Nr. 106. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erlicheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Rotonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Summer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die ,, Selbstfosten" des Grubenkapitals. Mittwoch, den 8. Mai 1901. Verkaufspreis pro Tonne ( oder Hektoliter) Selbstkosten pro Tonne ( oder Hektoliter) 1990 M. 1899 0,72. 0,82 0,84 " " Sk 1899 1900 . 0,99 m. 1,11 m. 0,93 " 1,09 0,75 1,16 " " 0,68 " 12,95 " 16,50 1,09 1,27 " " " " 1,00 1,12 " " 0,68 0,71 8,38 " 9,77 " Rhenania- Lugau*) Oelsniger B. G.*) Staisergrube Gersdorf"). 1,00 Vereinsglück Delsnig St.- K.- B.- V Hohndorf") Lugauer St.-B.-V.") Königsborn. Neu- Effen Wohl befindet sich die heimische Industrie schon seit Monaten im allgemeinen Rückgang, aber die Preise für Kohlen und Coats halten sich auf der alten Höhe, zumal das breite Publikum muß noch immer die Angstpreise des Vorjahrs zahlen. Ja, in Oberschlesien, Sachsen und an der Ruhr haben die Kohlenherren noch im Laufe dieses Frühjahrs thre Preise teilweise erhöht! Dabei herrscht Kohlenüberfluß, die Lager der Großhändler Concordia find überfüllt, haufenweise müssen die Kohlen Kohlen auf Gelf. B.- G.. Halden gestürzt werden. Zahlreiche Zwangsversteigerungen Langenbrahm von Coats und Kohle, zu Lasten eines fäumigen Abnehmers", Alte Hania"). liefern den evidenten Beweis, daß unsre Grubenausbeuter Bidefeld Tiefbau**) nicht wissen, wohin mit ihren Produkten. Die Grubenkartelle Blankenburg**) haben denn auch schon erhebliche Einschränkungen der Dahlbusch Förderung angeordnet. Trotzdem bleibt der unerhört hohe Kohlen- und Coatspreis aus der verflossenen Hochkonjunktur weiter bestehen. Die Arbeiterlöhne sinken rapide, aber die Lebensbedürfnisse müssen jetzt wie früher zu bedeutend gesteigerten Preisen ein gekauft werden. Deutschland Harpen Preissteigerung 13,38 Brorz. 8,92 m. 10,22 M. " " Selbstlost. stiegen um 0,34 M. pro Zonne. Selbstkosten 4,78 Broz, höher. 6,68 m. 7,31 m. 6,55 7,80 7,13 " 8,89 10,89 " 10,48 11,34 8,06 " " " " " 7,24# 8,16 6,87 " 12 " 7 9,17 " 9,58 8,74 8,64 " 8,22 8,71 " " 7,08 " 6,65 " 9,05 10,20 " " 6,97 " 7,18 " . . 8,24 18,64 9,80 6,88 6,29 " " " 9,52 # " 6,49 7,83 " " 7,34 8,15 " 5,97 " 5,96 " 8,12 9.17 " Anthracith- Kupferdreh " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. in die Höhe, die Selbstkosten vermehrten sich nur um 11 Broz.! So wird das deutsche Volk, barbiert". Dabei fehrt in der Unternehmerpresse stets die Beteuerung wieder von den„ kolossal, enorm, fortgesetzt fteigenden Arbeiterlöhnen". Jeder Werksbericht bringt ge0,72 wissenhaft die Lohnsteigerungen zum Ausdruck; daß die Unter0,72%) 0,80"), nehmergewinne doppelt und dreifach mehr stiegen wie die Arbeiterlöhne, darüber schweigt der Berichterstatter. Aber wie steht es denn in Wirklichkeit mit den Lohnzunahmen? Wenn wir ganz absehen von der Nichtanrechnung der Nebenprodukte, der Leistungssteigerung, der ungenauen Schichtenberechnung, dann haben sich die Schichtlöhne der Steinfohlen- Bergleute von 1895-1900 erhöht um( gut gerechnet) 32 Proz. im Ruhr- Bergbau, 27 Proz. in Oberschlesien, 24 Proz. in Niederschlesien und 10 Broz. im Saar7,27 becken( Fiskus!!!). Dieser Lohnsteigerung stehen aber für denselben Zeitraum bedeutende Leistungssteigerungen gegenüber ( Oberschlesien 3,2 Tonnen, Niederschlesien 2, Saarbrücken 1,2) und nach der sicher nicht zu hoch gegriffenen eigenen Angabe der Unternehmer hat sich in Preußen feit 1895 der Wert der Tonne Kohle durchschnittlich um 21 Proz. gehoben. Wie wertvoller König Ludwig. 9,72 11,80 thatsächlich die Bergmannsarbeit für den Unternehmer wurde, darüber giebt uns der Kurszettel hinreichend Auskunft. In Diese Tabelle gewährt einen lehrreichen Einblick in das derselben Zeit, wo( gut gerechnet) der Arbeiter für seine Treiben der Rohlenmonopolisten. Die Selbstfosten" find quälerische, höchst gefährliche Arbeit 10-32 Broz. Mehrlohn in manchen Fällen sogar gesunken statt zu steigen, erzielte, nahmen die mühelos eingejackten Unternehmergewinne In der Unternehmerpresse bemüht sich das Corps der wie dem Konsumenten vorgeredet wurde, um ihn mit dem uni 50, 100, 200, ja 500 und mehr Prozent zu. Der Schmocks, das Festhalten an den unnatürlich hohen Kohlen- Kohlenwucher zu versöhnen." Wir haben Werke des ver preußisch fiskalische Bergmann, der am geringsten mit Lohnpreisen mit den„ anhaltend gestiegenen und noch nicht fallenden schiedensten Umfangs, sehr große, große und kleine herausgegriffen, aufbefferung bedacht wurde, lieferte 1895 an die StaatsSelbstkosten" zu rechtfertigen. Wir sind nun teine um die allgemein reichen Erträge des Kohlenbergbaus für die fasse 330, 1899 533 M. Ueberschuß ab, für 1900 ist er noch Utopiſten, die von einer Unternehmergesellschaft Selbst Unternehmer zu demonstrieren. Freilich giebt es auch schlecht ge größer. Lofigkeit, Opferwilligkeit für das Gemeinwohl verlangen. Wir stellte Anlagen, deren Betrieb Zuschüsse erfordert. Aber hier sind bom Standpunkte der heutigen Gesellschaft meistens unfähige Betriebsleitungen schuld an dem schlechten gern zugeben, daß der Bergbaubetrieb mit Risiko für Ergebnis, oder aber wie im Falle Schlesische Kohlen und die Geldgeber verbunden ist, daher gegen eine ent- Coatswerte es werden von ausländischen Aktionären fprechende Verzinsung des Kapitals nichts einzuwenden ist. des Werks Kohlen und Coaks in das Ausland an Eta Sind die„ Selbstkosten" infolge Preiserhöhung der Materialien blissements verschleudert, bei denen wieder jene Aktionäre ihr ( Holz, Eisen, Pulver 2c.) und der höheren Arbeiter. Schäfchen scheren. Iöhne gestiegen, so wird dies auch in einem gesteigerten Jedenfalls lehrt ein Vergleich der Selbstkosten" mit 1895-1900 betragen: für Northumberland 53,57, fir Kohlenpreis zum Ausdruck kommen. Ganz besonders ist den dem Verkaufspreis, daß der letztere sich bis zu 50 Pro. Durham 50,00 Broz, Südwales 61,25 Proz., Ost- SchottArbeitern für ihre schwere, lebensgefährliche Thätigkeit über die ersteren erhebt! Nun muß man nur wissen, was land 85,00 Proz," West- Schottland 87,50 Proz.! Das eine recht anständige Lohnzahlung zu gönnen und muß die Herrschaften alles unter" Selbstkosten" verstehen. Vor flingt anders, als wenn„ Hibernia" mit Emphase darauf hin sich daher der Konsument mit den aus diesem Grunde er uns liegt der Bericht vom 2ugauer Steinkohlenbau- Verein. weist, daß ihre Arbeitslöhne seit 1895 um ganze 29 Proz. höhten Rohlenpreisen abfinden. Auch wenn die sämtlichen Er berechnet die Selbstkosten pro hektoliter wie folgt: Arbeitszunahmen. Von den höheren englischen Kohlenpreisen haben Kohlengruben in Staatsregie betrieben würden, ja dann erst löhne 43,36, Materialien 14,01, Allgemeine Betriebs die dortigen Arbeiter- natürlich mit Hilfe ihrer starten recht würde als Grundstod der Selbstkosten" ein recht an ausgaben 2,86, Berwaltung. Steuern, Abgaben 4,42, Organisation!- gehörigen Anteil bekommen, bei uns ständiger Arbeiterlohn anzusetzen sein, wodurch Unfallversicherung 0,80, Krankenkasse 0,46, Bensionstaffe 1,53, ruhen die Wehrerträge in den Geldschränken der Kohlennatürlich der Brennstoff entsprechend verteuert wäre. Rohlen Selbstverbrauch 2,91, 8insen der Anmonopolisten. leihen 0,95, zufammen 71,30 3f. gegen 68,04 wollen " 1898 1899 1900 M. M. M. 65 100 50 85 40 # Und in Anbetracht dieser offenkundigen Verhältnisse wagt man doch noch den Arbeiter des Stohlenwuchers zu beschuldigen! Man weist auf den freilich auch start gestiegenen ( inzwischen aber gesunfenen) englischen Stohlenpreis hin zur Entschuldigung des heimischen Kohlenwuchers. Mit den englischen können unsre Verhältnisse gar nicht verglichen werden, denn in England haben die Lohnsteigerungen Zahlen. Es betrug der Anteil der Löhne am Förderwert im Kohlenbergbau: Oberschlesien Niederschlesien Ruhrgebiet Saargebiet Proz. Proz. Prog. Proz. 1895 1899 35,6 48,1 52,9 44,4 • 84,2 50,0 59,8 42,4 Im Lande der ultramontanen Grubenmagnaten, OberEs fragt sich aber, ob die heutigen Kohlenherren rechtDie Selbstkosten sind also um 4,8 Proz. Einen gemeingefährlichen Schwindel treiben die Werksmäßig die erhöhten Selbstfosten" einwenden zur Ber- pro 1899. teidigung der fortgesetzt berteuerten Stohlen. Es wäre schließlich gestiegen, dagegen nahm der Verkaufserlös pro Setto- schmocks mit der Berechnung der Arbeiterlöhne und ihr Vernichts dagegen einzuwenden, daß die wirkliche Steigung liter um 12 Broz. zu! Daß hier eine ungehörige Verhältnis zum Produktenwert. Dreift und gottesfürchtig wird nichts dagegen einzuwenden, daß die wirkliche Steigung der Selbstkosten" auf den Kohlenpreis geschlagen würde. teuerung der Stohle vorliegt, läßt sich nicht bestreiten. Wo versichert, an den Erträgen des Bergbaues nähmen die Der Arbeiterlohn erhöhte sich wird, ergiebt diese Berechnung, aufgebaut auf amtliche Sehen wir aber zu, wie sich in Wirklichkeit die Sache verhält. blieb der Preisaufschlag? Der Arbeiterlohn erhöhte sich Arbeiterlöhne im steigenden Maße teil. Daß hier gelogen Seit einigen Jahren bemühen sich die Unternehmer- nur um 8 Proz.! Die Unternehmer sackten ein Organe, mit großem Raffinement nur so viel aus den Geschäftsberichten der Werke zu veröffentlichen, wie eben nötig Br. Aftie( Nominalwert 800 m.) 55 ist, um dem Gesetz Genüge zu thun und Käufer St.- Attie( 300 der Papiere anzuloden. Das Finanzgebahren wird Die Papierinhaber erhielten also einen um( gegen 1899) meistens so allgemein behandelt, so sorgfältig die Absicht 53-70 Proz. erhöhten Entbehrungslohn. Dafür mußte das des kontrollierenden Socialpolitikers vereitelt, daß auch schon Bublifum die Angstpreise zahlen und zahlt sie heute noch. bürgerliche Blätter sich gegen diese verschleiernden, unDer Lugauer Verein rechnet als" Selbstkosten" sämtliche schlesien, im fiskalischen Saarbergbau ist der Anteil der Arbeiter kontrollierbaren Abrechnungen" wendeten. Auf Treu und Glauben soll man hinnehmen, was die Werksorgane bieten. Betriebsausgaben inkl. die enormen Verwaltungsgehälter und am Produktenwert sogar so enorm gesunken, daß dies nicht Aber den Behauptungen von„ enorm gestiegenen Arbeiter selbst die Anleihezinfen und Abgaben, als Bodenzinse, Kohlen- einmal die total irreführende, amtliche Berechnung" verschleiern Löhnen, infolgedessen die Selbstkosten in die Höhe geschraubt zehnten und dergleichen, die sämtlich reine Kapitalgewinne fann. Sieht man nämlich genauer zu, dann stellt sich heraus, werben", stehen die kolossalen Mehrgewinne der sind, nur daß sie statt in die Taschen der Aktionäre in die daß der Rechenkünstler frisch und fromm lediglich die Unternehmer und die Klagen der Arbeiter über 2ohn 41 Pf. gleich 36,6 Proz. der Gesamteinnahme( 112 Bf. pro rechnete! Zum Beispiel im Ruhrgebiet hat diese Belegschaft 2ohnandrer Kapitalisten fließen; und doch konnte er noch pro Hektoliter Sohlenförderung auf die Belegschaft an. abzüge und Schichtenverlängerung gegenüber. Man tommt dazu, alle" amtlichen Zahlen" aus der Montan- Hektoliter) als Ueberschuß verwenden. Davon find 148 953 m. auch noch über 11 Millionen Tonnen Coats( Durchschnittspreis abgeschrieben, 24 400 m. erhielten die Verwaltungsherren noch pro Tonne 14 M.) erzeugt, ganz abgesehen von Briketts, industrie mit dem größten Mißtrauen zu betrachten. Dennoch ist es uns gelungen, aus einer Reihe Werks. als Lantiemen, 33 100 m. die Beamten für ihren Pensions Ammoniat, Teer 2c. Werden diese Werffummen den Belegschaften fonds. Im Vorjahre betrug der verteilte Nettogewinn auch gutgeschrieben, dann wird sich das Bild noch weit unberichten eine Anzahl Ziffern zu gewinnen, die geeignet sind, 291 717 W., 1900 belief er sich auf 455 000 M. Damals günstiger für die Kohlenmonopolisten gestalten, d. h. bezüglich helles Licht über den Umfang des Kohlen- wurden 16-21 Proz. Dividende ausgeschüttet. War das nicht ihrem Gerechtigkeitssinn bei der Verteilung der Grubenwucher 3 zu verbreiten. Wir wiederholen: Die Ziffern ent- genug? Hätte man sich damit begnügt, dann stellte sich der erträge. stanimen den Wertsberichten! Hektoliter für den Konsumenten um 10 Broz. billiger und den Arbeitern konnte doch der Lohn um die 8 Proz. erhöht werden. Zuerst die vielsagende Mitteilung, daß die ober schlesische Kohlenförderung bon 1899 auf 1900 um 5,47 Broz, der Absatz 5,35 Proz., der Erlös aber um 25,06 Proz., der Arbeiterlohn jedoch nur um 8,9 Proz. pro Schicht stieg! Stets ist behauptet worden, die LohnSteigerungen nähmen den Löwenanteil von der Kohlenpreiserhöhung in Anspruch; wir sehen aber, daß hier das Publikum beschwindelt ist. Lediglich um die Profitrate des nichtsthuenden Aktionärs aufzubessern, ist 1900 die enorme Kohlenverteuerung eingetreten; da wollen wir von den früheren Auffchlägen erst gar nicht reden. Noch ist kein Fallen der Kohlenpreise eingetreten, im Gegenteil, sie sind in Schlesien, Sachsen und Westdeutschland weiter erhöht worden. Aber schon im Sommer 1900 begannen die regelrechten 2ohnabzüge! Im 4. Quartal 1900 wurde das Lohndrücken so umfangreich beforgt, daß sogar die ziemlich empfindungslose amtliche preußische Lohnstatistik ein Fallen des Ruhr- Bergmanns- Lohns angiebt. Jm laufenden Jahre sind nun gar Lohnreduktionen auf den Zechen eingetreten, die bis zu 30 Proz. in manchen Fällen gehen. Den sächsischen Fall greifen wir heraus, weil gerade im Königreich Sachsen die Kohlenherren, besonders nach dem Im niederschlesischen Stohlenrev er haben die niedergeschlagenen Streit der Bergleute, alle Quartale des Unternehmer im Laufe des Vorjahrs aud mehrfach den längeren und breiteren die unbedingte Notwendigkeit der Preis- Damit vergleiche man die jüngst herausgekommenen WerksPreis erhöht mit dem Hinweis auf die höheren Selbst- erhöhung angesichts der rapide steigenden Selbstkosten" zu beweisen berichte pro 4. Quartal 1900 und 1. Quartal 1901. Durch weg fosten, verursacht durch steigende Löhne". Nun stellt sich suchten. Was an der Sache ist, haben wir gesehen. Die sind die Werts Ueberschüsse weiter enorm heraus, daß die niederschlesische Kohle um 19,80, der anderen Kohlengruben in Sachsen haben kein besseres Spiel gestiegen! Die Selbstfosten" sind durch namhafte LohnCoats um 20,50 Proz. verteuert wurden; die Arbeiterlöhne getrieben. So erheben sich bei Staisergrube Gersdorf die fürzungen verringert worden, aber wer etiva glaubte, dies stiegen aber nur um 7,14 Proz.! Dabei muß immer noch Verkaufspreise pro Hektoliter um 44 Pfennig über die„ Selbst- würde sich in einem niedrigeren Kohlenpreis äußern, war auf bedacht werden, daß auch die Arbeiter I e ist ung zunahm, fosten", obgleich schon 1899 der Unterschied 32 Pfennig betrug. dem Holzwege. Die Grubenbesizer haben ihre Selbstfosten" Vereinsglück- Delsnit schraubte den Verkaufspreis 33 Proz. vermittelst Lohnreduktionen herabgesezt, nur um die Riesenwas eine Verringerung der Lohnsteigerung bedeutet. gewinne der Werke noch weiter zu steigern! Das Volt muß nach wie vor die unerhörten Kohlenpreise zahlen. Das ist die Geschichte von den gestiegenen Selbstkosten". Am besten ist jedoch die Ausnutzung des Konsumenten durch die Kohlenmonopolisten zu erkennen, wenn wir die ein. zelnen Werksabrechnungen untersuchen. Hier einige Proben: *) Hier handelt es sich um Hektoliter. **) Diese Ziffern gelten für 1898 und 1899. Die Auf die Dauer fann eine solche Voltsauspressung auch das geduldigste Bolt nicht ertragen. Wie der Brotwucher, so ist auch der Kohlenwucher geeignet, dem Publikum nicht nur den Arbeitern- die Augen zu öffnen über die Unhaltbarkeit der gekennzeichneten Zustände. Enteignung der Kohlenmonopolisten darf nicht von der öffentlichen Tagesordnung verschwinden, das Volk muß endlich sein unveräußerliches Recht an den Erdschäzen geltend machen. Und sollte zur gegebenen Zeit die Frage der Enteignung der„ Kohlenherren" akut werden, dann dürfte es sehr wertvoll sein, über die Selbstkosten" der Kohlenmonopolisten Näheres zu wissen. 0. H. " Politische Uebersicht. Berlin, den 7. Mai. Der Reichstag Herr Möller ist einer der industriellen Schutzölner des p Westens, die sich für eine Erhöhung der Getreidezölle ausgesprochen haben, aber nicht daran denken, den Agrariern so weit nachzugeben, daß sie die handelspolitischen Beziehungen zum Auslande aufs Spiel sezen wollen. Und eben weil Herr Möller einsieht, daß wir diese Beziehungen nicht abbrechen dürfen, wird er nolens volens( willig oder widerwillig) zu einer Erhöhung der Zölle die Hand nicht bieten können. Denn jede Erhöhung der Zölle setzt die handelspolitischen Beziehungen Deutschlands aufs Spiel. Uns erscheint also die Ueberzeugung des Herrn Möller von der Notwendigkeit der Aufrechterhaltung unsrer Handelsverträge als ein Moment, welches geeignet ist, mit seiner Zollerhöhungsneigung auszusöhnen, weil es dieser Neigung die praktische Bethätigung berbietet." Mein lieber Staatsminister Dr. von Miquel! Ihrem wiederholten Gesuche um Entlassung aus den Aemtern als Vicepräsident meines Staatsministeriums und als Finanzminister habe ich durch Erlaß vom heutigen Tage Folge gegeben. Mit Bedauern sehe ich Sie aus Ihren bisherigen Stellungen scheiden, in welchen Sie sich so große Verdienste um mich, mein Haus und das Vaterland erworben haben. Wenn es bisher gelungen ist, den großen und neuen Aufgaben auf allen Gebieten der Staatsverwaltung gerecht zu werden, so ist dies nicht zum geringsten Teile Ihnen zu danken, der Sie mit sachkundiger und glücklicher Hand eine neue finanzielle Grundlage für den preußischen Staat geschaffen haben, auf deren Festigkeit auch in Zukunft gerechnet und gebaut werden kann. Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, Ihnen für Ihre treue und fegensreiche Arbeit und die aufopfernde Hingebung, mit der Sie Ihres verantwortungsvollen Amts gewaltet haben, meinen wärmsten Dank auszusprechen. Um aber Ihre großen Erfahrungen und Ihre hervorragende Auch der Berliner Korrespondent der, Frantf. 8tg.", dessen Kraft dem Staate auch ferner zu erhalten, habe ich Sie als Zeichen demokratischer Bülowglaube alle Thatsachen reaktionärer Politik meines besonderen Vertrauens auf Lebenszeit in das Herrenhaus unerschütterlich überdauert, verherrlicht von neuem seinen Heros durch berufen. In steter Dankbarkeit verbleibe ich Schlik, beschäftigte sich am Dienstag ausschließlich mit Interben Ratschlag, er möge nicht durch zu große Weichheit und LiebensIhr allezeit wohlgeneigter König den 5. Mai 1901. Wilhelm R. pellationen. Die erste Stelle nahm eine agrarische würdigkeit sein ansehnliches Talent und seine gute Absicht schädigen. Interpellation ein, die dem Reichskanzler den Wunsch nahe Dieser liebenswürdige Nat für Herrn v. Bülow, fest zu werden gegen Das huldvolle Schreiben des Kaisers entspricht dem Ceremoniell. legte, daß die Remonten nicht mehr während der Saat- und die konservative Anmaßung, wird reizvoll ergänzt durch den Glauben, Die Thatsache aber bleibt, daß Miquel widerwillig sein EntErntezeit vorgemustert würden. Der Kriegsminister Herr daß die Konservativen doch die Unterlegenen des Kanalkampfs feien, laffungsgesuch eingereicht hat. Die früheren Gesuche liegen längere b. Goßler äußerte sich sehr entgegenkommend. Die Wünsche denn sie haben ihren flügsten und einflußreichsten Freund Miquel Jahre zurück und jetzt dachte Miquel an alles, nur nicht an Abschied. Aber der Kaiser erwartete von ihm die glückliche Durchder Agrarier sind der Regierung Gesetz und so soll in Zukunft verloren. auch diese Belästigung der Landwirtschaft vermieden werden." Den Den Reformator feines Steuertvejens fann der preußische führung der Kanalfehde. Da dies ihm nicht gelang, benugte Graf Die Agrarier der verschiedenen politischen Schattierungen, die in Staat schon seit Jahren entbehren, aber ob das fonservative Bülow die Gelegenheit, sich des ihm gefährlich leberlegenen zu der Debatte das Wert ergriffen, nahmen dieses Entgegenkommen Agrariertum seinen besten, flügsten und einflußreichsten entledigen. als etwas Selbstverständliches Hin. Herr Hahn benutte Freund entbehren kann, das ist eine andre Frage. Und um Nach einer Darstellung, welche die Rhein.- Westf. 3tg." aus die Gelegenheit, um nach hohen 3öllen auf ausländische die drücken sich die Herren, die seit Freitag frampfhaft guter Quelle erhalten haben will, spielten sich die Vorgänge, die Pferde zu schreien.as versucht haben, fröhliche, sorglofe Kanalsieger zu spielen, recht zum Entlassungsgesuch" Miquels führten, also ab: erbärmlich herum. Sie glauben die Welt darüber täuschen zu Da in der vertraulichen Besprechung der preußischen Staatstönnen, daß sie mit diesem erfindungsreichen Kopf den offenen und geheimen Protektor verlieren, durch dessen Hilfe ganz drei Reichswesentlich das Agrariertum unter und gegen fanzler groß und mächtig geworden ist, weil er nicht nur den Willen, sondern auch die große Fähigkeit und Er= fahrung besaß, um die agrarischen und wirtschaftlich reaktionären Wünsche gefeggeberisch zu formulieren. Zum Sport und bis zur diabolischen Kunst hat Miquel, den Schwieriges reizte, diese Gesezesmacherei getrieben, und Kunststücke, wie das Warenhaussteuer- Gesez, geleistet, an die sich kein andrer gewagt hätte. An agrarischen Wünschen und am Willen zu ihrer Durchführung wird es auch in Zukunft vermutlich nicht fehlen, aber der geniale und verwegene Tausendkünstler, der ihnen gesetzgeberisches Leben zu geben verstand, der fehlt in Zukunft. Und es fehlt der Mann, deffen geheime Bundesgenossenschaft auf mancherlei Schleichwegen dem konservativen Agrariertum erst das hohe Maß von Kourage und von geschidter Tattit im Kampfe gegen die Regierung namentlich in der Kanalfrage verliehen hat. Darin liegt die Bedeutung seines Verlustes für das konservative Junkertum und seiner Anhängsel..." Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand unsere Griesheimer Interpellation wegen des Unglücks. Genosse Hoch begründete sie in einer sachfundigen Rede, er hat die Unglücksstätte persönlich besichtigt und war im stande, eine Reihe von Thatsachen festzustellen, aus denen hervorgeht, daß bei der Konzessionserteilung an die Fabrik nicht mit der nötigen Vorsicht vorgegangen worden ist, und daß die Betriebsleitung in höchst ungenügender den Schutz Weise für Arbeiter gesorgt hat. der Mit den Arbeiterverhältnissen in Griesheim war es höchst traurig bestellt. Während das Unternehmen den Aktionären glänzende Dividenden in den Schoß warf, wurden die Arbeiter mit sehr niedrigen Löhnen abgespeist. Auch in sanitärer Hinsicht war höchst ungenügend vorgesorgt. Die vorgeschriebene Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft fand sehr selten statt. Scharf rügte unser Redner das Vertuschungssystem, das in dem jüngst veröffentlichten Frankfurter Polizeibericht über das Unglück versucht wird, und forderte die Teilnahme der Arbeiter an der Gewerbe- Inspektion als sicherstes Kontrollmittel für derartige Betriebe. Thatsächlich verharren die Konserbativen in fühler Ruhe. Wohl wissen sie, daß Plößlich Trumpf ist und daß sie mit allen Staatssekretär Graf Posadowsky suchte die Ver- Möglichkeiten rechnen müssen. Aber sie wissen auch, daß ihre antwortung von der Reichsregierung abzuwälzen, indem er machtstellung in Breußen nicht auf den guten Diensten eines die Zuständigkeitsfrage aufwarf. Die Konzessionserteilung noch so schlauen Ministers ruht und daß es ihnen fürder wie stets liege nach den reichsgesetzlichen Vorschriften in den Händen in der Vergangenheit gelingen wird, die Durchschnittsnummern der Einzelstaaten. Ferner suchte der Minister dann weiter preußischer Regierungsvertreter ihrer Diktatur gefügig zu erhalten. den Nachweis zu führen, daß nach dem Stande der Wissenschaft und Technik teine schärferen Bedingungen für den Betrieb zu erlassen wären, da bisher angenommen wurde, daß feuchte Pikrinsäure nicht explosionsfähig sei. ni dell Deutsches Reich. Minister Möller und die 12 000 Mark- Affaire. " Und minister am Donnerstagvormittag feine Meinungsverschiedenheit hervorgetreten war und alle dem Vorschlage des Ministerpräsidenten, den Landtag sofort zu schließen, zugestimmt hatten, so glaubte Minister v. Miquel vorläufig keine Veranlassung zu einem Entlassungsgesuch zu haben. Sein Südtritt war aber gerade die Voraussetzung jenes vom Kaiser persönlich veranlaßten Vorschlags gewesen. Dies dem Minister v. Miquel nahe zu legen, dazu wäre Herr v. Lucanus der Nächste gewesen. Dieser ist aber seit langen Jahren mit Herrn v. Miquel en g befreundet gewesen und es ist demnach begreiflich, daß ihm eine solche Aufgabe im höchsten Maße peinlich sein mußte. So wurde auf seinen dringenden abvon seiner Vermittelung Wunsch in diesem Falle gesehen. Graf v. Bülow sandte am Freitagvormittag den Chef der Reichskanzlei, Herrn Herrn v. Wilmowski, Herrn v. Miquel und ließ ihm mitteilen, daß er, der Ministerpräsident, gern bereit sei, ein Entlassungsgesuch Miquels au Allerhöchfter Stelle vorzulegen und zu befürworten und daß er an dessen Bewilligung keinen Das war deutlich. Augenblickt zweifle. Das war Während sich Herr v. Miquel hinsetzte, um sein Entlassungsgesuch abzufassen und mit„ Gesundheitsrücksichten" näher zu begründen, ver breiteten bereits Ertrablätter auf den Berliner Straßen die Nachricht, daß Minister v. Miquel seine Entlassung erbeten habe und daß sie ihm aller Voraussicht nach gewährt werden würde." zu Nun mag den Gestürzten die Herrenhausberufung trösten, obs schon er diese Ehrung mit manchem teilen muß, der frei ist von jeder politischen Vergangenheit. Dieser Behauptung trat Genosse Wurm als Chemiker Herr Geh. Kommerzienrat Möller, Handelsminister in Preußen, entgegen. Er verwies darauf, das Pikrinsäure auch im überVerstimmte Unterstaatssekretäre. Der bisherige Inter higten Zustande außerordentlich leicht explodiere und daß die spielte, wie die Leipziger Boltszeitung" mitteilt, auch bei der Fabrif deshalb den strengen Vorschriften hätte unterworfen| 12 000 Mark- Affaire eine bedeutende Rolle. Das Mitglieder staatssetretär im Reichs- Bostamt Fritsch hat dem werden müssen, die für Dynamitfabriken vorgesehen sind. verzeichnis des Centralverbands führt ihn auf als Vertreter des Vernehmen nach seinen Abschied nachgesucht. Zu seinem Nachfolger Unfre Redner fragten vergeblich danach, wie es zugelassen Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen soll der bisherige Ministerial- Direktor der zweiten Abteilung des werden konnte, daß ungeheure Mengen Benzin in nächster von Rheinland und Westfalen. Ob er auch Vorsitzender dieses Reichs- Postanits Sydow in Aussicht genommen sein. Herr Fritsch Nähe der Pikrinsäure- Fabrikation lagerten. Ein Regierungs- Vereins mit dem langen Namen ist, ist augenblicklich nicht fest- fühlt sich offenbar durch die Beförderung des Direktors Krätte fommissar behauptete nur, daß alle Vorsichtsmaßregeln ge- zustellen; auf alle Fälle wird letzterer aber thatsächlich von ihm übergangen. Auch Herr Lohmann, Unterstaatssekretär im preußischen und nach seinen Intentionen geleitet. an diesen Handelsministerium, beabsichtigt seinen Abschied zu nehmen. Herr troffen gewesen wären. Von verschiedenen Seiten wurde darauf hingewiesen, daß Verein mit dem langen Namen ist auch einer jener erfolg- Lohmann war unter Herrn v. Berlepich der Anreger jener milden der Bundesrat auf jeden Fall besondere Vorschriften zum reichen Bueckschen Bettelbriefe gelangt, in denen um eine Beis Socialpolitik, die zum Sturze des Freiherrn v. Berlepsch führte. Herr Schutz für Gesundheit und Leben der in solchen Betrieben steuer zu dem etwas eigentümlichen" 12 000 Mark- Trinkgeld für Lohmann blieb unter Brefeld, auch nach dem berühmten Besuche des Generalsekretärs Bue c. Wie die Kreuz- 3tg" mitteilt, will der Social beschäftigten Arbeiter auf Grund der Gewerbe- Ordnung er- das Reichsamt des Innern ersucht wurde. lassen müsse. Die Regierung gab kein bindendes Versprechen, Als nun seiner Zeit die Leipziger Volkszeitung" diese inter- reformer Lohmann, auf den dringenden Wunsch des Ministers fagte aber weitere Erwägungen zu. effante und peinliche Trink geldgeschichte enthüllte, konnte man eine Möller, auch unter dieſem bisherigen Ausschußmitglied des stand überzutreten, einstiveilen noch Abstand nehmen. Im weiteren Verlauf der Debatte war Herr v. Kardorff eigentümliche Beobachtung machen. Eine Reihe von bürger- Centralverbands der Scharfmacher von seiner Absicht, in den Ruhegeschmacklos genug, einen komischen Ton in die ernsten Ver- lichen Blättern, die unter dem ersten Eindruck der Enthüllung Reichstagedispositionen. Im Seniorentonvent ist am handlungen hinein zu bringen, indem er mit einem kühnen das Barzahlungsverhältnis zwischen Regierung und Centralverband Salto mortale auf die Gefahren zu sprechen fam, die der höchst bedenklich fanden, bekannten sich nach einiger Zeit zu Dienstag auf Vorschlag des Präsidenten beschloffen worden, vom 14. d. M. bis zum 4. Juni Pfingstferien eintreten zu lassen. Bis elektrische Straßenbahnbetrieb in Berlin für die Passanten andren Ansichten und fanden die Geschichte nunmehr höchſt dahin foll von dem in Stest befindlichen Material soviel wie möglich aufgearbeitet werden. Im Seniorenkonvent war man übereinstimmend mit sich bringt. Singer erteilte ihm die gebührende moralisch und korrekt. Was war wohl inzwischen geschehen? der Meinung, daß neben den bereits in Angriff genommenen Gegens Antwort. Den Schluß des Tages bildete die Verhandlung über Die Sache ist sehr einfach. Ein gewisser Herr befolgte den ständen die Geschentwürfe betr. die Gewerbegerichte und die eine Interpellation des Belfen v. Hodenberg, die über Grundsatz eines berühmten Komödianten, der einst erklärte: Scheemanns- Ordnung ihre Verabschiedung in dieser Session die Behandlung der deutschen Missionare in Süd. besuche jeden Recensenten und wenn der Hund auch vier Treppen finden sollen. Hierzu sowie zur Erledigung des Saccharin, des afrifa seitens der Engländer Klage führte. Der Staats- hoch wohnt." So sah man denn auch diesen gewissen Schaumweinsteuer- und des Branntweingefeges sekretär des Auswärtigen, Frhr. v. Richthofen ,. versicherte, errn eine Zeitlang die Stiegen zu allen politischen Recensenten wird der Reichstag nach Pfingsten wieder zusammentreten müssen. Militärischer Schutz für den Kaiser. Um dem Kaiser bei Es foftete ihn freilich viel Mühe und Zeit daß die Regierung mit Erfolg zu Gunsten der Missionare hinaufklettern. interveniert hätte, soweit sie deutsche Staatsangehörige sind. nämlich. Aber er flog nie die Treppe hinunter, und ein gewisser seinem Aufenthalte auf seiner Gutsherrschaft Cadinen militärischen In der sehr belanglosen Debatte ließen die Herren Teil der guten bürgerlichen Presse hatte wirklich einsehen gelernt, Schuß zu gewähren unter Entlastung der Thätigkeit von Gendarmerie M. stationiert werden. Jezt ist durch die Militärverwaltung dem Dr. Oertel und Hasse ihrem Engländerhaß wieder ein- daß solch eine Kleinigkeit von 12 000 m. wirklich nicht so viel Auf- Polizei, sollen in der Nähe von Cadinen mebr Truppen regung und Entrüstung wert sei. Magistrat zu Braunsberg die Anfrage zugegangen, ob die mal die Zügel schießen. bereits mit einem Bataillon Infanterie belegte Mittwoch: Dritte Lesung des Weingesezes, Diätenantrag Stadt in der Lage und auch geneigt wäre, für die beiden und Gewerbegerichte. andern Bataillone des Regiments Kasernements zu errichten. Die Stadt wolle sich dazu bereit erklären, so daß dann die erforder= lichen Sicherheitskommandos gelegentlich der Anwesenheit des Kaifers in Cadinen von Braunsberg aus nach dorthin tommandiert werden sollen. Liberale Glaubenskraft. Der gewisse Herr aber foll Herrn Kommerzienrat Möller verzweifelt ähnlich gesehen haben. Minister Möllers Verdienst um die Monarchie. Das Zurückweichen der Regierung im Kanalkampf und die Im Dezember 1898 fand vor dem Berliner Landgericht ein reaktionäre Ergänzung des Minifteriums hat nur einen kurzen Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen einen Amerikaner statt, in dem Augenblid die liberalen Hoffmungsseeligkeiten gehemmt. Schon Herr Möller als 3euge auftrat. Der Amerikaner war in der brechen sie wieder ungestüm und durch keine Erinnerung an frühere Rerschen Weinstube in der Mauerstraße verhaftet worden; über hundertfältige Enttäuschung gemildert hervor. Die" Boifische die Vorgänge, die zur Verhaftung führten, sagte Herr Möller Zeitung" sieht schon nicht mehr die Kläglichkeiten der wirklichen folgendes aus: Gegenwart, sie erläutert bereits den neuen ernstlichen Kanalkampf und den„ festen Willen" einer Regierung gegen die konservativen Rebellen: Es weht ein scharfer Wind gegen die kanalfeindlichen Konservativen, und der neue Herr v. Hammerstein, der Jugendfreund des Grafen Bülow, wird zu zeigen haben, Iv a s er bermag.. Daraus folgt, daß für die Annahme der Kanalvorlage nach der Neubildung des Ministeriums alle Aussicht vorhanden ist, selbst bei der jetzigen Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses, noch mehr, wenn nach etlichen Monaten plöglich die Auflösung erfolgt und Neuwahlen ausgeschrieben werden, sobald die Regierung fertig zum Gefecht" ist. Und dann fann die Verhandlung in drei Wochen abgeschlossen sein, da schwerlich noch einmal die Minister Herrn v. Zedlig auf seine Reden antworten werden. Die Angelegenheit ist geklärt, sie ist spruchreif. Wo der feste Wille ist, wird auch der Weg zur Durch setzung der Vorlage fich finden." Diefelbe ungeheuerliche Verkennung der politischen Machtverhältnisse bekundet das Berl. Tageb I.", indem es auf Handelsminister Möller große zollpolitische Hoffnungen fetzt: # 1 und Chriftliche Gewerkvereinler gegen den Brotwucher. In Günigfeld bei Wattenscheid( Westfalen) fand am 5. Mai eine Versammlung des christlichen Gewerkvereins statt. Der Referent sprach sich mit Entschiedenheit für die Getreidezölle aus; dann trat In einer Nische sei eine Unterhaltung in so lautem Tone jedoch ein Mitglied des christlichen Gewerkvereins auf, welches aus geführt worden, daß die allgemeine Aufmerksamkeit darauf gelenkt führte, er fei ein Kind des agrarischen Ostelbiens und habe als werden mußte. Er habe gehört, daß in der Nische ein Herr von Landarbeiter bei den Rittergutsbesizern genügend Hunger gelitten; der erbärmlichen deutschen Nation" und in beleidigender er sei Gegner dieser Zölle, indem er aus praktischer Erfahrung wisse, Weise über die hohenzollern und den deutschen daß die Getreidezölle den Kleinbauern und den Landarbeitern nicht Kaiser sprach. Da habe er sich nach der Nische begeben, in zu Gute fämen, denn der Lohn steige infolge des Zolls keines welcher der Angeklagte mit seiner Begleiterin jaß. Er habe ihn wegs. Die große Majorität der Versammlung erflärte sich mit voller Entrüstung unterbrochen: Ich verbitte mir, daß Sie in dem Diskussionsredner einverstanden und gegen den Referenten; solchem Zone von Sr. Majestät, den Hohenzollern und dem zugleich sprach man sich mißbilligend gegen Bruſt aus, der eit deutschen Volk sprechen, Sie sollten sich schämen, hier so auf weiteres Zusammengehen der beiden stärksten Bergarbeiter- Organi zutreten. Ich tönnte Sie prügeln, und wenn Sie nicht fationen bei Knappschaftswahlen 2c. Hintertreibe. Die anwesenden innerhalb fünf Minuten das Lokal verlassen haben, lasse ich Sie Ausschußmitglieder des christlichen Gewerkvereins machten sehr vers hinausbringen, und wenn es durch die Polizei ist!" dugte Gesichter und zogen schweigend ab. Der Amerikaner wurde vom Gerichtshof freigesprochen, Finanz weil er sich nicht in normaler Geistesverfassung befunden habe. Für Herrn Möller aber war das Erlebnis nicht unbeträchtlich. Es verlautet, der Kaiser sei bei dieser Gelegenheit besonders auf ihn aufmerksam geworden. Ichute Württemberg. Eisenbahnfragen in Die am fommission der Abgeordnetentammer Dienstag, wie aus Stuttgart telegraphiert wird, den Antrag der deutschen Partei, den Ständen Erhebungen über den Anschluß an die preußisch hessische Eisenbahngemeinschaft vorzulegen, mit 9 gegen 5 Stimmen a b. Mit demselben Verhältnis wurde ein Antrag des Centrums angenommen, der sich aus wirtschaftlichen, politischen und tonstitutionellen Gründen gegen Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht das Handschreiben, das der das Aufgeben der Selbständigkeit der württembergischen Kaiser dem scheidenden Miquel sandte: Eisenbahnen ausspricht.Der Kaiser an Miquel. thot Bei den Gemeinderats- Stichwahlen in Colmar i. E., die daß sie ganz und gar zu Tolstoj gehören, für den mit der Bergpredigt mir selbständig handeln und der Staat soll nichts weiter thun. als am Sonntag unter ungewöhnlich starker Beteiligung stattfanden( von alles gejagt ist. Die Freunde russischer Freiheit" haben Hochachtung für die Freiheit dieser Selbständigkeit sichern. So sehr diefe lettere 5423 eingeschriebenen Wählern stimmten 4336 ab), wurde zum ersten- ihn, und haben auch ein oder zweimal mit ihm verfehrt, aber ihr Pflicht des Staats von uns anerkannt wird, sehen wir doch darin mal cin Socialdemokrat gewählt. Im ersten, acht Tage Wirken geht ihre eignen Wege. So ist auch sein persönlicher Freund die Aufgabe des Staats bei weitem nicht erschöpft. Wollen früher vorgenommenen Wahlgange waren auf die Liste der Wladimir Tichertkoff, der bei Bournmouth wohnt ein aus- denn unsre französischen Genossen den gesetzlichen Arbeiterschutz Klerikalen rund 1900, auf die der vereinigten Liberalen gedienter Offizier der Garde und Mitglied einer reichen und aristo- von sich weisen? Wollen sie eine Nötigung zum Eintritt in die und Demokraten 1800, auf die socialistische durchschnitt- kratischen Familie, der in beständigem Verkehr mit Tolstoj steht.- Gewerkschaftsorganisationen durch den Staat verwerfen? Wenn lich 500 Stimmen gefallen. Die Liberal Demokraten er zu dieser Versammlung nicht erschienen- sie wäre ihm nicht heilig genug sie dies nicht wollen, wie können fie principiell eine staatklärten sich darauf bereit, einen socialistischen Namen in ihre Liste erschienen". Uebrigens darf ich anfügen, daß der Mann vom Löwen- liche Regelung des Streits ausschließen? Sie mögen die Art, aufzunehmen, worauf unsre Partei für die Stichwahl die Unter- herz fich wohl befindet und noch nicht beunruhigt ist". wie Millerand diese Regelung beabsichtigt, kritisieren, fie stügung des antiklerikalen Kartells beschloß. Die Befürchtung, der In Deutschland ist wohl außerhalb der Arbeiterklasse ein mögen die Zeit für eine derartige Regelung nicht für günstig er jocialistische Bewerber werde infolge von zahlreichen Streichungen ähnlicher Brotest unterblieben? Sind die deutschen Universitäts- flären- das sind gewiß Fragen, die gründlicher Erwägung be feines Namens seitens der bürgerlichen Wähler des Kartells durch herren alle zu fnechtisch? oder geknechtet? dürfen. Die Motive, von denen unser Korrespondent berichtet, ers fallen, bestätigte sich bei den Wahlen am Sonntag nicht: unfer innern uns jedoch überraschend an individualistische Selbsthilfe Parteigenosse, Sattler Botté, erhielt mit 2115 Stimmen Im Unterhaus erklärte Kolonialminister Chamberlain, und Manchesterei. Es ist wohl kein Zufall, daß der Oberste des dieselbe Stimmenzahl wie die übrigen vier Bewerber der feit dem 1. Januar sei in Transvaal fein Gold pro- deutschen Manchestertums, Herr Eugen Richter, die Begründung vereinigten fortschrittlichen Parteien, die damit den klerikalen duziert worden. Am 4. Mai hätten 50 und heute noch 100 Poch der Mehrheit des französischen Generalfomitees sofort behaglich in Gegner mit etwa 200 Stimmen Mehrheit schlugen. Als stempel den Betrieb begonnen. der Freisimmigen 8tg." wiedergab. Generalprobe für die nächstes Jahr in Kolmar statt- Kriegsminister Brodrick erklärte, die Zahl der in Süd- Der demokratische und organisatorische Grundgedanke des findenden allgemeinen Erneuerungswahlen zum Gemeinderat ge- afrita gefangen genommenen Ausländer, welche be- franzöfifchen Streit- Gesezentwurfs bedeutet die Einräumung winnt dieser Wahlsieg eine erhöhte Bedeutung. Die nach jeder Haupten, daß sie nicht Burghers seien, sei folgende: 40 Franzosen, eines Mitbestimmungsrechts der Arbeiter bei der Richtung warm zu begrüßende Befreiung Colmars von der klerikalen 150 Deutsche, 29 Russen, 23 Amerikaner. Hingegen behaupten Gestaltung der Arbeitsbedingungen, die Einschränkung Rathausherrschaft ist, wie aus den obigen Zahlen hervorgeht, vor Burghers zu sein 5 Franzosen, 123 Deutsche, 13 Russen und 13 Ame- der Selbstherrlichkeit des Unternehmers. Die Anstrebung dieſes allem das Verdienst der Socialdemokratie, die mit ihren 500 Wählern rifaner. Es bestehe nicht die Absicht, vor Beendi- Zieles durch die Gesetzgebung ist ein echt socialistischeis den Sieg der fortschrittlichen Liste entschied. gung des Krieges irgend welche Gefangene frei- Unternehmen. Dabei hätten auch wir gewünscht, daß sich Beuth Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Vor der Beuthener zulassen. der Entwurf noch mehr auf die Gewerkschaften Straffammer hatte sich der angebliche Anarchist Antonio Popu= Der Bericht über den Kohlenausfuhrzoll wurde nach langer geblichen Herrenrechts der Gewerkschaften, im Namen aller stüßte, als er es thut, aber nicht wegen eines vorrello aus Curido, Provinz Turin, zu verantworten. Einige Tage lebhafter Debatte mit 333 gegen 227 Stimmen angenommen. Arbeiter zu handeln und zu entscheiden. Die Gewerkschaften sind vor der Ankunft des Kaisers in Radzionkau soll der Angeklagte auf Grey, Asquith und andre Liberale, sowie verschiedene den Arbeitern unentbehrlich zur Führung ihrer Arbeitskämpfe; die Frage der Italienerin Caprera, ob er sich nach Neudeck begeben konservative sprechen gegen den 3oIl Balfour bedeshalb find die Gewerkschaften zu fördern und jede Maßregel, die werde, sich eine Majestätsbeleidigung haben zu Schulden kommen streitet, daß durch den Zoll die englischen Kohlen sie schädigt, ist zu bekämpfen. Es liegt auch im Interesse der lassen. Die Verhandlung wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit produzenten ihren Markt in den skandinavischen Arbeiter, daß die Gewerkschaft als Vertretung ihrer Mitglieder geführt. Popurello wurde zu drei Monaten Gefängnis äfen, in Deutschland oder sonst irgendwo auf dem Unternehmertum gegenübertritt, aber sie wird nur dort als verurteilt. Der Staatsanwalt hatte sechs Monate beantragt. Sem Kontinent verlieren würden; die durch den Zoll Vertreterin der gesamten Arbeiterschaft auftreten können, hervorgerufenen Befürchtungen seien grundlos. Ausland. England. London, den 3. Mai. E. O. Die Gesellschaft der Freunde russischer Freiheit hat soeben ihre gewöhnliche Jahresversammlung ge halten. Sie fand in den verhältnismäßig engen Räumen der Cliffords Jun Hall statt, einer der altertümlichen Advokatenquartiere, Niederlande. Die Militärgesetze wurden in der zweiten Kammer mit 59 gegen 38 Stimmen angenommen. Durch dieselben wird die jährliche Aushebung von 11 000 auf 17 000 Mann gebracht und die National garde durch eine Landwehr ersetzt. wo fie start genug geworden ist, um von der Masse der Unorganisierten nicht erdrückt zu werden. Aber dadurch kann eine Schädigung der Gewerkschaftsbewegung sicherlich nicht befürchtet werden, daß schwache Gewerkschaften burch die Ueberzahl der Unorganisierten von einem Streit zurückgehalten werden. Diese Befürchtung scheint es aber zu sein, die nach der Darstellung des Genossen H. L. das Generalfomitee geleitet hat. Ist die Gewerks Belgien. schaft so schwach, daß sie von Unorganisierten überstimmt werden Protestversammlung. Am 6. Mai fand im Brüsseler fann, die gegen den Streit votieren, so spricht die größte Wahrs welche ein charakteristischer Zug des Londoner Lebens find, und die wolkshause ein großes Protestmeeting über die Studentenscheinlichkeit dafür, daß aller Kampfesmut der geringen Anzahl der Gezahlreiche Versammlung von Männern und Frauen überfüllte das 2 wijchenfälle in Rußland statt. Van der Velde werkschaftsmitglieder nichts ausrichten würde und daß sie nach erlittener Lokal. Sie zeigte durchaus ein ernſtes Interesse, welches durch die schloß seine Rede mit einem Appell an ganz Europa, den russischen Niederlage zur Arbeit zurückkehren müßten. Solche Rücksicht legen neuesten Ereignisse in den Universitäten Rußlands aufs lebhafteste Studenten und Arbeitern gegen den Zarismus zu Hilfe zu kommen. fich gut geleitete Gewerkschaften schon freiwillig auf und sie angeregt war. müssen es um ihrer Existenz willen thun. Sind aber die OrganiDie Gesellschaft datiert nicht von heute und verdient in vollem Schweden. fationen start, so unterliegen sie schon ihrer Zahl wegen nicht der Maße unser Interesse, ich hätte beinahe gesagt unsre Nach- Stockholm, 7. Mai. Marineminister Dyrßen hat heute Gefahr, von den Unorganisierten überſtimmt zu werden, sie sind ahmung des guten Beispiels, das sie giebt. Sie wurde im seine Entlassung eingereicht. aber dadurch auch in der Lage, auf die verhältnismäßig fleine Zahl Januar 1890 gegründet und ging aus einer Besprechung zweier der Unorganisierten einen moralischen Einfluß auszuüben. Dann Engländer mit zwei Russen hervor; einer der ersteren war haben sie auch die Kraft, im Namen aller Arbeiter zu reden und zu Dr. Spence Watson, einer der letzteren der mir wohlhandelu; im andren Falle nüßt es ihnen nichts, auch wenn sie die bekannte Stepniat, der mit Friedrich Engels befreundet Besten und Erlesensten ihrer Klasse sind. ivar, bei dem wir uns trafen. Stepniak, der sehr viel Parlamentarisches. Zum französischen Streifgesetz. Partei- Nachrichten. Genosse Dr. Schönlant ist, wie die Leipziger Volkszeitung mitteilt, am Dienstag in eine Nervenheilanstalt gebracht worden. Die Budgetkommiffion des Reichstage war für Dienstagzur Aufklärung des englischen Publikums Publikums über russische vormittag vom Vorsigenden Graf Stolberg einberufen worden, um Zustände beigetragen hat, wie vor ihm Alexander Herzen, die vor Ostern begonnene Beratung des der Kommission vom und dessen ausführliche Auseinandersegungen die" Times" gern und Plenum überwiesenen Antrags Klindowström, betr. Abänderung des wiederholt aufnahm, zählt nicht mehr unter die Lebenden; er erlag Schlußprotokolls des deutsch- russischen Handelsvertrags( Frachtsäze einem Eisenbahn- Unfall. Dr. Spence Watson wurde der erste für Getreide von russischen Stationen nach Danzig, Königsberg und Präsident der Gesellschaft und bekleidet diesen Posten noch immer. Memel) fortzusehen. Es fomute aber in feine Verhandlung einGeftörte Maifeier. An Stelle der den Genossen Posens Mit zwei andren, den Herren Byles von Bradford und Thomas getreten werden, da von den 28 Mitgliedern teine 15 erschienen am 1. Mai unmöglich gemachten Maiversammlung fand am letzten Burt, Parlamentsmitglied, ursprünglich Arbeiter, erließ er ein waren. Die Kommission war also nicht beschlußfähig. Sonntag ein Ausflug der Genossen statt, durch welchen gegen die Rundschreiben, und aus den Zustimmungen zu diesem ging die polizeilichen Maßnahmen, wie sie in der Gerichtsverhandlung am Gesellschaft hervor. Spence Watson gehört der englischen 25. April in Bosen gegen mehrere Genossen zu Tage gefördert liberalen Partei an, und zwar demjenigen Teile derselben, der wurde, protestiert werden sollte. Ein zahlreiches Aufgebot von sich nicht durch das Zauberwort Imperialism", durch die Ränte der südafrikanischen Kapitalisten, und die renommistischen Die Darlegungen der Pariser Korrespondenz in Nr. 104 des Polizeibeamten in Uniform und in noch zahlreicheres in Civil sorgte Verse des verrüdt gewordenen Genies Rudyard Kipling in Vorwärts" über die Gründe, von denen sich das Generalfomitee für die übliche Rettung des Staats. Alles verlief in schönster Ordnung, den bedauernswerten Boerenkrieg hat hinreißen lassen. Aber an sich der französischen Arbeiterparteien bei Ablehnung des Millerandschen als plötzlich die Musik zu spielen aufhörte. Der Wirt des Gartenlokals war von irgend einer Seite auf die Gefährlichkeit" der von ihm hat die Society of friends of Russian Freedom teine ausschließliche Streitgefez- Entwurfs habe leiten lassen, erfordern einige Bemerkungen beherbergten Gäste aufmerksam gemacht worden und verbot das Stellung in dem englischen Parteiwesen: es gehören ihr auch unsrerseits. Es liegt uns fern, die Mehrheitsentscheidung des Konservative an wobei man übrigens auch bemerken mag, daß Generalfomitees irgendwie antasten zu wollen, wir fönnen Weiterspielen. Ein Teil der Gäste verlangte das Eintrittsgeld, das ein englischer Konservativer noch lange nicht ein ostpreußischer ist, aber nicht umhin, nachdem wir früher zu einer günstigen der Wirt an sich genommen hatte, umgestüm zurüd, gleichzeitig wurden Rufe laut: Bolizeispiel hinaus!" Ein Polizeikommiffarius und socialistische Führer sind ihren Reihen keineswegs fern geblieben. Beurteilung des Princips jenes Gefeßentwurfs gelangt waren, Die Gesellschaft hat ihr Bestehen, ihre Ziele, ihre Berechtigung in diese Beurteilung auch gegenüber der jetzigen Begründung der erschien, erklärte, daß die Rufe:" Bolizeispitel hinaus!" öffentliches Aergernis erregen und forderte die Menge auf, den Garten einer gewichtigen Broschüre durch Herbert Thompson dar- Mehrheit des Generalfomitees aufrecht zu erhalten. gelegt, unter dem Titel, den man wohl so übersetzen tann: Dabei unterliegen wir der Schwierigkeit, die Gründe der Mehr- zu verlassen. Unter Hochrufen auf die internationale Socialdemo Was gehen uns die inneren Angelegenheiten von Rußland an? heit des Generalfomitees nicht genügend zu kennen, sagt doch unser fratie ging die Menge nach Hause. ( Are Russian internal Affairs any Concern of ours?) Eine Korrespondent selbst, die Diskussion im Generalfomitee sei eine sehr der Specialaufgaben der Gesellschaft ist, den Opfern der zarischen bewegte gewesen, so daß es schwer sei, die Gründe klar zu erfassen; Willtürherrschaft zu Hilfe zu kommen, und wenn einem solchen anscheinend hat sich der Korrespondent deshalb entschlossen, die gelungen ist, sich Sibirien zu entziehen, ihm im freien Lande jenigen Gründe darzulegen, die er selbst als die ausschlag beizustehen. Ein solcher ist z. B. Felix Bolthovsky, der gebenden ansicht. Für deutsche Socialdemokraten erscheint eine solche 1892 aus dem nordostasiatischen Verließ sich hierher gerettet hat, Diskussion und nachfolgende Entscheidung über einen wichtigen und dessen Schrift hierüber von der Gesellschaft veröffentlicht wurde. Gesezentwurf einigermaßen ungewöhnlich. Auch andre Broschüren über die Prügelstrafe, über Religions- Die Ablehnungsgründe der französischen Mehrheit sind für verfolgung und Glaubenszwang 2c.- find von der Gesellschaft aus deutsche Socialdemokraten recht überraschend. Sie sind ganz gegangen. Und vielfach erinnert sie uns an die Thätigkeit, die andrer Art als die Gründe, die in Deutschland gegen den Mazzini und seine Freunde von 1860 von England ausgeübt. Gejezentwurf vorgebracht. worden sind. Während z. B. Genoise Eie giebt auch eine Monatsschrift Free Russia" heraus, welche Legien in seinem sehr wertvollen Artikel in Nr. 300, Jahrgegenwärtig von dem genannten Volkhovsky geleitet wird; in gang 1900 unsres Blatis den principiellen Wert des Entwurfs aueiner ihrer legten Nummern befindet sich ein ziemlich ausführlicher erkannte, aber zur Ablehnung gelangte, weil die Einzelbestimmungen Bericht über eine Versammlung der Carlyle Gesellschaft, in zur Echädigung der Gewerkschaftsbewegung führen würden. welcher die Stellung und Bedeutung Rußlands für die Welt von scheinen die französischen Genossen eine Specialberatung und den verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet wurde. Versuch einer Verbesserung des Entwurfs in seinen Einzelnheiten überhaupt verworfen zu haben und sind aus Erwägungen allgemeiner Art" zur principiellen Verwerfung des Grundgedankens des Entwurfs gelangt. Maifeier in Finnland. Aus Rücksicht auf die herrschenden Gewalten mußte bei der diesjährigen Maifeier von einer Des monstration im Freien Abstand genomnien werden. In Helsingfors fanden jedoch große Demonstrations- Versammlungen statt. Die schwedisch sprechenden Arbeiter hatten vormittags Versammlung und mittags fand eine Massenversammlung im finnischen ArbeiterVereinshaus statt. Im übrigen begingen noch einige Vereine den Tag durch festliche Beranstaltungen am Abend. Sowohl die in finnischer als auch die in schwedischer Sprache erscheinende Barteizeitung hatten Festnummern herausgegeben. Auch hier und da in den Landstädten wurde der Tag in ähnlicher Weise gefeiert. Dem Jnternationalen socialistischen Komitee ist jetzt auch Japan durch zwei Mitglieder beigetreten; es find die Genossen Iso Abe und Katayama, die das ostasiatische Inselreich im Stomitee vertreten. Den Mitteilungen der socialistischen, halb in englischer, halb in japanischer Sprache erscheinenden Labour World" zufolge herrscht in Japan eine lebhafte socialistische Bewegung. Am 26. Januar fand in Tokio, der Hauptstadt Japans, eine Konferenz statt, auf der auch die obigen Wahlen vollzogen wurden. In der soeben abgehaltenen Bersammlung war neben dem agitatorischen Zwed auch das Band gesellschaftlicher Vereinigung zwischen Russen und Nichtrussen besonders bemerkbar. Wir hatten sehr gute Mufit, insbesondere darf man ein sehr schönes Andante Diese principielle Verwerfung beruht auf einer überaus feltPolizeiliches, Gerichtliches usw. von Tschaikowsky hervorheben, dessen Violinteil von Fräulein samen Unterscheidung zwischen politischer und wirtschaftlicher DemoSächsisches. Die Amtshauptmannschaft Chemnitz hat drei Tschaikowsky mit ausdrucksvoller Grazie gegeben wurde. Leichte tratie; während die politische Demokratie den idealen Menschen" Maiversammlungen in ugau und Oelsnig verboten. BeErfrischungen wurden gereicht. Eine Art Bazar fand statt, bei dem fonstruiere, der gleichwertig mit allen andren idealen Menschen sei gründet wurde das Verbot unter Zuhilfenahme der neuen Berle des russische Spigen, Stidereien, Spielzeug. Artikel von Bauern ver- und deshalb das gleiche Stimmrecht erhalten müsse, befasse sich fächsischen„ Juwels", des Verbots der Teilnahme Minderjähriger an fertigt, zum Verkauf kamen. Unter den Anwesenden bemerkten ökonomische Demokratie mit dem wirklichen Menschen", dem politischen" Versammlungen. Um zu einem Verbot zu gelangen, wir unter andern den Historiker Edmund Maurice, feine absolute Gleichwertigkeit mit allen seinesgleichen zukomme. mußte aber noch der Dolus eventualis mit herangezogen werden. der die Revolutionary Movement of 1848/49 geschrieben Diese Spaltung des Arbeiters in ein politisches Wesen, dem gleiche Es hieß in dem Entscheid, daß nicht die Gewähr" gegeben sei, daß hat, und dessen Vater Frederick Denison Maurice das noch be- Rechte zustehen, und in ein ökonomisches, dem solcher Anspruch nicht nicht doch trok Aufforderung zum Entfernen Minderjährige stehende Arbeiterkollegium- Working Mans College gegründet hat, zukommt, erscheint uns unverständlich, aber jedenfalls sich unter die Volljährigen mischen könnten. Eine solche aus dem schon viele verdienstliche Männer hervorgegangen find. nicht demokratisch und socialistisch. Die Demokratie Möglichkeit ist natürlich immer vorhanden, das Gesetz sieht Nachdem der Schriftführer einige Mitteilungen über Angelegenheiten mag sich in der Durchführung wirtschaftlicher Aufgaben andre Organi aber Strafen vor für Zuwiderhandelnde; bleibt nach erfolgter der Gesellschaft gemacht hatte, hielt Bolthonsky eine eindringliche fationen schaffen wollen, als sie für ihre politische Bethätigung be- Aufforderung des Vorsitzenden, den Versammlungsraum zu verlassen, und höchst beredte Ansprache über die neuesten Entwickelungen nötigt. Niemals aber kann sie irgendwie und irgendwo ihren obersten, ein Minderjähriger darin, so thut er dies auf seine Gefahr, keinesder russischen Bewegung und insbesondere über die Ausdehnung der ihr Weien ausmachenden Grundsaß der mensch falls aber giebt das Gefes der Polizei eine Handhabe, Versammjelben von den litterarischen Klassen auf die Fabrikarbeiter und durch lichen Gleichberechtigung verlassen und in den wirtschaft- lungen zu verbieten, weil eventuell eine Gefeßesübertretung verübt diese, bei der Heimkehr in ihre Dörfer, auf die Bauernschaft. Er lichen Kämpfen eine privilegierte Stellung an die Besten" ein werden könnte. Das hieße die Versammlungsfreiheit vollkommen hob die Punkte hervor, durch welche russische Studenten und deren räumen. Die Aristokratie des Beispiels und des gewerk.aufheben; unsre Chemnizer Parteigenossen haben allen Grund, wenn Behandlung von den westeuropäischen und deren Behandlung schaftlichen Vortampfs fann nicht eine Aristokratie des fie die oben bezeichneten Fälle zum Anlaß einen energischen Protestes feitens der Regierungsbehörden abweichen. Er erwähnte das Vorrechts vor den noch Unorganisierten werden wollen. Sollte nehmen. Regierungsreftript von 1899, welches in durchaus den bestehenden die Lehre von der Auswahl der Besten, die die Grundlage Wegen Beleidigung eines Polizeisergeanten wurde Gesezen widersprechender Weise die Einreihung von Studenten, die der Gewerkschaftsbewegung ist", gelten, so könnte keine noch so bei uns mit türzerer oder dauernder Entfernung von der Universität fein erflügelte Beweisführung hindern, daß sie auch auf die Genoffe uth in Brandenburg vom dortigen Schöffengericht zu bedacht worden wären, als Gemeine in das Heer verfügt. Er politischen Rechte der Staatsbürger angewendet würde; es 20 Mark Geldstrafe verurteilt. zeigte, wie die neuere Manufaktur- Entwicklung in russischen wäre dann nur logisch. für die in socialdemokratischen Vereinen orStädten die Arbeiterbevölkerung zu einem vorher nicht bestandenen ganisierten Arbeiter ein mehrfaches Wahlrecht zu fordern als für die Verständnis der freisinnigen Bestrebungen der russischen Studenten diesen Vereinen fern Bleibenden. Durch die Lehre von der Auswahl geführt habe und wie deren Zusammenfließen die schönste und der Besten wäre aber auch jedem reaktionären Unternehmen gegen hoffnungsvollste Aussicht in die Zukunft erschließe. Ihm selbst die Gleichberechtigung offene Bahn gegeben. " das V so schloß er und den Leuten der älteren Emigration werde es Nicht weniger überraschend erscheint uns deutschen Socialdemokraten zwar nicht mehr vergönnt sein, den Tag der Freiheit zu sehen, aber die schroffeAblehnung der staatlichen Einmischung in das Arbeitsverhältnis. wie Moses der Nähe Selbst ein staatlich geordnetes Schiedsgerichtswesen für wirtschaftwar es ihm vergönnt, noch aus das Land vom Berge herab zu sehen, und wie Simeon liche Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Arbeitern werden sie sagen tönnen: Herr, nun läffest Du Deinen Diener in seit langem zu den hauptsächlichsten Forderungen der deutschen stößt in Frankreich auf stärksten WiderFrieden fahren, denn meine Augen haben Deinen Heiland gesehen. Socialdemokratie gehört Man sieht, die religiöse Ausdrudsweise tommt auch diesen Russen willen. Man fürchtet die Vormundschaft der Centralgewalt", man leicht zu Sinn und auf die Lippen. Aber man darf daraus nicht schließen, sträubt sich gegen jede staatliche Regelung"; die Arbeiter wollen ચંદ્ર Sociales. Die Aufgaben eines Arbeiterausschnffes können unter Umständen recht mannigfaltige fein; so erließ der Arbeiterausschuß der faiserlichen Werft in Riel folgende Bekanntmachung: Werftarbeiter! Wie Ihr wißt, begrüßt man Seine Majestät den Kaiser auf offener Straße durch Hurra- Stufen". Jm Betriebe der Werft erscheint dies nicht als angängig. Gute Sitte und Anstand erfordern es dann aber, daß wir durch Abnehmen der Kopfbedeckung und Stehen bleiben unserm 2andesherrn ehrfurchtsvoll begegnen. Der Arbeiter Ausschuß der kaiserlichen Werft, Süßmilch. Engel. Most. Peters, Prezer. Langbehn. Kintel. Schwarz." " Diese höchst sonderbare Bekanntmachung soll, wie die Schlesw. Holst. Wolfs- 3tg." bemerkt, auf Anregung von höherer Seite entstanden sein. Der Boeren- Krieg. " " China im englischen Unterhaus. Bei der letzten Anwesenheit Sr. Maj. auf der Werft ist nicht| Arbeiterausschusses des Feuerwerts 2aboratorium 31 genommen. Am Freitag hatte eine gemeinfame Sigung der Kom mur von unsern Borgelegten, sondern auch von unsern Mitarbeitern wegen verschiedener Differenzen mit der Betriebsdirektion ihre Posten missionen der Arbeitgeber und Arbeiter des Bautischlerfachs statt mit Bedauern bemerkt worden, daß einige Werftarbeiter, welche niedergelegt haben, sind am Montag sieben Mitglieder des gefunden, in der ein von den Repräsentanten des Arbeits sich an den Wegen aufgestellt hatten, um unsern Kaiser zu sehen. Arbeiterausschusses der Bulberfabrit diesem Beisgeber- Verbands" und des Gesamtverbands der Gewerk es berabsäumten, Seine Majestät angemessen aufpiel gefolgt; der Grund soll darin zu suchen sein, daß die ichaften" gemachter Vorschlag angenommen wurde. Sowohl die grüßen. Direktion dieses Instituts sich wiederholten Gesuchen des Generalversammlung des Bautischler Vereins" als auch die der Wir bringen dies deshalb zur allgemeinen Kenntnis und Arbeiterausichusses gegenüber um Vornahme einer gründlichen, Innung erklärten sich mit den Beschlüssen ihrer Vertreter ein bitten um Beachtung für die Folge. den nur zu berechtigten Wünschen der Arbeiter näher verstanden. Die Beilegung dieses Konflikts ruft allgemeine Bes Kiel, den 27. April 1901. tommenden Lohnregulierung absolut ablehnend verhalten und friedigung hervor. erklärt haben foll, in dieser Sache nicht mehr verhandeln Gleichzeitig follen auch die neuen Verträge, die die Erd zu wollen. Bemerkt sei nur, daß neuerdings die Hofarbeiter in den und Betonarbeiter, die Maurerarbeitsmänner Militär- Werkstätten nicht mehr, wie bisher, gegen einen Anfangslohn und die Schneider in Kopenhagen mit ihren Unternehmern von 2,50 M., sondern gegen einen solchen von 3 M. eingestellt werden; abgeschlossen haben, in Kraft treten. Bezüglich der Konflikte in der der Höchstlohn für diese Arbeiterkategorie beträgt nach wie vor Gisenindustrie soll der gemeinsame Ausschuß der großen 3.50. und ist nach 10 Jahren erreichbar! So glänzend bewährt Arbeitgeber und Arbeiterorganisationen nochmals einen Einigungs fich die gepriesene Arbeiterfreundlichkeit" des Herrn Kriegsministers. versuch machen. Seine diesbezüglichen Arbeiten sollen spätestens Auch zwischen der Direktion der Gewehrfabrik und dem bis zum 18. Mai beendet sein. Bis dahin gelten die alten Tarife. dortigen Ausschuffe bestehen gegenwärtig ernstere Differenzen; Die erwartete Schlacht bei Hartebeestfontein hat, wie wir für die Wahl der Ausschußmitglieder besteht hier nämlich die sonder Ausstandes der Lastträger herbeizuführen, die das Ein- und AusAus Genua wird berichtet: Um eine Einigung bezüglich des richtig vermuteten, nicht stattgefunden, vielmehr hat Delarey. bare Bestimmung, daß diefelben mindestens fünf Jahre un wie es die Taktik des Guerillakriegs einem so enorm überlegenen unterbrochen in der Gewehrfabrit thätig sein müssen. Da die laden verschiedener Waren im Hafen besorgen, find Verhandlungen Feind gegenüber gebietet, feine Stellung freiwillig geräumt und Arbeit in diesem Institut meist eine periodische ist und die Arbeiter eingeleitet, deren bisheriger Verlauf einen günstigen Erfolg verspricht. jeine Mannschaften nach verschiedenen Richtungen hin auseinander nach mehrmonatlicher Thätigkeit zum größten Teil wieder nach Die Zahl der Ausständigen beträgt nur wenig über taufend. gezogen. Die englischen Truppen fönnen nun versuchen, ob sie den andren Instituten versezt werden, so bleibt den Arbeitern faktisch gut berittenen Feind einholen. Ein Telegramm aus Klerksdorp fast nur noch übrig, die Aufseher als Vertreter der Arbeiter meldet: in den Ausschuß zu wählen. Allen Versuchen um Beseitigung dieser Die Boeren, welche einige Zeitlang Hartebeest fontein Bestimmung hat sich die Direktion bisher widersezt und fürzlich befezt hatten, haben diese Stellung berlassen und sich die Wahl eines Ausschußmitgliedes auf Grund dieser Bestimmung nach verschiedenen Richtungen gewendet. Ein für ungültig erklärt und ein andres Ausschußmitglied, das sich beIn Erwiderung verschiedener Anfragen führt der Unterstaats: großer Teil unter dem Kommando Delareys ist nach reits nahezu zwei Jahre in diesem Amte befunden, diefes ekretär des Auswärtigen Lord Cranborne aus, der Süden abgezogen, andre in nördlicher Richtung. Das„ arbeiterfreundliche Herz" des Herrn Weg, auf welchem das zur Bezahlung der EntschädigungsEine lebhafte Bewegung Kriegsministers wird sich noch recht viel und ganz anders forderungen nötige Geld am besten erhoben werden könne bethätigen müssen, wenn die Fülle schwerwiegender Differenzpunkte ohne Lahmlegung der Einnahmequellen Chinas, fei gegenwärtig Ein Kapstädter Telegramm berichtet darüber: Die Boeren haben zwischen Arbeiter und Betriebsdirektionen gründlich beseitigt werden sei indefien noch nicht getroffen worden. Soweit bei Detuin, westlich von Kenhardt und am Swartkoop. 15 Meilen südlich von Brandvlei 2ager aufgeschlagen und In den Neuen deutschen Stahlwerken in Reinidendorf Tegen Verschanzungen in den mittleren Gebieten find Lohnstreitigkeiten ausgebrochen. Infolgedeffen wurden 13 Former der Kapkolonie an. Die Abteilungen von Scheepers, entlassen. Es wird ersucht, den Zuzug von Formern fernzuhalten. Malan und Hugo find heftig bedrängt und schließlich Centralverein der Former. gezwungen worden, sich in westlicher Richtung zurüded de arDeutsches Reich. 000 ms pads zuziehen. Major Crewe, welcher Kruizinger verfolgt, tam mit demselben bei Driefontein zum Gefecht. Der Feind Jahr 1900 die Ergebnisse der Lohnbewegungen. Der Solzarbeiter Verband veröffentlicht soeben für das Insgesamt sind verlor 5 Verwundete und 23 Pferde. Eine Abteilung von Kruizingers 169 Einzelfälle angegeben, die in der Lohnbewegung eine Rolle Sommando verbrannte bei Rohner einen Zug mit Lebensmitteln." spielen. 58 davon fanden eine friedliche Beilegung, 57 waren Angriffs Diese Meldung beweist, daß die englischen Truppen in der und 54 Abwehrstreits. Beteiligt waren 109 Städte, 24 475 Arbeiter Rapkolonie trotz aller Anstrengungen ohnmächtig gegen die Boeren und 2811 Unternehmer. Die Kosten sind in dem Jahre überaus find. Die Boeren durchziehen noch immer große Teile der Stap hoch, fie erreichen die Summe von 844 648 Mart, fast die Höhe tolonie, zerstören Bahnlinien, fangen Züge ab, erheben Kontributionen, des Betrags, der in den letzten vier Jahren aufgewandt wurde. mit denen sie wahrscheinlich die im Oranjefreistaat befindlichen Große Summen nahmen besonders die Ausstände in Berlin und Kommandos persorgen, vereinigen fich zu größeren Trupps und München in Anspruch. trennen sich wieder, wie die Verhältnisse es erheischen. entwickeln die Boeren in der Kaptolonie. Oranje- Freistaat Postens enthoben. sollen. D Aus London wird gemeldet: von Reis oder andren Lebensmitteln ein. Wie die Regierung die Regierung unterrichtet sei, trete teine Macht für die Besteuerung erfahren habe, sei die russische Regierung nicht von ihrer Absicht, die Mandschurei zu räumen, zurüdgekommen, aber bei dem Aufgeben der Unterhandlungen mit China betreffend handlungen mit China betreffend eine allmähliche Räumung der Mandschurei habe die russische Regierung erklärt, die zeitweise Bejsezung der Mandschurei müffe für est aufrecht erhalten werden.( Ironischer Beifall bei den Jren.) Die vollständige Rückgabe der Mandschurei an China tönne nur Plaz greifen, wenn in China wieder normale Zustände eingetreten und eine Regierung vorhanden sei, die im stande sei, Rußland Garantien dafür zu geben, daß eine Wiederholung der Unruhen nicht eintreten werde. der Besetzung durch die Mächte. Lord Lord Cranborne erklärt ferner auf eine Anfrage, daß das englisch- deutsche Abkommen sich nicht auf Korea beziehe. Dillon In den 58 Fällen, welche ohne Arbeitseinstellung erledigt wurden, fragt an, ob in den von den Verbündeten beseten Die öfteren Zusammenstöße mit ben englischen Truppen scheinen erlangten 3844 Arbeiter eine Verkürzung der Arbeitszeit und 3856 Bezirten der Provinz Tichili die Unordnung eine feineswegs ftets zu Gunsten der letzteren auszufallen, wie auch die Arbeiter eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 9 Prozent. In so vollständige fei, daß fogar die Nachbarschaft fich aber hütet, von ben eignen Berluſten zu sprechen, ubet, ab- eting a bit be made. Sorb Cranborne eruibert, heutige Meldung beweist, die zwar den Berlust Seruizingers mitteilt, 5 Fällen wurde eine Verschlechterung des Arbeitsverhältnisses ab von Beting unsicherer fei als zu irgend einer Beit Und wenn gewiesen. " Morningleader" aus Kapstadt meldet, daß die Munizipal. garde und die berittene Polizei zu einer dauernden Erfolg zu verzeichnen, 6 mit 1310 Beteiligten hatten einen teilweisen richten teine Bestätigung finde. Die Zurüdziehung Von den 57 Angriffstreits haben 42 mit 11 125 Beteiligten einen daß diese Behauptung durch die der Regierung vorliegenden NachInstitution gemacht werden sollten, so beweist das jedenfalls, Erfolg und 3 mit 3165 Beteiligten gingen verloren. Als Erfolge eines Teils der Truppen werde jest erwogen. daß man die Lage in der Kapkolonie noch für eine recht gefähr sind zu verzeichnen in 24 Fällen eine Arbeitszeitverkürzung, in Lord Cranborne erklärt weiterhin, nach den Berichten der liche hält. Auch im 38 Fällen eine Lohnerhöhung. Die Verkürzung der Arbeitszeit er- britischen Konsuln feien unbestimmte Gerüchte über die streckt sich auf 4241 Personen und beträgt im Durchschnitt 3,5 Stunden Möglichkeit von Unruhen in den Jangtfe stehen die Dinge für die Engländer allem Anschein nach nichts weniger pro Woche. An der Lohnerhöhung sind 14 215 Personen beteiligt Provinzen in Umlauf, doch werde nichts Bestimmtes erals günstig. Wenigstens schildert ein Brief, den die" Times" unterm mit einem durchschnittlichen Prozentsatz von 12,7 ihres bisherigen wähnt. Der Befehlshaber der britischen Streitkräfte werde voll28. April aus Kroonstad erhalten haben, die dortige Lage als sehr Lohnes. tommen auf dem Laufenden erhalten. üster. Der Versuch, die Oranje- Kolonie von den Boeren zu Die Abwehrstreifs, deren Zahl 54 betrug, waren in 19 Fällen Auf eine Anfrage Dillons erklärt der Unterstaatssekretär, Prinz säubern, sei, wenn auch nicht gänzlich gescheitert, so doch nicht mit 346 Beteiligten von Erfolg begleitet, 6 mit 139 waren von Tuan sei zu lebenslänglicher Einferkerung in Turkestan verbesonders erfolgreich gewesen. Nicht weniger als teilweisem Erfolg und 29 mit 1850 Beteiligten gingen verloren. urteilt worden. Das Urteil sei vollstreckt und es sei das Vers 75 000 Mann feien zur Bewachung der Eisenbahnen erforderlich, außerdem erheischten die Hauptstädte an den Verzeichnen: Als Gewinn aus den erfolgreichen Streits hatten zu versprechen gegeben worden, daß niemals eine Umwandlung des Urteils erfolgen werde. Diese Entscheidung sei im Einklang mit den Anbindungslinien starke Befagungen. Folglich sei nur ein Drittel der aktiven Armee für die Operationen gegen den der Mehrheit der in Beling vertretenen Mächte. Tungfuhfiang sei nach Kansu in die Verbannung geschickt Feind verfügbar. Dieses Drittel sei durch Krankheiten geschwächt, die Truppen seien durch den langen worden, woselbst er teiner weiteren Bestrafung ent= gegensebe. Feldzug ermüdet, apathisch geworden, überdies feien sie nicht mobil genug. Die Armee bedürfe der Ruhe. Wenn ihr dieselbe nicht gegönnt werden könne, müsse sie durch frisches Blut ergänzt werden. Die englischen Verlufte. Das Kriegsamt veröffentlicht die englischen Verluste in SüdAfrika bis 1. Mai. Diefelben belaufen sich insgesamt auf 63 498 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. In dieser Zahl find die Kranten und Verwundeten, welche sich augenblidlich in südafrikanischen Hospitälern be finden, nicht einbegriffen. Die tägliche Verlust liste der Engländer umfaßt für den 5. Mai 4 Tote, 18 Verwundete, 11 Vermißte, 12 an Krankheiten Verstorbene und 189 Schwerkrante. schauungen 225 Personen, Zurückweisung der Lohnreduktion in 12 Fällen, Milderung 57 " 68 20 54 4 " " " " " Abwehr d. Arbeitszeitverlängerung 4 Abänderung der Arbeitsordnung Ferner mußten in 8 Fällen die Maßregelungen von den Unter nehmern zurückgenommen werden, in 3 Fällen wurde außerdem eine Lohnerhöhung errungen, in 2 Fällen eine Verkürzung der Arbeitszeit, in zwei Fällen der Versuch, die Accordarbeit einzuführen, abgewehrt und in je einem Fall die feither übliche Accordarbeit ab geschafft, die Anerkennung des Arbeiterausschusses und die Fest fegung eines Accordtarifs durchgesezt. Dagegen mußten die Ar beiter in 14 Fällen sich die Lohnreduktion und in 9 Fällen die Maßregelungen gefallen lassen, trop der Arbeitseinstellung.es siapuis Neben den genannten Erfolgen sind für alle Streits noch eine Reihe andrer zu nennen. Darunter: Festsetzung eines Accordtarifs Einführung eine Minimallohns( 15 m., 16 m., 18 m., 19,95 M., 21,45 M.) • . Die Verluste für den Monat April werden amtlich auf 8 Offiziere und 122 Mann tot, 20 Offiziere und 206 Mann ver- Abschaffung von Soft und Logie beim Meister wundet angegeben. Ferner wurden 3 Offiziere und 93 Mann ge- Sicherung des Lohns bei accordarbeiten fangen. In dieser Berlustliste fehlten die durch Krankheit Bezahlung von Holzabladen Dahingerafften resp. tampfunfähig Gewordenen. Ein Transport Beschaffung von Werkzeug Kriegsinvalider ist mit dem Transportschiff Kanada" in Anerkennung des Arbeiterausschusses Southampton angekommen. Auf demselben befanden sich Aufschlag für Ueberzeitarbeit 49 Offiziere und 19 Soldaten, deren Dienstzeit abgelaufen Abschaffung der Accordarbeit. ist, fowie 622 Kranken und retonvalescente Soldaten. Anerkennung des Arbeitsnachweises Unter den Offizieren befindet sich General Walter, welcher die Verbindungslinie in der Kapkolonie aufrecht hielt und General Littleton, welcher sich in hervorragender Weise an den Operationen zur Befreiung von Ladysmith beteiligt hatte. Die Peft. unbekannt. 10 Fälle 8222252 " 9 " " " " " 12 " 2 " 2" Glasarbeiter sollen der Gnade teilhaftig werden, unter folgenden Zum Glasarbeiter Streit in Nienburg. Die streifenden Bedingungen bei dem Kommerzienrat Heye wieder arbeiten zu dürfen: 1. Aus dem Glasarbeiter- Verband austreten, 2. das Verbandsbuch im Comptoir abgeben, 3. die Gastwirtschaft Friedrich Henkel innerhalb zweier Jahre nicht mehr betreten. Lord Cranborne wird schwerlich selbst daran glauben, daß Rußlands Besezung der Mandschurei nur eine zeitweise sei. Ebenso wenig wird er davon überzeugt sein, daß Prinz Luan sich in Turkestan im erter befinde. Ein neuer Straferlak. Die Belinger Zeitung" veröffentlicht ein kaiserliches Editt, das über 53 Schuldige in der Provinz Strafen, und zwar in drei Fällen die Todesstrafe, verhängt. In feinem der Fälle find deutsche Interessen direkt beteiligt, weshalb von deutscher Seite die Beurteilung der Frage, inwieweit die Strafen erforderlich und ausreichend erscheinen, den Vertretern der andren Mächte überlassen worden ist. Deutschland hätte von Anfang an eine so löbliche Zurückhaltung beobachten sollen! Tehte Nachrichten und Depeschen. Darmstadt, 7. Mai.( B. H.) Die zweite Kammer wird am 13. Mai zu einem voraussichtlich mehrtägigen Sigungsabschnitte zusammentreten. Zweiter Gegenstand der Tagesordnung ist der Antrag Köhler, betreffend die Erbfolgefrage. urteilte den Korporal Bodi vom 6. Husaren- Regiment, welcher einen Klagenfurt, 7. Mai.( B. H.) Das hiesige Garnisongericht ver Soldaten derart mishandelt hatte, daß der Tod eintrat, zu 11/2 Jahren schweren Sterkers und Degradation. London, 7. Mai.( W. T. B.) Die Konferenz der BergIn Kapstadt sind fünf neue Bestfälle vorgekommen, in Port arbeiter des Vereinigten Königreichs, welche heute hier abgehalten Elizabeth einer. Diese Schmach werden sich die Arbeiter nicht auferlegen lassen, wurde, um die Frage des allgemeinen Ausstands als Protest gegen Standerton, 7. Mai.( W. T. B.) Vorgestern sind von hier so mag Herr Hehe mit seinen Russen verfahren, die deutschen Glas- den Kohlenzoll zu entscheiden, vertagte sich auf morgen, um vor der einige britische Kolonnen abgegangen, um sich mit einer von arbeiter haben andre Begriffe über ihre Stellung als Staatsbürger. Entscheidung erst die Anficht der Grubenbefizer tennen zu lernen. Blatrand aufgebrochenen Kolonne zu vereinigen. Während des G ist genug, daß sie ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, ihre Ehre Es ist jetzt unwahrscheinlich, daß es zu einem Ausstande kommen Marsches unterhielten die Boeren ein ständiges Feuer. Die Platrand- ist ihnen nicht feil. Ueber die Fabritthore hinaus muß die Bevor wird. Stolonne erreichte noch in derselben Nacht Wettevreden, wobei der mundung eines Mannes zurückgewiesen werden, der glaubt, seine London, 7. Mai.( W. T. B.) Unterhaus. William RedFeind noch einigen Widerstand leistete. Am 5. Mai machten die Millionen geben ihm uneingeschränkte Macht über das Heer der mond fragt an, ob die Regierung Informationen habe, daß deutsche Boeren einen energischen Angriff auf die englischen Aufklärungs- Arbeitssklaven. Truppen auf ein britisches Boot in China geschossen hätten. truppen. Legteren gelang es jedoch, ihre Stellung zu behaupten. fordernde Haltung des Unternehmers hervortritt, die Absicht einer über einen derartigen Zwischenfall erhalten. Hierauf ſtellt Bei der Bedeutung des Streifs, in dem immer mehr die heraus- Cranborne erwidert, die Regierung habe keine Information Die Engländer hatten drei Tote und zwei Verwundete. Schließlich wurde der Feind vertrieben. Nach Meldungen aus Boeren schweren Demütigung der Arbeiter zu erkennen ist, muß die ge- William Redmond eine weitere Anfrage, ob die chinesische Requelle hat sich das Kommando Briz, 250 Mann start, demamte Arbeiterschaft den Bedrängten zur Hilfe gierung eine Note an die Mächte bezüglich der Mandschurei gerichtet Kommandanten Christian Botha, dessen Truppen an sich schon eilen. Nur dann wird dem Uebermut dieses Industriepaschas eine habe und was dieselbe in der Note vorschlage. Cranborne ant850 Mann mit zwei Geschüßen zählt, angeschlossen. Das vereinigte Abkühlung zu teil werden, wenn die Streifenden nicht unter den wortet, die Regierung habe in letzter Zeit feine solche Note von Kommando steht jetzt östlich von Wetrokfontein. Oberst Bullock hatte Entbehrungen, die der Kampf mit sich bringt, erliegen. China erhalten. Black richtet nachfolgende Anfrage an die Regierung: gestern ein Gefecht mit dieser Kolonne, das Ergebnis ist aber noch In Hamburg droht ein Streit der Kupferschmiede, die Werden, da die Golderzeugung in Transvaal wieder begonnen hat, einen Stundenlohn von 50 Pf. verlangen. Die Bauarbeiter Schritte zur Besteuerung des erzeugten Goldes gethan und welches baben an die Unternehmer die Forderung eines Stundenlohns von Verhältnis wird die Besteuerung zum erzeugten Goldwerte haben? 65 Pf. gestellt und werden bei Ablehnung ihres Verlangens am Chamberlain erwidert, die Minen würden der früheren Besteuerung 13. Mai in den Ausstand treten. unterworfen werden, bis neue Einrichtungen getroffen feien. Im 1500 Tabakarbeiter in Nordhausen sollen am Frei weiteren Verlauf der Sigung teilte Brodrick mit, Kitchener habe ihn Die Mai- Aussperrungen haben in Berlin im allgemeinen tag ausgesperrt werden. Nachdem in der Kautabatfabrit vor einigen Tagen benachrichtigt, daß alle Freiwilligen, die ver ihr Ende erreicht, die Arbeiter sind wieder in ihre Arbeitsstätten von Berlin u. Bona in Nordhausen Differenzen über die Regelung schiedenen Regimentern beigegeben seien, jezt auf dem Wege nach zurückgekehrt. Damit haben eine Anzahl Unternehmer ihren Willen des Lehrlingswesens entstanden und teine Einigung erzielt wurde, Stapstadt oder nach England eingeschifft feien; er schließe ous durchgesetzt und dem Maifeiertag noch einige Feiertage zugefügt, legten sämtliche Arbeiter dieser Fabrik die Arbeit nieder. Darauf der Dispofition der Truppen Kitcheners, die ihm dieser durch die für ein würdiges Fest der Arbeit nicht zu viel. Die Gewerfschaften erklärten die Rautabaffabrikanten ihren Arbeitern, daß in allen legte Post bekannt gegeben habe, daß er die Hoffnung hege, haben schließlich dafür gesorgt, daß den Feiernden der materielle Fabriten Freitag den Arbeitern gefündigt würde, binnen furzem der übrigen dem ursprünglichen Corps der Schaden nicht allzu groß wurde. im Fall die letteren nicht dafür Sorge trügen, daß die streikenden Yeomanry Angehörigen entraten zu können, da sie nach seinem Arbeiter an ihre Pläge zurückkehrten und die Arbeit wieder auf- Dafürhalten der Ruhe bedürfen; aber er( Brodric) könne das nähmen. Datum der Außerdienststellung nicht feststellen. Gestern früh ist deutsche Infanterie von hier mit der Bahn nach Tientsin, 7. Mai.( Telegramm des Reuterschen Bureaus".) Beitcho abgegangen. Am Mittwoch marschiert eine Abteilung engNene Differenzen zwischen Arbeiterausschüssen und den lischer Artillerie nach Schankaitwan ab, wo sie den Sommer über Direktionen der Staatswerkstätten. Aus Spandau schreibt man Dänemark. Der Streit der Bautifler open bleiben wird. Die letzten russischen Truppen find heute nach Port ns: Nachdem erst vor wenigen Monaten 11 Mitglieder des hagens ist beendet. Die Arbeit wurde am Montag wieder auf- Arthur abgegangen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Der Ausstand der Arbeiter und Arbeiterinnen der Nähmaschinenfabrit Gebr. Nothmann in Rigdorf dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Maler in Hannover streiken um einen Stundenlohn von 40 Pf. und Einführung der 91/2 stündigen Arbeitszeit. Ausland. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wenker in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 106. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 30. Sigung vom Dienstag, den 7. Mai 1901; nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Goẞler. Abg. Möller( natl.) hat infolge seiner Ernennung preußischen Handelsminister sein Mandat niedergelegt. steht zunächst folgende Auf der Tagesordnung pellation Herold( C.): Jst dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die Vormusterungen der Pferde für militärische Zwede auch in diesem Jahre wieder in weitem Umfange während der Saatzeit stattgefunden haben? Ist der Herr Reichskanzler bereit, in Rüdsicht auf den Landwirtschaftlichen Betrieb dahin zu wirken, daß diesem Uebelstand für die Zukunft abgeholfen werde? Kriegsminister v. Goßler erklärt sich bereit, die Interpellation fofort zu beantworten. Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort Abg. Herold( C).: Die Begründung der Interpellation liegt im Wortlaut derselben. Die Laften, welche die jetzt alljährlich stattfindende Bormusterung der Pferde der Landwirtschaft auferlegt, trägt sie gern aus Patriotismus. Umsomehr glaubt sie mit Recht verlangen zu können, daß diese Bormusterungen nicht in eine), o ungünstige Beit, wie die Saat- und Erntezeit verlegt werden. Troß mehrfacher Beschwerden im Abgeordnetenhaus und Reichstag ist Abstellung dieses Uebelstandes nicht erfolgt, daher hielten wir den Weg der Interpellation für geboten. Kriegsminister v. Goßler: zur Mittwog, 8. Mai 1901. bei Το der Sie Es heißt da, daß die Trockenanlage ganz isoliert von andren Ge- Ganz ähnliche Zustände wie in der Griesheimer Fabrit bäulichkeiten liegt und mit mehreren nach außen aufgehenden Thüren bestehen bei den nahe dabei gelegenen Höchster Farbwerken. versehen ist, damit bei etwa eintretendem Entzünden der Pikrinsäure Auch dort befindet sich das Benzinlager in unmittel den Arbeitern das schleunige Verlassen der Anlage möglich ist. Die barer Nachbarschaft der Fabrik und der ArbeiterArbeiter dürfen den Raum nur mit Filzschuhen betreten. Solche wohnungen, auch dort ist nur ein Arzt für 6000 Arbeiter zum Vorsichtsmaßregeln werden natürlich nur getroffen bei überaus ge- angestellt, der Sanitätsrat und Kreisphysikus ist und so diese fährlichen Anlagen. Auch der Betriebsleitung war die furchtbare traurigen Zustände mit seinem amtlichen Charakter deckt. Nach den erwähnten Thatsachen ist es klar, daß das Unglück Inter- Gefahr bekannt, denn unmittelbar vor der Explosion forderte der Betriebsleiter Prof. Lepesius die Arbeiter auf, fofort das Gebäude nicht an einzelnen Personen liegt, sondern in dem ganzen zu verlassen. Endlich steht auch fest, daß die Arbeiter wußten, was sy stem begründet ist, so daß also die Gefahr vorliegt, daß Nach dem Bericht der„ Frankf. Zeitung" auch andre Fabriken davon betroffen werden. Deshalb haben auf dem Spiele stand. haben einzelne Arbeiter im Widerspruch zu dem Reglement, das wir unsere Interpellation eingebracht.( Bravo! bei den Socialihnen vorschreibt, dort zu bleiben und bei den Feuerlöscharbeiten demokraten.) Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Hilfe zu leisten, den Raum verlassen, in der Annahme, daß im nächsten Augenblick eine furchtbare Explosion erfolgen müsse. Trotz Der Herr Interpellant hat zwei Hauptausstellungen gemacht. dieser Thatsache ist gestern Abend in der Frankfurter Zeitung" eine Erstens, daß seitens der Regierung keine Untersuchung eingeleitet amtliche Mitteilung des Frankfurter Polizeipräsidiums veröffentlicht worden sei, und zweitens, daß kein authentischer Bericht behördlicherworden, in welcher es heißt:" Alle bisherigen, während vieler Jahre feits veröffentlicht worden sei. Ich hätte gewünscht, daß, wenn die gemachten Erfahrungen über das Verhalten der Bikrinsäure beim Socialdemokraten eine Interpellation beabsichtigten, sie damit noch Verbrennen, sowie die zahlreichen angestellten wissenschaftlichen Unter- einige Wochen gewartet hätten. Wenn nämlich ein solches Unglück fuchungen haben zu der Annahme geführt, daß die Gefahreiner erfolgt, das solche Zerstörungen hervorgerufen hat, Explosion als außer dem Bereich der Möglichkeit dem der maßgebende Chemiker getötet worden ist und anzusehen ist." Diese amtliche Erklärung steht im zahlreiche andre Zeugen noch schwer daniederliegen, so widerspruch mit der Erfahrung der Sachkundigen ist die Untersuchung sehr schwierig und kann nicht so schnell abund der Thatsache der Explosion selbst. Es ist bedauer- geschlossen werden. Die weitere Schlußfolgerung ist die, daß vor lich, daß in dieser Weise von oben herab die Dinge vertuscht Abschluß der Untersuchung kein authentischer Bericht veröffentlicht werden. Die Gefahr bei einer Explosion der Pikrinsäure war um so werden kann. Ich will mich, da der neue Handelsminister durch die größer, als in unmittelbarer Nähe dieser Anlage sich ein Geschäfte, die sein Amtsantritt im Gefolge gehabt hat, verhindert ist, riesiges Benzinlager befand, dessen Umfang schon daraus zu er heute hier zu erscheinen( Heiterkeit), der Beantwortung der Inter messen ist, daß es für eine Million versichert war. Glücklicherweise pellation unterziehen und mich streng an das Thema probandum halten. trieb der Wind die Flammen nach der dem Benzinlager entgegen In der Interpellation wird gefragt, ob der Reichskanzler weiß, daß Auf die Interpellation kann ich zunächst erwidern, daß die Aus- gefeßten Richtung. Bezeichnend ist es, daß es in der amtlichen die für die Errichtung und den Betrieb chemischer Fabriken geltenden musterung zur Kompetenz der Provinzialbehörden gehört, und mit Mitteilung weiter heißt:„ Bezüglich des Benzinlagers lag zwar die Vorschriften von den chemischen Fabriken in Griesheim außer acht Rücksicht auf die zweite Frage glaube ich versichern zu können, daß Möglichkeit eines Brandes, aber teine Explosions- gelassen find. Nach§ 16 der Gewerbe- Ordnung bedarf die Anlage unzweifelhaft die Belästigungen sich in Zukunft vermeiden lassen gefahr vor." von chemischen Fabriken der staatlichen Genehmigung und diese Gewerden. Seit 1898 ist der Versuch gemacht worden, die PferdeWas ist denn nun seitens der Betriebsleitung zum Schuße der nehmigung ist von den nach den landesgefeßlichen Borschriften zu musterung anders zu gestalten wie früher. Im vorigen Arbeiter geschehen? Es befand sich eine große Anzahl von ständigen Behörden zu erteilen. Die zuständigen Behörden Jahre ist die ganze Organisation mit Zustimmung des Reichs- hydranten über und unter der Erde innerhalb der Fabrikanlagen find in diesem Fall der Bezirksausschuß respektive tags dahin geändert worden, daß ständige Bormusterungs- und eine Dampfsprize. Als es sich darum handelte, die Flammen Kreisausschuß. fragt sich also ganz einfach, liegt fommiffare ernannt werden, für jeden Landwehrbezirk einer. Nach gleich zum Erstiden zu bringen, versagten die hydranten. eine Konzession nicht bor für die Fabrik, obwohl fie den neuesten Bestimmungen teilen diese ihre Bezirke in möglichst viel schlimmer ist aber die Thatsache, daß während das Feuer um tonzessionspflichtig ist. Ich habe nicht gehört, daß der InterKleine Teile, damit eine möglichst geringe Belästigung der Pferde 3 Uhr austam, d. 5. um die Zeit, als gerade die Vesperpause ein- pellant das behauptet hätte.( Lachen links.) Schon aus dieser haltenden Bevölkerung cintritt. Eine Zusammenziehung von trat, die Arbeiter nicht gewarnt wurden. Man ließ fie ruhig gesetzlichen Sachlage geht hervor, daß eine Verantwortlichkeit des Pferden aus mehreren Orten ist thunlichst zu vermeiden. Auf die in den Speisesaal, der unmittelbar in der Nähe der Feuerstelle lag, Reichskanzlers nicht vorliegt. Es wäre nun aber möglich, daß nicht örtlichen und jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnisse ist und die Beamten ließ man bei der Arbeit. Der Brand konnte alle Vorbedingungen, welche man nach dem Stande der Technik und Rücksicht zu nehmen. Die Zeit der Ausmusterung usw. nur eine solche Ausdehnung erreichen, weil abfolut nichts Wissenschaft zu stellen berechtigt ist, bei der Konzessionserteilung wird mit den Landräten und Oberpräsidenten vereinbart. In diesem Vorbereitung eines solchen Falles ge- erfüllt worden sind. Aber auch das ist nicht der Fall. BikrinJahre werden wahrscheinlich noch Ausmusterungen in der Saatzeit ich ehen war. Ueberhaupt steht es mit der Fürsorge säure iſt nämlich an fich tein erplosiver Stoff. stattfinden müssen, da die Kommissare erst zum 1. April ernannt in jener Fabrik überans traurig. Für 2000 bort wird nicht nur zur Herstellung von Sprengstoffen benutzt, sondern sind und die Ausmusterungen bis zum 1. November fertig sein beschäftigte Arbeiter ist ein einziger Arzt an- auch zur Herstellung von Farbe und als Zwischenstoff bei der Farbemüssen. Das ist aber mir eine Uebergangszeit. Für die Zukunft gestellt, der außerdem noch eine ausgedehnte Privatpraris hat. fabrikation. Pifrinfäure, so glaubte man, biete absolut feine wird die Neuordnung die Belästigungen der Landwirtschaft hoffentlich hört, hört 1 bei den Socialdemokraten.) Wie gefährlich die Anlagen Explosionsgefahr, so lange sie noch feucht ist. Eine solche wurde vermeiden laffen. sind, geht daraus hervor, daß einzelne derselben von den Arbeitern erst angenommen bei dem Trocknungsverfahren. Soweit nun das Schlachthäuser genannt werden. Die Arbeiter warnen jeden, dort amtliche Material reicht, ist die Explosion in Griesheim erfolgt, als einzutreten, und daher leiden die Fabriken an permanentem sich die Pitrinsäure noch im Stadium der Feuchtigkeit befand. 8lvei Arbeitermangel. Die Folgen davon sind, daß die Angestellten mit große Kristallisationströge mit feuchter Pifrinsäure finderArbeiten überhäuft sind und oft an Stellen be plodiert, ivo aber die Pikrinsäure im Trocknungsverfahren fchäftigt werden, wo sie nicht eingearbeitet sind. lag, da ist überhaupt keine Explosion erfolgt. Der Vorredner irrt Infolge deffen ist natürlich die Zahl der Verlegungen außergewöhnlich fich auch. Die Vorschriften der tgl. Regierung in Wiesbaden begroß. Die" Frankfurter Boltsstimme" berichtet, daß tranke ziehen sich nicht auf die Explosionsgefahr von Bikrinsäure, sondern Arbeiter oft bis zu ihrem Tode in dem Schlaffaal, auf das beim Trodnimgsverfahren zu beobachtende Verhalten. den die gefunden Arbeiter benußen müssen, liegen steht einmal fest, daß für die Fabrif eine Stonzessionspflicht erforder. gelassen werden, und von da direkt nach dem Kirchhof lich war und daß diese Konzession erteilt worden ist. Ge steht ferner transportiert werden in einer Weise und in einem Sarge, fest, daß die Explosion in einem Stadium des Fabrikationsdie die helle Entrüstung der lleberlebenden hervorrufen.( hört! hört! prozesses erfolgt ist, wo sie nach den bisherigen Ergebnissen von bei den Socialdemokraten.) Wir fragen also den Herrn Reichskanzler, Technik und Wissenschaft ausgeschlossen erschien. Es liegt weshalb die Pikrinsäure- Anlagen nicht von den eben eine vollkommen neue Erfahrung vor. Daß die Fabrikleitung andren Betrieben fo weit entfernt waren, wie selbst in dem Glauben war, daß von feuchter Bitrinsäure eine es die Explosionsgefahr nötig machte, weshalb Explosion nicht zu befürchten war, beweist der Umstand, daß der die Benzinlager nicht einen völlig gesicherten leitende Chemiter an eine solche Explosion nicht glauben wollte, und für die Umgebung ungefährlichen Play sondern gesagt hat, die feuchte Bikrinsäure werde einfach abbrennen, hatten, weshalb das Feuerlöschwesen nicht in Ord- aber nicht explodieren, und daß er selbst diesem Irrtum zum Opfer nung gehalten und die nötigen Vorbereitungen für den gefallen ist. Wenn mun jetzt feststeht, daß Prifinsäure auch im feuchten Fall einer Explosion nicht getroffen waren, und weshalb die sanitäre Stadium explodieren kann, so kann doch daraus nicht der Schluß geFürsorge für die Arbeiter in so arger Weise vernachläffigt worden zogen werden, daß die Behörden irgendwelches Verschulden trifft. ist. Das Unternehmen hat sich glänzend entwickelt, die Attionäre Freilich wird weiter zu prüfen sein, ob für die Pikrinsäurefabriken den traurigsten 2öhnen abgespeist werden. Hat die Behörde Inspektor hat seine volle Schuldigkeit gethan. Die Fabrik wollte ein bekommen hohe Dividende, während die Arbeiter mit nicht weitere Bedingungen zu stellen sind. Auch der Fabrikgewerbesich um all diese Dinge nicht gekümmert oder hat die Fabrikleitung andres Fabrikationsverfahren einführen, wozu eine Stonzession noch unwahre Angaben gemacht? Ich habe einen besonderen Grund, nicht vorlag. Der Gewerbe- Inspektor hat noch wenige Wochen vor an die Re- dem Unglück die Fabrit revidiert und gefunden, daß, als nach dem gerade die leßte Frage von dieser Stelle aus gierung zu richten. In dem Gewerbe- Inspektions- Bericht aus alten Verfahren fabriziert wurde, alles in Ordnung war. Die VerWiesbaden vom Jahre 1876 wird ausdrücklich darüber ge- legung irgend einer reichsgefeßlichen Vorschrift muß also verneint werden. flagt, daß es den Gewerbe Inspektoren nicht möglich fei, Selbstverständlich wird der Reichstanzler Veranlaffung nehmen, sich mit die Konzessionsurkunden von den Inhabern touzessionspflichtiger den verbündeten Regierungen in Verbindung zu setzen, um neue Anlagen zu bekommen, ohne die eine richtige Kontrolle gar nicht geeignete Vorschriften zu erlassen. Die Ausführung bleibt aber den möglich ist. Bei der Revision einer chemischen Fabrik habe es sich Einzelstaaten vorbehalten. Ob es möglich sein wird, allgemeine herausgestellt, daß Stoffe von höchst giftiger Wirkung dort an- Norinativbestimmungen von Reichs wegen zu erlassen, scheint mir gefertigt wurden, wovon in der Genehmigungsurkunde nichts bekannt Im Jahre 1872 zur Zeit zweifelhaft. Bezog sich diese Stelle auf die Griesheimer Fabrik und gemein Vorschriften nicht der Meiming, folche hat die Betriebsleitung etwa bis auf den heutigen Tag dem laffen, sondern lieber jeden Betrieb individuell zu behandeln. Gesetz ein Schnippchen geschlagen? Weiter müssen wir fragen, So bedauerlich der Fall ist, so kann ich nur erklären, daß aus dem, ist festgestellt worden, in welchem Maße die Berufsgenossen was der Interpellant vorgebracht hat, nicht gefolgert werden kann, schaften ihrer Pflicht nachgekommen find. Haben sie Unfall- daß die Voraussetzungen der Interpellation richtig sind. Ich kann berhütungsvorschriften erlassen und vor allem waren Ihnen aber versichern, die Untersuchung wird streng geführt werden, diese wirklich praktisch und ist ihre Durchführung und es werden alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln erlassen werden. tontrolliert worden? Es muß festgestellt werden, wie oft im Lauf der Jahre diese Fabrit seitens der Berufsgenossenschaft Auf Antrag des Abg. Singer findet eine Besprechung kontrolliert worden ist. Nach den Mitteilungen, die mir von be- der Interpellation statt. teiligten Kreisen zugegangen sind, muß die Kontrolle überaus selten stattfinden. Auf Antrag Gröber( E.) wird hierauf in die Besprechung der Interpellation eingetreten. Abg. Depken( natl.) begrüßt die Erklärung des Kriegsministers. Die Erklärung beweist, daß die Regierung, ſeinerseits gewillt ist, die berechtigten Forderungen der Landwirtschaft zu berücksichtigen, ohne andrerseits die Wehrhaftigkeit des Lands außer acht zu lassen. Abg. Dr. v. Levekow( f.): In der Sommerzeit müßten überhaupt keine Vormusterungen abgehalten werden. Die Civilbehörden tragen an den Zuständen keine Schuld, fie bekommen ihre Anweisungen von den Offizieren. Abg. Dr. Röficke- Kaiserslautern( B. d. L.): Es kommt häufig vor, daß die Pferde einen ganzen Tag lang den Befizern entzogen werden. Zum mindesten müßten doch in solchen Fällen an die Landwirte Entschädigungen gezahlt werden. Kriegsminister Goßler: Das Kriegsministerium kann sich natürlch nicht um die einzelnen Ausmusterungen kümmern. Beschwerden im einzelnen Fall wären bei den Landräten, Oberpräsidenten usw. anzubringen. Abg. Dr. Hahn( B. d. L.): Der einzig richtige Ausiveg wäre, daß die Offiziere für den späten Herbst und Borfrühling tommandiert würden und nicht wie jezt vom Frühjahr bis Herbst. Das Entgegenkommen des Herrn Kriegsministers erkennen wir gern an, hoffentlich handeln die nachgeordneten Behörden in seinem Sime. Herrn Depke möchte ich bitten, in Konsequenz seiner heutigen Stellungnahme bei Beratung des Zolltarifs dafür zu sorgen, daß unsre einheimische Pferdezuchi durch möglichst hohe Zölle geschützt werde. Nach weiteren Bemerkungen des Kriegsministers v. Goßler, fowie der Abgg. Gröber( C.), Röside Kaiserslautern( B. d. L.), Herold( C.), Graf v. Roon( t.) schließt die Besprechung der Juterpellation. Es folgt die folgende Interpellation des Abg. Singer( Soc.): Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die für die Er richtung und den Betrieb chemischer Fabriken geltenden Vorschriften den chemischen Fabriken in Griesheim gegenüber außer acht gelassen sind und was gedenkt der Herr Reichskanzler zu thun, um derartige Ungefeglichkeiten für die Zukunft zu verhindern? Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt sich bereit, die Juterpellation sofort zu beantworten. Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort: Abg. Hoch( Soc.): war." gezogen werden. twar Es man zu aller= Abg. Müller- Fulda( C.)[ auf der Tribüne schwer verständlich] weist den Staatssekretär auf den§ 120e der Gewerbe- Ordnung hin, Der Vorfall, auf den sich die Juterpellation bezieht, ist Ihnen Schließlich ist aber auch die Betriebsleitung haftbar zu machen. Der hier gleichfalls in Frage komme. Die chemische Fabrik Elektron allen wohl aus den Zeitungen bekannt. Am 25. v. M. wurde in Sie hat nach der Gewerbe- Ordnung die Arbeit so einzurichten, daß ist, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das dem Redner von der der chemischen Fabrik Griesheim- Elektron durch ein Feuer in der Pikrin- die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit geschüßt find. Fabrikdirektion zugegangen ist, jetzt selber der Auſicht, daß der anlage eine furchtbare Explosion herbeigeführt, bei der 24 Personen ums soweit es die Natur des Betriebs gestattet. Freilich ist dieser Betrieb nach den vorliegenden Erfahrungen so gefährlich ist, daß Leben famen, eine große Zahl von Arbeitern und sonstigen Angestellten Arbeiterschutz ausschließlich von dem guten Willen der er in der alten Weise gar nicht wieder einVerlegungen erlitt und ein erheblicher Schaden an Hab und Gut der Ein- Beamten und Unternehmer abhängig. Die Entgerichtet werden kann, sondern daß Anforderungen erfüllt wohner der umliegenden Ortschaften verursacht worden ist. So befcheidung liegt bei den Kreis- und Bezirksansschüssen. werden müssen, wie bei den Dynamitfabriken. Ist das der Fall, Klagenswert der Borfall au fich ist, würde er uns doch nicht zu der In ihnen fizen infolge des Dreiklassen Wahliystems keine dann ist der Bundesrat auf Grund des§ 120e bevollmächtigt, Anaußergewöhnlichen Maßnahme einer Interpellation veranlaßt haben, Arbeitervertreter, und die Angehörigen dieser Ausschüsse sind von der ordnungen zum Schutz des Lebens und der Gesundheit der in diesen denn bei der heutigen Produktionsweise büßen ja alljährlich Betriebsleitung abhängige Leute. Der wirksamste Schuß gegen Betrieben beschäftigten Arbeiter zu treffen. Ist die Explosion durch Laufende von Arbeitern bei ihrer Arbeit Leben und Gesund solche Unglücksfälle ist die Heranziehung der Arbeiter bei eine Nachlässigkeit erfolgt, so müssen die Schuldigen zur Strafe heit ein.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Uns Erlaß der Unfallvorschriften. Gerade in Griesheim fannten die Aber mit dem Urteil darüber muß gewartet beranlaßte zu unsrer Interpellation die Thatsache, daß die Arbeiter die Gefahr ganz genau. Wiederholt find Explosionen er verden, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Angesichts der emis für die Genehmigung tonzessionspflichtiger Anlagen nach den Landes- folgt, die durch die Arbeiter unschädlich gemacht worden sind. Noch nenten Gefahren, die den Arbeiter in der Pikrinsäure- Fabrikation gesezen zuständigen Behörden in diesem Falle diejenigen furz vor dem Unglück ist von einer sogenannten Bombe ein circa bedrohen, sollte der Bundesrat nicht zögern, auf Grund des§ 1200 Pflichten völlig außer acht gelaffen haben müssen, 20 Centner schwerer Deckel in die Luft geflogen und ganz in der der Gewerbe- Ordnung einzugreifen.( Bravo! im Centrum.) welche ihnen durch Reichsgefez zum Schuß der Arbeiter Nähe des Benzinlagers eingeschlagen. Die Arbeiter hätten 20 Abg. Wurm( Soc.): auferlegt worden sind. Wenn sich diese Vermutung be- also die in Betracht kommenden Behörden auf die Gefahr stätigt, dann läge hier nicht ein unglücklicher Zufall vor, sondern aufmerkiam machen können. Unerhört ist die Rück- Wäre es richtig, daß Pikrinsäure nur im trockenen Zuman müßte vermuten, daß sich ähnliche Unglücks- fichtslosigkeit der Behörden gegenüber dem stande explosiv ist, wie der Herr Staatssekretär behauptet, dann wäre fälle ebenso leicht bei allen gleichartigen Be- Publikum. Weiten Kreisen lag natürlich an einer authentischen der Weg allein gangbar, den Herr Müller angedeutet hat. That trieben jeden Augenblid ereignen können. Gerade Darstellung der Vorgänge, die Behörden saben sich aber nicht zu sächlich liegen die Dinge aber anders. In jedem gegenüber den chemischen Fabriken find ganz besonders weit- irgend einer Mitteilung veranlaßt, bis gestern abend die schon er Handbuch der technischen Chemie ist zu lesen, daß Pitrin gehende Schußmaßnahmen vorgeschrieben. Vor der Genehmigung wähnte Veröffentlichung erfolgte, die mur Vertuschungszwecken diente. fäure, sobald sie überhigt wird, explosiv wird. Pikrinsäure, die beim hat die zuständige Behörde zu prüfen, ob erhebliche Gefahren oder Schon die Thatsache, daß sie einen Tag vor der Interpellation Trocnen überhitzt wird, explodiert. Dafür liegen Erfahrungen vor. So ist Belästigungen für das Publikum durch die Anlage herbeigeführt erfolgt ist, charakterisiert ihre Bedeutung. Zu dem allen kommt noch, der Brand der Bauerschen Farbenfabrit in Glberfeld werden können. Daß das bei der chemischen Fabrik Elektron" der daß man den Leuten in der Umgebung gleich in der ersten Zeit der vor einem Jahre durch Explosion von Pikrinsäure erfolgt.( Hört! Fall war, hat die Explosion gezeigt. Das ist aber auch Aufregung zu verstehen gegeben hat, daß sie auf Entschädi- hört!) Die Elberfelder Bürger haben sich bemüht, die gefährliche der Behörde bekannt gewesen. In dem Gewerbe- Inspektions- gung feinen Anspruch hätten, weil es sich um feine Fabrit aus den Manern ihrer Stadt zu entfernen. Da aber leiber Bericht aus den Bezirken Nasiel und Wiesbaden vom Dampferplosion handele. Das ist ein geradezu unerhörtes die Kreise, die darüber zu befinden hatten, die Pikrinsäure nicht für Jahre 1890 wird ausdrücklich die Griesheimer Anlage erwähnt. Verfahren. gefährlich hielten, so ist dem Verlangen nicht nachgegeben worden. 7 haben. Sweifel haben aber doch schon bestanden. Das geht aus der VorEin Regierungskommiffar: Härten im Gefolge. Wo übertriebene Härten vorgekommen find, Schrift hervor, die der Gewerbe- Inspektor erließ, danach sollen die So wie sich die Arbeiter die Räume, two Bikrinsäure lagert, nicht mit gewöhnlichem gewesen, von ihm ging keine Gefahr aus, das haben auch die That Regierung der Hoffnung giebt, daß die Intereffen der aus Trans. Das Benzinlager ist vollkommen vorschriftsmäßig eingerichtet ist das Auswärtige Amt eingeschritten. Schuhwerk betreten, sondern in Filzschuhen. Diese Bestimmungen fachen bewiesen. Redner giebt des weiteren technische Erläuterungen vaal ausgewiesenen Deutschen gewahrt werden werden, so glaubt fie ſtehen wörtlich unter den Vorschriften für Fabriken explosionsfähiger über die Explosionsmöglichkeit der Bikrinsäure, die auf der auch, daß die Interessen der Missionare keinen dauernden Schaden Körper. Der Gewerbe- Inspektor hat dadurch instinktiv gezeigt, daß er Tribüne unverständlich bleiben. Der in Frage kommende Gewerbe- leiden werden. eine Explosionsgefahr annimmt. Der Vorwurf, den wir gegen die Inspektor ist eine anerkannte Autorität in chemischen Fragen und hat Auf Antrag des Abg. v. Arnswaldt hardenborstel jenigen, die die Konzeffion zu erteilen haben, erheben, besteht darin, alles gethan, was auf Grund der bisherigen Erfahrungen möglich findet eine Besprechung der Interpellation statt. daß man nicht mit der Möglichkeit einer Explosion der Pitrin- war. Die Fabrikleitung wird nunmehr darauf verzichten, die PikrinAbg. Dr. Bachem( C.) fäure im feuchten Zustande infolge von Ueberhigung, gerechnet hat. säure- Anlage an derselben Stelle zu errichten und von seiten der giebt seine Entrüstung darüber Ausdruck, daß die Engländer in dem Eine folche Ueberbigung tritt natürlich auch ein, wenn ein Regierung wird in Erwägung gezogen werden, welche Maßnahmen Transvaalfriege die Missionarstationen nicht geschont Brand entsteht, und das Gebäude sich erhigt, in dem feuchte ergriffen werden können, um solche Unglüdsfälle für die Zukunft Es handele sich hier nur um evangelische Missionäre, gerade dieſe Pikrinsäure sich befindet. nach Möglichkeit zu verhindern. Die Juterpellation hat die Absicht, darauf hinzuwirken, daß hätten aber einer Schonung der protestantischen Engländer sicher sein bon maßgebender Seite festgestellt wird, ob wirklich nur sollen. Daß sich die Missionare nicht neutral verhalten hätten, ſei Bitrinsäure, Trinitrophenol in Griesheim Ich stehe dieser ganzen Frage als Laie gegenüber, möchte aber von feiner Seite erwiesen worden. Er hoffe, ein Appell an die bergestellt worden ist. In der Chemischen Zeitschrift" doch bei dieser Gelegenheit meiner Verwunderung darüber Ausdrud englische Ehrenhaftigkeit werde von Erfolg getrönt sein. ist mit besondrem Stolz darauf hingewiesen worden, daß in geben, daß die Berliner Bevölkerung die außerordentlich vielen Abg. Dr. Oertel( f.): Griesheim auch Trinitrobenzol hergestellt würde, unglücksfälle ruhig mit anfieht, welche die elektrischen Bahnen in das in jedem Bustande explosionsfabig ist. Das Berlin verursachen. Ich verstehe es nicht, warum sich die SocialTrinitrobenzol wird seit 1895 dort hergestellt. Eine Erweiterung demokratie diefer Sache noch nicht angenommen hat.( Große Heiteroder Erneuerung der Konzession ist aber nur notwendig, wenn feit bei den Socialdemokraten.) wesentliche Veränderungen im Betrieb vorkommen. Die Fabrit leitung oder der leitende Chemiler tann ja auch der Meinung geAbg. v. Kardorff( Np.): Abg. Schrader( frs. Vg.): Heute ist über das Griesheimer Unglüd noch kein abschließendes Urteil möglich, wir können nur hoffen, daß die Untersuchung nach allen Seiten hin unparteiisch und ernsthaft geführt werden wird. Das beste wäre es, wenn folche chemischen Fabriken einer ständigen Aufsicht durch besondere Sachverständige unterworfen würden. Abg. Singer( Soc.): wesen sein, es ſeien teine wesentlichen Veränderungen in der Fabrikationsmethode eingetreten, wenn er zu experimentalen Zweden Trinitrobenzol herftellt. Es muß nun nachgeforscht werden, ob nicht diefer Stoff bei der Explosion besonders in Mitleidenschaft gezogen ift. Auch die„ Chemiker- Beitung", das fachwissenschaftliche Organ, sagt in ihrer Nummer vom 1. Mai über den Griesheimer Unglüdsfall: Wodurch die Explosion entstanden ist, ist bis Der Herr Staatssekretär meinte, wir hätten mit unsrer Interheute noch nicht aufgeklärt. Für jeden Sachkundigen pellation noch warten sollen. Es handelte sich für uns aber wesent liegt es aber auf der Hand, daß die Pitrinsäure lich darum, die Untersuchung auf die richtige Seite zu lenten und zu im Feuer austrodnete und dann explodierte. erreichen, daß ähnlichen Unglücksfällen vorgebeugt wird. Das fonnte Diese Auffassung tommt auch in einem Briefe der Fabriksleitung nicht früh genug geschehen. an den Kollegen Müller zum Ausdruck. Wenn die Pikrinsäure explosionsfähig ist, so hätten doch die Vorschriften für die Errichtung der Fabrit ebenso getroffen werden müssen, daß die nötigen Vorsichtsmaßegeln erfolgt wären. mun werden. Wir haben aus Südafrika Dinge gehört, die uns ganz unmög lich erschienen find; deren sich die ganze civilifierte Welt schämen müßte. Das muß einmal im Deutschen Reichstag ausgesprochen bon So optimistisch denke ich deshalb England nicht, daß ein Appell an die Ehre etwas nußen wird. E2 giebt andre Punkte, wo England empfindlicher ist. Sehr richtig! rechts.) Für mich war das bezeichnendste, daß der Missionare könnten durch die Härten des Kriegs nicht genügend erHerr Staatssekretär zugeben mußte, die Maßregeln gegen die flärt werden. Das ist eine Offenheit, für die ich dem Herrn Staatssekretär danke.( Bravo! rechts.) Abg. Dr. Haffe( natl.): Der Herr Staatssekretär hat die Missionare insofern für mitschuldig hingestellt, als er meinte, sie hätten ihre Sympathie für die Boeren nicht genügend zurückhalten können. Nach meinen Juformationen ist gerade das Gegenteil der Fall, es wird darüber geklagt, daß die Missionare vielfach zu große Sympathie für die Machthaber gezeigt. Jedenfalls hat der Staatssekretär durch seine Ausführungen nicht widerlegen können, daß die Kriegsführung der Engländer eine barbarische ist, die unsre Entrüstung herausfordert. ( Bravo! bei den Nationalliberalen). Damit schließt die Besprechung der Interpellation. von der Tagesordnung abgesetzt. Hierauf vertagt fich das Haus. Antrag Gröber( C.) betr. Diäten für Reichstags- Abgeordnete. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( 3. Lesung des Weingesetzes. Anträge Albrecht( Soc.) und Trimborn( E.) betr. die Gewerbegerichte.) Schluß 51, Uhr. Herrn v. Kardorff ist es mm gelungen, dies recht traurige Vorfommnis, das uns hier beschäftigt, etwas scherzhaft auszunügen. Er hat in seinem Bestreben, für alles, was vorkommt und nicht vorfommt, die Socialdemokratie verantwortlich zu machen, uns vor Der Staatssetretär ist uns noch Auskunft schuldig über die geworfen, wir fümmerten uns zwar um das Unglüd in Griesheim, weitere Frage: Wie steht es mit den ungeheuren Mengen aber nicht um die zahlreichen Unglücksfälle, welche die Benzin, die in der Nähe der Fabrit lagerten? Benzin ist nicht elektrischen Straßenbahnen in Berlin verursachen. Herr v. Karob dem Verlangen des tönigl. Landgerichts zu Meseriz auf BerDie an die Geschäftsordnungs- Kommission überwiesene Frage, bloß brennbar, fondern wie jeder Körper, der Gas entwickelt, dorff tennt jedenfalls die Verhandlungen der nehmung des Abg. v. Gersdorff als Zeuge wider den Redacteur explosionsfähig, wenn es in geschloffenen Gefäßen brennt. Waren Berliner Stadtverordneten Bersammlung gar Bödler stattzugeben sei, wird auf Antrag des Abg. Spahn( C.) nun die Benzinlager in Griesheim mit einer automatischen Vor- nicht, in der diese Frage von uns häufig richtung versehen, die den Benzingasen, wenn das Benzin brennt, genug behandelt worden ist. Die Socialdemokraten den Abzug gestattet? Es wird darauf hingewiesen, daß eine Vor- stellen dort die treibende Kraft gegen die Große Berliner richtung bestand, Wasser einfließen zu laffen. Aber das ist dar, während sich die Freunde des Herrn v. Kardorff Jahr ja auch nur möglich, wenn jemand da ist, der die zehnte hindurch die Tyrannei dieser Gesellschaft gefallen Befinnung behält. Diese Einrichtung gewährt eine Sicher- laffen. Uebrigens haben wir auch bei der legten Beratung des heit. ist an sich unberantwortlich, daß eine Eisenbahn- Etats die Rüdfichtslosigkeit der Gesellschaft zur Sprache halbe Million Liter Benzin da lagert und gebracht. Herr v. Kardorff möge fich übrigens statt an uns lieber daß in der Nähe eines so brennbaren Stoffs an den Eisenbahnminister v. Thielen, den er immer verteidigt, wenden. Bitrinsäure sich befindet. Sobald also eine Explosion Der Herr v. Thielen war es, der über die Köpfe der Berliner Aus der Frauenbewegung. erfolgte, gerieten die Benzinlager in Brand, und dann Stadtverordneten hinweg die Konzession der bestand die Gefahr, daß die ganze Ortschaft Schwan- Straßenbahnen um 30 Jahre verlängert hat. Herr der Arbeitsmarkt" sehr interessante Angaben über die ursprüngArbeitslosigkeit und Frauenarbeit. Unter diesem Titel bringt heim geradezu vom Erdboden verschwunden wäre. v. Kardorff hat sich auch heute wieder als echter Agrarier erwiesen, lichste Form der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit". Auf Beobachtung Jeder Droguist darf Benzin nur in bestimmten Heinen Quantitäten lagern. der aus allen Blüten Honig zu ſaugen weiß. Es muß ja freilich vieler Thatsachen und auf Zahlenmaterial geftüßt, wird die Be Minutiöse Sicherheitsvorschriften bestehen. Hier aber hören wir nichts zugegeben werden, daß infolge der Ersetzung der Pferdebahnen hauptung aufgestellt, daß die traurigen Folgen der Saisonarbeit, darüber. Wir haben dann weiter gefragt: Wie kommt es, daß eine solche durch elektrische Bahnen der Verbrauch von Pferden und Hafer das Elend, welches sich an ihre Fersen heftet, durch die Arbeit Fabrit unmittelbar an einer belebten Wasserstraße und an der Land- etwas eingeschränkt worden ist.( Große Heiterkeit und Bravo! bei der Frau gemildert, damit aber auch verschleiert wird. In mehreren straße errichtet werden durfte? Braucht eine solche Fabrik, wie zu den Socialdemokraten.) fächsischen Städten hat man die Erfahrung gemacht, daß die Frauen begreifen ist, eine Wasserstraße, dann kann sie einen Kanal bauen. # 11 1Abg. v. Kardorff( Np.): Entweder find die Konzessionsvorschriften nnzureichend der Maurer, Zimmerer und andrer Sommerarbeiter zu Beginn des der Kreis- und der Bezirksausschuß haben die Konzession ohne ge- Sache scherzhaft behandelt, verbitten. oder muß mir den Vorwurf des Herrn Singer, ich hätte die winters die Fabriken aufsuchen und dem arbeitslosen Manne die Ich nügende Vorsicht erteilt. So gefährliche Betriebe dürfen nicht an einer Menschenleben, da darf mir Herr Singer nicht vorwerfen, ich hätte jahrs werden die Rollen wieder vertauscht. In einer einzigen Es handelt sich hier um Sorge für Kinder und Haushalt überlassen. Zu Beginn des Frühfäure allein produziert, sondern auch andre zweifellos explosions- nicht ernsthaft gesprochen. Dann meinte Herr Singer, ich hätte aus Weberei im Zittauer Bezirk, in der 279 verheiratete Frauen beschäftigt fähige Körper. Für den ganzen Betrieb hätten die Vorschriften über agrarischen Intereffen heraus gegen die elektrischen Bahnen ge- waren, gaben 51 davon ihre Arbeit mit Frühlingsanfang auf, weil bie Sprengstofffabrikation angewandt werden müssen. Die Frage, sprochen. Ach, Herr Singer, solche Infinuationen sollten wir uns ihre Männer wieder Beschäftigung gefunden hatten. Auch in Hamburg, wo die Quai- und Hafenarbeiter, die ungelernten Heizer ob bei größerer Aufmerksamkeit der Fabrikleitung die Explosion doch gegenseitig nicht machen. und Trimmer auf Dampfschiffen, die Ewerführer und andere eine hätte bermieden werden können, kann heute nicht beantwortet zahlreiche Zunft von Saisonarbeitern bilden, zeigt sich die gleiche werden, wo die Untersuchung noch nicht abgeschloffen ist. Darin stimme Erscheinung als Selbsthilfe der Familie in der Notlage der Beich meinem Kollegen Hoch ganz zu, daß in allen derartigen Fabriken schäftigungslosigkeit. viel Unheil vermieden werden könnte, wenn man sich nicht auf die Beamten allein verlassen wollte, sondern die Arbeiter des Betriebs selber ständig kontrolle ausüben tönnten, wenn man Bertreter der Arbeiterschaft mit zur Gewerbe Inspektion heranziehen wollte. Der Herr Staatssekretär hat darauf hingewiesen, daß der Gewerbe- Inspektor noch wenige Wochen vor dem Ünfall alles gut gefunden hätte. Das tlingt nicht sehr günstig für unsre Inspektionsmethode. Ich erhebe feinen Vorwurf gegen den Beamten, an der Methode liegt es. Beim Durchspazieren, beim Zusehen beim Betriebe lernt man nichts, nur wenn man ständig im Betriebe zu thun hat, weiß man Bescheid.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Was die Frage der Entschädigung anlangt, so stützt sich die Brandkaffe auf etwas, was die Regierung und die Konzessionäre bestreiten. Diese fagten, wir haben keine Explosivstoffe hergestellt, das Unglüd war nicht vorauszusehen. Die Brandtasse aber will nicht zahlen, weil eine Explosion vorgekommen sei. Wenn die Untersuchung feststellt, Es folgt die Interpellation des Abg. Frhr. v. Hodenberg daß eine Explosion vorlag, die nach den bisherigen Erfahrungen( Welfe): Welche Schritte hat der Herr Reichskanzler zur Befreiung fonnte, dann hat die Fabrit, der der in Südafrika in englischer Gefangenschaft befindlichen deutschen ein bequemerer Betrieb erlaubt war, einen materiellen Missionare unternommen und welche Erfolge hat der Herr ReichsBorteil gehabt, und fie ist nicht blos moralisch, fangler in dieser Richtung erzielt? sondern auch juristisch verpflichtet, den Schaden, den die Staatssekretär Frhr. v. Richthofen erklärt sich bereit, die InterBewohner der Umgegend durch die Zerstörung von Eigentum er- pellation sofort zu beantworten. litten haben, zu erfezen. Es ist Aufgabe der Regierung, hier einzuschreiten. # nicht erwartet werden Abg. Singer( Soc.): Das Scherzhafte lag in den Ausführungen des Herrn v. Kardorff. Wenn er bei dieser Verhandlung über das Griesheimer Unglüd mit einem Salto mortale auf die Berliner Straßenbahn kommt, so kann das nur komisch wirken.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten,) Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich muß noch eins nachholen. Ich weiß nicht, wann ich je zu den Berteidigern des Herrn Eisenbahnministers gehört hätte. Meint Herr Singer etwa bei der Kanalvorlage.. Troy allgemein verminderter Arbeitsgelegenheit, welche sich bei den Arbeitsnachweisen feststellen läßt, sind die Frauen immer noch besser daran, als die Männer; die Nachfrage ist hier noch stärker als das Angebot. Deshalb ist es der Frau möglich, Arbeit zu finden, wenn des Mannes Verdienst zu Ende ist; nicht nur für den regelmäßigen Ausfall, sondern auch in geiten wie die Präsident Graf Ballestrem: Die Kanalvorlage wollen gegenwärtigen, über die Saisonarbeit hinaus für die Opfer der wir doch fallen lassen.( Große Heiterkeit.) Wirtschaftskrise. Dieser natürliche, für die einzelne Familie gangAbg. Singer( Soc.): Als der preußische Eisenbahnminister seine barste Weg, die Familie zu erhalten, schädigt jedoch die Allgemeinheit, rigorosen Maßregeln gegen die staatlichen Arbeiter verteidigte, hat indem sie die Arbeitslofigkeit weit geringer erscheinen läßt, als er in Herrn v. Kardorff einen eifrigen Anhänger gefunden. sie es thatsächlich ist. Die schweren Gebrechen der gegenwärtigen Abg. v. Kardorff: Bei Maßnahmen gegen die leberwucherung Produktionsweise können jedoch nur geheilt oder selbst geder Socialdemokratie in den staatlichen Betrieben wird mich aller- lindert werden, wenn ihr Umfang erkannt ist, welcher dings jeder Minister auf seiner Seite finden. Damit schließt die Besprechung der Interpellation, Forderungen, Beschwichtigungen nicht mehr zuläßt, sondern ernst und drohend die Notwendigkeit der Abhilfe fordert. Deshalb darf bei Betrachtung der Arbeitslosigkeit und ihrer Ausdehnung nie jener Teil der Arbeiterschaft vergessen werden, welcher inzwischen von der Frauenarbeit lebt, welche ja nur in den seltensten Fällen mehr als das dürftigste Dasein für die Familie schaffen kann. Eine Bauschule für Frauen wird demnächst in Berlin ins Leben treten. Sie soll durch Erschließung des Baufaches dem weib lichen Geschlecht einen neuen Erwerbszweig zugänglich machen. Es soll zunächst mit der Heranbildung von Bauzeichnerinnen, bauDie Lehrtechnischen Hilfsarbeiterinnen usw. begonnen werden. gegenstände, in denen die jungen Damen ausgebildet werden sollen, find Konstruktionszeichnen, Formenlehre, Architektur, Entwerfen, Beranschlagen, höhere Mathematik und Statik. Für die Plätterinnen und Näherinnen, sowie die in der Krawattenbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Abg. Frhr. v. Hodenberg( Welfe) begründet die Interpellation. Wer die Dinge in Südafrika berfolgt Entschieden muß ich mich gegen den amtlichen Bolizeibericht, den hat, wird wissen, daß sich die Eingeborenen sehr ruhig verhalten gestern das Abendblatt der Frankfurter Beitung" gebracht hat, haben. Das ist im wesentlichen ein Verdienst der deutschen Missionare. wenden, besonders da der Staatssekretär erklärt hat, die Unter- Gerade die Missionare sind zahlreich von den Engländern in sogenannte suchung sei noch nicht abgeschlossen. Die Polizeibehörde aber be- Gefangenenlager abgeführt worden. Viele haben dabei nur ihr nadtes hauptet schlaufweg, die Explosion sei nur mur durch besondere nicht Leben gerettet, denn die Engländer gehen sehr rigoros vor und nicht vorherzusehende Umstände erfolgt, und es hätte teine Gefahr für nur gemeine englische Soldaten trifft die Schuld, sondern auch englische Schönebergs und Umgegend findet Mittwoch, den 8. Mai, abends das Benzinlager bestanden. Mit solcher Bestimmtheit sollten solche Offiziere. Es muß dafür gesorgt werden, daß alle Missionare 8/2 Uhr, im neuen großen Saal des Herrn Obst in Schöneberg, Erklärungen nicht abgegeben werden. Die überhigte Bikrinsäure ist aus englischer Gefangenschaft entlassen werden. Martin Lutherstraße, Ecke Meiningerstraße, eine öffentliche Bersamm explosionsgefährlich auch nach der Fabrikation. In den Färbereien die übertrieben sind, werden hier nicht zu befürchten sein. lung statt. Frau Emma Ihrer wird ſprechen über das Thema: Liegen große Mengen von Bikrinsäure unter Bedingungen, die nicht Schwierigkeiten liegen insofern vor, als einzelne der Missionare Wie heben wir am besten unfre Lohnverhältnisse". Nach dem Vorden Bestimmungen über das Lagern von so furchtbar gefährlichen ihre deutsche Staatsangehörigkeit aufgegeben haben. Stoffen entsprechen. Ich hätte den Wunsch, daß die Vorschriften über die Engländern wird behauptet, daß die Missionare sich nicht streng Eine lebhafte Agitationsthätigkeit wurde in der letzten Zeit Aufbewahrung der Pikrinsäure verschärft würden.( Bravo! bei den neutral verhalten haben. Diese Behauptung steht aber auf sehr durch mehrere Genoffiumen entfaltet. Frau 8ie sprach im Aufschwachen Füßen. Es mögen Denunziationen vorliegen, fie find aber trage des Textilarbeiterverbands in der Zeit vom 7. bis 29. März meist böswilligen Ursprungs. Die ganze Gefangennahme ist ein Hohn in einer großen Anzahl sächsischer Orte, um namentlich die weibauf unsre politischen Zustände und die Reichsregierung ist an den Zu- lichen Textilarbeiter Sachsens für die Organisation zu gewinnen, ständen nicht ganz schuldlos. der sie bisher nur in geringer Anzahl angehören. Es wurden dem Staatssekretär Frhr. v. Richthofen: Verbande eine Anzahl neuer Mitglieder gewonnen. In Burgstädt wählen. Socialdemokraten.) Von den trag freie Aussprache. Staatssekretär Graf Posadowekh: Ich habe nur eine Thatfache zu berichtigen. Die Ursache des Brands der Bauerschen Fabriken in Elberfeld war eine ganz andre. Der Brand ist ausgebrochen in einem Naum, der gar nicht mehr zu Fabrikationszwecken benutzt wurde und mur früher dazu benutzt worden war. Das Auswärtige Amt hat zum Schutz der deutschen Missionare wollen die Genoffinnen demnächst eine weibliche Vertrauensperson In ihm waren Reste von Bikrinsäure vorhanden, fie feine volle Schuldigkeit gethan. Nichtsdestoweniger find GefangenFrau Ihrer hielt im Hamburger Gebiet eine Reihe Verhaben fich wahrscheinlich verbunden mit den faltigen nahmen nicht zu verhindern gewesen. Englischerseits wird behauptet, sammlungen ab, wobei die Propaganda für den Arbeiterinnenschutz Salzen des Erdbodens. Dann entstehen aber Bitrate, daß die deutschen Missionare in ihrer Sympathie für die Boeren zu den Zwed bildete, und zu demselben Zweck unternahm fie auch eine die außerordentlich explosionsgefährlich find, und durch sie ist die weit gegangen find. Soweit das Eigentum der Missionare verlegt große Agitationstour durch Schlesien. Sie hatte dabei Gelegenheit, Explosion in Elberfeld erfolgt. Hier lag also eine ganz andre worden ist, werden Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Ein die sichersten Domänen des Centrums einzudringen und den Ursache vor als in Griesheim. Ich glaube auch, wir würden zu besteht Aussicht auf Erfolg, daß die jetzt in London tagende Frauen das socialistische Evangelium zu verkünden. Diese Ver weit gehen, wollten wir unter die Bestimmungen des Sprengstoff- Stonferenz diese Ansprüche anerkennen wird. Ein Teil der Missionare fammlungen waren sehr erfolgreich. Gesezes alle explosionsgefährlichen Stoffe bringen. Dann müßten hat die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, ein Teil hat die eng ja auch Spiritus und Petroleum unter die strengen Bestimmungen, lische Staatsangehörigkeit, ein andrer Teil die der südafrikanischen Eingegangene Druckschriften. die für Sprengstoffe gelten, gebrachten werden. Die Vor- Republit erworben. Für diese Missionare konnten wir nicht einVon der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen schriften, die der Gewerbe- Inspettor in Elberfeld erlassen hat, treten. Zwei Fälle, wo Reichsangehörige in Frage kamen,( Stuttgart, Diet' Berlag) ist uns soeben die Nr. 10 des 11. Jahrgangs zu In beiden Fällen haben wir alles ge- gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Schwester bezogen sich nicht auf die feuchte, sondern auf die getrodnete find uns bekannt. Von Dr. med. Anna Kulischoff. Arbeitszeit, Bitrinfäure. Da war es ganz forrekt, wenn den Arbeitern vor- than, was uns möglich war, und wir haben auch schließlich Gr- grüße aus Italien. geschrieben wurde, Filzschuhe zu tragen. Ich will mich nicht mit folg gehabt. Eine Anzahl von Meffionaren befinden sich in den Arbeitslohn und Arbeitsschutz der gewerblich thätigen Kinder. Von Henriette Das ist aber keine eigentliche Württemberg. Von a. br. Fürth- Frankfurt a. M. Bon der Fabritarbeit verheirateter Frauen in Herrn Wurm, der Chemiker ist, streiten, ob Pikrinsäure durch Ueber- sogenannten Flüchtlingslagern. Aus der Bewegung. Feuilleton: Das hizung explosiv wird. Mir scheint die Bermutung näher zu liegen, Gefangenschaft, sondern ganze Bevölkerungskreise sind in diesen Beib. Bon Multatuli. Deutsch von Wilhelm Thal. Notizenteil von daß infolge des Brandes in Griesheim die feuchte Bikrinsäure ein Lagern versammelt. Für die Engländer find militärische Gründe Lily Braun und Klara Zetkin: Weibliche Fabritiuspettoren. Gewerkschafts getrodnet ist und daß dann brennende Teile des Daches herabgestürzt für die Schaffung dieser Flüchtlingslager maßgebend gewesen und liche Arbeiterinnen Organisation. Sociale Geleggebung.- Frauen sind und sie zur Explosion gebracht haben. es läßt sich schwer etwas dagegen sagen. Jeder Krieg hat bewegung. Lus Verlammlungen. NOX Entlohnung ihrer Arbeit zu teil werde. Deshalb soll mun, wie erstattung vom Verbandstage wurde wegen der borgeritäten Beit bereits mitgeteilt, die Arbeit in denjenigen Werfstellen, wo der Tarif vertagt. nicht anerkannt wird, niedergelegt werden. obMartipreise von Berlin am 6. Mai 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Welgen, gut D. Ctr.| 17,65| 17,61 Kartoffeln, nene, D: Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch " 7, mittel gering Roggen, gut " " " 1757 17,53 17,49 17,45 14,85 14,81 5, 1,60 1,20 1,30 11,60 1,20 " " mittel gering " 14,77 14,73 Kalbfleisch " 1,80 1, 14,69 14,65 Safer, gut Gerfie, gut mittel gering 15,80 14,90 14,80 14, 13,90 13,10 16,40 15,70 Hammelsleisch Butter Fier 1,60 1 ,. " 2,60 2, " 60 Stud 3,60 2,40 Karpfen Aale 1 kg 2,20 1,20 2,80 1, " mittel 15,60 15, " Bander 2,60 1,20 gering 14,90 14,30 Hechte " 2,- 1,20 7,32 7, Barsche " 1,60 0,80 8,40 5,90 Schleie " 3,- 1,20 " 40, 25, 45, 20, 70,-25, Bleie Krebse 1,20 0,60 per Shot 18,- 3, Aus der Schuhmacher- Versammlung am Montag, über die wir in der Dienstagnummer schon tura berichtet haben, ist noch folgendes nachzutragen: Wie gewöhnlich, so traten auch in dieser Eine Mitgliederversammlung der Puter, die am Sonntag in Versammlung einige Inhaber von Besohlanstalten auf, deren Aus- den Arminhallen tagte, nahm den Kassenbericht für das erste Quartal führungen in der Diskussion einen breiten Raum einnahmen. Einer entgegen. Die Abrechnung der Hauptkasse schließt in Einnahme derselben vertrat mit großer Lebhaftigkeit die Ansicht, die Innung und Ausgabe mit 561,75 M. ab. Die Lotalfaffe weist eine Einhabe sich mit der Organisation der Gesellen verbunden, um durch nahme auf von 1667,67 m.( einschließlich des Bestands vom VorAufstellung des Lohntarifs, der für die Besohlanstalten viel zu hoch jahr von 1332,02 M.), die Ausgabe betrug 642,88 m., bleibt Be sei und von denselben nicht gezahlt werden könne, die Besohlanstalts- stand 1024,72 M Die Einnahme des Streiffonds betrug( einbefizer zu ruinieren. Großen Unwillen rief die Bemerkung schließlich des Bestands von 21 859,55 M.) 2364 M., ausgegeben wurden dieses Redners hervor, er werde den Tarif nur zahlen, wenn er 1568,50 m., bleibt ein Bestand von 21,891,42 m. Nach längerer dazu gezwungen werde, und auch dann nur so lange, als die lebhafter Debatte wurde beschlossen, die aus Anlaß der Maifeier Geschäftslage ihm nichts andres übrig laffe. Aus den Darlegungen Ausgesperrten, soweit ste Verbandsmitglieder und ihrer Beitragseines andren Besohlanſtalts- Inhabers ging hervor, daß im Verein pflicht nachgekommen find, mit 4 M.. die Nichtmitglieder, wenn sie der Besohlanstalts- Befizer aus Anlaß der Tarifbewegung Swiftig- ihre Streitbeiträge richtig geleistet haben, mit 3 m. pro Tag zu teiten entstanden sind, die zum Ausschluß von zwei Bortführern des unterstützen.- Hierauf berichtete der Vorsitzende Schulz über die Nitroh genannten Vereins geführt haben. Es bestehe im Verein ein Gegenfaz vor dem Einigungsamt mit den Unternehmern stattgehabten Geu Erbsen zwischen den großen und den kleinen Geschäftsinhabern. Die ersteren Verhandlungen. Ein Vertrag sei leider nicht zu stande ge- Speiſebohnen möchten die letteren geschäftlich totmachen. Die Ausführungen der kommen, weil die Unternehmer an ihrem Verlangen festhielten, bie Linsen Vertreter der organisierten Schuhmacher gingen dahin, daß die Arbeitszeit auf 9 Stunden zu verlängern, und den Tagelohn auf Interessengegenfäße und die Konkurrenzstreitigkeiten der Arbeitgeber 7 M. herabzusetzen. Es werde auch für die Zukunft wohl schwerlich unter einander tein Grund sein können, die Arbeitnehmer zu veran- zu einem Bertrage mit der Unternehmer- Organisation kommen. Die Produktenmarkt vom 7. Mai. Die gestrigen Witterungsverhältnisse lassen, von dem aufgestellten Tarif abzuweichen, um so weniger, als Arbeitgeber würden nun vielleicht versuchen, ihre Absichten bei Ver- bewirkten heute auf dem Getreidemarkte schwache Tendenz. Die Meldungen dieser Tarif mur ein sehr mäßiger sei. Wenn die Tariffage den gebung der Arbeiten den Kollegen gegenüber durchzufezen. Einem von den maßgebenden Auslandsplätzen lauten ebenfalls matter. Das Besohlanstalts Befizern und vielleicht auch manchen Kleinmeistern folchen Verlangen dürften die Kollegen natürlich nicht nachgeben. Effettivgeschäft blieb heute fast ganz ohne Bewegung, da weder Nachfrage, zu hoch erscheinen, so erkläre sich das nur daraus, daß diese Wenn man auch bei den Verhandlungen den Unternehmern bezüglich der noch nennenswertes Angebot vorhanden war. Der Lieferungshandel war gleichfalls ziemlich reglos; im Preise gab Weizen 1/ 2-3/ 4, Roggen 14 Mart Herren bisher ganz unverhältnismäßig niedrige Löhne ge- Bezahlung etwas entgegengekommen sei, um das Zustandekommen nach. Mehl war 5 Pf. billiger offertert. Safer und Mais ruhig, schwach zahlt haben. Für die soliden Arbeitgeber bedeute der Tarif nur einer Vereinbarung zu ermöglichen, so müsse doch jest, nachdem ein behauptet. Rüböl fefter auf höhere Saatpreise. Als Liverpool festere eine ganz geringe Aufbesserung der Löhne und er werde von Resultat nicht erzielt worden ist, an dem von der Organisation be- Getreidepreise meldete, famt der Rückgang der Weizen und Roggen diesen auch anstandelos bewilligt. Der Verein deutscher Schuhmacherzüglich der Trägerfrage gefaßten Beschlusse festhalten und überall, notierungen zum Stillstand, ohne daß jedoch eine wirkliche Erholung eintrat. werde mit aller Energie dahin wirken, daß der Tarif zur all- wo es irgend möglich sei, verlangt werden, daß der Unternehmer Spiritus unverändert, 70er loco 44,50 m. gemeinen Durchführung gelangt, damit den hier in Betracht den Träger bezahle. Nachdem noch zwei Redner zu dieser AnTommenden Kollegen wenigstens eine einigermaßen auskömmliche gelegenheit gesprochen hatten, war dieselbe erledigt. Die Berichts Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 8. Mat. Opernhaus. Das goldene Kreuz. ** RANIA Metropol- Theater Taubenstr. 48/49. Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung. Invalidenstr. 57/62. Aschenbrödel. Anfang 7½½ 5. Tägl. Sternwarte. Schauspielhaus. Johannisnacht. Die lächerlichen Preziösen, oder: Die romanmäßig wizigen Frauen: zimmer. Der eingebildete Krante. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschloffen. Schiller. Die Jüdin von Toledo. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 72 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 7 Uhr. Berliner. D Pariser Reif. An fang 71 Uhr. Residenz. Leontinens Chemänner. Borher: Teremtete. Anfang 71 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Liserl bon Schliersee. Anfang 8 Uhr. % Weften. Hoffmanns Erzählungen. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Thalia. Die Fledermaus. Anfang 71 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. V Luifen. Die Anna Life. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. l'Auberge du Toho- Bohu. Anfang 7/2 Uhr. Carl Weiß. Der Bräutigam vom Himmel. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Gastspiel der Schwarzwälder. Die Mühle im Schwarzwald. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Palast. Geschlossen. V FriedrichStrasse 165 Castans Panopticum Entree 50 PL. Kinder die Hälfte. Zoologischer Garten Täglich, nachm. 4 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 Mark. Von abends 7 Uhr ab 50 Pfg. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Thalia- Theater Ensemble- Gastspiel des Friedrich Wilhelmstädt. Theaters. Abschieds- Vorstellung von Emil Thomas. Weichshallen. Stettiner Sänger. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Baffage Theater. Damen: Ring Frosch- Emil Thomas a. G. Eisen: tämpfe. Specialitäten- Borstellung. Istein- Herr Streitmann, Rosalinde Anfang nachm. 3 Uhr. Frl. Reichsberg. W., Behrenstraße 55/57. Das anerkannt beste Mai- Spec.- Programm Berlins. 16 neue Nummern. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Stets wechselndes Programm. Nach jeder Vorstellung: Tanzkränzchen Wochentags Vereinsbillets gültig. Tanz frei. Für die Sommersaison, während welcher die Vorstellungen täglich im Garten stattfinden, sind noch Soun abende für Vereine frei. Reichshallen Stettiner Sänger. Wechselndes urtom. Programm. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Often.) Allen Bekannten und Parteigenossen die traurige Nachricht, daß unser Parteigenosse, der Schneider Hans Hoyer im 22. Lebensjahr am 18. April 1901 in Nord- Brasilien an Gehirnerweichung verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 243/8 Der Vorstand. Allen Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn Hans Hoyer im 22. Lebensjahr am 18. April in Nord- Brasilien an GehirnErweichung verstorben ist. Die betrübten Eltern nebst Geschwistern. *) ab Bahn. II. Wahlkreis. Freitag, den 10. Mai, abends 8 Uhr, im großen Saal des Bockbrauerei, Fidicinstraße 2/3: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Eduard Bernstein, früher in London, über:" Der Socialismus und die Arbeiterbewegung in England." 2. Diskussion. 210/5 Die Parteigenoffen und Genoffinnen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Die Vertrauensleute. Maler und Berufsgenossen! ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Gewerkschaft der Maler Berlins und Umgeg. Donnerstag, den 9. Mai cr., abends 8 Uhr: Ausserordentl. General- Versammlung in den Arminhallen( fl. Saal, 1 Tr.), Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: Die Anträge der Statutenkommission zum neuen Statut. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das pünktliche Erscheinen Allen Genossen und Kollegen die der Mitglieder erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert. traurige Nachricht, daß unsre liebe 155/4 Die Geschäftsleitung. Tochter, Schwester und Schwägerin Anna Behrens nach achtjährigem Leiden am Montag, den 6. d. M., verstorben ist. Die Bes erdigung findet am Donnerstag, den Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 8. Mai cr., abends 81/4 Uhr: 9. d. M., nachm. 4 Uhr, vom Trauer Vertrauensmänner- Versammlung für den Osten u. Nordosten hause, Chorinerstr. 7, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen 11986] F. Behrens, Schantwirt. Verein Rixdorfer Wohnungsmieter. Donnerstag, den 9. Mai, abends 81/2 Uhr, im Deutschen Wirtshaus", Bergstr. 137: Oeffentlicher Vortrag. bei Mann, Straußbergerstraße 3. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheit. 3. Verschiedenes. mit farbigen Frauen- Vortrag zichtbildern Andreasstraße 21 bei morgen, Donnerstag, Stechert, 20 Bf. Brosch. abd. 812 über: Frauenleben und Leiden Kur: und Frauenheilbad Köpnickerstr. 72, 6-8. 81/6 1. Die Erweiterung des Gemeinde- v. praft. Naturheilkundigen Grundmann und Frau. Sprechstunden im grundbesizes, ein Segen für die Mieter und Steuerzahler. 2. Ein neuer Trid gegen den Mieterberein. Darauf freie Aussprache und Verschiedenes. Alle Rirdorfer Mieter, Frauen und Männer, ladet dazu ergebenst ein J. A.: A. Fr. Fricke, I. Vorsitzender Riesen- Walfisch Paffage Panoptikum. Specialt Donnerstag zum letztenmale: Die 21 Meter lang. täten- Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: " Unser Rhein von der Delle bis zur Mündung. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). - Mittwoch abend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Bum erstenmale: Die Jüdin von Toledo. Fledermaus. 150 000 Pfd. schwer. Vollständig geruchlos! abends 10 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Apollo- Theater. Alexanderſtraße, Ecke der Magazinktraße. Sensationeller Erfolg des neuen Sommer- Programms. Geschw. Gasch Paul Petras Kreps und Tochter Excelsior Egger- Rieser Der Kosmograph. Um 9 Uhr: Frau Luna Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen mit dem berühmten Luftballett von Franz Grillparzer. Donnerstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Grigolatis. Anfang 8 Uhr. Sonntags 1/2 Uhr. Die Jüdin von Toledo. W. Noacks Theater. Freitagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Jüdin von Toledo. Central- Theater. Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Sente Anfang 8 hr., diese Weiber! Meit ganz neuer Ausstattung an Rostümen, Dekorationen u. Requisiten, zum 627. Male: Schwant in 3 Atten von Gerner. Nach Vorstellung: Schluß der Ausstellung in Berlin Anfang nächster Woche. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Feuersteins Festsäle. Garten Alte Jakobstrasse 75. Empfehle meine elegant renovirten Säle u. wunderbar schönen Garten mit Bühne zu Sommernachtsbällen, Sommerfesten u. Versammlungen, außerdem verschiedene Vereinsräume, 30-150 Perfonen faffend. Teilzahlung!! [ 1502* Herren- und Knaben- Garderoben- Specialgeschäft. Charlottenburg, 45 Wilmersdorferstr. 45. 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Auf dem Neubau Düsseldorferstr. 12 in Wilmersdorf wurden am Donnerstag, den 2. Mai 12 Kollegen entlassen mit dem Be merten, es wird ein Fahrstuhl aufgestellt. Dieses ist nicht geschehen, sondern der Polier übertrug die Arbeit einem dort ebenfalls vorher beschäftigten Kollegen Jakobie. Dieser besorgte andre Kollegen, und als die vorher befchäftigt geweſenen Kollegen am Montag auf der Baustelle erschienen, wurde ihnen bedeutet, daß sie doch bereits entlassen seien. Der Polier erklärte, die 30/9 Beschlüsse des Arbeitgeberbunds gingen ihm nichts an. Es sei noch bemerkt, daß dort ein Kollege namens Franz Hüner ar beitet, welcher sich seiner unrichtigen Handlungsweise bewußt war; um aber mit feiner Organisation nicht in Konflitt zu kommen, meldete sich selbiger am Sonnabend, den 4. Mai, vom Verband der Bauarbeiter ab und ließ sich in der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend auf nehmen. Wir ersuchen die Kollegen, diesen Bau zu meiden. Die Lohnkommission. J. A.: Karl Heldemann. Henkel's Bleich- Soda, beftes, billigstes u. bequemftes Waschmittel überall käuflich. Paket 10 Pf. 15. Ziehung 4. Klaffe 204. Kgl. Preuß.Lotterie.| 312 40 413[ 500] 60 549[ 500] 85 752 65 81 860 97 983 Biehung vom 7. Mai 1901, vormittags. Nur die Gewinne über 236 Mt. find den betreffenden Nummern in Selammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 89 177 474 1059 92 171 83 296 500 63 649,81 812 2158 66 297 358 408 65 78 580 619 701 824 83 969 3077 92[ 500] 200 75 327[ 1000] 679 846 4069 334 82 610[ 1000] 72 95[ 1000] 721[ 500] 823 60 73 5059 62 122 274 457 547 601 808 97 6065 83 155 77 308 [ 1000] 91 417 58 81 539 63 673 814 946 7225 48 53 378 551 624 71 700 950 8104 511 640 64 76 784 844 1500) 76 919 24 69 9463 551 59 687 737 42 841[ 1000] 960 74 10067 162 247 352 426 761 980 90 11427 557 68 603[ 500] 36 76 829[ 1000] 12379 498 13254 326 428 600[ 3000] 61 728 951 14302[ 500] 93 719 801[ 1000] 58[ 1000] 15130 391 767 850 55 942 16040 105 426 45 892[ 500] 17055 90 187 305 54 669 725 972 18006 62 390 949 50 19104 297 381 424 89 518 708 20128 200 2 312[ 500] 81 484 570 631 88 89 780 84 881 911 21039 162 236 396 407 540 93 708 42 853[ 3000] 942 22009 104 461 775 835 933 60 63 23047 204 35 66 366 459 60 650 755 800 36 54 73 942 52 24098 198 227 99 408 517 662[ 5000] 901 33 25057 103 265 349 486 584 623 87 766 831 26211 415 531 43[ 3000] 45 97 642 57 760 852 904 84 27269 351 535 803 57 946 96 28095 97 146[ 1000] 488 628 31 785 29044 231 321 991 30432 556 780 900 31004 118 257 86 466 544 76 867 917 81[ 1000] 91 32032 61 145[ 500] 211 43 78 352 490 598 706 51 79 33193 218 322 473 577[ 1000] 774 808 37 34231 52 508 27 57 79 89 648 89 780 985 35080 102 61 326 68 70 90 856 925 31 97 36537 69 666[ 500] 837 83 941 76 37146 246 76 79 304 687 89 93 837 65 38060 71 230 756 819682 828 933 39136 288 300 4 43 50 51 40002 56 67 233 98 402 63 538 58 79 81 942 41064 400 1 728 907 94 42029 75 240 346 442 83 99 552 987 91 43197 1500] 205 38 301 80 616 48 964[ 1000] 44060 619 24 89 804 935 42 84 45319 31 438 647 74 747 899 1930 46123 263 77 327 84 439[ 3000] 50 539 647 66 890 1959 47031 90 137 370 481 582 967 48077 166 90 96 273 396 407 51 666 804 928 49017 20[ 500] 21 255 343 471 609 30 829 928 60 94 114162[ 1000] 99 353 662 749 837 98 933 51 115019 [ 5000] 62 86 187 208 422 56 636 53 975 116211 406 [ 1000] 518 47 117056 325 34 547[ 3000] 668 78 98 846 118236 593 697 707 48 869 119031 130 362 438 656-866 120031 127 742 807 121370[ 3000] 421 24 559 662 [ 1000] 704 17 122183 301 45 479 534[ 500] 641 54 [ 500] 742 826 49[ 1000] 923 60 90 123109 259 326 554 65 639 53 707[ 500] 845 910 17 124051 90 177 284 464 98 569 85 886 950 57 125103[ 500] 34 217 393 672 779[ 500] 96 97[ 1000] 902 99 126018 95 160 221 351[ 500] 423 68 653 723 90 831 63 127011 78 120 440 710 30 47 826 56 128017 134 297 717 44 90 96 870 129051 222 311 431[ 500] 89 516 773 130079 116 75 540 52 59 662 740 859 912[ 3000) 36 84 85 131468 561 748 132180 475 522 54 70 611 75 84 133155 217 89 800 998 134074 422 65 524 614 16 718 96 920 135080 192 207 312 69 73 481 547[ 500] 61 634 827 43 974 136010 183 95 99 621 137091 123 304 554 612 813 138039 101 91 201 17 65 328 59 568 736 67 75 855 139389 139389 526 60 67 618 723 37 923 140071 85 132 382 404 66 502 620 69 827 910 141161 318 32 94 527 95 639 742 887[ 3000] 943 142077 242 49 53 303 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95 207057 97 219 87 404 98 514 87 99 667 79 805 63 208098 215 38 97 99 323 495 513 64 645 865 919 209250 370 722 78 855 94 210027 76 245 47 79 371 78 408 733 987 211366 624[ 3000 39 857 931 212060 103 89 313 29 67 441 662 84 719 935 213102 30 518 40 801 936 214123 56 207 334 48 76 78 572 74.86 601 726 44 893 970 215053 94 112 34 416 807 81 216008 55 325 51 405 33[ 1000 86[ 5001 533 87 94 795 924 217282 320 841 46 218317 90 425 547 49 690[ 5001 907 33 51 96 219000 45 86 179 329 437 514 745 857 220182 332 451 600 15 739 41 221003 344 491 764 812[ 5001 901 222184 406 38 512 631 223012 84 98 110 222 429 567 614[ 5001 773 971 224128 78 282 308 53 81 495 531 79 632 84 785 870 930 93 Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn zu 150 000 Mart, 1 zu 75 000 Mart, 2 zu 50 000 Mart, 4 au 30 000 Mart, 3 au 15 000 Mart, 13 au 10 000 Mart, 26 zu 5000 Mart, 316 zu 3000 Mart, 399 zu 1000 art. 473 zu 500 Mart. Berichtigungen. In der Lifte vom 4. Mai vormittags lies 38 109 ftatt 38 169, in der Lifte vom 6. Mai nachmittags 56 00 mit 5000 Mart Konkurs- Ausverkauf der H. Schlesinger Ronkursmaffe Erste Berl. Patent- Schlafmöbelfabrik, Spandauerstraße 48, am Moltenmarkt. Die bedeutenden Bestände in Patent Bett Sofas, Bettstühlen, Chaiselongues, Metallbettstellen, Kinderbetten, Matragen, Dannenbetten, Waschtischen, Klappstühlen, Kinderstühlen 2c. sollen zu billigsten Tagpreifen ausverkauft werden. Der Verkauf findet ſtatt vormittage 8-12 Uhr, nachmittags 2-8 Uhr. 14472* Der Verwalter. 15. Ziehung 4. Klaffe 204. Kgl. Preuß.Lotterie. 115177 359 475 99 575[ 1000] 606 747 874 903 1 Biehung vom 7. Mai 1901, nachmittags. Nur die Gewinne über 236 W. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt ( Ohne Gewähr.) 37 141 86 231 355 559 68 810 27 1000 129 40[ 3000] 61 216 652 839 67 954( 1000) 2016 89 106 250 513 14 38 90 791 938 3158 307 55 773 4103 10 83 276 317 548 72 620 80[ 1000] 99 888 901 92 5081 88[ 1000] 156 257 398[ 3000] 409 38 505 92 731 850 84 6012 104 18 70 435 62 770 811 961 7062 87 150 82[ 1000] 242 59 78 328 58 708 902 62 8027 45 94[ 500] 244 420 54 59 693 793 921[ 500] 23 42 44 83 9087 205 21 317 449 515 83 658 931 10209 421 80 524 11042 65 81 104 67 327 452 513 690 810 942 61 12021 115 274 75 345 439 636[ 10001-879 957 13113 229 92 562 602 971 14084 172 227 83 95 314 418 83 624 79 887 15004 61 182 95 212 38 80 335 471 90 684( 500) 707 843 64 905 16011 127 560 728 821 ( 500) 937 17044 122 256 396 473 590 690 701 860 96 940 82 18097 162 388[ 500] 460 607 61 714 925 93 19057 124 81 388 459 525 26 616 62 705 844[ 1000] 20013 219 36 334 661 734 954 21069 124 302 97 601 ( 500] 776 22167 250 82 390 92 404 708[ 1000] 23008 25 233 523 27 37 46 13000] 52 600 76 85 723 817 78 24044 107 76 215 440 62 654 710 37 25006 25 48 197 277 309 741 957 26213 34[ 1000] 80 322 414 727 92 958 61 27208 20 510 639 48 28178 389 461 522 839 29069 356( 1000) 411 676 856 81 691 705 30001 111 203 388 561 691 705 941[ 500] 86 92 31539 58 628[ 3000] 98 32009 86 506 630 31 754 822 91633225 28 334 56 435[ 1000] 626 727 69 34021 61[ 3000] 403 84 87 710 13 829 35023 88 172 386 443 47 69 560 63 685 88 718 36010 18[ 3000] 95 270 382 426 45 643 719 836 936 27068 273 343 90 571 672 94 740 888 38041 80 303 560 722 39033 131 71 410 560 81 853 922 42 40154 222 316[ 3000] 95 424 61 93 552 786 837 ( 3000] 41138 300 402 515 849 42177 226 65 423 572 90 93 628 703 7 801[ 1000] 43355 420 508 678 909 4.4.065 188 252 413 75 708 15 25 80 884 94 954 80 45016 173 504 23 90 696 915[ 3000] 45 46124 29 204 545 47 630 754 888 47099 224 84 356 410 49 779 85 921 31 73 1500] 48113 39 366 528 97 742 999 49203 39 310 15001 38 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" mit Wie der Telegraph schon kurz mitgeteilt hat, ist der Streit von die folgenden schauerlichen Einzelheiten berichtet: Der Thäter ist der Die Berliner Apothekenbesizer haben den Krankenkassenvorständen Montceau les Mines zu Ende und ein Teil der Bergleute die Gerichte; es wurde damals festgestellt, daß er in seinem Laden einen Rabatt auf die Kassenrezeptur zu bewilligen, da sie bei ihren Cigarrenhändler Bobbe. Bereits 1889 beschäftigte Bobbe gegenüber es abgelehnt, wie die Apotheker an andern Orten, auch hat am Montag bereits die Arbeit wieder aufgenommen. Am und zwar vom Juli bis September an einer Einrichtung gearbeitet, großen Unkosten hierzu nicht im stande seien. Einen Begriff, wie 28. April hat bekanntlich die Bergarbeiterschaft Frankreichs über den die bezwecken sollte, Stunden, die den Laden betraten, zu ermorden, wenig einträglich die Lage der Apothekenbefizer im allgemeinen Generalstreit abgestimmt, der zu Gunsten der Streifenden von zu berauben und die Leiche zu verstecken. Er hatte nämlich un- ist, erhält man, wennt man die Preise, für welche im Montceau unternommen werden sollte. Aber schon ehe die Ur- mittelbar vor dem Verkaufstische eine Fallflappe hergestellt, die mit Jahre 1900 eine Reihe Apotheken verkauft wurden, abstimmung beendet, waren die Führer der Ausständigen eifrig mechanismus, der hinter dem Ladentisch angebracht war, war früher verkauft worden sind. Die Kreuzberg Apotheke in einem Teppich verdeckt worden war. Durch einen sinnreichen den Preisen vergleicht, für welche diese selben Apotheken einige Jahre bemüht, den Streik zu Ende zu bringen. die Klappe zu öffnen und etwa auf derselben stehende Berlin wurde, wie die Pharm. Wochenschrift" mitteilt, 1895 für Die Abstimmung hat nun zwar eine Mehrheit für den General Personen wurden in einen drei Meter tiefen Schacht verjentt, 520 000 m. verkauft; 1900 wurde sie für 640 000 m. weiter verstreik ergeben, aber der Umstand, daß über 100 000 Bergleute an der aus dem sie niemals wieder herausgekommen wären. Da ihm aber kauft, also nach sechs Jahren mit einem Gewinn von 120 000 M. Abstimmung sich gar nicht beteiligt haben, ist nicht geeignet, das die Absicht eines Mordes nicht bewiesen werden fonnte, wurde Bobbe Für Ueberlassung der 1890 von der Regierung gratis erteilten Resultat vom Standpunkt der Generalstreitsfreunde als sehr er- nur wegen Brandstiftung zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Betriebsberechtigung der Schäferschen Apotheke in der mutigend zu betrachten. Das Wagnis war bei dieser Sach- dem er seine Strafe in Sonnenburg verbüßt, tam der Verbrecher Stleist straße in Berlin wurde zehu Jahre später, 1900, rund Tage ein ganz gewaltiges, und es zeugt nur für das Vorhandensein nach Berlin und mietete am 1. Oktober 1899 in dem Hause Belle 200 000 m. gezahlt. Die Apotheke in Freiberg in Schlesien eines starken Verantwortungsgefühls, wenn die Führer vor der Aus- Alliancestraße 88 eine im vierten Stock belegene Wohnung. Seine wurde 1886 für 204 000 m., zehn Jahre später, 1896, für 260 000 M., führung des Beschlusses zurückschreckten und denselben einer nochmaligen Frau, die sich in Ostpreußen aufgehalten, ließ er Anfang vergangenen dann 1899 für 300 000 m. und im folgenden Jahre 1900 für Prüfung unterwarfen. Jahrs nach Berlin fommen. Trotzdem unterhielt Bobbe, der wahr- 315 000 m. verkauft. Die Verkäufer erzielten also in vierzehn scheinlich unter dem Deckmantel eines Agenten der Ver- Jahre einen Gewinn von 111 000 M. Die Löwen- Apotheke in Mittlerweile ist nun der Konflikt in Montceau, wegen dessen sicherungs- Gesellschaft Union" seinem verbrecherischen Treiben Büllichan wurde 1891 für 160 000 m. verkauft und 1900, neun Jahre später, für 193 000 m., also mit einem Gewinn von 33 000 m. werden sollte, glüdlich beendet worden. Im legten Stadium bes tags, welche 1980sverhältnis mit einwelder weiter verfauft. Die Apotheke in Sulzbach in Bayern wurde 1874 für Streifs hatte sich übrigens die Situation so zu Gunsten der Arbeiter damals als junge Frau kennen gelernt hatte. Im Oftober v. 3.96 000 m. verkauft und 1900, 26 Jahre später für 250 000 r., also gewendet, daß selbst denen, die den Generalstreit als ein geeignetes mietete Bobbe für seine Geliebte eine Wohnung in dem Mordhause mit einem Gewinn von 154 000 m. weiter verkauft. Die AdlerMittel im wirtschaftlichen Kampfe betrachten, Zweifel aufsteigen in Mariendorf, welches in der verlängerten Bergstraße seitwärts von apotheke in Dirschau wurde 1897 für 240 000 m. verkauft und schon drei mußten, ob diese tiefeinschneidende Maßnahme für einen lokalen der Marienfelder Chauffee belegen ist. Der Eigentümer desselben Jahre später 1900 für 370000 M., also mit einem Gewinn von 130000 M. ist der Modellsteher emmling, der das einstöckige, isoliert weiter verkauft. Die Apotheke in Rössel wurde 1884 für 120 000 m., Konflikt, dem überdies schon alle bewegenden Momente genommen stehende Gebäude mit seiner Frau allein bewohnte. Frau Stage 1895 für 160 000. und 1900 für 180 000 m. verkauft, alſo im waren, noch zu rechtfertigen sei. Denn die hauptsächlichsten Forde- bezog mit ihren beiden 7 und 9 Jahre alten Knaben die aus vier ganzen mit einem Gewinn von 60 000 Marf. Dabei ist rungen der Streitenden waren von der Direktion in den Ver- Zimmern bestehende Wohnung und empfing dort die Besuche ihres öffel ein fleiner Ort in Ostpreußen mit 3470 Ginhandlungen, die nach dem Lenser Kongreß wieder angeknüpft Freunds Bobbe. Dieser wurde natürlich durch seinen ständigen Aufenthalt wohnern. Die Apotheke in Bösingfeld im Lippeschen wurde 1885 für worden waren, bewilligt worden. Die Entlassung der in Mariendorf mit dem Eigentümer bekannt, und der Agent trat mit 58 000 m., 1897 für 75 000 m. und 1900 für 90 000 m. verkauft, erzielte 430 Mann, die wieder aufzunehmen die Direktion sich be- Hemmling wegen Ankaufs des Grundstücks in Verbindung. Er ver- also 32 000 m. mehr als 15 Jahre vorher und allein 15 000 m. mehr harrlich weigerte, konnte, nachdem sich die Regierung für deren mutete wohl bei dem Hauseigentümer bedeutendes Vermögen und als 3 Jahre vorher. Die Kronen- Apotheke in Allenstein in Ostpreußen Unterbringung in andren Etablissements verpflichtet hatte, ebenfalls beabsichtigte, sich dieses anzueignen. Montagvormittag, als er wurde 1897 für 174 000 m. verkauft und 1900 für 244 000., also nicht mehr für die Notwendigkeit eines Generalstreits in die Wag- wußte, daß Frau H. allein zu Hause sei, begab sich Bobbe nach mit einem Gewinn von 70 000 m. weiter verkauft. Die Apotheke in Mariendorf. Freistadt in Westpreußen, einem Städtchen von 2600 Ein ohnern, schale geworfen werden. Das, was von den Wünschen der Arbeiter Wie sich nun die Mordscene abgespielt hat, darüber wird wohl wurde 1886 für 70 000 m. verfauft und 1900 für 135 000. unterfüllt blieb, war nicht genügend, der französischen Bergarbeiter- niemals genaue Aufklärung zu erlangen sein. Vermutlich veran weiter verkauft, alio mit einem Gewinn von 65 000 M. Die Hilde schaft das Opfer eines Generalstreits aufzuerlegen. Auch durfte der laßte der Verbrecher Frau Hemmling, ihm in die Wohnung der brandsche Apotheke in Hannover wurde 1885 für circa. 1900 für etwa eine Million Opfermut der Streifenden, die nun bereits über drei Monate unter großen Stäge zu folgen. Hier fenerte er denn vier Schüsse auf die 500 000 Mark verkauft und Entbehrungen kämpften, nicht auf eine allzuharte Probe gestellt, ihre unglückliche Frau ab, die sämtlich trafen und jeder für sich Mark weiter verkauft, also mit einem Gewinn von 500 000 M. Leiden nicht unnötig auch nur um einen Tag verlängert werden. Das tötlich war. Dann hat Bobbe jedenfalls die Frau entkleidet. Genug der Einzelfälle, deren das Fachblatt noch eine ganze Reihe haben sich die Vertrauensleute der Streifenden gesagt, als sie am Wahrscheinlich ist er in diesem Augenblick von den beiden anführt. Man ersieht daraus, daß die Preise der meisten Apotheken letzten Freitag, noch ehe das Bundeskomitee der französischen Knaben der Stäge überrascht worden, die aus der Schule in wenigen Jahren bedeutend gestiegen find. Nur zum kleinen Teil zurückkehrten. Er tötete sofort die Zeugen seiner Unthat durch beruht diese Steigerung auf einer Steigerung des Bodenpreises. Bergmanns Organisationen endgültig über den General- Schüsse in den Kopf und versezte sodann noch den Kindern Die Kronen- Apotheke in der Friedrichstraße in Berlin wurde streit entschieden hatte, den Ausständigen den Vorschlag machten, die mehrere Stiche mit einem Messer. Bobbe hatte schon früher 1900 ohne Haus für 560 000 m. verkauft. Sie ist wesentlich eine Folge Arbeit wieder aufzunehmen. Die an diesem Tage abgehaltene Ver- in der Stägeschen Wohnung eine allgrube hergestellt, die fich des monopolistisch geschüßten Privatbetriebs der Apotheken, der durch die sammlung beschloß eine Resolution, in der es hieß: In Anbetracht am Ofen des Wohnzimmers befand und durch das Ofenblech ver amtliche Argueitage eine solche wucherische Ausbeutung des kranken der Thatsache, daß der Generalstreit, trotzdem er durch die Abstimmung deckt wurde. In diese zwei Meter tiefe Grube warf er die Publikums ermöglicht. Denn alle diese großen Preissteigerungen find doch nur bewilligt worden, weil die Käufer wußten, daß sie dieses Geld beschlossen ist, von dem Komitee doch nicht erklärt wurde, und in eichen und vernagelte dann die Fallthit r. Um seinen Plan weiter ausjahren zu können, mußte der Mord- aus dem Verkauf der Arzneien, namentlich aus der Rezeptur wieder Erwägung, daß die Bergleute von Montceau sich seit 100 Tagen bube noch ein viertes Opfer haben. Es war dies der Haus- herausschlagen tönnen. Zu den besten Kunden der Apotheken gehören nun unter den größten Entbehrungen im Streik befinden, wird das wirt Hemmling, der gegen 1 Uhr mittags nach Hause tam. bie Krankenkassen, und diese müssen wegen der hohen Nationalkomitee ersucht, in seiner Sizung am 5. Mai die Frage zu Bobbe hatte H. ersucht, zu dieser Zeit nach Mariendorf zurückzu- Arzneitosten ihre sonstigen Beistungen an die Staffenmitglieder diskutieren, ob die einzelnen Föderationen gewillt sind, ihren Mit- tehren, weil er mit ihm des Haus ankaufs wegen zu verhandeln möglichst einschränken. Sollen sich aber die Stassenmitglieder gliedern eine regelmäßige Steuer von 5 Cent. aufzuerlegen. habe. Der Mörder hatte sich nach vollzogener That nach der H.schen weiter mit diesen dürftigen Leistungen begnügen, damit jedes Jahr Am nächsten Tage darauf hatte das Streitkomitee eine Unter- Wohnung begeben, um sein Opfer dort zu erwarten. Als H. tam, an einzelne Apothekenrentner so und so viel Hunderttausende für' redung mit der Direktion nachgesucht und erhalten. Hier wurden wunderte er sich wohl, daß seine Frau nicht anwesend sei, er bereitete ihre verkauften Apotheken mehr bezahlt werden können? Wir haben. die Friedensbedingungen endgültig vereinbart. Der Direktor zeigte aber für sich und seinen Gast Kaffee und beide Männer setzten sich hier denselben Wucher vor uns, wie den Brotwucher der sich äußerst entgegenkommend, namentlich versicherte er, daß weitere sodann an den Tisch, um zu trinken. Im Laufe des Gespräches rief Agrarier und den Wohnungswucher der Hausbesitzer und dess Entlassungen nicht vorgenommen werden würden. Bouveri, der Bobbe dem Hemmling zu:„ es regnet ja durch, und zeigte nach der halb müssen wir ihn mit derfelben Energie bekämpfen. Die RaffenDecke. Als der Hauswirt emporblickte, feuerte der Mörder mit dem mitglieder müssen die Vorstände im Boytott eifrig unterMaire von Montceau, der die Streikenden vertrat, erkannte den guten bereit gehaltenen Revolver einen Schuß auf H. ab, der it üzen, fie dürfen es sich nicht verdrießen laffen, wenn Willen der Direktion an, und das Komitee versprach, sein möglichstes die Stirn streifte. Hemmling sprang auf und erhielt in demselben sie zur fiegreichen Durchführung jest vielleicht einige zu thun, die Ausständigen zur Aufnahme der Arbeit zu veranlassen. Augenblick einen zweiten Schuß, dessen Kugel ihm in den hundert Schritte weiter zur Apotheke haben. Ohne Nach den Vereinbarungen sollten 500 Mann am Montag, 1500 am Stücken drang. Hilferufend flüchtete der Ueberfallene auf die Kampf kein Sieg! Dienstag und 5000 Mann Ende der Woche einfahren. Der Rest Straße, während Bobbe, der nunmehr seinen Plan vereitelt sah, die wird einige Wochen auf die Wiedereinstellung zu warten haben. Die Stadtverordneten- Versammlung hält am Donnerstags Flucht ergriff. Straßenpassanten, die dent Verwundeten begegneten, Die Streifenden stimmten den Abmachungen zu und die Arbeit brachten ihn zu einem Arzt und benachrichtigten den Amtsvorsteher. nachmittag 5 Uhr eine Sigung ab. Es stehen u. a. folgende GegenDie Gendarmen Brand und Sänger wurden mit der Verstände auf der Tagesordnung: Vorlage betreffend die Festsetzung von ist demzufolge am Montag wieder aufgenommen worden. Beschlossen folgung des Mörders beauftragt. In der Annahme, daß sich Grundfäßen für die Benfionierung und Steliktenversorgung wurde, daß die Arbeitenden pro Woche 50 Centimes zu zahlen haben der Gesuchte jedenfalls sofort nach Berlin begeben werde, eilten die der besoldeten Magistrats- Mitglieder. Berichterstattung zur Unterstützung der noch Ausstehenden. beiden Beamten nach der Marienfelder Chaussee und trafen hier über die Vorlagen betreffend: die Einsetzung eines Schieds Daß es die Direktion mit ihren Versprechungen ehrlich meint, in dem Augenblick ein, als Bobbe im Begriff war, einen gerichts über die von einem Unternehmer beim Neubau des den umgearbeiteten geht wohl daraus hervor, daß eine Anzahl der Streitführer sich mit nach Tempelhof fahrenden Pferdebahnwagen zu besteigen. Märkischen Museums gemachten Ansprüche, auf der Liste befanden, welche die Namen der am Montag Ein- Den Gendarmen gelang es, Bobbe am Arm zu fassen und von der speciellen Entwurf für den Neubau der Turnhalle in der Neuen die Bewilligung von Ruhegeld und fahrenden enthielt. Auch Bouveri befand sich unter diesen. Plattform herabzureißen. Der Mörder machte sich jedoch mit einem Friedrichstraße, Bouveri schrieb jedoch an den Direktor und bat ihn, an seiner Stelle fräftigen Ruck wieder frei und suchte zu entfliehen. Bassanten traten interbliebenen Versorgung für die ohne Pensionsihm vor dem bekannten Freibergschen Gasthause entgegen und Bobbe, berechtigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten einen Familienvater vorzuziehen, der die Not mehr empfinde wie er; ber jegt einsah, daß jede Flucht unmöglich war, setzte seinen Revolver Personen, den Vorentwurf für das Sparkassengebäude in der gegen die rechte Schläfe und drückte ab, ehe man ihn daran Linfstraße 7/8 und die Verpachtung des Ritterguts Diedersdorf. Für die Arbeiter bedeutet der Abschluß dieses Konflikts, der hindern konnte. Sein Tod erfolgte augenblicklich. Borlagen betreffend: die erfolgte Bau- Abnahme des Um- und Era 107 Tage gedauert, einen ganz gewaltigen Sieg. Die Forderungen, Inzwischen waren verschiedene Personen in die Stägesche Wohnung weiterungsbaus der Feuerwache Reibelstr. 26/28, um deretwillen der Kampf eutstand, sind im wesentlichen bewilligt. eingedrungen. Die Leute betraten das blutbesudelte Wohnzimmer, bewilligung für die Wiedererrichtung der städtischen Frauen und die dem Eigentümer Aber das ist das geringere. Der Kampf hatte sich zu einem solchen und hier fiel es auf. daß die sämtlichen Blutspuren nach dem Ofen Badeanstalt an der Lessing- Brücke um die Organisation ausgewachsen. In den ersten Monaten hatte führten. Die Fallthür wurde entdeckt und geöffnet und nun stieß des Grundstücks Neue Stoßstr. 12 aus Anlaß des Neubaus der man auf die drei Opfer des Mord buben. Noßstraßen Brücke zu gewährende Entschädigung. Bericht die Direktion es abgelehnt, mit den Vertretern des„ roten" Syndikats Die Grube war zwei Meter und lang und anderthalb Meter erstattung des zur Vorbereitung der Neuwahl eines Stadtsyndikus zu unterhandeln, der Friedensschluß ist nur mit den Roten" breit. Die drei Leichen lagen nebeneinander, Frau H. unbekleidet, eingefegten Ausschusses. and gemacht worden, die" Gelben", das Streifbrecher- Syndikat, die Stnaben mit ihren Schulanzügen. In der Hüfte der Hemmling spielte dabei gar keine Rolle. Alle Versuche, die Organisation stat ein etwa zehn Centimeter langes Stück einer Feile, während zu sprengen, find mißlungen. Geschloffen, wie die 9000 organisierten das andre bazu gehörige Stick ebenfalls in der Gruppe entdeckt Arbeiter die Arbeit hinlegten, ebenso geschlossen gehen sie wieder zur Grube. Die Direktion hat die Macht des organisierten Proletariats empfunden, und sie zu der Einsicht gekommen sein, daß sie in Bu funft mit ihr zu rechnen hat. Der Direktor Coste erkannte die Organisation in aller Form an, und versprach, in Zukunft mit ihr in Verbindung zu bleiben. er wolle einer der letzten sein. eine Nach Arbeiterkinder und Bismarckfeier. Bei der Enthüllung des Bismard Dentmals am 3. Juni werden, der„ Tägl. Rösch." aufolge, vor der Sampe des Reichstags Gebäudes 1000 ewurde. Fran Stäge, die bald nach der Flucht Bobbes nach Hause me indeschulkinder aus 16 Berliner Gemeindeschulen aufgekommen war, wurde in ein Krenzverhör genommen. Sie gab zu, gestellt werden. Sie sollen unter dem Leiter der„ Berliner Lieder Stenntnis von der Grube gehabt zu haben, behauptet jedoch, daß ihr tafel", Herrn Bander, mehrere Lieder vierstimmig vortragen. Bobbe über den Zweck der Vorrichtung niemals Mitteilung gemacht Man sollte doch endlich in der Schule aufhören, die Kinder zu habe. Ebenso wenig will sie Kenntnis von dem Mordplan gehabt Beranstaltungen zu benutzen, welche in Berlin von der erdrückenden haben, und die Abwesenheit von ihrer Behausung während Mehrheit der Eltern entschieden miß billigt werden. Selbst der Blutthat erklärte sie als zufällig. Frau Stage wurde in Haft Bäter, die es im allgemeinen nicht für angebracht halten, politische Noch einen andren Beweis von dem nicht geringen Einfluß genommen, und die Untersuchung wird ergeben, inwieweit ihre An- Fragen in Gegenwart der Kinder zu erörtern, werden bei solchen ihrer Bewegung erhielten die Bergleute von Montceau durch die gaben zutreffend sind. Gelegenheiten geradezu moralisch gezwungen, den Kindern, Maßnahmen des Ministeriums. Das letzte Hindernis des Friedens Johannes Bobbe ist übrigens schon vielfach vorbestraft. Er hat die Denkmals Bur Enthüllung gehen müssen, zu sagen, Bismarc war: der Vater des Socialistengefeßes, schlusses bildeten bekanntlich die Entlassungen, welche die Direktion verschiedener Diebstähle wegen im ganzen neun Jahre Buchthaus und wer brutale Unterdrücker jeder selbständigen Regung im der Gruben vornehmen zu müssen vorgab. Ohne die 430 Betroffenen eineinhalb Jahre Gefängnis verbüßt. so daß er einschließlich der acht ber Jahre Zuchthaus wegen Brandstiftung 19 Jahre in Strafanstalten Proletariat, der vergötterte Heros des industriellen und wollten auch die übrigen nicht zur Arbeit zurückkehren. Die Re agrarischen Ausbeutertums, furz der geschworene Feind der gierung sah sich veranlaßt, den Entlaffenen in Staatsbetrieben augebracht hat. B. ist 49 Jahre alt und ein geborner Berliner. Dem Eigentümer Hemmmling, dessen Befinden übrigens au Be- tlassenbewußten Arbeiterschaft, der mur ein Verdienst Stellungen nachzuweisen, die ihren ehemaligen gleichwertig fürchtungen feinen Anlaß giebt, ist schon früher der Berdacht auf- hat, daß er die Arbeiter durch den rücksichtslosen Krieg, den er gegen find. Daß die Regierung die Pflicht übernahm, den Opfern eines gestiegen, daß der ihn wiederholt befuchende Bobbe mit dem fie führte, tampfgeſtählt und start gemacht hat. wirtschaftlichen Kampfes Arbeit nachzuweisen, ist nicht gering einenschenfallen Fabrikanten" Bobbe aus Moabit Mit welchen Empfindungen müssen die Proletarierkinder zur zuschätzen. Es zeugt dies von dem wachsenden Einfluß des organi- identisch sei. Er hat diese Vermutung nicht nur seiner Frau gegen Denkmalsenthüllung gehen, wenn sie in schlichter Darstellung durch über geäußert, sondern auch im gelegentlichen Gespräch mit Bobbe die väterliche Autorität derart die Wahrheit über Bismarck erfierten Proletariats auf die Entschließungen der Regierung. diesen gefragt, ob er nicht früher in Moabit ein Cigarrengeschäft gehabt habe. B. habe darauf geantwortet: Sie denken wohl, weil Das Nationakomitee der französischen Berg ich denselben Namen habe, daß ich der Verbrecher bin." Wenn ich Die agrarische Monarchenverehrung ist trotz Stanala leute, welches am Sonntag und Montag in St. Etienne Sigungen abhielt, um bezüglich des durch Referendum beschlossenen mit dem Aehnlichkeit hätte, würde ich mich lieber aufhängen." rebellion doch kein leerer Wahn. Diese eble Tugend hat analog den Vorgängen beim Ministersturz der vorigen Woche nur das Generalstreits endgültige Beschlüsse au fassen, hat den Generalfireit. war dann durch diese Aeußerung beruhigt worden. Die Frau des Mörders, welche vorzeitig gealtert ist und Ressort gewechselt; sie ist in der„ Deutschen Tageszeitung" vom abgelehnt. Angesichts der Thatsache, daß die Bergleute von viel unter der Roheit ihres Mannes gelitten hat, giebt der Ansicht politischen Teil und ins Vermischte verlegt worden erfeẞt Montceau die Beendigung des Streits schon am Tage vorher Raum, daß Bobbes Geistesverfassung nicht normal gewesen sei. dort durch die Quantität, was ihr etwa an Qualität abe Co bringt das beschlossen hatten, war dieses Resultat vorauszusehen. Das Komitee Agrarierblatt einen Artikel bon 51 Zeilen über Studienwoche erste fordert die gesamte Arbeiterschaft Frankreichs auf, die Arbeiter von Mätselhaft bleibt, woher Bobbe das Geld nahm, um die Frau Stäge, geht. die übrigens eine Person von guter Schulbildung ist, aushalten zu Montceau, von denen ein Teil noch lange arbeitslos sein wird, mit tönnen. Seine Agenturgeschäfte sollen ihm wenig eingebracht haben. preußischen Kronprinzen. Es darf wohl angenommen werden, daß das Blatt allen politischen Konflikten zum Trotz auch über die zweite, dritte, vierte 2c. Studienwoche gewissenhafte Bulletins verGeldmitteln reichlich zu unterstützen. fahren haben? die Des öffentlicht und so dem Konprinzen die Mühe abnimmt, über die Art wäre es wünschenswert, daß die Gemeindevertretung erneut Anzeige feiner Erlebnisse in Bonn und Umgegend selber Buch zu macht. Zweifellos ist es Sache der Gemeide, für einen Abladeplag führen. Aber damit ist der Treue zum angestammten Herrscher- Sorge zu tragen. Schöneberg. " hause keineswegs Genüge geschehen. In einem Artikel Das fönigl. preußische statistische Amt hat nunmehr das Ergebnis von 80 Zeilen finden wir die Erinnerungen eines amerika- der Volkszählung am Orte bekannt gegeben. Reinickendorf zählt nischen Kapitäns über Kaiser Wilhelm II. abgedruckt. Wir 14 728 Einwohner gegen 10 677 im Jahre 1895. können es uns nicht versagen, aus den 80 Zeilen wenigstens die Schlußfäße abzudrucken, die aus den Denkwürdigkeiten des Kapitän Evans folgendes wiedergeben:„ Er sagt, der Kaiser sei mit einer oder zwei Ausnahmen, der magnetischte Mensch", dem er im Leben begegnet sei, und der denkbar fesselndste Gesellschafter. An Vielseitigkeit des Wissens scheine er einzig dazustehen. Evans erzählt, der Kaiser, dem zu Tisch Smithfielder Schinken vorgesetzt wurde, habe sogar gewußt, wo Smithfield liegt." markt verbindet. Gerichts- Beitung. Dersammlungen. = haben bei der amtlichen Kontrolle der Bäckereien noch Gegen die Verschlechterung der Bäckerei Verordnung nahm eine stark besuchte Bäckereiarbeiter- Versammlung Stellung, die an Dienstagnachmittag in Kellers Saal tagte. Der Referent, Reichstags- Abgeordneter Ledebour, kennzeichnete den Kampf, den die Bäckermeister und ihre Freunde seit dem Bestehen der Bäckereiabend, den 11. Mai, im Lokal„ Wilhelmshof" sein Stiftungsfest. Da einen ganz unzureichenden Schutz der Arbeiter gewährleistet und des Der Rauchklub Transvaal" feiert am Sonn- Verordnung gegen dieselbe führen, obgleich diese Verordnung nur genanntes Lokal den Arbeitern zu Versammlungen verweigert wird, fo erwarten wir, daß sie auch den dort stattfindenden Festlichkeiten halb im Interesse der Arbeiter verbessert werden müßte. Wenn für die Bäckereiarbeiter eine zehnstündige Marimalarbeitszeit festgelegt wäre, fern bleiben. Die Lokalfommission. die für ihre anstrengende, gesundheitsschädliche Arbeit noch reichlich In Schöneberg richtete die Stadtverordneten- Versammlung lang ist, dann würden sie etwa mit den fortgeschrittenen Arbeitern gestern an den Magistrat das Ersuchen, für Schaffung einer Straßen- andrer Berufe hinsichtlich der Arbeitszeit gleichgestellt ſein. Aber bahnlinie zu sorgen, welche den Berliner Ortsteil mit dem Spittel- an eine derartige Verbesserung sei leider zur Zeit nicht zu denken. Die neue Feuerwache an der Fischerstraße und Fischer- in Kraft. Die neue Umsatzsteuer- Ordnung tritt am 15. d. M. Gegenwärtig haben die Bäckerei- Arbeiter zu kämpfen gegen die brüde soll eine Musterwache werden. Die Wache wird am Freitag verordneten Nordhausen und Strauch. Zu unbefoldeten Stadträten wurden gewählt die Stadt- Verschlechterung der bestehenden Berordnung. Das sei gerade Die seit kaum zwei Jahren jetzt besonders notwendig, denn bezogen und erhält zur Ausrüstung des neu gebildeten 20., eines Dampf- bestehende städtische Sparkasse hat einen Einlagenbestand von über Konstellation weise die bedenklichsten Anzeichen für eine Vers die gegenwärtige politische sprizenzuges, vier Fahrzeuge, eine Dampfsprige mit einem Tender, fünf Millionen Mart. schlechterung der Arbeiterschutz Gesetzgebung auf. Redner erinnert einen Personenwagen und eine große mechanische Leiter. Zur Be- fünf Millionen Mark. setzung dienen vier Oberfeuermänner, zwei Obermaschinisten und Ein des Mordverfuchs bezichtigter Ingenieur aus Berlin an die Beziehungen des Centralverbands der Industriellen 21 Feuermänner. Die Feuerwehr wird durch diesen Dampfiprißenzug hat bei seiner Verhaftung auf dem Bahnhofe zu Dah msdorf zur Regierung, welcher seiner Zeit durch den Bued- Brief gefennu eine wesentliche Verstärkung erfahren und die Feuersicherheit be- Müncheberg Selbstmord verübt, indem er sich in einem un zeichnet worden ist. Wenn damals der Verband der Industriellen sonders im Centrum der Stadt bedeutend erhöht werden. Berlin bewachten Augenblicke mit Strychnin vergiftete. Er wurde zwar jubeln konnte, daß er den Minister Berlepsch klein gekriegt, so befigt dann, da der 4. Dampffprizenzug, der für die Gegend am fofort nach dem städtischen Krankenhause in Müncheberg gebracht, fönne er jetzt jubeln, daß er Herrn Möller, den Busenfreund Friedrichshain bis Viehhof vorgesehen ist, noch nicht gebildet worden doch war eine Rettung nicht mehr möglich; in derselben Nacht ver- Bueds, groß gekriegt hat. Herr Möller, der neue Handelsist, zehn Handdruck- und neun Dampfsprißenzüge. Außerdem können schied er. Der Behörde war zur Kenntnis gekommen, daß der minister sei bekannt als ein entschiedener Gegner der Bäckerei- Vernoch im Notfall mehrere Reservezüge gebildet werden, für die schon Genannte seine in Budow in der Märkischen Schweiz wohnende ordnung. Irgend welche arbeiterfreundliche Maßnahmen seien Der Redner schloß mit dem die Ausrüstungen vorhanden sind. Geliebte vergiften wollte, worauf die Gendarmerie beauftragt von ihm nicht zu erwarten. Die Subkommiffion des Magistrats zur Vorberatung der An- wurde, auf den Verdächtigen zu vigilieren, bis es schließlich gelang, ihn Hinweis darauf, daß der Kampf für geregelte Verhältnisse gelegenheit der Aenderung des Ortsstatuts für die auf dem erwähnten Bahnhofe kurz vor seiner Abreise festzunehmen. im Bäckereigewerbe nicht allein im Juteresse der Bäckerei- Arbeiter, sondern auch im Interesse des konsumierenden Publikums liege. Sanalisation von Berlin hat am Dienstag unter dem Der Kampf für die Erhaltung der gegenwärtigen Verordnung und Borsitz des Oberbürgermeisters Kirschner ihre Beratungen bes darüber hinaus für eine weitere Berkürzung der Arbeitszeit könne endigt und wird nunmehr am nächsten Freitag der Magistrat in feiner Sigung einen Beschluß in dieser Sache faffen. Alsdann dürfte Eine anarchistische Redaktion. Gegen den Drucker und aber nur dann Erfolg haben, wenn er von einer kräftigen Organisation geführt werde. der Stadtverordneten- Bersammlung am Montag eine Magistrats- Expedienten der anarchistischen Zeitschrift Neues Leben", Gottlob Hornidel, wurde gestern vor der vierten Straffammer des Verordnung habe keineswegs den ihr nachgerühmten Erfolg gehabt, In der Diskussion führte e s chord unter anderm aus, die Borlage zugehen. Im Disciplinarverfahren gegen Rechtsanwalt Dr. Mendel Landgerichts I eine Anklage wegen Beleidigung durch die Presse vereine Besserung der gesundheitlichen Verhältnisse der Bädereifand gestern Termin vor der Anwaltskammer des Kammergerichts handelt. In der Nummer des„ Neuen Leben“ vom 20. Oktober v. J. Arbeiter herbeizuführen. Die letzte Statistik der Orts- Krankenkasse statt. Wie erinnerlich, hatte Dr. Mendel im Sternberg- Prozeß wurde die Mitteilung veröffentlicht, daß in Freiburg i. Breisgau ein einen Artikel an ein hiesiges Montagsblatt geschickt. Hierin wurde Anarchist wegen Verbreitung anarchistischer Schriften bereits seit drei weise unter 20 Sterbefällen 10 Fälle von Schwindsucht als Todesursache auf. Wie es mit den Zuständen in den Bäckereien bestellt eine Berfehlung erblickt. Staatsanwaltschaftsrat Richter beantragte, Monaten in Üntersuchungshaft schmachte. Hieran war eine Bemerkung fei, dafür können sich Redner auf einen Bolizeibeamten berufen, der da die Thätigkeit des Verteidigers während der mündlichen Ver- geknüpft, in der eine Beleidigung der beteilgten Richter gefunden gejagt habe: Was in der Broschüre der Lohnkommiſſion und in der handlung auf den Sigungssaal beschränkt werden müsse, einen wurde. Auf Grund dieser Bemerkung wurde gegen den Tischler Besprechung derselben im„ Vorwärts" über unsaubere Verhältnisse in Verweis. Als Vertreter des Beschuldigten bestritt Justizrat Caffel, Albrecht, der die fragliche Nummer als verantwortlicher Redacteur den Backstuben gesagt worden ist, das ist ja sehr traß; aber wir boten sei. Rechtsanwalt Mendel führte aus, daß er pflichtgemäß im feiner Freisprechung, da in der Verhandlung festgestellt viel schlimmere Zustände gefunden, als sie in jener Broschüre darRahmen der Verteidigung gehandelt habe. Nach längerer Beratung wurde, daß Hornickel die Nummer hinter dem Rücken des erkannte die Anwaltskammer, daß es bei der in der Verhandlung damaligen Angeklagten fertig gestellt hatte. Darauf wurde Hornickel gestellt sind. Nachdem noch mehrere Diskussionsredner entschieden ausgesprochenen Warnung zu bleiben habe, der Verteidiger dürfe zur Verantwortung gezogen. Im gestrigen Termine wurde festgegen die Verschlechterung der Bäckereiverordnung gesprochen hatten, nicht neben seinen Ausführungen im Sigungssaale noch solche in der gestellt, daß der Vorwurf gegen die beiden Freiburger Untersuchungs- wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung erklärt nach den Ausführungen des Referenten, Bresse erscheinen lassen. richter die mit der erwähnten Sache zu thun gehabt, ein unberechtigter daß eine feste, geschlossene, einheitliche Organisation die beste Gewähr Straßenbahn- Unfälle. Ein schwerer Unglüdsfall ereignete sich gewesen war, denn nach badischen Gesetz werden derartige Bergehen, für die Erhaltung des Maximalarbeitstags ist. Die Versammelten Straßenbahn- Unfälle. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich wie sie dem Verhafteten zur Last gelegt wurden, vor dem Schwur- find fest entschlossen, sich eine Verlängerung der durch die Bundesin der Nacht zum Dienstag auf der Tempelhofer Chaussee. Ein etwa gericht verhandelt, wodurch das Vorverfahren in die Länge gezogen ratsverordnung geschaffenen zwölfftündigen Arbeitszeit unter keinen 30jähriger unbekannter Mann, der von Tempelhof kam und mit wird. Der Angeklagte blieb im Termine dabei, daß Albrecht Umständen aufbürden zu lassen. Vielmehr erwartet die Ver einem elektrischen Straßenbahnwagen nach Berlin zurückkehrte, ver- wohl vorher von dem Inhalte der Nummer Kenntnis gesuchte gegen 11 Uhr abends am Tempelhofer Felde von dem in voller nommen habe und daß seine als Zeugen vernommenen Partei wirtschaftlichen Lebenslage der Bäckerei- Arbeiter, daß die jammlung, in anbetracht der schlechten gesundheitlichen, und Fahrt befindlichen Motorwagen herunter zu springen. Der Schaffuer genoffen, welche das Gegenteil befundet hatten, gegen ihre Reichsregierung entschieden für eine Verkürzung der Arbeits versuchte zwar, den Fremden zurückzuhalten, doch erhielt er für seine Gidespflicht verstoßen haben müßten. Der Vorsitzende, zeit eintritt. Sollte die Erwartung getäuscht werden, dann find wohlgemeinte Warnung eine grobe Antwort. Der Fahrgast sprang Landgerichtsrat Braun, bezeichnete dies Verhalten des Angeklagten bie Bädereiarbeiter nur auf Selbsthilfe angewiesen, und verpflichten ab, schlug mit seinem Körper gegen einen Baum und blieb auf als unanständig. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnis- fich die Anwesenden, zur Erkämpfung des Zehnstundentags einmütig der Stelle tot liegen. Ein Zusammenstoß eines Straßen- ftrafe von sechs Monaten, der Gerichtshof erkannte auf sech dem Verband der Bäcker Deutschlands beizutreten. bahnwagens der Linie Rigdorf- Seestraße mit einem Fischereichen Gefängnis. wagen fand gestern nachmittag in der Oranienburger, Ede der Hamburgerstraße statt. Zwei Fässer mit etwa 10 Centnern Fische Der ehemalige Kriminalkommissar Thiel wurde gestern ans wurden auf den Fahrdamm geschleudert und zertrümmert und der der Strafanstalt in der Lehrterstraße der 9. Strafkammer des LandStraßenbahnwagen erheblich beschädigt. Personen wurden nicht gerichts I vorgeführt, um in einer größeren Diebstahlssache als Zeuge vernommen zu werden. Thiel, der seine eignen leider Bei der Arbeit verunglückte in der Toblerschen Kleinbahnen- frug, ist start abgemagert. Es handelte sich um umfangreiche Diebfabrit der 40 Jahre alte Arbeiter Friedrich Schizlid aus der stäble, die in den Jahren 1898 bis 1900 auf dem Potsdamer GüterErmordung einer Kellnerin in Mannheim. Wegen vers Bergstr. 15, indem beim Drehen ein Stüd Eisen abflog und ihn an bahnhof in den von dem Spediteurverein gemieteten Lagerräumen schmähter Liebe überfiel ein Friseurgehilfe namens Lösch die Kellnerin der Stirn und den Augen traf. Der Verunglückte wurde mit einem ausgeführt worden sind. Die auf schweren und einfachen Diebstahl Jung, während sie schlief, und ermordete das junge Mädchen. NachKoppichen Rettungswagen nach dem Paul Gerhardt- Stift gebracht. bezi. Hehlerei lautende Anklage richtete sich gegen den Vorarbeiter dem Lösch die That verübt, trant er in selbstmörderischer Absicht Friedrich Reich, den Weichensteller Emil He cht, den Kutscher August An seinem AufUeber eine Revolver- Affaire meldet der Polizeibericht Materne und die Arbeiter Friedrich Bona z und Reinh. Breit Salpetersäure und öffnete sich die Pulsadern. folgendes: Der Kaufmann Karl M. geriet gestern Nacht im Hauſe treuz. Eine f. 3. bei Reich vorgenommene Hanssuchung förderte ein tommen wird gezweifelt. Kochstraße 4 mit einem unter ſittenpolizeilicher Aufsicht stehenden ganzes Warenlager der verschiedensten Gegenstände zu Tage, als da bei der spanischen Botschaft in Wien Marino Duran de los Rios y Ein Konsul in Wien verschwunden. Der spanische Konsul Mädchen in Streit und feuerte einen Revolverschuß ab, ohne jedoch find: Cigarren, Trikotwaren, Borzellangegenstände, Bakete Maccaroni, Castillo, der zugleich Importeur spanischer Weine war, ist seit dem zu treffen. Als ein Kellner dem Mädchen zur Hilfe eilen wollte, Konserven, Tabat, Hemden, Säcke 2c. 2c. Die weiteren Ermittelungen 1. Mai aus Wien verschwunden. verlegte ihn M, durch einen zweiten Revolverschuß in die Brust. Der ergaben, daß diese Waren aus Diebstählen herrührten, die an den Schuldenlast. Seit zwei Jahren war er mit der Tochter eines Er hinterläßt eine große Schwerverlette wurde nach der Unfallstation I und von dort nach auf dem Potsdamer Bahnhof ankommenden und für den Spediteur- reichen Privatiers verheiratet, auf dessen Namen er Wechsel gedem Krankenhause am Urban gebracht und der Thäter verhaftet. verein bestimmten Kollis begangen worden sind. An den Diebstählen fälscht hat. Die Botschaft und die Gläubiger erstatteten aber keine Ein großer Dachstuhlbrand brach gestern früh in der sind die angeklagten Bodenarbeiter beteiligt, in erster Linie Soldinerstr. 41( Gesundbrunnen) aus. Als das Feuer bald nach Reich, der des Diebstahls in 35 Fällen beschuldigt wurde. Anscheinend Anzeige bei der Polizei, weil der Schwiegervater erklärte, die Wechsel einlösen zu wollen. 3 Uhr bemerkt wurde, hatten die Flammen das Dach bereits an sind die Sachen aus Kollis entwendet worden, deren Verpackung auf mehreren Stellen durchschlagen, so daß die Feuerwehr bei ihrer Anfunft einen ausgedehnten Brandherd vorfand. Da die Nachbargebäude stark gefährdet waren, so wurde sofort mit vier Schlauch leitungen vorgegangen, um dem Feuer den Weg zu verlegen, was nach eineinhalbstündiger Arbeit auch gelang. Der größte Teil des Dachstuhls ist vernichtet worden, und der verursachte Schaden ist er heblich. verletzt. Ein zweiter großer Dachstuhlbrand tam Dienstagnachmittag in der Danzigerstraße 78 zum Ausbruch und machte der Wehr viel zu schaffen. Bier Rohre waren länger als eine Stunde in Thätigfeit, bevor die Gewalt des Elements gebrochen wurde. Fast der gesamte Dachstuhl ist eingeäschert und der entstandene Schaden demgemäß erheblich. Vorher war Potsdamerstraße 13 ein kleiner Bodenbrand und Salzwedelerstraße 1 ein Zimmerbrand abzulöschen. Straßensperrung. Die Cuxhavenerstraße von der Bachstraße bis zum Schleswiger Ufer wird wegen Asphaltierung vom 13. d. M. ab bis auf Weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. = war. Dalldorf. Socialdemokratischer Wahlverein für Waidmannslust und umgegend. Am Mittwoch bei H. Koll Distutierabend. Borsigwalde. Socialdemokratischer Wahlverein für Waidmannslust und Umgegend. Am Donnerstag bei A. Bethwell Diskutierabend. Vermischtes. Witterungsübersicht vom 7. Mai 1901. morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometer stand mm Wind richtung Windstärte Wetter 3 bedeckt -wolfig Temp. n. G. 5° 4° N. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 5 hlb.bed. 10 Haparanda 753 NNA 6 wolfig 747 N 7450 4 bedeckt 750 SW 3 bedeckt Temp. n. G. 15° C.= 10m. -2 7778 748S 2 Regen 10 Petersburg 750 SSO 1 Regen 12 Corf 4 bedeckt 10 Aberdeen 750 SW 751SW 9 Baris 752 Still 11 Wetter: Prognose für Mittwoch, den 8. Mai 1901. veränderter Temperatur. Biemlich trübe und regnerisch bei mäßigen füdwestlichen Winden und Berliner etterbureau. Cle Briefkasten der Redaktion. dem Eisenbahntransport defeft geworden war, vielfach scheinen die Arbeiter aber auch planmäßig die Kolli so heftig zu Boden geworfen zu haben, daß die Verpadung platte und ihnen Gelegenheit zur EntDas Wegschaffen aus der wendung von Waren gegeben wurde. Umgebung des Bahnhofs war nur dadurch möglich, daß damals an der Ringbahn bezw. Hochbahn gearbeitet wurde und infolge dessen mehr Spielraum zum Verlassen des Bahnhofs als sonst ge= geben war. Andrerseits wären die Diebstähle unmöglich gewesen, Swinembe 751 OSO 4 bedeckt wenn der Angeklagte Hecht seine Pflicht gethan hätte. Statt dessen Hamburg hat er mit den Arbeitern unter einer Dede gesteckt. Es ist erwiesen, daß, als ein Weinfaß angebohrt und eines Teils seines Inhalts München Franff./M. beraubt wurde, Hecht den Schlauch zum Ablassen des Weins her- Wien gegeben hatte; ebenso ist ein gestohlener Ballen Tuch im Wert von 257 M. zunächst in seine Bude gebracht worden und er hat etwas von dem Euch abbekommen. In einem früheren Termin wenig hatten die Angeklagten teilweise geleugnet. Speciell war Hecht mit der Behauptung aufgetreten, daß er zu seinem vor der Polizei ab= gegebenen Geständnis durch den Kriminalkommissar Thiel gepreßt worden sei. Thiel habe ihn direkt bedroht und gesagt: Hund, juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, Das Carl Weiß- Theater hat jetzt am Ende der Saison gute jage, daß Da es gethan hast, jonit schlage ich Dir Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Nach Wittenberge. Uns ist davon nichts bekannt. Tage. Ihm ist von ungefähr eine tolle Bosse beschieden worden:„ Der mit' nen Knüttel über den Kopf." Er ist mit dieser Be5. N. 20. Die im Jahre 1897 für den Verkauf von Waren ents Bräutigam vom Himmel." Das Stiid ist von Herrn hauptung aber erst hervorgetreten, nachdem Thiel schon wegen des standene Forderung, welche zum Gewerbebetrieb verwendet wurden, verGraf M. 42. 1. Was die Ehefrau Milowitsch, dem Leiter der Kölner Boltsbühne verfaßt, die von ihm begangenen Amtsverbrechens in Haft genommen worden fährt mit Ablauf des Jahrs 1903. von dem Gastspiel im Bellealliance Theater noch in recht Die damals in dieser Sache angestellten Ermittelungen haben in stehender Ehe vor dem 1. Januar 1900 erwarb, erwarb sie im landrecht: guter Erinnerung ist. Wie fast immer bei zugkräftigen Stücken, die Behauptungen des Angeklagten Hecht nicht bestätigt, bis auf lichen Teil( hierzu gehört Berlin und die Mart Brandenburg) in der Regel spielt das Beiwert auch hier nicht die nebensächlichste Rolle, und den einen Punkt, daß Thiel ihn gedugt hatte. Der Gerichtshof dem Manne. Nur was die Ehefrau während der Ehe durch Erbschaft, Ge: besonders trägt die heutzutage unvermeidliche Berulfung des Ueber hatte es feiner Zeit für notwendig erachtet, zur weiteren Wider- schenke, Lotterie oder eignen Erwerb( als Näherin, als Schauspielerin usw.) brett! sowie ein Luftballon sehr zum Erfolg bei. Denn man muß legung der Behauptung des Hecht, den Strafgefangenen Thiel, erwarb, erwarb sie als eignes Eigentum. Das durch sogenannte Mitarbeit Erworbene, also aus beider Eheleute Arbeit Angeschaffte, wird nicht ge= wissen, der Luftballon spendet die herrlichste Gabe, die auf dem Theater Siefem unterstellt gewesenen Kriminalschutzleite, soweit meinschaftliches Eigentum, sondern gehört dem Manne. An diesem Zu einer schmachtenden Liebhaberin beschert werden fann; ein strammer fie bei der polizeilichen Vernehmung des Hecht zugegen gewesen, stande ist eine kleine Besserung durch das Bürgerliche Gesetzbuch herbei: als alleiniges von der Lieutenant kommt aus wolligen Höhen der Glücklichen direkt in die Arme ferner den ersuchten Richter v. Podewils und dessen Protokollführer geführt Es gehört danach der Ehefrau geflogen. Ist das schon originell und spaßhaft, so spielen auch sociale au laden. Zur Vernehmung dieser Zengen tam es aber nicht, da Berwaltung des Ehemanns losgelöstes Bermögen: die zum persönlichen Ge Schmucksachen, Arbeits: und politische Momente eine dem Carl Weiß- Theater angepaste festgestellt wurde, daß Hecht das angeblich erpreßte Geständnis vor brauch bestimmten Gegenstände( Kleider, geräte, z. B. die Nähmaschine), ferner das, was die Frau spaßige Rolle. Die socialen Momente, indem einige junge Leute, dem ersuchten Richter bestätigt hatte und die Verteidigung als nicht durch ihre Arbeit oder durch den selbständigen Betrieb eines Erwerbsdie ungerechtfertigterweise von einem neugebackenen Fabrikbefizer streitig ansah, daß der Kriminalkommissar Thiel, der das Duzen geschäfts erwirbt und das, was ihr durch Erbfolge, Vermächtnis, Geſchente entlassen werden, spornstreichs zum Militär fommen und zugegeben, den Angeklagten nicht gerade mit Glacéhandschuhen anzugewendet wird. Aber auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch liegt es so, Unteroffiziere werden und in dieser Verwandlung den ein- gefaßt haben dürfte.() Auf Grund der Beweisaufnahme beantragte daß dasjenige, was durch gemeinsame" Arbeit beider Eheleute erworben jährig dienenden Unternehmer ordentlich zwiebeln. Die Politit Staatsanwalt Bahr gegen Reich 2 Jahre 6 Monate Zucht wird, falls fein Vertrag vorliegt, allein des Ehemanus Eigenwas im Interesse der Frau und nicht minder aber drängt sich insoweit in das Stüd hinein, als der Water baus, gegen Hecht 1 Jahr 1 Woche Zuchthaus, gegen tum wird. Soll des vorhin erwähnten Bräutchens, seltsamerweise ein Soldatenhaffer, Materne 4/2 Monate Gefängnis, gegen Bonas 9 Monate und auch der Verhütung völliger Berelendung der Familie durch Unglück, Schulden usw. des Manns liegt Die Rechtsanwalte die bermögensrechtliche Stellung der unter Leitung des dem Luftballon entfallenen Lieutenants dem gegen Breitkreuz 5 Monate Gefängnis. heiligen Militarismus zugeführt wird. Alle diese Vorwürfe geschickt Neumann II, Dr. Schwindt und Chodziesner plädierten Frau eine bessere werden, so ist der Abschluß eines Vertrags vor oder während der Ehe erforderlich. Ein Beispiel zu solchem Vertrage findet sich Seite 225 Nr. 22 des dem Arbeiterrecht" angehängten Führer durch das zusammengerührt, verhalfen der Boise zu einem immerhin verdienten für geringere Strafen. Der Gerichtshof fällte folgendes Urteil: Reich ein Jahr sechs Bürgerliche Gesetzbuch". Das ,, Arbeiterrecht" liegt in der Bibliothef Erfolg. Gespielt wurde flott und frisch. Monate Gefängnis; Hecht ein Jahr drei Monate Alexandrinenfir. 26 aus. Ihnen steht, falls Sie feinen Vertrag schließen, Gefängnis; Materne vier Monate Gefängnis; Bonazz demnach im wesentlichen nur das Eigentumsrecht an den mitgebrachten vier Monate zwei Wochen Gefängnis; Breitkreuz Wirtschaftsgegenständen zu. 2. Der Vater kann den von ihm geltend ge machten Anspruch nicht erheben: ein minderjähriges unverheiratetes Kind Reinickendorf. Die Anlage eines Müll bladeplages Freisprechung. fann von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des ist wiederholt Gegenstand der Tagesordnung in der Gemeinde- Der Gerichtshof hielt nur einfache Diebstähle für vorliegend. Unterhalts insoweit verlangen, als die Einfünfte seines Vermögens und vertretung gewesen; auch hat sich die zur Vorberatung eingejezte Bei Reich und Hecht, die sofort in Haft genommen wurden, wurden der Erirag feiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen. 3. Der Vater, Kommission mit der Angelegenheit beschäftigt. Nachdem nun nach je drei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt nicht die Tochter ist steuerpflichtig; er wird als Familienhaupt mit dem Jahresfrist die Kommission zu einem Entschluß nicht gekommen ist, erachtet. ihm durch die Tochter zufließenden und dem eignen Vermögen eingefchart. Aus den Nachbarorten. die 1 Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr..Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.