Ar. 103. Adonittme«,-Kedingvnzr»: vbonnementS- Preis pränumerando: vierteljährl. ZL0 Mr.. monotl. 1,10 MI., wöchentlich 28 Pfg. frei ins HauZ. Einzelne Numm-r 6 Pfg. Sonntagz- Nummer mt» ttluNrierier SonntagZ, Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofi- >llbonnement: 1.10 Mark pr» Monat. «ingetragen in der Post- Zeitungi» Preisliste für 1001 unter Dr. 7871. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Mark, für da» übrige Ausland S Mark pro Monat. 18. Jahrg. Dt« Jnftrtions-Gclillyl betragt für die fechSgefpaltene Kolonel» zeile oder deren Raum so Pfg., für poltttfch« und gewerkschaftliche Vereins» und Versammlung»-Anzeigen 20 Pfg. ..Kleine Ant-tgeu" jedes Wort 5 Pfg. (nur da« erste Wort fett). Inserate für die nächst« Nummer müssen bis s Uhr nachmittag« in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bt« 7 Uhr abend», an Sonn- und Kestiagen bt» s Uhr vormittag» geöffnet. Srscheinl kSgltch nutzer Monkng«. Derlinev VolksblÄkk. Telegramm- Adreste» ««»rinldeuwkrnt»erlitt« Csntralorgan der focialdemokratischen Partei Deutschlands. Kedaktwn: SW. 19, Beuth-Stratze 2. Fernsprecher: Amt I Nr. 1S08. Das Ende des Kanals. ÄuS dem chaotischen MrrniS der preußischen Politik hofft die Regierung durch den Schluß des Landtags zu entrinnen. Seitdem kein Zweifel mehr an der erneuten Ablehnung der Kanal» Vorlage bestehen konnte, seitdem fich die Regierung dem Zedlitzschen Scheinkompromiß überliefert sah, ivurde ihre Situation völlig verzweifelt und haltlos. Sollte sie die Ver- fchleppungspofse weiter ertragen oder durch förmliche Abstimmungen ihre Vorlage von neuem niederwerfen lassen? Sie entschloß sich, durch Schluß der LandtagSsession den Streit kurzer Hand ab zubrechen. Der Ministerpräsident Graf B ü 1 0 w schloß die Session mit der Erklärung: „Nach dem Gange, welchen die Beratungen in der Kommission des Hauses der Abgeordneten genommen haben, hat die königliche Staatsregierung zu ihrem Bedauern die Ueberzeugung entnehmen müssen, daß die erwartete Verständigung über die Kanalvorlage zur Zeit ausgeschlossen ist. Von der Fortsetzung einer zwecklosen Beratung kann sich die königl. Staats- regierung keinen Erfolg versprechen und daher zu einer solchen die Hand nicht bieten." Das tragikomische Ende der Kanalvorlage begleitet eine gleich tragikomische Regierungskrise. Miguel hat seine Demission eingereicht, dasselbe wird von dem Landwirtschaftsminister v. Hammerftein und dem Handelsminister Brefeld mit Bestimmtheit behauptet. Eine amtliche Mitteilung über diese Ministerverabschiedungen liegt noch nicht vor, so daß sich auch Gerüchte erhalten, daß nicht Herr Brefeld, sondern der Justiz- minister Schönstedt im Strudel der Krise verschwinden soll. Ueber die Nachfolger der scheidenden Regierungsmitglieder ist ebenfalls bisher nichts bekannt. Der Minister des Innern Rhein baben soll das ihm angebotene Portefeuille des Finanzministers abgelehnt habe»! sonst werden als neue Anwohner deS Kastanien- Wäldchens der Danziger Oberbürgermeister Delbrück, der Kölner Oberbürgermeister Becker, beide nationalliberaler Richtung, und andre Persönlichkeiten genannt. Wahrscheinlich ist, daß die könig liche Gunst jemand ereilt, an den jetzt niemand denkt. Obschon die Situation schon seit längerem gänzlich unhaltbar erschien, kam nun der Schluß des Landtags und die Regierungskrise dennoch recht überraschend. In der Regierung wog noch bis zuletzt die Neigung vor, das Verschleppungsspiel der Kanab rebellen weiter dulden zu wollen. Aber es scheint, als sei dem Kaiser, der fich für das Zustandekommen der Vorlage aufs ein» dringlichste verbürgt hatte, die Sache zu toll geworden. Es haben sich in den letzten Tagen änßerst erregte Scenen hinter der Schau- bühne abgespielt, deren Ergebnis nun vorliegt. Der Kaiser soll eine Auflösung deS Abgeordnetenhauses gefordert haben, aber Graf B ll l 0 w soll diesen Entschluß gehemmt haben sowohl durch den HinlveiS auf die Schwierigkeiten der auswärtigen Politik, der isolierten Stellung Deutschlands in China, als auch durch den Einlvurf, daß der Kaiser nicht in die Lage ge» bracht werden dürfe, sich durch Neuwahlen einem Urteil der Wähler über die Kanalfrage ausgesetzt zu sehen. Thatsächlich hätte die Auflösung des Abgeordnetenhauses die Regierung nicht aus ihren Nöten befreien können. Sie müßte sich auf Parteien stützen, deren Stärkung sie nur wünschen könnte, wenn sie eine völlige Schwenkung ihrer gesamten Politik — der preußischen sowie der Reichspolitik— beabsichtigte. Sie müßte aber auch mit der Möglichkeit rechnen, daß die Kanalrebellen dank dem Dreiklassen-Wahlsystem nicht vermindert, sondern vielleicht in noch vermehrter Zahl wiederkehren könnten. Auflösung deS Abgeordnetenhauses, Neuwahlen gegen die konservative Partei kann eine Regierung nicht unternehmen, deren innerste« Wesen, trotz aller Kanalverstimmungen, konservativ und agrarisch ist. Nicht» ist lächerlicher, als die unentwegte liberale HoffnungS- freudigkeit, die auch jetzt den Anfang einer Periode kräftigeren Vorstoße« der Regierung gegen den junkerlichen Ueber- mut erträumt. Liberale Blätter sprechen thatsächlich die Meinung au«, die Regierung werde nach der Neu« bildung de« Ministerium« weitere Schritte unter- nehmen. Aber da« vom Grafen B ü 1 0 w gewählte Wort, die er- wartete Verständigung über die Kanalvorlage sei„ z u r Z e i t ausgeschlossen", belveist, daß ein ernsthafter Widerstand der Regierung gegen die konservative Diktatur keineswegs zu erwarten ist. Auch die„Berl. Pol. Nachr." bestätigen diese Auffassung, indem sie er- klären, daß die„wahrhaft staatsmännische Selb st- beschränkung der Regierung keineswegs einen endgültigen Verzicht auf die wiederholte Forderung der Ausführung des Knnalprojekts in vollem Umfange und zu g e- legener Zeit bedeute".„Stellt man, sagt das offiziöse Blatt weiter, unter den gegenwärtigen Verhältnissen das Kanal- Projekt vorläufig zurück, so, meinen>vir, wird diese scheinbare Verzögerung nur zur Klärung der Meinungen und z im schließlichen Siege jenes schöpferischen Gedankens führen." Das heißt genügend klar: die Regierung verzichtet auf die Vorlage. Die„That" des Landtogsschlusscs vollendet die lange Reihe der Niederlagen der Regierung, der Siege des preußi- schen Junkertums. Die Regierung erklärt ihre Unfähigkeit. eine Vorlage, deren kultureller Wert zweifellos, den agrarischen Feinden der modernen Wirtschaftsentwicklung abzuringen. Ja die Regierung bietet im Zurückweichen vor den Konservativen den reizvollen Anblick, beinahe den Anforderungen eines weitgehenden KonstittittonaliSmus zu folgen: Während im Reichstag des allgemeinen Wahlrecht« gegenüber den demokratischen Expedition: sw. 19, Bruch-Skrahe 3. Fernsprecher: Amt I. Nr. LISI. und liberalen Parteien jede Niederlag« die Minister in ihrer Stellung b e f e st i g t, führt in Preußen die Ablehnung eines Kulturwerks durch die konservativen Vertreter einer winzigen Minderheit der Bevölkerung zur Regierungskrise. Die konservativen Zeitungen bekunden daher keines- Wegs den von den Liberalen erwarteten Schrecken. Die konservative Partei hat ihren Willen durchgeführt und erwiesen, daß sie in Preußen zu befehlen hat. Die konservative Presse ist dabei vorsichtig genug, ihren Sieg nicht in lauten Jubelhymnen zu feiern. Sie weiß, daß sie einen weiteren, ernsten Kampf zu kämpfen hat gegen die Einflüsse, die bei Hofe und in der Regierung die schon zugesagte Brotzoll- erhöhung, das wichtigste Ziel konservativer Politik, zu beeinträchtigen sich bemühen. Mit der Beseitigung der Kanalvorlage ist dem konser vativen Brotwucherspiel ein bedeutsamer Trumpf entzogen worden. Die Agrarier befürchten, daß das jämmerliche Ende der Kanal- Vorlage Verstimmungen hinterläßt, aus denen ihren schütz- zöllnerischen Plänen Schwierigkeiten erwachsen können. So sagt denn die„Deutsche Tageszeitung": ...„Nur das möchten wir nochmals hervorheben, daß man von einer Niederlage(der Regierung) in keiner Weise sprechen kann. Die Entschließung der Negierung hat die Möglichkeit einer Niederlage beseitigt. Darin besteht ihr be- sonderer Vorzug. Wenn ferner hie und da angedeutet wird, daß diese Entschließung der Regierung nicht kraftvoll sei, sondern eher das Gegenteil bedeute, so ist dies ein Irrtum. In der jetzigen Lage gehörte mehr Kraft und mehr Kraft be wußtsein dazu, einen Entschluß zu fassen, wie ihn die Regierung gefaßt hat, als irgendivelche andre Maßnahmen zu treffen." Und die„Kreuz-Zeitung" erklärt überaus nüchtern: „Wir Konservativen denken gar nicht daran, den Ausgang der Kanalfrage als einen Sieg zu betrachten. Für uns war die An- gelegenheit stets eine— allerdings wichtige— wirtschaftliche Frage ohne politische oder principielle Be deutung." Die konservativen Organe sind eifrig beflissen, die Niederlage der Negienmg als unwesentlich auszugeben und jede Reizung der Persönlichkeiten, von denen sie eine Unterstützung ihrer Zollwünsche begehren, zu vernreiden. Ganz besonders vermeidet die kouservattve Presse jede Erinnerung daran, daß die Kanalvorlage eine Lieblingsvorlage des Kaisers ist. Am 11. August 1833 sagte der Kaiser bei Einweihung des Dortmund-EmS-Kanals: „Das Werk, das ich soeben besichtigt habe, ermöglicht hoffent lich der Stadt Dortmund, wieder ihren Flug über die See zu nehmen, wie sie ihn einstmals genommen hat. Nur möchte ich glauben, daß der Kanal, wie er augenblicklich anzusehen ist, nur ein Teilwerk ist. Er ist aufzufassen in Verbindung mit dem großen Mittellandkanal, den zu bauen und zur Durchführung zu bringen meine Regierung und ich fest und unerschütterlich entschlossen find. Wir dürfen nicht vergessen, daß die stets wachsenden Bedürfnisse unsres Landes auch größere und leichtere Wege verlangen, und als solche müssen wir neben den Eisenbahnen die Wasserstraßen betrachten. Der Austausch der Massengüter im Binnenlande, der vor allen Dingen auch der Landivirtschaft zu Gute kommt, läßt sich nur auf dem Wasser bewerkstelligen, und so hoffe ich, daß die VolkS- Vertretung, diesem Gesichtspunkte nachgebend, mich in die Lage versetzen wird, hoffentlich noch in diesem Jahre meinem Lande den Segen dieses Kanals zu Nutzen und zu Teil werden zu lassen.... Was damals als Rückhalt der Hansa fehlte, ein starkes, geeintes, einem Willen gehorchendes Reich, haben wir durch die Gnade de« Himmels und die Thaten meine« Herrn Großvater« wieder errungen, und diese Macht soll auch für diese« grosse Werk mit voller Wucht eingesetzt werden. Dafür werde ich stehen!" ES ist begreiflich, daß die Konservattven die von ihnen verübte ungeheuerliche Erschütterung der Autorität dem Vergessen zu über- geben wünschen und sich mühen, nach errungenem Siege die Be- siegten zu schonen und sich erneut al« einzige Schützer der Autorität anzupreisen. Miquels Glück und Ende. Der Stehausmann in der preußischen Regienmg ist n»n end- lich und wirklich zu Boden gesunken: Herr v. Miguel hat nach einem langen Dasein, voll von Arbeit, Strebsucht, Tüchtigkeit, glänzenden Erfolgen, Charakterlosigkeiten und Ränken seine politische Laufbahn beschließen müssen, nachdem ein höherer privilegierter Willen den an sein Amt sich Klammernden jäh beseitigt hat. Der glückliche Emporkömmling hat nicht in Schönheit zu sterben verstanden. Er ist nicht auf der Höhe vom Blitzstrahl getroffen worden. Als politischer Bankrotteur, zu dem im Gnmde niemand mehr rechtes Vertrauen hatte, als Reaktionär schlimmster Gattung und als ein Renegat von vielen Graden muß er davon gehen, dem Zwange widerwillig gehorchen. In der Gestalt des Herrn v. Miguel verkörpert sich recht getreu Art und Entwicklung der deutschen Bourgeoisie, die. je niehr sie wirtschaftlich empor kam, um so mehr moralisch sank: ohne Ueber- zeugung. zu jedem Gesinnungswechsel bereit, verschlagen die Kniffe und Schliche des Kammerdieners übend, um von der Macht Vorteile zu erlisten, jugendlich revolutionär und idealistisch von Hau« aus. um schließlich in einer geschmeidigen Realpolitik zu endigen, die die /krupellose Befriedigung materiellerJnteressen durch die.ausgleichende- Politik der Sammlung zu ermöglichen und zu schützen sucht. Servilität. Byzantinismus, das duckende Dulden aller Moden und Launen des Tags— diese Eigenheiten bilden den Schmuck dieses widerwärtigen bourgeoisen Typ. Herr v. Miguel, der in seiner Jugend ein stürmischer Umstürzler war, für Karl Marx sich begeisterte und sich ihm als Organisator von Bauernaufständen anbot, endigte als Schweinehüter der oft- elbischen Junkerschaft. Zwischen diesen Stationen war er alle« und jedes. Er kostete von allen Ueberzeugungen, bewies überall eine große Fähigkeit, jene reiche Intelligenz nutzbar anzulegen, und ver- säumte niemals, in jeder Phase seiner Entwicklung rechtzeitig einen profitablen Anschluß zu finden. Miguel war niemals so„doktrinär". sich auf eine Ueberzeugung festzulegen, fiir eine einheitliche Welt- anschauung zu leben und zu kämpfen. Er war immer und überall Geschäftsmann, der nur die Geschäftsmoral des Erfolgs anerkannte und immer mehr sich befreite von der Sentimentalität einer Gesinnung. Aalglatt wand er sich durch alle Schwierigkeiten. Der Bauernaufwiegler gehörte in den hannöverschen Verfassungskäinpfen zur radikalen Opposition, sänftigte sich dann zum Bürgermeister von Osnabrück. In der Gründerzeit wurde er Direktor der Diskontobank, seine Hand steckt in den bedenklichsten Aktionen jener Epoche. Aber der Gründer wurde reich, verließ nach gethanem Werk die immerhin anrüchige Banksphäre, wurde Oberbürgermeister von Osnabrück und dann von Frankfurt— politisch ein Führer des gemäßigten, knochenweichen Nationalliberalismus. An der Spitze kommunaler Verwaltungen erwarb er sich unleugbare Verdienste. Er war ein Mann der praktischen Initiative, hatte eine sichere Hand und bewahrte sich stets ein gewisses Maß socialpolitischer Einsicht, das ihn über die unftuchtbaren Fanatiker des Manchestertums emporhob. Als Praktiker gedieh er allmählich zur fast vollständigen Färb» losigkeit. Er erhob seinen persönlichen Mangel an Charatter zum allgemeinen Princip der politischen Anschauung. Er fand für seine Grundsatzlosigkeit die klingende Formel, daß die Parteien sich alle überlebt hätten. Und mit dieser Formel machte er sein Glück. Wilhelm II. lvar es eine angenehme Vorstellung, daß die harte Jnteressenzerklüftung der Parteien eigentlich über- flüssig sei und daß nach Ueberwindung der überlebten politischen Gruppenbildunge» eS möglich sei, eine harmonische Sammlung aller staatserhaltenden Eleniente gegen den Umsturz zu bewirken. So wurde Miguel, der de» Monarchen dieses Zukunft«- bild schauen ließ, der Mann des Kaisers. Miguel war mehr als ein Jahrzehnt preußischer Finanzminister. er erhielt den erblichen Adel und stieg zum Vicepräsidenten des Ministeriums empor. Er war jahrelang ein allmächtiger Mann, der die preußische und deutsche Politik entscheidend beeinflußte. Er besaß das uneingeschränkte Vertrauen seines Monarchen. Das Ziel seines Ehrgeizes lvar, Reichskanzler zu werden und es hätte sich seiner Zeit niemand gewundert, lvenn er auch diesen höchsten Punkt erklommen hätte. Das Bißchen Liberalismus, das er noch besaß, streifte er ohne Beschwerden ab, wie der Freigeist auch keinerlei Skrupel empfand. das christliche Volksschulgesetz der protestantischen und katholischen Dunkelmänner zu vertreten. Als Finanzminister leistete er in seiner Art Glänzendes. Unter seiner Verwaltung entwickelte sich in steigendem Maße eine üppige Ueberschußwirtschaft. Seine große Steuerreform lvar ein durchdachtes einheitliches Werk, das, so sehr man sie von nnsrem Standpunkt aus bemängeln muß, doch einenZ erheblichen Fortschritt, auch in socialer Beziehung darstellte. Es lvar ein bettächt- lichcr Erfolg, daß es ihm gelang, den kapitalistischen Volksvertretern die Steuerdeklaration und das den Hausagrariern durchaus nicht allzu freundliche Kommunalabgaben- Gesetz durchzusetzen. Nach Vollendung der Steuerreform freilich wurde seine Verwaltung steril. Zwar machte er alle reaktionären Streiche mit, wie etwa da« Verein«- gesetz, aber er that nichts für eine gedeihliche Fortentwicklung. Nur in seiner allerletzten Zeit verrieten die Ministerialerlasse über die Wohnungsfrage den besseren Geist Miguels. Mehr und mehr stützte sich Miguel auf die stärkste und zugleich rückständigste Macht in Preutzen-Dcutschland, ans da« agrarische Junkertum. An dieser Macht hielt er sich aufrecht und ging er zu Grunde. In der VorbcreitungSzeit der neuen Handelsverträge wirkte er hinter den Coulissen als der Vertrauensmann der agrarischen Interessen. In der Komödie der Kanalvorlage spielte er die zwei- deutigste Rolle, die jemals ein preußischer Minister gewagt hat. Aber der Allzuschlaue, der an Intelligenz da« ministerielle Maß, da« man bei uns gewohnt ist, weit überragte, fing sich schließlich in den Maschen des von ihm gesponnenen Netze«. Seit jener vom „Vorwärts" unwiderleglich festgestellten Zedlitzschen Kanal-Jntrigue lvar Miguels Stellung bei Hofe erschüttert. Der Kaiser hat seinen vordem mit Auszeichnungen überschütteten Minister in den letzten zwei Jahren wohl nur noch selten gesehen. Es war ein kläglicher Anblick, mit welchen Mitteln. Miguel den verlorenen Einfluß wiederzugewinnen suchte: Er überbot sich in aufdringlicher Hohenzollernschivärmerei und produzierte sich sogar schließlich— sehr wider seine eigne Meinung— als Welt- Politiker der Wasserzukunft. Als dann Büloivs Stern aufging, hatte Miguel nichts mehr zu hoffen. Dennoch wich er nicht, er bemühte sich mit allen Mitteln, im Amte zu bleiben. So mußte sein Ende aller Würde entbehren. Miguel wird aus der Regierung in einem Augenblick entfernt. wo der Finanzlage schwere Erschütterungen drohen. In dieser einen Beziehung ist er rechtzeitig gegangen. Den zu erwartenden finanziellen Niedergang braucht er nicht mehr zu verantworten. Politisch verläßt er die Bühne als ein völlig erschöpfter Mann. Allenfalls würde er sich noch zum Direktor des Bunds der Landwirte eignen. Bielleicht findet er aber nun endlich die Muße, sein längst angekündigtes Werk über den SocialiSmus zu schreiben. Ob er nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht doch gelegentlich sehnsüchtig nach den Idealen seiner Jugend zurückblicken mag Welch ein Unterschied zwischen dem äuhcrlich so bescheidenen Schicksal seines alten Kameraden Liebknecht und dem strahlenden Dasein Miguels, des Emporkömmlings, dem niemand vertraute und niemand beweint...._ Nolikifchv Mebevlrchk. Berlin, den 3. Mai. Der Schlufmkt. Ein gewaltige» Leichengefolge wohnte am Freitag dem plötzlich befohlenen Tode der Session des preußischen Landtags bei. Die Cercmonie selbst spielte sich in wenigen Minute» ab, aber alles war herbeigeströmt, um dabei zu sein bei dem kuriosen Trauerakt. Bor dem Abgeordnetenhaus drängten sich die Droschken, als handelte es sich um eine Theaterpremiere. Die Tribünen sind längst ausverkauft Frühzeitig staut sich oben die Menge Kopf an Kopf, auch unten im Saal verbreitet sich eine riesige Fülle«gesetzgebender Körper"— der Reichstag könnte gut drei Monate von der Freguenz dieser einen Sitzung der vereinigten Häuser des preußischen Landtags zehren. Im Saal und auf den Tribünen schwirrt die Unterhaltung äußerst lebhaft. Daß es sich nur um den Schluß, nicht um die Susi lösung des Abgeordnetenhauses handeln wird, ist sicher. Aber wird Bülow den Schluß der Verhandlungen begründen, wird er sich mit der bloßen Botschaft begnügen oder für die Kanalrebellen noch eine Erläuterung beifügen? Werden sich die wegen fahrlässiger und doloser Verschuldung des BoxeraufstandS der Kanalrebellen zum Tode verurteilten Mandarinen noch einnial vor der Hinrichtung dem Volke zeigen? Wird insbesondere der Obermandarin Miguel zum letztenmal die Ministcrbank zieren? Allgemeines Mitgefühl herrscht mit den eigentlichen Opfern deS unvermuteten Abbruchs der Verhandlungen. Manche Abgeordnete sind auf die Diäten stark angewiesen, und nun wird ihnen plötzlich dieser Unterhalt entzogen. Es heißt, daß einige liberale Kanalfreunde den Bund der Landwirte wegen deS durch seine Agitation verursachten Dtätenverlustes auf Schadenersatz verklagen wollen. Sehr beliebt ist auch das Spiel, neue Minister zu kandidieren. Die Börse, an der die Mitteilung von dem endlichen Rücktritt Miguels mit einen, patriotischen langanhaltenden Hurra-Jubel begrüßt worden sein soll, war mit gutem Beispiel vorangegangen und hatte zum Nachfolger des antisemitischen JustizministerS Schönstedt den reisigen Vorkämpfer jüdischer Notare, den Abg. Peltasohn ernannt. Auf der rechten Seite des Hauses unterhält man sich angelegent lich. Den Siegern ist der Triumph so überraschend schnell ge� kommen, daß sie sich in das große Glück noch nicht zu finden ver möge». Sie fürchten ob so viel Segens offenbar den Neid der Götter. Sie sehen recht beklommen ans und selbst Herr v. Zedlitz, der Organisator des strahlenden Siegs der Kanalrebellcn, ist an- scheinend von dem Uebermaß des Erfolgs bedrückt. ES grant ihnen vor der unerwartet schnellen Erfüllung ihrer kühnsten Wünsche. An der Ministerbank, die in bisher völliger Leere starrte, wird es auf einmal lebendig. Die Minister rücken an, alle, auch Herr v. Miguel—«in gelchen, daß da» SntlassungSgesnch formell noch nicht genehmigt war. Die Minister präsentieren sich, mit Au». nähme deS ordensgeschmückten uniformierten Kriegsministers, in Frack und weißer Binde. Graf Bülow tritt dicht an die Bank heran. während die andren Kollegen hinter den Stühlen stehen bleiben— sämtlich sehr ernst, innerlich erregH nicht unähnlich PrüfimgSkandi baten, die zur Schlachtbank des Samens schreiten. Als Miguel den Saal betritt, grüßt er mit einem flinken Lächeln, da» einem Grinsen der Verlegenheit gleicht, zum Präsidenten empor. Kein Zweifel, das war eine furchtbar schwere Entbindung von seinem Amt gewesen, Er hat sich offenbar nur dem Zwang gefügt, als er von der Stelle wich. Rur mit Mühe meistert er seine tiefe Erregung, in der sich trotziger Zorn und müde Gcbrochenhelt seltsam mischt. ES wird dem ehrgeizigen Mann nicht leicht, einer höheren Gewalt sich beugend, in sein jämmerlich ruhmloses Ende einzuwilligen; er würgt an der seidenen Schnur, die er um den Hals legen mußte. Man wird unwillkürlich an die ergrimmten Mienen des gestürzten Bismarck erinnert, als er gezwungen wurde, Berlin und das Reichs lanzler-Palais zu verlassen. Jetzt übernimmt Herr v. Kröcher das Präsidinm und erteilt dem sich mit gewohnter Eleganz verbeugenden Grafen Bülow daS Wort. Ter Ministerpräsident verliest die Botschaft, in der die Schließung der Session verkündet wird. Dann setzt er sich in Positur, versucht ein wenig die Art des starken Mann? anzunehmen, und erklärt, die Regierung könne nicht fürderhin die Hand zu den zwecklosen Kanalberatungen bieten. Da» Haus hört lautlos zu. Der Präsident läßt den König hoch leben, und die Rebellen rufen dreimal hintereinander sehr eilig und nicht sehr wohlklingend Hoch— die Arme zur Decke schwingend. AuS ist'S 1 Herr v. Miguel versucht sich noch ein Weilchen im Abschiednehmen, die Journalisten beeilen sich, die Scene in alle Welt zu berichten, bald ist da? hohe HauS verödet...— Drei Jahre Kanal. In der Session 1899 bringt das Ministerium Hohen lohe die Kanalvorlage ein. Der Kaiser selbst"verbürgt sich dafür, daß der Kanal gebaut wird, er erklärt, daß er und seine Regierung den Mittellandkanal zu bauen und zur Durchführung zu bringen fest und un- erschütterlich entschlossen sind, er spricht die Hoffnung aus, die Volksvertretung werde ihn noch im Jahre 1899 in die Lage versetzen, dem Lande den Segen des Kanals zu Nutzen und zu teil werden zu lasten. Die Junker sind fest entschlossen, den Kanal nicht zu bauen, durch allerhand Verschleppungskunststücke ziehen sie die Session in die Länge, um schließlich der Negierung die Vorlage vor die Füße zu werfen. Darob großes Entsetzen unter den Ministern. Der alte Hohenlohe läßt sich aus seiner Ruhe aufscheuchen, er erscheint persönlich im Abgeordnetenhause, er droht sogar den Junkern „Wenn der Mittelland-Kanal, wie es ja den Anschein hat. heute verworfen Ivird," so äußerte er sich bei der dritten Lesung iin Abgeordnetenhanse am 19, August 1899,„so wird er doch nicht von der Tagesordnung verschwinden, er wird wiederkommen und die Regierung wird dann dafür sorgen, daß er zur Annahme gelangt. Die Frage kann übrigens nicht allein und an und für sich betrachtet werde», denn sie wird weittragende Folgen haben in Beziehung auf daS bisherige Verhältnis der Konservativen zur Regierung und kann nur unheilvoll auf das Zusammen- gehen der st aatser haltenden Elemente des Landes wirken, namentlich auf das Zusammengehen auf dem Gebiet der Handelspolitik, Das mögen die Herren von der Rechten bedenken." Und wenige Tage später, bei Schluß der Session am 29. August 1899 spricht Hohenlohe von neuen» das Bc- dauern der Regierung über das Scheitern der Vorlage aus und betonte, daß die Regierung im allgemeinen Interesse der Landeswohlfahrt an diesem großen Werke unverbrüchlich festhalte und sich der sicheren Erwartung hingebe, daß die Ueberzeugung von dessen Notwendigkeit und Bedeutung im Volke immer mehr Boden fassen und daß es bereits in der nächsten Session gelingen werde, eine Verständigung darüber mit dem Landtage herbeizuführen. Und nun greift die Regierung zu dem denkbar verfehltesten Mittel: sie m a ß r e g e l t— angeblich auf Anraten Miguels, dessen Rolle bei der Kanalkomödie kaum mehr zweifelhast ist— die politischen Beamten, die gegen den Kanal gestimmt haben und sucht diesen offenbaren Verfaflungsbrnch noch zu beschönigen. Sie bezeichnet es als„einen unhaltbaren Zustand. daß die Regierung bestimmte Ziele verfolgt, während die pflichtgemäß zu ihrer Unterstützung berufenen politischen Beamten diese Ziele bekämpfen... Die Rücksicht auf diese Beamten kann nicht so weit gehen, um die politische Autorität der Regierung Seiner Majestät des Königs zu gefährden, Wenn irgend etwas, so war die Beamtenmaßregelung geeignet, die Kanalrebellen nur noch trotziger zu machen und sie in ihrem Widerstande zu stärken. Und auch oie nachträgliche Beförderung der Gemaßregelten war nicht gerade geeignet, das Ansehen der Regierung zu stärken. In der nächsten Session wird die Vorlage in erweiterter Form in der Thronrede angekündigt, aber sie bleibt aus. Die Kanalrebellen gewinnen Zeit, ihren neuen Schlachtplan auszuhecken. H o h e n!o h e geht. Sein Nachfolger, der geschmeidige Bülow. bringt die Borlage mit allen den Kom pensationen ein, die die Agrarier gefordert haben, er sucht das gute Einvernehmen zwischen Regierung und Kon servativen wieder herzustellen, er redet den Junkern gut zu. verspricht ihnen einen gesicherten Zollschutz, er verleugnet seinen Vorgänger, der der Kanalvorlage eine politische Bedeutung beigelegt hat, indem er ausdrücklich die neue Vorlage als einen Entwurf bezeichnet, der nach Inhalt und Bedeutung wirtschaftlicher Natur ist. Aber auch ihm glückt es nicht, das Werk zu stände zu bringen. Die Junker unter Führung des Freiherr» v. Zedlitz lasten sich im Verein mit den Centnimsleuten wohl gnädigst herbei, die Vorlage einer Kommisstonsberawng zu würdigen. aber sie lasten von vornherein keinen Zweifel darüber auf kommen, daß es ihre Absicht ist, die Vorlage nicht eher ans Plenum zu bringen, als bis ihnen höhereKorn zölle garantiert sind. Wieder beginnt die Komödie in der Kommission; mit einer Geschicklichkeit, die einer besseren Sache würdig wäre, werden die Verhandlungen in die Länge gezogen. Zwar kommt es noch nicht zur Abstimmung, aber über das Resultat derselben kann kein Zweifel sein. Um der sicheren Niederlage zu entgehen schließt die Regierung die Session, ohne daS Schicksal des Entwurfs im Plenum abzuwarten. Drei Jahre Kanalkampf— drei Jahre Ab tragung der Regierungsautorität durch die eigentliche Partei für Loyalität und Autorität! Der Reichstag verhandelte heute bei schlecht besetzten Bänken über daS Gesetz das die Versorgung der Kriegsinvaliden und ihrer Hinter blicbenen neu regelt. Ein VerbesserungSantrag deS wild liberalen Abg. Schwarz, wonach die Kriegsinvaliden, die ohne 12jährige aktive Dienstzeit für Nichtbenutzung des Civil vcrsorgungSscheins bisher Gebührniste bezogen haben, auch ftir die Folge im Genuß derselben bleiben sollen, wurde ab gelehnt, um die Harmonie der Neuregelung nicht zu stören Für diesen Antrag war Genosse Singer in einer Pointen- reichen Rede eingetreten, die die preußischen Vorgänge ge schickt berührte. Dagegen wurde ein Antrag Riff zu Gunsten der früheren Angehörigen der französischen Armee, der Elsässer, die jetzt Deutsche geworden sind, angenommen, nachdem ihn der Centrnmsabgeordnete Dr. Bachem unter Hinweis au wei Elsässerinnen, die in Nationaltracht auf"der Tribüne saßen, begründet hatte. Die' vielen Petitionen, die noch auf der Tagesordnung standen, hielten länger auf, als erwartet werden konnte. Eine besonders ausgedehnte Debatte entspann sich um die Petition einer Jmkerzeilung und eines agrarischen Vereins in Rhein Preußen, die in echt agrarischem Geist den Deklarationszwang und die Färbung des Kunsthonigs verlangten. Der alte agrarische Wunsch, die Margarine himmelblau zu färben und sie den Konsumenten zu verekeln, findet hier ein Seitenstück. Bei gegenwärtigem Stand der Chemie ist es aber, wie auch der Regierungsvertreter hervorhob, ganz unmöglich, künst lichen Honig vom Naturhonig zu unterscheiden, und der Deklarationszwang würde rein auf dem Papier stehen. Genosse Wurm trat lebhaft gegen die agrarischen Wünsche in die Schranken: er geißelte die Sucht der Nahrungsmittel branche, fortwährend nach Specialgesetzen zu schreien, um den Gebrauch von Surrogaten zu verhindern, der doch nur auf das engste mit der schlechten Bezahlung und der schlechten Lebenslage der breiten Volksmaste verknüpft ist. Schließlich 'and sich eine agrarische Mehrheit für einen nationalliberalen Antrag Dr. Sander zusammen, der die agrarischen Wünsche auf die Fordening erhöhten Schutzes für den Naturhonig beschränkte und dies Verlangen dem Reichskanzler zur Berück ichtigung überwies. Die Beratung der weiteren Petitionen wurde auf morgen vertagt. Außerdem steht die dritte Lesung der Kriegsinvaliden- Versorgung und der Unfallfürsorge für Beamte und Personen des Soldatenstands auf der Tagesordnung. Der Präsident kündigte noch den Eingang dreier Interpellationen an, die in der nächsten Woche verhandelt werden sollen. Der Welse Hodenberg er kundigt sich nach dem Schicksal der in englischer Gefangenschaft gefallenen deutschen Missionare in Südafrika, der Centrums agrarier will die Ausmusterung der Militärpferde nicht länger in die Saatzeit verlegt haben und unsre Fraktion schließlich °raat an, ob die für die Errichtung und den Betrieb chemischer "abriken geltenden Vorschriften für die chemische Fabrik in Griesheim außer Kraft gesetzt worden sind. Unsre Jnter- wllation dürfte im Hinblick auf das furchtbare Unglück in Griesheim allseitig Interesse erregen. DaS Abgeordnetenhan» hatte zu Freitagmittag eine geschäftliche Sitzung anberaumt, setzte aber auf Vorschlag deS Präsidenten mit Rücksicht auf den bevor- tehenden Eesstonsschluß sämtliche Beratungsgegeustäiide von der Tagesordnung ab. Auch die Sitzung der Kanallommiffion wurde in letzter Stunde abgesagt.»- Ieutjches Weich. Die Krankheit. Als vor ein paar Wochen gemeldet wurde, Miguel beabsichtige im Frühjahr aus Gesundheitsrücksichten seinen Abschied zu nehmen, versicherte» seine„Berliner Politischen Nach- richten" gar lebhaft, der Finanzminister sei äußerst gesund und denke nicht an Abschiednehmen. Jetzt hat der zähe Kleber doch gehen müffen«nd nun haben daS die„Berliner Politischen Nachrichten" längst gewußt. Sie schreiben nämlich: „Der Viecpräsident des Staatsministerinms, Finanzminister Dr. v. Miguel, hat schon vor Monaten ihm näher stehenden Persönlichkeiten seine feststehende Absicht mitgeteilt, in Rücksicht auf sein Alter wie ans seinen in letzter Zeit immer schwankender gewordenen Gesundheitszustand mit Schluß der LandtagSsession von seinem Amte zurückzutreten. Der Minister hat diese Absicht jetzt ausgeführt und Se. Majestät un, Enthebung von seinem Posten gebeten. Wer in letzter Zeit Gelcgenbeft gehabt hat, Herrn v. Miguel des öfteren zusehen, hat oenierken können, daß sein Gesundheitszustand in der That ihm nicht erlaubt, auf seinem Posten länger zu ver- bleiben. Herr v. Miguel wird noch einige Zeit in Berlin bleiben»nd dann nach Franlfurt a. M. übersiedeln, wo er bekanntlich schon vor Monaten ein Haus, wen» auch nicht gekauft, so doch gemietet hat." Spaß' muß sein— denkt der tieftrauernde Hinterbliebene, Schweinburg.—_ Behandlung der gelben Kanaille. Die Ursache der Empörung der Chinesen und des früher in China ganz unbekannten Fremden- Hasses ist vielfach auf die skandalöse Behandlung zunick- geführt Ivorden, die sich die europäischen Kulturträger m China gegenüber den Chinesen herausgenommen habe». Wie berechtigt diese Anklagen waren, beweist ein Artikel des Eh i n a- K o r r c- s p o n d e n't e n der„ F r a n k f u r t e r Z e i t u n g", der sich aus- führlich über die Bcbaudlunq der Chinesen durch die Ausländer verbreitet. In deni Artikel heißt es: Während der europäische Kaufmann, falls er eine oder zwei europäische Nationen gründlich kamen gelernt hat, sich in den meisten Fällen auf den Verkehr mit diesen Nationen beschränken ivird, ohne sich einfalle» zu lasicn, persönlich kauf- männische Beziehungen mit andren Nationen aiizuknüpfen, von deren Sprache'»nid Gebräuchen er nicht biege- ringste Ahnung hat, reist der europäische Kaufmann in China von T o N g k i» nach C a u t o n. von C a n t o u nach Shanghai, von dort nach Peking und die Man- d s ch u r e i und nach Korea, überall sich bestenfalls auf sein von den chinesischen Kanfleiiten ja aller- ding? verstandene?„Pidschin-English" verlassend und im übrigen auf sein allenthalben'gleich an- maßen des Benehmen den Landesbewohnern gegenüber vertrauend. Mir sagte ein Kaufmann, daß er oft halbe Stunden lang den Ehinesen gegenüber säße, ohne nur einen Ton von dem Gesprochenen zu verstehen, weil die Chiuesen über- zeugt davon, daß der Fremde ihre Sprache nicht versteht, während der geschäftlichen Verhandlimgen vor dem dummen fremden Teufel in aller Gemütlichleit überlegen, wie sie ihn nach ihrer Ansicht am besten übers Ohr hauen können. Nun kann der Fremde aber mit diesen Leuten wenigstens in„Pidschin" fertig werden. Trifft er aber ciiicn Ricks ha-Kult oder irgend einen andren dien st baren Geist, dessen Hilfe er in Anspruch zu nehmen wünscht, so hilft in vielen fallen auch sein„Pidschin" nicht mehr und er sucht dann seine Wünsche durch Pliff« und Fußtritte klarzumachen und schilt den Chinesen gar unverschämt, wenn dieser eine derartige Uebersetzung der Wünsche des Fremden nicht geduldig hinnimmt. Man denke s t ch nur, wie es einem Engländer i» Berlin oder einem Deutschen i n London ergehen würde, wenn er den Droschkenkutschern oder Dienstniännern durch Stöße mit dem Fuße oder Stocke sein Begehren erklären wollte!„Das ist ganz etwas Anderes, wird man einwerfen. Nein, es ist nichts Anderes, sfonder» ganz genau dasselbe. Unsre eigne Ueber- Hebung über den Chinefcit Ivird dadurch nicht rechtlich, daß sie sich bei uns als etwas Selbstverständliches eingebürgert hat. Auch den Japanern gegenüber galt sie vor nicht zu langer Zeit noch als selbstverständlich, und heute hält es doch jeder Europäer für ebenso s e l b st v e r st ä n d l i ch, daß er sich i n Japan genau i o n n st ä II d i g und bescheiden zu betragen hat, wie in irgend einem andren Land«.... Der Ausdruck rüpelbaftes Benehmen mag manchem hart er- scheinen, aber ich laim verstcheni, daß er, was das Verhalten vieler Ausländer in China betrifft, fast noch zu milde ist. Ist eS etwa nicht rüpelhaft, wenn im Hotel in Peking Europäer, sobald ein o»ständig gellcidcrer Chinese das Gastzimmer betritt, in „Pidschin" fragen, was das Schiv... wolle? Diese Frage habe ich oft gehört, einmal beispielsweise einein mir als früheren iv! a n d s ch u- O f f i z i e r bekannten h ö ch st ehrenwerten Chinesen gegenüber. Solchen Beleidi- giingen steht der Chinese fast allerorts völlig wehr- los gegenüber. Jedes Wort dagegen würde ihm in T i c n t s in und Peking sicher, in Shanghai höchst wahr- scheinlich eine Tracht Prügel zuziehen. An körperliche Gegen- wehr darf er nicht denken, denn selbst einem betrunkenen Matrosen gegenüber wäre Gegenwehr ein unerhörtes Verbrechen. Unter solchen Umständen ist es natürlich nur Feigheit zu nennen, wenn zum Beispiel ein hochadeliger Herr einen alten Chinesen, das. Faktotum des Astor Honses in Tientsin am Zopfe durch de» Speisesaal zerrte, unter dem Vorwand, der C h in e s e benehme sich anmaßend. In Shanghai sah ich, wie ein junger Europäer einem alten Rikhaknlt mit dem Stock inö Auge schlug, nur Iveil dieser während der Fahrt eine Cigarette rauchte und damit nach Ansicht des Jüiiglnigs eine Achtungsverletzung beging. Bei andrer Gelegeiiheit griffen englische Peibolotsen elncn vollständig harmlosen dar boy an, warfen mit Gläsern und Flaschen nach ihm und schlugen ihm schließlich fast cl» Auge anS. Das sind einige Beispiele von dem Auftreten der Fremden in China. Man könnte eine ganze Sammlung ähnlicher Borkomm nisse auf- stellen. Man wird sich bei einem so unerhört provokatori- chen und rohen Betragen nicht mehr wundern, daß endlich elbst einer so langmütigen Nation die Geduld ausging, ja man wird auch milder über die chinesischen Giäuel urteilen, in denen sie ihre Rache an ihren Peinigern austobten. In Deutschland würde ein Ausländer, der an deutschen Droschkenliitschern oder Kellnern ein Mütchen in so bestialischer Weise kühlen wollte, wie die �europäischen Kulturträger in China, auf der Stelle gelyncht werden i— Um eine» Ransche» willen hatte sich der Reservist Franz ZelaSkolvSki vor dem Kriegsgericht der II. Garde-Jiifanterie-Division wegen thätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten, wegen brbarr- lichcr Gehorsamsverweigerung, Achtungsverletzung und Widersetzmig am gestrigen Freitag zu verantworten. Z.. der in Stuhm in West- Preußen ein Klenipiiereigeschäft betreibt, hatte vom 12. bis znin 26. April d. I. eine Reserve-Uebung bei der 8. Kompagnie des Königin Elisabeth-Gardc-Grenadicr-Negiments in Charlottenburg abzuleisten. Am Sonntag. 14. April, erhielt der Reservist Urlaub bis 12 Uhr nachts und er nützte mit andren Kameraden diesen Urlaub dadurch ans, daß sie mehrere Kneipen be- üchtcn und eine Menge Bier und Schnaps konsumierten. Gegen 11 Uhr nachts saß Z.. der stark angetrunken war. noch in einen. Lokal in der Nähe des Bahnhofs Westend und ein Civilist brachte ihn schsießlich in die Nähe der Kaserne. Am Kasernenthor stand der wachthabende Unteroffizier Becker, der den zurückkehrende» Mannschaften die Urlaubskarten abzunehmen hatte. Wie Becker»»» in der gestrigen Hauptverhandlung des Kriegsgericht zeugcneidlich aussagte, sei der Angeklagte kurz vor 12 Uhr an ihm vorubergerannt, ohne die UrkaubSkarte abzugeben. Er habe ihn darauf angehalten und dreimal aufgefordert, ihm die Legitimation zu geben. Dann hätte Z. mit der geballten Faust, in welcher sich die Karte befand. unter dem Ausruf:»Da hast Du sie",»ach ihm geschlagen und er Sabe einen brennenden Schmerz auf der rechten SBange gefühlt. Der Unteroffizier will aber auch dann noch nicht gegen den An geklagten eingeschritten sein. Er habe die Urlaubskarte von der Erde aufgeboben und erst dann, als der Reservist noch immer dagestanden, habe er ihm befohlen, sich wegzuscheren Hierauf härte der Angetrunkene geantwortet:„Ach waS, Du hast ja meine UrlaubSkarte I' Nu» sei ihm die Geduld gerissen und er habe daraufhin den Mann arretiert. Auf dem Wege zur Wachtstube in» des habe sich der Reservist widersetzt und ihm einen Stoh mit dem Ellenboge» gegen den Magen versetzt. Als sich jedoch der Arrestant im Wachtlokal selbst befunden, habe derselbe„gutes Wetter"' gegeben und den Zeuge» gebeten, ihn doch laufen zu lassen, weil sonst Frau und Kind unglücklich würden. Mit Rücksicht darauf, dag durch eine harte Bestrafung des Z. auch dessen Familie schwer geschädigt werde, bat der Verteidiger um eine milde Strafe für seinen Klienten. Der Gerichtshof schied nach längerer Beratung da? schwerste Delikt, den thätlichen Angriff gegen den Vorgesetzten, aus und erkannte wegen der übrigen Vergehen gegen Z. auf neun Monate G e f ä n g n i s. Das sächsische Bürgertum und die Gese�eSauslegung Im Dresdener Stadtverordneteu-Kollegium hatte der amisemitische Buchdrnckereibesitzer Glöh den Antrag gestellt, den Rat zu ersuchen, die Erteilung von Konzessionen zum WirtschaftSbetrieb von geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen der Nachsuchenden abhängig zu machen.jMehrere Redner bezweifelten, ob der§ 38derGewerbe«Ordnu»g eine solche Erschwerung derWirtschaftsbetriebs-Erlaubnis überhaupt zu- lasse. Diese Bedenken beschwichtigte aber der Vorsitzende der deutschen Hausbesitzervereine Baumeister Hartwig etwa mit folgenden Ausführungen: Ein geschickter Jurist versteht schon aus dem Gesetz herauszulesen, was er herauslesen Ivill. Lese» Sie doch einmal die juristischen Fachblätter. Einem steht bei der Lektüre der arme Laienverstand still, lven» man sieht, was da alles bewiesen wird. Das müßten ganz schlechte und ungeschickte Juristen sein, die nicht verständen, uns in diesem Fall zu helfen und aus dem 8 33 der Gewerbe-Ordnuug... Der Vorsitzende Rechtsanwalt Dr. Stöcke! hielt es für nötig, hier dem Redner ziemlich erregt die Worte zuzurufen: Die Gesetzesauslegung hängt nicht von der Geschicklichkeit, sondern von dem Pflichtgefühl der Juristen ab. Baumeister Hartwig: Ich bleibe bei meiner Behauptung stehen, daß Gefetzesauslegnng'en vorkommen, die von hundert nicht einer für möglich hält, obschon sie juristisch unanfechtbar sind. Wenn die Gesetzesauslegung hier versagt, was ich bestreite, müssen wir die Geiverbe-Ordnung»ach unserem Wunsche weiter ausbauen. Für die Theaterkonzessionen ist ja auch der BermögenSnachweiS nachträglich eingeführt worden. Und nun»och einmal: daß ein Jurist anders urteilt als nach Recht und Gewissen. kommt nicht vor. Aber ich lasse mich in Stücke hauen, wenn ein geschickter Jurist nicht trotz alledem alles, was er wünscht, in das Gesetz interpretieren kann. Man muß es Herrn Hartwig lassen, daß er unbewußt mit instinktiver Sicherheit das innerste' Wesen der Juristerei erkannt hat. Kirchliche Streitfrage» i» Elsaß- Lothringen. Aus Straßburg wird uns geschrieben: Wenn die offiziöse„Straß- burger Post" gut unterrichtet ist. so werde» demnächst zwei be deutungsvolle Streitfragen zwischen der kaiserliche» Regierung und der reichSländischen Geistlichkeit zu Gunsten der ersteren ihre Eo ledigung finden. Nach dem'vor nunmehr zwei Jahren erfolgten Tod de» Bischofs von Metz hatte der Kaiser den Prälaten Zorn von Bulach. einen nahen Verwandten de» elsaß« lothringischen Landwirtschaft»» Ministers, al« Kandidaten für den erledigten Sitz vorgeschlagen, damit aber weder beim einheimischen Kleru» noch beim päpstlichen Stuhle Gegenliebe gel funden. In die diesbezüglichen Verhandlungen zwischen der kaiserl lichen Regierung und der römischen Kurie spielte nun seit einigen Monaten die Frage der Errichtung einer katholisch- theologischen Fakultät an der Universität Straß. bürg hinein, die seitens der Regierung eifrig gefördert wurde, während der reichsländische Klerus dem Plaue mit allem Nachdruck entgegenarbeitete. Man sträubte sich mit Händen und Füßen dagegen, daß der geistliche Nachwuchs deS Lands in Zukunft an der„Hochburg des Protestantismus im Rcichslande" seine Vor bildung erhalten, solle, und hielt demgegenüber mit Zähigkeit an dem aus französischer Zeit übernommenen Großen bischöflichen Seminar in Straßburg fest. In den Kreisen des altdeutschen Klenis scheint man der Idee der Straßburger katholisch-thcologischen Fakultät allerdings weit wohlwollender gegenüberzustehen, was schon daraus hervorgeht, daß ein Professor der katholischen Theologie an der Universität Freiburg in Baden mit einer Schrift zu Gunsten der Straßburger Schwester-Fakultät hervorgetreten ist, und daß auch der Führer der bayrischen Centrumspartei, Frhr. o. H e r t l i n g. eS war, der im Auftrag der kaiserlichen Regierung in dieser Frage mit der römischen Kune verhandelte. Neuerdings tauchte mm in den führenden Organen des deutschen CentrumS die Nachricht auf, die beiden Streitfragen sollten zum Gegenstand eines regelrechten Kuhhandels zwischen Rom und der kaiserl. Regierung gemacht werden, indem der Papst in die Errichtung der Straßburger Fakultät einwillige, während die Regierung' die Präsentation des Prälaten Zorn v. Bulach für den Metzer Bischofssitz zurückziehe. Dieser u. a. auch von der Berliner„Germania" ge- brachten Nachricht gegenüber stellt nun der Moniteur der relchs- ländtschen Regierung, die„Straßburger Post", fest, die Meldung sei, soweit sie die Metzer Bischofsfrage betreffe,„völlig aus der' Luft gegriffen," da die Angelegenheit noch auf demselben Stande sich be- finde, wie vor zwei Jahren; der Kaiser habe den Prälaten Zorn v. Bulach zwar noch nicht als Bischof von Metz präkonisiert, die Präkonisierung aber auch nicht verweigert, so daß diese wohl dem- nächst erfolgen werde. Ueber den Stand der Fakultätsfrage schweigt sich das offiziöse Blatt völlig auS. Es kann also angenommen iverden, daß dieselbe ebenfalls im Sinne der Regierung erledigt worden ist. In den Reihen des reichSländischen Klerus dürste ob dieses Ausgangs der beiden Angelegenheiten wenig Freude empsunden werden.— Ausland. Frankreich. Pari», 8. Mai. Angesichts der jüngsten Unruhen in Algier ist die Regiernng entschlösse», energische Mittel in An- Wendung zu bringe», um die antisemitischen Anfrührer zur Ruhe zu bringen. Eine Reihe strenger Maßregeln ist geplant und soll der Kammer zur Gntheißnng unterbreitet werden. Nnftland. Einen heftigen Angriff richtet die„Nowoje Wremja' in einem Leitartikel über die Chinawirren gegen die deutsche Regierung. Derselbe erscheint um so aufsehenerregender, da in derselbe» Ausgabe der bereits drahtlich bekannt gegebene Abschiedsartikel für Delcasso zum Abdruck gelangt. Die Schuld' am Kriege, heißt es, sei ausschließlich dem Baro» o. Nettlcr zuzumessen, der durch sei» unangebracht gewagtes Ver- halte» das Wasser zum Ueberlaufen gebracht und hierdurch bei den Chinesen de» Glauben au die Uuantastbarkeit der Gesandten zerstört habe. Die letzten schwer erkämpften„Pyrrhns-Siege" der Deutschen hätten nun auch dem Glanben an die Unüberwindlichkeit der europäischen Heere ein Ende gemacht. Die höchst überflüssigen Expeditionen der deutschen Truppe» seien nur von dem Wunsche eingegeben, um jede» Preis zweifelhafte Lorbeeren zu pflücken, und andre Staate» und Völker würde» durch daS Vorgehen der Deutschen nur unnütz in Mitleidenschaft gezogen.— Asien. Ministerkrise in Japan. Wie aus Tokio depeschiert ivird, hat daS M i» i st e r i>> ni I: a demissioniert, nachdem eine Tagesordnung der fortschrittlichen Liberalen angenommen war. Die Finanzkrisi» ist unverändert. MenUifchev Vandkttg. Schluß-Sitzung der vereinigten Häuser. Sitzung vom 3. Mai, 6 Uhr. DaS Haus ist stark besetzt. Die Tribünen sind überfüllt. Am Miuistertisch: Graf B ü I o w. Dr. v. Miguel, v. Thielen, Frhr. v. H a m m e r st e i n, Schön st ebt, Brefeld, v. Goßler, Graf Pojadowsky, v. Tirpitz, S t u d t. Frhr. v. Rheinbaben. Präsident deS Abgeordnetenhauses v. Kröcher: Auf Grund des Art. 2 der Geschäftsordnung für die vereinigten Sitzungen beider Häuser des Landtags vom 20. Oktober 1858 über- nehme' ich, da der Herr Präsident des Herrenhauses verhindert ist. hiermit den Vorsitz und berufe zu Schriftführern die Mitglieder des Herrenhauses Dr. Giese und v. Klitzing, und die Mitglieder des Abgeordnetenhauses v. Bockelberg und Weynbusch. Ministerpräsident Graf v. Bülow: Ich habe den beiden Häusern des Landtags eine allerhöchste Botschaft zu verkünden.(Die Mitglieder erheben sich.) Die Bot- schaft lautet: Wir Wilhelm von Gottes Gnaden, König von Preußen usw.. haben auf Grund des Artikels 77 der Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850 den Präsidenten unsres StaatsministeriumS, Graf v. Bülow. beauftragt, die gegenwärtige Sitzung der beiden Häuser de? Landtags unsrer Monarchie am 3. Mai d. I. in unsrem Namen zu schließen. Gegeben Berlin, am 2. Mai 1901. Gez. Wilhelm. Gegengezeichnet vom gesamten StaatSministermm. Meine Herren 1 In der Thronrede, mit welcher ich im Austrage Sr. Majestät deS Königs am 8. Januar den Landtag der Monarchie eröffnet habe, nahm unter den angekündigten Gesetzentwürfen die wasserwirtschaftliche Gesetzesvorlage eine hervorragende Stelle ein. Beim Beginn der Etatsdebatte habe ich darauf hin gewiesen, daß dies» Gesetzentwurf neben dem Etat der Hauptgegenstand Ihrer diesjährigen Beratungen bilden würde. Ich habe gleichzeitig betont, baß die geplanten Bauten dem Osten wie dem Westen, der Industrie wie der Landwirtschaft zu gute kommen sollten, daß dieselben bestimmt seien, den gesamten Güteraustausch nach allen Richtungen zu fördern, daß diese Vorlage im Zeichen wirtschaftlicher. ausgleichender Gerechtigkeit stände. Aus diesem Grunde muß die königliche Staatsregierung die eingebrachte erweiterte Kanalvorlage als et» Ganzes betrachten, aus welchem wesentliche Bestandteile ohne Gefährdung wichtiger wirtschaftlicher Interessen nicht ausgeschaltet werde» könne». Nach dem Gange, welchen die Beratungen in der Kommiision des Hauses der Abgeordneten gcnonnnen haben, hat die.königliche Staatsregiening zu ihrem Bedauern die Ueberzeugung eiituehmcn müssen, daß die erwartete Verständigung über die Kanalvorlage zur Zeit ausgeschlossen ist. Von der Fortsetzung einer zwecklosen Beratung kann sich die königliche Staatsregierung keinen Erfolg versprechen und daher zu einer solchen die Hand nicht bieten. Auf Grund des mir erteilten allerhöchsten Auftrags erkläre ich die Sitzungen des Landtags für geschloffen.. Präsident v. ttröchrr: Se. Majestät der Kaiser, unser allergnädigster König und Herr lebe hoch!(Die Anwesenden stimmen dreimal in den Ruf ein.) Schluß 6V« Uhr._ Der Boeren- Krieg. Die Lage in der Kapkolonie, über die Nachrichten auffallcnderweise nur sehr spärlich einlaufen, scheint noch eine viel schlimmere zu sein, als die vielen Sieges- Nachrichten KitchenerS aus Transvaal annehmen ließen. So wird der„Daily Mail" aus Brüssel mitgeteilt, daß Präsident K rüge r ans Lonrenzo Marguez erfahren habe, daß der Aufstand' im Norden der Kapkolonie an Ausdehnung zunehme und baß 1000 Holländer sich den Boeren angeschlossen hätten. Bekanntlich ist anch im Osten der Kapkolonie Kommandant K r i n tz i n g e r noch imnier Herr der Situation. Ader auch ans Transvaal liegen diesmal einige Meldungen vor, die von dem ungebrochenen Widerstand der Boeren zeigen. So wird gemeldet, daß die Boeren daö im Westen Transvaals gelegene Z e e r n st noch immer belagern. Ferner liegt über Gefechte etwa? weiter südlich von Zeerust folgende Nachricht vor: Letzte Woche vereinigten sich Boeren in großer Zahl unter hervorragenden ihrer Führer bei H a r t e b e e st f o n t e i n. General Babington beschoß die stark verschanzten Stellungen der Boeren einen ganzen Tag lang und zwang sie, diese am räumen. Tags darauf hatte Babington fontein einen harten Kampf zu bestehen. Jedenfalls ist m diesem letzten„harten Kanipf" General nicht Sieger geblieben. Dt« Tagcsverlnstlist« umfaßt für den 2. Mai 6 Tote, 23 Verwundete, 10 an Krankheiten Verstorbene. Ferner wurden 61 invalide Offiziere nach der Heimat zurückgeschickt. Die Pest scheint mm auch unter den im Felde stehenden englischen Truppen auszubrechen. Wenigstens liegt eine Meldung aus Ariwal North vor, daß ein kürzlich dort eingetroffener Soldat von Brabants Reitern als p e st v e r d ä ch t i g isoliert worden sei. Außerdem veröffentlicht das Kolonialamt ein Telegramm des Kap-Gouverneurs über den Stand der Pest bis zum 27. April. Da- nach erkrankten 22 Europäer, 35 Schwarze, 5 Malayen und 1 Ein- geborener an der Pest. Die Zahl der Todesfälle betrug: neun lZuropäcr, 18 Farbige und 5 Malayen. Die Gesamtzahl der an der Pest Erkrankten betrug bis zum 27. April 518, die der Todes- alle 217. 27. April zu bei Lop- der englische MaßregtlllWN wegen her Maifeier. Im allgemeinen dürften in diesem Jahr in Berlin die Maß- regelimgen wegen der Maifeier größer sein als in den Vorjahren. Ausschlaggebeud war hierfür die schlechte Geschaftslaize, die es den Unternehmern gestattete, mit größerer RücksichiSIosigkeit ihre Pläne durchzusetzen. Es bedeniete für sie keinen großen Ver- Infi, den Betrieb anstatt einen Tag vier Tage still stehen zu laffen. Wenn die Leiter des Verbands der Berliner Arbeitgcber-Organisationen. die diese Aktien einheitlich bei allen hiesigen Unternehmerverbänden einleiteten, glauben, sie könnte» damit ihre Macht gegen die Arbeiterorganisation steigern, ihre Autorität gegenüber den'Lohnsklaven voll zur Geltung bringen, so irren sie sich sehr, die Maiseier verschwindet nicht mehr aus der Arbeiterbewegung. Die Opfer werben die Arbeiter nicht zurückweichen lassen, sondern sie werden um so zäher die Forderung vertreten und zur Durchführung bringen. Mit der weiteren Erstarkung der Gewerkschaften werden sich die Unternehmer von dem Grundsatz lossagen müsse», daß sie über die gekaufte Arbeitskraft allein nach Belieben zu verfügen haben. Der Arbeiter ist keine Maschine, die man ip Betrieb setzt und stillstehen läßt, wie es dem Leiter gefällt. Man wird die Arbeiter als Menschen»üb nicht als BctriebSmaterial behandeln müssen; als Menschen, die über ihre Arbeitskrast auch ei» LerfüaungSrecht haben, und wo es ihnen streitig gemacht wird, es erkämpfen. Bezeichnend für die socialpolitische Auffassung der Regierung ist es. daß sie den ArbcitermiSsperruugen seitens der Unternehmer ihre volle Sympathie entgegenbringt. In der VereinSsttzung de«„Verbands der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten" konnte der Vorsitzende folgendes mit- teilen: Der Vorstand habe schon Ausgang März die Behörden von seinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt, mit der Anfrage, ob de» Mitgliedern auS einer derartigen Abwehrmaßnahme Entschädigungö- Verpflichtungen auferlegt werden könnten. Die 26 eingegangenen Antworten gelangten zur Verlesung. Der Minister der öffentlichen Arbeiten, der Staatssekretär des Reichs-Postamts und die Königl. Eisenbahndirektion nahmen Bezug auf den Ministerialerlaß vom 8. Dezember in Sachen der Streikklausel, wonach bei den Arbeits« kämpfen zur Beurteilung der vertraglichen Verpflichtungen den Verhältnissen in wohlivölleuder Weise ausreichend Rechiumg ge- tragen werden soll. Die Königl. Ministerial-, Militär« und Baukonimission glaubt nicht, daß infolge der Maßnahmen gegen die bedauerliche Provokation den Mitgliedern Schaden erwachsen könnte, die Intendanturen verweisen auf den kriegsministeriellen Erlaß; die Schloßbaukommission wird Entschädigungen nicht auferlegen; 10 Gemeindebehörden erklären sich rundweg mit dem Vorhaben einverstanden, und die übrigen behalten sich die Entscheidung vor." Die preußischen Minister haben also nichts dagegen einzuwenden, daß Tausende von Arbeitern aus ihrem Arbeitsverhältiiis hinaus- geworfen werden, sie stellen sich auf selten der Unternehmer zu Gunsten einer Maßnahme, die große Arbeiterkreise aufs schwerste schädigt. DaS ist eine Politik, die sich der 12000 Mark-Affaire würdig anreiht. » Ueber die Aussperrungen ist heute nur nachzutragen, daß die Putzer 306 Ausgesperrte zu verzeichnen haben und die lokal- organisierten Tischler von 400 Feiernden 46 Ausgesperrte angeben. Von den lolalorganisiertcn Maurern sind— wie in einer am Freitagabend abgehaltene» Mitgliederversammlung berichtet wurde— 727 auf 183 Arbeitsstellen auS Anlaß der Maifeier ausgesperrt worden. Der Vorstand der Organisation beantragte, gestützt auf die Beschlüsse der durch VeriraueuSmänuer centralisterten Maurer Deutschlands, diejenigen Kollegen, welche auS Anlaß der Maß- regelung auf der Strecke bleiben, vom dritten Tage der Arbeits- losigkeit an mit 2 M. pro Tag zu unterstützen.— Dieser Antrag würbe nach lebhafter Diskussion' mit an Eiustimmigkeit grenzender Mehrheit angenommen. In der Provinz sind gleichfalls größere Maßregelungen zu ver- zeichne». In Halle scheint die Maifeier bei den Formern noch zu einem Nachspiel zu führen. Während die nicht zum Jndnstrielleii- Verband gehörigen Finnen den feiernden Metallarbeitern nichts in den Weg legten, habe» die Mitglieder des Judustriellen-Verbands die Fonner bis zum»ächsten Montag ausgesperrt. Die Jiiduslriellen sollen nun beabsichtigen, so viel sie Former bekommen, diese bis zum Montag einzustellen, und �esolinen sein, davon die Zahl der wieder eiiizüstellendeil Former abhängig zu machen. Dieses ivird sich die Organisation nicht gefallen lassen und soll ani Sonnabend dazu Stellung genomnien iverden. In Dresden sind in einer Anzahl Berufe Aussperrungen erfolgt. Darunter 160 Metallarbeiter, 70 Sattler und 60 Schuhmacher. Von den Steinsetzern wurden in Leipzig 120, in Rostock 12 Steinsetzer gemaßregelt. In Leipzig sprechen außerdem ver- schiedene Anzeichen dafür, daß die Unternehmer den im vorigen Jahre angenommene» Schiedsspruch in diesem Jahre brechen wollen. Dieselben überbieten sich trotz gegenteiliger Abmachung förmlich in Maßregelungen mißliebiger Arbeiter. Iii Hamburg sollen 160 SchisfSzimmerer 10 Tage aus- gesperrt werben. In Bremen sind 150 Arbeiter von der Maß- regel betroffen. Aenderii kann die ganze Aktion an dem glänzenden Verlauf der Maifeier nicht das geringste. Die Frage der Kriegsentschädigung. ist noch ebenso problematisch, wie vor Monaten. Wie lange Zeit noch verstreichen wird, bis man sich über diese schlvierige Frage geeinigt haben ivird, ist nicht abzusehen. Dabei haben die Khakiinächte kürzlich eist wieder erklärt, daß sie erst dann ihre Truppen teil« weise auS der Provinz Tschili zurückziehen würden, wenn die Frage der Kriegsentschädigung zur völligen Zu- friede ii hcit gelöst sei. Wie schlvierig diese Lösung ist und welche Zeit sie noch erfordern kann, beweist folgende Meldung der „TimeS" ans Peking: „Nachstehendes ist eine gedrängte Darstellung des Berichts des Ausschusses, bestehend aus dem deutscheu, dem englischen, dem französischen und dem japanischen Gesandten, betreffend die EntschädigungSfrage, welcher heute den übrigen Gesandten überreicht wurde: Da es höchst unwahrscheinlich ist, daß China au» eignen Mitteln die verlangte Entschädigung von 65 000 000 Pfd. Gterl. aufbringen kau», so bieten sich folgende vier Möglichkeiten zur Erlegung der Entschädigungssumme: 1. Eine chinesische Anleihe ohne Garantie der Mächte. Diese Anleihe würde für China den Ruin bedeuten. 2. Eine Anleihe, garantiert von allen Mächten. 3. Die Ausgabe von chinesischen Bonds an jede Macht in der töhe ihrer EntschädigungSforderung, zahlbar an bestimmten ermincn. Da die Bonds verzinst iverden, so könnten sie als Sicherheit für eine inländische Anleihe dienen. 4. Jährliche Zahlungsleistungeil, welche aber den Nachteil haben würden, die Zahlungsfrist in uiiangemessciier Weise zu ver- längern. Der erwähnte Ausschuß hat beschlossen, den heimische» Regie- ruiige» die Entscheidung über die obengeiiaunteu vier Möglichleiten zu überlassen. Der Ausschuß tritt einstimmig dafür ein, zu empfchleu, daß folgende vier EinuahmegueNen für die Zahlung der Entschädigungs- foidcruiigen nutzbar gemacht werden: 1. Die Seezölle, welche bereits unter ausländischer Verwaltung stehen, 2. eine Erhöhung deS Zolltarifs auf 5 Proz. vom Werte; diese würde, wenn Opium außer Betracht bleibt, den Betrag von 2Ve bis 3V» Millionen Taels ergeben, 3. Unterstellung der Julaiidszölle unter die Seezoll-Verwaltung; daraus könnten 3 bis 10 Millionen Dollars jährlich gewoimen werden, 4. die Erhebungen von Zöllen von bisher zollfreien Waren, wie Mehl, Butter, Käse, ausländische Kleidungöstücke, Alkohol. Aus diesen vier Quellen wäre»ach Ansicht deS AiiSschusses eine jährliche Gesamteinnahnie von inindefteiiS 5Vs Millionen TaelS und höchstens 15 Millionen Taels zu erzielen. Außerdem werde» von dem Ausschuß, aber nicht auf Grund einstimmigen Beschlusses. noch 6 Vorschläge zur Erhöhnng der Einkünfte oder Erzielinig von Ersparnissen gemacht. Die Mitglieder des AnsschuffeS sind der Ansicht, daß weder an der Grundsteuer noch an den Likin- Abgaben gerührt werden kann. Die Gesandten find mit Aus- nähme der englischen, amerikanischen und japanischen sämtlich der Ansicht, daß der Seezoll-Taris sofort auf 10 Proz. erhöht werden soll. Die Gesandten haben den Bericht des Ansschnsies der Eni- scheidung ihrer Regieningen unterbreitet." AuS dieser Darstellung erhellt, daß man ernstlich gar nicht damit rechnet, daß China auS eignen Kräften die verlangte Summe! von 1300 Millionen Mark aufbringen könnte. Ebenso traut man keiner einzelnen Macht den guten Willen zu. China die kleine Slinime zu leihen, was bei der Iliiberechciidarkcit der Zukunft Chinas nur zu erklärlich ist. Gepumpt soll China die 1300 Millionen nur dann erhalten, wenn sämtliche Mächte die Garantie übernehmen. Werben sich die Mächte dazu bereit erklären? Bei der Ausgabe von chinesischen Bonds ivürdc sich das Risiko nach der Höhe der Forderungen auf die einzelnen Mächte verteilen. JONGGAN Charakteristisch ist übrigens, daß man von einer Erhöhung des Opiumzolls die Opiumeinfuhr stand 1899 bei einem Wert von ca. 36 Millionen Taels an dritter Stelle der Einfuhrartikel absehen will, alle nüßlichen Objekte will man verteuern, nur das gesundheitzerrüttende Gift nicht! D im Jahre 1895 1896 1897 B • 1899 die die betroffenen Aussperrungen Betriebe 8015 11 die aus gesperrten Arbeiter im ganzen 17 2317 211 5445 12 1712 38 " Für welchen dieser Wege man sich auch entscheiden mag, feden- band zahlt Unterstützungen an Arbeitslose und an Arbeits- 1 Arbeitseinstellungen sowohl hinsichtlich der Zahl der betroffenen falls werden die Gläubiger, die Mächte, die Entschädigungs- unfähige( rante), und der Kassenbericht ist so zu gleicher Zeit Unternehmungen wie der streifenden Arbeiter am größten; denn Summe zunächst selbst aufbringen und sich mit eine Art Statistit, die an Zuverlässigkeit alle Erhebungen durch Um- nach den amtlichen Rechnungen tamen auf einen Ausstand 14,60, Der Verzinsung des vorgeschossenen Kapitals be- fragen und Feststellungen andrer Art weit übertrifft. Die Arbeits- dagegen 1895 mur 4,18, 1896 4,74, 1897 3,44, 1898 3,47 und gnügen müssen. losigkeit hat sich nun im Buchdruckgewerbe nach dieser Statistik vom 1899 4,28 Betriebe, während an jedem Streik 1894 durchschnittlich Diese Zinsen aber können nur dadurch aufgebracht werden, 11. bis 4. Quartal 1900 mehr als verdoppelt. Im ersten 390, 1895 nur 137, 1896 217, 1897 und 1898 je 156 und 1899 176 daß man die chinesische Henne schlachtet, die der europäischen Quartal des Berichts betrug die Zahl der arbeitslosen Arbeiter beteiligt waren. Industrie die goldenen Eier legen soll, finnbildlich gesprochen, daß Tage 42 942; sie erreichte im dritten Quartal ihr Marimum Was die Aussperrungen anlangt, Maßnahmen, die von man teils durch Erhöhung der Seezölle direkt die Einfuhr( nämlich 104 715 Tage), um dann im vierten Quartal wieder den Unternehmern getroffen wurden, so kamen solche in den Jahren schädigt, teils durch Steuerschröpfung andrer Art China um ein geringes( auf 100 939 Tage) zu finden. In Berlin und 1894 und 1898 nicht vor. Im übrigen betrugen in seiner Konsumtionsfähigkeit importierter Leipzig, an welchen Orten die Druck Industrie ihre Hauptsize Artikel beeinträchtigt. Dabei fafelte man zu Beginn des hat, und wo man naturgemäß den Pulsschlag der Konjunktur am An diesen China- Abenteuers davon, durch den Hunnenkrieg der Industrie in ersten fühlt, ist das Verhältnis noch viel schlimmer. China neue Absatzgebiete erschließen zu wollen! beiden Orten hielt die rückläufige Konjunktur auch noch beim Ueber gang aus dem dritten ins vierte Quartal an, und das, obgleich im Buchdruckgewerbe die Hauptsaison in den Winter( die Parlamentszeit) fällt, während der Hochsommer die tote Saison bildet. 3457 Diese Zahlen eröffnen eine erschreckende Perspektive für die nächste Zukunft der Buchdruckerei und zeigen zugleich, wie weit die Krise Dänemark. Der Gesamtverband der Gewert. Das beste an dem vorgeschlagenen Boll- und Steuerbouquet ist im allgemeinen schon vorgeschritten ist, da mit der Konjunktur auch schaften" hielt am 26. April seine Generalversammlung in Kopenaber, daß es die Zinsen nicht im entferntesten decken der Verbrauch an Druckschriften zu steigen und zu fallen pflegt. hagen ab. Es war eine ansehnliche Versammlung von etwa I würde. Die Veranschlagung der zu erzielenden Einnahmen spricht Obige Zahlen betreffen nur die ansässigen Arbeitslosen, unter von 51/ 2-15 Millionen Taels. Der Durchschnitt von 10 millionen Sinzurechnung der auf der Reise befindlichen erhält man für das Gewerkschaften erschienen waren. Diese Generalversammlung", die 800 Männern und Frauen, die als Delegierte der verschiedenen Taels 30 Millionen Mark würde aber zur Berzinsung der ganze Jahr 432 838 Tage Arbeitslosigkeit, sodaß im Jahre 1900 für an die Stelle der früheren„ Kongresse" getreten ist, besteht aus den 1300 Millionenschuld nicht ausreichen. 1239 Mitglieder oder 4 Prozent der Gesamtmitglieder, Arbeits Die Entschädigungs- Schwierigkeiten werden also schwerlich sobald gelegenheit fehlte. Beitweise zählte der Verband bei einem Mit Hauptvorständen der 42 Centralorganisationen, je einem Vertreter beseitigt werden. Bis dahin aber soll unser Kreuzheer in China gliederbestand von 28 888 über 8000 Arbeitslose. Auch die Zahl der für jeden der 19 lokalen Fachvereine und je einem Vertreter für verbleiben. Aeußerst erbauliche Aussichten! Kranten hat gegen das Vorjahr zugenommen. Auf die Gesamt- jedes der verschiedenen lokalen Gewerkschaftskartelle. Große Resultate konnten, wie der Vorsitzende in seinem London, 3. Mai. Die Abendblätter melden aus Befing: Mitgliederzahl berechnet, kommen auf jedes Mitglied 16 Tage Arbeits- Geschäftsbericht ausführte, im verflossenen Jahre infolge des Generalmajor b. Stettler verläßt Baotingfu am 5. d. M. und losigkeit und 13 Tage Krankheit. wirtschaftlichen Niedergangs nicht erzielt werden. Doch ist es gebegiebt sich nach Japan. Er sagt, die deutschen Truppen Die Gesamt: Einnahmen des Verbands im Berichtsjahr dürften binnen drei Wochen zurückgezogen werden. Man glaubt, betrugen 1 648 099,32 m.( gegen 1 586 525,54 m. im Vorjahr), die ungen, den Lohn der Erd- und Betonarbeiter um 2 Dere, den der die Chinesen seien bereits in die Berge zurückgekehrt, aus Gesamtausgaben 1244 195,44( 1005 097,29) m., so daß ein Holzplazarbeiter um 3 Dere zu erhöhen und auch für die Bahndenen sie soeben vertrieben worden waren. arbeiter Kopenhagens und der Umgegend wurde eine LohnDie franzöfifchen Ueberschuß von 403 703,88 m.( gegen 581428,25 M. im Voraufbefferung erzielt, die sicher auch zu einer Aufbesserung ihrer Truppen dürften demnächst aus Baotingfu zurückgezogen werden jahre) verbleibt. Der Vermögensbestand beträgt jetzt Kollegen im Lande führen wird. Nach einer von den Gewerkschaften und es dürsten nur einige Compagnien zum Schuße der Eisenbahn 3 092 155,02 M. zurückgelassen werden. Die Ermordung von deutschen Soldaten aufgenommenen Statistik haben die Lohnbewegungen im Abgesehen von der augenblicklich durch die Krise ungünstig be- ahre 1900 im ganzen eine Lohnerhöhung eingebracht, die einer Längs der Eisenbahnlinie machte die Bestrafung der Einwohner einflußten Konjunktur hat der Verband auch mit einem andren Um Bermehrung des Jahresverdienstes der sämtlichen Arbeiter um eines Dorfs bei Tingsho notwendig; das Dorf wurde nieder- stande, der Einführung der Segmaschine, zu rechnen. etwa 1600 000 str. entspricht. das Erlernen des Maschinensazes ohne zu große persönliche Opfer dentend und in verschiedenen Fächern sind große Summen zur UnterDie Arbeitslosigkeit war im verflossenen Jahr recht beermöglichen. Wegen der herrschenden wirtschaftlichen Depression beabsichtigt 3. B. die Schmiede durchschnittlich pro Mitglied 14,27 Kr., die stügung der arbeitslosen Mitglieder verausgabt worden. So haben der Verband bei der bevorstehenden Tarifrevision lediglich Typographen 11,29 r., die Bäder 9 Kr. im letzten Jahr Anträge auf Erhöhung der Grundposition respektive des Gewißgeldes zu stellen und von einer Forderung der Verkürzung der Arbeitszeit abzusehen. = gebrannt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Infolge von Lohnreduktionen sind 180 Arbeiter und Arbeiterinnen der Nähmaschinenfabrik Gebr. Nothmann in den Ausstand getreten. Zuzug ist fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. In dem Kupferwerke ,, Deutschland" in Ober- Schöne weide Berlin sind die Drahtzieher seit dem 1. Mai in den Ausstand getreten. Zuzug ist fernzuhalten. = Deutsches Reich. Der 1. Mai und die kaiserliche Werft. Die Verwaltung der kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven hat zum 1. Mai folgenden Tagesbefehl erlassen: Im Interesse der Arbeiterschaft der kaiserlichen Werft weise ich ausdrücklich darauf hin, daß das Fernbleiben von der Arbeit am 1. Mai nicht gestattet ist, um an öffentlichen Aufzügen teilzunehmen. Zuwiderhandelnde haben zu gewärtigen, daß fie entlassen werden. Der Ober- Werft- Direktor. gez. Wodrich. So, mun wissen die Werftarbeiter, woran sie sind, sie wissen, daß im Reichs- Marine- Amt immer noch der socialpolitische Tiefstand herrscht, der Arbeiterschaft einen eignen freien Tag zu verwehren zur Demonstration für die Verkürzung der Arbeitszeit und gegen den fulturverwüstenden und männermordenden Militarismus. In Nauen befinden sich, wie uns durch Privat- Telegramm mitgeteilt wird, die Cigarrenfortierer und Cigarren Ristenmacher in Differenzen mit dem Unternehmertum. 8uzug ist streng fernzuhalten. Das Verbandsorgan, der„ Correspondent", hat circa 22 000 Abonnenten und erforderte im vergangenen Jahr einen 8u schuß von 8791,91 M. Hoffentlich gelingt es den Buchdruckern, ihren Verband ohne Fährnisse über die etwas flippenreiche nächste Zukunft hinweg zu helfen, an Sträften fehlt es nicht, um der Aufgabe gewachsen zu sein. Ausland. Die französischen Bergleute und der Generalstreik. eine Urabstimmung über den Generalstreit vorzunehmen. Der all. Der Bergarbeiter- Kongreß zu Lens hatte den Beschluß gefaßt, gemeine Ausstand sämtlicher Bergleute sollte eventuell zu Gunsten Der Streifenden von Montceau- les- Mines erfolgen, wenn bis zu einem bestimmten Termin die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligt sein würden. Die Abstimmung hat nun am Sonntag, den 28. April, stattgefunden und folgendes Resultat ergeben: Zahl der Bergleute in Frankreich 162 000 Zahl der Organisierten Abgestimmt haben Davon haben gestimmt: werden. Für den Generalstreit Gegen ungültige Bettel". • 61 724 54 548 36 012 • 18 401 135 49 Organisationen mit ca. 50 000 Mitgliedern eingeführt. Der Vordafür bezahlt. Die Arbeitslosenunterstützung ist bis jetzt in stand empfiehlt die weitere Einführung der Arbeitslosenunterſtügung. außerdem 10 000 zur Unterstützung der Ausgesperrten nach Stod Für Lohnkämpfe wurden im letzten Jahre 217 538 r. verausgabt; holm geschickt und für Schulden von der großen Aussperrung 53500 Kr. bezahlt. Beiträge wurden von 42 Centralverbänden und 24 Lokalvereinen für 75 647 Mitglieder bezahlt. Wegen der schlechten Nonjunttur mußte die Centralleitung in mehreren Fällen ihre Zuftimmung zu geplanten Lohnbewegungen versagen. Das führte dazu, daß die Klempner aus dem„ Gesamtverband" ausgeschieden sind und die gimmerer ihren Austritt angemeldet haben. Der bisherige Vorsitzende, Maler J. Jensen, wurde einstimmig wiedergewählt. Schweden. Anfang voriger Woche war begründete Hoffnung vorhanden, daß der große Ausstand der Steinhauer in der Provinz Blekinge endlich zum Abschluß gelangen würde, denn die Arbeiter hatten die Forderungen der Unternehmer betreffend die Festsetzung des Stundenlohns für Verladungsarbeiten auf 35 Dere und die Lösung aller übrigen Fragen durch ein Schiedsgericht gutgeheißen. Umsomehr überraschte die Nachricht, daß die Arbeitgeberorganisation plöglich die gemachten Zugeständnisse zurüdgezogen hat und nun verlangt, daß gewisse Bedingungen anerkannt werden, die für die Arbeiter eine Herabfegung der Löhne von durchschnittlich 107 452 Bergleute haben also an der Abstimmung nicht teil- Arbeiter erklärt, sie würden lieber sehen, wenn der Streit noch einige 21/2 Proz. bedeuten. Die Unternehmer haben den Vertretern der genommen. Dieses Resultat tann natürlich selbst von den Freunden Gefangene als Ersatz für Streikende. In Schneidemüht des Generalstreits nicht als ein besonders ermutigendes angesehen Beit andauere. Dazu kommt, daß auch die Ostküst- Abteilung des befinden sich die Maurer seit dem 22. April im Streit. Die Arbeit alle Stimmienthaltungen der Majorität zugezählt werden sollten die Arbeiter zum Kampf herausgefordert hat, indem sie die bis Ende Nun hatte zwar der Lenser Kongreß beschlossen, daß schwedischen Steinindustrie- Verbands", der auch Stockholm angehört, geber haben vor dem Streit und auch jezt sämtliche Verhandlungen Bei dieser Methode würde allerdings für den Streit eine ganz an April und Mai geltenden Lohntarife kündigte. mit den Arbeitern abgelehnt. Als die Meister keine Arbeitswillige sehnliche Mehrheit herauskommen, nämlich 143 000. Diefe Rechnungs- 20 Fabrikanten der Textilindustrie ihren Arbeitern In Boraas, im westlichen Schweden, haben für die niedrigen Löhne finden konnten, hat die Gefängnisverwaltung aus Schneidemühl sechs Gefangene zur Verfügung gestellt, um bei methode schafft aber doch die harte Thatsache nicht aus der Welt, ein Cirkular zugestellt, durch das sie ihnen verbieten, Mitglieder der dem Maurermeister Golz auf einem Streitbau zu arbeiten. Auf ein daß die überwiegende Mehrheit der französischen Vergleute der Frage Fachvereine zu sein, wenn sie noch weiterhin in den Fabriken Gesuch der Streiffommission beim Bürgermeister, er möchte dafür ganz indifferent gegenübersteht. Diese Gleichgültigkeit gegen das arbeiten wollten. Der Textilarbeiter- Verband hat nun an den eintreten, daß die Gefangenen vom Bau zurückgezogen werden, weil endgültige Resultat der Abstimmung kann aber nicht anders gedeutet Schwedischen Fabrikantenverband, der die Arbeiterorganisationen es eine Parteinahme der Behörde für die Arbeitgeber sei und damit werben, als daß die große Menge auch dem Rufe zum Ausstand anerkannt hat, die Anfrage gerichtet, was er gegen die Fabrikanten das Koalitionsrecht der Arbeiter geschmälert werde, erklärte der nicht Folge leisten wird. In einer ganzen Anzahl von Revieren in Boraas zu thun gedente, deren Vorgehen nicht allein einen Bruch Herr: Da am Bau gestreift werde, sei es Notarbeit, und könnte ist eine Abstimmung gar nicht in die Wege geleitet worden, weil der Verträge bedeute, sondern auch mit Geſetz und Recht in Widerer nichts in der Sache thun. Auch ist dem Jnnungsmeister bort feine Organisation vorhanden ist. Meher am Schulbau bis auf weiteres Aufschub für die Arbeiten Diese Umstände haben das Exekutivkomitee der Organisationen spruch stände. Das Vorgehen der Fabrikanten wird auch von einigen gewährt worden. Auf die Vermittlung, welche der Bürgermeister den des Pas de Calais, deren Gros gegen die Generalstreifsidee über- bürgerlichen Blättern sehr scharf verurteilt. Es wird als ein VerArbeitgebern angeboten hat, ist denu auch die Antwort erfolgt, daß einem Manifest an die Bergarbeiter zählt das Komitee die Resultate Ichen Strafgesetz mit Strafarbeit bis zu zwei Jahren bedroht wird. haupt ist, veranlaßt, eine außerordentliche Sigung einzuberufen. In brechen gegen die persönliche Freiheit bezeichnet, das vom schwedidie Unternehmer sich bereit erklären, den Maurergesellen, welche des Referendums auf und kommt zu folgenden Schlüffen: brauchbare Arbeit liefern, während der Sommerzeit per Arbeitsstunde 37 Pfeimig Lohn für eine Tagesschicht von 11 Stunden und während der übrigen Jahreszeit denselben Sag, so lange die Arbeit bei Tage geleistet werden kann, zu gewähren, wenn sämtliche Gesellen nächsten Montag die Arbeit wieder aufnehmen. Auf weitere Vorschriften lasse man sich nicht ein. Die Forderung der Gesellen find: 10 stündige Arbeitszeit und 40 Pfennig Lohn. Da der Streik fortgesetzt wird, werden die Maurer gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Der Weberstreit in Cunewalde ist in ein neues Stadium getreten. Am Dienstagvormittag legten bei J. G. Große die Meister und Werkführer die Arbeit nieder. Ihnen schlossen sich gegen 20 noch in Arbeit stehende, bisher nicht direkt am Streit beteiligte Arbeiter und Arbeiterinnen an. Wahrscheinlich werden am Montag die Meister der andren Fabriken gleichfalls die Arbeit niederlegen. Die Werkmeister wollen sich nicht mehr als Streitbrecher benutzen Taffen. " In Erwägung, daß nach den bekannt gegebenen Ziffern nur 47 000*) Stimmen von 162 000 Bergleuten abgegeben worden find, Lehte Nachrichten und Depeliften. und daß sich nur 25 920 für den Ausstand erklärt haben; in fernerer Erwägung, daß im Auzinbecken bei den Vorversammlungen Berlin, 3. Mai.( W. T. B.) Dem Vernehmen nach hat für das Referendum die Frage der Bergarbeiter- Altersversorgung Se. Majestät der Kaiser und König die Entlassungsgesuche entgegen den Beschlüssen des Kongresses von Lens hinzu der Minister Dr. v. Miquel, Frhr. v. Hammerstein und Brefeld gefügt wurde; in weiterer Erwägung, daß die Berglente von Montceau als direkt bei dieser Ausstandsfrage Interessierte angenommen. ihre 6000 Stimmen nicht in die Wagschale für diesen Ausstand hätten Sagan, 3. Mai.( W. T.B.) In Wellersdorf, Kreis Soran, tötete der werfen dürfen, daß es unter diesen Verhältnissen unmöglich ist, Arbeiter Weiche den Arbeiter Pohl mit einer Hade, schoß auf eine 120 000 Arbeiter, die nicht votiert haben, in den allgemeinen Aus- 3 Hilfe kommende Frau, die von mehreren Kugeln in die Schulter stand hineinzureißen: beschließen die unterzeichneten Mitglieder des getroffen wurde, und verlegte eine andre Frau schwer mit der Hacke. Verwaltungsrats, daß sie tros der brüderlichen Sympathie, die sie Frankfurt a. M., 3. Mai.( B.H.) Die Direktion der Chemischen an ihre Stameraden von Montceau fnüpft und die fie durch Fabrit Griesheim Elektron veröffentlicht folgende Erklärung: weitere Geldsendungen bekunden werden, nicht die schwere Nach dem Umfange der Feststellungen auf Grund unsrer Lohnlisten Verantwortung eines Aufrufs zum Ausstande, und auf Grund aller sonstigen Untersuchungen werden Arbeiter und der ungehört verhallen würde, auf sich nehmen Beamte nicht mehr vermißt. Die Gesamtzahl der Toten wird von tönnen." der Direktion auf 24 angegeben. M Der Streik der Schneider in Kiel ist nach abermaligen Ver handlungen vor dem Einigungsamt beigelegt. Ueber den strittigen Die Bedenken der Bergarbeiterorganisationen des Nordens find Mons, 3. Mai.( W. T. B.) Im Kohlenbergwerk Flenu" Buntt, daß von den Heimarbeitern teine Gehilfen beschäftigt werden durchaus berechtigt. Selbst diejenigen, welche den Generalstreit als stürzte heute ein großer Stein auf einen Förderkorb, in welchem sich dürfen, einigte man sich dahin, daß eine leberwachungskommission eine Waffe im politischen Kampf erachten und anwenden möchten, 12 Arbeiter befanden; 9 Arbeiter wurben getötet, die übrigen von Fall zu Fall prüfen soll, wie weit diese Beschäftigung zulässig müssen anerkennen, daß bei solchem Abstimmungsresultat auf einen schwer verletzt. ist. Die Unternehmer versprachen, möglichst für Ausdehnung der Erfolg nicht zu rechnen ist; die Führer müssen sich bewußt werden, der Tagesordnung steht die Beratung des Marine- Etats und die Rom, 3. Mai.( W. T. B.) Deputiertentammer. Auf Betriebswerkstätten zu sorgen. daß sie eine ungeheure Verantwortung auf sich laden, wenn sie den Der Marineminister Morin Stampf dennoch wagen. Die Entscheidung über die Beendigung Vorlage über die Schiffsneubauten. oder Fortführung des Streits in Montceau les Wines ist durch das erklärt, die italienische Flotte sei, wenn sie auch ihrer Größe Referendum noch um einige Tage hinausgeschoben worden. nach nicht das gewesen sei, was sie hätte sein sollen, doch Stets in der Lage gewesen, ihrer Bestimmung gemäß die Integrität des Landes ( Beifall.) zu sichern. Sein Programm gehe dahin, eine Flotte zu befizen, welche den wirtschaftlichen Kräften Italiens entspreche. Er erkläre im Namen der Regierung, daß er den Antrag Somnino annehme, welcher den Marine- Etat bis 1906 auf 121 Millionen Lire festlege, einschließlich der Pensionen und der Ausgaben für die Handelsflotte. In Striegan find die Maurer in einen Streit eingetreten, ste fordern 35 Pf. Stundenlohn, während die Meister nur einen Stundenlohn von 32 Pf. zahlen wollen. Außerdem fordern die Streifenden die zehnstündige Arbeitszeit. Am Streit sind 80 bis 90 Maurer beteiligt. Der Steinfegerstreik in Halle a. S. ist beendet. Materiell Hat derselbe den kämpfenden Arbeitern eine kleine Lohnerhöhung ( 2 Pfennige pro Stunde) gebracht. Das ist nach einem Kampf von 34 Wochen nicht viel. Der Haupterfolg ist denn auch ein moralischer. Er besteht darin, daß die Unternehmer trog Streifflaufel und fortgesetter Begünstigung seitens der kommunalen Behörden gezwungen worden find, den Streitenden überhaupt Konzessionen zu machen. Vor allen Dingen hat die Streitklausel nicht verhindern können, daß die Unternehmer enorme materielle Verluste zu verzeichnen hatten. Die Erinnerung daran wird jedenfalls dazu beitragen, den Unternehmern in fünftigen Fällen die Lust zur Wiederholung eines derartigen Stampfs zu verleiden. Der Streit wurde am 1. Mai für beendet erklärt. Ueber die Streiks und Aussperrungen in Oestreich in den Jahren 1894 bis 1899 veröffentlicht das öftreichische arbeitsstatistische Amt eine ineressante Zusammenstellung. Es wurden gezählt: streifende im Jahre 1894 1895 1896 1897 1898 1899 172 209 Arbeits- beteiligte einstellungen Betriebe 2542 874 305 1 499 Arbeiter im ganzen 67 061 28 652 66 234 246 851 38 467 255 885 311 1 330 39 658 54 763 versäumte Arbeitstage 795 416 300 348 899 939 368 098 323 619 1 029 937 Die Streitfälle sind hiernach in der Zunahme begriffen, während ihr Umfang in den einzelnen Jahren ein sehr verschiedener war. Auffallend hoch war 1894 die Zahl der beteiligten Betriebe. demselben Jahre war auch die durchschnittliche Ausdehnung der In *) Die Erklärung ist vor der vollständigen Auszählung erlassen, Konstantinopel, 3. Mai.( W. T. B.) Infolge der von Bulgarien angeordneten elftägigen Quarantäne bei der Station Hebibtschewo ist der Verkehr der Konventionszüge zwischen Konstantinopel und Hebibtschewo eingestellt; sie werden durch gemischte Züge ersegt. Der Orient- Expreßzug wird den Dienst fortsetzen und Bulgarien ohne Quarantäne passieren. London, 3. Mai.( W. T. B.) Im Laufe der heutigen Be ratung erklärte der Staatssekretär des Kriegs Brodrick, im Monat April seien 1046 Boeren gefangen genommen, 160 hätten sich ergeben. empfing heute eine Arbeiter- Abordnung. In Erwiderung auf die London, 3. Mai.( W. T. B.) Der Schatzsekretär Hids Beach Ansprache derfelben fagte er, es sei unmöglich, den Zuckerzoll zurückzuziehen, welcher für das Budget dieses Jahres von der größten Bedeutung sei. Der Rechenschaftsbericht des Verbands Deutscher Buchdrucker giebt wieder ein imponierendes Bild von der Stärke dieser Organtsation. Aber auch in den Riesenzahlen, die dieser Bericht giebt, fieht man schon die Schatten der hereinbrechenden Krise. Der Ver- daher die Differenz in den Zahlen. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wekker in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. r. 103. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. Mai 1901. Reichstag. 87. Sigung vom Freitag, den 3. Mai 1901; nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Goßler, Frh. v. Thielmann. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Gesetzes über die Versorgung der Kriegsinvaliden und der Kriegshinterbliebenen. Abg. Prinz Schönaich- Carolath( natl.) begrüßt es, daß in dem Gesetzentwurf von der Kommission wesentliche Verbesserungen vorgenommen sind und empfiehlt die Annahme des Entwurfs. Die§§ 1 bis 8 werden darauf angenommen. 9 die Mittel aus dem Reichs Invalidenfonds genommen werden Herr Schrempf fagt, wir schüßen den reellen Produzenten nicht. Wir sollen. haben ihn beim Margarine geschützt, schützen ihn jezt wieder beim Abg. Baffermann( natt.): Weingeset. Das hier verlangte Gesetz ist aber ein Unsinn, denn die Mit dem Antrag Riff können wir uns durchaus einverstanden Wissenschaft sagt uns, daß es nicht ausführbar ist. Solche Geseze erklären. Um den Bedenken des Herrn Staatssekretärs entgegen- machen wir nicht. Fegen Sie doch vor Ihrer eignen Thür, geben in dem Antrag Riff zu streichen. zukommen, beantrage ich, die Worte, aus dem Reichs- Invalidenfonds" Sie den Kühen nicht ein so wässriges Futter, daß die Kühe eine ganz wässrige Milch geben. Fegen Sie also vor Ihren Kuhställen, Abg. Riff( Elf.) erklärt sich mit dieser Wenderung einver- da ist genug Mist aufgehäuft.( Seiterkeit lints.) standen. Abg. Ledebour( Soc): Leute bisher nicht in diesem Gesetz berücksichtigt wurden. Wir sind aber für die Färbung können wir uns nicht erklären, weil noch nicht Abg. Dr. Bachem( C.): Es ist nur ein Versehen, daß diese Wir sind selbstverständlich gegen Nahrungsmittel- Verfälschung, vollkommen einverstanden mit dem Antrag Riff. Das Haus hat festgestellt ist, ob die Färbung durch Erregung von Gärung den Nach§ 9 steht neben den erhöhten Pensionen die Zulage für heute gerade das feltene Vergnügen, zwei elfäffische Vertreterinnen Honig nicht verdirbt. Die Frage ist also nicht spruchreif. Macht die Nichtbenuzung des Civilversorgungsscheins sowie die Anstellungs- des schönen Geschlechts in ihrer Nationaltracht auf der Tribüne Regierung Mittel ausfindig, der Verfälschung entgegen zu treten, so entschädigung nur denjenigen Unteroffizieren zu, welche den Anspruch begrüßen zu können. Ich hoffe, daß diese ein gutes Bild von werden wir unsre Zustimmung dazu nicht versagen. auf den Civilversorgungsschein durch zwölfjährigen aktiven Dienst dem Reichstage mit in ihre Heimat nehmen werden und mit der erworben haben. Liebe zum Reichstag wird auch die Liebe zum deutschen Volt überAbg. Schrempf( f.): Abg. Schwarz- München( b. 1..) beantragt einen Zusag, wonach haupt im Elsaß einziehen.( Große Heiterkeit und Bravo! im arbe wegen benutzt.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Herr die Kriegsinvaliden, die ohne zwölfjährigen aktiven Dienst für Nichtbenutzung des Civilversorgungsscheins und Anstellungsentschädigung falls im Namen ihrer Partei ihr Einverständnis mit dem Antrag Die Abgg. Dr. Höffel( Np.) und Schrempf( t.) sprechen gleichbisher Gebührnisse bezogen haben, auch für die Folge im Genusse Riff aus. derselben bleiben sollen. Abg. Rickert( frf. Bg.) beantragt zu§ 9 einen Zufag, wonach in Ansehung dieses Paragraphen die Kriegsjahre doppelt in An rechnung zu bringen sind. Abg. Schwarz- München( b. 1. F.): Ich habe meinen Antrag gestellt, weil es eine Unbilligkeit wäre, wenn man den Leuten, die bisher die betreffenden Bezüge gehabt haben, diese plötzlich nehmen wollte. Ich empfehle Ihnen meinen Antrag zur Annahme. Generallieutenant v. Biebahn: Die Mitglieder der Kommission sowohl wie die Mehrheit dieses Hauses wird zugeben, daß die verbündeten Regierungen die Pensionen angemessen und ausreichend erhöht haben. Daß sich einzelne Ungleichheiten ergeben, ist unvermeidlich. Der Antrag Schwarz würde das Princip des ganzen Gesezes durchbrechen und zu großen Schwierigfeiten führen. Ich bitte den Antrag abzulehnen; für die verbündeten Regierungen ist er unannehmbar. Hierauf wird§ 22 a mit großer Majorität angenommen, ebenso debattelos der Rest des Gesetzes. Die Kommission beantragt die Annahme folgender Resolutionen: Der Reichstanzler möge für so frühzeitige Vorlegung der in Aussicht genommenen, durchaus erforderlichen Revisionsgefeße bezüglich der Militärpenfionen und des Militärreliktenwesens forgen, damit dieselben noch während der nächsten Session zur Verabschiedung gelangen können." Abg. Richter( frf. Vp.): Ich will nur erklären, daß mit der Zustimmung zu dieser Resolution kein Engagement für irgend eine neue Steuer übernommen wird. Die Resolution wird hierauf angenommen. Ebenso die folgende Resolution: „ Der Reichstanzler möge dem Reichstage jährlich eine Uebersicht vorlegen über die Zahl der vorhandenen Kriegsinvaliden, unter schieden nach ihren Dienstgraden und ihrem Lebensalter, sowie nach dem Grade der Invalidität bei Unteroffizieren und Gemeinen." Damit ist das Gesez erledigt. Abg. Rickert( frs. Vg.) macht zur Begründung seines Antrags darauf aufmerksam, daß es unbillig sein würde, die Zulage nur des halb nicht zu gewähren, weil der Inhaber des Civilversorgungsscheinstein öffentliches Intereffe. durch eine Verwundung am Abdienen der 12 Jahre verhindert sei. Um diesem Mißstand zu begegnen, wäre es am besten, die Kriegsjahre doppelt zu rechnen. Generallieutenant v. Biebahn bittet auch den Antrag Ridert aus demselben Grunde wie den Antrag Schwarz abzulehnen. Im übrigen würde die Militärverwaltung gern bereit sein, auf dem Wege der Unterstüßung Unbilligkeiten abzustellen, die sich etwa ergeben würden. Abg. Singer( Soc.): Es folgen Petitionen. Die Mehrzahl dieser Petitionen hat Verein für Rheinpreußen bitten um Erlaß eines Honiggefeges, Die Redaktion der" Bienenzeitung" und der Landwirtschaftliche um die Produktion reinen Honigs rentabel zu machen und die Bienenzucht zu fördern. Es wird analog wie bei der Margarine die Färbung des Kunsthonigs vorgeschlagen. ein, an den Reichskanzler zur Erwägung. Die Petitionstommission beantragt Ueberweisung der Petition Abg. Dr. Semler( natl.) tritt für die Forderungen der Betenten nur mit der Färbung des Kunsthonigs ist er nicht einIch habe die Ueberzeugung, daß wenn der Reichstag den Antrag verstanden und verlangt zum mindesten Ueberweisung zur Be Schwarz annimmt, die Regierung diesen Paragraphen schluden wird. rüdsichtigung. ( Heiterkeit und Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Je fester Abg. Wattendorff( C.): Der Vorredner hat bewiesen, daß ein Barlament auf der Ausführung deffen, was es für richtig hält, er mit den Gepflogenheiten der Betitionskommission nicht verbesteht, soweit diese Ausführung finanziell und sonst möglich ist, desto traut ist. Eine Betition wird mur dann zur Berücksichtigung übermehr Aussicht ist vorhanden, daß die Regierung nachgiebt. Davon wiesen, wenn man mit allen Punkten der Petition einverstanden ist. haben uns die Vorgänge im preußischen Abgeordnetenhause den Das ist bei dieser Petition nicht der Fall. Würde man sich darauf besten Beweis gegeben. Bei der ersten Beratung im Plenum habe beschränken, zu fordern, daß dem Naturhonig ein erhöhter gefeglicher ich bereits den Standpunkt vertreten, daß ich es für ungerecht Schuß zu teil wird, so wäre ich der erste, der für Ueberweisung halte, daß Leuten, denen ein geseglicher Ansprud auf einer solchen Petition zur Berücksichtigung stimmte. die Zulage für die Benuzung des Civil= Abg. Dr. Röficke- Kaiserslautern( Bund der Landwirte) tritt für versorgungsscheins zusteht, dieser Anspruch hier den Antrag Semler ein. genommen wird. Die Thatsache, daß diese Leute durch dieses Ein Regierungskommissar macht darauf aufmerksam, daß die Gesetz etwas mehr bekommen als bisher, berechtigt doch nicht dazu, Chemie noch nicht im stande sei, zuverlässig festzustellen, ob der ihnen das, was man ihnen mit der einen and giebt, mit Honig verfälscht sei. Der scharfe Detlarationszwang würde also nur der andern wieder zu nehmen.( Sehr richtig! b. d. Soc.) auf dem Papier stehen. Es empfehle sich zur Zeit also nicht, mit Man kann mit der Militärverwaltung der Meinung sein, daß es einem Gesek, wie die Betenten verlangten, hervorzutreten. Auch die überhaupt nicht richtig ist, für die Nichtbenutzung des Civilversorgungs- Färbung des Kunsthonigs sei bedenklich. Viel wirksamer würde es scheins Gebühren zu geben, und daß dieser Mißstand bei einer Neu- sein, wenn mit einer scharfen Kontrolle im Honighandel vorgegangen regelung der Pensionsverhältnisse beseitigt werden sollte, aber mit würde. diesem Gesetz hat das nichts zu thun. Ich habe den dringenden Wunsch, daß das Haus die Probe auf das Exempel Abg. Wattendorf entsprechend ab. Abg. Semler( natl) ändert seinen Antrag der Anregung des macht, ob die Regierung die Verantwortung über- Abg. Letocha( C.) scheint sich für den Deklarationszwang aus nehmen wird, an dieser Forderung ein Gefeß zusprechen. Seine Ausführungen bleiben auf der Tribüne im Zuscheitern zu laffen, welches seit Jahren der Reichstag jammenhang unverständlich. einmütig verlangt und dessen Notwendigkeit die Regierung ebenso seit Jahren anerkannt hat. Abg. Wurm( Soc.): Die Cichorie wird nicht nur als Surrogat, sondern auch der hat.( Größe Heiterkeit.)( Abg. Ledebour: Die Cichorie verdirbt Wurm mag sich von seiner Frau belehren lassen, wenn er eine solche nur den Geschmack des Kaffees!) Das ist Geschmacksache. Ich freue mich, daß Herr Ledebour erklärte, seine Freunde seien stets gegen jede Verfälschung der Lebensmittel. Ich hoffe, er wird dann nicht wieder, wie gewöhnlich mit einem„ aber" kommen. Principiell find die Herren ja immer für alles zu haben, aber im praktischen Falle kommen fie mit einem„ aber". Ich bitte Sie drin gend um Ueberweisung der Petition zur Berücksichtigung. Berichterstatter Abg. Gäbel( Ant.)[ als Abgeordneter]: Wir verlangen nicht, daß die Regierung unsre Vorschläge Wort für Wort unterschreibt, wir wollen nur Anregung geben zum Schutze des Naturhonigs. Ich bitte Sie dem Antrage Semler zustimmen zu wollen. Präs. Graf Ballestrem: sondern als Abgeordneter gesprochen. Der Herr Abg. Gäbel hat zwar nicht als Berichterstatter, gebeten, den Antrag Semler anzunehmen; ich wollte ihn Er hat aber das Haus nur darauf aufmerksam machen, daß er nachher in seinem Schlußwort die Verpflichtung hat, das Haus um Ablehnung des Antrags Semler zu ersuchen.( Stürmische Heiterkeit und Bravorufe.) Nach weiterer Debatte, an der sich die Abgg. Dr. Rösicke ler( natl.) gegen die Stimmen der Freifinnigen und Socialdemo( B. d. L.) und Wurm( Soc.) beteiligten, wird der Antrag Sem traten angenommen. Eine fernere Petition verlangt Verbot des Handelns mit Gutscheinen. Die Kommission( Berichterstatter Abg. Tönnies) beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Wollstein( C.): Anlaß eines Reichsgerichtsurteils, das die Strafbarkeit des Handels Der Beschluß der Kommission ist zu stande gekommen aus mit Gutscheinen feststellt. Wir werden dem Antrag der Kommission zustimmen, behalten uns aber vor, für den Fall, daß das Reichsgericht einmal anders entscheidet, unsre Abstimmung zu ändern. Der Antrag der Kommission wird angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus. Präsident Graf Ballestrem: Es sind drei Interpellationen eingegangen, die auf den Wunsch der Interpellanten nächste Woche zur Verhandlung kommen sollen. Erstens eine Interpellation Herold. Ist es dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die Bormusterung der Pferde für militärische Zwede auch in diesem Jahre wieder während der Saat- und Erntezeit stattgefunden hat. Zweitens eine Interpellation Singer. Ist es dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die für die Errichtung und den Betrieb chemischer Fabriken geltenden Vorschriften der chemischen find. Und was gedenkt der Herr Reichskanzler zu thun, um derFabrik in Griesheim gegenüber außer acht gelaffen worden artige ungefeßlichkeiten für die Zukunft zu verhindern? Drittens eine Interpellation Hodenberg, Welche Schritte hat der Herr Reichsfanzler zur Befreiung der in Südafrika in englischer Gefangen schaft befindlichen deutschen Missionäre unternommen, und welche Erfolge hat er in dieser Richtung erzielt? Nächste Sizung: Sonnabend 1 Uhr.( Dritte Lesung der Invalidenversorgung, dritte Lesung des Unfallfürsorge Gesezes für Beamte und Bersonen des Soldatenstands und Petitionen.) Schluß 52 Uhr. Parlamentarisches. Der Ich muß aber die Gelegenheit benußen, um noch eine andre Es ist ja sehr bezeichnend für unser ganzes Wirtschaftsleben, Frage hier zur Sprache zu bringen. Es wurde in der Kommission daß immer von neuem Petitionen um Specialgefeße gegen Verüber eine Begleiterscheinung bei der Erteilung des Civilversorgungs- fälschung von Lebensmitteln oderẞufaz von Surrogaten an den Reichstag scheins gesprochen. 8wei Sorten Civilversorgungsscheine werden fommen. Das Mittel aber, was allein gegen solche Verfälschung nüßen ausgegeben. Die eine Sorte erhalten diejenigen Leute, die 8 Jahre fönnte, eine genügende Kontrolle, versagt, da sie undurchführbar ist. gedient haben. Die Braris wird nun derartig geübt, daß Daher haben solche Geseze, wenn sie nun auch die Junker In der Toleranz- Kommiffion wurde heute die Diskussion über ein Mann, der im Besiz des Civilversorgungsscheins zweiter verlangen, nur den Nachteil, daß sie beim Publikum den irrtümden Antrag Kunert( Soc.) fortgesetzt. Die Redner des Centrums Klasse ist, der also nach nach achtjähriger Dienstzeit gewährt lichen Glauben erwecken, es sei nun thatsächlich geschützt. gaben sich die erdenklichste Mühe, um zwischen den verschiebenen wird, nicht eher angestellt wird, als bis diejenigen Anstellung gefunden Der Kunsthonig wird erzeugt erstens durch Zuckerzusatz zum jogen. Vertretern der socialdemokratischen Partei eine Meinungsverschiedenhaben, die im Besiz des andren Civil- Versorgungsscheins find. In Heidehonig oder durch Ueberfütterung der Bienen mit Zucker. heit zu konstruieren und die Sache so darzustellen, als ob die Social der That bedeutet das, daß die Leute, die acht Jahre ge- Es ist klar, daß dagegen teine Stontrolle etwas ausrichten kann. demokraten Verfolger der Religion und die größten Meinungsdient haben, überhaupt keine Anstellung bekommen, daß also Also das Publikum kann auf jeden Fall betrogen werden. Vor tyrannen seien. Die Abgg. Kunert( Soc.) und v. Bollmar( Soc.) für sie der Civil- Versorgungsschein illusorisch wird. In der Kom- allem muß man aber bei allen Surrogaten die Bedürfnisfrage be- schoben diesem Bestreben einen energischen Riegel vor. mission ist seitens der Militärverwaltung in dankenswerter Weise rücksichtigen. Kein Surrogat tönnte sich halten, wenn nicht das Be- Antrag wurde sodann mit allen gegen die socialdemokratischen die Beseitigung dieses Uebelstands bei der einheitlichen Regelung des dürfnis nach billigeren Produkten als dem Naturprodukt vorhanden Stimmen abgelehnt. Hierauf wurde der§ 3, welcher von der Militär- Pensionswesens zugesichert werden. Meine Ausführungen wäre. Die schlechten Einkommensverhältnisse zwingen die Arbeiter Austrittserklärung aus der Kirche handelt, mit allen gegen die beabsichtigen nur, eine Wiederholung dieser Erklärung im Reichstage Surrogate zu taufen. Und in der That kann der Kunsthonig fast fonfervativen Stimmen angenommen. Weiter fand der Antrag zur Beruhigung der betreffenden Kreise herbeizuführen.. um die Hälfte billiger abgegeben werden, als der reine Blüten- Vollmar, wonach für die Austrittserklärungen teinerlei Gebühren honig. Uebrigens haben die Imter sogar ein großes Intereffe und Stempel erhoben werden dürfen, gleichfalls mit allen gegen die Generallieutenant v. Wiebahn: an der Kunsthonig- Produktion, denn diese benutzt doch konservativen Stimmen Annahme. Daß und weshalb der Antrag Schwarz für die Regierung un auch das Nuturprodukt, um es mit Buder zu versezen. Eine Fabrik annehmbar ist, habe ich soeben auseinandergesetzt. In Bezug auf hat in einem Jahre 8000 Centner deutschen Honig verarbeitet. Süßftoff- Kommission. In der Freitag- Sigung drehte sich die die lezte Anfrage des Herrn Singer fann ich nur bestätigen, daß wir sind also der Ansicht, daß auch in der Honigproduktion das be- Diskussion lediglich um den§ 5 und um den Antrag des CentrumsStapitulanten bei der allgemeinen Regelung des Militärpensions- reicht und darum werden wir nicht dafür stimmen, daß die Petition daß die Erlaubnis zum Verkauf von Süßstoff dem nicht verweigert die Absicht besteht, die von ihm erwähnte Härte für die jüngeren stehende Gesetz zum Schuße, gegen Nahrungsmittelverfälschung aus- Abgeordneten Speck, der in der Hauptsache darauf hinausging, wesens zu beseitigen. dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werbe, ob ein noch werden darf, der wegen Zuwiderhandlung gegen VerbrauchssteuerDie Anträge Schwarz und Ridert werden hierauf ab- weiterer Schuß gegen die Honigverfälschung möglich ist.( Beifall gefeze noch nicht bestraft worden ist. Von seiten der Konservativen bei den Socialdemokraten.) gelehnt,§ 9 in der Kommissionsfaffung angenommen. Ebenso $ 10-19.§ 20 beſtimmt, daß die nach diesem Gesetz gewährten Zuschüsse bei Anstellung im Civildienst nicht der Kürzung unter- Wenn auch die Chemie noch nicht so weit ist, ganz ficher worfen und auf eine Civilpension nicht in Anrechnung zu bringen reinen Honig festzustellen, so ist es doch leicht zu erkennen, find. Bei der Veranlagung zu Steuern bleiben sie außer Ansatz; ob direkter Betrug mit sogenanntem Honig verübt wird. Diesem der Pfändung sind sie nicht unterworfen. Abg. Schrempf( f.): vurde erklärt, daß, wenn dieser Antrag angenommen würde, das Gesetz nur eine Farce sein würde, und sie ihre Zustimmung dann nicht mehr geben könnten. Ebenfalls erklärte die Regierung, daß das Gesez dann den Zweck verfehlt habe. Abg. Zehnter( C.) beantragte dann, daß die Regierung die Erlaubnis nur verweigern dürfe, wenn Gründe vorliegen, daß jemand keine Garantie zu einer Betrug kann durch den Deklarationszwang gesteuert werden. Herr richtigen Kontrolle biete und daß die Regierung die Gründe anWurm hat zuerst die Mißstände zugegeben, dann aber wieder alles zugeben habe. Dieser Antrag fand Annahme in Verbindung mit zurückgezogen. Wir sind ja das von seiner Partei schon gewöhnt. einem Antrag Schmidt- Wangleben( natl.), daß die zugelassenen BerEr hat auch das Lied der Organisation gesungen. Wo sich aber eine fonen zu einer genauen Buchführung über Süßstoff- Bezug und Absatz landwirtschaftliche Organisation bildet, wird sie gerade von der verpflichtet sind und sich jeder weiteren von der Behörde für nötig äußersten Linken bekämpft. Wir sind gegen die Pantscherei und erachteten Aufsichtsmaßnahme zu unterwerfen haben. Abg. Speck( C.) Manischerei, deshalb hat der Reichstag alle Beranlaffung, die Petition zog den hauptsächlichsten Teil seines Antrags zurück, so daß der§ 5 dem Reichstanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. nun lautet, wie folgt: Geh. Ober- Regierungsrat Bumm: Abg. Prinz Schönaich- Carolath bedauert, daß es in der Kommission nicht gelungen ist, die Aufrechnung auf die Civilgehälter und Pensionen überhaupt zu beseitigen. Hoffentlich wird auch diese Forderung bei der Revision der Militärpensions- Geseze erfüllt. $ 20 wird hierauf angenommen; ebenso§§ 21 und 22. Abg. Riff( Elf.) beantragt, einen§ 22 a in das Gesetz einzuschalten, wonach die Teilnehmer an dem Feldzuge 1870/71, die im französischen Heer Kriegsinvalide und später Deutsche geworden sind, fowie deren Hinterbliebenen vom 1. April 1901 ab aus dem Reichs" Der gewerbsmäßige Handel mit Süßstoffen und füßstoffhaltigen Zubereitungen ist nur solchen Personen gestattet, welche die Erlaubnis Invalidenfonds Beihilfen bis zum Betrage der durch das vorliegende Die heutige Gesetzgebung reicht aus, um den zu bestrafen, der der Steuerbehörde besigen. Diese Erlaubnis darf von der SteuerGesetz gewährten Gebührnisse erhalten können. Beihilfen gleicher Kunsthonig als Naturhonig verkauft. Beihilfen gleicher Kunsthonig als Naturhonig verkauft. Deshalb ist ein besonderes behörde nur den Personen verweigert werden, welche keine genügende Art können auch später Deutsche gewordene Hinterbliebene von Gesetz entbehrlich. Garantie dafür bieten, daß die Stontrolle möglich ist. Die Regierung elsaß- lothringischen Landesangehörigen erhalten, die den Feldzug Abg. Wurm( Soc.) hat die Gründe anzugeben. Die von der Steuerbehörde zugelassenen 1870/71 im franzöfifchen Heer mitgemacht haben und in diesem Feld stellt gegenüber dem Abg. Schrempf fest, daß er mur gesagt habe, Berfonen find zu einer genauen Buchführung über Bezug und Absatz zuge gefallen oder infolge desselben gestorben sind. die schlechten Einkommensverhältnisse zwingen den Arbeiter, von Süßstoff verpflichtet und haben sich weiteren, von der Behörde Reichsschazsekretär Frhr. v. Thielmann: Ich kann nur erklären, Surrogate zu kaufen. Wenn Herr Schrempf gegen Surrogate ist, für nötig erachteten Maßnahmen zu unterwerfen. Den Inhabern daß der vorliegende Antrag den verbündeten Regierungen annehmbar mag er gegen seine Freunde vorgehen, die Cichorien bauen. von Süßstoff- Fabriken ist die Abgabe von Süßstoff nur an die beerscheint, wenn die Durchführung auch wohl große praktische Das Surrogat an sich ist tein Unfug. Erst wenn das Surrogat zu zeichneten Personen gestattet. Die näheren Bestimmungen trifft der Schwierigkeiten machen wird. Nur muß ich den Borhalt machen, hohem Preise als Naturprodukt verkauft wird, wird der Betrug voll- Bundesrat. Auf die Inhaber von Apotheken finden diese Vordaß aus dem Antrag die Bestimmung beseitigt werde, wonach endet. Dagegen find wir immer eingetreten. Es ist unwahr, wenn schriften gegen schriftliche ärztliche Anweisungen keine Anwendung." Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 4. Mai. Opernhaus. Samson und Dalila Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Wohlthät. Frauen. Anfang 72 Uhr. Thalia- Theater Ensemble- Gastspiel des Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermans. Frosch- Emil Thomas a. G. Eisenstein- Karl Greitmann. Frank Her mann Litt. Rosalinde- Hansi Fuchsberg. Adele- Gusti Zimmermann. Orlofsky Jenny Door. Anfang 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Neues Opern Theater( Kroll). Reichshallen V Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Schiller. Der Kaufmann bon Venedig. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Fauft. Anfang 7 Uhr. Lessing. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Berliner. D'r Herr Maire. fang 72 Uhr. AnResidenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 712 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern- Theaters. Der Amerikaseppl. Anfang 8 Uhr. Westen. Das Glöckchen des Ere: miten. Anfang 72 Uhr. Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Thalia. Boccaccio. Anf. 71/2 Uhr. Central. Die Geisha. 8 Uhr. Luisen. Durchgegangene Anfang 8 Uhr. Anfang Weiber. Friedrich Wilhelmstädtisches. Stettiner Sänger. Wechselndes urtom. Programm. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Madame Mephisto. Anfang Jeden Sonntag, Dienstag und 71/2 Uhr. Carl Weik. Torquato Tasso. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Mühle im Schwarzwald. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3/2 Uhr: Dorf und Stadt. Donnerstag: Theater- Vorstellung. Ihre Familie. Boltsstück mit Gesang in 4 Atten von Stinde u. Engels. Musit v. Michaelis. Nach der Vorstellung: Metropol. Specialitätenvorstellung. Tanzkränzchen. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Geschlossen. Deutsche Reichshallen. Stettiner Gänger Konzerthallen Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen Ringfämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Unser Rhein von der Delle bis zur Mündung. Um 4 Uhr zu fleinen Preisen: Unser Rhein." Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Gastspiel: Ferdinand Bonn. Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Aften von Shakespeare. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Sonntagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Der Kaufmann von Venedig. Montagabend 8 Uhr: Faust von Goethe, der Tragödie II. Teil ( 2. Abend: Faust's Tod u. Erlösung). Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Mit vollständig neuer Ausstattung an Dekorationen, Kostümen und Requisiten. An der Spandauer Brücke 3. 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Die Kollegen werden ersucht, ihre Frauen mitzubringen. Mittwoch, den 8. Mai, abends 7 Uhr, Friedrichsbergerstraße 11: Sitzung der Vertrauensmänner. Die Mitgliedsbücher find mitzubringen. 146/6 Der Vorstand. Charlottenburg. Gr. Doppel- Konzert er feinen Gto bat, Deutscher Holzarbeiter- Berband. Entree 1 Mark ab 7 Uhr nachmittags 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Stets wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen Wochentags Vereinsbillets gültig. Tanz frei. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Sonn Die Geisha. abende für Bereine frei. Operette in 3 Atten v. Sydney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntag, den 5. Mai, 3. 626. Male: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Wohlthätigkeits- Vorstellung unter gefl. Mitwirkung der Mitglieder vom tgl. Schauspielhaus. 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Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äßenden, Ge sundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen. Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolifschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräffung eines tranchaften Zuſtandes per Zeber. Bet gänzlicher Appetitlosigkeit unter meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und nervöser Abspannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaf: losen Nächten, fiechen oft solche Kranfe langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der ge: schwächten Lebensfraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appettt, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blut: bildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche An: erkennungen und Dankschreiben beweisen dies. 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( Ohne Gewähr.) 15 35 66 298 434 70 72 505 653 755 818 90 906 76 1057 240 304[ 10 0001 420 27 503 130001 35 47 51 095 849 59 2013 140 77 241 341 44 85 87 523 30 59 705 921 11000] 3372 827 47 86 953 4139 93 283 320 676 5186 319 411 93 809 49 63 75 90 6432 503 6 651 63 704 7 16 890 97 907 7041[ 1000] 124 58 357 95 581 618( 1000) 8041 119 87 1500] 429 39 81 559 712 809 66 77 911 9208 87 99 535 84 653 57 880 944 10076 218 29 48 49 572 888 962 11189 283 323 438 82 514 665 850 911 18 58 71 12135 209 357 406 905 76 13051 55 62 256 91 648 72 723 923 14097 358 533 13000) 859 15053 112 313 405 627 16038 75 98 107 19 306 583 742 85 17022 172 214 378 428 540 635 71 93( 500) 94 785 821 54 912 18425 673 88 751 68[ 1000] 77 967 19017 294 408 48 620 31 710 55 850 64 20009 352 476 943 21308 466 873 96 22058 266 457 531 61 789 97 880 23059 77 182( 1000] 224 362 85 519 26[ 5001 32 90 716 24032 159 214 410 658 66 701 290 805 18 921 25093 217 453 84 26063 144 74 398 1000) 509 648 96 710 27013 146 54[ 3000] 218 62 392 416 546 704 54 907 67[ 1000] 68 72 28067 205 52 353 606 820 921 74 29171 367 71 438 81 567 78 83 672 715 902 16 18 30137 305 43 587 689 31020 43 67 101 10 14 233 62 304 6 35 98 674 766 82 857 87 900 3 96 32054 96 373 95 419 49 740 110003 824 79 955 33060 212 65 574 ( 30001 610 50 80 705 10 56 34121 354 531 685 812 926 60 35120[ 1000] 225 329 568 36067 316 55 91 489 067 37047 86 200 78 339 402 516 42 932 38057 116 224 49 335 84[ 1000] 95[ 600] 511 53 70[ 500] 805 905 10 81 39010 43 380 459 599 798 921 40390 412 556 607 712 925 41025 46 65 242 368 76 86 640 906 42089 114 297 329 486[ 500] 750 803 21 60 43091 310 11 20 25 519[ 500] 80 742 969 85 97 44020 110001 109 232[ 3000 360[ 1000] 87 402 18 669 700[ 3000] 17( 500] 56 61 45182 300 33 51 432 541 92 94 607 16[ 500] 701 838 952 84 87 46315 71 651 792 893 929[ 1000] 47091 191 208 385 605 45 52 760 48026 73 78 505 48 49047 55 114 71 76 589 680 776 820 82 913 50188 247 652 60 762 819 960 51098 109 62 339 418 656 761 897 52016 67 80 98 171 94 1500] 212 589 [ 1000] 649 716 818 963 53060 164 346 54[ 3000] 77 441 50 568 646 80 912 54076 101 78 377 501 601 74 755 892 997 99 55010 123 59 237 364 664 91 798 857 940 56033 243 598 818 50 909 57057 184[ 500] 225 72 699 940 58140 203 21[ 1000] 41 800 58 59218 23 334 436 704[ 10001 802 98 60049 55 208 570 627 28 808 29 58 61176 238 358 463 505 59 627 58 733 51 807 62227 505 743 802 63006 108 69 233 332 40 477 839 84 942 64064 303 36[ 10001 69 420 524 850 65007 21 212 559 86 700 807 66003 24 95 104 90 251 88 362 95 421 67087 143 77 367 526 625 852 983 68122 203 307[ 10001 55 74 501 53 90 761 818 971 74 69830 42 70027 39 67[ 1500] 275 86 326 541 779 803 30 77 71055 109 31 36 86 213 40 356 62[ 3000] 504 710[ 500] 51 72288 305 541 679 762 995 73065 220 776 836 67 74273 342 417 509 95 846 58 62 905 49 75040 54 168 510 13 35 80 608[ 500] 47 52 72 776 804 85 76185 95 349 649[ 1000] 78 750 849 77064 98 203 427 610 22.70 82 811 78003 26 83 475 844 961 79141 88 476 569 655 $ 59 778 828 60 80139 53 214 67 459 519 34 57[ 500] 629 71 751 $ 81085 121 277 310[ 500] 53 410 40 94 607 87 811 971 82005 66 91 242 46 64 341 413 77 541 48 98 891 722 83147[ 3000] 256 76 326 86 515 795 84186 272 91 97 311 71 489 591 645 746 805 97 85088 159 503 21 69 84[ 3000] 678 96 721 808 976 86307[ 1000] 615 981 87033 49 365 597 727 62 813 30 42 75 986 88347 405 649 743 887 89051 63 233 49 385 523 631 768 997 90108 19 93 229 560 739 57 892 995 91100 83 261 395 494 528[ 1000] 715 39 818 63 92006 25 75 254 329 82 420 574 642 99 984 93006 142 46 459 683 94112 74( 3000] 439 64 75 569 756[ 500] 89 803[ 5001 21 86 95131 60 70[ 10001 235 77[ 500] 356 432 47 67 96[ 3000] 570 91 762[ 5001 857 73 937 96077 181 85 222 65 463 513 52[ 1000] 82 91[ 500] 791 98 983 97152 271 473 91 591[ 500] 857 98208 691 99173 91 98 256 604 710 92 913 26 61 100024 162 95 254 335 543 604 13 56[ 3000] 713 51[ 1000] 967 93 101065 185 283 332 102117 34 76 701 805 975 103072 130 71 278 330 425 39 65 536 93 655[ 500] 734[ 5001 937 104268 433 69 92 523 669 718 859 79 88 105098 153 87 219 34 315 431 48[ 500] 68 748 881 106246 375 89 453 535 626 717 89 827 64 70 107549 67 656 709 863 903 37 108221 326 82 91 615 42 109076 135 45 62 521 66[ 10001 110124 38 256 57 318 34 462 570 93 714 36 111088 99 149 262 98 366 489 557 88 96 112268 1000] 345 84 624 33 922 57 113051 89 300 39 68 470 114069 230 447 510 46 115008 87 93 103 24 399 1500] 283[ 500] 433 602 47 48 710 31 68 808 116096| Jedes Wort: Streng feste Preise. zweireihig, hochelegante Façon in einfarbig schwarz 30, 36, 42, 48. 54, auf Seide verarbeitet 60 Mk, grau oder marengo meliert in ganz neuen Mustern 36, 42, 48 Mk. arbeitet 30 u. 40 Mk. 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Tadelloser Sitz.- Beste Verarbeitung. 131 203 1500] 27[ 1000] 564 601 779 972 117143 69 301 77 415 28 98 841 907 118078 120 75 592 655 836 119225 310 413 41 527 653 774 814 75 905 120112[ 500] 74 264 518 38 61 94 621 25 812 84 121072 113 310 504 15 711 908 122268 69 394 402 33 630 937 123125 203 303 23 483 544 48 734 75 805 12 55 953 124007 44 255 469 546 655 70[ 3000] 769 872 903 26 43 125292 350 470 552 845 126146 214 311 93 450 663 65 82 800 16[ 3000] 22 94[ 1000] 127066 204 41[ 500] 480 587 696 767 77 873 128226 72 364 629 96 800 129062 125 220 354 60 547 74 811 949 130236 83 342 434 546 602 76 131047 133 275 362 80 436 695 704 28[ 15 000] 87 879 983 84 132137 211 96 363 407 56 619 63[ 500] 133123 92 314 589 90 669 98 899[ 1000] 905 49 134062 129 58 69 88 213[ 1000] 444 72 883 939 135021 82 83 321 498 609 22 726 136103 12 201 23 46 344 64 517 888 137004 10 211 54[ 1000] 82 556 661[ 1000] 822 59 946 138170 244 301 441 530 984 139035 155[ 3000] 80 312 431 589 99 968 140060 78 122 210 329 89 471 569 92 622 50 77 855 984 141068 400 699 716 80 142002 73 168 279 427 74 502 71 833 954 143105 337 427 506 33 43 66 76 83 761 888 908 144151 530 675 98 856 72 921 25 71 145000 26 34 348 78 481 628 47 723 146051 80 422[ 30001 30 620 734 147023 60 415 23 533 45 634[ 500] 747 873 935 148135 54 73 627 [ 1000] 854[ 500] 994 149061 82 292 305 40 81 484 501 632 909[ 15 000] 25 150430 90 515 17 641 857 920[ 3000] 97 151005 180 86 396[ 1000] 853 152035 142 304 474 95 96 656 58 947 50 153072 176 264 401 23 71 520 98 661 700 54 154138 268[ 3000] 469 658 704 15 996 155036 60 206 7 621 790 156152 323 25 463 612 765 84 942 157086 135 37 49 212 309 424 90 560 712 805 973 158018 180 220 23 405 8 561 639 715 88 836 84 85 159308 420 673 885 979 160038 279 368[ 1000] 81 440 517 21 623 161008 12 460 654 64 852 162136 99 529 49 601 14 78 79 707 14 163288 316 464[ 10001 500 42 97 605 83 770[ 500] 846 93 911 31 81[ 5001 82 164049 69 149 58[ 30001 533 54 743 71 813 95 973 84 165224 872 939 166246 301 11 21 683 712 97 167038 173 417 57 562 92 724 [ 3000] 817 72 168134 229 625 91 706 44 817 909 67 169223 98 334 38 505 6 96 670 170038 308 95 487 520 171384 439 555 615 76 704 40 803 908 17 66 172017 279 435 74[ 30001 622 745 995 173051 122 209 646 74 941 174023 122 41 502 95 914 26 37[ 10001 56 58 90[ 3000] 175071 199[ 3000] 214 61 77 306 469 96 631 704 892 980 91 176188 244 399 430 75 505 6 780 902 177222 30 41 50 351 488 89 709 [ 1000] 28 39 851 178149 85 290 300 1[ 1000] 38 86 [ 1000] 413 654 867 179007 23 180 716 832 10001 80 907 180106 298 403 567[ 15 000] 70 626[ 500] 702 98 181042 210[ 3000] 368 489 537 69 91 607 45 88 837 32 191 243 60 422 92 700[ 500] 15 46 184198 227 384 978 182233 417 500 69 76 608 868 78 80 183018 427 526 617 987 185035 195 205 68 391 426 568 719 804 186086 102 318 448 702 3 812 187167 206 558 94 740 44 94 814 188231 88 313 54 78 602 732 969 189324 70 451 543 61 71 634 44 779 96 804 977 82 190024 317 504 643 846[ 3000] 191014 118 27 48 369 81 440 690[ 10001 895 931 44 192182[ 500] 205 67 379 416 47 527 842 61 193049 87 271 89 320 442 88 538 46 738 924 194149 236 73 354 411 644 904 73 195055 112 91 206 68 328 412 37 569 755 857 65 969 196140 309 38 642 95 765 866 912 197031 100 10 39 208 324 43 96 494 96 506 774 953 198044[ 1000] 102 73 318 407 583 654 59 783 869 945 62 199311 611 789 893[ 30001 907 50 130001 200190 208 360 557 610[ 1000] 742 874 985 201193 284 95 419 93 924 35 79 90 1000] 202048 226 70 301 554 698 203226 83 441 85 579 691 702 888 984 204123 91 96 521 624 75[ 5001 734 968 205067 113 229 366 [ 3000] 485[ 5001 601 23 77[ 3000] 811 206009 11 28 273 323 42 410 692 727 207033 186 229 92 440 507 684 743 208204 21 329 514 31 630 907[ 1000] 38[ 500] 209028 220 64 98 321 469 517 93 893 934 210183 214 35 321 417 580 682 710 81 211097 153 400 31 606 848 212187 370 458 609 807 8 213013 18 58 284 305 418 19 63[ 3000] 95 550 91 658 799 901 13 214159 266 99 365 490 553 681 215283 431 516 608 20 47 913 37 216085 130 278 320 85 504 600 745 906 14 20 217304 94 450 61 90 503 692 807 81 218014 58 328 69 661 81 705[ 30001 56 867 88 219102 71 92 557 85 87[ 5001 717 980 220790 895 98 221056[ 1000] 69 148 83 341 97 431 45 557 625 52 61 701 941 222038 143[ 500] 91 297 372 737 62 821 223114 369 441 715 983 224182 298 306 17 594 99 638 841 916 Jm Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne au 150 000 Mart, 2 zu 75 000 Mart, 2 zu 50 000 Mart, 4 zu 30000 Mart, 6 gu 15 000 lart, 20 au 10 000 art, 39 zu 5000 Wart, 285 ju 3000 Mart, 635 au 1000 Wart, 754 zu 500 art 12. Ziehung 4. Klasse 201. Kgl. Preuß.Lotterie. Biehung vom 3. Mai 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 236. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 52 192 330 36 43 473 513 676 99 773 83 1156 258 305[ 3000) 483 573 698 786 907 62 2009 183 265 74 506 44 68 724 1500] 822 940 3109 50 351 606 34 760 948 4281 395 415 94 580 605 780 819[ 500] 38 5209 17 23 26 88 465 725 813 76 6175 220 448 507[ 3000] 602 960 1500] 7183 408[ 500] 861 940 8063 143 85 223 96 330 48 497 570 966 9000 416 86 650[ 500] 705 63 811 954 10004 13 96 424 513 603 21 64 89 770 11097 305 13 36 94 426 77 89 518 60 662 815 924 12326 40 418 45 75 518 967[ 1000] 13000 360 73 95 577 87[ 1000) 653 980 14108 252 374 416 95 610 795 991 15194 292 308 86 89 431 72 616 794 838 52 59 16039 607 978 17031 36 89 437 79 645 710 45[ 1000] 46 51 91 826 978 18150 90 298 524 665 83 778 846 77 88 948 19154 479 521 44 77 748 57 930 81 20095 278 386 431 97 596 677 923 37 21286 324 413 735 805 6 926 22344 427 68 686 713 802 75 23162 92 274 79[ 3000] 679 799 941 56 85 24.058 233 304 26 64[ 500] 460 553 620 849[ 3000] 91[ 1000] 935 43 62 25607 26129 59 381 448 563 629 801 7 916 85 27070 76 185 296 300 17 88 537 605 841 51 919 42 28013 149 223 95 393[ 500] 480 579 602 841 957 29234 960 30035[ 1000] 184 211 378 99 452 562 78 650 79 869 31175 379 444 71 535 73 694 812 28 32131 55 241 332 573 87 633 73 81 33070 357 545 678 946 34264 423 1554 602 707 827[ 1000) 991 35178 239 377 409( 3000] 646 68 93 744 878 922[ 3000] 36001 119 78 234 90 461 95 902[ 3000] 68 85 98 37078 112[ 500] 49 230 88 96 336 413 587 638 722 806 23 76 93 38164 310[ 3000] 89 92 488 516 39 40 664 96 753 39011 65 102 23 247 66 [ 500] 69 70 364 561 643 49 746 96 934 40186 244 77 439[ 500] 94 739 989 41037 221 35 543 62 80 702 15 66 834 53 77 914 30 42087 155 217 649 82 729 41 43077[ 3000] 207 21 400 620 53 44000 [ 500] 11 61 264 330 438 65 549 724 30 84 903 90 45042 231 77 303 470 83 512 720 26 851 941 46562 624 809 47046 85 267 375 87[ 3000) 97( 500] 794 800 70 79 920 48023 142 52 395 406 28 33 619 25[ 3000] 76 754 827 38 908 49059 197 382 423 61 572 883 50036 108 330 447 84 540 87 701 10 13[ 500] 29 862 903 10 34 51170 202 81 541 67 625 83 803 952 52244 90 606 27 815 33[ 3000] 53147 89 94 250 313 84 426 549 705 33 839 903 38[ 500] 54142 314 26 41 46 98 507 687 928 55087 290 424 720 54 824 48 949 56200 35 418 58 524 641 904 57135 245 383 504 721 822 934 58018 394 576 889 947 67 59060 146 323 25 454 583 670 60013 21 73 142[ 500] 223[ 3000] 456 510 20 611 43 91 822 951 90 61024 184 295[ 3000] 414 40 578 728 826 901 49 62186 328 454 691 868 988 63005 50 85 147 201 12 26 39 548 96 893 950 69 95 64033 72 256 63 68 542 79 91 502[ 1000] 29 36 690[ 3000] 802 991 65013 158[ 3000] 345 413 53[ 10001 523 785 940 93 66153 241 331 588[ 1000] 92 603 9 67020 284 412 540 72 601 870 938 68003 277 92 436 662 65 76 87 89 718 889 970 69000 24 131 217 32 58 69 455 551 766 921 57 70055 527 664 983 71083 258 326 424 500 70 708 892 917 82034 183 232 66 92 314 517 97 642 874 918 27 66 80[ 1000] 73049 99 252 365 467 551 601 733 863 956 74319 72 512 81 737 835 75065 78 189 508 661 735 81 824 983 76058 237 302 41 59 463 833[ 3000] 968 90 77218 24 380 85 415 47 52 78077 204[ 1000] 29 41 386 605 729 79221 48 505 43 95 616 782 94 854 4 80042 559 661 747 816 26 922 81245 453 790 838 945 82067 81 172 280 318 31 411 510 626 883 83010 61 91 185 202 35 412 40 507 782 871 937 84117 261 87 392 434 693 99 857 85068 79 106[ 500] 66 396[ 5001 450 516 59 81 90 86113 68 741 87006 116 20 303 445 544 88007 215 74 383 486[ 500] 703 834 58 954 89122 99 330 542 628 74 822 40[ 1000] 971 84 90086 172 364 423[ 1000] 637 64 70[ 500] 759 862 91 967[ 1000] 91038 117 67 77 224 31 419 43 56 555 774 1500) 939 45[ 1000] 92010 34 120 343 484 86 520 760 130001 96 888 993 97 93032 156 205 92[ 5001 485 525 895 94009 70[ 1000] 108 52 262 65 648 783 935 95060 634 752 81 854 96000 100 50 313 563 637 57 65 76 821 97086 93 95 391 402 7 20 51 85 529 726 855 917 98053 116 363 407 514 24 601 867 87 99080 167 215 301 25 640 780 811 929 76[ 500] 100041 191 280 424 597 614 43 101069 595 634 ( 500] 781 862 77 912 66 102057 103 274 454 797 840 907[ 500] 103009 25 320 511 46 632 833 987[ 500] 104032 166[ 3000] 99 275 309 31 651 76 834 69 74 105110 12 76 296 318 20 29 52 551 678 755 842 914 106000 10 438 513 81 85 681 84 897 107058 70 130 13000] 305[ 1000] 77 719 964 108086 125 64 380 471 520 632 733[ 1000] 83 833 43 54 109050 242 345 83 534 60 98 841 909 62 110193 94 201 7 8 53 67 308 30 43 79 447 65 628 111127 71 207 373 410 523 68 715 87 862 980 12004 192 454 70 531 718 43 827 91 94 773 [ 3000] 5Kleine Anzeigen. 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Als sich der Vorsitzende der ersten Versammlung weigerte, auf Erfordern des Kommissars die Frauen, Lehrlinge und Schüler hinauszuweisen, wurde die Versammlung aufgelöst. Die zweite Versammlung verfiel demselben Schicksal und die dritte wurde verboten. Der Wirt wurde verhaftet und erst nach etwa einer Stunde wieder freigelassen. Diese Vorkommnisse verursachten uatürlich große Aufregung.— In P o s e n wurde das Lokal, in dem bereits 20 Versammlungen unbeanstandet stattgefunden haben, von der Polizei am 1. Mai als ungeeignet erklärt. Bayern. In München war die Beteiligung wesentlich stärker als im Vorjahr. Die Vormittagsversammlung war überfüllt und von mehr als 5000 Personen besucht. Ferner hatten die Schneider eine eigne Versammlung von 800 Personen. Abends waren die acht Parteiversammlungen sämtlich stark besucht.— In Pirmasens besuchten die Abendversammlungen 1000 Personen, in Hof 500 Personen. Aus Baden liegen nur Berichte vor von Heidelberg, F r e i b u r g und K o n st a n z. Elsaß-Lothringen. In Colmar äußerte sich in der Ver« fammlung auch der volksparteiliche Redacteur Schmidt anerkennend über die Einigkeit der Arbeiter. Ausland. Maifeier in Ungarn. Budapest, 2. Mai.(Eig. Set.) Die Arbeitsruhe wurde allgemein. Alle Fabriken, selbst die Staats- Werkstätten haben ihren Betrieb eingestellt. Kein Tageblatt erscheint am heutigen Tage, denn alle Druckereien feiern. Am Vormittag hielten sämtliche Branchen Versammlungen ab, die durchweg gut besucht waren. Uebcrall stand' die„Bedeutung des ersten Mai' auf der Tagesordnung. Am Nachmittag ver- sammelte» sich die Arbeiter auf dem Neuen Markt- Platze, von wo aus ein riesiger Zug seinen Weg durch die Straßen der Hauptstadt nahm. Weit über 20 000 Arbeiter zogen in Reih und Glied durch die Straßen. Eine imposante Demonstration, wie sie diese an Demonstrationen so reiche Stadt noch nie gesehen. Eine mächtige Klindgebung des Proletariats, das inmitten unsrer zerfahrenen Zustände wieder einmal bezeugte, daß es die einzige Schicht der Bevölkerung ist. welche sich ein festes Ziel gesteckt und auf dies Ziel ohne Wanken lossteuert. Ohne jede Störung bewegte sich die große Menschenmasse vorwärts und kam nach zwei- stündigem Marsch am Ziele, in einem großen Gartenlokal an. wo Genosse B o k ä n h i eine äußerst eindrucksvolle Rede hielt. Dann wurden Gesangs- und Dcklamations-Vorträge angehört und bis in die späte Nacht hinein vergnügten sich die Versammelten. Hier ist am Rande zu bemerken, daß eine unter dem Namen.neuorganisierte Partei" entstandene nationalistische Partei auch einen Umzug hielt, in welchem, trotz des eifrigen Reklame- machens der bürgerlichen Blätter, wohlgezählte 464 Mann unter dem stolzwehenden rot-weiß-grüncu Nationalbanner einhermarschierten, Die Finte, am 1. Mai zu feiern, um unter den Arbeiter» Ver- wirrung anzurichten, hat also an der Aufgeklärtheit der Arbeiter kläglich Schiffbruch erlitten. Aber nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in der ganzen Provinz war die Maifeier eine wahrhaft gewaltige. In allen größeren Städten Ungarns wurde die Feier durch allgemeine Arbeitsruhe, durch Versammlungen, wo dies nicht möglich war, durch kleinere Zusammenkünfte begangen. Auch die Feldarbeiter feierten überall in der Weise, wie es durch die hochlöblichen Be- Hörden ermöglicht wurde. Denn was in der einen Stadt Ungarns möglich ist, ist in der andern oft gänzlich unmöglich,— so einheitlich wird dies„tausendjährige Reich" heutzutage verwaltet. An manchen Orten veranstalteten sie Versammlungen oder Vergnügungs« abende, an andren mutzten sie aber froh sein, wenn sie vor den Argusaugen der heiligen Hermandad sich in ein Privathaus flüchten tonnten, um dort ein Hoch auf die internationale Socialdemokratie auszubringen. Die Maifeier in der Schweiz verlief nach den bisher vor- liegenden Berichten durchaus, wenigstens relativ, befriedigend. Ganz- tägige Feier, wenn auch nicht überall von der ganzen Arbeiterschaft, gab eS an zahlreichen Orten. In Zürich fanden am Vormittag vier Versammlungen statt, in deren einer es zu großer Erregung kam, da die Anwesenheit von Geheimpolizisten ent- deckt wurde, die sodann verduften mutzten. An dem Nachmittags- umzug beteiligten sich ca. 10 000 Personen, woruuter etwa 800 festlich gekleidete und geschmückte Kinder, die alS besondere Gruppe an der Spitze des Zuges marschierten. Redner waren Greulich, Lang, Professor E r i s m a n n und ein italienischer Genosse. Italienische Redner traten übrigens an den meisten größeren Orten, wo auch die Beteiligung italienischer Arbeiter eine erhebliche ist, auf. In Winterthur sprach vor 1000 Personen Wullschleger, am Abend redete derselbe Genosse in G l a r u s, in Basel vor 2000 Personen Seidel und Serati. in Bern Brüstlein. Moor und Plechanow, in Genfj Fürholz und Lergnanini, in Thalweil: Zainer, Altstetten: Dr. Brußbacher usw. Ueberall wurde gegen die sociale und politische Reaktion protestiert und die Arbeiterschaft zur Sammlung und zum Kampfe aufgefordert. Bozen sSüdtirol). Die vormittags abgehaltene VolkSversamm- lung war nicht in dem Maße wie früher zahlreich besucht. ES ist dieses der Nachwirkung der Maßregelung der im vergangenen Jahre im Streik gewesenen Bauarbeiter zuzuschreiben, die durch Nichtorganisierte ersetzt wurden. Der Besuch war jedoch immer noch ein ansehnlicher. Die Referate über die Bedeutung des 1. Mai wurden in deutscher und italienischer Sprache gehalten. Wegen Ungunst der Witterung konnte der für vormittags geplante öffentliche Umzug nicht abgehalten werden. Nachmittags heiterte sich das Wetter auf und konnte bei Hellem Sonnenschein das Maifest im großen Garten des Bozner HofeS von statten gehen. Di« Maifeier in Frankreich. Paris, 2. Mai. sTig.©er.) DieSmal wurde die Maifeier unter zahlreicherer Beteiligung be- gangen als gewöhnlich. Auch die Arbeitsruhe scheint, von Paris abgesehen, etwas ausgedehnter gewesen zu sein als sonst. Ar- beitsruhe wird gemeldet ans mehreren Kohlenrevieren, namentlich aus P a s- d e- C a l a i s und Loire; ferner feierten durch Arbeitsruhe die Hafenarbeiter von Dünkirchen, die Ar- bciter von S a i n t- Q u e n t i n, wo die neue Arbeitsbörse ein- geweiht wurde, die Kohlengräber und Bauarbeiter von Carmaux, einige Tausend Arbeiter in Lyon, sämtliche Arbeiter(am Nach- mittag) in Fourmies. Straßenumzüge fanden statt in Dünkirchcn, St. Qucntin, Lyon, Montceau- les- Mines(streikende Kohlengräber). Grenoble (streikende Maurer und Anstreicher), Fournües(jährliche Wallfahrt zu den Grübern der Mai-Opfer von 1891), Rochefort. Es kam dabei zu Zu sammenstößen mit der provokatorisch auftretenden Polizei in Grenoble, wo der socialistische Abgeordnete ZövaöS an der Spitze des Zugs marschierte, und in Rochefort. In mehreren Städten wurden noch Gewerkschafts-Abordnungen von den socialistischen Bürgermeistern und den Präfekten empfangen. In den Versammlungen wurde auch gegen den zarischen Despotismus protestiert und Synipathie-Resolutionen für die russischen revolutionären Kämpfer votiert. In Paris wurden drei große Versammlungen abgehalten, darunter eine am Nachmittag in der Arbeitsbörse' und eine vom Generalkomitee der socialistischen Partei einberufene am Abend. Die ausländischen Socialisten aller Nationen haben auf Initiative des Deutschen Lesetlubs einen Ausflug mit einer Versammlung unter freiem Himmel veranstaltet. Auch fanden Maiversammlungen russischer und polnischer Genossen statt. Die Begräbnisfeier der Genossin Paula Mink, die auf den 1. Mai anberaumt wurde, gestaltete sich zu einer ein- drucksvollen Straßenkundgebung, trotz der üblichen ordnungs- retterischen Maßnahnien der Polizei. Nur nach Beendigung der Feier, in der Nähe der„Föderierten-Mauer"jauf dem Psre-Lachaise- Kirchhof gelang es der brutal dreinfahrenden Polizei, die Ordnung zu stören. Es kam dort zu einem ziemlich heftigen Handgemenge zwischen der Polizei und einem Teile der Manifestanten, von denen fünf oder sechs Mann verhaftet, aber am Abend wieder freigelassen wurden. In Holland war die Beteiligung an der Maifeier eine sehr starke. In Amsterdam nahmen über 10 000 an dem Umzug teil; die Abend-Versammlungen waren überfüllt. Aus Russisch- Polen erhalten wir vom Vorstande der Social- demokratischen Partei Polens und Littauens den folgenden Bericht: Die Vorbereitungen zur Maifeier waren vom 21. April an im vollen Gange. Von der Socialdemokratischen Partei Polens und Littauens sind Mainummern der Revue:„Przeglyd Eobotniczy", Flugblätter und Einladungen zu einer Straßenversammlung am Sonntag, den 23. April, in der Marschalkowskastratze massenhaft unter den Arbeitern verteilt worden. Am 28. April versammelten sich um 6 Uhr abends in Warschau die Arbeiter in der Nähe des Wiener Bahnhofs auf der Marschalkowskastraße und unter Absingung des revolutionären Arbeiterlieds„Cerwany Sztandar" zogen nahezu IS 000 Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum„Sächsischen Garten", wo sie ruhig auseinandergingen. Während dieser Demonstration hat die Polizei 20 bis 25 Mann ver- haftet, dabei kam es an einzelnen Orten zu einem Handgemenge zwischen Arbeitern und Schutzleuten. Um 8 Uhr abends sammelten sich auf der Korolewskastraße Tauseiide von Arbeitern an. die Arbeiterlieder sangen und einmütig mit lauter Stimme riefen:„Nieder mit dem Zarismus I Es lebe die Verfassung I" Ansammlungen von Arbeiter» fanden an verschiedenen Orten statt, jedoch wurden einzelne Gruppen durch Kosaken verhindert, zu einander zu stoßen. In verschiedenen Teilen der Stadt haben Verhaftungen von Arbeitern stattgefunden. Bis v Uhr abends ertönten fast in der ganzen Stadt von Arbeiter- gruppen ausgestoßene Rufe:„Nieder mit dem Zarismus!"„Es lebe die Konstitution!" Wider den Arzneiwucher! An die werkthätige Bevölkerung Berlins und insbesondere an die der reichsgesetzlichen Krankenversicherung unterstehenden Schichten wenden sich durch uns die Berliner Krankenkassen und ersuchen um nachdrückliche Unterstützung in dem unvermeidbar gewordenen Kampfe gegen die Ausbeutung durch die Berliner Apotheker. Seit langem schon sind die Kassenvorstände davon überzeugt, daß die Krankenkassen und in ihnen die minder bemittelten Schichten der Bevölkerung für ihren Arzneibedarf höhere Preise bezahlen müssen, als dies selbst die bcstsituierten Privatkunden der Apotheker thun. Diese Ueberzeugung ist zur Gewißheit geworden durch Unter- suchungen, die in einer Reihe von Städten— u. a. auch in Berlin— angestellt wurden. Es wurden dieselben Apothekerwaren sowohl privatim als auf Kassenrezept entnommen, und dabei ergab sich, daß durchweg den Kassen höhere Preise angerechnet wurden. In Berlin z. B. kosteten 80 verschiedene Mittel, auf Kassenrezept bezogen, 40,ö7 M., dagegen, privatim entnommen, nur 24,20 M., also wenig mehr, als die Hälfte. Diese schon dem einfachen Billigkeits- gefühl hohnsprechende Ueberteuerung durch die Apotheker'findet statt, obwohl an sich schon durch die Krankenversicherung den Apothekern geradezu Millionengeschenke in den Schoß geworfen werden. Die höchsten Arzneikosten hatten dabei von Anfang an die Berliner Krankenkassen. Denn es entfielen auf den Kopf des Ver- sicherten an Kosten für„Arznei und sonstige Heilmittel" im Jahre 1886 im Reich 1,64 M., in Berlin 2,16 M. „ 1898„„ 2.61 ,..... 3,43, Im Jahre 1899— dem letzten Berichtsjahr— haben sich die Arzneikosten in Berlin weiter auf 3,77 M. erhöht. Daß dieses Verhältnis ein unhaltbares sei, und daß unter allen Umständen auch die Berliner Krankenkassen einen Rezepwr-Rabatt fordern und im Notfalle sich erkämpfen müßten, darüber herrschte in den vielen Kassenvertreter-Versammlungen, die von der unter- zeichneten Ccntralkommission einberufen wurden, nur eine Stimme. Man konnte sich dabei noch auf zwei sehr gewichtige Zeugnisse stützen: Der königlich preußische Regierungspräsident deS RegierungS- bezirks Arnsberg hatte in einer Verfügung vom November 1900 einen Rezeptur-Rabatt von 10 bis 16 Proz.„mit Rücksicht auf die erheblichen Gewinne, welche die Apotheken aus dem Massenverbrauch der Krankenkassen erzielen", für angemessen bezeichnet, und der Apothekenbesitzer Steinmetz hatte auf dem Hannoverschen Kranken- lassen- Tage sogar erklärt, daß er einen Rezeptur- Rabatt von 26 Proz. für angemessen erachte! Diese Forderung des Rezeptur-RabattS wurde danim auch von der unterzeichneten �.Central-Kommission der Krankenkassen Berlins" bei den Verhandlungen mit den Apothekern in den Vordergrund gestellt. Mit nichtigen Gründen und zuletzt mit offenem Hohn wurde diese unsere Forderung abgewiesen, und der ganze Verlauf der Ver- Handlungen ließ keinen Zweifel darüber, daß auf ein freiwilliges Entgegenkommen der Apotheker, auf die Gewährung greifbarer Vor- teile die Kassen nicht zu rechnen haben würden. Unter diesen Um- ständen beschloß am 28. März eine zahlreich besuchte Versammlung von Kassenvorständen und Verwaltungsbeamten, die Verhandlungen abzubrechen und zu versuchen, ob durch Kampf daS zu erreichen sei, was gutwillig die Apotheker nicht gewähren wollen. Zu diesem Zwecke soll die Lieferung aller derjenigen Droguen, Verbandstoffe, Weine usw., deren Verkauf freigegeben ist, künftig ausschließlich den Droguengeschäften übertragen werden. Mit diesen ist bereits eine Preisliste vereinbart, deren Preise sehr erheblich hinter denen der Apotheker zurückbleiben. Dabei ver- pflichten sich die Droguisten, die Waren m gleicher Güte zu liefern. wie die Apotheker, und sie unterstellen sich deshalb— neben der amtlichen Kontrolle, der sie ebenso, wie die Apotheker, unter- liegen— noch einer besonderen Kontrolle durch eine Kommission, welche zu gleichen Teilen von den Kassenvorständen und vom Vor- stände der Droguisten-Jnnung gewählt wird. Zur Lieferung der eigentlichen„Apothekerwaren"— derjenigen Mittel, deren Verkauf den Apotheken gesetzlich vorbehalten ist— sollen künftig nicht mehr alle Apotheken, sondern nur 60— 60 über Berlin verteilte zugelassen werden. So hoffen wir, den Wider- stand der Ausgeschlossenen zu brechen, und damit den Ring zu sprengen, den die Apotheker geschlossen haben, um die berechtigten Forderungen der Krankenkassen abweisen zu können. Zu der oft bewiesenen Opferfähigkeit der arbeitenden Be« völkerung Berlins, zu den Arbeitern, Handwerkern, Kaufleuten usw.. haben wir das Vertrauen, daß sie die Krankenkassen in dem ihnen aufgedrängten Kampfe werkthätig unterstützen und darum die ge- ringen Unbequemlichkeiten bereitwillig ertragen werden, die der Kampf notwendigerweise im Gefolge haben mutz. Namentlich wird jedes Krankenkenkassen- Mitglied sich sagen:„Deine Sache steht auf dem Spiel, Dir fällt der Siegespreis ebenso zu, wie im Fall der Niederlage Du die Kriegs'kosten zu tragen hast." Jeder Pfennig Nachlatz, den im Fall ihrer Niederlage die Apotheker gewähren, kommt den Kassenmitgliedern durch Herabsetzung der Beiträge oder durch Erhöhung der Leistungen zu gute. Gelingt es, den unverhältnisniäßig großen Arznei-Aufivand zu beschränken, dann wird es eher möglich sein, das bisher völlig unzureichende Kranken- gcld— zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!— aufzu- bessern; Milch, Bäder, Nährmittel, Landaufenthalt, bei vielen Kassen bisher unerschwingliche Leistungen, werden in viel weiterem Umfange als bisher gewährt werden können! Darum lasse sich niemand die kleine Unbequemlichkeit verdrießen, die er durch den weiteren Weg zur Apotheke oder die gleichzeitige Inanspruchnahme von Apotheke und Droguenhandlung hat. Niemand lasse sich auch durch die Ausstreuungen der Apotheken beirren, daß in den Droguen- geschäften minderwertige Ware feilgehalten werde, oder daß die frei- gegebenen Droguen weniger wirksame Heilmittel seien, als die dem Apotheker vorbehaltenen.' Nicht der Preis der Ware entscheidet über! die Heilwirkung, nicht der Ort, wo sie verkaust wird, und dem Pflicht« gemäße» Ermessen des Arztes wird auch künftig die Auswahl der Medikamente, die er im betreffenden Fall für geeignet hält, über- lassen bleiben. Darum glauben wir also auf eine eifrige Unterstützung dev� Kassenmitglie'der rechnen zu können. Wir hoffen weiter, daß diese- Unterstützung uns auch insofern gewährt Ivird, als die Kassenmitglieder- auch den Arzneibedarf ihrer Familie thunlichst in der Weise decken- werden, wie es vom 1. Mai ab für die Mitglieder fast aller größeren Kassen Vorschrift sein ivird. Auch für ihre Familien werden hoffentlich die Kassenmitglieder die freigegebenen Droguen aus Droguengeschäften und nur die unbedingt den Apotheken vor- behaltenen aus diesen beziehen. Jeder Arzt in Berlin und Umgegend! erhält von uns ein Verzeichnis, aus welchem die freigegebeuen'Mittel! zu ersehen sind; bei der Erteilung der Verordnung kann daher. gleichzeitig die Frage beantwortet werden, ob das betreffende Mittel- in Droguengeschäften erhältlich ist oder nicht. Weiler aber bitten! wir, auch für den Familienbedarf die Apotheken in Anspruch zu- nehmen, die zur Kasieulieferung zugelassen sind.- Werden die Krankenkassen m ihrem Vorgehen von der Be-- völkerung kraftvoll und einsichtig unterstützt, dann ist ein schneller; Sieg nicht zweifelhaft. Schon jetzt haben wir sichere Zeichen dafür.- daß die Reihen der Apotheker wanken. Darum, je einheitlicher und! energischer von uns vorgegangen wird, je eifriger die Bevölkerung- uns unterstützt, um so kürzer der Kampf, um so schneller der Sieg l Die Central-Kommission der Kraukenkassen Berlins und der Vororte. Ein Verzeichnis der zur Kasieulieferung zugelassenen Apotheken und der Droguengeschäfte erhalten die Kassenmitglieder im Bureau ihrer Kasse oder bei ihren Arbeitgebern. Berliner Partei-Angelegenheiten. Johannisthal. Heute abend 8l/s Uhr hält der Wahlverein bei Rau, Parkstraße 16, seine Mitgliederversammlung ab. Rechtsanwalt Fränkl spricht über das Bürgerliche Gesetzbuch. Gäste sind will- kommen. Weißensce. Montag, den 6. Mai, pünktlich abends 8 Uhr: Recitations-Abend im Schloß Weißensee. Vortragender: Schauspieler Emil W a l k o t t e, über:„Barthel Turaser". Billets sind an den bekannten Stellen zu haben. Zehlendorf. Sonutagnachmittag pünktlich 4 Uhr findet die Versammlung des Wahlvereins bei Hellenbrandt statt. Vortrag des Genossen Dr. Borchardt über:„Die Ziele der Socialdemo- kratie". Neue Mitglieder werden aufgenommen. Uoksiles. In Bande»!. Warum werden socialdemokratische Preßsünder niemals zu Festungsstrafe verurteilt? Bei bürgerlichen Majestätsbelcidigcrn ist es fast die Regel, daß sie nach Magdeburg, Graudenz oder Weichsel- münde kommen, während dem Socialdemokraten mit tödlicher Sicher- heit Plötzensee beschieden ist. Die Lösung der gestellten Frage ist sozusagen ahnungslos einem bürgerlichen Schriftsteller gelungen, der über seine Erlebnisse auf Festung vor einigen Tagen ein recht interessantes Büchlein herausgegeben hat. Unfern Lesern wird es noch im Gedächtnis sein, daß der Redacteur des«Ulk". Herr Siegmar Mehring, am 3. Januar 1900 einer infamen Denunziation der„Germania" zufolge zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Diese Strafe ist im Gnadentvege in drei Monate Festung umgewandelt worden, deren Verbüßung der Preßverbrecher zwar launig, aber doch in der Meinung, ein nennenswertes Märthrertum durchgemacht zu haben, in seinem bei Rosenbaum u. Hart erschienenen Büchlein„Em Herbst auf Festung" schildert. Ihr schlagt den Leib in Bande, Doch nimmermehr den Geist. DaS find die ersten Worte des Tagebuches. Untersuchen wir die„Bande" auf Grund der Aufzeichnungen, die Herr Mehring gewissenhaft niedergeschrieben hat. Beim Antritt der Strafe zeigt ein Sergeant„mit angenehm berührender Höflichkeit" dem Gefangenen zwei Zimmer zur Auswahl, die unter andren Möbeln Waschtisch, Kommode, Kleiderschrank und Schreibtisch bergen. Der Gefangene ist begeistert von dem prächtige» Fernblick auf das offene Meer und die Weichsel. Selbstbeköstigung ist Voraussetzung, es giebt bei dem ersten Mittagessen, daS gemeinsam von den Gefangenen eingenommen wird, Rcissuppe, Gänse- braten und Pflaumen für billiges Geld. Weiter schreibt Herr Mehring: Die Lebensweise ist durchaus zwanglos. Die Haus- ordnung wird milde gchandhabt. Ich spaziere und arbeite nach meinem Belieben. Urlaub— als gefangener Preßsünder!— bekommentlich wöchentlich nur einmal auf fünf Stunden. Der Gefangene teilt, um launig zu zeigen, daß das FestungS« leben auch Schattenseiten habe, einiges aus den Instruktionen mit: Unmäßiger Genuß geistiger Getrcku-te, hohes Kartenspiel. sowie jedes Hazardspiel sind untersagt.... Der Besuch von Damen wird nur in Begleitung von Herren gestattet..... 4 Noch einige? über die leiblichen Entbehrungen auf Festung: Am 30. September erhält Herr Mehring von der Schwieger- mutier ein Paket mit Aepfeln, Wurst. Rebhühnern. Thee und Zucker. Am 2. Oktober trifft ein Teppich ein. den er sich hat nachsenden lassen. Am 6. Oktober haben die Gefangenen einen Bierabend. ES werden 19 Liter Münchener vertilgt. Am 6. Oktober treffen von einer Verwandten Pomeranzen und Kuchen ein. Am 8. kommen Frau und Schwägerin zu Besuch. Gemeinschaftlicher Spaziergang in Danzig. Herrliche Dampferfahrt. Am 11. Oktober wiederholte Klage, daß eS Sonntags immer Gänsebraten gebe. Vom 13. Oktober heißt es im Tagebuch: Gestern abend ging's wieder mal hoch her. Der Kausmann von Neufahrwasser hatte ein paar Achtel echten Münchener Biers aufgelegt und uns, seine Mitgefangenen. und einen ganzen Verein aus Neufahrwassers Bürgerschaft eingeladen.... Als die Fässer leer waren, folgte„hiesiges", dann Schnaps, dann Rotwein und wer weiß, was sonst noch für unkontrollierbare Getränke. Am 16. Oktober Straßenbummel in Bedenklicher Anfang. Ueber einen Selbstmordversuch am och 3eitstage meldet der Polizeibericht: Weil er sich am Hochzeitstage mit seiner Frau erzürnt hatte, sprang ein junger Beamter von der Kurfürstenbrücke in die Spree, rief aber um Hilfe und wurde von einem Schußmann mit dem Rettungsball wieder herausgezogen. D お Theater. 0 Danzig. An einem späteren Tage Champagnerbowle zum| Strich darüberfuhr. Herr Löwh war empört, als er diese Metamorphose die Steuern, welche die brei Städte für die Mitbenutzung der EinAbschied. So geht's weiter in dem neuesten Tagebuch eines Ge- fah, und da er den Miffethäter nicht gleich entdecken konnte, veranlaßte richtungen für Jrrenpflege, Zwangserziehung usw. an die Provinz fangenen. er ein förmliches hochnotpeinliches Strafverfahren, welches den zahlen müssen, in keinem Verhältnis zu dem Werte stehen, den diese Solchem Martyrium halte man das Leben eines social- Wizbold, der sich so an seiner Kopfbedeckung versündigt hatte, Einrichtungen für die drei Städte haben. Der Gesezentwurf solle demokratischen Strafgefangenen gegenüber. Elende, un gestern wegen Sachbeschädigung vor das Schöffengericht ferner auch auf die übrigen mit Berlin zusammenhängenden Ortgenügende Beföftigung. Die eine der fieben christlichen Kardinal führte. Und so hat denn dieses Kleine Intermezzo, welches durch schaften ausgedehnt werden. tugenden, Gefangene zu speisen, ist in preußischen Gefängnissen Aufbügeln des Hutes völlig aus der Welt geschafft wäre, zu einer schlimmste Sünde; mit peinlicher Gewissenhaftigkeit wird darauf regelrechten Gerichtsverhandlung mit Verhör des Missethäters und Hoch der erste Mai! Diese Aufschrift trug eine vier Meter geachtet, daß dem Verbrecher mur ja tein Stückchen Wurst oder sonst Beugenvernehmung geführt. Herr Löwh erreichte aber sein Biel lange und zwei Meter breite rote Fahne, welche am Morgen ein Nahrungsmittel, bas seine Sträfte heben könnte, von seinen Lieben nicht: der Gerichtshof sah den Scherz des Angeklagten nicht für eine höne weide luftig vom Telephondraht herabflatterte. Nachdem bes Arbeiter Feiertages in der Siemensstraße zu Oberzugesteckt werde. Der Besuch von Angehörigen ist bei guter strafbare Handlung an, um so weniger, als gar nicht feststehe, in Schöne weide luftig vom Telephondraht herabflatterte. Nachdem Sunderte von Arbeitern das Schmudstück in Augenschein genommen Führung monatlich einmal gestattet; die Unterhaltung wird welchem Zustand sich der Hut seiner Beit befunden habe. Im Hunderte von Arbeitern das Schmuckstück in Augenschein genommen genau von den Aufsehern kontrolliert. Spaziergang täglich eine übrigen bedauerte der Gerichtshof, daß er seine Zeit an eine solche hatten, erschien eine Abteilung Soldaten, welche in der Gegend Der von Ober- Schöneweide eine lebung zu machen hatten. Stunde im Bärenzwinger. Ueberhaupt, quälend strenge Disciplin. Lappalie verschwenden mußte. Beschäftigung in vielen Fällen: Wollezupfen, Dütenkleben und andre Offizier, welcher die Truppe führte, machte sich eigenhändig geiststärkende Arbeiten. Jugendliche Deserteure. Einen sonderbaren Anblick boten ans Wert, um die rote Fahne herabzunehmen, doch war die Arbeit Deutscher Mann, preise die preußische Staatsraison und die gestern nachmittag drei Zöglinge des großen Militärwaifen vergeblich, so daß das Militär schließlich weiter marschierte. Eine höhere Einsicht der Gerichte. Sie wissen, warum sie Socialdemo- auses in Potsdam, Bürschchen im Alter von 10 bis 12 Jahren, halbe Stunde später fab der erste Polizeibeamte unfres fraten ins Gefängnis steden. Denn würde ein solcher Preßsünder welche ohne Stopfbedeckung von einem Gendarm von Bornim nach Nachbarorts das rote Feldzeichen. Doch auch diesem Herru gelang einmal auf Feftung geschickt worden sein, er majestäts Potsdam transportiert wurden. Sie waren am Dienstagabend gegen es bei aller Anstrengung nicht, die Fahne zu entfernen. Endlich beleidigte fo viel, daß er überhaupt nicht wieder und hatten sich die Nacht über in den neuen Anlagen aufgehalten. Beamten mit einer langen Stange daher, und vermöge dieses 9 Uhr durch Uebersteigen des Thors in der Lindenstraße ausgerückt jedoch kam ein ordnungsstützender Staatsbürger auf Geheiß des herunter käme. Morgens uni 3 Uhr fauften sie sich in Bornim für 5 Pf. Semmeln, Apparats war es nach einigen Mühen möglich, die Fahne herunter Die Berliner Ferienkolonien and die fie unter fich verteilten. Giner flidte während dessen seine Hofe, zu reißen und somit die Ordnung wieder ins Geleise zu bringen. welche er sich beim Uebertlettern geriffen hatte. Dann wanderten fie befinden sich wieder einmal in einer Notlage. Es fehlt am Un burch Bornim nach Nedlitz; der fleinste Ausreißer fiel dabei in einen Ein falscher Raffierer hat die Korbwaren Händlerin Auguste entbehrlichsten am Geld! Daran laboriert das Unternehmen Baffergraben und büßte einen Stiefel ein, welcher im Morast stecken Die Frau hatte vor einigen Tagen eine Rechnung über 69,50 2. Mein aus der Berlinerstr. 131 zu Charlottenburg geschädigt. zwar dauernd die Mittel müssen größenteils durch milde Bei blieb und mußte nun in einem Stiefel und in einem Strumpfe für Geheimrat Slaby im Geschäftslotal in einen Tischtaften gelegt. fräge aufgebracht werden, was immer nur mit vieler Mühe ge- weiter wandern. Gegen Mittag langten sie wieder in Bornim an, Da sie sie gestern nicht wiederfand, schrieb sie eine neue aus und lingt- aber diesmal ist der Geldmangel besonders beschmukt, zerrissen, halb verhungert. Mitleidige Menschen gaben groß. Noch sind die Ausgaben des vorigen Jahrs bei weitem nicht ihnen Speise und Krank und ließen sie ausruhen, worauf sie der legte diese vor. Aber es war ihr schon ein Kassierer zuvorgekommen. gedeckt, und doch muß bereits wieder mit den Vorbereitungen Gendarm wieder dem Waisenhause zuführte. Ein unbekannter Mann hatte ihr die erste Rechnung aus dem zu den neuen Arbeiten und neuen Ausgaben begonnen Tischkasten genommen und den Betrag eingezogen. Der Mann ist werden, die der diesjährige Sommer bringen wird. An den AnschlagArbeiterrifiko. Im Betrieb der Maschinenfabrik von 2.20 bis 22 Jahre alt und mittelgroß, hat blondes, furzgeschorenes, fäulen hängt wieder der bekannte Aufruf, der das wohl Schwarztopff in der Scheringstraße ist gestern nachmittag hochstehendes Haar und ein bartloses Geficht und trägt ein dunkles thätige Berlin um Beiträge bittet. Eine den Zeitungen zugesandte 4/2 Uhr der Arbeiter Knobbe schwer verunglückt. Als ein Roll- Jackett und grauweiß gesprenkelte Beinkleider. Der QuittungsNotiz weist noch besonders darauf hin, daß der Vorstand des wagen mit Roheisen in den Hof geschoben werden follte, fiel infolge vermerk ist zierlich geschrieben. Vereins der Berliner Ferienkolonien, wenn die Mittel nicht einer Erschütterung ein Teil des Eisens dem am Wagen beschäftigten reichlicher eingehen, sich wird entschließen müssen, Arbeiter auf den Rücken, so daß Knobbe schwere Quetschungen davon- Verschwundene Leiche. Aus der Havel bei Weinmeisterhorn noch mehr der dringenden Fälle abzuweisen." trug. Er wurde in einem Tragforb nach dem Krankenhause gebracht. war durch Fischer der Leichnam eines Kindes gelandet worden. Das Auch wir wünschen, daß das nicht notwendig wird. Wir halten es Der Verunglückte ist Vater von vier Kindern. zuständige Gericht Spandau wurde benachrichtigt, und eine Ges aber für unsre Pflicht, bei dieser Gelegenheit wiederum darauf hin richtskommission sollte sich zur Abhaltung der Leichenschau an den Fundort begeben. Bevor die Kommission aber die Reise nach Wein zuweisen, daß das ganze Unternehmen gegenüber dem fortgesetzt meisterhorn antrat, langte an Gerichtsstelle die Meldung an, daß die wachsenden Bedürfnis nicht mehr bedeutet als ein Tropfen, Leiche, die man am Ufer ohne Aufsicht hatte liegen lassen, verder auf einen heißen Stein fällt, und daß selbst diese geringfügige Hilfe auf die Dauer nicht wird geleistet schwunden sei; ihr Verbleib ist vollkommen unbekannt. werden können, wenn nicht endlich die Gemeinde nachdrüd lich eingreift. Der Vorstand des Vereins flagt, daß in diesem Jahre die Zahl der ausgesendeten Kinder zum erstenmale nach Grabes hat der„ fidele Gottfried", der 82 Jahre alte Hausverwalter Selbstmord eines Zweiundachtzigjährigen. Am Rande des 21jähriger Wirksamkeit" wahrscheinlich nicht zus, fondern abnehmen werde. Er übersieht dabei, daß die Zahl schon einmal, nämlich von und Bförtner Gottfried Wende vom Michaelfirchplatz 9 Hand an 1896 zu 1897, zurückgegangen ist( von 8251 auf 8229), und daß im sich gelegt. Wende hatte früher in der Oranienstraße ein GrünframVerhältnis zur Zahl der in Betracht kommenden Kinder schon viel geschäft. Vor zwölf Jahren gab er es auf, wurde Dienstmann und Opernhaus. Donnerstag ging das mit Spannung und bereits früher wenn nicht von einem Rückschritt, so doch von einem Still 80g nach dem Michaelfirchplah 9, wo er die Hausverwaltung über- in einem gewissen Vorgefühl von Enttäuschung erwartete„ Aschenit and gesprochen werden mußte. Schon nachdem im Jahre 1893 die nahm. In der ganzen Nachbarschaft war der Alte bekannt und brödel", Ballett in brei Aufzügen von Johann Strauß nach Jubelzahl 3000 erreicht worden war, fonnte von keinem Fortschritt wegen seines Humors beliebt; seine Kollegen von der roten Mütze einem Vorwurf von A. Kollmann und. Regel, in Scene. mehr die Rede sein. Von 1893 bis 1900 stieg die Zahl der aus- nannten ihn nur den fidelen Gottfried. Erst mit 82 Jahren, am Die musikalische Einrichtung dessen, was der Stomponist bruchstüd gefendeten Kinder nur noch von 3000 auf 3681. Es geht der Ferien-. Oftober v. 3., gab er seinen Dienstmannsposten auf und be- weise hinterlassen hatte, hat Herr Josef Beyer mit Sichers folonie eben nicht anders als den meisten andren Veranstaltungen schäftigte sich zu Hause im Verein mit seiner 79jährigen Frau mit heit durchgeführt. Der Gesamteindrud war nicht gerade großzügig; der Wohlthätigkeit. Ueber eine gewisse Höhe fommen Stuhlflechten. Bor vierzehn Tagen befiel ihn ein Rückenmarks- und doch muß man anerkennen, welche Selbstverlengnung und flie mit ihren Leistungen nicht hinaus. Ist diese leiden. Nun war seine Lebenslust bahin. Borgestern erhängte er welches Können zu einer solchen fefundären Leiftung gehört. erreicht, dam hilft teine noch so rege Propaganda mehr, fein sich, nachdem seine Frau zum Einkaufen weggegangen war. Das Ballett enthält drei Aufzüge, jeder derselben verschiedene Bilder. Hinweis auf die Größe des inavischen immer weiter wachsenden Die Einleitung zeigte, daß unsre Ahnung nicht unbegründet war. Die Berliner Rettungsgesellschaft wird auf der Inter- Abgesehen von recht hübschen Walzer- und Boltamelodien, die nur Bedürfnisses. Das wiffen die Leiter der wohlthätigen Vereine nationalen Ausstellung für Feuerschuß- und Feuerrettungswesen allzu oft wiederkehren, taucht nichts auf, was durch Originalität, natürlich ebenso gut wie wir. Aber dafür, daß die Aufgaben, zu Berlin 1901" ihre Centrale sowie eine Wusterwache mit Neben- befondere Einfälle oder Ausdrucksfähigkeit der Melodien überraschte. deren Erfüllung ihre Kräfte nicht ausreichen, von der Gemeinde räumen in einer transportablen Doeckerschen Barade zur Ansicht Man hörte das, was man an Johann Straußfonst, aber nicht übernommen und ausgeführt werden für diese Forderung find fie bringen. Bei dieser Gelegenheit macht die Gesellschaft weiter diesmal, als sein Bestes trotzdem nicht zu haben. Das wäre ja der Anfang vom socialistischen darauf aufmerksam, daß fie in ihren Stationen Unbemittelten jeber der Tanzrhythmen. tennt: Flottheit und Lieblichkeit Sonst aber, Zukunftsstaat!" wo HS von der Bühne zeit unentgeltlich Hilfe leistet. her etwas zum inneren Erleben dargeboten wird, versagte das Unfall zweier Monteure. Auf dem Neubau der Disconto- Können feines musikalischen Ausdrucks. Im I. Aft sehen In der geftrigen Magiftrat& fitung wurde beschlossen, mit gesellschaft an der Ecke der Behren- und Charlottenstraße waren zwei wir das Atelier Leontinens( Fri. Spiering), in welchem Bugder Gemeinde Niederschönhausen einen ähnlichen Vertrag aus Magdeburg eigens berufene Monteure Paul W. und Wilhelm W. macherinnen thätig sind. Madame Leontine ist die Stiefmutter des wegen der Erlaubnis zur Legung von Druckrohren für die Wasser= thätig. Sie hatten heute ihre Arbeiten vollendet und waren eben armen Aschenbrödels Grete( Frl. dell'Era) und die Mutter der leitung und Kanalisation durch ihr Gelände zu schließen, im Begriff, mit ihrem Werkkasten das Gerüst zu verlassen, als dieses Fauchon( Frt. Urbansta) und der Yvette( Frl. Kierschner). wie solcher mit der Gemeinde Tempelhof abgeschloffen ist. Es wird zusammenbrach und beide Männer aus einer Höhe von fünf Meter Der erlösende Brinz, Chef eines Warenhauses, ist Gustav( Serr dadurch ermöglicht, nunmehr mit dem Bau des Nadialsystems XI in den Kellerraum stürzten. Der eine Monteur erlitt eine Gehirn 8orn). Der goldne Schuh und die Tauben sind natürlich eine baldigst vorzugehen und dadurch die Bebauung eines großen erschütterung und mußte nach der Unfallstation in der Kronenstraße Hauptfache. Der erste Aft war in jeder Hinsicht bis zum Laubentanz Teils des Nordens ernstlich in Angriff zu nehmen. Die Stadt Berlin verpflichtet sich nach dem Vertrage, die Abwässer der Gemeinde geschafft werden, während der andre Verunglückte mit nicht erheb ber dell' Era recht mati; dieser aber ganz allerliebst, besonders aus drucksvoll die Pantomime. Im zweiten Aufzug finden wir Fauchon, Niederschönhausen auf 10 Jahre toftenlos in die Entwässerungs- lichen Contusionen davon kam. Yvette und zuletzt das Aschenbrödel auf einem Maskenball, den der anlagen der Berliner Kanalisation aufzunehmen. Nach Ablauf dieser Ein Zusammenstoß der elektrischen Bahn Hafenheide- Brinz veranstaltet. Hier gesteht er dem Aschenbrödel seine Liebe. Beit foll aber an die Gemeinde Berlin ein Beitrag in Höhe der Müllerstraße mit einem Müllwagen der Wirtschafts- Genossenschaft Göttin Flora( Frl.Lucia) in einem prächtig ausgestatteten BlumenSelbstkosten der Stadt gezahlt werden. Berliner Grundbefizer fand am Donnerstagmorgen an der scharfen wagen erscheint. Dann folgen ein Konfettioneusenwalzer, eine Kurve an der Ecke Köpenickerstraße und Engelufer statt. Die Deichsel Quadrille der Fauchon und der Yvette und ein Aschenbrödelwalzer. In der geheimen Sihung der Stadtverordneten des Müllwagens durchbohrte den Straßenbahnwagen und drang in Alle Darsteller thaten ihr Bestes zum guten Gelingen. Der dritte Versammlung wurde über die Beratung des Ausschusses zur Vor- das Innere desselben ein. Der Insassen bemächtigte sich eine wahre Aufzug spielt wieder in Leontinens Atelier. beratung der Wahl eines Stadtschulrats für das höhere Banik. Mehrere Personen wurden ohnmächtig. Eines der Pferde einen goldenen Schuh verloren, ist heimgekehrt und findet städtische Schulwesen an Stelle des ausgeschiedenen Geheimen des Müllwagens erlitt schwere Verlegungen, am Kopfe, namentlich alles durch ihre Tauben in Ordnung gebracht. Regierungsrats Professor Dr. Fürstenau berichtet und beschlossen, an den Augen. Sie schläft die Stelle mit einer 14 tägigen Meldefrist auszuschreiben und das ein; wunderschöne Traumbilder ziehen an ihr vorüber. Sie Gehalt auf 12 000 M. nach dem Beschluß des Ausschusses festzusetzen. Die Ausstellung moderner Kunststickereien, angefertigt mit fieht sich in der Kirche als Braut Gustavs. In diesen Traumbildern Ferner beschäftigte sich die Versammlung mit der späteren ber einfachen Singer- Nähmaschine, welche die Firma Singer u. Co., ist die Ausstattung geradezu traumhaft schön; dieser Glanz an Benfionierung und Relittenversorgung des Stadt- Schulrats Nähmaschinen- Aktiengesellschaft, in ihrem neu angetauften Geschäfts- Farben, die malerischen Arrangements, diese ebenso schönen, wie Dr. Gerstenberg sowie mit der Festsetzung von Grundsägen haus, Leipzigerstr. 92, gegenwärtig veranstaltet, hat in allen Be- finnig simvollen Kostüme waren in der That berauschend. Die für die Pensionierung und Reliktenversorgung von befoldeten völkerungstreifen so außerordentlichen Beifall gefunden, daß sich die Aufnahme war eine recht freundliche. Magistratsmitgliedern. Die Versammlung war damit ein- Firma entschlossen hat, die aus Hunderten von Gegenständen be verstanden, daß dem Stadt- Schulrat Gerstenberg für den Fall stehende Ausstellung der allgemeinen Besichtigung noch einige Tage feiner Bersetzung in den Ruhestand die Pension, die er als Real- länger zugänglich zu halten, und findet der Schluß definitiv am gymnasial- Direttor erdient hat, so lange gewährt wird, bis er als 8. Mai abends statt. Stadt- Schulrat den Anspruch auf ein gleich hohes oder höheres Ruhegehalt erworben hat und daß die ihm hiernach zustehende abend, noch einmal eine Nachmittags- Borstellung des dekorativen Aus Pension auch der Berechnung der Reliftenansprüche zu Grunde gelegt ftattungs- Vortrags ,, Unser Rhein, eine Wanderung von der Quelle bis zur wird, und erklärt ihren Beschluß vom 14. März cr. durch die gegen Mündung" zu einen Preisen statt. Abends wird derselbe Vortrag im wärtige Beschlußfassung für erledigt. Bei der Beratung dieser An- Theater wiederholt, während im Hörsaal Herr Franz Görke seinen mit zahl gelegenheit ist es wünschenswert erschienen, die Pensionsverhältnisse reichen der schönsten Projektionsbildern ausgeschmüdten Vortrag, Charakter: Was das Warum des relativ geringen Widerstands anlangt, auf der befoldeten Magistratsmitglieder grundsäglich zu regeln. Die bilder aus der Mart" wiederholen wird. das die Bestrebungen der russischen Frauen nach höherer Bildung und Versammlung erklärte sich damit einverstanden, mit dem Magiftrat Im Metropol- Theater ist das Operetten- Ensemble auf Reisen Berufsthätigkeit gestoßen find, so habe ich nicht gesagt, daß die in gemischter Deputation darüber zu beraten, ob es sich empfiehlt, gegangen und giebt zur Zeit in Hannover eine Gastrolle. Das wirtschaftliche Stellung der Frau in Rußland nie so rechtlos war, die Grundsäge für die Pensionierung und Relittenversorgung der Theater wird daher jetzt völlig von Artisten beherrscht, welche in wie die der westeuropäischen Frauen". Ich habe vielmehr eine ganze befoldeten Magiftratsmitglieder für die Zukunft allgemein festzu- seltener Vielseitigkeit auftreten. Unter diesen Künstlern ragt eine Reihe von Gründen dafür angeführt, darunter auch die bessere stellen und bei der Ausschreibung solcher Stellen bekannt zu machen. montenegrinische Truppe hervor, die beimatliche Gefänge rechtliche Stellung des weiblichen Geschlechts in Rußland, wo Die Frequenz im städtischen Familien Obdach betrug am und Tänze zum besten giebt; wie der nähere, so ist auch der ferufte die Ehefrau das Verfügungsrecht über ihr Bermögen behält and Orient durch eine japanische Afrobatengesellschaft vertreten. Bu bie 3. Mai 129 Familien, 29 Männer, 105 Frauen und 237 Kinder, zu nennen wäre gleichfalls die Armenierin Woronstaja, die sich durch dem Grundbesiger genießt. Diese beffere rechtliche Stellung Grundbefizerin in der Gemeinde gleiches Recht mit fammen 371 Personen, sowie 26 Einzelpersonen. Der Besuch hat ihre Kangkunft verdienten Beifall erwirbt. Eine feltene Darbietung der Frau hiernach wesentlich abgenommen und man hofft, daß er in ber ist die Pantomime„ Die Siong", ein echt amerikanisches bem Bericht scheint, als Folge des längeren Fortbestands der Familie habe ich jedoch keineswegs, wie es nach nächsten Beit noch weiter sinken wird. Auch im nächtlichen Obdach Spektakelstid, in der der Leiter der Truppe, Herr Charles Laury, als einer naturalwirtschaftenden Einheit aufgefaßt, sondern durch ist der Besuch in der Abnahme begriffen. Am Freitag früh wurden fich mit schauerlich- schönem Realismus als Affe produziert, nur noch 880 Männer und 106 Frauen, zusammen 986 Personen be andre geschichtliche Verhältnisse erklärt. herbergt, zu denen noch 14 Familien, aus ebenso viel Frauen mit Was die Nückwirkung der Aufhebung der Leibeigenschaft auf den 31 Kindern bestehend, kommen, die vorübergehend die Erlaubnis raschen Sieg der Frauenforderungen anbetrifft, so legte ich dar, daß = X Aschenbrödel, die 199 Im Theater der Urania in der Taubenfiraße findet heute, Sonn Die Frauen Rußlands im Freiheitskampf. usdage Aus den Nachbarorten. e. B. Der unter obigem Titel in Nr. 96 des Vorwärts" veröffent lichte Bericht vom 23. April giebt meine Ausführungen zu ver schiedenen wesentlichen Punkten nicht richtig wieder und macht deshalb eine Storrektur nötig. zum Aufenthalt ohne Verpflegung erhalten haben. Bemerkenswert Aus Rigdorf. In den Rollbergen verunglüdt find diese Reform wohl dem Großadel ansehnliche Vorteile brachte, dazahl( 114) feine Familienoberhäupter haben, die für fie forgen, und der Reuterstraße hatten sich die drei Knaben eine auberthalb Meter führte. ist die Thatsache, daß die 143 obdachlosen Familien in der Mehr- gestern nachmittag drei Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. An gegen zum Zusammenbruch vieler mittel- und Kleinadeliger Existenzen daß 24 ohne Mutter find. Von den im nächtlichen Obdach be- tiefe Erdhöhle gebaut, in welche sie hineinkrochen. Kaum waren ste bringen der Frauen in die höheren Berufe im allgemeinen ohne Daß die Welt der ruffischen Studenten und Gelehrten dem Einherbergten Personen wurden heute 32 der Polizei vorgeführt und 7 drin, so brach das Erdreich über ihnen zusammen und Konturrenzneid gegenübersteht, erklärte ich wesentlich mit als eine Krankenhäusern überwiesen. In der Krantenstation des Obdachs begrub site. Straßenpassanten, welche das Unglüid gesehen, machten Folge des Mangels an gebildeten Kräften, so daß die Frau nicht als waren 69 geschlechtskranke Männer und 168 Frauen untergebracht. fich sofort an die Rettung der Kinder, die nach vieler Mühe auch Konkurrentin, geschweige denn als Schmugtonkurrentin auftritt, viel Schön ist ein Cylinderhut, wenn man ihn besigen thut. gelang. Die angestellten Wiederbelebungsversuche waren bei allen Der Besitz einer solchen Angströhre" scheint den Stadtreifenden Kindern von Erfolg gekrönt und find augenscheinlich weitere Nach mehr als willkommene Mitarbeiterin, Löwh aber doch mit etwas zu großem Stolze erfüllt zu haben, denn teile für die Kinder nicht zu befürchten. als er gestern einen etwas schäbigen Cylinderhut als Corpus delicti In der Angelegenheit der Schaffung eines neuen Oberauf den Tisch des Hauses im Schöffengericht niederfeste, trug er präsidiums für Berlin und die drei Städte Charlottenburg, große Gereiztheit und Aufgeregtheit zur Schau. Here Löwn ift Schöneberg und Migdorf wollen die beiden städtischen Körper Stadtreifender für Tabat und besuchte als solcher ein hiesiges schaften von Schöneberg in einer gemeinsamen Petition beim größeres Geschäft. Eines Tags hatte er feinen Cylinderhut, der Minister des Innern dahin vorstellig werden, daß, wenn das neue verregnet und verstaubt gewesen sein soll, auf den Ladentisch gestellt. Gesetz in Kraft tritt, Schöneberg mit den beiden andren Städten dort erblickte ihn ein Angestellter und machte sich den Scherz, ihm aus dem Kommunalverband der Provinz Branden einen Trauerrand zu geben, indem er mit der Hand gegen den burg ausscheidet. Begründet wird die Petition dadurch, daß Das Aufkommen der socialrevolutionären Betvegung in Ruß land, welche die philosophische Strömung des Nihilismus ablöfte, habe ich nicht, wie der Bericht annehmen läßt, lediglich aus dem Umstand bergeleitet, daß je mehr die Gebildeten den Drnd des Barismus empfanden, desto mehr bei ihnen das Mitgefühl für die Leiden der unteren Bollsschichten erwachte." Ich habe darauf hingewiesen, daß die Aufhebung der Leibeigenschaft und der empors trebende Kapitalismus zahlreiche tief einschneidende wirtschaftliche und sociale Umwälzungen bebingte, welche socialrevolutionäre Strömungen nach sich ziehen mußten. Ich hob ferner den ungeheuer " großen Einfluß hervor, den unter diesen Umständen givet epochemamende Werke auf den revolutionären Sturm und Drang der studierenden Jugend ausgeübt haben: Was thun?" Tschernischewski und die„ Historischen Briefe" von Lawroff. Ebenso die Wirkung der Berührung der russischen Intelligenz" im Auslande mit der westeuropäischen Arbeiterbewegung, ihrer Litteratur 22. 2c. " Klara Bettin, Partei- Nachrichten. " " Gerichts- Betfung. " Im Militärbefreiung8 Prozeß zu Elberfeld wurde gestern früh die Beweisaufnahme geschlossen. Sodann begannen die Plaidoyers. Der erste Staatsanwalt Dr. Jonen hielt die Anklage in vollem Umfange aufrecht. Der mitangeklagte Arzt Dr. Schimmel ist Donnerstagabend aus der Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem die militärärztlichen Sachverständigen dem Angeklagten ein überaus günstiges Leumundszeugnis gegeben hatten. Im Revisionsprozeß gegen den Inseraten agenten Wolff und die unverehelichte Saul erkannte das Reichsgericht gestern auf Verwerfung der Revision. Derlammlungen. Aus der Frauenbewegung. wiederholt Dienste als Krankenpflegerin Krankenpflegerin geleistet hatte und hierfür nicht nur ausreichend bezahlt worden war, sondern Bürgerliche Frauenrechtlerinnen in Norwegen. Dem auch mancherlei Wohlthaten genossen hatte. Als Dank hatte die Storthing liegt ein Antrag vor auf Einführung des allgemeinen Beklagte dann die Familie des Herrn B. und ihn selbst in der unkommunalen Wahlrechts für Männer vor. 609 weibliche erhörtesten Weise verklatscht und Dinge von ihnen erzählt, die sich Steuerzahler", Mitglieder des Landes Frauenstimmrechts nicht wiedergeben lassen. Herr B. hat es schließlich vorgezogen, Nicht nur den Ruffinnen, allen Russen überhaupt wurde durch Vereins", haben nun einen scharfen Protest gegen jede seine Wohnung nach einer andern Gegend zu verlegen. Der Gerichtseinen Utas der Regierung 1873 verboten, in Zürich zu studieren. weitere Ausdehnung des Männer- Stimmrechts, hof war der Ansicht, daß das von überaus niedriger Gesinnung Die bedeutende Agitatorin der propagandistischen Periode, fo lange nicht den Frauen das Stimmrecht zu zeugende Verhalten der Beklagten nur mit einer Freiheitsstrafe zu deren Wirken ich kurz schilderte, heißt Sophie Bardina. gestanden ist", eingelegt. Zur Begründung ihres Protestes ahnden sei und erkannte auf fechs Wochen Gefängnis. Ich habe keineswegs, wie man nach dem Bericht vermuten führen sie nicht etwa an, daß sie den Männern geistig gleichwertig Könnte, die Auffassung ausgesprochen, daß die neuerlichen Manifesta- wären oder die gleichen Menschenrechte verlangten, oder gesellschaftlich tionen der russischen Studenten eine neue Periode des Terrorismus nützliche Arbeit verrichteten, sondern einzig und allein die Einkommen einleiten. Wohl aber warf ich die folgenden Fragen auf: Leiten die und Vermögen, die sie versteuern. Daß die proletarischen Frauen Märzmanifestationen vielleicht eine neue Periode des Terrorismus nichts von diesen Damen zu erwarten haben, ist selbstverständlich. ein und wird die gegenwärtige Bewegung resultatlos in sich zusammenbrechen?"" Ich fürchte weder das eine noch das andre", erklärte ich nachdrücklich und begründete diese meine Ansicht mit einem lleberblick über Die seit 1878 wesentlich veränderte Situation, insbesondre aber mit dem Vorhandensein einer revolutionären Klasse, des Proletariats, unter dem sich die Anfänge der Schulung und Organisation eines flaffen- Abermals ist ein ehrenhafter Arbeiter in einer 2ohn. bewußten Lebens zeigen, das zum Stampfe für politische Freiheiten streitigkeit einer unehrenhaften Handlung für schuldig befunden drängt. Ich charakterisierte im Anschluß an die ein- worden. Zwischen den Schneidermeistern in Karlsruhe i. B. schlägigen Ausführungen das sehr hohe und dauernde und den Gesellen ist ein Lohntarif vereinbart, wonach u. a. für eine Verdienst, das sich die russische Socialdemokratie Weste 12 M. zu zahlen find. Der Schneidermeister Kobar gab eines und die an der Spize ihre Führer Plechanoff, Agelrod Tags seinem Gesellen Johann Fröba mit einer zu nähenden Weste und Wera Sassulitsch unmittelbar und mittelbar einen Beitel, auf welchem 10 M." stand. Fröba sagte nichts, radierte durch die socialistische Erziehung der Intelligenz" um die Schulung vielmehr die 10 aus und schrieb dafür 12 hin. Bei der Lohnzahlung zeigte des russischen Proletariats erworben hat. er den Bettel der Meisterin und bekam von ihr 12 M. Den Bettel Eine Vertrauensmänner- Versammlung des Holzarbeiter Ich habe nicht behauptet, daß die Russinnen den deutschen vernichtete er später. Das Landgericht Karlsruhe hat am 7. März Verbands fand am 2. Mai im Gewerkschaftshause statt. Ma a s Frauen die Universitäten geöffnet haben. Ich stellte dagegen die Fröba wegen Urkundenfälschung zu einer Woche Ge- berichtete über die Beteiligung der Holzarbeiter an der Maifeier. Thatsache fest, daß die Russinnen den Frauen die Bulaffung zufängnis verurteilt. Im Urteile heißt es: Der Lohntarif ist Nach der Bahl der verausgabten Marten und der Höhe des Eintrittsvielen westeuropäischen Universitäten( Frankreich, Schweiz) errungen zwar zwischen Meistern und Gesellen für Karlsruhe festgestellt, aber gelds haben an der Vormittags- Versammlung in der Neuen Welt haben. Des weiteren hob ich einen Umstand als bedeutsam er legt den Meistern nur eine moralische, teine rechtliche Ber- 14 000 bis 15 000 Personen teilgenommen. Obgleich die Freie für die Frauenbewegung hervor. Die russischen Revolutionärinnen pflichtung auf, sich danach zu richten. Will der Gefelle die Vereinigung der Holzindustriellen beschlossen hatte, alle Arbeiter zu haben den Beweis erbracht, daß die schwache Frau" zu einem Arbeit nicht zu den vom Meister angebotenen Preisen machen, so entlassen, die am 1. Mai nicht nach der Werkstatt kommen, ist die starten Menschen werden und die höchsten Bürgertugenden üben kann. muß er sie ablehnen. Demgemäß hat das Gericht angenommen, Beteiligung an der Vormittags- Bersammlung stärker gewesen, wie int Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen graben aus dem grauen Alter- daß Fröba widerrechtlich die Zahl geändert und sich einen Vorjahre. Der Beschluß hat die Holzarbeiter nicht abschrecken können; tum jede irgendwie hervorragende Frau aus, um diesen Nachweis zu höheren Lohn verschafft hat. Sobar ist als Lohndrücker im Gegenteil hat er in mehreren Werkstätten in der Weise gewirkt, erbringen. An dem Martyrium und Heldentum der russischen Re- betanut. Die geschäftliche Trene hätte verlangt, daß er an daß die Gesellen infolge dieser Androhung zu der Einsicht tamen, volutionärinnen, die nicht für Damenrechte, sondern für das All- den einmal angenommenen Tarif sich hielt." In feiner nun haben sie erst recht die Pflicht, durch Arbeitsruhe den 1. Mai gemeinwohl kämpfen, gehen ste stumm vorüber. Revision fuchte der Angeklagte darzulegen, daß er sich zu feiern. Am 2. Mai meldeten sich 2922 ausgesperrte Mitglieder Nachdem Maaß die Namen der ausStuttgart, den 29. April 1901. feinen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschafft habe, tveil aus 179 Betrieben. Kobar eine lebhafte verlesen, den Tarif anerkannt hatte. entspann sich Das Reichsgericht sperrenden Firmen Mehrere Vertrauensleute rieten von einer Untererkannte jedoch in der gestrigen Verhandlung auf Verwerfung Diskussion. der Revision, da das Urteil einen Rechtsirrtum nicht erkennen lasse stügung der Entlassenen ab, um die Mittel der Organisation Von einer Antwort auf Ein für die maßgebenden Rechtsanschauungen überaus charakte- für ernstere Differenzen bereit zu haben. moristisches Urteil. das Vorgehen der Unternehmer nahm die Versammlung Abstand. Jedoch wurde die Verwaltung beauftragt, gegen einzelne Werkstätten, Ist die Bezeichnung Privatdocent ein Titel? Diese für in welchen fich weitere Differenzen entwideln, die erforderlichen Ein Jubiläum fonnte am 1. Mai die Hamburger Buch die Universitäten hochwichtige Frage hatte das kammergericht Schritte einzuleiten. Am Montag, den 6. Mai, hat sich jeder Arbeiter bruderei und Verlagsanstalt Auer u. Go. feiern; zu entscheiden. Welche Bedeutung man der Entscheidung beimißt, feinem Meister zur Verfügung zu stellen. Wer seine Rechte auf andas Unternehmen besteht an diesem Tage fünfundzwanzig Jahre. geht daraus hervor, daß die Ober- Staatsanwaltschaft von nicht gefangene Accordarbeit geltend machen will, soll vorher dem Am 1. Mai 1876 trat die Genoffenschafts- Buchdruderei ins Leben, weniger als vier wissenschaftlichen Autoritäten Gutachten eingeholt Arbeitgeber mitteilen, daß er bereit ist, seine Arbeit softellen. fertig zu Die Unterstützung wurde auf Während der Verhandlung weilte Ober Staatsanwalt fort gegründet von einer Anzahl opferwilliger Genoffen zu dem Haupt- hat. zwed, eine socialdemokratische Zeitung für die Elbstädte Hamburg- Dr. Wachler im Saal. Der Sachverhalt ist kurz der, daß sich der 2,50 W. pro Tag für verheiratete und 2 M. für ledige MitAltona herauszugeben. ES war das Hamburg= Altonaer Repetitor Dr. juris Mommsen, der privatim Studenten zum glieder festgesetzt. Arbeitslose Mitglieder, die sich vor dem 1. Mai Volksblatt", der Vorgänger des„ Hamburger Echo". Mit Examen vorbereitet, auf seinen Visitenkarten Privatdocent genannt auf dem Bureau gemeldet haben und regelmäßig zur Kontrolle einem Bersonal von 22 Mann begann das Unternehmen, bat. Er hielt sich dazu berechtigt, weil er privat dociere". M. erschienen sind, erhalten dieselbe Unterstützung für 8 Tage. welches jetzt die zehnfache Personenzahl beschäftigt. Statt wurde wegen unbefugter Beilegung eines Titels auf Grund des Zehlendorf. Am 21. April fand in Zehlendorf eine Protests der einen Doppelschnellpresse und der Schnellpreise, die damals das 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs zu einer Geldstrafe verurteilt. Der versammlung gegen den Brotwucher statt. Diefelbe war sehr stark hauptsächlichste Inventar bilden, find jetzt 8willings- Rotations Angellogte legte Revision ein und bestritt, daß er sich strafbar ge- besucht. Nach einem Referat des Genossen Heimann Berlin maschinen und eine ganze Anzahl der modernsten Schnellpreffen macht habe. Das Wort„ Privatdocent" sei gar fein Titel, wurde die Berliner Resolution einstimmig angenommen. beschäftigt, die gewaltige Drudarbeit zu erledigen, welche nicht nur fondern nur die Bezeichnung einer wissenschaft. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Nigdorf. Brit. die Tageszeitung Hamburger Echo", sondern auch die verlichen Thätigteit. Der Vertreter der Ober- Staatsanwaltschaft schiedenen Fachblätter, Broschüren, Werte und sonstigen Aufträge gab in langer Rede die Ansichten der gehörten Professoren wieder Sonntag, den 5. Mai, nachmittags 1 Uhr, im Apollo- Theater, Hermannftraße 48-50: Vereinsversammlung. Tagesordnung; Geschäftliches. erfordern. Im Vergleich zu dem jetzigen Umfang des Etablissements, und kam zu dem Schluß, daß die Privatdocenten an den Universitäten Bereinsangelegenheiten. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. das eins der größten seiner Art ist, nimmt sich die ursprüng- zwar keine Beamten seien, fich aber in einer beamtenähnlichen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. Mai, vormittags 812 Uhr, liche Genossenschafts- Buchdruckerei sehr bescheiden aus; und doch Stellung befünden und daß ihre Bezeichnung als Privatdocent einen in der Aula per 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: hat sich trop der Ungunft der Zeiten aus ihr das jetzt blühende und Titel darstelle, den andre sich nicht beilegen dürften. Bersammlung: Freireligiöse Borlesung. Um 103, 11hr vormittags ebens gedeihende Geschäft entwickelt, dank der Standhaftigkeit und Opfer Der Straffenat des de ammergerichts verwarf die Revision daselbst: Vortrag des Frl. Iba Altmann:„ Geistige Waffen in Frankwilligkeit der Arbeiter. Mit Genugtbuung können diefe, aber auch des Angeklagten mit folgender Begründung: Der§ 360 Nr. 8 dest: Bortrag des Frl. Iba Altmann:„ Geistige Waffen in FrankVor- und Nachspiel auf dem Bariser Mustel- Harmonium. die Leiter und Mitarbeiter des Geschäfts auf das erste Vierteljahr Strafgesetzbuchs sei ohne Rechtsirrtum angewandt worden. M. Habe Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. hundert seines Bestehens zurückblicken. Der zähen Ausdauer wurde sich strafbar gemacht, indem er sich auf der Visitenkarte Privat ihr Lohn. Als das Socialistengesetz fluchwürdigen Angedenkens mit docent genannt habe, denn die Bezeichnung sei ein staatlicher feinen Schlägen tam und auch die Genossenschaftsdruckerei Tite I. Zu den Titeln gehörten nicht nur die von Staatswegen in dieser Form zu Grunde gehen mußte, da sprang Genosse verliehenen Bezeichnungen, sondern auch die Bezeichn11111gne Diez, der jetzige Reichstags- Abgeordnete für den zweiten Ham einer vom Staate geschaffenen Stellung. Eine solche burger Wahlkreis, mutig in die Bresche, übernahm die Leitung des vom Staate geschaffene Stellung nehme aber der Privatdocent ein, Geschäfts als der Form nach Privatunternehmer und führte Er gehöre dem Zehrkörper der Üniversität an, halte unter Autorität es in so umsichtiger Weise, daß es zusehends gedich. Da brach des Staats Vorlesungen in einem Staatsinstitut und seine Testate abermals ein Ungewitter herein; Genosse Dies wurde als gemein hätten öffentliche Beweiskraft. Auch unterlägen die Privatdocenten gefährlich" aus der Freien und Hansestadt" ausgewiesen. Doch dem Disciplinarverfahren gemäß dem Gesetz von 1898( lex Arons). wieder fanden sich die richtigen Männer, die entschlossen, das Demnach habe sich der Angeklagte eines Titels, des Titels Steuer packten und das Schifflein durch Stürme und klippen Privatdocent", unrechtmäßig bedient. brachten, bis mit dem Fall des Socialistengesetzes ruhigere Beiten eintraten Abermals wechselte die Firma; die Genossen Eine Privatklage der Gräfin v. Schlieben gev. Hartog, Auer, Bebel, Förster und Singer übernahmen im Auftrage der die f. 3. das Unglüd hatte, in die bekannte Brandstiftungsaffaire Hamburg Altonaer Genossen die Druckerei, welche sich fräftig ent- verwickelt zu werden, beschäftigte gestern das hiesige Schöffengericht. widelt hat und nunmehr auf eignem Grund und Boden in stattlichen Die Klage richtete sich gegen die Schulvorsteherin Frl. Klockow zu Fünf Ochsen sind zwischen den Stationen Groß- Behnik un Räumen die Förderung des Umsturzes" sich angelegen fein läßt. Charlottenburg und war dazu angestrengt, um den Verbreiter eines Rathenow( Strecke Berlin- Stendal) während der Fahrt aus dem Vom Vorstand der ehemaligen Genossenschaft zählt jegt noch Genojie Gerichts zu ermitteln, welches behauptete, daß die schwer Wagen gesprungen; zwei davon wurden vom Zuge überfahren und Ignaz Auer zu den Firmeninhabern. Das ursprüngliche geprüfte Dame fich f. 3. fälschlich als Frau v. Schlieben getötet, die drei andren Tiere werden noch vermißt. Die Tiere da fie mit bem Bersonal wird jetzt noch durch den Genossen August Günther bezeichnet habe, Grafen v. Schlieben wurden in einem unbedeckten Güterwagen transportiert. repräsentiert, Ser zugleich mit dem Geschäft sein Jubiläum feierte gar nicht verheiratet sei. Die Privatklägerin hatte sich noch vor der Brandstiftungsaffaire, in welcher fie bekanntlich von und in entsprechender Form geehrt wurde. Eine Explosion fand gestern abend in Köln in dem Geschäft den Geschworenen freigesprochen wurde, zur Aufnahme in den für Jagdausrüstungen von Clever an der Burgmauer, in nächster Berliner Frauen- Klub 1900" gemeldet. Die Privatbeklagte gehörte Nähe des Doms, durch im Steller lagernde Patronen statt. Ein zu dem aus fünf Damen bestehenden Aufnahme- Ausschuß und hielt Büchsenmacher wurde lebensgefährlich verlegt. Zwei Lehrjungen erfich für verpflichtet, behufs Anstellung weiterer Recherchen des ihr zu Ohren gekommenen Gerüchts Erivähnung zu thun, wonach die Be Feuersbrünste. Eine große Feuersbrunst wütet in dem werberin gar nicht verheiratet sein solle. Es sind denn Moselorte Merl, der die Feuerwehr nicht Herr wird. Bis gestern auch Recherchen Recherchen eingeleitet eingeleitet worden, die gut einem Ermittag find 18 Säufer, Ställe, Semisen 2c, niedergebrannt. In gebnis nicht führten; da sich die Entscheidung über den talien ist in Vigevano die Strickwarenfabrik von Luigi Gallo, Aufnahme- Antrag auffallend verzögerte, fab fich Frau von wie der„ Einkäufer" meldet, gänzlich niedergebrannt; der Schaden Grund Schlieben, die den nicht lannte, beranlaßt. ihre beträgt 400 000 2ire. 300 Arbeiter sind brotlos. Anmeldung zurückzuziehen. Durch irgend eine Indiskretion tam später zu ihrer Kenntnis, daß Fräulein R. im Aufnahme- Der Blik schlug während eines gestern nachmittag über Wien Ausschuß jenes Gerücht mitgeteilt habe und ihr Ehemann strengte und Umgegend niedergegangenen Gewitters in Floridsdorf in ein die Beleidigungstlage auf Grund des§ 187 des Straf Gesetzbuchs Haus ein und verwundete eine aus sechs Personen bestehende Familie an und machte geltend, daß durch jenes jeder Unterlage völlig auf das schwerste. Parteipreffe. Der Genoffe August Rash, bisher Redacteur des Lübeder Parteiblatts, ist mit dem 1. Mai in die Redaktion des Harburger Boltsblatts" eingetreten. An seine Stelle tritt Genosse Stelling aus Hamburg. In Odessa( Nußland) ist die erste Nummer der focialdemotratischen Zeitschrift, Rabotsheje Slowo" erschienen. Polizeiliches, Gerichtliches usw. straplodomlik 17 " e Vermischtes. Ein blutiges Ehedrama hat sich in dem Dorfe Weißapt bei Betschau abgespielt. Der Arbeiter Krüger hat seine Frau, mit ber er noch nicht ein Jahr verheiratet war, durch zwei Revolverschüſſe getötet und sich selbst dann zwei allerdings nur leichte Echußverletzungen beigebracht. Der Mörder behauptet, er habe im Einverständnis mit seiner Frau gehandelt; die bis jetzt ermittelten näheren Umstände lassen aber darauf schließen, daß er seine Frau aus dem Wege räumen wollte und sich selbst nur verwundet habe, um den Anschein des beiderseitigen Einverständnisses zu erwecken. litten Brandwunden. Der fogenannte ,, Schanksperren- Brozeß gegen den ver antwortlichen Redacteur der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- 3tg.", Gen. Bredenbed, stand am 30. April vor dem Dort munder Landgericht zur Verhandlung. In genanntem Blatt war eine Reihe Artikel erschienen, in denen Stellung genommen wurde entbehrende Gerücht seine Gattin in ihrer Ehre schwer gefränft zu den im dortigen Bezirk von den Behörden so viel geübten worden sei. Graf v. Schlieben betundete gestern vor Gericht, Einen netten ,, Aprilscherz" aus dem Gebiete der sonst so Schaufsperren". Diese Sperre trifft fast ausschließlich folche Wirte, baß dies Gerücht in weite Streise gedrungen fei, ja jogar bis nach ernsten Jurisprudenz bringt Geh. Justizrat H. Meyer in der von die ihre Lokale der Arbeiterpartei zur Verfügung stellen, fie werden Sannover, wohin feine Gattin litterarische Beziehungen habe. Er Dr. Hs. Th. Soergel, Freilaßuig, herausgegebenen Zeitschrift„ Das in der Regel verhängt im Interesse der Ruhe und Ordnung". In babe leider das Unglüd, einen Namensvetter zu befizen, der die Recht"( Helwingsche Verlagsbuchhandlung, Hannover): Es heißt den Artikeln war gesagt, daß die Schantsperre aus politischen Gründen Gerichte mehrfach beschäftigt habe und dessen Ehefrau, die seiner da unter andrem: Breslau, am 1. April 1901. Im Konzertverhängt werde. Dadurch fühlten sich vom hiesigen Orchesterverein ein neues beleidigt. Das Urteil lautete auf drei mbetreffenden Beamten Beit auch eine Zeitung redigierte, zum Unglüd auch noch einen hause wurde heute Monate Gefängnis; ganz ähnlichen Batersnamen wie seine eigne Gattin habe Stück aufgeführt:" Das Bürgerliche Gesetzbuch, synfonische der Staatsanwalt hatte 1 Jahr und 1 Monat beantragt. nämlich Hartung( statt Sartog). Daraus ergäben sich Dichtung von A. Scherzky", ein glänzender Beweis, daß die höchst unangenehme Verwechselungen. Durch die gerichtliche Ber- Musit bestimmte Gedanken, ja Worte auszudrücken im stande Die Introduktion beginnt handlung wurde vollständig aufgeklärt, daß die Brivatbeflagte that ist. Die beginnt mit einem wilden, den fächlich durch britte Personen von jenem Gerücht Stunde erhalten und bisherigen Rechtszustand schildernden Allegro. 80 Violinen, deren es für ihre Pflicht gehalten hatte, dem Aufnahme- Ausschuß hiervon jede eine andre Melodie spielt, geben ein treues Bild der verschiedenen Mitteilung zu machen. Unter diesen Umständen verglichen sich die ehelichen Güterrechte. Mitten in dies Chaos ertönt pianissimo ein Parteien dahin: Fräulein Klodom sprach ihr Bedauern darüber aus, stlarinettensolo, welches deutlich sagt: 3ur Kompetenz des Reichs Die Aufhebung der Nachtarbeit im Bäckergewerbe befür- daß jenes gänzlich unbegründete Gerücht bestanden hatte, während gehört das B. G. B." Das ist Miquels Antrag", flüsterte bei worten bie gewiß nicht umstürzlerischen"" Grenzboten"; fie schreiben: die Klägerin anerkannte, daß Fräulein K. nicht wider befferes der Aufführung einer dem andren zu. Doch wilder Wider.... Die bestehende Bäckereiverordnung fann nur als ein erster Wiffen gehandelt habe. Die Kosten des Verfahrens übernahmen die spruch aller Instrumente folgt, namentlich machen die Baufen Schritt angesehen werden. Statt zurüdzuweichen, muß der Staat Parteien je zur Hälfte. einen sehr energischen Lärm. Doch stets Tauter und dringender weitergehen: die Nachtarbeit in den Bäckereien muß ertönt das Klarinettensolo, dann fällt ein Instrument nach dem gänzlich verboten werden. Daß das hochgeneigte Publikum Eine empfindliche Strafe verhängte gestern die 141. Ab- andren ein, und schließlich stimmt das ganze Orchester in die Melodie zum Frühstücstaffee frischgebackene Semmeln bekomme, ist ganz und teilung des Schöffengerichts über die Krankenpflegerin Karoline ein Zur Kompetenz des Reichs gehört das B. G.-B." Die num gar nicht notwendig; unbedingt notwendig aber ist es, daß ein Meier, welche von dem Kaufmann B. wegen verleumderischer Be folgende ruhige Arbeit der Redaktoren deutet der Komponist finnig Staat, der auf den Namen eines Kulturstaats Anspruch erhebt, leidigung zur Verantwortung gezogen worden war. Die Verhand- durch 20 Tatte Pause an. Dann jetzt ein wundervolles Quintett und der jetzt schon sogar die Tierquälerei bestraft, jede in seinem lung, an der viele Zeugen geladen waren, fand unter Ausschluß ein, die Beratungen der Kommission schildernd. Die Führung der Bereich vorkommende unwürdige Massenmenschenschinderei ver- der Deffentlichkeit statt. Aus der Urteilsverkündigung Melodie übernimmt meistens die erste Violine, in der G. Bland hindere." ging hervor, daß die Beklagte in der Familie des Klägers gar nicht zu verkennen ist... Laut ertönt die Melodie aus dem " Baciales. " Freischüt": Werft das Scheusal in die Wolfsschlucht", mit dem deutlich verständlichen Nachsatz:„ Es ist nicht deutsch und nicht social!" " " Briefkasten der Redaktion. V Unfallrenten vom Reichskanzler oder der Höheren Verwaltungsbehörde feft. gesezten Jahres- Arbeitsverdienftes, 4. für die in der Land- und Forstwirts Man sieht ordentlich den Gierke leibhaftig vor sich! Rührend Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) fchaft beschäftigten Personen, falls sie nicht zu den unter Nr. 1 aufgeführten bittet die erste Bioline mit Glucks Orpheus: Erbarmt, er- anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die legte Kategorien gehören: der für sie von der höheren Verwaltungsbarmt euch mein". Ein donnerndes„ Mein" segen die Bässe und Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant behörde festgesetzte durchschnittliche Jahres- Arbeitsverdienst. 5. Für Bauten entgegen. Allmählich aber beruhigt sich der Aufruhr der wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Lehrer und Erzieher, falls nicht ein Jahres- Arbeitsverdienst von Ist mehr als 1150 m. nachgewiesen wird, 850 bis 1150 M. Instrumente. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, im Voraus für Wochen, Monate, Vierteljahre Der ganze Entwurf des B. G. B. zieht in Tonwellen vor dem Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. oder Jahre eine feste bare Vergütung vereinbart entzückten Ohre vorüber. Zunächst ein Largo, der allgemeine Teil, Bei Anfragen juristischer Art ist es praktisch, 8eit sparend und und ist diese höher als der nach diesen Regeln dann ein Allegro mit der Grundmelodie„ Ein Heller und ein Bazen barum fehr zu empfehlen, wenn man adressiert: Redaktion des„ Vorwärts", maßgebende Durchschnittsbetrag, so ist diese Ver: die waren beide mein", das Recht der Schuldverhältnisse, ein Andante Juristischer Briefkasten, Beuthstr. 2, Hof II. gütung, also der wirkliche Arbeitsverdienst, zu Grunde schildert das Sachenrecht, ein Scherzo im Anklang an das Duett aus v. III. b. Hahn. II. Wahlkreis: Paul Scholz, Fidicinstraße 35, IV. Sandlungsgehilfen von Erheblichkeit. Statt der hiernach zu verwendenden Ziffer F. M. 1. I. Wahlkreis: Christ. Bohn, Kanonierstr. 35 zu legen. Das ist für viele gewerblichen Arbeiter, Werkmeister und der Zauberflöte„ Bei Männern, welche Liebe fühlen", das Familien- III. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7 v. IV. recht. Ein ernst gehaltener Trauermarsch leitet zu dem Finale( Erb- Robert Wengels, Gr. Frankfurterstr. 133 H. part. IV. Wahlkreis: Marken können Marken einer höheren Lohnklasse verwendet werden, wenn V. Wahlkreis: Arbeitgeber und Arbeiter hierüber einverstanden sind. Auch wenn kein Einrecht) hin. Die etwas fugenartig behandelte Haftung der Erben für Jacob Reul, Barnimstraße 42. Niederbarnim: Adolf Gark, verständnis herbeigeführt wird, kann der Versicherte beanspruchen, daß für die Nachlaßverbindlichkeiten bildet den Glanzpunkt des Ganzen. Weißensee, Lehderstr. 5. Arbeiter Raucherbund: Alb. Liebetrau, ihn in einer höheren Lohnklasse geklebt wird, muß dann jedoch den MehrGin Prestissimo furioso schildert II. anschaulich die sogenannte Putbuserstr. 44, IV. Arb.- Radfahrerbund: Karl Fischer, Berlin NW, betrag felbst zahlen. Es ist zu fleben: für Lohnklasse I bei Durchpeitschung des Entwurfs durch Kommission und Reichs- Waldstr. 8. einem nach den vorstehenden Regeln ermittelten Jahresarbeitsverdienst tag. Im Centrum des Orchesters sezt ein Trompetensolo kräftig Eugen M. S. B. 100. 1. Alt- Moabit 143, 144. 2. 3wischen 9 und 3 Uhr. bis 350 M. eine 14 Pf. Marte, für Lohnklasse II bei einem Jahres ein:" Der Papst lebt herrlich in der Welt". In rührender Harmonie angeben, was ihr gehört. Es gehört thr beispielsweise ihre Kleidung Rohnklasse III bei einem Jahresarbeitsverdienst von mehr als 550 bis Die Frau muß den Eid leisten und bei der Eidesleistung arbeitsverdienst von mehr als 350-550 m. eine 20 Pf. Marte, für damit spielen andre Instrumente Noch ist Polen nicht verloren" und was ihr sonst von Ihnen geschenkt ist. Nähmaschinen sind 850 M. eine 24 Pf. Marke, für Lohntlasse IV bei einem Jahresund„ Lust'ge Hannoveraner sein wir." Von der linken Seite schallt in der Regel unentbehrlich und deshalb unpfändbar. Beim Offen- arbeitsverdienst von mehr als 850-1150 m. eine 30 Pf. Marke, für dazwischen:" Für die Freiheit, Freiheit nur alleine, nur allein barungseide muß auch das Unpfändbare angegeben werden. 1000. Ja. Lohnklasse V bei einem Jahresarbeitsverdienst von mehr als 1150 M. eine foll mein Vergnügen sein". Wütend rufen andre Instrumente da- G. Prochnow. Verjährung scheint gegen die andren, nicht aber gegen 36 Pf. Marke. zwischen Schmeißt ihn' raus, den Juden Ibig!" und brummig den nicht Ermittelten vorzuliegen. Ob eine richterliche Handlung unter: traßen die Bratschen Schmale Kost und wenig Geld, das ertrage richterlichen Verfügungen, die nicht zur Kenntnis der Angeklagten gelangen, nommen ist, läßt sich ohne Kenntnis der Atten nicht entnehmen; auch solche wem's gefällt", wobei der Komponist anscheinend an die Social- unterbrechen die Verjährung. In der Sache selbst beantragen Sie Frei demokraten gedacht hat. Die Violinen sezen aber aus dem Ge- fprechung und Aufbürdung auch der Auslagen auf die Staatskaffe. Eine fangenenchor im Fidelio ein:" Seid stille, haltet euch zurüc", womit Strafbarkeit liegt nicht vor, weil erstens das Blatt ein Aufruf, eine Befanntoffenbar die Nationalliberalen dem Gedanken Ausdruck geben, daß machung oder ein Platat nicht ist und weil ferner die Verbreitung in um durch vieles Neden die Sache nur immer schlimmer wird. schloffenen Räumen, also nicht auf öffentlichen Wegen und dergleichen im Jagdchor aus dem" Freischütz" weist auf die verzweifelten An- Sinne des altpreußischen Preßgefeßes stattgefunden hat. Berufen Sie sich strengungen einiger Konservativer hin, wegen der Bestimmungen auch auf§ 43 Gewerbe- Ordnung, Abfaz 5. über den Wildschaden(§ 835) das ganze Bürgerliche Gesetzbuch scheitern zu lassen. Ein Cello- Solo( die Germania nicht die beTannte Zeitung dieses Namens) spricht in der ergreifenden Arie Beethovens Euch werde Dant in beffren Welten" den Dank des deutschen Bolls allen aus, die zum Zustandekommen des Gefeges beigetragen haben, und das Ganze schließt mit fubelnden Accorden. " Der Unberbürgten Nachrichten zufolge soll eine Wiederholung der Aufführung zum 1. April 1902 geplant werden. Schriften- Eingang. in einem Monat an. 2. und 3. Stranfheit ist ein Entlassungsgrund. Ist Wette O. S. 44. 1. Die Sparkasse nimmt Beträge bis zu 300 m. die Krankheitszeit eine verhältnismäßig nicht erhebliche, so ist bei Accord und bei Zeitlohn Lohn( unter Abzug des Krankengelds) für diese Zeit zu zahlen. 222 B. B. Der Vater fann testieren wie er will. Er tann fedoch seinem Sohn den Pflichtteil( das ist die Hälfte des nach der gesetzlichen Erbfolge zukommenden Teils) ihm nicht entziehen, falls fein Enterbungsgrund vorliegt. Welches die Enterbungsgründe sind, finden Sie auf S. 95, ein Beispiel zu einem Testament mit Enterbung auf S. 239 des dem Arbeiterrecht angehängten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Arbeiterrecht liegt in der Bibliothek Alexandrinenſtr. 26 aus.- 23. 1000. Ihnen können dadurch weitere Unannehmlichkeiten nicht erwachsen, ebenso wenig dem Chef, wenn Sie Ausstellung einer Ersaßkarte beantragen. Stellen Sie einen dahingehenden Antrag bei der Polizei. D. Nein. Piskorski. 1. Dafür ist eine Frist nicht festgesetzt. 2. und 3. Ja. P. 2. 10. 1. Nein. 2. Uebergangszoll ist zu zahlen. Sie thun gut, sich auf dem Auskunftsbureau( Alerander- Plaz oder Anhalter Bahnhof) der Eisenbahn zu erfundigen. Dort erhalten Sie amtlich und kostenlos die Von der Kommunalen Praxis", Zeitschrift für Kommunalpolitik zuverlässigste Auskunft. G. Sch. 66. Wenn Sie das Geschenk ohne und Gemeindesocialismus( Dresden, Verlag Kaden u. Comp.) ist uns Genehmigung des Modellinhabers machen würden, würden Sie sich strafbar foeben die Nr. 7 des 1. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser machen. G. 50. Der Vertrag ist rechtsgültig, weil nicht der Gegen Nummer heben wir hervor: Kurs und Zins von Kommunalanleihen. kontrahent( die Gesellschaft), sondern lediglich der Bermitteler geistes frant ist. Die Arbeiter und die Wohnungsfrage. Ut aliquid fieri videatur. St. R. 101. Sie, nicht der Hauswirt, sind in diesem Fall erfaz: Kommunales Wahlrecht( Die rheinische Bourgeoisie und das Kommunal pflichtig. H. Sch., Reinickendorf. Sie können sich beschweren. Die Wahlrecht. Aenderung des Klassen- Wahlrechts in Bremen. Wer ist ein Beschwerde hätte aber wenig Aussicht auf Erfolg. Die Schulpflicht hört Angesessener?). Arbeiterverhältnisse( Nuhelohn und Hinterbliebenen- Ver- nicht mit Vollendung des 8. Schuljahrs, sondern erst dann auf, wenn nach sorgung städtischer Bediensteter und Arbeiter in Braunschweig. Sommer: Ansicht der Schul- Aufsichtsbehörde das Kind die gemeinhin erforder Urlaub für städtische technische Arbeiter in Berlin). Bildungswesen. lichen Kenntnisse erworben hat. M. R. 70. Erheben Sie Widerspruch. Wohnungswesen( Wohnungsenquete in Koburg. Wohnungsenquete in P. 2. 25. Die Berechnung für die Höhe der Alters- und der Invaliden Braunschweig. Wohnungsaufsicht in Bayern. Organisation der rente finden Sie S. 319 und S. 326 des Arbeiterrechts".- R. B. 55. Mieter Erbbaurecht in Halle a: S.). Gesundheitswesen( Protest gegen Die Witive fann die Hälfte des Betrags der Klebemarken verlangen. die Erhöhung der Getreidezölle. Die Sterblichkeit in der Berliner Säug- C. Zimmermann. Den Antrag fönnen Sie wiederholen. Verpflichtet, lings Bewahranstalt. Die Aufgaben der neu errichteten Gesundheits- dem Antrag stattzugeben, ist die Versicherungsanstalt nicht. F. 66. tommiffion für Rirdorf. Central- Wasserprüfungsstelle). Steuerwefen. Gerichtskosten Rechnungen sind zur Vermeidung der Pfändung in der in Gemeindevertreter Konferenz für das Herzogtum Gotha. General der Zahlungsaufforderung angegebenen Zeit zu zahlen. Ratenzahlungen bersammlung des Verbands der Kommunalbeamten Mittel- und Nieder: tönnen seitens der Gerichtskaffe auf Antrag bewilligt werden. Handelt es Schlesiens. Eine Enquete über sächsische Gemeindeverhältnisse. sich um der Gegenpartei zu erstattende Kosten, so sind diese sofort zu Die Kommunale Praxis" erscheint monatlich zweimal. Preis viertel- zahlen; Ratenzahlungen fann hier nur der Gegner bewilligen. jährlich 1 Mart( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Nr. 4019 a, 4. Nachtrag). M Formulare der gewöhnlichsten Geschäfte des neuen Rechts zum Gebrauch für jedermann. Bon May Ostermeyer, Rechtsanwalt und Notar. Königsberg. Hartungsche Verlagsdruderei. Preis 2 M. . K. 10. Wenn dies Recht dem Wirt durch Vertrag eingeräumt ist: ja, sonst: nein. Bernau, Schibolski. Die Aufführung eines Theater: stücks hängt von keiner polizeilichen Genehmigung ab, wenn die Zuschauerzahl eine fest begrenzte( beispielsweise die der Vereinsmitglieder und ihres Hausstands) ist und wenn ferner kein Eintrittsgeld genommen wird. Ackerstraße 65, Roft. Sie find zu der vollen Zahlung weil berpflichtet, Sie Dr. R. Konrad, Was muß man von der Schöpfungsgeschichte wiffen? die Mängel nicht sofort gerügt haben. A. L. 39. Nein. Berlin SW. Hugo Steinitz' Verlag. Preis 1 M. 5. G. 1901. 1. Ja, falls nicht etwa in der That Nachnahme schon früher verboten war. 2. Ja. 3. Das ist nicht aus May Dieffe, Welche Rechte und Pflichten haben Arbeitgeber und geschlossen; insbesondre der Mangel der Avisterung kann gegen den Klage Arbeitnehmer? Berlin SW. Hugo Steiniz' Verlag. Preis 1 M. P. Bock. Nein. A. R. 1000. Eine anspruch ins Gewicht fallen. Anfrage unter dieser Chiffre liegt nicht vor. Vielleicht bezieht sich die AntErnst v. Wolzogen, Das dritte Geschlecht. Mit Buchschmuck von wort N. R. 1000 unter dem 11. April auf Ihre Frage. Wiederholen Sie Caspari. Jubiläums- Ausgabe. eventuell die Anfrage. W. Sch., Kolonieftr. Das dürfen Sie so früh Sie wollen. 100 Barth. Sie können bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag und bei dem Amtsgericht einen Antrag auf Aufhebung der Beschlagnahme und auf Rückgabe der Harmonika stellen. Unter der weißen Fahne. Aus der Mappe eines Friedens journalisten. Gesammelte Artikel und Auffäße von Alfred Hermann Fried. Berlin 1901. Hermann Walther. Preis 3 M. = = Witterungsübersicht vom 3. Mai 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C.= 4° R. 7224 1 moltent 3 hlb.bed. 12 Aberdeen 1 hlb.bed. 9 Paris 3 heiter 8 Haparanda 762 NW 2 bedeckt 1 wolfent 12 Petersburg 765 NW 1wolfen! 7 3 wolfent 10 Cort 773 NNO 2 heiter 2 heiter 3wolfent 11 12 775N 14 769 11 Eminemde 768 NNO 769 N Hamburg Berlin 767 NNO Frankf./M. 767 NO 7660 Winchen 763 20 Wetter Prognose für Sonnabend, den 4. Mai 1901. Vorwiegend heiter und trocken, nachts sehr fühl, am Tage ziemlich warm bei mäßigen nördlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wien Danksagung. Für die so überaus zahlreiche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schriftfezzers Julius Grimm sage allen Freunden, Kollegen und besonders den Sängern meinen innigsten Dant. Witwe Thekla Grimm. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein herrlich an Wald und Waffer gelegenes Weiß und Bayrisch- Bierlokal mit schattigem Garten. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Danksagung. Allen Freunden und Kollegen für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung unsres unbergeßlichen Bruders Emil Kridde, sowie für die schönen Kranzspenden fagen wir hiermit unfren 1109b besten Dant. J. A.: Paul Kridde als Bruder. Oeffentlich befunde ich, daß das über nich vers breitete Gerücht, Herrn Meyer auss gemietet zu haben, nur auf Klatsch ..Der alte Scheich". beruht. Mein Kontrakt ist erst Ober- Schöneweide, Hafenstraße 5, 4 Wochen nach dessen Kündigung 11126 zwischen Holzbrücke und Tabberts erfolgt. Waldschlößchen.[ 11106 Hermann Krüger, Restaurateur. Konsum- Verein Berlin- Nixdorf( E. G. m. b.§.) Nachtrags: Berichtigung. Die Zahl der Genoffen betrug am 30. September 1899 Neu hinzugetreten Ausgeschieden sind am 30. September 1900 Mithin Zahl der Genoffen am 1. Oftober 1900 Das Mitglieder- oder Geschäftsguthaben stellte sich 30. September 1899 auf Dasselbe hat sich vermehrt um Betrug daher amt 1. Oftober 1900 Die Haftsumme der Mitglieder stellte sich am 30. September 1899 auf Dieselbe hat sich vermehrt um Betrug daher am 1. Oftober 1900 Rixdorf, den 15. April 1901. 299 393 Sa. 692 • 19 Sa. 673 am M. 8970, " 11 220, m. 20 190, M. 8970, " 11 220, m. 20 190, Konsum- Verein Berlin- Rigdorf( E. G. m. b.§.) Richard Howe. Otto Schultti. Familien- Restaurant Naunynstrasse 86. 99/13 A. 50. Nein. 100. Die Anficht, daß der Rückgang eines Geschäfts den GeschäftsNotizen eines Laien aus der Literatur der Geisteswissenschaften in inhaber zur Aufhebung seines Mietsvertrags berechtige, ist irrig. Der fieben Fragestücken geordnet. Berlin 1901. Siegfried Cronbach. Mietsvertrag tann nur unter beiderseitiger Zustimmung aufgehoben werden. E. G. 99. Wenden Sie sich an das Amtsgericht mit dem Antrag, Sie zum Pfleger Ihres Mannes für die Dauer seiner Krankheit zu be Jeden Sonnabend frische Wurst. Auch ist mein Vereinszimmer noch ftellen, und richten Sie dann an den Vorstand der Berufsgenossenschaft den auf einige Tage zu vergeben. Rudolf Jurran. Antrag auf Bewilligung einer Unfallrente. Otto 14. Zur Führung der 9215 lage bedürfen sie teines Rechtsanwalts. Indes hat die Klage wenig La Russie en Revolte- Rußland im Aufruhr. Herausgegeben vom russischen Stomitee in Paris. Bibliothéque ouvrière Socialiste. 12 Rue du Commandeur, Paris. Kurt Friedrich. Reichsgesetz betr. die Gewerbegerichte. Tertausgabe Preis 1 M. 20 ẞf. mit Grläuterungen. Berlin- Gr. Lichterfelbe. Gefeßverlag Schulze u. Go. い Multatuli. Fürstenschule. Schauspiel in 5 Aufzügen. Uebertragen aus dem Holländischen von Wilhelm Spohr. Minden in Westf. J. C. E. Bruns Verlag. Sigmar Mehring. Ein Herbst auf Festung. Berlin 1901. Verlag von Rosenbaum u. Hart. Entwurf einer internationalen Gesamtakademie: Weltakademie. Nebst einem französischen Anhang. Von Franz Kemény, Realschul: direktor in Budapest. E. Piersons Berlag, Dresden 1901. 148 Seiten. Preis 3 M. Marfipreise von Berlin am 2. Mai 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. *) Weizen, gut D.-tr.| 17,501 mittel gering " " †) loggen, gut 14,70 14,68 " mittel " " 14,66 14,64 gering " 14,62 14,60 15,80 14,90 " 14,80 14, +) Gerste, gut " mittel gering +) pafer, gut wiittel gering Nichtstroh Hell Erbsen Speiset ohnen Vinsen Kartoffeln, neue, D- Ctr. Aussicht auf Erfolg, weil- auch nach zwanzig Jahren aus der Art, Teufelsfee" müggelbergen. ,, Marienluft". Schloßpart Wilhelminenhof. [ 13569* Jeden Sonntag Gr. Konzert und Ball. Ein Saal auch Sonntags für Vereine zu vergeben. Vereine. Weißenfee. Das können Sie thun, müssen sich aber an das Bezirks: Achtung! Achtung! Restaurant zum Boddensee in Birkenwerder, des Delikts auf die Unzuverlässigkeit in dem von Ihnen gewünschten Beruf Inb.: C. Streichhahn, Besizer des Kaiserhofs, Köpenid. geschlossen werden kann. A. 3., Neu Weißensee. Leider nein. Empfehle beide Lokale mit großen Sälen und Gärten, jedes circa auf Erstattung verklagen. A. Müller. Sie müssen dem Maler Zahlung leisten und den Birt 3000 Personen fassend, mit Dampferbrücken. Stallungen für 40 Pferde 2c. Landwehrmann Jhehoe. 1. Bis zum 32. Lebensjahre. 2. Ja. R. 20. Ihre Miterben sind nach Ihrer Schilderung im Recht. Wilhelm H. Zuständig ist das Amtsgericht II, Hallesches Ufer 29/31. B. L. C., W. 66. 1. u. 2. Ja. 3. u. 4. Nein. A. B. 67. Wenn das Geräusch kein außergewöhnliches ist: nein; sonst fann auf Beseitigung des Geräuschs, wenn und soweit es den Mietsgebrauch der Wohnungen beeinträchtigt, geflagt werden. Ob das Geräusch der und Mittwoch: Maschine ein außergewöhnliches ist, läßt sich nur von Fall zu Fall unter Berücksichtigung aller Umstände, auch der Gegend, beantworten. J. S., tommando mit dem Antrag wenden, Ihnen Urlaub zu erteilen. 100. Birkholz. Wenn noch nicht ein Monat nach der Zustellung des Urteils verflossen ist, kann noch Refurs eingelegt werden. Sprechen Sie doch mit allen Papieren in der Sprechstunde Montags oder Freitags vor. m. 100. Die Sachlage tann nicht ganz so liegen, wie das Mädchen 753hnen geschildert hat. Erkundigen Sie sich auf der Gerichtsschreiberei des 160 1,20 Amtsgerichts( Vormundschaftsgericht) und sprechen Sie dann event. in der 1,30 1, F. B. in N. Es tommt darauf an, ob der Be: Sprechstunde bor. 1,20 treffende Handlungsgehilfe oder ob ungewerblicher Gehilfe ist. In ersterem Falle ist zweifellos das volle Gehalt bei Krankheiten von sechs Tagen zu zahlen. Im zweiten Falle ist der volle Lohn zu zahlen, wenn die Krankheitsdauer als eine„ berhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" zu erachten ist. 3,60 2,40 Georg. Zum Erlaß eines Bahlungsbefehls ist das Amtsgericht zu2,20 1,20 ständig, in dessen Bezirk der Schuldner wohnt. An dieses wendet sich ber Gläubiger mit dem Antrage um Erlaß eines Zahlungsbefehls. Der 1,20 Bahlungsbefehl muß die Bezeichnung der Parteien nach Namen, Stand oder 1,20 Gewerbe und Wohnort, die Bezeichnung des Gerichts und bestimmte An1,80 0,80 gabe des Betrags enthalten, um dessentwillen Zahlungsbefehl beantragt 3, wird, sowie des Grundes, aus dem der Schuldner eine Summe schuldig fei. 1,20 0,70 Grhebt der Schuldner gegen den erlassenen Zahlungsbefehl innerhalb acht per Shot 183,- Tagen oder vor Eingang des Antrags auf Erstattung der Bollstreckungsflausel Widerspruch, so giebt der Gläubiger der Sache dadurch ihren Fort gang, daß er bei Objekten bis 300 m. vor das Amtsgericht zur Berhandlung ladet. Beispiele finden Sie im Arbetterrecht", S. 435, 436. Das E. B. Nein. felbe liegt in der Bibliothek Alexandrinenstraße 26 aus. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier " " 1,60 1,80 1,60 1, 2,60 2, 60 Sint Karpfen Aale 1 kg 2,80 Bander Hechte 2,60 2, Barsche " 8,30 5,80 Schleie 40,- 25,- Bleie 45,- 20, Krebse 70, 13,90 13,10 16,40 15,70 15,60 15, 14,90 14,30 7,30 7, 30, " 1,20 " das größte Lokal an der Nordbahn, unmittelbar am Bahnhof und Forst. Unterkunft für mehrere tausend Personen. Gastzimmer für fleine Gesellschaften. Sehr gute Küche. Mäßige Preise. Mehrere Säle. Ausschank von echtem, Weiß- und Lagerbier. Stallung für 100 Pferde. Prachtvoller Garten. Birkenwerder ist mit Fuhrwert in 2 Stunden, mit der Bahn in 40 Min. zu erreichen. Den geehrten Herrschaften, Vereinen, Gesellschaften bestens empfohlen. Bei großen Korporationen stellt die Eisenbahndirektion bei vorheriger Anmeldung Sonderzüge ein. Befizer A. Ebel. 8902* Feuersteins Festsäle u. Garten Alte Jakobstrasse 75. Empfehle meine elegant renovirten Säle u. wunderbar schönen Garten mit Bühne zu Sommernachtsbällen, Sommerfesten u. Versammlungen, außerdem verschiedene Vereinsräume, 30-150 Personen faffend. Wilmersdorfer Volksgarten. Empfehle Freunden und Genossen, sowie den geehrten Vereinen meinen Saal, Garten und Kegelbahn zu allen Festlichkeiten. Emil Witte. 1389L* *) ab Bahn +) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 3. Mai. Getreide. Die feste Saltung, welche die europäischen Getreidemärfte in Tester Beit vorwiegend beherrschte, Streitende 33. I. Die Höhe der Lohntlasse für die Klebemarkenhat gestern eine intensive Wirkung auf die Gestaltung der Weizenpreise in beiträge richtet sich in der Regel nicht nach der Höhe des wirklichen New York und Chicago ausgeübt. Die genannten transatlantischen Börsen Jahresarbeitsverdienstes, sondern wird wie folgt berechnet: Als Jahresarbeitsmeldeten stramme Tendenz. Auch am hiesigen Plaze verkehrte Weizen heute verdienst gilt, soweit nicht für einzelne Berufszweige von der höheren Berin fester Haltung. Die Lieferungspreise setzten 112 M. höher ein. Da jedoch waltungsbehörde ein andrer Jahresarbeitsverdienst festgesetzt wird, der die Stauflust nachließ und das Geschäft einen sehr ruhigen Charakter hatte, 300fache Betrag des ortsüblichen Tagelohns im Sinne des§ 8 des Krantenso fonnte der Artikel seine höchsten Preise nicht voll behaupten. Roggen versicherungs: Gesetzes. Diese Berechnung gilt auch für die fund fast gar teine Beachtung und notierte 2 bis 3/4 M. schwächer, als Mitglieder freier Hilfstassen. Eine andre Berechnung wie gestern. Aus der Provinz lagen nennenswerte neue Orders nicht vor greift in folgenden Fällen Play: Es gilt als Jahresarbeitsverdienst: und die Unternehmungsluft wird auch noch durch das schöne, warme Wetter 1. für Mitglieder einer Orts, Betriebs, Fabrit, Bau oder Innungsgehemmt. Das effettive Angebot war nicht bedeutend, amerikanische Weizen- frankenkasse der 300 fache Betrag des für ihre Krantentassenbeiträge maß offerten etwas höher gehalten. Mehl war schwach behauptet, Safer fast ge- gebenden durchschnittlichen Tagelohns oder wirklichen Arbeitsverdienstes( die schäftslos im Preise unverändert, Mais dagegen auf festes Amerita 1%, W. Höhe dieses durchschnittlichen Tagelohns, ſowie, ob der wirkliche oder ob anziehend. Rüböl gab nach sehr strammem Beginn eine Kleinigkeit nach, der ortsübliche Tagelohn zu Grunde gelegt ist, ergiebt sich aus dem empfehle den werten Vereinen, Fabriken und Werkstätten zu Wasser und Krantentassenstatut), 2. für Knappschaftstassen Mitglieder der 300 fache Landpartien. stellte sich aber immerhin noch 60 Pf. teurer, als gestern. Betrag des von dem Kaffenvorstand festzusetzenden durchschnittlichen Fernsprech- Amt: Köpenick 186. Spiritus. Spiritus 10 Pf. nachgebend, 70er loco 44,30 M. täglichen Arbeitsverdienstes, wenn dieser den ortsüblichen Tagelohn übersteigt, 3. für Seeleute der Durchschnittsbetrag des für die Berechnung der Sporthans zur„ Großen Krampe herrlich am Wald und Wasser gelegen wüggelberge fowie Gasthof zu Müggelheim am Fuße der W. Troppens. Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 10678