Nr. 95. = • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28$ fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mix tlluftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die jechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerfschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mittwoch, den 24. April 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Socialismus ihnen, den Herren Reaktionären, wieder die Pforten Kosten der Schnapsfabrikation zu begünstigen und von andren Das Ministerium Zanardelli und die zur Regierung eröffnen werden. Socialisten. Rom, 21. April. derartigen schönen Dingen und Vorsägen zu erzählen. Thatsächlich werden innerhalb der socialistischen Partei und Natürlich fehlte auch nicht die Not der Landwirtschaft und namenlich in der provinziellen Wochenpresse Kritiken über die Behauptung, daß die Konsumenten durchaus nicht Schaden das Verhalten der parlamentarischen Fraktion laut, die da leiden würden. Die focialistische Kammerfraktion im Verein mit den andren hätte sie die auf dem Kongresse von Reggio Emilia festgesetzten landwirtschaftlichen Arbeiter zu citieren und die hohe Besagen: Indem die socialistische Fraktion die Regierung unterstüẞte, Herr v. Wangenheim unterließ auch nicht, wieder den Frattionen der äußersten Linken der radikalen und der republi- Brincipien verlegt, die ihr untersagten, in gleichviel welchem Fall zahlung zu rühmen, die sie während der Kartoffelernte ertanischen unterstüßt die Regierung. Diese Thatsache für ein Ministerium zu stimmen; sie befände sich außerdem auch im hielten. ruft sowohl eine lebhafte Erregung in der reaktionären Presse als widerspruche zu den Beschlüssen des legten Kongresses in Rom, auch eine beträchtliche Mißstimmung und lebhafte Kritik in den Reihen welcher alle Alliancen mit andren Die Opposition gegen die agrarische Gesezesmacherei war der eignen Partei hervor. Parteien, ausgenommen gut auf dem Posten. Sie wurde von dem Redner unsrer die der äußersten Linken, Man fühlt sich fast versucht zu sagen, in Italien wiederholt ist auch offenbar, daß, wenn das jetzige Ministerium dazu kommen Gruppen Pachnide und Fischbeck geführt. untersagt habe. Thatsächlich Partei, Genossen Wurm und den Rednern der freisinnigen fich gewissermaßen für die socialistische Partei dasselbe Geschehnis follte, die allgemeinen Wahlen auszuschreiben, Wurm die social- führte wie in Frankreich: Eine revolutionäre, antibourgeoisistische und anti- demokratische Partei ebenso die ministeriellen Kandidaten unter- komplizierten Gesetz nur die größeren oſtelbischen Grundden Nachweis, bon daß den Vorteil dem dynastische Partei stüßt mit ihren Stimmen und ihrer moralischen stigen müßte, wie die parlamentarische Fraktion des Ministerium befizer haben würden, da den kleinen Bauern der ZusammenAutorität ein dynastisches Bourgeois- Ministerium, das bei aller selbst gestützt hat. Vor allen Dingen tadelt man, daß schluß zu Genossenschaftsbrennereien, die ohne kaufmännische liberalen Richtung doch immerhin kapitalistisch und rückständig ist. Um für diese Thatsache die Erklärung zu geben, ist daran zu auch nur die Partei vorher zu befragen. die Kammerfraktion eine derartige Situation geschaffen habe, ohne Leitung nicht prosperieren können, dadurch erschwert werde, erinnern, daß das gegenwärtige Ministerium im italienischen politidaß die Vorlage den Bundesrat ermächtigt, für die Steuerschen Leben etwas wie eine revolutionäre Regierung vorstellt. Dieses Thatsache bei, daß, gerade wie in Frankreich, auch bei uns die gewerblichen Interessen dienen, besondere Bestimmungen zu Zur Erklärung dieser Haltung der lokalen Parteipreffe trägt die veranlagung von Genossenschaftsbrennereien, die überwiegend Ministerium ist hervorgegangen aus dem großen Obstruktionskampf. liberale Regierung sich gezwungen gesehen hat, in den lokalen Ver- erlassen. Unser Redner hob hervor, daß mit Hilfe der Geſetzder von der äußersten Linken 2 Jahre hindurch durchgeführt worden waltungen, in den Präfekturen, in den Polizeikommissariaten 2c. gebung der Spiritusring vollständig geschlossen werden solle, ist ein Kampf, der den Klassenkampf im wahren socialistischen Personen beizubehalten, die seit Jahren daran gewöhnt sind, nach und deutete auf die Gefahr hin, daß auch der denaturierte Sinne ersezte, ein Kampf gegen die aristokratisch- konservative und reaktionärer Methode zu verfahren. Da nun die Regierung nicht Spiritus in dem Augenblick start im Preise erhöht und dem feudale Vergewaltigung, durch welchen der Socialismus die fort überall gegenwärtig sein kann, so geschieht es, daß in den Konsum vom Ring das Fell über die Ohren gezogen werden schrittliche Bourgeoisie, die Radikalen und Republikaner, mit sich Provinzen die Behörden in dem alten Schlendrian weiter würde, sobald man sich daran gewöhnt hätte, denaturierten fortriß und sie zwang, sich mit ihnen zu to alieren. Als infolge der Diskussion über das Organisationsrecht der wirtschaften, so daß die Genoffen, die sich hier und da immer noch Spiritus in erhöhtem Umfang zu Beleuchtungszwecken usw. genuesischen Arbeiter die Krisis atut geworden war, gaben einerseits feinen großen Umschwung in der allgemeinen Richtung der Politik der gewohnten reaktionären Neberraschungen zu erfreuen haben, zu benutzen. die Haltung des Reaktionärs Sonnino, andrerseits der noch nicht bemerken, von dem doch ein großes und erfreuliches Zeichen die zu der Sache das Wort ergriffen, Herr Gamp von der Die Agrarier der verschiedensten politischen Farbe, die verflogene Eindruck des socialistischen Wahlsiegs der Organisationsfreiheit der Landarbeiter und die neutrale Haltung der Reichspartei, Herr Sieg Wage den Ausschlag nach der Seite einer gemäßigt liberalen Regierung in dem Streit der See- Arbeiter geben. ( nationalliberal), Freiherr Lösung. von Wangenheim( fonservativ) und der Pole sicht, die auf dem focialistischen Kongres im September 1900 zu Rom thun, als die Thielmannsche Rede zu wiederholen. Ihren Es ist nicht zu leugnen, daß die Ereignisse alle Voraus von Romierowski hatten wirklich nichts weiter zu möglich war, überflügelt haben. Und demnach haben sie auch Reden gemeinsam war der Versuch, der agrarischen Interessendie auf jenem Kongreß gefaßten Beschlüsse überflügelt, so daß, wie wirtschaft ein ethisches Mäntelchen umzuhängen. Abg. Gamp Enrico Ferri in einer am 14. d. Mis. in Mailand gehaltenen und Herr von Wangenheim sprachen, als seien sie Wortführer Rede fich ausdrückte, die Haltung der parlamentarischen des letzten Wiener Anti- Alkoholkongresses. Frattion die natürliche Konsequenz der Sachlage ist. Filippo Turati antwortet auf die oben angedeuteten er nicht soviel getrunken Sie wollen den Schnaps möglichst teuer machen, damit werde. Kritiken und führt aus, daß es sich jetzt darum handelt, ihnen Treffend erwiderte Genosse Wurm, daß die Früchte der Obstruktion einzuheimsen oder zu zur Bekämpfung der Schnapspest nicht die Verteuerung des das sicherste Mittel verlieren. Man müsse jeßt die sich weiter aufbäumende Reaktion mit Branntweins, sondern die Hebung der Lebenshaltung der aller Straft zurüdtreiben und das Ministerium vorwärts drängen. Man Arbeiterklasse, die Verbilligung der notwendigsten Nahrungs müsse dem Ministerium ermöglichen, daß es auf der liberalen mittel und eine gesunde Handelspolitik sei. Herr Fischbeck Bahn die Wahlen ausschreibt und das Land aufruft, frei von der freifinnigen Volkspartei scherzte mit Recht, daß in seine Entscheidung über die Tendenzen, die sich das Feld streitig den Reden der Agrarier die Centrale für Spiritusverwertung zu einer Filiale der Gesellschaft für ethische Kultur erklärt würde. machen, zu fällen. Turati sagt weiter: Wenn die Socialisten eine politische' Partei sein Das Centrum entsprach nicht ganz den agrarischen Er wollen und nicht eine solche von Politikastern oder Demagogen, wartungen. Herr Spec versicherte, daß in seiner Partei wenn das Programm nicht für uns eine Höhle ohne Ausweg wenig Sympathie für die Vorlage vorhanden sei. Von dem ist, wenn die Arbeiterorganisation und der Klassenkampf nicht reichsgesetzlichen Denaturierungszwange wollte nicht blühende Versammlungsphrasen sind, kurz wenn wir uns an die viel wissen und er bestritt auch den Tielmannschen Dinge selbst und nicht an ihren Schein halten, dann müssen wir Satz von der der segensreichen Wirkung der Brennsteuer. unumgänglich zwischen den beiden Tendenzen, die sich das Feld Auch gegen den Terrorismus des Spirituskartells hatte Bedenken streitig machen, entschieden Stellung nehmen und aus er und borzutragen, offenherzig den proletarischen Massen, die an uns glauben, den entscheidenden genug, der Reichskulturherrlichkeit das schlimme Zeugnis Faktor zu einem entscheidenden Siege machen. auszustellen, es seien noch breite Volksschichten vorhanden, für die der Alkoholgenuß ein notwendiges Uebel wäre. Aber auf das Centrum ist kein Verlaß. Herr v. Wangenheim, der feine Nachbarn kennt, hofft, daß sich in der Kommission eine Brücke zur Verständigung schlagen lassen werde, und auch in der Rede des Herrn Speck waren Anzeichen dafür vorhanden. Morgen: Ostafrikanische Centralbahn. So erstand das Kabinett 8anardelli Giolitti, das zwar keineswegs über einen hinreichend starken numerischen Rückhalt verfügte, um in der Kammer gegen jeden, Angriff gefestigt zu er scheinen, das aber von der Linken und der äußersten Linten gestützt und von moralischen Kräften, von dem Vertrauen des Lands, das zu seiner Erschaffung ein bedeutendes Teil beigetragen hatte, getragen wurde. Zwei große Machtgruppen traten einander gegenüber: Dort die reaktionäre Koalition, die in der Kammer überwiegt und den Senat beherrscht, die Vertretung der Großbourgeoisie und des ganzen Geschmeißes der parasitären Klassen hier die breiten Maffen der Bevölkerung, vertreten durch die liberal republitanish socialistische Koalition, welche bereit ist die liberale Regierung zu unterstützen. Die fast revolutionäre Situation ist nun dadurch bedingt, daß die Reaktion zwar in der Nation selbst nur eine Minorität vertritt, dafür aber in den repräsentativen Körperschaften über die Majorität verfügt, während die Reform bewegung gestützt durch jene fampftüchtigen Energien der Kleinbourgeoisie und des Proletariats, welche das Schicksal der Obstruktionsschlacht entschieden, zwar die bei weitem größte Mehrheit der produktiven Nation repräsentiert, sich bisher jedoch in den repräsentativen Organisationen noch in der Minderheit befindet. Diese Minderheit ist zur Zeit an der Regierung und ihr stemmt sich die ganze Wucht der reaktionären parlamentarischen Majorität entgegen. Es ist nun klar, daß, sobald bei diesem fast genauen Gleichgewicht der Kräfte eine der drei liberalen Energien vom Schlachtfeld desertiert, die Regierung dem Austurm der andrängenden Reaktionäre nicht stand halten könnte, aus dem Felde geschlagen würde und die Reaftion triumphieren würde. Daher die Unterstützung der Regierung seitens der äußersten Linken einschließlich der socialdemokratischen Fraktion. So angesehen, wächst die ministerielle Frage über die Personen der Minister und über das Vertrauen, das' man in sie feßen kann, hinaus und wird zu der Frage, ob überhaupt freiheitlichere Zustände geschaffen werden sollen, und ob zur Verwirklichung dieses Werkes die äußerste Linke und die Volkspartei als ein unumgänglich nötiger Faktor mitwirken müssen. versen im Schoße unsrer Partei felbst. Ich füge nur noch hinzu, Das ist die gegenwärtige politische Lage und das sind die Kontrotrauensvotum gegeben hat und daß die Mailänder Wählerschaft die eben mitgeteilten Anschauungen ihres Abgeordneten Turati geDieser Verlauf der Ereignisse erschreckt die Presse der reaktionären Parteien im höchsten Maße, weil sie, die bisher nur an Regierungen daß die parlamentarische Fraktion der Regierung bisher kein Vergewöhnt war, welche jegliche Bethätigung des Proletariats auf dem Felde der Organiſation mit Handschellen, Militäraufgebot und im Notfall auch mit Füsiladen und Kriegsgerichten behandelten, heute billigt hat. dem für die kapitalistischen Stlassen betrübenden Schauspiel zusehen muß, daß sich die Organisation unter den Landarbeitern über weite Strecken Venetien von Politische Weberlicht. Berlin, den 23. April. Der Reichstag bis über die Marken ausgebreitet hat, daß dieje selben Landarbeiter bereits hier und da zu streiken beginnen, und daß der Streit der Heizer und Maschinisten der Navigazione Generale ausbrechen konnte, ohne daß die Regierung angedeutet hätte, mit Auflösungen, überwies am Dienstag die Novelle zum BranntweinsteuerVerhaftungen oder Füfiladen eingreifen zu wollen. Die Regierung hat erklärt, sich in diesen Konflikten zwischen Unternehmern und Arbeitern völlig neutral verhalten zu wollen, so lange nicht Unordnungen ausbrechen, und auf Verlangen das Schiedsrichteramt zwischen den streitenden Parteien übernehmen zu wollen, Gesetz an dieselbe Kommission, die die Saccharinsteuer vorzubereiten hat. Durch die Ueberweisung dieser beiden Vorlagen an ein und dieselbe Kommission, die auf Vorschlag des Herrn Gamp erfolgte, kommt recht treffend der gemeinsame Charakter beider Entwürfe zum Ausdruck. Es handelt sich hier wie dort um neue Liebesgaben an die Agrarier. Waren es gestern die Zuckerbarone, so sind es heute die Schnapsbrenner des Ostens, die bedacht werden sollen. Die Sache hat offenbar Methode. Dieses in Italien ungewöhnliche Verhalten der Regierung entfacht die reaktionären Parteien zu hellem Zorn. Ihre Presse stellt die gegenwärtige Situation so dar, als ob Italien bereits mit Haut und Haar dem roten Teufel der Revolution", dem Freiherr v. Thielmann, der ehemals als Gegner der Aufstand der Landarbeiter, dem Generalstreit der Seearbeiter ver- Agrarier galt, ist gründlich mürbe geworden. Er sprach heute fallen sei, und sie sucht ihren Groll zu stillen, indem sie grausame wie ein in der Wolle gefärbter Agrarier. Während es sich in Maßnahmen gegen die arbeitenden Klassen vorschlägt, die so weit der That bei dem neuen Entwurf darum handelt, die Spiritusgehen, daß sie die streikenden Heizer und Maschinisten der produktion fünstlich einzuschränken, die Branntweinpreise in Navigazione Generale als Defertenre verfolgt und bestraft die Höhe zu treiben und die Monopolstellung des Spirituswissen will. fartells zu befestigen, wußte Freiherr v. Thielmann ein langes Zugleich versucht dieselbe reaktionäre Presse die Socialisten zu und breites von der Notwendigkeit, den Branntweinkonsum reizen, indem sie ste verächtlich als, offizielle Ministerielle" auf dem Wege der Steuergesetzgebung herabzumindern, die bezeichnet, in der stillen Hoffnung, daß eine Spaltung im Schoße des Erzeugung des technischen Zwecken dienenden Spiritus auf er war Das Abgeordnetenhaus er beschäftigte sich am Dienstag, in der ersten Sigung nach der Oftera pause, mit der ersten Lesung der Novelle zum Berggesez. Der wesentliche Inhalt der Vorlage besteht in der Beſtimmung, daß fortan bei einem durch den Betrieb zweier oder mehrerer Bergwerfe verursachten Schaden die Besizer der Bergiverte als Gesamta schuldner zur Entschädigung verpflichtet sind. Nach dem jetzt geltenden Gesez haften sie nicht als Gesamtschuldner, und da jeder von ihnen die Schuld auf den andren abzuwälzen sich bemüht, so kommt der Geschädigte gar nicht oder erst nach jahrelangen Prozessieren zu seinem Recht. Im allgemeinen begegnete der Entwurf einer sympathischen Aufnahme; nur Abg. Dr. Schulz Bochum( natl.) verwarf die Neuerung im Interesse der Bergwerksbefizer. Aus der Erwiderung des Ministers Brefeld ist die Ankündigung weiterer Menderungen des Berggeseges zu erwähnen; worin diese Alenderungen bestehen, deutete Herr Brefeld jedoch nicht an. wiesen. D Die Vorlage wurde einer Kommission von 14 Mitgliedern überbetr. obligatorische Schlacht vieh- Versicherung zur BeAm Mittwoch steht der Antrag v. Mendel- Steinfels( f.) ratung. Die Zollangft. Co vortrefflich sich die Konservativen als Kanalverschlepper ers wiesen haben, die Regierung kann starte Trümpfe ausspielen, deren sich die Forderer des möglichst gesteigerten Brotwucherers nicht leicht zu erwehren vermögen. Seit Wochen jammert die agrarische Presse, daß die golltarifa Vorlage noch immer nicht an den Bundesrat gegeben sei, wie die Thromrede versprach. Jetzt wird ihr neue Bein bereitet durch die Nachricht, die bayrische Regierung habe in Berlin erklärt, daß namentlich die Erhöhung des Getreidezolls einer längeren Prüfung bedürfe. Daher müsse sie erst den Zolltarif mit] Die Nummer vom 6. Januar beginnt einen Leitartikel„ Zum Sachverständigen beraten und sie könne fich kaum Jahreswechsel und schwelgt nach dem Vorbild des„ Kleinen Journals in Christendemut und Thronanbetung. Dann folgt im vor Dezember darüber äußern. Desgleichen sollen bereits mehrere andre Bundes- Lotal- Anzeiger"-Stil ein Bericht über die bedeutsame Fahnenübergabe staaten sich geraume Zeit zur Durchberatung der Boltarif: an die 1. oftastatische Infanteriebrigade am 26. Dezember 1900. Und vorlage vorbehalten haben. Hieran schließen sich die amtlichen Bekanntmachungen, Diese Meldungen erregen in den agrarischen Streifen faffungs- bie wir ja wohl wiedergeben tönnen, weil es nicht Mitteilungen Tofes Entsetzen. Ihr sauberer Plan, den Kanal mindestens so lange aus übertreibenden" Hunnenbriefen sind, sondern amtliche Dofu zu verschleppest, bis der geforderte Hochschutzoll auf das Brotforn mente. inſchen berben " Die an der Universität vorbeiführenden Straßen werden bis zum Abschluß der Immatrikulationsfeier über drei Stunden selbst für Fußgänger gesperrt. Die Strenge geht soweit, daß nicht einmal die Anwohner jener Straßen durchgelassen werden. Die dortigen Bewohner dürfen die Häuser nicht verlaffen. Sollen diese Absperrungsmaßregeln während der ganzen Dauer der Studien des Kronprinzen beibehalten werden? Eine Verschwörung in der Armee hat die katholische Ger= endgültig gesichert ist, stößt auf schwer zu überwältigende Hindernisse. Den Reigen eröffnet eine Verfügung des Kaiserlich mania" entdedi. In einem Artikel, der aussieht, als sei er erheb liche Zeit vor der Entdeckung der Buchdruckerkunst oder bei einem Die Deutsche Tageszeitung" erklärt zunächst die Deutschen Generaltommandos der im Gebiete der Liebesmahl nach einer glücklich bewerkstelligten Herenverbrennung Nachricht von dem bayrischen Verzögerungsplan für unwahrscheinlich", Reichshauptstadt befindlichen Truppen. ge3 abgefaßt, entlarvt das Centralorgau des Centrums diesen unheimfordert dann aber die„ bayrischen Landwirte" auf, sich„ Sicherheit v. Höpfner"; sie grenzt die der deutschen Verwaltung einstlichen heimlichen inneren Feind in der Armee. Und zwar find es darüber zu schaffen, ob eine solche Erklärung abgegeben worden sei" weilen unterstehenden Gebiete der Chinesenstadt Beting ab und diesmal nicht etwa Socialdemokraten, welche die Armee unterwühlen, und, eventuell ihrer Regierung nochmals aufs entschiedenste zu schließt: sondern die Freimaurer. Diese harmlojen Geselligkeitsvereine, Gemüte au führen, daß eine Verschleppung der An,, Wer aber mit Waffen in der Hand betroffen wird, die sich neuerdings überdies einem widerwärtigen Byzantinismus ergelegenheit burchaus nicht den berechtigten Wünschen der ber wird sofort mit dem Tode bestraft. Wenn aus einem geben haben, werden von der„ Germania" als ernsthafte Apostel der bayrischen Landwirtschaft entspreche". Sause geschossen wird, so wird dasselbe mit Feuer zer- Humanität entlarpt. Ist ein Offizier Freimaurer und er gerät im Krieg stört. Wenn von Offizieren nach Waffen gefragt wird, so an einen Bruder, so braucht er nur das„ gr. N. u. H. Z.", das heißt, find dieselben, wo welche vorhanden find, sofort ane: das große Not- und Hilfszeichen zu machen, und die Feinde fallen Arme. Das Haus, in dem verheinlichte Waffen ge- fich brüderlich in die zuliefern. Das Pas fit eine pratnje einwerbung bes doi Anwendung des christlichen Gebots der funden werden, wird mit Fener zerstört. Rauben und Nächstenliebe, die unsrem christlich- katholischen Blatt einen wahren Plündern wird auf der Stelle mit dem Tode bestraft. Ein Schauder einflößt. Nachdem es aus dem Boeren- und dem deutschjeder gehorche mit Zittern! französischen Serieg ein paar Fälle beigebracht hat, wo freimaurerische Offiziere derart auf dem Schlachtfeld Freundschaft geschlossen haben follen, ruft es mit geängstigtem Patriotismus den preußischen Kriegsminister freischend zu Hilfe: Pum& ilobo # A 1190 356 auf D An dritter Stelle befindet sich eine Bekanntmachung der Civilprä feftur von Deutsch Peking, gez. Cordes, die u. a. verheißt: modandi umellabo Wer die Straßen und Gaffen im deutschen Gebiete berunreinigt, wird mit Stodprügeln streng bestraft." Am Ende des Blatts prangt eine Verordmung derfelben Civilpräfektur vom 15. November 1900, die lakonisch verkündet: pot Jeder Chinese, welcher in der Zeit von Jeder Chinese, welcher in der Zeit von abende 8 bis morgens( infolge eines grausamen Druck fehlers steht im Text„ Mordens"!!) 4 Uhr die Straße bend welche mit dem gr. N." und H. Z." hüben und tritt, hat eine brennende Laterne bei sich zu tragen. 8uwiderhandelnde werben mit Schlägen bestraft.". " alds istio subitors " Was die Freimaurer als hochherzige Handlungen" ansehen, dürfte und muß sogar von jeder staatlichen Militärfeu, weber mit ganz andren Auge richten namentlich die Aufmerksamkeit unfres Kriegsministeriums Enthüllungen über die geradezu souveräne Bethätigung der Freimaurerei im Felde, welche das internationale Vereinigungsband der Freimaurerei höher stellt, als die nationale Pflicht des Soldaten und Offiziers, drüben über Disciplin und Pflicht sich hinwegsetzt. Die Parole Pardon wird nicht gegeben" hat also für einen freimaurerischen Offizier einem gegnerischen Bruder gegenüber keine Gültigkeit oder keine Wirksamkeit; der einzelne freimaurerische Offizier hat es in seiner Hand allein, ob er feinem Gegner und dessen Leuten das Leben oder die Freiheit schenten will, wenn ihm das„ gr. N. u. H. Z" entgegengehalten wird, über deffen Verlegung die freimaurerischen Organe auffälligertveise einen Einzelfall zu berichten wissen." Ritualmord, der ja auch der„ Germania" häufig Verdauungschristlicher, deutscher Offizier sollte das Entsetzliche vollführen und die hriftlicher, deutscher Offizier sollte das Entsetzliche vollführen und die Barole Bardon wird nicht gegeben" nicht befolgen? Das wäre ja Parole Bardon wird nicht gegeben" nicht befolgen? Das wäre ja eine Zopffinde vor der katholischen Christenheit. Todsünde Diese nagende Bollangst allein kann Aufklärung darüber geben, daß die konservatie, am Sofe getefene Breffe, noch intmer interf eifrigst fortfährt in Versuchen, die Alexandriner Nede bes Statfers auszubenten. Die Kreuz- Zeitung" veröffentlicht heute einen Artikel über den 18. März preußische Ver-| und die fajfung", in dem gegenüber der liberalen Presse das„ Recht des Monarchen auf freie Meinungsäußerung" gefeiert und die niemals durch das Bürgertum angetastete Macht der preußischen Monarchie berherrlicht wird. Der Artikel der„ Kreuz Zeitung" scheint schon vor Wochen, gleich nach ber giving Cölln Rede des Kaisers geschrieben, aber im Ueberfluß ähnlicher Ware im Rebaltionslager liegen geblieben zu fein. Jest scheinter stoch immer am Blaze; es gilt, den Kaiser, der ob der Kanalverfchleppung zürnt und in feiner Abficht über den Bolltarif nicht unbeeinflußt von den Ratschlägen der hanfeatischen Kaufherren ist, immer von neuem möglichst eindringlich daran zu erinnern, daß die Konservativen die einzig wahrhaften und unabläffigen Verfechter des Monarchismus und der Hohenzollernmacht sind. Be fondere Wirkungen aber scheint sich die„ Kreuz- Zeitung" zu bersprechen, wenn sie die überschtvengliche Berkündigung der monarchis fchen Autorität mit dem Hinweis auf die Zeit revolutionärer So wird in China mit christlicher Barmherzigkeit und deutschem Gefahren vereinigen fann. Sie schreibt: Mut europäische Kultur verbreitet. Art. 4 der preußischen Verfassungsurkunde besagt:" Alle not all Preußen sind vor dem Gefeße gleich", mud Art. 27: Jeder Die Revolution der Hausbesiher. no Preuße hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck und bildliche Unfce Zeit ist charakteristisch durch die Revolutionsdrohungen der Darstellung seine Meinung frei zu äußern." Nach Gutgesinnten. Die Hüter der Autorität steigen auf die Barrikade. unfrer liberalen Breffe ist jedoch der König in diese Die treuesten Stützen von Thron und Altar gesellen sich zu den gestörungen in ihrer christlichen Seele bereitet! Wie, ein Offizier, ein Freiheit nicht mit einbegriffen; er allein soll mindere werbsmäßigen Segern. Die dicksten Maßphilister werden Anarchisten Rechte haben und nicht das Recht der freien Meinungs- der That. Weigert den Agrariern den Brotwucher und sie lassen äußerung befizen; insbesondere soll es ihn durchaus ber- falt lächelnd Stönig und Vaterland im Stich. Unterstützt Ihr aber boten sein, unangenehme Empfindungen wachzurufen und an gar frevelhaft Bangenoffenfchaften, fo gehen die Hausbesiger Die Freimaurer sind nun aber eine Internationale, die bekanntDinge zu erinnern, die andren unbequem sin d. Jedoch mitleidlos auf die Straße und speien Verderben. olim meminisse juvat( Das hier impassende Citat foll bedeuten: Erinnerung an vergangene Gefahren bereitet Freude. Ned. d.".") gilt auch für die Hohenzollern. Und wenn der oberste Kriegsherr eines feiner stolzesten Regimenter mit einer nie ents weihten ruhmvollen Bergangenheit erblidt, wenn er in eigner Berson diefes Regiment aus seinem bisherigen Heim in ein neues Heim herüberführt, wenn er dann vor sich und neben fich bie Stellen fieht, bteses felbe tegiment einem seiner edelsten Vorfahren die Trene bis Zode furchtlos und tapfer bewahrte, warum foll nicht gedenkend und dankbar, vertrauend und doch besorgend, frant und frei anerkennen, daß und wie viel die Grenadiere des Kaiser Alexander- Regiments auch auf dem Straßenpflaster geleistet haben gegen Angriffe von allen Seiten, gegen sichtbare und un fichtbare, offene und aus dem Hinterhalt fechtende Feinde? Kein einziger Mann, der nicht Treue um Treue feinem Könige bewahrt, fein einziger, der ein Bedenken getragen hat, des Königs Befehl auch gegen diejenigen zu vollstrecken, die fich seine Brüder nannten, fein einziger, der nicht den Lockungen und falschen Vorspiegelungen fogenannter Gutmeinender widerstanden hätte, und kaum einer, der, als auf seines Königs Befehl er seinen Sieg in Stich Lassen und aus Berlin ziehen mußte, nicht bitter betrübt das damals veränderte Preußenlied mit dem Refrain sang: So treu wird keiner wie die Preußen sein!" Die Kreuz- 8tg." befundet ihre Absichten etwas allzu deutlich. Nicht geringe Not mag die Kreutz- 8tg." bebrüden, daß sie in den für ihren wertvollsten Abonnenten bestimmten Artikeln allzu deutlich die verstimmende Absicht offenbart. סט 1 Attentats Ränke. Die preußische Ministerverordnung, die einige bescheidene Vorschläge zur Hebung der Wohnungsuot machte, hat unsre Hausagrarier zur Berserkerivut entflammt. überall in germanischen Landen regen sich die Heerscharen, die für den heiligen Miets- Wucherzins streiten. In ihrer Bresse regnet es Schwefel und Bech auf das legierungsfodom, und ihre Versammlungen verfluchen das Geheimrats Gomorrha. In Ruhrort war legthin der Verbandstag ber rheinischgum vestfälischen Haus- und Grundbestgervereine. er Allda wurde in zwei Resolutionen das Todesurteil über die Ministerialeríafie gesprochen. Die erste lautete in den Hauptfäßen: Wir haben gestern darauf hingewiesen, daß unfre Steaktionäre twieder ihre Zuflucht zu dem bewährten Mittel der Attentatsfabrikation nehmen, um eine Stimmung zu erzeugen, in der die Pläne der Reaktion gedeihen. Im Anschluß an die erwähnte amerikanische Anarchistenverschwörung", der die im Mörderfang minberglücklichen Berliner Polizei auf die Spur gekommen sein soll, schreibt der Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung": " „ Es ist leider kaum zu bezweifeln, daß derartige Pläne und auch schon die Nachricht von derartigen Plänen starken Ein druck auf den Kaiser machen werden. Diefen hat der Bremer Unfall andauernd viel lebhafter beschäftigt, als es in der Deffentlichkeit bekannt und aus den Mitteilungen des Bräfidenten des Abgeordnetenhaufes zu ersehen gewesen ist. Obwohl der Präsident des Reichstags und das vom Kaiser empfangene Präsidium des Herrenhauses über die Aeußerungen des Kaisers ihnen gegenüber nichts mitgeteilt haben, weiß man doch in engeren politischen Zirkeln zuverlässig, daß der Kaiser auch einige Zeit nach dem Empfang des Präsidiums des Abgeordnetenhauses in unzweideutigen Worten der Ueberzeugung Ausdrud gegeben hat, daß es sich in Bremen um ein wohlüberlegtes und planvoll ausgeführtes Attentat gehandelt habe. Die gerichtliche Untersuchung hat, soviel man weiß, dafür keine Anhaltspunkte gegeben, vielmehr bestätigt, daß es sich um die That eines unzurechnungsfähigen EpiYeptifers handelt. Man muß daher annehmen, daß der Kaiser durch eigne Erwägungen zu der vom Resultat der Untersuchung abweichenden düfteren Auffaffung gelangt ist, und daß vielleicht unbekannte Einflüsse ihn darin unterstützt haben. Mit der Thatsache aber, daß er die Auffassung hat, wird man rechnen müssen." Diese Auffassung der Franff. 8tg." dürfte den Thatsachen ents sprechen; nur wäre hinzuzufügen, daß die unbekannten Einflüsse nicht gar so unbekannt sind. Insbesondere weiß man, daß des Kaisers irrige Meinung über den Bremer Unfall auf einer Information" beruht, die er von einer Persönlichkeit feines militärischen Gefolges erhalten hat. Vielleicht nimmt einmal der Reichstag Gelegenheit, diese unverantwortlichen Adjutantendienste im vorliegenden Fall ist es übrigens nicht Herr v. Hahufe gewesen näher zu prüfen, die von größerem Einflus auf die praktische Politik find als die Bemühungen der verantwort lichen Ratgeber zusammen genommen. Deutsches Reich. Dentsch- Amtliches aus Peking. Ein in seiner Art interessantes Journal ist die Betinger Deutsche Zeitung- Amtlicher Anzeiger der faiserlich deutschen Behörden in Peking". Die Baugenossenschaften sind als eine der schäd lichsten Unternehmungsformen auf dem Gebiete des Bauwesens nach wie vor seitens der städtischen Haus- und Grundbefizervereine nachdrücklichst zu bekämpfen. Es muß mit allen Mitteln daffir gesorgt werden, daß der gemeingefährliche Charakter der Bangenoffenschaften in der breitesten Ceffentlichkeit erkannt und ihnen jedwede Begünstigung oder Unterstützung, deren die private Bauthätigkeit nicht teilhaftig zu werden vermag. entzogen und die Gleichstellung der letzteren mit den Baugenoffen schaften hinsichtlich der Produktionsbedingungen wieder erreicht werde. Insbesondere ist der Centralverband der städtischen Haus- und Grundbefizervereine Deutschlands aufzufordern, weder Mühe noch Kosten zu scheuen und nicht cher Ruhe zu geben, als bis jeitens der Reichsregierung Maßnahmen getroffen sind, welche die ungerechte und ungerechtfertigte Unterſtügung der Baugenoffen schaften mit Hypothekendarlehen aus den Mitteln der LandesVersicherungsanstalten zu einem Zinsfuße, zu dem der Privatmann von feiner Seite Realkredit erhalten kann, beseitigen." In einer zweiten Resolution wird hinsichtlich der Ministererlasse das unverhohlene Bedauern" darüber ausgesprochen tich auf die Zerstörung von Thron und Altar hinarbeitet. Sind also deutsche Offiziere Freimaurer, so befördern sie innerhalb der Armee den Umsturz. Das darf die„ Germania" nicht dulden: D Wir richten deshalb an den Herrn Kriegsminister die öffentliche Anfrage: Ist es ihm bekannt, daß die der Frei maurerei angehörigen Offiziere durch getvisse maurerische Beichen( das gr. N. unb H. Z.) fich gegenfeitig von der militärischen Disciplin entbinden tönnen? ält er eine solche außer militärische Einwirkung von freimaurerischen internationalen Grundsägen auf deutsche Offiziere im Felde für erlaubt? Wird der Herr Kriegsminister geneigt sein, dieser Frage der Einwirkung der Freis maurerei auf die Armee näherzutreten und zur Wahrung der Disciplinim Heere auf dem ihm geeignet erscheinenden Wege festzustellen, welche attive Offiziere und Reserve Offiziere einem Freimaurer- Orden angehören? Und welche Schritte gedenkt dann der Herr Striegsminister in dieser Angelegenheit zu thun? Eine baldige Antwort darauf wird wohl nicht ausbleiben fönnen, eventuell bei gegebener Gelegenheit im Reichstag erfolgen müssen." Die Germania" hat damit aber noch nicht das ganze furcht bare Geheimnis enthüllt. Weiß die" Germania" nicht, daß nicht ur Offiziere, Geh. Stommerzienräte, Minister Freimaurer find, fondern fogar oberste Kriegsherren" fich häufig an jener Verschwörung in der Armee beteiligt haben? Kaiser Wilhelm I. mb Kaiser Friedrich III. waren Freimaurer, auch unter den heute regierenden Bundesfürsten dürfte einer oder der andre der Loge angehören; unter den nächsten Verwandten des jetzigen Kaisers finden ich Anhänger dieser graufen Verschwörerfekte. Sie alle schwören au dem scheufäligen, barbarischen gr. N. und H. Z." oder:" Pardon wird doch gegeben" ,, daß mit diesen Erlassen die Socialpolitik des preußischen Staats auf eine Bahn gedrängt wird, welche unfehlbar im Staatsfocialismus endigen muß. Es sollte den Ministern bewußt bleiben, daß unfer gegenwärtiges Staatsleben wesentlich mit auf die Anerkennung und den Schutz des privaten Eigentums gegründet ist, und daß es hiernach nicht als vereinbar mit den Grund- Die Strandung des Panzers ,, Kaiser Friedrich III." gefeßen des Staats und den Einrichtungen unsrer bürger- Die amtlichen Marineschriftsteller der„ Nordd. Allg. 8tg." scheinen lichen Gesellschaft angesehen werden kann, wenn verantwort in den Segelhandbüchern, welche das Reichs- Marineamt herausgiebt, liche Mitglieder der Regierung Maßregeln empfehlen, ebenso schlecht Bescheid zu wissen, wie das Kommando des Panzers welche auf eine Schwächung, Schädigung und fchließliche„ Staiser Friedrich III." in den Untiefen der Rönnebant. Das offiziöse Beseitigung der privaten Bauthätigkeit und des privaten Blatt stellt nämlich offenbar auf Veranlassung des Marineamts fest, Haus- und Grundbesitzes abzielen. daß, weder in der neuesten vom Marineamt herausgegebenen Die Wohnungsfrage befindet sich nicht in einem Stadium, Segelantveisung für die Ostsee( 3. Aufl. 1899), noch in der ersten welches so tief in die Selbstverwaltung der Städte und in die( 1882) oder zweiten Auflage des Buchs eine Warnung zu finden sei, Rechte des Privateigentums einschneidende Maßnahmen nötig macht, daß Schiffe nur bei sehr gutem Besteck zwischen Bornholm und dem zumal eine Wohnungonot, wo sie besteht, nie mehr als Adlergrund durchpassieren möchten." Diese Warnung findet sich aber lokale Bedeutung haben kann und deshalb auch nur mit Mitteln in der ersten Auflage dennoch und zwar S. 153, wo es heißt: beseitigt werden kann und darf, die aus der Kenntnis der lokalen Ebenso sollten größere Schiffe mur bei sicherem Besteck zwischen Verhältnisse zu entnehmen sind. Jedes staatliche Eingreifen den Untiefen der Rönnebank und dem Adlergrund hindurch gehen. ift umfomehr zu verurteilen, als es bei dem allgemeinen In der dritten Auflage fehlt diese ausdrückliche Warnung. Charakter der Maßregeln, welche der Staat nur ergreifen kann. Es heißt in dieser Auflage: Zwischen 5 und 20 Seemeilen Abstand lediglich zu Mißgriffen und individuellen von Bornholm ist die Rönnebank rein und hat 15-19 Meter WasserSchädigungen führen muß. tiefe auf Sandgrund. Weiterhin erhebt sie sich wieder zum AdlerDer Verbandstag beklagt es sehr, daß durch die mehr- grund." Das Fahrtvasser ist also 15 Seemeilen breit. Auf erwähnten Erlasse eine Erregung in alle Seite 191 wird eine Segelantveisung gegeben zur Ver die Tag und fichtiges Wetter tragen worden ist, welche nur dazu dient, die schon start voraussetzt. Das Fahrwasser bei Nacht zu wählen und es ins Stocken geratene Baulust und Banthätigkeit noch weiter zu noch dazu mit außerordentlicher Fahrtgeschwindigkeit zu passieren, hemmen und damit die Gefahr einer Wohnungsnot, die heute wie„ Kaiser Friedrich III." gethan hat, ist unter allen Umständen höchsteus vereinzelt besteht, für eine größere Bahl von Orten höchst bedenklich. Nachdem sich übrigens die Germania" dergestalt zum Organ für Geistestranke erhoben hat, wird ihre jest so knappe Abonnentenzahl riesig anschwellen! Bau Unternehmerusbesigertreise ge meidung der Untiefen " heraufzubeschwören. Damit würde einem großen Streise von Bau- Die Untersuchung in Dod soll nach der Nordd. Allg. 3tg." handwerkern, die ohnehin schon schwer unter der Ungunst der ergeben haben, daß die Beschädigungen nicht so umfangreich find, Zeiten zu leiden haben, Arbeit und Verdienst entzogen werden. wie anfangs befürchtet wurde. Zwar hat der Hintersteven Der Verbandstag beauftragt deshalb seinen Vorstand, diese an der Stelle einen Querriß, wo das Ruder in das Schiff Resolution sowohl wie die unter 1 gefaßte den obengenannten tritt, und die Stevenhacke, die das untere Ende des Ruders vier Ministern sowie dem königlichen Gesamtministerium zur stigt, ist abgebrochen; auch die Außenhaut des Schiffs ist Senntnis zu bringen und alle geeigneten Schritte zu thun, um natürlich an vielen Stellen verbeult und leck, die innere die Ausführung der gedachten Erlasse, soweit sie auf eine wasserdichte Bodenbeplattung ist aber bis auf eine Stelle Schädigung des städtischen Haus- und Grundbefizes hinauslaufen, nicht verlegt, so daß das Schiff im allgemeinen auf einem vollabzuwenden." ständig unversehrten Boden schwamm." Die Entzündung des Teeröls ist nach der Nordd. Allgem. 3tg." darauf zuridzuführen, daß bei der Grundberührung das im Doppelboden be führt, hochgepreßt wurde. Das Rohr platte, das Del sprigte über die Kessel und entzündete sich in den Kesselfeuern. Diese Gefahr tönnte in Zukunft dadurch vermieden werden, daß diese Luftrohre außerhalb der Heizräune hochgeführt werden. Von der Zu der morgigen Anwesenheit des Kaisers find große Maschinen- und Kesselanlage sind zwei Heizräume beschädigt Polizeiberstärkungen aus Düsseldorf. Elberfeld und Köln worden. In dem einen hat das hervorgesprigte Teeröl eine Zeittommandiert worden. Außerdem wird die Feuerwehr zum lang gebrannt, so daß die elektrischen Leitungskabel und die Armatur Ordnungsdienst in den Straßen herangezogen. Für die Feft- der beiden Cylinderkessel, die Hilfsmaschinen sowie die Nohrleitungen straßen find die strengsten Absperrmaßregeln getroffen; beschädigt find. Die Kessel haben nicht gelitten. In dem andren der ganze Fuhrwerts- und Pferdebahnverkehr ruht. beschädigten Heizraum, welcher voll Wasser lief, find die Beschädi Da hat also der alte Kommunist Miquel es richtig am Ende feiner Tage noch fertig gebracht, einen Aufstand anzuzetteln! Beide Resolutionen wurden mit einigen redaktionellen Ab- findliche Del durch ein Entlüftungsrohr, welches durch den Heizramm wächungen angenommen! Wenn ein Kronprinz die Universität bezieht. Aus Bonn wird vom Dienstag telegraphiert: V gingen noch geringfügiger. Die Steffel nebst Armatur find under- Besserung der Finanzlage die zumeist auf Kosten der ärmeren Be-] Bezüglich dieser Jdee seien bisher nur Sondierungen erfolgt; Nur bie Rohrleitungen und Kesselbekleidungen find zu völkerung fünstlich geschaffen ist. So leistet man weiteren Experi- follten diese tein befriedigendes Resultat haben, so werde man nichts revidieren. Ju betreff der Kosten behauptet die„ Nordd. Allg. 3tg.", menten in der Weltmachtspolitik des Reichs Vorschub. Offizielles über die Angelegenheit mehr hören. daß sie sehr erheblich hinter den bisherigen Schäßungen zurückbleiben Polonisierungs- Politik. Aus Baben schreibt man uns: Schade, daß nach der Meldung mur die europäischen werden. Bolen herein fo ertönt neuerdings auch bei uns der Ruf. Bereits Monarchen geladen werden sollen. Man hätte sonst so schön dem Die nationalliberalen Brotwucher- Schler Teufen jetzt ein. betwegt sich die Borhut einer polnischen Invasion ins badische Raiser von China den Ehrenvorsig einräumen tönnen. Ein Hauptagrarier unter den Nationalliberalen, der Abg. Möller, Musterland. Bom Leipziger Sllavenmarkt bezogen, treffen maldin hat in einer Versammlung in Duisburg fich gegen eine Erhöhung jest polnische Senechte und Mägde aus Norden ein auf eigne Der Boeren- Krieg. des Roggenzolls und nur für einen höheren Weizenzoll ausgesprochen. Rechnung und Gefahr der Bezieher. Gelingt die Probe zur Sebung der ländlichen Dienstboten- Not", Entrüstet stellt die, Deutsche Tageszeitung" fest, daß damit so wird die Nachfrage Die Frau Bothas als Friedensbottn. der Abg. Möller sich in unmittelbaren Gegensatz zu einem Beschluß nach solchen zufriedenen Arbeitskräften eine ausgedehnte werden. Die Londoner Morgenblätter melden aus Standerton vom Die erste polnische feiner Partei gestellt habe. Das ist allerdings richtig, indessen die Sllaven Karawane tommt in das 22. April: Frau Botha, die Gattin des Oberstkommandierenden industriellen Interessen im Zeichen des wirtschaftlichen Niedergangs Paradies des lieblichen Musterlandes. Zum Empfang der der Boeren, ist soeben von einem zweiten Befuche bei nötigen eben die Nationalliberalen zu dieser Drehung, unisomehr, als angekündigten Einwanderer ist die schwarzwälder Thalgemeinde ihrem Gemahl zurüdgefehrt und scheint sehr auch„ oben" der Wind umgeschlagen zu sein scheint. Durbach bereit. In Durbach bestehen die vielen geschloffenen große Hoffnung zu begen, daß ihre Bemühungen, Hofgüter und das fürstliche Schloßgut des badischen Staufenberges. Ben Frieden herbeizuführen, Erfolg haben Dort empfängt man die fremden Knechte und Mägde mit offenen werden. Sie hat sich jetzt nach Bretoria begeben, um Lord Armen. Sollte aber Baden und mit ihm der deutsche kitchener über ihren Besuch bei ihrem Gatten Bericht Süden ein Dorade für diejenigen Elemente werden, auf deren Ausbeutung die Ostelbier ein Gewohnheits- Recht geltend Ginen lebhaften Kontrast zu diesen sanguinischen Friedenszu erstatten. machen, dann wird das Schnapsjunkertum gegen die Exportprämien Hoffmmgen bildet eine Nachricht der„ Daily Mail" aus Pretoria, in der Slavenhalter in Leipzig und Berlin einen heiligen Kreuzber es heißt: mom da zeitungs- Bug heraufbeschwören, zumal der westelbische Einfluß die Lord Kitchener wird den Feldzug energisch weiter guten ostelbischen Sitten leicht verderben kann. Denn bei uns giebt führen. Der Feldzug wird jedenfalls nicht vor Ablauf es keine Brügel und keine Haftpflicht für den Arbeitsvertrag. des tommenden Winters beendet sein. 31 T Sammerstein= 0. Aus der Kanalkommission teilt die Deutsche Tageszeitung" nachträglich mit, daß der Land wirtschaftsminister Freiherr von Hammerstein am Sonnabend mit besonderer Betonung und wiederholt von der wisten Agitation des Bundes der Landwirte" gesprochen und ausdrücklich hervorgehoben habe, daß er sich dieses Ausbruds mit voller Ueberlegung bediene. Die„ Deutsche Tageszeitung" antwortet auf diesen Angriff recht gelaffen, ja fleinlaut, indem sie darauf hinweist, daß ein leitendes Mitglied des Bundes in Westfalen sogar für den Kanal fei. 1 Die vertagte ,, Reinigung". Ueber das Birken der goldnen Hand der De- Beers- Gesellschaft in Deutschland scheint so bald nicht Klarheit geschaffen werden zu sollen. Wenigstens ist der für den 1. Mai cr. festgesetzte Termin in dem Beleidigungsprozeß, den der Berliner Vertreter der„ Leipziger Neuest. Nachr.", Dr. Liman, gegen den verantwortlichen Redacteur der Köln. 3tg." angestrengt hat, einstweilen vertagt worden. Danach rechnet also Kitchener trotz des energischen Betreibens Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. der kriegerischen Aktionen mit einer noch halbjährigen Dauer des Wegen Majestätsbeleidigung war nach Konfistation der Neuen Kriegs. Ob aber im nächsten Frühjahr der Widerstand der Boeren Bayrischen Landeszeitung" auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine nicht abermals jo energisch wiederaufleben wird, wie wir es im Untersuchung gegen den verantwortlichen Redacteur Memminger legten Frühjahr erlebt haben? Die wirkliche Kriegslage schildert eingeleitet worden. Die Beleidigung sollte enthalten sein in einem der Brief eines englischen Unteroffiziers in Belfast artifel Englands Freundschaft Deutschlands Verderben". Die an seine Frau anscheinend wahrheitsgetreu, wenn auch sehr abStraftammer in Würzburg aber hat beschlossen, Memminger außer weichend von den offiziellen Meldungen, wie folgt: Verfolgung zu setzen. and Ausland. Deftreich- Ungarn. Schweiz. A Soldaten- Mikhandlungen. Mit einer Anklage wegen MißLord Roberts ließ uns in der Verlegenheit fizzen und ging heim mit der Botschaft der Krieg ist zu Ende". Seit Kitchener handlung eines Untergebenen hatte sich am Dienstag das Berliner Ober Kriegsgericht des Gardecorps in der Berufungsinstanz den Befehl hat, giebt es mehr Tote und Verwundete, als in den Testen sechs Monaten. zu beschäftigen. Am Morgen des 23. Februar meldete sich der Kanonier Bogadek von der 4. Batterie des 1. Garde- FeldartillerieDem Kudud macht man weiß, daß die Boeren schwere Verluste Regiments bei dem aufsichtsführenden Offizier, Herrn Lieutenant Schulverein durch den Erzherzog Franz Ferdinand meldet bas Zur Uebernahme des Protektorats über den katholischen hatten". Ich habe keinen toten Boeren gesehen und bin fast immer auf dem Marsche, ohne Rast und Ruhe. Auch von Arnim mit der Bitte, ihn vom Dienst zu dispensieren, da er infolge erlittener Mißhandlungen frank sei. Der Kanonier erzählte schreiben die Anweisung habe zugehen laffen, in Zukunft ohne faiserWiener Tageblatt", daß der Kaiser dem Erzherzog durch Handhabe ich keinen ganzen Rock mehr an. Nach ein paar Stunden Ruhe heißt es wieder an die Gewehre. Wird man verwundet num seinem Vorgesezten, daß er gegen 3/47 Uhr morgens beim oder ist man frant, so heißt es: Pille Nr. 9". Das ist ein Pferdeputzen von dem Unteroffizier Strause wegen schlecht verrichteter liche Bewilligung kein Protettorat mehr zu übernehmen. Alheilmittel. Wenn die Jungen zu Hause wüßten, wie es bei Arbeit geohrfeigt worden sei. Dann habe der Unteroffizier die uns aussieht, so tame teiner mehr nach Südafrika." übrigen Mannschaften der Korporalschaft hinzugerufen und ihnen befohlen, bei dem Säubern des Pferdestandes des Bogadek zu aller Form ihr Generalkonsulat in Genf errichtet. Bern, 20. April.( Eig. Ber.) Die Türkei hat nun doch in Heimsendung Kriegsuntauglicher. helfen. Während Krause im Mittelgang stehen geblieben wäre, hat der Bundesrat den türkischen Gesandten Munir Beh in Paris Compagnien Südafrika Freiwilliger haben heute Erst Ein Telegramm Lord Kitcheners melbet: Neununddreißig hätten ihn die Kameraden derartig gestoßen, daß er mehrmals von als solchen auch für die Schweiz anerkannt und nun hat er dem die Heimreise angetreten bezw. den Befehl erhalten, sich zur Eineiner Band zur andren geflogen sei und schließlich habe der schönen Haidar Bey das Erequatur als türkischer Generalkonsul infiffung nach ber tiste zu begeben. Kanonier Brinkmann einen Besenstiel genommen und ihn damit ge- Genf erteilt. Die königlich belgische Regierung hat sich geweigert, prügelt. Endlich sei er noch draußen an der Dunggrube von dem bent Memir Bch als türlichen Gesandten auch für Belgien auzu- neidet werden! Wie mögen die Heimkehrenden von den Zurückbleibenden befelben Kameraden mit Mist belvorfen worden. Alles dies habe der erkennen, der republikanisch- schweizerische Bundesrat hat diese AnUnteroffizier Krause mit angesehen, ohne Einhalt zu gebieten. Milner über die Kriegslage. erkennung ohne weiteres ausgesprochen. Der Legtgenannte sowie der Kanonier Brinkmann wurden vor Der Herr Haidar Bey Das unlängst veröffentlichte BI a ubuch über Südafrika hat das Kriegsgericht gestellt; Krause wurde zu drei Tagen gelinden Bolizeispigel Junker Richthofen noch türkischen Generalfonful" spielte, jetzt beurlaubte Gouverneur der Boerenrepubliken, Sir Alfred bekanntlich sofort nach seiner Ankunft in Genf, als enthält auch eine allgemeine Uebersicht über die Kriegslage, die der Arrest und Brinkmann zu fünf Tagen Mittelarrest verurteilt. ebenso naiv wie offenherzig seine Bolizeispigel- Mission mit ben wilner, an 6. Februar d. J. dem englischen Stabinett gegeben Der zuständige Gerichtsherr hielt jedoch die Bestrafung des Krause Worten erklärt, daß er nicht die türkischen Liberalen, jondern nur hatte. Ji der lebersicht heißt es: für eine zu gelinde Sühne und legte Berufung ein. Zu der die türkischen Anarchisten" überwachen werde. Hauptverhandlung vor dem Ober- Striegsgericht war die gemachte die Runde durch die gesamte Schweizer Breffe, und sie ist so Jahr eine Beit des Rüdiritts war. Diese Erklärung Es hat keinen Wert zu leugnen, daß das Teste halbe famte Rorporalschaft des Krause geladen worden. Sämtliche Bor 7 Monaten 12 Beugen beftritten übereinstimmend, gefehen zu haben, daß diesen türkischen Oberspiel als Generalfonful" anerkannten, für Die füdliche Hälfte der Oranjefluß- Kolonie war in rapider Baci auch den Bundesräten zur Kenntnis gelangt. Wenn sie trotzdem war die Kaptolonie ganz ruhig, zum weitesten bis zum Oranfefluß. der Unteroffizier den Bogadet georfeigt habe. Der Batteriechef ben in Genf so wenig fommerzielle Aufgaben vorliegen wie für fizierung begriffen, und selbst ein beträchtlicher Teil des Transvaal, Hauptmann Graf von Caftell, ftellte dem Bogabel in Bezug auf den russischen Generalfonful, so muß man darin einen schweren befonders die füdwestlichen Distrikte, schienen die britische Autorität feinen Geisteszustand ein wenig günstiges Beugnis aus. Herr v. C. politischen Fehler erblicken. Der Bundesrat hätte den Haidar definitiv acceptiert zu haben. Heute ist die Situation erklärte vor Gericht, daß er sich stundenlang mit dem Kanonier be- Bey erst über seine öffentlichen Erklärungen zur Rede stellen und völlig verändert." fchäftigt habe, um ihm die allereinfachsten militärischen Grundfäße ihm sodann jede Spigelthätigkeit in Person oder durch Werkzeuge beizubringen. Es sei ihm dies aber bei der außerordentlichen Be- unterfagen müssen, dieweilen die Schweiz doch selbst in der Lage ist, fonstatierten Rückschritts". Sir Alfred Milner schildert dann eingehend die Ursachen des schränktheit des Mannes, der nur bei einzelnen mechanischen Funktionen die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Sodann ist zu sagen, Die Engländer waren und sind zu schwach, die Sie Taufen einfach darauf hinaus: im praktischen Dienst verwendet werden könne, nicht gelungen. daß in den Augen der offiziellen Türkei jeder Unzufriedene pacifizierten Distrikte gegen das Eindringen Dazu käme, daß Bogadet außerordentlich koufus sei, so daß man Anarchist" ist und es Liberale" nur in der Theorie giebt. Die friicher Boerenscharen zu schützen. Die Boeren, die die manchmal gar nicht wisse, ob er geistig normal fei oder nicht. angebliche Ueberwachung der Anarchisten bedeutet also die Ueber- Waffen niedergelegt haben, sehen sich überall vor die Wahl Trotz aller Entlastungszeugen beharrte der Kanonier bei seiner Be- wachung so ziemlich aller Türken in der Schweiz, die nicht Polizei- gestellt, den Neutralitätseid zu brechen oder von ihren Landsleuten hauptung, daß er von Krause geohrfeigt worden sei. Der Staats- spißel sind. Unter diesen Umständen ist die Anerkennung des tür- als Verräter behandelt zu werden. anwalt hielt eine Mißhandlung des B. durch den Unteroffizier fifchen Generalfonfulats vulgo türkischer Polizeifiliale in Genf ein Kolonnen, um die wiederaufgestandenen Distritte zu strafen; dabei Dann erscheinen englische Strause für erwiesen und ebenso sei es sicher, daß eine Vernach- schwerer Fehler, der die Quelle neuer künftiger Gefahren in Gestalt von ist es nicht immer möglich, zwischen Unschuldigen und Schuldigen lässigung im Dienst vorliege. Hätte Krause aufgepaßt, dann hätten Demonstrationen 2c. bildet. Leider hat die bürgerliche Schweizer- zu unterscheiden. Der ganze Krieg nimmt einen andern Charakter die Mannschaften an Bogadek nicht die sogenannte Kameraden presse kein kritisches Wort zu diesen Vorgängen gesagt, während sie an. Die fliegenden Boerenscharen leben ganz von dem, was fie im Erziehung" ausgeübt. Demnach beantrage er eine Gesamtstrafe von zu 16 Tagen Mittelarrest gegen den Angeklagten. Der Gerichtshof be- derfelben Zeit eine maßlose Hezze gegen die Russen und unfren Lande finden. Die Engländer können sie nicht packen und greifen lich es bei dem Urteil der ersten Instanz, weil es nicht erwiesen sei, Genossen Sigg wegen der Demonſtration vor dem russischen als einziges Mittel, unt sie unmöglich zu machen, zur Ver daß Krause den B. geschlagen. Dagegen sei derselbe wegen nicht Etablierung der Epißelwirtschaft würde sie jedoch nicht hindern, die Schaden des Krieges fchwillt furchtbar Generalfonfulat betrieb. Ihr Schweigen zum Anfange, aur beerung aller Eristenzmittel. Der ökonomische genügender Beaufsichtigung seiner Untergebenen zu drei Tagen ge- gleiche Hege zu wiederholen, wenn morgen vor der neuen Filiale die Erbitterung steigt und wirkt überall für linden Arrest zu verurteilen. der türkischen Spigelwirtschaft in Genf die geringste feindselige bie. Boeren. Sundgebung erfolgte. Aufrichtige republikanische Gesinnung und ursprüngliche Disposition, das Unvermeidliche zu acceptieren. In der Kapkolonie zerstört fte die ehrliche Politik wird in dieser Haltung der bürgerlichen Presse Ein„ Karneval der Verleumdungen" gegen die englische Kriegführung niemand erblicken können. Der Spigel- Baron v. Richthofen weigert sich übrigens, geführt wird, ermutigt die Boeren zu einem neuen Einfall in die bricht aus. Die heftige Sprache, die im Parlament und in der Presse feinem Nachfolger die Fahne und die Siegel des Konsulats heraus- stolonie und es ist unmöglich, mobile Banden an einem Ueberaugeben. Einem Polizeikommissar, der ihn auf Befehl des vom schreiten der langen Grenze zu verhindern. Daher die heutige türkischen Gesandten darum angegangenen Bundesrats zur Heraus- Situation, die sowohl in den neuen Gebieten, als auch in einem gabe der Insignien ersuchte, erwiderte er, daß diese Gegenstände bei großen Teil der Kaptolonie, wenn auch keineswegs die kritischte, so feinem Advokaten deponiert seien, aber erst nach Bezahlung sämtlicher doch die verblüffendste ist, der wir nun seit von der türkischen Regierung seinem Klienten geschuldeten Summen Beginn des Kriegs gegenüberstehen." herausgegeben würden. Der Cofima- Paragraph. Genoffe Dies hat neulich im Neichstag geäußert, daß die Familie Richard Wagners auf die Stegierung Einfluß dahin ausgeübt habe, daß in dem Gefeßentwurf über das Urheberrecht die Schußfrist für die Aufführung musikalischer Werte von 30 auf 50 Jahre verlängert sei. Der Staatssekretär des Reichs- Justizamts hatte die Andeutungen des Abg. Diez als grundlos bezeichnet und dabei bemerkt, daß er mit der Familie Wagner in irgend welche Beziehungen nicht getreten sei. Jegt bestätigt die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in der üblichen Form einer Berichtigung eine Mitteilung der Freifinnigen Beitung", daß allerdings Frau Cosima Wagner u. Sohn verstanden hat, ihren Einfluß geltend zu machen. Unter den vier Musikalienverlegern, die als Sachverständige zu Nate gezogen wurden, befindet sich nämlich auch der Verleger Richard Wagners, Geh. Kommerzien rat Dr. Streder. Italien. Socialistische Fortschritte. trabella, bei ber der Socialist Montemartini seinen Gegner Bei der letzten Wahl in mit 2727 Stimmen gegen 2275 befiegte, zeigte sich ein Zuwachs von 300 zu Gunsten der Socialdemokratie abgegebenen Stimmen. Auch im Süden wächst der socialistische Einfluß. Reichsfinanzen und Einzelstaaten. Aus dem Großherzogtum Sachsen Weimar wird uns geschrieben: Während der legten Landtagsverhandlungen war die Regierung und der Landtag über die In Catania hat das Volk dem Er- Deputierten De Felice wahr äußerst ungünstige Finanzlage einer Meinung. Der Umstand, daß hafte Triumphe bereitet. De Felice war aus dem Gefängnis im Jahre 1899 das Großherzogtum zu den Matrikularbeiträgen herausgekommen, nachdem er eine Verurteilung abgesessen hatte, die 94 827,31 M. mehr als die Herauszahlungen aus der Reichskaffe er sich deshalb zugezogen, weil er die Schandthaten der Maffia im betrugen, zahlen mußte und für 1900 ein Zuschuß von ca. 200 000 m. Dienste der Regierung der öffentlichen Meinung denunziert hatte. erforderlich sein wird, veranlaßte den Ausschuß zu folgendem Er- Diese Demonstration richtete ihre Spize direkt gegen die Maffia, die da unten noch immer ihr verbrechenbesudeltes Scepter schwingt. Kurz, überall ist ein allmähliches Erstarken der Socialdemokratie zu konstatieren. fuchen: Bei den gesteigerten Anforderungen des Reichs für Militärund Marine ist für die nächste Beit wohl kaum darauf zu rechnen, daß sich ein günstigeres Verhältnis ergeben wird. Es wurde das Verhältnis des Großherzogtums zu dem Reiche einer eingehenden Besprechung unterzogen und fah sich der Ausschuß auf Grund dieser Verhandlungen veranlaßt, an den bei der Beratung anwesenden Herrn Staatsminister die Bitte zu richten, darauf hinwirken zu wollen, daß das Reich seine Einnahmen und Ausgaben aus eignen Mitteln ausgleiche." Der gesamte Jahreshaushalt des Großherzogtums balanciert mit 11 758 050 M. Einnahme und Ausgabe. Die Einnahmen setzen sich wesentlich zusammen aus den mit 3 907 100 m. eingestellten Herauszahlungen aus der Reichstaffe; 2 500 000 m. direkte Einkommen stener; 1 906 000 m. aus den Forsterträgnissen; 570 000 m. Bachtgelder von den Kammergütern und so fort. " an; Trotz dieser trostlosen Lage seien jedoch die südafrikanischen Loyalisten bereit, weiter zu fämpfen und zu dulden, um aus Südund mit einem Regierungssystem und zwar einem britischen zu afrita unbestreitbar und für immer ein Land unter einer Flagge machen". Trotzdem sie den Krieg bis in den Tod fatt hätten, würden sie lieber eine Fortdauer desselben auf eine unbestimmte Zeit sehen, als die Gefahr eines Kompromisses zu laufen, der auch nur die entfernteste Chance einer Wiederholung einer so fchrecklichen Plage für die Zukunft bestehen ließe. So Milner im Anfang Februar. Seither hat sich die Situation im wesentlichen nicht verändert. * stadt von heute gemeldet: Die Aufständischen in Bushmanland haben London, 23. April. Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Kapfich auf die Hügel in der Nähe von Pella zurüdgezogen. Während es einerseits heißt, Deivet habe am 18. dieses Monats die Seit dem 1. September 1900 batte die socialdemokratische Partei Eisenbahn bei Wolvehoek überschritten, soll er sich einem andren folgenden Zuwachs zu verzeichnen: von 546 ist die Zahl der Gerücht zufolge in Senekal befinden. Kizinger soll auf die Sektionen auf 788 gestiegen; Bunahme 239; die frühere Bahl der Oranje- Kolonie zu marschieren. Aus Rosemead wird dem Mitglieder betrug 19 194, hat sich jedoch um 9803 auf den genannten Bureau von heute telegraphiert: Die Boeren erscheinen momentanen Stand von 28 497 gehoben. überall in fleinen Abteilungen, an mehreren Orten haben Außer den beiden socialistischen Revuen Germinal" in Busammenstöße stattgefunden. Von den Höhen bei Middelburg aus Turin, Critica sociale" in Mailand und dem täglich ergeben die Boeren Feuersignale, auch haben sie einen heliographischen scheinenden Avanti" werden noch 62 socialistische Wochenblätter Apparat aufgestellt. Die Eisenbahn wird oft von den Boeren überpubliziert. schritten, der häufige Verkehr gepanzerter 8üge hindert sie aber daran, die Bahnlinie zu beschädigen. " " Parlamentarisches. Die Toleranz- Kommission begann am Dienstag die Be Parteileitung erteilten Instruktionen wird das Maifest durch eine Zur bevorstehenden Maifeier. Nach den von der socialistischen ausgebreitete Propaganda gegen die militärischen gaben erfireden sich auf 8 800 000. für Matrikularbeiträge, entwurf für Schuß der Frauen- und Kinderarbeit charakterisiert sein. ratung über den§ 2 der Vorlage, welcher von der Bestimmung der Die Aus- Aufwendungen und den Getreidezoll, dagegen für den Gesetz1 005 266 M. Domänenrente für den Großherzog, 971 332 M. Zum erstenmale wird in Italien das Maifest nicht nur von für die Volksschule, 177 825 M. für Erhaltung der Universität Jena, Fabrit und städtischen Handarbeitern, sondern auch von Land- religiösen Erziehung eines sinds handelt. Abg. Gröber( C.) gab über 4 Million für die evangelische Landeskirche usw. Trotz der arbeitern, bei denen Organisation und Streits in einem wirt eine lebendige Darstellung des ganzen Wirrwarrs der verschiedenen wesentlich gesteigerten Mehreinnahmen mußten zum Ausgleich noch lich wunderbaren Aufblühen begriffen sind, und von den Schiffe Bestimmungen, welche in dieser Richtung in der Landesgesetzgebung 254 255 M. als Fehlbetrag aus den Ueberschüssen frühererarbeitern gefeiert werden, welch' lettere in den Klassenlampf vorhanden sind und die großenteils zu den schwersten GewissensFinanzperioden entnommen werden. Unire Weltmachts- und Flottenpolitik- Schwärmer im Landtage Arbeitseinstellung der Heizer und Maschinisten der Dampfer von wohl kam Gröber zu dem überraschenden Schluß. diese Geseyzuerst durch den Streit der Lastträger in Genua und jetzt durch die bedrückungen der Kinder bezw. der Eltern führen. Gleichund in der Regierung hindert diese ungünstige Finanzlage aber nicht, Genua und Neapel eingetreten find. gebung im allgemeinen unverändert fortbestehen und mur sich dafür zu erklären, daß dem Militarismus zu Wasser und zu Lande noch weitere Opfer zu bringen feien. Dafür ist jetzt bei der Einnach zwei Nichtungen eine Aenderung eintreten zu lassen, indent einmal bei einer Vereinbarung der Eltern der Staat nicht weiter schägung die Steuerichraube bei den ärmeren Schichten etwas stärker Eine Monarchen- Friedenskonferenz soll nach Kopenhagener mitzureden haben soll, und weiter beim Umzug von Eltern in einen angezogen. Dadurch hat sich gegen die Vorjahre eine Zunahme des Meldungen der 8ar im Epätsommer oder im Frühherbst in fandren Bundesstaat das Gesetz desjenigen Staats Geltung behalten Steuerkapitals herausgestellt, und flugs verkündet man nun eine Sopenhagen einzuberufen beabsichtigen. Rußland. ( oll, in welchem die Ehe eingegangen fei. Die Abgg. v. Bollmas Soc.) und Schrader( frs. Vg.) dagegen beantragten, mit dem 121. April, der Streit beschlossen. Am Montag legten alle bis auf 13. für Ueberstunden bis 8 Uhr 25 Proz., nach 8 Uhr und Sonntags ganzen Wust veralteter Bestimmungen aufzuräumen und Bestimmungen 5-6 Personen die Arbeit nieder. Ein Unternehmer hat fofort die 50 Broz., für Arbeit an nichtgesetzlichen Feiertagen 25 Proz., für über die religiöse Erziehung eines Kinds nach Maßgabe der Vor- volle Forderung bewilligt. Es ist Pflicht eines jeden Maurers, den Arbeit außerhalb der Stadt außer dem Fahrgeld 50 Proz. Zuschlag; Schriften des B. G. B. ausschließlich dem Träger der elterlichen Gewalt Zuzug von Schneidemühl fernzuhalten. 4. Freigabe des 1. Mai. 3 uzug ist fernzuhalten. Ausland. zu überlassen, sowie die ausdrückliche Bestimmung, daß kein Kind wider den Willen der Eltern zur Teilnahme an einem bildete der Gegenstand einer Interpellation im StadtverordnetenDie Begünstigung der Unternehmer durch die Behörden Religionsunterricht oder einem Gottesdienst angehalten werden darf. Ein allgemeiner Bäckerstreik ist in Brünn ausgebrochen. Abg. Kunert( Soc.) beantragt weiter, daß die Religion in follegium zu Halle. Die streifenden Maurer, die sich gegen den KontraktAuch die Kohlenarbeiter in Livorno haben nach dem bruch der Unternehmer wenden, glauben begründete Klage erheben zu allen Schulen als schulplanmäßiger Unterrichtsgegenstand in fönnen, daß den kontraktbrüchigen Meistern in überaus auffälliger Wolffichen Bureau gestern die Arbeit wieder aufgenommen; der Fortfall zu kommen habe. Ueber diese ganze Materie entwickelt fich eine eingehende Debatte, die am Donnerstag fortgesetzt werden soll. Weise die Polizei zu Diensten steht und die städtische Behörde Ausstand der Hafenarbeiter ist damit beendet. dadurch den Meistern Vorschub in ihrem Verhalten leistet, daß sie Die Budget- Kommission beendete Dienstag die erste Beratung auf jede Junehaltung der Baufristen verzichtet. Wiederholt wurden Die Expedition nach Schansi. aber die Invalidenpensions Vorlage. Es wurde zum Streifende von der Straße verhaftet, angeblich weil sie„ Arbeits§ 20 beschlossen, daß die Kriegsverstümmelungs- und Alterszulagen, willige" von der Arbeit abhielten. Vielfach sind aber Fehlgriffe Die unter dem Oberbefehl des Generals v. Lessel augenwelche das neue Gesez gewährt, von allen Abgaben und Steuern gemacht und die Verhafteten wieder freigelassen, ohne daß eine blicklich im Werk befindliche deutsch- französische Expedition gegen den befreit sein sollen. Ebenso wurden Beschlagnahme, Pfändung der Strafanzeige erfolgte. Von den fünf Socialdemokraten, die im General Liu ist bisher damit als notwendig begründet worden, Pensionsbezüge ansgeschlossen und die Unübertragbarkeit der aus diesem Stadtparlament figen, begründete Albrecht in trefflicher Weise daß General Liu die von Waldersee festgelegte Demartations. Gesetz entstehenden Renten ausgesprochen. Zu demselben Paragraphen die Interpellation. linie überschritten und durch ein derartig probotatorisches Auftreten seine Büchtigung oder doch mindestens Burückwerfung geradezu herausgefordert habe. Lente ohne militärische Ader konnten freilich trotzdem an dieser Notwendigkeit, den Krieg großen Stils in einem so vorgerückten Stadium der Friedensverhandlungen wieder zu beginnen, ernstlich zweifeln. Denn solange General Lius Truppen sich an ihrem entlegenen Standort ruhig verhielten, hätte man es für gleichgültig halten tönnen, ob sie sich diesseits oder jenseits der Demarkationslinie befanden. Eine Gefahr für die internationalen Truppen bildeten ja die 10 000 Mann Lius auf keinen Fall. Das militärische Prestige scheint aber ein noch empfindlicheres Ding zu Die Töpfer in Riel streiten seit Montag früh. Sie fordern fein als das politische Prestige: zur Aufrechterhaltung desselben 15 Proz. Lohnerhöhung und neunstündige Arbeitszeit. Früher be- wurde schleunigst ein starkes deutsch- französisches Corps ausgerüstet, trug die Arbeitszeit 91/2 Stunden.- Da in mittel- und füd- das Lius Truppen aus ihren Stellungen vertreiben sollte. deutschen Blättern Töpfer für Stiel bei angeblich 6-7 M. Tagelohn Nun scheint es aber, als ob man sich nicht mit der Vertreibung gesucht werden, sind die Arbeitgeber offenbar in der Lage, die Forderungen zu bewilligen; es sei deshalb vor Zuzug gewarnt! Der Streik der Töpfer in Erfurt ist zu Gunsten der Gehilfen beendet. Die aufgestellten Forderungen find von den meisten Firmen voll erfüllt, von den andren in den wesentlichen Punkten anerkannt worden. wurde angeregt, die im Gesetz vorgesehenen Präclusivfristen fallen Oberbürgermeister Staude ging der unangenehmen Beantwortung zu lassen. Regierungsseitig wurde dem entgegengesetzt, daß Schwierig der Interpellation dadurch aus dem Wege, daß er erklärte, er könne keiten daraus erwachsen würden. Von socialdemokratischer sich über das Vorgehen der Polizei nicht äußern, da die Polizei Seite wurde darauf hingewiesen, daß man zwar nicht in dem eine selbständige, unabhängige Behörde sei. Von bestehenden Gesetz, aber bei der demnächstigen allgemeinen Revision den liberalen Stadtverordneten hatte nicht ein Einziger den Mut, der Militärpensions Gesetzgebung Vorschriften treffen könne, wo- für die Besprechung der Interpellation einzutreten. nach zwar Fristen für etwaige Rechtsstreitigkeiten vorgesehen werden, aber eine eigentliche Verjährung der Ansprüche nicht Blaz greifen soll. Es wurde das damit erläutert, daß jemand später als nach fünf Jahren seiner Entlassung trant werden könne, und daß diese Erkrankung auf den Kriegsdienst zurückzuführen sei. Wenn nun ein solcher Mann seinen Anspruch nicht mehr annmelden dürfe, so sei das zweifellos eine nicht zu rechtfertigende Härte. Es müsse von der Untersuchung abhängig gemacht werden, ob sein Anspruch begründet sei; man dürfe ihn aber nicht aus formalen Gründen zurüdweisen. Daß der Reichstag in der Beurteilung dieser Frage den dargelegten Standpunkt teilt, wurde an der Hand der gelegentlich des Postetats gefaßten Resolution nachgewiesen. Der Reichstag hat durch seinen Beschluß die Postverwaltung veranlaßt, das Verjährungsrecht nicht in Anspruch zu nehmen, während bei Prozessen an den Prätlufivfristen auch in diesem Fall festgehalten wird. Nach Schluß der ersten Beratung wurde eine vom Referenten vorgeschlagene Resolution, in welcher der Reichskanzler aufgefordert wird, in der nächsten Seffion einen Gesezentwurf zum Zweck der Reform der Pension für KriegsFriedensinvalide vorzulegen, einstimmig angenommen. Zur Vorbereitung der für die zweite Lesung in Ausficht genommenen Anträge sowie die etwa notwendig werdenden redaktionellen Aenderungen der Beschlüsse erster Die Maler streifen in Bremen und in Rostock. Die Zahl Lesung wurde eine Subtommission, bestehend aus den Abgg. der in den Ausstand Getretenen beträgt am ersteren Orte 544, in Graf v. Roon( f.), Müller- Fulda( C.), Dr. Paasche( natl.), dem anderen 51. Zuzug ist streng fernzuhalten. Dr. Arendt( Rp.), Singer( Soc.) und Müller- Sagan eingesetzt. Diese Subkommission wird morgen vormittag arbeiten, während das Plenum der Budgetkommission Freitagvormittag zur Vornahme der zweiten Lesung zusammentritt; man hofft, noch im Laufe der nächsten Woche die Vorlage endgültig verabschieden zu können. Partei- Machrichten. Parteipreffe. Die Münch. Post" wird ab 1. Juli in eigner Druderei hergestellt werden. Die Inhaber der Firma, die auch den Verlag des Blatts mit übernehmen, find die Genossen Birk Cohn und Pickelmann; die Geschäftsräume befinden sich von oben bezeichnetem Datum ab Wittelsbacherplatz 2. der Chinesen aus dem jogenannten„ neutralen" d. h. von Waldersee einstweilen unter die Verwaltung der Khatimächte gestellten Gebiete beschränken, sondern die Truppen Lius überDie Braunschweiger Straßenbahner befinden sich im Streif. haupt aus der Nähe der Schansi Pässe, verdrängen wolle. Sie hatten eine Anzahl Forderungen und Beschwerden, mit deren Schon in den ersten Meldungen über die geplante Expedition Durchführung fie eine Kommission betrauten. Statt die Kommission hieß es ja, daß, wenn Liu fich wirklich zurückziehen werde, es sich zu hören, wurde den Mitgliedern derselben sowohl als andren miß- wohl nur um einen Rückzug von 7 oder 8 Meilen handeln werde, liebig gewordenen Angestellten gekündigt, so daß den Straßenbahnern um dann eine noch stärkere Stellung einzunehmen. Ein solcher als legtes Mittel nur der Ausstand blieb. Die Arbeitsniederlegung Rückzug Lius, der denselben doch über die Demarkationslinie zurückwird aber nicht Auch erfolgte so prompt, daß gestern früh auf jeder Linie nur zwei Wagen der China- Korrespondent der Frautf. Zeitung" für genügend angesehen. verkehrten. befürchtet augenscheinlich, daß sich die Expedition gegen Liu zu einer Expedition nach Schansi auswachsen werde, die man damit motivieren werde, daß taktische Gründe die Besetzung der außerhalb der Demarkationslinie liegenden und von General Aktion vermag der Korrespondent aber nicht zu billigen. Seien strategisch Liu ausgenügten strategisch wichtigen Punkte verlangten". Eine solche wichtige Punkte vorhanden, so hätten dieselben seiner Zeit mit in das neutrale Gebiet einbezogen werden müssen; jetzt nachträglich könne eine Invasion Schaufis nur bösartige Berwicklungen nach sich ziehen. Die Schuhmacher Harburgs streifen seit Montag. 22 Arbeitgeber haben bereits bewilligt. geber haben bereits bewilligt. Es wäre jedenfalls angebracht, von Berlin aus den eventuellen Thatendrang des Expeditiouscorps bei geiten zuzügeln! Wie weit das Corps inzwischen vorgerückt ist, ist nicht bekannt. Auch über das Verhalten General Lins liegen keine Nachrichten vor. Weitere Beamtenbestrafungen. Die Breslauer Gewerkschaften haben, gedrängt durch den fortwährenden Lofalmangel, ein Lofal auf fünf Jahre gepachtet, das nunmehr als Verkehrs- und Versammlungslokal dienen soll. Für das Lokal ist zwar, wie wir schon berichteten, der Brauerei, die es erwerben wollte, die ganze Konzession verweigert worden, was umfomehr auffallen mußte, als die Konzession 30 Jahre auf dem Hause ruhte; die Gewerkschaften haben sich aber dennoch entschlossen, die Pacht zu übernehmen, um mit halber Konzession zu wirtschaften. Die Neuerung wird von den Arbeitern gewiß freudig begrfißt werden, war es doch in Breslau seit Jahren so: vohl der Partei als den Gewerkschaften unmöglich, größere Bersammlungen abzuhalten, da geeignete Lokale hierzu von den Juhabern verweigert wurden. Das Lofal führte früher den Namen„ Deutsches Theater", die Frage der Bestrafung von Provinzbeamten zur Vorberatung enthält einen großen Saal, in dem 1000 Personen Platz finden, daneben einen kleineren für 100 bis 120 Personen, sowie viele Bimmer für Zusammenkünfte. Der Garten, der einen alten Baum: bestand aufweist, wird gewiß bald seine Anziehung auf die Arbeiterbevölkerung ausüben. Die Parteigenoffen des Kreises Offenbach- Dieburg hielten fandten von England, Frankreich, den Bereinigten Dem„ New York Herald" wird aus Peking gemeldet: Die Ges am Sonntag in Ober- Raden eine Kreiskonferenz ab, die von 32 Orten durch 61 Delegierte beschickt war. Staaten, Holland, Belgien und Italien, denen Das in der Diskussion über den Vorstandsbericht zu Tage getretene Verlangen nach größerer überwiesen ist, haben dem diplomatischen Corps ihren Bericht erstattet. Entfaltung der Agitation auf dem Lande und besonders in der schwarzen Ede Dieburg fand feinen Ausdruck in der Bildung einer Sie verlangen, daß noch 4 Beamte hingerichtet und noch Agitationstommiffion zu diesem Zwecke. Weiter wurde zu besonderer Gesandten haben diese Forderungen an die chinesischen Bevoll 20 Beamte verbannt bezw. degradiert werden. Die Borsicht bei Gemeinderats- Wahlen aufgefordert und angeraten, von der Aufstellung von Kandidaten abzusehen, sobald nicht erprobte, Jm königl. Bernfteinwerk Palmnicken an der Samlandtüste mächtigten gelangen laffen. zuverlässige Genossen als solche zur Hand seien. Genosse Ulrich hat fürzlich ein Streit stattgefunden, der freilich nur von kurzer Dauer Li- Hung- Tschang vom Hofe getadelt. besprach sodann die neue hessische Wahlrechtsvorlage war. In dem Bernsteinbergwert, das der preußische Staat bekannt- Eine Betinger Meldung besagt: Li- hung- Tichang hat ein und tam zu dem Ergebnis, daß den durch dieselbe lich erst kürzlich von dem Kommerzienrat Beder erworben hat, er- taiserliches Edift erhalten, worin er getadelt wird, weil gebotenen Verbesserungen, wie dirette Wahl und ein größerer hielten die Bergarbeiter Schichtlöhne, was sie aber über eine be- er die deutsche Expedition nicht verhindert hat, Wahlschutz, eine größere Anzahl Verschlechterungen gegen- stimmte wagenzahl hinaus leisteten, wurde ihnen in Accord bezahlt. während die Franzosen und die meisten übrigen Mächte sich verpflichtet überständen, die diese Vorteile wieder völlig aufhöben, so daß man Wenn ein Arbeiter unter günstigen Verhältnissen sein Pensum früh haben, gewisse Grenzen des chinesischen Reichs nicht zu überschreiten. Lidem event. Scheitern der Vorlage keine Thräne nachzuweinen brauche. zeitig fertig hatte, arbeitete er nicht selten noch ein oder zwei Stunden Hung- Tichang wird weiter getadelt, weil er die Meinungen der ihm In der Debatte hierüber war man fast allgemein derselben Meinung in Accord. Die Arbeit im Bergwert ist eine sehr anstrengende und zuerteilten chinesischen Friedensvermittler außer und brachte dies durch Annahme einer entsprechenden Vorlage zum ungesunde und der Schichtlohn unzureichend. Zum Vergnügen wurde acht ließ. Li- Hung- Tschang wird in dem Edikt aufgefordert, in Ausdrud. Der socialdemokratischen Landtagsfraktion wird, falls ihre eberarbeit nicht geleistet. Der neue Direktor Wonneberg wollte Zukunft teine wichtigen Fragen mehr zu verhandeln, ohne die Verbesserungsanträge abgelehnt werden sollten, betreffs ihrer die Schichtlöhne abschaffen und nur noch im Accord arbeiten lassen. Meinung der ihm beigegebenen chinesischen Friedensvermittler auendgültigen Stellungnahme zu der Vorlage freie Hand gelassen. Dagegen lehnten sich die Arbeiter auf, da sie durch Grubenwasser zuhören. Für das in Berlin zu errichtende Grabdenkmal für Liebknecht bewilligte man in dankbarer Erinnerung an den ersten Reichstags- Abgeordneten des Kreises 100 M. Ferner wird der Kreisvorstand ersucht, einen Betrag bis zu 500 M. der Parteikasse zuzuführen. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Die Ent * Berlin, 23. April. Generalfeldmarschall Graf Waldersee meldet aus Beting: Bis Kalgan vorgesandte Patrouillen haben dort und in Umgegend feinerlei Truppenansammlungen gefunden. Li- Hung- Tschang teilten mit, daß die Truppen des Generals Liu von Huolu über Tinghing nach Schansi zurückgingen. Mittwoch Hinrichtung des Mörders des Hauptmanns hatte. 363 gegen 88 Stimmen angenommen; die Minorität bestand hauptfächlich aus irischen Nationalisten. und andre Störungen oft stundenlang an der Arbeit gehindert werden. Ein Verhandeln mit dem Arbeiteransschuß lehnte der Direktor ab. Darauf stellten 200 Mann die Arbeit ein. Nach zwei Tagen erklärte er, es jolle beim Alten bleiben. Die Arbeit wurde wieder aufgenommen. 8 Mann wurden gemaßregelt. Die von der Ueber die Stellung der Behörden zur Socialdemo- Welt ganz abgeschlossen am Meer Hausenden Arbeiter haben das Pratie äußerte der Vorsigende der Königsberger Straffammer am ruhig hingenommen. Die Leute haben sich bisher weder um eine Stönigsberger Landgericht, Dr. Thiessen, bei einer Verhandlung am Organisation noch um Politik gekümmert. Vielleicht wird es jezt Bartsch am Thatort. etwas anders. Sonnabend Ansichten, wie man sie sonst vom Richtertisch selten zu hören gewöhnt ist. Der Verleger der Volts Tribüne" hatte Die Brauer in Nürnberg und Fürth haben, vertreten durch Lehte Nachrichten und Depeschen. furz vor der Umwandlung des Königsberger Partei- Organs in ein ihre Lohukommission in Gemeinschaft mit den Vertretern der Tageblatt an das Polizeipräsidinm das Ersuchen gerichtet, dem Brauereien, einen Lohntarif ausgearbeitet, der im wesentlichen meldet, brach hente mittag in den Waldungen auf dem Hohen Venn Aachen, 23. April.( W. T. B.) Wie das„ Echo der Gegenwart" Blatt wie jeder andren Zeitung am Ort und zu gleichen Be- folgende Bestimmungen enthält: in der Nähe des Jägerhäuschens Aderich Feuer aus, welches bis dingungen die Polizeiberichte zur Verfügung zu stellen. Der Unternehmer- und Arbeiterorganisationen erkennen sich gegenBolizeipräsident hat das kurz abgelehnt. In einer„ Zweierlei Maß" feitig als die berufenen Vertretungen ihrer Auftraggeber an, volle abends schon mehrere hundert Morgen in Mitleidenschaft gezogen überschriebenen Notiz war der ablehnende Bescheid scharf kritisiert. Koalitionsfreiheit wird garantiert. Die Arbeitszeit ist eine zehn- München, 23. April.( W. T. B.) Der Staatsrechtslehrer Der Polizeipräsident ließ die betreffende Nummer beschlag- stündige innerhalb einer dreizehnstündigen Schicht. Die Sonntags- Geheimrat Max v. Seydel ist heute nachmittag gestorben. nahmen und stellte Strafantrag. Genosse Oberüber, der die arbeit hat sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Stuttgart, 23. April.( W. T. B.) Im Landtage erklärte der Rummer verantwortlich gezeichnet hatte, saß am Sonnabend auf zu halten und ist nach Thunlichkeit einzuschränken. der Anklagebant. Bei der Bernehmung frug der Vorsitzende Dr. Schädigung für die Sonntagsarbeit ist im Wochenlohn in- Minister des Innern Pischek, die württembergische Negierung werde Thiessen den Angeklagten erst nach der Zendenz des Blattes, dann, begriffen. Der Mindestlohn beträgt für Braugehilfen pro Woche wie 1894 eine etwaige Reichs- Weinsteuer ablehnen. London, 23. April.( W. T. B.) Unterhaus. Die Resolution ob er Socialdemokrat. Schließlich richtete er wiederholt mit auf- im ersten Jahre 23 M., vom zweiten Jahre ab 24 M., nach weiteren betreffend Einführung einer neuen Einkommensteuer wurde mit fälliger Betonung an Oberüber die Frage, ob er wirklich geglaubt drei Jahren 26,50 M., außerdem 1,50 M. wöchentlich Wohnungsgeld habe, eine königliche Behörde werde der Socialdemokratie Vor- zuschuß und 7,20 M. Bierablösung. Der Mindestlohn für die ausschub leisten, indem sie dem socialdemokratischen Blatt die Berichte schließlich im Brauereibetrieb beschäftigten Tagelöhner beträgt 20 m., Genua, 23. April.( W. T. B.) Zanardelli telegraphierte an zur Verfügung stelle.- Der Verteidiger Rechtsanwalt a afe er- hierzu tommt als Entschädigung für die Ablösung des Freibiers eine den Vorsitzenden der Versammlung der Ausständigen im Apolloteilte dem Herrn Vorfißenden im Plaidoyer eine längere wöchentliche Vergütung von 5 M. Bei einer höchstens fünfstündigen theater, er würdige den einstimmigen Wunsch der Versammlung und Belehrung darüber, daß die Socialdemokratie nicht mehr Sonntagsarbeit ist 1 M., bei einer längeren 2 M. den Brauern, erkläre, daß er den Schiedsspruch übernehmen würde, falls ihn unter einem Ausnahmegefez stehe, nicht minderen die Hälfte den Tagelöhnern als Entschädigung für das Freibier beide Parteien darum ersuchten. Die Reeber telegraphierten an erkläre, daß er den Schiedsspruch übernehmen würde, falls ihn Rechts sei und daß Behörden nicht mit zweierlei zu bezahlen. Das Liter Bier wird mit 20 Pf. berechnet. Maß zu messen haben. Die Ausführungen Haases Der Biergenuß ist nur während der Arbeitspausen gestattet. Ueber- Banardelli, sie hätten von vorstehender Erklärung erfahren und, da warent dem Herrn Richter derat unangenehm, daß stunden werden an Wochentagen mit 40 Pf., an Sonntagen mit es dem immer von ihnen hundgegebenen Wunsche entſpreche, mit den Verteidiger unterbrach und ihn ersuchte, nicht immer wieder auf 50 Bf. vergütet. Kündigung ist ausgeschlossen. In Krankheitsfällen ihrem Personal zu verhandeln, bäten sie ganardelli, den Schiedsdie Frage zurückzukommen. Sodann machte er recht umflare Aus- wird für die Zeit bis zu zehn Tagen verheirateten Braugehilfen spruch zu übernehmen, vorbehaltlich der Festsetzung der Modalitäten führungen darüber, wie er die Frage aufgefaßt wissen wollte. 3 M. im ersten, 3,50 M. im zweiten bis fünften und 4 M. vom Bari, 23. April.( W. T. B.) Aus Anlaß der Rede Rechtsanwalt Haase blieb ihm auch darauf nicht den Bescheid schuldig. sechsten Arbeitsjahre ab pro Tag bezahlt. Ledige Braugehilfen er- Luzzattis in der heutigen Bersammlung sandte di Rudini ein TeleOberüber wurde freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte halten die Hälfte dieser Säße, verheiratete Tagelöhner 2 M., ledige 100 M. Geldstrafe oder 20 Tage Gefängnis beantragt. 1 M. in welchem er sagt, die italienischen Handelsbeziehungen Bei pro Tag bezahlt. gramm, tärischen Uebungen schlössen Interessen von größter Bedeutung in sich und müßten der Uebungen wird für den Tag eine Vergütung auswärtigen Politik Italiens die Lebensnahrung liefern. Judem 1 M., jedoch über jedoch nicht Paragraph 616 des Bürgerlichen Gesetzbuch ist dagegen ausgeschlossen. man die eng mit einander verknüpften landwirtschaftlichen und Das Tragen von Bier in die Brauerei ist verboten. Der Vertrag gewerblichen Interessen pflege, stärke man freundschaftliche BeIn Schneidemühl in der Provinz Pofen fttreifen zirka soll fünf Jahre dauern. Differenzen aus demselben sind von der ziehungen, befestige man die Bündnisse und schaffe man die Grund90 Maurer. Schon im vorigen Jahre hatten die Maurer den obukommission, event. vom Gewerbegericht Nürnberg als Einigungs- lage zu einer wirtschaftlichen Größe, ohne welche wahre politische Einigungs- Größe nicht bestehen könne. amt zu regeln. Unternehmern die Forderung, die Forderung, zehnstündige Arbeitszeit und Nach der Rede Luzzattis nahm die Versammlung eine Die Brauergesellen sind bereit dem Tarif zuzustimmen, wenn in welcher 40 Bf. Stundenlohn, unterbreitet, es wurde aber keine Einigung er teine Gültigkeit auf drei Jahre herabgesetzt wird und gleichzeitig die von Balenzano vorgeschlagene Tagesordnung an, zielt, einigen Maurern gaben die Meister 2-3 Pf. mehr, wie aber gesagt wird: Im Hinblid auf die Notwendigkeit der Erder Herbst herankam, wurde das Doppelte wieder abgezogen, und Verhältnisse der Bierfahrer geregelt werden. haltung der grundlegenden Gesichtspunkte der gegenwärtigen somit waren die Lohnverhältnisse noch schlechtere wie vor= Die Sattler in München sind in eine Lohnbewegung einges Handelsverträge, die Italien und den kontrahierenden Staaten in Her. Die, Maurer waren gezwungen, ihre alte Forderung den treten. Am vorigen Sonntag wurde in einer start besuchten Ver- gleichem Maße vorteilhaft waren und die Stabilität des Handels Meistern noch einmal zu unterbreiten, aber auch diesmal haben sammlung beschlossen, der Meisterschaft folgende Forderungen zu sicherten, wünschten die Mitglieder der Handelstammer von Apulien, die Unternehmer es nicht für notwendig gehalten, ihren Arbeitern zu unterbreiten: 1. neunstündige, am Sonnabend und an Zahl daß die Italien verbündeten und befreundeten Regierungen antworten. Auch die mündliche Unterhandlung, welche von den tagen achtstündige, an den Vortagen von Ostern, Pfingsten, den schutzzöllnerischen Bestrebungen widerstehen, die den wirt Arbeitern nachgesucht wurde, führte zu feinem Resultat, und somit Weihnachten und Neujahr sechs ein halbstündige Arbeitsschaftlichen Frieden zwischen den Völkern schädigen würden, der wurde nach vielen Einigungsversuchen der Maurer am Sonntag, den geit; 2. ein Minimal- Wochenlohn von 18 M.( 881/3 Bf. pro Stunde); der größte Schutz des politischen Friedens sei. Berantwortl. Nedacteur: Heinrich Wekker in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. er vou Einberufungen 30 M. hinaus desselben. miliชน gewährt. Nr. 95. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. hr. Abg. Wurm( Soc.): Mittwoch, 24. April 1901. zur Brennereien eine Erhöhung des Kontingents als Uebergangs- Absatz gehoben. Sie wollen nun einen getrennten Markt schaffen Reichstag. bestimmung zugestehen. Ich bitte Sie, das Gefeß derselben Stom- für Trinkbranntwein und denaturierten Spiritus, Dann, be mission, die das Süßstoff Gesez berät, zu überweisen.( Bravo! haupten Sie, wird der Preis des denaturierten Spiritus 80, Sigung vom Dienstag, den 23. April 1901, J rechts.) finten. Angenommen, das tünstliche Ueberangebot würde nachmittags 1 Abg. Speck( C.): hineinkommen, so könnte das doch nur dann den Preis erniedrigen, Am Bundesratstische: Frhr. v. Thielmann. Dieser Gesezentwurf hat bei meinen Freunden noch wenn wirklich die freie Konkurrenz waltete. Aber wir haben ja Auf der Tagesordnung steht die Abänderung des Brannt weniger Sympathie gefunden, als das gestern beratene einen Regulatur für das Angebot, das ist der Ring, der freilich auch weinstener- Gesetzes. Gesetz. Mit wenigen Ausnahmen find meine Freunde für das auf die Dauer nicht ungeheure Vorräte zurüdhalten kann, aber Staatssekretär des Reichsschazamts Freiherr v. Thielmann. Gesez in der vorliegenden Form nicht zu haben. Vor auch nicht gezwungen werden kann, auf die Dauer den Preis zu Die Gründe, welche die verbündeten Regierungen veran allem scheint uns der Weg des reichsgefeßlichen Zwangs unzugäng- ermäßigen. Ich habe den, wie ich glaube, begründeten Verdacht, lagt haben, eine Fortdauer der Brennsteuer, welche im Herbst lich. Wir können die Wirkung der Brennsteuer nicht als segensreich, daß man jetzt den denaturierten Spiritus recht populär machen will, dieses Jahrs ablaufen würde, zu beantragen und zugleich Ihnen sondern nur als sehr zweifelhaft bezeichnen, die gegenwärtige leber- um, wenn sein Konsum erst gewohnheitsmäßig geworden ist, wenn vorzuschlagen, den Denaturierungszwang in das Gesetz aufzunehmen, produktion ist wahrscheinlich gerade durch die Brennsteuer hervorgerufen. eine Anzahl Apparate, Maschinen ufw. da sind, dann die Klappe liegen auf landwirtschaftlichem Gebiet. Die Brennsteuer hat sich feit Der Hauptzweck der Brennsteuer, die Kleinbetriebe zu schüßen, ist ja zuzumachen. Und dann kommt noch hinzu der Petroleumzoll, von ihrem Bestehen nur als segensreich erwiesen. Sie hat es ermöglicht, wohl erreicht, aber die Erfahrungen scheinen uns noch nicht auszureichen, dem Sie heute nichts wissen wollen. Aber gerade die Agrarier das Quantum des Trinkbranntweins einzuschränken und dem Brannt um die Brennsteuer dauernd einführen zu können. Deshalb halten haben doch den Petroleumzoll stets als das wirksamste Mittel gegen wein zu Leuchtzwecken und zur Effigbereitung erhebliche Vorteile zu wir es für besser, vorläufig nur für eine begrenzte Zeit die Brenn- das böse Amerika hingestellt. Auf die Dauer werden Sie mit dieser gewähren. Fast allmonatlich kommen neue Erfindungen dem Leuchtsteuer weiter in Geltung zu lassen. In Bezug auf die Herab- verzwickten, verklausulierten Gesetzgebung kein Geschäft machen spiritus zu gute. Die Spiritus- Glühlampen erobern fich stets fegung des Kontingents tann ich mich dem Herrn Borredner durch- tönnen. Wenn Sie wirklich später höhere höhere Preise Preise für weitere Gebiete. Auf ganz neuen Gebieten hat der gewerbliche aus anschließen, auch in seinem Vorschlag auf die bereits den Spiritus erlangen, dann kommt e3 eben wieder Spiritus Verwendung gefunden; bereits werden landwirtschaftliche in Bau befindlichen Brennereien Rücksicht zu nehmen. Ueberproduktion. Und dann brauchen Sie wieder Staatshilfe. Motoren mit denaturiertem Spiritus getrieben. Der Denaturierungs-& ür die Beschränkung der Trinkbranntwein Herr v. Thielmann meinte, wenn auch der Preis des Branntweins zwang ist ja für eine Anzahl Mitglieder dieses Hauses produktion find meine Freunde indessen nicht zu steigen würde, so würden doch die Arbeiter davon keinen Nachteil weniger angenehm als die Fortdauer der Branntweinsteuer, haben. Man sagt, der Spiritusring wirkt segensreich, indem er haben, sondern nur die Zwischenhändler und Gastwirte. Nun, wenn und ich sehe voraus, daß sich darüber erregte Debatten ent- die Preise für denaturierten Spiritus ermäßigt. Man vergißt auch die Gastwirte das Glas Branntwein nicht teurer verkaufen spinnen werden. Ich werde deshalb den Standpunkt der verbündeten aber zu erwähnen, daß er dies nur thut, um die Preise für Brannt- würden, dann werden sie den Schnaps doch schlechter machen, und Regierungen ganz turz darzulegen. Aus der Begründung des Gefeßwein desto höher zu setzen. Damit stellt sich der Spiritusring auf da werden die Leute, die an einen bestimmten Alkoholgrad ihres entwurfs werden Sie ersehen, daß die Zunahme der Brennereien in die gleiche Stufe wie der Zuckerring und der Kohlenring. Auch Bluts gewöhnt find, eher noch mehr trinken als vorher. Mit den nächster Zeit eine außerordentlich starke sein wird. Wenn die bei der Gründung des Spiritusfartells hat sich dasselbe ollen Kamellen, daß Sie aus ethischen Gründen den Branntwein Branntweinerzeugung in einer über den Bedarf hinausschreitenden von andren Kartellen nicht unterschieden. Das Mittel der Ver- verteuern wollen, tommen Sie uns doch nicht. Das beste Mittel im Weise fortschreitet, so wird unausbleiblich ein Preisfall eintreten, der gewaltigung hat auch er angewandt. In einem Flugblatt des Kampfe gegen den Altohol ist nicht die Verteuerung des nicht allein die Hoffnungen derjenigen, die eine Brennerei einrichten, Startells heißt es in Bezug auf denjenigen, der sich dem Kartell Branntweins, sondern Arbeiterschus, er billitäuschen wird, sondern auch die vorhandenen erheblich schädigt. Das nicht anschließen sollte:„ Er wird wie ein Wild gehetzt werden, gung der Nahrungsmittel, und eine gefunde hat eine ernste wirtschaftliche Bedeutung, denn damit wird grade Gnade tennen wir nicht."( hört! hört 1) Es wäre daher sehr andels politit, die Arbeitsgelegenheit und für den mindest gut gestellten Teil der deutschen Landwirtschaft ein wünschenswert, wenn der nationalliberale Antrag auf Reichs- billiges Brot schafft. Notstand eintreten, und diesen hintenan zu halten, dazu ist der aufsicht über die Kartelle recht bald angenommen würde. In diesem Gesetz wird der Preis einiger Waren zu Gunsten Denaturierungszwang bestimmt. Sein Zweck ist, die Produktion Alle diese Gründe lassen uns den Denaturierungszwang als un- der Agrarier reguliert, und der Bundesrat ist geradezu zum Opfer das Trinkbranntweins auf das Maß des wirklichen Verbrauchs ein- annehmbar erscheinen. Die Konsequenzen sind ja auch ganz un des Spiritusrings andersehen. Er soll jedes Jahr feſtfezen, zuschränken. Dieses Maß ist ja bekannt; dem Bundesrat soll die übersehbar. Mit demselben Recht, wie der Spiritusring, fönnen wie viel denaturiert werden muß, wie hoch der notwendige VerErmächtigung erteilt werden, von Jahr zu Jahr dies Maß festzu- dann auch alle andren Syndikate staatliche Einschränkung der Pro- brauch sich stellt. Er hat also geradezu die Geschäfte des Spiritusſtellen und den Spiritus, der darüber hinausgeht, zu besteuern. Die duktion verlangen. Ob übrigens die Verwendung des denaturierten rings zu beforgen. Lediglich im Intereffe Ostelbiens liegt die VorRegierung hofft, daß infolge dessen nur so viel Branntwein erzengt Spiritus zu Leucht- und Kraftzwecken sehr ausdehnungsfähig ist, steht lage. Aus Süddeutschland liegt bereits eine große Anzahl von werden wird, als für den Bedarf im Deutschen Reich notwendig ist. durchaus noch nicht fest. Die Einschränkung des Alkoholgenuffes Stimmen aus Bremnereien vor, die entgegengesette Interessen haben, Bon einer Liebesgabe kann hier nicht die Rede sein; es handelt sich wäre ja an fich fehr erwünscht, aber in einzelnen Gegenden ist doch und ich glaube nicht, daß die Vorlage im Bundesrat einstimmig benur um eine weise Beschränkung der Produktion. Der Denaturierungs- der Alkoholkonsum gerade in den untersten Bevölkerungsschichten noch schloffen werden kann. Für eine Monopolwirtschaft, für Liebesgaben zwang ist nicht allein notwendig, sondern auch allgemein ein notwendiges üebel. Die kleinen füddeutschen Brennereien sind wir nicht zu haben, dagegen werden wir mit aller Wacht nüzlich. Wenn im Herbst dieses Jahrs infolge der Ueberproduktion werden burch den Denaturierungszwang erheblich geschädigt fämpfen, und wir werden in diesem Kampfe die Bevölkerung stets von Branntwein der Preis rapide jänke, wer hätte den Vorteil da- gegenüber den großen norddeutschen Brennereien, bei denen auf unsrer Seite haben.( Bravo! bet den Socialdemokraten.) bon? Daß die Landwirtschaft den Nachteil hätte, habe ich schon ge- allein leberproduktion zu finden ist. Wir berlangen zeigt; den Vorteil aber hätten nicht die Arbeiter, denn der Preis daher, daß der Denaturierungszwang auf die Produktion Abg. Sieg( natt.): des Glafes Branntwein ist bisher nicht gestiegen und wird auch beschränkt wird, die über das Kontingent hinausgeht. Der größte Interesse daran, wenn der Entwurf in der vorliegenden Form Nach meiner Auffaffung hat gerade Süddeutschland das aller dann nicht fallen; den Borteil hätten allein bie zwiſchenhändler und Spiritusring erhält burch das Gefek nabeau die Gastwirte. Zum Schutze dieses an sich ja sehr ehrbaren Ge- Monopolstellung. Benn aber schon ein Monopol eingeführt Gesetz wird. Wenn große Kreise der Landwirtschaft fich in er werbes liegt ja keine Veranlassung vor; wohl aber zum Schuß werden soll, dann wäre ein staatliches Monopol doch vorzuziehen. höhtem Maße der Kartoffels Kartoffel- und Spiritusproduktion aus der Landwirtschaft! Diese allgemeinen Bemerkungen wollte So wie bis jetzt kann allerdings die Sache nicht weitergehen. Ein gewandt haben, so liegt das daran, daß andre 8weige ich der Beratung des Gesezentwurfs vorausschicken. Weg wäre vielleicht die Erhöhung der Brennsteuer und der Ver- der Landwirtschaft dort teine Rentes mehr abwerfen. Hierauf muß die Gesetzgebung Rücksicht nehmen, Die Brennereien Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): lingütungsfäße. Darüber wird die Kommission zu beraten haben. stehen aber infolge der Ueberproduktion vor einer AbsatzTroß der warmen Befürwortung durch den Staatssekretär gebe frisis. Wir begrüßen daher den Schuß, der ihnen durch dies Gesetz ich die Hoffnung nicht auf, daß die Vorlage abgelehnt werden Wenn der Vorschlag des Vorredners verwirklicht wird, daß die gewährt wird. Nur einzelne meiner Freunde sind dawird. Diese Hoffnung schöpfe ich vor allem aus der Haltung der Brennsteuer und die Vergütungsfäße erhöht werden, so werden wir Segen, daß dem Bundesrat allzu große Befugnisse ein Centrumspresse. Auch im Bundesrat war schon mancher Widerstand in 4 bis 5 Jahren dasselbe Schauspiel erleben wie heute, daß diese geräumt werden. Mit dem Vorschlag des Herrn Abg. Sped, zu überwinden, und noch größer wird der Widerstand im Reichstage protektionistische Wirtschaft, die auf Kosten der Bevölkerung betrieben wird, meine Freunde nicht einverstanden. Durch ein solches Vorgehen die Steuer mur sein. Zum mindesten müssen die Befugnisse des Bundesrats wieder abgewirtschaftet hat und sich dann wieder an den Steuerzahler wird eine Steligkeit der Verhältnisse verhindert. Gegen die Spirituse nicht me beſtimmte Zeit weiter festzusezen, sind erheblich eingedämmt werden. Wer bürgt ums denn dafür, daß wendet. Die neue Form bringt wieder die alte Geschichte, daß unsre verwertungs- Centrale schreien nur die Händler, die die Spirituswirklich nur Mißbräuchen gesteuert werden wird? Die Tendenz Spiritusgesetzgebung dazu da ist, einer kleinen Schicht der Bevölke= des Gesetzes geht doch zugestandenermaßen dahin, die Produktion rung auf Stosten der Maffe der Bevölkerung Ziebesgaben zu bringen. produktion beherrschen und an dem schrankenlosen Auf und Ab der einzuschränken. Das große Jedes andre Getverbe ist dem freien Wettbewerb ausgeliefert, noch dazu die Wermsten unter den Armen, weil sie Branntweintrinker find, Berdienst der Centrale ist, daß sie für das ganze Deutsche Reich Die Maffen der Bevölkerung, die die Liebesgaben zahlen müssen, sind Breisbewegung an der Börse verdienen wollen. hier schalten Sie die freie Wirkung von Angebot und Nachfrage aus denn diese finden sich ja gerade in den ärmsten Bevölkerungs Spiritus im Kleinverkehr eingeführt hat. Das dient doch nur den zu Gunsten des Spiritusringes. An der Börse nennt schichten. Dazu hat es die Gesetzgebung zu Wege gebracht, daß Intereffen der Konsumenten. Man spricht von ungeheuren Gewinnen man eine tünstliche Zurückdrängung des Angebots Schwänze, hier verlangen Sie vom Staat, was Sie sonst sich mit Hilfe der Regierung ein Ring bilden konnte, der num geradezu trinkende greift nach einem Strohhalm, und wenn die Landwirte genau eine durch die Kontingentierung, durch das ganze protektionistische System und weist auf die Neugründung von Brennereien hin. Nun, der ErSelbst als unmoralisch bezeichnen.( Sehr richtig! links.) bie Form einer monopolistischen Vereinigung annehmen. Und hier soll der Staat seine Hand dazu bieten, ein gewiffes tann, wenn diese Vorlage Gesez wird. Ich kann den Verdacht nicht ausrechnen würden, was fie für Stapital aufwenden, wie viel sie für Binsen Quantum von Spiritus vom Markt zu verdrängen, um für die übrig abwehren, daß die Agrarier- fie find es, die dies Gesez machen und Amortisation rechnen müssen, dann würde sich herausstellen, daß bleibende Branntweinproduktion möglichst hohe Breise zu erzielen. Diesen Gefegentwurf deswegen fo gestalten, damit der Gewinn an den Brennereien fehr gering iſt. Ich bin selbst Statt wie es der Abg. Müller- Fulda schon 1895 vorgeschlagen hat, der Ring vollständig geschloffen werden kann, Schnapsbrenner, ich weiß, daß ich nicht mehr als 37,30 m. bekomme, das Kontingent allmählich zu verkürzen, häuft man hier auf und auch diejenigen Brennereien, die sich bis jetzt noch ferns ob die Centrale mehr herauswirtschaften wird, bleibt zweifelhaft. eine Liebesgabe, die den Brennern jährlich 40 Millionen ein halten, gezwungen werden, dem Ringe beizutreten. Der Entwurf Ich hoffe, daß bei autem Willen fich etwas Berſtändiges wird ergebracht hat, eine neue. Um eine Liebesgabe handelt es tommt nur einem ganz fleinen Teil der Landwirtschaft reichen laffen. Ich bitte dringend, dem Gesetz zuzustimmen zum Segen fich, das hat das Gesetz von 1898 am deutlichsten ausgesprochen. Der zu gute. Es find nur die größten Grundbesizer und der Brautwein produzierenden Landwirtschaft.( Bravo! bei bew agrarische Mund leugnet zwar, daß es sich um eine Liebesgabe vor allem die Ostelbier, die einen Vorteil davon haben. Die kleinen handele, aber die agrarische Hand greift danach und hält daran so Bauern, die etwa Spiritusbrennerei betreiben, werden von dem Abg. Frhr. v. Wangenheim( B. d. Landw.): fest, wie die mecklenburgischen Ritter an ihren Vorrechten halten. Gesetz feinen Vorteil haben. Sie sind häufig gezwungen, mit Der Kartoffelbau ist für die deutsche Landwirtschaft unentbehrlich. ( Heiterfeit.) Es handelt sich um eine socialistische Politik zu Gunsten faufmännischer Hilfe zu arbeiten, und fie werden daher Für sie dreht es sich verzeihen Sie das harte oder richtiger das einer einzigen Klasse und sie geht aus von Leuten, denen kein Mittel nicht zu den rein landwirtschaftlichen Betrieben, sondern weiche Wort- um den lieben Mist. Bei leichtem Boden giebt scharf genug ist, den demokratischen Socialismus zu bekämpfen. Das den gewerblichen Brennereien gerechnet werden. Gesetz ist von Herrn v. Graß- Klanin, dem Vater des Spiritus- größten Nugen vom Gesez haben, Den es außer der Kartoffel teine Frucht, die in trockenen Jahren einen wie gesagt, die Ostelbier. einigermaßen sicheren Ertrag liefert. Ich halte, wie ich offen era rings, der Regierung suggeriert worden und die Regierung Werden doch in Oftelbien 60 Proz. des gesamten deutschen Spiritus fläre, eine Steigerung des Getreidebaus auf trockenem Boden für wird sich auch die praktische Ausführung dieses Gesetzes zu hergestellt. Die kleinen Brennereien können nach der Vorlage leicht ausgeschlossen. Aber auch ein sociales Jutereffe spricht für den Gunsten des agrarischen Spiritusrings fuggerieren lassen. in die Lage kommen, von ihrem Kontingent zwangsweise denaturieren Kartoffelbau, nur so ist es uns möglich, eine erhebliche Anzahl von Arbeitern Man hängt der Steuer ein ethisches Mäntelchen um, indem man zu müssen. Die großen oftelbischen Brennereien können in diefe gut zu ernähren und gut zu besolden. Gerade während der Kartoffelernte sagt, man wolle den Verbrauch des Spiritus als Trinkbranntwein Lage nicht kommen. In Ostelbien ist die Produktion verhältnis werden höhere Löhne als sonst gezahlt. Auch ein großer Teil der Industrie einschränken. Wer sind aber die Konsumenten des Trinkbranntweins? mäßig am meisten gestiegen, nämlich in den letzten fünf Jahren um ist angewiesen auf den Kartoffelbau der Landwirtschaft. Ich ers Doch gerade die ärmsten Arbeiter. Die Landwirte würden kein Ge- 87 Proz., in Süddeutschland dagegen mur um 25 Proz. Der innere an die Fabriken von Maschinen für Branntweinbrennereien, finde, keine Arbeiter mehr bekommen, wenn sie ihnen keinen Spiritusindustrie geht es auch heute durchaus gut, die Preise an die Stärkefabriken 2c. Ich erinnere an die mit Spiritus Branntwein mehr geben würden, den sie gar nicht entbehren sind gestiegen. Während der Durchschnittspreis von 1888 bis 1895 betriebenen Kraftmaschinen, und es ist sehr gut, daß in der tönnen. Also in Interesse der armen Leute liegt die Besteuerung 37 02. für 100 Liter hundertprozentigen Spiritus betrug, ift Landwirtschaft die Tendenz besteht, den Kartoffelbau zu er des Branntweins nicht, die Brennsteuer liegt allein im Interesse des die Durchschnittsziffer von 1896 bis 1900 42,80 M. Dabei ist die weitern, sonst würden wir in die schwerste Arbeiterkalamität Spiritusrings. Durchschnittsziffer von 1888 bis 1895 noch zu günstig gerechnet, weil geraten. Allerdings besteht die Gefahr, daß bei dem Rückgang der Abg. Gamp( Rp.): 1891 infolge ungünstiger Kartoffelernte ein ausnahmsweis hoher Ertragsfähigkeit des Getreidebaus sich alles auf den aussichtsDie Spiritussteuer hat ihren Zwed so gut erreicht, wie feine Preis von 51,40 M. für den Spiritus gezahlt wurde. Läßt man volleren Zweig wirft und auch ihn ruiniert. Unfre Kartoffelandre Steuer. Um etwa 100 Millionen Liter ist der Konsum des dies Jahr weg, so ergiebt sich ein Durchschnittspreis von ernten sind außerordentlich gestiegen über das Maß der hinzuTrinkbranntweins zurückgegangen. Das ist aus ethischen Gründen ca. 34 M. gegenüber einem Durchschnittspreis von jetzt ca. 48 M. gekommenen Anbauflächen hinaus. Der Kartoffelverbrauch zu sehr zu begrüßen. Weiter hat der Staat 100 Millionen mehr aus 1900 notierte der Spiritus sogar mit 48,80. Also das Geschäft Futter- und Nahrungszweden läßt sich nicht weiter erhöhen. dem Branntwein herausbekommen. Und was das wichtigste ist, geht glänzend. Jufolgedessen verlangen die Brennereien aber Die holländische Kartoffel überflutet den Westen, und auch die der Kleinbetrieb ist nicht etwa vernichtet, sondern ist erheblich im nicht etwa, daß man mit der protektionistischen Wirtschaft ein Ende Stärke- Industrie ist in außerordentlicher Notlage durch die holländische Kampf gegen den Großbetrieb gestärkt worden.( Sehr richtig! rechts.) mache, bei der nur eine leberproduktion herausgekommen ist, nein, Syndikatsbildung geraten, so daß sie fast ausschließlich auf Der Erfolg dieses Geseges ist also ein ganz außergewöhnlich guter. fie sagen, weil wir jetzt gute Zeit haben, werden auch andre den Absaz im Inland angewiesen ist. Es bleibt also Von Ein höherer Preis für den Trinkbranntwein ist durchaus aus der Staatskrippe effen wollen und neue Brennereien aufmachen. nur die Berwertung der Kartoffel für Industriezwecke. berechtigt, auch schon deshalb, weil dieser Branntwein schließlich die Dann bekommen wir eine Ueberproduktion von Spiritus, und dann 20 Millionen Liter im Jahre 1887 ist die Erzeugung von Grundlage für den Betrieb der Brennereien bildet. Auch die Verbilligung werden die Preise sinken. Das darf nicht geschehen, der denaturiertem Spiritus auf 150 Millionen Liter gestiegen. Für des denaturierten Spiritus ist durchaus erwünscht, im Interesse der Staat ist dazu da, daß die Spirituspreise recht hoch ge- Petroleum werfen wir ein wahnsinniges Geld ins Ausland, diese Verwendung dieses Spiritus zu Leucht- und Kraftzwecken. Eine halten werden. Das ist die Logik der Agrarier, daß der ungezählten Millionen sollten dem deutschen Vaterlande erhalten drohende Absazkrisis liegt doch unzweifelhaft vor und wie wollen Staat die Pflicht habe, ihnen eine hohe Mente zu sichern. bleiben, und das ist mur möglich durch Gröffnung neuer Verwendings Sie der drohenden Ueberproduktion anders steuern. Der Herr Vor- Davon will aber das deutsche Wolf in seiner ziffernmäßigen Mehrheit arten für den denaturierten Spiritus. Wie kann man nun die redner hat uns keinen andren Weg gezeigt. Daß der Staat hier nichts wissen. Als damals die hohe Belastung des Spiritus und Entwicklung in vernünftige Bahnen leiten? Eine Zunahme regulierend eingreift, ist absolut notivendig angesichts der hohen Be- dann das Kontingent eingeführt wurde, sagten die Herren der Rechten, des technischen Verbrauchs ist mir möglich, wenn der Spiritus jo Steuerung des Spiritus, ganz abgesehen von der notwendigen Rücksicht das wäre teine Liebesgabe, nicht ein Buschuß für denjenigen, der das billig ist, daß er dem Petroleum gegenüber konturrenfähig ist. Wir müssen nahme auf die Landwirtschaft. Für die kleinen landwirtschaftlichen Ge- Kontingent bremut, sondern eine Strafftener für denjenigen, der mehr also einen Buschuß aus dem leisten, was wir am Trinkbranntwein nossenschaften habe auch ich Sympathie. Das Gesetz wendet sich aber brennen möchte. Heute drehen Sie die Sache um und sagen, diese verdienen. Die Gefahr besteht darin, daß die Ausdehnung der Brennereigegen Gründungen, die von keinem Stenner der Verhältnisse landwirte Kontingentierung hat uns davor geschützt, daß wir noch nicht betriebe zu schnell und zu sprunghaft vor sich geht. Den Weg, der einschaftliche Genossenschaften genannt werden. Der Begriff der landwirt Ueberproduktion haben, aber sie reicht nicht aus, wir müssen noch zuschlagen ist, hat die ganze bisherige Gejebgebung gezeigt. Das fchaftlichen Brennerei müßte genauer präcisiert werden, damit nicht gegen eine weitere Aufsicht über die Produktion haben. Dazu soll die neue wesentliche an ihr ist die Trennung zwischen Spiritus zu die Absicht des Gesetzes in betrügerischer Weise gewerbliche Brennereien Straffteuer von 15 M. dienen, die jedem auferlegt wird, der mehr Brenn- und Spiritus zu Trinkzweden. Der vorliegende Gesezals landwirtschaftliche ausgegeben werden. Mit 1 M. tann man als 150 Hektoliter erzeugt. Wenn Ihnen wirklich so daran läge, entwurf hat eine durchaus gesunde Tendenz. Er zeigt eher die Produktionskosten für Startoffeln nicht decken wie das Herr den Preis für denaturierten Spiritus zu ermäßigen, so bätten Sie den Zwed. die kleinen Brenner vor den großen zu bevorBachnide meinte-, wo die Leute infolge der Leutenot 30 Pf. für ihn ja längst schon billiger machen können, ohne die Produzenten zu zugen. Gerade die Einführung der Brennsteuer hat den das Ausnehmen der Startoffeln verlangen. Mit der Ermäßigung schädigen. Der denaturierte Spiritus foftet 191/2 M., und genossenschaftlichen Gedanken gefördert, daß gemeinsame Lasten des Kontingents bin ich im Interesse des Kleinbetriebs durchaus ein der Ring läßt ihn sich jezt mit 25 M. bezahlen. Hätten Sie auch gemeinsam getragen werden müssen. Die Spirituscentrale ist verstanden. Nur müßte man den bereits im Bau begriffenen die Preise von selbst mehr ermäßigt, hätte sich vielleicht auch der mir zu stande gekommen, weil die Not der Zeit den Tausenden Nationalliberalen.) = V a. mit bon Brennern flar machte, daß nur auf diesem die Demonstration übernehmen und das Schicksal der Verhafteten durchgemacht hat, geben wir folgende Zahlen, deren Berechnung uns Wege das Gewerbe bor dem Ruin zu retten ist. Die zu teilen sich bereit erklären. heute nach dem Erscheinen des legten Quartalsberichts möglich ist. Das Centrale fönnte ein Vorbild für alle Genossenschaften sein. Es sei noch gestattet, den auch in die Wiener Arbeiterzeitung" Mittel aus den Quartalsdurchschnitten war in den 6 Etatsjahren 1895/96 Das Kartell muß im Gegensatz zu allen übrigen Kartellen die übergegangenen Bericht der Berliner" Volts- Zeitung" auf seinen bis 1900/01: 1766, 1331, 1215, 1169, 1204, 1257. Aus diesen Zahlen Tendenz haben, den Verkaufspreis für denaturierten Spiritus mög- wahren Wert zurückzuführen. Der betreffende Korrespondent spricht ist ersichtlich, daß, wie wir bereits am Sonntag hervorhoben, die lichst niedrig zu halten. Denn sonst würden wir selbst den Ast absägen, da mit dem üblichen Aplomb der stets allwissenden bürgerlichen Be- Frequenz des Arbeitshauses zwar von 1895/96 bis 1898/99 sehr auf dem wir figen. Die Centrale würde nur dann zum Tyrannen richterstatter von Dingen, die er von sich aus gar nicht start gefallen, aber nach 1898/99 von neuem gestiegen ist, werden, wenn die Novelle zum Branntweinsteuer Gesetz nicht fäme. fennt. Er weiß zu berichten, daß bei der mündlichen Besprechung d. h. feit ungefähr demselben Zeitpunkt, an welchem auch im Obdach Das würde den Kampf aller gegen alle, würde schrankenlose Produk- zwischen dem Bundesrat und Genfer Staatsrat Didier festgestellt" der Zudrang merklich zu wachsen begonnen hat. tion bedeuten, und dann würde der Riese, die Centrale, die Zwerge worden sei, daß die Mehrzahl der verhafteten Tumultuanten nachniederschlagen. Herr Wurm hat nur oft gehörte Redensarten vorgetragen. weislich agents provocateurs( Lockspikel) sind"!... Hat er wirklich Die Stadtverordneten Versammlung wird sich in ihre Es handelt sich hier viel mehr um das Interesse der kleinen Landwirte diese Feststellung" nicht frei erfunden, sondern aus amtlicher Quelle Donnerstagnachmittag 5 Uhr stattfindenden Sigung u. und der landwirtschaftlichen Arbeiter, als um das Inter- erfahren, dann würde daraus lediglich folgen, daß der schweizerische folgenden Gegenständen zu beschäftigen haben: esse der wenigen Großgrundbefizer. Ruinieren Sie unsern Bundesrat das Bedürfnis empfindet, den Opfern seiner Servilität Berichterstattung über die Vorlage betr. die Herstellung eines Kartoffelbau, so ruinieren Sie gerade die fleinen Land- gegenüber der Knute obendrein noch die Ehre abzuschneiden, um so Ueberführungs- Bauwerks über den Bahnhof Gesundbrunnen wirte und schädigen die landwirtschaftlichen Arbeiter, die feine Handlungsweise zu beschönigen, ja, sie als einen Aft politisch im Zuge der Swinemünder- und Bellermannstraße- Beantwortung zum größten Teil am Kartoffelbau interessiert sind. Zu meiner moralischer Säuberung hinzustellen.... Doch bis auf weiteres der Anfrage von Mitgliedern der Versammlung betr. die EinverFreude habe ich aus den Ausführungen des Herrn Sped doch ersehen, möchte ich dem Bundesrat eine solche Unwürdigkeit immerhin nicht leibung der Südseite der Straße Hasenheide" nach Berlin daß auch seine Freunde einen Notstand anerkennen, aus dem ein zuschreiben. Vorlagen betr. die Einrichtung von Rechtskursen für das Ausweg gefunden werden muß. Ein großer Teil der Land- Es ist wahr, die westeuropäischen und besonders die schweizeri- Bureaupersonal den Etat der Sparkasse für das Etatswirtschaft würde in der That ruiniert, wenn hier nicht Abhilfe schen Universitätsstädte wimmeln von russischen Spizeln. Diese jahr 1901 die Festsetzung des Tarifs der Einzelpreise für geschaffen wird und ich hoffe, daß in der Kommission eine Einigung dürfen aber ihr Unwesen unter dem Schuß der diplomatischen und Arbeiten und Lieferungen bei Ausführung der Haus- und Dacherzielt werden wird. fonfularischen Barenvertreter unbehelligt treiben. Noch mehr, sie wasserableitungen für das Rechnungsjahr 1901 und den Verkauf leisten Informations" dienste den Schergen der schweizerischen zweier vor dem Grundstücke Wusterhausenerstraße 5-7 belegenen politischen Polizei. Gerade die Vorgänge in Genf haben das bis städtischen Barzellen Berichterstattung betr. die Wahl der Beisiger zur Evidenz bewiesen. In der That, die bei den Verhaftungen und und Beisiger- Stellvertreter für den Vorstand bei den am 30. April dann bei den Ausweisungen getroffene Auswahl verrät deutlich die dieses Jahres im 2. und 9. Wahlbezirk der II. Abteilung stattkundige Schnüffelei und Angeberei der zarischen Spizel. findenden Stadtverordneten- Ersatzwahlen die Bewilligung von Abg. Fischbeck( frf. p.): " " Hiermit erlaube ich mir, Ihnen einige Proben von sehr dauerhaften Hosen zu übersenden. Bei Entnahme von mindestens 6 Hosen geschieht die Lieferung franco durch die Post. Ich bitte Sie, diese Hosen Ihrem Personal anzubieten; ich bin überzeugt, daß Sie damit Erfolg haben werden. Für Ihre Bemühungen vergüte ich Ihnen 20 Proz Wenn man so hört, wozu eigentlich der Spiritusverband gegründet jein soll, könnte man ihn eher für eine ethische Gesellschaft halten, die der Trunksucht steuern will und ähnliche humane Zwecke verfolgt. In der That treten die Herren vom Spiritusverband doch nur aus ihrem nackten materiellen Interesse für dies Gesetz So wurden u. a. zwei unsrer besten Genossen ausgewiesen, Remunerationen für Beamte des städtischen Obdach 3. ein, das ihnen den Preis des Trinkbranntweins erhöhen soll. die in Rußland in geheimen socialdemokratischen Arbeiter- Außerdem findet in dieser Sigung und zwar um 6 Uhr die Wahl Wenn die Herren wirklich dem Brantweinfonsum steuern organisationen energisch und erfolgreich wirkten und dann des II. Bürgermeisters statt. wollen. Dann mögen Sie einfach keinen Trinkbranntwein als Flüchtlinge in der Schweiz ihre ganze Zeit der social- Zu einer einträglichen Anwendung des Trucksystems produzieren. Wir sind Gegner Gegner dieser ganzen Gesetzgebung, demokratischen Arbeiterbewegung Rußlands widmeten. Auf scheint die Kleiderfabrik von St. Berndt zu Neugersdorf in dieser Liebesgaben, die in der Kontingentierung liegen. Wir nähere Details über ihr Wirken gehe ich aus begreiflichen Sachsen die Unternehmer verleiten zu wollen. Die Firma richtet an werden in der Kommission gerne mitarbeiten, wenn mit der ganzen Gründen nicht ein. Nur noch die unschädliche, weil den Zarenschergen hiesige Fabrikanten folgende Buschrift: Prämienwirtschaft aufgeräumt und die Brennsteuer, die nur zur wohl bekannte Angabe, daß des ausgewiesenen Genossen Kremer, Ueberproduktion geführt hat, wieder beseitigt würde. Herr der nach zweijähriger Bellenhaft( in Boruntersuchung") ins Ausland Gamp fragte, wo jemals von konservativer Seite ein Petroleumzoll enttam, eine bereits perfekte Verurteilung zu langjähriger Vergefordert sei: Nun, ich verweise ihn darauf, daß der legte konser- bannung nach den entferntesten Eisfeldern Sibiriens harrt.. vative Parteitag einen solchen Zoll direkt gefordert hat.( Hört! Die Parteiblätter sind um Abdruck dieser Richtig und Klarhört! links.) Nur bestimmte Gegenden ziehen Nutzen aus dem stellung dringend gebeten. Gesez, in der Hauptsache der Osten. Der Süden und Westen B. Kritschewsky Paris. ist lange nicht so an der Mehrproduktion beteiligt. Hier wird im allgemeinen nur das Kontingent gebrannt, während im Osten die kolossale Ueberproduktion stattfindet. Es wäre wünschenswert, wenn wir in der Kommission eine Aufstellung für die einzelnen Provinzen erhielten, dann würde fich Ueber die Frauen in der russischen revolutionären und zeigen, daß das Gefeß einseitig im Interesse des Oftens Arbeiterbewegung spricht Genoffin Clara Bettin am Dienstag bei Tiegt. Herr Sieg hat sich hier als Branntweinbrenner Steller, Koppenstraße 29, abends 8 Uhr. Zahlreichen Besuch dieser bor uns hingestellt, dann wird er auch wissen, von Versammlung erwartet welchem Standpunkt aus Die Bertrauensperson. er das Gesetz beurteilt.( Buruf bei den Nationalliberalen: Aus Sachkenntnis!) Die Sachkenntnis Dritter Wahlkreis. Heute abend 81/2 Uhr, Kommandanten allein kommt dabei nicht in Frage, sondern auch das persönliche Straße 20, Generalversammlung des Wahlvereins. Bericht vom Interesse. Ich bin leider auch als Attionär einer Spritfabrit ersten Quartal, Vortrag des Genossen Dr. Friedeberg über an der Sache persönlich interessiert, aber δας hält mich rantentasse und Aerzte. nicht ab, dagegen weil ich sprechen, ชน bin, daß solche Fragen nur vom Standpunkt der Allgemeinheit aus beurteilt werden dürfen.( Bravo! links.) der Meinung Abg. Dr. v. Komierowski( Pole)[ auf der Tribüne fast unverständlich] spricht sich im wesentlichen für die Vorlage aus. Die Abgg. Augst( füdd. Vp.) und Fit( natl.) bringen die Be denken der süddeutschen Brennereien gegen das Bestreben der Brennereien des Ostens vor, die Preise für denaturierten Spiritus zu verringern. Im einzelnen bleiben ihre Ausführungen auf der Tribüne unverständlich. 3. 3. Genf, 21. April 1901. Berliner Partei- Angelegenheiten. Donnerstag, abends 81/2 Uhr, im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, Reichstags- Abgeordneter Georg Ledebour wird morgen, einen Vortrag über die politische Lage halten. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Lokales. Arbeiterausschüsse in den städtischen Betrieben. Bisher hatten bekanntlich nur die Betriebsarbeiter der städtischen Gas anstalten und die Arbeiter der Wasserwerke ArbeiterWir nehmen an, daß kein Unternehmer feine wirtschaftliche Uebermacht zu derart bedenklichen Geschäften mißbraucht. Sollte aber dennoch ein Arbeitgeber der 20 Broz. zuliebe mit den Hosen des Herrn R. Berndt handeln gehen, so wissen die Arbeiter, woran sie sind. direktion aufgestellt worden. Danach find in dem Verwaltungsjahre Eine Statistik für Armutszeugnisse ist von der Armenvom 1. April 1899 bis 31. März 1900 insgesamt 8611 Ausfertigungen von Armutszeugnissen beantragt und davon 8466 erteilt und 145 abgelehnt worden. Von den 8466 Armutszeugnissen wurden 2598 ( 863 an Männer, 1735 an Frauen) für Ehescheidungs- Prozesse, 1040 für Alimentenprozesse, 3957 für andre bürgerliche Rechtsstreitigkeiten, 837 für Privatflagen und 84 für andre Rechtsstreitig feiten 2c. erteilt. Von den 8611 Anträgen auf Bewilligung des oder Angeklagten aus, während 33 Anträge Sachen betrafen, in Armenrechts" gingen 8208 vom Kläger und 370 vom Beklagten denen tein Prozeß schwegte. Ein militärisches Gutachten über die Explosion in der Michaelfirche hat die Verwaltung der letzteren erhalten, aus dem flar hervorgeht, daß die immer und immer wieder auftauchenden Behauptungen über das Vorliegen einer Bulberexplosion jeglicher Begründung entbehren. Uns wird hierüber folgendes mitgeteilt: Als sofort nach der erfolgten Explosions- Katastrophe das Gerücht von einem verübten Sprengattentat sich verbreitete, beauftragte Damit schließt die erste Beratung. Die Vorlage wird an die ausschüsse aufzuweisen. Diese Körperschaften beruhten aber auf einer das hiesige Generalfommando einen Pionier- Offizier mit einer Süßstoff Rommission verwiesen. Grundlage, die eine wirkliche Vertretung der Arbeiterinteressen zur Untersuchung in der Kirche und der Offizier begab sich mit mehHiermit ist die Tagesordnung erledigt. Unmöglichkeit machte. Bei den Wasserwerken ist z. B. die Bestimmung reren Kameraden sofort dorthin. Die militärischen Sachverstän vorhanden, daß der Arbeiterausschuß nur dann zu Verhandlungen Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr.( 1. Dritte Lesung der zusammen treten kann, wenn der Betriebschef folche fürdigen konnten feststellen, daß Rückstände verbrannten Abänderung des Auslieferungsvertrags mit Belgien. Pulvers Pulverschleim 2. Oft notwendig befindet. Wiederholt sahen sich die städtischen vorhanden waren. Ebenso konnte eine Brandstelle, welche sich afrikanische Centralbahn.) Arbeiter daher veranlaßt, diese und ähnliche Bestimmungen zu tritifieren, welche es zur Unmöglichkeit machten, daß die Arbeiter- am Explosionsherd unbedingt hätte bilden müssen, nicht entdeckt werden. Ferner fehlte ein weiteres charakteristisches ausschüsse sich zu wirklichen Arbeiter- Repräsentationen heraus- 3eichen für Sprengstoff- Explosionen: geschwärzte bildeten. Diese Kritiken scheinen mun erfreulicherweise nicht fruchtlos tellen in der Kirche, gänzlich, und auf Grund dieser Thatgeblieben zu sein. Man hat fürzlich den Arbeitern der RevierSchluß 6 Uhr. Zur Genfer Demonstration. Laternenwärtern auf wiederholte Petitionen Arbeiterausschüsse in dem Gotteshause nicht sachen konnten die militärischen Sachverständigen das unbedingte Urteil abgeben, daß eine Pulverexplosion vollständig ausgeschlossen sei. Der Decernent der städtischen Gaswerke, Herr Stadtrat Namslau, hat die Behauptung aufgestellt, daß aus dem einen Gashahn in dem Bälgeraum hinreichende Quantitäten des Explosionsstoffs nicht entweichen können, um eine Explosion herbeizuführen. Herr Stadtrat Namslau ist wohl Decernent, aber kein Sachverständiger. Er kann auch unmöglich beurteilen, welche Quantitäten Gas aus dem Hahn, der erst kurz vor der Explosion von einem Meßnertnaben geschlossen wurde, ausgeströmt sind. Der frag liche Gashahn hat möglicherweise schon seit Sonntag offen gestanden und da der Haupthahn täglich stundenlang geöffnet war, so tömnen fich innerhalb der drei Tage nahezu sechs Stubikmeter Gas in dem Stirchenraum angesammelt haben. Die neulich im„ Vorwärts" veröffentlichte Mitteilung über die Inspektionen der Gaswerke, denen des Röhrensystems und den Genfer Demonstration erheischt dringend eine Berichtigung. Die Objektivität der Genfer Genossen, der Urheber jener Mit- zugestanden, die einen nicht unerheblichen Fortschritt bedeuten. teilung, in allen Ehren; leider aber sind sie offenbar über die Vor- Die absolute Herrschaft der leitenden Betriebsbeamten wird gänge durchaus falsch unterrichtet. Schreiber dieser Zeilen war nicht eingeschränkt und ein konstitutionelles System in seinen ersten in der Lage, an der Protestversammlung und der Demonstration Anfängen geschaffen. Es heißt nämlich in den Reglements dieser teilzunehmen. Diese Berichtigung entbehrt somit jeden persönlichen Arbeiterausschüsse, daß die Betriebschefs sofort mit den Abeiter Beigeschmacks, sie ist dittiert lediglich durch die Notwendigkeit, ausschüssen in Verhandlungen treten müssen, sowie 3 Mitglieder im Interesse der schwer und ungerecht angegriffenen Genfer Manis eines Ausschusses aus 6 bestehen diese solches beantragen. festanten den wahren Sachverhalt flarzulegen. Dadurch fönnen also die Arbeiter mit ihren BetriebsDer Unterzeichnete weiß aus eigener zuverlässiger Kenntnis, leitungen unter Zustimmung der oberen städtischen Behörden jederdaß Protestversammlung und Demonstration der gleichen und zeit über die Fragen des Arbeitsvertrags in Verhandlungen treten. einzigen Ursache entsprungen sind: der nur allzu berechtigten Bei den Wahlen zu diesen neuen Körperschaften, die kürzlich statt Entrüstung über die Blutthaten der Zarenregierung. Der Gedanke fanden, hat der Verband der städtischen Arbeiter aus an eine Demonstration vor den russischen Gesandtschaften bezw. seinen Reihen die Kandidaten aufgestellt, und diese wurden auch mit Benutzung von Kellerräumen im Handelsgewerbe. Dele Konsulaten entstand spontan in mehreren Universitätsstädten, wo großer Majorität gewählt. Die Betriebsarbeiter der Gasiverte gierte der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft hatten im Ministerium zahlreichere russische Studenten- Kolonien leben. Ich erinnere an haben nun an ihre vorgesezte Verwaltung das Ersuchen gerichtet, der öffentlichen Arbeiten mit Vertretern der beteiligten Verwaltungsden Versuch einer solchen Kundgebung in Brüssel, der ein paar auch ihnen das erwähnte Zugeständnis zu machen. ressorts eine Besprechung über Abstellung der bekannten Beschwerden Wochen vor der Genfer Demonstration stattfand. Als die wegen der polizeilichen Beschränkung der Benutzung von Boden- und Nachrichten über die Mezeleien von Charkoff und besonders von Die Große und die Bürgermeisterwahl. hiesigen Blättern Kellerräumen in Geschäftshäusern. Es wurde in Aussicht genommen, Petersburg ins Ausland drangen, da brauchte man wahrlich kein zufolge hat im freisinnigen Bezirksverein Hasenheide ein Bankier zum§ 37 der Baupolizei- Ordnung von 1897 eine Deklaration zu Hizkopf" oder gar„ Verrückter" zu sein, um im heiligen Zorn wider öfer seine Zuhörer mit der Mitteilung erfreut, die Große Berliner geben, in welcher die Manipulationen festgesetzt werden sollen, die die Zarenregierung zu entbrennen und dieses Gefühl jo oder anders Straßenbahn- Gesellschaft wünsche, um größeren Einfluß im Magistrat bei der Lagerung von Waren in Kellern erforderlich sind, und die bethätigen zu suchen.. zu gewinnen, die Wahl des Syndikus der Aeltesten der Kauf- deshalb gestattet sein sollen, auch wenn die Anforderungen der BauEs ist begreiflich, daß den russischen Dingen Fernstehende vor mannschaft Herrn Dove, der ein sehr enger Freund ihres polizei- Ordnung an die zu dauerndem Aufenthalt von Menschen allem die Zweckmäßigkeitsfrage fühl und nüchtern in Erwägung Direttors, des früheren Direktors im Ministerium der öffenteltesten übernahmen es, zunächst ein Verzeichnis der hiernach in bestimmten Räume" nicht erfüllt sind. Die Delegierten der ziehen. Man darf aber nicht diese philosophische Stimmung von lichen Arbeiten, Herrn Mide, fei. Deshalb lege sich auch die Hoch die Deklaration aufzunehmenden Arbeiten der Lagerung 2c. zu be= Ruffen verlangen, die, gerade weil sie im Auslande, fern vom finanz für Herrn Dove ins Zeng. Man habe sogar an der Börse schaffen, worauf später die Konferenz fortgesetzt werden soll. Schlachtfelde leben, genauer hier zu leben gezwungen sind, desto gebieterischer dazu getrieben werden, den verblutenden Stämpfern ein Schriftstück voll gebäijiger Angriffe gegen auffmann Der Heimat ihre thatbereite Solidarität zu bezeugen und der Knuten- verbreitet, dem darin selbst die erforderlichen juristischen Fähigregierung vor der breiten westeuropäischen Oeffentlichkeit eine mög feiten abgesprochen würden, während die von Dove gerühmt lichst schiere Herausforderung ins Gesicht zu schleudern. würden. Wenn diese Mitteilung richtig wäre, dann würde die Frage, wer morgen zu wählen sei, dem kommunalpolitischen Gebiet völlig entrückt werden. 11 Elektrische Schnellbahn. Ein interessantes Projekt will die allgemeine Glettricitäts Gesellschaft ausführen. Wie uns aus Johannisthal gemeldet wird, ist in der ersten Sizung unter Leitung des kommissarischen Gemeindevorstehers über einen Antrag Dies die Stimmung, der sowohl die Protestversammlung wie der Allgemeinen Elektricitätswerke, betreffend die Anlage einer auch die Demonstration erwachsen sind. Beide stehen alleroch spannungsleitung durch einen Teil des Orts verdings in einem innigen Zusammenhang, wie zwei gleich handelt worden. Die genannte Gesellschaft beabsichtigt, auf dem artige Folgen einer und derselben Ursache, wie zwei demselben Militär- Bahnhof bei Marienfelde eine Versuchs strede für eine 3wecke dienende Handlungen. Daß andrerseits die Ver- Die Bevölkerungsziffer des Arbeitshauses hat im ersten elektrische Schnellbahn einzurichten und die hierzu nötige Kraft in jammlung direkt den Ausbruch der Demonstration erleichtert und Quartal dieses Jahres jogar noch weniger gegenüber demselben der Stärte von 12 000 Volts von dem Wert an der Oberspree zu insofern mit verursacht hat, liegt ja auf der Hand. Auch in Brüssel Zeitraum des vorigen Jahres abgenommen, als es nach den beziehen. Die Gemeinde lehnte indes das Gesuch ab und zwar fand der erwähnte Demonstrationsversuch im Anschluß an eine Angaben der am Sonntag von uns beleuchteten kommunal- offiziöjen wegen der geringen Sicherheit, welche eine HochspannungsProtestversammlung statt. Mitteilung erscheinen mußte. Es sind nicht, wie in dieser Mit- leitung von solcher Stärke bietet. Niemand, sollte man nun denken, kann den Beweggründen der teilung gesagt wurde, im ersten Vierteljahr 1901 1061 Genfer Manifestanten die Achtung verjagen, die jeder selbstlosen Männer und 145 Weiber im Arbeitshause verpflegt" worden, Der bekannte Erich v. Kriegsheim ist, nachdem seine Revision Handlung gebührt. Von Lockspigelei und Berrücktheit" in diesem sondern nach Ausweis des inzwischen im Gemeindeblatt" ver- vom Reichsgericht verworfen worden ist, gestern aus dem UnterFall sprechen, heißt eine totale Untenntnis der Veröffentlichten amtlichen Quartalsberichte der Arbeitshaus- Direktion fuchungsgefängnis, in welchem er über 2 Jahre zugebracht, nunhältnisse und Personen befunden. Aber auch ihren Zwed haben sich am 31. März 1061 Männer und 146 Weiber, mehr zur Verbüßung seiner Strafe nach dem Strafgefängnis hat die Demonstration nicht verfehlt: sie ist von der Knuten- also zusammen 1207 Personen in der Anstalt befunden. Plößensee übergeführt worden. " " regierung recht unangenehm empfunden worden, was unter anderm Das ist ein Unterschied von keineswegs nebensächlicher Bedeutung. zubüßen. die krampfhaften Anstrengungen des russischen Konsuls in Genf Der Durchschnitt der in den Monaten Januar bis März d. J. Paul Blumenreich wird hierher gebracht werden, um die wegen Der in Wien verhaftete frühere Theaterdirektor Schriftsteller beweisen, für die Kundgebung hauptsächlich nicht russische vom Arbeitshause beherbergten Korrigenden war nicht 1206, wie Betrugs gegen ihn erkannte Gefängnisstrafe von neun Monaten abStaatsangehörige verantwortlich zu machen und feine Regierung nach der kommunal- offiziösen Darstellung angenommen werden Betrugs gegen ihn erkannte Gefängnisstrafe von neun Monaten abder Verantwortung für die Verhaftungen und Aus- mußte, sondern 1235. Damit verringert sich der Unterschied zwischen weisungen reinzuwaschen. Durch die Heruntermachung und Ver- der Frequenz des 1. Quartals 1901 und derjenigen bes 1. Quartals Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die Leiche dächtigung der Manifestanten kann nur der Zarenregierung ge- 1900, in welchem im Durchschnitt 1245 Korrigenden beherbergt des ein Jahr alten Sohns Erich des Kellners Kliem aus der dient sein. wurden, noch weiter, nämlich auf wohlgezählte 10 Personen. Die Brandenburgstr. 70. Der Knabe befand sich am 27. Dezember vorigen bon Wie die ehrlichen Elemente der hiesigen russischen Studenten- ganze Fabuliererei von der auffallenden" Abnahme der Arbeits- Jahres, nachmittags, unter der Obhut einer Wärterin Anna H., da kolonie über die Sache denken, zeigt die von 104 Studenten hausfrequenz und einem Einfluß der Leerung des Kliem im Geschäft war und seine Frau einige Gänge zu machen # 1 d Studentinnen unterzeichnete und dem Arbeitshauses auf die Füllung des Obdachs erscheint hatte. Die Wärterin schlug das Kind, welches unruhig war, dreimal, schweizerischen Generalanwalt zugestellte Soli hiernach in noch eigentümlicherem Lichte. Zur übersichtlichen Dar- angeblich mit der flachen Hand, auf das Gefäß. Als die Mutter daritäts- Erklärung, worin sie alle die Verantwortung für stellung der Bewegung, die die Arbeitshausfrequenz in den letzten Jahren nach Hause tam, fand sie am unteren Teil der Wirbelsäule eine Schwellung. Der Kleine litt seitdem viel an Zittern und konnte die rechte Hand nicht mehr hoch heben. Am vergangenen Sonntag starb er nachmittags um 3/2 11hr, wie der behandelnde Arzt auf dem Lotenschein schrieb, an Entzündung der Wirbelsäule infolge von Mißhandlung. Die Wärterin behauptet, das Kind sei schon frank gewesen, als fie cs in Obhut bekam, die Eltern aber bestreiten das entschieden. Durch gerichtsärztliche Leichenöffnung soll die Todes= urjache festgestellt werden. Selbstmordversuch. Ju einer Gasttvirtschaft versuchte sich gestern abend der 34 Jahre alte frühere Landwirt Karl Geubert, der sich ohne Wohnung in Berlin aufhält, zu erstechen. Der Mann fiel, als er eine Gastwirtschaft in der Lüneburgerstraße betrat, gleich durch sein verstörtes Wesen auf. Nachdem er zwei Glas Bier getrunken batte, ohne einen Pfennig Geld zu besigen, zog er plöglich sein Messer aus der Tasche, stieß es sich in die Brust und wehrte ztvei Männern, die ihn an weiteren Gewaltthaten gegen sich selbst verhindern wollten, mit der Faust ab. 2wei Schuhmänner brachten den Unglücklichen in ein Krankenhaus. „ Der§ 48 Abs. 1 Biff. 1 der Landgemeinde- Ordnung vom[ berufen, um durch diesen Stellung zu nehmen zu den geplanten 3. Juli 1891 nimmt hinsichtlich der mit Grundbesitz angesessenen Abänderungen des Gewerbegerichts Gesetzes. Herr Dr. Beumer Mitglieder der Gemeindeversammlung" ausdrücklich auf den§ 41 referierte. Gegen die Gewerbegerichte haben die Herren angeblich Abs. 1 unter 6a und b Bezug. Danach muß als„ Angesessener" nichts einzuwenden, aber gegen die Begleiterscheinungen", die gelten, wer entweder ein Wohnhaus in dem Gemeindebezirk bejizt namentlich bei den Wahlen der Beisiger hervortreten. Bei diefen oder von seinem gesamten innerhalb des Gemeindebezirks be- trete eine wahrhaft vergiftende Agitation in Wirksamkeit", die nur legenen Grundbesige einen Jahresbetrag von mindestens drei Mark der Socialdemokratie zu gute fomme, das gute Verhältnis zwischen an Grund- und Gebäudesteuer entrichtet. Als Wohnhausbesiger Arbeiter und Arbeitgeber werde vergiftet. ist ferner auch derjenige anzusehen, dem das geteilte oder Jm einzelnen wendet sich der Unternehmerverband gegen die ungeteilte Miteigentum an einem solchen Hause zubon der Gewerbegerichts- Kommission angenommene Abänderung, wosteht." nach alle Gemeinden von über 20 000 Einwohnern zur Errichtung Nach dieser Entscheidung wäre also der von freifinniger Seite eines Gewerbegerichts verpflichtet sein sollen. Ferner ist er nicht gegen die Wahl unsrer Parteigenossen geführte Kampf aussichtslos. einverstanden mit der Einbeziehung der Dienstboten, ein Trotzdem ist es den Herren noch nicht eingefallen, ihre Klage zurück- weiteres Bedenken sei die Erleichterung der Teilnahme an den zuziehen. Wahlen. " Mit der Entfestigungsfrage in Spandau scheint es vor- Besonders aber hat es den Zorn des Unternehmer- Verbands wärts zu gehen; für die unglüdlichen kommunalen Verhältnisse in hervorgerufen, daß eine Erweiterung der Befugnisse des GewerbeSpandau wäre jedoch eine noch größere Beschleunigung der Sache gerichts als Einigungsamt ins Auge gefaßt ist. Es sei sehr zu wünscheit. Die Militärverwaltung hat zu dem von der geradezu unerhört, daß ein Verhandlungs z wang eingeführt werden Durch drei Revolverschüsse getötet hat sich der 46 Jahre alte städtischen Entfestigungskommission aufgestellten Entfestigungsplan in folle; in feinem industriellen Kulturstaat sei etwas derartiges vorKaufmann Theodor Emmermann, der als Junggeselle in der zahlreichen Punkten sehr wesentliche Abänderungen gefordert. So handen Schwedterstr. 3 wohnte und bei seinem Better, dem Selterswasser- foll die Streitbrüde bestehen bleiben und ausgebaut werden, da die Att selbst in England nicht. Die englische Conciliationso führte Herr Dr. Beumer aus enthalte fabrikanten Müller in der Chorinerstr. 64 beschäftigt war. Der Mann Heeresverwaltung diesen Teil des Festungsgrabens erhalten will, nicht den Verhandlungszwang und werde überhaupt überwar nervenleidend und schon wiederholt im Krankenhause gewesen. um ihn zu Wasserübungen für die Pioniere zu benutzen. Ueber diesen schätzt. Die wirklichen Verhandlungen auf Grund dieses Gesetzes Montagmorgen ging er um 5 Uhr aus seiner Wohnung Punkt werden neue Verhandlungen gepflogen. Die Militärverwaltung feien minimal; von 2000 Streits in den Jahren 1896-98 seien nur weg; furz vor 7 Uhr fand ihn sein Better in seiner Fabrik tot auf. hat ferner den Grundsatz aufgestellt, daß zu Straßenland nicht mehr als 59 vor das Board of Trade" gekommen. Was diese Zahlen anEr hatte sich aus einem Revolver zwei Kugeln in die Brust und zwei Drittel des Geländes hergegeben werden darf. Ferner soll ein langen, so mögen diese ganz richtig sein( wir können sie im Augeneine in den Kopf geschossen. Eine hier lebende Schwester bat er zusammenhängendes größeres Stück, zwischen Potsdamer blick nicht nachprüfen), aber Herr Dr. Beumer vergißt oder will es brieflich um Verzeihung mit dem Bemerken, daß er nicht anders Thor und Kriegsthor, der Stadt überlassen werden. In der Gegend nicht sehen, daß in England bei Ausbruch der meisten Konflikte Bergekonnt habe. zwischen Kriegs- und Fehrbelliner Thor reserviert sich die Heeres- handlungen zwischen den beteiligten Parteien selbst oder zwischen den Ein schwerer" Diebstahl wurde Sonntag auf dem Grundstück verwaltung das nötige Gelände für den Bau von Kasernen. Das Vertretern der beiderseitigen Organisationen eingeleitet zu werden Alexandrinenſtr. 95/96. Der Gasglühlichtgesellschaft Excelsior wurde Falkenhagener Thor verschwindet; das Fehrbelliner Thor foll jedoch pflegen. Bei dem viel tonzilianteren Verhalten der englischen ein Dampftefsel von 20 Centnern und eine Pumpe von 6 bis vielleicht erhalten bleiben; hinter diesem soll der Bahnhof der Unternehmer werden auch die meisten Konflikte durch die Verhand8 Centnern am hellichten Tage vom Hofe weg gestohlen. Wo die neuen Eisenbahn Nauen- Spandau- Belten zu stehen kommen. lungen beseitigt. beiden Stücke geblieben sind, ist noch nicht ermittelt. Zur Förderung der Agitation für den Achtuhr- Laden fchluß finden heute im Gisteller, Chausseestr. 88, und in Sanssouci, Rottbuserstr. 4 a, Versammlungen statt. In Sanssouci spricht unser Parteigenosse B. Maaß. " Urania. Der Vortrag Charakterbilder aus der Mark" von Herrn Franz Goerke wird im Hörsaal der Urania am Freitag noch einmal wieder: holt werden. Im Theater hält Herr Dr. Georg Wegener seinen Vortrag Zur Kriegszeit durch China" heute Mittwoch und Sonnabend, voraus: fichtlich auch noch einmal am Sonntag. Der dekorative Vortrag Unser Rhein" wird am Donnerstag und Freitag zur Wiederholung gelangen und am Sonnabend soll noch einmal eine Nachmittags- Vorstellung zu kleinen Preisen desselben Vortrags stattfinden. " Ein neuer Kursus im Schreiben auf der Schreibmaschine ( System Bar- Lock u. Remington) wird in der 7. städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Männer, Gräfestraße 85-88, an der Kottbuser Brücke, jezt eingerichtet. Der Unterricht findet Freitags abends von. 7 bis 91 Uhr statt. Jebem Teilnehmer werden auf Wunsch noch besondre Uebungsstunden eingerichtet. Das Unterrichtsgeld beträgt halbjährlich nur 2 M. Anmeldungen nimmt Herr Rektor Falt noch täglich von 12-1 Uhr und von 7-8 Uhr abends im Amtszimmer entgegen. Aus den Nachbarorten. " Hoffentlich werden die finanziellen Bedingungen, welche die Stadt zu erfüllen haben wird, mit Rücksicht auf die jahrzehntelangen Opfer, welche Spandau dem Militärfistus bringen mußte, möglichst gelinde ausfallen. Das Heim des frommen Sanden. Das Villengrundstück des verhafteten Bankdirektors Kommerzienrat Sanden auf dem Mühlenberg in Potsdam wurde dieser Tage von einem gerichtlichen Sachverständigen auf seinen Wert abgeschätzt. Es beträgt 180 000 Mart; Sanden hat aber auf das Grundstück von den von ihm geleiteten Banten nicht weniger als 300 000 Mark Hypotheken entnommen. " " In den Vorschlägen der Kommission erblickt der Verband einen ganz und gar unberechtigten Eingriff in die persönliche und wirtschaftliche Freiheit", der im Interesse des Friedens" zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bekämpft werden muß. Der Verein mit dem langen Namen als Wächter der Freiheit, als Verteidiger des Friedens! Eine Wohnungsenquete hat, wie das„ Kob. Tagebl." mitteilt, das toburgische Staatsministerium angeordnet. Dieselbe soll eine sehr eingehende sein und alle Städte und Dörfer des Herzogtums umfassen. Da ist von schlechten Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Mittwoch, den 24. April, Mißachtung des Arbeiterlebens. Der Brand der Grube Henriette" bei Sallgast in der Nähe von insterwalde ist noch nicht gelöscht. Von den vermißten elf Bergleuten hat leider noch keiner gerettet werden können. Von den begriffen. Bei der Gelsenkirchener Bergwerks- Aktiengesellschaft betrug Die Kohlengewinne find trotz alledem noch immer im Steigen Rettungsmannschaften sind leider mehrere durch Einatmen von der Einnahme- Ueberschuß im Jahre 1898: 9069 744., 1899: Grubengasen und an Rauchvergiftung erkrankt. Unter den Erkrankten 9 566 627 m., 1900: 16 393 788 M. Daß für 1901 noch eine weitere befanden sich auch der Obermaschinist Brand und die Feuermänner Steigerung zu erwarten ist, ergiebt die Vergleichung für die erſten Schulze und Haase von der Berliner Feuerwehr. Montagabend drei Monate dieses Jahre mit denen der vorhergegangenen. Es sind zum Ersatz der Erkrankten die Oberfeuermänner Merta und Baffta betrug nämlich der Einnahme- Ueberschuß in den ersten drei von hier nach der Brandstelle gefahren. Wie bei dem Brande der Grube Monaten des Jahrs 1898: 2067 787 9., 1899: 2260 152 M., " Ilse" bei Senftenberg fehlte es auch hier auf der Grube Henriette" 1900: 2 993 706 m., 1901: 4217 650 m. an Rettungs- und Atmungsapparaten; selbst das Beiten noch nichts zu spüren. Schöneberg. Heute, Mittwochabend um 7 Uhr, findet in der öschgerät war nur höchst mangelhaft. Bei den hohen Schloßbrauerei, Hauptstr. 111/112, die Ergänzungswahl der Dele- Dividenden, die jetzt die Braunkohlengruben abwerfen, fönnte gierten zur Generalversammlung der Gemeinsamen Orts- Kranken- wahrlich etwas mehr für die Rettung der Belegschaft und die Feuerfaffe für Schöneberg und Friedenau" statt. Das Erscheinen sämt- sicherheit der Gruben gethan werden. In vielen Fällen fehlt es an licher Mitglieder genannter Kasse ist unbedingt erforderlich. den allernotwendigsten Rettungsund Lösch. Kommunales aus Schöneberg. Die Errichtung der Volkseinrichtungen innerhalb der Stollen, so daß es oft unmöglich Bade Anstalt ist nunmehr auch vom Magistrat beschlossen ist, den kleinsten Brand sofort im Keime zu löschen. Auch müßte worden. Nach dem von dem Stadtbaurat Egeling ausgearbeiteten die Belegschaft strenger als bisher auf die Gefahren des Umgehens Plane foll auf dem Wartburgplage die Volts- Bade- Anstalt in mit Streichhölzern und offenen Grubenlichtern hingewiesen einem villenartigen Gebäude untergebracht werden, dessen oberer werden. Stock die städtische Voltsbücherei und Lesehalle auf- Es würde... diesem wie in ähnlichen Fällen sofort das genehmen soll. Zwölf Brausebäder und zwei Wannenbäder für nügende zum Schutz der Bergarbeiter geschehen, wenn die StaatsMänner, vier Brausebäder und vier Wannenbäder für Frauen, die anwaltschaft die schuldige Grubendirektion verantwortlich nötigen Nebenräume, Wartezimmer, Wohnung für den Bademeister machen würde. Aber daran scheint noch keiner gedacht zu haben sollen in den Barterreräumen untergebracht werden, während für und daher werden sich auch Klagen wie die hier wiedergegebenen noch Lesesaal und Bücherei rund 220 Quadratmeter im oberen Stodwert häufig wiederholen. vorgesehen sind. Zur Ausführung des Baues sind nach dem Voranschlag 88 500 M. erforderlich. Der übrige große Teil des Plages soll mit gärtnerischen Anlagen versehen werden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. I abends 8 Uhr, im Bürgerfaal des Rathauses: Monats: Versammlung. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Pachnide:„ Der Kampf gegen die Berteuerung unentbehrlicher Lebensmittel eine sittliche Pflicht. Diskussion. Gäfte willkommen. Freie Volksbühne. Morgen Donnerstag 8 Uhr: GeneralBersammlung( siehe Inserat und Säulenanschlag). Vermischtes. Ballonfahrt über den Atlantischen Ocean. Wie der Figaro" meldet, hat der Luftschiffer Godard den Plan gefaßt, mittels eines 11 000 Stubifmeter fassenden Luftballons den Atlantischen Ocean zu überfliegen. Godard glaubt, die Reise im günstigsten Fall in fünf, im ungünstigsten in zwölf Tagen zurücklegen zu können. An der Fahrt sollen zehn Personen teilnehmen. Die Kosten des Unternehmens sollen durch Substriptionen in Nordamerika aufgebracht werden. Ein neues Ortsstatut für das Gewerbegericht ist soeben vom Magistrat bearbeitet und der Stadtverordneten- Ver- Die Aussperrung der Berliner Schuhfabrik- Arbeiter beendet. fammlung zur Genehmigung unterbreitet worden. Die EntschädiIn einer am Dienstagvormittag stattgefundenen Versammlung wird aus Badisch- Rheinfelden das folgende berichtet: Der Ueber einen feltenen Fall heroischer Selbstverstümmelung gung der Beisiger für Abhaltung der Sigungen ist darin auf 6 M. der Ausgesperrten wurde nach eingehender Diskussion beschlossen, Taucher Steiner war in dem großen Turbinenwerk der elektrifestgesezt worden; eine Tage, um welche die Beisitzer oft ersucht unter den in der Verhandlung vom 13. April seitens der Unterschen Kraftstation mit der Reparatur einer Turbine beschäftigt und haben und die auch den Verhältnissen entspricht. nehmer gestellten Bedingungen die Arbeit wieder aufzunehmen. Diese Bedingungen sind im wesentlichen folgende: zu diesem Zweck etwa drei Meter unter Wasser hinabgestiegen. Während der Arbeit wurden ihm durch einen unglücklichen Zufall vier Finger der linken Hand eingeklemmit, so daß er nicht mehr loskommen fonnte. Ein Zeichen um Hilfe konnte er nicht geben, da er befürchten mußte, daß dann bei dem Versuch, ihn hinaufzuziehen, elend ersticken müßte. Eine bange Stunde brachte der Unglückliche der Luftzuführungsschlauch zerreißen und er, unten festgeklemmt, so in dieser schrecklichen Situation zu. Dann ergriff er, an jeder andren Rettung verzweifelud, sein Taschenmesser und schnitt sich Auf das gegebene Notzeichen zog man ihn dann hinauf und vers die eingeklemmten vier Finger vollständig a b. brachte ihn nach Anlegung eines Notverbandes in das Hospital zu Die socialdemokratischen Stadtverordneten von Rigdorf hatten Anfang März dem Stadtverordneten- Vorsteher Sander einen 1. Die Ausgesperrten ziehen sämtliche Forderungen und AnAntrag für die Stadtverordneten- Versammlung zugehen lassen, der träge und die Unternehmer die vom Verbande ausgearbeiteten eine Stellungnahme der städtischen Körperschaften reduzierten Lohnlisten zurück. Die auf den legteren gemachten gegen die Getreidezölle bezweckte. Herr Sander ver- Rohnerhöhungen in der Fabrik von Erpel und Mellnic u. Co. bleiben sprach in einem Schreiben vom 12. März, den Antrag auf die jedoch bestehen unter Fortfall der auf diesen Listen befindlichen Tagesordnung der nächsten ordentlichen Sizung zu setzen, Abzüge. die Etatsfizungen tönnten nicht belastet werden. nächste ordentliche Sigung ist nun jetzt am Donnerstag. Der stellvertretende Borsteher Herr Vögelke, der augenblicklich Herrn Sander vertritt, hat aber den socialdemokratischen Antrag nicht auf die Tagesordnung gefeßt, weil er der Meinung ist, daß die Stadtverordneten Versammlungen durch eine Stellung 4. Maßregelungen anläßlich dieser Bewegung finden nicht statt. nahme zu den Kornzöllen ihre Befugnisse überschreiten. Die social- Die Ausgesperrten tehren zu ihren alten Blägen zurück, soweit diedemokratische Stadtverordneten Fraktion beauftragte ihren Bor- selben nicht von Arbeitswilligen besetzt sind. Ausgesperrte, welche fizenden, in persönlicher Vorstellung von dem stellvertretenden Stadt- zu ihren Plägen nicht zurückkehren können, erhalten auf dem Arbeitsberordneten Borsteher dringend zu verlangen, daß der Antrag nachweise das Vorzugsrecht. noch der Donnerstag- Sigung einverleibt wird. Widrigenfalls wird am Donnerstag protestiert werden. Die 3. Unter obigen Voraussetzungen zicht der Verband der tommenden Fabrikanten den Revers zurück und wird die Einstellung und Entlaffung von Arbeitern nicht von deren gewerkschaftlicher und politischer Bethätigung, soweit wie diese außerhalb der Fabriksbetriebe ausgeübt wird, abhängig gemacht. Basel. Witterungsübersicht vom 23. April 1901, morgens 8 1hr. Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C 5° 4° R. Stationen Barometer stand mm 8 Haparanda 769 N Wind richtung Windstärke Wetter 2wolfig Temp. n. 6. 15°.= 4° N. 11 760 N 758S 1 wolfen 1 3hlb.bed. 10 76150 2hlb.bed 14 1hlb.beb. 11 winembe 771SSO 3 wolfent Semburg 769 OSO 2 wolfent 11 Petersburg 771 NW Frantf./M. 765 Berlin 77080 2 wolfenl 9 Corf 2 wolfen! 11 Aberdeen 765 O 4 heiter 767 Still-heiter finchen 6 Paris 6 Wien Wetter Prognose für Mittwoch, den 24. April 1901. Etwas wärmer, trocken und zunächst noch heiter bei schwachen südöstlichen Winden; später zunehmende Bewölkung. Berliner Wetterbureau. Nach diesen Abmachungen sind die Arbeiter mit ihren Forde- Stationen rungen nicht durchgedrungen, trotz des mustergültigen Kampfs, welcher Die Gemeindevertretung von Groß- Lichterfelde beschloß in fieben Wochen gefchloffen und einmütig geführt wurde. Die allihrer jüngsten Sigung, die zweite Lesung über die Gemeinde- gemeine wirtschaftliche Depression, welche sich auch auf die Schuhwaren- Industrie erstreckt, wird dieses in erster Linie verschuldet haben. Obligationen Anleihe im Betrage von 4 Millionen Mark von Der Umstand, daß gegenwärtig die Höhe der Konjunktur erreicht ist der Tagesordnung abzuseßen. Gemeindevorsteher Schulz und es nunmehr abwärts geht sowie die schwierige Frage der führte aus, daß infolge des Beschlusses der Gemeinde, eine Anleihe Herbeischaffung der Unterstützung für die Nichtorganisierten hat die aufzunehmen, Offerten von Banten und Geldinstituten eingegangen Ausgesperrten veranlaßt, turzer Hand den Kampf abzubrechen, bevor feien. Es sei notwendig, diese Offerten zu prüfen und den für die die Organisation selbst in Gefahr geriet zerschmettert zu werden. Gemeinde vorteilhaftesten Anleihemodus zu wählen; dies sei um so Die Unternehmer dürfen fich wieder einmal rühmen, die mehr zu empfehlen, als die allgemeine Depression auf dem Arbeiterschaft zurückgeworfen zu haben- ein trauriger Ruhm, Geldmarkt für die Gemeinde von günstiger finanzieller Wirkung sei. wenn man bedenkt, welche bescheidenen Forderungen die Die Wahl für die Gemeindekommissionen rief eine längere DisArbeiter gestellt hatten. fussion hervor, in der hauptsächlich der Mangel an geeigneten in diesem Kampf die Behörde auf seiten des Unternehmertums geIn hervorragendem Maßstabe hat Kandidaten, die ein derartiges Amt anzunehmen in der Lage wären, standen. Das Postenstehen war dadurch illusorisch gemacht worden, eine Rolle spielte. Gemeindevertreter Dr. Lehmgrübner, feines Zeichens Lehrer am Gymnasium in Groß- Lichterfelde, schlug vor, die boten hat. Es sind in dieser Beziehung bereits Strafmandate im daß man den Ausgesperrten das Passieren ganzer Straßenteile verSchulfommission, der er selbst angehöre und die gänzlich Gesamtbetrage von 840 M. ergangen. Eine große Anzahl von Berüberflüssig sei, aufzuheben(!) und durch die fonen wird bis auf weiteres noch zu unterstügen sein. frei werdenden Kräfte die übrigen Kommissionen zu besetzen. Wie werden die umliegenden Dörfer inkl. Berlin, Lichterfelde um das pädagogische Talent des Herrn Dr. Lehmgrübner beneiden, das mit Stennerblick gerade die Schulfommission als das überflüssigste Beiwerk in der Gemeinde- Verwaltung herausgefunden hat. Die Gemeinde- Vertretung vermochte dem hohen Flug des Herrn je Der Ausstand der Rohrer dauert unverändert fort. Es haben doch nicht zu folgen und vertagte die Angelegenheit. Schließlich sich von den bei den gesperrten Firmen Arbeitenden einige den Ausmonierte Oberlehrer Rumland sanitätswidrige Verhält ständigen angeschlossen, jedoch bleiben die am 21. April veröffentnisse am Ort, deren gänzliche Beseitigung nur durch die beschlossene lichten Bauten nach wie vor gesperrt. Die Lohnkommission. und in nächster Zeit in Angriff zu nehmende Kanalisation möglich ist. Unlogischerweise ist Herr Rumland aber nicht Anhänger, sondern Gegner der Kanalisation, was gebührend festgenagelt wurde. " Für den Kommunal- Wahlkampf in Lichtenberg ist eine Entscheidung interessant, die im Preuß. Verwaltungsblatt" veröffentlicht wird. Es handelt sich darin um die gerade in Lichtenberg bedeutungsvolle Frage, wer nach der Landgemeinde- Ordnung als Angesessener zu betrachten ist. Nach dem Organ des OberVerwaltungsgerichts lautet die Entscheidung: Achtung, Tapezierer( Kleber)! Die zu heute abend am Sonntag im" Borwärts" angezeigte Versammlung der Sektion der Die Sektionsleitung. Kleber fällt aus. Sociales. Die Gewerbegerichte und der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Intereffen in Rheinland und Westfalen. Der bekannte Unternehmerverband mit dem fürchterlichen Namen hatte am 21. d. M. seinen Ausschuß nach Düsseldorf zusammenBriefkasten der Redaktion. Riese und andre. Unnüße Weiterungen erwachsen fortgesetzt dem beteiligten Publikum und der Charité aus Irrtümern, die über die Ausbildung der Hebammen verbreitet sind. Es ist namentlich unrichtig, was man fast allgemein annimmt, daß die betreffenden Frauen sich in der Charité zu melden hätten. Eine Ausbildung findet allerdings in der Charité ftatt, aber nur für Frauen aus Berlin und dem Regierungsbezirk Potsdam, und die erste Meldung hat auch nicht in dieser Anstalt, sondern für die Berliner Frauen beim Bezirksphyfifus Schulz am Tempelhofer ufer 29 und für die Frauen aus dem Regierungsbezirk Potsdam bei ihrem Kretsphysikus zu erfolgen. Die erste Meldung geschieht zum Zwecke ciner Vorprüfung und Untersuchung. Hiernach haben die Berliner Frauen beint Bolizeipräsidenten und die aus dem Regierungsbezirt Potsdam beim Regierungspräsidenten ein Gesuch um Zulassung zur Ausbildung einzureichen. Hierauf erhalten sie Bescheid, ob sie angenommen sind oder nicht, und im ersteren Falle werden sie dann zu dem Kursus einberufen, der jedesmal in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März in der Charité unter der Leitung von Geheimrat Gusserom und Profeffor Nagel abgehalten wird. Die Frauen müssen während der Zeit ihrer Ausbildung in der Charité wohnen. Die Kosten betragen für jede Person nahezu 300 M. für Wohnung, Verpflegung, Wer Hebamme lernen will, darf überdies Instrumente und Ausbildung. nicht über 29 Jahre alt sein. 2227. 1. Nein, Sie müßten, wenn Sie es nicht schon gethan haben, aber dem Schneider eine Frist seßen. 2. Das Eigentum der Frau haftet für die Schulden ihres Manns nicht. 3. Etwa 10 Mart.-H. E. Soviel aus Ihrer Anfr age ersichtlich, find Sie noch nicht rechtsgültig aus der Erklärung erfolgt Ihr Austritt. Da Sie, wie es scheint, bie Frist versäumt| zusammen mindestens 11 Stunden eine Mittagspause von 12 Stunden Kirche ausgetre ten. Wenn Sie aus der Kirche austreten wollen, so haben haben, müssen Sie noch mal von vorn anfangen, also den schriftlichen An- eintreten. Seit dem 1. Oftober 1900 braucht eine Vor- und Nachmittags: Sie zunächst an das Gericht Ihres Wohnorts ein etwa dahingehendes frag, wie er Ihnen oben mitgeteilt ist, dem Gericht einsenden. Zu den pause dann nicht gewährt werden, wenn die jugendlichen Arbeiter täglich Schreiben zu richten: Ich beabsichtige aus der Kirche auszutreten und Kirchensteuern sind Sie, so weit die Steuern auf Ihrer persönlichen Zu nicht länger als 8 Stunden beschäftigt werden und die Dauer ihrer durch beantrage zur Entgegennahme meiner Austrittserklärung Termin anzu gehörigkeit zur Stirchengemeinde beruhen, noch bis Ausgangs des Jahres, eine Pause nicht unterbrochenen Arbeitszeit am Vor- und Nachmittage je beraumen. Dieser Antrag wird durch das Gericht der Kirchengemeinde, der das auf Ihre Austrittserklärung folgt, also bis zum 31. Dezember 1902, 4 Stunden nicht übersteigt. Es kann die höhere Verwaltungsbehörde endSie angehören, lediglich zur Benachrichtigung bekannt gemacht. Hiervon verpflichtet. Zu den Kosten eines außerordentlichen Baues müssen Sie noch bis lich, wenn die Natur des Betriebes oder Rücksichten auf die Arbeiter in wird Ihnen unter Bezeichnung des Tages, an welchem Ihr Antrag ein 1903 beisteuern. Den Steuerzettel müssen Sie also begleichen. einzelnen Fabriken es erwünscht erscheinen lassen, auf besonderen Antrag gegangen ist, Kenntnis gegeben. Es kann auch Ihnen mitgeteilt werden, daß Ferd. A. Jugendliche, noch nicht 16 Jahre alte Arbeiter eine anderweitige Regelung der Pausen gestatten. Jedoch dürfen in solchen Termin zur Entgegennahme Ihrer Erklärung anberaumt ist. In der Regel findet dürfen in Fabriken höchstens 10 Stunden beschäftigt werden. Zwischen den Fällen die jugendlichen Arbeiter nicht länger als 6 Stunden beschäftigt jedoch die Anberaumung eines Termins zur Aufnahme der Austrittserklärung Arbeitsstunden müssen regelmäßige ein für allemal im Voraus bestimmte werden, wenn zwischen den Arbeitsstunden nicht Pausen von zusammen nicht statt. Es steht vielmehr Ihnen als Antragsteller frei, sich an einem Bausen gewährt werden. Ihre Dauer muß bei einer Beschäftigung von mindestens einstündiger Dauer gewährt werden. Von dieser Befugnis Geschäftstage, der zwischen vier und sechs Wochen nach Eingang Ihres An- 6 Stunden täglich wenigftens 2 Stunde, som mindestens mittags eine scheint in Ihrer Fabrik Gebrauch gemacht zu sein. Ob das in der That trags liegt, zur Abgabe der Austrittserklärung zu gerichtlichem Protokoll Stunde und vormittags und nachmittags je 1/2 Stunde betragen. In den Be- der Fall ist, erfahren Sie, wenn Sie, wozu zu raten ist, sich an den an der Gerichtsstelle zu melden. Erst durch diese vor Gericht abgegebene trieben der Wäsche und Kleiderfonfettion fann statt der beiden Paufen von Gewerbe- Inspektor beschwerdeführend wenden. M. W. Uns unbekannt, Achtung, Gewerkschaften! Oeffentliche mai- Versammlungene To dana am Vormittag des 1. Mai. G ingolog Sämtliche Versammlungen finden mit Hilfsarbeitern und Frauen fatt. Die Tagesordnung in sämtlichen Versammlungen lautet: our story man ons moet u nismo hindi on sp bili midis all Die Bedeutung des 1. Mai. Bekleidungs- Industrie. Grupsen- Versammlung, Feuersteins Saal, Alte Sakobftr. 75, vormittags 9½ Uhr. Referent: F. Hübsch. Tertil arbeiter, Wäschebranche, Posamentierer, Hutmacher, Färber, Kürschner usw. gehen direkt in die Gruppen- Versammlung. Handels-, Transport- und Verkehrs- Gewerbe. Gruppen Versammlung. Nahrungs- und Genussmittel- Gewerbe. Gruppen- Versammlung bei Brochnow( früher Nieft), Weberstr. 17, vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. Schütte.a 8usammenkunft der einzelnen Gewerbe: vormittags 9 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Barbiere Konditoren. Musiker. Schlächter Bäcker . 9 Cohns grosser Saal, Beuthstr. 19-21, mittags 12 Uhr. Referentin: Frau E. Ihrer. Die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, Bureau- Angestellte, Staufleute, Handelshiffsarbeiter, Brauer und Hilfsarbeiter Geschäfts-, Arbeits- und Droschtenkutscher tommen im Versammlungslokal zusammen. agoll Gastwirtsgehilfen 9 " " 9 " 9 " " 9 " " " Drescher, Linienftr. 218. Breuk, Neue Friedrichstr. 20. od or Mörschel, Jüdenstr. 36. ord builde Tabatarbeiter, Müller, Gärtner gehen direkt in die Gruppenversammlung. Holz- Industrie. Gruppen Versammlung: Neue Welt, Safenheide 106-114, Graphisches Gewerbe. Gruppen- Verfammlung: Bockbrauerei( ticin. Saal), vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: Böttcher Einsetzer Parkettbodenleger Korbmacher Drechsler. vormittags 8 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26. 89 im Gewerkschaftshaus, Saal VII. Saal V. S 8 " " " " " bei Stramm, Ritterstraße 128. • 17 " in den Vertrauensmänner- Lokalen. * thin 2 Schuhwaren- Industrie. Gruppen Versammlung im Schweizer Garten ( Königsthor), vormittags präcise 10 Uhr. Referent: Waldek Manasse. Die Kollegen der einzelnen Fabriken versammeln sich um 9 Uhr vormittags in ihren VerkehrsIotalen und gehen alsdann geschlossen in die Gruppen- Versammlung. Bauarbeiter. Kliems großer Saal, Hasenheide 13/15, vormittags 10 Uhr. Referent: Theodor Metzner.s Buchbinder und Buchbinderei- Arbeiterinnen. Ressource, Kommandantenstr. 57, vormittags 10 Uhr. Referent: Stadtverordneter Adolf Hoffmann. Glaser, Glasschleifer. Annenstr. 16. Referent: Fr. Kotzke. am Tempelhofer Berg, vormittags 10 Uhr. Referent: Stadtverordneter Paul Dupont. Alle dazu gehörigen Branchen, Buchdrucker, Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, Schriftgießer, Stereotypeure, Lithographen und Steindrucker, Xylographen, Formstecher und Tapetendruder kommen in der Gruppen- Versammlung zusammen. In Metallarbeiter. Gruppen- Versammlung: Feenpalast, Ede Burg- n. Wolfgangſtraße, Referent: Robert Schmidt. vormittags 10 Uhr. Sämtliche Metallarbeiter gehen direkt in die Gruppen- Versammlung, nur die Kupferschmiede kommen vorher um 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11, zusammen. Gruppen- Versammlung: Lederbearbeitung. Gruppen Bersammlung; Klubhaus( 0. Zimmermann), Gesundbrunnen, Badftr. 58, vormittags 10 Uhr. Referent: Otto Sillier. Lohgerber, Weißgerber, Lederzurichter, Lederfärber, Handschuhmacher gehen direkt in die Gruppenversammlung. Stecherts grosser Saal, Andreasstr. 21. Referent: Dr. Weyl. Sattler.s Treffen sich von 8 Uhr ab im Gewerkschaftshause. Steinarbeiter, Granit- und Marmorarbeiter. Norddeutsche Brauerei, Chauffeeftr. 58, vormittags 10 Uhr. Referent: Max Kiesel. Graveure und Ciseleure. Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45, Steinsetzer und Rammer. vormittage 9 Uhr. Referent: Gutschmidt. Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Uhr. „ Englischer Garten", Alexanderstr. 270, oberer Saal, vormittags 10 ube. Referent: J. Sassenbach. Holz-, Stein- und Gips- Bildhauer und Modelleure. Louisenstädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, vormittage 10 Uhr. Referent: Dr. Steinert. Brauerei Friedrichshain," vormittags 10 Uhr. is Referent: Fr. Schlegel. 1951 Stuccateure und Gipsgiesser. ,, Arminhallen", Kommandantenfte. 20, Referent: Stadtv. Karl Koblenzer. Schneider und Schneiderinnen. Aminhallen, Rommabanten Referent: A. Täterow. Tapezierer. ftraße 20, mittags 12 Uhr. Cohns Festsäle, Beuthstr. 19/21, 1 Treppe, vormittags 10 Uhr, Referent: Leo Schmidt. Maler und Lackierer. Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, Saal 1, Töpfer und Dachdecker. Gewerkschaftshaus( gr. Saal), Engel- Ufer 15, " vormittage 10 thr. Referent: G. Link. Maurer. Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg, vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abgeordneter R. Fischer. Wollschlägers Restaurant, Adalbertstraße 21, vormittage 10 Uhr. Porzellanarbeiter. Referent: J. Schneider. and minist Putzer. Kellers grosser Saal, Roppenstr. 27-29, vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. R. Friedeberg. 79132 Vergolder. vormittage 10 Uhr. Referent: Dr. Leo Arons. Alhambra", Wallnertheaterstr. 15, vormittags 9½½ Uhr. Referent: Hugo Poetzsch. Zimmerer. Marienbad"( Gesundbrunnen), Badstr. 35/36, bet Ballschmieder, 6130 vormittags 10 Uhr. Referent: Eduard Bernstein. 706 Laternenanzünder. Stecherts Salon, Andreasftr. 21, vormittags 11 hr. Referent: Eugen Brückner. Charlottenburg. Berfammlung sämtlicher Gewerkschaften Rixdorf. int Hoffmanns Volksgarten, in beiden Sälen. Referenten: Frau Tietz und Dr. Borchardt. Steglitz. Versammlung sämtlicher Gewerkschaften in den Kaiserhallen, Albrechtstr. 130, vormittags 10 Uhr. Referentin: Frl. Fanny Imle. Versammlung sämtlicher Gewerkschaften im Apollo- Theater, Hermannstr. 48/50, vormittags 10 Uhr. Referent: Genoffe H. Stroebel. Pankow u. Nieder- Bersammlung fämtl. Gewerkschaften Nachmittage von 4 1hr ab: Familienkränzchen bei Schellhase, Ahornftr. 15 a.) Abends 8 Uhr: Versammlung in den Kaiserhallen, 2lbrechtstr. 130. Referent: Fr. Schlegel. Nachdem: Gemütliches Beisammensein. Schönhausen Weissensee. Berjammlung jämtlicher Gewerkschaften Friedrichsbergim Schloss Weissensee, vormittags 10 Uhr. Referent: Karl Lankow. in Blaurocks Festsälen, Wollantstraße 113, vormittags 91/2 Uhr. Referent: Albert Massini. in der See- Terrasse, Röderstraße, 10 Uhr. Versammlung fämtl. Gewerkschaften Lichtenberg. Referent: Reichstags- Abg. A. Stadthagen. Die Gewerkschaften resp. die Einberufer der Gruppen- Versammlungen haben ihre Versammlungen selbst anzumelden. Bei den vorherigen Zusammenfünften bedarf es keiner Anmeldung. Gleichzeitig werden die Bureaus der Versammlungen beauftragt, über die Anzahl der Versammlungsbefucher dem Gewerkschafts- Bureau, Engel- lfer 15, Gewerkschaftshaus, 2. Flureingang, Kenntnis zu geben. Der Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Mittwoch, Br. 95. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. ivos, 24. April 1901. M. begründen, die sich in der That nur auf eine zufällige Begleit- Quartal. Nach derselben hatte die Hauptkasse eine Eins Millerands Eintritt in das Ministerium. erscheinung bezog." nahme und Ausgabe bon 97,75 M., die Lokaltasse „ Das ist die Wahrheit, und ich habe das Recht, zu behaupten, eine Einnahme bon 252,24 oine Ausgabe bon Der Eintritt Millerands in das Ministerium hat bekanntlich zu daß der Eintritt Millerands für die Partei gar keine Ueber- 203,68 m., fomit einen Bestand von 48,56 m. Die Mitgliedergroßen Zwistigkeiten zwischen den einzelnen Gruppen der socialistischen raschung war. Ist es nicht frappierend, daß selbst Baillant zahl beträgt 213. Zu dem dritten Punkt der Tagesordnung: Das Partei Frankreichs geführt. Während die Unabhängigen"( Jaurés) in dem Schreiben an Millerand nicht einen Augenblick daran denkt, Resultat der Verhandlungen mit den Arbeitgebern in der Sechserund die Allemanisten" sich zu der Ministerschaft Millerands beglück- diesem zu sagen:" Dahin führt das Aufgeben des Kommission, führte Niete aus, daß bis zur Stunde noch kein münschen und dieselbe als eine Anerkennung der Macht des Socia- Princips." Nichts von alledem; seine Anstrengung richtet sich Resultat zu verzeichnen sei. Die Unternehmer hätten es vielmehr lismus in Frankreich ansehen, sind die Guesdisten und die Blanquisten nur auf die Fortlassung des Galliffet; man glaubt geradezu vorgezogen, den Arbeitervertretern, die sich nochmals mit einem der Auffassung, die Mitwirkung eines Socialisten in einem bürger- die Hoffnung herauszulesen, es möchte Millerand noch gelingen, Schreiben zwecks gemeinschaftlicher Sigung an die Unternehmer lichen Ministerium bedeute einen Verstoß gegen das Princip, ein Ver- diese Person zu beseitigen, damit so das Kabinett für alle acceptabel rat an der Partei; die Beteiligung eines Socialisten an der Re- werde." gierungsgewalt dürfe daher unter keinen Umständen stattfinden. Die Diskussion über diese Frage ist eine sehr eingehende ge= wesen; sie hat weit über die Grenzen Frankreichs Interesse erregi und eine ganze Reihe namhafter Vertreter des internationalen Prole= tariats haben sich an ihr beteiligt. Die Frage ist schließlich auf dem internationalen Kongreß in Paris dahin entschieden worden, daß der Eintritt eines Socialisten in ein bürgerliches Ministerium nur unter gewissen strengen Einschränkungen geschehen darf, und daß in jedem Fall vorerst die Gesamtpartei des betreffenden Landes fich dazu geäußert und in ihrer Mehrheit den Schritt gebilligt haben muß. Dagegen ist in franzöfifchen wie auch in deutschen Zeitschriften noch vielfach darüber gestritten worden, ob und in welcher Form Millerand seinen Parteifreunden von dem ihm gemachten Anerbieten Kenntnis gegeben habe. Dabei ist mehrfach darauf hingewiesen worden, daß Millerand bei der bedauerlichen Zerklüftung der französischen Socialdemokratie ja gar nicht in der Lage gewesen sei, die Genossen um Rat anzugehen. So schwierig es in Frankreich sein mag, ein Veto der Gesamtpartei herbeizuführen, so wäre es doch unzutreffend, annehmen zu wollen, Millerand habe ganz ohne Wissen und Zustimmung der Parteigenossen gehandelt. Den deutschen Parteigenoffen dürfte es willkommen sein, die Einzelheiten darüber tennen zu lernen. Nach einer Zuschrift Jaurès an die„ Mouvement Socialiste" haben die socialistischen Kammerdeputierten erbieten Waldeck Rousseaus Millerand ant " bon dem Ansofort Kenntnis erhalten und zwar durch die Vermittelung Jaures', der zunächst die Redaktion der Petite République" davon in Kenntnis fezte. Jaurès fährt fort, er habe in der" Petite République" vom 15. bis 23. Juni 1899 unaufhörlich auf das Neue der Entwicklung hin gewiesen. Ueber die Möglichkeit der Ministerschaft Millerands sei man in der Partei gar nicht erstaunt oder gar entsetzt gewesen. er: in " Versammlungen. gewandt hätten, gar nicht zu antworten. Diese Ausführungen wurden mit Entrüftung entgegengenommen und fam folgender Beschluß zu stande: Die Kollegen haben ungefäumt an die Unternehmer heranzutreten und noch im Laufe dieser Woche eine gemeinschaftliche Sigung zu verlangen. Findet diese Sigung nicht unverzüglich statt, dann ist der alte Vertrag für die Rabigpuzer als maßgebend an zusehen und verlangen dann dieselben vom Montag ab die 5 Pf. Lohnzuschlag pro Stunde. Hierauf wurde beschlossen, den ersten Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Eine stürmische Junungsversammlung. Die Berliner Bäckerinnung Germania" hielt am Montagabend im Innungshause der Chausseestraße eine sehr zahlreich besuchte BerBäckerei verordnung fam es zu lebhaften Auseinanderfammlung ab. Auläßlich einer Besprechung der neuen segungen. Verschiedene Herren vom Innungsvorstande mißbilligten 20. d. M. im Gewerkschaftshaus seine Generalversammlung ab. Der Der Unterstützungsverein der Kupferschmiede hielt am das Auftreten des Bädermeisters Pfeiffer in einer öffent Staffierer berichtete über den Kassenbestand vom 1. Quartal. Die hat. Pfeiffer habe dort gegen die Berliner Bädermeister schwere von 2332,38 m. gegenübersteht, so daß ein Ueberschuß von 431,46 lichen Gesellenversammlung, die fürzlich stattgefunden Centralfasse hatte eine Einnahme von 2763,84 M., der eine Ausgabe Vorwürfe erhoben, ihnen vorgeworfen, daß sie die Gesellen Mark vorhanden ist. Die Filialkasse hatte eine Einnahme von als" Backstubensklaven" behandeln und habe ferner ihre Forderungen 1241,34 M. und eine Ausgabe von 481,87 M., mithin einen Bestand auf Abschaffung der Nachtarbeit, Abschaffung von 759,19 M. Die Mitgliederzahl betrug am Schluß des Quartals minimallohns für berechtigt erklärt. Diese Mitteilung rief in welchem in allen Werkstätten, wo es ohne schwere wirtschaftliche des Kost- und Logiswesens sowie die Festsetzung eines 391 Stollegen. Zur Maifeier fand ein Antrag Annahme, nach der Versammlung einen Sturm der Entrüstung hervor. Rufe wie: Nachteile möglich ist, die Arbeit ruhen soll. Die Arbeitslosen Gemeinheit! Pfui! Raus! Lump! usw. wurden dem in der Versammlung erhalten am 1. Mai 2 M. Extra- Unterstützung und haben sich alle anwesenden Bädermeister Pfeiffer entgegengeschleudert, und erst Feiernden an den vom Metallarbeiter- Verband einberufenen Ber nach mehreren Minuten gelang es dem Obermeister Bernard, die sammlungen zu beteiligen. Den streitenden Schuhmachern und GlasRuhe einigermaßen wieder herzustellen. Herr Bernard legte dem arbeitern wurden je 40 M. bewilligt. Zu Punkt 3 der TagesBädermeister Pfeiffer den Austritt aus dem Innungsordnung: Unfre Lohnbewegung, verliest der Vorsitzende ein Schreiben verband nahe. Es sei bedauerlich, daß von seiten eines Meisters des Vereins der Kupferschmiedereien- Besizer, in welchem mitgeteilt die Gesellenschaft aufgewiegelt und eine unerhörte Hegerei wird, daß die Arbeitgeber die Forderungen der Gesellen, den eine Einigung mit den Gefellen stattgefunden und die Meister- wegen der schlechten Geschäftskonjunktur ablehnten. Nach längerer. getrieben werde. Vor dem Gewerbegericht habe erst vor kurzem Minimallohn von 471/2 Pf. die Stunde auf 50 Pf. zu erhöhen, Mühe, einen dauernden Frieden Diskussion beschloß die Versammlung, wegen der schlechten Geschäftsfchaft gäbe sich alle mit den Gesellen zu schaffen, welche Absicht nun nicht lage die Lohnbewegung auf eine günstigere Zeit zu verschieben, in meister Pfeiffer untergraben werde. Schändliche Beleidigungen einigen bekannten Agitatoren, sondern auch dem der Agitation für dieselbe aber nicht nachzulassen. Der Verband der Graveure und Giseleure hielt am habe dieser den Berliner Bäckermeistern zugefügt und der nur bon werden. eine GeneralWahrscheinlich habe dies jedermann als etwas durchaus Natürliches Innungsvorstand werde, falls der Bäckermeister Pfeiffer nicht aus 16. April seine Quarials- Generalversammlung ab. Wegen Ergehalten, da die Partei ja auch im" Komitee der Ver- der Innung austritt, auf Grund des Innungsstatuts gegen ihn vor- frankung der bisherigen Inhaber dieser Aemter wurden Mösch als als teidigung der Republik" vertreten war. erst dazu drängen müssen, daß eine Fraktionssigung einberufen gehen. Einen großen Tumult rief die Erklärung des An- Revisor der Hauptkasse, Thuro als Revisor der Filialkasse gewählt. werde, die zu der neuen Situation Stellung zu nehmen hatte. gegriffenen hervor, daß er von seinem Standpunkte nicht abweiche Als Erfagmann der Preßkommission wählte die Versammlung Deiberich. Aus dem Bericht des Vorstands ist zu bemerken, Diese fand am 21. Juni statt. Millerand erschien und teilte und die Nachtarbeit sowie das Kost- und Logiswesen einen mit, daß ihm ein Siz im Ministerium angeboten worden sei. Es rebsschaden für das Bädereigewerbe betrachte. daß im letzten Quartal fünf Bersammlungen und eine GeneralAußerdem fand am 31. März dieses Nur mit Mühe gelang es ist richtig, daß an jenem Tag das Anerbieten als der Vergangenheit dem Obermeister Bernard, die versammlung stattfanden. Ferner angehörig zu betrachten war, da Waldeck- Rousseau, entmutigt gewaltsame Entfernung des Bäckermeisters Pfeiffer aus der Ver- Jahres eine Sonntagsversammlung mit Damen statt. eine Es wurde dann schließlich beschlossen, ordentliche, eine außerordentliche und 17 Vorstandssigungen. Der wurden veranstaltet drei Vertrauensmänner= Sigungen, durch die vielen Schwierigkeiten, die Bildung eines Kabinettsammlung zu verhindern. abgelehnt hatte. Aber in Wirklichkeit war die Krise nicht vorüber, die gegen die neue Bäckereiverordnung beim Bundesrat vorstellig zu Stassenbestand im legten Quartal v. J. betrug 97,07 m., die EinFrage blieb offen. Hatte man es in den Tagen vor der Sigung nahme bis zum 1. April d. J. 394 M., die Ausgabe 375,22 M., der versäumt, gegen die Eventualität der Ministerschaft eines Socialisten Ehemalige Patienten der Dr. Weickertschen Lungen: Bestand 18,78 M., Arbeitslosen- Unterstüßung wurden 546 M. an Stellung zu nehmen, so war es jetzt noch Zeit. heilanstalt in Görbersdorf haben bereits mehrere Versammlungen 28 Stollegen, Reise- Unterstügung 30,41 M. at 4 Kollegen gezahlt. Wenn feine( des Portefeuilles) Annahme, so schreibt Jaurès, abgehalten, in denen Klagen über die genannte Heilanstalt zur Mitgliederbestand 450 Kollegen, darunter 239 Graveure, 211 Ciseleure. der Partei als ein Standal erschienen wäre, als eine Gefahr und Sprache gekommen sind. Es ist eine Kommission eingesetzt worden, Abgereift 14, zugereift 2, eingetreten 37 Mitglieder. Verschiedene eine Schande für die Partei, so hätte sie Zeit gehabt, dagegen zu welche eine umfangreiche Beschwerdeschrift abgefaßt hat, die den Vor- mußten wegen Rückständigkeit in den Beiträgen oder Verstoß gegen protestieren; durch eine Manifestation hätte sie jede Teilnahme ständen der Krankenkassen, der Landes- Versicherungsanstalten, und dem das Statut gestrichen werden. Ueber den Antrag Nieger: eines Socialisten ant einer Bourgeoisregierung verhindern Reichs- Versicherungsamt überreicht werden soll, um diese Körper- Sterbegeld und Invalidenunterstützung durch Umlegeverfahren eintönnen." Mit Bezug auf oben bezeichnete Sigung schreibt schaften zur Abstellung der von den Patienten behaupteten Miß- zuführen, folgte eine längere Debatte, die durch Annahme einer von In diesem Moment hätten die„ Antiministeriellen" stände zu veranlassen. Die Beschwerdeschrift, welche in einer Leidner eingebrachten Resolution ihr Ende fand. eine Principienerklärung formulieren müssen, jet hätten sie sagen am Montag in den Arminhallen abgehaltenen Versammlung Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am müssen:" Jede Mitwirkung eines Socialisten in einer bürgerlichen ehemaliger Görbersdorfer Patienten vorgelegt und diskutiert wurde, Montag, den 15. April, bei Graumann, Naunynstr. Regierung ist ein Verrat, und jeder, der ihn begeht, wird aus führt u. a. aus, daß die Bade- Einrichtung in der Dr. Weickertschen versammlung ab. Die Einnahme im ersten Quartal 1901 betrug der Partei ausgeschlossen." Anstalt ganz unzureichend sei, indem für 250 Patienten, für Männer und Frauen, nur je ein Raum mit je einer Badewanne vorhanden mit dem aus dem Vorjahre übernommenen Bestand 3067,86 M., die sei und die zum Baden gehenden Patienten auf dem Hof oder dem Ausgabe 1085,85 M., so daß am Quartalsschlusse ein Bestand von 1982,01 m. verblieb. Der 1. Mai soll durch Arbeitsruhe gefeiert Flur warten müssen, weil ein Warteraum nicht vorhanden sei. werden. Weiter wird behauptet, daß eine Desinfektionseinrichtung nicht vorhanden sei. Die Decken und Jacken der abgehenden Patienten Der Verband der Stock- und Schirmarbeiter hielt am würden in den meisten Fällen nur geklopft und dann den Neu- 17. d. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab. In dieser ankommenden zum Gebrauch übergeben, auch die Betten würden nicht wurde über den Uebertritt zum Holzarbeiter- Verband verhandelt. Es besinfiziert, sondern nur gelüftet und überzogen. Die Reinigung wurde, nachdem in den Vorschlägen der Achter- Kommission in Punkt 5 der Spuckflaschen werde in den Krankenzimmern vorgenommen. eine Aenderung vorgenommen war, beschlossen, dem Holzarbeiter Ferner wird behauptet, daß die schwer Kranken, welche zu Bett Verband nach den Vorschlägen der Kommission am 28. April d. J. liegen müssen, nicht die erforderliche Pflege erhalten, denn es seien beizutreten. Zum 1. Mai wurde beschlossen, die Arbeit ruhen zu für 250 Patienten nur drei Wärter und eine Wärterin vorhanden, lassen. Alsdann wurden noch einige Werkstatt- Angelegenheiten erdie zudem noch schriftliche Arbeiten machen müßten; daher ledigt. seien denn die bettlägerigen Patienten auf die Pflege durch ihre Die Arbeiter Bildungsschule hielt am Donnerstag, den leichter erkrankten Leidensgefährten angewiesen. Weiter behauptet 18. April, im Gewerkschaftshaus ihre 4. ordentliche Generalversamm die Beschwerdeschrift, daß die ärztliche Untersuchung und Behandlung lung ab. Der Vorsitzende Lammé fonnte in seinem Bericht nicht in der wünschenswerten Weise geübt werde und die Beschaffen- konstatieren, daß die Entwicklung der Schule im letzten Jahre eine heit des Effens häufig zu Klagen Veranlassung gebe. recht günstige gewesen sei. Es waren eingeschrieben im ersten Nach eingehender Diskussion wurde die von der Kommission Vierteljahr 1901 466 Mitglieder( 58 Damen, 408 Herren), von vorgelegte Beschwerdeschrift mit einigen Ergänzungen angenommen denen feinen Rurfus 158 einen 221, zwei 78, drei und von den ehemaligen Patienten der Anstalt unterzeichnet. 7 und alle 4 Kurse 2 Personen besuchten. Die Beteili gung an den einzelnen Fächern gestaltete sich in folgender Weise: Für Nationalökonomie waren eingeschrieben 123, durchschnittlicher Besuch 75 Personen; Naturerkenntnis: eingeschrieben 41, Frequenz 26; Re deübung: eingeschrieben 75, Frequenz 41, und Geschichte: eingeschrieben 169, Frequenz 120 Personen. Am 17. Februar 1901 wurde ein Freiligrath Abend veranstaltet, der von etwa 1000 Personen besucht wurde; ebenso erfreute sich auch diesmal wieder das Stiftungsfest am 19. Januar eines starken Besuchs. Ferner fanden fünf Sonntags- Versammlungen statt. Jaurès stellt fest, daß niemand diese oder ähnliche Aeußerungen gethan. Baillant habe zwar Reservationen gemacht, aber nur solche der Vorsicht, des Wohlwollens, die nichts zu thun gehabt haben mit den Principien des Klassentampfs". Von andrer Seite sei sogar die Annahme einer offiziellen Sympathie fundgebung beantragt worden, welche die Fraktion zu Gunsten Millerands abgeben sollte. " Diese Feststellungen waren in einer deutschen Zeitschrift gemacht worden und sodann in die Mouvement Socialiste" übergegangen. Dies veranlaßte den Genossen Vaillant zu der Erklärung, daß er am Tage nach der Sigung in einer Zuschrift an Millerand seine Bedenten gegen den Eintritt desselben ins Ministerium geltend gemacht habe. Diesen Brief reproduziert mun Jaurès, um nachzuweisen, daß selbst Vaillant trop dieses Briefs nicht im mindesten an Verrat gedacht habe. Am nächsten Tage wurde bekannt, daß Millerand nun doch ein Portefeuille erhalten solle und daß in das Kabinett auch Galliffet eintreten werde. Der Brief lautet: Mein lieber Millerand! Ich hoffe und wünsche auf das wärmste, daß das, was ich Ihnen schreibe, ohne Bedeutung ist, aber so unwahrscheinlich und unmöglich wie es auch sei, im Moment, da man es behauptet, muß ich mit Ihnen auch davon sprechen. Man sagt, daß Sie Die Generalversammlung des Verbands der Kürschner teilnehmen an einer ministeriellen Kombination mit Galliffet. Das würde natürlich das, was gestern in der socia- wählte in den Vorstand als ersten Vorsitzenden Schäfer, als listischen Gruppe gesagt worden ist, vollständig aufheben. 3eiten von der Wisch, als ersten Staffierer Michaelis, als Wenn es einen Namen giebt, der nicht mit erscheinen darf, so ist zweiten Bienet, als ersten Schriftführer Diamant, als zweiten es der von Galliffet, denn er repräsentiert für uns alle Verbrechen 8inke, Moldenhauer und Mathei ernannt. Lindner und als Beisiger Schmidt. Zu Revisoren wurden und die Reaktion der Versailler. Seine Gegenwart im Ministerium ist für uns eine Provokation, eine Herausforderung, die wir auf- Der Verein der Bauanschläger beschloß in einer außer nehmen müssen; es ist der Feind und der Massakreur der Arbeiter- ordentlichen Generalversammlung am Freitag, feine arbeitslosen Mit Klasse und des Socialismus, den man da zum Chef des Krieges glieder zu unterstützen, und zwar dergestalt, daß jeder Kollege, macht des Krieges gegen uns. Das scheint mir so wider- welcher der Organisation sechs Monate angehört und länger als vier Den Bericht des Kassierers Königs zufolge betrug die Einwärtig, so niedrig, daß ich nicht daran glauben kann, und ich Wochen arbeitslos ist, pro Arbeitstag 2 M. erhält, und soll diese nahme für das 1. Quartal 1901 1386,63 M., die Ausgabe 962,31 M., hoffe, daß ich darüber bald beruhigt sein werde. Es scheint mir Unterstüßung vorläufig bis zum 1. Juni ausgedehnt werden. Die was einen Ueberschuß von 424,32 ergiebt, so daß mit dem Bestand um so weniger möglich, daß dieses beunruhigende Gerücht eine solide Auszahlung der Unterstützung erfolgt jeden Sonnabendnachmittag von 2934,75 M. vom 31. Dezember 1900 der Schule ein GesamtGrundlage haben tönnte, als ich nicht annehmen kann, daß Sie von 1/ 23-4 Uhr im Gewerkschaftshause. Ein Antrag des Kassierers Bestand von 3359,07 M. für den 31. März 1901 verbleibt. sich in solche Nachbarschaft begeben würden, hat doch seiner Zeit auf Erhöhung der Beiträge wurde zur nächsten Versammlung ver- Hierauf giebt rückeberg den Bericht über die Bibliothek. Vordie Berührung Galliffets mit Gambetta genügt, um diesen voll- tagt. Sodann wurde der von der 21er- Kommission ausgearbeitete handen sich augenblicklich 1134 Bände, von denen im letzten Quartal tommen unpopulär zu machen. neue Tarif bekannt gegeben, von einer Diskutierung jedoch noch Ab- 605 ausgeliehen wurden. Nachdem Herr Dr. Steiner als Verstand genommen. Ferner wurde beschlossen, den 1. Mai durch all- treter des Lehrerkollegiums sich über die gemachten Erfahrungen gegemeine Arbeitsruhe zu feiern und vormittags an der Versammlung äußert und einige Wünsche der Herren Lehrer vorgetragen hat, erdes Holzarbeiter- Verbands in der Neuen Welt teilzunehmen. Verstattet Geithner den Bericht der Nevisoren. Nach kurzer Dissammlungsort 9 Uhr im Gewerkschaftshause. fussion, in der einige Wünsche über Billets zur Sternwarte geäußert Der durch Sperrdruck hervorgehobene Saz ist im Originalbrief Die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter werden, wird dem Kassierer und Bibliothekar einstimmig Decharge zivar nicht besonders hervorgehoben; Jaurès legt aber uns will erteilt. Von den vorliegenden Anträgen werden ein Antrag des scheinen mit Recht darauf das Hauptgewicht. Er sagt, er wolle aus diesen hielten am 15. April eine ordentliche Generalversammlung im Ge- Vorstands, zu dem Denkmal des verehrten Gründers der Schule Worten gar nicht den Schluß ziehen, als habe Baillant in der Sigung werkschaftshaus ab. Nach der Abrechnung des Kassierers beliefen 2. 2ie binecht 100 M. zu bewilligen, einstimmig, ein weiterer in aller Form den eventuellen Eintritt eines Socialisten in das Mini- fich die Einnahmen vom ersten Quartal auf 18 902,30 M., die Ausfterium gutgeheißen, aber soviel gehe klar daraus hervor, daß er dies gaben auf 9325 M., so daß am Schluß des Quartals ein Bestand anschaffungen für die Bibliothet gegen 2 Stimmen angenommen. Abvon 9577,30 m. verblieb. Der Verband zählt 1137 Mitglieder. nicht als Veranlassung zu einer riegserklärung genommen gelehnt wird der laut Beschluß der letzten Generalversammlung hatte. Er habe eben nur die Kollettiv- Berantwortlichkeit der Gesamt- Die vom Vorstand gestellten Anträge auf Statutenveränderungen vorgelegte Antrag auf Einführung von Diskussionsabenden sowie ein partei abgelehnt, im übrigen aber weder Zorn gezeigt, noch die wurden im wesentlichen angenommen, ebenso der Antrag, den aus- vorgelegte Antrag auf Einführung von Distusfionsabenden sowie ein gesperrten Schuhmachern 200 M. sowie den Glasarbeitern 100 m. Antrag replin auf Wegfall des Unterrichts am Montag, während Kabinettbildung mit einem socialistischen Minister zurückgewiesen. ein Antrag Kreplin auf Einrichtung von Komponisten- Abenden zu überweisen. Zur Maifeier wurde einstimmig beschlossen, vom Antragsteller zurückgezogen wird. Ein Antrag Dittmer, den „ Es ist also keine Frage des Princips, es war nur die den Tag durch Arbeitsruhe zu feiern. Ein Antrag, den Beitrag auf Schulbeginn statt auf 9 Uhr auf 8%, Uhr festzusetzen, veranlaßt eine ganz natürliche und berechtigte Aufregung, hervorgerufen durch den 30 Pf. zu ermäßigen, wurde abgelehnt; angenommen wurde, Frauen lebhafte Diskussion. Da für diesmal der Beginn der Kurse schon Eintritt Galliffets, welche den Genossen Vaillant zu seiner energischen angekündigt ist, wird der Antrag vorläufig zurückgezogen, ein ganz Brotestfundgebung veranlaßte. Niemand, der diesen Brief gelesen zu den Versammlungen zuzulassen. präciser Beginn um 9 Uhr aber allseitig befürwortet. Ferner wird beschlossen, auch weiterhin dem Verein der Freunde der TreptowSternwarte mit einem Beitrage von 50 Mark anzugehören. Bei der nun folgenden Wahl des neuen Vorstands werden gewählt: Hermann 2 ammé als erster, Erust Balzer als zweiter Vorsitzender; H. Königs erster, Paul Elsner zweiter Raffierer; In der Hoffnung, daß meine Beunruhigung unbegründet ist, empfangen Sie, mein lieber Millerand, die Versichernng meiner treuesten Freundschaft und meine Grüße. Paris, 22. Juni 1899. Ed. Vaillant. " hat, wird init gutem Gewissen behaupten wollen, daß Die Rabinputer( Filiale Berlin III) hielten am 17. April in Vaillant ohne die Gegenwart Galliffets Einwände gegen die den Arminhallen ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Bu Teilnahme eines Socialisten an einem bürgerlichen Ministerium ge- nächst erstattete Kollege Niete als Delegierter Bericht über die macht haben würde."„ Erst später berief man sich auf jene all: Verhandlungen und Beschlüsse vom sechsten Verbandstag der Maurer gemeinen Redewendungen, wie Klassenkampf", unpersönliche Dit Deutschlands. An diese Berichterstattung schloß sich eine furze Distatur des Proletariats", um eine principielle Verurteilung zu fussion. Hierauf gab der Kassierer die Abrechnung vom ersten Antrag auf Bewilligung von 500 m. pro Jahr zu Neu nächsten Jahre schon sein Sociale Rechtspflege. Johann Mide erfter, Alwin Rubolph zweiter Schriftführer;| Karl Schutz ben Borstandsbericht für das erste Bierteljahr 1901.| einen dort liegenden Revolver Hervor und lub ihn vor den Augen als Bibliothekare Engel, Billian und Haade; als Revisoren In dieser Zeit fanden drei Mitglieder, brei öffentliche Verfamm- der A. mit Patronen. Das Mädchen faßte die ganze Sache scherzDittmer und Rösner. lungen und neun Vorstandssitzungen statt. Eingetreten find haft auf und gab nicht viel darauf. Da schlug die Uhr elf, und Ferner wird eine aus 8 Personen bestehende Ordner- Kommission im Januar 23, im Februar 14, im März 11 neue mun gebot ihr der Angeflagte: Jest seze Dich auf den Stuhl; jetzt gewählt, der Karl Müller, Jul. Lammé, G. Krüdeberg, Mitglieder; ausgetreten aus dem Verein find während schieße ich Dir ins linke Auge!" Das Mädchen empfand auch jetzt Sebel, Frl. Pafiauret, Gadewig, ädert und König der drei Monate vier Mitglieder. Der vom Kaffierer Ruhring den Ernst der Situation noch nicht, sondern verschränkte die Arme angehören. Nach Erledigung einiger fleinerer Angelegenheiten schloß erstattete Staffenbericht weist mit dem Kassenbestand vom 31. De und sagte lächelnd: Schieße doch, wenn Du Lust hast." Sie hatte zember eine Gesamteinnahme von 788,25 M. auf. Die Ausgabe be- noch nicht ganz ausgesprochen, da Trachte auch schon ein Charlottenburg. Der socialdemokratische Wahlverein für trug 700,55 m., so daß ein Kaffenbestand von 78,70 W. Schuß und das Mädchen stürzte blutend zu Boden. verbleibt. Die Mitgliederzahl beträgt 209. Charlottenburg hielt am Donnerstag, den 18. 5. M. seine ordentliche fammlung hatten sich 13 neue Mitglieder gemeldet, von denen eines geflagte war entfegt über seine That, bat das Mädchen um VerZu dieser Ver- Sie hatte einen Schuß über dem linfen Auge erhalten. Der AnGeneralversammlung in Hoffmanns Boltsgarten auf Westend ab. in den Verein nicht aufgenommen wurde; ferner wurde ein Mitglied zeihung, band ihr eine Serviette um den Kopf und sorgte Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das An- aus dem Verein ausgeschlossen. Die Adresse des Vorsitzenden ist für ihre Ueberführung zunächst nach der Unfallstation und Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Undenken der verstorbenen Mitglieder Beyersdorf und Schlegel dann in ihre Wohnung. Am nächsten Morgen richtete er Surch Erheben von den Plägen. Dann gab Baate den Geschäfts- arl Schulz, Adlershoferstr. 7. bericht des Vorstands. Aus demselben geht hervor, daß die Geschäfte an sie einen Brief, in welchem er sie nochmals um Verzeihung Pankow Niederschönhausen. Am Dienstag, den 16. d. M., für seine unselige That bat, die ihm ganz unbegreiflich erscheine. bes Vereins im 1. Quartal 1901 in einer Generalversammlung und fand bei Großkurt, Berlinerstraße, eine außerordentliche General Er habe eine furchtbare Nacht verbracht, würde dankbar sein, wenn atvei Mitgliederversammlungen erledigt wurden. Außerdem fanden versammlung des Arbeitervereins statt. Zuerst gab der Vorsitzende er die Nachricht erhielte, daß es sich nur um einen Streifschuß Steben Vorstandssigungen statt. Der Vorstand hatte sich in seinen den Geschäftsbericht des verflossenen Jahres. Nach dem Bericht des handele und erklärte sich zur Uebernahme der Kurkosten bereit. Sigungen viel mit der für Charlottenburg so leidigen Lokalfrage zu Raffierers betrug die Einnahme 482,52 W., die Ausgabe 237,85 M., Um einen Streifschuß handelte es sich nun gar nicht, vielmehr mußte beschäftigen. Augenblicklich steht uns nur das Hoffmannsche Lokal der Bestand beträgt 194,67 M. Der Bericht über den Bestand der die Kugel durch einen operativen Eingriff aus dem Kopfe entfernt auf Westend zu Versammlungen zur Verfügung. Bibliothet ergab 87 Bäude, wovon 28 gelesen, und 46 Broschüren, die Kugel durch einen op einen halben Centimeter tiefer gegangen, Gambrinus Brauerei nach vollendeter Renovation den Saal wovon 18 gelesen wurden. Hierauf erfolgte die Statutenänderung fo wäre er tödlich gewesen. Das Mädchen ist einige geit frant gewieder zu Versammlungen zur Verfügung stellt, ist vorläufig auf Grundlage des vom Kreis Niederbarnim gegebenen Normalwesen, jetzt aber völlig wiederhergestellt. Weder von ihrer Seite, noch eine offene Frage. Der Vorsitzende konnte der Ver- statuts. Der Verein gab sich den Namen Socialdemokratischer WahlJammlung aber mitteilen, daß Charlottenburg jedenfalls im verein, Bezirk Bankow. Auf Vorschlag des Vorstands wurden noch noch von seiten des behandelnden Arztes ist eine Anzeige erfolgt und der ganze Vorfall wäre wohl gar nicht von weiteren Folgen Volkshaus haben wird, twie eine Anzahl Bezirkskaffterer gewählt. begleitet gewesen, wenn nicht der Chef des Mädchens, in deffen GeBerlin jest sein Gewerkschaftshaus hat. In der nächsten Generalversammlung hofft Baate den Mitgliedern definitiven Bescheid über schäft fie als Comptoiristen thätig war, sich zu einer Anzeige verpflichtet gefühlt hätte. Aus der Beweisaufnahme ging durch diefe Sache geben zu können. Sodann teilt der Vorsigende mit, daß die sich der Verein im abgelaufenen Quartal um 40 Mitglieder vermehrt Bekundungen des Hausarztes und einiger Freunde des Der Maurer Rief hatte durch einen Betriebsunfall den Beige Angeklagten hervor, daß dieser leicht erregbar, unftät und sehr nervös hätte. Die Bibliothet stehe jetzt den Mitgliedern zur Verfügung. finger der linken Hand verloren. Nach Beendigung des Heilver- ist. Er ist durch verschiedene Krankheitsfälle in seiner Jugend, Die Bezirksführer hätten jeder ein Verzeichnis der vorhandenen fahrens billigte ihm die heffen naffauische Baugewverts Berufs: darunter englische Krankheit, in der Entwicklung zurückgeblieben und Bücher und würden die Mitglieder zu fleißiger Benutzung der genoffenschaft 30 Prozent der Vollrente zu. Das Schiedsgericht hat einen Herzfehler. Nach dem Gutachten des Gerichtschemikers Bibliothek aufgefordert. Scharnberg, Seefenheimerstr. 1, giebt erhöhte jedoch die Rente auf 40 Prozent, wobei es darauf Dr. Jefetich enthält der Wein, von dem der Angeklagte furz vor : die Bücher ans. Hierauf giebt enfchte den Kaffenbericht. Die Rücksicht nahm, daß St. linkshändig ist. Nach neun Monaten sette Einnahmen, einschließlich des vom 4. Quartal 1900 übernommenen Be- die Berufsgenossenschaft die Rente auf 30 Prozent herab und verwieser hat mehr als eine Flasche getrunken, einen hohen Prozentfak stands von 805,89 M., betrugen 1521,66 M. Dem stand eine Ausgabe auf ein andres Gutachten des Dr. Grandhomme, wonach sich N. an Alkohol auf einen Menschen von der krankhaften Beschaffenheit des Alkohol. Gerichtsphyfifus Dr. S1 örmer begutachtete, daß der von 741,15 M. einschließlich an den Kreisvertrauensmann abgelieferter den Verlust des linken Zeigefingers gewöhnt habe und die Herab- Angellagten, der auch im gewissen Sinne heriditär belastet sei, viel 417,23 M. gegenüber, so daß am Schluß des 1. Quartals ein Bestand seßung der Rente von 40 auf 30 Prozent gerechtfertigt erscheine. Nach verwirrender wirke, als auf einen andren Menschen. Es sei höchst von 780,51 m. vorhanden war. Aus dem Bericht des Partei beni das Schiedsgericht als Berufungsinstanz die herabjegung gebilligt wahrscheinlich, daß die Willenskraft des Angeklagten zur Zeit der spebiteurs geht hervor, daß einschließlich des Bestands von hatte, legte N. beim Reichs- Versicherungsamt Returs ein und beftritt That getrübt war; er habe sich nicht im Zustande freier Willensfreiheit 282,39 M. am Schluß des 4. Quartals 1900 eine Einnahme von die angebliche Besserung. Der Vertreter der Berufsgenossenschaft befunden, mindestens bestehen in dieser Beziehung ernsthafte Zweifel. 6409,08 m. erzielt wurde. Demgegenüber stand eine Ausgabe von Dr. Schwiebs, machte dagegen vor dem Rekursgericht geltend, daß 6099,64 m., einschließlich an den Staffierer des Wahlvereins ab- das Schiedsgericht im ersten Verfahren entgegen dem damaligen begnügen, da das ganze Verhalten des Angeklagten unmittelbar vor Staatsanwalt Engel wollte sich mit diesem Gutachten nicht geführter 250 M. Der Abonnentenstand am Schluß des 1. Quartals Gutachten des Dr. Grandhomme mur deshalb 40 Proz. statt 30 gewährt und nach der That keinen genügenden Anhalt dafür gebe, daß ihm betrug 1477. Aus der mun folgenden Vorstandswahl gingen als ge- habe, damit sich der linkshändige Kläger an den Verlust des linken der§ 51 des Strafgesetzbuchs zuzubilligen fei. Er beantragte deswählt hervor: 1. Vorsitzender Baate, 2. Vorsitzender Bunge, Beigefingers gewähren solle. Jetzt sei dies geschehen, der Stumpf halb, ein Obergutachten des Medizinalfollegiums einzuholen. Diesem Staffierer Senfte, Schriftführer Tatusch, Beisiger se ih ne l mit Weichteilen gut bedeckt und die Beweglichkeit besser geworden. Antrag widersetzte sich Rechtsanwalt Bronter entschieden, da das In die Lokalkommission wurden gewählt Liedtke, Montag und 30 Broz. wären nunmehr für den Verlust des linken Zeigefingers Gutachten des Dr. Störmer durchaus überzeugend und in fich Leder. Zu Revisoren wurden gewählt Wernice, Sellin und angemessen. Das Reichs- Versicherungsamt schloß sich schlüssig sei. Der Gerichtshof lehnte aus dem geltend gemachten Flemming. Zum Schluß entwickelte sich noch über die Zahlstellen- dem an und verwvarf den Returs des Verletzten. Grunde den Antrag des Staatsanwalts ab. Rechtsanwalt frage eine längere Debatte. Dieselbe wird auf Sellins Antrag Wronker beantragte nunmehr in Uebereinstimmung mit dem dem Vorstand zur Entscheidung überwiesen. Staatsanwalt die Freisprechung des Angeklagten, da es doch mindestens fehr zweifelhaft fei, ob er die That im Zustande der Willensfreiheit begangen habe. Die Geschwornen verneinten die Schuldfrage, worauf der Angeklagte freigesprochen wurde. Schmargendorf. Am 14. April hielt der hiesige Wahlverein feine Generalversammlung im Lokal Sanssouci ab. Nach dem Vorstandsbericht fanden 5 Mitglieder- und 1 Generalversammlung statt. Der Kaffenbericht wies eine Einnahme von 42,45 M. inti. alten Bestand auf; die Ausgaben betrugen 21,40 M., so daß ein Bestand von 21,05 m. verbleibt, von dem zwei Drittel an den Central Wahlverein abgeführt werden. Bezüglich des 1. Mai wurde beschloffen, die Arrangements für den Vormittag den beiden hiesigen Gewerkschaftsorganisationen zu überlassen, während für den Nach mittag und Abend der Wahlverein eine entsprechende Feier veranstalten werden soll. Gerichts- Beitung. Marktpreise von Berlin am 22. April 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Rindfleisch, Kente 1 kg 50. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Der erblich belastete Jüngling. Das Ende einer Liebesgeschichte beschäftigte gestern wiederum das Schwurgericht hiesigen geschichte beschäftigte gestern wiederum das Schwurgericht hiesigen Landgerichts I unter Borfit des Langerichts- Rats Meusel. Als Angeklagter faß auf der Auflagebant ein blaffer, schmächtiger, bartloser Jüngling, der noch nicht 20jährige Handlungslehrling Theodor Bäder, der sich wegen versuchten Mords zu verantworten hatte. als Opfer seiner rasenden Leidenschaft war die achtzehnjährige welzen, gut.tr. 16,80| 16,78| Kartoffeln, neue, D- Ctr. Comptoiristin Bertha A. zur Stelle. Nachdem der Angeklagte aus 16,76 16,74 der Oberselunda eines Gymnasiums im achtzehnten Lebensjahre abgegangen war, fam er in ein taufmännisches Geschäft als Lehrling. Im Tiergarten lerute er die Dame seines Herzens kennen, und ob Rigdorf. Jn der am 17. d. M. stattgehabten Generalversamm: gleich die Eltern von der Schwärmerei nichts wissen wollten, lung des Deutschen Holzarbeiter Verbands der Zahlstelle Rigdorf, wurde der Verkehr doch mit Unterbrechungen fortgefeßt, bis Bertha welche in den„ Apollo- Sälen" tagte, gab der Kassierer seinen Stassen in einer vom Angeklagten geforderten Zusammenkunft erklärte, daß bericht vom ersten Quartal. Danach betrug die Einnahme der sie Tags vorher auf einem Maskenball einen Herrn kennen gelernt Hauptkasse in dieser Zeit 1268,45 M., die Ausgabe 1185,92 m., der habe, den sie ja nicht so gut leiden könne wie den Angeklagten, der Bestand 82,53 M. Die Einnahme der Lokaltasse betrug 727,87 m., ihr aber einen ernsten Antrag gemacht habe. Die Sache stimmte die Ausgabe 489,30 M., der Bestand 298,57 M. Zum zweiten den Angeklagten sehr ernst, er versuchte ihr die in Aussicht ge- Nichistroh Punkt wurde die Ersagwahl eines Schriftführers vorgenommen, und nommene Partie auszureden und klar zu machen, daß der Mann Hen fiel die Wahl auf Winguth. Die diesjährige Maifeier soll, wie doch gar nicht für fie passe. Die beiden trennten sich mit Erbsen in den Vorjahren, auch dieses Jahr festlich begangen werden. Be- dem Bersprechen, am am nächsten Tage noch ein legtes Mal Speisebohnen züglich der obligatorischen Einführung eines Extrabeitrags von zusammenzukommen, und der Angeklagte der Angeklagte versprach ihr, ihr Linfen 10 Pf. pro Woche wurde Urabstimmung beschlossen. Am nächsten*) ab Bahn. von seiner Reise nach Hamburg zu erzählen. " 2-15, 1,60 1,20 1,30 1 ,. mittel gering " 16,72 16,70 " Noggen, gut " " mittel gering " 14,40 14,38 14,36 14,34 " 1,60 1,20 1,80 1, " " 14,32 14,30 1,60 1" Gerste, gutt 15,60 14,80 2,60 2, " afer, gut mittel gering 14,70 13,90 60 Sina 3,60 2,6 " " 13,80 13, Karpfen 1kg 2,20 1,20 16,50 15,80 Aale 2,80 1, " mittel gering 15,70 15, 14,90 Bander 14,20 Hechte 7, 6,82 Barsche 8,50 " 40, 5,60 25, Schleie Bleie 45, 25 Krebse 70,- 30, " " 1811 frei Wagen und ab Bahn. 2,60 1,20 2,-1,20 1,80 0,80 3, 1,20 1,40 0,70 per Shod 18,- 3, Adlershof. Am 18. April hielt der Socialdemokratische Wahl- Lage holte er, nachdem er bei Aschinger zwei Gläser Produktenmarkt vom 23. April. Getreide. Auch heute wirkte verein bei Schmauser feire Mitgliederversammlung ab, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Beus über die gegenwärtige politische Lage" sprach. Der Referent erntete reichen Beifall. Hierauf gab Neumann den Kaffenbericht über das verlaufene Vierteljahr. Nach demselben betrug die Einnahnie 187,45 W., die Auss gabe 98,52 M., der Bestand nach Abzug von 1/3 54,15 M. Bockbier getrunken, das Mädchen ab und machte ihr den Borschlag, in die Wohnung seiner Eltern zu gehen, die an jenem der ungünstige preußische Saatenstand- Bericht ſtimulierend und er führte bet Abend in Gesellschaft waren, und das Mädchen ließ sich nach kurzem Befestigend wirkten auch höhere Preismeldungen aus Destreich- Ungarn, solebhaftem Handel weitere Preissteigerungen für Weizen und Roggen herbei. Baudern darauf ein. In der elterlichen Wohnung ließ er durch das wie Nordamerika, wo die sichtbaren Weizenbestände weiter um 2 Millionen Dienstmädchen faltes Abendbrot auftragen, bolte aus der Speise- Bushels abgenommen haben. Trotzdem konnten sich die höchsten Preise am fammer zwei Flaschen Weißwein herbei und die beiden plauderten hiesigen Markt nicht dauernd voll behaupten, da umfangreiches Auslandsin aller Chrbarkeit ganz lustig mit einander. In der elften Abend- angebot wiederum zu größeren Käufen führte, auf welche dann Lieferungen Köpenick. Der socialdemokratische Wahlverein für Köpenick hielt stunde fragte der Angeklagte das Mädchen, ob sie den Verkehr abgegeben wurden. Weizen war anfangs 2 bis 3 M., nachher 1½ bis am Dienstag, den 16. April, in Lokal des Herrn Nei chett, früher mit ihm wieder aufnehmen wolle oder nicht. Sie weigerte sich dessen 2 M., Noggen zuerst 1 W., später ½ bis 3 W. höher als gestern. Wehl war gut behauptet, Hafer fest, mittlere Sorten fehlen, Mais auf Amerita Gärisch, eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab, in welcher und nun fagte ihr der Angeklagte:„ Ueberlege Dir die Sache; wenn 11, M. anziehend; Rüböl gut behauptet. Kiefel Berlin einen Vortrag über das Gedicht: Der Mann mit die Uhr elf schlägt und Du Dich nicht entschieden Spiritus unverändert, 70er Ioco 44,20 m. Bei Schluß be der Hade" hielt. Der Referent erntete reichen Beifall. Eine Dis haft, schieße ich Dir eine Kugel ins linke Auge!" Er ver- Berkehrs notierte Maiweizen noch 1% M., Mairoggen 2 M. höher als Fussion wurde nicht beliebt. Alsdann erstattete der Vorsitzende riegelte die Thür, holte aus dent Nachttisch seines Vaters gestern. T EN 151003 Waarenhaus Hermann bell is enlandia tudadasun in Tietz Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend 4 Ausnahme- Tage für Conserven T Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 24. April. Opernhaus. Tannhäuser und ber Sängerkrieg auf Wartburg. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der wilde Rentlingen. Anfang 71/2 Uhr. RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: „ Zur Kriegszeit durch China." Um 8 Uhr im Hörsaal: Dr. Otto v. Leixner: „ Leben des Adels auf deutschen Burgen." Invalidenstr. 57/62. Neues Opern: Theater( Kroll). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Schiller. Der Sternguder. Hierauf: Ein Rabenvater. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die versunkene Glode. Anfang 72 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 7 Uhr. Berliner. Berlin bei Nacht. An: fang 71 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Freuden der Hochzeits: reise. Anfang 71/2 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 72 Uhr. Westen. Fidelio. Anfang 7/2 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 7/2 Uhr. Thalia. Die schöne Helena. An fang 7 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Luisen. Ein verarmter Edelmann. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. 72 Uhr. Carl Weiß. Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel Passage- Panopticum. Neu! Singhalesen- Truppe ( Die koloffale Judieriu.) Marionetten- Theater. = Entree inkl. Baffage Theater( fo weit der Raum reicht) 50 Pfennige. Rinder 25 Pfennige. FriedrichStrasse Anfang 165 der Schwarzwälder. Die Spake verzähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 712 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten Borstelling. Der Walzerfönig. Der Photoscop. Stettiner Sänger Anfang 72 Uhr. Meichshallen. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen Ningfämpfe. Rigo, der Geigerkönig. Specialitäten- Borstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Urania. Tanbenstr. 48/49.( Im -Theatersaal) Abends 8 Uhr: Castans Panopticum 970 Entree. 50 Pf. Kinder die Hälfte. Torete Volksbühne. Morgen Donnerstag, 25. April, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen: Jahres- Generalversammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Victor Fraenkl: ..Vom Theater im alten Rom". 2. Geschäfts99 und Kassenbericht vom letzten Quartal und Jahresbericht. 3. Bericht der Revisoren. Diskussion. Festsetzung des Kassierergehalts. Wahl des Vorstands und Ausschusses, der Revisoren und Obleute der Ordner. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Mittwoch, den 24. April, abends 8½ Uhr: General- Versammlung in Habels Branerei, Bergmannstraße 5/7. Tages Ordnung: 1. Statuten Aenderungen. 2. Bericht des Vorstands. 3. Bericht des Kassierers. 4. Neuwahl des Gesamtvorstands. Zu Punkt 1. find folgende Anträge gestellt:§ 2 hinzuzusetzen:„ Mit dem Tode, dem Austritt oder der Ausschließung aus dem Wahlverein verliert das frühere Mitglied jebes Recht, das es etwa gegen den Wahlverein, den Wahlvereins Vorstand oder gegen einzelne Mitglieder aus seiner Mitgliedschaft erworben hat."§ 6 Zeile 2: Die Wahl des Vorstands erfolgt jährlich. 238/6 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Verein Die Theaterfrage im nächsten Spieljahr. für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Sonntag, den 28. d. M., nachmittags 2 Uhr. im Lessing- Theater 1. Abteilung: Figaros Hochzeit. Lustspiel in 5 Akten von Beaumarchais. Gleichzeitig im Carl Weiss- Theater VI. Abteilung: Der Biberpelz. VI. Abteil III. Oper( gelbe Marken), 2 Uhr im Theater des Westens: Tobo Der Barbier von Sevilla.m Beginn der Verlosung der Billets 2 Uhr. Die Vorstellungen folgen am 5., 12., 16.( Donnerstag, Himmelfahrtstag), 19., 26. und Montag, den 27. Mai( zweiten Pfingstfeiertag). Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 229/12] Donnerstag, den 25. April, abends 8½ Uhr: General- Versammlung im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthalerstraße 11/12. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstands und der Revisoren. 2. Diskussion darüber. 3. Wahl des Gesamtvorstands. 4. Bericht der Vertrauensleute, Lokal, Preß- und Agitations Kommission sowie der Revisoren und Distuffion. 5. Verschiedenes. 245/5 Das Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Socialdemokratischer Der Vorstand. Deutscher Wahlverein f. den 4. Berliner Buchbinder- Verband. Reichstags- Wahlkreis. ( Often.) Todes- Anzeige. Am Montag, den 22. April, starb unser langjähriges Mitglied, der Tischler Paul Arlt. Die Beerdigung findet am Donners: Zahlstelle Berliu. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege, der Etuis: arbeiter Paul Neue Riesen- Walfisch thr, bon ber Teichenhalle des der Zeichenhalle des Thomas- Kirch21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Vollständig gerutchlos! Bu besichtigen im großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Palast- Theater Alexanderstraße, Ecke der Magaziaftraße. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das große April- Programm. Riefen- Lacherfolg!! Dr. Georg Wegener:" Bur 81 Uhr! Präcise! 81/ Kriegszeit durch China".. Im Hörsaal: Dr. Otto v. Leirner: Leben des Adels auf deutschen Burgen". Invalidenstraße 5.0 Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Sterngucker. Drama in 1 Att von Georg Reide. Hierauf: Ein Rabenvater. Schwant in 3 Atten von Hanns Fischer und Joseph Jarno. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. ( Letzte Wiederholung.) Freitagabend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Der Walzerkönig. Gr. Poffe ut. Gesang u. Tanz in 3 Atten von Manustädt. Amandus Höppner, Rentier: Direttor Richard Winkler. PassageTheater pin Anfang 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Die Ringfämpfe finden täglich unt 6 u. 10 Uhr statt. Gente Mittwoch 10 1hr Ringkampf Eugenie Wermke Das Photofcop.beutsche Meiſterſchaftsringerin, Lebende Photographien in nie gesehener Bracht und Größe. Anfang 7 1hr. Entree 50 f. Avis! Schluß der diesjährigen Saljon am 30. April cr. En diesem Tage find fämtliche Ehren- und Vor: zugsfarten zum letztenmale gültig. Betty Laars gegen dänische Meisterschaftsringerin. Morizet Barts gegen Görka Berlin Garret- Baris geg. Glanlon- Berlin Metropol- Theater W. Noacks Theater. W., Behrenstraße 55/57. Nur noch 7 Vorstellungen Man lebt ja nur einmal und das AprilCentral- Theater. Specialitäten- Programm. Heute und folgende Tage: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sydney Jones. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Letzte Nachmittagsvorstellung. Der Bettel student. Abends 72 Uhr: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Woche: Ein weiblicher Mazeppa. Anfang 8 Uhr Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabend: 8um 1. Male: Die ciferne Maske. Schauspiel in 5 Aften und 1 Vorspiel. Freitag: Opern- Gastspiel. Der Postillon von Lonjumeau. Anf. 18 Uhr, der Posse 1/9 Uhr. Rauchen überall gestattet. Nur noch 9 Tage! Cirkus Busch Mittwoch, den 24. April cr., abends 71/2 Uhr: Soirée equestre Auftreten d. berühmten amerikanischen Pferdebändigers Brof. Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Jan Vorzüglichste at Thalia Theater Programm- Nummern. Enſemble- Gastspiel d. Gentral- Theater. Nur noch wenige Tage mit vollständig neuer Ausstattung: Die schöne Helena. Operette in 3 Aften von Offenbach. Calchas Emil Thomas a. G. Riesa Stella a. G. Helena Die eiserne Maske. Zum Schluß zum 149. Male: Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. 1190 Ihre Familie. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von Stinde und Engels. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: HoffmannsNordd. Sänger. Stets wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen ochentags Vereinsbillets gültig. Tang fret. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Sonn: abende für Vereine frei. Damen- Konfektion. Nach beendeter Engros- Satson verfaufe 50 Prozent billiger als jedes 150 an, Jadetts von 5 M. bis zu den Ladengeschäft. Geftidie Kragen von Großes historisches Manege- Schaustüd Anna Heilig, Kaiferstraße 38, I, Le masque de fer. in 4 Atten und 3 Hauptbilbernt. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. elegantesten. im Fabrikgebäude. 8765 Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbtellung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Wer- Stoff- hat fertige Anz. 20 M. Gold. Med.2Anpr.Feinst.Buth. tad.Siz, Komme Maßn. ins Haus. Bitte Postt. = M Euch Refte, besonderer Ge fegenheitstauf, billiger wie ab Fabrit, zu Anzügen, Baletots, Hofen, spottbillig. Münzstr. 26, Ludwig Engel, parterre. Gegründet 1892. [ 94/8 Steppdecken besten und billigsten nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin S., 72, Wall- Strasse 72, wo auch alte Decken aufgearbeitet werden. 12273* monatlich 10 M. liefert elegante Teilzahlung Herren- Garderobe nach Maß, auch bar kaffe allerbilligste Preise. Fert. Garderobe stets vorrätig. Tomporowski, Neanderstr. 16. II. Schneidermeiſter, 700 M. gegen Sicherheit gefucht. Näh. Spedit., Rafta nien- Allee 96. Alots! Sonntag, ben 28. April, Möbel und Polsterwaren. Franz Tutzauer. Herren: Ander, Schüß. Frl. Milani. zwei große Gala: Vorstellungen. Apollo- Theater Friedrich- Strasse No. 218 Phänomenal ausgestattet Täglich Colossal amüsant FRAU LUNA Noch nie dagewesener Erfolg Das imposante Programm. Nachm. 4 Uhr und abends 7/2 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Auf allgemeinen Wunsch: Die eiserne Maste, wozu jeder Erwachsene 1 Kind frei hat. Reichshallen Stettiner Sänger. Bum Schluß: Pepita vor Gericht. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Tischlermeister, Berlin N., Brunnenstr. 152. Grösstes Mobel Kaufhaus Für complete Wohnungseinrichtungen u. einzelne Stücke auf !! Credit!! bei kleiner Anzahlung u.aufJahre hinaus verteilten Raten Kompl. Einrichtungen von Mk300 bis Mk- 5000 und mehr auf Tellzahlung entral- Möbel- Halle S.Kommandantenstr. 51 Ecke Alexandrinenstr Birle die 70rossen Schaufenster zu beachten 4 am Montag früh verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, tag, den 25. d. M., nachmittags Donnerstag, nachm. 41, Uhr, von städt. Krankenhauses am Friedrichshofs( Hermannstraße) aus statt. Um hain nach dem Friedhof der Auf- rege Beteiligung bittet erstehungsgemeinde am Lichtenberger 24/11 Die Ortsverwaltung. Weg( Weißensee) statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 243/16 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Mechanifer Julius Tanneberger Wiesenstr. 19, aut 22. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet hente, Mittwoch, nachmittags 3/4 Uhr, vom Trauerhause aus nach dem Neuen Jacobi- Kirchhof in Rigdorf statt. Ehre seinem Andenken! Um zahlreiche Beteiligung bittet 247/3 Der Vorstand. Karl Preusser, Schloffer aus Wiesbaden, 29 3. alt, wird ersucht, sofort zu ſetnem franken Vater nach Wiesbaden zurückzukehren, da seine Mutter in: Danksagung. Sage allen Verwandten, Bekannten, insbesondere dem Rauchklub„ Arcona", Arbeiter Raucherbund sowie den Kolleginnen der Firma Stange Nachfl. für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau Gertrud, geb. Langfeldt, meinen 8776 herzlichsten Dant. Der trauernde Gatte Max Albrecht nebst Kind. Für die vielseitige herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Georg Thies fage ich allen meinen tiefgefühltesten Dank. 8796 Martha Thies, geb. Hohla. Für die Sommermonate bebeau ist mein Saal verschiedene Sonn vergeben. [ 13852* Franz Gleinert, Schulstr. 29. zwischen verstorben ist. Jeder, welcher und in der Lage ist, dem Genannten MitMöbel Wohnungs Einrichtungen zu Fabrik- Preisen. [ 9699* teilung hierüber machen zu können, Eigne Werkstelle im Hause. Tischlermeister, wird gebeten, dies unverzüglich au Bukow, Invalidenstr. 13. thun. K. Preusser, Privatier, Wiesbaden, Nerostr. 10. !!! Lager: Parterre u. I. Etage. Ganz besonders grosse Erfolge BRILLANT FABRIK- MARKE von erzielte auch im letzten Jahre wieder das StahlwarenVersandhaus !!! BRILLANT 1. Ranges EABRIK- MARKES Gebrüder Rauh Gräfrath bei Solingen ein Beweis für die Preiswürdigkeit und Güte der Waren, sowie aufmerksame Bedienung. 105/ 1* Wer also Bedarf hat Solinger Stahlwaren, hrketten, Lederwaren, Gold: und Silberwaren, Haushaltungsgegenständen, Uhren, Mujitwaren, Pfeifen, Cigarren. Cigarrenspitzen und sonstigen vielen Neuheiten, verlange unser neues Preisbuch für 1901 mit über 2000 Abbildungen, welches an jedermann umsonst und portofrei verfandt wird. 33-08 30 Tage zur Probe versenden wir eine hochfeine, fräftige, solid gearbeitete Nickeltette Nr. 1600, wie Zeichnung, mit Kompaß, modernes Façon, zum Preise von nur 1,40 M. franco. Betchnung halbe natürliche Größe. Ganze Bänge der Kette 26 cm. Versand gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. lufer Katalog enthält eine sehr große Auswahl von Retten; falls Ihnen vorstehendes Muster nicht gefallen sollte, bitten nach dem Katalog zu wählen. Zahlreiche Anerkennungen laufen täglich unaufgefordert bei uns ein. Garantieschein: Nicht gefallende Waren tauschen wir unt oder zahlen den Betrag zurück. Maifeier der socialdemokratischen Parteigenossen Berlins Mittwoch, den 1. Mai 1901. 1. Wahlkreis: Feen- Palaft, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ede. Bockbrauerei, Fidiciustr. 23, am Tempelhofer Berg. Neue Welt, Hasenheide. ( Südost): Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. 2. 99 99 99 99 99 99 99 99 45 5. 99 6. 6. 6. 6. 6. 99 99 99 99 19 99 99 99 Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. ( Ost): Brauerei Friedrichshain( Tipps), am Königsthor. Kellers Festfäle, Koppenstraße 29. Schweizer Garten, am Königsthor. 99 99 99 Schönhauser Nr. 7/9. ( Schönhauser Vorst.): Puhlmanns Lokal, allee 148. Berliner Prater, aftanien. Allee ( Gesundbrunnen): Weimanns Volksgarten, Badftr. 56. Ballschmieders Lokal, Badstraße 16. ( Oranienburger Vorst.): Eiskeller, Chauffeestraße 88. ( Wedding): Feldschlößchen, Müllerstraße 142. ( Moabit): Ahrens Brauerei, Turmstraße 26. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. 6. 99 99 Ein reichhaltiges Programm, bestehend in: Festreden, Instrumental= u. Vokalkonzert Theater, Lebenden Bildern, turnerischen Aufführungen, Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts, Feuerwerk, Tanz und Kinder- Beluftigungen, wird die Maifeier zu einem wahren Voltsfest gestalten. Die Referate über: „ Die Bedeutung des Weltfeiertags" haben die Genossen: Dupont, Dr. Beutler, Rich. Fischer, Glocke, Ad. Hoffmann, G. Heymann, Koblenzer, Ledebour, Pfannkuch, Poetzsch, Rosenow, Robert Schmidt, Paul Singer, Täterow übernommen. Der Festgesang wird von den Gesangvereinen des Arbeiter- Sängerbunds ausgeführt. Anfang 4 Uhr. Eröffnung der Kaffeeküche 2 Uhr. Alles Nähere die Plakate und Billets der einzelnen Wahlkreise. 209/4 Um recht zahlreiche Beteiligung in allen Kreisen ersuchen Die Vertrauenslente Berlins. Achtung! Zur Maifeier! Mai- Versammlungen der im Gewerkschafts- Kartell für Berlin u. Umgegens vereinigten Organisationen am Mittwoch, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr. Die Versammlungen finden mit Frauen statt. Tages- Ordnung in sämtlichen Versammlungen: Die Bedeutung des ersten Mat. Bau- Arbeiter Englischer Garten, Alexanderstraße 27 ci Referent Fritz Kater. Holz- und Bretterträger, sowie Brettschneider Königstadt Rafino, Holzmarktstraße 72. Referent Jonny Hinrichsen. Fliesenleger Restaurant Schulz, Grenadierstraße Nr. 33. Referent Theodor Fischer. Kistenmacher in Stecherts Festsälen, Andreasstraße 21. Referentin Frau Anna Mesch. Möbelpolierer in Kellers Festfälen, Koppenstraße Nr. 29 ( oberer Saal). Referentin Fräulein Ida Altmann. Unter Mitwirkung des Gesangvereins der Möbelpolierer. Nachmittags: Ausflug nach Johannisthal. Maler Feuersteins Festfäle, Alte Jakobstraße 75. Referent Dr. H. Lux. Zimmerer Böhm. Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Referent Emil Rosenow. Gemeinsame Versammlung in den Borussia- Sälen, Ackerstr. 6-7. Referent: Genoffe Sonnenburg( Friedrichshagen). Buchdrucker begeben sich direkt nach der Ver fammlung. Leder- und Galanteriewaren Bäcker begeben sich direkt nach der Versammlung. Arbeiter im Lokal Fürstenhof, Köpenickerstr. 137/38. Referent Genoffe Davidsohn. Kürschner im Lokal Königsfäle, Neue Königstraße 26 ( Eingang Wadzeckstr.) Referent Albert Regge. Maurer in Quarge Sälen( Hotel Alexanderplatz), Eingang Königstraße. Referent Victor Fränkl. Die Kollegen versammeln sich in ihren Zahlstellen und begeben sich gemeinsam zu der Versammlung. Musikinstrumenten- Arbeiter bei Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27. Referent Genoffe Wollheim. Isolierer und Rohrumhüller treffen sich bei Batt, Dragonerstr. 15 um 812 Uhr. Metallarbeiter begeben sich direkt nach der Verfammlung. Hausdiener und Packer begeben sich direkt nach der Versammlung. Rohrer treffen sich bei Schmidt, Ramlerstr. 28, und bei Wegner, Weber: u. Waßmannstraßen- Ede um 812 Uhr. Rabitzspanner treffen sich 812 Uhr bei Patt, Dragonerstr. 15. Schirmmacher begeben sich direkt nach der Ver sammlung. Tischler treffen sich bei rante, Pallisadenstr. 9 um 8½ Uhr. Töpfer. Ausflug nach Johannisthal. Treffpunkt: 9 Uhr Bahnhof Johannisthal. Für Nachzügler nachmittags 3 Uhr bei Senftleben in Johannisthal. Binkgießer und Stürzer. Ausflug nach dem Restaurant Seeschlößchen in Friedrichshagen. Die Gewerkschaften haben das Anmelden der Versammlungen selbst zu besorgen. Bei den Zusammenkünften bedarf es keiner Anmeldung. Ueber die Anzahl der Versammlungsbesucher ist dem Bureau, Dragonerstraße 15, Mitteilung zu machen. Die Mitglieder werden ersucht, sich nachmittags und abends an den Partei- Festlichkeiten Central- Verband der Maurer. Schluchtbüste rege au beteiligen. Mittwoch, den 24. April, abends 8 Uhr: Zwei Mitglieder- Versammlungen. Für Norden: 24. Für Moabit: in den Arminius- Hallen, Bremerstr. 72/73. Tagesordnung: Der neue Vertrag. 137/17 Liebknechtbüste. Original- Abguss, lebensgroß, 16,50 M., ab Köln, verfendet Altrock, Mauritiuswall 102. Der Auslihuk. Deutscher Holzarbeiter- Verband.| Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Bahlstelle Berlin). ( Verwaltungsstelle Berlin). Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mit Seute, Mittwoch, den 24. April, abends 81/4 Uhr, bei Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Die Verbandsleitung. glieder. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäscheund Krawattenbranche Berlins und Umgegend. ( Zuschneider, Näher und Näherinnen, Stemplerinnen, Neu- und Altplätterinnen, Wäscher, Wäscherinnen, Einstemmerinnen zc. Morgen, Donnerstag, den 25. April, abends 8%, Uhr, in Wendts Central Clubhaus, Königsgraben 14a, ( nahe der Münzstraße), Versammlung. Tages Ordnung: Die Ge 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Ad. Albrecht: werkschaften und ihre Feinde." 2. Diskussion. 3. Sassenbericht und Bericht vom Waldfeft. 4. Bericht und Neuwahl der Vertretung zur Gewerkschaftstommission. 5. Wie feiern wir den 1. Mai? 6. Verschiedenes. Gäste sehr willkommen! Einen zahlreichen Besuch erwartet Charlottenburg. Der Vorstand. Montag, den 29. April, abends 812 Uhr, bei Paasche, Potsdamerstr. 44, Versammlung. Tages- Ordnung: Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Staffenbericht vom 1. Quartal. 2. Bericht des Vorstands, der Bezirks: leiter, der Wertstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 3. Ausschluß mehrerer WNtglieder. 4. Verbandsangelegenheiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 80/14 Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Töpfer. Mittwoch, den 24. April, abends 82 Uhr: Versammlung für den Norden [ 114/6 im Lokal der Wwe. Schirm, Badstraße 19. Arbeiter. Referentin: Fräulein Fanny Imle. 2. Diskussion. 3. ErfazTagesordnung: 1. Der Wert der Konsumgenossenschaften für die wahlen zu den Bezirksleitungen. 4. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 24. April, abends 7 Uhr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Versammlung fämtlicher Arbeiter der Firmen Donnerstag, den 25. April, abends 62 Uhr, bei Dräsel, L. Löwe& Cie., Union, Waffen- und MunitionsNene Friedrichstraße 35: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht vom 1. Quartal. 2. Die Lohn- und Arbeitsbedingungen nach dem jetzigen Tarif. 3. Bericht der Delegierten zur Gewerkschafts: Kommission. 4. Regelung unsrer Unterstützungen. 5. Verlesen der Restanten. 6. Gewerkschaftliches. 195/11 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Karton- Branche! 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Heute Mittwoch, den 24. April, abends 8 Uhr, im Englischen Gäste sehr willkommen. Einen zahlreichen Besuch erwartet Die Bevollmächtigte. Heute Mittwoch, den 24. April, abends 8 1hr, in den Andreas: Festsälen. Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung Garten", Alexanderstraße 27c: Große öffentliche Versammlung aller in der Karton- Branche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages: Ordnung: fabrik und Anhaltische Maschinenfabrik. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige rise in der Metallindustrie und die Aufgaben der Arbeiter. Referent: Adolf Cohen. 2. Diskussion. Mittwoch, 24. April, abends 82 Uhr, i. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung der Heizungsmonteure u. Gehilfen. Tagesordnung: Beratung des Accordtarifs. Mittwoch, 24. April, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Konferenz der Gürtler und Drücker. Donnerstag, den 25. April, abends 82 Uhr bei Bartel, Gr. Frankfurterstr. 18, der Altwäscherinnen und Plätterinnen. neuen Maschinen? Referentin: Srl. Ida Altmann. 2. Wertstuben Vertrauensmänner- Konferenz für den Osten. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen A. Körsten über: Die Bedeutung des paritätischen Arbeitsnachweises. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet [ 1379L* [ 251/4 Die Einberuferin: Frau Martha Hammermann, Blätterin. Tallalle- Madeln Zur Mai- Feier per 100 Stück 4,50 M. Versand gegen Nachnahme!! porto- und spesenfrei!! Abzeichen- Fabrik H. Guttmann, Berlin N., Brunnenstr. 9. Fernspr. Amt III. Nr. 6442. 1. Vortrag: Wie stellen sich die Kartonarbeiterinnen zur Konkurrenz der 24/12 Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Alle Kartonarbeiter und Arbeiterinnen find verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauenspersonen. Achtung! Rabizzputer. Achtung! Mittwoch, den 24. April, abends 82 Uhr: Außerord. Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin III des Central- Verbands der Maurer. Tagesordnung: Das Resultat der Verhandlungen mit unsern Arbeitgebern. 252/11 Die Ortsverwaltung. Die Vertrauensmänner Konferenz der Schloffer findet am Donnerstag, den 25. April nicht statt. Die Ortsverwaltung. Möbel auf Teilzahlung in der Fabrik Möbel Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen. H. Roggensack, Großes Lager. Billige Preise. Inh. P. Kraatz, Dreijährige Garantie.[ 12652* BERLIN N. 7, Simeon: Ruppiner- Strasse 5. Wilh. Lambrecht, Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Nr. 95. 18. Jahrgang. 3. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 24. April 1901. Der Tarif im Baugewerbe vor dem Einigungsamt. Das Berliner Gewerbegericht hat als Einigungsamt in den Tarifstreitigkeiten zwischen Unternehmern und Arbeitern einen Schiedsspruch gefällt, den wir nachfolgend im Wortlaut wiedergeben: B In Jn Sachen betreffend die Errichtung eines neuen Tarifvertrages filr den Verband der Baugeschäfte Berlins und der Vororte einerfeits und ihre Maurergesellen andrerseits hat das Einigungsamt des Gewerbegerichts zu Berlin in der Sigung vom 22. April 1901, welcher teil genommen haben 1. v. Schulz, Gewerbegerichts- Direktor, als Vorsitzender, 2. Dietbich, Klempnermeister,} als Arbeitgeber- Beisitzer, 5. Stnoll, Steinfeger, 6. Ahrens, Tischler, als Arbeitgeber- Beiftzer, mann der Arbeitnehmer, folgenden Schiedsspruch gefällt: 750 Steine zu vermauern. Gründe: an Als gewöhnliches Mauerwerk ist die bei den Berliner Mietshäusern im allgemeinen übliche Art der Ausführung mit Ausschluß der Verwendung von Werksteinen, Verblendung mit besseren Steinen und komplizierten Eisenkonstruktionen zu verstehen. Soweit die in dem Schiedsspruch niedergelegte Durchschnittsleistung in Frage tommt, ist das Einigungsamt sachverständigem Gutachten gefolgt. Gerichts- Beifung. einer Uebertretung dieses Gesetzes schuldig, wie ein Arbeiter einer Unternehmung, der Betanntmachungen aufstellt oder verbreitet, durch welche Arbeiter Der Staat und seine Militär- Invaliden. Die Sp. Korr." gewarnt werden sollen, in bestimmten Unter- berichtet: Tiefes Mitleid erregte im Schöffengericht zu Spandan nehmungen Arbeit zu suchen. der Militär- Invalide 3., der wegen Diebstahls angeAus der Frauenbewegung. Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte! der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden vielDie Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der fach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der Arbeiterinnen werden oft gekürzt. 10 haben, das Trudsystem hintanzuhalten. Die Bahnverwaltungen infolge der im Feldzuge erlittenen Strapazen schon vorzeitig gea Bon Interesse find weiter jene Bestimmungen, die den 8wed flagt war. Er hat den Krieg von 1870/71 mitgemacht und ist find verpflichtet, die Löhne der Arbeiter in barem Geld auszubezahlen brechlich geworden, so daß seine Erwerbsfähigkeit nur eine sehr beund dürfen insbesondre nicht an Stelle des Lohns oder eines schränkte ist. Er lebt in den dürftigsten Verhältnissen. Im vorigen Teilbetrags Anweisungen( Blechmarken, Konsummarken, Bons usw.) Winter hatte er sich auf dem Döberizer Forstgelände, wo Abe für den Warenbezug aus bestimmten Geschäften oder Magazinen Holzungen stattfanden, ein paar Scheite Sola angeeignet, um seine berabfolgen. Die Zuwendung von Wohnung, Beleuchtungs- und Be- Wohnung damit zu erwärmen. Er wurde abgefaßt und infolgedeffen heizungsmaterial für häusliche Zwecke und die Lieferung von Waren hatte der alte Kriegsveteran, der noch vollkommen unbestraft war, aus Lebensmittelmagazinen wird wohl gestattet und es können dafür zum erstenmal in feinem Leben vor dem Strafrichter zu erscheinen. vor auch Lohnabzüge vorgenommen werden. Doch müssen die Arbeiter Das Schöffengericht erkannte auf die niedrigste zulässige vorher zugestimmt haben, bei den Wohnungen, sowie dem Heiz- Strafe von einem Tag Gefängnis. und Lichtmaterial muß der Preis vorher bedungen worden und jeder Gewinn muß dabei ausgeschlossen sein; der Tarif, auf Grund des Bundesrats und des§ 146 Nr. 2 der Gewerbe Ordnung war Wegen Uebertretung der Konfektionsarbeiter- Verordnung 4. Lindemann, königlicher Baurat, als Vertrauensmann der dessen die Lohnabzüge erfolgen, muß in der Arbeitsstätte in ge- der Schneidermeister Kastet zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Arbeitgeber, eigneter Weise angeschlagen sein und wird von der Aufsichtsbehörde Seine Arbeiterinnen waren an einem Sonnabend noch 10 Minuten tontrolliert; geistige Getränke dürfen nicht geliefert, zu bestimmten Verkaufsstellen dürfen die Arbeiter nicht verpflichtet werden, die Er- nach 51 Uhr von einem Kriminalbeamten bei der Arbeit betroffen 7. Steßler, föniglicher Regierungs- Baumeister, als Vertrauens- werden. Wie man bemerkt, sind die Bestimmungen, die den Arbeiter das vorgeschriebene Register eingetragen hatte. Der Angeklagte 7. Steßler, königlicher Regierungs- Baumeister, als Vertrauens- teilung von Lohnvorschüssen darf nicht an diese Bedingung geknüpft worden, ohne daß K. die Verlängerung der Arbeitszeit in bor wirtschaftlicher Bewucherung schützen sollen, sehr ernsthaft seine Uhr beim Erscheinen des Beamten erst 2 Minuten vor 1/26 legte Berufung ein und berief fich u. a. darauf, daß gefaßt, überdies wird bestimmt, daß Arbeiter, deren Lohnanspruch gezeigt habe. Das Landgericht I verwarf jedoch die Berufung und 1. Ein Berliner Maurer ist bei gewöhnlichem Mauerwerk und anders als durch Lohnzahlung berichtigt wurde, die Be= bei neunſtündiger Arbeitszeit in der Lage, durchschnittlich 500 bis zahlung ihrer Forderung jederzeit in barem Gelbe führte folgendes aus: Da der Beamte nach seiner Aussage feine Uhr berlangen können, ohne daß ihnen eine Ginrede hr mit der im Bureau und mit einer Urania- Uhr verglichen habe, 2. Bei der unter 1 genannten Durchschnittsleistung ist Zeitlohn aus dem an 8ahlungsstatt Gegebenen entgegeniei, es sei thatsächlich 10 Minuten nach 1/26 Uhr gewefen. Der Anso müsse angenommen werden, daß er mit der Behauptung im Recht in Betracht gezogen. Ferner handelt es sich bei dieser Durchschnitts- gesetzt werden kann. leistung nicht um die tägliche Leistung eines einzelnen Maurers, bei unberechtigter Entlaffung und bei vorzeitigem Austritt geregelt genüge zur Strafbarkeit des Arbeitgebers die Feststellung einer Fahra Zu erwähnen wäre noch die Art, wie der Schadensersatzanspruch geflagte fönne sich nicht damit entschuldigen, daß er nicht gewußt hätte, daß seine Uhr falsch gehe. In Fällen, wie dem vorliegenden sondern lediglich um die Leistung einer Kolonne. wird. Das Gesetz stellt sich hier auf den Standpunkt gleichen läffigkeit und es tomme hier nicht darauf an, ob er wiffentlich ge Rechts für Unternehmer und Arbeiter. Wenn die BahnDer von den Beauftragten der Parteien am 1. April ds. Js. verwaltung ohne einen gesetzlich zulässigen Grund einen Arbeiter handelt habe. Einer Fahrlässigkeit habe er sich aber schuldig vor dem Einigungsamt unter der Bedingung geschlossene Vergleich, vorzeitig entläßt oder durch Verschulden von ihrer Seite oder von gemacht. Auf die Revision des Angeklagten hob das Kammerdaß die Auftraggeber demselben zustimmen, ist seitens der Arbeit. Seite ihrer Aufsichtsorgane dem Arbeiter Grund zur vorzeitigen gericht die Vorentscheidung auf und verwies die Sache zur noch nehmer abgelehnt worden. Auflösung des Arbeitsverhältnisses giebt, so ist sie verpflichtet, dem maligen Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurüd. Diese Ablehnung wurde damit im wesentlichen begründet, daß Arbeiter den Lohn und die sonst vereinbarten Genüsse für die Urteil nicht erkennbar, ob die taiserliche Verordnung vom 31. Mai Begründend wurde ausgeführt: Es sei aus dem landgerichtlichen ganze Kündigungsfrist zu vergüten. Dagegen ist auch der der Begriff gewöhnliches Mauerwerk" feiner einheitlichen Deutung kontraktbrüchige Arbeiter zum Schadensersatz verpflichtet: die Bahn- 1897 überhaupt anwendbar sei, insbesondere sei nicht ersichtlich, ob unterliegt und außerdem beim Aufführen von Gebäuden das Fort- verwaltung ist berechtigt, falls er ihrer innerhalb der Kündigungs-. die Anfertigung von Kleidern im großen betrieben habe, schreiten der Maurerarbeiten durch vielerlei Faktoren bestimmt wird, frist zu erfolgenden Aufforderung zur Rückkehr in die Arbeit was die Anwendung der Verordming voraussetze. Dann welche der Einwirkung der Gesellen entzogen find. Im übrigen nicht Folge leistet, von ihm für jeden Tag habe der Vorderrichter auch ben§ 146 Nummer 2 der erklärten die Arbeitnehmer bei den Vergleichsverhandlungen und nicht eingehaltenen Kündigungsfrist, höstens Gewerbe- Ordnung zu Unrecht angewendet. Es könne fich hier nur der endgültigen Ablehnung des Vergleichsvorschlags vom aber für 14 Tage einen Erfaz im Betrage des täg handeln, wonach die an 60 Tagen des Jahrs zuläffige Ueberarbeit um ein Bergehen gegen die Bestimmung des§ 6 der Verordnung 1. April, daß fie grundsäglich nicht gegen die Festlegung torrespondiere mit§ 138 a der Gewerbe- Ordnung, für dessen Ueberlichen Durchschnittslohnes zu begehren. Eins einer Durchschnittsleistung feien, aber die Erledigung dieser leuchtenderweise handelt es sich bei dieser Bestimmung weniger um in das vorgeschriebene Verzeichnis einzutragen sei. Diese Bestimmung das Princip des Schadensersages, als um eine Buße für verübten Frage der bis jetzt bestehenden Achtzehner- Kommiffion überlassen Kontraltbruch. Dagegen verzichtet der Entwurf auf die gehäfigste tretung§ 149 Nr. 7 der Gewerbe- Ordnung die Strafbestimmung wollten. Es mußte, da von den Parteien auch weitere Vergleichs- Bestimmung der Gewerbe- Ordnung: die Arreststrafe für Kontratt- enthalte, welche wesentlich milder sei als die des hier fälschlich anvorschläge nicht acceptiert wurden, ein Schiedsspruch gefällt bruch, die noch dazu, von den Verwaltungsbehörden ausgesprochen gezogenen§ 146 Nr. 2 der Gewerbe- Ordnung.. Deshalb habe die werden. Bei diesem ist das Einigungsamt von folgenden Gründen wird. Alles in allem enthält der Entwurf mancherlei wertvolles, Sache noch einmal an das Landgericht zurückverwiesen werden müssen. geleitet worden. dessen gesetzliche Festlegung nicht verabsäumt werden darf. Ein Majestätsbeleidigungs Urteil aufgehoben! Dieser heutigen Tags feltene Fall hat sich gestern beim Reichsgericht ereignet. Vom Landgericht Halle a. S. ist am 22. Dezember v. J. der Redacteur des„ Volksblatts", Wilhelm Swienty, wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. In der am 25. November v. J. erschienenen Nummer des ,, Voltsblatts" war ein aus einem andren Blatt abgedrucktes Gedicht: " Hunnenmedaillen" enthalten, welches auf die für die ChinaKrieger bestimmten Erinnerungs- Medaillen und die bea wenigstens nach den Feststellungen des Landgerichts. fannten Reden bes Kaisers in Bremen Bezug hatte, Dieses hat eine Verhöhnung des Kaisers in einer Stelle des Gedichts erblickt. Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre Die Revision des Angeklagten, von seinem Verteidiger, 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden Rechtsanwalt Dr. Liebknecht in Berlin, schriftlich begründet, lam Der Reichs von Sonn- und Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die Arbeits- gestern vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. anwalt erklärte die beiden materiellen Rügen für begründet. Das stätte an diesen Tagen bis spätestens 5/2 Uhr verlaffen fein. Urteil laffe nicht mit der erforderlichen Klarheit erkennen, worin die Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen täglich nur Kundgebung der Mißachtung gefunden worden ist. Des weiteren 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je 1/ 2stündiger scheine aber auch der Begriff der Beleidigung verkannt zu sein.Frühstücks- und Besperpause beschäftigt werden. Kündigungen und Entlassungen. Gründe für sofortiges Ver- Das Reichsgericht teilte diese Bedenken, hob das Urteil auf und laffen der Arbeit sind z. B.: Unfittliche Angriffe der Unternehmer berivies die Sache an das Landgericht zurück. oder ihrer Vertreter, Thätlichkeiten, grobe Beleidig ungen, un- Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld ist am Montag regelmäßige Lohnzahlung, bei Accordarbeit nicht ausreichende Be- typischer Fall ist der des Handlungsgehilfen Ernst Morsbach aus Verhandlung wieder aufgenommen worden. Ein besonders fchäftigung usw. seitige Vereinbarung ausgeschlossen werden. Die Kündigungsfrist ist eine 14 tägige; sie kann durch gegen- Barmen. Dieser bekundet: Er habe das Beugnis für den einjährigWenn Kündigungs- freiwilligen Dienst. Als er sich im Jahre 1889 zur Musterung fristen bestehen, müssen sie für beide Teile gleich sein. stellen sollte, sagte ihm sein Chef, der Fabrikant Robert Waller in Ausstellung von Zeugniffen. Die Arbeiterin hat das Recht, Barmen: In Elberfeld wohne ein Mann, namens Baumann, ein Zeugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verlangen; der junge Leute vom Militärdienst befreien könne. Er begab besondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge sich daher zu Baumann. Dieser verlangte 1500 m. haben tönnen, find ungesetzlich und sind zurückzuweisen. fuhr mit ihm nach Osnabrück. Baumann sagte, er tenne den Aus Wien wird uns vom 19. April geschrieben: Die Regierung hat Sie wohnten in einem Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von dort untersuchenden Militärarzt. gestern im Abgeordnetenhaus einen Gesetze.twurf zur Regelung des Strafgeldern müssen in der Fabrikordnung, die sichtbar aushängen Hotel. Als sie am nächsten Vormittag das Hotel verließen, ſagte Arbeitsverhältnisses der bei Regiebauten von muß, bekannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der Baumann, er wolle noch einen Besuch machen. Er( Beuge) habe Eisenbahnen und in deren Hilfsanstalten ver Arbeiterin ohne Berzug mitgeteilt werden. auf der Straße gewartet. Er habe vermutet, daß Baumann in die wendeten Arbeiter eingebracht. Die Vorlage, die im Hinblick Hygienische und Schuhmaßregeln. Arbeitsräume, Betriebs- Privatwohnung des Arztes gegangen fei. Baumann kam mit dem auf die großen Bahnbauten, die die Regierung plant, von größter vorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften find so einzurichten und Bemerken zurück, das Regiment ſei ausgerückt, der Arzt daher nicht Bedeutung ist, verdankt ihr Entstehen einem Antrage des jocial- zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben zu Hause. Sie reisten daher wieder ab. Es set ihm nicht erinnerlich. demokratischen Abgeordneten Dr. Verkauf, der im Jahre 1895 und Gesundheit geschützt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute ob Baumann mit nach Elberfeld zurückgekehrt sei, er glaube, derfelbe bei der Beratung einer Lokalbahn- Vorlage im Abgeordneten Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso find sei in Münster ausgestiegen. Nach 14 Tagen sei er mit Baumann hans einen ein solches Gesetz fordernden Beschluß veranlaßte. Schußvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren wieder nach Osnabrück gereist. Baumann begab sich, wie er( Beuge) Das Gesez bezieht sich auf alle Arbeiter auf Beamte und Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umkleiden und vermutete, wiederum in die Privatwohnung des Arztes und fam mit der Diener nicht der Regiebauten und deren Hilfsanstalten. Als nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter Nachricht zurück: der Arzt werde zwischen 10 und 11 Uhr im Lazarett fein. Regiebauten werden alle außerhalb des Rahmens der gewöhnlichen getrennte Ankleide und Waschräume vorhanden sein. Bedürfnis. Dort fei er von zwei Herzten untersucht worden. Er gab an, daß Bahnverwaltung betriebenen Bauarbeiten erklärt, die von den anstalten müssen in genügen der Bahl vorhanden und so eingerichtet er an Sachenkatarrh leide. Er wurde für dienstuntauglich erklärt. Bahnverwaltungen selbst durch das in ihren unmittelbaren Dienst sein, daß Sitte und Anstand nicht verlegt werden. Da er die Angelegenheit noch gern in demselben Jahre erledigt gestellte Personal ausgeführt werden. Hilfsanstalten der Eisen- Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Eurem Schuße er- haben wollte, bat er, ihm seine Bapiere so rechtzeitig auszuhändigen, bahuen find jene Anstalten, in Anstalten, in welchen durch unmittelbar laffenen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten im Dienst der Bahnverwaltung stehende Arbeiter für ihre werden. Rechnung Arbeiten berrichtet werden, die zum Zwede Wohl hat man dem Drängen der Arbeiterschaft auf Anstellung der betreffenden Bahn Unternehmung dienen, aber in ben Rahmen der Durchführung und Sicherung des Verkehrs man für Berlin eine weibliche Assistentin anstellte. weiblicher Gewerbe- Inspektoren insoweit Rechnung getragen, daß fallen. Das Gesetz führt im allgemeinen für diese Arbeiter die We- Damit allein sind unsre. Forderungen jedoch nicht erfüllt. stimmungen ein, die in der Gewerbe- Ordnung für die industriellen Auch dürfen wir uns nicht der Hoffnung bingeben, daß durch Arbeiter festgelegt find. Die Arbeitsdauer wird mit elf diese Anstellung die Aufnahme von Beschwerden in einer solchen Stunden bemessen, wobei jedoch verfügt wird, daß die jezt Weise vor sich gehen wird, wie es notwendig wäre. fraft besonderer Dienstborschriften bestehende lürzere Arbeits- Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende zeit nicht erhöht werden dürfe. Die Arbeitspausen werden Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne mit 11/2 Stunden normiert, wovon eine Stunde auf die Nachteile für ihre Eristenz auf Beseitigung der Mißstände in den Mittagspause entfallen soll; die Sonntagsruhe hat 24 Stunden Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegen zu betragen, die Sündigungsfrist ist 14 Tage, die ohnzunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. zahlung ist wöchentlich und geschieht in barem Gelde, die Die Namen der Beschwerdeführer werden streng Arbeitsbil cher und Konventionalstrafen werden beibehalten, die Arbeitsordnungen find obligatorisch, für Frl. Baader, Großgörschenstraße 88, zweiter of II. Frau Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis wird Bauschte, Rostoderstr. 47, Hof II. Frau Dr. Bey1, Lothringer die Kompetenz der Gerichte ausgesprochen. Die Bestimmungen über straße 67, I. Frau Jung. Fichtestraße 25, Sof II. Frau 2u, die jungen( oder wie man in Oestreich falsch fagt: jugendlichen) Waterloo- Ufer 9, im Laden. Frau Mesh, ehchenerstr. 3, lints, Arbeiter, über die Lehrlinge und für die Frauen- Aufg. IV. Frau Ties, Blumenstr. 63, I rechts. Frau Sprung, arbeit sind dem geltenden Gewerbegeseze entnommen. Engel- Ufer 4a, 2. of II. Da die durchschnittliche Tagesleistung des einzelnen Maurers von verschiedenen Umständen beeinflußt wird, kann bei der im Schiedsspruch angegebenen Durchschnittsleistung mur bie Rede sein von der Leistung einer Kolonne und nicht von der eines einzelnen Maurers. Zum Schluß wird bemerkt, daß zwar in den ersten Terminen Bertrauensmänner der Parteien nicht hinzugezogen worden sind. Auf den Rat des Vorfiyenden des Einigungsamts ernannten die Arbeitgeber jedoch ihrerseits einen Vertrauensmann. Deswegen mußte auch der von den Arbeitnehmern bestellte Vertrauensmann zu der weiteren Verhandlung des Einigungsamts hinzugezogen werden. Die Meister erklärten den Schiedsspruch anzunehmen, während die Arbeiter bis zum 30. April ihren Entschluß mitteilen werden. Am Sonntag soll in zwei großen Versammlungen der Maurer über den Schiedsspruch beraten werden. Arbeiterschutz bei Regiebanten von Eisenbahnen. nicht Das Gesetz bestimmt: geheim gehalten! bis 8 Uhr. und daß er sich noch im Herbst in Vohwinkel zur Generalmufterung stellen könnte. Dies sei auch geschehen. Er stellte sich in Vohwinkel zur Generalmusterung und wurde dort ebenfalls für dienstuntauglich erklärt. Er zahlte dafür an Baumann 1500 m. An diesen Fall knüpfen sich verschiedene Auseinandersegungen, in denen Zeuge Oberstabsarzt Dr. Schimmel behauptet, daß die Freimacher ihren Kunden den Verkehr mit Aerzten nur vorspiegelten, um zu zeigen, daß fie für das viele Geld auch etwas thäten. Im weiteren Verlauf der Verhandlung bemerkt der Präsident: Es wäre interessant, wenn in einem einzigen Fall der Nachweis geführt werden könnte, daß ein Gestellungspflichtiger, den Baumann nach Osnabrück geschickt hat, für tauglich befunden und eingestellt worden wäre. Landgerichtsrat Spieß: Es sei bereits festgestellt, daß nicht ein einziger Gestellungspflichtiger aus der hiesigen Gegend in Magdeburg oder Bischweiler für tauglich erklärt worden sei. Jim Militärbefreiungs- Prozeß gelangte gestern, Dienstag, ein Phyfifatsattest zur Verlesung, nach welchem der als geuge geladene Generalargt a. D. Dr. Lindemann frankheitshalber nicht erscheinen tönne. Sodann wurden wieder eine Reihe von Fällen be handelt, in denen Baumann beschuldigt wird, mit Gestellungspflichtigen nach Münster und Bischweiler zur Musterung gefahren zu sein und denselben zum Teil auch Billen gegeben zu haben. Baumann behauptet, von alledem nichts zu wissen. Auf eine BeEngel- merfung des Zeugen, Sanitätsrats Dr. Holzschneider Cronenberg, erklärte der Erste Staatsanwalt, Jonen, es bestehe lediglich gegen Dr. Schimmel und Dr. Lindemann der Verdacht, mit Baumann in Verbindung gestanden zu haben, alle andren Aerzte seien getänicht worden. Die Verhandlung bezweckte, festzustellen, ob der Berdacht gegen Schimmel und Lindemann begründet sei oder ob sie auch getäuscht wurden. Hierauf wurde die Verhandlung auf Mittwoch bertagt. Die Vorlage bringt aber einige Neuerungen, die den NiederSprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. schlag vorausgegangener Kämpfe darstellen. Vor allem werden die Gewerkschaftsbureau, im Gewerkschaftshause, Schwarzen Listen, wird aber auch der Boykott verboten. Ufer 15, II. Flureingang. Bormittags 9-1 und nachmittags 6 Der betreffende interessante Baragraph lautet: Eine Bahnverwaltung, die Mitteilungen oder BekanntDie Gewerbe- Inspektorin Fräulein Reichelt, machungen, wodurch bestimmten Arbeitern unmög- Georgenfirchplatz 22, ist jeden Donnerstag von 7-8 Uhr abends und lich gemacht oder erschwert werden soll, anderen jeden ersten Sonntag im Monat von 9-10 Uhr vormittags zu Unternehmungen Beschäftigung zu sprechen. finden, aufstellt oder verbreitet, macht sich ebensol abolo.02 + Herren- Vortrag+ Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: Sogenannte unheilbare MännerLeiben am Mittwoch, den 24. April, abends 1/29 Uhr, in Gansewichs Restaurant, Reichenbergerstraße 147. Nur Herren! Eintritt frei! Reine Tellersammlung! Versuche Dein Glück! [ 86 i. d. bekannt. Glücks- Kollekte J. Rosenberg, 51. Kommandanten- Strasse 51. Sofortige Auszahlung von Gewinnlosen. Wohlfahrts- Geldlose a 3,30 M. Berlin S. Henkel's Bleich Soda bestes, billigstes u. bequemftes Waschmittel überall käuflich. Paket 10 Pf. 3. Ziehung 4. Klasse 204. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 23. April 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 236 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 61 659 98 715[ 500] 64 915[ 3000] 27 56 1073 234 51 [ 3000] 95 333 38[ 1000] 71 414 44 54 95 675 875 901 2019 216 355 57 94 501 623 50 56 62 804 47 906 12 49 97 3059 338 610 76 726 4027[ 3000] 184 401 40 77 556 74 5018 303 83 734 [ 500] 811 55 966 6048 176 661 64 84[ 1000] 783 800 63[ 3000] 938 7086 176 389 478 503 54 82 718 40 57 63[ 500] 832 900 8158 374 465 541 63[ 500] 80 723 37 78 97 860 9007 17[ 1000] 147 396 404 48 505 601 80 721 814 47 959 10020 59 222 430 62 88 11036 110 14 261 95 314 15 409 75 544[ 500] 659 67 781 89 901 28 32 40 98 12036 64 370 414 95[ 3000] 541 803 82 990 13071 159 80 265 451 55 72 537 14300 479[ 3000] 523 37 776 78 15039 179 88 205 306 518 643 54 906 73 16046[ 500] 206 76 470 506 753 817 24 17028 53 85 96[ 1000] 111 315 506 83 676 95 738 88 883 932 18169 447 64 602 8 21 34 749 847 92 947 92 19053 140 243 430 862 79 996 64 602 8 21 20218 399 590 641 747 869 21113 39 92 206 310 98 478 552 604[ 500] 743 826 946 22085 418 504 79 82 716[ 3000] 905 18 77 23262 399 662 724[ 500] 24141 275 92 399 519[ 500] 799 25012 295[ 1000] 354 743 810 84 26180 205 17 325 426 550 694 99 962 66 78 27183 202 45 495 565 758 837 70 28108 422 60 75 84 510 794 977 29572 95 618 55 700 847 910 69[ 500] 30176 363 71 91 597 617 84 887[ 3000] 31353 415 39 631 61 82 722 825 50 951 32290 99 356 86 537 709 811 990 33010 17 71 126 273 351 99 645 47 73[ 500] 776 914 40 52 58 34018 87 117 376[ 3000] 456 511 37 77 624[ 500] 49 818 35012 68 1500] 323[ 1000] 35 412 628 36175 465 515 618 99 814 37069 559 621 53 714 46 49 91 802 937 38286 314 546 39431 583 677 705 22 54 811 916 40474 99 680[ 3000] 753 857 924 41056 249 64 398 550 774 942 42014 20 296 475 540 748 43139 273 347[ 5000] 59 409 86 599 44107 47 50 215 96 334 57 745 816 31 952 45000 63 132 540 948 46101 312 500 639 788 78 80 804 940 76 92 47483 570 672 849 58 48084 182 358 622 781 49102 473 647 761 807 944 52 50005[ 500] 734 872 73 900 51113 261 478 589 609 26 786 872 942 52144 70 304 74 520 868 982 53082 174 285 604[ 500] 730 919 54044 204 545 58 656 789 875 55002 33 518 25 637 735 52 945 56391 538 48 718 828 57000 38[ 3000] 261 99 323 632 762 89 857 914 58011 14 23 484 87 512 50 743 963 59107 316 488[ 1000] 667 751 65 76 841 49 56 911 60068 216 343 67 421 31 501 4 50 87 730 974 61067 188 249 369 80 404 43 562 89 716 81 837 62161 216 33 88 316 403 638 764[ 1000] 70 63227 426 521 600 59 97 749 865[ 1000] 95 961 87 96 64274 460 69 93 660 706 8 81 808 964 65312 22 47 60 90 424 511 69 66145 404 58 97 503 19 32 56 682 706 70 979 390 67012 41 163 90 341 563 623 24 55 61 952 68064 ( 500] 455 546 660 90 709 854 93 937 854 93 937 69027 306 23 69027 306 23 80 410 33 643 718 871 83 922 78 70152 234 49 567 71048 104 52 343[ 500] 74 471 670 752 913 33 72010 118[ 500] 264 617 861 72 73 907 55 73019 67 125 69 298 440 610 88 871 91 969 94 74181 349 453 95 693 06 23 99 921 75179 82 405 36 578 835 969 73[ 3000] 76054 31 324 481 537 77117 20 62 81 204 314 422 651 722 57 82 976 78152 55 200 302 451 55 80 530 77 716 45 75 845 63 918 99 79033[ 500] 121 241 403 559 820 73 89 939 80012 363 690 96 757 70 95 81032 69 236 40[ 5000] 92 348 426 42 76 615 801 82088 129 207 600[ 1000] 6 55 865 900 33143[ 1000] 398 425 46 669 84105 36 277 365 422 25 538 [ 1000] 730 803 944 85134 75 544 60 657 80 86454 97 591 801 87195 214 398 418 703 808 15[ 1000] 59 994 88010 202 62 463 65 708 29 42 817 976 89002 211 27[ 1000] 422 50 622 754 81 835 84 978 90100 37[ 500] 76 275 447 59 64 507 68 604 844 72 925 01223 59 324 521 610 54 957 72 92071 217 65 91 521 26 37 657 74 78 712 800 934 93002 66 75 102 212 314 718 804 94031 175 98 217 19 26 43 59[ 500] 67 352 459 557 649 700 52 95106 22 328 473 695 816 32 931 34 96214 96 301 24 89 409 630 72 57014 156 57 245 500 25 662 719 96 807 976 98205 26 85 630 732 86 801 99047 54 116 258 85 305 80 456 661[ 500] 72 776 91[ 3000] 100168 491 654 834 46 67 101015 520 804 102014 139 242 462 531 81 606 22 46 76 85 860 103296 426 654 793 104253 416 664 70 73 732 93[ 1000] 956 105181 319 96 425 562 7730 34 936 106058 97 165 256 687 715 924 107031 220 L08026 172 328 466 587 618 96 750 84 931 52 75 109343 415 549 617 54 748 857[ 1000] 63 931 94 110047 467 539 738 95 839 111014 215 647 731 946 59 72 95 112032 136 65 239[ 3000] 562 683 702 25 83 821 49 113082 109[ 1000] 26 207 26 433 34 726 114020 122 414 684 97 792 830 115432 740 876 116054 97 109 268 641 79 928 38 47 74 117036 49 85[ 500] 195 338 90 482 564 768 118032 117 222 304 484 567 615 731 32 875 95[ 1000] 918 23 47 72 75 119049 96 178 294 455 621 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. + 45* Elegante vorjährige Herrenhosen, feinste Stoffe 9-12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versand: HausGermania, Unter den Linden 21 II. Knabenanzüge, Kuabenpaletots, Riesenauswahl, Spottpreise. Rosen berg, Rottbuserdamm 93. 6332 Mädchenkleider, Mädchenjacken, Riesenauswahl, Spottpreise. Rosen: berg, Rottbuserdamm 93. Refterhandlung. Capes stoffe, Seidenftoffe, Sammetrefte, Reste für Herrenund Knabenanzüge. Rosenberg, Stott buferdamm 93. Damenjacketts, Riesenauswahl, Spottbillig. Rosenberg, Rottbuser damm 93. Kinderwagen, 120083 231 682 735 59 85 88 815[ 3000] 26 904 61 93 121010 228 79 98 796 808 912 31 122236 58 323 93 424 659 123016 19 110 24 49 315 579 634 741 59 828 52 933 124052 144 80 301 44 96 494 657 891 902 125172 308 488 518 615 856 59 917[ 1000] 74 75 126424 76 504[ 1000] 22 936 127013 53 140 742 93 987 128084 88 166 94 280 93[ 1000] 807 25 48[ 1000] 54 79. 946 129305 465 504 [ 500] 18 634 796 805 17 917 130097 229 307 406 98 558 645 733 816 86 131016 343 583 641 873 132074 152 53 226 409 31 92 503 59 798 819 903 95 133177 95 360 73 782 821 903 25[ 500] 84[ 1000] 136094 134004[ 500] 27 48 432 711 838 955 135263 361 137098 131 208 329 95 779 139109 40 325 736 820 71 719 813 74 958 141091 99 227 32 94 98 602 3 848 937 869 138061 97 184 92 660 710 140037 74 82 156 314 39 110 220 47 497 544 81 784 839 961 84 94 142134 69 70 92 95 202 97 308 464 79 552 143048 154 290 303 49 54 94 546 715 94768 144200 54 309[ 500] 94 543 662 719 936 [ 1000] 77 97 145382 565 83 610 18 891 983 146026 172 74.804 957 147129 228[ 500] 400 71 96 677 722 57 871 87 910 44 67 148366[ 1000] 670 736 856 65[ 3000] 959 149017 59 139 360 448 66 526 66 79 98 647 724 810 526 66 799 153026 116 989 154110 150056 138 223 363 432 903 46 95 151008[ 15 000] 145 203 36 323 503 68 737[ 500] 949 152059 113 40 242 54 318 48 417 562 88 851 909 96 29 49 57 93 307 39 451 529 628 701 882 155114 62[ 1000] 342 45 447 91 531 643 745 943 156127 296 462 90 93 590 800[ 3000] 61 983 93 157074 213 487 529 610 44 732 87 855 89 970 158091 130 38 62 228 40 313 30 519 710 920 56 94 159018 35 173 220 38 42 470 509 628 67 729 895 911 70 35 173 160043 117 329 506[ 500] 25 61 778 864 944 66 161050 78 79 221 332 403 649 725 835 65 73[ 1000] 162148 57 212 36 41 312 27 50 476 506 63 647 77[ 3000] 731 814 80 89 163022 135[ 3000] 318 98 428 716 22 925 164177 200 324 454 504 42 794 855 970 165023 212 94 307 506 675 748 166045 393 424 78 743 167011 46 216 27 36 421 24 30 168157 84 283 359 619 713 840 830 56 98 75 502 641 65 844 88 918 89 956 956 69382 425 510 760 170057 65 278 410[ 1000] 981 171026 86 108 51 303.96 404 54 577 95 617 900 24 172182 524 44 640 800 937 173170 225 72 308 92 600 31 843 174058[ 3000] 271 445 75 898 919 175209 509 31 70 674 80 758 837 82 966 176104 11 380 536 663 974[ 10 000] 177291 470 789 956 58 178170.76 220 331 53 588 714 46 68 883 179047 145 225 56 329 428 34 604 770 840 969 180244 346 404 585 606 31 52 866 943 181136 374 443 183074,93 520 786 182015 33 44 46 198 234 53 334 539 277 96 502[ 500] 5 15 34 689 840 77 902 40[ 1000] 67 184011 164, 82 202 14 496 516 74 700 48 880 88 185149 62 203 313 421 83 553 711 32 957 186042 231 58 92[ 3000] 330 89 560 682[ 10 000] 743 49 846 990 187399 445 551 189092 89 609 27 819 963 188003 53 164 478 554 713 48 95 142 559 63 99 869 190091 218 94 308 90 408[ 500] 46 641 99 701 44[ 500] 191193 274 506 617 76 801 938 192070 97 262 77 380 87 603 734 193097 170 98 99 207 55 56[ 1000] 92 338 448 551 697 723 33 52 862 67 918 28 194109 328 605 43 67 772 196150 540 800 72 901 34 195269 338 732[ 3000] 806 37 80 638 63 751 916 197105 263 83 434 695 799 817 22 93 94 71 319 48 63 74 78 569 760 913 16 56 199155 83 86 601 768 890 290 484 580 83 200357[ 1000] 498 512 40 82 615 731 36 824 953 201215 384 86 91 487 540 882 980 202183 211 13 452 516 679 703 203118 328 458 61 68 545 94 607 16 67 850 65 93 204019 58 127 215 365 614 825 205154 243 312 597 634 55[ 3000] 73 206144 46 48 208 58 335 87 514 46 80 683 740 207014 22 244 337 527 869 208035 398 688 756 82 894 756 82 8912 209039 131 646 780 845 96[ 3000] 210029 83 535 37 871 955 79 211237 75 365 441[ 500] 506 9 628 68 721 811 913 212006 89[ 1000] 107 74 338 631 80 708 9 947 213063 158 218 77 384 425[ 1000] 676 771 904 58 214117 200 379 649 819 46 62 90 215037 440 53 746 216064[ 500] 380 91 409 10 520 30 88 663 966 88 89 217176 256 76 84 437 56 782 218209 38 319 695 754 803 72 219195 237 41[ 500] 84 567 695 723 75 76 83 979 220194[ 3000] 543 76 763 79 903 93 221157 216 21 408 17 768 940 222128 361 79 82 429 518 742 894 938[ 500] 223479 542[ 3000] 682 741[ 1000] 902 25 45 224111 15 230 479 616 18 97 827 Jm Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mark 1 zu 200 000 Mart, 2 zu 150 000 Mart, 2 zu 100 000 Mart, 2 zu 75 000 Mart, 2 zu 50 000 Mart, 10 zu 30 000 Mart, 16 zu 15 000 Mart, 36 zu 10 000 Mart, 69 zu 5000 Mart, 1042 zut 3000 Mart, 1325 zu 1000 Mart, 1575 zu 500 art. Berichtigung. In der Liste vom 22. April vormittags lies 21339 statt 21 399. Gr. elektr. LichtbilderFrauen- Vortrag ++ Donnerstag, den 25., abends 8% Uhr, Volksgarten, Badstr. 56, Art Kranke ber Frauenleiden heilen prakt. Naturheilkundige ber: Frauenleiden ratt. Naturheilk. Grundmann. jeder Altersstufe v. Grau 0. Grundmann. Frau. Naturärztl. Sprechſt. 11–2, 6–8. Kuranſt. Köpniderſir. 72. Eintr. 20 P. Kurbadeanstalt Oldenb. Bienenhonig, Köpnickerstr. 72 den Massage- Institut Honig! Don H. befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe. Für sämtliche Orts- und Hilfs: Krantentassen. [ 13602* Mechanische Apparate. Brücken, beste Qualität, ver: Sprechst. 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. fendet 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfd. netto zu 4 M. fr. Nachn. Gar. Zurüdn. Nordloh, Rafieren 10 Pf., E. Reil, Bahnhof Augustfehn, Haarschneiden 20 Pf. nur AlexanderOldenburg. 3. Ziehung 4. Klaffe 204. Kgl. Preuß. Lotterie. Siehung vom 23. April 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 236 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 32 114 56 301 54 433 45 508 31 626 853 1110 12 49 225 46 313 18 32 506 16[ 500] 614 705 952 2152 716[ 1000] 872 993 3285 89 345 477 693 769 977 4112 428 90 508 703 [ 1000] 849 922[ 500] 94 5086 281 306 497 599 623 83 786 7438 806 77 942 44 6103 94 340 56 499 668 788 879 948 67 522[ 1000] 8056 120 80 202 323 96 508 73 767 885 9018 142 212 423 690 710 840 976 10063 112 76 266 397 454 577 96 702 3[ 3000] 874 930 11063 241 399 580 774 813 96 12013 167 95[ 30 000] 241 79 451 513 38 46 812 13007 36 232 329 770 84 14023 131 202 9 352 435 41 80 562 75 643 744[ 1000] 99 836 63 15040 79 158 269 318[ 500] 47 59 82 415 536 57 712 27 80 16068 111 250 56 58 318 22 33 425 526 49 51[ 3000] 77 798 841 962 17035 220 308 21 25 52[ 500] 55 91 787 865 954[ 3000] 86 18104 34 368 869 929 19059 76 100 465 545[ 500] 59 611 910 60 421 8 20046 159 203 20 86 341 490 566 728 811 77 21231 39 50 72 753[ 1000] 854 963 22170 312 441 636 62 787 809 66 922 23 30 23082 85 268 72 96 579 983 94 24096 194 407 518 47 616 767 920 25026 40 154 240 83 333 91 95 96 669 893 937 82 26163 257 554 608 721 61 830[ 3000] 95 927 27548 98 616 35 757 28052 326 420 554 656 784 800 29043 268 317 404 609 720 34 79 30019 163 97 250 350 612 42 74 886 964 82 31200 502 63 668 763 32084 97 105 280 97 341 93 402 78 501 625 805 50.98 33000 44 140 234 72 367 486 528 33 672 91 737 97 891 34174[ 1000] 299 571 88 734[ 1000] 888 97 966 96 35050[ 3000] 56 107[ 500] 86 401 7 632 823 938 96 36048 262 505 73 88 713 28[ 10 000] 84 882 37140 68 84 262 86 344 91 416 509 60 634 35 56 717 54 75 90 96 892 941[ 1000] 38020 36 78 113 17 43 388 535 82 704 922 31 39179 422 42 629 721 50 800 996 +0317 633 728 46 58 60 87 92 806 904 66[ 1000] 41181 233 60 78 85 332 602 720 832 71 42086 354 553 633 66 831 43127 84 367 531 672 44092 112 269[ 1000] 98 500 721 829 60 45059 139 56 272 611 754 81 822 83 46136 308 796 811[ 3000] 68[ 5000] 47070 569 617[ 500] 943 48060 86 91[ 500] 141 297 98 615 95 97 796 896 996 202 639 93 713 830 75 49145 50044 138 68 377 536 55 883 998 51381[ 3000] 607 784 868 948. 52150 55 266 371 565 665 713 33 44 834 953 54 53005 149 317 88 418 554 61 615 73 917 54259 344 535 54 622 55[ 500] 63 723 55048 175 260 361 429 631 741 998 56056 82 320 32 405 57065 150 309 16 36 429 582 602 58007 212 417 526 61 987 800 12 13 59 81 952 54 99 59151 98 345 441 556 60028 228 395 439 706 64 810 61048 90 211 12 24 57 571 678 744 822 945 62067 139 85 217 321 40 435 81 585 727 69 63156 366 410 70 84 612 733 811[ 3000] 64008 132 357 434 97 546 65146 98 242 70 402 12 837 965 66086 108 [ 3000] 10[ 1000] 56 428 550 619 725[ 3000] 805 67026 130 355 473 545 619 95 823 934 68102 289 639 736 883 69033 105 16 272 407 48 501 11[ 500] 76 630 42 71 77 938 70276 310 437 40 542[ 1000] 633 41 55 61 83 71713 [ 3000] 36 935 59 72105 360 453 553 709 869 73068[ 500] 172 207 92 329 438 502 16 642 857 62 77 902 65 74001 227 77 308 63 473 81 83 94 551 635 734 848 968 70 75047 124 77 236 483 573 627 29 943[ 1000] 76016 166 462 693 1500] 840 931 56 77005 103 99 231 60[ 3000] 430 603 810 972 78197 227 319 413 24 48 50 89 662 889 911 82 79346 431 75 508 13 55 703 59 88 S0268 383 409[ 1000] 621 56 92 703 852 934 81029 53 135 279 366 631 714 19 55[ 1000] 82169 572 673 729 80 885 96 83 78 279 335 62 532 633 822 84166 68 483 623[ 1000] 33 736 973 85233 315 433 603 826 59 86117 86 215 69 7.7 19 804 15 994 87047 255 350 462 72 81 513 867 989 88137 325 453 501 717 823 43 89049 191 283 340 414[ 500] 651 807 16 33 975 90231 72 449 686 811 76 91111 248 72 310 12 36 434 653 92471 79 538 726 935 48 53 98 93368 400 45 527 704 9 73 801 56 94050 130 91 220 461 508 18 610 712 41 812 [ 1000] 966 95070 167 330 58 63 446 530 39 67 731 842 85 976 96020 113 73 332 415 96 695 745 926 37 97021 647 799 98027 30 314 84 94 578 91 762 823 99018[ 3000] 56 129 72 294 315[ 500] 447 51 551 821 954 100036 98 555 101095 268 468 565 625 701 839 102042 92 282 340 480 525 44 738 847 103045 437 823 31 908 104102 53 394 560 704 46 845[ 3000] 82[ 500] 907 23 105116 46 330 58 607 73 106045 182 230 79 360 437 82 507 51 886 923 107037 65[ 500] 145 228[ 1000] 419 552 606 705 62 72 832 52 979 92[ 3000] 108226 84 333 57 408 907 109087 106[ 500] 97 397[ 500] 419 68 86 538 800 935 Kleine Anzeigen. Unfallflagen, Invalidensachen, Reklamationen fertigt Schulze, Berg: mannstraße 107. [ 12179 straße 28, Ecke Magazinstraße:( 8586 110073 196 563 74 600 2 39 750 111008[ 500] 15 146 226 47 412 541 873 80 112069[ 3000] 145 74[ 1000] 75 442 73 542 906 78 113008 501 687 745 62 916 63 114051 109 226 367 432 512 48 86 631 115015 286 327 433 642 711 828 116204 65 501 645 711 13 95 832 977 89 117029 60 108 279 87[ 3000] 340 454[ 3000] 118302 30 575 753 819 916 19 25 119114 372 466 625 31 45 96 929 120087 117 288 542 647 780 956 121048 122 622 843 122100 78[ 3000] 88 437 510 72 660 94 927 92 123092 96 106 23 97 322 434 74 531 61 91 603 47 97 769 875 909 124216 78 491 545 70 628 720 59 92 804 89 958 67[ 5000] 125059 170 87 325 635 753 811 72 956 87 126041 47 391 92 485 94 575 688 793 935 127044 59 354 463 507 66 720 804.17 939 128224 319 405 510 65 129012 31 209 301 57 62 403[ 500] 26 704 6 854 943 130326[ 3000] 68 486 90 654 956 66 131180 278 467 758 65 894[ 500] 974 132049 64 77[ 1000] 332 55 578 753 801 90 933 133325 55 433[ 1000] 40 555 654 60 794 827 917 48 134153 364 431 513 91 612[ 1000] 826 65 72 78 981 135290 [ 3000] 347 66 76 87 407 94 524 136185 276 417 534 611 16 719 902 64 137016 51 177 438 51 573 735 962 99 138014 197 228 401 959 83 139096 236 527 79 620 26 761 803 97 936 140029 262 478 665 141050 258 303 84 405 722 37 958 70 142052 130 282 423 94 504 59 630 143024 36 89 275 357 70 508 144120 330 550 677 701 99[ 1000] 145062 63 213 392 462 91 536 617 844 146198 205 486 972 147127 33 202 68 475 791 841 971 148097 157 61 266 79 93 604 74 730 76 810 929 149102[ 1000] 3 226 46 81 409 628 722 98 858.975. 150071 229 74 360 505 667 888 943 59 91 151422 505 755 152120 504 27 83 732 880 957 153002 89 224 68 346 596 672[ 3000] 92 915[ 500] 154102 8 203 380 500 765[ 3000] 70 932 91 155039 129 45 295 786 839 47 1.56182 83 333 80 500 93 651[ 500] 797 884 981 157211 89 325 437 98 158135 294 384 420 75 502 779 849[ 3000] 95 950 72 85 159181 301 903, 71 160247 343 530 665 853 72 161163 385 431 767 847 85 163000 [ 3000] 162169[ 3000] 90 215 315 46 555 86 768 841 96 212 22 694 737[ 500] 807 77 164145 60 240 56 311 35 722165040 156 235 407 9 33 45 71 517 622 94 815 19 88 166004 44 51 65 203 32 470 504 38 167075 102 20 282 337 541 607 63 89 707[ 1000] 805 901 50 168083 146 267 501 54 619 761 978 169431 508 770 831 35 54 905 10 170003 81 265 378 596 736.811 929 79 171137 228 49 383 445 510 631 172080 144 228 57 62 358 72 438 56 534 614 705 12 820 98 173289 400 52 520 23 80 605 877 174047 92 158 [ 500] 242 485 583 626 78 856 917 50 175052 73 547 622 88.93 932 176042 155 216 96 372[ 500] 593 736 73 870[ 500] 924 46 177098 156 219 300 39 62 850 178031 95 105 268 368 607 14 17 82 179153 95 254 813 180355 405 9[ 3000] 45 61 96 602 61 716 921 181021 137 42 53 485 776 967 182207[ 500] 393[ 500] 642 860 73 913 45 183068 144 244 464 90 511 70 679 808 184212 45 303 10 416 530 31 624 46 967[ 500] 185005 347 626 901 186024 119 [ 1000] 23 669 824 67 936[ 10 000] 187053 56 194 283 304 719 99 860 998 188209 36 301 420 569 706[ 1000] 833 981 189101 24 89 262 78 427 96 593 754 849 910 190161 219 48 430 589 600 48 721 70 92 985 191213 78 349 55[ 500] 450 91 95 710 878 86 939 192057 400 659 74 872 971 193195 439 625 81 743 888 955 194051 56 86 104 241 69 76 476 677 951 83 195109 89 93 98 323 423 95 513 36 615 718 23 77 196099 283 302 25[ 1000] 67 451 537 618 19 45 813 [ 3000] 42 65 97[ 5000] 908 23 26 57 197008 42[ 1000] 136 284 390 798 999 198037 123 218 372 483[ 1000] 86 568 901 [ 1000] 59 199445 47 68 682 845 900 14 36 200097 373 904 59 69 201000 98 113 224 643 92 771 202116 19 55 413 798 888 957 208272 477 611 769 204587 654 72 859 205022 73 308 43 499 502 39 78 723 934 92 206032 206 87[ 1000] 89 316 50 56 481 82 538 614[ 500] 22 735 97 813 80 207170 92 375 509 13 645 92 99 954 208119 28 211 483 526 760[ 1000] 977 209103[ 1000] 291 387 404 83 614 20 746 58 90 865 210135 75 91 350 432 39 601 949 93 211092 222 328 57 597 731 905 41 212079 199 211 17[ 500] 396 417[ 1000] 716 907 55 213202 9 16 422 585 783 861 905 68 214057 177 336 785[ 500] 803 912 215257 300 35 599 866 216057 208 319 640 95 217207 343 58 77 459 88[ 3000] 667 789 847 82 919 64[ 3000] 66 218018 124 64 259 74 83 354 428 44 566 95 641 712 23 62 800[ 3000] 46 81 919 84 219068 146 49 220 36 327 81 478 895 944 56 61 220148 261 376 485 709 24[ 500] 915 221096 101 18 28 84 85 290 416 34 549 611 65 74 704 99 923 222004 176 249 424 52 61 90 520 59 803 223022 48 109 41 229 312 463 514 639 57 746-801 71 928 38 224122 87 249 61 355[ 3000] 529 45 950 56 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mart 1 3 200 000 Mart, 2 zu 150 000 Mart, 2 au 100 000 Mart, 2 3 75 000 Mart, 2 au 50 000 Mart, 9 gu 30 000 Mart, 15 au 15 000 Mart, 35 au 10 000 Mart, 67 zu 5000 Mart ,, 1011 au 3000 Mart, 1291 zu 1000 Dart, 1540 zu 500 Mart. fur die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. BU Nähmaschinen und Feuer- Ber Korbmachergesellen auf ecige, ficherung vermittelt Gustav Schmidt, grün geschlagene Arbeit, verlangt 7056 Solmsstraße 43, Hof Keller. 857b 2. Grohmann senior, FranzösischGejang- Unterricht, Klavier, Violine, Buchholz, Hauptstraße 50, hinter der Flöte Prinzenstraße 11, Institut.[ 866b Stirche. Unfallfachen, Klagen, Eingaben, Reklamationen. Putzger, Steglitzer straße 65. 544b Schriftliche Arbeit jeder Art, Bittgefuche, Stellungsgesuche, Steuer Reklamationen, Briefe, fertigt erfolg reich und billigst Franz Wildhagen Chriftburgerstr. 32, Quergebäude III' Kunststopferei von Frau Kokosfy Steinmeßstraße 48. Damenkleider reinigen, färben, Serrenanzüge reinigen von 2,50 Mart an. Rottnicks Färberei, Andreas: ftraße 78 parterre, Eisenbahnstraße 18. Sportwagen, Nähmaschinenlager fämtlicher Rietenauswahl, Bazar Baby, Inva- Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00 Lidenstraße 160, Frankfurterstraße 115, Lieferung sofort, auch durch Postkarte. Oranienstraße 31, Belle Alliance Vouis Landsberger, M Landsberger Straße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, firaße 82. [+ 149* Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Kleines Saalgeschäft mit Fremden Nr. 55. Teilzahlung gestattet. 6478* logis im Osten wegen zwei Geschäften Fahrrad, wie neu, fünfzig Mart, eines sofort sehr billig zu verkaufen. Lenz Naunynstraße 38. 7826* 8u erfragen Andreasstraße 26, Hof Fahrräder, spottbillig, Pfandleihe, parterre, und Badftraße 56, früher Rüstrinerplatz 7. 113 Weimanns Volksgarten.(+ 45* Uhrmacherwerkzeug. Sentſpiel, Fahrräder: Leihhaus Neue SchönBapfen und Schraubentopf, Polier- hauserstraße 11 verfügt augenblicklich maschine, billig, Pfandleihe, Küftriner über ein großes Lager verfallener 113 Räber, alt und neu Jeber Rade plaz 7. fäufer halte erst genau Umschau über Teppiche mit Farbenfehlern, Preise und Gediegenheit der Räder Fabritniederlage Große Frankfurter im allgemeinen und wähle zuletzt in ftraße 9, parterre. + 45* feiner Umfrage obiges Inftitut. Die Drahtzäune, Klaute, Berlin, Neue Maffenbeleihung und im Winter ausRönigstraße 31. 536 geführte überaus günstige Einkäufe ganzer Posten neuer Räder ermög: lichen eine ganz besondere Billigkeit der Preise, während eine jahrelang geübte reichhaltige Praris in der Fahrradbranche die Solidität der Fahrräder gewährleistet. Preise sind für Händler und Private gleich.[+113 Kleiderstoffe, reinwollene und * seidene, staunend billig im Konturs maffen- Ausverkauf, Münzstaße 7. Küchenspind, Küchenrahmen, Küchentisch, Garderobenspind, 3 Bettstellen und Matratzen, 3 Stühle, sowie Stüchengeschirr billig Richter, Nirdorf, straße 2. + 45* Berlinerstraße 26, Hof I. Laubenbau! Gebrauchtes und neues Kantholz, Bretter, Batten, Leisten, Thüren, Fenster, Dachpappe, Damencapes, Teer, billig. Kottbuser Danim 22. Riesenauswahl, Spottpreise. Rosenberg, Rottbuser: Lauben- Kolonisten. Echt Erfurter damm 93. Gemüse und Blumen- Sämereien empfiehlt in bekannter Güte Paul Steppdeden, Gardinen, Remontoir: Lemde, Riydorf, Kaiser Friedrichuhren, Regulatoren verkauft Leih- straße 242, beim Hermannplatz. 62/ 6* Haus Neanderstraße 6. Spottbillig. Teppiche, Betten, Steppdecken, billiger wie im Warenhaus, tauft man in der Stepp: decken Specialfabrik Gollnowstr. 44, nahe Alexanderplatz. 529 Möbel, Polsterwarenfabrik ver: tauft Einrichtungen als auch einzelne Stücke zu Fabrifpreisen, Muschel: fchränke 28,- Trumeau, geschliffen, 45,- Schreibtische 50,- Küchen: pind 12,-, Gimeripinden 8,50, Baneel, Plüsch, Stoffsofas, Matrazen auf: fallend billig. Hirschowiz, MariannenStraße 7a. [ 649K* Kinderstühle spottbillig Andreas: Straße 23. Mache auf die feinste Qualität Wytri Cigaretten aufmerksam. Fabrik [ 8166* Sellerstraße 11, II. Steppdecken billigst Fabrik Große Frankfurterstraße 9, parterre. Teilzahlung.Herrenuhren, Damenuhren, Weckeruhren, Regulateure, Ringe, Ketten, Musitalbums, Bilz Naturheilkunde, Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer für zwei Herren Bergmannstraße 17, vorn IV, Affolter. Schlafstellen. 8745 Anfertigung eleganter Herrengarderobe. Teilzahlung gestattet. Auständiger Herr findet gute Marcus, Kleine Frankfurterstr. 20.* Schlafstelle bet Frau Hinz, Gräfe: Buchbinder Arbeit jeder Art straße 35. fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülows 23876 Straße 56, 2. Hof parterre. Allen Freunden und Bekannten [ 796b Möblierte Schlafstelle für einen Herrn Adalbertstraße 10, III, Gartig. Zwei saubere Schlafstellen für zwei anständige junge Leute Bankow, 8726 Florastraße 25, Laden. Möblierte Schlafstelle bei Nuda, Kaiser Friedrichstraße 71, Pantow born 4 Treppen. 873b Schlafstelle, möbliert, Memeler + 48* ftraße56, Knoll, separater Eingang.[ 8636 zur Nachricht, daß ich Triftstraße 41 ein Cigarren- und Tabak- Geschäft er öffnet habe. Cigarren und Cigaretten in jeder Preislage. Heinrich Schmidt. Schönes Vereinszimmer mit Pianino zu vergeben. Bander, Ryke8616 Große Vereinszimmer außer Donnerstag jeden Tag frei. Oranien straße 183 parterre. 94/6 Fahrräder, verfallene, nur gut er: haltene, neue oder fast neue Maschinen, beste deutsche Marken: Brennabor Bilz Hausschaz Dürkopp, Meteor, Adler stets spott: ( wöchentlich eine Mark). Buch- und billig Leihhaus Neue Schönhauser ührenhandlung, Warschauerstraße 72. ftraße 11. Restaurant verkauft, 700 Mart, Miete 960 Mart; auch als Damen Restaurant passend, Streligerstr. 39. 556* Gaskocher! Sparsysteme! 1,50, Kinderwagen, 9; Mart, verkauft 3weilochtocher 6,- Drei lochkocher 10 ,. Krause, Dresdenerstraße 76.[ 8596 Gas- Blätteisen, Bügelapparate billig! Wohlauer, Kanarienhähne, prima Zucht: Gas Bratöfen 12,-. 386* weibchen, preisgekrönter Stamm, von Wallnertheaterstraße 32. 639* Vereinszimmer mit Pianino für 50 Perfonen sowie zwei Kegelbahnen zu vergeben. Heise, Lorgingstraße 20. Vereinszimmer frei, anch Sonnabends und Sonntags, Reichenbergerstraße 24. 717b Saal und Vereinszimmer empfiehlt [ 601* Vermischte Anzeigen. Jannaicht, Inselstraße 10. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. 864b Schrifthauer verlangt Mallwig, Rigdorf, Hermannstraße 205.+103 Steinmenlehrling verlangt Purps, 8065* Lothringerstraße 46. Bergolderin verlangt Landwehr8716 fstraße 5/6, I. Unterrock Stepperinnen, geübte, Säumchen, Schuur, im Hause vers langt Mendelssohnstraße 13, parterre. Stepperinnen, tüchtige, verlangt Risop, Gräfestraße 32, III born.[ 8476 = Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Pf. pro Zeile Schrifthauer sofort verlangt. Stahl& Herzog, Rixdorf, Herman nnstrasse 198. Achtung! Achtung! Klavierarbeiter! In der Pianofortefabrik von W. Papier und Pappenzuschneider Redewis, Görlizer Ufer 22-23, findet dauernde Stellung, Eisenstädt, haben die Kollegen wegen VerschlechteBeuthstraße 5. 8526 rungen der Arbeitsbedingungen und Farbigmacher, verheiratet, für brutaler Behandlung seitens des luter dauernde Stellung verlangt S. Denece, nehmers die Arbeit niedergelegt. Deshalb Zuzug fernhalten! * Goldleistenfabrit, Essen( Ruhr).[ 8516 Rechtsbureau, Rechtshilfe, Nat: Die Agitationstommission des Facherteilung Andreasstraße dreiundsechzig. Tüchtige Farbigmacher verlangt vereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter Patentanwalt Dammann, Ora: 8626 Goft u. Co., Kurfürstenstr. 146.[ 865b Berlins und Umgegend. 18-20 m., bei Krebs, Köpnicker- Fahrrad, umständehalber 40 M., nieustraße 57, Morigplay. Erfindern Platin, Zähne allergrößten Preis. Farbigmacher verlangt Lazarus, Die Ortsverwaltung des Deutschen ftraße 154a, 4 Tr. Schönhauser- Allee 177a, Hof parterre. I toftenfreier Rat abends bis neun. Rosenthalerstr. 20/21, Onergebäude I. Alexandrinenstraße 22, Portal V, II. Holzarbeiter- Berbands. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Dichterfelde Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Vereinszimmer, auch Sonntags, empfiehlt Küßner, Hasenheide 89. Strickmaschine, Klaffe IV, fauft Liebers, Landsbergerstr. 50. 80/16