weg kann Ihre Braut beschreiten. 1000. J. P. 2. Es ist für April und Mai Miete zu zahlen. Witterungsübersicht vom 18. April 1901, morgens 8 1hr. Stationen Berlin Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Metter 4 Regen Temp. u. 6. N28 15° C.-4° R. 767 NNW 2 bedeckt 4 Petersburg 3 Cort 5 Aberdeen 0 Paris 768 SS 762 772 S 3 wolfig 10 2 bedeckt 1wolfen 2 Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde Für den Inseratentell verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.