Nr. 115. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Inferttons- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonntag, den 19. Mai 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Diese Regreßansprüche, die bekanntlich sich auf Millionen belaufen Reichstag ganz richtig das socialpolitische Moment find jetzt, nachdem man wußte, daß man die Aktionäre nicht wesentlich in den Vordergrund schoben, war es umgekehrt nicht das Bestreben des Grafen Pofabowsky und seines mehr nötig hat die Mehrheit war ja ficher darüber die socialpolitischen Gesichtspunkte in Bergessenheit zu einfach Die Moabiter Hypothekenbanken. Die neue" Preußische Hypotheken- Aktienbank" ist nun fir mehr mit einem Worte erwähnt. Die Altionäre brachten Kommissars, die technischen Fragen zu betonen und und fertig; denn daß auch noch ein paar Behörden, Konkurs die Rebe darauf. In der Sandenschen Masse sollen bringen. Das gleiche Bestreben fennt man aus allen Ergüssen der gericht, der neue Landwirtschaftsminister, mitzureden haben, 7200 000 m. liegen, macht 600 000 m. für jede Bank. Ein Aktionär Unternehmerklaffe zu Arbeiterschutzfragen. Da wird immer die darf nach der bisherigen Haltung dieser Instanzen mehr als eine erflärte, daß Frau Sanden sich in das Schicksal gefunden habe, ganz Frage des Menschenschußes durch eine solch verFormalität bezeichnet werden. Sie überlassen es gern den hilfs- arm zu werden; nach England sei nichts gebracht. Ein andrer wirrende Fülle von technischen Schwierigkeiten bereiten Geburtshelfern der hohen Bank und deren gewiegten Aktionär hat sich in Dessau erkundigt und erfahren, daß Baron zu umgeben gesucht, daß sich der Ungeübte schwer mehr juristischen Assistenten, die verworrene Materie zu ordnen. Und das Cohn 30-40 millionen hinterlaffen habe; in Wahrheit ist unsres zurechtfindet. Unternehmer und Posadowsky marschieren aber ist mit großem Geschick zu stande gebracht worden. Wir können vor wiffens der Nachlaß höher. Man hat nun den Attionären bekanntlich so einträchtig zusammen, daß die Uebereinstimmung dem geschäftlichen Genie unserer hohen Finanz nur immer augemutet, eine Bilanz zu genehmigen, in der diese Aktiv- auch hier nicht wundernimmt. wieder unser Erstaunen ausdrücken. Von der Moral darf dabei posten Bur technischen Seite der Sache sei deshalb hier nur noch nach Diese Bilanz gang übergangen find. getragen, daß neuerdings ein chemischer Sachverständiger weiter nicht die Rede sein, denn die ist bekanntlich mit solchen ist also falsch, und es war nicht richtig von dem Vor- in unsrem Frankfurter Parteiorgan betont. die Frage, ob in den Dingen ebenso unvereinbar, wie mit Staatsgeschäften. figenden, gestern einen Redner an dieser Kritik der Bilanz zu hindern zerstörten und mitten in ungeschützten Menschenansammlungen geHerr Dr. Bernstein, der schon in einer früheren Versammlung und zu erklären, daß die Bilanzgenehmigung dem Anspruch der legenen Räumlichkeiten nicht doch schon statt mit bloßer Bitrinfäure, das Wort genommen hatte, sprach auch in der Aktionärversammlung Aftionäre nicht präjudiziere. Die Bilanz hätte wenigstens einen mit dem sehr explosiven Trinitrobenzol gearbeitet worden sei, gelte am Sonnabend, die von 101/ 2-121/ 2 Uhr im Gebäude der Preußischen Versuch machen müssen jene Regreßposten zu bewerten. Indem ihm durch die behördlichen Auskünfte teineswegs schon als erledigt. Hypotheken- Aktienbank stattfand. Er warnte dabei die Aktionäre, man diese Posten einfach wegließ, aber 11 Millionen für die zweifelhaften und dieser Verdacht beherrscht thatsächlich heute noch alle, Lauteten Zweifel an dem rekonstruierten Justitut auszusprechen, die von Sypotheken in Reserve stellte und 30 Millionen abschrieb, schließt die die sich näher mit dem Unglück befaßt haben. doch in Frankfurt a. M. alle die ersten Unglücksnachrichten gleich einem ganz bestimmten Teil der Preise" weiter ver- Bilang mit ca. 561/2 Millionen Verlust. Diese Schäzung ist un mäßig dahin, daß in dem zerstörten Gebäude sogar bereits Granaten breitet werden und dem Gedeihen der neuen Bank hinderlich gebührlich hoch. für die preußische Geschoßfabrit in Hanau gefüllt worden seien, und sein würden. Wir finden es gerade es gerade von diesem Herrn Je gründlicher man verfuhr, desto feiner" steht natürlich die ähnelte doch der Feuerregen, der so verwüstend auf, das über dem sonderbar, dergleichen zu äußern; auch er war bisher neue Bank da. Das Lob, das die Retter ihrem neuen Gebäude Main drüben gelegene Schwanheim niederfiel, mehr einem Bombarde unter den Kritikern und noch mehr insgeheim als öffentlich. zollen, ist also im Grunde eine böse Selbstkritik ihres Verfahrens ment mit ganz bestimmter Schußrichtung, als einem bloßen zers Dem neuen Institut bringt niemand Mißtrauen ents gegen die Trümmer, aus denen sie es gebaut haben. Es sind viele streuten Niederfallen senkrecht in die Höhe geschleuderter Massen. Auch gegen; im Gegenteil: wir wenigstens halten die rekonstruierte Spitzen" und ganze große Blöcke liegen geblieben, die man auf leiden gerade im Punkte des Verfahrens, das im zerstörten Raume betrieben wurde, die Auskünfte der beiden Beamten im Reichstage Bank für die einzige Hypothekenbant, auf die man heute schwören dem Schindanger des Kapitalismus einfcharren wird. an einem auffälligen Widerspruche. Nach dem Stenogramm des kann, denn ihre Geheimnisse fennt man nun, und was nach der Reichs Anzeigers" jagte Graf Bosabowsky, daß die Fabrik großen Abschlachtung der Grundschuldbank und der Aktionäre der Inzwischen nimmt der Krach der Hypothekenbanken seinen nach einem andren( nämlich viel gefährlicheren Benzol-) Verfahren Hypothekenbank übrig geblieben ist, das ist ein feines Geschäft. Wir weiteren Verlauf. Am Sonnabend wurden in Berlin die beiden fabrizieren wollte, daß die Konzession hierzu noch nicht bedürfen gar nicht der langvollen" Namen, mit denen gestern der Direktoren der ,, Pommerschen Hypotheken- Aktienbank", Friz erteilt war und daß infolgedeffen der Gewerbe Inspektor fich Aufsichtsrat, das Kuratorium des neuen Unternehmens Romeick und Wilhelm Schulz, verhaftet und in das Unter- noch wenige Wochen vorher an Ort und Stelle begeben und die garniert wurde, ein Aufsichtsrat, von dem Herr Dern- fuchungsgefängnis überführt. Fabrik revidiert hat", während der Geh. Reg.- Rat Jäger ausführte: burg bem ganzen Stola eines Angehörigen der Moabit wird nachgerade zur Ferienkolonie Die Fabrit hat auf ordnungsmäßigem Wege bor turgem ( warum nicht bestimmter? doch wohl vor der Katastrophe?) die Berliner Finanz sagte, daß keine Berliner Bank seinen Glanz für hypothekenbant Direttoren. Konzession für ein derartiges neues Mittel erhalten, das sich übertreffe. In der That, da find neben einigen Kommerzienräten auf die Benzolmethode gründet." Allerdings habe es sich nur um Arbeiten im Laboratorium gehandelt. Für die ist aber doch gar feine Ronzession nötig, sondern nur für die gewerbsmäßige Her stellung. Das sind und bleiben bedenkliche Widersprüche und Unflarheiten. Außerdem war offenbar die Bedachung des zerstörten Raumes ganz unvorschriftsmäßig, mindestens zum Teil aus Holz, ftatt aus Metall, so daß sie sich entzünden, herunterfallen und zur Eine halbamtliche Mitteilung aus Explosion beitragen konnte. Wiesbaden vom 4. Mai spricht deshalb auch von einem„ Sheddach". Aber damit sei es genug der technischen Hinweise. mit Politische Ueberlicht. Berlin, den 18. Mat. Die Heimkehr der Chinatruppen je ein Direktor der Diskontogesellschaft und der Deutschen Bank, Dr. Springer vom Hause Bleichröder eine gewichtige Dreieinig feit. 8war ist auch Herr Kommerzienrat Arnhold mit von der Partie, der Dresdener Bankier, der vor Ausbruch des Sandenfrachs beinahe noch die Wilmersdorfer Terrains für ein Spottgeld an einen Großindustriellen oder einen großgrundbesitzenden Grafen hat nunmehr der Saiser angekündigt. Beim Paradediner in Me verhandelt hätte. Indessen diese fleine Erinnerung wollen wir dem hat Wilhelm II. zu Ehren des Geburtstags des Baren eine Ansprache neuen Institut nicht nachtragen, sondern bekennen, daß dies Institut gehalten, von der das offiziöse Telegraphenbureau folgende Inhaltsalle Bedingungen einer großen Carriere in der Wiege angabe mitteilt: vorfindet. Es hat ein Aktienkapital von über 50 Millionen und fann zunächst 400 Millionen diese Beschränkung scheint die Auffichtsbehörde fürs erste gefordert zu haben später aber 750 Millionen Mark Pfandbriefe ausgeben; nach§ 7 des Hypothekenbank- Gesezes ist der fünfzehnfache Betrag des Aktiene tapitals die höchste Pfandbriefgrenze. Wie das hohe Aktienkapital ohne Bargeld aus den Rippen der Pfandbriefgläubiger geschnitten wird, haben wir früher mitgeteilt, auch unsre Bewunderung von der feinen Umgebung der Geseze, zu denen nun die Behörden ihren Segen geben müffen, hinreichend geäußert. In den ersten Jahren wird der Ertrag der Baut im Vergleich zu dem vollen Aktienkapital naturgemäß nicht allzu hoch sein; Herr Emil Salomon jun., der gestern präsidierte, und der zum Direktor der neuen Bant gewählt ist, wollte nicht einmal 4 Proz. Dividende sicher versprechen. Aber die Ausgabe der Pfandbriefe eines so wohl ausgestatteten und patronisierten Instituts wird bald steigen, und wie bald wird die frühere Dividende über schritten werden. Man kann daraufhin allerdings behaupten, daß die Pfandbriefbesitzer der Preußischen Hypothekenbank, die so biel Kapital repräsentieren, daß sie selbst wenigstens eine Attie er halten, zu keinem großen Schaden kommen und auf die Dauer sogar alles einbringen werden. " 0 Es kann aber nicht scharf genug hervorgehoben werden, daß das „ Ausgehend davon, daß es eine alte und liebe Tradition des preußischen Heeres sei, die Festtage der russischen Monarchen gänzliche Stillschweigen Bosadowskys und feines Kommissars auf die Schilderung Hochs von der entsetzlichen Schutzlosigkeit der Griesheimer mitzufeiern, erinnert der Kaiser daran, daß vor bald einem Jahr und Höchster chemischen Arbeiter einem völligen Geständnis des bes unter Zustimmung aller Mächte dem Generalfeldmarschall schämenden Bankrotts der reichsdeutschen Arbeiter Grafen Waldersee das Oberkommando in Betschiliübertragen chuß- Gesezgebung gleichkommt. Unsere Genossen im Reichsworden wäre. Wenn jetzt Hoffnung vorhanden sei, daß das tag wußten von dem Versagen der Löschvorrichtungen in der Fabrik, Gros der verbündeten Truppen bald in die Heimat werde von dem gänzlichen Fehlen eines Strantenhauses in Griesheim zurückkehren können, so wäre dies nicht zum kleinsten Teil dem mit seinen 2000 Arbeitern, der unglaublichen mangelBertrauen zu verdanken, welches der Kaiser von Rußland haften Organisation der Fabrit Krankenpflege und Beerdigung, dem Grafen aldersee geschenkt und erhalten habe. von dem Spottwort der Arbeiter Schlachthaus" für gewisse Mit dem Wunsche, daß die in China zwischen allen civilifierten Völkern besiegelte Waffenbrüderschaft der großen Sache des Friedens zu gute tommen möge, brachte der Staiser am Schluß seiner Rede ein Hoch auf den Kaiser Nikolaus aus. Nach der Rede wird man nicht mehr zweifeln brauchen, daß die chinesische Aktion, die zu den schlimmsten Episoden der deutschen Geschichte gehört, endlich beendigt wird. Freilich erklärt der Staifer, Damit nur das Gros" der Truppen werde zurückkehren. wird zugleich die von unsrer Seite von Anfang an befürchtete Absicht bestätigt, daß als kostspieliges Andenken an das chinesische Abenteuer eine Kolonialarmee übrig bleibt, die vorläufig in China dauernd bleiben soll. Wird die Neichstagsmehrheit auch diesen weltpolitischen Brocken schlucken? Aber dies Resultat ist erzielt auf Kosten der armen Wenn dem Kaiser das mißtönige Konzert" der Kulturvölker" Grundschuldbant Gläubiger und der Aktionäre. Wir als eine Waffenbrüderschaft erscheint, die der guten Sache des haben von Anfang an diesen Plan durchschaut und müssen wiederholt betonen, daß an der feinen rekonstruierten neuen Bant Friedens zu gute komme, so findet diefe idealistische Auffassung in der Fluch von tausenden kleiner Sparer, Witwen und alter Männer den Thatsachen keine Rechtfertigung. Im Gegenteil hat die Chinader Fluch von tausenden Kleiner Sparer, Witiven und alter Männer affaire die Interessengegensäge der Staaten der fapitaliſtiſchen flebt, die in der Grundschuldsanierung zu fura gekommen sind. Das Civilisation" verschärft, nicht vermindert. Und trotz des Trinkspruchs kurz ganze Arrangement ist allein um der geschäftlichen Zwed- Civilisation" ganze Arrangement ist allein um der geschäftlichen 3wed mäßigkeit, ohne Rücksicht auf den Anspruch der Geschädigten, auf den Baren, hat namentlich die preußisch- russische Freundschaft in China harte Stöße erlitten. Autorität von in Bezug auf Sprengstoffe socialpolitischen Betriebe der zerstörten Fabrit, von den mangelhaften berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungs- Vorschriften und der mit ben Arbeitern in feiner Fühlung stehenden Fabritinspektion, sowie von der ausschließlich aus Bourgeois zusammengesetzten Konzessionsbehörde zu erzählen. Und was erwiderte die Regierung im Reichstage auf alle diese wuchtigen Anklagen? Weiter nichts, als daß die Stonzessionsbehörde technisch nicht anders habe verfahren können das ist schon oben beleuchtet und daß der zuständige Fabrikinspektor eine fei. Sie antwortet also nur mit sehr nebensächlichen technischen Einwänden, giebt aber den Jammer, der aus jener Antlage spricht, völlig au und damit die vielgerühmte deutsche Arbeiterschutz Gesetzgebung gerade in einem Hauptfall, in dem sie sich vor allem hätte bewähren müssen, praftisch preis! Und das muß festgehalten werden. Es muß bei dieser Gelegenheit wieder in die Welt hinaus gerufen werden, daß unser ganzes Arbeiterschutzsystem gerade die auf einem so gefährdeten Posten des Industrie- Schlachtfeldes stehenden heimischen Arbeiter verkommen und verelenden läßt wie die Tiere, auch wenn fie eine Erplosion nicht zerreißt und von ihren täglichen Qualen ers löst. Der Gewerbe- Inspektor war erst vor kurzem in der Fabrik, fonnte aber nicht einmal sicher stellen, daß die Hydranten funktionierten. Bom Standal der Krankenpflege mit einem einzigen Arzt für 2000 Arbeiter und dem mangelnden Krankenhaus sah er nichts. Frühere JahresBemerkenswert ist, daß der Kaiser jetzt nicht mehr, wie im berichte von ihm enthalten im Gegenteil Lobsprüche für die In der gestrigen Versammlung machten einige Aktionäre den Spätsommer vorigen Jahres, davon redet, der 8ar habe statistische Thätigkeit des einzigen Fabrikarztes, der auf dem geVersuch, gegen die Abschlachtung der Aktien 10 auf 1- au bas Oberkommando in die Hände Walderfees gelegt. Es ist duldigen Papier der Fabrik- Krankenkaffenberichte ausgerechnet habe, opponieren. Es war nur etwas mehr als 1/4 der Aktien vertreten, inzwischen bon amtlicher russischer Seite erklärt worden, daß die Arbeiter bei den eigentlichen chemischen Prozessen viel niedrigere Krankheitsziffern aufwiesen, als die Packer, Schreiner, weitaus die Mehrheit durch die sanierenden Banken und ihre Klientel; von den vertretenen 6 078 000 m. protestierten 131 400 daß Rußland lediglich die zuerst von deutscher Seite angebotene Fuhrleute 2c. der Fabrit. Der socialpolitisch geschulte Kenner unsrer Uebertragung des Oberkommandos an Waldersee gutgeheißen habe. " Fabrik- Krankenkasse" genug. Das ist die Stummsche Form der Es wurde gestern offen zugestanden, daß die„ Retter" in den und der deutsche Kaiser scheint durch seine jezige Rede die frühere erfahrenen Krantentaffen- Einrichtungen weiß schon bei dem Wort irrige Annahme korrigieren zu wollen. ersten Monaten des Sanden- Krachs die Befürchtung hegten, daß bei Daß der Zar persönlich dem Grafen Waldersee sein Vertrauen Und der Fabrikinspektor sah nicht einmal, daß es für die angeblich allem Entgegenkommen der Gläubiger die Bassivität der Attionäre" die Bank zum Konturfe treiben tönnte. Man mußte geschenkt und erhalten hat, wie der Staifer betont, mag dem Welt- günstige Strantheitsstatistit eine sehr einfache Erklärung gab; die also die Aktionäre munter halten, ihnen Aussichten machen. Ob marschall einen kleinen Trost für die unleugbare Thatsache spenden, eigentlichen chemischen Arbeiter wechseln so oft und verlassen die wohl, wie Justizrat Kempner gestern wörtlich erklärte, sehr daß die Truppen der verschiedenen Staaten der Civilisation in China ungesunde Arbeitsstelle möglichst so bald, daß die Heftigkeit und der bloßen Griesheimer Fabrit- Strankenkasse zum Ausdruck fomnien schnell sich ergab, daß unter allen Umständen das attien sich um den Grafen Waldersee verteufelt wenig bekümmert haben Dauer ihrer gesundheitlichen Schädigung gar nicht in der Statistit kapital verloren sei, daß die Tochtergesellschaften allein das und zumeist auf eigne Faust in eifersüchtiger Isolierung ihre Sache tann. Die Arbeiterversicherung, der mangelnde Arbeiterschutz, die ungenügende Ueberwachung des letzteren zeigen fich in trauriger Kapital resorbieren würden", ist den Aktionären in zwei Beleuchtung, furz der ganze Jammer unsrer chriftlichen Socialreform früheren die gedruckt vorliegen, demsteht hier konzentriert vor unfren Augen. Der Gewerbe Inspektor jenigen vom 26. September und demjenigen vom 29. Januar, Die Beleuchtung, die unser Arbeiterschutz durch die Flammensäule hat nicht den geringsten regelmäßigen Verkehr mit den Arbeitern. die Herr Emil Salomon vortrug, Hoffnung auf die Negreßansprüche der Fabriferplosion von Griesheim bei Frankfurt a. M. wieder In seinem Inspektionsbericht wurde seiner Beit die Schaffung des gemacht. Im ersten Bericht ist von Regreßansprüchen der weit einmal erfahren hat, verdient noch einige Aufmerksamkeit. Während nahen Frankfurter Arbeitersekretariats, das auch für Griesheim gehendsten Art" die Rede, die mit Energie verfolgt würden nämlich unsre Genossen bei Vertretung der Interpellation im und Höchst mit funktioniert, nicht begrüßt, sondern bedauert, weil es gemacht. gegen die Abschlachtung. Berichten, " " führten. Eine Probe auf die deutsche Socialreform. Krankenversicherung! und Leben. Die Königin in Kindesnöten. wieber eine focialdemokratische Organisation bedeute, die sich| Einschränkung der Konkurrenz des Saccharins die Zuderindustrie zu| Heilbeten und deren Nuganwendung Front zu machen. Wie es zwischen Juspektor und die einzelnen Arbeiter schiebe. Als ob der Grunde gehen müsse.. heißt, gehören zu den eifrigsten Anhängern und Verbreitern dieses Arbeiter unter dem kapitalistischen Druck überhaupt anders mit der Während die Agrarier eine Besteuerung des Saccharins Aberglaubens auch solche Personen, die vermöge ihrer Stellung in Inspektion verkehren könne, als durch solch eine Zwischenstelle. Nun, nicht mit 80 m. pro Kilogramm, wie die Regierungsvorlage vor steter Fühlung mit dem Kaiser und der Kaiserin das Schweigen des Herrn Grafen Posadowsth über das radikale schlug, sondern von 115 M. forderten, verlangten unsre Genossen die stehen, welche augenscheinlich von dem sich in ihrer unmittelbaren Versagen jeder Socialreform in dem Unglüdsbetrieb war fein bisherige Steuerfreiheit. Schließlich wurde von der Mehrheit der Nähe abspielenden Unfug nicht unterrichtet sind. Meisterstück. Nicht einmal für die teuren Arbeitswilligen" um Stommission eine Steuer von 60 Mart pro Kilogramm an= Gegen den Brotwucher. Aus Dresden wird uns be= jeden Preis, welche die fluktuierende Arbeiterschaft dieser Betriebe genommen. bilden, leistet das heutige System irgend etwas Erhebliches. Jede Eine wesentliche Veränderung erhielt durch einen Antrag, den richtet: Der sächsische Landesverband des Handelsbertragsvereins hat in den letzten 3 Monaten 18 Versammernsthafte Stichprobe ergiebt immer wieder das niedrigste Maß Genosse Wurm stellte, der§5 des Entwurfs, der Bestimmungen über lungen veranstaltet, in denen Kundgebungen für die Fortführung an Arbeiterfürsorge, das sich denken läßt. Die Attionäre der Gries gewerbsmäßigen Vertrieb der künstlichen Süßstoffe trifft einer der Industrie und dem Handel segensreichen Handelsvertragsheimer Fabrit sind in ihren profitlichen Anlagen durch das Handels- Die Regierungsvorlage gestattet den Vertrieb nur Inhabern von Süßstoff- politik erfolgten. In lezter Zeit haben die Chemnizer Ortsgruppe gesetzbuch sicher gegen Verluste und Betrügereien beffer gefügt, fabriten und solchen Personen, welche die Erlaubnis der Steuerbehörde sowie mehrere Ortsbezirke der Laufiger Gruppe des Handelsals die Arbeiter desselben Unternehmens durch Gewerbe- Ordnung. hierzu erhalten haben. Die Mehrheit der Kommission ergänzte diese Be- vertragsvereins Petitionen an die sächsische Regierung sowie an den Inspektion und Versicherungsgesetze gegen den Raub an Gefundheit ftimmung gemäß einem Antrag des Centrumsabgeordneten Behnter Reichstag gerichtet, in denen gegen die einseitigen Forderungen zunächst dahin, daß die Erlaubnis nur dann versagt oder So erklärt sich auch das beredte Schweigen Pojadowstys und entzogen werden kann, wenn Thatsachen vorliegen, welche die der Agrarier Stellung genommen wurde. Am 11. Mai fand eine Versammlung des Handelsvertragsvereins in Hainichen statt, bei feines Rats auf die socialpolitischen Anzapfungen unirer Genossen Annahme rechtfertigen, daß in dem Geschäftsbetrieb des Be welcher Gelegenheit alle bedeutenderen Firmen dem Verein beitraten. im Reichstage am einfachsten und zwanglosesten. Es giebt eben im werbers die Beobachtung der Verkehrsbeschränkungen beim Shiten der verpreußten Socialreform viele, viele Stellen, die selbst Handel mit Saccharin nicht genügend beaufsichtigt wird; die That- Aus Heffen, 17. Mai. Die Ueberlastung der Sicherheitsein sonst erprobter Kugelfänger, wie der Marquis Bosa, nicht deden fachen sind in dem Bescheid anzugeben. Auf eine Anfrage unserer ventile der Dampftessel auf den Rheindampfern ist ein beliebtes fann und mag. Womit freilich beileibe nicht gejagt fein fol. daß Genossen erklärte der Staatssekretär Thielmann, daß die nationale, Mittel, übermäßige Ladungen mit an sich unzureichenden Maschinen er auch nur den geringsten Schritt dazu thun werde, jene schreienden religiöse oder politische Gesinnung des Bewerbers bergan zu schleppen. Schon eine Reihe schwerer Schiffsunglüce sind Mängel auch nur notdürftig auszubeffern. Man hat fobiel Wichtigeres nicht maßgebend sein soll, sondern sich die Steuerbehörde nur durch dieses von der Profitfucht der Reeder eingegebene Verfahren zu flicken und zusammenzuhalten bon fachlichen Erwägungen leilen lassen dürfe, die sich auf verursacht worden. Unser Genosse, Abgeordneter Haas hat sich den Gewerbebetrieb erftreden( also Bestrafung wegen Be- das Verdienst erworben, diesen schlimmen Mißstand ans Licht der trugs und bergleichen). Da unfre Genossen der Meinung Oeffentlichkeit zu ziehen und durch reiches Thatsachenmaterial waren daß die fachlichen Erwägungen sehr leicht in zu illuftrieren. Nunmehr hat die Regierung der Kammer willfürliche Chifanierungen mißliebiger Personen ausarten fönnten, einen Gefeßentwurf zur beschleunigten Behandlung zugehen stimmten sie gegen den Antrag Zehnter, der jedoch lassen, in dem strenge Strafvorschriften enthalten sind gegen die von der Mehrheit angenommen wurde. Ein weiterer Antrag erschien Besitzer oder Benuzer von Dampftesseln sowie gegen das mit der aber noch geeigneter, der Willkür der Steuerbehörden Thür und Wartung betraute Personal im Fall einer bestimmungswidrigen BeThor zu öffnen. Es sollten nämlich die von der Steuerbehörde zum handlung der Sicherheitsvorrichtungen. Ein Gesezentwurf betreffend Standesordnung und Ehren: Vertrieb von Süßstoff zugelaffenen Personen zu einer genauen Buchführung über den Bezug und Absah von Süßgerichte für die Aerzte ist soeben erschienen. Jit Artikel 1 wird stoff verpflichet sein. Genosse Wurm wies darauf hin, daß erklärt:" Jeder Arzt, der im Großherzogtum seinen Beruf ausübt, auf Grund dieser Bestimmung jeder Händler für jedes hat sich hierbei größter Gewissenhaftigkeit zu befleißigen und durch sein Gramm Saccharin, das er verkaufe, gezwungen werden könne, Berhalten in wie außerhalb( 1) der Berufsthätigkeit sich der Achtung Namen und Beruf, auch Wohnung des Käufers anzugeben, denn von und des Vertrauens würdig zu zeigen, die sein Beruf erfordert." einer genauen Buchführung werde dies schließlich verlangt Es werden dann eine Reihe von Verstößen gegen die Berufspflichten werden, da je 1 Gramm reines Saccharin an Süßwert gleich aufgezählt, u. a. die gemeinsame Behandlung Kranfer mit Nicht1 Pfund Zuder sei. Das aber sei eine so arge Belästigung des ärzten und die Unterstügung der Krantenbehandlung durch Nichtärzte Handels, daß er einem Verbot des Verkaufs geradezu gleich fäme; in irgendwelcher Form." Danach hätte zum Beispiel kein Arzt tein Händler würde sich dieser Plackerei unterwerfen. Obwohl wir unsrem Genossen Vollmar seiner Zeit die Behandlung in der wünschten, daß das Volk sich in der Lage befände, anstatt des nähr- Heifingschen Anstalt empfehlen dürfen, ohne sich strafbar zu machen. wertlosen Saccharin sich den nährstoffreichen Buder zu kaufen, so dürfe man Auch die Bestimmung, wonach ein„ unlauteres Unterbieten" bei der Aber das so siegesgewiß angekündigte und mit so freudiger doch nicht die Notlage des Bolls, die es zum Bezug des Honorarvereinbarung mit privaten Korporationen, Krankenkassen 2c. Spannung erwartete Familienereignis ließ zum wachsenden Staunen Surrogats treibt, dadurch verschärfen, daß man ihm auch selbst den straffällig ist, schließt eine gemeingefährliche Auslegung nicht aus. der Harrenden Monat auf Monat auf sich warten. Staunen und Bezug des Saccharins, das es als Süß gewürz verwendet, so mit Was das Verhalten außerhalb der Berufsthätigkeit" betrifft, so erNiedergeschlagenheit ergriff auch den König selbst, deffen Regierungs- Schwierigkeiten verknüpfe. Eine genau e Buchführung fann nur klärt ein Zusatz zu Artikel 1: Aus politischen, wissenschaftlichen Herrlichkeit mit der Erfüllung seiner Vaterhoffnungen aufs innigste dort verlangt werden, wo es sich um größere Mengen Saccharin, und religiösen Ansichten oder Handlungen als solchen können Berdie eventuell an Wiederverkäufer abgegeben wird, zusammenhing. Denn der Prätendent Karageorgewitsch handle. stöße gegen die Berufspflichten nicht abgeleitet werden." Das läßt Bied Da die Mehrheit der Kommission einer völligen Freigabe sich hören. Besser aber wäre, man überließe das ganze außer lag schon arglistig auf der Lauer, um die enttäuschte Nation gegen des Bertaufs wie wir fie verlangen, nicht zustimmt, berufliche Verhalten des Arztes ruhig der Beurteilung des Publikums den enttäuschten kinderlosen König aufzuwiegeln. Kein Wunder, wollen wir wenigens die genaue Buchführung auf größere und verzichtete auf jeden Versuch, in dieser Hinsicht noch eine, bedaß Alexander eine Reihe renommierter Aerzte Herbeirief, Mengen eingeschränkt wissen; da es aber nicht der Willtür der fondere Censurbehörde neben der öffentlichen Meinung zu schaffen. um fie über den rätselhaften Fall zu konsultieren. Aber Steuerbehörde überlassen werden darf, was sie als größere Für Verstöße gegen das Strafgesetzbuch sind ja ohnehin die Gedie Aerzte sollen nicht nur das Nichtvorhandensein gesegneter Um- Menge betrachtet, so beantragte Wurm, unter Hinweis auf richte da. stände konstatiert haben, sie sollen, nach dem„ Neuen Wiener Journal", ie Bestimmung des Entwurfs, daß eine Nachbesteuerung nur bei eintreten soll, daß eine genaue an der Königin sogar ein Leiden festgestellt haben, das sogar Mengen über 50 Gramm alle fünftigen Baterhoffnungen des Königs jah Buchfus.ang nur über den gesamten täglichen Absaz, insbesondere von einzelnen Posten überfünfzig zu Schanden machen soll! Wie das Blatt weiter erfährt, Gramm reinem Süßstoff" notwendig fei. Regierung und Agrarier hat die Königin bereits vor 1/2 Jahren ärztliche Aufklärung über erklärten diesen Antrag für unannehmbar, er wurde aber doch mit diesen ihren Zustand erhalten, was sie jedoch nicht abgehalten habe, 11 gegen 7 Stimmen angenommen. Nun wollten die Agrarier ihrem fünftigen Gatten eine erfolgte Conception vorzuspiegeln. den ganzen Paragraphen nicht mehr annehmen; da aber aus dessen Bergebens habe der frühere Ministerpräsident Iada Ablehnung das ganze Gesetz zusammengebrochen wäre, bissen sie in Giorzewicz, dem die Diagnose des betreffenden Arztes belannt den jauren Apfel. Bei den Plenarberatungen wird diese Abgetvesen sei, den König durch Vorstellungen vom Eingehen der Ehe Stimmung heiß umstritten werden. Das Gesetz soll am 1. April 1902 abzuhalten versucht. Draga habe in einem französischen Arzte, der in Kraft treten. ihr die Schwangerschaft attestiert habe, einen wirksamen Complicen gefunden. Die Affaire des serbischen Königshofes wird immer tragi fomischer. Der arme König Alexander ist in jugendlichem Reichtsinn das Opfer einer räntevollen Circe geworden, deren raffinierten Berführungs- und Täuschungsfünsten der erlauchte Svroß der gekrönten Musterehe nicht wiederstehen konnte. Als Preis ihrer Unschuld forderte und erhielt sie die Königstrone. Aber während sonst die natürlichen Folgen einer temperamentvollen Vorwegnahme ehelicher Intimität möglichst lange vertuscht zu werden pflegen, fündete der große Alexander im stolzen Gefühl seiner frohen Vaterwürde seinem Volke frohlockend die bevorstehende Geburt eines Thronfolgers an. Und dies Argument männlicher Thatkraft schmetterte den Widerstand gegen die eheliche Verbindung mit Draga Maschin siegreich zu Boden. Die Nation aber jauzte ihrem Herrscher zu, der im Interesse seiner Regentenpflicht, aus vorschauender Sorge für das Blühen der glorreichen Dynastie der Obrenowitsch der kleinen Blühen der glorreichen Dynastie der Obrenowitsch der kleinen tonventionellen Rücksichten gespottet hatte. Es ist erklärlich, daß der so furchtbar hintergangene Serben fönig nunmehr von Groll gegen seine intriguante Gattin erfüllt sein muß. Man vermutet, daß der delikate Ehezwvist schließlich mit einer Scheidung endigen wird, handle es sich für den König doch nicht nur um einen Verzicht auf legitime Leibeserben, sondern auch um einen Verzicht auf die Krone. Andrerseits traut man der Königin trotz alledem noch einen Rest jener geheimnisvollen Macht über den König zu, die den kaum den Kinderjahren Entwachsenen einst zum Sklaven der schon sehr erblühten Reize der Witwe des simplen Ingenieurs Draga gemacht haben.König Alexander hat übrigens bewiesen, daß er ein moderner Kulturmonarch und fein asiatischer Despot ist; ein solcher hätte den Medizinmännern, die seine schönsten Hoffnungen zerstörten, die Köpfe abschlagen lassen, Alexander jedoch verlieh dem russischen Universitätsprofessor Snegirew, der das Vakuum bei Draga konstatierte, das Großkreuz und dessen Gehilfen das Kommandeurkreuz des Savaordens. Das Herold- Bureau verbreitet noch folgende zwei Lesarten über den föniglichen Ehekonflikt: Wien, 18. Mai. Depeschen aus Belgrad zufolge demissio. nierte das gesamte Kabinett und legte dem König nahe, die Ehescheidung einzuleiten und die Königin in einem russischen Nonnentloster zu internieren. Bisher hat der König noch feinerlei Entscheidung ge= troffen. Der Mi Belgrad, 18. Mai. Der Ministerpräsident uits gab die Versicherung ab, daß die Affaire der Königin Draga als abgethan zu betrachten sei; die Angelegenheit werde auch in politischer Beziehung teine Folgen haben. " Freiheit, die ich meine! In der Berliner Hochschulzeitung", dem Organ der Freien" Studentenschaft, wird ein Aufruf veröffentlicht, der eine Sympathielundgebung für die russischen Studenten fordert. In dem Aufruf heißt es: " Wir sahen in diesen Wochen unsre Kommilitonen jenseits des Njemen einen heißen leidenschaftlichen Freiheitskampf fämpfen. Sie stritten für das höchste, das in der Menschenbrust lebt, sie ftritten mit all dem Trozz und der Uneigennützigkeit, die das stolzeste Vorrecht der Jugend ist. Und sie bluteten auch dafür. Wir sahen in diesen Wochen, wie die Kämpfer unter Knutenhieben fielen oder den Todesgang nach Sibirien gingen. Die Studenten Belgiens, Italiens, der Schweiz, Frankreichs und in diesen Tagen auch Oestreichs haben ihnen Sympathie- Rundgebungen gesandt. Wo blieb die deutsche Studentenschaft? Wir hatten dies beschämende Schauspiel, daß in dem Rande der Freiheit, des Jdealismus die studentische Jugend vergaß, daß ihre VorIäufer im ersten Drittel des geschiedenen Jahrhunderts- ebenso für dieselben Rechte gelämpft und geblutet hatten, wie die östlichen Stommilitonen. Sie vergaß und schwieg! Ausland. Dänemark. ihre MitDie Kopenhagener Lesegesellschaft ,, Athenäum", die seit einem Menschenalter den Sammelplatz der intelligenteren Elemente der Bourgeoisie bildete, hat in der vorigen Woche in ihrer Generalbersammlung beschlossen, sich aufzulösen. Sie hat in den letzten Jahren immer mit Unterbilanz gewirtschaftet, ihre Schuldenlaft ist jetzt auf 10 000 r. angewachsen und Jm vorigen Jahre hatte der gliederzahl auf 259 gesunken. Borstand der Gesellschaft um Staatshilfe nachgesucht und der Reichstag hatte dann auch 10 000 Str. zur Deckung der Schulden mit der Voraussetzung bewilligt, daß die Gesellschaft sich auflöse und die sehr wertvolle, 70 000 Bände umfassende Bibliothet an die königliche Bibliothek, die neue Staatsbibliothek in Aarhus, die Reichstags Bibliothek und die Arbeiter Resegesellschaft in Kopenhagen verteilt werde. Daß aber die Arbeiter auch etwas von der Bibliothek abkriegen sollten, gefallen scheint offenbar den Athenäums Mitgliedern nicht denn die Generalversammlung hat beschlossen, auf die Staatshilfe zu verzichten und die Bibliothek dem zu haben. " Handels- und Komptoristen- Verein" zu überlassen, der auch 10 000 kronen dafür geben will. 0 Es ist ein lehrreiches Zeichen der Zeit, daß, während die feinste Lesegesellschaft der Bourgeoisie auf solche Weise verendet, die „ Arbeiter Lesegesellschaft" sich im schönsten Wachstun befindet. Dieser gehören jezt 2128 Männer und Frauen an und ihr Kaffenbericht bilanzierte im letzten halben Jahr mit 5802,51 Kronen. in einem Jahre 74 564, wogegen im Athenäum" nur 10 000 Bände Ihre Bibliothek zählt bereits 8000 Bände und ausgeliehen wurden entliehen wurden. Türkei. " Zum Postkonflikt. Die Frankfurter Beitung" meldet aus Konstantinopel: Beim Sultan hat in der Postfrage eine Die Türkei ruhigere Auffassung Plaz gegriffen. Daß in Burschenschafter und verwandten Kreisen, die sonst wird vielleicht schon in den nächsten zwei Tagen einen billigen den Ruhm jener Epoche in Erbpacht haben, fein Wörtchen Rückzug antreten. Zum Umschwung der Ansichten des Sultans gehört wurde, kann niemand Wunder nehmen: Sie haben hat lediglich die einmütige Haltung der europäischen Presse bei nur noch den Namen behalten, aber sie hüten sich wohlweislich, getragen. Der Minister des Aeußern besuchte gestern den Doyen das Erbe anzutreten. des diplomatischen Corps, doch lehnte derselbe es ab, über den PostNun warten und erwarten wir aber, daß die Freie touflikt zu diskutieren. Asien. Studentenschaft, die Fintenschaft, sich aufrafft und sich dem Protest der europäischen Intelligenz anschließt!... Wir Erkrankung des Schahs von Persien. Daily Expreß" be warten und erwarten, daß Berlin vorangeht und die Freie richtet aus Tiflis, der Gesundheitszustand des Schahs von Persien Studentenschaft des Reichs mit sich reißt und den tapferen jei augenblicklich derartig, daß der Schah nicht die kleinste Reise Kommilitonen Rußlands das Freundschaftswort zuruft, das durch unternehmen könne. Die Aerzte befürchten den baldigen Europa hallen möge!" Tod des Kranken. Der Boeren- Krieg. Die neue englische Infamie, Die Redaktion hatte dem Abdruck des Aufrufs bereits die wässernde Bemerkung hinzugefügt, sie verhehle sich nicht, daß sich starter, vielleicht nicht unberechtigter Widerspruch gegen eine solche Deutsches Reich. Der Einsender wird denn auch wohl Rundgebung erheben würde". lange warten können, bis sein Wunsch Erfüllung findet. über die wir in unsrer gestrigen Nummer im Depeschenteil bes Die Reichstagsschwänzer. Aus dem heut erschienenen Im Lande des deutschen Idealismus überlassen es die In- richteten: das Loslassen der Kaffernstämme auf die Boeren stenographischen Bericht der legten Reichstagssigung geht hervor, tellektuellen" wohlweislich dem Proletariat, den tapferen Studenten findet auch in der englischen Preffe die schärfste Verurteilung. Das daß von den Branntweinparteien nicht weniger als in Rußland brüderlich die Hand zu reichen. Die deutsche Studenten- Herold- Bureau meldet: 52 Mitglieder ohne Entschuldigung, 14 als entschuldigt, 14 als fchaft bevorzugt den Opfermut, der zur Abfassung byzantinischer Die heutigen Morgenblätter kommentieren den aus Südafriko beurlaubt, 10 als frant, im ganzen 90 gefehlt haben. Diese Glückwunsch- Telegramme und zur Förderung der Panzerplatten- eingetroffenen Bericht über die Bewaffnung der Eins Schwänzer find es, gegen die sich der Aerger der Konservativen und Bolitik gehört. Süß ist es, für das Vaterland zu sterben geborenen gegen die Boeren. Mehrere Blätter fordern die schuldigen des Centrums wegen ihres Reinfalls richten sollte. Statt dessen Charakter, Ueberzeugungskraft und Idealismus, süß und zudem er- energische Maßregeln gegen Offiziere. schmähen sie auf die Parteien der Linken, die nur ihr gutes Recht sprießlich für die Karriere. wahrten, und berauschen sich an aussichtslosen Plänen eines Umsturzes Das hindert die Braven aber nicht, in ihren alkoholischen ZuDas Aufheben der Eingeborenen gegen die Boeren und deren der Geschäftsordnung. Versorgung mit Feuerwaffen entspricht freilich nur einer alten Braris Englands. Die Regierung wird das Vorgehen der Offiziere öffentlich mißbilligen und im geheimen unterstützen. Ein neues Gefecht. Der Süßstoff: Gesetzentwurf. adständen ständen zu plärren: Freiheit, holdes Wesen, Gläubig, fühn und zart, Hast ja lang erlesen Dir die deutsche Art. an Zu den in der Kommission fertiggestellten gesetzgeberischen Oberst Gorringe hatte am 16. Mai ein Gefecht mit einem Arbeiten des Reichstags, die aber erst im nächsten Winter zur endGesundgültigen Erledigung im Blenum gelangen fönnen, gehört das Süß- Frommer Sport. Die Bolts- 8tg." schreibt: hatten 4 Tote und Verwundete. Eine Boeren- Abteilung, deren stoff- Gesez. Es erscheint angemessen, die Ergebnisse der Kommiffions- beten" ist die neueste Beschäftigung, der ein Teil der Bots- Kommando bei Roodeklof östlich von Stormberg. Die Boeren Damer Gesellschaft" obliegt, die fich des Zutritts zum Stärke verschiedentlich geschätzt wird, überschritt vor einigen Tagen beratung hier furz zusammenzustellen: In den Kommissions- Verhandlungen wurde offen eingestanden, sofe rihmt. Der Aberglaube besteht darin, daß durch eifriges den Oranjefluß und begab sich nach Zuurberg. Führer derselben sind daß die geplante Einschränkung des Verkehrs mit fünstlichen Süß- Beten, ohne Hilfe von Aerzten, Medikamenten oder dergleichen, den Oranjefluß und begab sich nach Zuurberg. Führer derselben find Die letzte Tagesverluft- Lifte stoffen( Saccharin, Dulcin, Zuckerin u. dergl.) sowie die hohe Be- Krankheiten und Wunden geheilt werden sollen. Die hauptsächlichen Lotter, Banreenen und andre. Steuerung derselben nur deshalb von den Zuderinteressenten gewünscht Vertreter dieser Lehre" haben ihren Sig in Dresden und Hannover 9 Schwerkrante. 27 Vermißte find iverde, weil sie befürchten, daß die künstlichen Süßstoffe dem Zucker und üben diese nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch aus. Die umfaßt für den 17. Mai zwei Tote, 7 Verwundete, 17 an Krankeine immer stärker werdende Konkurrenz machen Kranten, die davon profitieren wollen, brauchen nicht einmal persönlich heiten Verstorbene und werden. Vergeblich wurde von den Vertretern unsrer Partei darauf zu erscheinen, sondern können sich auf eine briefliche Beschreibung wieder ins Lager zurückgekehrt. 3 Offiziere und 144 Mann sind Die Peft. hingewiesen, daß eine solche Konkurrenz schon deshalb wünschens: ihres Leidens beschränken. Durch die in ihrem Intereffe alsdann nach der Heimat eingeschifft worden. wert fei, weil der Zuder durch den Zuderring in wucherischer Weise veranlaßten Gebete wird angeblich ihre Heilung früher oder später In Kapstadt wurden 5 neue Bestfälle unter den Europäern und verteuert werde. Die Vertreter der Zuckerindustriellen erklärten den bewirkt. Einzelne Hofprediger sollen bereits Veranlassung genommen Ring für eine sehr nügliche Einrichtung und behaupteten, daß ohne haben, von der Kanzel herab gegen die Lehte" vom Gesund- oder 5 unter der farbigen Bevölkerung festgestellt. des Das Partei- Nachrichten. aber, wie das Ministerium in dem Rundschreiben an die Kreis- Um so eigentümlicher nimmt es sich aus, daß die Herren ihren Hauptmannschaften bemerkt, nicht beschränken auf Vorschriften Arbeitern die Zugehörigkeit zur Organisation verbieten wollen, denn Eine Bezirkskonferenz für den Oberelsak tagte am über die Beschaffenheit und Instandhaltung der darum dreht sich der Kampf, der jetzt die Arbeiter aus den Fabriken 16. d. Mts.( Himmelfahrtstag) in Mülhausen. Die Einberufung Wohnungen, sondern es müsse vor allem eine zwedmäßige treibt. Es wiederholt sich hier, was in solchen Kämpfen nicht selten war durch den Arbeiter- Wahlverein Mülhausen und das dortige Wohnungsbeaufsichtigung eingeführt werden. Gewerkschaftskartell erfolgt; es waren 31 Delegierte anwesend, Ministerium hat auch bereits im Anschluß an das neue Baugesek ist, daß die Unternehmer die politischen Forderungen ihrer Partei zum darunter eine Frau. Beschlossen wurde zur planmäßigeren Be- Grundsäge für derartige Wohnungsordnungen aufgestellt, deren Ein- Teufel wünschen, tvenn es ihrem Interesse dienen fann. Koalitionsfreiheit treibung der Agitation im Obereliaß die Bildung eines neun- führung bisher immer noch an dem Widerstande der Kommunal- ist den Herren vom Centrum und auch dem bürgerlichen Liberalismus gliederigen Bezirts Agitation stomitees, in welchem verwaltungen scheiterte. eine unangenehme Sache, sobald die Arbeiter davon Gebrauch machen; auch die Frauen durch eine Delegierte vertreten sind, mit dem Der Münchener Aerzteftreit gegenüber der Orts- Kranken- und so spielt sich denn auch in der alten Feste des Liberalismus, geschäftsführenden Ausschuß in Mülhausen. Der letztere besteht aus taffe IV( Gastwirtsgewerbe) dauert nun bereits sechs Wochen. Wie wie der Wahlkreis Nordhausen gerannt werden kann, ein Konflikt den Genossen Emmel, Martin und Maurer. Die drei im Oberelsaß von seiten der Aerzte berichtet wird, hat der Kaffenvorstand in der zwischen liberaler Theorie und Praxis ab. Der Kampf wird von den bestehenden Gewertschaftstartelle Mülhausen, Colmar und Honorarfrage nachgeben müffen. Dagegen lehne die Kaffe jedweden Arbeitern mit aller Energie geführt werden, die Tabalarbeiter Gebweiler erhielten bestimmte Agitationsgebiete zugewiesen. Vorschlag der Aerzte, den Kassenärzten eine würdige wollen ihre Organisation, die sie mühevoll aufgerichtet haben, Socialdemokratische Kommunalpolitik. Die legte Monats- Stellung vertragsmäßig zu sichern", ab. Deswegen nicht durch einen schmähligen Anschlag zertrümmern lassen. versammlung des Socialdemokratischen Vereins zu Mannheim sei befchloffen worden, die Kaffenmitglieder nicht mehr nach den von den Arbeitern der Versuch unternahm nach einem Referat des Arbeiteriekretärs Genossen Kazenstein geringen Beträgen der Minimaltare zu behandeln, sondern daß für Wiederholt iſt über das„ Gemeindeprogramm" folgende Beschlüsse an: I. Die den Besuch 3 M.. für eine Konfultation in der Sprechstunde 1,50 m. nommen worden, einen friedlichen Ausgleich zu finden, aber ebenso Stadtverordneten Fration wird beauftragt, mindestens verlangt werden müsse. regelmäßig erfolgte von der andern Seite die Abweisung. alle Vierteljahre über ihre Thätigkeit und sonstige wichtige städtische Der Zusammenhalt der Arbeiter und Arbeiterinnen ist ein guter Arbeiterausschüsse bet den franzöfifchen Staatsbahnen. Angelegenheiten Bericht zu erstatten. II. Ge soll eine gemischte wir hatten vor einigen Wochen berichtet, daß der französische und sie dürfen der Sympathie der übrigen Arbeiter sicher sein. Der socialpolitische Kommission des Gewerkschaftskartells Minister für öffentliche Arbeiten Herr Baudin, die Schaffung von Arschlag auf das Koalitionsrecht muß mit vereinten Sträften niederund der Fraktion eingesezt werden, die mindestens einmal monatlich Comités du Traivail" angeordnet hatte. Die Aufgabe dieser geschlagen werden vor allem werden es die Tabalarbeiter als eine zuſammentritt: III. Eine Kommission wird eingefeßt, die bis zum Komitees besteht in der Ueberwachung der strikten Durchführung aller Ehrenfache betrachten, ihre bedrängten Kollegen moralisch und Herbst eine specielle Ausarbeitung des Kommunal gefeglichen Vorschrifter betreffend die Einhaltung der Arbeitszeit und materiell zu unterstügen. Das Bureau der Tabalarbeiter ist: Nordprogramms für Mannheim als Grundlage für die Stadtverord- Ruhepausen der Bahnbediensteten sowohl des Bugs- als Stations haufen. Schreiberstr 10 Kassirer Karl Ostvald. neten Wahlbeweging machen soll. IV. Die von der Fraktion vor perfonale, wie auch die Kontrolle des fahrplanmäßigen Zugs zunehmenden Ersatz- und Stadtrats- Wahlvorschläge sollen verfehrs. Die Komitees sind nun gebildet worden und haben ihren gemäß den Beschlüssen der Parteiversammlung erfolgen. Sig in den drei Hauptstationen des Staatsbahnneges, nämlich in Tours, Nantes und Saintes und gehören denselben außer den Chefs der wichtigsten Departements des Bahndienstes je ein Delegierter des Zugbegleitungspersonals, der Stredenauffeher, des Magazin personals, der Werkstättenarbeiter und des Approvifionierungsdes Aus New York wird gemeldet: Das Syndilat der Bauunters magazin- Personals an. Die Delegierten der Arbeiter werden aufnehmer hat 15-20 000 Mann wegen Lohndifferenzen entlassen; indie Dauer von drei Jahren gewählt. Die Sigungsprotokolle der folge deffen legten weitere 7000 Mann die Arbeit nieder. Comités du Travail" sind dem Minister für öffentliche Arbeiten vor nationale Syndikat der Mechaniker hat den Generalansstand für den nit nächsten Montag erklärt, nachdem die Arbeitgeber auf ihrer Weigetatt In rung. den Achtstundentag ohne Lohnverminderung einzuführen, be stehen. Das Syndifat der Mechanifer zählt 100.000 Arbeiter. Polizeiliches, Gerichtliches usw. " - Die Elbinger Socialdemokraten und die Polizei. Die Angehörigen der socialdemokratischen Partei in Elbing pflegen all jährlich am Himmelfahrtstage einen Ausflug nach dem Walde zu machen, dem die Polizei insofern eine liebevolle Beachtung schenkt, als sie für Begleitung durch Gendarmen Sorge trägt. Bisher hatte auch die Polizei stets rechtzeitig von dem geplanten Spaziergange Kunde erhalten und hiernach ihre Maßnahmen treffen können. Daß zulegen. die bewaffnete Begleitung den Socialdemokraten erwünscht gewesen wäre ab wesen wäre, fonnte man nicht behaupten; fie beschlossen viel mehr, sich diese vom Halse zu schaffen. Sie ließen aussprengen, daß sie nach Thalmühle marschieren und sich an einem bestimmten Orte versammeln würden. An diesen beiden Orten fand sich denn auch die Polizei bezw. Gendarmerie ein. Wer aber nicht kam, das waren die Genoffen. Die Polizei hatte diesmal den Ausflug ohne die Socialdemokraten gemacht und fonnte auch in Thalmühle teine Spur von solchen entdecken. Wohin fich die Genossen gewendet haben, blieb ihr auch völlig unbekannt. Redacteurleiden. Der Reichstags Abgeordnete Genosse A d. Thiele hat heute im Provinzialgefängnis zu Halle, wo auch der Redacteur Genosse Swienty vom„ Boltsblatt" gegenwärtig berweilt, eine dreimonatliche Gefängnisstrafe angetreten. Er hatte seinerzeit bei der Reichstagswahl in seinem Kreise das Kriegervereinswesen einer scharfen Kritik unterzogen, wodurch sich weit über 500 Kriegervereins- Mitglieder beleidigt fühlten. Die Maifeier, die bekanntlich in diesem Jahre musterhaft berlief, sollte, so schreibt man uns aus alle, hier trotzdem nicht ohne Prozeß vorübergehen. Die Genossen Tischlermeister Kart Reiwand( Vertrauensmann) und der Verleger des„ Voltsblatts" Auguſt Groß, waren vor dem Schöffengericht wegen Bergehen gegen das Bereinsgesetz angeklagt, weil sie am 25. April in einem Juierat des„ Volksblatts" zu einem nicht genehmigten öffentlichen Aufzuge aufgefordert haben sollten. Die Genoisen hatten mir dasselbe gethan, was in früheren Jahren unbeanstandet geschehen war. Der Staatsanwalt beantragte aber gegen beide Angeklagte je 14 Tage Gefängnis. Der Gerichtshof erkannte auf je 10 Tage. - Das berühmte ,, Läftigmachen" mußte wieder einmal herhalten, um den Genossen S. in Posen, der östreichischer Staatsangehöriger ist, aus Preußen auszuweisen. Er erhielt vom Regierungspräsidenten den Befehl, innerhalb acht Tagen das preußische Staatsgebiet zu verlassen. teilten aus Tschili zurüdzuziehen! Ueber die " 1160 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Schneiderftreit in Bremen ist nach, Bereinbarung eines Tarifs, der in einer kommission der Arbeiter und Unternehmer festgelegt wurde, beendet. Am Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen. Ausland. Aus der Frauenbewegung. Das Schädliche Arbeiterorganisationen. Kann es überhaupt eine Organisation der Arbeiter geben, die schädlich ist? Eigentlich müßte Tie Heimarbeit lautete das Thema in dem Verein der Wäsche man die Frage verneinen fönnen, leider ist dem aber nicht so. Es branche am 14. Mai. Der Referent, Herr Trints, beleuchtete die giebt Organisationen, die bestrebt sind, die Erfolge der gewerkschaft Stellung der Frau in der Industrie und die Schuhforderungen, lichen Bewegung planmäßig zu untergraben. Die Leute, die sich zu welche Dr. Badet im Juteresse der kommenden Generation aufstellt. dem Werk hergeben, glauben die Gunst der Unternehmer höher ein- Weil das Material dazu zum großen Teil aus der Krankenkasse der schäßen zu müssen, als ein ehrliches Streben nach Besserung ihrer Arbeits- Wäschebranche stammt, haben wir ein besonderes Interesse an den verhältnisse. So haben in Berlin Stuccateure unter Beihilfe der daraus erhaltenen Schlußfolgerungen. Der heutige ArbeiterinnenUnternehmer eine Organisation gegründet, die ganz den Interessen schuß ist ganz ungenügend, selbst wenn man nicht mit Dr. Zadek der Unternehmer dienstbar gemacht wurde. Dasselbe Spiel beginnt für eine tägliche Arbeitszeit von fünf Stunden eintritt, weil iegt bei den Puzern. Einigen Leuten, die als geeignet von den eine solche Verfürzung auf lange hinaus unmöglich ist. Die Unternehmern ausgewählt wurden, überwies man einen fleinen Schädlichkeit der Maschinennäherei wird noch von der Plätterei überGeldbetrag zur Gründung eines Vereins, der den Namen führt: troffen welche 20 Proz. Erkrankungen aufweist gegen 16 bei der Mit Nähmaschine, 8 bei dem Dampfbetrieb und 5 bei der Handnäherei. Freie Vereinigung der Puzer Berlins und der Vororte. den Unternehmern sind die Mitglieder dieses Vereins schon Auch die Fehlgeburten find bei den Blätterinnen häufiger, dagegen fotveit einig geworden. daß sie die Abschlagszahlung von fucht die Schwindsucht ihre Opfer zumeist bei den Näherinnen 8 Mart auf 7 Mart herabgejezt und die Arbeitszeit von 81/2 Stunden von 1000 derselben fallen ihr 70 zu, von Plätterinnen" nur" 48. auf 9 Stunden erhöhten. Ferner ist die Errichtung eines Arbeits- Während aber die Fabritarbeiterin 8-10 Stunden arbeitet, dauert nachweises erfolgt. von dem aus Leute Arbeit erhalten sollen, die die Arbeit im Hause 16-18 Stunden. Und auch in jeder als Lohnbrüder im Sinne dieser Organisation Verwendung finden fönnen. andren Beziehung sind die Verhältnisse ungünstiger als in der Fabrik. Diese den Unternehmern hilfreich zur Seite stehende Organisation hat Da man sie nicht ohne weiteres abschaffen fann, gilt es, sie möglichst Gewerbegericht geltend gemacht wurden, die aber die Buzer. die dem ganisation zuführt. damit die Vorschläge anerkannt, die von den Unternehmern vor dem unschädlich zu machen, indem man die Heimarbeiterinnen der Or Centralverband der Maurer angehören, entschieden zurückwiesen. Wenn auch diese Vereinsgründung auf sehr unsicheren Füßen steht es haben sich bisher sehr wenige gefunden, die des Segens dieser Organisation teilhaftig werden wollen, so wollen wir doch auf diese waderen Kämpfer" hier aufmerksam machen und Hegen den Wunsch, daß die Puger ehrlich in ihren Bestrebungen zusammenhalten. Entschädigungsfrage selbst meldet Daily Mail" aus Peting: Der den Gesandten unterbreitete englische Vorschlag betr. die Zahlung der Entschädigungssummen ist der, daß China vierprozentige Bonds mit 1/2 prozentiger Tilgung ausgebe. Das Geld für diesen Anleihedienst soll hauptsächlich von der Salz- und Dschunkensteuer aufgebracht werden. Ferner wurde vorgeschlagen, daß eine inter nationale Kommission eingesezt werde, welche sich burg, ausführender Töpfermeister Hulwa, sind Differenzen ausgebrochen. Der erste Diskussionsredner war Pastor Mumm, vont Vereinsvorsitzenden zur Versammlung geladen, Schriftführer des christlichen Heimarbeiterinnen- Vereins und Herausgeber des Blatts, welches deren Interessen vertritt. Er wies auf die große Aus dehnung der Heimarbeit hin, welche für Witwen mit Kindern eine absolute Notwendigkeit sei, betonte, daß sein Verein schon 560 Mitglieder habe und rasch zunehme, verurteilte scharf die Lohnbrückerei derjenigen, welche für ein Taschengeld arbeiten und ehrlichen nötigen Erwerb herabschrauben. Man solle übrigens auch bedenken, daß ein Streik der Männer häufig durch die Heimarbeit der Frau zum günstigen Ende geführt werde, weil die Familie sich inzwischen durch ihren Erwerb erhalten könne. Von seiten seiner Partei versprach er energisches Cintreten für Wohnungsreform, Minimaltarif für die Heimarbeit und Einbeziehung in die Gewerbeinspektion. Zahlreiche Erwiderungen folgten. Herr Kunze gab interessante Aufschlüsse über die Krankenkassenfrage. Die Orts- Krankenkasse der Wäschebranche sei die einzige, welche Heimarbeiterinnen aufnehme, und nur solche, die für ein einziges Geschäft arbeiten und einen bestimmten Liefer- und Lohntag haben, wodurch der Kreis der Berechtigten sehr verengert wird. Aber auch für diese wird der Beitrag nicht gezahlt. Die Kasse muß ihnen das Krankengeld ausfolgen und dann sehen, wie sie durch einen Prozeß mit dem Arbeitgeber auf ihre Kosten tommt. Zur Aussperrung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Müzenfabrik von G. A. Hoffmann wird uns geschrieben: Auflehnung gegen die Dynastie? Auf Einladung des Herrn Hoffmann war die Kommission der Nach in London eingegangenen Meldungen aus Peking soll in Ausständigen am Donnerstag, den 16. d. M., zur Verhandlung er Singanfu, wo sich der kaiserliche Hof befindet, die Be- schienen. stürzung die Oberhand gewonnen haben. Drei Eine Resolution, die von den Ausgesperrten einstimmig an hohe Mandarinen verkauften öffentlich die Aemter und genommen war und unter andern die Aufforderung an die dort unter sich zwanzig Prozent der aus den noch Beschäftigten enthielt, sich den Ausgesperrten anzuschließen, im Provinzen eingehenden Stenerbeträge. Es handelt sich hier ablehnenden Falle würden die Ausgesperrten die Arbeit nicht früher um englische Meldungen, die ihrer Scharfmacher- Tendenz wegen aufnehmen, bis alle Arbeitswilligen entlassen seien, sollte als Grundmit aller Borsicht aufgenommen werden müssen. England lage für die Verhandlungen dienen. verfolgt ja die geniale Tattit, Deutschland einerseits Wir waren Herrn Hoffmann so weit entgegengekommen, daß immer weiter auf den chinesischen Leim zu loden, im wir unser Verlangen auf 6 Personen beschränkten und zwar auf sich seiner als Buffer gegen Rußland zu bedienen, diejenigen, die sich durch ihr unsolidarisches Berhalten am schwersten es andrerseits freilich einer jeden Aftion wegen in der hämischten vergangen hatten. Weise anzugreifen, um sich von China nicht mit der deutschen Politit Bei dieser Forderung glaubten die Ausgesperrten schon deshalb Frau Rönsch sah das Haupthindernis einer Befferung in dem identifizieren lassen zu müssen. Trotzdem wäre es gar nicht un- beharren zu müssen, weil sie ohne alle Ursache entlassen worden möglich, daß gerade die endlose Anwesenheit der fremden Heer- sind und andrerseits sie keine Bürgschaft für einen dauernden Frieden großen Nußen der Fabrikanten an der Heimarbeiterin. Die Abhaufen in Ostchina die Autorität des geflüchteten ofs hätten. Herr Hoffmann erklärte auf diese Forderung nicht eingehen fertigung derselben erfolge in getrennten Räumen, damit sie nicht mehr und mehr untergrübe. Wenn also den Mächten zu können. Weiter stellte sich heraus, daß die Sache darauf hinaus- erfahren, wie viel billiger fie liefern, als die Fabrikarbeiterin. So wirklich etwas an der Erhaltung der kaiserlichen Autorität ge- ging, Kollegen Regge, welcher für die Interessen seiner Kollegen be- ist eine Ansprache unmöglich gemacht. Wenn die Lehrerinnen in den legen ist, könnten sie derselben keinen besseren Dienst leisten, sonders eintrat, hinauszudrängen. Diese Erklärung befriedigte Schulen für uns agitierten, wie für die Christlichen, könnten wir als sich möglichst rasch und möglichst vollständig s insofern ganz besonders, da es sowohl von Herrn auch zahlreiche Heimarbeiterinnen gewinnen; aber was ihnen erlaubt, als Hoffmann auch volt dem Werkführer Herrn Wede- ist uns verboten. Frl. Lüders bedauerte sehr, daß die Heiman meyer stets so dargestellt wurde, als sei Regge allem arbeiterinnen getrennt organisiert werden, die einzig richtige Organider Die Schuldige. Verhandlungen verliefen refultatlos, fation für sie sei die ihrer Berufsgenossen, männlich und weiblich, - Die schlechten Erfahrungen mit dem jedoch sollten die Ausgesperrten am Sonnabend selbst darüber be- in Fabrik oder Haus. schließen. Es war bei geheimer Abstimmung nur 1 Stimme für Tarif für Heimarbeit bei Gelegenheit des Konfettionsstreits schilderte Herr Stanowsky, während Fräulein Luft die Heim Aufnahme der Arbeit unter diefer Bedingung. Der Ausstand dauert somit fort und bitten wir den Zuzug fern- arbeit verteidigte und dann die Nähstubenbefizer der Preisdrückerei Die Kommission der Ausständigen. beschuldigte. zuhalten. Nach einem Schlußwort des Referenten und einer Auseinanders Achtung, Töpfer! Auf dem Bau Friedbergstr. 27, Charlotten- setzung über die brennende Frage des Apothekenboykotts wurde die möglichst aus Beamten hiesiger Banten zusammensetzen und die Es wird gebeten, dies zu beachten. Der Vorstand der Filiale Berlin. Sehr gut besuchte und lebhaft angeregte Versammlung geschlossen. finanziellen Operationen Chinas in dieser Sache kontrollieren soll. Berichtigung. In Nr. 112 des Vorwärts" soll es unter Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Ferner telegraphiert der Korrespondent der" Times" aus Tokio„ Gewerkschaftliches" heißen: Der Verein der Tischler Berlins und der referierte am 13. Mai Fräulein Alice Salomon. In flarer, inter vom 17. Mai: Ich erfahre aus vertrauenswürdiger Quelle, daß der Umgegend, nicht der Verein Berliner Tischler. effanter Weise segte die Referentin auseinander, wie notwendig die russische Gesandte v. Giers neuerdings LiMitarbeit der Frauen an der kommunalen Armen- und Waisenpflege Hung Tichang den Vorschlag machte, daß Rußland Deutsches Reich. fei. Ein großes Arbeitsgebiet öffnet sich hier den Frauen aller Klassen. gegen wichtige politische Zugeständnisse den ganzen Betrag Die Dresdener Tapezierer Zwangsinnung hat gemein Wie überall, wo die Frauen mit ihrer Arbeitskraft eindringen wollen, der von China zu zahlenden Entschädigung garantieren solle. schaftlich mit dem Gesellenausschuß beschlossen, für ihren Beruf die Stoßen sie auch hier auf Widerstand. Trotzdem die Frau hier in Wie verlautet, antwortete Li- Hung- Tichang, er fürchte, daß dieser Umschau abzuschaffen. Nach Arbeit vorsprechende Gehilfen sollen einem Wirkungskreise arbeiten kann, der ihre mütterlichen, warmen Borschlag unter den augenblicklichen Verhältnissen zu denselben hinfort nicht mehr berücksichtigt werden. Die Meister sollen gehalten Empfindungen zum Ausdruck bringt, auf den man sie sonst stets falichen Auffassungen führen müßte, welche über fein, ihren ganzen Bedarf an Arbeitern ausschließlich durch den zurückweist, hat man hier wieder Befürchtungen, daß die Frau unter feinen Rath, betreffend den Mandschureibertrag, Arbeitsnachweis zu deden. Auch das Inserieren nach Arbeitern in den abstoßenden Bildern des Elends und Lasters leiden könne. Auch glaubt in Singanfu geherrscht hatten. Er hoffe, er werde im Herbste, nach den Zeitungen wird auf Wunsch der Innung von den Meistern man, daß sie zu weichherzig sei und nicht mit dem nötigen der Rückkehr des Hofs in die Residenz Beling, die feindlichen Ein- unterlassen werden. Verständnis über die gefezmäßigen Mittel verfügen würde. In flüsse überwinden und die innigen Beziehungen zu Rup Dieses Verhalten der Innung ist durchaus anerkennenswert. England ist man uns veit voraus, dort hat sich die Mitarbeit der Land wieder herstellen fönnen, welche für die Sicher Das Vorsprechen der Arbeitsuchenden erwedt bei den Arbeitgebern Frau in der Armenverwaltung vorzüglich bewährt und hat sicher heit Chinas und die Erhaltung der Dynastie mehr die Vorstellung eines Mehrangebots von Arbeitskräften und wirkt dazu beigetragen, daß man den Frauen weitere Arbeitsgebiete erdenn je unentbehrlich seien. somit lohndrückend. Außerdem tragen die Arbeiter bei der Umschau schlossen hat. Auch in Deutschland haben in den letzten Jahren eine allein die Kosten der Arbeitsvermittelung. Reihe von Städten die Frauen mit zur Armen- und Waisenpflege Die Aussperrung der Tabakarbeiter in Nordhausen ist dagegen, aber die Armenvorsteher verhalten sich sehr ablehnend. herangezogen. Hier in Berlin sind zwar die Leiter der Stadt nicht nunmehr zur That geworden, am Sonnabend haben die letzten, 400 Frauen arbeiten bereits in Berlin mit, sie haben aber noch nicht deren Kündigungsfrist erst jetzt abgelaufen war, ihre Arbeitsstätte die gleichen Rechte wie die Männer, doch ist auch hier schon der verlassen und somit die Babyder Ausgesperrten auf ungefähr Tausend Widerstand gewichen. erhöht. Der Kampf wird ein sehr zäher werden, denn die Arbeiter haben es mit ziemlich tapitalfräftigen Unternehmern zu thun. Kautabat Fabrikation In Nordhausen hat die ihren Rußlands Angebot wäre um so uneigennütziger und edelmütiger, als eben erst Herr Delcassé die nötige politische Rellame für die Unterbringung einer russischen Anleihe in Frankreich machen mußte! 322 franke Soldaten sind mit dem Dampfer des Norddeutschen Lloyd Stuttgart" aus China in Bremerhaven eingetroffen. Von den Kranken bleiben 170 in dem dortigen Kriegslazarett, die übrigen werden nach Bremen und Berlin weiter befördert. Sociales. Zum Erlaß von Wohnungsordnungen fordert das fächsische Ministerium des Innern die Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern auf. Diese Wohnungsordnungen sollen sich N " altDa die Armen- und Waifenpflege unter den heutigen Verhältnissen nun einmal unentbehrlich ist, so ist die warmherzige Mits arbeit der Frau von größter Bedeutung. Kommende Zeiten werden feine Armenpflege mehr brauchen. eingesessenen Siz und genießt fast eine Monopolstellung. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß Die Unternehmer haben ihre Etablissements fortgesezt vergrößert und ansehnliche Gewinne eingescharrt, sie zählen heute zu den Geldaristokraten in Nordhausen. Dabei stehen sie im Geruche des Liberalismus und gelten als Anhänger der freisinnigen Bolkspartei. sich eine sehr rege Diskussion. Verschiedene Mitglieder erzählten aus ihren Erfahrungen von der oberflächlichen und lieblosen Behandlung der Armen und erklärten die Beteiligung der Arbeiterfrauen für sehr wertvoll. Es wurde ausgeführt, daß, wenn nicht eine den ganzen Tag 110 Gerichts- Beitung. ausfüllende Berufsarbeit vorliege, es der Arbeiterfrau möglich fei, thre Gegenstände benugt und beim Umzug von einer Wohnung in die Kraft zur Verfügung zu stellen; Frauen, welche Neigung für diese andre schaffen lassen, ohne daß sie bezahlt oder in Rechnung gestellt Arbeit haben, sollten sich an den Stadtverordneten ihres Bezirks Der Freiherr v. Barnekow. Unter der Anklage der Urkunden worden wären. Der Regierungspräsident in Magdeburg, der davon wenden. Ein Stadtverordneter betonte, daß gerade unter den fälschung und des Betrugs stand gestern der Freiherr Hans erfuhr, erließ nach einigen Erhebungen im Jahre 1896 an Preiß Arbeitern so schwer Kräfte aus Mangel an Beit zu erhalten feien v. Barnefon vor der zweiten Straftammer des Landgerichts I. Der eine Verfügung etwa folgenden Inhalts: Wenn sich Preiß auch da und es daher mit Freuden zu begrüßen wäre, wenn die Frauen sich Angeflagte blickt auf eine vielbewegte abenteuerliche Vergangenheit mit entschuldige, daß er die Beleuchtungskörper nur zur Probe entan dieser Arbeit beteiligen würden. Die Referentin betont noch in zurück. Als Sohn eines höheren Offiziers trat er in feiner nommen habe und gewilt gewesen sei, sich erst zu entscheiden, nachihrem Schlußwort, daß die Selbsthilfe der Arbeiterschaft durch Jugend bei einem Ulanen Regiment als Lieutenant ein. Er dem er eine passende Wohnung gefunden, so wäre es doch wohl zur Organisation, Versicherung 2c. jeder Armenpflege vorzuziehen sei. machte so viele Schulden, daß er nach einigen Jahren wieder aus- Abwendung innnüßen Geredes und jedes Scheins einer unberechDer Verein für Frauen und Mädchen Schönebergs hielt scheiden mußte. Die Schulden wurden von seiner wohlhabenden tigten Bereicherung geraten gewesen, sich schneller für den Kauf zu am 15. Mai feine regelmäßige Mitgliederversammlung in Obsts Familie bezahlt, als der frühere Lieutenant aber eine Verfehlung entscheiden oder die Sachen vorläufig zurück zu geben. Es werde Festfälen ab. Frau Lily Braun sprach über das Thema: Wie schüßt beging, die ihm eine Bestrafung auzog, fagten feine Angehörigen sich ihm hiermit aufgegeben, die Sache binnen 14 Tagen zu erFestsälen ab. Frau Lily Braun sprach über das Thema: Wie schüßt von ihm los, gaben ihm eine Summe Geld und veranlaßten ledigen. Herr Preiß zeigte dann auch dem Regierungspräsidenten die Arbeiterin ihre Gesundheit. Diskussion fand nicht statt. Der Ueberschuß vom Frühlingsfest beträgt 3,15 M. Es wurde beschlossen, ihn, auszuwandern. Der Angefagte ging zunächst nach Indien und an, die Angelegenheit jei geregelt, teils durch Rückgabe, teils durch das erste Stiftungsfest in Obsts Festsälen zu feiern. Näheres wird später nach Amerika. Hier hat er sich 8 Jahre lang fümmerlich Bahlung. Im Jahre 1900, etwa 31/8 Jahr nach jener Berichtdas erste Stiftungsfest in Obsts Festsälen zu feiern. Näheres wird durchschlagen müssen, bis der Inbanische Krieg ausbrach, an erstattung, wurde nun festgestellt, daß Herr Preiß die beiden Ampeln noch bekannt gemacht. dem er als Freiwilliger in einem amerikanischen Regiment teilnahm. im Werte von aufammen 170 M. thatsächlich noch nicht be= Im November v. J. tehrte der Angeklagte nach Berlin zurüd, wie zahlt habe. Jest entschuldigte sich Breiß dem RegierungsDer Freiwillige Erziehungsbeirat für schulentlassene Waisen er angiebt, will er damals im Befige von 800 M. gewesen sein. präsidenten gegenüber damit, daß er bei Erstattung des Berichts im hat seinen neuesten Geschäftsbericht veröffentlicht. Dieser Verein mietete fich im Hotel Giersch in der Krausenstraße ein. Jahre 1896 bie fe fte bjicht gehabt habe, die Ampeln in den Die erſte Rechnung in generate ein. Die erste Rechnung bon 40 M. zahlte er nächsten Tagen umzutauschen oder zu bezahlen. Jm Drange der fann jezt auf eine fünfjährige Arbeit zurückblicken. In den fünf bei der ersten Mahnung, dann dann fing er aber ant, den Amtsgeschäfte habe er es vergessen und er sei schließlich infolge Jahren seines Bestehens hat sich manches an ihm und in ihm Kredit des Hotelbefizers in Anspruch zu nehmen. Der Wirt erhielt verschiedener Umstände zu der irrigen Meinung gefommen, geändert. bei seinen jedesmaligen Mahnungen nur Versprechungen, und soll daß die Ampeln schon bezahlt wären. Breiß bezahlte nun am An äußeren Erfolgen hat es dem Berliner„ Erziehungs- v. Barnekow sich dabei falscher Vorspiegelungen bedient haben. Er 14. April 1900 die 170 M. Am 15. Mai 1900 jetzte der Regierungsbeirat" ja nicht gefehlt. Er ist rasch Mode geworden rafcher, als erzählte, daß er Korrespondent für amerikanische und hiesige präsident gegen ihn eine Disciplinar Ordnungsstrafe wir gedacht hätten. Er ist sogar der Ausgangspunkt einer um- Beitungen sei, von denen er für gelieferte Arbeiten bedeutende von 90 m. fest, und zwar wegen der unwahren Berichterstattung Summen zu erwarten habe. Der geflagte zeigte dem Wirt auch aus dem Jahre 1896 und wegen Nitbeachtung der Anweisung, faffenden Bewegung auf dem Gebiete der Waisenfürsorge geworden, einen Prief, worin ein amerikanischer Korrespondent Namens William binnen 14 Tagen alles zu erledigen. Herr Preiß beschwerte sich die sich heute bereits auf eine große Zahl deutscher Städte erstreckt. Dids anerkennt, ihm für Uebersetzungen 295 m. zu schulden. Diesen vergeblich beim Oberpräsidenten. Leh.erer betonte, daß Preiß un Aber die Gründer des Berliner Vereins werden vielleicht dennoch Brief hat der Angeklagte selbst gefchrieben, aber, wie er angiebt, im Auf- bedingt der Anweifung des Regierungspräfibenten hätte Folge leisten teine ganz ungetrübte Freude haben, wenn sie überschauen, was sie trag des Dicks, weil dieser deutsch nicht schreiben tönne. Die Unter- müssen und unter feinen Umständen entgegen der Wahrheit eine erreicht haben, schrift des Dids sei dagegen echt. Er habe ihn in der akademischen vollständige Erledigung hätte melden dürfen, daß in den verflossenen Der Erziehungsbeirat" will die Waisenkinder der Lesehalle kennen gelernt und viele Uebersetzungen für ihn hergestellt. 81/2 Jahren die Sache vergessen worden sei, entschuldige B. nicht.ärmeren Bevölkerung in dem auf ihren Austritt aus der Die erwarteten Geldsendungen trafen aber nicht ein und als die Herr Preiß focht den Bescheid des Oberpräsidenten durch Klage beim Schule folgenden Lebensabschnitt wirtschaftlich und sittlich Hotelschuld des Angeklagten auf 500 M. angewachsen war, vertröstete Oberverwaltungsgericht an, hatte aber auch damit feinen Erfolg. der Angeklagte den Wirt mit dem Hinweise, daß seine hier wohnenden Der erste Senat unter dem Vorsiz des Präsidenten Perfius wies die fördern, indem er ihnen zunächst bei der Wahl eines Be angesehenen Verwandten ihn sicher nicht im Stich lassen würden. Silage ab und hielt die Strafe als begründet aufrecht. rufs Beistand leistet und dann eine Reihe von Jahren hin- Der Wirt wandte sich sofort an dieselben, als er hier aber eine burch in persönlicher Verbindung mit ihnen zu entschiedene Ablehnung erfuhr, hielt er sich vo bleiben sucht. Als der Verein ins Leben trat, wurde besonders geklagten für betrogen und ließ ihn berhaften. Der der zweite Teil der ihm von seinen Gründern gestellten Aufgabe, die Angeschuldigte bestritt im Termin entschieden, daß er bon persönliche Verbindung mit den Waisenkindern, als das eigentlich ber betrügerischen Abficht ausgegangen fei. Er habe thatfächlich Neue und Wesentliche bezeichnet. Nach außen hin wird dieser Teil Artikel in der Bossischen Zeitung", dem„ Berliner Tageblatt" und auch heute noch stark betont, in Wirklichkeit ist aber der Beistand in der Flotte" untergebracht, größere Arbeiten habe er aber nicht bei der Berufswahl zur Hauptfache und das Pflege- abfegen fönnen. Der Staatsanwalt beantragte fechs Monate Gefängnis. Der Gerichtshof beschloß, die Verhandlung zu vertagen, wesen mehr zur Nebensache geworden. um zu versuchen, ob der angebliche Amerikaner nicht doch noch er mittelt werden könne. Amt " " " bon dem Ana Frau und Wegen Beleidigung des Lokomotivführers Weise hatte sich am Mittwoch vor der Dresdener Straffammer der Redacteur des " Weckrufs der Eisenbahner", Schulze, zu verantworten. Die Beleidi Aung wurde in einem Artikel des Weckrufs" vom 5. Nov. v. J. gefunden, der das beklagenswerte Ende des Heizers Wohante aus Zittau schilderte. obanke, der 24 Jahre lang als Heizer gefahren war und sich der Wertschäßung seiner Borgefegten erfreute, suchte und fand am 14. August v. J. in der Neiße den Tod. In zwei Briefen an seine jeine fechs Kinder deutete der Lebensmüde an, daß ihn sein Vorgesetzter, der Lokomotivführer Weise, Der Gedanke, jedem Waisenkinde einen Pfleger zu geben, durch fortgesette chikanöje Behandlung in den Tod ge aber auch jedem Pfleger nur ein Waisenkind zuzuweisen, hat sich Dreifte Geldschrank cbfähle wurden dem Handlungs- trieben habe. Der Weckruf" druckte die beiden Briefe ab und niemals gana berwirklichen lassen. Es war von vorn Lehrling Bruno v. Kleist, dem noch jugendlichen Buchhalter unterzog in dem erwähnten Artikel das Verhalten Weises einer abherein klar, daß das nur ein schöner Traum sein konnte. Aus dem Paul Wilke und dem Schlosser Adolf Anders zur Last fälligen Kritif. Weise flagte. Der Wahrheitsbeweis des Angeklagten Geschäftsbericht ist leider nicht zu ersehen, wie vielen in den letzten gelegt, die fich gestern gemeinschaftlich wegen wiederholten schweren fiel für den Kläger nicht günstig aus. Ein früherer Heizer Weises Jahren in Stellung gebrachten Waisen der Verein heute seine Diebstahls beziehungsweise Beihilfe und Hehlerei zu verantworten fagte z. B. aus, auch er habe von Weise viel ausstehen müssen. überwachende Fürsorge zu teil werden läßt. Man erfährt nur, daß hatten. Der 16 jährige Bruno von Kleist, der Sohn eines außerhalb Einmal habe ihn Weise mit dem Kohlenhammer erschlagen wollen. der„ Erziehungsbeirat" gegenwärtig etwa 1500 Pfleger und Pflege- wohnenden Rentiers, war in dem Fabrikgeschäft für Geschäfts- Das Gericht verurteilte Schulze zu einem Monat Gefängnis. rinnen zur Verfügung hat. Da aber in jedem Jahre über 1200 einrichtungen von Oskar Hauschild in der Greifswalderstraße als Der Borfißende begründete das Urteil mit der Behauptung, daß es rinnen zur Verfügung hat. Da aber in jedem Jahre über 1200 Lehrling thätig. In demselben Geschäft war Wille als junger Buch- Schulze nur darum zu thun gewesen wäre, aus politischen Motiven Waisen( 1899: 1218, 1900: 1235) von ihm untergebracht werden, halter angestellt. Anders arbeitete in der zur Fabrik gehörenden Unzufriedenheit zu schüren und zu erregen. so wären, wenn die Verbindung mit den Pfleglingen auch nur drei Schlosserei. v. Sleist hat trotz seiner jungen Jahre schon einen ausJahre hindurch aufrechterhalten werden sollte, über 3600 geprägten Hang zum Wohlleben und hat Neigungen, die man ge= Der Staat als Arbeitgeber, Ein Postbote in Eschweiler bei Pfleger und Pflegerinnen nötig. Eine so große Zahl wirk wöhnlich nur bei gutfituierten Lebemännern vorfindet. Diese That- Machen wurde von der Straflammer zu Aachen wegen Unterschlagung lich arbeitsfreudiger Personen ist für diesen Zwed selbst fache und ein für ihn verhängnisvoller Zufall haben ihn auf die im Amte mit drei Monaten Gefängnis bestraft. Bei einer plöglichen Ebene schiefe gebracht. hatte Eines Tags in dem großen Berlin nicht aufzutreiben. Die Bereitwilligfein Chef Revision fehlten dem Bostboten an dem mitzuführenden BriefDer Beamte war Trefor des eisernen martenbestand Marken im Werte von drei Mart. aus Unachtsamkeit den Schlüssel zum teit zu dem Stüd socialer Silfsarbeit", das in der Anknüpfung Geldschranks auf dem Pult liegen lassen. Diesen Zufall be mit einem Monatsgehalt von 48 M. angestellt. und Unterhaltung persönlicher Beziehungen zu einem armen, berugte der junge Mensch nicht nur zu einem fühnen Griff in den Zu dem Standalprozek Rosenstock- Leipziger- Arendt in schüchterten Waisenkinde steckt, ist bei der besigenden Klasse Tresor, sondern seine verbrecherischen Pläne gingen gleich viel weiter: Potsdam wird gemeldet: In dem Sensationsprozeß, der seit dem doch viel geringer gewesen, als man uns vor fünf er stellte sich schleunigst einen Wachs abdruck des Schlüffels und 8. Mai vor der Potsdamer Straftammer gegen den Bankier Max Jahren glauben machen wollte. Die weniger Bemittelten aber eine genaue Zeichnung desselben her und ging den Angeklagten Arendt aus Berlin und die Redacteure des Kleinen Journal" Dr. haben meist nicht die Zeit, die die Thätigkeit eines Pflegers er- Anders an, ihm hiernach einen Schlüffel anzufertigen. Anders sprach Leipziger, Neißer und Schievelkamp wegen öffentlicher Beleidigung fordert. Start find unter den pflegenden Personen die Lehrer und gleich die Vermutung aus, daß der Lehrling wohl böse Pläne habe des Rechtsanwalts Dr. Siegfried Rosenstod schwebt, ist es endlich Lehrerinnen vertreten. Das verdient Anerkennung; denn auch und am Ende wohl an den Geldschrank des Chefs heranwolle, er gelungen, die Schauspielerin Bratwolf aus Hannover, deren der Lehrberuf läßt nicht soviel freie Zeit, wie mancher Ferner ließ aber feine Bedenken fahren und fertigte den Schlüffel, wofür Bengnis sehr wichtig für den Ausgang des Prozesses ist, der Lehrberuf läßt nicht soviel freie Zeit, wie mancher Ferner er eine Belohnung von 10 m. einheimfte. v. Seleift machte nun herbei zu schaffen. Sie hatte sich beharrlich geweigert, zum Termin stehende glaubt. Aber trotz der opferfreudigen Mithilfe dieser den Angeklagter Wilfe zum Mitwiffer feines Geheimnisses zu erscheinen, angeblich weil sie von ihrem Theaterdirektor sonst in Kreise, trop der selbstlosen Hingabe, mit der sich vereinzelt auch und beide haben den falschen Schlüffel recht oft in Be Konventionalstrafe genommen würde und konnte schließlich in Mitglieder der bemitteltsten Gesellschaftsschichten dem mühevollen wegung gefeßt, um aus dem Geldschrank die Mittel zu ent- Hannover auch nicht mehr ermittelt werden. Mit Hilfe der dortigen eines Pflegers widmen, ist das Pflegewesen nehmen, mit denen sie ihren Hang zum liederlichen Leben Kriminalpolizei ist dies aber jetzt geschehen, und Fräulein Bratwolf doch Stüdwerk geblieben. Darüber täuschen teine noch so befriedigen fonnten. Bald stahl der eine, bald der andre und die wurde deshalb durch einen Kriminalbeamten nach Potsdam zum schön gedrechselten Reden hinweg. Die Gründer des Erziehungs- erbeuteten Gelder teilten fie. Herr Hauschild erfab aus den fich Termin transportiert, um nach ihrer Vernehmung sofort wieder Die Mitteilung eines Verteidigers der Anbeirats" verfolgten übrigens mit dem Pflegewesen zugestandener ergebenden Fehlbeträgen der Kasse, daß er bestohlen wurde, er hatte entlassen zu werden. maßen noch ein besonderes Ziel, das sie mit Ausbrüden wie jedoch keinerlei Verdacht gegen den ersten Angeklagten, bis er geklagten, daß Fräulein Bratwolf jett Gräfin von und zu Egloffstein leberbrüdung der Kluft zwischen Arm und Reich", burch Zufall hörte, daß diefer große Geldausgaben mache. Dies heiße, hat sich bei ihrer Vernehmung als irrig herausgestellt. führte zu der Abfassung des Diebes. Der junge Mensch hat sich Bewahrung der heranwachsenden Jugend vor bann später der Polizei selbst gestellt, um den nachdrücklichen Unzufriedenheit" usw. andeuteten. Der damalige Land- Büchtigungen zu entgehen, die ihm sein Vater nach erhaltener Kunde gerichtsrat elisch erwartete, die Waisen würden aus der von dem Borgefallenen angedeihen ließ. Herr H. hat in feiner Kaffe Letzte Nachrichten und Depelchen. Thätigkeit des Erziehungsbeirats" ersehen, daß die Gesellschaft einen buchmäßigen Fehlbetrag von 2240 M. festgestellt, während die Frankfurt a. M., 18. Mai.( B. H.) Der„ Frankf. 8tg." wird doch noch nicht ganz verrottet sei, daß sie also keinen Grund beiden ersten Angeklagten mur Diebstähle in Höhe von 400-500 aus New York telegraphiert: Aus Kopenhagen wird dem" Journal" hätten, sich feindlich zu ihr zu stellen, und der Lehrer Page I hatte zugeben wollten. Das Gelb haben fie verfubelt und zum Anlauf gemeldet, daß die Berhandlungen über den Verkauf der dänischin seiner Denkschrift über den„ Erziehungsbeirat", der er das damals von verschiedenen höchft überflüssigen Dingen verbraucht. noch sehr knabenhafte v. Kleist hatte außerdem das tiefgefühlte Be- westindischen Inseln an die Vereinigten Staaten abgeschlossen gerade moderne Motto" Völker Europas, wahrt eure dürfnis, sich eine Stube zu mieten und darin Verkehr mit anrüchigen find. Der Kaufpreis beträgt vier Millionen Dollar. Wien, 18. Mai.( W. T. B.) Der Wasserstraßen- Ausschuß heiligsten Güter!" vorfezte, den eignen Geschmack, fich in der Frauenzimmern zu unterhalten. Dem Angeklagten Anders fiel zur tomischen Rolle eines Socialisten freffers zu zeigen. Das Last, daß er nicht nur den Schlüffel angefertigt und dafür 10 Mart nahm nach längerer Debatte§ 1 der Wasserstraßen Vorlage in der vom Subkomitee vorgeschlagenen Fassung an. Nach diesem scheint sich ja inzwischen ebenfalls geändert zu haben; wenigstens empfangen, sondern daß er sich nachträglich noch einmal 20 Mart Paragraph werden durch den Staat gebaut der Donau- Oder- Kanal behalten die Socialistenfresser jetzt ihre geheimen Wünsche für sich. von dem Angeklagten v. Sleift hatte geben lassen. Der Gerichts der Donau- Molde- Kanal, der Schiffahrtskanal vom Donau- OderDer Mißerfolg, den der Verein mit dem Pflegewesen gehabt hof verurteilte v. Stleist und Wilte zu je neun Monaten Ge Sanal zur mittleren Elbe, sowie schiffbare Verbindung vom Donauhabt, hat ihn natürlich nicht gehindert, in mancher andern Beziehung fängnis unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft, Ober- Kanal zum Stromgebiet der Weichsel und bis zu einer schiffbaren Strecke des Dniester. Zu diesen Bauten haben die interessierten wirklichen Segen zu stiften. Der andre Teil seiner Aufgabe, die anders zu zwei Monaten Gefängnis. Die Verhandlung gegen den Inhaber des Einziehungs- Länder ein Achtel des Gesamtaufwands beizutragen, Leistung von Beistand bei der Berufswahl, bot dazu Berolina", Kaufmann C. Moritz aus der ReinidenSodann wurden weitere vier Paragraphen angenommen, welche noch reichlich Gelegenheit. Zweifellos bedeutet es eine wirtschaftsdorferstraße, nimmt einen solchen Umfang an, daß an eine Beendi- die Vorsorge für die Landesbeiträge, die Schaffung des Beirats und liche Förderung von nicht geringem Wert, wenn der liche Förderung von nicht geringem Wert, wenn der Verein den Waisen bei dem Aufsuchen passender Lehrstellen behilflichung des Prozesses vor nächsten Dienstag nicht zu denken ist. Die den Zeitpunkt des Beginns des Baues, spätestens im Jahre 1904, Beweisaufnahme fiel bisher überwiegend zu Ungunsten des An- angenommen. ist, wenn er die bedürftigsten mit Geld unterstüßt, die Kränklichen geklagten aus, wenn auch mehrere Antlagefälle, in denen eine Schuld Budapest, 18. Mai.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus verzunächst zur Kräftigung ihrer Gesundheit in Anstalten bringt oder bes Angeklagten nicht nachzuweifen ist, werden ausscheiden müssen. tagte sich wegen der Seffion der Delegationen bis zum 12. Juni. aufs Land giebt. So ganz hat aber der Erziehungsbeirat" auch Als Belastungszeugen treten zahlreiche Kleinere Gewerbetreibende auf, Bum Bräsidenten der ungarischen Delegation wurde Graf Julius hier nicht das erreichen können, was er gewollt die sich vertrauensvoll an den Angeklagten gewendet haben, wenn Szapary, zum Bicepräsidenten der Abgeordnete Defider v. Szilagyi hat. Anfangs fehlte es ihm nicht an Lehrstellen für seine Pfleglinge. fie von fäumigen Schuldnern Gelder eintreiben wollten. Sie haben nominiert. sich durch das ganze Auftreten des Angeklagten, sowie durch seine Belgrad, 18. Mai.( W. T. B.) Der im vorigen Jahre wegen Namentlich die Innungen, deren Mitglieder sich ja stets auf der Jagd nach Lehrlingen befinden, griffen begierig nach der Mitteilungen fiber den Umfang und die Erfolge seines Instituts Dochverrats zum Tode verurteilte Ranto Tajfitsch, der sich zur Zeit blenden laffen und vielfach den mit ihm abzuschließenden in Betinje aufhält, wurde vom König begnadigt. Hilfe, die der Verein ihnen bot. Als sich aber zeigte, daß Abonnementsvertrag unterschrieben, ohne ihn genau durchzulesen. Rom, 18. Mai.( W. T. B.) In der Deputiertenkammer fam der Erziehungsbeirat" die ehrliche Absicht hatte, die Lehr- Daraus find ihnen dann allerlei Unannehmlichkeiten erwachsen und es heute bei der Beratung über den Antrag der Wahlprüfungslingsausbeutung wenigstens bis zu einem gewiffen Grade fie haben petimiäre Opfer bringen müssen, denn der Angeklagte, der tommission, die Wahl Capece- Minutolos, der im Wahlkreise zu bekämpfen, da ließ die Schwärmerei der Meister für die Waisen in vielen Fällen gar nichts für das Incasso gethan hatte, ging gegen Averfa gegen den früheren Unterstaatssekretär Rofano im Kabinett rasch nach. unsre wirtschaftlichen Zustände zeigen sich eben immer diejenigen, die seine Kunden geworden waren, regelmäßig fehr Giolitti gewählt war, für ungültig zu erklären, zu ziemlich leb= wieder als die Schranke, über die die freie Liebesthätigkeit" allein rigoros vor, wenn sie sich sträubten, die von ihnen nicht zur haften Erörterungen. Unter dem Widerspruch der äußersten Linken Der Antrag der nachdem Ministerpräsident Banardelli erklärt hatte, daß die Regierung sich einer Aeußerung über die zur Beratung stehende Frage enthalte. " W Der # g niemals hinweghelfen kann. Die Schwierigkeit, alle bei dem Kenntnis genommenen Abonnementsbedingungen ihrerseits zu er verlangte das Centrum geheime Abstimmung. füllen. Ganz neuerdings haben sich übrigens noch 25 Personen Kommission wurde mit 175 gegen 129 Stimmen angenommen, Verein angemeldeten Kinder in in Lehrstellen unterzubringen, gemeldet, die durch den Angeklagten geschädigt fein wollen, ist heute so groß, daß die Bereinsleitung bereits dem io daß gegen diefen eine Nachtragsantlage in Aussicht steht. Gedanken näher getreten ist, die Pfleglinge mehr auch die von der Anklagebehörde erhobene schwere Beschuldi als bisher folchen Gewerben auzuführen, für gung, daß der Angeklagte versucht habe, einen Dritten zu einer Karangfago, 18. Mai.( W. T. B.) Nach den von der britischen die sich so leicht tein Junge freiwillig entscheidet. falschen Aussage zu verleiten, hat durch die bisherige Beweisaufnahme Expedition auf der Insel Auer Gedang heute morgen gemachten Das Vorurteil", das gegen diese Gewerbe herrscht, soll belämpft eine solche Unterfiligung gefunden, daß der Staatsanwalt die Ver- Beobachtungen der Sonnenfinfternis war das Wetter anfangs jehr werden. Dabei will man auch des 2ädergewerbes liebend baftung des Angeklagten beantragte. Justizrat Auerbach und wollig, befferte fich aber im weiteren Verlauf der Beobachtung. Rechtsanwalt Leonh. Friedmann bekämpften diesen Antrag, der Leichtes Gewölf verdunkelte jedoch die Sonne während der ganzen gedenten. Es wird aber wohl eines starken Druds auf die armen Gerichtshof beschloß aber, den Angeklagten in Saft Verfinfterung. Merkur und Benus waren sichtbar. Die Form der Jungen bedürfen, wenn es dem Verein gelingen foll, einen nennens zu nehmen, da derselbe mit Rücksicht auf die Höhe der zu er- Corona war die bei Finsternissen gewöhnlich beobachtete. Sonnens werten Teil seines Ueberflusses an Waisenkindern in die Backstuben der wartenden Strafe fluchtverdächtig erscheine. http flecke äußerst gering. notleidenden Bädermeister abzuleiten. Der„ Erziehungsbeirat" würde Der vergeßliche Bürgermeister. Der Bürgermeister von New York, 18. Mai.( W. T. B.) Nachdem die Tramwaydadurch allerdings ein wichtiges Stüd von dem einbüßen, was ihn Salzwebel, Herr Breiß. hatte in den Jahren 1895 und 1896 aus dem Gesellschaft in Albany die Forderungen der Ausständigen bewilligt von gewissen, lediglich der Lehrstellen Vermittelung Lager der städtischen Gasanstalt zu Salzwedel einen Rron hat, ist der Ausstand nunmehr beendet. Die Truppen wurden dienenden Vereinen bisher unterschieden hat. leuchter, einen Wandarm und zwei Ampeln entnommen, diese zurüdgezogen. Hierzu 3 Beilagen u. Interhaltungsblatt Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 115. 18. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 19. Mai 1901. Theater. Shakespeares, die sich im Spielplan einen festen Play Mattowsky befand sich in der etwas passiven Rolle des Königs erobert haben. Es fehlt der großzügige Charakter, der nicht ganz int seinem Element. Wir wollen natürlich uns atvingt und in der Sprache fehren alle Eigen das Märchen nicht weitergeben, als verstände er sich nicht auf die Schauspielhaus, Richard II.( Mattowsty.) Es war heiten des Dichters wieder, ohne daß wir die Kraft und Tiefe Ausmalung passiver Seelenzustände; aber was ihn von allen andren weder eine Premiere noch auch nur eine Neueinstudierung. Troz- fänden, die uns sonst erschüttern. Jean Paul sagte einmal, daß das unterscheidet, ist seine elementare Wucht des Ausdrucks. Wo er dem verwandten wir den hübschen Mai- Abend, um ins Theater zu nachahmende Talent immer die Einzelheiten des genialen Werks zu davon Gebrauch machen kann, wird er immer glänzend sein, wie gehen, wo sich zu unsrer Freude eine gar nicht so fleine Gemeinde überbieten trachte, da diese ihm erreichbar seien, nicht aber die beispielsweise in seinem unvergeßlichen Coriolan. Er hat in der eingefunden hatte. Einmal möchten wir dem Schauspielhaus so oft Totalität. Er faßt das schließlich in den epigrammatischen Satz zu Art feiner Accentuierung etwas vom alten schauspielerischen Stil. als möglich einige Zeilen widmen, wenn es ein Stück von Shakespeare sammen, daß ein Dichter um so ärmer sei, je geschmückter er auf Wir sehen darin einen Vorzug, da wir der festen Meinung sind, daß hervorholt und dann lag uns daran, wieder einmal Mattowsky trete. Danach könnte man sagen, daß Richard II. fast wirkt, als fei vir alle etwas von dem großen alten Stil lernen müssen, den uns zu sehen. Richard II. reicht nicht an die berühmten Dramen es von einem großen Talent aus der Schule Williams geschrieben. das neurealistische Drama ausgetrieben hat. E. S. nohind t 201 Es ist nicht leicht, Schuhwaaren zu kaufen! Herren- Schnürstiefel M. 8.50, 10.50, 12.50, 14.50, 16.50, 18.50, 7733 20.00, 21.00. 090012 89 020 Jede Grösse in vielen Weiten. Schuhe und Stiefel für jeden Stand! Damen- Knopfstiefel M, 7.00, 9.00, 10.50, 12.50, 13.500 13.50, 14.50, 15.00, 16.50, 18.00, 20.00. Jede Grösse in vielen Weiten! Schuhe und Stiefel für jeden Zweck! Welcher Laie ist im Stande, es dem Schuh oder Stiefel anzusehen, ob er sich bewähren wird? Es ist mithin von grösstem. Werthe, dass der SchuhwaarenVerkäufer das volle Vertrauen seines Kunden besitzt. 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Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Die schöne Helena. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. RANIA** Taubenstr. 48/49. duos Im Theater Sonntagabend 8 Uhr: Unser Rhein. Montagabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. FriedrichStrasse 165 * * Castans Panopticum Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Zoologischen Garten Heute Entree 50 Pf. Sonntag: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab 4 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Kgl. Musikdirekt. Brinkmann und Baumgarten. In der ,, Waldschänke" ab 4 Uhr: Konzert einer Bläserkapelle. Thalia Theater = Ensemble Gastspiel des Central: Theaters: Die schöne Helena. : Frl. Marie Ditmann vom Selena: Theater an der Wien a. G. Paris 2 Herr Kunstadt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freie Volksbühne. 帶 Heute nachmittag 2 Uhr im Lessing- Theater V. Abteilung: 61sthle Gun HD 915 1201 Figaros Hochzeit. Gleichzeitig im Carl Weiss- Theater III. Abteilung: Der grüne Kakadu. Bo@ bg& Hierauf:_mons for Scherz und Ernst. Scenen und Lieder. 4. Abteilung am 26. Mai ( Pfingst- Sonntag) Im Lessing Theater sind an beiden Feiertagen( Sonntag- u. Montagnachm.) Vorstellungen von Figaros Hochzeit für die 6. und 7. Abteilung. Zur Orientierung über die Neueinteilung der Abteilungen in nächster Saison und den Spielplan werden die Mitglieder ersucht, die im Programm- Heft 10 d. J. erlassene Bekanntmachung des Vorstands genau zu beachten und zu verbreiten. 229/20 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Rad- Rennbahn ,, Kurfürstendamm am Bahnhof Charlottenburg. Am Sonntag, den Nachmittags 3/2 Uhr ringen: Kreisel 1. Lassertesse 2. Omer de Bouillon Degen 3. Hitzler 4. Pons 5. Gambler Mai 1901. 19. M nachmittags. Abends 8 Uhr ringen: 1. Lurich Um 31 Uhr 2. Beaucairals Lange Winzer Eldinger Firch Nitschke 23 Hans 3. Weber Sturm Bei jeder Witterung um 8 Uhr abends. 4. Pohl( Abs II.) Gérardys 5. Terrassier 6. Halil Adali Lässig Fériol 6. Petersen Ausserdem in beiden Meetings: Charles Prinz, LöwenDonpteur; Familie Noisset, Kunstradfahrer; Original Preise der Plätze: Niagara- Trio, Turmseilläufer. Logenplatz 5,00, Innenraum Tribüne 4,00, Innenraum 3,00, Tribüne 2,50, Sattelplatz 2,00, II. Platz 1,00. Carl Weiss- Theater Wo amüsiert man sich grossartig? Gr. Frankfurterstr. 132. Anfang 8 Uhr. Letztes Gastspiel des Herrn Rob. Wach. Central. Die Geisha. Anfans Lorbeerbaum und Bettelstab. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Narciß. Montag: Ein toller Einfall. Friedrich Wilhelmstädtisches. Miß Helyett. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl Weiß. Lorbeerbaum und Bettelstab. Anfang 8 Uhr. Montag: Der Bräutigam vom Himmel. Belle Alliance. Gastspiel der echten Geisha- Truppe. Vorher: Durch die Schwarzwälder: Die Schwäbin. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Borstellung. V Im Garten: Großes Konzert, Theater u. Special.- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. 27 neue Nummern. Metropol- Theater W., Behrenstraße 55/57. Das anerkannt beste Mai- Spec.- Programm 16 Nummern. Anfang Uhr. Rauchen überall gestattet. Frau Luna. Anfang 7% Uhr. W. Noacks Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palaft. Geschlossen. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Brunnenstraße 16. Rings Eröffnung der Sommer- Saison am Passage Theater. Damen: Ning- 26. Mai( 1. Pfingstfeiertag): fämpje. Specialitäten- Borstellung. Täglich Konzert, Theater u. Anfang mittags 12 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Paffage Panoptikum. Speciali Specialitäten- Vorstellung. = täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( 3m 8 japanische Theatersaal) Abends 8 Uhr: ,, Unser Rhein von der Quelle bis Tänzerinnen Montag: Dieselbe Borstellung.( echte Geishas) Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Schauspiel in 5 Aufzügen v. Fr. Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Die Welt in der man sich langwellt. Luftspiel in 3 Aufzügen von Eduard Bailleron. Deutsch von A. Tuhten und Karl Friedrich Wittmann. Montagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Der Kaufmann von Venedig. Dienstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Jüdin von Toledo. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen u. Requisiten, zum 640. Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sydney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Täglich um 9% Uhr: Frau Luna mit dem berühmten Luftballett Grigolatis. Ferner: Attraction der Pariser WeltAusstellung. Heute und folgende Tage im Belle- Alliance- Theater. Preise der Plätze: 75 Pf. bis 3 M., Logen 3, 4 und 5 M. Vorverkauf ohne Aufgeld an der Theaterkasse von 10-2 Uhr vormittags. Deutschend I Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. 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Erster Wahlkreis. In der am 21. d. M. stattfindenden Verfammlung des Wahlvereins spricht Herr Dr. Rudolf Steiner über„ Die naturwissenschaftlichen Fortschritte des 19. Jahrhunderts". Die Versammlung findet bei Drafel, Neue Friedrichstr. 35, statt. Die Genossen des Kreises treffen sich, wie alljährlich, am 23. Juni im Restaurant Pferdebucht. Alles Nähere die Annonce. Der Vorstand. J. A.: Fellgentreff. Eingegangene Gelder für das Liebknecht Denkmal vom 11. Mai Bis 18. Mai 1901: 3,45. Weiste 1,50. Werkstatt Gerson 1,50, sondern 6,-. J. A.: J. Pfarr, Butligstr. 10. Der Wahlverein für Lichtenberg und Umgegend hält seine Mitgliederversammlung, zu welcher Herr Dr. Steiner einen Bortrag übernommen hat, nicht am Dienstag, sondern ausnahmsweise am Donnerstag bei Höflich, Frankfurter Chaussee 120, ab. Der Vorstand. Hohen- Schönhausen und Umgegend. Soll das Getreide noch teurer werden?" So lautet das Thema, über welches Abg. Stadthagen heute, Sonntagmittag 1 Uhr, im Lotal von Schulz, Hauptstr. 6, sprechen wird. Die Genossen der Umgegend werden gut thun, sich recht zahlreich und pünktlich einzufinden. Köpenick. Dienstag ist bei Klein, Stadttheater, Heiner Saal, Versammlung des Wahlvereins. 3ubeil wird einen Vortrag halten. Das Erscheinen aller ist dringend erwünscht. Feftgenommen worden ist einer der beiden„ Töpfer", die dem Straßenbahnfahrer Alter in Weißenfee 750 M. und eine goldne Damenuhr mit Kette aus dem Kachelofen stahlen. Er wurde in der Person eines 28 jährigen Arbeiters Oskar Lehmann in einer Rafchemme" ergriffen und hatte noch 312 m. bei sich. Von diesen behauptet er allerdings, daß er sie von einer Dame als Belohnung für wiederholten Besuch erhalten habe. Auf die Gelegenheit waren bie Töpfer" durch eine Frau aufmerksam gemacht worden, der Frau Alter in aller Harmlosigkeit von ihrem Versteck erzählt hatte. Vor des Begründers übernahmen seine beiden Söhne Karl und Ferdinand Ein Konflikt zwischen Magistrat und Stadtverordnetenim Jahre 1878 das Geschäft, in dem damals schon über 100 Arbeiter Bersammlung macht in Spandau viel von sich reden. burch einen nach der Brunnenstraße 28 durchgehenden Bau erweitert. 1000 m. für die Umwandlung eines Teils des Stadtwaldes in einen thätig waren. Die Werkstätten in der Fehrbellinerstraße wurden einigen Monaten hatten die Stadtverordneten eine erste State von Bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1885 wurde art bewilligt. Statt diesen Betrag auch für den angegebenen Ferdinand Pietschmann Direktor. Im vergangenen Jahr schieb er ved zu verwenden, forderte der Oberbürgermeister von einem aus, nachdem sein Bruder schon vor längerer Zeit gestorben war. Gartenbau- Direktor die Ausarbeitung eines Projekts ein, das benn Das alte Geschäft ist der sächsischen Konkurrenz erlegen, die auch so ausfiel, wie es sich vielleicht eine Stadt, die nur MillionenHarmonitas und mechanische Mufitwerte um ein Drittel billiger bauern au ihren Bürgern zählt, leisten fönnte. Die Liquidation liefert. bes Gartenbau- Direktors brauchte nun nicht nur jene 1000 m. auf, Der Dank des Schlächtermeisters. Ein Leser schreibt uns: sondern überſtieg fie noch um 323 M., eine Ausgabe, die R. 3. 993, 4,-. Mafchinisten und Seizer, Ortsverwaltung Berlin, Von der Straußbergerstraße tam vorgestern morgen in rasendem für die kritische Finanzlage Spandaus nicht unerheblich ins Gewicht fällt. Das ging den bürgerlichen Stadt 10,-. Vom Verein der Leitergerüstbauer Berlins und Umgegend, durch Galopp ein Schlächterfuhrwerk daher. Das Pferd war scheu ge- verordneten, welche leider schon oft ganz andres ruhig hinMorad 5,- Kranz- Ueberschuß vom 18. März von den organisierten Eisen worden, und der wohlbeleibte Herr auf dem Bock, der als EigenMitä eri 9,45 Stadtbezirk 189 auf Liſte d.§. 9,50. Sattler der tümer des Fuhrwerks das Tier offenbar nicht bändigen konnte, genommen haben, über die Hutschnur. Mit der schärfſten Kritik des Militär- Effekten- Fabrit von Beder u. Co. 11,70. Lese- und Distutierklub schwebte in höchster Gefahr, ebenso die beiden übrigen Insassen des Oberbürgermeisters wurde nicht hinter dem Berge gehalten, und als 5,- 8 weiter Kreis: Organisierte Brauer von Schultheiß II. - Sechster Kreis: Bei George 1,20. Rauchklub Gemütlichkeit II. Wagens. Mehrere beherzte Männer hatten vergeblich versucht, dem der Referent gar ein Mißtrauensvotum beantragte, da griffen die beiden Bürgermeister erzürnt nach ihren Akten und ver Kelch 0,80. C. B., Blumenthalftr. 5. 1,-. Gesammelt bei einer Pferd in die Bügel zu fallen, bis es an der Fürstenwalderstraße ließen so demonstrativ den Saal, daß die Thüre heftig ins Borstandssigung der Maschinisten und Heizer Charlottenburgs burch einem Drosch tentutscher gelang, das Tier zum Stehen zu Schloß fiel, was von dem Stadtverordneten Borsteher mit einigen Berichtigung. In voriger Quittung soll es nicht heißen Schneider Förmlichkeit wieder aufgenommen, und der barob wohl etwas ver- scharfen Worten gerüigt wurde. Nun sind die bösen Soci doch blüffte Droschkentutscher wandte sich an den Führer des Schlächter wenigstens nicht die einzigen, welche den Spandauer Magistrat in wagens mit den Worten: Ich danke auch schön, Meister!" Etwas Harnisch zu bringen vermögen. beschämt zog der Angeredete, ein Herr D. aus der Charlottenstraße, Aus Lichtenberg schreibt man uns: In der Gemeindes nun wenigstens den ut und fuhr dann eilig von dannen. Vielleicht vertretung wurde zu dem bereits erwähnten Feuerwehrist dem Schlächtermeister unterwegs eingefallen, aus welcher Gefahr Jubiläum die Summe von 2000 m. bewilligt. Nulos waren er von dem Droschkentutscher errettet worden ist. die Ausführungen unsrer Genossen Welt und Grauer; auch der Hinweis darauf, baß in Nüdficht auf die schlechte Finanglage den Gemeinde- Arbeitern eine Lohnzulage von 2/2 Bf. die Stunde ab gelehnt wurde, änderte nichts an der Sache. Es wird auf Kosten Ser Gemeinde drei Tage gefeiert. Das Ortsstatut über die Bildung einer Schultommission nach dem Muster der städtischen Schuldeputationen wurde insofern verschlechtert als be stimmt wurde, daß neben den beiden Geistlichen nur noch zwei Schulmänner anstatt wie vorher vier minivirten sollen. In die neugebildete Gesundheitstommission wurden unsere Genoffen Weißpflut und Grauer gewählt. Berliner Sicherheitszustände. Ausschreitungen gegen an- Die Kommission Kommission besteht nun alls zwei Aerzten, dem ständige Frauen sind in der legten Zeit von den Gerichten Vorsteher des Gemeinde Bauamts als Sachverständigen, dem wiederholt streng bestraft worden. Dennoch kommen sie immer Gemeindevorsteher und 8 Herren aus der Gemeindevertretung. Arbeit wieder vor. Am Freitagabend furz vor 12 Uhr fehrte ein Ehepaar dürfte für die Kommission entgegen der zu Tage getretenen Anin den mittleren Jahren von einem Besuch bei Verwandten nach schauung genügend vorhanden sein.] Auch in die Kommiffion, welche feiner Wohnung in der Neuen Friedrichstraße zurüd. Am Bahnhof mit dem Kreis- Landrat den Lostauf" vom Kreis vorbereiten leganderplay frat der Mann auf einen Augenblick aus. Kaum war soll, wurden unsre Genossen Zimmermann und Grauer gewählt. die Frau allein, da kamt auch schon ein gut gefleibeter junger Mann Unverbesserlich zeigte sich unsre Hausbesiger Majorität, auf sie zu und sah sie unverschämt an. Als sie sich Belästigungen indem fie verlangte, daß den Lehrern und Gemeindebeamten unter verbat, überschüttete sie der Flegel nicht nur mit gemeinen Nedens- Umständen bei Berlust des Wohnungsgeldzuschusses untersagt werde, arter, fondern ſpie the auch noch ins Gesicht. Sun legte sich ein ihren Wohnfty außerhalb des Gemeindebezirks zu nehmen. Gaft vom Brälaten", der dazu tam, ins Mittel. Im selben Augen Schmeicheleien waren es nicht, die Genosse Grauer den Rimmer blick erhielt aber der Strolch Hilfe von seinen Freunden. Der Ehe- fatten sagte. Aber Bescheidenheit ist eine Bier, doch weiter kommt mann der beleidigten Frau suchte ungefähr 20 minuten man ohne ihr. nach einem Schuhmann. Unterdessen hatte der Flegel in der Gontardstraße, in die seine Freunde ihn hineinzogen, von dem berg, zwischen Walchow und Schwanebeck, wurde gestern der 46 Jahre Von Wilddleben erschossen? In dem benachbarten Linden= empörten Publikum eine gehörige Tracht Prügel bekommen. Als alte Schmiedemeister Gustav Grunow erschossen aufgefunden. der Schumann tam, war es dem Rüpel grade gelungen, sich Grunow, der neben seiner Schmiede auch Ackerland besaß, pflegte auf einem elektrischen Wagen aus dem Staube zu machen. jeden Sonn- und Feiertag größere Spaziergänge im Felde zu Am heutigen Sonntage dürfen Läden und öffentliche Ber- machen. So ging er auch am Himmelfahrtstag nachmittags um faufsstellen bis 6 Uhr abends geöffnet sein. Für die Pfingstwoche 12 Uhr von Hause weg. Bis spätestens 9 Uhr abends wollte er find die Tage Donnerstag, Freitag, Sonnabend bis 10 Uhr abends zurückkehren, aber vergeblich wartete man die ganze Nacht auf ihn. freigegeben. Als Nachfragen bei seinen Bekannten erfolglos blieben, fuchte Um 11 ühr vormittags fand man gestern die ganze Feldmart ab. man ihn etwa 800 Schritt von seinem Ader entfernt tot daliegen. Er lag mit dem Gesicht auf der Erde und hielt mit der rechten Hand frampfhaft seinen Spazierstock fest. Die Besichtigung der Leiche ergab, daß der Unglückliche eine Schußwunde im Hinterkopf hatte; andre Verlegungen waren nicht zu sehen. Der Amtsvorsteher leitete nach einer Ortsbesichtigung sofort alle Schritte zur Auftlärung des Todesfalls ein. Man nimmt an, daß Grunow das Opfer eines wilddiebs geworden ist. Er hatte die Gewohnheit, einen Reh oder sonst einem Stück Wild, das er fah, nachzugehen. Bei einer solchen Gelegenheit mag ihn wohl eine Kugel aus der Büchse eines Wilderers getroffen haben. Lokales. Die Stadtverordneten Mertens, Schöpfe und Genoffen haben folgende Anfrage an den Magistrat gerichtet: Welche Gründe haben den Magistrat veranlaßt, den beiden Polizei- Verordnungen: a) über die Aenderungen im Betriebe der Schankgeschäfte, b) über das Schließen( Schließordnung) der Häuser in der Stadt die Zustimmung zu erteilen?" Der Magistrat ist bereit, diese Anfrage in der nächsten Sigung der Stadtverordneten zu beantworten, sobald diese Ane gelegenheit auf die Tagesordnung der Versammlung gesezt wird. Städtische Straßenbahnen. In der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats der Berliner Elektrischen Straßenbahn( S. u. h.) wurde Stadtrat Bohm zum ersten Vorsitzenden und Stadtbaurat der ause zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. " Zu dem Postverbot der Glimmerkarten wird uns noch geschrieben: Das Verbot braucht vom socialpolitischen Standpunti aus nicht allzu sehr bedauert zu werden. Wesentlich kommen gewerbe- hygienische Bedenken in Betracht. Der Glimmer wirbelt nämlich( wie Taltum, Bronzepulver und dergl.) bei der Arbeit auf und es werden viele der kleinen glasartigen Splitterchen von der Arbeiterin eingeatmet. Die Splitter reizen die Atmungsorgane, namentlich auch die Lunge. Vor Jahren ist schon in der Berliner Das Berliner Prater Theater Kastanien- lee 7-9, wird Verwaltungsstelle des Buchbinder Verbands erwogen worden, wie am 1. Feiertage als Schauspiel und Specialitätenbühne eröffnet hiergegen Schuß geschaffen werden könne; man tam damals zu dem werden. Schlusse, es misse die Haus industrie dieser Branche unterdrückt Die im Berlmer Aquarium jüngst eingetroffenen Neuheiten find werden; in Fabrikräumen sei erstens für bessere Luftcirkulation ganz besonders interessant und wertvoll. Aus dem nördlichen Afrika gesorgt( eventuell könnten Auffange- Apparate thätig fein) und stammen mehrere Exemplare einer auf sandfarbigem Grunde rötlich ge zweitens das wichtigste: es würden teine Kinder verwendet, zeichneten Giftschlange, welche hinsichtlich der Färbung und Zeichnung leb: für deren zarte Lungen der Glimmerstaub höchst schädlich sei. Die haft an die ägyptische Hornpiper erinnert, von derselben aber sofort durch ben schwarzen Schwanz und durch den Mangel der Hornartigen Anhänge Buchbinder Organisation, die doch wohl berufen ist zu einem über ben Augen sich unterscheidet. Diese schwarzschwänzige Biper, welche Urteil, hat es jedenfalls als Ehrenpflicht der Behörde erklärt, dem Aquarium bisher fehlte, gehört also wie unfre Kreuzotter und die füdsolche Schäden nicht weiter bestehen zu laffen; ginge europäische Aspis zu den echten Ottern oder Vipern, wühlt sich jedoch abes nach ihr, dann wäre die hausindustrielle Glimmerei weichend von unsren Arten gern in den Sand ein. Die neuen Gäste sind längst geseglich verboten worden. Und zwar mit demselben Rechte, in einem besonderen Glaskasten am Anfang des Schlangengangs unter: aus dem Sondervorschriften für die Zündholz, Borsten und andre gebracht. Die Tochteranſtalt des Aquarium, die zoologische Station Rovigno, Industrien hergeleitet wurden. Freilich, auf eine solche Schutz- fandte mehrere Transporte, deren Inhalt durch ihr Fangboot geftscht worden maßregel", wie fie das Verbot der Reichspost darstellt, wäre die war. Die wertvollsten Stücke find bret Meerpolypen oder Kraten, Bertreter von zwei verschiedenen Gattungen und Familien. Arbeiterorganisation nicht verfallen, wenn es uns auch sehr eine = leuchtend dünkt, daß die Glimmerkarten dem Postbetriebe manche Freie Volksbühne. Heut Nachmittag: 5. Abteilung, Unzuträglichkeiten brachten. Vermutlich wird die Maßnahme der effing Theater: Figaros Hochzeit". 3. Abteilung, Carl Poft lediglich zur Folge haben, daß die Luxuspapier- Industrie nuns Weiß- Theater:" Der grüne Kafadu". Am 1. Pfingstfeiertag mehr feinere künstlerisch ausgeführte Chromofarten in größeren find 2 Borstellungen im Carl Weiß- und Lessing- Theater, 6. und Maffen wie bisher auf den Markt ringt, und das bedeutet auch 4. Abteilung. Am 2. Feiertag 1 Vorstellung der 7. Abteilung ästhetisch einen Gewinn gegenüber den auf rohe Effekte hinstrebenden im Lessing Theater: Figaros Hochzeit". Glimmerkarten. Die ersten Werderschen Kirschen dürften in etwa 14 Tagen auf den Markt gebracht werden, da sich die Früchte, begünstigt durch die gute warme Witterung, ganz rapid entwickelt haben. Der Stadtverordneten- Versammlung ist jetzt die Magistratsborlage zur Beschlußfassung über die Aenderung des Ortsstatuts für die Kanalisation von Berlin zugegangen. aut Aus den Nachbarorten. " Derlammlungen. Ist wissenschaftlicher Socialismus möglich? Ueber dies Thema sprach Eduard Bernstein am Freitag in einer Versammlung des focialwissenschaftlichen Studentenvereins vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine längere Diskussion, die im wesentlichen einen rein akademischen Charakter trug. Unter andern nahmen der Freifinnige Dr. Bernstein Charlottenburg, Geh.- Rat Profeffor Adolph Wagner und Schriftsteller Oppenheim das Wort. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montagabend 9 Uhr: 2. Lehrstunde in der Centrale, Dresdnerstraße 45. Vortrag über Physiologie. Neue Teilnehmer können noch eintreten. Waldbrand. Am Himmelfahrtstage brannten in der Königlichen Forst zwischen Schöneiche und dem Bahnhof Rahnsdorf zehn morgen Schonung sowie eine Anzahl lafter Holz nieder. Die Entstehung des Feuers wird auf die Unvorsichtigkeit von Epaziergängern, die am Donnerstag den Wald nach allen Richtungen Nacht durchzogen, zurückgeführt. Wochen: Spielplan. Sonntag 19. Opernhaus Die Hugenotten Schauspiel: haus Der Sportsman auf der Eisenbahn. Eine intereffante Verkehrsfrage" wird demnächst den Richter beschäftigen. Ein Rennbahnbesucher bestieg am legten Tag von Hoppegarten auf dem Bahnhofe Friedrichstraße einen Bug, der sich gerade in Bewegung gesetzt hatte. Ein Bahnbeamter versuchte ohne Erfolg, ihn noch zurückzuziehen. Der Sportsman tam mit, aber auf dem Schlesischen Bahnhofe erwartete man ihn schon, 1117 ihn in Strafe zu nehmen. Um nun allen Weiterungen aus dem Wege gehen, wollte er die übliche Strafe bon 6 Mark fofort einem Beamten zur Hinterlegung übergeben. Da man aber darauf bestand, daß der Sünder in das Stations- Neues König bureau tomme, so gab es schließlich Thätlichkeiten. Die Folge war, daß der Sportsman seinen Bug versäumte. Damit war seine Fahrkarte verfallen, da eine Fahrtunterbrechung im Vorortverkehr nicht erlaubt ist. Der Sportsman verlangte nun dafür Ersatz und will seinen Anspruch gerichtlich geltend machen, da er glaubt, daß an dem Verfallen seiner Karte die Bahnverwaltung schuld sei. Seiner Meinung nach hat er durch das Anbieten der üblichen Strafe für das unerlaubte Besteigen des Wagens dem Gesetz Genüge geleistet. Andrerseits aber wird er sich nicht nur wegen Uebertretung der Verkehrsvorschrift, sondern auch noch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu verantworten haben. Arbeiter Schlafräume. In einem Kellerraume, der etwa 10 Stufen unter dem Straßenniveau liegt und kein Fenster hat, müssen bei dem Schlächtermeister Wilhelm Königsberg die Gesellen schlafen. Der Eingang in den Schlafraum ist vom Arbeitsteller aus, eine andre Oeffnung wie die Thür nach dem Arbeitskeller hat der Naum nicht. Dabei müssen in dem vielleicht 14-16 Stubifmeter großen Raum 3 Mann schlafen. Man kann sich vorstellen, welche Erquidung das Schlafen in solchem Loche sein muß. Eine Anzeige bei der Polizei, die vor einigen Wochen er folgte, hatte bis jegt fein Resultat weiter, als daß ein Polizeibeamter erschien, um den Raum zu besichtigen. liches Opern- Die Fledermaus Montag 20. Der Barbier von Bagdad Sembrich) Mittwoch 22. Die Jüdin von Der Kaufmann Wetter Prognose für Sonntag, den 19. Mai 1901. Trocken und ziemlich heiter bei mäßigen westlichen Winden, sehr kühler aber steigender Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Dienstag 21. Donnerstag 23. Freitag 24. Sonnabend 25. Sonntag 26. Aschenbrödel Bajazzi Aschenbrödel Der fliegende Holländer Zwei Eisen im Feuer Nathan der Weise Renaissance Macbeth 18. Best. d. Mildwida: Mamsell Angot Die Journalisten Carmen Das goldene Kreuz Aschenbrödel Samson und Dalila Emilia Galotti 3wei Eisen im Feuer Macbeth Rigoletto ( Marcella Don Pasquale ( M. Sembrich) Mignon Theater Schillers Theater Die Welt, in der man sich langweilt Toledo ( Ferd. Bonn) Deutsches Theater Ein Boltsfeind Faust Ein Bollsfeind von Venedig ( Ferd. Bonn) Rosenmontag Ein Schrift vom Wege Freiwild Berliner Theater Ueber unfre Berlin bei Nacht Straft. I. Teil. Berlin bei Nacht Die beiden Leonoren Berlin bei Nacht Die Zwillings: schwester Flachsmann Norma Leffing: Theater Theater des Westens Neues Theater. ( Schlierseer) Der Kaufmann von Venedig ( Ferd. Bonn) Der Ameritaseppl als Erzieher Aufführung Ein Boltsfeind Das Lumpengefinder Ueber unfre Kraft. I. Teil. Flachsmann als Johannisfeuer Die ZwillingsErzieher des Sternschen Romeo und Julia Konservatoriums Der Herrgott: schniger von Ammergau Narciß Der Ameritaseppl D. Glück i. Winkel Das Gefängnis Nm.: Der Kaufm. von Benedig. Rosenmontag Ein Volksfeind Nin.: Die Weber Ueber unsee Berlin bei Nacht Kraft. II. Teil. Der tolle Bismarc schwester Unbestimmt Der Troubadour Der Ameritaseppl Fibelto Jägerblut Die Anna- Lise Unser Rhein Das Land der Fjorde Gewissenswurm Die Zwillings schwester La Traviata Nachm.: Der Freischütt. Der Herrgott schniger von Ammergau. Profit! Nachu.: Die Anna- Life. Die Zwillings schwester Dinorah Nachm.: Der Troubadour Der Herrgott schnitzer von Ammergau Ein toller Ein toller Einfall Einfall Nachu.: Narciß Mal. Wanderung. Das Land Unser Rhein Unser Rhein durch die Mart Das Konkursverfahren ist gestern über die Aftiengesellschaft der Fjorde Brandenburg Deutsche Musitwerte, System Pietschmann" in der FehrStändiges Repertoire: Residenz- Theater. Abends: Der felige Toupinel. Montag und Dienstag: Associés. Vorher: Teremtete. Nächsten bellinerstr. 45 eröffnet worden. Die Gesellschaft ging aus einer Sonnabend: Baza.- Thalia Theater. Alle Abende: Die schöne Helena. Central Theater. Alle Abende: Die Geisha. Friedrich WilhelmHarmonikawerkstatt hervor, die Pietschmann im Jahre 1836 in dem städtisches Theater. Alle Abende: Miß Helyett. Carl Weiß Theater. Sonntag: Lorbeerbaum und Bettelstab. Montag bis Freitag: Der Hause Gertraudtenstr. 26 mit 5 Arbeitern eröffnete. Nach dem Todel Bräutigam vom Himmel. Sonnabend und Sonntag: Pension Schöller. Apollo Theater. Alle Abende: Frau Luna. " Luisen: Theater Irania Theater Taubeuft. 48/49 Ein toller Einfall Unser Rhein A Ein toller Einfall Profit! Briefkasten der Redaktion. Wilmersdorf, G. G. Sehen Sie auf dem Patentamt, Bouisen: amt, Sout fraße 32-34, nach, wir müßten das ebenfalls thun. Wettende 9. Uns unbekannt. Fragen Sie in Deffau an. C.. 12. Die Zeichen bedeuten: Lints ausgebildeter Plattfuß, rechts unia bazu. Geſchärfe normal. – Krupp iſt Reichstags- Abgeordneter Streitfrage 300. Assistent. Mandat. Unbefugte Brieföffnung wird auf Antrag des Verletzten der Antrag ist innerhalb drei Monaten Socialdemokratischer Wahlverein. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 21. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Brüder, Waldemarstraße 75: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die politische Lage". Referent: Reichstags: Abgeord: neter Georg Ledebour. 2. Distuffton. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Befuch erwartet 244/1 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 21. Mai, abends 1/29 Uhr, in Henfels Lokal, Invalidenstr. la: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Weyl: Was haben wir von einer Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes zu ver. Yaugen? 2. Disfussion. 247/9 Diese Versammlung findet auf Beschluß der legten General Versammlung statt und wird daher um zahlreiches Erscheinen ersucht. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. nach Kenntnis von der Brieföffnung zulässig mit Geldstrafe bis zu berg. Beibe Fragen find zu verneinen.- A. B. R. Die an das Amt 300 M. oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. H. P. 10. zu zahlenden Gebühren betragen 20 M. Sie können Ihren Antrag an das 1. Da giebt es feine Grenze. 2. Nein. Sie können nur Ihre Forderung Batentauit selbst richten, sich auch dort Bescheid holen.- 111 E. Eine eintlagen und bann pfänden laffen. A. 20. 82. Nein: Sie könnten Lohnbeschlagnahme ist wegen Darlehnsforderungen nur zulässig, wenn der lediglich klagen. P. H. Zweckmäßig ist es, den Antrag an die Berufs: Jahreslohn 1500 m. übersteigt und zwar in Höhe von 1/3 des 1500. A. B. 27. Leider ja, weil die Statuten dies genossenschaft zu wiederholen oder beim Reichs- Versicherungsamt Beschwerde übersteigenden Betrages. Th. Kl. 95. Wendenden Sie sich an zulaffen. C. S. Wenden Sie sich an den Vorsteher der Armenkommission wegen Summelei au führen. das Nachlaßgericht( Amtsgericht). D. Kommen Sie in die Sprechstunde. Ihres Bezirks. 2. B. 33. Sch. 1. Zur Zahlung der Bücher in der A. B. Das alles sind teine Scheidungsgründe. K. K., Schöne Art, wie Sie sich verpflichtet haben, sind Sie verbunden. 2. Nein. Adtung! 4. Wahlkreis( Südost). Atung! sid Sonntag, den 26. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Gr. Früh- Konzert in und Cint Ludwigs Park- Restaurant Park- Restaurant| Treptow, Joëls Victoria- Garten, Köpnicker Landstr., ausgeführt von der Fischerfchen Sinfonie- Kapelle. unter Mitwirkung von Mitgliedern des Arbeiter Sängerbundes, arrangiert von Parteigenossen des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises( Südost). : Anfang früh 5 Uhr.( Die Kaffeeküche ist geöffnet, Otter 70 Pf.) Das Komitee. [ 244/ 2*] Eintritt 20 Bf Achtung! Unfrem Freund und Sangesbruder,| Central- Kranken- u. Sterbe dem: Gastwirt 13956 Gustav Lindenhehn, Grünan, zu seinem 41. Geburtstage ein dre:: mal donnerndes Hoch! Gesangverein Adlers hof. Jeder macht seins." Tischler- Verein zu Berlin. Unser Mitglied Hermann Reining ist Mittwoch, den 15. Mai, ver: storben. Die Beerdigung findet heute ( Sonntag) 19 Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobifriedhofs, Hermann: straße in Rixdorf, aus statt. Reger Beteiligung steht entgegen 198/20. Der Vorstand. Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt Central- Kranken- u. Sterbeund des Gesundbrunnens! A Montag, den 27. Mai 1901, bei Herrn Ballschmieder, Badstr. 16: Brande der Korbmager. Gr. Früh- Konzert Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr bei Wilke, Andreasstr. 26: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag: Der Arzneiwucher. Referent: Paul Brückner. 2. Diskussion. 3. Branchen Angelegenheit. 4. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. Achtung, Parkettbodenleger! unter gütiger Mitwirkung des Arbetter- Gefangvereins Nord, arrangiert von den socialdemokratischen Parteigenossen der Rosenthaler Borstadt und des Gesundbrunnens. 81/17 m großen Pradhtiaat: Grosser Frühball bet start befetztem Orchester. Anfang 5 Uhr. Dienstag, den 21. Mai, abends 812 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal V): Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Die wirtschaftliche Krise und die Aufgabe der Gewerkschaften. Referent: Genosse Schlegel. 2. Branchen- Angelegenheit. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Ortsverwaltung Berlin. Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 5 Uhr, im ,, Englischen Garten"( großer Saal), Alexanderftr. 27c: Monats- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Waldeck Manasse über:" Zertrümmerte Götter". 2. Gewerkschaftliches. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Die Kollegen werden ersucht, ihre Familienangehörigen mitzubringen. 280/ 4*] Die Ortsverwaltung. Achtung! Vergolder! Achtung! [ 219/ 9*] Billet 25 Pf. Verein der Tischler Berlins u. Umgegend. Vertrauensmänner: Centralisation Dienstag, den 21. Mai, abends 8 1hr, im Fürstenhof, Köpnickerstraße 137: Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Wollheim. 2. Diskussion. 3. Vereins: Angelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. 186/11 Der Vorstand. Achtung, Rabizputer! kasse der Tischler ( Bahlstelle Lichtenberg). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied( und Mitglied der Ortsverwaltung), der Steinmet Richard Raasch am Donnerstag, den 16. Mai, ver: storben ist. Cd 184/10 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. Mai, nachm. 48 Uhr, don der Reichenhalle des Lichtenberger Kirchhofs( Krugsteg), aus statt. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die rege Teilnahme bei der Be: erdigung meines lieben Mannes, unfres guten Vaters Kasse der Tischler u. ( Ortsverwaltung Berlin E.)| Montag, den 20. Mat, abends 8 Uhr Mitglieder- Versammlung bei Bergmann, Pajewalferstraße 3. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Beratung des Statuts. 3. Wahl eines Delegierten zu der am 21. Juli in Frankfurt stattfindenden General- Versammlung. 4. Verschiedenes. 183/5 Sprechstunde findet an diefem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Achte Abänderung des Statuts der Orts- Krankenkasse der Bergolder, Goldſchläger und Berufsgenossen zu Berlin Artikel I. § 13, Abs. 1, Nr. 2 erhält folgenden Busat: Nach 6monatiger Mitgliedschaft auch Lieferung von Bahnerfazmitteln bis zum Betrage von 30 m. Artikel II. Diese Abänderung tritt mit dem ersten Tage nach statutengemäß erfolgter Bekanntmachung in Straft. Berlin, den 20. März 1901. Der Vorstand. Emil Voges, Johannes Assmann, Vorsitzender. Schriftführer. Avis. [ 13706 Moritz Graul, fagen wir allen Freunden und Be tannten, dem Direktorium sowie den Kollegen und Kolleginnen der Aftien: Gesellschaft für Elektrotechnik vorm. Billing u. Violet, unsern herzlichsten Dant. Sophie. Graul, nebst Kindern. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme bei der Beerdigung unfres guten teuren Vaters, des Gastwirts Friedrich Fricke. Genehmigt: Berlin, den 2. Mai 1901. Der Bezirksausschuß, Abteilung II. Kayser. Den Mitgliedern und Lieferanten der Orts- Krankenkasse der Vergolder und Berufsgenossen zur Kenntnisnahme, daß vom Tage der Bekanntmachung ab diejenigen Verordnungen, welche bisher im Kassen: lokal abgestempelt werden mußten, ohne Kaffenstempel gültig sind. Be: dienungsmarfen zu den Bädern werden in den Bade- Anstalten verabfolgt. Der Vorstand. 372/6] Montag, 20. Mai, 1/29 Uhr abends, in Weddingpark"( Trapp), Müllerstr. 178: Mittwoch, d. 22. d. M., abends S½ Uhr, in den Arminhallen, fagen herzinnigen Dank allen Freunden, Herren- Vortrag v. Max Canitz Kommandantenstr. 20: 252/13 Mitglieder= Versammlung der Zahlstelle Berlin III des Centralverbands der Maurer. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Mit: gliedsbuch und Maikarte sind mitzubringen. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Die Ortsverwaltung. Delegierten- Versammlung des Bekannten und lieben Gästen.[ 13676 Die trauernden Kinder. Massage- Institut W Don H. und Fr. Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe, und in der Filiale Turmstrasse 47. Für sämtliche Orts- und Hilfs: Krankenkassen. [ 13600* Mechanische Apparate. Männerleiden u. d. traurigen Folgen d. Medizinturen. NB. Sprechstund. f. Kranke jed. Art nur Münzftr. 29, I. 9-10, 3-4, 7-8 Uhr. Dr. Derrnehls Dr. DERRNEHL'S Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter Künntliche Bähne EISENPULVER Montag, den 20. Mai, bei Graumann, Naunynftr. 27. Tages Ordnung: い 1. Vortrag über Unternehmer: Ringe und Arbeiter: Organisation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß jede Fabrit vertreten ist. Sommerfest- Billets zum 27. Juli werden am 3. Juni in der Vereinsversammlung ausgegeben. ohne Wurzel: Entfernung! Garantiert SCHUTZ MARKE Eisenpulver. Vorrätig i. Apothek. Hauptdep.: Weike. Schwan- Apoth., Spandauerstr. 77, Roland Apoth.. Turmstr. 16, und schmerzlos! Bieten- Apotheke, Großbeerenstr. 11. Schachtel 1,50, übl. 3 Sch. 4,25. Zahn- u. Wurzelperat, Plomben etc. Langjährige Garantie. Teuzantung Woche 1 Mark. Herren- Anzüge * u. Baletots, eleg. Ausführung, auch Landsbergerstr.13, Verband aller im Vergoldergewerbe beſchäft. Centralverband der Maurer Bruno Steffens, Neanderſt. 21 a pub for an ergoaty 13, Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands Filiale Berlin. Montag, den 20. Mai 1901, abends präc. 8 Uhr, ( Zahlstelle Weißensee). Dienstag, den 21. Mai, abends 8½½2 Uhr, Nölfeftr. 20: in ben ,, Arminhallen", stommandantenstraße 20( großer Saa: Mitglieder- Versammlung. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Gustav Becker über: Unfren neuen Arbeitsvertrag. 2. Bericht von der Vertreter- Sigung. 3. VerbandsGuten Besuch erwartet 1. Bortrag des Genossen Dr. Leo Arons über: Konsum und angelegenheiten. Konsumgenossenschaften und ihr Wert für das Proletariat". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Experimentalvortrag. 4. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder, besonders der Frauen, ist wegen des interessanten Vortrags unbedingt notwendig. 225/9 Der Vorstand. Cementierer u. verw. Berufsgenoss. Mittwoch, den 22. Mai 1901, abends 8 Uhr, bei Nümann. Brunnenstr. 188: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 137/15 Achtung! Die örtliche Verwaltung. Musiker. Achtung! Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Am Dienstag, den 21. Mai, vormittags 11 Uhr, im Lokal des Herrn Schulz, Grenadierstraße 33: 1. Borlegung und Berteilung des neuen Statuts. 2. Bericht über Ausserordentl. General- Versammlung Maifeier. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht das Erscheinen sämtlicher Kollegen notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! 57/2 Achtung! Stuccateure! Montag, den 20. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal von Buske, Grenadierstr. 33: Filial- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. 3. Bericht des Bibliothekars. 4. Neuwahl der い Gewerkschafts Delegierten; Ergänzungswahl der Nachweis: Kommission; Neuwahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erforderlich. 173/14 Der Vorstand. Centralverband der Maurer Berlins und der Vororte Zahlstelle I( Putzer). Allen Kollegen zur Nachricht, daß laut Beschluß der außerordentlichen Mitglieder Versammlung vom 17. Mai der Beitrag zum Streitfonds vom 20. Mai ab in folgender Weise erhoben wird: Bis zu drei Tagen Arbeits: zeit beträgt der Beitrag 25 Pf., über drei Tage 50 Pf. pro Woche. Die Unterstützung für die wegen der Maifeier ausgesperrt geweſenen Kollegen wird nur noch bis Mittwoch, den 22. Mai, gezahlt. 134/12 Die örtliche Verwaltung. Elektra, S., Neanderftr. 4. Am 3. Juni cr. beginnen 2 neue Abendkurse für alle Zweige der Elektro: techuit. Theorie u. Laboratorium. Keine Vorkenntnisse. Zeugnis. Prospekte gratis. Allen Freunden und Bekannten teile ich hierdurch mit, daß ich Wollinerstr. 44 ein Weiß: u. Bayrisch- Bier- Lokal, Vereinszimmer init Pianino zu 40 Personen, eröffnet habe. Ferdinand Reimann, 1595L* Schankwirt. General- Versammlung Teilzahlung Tages Ordnung: monatlich 10 M. liefert elegante 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht der Lohnkommission zur Herren- Garderobe Maifeier. 3. Welche Lehren ziehen wir aus dem Mai- Konflikt? 4. Tarif: frage betreffs Ginigung des Vereins Berliner Musiker.( Das Centralfomitee nach Maß, auch bar Kaffe allerbilligste ist brieflich eingeladen). 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen dringend not: Breise. Fert. Garderobe stets vorrätig. wendig. Tomporowski, Schneidermeister, Neanderstr. 16. II. [ 50/10 Der Vorstand. Ortskrankenkasse der Tabakfabrikarbeiter. Generalversammlung Sonntag, den 26. Mai cr., abends 7 Uhr, nach der Kaffenauflage im Kaffenlofal Weinstraße 11. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht des Vorstands und Decharge- Erteilung. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Großzer Damen- Vortrag mit Lichtbildern 65/11 im ,, Giskeller, Berlin N., Chauffeestraße 88( großer Saal) am Montag, den 20. Mai cr., abends 834 Uhr, über: 1. Das menschliche Leben vor und nach der Geburt. 2. Die Geburts: hilfe vom naturheilkundigen Standpunkt. 3. Die häufigsten Ursachen der meisten Frauenfrankheiten. 4. Das Zufunftskleid der Frau. Ausstellung 1365b einiger Modelle. " Referentin: Minna Kube, Naturheilkundige. Entree 20 Pf. Nur für Damen. Mitglieder der Magnetischen Gesellschaft" der Magnetischen Ver: einigung", Abonnenten der„ Neuen Heilwissenschaft", sowie Mitglieder des Moabiter Naturheilvereins" haben gegen Vorzeig. der Karten freien Eintritt. Gardinen! spottbillig Zahn- Klinik, beliebige Teil. Preise zahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145 Fenster 1,25-30 M. Reste 30-50 Pf. B Jeden Sonntag: Fischverkauf Kurzberg, part., tein Raden. J. 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Sonntag, 19. Mai 1901. vielen Zügen den Deutschen an, der als Preßsünder etwa die Anordnungen, wie die Errichtung des Pallisadengitters, das Annehmlichkeiten eines deutschen Gefängnisses bis auf die Neige Schließen in Eisen während der Nachtzeit, gegenüber den mit durchzukosten hatte. Dreyfus war des Landesverrats schuldig ge- raffinierter Bosheit ausgeflügelten Martern besagen, womit Graf Alfred Dreyfus, fünf Jahre meines Lebens. 1894-99. fprochen, eines Verbrechens also, das auch in Deutschland mit Beust in den fünfziger Jahren die deutschen Freiheitskämpfer im Deutsche Uebersetzung. Verlag Dr. John Edelheim, Berlin W. Mit 3 uchthausstrafe belegt wird. Und nun male man sich Zuchthause zu Waldheim langsam, ganz langsam, Glied einem Geschrei, das beinahe an die Praktiken des Kolportage- Buch- das Erstaunen eines Mannes aus, der von einer deutschen Straf- für Glied" zu Tode quälen oder systematisch zum Wahnsinn handels erinnerte, ist dics Buch in den letzten Wochen ausgeboten fammer wegen Gendarmen- oder Unternehmerbeleidigung, also bringen ließ? In der schlimmsten Zeit auf der Insel worden. Der Ladenpreis beträgt 3 Mark; Tiez verkaufte es als wegen einer Handlung, wonach in civilisierteren Ländern weder erhält der Gefangene außer Brot und Gemüse täglich 300 Gramm Massenartikel jedoch billiger. Von einem litterarischen Wert kann bei Hund noch Hahn fräht, zu mehrmonatiger Gefängnisstrafe verurteilt Fleisch, und der Kommandant selber bringt ihm Thee und Tabak, dem Memoirenwerk nicht gut gesprochen werden; aber auch seinen worden ist, wenn er liest, daß der des Landesverrats schuldig be- Genußmittel, die der deutsche Preßsünder sich selbst auf eigne Kosten Wert als Beitrag zur französischen Zeitgeschichte darf man nicht all- fundene Verbrecher, während er sich noch in Frankreich befindet, nicht nicht zulegen darf, geschweige denn, daß sie ihm von der Gefängniszuhoch anschlagen. Wir vernehmen aus dem Buch, das einzig als allein die Freiheit genießt, ungehindert mit seiner Gattin zu verwaltung gegeben werden. Zieht man diese Vergleiche, so wird es der Aufschrei einer gefolterten Seele genommen sein will, nichts, torrespondieren, sondern auch zweimal in der Woche deren Besuch begreiflich, daß der Franzose sich Patriot nennen fann, auch weni was nicht durch die geschäftige Presse schon vorher bekannt geworden empfängt. Befagter deutscher Breßsünder darf in jedem Monat mur er unschuldig als Gefangener leidet, während Millionen und aber wäre; wer jedoch in seiner Ueberzeugung, daß Dreyfus als Opfer einmal seine Frau sehen und, gute Führung vorausgesezt, auch nicht Millionen Deutschen selbst im Zustande der hierorts zulässigen eines schmählichsten Justizverbrechens unschuldig gelitten hat, sich von häufiger an sie schreiben. Mit dem Aufflammen einer empörten Freiheit das schöne Wort„ Patriotismus" als mit einem Makel be= nenem bestärken will, der kommt allerdings durch die immer und Seele schildert Dreyfus, wie er schließlich seine Frau haftet erscheint. immer wieder mit echt französischer Verve vorgetragenen Beteuerungen mur durch ein Gitter habe sprechen dürfen; für den des Kapitäns voll auf seine Rechnung. deutschen Preßverbrecher ebenfalls das selbstverständlichste Ding Haushaltungs- Rechnungen Nürnberger Lohnarbeiter, so Ungewollt giebt Dreyfus aber namentlich dem Politiker und von der Welt. Desgleichen durfte der Landesverräter nach heißt eine soeben im Selbstverlage des Nürnberger ArbeiterKulturhistoriker etivas, woran er beim Niederschreiben seiner Seelen- Belieben Zeitungen lesen. Der deutsche Redacteur im Gefängnis Sefretariats erschienene Schrift. Dem Tabellenwerk ist ein qualen kaum gedacht haben mag. Er zeigt nämlich gerade in der kann von Glück sagen, wenn er die Erlaubnis erhält, auf den umfangreicher Tegt beigegeben, in welchem die Resultate der ErSchilderung der über ihn verhängten Martern, wie turmhoch trotz Reichs- Anzeiger" zu abonnieren, das Lesen seines eigenen Blattes hebungen, in übersichtlicher Weise geordnet, einer eingehenden kritischen alledem die Kultur der französischen Republik über die Staats- wird ihm in Plößensee auf keinen Fall gestattet. Später empört Beleuchtung unterzogen werden. Es war nicht leicht, die schwierige caison unsrer deutschen Vaterländer erhaben ist, wie ganz anders der gefangene Stapitän sich darüber, daß seine Korrespondenz Aufgabe durch eine private Enquete, ohne behördliche Autorität, jenseits der Vogesen die Person geachtet wird. Es war dem Ge- kontrolliert und zum Teil beanstandet wird; für den deutschen Preß zu bewältigen. Ein Blick in das 140 Seiten starke Wertchen genügt fangenen der Teufelsinsel wahrlich nicht darum zu thun, die Qualen, fünder ebenfalls eine Erscheinung, die ihm mit der Gefängnis- denn auch dem mit den einschlägigen Verhältnissen nur halbwegs die er litt, zu verheimlichen und die ausgestandene Behandlung mit wie der göttlichen Weltordnung unzertrennlich verwachsen scheint. Vertrauten, um sowohl die Größe der gestellten Aufgabe, wie auch dem Mantel patriotischer Liebe zu verhüllen. Und dennoch, wie Auf der Teufelsinsel sind dem Gefangenen die Leiden allerdings die schier unüberwindlich erscheinenden Schwierigkeiten der Lösung fremdartig milde mutet die Schilderung dieser Gefangenschaft in grausam verschärft worden; aber was wollen die schlimmsten dieser sofort zu erkennen. Fahrräder! [ 14392 aybasi bns Berlins Specialhaus größtes Teppiche Salongröße a 5, 8, 10-300 m. Stets Gelegenheitskäufe in Teppich., Gardinen, Portieren, Möbelstoffen, Tischdecken 2c. ca. 450 Abbil und franco. 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