alt. 105. Abonnements- Bedingungen: = Started and me 18. Jahrg. grete Insertions- Gebaye Vorwärts bonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Summer mit illuftrierter Sonntags Bellage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. E Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erdjelut täglich außer Montage. Berliner Dolksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Kolonel aetle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Figuren- Wechsel. Dienstag, den 7. Mai 1901. Wenige Tage später, am 16. Juni 1896, verhandelte das Haus über den Antrag, die Bäckerei Verordnung nicht in Kraft treten zu laffen. Herr Möller gab als Fraktionsredner der Nachdem Herr v. Lucanus zu deutsch„ der Heimleuchter" scharfen Mißbilligung" seiner Freunde über den Erlaß der feines Amts gewaltet hat, ist das um drei Minister erleichterte Bäckerei- Verordnung Ausdrud, weil wir nicht der Meinung sind, Ministerium alsbald wieder vervollständigt worden. Am Montag daß diese Verordnung dem Arbeiterschuß- Gesepe entspricht". Er brachte eine Ertra- Ausgabe des Reichs- Anzeigers" die Liste der bestreitet, daß die Kommission für Arbeiterstatistik den Nachweis gehenden, kommenden und versetzten Minister. Das erneute Mini- erbracht hat, daß die Arbeit in Bäckereien gesundheitsschädlich ist, sterium besteht, mit einer Ausnahme, aus den Männern, deren er richtet heftige Angriffe gegen die Kommission." Ich will Namen bereits bekannt geworden sind. nicht, daß um die Ede herum durch eine Kommission, die ein Möller vom Centralverband wird handelsminister, the in- 8wischending zwischen einer staatlichen Behörde und einer Dilettantens baben siedelt vom Ministerium des Innern ins Finanzministerium fommission ist, derartige Experimente an dem Leib des Handwerks über, Podbielski, der als Husar natürlich für alle Refforts gemacht werden." Er erklärt zwar, indem er sich in gereiztem Ton gleich fähig ist, verläßt das Reichs- Postamt und bezieht das land- jede anzügliche Bemerkung von irgend einer Seite" verbittet, daß wirtschaftliche Ministerium. Staatssekretär des Reichs- Postamts wird er nach wie vor auf dem Standpunkt steht, daß das Arbeiterschutzder bisherige Direftor im Reichs- Postamt eraette. Gesetz von 1890/91 auszuführen sei, aber man soll nicht gewissen Insoweit brachte der„ Neichs- Anzeiger" nur Bestätigungen. Da- Liebhabereien für Weltverbesserung nachjagen und damit eine Gesetzgegen wirkt ein funkelnagelneuer Polizeiminister als Ueberraschung. gebung erweitern wollen, die keineswegs bisher verdaut worden ist." Nicht Herr v. Bethmann- Hollweg, Oberpräsident von Brandenburg, In den Organisationen der Arbeiter ficht Herr ist Minister des Innern geworden, sondern ein Herr v. Hammer- Möller eine bedrohliche Gefahr. Jede weitere Ausdehnung und gestein, der bisher Bezirkspräsident zu Mez war und als ein Mann, sezliche Feftigung derselben bemüht er sich seit jeher zu verhindern. der unter und mit dem reichsländischen Diktaturparagraphen regiert Schon jede selbständige Regung der Krantenfassen ist ihm ein hat, sicherlich alle Ansprüche an preußische Schneidigkeit voll befriedigt. Dorn im Auge, schon in jedem Rechte derselben wittert er eine Gefahr. Herrn v. Bethmann- Hollweg scheint übrigens die bloße Thatsache, Charakteristisch ist in dieser Beziehung folgende Aeußerung, die Herr daß er ein paar Tage als Ministerkandidat genannt wurde, so Möller in der Ausschußfitzung des Centralverbands deutscher angegriffen zu haben, daß er am Montag schleunigst auf vier Industrieller am 25. Mai 1897 that: d Wochen in Urlaub gegangen ist. Die scheidenden Minister haben den üblichen Orden auf den Weg bekommen. Eine besondere, stachliche Aufmerksamkeit ist dem Herrn v. Miquel zu teil geworden; er ist für den Rest seiner Tage ins preußische Herrenhaus berufen worden. Da er als Minister im Verdacht stand, nicht mit der gehörigen Begeisterung den Kanal schlucken zu wollen, so wird er als Herrenhausmitglied wenigstens die Gelegenheit erhalten, sich in der geforderten Thätigkeit zu üben. Damit ist also wieder einmal die innere Krisis" beseitigt. Die Bevölkerung kann sich, wenn sie will, ein paar neue Namen einprägen. Im übrigen haben diese politischen Krisen vor den medizinischen den schlimmen Nachteil, daß ihnen keine Genesung folgt. Eine innere fachliche Notwendigkeit dafür, daß von Zeit zu Zeit ein Ministerium einen neuen Einwohner erhalten muß, fann von niemand entdeckt werden. Denn im System der Systemlosigkeit bleibt alles beim alten. Kein Minister vertritt ein politisches Programm, feinen hat die Notwendigkeit der Entwicklung als die zweckmäßige Verkörperung einer leitenden Jdee emporgehoben. Aemter werden gegeben und werden genommen, Minister tommen und gehen, und zwischen Intriguen, Ränken und allerlei Plötzlichkeiten schleicht beharrlich der alte Jammer. Kein republikanisch- tonstitutioneller Staat tennt eine folche Berfahrenheit. Der Minifter gegen Socialpolitik. Herr Möller, der Bevollmächtigte des Centralverbands deutscher Industrieller im preußischen Ministerium, wurde von uns bereits in einigen Strichen gezeichnet. Zur Vervollständigung des Bildes dieser neuen Errungenschaft im Staate, der in der Socialreform an der Spike marschieren soll, sei noch einiges aus Parlaments und andren Reden der neuen Excellenz nachgetragen. Jeglicher irgendwie ernsthafte Arbeiterschuß ist dem Bertrauensmann der rheinisch- westfälischen Großindustrie zu wider. Selbst die Sonntagsruhe bekämpfte er anfangs der 90er Jahre und beschönigte seinen Widerwillen gegen diese selbstverständlichste aller Arbeiterschutzmaßnahmen mit der Besorgnis, daß die Arbeiter dadurch Schaden leiden würden. Herr Möller sagte 1892 am 19. November in Dortmund nach einem Bericht der„ Nhein.- Westf. 8tg.": Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Bülow nichts unerwünschter war, als seine Regierung in Breußen mit dem Kanalkampf zu eröffnen. Er hatte sich für die Kanalfrage bis dahin kaum interessiert, er hatte sich für sie nicht ereifert, er war nicht vorbereitet, sie mit aller Thatkraft durchzufechten. Ihm wäre also, wie man annehmen darf, eine Wartezeit nicht unlieb gewesen. Da war es im Staatsministerium fein andrer als Herr v. Miquel, der die sofortige Einbringung der Kanalvorlage verlangte und durchsetzte. Den Kanal? Wir reißen ihn schon durch!" Der Ministerpräsident fügte sich, weil auch ihm daran liegen mußte, die Autorität der Krone zu wahren. Aber da ihm nicht überlassen werden sollte, den Zeitpunkt für den Kampf zu bestimmen, so gab er die Führung des Kampfs in erster Reihe auch dem zuversichtlichen Vicepräsidenten des Staatsministeriums auheim. Ob Herr v. Miquel hoffte, mit der Kanalvorlage den Grafen Bülow in eine Lage zu bringen, die ihit zum Rücktritt nötigen tönnte, ist nicht festzustellen. Gesagt hat er noch vor kurzem, Bülow werde sich früher abwirtschaften als er. Aber vielleicht war ihm nicht bekannt, daß schon vor Monaten das Wort gesprochen war: ,, Wenn der Kanal diesmal fällt, fo fliegt Miquel." Und als sicher war, daß der Kanal diesmal falle, da machte Herr v. Miquel in der vertraulichen Beratung der Staatsminister den Vorschlag, das Abgeordnetenhaus nicht nur zu schließen, sondern es aufzulösen. Neuwahlen, so lange Miquel im Ministerium sigt? Ach nein, daran dachte Graf Bülow nicht einen Augenblick. Darüber kann man mit andern Ministern reden. Und somit wurde nur der Schluß der Session vereinbart. Und Herr v. Miquel wollte nicht eins sehen, daß er nun gehen konnte. Da mußte er dann freilich, fliegen". Nur daß es ihm erspart wurde, durch Herrn v. Lucanus zur Einreichung des Entlassungsgesuchs aufgefordert zu werden. Es ist richtig, daß sich der Reichskanzler selbst der Mühe unterzog, Herrn v. Miquel auf die Gesundheitsrücksichten hinzuweisen, und so wurden im Kastanienwäldchen die Koffer gepackt und wurde Herr v. Miquel aus allerhöchstem Vertrauen" Mitglied des Herrenhauses." " nannte Blatt: F " Ich will nur ein paar ganz fleine Ergänzungen geben zu dem, was der Vorredner( Jencke) gesagt hat. Meine Herren, das betrifft zunächst die Frage wegen der Zurückschraubung der Karenz zeit von 13 auf 4 Wochen und der Nemedur, die nachher die Kommission daran gemacht hat, indem sie allerdings nicht die Karenzzeit zurück geschraubt hat, wohl aber ihnen die Kosten größtenteils aufbürdet. Dabei habe ich schon mit verschiedenen Reichstags- Mitgliedern darüber Die Staatsbürger Zeitung", die den einstigen Leiter der gesprochen, es hat aber in der Kommission keine Beachtung ge- Disconto-Gesellschaft und vielfachen Gründer seit langem in antifunden, und das wäre abfolut nötig gewesen- daß Bestim mungen darüber getroffen werden, daß die Krantentassen semitischer Zärtlichkeit liebt und fast das einzige Berliner Blatt den Berufsgenossenschaften nicht mehr an ärztlichen Stoften ist, das Herrn v. Miquel einen ehrenden Nachruf widmet, erklärt liquidieren fönnen, als sie nach ihren Verträgen mit gerade heraus, Miquel scheide in Ungnade. Ferner sagt das geEs liegt den Aerzten selbst zu zahlen haben würden. sonst die schwere Gefahr vor, daß bei den zahlreichen socialdemokratisch organisierten Kaffen, die ja ohnehin die Aerzte vollständig unter der Fuchtel haben, so daß, wie ich meine, im Reichstage unwidersprochen geäußert worden ist, es Krankenkassen gebe, die den Aerzten auferlegen, von ihren Gebühren, die sie von den Kassen beziehen, 25 Broz. an die socialdemokratische Partei abzuführe it. ( Bewegung und hört! hört!) Also, wenn derartige Dinge schon passiert sind, dann würden wir höchstwahrscheinlich zu erwarten haben, daß, wenn wir nicht Sicherheit eintreten lassen, die Krankentassen- Vorstände in der gewissenlosesten Weise den Aerzten dafür, daß sie billiger ihre Kassengeschäfte besorgen, die Schröpfung der Berufsgenossenschaften freistellen.( Sehr wahr!) Also nach dieser Richtung hin muß irgend eine Sicherheit gegeben werden." Irgendwelchen Beweis für diese von ihm folportierte Behandlung der Aerzte und der Berufsgenossenschaften durch die Krankenkassen hat natürlich weder Herr Möller noch sonst jemand erbracht oder auch nur zu erbringen versucht. und Zuchthausgesetzen erinnert. 1892 fagte Herr Möller in Düssel Endlich set an die Stellung des Herrn Möller zu Ausnahmedorf wörtlich: " Thatsache ist, daß bei der vertraulichen Besprechung des Staatsministeriums am Donnerstagmittag von einem Minister wechsel teine Rede gewesen ist, und daß die Mitglieder des Staatsministeriums einhellig dem Vorschlage ihres Präsidenten auf Absetzung der Kanalvorlage durch Schließung der Session ihre Zustimmung gaben... Erst am Vormittage des Freitag änderte sich die Sachlage, indem Graf v. Bülow seinem Kollegen die seidene Schnur übersandte und ihm durch den Chef der Reichskanzlei Herrn v. Wilmowsti in freundlichster Weise mitteilen ließ, er sei gern bereit, ein Enta Iaffungsgesuch des Herrn v. Miquel zu befürworten. Dies ist die kurze Vorgeschichte des Ausscheidens des Herrn v. Miquel aus dem Staatsministerium. Wenn dieser sein Entlassungsgesuch offiziell mit Gesundheitsrücksichten begründete, so verweisen wir darauf, daß noch in feinem Demissionsgesuch eines preußischen Staatsbeamten diese Begründung gefehlt hat, daß aber fast in teinem Fall diese Begründung zutreffend gewesen ist." Politische tebericht. Der Reichstag Berlin, den 6. Mai. „ Gegen die Um sturz vorlage, wie sie gebracht wurde, waren schon anfangs erhebliche Bedenken vorhanden; ich meine eben das Ergebnis, welches die Kommissionsberatung gehabt hat, erledigte am Montag die zweite Beratung des Wein. braucht uns in feiner Weise zu betrüben. Wenn, wie ich hoffe, der gefees. Die Debatte hielt sich in engen Grenzen. Erfolg der sein wird, daß schließlich, wenn die Vorlage in der Ueberall wurden die Kommissionsbeschlüsse aufrecht erhalten, Kommissionsfassung Annahme findet, die Regierung die Vorlage die die Regierungsvorlage in verschiedenen Punkten schärfer nicht zum Gesetz werden läßt, so wird eins aus diesen Berhand gefaßt und den Juristen wesentliche Zugeständnisse gemacht lungen hervorgehen, nämlich, daß, wenn man gegen die haben. " Für die zahlreichen Detaillisten sei das Gesetz beziehungsUm stürzler vorgehen will, das heißt, geseglich, dies nicht im Gleich der§ 1 sept mit einer Definition des Begriffs weise die Schließung der Geschäfte um 2 Uhr nachmittags eine Wege der ordentlichen Gesetzgebung geschehen fann, sondern dann große Schädigung... Der Schaden, welcher der Industrie der einzige vernünftige Weg der der Ausnahmegesetz- Wein" ein, die die Gerichte veranlassen kann, auch Wein, der mit einem erlaubten Zusatz wässeriger Zuckerlösung ver durch die Sonntagsruhe zugefügt werde, treffe in erster gebung sei." Linie allerdings, die Fabritinhaber, in geradezu Und noch jüngst, am 20. April d. J., bedauerte der jezige sehen ist, zu beanstanden. Staatssekretär Graf of adowsky barbarischer Weise aber auch den Arbeiter. Es sei preußische Handelsminister das Scheitern der 8uchthaus- suchte diese Befürchtung durch die Erklärung zu zerstreuen, deshalb zu hoffen, daß das Bestreben der Großinduftrie, ernste vorlage, aus der nach seiner Ansicht der gute Kern wohl hätte daß die Gerichte den Inhalt der Kommissionsverhandlungen, Schäden abzuwenden, von Erfolg begleitet sein werde. Redner herausgeschält werden können. adess die zum Zustandekommen der Fassung des§ 1 geführt, werde an seinem Teil es als seine erste Pflicht betrachten, in Betracht ziehen und so vor einer rigorosen Interpretation in diesem Sinne thätig zu sein. Gerade in jetziger Zeit solle bewahrt werden würden. man sich doppelt besinnen, ehe man den Arbeitsverdienst schmälere und die Konkurrenzfähigkei der Industrie dem Auslande gegenüber lahm lege." Der neue Polizeiminister. Der zum Minister des Innern ernannte Frhr. v. Hammerstein In den letzten Tagen des Ministeriums Berlepsch beschäftigte führte bisher in Mez ein Verwaltungsregiment, das selbst fich der Landtag wiederholt mit der Socialpolitik des Reichs, weniger für reichsländische Verhältnisse ungewöhnlich reaktionär aus sachlichen Gründen, als um den Sturz des den Schlotjunfern war. Unter ihm erfolgten maffenhafte Berbote und Auflösungen unbequemen Ministers zu beschleunigen. So hatte unter anderem politischer Versammlungen. Neuerdings wurden sogar gewert die freikonservative Partei einen Antrag gegen den Achtuhr- Laden- fchaftliche Organisationen nicht genehmigt, trotz der gegen schluß eingebracht. Namens der Nationalliberalen befürwortete teiligen richterlichen Entscheidungen über die Geltung des§ 152 der Abg. Möller diesen Antrag und erklärte sich bei dieser Gelegenheit Gewerbe- Ordnung. gegen einen Marimalarbeitstag für erwachsene männliche Arbeiter Herr v. Hammerstein wird also sicherlich nicht hinter Vorgängern überhaupt: „ Gegen eine Beschränkung des erwachsenen männlichen Arbeiters bin ich von jeher gewesen und werde es auch bleiben. Es ist eine absolute Notwendigkeit, daß wir hier die Freiheit aufrechterhalten wollen, und nur bei unsren Herren Socialpolitikern hat sich die Ansicht herausgebildet, daß die Freiheit nicht notwendig wäre... Wollen wir den Magimalarbeitstag bei Männern ein führen, so führen wir eine der grausamsten Maßregeln ein, die die Leute verhindert, sich von unten herauf zu arbeiten. Gegen den Maximalarbeitstag für Männer werde ich stets fein.. Ich würde es für einen gewaltigen socialpolitischen Fehler halten, wenn man den fleißigen Leuten, die sich durch eberarbeit herausarbeiten wollen, die Möglichkeit nähme." ... wie Stöller und Rede zurückstehen. Wie Miquel erkrankte. Die Gründe, warum Miquel urplöglich so schwer erkrankte, daß er widerwillig sein Ministeramt abgeben mußte, find mit Sicherheit nicht anzugeben. Die Thatsache scheint sicher, daß er vom Kaiser schon seit 2 Jahren nicht mehr empfangen worden ist. Ueber das Verhältnis Miquels zum Grafen Bülow fagt die Voss. 8tg.": Ob Herrn v. Miquel die Ernennung des Grafen Bülow zum Reichstanzler und Ministerpräsidenten willkommen war, wer will es wissen? Aber man tönnte es begreifen, wenn dem Grafen An zwei Stellen sette eine lebhafte Debatte ein. § 2 operiert mit dem Begriff Beschaffenheit". Wein mit wässrigem Zuckerzufak foll als Naturwein gelten, wenn er in feiner Beschaffenheit und in seinem Gehalt an Extraftstoffen dem Durchschnitt der ungezuderten und ungewässerten Weine des Weinbaubezirks, nach dem er seinen Namen führt, entspricht. Der Gehalt an Extrakten und Mineralstoffen kann durch die Wage des Chemikers festgestellt werden, die Beschaffenheit aber kann nur die Zunge des Sachverständigen prüfen. Ein freisinniger Antrag, für den auch unsre Partei stimmte, machte den Versuch, dies subjektive Moment auszuschalten, wurde jedoch abgelehnt. In der Frage der Kellertontrolle trennten wir uns von den Freisinnigen. Während sie für die Winzer und Weinhändler die Polizeichikane befürchten, stand uns das Interesse des Konsumenten näher, der in der bürgerlichen Gesellschaft nur durch eratte Nahrungsmittel- Kontrolle vor Betrug geschützt werden kann. Bei der Abstimmung wurde die Keller- Kontrolle aufrecht erhalten. Die Verhandlung über die Resolutionen wurde verschoben. Es befinden sich zwei in der Wolle agrarisch gefärbte Wünsche darunter, die darauf hinauslaufen, die Einfuhr italienischen Rotweins zu erschweren und im fünftigen Aus Miquels Vergangenheit. " und Seitdem Bülows Gestern war Herr Möller noch ein simpler Abgeordneter, den die Journalisten am liebsten auf der Tribüne" unverständlich sein ließen, weil er gar so troftlos langweilig war. Auch seine leiblichen Reize waren bisher niemandem aufgefallen. Heute aber erhält der Minister Möller telegraphisch die folgenden Vorzüge in der Münchener Allgemeinen Beitung": 1. eine hochragende Gestalt, mit einer an den Militär erinnernden Strammheit; 2. einen durchdringenden Blick; 3. von Lebensflugheit und Energie zeugende Augen; 4. gewölbte Stirn. Danach scheint das schönste Mittel, schön zu werden, darin zu bestehen, daß man ins Ministerium tommt. Einfacher hat übrigens der Kaiser den neuen Minister gezeichnet. Wilhelm II. soll nämlich, nach dem„ Lokal Anzeiger", einmal geäußert haben:" Den langen Möller tann ich noch einmal gut brauchen". Miquels Anfang. = Bolltarif höhere Weinzölle vorzusehen. Hierüber war nament- r Möllers Opfer. Herrn Möllers patriotische Leistung der An- Faustschläge gegen das Kinn mißhandelt, ihn gegen die Bettlade liche Abstimmung beantragt, der das schwachbesetzte Hausnahme des Ministerpostens ist um so höher zu bewerten in Er- gedrüdt und gewürgt. Weber wurde als ein fleißiger, ordnungs nicht standgehalten hätte. Der neue liebender Soldat geschildert, der nur etwas langsamer in der Arbeit Dienstag kommen die drei innerung an all das, was er zum Opfer bringt. Interpellationen an die Reihe. Dem Drängen fast Handelsminister gehört bisher bei der Aktiengesellschaft für Kohlen- ist und daher Geduld erfordert. Die Anklage beantragte unter aller Parteien entsprechend sagte der Präsident die dem- destillation in Bulmke dem Aufsichtsrat an. Ebenso gehört er dem Sinweis auf die in legter Beit sich in bedauerlicher Aufsichtsrat der Bielefelder mechanischen Weberei und der Weise mehrenden Soldatenmißhandlungen eine nächstige Verhandlung des Diätenantrags zu. Ravensberger Spinnerei an. Auch für das Versicherungswesen Strafe von fünf Wochen Mittelarrest. Das Gericht ging aber über hat Herr Möller seine Anteilnahme befundet; er gehört das beantragte Strafiaß noch hinaus und erkannte auf 6 Wochen der Berwaltung der Union, Versicherungsgesellschaft zu Berlin Mittelarrest. Es fiel bei der Abmessung erschwerend ins Gewicht, an. des Deutschen Anker zu Berlin Man schreibt uns: Endlich ist er daß erst wenige Tage vor dem der Anflage zu Grunde liegenden Jetzt wo Miquel endgültig von der politischen Bühne ab- Vorsitzender des Aufsichtsrats der Westfälischen Bank in Bielefeld. Vorfall den Unteroffizieren des Regiments eingeschärft worden war, getreten ist, regen fich naturgemäß manche Erinnerungen, die bisher Dies alles soll Herr Möller aufgeben. Dafür ist er Minister und die Mannschaften gut zu behandeln. nur einem engeren Kreis zugänglich waren. Dazu rechnen allerlei Excellenz. Erfahrungen, welche die Stadt Frankfurt a. Main mit ihrem ehe- Ein Bülow- Konkurrent. Wer plötzlich bei uns ein Minister inaligen Oberbürgermeister in der Zeit seines Wirkens von amt erhält, der wird von den Zeitungs- Offiziösen neuerdings nicht Da Miquel aus dem politischen Leben verschwindet, darf nochmals 1880 bis 1890 gemacht hat und die noch nicht sehr bekannt nur mit dem nötigen Verstand ausgezeichnet, sondern er kriegt noch an den vielbesprochenen Brief erinnert werden, den er als Jüngling geworden sind. Es giebt nämlich heute noch einflußreiche Stellen, das Präditat auserlesener Schönheit mit. die folche Erfahrungen nicht bekannt werden lassen möchten. Man Eleganz und Grübchenliebreiz in die Erscheinung getreten, und an Karl Marg schrieb und den Bebel zu Miquels schwerstem braucht nur die beiden Artikel zu vergleichen, welche die Freifinnige seitdem Scherls Woche" für die Verbreitung des Körperlichen so Verdruß der Deffentlichkeit übergab. Der junge Miquel schrieb: Es wäre mun freilich eine Dummheit, wollte ich verlangen, Zeitung" Eugen Richters und die" Frankfurter Zeitung" Leopold eifrig sorgt, müssen unsre Minister eben auch künstlerisch wirken und daß Sie mir gleich alles Vertrauen schenken, damit Sie aber Sonnemanns dem gestürzten Miquel widmen. Richter poltert ehr über photographierbare Schönheit verfügen. doch etwas von meiner Vergangenheit wissen, bemerke ich, daß lich los und giebt ein ganz hübsches Sündenregister des geriebensten ich mit Blind in H.( Heidelberg) studierte, dort vor der Finanzministers und Politikers, den Preußen an verantwortlicher Revolution zu der„ radikalen Partei" gehörte, als solcher Stelle hatte. Die Frankf. 3tg" dagegen schlägt fanfte Töne an. die Revolution wie alle andren" Ideen" verfocht, nach Sie kann natürlich die unheilvolle reaktionäre und fiskalische Wirkung Hannover geschickt wurde, um Bauern Aufstände zu der Miquelschen Ministerzeit nicht hinwegdisputieren, aber sie verorganisieren, von da an in Göttingen anfangs in fleingoldet ihre Kritik mit liebevollen Wendungen von der angeblichen bürgerlichem Sinne die gelehrtbureaukratische und Philifterpartei Tiefe des focialpolitischen und finanziellen Gemüts Miquels, das aus dem Felde schlagen half und endlich eine Arbeiterans in diesen rauhen realpolitischen Zeiten nicht habe zur Entpartei zu organisieren suchte. Sie sehen, meine Ver faltung kommen können. Aus diesen schüchternen Sympathiegangenheit bietet wenig Garantien. Es ist wahr, ich für bezeugungen Klingt das Geständnis einer gewissen Mitschuld. meinen Teil kann nichts weiter thun, als Sie versichern, daß Bürgerliche Demokraten sind es gewesen, die dem liftigen Hannoveraner den Frankfurter Oberbügermeistersessel zurecht machen halfen, von ihre Zwecke die meinigen find. Kommunist und Atheist, will ich, wie Sie, die Diktatur der Arbeiterklasse! Meine dem er dann höher stieg. Ein demokratischer Frankfurter StadtMittel wähle ich einzig und allein nach der 3 wedmäßig rat soll sogar noch nach Miquels Berufung auf den preußischen teit. Dadurch aber trenne ich mich von Ihnen, daß ich fest Ministerposten leise gehofft haben, daß ihm ein socialpolitischer überzeugt bin: die nächste Revolution bringt das KleinbürgerGeheimratsposten in Berlin blühn, von dem aus er der Welt zeigen tum ans Ruder, die Arbeiterpartei wird den Sieg erfechten, fönne, wie die Soicalreform angepackt werden müsse. Kurz und der hohen Bourgeoisie und den feudalen Resten gegenüber, gut: Die wadre freigefinnten" Bourgeois von Frankfurt a. M. dann aber von den Demokraten beiseite geschoben werden. ließ sich von dem schlauen Miquel so gründlich über den Löffel Wir könnten die Revolution auf einige Zeit in eine antibürgerbarbieren, daß der Vielgewandte nachträglich noch oft im Kastanienliche Richtung bringen, wir tönnten vielleicht schon Grunds wäldchen über den Hauptspaß gelacht haben mag, wie er in seiner bedingungen der bürgerlichen Produktion ver Frankfurter Oberbürgermeisterzeit die guten Leute an der Nase herumnichten, das Kleinbürgertum niedertreten, ist unmöglich. So viel geführt hat. als möglich erringen, das ist mein Wahlspruch, und dadurch bin ich auf immer der Ihrige. Wir müssen eine Ors ganisation der Kleinbürger so lange als möglich nach dem ersten Sieg verhindern, namentlich mit geschlossener Phalang gegen jede tonstituierende Versammlung opponieren. Der partis tulare Terrorismus, die lokale Anarchie müssen uns ersetzen, was uns im großen abgeht. Klassenbewußtsein fehlt den meisten deutschen Arbeiterit gänzlich, wir müssen den individuellen Haß, die Nachsucht der Bauern gegen den Wucherer, die Erbitterung des Tagelöhners gegen den " Herrn" ausbeuten. Wir müssen an allen einzelnen Stationen so rasch und eindringlich terrorisieren, daß wir den demokratischen Ausbeutern bei Vollendung ihrer Organisation als vollkommen siegreiche Macht entgegentreten können, und diese Organisation muß so lange als möglich hinausgeschoben werden, damit in der Revolution sich das Klassenbewußtsein erst bilden kant. Wir dürfen die Kleinbürger nicht zu Atem kommen lassen, wir müssen durch der Kleinbürger eigne Mittel die revolutio näre But auf die Spize treiben, dann gelingt es uns vielleicht, für turze Zeit die Dittatune unsrer Partei durchzusetzen. Aber wie das machen ohne gemeinsamen Plan, ohne oberste Leitung, ohne gemeinsamen Willen der Führer? Das sagte ich mir schon vor einem Jahre. Vergebens suchte ich wie mit einer Blendlaterne, ich fand von dem so abgelegenen Göttingen aus, wo ich nicht fortkonnte, nichts. Schon sah ich mich auf ewig auf mich allein angewiesen und be gann mit meinen nächsten Freunden einen Bund gründen, dessen legter Zweck der Kommunismus, dessen oberster Grundsatz: Der gwed heiligt die Mittel und dessen erstes Gesetz erstes Gesetz unbedingter Gehorsam war, zu stiften, als ich von London aus( Sie werden meine Ausdrucksweise unter den jetzigen Umständen verstehen) die ersten Genossen fand. Ich bitte Sie jest, mir Statuten und Geseze resp. Befehle zu schicken. Die Polizei hat in diesem Augenblick ein sehr wachsames Auge auf mich, ich nehme jedoch die Charge als Vorstand nur au, wenn ich wieder nach G. zurückkehren tann." Nationalfociale Späße. v. Gerlach, der Führer der Nationalsocialen, langweilt sich in der Einsamkeit seines Vereins und fühlt darum das Bedürfnis, mit andren Kreisen in Unterhaltung zu tommen. So erklärt sich seine Neigung, die Socialdemokratie, speciell den„ Vorwärts" bei jeder Gelegenheit polemisch herauszufordern, und da er dies allemal am Montag thut und wir am Montag nach der friedlichen Sonntagsrast zumeist gar menschenfreundlich gestimmt find, gelingt es ihm zumeist eine Antwort und damit eine Unterhaltung zu erzielen. Namentlich war es die sociale Phrase und die socialpolitische Projettenmacherei, mit der er leichtgläubige Berehrer bei den bürgerlichen Demokraten fand. Ernsthafte Socialpolitit mit Arbeitern zusammen können jüddeutsche Volksparteiler ja nicht treiben, weil sie der Neulich glaubte er einen Brief des östreichischen Genossen Klaffengegensatz zu den Proletariern daran hindert und ihnen infolge Daszynski über den Militarismus gegen uns ausspielen zu dessen jede wirkliche Verbindung mit Arbeitermassen fehlt. Desto können. Wir druckten den Brief einfach ab und erklärten uns mit willkommener war deshalb ein Bauberer, der mit elegantem Wort ihm einverstanden. Daszynskis Schreiben enthielt auch den Satz: und großer Geste socialpolitische Pläne zu entwerfen verstand, die" Ob man Volksrechte gegen militärische Forderungen tauschen kann, nur das eine gemeinsam hatten, daß sie eben stets- Worte blieben. hängt ab von der Natur der Rechte und der Forderungen." Flittergold statt bare Münze! So sprach Miquel einmal in An diesem Eazz möchte man höchstens die allzugroße Selbstvers Frankfurt am Main in einer wissenschaftlichen Gesellschaft über ständlichkeit aussehen. Im Munde eines Socialdemokraten konnte die Wandelbarkeit der Eigentumsbegriffe wie ein alter es natürlich nur bedeuten: Wir tauschen gern Voltsrechte, wenn es Kommunist, und alles war entzückt über seine wissenschaftliche socialistische Voltsrechte sind, ein gegen Militärforderungen, Unbefangenheit und Vorurteilslosigkeit. Er gab anfangs der 80er fofern es socialistische Militärforderungen sind. Herr v. Gerlach Jahre für die alte Mainstadt mit ihrer seit Lassalle kräftigen und aber streicht den Vorbehalt hinsichtlich der Forderungen, und lebhaften Araeiterbewegung die erste Anregung zu einer Art Kom- indem er den Einfältigen feien wir höflich spielt, munalisierung der Arbeitsvermittlung für Deutschland überhaupt, ichmuggelt er ſtatt socialistischen Militärforderungen den heutigen Lange vor der ersten Stuttgarter Gründung dieser Art. Militarismus ein und ruft mit dem ganzen schönen Habystolz aus: Daß er damit die gewerkschaftliche Bewegung nicht fördern, Es ist erreicht! Jetzt erklärt sich das socialdemokratische Centralsondern ihr eher einen Zahn ausbrechen wollte, ist sicher. organ namens der gesamten deutschen Socialdemokratie grundsätzlich Demokratische Socialpolitiker schwören aber heute noch auf das für die Zulässigkeit der Bewilligung von Militärforderungen, wenn Miquelsche Rezept. Ende der 1880er Jahre begrüßte Miquel in Bug um Zug dagegen Volksrechte eingehandelt werden können." Frankfurt einmal die Generalversammlung des Deutschen Vereins Dieser müßig scherzhafte Einfall wird dem nationalsocialen Führer für öffentliche Gesundheitspflege mit einer großen Rede von mächtiger überdies nur dadurch möglich, daß er geflissentlich seine Citierung Augenblickswirtung über die öffentlichen Aufgaben auf dem Gebiete des Vorwärts" ant der entscheidenden Stelle der Wohnungsnot. Wenn man ihn hörte, mußte man glauben, abbricht. b. Gerlach führt givar uniren Sazz all: einen Bahnbrecher für energische städtische Maßnahmen vor sich zu Diese Ausführungen Daszhustis deden sich durchaus mit haben. Wir werden gleich sehen, wie es in Wirklichkeit stand. unsren Anschauungen und der Haltung der deutschen Socialdemokratie in Militärfragen", unterschlägt aber die zum Ver ständnis notwendigen darauf folgenden Worte:" Genosse Daszynski ist mit uns Gegner des Militarismus und will mit uns, daß die Arbeiterklasse Forderungen zur Wehrhaftmachung des Volts nur für ich selbst bewilligt." tember 1894 " tim sani leninAusland. Oeftreichs Ungarn. Schweden. zu Als nämlich Miquel glücklich im Juni 1890 zu Höherem, längst Ersehntem berufen war, zeigte sich allmählich, was er thatsächlich auf dem Oberbürgermeisterposten geschafft hatte. Wäre es der Frankfurter Socialdemokratie schon damals gelungen, einen roten Hecht in den demokratisch freisinnigen städtischen Starpfenteich, die Stadtverordneten Versammlung, zu bringen, und nicht erst Obwohl nun v. Gerlach nur mit Hilfe eines böswillig ver zehn Jahre später, so hätte den Spuren Miquelscher Wirt- stümmelten Citats den Vorwärts" zu charakterisieren" im stande jamfeit natürlich noch viel gründlicher nachgegangen werden können. ist, so hat er nicht einmal die ganze schauderhafte Wahrheit zu So waren die Arbeiter immer nur auf das Wenige angewiesen, was enthüllen vermocht. fie von außen beobachten konnten; aber sie sahen genug. Nach dem Das Centralorgan der deutschen Socialdemokratie ist nicht demokratisch- freisinnigen Klüngel war Miquel auch für die städtische einmal so anspruchsvoll wie Genosse Daszynski. Es wäre ja Frankfurter Verwaltung der große Finanze und Kaffen- ein hübscher Gedanke, socialistische Boltsrechte gegen socialistische reformator gewesen. Da entleibte fich plöglich im Sep- Militärforderungen, etwa die demokratische Verfassung gegen die der Stadtkassierer Fischer, ein Liebling der Miliz, einzutauschen, nur fürchten wir, so lange die kapitaliſtiſch- Der gerüffelte Thronfolger. Nach der Meldung der Tägl Miquelschen Verwaltung, im Amt reich geworden wie sein Herr, bürgerliche Welt besteht, werden wir niemals in die Verlegenheit Rundschau" ist an sämtliche Erzherzoge ein taiserliches und es stellte sich heraus, daß der gute Mam unter den Augen des geraten, daß man ant 11 gerberget derartige Forderungen richtet Sandschreiben ergangen, in welchem die Bestimmungen größten preußischen Finanzgenies und seit Jahrzehnten Millionen und sich bereit erklärt, uns ein nettes Volfsrecht obendrein zu des Hausgeießes in Erinnerung gebracht werden, wonach die aus der Staatstasse hatte unterschlagen und seine Töchter und gewähren. So ausschweifend ist unsre Phantasie nicht, so un- uebernahme des Protettorats über Vereine Schwiegersöhne mit dem gestohlenen Geld fürstlich ausstatten bescheiden nicht unser Wünschen. Darum erklären wir, auf daß Herr von vorheriger 3ustimmung des Kaisers ab. fönnen. Der amtliche Bericht der zur Untersuchung des v. Gerlach sich frente, die deutsche Socialdemokratie ist bereit, jogar hängig ist. Frankfurter Stadtpanamas eingesetzten städtischen Kommission ohne jede Kompensation, ohne irgend einen Tausch, irgend eine stellte hinterher tröstlich fest, daß die" Reformen von 1880" Gegenforderung, Militärforderungen zu bewilligen- vorausgesetzt, Stockholm, 6. Mai. Die Reichstagskommission zur Borberatung ( Miquels Amtsantritt) es unterließen, die Führung eines den daß sie dem Buntt 3 der Gegenwartsforderungen in unsrem Erfurter Raffierer kontrollierenden, von einem Buchhalter zuführenden Gegenbuchs Programm entsprechen:„ Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftigkeit. der Regierungsvorlage betreffend die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und eine durchgreifende Neu- Organivorzuschreiben", und daß sie damit der bisher möglich gewesenen, Boltswehr an Stelle der stehenden Heere." von Fischer thatsächlich geübten Art der Falschbuchungen feinerlei Wir hegen die Besorgnis, daß wir niemals in die Lage fation des Heeres und der Flotte erstattete heute ihren Bericht. daß wir niemals in die Lage Die Mehrheit der Kommissionsmitglieder befürwortet den Anschluß Hindernis bereiteten". Das ist gewiß schonend ausgedrückt und kommen werden auch ohne Gegenleistung- Militärforderungen an die Regierungsvorlage, welche eine Vermehrung des dabei natürlich nur ein fleiner Ausschnitt aus der Wirklichkeit, an bewilligen zu dürfen. Budgets für die Verteidigung Schwedens um der die Untersuchenden selbst ja in so hohem Grade mitschuldig Ein großer Sieg der Deutschen in China. Endlich kommt 221/2 Millionen Kronen bedeutet, wobei das fünftige Jahreswaren. Und wie der Millionendefraudant Fischer ein besonderer Liebling und Vertrauensmann des Frankfurter Oberbürgermeisters die Nachricht von einem Siege der Deutschen, den kein Neider im budget für die Verteidigung zu Lande auf 45 Millionen und für die Miquel war, womit natürlich nicht auch nur im entferntesten Ausland zu verkleinern wagen wird. Aus Peking wird von einem Verteidigung zur See auf 14 Millionen Kronen steigt. England. angedeutet werden soll, daß der spätere preußische Finanzminister Scherlichen Special- Berichterstatter gekabelt: d eine Ahnung von der Unehrlichkeit jeines Untergebenen hatte, jo wurde unter Miquel überhaupt die städtische Verwaltung durchsetzt von Günſtlingen, die durch persönliche Beziehungen in Amt und Würden famen. Reaktionäre Schulräte, die in der Pfalz einst für das Miquelsche Reichstagsmandat gut agitiert hatten, gelangten in gut bezahlte Frankfurter Stellungen, fleinere Lieblinge, die sich zu Das Dresdener Antisemitenblatt ,, Deutsche Wacht" fämpft schmiegen wußten wie der Chef, in kleinere Posten, so daß heute noch seit Jahren mit großen finanziellen Schwierigkeiten. Da der unteilweise die Stadtverwaltung an dieser Hinterlassenschaft leidet. rentable Geschäftsbetrieb in der bisherigen Weise nicht fortguführen steuer nimmt eine immer drohendere Gestalt an, und gestern abend Für ernste sociale Dinge dagegen geschah im Gegensatz zu den war, beschlossen die Aktionäre die Liquidation. In der betreffenden ist dem Schatzkanzler ein„ Ultimatum" zugegangen, welches von den brillanten Neden Miquels fast gar nichts. Speciell in der Wohnungs- Hauptversammlung ging es, wie uns aus Dresden geschrieben wird, Delegierten der Föderation der Minenarbeiter nach längerer Bepolitik wurde weder für zeitigen und damals sehr billig möglichen sehr stürmisch zu. Die Hauptschuld alt dem Niedergang ratung am gestrigen Vormittag aufgestellt wurde und welches in Worten den Arbeitern anempfiehlt, an einent Erwerb von Grund und Boden für die Stadt, noch für Wohnungs des Blatts wurde den kaufmännischen Leitern der Firma zu schlichten bau gesorgt. Daß heute in Frankfurt a. M. Die Wohnungsnot geschoben, während diese während diese erwiderten, daß die antisemitische noch näher zu bestimmenden Tage die Arbeit niederzulegen, und Theuerung geradezu krasse Formen angenommen hat, ist Haltung der Wacht die Hauptinferenten und das seien die jüdischen falls die Exportsteuer auf Kohlen bis dahin nicht zurückgezogen ein wesentliches Verdienst der Miquelschen wortreichen, aber Ladeninhaber vom Inserieren abhalte, wodurch das Blatt der thatlosen Zeit. Ebenso wurden eine Menge andrer Kultur- größten Zeitungs- Einnahmequelle verlustig gehe. Troß der zur über 600 000 Bergleute, und wie es heißt, find sie dieser Zahl von aufgaben aus fiskalischem Juteresse ungebührlich weit zurüd Schau getragenen zuversichtlichen Meinung über die Zukunft des Streitern bereits ganz sicher, während sie andrerseits erwarten, daß gestellt, so daß sie sich später, nach Miquels Abgang, in einer für Blatts fein Aktionär zu bewegen, den Verlag zu nicht weniger als 760 000 Arbeiter in England, Schottland und die Finanzen und die Verwaltung der Stadt sehr nachteiligen Weise übernehmen. Auch die langwierigen Verhandlungen mit be- Wales dem Aufrufe zum Stampfe gegen die Absichten der Regierung drängten und häuften. Ueberall war das Zeichen der Miquelschen güterten Partei- Angehörigen führten zu feinem Ziele. Jetzt Folge leisten werden.. Das wunderbarste bei diesem drobenden Vergangenheit: Blendwerk nach außen, hohl im Innern! ist es endlich gelungen, einem reichen öftreichischen antisemitischen Streit ist die Harmonie zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Aus solch einer Thätigkeit heraus holte nach einem Festdiner Zeitungsverleger das Blatt aufzuhängen. Der neue Verleger ist der zwischen den Grubenbefizern und ihren Arbeitern, die, wie es Vor- vischen den Grubenbefizern und ihren Arbeitern, die, wie es im Frankfurter Palmengarten, bei dem Miquel wieder großartig geift- Schönerianer Faber aus Krents in Niederöstreich, bekannt als Vor- heißt, mit wenigen Ausnahmen, sich vollständig einig über die reich geplaudert hatte, Wilhelm II. den Bielgewandten mit den sitzender der östreichischen Gewerbevereine. Er gehört zu den weitere Organisation des Kampfs gegen den Kohlenzoll zu sein Worten: Sie sind mein Mann!" zum Finanzminister und zweiten Beitungs- Großindustriellen. Er ist bereits Eigentümer mehrerer scheinen. Der Streit würde also in jeder Hinsicht eine Novität Ministerpräsidenten. Die Folge entsprach der Vergangenheit... deutsch- radikaler Blätter. Für die Beschaffung dieses Berlegers ist besonders Herr Zimmermann sehr thätig gewesen, weil er sich den sein, da er das gerade Gegenteil von einer Meinungsverschiedenheit zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zur Grundlage hat und östreichischen Deutschradikalen am verwandtesten fühlt. bezweckt, und diese Einigkeit zwischen den beiden Streitfaktoren Wegen Soldatenmishandlung hatte sich der Unteroffizier hervorgerufen und gefördert wie sie zweifelsohne durch die Gruben- giebt sogar schon einigen übereifrigen MitKein Nachfolger Miquels. Herr v. Miquel war nicht nur Anger vom Grenadier- Regiment Nr. 127 in Ulm vor dem Kriegs- befizer ist des Parlaments, speciell soweit sie der Juris Finanzminister, sondern auch Vicepräsident des Ministeriums. Auf gericht der 27. Division zu verantworten. Anger hatte am 19. März cr. gliedern dem letzteren Bosten wird er keinen Nachfolger erhalten. Künftig den Grenadier Weber, der am Abend die Stiefel nach Ansicht des prudenz angehören, Veranlassung, an der Hand gewisser Gesetzsoll als Bicepräsident der jeweilig älteste Minister fungieren.- Unteroffiziers nicht rechtzeitig geputzt und vorgezeigt hatte, durch paragraphen von einer Verschwöring gegen die Interessen Deutsches Reich. Bei den heutigen großen Rennen in Befing errang der deutsche Gesandtschafts- Sekretär v. Bohlen mit einem Pferde des deutschen Rennstalls den ersten Preis. Nun tann Walderfee ruhig zurüctehren! Dieses Pferd wird dem Einzug die nötige feierliche Weihe geben. war Die Kohlenarbeiter und der Kohlen- Ausfuhrzoll. Der Rh.- Westf. 3tg." wird aus London geschrieben: Ein Riesenstreit gegen den Staat, gegen die Regierung, das ist das neueste Resultat der Steuervorschläge des englischen Schazkanzlers, der mit dem beabsichtigten Exportzoll auf Stohlen in ein böses Wespennest gestochen hat. Der Widerstand der Minenbefizer und-Arbeiter gegen den Minister Hicks- Beach und seine Kohlenworden sein sollte. Die betreffenden Delegierten bertreten des Staats" gu sprechen und nach den gehörigen Gegen- maßregeln zu forschen, wobei natürlich nicht viel Gescheites zum Vorschein kommt. Der Streik würde allerdings in seiner Wirkung weit über die Grenzen des socialen Gebiets der Kohlenintercssenten hinausgehen. Es heißt, daß augenblicklich höchstens für den Be- darf einer Woche ausreichende Quanten von Kohlen zutage gcsördert liegen, und daß, wenn der Streik in dem gefürchteten Umfange Thatsache werden sollte, innerhalb 3 bis 4 Wochen nicht nur der ganze Exporthandel tot sein, sondern auch die gesamte groß- britannische Industrie inkl. des Eisenbahnverkehrs und eines Teils der Dampfschiffahrt zum Stillstand gebracht werden könnte. Die Berg lcute würden, wenn sie thatsächlich in der genannten umfassenden Anzahl die Arbeit einstellen wollten, in der Gesamheit einen Lohn ausfall von 250 000 Pfd. per Tag zu beklagen haben und selbst wenn, wie es heißt, die Grubenbesitzer wirklich die Halste des Ausfalls tragen wollten(die Arbeiter-Union wird an- geblich die andre Hälfte ersetzen), so wird dieses Faktum den Schatzkanzler und die Regierung schwerlich von dem einmal ei» genommenen Standpunkt abbringen können. Sir Michael Hicks-Beach hat die Absicht, den drohenden Kampf mit aller Energie aufzunehmen und mit seinem Steuervorschlage zu stehen oder zu fallen; die letztere Möglichkeit liegt in sehr weitem Felde, zumal ein Ersatz für den Ä oh lenzoll zur Zeit nicht gefunden werden kann, und der Staat auf die vorgeschlagene Einnahme zu verzichten natürlich nicht niehr in der Lage ist." Die Erbitterung der Kohlenarbeiter gegen den KohlenawZfuhr Zoll hat also doch größere Dimensionen angenommen, als man anfangs annahm. Da die englische Kohlenausfuhr einen Wert von mehreren hundert Millionen Mark repräsentiert, ist die Erregung der Arbeiter über eine empfindliche Schädigung des Exports und eine damit drohende Lohnreduktion. immerhin erklärlich. Andrerseits ist nicht zu übersehen, daß eine etwa eintretende Senkung der Kohlenpreise nicht nur der Industrie sondern auch der Masse der Arbeiter zu gute kommen würde während doch die Zuckersteucr, gegen die man lange nicht mit einer solchen Heftigkeit zu Felde zieht, das gesamte Proletariat be lastet. Die Protestbewegung der Kohlenarbeiter ist daher nicht frei von jener Zünftlerei, die der englischen Gewerkschaftsbewegung im allgemeinen und den Organisationen der Kohlenarbeiter im be sonderen noch teilweise anhaftet.— Frankreich. Franzöfisch-marokkanische Verstimmungen. Pariser Blätter behaupten, der Sultan von Marokko habe den Tnathäuptlingen. welche ihn um Hilfe boten, brieflich erklärt, er könne keine offenen Feindseligkeiten gegen Frankreich unternehmen, er, verde jedoch den marokkanischen Grenzstämmen befehlen, durch unaufhörliche Einfälle in französisches Gebiet die militärischen Operationen Frankreichs in Süd-Algerien zu behindern. Der französische Gesandte in Tanger sei beauftragt, wegen dieses Briefs Aufklärung zu verlange». Der Kreuzer„dÄssas" sei nach Tanger geschickt, um der Forderung Nach druck zn verleihen.— Italien. Verunglückte Versammlung. Im Theater zu Reggio(Emiliä sollte am«onntag zwischen Klerikalen und S o c i a l i st e n eine Auseinandersetzung stattfinden. Schon lange vor Beginn war das Theater von Teilnehmern bis auf den letzten Platz angefüllt. Infolge des später entstandenen Gedränges stürzte ein Teil des ProsceniumS ein, wodurch eine groß Panik hervorgerufen wurde. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Versammlung ivurde infolgedessen aufgehoben.— Rtchland. Vau den verhafteten Socialisten soll nach einer Meldung ans Sosnovice ein Teil, der anläßlich des 1. Mai inhastiert ivorden war, wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein. Einige wegen großpolmscher Umtriebe Verhaftete seien jedoch in Haft be halten worden.— AuS Russisch-Polen. Zum Bericht über die M a i d e m o n st ratio n i n Warschau in Nr. 103 dieses Blatts wird uns noch folgendes mitgeteilt: Die socialdemokratische Partei Polens und Litauens traf schon lange Zeit vor dem 1. Mai alle Vorbereitungen zur Demonstration, deren Jnscenierung dieses Jahr wegen der schweren Krisis der polnischen Industrie wesentlich erschwert war Dieser Umstand bestimmte die Partei, an dem alten Gebrauch noch festzuhalten und die Maifeier auf den ersten Sonntag vor dem I.Mai zn verlegen. Andrerseits wurden von feiten der Behörden alle Hebel ii, Bewegung gesetzt, um die Demonstration zn vereiteln. Vom Februar bis Mai sind zahlreiche Verhaftiingeu vorgenommen worden. Im Februar erschien ein UkaS des General gonverueurS, wonach jegliche Stratzenansammlung verboten ward Die Socialdemokratische Partei beantwortete dies mit der Verbreitung eines in ihrer Geheimdruckerei zu Warschau in 5000 Exemplaren hergestellten Flugblatts, in ivelchem die Arbeiter zur Maidemonstration aufgefordert wurden. Bald darauf erschien in derselben Geheimdruckerei der«Arbeiterkurier", in welchem wiederum auf den 1. Mai aufmerksam gemacht worden ist, worauf eine ganze Reihe geheimer Versammlungen statt fanden. Am 25. April wurde die Mai uummer des Organs der socialdemokratischen Partei„Arbeiter- revue" in 3000 Exemplaren verbreitet. Die betreffende Nmnmer enthält neben mehreren Artikeln über den 1. Mai, über die Jahresthätigkeit der Partei, über die Märzereignisse in Rußland auch Briefe der Genoffen Bebel, Kautsky, Vaiihervelde und Axelrod. welche speciell für diese Mai- nuinmer bestimmt waren, und trägt somit einen wirklichen internationalen Charakter. Am 26. April wurden Proklamationen der Geheimdruckerei des Vorstands der Socialdemokratischen Partei in 12 000 Exemplaren verbreitet, welche zur Demonstration auf sorderteil. während am27. April 10000 Einladungszetteldes Warschauer Komitees der Partei, die zur Demonstration auf der Marschal kowskostraße mahnten, ihre Verbreitung fanden. Auf diese Einladungen hm erschienen ani bezeichneten Ort und zur festgesetzten Zeit 15 000 polnische Arbeiter, welche offen ihre Stimmen nach einer demokratischen Konstitution ertönen ließen, wie sie allüberall jetzt im russischen Reich erklingt. Von den letzthin verbreiteten Publikationen der socialdemokratischen Partei verdient der Aufruf an diepolnischen Arbeiter anläßlich der letzten Ereignisse in Rußland besondre Beachtung. Dieser Aufruf endet wie folgend:„Polnische Arbeiterl Eure Leiden, Euer Los sind mit deni der russischen Arbeiter ge ineinsam i Euer Kanipf muß gemeinsam und die Ziele dcö Kampfs' die gleiche» sein. Laßt die polnischen Studenten in überirdische Träumerei von polnischen nationalen Dcsurrektionen versinken; wir polnischen Arbeiter, der lebendigen Zukunft entgegen- sehend, reichen unsre Hand mit brüderlichem Willkommen dem lussischen Arbeiter: kühn, frohen Muts möge er auf dem einmal betretenen Wege vorwärts schreiten, und möge er sicher sei», daß das polnische Proletariat ihn in seinem Kainpfe nicht verlassen wird. Es lebe die politische Brüderlichkeit der polnischen und russischen Arbeiter I Nieder mit dem Zarismus: Es lebe die Konstitution!" Amerika. Washington, 6. Mai. Die Regierung hat beschlossen, die Armee a n f de» Philippinen auf 40 000 Mann zu red u eieren.—__ Der Boereu- Krieg. Eine Schlacht bevorstehend? Während General Frcnch den Osten Transvaals vom Feinde säuberte, sich aber schließlich doch wieder zurückziehen mußte, ohne eine dauernde Pacifizierung der durchzogenen Distrikte erreicht zu haben, ist eö jetzt im w e st l i ch e n Teil Transvaals unvermutet äußerst lebendig geworden. Bereits die letzten Meldungen sprachen von heftigen unentschiedenen Gefechten, die General Babiugton mit den Mannschaften des Bocrengeuerals D e l a r c y zn bestehen hatte. Heute liegt gar folgende Meldung des„Reuterschen Bureaus" auS Johaunisburg vor: „Die Boeren konzentrieren sich feit dem I. Mai um H a r t e b e e st f o n t e i n. wo die unter dem Befehl Delareys stehende Streitmacht auf 4000 bis 5000 Mann geschätzt wird. Die Boeren nehmen eine f e st e Stellung an den Hügeln ein. General Babington nahm Fühlung mit ihnen, aber deffen Streitmacht ist zu klein, um die Boeren anzugreifen; es sind darum Verstärkungen abgeschickt worden. Außerdem nähern sich die Generale M e t h u e n und Rawlinson Hartebeestfontein. Eine Schlacht scheint bevorstehend. Man glaubt nicht, daß die Boeren die Stellung ohne Artillerie, die sie nicht mehr besitzen, werden halte» können." Während die ungezählten englischen SiegeSnachrichten den Ein- druck erwecken mußten, als gehe es mit dem Widerstand der täglich mehr zusammenschmelzenden Boeren rasch zu Ende, erfahre» wir jetzt mit einem Male, daß sich im Westen Transvaals unter Delarey ein st a r k e s B o e r e n h e e r zusammengezogen hat, das nicht nur wiederholte Angriffe des Generals Babington erfolgreich zurückgewiesen hat, sondern aus dessen Haltung man sogar schließt. daß es einem kombinierten Angriff der Generale B a b i n g t o n Me ihnen und Rawlinson eine förmliche Schlacht anbieten werde. Ob Delarey es zu einer wirklichen Schlacht kommen läßt, ist allerdings fraglich. Abgesehen davon, daß er über keine Artillerie verfügen soll, kann ihm selbst ein Sieg der unvernieidlichen Menschen opfcr wegen nicht begehrenswert erscheinen. Ob die Engländer ein paar hundert Menschen verlieren, kommt bei der großen Ueberzahl derselben wenig in Frage, während die Boeren nicht einen ihrer Leute ohne Not aufs Spiel setzen dürfen. Zieht sich Delarey dagegen vor den Engländern zurück und lockt er sie einige Wochen läng hinter sich her, so werden die Anstrengungen des Marsches seinen Verfolgern teurer zu stehen kommen, als ein ver lorcnes Gefecht. Zerstörung eines ZugS. AuS C r a d o ck wird telegraphiert: Die Boeren brachten bei M ort im er einen Zug zur Entgleisung. Drei Wage wurden in Brand gesteckt. Die Eisenbahnlinie konnte jedoch einige Stunden später wieder in Betrieb gesetzt werden. Die englische» Verluste werden laut den ausgegebenen TageSvcrlust-Listen für den 4. und 5. Mai auf 18Tote� 23 Verwundete. 11 schwer E r krankte und 20 an Krankheiten Verstorbene an- gegeben. Di- Pest. AuS Kapstadt wird berichtet: In den letzten 48 Stunden sind 9 neue Pe st fälle festgestellt worden. Drei Personen deren Leichen aufgefunden wurden, waren der Be Hörde nicht als Pestkranke gemeldet. Die G e s a m t z i f f e r der Pestfälle bcläuft sich bis jetzt auf 57Ä, darunter 250 Todcö fälle. Fricdenösehusucht der Börse. Aus London wird berichtet: Einflußreiche Loudoncr und südafrikanische Finanzkreis und M i n e n i n t e r e s s e n t e n sind angestrengt und wahrscheinlich nicht erfolglos bemüht, ein Kompromiß herbei zuführe», um den Friedensschluß zwecks schleunige Wiedereröffnung der Gruben zu ermöglichen Cecil RhodeS rät dringend, weitgehende Zugeständ nisse einzuräumen, weil die Feindseligkeit der Kap Holländer st e t i g a n w ä ch st und die G e s a m t I a g täglich aussichtsloser wird. Die ehemaligen Kriegshetzer blasen jetzt die Friedens schalmei! Der Krieg ist ihnen übel bekommen, und Schlimmeres noch fürchten siel_ Pattfei-MschviÄzten. Ter Eintritt MillerandS ins Ministerium. Der Genosse Ed. V a i I l a n t richtet an die Redaktion der „Neuen Zeit" einen längeren Brief, in dem er dem kürzlich von unS itn Auszug veröffcntlichtcu Artikel I a u r e S entgrgenrritt. JaursS hatte seinem Artikel einen Brief VaillantS an Millerand im Wortlaut eingefügt, in dem u. a. folgende Stelle vorkam:„Man sagt, daß Sic teilnähmen an einer Kombination mit Galliffet. Das würde natürlich das, was gestern in der socialistischen Gruppe gesagt worden ist, vollständig aufheben." Diesen Satz hatte Janrös als den wesentlichsten bezeichnet; auS ihm müsse gefolgert merden, daß Vaillant, wenn er auch den eventuellen Eintritt Millerands nicht in aller Form gutgeheißen, so doch auch nicht eine Frage des Princips daraus gemacht habe, sein sVaillants) Bedenken habe sich in erster Linie gegen die kom promittierende Nachbarschaft Galliffets gerichtet.' Vaillant giebt über die Vorgänge in oben bezeichneter FraklionSsitzung folgende Darstellung: „Millerand hatte in dieser Versammlung behauptet, die ihm gemachten Vorschläge zum Eintritt in daS Ministerium seien eine vergangene Sache; während der ganzen Dauer der Berhanb Inngen habe er nicht einen Augenblick anders als im eignen Namen gesprochen oder gehandelt, niemals die Fraktion oder die Partei hineingemischt. Ich»ahm ebenfalls das Wort, sagte, daß ich Akt von Millerands Aussprüchen nähme; jedoch,' gesetzt den Fall, den Millerand für unwahrscheinlich hielt, daß ihm die gleichen An crbictungen nochmals und mit Erfolg gemacht würden, so würde ich von der Fraktion die Erklärung verlangen, daß sie so wenig wie die Partei an der Centralgewalt der Bourgeoisie teilnehme» könne und daher auch nicht für die Handlungen und die Annahme Millerands verantwortlich sei oder sein könnte. Dies ist die verkürzte, aber sinngetreue Wiedergabe meiner Worte. Kaum hatte ich geendigt, als Millerand mit einem Zeichen und einigen Worten seine Zustimmung äußerte. Da niemand mehr das Wort nahm und die Fraktion einig zu sein schien, erhob ich mich und begab mich mit mehreren Kollegen in die Kammer." Nun ist aber nach Jaurss Darstellung in jener Sitzung von den Genossen Boyer und Cadenat auch ein Antrag gestellt worden, der die Abgabe einer Sympathiekundgebung zu Gunsten Millerands verlangte. Das sei aber fallen gelassen worden, Millerand habe es überhaupt vermeiden wollen, die Partei mit für seine Schritte ver- antwortlich zu machen. Ueber diesen Punkt sagt Genosse Vaillant: «Ob in dem Augenblick meiner Entfernung die Genossen Antide Boyer und Cadenat etwas sagten, was ich schlecht oder falsch verstand, ob darüber einige Worte gewechselt wurden, das ist mir, ebenso wie meinen Freunden nicht mehr erinnerlich. Aber daß während meiner Anwesenheit durch Cadenat ein formeller Amrag. ivie ihn Jaurss jetzt mitteilt, eingebracht und erörtert wurde, das ist nicht richtig und kann es nicht sein. Wäre doch ein solcher Antrag die Verneinung alles daselbst Gesprochenen und Gc schehene» gewesen. Wäre er eingebracht worden, hätte ich darüber zu sprechen gehabt, so hätte ich ihn lebhaft bekämpft, denn Cadenat hätte nach der ihm von Jaurvs zugeschriebenen Formulierung von uns verlangt, daß wir für Millerands Schritt die Verantwortung übernehmen, während ich das gerade Gegenteil wollte." Schließlich führt Genosse Vaillant noch eine Reihe Thatsachen an, die nach seiner Meinung den Beweis erbringen, daß er mit aller Entschiedenheit gegen den Eintritt eines Socialisten in ein bürgcr liches Ministerium aufgetreten ist. So ist Vaillant mit seiner Gruppe aus der socialistischen Kammerfraktion ausgetreten; sodann bat er und seine engeren Parteifreunde das Miiiifterimii in der Kammer mit dem Rnse„Es lebe die Kommune" begrüßt, und ans der Tribüne protestierte er mit Zevavs„gegen die Anwesenheit des- jenigen auf den Regiernngsbänken. der das socialistische und arbeitende Paris erdrosselt hat". Also auch dieser Protest galt wohl erster Linie dem Kommuneschlächter Galliffet. auch liegen die Proteste zeitlich nach den vollzogenen Thatsachen. Mit der Möglichkeit eines socialistischen Ministers hat man in den französischen Partcikrcisen übrigens schon lange gerechnet, ohne die Notwendigkeit einer principiellen Stellungnahme empfunden zu haben. Genosse Vaillant selbst schreibt darüber: „Ich habe an mehr als einer Unterredung teilgenommen. wo seit dem Anschluß Millerands au die socialistische Partei diese Möglichkeit(des Eintritts M. ins Ministerium) diskutiert wurde, und der Schluß war stets derselbe:„Möge er doch eintreten", sagten alle,„wir sehen darin keinen Nachteil, vorausgesetzt, daß er eS auf seine eigne Rechnung und Gefahr thnt, jede Verbindung mit der Partei löst und dieselbe weder hinein- mischt noch kompromittiert." In diesem Sinne, indem ich dabei stets jenen Vorbehalt machte und forderte, der die Partei vor jeder Teilnahme und Bloßstellung schützte, habe ich denn auch nichts in der Fraktion gesagt, was nicht freundschaft- lich für Millerands Person war."— „Socialdemokratische Theorie und Praxis". Durch die ganze bürgerliche Presse macht eine Notiz die Runde, �daß in der socialdemokratischen Parteidruckerei in Nürnberg ein Streik der Schrift- setzcr bevorstehe oder schon ausgebrochen sei, weil die Geschäftslcitung eine» Maschinensetzer als Streikbrecher eingestellt habe. An der ganzen Behauptung ist kein wahres Wort. Die Notiz ent- stammt dem freisinnigen„Fränk. Kurier", einem Blatte, das sich zur Aufgabe gemacht hat, unsre Partei in Nürnberg und deren Leitung sortgesetzt in der gehässigsten Weise zu verunglimpfen. An demselben Tage, an dem der „Kurier" die Notiz brachte, mußte er in seiner Abendausgabe auf Veranlassung einer Kommission des Setzerpcrsonals seine An- und erklären, daß sie vollständig auf Unwahrheit aber nimmt die gegnerische Presse keine Notiz, darum zu thun ist, der Partei etwas am Zeuge einen Unterschied zwischen socialdemokratischer Theorie und Praxis zu konstruieren. Die Wahrheit ist nur, daß eine vorübergehende Differenz entstanden war, weil der betreffende Maschinensetzer sich abends nach Schluß der Arbeitszeit im Geschäft aufhielt. Die Sache klärte sich aber sofort dahin auf, daß der Setzer durch ein plötzliches Umvohlsein am Fortgehen verhindert war. gaben widerrufen beruhten. Davon weil es ihr nur zu flicken und Kehrt Waldersee zurück? Ein in solchen Angelegenheiten zuweilen gut unterrichtetes Blatt läßt sich aus Peking melden: In Anbetracht der günstigen Gestaltung der hie- sigen Verhältnisse ist es möglich, daß der General- feldmarschall Graf Waldersee Mitte Juni in die Heimat zurück- kehrt. Bis dahin würde er auf dem Lazarettschiff„Gera" ver- weilen, das hierfür eingerichtet werden soll. Die Begründung der in Aussicht gestellten baldigen Rückkehr des Grafen Waldersee ist überaus lustig.„In Anbetracht der günstigen Gestaltung" der ostasiatischen Verhältnisse soll Waldersee nunmehr entbehrlich sein. Wenn damit gemeint sein soll, daß dem Obcrstkommandierenden die Last des Oberkommandos dergestalt immer mehr erleichtert worden ist. daß er jetzt vollständig von dieser Bürde befreit ist, so haben sich die Zustände in der That äußerst günstig gestaltet. Auch der Sorge um seine„Habe" ist er ja enthoben worden. Was soll der Generalissimus noch ohne M a r s ch a l I st a b und A s b e st h a u S in dem ungastlichen China? Auch die„Deutsche Tages-Ztg." ist dieser Ansicht. Sie schreibt: ES wäre allerdings das der verwickelten Lage angemessenste, wenn Graf Waldersee von seinem nndaukbarcn Weltmarschallamt abberufen würde. Er kommandiert ja thatsächlich schon l ä n g st nur noch die deutschen Truppen. Dazu allein aber wurde er nicht nach China geschickt. Am rich- tigsten wäre es. wenn gleichzeitig auch der größere Teil der deutschen Truppen zurückbefördert würde. Die„Deutsche TagcS- Zeitung" sieht allerdings nicht in der g ü n st i g e n Gestaltung der Lage, sondern vielmehr in der verwickelten Lage einen dringenden Beweggrund zur Heimkehr Waldersecs. lind für die gänzliche Isolierung des Welt- feldmarschalls, die Eifersüchteleien Frankreichs und Englands gegen Deutschland, und Rußlands emsige Schür- und Minierarbeit wird nian den Ausdruck„Vcnvicklnng" noch sehr euphemistisch finden müssen. Daß die Lage„günstig" sei, soll ein Telegramm der.„Köln. Ztg." beweisen, wonach die Lieutenants Kirsten, deS ArtS, Kummer, v. Wilamoivitz einen außerordentlichen E r k u n d i g n n g s r i t t von etwa 100 Kilometer über Ks lg an hinaus nach T a t n n g f n, 275 Kilometer westlich von Peking, unternehmen. In S ch a n s i wurden keine chinesischen T r.'u p p c n mehr v o r'g e f u n d e n. Dieser Rekognosciernngsritt stellte aber lediglich fest, daß zwischen K a l g a n und T a t N n g f'u, also im Nordosten der Provinz Schansi, keine chinesischen Truppen mehr standen. In dem südlicher gelegenen Teil der Provinz stehen dagegen die Trn p p e n L i u s, die höchst ivahrscheinlich sogar ihre alten Stellungen innerhalb der Provinz Tschili, auS denen sie durch die Schansi-Expeditinn vertrieben worden waren, inzwischen wieder eingenommen haben. Also auch in dieser Beziehung ist die Lage nichts weniger als günstig. Nichts destoweniger wünschten auch wir dringend, daß die große Hitze, die den Grafen Waldersee an Bord deS von der Seebrise umfächelten Lazarettschiffs flüchten läßt. ihn veranlaßte, recht bald mit seiner gesamten Armee die Heimreise anzutreten. Leider darf auch der neuesten Meldung von Waldersees bevor- stehender Rückkunft nicht allzufest vertraut werden. Ist doch erst am Sonntag wiederum ein 74 Offiziere und 1561 Mann starker AblösnngötranSport nach Ostafien abgegangen! Selbst wenn also Waldersee, dem weisen Beispiele des L o r d Roberts folgend, die Heimfahrt antrete» sollte, bedeutete das noch keineswegs die Zurückziehung deS Gros der deutsche» Mannschaften ans Ostafien. Erst wenn die Lage sich in der bisherigen Weise auch weiterhin günstiger gestalten würde, könnte man mit einiger Bestimmtheit auf die Räumung des zu heiß gewordenen chinesischen BodenS rechnen. Wachsende Gärung. Ein Missionar der Londoner Mission erklärte,„alle Berichte aus den Provinzen zeigten, daß d a S L a n d s i ch i n einem b e k l a g e n S lv e r t e n Z u'st a n d e d e r Un z n f r i e d en« heil befinde. Der bittere Haß und die Drohungen gegen die Fremden seien s ch l i m ni e r a l S vor der Belagerung der Gesandten." Die Zurückziehung der Truppen dürfte das Zeichen für die N i e d e r m e tz e l u n g der einheimischen C h r i st e n sein". Daß daS Treiben der Khakitrnppen in China schließlich eine derartige Wirkung ausüben muß, haben wir hundertmal ausgeführt. Nur irrt sich der Missionar darin, wenn er annimmt, ein längeres Verweilen der Khakitruppen in Tschili könne Ausbrüche der Volkswut verhindern. Daß die in Peking, Tientsin und Paotiugfu stehenden Truppen die Christenmassakres i m Innern des Landes weder verhindern noch auch rächen können, wissen auch die Chinesen ganz genau. Wenn etwas diese Volkswut dämpfen kann, so i st es einzig die Räumung Chinas. Eine» ernstlichen Anfang mit der Räumung macht bis jetzt erst Amerika. Den„Times" wird in einem Telegramm aus Peking mitgeteilt, daß die ersten Mannschaften der amerikanischen Expedition, bestehend auS Kavallerie und Artillerie, Peking verlassen haben, um sich nach Taku zur Ein- schiffung nach Amerika zu begeben. Die englischen Generäle und andre hohe Offiziere waren erschienen, um von ihren amerikanischen Kameraden Abschied zu nehmen. Rußland in der Mandschurei. Von dem Gehilfen des Kommandierenden des KwantunggebietS, General Wolkow, ging in Petersburg folgendes vom 20. April datierte Telegramm ein: O b e r st G r i a s n o'w schlug bei Sinbinpu eine etwa 4000 Mann starke chinesische Abteilung, die nach Norden l o h. Auf russischer Veite fielen zwei Mann, sieben wurden ver- wundet. Am 13. April verließ eine Abteilung unter Oberstlieutenant Gotolow Mukden und vereinigte sich am 16. April mit der Abteilung Griasnow. Die Vorposten der Abteilung des Generals Kondratowicz stießen am 12. April östlich von Tuhendi auf eine Bande von Chinesen. Letztere wurden, ohne daß die Russen Verluste erlitten, zerstreut und 110 Gefangene gemacht. Der„ Russ. Invalide" berichtet ausführlich über die Opera Mit der Entlassung der Arbeiter der Firma Perrino u. Co. war sämtliche organisierten Kollegen am 3. Mai um 11 Uhr die Arbeit eine Maßregelung nicht beabsichtigt. niederlegen sollten, um den Vorstand der Dekaturbesizer- Bereinigung zu bewegen, den Juhaber der Firma Tad, Herrn Schids, aus ihrem Verbande zu entfernen oder darauf hinzuwirken, daß die ausgesperrten Kollegen wieder eingestellt würden. Hiergegen protestierte der Vorsitzende, Herr Schönlant, entschieden und erklärten sich 6 Herren der Bers Die Vertreter der Parteien erklärten sich mit diesem Vergleich einverstanden. Im Laufe der Besprechungen wurde seitens der Arbeitgeber ausdrücklich betont, daß sie wegen Verweigerung von Accordarbeit keinen Arbeiter entlassen werden. Wegen der von Mandschurei bis in die legten Tage. Danach hatten die von General als gemaßregelt gemeldet, und kommen dabei folgende Firmen in Bei diesen Firmen wurde die Arbeit nachmittags wieder aufs Berpizti befehligten nordmandschurischen Abteilungen im ganzen Betracht: Schulz- Goesternig, Nottbuser Damm; Robe, Lohmühlen- genommen, wohingegen die Kollegen der Firma Blumenthal in über 20 Buſammenſtöße. In diesen fielen 24 Soldaten, 2 Offiziere Streit traten.- Die schon jahrelang bei der Firma Adolf und ein Mann starben an den erlittenen Verwundungen, 7 Offiziere und ftrage; Fredersdorf, Bärwaldstraße; Bogaschewski; Hemken u. Schale, Beh mac bestehende Sperre wurde von der Versammlung aufgehoben. 61 Mann wurden schwerer oder leichter verwundet. Erbentet Rottbuser Damm; Küster, Greifswalderstraße. wurden zahlreiche Geschüße und Gewehre, die größtenteils vers Tegelerstraße, fämtliche Kollegen im Ausstand. Buzug nach fämt start angegriffen, weil derselbe seinen feiernden Stoflegen in den Außerdem find wegen Lohndifferenzen bei der Firma Schlichting, Der frühere Vertrauensmann der Firma Tad, Brauer, wurde nichtet wurden. Der Fuduntun Scheu und fein Gehilfe lichen Plägen ist fernzuhalten. Rücken fiel. Von der Firma Katterschafta wurde berichtet, Gyiceiawan- Tiğin wurden gefangen genommen. daß dort die Leute zeitweise von morgens 5 bis abends 12 Uhr ars Das Gesamtergebnis der Operationen ist, daß von drei die Ruhe beiten. Sie legen fich dann des Nachts in der Fabrik auf die Tische der Mandschurei bedrobenden Banden zu Anfang des Jahrs zwei und pflegen 5 Stunden der Ruhe, d. h. sie haben eine 17stündige gänzlich zerstreut und vernichtet wurden und die dritte Arbeitszeit, die Expaufen abgerechnet. Wollen sich die Leute aus nach mehreren Mißerfolgen von den russischen Truppenabteilungen dem Betrieb der Firma der Organisation nähern, so werden sie sofort verfolgt wird. entlassen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Lohnkommission. Centralverband der Zimmerer. Nach der nunmehr erfolgten genauen Feststellung beträgt die Zahl der am 1. Mai gemaßregelten Mitglieder 374. Der größte Teil davon hat am Montag die Arbeit bei seinem früheren Arbeitgeber wieder aufgenommen. Die Gemaßregelten haben vom ersten Tag ab die übliche Unterstügung von 2,50 M. pro Tag erhalten, außerdem ist für die drei ersten Tage ein Buschlag von 50 Pf. für jedes schulpflichtige Kind gewährt worden. Diejenigen, die nicht wieder eingestellt worden sind, erhalten die festgesetzte Unterstützung weiter. Jedoch nur dann, wenn sie sich jeden Tag einmal in der Zeit von 8-1 vormittags und 3-6 nach mittags im Bureau, Engelufer 15, melden. Deutsches Reich. Die Maurer in Greifswald teilen telegraphisch mit, daß sie sich im Streit befinden und um Fernhalten des Bnzugs bitten. Ausland. Ueber die Lohnbewegung der Schuhmacher( Schooh arbeiter) wurde in einer am Montagabend abgehaltenen Wer sammlung berichtet, daß der mit der Innung vereinbarte, am 1. Mai in Kraft getretene Tarif bis jetzt erst von einem Theil der Kleinmeister und einigen Besohlanstalten bewilligt worden ist. Selbst eifrige Innungsmitglieder zahlen noch unter dem Tarif, ja selbst weniger wie in Besohlanstalten bezahlt wird. Die Durchführung des Tarifs fönne man demnach nicht von dem Eintreten der Inmung, sondern nur von der In Montceau- les- Mines beschlossen die Ausständigen, die eignen Kraft der Gesellen erwarten. Die Versammlung beschloß, Arbeit wieder aufzunehmen. Damit ist auch der drohende Generaldaß nunmehr überall, wo der Tarif nicht bewilligt streit im Bergwerksbetrieb beseitigt. wird, die Arbeit niederzulegen, und dem Bureau des Vereine deutscher Schuhmacher, Dragonerstr. 15, von jedem Fall der Arbeitsniederlegung fofort Mitteilung zu machen ist. In Genua ist es zu einer Aussperrung der Auslader für Nahrungsmittel gekommen, weil die Arbeiter eine Stunde später zur Arbeit famen, als ihnen befehlen war. mens Sociales. te*** 09 6 Eine Versammlung der Delegierten des Berliner Gewerk schaftskartells tagte ant 30. April bei Batt, Dragonerstr. 15. Wernau schilderte die Entstehung und den Verlauf des Streits der Rohrer, der mit einer Niederlage der Streitenden endete, weil viele aus den eignen Reihen Streifbrecher wurden, die außerdem noch Personen aus andren Berufen zu der Arbeit anleruten. Beschlossen wurde, die noch Streifenden für die laufende Woche zu unterstützen. Gehl schilderte die inzwischen durch die Presse bekannt gegebene Situation im Maurergewerbe. Er betont dabei bes fonders, daß entgegen der im Vorwärts" feitens der Verbandsleitung der Maurer gegebenen Darstellung die beiderseitigen Organisationsvorstände in tombinierter Sigung beschlossen hätten, das Gesamtresultat der getrennten Abstimmung als maßgebend für die Annahme bezw. Ablehnung des Schiedsspruchs des Gelverbes Es entspann sich hierbei eine längere gerichts gelten zu lassen. Debatte über den Wert des Vertrags der Maurer im speciellen, sowie von Verträgen zwischen Arbeiter und Unternehmer- Organisationen im allgemeinen, die schließlich dazu führte, diese Angelegenheit auf die Tagesordnung einer demnächst einzuberufenden Kartellversammlung zu setzen. Unter Verschiedenem kritisiert Weise das Verhalten des Malers Link, der gelegentlich einer Arbeitsniederlegung un berufen eine den Streikenden schädliche Vermittlerrolle übernahm; ferner fritifieren Arendsee und Schulze die Ergebnisse der Buchdrucker- Versammlung im Cirfus Schumann in abfälliger Weise. Gefehlt haben die Vertreter der Möbelpolierer, der Rabigspanner und der Zinkgießer und Stürzer. Eine neue Fachzeitung der Holzindustriellen erscheint hier zur Interessenvertretung der Berliner Tischlerinnung und der übrigen Vereine in der Holzindustrie. In ihrem Programm widmet die Nummer 1 dieser Zeitung der Stellung zur Arbeiterschaft einen Die Arbeitsverhältnisse der Hamburger Comptoir Anziemlich breiten Raum und kündet damit an, daß wohl ihre wesent gestellten. Mit einer amtlichen Ermittelung der Verhältnisse der lichste Aufgabe die Bekämpfung der Arbeiterorganisation sein wird. Comptoirangestellten ist gegenwärtig die Kommission für ArbeiterDiese Absicht wird zwar ziemlich verhüllt und dem Wohlwollen für statistit beschäftigt. Für Hamburg und Altona hat inzwischen der Maurer( Bahlstelle II) tagte am 3. Mai im großen Saale des Eine Mitglieder- Versammlung des Centralverbands der die Arbeiter eine höfliche Verbeugung gemacht, wer jedoch die Verein für Handlungscommis von 1858" unter feinen mehr als Gewerkschaftshauses. Ein Antrag er yog, die Unterstügungsfrage Kämpfe der Arbeiter dieses Industriezweigs in den letzten Jahren 62 000 Mitgliedern eine Umfrage erlassen und deren fertig bearbeiteten der Mai- Gemaßregelten zu regeln, wurde zurückgestellt. Nunmehr verfolgt hat, weiß, was er auf diese Redensarten zu geben hat. Ergebnisse im Handelsstand" veröffentlicht. Aus Hamburg find gab Panser den Kollegen Beder das Wort zur Berichts Interessant ist jedoch, wie das Blatt über den letzten Streif urteilt. bem genannten Berein 2254 und aus Altona 145 Antworten ein- erstattung. Beder gab in furzen Worten einen Bericht Es schreibt: gegangen, die über 1280 Betriebe mit zusammen 10 286 Gehilfen und über die Thätigkeit der Agitationstommission und die Ent„ Während des Streits war der Lieferungsbedarf des Publikums 2174 Lehrlingen in Hamburg und über 79 Betriebe mit 545 Gehilfen und wicklung des Verbands in der Provinz Brandenburg. Ein ein ganz bedeutender. Da er jedoch von den Berliner Tischler- 93 Lehrlingen in Altona Auskunft geben. Es find also die Arbeits- Antrag Panser, die Protokolle obligatorisch einzuführen und den meistern nicht befriedigt werden konnte, wandte sich die Kundschaft verhältnisse eines sehr bedeutenden Teils der Hamburg- Altonaer Kollegen unentgeltlich zu verabfolgen, wurde angenommen. Sodann an die Provinz, wo sie nicht nur Ware geliefert erhielt, sondern Comptoirangestellten, die in diesem sehr umfangreichen Material er- erstattete Gröppler den Bericht vom Verbandstag, und zwar gab infolge der eben gefchilderten günstigen Arbeitsverhältnisse auch noch mittelt worden sind, und man kann sie wohl als zutreffend für er in furzen Worten den Geschäftsbericht des Vorstands und der Rebilligere Preise erzielte, lettere allerdings auf Kosten des guten ziemlich die gesamten Comptoirangestellten Hamburgs ansehen. Wir daktion des„ Grundstein" wieder. Darauf erstattete Kollege A. Winzler Geschmacks. Diese Geschäftsverbindung, welche in teilen von den Ergebnissen das wichtigste im folgenden für Hamburg Bericht über den Gewerkschaftetongres in Frankfurt a. M., Lohnder Not geschlossen wurde, ist jedoch auch nach mit, wobei wir meist die Zahlen für Altona an der betreffenden bewegungen und Streits, Agitation, Bauverträge und Statistik über der Beilegung des Streits aufrecht erhalten Stelle in Klammern angeben. Die täglichen Arbeitszeiten, abgesehen Arbeitsloje. Zum Schluß seines Berichts brachte er eine Resolution worden, und die Berliner Tischlermeister, die schon durch den von Sonntagsarbeit, Urlaub 2c. betrug zur Verlesung, welche mit aller Energie gegen den Brotwucher Streit selbst große Verluste erlitten, haben nun das protestiert und auf dem Verbandstage einstimmig angenommen bloße Nachsehen. Diese verlorenen Geschäftsbeziehungen be wurde. Zum Bunft Unterstützungseinrichtung, Streitfonds und ziehen sich zumeist nicht auf die feineren Möbel, sondern auf Statutenberatung erstattete Hante Bericht. Er erläuterte die Specialarbeiten, auf welchem Gebiete gerade Berlin früher die Unterstügungs- Einrichtung und führte zur Statutenberatung führende Rolle hatte." unter andrem an, daß aus dem Titel des Statuts die Worte verwandter Berufsgenossen" gestrichen werden und der Verband in gutunft„ Centralverband der Maurer Deutschlands" heißen wird. in Hamburg in Altona " " bis 7 Stunden in 26 Betrieben, 7,01-8 8,01-9 218 1 Betrieben, 7 594 26 " 9,01-10 10,01-11 335 " " " 89 " " " über 11 8 34 7 4 " " " " " Das Verhältnis der beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge war In der regen Diskussion wurde moniert, daß die Berliner Delegierten Es waren Was wir an dieser Stelle während des Streits hervorgehoben, ist nach obigem Geständnis der Herren eingetroffen. Die großen Betriebe, die bessere Arbeit nach Zeichnung anfertigen, haben keinen Schaden vom Streit erlitten, dagegen sind Die Kleinen, folgendes: die Stapelware anfertigen, ihre Kundschaft los geworden, und zwar deshalb, weil fie unsinnigerweise den Streif von Bry und Genossen in die Länge ziehen ließen. Denn die Beendigung des Streits unter den Bedingungen, wie sie vor dem Einigungsamt erfolgten, hätte einige Wochen früher stattfinden tönnen. Ob die Herren durch die Erfahrung flug geworden find, in Hamburg Gehilfen und Lehrlinge in gleicher Zahl in 139 Gehilfen überwiegend Lehrlinge überwiegend Nicht ersichtlich 1010 67 " " 116 15 2 2 " in Altona 8 Betrieben " nicht genügend gegen die Accordarbeit eingetreten seien. Panser erklärte, daß sie dies mit aller Energie gethan hätten. Nunmehr schritt man zur Wahl des Ausschusses. Gewählt wurden: Otto ante, Emil Gröppler, Paul Mud, Wilh. Fritsch, Rud. Gareis und Gustav Becker. Tehte Nachrichten und Depeschen. Beitung" meldet, ist ein Feffelballon der Luftschiffer Abteilung töln, welcher gestern nachmittags 3/2 Uhr bei dem Fort Summer" au lebungszwecken aufgelassen war, vom Sturmwind gefaßt und von der Kabelwinde abgeriffen worden. Der befreite Ballon, in Offendorf au und verschwand bald in den Wolken. dem sich zwei Jusaffen befanden, stieg schnell. trieb auf EhrenfeldBerbleib des Ballons und der Insassen ist zur Zeit noch nichts beKöln, 6. Mai, abends.( W. T. B.) Wie die„ Kölnische läßt sich bezweifeln, denn die Acteure dieses Streits sind heute noch Sonntagsarbeit ist in 310( in 2. in 24) Betrieben gang und die Leiter der Unternehmerorganisationen in der Holzindustrie gäbe, in 970( in 2. in 55) Betrieben besteht dieselbe nicht. Man und find als Fachredacteure des neuen Fachorgans fieht, ge= nannt. die Sonntagsarbeit wird in den Hamburg Altonaer Die Tischlergesellen wird wird es gewiß beluftigen, Betrieben noch recht viel angetroffen. Saisonarbeit wird wenn fie neben Herrn Rahardt und Louis Bry auch Herrn aus 166( in 2. nur 16) Betrieben gemeldet, 1114( in a. 63) haben sie Chr. Mitsch finden, der ihnen als„ Streitheger", um im Jargon nicht. Sommerurlaub ist in 444( in 2. in 19) Betrieben eingeführt, der Unternehmer zu reden, zu Beginn der 80er Jahre gut bekannt in 746( in A. in 58) ist sie noch versagt, in 90( in A. in 7) Bewar, nun aber als Hezzer neben Bry und Genossen fungiert, um trieben wird sie ausnahmsweise gewährt. Auch in Hamburg- Altona dort seine Gesinnungsänderung mit einer materiell wohl eintömm- genießt also erst eine verhältnißmäßig fleine Zahl die so notwendige licheren Stellung zu vertauschen. 10 Erholung in einem Kleinen Sommerurlaub. Die Derlammlungen. " tannt. Ueber den Budapest, 6. Mai.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus nahm mit großer Majorität den Vertrag betreffend die Subventionierung der Seeschiffahrs- Gesellschaft Adria an. Fiume, 6. Mai.( B. H.) Hier wurden neuerdings 800 für englische Rechnung und für Südafrika bestimmte Pferde eingeschifft. Paris, 6. Mai.( W. T. B.) In der vorigen Nacht ist hier der ehemalige Präsident der Republik Beru General Mariano Prado gestorben. Die Fliesenleger verhandelten am Montag mit den Vertretern ihrer Arbeitgeber vor dem Einigungsamt unter Vorsiz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz. Den Streitpunkt bildete die Frage, ob an Stelle der bisher üblichen Lohnarbeit die Accordarbeit einEine gutbesuchte öffentliche Bersammlung der Asphaltenre, geführt werden darf. Im vorigen Jahre ist für das Gewerbe der Dachpapparbeiter und verwandter Berufsgenossen tagte am Fliesenleger ein Vertrag vor dem Einigungsamt abgeschlossen Sonntag im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Der Zwed worden, worin Stundenföhne festgesetzt wurden, die je nach der der Versammlung war, auch diese Arbeiter, die zu den schlecht beBeschäftigungsdauer im Gewerbe 70, 721/2, 75 f. betrugen und zahltesten und in keiner Weise über geregelte Arbeitszeit verfügenden vom 1. April 1901 ab für länger als 6 Jahre thätige Fliesenleger gehören, zu organisieren. Die vorbereitenden Schritte waren von der Paris, 6. Mai.( W. T. B.) Wie der Patrie" aus Algier geauf 771/2 f. gestiegen sind. Berliner Gewerkschafts Kommission gemacht. Lint referierte meldet wird, sind in Muzaïville drei Marokkaner verhaftet worden, Wie die Vertreter der Arbeiter vor dem Einigungsamt aus in eingehender Weise, oftmals bon dem Beifall der führten, ist der gegenwärtige Konflikt dadurch entstanden, daß die Versammelten unterbrochen, über:„ Die Notwendigkeit der Gewerk- welche an den Plünderungen des Dorfes Marquérite teilgenommen Firma Perrino einigen Fliesenlegern Accordarbeit anbot, und als schaftsorganisationen und die wirtschaftliche Lage der Asphalteure." worden, von welchen der eine aus Marokko, der andre aus Bagdad haben. Ebenso seien in Milianah zwei Marabuts festgenommen biese verweigert wurde, die betreffenden Arbeiter entließ. Einige Redner stimmten in der Diskussion den Ausführungen Arbeiter saben das als eine Maßregelung an, sie glaubten auch, daß des Referenten zu und forderten ebenfalls zur Organisation auf. stamme. Beide seien als Feldarbeiter verkleidet nach Algerien gedie allgemeine Einführung der Accordarbeit seitens der Arbeitgeber Eine Resolution, die zur Gründung einer Organisation auf- tommen, um die Mohamedaner gegen Frankreich aufzuwiegeln. beabsichtigt sei. Es ist deshalb, nachdem Kommissionsverhandlungen forderte, wurde einstimmig angenommen. Weit über Humbert Paris, 6. Mai.( W. T. B.) Aus London wird gemeldet, daß teinen Erfolg hatten, die Entscheidung durch das Einigungsamt veranlaßt Personen ließen fich fofort als Mitglieder der Organisation die Auszahlung der aus dem Erlös von Kriegsbeute herrührenden worden. Die Arbeitervertreter berufen sich daranf, daß in dem Vertrage aufnehmen. Die Organisation führt den Namen Vereinigung Cheds wieder aufgenommen worden ist. 90 Soldaten und Unteroffiziere vom vorigen Jahre nur von Stundenlohn die Rede ist, und in Accord der Asphalteure, Pappdachdecker und verw. Berufsgenossen". Das des 8. Kolonialregiments wurden gruppenweise nach den betreffenden deshalb nicht gearbeitet werden dürfe. Die Vertreter der Arbeit Bureau wurde beauftragt, einen Statutenentwurf auszuarbeiten Banken geführt und erhielten dort die auf 400 bis 1000 Frants geber stellen sich dagegen auf den Standpunkt, die Accordarbeit sei uud in türzester Zeit dann eine weitere Versammlung lautenden Checks ausbezahlt. im Vertrage nicht untersagt, und was nicht verboten sei, das sei er einzuberufen, wo die Statuten beraten und der Vorstand definitiv laubt. Im übrigen sei im Fliesenlegergewerbe schon immer zum gewählt werden soll. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch Teil in Accord gearbeitet worden, und bei auswärtigen Firmen werde sogar vorwiegend in Accord gearbeitet. Die Arbeit auf die neue Bewegung wurde die Versammlung geschlossen. nehmer behaupten, die Arbeitgeber hätten beim Abschluß des vorjährigen Eine öffentliche Versammlung der Decateure beschäftigte Vertrags gewußt, daß es Princip der Arbeiterorganisation sei, nicht sich dieser Tage im Englischen Garten" mit der von den Firmen in Accord zu arbeiten, und deshalb sei es ein Verstoß gegen den Tad, Blumenthal und Kleyer vorgenommenen Aussperrung: Bertrag, wenn jetzt die Accordarbeit eingeführt werden solle. Die Franz Kote referierte über die Angelegenheit. Am 28. Mai Belgrad, 6. Mai.( Meldung des Wiener t. t. TelegraphenArbeitgeber bestreiten ganz entschieden, daß ihnen von diesem Princip vorigen Jahre hatte eine Kommission der Decateure mit der Korresp. Bureaus.) Gegenüber einem von Konstantinopel auss der organisierten Arbeiter etwas bekannt geworden sei, sie hätten Vereinigung der Dekaturbefizer eine Sigung, in der die Befiger gehenden Dementi betreffend die Tötung des serbischen Grenz vielmehr bei den Verhandlungen, die dem vorjährigen Streit unter andrem fich auch verpflichteten, den 1. Mai freizugeben. Forporals Rata Todorowitsch durch türkische Nizams und betreffend borausgingen, stets betont, daß sie einer gänzlichen Ab- Als nun in diesem Jahre die Maifeier vor sich gehen sollte, sträubten Ausschreitungen von seiten Albanesen Altferbiens stellen die hiesigen fchaffung der der Accordarbeit nicht zustimmen würden. Es sich die Firmen Tad, Blumenthal und Kleyer feiern zu handle fich auch jetzt nicht um eine allgemeine Einführung laffen, wo hingegen die andern Firmen ihr Wort hielten. Bei Regierungsfreife fest, daß beide Vorfälle kommiffarisch festgestellt und der Accordarbeit, sondern nur darum, daß die Arbeitgeber völlig der Firma Tad fanden sich Leute, welche ihren Kollegen in den der Pforte amtlich mitgeteilt worden sind. Kandrzin, 6. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Heute freie Hand behalten, in bestimmten Fällen in Accord arbeiten zu Rücken fielen, obgleich dieselben vormittags in der Versammlung laffen. Das sei auch für sie( die Arbeitgeber) eine Principienfrage, amvefend waren. Von dieser Firma liegen 8 Mann auf der Straße, vormittag 11 Uhr ist zwischen Kandrzin und Kosel ein Güterzug und sie würden es deswegen eventuell zum Aeußersten tommen welche lange Jahre dort gearbeitet haben, einer sogar schon 28 Jahre mit einem Arbeitszuge zusammengestoßen, beide Geleise waren Taffen. Ebenso entschieden behaupten die Arbeitnehmer, sie hätten und andre 15, 16 und 20 Jahre. Auf Antrag wurde sämtlichen bis gegen Abend gesperrt. Materialichaden ziemlich bedeutend. bei allen Verhandlungen mit den Arbeitgebern betont, daß die Accord- 24 gemaßregelten Kollegen der drei Firmen die Gemaßregelten- Unter- Lokomotivführer und Heizer des Güterzugs leicht verlegt. arbeit im Princip zu verwerfen sei. ftügung zugesprochen. Es tam eine Resolution zur Annahme, worin die Arbeitgeber der betreffenden drei Firmen entschieden verurteilt werden. In befannter Unternehmermanier verlangen die Inhaber der be treffenden Firmen von ihren Arbeitern, daß dieselben der Organifation nicht mehr angehören dürfen. Am 2. Mai, nachdem die acht Kollegen der Firma Tad ausgesperrt waren, wurde beschlossen, daß Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nachdem die Verhandlungen fünf Stunden gewährt hatten, bemerite Gewerbegerichtsdirektor v. Schulz, der Vertreter der Firma Berrino habe erklärt, er werde die Entlassenen, sobald Arbeit vorliegt, wieder einstellen, deshalb empfehle er( der Vorsitzende) den Barteien folgenden Vergleich: Brüssel, 6. Mai.( W. T. B.) Das„ Journal de Brusselles" stellt gegenüber im Auslande verbreiteten anders lautenden Angaben fest, daß die Entschädigungsforderung Belgiens an China fich im ganzen auf 30 Millionen Frants belaufe; hierin seien die Fordes rungen wegen 8erstörung des Gesandtschaftsgeländes und der Bahnbauten, wie der den Missionsstationen zugefügten Beschädigungen inbegriffen. Untersuchung der Schuldfrage sofort eingeleitet. Der Personen verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. Ronnead, 5. Mai.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Bera gangene Nacht riffen die Boeren bei Taaibosch aufs neue die Schienen des Bahngeleises auf, wodurch der regelmäßige Postzug eine zwölfstündige Berspätung erlitt. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 105. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 89. Sigung vom Sonnabend, den 6. Mai 1901; nachmittags 1 hr. Am Bundesratstische: Graf v. Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Gesetzentwurfs betr. den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und wein ähnlichen Getränken. Berichterstatter der Kommission ist Abg. Baumann ( natl.) Dienstag, 7. Mai 1901. Diese Beamten und Sachverständigen sind befugt, Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich glaube nicht, daß meine Freunde außerhalb der Nachtzeit, und falls Thatsachen vorliegen, bereit sein werden, die Diskussion so turz zu gestalten, wie es in der welche annehmen lassen, daß zur Nachtzeit ge- Kommission beabsichtigt wurde. arbeitet wird, auch während dieser Zeit die Räume, Die Abgg. Dr. Spahn( C.), Dr. Bachem( C.) und Singer( Soc.) in denen Wein, weinhaltige oder weinähnliche Getränke gewerbsmäßig schließen sich dem Abg. Schmidt- Elberfeld an. Präsident Graf Ballestrem: Ich werde also die Herren am hergestellt, aufbewahrt, feilgehalten oder verpackt werden, zu be treten, daselbst Besichtigungen vorzunehmen, geschäftliche Auf- Ende einer der nächsten Sizungen in die Lage versetzen, darüber zu zeichnungen, Frachtbriefe und Bücher einzusehen, auch nach befinden. ihrer Auswahl Proben zum Zwecke der Untersuchung gegen Empfangs. Schluß 334 Uhr. bescheinigung zu entnehmen. Die Nachtzeit umfaßt in dem Beitraum vom 1. April bis § 1 giebt folgende Definition des Weins: 30. September die Stunden von 9 Uhr abends bis 4 Uhr morgens Wein ist das durch alfoholische Gärung aus dem Safte der und in dem Zeitraum vom 1. Oftober bis 31. März die Stunden Weintraube hergestellte Getränk. von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Der Paragraph wird debattelos angenommen. vont in Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Arbeitsvertrag der Berliner Maurer. Berlin und den Vororten. § 1. 2ohn. Der Vertrag, den der Verband der Baugeschäfte Berlins und § 2 bestimmt, daß als Verfälschung oder Nachmachung des Die verbündeten Regierungen sind der Ansicht, daß die Kontrolle der Vororte mit dem Centralverband der Maurer vor dem GeWeins im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes nicht anzusehen ist der Weinerzeugung und des Weinhandels nicht zu einer fubalternen werbegericht abgeschlossen hat, enthält folgenden Wortlaut: 1. die anerkannte Kellerbehandlung des Weins, 2. die Ver- Chitane werden dürfen. Wenn wir in Bezug auf die Verfolgung von Arbeitsbedingungen für das Maurergewerbe, mischung( Verschnitt) bon Wein mit Wein, 3. die Ent Weinverfälschungen und die fäuerung 4. reinem gefällten, fohlenfaurem Kalt, so ist es unbedingt notwendig, daß Zufaz von reinem Buder auch in wäfferiger Lösung, sofern haupt weiter tommen wollen, folchung von Lebensmitteln über- gültig vom 1. April 1901 bis 31. März 1902 für alle Bauten von eine den Einzelstaaten überall geordnete, selbständige, ein solcher Zusatz mur erfolgt, um den Wein zu verbessern. ohne auf der vollen Höhe wissenschaftlicher Kenntnis stehende 1. Der Einheitslohn beträgt vom 1. April 1901 bis zum feine Menge erheblich zu vermehren; auch darf der gezuckerte Wein Nahrungsmittel Kontrolle besteht.( Hört! hört!) Soweit 31. Märzt 1902 65 f. für die Stunde mit der Maßgabe, daß die seiner Beschaffenheit und seiner Zusammensetzung nach nicht unter das nicht geschieht, sind wir in der üblen Lage, daß wir innerhalb Arbeitnehmer zur Ausführung aller Maurerarbeiten, sowie dies bisden durchschnittlichen Gehalt der ungezuckerten Weine des Weinbau- des Neichs Geseze machen, die wohlthätig wirken sollen, aber alle her üblich war, verpflichtet sind. gebiets, dem der Wein nach seiner Benennung entsprechen soll, ihre Wirkung verlieren, weil es an den geeigneten Organen in den herabgesetzt werden. Einzelstaaten fehlt. Ich hoffe, daß dieses Gesez den Anstoß geben wird, eine Nahrungsmittelkontrolle durchzuführen, die auf der vollen Höhe der modernen chemischen Wissenschaft steht.( Bravo!) Abg. Schmidt- Elberfeld( frs. Vp.): Staatssekretär Graf Posadowski: Ich habe eine Erklärung abzugeben zur Beruhigung der jenigen Kreise, welche an dem§ 1 Anstand nehmen. Diese Kreise hatten die Befürchtung, daß gegenüber der juristischen Erklärung 2. Mit Bezug auf die Arbeitsleistung gilt der Schiedsspruch des Berliner Gewerbegerichts, wonach ein Berliner Maurer bei gewöhnlichem Mauerwerk und bei neunstündiger Arbeitszeit in der Lage 500 ist, durchschnittlich bis 750 Steine zu ber mauern. Bei dieser Durchschnittsleistung ist Zeitlohn in Betracht gezogen. Ferner handelt es sich bei dieser Durchschnittsleistung nicht um die Leistung einer Kolonne. 3. Der Lohusatz für durch Alter, Unfall, Invalidität minder leistungsfähige Gesellen sowie für Junggesellen im ersten Gesellen jahre, soweit dieselben bei ihrem Lehrmeister thätig sind, unterliegt der freien Vereinbarung. des§1 irgend welcher Wein mit Zusatz nicht als Wein angesehen Nahrungsmittelfontrolle durchzuführen und hoffte dies Gesez würde um die tägliche Leistung eines einzelnen Maurers, sondern lediglich werden Ich halte die Der Herr Staatssekretär meinte, es sei nötig, eine einheitliche Die Nahrungsmittelkontrolle ist aber in den Anstoß dazu geben. den einzelnen Staaten außerordentlich verschieden und eine Einheit lichkeit würde sich höchstens auf reichsgesetzlichem Wege erreichen lassen. Ich halte aber eine solche Stontrolle für ganz undurchführbar. Ich bitte Sie dringend den§ 10 und die späteren darauf bezüglichen Abg. Jäger( C.): Das ergiebt sich auch aus dem Inhalt der Verhandlungen der Kommission und ganz unzweifelhaft wird als Wein im Sinne des§ 1 angesehen dasjenige aus der Gärung des Traubensafts hergestellte alkoholische Getränk, was die erlaubten Zusäge enthält und was der erlaubten Kellerbehandlung unterworfen ist. Der Letzte Absatz des§ 2, wie die Stommission ihn gefaßt hat, Baragraphen abzulehnen. will wohl mehr eine Jdealinterpretation deflarieren. Die Regierung hält zwar ihre Fassung für besser wird aber an dieser Veränderung das Gesch nicht scheitern lassen. Infolge der genügende Kontrolle wäre das ganze Gesetz wertlos." neuen Fassung durch die Aufnahme der Begriffs- Beschaffenheit wird ja mun Wein nur durch Gutachten von Sachverständigen in zuverlässiger Weise als Fälschung anerkannt werden können. Ich hoffe, daß sich auch die Herren aus Teilen Deutschlands, die nicht Weingebiete sind, bald zu richtigen Weinkennern herausbilden werden. ( Heiterkeit.) Abg. Blankenborn( natl.) hält die Aufnahme des Begriffs " Beschaffenheit" doch für richtig. Es werde dadurch ermöglicht, daß Sachverständige bei Prozessen über die Echtheit des Weins durch Entnahme von Proben ihr Urteil abgeben können. Abg. Schrempf( f.): Die Fassung der Kommission beruht auf einem Kompromiß. Dem Herrn Staatssekretär gegenüber will ich nur bemerken, daß die Juterpretation der Ziffer IV für uns doch auch einen realen Hintergrund hat. Abg. Röficke- Kaiserslautern( B. d. L.): Man nahm an, daß, da das Gesetz im wesentlichen ein Kompromiß darstellt, es in furzer Zeit erledigt werden würde. Aber das alte Wort, daß der Wein die Bunge löft, scheint sich auch diesmal bewahrheiten zu wollen. Ich will für meinen Teil nicht dazu beitragen, möchte nur bei dieser Gelegenheit mein Bedauern darüber ausdrücken, daß das Verbot des Verschnitts mit Rot- und Weißwein nicht in das Gesetz aufgenommen ist. Wir werden dies bei der künftigen Gestaltung der Handelsverträge nunmehr ins Auge fassen müssen. Abg. Schmidt- Elberfeld( fr. Vp.): Ich möchte Sie bitten das Wort„ Beschaffenheit" in Ziffer 4 des§ 2 wieder zu streichen. Dieser Begriff würde zu den größten Schwierigkeiten führen. Kein Richter könnte sich auf das Urteil irgend eines Sachverständigen verlassen; die Feststellung der Echtheit des Weins würde auf diese Weise nur erschwert werden. 4 Abg. Deinhardt( natl.) bittet das Wort„ Beschaffenheit" in Ziffer des§ 2 zu belassen. Damit schließt die Diskussion. In der Abstimmung wird der Antrag Schmidt- Elberfeld( frf. Bp.) gegen die Stimmen der Freifinnigen und Socialdemokraten abgelehnt,§ 2 in der Kommissionsfajjung angenommen. § 2. 2ohnauszahlung.. Dieser Paragraph ist für uns einer der wichtigsten, ohne eine statt. Gefellen, welche am Sonnabend entlassen werden, und solche, Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): 1. Die Lohnauszahlung findet an jedem Sonnabend sofort nach Schluß der Arbeit mit Einbehaltung für Sonnabend auf dem Bau welche am Sonnabend Feierabend nehmen wollen und dies bis spätestens Sonnabendvormittag 10 Uhr dem Arbeitgeber oder dessen Stellvertreter erklärt haben, erhalten den Lohn unter gleichzeitiger Aushändigung des Krankenkassenbuches und der Invaliditätskarte für Sonnabend mit ausbezahlt. § 3. Arbeitszeit. Ich habe mich vergeblich bemüht, in dem Kommissionsbericht irgend welche Details über die Verhandlungen bei diesem Paragraphen zu finden. Der Bericht beschränkt sich auf die lakonische Bemerkung, daß der Paragraph unveränderte Annahme fand. Wie soll die Kontrolle ordentlich durchgeführt werden. Die untergeordneten Polizeibeamten 1. Die Arbeitszeit beträgt 9 Stunden mit der Maßgabe, daß sind doch dazu sehr wenig geeignet. Der Herr Vorredner hat die für die Dauer der turzen Tage festgesepte Arbeitszeit in der die Kontrolle mit der Gewerbe- Inspektion verglichen. Dabei Regel nicht überschritten werden darf. Eine Ausdehnung bis abends handelt es sich doch aber nur um den Schutz des Personals, 6 Uhr ist zulässig für dringende Arbeiten, wenn der Arbeitsplatz hier soll dagegen der ganze Betrieb einer Kontrolle unterworfen genügend erleuchtet ist. werden, die der Chikane Thor und Thür öffnet. Ich bitte Sie, den Paragraphen abzulehnen. Abg. Dr. Spahn( C.) spricht sich für den Kommissionsbeschluß aus. Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Paragraph geht nicht von der Regierung aus, nachdem er aber einmal von der Kommission beschlossen ist, wird die Regierung für die Ausführung desselben sorgen müssen und diese Durchführung kann ich mir nicht anders denten als durch chemisch vorgebildete Sachverständige. Abg. Blankenborn: Herr Müller- Sagan hat den Bericht der Kommiffion bemängelt. Wir können dem Herrn Berichterstatter nur dankbar sein, daß er die schwierige Materie so umsichtig behandelt hat. Herr Müller- Sagan hat den Bericht jedenfalls gar nicht gelesen, sonst hätte er wissen müssen, daß von der Kontrolle nicht bloß in einem Was die Kontrolle Saz sondern über acht Seiten hin die Rede ist. selbst anlangt, so ist dieselbe durch die Kommissionsfassung gemildert worden, und ich bitte Sie dringend, diese Fassung anzunehmen. Präsident Graf Ballestrem: Der Herr Abg. Ridert hat befondere Abstimmung über die Worte im zweiten Absatz verlangt, falls Thatsachen vorliegen, welche annehmen lassen, daß zur Nachtzeit gearbeitet wird, auch während dieser Zeit". Abg. Schmidt- Mainz( C.): Ich bin entschiedener Gegner der hier vorgesehenen Kontrolle. Die Winzer haben sich selbst gegen die Stontrolle ausgesprochen, sie wollen nicht unter ein Ausnahmegeset gestellt werden. Gegen eine reichsgefeßlich geregelte Nahrungsinittelkontrolle würden sie nichts haben. Ich bitte Sie, den Paragraphen abzulehnen. Abg. Wurm( Soc.): In jedem Fall wird nur die wirklich geleistete Arbeitszeit bezahlt und kann insbesondere der Arbeitnehmer keinen Lohn beans spruchen für die Zeit, in welcher die Arbeit durch Frost, Regen, Mangel an Material, Störung im Betriebe des für den Materialientransport event. verwendeten Fahrstuhls, auf polizeiliche Anordnung oder durch partiellen Streit der auf dem Bau beschäftigten Mitarbeiter hin unterbrochen wird. Durch eine derartige Unterbrechung wird das Vertragsverhältnis nicht aufgehoben, unbeschadet der Rechte, die sich aus§ 6( Kündigung) ergeben. Eben so wenig findet eine Lohnzahlung für solche Zeiten statt, in denen der Arbeiter durch einen in seiner Person liegenden Grund an der Arbeit verhindert worden ist, auch wenn die Bersäummis entschuldbar und von nicht erheblicher Dauer ist. Während der Arbeitszeit ist die Agitation auf der Baustelle verboten. § 4. Arbeitseinteilung. Feier: Tägt. Jahreszeit Anfang Frühstück Mittag Vesper abend Arbeitszeil Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Stunden 1. März bis 30. September 7 1/ 29-9 12-1 4-42 6 1. Oftober bis 15. Novbr. 71/2 1/ 29-9 12-1 16. Novbr. bis 15. Januar 8 9-1210 12-1212 16. Januar bis 1. März 71/2 1/ 29-9 12-1 9 5 8 4 5 7 8 2. Diese Arbeitsteilung gilt mit der Maßgabe, daß eine Aende rung der Arbeitszeit nur zu dem auf das betreffende Datum folgenden Wochenschluß zulässig ist, so daß innerhalb einer Arbeitswoche ein Wechsel in der Arbeitszeit nicht eintreten darf. 3. An den Sonnabenden ist in der Zeit vom 1. März bis 30. September abends eine Stunde früher Feierabend ohne Vesper; vom 1. Oftober bis zum 28. Februar ist an den Sonnabenden eine § 8 verbietet die gewerbsmäßige Herstellung oder Nachmachung Wir werden für die Kontrolle eintreten und meinen, der Beamte halbe Stunde früher Feierabend. An den Tagen vor den hohen von Wein unter Verwendung eines Aufgusses von Zuckerwasser oder muß auch das Recht haben, in der Nacht Zutritt zu haben, Festen wird eine Stunde früher als an jedem andren Sonnabend Wasser auf Trauben, Traubenmaische, ganz oder teilweise entnioftete falls Thatsachen vorliegen, welche annehmen lassen, daß zur Feierabend gemacht. Der Lohn wird bei allen drei Abstufungen für Trauben, auf Hefen, unter Verwendung von getrockneten Früchten Nachtzeit gearbeitet wird. oder eingedickten Moststoffen, von Saccharin, Dülcin oder sonstigen feine Rede sein. Von einem Ausnahmegesez tann den vollen, Tag ausgezahlt, sofern thatsächlich bis zu Feierabend ges tünstlichen Süßstoffen, von Säuren, säurehaltigen Stoffen, ins- stattet der Polizei Zutritt zu den Räumen, Schon das jetzige Nahrungsmittelgesetz ge- arbeitet wurde; war dies nicht der Fall, so kommit die nichtbesondere von Weinstein und Weinsäure, von Obstmoſt und Obst mittel hergestellt und verkauft werden. Ohne eine solche Kontrolle wo Nahrungs- gearbeitete Stundenzahl in Abzug. wein, von Gummi oder andren Stoffen, durch welche der Extrakt- der Nahrungsmittel kann eben die heutige fapitalistische Gesellschaft § 5. Ueberstunden. gehalt erhöht wird. nicht auskommen. Freilich ist es höchst bedauerlich, daß noch 1. Ueberstunden sind zu vermeiden. Wenn dringende Arbeiten Die Verwertung von Trestern, Rosinen und Korinthen in der immer feine richtige Nahrungsmittel- Kontrolle mit eigens Ueberstunden bedingen, so sind dieselben von 6 Uhr abends ab mit Branntweinbrennerei wird durch diese Bestimmungen nicht berührt, dazu ausgebildeten Sachverständigen existiert. Der Reichstag hat 15 Pf. Lohnzuschlag zu entschädigen. Für Rüstungsgesellen ist täglich unterliegt jedoch der Kontrolle der Steuerbehörden. eine solche häufig genug gefordert. Das einfachste wäre es, wenn eine Ueberstunde zulässig und wird dieselbe mit Lohnzuschlag nicht wir in das der Regierung genehme Saccharingesetz einen Artikel ein- bezahlt. Fordert eine Arbeit voraussichtlich für eine längere Dauer Ich bin dem Herrn Staatssekretär sehr dankbar für die Erfügten, welcher eine fachgemäße Kontrolle der Nahrungsmittel ein- die Ueberschreitung der jeweiligen Arbeitszeit, so ist die Arbeit in zwei Echichten einzuteilen, deren jede 9 Stunden nicht überschreiten flärung, die er beim§ 1 abgegeben hat. An diesem Paragraphen führt.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) darf. Die Stunden der Nachtschichten werden den Ueberstunden fann man ſehen, wie hier Geseze gemacht werden. Der Abg. Dr. Müller- Sagan betont nochmals, daß der Bericht der gleich bezahlt. Paragraph ist geändert worden seinem Wortlaut nach, hat Kommission für jemanden, der der Kommission nicht beigewohnt aber die Bedeutung der Regierungsvorlage behalten. Ja, habe, sehr schwer verständlich sei. wozu wird denn dann überhaupt eine Aenderung vorgenommen. Abg. Schrempf( f.): Der Herr Berichterstatter hat alles geDer§ 1 fann höchstens dazu dienen, den Richter irre zu führen. geleistet, was billigerweise von ihm verlangt werden konnte.( Große Was den Kommissionsbericht anbetrifft, so glaube ich, daß es ver- Heiterfeit links.) Ich meine, was von einem Berichterstatter bei dieser einzelte Parlamentarier geben wird, die einen derartigen Bericht Materie verlangt werden konnte. Was die Kontrolle anlangt, so ist kennen gelernt haben. Mir ist es sehr schwer geworden, mich darin dieselbe von der Kommission einstimmig angenommen worden und zu orientieren. Den verbündeten Regierungen will ich unsren Dank aus- ich bitte Sie, dem Paragraphen zuzustimmen. sprechen, daß sie wenigstens beim§ 3 dem Eifer der Kommission einige Bügel angelegt haben. Für einen Fortschritt tann ich das Gesetz, so, wie es vorliegt, nicht halten. Abg. Nickert( frf. Vg.): Abg. Dasbach( C.): Ich glaube nicht, daß der§ 1 zu Frreführungen des Richters führen wird. Wenn der Richter einmal in die Lage tommt, das Gesetz anzuwenden, so wird er sich nicht auf den§ 1 beschränken, sondern das ganze Gesetz in Betracht ziehen und dann ist ein Nichtverständnis ausgeschloffen. Abg. Baumann( natl.): Ich habe den Bericht nach meinem besten Wissen und nach den Aufzeichnungen, die mir zu Gebote standen, zusammengestellt. Der Vericht ist auch von der Kommiffion gutgeheißen worden. Ich glaube, es ist wichtiger, daß der Bericht von der Kommission anerkannt wird, als daß er Beifall von andrer Seite findet. angenommen. Darauf wird§ 3 angenommen. Die§§ 4 bis 9 werden debattelos in der Kommissionsfaffung § 10 trifft Bestimmungen über die Ausübung der durch das Gesetz vorgeschriebenen Kontrolle. Nach Absatz 1 treffen bis zur reichsgesetzlichen einheitlichen Regelung der Beaufsichtigung des Vertehrs mit Nahrungsmitteht und Genußmitteln die Landesregierungen darüber Bestimmung, welche Beamten und Sachverständigen für die Kontrolle zuständig sind. § 6. Auflösung des Arbeitsverhältnisses. 1. Den Arbeitgebern und Arbeitnehmern steht es frei, das Arbeitsverhältnis jederzeit ohne Kündigung und ohne Angabe von Gründen aufzuheben. 2. Ortstrantenfaffenbuch und Quittungskarte der Invaliditätsund Altersversicherung des Arbeiters werden während der Dauer des Arbeitsverhältnisses beim Arbeitgeber oder dessen Vertreter anf bewahrt und dem Arbeiter bei der Entlassung zurückgegeben. Sofern letzteres nicht möglich ist, so ist dem Arbeiter die Zugehörigkeit zu einer Strantentasse zu bescheinigen und auf Wunsch Krankenkassenbuch und Karte unentgeltlich durch die Post zuzusenden. § 7. Baubude. Abg. Preiß( natl.) hofft, daß die Kontrollbestimmung eine heilsame Angst in den Streifen derjenigen verbreiten wird, die sich bisher allzu sehr mit Verlängerung des Weins beschäftigt haben. Abg. Deinhard( natl.): Ohne die Kontrolle ist das ganze Gesezi ein Schlag ins Wasser und nicht einmal ins Buderwasser. ( Heiterkeit.) Ich bitte Sie, den ganzen Paragraphen anzunehmen. In der Abstimmung wird§ 10 unverändert angenommen. 1. Zum Schuße gegen Witterungseinflüsse und Diebstahl, sowie Der Rest des Gesetzes wird debattelos erledigt. zur Erholung und zum Einnehmen der Mahlzeiten, muß auf jedem Die Beratung der Resolutionen wird von der Tagesordnung Bau eine Baubude zur Benutzung vorhanden sein. Dieselbe muß aus einem trockenen Raume bestehen, im Winter heizbar und so abgesetzt. fein, groß 20 daß bis Arbeitnehmer für jeden Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Benutzenden ein Raum von circa 0,75 Quadratmeter( darf Präsident Graf Ballestrem: Ich schlage Ihnen vor, die nächste höchstens um 10 Proz. differieren) und darüber hinaus für jeden Sigung abzuhalten: Dienstag 11 Uhr, mit der Tagesordnung: weiteren Arbeitnehmer ca. 0,50 Quadratmeter zur Verfügung stehen. 1. Interpellation Herold( C.)( Pferdeausmusterung zur Erntezeit); Genügend Tische und Bänke, sowie eine der Größe und Lage der 2. Interpellation Albrecht( Soc.) betreffend Explosion in der chemischen Bude entsprechende Anzahl Fenster, welche zum Oeffnen eingerichtet Fabril Griesheim; 3. Interpellation Hodenberg, betreffend die in find, find bei Benutzung der Baubude erforderlich. englischer Gefangenschaft befindlichen deutschen Missionare; 4. An- 2. Ferner muß die Baubude dichte Seitenwände, welche im träge Albrecht( Soc.) und Trimborn( E.), betreffend die winter mindestens aus doppelten Schalbrettern resp. mit Pappe bes Gewerbegerichte. schlagen oder aus gespundeten Brettern sein müssen, ein wasserAbg. Schmidt- Elberfeld( frf. p.)( zur Geschäftsordnung]: Jch dichtes Dach und einen hölzernen Fußboden haben, welcher mindestens möchte den Herrn Präsidenten bitten, den Antrag Gröber bezüglich 10 Centimeter über der jeweiligen Terrainhöhe des Hofes liegt und der Diäten an einem der nächsten Tage zur Verhandlung zu stellen. eine verschließbare Thür befizen. Baumaterialien dürfen in der Baubude Die große Mehrheit des Reichstagslist in dieser Frage einig, und nicht gelagert werden. Zur ersten Hilfe bei Unglüdsfällen ist es die Parteien werden sich voraussichtlich auf turze Erklärungen be- notwendig, daß ein Kasten mit Verbandsmaterial an einer zugängschränken. lichen und staubfreien Stelle aufgestellt wird. 4. Auf jedem Bau muß jemand bestimmt sein, welcher die notwendigen Lebensmittel herbeischafft. Ein Zwang, in einem be stimmten Lokal zu verkehren, ist nicht statthaft. 3. Für die Heizung und Beschaffung von Heizungsmaterial hat| halb 8 Tage die Entscheidung des Einigungsamts des Berliner| ber Genehmigung ihrer Auftraggeber. Falls bann leine Vereinbarung der Arbeitgeber zu forgen. Gewerbegerichts als zweite Instanz anrufen. zu stande kommt, läuft der Vertrag ab. 3. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Kommission resp. § 10. Arbeitszettel. des Einigungsamts dürfen Bausperren oder Aussperrungen unter 1. Arbeitszettel, welche eine schriftliche Anerkennung dieser feiner Bedingung verhängt werden. Nach der endgültigen Ent- Arbeitsbedingungen enthalten und deren Wortlaut von der Achtzehnerscheidung sind Bausperren oder Aussperrungen nur zulässig, wenn Kommission festgestellt ist, sind zulässig. der Entscheidung nicht Folge geleistet wird. § 11. Geltungsbezirk. § 8. Abort. 1. Der Abort muß mit Bissoiranlage versehen sein und ist 4. Bei Verstößen gegen diese Arbeitsbedingungen hat die Achtmöglichst abseits von bewohnten Räumen resp. der Baubude auf- zehner- Kommission die erforderlichen Gegenmaßregeln zu treffen. Für den Diese Arbeitsbedingungen gelten in den folgenden Orten: zubauen; sollte hierzu kein Plaz vorhanden sein, so ist Gelegenheit Fall, daß die Achtzehner- Kommission eine Einigung nicht erzielt oder Adlershof, Baumschulenweg, Berlin, Bohnsdorf, Borsigwalde, zur Wasserspülung zu schaffen. Bei Benutzung von 20 bis 30 Arbeitern eine der Parteien mit der Entscheidung der Achtzehner- Kommission Briz, Buchow, Charlottenburg, Cöpenid, Dahlem, Dalldorf, Deutsch müssen mindestens zwei Size und darüber für jede weiteren zwanzig nicht zufrieden ist, kann binnen acht Tagen nach der letzten hier in Wilmersdorf, Friedenau, Friedrichsberg, Friedrichsfelde, Friedrichs Arbeiter wiederum ein Sig mehr bis zur Anzahl von sechs Sizen Betracht kommenden Sigung der Achtzehner- Kommission die Ent- bagen, Glienice, Groß- Lichterfelde, Grünau, Grunewald, Haselhorst, vorhanden sein. Die Size find aus vollständig abgedeckten und scheidung des Einigungsamts angerufen werden. Bei Verfehlungen Heinersdorf, Hohen Schönhausen, Johannisthal, Jungfernheide, ausgeschnittenen Brillen herzustellen. Die Seitenwände müssen dicht der Arbeitnehmer gegen diese Arbeitsbedingungen verpflichtet sich die Starlshorst, Lankwiz, Lichtenberg, Mariendorf, Marienfelde, Niederund zugfrei und das Dach wasserdicht sein. Für die notwendige Organisation derselben, den betreffenden Arbeitnehmern teinerlei Schöneweide, Nieder- Schönhausen, Neu- Weißensee, Ober- Schöneweide, Erhellung des Aborts muß ebenfalls Sorge getragen werden. Sind materielle oder moralische Unterstützung zu teil werden zu lassen, es Pantow, Blößensee, Reinidendorf, Rigdorf, Rudow, Rummelsburg, keine Thüren vorhanden, so muß die Aussicht durch eine Schuhwand sei denn, daß die in diesen Arbeitsbedingungen vorgesehenen Justanzen Saatwinkel, Schmargendorf, Schöneberg, Schönholz, Stegliz, Stralau, versperrt sein. Für wirksame Desinfektion, besonders in den ein Unrecht der Arbeitnehmer nicht anerkannt haben. Südende, Tegel, Tempelhof, Treptow, Weißensee, Westend, Zehlen wärmeren Jahreszeiten, ist unter allen Umständen Sorge zu tragen. dorf. § 9. Achtzehner- Kommission. 1. Es wird eine Kommission gebildet, welche aus neun Arbeit gebern und neun Arbeitnehmern besteht. Die Wahl der Mitglieder dieser Kommission erfolgt durch den Verband der Baugeschäfte bezw. die Arbeitnehmer. 2. Der Kommission liegt die Schlichtung von Streitigkeiten aus diesen Arbeitsbedingungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ob. Wenn eine Entscheidung der Kommission nicht zu stande kommt, können die Arbeitgeber oder die Arbeitnehmer- Beisiger innerFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrafer. Dienstag, den 7. Mat. Opernhaus. Der Evangelimann. Ebenso verpflichtet sich der Verband der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten einen trotz Schiedsspruchs des Einigungsamts vertragsbrüchig bleibenden Arbeitgeber keinerlei Unterstügung an gedeihen zu lassen. 5. Die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmer- Vertreter verpflichten fich, ihren ganzen Einfluß zur Aufrechterhaltung dieser Bedingungen einzufegen und im Widerspruch mit denselben ausbrechende Sperren oder Aussperrungen nicht zu unterstützen. 6. Sm Herbst, spätestens November 1901 hat die AchtzehnerKommission zusammenzutreten und die Arbeits- und Lohnverhältnisse bis zum 31. März 1903 festzusetzen. Der Entscheidung der Kommission haben fich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu unterwerfen, vorbehaltlich RANIA Zoologischer Taubenstr. 48/49. Im Theater Dienstagabend 8 Uhr: Gletscher und Dr. P. Schwahn: Eiszeit". Invalidenstr. 57/62. Garten Täglich, nachm. 4 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 Mark Bergißmeinnicht. Anfang 7 ur. Tägl. Sternwarte. Von abends 7 Uhr ab 50 Pfg. Schauspielhaus. Macbeth. Anfang 71 Uhr. # 1 Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Raub der Sabine: rinnen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der Meister von Palmyra. Anfang 71 Uhr. Leffing. Die 8Zwillingsschwester. An fang 72 Uhr. Berliner. D' Pariser Reis'. fang 7 Uhr. An Residenz. Leontinens Ehemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 712 Uhr. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Deforationen u. Requisiten, zum 627. Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sydney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Wenes. Gastspiel des Schlierseer Carl Weiss- Theater Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 8 Uhr. Gr. Frankfurterstr. 132. Westen. La Traviata. Anfang Novität! 712 Uhr. Großer Erfolg! Täglich: Secessionsbühne. Buntes Theater: Der Bräutigam vom Himmel. Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Thalia. Die Fledermaus. Anfang Gesangspoffe in 5 Bildern von Millo71 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang Uhr. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 Pl. Kinder die Hälfte. witsch. Bearbeitet von Carl Beiß W. Noacks Theater. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Luisen. Kabale und Liebe. Anfang selbe Vorstellung. 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Madame Méphisto. Anfang 712 Uhr. Carl Weiß. Der Bräutigam vom Himmel. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Mühle im Schwarzwald. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palaft. Geschlossen. Meichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Passage Theater. Damen- Ring fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachm. 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Metropol- Theater diese Weiber! W., Behrenstraße 55/57. Das anerkannt beste Mai- Spec.- Programm Berlins. 16 neue Nummern. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Dr. P. Schwahn: Gletscher und Sensationeller Erfolg des neuen Eiszeit". Invalidenstraße 57/62. Sommer- Programms. Täglich abends von 5-10 15r. Geschw. Gasch Paul Petras Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Kreps und Tochter Excelsior Egger- Rieser Der Kosmograph. Um 9 Uhr: Frau Luna Raub der Sabinerinnen. mit dem berühmten Luftballett Schwank in 4 Akten von Franz und Paul von Schönthan. Mittwoch abend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Zum erstenmale: Die Jüdin von Toledo. Donnerstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Jüdin von Toledo. Grigolatis. Anfang 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Thalia- Theater Nordd. Sänger. Ensemble- Gastspiel Stets des Friedrich Wilhelmstädt. Theaters. wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Die Fledermaus. Tanzkränzchen Frosch- Emil Thomas a. G. Eisen: stein Herr Streitmann, Frank- Hr. Litt, Rosalinde- Frl. Reichsberg, Adele- Frl. Bimmermann, Orlofsky- Fri. Door. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. In den 5 Riesenbögen: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Wochentags Vereinsbillets gültig. Tanz frei. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Sonn abende für Vereine frei. Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Blegler, Wolff, Hohenberg etc. Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Pf. In denjenigen Vororten, wo augenblidlich ein geringerer Lohn als der für Berlin festgesette gezahlt wird, bleibt dieser Lohn bis zum 31. März 1902 bei neunstindiger Arbeitszeit bestehen. Bei einer Steigerung oder Herabsetzung des Lohns in Berlin wird der Lohnfah in den betreffenden Vororten in gleichem Prozentsaz erhöht oder herabgesetzt. Der Verband der Bangeschäfte von Berlin und den Vororten. Arans. R. Bahl. O. Heuer. Der Centralverband der Maurer( Berlin und Umgegend). Karl Panser. Gustav Beder. H. Silberschmidt. Riesen- Walfisch 21 Meter lang. 150 000 Pfd. schwer. Vollständig geruch los! Von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. 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Mittwoch, den 8. Mai 1901, abends 82 Uhr, finden 2 öffentl. Versammlungen ftatt für den Norden im ,, Eiskeller", Chauffeeftraße 88, Referent: Herr Dr. C. Tages 1. Das Resultat der Mai- Aussperrung und unsre Stellungnahme dazu. 2. Wahl der Achtzehner- Kommission zum neuen Vertrage. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Eintritt. in der Lage ist, dem Genannten Mits teilung hierüber machen zu können, wird gebeten, dies unverzüglich zu thun. K. Preusser, Privatier, Wiesbaden, Nerostr. 10. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtl. Zur Kenntnisnahme unsrer Mitglieder! Die Bureaus zur Abstempelung der Kontroll Artikel zur Krankenpflege. farten für die Mai- Gemaßregelten in den Vierteln und Zahlstellen des Vertragsgebiets find mit Sonnabend, den Eigene Werkstatt. 4. Mai, aufgehoben. Das Material bitten wir bis spätestens Montagabend an die Verbandsleitung abzuliefern. Lieferant Am Montag, den 5. Mai, werden Abstempelungen der Kontrollfarten nicht vorgenommen. Mai- Gemaßregelte, für Orts- und Hilfs- Krankenkassen. welche noch am Dienstag arbeitslos sind, wollen sich zur weiteren Kontrolle täglich während der Vormittags: Berlin C., Die Verbandsleitung. [ 11062* stunden im Bureau Engel- Ufer 15, Zimmer 29, melben, woselbst die Rubrit für Montag mit abgestempelt wird. 30. Linien- Straße 30. 137/ 11* für den åben bei Buggenhagen, am origplan Deutscher Buchbinder- Verband. Referent: Herr Dr. R. Friedeberg. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Ausbeutung der Bevölkerung durch den Arzneiwucher. Wie kann Abhilfe geschaffen werden? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 272/12 Die Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 8. Mai, abends 84 Uhr: ( Zahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, den 8. Mai, abends 81/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Rosenow über: Aus der Urgeschichte des Christentums." 2. Verbandsangelegen heiten und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 24/4 Vertrauensmänner Versammlungen Radfahrer! Steglitz. Radfahrer! Südoften: bei C. Behrend, Manteuffelftr. 95. Tages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Süden: bei Retzolk, Wafferthorstrake 68. Tages Ordnung: 1. Berbandsangelegenheiten. 2. Bericht der Kommission. 3. Die Differenzen bei Brandt, Dieffenbachstr. 36. Gingeladen sind folgende Wertstellen: Brandt, Dieffenbachstraße 36; Försterling, Urban 102; Rath, Atte Jakobstraße 65: Appell, Brinzessinnenstr. 28. Süd- Westen und Westen: in Habels Braneret, Tages Ordnung: Bergmannstr. 5-7. 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Verschiedenes. In Anbetracht der Aussperrungen vom 1. Mai ist es unbedingt not wendig, daß sämtliche Werkstätten vertreten sind. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmftr. 84. Tages Ordnung: Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. bei Herrn Raabe, Wedding und Gesundbrunnen: Kolbergerstrake 23. Tages Ordnung: Donnerstag, den 9. Mai cr., abends 8% Uhr: Oeffentliche Radfahrer- Versammlung 180 bei Schellhase in Stegli, Ahornstraße 15 a. Tages Ordnung: 1. Vortrag über die Ziele und Bestrebungen des Arbeiter- Radfahrer: Bundes Solidarität“. 2. Diskussion. Konsum Verein Berlin- Nigdorf( E. G. m. b.§.) Nachtrags Berichtigung. Die Zahl der Genossen betrug am 30. September 1899 Neu hinzugetreten . · Ausgeschieben sind am 30. September 1900 Mithin Zahl der Genossen am 1. Oftober 1900 Das Mitglieder: oder Geschäftsguthaben stellte 30. September 1899 auf Dasselbe hat sich vermehrt um .. 299 393 Sa. 692 19 Sa. 673 sich am M. 8 970, 11 220, " Betrug daher am 1. Oftober 1900 Die Haftsumme der Mitglieder stellte sich am 30. Sep tember 1899 auf Dieselbe hat sich vermehrt um Betrug daher am 1. Oftober 1900 Rigdorf, den 15. April 1901. m. 20 190, Konsum- Verein Berlin- Rirdorf( E. G. m. 6. S.) Richard Hoede. Otto Schulki. 11845 VIII. Der Zweck der Versammlung ist, für Steglit einen Arbeiter- RadfahrerBVerein zu gründen, deshalb ist es Pflicht aller Sportsgenossen, zu erscheinen. Karl Fischer. Achtung, Stodarbeiter! Am Dienstag, den 7. Mai, abends 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21( oberer Saal): Oeffentliche Versammlung der Stock-, Schirm- und Gelluloid- Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vertrauensmannes und der Agitations- Kommission. 2. Abrechnung des Streitfonds- Kassierers. 3. Verschiedenes. 175/6 Nach Schluß dieser Versammlung findet die erste GruppenVersammlung der Stockarbeiter im Anschluß des Holz1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Verbands- und Werkstatt: arbeiter- Verbands statt. angelegenheiten. 4. Verschiedenes. bei Nowack, Musikinstrumenten- Arbeiter anteuffelstraße 9. Jede Werkstatt muß vertreten sein. sowie Tages Ordnung: Wahl des Obmanns und der Kontroll Kommission. Es ersucht um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Kollegen Der Vertrauensmann und die Kommission. Modell. n. Fabriktischler, toute Modell. Wäscherinnen, Blätterinnen, drechsler im Lokal von Dieke, Aderftr. 123. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensmänner. 3. Ber schiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Alle Anfragen und Zusendungen find an den stellvertretenden Obmann H. Desinghaus, Huffitenstr. 26, r. Aufg. II, zu richten. Drechsler. bei Matthes, Often und Nordoften: Koppenstraße 1. Norden: Brunnenstr. 150 bei Neumann. Südoften u. Südwesten: Admiralftr. 18c, Tages 1. Berbanbsangelegenheiten. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berſchiebenes. Mitgliedsbuch und Bertrauensmännerfarte legitimiert. Jede Werkstatt, auch Tischlereien, wo Drechsler beschäftigt sind, muß bertreten sein. Donnerstag, den 9. Mat, abends 812 Uhr: Branchen- Versammlung der Stellmacher bet Bauer, Rosenthalerstraße 57. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl der Werkstatt Kontrollkommission. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 87/5 Die Kommiffion. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 8. Mai 1901, abends 8½ Uhr: sowie alle in der Wäsche und Krawattenbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen von Schöneberg, Charlottenburg, Wilmersdorf, Mariendorf, Lempelhof, Steglih und Friedenan 2c. Mittwoch, den 8. Mai cr., abends 82 Uhr, im neuen großen Saal des Herrn Obst in Schöneberg, Martin Luther: und Meiningerstraßen- Ecke: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie heben wir am besten unsre Lohnverhältnisse? Referentin Frau Emma Ihrer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 251/5 Erscheint recht zahlreich. Mit kollegialem Gruß Die Einberuferin: Frau Selle, Plätterin, Schöneberg. Verein der Tischler Berlins und Umgeg. Vertrauensmänner- Centralisation. Dienstag, den 7. Mai 1901, abends 8 Uhr, bei Franke, Pallisadenstraße 9: . 8970, 11 220, " 7. 20 190, 99/12 VIII. Berliner Pferde- Lotterie. Ziehung in Berlin im Kaiserhof am 10. Mai 1901. 3338 Gewinne Wert Mark 100000 Hauptgewinn: M. 10 000, 8000 etc. Lose a 1 Mark, 11 Lose 10 Mark, Porto u. Liste 20 Pf., versendet gegen Briefmarken oder Nachnahme Carl Heintze, Berlin W. Unter den Linden 3. J. Brünn ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt Nr. 4. 14442* Wegen Umbau und Erweiterung der Geschäftsräume gelangen große Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! au außergewöhnlich billigen Preisen au Ausverkauf! Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hälfte des Wertes. Vertrauensmänner Verſammlung. Möbel- u. Bolsterwaren- Fabrik Um pünktliches Erscheinen ersucht 186/10 Der Vorstand. Das beste tägliche Getränk. Versammlung für den Süden van im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wiesenthal. 2. Neuwahlen zu den Bezirksleitungen. 3. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 8. Mai, abends 8½ Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz für den Westen bei Bartel, Bülowstraße 59. Vertrauensmänner- Konferenz der Klempner im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Mittwoch, den 8. Mai, abends 8½ Uhr: Versammlung für Ober- Schöneweide 114/15 bei Jahn, Wilhelminenhofstraße 19. Die Ortsverwaltung. Armin- Hallen" Kommandantenstraße 20. Wir empfehlen unfern über 1000 Personen fassenden großen schattigen Natur- Garten nebst großem Saal und Nebenräumen, ca. 1000 Berjonen faffend, vollständig renoviert, zur Abhaltung von Sommerfesten 2c. ( Für Vereine auch Kaffeeküche.) Gleichzeitig erlauben wir uns, unfre 8 Vereinszimmer in jeder Größe in Erinnerung zu bringen. 14072* 1 Gebr. Mielitz, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. van Houten's Cacao sollte jeder als tägliches Getränk an Stelle von Kaffee und Thee geniessen, welcher seine Nerven schonen und Körper und Geist rege und gesund erhalten will. 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669 715 953 54247 81 406 15 30[ 500) 753 812 52 55269 417 31 60 648 959 56297[ 500] 340 95 464 903 19 30 57037 333 52 56 577 631 820 928 42 67 80 58117 253 395 441 62 718 99 59047.311 934 60071 149 469 72 721 839, 61157 221 332 66 563 668 769 62106 366 78 86 423[ 10001 93 715 23[ 500] 29 886 930 86 63019 140 405 539 665 717 843 924 64003 45 141 93 419 21 67 86 699 724 895 936 63 78 65061 127 379 473 628 94 944 53 71 66021 267 76 78 360 468 522 625 33 710 68 67023[ 5001 63 309 70 543 605 802[ 30001 68164 274 323 79 431 516 723 825 945 69190 333 39 53 96 439 506 606 919 30[ 5001 70203 333 43 73 77 476 523 994 71108 279 369 566 898 970 72056 110 349 439 554 59 738 45[ 30001 60[ 1000] 971 73248 61[ 3000] 371 407 700 903 11 74084 99 318 415[ 500] 600 89 753 97 926 96 75159 30001 384 478 693 723 51[ 5000] 93 859[ 1000] 912 66 76008 12 27 186[ 30001 365 612 28 962 77327[ 500] 61 516 629 817 71 992 78010 37 45 316 66 467 570 86, 633 37 709 803 47 76 957 79125 413 656 824 980 80050 86 134 420 515[ 500] 69 738 77 870 982 81047 67[ 500] 124 65 74 225 67 942 82022 262 586 754 898 83301 429 96 691 715 896 84208 23 52 75 358 68 471 624 58 761 834 85368 573 699 790 834 939 1500] 85[ 500] 86235 301 45 456 502[ 1000] 672 82 763 70 88 87200[ 3000] 389 91 498 504 606 60 870 971 98 88046 60 409 50 534[ 3000] 634 783 809 89244 315 1500] 81 484 693 743 61 919 85 90097 283 559 90 754 849 91089 591 628 859 912 19 92119 72 344 405 22 764 887 93010 98[ 3000] 202 3 321 426 46 707 86 87 96 813 75 926 94100 31 44 216 445 590 615 23 925 95294 346 894 950 78 96182 1000] 216 476 514 605 701 992 97272 394 462 97 703 914[ 1000] 98042 218 383 424 68 72 603 17 74 812 16 942 93 99005 226 44 482 93 739 865 919 100063 121 217 318 438 97 696 725 856 89 94 1958 101101 390 422 50 756 875 977 91 102021 192 207 51 356 470 557[ 500] 704 6 857 73 954 103059 94 143 312 104186 314 27 55 421 34 638 890 954 105035 243 426 89 620 795 857 977 106118 685 731 845 48[ 1000] 62 978 107274 95 394 421 529 692 754 84 814 61 63 97 990 108021[ 3000] 184 298 394 424 549 828 57 109064 163[ 500] 209 84[ 1000] 429 533 94 704 167 820 110202 382 455 521 801 97 915 64 111053 227 303 62 569 850 112057[ 500] 190 213 409 83 97 506 689 92 842 93 96 901 113040[ 3000] 253 847 924 114062 186 460 64 89 556 76 92 675 718 94 989 115073 372 511 618 871 116040 139 48 256 310 12 99[ 5001 578 608 43 63 729 937 117144 358 405 73 84 563 616 72 122 454 559 651 120099 205 25[ 3000] 784 824 52 121043( 3000) 74 123 25 687 857 62 905 10 122032 144[ 3000] 90 206 22[ 1000] 31 337 91 612 68 123060 227 393 98 587 745 801 932 36 124006[ 500] 110 24 323 89[ 500], 692 780 84 928 125011 60 195 250 363 424[ 500] 500 755 864 126026 69 145 650 56[ 500] 789 98 922 127420 64 755 811 18 55 128173 234 85[ 3000] 379 90 404 747 129336 92-582 989 130244 46 410 500 622 34 790 131108 16 22[ 500] 345 503 626 33 63 91 778 818 942[ 500] 99 132054 67 115 21 299 368 412 29 60 518 659 96 921 133237 321 400 547 679[ 500] 927 134093[ 500] 216 64[ 5000] 75 336 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Ziehung 4. Klaffe 204. Kgl. Preuß.Botterie.| 118015 45 74 110 61 73[ 3000] 355 528 676 912-119015 Biehung vom 6. Mai 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 236 M. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 26 162 278 416 24 30 60 65 593 611 84 852 1020 214 [ 1000] 18 39 449 50 73 92 667 74 815 964 2062 75 185 266 310 549 60 734 58 806 984 3095 126 71 236 439 507 38 70 95 863 958 4502 40 601 94 5103 61 67 509 652 824 39 6006 245 48 330 88 655 822 74 7047 90 222 300 97 630[ 1000] 62 74 86 785 8036 39[ 1000] 59 172 229 78 404 31 596 602 27 748 9013 188 451 71 94 521 624[ 500] 68 88 714 50 836 58 87 916 96 10328 425 81 529 646 75 784[ 1000] 88 11054 145 446 97 576 812 12210 27 65 88 90 368 84 437 55 79 623 24 87 722 89 94 13361 78 402 19 686 90 94 14001 162 78 205 46[ 3000] 61 392 465 620 702-82[ 500] 870 925 15124 342 73 477[ 1000] 87 506 667 709 15 26 43 74 845 962 16173 95[ 500] 316 35 483 709 820 17174 404 29 716 915-18026 60 574 709 860 81 19080 82 216 19 397 429 68 648 59 726 900 49 20006 93-97 347 80 97 470 741 861 21320 34 422 582 87 769 980 22016 190 310 415 683 836 94 23050 76 258 76 306 21 47 624 826 940 59 71 73 24139 85 246 559 625 32 69 903 25253 370 451 671[ 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500] 70 457 725 922 47 159056 167 357 419 29 95 160037 42 260 354 456 64 94 508 161059 71 183 224 35 354 84 632 162024 38 192[ 1000] 238 46 69 [ 1000] 403 20 520 617 803 34 163075 118 201 19 62 663 723 858 65 71 164039 68 329 66 534 603 8 730 842 934 165096 182 253 354 732 49 874 82 166027 150 525 967 167272 514 17 69 606 68 843 168013 15 217 519 630 92 788 882 957 62 99 169082 118 35 522[ 500) 732 53 866 997 170189 231 52 85 88 323 53 552 615 730 962 171389 428 68 74[ 10001 690 874[ 5001 904 40 172027 145 91 242[ 5001 307 19 410 29[ 1000] 96 525 92 681 707-82 899 173049 378 438 62.590, 699 833 923 174002.26 246 337[ 10001 528 638 832 74 175034 307 22 409 24 [ 500] 566 675 86 803 909 176090 361 526 604 13 177088 F10001 164 633 702 15 33 840-98 178024 66 500 31 79 605 868 179012 29 310 493 522 618 885 984[ 500] 303 6( 500) 34 515 52 622 180030 156 233 75 303 6[ 500] 34 515 52 622 34 779 94 857 181100 91 284 345 55 588 627 32 724 805 902 81 182143 351 511 67[ 1000] 662 835 946 183182 409 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410 87 818 984 208137 237 13000] 365 555 652 839 91 933 209009 107 23 237 97 400-633 82 210031 329 82 578 697 884 902 59 86 211104 279 351 562 679 853 924 212076 136 267 726 60 61 79 803 9 941 213163 299 579 673 707 25 864 79 955 214183 99 315 52 503 18 685 728 860[ 3000] 215025 278 578 762 911 83 216475 698 217037 46 57 138 221 404 26 44 526 36 46 654 893 218010 52 207 515 769 219007 65 292 331 465 83 509 753 220115 20 307 61 635 85 933 38 45 221060 80 123 95 604 19 760 87[ 10001 976 222087 275 355 458,581 794 875 223148 290 98 401 68 727 36 50 61 224149 222 421 67 74 620 784 89[ 1000] Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn au 150 000 Mart, I zu 75 000 Wart, 2 zu 50 000 Wort 4 gu 30 000 Mart. 4 gt 15 000 Mart, 13 au 10 000 Mart, 28 zu 5000 Mart, 340 3 3000 Mart, 443 au 1000 Mart, 525 zu 500 Mart Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Die Kollegen werden ersucht, dies 146/7 beachten. Der Vorstand. Nr. 105. 18. Jabrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. = Dienstag, 7. Mai 1901. Berlins legt bei Umschulungen den Eltern der Gemeindeschulkinder Droguenhandlung in der Potsdamerstraße angestellt und faufte fich nicht nur Opfer auf, die oft sehr drückend empfunden werden, sondern anfangs voriger Woche selbst ein Geschäft in der Fehrbellinerstr. 94. Zweiter Wahlkreis. Die Parteigenoffen und Genossinnen sie bildet auch eine Quelle fortwährenden Aergers für die Eltern und Am Sonnabendabend um 8 Uhr verließ er seine Mutter, bei der er werden auf die am 10. Mai, abends 8 Uhr, im großen die Lehrer und trägt nicht wenig zu der Spannung bei, die zwischen noch wohnte, ohne daß man ihm etwas anmerkte, ging in ein Hotel Saal der Bodbrauerei, Fidicinstr. 3, stattfindende Volts- Schule und Haus leider vielfach besteht. Daß durch eine bedingungs- in der Kaiser Wilhelmstraße und vergiftete sich dort. In einem bersammlung aufmerksam gemacht. Das Neferat hat der aus los unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel an alle Gemeindeschule Brief, der an die Polizei gerichtet war, gab er über seine Persönlichdem Londoner Egil zurückgekehrte Genosse Ed. Bernstein über- tinder, wie sie von unseren Vertretern in der Gemeindeverwaltung oft feit Auskunft. Seiner Mutter schrieb er, daß er sich das Leben nommen über das Thema: Der Socialismus und die genug gefordert worden ist, in dieser Beziehung noch mehr gebessert nehmen milsse, weil ihm das neue Geschäft nicht gefalle. Arbeiter in England. Um recht zahlreichen Besuch ersuchen werden würde, das sei hier nebenbei bemerkt. Die Lehrer sind Die Vertrauensleute. freilich aus bestimmten Gründen zum großen Teil Gegner der Auch ein Terrainspekulant. Von einem Berliner HochDer Wahlverein für den 6. Reichstags- Wahlkreis hält heute, Einheitlichkeit der Lehrmittel. Sie fürchten start, daß dadurch die stapler ist vorige Woche der Bertreter einer Terrain. Dienstagabend 81/2 Uhr, in Schneiders Gesellschaftshaus, Belforter Einführung neuer und besserer Lehrmittel erschwert würde. Dahinter gesellschaft geprellt worden, die in der Umgegend von straße 15, seine Bersammlung ab. Genosse Reichstags- Ab- erblicken sie das Gespenst des Schulbücher monopols. Wir Spandau an der Hamburger Eisenbahn ein Rittergut geordneter Baudert spricht über:„ Die Poesie im Dienste der halten diese Befürchtung zwar nicht für ganz gegenstandslos, aber parzelliert. Eines Tags traf ein junger Mann auf der Besizung Freiheit". Gäste sind willkommen. doch für übertrieben. ein, der sich dem Bevollmächtigten der Gesellschaft als ein Fuhrherr Schulze aus Berlin vorstellte und erklärte, daß er Terrain faufen wollte. Beide fuhren auf der Besitzung umher und der Reflektant wählte ein Stück Land mit Waldbestand aus. leber den Preis wurde man einig, und der Käufer setzte für den folgenden Tag die Stunde fest, zu der im Berliner Bureau der Gesellschaft der Kaufvertrag aufgestellt werden sollte. Auf der Rückfahrt nach dem Dorf machte der Terraintäufer mit einem Mal die Wahrnehmung, daß er„ vergessen" hatte, sich kleines Geld einzustecken, und er bat den Bevollmächtigten, ihm einen Betrag zu leihen; er erhielt anstandslos 50 W. Sodann wurde im Dorfkrug noch titchtig gezecht, und hier versuchte der Fremde, den Waldbestand des Geländs an Bauern auf die Erlangung eines Angelds ankam. Judes fand er keinen zu verkaufen, wobei es ihm Abnehmer für das Holz, dessen Eigentümer er durch den endgültigen Kauf des Terrains erst am nächsten Tage werden wollte. In dem Bureau der in Berlin domizilierten Terraingesellschaft fand sich der angebliche Fuhrherr Schulze nicht ein, dagegen ermittelte die striminalpolizei, daß der Terrainkäufer ein stellenloser Barbiergehilfe war, der im Norden Berlins in Schlafstelle wohnte. Er sigt jetzt hinter Schloß und Niegel. Wahlverein Groß- Lichterfelde Laufwin. Mittwoch, abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung in Pagels Eta blissement, Chausse estr. 104. Tagesordnung: Vortrag des Redacteurs Genossen Bözsch über" Socialpolitik in Frankreich", Diskussion, Delegiertenwahl zur Generalversammlung, Vereins angelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder. Die Versammlung findet im Saa I statt. Mariendorf- Tempelhof. Heute, Dienstag, findet im Lofal von Adel, Tempelhof, Germaniastr. 1, pünktlich 81/2 Uhr, die General bersammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht Vorstandsbericht und Wahlen. Erscheinen aller ist erforderlich. Kommunales. Der Ausschuß zur Vorbereitung der Wahl eines Stadt syndikus an Stelle des ausgeschiedenen Stadtsyuditus, jetzigen Ober- Verwaltungsgerichtsrats Fr. Meubrint, beschäftigte sich am Montagabend mit der Frage, ob zunächst ein Stadtsyndikus oder ein befoldeter Stadtrat an Stelle des zum Bürgermeister gewählten Stadtrats G. Kauffmann zu wählen sei. Er entschied sich mit überwiegender Mehrheit dahin, daß zuerst aus der Bahl der vorhandenen besoldeten Stadträte der Syndikus zu wählen sei. Ebenfalls mit überwiegender Mehrheit wurde dann ferner be schlossen, für die Stelle des Stadtsyndikus an Stelle von Meubrink der Stadtverordneten- Versammlung die Wahl des besoldeten Stadt rats Dr. Hirsetorn zu empfehlen. " Lokales. Es geht abwärts! Auch bei dem hiesigen aufmänni hen gilfsverein für weibliche Angestellte" hat sich in der Stellen vermittelung, die der Verein unterhält, die erschlechterung des Arbeitsmartts recht bemerkbar gemacht. Zwar ist von 1899 zu 1900 die Zahl der angemeldeten offenen Stellen noch von 4101 auf 4445 gestiegen, aber verhältnis mäßig noch viel mehr gestiegen ist die Zahl der Bewerberinnen, näm lich von 4514 auf 5672. Die Zunahme gegen 1899 betrug bei den offenen Stellen etwa 81/ a Broz., bei den Bewerberinnen über 251/2 Broz. auf 100 offene Stellen famen 1899 erst 110 Bewerberinnen, 1900 aber schon 128 Bewerberinnen. Auch die Zahl der thatsächlich besetzten Stellen ist zunächst noch von 2643 auf 8118 gestiegen, aber diese Zunahme sie beträgt gegen 1899 etwa 18 Proz. bleibt er heblich zurück hinter derjenigen der Zahl der Bewerberinnen. 1899 wurden noch 58,5 Proz. der Bewerberinnen in Stellung gebracht, 1900 aber nur 55 Broz. Andrerseits fand sich 1899 erst für 64,4 Proz. der offenen Stellen eine geeignete Bewerberiu, 1900 aber für 70 Broz Die Besserung", die in den lettgenannten Zahlen hervortritt, ist ebenso naturgemäß wie die Verschlechterung, die das Ergebnis der Stellen vermittelung im Verhältnis zur Zahl der Bewerberinnen zeigt. Wenn die Schar der Bewerberinnen stärker wächst als das Angebot offener Stellen, dann haben die Geschäftsinhaber, die die Stellenvermittelung in Anspruch nehmen, eine größere Auswahl, und ihre Wünsche lassen sich eher befriedigen. Der Jahres- Ueber einen furchtbaren Vorgang auf dem Bahnhof bericht des Vereins hebt ausdrücklich hervor, daß die Verschlechte Jungfernheide wird berichtet: Beide Beine wurden der 19 Jahre rung des Ergebnisses seiner Stellenvermittelung alten Tochter Luise des Bäckers Mainka aus der Prinz Eugenstraße eine Folge der Verschlechterung der Geschäftstonjunttur nr. 11 abgefahren. Das Mädchen war bisher in Stellung in der ist, die vielfach zu Bersonalentlassungen führte. Die Stellenlosigkeit Barnimstraße und sollte am Mittwoch einen neuen Dienst am traf aber nicht so sehr, wie in früheren Jahren, das Verkaufspersonal, Morigplag antreten. Da es jedoch erst am Donnerstag tam, so an dem infolge der Eröffnung eines neuen großen Warenhauses schickte die neue Dienstherrschaft das Mädchen wieder zurück. Hiermit zeitweilig jogar Mangel war, sondern mehr und in erster Reihe das hängt wohl der Selbstmord zusammen. Angehörige glaubten allerComptoir personal, weil die ungünstige Konjunktur sich zu dings, daß ein Verbrechen vorliege. Daß das Mädchen sich vor nächst in den Fabrik und Engros- Geschäften besonders bemerkbar einen Bug geworfen habe, hat niemand unmittelbar gesehen. Ge machte. funden wurde die Unglückliche auf der Strecke, nachdem man ihr Stöhnen gehört hatte. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei sind gesellschaft zu bemogeln, wo doch nur der Bucher mit dem Grund Wie konnte der Barbiergehilfe sich auch unterstehen, die Terrainund Boden für reell gilt. 0 Die Kosten der Verpflegung in den städtischen Krankenhäusern. In dem neuesten Jahresbericht der„ Deputation für die städtischen Krantenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege" findet sich wieder die übliche Aufstellung über die Kosten, die der Stadt aus Armenpflege führte in einer Versammlung der Armenkommissions noch nicht abgeschlossen. Ueber die Beteiligung der Frauen an der öffentlichen ihren Krankenhäusern erwachsen. Danach hätten im Jahre 1899/1900 Vorsteher der Vorsigende der Armendirektion, Herr Stadtrat Ueber eine Unthat dunklen Ursprungs wird uns berichtet: die Selbst tosten der Stadtgemeinde" betragen: für das Dr. Münsterberg etwas folgendes aus: 8unächst sei hervor Eine aus Danzig gebürtige Prostituierte Balesta Amtmann, die Krankenhaus im Friedrichshain 1 050 532 M., für das Krankenhaus in zuheben, daß, wenn Frauen als Mitglieder gewählt werden sollen, sich hier ohne feste Wohnung aufhält und bald hier, bald dort ein Moabit 1 154 072 M., für das Krankenhaus am Urban 857 660 M., fie ebenso wie die andren Mitglieder im Bezirk der betreffenden Unterkommen findet, ist durch einen Messerstich in die Seite, der die für das Krankenhaus in der Gitschinerstraße 152 212 M. Auf Armenkommission wohnen müssen. Da sich die städtischen Körper Lunge verletzte, lebensgefährlich verwundet worden. Nach einer jeden Kranken, der in der betreffenden Anstalt verpflegt wurde, läme schaften für die Beteiligung der Frauen an der öffentlichen Armen- Darstellung sollte sie von einem Soldaten in der Kielerstraße schwer also eine durchschnittliche Aufwendung von täglich 4,07 m., 8,61 m., pflege erklärt haben, sei an dieser Sache felbft nichts mehr verletzt aufgefunden worden sein. Diese Darstellung trifft nach unfren 4,08 m., 3,11 m. Diese Zahlen hat der Verfasser des Berichts zu ändern. Es handle fich für die Armenverwaltung lediglich darum, Ermittelungen nicht zu. Die Amtmann wurde in einem Lokal an bie Angelegenheit prattisch zu gestalten, weshalb er die Versammlung der Ecke der Boyen- und Scharnhorststraße am Sonntagabend in herausbekommen, indem er zu den im Lauf des Jahres thatsächlich ersuche, zunächst versuchsweise Frauen zu den Arbeiten der Armen- Begleitung eines Soldaten gesehen. Später ging fie mit diesem nach für die einzelnen Krankenhäuser gemachten Ausgaben noch die tommissionen heranzuziehen und ihnen hierbei namentlich die Für- dem Kanal zu. Bald darauf kehrte sie blutend in das Lokal zurück Zinsen vom Wert des Grundeigentums und des im forge für erkrankte Personen und Mittwen mit Kindern anzuber- mit dem Ausruf:„ Der Kerl hat mich gestochen!" Gäste des Lokals, Inventar stedenden Kapitals hinzurechnete. Dabei ist als trauen. Zum Schlusse sprach er die Hoffnung aus, daß im Laufe die sie kannten, brachten sie nach der Unfallstation in der LindowerWert des Grundeigentums nicht angenommen, was die Stadt einst der Zeit auch diejenigen Armenkommissionen sich mit dieser Ein- straße. Hier erkannte man sofort die Gefährlichkeit der Verlegung hineingesteckt hat, sondern derjenige Wert, den die Krankenhaus- richtung befreunden werden, welche zur Zeit der Angelegenheit noch und ließ die Gestochene, die vom Blutverlust schon start erschöpft Grundstücke heute haben. Ohne den Zuschlag für Grundeigentum ablehnend gegenüberstehen. had war schleunigst in ein Krankenhaus bringen. Die Kriminalpolizei und Inventar würden die Aufwendungen, nach Abzug der geringen Neue Straßenbahnunfälle. Eine aufregende Scene spielte ist eifrig bemüht, den Vorfall aufzuklären, doch hat dies einstweilen Einnahmen aus der Anstaltswirtschaft, betragen: für das Kranken- fich Sonntagabend um 83/4 Uhr am Alexanderplat ab. Bon noch feine Schwierigkeiten, da die Verlegte nicht vernehmungshaus im Friedrichshain 856 210 M., für das Strankenhaus in Moabit der Schönhauserstraße her fam ein Straßenbahnzug der Linie fähig ist. Ob fie mit dem Leben davonkommen wird, ist schr 907 211 M., für das Krankenhaus am Urban 708 119 M., für das Schönholz- Streuzberg gefahren. An der Neuen Königstraße wollte fraglich. Krankenhaus in der Gitschinerstraße 133 084 M., also pro Kranten eine betrunkene Frauensperson, der eine johlende Kinderschar folgte, Feuerbericht. Eine Gasexplosion erfolgte Montagnachmittag zwischen Motor- und Anhängewagen hindurchlaufen. Ein Controleur in der Gitschinerstraße 106 in dem Augenblick, als ein Gasarbeiter und pro Tag burchschnittlich 3,32 M., 2,88 W., 8,87 W., 2,72 m. und drei Fahrgäste, die auf dem Vorderperron des Anhänge ein undicht gewordenes Nohr ableuchtete. Glücklicherweise kam er In der Aufstellung wird dann weiter berechnet, daß nach Abzug wagens standen, versuchten sie zu retten, stürzten aber mit nur unbedeutenden Brandwinden davon, auch konnte der ents der im Laufe des Jahres eingegangenen Erstattungen auf Ver- alle vier auf das Straßenpflaster hinab. Glücklicherweise standene Zimmerbrand leicht erstickt werden, so daß die in mehreren pflegungskosten usw. die folgenden Beträge der Selbstkosten tamen fie unversehrt oder mit unbedeutenden Verlegungen Löschzügen herbeigeeilte Feuerwehr bald wieder abrückte. Vorher ungedeckt" blieben und von der Stadtgemeinde getragen" werden davon. Die Betrunkene wurde am Trittbrett umge wurden aus Gollnowstr. 41 und Potsdamerstr. 13 Schornsteinmüssen: für das Krankenhaus im Friedrichshain 752 602 m., für das stoßen und ein Stick Wegs gefchleift. Sie erlitt schwere Ver- brände gemeldet. Am Sonntag wurden Schäferstraße 8 und Trifte Krankenhaus in Moabit 804 506 m., für das Krankenhaus am Urban legungen am Kopfe und mußte von der Unfallstation Xitraße 47 Seleidungsstücke und Wäsche durch Fener beschädigt. 567 658 M., für das Krankenhaus in der Gitschinerstraße 89 655 M., nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. Die Blan- Ufer 92b brannten Regale und Backpapier. Vor Beginn einer 567 658 M., für das Krankenhaus in der Gitschinerstraße 89 655 M., Verunglückte nennt sich Schauspielerin v. Czescowista aus der Mufitaufführung in einer Steithstr. 11 belegenen Privat Turnhalle also pro Kranken und pro Tag durchschnittlich 2,92 m., 2,51 M., Grune: valdstr. 16 zu Nieder- Schönewveide. Diese Hausnummer giebt hatte ein Vorhang und die Schaldede Feuer gefangen, was zu einer 2,70 M., 1,82 M. Diese ganze Berechnung tönnte als eine barm es jedoch nicht. Einen zweiten Unfall auf der Straßenbahn gab Alarmierung der Wehr führte. Gartenstr. 48 war eine Straßenlose Spielerei gelten, wenn sie nicht die Wirkung hätte, die von es eine Stunde später an der Ecke der Charlotten und laterne ungefahren, so daß Gas ausströmte, weshalb die Wehr der Stadtgemeinde für die Verpflegung in den Kronenstraße. Hier wurde ein unbekannter, feingekleideter herbeigerufen wurde. Ein kleiner Wohnungsbrand war ChristburgerKrantenhäusern geleisteten Zuschüsse höher Mann von etwa 40 Jahren, anscheinend aus eigner Unvorsichtigteit, straße 22 zu beseitigen. Unfug am öffentlichen Melder verursachte erscheinen zu lassen, als sie sind. Den einzelnen von einem Straßenbahn- Wagen überfahren und so schwer verlegt, in der Montagsnacht eine Alarmierung nach der Usedomstraße. Leider Kranken geht es weder etwas an, welchen Spekulationswert das daß er mit einem Koppschen Krankenwagen nach der Kranken- konnte der Thäter nicht erwischt werden. Grundstück des von ihm benutzten Strankenhauses im Laufe der Zeit abteilung der Unfallstation 17 gebracht werden mußte. erlangt hat, noch braucht der zahlende Kranke sich zur Last schreiben Nettung and Lebensgefahr. Von der Freiarchenbrücke sprang zu lassen, was andre Stranke der Stadt schuldig geblieben sind. Das der Koch Alexander K. aus Reue darüber. daß er seine Schwester versteht sich wohl bei einem Privatunternehmen, das einen bestimmten geschlagen hatte, in den Landwehrkanal. Er wurde von dem sofort Gewinn abwerfen soll, aber es ist sinnlos und ungerecht, nachspringenden Oberlieutenant im 2. Thüringischen Infanterieauch bei einem öffentlichen Krankenhause die„ Selbstkosten" nach regiment Nr. 32 Adams anscheinend mit eigner Lebensgefahr gerettet solchen Grundsägen zu berechnen. Zu welchen Konsequenzen be- und nach der Wohnung seiner Eltern gebracht. Cynlle sonders die Anrechnung der Zinsen vom Werte des Der romantische Tertianer. Das Aufsehen erregende VerGrundeigentums führen kann, das haben im vorigen Herbst schwinden des 15jährigen Tertianers Paul Müller, dessen Schultasche die Verhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung über die vom in Spandau in einem Festungegraben gefunden wurde, ist jetzt aufgeklärt. Der junge Mann ist weder einem Verbrechen noch einem Magistrat vorgeschlagenen neuen Einheitssäge für die Erstattung der Unfall zum Opfer gefallen, sondern auf Abenteuer ausgegangen. Waisenpflegekosten gezeigt. Für die Verpflegung in den städtischen Aus Ludwigslust schrieb er seiner Mutter, daß er sich auf einer Waisenhäusern zu Berlin und zu Rummelsburg hatte sich der Magistrat Fußwanderung nach Hamburg befinde. Die Mutter teilte das der 2,30 M. Selbstkosten" pro Kind und Tag herausgerechnet, und er Kriminalpolizei mit, und auf deren drahtliches Ersuchen wurde der wollte allen Ernstes diesen Betrag den Erstattungspflichtigen voll in Wanderer in Boizenburg angehalten, um zu seiner Mutter zurückRechnung gesetzt wissen ein Gedanke, der geradezu wabmwvizig gebracht zu werden. erscheint, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in der hierbei in Arbeiterrifiko. Bei einem Abriß in der Lothringerstr. 44/45 Betracht kommenden Bevölkerungsschicht sich oft ganze Familien verunglückte gestern der Arbeiter Karl Schombed jehr schwer. mit einem Tagesverdienst von gleicher Höhe durchschlagen müssen. Auf der Dachrinne stehend, geriet er dadurch, daß andre Arbeiter Bei den Krankenhäusern ist die Forderung der vollen Er- Manerwerk abrissen, ins Wanken, stürzte drei Stock hoch ab und zog stattung der gesamten unter Berücksichtigung des Grundeigentums- fich schwere innere und äußere Verletzungen zu. Ein Arzt, der ihn Der augenblicklichen Wohnungsnot ist durch Erbauung von werts berechneten„ Selbstkosten" bisher nicht erhoben worden, aber an Ort und Stelle verband, ließ ihn mit einem Stoppschen RettungsBaracken abgeholfen, im übrigen kann die Gemeinde Lichtenberg in in den Verhandlungen, die der im vorigen Jahre eingetretenen wagen nach der Charité bringen. Die auf Veranlassung des Oberpräsidenten bei der Stadt etwas größere Anzahl von Räumlichkeiten für Obdachlose, als bisher Erhöhung des Verpflegungssages der Kranten Die auf Veranlassung des Oberpräsidenten bei der Stadt. der Wohnungsfrage im wesentlichen weiter nichts thun, als eine häuser vorangegangen sind, hat die Höhe der Selbstkosten" doch Hauptkasse niit Erfolg und ohne Säumen ausgeführte Zwangsvorhanden waren, zu beschaffen. Zu diesem Behuse wird jezt ein vollstreckung wird zu einem Prozeß der Stadtgemeinde gegen den Steuerfistus führen. Es handelt sich nämlich nicht wie in früberen größeres Armenhaus erbaut, das bereits am 1. Cttober d. J. fertig Die Einheitlichkeit der Lehrmittel an den Berliner Fällen um Festlegungen des Bolizeipräsidenten zu den Beitrags- Bestellt sein soll. Die in der Resolution einzeln aufgeführten VorI. die Gemeinde Lichtenberg mit Rücksicht auf ihre geringe Gemeindeschulen ist von der Kommission, die sich mit der leistungen für Kirchenbauten, sondern um den Ersatz von durch schläge zur Beseitigung der Wohnungsnot anlangend, so fann Umgestaltung des Gemeindeschul- Lehrplans be- Beamte unterschlagene öffentliche Gelder. Die Stadt Berlin wurde schäftigt, als wünschenswert bezeichnet worden. Es ist allseitig betont 8ur Erstattung dieser Steuerreste aufgefordert, lehnte sie aber finanzielle Kraft einerseits und mit Rücksicht auf den hohen Wert, worden, daß, soweit sich das ermöglichen lasse, eine Einheitlichkeit principiell ab. Um den Rechtsweg beschreiten zu können, wurde auch den hier Grund und Boden bereits erlangt hat, andrerseits Grundherbeigeführt werden müsse, doch ist noch kein endgültiger bei der Drohung mit Zwangsmaßregeln nicht gezahlt, wie es mehrBenn es der Sommission gelingt, fach bei Beitragsleistungen für Kirchenbauten geschehen ist, sondern Beschluß gefaßt worden. diese viel erörterte Frage zu einer endlichen und glücklichen die Pfändung abgewartet. Lösung zu bringen, dann wird sie sich den Daut vieler In einem Hotel vergiftet hat sich der 26 Jahre alte Droguen Tausende von Eltern erwerben. Die heute bestehende händler Wilhelm Schröder, der Sohn einer Witwe aus der StegligerUngleichheit der Lehrmittel in den verschiedenen Gemeindeschulen straße 73. Der junge Mann war 6 Jahre lang in einer großen ebenfalls eine Rolle gespielt. " In der Urania findet der für heute( Dienstag) angekündigte Vortrag des Herrn Dr. Wegener Bur Kriegszeit durch China" nicht statt; dafür die Projektionsvorträge, welche je abwechselnd mit den dekorativen Borwird Herr Dr. B. Schwahn über Gletscher und Eiszeit" sprechen. Für trägen im Theater gehalten werden sollen, stub die Eintrittspreise ermäßigt worden. Orgelkonzert. Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, den 8. Mai, mittags 12 Uhr, wird ausgeführt vom Herrn Musikdirektor Otto Dienet, Herrn Direktor Otto Hutschenreuter, Herrn Bruno Geisler und einem Frauenchor aus Schülerinnen der Frau Dr. Paula Gierke( Solt & rt. Marie Erdmann, Frau Jenny Raudies u. a.). Der Eintritt ist frei. Bei der Maifeier im Eisfeller" und im„ Feldschlößchen" find verschiedene Gegenstände gefunden worden, die bei Tauschel, Wiesenstraße 29, abgeholt werden können. " Aus den Nachbarorten. Die Wohnungsnot in Lichtenberg war vor furzem in einer öffentlichen Mieterversammlung des Orts Gegenstand der Beratung. Die Verfammlung faßte eine Resolution, in der unter eingehender Begründung um bhilfemaßnahmen ersucht wurde. Hierauf hat der Gemeindevorstand des Orts dem Vorsitzenden der Versammlung folgende Antwort zugeben lassen: stücke nicht erwerben. II. Anbaufähige Straßen sind genügend vorhanden, und steht mit Sicherheit zu erwarten, daß noch in diesem oder wenigstens im nächsten Jahr weitere Straßenzüge anbaufähig hergestellt werden. Auf die Entwicklung der Berkehrsmittel hat die Gemeinde stets großen Wert gelegt, und wird auch die Förderung derselben weiter mit Energie betrieben werden. Von einem Juftizmord wird aus Frankreich folgendes bes III. Wohnhäuser für die minderbemittelten Voltaflaffen selbst| Weiteres Unglück wurde dadurch verhütet, daß man ihm dent 31 bauen, ist abgesehen von andern Gründen für die Gemeinde Revolver entwand. Am nächsten Tage bat er das Ehepaar Krause richtet: Vor 7 Jahren wurde in Laval( Mayenne) ein junger Lichtenberg schon aus dem Grunde nicht möglich, weil ohne gleich des und wehmütig um Verzeihung für das, was er gethan. Er bat Priester, Abbé Bruneau, enthauptet, weil er den Pfarrer zeitiges Vorgehen von Berlin und den andern Vororten in der dringend, ihn und seine Jugend zu schonen, seiner alten Mutter zu von Entramines, dessen Vikar er war, bestohlen und ermordet haben bezeichneten Richtung Lichtenberg gewissermaßen die Versorgungs- gedenken und ihm sein ferneres Fortkommen nicht unmöglich zu sollte. Nun wird gemeldet, die Haushälterin des ermordeten Abbé anstalt für Berlin und die Vororte auf dem Gebiete des Wohnungs- machen. Es war aber schon zu spät, denn die Anzeige war bereits Fricot habe vor einigen Tagen auf ihrem Totenbette in Nantes vor wesens werden würde. Dazu hat Lichtenberg weder Veranlassung erstattet. Im gestrigen Termin suchte der Angeklagte vergeblich den mehreren Zengen erklärt, sie habe den Mord begangen, und der noch auch die Mittel. Gerichtshof und die Geschwornen zu überzeugen, daß es lediglich Bitar habe es gewußt, weil sie ihm die That sogleich beichtete, IV. Die Frage der Aufnahme einer Wohnungsstatistik werden seine Absicht gewesen sei, sich selbst zu erschießen. Auf Grund um sein Schweigen zu erlangen. In Laval erregt die Sache begreifwir einer eingehenden und wohlwollenden Prüfung unterziehen. der Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt Staatsanwalt Beyer licherweise ungeheueres Aufsehen. Es wird hinzugefügt, Abbé Bruneau das Schuldig im Sinne der Anklage, während Rechtsamvalt habe, ehe er das Blutgerist bestieg, dem damaligen Staatsanwalt Die Gründung eines Bauvereins Schöneberg- Friedenau Sellenthin eventuell nur versuchten Todschlag für vorliegend Déribéré- Desgardes, der jetzt die Mayenne in der Kammer vertritt, zur Beseitigung der Mißstände auf dem Gebiete des Wohnungs- erachtete. Die Geschwornen votierten für versuchten Todschlag und ein versiegeltes Schreiben überreichen lassen, mit der Bitte, davon wesens beabsichtigen einige Bürger Schönebergs. Magistrat und billigten dem Angeklagten mildernde Umstände zu. Der Staats- Kenntnis zu nehmen. Dieser wird nun aufgefordert, zu erklären, Polizeipräsident haben dem Unternehmen thatkräftige Unterſtügung amwalt beantragte 3 Jahre, der Gerichtshof erkannte auf 1/2 Jahre wie es sich damit verhalte. und Förderung zugesagt. Herren und Damen aller Stände, welche Gefängnis. großjährig sind und ein geregeltes Einkommen(?!) haben, können Mitglieder werden durch Zahlung eines GründungsfostenBeitrags von 2 M. und Uebernahme eines Geschäftsanteils von 300 m., welcher event. ratenweise mit 3 M. pro Monat entrichtet werden kann. Dem Stadtverordneten Kleinfeld in Spandau, der in vier Verwaltungsdeputationen Mitglied war, sind diese Bürden abgenommen worden und zwar infolge eines Streits, den er mit dem Stadtbaurat Paul hatte. Herr K. ist derselbe Stadtverordnete, der ohne ausreichenden Auftrag vor einiger Zeit ein Grundstück für die Stadt Spandau gekauft hat, und der später, nachdem die Stadtverordneten- Versammlung den Ankauf ablehnte, zur Abnahme des Grundstücks verurteilt wurde. 256 Mart von In Chicago brach am Sonntag in einem Mietshause ein großes Fener aus, bei dem sieben Personen ihren Tod in den Flammen fanden, während drei schwer und viele andre weniger schwer verletzt wurden. Die Sprizen und die Rettungswagen konnten an den Brandherd nicht herankommen, weil ein Güterzug die Straße versperrte. *) Wetzen, gut D.- Str. 17,65 17,61 " mittel gering " Marktpreise von Berlin am 4. Mai 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch), Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Noggen, gu Gerfie, gut " 17,57 17,53 17,49 17,45 14,85 14,81 14,77 14,73 Eier 7,- 5 1,60 1,20 1,30 1" " 1,60 1,20 " " mittel gering " " 1,80 1, " mittel gering 14,69 14,65 15,80 14,90 14,80 14, 13,90 13,10 16,40 15,70 15,60 15, 1,60 1, " 2,60 2, 60 Stud 3,60 2,40 1 kg 2,20 1,20 2,80 1. Zander 2,60 1,20 " 14,90 14,30 7,32 Hechte 2,-1,20 " 7, Barsche 1,80 0,80 " 8,40 5,90 Schleie 3,- 1,20 " 1,20 0,70 per Shot 18,- 3, mitter gering Hafer, gut " Nichtstroh Karpfen Aale 40,- 25,- Bleie 1045,-20,- Krebse 70,- 30, *) ab Bahn. Produktenmarkt vom 6. Mai. Die Witterung war heute wärmer und freundlicher als gestern. Der Getreidemarkt verlor infolgedessen seine Festigkeit, wobei auch mattere Preismeldungen aus Nordamerika und reich liches Warenangebot, besonders in russischem Roggen, mitwirkten. Bei ruhigent Geschäftsverlauf gab Weizen 1-1 M., Roggen- M. nach. Mehl fand wenig Beachtung, notierte nominell wie vorgestern. Hafer und Mais waren unter dem Einfluß der Gesamttendenz etwas schwächer. Rüböl blieb unverändert, Herbstlieferungen neigten bei mäßigen Ümjäzen zur Geftigkeit. Spiritus unverändert, 70er loco 44,40 m.- Schluß für Getreide unverändert matt. Ein ungetreuer Amtsdiener stand gestern wegen Unterschlagung im Amt vor der zweiten Straffammer am Landgericht II. Der Amtsdiener Victor Jankowsky war in Adlershof angestellt. Er hatte dort von den verschiedenen Kleinen Ortschaften, die zum Amtsbezirk Adlershof gehören, Steuern und Gefälle einzuholen. 2000 Mark hatte er im Februar bereits abgeliefert, dann og er noch am 5. Februar dieses Jahres der Ortschaft Johannisthal ein und diese unterschlug er. Er hat diesen Betrag erst angegriffen und dann gänzlich verbraucht. Darauf ergriff er die Flucht, kehrte aber am 27. Februar zurüc und stellte sich der Behörde. Vor Gericht gab er an, er habe monatlich 80 M. Gehalt und 15 M. Wohnungsgeldzuschuß gehabt. drei Kinder ernähren. Davon mußte er seine Frau und Der Besuch der Baumblüte in Werder war am gestrigen Der Amtssekretär von Adlershof gab dem Angeklagten Sonntag ganz gewaltig. Gegen 30 000 Personen waren hinaus das Zeugnis, daß er ein sehr tüchtiger und unbestechlicher gepilgert nach dem Havelstädtchen, in dessen Umgebung jetzt die Beamter gewesen sei. Das Urteil lautete auf se ch 3 Monate Blüte der Kirschen auf der vollen Höhe ihrer Entfaltung steht. An- Gefängnis. Die dringende Bitte, ihn vorläufig aus der Haft gesichts dieses Riesenverkehrs hatten die Eisenbahn- Verwaltung und zu entlassen, damit er für Frau und Kinder ein Unterkommen die" Stern"-Gesellschaft ihr möglichstes gethan, um eine glatte Be- schaffen könne, wurde vom Gerichtshof nicht erfüllt, weil der Anförderung der gewaltigen Menschenmassen zu ermöglichen. Auf den geklagte schon einmal die Flucht ergriffen habe und deshalb auch geu Höhen drängten sich die Besucher. Wir machen bei dieser Gelegen- weiter fluchtverdächtig sei. Unberücksichtigt blieb dabei, daß sich der Erbsen Speisebohnen heit nochmals darauf aufmerksam, daß für unsre Parteigenossen die Angeklagte selbst der Behörde gestellt hatte. Lokale von Martin, Kugelweg 58, und Koch, Fischerstr. 98, in Be- Der betrügerischen Ausbeutung eines heiratsluftigen Mäd- Linien tracht kommen. chens war der pensionierte Kriminal- Schußmann Richard Lemke Eine finnige Bisma:-Ehrung wurde am Sonntag in beschuldigt, welcher gestern vor der 135. Abteilung des SchöffenSpandau veranstaltet. Dort soll am 10. d. M. ein Denkmal gerichts stand. Der Angeklagte befand sich im Herbst 1898 noch im des Reichsheros enthüllt werden. Die Arbeiten daran wurden mum Dienst. Er lag damals mit seiner ersten Ehefrau in Scheidung, auch am Sonntag wacker gefördert; bis gegen 10 Uhr ließ der lebte aber bereits wieder mit einer andren Frau zusammen. Unternehmer die Steinmegen arbeiten. Dies geschah offenbar, um Jim Ottober 1898 ließ der Angeklagte sich in die Zeitung die Stellung des ersten Reichskanzlers zur Socialreform sinnvoll an- fezen".„ Ein Staatsbeamter mit 2200 M. Einkommen sucht eine gezudenten, denn Bismard befämpfte die gesetzliche Sonntags- mütvolle Frau mit einem Vermögen von 5000 M." Der Staatsruhe bekanntlich leidenschaftlich mit dem von tiefer volkswirtschaft- beamte" war der Angeklagte. Es meldete sich das 43 jährige Dienst licher Einsicht zeugenden Argument, daß der Arbeiter an sieben mädchen W., welches aber schon bei der ersten ZusammenZagen mehr verdiene als an sechs Tagen. funft offenbarte, daß es zwar nicht 5000, wohl aber 2200 M. und die ein Sparkassenbuch über mehrere hundert Mark, In die Havel gestürzt und ertrunken ist am Sonntag in Ersparnisse Der Aneiner langjährigen Dienstzeit befize. Spandau das vierjährige Söhnchen eines Arbeiters. Das Kind erklärte, daß getlagte auch dieser Betrag genüge, er spielte an der Dampfer- Anlegestelle am Linden- Ufer umher, beſtieg fönne davon seine 1600 M. betragenden Schulden bezahlen; zu in einem unbewachten Augenblick eine nach dem Wasser führende Weihnacht könne dann die Hochzeit stattfinden. Er gab aut, daß er Treppe und stürzte in den Fluß. Zwei Soldaten des Garde- Fuß- Witwer sei und verschwieg, daß er bereits durch ein andres VerArtillerie- Regiments machten sofort Rettungsversuche, jedoch verhältnis gebunden war. Das bedauernswerte Mädchen opferte geblich; der starte Strom entriß das Kind schnell den Augen der barcs nach ihr gesamtes ihm zunächst nach und Soldaten. Die kleine Leiche konnte noch nicht gefunden werden. der Angeklagte wobei sich in immer neuen Die Mutter des Kindes wurde vor Schreck ohumächtig und mußte lungen erging, schließlich vertraute sie ihm auch ihr Sparnach ihrer Wohnung gebracht werden. Der Vater soll schon längere kassenbuchan, mit der Erlaubnis, davon 60 M. abzu heben. Der Angeklagte hob alles ab und gab auch das Buch nicht Ein unappetitlicher Kerl. Ein Kaninchenfresser trieb wieder heraus. Von dieser Zeit an zog der Angeklagte sich zurüd am Sonntag auf der Chaussee zwischen Rummelsburg und Karls. die Citrone war ausgepreßt. Er wurde bald darauf pensioniert, horst sein Unwesen. Es ist einer jener wandernden Menageriebefizer, das arme Mädchen hat keine Aussicht, je wieder einen Pfennig die an Sonn- und Feiertagen die Chausseen in der Nachbarschaft zurückzubekommen. Berlins unsicher machen, indem sie ihre und ihrer Tiere Künste zum Der Gerichtshof ahndete die Strafthaten des Angeklagten mit besten geben. Spaziergängern produzierte er sich erst als Feuer- einer Gefängnisstrafe von einem Jahre. ite fresser und Degenschlucker, sodann öffnete er einen Kasten und entnahm demselben ein lebendes Kaninchen, welches er mit den Zähnen zerfleischte und schließlich begann, das immer noch Lebenszeichen von fich gebende Tier zu verzehren. Nun aber hatte die Geduld des Publikums ihr Ende erreicht, hageldicht fausten Faust- und Stockhiebe auf den rohen Patron nieder, so daß er es vorzog, eiligst Fersen geld zu geben. In der zurückgelassenen tiste fand man zwei Kaninchen und vier gleichfalls lebende Ratten. Zeit schwerkrant daniederliegen. Gerichts- Beitung. Der Mord in der Schulzendorferstraße wird erst am Donnerstag vor den Schwurgericht des Landgerichts I zur Berhandlung gelangen. Letztere soll bis Sonnabend andauern. " Geld, Vorspiege Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld beantragte der erste Staatsanwalt gegen Baumann neun Jahre Ges fängnis und zehn Jahre Ghrverlust, gegen die Diedhoff drei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust, gegen Tesche, Felde, Vater und Sohn, Garschagen jun. je fünf Monate Gefängnis, gegen Kremer, Fr. Schmidt, Stöder, Vater und Sohn, Zimmermann jun., Everts, Vater und Sohn, Hußmann, Wüster, Vater und Sohn, Wester, Vater und Sohn, Weyersberg, Vater und Sohn, und Kirchoff je sechs Monate, gegen Hufschmidt, Vater und Sohn, und Karl Schmidt je drei Monate Gefängnis. Eingegangene Druckschriften. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. S., Liebenwalderstraße. Vorsitzender der Offenbacher Frauen: Kranken- und Sterbekaffe ist R. Othegreve, Rixdorf, Lessingstr. 35, III. Die Bostwagen sind staatlich. Zwickau 101. London E. E. 37 A. Clerkenwell Green. M. 3. Für die Samaritertirche gewährte der Magistrat freiwillig ein Batronatsgeichent von 50 000 Wt. buen Stejour des polizeiprändenten feftverlangt und vorläufig 73 860 durch Reſolut gefeßt. Berlin erhielt nach 1244 Stadtrechte, Kölln a. d. Spree bereits 1232. Beide Städte wurden dann 1307 vereinigt. D. S. 1. réspirer. 2. 3. B. ardent; dafür giebt es ein Dutzend und mehr Ueberfegungen. Nur aus dem Zusammenhang ist die richtige Uebertragung festzustellen. Dazu ist aber die Redaktion doch schließlich nicht da. C. 2. 24. 1. Uns M. W. 100. 1. Vom 1. Oftober bis 31. Mai. 2. Beim Bezirks: physikus Schulz, Tempelhofer Ufer 29. 3. Ehva 300 m. 7. S. 17. Sind Sie volljährig( über 21 Jahre alt) so sind Sie an den Vertrag leider gebunden. Sind Sie minderjährig, so ist der Bertrag nicht rechtsverbindlich für Sie. Immer wieder kann nur der Rat wiederholt werden, sich nicht von Reisenden zur Entnahme von wertlojen, oder doch für den Arbeiter fast wertlosen, teuren Büchern wie Hauspredigtbuch, Konversationslexikon oder von andren Dingen, wie Frauenschut usw. beschwatzen zu laffen. Hernach ist ein Rücktritt vom Vertrag ohne Zustimmung des Verkäufers unmöglich. Derartige an gepriesene Bücher und Artikel haben selten einen reellen Wert von mehr als der Hälfte. O. 100. Kommen Sie in die Sprechstunde. w. 3. 1. Es beerben Stiefgeschwister ihre Schwester ebenso wie die Vollgeschwister. 2. Falls Sie sich nicht einigen fönnen Sie Antrag auf Nachlaßregulierung stellen.-. M. 2. Die Räumung braucht erst zu erfolgen, wenn die Kartoffeln in ordnungsmäßiger Weise verbraucht sind, es sei denn, der Wirt hatte den Keller nur zur vorläufigen Aufbewahrung Ihnen eingeräumt. Klickt. In dem Sühnetermin fönnen Sie die Sachlage klarlegen. In Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das 31. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus den Inhalt heben wir hervor: der Sache selbst ist eine Verurteilung nicht ausgeschlossen, weil die von Militarismus und Socialdemokratie. Rußland und Frankreich. Von Ihnen gewählte Form auf die Absicht der Herabjezzung schließen lassen kann; Fortuna. Mit der Frage, ob das sogenannte Hydra- Systemt eine Sie haben allgemein behauptet, der Betreffende sei nicht M. Der Eintritt Millerands ins Ministerium. Von Ed. Vaillant. Parvus. strafbare Ausspielung im Sinne des§ 286 des Strafgesetzbuchs, jei, Der jüngste Parteitag der niederländischen Socialdemokratie. Bon Wenn, wie es scheint, aus dem gesamten Verhalten zwischen Ihnen und hatte sich gestern auch die 7. Straffammer des Landgerichts I zu W. H. Bliegen. Die dänischen Wahlen. Von H. Bang. Notizen: Ihrem Partner zu schließen ist, daß er Ihnen treditierte, so haben Sie An2. R. 1000. Sie sind im Recht.-100. befassen. Der Fahrradhändler Willy Schlawe hatte Geschäfts- Gin Kritifer des Marrismus. Feuilleton: In der Schlucht. Von Anton spruch auf den Gewinn. verkäufe nach dem Hydra- System gemacht, d. h. er sicherte dem Tischechow. Aus dem Russischen übersetzt von Eugenie Kliorin.( Fortsetzung.) Auf Grund einer Täuschung über Vermögensverhältnisse tann die Ehe mit Käufer, der einen Original- Coupon entnimmt und eine Anzahl Der Wahre Jacob hat soeben die 10. Nummer feines 18. Jahr Erfolg nicht angefochten werden. Auch eine Ehescheidungsflage wäre nuglos. F. 34. 1. Nein. 2. Unmittelbarer Vertrag. weiterer Original- Coupons ersteht, die er dann bei der gleichen gangs erscheinen lassen. Die beiden farbigen Bilder der Nummer stehen im Anzahl Personen unterzubringen bemüht sein muß, im Falle Busammenhang unter dem Gesamttitel„ Wie es beim Zweihund zu Hause nicht bekannt. 2. Invalidenrentner fönnen weiter arbeiten; von der Klebedes Gelingens den Erwerb des Fahrrads zu dem aussieht". Auf dem Bilde Frankreich" zeigt der Künstler, wie sich zu dem pflicht werden sie befreit, wenn sie einen auf Befreiung gerichteten Antrag J. S. 17. minimalen Preise zu. Auf Grund des Reichsgerichts- Erkenntnisses einen Ziel, dem Sturm auf die Republik, die gefamte Reattion jeglicher an die Verwaltungsbehörde richten. 3. Die Anordnung einer Untersuchung Schattierung zusammenfindet. Das Bild Rußland" trägt das Motto ist zulässig. O. L., Finsterwalde. Sie sind straffällig. vom 14. Februar d. J. wurde Herr Schlawe wegen Vergehens gegen Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" und zeigt auf der trostlos öden russischen Die Forderung eines Gastwirts für Kneipschulden verjährt, wie Forderungen $ 286 b Strafgesetzbuchs und Vergehens gegen das Reichs- Stempelgeies Steppe den Typus des brutalen kosafen zu Pferde, der alles Leben unter aus Staufgeschäften im allgemeinen, in zwei Jahren vom Ende des Jahres angeklagt Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß die Rechtsfrage den Hufen seines Pferdes ertötet. Die in der Beilage enthaltenen Bilder ab gerechnet, in dem die Forderung entstanden ist. Wird die Berjährung reichsgerichtlich entschieden sei und beantragte 300 M. Geldstrafe.- Schrecklicher Traum eines Berliner Spießbürgers" und" Die wässerige unterbrochen, so läuft von der Unterbrechung ab eine neue Verjährungsfrist. P. E. 1. Zur Heirat bedürfen eheliche Kinder bis zur Vollendung des Rechtsanwalt Grau erachtete es für notwendig, daß der Gerichts- Bukunft" find satirische Juustrationen zu politischen Borgängen der letzten 21. Lebensjahrs der Einwilligung des Vaters, uneheliche der Einwilligung hof, für den der Reichsgerichtsspruch nicht maßgebend sein könne, die Beit von geradezu drastischer Komil. Frage ſelbſtändig prüfe und aus eigener rechtlicher Ueberzeugung fchwarze Freund" enthält eine treffende Charakteriſierung der Centrum bes Baters die Deutter. 2. Rüderpattung der Klebemarteneiner Entscheidung komme. Der Verteidiger überreichte Satire vertreten, daß wir unsern Lesern die Anschaffung der Nummer nur Beiträge an junge Ehefrauen. Die Hälfte der für die Invalidenversicherung geleisteten Beiträge fönnen Frauen erstattet verlangen, wenn Sie in der letzten Nummer der„ D. Juristenztg." veröffentlichten empfehlen können. Der Preis der Nummer ist 10 Pfennig. fie in den Ehestand eintreten, bevor ihnen eine eine Alters: oder Rechtsgutachten des Justizrats Dr. Staub und des Geh. Justizrats Invalidenrente bewilligende Entscheidung zugestellt ist. Voraussetzung ihres Professors Dr. v. Liszt, welche aus Rechtsgründen der Auffassung Anspruchs ist: 1. Es müssen mindestens 200 Marten vor Eingehung der des Hydra Systems als einer Ausspielung entgegentreten und be Ehe geflebt sein. 2. Der Erstattungsantrag muß innerhalb eines Jahres antragte die Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof ist nach dem Tage der Verheiratung geltend gemacht werden. Mit der Rück erstattung erlischt der durch die Zahlungen erworbene Anspruch auf Alterss dem Reichsgericht gefolgt, indem er annahm, daß hier eine Ausfpielung und fein Kauf vorliege. Der Angeklagte wurde daher zu oder Invalidenrente. In vielen Fällen, in denen die Ehefrau weiterarbeitet 300 Mart Geldstrafe verurteilt. oder in denen die Möglichkeit einer Selbstversicherung gegeben ist, ist es weiter zu versichern. Der Antrag auf Erstattung der Beiträge ist bei der beshalb praktischer, den Antrag auf Rüderstattung nicht zu stellen, sondern unteren Verwaltungsbehörde oder bei der Reutenstelle des Wohnorts oder des letzten Beschäftigungsorts oder bei der von der Landes Centralbehörde bestimmten Behörde anzubringen. In Berlin sind solche Anträge an den Ferner Magistrát, Abteilung für Juvalidenversicherung, Klosterstr. 55, schriftlich zu richten oder dort zu Protokoll zu erklären. Beizufügen sind die Heiratsurfunde und die Klebefarten. zu ganz Das politische Leitgedicht„ Der Alfred Dreyfus: Fünf Jahre meines Lebens. Berlin. Dr. John Edelheim, Verlag.( Preis 3 Mark.) Versammlungen. Wäsche: und Krawattenzuschneider. Heute, in Wendts Klubhaus, Rönigsgraben 14a: Versammlung. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Der Kampf ums Dasein. Berliner Konsumverein. Dienstag, den 7. Mai, abends 81%, Uhr: Abteilungsversammlungen, der Abteilung II im Freischüg", Fruchtstr. 36 a, der Abteilung III im Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9. Briefkasten der Expedition. Thistad. 1. Seine, Ill. Ausgabe 66 M. Nichtill. Ausgabe: 36, 31,50, 18, 12, 10, 7,50 M. 2. Es ist uns nicht flar, welcherlei Art Blatt Ste wünschen. 3. Etwa 5 M. jährlich. Witterungsübersicht vom 6. Mai 1901, morgens 8 Uhr. Im Verband der Bau, Erd- und gewerblichen Hilfs: arbeiter hielt am 5. d. M. Reichstags- Abgeordneter Rosenow Mit dem Revolver endete wieder einmal die Liebesgeschichte einen Vortrag über die Entwicklung des Menschengeschlechts. Der eines jungen Manns, die gestern das Schöffengericht am Land- Bortrag wurde von der Versammlung mit Beifall aufgenommen. gericht I beschäftigte. Der des versuchten Mordes angeklagte unter Verbandsangelegenheiten gab der Bevollmächtigte eide Stelluer Otto Hartwig hat trog feiner jungen Jahre schon drei mann bekamut, daß von jetzt ab jeden Sonnabend in den bekannten Verhältnisse" gehabt, mit denen er trübe Erfahrungen gemacht Filialen Verbandsbeiträge entgegen genommen werden. haben will. Nichtsdestoweniger brannte sein Herz gleich lichterloh, beschloß die Versammlung, die 300 Protokolle vom Verbandstag, als er am 9. März auf einem Vereins- Maskenball Fräulein Hedwig welche vorhanden sind, so weit sie reichen, an die Mitglieder gratis Krause fennen lernte. Diese war eine Freundin der Tochter seiner zu verteilen. Wirtin, bei der er in der Rathenowerstraße wohnte. Er wurde den Eltern der Hedwig Krause vorgestellt und trat zu ihr in ein näheres Freundschaftsverhältnis, welches von den Eltern des Mädchens nicht ungern gesehen wurde, da sie meinten, daß das felbe vielleicht zur Heirat führen könnte. Man ging zusammen aus, besuchte in Gemeinschaft mit den Eltern Vereinsvergnügungen oder traf mit der Tochter der Wirtin des Angeklagten, Frl. Buchholz mid deren Bräutigam, zusammen. Am 9. März betrug sich der Angeklagte bei einem Ausgange so unpassend, daß Hedwig Krause Das Opfer eines Luftmords ist das Lehrmädchen Doblinsti erklärte, daß sie das Verhältnis abbrechen müsse. Für den nächsten aus Hattingen geworden. Wie man dem„ Berliner Tageblatt" Tag, einen Sonntag, war sie schon einige Tage vorher mit dem aus Essen mitteilt, ist die Leiche desselben in Sprockhoevel mit einem Angeklagten zusammen zu Frau Buchholz zum Kaffee geladen und von Steinen beschwerten Sad um den Hals gefunden worden. Von Eminemde 735 23 fie ließ sich trotz des Borgefallenen überreden, daran teil zu dem Thäter fehlt bis jetzt noch jede Spur. nehmen. Hier kam es im Zimmer des Angeklagten in GegenIn einem Anfall von Geistesstörung griff ein Patient die wart der Wirtsleute zu Streitigkeiten zwischen dem Paare. Plöglich sah der Bräutigam des Fräulein Buchholz, Herr Ulrich, daß Juhaberin der Nervenheilanstalt in Grenna( Schweden) und deren 2 wolfen! 8 der Angeklagte einen sechsläufigen Revolver in der Hand hatte und Töchter an, tötete eine der letzteren und verwundete z: vei sowie die Wetter Prognose für Dienstag, den 7. Mai 1901. auf Fräulein Krause anlegte. Im letzten Augenblick schlug er ihn Inhaberin. Auch von den zu Hilfe eilenden Männern wurden fünf Zeitweise heiter, aber sehr veränderlich mit Gewitterregen und schwacher auf den Arm, ein Schuß frachte, die Kugel aber drang infolge der durch den Rafenden zum Teil schwer verletzt. Zulegt gelang es den Luftbewegung. Berliner efteroureau. durch den Schlag veränderten Schußrichtung in den Fußboden. Geistestranten zu überwältigen. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lighterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Vermischtes. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 3 wolkig Temp. n. 6. Statfonen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärte Wetter 6 bedeckt Temp. n. C. Do 9 paparanda 753 NO Hamburg Berlin Franff./M. München Wien 2 heiter 11 Baris 756 WSW 3 bededt 7 Petersburg 756 WNW 3 bedeckt 9 Cort 756 WNW 3Regen 7512 2 hlb.beb. 10 Aberdeen 2 bedeckt 754 NO 755 SW 753NW 3 bedeckt 757ED 7: 11 =