Nr. 97. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit( untrierter Sonntages Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Er. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. " Erscheint täglich außer Montage. Norwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene fotonets zelle oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Spiegelfechterei. " Freitag, den 26. April 1901. stand des Kleinbesizes besonders start vermehrt. So tamen zum Beispiel auf 100 Hektar der landwirtschaftlich benutzten Fläche: c des Parzellenbetriebs unter 2 ha Kleinbetriebs von 2-20 " " 1882 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. der sich vor der Stadt ein Stück Kartoffelland pachtet, der Gemüsebauer, der für den Markt der nahegelegenen Stadt Kohl, Mohrrüben, Zwiebeln, Salat usw. zieht: sie alle betreiben nach Herrn Dade in demselben Verhältnis den Weizen84 Stück Nindvich, 27 Schweine und Roggenbau, wie der ostelbische oder mecklenburgische Latifundienbefizer. Es ist wirklich schwer, solchen faulen• Wigen gegenüber ernst zu bleiben! 82 Betriebs von über 20 " " 54 24 14 " " " 1895 Seleinbetriebs von 2-20 Betriebs von über 20 88 59 " " des Parzellenbetriebs unter 2 ha " 38 21 Immer wieder wissen die Verfechter hoher Getreidezölle neue schöne Argumente und statistische Exempel zu erbringen, um die Wohlthat einer recht beträchtlichen Zollerhöhung zu erweisen. Von dem Princip ausgehend, die Menge muß die Mängel der Qualität decken, arbeiten mit löblichem Eifer in Doch um die Frage, wer mehr produziert, handelt es vorbildlicher Eintracht die Konservative Korrespondenz", die 78 Stück Rindvich, 47 Schweine sich überhaupt nicht, sondern darum, wer über seinen Agrarkorrespondenz", die„ Korrespondenz des Bunds der" Bedarf hinaus produziert, also relativ mehr zum VerLandwirte" und die Schweinburgschen Berliner Politischen fauf bringt. Ein Kleinbefizer, der mit Frau, einem erNachrichten" daran, neue Beweise für die Notwendigkeit höher Dasselbe gilt von Baden und Hessen, nur noch in wachsenen Sohn und drei kleinen Kindern wirtschaftet, ist, geschraubter Agrarzölle zu entdecken und die kleine agrarische stärkerem Maße. In Baden tamen 1895 auf je 100 gektar auch wenn er 25-30 Centner Brotgetreide erntet, faum im Presse in Stadt und Land, vornehmlich die Kreisblätter, mit des mittleren und Großbetriebs 45 Stück Rindvieh und stande, davon etwas zu verkaufen, denn circa 20 Centner der nötigen ,, Wissenschaft" zu versorgen. Die Beweisfabrikation 20 Schweine, auf den Kleinbesitz von 2-20 Hektar dagegen braucht er für den Haushalt, das übrige für das Vieh. ist sogar eine so ausgedehnte, daß schon seit längerer Zeit 89 Stück Rindvieh und 51 Schweine, also weit über das Demnach muß untersucht werden, wie viel produziert eine Arbeitsteilung durchgeführt ist. Während die genannten Doppelte. der Besitzer von 1-100 hektar, wieviel gebraucht er vier Korrespondenzen mehr für den Bedarf der unteren Was beweist das? Jedenfalls nicht die Unverkäuflichkeit in eigner Wirtschaft und wie viel verkauft er. Eine Schichten arbeiten, sind die Ruhlandschen Monatlichen Mit- des Brotgetreides oder den Rückgang der Landwirtschaft. Es solche Untersuchung würde jedoch sofort die ganze Abteilungen" und die von Herrn Dr. Dade redigierten„ Nach zeigt einfach, daß der Bauer, und zwar vornehmlich der surdität des schönen Dadeschen Erempels ergeben. Die Sache richten vom deutschen Landwirtschaftsrat" speciell bestrebt, den Kleinbauer jener Gegend mehr und mehr den Spelzanbau muß also anders angefaßt werden. höheren Ansprüchen des oberen Agrarstandes zu genügen. aufgiebt und sich dafür dem Anbau von Hafer, Gerste, Gemüse Auf Grund einer höchst konfusen, mit einem halben Allerdings ganz glaubt auch der deutsche Landwirtschafsrat und der Viehzucht zuwendet- ganz erklärlich, da seit Mitte Dukend„ Wenn" gespickten Berechnung findet Herr Dade zusich nicht auf die junkerliche Elite beschränken zu sollen, der 80er Jahre die Spelzpreise gesunken, die Safer, Gerste nächst, daß genau 17 815 187 Personen- Genauigkeit ist neben dem Hauptblatt erscheint ein kleines Anhängsel, die und Viehpreise aber durchweg gestiegen sind; und diese eine Hauptzierde der Dadeschen Statistik- ihr Brot und „ Korrespondenz des deutschen Landwirtschaftsrats", die in Schwenkung liegt sowohl im allgemein volkswirtschaftlichen, Mehl aus selbstgebautem Getreide entweder direkt gewinnen zuvorkommendster Weise den verehrlichen Redaktionen zur als in dem eignen Interesse des Kleinbauern. oder indirekt nach Verkauf vom Bäcker oder Müller beziehen". gefl. unentgeltlichen Aufnahme" kleine wohlpräparierte Aus- Ist dies aber der Fall, verkauft der Kleinbauer nur noch Bleiben noch ca. 39 Millionen Menschen, die nicht selbstgebautes züge aus den Artikeln des Hauptblatts zur Verfügung stellt. wenig oder kein Brotgetreide mehr, baut er nur so viel Getreide essen. Pro Kopf 170 Kilogramm gerechnet, macht Die neueste Glanzleistung, die in diesen beiden letzten wie er in seiner eignen Wirtschaft braucht oder kauft er 6 630 000 Tonnen Brotforn. Zu dieser Menge liefert nun, wie Publikationen des Landwirtschaftsrats vollbracht wird, ist der gar welches zu, welchen Nutzen hat er dann von hohen Herr Dade ohne irgend welchen Beweis flottweg annimmt, Nachweis des Herrn Dade, daß die Kleinbesizer mehr Nuzen Weizen- und Roggenzöllen? Gar keinen, eher Schaden, der Großbesitz( über 100 Heftar) höchstens 1 850 000 Tonnen, von den Getreidezöllen haben werden als die Großbefizer, Vorteil hätte er nur dann, wenn er die Schwenkung wieder circa 2 000 000 Tonnen liefert das Ausland, folglich müssen die zumal sie weit mehr Weizen, Epelz und Roggen auf den zurückmachen, die Viehzüchterei aufgeben und dafür Spelz Besitzer, die unter 100 Heftar haben, da ja sonst die Rech Markt bringen als lektere. Der Artikel, der an die und Weizen bauen wollte. Liegt aber denn solche Rückkehr nung nicht stimmen würde, mindestens 2780 000 Tonnen Redaktionen aller möglichen Blätter versandt worden zu sein in seinem Jnteresse? Sicherlich nicht, um so weniger, als Brotforn zum Verkauf bringen- anderthalbmal so viel als scheint, hat, wie sich zeigt, ganz besonders den Zweck, den nach Ansicht aller Agra- Autoritäten, auch des Herrn Dade der Großgrundbesik. Demnach ist auch das Interesse des agrarischen Agitatoren Material für die Einfangung der selbst, die Konkurrenz der Weizenproduktionsländer fich in Kleinbesizes am Getreidezoll anderthalbmal so start. Kleinbauern zu liefern und verdient schon deshalb nähere nächster Zeit noch verstärken und den Weltmarktpreis noch Wers glaubt, darf sich zum Eintritt in den Bund der Prüfung. tiefer herabdrücken wird, als bisher. Dem Großgrundbesig, Landwirte melden. Herr Dade bietet für seine Behauptung gleich zwei Be- vor allem dem ostelbischen, wäre es allerdings schon recht, weise. Der erste besteht darin, daß er auf die bayrische wenn sich der süd- und westdeutsche Kleinbauer zu solchem Agrarenquete bon 1894/95 sowie auf die Statistische Be- Experiment verleiten ließe. Er sieht mit scheelen Augen, daß schreibung der Gemeinden des Herzogtums Oldenburg" hin- der dortige Kleinbesizer sich auf die Viehproduktion legt, zeigt und daraus verschiedene Citate anführt, in denen es ihm hierin mehr und mehr Konkurrenz macht, teilweise Märkte heißt, es würde heute mehr Getreide zu Futterzwecken ver- versorgt, für die er früher lieferte, und durch sein Angebot wendet, als früher, der Bauer produziere vielfach nicht mehr Storn, als er in eigner Wirtschaft gebrauche, dagegen nehme die Viehhaltung zu usw. Sodann zieht Herr Dade die Getreideverfäufe während der legten drei Jahrzehnte auf den württembergischen, badischen, hessischen Fruchtmärkten in Betracht, und da die dort verkauften Mengen bedutend abgenommen haben, folgert er einfach:„ Die Ueberflutung des deutschen Markts mit ausländischem Getreide in den 80er und noch mehr in den 90er Jahren hat nicht nur einen enormen Preisdruck hervorgerufen, sondern, was wohl noch mehr für die Beurteilung der Agrarkrisis in die Wagschale fällt, die Absazverhältnisse für das einheimische Getreide in solchem Grade verschlechtert, daß dasselbe bezirks- und zeitweise unverkäuflich geworden ist." " womöglich noch die heutigen guten Viehpreise herabdrücken hilft. Auch Dade meint natürlich so gefaßt, daß der liebe Bruder Bauer" sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt Seite 49: " Politische Ueberlicht. Der Reichstag Berlin, den 25. April. Die nahm Donnerstag die zweite Beratung des Gesetzentwurfs über die privaten Versicherungsunternehmungen vor. Freisinnigen sind mit den Kommissionsbeschlüssen sehr unzufrieden. Sie tadeln eine gewisse bureaukratische Schwerfälligkeit und die Möglichkeit einer parteiischen Behandlung „ Aber auch die Rentabilität der Viehzucht hängt an einem der Versicherungsgesellschaften durch die Regierung. Herr Haar, fie beruht einerseits auf genügendem Schuß gegen das Aus- Richter monierte gleich zu Beginn, daß der umfangreiche land und andrerseits auf der Vermeidung einer Üleberproduktion Kommissionsbericht den Abgeordneten erst am Sonnabend zuim Julande. Die letztere wird aber zweifellos eintreten, wenn nicht der Verlauf der Getreidefrüchte wieder rentabel wird. gegangen sei, so daß den Fraktionen wenig Zeit zur gründ Nicht nur der gesamte bäuerliche Besiz, sondern auch der lichen Durcharbeitung der Vorlage in der Kommissionsfassung Großgrundbesiz stürzt sich immer mehr auf die Viehproduktion. und zur Vorbereitung von Abänderungs- Anträgen geUnd hierin liegt das gemeinsame Interesse der gesamten Land- blieben sei. wirtschaft an den Getreidepreisen und vor allem an der Absatz- Ein freisinniger Antrag verlangte beim§ 7, daß die möglichkeit desselben oder an der Erhaltung des inländischen Rautionsstellung für die neugegründeten Versicherungs. Getreidemarkts für die inländische Getreideproduktion." Gesellschaften aufgehoben und auch die Bestimmung beseitigt Also die Brotzölle sollen dazu dienen, würde, welche die Erlaubnis zum Geschäftsbetriebe von einer Eine famose Folgerung. Also, weil weniger Getreide daß der kleinere Bauer seine Viehproduktion vorherigen Prüfung des Geschäftsplans der Gesellschaften abauf den Fruchtmärkten umgesetzt worden ist, folgt ohne zu Gunsten des Großgrundbesizes ein hängig macht. Die Kommissionsfassung blieb jedoch siegreich. weiteres, daß das übrige Getreide unverkäuflich geblieben fchränkt. Ein recht charakteristisches Eingeständnis. Erfolg hatte dagegen ein freisinniger Abänderungsantrag bet fein muß. Wie aber beweist Herr Dade, daß der Kleinbesik mehr dem§ 11. Auch hier handelte es sich darum, das Belieben In Wirklichkeit liegt die Sache ganz anders. Auf den Korn als der Großbejiz zum Verkauf bringt? der Regierung bei der Feststellung des Geschäftsplans einer Fruchtmärkten fommt nur ein geringer Teil des produzierten Ganz einfach. Er nimmt sich die Betriebszählung von Lebensversicherungs- Unternehmung einzuschränken. Storns zum Verkauf; nur die kleinen Landbefizer verkaufen 1895, die Erhebung über die Ausdehnung des Ackerlandes Nach der Vorlage soll das sogenannte Zillmern verboten meist dort ihre Ueberschüsse, so betrug z. B. 1899 in Württem- im Verhältnis zum Wiesen-, Weide- und Waldland von 1893, werden können. Ein Professor Zillmer hat ein System aufberg die Gesamterntemenge an Weizen, Spelz, Roggen, Gerste, sowie die Angaben über die Größe der Getreidebauflächen gestellt, wonach neu begründete Versicherungsgesellschaften Hafer 659 370 Tonnen, der Umfaß auf den Fruchtmärkten von 1899 vor und untersucht, wie sich speciell die mit Brot- einen Teil der Rücklageprämien zur Bestreitung der Verdagegen nur 49 741 Tonnen oder 7,4 Proz. Der größere getreide( Weizen, Spelz, Roggen) bebaute Fläche zur ge- waltungskosten verwenden können. Die Methode beruht auf Landbefizer liefert durchweg direkt an den Müller und Groß- famten landwirtschaftlich benutten Fläche und zum Ackerland der Erfahrung, daß bei neu gegründeten Gesellschaften Todeshändler. Seit Jahren aber sucht nun auch der Kleinbauer berhält. Das Ergebnis ist, daß 31,86 Proz. des Ackerlands fälle der Versicherten nicht in demselben Umfange eintreten, mehr und mehr direkt mit den Müllern und Händlern in oder 25,61 der landwirtschaftlichen Gesamtfläche dem Anbau wie es später die Regel wird, wenn die Gesellschaft eine Verbindung zu kommen, oder er schließt sich einer länd- von Brotgetreide dient. Reihe von Jahren besteht und ein normaler Prozentsaz von lichen Genossenschaft an, die den Kornverkauf übernimmt. So weit läßt sich wenig gegen diese Rechenmanipulationen Todesfällen der Berechnung zu Grunde gelegt werden muß. Infolgedessen nehmen natürlich die Verkäufe auf einwenden; nun aber kommt der Hafen. Herr Dade nimmt Auch unsre Partei sah in dem freisinnigen Antrag keine den Fruchtmärkten beständig ab; der Absatz wird nämlich weiter an, daß alle Betriebe, auch die kleinen Verminderung des Schutzes der Versicherten und drückte durch unter der Hand betrieben. Deutlich veranschaulichen Parzellenbetriebe von wenigen Ar in genau demselben Ver- Genossen Segiß ihre Zustimmung aus. Da auch die Mehrheit das die Umsatziffern; so betrug z. B. der Getreideverkauf hältnis den Anbau von Brotgetreide betreiben, wie die des Centrums unter Führung des bayrischen Abgeordneten auf den württembergischen Fruchtmärkten durchschnittlich Rittergutsbesiger, und da nun die Betriebe unter 100 Heftar Dr. Heim sich für den Antrag erklärte, blieb der Widerspruch während der Jahre 1870-74= 110 509 Tonnen, 1895-99 75,7, die über 100 Hektar nur 24,8 Proz. der landwirtschaft der Regierung erfolglos. hingegen nur 47 084, in Hessen 1872-78= 3403, 1893-99 lichen Gesamtfläche umfassen, so schließt er einfach, auch die Der nächste freisinnige Abänderungsantrag war zum aber nur 481 Tonnen, also etwa ein Achtel des früheren Brotgetreidefläche und die Erntemengen§ 81 gestellt, der die Kosten des Reichs- Versicherungsamts Absatzes, obgleich sowohl die Gesamtproduktion als der Konsum st änden zu einander in demselben Prozent für private Versicherung den Gesellschaften zur Hälfte aufzugenommen hat. Der Handel hat eben andre Wege ein- berhältnis. Daraus aber ergiebt sich, daß die Betriebe erlegen will. geschlagen; nicht aber sind die andren sieben Achtel, die unter 100 Hektar im Durchschnitt der Jahre 1893-99 Die Freifinnigen beantragten, die Versicherungsanstalten früher auf den hessischen Märkten abgesetzt worden sind, den 9,42 Millionen Tonnen, die Betriebe über 100 Hettar nur von den Kosten für die Aufsicht zu befreien und das Reich Bauern liegen geblieben. 2,95 Millionen Tonnen produziert haben. damit zu belasten. Sie waren der Meinung, daß diese Kosten Damit soll nicht geleugnet werden, daß teilweise der Herr Dade hat eben erst dargethan, daß der Kleinbauer von den Gesellschaften doch auf die Versicherten abgewälzt Anbau von Spelz, früher meist in jenen Gegenden die Haupt- den Anbau von Brotgetreide aufgiebt und sich der Viehzucht werden würden. Da die Nationalliberalen durch den Abg. frucht, zurückgegangen ist. In Württemberg z. B. hat seit zuwendet; hier, wo in seine Rechnung besser das Gegenteil Büsing sich gegen diesen Antrag erklärten, gegen den auch 1880 die Anbaufläche des Spelzes um 21 000 hektar ab- paßt, nimmt er umgekehrt an, daß der Kleinbefizer im Ver- Graf Posadowsty gesprochen hatte, schien die Ablehnung genommen, aber dafür hat die Weizenfläche um ca. 6000, die hältnis zur Ausdehnung ebenso viel Brotkorn baut, wie der sicher. Nun bezweifelte Eugen Richter die Beschlußfähigkeit Gerstenfläche um ca. 9000 und die Haferfläche um ca. 13 000 Großbesizer, und nicht nur diese, auch die Handwerker in des Hauses. Die Auszählung ergab, daß nur 138 Mitglieder Settar zugenommen, und zugleich hat sich gerade der Vieh- den Landstädten, die einen Küchengarten haben, der Arbeiter, zur Stelle waren. So mußte die Sigung aufgehoben werden. = Montag steht die Fortsetzung der heute abgebrochenen Beratung sowie die dritte Lesung des Urheber- und Verlagsrechts auf der Tagesordnung. nun zeugen. Geheimnisse des Christentums. In einer Mainzer Kaserne Erst am Montag wird der Streit über den§ 81 aus- 1grundsägliche Einwendungen von Gewicht dagegen charakteristisch bei Infanteristen infolge der häufigen Zielübungen. getragen werden. Graf Ballestrem sah sich schweren fa um zu erheben, zumal ein solches Verfahren auch für die Dieselbe Schwellung fomme wohl auch bei Maurern vor( der Berstorbene ist auch Maurer gewesen) durch Tragen der Kelle auf der Herzens genötigt, bis dahin zu verschieben, da es doch voll- Durchführung des Flottenbauplanes im Reiche beliebt worden ist. Die Bille wird fürs Schlucken präpariert! rechten Schulter. Der Tod des Bading sei durch langsames hohes ständig aussichtslos ist, daß das Haus morgen oder übermorgen beschlußfähig sein wird. Rabiate Unteroffiziere. Weg Wegen schwerer Körper- Fieber und durch Blutvergiftung verursacht. Uebrigens feien bereits Wegen schwerer Körper in diesem Jahre drei derartige Fälle im Gardecorps tödtlich verlaufen. berlegung hatten sich vor dem Kriegsgericht in Mainz die Es ließe sich nicht nachweisen, ob die Krankheit durch allmähliche Unteroffiziere Ludwig Platt und Wilhelm Mathes vom 117. In Entwidelung nach Art der Gewerbekrankheiten oder durch einen Stoß fanterieregiment zu verantworten. Die beiden Angeklagten suchten mit dem Kolben hervorgerufen sei. in der Nacht des 23. März eine Gastwirtschaft auf und gerieten Um 2 Uhr nachmittags vertagte der Gerichtshof die Verhandlung dort mit zwei Arbeitern in Streit. Sie wurden aus Eine Interpellation im Reichstag dem Lokale verwiesen und warteten auf der Straße, zu Montag und beschloß die Ladung neuer militärischer und Civilbis die beiden Arbeiter das Lokal verließen. In großer Erregung über den Stand der Vorbereitungen zur 8olltariffrage stellten die Soldaten nun die Arbeiter nochmals zur Rede und fordert die„ Deutsche Tageszeitung". Das agrarische Blatt mißhandelten sie. Die Arbeiter behaupten, sie seien mit ist in höchstem Verdruß, daß die Regierung ihm den Brot- dem Seitengewehr geschlagen worden. Die Unteroffiziere befindet sich über einer Thür folgendes erbauende Sprüchlein: wucher nicht ganz so schnell endgültig sichert wie es wünscht, wollen jedoch nur blant gezogen haben, was übrigens und daß gar einige Bundesstaaten die frevelhafte Absicht auch unter Strafe gestellt ist. Dem einen der haben sollen, die Tarifvorlage einer gründlichen Durchberatung Civilisten gelang es, zu entfliehen; er lief aber später den unterziehen zu wollen. Gegenüber dieser pflichtgemäßen Angeklagten wieder in die Hände und wurde von neuem zu Der Vertreter der Haltung der Bundesregierungen beginnt die agrarisch- fonjer- Boden gerissen und mißhandelt. vative Presse lärmende Einschüchterungsversuche. Das Blatt anklage, beantragte der Schwere des Vergehens entsprechend für Tafel mit folgendem Inhalt: Blatt eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten, für Mathes eine des Bundes der Landwirte schreibt: ſolche von zwei Monaten zwei Wochen. Der Gerichtshof ließ jedoch " Ohne eine Jut pellation wird die Unklarheit fortdauern, die bei Abmessung der Strafe mildernde Umstände walten und verwüste Agitation gefördert werden, die schlimme Befürchtung, die urteilte Blatt zu vier Wochen, Mathes zu sechs Wochen und einen wir oben andeuteten, sich feſtſeßen und im letzten Grubber Tag Gefängnis. Autorität der Regierung eine bleibende und kaum wieder gut zu machende Minderung erfahren. Es gereicht uns deshalb zur Genugthung, daß der Gedanke, eine solche Interpellation lich demnächst feste Gestalt gewinnen wird." Die Pommersche Reichspost", das Organ der pommerschen Konservativen, schlägt ähnliche Töne an: nun die Der Fall Bading vor dem Kriegsgericht. Das walte Gott, mehr braucht es nicht Wer das Gebet von Herzen spricht, Darf an sein Werk mit Freuden geh'n Und treuer Hilfe sich verseh'n! Fünf Schritte weiter befindet sich über einer andren Thür eine Wie mag Schlage beständig! it das Bayonett zerbrochen, Schlage mit dem Kolben, Versagt der Kolben, Schlage mit den Fäusten, Sind die Fäuste zerschlagen, Beiße mit den Zähnen um Dich! es in einem Kopf aussehen, der diese christliche Gesinnung in Theorie und Pragis nebeneinander beherbergt und beherzigt. Der Fall Bading, der Ende Februar d. J. zu ausführlichen einzubringen, im Reichstag bereits angeregt worden ist und hoffent- Debatten zwischen dem Vertreter des Kriegsministeriums und unfren Genossen im Reichstage geführt hatte, gelangte am Donnerstag vor dem Kriegsgericht der 1. Garde- Infanterie- Division zur Ver Demokratische Brotverteurer. Aus Baden wird uns gehandlung. schrieben: Die politischen Epigonen der Volksmänner von 1848/49 " Soviel ist für jeden klar, daß unsre innerpolitische Der Füsilier Wilhelm Bading von der 12. Compagnie des spielen in der Frage der Getreide zoll- Erhöhung eine Lage zur Zeit sich in einer heillosen Verwirrung befindet und 4. Garde- Regiments zu Fuß wurde am 2. Januar d. J. als erkrankt überaus klägliche Rolle. Die principielle Einheit und Geschlossenheit daß an makgebender Stelle sich zum mindeſten die Anfänge in das Garnison- Lazarett in der Scharnhorststraße eingeliefert. Bei der Partei ist darüber völlig in die Brüche gegangen fund hat das eines Frontwechsels bemerkbar machen. Während bisher der ärztlichen Untersuchung sich heraus, daß B. an einer Eiterung ohnehin nicht sonderlich ansprechende Bild, das die Haltung der eine gewisse Absicht zur Durchführung des Schutzes der unter dem rechten Bruſtmustel litt und sein Zustand äußerst bedenk- badischen Demokratie während der letzten Jahre bot, vollends zur nationalen Arbeit erkennbar war, steuert man heute unter lich war. Seinem Stiefbruder gegenüber, sowie dem Vater, Maurer abstoßenden Karikatur einer Bolts partei verzerrt. Es zeigt sich der Flagge des Manchestertums und zwar Wilhelm Bading hat der Kranke mitgeteilt, daß die Geschwulst an hierbei wieder aufs deutlichste, wie gering die Lebensfähigkeit einer Volldampf. Zu den Schwierigkeiten Schwierigkeiten im Reich treten der rechten Schulter davon herrühre, daß ihn sein Rekruten- Gefreiter Bartei ist, die, da sie sich als eine wesentlich politische aus den aus der Kanalvorlage sich ergebenden Schwierig Karl Haas zwischen Weihnachten und Neujahr beim Griffe- Angehörigen der verschiedensten socialen Interessengruppen rekrutiert, teiten in Preußen hinzu; denn daß der Landtag fich zur Annahme üben mit dem Gewehrkolben gegen die Schulter gestoßen habe angesichts aller wichtigeren Streitfragen socialer Natur sich vor der ganzen Kanalvorlage entschließen sollte, glaubt kein Mensch. und daß sein Leiden von dieser Mißhandlung herrühre. Bading ist die unlösbare Aufgabe gestellt sieht, die divergierendsten AnWir stehen somit vor dem Anbruch einer schweren inneren dann am 10. Januar infolge der Vereiterung gestorben. Gegen schauungen und Wünsche unter einen und denselben Hut zu bringen. Krifis. Die innerpolitische Lage ist in hohem Grade unsicher den Füsilier Haas wurde Anklage wegen Mißhandlung erhoben, doch Traten schon im Lauf der letzten Landtagssession innerhalb der und unbefriedigend und zwar unbefriedigend für alle wurde unterm 19. Februar d. J. das Verfahren eingestellt, weil die demokratischen Kammerfraktion da und dort in mehr oder weniger Teile der Bevölkerung." angestellten Ermittelungen feinen Anhalt für die Schuld des Haas versteckter Weise agrarische Tendenzen hervor, so hat sich jetzt, bei ergaben. Auf Grund der Debatten im Reichstag hat jedoch das der Stellungnahme zur Getreidezoll- Frage, in der Partei ein tiefKriegsgericht eine neue Untersuchung wider Haas eingeleitet. gehender Riß gebildet, der das völlige Auseinanderfallen des lockeren der, Hamburger Nachrichten" richtig ist, daß sich neuerdings In der gestrigen Verhandlung waren die Angehörigen des Barteigefüges mir deshalb nicht zur Folge hat, weil die Dehnbarkeit in maßgebenden Regierungskreisen eine Meinungsänderung verstorbenen Bading, sämtliche Rekruten- Kameraden des letzteren, der des demokratischen Gewissens unsrer Volksparteiler nachgerade eine vollzogen habe insofern, als diejenigen Stellen, welche früher Korporalschaftsführer Charlier, der Vice- Feldwebel Cybil, Feldwebel unbegrenzte geworden ist. Es wäre sonst völlig unverständlich, wie für die Aufstellung von Minimal- und Marimalzollsäßen wenigstens Harder, Lieutenant v. Dyker und die Oberlientenants v. Ranum und eine Partei, deren Programm die Beseitigung der in für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse eingetreten waren, diesen v. Dresow erschienen. Der Angeklagte, der 21 Jahre alt ist, leugnete diretten Steuern durch Einführung eines einheitlichen Systems entschieden die ihm zur Last gelegte Schuld, Bading mit dem diretter Steuern mit Progressivsäßen" fordert, sich Standpunkt verlassen und auch die Einheits zollsagart Gewehrkolben mißhandelt und dadurch den am 10. Januar erfolgten nicht mit aller Entschiedenheit gegen eine Bollmaßregel wenden follte, Tod des Kameraden verursacht zu haben. die, da sie als Kopfsteuer wirkt, alle die schlimmen Eigenschaften der indirekten Besteuerung in sich vereinigt. Der agrarische Born wird sich noch steigern, wenn die Meldung als ausreichend anerkannt haben. Kaiserliche Lehren. Die Neden des Kaisers bewegen sich seit jeher in Kontrasten. Es wechseln sich optimistische und pessimistische Stimmungen. Nach der Verheißung, daß er das deutsche Volk zu herrlichen Tagen führen werde, folgt die Klage über die schweren Schäden der Zeit. So hat auch jetzt Wilhelm II., nachdem er eben noch über das Sinken der Autorität seinen Unmut ausgesprochen und an die Bajonette appelliert, in Bonn unter den Studenten sich durchaus Hoffnungsvoll und frohmütig über die deutsche Zukunft geäußert, und ist nur an einer Stelle bei dem überraschenden Hinweis auf seinen Tod anscheinend in die Gefühlssphäre der Alexandriner- Rede zurückgekehrt. V " Eine Parteidiskuffion zu der Frage Stellung nehmen möge. " Der Vater des Verstorbenen, Maurer Bading, sagte aus: Am 5. Januar habe er seinen Sohn zum erstenmal im Lazarett besucht. Auf der dieser Tage in Offenburg stattgehabten Landes= Wilhelm habe ihm auf die Frage, wieso er denn krank geworden versammlung der badischen Volksparteiler kam die klägliche sei, nach einigem Zögern erzählt, daß Haas ihn beim Zielen auf Berfahrenheit in der Getreidezollfrage deutlich zum Austrag. der Stube mit dem Kolben gegen die rechte Brust gestoßen habe, während der Rechtsanwalt und Landtags- Abgeordnet Muser= und zwar an einem Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Der Offenburg sich aufs enschiedenste gegen jede Erhöhung der beUnteroffizier hätte auch schuld gehabt. Denn er, Bading, sei vor stehenden Zollsäge aussprach, trat sein Kammerkollege Professor Weihnachten schon von den Kameraden geschlagen worden, und ein Heimburger- Karlsruhe mit derselben Entschiedenheit für die ZollSchlag hätte ihn ins Auge getroffen, so daß er drei Tage revier- erhöhung ein. Auch unter den andren Rednern herrschte in dieser Frage frank gewesen sei. Als er herausgekommen, wäre er wieder ge- die größte Meinungsverschiedenheit, so daß die große Mehrheit der schlagen worden. Er habe es überhaupt nicht gut gehabt. Der Versammlung sich auf den Ausdruck des schmerzlichen Bedauerns Water Badings hat dieses Geständnis am 6. Januar dem Feldwebel darüber beschränken mußte, daß in einer grundsäglich so außerHarder gemeldet. Sein Sohn sei vor seiner Dienstzeit niemals ordentlich wichtigen Frage feine Einmütigkeit zu erzielen war. trant gewesen. Die Führer der badischen Demokratie scheinen nicht einzusehen, Der Stiefbruder des Verstorbenen, der in Berlin wohnende daß sie auf dem besten Wege dazu sind, das letzte Quentchen von Aberdings hat der Kaiser auch in der Bonner Rede seinen Diener Buchholz, hat B. bereits ant 4. Januar im Lazarett be- Ansehen preiszugeben, das ihre Partei beim Volke noch genießt. Ste mannigfachen Beschiverden Ausdruck verliehen, diesmal jedoch in der sucht und da hat dieser ihm wörtlich mitgeteilt: Mein Leiden müßten denn bereits zu der unsres Erachtens allerdings nicht ganz indirekten milderen Form der historischen Anspielung. Er führte den kommt von der Chargierung her. Auf dem Scheibenstand hat mich unbegründeten Ueberzeugung gelangt sein, daß sie an politischem Untergang des alten römischen Reichs deutscher Nation zum Teil der Feldwebel gestoßen. Aber der hat's nicht so schlimm gemacht. Sredit bei unsrer Bevölkerung überhaupt nichts mehr zu verlieren auf seinen univerfalen Charakter zumeist aber auf das deutsche Viel schlimmer hat es der Haas gemacht, denn der hat mich mit haben. Nationallaster des„ Neides" zurück.„ Die Fürsten neideten den dem Gewehrkolben derartig gestoßen, daß ich rücklings wider das Kaisern ihre Macht"," der Adel beneidete die reich gewordenen Städte": Spind flog und nun trank daniederliege." Buchholz hätte darauf Städte zu übertragen. Sehr scharf trat auch bei dieser Gelegen- ading aber habe gejagt:" Thu dies nicht, sonst kriege ich von den genossen in der Badischen Kammer angeknüpft. Unser Parteies liegt nahe, diese Säge auf den heutigen Agrarierhaß gegen die gesagt, daß er die Angelegenheit der Compagnie melden wolle, hat sich an die Bewilligung des Etats durch unsre Parteiheit die intime neuerliche Englandfreundlichkeit des Kaisers hervor, Stiefbruder auf einer Hochzeit am 4. November zu dem Knecht Bethge organ in Mannheim äußert den Wunsch, daß auch der Vorwärts" Er erinnerte an den edlen Prinzgemahl" der Königin Victoria, dic und dem Maurer Barall gesagt habe, daß es ihm bei der Compagnie Unseres Erachtens besteht eine Frage, für die Partei hier stets ein friedliches, freundliches Verhältnis zwischen schlecht gehe und daß er in ähnlicher Form sich bei der Dienstmagd überhaupt nicht. Der Parteitag in Frankfurt a. M. im Jahre 1894 ihrem und unsrem Volk, die ja beide germanischen Stammes Bethge schriftlich beklagt habe. find, angestrebt hat." Das zielte offenbar gegen die AllDer Zeuge Füfilier Kaufmann war rechter Nebenmann Badings hat ausführlich über die Stellung der Socialdemokratie zu den Etats im Gliede. Er hat nie gesehen, daß Haas den B. gestoßen habe. der deutschen Einzelstaaten diskutiert und die Unmöglichkeit unfrer deutschen. Recht schwierig ist es, sich darüber klar zu werden, wie der Dagegen habe ihm Bading, kurz bevor er nach dem Lazarett ging, Zustimmung zu diesen Etats als die Meinung der weit übergesagt, er hätte die Geschwulst schon einmal vor seiner Einstellung als Kaiser den Begriff des Nationalismus auffaßt. Indem er vor Soldat gehabt. Dieselbe Aussage macht der Füsilier Johannes, der wiegenden Mehrheit der Partei festgestellt. Seit 1894 ist unfres tosmopolitischen Träumereien" warnt und erklärt, das Wesen der hinzufügt, B. hätte geäußert, wenn er die Geschwulst mit Schmalz Erachtens nichts geschehen, was eine veränderte Stellung unsrer Nation liege in der Abgrenzung nach außen der Persönlichkeit des einreibe, gehe sie wie vor zwei Jahren von selbst weg. Etwa zehn Partei bedingen könnte. Bolts und seiner Raffeeigentümlichkeiten" so möchte man an- Füfiliere bekräftigen dann unter ihrem Eide, daß sie niemals ge= Nicht der Fürst soudern die Grafen. Mit Bezug auf den nehmen, Wilhelm II. fasse den Begriff der Nation im Sinne der sehen hätten, daß Haas den Bading gestoßen habe. KorporalRasse oder des Stamms, obwohl dann freilich das Deutsche Reich schaftsführer Unteroffizier Charlier hat, als Bading fich frank der„ Täglichen Rundschau" entnommenen Artikel in Nr. 74 unfres fühlte, die Geschwulst besichtigt. Der Patient habe ihni gesagt: Blatts vom 28. März cr. werden wir um Aufnahme der folgenden mit seinen Polen, Dänen, Franzosen, Littauern, Masuren, Wenden, Das wird schon von selbst wie früher fortgehen." Feldwebei Berichtigung ersucht: Kassuben usw. fein nationaler Staat wäre. Diese Auffassung arder hat die Krankheit des Bading sofort dem damals 1. Es ist unrichtig, daß der inzwischen pensionierte Bergrat kann der Kaiser also nicht haben; denn er feiert gleich- compagnieführenden Oberlieutenant von Ramm gemeldet. Er hat Hillebrand als Repräsentant der Zinterzgrube Aufschluß zu dem zeitig als Nationalhelden Bonifacius, Walther von der Vogelweide, den Bading, als derfelbe vom Revier zurückkam und ärzt- Fürsten von Donnersmarck irgend welche Beziehungen hatte. Goethe und Schiller, von denen der erstgenannte doch ein Engländer ist, licherseits die Anweisung erhalten hatte, sofort ins Lazarett Derselbe stand vielmehr ausschließlich im Dienste der Grafen Goethe und Schiller aber gute Weltbürger sind, deren Art nationaler zu gehen, gefragt, die Geschwulst wohl kommen Hugo, Lazy und Arthur Henckel von Donnersmard, welche als Gefimmung durchaus der socialdemokratischen Auffassung entspricht, tönne. Darauf habe B. erwidert, er wisse nicht von was, möglich Befizer von über 78 Stugen über die Majorität der im ganzen für die Internationalität und nationale Eigenart feinen Gegensatz, sei es, daß fie vom Schießen herrühren. Herr Buchholz habe ihm 122 gewerkschaftlichen Kuge der Aufschlußgrube verfügen und als fondern eine notwendige Ergänzung bilden. Auch Goethe und Schiller Daraufhin habe er den Kranken am 7. oder 8. besucht und ihn in haben. am 6. Januar mitgeteilt. Bading möchte ihn gern einmal sehen. solche die Außerbetriebsegung der genannten Grube herbeigeführt dachten, wie unser Herwegh, der Revolutionär fang: 2. Es ist unrichtig, daß bei den erwähnten Verhandlungen in starkem Fieber liegend gefunden. Harder frug Bading nochmals, woher er fich das Leiden zugezogen, und hierauf erklärte der Rekrut, der Stadtverordneten- Versammlung der Stadt Beuthen auch nur mit daß Haas ihm den Gewehrkolben zu fest in die Schulter eingesetzt einem Worte von dem Fürsten von Donnersmarck die Rede war. habe. Seiner Ansicht nach sei der Krante damals flar im Kopfe Das Vorgehen der Stadt richtet sich vielmehr ausschließlich gegen die Grafen Hugo, Lazy und Arthur Henckel von Donnersmard, gewefen. Oberlieutenant v. Ramm führte die Compagnie von Weih- welche als Majoritätsgewerken über die Zinkerzgrube Aufschluß vers nachten bis kurz nach Neujahr. Feldwebel Harder hatte ihm ge- fügeit. meldet, daß B. eine Geschwulst habe und daß nach dem Gutachten eines Sanitäts- Unteroffiziers hierbei Mißhandlung vorliegen könne. Er, v. Ranım, habe nun in den Mann gedrungen, woher das Leiden fei. Um B. nicht die Juvalidenansprüche abzuschneiden, hätte er B. gefragt, ob die Geschwulst nicht etwa vom Schießen gekommen sei. B. aber habe gar nichts gesagt. Hierauf hat Herr v. R. die Geschwulst besichtigt, dieselbe jedoch nicht blau angelaufen, sondern ausgedehnt verschwollen gefunden. Vor einem Altar, dem der Freiheit, reichen Sich Völker nun die Hand, Und weiter als die Lorbeern und die Eichen Dehnt sich das deutsche Vaterland. Indem der Kaiser sich schließlich zu dem Christentum bekennt, das doch in seinem innersten Wesen Universalismus,„ kosmopolitische Träumerei" ist, wird die Deutung vollends schwierig, wenn nicht unmöglich. Im übrigen ist die letzte Kaiserrede augenscheinlich keine Im provisation, sondern eine sorgsam vorbereitete Rundgebung. Deutsches Reich. 390 wovon Oberlieutenant b. Drefow war auf Urlaub, als B. ins Die in dem fraglichen Artikel aus den erwähnten Verhältnissen gezogenen Schlußfolgerungen sind hiernach bezüglich des Fürsten von Donnersmarck durchweg unzutreffend. Für die Beurteilung der Sache selbst ist es natürlich vollkommen gleichgültig, ob es der Fürst oder die Grafen sind. Ausland. Dänemark. = Maßregeln bei Kaiserbesuchen. Wie der Bolts Zeitung" Lazarett fam. Als er zurückkehrte, hat er bald darauf den B. Die Maßregelung des Assistenten Ohlsen durch den Minister aus Bonn gemeldet wird, wurden bei der Anwesenheit des Kaisers im Lazarett besucht, wollte und konnte jedoch ihm nach dem That- Juul Rysensteen wird nicht allein von der Opposition scharf verausländische Arbeiter, besonders Italiener, unter polizeiliche Obhut bestand nicht befragen, da sich der Rekrut in hochgradigem Fieber urteilt, sondern auch ganz allgemein von den Konservativen gemizgenommen. Einige wurden interniert und sollen erst nach befand. Dagegen hat Herr v. D. den Buchholz sowie den Water billigt. In einer Wählerversammlung in Aarhus, die kurz vor der der Abreise des Kaisers wieder entlassen werden. des Bading in der Kaserne empfangen und mit ihnen die einzelnen Wahl stattfand, sagte, als die Sache bekannt gemacht wurde, der Kandidat der Konservativen:„ Wofern sich Juul Rysensteen dessen Das Kanalkompromis. Das Miquel- Schweinburgsche Organ Leute verhört. erklärt die Geneigtheit, auf die Zedlitzsche Anregung in der Kanal- Der Sachverständige, Stabsarzt Dr. Wagner, giebt mur Be- fchuldig gemacht hat, erkläre ich ihn für verrückt." Ueberall in der frage einzugehen: Wenn das Zustandekommen der wasserwirtschaft- richt über den objektiven Befund. Bading, der am 2. Januar früh Bevölkerung wird dieser Eingriff des Ministers in die staatsbürgerlichen Vorlage dadurch erleichtert werden sollte, daß durch Ein- in das Lazurett gekommen sei, klagte über Schmerzen in der lichen Rechte eines Beamten als ein schweres Unrecht empfunden Schulter und zwar seit der Nacht zum 31. De- und feiner wagt es, das zu entschuldigen. reihung der Jahresbauraten in den Etat dem rechten Diese der wären, wie Patient glaubte, ber= Es ist zweifellos, daß das sich gegenwärtige Landtage eine Mitwirkung bei der Ausführung zember. der Bauten eingeräumt wird, so wäre eine entsprechende ursacht durch das Einsetzen der Kolben in die Schulter. Die Ministerium nicht lange mehr zu halten vermag und man hat Aenderung der Vorlage sicher diskutabel und es wären Schmerzstelle war mäßig gerötet, eine derartige Anschwellung sei fich bereits in den leitenden Kreisen mit dem Gedanken an ein Ministerium der Linken vertraut gemacht und manche der Rndital-Liberalen geben sich die größte Mühe, sich nun auch nach oben hin beliebt au" machen. Der hier hauptsächlich in Betracht kommende Politiker A I b e r t i, Redacteur des„Dannebrog", hat kürzlich zum Geburtstag des Königs einen so servilen, speichelleckerischen Huldiguugsartikel verbrochen, daß auch die konservativen Blätter ihren Ekel und Widertvillcn gegen diese un- geschickte Spekulation auf dem Ministersessel zum Ausdruck brachten und von vielen wird cS ernstlich in Erwägung gezogen, ob es nicht besser sei, es gleich mit einem s o c i a I i st i s ch e n Ministerium zu versuchen.— Schweden. Die zweite Kammer des Reichstags verhandelte am Sonnabend über einen Antrag des Genossen H j a l m a r B r a n t i n g für Einführung des allgemeinen gleichen Wahl- rechts und des Proportional-Wahlshstems für kommunale Wahlen. Dieser Antrag wurde seiner Zeit einem Ausschuß zur Prüfung überwiesen, der vor kurzem sei» Urteil dahin abgab, daß er die Annahme des Antrags nicht empfehlen könne. Das gegenwärtige(plutokratische) System(bei dein bis zu toll Stimmen auf eine Person vereinigt werden, während die Masse der Bürger rechtlos bleibt) fei gut, so wie es sei, und Gleichheit bei den kommunalen Wahlen sei ein ganz falsches Princip. Ob gerade die 100 Stimmen das richtige Maximum seien, wolle der Ausschuß nicht entscheiden, aber er meine doch, daß man an dem 100 Graden festhalten solle.— Branting ging mit diesen Verteidigern der Volksentrechtung in längerer Rede scharf ins Gericht.' Seinen Ausführungen gegenüber konnte der Wortführer des Ausschusses nur den Einwand machen, daß„die Zeit noch nicht reif sei für die Reform". Alle andren Redner sprachen sich, wenn auch nicht für den Antrag Branting, so doch für eine Revision des Wahlsystems unter Zustimmung"des Hauses aus. Es ist das innerhalb dreier Jahre das zweite Mal, daß die zweite Kammer für die Revision des Kommunal-Wahlrechts votiert. Aber die erste Kammer steht noch wie eine Mauer und dort wird die Sache wohl auch diesmal scheitern.— Oestreich-Nngirrn. Der Fall Seist. Der unter Luegerscher Diktatur stehende Wiener Bezirks-Schulrat hattesdcn socialdemokratischen und bei der letzten Wahl in den Rcichsrat gewählten Lehrer S e i tz aus dem Amte gemaßregelt, weil Seitz in seiner Eigenschaft als Bezirks-Schulrat angeblich gegen ein andres Mitglied des Schnlrats sich grobe Behandlung hätte zu Schulden kommen lasse». Die Maßregelung war ofscnsichtlich nichts als ein perfider Streich gegen de» verhaßten politischen Gegner. Die Angelegenheit wurde, ivie erinnerlich, vor den Reichsrat gebracht und die betreffende Berhand- lung gestaltete sich zu einer schweren Niederlage für Herrn Lneger und die christlich-sociale Partei. Jetzt hat der Landes- Schulrat die Entscheidung des Bezirks- Schnlrats aufgehoben, dafür aber eineneue Ungesetzlich- I e i t verübt. Seitz soll im Amt verbleiben, aber zum Unterlehrer degradiert werden. Zu einer solchen Discipliniernng ist aber der Landes-Schulrat überhaupt nicht befugt. Die Angelegenheit geht nunmehr an das M i n i st e r i n m. und es wird'sich zeigen, ob dieses aus Furcht vor der Luegerei die gesetzividrige Vergeivaltigung des socialistischen Lehrers gutheißen wird.— Der socialpolitischc Ausschuß des Abgeordnetenhauses beendigte die Beratung des Gesetzes betreffend Ab- kllrzung der Arbeitszeit im Kohlenbergbau und nahm, trotzdem der Rcgicrungsvertretcr sich gegen diese Fassung ausgesprochen hatte, mit lö gegen 11 Stimmen einen Antrag Schuhmeier an, nach ivelchem die ausnahmslveise Bewilligung einer längeren als durch das Gesetz normierten Schichtdaner nur mit Zustimmung des Arbeitgebers und des lokalen Arbciterausschusses zulässig fein soll.— Schweiz. Zürich, 22. April. sEig. Bcr.) Auf den Ausgang der gestrigen Stadtrats-Wahleu in unsrer Stadt war man in de» weitesten Kreisen gespannt. Es handelte sich um die Neuwahl des kleinen Stadtrats(Magistrats), der aus ö Mitgliedern besteht. Die Demo- kraten ließen einen ihrer eignen Vertreter, der vor 3 Jahren in Gemeinschaft mit unsren Genossen gewählt ivorden war, wegen an- geblicher Unfähigkeit fallen und stellten für ihn den Social- demokraten W y ß, Stadtschrciber in Zürich, auf. Die Freisinnigen schlössen sich diesem Vorgehen in beiden Rich- tungeu an. Die Socialdemokraten acceptierten mit Vergnügen die ihnen von den Bürgerlichen präsentierte socialdemokratische Kandidatur, hielten aber an der Kandidatur des von jenen be- anstandeten Demokraten Müller fest und nahmen dafür den liberalen Stadtrat Süß nicht auf ihre Liste. Darüber natürlich große Ent- rüstung im liberalen, Erstaunen im demokratischen Lager. Um den Humor dieser Wahlsituation noch iveiter zu steigern, er- klärten die Liberalen und Demokraten in Außersihl, als dessen specieller Vertreter Müller betrachtet worden war, da er in diesem Kreise tvohnt, in Uebereinstimmung nnt den Socialdemokraten der ganzen Stadt, an dessen Kandidatur festzuhalten. Unsre Genossen hatten ferner den liberalen Stadt- Präsidenten Pestalozzi bekämpft und ihm in der Person des Stadt- rats Vogelsanger einen Gegenkandidaten gegenübergestellt und für dessen Stelle als Stadtrat Genossen Prof. Erismann aufgestellt. Das Ergebnis war nun die Wiederwahl Pestalozzis als Stadt- Präsident mit 10 729. die Wiederwahl Vogelsangers als Stadtrat mit 15 020, die Wahl Wyfr mit 13152 Stimmen, während Müller mit 8632 Stimmen weggewählt wurde und Genosse Erismann 5336Stimmen erhielt. Die Stimmbeteiligung war leider wiederum eine schwache. Die Socialdemokraten haben demnach nun im kleinen Stadtrat 2 Vertreter, während sie bisher auf 9 Mitglieder nur einen hatten. In Außersihl ist noch ein erfreulicher Erfolg erzielt worden mit der ohne Gegen- taudidate» erfolgten Wahl des Genossen Greulich in den K a n t 0 n s r a t", aus dem er vor 2 Jahren anläßlich der Neu- ivahlen von den Liberalen durch Wegwahl entfernt worden war. In Greulich erhält die socialdemokratische Fraktion ivie der ganze Kantousrat wieder einmal eine Kraft ersten Rangs. Die Nachwahl in Außersihl war veranlaßt durch den Rücktritt des Genossen Sutter anläßlich seines Eintritts in die kantonale Finanzdirektion als Beamter.— England. Differenzen im Ministerium. Die„Daily Mail" macht folgende Mitteilungen: Bor Einbringung des Budgets war es zu e r n st e n Meinungsverschiedenheiten zwischen Chamberlain und Hicks B e a ch gekommen. Chamberlain bestand mit solcher Hartnäckigkeit auf Einstellung bestimniter Positionen, daß Hicks B e a ch seine Demission anbot. Chamberlain riet, die Demission anzunehmen, aber S a I i s b u r y und Bai- f 0 u r waren dagegen. Die Opposition gegen den Kohle»zoll auf konservativer Seite ist so stark geworden, daß eine Niederlage der Regierung droht. Im Hinblick hierauf schlägt Chamberlain jetzt vor, das Kabinett solle demissionieren, aber das Parlament solle nicht aufgelöst iverden. Die Folge hiervon würde die sein, daß die wider- s v ä n st i g e n Konservativen s i ch wieder an der Seite der Regierung sammeln. Die Manipulation Chamberlains erscheint angesichts der ver- fahrenen Lage doch ein weiiig gewagt. „Standard" meldet, dem Kanzler der Schatzkammer Hicks Beach sei ein Vorschlag unterbreitet worden, an Stelle des feste n A u s- fuhrzolles von einem Schilling pro Tonne Kohlen einen Aussuhrzoll nach dem Werte auf Kohlen einzuführen. Hicks Beach habe versprochen, den Vorschlag, nach welchem der Zoll von 8— 9 Pence für minderivertige Kohle bis zu 18 Peuce für beste Wales-Kohle betrage» würde, sorgfältig zu prüfen. Eine fernere �Meldung besagt: Eine große, ans einflußreichen Personen bestehende Abordnung der Kohlengrubcnbesitzer und Reeder von Northumberland und Durham begab sich zum Schatzkanzler und trug demselben ihre Be- denken gegen den neuen Ausfuhrzoll vor. Der Schatzkanzler er- widerte, daß die Vorstellungen der Abordnung von der Regierung sorgfältig erwogen werden sollten, die Abordnung dürfe aber nicht denken, daß er die beantragte Zollvorlage wieder zurückziehen könne. Er sei ängstlich bemüht, den bestehenden Verträgen gegenüber ohne jede Voreingenommenheit zu verfahren und gebe'anHeim, daß die Vertreter der Kohlenwerke Nordenglands gemeinsam mit den Kohleitgrubenbesitzern von Südwales und Schottland ein kleines Komitee erwählten, welches mit ihm und den Zollbehörden in Ber- Handlung treten möge. Asien. Christeumaffacre in Kurdistan. In Konstantinopel ist aus M 0 s su l die Nachricht eingelaufen, daß der Kurdcnführer Reschid Bey in Tiari, Vilajet Mossul," 15 Christen tötete und sich ihrer Schaf- Herden bemächtigte. Reschid Bey habe sich mit dem Scheik Behaeddin an die Spitze einiger tausend Kurden gestellt und sich in das Gebirge von Tiari zurückgezogen. Zur Verhütung von Massacres erscheine ein Einschreiten der Behörde dringend geboten.— Zur MinisterkrisiS in Japan. Dokohama, 24. April. In der heutigen Sitzuug des Ministerrats gab der Finanzminister, Vicomte Watanäbe, Erklärungen ab über seine Finanzpolitik, welche günstig aufgenommen wurden. Man steht die MinisterkrisiS nunmehr als beendet an.— Eine neue Kapitulation von FilipPiuoS. Der„Franks. Ztg." wird aus New U 0 r k telegraphiert: Im Norden der Philippinen- insel Luzon ergaben sich 2000 Insurgenten.— Die kubanische Delegation ist in Washington, wo sie sehr zuvorkommend empfangen wurde, angekommen. Größere Festlichkeiten sind geplant.— Der Boeren- Krieg. Auch Heutelverden nur einige P l ä n k e l e i e n gemeldet. So hatte nach einer Meldung aus Barkley-East eine englische Kolonne bei H 0 n e y k l 0 f f ein Gefecht mit einem Boerenkom'iuaudo. Fünf Boeren sollen verioundet, zivei gefangen genommen worden sein, während auf englischer Seite kein Verlust zu verzeichnen sein soll. Sonderbar, daß die Engländer, die die gegnerischen Verluste immer so auffallend genau anzugeben wissen, ihre eignen Verluste immer erst mehrere Tage oder selbst Wochen später gelvahr werden! Ferner plünderten nach einer Meldung aus Kapstadt fünfzehn Boeren einen P 0 li z e i p 0 st e n in der Nähe von D o rdrecht. Sie verließen den Thatort unter Mitnahme der der Polizei ge- hörigen Pferde. Wo sich die Polizeimannschaften während dieses Uebcrfalls befanden, wird nicht verraten. Die Pest ist»ach den neuesten Meldungen nun auch im Oranjestaat aus- gebrochen. Bei heftigerem Auftreten könnte sie den Engländern noch ein furchtbarer Feind und den Boeren ein entsetzlicher Verbündeter iverden. In K a p st a d t sind bis zum 25. April 480 Erkrankungs- fälle und 195 Todesfälle festgestellt worden. Wie groß wohl die Zahl der nicht offiziell gebuchten Fälle sein mag? Zur Pest gesellt sich zum Unheil der Engländer die Pferdcsenche. die unter dem englischen Pferdematerial schon seit Beginn de? Kriegs so furchtbar aufgeräumt hat und die neuerdings wieder ungeheure Verluste fordern soll. Wenigstens berichtet ein englischer Offizier ans Pretoria, daß die Pferdcseuche 73 Proz. des gesamten Pfcrdebestands hinwegraffe, wodurch die Operationen der Engländer bedeutend beeinflußt würden. Tie TageSverlust-Liste für den 24. April: 2 Tote, 13 Verwundete. 14 an Krankheiten Ver- storbeue und 2 Gefangene. 11 früher als vermißt verzeichnete Mannschaften seien wieder ins Lager zurückgekehrt. In der Toleranzkommission wurde Donnerstag die Beratung des 8 2 fortgesetzt. Einen großen Teil der Zeit nahmen theologische Auseinaudersetzllngcn in Anspruch, ob nach Auffassung der katholischen Kirche auch Protestanten heilig werden könnten. Es entspann sich eine Debatte, die sowohl von katholischer wie von protestantischer Seite mit Lebhaftigkeit geführt wurde. Das Ccntrum hat sich in der Zwischenzeit seit der letzten Sitzung durch die Ausführungen von socialdemokratischer und freisinniger Seite dazu drängen lassen, die Anträge Voll mar und Schräder mit in einen neuen Antrag aufzunehmen, der nunmehr an Stelle des ursprünglichen Antrags Lieber treten soll. Hiernach soll künftig für die Bestimmung des Sieligionsbckenutnisses, in welchem ein Kind erzogen Iverden soll, die von den Eltern vor oder nach Eingehen der Ehe getroffene Vereinbarung maßgebend sein. In Ermangelung einer solchen Vereinbarung sollen die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über das Erziehungsrecht der Eltern Platz greifen. Wenn das Kind neben dem Vater oder der Mutter einen Vormund hat, so soll bei einer Meinungsverschiedenheit über die Bestimmung des Religionsbekenntnisses des Kindes die Meinung des VaterS oder der Mutter vorgehen. Auch soll daS Bekenntnis des KindeS vom Vormund nicht geändert werden können. Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten darf ein Kind nicht zur Teilnahme an dem Religionsunterricht oder Gottesdienst einer andern Religionsgemeinschaft angehalten werden. Die Debatte über diesen Antrag, welcher von allen Seiten mit Aus- nähme der Konservativen und Nationalliberalen empfohlen wurde, soll Freitag zu Ende geführt werden, worauf dann die Abstimmung stattfinden ivird._ Die Schansi-Expedition, die den ihr allgemein gegebenen Namen hoffentlich insofern mit Unrecht trägt, als die Grenze der Provinz Tschili nicht überschritten wird, hat die die Grenze bildende chinesische Mauer erreicht, da die Truppen Lins sich ohne den geringsten Widerstand auf das Gebiet der Provinz Schansi zurückgezogen haben. Ueber die vorher- gegangenen strategischen Manöver berichtet ein KricgSkorrespondent aus Tschangting unterm 22. April: Der Anmarsch der verbündeten deutsch-französischen Streitkräfte unter dem Befehl der Generale von Kettler und Bailloud richtete sich gegen die Front und gegen den linken Flügel der chinesischen Truppen, die in der Stärke von 26 000 Mann im Westen von Huolü drei wohlverschanzte hintereinander liegende Bergstellungen besetzt hielten. Die deutschen Angriffskolonnen marschierten auf schwierigen Bergpässen gegen das Thor in der großen Mauer bei Nieng-twikan und' gegen drei andre etwas weiter nördlich gelegene Thore. General Lesiel und die übrigen Offiziere vom Oberkommando befinden sich auf dem rechten Flügel. Der Feind scheint aber keinen Widerstand leisten zu wollen und wird sich wahrscheinlich hinter die große Mauer zurückziehen. Ein Telegramm desselben Korrespondenten vom 24. April besagt: Ping-tschang, 24. April. Eine Patrouille berittener Infanterie unter Führung des Lieutenants Alemann kehrte spät abends zurück und berichtete, daß sie die in Tsing-king und östlich davon gelegenen Befestigungen unbesetzt a n d. Nur unbewaffnete Chinesen waren da, die erzählten, die Hauptmacht General Luis habe sich zurückgezogen. Heute kamen hier die Telegraphenabteilung sotvie das Feldlazarett an. Pioniere ind zur Herstellung der Paßlvege vorausgeschickt worden. Diese Nachricht steht ganz danach aus, als ob General v. Lessel nicht daran dächte, sich mit dem bisherigen Erfolge zu begnügen, sondem eine eventuelle Grenzüberschreitung plante. Wir hoffen aber. daß er sich doch noch eines Besseren besinnt oder doch die stritte Anweisung erhält, die Provinz Tschili nicht zu verlassen. Ilcbrigens meldet ein Telegramm auS Peking, daß Graf W a l d e r s e e selbst auf drei Tage nach der großen Mauer abreisen und die Kaisergräber besuchen wolle. Falls die Kaisergräber westlich von Paotingfu ge- meint sein sollten, begäbe sich Waldersee also in höchsteigner Person nach dem fraglichen Teile des Kriegsschauplatzes, so daß er General v. Lesse! direkte Instruktionen erteilen könnte. Einen nicht so unblutigen und tvenigcr unbestrittenen Erfolg als General v. Lesse! errang die Strafexpedition, die jene Räuberbande vernichten sollte, die in einer angeblichen Stärke von 1000 Mann kürzlich bei F u n i n g f u einer Compagnie des vierten Pendschab- Jnsanterie-Regiments eine Schlappe beigebracht hatte. Ueber diesen neuen Zusammenstoß mit der streitbaren„Räuberbande" meldet ein Pekinger Telegramm: Eine internationale Truppe von 800 Mann unter Oberst Rad- ford verließ Schanhaikwan, um die Räuberbande zu bestrafen, die bei Funingfu mit einer Compagnie des 4. Pendschab-Jnfanterie- Regiments ein Gefecht hatte, in welchem Major Browning fiel. Die Räuber leisteten der Truppe RadfordS Widerstand; von der letzteren fielen sechs Engländer, zlvei Japaner u n d e i n F r a n z 0 s e; die Räuber hatten 50 Tode und flohen in die Berge, verfolgt von Nadford. DerLeichnamBrownings wurde aufgefunden. Beweist schon diese Meldung, daß die„Räuber" sich viel besser schlugen als die gewöhnlichen Boxerhaufen, so ergänzt ein andres Telegramm den Gefechtsbericht dahin, daß die„Bande nickt völlig geschlagen wurde", sich also ivahrsckeinlich in leidlicher Ordnung zurückgezogen hat. Aus dem ersten Telegramm, das bemerkt, daß der Leichnam Brownings(des im ersten Gefecht gefallenen Compagniechefs) gefunden ivorden sei, geht übrigens hervor, daß sich bei dem ersten Zusammenstoß die englische Compagnie unter Zurücklassimg ihrer Toten fluchtartig zurückgezogen haben mutz. Ueber eine neue Differenz zwischen Waldersee und General Chaffee wird auS London gemeldet: Nach in New Jork eingetroffenen Pekinger Berichten ist wiederum eine Meinungsverschiedenheit zwischen Waldersee und dem amerika« nischen General Chaffee ausgebrochen. Waldersee schlug vor, an dem Thore der verbotenen Stadt eine deutsche Wache zu plazieren, nachdem die Amerikaner abgezogen waren. Chaffee erwiderte aber, die Amerikaner würden ihre Posten besetzt halten. Trotzdem ist die amerikanische Abteilung kaum stark genug. die amerikanische Gesandtschaft zu schützen. In Washington ist von der Sache offiziell nichts bekannt. Handelt es sich hier wahrscheinlich auch nur um eine kleine Eifersüchtelei, so sind diese immer von neuem vorkommenden Reiberei! doch symptomatisch für die„Einigkeit" der Mächte. In weit schlimmerem Lichte erscheint diese famose Schutz- und Jnter- essengemeinschaft aber noch in den Vermutungen des China- Korrespondenten der„Frankfurter Zeitung" über die Ursachen der oben erwähnten Unruhen bei Shanhai- kwan. Der Korrespondent ist nämlich der festen Ueber- zeugnng, daß die„Räuber" von Shanhaikwan nichts andres sind als Teile der ehemaligen Garnison von Shanhaikwan. die auf russische A n r e i z n n g e n und Machen- s ch a f t e n hin ganz im Gegensatz zu ihrer früherer Friedfertigkeit bin die Fahne der Rebellion erhoben haben.„Mir macht die ganze Sache den Eindruck, wie wenn Rußland an allen Ecken und Enden Schwierigkeiten zu schaffen mit Erfolg eifrig b e st r e b t sei."_ Pstitf ei � An die Arbeiter aller Länder! Brüssel. 21. April 1901. ES wäre überflüssig, die bedeutungsvollen Ereignisse, die sich zur Zeit in Rußland abspielen, hier im einzelnen wieder zu geben. Unsre Genoffen kennen sie durch die Presse, vor allem durch die Kund- gedungen unsrer russischen Freunde in der socialistischen Presse. Die Ereignisse der letzten Monate bezeichnen, wie es die russischen Delegierten beim internationalen Bureau ganz richtig sagen, eine neue Wendung in der Geschichte des Zaren- reichs. Die Universitäts- Unruhen haben sich im Verlaufe zu tiefen und ernsten socialen Kämpfen entwickelt, die ganz Ruß- land aufrühren, und die Fundamente der russischen Gesellschaft in Frage stellen; es wird ein langer und schwerer Kampf sein, den die Intellektuellen und das Jndustrieproletariat gegen die brutalen Ge- walten des Zarismus führen, auS dem sie aber gestärkt hervorgehen werden. Tausende von russischen Arbeitern, tausende von Bürgern aller Klassen haben den Mut und find bereit, das hohe Ziel zu erreichen, wie sie auch voll des Vertrauens sind gegen ihre Brüder von Europa, Asien, Amerika und Australien, denn sie wissen, daß, indem sie gegen den Kapitalismus und den russischen Despotismus kämpfen, sie die Sache der socialistischen Arbeiterparteien aller Länder führen: Die Befreiung der Arbeiter. In Frankreich haben bereits Versammlungen stattgefunden, um die öffentliche Meinung über die politische Situation in Ruß- laud zum Ausdruck zu bringen, in Belgien sind solche in Vor- bereitung, eS ist zu hoffen, daß die socialistischen Arbeiterparteien aller Länder diesem Beispiele folgen werden, um zu zeigen, daß daS internationale Proletariat einstimmig protestiert gegen die Brutalitäten des Zarismus. Wir fordern, daß in allen großen Städten, in allen Industrie- centren und den wichtigen Universitätsstädten Versammlungen ab- gehalten werden, und daß eine Protestresolution zur Abstimmung gebracht, und, toenn angebracht, Protestationslisten zur Unterzeichnung in Umlauf gesetzt werden. Wir schlagen Euch folgende Resolution zur Annahme in allen Versammlungen vor: Die heute in........ vereinigten Genossen bezeugen dem russischen Proletariat ihre Sympathie. Sie erklären sich solidarisch mit den russischen Studenten und Arbeitern in ihrem Kampfe gegen die Koalition des Kapitalismus und des Zarismus. Sie senden den russischen Revolutionären ihre Grüße und ermutigen sie, den Kampf iveiter zu führen bis zum Siege. Wir bitten die Genossen, uns von den Schritten, die in dieser Richtung unternommen worden sind, zu unterrichten, uns die au- genommenen Resolutionen und Protestlistcn zu übermitteln, damit wir den Kamps gegen die gehässigen und barbarischen Handlungen der russischen Regierung centralisieren können. Die Mitglieder de? Internationale» Socialistischen Bureaus. H. Hyndman, I. Keir Hardie(England); Auer, Singer (Deutschland); V. Adler, F. Skaret(Oestreich); E. A n s e e l e. E. Vandervelde(Belgien); P. K n u d s e u, I. Jensen (Dänemark); P. I g l e i i a s A.- G. Q u e j i d 0(Spanien); I. Jaures, E. Vaillant(Frankreich); T r 0 e l st r a, H. V a n k 0 1(Holland); E. F e r r i, F. T n r a t i(Italien); O. Klingen, A. Hazeland(Norwegen); B. I e d r z e j 0 Iv s k i, C. Woinarowki(Polen); Plechanoff.B. Kritschetvsky (Rußland); A. F a u q u e z, Furholz(Schweiz); K. M. Z i e s n i tz, C. N. C a r I e s 0 n(Schweden); E. D i e tz g e n(Vereinigte Staaten). Victor Serwh, Sekretär Maison du Peuple, Rue Joseph Stevens. Wir erhalten folgende Buschrift: " tündete ber Borsigende v. Schula: Ein Schiedsspruch sei| stimmungsort befördert, sehr häufig in Biehwaggons, wahrscheinlich in Zur Erwiderung. nicht zu ftande gekommen. Es sei der Fall eingetreten, ber Ermangelung einer fünften Wagenklasse. Im Herbst fehren diese Jn Nr. 93 des Vorwärts" wendet sich Genosse Göhre in§ 67 Abja 2 des Gewerbegerichts- Gesetzes vorgesehen sei: die Bollusies nach ihrer Heimat zurüd, wo einige von ihnen für ihre in In Nr. 93 des Vorwärts" wendet sich Genosse Göhre Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer haben sich bei der Preußen gemachten Ersparniffe ein feines Stick Land pachten, nochmals gegen mich und bemerkt am Schlusse seiner Ausführungen: Abstimmung geschlossen gegenüber gestanden und der Vorfigende hat während der weitaus größte Teil das nächste Frühjahr in der Heimat " Ich war nach alledem wohl befugt, die Behauptungen Kadens als unwahr zurückzuweisen." sich der Stimme enthalten. Weiter bemerkte der Vorsigende: Es sei nur abwartet, um dann seine Karriere vom vorigen Jahr wieder nahe an einer Einigung gewesen, nur ganz minimale Differenzen zu beginnen. schweben noch zwischen den Parteien, er ersuche deshalb die Parteien, wenn irgend möglich, diese Differenzen durch weitere Verhandlungen untereinander zu beseitigen und erforderlichenfalls die Mitwirkung des Einigungsamts aufs neue in Anspruch zu nehmen. Deutsches Reich. Wie aber weist nun Genoffe Göhre meine angebliche unwahrheit nach. Zu dem betreffenden Genossen habe er geäußert, er sei zur Zeit noch nicht in der Lage der Partei beizutreten; wenn es aber geschehe, würde er sich auch ganz der parteipolitischen Arbeit widmen und rechnete deshalb allerdings auch damit, fich einmal an der parlamentarischen Arbeit beteiligen zu können. Dazu schreibt Genosse Göhre noch: „ Ein solches Ziel ist aber für einen Mann, der seinen eigentlichen Beruf aufgiebt, um politische Arbeit als Lebensberuf zu treiben, nichts wie eine Selbstverständlichkeit, es zu verbergen aber ebenso lächerlich, wie unwahr." Bur Maifeler! Dem Vertrauensmann des Centralverbands der Brauer und Berufsgenossen in Leipzig wurde auf sein an den Verband der Brauereien Leipzigs und Umgegend gerichtetes Ersuchen um Freigabe des 1. Mai mitgeteilt, daß die Mitglieder der Organisation der Unternehmer, der sämtliche Brauereien Leipzigs und mit Die Katastrophe in Griesheim. Eine Explosion mit furchtbarer Wirkung hat sich, wie uns aus Höchst a. M. in einem Privat Telegramm mitgeteilt wird, am Donnerstagnachmittag in der chemischen Fabrit zu Griesheim ereignet. Nachmittags 4 Uhr erfolgte dort aus unaufgeklärter Ursache eine Explosion von Säureballons. Die Katastrophe hatte eine grauenhafte Wirkung. Auf eine Stunde im Umkreis waren Schädigungen zu verspüren, drei Fabriken gerieten in den brennenden Gebäuden und den Trümmern hervorgezogen worden; werden vermißt. Viele Tote und Verwundete sind aus die entseglichen Borgänge spotten jeder Beschreibung. Das Feuer, gegen das alle Maßnahmen wirkungslos scheinen, dehnt sich von Minute zu Minute weiter im Ort aus. Genosse Göhre giebt in diesen Säßen zu, daß er im Fall gehören, gegen einen feitens ihrer Angestellten angestrebten Urlaub für den wenigen Augenbliden in Brand und Hunderte von Arbeitern feines Beitritts zur Partei damit rechnete, sich an der parlamen tarischen Arbeit zu beteiligen, er rechnete also auf ein Mandat. Worin liegt nun meine unwahre" Behauptung? Darin, daß ich gefagt habe, Göhre habe na ch seinem Beitritt zur Partei einem hervorragenden Parteigenossen brieflich mitgeteilt, daß er gur Annahme einer Reichstags- Kandidatur bereit sei? In Bezug auf die Form seiner Aeußerungen ist mir allerdings ein Irrtum unterlaufen, der aber an der Sache gar nichts ändert. Dagegen steht fest, daß Genosse Göhre schon auf ein Mandat rechnete, als er der Partei noch nicht angehörte. Daß er feinen Uebertritt von der Uebertragung einer Kandidatur abhängig gemacht habe, hat kein Mensch gesagt. Er hielt aber den Bunsch nach einer Hebertragung für selbst verständlich und es zu verbergen für lächerlich. Wenn der Genosse, mit dem Göhre jenes Gespräch führte, ihm mitgeteilt hat, daß ich kein Recht gehabt hätte, dieses gegen Göhre auszuspielen, so erwidere ich darauf, daß, nachdem die Angelegenheit einer Anzahl von Genossen zu einer Aussprache gedient hatte, daraus tein Geheimnis zu machen sei. Ich hatte eher vermutet, Genosse Göhre würde es mir Dank wissen, daß ich das zur Sprache brachte, was die Genossen über die Angelegenheit dachten. Ich benüße gern die Sprache, um meine Gedanken zu offenbaren, nicht um sie zu verbergen. Gohlis- Dresden, 24. April 1901. August Kaben. 1. Mat nichts einzuwenden haben Sie betrachten dabei als selbstverständliche Bedingung, daß 1. der gewünschte Urlaub rechtzeitig bis Montag, den 29. April, abends 6 Uhr bei den Betriebsleitern angemeldet wird, 2. der 1. Mai d. J. als Urlaubstag gänzlich, resp. nicht nur auf Stunden, frei genommen und daß dafür eine Lohnzahlung weder beansprucht noch bemilligt wird. Die Barbier und Friseurgehilfen zur Maifeier! Der Centralvorstand der organisierten Gehilfen bittet uns, die Arbeiter darauf hinzuweisen, wenn irgend möglich am 1. Mat feine Barbierstube aufzusuchen. Dem Verlangen der Gehilfen um Freigabe des erste Maitags begegnen die Inhaber von Barbiergeschäften mit vorwiegender Arbeiter fundschaft meist mit dem Einwand, daß die besonders starke Frequenz durch Maifeiernde sie hindere, diesem Verlangen stattzugeben. Im auch nur den Schein zu vermeiden, als seien die Arbeiter der Mais feier der Barbiergehilfen, wenn auch unbewußt, im Wege, möge der Wunsch der organisierten Gehilfen Villigung finden. So das Privattelegramm, das durch folgende 7 Uhr aus Frankfurt a. M. abgesandte Nachricht ergänzt wird: Das Feuer in Griesheim nimmt gewaltige Dimensionen an. Jeden Augenblick steht die Explosion weiterer großer Kessel zu erwarten, die Bewohner Griesheims müssen daher den Ort ver: lassen. Bisher find drei Kessel in die Luft geflogen. Auch auf das jenseit des Mains gelegene Dorf Schwanheim ist das Feuer übergesprungen, hier brennen drei Häuser. Man spricht von 50 Toten und 140 Verwundeten. große Anzahl von Aerzten nach Griesheim beordert. Die Unglücksstelle wird von Mannschaften des 81 Infanterie- Regiments ab gesperrt. Man nimmt an, daß die Explosion ihren Ausgangspunkt in dem Raum genommen hat, in dem das rauchlose Pulver hergestellt wird. Die Direktion des„ Elektron" hat eine Die Weber in Gunewalde find gesonnen, eher andWeiter wird dazu gemeldet: zuwandern, als zu den reduzierten Löhnen in die Fabriken Der Bahnverkehr auf der Strede Frankfurt- Limburg mußte zurückzukehren. Von 580, die in den Streit traten, waren beim lezten Nach den bisherigen FestStreifappell noch 375 weibliche und 60 männliche Ausständige vor- wegen Feuersgefahr eingestellt werden. handen. Die Gesamtzahl hat sich zu Anfang dieser Woche stellungen beträgt die Anzahl der Toten 51, die der Verwundeten mindestens wiederum um sechzig Personen verringert. Die mehrere Hundert. Die Ortschaften Griesheim und Schwanheim wurden. Streifenden wandern nach andren Fabriken, in die umliegenden von den Bewohnern geräumt, da der Aufenthalt daselbst wegen der Einen recht schönen Erfolg haben unsre Genoffen in dem Städte bekannten Nordseebad Norderney bei der letzten Gemeinde- landwirtschaftliche Arbeiter auf die großen Rittergüter. und Industriebezirke oder gehen in Dienst und als durch die Explosion sich entwickelnden Gase unmöglich ist. Die Bebertreterwahl errungen. Für wohner dieser beiden Ortschaften kampieren auf dem Griesheimer Der socialdemokratische Kandidat für die die Fabrikanten wird dadurch die Situation nicht besser. III. Klasse, Genosse Schoormann stegte mit 221 von 315 Stimmen Man ist im Streifgebiet allgemein der Ueberzeugung, daß der Ererzierplay. Die öffentlichen Gebäude in Höchst find in Hoſpitäler über seinen Gegenkandidat. Zu bemerken ist noch, daß in Norderney Kampf längst beendigt wäre, wenn nicht Herr J. G. Große, umgewandelt. In Schwanheim fielen verschiedene Personen tot in auch die Frauen, welche einen selbständigen Haushalt führen( z. B. der größte Fabrikant, die drei fleineren zum Aushalten veranlaßte. den Straßen um. Witwen), wahlberechtigt find. Die Frauen wählen, wie uns Die Bewohner des Dorfs, besonders aber die Geschäftsleute und geschrieben wird, meistens sehr gut für die Socialdemokratie. alle, denen das Wohl der Gemeinde am Herzen liegt, sind über das Unser Gewährsmann fügt noch hinzu:„ Bei der letzten Reichs- Verhalten der Fabrikanten sehr erbittert. Die kleinen Fabrikanten tagswahl hatten wir 111 Stimmen, und glauben wir, daß der werden dem Ruin entgegengeführt. Wenn die Arbeiterschaft weiter Untergang der hiesigen Fischerei( früher, noch vor ein paar Jahren, hin den Streifenden die Solidarität bewahrt, wird dieser Kampf, ein blühender Erwerbszweig) durch das Großkapital( Fischdampfer- der von den das Hungern gewöhnten Arbeitern so tapfer geführt Gesellschaften) mit die Ursache ist und die See- und Fischerleute wird, stegreich beendet werden. immer mehr zu der Erkenntnis kommen, daß nur der Anschluß an die Socialdemokratie und die allgemeine Arbeiterbewegung ihre sehr notdürftige Lage verbessern kann." " Boriales. Das Unglück entstand in derjenigen Abteilung, in der Nitroglycerien hergestellt wird. Frankfurt a. M., 25. April.( W. T. B.) Das Feuer in der Griesheimer chemischen Fabrik Elektron brach um 3 Uhr in der Abteilung aus, in welcher mit Sprengstoffen gearbeitet wird. Die Griesheimer Feuerwehren waren noch mit der Löschung beschäftigt, als eine gewaltige Explosion erfolgte und die hellen Flammen auf allen Seiten herausschlugen. Das Feuer verbreitete sich mit rasender Schnelligteit und entzündete die angrenzenden Gebäude. Auch in dem jenseits Polizeiliches, Gerichtliches usw. are Mains gelegenen Dorfe Schwanheim standen bald mehrere Häuser Die gemeinsame Orts- Krankenkaffe für Schöneberg und in Flammen. Gegen 5 Uhr erfolgte eine zweite, nicht minder Ein nenes befremdliches Urteil hat wiederum die Erfurter Friedenan hatte im Jahre 1900 bei einem durchschnittlichen starte Explosion. Die Unglücksstelle wurde alsbald abgesperrt und Straftammer gefällt und zwar gegen den schon so hart getroffenen Mitgliederstande von 9226 eine Gesamteinnahme von 235 216,30 M., Genossen Levy. Levys Berurteilung zu einem Jahre Ge- davon an Beiträgen 201 811,01 M.( pro Kopf des Mitglieds 21,87 m.), die Einwohner von Griesheim wurden aufgefordert, den Ort zu fängnis wegen Majestätsbeleidigung dürfte noch in an Eintrittsgeld 7508,97 m.( pro Kopf 0,81 m.) Die Ausgaben betrugen räumen, um weiteres Unglück durch eventuelle neue Explosionen frischer Erinnerung sein; dieselbe Straftammer hat ihn am 24. d. M. 234 549,73 m. Die Staffe hatte am Jahresschluß einen Kassenbestand zu verhüten. Der Einwohner von Griesheim hatte sich ein panischer abermals zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Gin von 666,57 M. und einen Reservefonds von 111 198,61 M. im Sturs- Schrecken bemächtigt. Diejenigen, welche Angehörige in der Fabrik Pfarrer Eichhorn aus Martinroda fühlte sich durch einen werte. Von den Ausgaben entfallen auf: Aerztliche Behandlung hatten, eilten wehtlagend zur Unglücksstätte. In dem Orte selbst Artikel der Erfurter Tribüne" vom 23. August 1900 beleidigt, in 16 387,36( pro Stopf 1,78 M.), Arznei und sonstige Heilmittel 22 962,23 2. wurde ein nicht geringer Schaden angerichtet; fast alle Fensterwelchem ein Unglücksfall, der sein 16jähriges Dienstmädchen beim Holz( pro Kopf 2,49 M.), Strankengeld 74 746,09 M.( pro Stopf 8.10 M.). fcheiben gingen in Trümmer; die meisten Einwohner stürzten spalten betroffen hatte, mitgeteilt und gloſſiert wurde. Der Gewährs- Sterbegeld 6611,76 m.( pro Stopf 0,72 M.), Krankenhaus- Verpflegung ins Freie und mann der Tribüne" hatte bei Abfassung des Artikels den Irrtum 47 223,90 M.( pro Kopf 5,12 M.), Verwaltungskosten, persönliche flüchteten in der Richtung nach Frankfurt. begangen, den Pfarrer für den Unfall des Dienstmädchens verant- 20 103,93 m.( pro Stopf 2,17), fächliche 9698,46 M.( pro Kopf Hier wurden alsbald umfassende Rettungsarbeiten ins Werk gesetzt. wortlich zu machen, während ersterer sich zu der Zeit auf Reisen be- 1,05 m.). Ertranfungsfälle, die mit Erwerbsunfähigkeit Feuerwehr, Rettungswagen und Sanitätspersonal jeder Art wurde fand und seine Frau die in dem Artikel mitgeteilten Anordnungen verbunden waren, mußten im Berichtsjahre 3914 mit einer Gesamt- mittels Sonderzugs nach Griesheim befördert, wo die Feuerwehr getroffen hatte. Genossen Levy trifft nun das traurige Los, nach dauer von 77 262 Tagen verzeichnet werden( pro Erkrankungs- von Höchst a. M. bereits in Thätigkeit war. Auch eine Abteilung gänzlicher Wiederherstellung von seiner schweren Krankheit 1/4 Jahr fall 19,74 Tage). Die Krankheitsfälle entfallen auf: Unfall reip. Militär ging ab, um die Absperrung durchzuführen. Der durch hinter Gefängnismauern zuzubringen und das wegen Handlungen, Verlegungen 832 Fälle, Influenza 435 Fälle, Rheumatismus gehende Bugverkehr in Griesheim wurde gesperrt, da noch Explodie ihm sicher von der Voltsmeinung nicht als Vergehen angerechnet 848 Fälle, Schwindsucht und sonstige Lungenkrankheiten 309 Fälle 2c. fionen im Benzinlager befürchtet wurden. In Griesheim wurden Von den Mitgliedern starben im Laufe des Berichtjahrs 67 und zwar Der Militärboykott ist mit militärischer Promptheit über an: Schwindsucht 15, Magenleiden 6, Unterleibsteiden 5, Herzleiden 4, alle verfügbaren Räume zu Lazaretten eingerichtet. Ueber die Verbas Breslauer Gewerkschaftshaus verhängt worden. Die Rippen- und Bauchfellentzündung 4, Kehlkopfleiden 3, Nieren- luste an Menschenleben lauten die Angaben vielfach widerGarnisonverwaltung hat am 22. d. Mts. durch den üblichen An- entzündung 3, Selbstmord 3, sonstigen Ursachen 24.- Die Fluftuation sprechend, eine genaue Feststellung ist noch nicht erfolgt und schlag den Soldaten aller Breslauer Regimenter den Besuch des war eine äußerst starte. Bei einem durchschnittlichen Bestande von wird erst nach der Verlesung der Arbeiterlisten möglich sein. Etablissements Concordia"( Gewerkschaftshaus) verboten. Um so 9226 Mitgliedern waren 47 834 An beziv. Abmeldungen zu ver- Man schäßt die Zahl der Toten und Verwundeten bisher auf etwa mehr wird es hoffentlich von den Arbeitern besucht werden. zeichnen. Durch die Beschaffung eines neuen Kaffenlotals, einer hundert. Nach den letzten Berichten ist das Unglück der Explosion Neueinrichtung der Bureaus und dem kolossalen Wechsel in der von Pikrinsäure zuzuschreiben. Um 9 Uhr abends war das Feuer Mitgliedschaft im Berichtsjahre sind die Verwaltungstosten um noch nicht gelöscht. Zwischen den Orten Griesheim und Höchst ist 0,54 M. pro Kopf höher als im Vorjahre. der Bahnverkehr vorläufig eingestellt. werden. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ueber das Arbeitsverhältnis der Puker Vorsitz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz. Die ,, Internationale Vereinigung für gefeglichen Arbeiterschuh" hält ihre konstituierende Versammlung am 27. und 28. SepBonn, 25. April.( W. T. B.) Seine Majestät der Kaiser ertember in Basel ab. Auf der Tagesordnung werden Berichte des Lehte Nachrichten und Depeschen. Präsidenten des provisorischen Komitees, Advokat ScheererSt. Gallen, über die Entwicklung und die Aufgaben der Interwiderte bei dem Kommers des Bonner S. C. auf eine Ansprache nationalen Vereinigung, des Sekretärs über die Aufgaben des des Generalobersten Frhrn. v. Los unter anderm folgendes:" Ich finanzielle Lage stehen. Die Satzungen der Internationalen Ver- Stand setzen wird, unser deutsches Vaterland in dem Sinne, Internationalen Arbeitsamts und des Kassierers über die hoffe und erwarte von der jungen Generation, daß sie mich in den einigung und der Landessektionen werden einer Prüfung unterzogen. wie ich es gestern vorzeichnete und aussprach, in seiner Schließlich wird die endgültige Konstituierung des Verbands und festen Begrenzung, im Gefüge der germanischen seiner Leitung vorgenommen. Das Internationale engen niemandem zu Liebe, niemandem zit erfüllen. verhandelte am Donnerstag wiederum das Einigungsamt unter dem Nach Eröffnung der Sigung bemerkte Vorsigender v. Schula: Am Mittwoch hätten ihm die Arbeitnehmer mitgeteilt, daß sie nicht in der Lage seien, für diese Sigung einen Vertrauensmann zu beschaffen. Er habe diese Mitteilung den Arbeitgebern zugehen lassen und ihnen anheimgegeben, nun auch ihren Vertrauensmann vom Einigungsamt zurückzuziehen. Wie ihm mitgeteilt, sei darauf von den Arbeitgebern gesagt worden, das Gewerbegericht scheine jedem Wink der Arbeitnehmer zu folgen und nach deren Pfeife zu tanzen. Er arbeitsamt in Basel( Nebgaffe 1, Klarahof) beginnt seine Staffe zu erhalten, Leide. Wenn aber je uns jemand zu nahe treten sollte, dann ( der Vorsitzende) weise diesen Vorwurf zurück, er tanze weder nach Thätigkeit am 1. Mai zunächst auf dem Gebiete der Auskunfts werde ich an Sie appellieren und ich erwarte, daß Sie mich nicht erteilung in Fragen bes Arbeiterfuges. Die der Pfeife der Arbeitnehmer noch nach der Pfeife der Arbeitgeber. Bauunternehmer Va al erwiderte darauf: So wie der Herr Vor- weiteren Obliegenheiten( Beranstaltung von Publikationen 2c.) wird figen lassen.( Bravo!) Es bedarf aber natürlich der Vorbilder und so will ich uns allen nur das Eine wünschen und das Amt nach Maßgabe der Beschlüsse der konstituierenden Versigende die betreffende Aeußerung aufgefaßt habe, sei fie nicht ges sammlung der Internationalen Vereinigung vom 1. Oktober d. I. ab Ihnen vor allem, die heut abend hier versammelt find, daß Sie meint gewesen, sie habe gelautet: Wir( die Arbeitgeber) wollen nicht am Abend Ihres Lebens auf ein so schönes Leben zurückblicken, nach der Pfeife der Arbeiter tanzen. Vorsitzender v. Schulz wie Se. Excellenz es thut als braver ergebener Diener meines erklärte sich durch diese Darlegung befriedigt und meinte, man Pollusses. Man schreibt uns: Wenn der Frühling beginnt Herrn Großvaters, auf daß, wenn Sie einst Ihr Haupt zur werde begreifen, daß er über den Vorwurf mit Recht ungehalten oder- wie es bei den diesjährigen Witterungsverhältnissen forretter Ruhe legen, es auch von Ihnen heißen fann: Ein frommer und sein müsse. Wenn die Aeußerung so gefallen wäre, so würde das heißen müßte beginnen sollte, dann wandert der russisch- getreuer Knecht. Auf diese Gesinnung hier, die ich bei Ihnen ein Mißtrauen in seine Unparteilichkeit sein und er hätte dann darum polnische Landarbeiter mit Weib und Kind nach Preußen, um dort allen voraussege, reibe ich einen fräftigen Salamander auf ersuchen müssen, ihn von dem Amte eines Vorsitzenden des Einigungs- unter günstigeren Verhältnissen zu arbeiten. Solch ein Arbeiter Se. Excellenz und den S. C." amts zu entbinden. Schon in der vorigen Sitzung feien gegen ihn wird an der deutsch- russischen Grenze„ Polluss" genannt. Köln, 25. April.( W. T. B.) Ueber den Besuch des Kaisers Bemerkungen gemacht worden, die er sich als Brozeßrichter nicht Kaum hat derselbe preußisches Gebiet betreten, als sich ihm und Seiner Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen in Maria Laach gefallen lassen würde, er sei daher empört gewesen, als er auch schon einige Dugend Agenten nähern, um ihn für ihre berichtet die„ Kölnische Zeitung": Abt Benzler, den alle Paters gehört habe, man werfe ihm vor, daß er nach der Pfeife Auftraggeber anzuwerben. Eine solche Scene erinnert lebhaft und die abkömmlichen Brüder umgaben, entbot dent einer Bartei tanze. Bauunternehmer Baal an das Treiben in einem Berliner Mietsbureau, nur daß sich Kaiser herzlichen Willkommen, auf den Se. Majestät ersein Bedauern über das Mißverständnis ausgedrückt und hier in geschlossenen Räumen abspielt, was dort auf offener widerte, der Benediktinerorden dürfe seines Schuzes und nochmals erklärt hatte, daß Herr v. Schulz durch die Aeußerung Chauffee geschieht. Bevor die Anwerbung perfelt wird, vergehen seiner Huld stets versichert sein. Ueberhaupt dürften alle die nicht getroffen werden sollte, bezeichnete dieser die Angelegenheit als einige Tage. Durch diesen Umstand als auch dadurch, daß die Bestrebungen auf seine Unterstühung rechnen, die darauf geerledigt. russische Regierung diesen Arbeitern nur einige bestimmte Grenz- richtet seien, dem Volke die Religion zu erhalten, wie er, der Die Verhandlungen begannen mit der Erörterung der Frage, ob orte zu passieren erlaubt, find diese privilegierten Orte gezwungen, Kaiser, das auch gestern auf dem Studentenkommers zum Ausdruck die Träger( Hilfsarbeiter) von den Buzern oder von den Bauunter- in dieser Zeit 3-4 mal so viel Fremde zu beherbergen, als sie in gebracht habe. nehmern zu bezahlen sind. Die Arbeitnehmer verlangen das lettere. gewöhnlichen Zeiten Einwohner zählen. Um all' den Leuten ein Wien, 25. April.( B. H.) In der Ortschaft Prosetsch brannten Die Arbeitgeber machen den Vorschlag, sie wollen die Träger entlohnen, Üntertommen während der Nacht zu verschaffen, werden Scheunen 46 Wohnhäuser mit den Nebengebäuden nieder. damit sie( die Unternehmer) und nicht die Buzzer rechtlich als Arbeitgeber sowie andre große Räumlichkeiten in Schlafsäle verwandelt, wo darunter drei Kinder, welche sich in den Keller geflüchtet hatten, erder Träger gelten. Der Lohn der Träger solle aber vom Accordlohn der zu Hunderten ländlich fittlich" Männlein und Weiblein zusammen stickten. Viele Personen erlitten Brandwunden, der Schaden ist sehr Buzzer abgezogen werden. Die Arbeitnehmer wollen sich mit diesem den Schlaf des Gerechten genießen, oder... Welch malerisches bedeutend. Vorschlage einverstanden erklären unter der Voraussetzung, daß auch Bild würde sich jemand bieten, der mit einer Blendlaterne aus- London, 25. April.( W. T. B.) Nach einer Meldung der über die übrigen Streitpunkte eine Einigung erzielt wird. Nachdem gerüstet mitten in der Nacht plöglich in einen solchen Raum treten Abendblätter aus Pretoria ist Major Twyford mit kleiner Eskorte die Parteien noch längere Zeit über die Trägerfrage debattiert hatten, würde! auf dem Wege von Machadodorp nach Lydenburg in der Nähe von zog sich das Einigungsamt zurück, um über die streitigen Punkte Nachdem num der Agent die von ihm benötigten Arbeiter an- Badfontein in einen Hinterhalt geraten. Twyford wurde getötet und einen Schiedsspruch zu formulieren. Nach längerer Beratung ver- geworben, werden dieselben auf der Eisenbahn nach ihrem Be- seine Leute nach tapferem Widerstand überwältigt. Nachdem 6 Personen, Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 97. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Freitag, 26. April 1901. Abg. Rettich( f.): für den Syndikus der Weltesten der Kaufmannschaft Dove Ich habe im Auftrage meiner Freunde unsrem lebhaften Be: 59 Stimmen. Kauffmann ist somit auf 12 Jahre zum zweiten dauern darüber Ausdruck zu geben, daß es gestattet sein soll, einen Bürgermeister gewählt. Die Verkündigung des Wahlresultats 82. Sigung vom Donnerstag, den 25. April 1901, Teil der Prämienreferven in Pfandbriefen deutscher Hypotheken- wird von der Mehrheit und auf der Tribüne mit einem starken nachmittags 1 hr. Attienbanken anzulegen. Auf Abänderungsanträge verzichten wir Bravo begrüßt, welches auf andren Seiten des Saals teils Bischen, aber mit Rücksicht auf ihre Aussichtslosigkeit. teils Heiterkeit hervorruft. Von den Stadtvv. Wallach und Genossen ist am 19. März cr. folgende Anfrage eingereicht worden: Am Bundesratstische: Graf Bosadowsfh. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Entwurfs eines Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen. Berichterstatter der Kommission ist der Abg. Zehnter( C.). Die §§ 1-6 werden debattelos erledigt. §7 bestimmit: tvenu Die Erlaubnis zum Geschäftsbetriebe darf nur versagt werden, 1. Der Geschäftsplan gefeßlichen Vorschrifen zuwiderläuft, 2. nach dem Geschäftsplan die Interessen der Versicherten nicht hinreichend gewahrt sind oder die dauernde Erfüllbarkeit der aus den Versicherungen sich ergebenden Verpflichtungen nicht genügend dargethan ist, 3. Thatsachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, daß ein den Gesezen oder den guten Sitten entsprechender Geschäftsbetrieb nicht stattfinden wird. Die Erlaubnis kann von der Stellung einer angemessenen Sicherheit abhängig gemacht werden, wobei deren Zweck und die Bedingungen für die Rückgabe festzustellen sind. Der Abg. Richter( frs. Bp.) beantragt die Nr. 2 und den letzten Absatz zu streichen. Abg. Richter( frs. Vp.): Die Kautionsstellung ist in Preußen meines Wissens längst aufgehoben, eine solche Kautionsstellung widerspricht der Natur des Versicherungsbetriebs. Die Sicherheit desselben liegt vielmehr in dem Gründungs- und Betriebsfonds. Das Aufkommen kleiner Unternehmungen wird durch diese Forderung außerordentlich erschwert. Das Publikum wird dadurch nur sorglos gemacht, es verläßt sich auf die Behörden; ebenso dient der Abjaz 2 mir dazu, das Publikum sorglos zu machen. Noch eine geschäftliche Bemerkung. Wenn so wenig Anträge vorliegen und zum Teil erst während der Beratung eingebracht werden, so liegt das daran, daß uns der umfangreiche Bericht erst am Sonnabend zugegangen ist. Es war deshalb sehr wenig Zeit, die Vorlage genau durchzuarbeiten und unter den Parteien Anträge zu besprechen. Eine solche Geschäftsführung, wie sie jetzt üblich ist, wo sich der Reichstag lediglich darauf beschränkt, über die Stommissionsbeschlüsse schnell abzustimmen und wo die meisten Abgeordneten gar nicht in der Lage sind, den Beratungen zu folgen, dient nur dazu, das Ansehen des Reichstags in erheblichem Aenderung eintreten. Der§ 59 wird in der Fassung der Kommission angenommen, ebenso debattelos die§§ 60-80. Jm§ 81 wird bestimmt, daß die Kosten des Aufsichtsamts für Privatversicherung und des Verfahrens vor dem Amt das Reich trägt. Als Gebühren für die Aufsichtsthätigkeit des Amts werden von den seiner Aufsicht unterstellten Versicherungsunternehmungen Jahresbeiträge erhoben, welche nach den einer jeden Unternehmung im letzten Geschäftsjahr aus den im Inland abgeschlossenen Versicherungen erwachsenen Bruttoprämien, jedoch abzüglich der Prämien für Rückversiche= rungen sowie der zurückgewährten Ueberschüsse oder Gewinnanteile, mit der Maßgabe bemessen werden, daß Eins vom Tausend nicht überschritten werden darf. Der Bundesrat ist befugt, nach Anhörung des Versicherungs- Beirats einen anderweiten Verteilungsmaßstab zu bestimmen. Die Abgg. Dietrich( f.) und Genossen beantragen die Worte der Prämien für Rückversicherungen sowie" zu streichen. Abg. Richter( frs. Vp.) beantragt den Paragraphen mit Ausnahme des ersten Satzes zu streichen. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Es genügt vollkommen, wenn der Grundsatz aufgestellt wird, daß das Reich die Kosten trägt. Den Schaden einer Norm, wie sie hier aufgestellt wird, hat nur der Versicherte; auf ihn werden die Gesellschaften die ihnen hier aufgelegte Steuer abwälzen. Geheimrat Gruner: Die Anstalten sind im hohen Maße an der Aufsicht interessiert, dabei ist es durchaus billig, daß ihnen die Hälfte der Kosten auferlegt werden. Abg. Richter( frf. Vp.): Diese Steuer ist hergenommen von der Kleinstaaterei, man hat sie übernommen, trotzdem nun die Aufsicht auf das Reich über gegangen ist. Eine solche Steuer ist vollkommen unberechtigt und ohne Beispiel in der Gesetzgebung. Ich halte es nicht für richtig, daß eine neue Steuer, wie sie hier der Bevölkerung auferlegt wird, bei so schwach besetztem Hause beschlossen wird, und werde bei der Abstimmung die geschäftsordnungsmäßigen Konsequenzen ziehen. Abg. Büsing( natl.): „ Am 25. Januar 1900 beschloß die Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, mit der Gemeinde Tempelhof und mit allen übrigen Beteiligten darüber in Verhandlung zu treten, unter welchen Bedingungen die Einverleibung der Südseite der Straße Haseuheide nach Berlin stattfinden können." Wir erlauben uns nun heute die Anfrage an den Magistrat zu richten: 1. Ist die Zeitungsnotiz wahr, nach welcher die Vertreter Berlins in der stattgefundenen Konferenz erklärt hätten, Berlin habe tein Interesse an der Eingemeindung, wenn Tempelhof keinen Zuschuß leiste? 2. Was sind die Ergebnisse der Verhandlung gewesen und woran hat es gelegen, daß wir über ein Jahr nichts mehr über die Sache gehört haben? Die Anfrage soll in der heutigen Sigung beantwortet werden. Nachdem Stadtv. Wallach namens der Interpellanten den Sachverhalt vorgetragen, führt Stadtrat Bohm aus, daß der Magistrat mit dem Tempelhofer Gemeindevorstand kommissarisch verhandelt habe, ohne indessen über die einschlägigen Vorfragen insbesondere die des allgemeinen Interesses der Einverleibung nach Berlin zu einem Abschluß zu gelangen. Im Februar d. J. habe der Gemeindevorstand mitgeteilt, daß die Frage der Eingemeindung nach Nixdorf erwogen werde. Im März habe sich der Oberpräsident mit der Frage befaßt und die Konferenz berufen. Die bezügliche Beitungsnotiz sei unrichtig, es bestehe insofern ein Mißverständnis, als die Stadt Berlin zu der Zuschußfrage noch keine Stellung genommen habe. In den letzten Tagen sei die Antwort von Tempelhof endlich eingetroffen, danach erkenne dieses ein öffentliches Interesse an der Eingemeindung nach Berlin nicht an und wolle nur zustimmen, wenn es für den Steuerausfall entschädigt werde, andernfalls mit Rigdorf verhandeln, welches Grundstücke zum Austausch angeboten habe. Es werde nun mit Tempelhof weiter verhandelt werden. Maße zu schädigen.( Sehr richtig! links.) Hier muß unbedingt eine der Kosten für das Auffichtsamt auf die privaten Versicherungsgesell itellungen sollen versuchsweise Geheimrat Grunert: Die Kautionsforderung soll durchaus nicht die Regel bilden, in einzelnen Fällen ist sie aber unentbehrlich und ich bitte Sie daher, Abg. Schrader( frs. Vg.): die Anträge Richter abzulehnen. Die bisherige Geschäftsgebahrung wird sich schwer ändern, ehe nicht die Abgeordneten dafür sorgen, daß das Haus bei den zweiten Lesungen besser besucht ist. Für die Anträge Richter werde ich stimmen. In der Abstimmung werden die Anträge Richter abgelehnt und der§ 7 in der Fassung der Kommission angenommen. Die§§ 8-10 werden debattelos erledigt. Nach§ 11 hat der Geschäftsplan einer LebensversicherungsUnternehmung die von ihr angenommenen Tarife sowie die Grundfäge für die Berechnung der Prämien und Prämienreserven vollständig darzustellen, namentlich auch den anzuwendenden Zinsfuß und die Höhe des Zuschlags zur Nettoprämie anzugeben. alt= Ein Antrag des Abg. Müller- Sagan( frs. Bp.) verlangt auch die Angabe, ob und in welchem Maße bei der Berechnung der Prämie eine Methode- 8illmerei gewandt werden soll, nach welcher anfänglich nicht die volle Brämienreserve zurückgestellt wird, wobei jedoch der Satz von 12½ pro Mille der Versicherungssumme nicht überschritten werden darf. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Normativbestimmungen über den Zinsfuß, die Wahrscheinlichkeitsberechnung in das Gesetz aufzunehmen, ist in der Kommission nicht gelungen. Einige Ergänzungen der Vorlage in dieser Richtung scheinen nun aber doch notwendig. Dies bezweckt unser Antrag. Es ist merkivürdig, daß gerade die Gesellschaften, die durch die Zillmerei groß geworden find, sich jetzt dagegen wenden. Hier ist jedenfalls Konkurrenzneid gegen die jungen Gesellschaften das Motiv. Die Methode erleichtert es den Versicherungsgesellschaften, bei neuen Versicherungsabschlüssen den Agenten eine hohe Abschlußprämie zu zahlen, ohne die Dividendenzahlung zu beeinträchtigen. Auch im Auslande ist diese Methode weit verbreitet. Abg. Dr. Lehr( natl.) schließt sich diesem Antrag an. Geheimrat Gruner: Die Methode der Zillmerei wird in Preußen überhaupt nicht mehr geduldet, da sich in verschiedenen Fällen Echädigungen für die Versicherten ergeben haben. Es handelt sich hier um eine rein technische Frage, die man der Verwaltung überlassen sollte. Abg. Dr. Heim( C.): Eine Frage ist die Zillmerei nicht mehr, sie ist eine Thatsache. Ob die Wissenschaft schon die Formeln dafür gefunden hat, ist gleichgültig. Hier ist einer der wichtigsten Grundsätze der Verficherungstechnik einfach ignoriert im Gesetz. Noch niemals ist in einem Gesez soviel dem Bureaukratismus überliefert worden, wie in diesem Gesetz. Deshalb begrüße ich es, daß der Antrag Müller hier eingebracht ist. Ich werde für den Antrag Müller- Sagan eintreten. Abg. Segik( Soc.): In dem deutschen Versicherungswesen bestehen zweifellos Mißstände, die der Abhilfe bedürfen. Die Aufsicht über die Gesellschaften ist daher nicht überflüssig. Wenn man behauptet, daß sie nuplos ist, würde man behaupten, daß es für die Versicherten überhaupt keinen Schutz giebt. Der vorliegende Antrag bedeutet teine Verminderung des Schutzes der Versicherten, wir werden daher für ihn stimmen. Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Auch uns ist die Bestimmung der Vorlage, wonach ein Teil fchaften abgewälzt wird, nicht allzu sympathisch, aber wir können uns der Erkenntnis nicht verschließen, daß es ganz unmöglich ist, einen bezustellen. Aus diesem Grunde werden wir für die Kommissionsfaffung fonderen Gebührentarif für die einzelnen Aufsichtshandlungen herstimmen, nachdem der Beitrag von 3/4 auf 1/2 herabgesetzt ist. Um eine neue Steuer handelt es sich hier nicht, sondern nur um eine Pauschalgebühr für im einzelnen nicht zu berechnende Handlungen. Uebrigens besteht bei der Staatsaufsicht über die Hypothekenbanten eine ganz entsprechende Bestimmung. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ein großer Teil der Thätigkeit des Aufsichtsamts wird eine rechtsprechende sein, und schon daher dürfte die Leistung von Gebühren durch die Gesellschaften berechtigt sein. Außerdem ist die Ausgabe nach dem Kommissionsbeschluß eine wenig drückende. Abg. Nichter( frs. Bp.): Nur ein fleiner Teil der Thätigkeit des Aufsichtsamts wird eine rechtsprechende sein und hierfür können sehr gut im einzelnen Falle Gebühren erhoben werden. Damit schließt die Diskussion. Vor der Abstimmung bezweifelt Abg. Richter die Beschluß= fähigkeit des Hauses. Präsident Graf Ballestrem schließt sich diesem Zweifel an und läßt geschäftsordnungsgemäß die Auszählung durch Namensaufruf vornehmen. Die Auszählung ergiebt die Anwesenheit von 138 Mitgliedern. Das Haus ist daher beschlußunfähig. Präsident Graf Ballestrem: Der Jnterpellant erklärt sich mit dieser Auskunft einstweilen zufrieden. Damit ist die Sache für jetzt erledigt. Für die Anwärter auf die Sekretär- und Assistentenjuristische Unterrichtskurse eingerichtet und hierfür 1600 M. bewilligt werden. Es handelt sich die Hälfte der 379 Stellen für Sekretäre I. l. und der 498 Assistentendabei hauptsächlich um die Militäranwärter, mit denen die Stadt stellen zu besetzen gesetzlich verpflichtet ist. Die Militäranwärter haben um die Einrichtung solcher Kurse für die Vorbereitung auf die Prüfungen nachgesucht, da sie sich bei ihrer größtenteils nur elementaren Vorbildung in der verwickelten Gesetzgebung nur schwer zurechtfinden können. Die Vorlage wird ohne Diskussion genehmigt. Es geht als schleuniger Antrag eine Anfrage ein, welche Gründe den Magistrat bewogen haben, den Polizeiverordnungen wegen des Oeffnens der Schantstätten und wegen der Schließung der Häuser seine Zustimmung zu geben. Dieser schleunige Antrag soll auf die Tagesordnung gesetzt werden, sobald der Magistrat sich zur Beantwortung bereit er= flärt hat. 0 Der Tarif der Einzelpreise für Arbeiten und Lieferungen bei Ausführung der Haus und Dachwasser Ableitungen für das Rechnungsjahr 1901 wird nach den Magistratsvorschlägen festgesetzt. Schluß 3/47 Uhr. Aus der Frauenbewegung. Der Arbeitsnachweis für Plätterinnen, der längst im Hafen schien, erfährt fortdauernd Anfechtungen durch den Verein der Wasch- und Plättanstalts Inhaber Berlins und Umgegend nicht zu verwechseln mit dem Wir werden unsre Berhandlungen hier abbrechen. Ich habe Verband der Wasch- und Plättanstalts- Besizer feine Gegenstände mehr, die ich auf die Tagesordnung eines beschluß- Berlins und Imgegend, welcher sich an dem Nachweis bes unfähigen Hauses setzen könnte, denn wir riskieren dann, daß der teiligt. Zur Klärung der Lage berief der Verband der Be= wenig erhebende Vorgang, der sich hier soeben abgespielt hat, sich fiber eine öffentliche Vereinsversammlung für Dienstag, eine dann wiederholt. Ich kann es teinem Herrn verdenken, der öffentliche Versammlung der Blätterinnen folgte am Mittwoch. auf eine Bestimmung des Gefeßes einen besonderen Wert legt, Die gewünschte Stlärung wurde jedoch am Dienstag durch den daß er wünscht, daß dieselbe von einem beschlußfähigen Hause wüsten Lärm, das rüde Toben und Schimpfen einer Anzahl der angenommen wird.( Allseitiges Sehr richtig!) Deshalb und weil Erschienenen unmöglich gemacht; den Referenten ließen sie gar nicht ich nicht glaube, daß wir morgen oder übermorgen ein beschluß zu Worte kommen. Die höflichen Herren, welche das Gastrecht so fähiges Haus bekommen, setze ich die nächste Sigung an für Montag, ausübten, waren Mitglieder des Vereins der Inhaber. den 29. April, mittags 1 Uhr, mit folgender Tagesordnung: 1. Fort- Ju der Plätterinnenversammlung tags darauf bei Stechert, setzung der heutigen Beratung. 2. Dritte Beratung des Urheber- Andreasplay, sprach der Referent, Herr Körsten, über die Entwicklung rechts an Werken der Litteratur und Tonkunst. 3. Dritte Beratung des Arbeitsnachweises und seine verschiedenen Formen. Die große Bedeutung, die er in den achtziger Jahren für die Gewerkschaften des Verlagsrechts. Schluß der Sigung 51/2 Uhr. gehabt, sei vorbei, seit die Arbeitgeber denselben teilweise in ihre eignen Hände brachten. Hier wurde daraus ein Kontroll- und Strafbureau für die Arbeiter. Der Verband der Metallindustriellen, welcher durch seine Macht einen Staat im Staate bildet, straft z. B. einen Arbeiter schon dafür, daß er beim Eintritt in das Bureau Wer bei der Arbeit nicht gleich den Hut abnimmt, für 3 Monate. nicht fügsam genug ist, erhält 4-5 Monate Strafe. So schlimm internationalen Organisation des Verbands kann der Gestrafte und schlimmer noch als Gefängnis! Denn bei der großen, auch nirgends Arbeit bekommen er ist in aller Form zu Not und Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 17. Sigung vom Donnerstag, den 25. April, nachmittags 5 Uhr. Auf der Tagesordnung der heutigen Sigung steht als wichtigster Gegenstand die Wahl des zweiten Bürgermeisters, die auf 6 1hr angesezt ist. Außerdem sollen eine Reihe weiterer Wahlen in Auschüsse usw. vollzogen werden. Es sind gemeldet für die Wahl je eines Mitglieds: 1. in das Kuratorium der Handwerkerschulen und der Baugewerkschule die Stadtvv. Flohr, Glocke und Herbig; 2. in die Direktion des Märkischen Provinzialmuseumis die Stadtvv. Flohr, Reimann und Stapf; 3. in die Kommission zur Verteilung des Stipendienfonds Stadtvv. Liebermann und Wurm; fördern. Hunger in schwerster Form verurteilt. Redner kritisiert hierauf die übrigen Formen des Nachweises; ist er bei einem der Arbeitgeber, so hat dieser, nebst ihm seine Freunde, eine zu große Be günstigung bor den andern voraus was zu Unfrieden führt; bei einem Wirt ist die Gefahr der Nötigung zu größeren Zechen, um sich den Wirt günstig zu stimmen; die Nachfrage in einzelnen Geschäften führt zu Lohnbrüderei. Agenten und Annoncen find häufig bloße Schwindelmanöver; daß sie auch 4. in die Verkehrsdeputation die Stadtvv. Borgmann, Ausweg ist der paritätische Nachweis, der beiden Teilen gleiche Vorzu unsittlichen Zuständen führen, ist nur zu bekannt. Der beste Flohr, Herbig, Rast und Wallach. Das Ergebnis der Wahlen ist bei Schluß der öffentlichen parteiischer Weise gesorgt, es gelte nun von beiden Seiten guten teile bringt. Für beide ist auch bei dem neuen Nachweis in unUnser Antrag will, daß die Einschränkungen der Gesellschaften Sigung noch nicht verkündet. durch Normativbestimmungen festgelegt und nicht dem Ermessen der Der Ausschuß für die Vorberatung der Neuwahl eines Billen zeigen und das junge Institut durch stete Benutzung zu Behörden überlassen bleiben. Wir wollen nicht die Weisheit der Stadtfynditus hat sich unter dem Vorsiz des Vorstehers Geheimräte an die Stelle der Tüchtigkeit deutscher Geschäfts- tonstituiert. Mitglieder find u. a. Stadtvv. Singer und Pfann branche, Herr Scharf und ein andrer Herr vom Verband der BeDie nächsten Redner, Herr Trinks vom Verein der Wäschesizer richteten an die Blätterinnen den energischen Mahnruf, sich Es wäre gefährlich, hier eine bestimmte Grenze für die Zillmerei Ueberführungs- Bauwerke über den Bahnhof Gesundbrunnen stets nur an den Nachweis zu wenden. In ihrer Hand allein liege festzusetzen. Man fann Gründe pro und contra für die Billmerei im Zuge der Swinemünder- und Bellermannstraße ist von dem es, ob der Nachweis lebensfähig sein werde; er könne sich glänzend anführen. Der preußische Versicherungsbeirat, der sich aus im Ver- niedergesetzten Ausschusse einstimmig mit der Maßgabe genehmigt entvideln, wenn sie ihre Schuldigkeit thäten. Die Unternehmer sicherungswesen praktisch thätigen Herren zusammensetzt, hat sich aus worden, daß die Breite der Brücke von 9,50 auf 10,40 Meter erhöht müssen zulegt immer die Arbeiter nehmen, wo sie dieselben finden. praftischen Gründen dahin ausgesprochen, die Zillmermethode möglichst werden soll. Eine noch stärkere Verbreiterung auf 11,80 Meter ist Herr Trinks ersuchte noch die Inhaber, doch die Gründe für ihre einzuschränken. zwar von dem gesamten Ausschusse als notwendig erkannt worden, gegenteilige Meinung zu nennen. doch fürchtet man, die Zustimmung des Eisenbahn Fiskus hierzu nicht zu erlangen, und man will andrerseits die Ausführung dieser seit Jahrzehnten erstrebten Berbindung nicht länger berzögern. Ohne Debatte wird nach den Ausschußanträgen beschlossen. Darauf schreitet die Versammlung zur Teute setzen. Geheimrat v. Knebel- Döberih: Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Müller Sagan wird gegen die Stimmen der Rechten und eines Teils des Centrums angenommen, ebenso § 11 in der erweiterten Fassung. Die§§ 12 bis 58 werden debattelos erledigt. § 59 handelt von der Anlegung der den Prämien- Refervefonds bildenden Bestände. fuch. Die Vorlage wegen Herstellung eines Wahl des zweiten Bürgermeisters. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 126 Mitgliedern. Bei der Wahl werden abgegeben für den Stadtrat Kauffmann 67, seine Gründe." Eine gegenteilige Meinung haben sie nicht; sie sind Herr Lösche, Wortführer der Inhaber, entwickelte denn auch aber entschlossen, nicht mit den beiden von den Besitzern Gewählten zu arbeiten. Man lasse doch den kleinen Verein der 13 Männer fallen; sie allein, mit über 300 Mitgliedern, seien maßgebend. Werden jene aus dem Kuratorium ausgeschlossen, so seien sie bereit mitzuthun, wenn nicht, würden sie den Nachweis zu Grunde richten". Mit Recht sprach die Vorsitzende Frau Ihrer ihr Erstaunen aus über den gänzlichen Mangel an jedem sachlichen Grund zur Opposition, der freilich die Häßlichen Scenen vom Dienstag erklärt) - persönliche Gehässigkeit tobte sich aus. Briefkasten det Redaktion. Dienstag, maing Marktpreise von Berlin am 24. April 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Welgen, gut D.Etr. 17,30) 17,26 Kartoffeln, neue, D- Ctr. 17,22 17,18 Rindfleisch, Keule 1 kg 17,14 17,10 do. 14,60 14,54 G. 225 Nr. 20 und 21, angehängt dem Arbeiterrecht, das u. a. in der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 ausliegt. 2. N. 59. 1. Nein. 2. Ja. Herr Trinks, Herr Körsten und Herr Cour legten die Verhält Die juristische Sprechstunde findet Montag, 3. Ja. 4. Ja. 5.§ 123 Abs. 3 Str.-G.-B. bedroht gemeinschaftlichen Hausnisse dar, auf welchen jene Feindseligkeit sich entwickelt hat. Die be- Donnerstag und Freitag von 7-9 ihr abends statt. friedensbruch mit einer Woche bis zu einem Jahre Gefängnisstrafe. F. G. Kaufmann. Die Ehe würden Sie innerhalb 6 Monaten, nachdem teiligten Vereine neben den drei genannten noch der Verband Abonnent von 1893. Aus Stebhaberei wird auf Behnmarkstücke mit Sie Kenntnis von dem betreffenden Umstand erlangt hatten, nicht ohne der Dampf- Wäschereibesizer, erhielten das Recht, je zwei Mitglieder dem Bilde des Kaisers Friedrich ein geringes Aufgeld gezahlt. Wenden Sie Aussicht auf Erfolg anfechten fönnen.( S. 61 Nr. 4 des dem„ Arbeiterin das Kuratorium zu senden, dessen Vorsitz von einem Unparteiischen, sich Der recht" angehängten Führers durch das B. G.-B.) O. S. 100. Die hier Gewerberichter Schalhorn, geführt wird. Man hat dem Verein 8. April 1872 fiel auf einen Montag. Wie tief die Schienen der Linie Reklamation könnten Sie innerhalb 28 Tagen nach Zustellung der VerApril 1972, fiel auf einen Montasie te bie center. der Inhaber, seiner großen Mitgliederzahl wegen, noch 2 Size Schlef. Bahnhof- Treptow unter dem Wasserspiegel liegen, wissen wir nicht. anlagung einlegen. M. T. 4. Ihre Schwester befindet sich nicht im mehr zugebilligt. Aber der persönliche Haß überwog. Die Ver- Sch. 79. Wenden Sie sich wegen Einstellung an das Bureau der Recht ist nichts vereinbart, 10 gilt für Gesinde eine sechs: treter verließen das Kuratorium und die Angriffe mehrten sich, ohne straße 37. Berliner elektrischen Straßenbahnen von Siemens u. Halske, Hollmann- wöchentliche Kündigung zum Quartalserſten. Charlottenburg. Ja. daß auch nur der geringste fachliche Grund angeführt worden O. S. 1. Der Ring ist pfändbar. Die Schuldnerin kann im Termin wäre. Sind aber die Plätterinnen einig, den neuen Nach ihre Verpflichtung zur Leistung des Eides bestreiten, wenn in der That noch weis zu benutzen, so können auch die widerstrebendsten fein Pfändungsversuch unternommen war, und scheint in dem betreffenden Juhaber nicht auf die Dauer fern bleiben. Ein sehr vorteilhafter Fall auch einwenden zu können, daß sie minderjährig war. Sprechen Sie Fortschritt ist bei dem Nachweis beschlossen: die Anstellung einer ge- eventuell mit den Papieren in einer der Sprechstunden vor. wesenen Arbeiterin als Geschäftsführerin. Weit leichter als einer Beiträge an junge Ehefrauen. Die Hälfte der für die Invaliden: A. V., Birkenstr. 76. Rückerstattung der Klebemarten: fernstehenden Dame wird es ihr sein, das Vertrauen der Arbeite- versicherung geleisteten Beiträge tönnen Frauen erstattet verlangen, wenn dy rinnen zu gewinnen, denen sie mit so manchem guten Rat beistehen sie in den Ghestand eintreten, bevor ihnen eine eine Alters- oder kann. Diese erfreuliche Veränderung wird bereits am 1. Mai in Invalidenrente bewilligende Entscheidung zugestellt ist. Voraussetzung ihres †) Gerste, gut Wirksamkeit treten. Anspruchs iſt: 1. Es müssen mindestens 200 Marken vor Eingehung der Ghe geilebt sein. 2. Der Erstattungsantrag muß innerhalb eines Jahres †) Bafer, gut nach dem Tage der Verheiratung geltend gemacht werden. Mit der Rüc erstattung erlischt der durch die Zahlungen erworbene Anspruch auf Altersoder in denen die Möglichkeit einer Selbstversicherung gegeben ist, ist es oder Invalidenrente. In vielen Fällen, in denen die Ehefrau weiterarbeitet deshalb praktischer, den Antrag auf Rückerstattung nicht zu stellen, sondern weiter zu versichern. Der Antrag auf Erstattung der Beiträge ist bei der unteren Verwaltungsbehörde oder bei der Rentenstelle des Wohnorts oder des letzten Beschäftigungsorts oder bei der von der Landes- Centralbehörde für ihren Nach- bestimmten Behörde anzubringen. In Berlin sind solche Anträge an den richten oder dort zu Protokoll zu erklären. Beizufügen sind die HeiratsMagistrat, Abteilung für Invalidenversicherung, Klosterstr. 55, schriftlich zu urkunde und die Klebefarten.#l Eine Resolution wurde vorgeschlagen:" Die heute anivesenden Plätterinnen Berlins erklären sich bereit, in Zukunft nur den paritätischen Arbeitsnachweis des Centralvereins zu benutzen, dagegen das Umschauen und Arbeitnehmen nach Annoncen möglichst zu meiden." Nach einstimmiger Annahme der Resolution wurde die Verfammlung von der Vorsitzenden geschlossen. Sehr erfreulich war die lebhafte Teilnahme, welche die Anwesenden es hätten noch einige Plaz gehabt weis an den Tag legten, eine Teilnahme, die auf richtigem Verständnis für die Wichtigkeit der Sache beruht. Mögen sie nun ihren Eifer durch unermüdliche Agitation unter den Kolleginnen beweisen. Der Arbeitsnachweis befindet sich Münzstr. 11; die Stunden sind von 8 Uhr ab. 7, mittel gering 1,60 1,20 " " Bauch 1,30 1, " * Roggen, gut " Schweinefleisch 1,60 1,20 mittel gering 14,48 14,42 Ralbfleisch 1,80 1, " " 14,36 14,30 Hammelfleisch " 1,60 1, 15,60 14,80 Butter 2,60 2, 14,70 13,90 13,80 13, 16,50 15,80 mittel gering " 15,70 15, Eier Karpfen Aale Bander 60 ind 3,60 2,60 1 kg 2,20 1,20 2,80 1, " 2,60 1,20 14,90 14,20 " Hechte 2, 1,20 7,16 6,82 Barsche 1,80 0,80 " 8,60 5,90 Schleie 3,- 1,20 " 1,40 0,70 inittel gering Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linfen *) ab Bahn. " 40, 25,- Bleie 45, 25,- Krebse 10,-30, †) frei Wagen und ab Bahn. per Shot 18,3, Produktenmarkt vom 25. April. Am Getreidemarkt zeigte sich anfangs feste Haltung bei 12 M. höheren Weizenpreisen, angeregt durch M. 2. 100. Da Sie der Erbschaft nicht entsagt haben, sind Sie Erbe höhere Preismeldungen vom Auslande und fortgesetzte stürmische Hausse in geworden und würden zur Zahlung verpflichtet sein, wenn nicht etwa Ver der Provinz, besonders in Schlesien. In Breslau wurde heute Weizen jährung vorliegt. Sprechen Sie gelegentlich mit etwaigen Aftenstücken in 5 M., Roggen 3 M. besser bezahlt als gestern. Da jedoch bereits gestern der juristischen Sprechstunde vor. Pfund 20. Sie sind zur Zahlung für hiesige Blechnung verschiedene Segler ausländischen Weizens gehandelt verpflichtet, weil Sie nach Ihrer Schilderung hierzu rechtsfräftig verurteilt worden waren, so machte sich am heutigen Mittagsverkehr bald ein größeres Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. sind. 75. 7. 23. Zur Gültigkeit des Vergleichs ist Genehmigung Angebot von Lieferungen geltend, welches die Nachfrage überwog, so daß Montag, den 29. April, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", fettens Des Vormundschaftsgerichts erforderlich... 100. die aufänglich erzielten Avancen wieder verloren gingen. Bei lebhaften Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Zadek über Sie zahlen für Ihre Frau mit. W. W. Nein. Umsätzen stellten sich Weizen und Roggen schließlich nur etwa 1/4 bis 1/2 m. das Thema:„ Begründung und Kritik des Arbeiterinnenschutzes". werden. Es ist aber unwahrscheinlich, daß dies geschehen wird. Frankfurter 109. Sie können noch zu einer Uebung herangezogen höher als gestern. Mehl blieb im Preise unverändert. Schluß für Getreide Gäste willkommen. Fr. D. und Maiweizen leicht erholt, spätere Sichten wie gestern. Sehr fest lagen Der Vorstand. Das Borgerecht Ihrer Frau tönnen Sie durch eine notariell oder gerichtlich Butterartitet infolge hohen Ameritas und knapper Zufuhren. Hafer und beglaubtyte Erklärung, die in das Gitterrechtsregister einzutragen ist, ein Mais zogen 1 M. im Preise an. Rüböl auf höhere Saatpreise ca. 2 M. schränken. Beispiele hierfür finden Sie im Führer durch das B. GB, fester. Spiritus. Spiritus 0,20 m. nachgebend; 70er loco 44,20. Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 26. April. Opernhaus. Fra Diavolo. Phantasien im Bremer Ratskeller. Anfang 72 Uhr. Thalia- Theater Ensemble- Gastspiel d. Central- Theater. Nur noch wenige Tage mit vollständig neuer Ausstattung: Die schöne Helena. ... Operette in 3 Arten von Offenbach. Calchas Emil Thomas a. G. Helena Riesa Stella a. G. Herren: Ander, Schüß. Frl. Milani. Schauspielhaus. Macbeth. Anfang Carl Weiss- Theater 712 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Raub der Sabine: rinnen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Aufang 72 Uhr. Leffing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Berliner. Berlin bei Nacht. An fang 72 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Freuden der Hochzeits: reise. Anfang 7 Uhr. Nenes. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 72 Uhr. Westen. Fidelio. Anfang 7 Uhr. Gr. Frankfurterstr. 132. Nein: RANIA** Taubenstr. 48/49. Im Theater Freitagabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Im Hörsaal: Franz Goerke: Charakterbilder aus der Mark. Invalidenstr. 57/62. Ein weiblicher Mazeppa. Tägl. Sternwarte. Anfang 8 Uhr weiblicher Mazeppa. Morgen zum letztenial: Ein In Vorbereitung: Der LieuteSonntag: Königin Margât. nant vom Himmel. Große Posse mit Gefang von Millowitsch Passage- Panopticum. fining Neu! Passage- Theater. Singhalesen- Truppe Fortsetzung der DamenSeceffionsbühne. Buntes Theater: Ringkämpfe Ueberbrettl. Anf. 72 Uhr. Thalia. Die schöne Helena. Anfang 7 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 712 Uhr. = Luisen. Dio Anna Lise. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Damenschneider. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Der Postillon bon Lonjumeau. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Spazze verzähle es. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Man lebt ja nur einmal. Anfang 71 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten: Vorstellung. Der Walzerfönig. Der Photoscop. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. い Passage Theater. Damen Ringfämpfe. Rigo, der Geigerkönig. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: ,, Unser Rhein von der Delle bis zur Münding. Im Hörsaal: Fr. Goerke: Charakterbilder aus der Mart". Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Anfang 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Ringkämpfe 6 u. 10 Uhr. Heute Freitag, Beginn des Ring: fampfs d. französischen Meisterschafts- Ringerin Henriette Garet mit der Meisterschaftsringerin deutschen Eugenie Wermke. Die Kämpfe finden Freitag, den 26., Montag, den 29. und Diens tag, den 30. April, statt. Einsatz 1000 M. Siegerin ist diejenige, welche ihre Gegnerin zuerst zweimal besiegt. Apollo- Theater Friedrich- Strasse No. 218 Phänomenal ausgestattet Täglich FRAU Colossal amüsant LUNA Noch nie dagewesener Erfolg Das imposante Programm. Nur Schiller Theater och 6 Tage! ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Atten von Franz und Paul von Schönthan. Sonnabendabend 8 Uhr: Gastspiel: Ferdinand Bonn. Zum 1. Male: Der Kaufmann von Venedig. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntagabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Hierauf: Ein Rabenvater. Central- Theater. Heute und folgende Tage: Cirkus Busch Freitag, den 26. April, abends 712 Uhr: Großer tomischer Gala- Abend. Auftreten d. berühmten amerikanischen Pferdebändigers Prof. Norton B. Smith. Besonders hervorzuheben: Die gefährliche Fahrt unter der Teufelsbrücke. Unter anderm: Die Jagd bis in die Cirkuskuppel hinauf. Ringkampf neuengagierten mit einem Pferd. Außerdem: Die Clowns Gebr. Villand.. Adolpho& Daudi. Die Clowns Mr. Bimbo, Die Geisha. ber fomide Sprechclown.- Die Operette in 3 Aften v. Sydney Jones. Original Augufte Magrini u. Pascoll. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lezte Zum Schluß: Zum 151. Male: Nachmittagsvorstellung. Der Bettel: student. Abends 7 Uhr: Die Geisha. Die eiserne Maske. ( Die fotoffale Indierin.) FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree # 50 PI. Kinder die Hälfte. Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Bollständig geruch los! But besichtigen im großen amerikanischen Riesenzelt von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Alexanderstraße, Edhe der Magazinftraße. Sporthaus zur„ Großen Krampe" herrlich am Wald und Wasser gelegen wüggelberge fowie Gasthof zu Müggelheim am Fuße der empfehle den werten Vereinen, Fabriken und Werkstätten zu Wasser und Landpartien. Fernsprech- Amt: Köpenick 186. fonds in the W. Troppens. 10679* Sanssouci J. 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Arbeiterinnen Berlins u. Umg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Rosenow über:" Junker und Bauer". 2. Diskussion. 3. Der 1. Mai. 4. Der Lohntarif in Gefahr und Verschiedenes. In Branchen- Angelegenheiten wird ersucht, sich an den Obmann F. Beiner, Engel- Ufer 4a, zu wenden. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen und für zahlreichen Besuch zu agitieren. Die Branchenkommission. Tages Ordnung: い und den Schiedsspruch des Gewerbegerichts. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt! Am Eingang des Saales erhält jeder Kollege einen Stimmzettel, welcher nach Schluß der Versammlung am Ausgang abzugeben ist. [ 137/ 9*] Die Verbandsleitung. Achtung! MAURER. Achtung! Am Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Beschlussfassung über den Schiedsspruch des Einigungsamts des Gewerbegerichts. 2. Vereinsangelegenheiten. NB.: Die Abstimmung ist geheint und erfolgt per Stimmzettel und hat sich jeder Kollege beim Eingang in das Lokal in den Besitz eines Stimmzettels zu setzen. Alle Bahlstellen und Vereine innerhalb des Streitgebiets haben zu dieser Versammlung Zutritt. 129/10 Ohne Mitgliedsbuch kein Einlaß! Der Vorstand. Versammlung der Einsetzer. Achtung! Bauarbeiter Berlins u. Umg. Achtung! Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, Bim Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15( Saal 7), 31 Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! E 20180 Mitgliedsbuch legitimiert! Die Kommission. Achtung! Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandter Gewerbe. Sonntag, den 28. April, vormittags 9½ Uhr, in Stecherts Saal, Andreasstr. 21 Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Erhöhung des Krankengeldes. Referent: Kollege Karl Gutheit. 2. Die Stellungnahme der Apotheker zur Forderung der Krankenkasse. Referent: Kollege N. Ahmann. 9056 Mitglieder! Gure heiligste Pflicht ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen, beide Punkte der Tagesordnung sind für uns von so großer Bedeutung, daß an diesem Tage nicht ein Mitglied fehlen darf. Die Elfer- Kommission. J. A. Karl Geissler, Röpniderstraße 123. Bur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend.( E. H. No. 118.) Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27 c. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Robert Bergmann am 22. April verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag: nachmittag um 4 Uhr vom KrankenHaus Friedrichshain aus nach dem Andreas Kirchhofe, Nieder Schönhausen, statt. Markus: und Um rege Beteiligung ersucht 80/18 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der Sattler und verwandter Gewerbe. Dienstag, den 23. April, verstarb das Mitglied Hermann Katzur ( Wertstelle von F. Seidel). Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 27. April, nachmittags dorfer Gemeinde- Kirchhofs, Rudower straße, aus statt. 272/6 Sonntag, 28. April, vormittags 10 Uhr, in Buggenhagens Etablissement 5 Uhr, von der Leichenhalle des Rix80 am Morigplatz: Mitglieder- Versammlung FOR SHQETE J. A.: G. Akmann, Rendant. Deutscher sämtlicher zum Streikgebiet gehörigen Zahlstellen. Metallarbeiter- Verband. Tages Ordnung: 1. Die weiteren Verhandlungen mit den Vertretern des Arbeitgeberbunds. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es notwendig, daß sämtliche Kollegen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 30/6 Die Lohukommission. J. A.: H. Heidemann. Centralverband der Zimmerer Deutschlands Arbeiter- Radfahrer- Verein Zahlstelle Berlin u. der Vororte. Sonntag, den 28. April 1901, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901 und des örtlichen Fonds. 2. Berichterstattung und Beschlußfassung über die Verhand lungen der Achtzehner: Kommission, betreffend die Verlängerung des Vertrags. 3. Bericht der Delegierten von der 14. Generalversammlung zu Nürnberg. 4. Neuwahlen: a) des Verbandsausschusses, b) der AgitationsIn Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung erwarten Die Versammlung wird Punkt 10 Uhr eröffnet. Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer. Mitglieder Versammlunge) der Rightsebner- Commifion. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassierers vom 1. Quartal 1901 und RevistonsBericht. 2. Die Regelung mit den Apothekern nach dem 1. Mai. 3. Innere wir, daß die Mitglieder recht zahlreich und pünktlich erscheinen. Staffenangelegenheiten. 38/5 Mitgliedsbuch legitimiert, die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 254/11 Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 28. April 1901, vormittags 10 Uhr, Versammlung 2100011 d. Metallschleifer, Galvaniseure und Berufsgenossen Zur Maifeier Lassalle Nadeln per 100 Mt. 4,50. Rothe S.- Nadeln mit Maiglöckchen per 100 mt. 3,50. 13902*] SIETO OP SEA 27 126 PO H. Guttmann, Brunnenstr. 9. are Unsinn im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Konsumgenossenschaften. Referentin: Fräulein Fauny Jmle. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung über das Ergebnis der statistischen Erhebungen. 4. Verbandsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind ganz besonders eingeladen ble Kollegen folgender Firmen: Bär u. Stein, Luckhard, Jürst u. Cife. und Mehlich. Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, bei Wesel, Wrangelstraße 186: Morgensprache d. Schraubendreher. Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, bei Dieke, Ackerstraße 123: Morgensprache d. Maschinenarbeiter als: Hobler, Fräser, Bohrer, Stoßer ze. Montag, den 29. April, abends 8½ 1hr, Gr. Verſammlung d. Schloffer im Grand Hotel Alexanderplatz, Ging. Neue Königstr., Portal I. Tages- Ordnung: 1. Streiflichter aus der Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Referent C. Wiesenthal, 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 114/9 Die Ortsverwaltung. Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 28. April 1901, vormittags 10 Uhr: Außerordentl. Generalversammlung bei Cohn, Beuthstraße 20, 1. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion und definitive Beschlußfassung über das Resultat der Verhandlungen, betreffend die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das Jahr 1901-1902. 257/6 2. Gewerkschaftliches. Es erwartet vollzähliges und pünktliches Erscheinen der Mitglieder Der Vorstand. ist Viel Geld eidsum Apandisar 12 Str ELT Lo a für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: quelle fennt. Knabenfilzhüte 1-3 M. Herrenfilzhüte, weich 1,75-5,25 Steif 2,00-5.25 Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapeaux claques 8,00-10,00 im Einzelverkauf bei " " " * Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, part., Kein Laden. ,, Berlin". Nachruf! Am 21. April verstarb unser langjähriges Mitglied, der Schloffer Franz Jedlicka. [ 114/8 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Gentral- Kranken- u. SterbeSonntagvormittag 7 Uhr: Kaffe der Tischler u. Schles. Brücke n. Alt- Hart mannsdorf, ca. 40 Kilom. Frühstück bei Brix in Müggelheim. Donnerstag: Versamm lung bei Wilke, Andreasstraße 26. Gäste willkommen. + Herren- Vortrag 11/19 Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: Sogenannte unheilbare Männer leiden am Freitag, den 26. April, abends 1/29 Uhr, in Dobersteins Restaurant, Mariannenstraße 31. Nur Herren! Eintritt frei! Keine Tellersammlung! [ 869b Ortsverwaltung C. Mitglieder Versammlung am Montag, den 29. April, abends 8 Uhr, bet Quandt, Belle- Alliancestraße 74, Ecke Bergmannstraße. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht vom 1. Quartal. 2. Verschiedene Kassen Angelegent= Heiten. Um zahlreiches und pünkt[ 182/6 liches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Konsumverein Massage- Institut Charlottenburg Fr. Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe. Für sämtliche Orts- und Hilfs: Krankenkassen. Montag, den 29. April, abends 8 Uhr, im Restaurant Lillpopp, Berlinerstraße 87: 1360 Generalversammlung Mechanische Apparate. Art + Kranke ber Frauenleiden heilen pratt. Naturheilkundige 0. Grundmanna. Frau. Kurbadeanstalt Köpnickerstr. 72 emberfir. Brücken, Sprechst. 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. Für die Sommermonate ist mein Saal verschiedene Sonn abende zu vergeben. Franz Gleinert, Schulstr. 29. Pflanzenfleisch- Extrakt VOS wohlschmeckend kräftig geruchfrei verstärkt Bouillon, Suppen, Saucen, Gemüse etc. billig nicht zu verwechseln mit Suppenwürzen Vergleichende Analyse von thierischem Extrakt Ovos epnuteir Wasser 28,80 12,30 27,36 10,92 21,07 1040,27 5,39 5,31 31,31 21,45 Fest: Flüssig: Reine Asche( kochsalzfrei) Elweiss Phosphorsäure 76mm Extractivstoffe ohne Nährkraft Unter ständiger Controlle des Herrn Dr. Lebbin, gerichtl. vereideter Nahrungsmittelchemiker beim Kgl. Landgericht I Berlin, langjähriger Chemiker beim Kgl. Kriegsministerium und Kgl. Polizeipräsidium, Berlin. molle 1 Pfund( 500 gr)... M. 3.75 Liter( Inhalt 600 gr) M. 2.25 1/2 99 " 9 ( 250)...» 2.00 1/4( 125) 50 gr...... 4 1.10 8 0.50/ 16 " 300") 1.20 " ( " 150) 0.65 99 75 0.85 19 到 Man achte auf Gewicht und Preise. Zu haben in allen Drogen, Colonial- und Delikatess- Geschäften. mon Tagesordnung: 1. Berichte des Vorstands und des Aufsichtsrats. 2. Anträge auf thunlichst baldige Errichtung einer neuen Verkaufsstelle, und auf Schluß der Verkaufsstelle um 8 Uhr. 3. Ersatzwahlen für ausscheidende Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats. 99/11 4. Berſchiedenes. Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen und Mitglieds: Der Aufsichtsrat des Konsum vereins Charlottenbburg. G. G. m. b. H. B. Borchardt, Borsitzender. buch oder Mitgliedstarte mitzubringen. Voran II [ 13858* Produktiv- u.Einkaufs- Genossenschaft für Fahrräder u. andre Bedarfsartikel. Montag, 29. April, abends 81/2 Uhr, im( Sewertschaftshaus, Engelufer 15: Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands. 2. Rebis forenwahl. 3. Ausgabe der Mitglieds bücher. 4. Verschiedenes. Fahrräder, Glocken, Laternen usw., alles neueste Modelle, sind in der Versammlung zu haben, ferner in den Geschäftsstellen: Hein, Bödikerftraße 31, III; Broschte, Reichenbergerstr. 98 a; Brandt, Duncker straße 74, IV; Lambeck, Demminer straße 23, II; Seraphin, Rummels burg, Kantstr. 47; Hartmann, Weißen: see, Streustr. 71; Walker, Charlottenburg, Marchstr. 21. Garantie gesichert. Mitglieder werden aufgenommen. Nicht verwechseln mit Privatunters nehmern oder mit Berliner EinkaufsGenossenschaft Marsiliusstraße. 99/10 Der Vorstand. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler ( Ortsverwaltung Berlin B.) Sonntag, den 28. April 1901, vormittags 91/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer15 Saal 3, I. Quergebäude I. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 181/4 Die Ortsverwaltung. Denkbar grösste Auswahl. Herren- Anzüge. Streng feste Preise. 1- oder 2reihig, tadellos sitzend, schwarz, dunkelblau oder dunkelbraun in Kammgarn oder Jackett- Façon, Cheviot 17,50, 20, 22,50, 25, 30-50 Mk. Cheviot meliert in allen modernen Farben 17,50, 20, 22,50, 25-45 Mk., Kammgarn marengo, grau oder olive meliert, hochmodern 30, 35, 40, 45 und 50 Mk., gezwirnter Buckskin, sehr praktisch für tag- Rock- Façon, blau, 27, 30, 33, 38, 43, 48 ME, Cheviot, schwarz Ireihig, glatt od. Diagonal- Kammgarn, schwarz oder lichen Gebrauch, 15, 20, 25, 30-45 Mk. 27, 33, 38, 48, 48 Mk, Kammgarn oder Cheviot, grau oder marengo meliert 38, 43, 48 Mk. Feinste Massanfertigung. 1222L* CARL STIER, Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. Berlin, Oranienstrasse 166. Potsdam, Brandenburgerstrasse 23. Tadelloser Sitz. Beste Verarbeitung. 5. Ziehung 4. Klaffe 204. Kgl. Preuß. Lotterie. 40 117002 342 73 81 464 99 518 757 811[ 1000] 118050 5. Ziehung 4. Klasse 204. Kgl. Preuß. Lotterie. 8iehung vom 25. April 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 236 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 81 481 689 93 784 922 84 1024 152 54 89 221 83 355 75 677[ 500] 765 2038 121 23 333 34 400 48 505 630 41 68 762 855 905 3085 225 407[ 500] 704 42 4196 219 391 446 553 606 63 709 88 824 5025[ 5000] 236 323 69 574[ 10001 772 960[ 3000] 6146 335 493 725 69 807 30 7658 739[ 3000] 872 941 56 70 8225 395 437 94 565 675 707 9050 160 202 6 93 356 93 617 44[ 5001 849 90 966 10039 385 511 690 800 17 19 77[ 500] 11216 342 570 687 748 70 922 12211 64[ 1000] 525 716 32 40 805 958 62 13144 95 241 366 473 627 753 928 99 14048 52 54 197 341 785 853 54 15134 235 68 383 439 735 16121 201 54 57 320 635 47 876 900 35 57[ 1000] 7002 104 271 387 410 14 577 783 94 807 947 18011 52 107 312 566 705 845[ 500] 54 96 900 22 45 245 661 77 784 848 954 61 64 519020 20068 265 75 402 23 96 550 600 907 41 21050 84 146( 500] 71 259 93 516 38 45 739 46 65 70 99 889 977 22039 69 172 371 428 645 766 901 23063[ 1000] 529 [ 1000] 804 944 24066 68 230 412 531 886 972[ 1000] 25019 84 199 201 56 388 476 77 677 716 26161 323 639 70 88[ 500] 746 936 27164 82 205 49[ 500] 94 402 506 11 680 708[ 1000] 13 63 931 28102 83 356 486 548 50 667 765 825 46 67 29026 79 99 164 200 363 538 874 30066 144 67 214 356 572 96 656 723 71 860 31117 26 288 372 515 623 805 76 32029 127 210 69 655 94 951 33001 150 90 321 28[ 500] 447 70 629 775 882[ 500] 98 34048 109[ 3000] 62 65 253 450 57 60 63 676 990 35041 135 88 263 69 523 650 72 708 26[ 500] 37 66 920 36162 212 49 50 359 67 457 538 86 788 846 37099 [ 500] 187 269 80 326 35 827 955 38119 254 386 410 12 36 530 62 977 39027 197 296 504 94 611 24[ 3000] 79 759 931[ 3000] 40287 323 459 546 675 732 52 98 905 41010 174 276 430 96 614 703 26 42070 203 47 372 512 797 934 43113 28 256 321 37 86 90 413 34 52 555 65 68 87 628 40 79 810 71 945 44055 122 341 79 470 578 94 609 47 54 801 77 45066 87 260 98 346 567 703 59 896 972 46149 232 51 52 471 506 11 31 52 945 47291 304 95 411 80 540 612 913 78 96 48072 281 409 56 664 65 49097 279 601 805 18 50 50068 299 493 534 99 857 51215 37 53 432 62 540 86 699 805 52115 260 535 77 652 67 742 61 92 804 12 53134 294 404 38 64 97 740 814 952 54061 97 229 632 46[ 3000] 777 834 988 55025 36[ 3000] 397 423 69 507 629 56511 73 82 847 975 57079 148 63 287 457 573 98 982 58150 68 315 415 614 41 55 70 720 845 60 87[ 1000] 90 975 59062 162 230 322 46 446 506 792 95 815 53 922 60200 26 402[ 500] 518 61083 110 22 25 348 453 587 765 62393[ 1000] 725 40 69 944 63009 69 91 142 266[ 500] 72 74 451 607[ 1000] 28 896 64014 20 453 264 72 304 37 437 506 94 714 65200 47 323 513 70 84 679[ 500] 809 910 95 66204 439 78 85 99 571 606 50 736 63 852 67141 96 201 393 725 987 68031 83 264 329 63 91 572 655 69249 67 82 308 24 666 70 720 78 24 678 84 714 890 70092[ 1000] 153 324 678 84 714 890 949 64 71141 335 680[ 500] 731 941 61 72020 152 323 526 65 68 721 29 94 912 73023 55 149 85 382 759 93 74281 336[ 500] 427 39 659 932 40 57 75050 197 302 79 87 530 631 34 76061 73 129 63 234 374 667 92 729 99 938[ 1000] 77173 349 694 786 89 929 78036 141 233 409 61 514[ 1000] 69 738 63 856 79073 124 44 76 392 487[ 1000] 570 80015 117 83 231 36 364 430 521 866 97 81143 403 878 958 64 82080[ 5000] 105 282 325 56 507 93 609 723 93 83014 308 24 615 32 40 705 18 70 890 989 84056 63 154 383 453 64 65 559 97 634 63 87 753 869 970 85118 25 48 96 271 74[ 500] 93 386 732 38 55 855 948 86063 338 92 632 700 34 58 805 10 35 85 87209 331 894 933 88064 93 123 51 84 302 428 525 50 636 95 709 67 80 848 51 904 34 89240 62 642 739 85 90021 113 35 42 508 79 672 782 91053 114[ 500] 359 72 515 708 801 971 92496 508 58 60 602 798 832 93020 55 337 540 57 616 55 710 94 814 94256 372 74 788 829 45 74 95029[ 1000] 130 221 503 76 83 807 69 96175 262 465 510 97214 67 344 622 42 54 64 701 15[ 500] 80 824 39 98395 561 80 639 977 99229 308 26 576 80 99 668 758 908 100100 258 61 312 404 80 527 790 927 39 101084 130 598 792 102084 400 98 569 91 650 722[ 3000] 96 [ 1000] 821 909 22 39 103074 76 142 288 97 331 521 43 704 17 900 98 104004 115 45 626 711 14 34[ 1000] 881 964 105055 101 4 27 41 42 363 106029 138 47 216 401 69 693[ 3000] 888 906 107013 87 179 231 321 696 821 926 108527 38 622 717 73 109009 78[ 3000] 211 327 433[ 1000] 649 759 809 90 110101[ 3000] 326 40 523 85 730 93 824 81 926 111143 352 76 595 627 65 709 85 899 112095 142 216 389 415 26 69 551 659 754 958 79 113165 393 746 933 114364 541 746 115037 142 62 343 46 47 418 68 741 803 61[ 3000] 83 116008 13 419 526 60 816 Jedes Wort: Pfennig. 289 419[ 500] 549 643 747 119017 104[ 3000] 28 53 214 89 427 78 509 11 20 607 15 23 77 722 862 991 120001 43 152 303 15 38 592 779 808 61 983 121068 80[ 500] 166 259 359 428 550[ 500] 637 48 729 800 47 122157 215 532 40 74 622 815[ 3000] 83 [ 1000] 949[ 500] 123268 343 528 693 744 939 124023 175 472 73 603 755 917 125105 359 438 99 620 29 50[ 3000] 789 835 126081 112 252 321 54 441 84 708 811 900 81 96 127040 186 230 304 443[ 500] 581[ 3000] 828 89 128339[ 3000] 444 875 129071 103 239 477 88 788 834 981 130207 545 47 773 850 81 965[ 300C] 131072 95 112 507 62 87 664 93 794 919 25 49 82 132135 282 339 85 502 48 87[ 500] 623[ 3000] 743 47 983 133054 114 25 238 57 92 476 95 659 872 90 134034 64 81 99[ 3000] 128 211 43 519 630 700 810 135776 136046 127 [ 1000] 336 540 673 963 137374 421 511 98 756 817 949 138304 696 720 869 914 139167 266 92 534 641 732 933 65 74[ 500] 140185 273 470 657 770[ 500] 873 931 141039 103 7[ 1000] 86 372 535 674 728 929 40 142374 478 595 738 69 143054[ 1000] 446 629 39 700 38 872 948 84 87 144268 423 93 620 863[ 1000] 99 943 98[ 500) 145152 74 78 294 578 659 767 146012 70 455 838 911 147135 43 69 250 636 74 148152 330 421 531 149078 93 190 276 87 346 51 91 424 52 533 764 825 39 150050 108 32[ 3000] 97 239 53 393 447 95 772 929 151208 344 470 83 577 84 95 658 98 786 827 58 976 89 152111 70 319 56 506 71 715 805 907 23 153175 248 843 912 154045 165 352 59 633 764 871 95 923 155044 47 166[ 1000] 312 18 503 672 773 862 156214 22 383 98 508 859 157004 64 512 35 81 623 158011 276 80 319 52[ 3000] 479 89 515 17 159036 183 221 96 316 39 50 84 725 859 952[ 3000] 160052 107 29 497 610 56 700 875 161037 70 97 177 432 59 526 89 678[ 1000] 814 83 949 162006 32 63 64 70 93 127 58 223[ 1000] 52 314 47 538 616 53 846 85 914 96 163023 226 562 89 90 805 94 164217 355 57 75 450[ 500] 522 52 74[ 1000] 604[ 1000] 12 779 165045 198[ 1000] 314 472 925[ 3000] 166041 189 352 79 545 74 623 738 819 97 916 167141[ 3000] 218[ 1000] 91 335 78 493 553 81 871 910 34 89 98 168152 253 92 311 617 925[ 3000] 91 169038 51 54 81[ 3000] 145 79 366 410 49 525 679 887 957 170121 46 93 283 357 422 598 171042 107 232 54 59[ 3000] 324[ 1000] 462 503 52 65 655 863 73 172110 69 250 379 451 508 727[ 500] 864 88 909 173039 112 306 32 440 57 90 527 601 8 80 896 946 174005 49[ 500] 66 268 474 854 86 175062 461 535 69 633 728 64 872 919 176034[ 1000] 76 102 41 452 92 624 714 34 53 805 20 977 96 177007 110 35 47 578 799 827 968 178171 671 86 751 63 974 85 179062 70 232 411 87 693 791 837 84 918 180049 219 65 365 80 525 47 72 678 899 956 181202 60 310 26 696 768 939 182152 257 339 44 540 72 712 825 959 183084 90 105 9 50 78 207 25 303 435 65 690 93 741 92 964 78[ 3000] 184068 247 393 95 633 65 92 708 16.49 813 989 92[ 3000] 185088 326 33 444 774 816[ 3000] 186071 235 337 468 507 18 35 40 602 86 921 187443 694 708 82 87 979 188125[ 1000] 516 35 680 854 98 905[ 3000] 189150 203 6 14 54 467 552 603 89 871 95 190203 365 86 536 703 15 97 841 73 191123 203 90 92 388 664 740 959 192034 550 79 83 633[ 500] 193038 99 112 316 54 588 803 20 937 65 194019 25 228 359 421 60 503 83 99 623 700 16 844 81 195022 94 208 43 373 477 510 52 98 645 749 76 95 825 971[ 1000] 196266 360 455 78 840 197142[ 10 000] 366[ 3000] 423 72 705 66 813 198030 230 403 578 678 700 851 949 64 199013 91 170[ 3000] 327 419 76 540 608 46 881 200072 586 604 769 826 928 201318 83 489 538 626 28 936[ 1000] 202056 180 239 410 536 618[ 3000] 47 909 203305 411 602 719 31 828[ 1000] 204003 202 361 497 561 74 205143 201 517 84 794 980 206116 265 308 489 610 42 50 977 207048 71 246 459 751 79 814 208072 121 97 268 320 506 655 734 66 805 918 209015 59[ 1000] 85 587 782 813 97 963 89 210603 774 803 972 211109 16 86 477 86 92 528 50 768 893 910 80 212142 203 21 361 461 632 85 95 992 213275 584 78 83 693 746 91 932 214061 158 91 544 94 658 907 63 215043 127 258 73 301 468 71 843 90 909 69 216120 38 205 22 32 532[ 3000] 614 766 217019 42 55 625 46[ 500] 863 94 218003 54 81[ 500] 254 482 538 639 71 733 72 813 52 58[ 30001 68 219059 109[ 500] 76 400 656 64 804 16 32 220092 124 252 592 674 734 44 86 801 78 939 52 65 221016 508 35 80 631 729 939 222280 558 744 80 887 945 223031 107 39 60 61 355 499 636 710 96 989 224052 Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mart, 1 au 200 000 Mart, 2 au 150 000 Mart, 2 zu 100 000 Mart, 2 au 75 000 Mart, 2 zu 50 000 Mart, 8 zu 30 000 Mart, 15 zu 15 000 Mart, 32 au 10 000 Mart, 63 au 5000 Mart, 3000 Mart, 1160 zu 1000 Mart, 1369 su 500 Mart. 894 zu Berichtigungen. In den Listen vom 20. April nachmittags lies 111002 ftatt 111010 und 201816 80 ftatt 201 616 80, vom 22. nachmittags 27 030 statt 21 030, vom 23. nachmittags 110 169 ftatt 110 196 und 118 723 ftatt 218 723, vom 24. vormittags 52696 728 93 ftatt 52 596 628 93. Ziehung vom 25. April 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 236 Wit. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 22 36 108[ 500] 22 60 76 357 84 444 540 81 791 985 1007 158 336 40 80 92 416 24 510 20 44 62 857 68 938 2531 85 87 679 715 81 94 873 933 3002 33 40 155 221 62 400 668 774 80 932 4161 379 422 75 83 640 746 64[ 1000] 5087 189 263 300 596 629 31 762 827 41 94 6131 443 624 791 7152 84 267 546 636 756[ 1000] 8043 159 216 339 53 499 808 57 903 9034 108 74 252[ 3000] 743[ 500] 47 75 898 911 10065 95[ 500] 135 57 96[ 1000] 334 57 554 633 717 19 966 11177 298[ 30 000] 344 420 24 582 672 12157 77 402 21 520 609 823 91 947[ 1000] 71 13020 127 322 82 408 560 88 736 14033 170 315 68 432 69 753 96 817 93 904 20 15161 69 226 570 679 81 729 33 825 16008 77 289 378 534 75 651 710 989 17169 289 99 402 83 554 909 36 18038 249 82 396 481 514 18 93 96 655 98 791 19113 564 701 45 54[ 500] 89 20025 481 538 790 91 827 920 21097 249 369 492 566 612 72 91 712 90 834 86[ 1000] 915 22102 387 550 60 646 23091 96 154 55 76 241 464 96 534 70 24029 45 157 243 303 40 463 512 779 83 934[ 1000] 25045 88 392 407 90 628 95 26229 49 477 560 669 27318 98 513 696 904 56 28057 185 214 97 366 441 534 704[ 500] 80 838 909 29180 384 461 512 44[ 500] 45[ 3000] 717 51 77[ 500] 30033 43[ 1000] 143 233 65 352 89 98 427 682 756 836 51 56 975 97 31232 90 350 472[ 500] 83[ 3000] 85 616 81 764 858 966 32142 57 242 49 325 418 30 572 77 90 612 85 739 886 979 33086 105 242 409 19 79 504 619 54 836 34104 419 49 585 651 761 874 923[ 1000] 88 35029 359 416 669 95 790 901 36168 221 42 65 85 390 491 530 661 74 93 739 866 938 86 37005 50 138 426 55 503 824 63 950 38070 499 513[ 1000] 725 812 80 912 28 35 67 39227 489 502 40 48 690 785 97 802 94 944 40051 101 41 238 303 12 572 76 689 713 903 41035 45 71 75 87 178 692 973 42051 319 79 587 687 855 910 43092 124 295 498 623 930 44149 218 29 77 606 59 76 846 99 901 45056 326 705 68 852 46095 178 521 683 93 717 55 813 47076 238 340 419 21 524 44 732 48 847 48027 30 201 414 578 628 714 19 93 910 49568 619 54 743 73 977 89 50146 65 263 399 623 31 43 784 51172 83 480 689 742 904 33 91 52097 114 216 526 46 66 844 61 910 17 59 53091 248 51 54 314 15 427 81 525[ 500] 626 725 51 54304 459 578 748 55143 48 314 58 408 71 524 923 91 56454 554 621 29 97 979 57137 274 545 943 91 58119 243 342 646 864 980 59145 71 83 91 232 656 878 927 56 60103 38 318 718 59 804 61021 142 241 51 553 669 827 900 21 62147 223 312 449 588 778[ 1000] 996 63033 345 87 430 32 82 83 661 707 13 14 25 986 64113 252 95[ 500] 328 53 87 531 85 92 681 835 66 65086 222 30 62 455 639 966[ 3000] 66057[ 15 000] 265 459 677[ 1000] 87 721 31 987 67075 135[ 1000] 75 324 58 83 455 666 80 68285 313 42 443[ 1000] 518 856 997 69074 138 300 29 69 70045 49 78[ 3000] 79 175 269 311 533 82 635 707 36 972 71019 122 307 502 51 643 774 72112 284 335 605 704 82 973 73011 51 230 88[ 1000] 475 518 94 881 74046 147 54 64 274 438 563 809 72 75404 556 76086 323 400 620 785 894 914 20[ 3000] 77015 73 161 80 271 329 511[ 500] 784 898 959 78070 405 31 702 84 849 78 79131 66 307 660 729 70 982[ 1000] 80115 436 73 991 81000 207 335 432 72 99 560 85[ 500] 649 745 54 847 72 969 82270 392 475[ 3000] 83 531[ 500] 859 71 77 935 70 83245 764 922 84051 148 202 74 421 565 757[ 3000] 85135 228 53 429 76 501 610 747 809 927 86083 108 322 569 820 902 87115 210 409 520 788 940 97 88223 423 836 905 89139 89 229 66 94 426 543 56 678 704 26 30 51 73 97 901 90105 9 344 412[ 3000] 25 611 969 91069 91 139 374 532 89 638[ 3000] 67 84 86 970 81 92106[ 3000] 260 334 489 721 820 938 85 86 93303 523 48 49 69 767 94312 15 605 758 885 970 99 95024 87 161 66 77 85[ 1000] 236[ 3000] 46 68 429 817 90 958[ 5001 96345 62 706 40 78 825 97177 377 446 550 625 704 74 82[ 500] 870 77[ 500] 98081 354 402 27 565 662 708 922 99072 102[ 3000] 41 246 377 428[ 1000] 50 54 508 692 869 75 943 100046 247 422 500 3 24 41 78 91 659 891 101124[ 1000] 257 375 670 731 917 69 102053 68 156[ 1000] 94 297[ 500] 364 78 604 727 908 103100 7 531 47 745 75 801 936 104089 134 57 209 420 72 507[ 1000] 652 829 105052 76 111 71 227 381 85 [ 5000] 502 679 94 761 106100 94 202 37 354 498 587 761 98 800 970 107372 74 482 516 26 631 41 789 92 806[ 1000] 12 985 108034 281 462 531 109081 84 227 95 914[ 500] 110071 83 184 258 452 95 789 913 111049 58 62 100 66 255 61 404 631 74 707[ 1000] 48 874 929 5 Kleine Anzeigen. 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Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Vading in Berlin. Schlafstellen. = 9035 Achtung! Töpfer. Nr. 97. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. werden. Ober- Schöneweide. Sonnabend, abends 81/2 Uhr, hält der Arbeiter- Bildungsverein seine Mitgliederversammlung ab, zu welcher Gäste freundlichst eingeladen werden. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Wenn nur was doch die Hauptsache die Kranken mit den Speisen zufrieden sein können, die in dieser Wunderküche hergestellt werden. Freitag, 26. April 1901. Das Brettl wehrt sich. Die Berliner SpecialitätentheaterDirettoren veranstalten im Verein mit den Artisten und Theater agenten eine öffentliche Protestversammlung gegen die gegenwärtige Den Mitgliedern der Lokalkommissionen Berlins und der Es soll eine Eingabe an das Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 12. Mai, die nächste Mit der so notwendigen Entlastung der Leipzigerstraße Handhabung der Coupletcensur. Lokalliste erscheint. Wir ersuchen daher dringend alle Mitglieder, in scheint es endlich ernst werden zu sollen. Das Polizeipräsidium hat Polizeipräsidium gerichtet werden, um eine einheitliche Regelung und mildere Handhabung der Censur herbeizuführen. Vielleicht läßt das ihren Kreisen und Ortschaften dafür zu sorgen, daß eine flare und durch seine Organe feststellen lassen, daß mit Rücksicht auf den mildere Handhabung der Censur herbeizuführen. Vielleicht läßt das gewissenhafte Liſte erscheint. Dies ist um so notwendiger, als die ständig zunehmenden Verkehr und auf die Verkehrssicherheit eine Polizeipräsidium sich rühren, indem es in Betracht zieht, daß Liste die Leiterin für alle Ausflügler sein soll. Aenderungen über Entlastung der Hauptverkehrsstraßen Berlins und besonders der nirgendwo in Berlin mehr in Patriotismus gemacht wird, als in Neuaufnahmen reip. Streichungen sind bis spätestens zum 7. Mai Leipzigerstraße dringend erforderlich ist. Von 1895 bis 1900, also bestimmten Variété- Theatern. an folgende Genossen zu senden. Für Teltow- Beeskow: Hermann in fünf Jahren, betrug die Verkehrsvermehrung 68 Proz., besonders Scharlach in der Kaserne. Jm 3. Garde- Regiment traten Quitt, Nixdorf, Hobrechtstr. 82, IV. Für Niederbarnim: Paul Kette, groß war die Benutzung der Leipzigerstraße durch das öffent- vor längerer Zeit Scharlacherkrankungen auf. Im ganzen wurden Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen- Allee 20 a. Für Potsdam liche Fuhrwesen. Das Polizeipräsidium beabsichtigt zunächst acht Mann davon befallen. Um einer Uebertragung auf andre Ost- Havelland: Albert Nene, Spandau, Jagowstr. 9. Diverse Orte: eine Entlastung der Leipzigerstraße dadurch zu bewirken, Truppenteile vorzubeugen, gab das Regiment seit elf Wochen keine G. Stein, Briezen a. D., Frankfurterstr. 32. Für Berlin: C. Scholz, daß mehrere Straßenbahnlinien, die von Schöneberg und Wilmers großen Wachen mehr. Nachdem aber am Montag der letzte Kranke, Wrangelstr. 110. Spätere Einsendungen können nicht berücksichtigt dorf( Lützowplay) nach dem Centrum gehen, in Zukunft von der der Gardefüfilier Zuschneider von der 10. Kompagnie, aus dem Lüßowstraße ab durch die Dennewitzstraße, an dem Hafenplay vorbei, Garnisonlazaret II zu Tempelhof geheilt entlassen worden ist, bezog Nieder- Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr ist bei Franz, durch die Anhalte oder Zimmerstraße nach der Charlottenstraße und das Regiment gestern wieder die Wache. dann in die Leipzigerstraße geführt werden. Der Umweg würde Grünauerstr. 5, Versammlung des Wahlvereins. nicht ganz 560 Meter betragen, der Potsdamerplaß aber eine Heimen Militärkabinetts gekommen. Eine eigentümliche Geschichte ist jetzt zur Kenntnis des GeVier Berliner Möbel= wesentliche Entlastung erfahren. Es ist ferner festgestellt worden, fpeditionsfirmen haben es nämlich fertig gebracht, durch daß auf diesen Linien die Verkehrsverhältnisse derart liegen, Bertrauensbruch seit geraumer Zeit die Versegungen von daß nach Wegfall einiger Haltestellen, trotz des Umwegs Offizieren und Militärbeamten früher zu erfahren, als die gleiche, eventuell fogar noch eine erhöhte Schnelligkeit in fie im Militär- 23ochenblatt" zur Veröffentlichung gelangten. Diese Linien der Benutzung von Anhängewagen nichts im Wege stehen. die Möbelspedition bei den infolge der Versetzung notwendig der Beförderung wird erzielt werden können. Auch soll auf diesen Firmen sicherten sich auf solche Weise ein förmliches Monopol für Dönhoffsplay usw. nach Schöneberg und Wilmersdorf und umgekehrt fogar von seiner Versetzung nach Bonn zuerst durch die Offerte eines Für das Publikum würde es sich empfehlen, bei Fahrten vom werdenden Umzügen. Ein in Berlin wohnender Hauptmann soll diese Linien durch die Charlottenstraße zu benutzen. Das Polizei Möbelspediteurs Kenntnis erhalten haben. präsidium hat in dieser Frage mit dem Magistrat und der Verkehrsdeputation Fühlung genommen und Entgegenkommen gefunden. Eine neue Spieler Affaire. Auf Requisition einer ausDie städtischen Heimstätten für Genesende werden in diesem Sans v. Eichstädt von der hiesigen Kriminalpolizei verhaftet und wärtigen Staatsanwaltschaft ist vor einigen Tagen der Freiherr Sommer über mehr läge als bisher verfügen. In in das Moabiter Untersuchungsgefängnis gebracht worden. Die Maifest- Zeitung wird heute, Freitag früh, in der Buch- Juni vorigen Jahres in dem alten Gebäude ausgebrochene Feuers bestreitet dies jedoch mit Entschiedenheit und giebt nur zu, daß in Heinersdorf ist das neue Heimstättengebäude, das durch die im Berhaftete wird des gewerbsmäßigen Glüdsspiels beschuldigt. Er handlung Vorwärts herausgegeben. Das Festblatt ist diesmal reich brunst notwendig geworden ist, auf 72 Betten berechnet, so daß hier seiner in einem Hotel befindlichen Wohnung Zusammenfünfte von haltig wie wohl noch in keinem Jahre vorher ausgestattet. Das in gegenüber der bisherigen Zahl von 60 Betten eine Bermehrung um befreundeten Personen stattgefunden hätten, bei denen allerdings ein scharfen Strichen gezeichnete Titelbild des Münchner Künstlers 12 Betten eintritt. Die beiden Baraden zu je 20 Betten, fleines Jeu" gemacht worden sei; die Einsätze hätten jedoch inr Robert Engels stellt markant den Massenschritt der Arbeiter- die in Heinersdorf im vorigen Jahre nach dem Brande feinem Falle den Betrag von je 10 M. überstiegen. bataillone dar; das Hauptbild aber, M. Vorbergs Befreier als vorläufiger Ersatz für das gefſtellt wurden, werden in diesem Jahre den Heimſtätten Mai", verkündet in herrlicher Allegorie Fortschritt und Sieg Blankenfelde und Malchow zur Benugung in den Sommermonaten Borgang spielte sich am Mittwochnachmittag auf dem Blücher- Platz Wieder ein Pferd im Schaufenster. Ein aufregender überwiesen, so daß die Zahl der Betten in Blankenfelde von 64 ab. Der Wagen einer Wäscherei aus der Köpenickerstraße stieß mit auf 84, in Walchow von 88 auf 108 steigt. Die Heimstätte Blanken einer Droschte zusammen. Sein Pferd ging darauf durch, nachdem burg hat schon seit langer Zeit außer 54 das ganze Jahr hindurch der Droschkentutscher es mit seiner Beitsche geschlagen hatte, rannte zur Verfügung stehenden Betten noch eine Sommerbarade mit auf den Bürgersteig, von dem sich vier spielende Kinder nur mit 16 Betten. Im ganzen wird die Zahl der in den vier Heimstätten knapper Not vor ihm retteten, und fiel in die große Schaufensterin den Sommermonaten vorhandenen Pläge von 282 um 52 auf fcheibe der Schankwirtschaft von Standt am Blücherplaz Nr. 1. Der 334 steigen. Dem starken Andrang zu den heimstätten, Seutscher kam unversehrt davon. Die große Scheibe ging in der alljährlich im Sommer auftritt, kann allerdings auch dadurch nur Trümmer, von der ganzen Auslage aber wurde nur eine Schnapsflasche zerbrochen. zu einem geringen Teil genügt werden. Stralan. Sonntag, nachmittags 1 Uhr, findet im Gurschen Lokal zu Alt- Stralau 5 eine Mitgliederversammlung des socialdemo fratischen Bezirks- Wahlvereins statt. In derselben wird Genosse kratischen Bezirks- Wahlvereins statt. In derselben wird Genosse Grimm einen Vortrag über Die Grundlagen der Religion" halten. Tokales. Maifeier 1901. des Socialismus, dem sich tausend Hände verlangend entgegenstrecken. Von den weiteren Illustrationen seien noch vier Bilder unsres englischen Parteigenossen Walter Crane erwähnt, in denen dieser hervorragende Künstler zum Teil wohl das schönste giebt, was seine gedankenreiche Phantasie zu schaffen vermochte. Jm Terte finden wir eine wirkungsvolle Betrachtung über das Socialistengesetz und die Jahre der proletarischen Entwicklung, die ihm gefolgt find; weiter heben wir hervor eine drastische Humoreske Walpurgisnacht 2000", eine Abhandlung über die Erfolge der Maibewegung, und, was auf keinen Fall fehlen durfte, ein Artikel „ Maifeier und Brotzoll". 0 Alles in allem steht die Maifest Beitung agitatorisch und künstlerisch auf der Höhe und sie wird daher wie in den Vorjahren so auch jezt überall in der Arbeiterschaft begehrt sein. Eine große Kundgebung für die Getreidezoll- Erhöhung beabsichtigen die agrarischen Brotwucherer heute Freitagabend hier in Berlin in Scene zu setzen. Der deutschkonservative Wahlverein hat nämlich für heute abend 81/2 Uhr nach der Tonhalle, Friedrichstraße 112, eine öffentliche Versammlung einberufen, in der die Herren Abgeordneten Hahn und Oertel über 8011. fragen reden werden. Da in der Einladung Gäste willkommen geheißen sind und freie Aussprache zugesichert ist, so dürfte es zu interessanten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des Brotwuchers kommen. Bischen aufgenommen. Auf der gut besuchten, aber nicht voll besezten Tribüne versuchten einige Personen in den Beifall einzu stimmen, aber die Mehrzahl blieb kühl. NO auf Interessante Messungen wurden in einer der letzten Nächte auf Beranlassung des Decernenten unsrer Gasverwaltung, Stadtrat Namslau, an den neuen Straßenlaternen in der Friedrichstraße vor genommen. Es zeigte sich dabei, daß die durchschnittliche Helligkeit der„ Lucas"-Lampen und des eletrischen Lichts ziemlich gleich ist, daß durch erstere aber eine viel gleichmäßigere Verteilung des Lichts über die Straßenflächen erzielt wird. Die Meffungen sollen nach dieser und andren Richtungen hin noch fortgesetzt werden. zu geben. = Der Liebesgram hat die 22 Jahre alte Tochter Elise des Gastwirts Sperling in der Wallstraße ins Wasser getrieben. Das Mädchen hatte sich in einen Gast, der seit einem halbem Jahr in der Wirtschaft verkehrte, verliebt, stieß aber bei ihrem Vater auf Widerspruch. Am 19. v. m. verließ fie nach einer abermaligen Auseinandersetzung die Wohnung mit der Drohung, daß sie ins Wasser gehen werde, wenn sie ihren Geliebten nicht bekommen solle. Gestern wurde ihre Leiche an der Friedrichsbrücke aus der Spree gelandet. Aus den Nachbarorten. Der frühere Geschäftsschluß während der Sommermonate Nach Mitteilung des Polizeipräsidiums ist am 14. b. M. soll diesmal einer Korrespondenz zufolge am 1. Mai feinen Anfang abbanden gekommen eine Brieftasche aus grünem Leder, enthaltend nehmen. Die Engrosgeschäfte schließen um 7 Uhr, die Detailgeschäfte vier Stück 1000 Mark- Scheine, vierzehn 100 Mark- Scheine, zwei um 8 Uhr. In der Textil-, Galanterie- und Papierbranche haben sich Stück 50 Mart- Scheine, zwei Stück 5 Mart- Scheine, einen Wechsel angeblich zahlreiche Firmen mit der Einführung eines früheren Ges über 3000 M., einen Reisepaß, ausgestellt vom Kreisamt Nauheim, Wenn's nur eine Monatskarte erster Klasse Nauheim- Frankfurt a. M., mehrere fchäftsschluffes im Sommer einverstanden erklärt. wahr ist! Checkformulare des Spar- und Vorschußvereins Nauheim, sowie Jeder Berliner unter Polizei- Aufsicht. Ueber eine Neu- Briefe und Visitenkarten. Die Brieftasche, 20X10 Centimeter groß, einteilung der Polizeigeschäfte weiß ein hiesiges Blatt zu berichten: ist an den abgerundeten Ecken mit Silberbeschlag versehen und trägt Der Dienstbezirt jedes einzelnen Polizeireviers ist in sog.„ Settionen" in der linken oberen Ecke in herzförmigem Ausschnitt das Bild eines von je 20 bis 30 Häusern eingeteilt worden. Jeder Schußmann Kindes. Diejenigen, die über den Verbleib der abhanden geerhält eine derartige Settion" zugeteilt und muß innerhalb seines fommenen Gegenstände etwas angeben können, werden ersucht, fich Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Rayons genau wissen, wer in den einzelnen Häusern wohnt, wer in den Vormittagsstunden zwischen 9 und 1 Uhr im PolizeiDer Kampf um den Bürgermeisterposten ist also ein und auszugehen pflegt und welchen Rufs fich Bräfidialgebäude Bimmer 244 II. Stod einzufinden. nun zu Gunsten des Stadtrats Kauffmann entschieden. die Bewohner bezw. Besucher erfreuen. Man hofft, daß dadurch Arbeiter Bildungsschule, Engel- Ufer 15, Hof links, 2 Treppen. Herr Kauffmann hat mit einer geringen Mehrheit gestegt, mit bei außergewöhnlichen Vorkommnissen die Schuylente in der Lage Heute abend Beginn des Kursus. Rede Uebung( Referate und 67 Stimmen gegen 59, die auf den Gegenkandidaten Herrn sein werden, der Ermittelungsbehörde wertvolle Fingerzeige Diskussionen über Themata aus dem socialen, gewerkschaftlichen und geistigen Leben). Vortragender: Dr. Rudolf Steiner. Dove, den Syndikus der Berliner Kauffmannschaft, fielen. Das Das ist, polizeitechnisch gedacht, sehr schön; mir fehlt eine AnStimmenverhältnis ist ähnlich wie bor einem Jahre bei weisung für die Schußleute, wie sie es anstellen sollen, daß ein jeder letzten Tagen zu melden, die auch durchweg auf unbedeutende Feuerbericht. Nur vereinzelte Alarmierungen sind aus den der Wahl Brinkmann contra Meubrink. Auch darin glich von ihnen über den Ruf und die Bekanntschaften von mindestens Falckensteinstr. 42 wurden am die diesjährige Wahl der der vorjährigen, daß die social 2000 Berfonen unterrichtet ist. Es ist bekannt, welche Schnitzer Brände zurückzuführen waren. demokratische Fraktion wieder in der Lage war, der Polizei unterlaufen sind bei den Berichten über politisch thätige Donnerstag Möbel und Freienwalderstr. 35 tegale in einer den Ausschlag geben zu können. Ohne die Unterstützung durch Personen, zu deren besonderer Neberwachung oft mehrere Beamte Lackiererwerkstatt durch Feuer beschädigt. Borher waren Gollnowunsre Genossen wäre Kauffmann seinem Gegner unterlegen. Die bestellt waren. Somit wird der praktische Wert nur ein rechtstraße 43 und Schönhauser Allee 65 kleine Wohnungsbrände zu beseitigen. Wilhelmstr. 129 hatte die Dachkonstruktion Feuer gefangen, Verkündigung des Wahlergebnisses wurde von Herrn Kauffmanns problematischer sein. das jedoch wesentlichen Schaden nicht anrichtete. Außerdem wurden Vor den in Zeitungen angepriesenen Mitteln gegen noch unbedeutende Kellerbrände von Dalldorferstr. 20 und Schliemannengeren Freunden mit freudigem Bravo, von seinen Gegnern mit agerkeit und zur Erlangung voller Formen der Büste straße 8 gemeldet. warnt das Polizeipräsidium. In der Bekanntmachung werden namentlich jene Mittel aufgezählt, die als Pertorin, Jllerozen, orientalisches Kraftpulver, Eutrophia- Tabletten und Kopolo Der Urheber des Brandes des Potsdamer Polizet bertrieben werden. Der Preis dieser Sachen, die für 1,25 W. bis Von der neuen großen Kochküchen- Anlage auf dem nord- 3 M. feilgeboten werden, übertrifft den Wert der meist aus Buder Gefänguiffes, das am Sonnabend zum Teil eingeäschert wurde, westlichen Teile des Charité- Grundstücks giebt das und Mehl bestehenden Präparate durchweg um das Behnfachel ist, wie berichtet, der 18 jährige Sohn des Polizei- Gefangenaufsehers Centralbl. d. Bauv." eine fachmännische Beschreibung, die erkennen Gin andres Mittel Pilutes Orientales" enthält Arsen und ist daher Kirstein aus Fahrlässigkeit gewesen. Der Knabe hatte, als er Bretter läßt, wie wichtig diese für die Krankenpflege so bedeutsame Anlage überaus gefährlich. Irgend welche Wirkung auf die Entwicklung der vom Boden holte, ein brennendes Licht zwischen Strobsäcke fallen ist. Das Küchengebäude enthält im Stellergeschoß große Vorrats- Büste üben diese Mittel ebensowenig aus, wie diejenigen, die von lassen, dann die Bretter darauf geworfen, um fortzulaufen, ohne räume für Kartoffeln, Fleisch, Wein, Bier 2c., sowie unter der Haupt- einem Geschäft in Weimar und von einer Frau Stressin in Dessau seinem Vater von dem Unfall etwas zu melden, so daß das Feuer solche gewaltige Ausdehnung erlangen fonnte. Der Water des Knaben, küche einen großen Raum für die zahlreichen, zu den Kochapparaten gegen teures Geld angeboten werden. welcher erst vor 14 Tagen seine Mutter verloren hat, ist nun über gehörigen Nohrleitungen. Die ganze Küchenanlage ist darauf be- Der berühmte Censor Dumrath ist dem Berliner Tagblatt" den Streich desselben so aufgebracht geworden, daß er seinen Sohn rechnet, fünftig in den verschiedenen Seliniten etwa 1300 Strante, fo- anfolge feines Poftens enthoben und der Gewerbes, Straßen- und nach der Befferungsanstalt in Büllchow bei Stettin gebracht hat.(!) wie ein Personal von 400 unverheirateten Aerzten, Apothekern, Verkehrspolizei vorgesetzt worden. Das ist recht schade; gerade in Schwestern, Wärtern, wärterinnen 2c. der Anstalt ausreichend verpflegen den Sommermonaten hätte das wirken des Herrn Dumrath der Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung zu fönnen. Im Erdgeschoß nimmt die große zweigeschossige Kochtiche die Bresse gewiß manchen wünschenswerten Stoff gegeben. Vielleicht beschäftigte sich am Mittwoch nur mit unwesentlichen Vorlagen. Mitte des Gebäudes ein, daneben liegen zwei Speise- Ausgaben, die macht dieser Regierungsrat aber auch in seinem neuen Amte von Die Beschlußfassung über den Ankauf des der LuisenBratküche und die Spülküche. Dazu gesellen sich einige Speise- fich reden. firchengemeinde gehörigen Gebäudes an der Sophie Charlotten fammern, die Amtszimmer des Dekonomie- und des Küchen- Während der Verhandlung des Prozesses Sternbergstraße wurde auf Antrag des Ausschusses vertagt, bis die gemischte Juspettors, die Gemüſepuzräume, die Näume für Brot, Milch und hatte, wie noch erinnerlich sein dürfte, Rechtsanwalt Dr. Halpert Deputation zur richting on ohnungen für die minder beCerealien Im Obergeschoß liegen die Familienwohnung des Defonomie- Inspektors sowie Wohn- und Schlafräume für die Ober- eine Broschüre erscheinen lassen und darin den Gang der Vorunter- mittelten Klassen ihre Arbeiten beendet hat. Des weiteren wurde beschlossen, das Haus Krummestraße 89 vom 1. Oktober ab föchin und 18 Stöchiumen und Küchenmädchen. In der großen Roch fuchung im allgemeinen und dieses Prozesses im besonderen auf auf weitere atvei Jobre für Schulzwede Antrag, der den Magistrat ersucht, über Gemeinde Ein füche sind 14 größere freistehende Dampfkochkessel von je 100-600 Grund einzelner in der Hauptverhandlung zur Sprache gekommener Liter Inhalt, zusammen= 5400 Liter zum Stochen von Gemüse, Thatsachen einer Stritit unterzogen. Diese Broschfire hatte den richtungen, Magistrats- und Gemeindebeschlüsse, die von allgemeiner Oberstaatsanwalt veranlaßt, ein ehrengerichtliches Verfahren gegen Fleisch, Bouillon, Kartoffeln, Kaffee und Milch angeordnet. Zum Dr. Halpert zu beantragen, das am vorigen Montag vor dem Ehren Bedeutung für die Bürgerschaft sind, entsprechende Veröffentlichungen ergehen zu lassen, wurde angenommen; desgleichen ein Antrag, den Kochen wird Dampf von geringer Spannung benutzt, der größte gericht der Anwaltskammer seine Erledigung gefunden hat. Das ergehen zu laffen, wurde angenommen; desgleichen ein Antrag, den Teil der Kessel ist jedoch so ausgeführt, daß man je nach Bedarf Ehrengericht tagte unter Vorsitz des Geh. Justizrats Dr. Leffe Magiftrat zu ersuchen, erneut geeignete Schritte dahin zu thun, daß auch mit halben oder ganzem Wasserbad kochen kann. Aus diesen und unter Beisitz der Justizräte v. Simson, Mar Jacobson, der Stadt Charlottenburg das Präsentationsrecht zum Herrenhause größeren Keffeln sind in der Hauptküche neun als Stipptöpfe gebaute Leinholz und Saad. Die Oberstaatsanwaltschaft vertrat beigelegt werde. Eine längere Debatte rief eine Interpellation Dampf Stochapparate für den jogenannten ersten Tisch von je 30 bis Staatsanwalts- Nat Nichter, der einen Verweis beantragte. Nach hervor, worin der Magistrat ersucht wird. Auskunft darüber zu 50 Liter vorgesehen. Dazu kommen zwei große Kartoffelfocher für längeren Ausführungen des Dr. Halpert selbst und des Rechts geben, welche Stellung er zu dem seitens der Polizeiverwaltung einen täglichen Bedarf von 700 Kilogramm Kartoffeln ausreichend, Verordnung über das Schließen der sowie zwei große Tafelherbe für Kohlenfeuerung und zahlreiche Wärme- anwalts Wolfgang eine, die die Grundlofigkeit der erhobenen Säujer einnimmt. Die Versammlung ersuchte den Magistrat: eine daß tische. In der mit der Hauptfüche zusammenhängenden Bratti che Borwürfe nachzuweisen suchten, erkannte das Ehrengericht nach ganz bahin zu wirken, über Bolizeiverordnung befinden sich drei Gas- Bratöfen, für einen täglichen Gebrauch von 600 turzer Beratung auf Freisprechung. das Schließen der Häuser nicht erlassen werden möge, 2. daß das Kilogramm Fleisch berechnet, ferner ein Fischkocher, ein großes Wärm Seltsames Gesuch. Gegen die weitere Ausgabe von Karten Bolizeipräsidium das Personal für das Nachtwachtwesen verstärkt, bab zum Warmhalten der fertigen Braten, Wärmschränke, Wärm- briefen wollen die Papier- und Convertfabrikanten vorstellig da das vorhandene nicht als ausreichend anzusehen ist. tische 2c. Jumitten der Gemüsepußräume stehen drei zweiteilige werden. Sie weisen darauf hin, daß ein Bedürfnis des Publikums Magistratsvorlage betreffend den Ankauf zweier Grundstüde zur ErMarmorbecken von je 1000 Liter zum Abwaschen der Gemüse oder nach Kartenbriefen nicht vorliege, wofür der bisherige Mißerfolg gänzung des Rathaus- Neubaugebäudes wurde abgelehnt, da der von Seefischen, mit Wasser-Bu- und Ablauf. Die Milchlammer ist derselben zur Genüge zeuge. Dagegen schädige die Postverwaltung Ausschuß zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß ein Bedürfnis mit einem großen Apparat zum Kühlen der Milch ausgerüstet, eine durch die Kartenbriefe in erheblichem Maße die Papierfabrilanten für den Anfauf der Grundstücke voraussichtlich nicht vor 25 Jahren. Kühlkammer für Fleisch befindet sich im Erdgeschoß. und Händler. Dieser Schaden wäre am Ende zu ertragen. languerkennen ist. geplanten Erlaß 1. = Gin Eine 0 Versammlungen. Ans Groß- Lichterfelde wird uns berichtigend mitgeteilt, daß daß Schimmel etwas oberflächlich und gutgläubig sei, tveil er alle dem Gehilfen wird gekündigt, wenn er von seinem gesetzlichen nicht Dr. Lehmgrübner, sondern Oberlehrer Dr. Wüllenweber in der Menschen für anständig halte. Im Bereich des siebenten Armeecorps Recht Gebrauch macht. Gemeindevertreter Sigung für Aufhebung der Schulfommission seien in den letzten zehn Jahren 602 Refruten wegen Herzfehlers, der gesetzlichen Bestimmungen seitens eines Teils der GeschäftsSo sieht es mit der Innehaltung sprach. darunter 160 wegen beschleunigten Pulsschlages, wieder entlassen inhaber aus. Mit dem Neunuhr- Ladenschluß ist das Princip der Neu Weißenfee. Die Klagen über die Behandlung im worden; deshalb erging die Anweisung, bei den Aushebungen vor- Verkürzung der Arbeitszeit im Handelsgewerbe durch die Gesetzs hiesigen Krankenhause werden durch ein ein neues Vorkommnis fichtiger zu sein, da andrenfalls dienstliche Störungen veranlaßt und gebung anerkannt. An uns ist es nun, für weitere Beschränkung bermehrt. Ein Kutscher hatte das Unglück, vom Wagen dem Staat unnötige Kosten verursacht würden. Der Arbeitszeit unermüdlich zu agitieren und nicht eher zu ruhen, als zu fallen und sich schwer zu verletzen. Mitleidige Personen schafften bis unsre Forderung des Achtuhr- Ladenschlusses erfüllt ist. den Berunglückten nach dem nahe gelegenen Auguste VictoriaKrankenhaus. Nach längerem Parlamentieren gelang es, für den Der socialdemokratische Wahlverein für den zweiten Nach kurzer, dem Referat zustimmenden Aussprache wurde die folgende Resolution einstimmig angenommen: Verlegten wenigstens einen Verband zu erwirken. Nachdem dies Die von Frauen und Männern zahlreich besuchte Versammlung geschehen, wurde dem Mann bedeutet, das Grundstück wieder zu Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am 24. April bei Habel, richtet an das kaufende Publikum aller Bevölkerungsschichten das verlassen und zwar mit der Bemerkung, daß er wegen Trunken- Bergmannstraße, eine gutbesuchte Generalversammlung ab. Zunächst dringende Ersuchen, alle Einkäufe vor 8 Uhr abends zu besorgen, um heit nicht aufgenommen werden könne. Der Kutscher mußte dem- waren einige Anträge auf Statutenänderung zu erledigen. Es wurde dadurch sämtliche Ladeninhaber Berlins für die Einführung des allgezufolge die Unterstügung andrer, wenn auch nicht berufsmäßiger beschlossen, dem§ 2 hinzuzusetzen:" Mit dem Tode, dem Austritt meinen gefeßlichen Achtuhr- Ladenschlusses gewinnen zu helfen. Gerade Menschenfreunde in Anspruch nehmen. Bedauerlich bleibt, daß eine Einwirkung der Gemeinde auf glied jedes Recht, das es etwa gegen den Wahlverein, den Wahl- angestellten das Verlangen nach einer angemessenen Feierstunde oder der Ausschließung aus dem Wahlverein verliert das frühere Mit- die bevorstehenden Sommermonate sind dazu angethan, in den Ladendieses Institut zur Abstellung solcher Uebelstände nicht möglich ist. vereins- Vorstand oder gegen einzelne Mitglieder aus seiner Mitglied- aufs neue wachzurufen, denn die Einführung des gesetzlichen AchtJohannisthal. Für die Neueinrichtung des Gemeindebureaus schaft erworben hat." Ein Antrag, den Vorstand jährlich statt uhr- Ladenschlusses wird es ihnen erst ermöglichen, außer dem Geschäft wurden 500 m. bewilligt. Zu der in diesem Jahre bereits auf- halbjährlich zu wählen, wurde abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt sich auch der Erhaltung und Kräftigung ihrer Gesundheit, der Pflege genommenen Anleihe in Höhe von 40 000 m. muß noch eine weitere wurde nach längerer Debatte folgender Antrag:" Parteigenossen, ihres Familienlebens und der eigenen geistigen Fortbildung zu Anleihe von 15 000 m. aufgenommen werden, da wegen des welche Mitglieder des Wahlvereins sind und Interesse an den Be- widmen." fumpfigen Baugrunds beim Feuerwehrdepot- und Schulbau, und sprechungen in den sogenannten Bezirksführer Sigungen haben, Im Eiskeller, wo die zweite Versammlung stattfand, referierte auch wegen einiger von der Regierung geforderten Aenderungen beim dann den Kassenbericht. Am 21. Oktober v. J. war ein Bestand von Dem Referat folgte eine rege Diskussion, in der sich außer müssen zu diesen zugelassen werden." Genosse Hinze erstattete Blobel vom Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verband. Schulbau bedeutende Mehrausgaben entstehen. Der Vertrag mit den Charlottenburger Wasserwerken wegen Lieferung 105,49 M. vorhanden. Einschließlich dieses Bestands und der 670 M. den Handelsangestellten auch einige Kleingewerbtreibende für den von Wasser ist abgeschlossen; es wird mit dem Legen der Leitungs- betragenden Einnahmen vom Winterfest wurden im letzten halben Achtuhr- Schluß erklärten, während ein Straßenhändler dagegen röhren in nächster Zeit begonnen werden, da die Abgabe von Wasser 2162,37 m., davon 1050 M. für Agitationszwede und 427,20 M. an wurde angenommen und außerdem beschlossen, den Bundesrat zu Eine Resolution desselben Inhalts wie die vorstehende von dem neuen Werke bereits am 1. Mai erfolgen soll. Unfosten des Winterfestes. Es verblieb ein Bestand von 54,82 m. ersuchen, daß er für den Erlaß von Ausführungsbestimmungen auf - Die Versammlung erteilte dem Kassierer Decharge. Grund des§ 139e der Gewerbe- Ordnung Sorge trage. " Gerichts- Beifung. # = Spandau. In einer gutbesuchten allgemeinen GewerkschaftsVersammlung zu Spandau referierte am Dr. Karl Liebknecht über das Thema:" Das Bürgerliche GeSonnabend Genosse setzbuch und der gewerbliche Arbeitsvertrag". Der interessante Vortrag wurde mit lautem Beifall aufgenommen. Hierauf erstattete Genosse Sage Bericht über die Thätigkeit des Spandauer Gewerbegerichts im verflossenen Jahre. Insgesamt wurden 71 Klagen bei dem Gewerbegericht In den Spruchsizungen gelangten 38 Klagen zur Verhandlung; anhängig gemacht; davon wurden 33 im ersten Termin erledigt. hiervon endeten 14 mit Abweisung der Kläger, 6 mit Verurteilung der Beklagten und 12 durch Vergleich. Zum Schluß forderten die Genossen Dr. Liebknecht und Koniger zur politischen und gewerkschaftlichen Organisation und zur fräftigen Unterstützung der Arbeiterpresse auf. Frauen und Mädchen( gegr. 1892). Berliner Kranken Unterstützungs: und Begräbnis: Verein für hallen", Kommandantenstraße 20: Geschäftliche Sigung. Aufnahme neuer Heute abend in den Armins Mitglieder. Eingegangene Druckschriften. Vermischtes. D Ueber eine Störung im Eisenbahn Betrieb wird aus GIüdstadt amtlich gemeldet: Beschädigung der Eisenbahn- Brücke über die Stör bei Izehoe. Infolge Antreibens eines Schiffs ist der durchgehende Zugverkehr auf der Strecke Altona- Elmshorn- Heide bis auf weiteres unterbrochen. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Güterverkehr wird umgeleitet. Den Vorstandsbericht gab der Vorsitzende Genosse Werner. Daraus ist hervorzuheben: Jn Sachen der Accordmaurer sei in VerUnter Kameraden ganz egal. Von dem weiblichen handlungen mit der Berliner Maurerorganisation eine Verständigung Troste, den Edelste und Beste im Zeichen des agrarischen Notstands erzielt worden. Man habe Streifbruch als eine ehrlose Handlung in Berlin suchen, erzählt eine anheimelnde Geschichte aus dem anerkannt, die den Ausschluß aus dem Wahlverein nach sich ziehe. Großstadtsumpf. Des feinsten Umgangs rühmte sich mit Nach den Feststellungen der zielbewußten organisierten Maurer würden Recht die unverehelichte Clara Runge, die gestern aus dadurch die meisten Accordmaurer betroffen. Die Nachprüfung hätten sich dem Zuchthause zu Delisch der neunten Straffammer die Vorstände der politischen Vereine vorbehalten. des Landgerichts I vorgeführt wurde, um sich wegen Betrugs Aengst, den seine Gewerkschaft wegen Streitbruchs auf zwei Jahre ausDer Stuccateur und Urkundenfälschung zu verantworten. Wenn man die wegen geschlossen habe, sei für dieselbe Zeit vom Vorstand aus dem Wahlsittenpolizeilicher Uebertretungen und aller möglichen Vergehen schon verein ausgeschlossen worden. Dem Antrage eines Mitglieds, den oftmals vorbestrafte und jetzt zivei Jahre Zuchthaus verbüßende An- Genossen Mintwiz aus dem Verein auszuschließen, habe der Vorgeklagte so in ihrem Anstaltskleide figen jah, erschien es fast un stand nicht stattgegeben. Er sei vielmehr zu folgender Entscheidung begreiflich, daß Männer, die den gebildeten Kreisen angehören, gekommen: Es wäre allerdings zu mißbilligen, daß Minkwitz als an ihr Gefallen finden konnten. Und doch bezeugten ihr alter überzeugter Parteigenosse sich habe verleiten lassen, auf dem zwei als Zeugen bernommene Kellner und der Portier Bau Wertheim Ueberstunden zu machen, obwohl seine Gewerkdes Grand Buffet" in der Jägerstraße, daß die An- schaft danach strebe, die Ueberstunden zu beseitigen. Indessen wäre getlagte häufig mit Gutsbesigern, Offizieren und Minkwiz von der Anklage, eine ehrlose Handlung begangen zu andren vornehmen Herren in den Bars" erschien und die haben, freigesprochen werden, wobei besonders die eigenartigen Herren mit ihr reichliche Beche bis zu 50 M. hinauf machten. Sie Verhältnisse auf dem fraglichen Bau zu berücksichtigen waren. Gleich hat dabei den Namen der Schulreiterin Martha Mohnke aufs dem Vorstand der Lokalorganisation der Maurer, welcher Minkivit anJm Verlage von J. H. W. Die Nachf. in Stuttgart ist soeben er: schändlichste gemißbraucht. Den Kellnern gegenüber, die der feich gehöre, erachtete auch der Wahlvereinsvorstand M. für genügend schienen: Die deutsche Städteverwaltung. Ihre Aufgaben auf den und elegant auftretenden Verbrecherin glaubten, hat sie sich als bestraft dadurch, daß er seiner Zeit auf Betreiben der Kollegen die Gebieten der Voltshygiene, des Städtebaus und des Wohnungswesens. Schulreiterin Mohnte ausgegeben und es verstanden, die Leicht- Stellung verlor. gläubigen zur Hergabe fleinerer Geldsummen zu bewegen; fie pflegte wovon 311 im vorflossenen halben Geschäftsjahr neu eingetreten Der Verein zählte Ende März 1460 Mitglieder, Bon C. Hugo. XII und 516 Seiten 80. Preis broschiert 10,- M., ge= bunden in engl. Leinwand 11,50 M. dabei zu erzählen, daß sie im Begriffe sei, eins ihrer Reitpferde zu feien. Der durch sein im gleichen Verlage 1897 erschienenes Buch„ Städte: Nach der aufgestellten Berufsstatistik gehörten dem Verein verwaltung und Municipal- Socialismus in England" in weiten Kreisen verkaufen und das Geld zurück zahlen werde, wenn der Verkauf an: 1 Aeger, 1 praktischer Arzt, 110 Arbeiter, 1 Bandagist, 1 Band- bekannt gewordene Verfaffer E. Hugo legt in dem vorliegenden Buche die perfekt sei. Wie die Angeklagte zu diesem Schwindel gekommen, sägenschneider, 1 Barbier, 4 Bäcker, 3 Böttcher, 1 Berichts Resultate mehrjähriger Quellenſtudien und Forschungen auf dem Gebiete ist nicht recht aufgeklärt worden. Sie behauptet, daß sie schon erstatter, 10 Bildhauer, 1 Bote, 24 Buchbinder, 73 Buch der deutschen Städteverwaltung vor. Bei seiner Arbeit hat er sich weit: vor Jahren im jelig entschlafenen Hippodrom unter dem drucker und Sezer, 1 Buchhändler, 1 Buchhalter, 1 Bretter gehender und wohlwollender Unterſtügung seitens der großen Mehrheit der Namen Ella Stella als Figurantin mitgewirkt habe und träger, 2 Bürstenmacher, städtischen Verwaltungen zu erfreuen gehabt. 2 Cigarrenmacher, eine tägliche Besucherin des Cirkus gewesen sei, ja es fabrikanten, 1 Xylograph, 3 Ciseleure, 1 Comptoirist, 2 Dachdecker, Denkschriften der städtischen Behörden niedergelegt und daher nicht allgemein Es wurde ihm dadurch 5 Cigarrenmöglich, ein reichhaltiges Material zu benützen, das in den Berichten und sogar zum Besige eines Freibillets gebracht habe. Sie hat eine 1 Privatdocent, 18 Drechsler, 1 Drechslermeister, 13 Dreher, zugänglich ist. Das Buch dürfte für alle, die in der Stadt und GemeindeQuittung über ein Darlehn mit dem Namen Mohnle unterzeichnet 2 Droschkentutscher, 1 Diener, 1 Einsezer, 1 Elektrotechniker, 1 Er- verwaltung praktisch thätig oder an ihrer Entwicklung theoretisch interessiert und sich somit auch einer Urkundenfälschung schuldig gemacht. Der pedient, 1 Expeditionsgehilfe, 1 Fabrikant, 1 Fliesenleger, 9 Former, sind, von dem größten Interesse sein. Staatsanivalt drückte sein Erstaunen darüber aus, daß eine solche 1 Fräser, 1 Gärtner, 1 Gelbgießer, 1 Geschäftsführer, 1 Gießer, Person solche Rolle spielen konnte, und beantragte ein Jahr ein 7 Glaser, 1 Goldarbeiter. 1 Goldsticker, 4 Graveure, 27 Gürtler, Monat Zuchthaus. Der Gerichtshof mußte einige Fälle aus- 8 Händler, 2 Handschuhmacher, 23 Hausdiener, 1 Heizer, 1 Ingenieur, scheiden, in denen nicht die Behauptung, Schulreiterin zu sein, 2 Juſtrumentenmacher, 2 Kassenbeamten, 1 Kassierer, 26 Stauf Verwüstung eines Kirchhofs. In Odenkirchen( Rheinsondern das ganze Auftreten der Angeklagten und ihr Verkehr leute, 7 Kellner, 1 Kernmacher, 2 Stiftenmacher, 1 Sesselwärter, land) wurde in der vergangenen Nacht der katholische Friedmit den, Kavalieren" das treibende Motiv zur Hergabe der 33 Klempner, 1 Kupferschmied, 6 Kutscher, 3 Ladierer, 2 Leder- h of in ruchloser Weise zugerichtet. Ueber 30 Gräber wurden aufDarlehne gewesen war. Die Angeklagte wurde deshalb zusätzlich nur arbeiter, 1 Lederhändler, 1 Lederzuschneider, 1 Liniierer, gebrochen und verwüstet, Kreuze und Denkmäler demoliert und von zu drei Monaten Zuchthaus verurteilt. 3 Lithographen, 20 Maler, 198 Maurer, 4 Maschinisten, 16 Mechaniker, 50 Bäumen die Kronen abgeschlagen. Von den Thätern fehlt bis Wegen Gendarmenbeleidigung war unser Parteigenosse 1 Maschinenbauer, 11 Metallarbeiter, 9 Metalldrücker, 1 Milchhändler, jegt jegliche Spur. Litfin in Lichtenberg vom Schöffengericht zu 30 M. Geldstrafe 1 Möbelpolierer, 5 Monteure, 1 Marmorarbeiter, 3 Packer, 2 Photoverurteilt worden. Die von Litfin gegen dies Urteil vorgelegte Be- graphen, 3 Portiers, 2 Porzellanarbeiter, 2 Buzzer, 1 Rechtsanwalt, rufung ist jetzt von der Straffammer zurückgewiesen worden. 4 Redacteure, 6 Rohrleger, 9 Sattler, 61 Schankwirte, 1 Schlächter, Das Gericht hielt es für erwiesen, daß Litfin in einer Versammlung 9 Schleifer, 40 Schlosser, 13 Schriftgießer, 3 Schriftsteller, gesagt habe, die Behörde möge zur Ueberwachung Leute schicken, die Schmiede, 64 Schneider, 4 Schraubendreher, 54 Schuhmacher, weniger nervös seien als der anwesende Beamte; auch war das 2 Schuhmachermeister, 2 Silberarbeiter, 2 Siellmacher, 1 Steno Gericht von der beleidigenden Natur einer solchen Aeußerung graph, 1 Stepper, 2 Stereotypeure, 6 Steindrucker, 8 Steinüberzeugt. mezzen, 11 Stuccateure, 1 Tanzlehrer, 15 Tapezierer, 2 Täschner, 222 Tischler, 1 Tischlermeisier. 5 Töpfer, 5 1hrmacher, 7 Bergolder, Jin Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld erschien am 1 Borrichter, 1 Zeichner, 56 Zimmerer, 1 Zeugschmied, 1 Zuschneider. Mittwoch als besonders charakteristischer Zeuge Fabrikant Gustav Bei 36 Mitgliedern fehlt die Berufsangabe. Im Anschluß an die Elfcheidt: Er sei 1893 zur Infanterie ausgehoben worden. Wiedergabe dieser Statistik führte Genosse Werner noch aus, die Nachdem dies geschehen war, fei Baumann in die Wohnung seiner selbe ergäbe, daß man e her von einer Vernachlässigung der ParteiEltern gekommen und habe den Vorschlag gemacht, ihn vom Militär- Organisationen durch die Gewerkschaften, als von einer solchen der dienst zu befreien, wenn er 2000 M. erhalte. Das Geld solle erst Gewerkschaften durch die Partei sprechen könne. Es sei notwendig, gezahlt werden, wenn die Sache erledigt ſei. Baumann habe die Stellung der Gewerkschaften zu der Partei- Organisation in Ver: geraten, in demselben Jahre nicht zur Generalmusterung zu sammlungen zu erörtern. Die Gewerkschaften müßten mehr dahin gehen, sondern kurz vor derselben Pillen zu nehmen. Das wirken, daß ihre Mitglieder sich politisch organisierten. durch werde er ein gelbes Aussehen erhalten und alsdann, Ju später Nachtstunde wurde beschlossen, die Vorstandswahlen zu mit der Angabe, an Gelbsucht zu leiden, sich ein ärztliches vertagen. Sie sollen in einer demnächst neu zu veranstaltenden Attest ausstellen lassen, daß er nicht zur Generalmusterung Generalversammlung vorgenommen werden. tommen fönne. Er habe dies gethan und sich in folgendem Jahre auf Anraten Baumanns in Erfurt zur Generalmusterung gestellt. Dort sei er von dem Oberstabsarzt Dr. Schimmel untersucht und für dienstuntauglich erklärt worden. Präs.: Weshalb haben Sie bei dem Untersuchungsrichter verschwiegen, daß Sie Pillen genommen haben? Beuge: Das weiß ich selbst nicht. Bräf.: Sie haben doch bei dem Untersuchungsrichter geschworen, nichts zu verschweigen, und Sie haben auch heute erst nach ein gehendem Befragen und längerem Zögern zugegeben, Billen genommen zu haben. 3euge: Ich weiß wirklich nicht, weshalb ich das nicht gesagt habe, ich wurde jedenfalls nicht danach gefragt. Präs: Sie haben alles zu sagen, was Sie wissen, auch wenn Sie nicht danach gefragt werden. Nehmen Sie sich in acht, daß Sie nicht an eine ganz andre Stelle wegen Verlegung Ihrer Eidespflicht gestellt werden. Sie haben an Baumann 2000 M2. ge- Im Konzerthaus Sanssouci referierte Benno Maaß. Nach bei Hiesfeld ein großer Wald brand. Mehrere Feuerwehren die Duisburger Voltszeitung" meldet, in den königlichen Forsten zahlt. Was dachten Sie sich denn, wozu Baumann eine so hohe einem historischen Rückblick auf die Bestrebungen für Herbeiführung Summe fordert? 3enge: Ich glaubte, er müsse einen Teil des eines Neun- bezw. Achtuhr- Ladenschlusses zeigte der Redner, daß die find angestrengt thätig. Militärische Hilfe wurde erbeten. Geldes dem untersuchenden Arzt geben.- Präs.: Wie lange Geschäftsinhaber von jeher die schärfsten Gegner jeder Verkürzung Spielhöllen- Bilanz. Die soeben veröffentlichte diesjährige haben Sie sich in Erfurt aufgehalten? 3euge: Acht Wochen. der Arbeitszeit gewesen sind, und daß sie sowohl wie auch die Spielbilanz von Monte Carlo ergab im Vergleich mit dem vorigen Präs. Haben Sie nicht dort einen Bekannten getroffen? ihren Interessen dienende Presse die schwersten Schädigungen Jahre eine Abnahme von 60 000 M. Die Gesamteinnahmen bes Beuge: Ich habe den Angeklagten Adolf Stöcker in Erfurt ge- als Folge der Sonntagsruhe und des Neumuhr- Ladenschlusses tragen 19 104 000 M. Die Dividende ist um 8 M. gesunken, be troffen.- Präsident: Dieser hielt sich auch zu den prophezeit haben, daß aber von all diesen Prophezeiungen kommt doch der Fürst jetzt jährlich 1 400 000 m. gegen 1 000 000 W., Zweck der Generalmusterung in Erfurt auf? Beuge: das Gegenteil eingetreten ist. In Wirklichkeit führte der Redner die er früher erhielt. Albert von Monaco find außerdem weitere Jawohl, ich traf auch bei der Musterung mit Stöder zu- aus besteht ja noch nicht einmal der allgemeine Neumuhr- Laden- 500 000 M. für die Erhaltung seiner Leibgarde zugestanden worden, fammen. Fabrikant und Stadtverordneter Elscheidtsen. schluß. Die inn 9 Uhr im Geschäft anwesenden Kunden dürfen noch nach sowie die Bezahlungen der Ausgaben des Hofs. bestätigt die Bekundungen seines Sohnes. Auf Befragen des Präst- 9Uhr bedient werden, und dann beginnt erst die Aufräumungsarbeit der denten, weshalb Baumann dem Sohn geraten habe, sich nicht in Hausdiener. Ferner giebt es im Jahr 40 Ausnahmetage, an denen die GeSolingen, sondern in Erfurt zur Generalmusterung zu stellen, bemerkt fchäfte länger als bis 9 1hr offen gehalten werden dürfen, und der Zeuge: Baumann sagte: In Erfurt ist es sicherer. Präs.: die Fabrik- und Engros- Geschäfte fallen nicht unter die Nun Baumann, was haben Sie hierzu zu erklären? Baumann gesetzliche Bestimmung des Neumuhr- Schlusses. Ich kenne allerdings Herrn Elfcheidt von Jugend auf, wir haben uns wird denn auch tüchtig ausgenutzt. Wenn man in der Saison auch, als ich in Solingen wohnte, gegrüßt, über Militärangelegen durch das Konfektionsviertel geht, kann man die Angestellten heiten habe ich aber niemals mit ihm gesprochen Zeuge bis spät in die Nacht hinein arbeiten sehen. Aber auch sonst Elscheidt sen.: Ich habe Baumann erst 1893 fennen gelernt, als wird der Neunuhr- Ladenschluß noch oft umgangen, und das ist mög- Ewinemde 768 NO er mich aufsuchte. Präs: Also nicht Sie haben sich an Baumann lich, weil es an jeder Kontrolle für die Durchführung des Gesches Hamburg fehlt. Eine solche Kontrolle nach Art der Gewerbe- Aufsicht ist ein not- Bertin gewandt, sondern Baumann hat Sie aufgesucht? den Angestellten die gesinden Baumann bleibt troß aller Vorhaltungen des Präsidenten bei wendiges Erfordernis. Die Fälle, wo seiner Aussage. seglich bestimmten Pausen nicht gewährt werden, sind gar nicht selten. Wien lleber die Sigung vom Donnerstag meldet ein Telegramm: Bei einer bekannten hiesigen Firma der Eigarrenbranche wird Generalarzt Dr. Strider erklärt, Dr. Schimmel sei seit 1897 dem Verkäufer, wann er die ihm gesetzlich zustehende Mittagspause Trocken und vorwiegend heiter, nachts fühl, am Tage ziemlich warm fein Untergebener. Derselbe sei streng gewissenhaft und ein Ehren- machen will, gefagt: Gewiß, Sie dürfen zu Tisch gehen, aber Sie bei mäßigen nordöstlichen Winden. mann vom Scheitel bis zur Sohle. Aus den Akten habe er ersehen, wissen wohl, wenn wir uns darüber sprechen. Das heißt also ,! Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wesker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. " Der socialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Wahlkreis hielt am Dienstag in den„ Arminiushallen" in Moabit eine Versammlung ab, in der Genosse Dr. Weyl über: Arbeiterschutz in bürgerlicher und proletarischer Auffassung" referierte. Eine Diskussion über den interessanten, beifällig aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Bekannt gegeben wurde, daß das Mitglied Gastwirt Gresse infolge eines Unfalls verstorben ist. Die Versammlung ehrte das Andenken des Verstorbenen in der üblichen Weise. M Schiffsunglück. Wie man aus Hamburg meldet, ist der 1888 Registertons große Tampfer Tasher", Kapitän Sindall, mit Salz- und Getreideladung von Aden nach Mauritius unterwegs, während schweren Seegangs auf Klippen bei Barkley Jelet geworfen und vollständig wrack geworden. Von 85 Mann Besazung find 40 ertrunken. Der an Bord befindliche Kolonialsekretär Sir Graham Bower leitete die Bergungsarbeiten. Der Kapitän liegt schwerverletzt im Krankenhause danieder. Ueber ein schweres Brandunglück wird der„ Germania" aus Wildeshausen in Oldenburg berichtet: Mittwochnacht um 2 Uhr brannte in der benachbarten Kapellengemeinde Rechterfeld die Kaplanei vollständig nieder. Der Kaplan Wallenhorst sowie dessen Mutter und Schwester konnten nur das nackte Leben retten, jedoch ist die Mutter bereits einige Stunden später den Brandwunden erlegen. Auch haben der Kaplan und dessen Schwester so starke Brandwunden davon getragen, daß man jeden Augenblick das Schlimmste bei der Schwester befürchten muß; ebenfalls schwebt der Kaplan in Lebensgefahr. Von einem furchtbaren Unwetter wird aus Kallutta telegraphisch berichtet: Ein heftiger Staubsturm, begleitet von einem wolkenbruchartigen Regen, juchte Mandalay am 23. d. M. heim. Durch den Sturm wurden große Verwüstungen angerichtet: auch sollen demselben Menschenleben zum Opfer gefallen sein, deren Zahl nach den legten Nachrichten auf zwölf angegeben wird. Der Agitation für den Achtuhr Ladenschluß dienten zwei Versammlungen, die von dem aus 11 hiesigen Vereinen von Handlungsgehilfen und Gehilfinnen sowie Handels- Hilfsarbeitern zu: Waldbrand. Seit Donnerstagnachmittag 2 1hr wütet, wie sammengesetzten Ausschuß am Mittwoch einberufen waren. Witterungsübersicht vom 25. April 1901, morgens 8 1hr. Diese Freiheit Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm 5 paparanda 7759 Wind richtung Windstärte Wetter 2 wolkig Temp. n. 6. 15°.= 4° 91. 5 wollig 1 3 wolfenl 767NO 766 NND 4 wollig 759 OSO 3 Nebel 8 2 wolfen! 11( berdeen Granff./M. 763 NNO 767SD 2 hlb.bed. 10 761D 6 wolfen! 8 Baris 2wolfig 13 7609 2 wolfen 10 Wetter Prognose für Donnerstag, den 26. April 1901. 7 Betersburg 773 NNO 2 hlb.bed.- 1 7 Tort 759