Nr. 117. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illustrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ..Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Kanalkonflikt? Als Graf Bülow den Landtag schloß, ließ er ca unklar, ob er nur endlich der Verhöhnung der Regierung durch die konservative Kanalposse ein Ende zu bereiten oder ob er vielmehr eine ernsthaftere Fortführung des Kanalkampfs einzuleiten gedachte. In den Kreisen der Konservativen selbst, die doch sonst genau wissen, was oben vorgeht", herrschte erhebliche Unklarheit über die Absichten der Regierung. Bald mochten die Blätter der in Preußen herrsch gewohnten Parteien nicht glauben, daß eine preußische Regierung es wagen werde, einen ernsthaften Streit mit den Junkerparteien zu unternehmen. Bald waren denselben Blättern peinvolle Mitteilungen zu gekommen, die sie schwer beunruhigten und recht schlimmes erwarten ließen. Mittwoch, den 22. Mai 1901. die überdreiste Taktik, die ihnen bisher Erfolg um Erfolg gebracht, schließlich doch zum erschütternden Konflikt führen wird, dessen Ausgang für sie mindestens zweifelhaft ist. Ob die konservativen Besorgnisse sich als gerechtfertigt erweisen werden? Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die Zahl der Boeren wird noch auf 15 000 Mann geschätzt. Das wäre immerhin genug, um den Krieg falls nicht eine bes deutende Zahl frischer Truppen geschickt würde noch viele Monate, vielleicht Jahre lang in die Länge zu ziehen. Nach englischer Meldung verloren die Boeren im April 105 Tote, 118 Verwundete Wir glauben heut so wenig als früher, daß die preußische und 2193 Gefangene. Die Zahl der Gefangenen ist eine ganz Regierung Wahlen gegen die konservativen Parteien unverhältnismäßig und unwahrscheinlich hohe. führen wird. An Toten und Verwundeten verloren die Boeren jedenfalls nur Die Auflösung des Abgeordnetenhauses unter der Anweisung 223 Mann, während der englischer Abgang an Toten, Verwundeten, an den gesamten preußischen Beamtenapparat, gegen die Kranken und Invaliden im gleichen Zeitraum mehr als 3000 betrug. fonservativen Kandidaten oder doch nicht für die konservativen( Der englische Tages verlust vom 19. Mai beträgt wieder 4 Tote, Kandidaten das wäre ein Geschehnis, an das erst dann geglaubt 15 Verwundete, 16 an Krankheiten Verstorbene und 149 Schwerwerden kann, wenn es wirklich in die Erscheinung tritt. franke.) Die Engländer leiden also wahrscheinlich nicht nur absolut, Die preußische Regierung ist seit so langem und so sehr Ver- fonderit auch relativ viel mehr als die Boeren. Man könnte es waltungsbehörde für die Junkerinteressen, daß fie die Bubenstreiche also schließlich Kitchener nicht verdenken, wenn er sein Verbleiben Auch die Neuflidung des Ministeriums schaffte den ihrer Schüßlinge, und wären sie noch so böswillig und beim dornenvollen Oberkommando von der Sendung frischer Truppen Konservativen teine Klarheit. So wenig die neuen Minister leidigend, ohne ernstlichen Widerstand erdulden wird. abhängig machte. eine Schwenkung der allgemeinen preußischen Reaktionspolitik bedeuten Welcher Hohn und Spott, welche Demütigungen und welche Wie England diese Truppen aufzubringen vermag, ist allerkonnten, so konnten sie doch für die besondere Kanalfrage politischen Schädigungen auch immer das preußische Junter- dings eine andre Frage, die dem Kriegsamt noch schwere Sorgen mindestens den Konservativen nicht willkommener erscheinen als ihre tum seiner Regierung zufügt, den Kampf gegen dieses Junker- bereiten dürfte. Vorgänger. In Herrn Miquel verloren die Junker den Freund, tum wird die prenßische Regierung nicht wagen. der das Wort gesprochen, die Konservativen müßten Esel sein, wenn Immerhin gilt es auch für die Arbeiterklasse in London, 21. Mai. Nach der amtlichen Verlustliste wurden in sie den Handelsverträgen zustimmten, und dessen eigenartige Preußen, sich von den Ereignissen nicht überrumpeln zu Balmoral, Transvaal, infolge vorzeitiger Entzün Kanalfreundschaft nur den Kanalrebellen nützte. In Herrn lassen. Würde das Unwahrscheinliche Thatsache, so soll die dung einer Granate zwei Mann getötet und zehn Möller wurde ein preußischer Minister, auts derjenigen Meinung der Kreuz- Zeitung" nicht enttäuscht werden, daß Neu- verwundet. Partei berufen, die den Kanalbau am eifervollsten forderte, und die wahlen in Preußen nur der Umsturzpartei" zu Gute Konservativen ob ihrer Kanalweigerung heftigst befehdeten. Und der tommen werden. neue Minister des Innern v. Hammerstein gar wurde angekündigt als der starke Mann", der die störrischen Landräte zur Disciplin" zurückzuführen bestimmt sei. " " Politische Weberlicht. Berlin, den 21. Mai. Kitchener will demiffionieren. Diese ungünstigen Anzeichen standen mannigfache günstige gegenüber, doch vom Hangen und Bangen in schwebender Pein rettete die Konservativen kein beruhigendes und Klärendes Wort, sei es der Regierungsvertreter, sei es des Königs, dessen Zornwort: Nach einem im Unterhause verbreiteten Gerücht sollen die Dinge „ Erst sollen sie den Kanal schluden" troß aller für die Engländer in Südafrika so ungünstig liegen, daß Lord Ablengnungsversuche gesprochen worden ist. Kitchener gedroht habe, das Oberkommando niederzulegen, Jetzt scheint es, als sei den Konservativen neuer Grund wenn die Regierung ihm nicht endlich größere Verstärkungen zu Befürchtungen zugetragen worden." Deutsche Tagesschicke. zeitung"," Kreuz Zeitung" und" Reichsbote" beschäftigen fich Dies Gerücht flingt trotz der zahllosen Siegesmeldungen, die wiederum in mühsam versteckter Aengstlichkeit mit der Möglichkeit Kitchener in den letzten Monaten nach London geschickt hat, gar nicht einer Auflösung des Abgeordnetenhauses. Die Deuts de Tageszeitung" sagt: " " so ungeheuerlich, wenn man sich die letzten Truppenbewegungen auf dem Kriegsschaunlage vergegenwärtigt. Deutsches Reich. Patriotischer Katzenjammer. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Die Kaisers tage in Elfaß Lothringen" sind vorüber, und mit ihnen der patriotische Freudenrausch, in den unsre reichsschwärmerische Presse während des zehntägigen Aufenthalts Wilhelms II. im Reichslande geraten war. Man reibt sich die Augen, um zu der betrübenden Erkenntnis zu kommen, daß die Bilanz der Festtage eine wider alles Erwarten ungünstige ist. Die Hoffnungen auf eine Stundgebung des Monarchen zu Gunsten der Aufhebung der Diktaturgefeßgebung find schmählich zu Schanden geworden; was dagegen geschehen, das ist so wenig erfreulich für das Herz unsrer Patrioten, daß ihre burger Bost" macht sich zum Dolmetsch dieser Empfindungen, schmerzliche Enttäuschung nach lautem Ausdruck ringt. Die„ Straßindem sie es unternimmt, im Anschluß an die Danteskundgebung, die der Kaiser beim Verlassen des reichsländischen Bodens für den herzlichen Empfang an die Bevölkerung gerichtet hat, die schweren Mißgriffe hervorzuheben, die den diesmaligen Kaiserbesuch im Reichsland zu einer für unsre Reichsschwärmer so wenig er freulichen Erscheinung machten. " „ In der Presse hat sich bis jetzt hie und da die Meinung er- Diverse Tausend Gefangene sollte namentlich General French halten, daß die Auflösung des Abgeordnetenhauses geplant sci im Osten Transvaals gemacht haben. Das Ende vom Liede war und vielleicht schneller erfolgen werde, als man im allgemeinen jedoch, daß Frenchs Truppen zurückgezogen wurden und ihr Führer glaube. Heute wird uns mitgeteilt, daß die Auf zur Erholung nach der Stapkolonie reisen mußte. In dem gelösung für Mitte August beabsichtigt fei. Wir find nicht säuberten" Distrikt tauchten aber alsbald wieder Boerenkommandos Klage über die bei allen offiziellen Veranstaltungen der Kaisertage Vor allem führt das sonst so regierungsfromme Blatt bittere in der Lage, diese Mitteilung auf ihre Richtigkeit hin zu auf, die so stark waren, daß fie bei Ermelo in den letzten Tagen hervorgetretene ostentative Ignorierung der Civil prüfen, halten es aber doch für geboten, unsere eine jedenfalls bedeutende englische Abteilung wiederholt und verwaltung des Lands. Der Empfang des Monarchen in der Freunde im Lande ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, ausdauernd auch erfolgreich angreifen konnten. Hauptstadt des Reichslands trug einen rein militärischen Charakter; daß sie gut daran thun, mit der Möglichke.t einer Im West en Transvaals hatte sich ebenfalls um Hartebeest weder die staatlichen Civil noch die städtischen Behörden waren baldigen Auflösung zu zu rechnen. Wie wir über die fontein eine auf mehrere tausend Mann geschäßte Boerenmacht dazu geladen, und auch Ordensauszeichnungen find an Civilbeamte Maßregel denken, das haben wir so oft auseinandergesetzt, daß imter Delarey konzentriert, die den englischen Truppen verschiedene nicht erfolgt. Mit Schmerz konstatiert die Straßburger Post" den eine Wiederholung unnötig erscheint. Wenn wir die Angelegenheit Gefechte lieferte und sich erst zerstreute, als mehrere englische Hilfs- bon Verstimmung nicht freien Eindruck", den diese Mißachtung der lediglich unter dem Gesichtswinkel der Taktik betrachten, kolonnen herbeieilten. Doch sollen die Boerenkommandos noch immer Civilverwaltung des Lands auf die Angehörigen der Beamtentreise machen mußte. Wenn eine solche Auffassung von der so tann sie uns nur angenehm sein; denn es steht für uns die Gegend vollständig unsicher machen. Inferiorität der civilen gegenüber den militärischen Behörden durchaußer Zweifel, daß bei reger Beteiligung die Neuwahlen einen Ließen diese bereits bekannten Thatsachen die Lage der Eng- dringe, so werde dadurch das Staatsinteresse selbst auf das entschiedenen Sieg unsrer Sache ergeben würden. länder schon als keineswegs so glänzend erscheinen, wie die aben: empfindlichste geschädigt und die Aufgabe der Verwaltung auf Schritt Dieser Sieg würde nicht ohne Einfluß auf die Regierung bleiben teuerlichen Siegesbulletins Kitcheners, so beweisen erst recht die und Tritt gehemmt. Am meisten Kopfschmerzen macht dem Blatte können. Gleichwohl glauben wir, daß die Regierung auch ohne heute vorliegenden Nachrichten, daß der Widerstand der Boeren aber die völlige Nichtbeachtung der reichsländischen Boltsdas Gewaltmittel der Auflösung sich zu der Erkenntnis durch auch nicht auf einem einzigen Teile des so ausgedehnten vertretung bei der Feier der Grundsteinlegung für den Wiederringen könnte, wie das unzweifelhafte Ergebnis der Neuwahlen Kriegsschauplages gebrochen ist, daß der Krieg vielmehr auf aufbau der Hohkönigsburg. Erst wird mit Mühe und Not die sein müßte." der ganzen Linie mit noch ganz andrer Energie fortgeführt werden Bewilligung der dreiviertel Millionen für die Kaiserburg im Landesausschuß durchgedrückt und num das ist ungefähr der GedankenDie Deutsche Tageszeitung" will durch erheuchelte Sieges- muß, als sie bisher entfaltet worden ist. gang der„ Post" schiebt man die Volsvertretung einfach ficherheit die Regierung vor der Entscheidung zurückschrecken. Das Nicht nur im Osten und Westen Transvaals erscheinen nämlich beiseite, wenn der Burgbau aus Volkes Mitteln feierBündlerblatt weiß recht wohl, daß die ernsthafte Entziehung die Boeren wieder in beträchtlicher Stärke, sondern auch in der lich eingeleitet werden soll. Es liegt eine köstliche Jronie der behördlichen Wahlhilfe den Konservativen äußerst Saptolonie. In die Kapkolonie sind nach den Angaben des in „ Lohn", den den unser Bürgermeister Bürgermeister und[ Rentnerverhängnisvoll werden müßte. erreichte die für Reuterschen Bureaus" neuerdings 800 Boeren zur Verstärkung der parlament rüdgratlose Waschlappigkeit, Auch der„ Kreuz- Zeitung" ist die Situation nicht geheuer. dort noch befindlichen Kommandos eingebrochen. Einem anderen die es in der Angelegenheit der Hohkönigsburg- Kredite In mühseliger Verteidigung gegen liberale Quertreibereien" ver- Telegramim desselben Bureaus zufolge vollzieht sich eine be- den Forderungen der Regierung gegenüber zeigte. Die Aufhebung des Diktaturparagraphen hoffte man gegen die Dreiviertelmillionen teidigt sie ihre Partei, daß sie in der Kanalfrage die Politik der deutende Konzentrierung der Boeren in den für die Phantasieburg einzuhandeln, und statt dessen erntete man als Regierung durchkreuzt haben. Sie sucht die Unentbehrlichkeit der 8uurbergen. Viele neue Boerentrupps überschritten den Dank bei der ersten besten Gelegenheit das blanke Nichts. Das tonservativen Partei zu beweisen durch die Unmöglichkeit für die Oranjefluß Furten demnach wenig geschüßt ist für unsre Herrn„ Volksvertreter" eine zwar wenig erfreuliche, preußische Monarchie, sich auf den Liberalismus zu stützen, der ein sein müssen dorthin um zu kommen; auch som nichtsdestoweniger aber wohlverdiente Erfahrung; und die Straßparlamentarisches Regiment erstrebe. Sie droht, im Falle der mandant Fouché sei zu dieser Boerenmacht gestoßen, burger Post", die die Mehrheit des Landesausschusses in ihrer würde Auflösung des Abgeordnetenhauses mit der also auch sie die auf 1000 bis 1500 Mann geschätzt werde. Nach losen Nachgiebigkeit gegenüber dem Gouvernement von jeher bestärkt glaubt rechnen zu müssen die Parteien, auf welche sich einem Gerücht soll jogar De Wet selbst das Kommando führen. hat, sie hat am allerivenigsten Veranlassung, sich jest zu entrüften, die Regierung stützen will, als Schüßer der Börse und des Eine Reihe fleinerer Gefechte habe stattgefunden, mehrere wo der Boltsvertretung zum Bewußtsein gebracht wird, wie wenig ihre ganze Haltung Respekt einzuflößen geeignet sei. Großkapitals, als Schädiger des Handwerks und der Landwirtschaft Batrouillen feien abgefangen worden. bekämpfen zu wollen. Und endlich droht sie nach alter Uebung mit Jm Kriegsbild hat sich also wieder einmal ein Wandel volldem roten Gespenst: zogen. Die bereits bis auf farge Trümmer vernichteten Boeren Wenn der Kaifer reift! Ueber die Kaifertage" in tauchen an drei verschiedenen, weit von einander entfernten Punkten Mez wird der„ Nein.- Westf. 3tg." geschrieben: Was die Aufin bedeutender Stärke auf, um aus Verfolgten wieder einmal Ver- einanderfolge der verschiedenen Festlichkeiten anbetrifft, so fehlte es folger zu werden. nicht an Ueberraschungen, und man konnte in Wirklichkeit sagen: es tamimmer anders, als die offiziellen Meldungen Majestäten treffen um 1 Uhr auf Schloß Urville ein." Daraufhin standen Schulen und Vereine, Bürgermeister und Gemeinderat in Bea reitschaft. Aber es kam anders! Es verbreitete sich das Gerücht, in Remilly, von wo aus die Weiterfahrt zu Wagen erfolgen sollte, habe die Polizei zwei Anarchisten verhaftet, und deshalb seien Kaiser und Kaiserin weiter gefahren, dann in Tournebride ausgestiegen und hätten dem Manöver der 145er beigewohnt. Thatsächlich war die Kaiserin um 3 Uhr mit dem Hofzuge in Urville angekommen und der Kaiser hatte eine Einladung seines Leibregiments zu einem Frühstück in dessen Kasino angenommen. Die Anarchistengeschichte tlärte sich dann später wieder dahin auf, daß man in Remilly zivei dessen „ Dabei wiederholen wir allerdings, daß wir, soweit lediglich der parteitaktische Standpunkt in Betracht kommt, feinen Grund haben, die Auflösung zu scheuen. Trotzdem wünschen wir sie nicht. Denn wir haben die feste Ueberzeugung, daß sie nur Man gewinnt aus diesen Vorgängen allerdings den Eindrud, der Umsturzpartet zu gute kommen würde, indem sie zwischen daß die englischen Truppen nicht start genug sind, lauteten. Am Montagmorgen wurde offiziell gemeldet:„ Ihre diejenigen Richtungen, ohne deren festes Zusammenhalten der um dem Krieg ein Ende zu machen. Rampf gegen den Umsturz nicht siegreich durchgeführt werden Giner Statistit des Kriegsamts zufolge betrug die fann, einen mächtigen Keil treibt, der ein späteres vertrauensvolles Bahl der nach Südafrika geschickten Truppen bis zum 1. Mai Zusammenarbeiten erschwert, vielleicht unmöglich macht. 249 416. Hiervon gehen bis Ende April ab 14 978 Tote und Auch der„ Reichsbote" ereifert sich, daß etwa die preußische 76 582 nach England Zurückgeschickte( darunter 47 509 Juvalide), Regierung den Kanalstreit durch Neuwahlen entscheiden könnte, indem zusammen also 91 500 Mann. Die Zahl der in Südafrika befindsie die Unzuverlässigkeit der Nationalliberalen, der alsdann eigentlichen Truppen beträgt also noch ca. 150 000 Mann, wovon aber lichen Regierungspartei, durch allerlei historische Erinnerungen zu verschiedene Zehntausende in den Lazaretten liegen sollen. Rechnet bekräftigen versucht. man ferner die zur Besetzung der Etappen notwendigen Truppen ab, so bleibt von wirklich zu Operationen verwendbaren Mannschaften nicht allzuviel übrig. So viel ist dentlich: angenehme Empfindungen begleiten die Konjervativen nicht in die parlamentslose Zeit. Sie befürchten, daß Taschendiebe verhaftet hatte, die unter dem maffenhaft zu-| gegeben worden, weil sich französische Knutenpatrioten darüber auffammengeftrömten Landvolk reiche Beute zu finden gedachten. geregt haben, daß der russische Botschafter just in Meg, also auf In ganz ähnlicher Weise erging es den Megern am annettiertem Boden, Wilhelm II. feine Aufwartung gemacht. Mittwoch. Un den Straßenecken stand groß und breit, daß derlei höfische Dinerkundgebungen überhaupt find, dafür bietet gerade Wie belanglos übrigens für den Lauf der politischen Ereignisse der Kaiser gegen Mittag die Templer Kapelle der Meter Trinkspruch ein hübsches Beispiel. Der Kaiser äußerte mit den ausgegrabenen Altertümern besuchen würde, und in Metz den Wunsch, daß die in China zwischen allen cibili. soweit es die Absperrung zuließ, stand alles in der Römerallee und fierten Wölfern befiegelte Waffenbrüderschaft der großen Sache den angrenzenden Straßen Kopf an Kopf und harrte des hohen Be des Friedens zu gute fommen möge." fuches. Dieser traf denn auch unter zahlreicher Dragoner- Eskorte, aber erst gegen 8 Uhr ein und fuhr dabei mitten zwischen den beiden Flügeln der Prinz Friedrich Karl- Kaserne hindurch, so daß das nicht mit Karten bersehene Publitum nicht einmal das Nachsehen hatte. Erst der Freitag gehörte den Mezern. Der Kaiser traf, obgleich um 11 Uhr erwartet, erst gegen 1/2 Uhr von der Besichtigung der neuen Forts zu Wagen ein und zwar nicht über Ars, sondern von Sauley. So bekennt sich die christliche Nitterschaft denn doch wieder, und zwar im edelsten Büdlerstil, zu den konservativen Sklaven der materiellen Nüglichkeit und des Erfolges, sie hält den strahlenden das Schwert aus der Scheide wider die Widersacher der konservativen Wappenschild vor Brotwucherer und Spritspekulanten, und sie lärmt Materialisten". bedeutsam die Erscheinung zurück, daß sich die christlichen Ritter und Bieht man das Spaßhafte ab, so bleibt als politisch nicht unSchnapsbrenner höchst wunderlich bedrückt und berängstigt fühlen, weil sich zwischen sie und der Krone jene Wolle gelagert hat. Es muß in der That sehr schmerzhaft von ihnen empfunden werden, daß in der Handelswelt der Hansastädte eifrige Hofgänger als Konkurrenten des angestammten Hofgesindes erstanden find. Eine ganz ähnliche Bendung brauchte Wilhelm II, vor ein paar Jahren, als er am 14. Juni 1896 an Li- Hung- Tschang eine Ansprache hielt, in der er sagte: Daß die in der Vergangenheit erprobte auf gleichen Inter effen des Friedens und der Kultur beruhende Freundschaft zwischen China und Deutschland... in Bukunft unvermindert halbe Stunde oder gar 20 Minuten plädiert die Serena Beitung", Für eine Abkürzung der Redezeit im Reichstag auf eine fortbestehe... ist auch mein Wunsch und meine zuversichtlicheba, die Beweisgründe für oder gegen eine Sache sich in einer halben treuz Hoffnung". Für Beweisgründe der konservativen Sache ist das zweifellos richtig, da genügen sogar schon fünf Minuten. Vielleicht beginnen die Konservativen mit der gewünschten Reform bei sich selbst und verhängen durch Fraktionsbeschluß über ihre Redner die Fünffür Boltsversammlungen, wo Diederich Hahn redet! Minuten- Redezeit namentlich im preußischen Landtag, aber auch Die Absperrung war diesmal ganz außergewöhnlich streng. des Friedens und der Kultur, die zwischen Deutschland und China Die damalige Anerkennung der gleichen Intereffengemeinschaft Stunde allemal barlegen laffen." Sämtliche in Straßburg und Mülhausen entbehrliche Schuhmann- bestünde, hat nicht verhindert, daß wenige Jahre darauf deutsche schaft und die berittenen Gendarmen aus ganz Lothringen Truppen angewiesen wurden, im Lande ber gelben Bestien wie die waren hierher kommandiert. Ueberall wurde innerhalb der Stadt Hunnen Furcht und Schrecken zu verbreiten. das Publikum auf den freien Blägen auf 40-50 Meter Entfernung General v. Spih, Borsitzender des deutschen Kriegerbundes zurückgehalten; die engen Straßen wurden ganz gesperrt und stellen- und Mitglied des militärischen Hofgefolges, bemüht sich, den tveis mußten Thüren und Fensterläden gefchloffen bleiben. Vorfall, der den Kaifer in Bremen traf und der aus der Außerhalb der Stadt ritten Dragoner Abteilungen vor öffentlichen Diskussion längst beseitigt ist, wieder in Grinnerung zu und hinter und teilweise nebendem kaiserlichen Wagen, und es wurde rufen. Auf einem in Osnabrüd abgehaltenen Striegertage sprach im stärksten Trab gefahren, so daß der Kaiser in der Staub- sich Herr v. Spitz also aus: wolfe kaum zu erkennen war. Es sollen zahlreiche Verhaftungen von Verdächtigen wohl meistens Taschendiebe, die die Maimeffe so wie so alljährlich anlodt stattgefunden haben, doch ist Gewisses darüber unbekannt, da die täglichen Polizeiberichte, die sonst immer die Beitungen erhalten, nicht ausgegeben werden. Ronfervative Obstruktion. Nachdem die Konservativen givei Jahre lang in der unverschämtesten Weise gegen die Kanalvorlage Obstruktion getrieben hatten, fonnte ihre Presse jüngst nicht Worte der Entrüstung genug finden, weil die Socialdemokraten und Frei finnigen pflichtgemäß forderten, daß die Branntweinparteien die burch Ueberrumpelung des Reichstags und Mißachtung des Seniorenfonbents zu erliftende Liebesgabe gefälligst aus eiguer Rraft burchsetzen mögen. Da die Fuselmehrheit dazu nicht im stande war, forderte fie ungeniert eine Aenderung der Geschäftsordnung, damit es fünftig nicht mehr möglich würde, derartige Attentate wirkungs voll abzuwehren. der deutschen Armee vom 1. April bis 15. Mai 1901: 5 Generäle Die Verjüngung der Armee. Pensioniert wurden in der Infanterie, Stavallerie 2c., 10 Generallieutenants, 14 Generalmajore, 8 Oberfte, 9 Oberstlieutenants, 25 Majore, 26 Hauptleute, 7 Oberlieutenants, 5 Lieutenants. In Summa 109 Offiziere. Kosten Wenn erzählt wird, daß nur eine leine Bepro Jahr ca. 570 000 M. Die ungünstige Finanzlage des Reichs fchädigung der allerhöchsten Person stattgefunden habe, scheint also auf die Offizierspensionierungen nicht hemmend zu so ist das nicht wahr. Wir selber haben gesehen, wie diese wirken. Narbe auf dem Knochen feftsigt, die unser Kaiser und König für 29 pensionierten Generäle die Kleinigkeit von 300 000 m. Von den vorhin erwähnten 570 000 m. erhalten die sein Leben tragen wird. Sein Leibarzt, Prof. Dr. v. Leuthold, sowie andre Herren sagten: Es hätte eines Viertelaolls 1 fächsischer Lieutenant. Ausgeschieden sind 1 preußischer und Ferner wurden ohne Pension verabschiedet 2 preußische und Breite nur bedurft, und dem Kaiser wäre der Schädel i württembergischer Lieutenant. Der Gesamtabgang an Offizieren rettungslos zertrümmert worden. Das sind beträgt somit in dem eingangs genannten Zeitraum 114. authentische Nachrichten. Das Instrument, mit welchent geworfen wurde, war mit solcher unerklärlichen Gewalt ge- der Infanterie, 9 Generallieutenants, 10 Generalmajore, 5 Oberste, Von den Pensionierten treffen auf Preußen 3 Generäle schleudert worden, daß, wie mir Dr. v. Leuthold sagte, ein Herr, 6 Oberstlieutenants, 17 Majore, 15 Hauptleute, 7 Oberlieutenants, der weit davon stand und einen dicken Winterpelz anhatte, noch 3 Lieutenants( Summa 75); auf Bayern 1 General der Kavallerie, eine bedeutende kontusion an dem Arme davongetragen 1 Generalmajor, 1 Oberst, 1 Oberstlieutenant, 4 Majore, 4 Hauptleute, hat. Wir können also der Wahrheit gemäß und ohne irgendwie 1 Lieutenant( Summa 13); auf Sachsen 1 Generallieutenant, etivas bemänteln zu wollen, sagen, daß Gott, der Herr, unsern 8 Generalmajore, 2 Oberste, 2 Oberftlieutenants, 4 Majore, 5 HauptKaiser aus wirklicher Lebensgefahr errettet hat!" der Infanterie, 2 Hauptleute( Summa 3.) leute, 1 Lieutenant( Summa 18); auf Württemberg 1 General General v. Spig ist bestrebt, den Unfall in Bremen möglichst ben beabsichtigten Erfolg, die Scharfmacherpreffe versucht Erstens der württembergische Kriegsminister, der schtver erscheinen zu lassen, wie es vor ihm bereits, wenn auch ohne Unter den Verabschiedeten stechen besonders 2 Generale hervor. hat. Thatsächlich aber teilt Herr v. Spig in der Hauptsache nichts bekanntlich durch eine ganz plöglich eingetretene Verschlimmerung Neues mit, sofern nicht die Thatsache, daß eine Flintenkugel, die feines Gesundheitszustands" zum Rücktritt gezwungen wurde, was durch den Körper geht, gefährlicher zu fein pflegt, als ein um fo betrübender war, als der Herr General unmittelbar vor Streifschuß, als als Offenbarung militärischer Weisheit gelten feiner„ Krankheit" noch versprochen hatte, daß er die Religion in der günstig auffiel, so wurde eben der Kaiser nicht ernstlich verlegt, enthe v. Fint? welcher wohl mit dem früher in Halle a. d. Saale beEisenstück des Epileptikers erfreulicherweise Armee neu befestigen werde. Und zweitens wurde ein Generallieutenant fondern erlitt nur eine geringe Beschädigung. Daß die faiserlichen fehligenden Divisionär, der den„ Umsturz" mit zahllosen WirtshausLeibärzte frog der Geringfügigkeit der Verivundung Vorsichtsmaß verboten ausrotten wollte, identisch sein dürfte. Wohin soll es denn regeln besondrer Art, wie fie einem andren Patienten nicht ver- mit dem Deutschen Reich kommen, wenn ein so frommer Mann wie ordnet zu werden pflegen, verordneten, ist leicht begreiflich. v. Fint auch unter die große Säge geraten. err v. Schott und ein solcher Socialistentöter wie Herr Renthe foll. Da das Mit Recht wird in der Presse daran erinnert, wie vor ein paar Jahren die Konservativen selbst drohten, durch künstliche Herbei führung von Beschlußunfähigkeit ein großes nationales Bert" zu gefährden, weil eine Bestimmung des Gesezes ihren Interessen wider fprach. Es war im Juni 1896, als auf hohen Wunsch der Reichstag im Sommerfchweiße seines Angesichts das Riesenwerk des Bürger Lichen Gesetzbuchs burchpeitschte. 818 Paragraphen waren bereits er ledigt, da brach am 23. Juni eine heftige Debatte über den Hasenschaden aus. In sechsstündiger Beratung kämpfte die Junkerschaft mit Löwenmut darum, daß die großen Herren nicht gehalten sein sollten, den kleinen Bauern den durch Hasen angerichteten Es sei dabei erwähnt, daß der Epileptiker Weilandt noch immer Wildschaden zu ersetzen. Damit erbrachten die Junker also in der Frrenanstalt in Bremen der Beobachtung feines GeistesEs sei dabei erwähnt, daß der Epileptiler Weilandt noch immer nicht nur einen Beweis threr rührenden werkthätigen Liebe zustands unterliegt. für den Bruder Bauer", fte enthüllten zugleich ihre Anschauungen über die Wichtigkeit nationaler Werte und das Recht der Ob Strution, benn also erklärte, im Namen der Konservativen der Abg. v. Stein: offenbangenehmte Sachen zu fagen. 8uchthaus " Vout Streifpoftenstehen. Wir besprachen gestern die Rechtounsicherheit, die durch das Verhalten der Gerichte zum Streitfer bative to gratern Echweinburg hat jest offenbar den Auftrag, den Konpostenftehen eingeriffen ist, und bemerkten ironisch, daß das Gesez wenigstens den Vorzug der Stlarheit gehabt Da der Mann von der feinen Nase und der Witterung der Zukunft habe, indem es das Streitpostenstehen schlechthin verbieten und unter lebt, fo fann auch der merkwürdige Umstand als Stimmungszeichen Strafe stellen wollte. Das Organ ber Großindustrie Berliner der Zeit gelten, daß der unsterbliche Ministeroffiziofus, den fein Neueste Nachrichten" erfreut sich daraufhin unsrer Sehnsucht Lucanus bolt, plöglich für die Obstruktion eintritt. für die Obstruktion eintritt. Er schreibt nach dem maßlos verschrienen Zuchthaus- Gesez"" und führt aus: im Hinblick auf die Brennstener- Affaire: Im Kampf um das Arbeitswilligen- Gesez sind seiner Zeit bis in die nationalliberalen Reihen hinein schlimme Vorwürfe und Verdächtigungen gegen die industriellen Scharfmacher" erhoben worden. Es wäre von Interesse zu erfahren, ob jezt jene Heißsporne, wie Herr Bassermann, auch Arm in Arm mit der Socialdemokratie die deutsche Rechtfprechung der Parteilichkeit und Vergewaltigung der Arbeiter zu zeihen wagen, nachdem unsere Richter aus der Entwicklung der thatsächlichen Verhältnisse heraus gegen den Terrorismus der Arbeiter einschreiten zu müssen glauben. Vielleicht erleben wir, nachdem die Ueberzeugung von der Notwendigkeit einer reichsgeseglichen Regelung des Streitpostenstehens allgemeiner geworden, nächsten Winter einen Antrag Bebel- Bassermann- Hize, welcher diesen Teil des Zuchthausgefeges" verschämt wieder vor den Reichstag bringt und dem demagogischen Verhalten vor zwei Jahren damit selber die richtige Censur erteilt." " Ich will... nur noch eins erwähnen, und zwar im Namen meiner politischen Freunde: Wir sind der Ansicht, daß es sich durchaus nicht mit den Verhältnissen verträgt, wenn die Kommissions. beschlüsse zu§ 819 und der neugefchaffene§ 819 a angenommen werden; und wir werden nicht dafür einstehen können, dak, lehnenden Haltung einen Vorwurf zu machen. Wer im politischen " Es wäre ungerecht, den Geguern des Geseßes aus ihrer abfalls die Kommiffionsbeschlüffe angenommen werden, unfrer Reben Ziele erreichen will, muß vor allen Dingen anwesend feits die erforderliche Anzahl von Mitgliedern hier bis iein, um nicht Unrecht zu bekommen. Diefes alte Wort mögen zum Schluß der Verhandlungen gegenwärtig bleibt, welche sich die Abgeordneten einprägen, welche durch ihr Bererforderlich ist, um die Geschäfte hier weiterzuführen." halten dazu beigetragen haben, der Landwirtschaft einen empfind Wie verschwindet gegenüber dieser Obstruktionsdrohung die lichen Schlag zu verfeßen. Vielleicht erkennen nunmehr jene Obstruktion gelegentlich der lex Heinze und die Abwehr der Brannt- Mitglieder des Reichstags auch, daß das Amt eines Reichstags= weinparteien in den jüngsten Tagen. Damals handelte es sich nicht abgeordneten schwere Verantwortlichkeit mit sich bringt und es ein um den groben Unfug frommer Keuschheitsparagraphen oder um innerer Widerspruch ist, die Regierung fortgesetzt auf allen Gebieten eine verhältnismäßig unbeträchtliche Schnapsliebesgabe, deren Be- des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens verantwortlich zu machen, seitigung mit geschäftsordnungsmäßigen Mitteln angestrebt wurde. während man seine eigne Verantwortlichkeit so außerordentlich leicht Damals stellten die Konservativen das ganze große bürgerliche nimmt. Wer in der That verhindert ist, selbst bei so wichtigen Abe Gesetzbuch für den Fall in Frage, daß die Junker zur Ersaßpflicht ſtimmungen an den Verhandlungen des Barlaments teilzunehmen, des Hasenschadens herangezogen würden. Niemals hat eine thäte unires Erachtens besser, auf sein Mandat zu verzichten." Obstruktion in so schamlofer Weise versucht, ein bedeutsames Wert Von der christlichen Ritterschaft. Das„ Deutsche Adelsblatt" von allgemeinem Interesse über eine Bagatelle schnödesten Eigenmuges stolpern zu lassen, als es damals die Junter unterschreit nahmen. Und wie verhielt sich das Centrum, das heute noch wilder als die Konservativen nach Alenderung der Geschäftsordnung fchreit, um jede Obstruktion zu bereiteln? Herr Lieber charakterisierte feineswegs die Frechheit der angedrohten Obstruktion, wie sie es verbient Ganz im Gegenteil, er nahm die Drohung der Konjervativen ungeheuer ernst und unterwarf sich, indem er erklärte: aid das pi Wir unfrerseits tragen der gegebenen Thatfache Rechmmg, daß die Herren von der Rechten einen so hohen Wert, wie Herr v. Stein namens feiner politischen Freunde ausgesprochen hat, auf diese Bestimmung legen. Von Hause aus selbst zu großen Opfern bereit..., müffen wir ernstlich in die Erwägung auch der Frage treten, ob wir das Bürgerliche Gesetzbuch an dem Hafen und dem Wildschaden- Regresse scheitern lassen dürfen." 100 Die bloße Drohung der Obstruktion hatte den Centrumsführer, den Abgeordneten Lieber, dermaßen eingeschüchtert, daß er die Bauern den Hasen zu opfern bereit war. Das Centrum hat damit nicht nur das Recht der Obstruktion anerkannt, sondern es hat einer der verwerflichsten Anwendungen dieses parlamentarischen Kampfmittels Hehlerdienste geleistet. bimmelwärts" die folgende Anklage: Den Gerichten ist wegen ihrer Urteile gegen Streitposten der Vorwurf der Parteilichkeit und Bergewaltigung der Arbeiter nicht gemacht worden. Das Uebel liegt in dem freien Ermessen" der Bolizeibehörde und jedes beliebigen Polizisten, der durch gänzlich unberechtigte Befürchtungen einer Verkehrsstörung ein wichtiges Stück des Arbeiterfoalitionsrechts vernichten darf. " Erst unserer, dem ödesten Materialismus verfallenen und gleichwohl foviel gepriesenen Kulturepoche blieb es vorbehalten, weiten Schichten unseres Volkstums der Väter Himmels- Ideal zu rauben, es zum Himmels- Wahn" umzu deuten. Millionen von Zeitgenossen, und wahrlich nicht bloß Es wird allerdings nötig sein, den Wunsch der Berl. Nenesten eingeschworenen Parteigänger des roten Umfturges, Nachrichten" zu erfüllen und im nächsten Winter eine reichsgefegliche haben mit dem Himmelsgedanten völlig gebrochen, haben Regelung dieses unhaltbaren Zustands herbeizuführen. Es ist jede Fühlung mit dem" Ewigen über den Wolken, mit bringend erforderlich, ein grundlegendes Arbeiterrecht, welches das dem Troft von oben und der Hoffnung auf ein besseres Jenseits Reich gegeben, gegen das polizeiliche Ermessen sicher zu stellen. verloren. Für sie giebt es teine Verantwortung, fein Gericht die über " Nur der Augenblick" hat Wert für die Gößendiener der Fromme Gesetzesverächter. In Mainz haben vor einigen realistisch materialistischen Weltanschauung unserer Tagen ein Oberlieutenant und ein Lieutenant ein hartnäckiges unfehlbarkeitsdogma„ der Rüglichkeit und„ bes Er Schüße eine Kugel in die Schulter und eine Kugel in die Hüfte Tage. Tas Unheil schreitet um so schneller, als das moderne Scheibenschießen auf einander veranstaltet, bei dem der schlechtere folges" feine Propheten selbst in hohen und erhielt. Er liegt infolgedeffen schwer danieder. Nach der Nat.sehr maßgebenden Kreisen findet. Dem gegen Beitung" stand dieser Ausgang des Duells von vornherein fest, da wird es zur besonderen Aufgabe der Gemeinschaft der Gegner des Verlegten den Ruf eines brillanten Scharfder Gläubigen, wird es zumal Pflicht der ristichen genoß. Den Anlaß zum Duell hat die Frau des Niederlichen Ritterschaft, die hohen Ideale, welche unser Bolt geschossenen geboten, das Gottesgericht hat also wieder einmal dem groß gemacht, zu begen und zu pflegen mit aller Kraft und in seiner Ehre Getränkten die Genugthuung gewährt, sich zum aller Schärfe bes geistigen Rüstzeugs, das ihnen Gott ver- Krüppel schießen zu laffen. Besonders pikant wird der durch die liehen hat." Die Ersaßpflicht für Hasenschaden wurde denn auch mit Hilfe Kavalierstrafe der Festungshaft geadelte Wordversuch durch den Umdes Centrums glücklich beseitigt. Wenn diese Ausführungen überhaupt einen Sinn haben sollen, stand, daß die beiden Duellanten vor dem Duell Ob man den Mut haben wird, nach dieser Erinnerung weitertive Partei aufgefaßt werden, deren ganzes Sinnen und Trachten In den Abbruzzen sollen fich fromme Gurgelabschneider vor dem fönnen fie nur als ein scharfer Angriff gegen die konserva- erst das Abendmahl genommen haben sollen. über„ Obstruktion" au schimpfen? An ein andres erbauliches Stüdlein von fonservativer Ob- so sehr von Brotwucher und Fuselliebesgaben erfüllt ist, daß auch Begehen der Blutthat durch Stiften einer geweihten Sterze erst in struktion erinnert die Frankfurter Zeitung". Es war im Jahre 1876. wir roten" Materialisten uns vor diesem Abgrund niedrigster und die entsprechende gehobene Seelenstimmung zu verfezen pflegen. Es handelte sich darum, im Abgeordnetenhause das Zustandekommen rohefter Nüßlichkeitsanschauung entfeßen. des Gesetzentwurfs über die Provinz Berlin zu verhindern, indem das„ Adelsblatt" wieder die adlige Faust zum Schuge dieser Fusel des vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Centrumsblatts hat den In einem zweiten Artikel derselben Nummer ruft denn freilich Königreich Sachsen wird nun doch zur Thatsache. Das Eingehen Die Gründung einer katholischen Tageszeitung für das man die mit der Vorprüfung beauftragte Kommission beschlußunfähig materialisten auf. Das Organ der christlichen Sitterschaft hat machte. Die Kommissionssigung fand abends statt. Wie zufällig standen vor der Thür des alten Abgeordnetenhauses am Dönhoff- nämlich die sonderbarsten Befürchtungen, daß es mit der Herrlichkeit Dresdener Boltsverein für das katholische Deutschland" nicht abgeschreckt. Da der Preßfonds des Vereins noch zu schwach ist, so platz einige Miitglieder der Minderheit, und als Kollegen von der Mehr- der doch eben erst von ihm selbst in den Pfuhl des ödeſten wird vorerst ein Stopfblatt erscheinen. Ueber den Drud desheit tamen, teilten sie ihnen ganz harmlos mit, die Kommiffions- materialismus gewiesenen Junkerschaft ein Ende nehmen könne, felben werden mit dem Verlag der Berliner„ Germania" figung fei abgefagt. Einige drehten um. Das genügte und indem es sich gegen die liberalen Erbschleicher wendet, Verhandlungen gepflogen. Man hofft die neue nene sächsische Wir könnten der Herren lachen, die fo viel Bulver auf uns tönnen. Daß die Beitungsfrage in der letzten Beit so voranCentrumsgeitung schon am 1. Ottober herausgeben verschießen, gäbe es die vielen Kurzsichtigen nicht in unserem Lager, denen der Lärm auf die Nerven fällt, gegangen ist, darf man u. a. auch den kulturkämpferischen Ton der welche die Rebel des Geschüigfeuers mit ihren schwachen Augen Synode zuschreibeit. nicht zu durchdringen vermögen, und hörten wir nicht immer wieder von neuem die Jammerrufe des Kleinmuts und noch nicht; es war immer noch einer zu viel, und die fer eine wurde fnapp vor Beginn der Kommissionssigung in einen fetreten Raum des Abgeordnetenhauses eingeschlossen. Inzwischen mußte auf Antrag des Abg. Nichter die Kommissionsfizung beginnen, aber auf Antrag desselben Abgeordneten sofort wieder aufgehoben werden, weil dieser darauf hinwies, daß die Stommission nicht beschlußfähig war. Damit wurde auch durch einen Bediensteten des Abgeordnetenhauses der eingeschlossene Herr, der sich inzwischen sehr unwillig geberdet hatte, befreit. Das Gesetz war damit gescheitert. Der Eingeschlossene war der inzwischen verstorbene Abg. Kiepert Marienfelde, und der ihn einschloß, wenn wir nicht irren, war der Konservative Prinz Handjerh. Keine politische Bedeutung hat nach amtlicher russischer Erflärung der 8 ufall, daß am Geburtstag des garen der russische Botschafter zu Berlin in Mez beim deutschen Kaiser tafelte. Die recht unnötige, weil selbstverständliche Versicherung ist deshalb abdonnert es: Von der Pommernbank. A zu der Verzagtheit aus den bombensicheren Kafe= Ein Gerücht, das Wahrscheinlichkeit für sich hat, nennt als Anmatten der Kranten und Schwachen zu uns Taß der Verhaftung der Direktoren No meid und Schulz einen heraufbringen, die uns ein Wort des Zuspruchs angebracht wucher, den die Direttoren gegen Tiez begangen haben. erscheinen lassen. Num denn: Heraus auch mit Eurem Fleder Tiek foll bei der 7 Millionen Hypothet, die ihm die Pommernbank wisch, Jhr friedfertigen Männer eines aussichtslosen Kompromiffes, bewilligt hat, ein Grundstück für ungefähr 1 Million in Zahlung haben wozu tragt Ihr die Ritterwehr an der Seite? Krümmt sich doch nehmen müssen. Dies Grundstück soll den Direktoren gehört haben. der Wurnt, wenn er getreten wird, und Ihr wollt auf den Tiez würde das Grundstück natürlich nicht genommen haben, wenn Ruien liegen, bis man Euch den Gnadenstok giebt? Das ihm ohne dasselbe die Hypothek zur Verfügung gestanden hätte. Es ist nicht adelige Art; wer uns anfällt, der soll unsre bleibt allerdings zweifelhaft, ob diese Handlung der Direktoren deutsche Faust spüren, ob er ein Tölpel bon ben Thatbestand des Wuchers erfüllt, auch erscheint es nicht ganz Beilenschreiber oder ein reisiger Mann wäre!" far, unter welchen Strafparagraphen die Handlung in ihrer Be ziehung auf die Stellung der Direttoren zur Bank( Untreue) zu der Inhaftierten zu tellen berlangt haben, fei ich statt 114. Juli 1893, die Erweiterung des Männer- leberwachungsregistrieren wäre. mit ihm den Genfer Sieg" zu preisen meinen Landsleuten in hauses bei der Jrrenanstalt er aberge, die Regulierung ber Gestern und vorgestern waren an der Berliner Börse Bommersche den Rüden gefallen". Ja, noch schäbiger als das. Jch protestiere Schlüterstraße in Charlottenburg zwischen Kurfürstendamm Pfandbriefe im Nennbetrage von 560 000 m. angeboten. Bei den gar vielleicht" gegen die Protestversammlung der Genfer Arbeiter- und Liegenburgerstraße, die Zahlung von Abstandsgeldern für gegenwärtigen Kursen erscheint thöricht, diese Papiere loszu- organisation bom 25. April infolge deren" weitere vorzeitige Aufgabe von Mietsrechten im Hause Parochialstr. 17/ 18, schlagen, und es find nur Kleine Leute, die, durch Ausweisungen erfolgt find. Bei bestem Willen kann ich in diesen die Vornahme von Dichtungsarbeiten an der Entwässerungsleitung in die Verhaftung aufgeschredt, finnlos ihren Besitz an Rüdzugsworten Ks. feine Widerlegung meiner im Vorwärts" ge- der Prinzen- Allee behufs Herstellung einer Baumpflanzung, die Erden Markt werfen. Der Stand der Bommernbant mag machten Ausführungen entdecken. werbung eines Gemeindeschulgrundstücks in der Putbuserstraße Verluste für die Aktionäre ergeben, für die Pfandbriefbefizer In der That, was habe ich denn gefagt? Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der Versammlung, find Einbußen, die dem jezigen Stursstande entsprächen, nicht zu Was Kr. mit dem Glorienschein einer revolutionären" Helden- betreffend die Polizeiverordnungen über Wenderungen im Betriebe besorgen. that zu umbüllen gesucht hat nämlich das bei duntler Nacht der Schankgeschäfte und in Bezug auf das Schließen der Die Haftentlaffung der Direktoren gegen je 100 000 m. Raution besorgte Abreißen eines webrlofen Barentvappens in Genf Häuser in der Nacht. Vorlagen, betreffend die Wahl der Verist abgelehnt. das habe ich als eine Leichtfertigteit verurteilt, mit der der russischen trauensmänner für den neu zu bildenden Ausschuß zweds Auswahl Daß übrigens der Strach täglich weiter auf das Industriegebiet Freiheitssache weniger gedient sei, als mit vernünftigem Gebrauch der Schöffen und Geschwornen für das Jahr 1901 die Neuwahl übergreift, beweisen einige Enthüllungen der letzten Tage. Die der Schweizer Freiheiten. Das war und bleibt der springende von zwei Ratszimmermeistern, sowie den Ablauf der Wahlzeit eines Bant für Bergbau und Industrie, die vor drei Jahren Punkt der Diskussion. Die Tugend der Demonstranten habe ich Ratszimmermeisters und eines Ratsmaurermeisters und die Nachmit 15 Millionen Aktienkapital bei 9 Millionen Einzahlung durchaus nicht in Frage gestellt bezeichnete ich sie doch ausdrück- weisung der auf Grund der betreffenden Gemeindebeschlüsse gezahlten zu industriellen Spekulationszwecken gegründet worden ist und die lich als gute Menschen und schlechte Musikanten" und den Unterstügungen. beiden ersten Jahre 7 und 5 Proz. Dividende bezahlt hat schließt Lesern des Vorwärts" ein Bekenntnis abzulegen, daß ich, gleich ihnen, Schöneberg. Die gestrige öffentliche Stadtverordneten- Sigung, ihr letztes Jahr mit nahezu 4 Millionen Verlust ab, ist also that- jede würdige Protest versammlung von der Art der Genfer deren Tagesordnung in faum 40 Minuten erledigt war( die gesächlich vor dem Zusammbruch. In Köln ist eine fleinere Immobilien- nur billige, hatte ich feinen Anlaß. Was ich aber nicht billige, heime dürfte jedenfalls länger gedauert haben), beschloß zunächst, die bant bankrott geworden, weil ihre Direktoren sich selbst oder das habe ich in meiner Erwiderung deutsch und deutlich genug Besprechung des Entivurfs eines Ortsftatuts für das hiesige Geeiner Firma, an der sie beteiligt find, hohe Kredite gewährt haben. gesagt. werbegericht bis zum Oktober zu vertagen, da sich in dieser Es sind viele kleine Leute geprellt. Im Zusammen Es ist übrigens falsch, wenn n. die Genfer Demonstrationen Materie noch bedeutende gefeyliche Abänderungen ergeben dürften. hang mit dem Zusammenbruch der Spielhagen- Banten stand derjenige und deren Ausweisungsfolgen mit den ihnen vorangegangenen Wie ernst der Stadtv. Wagner sein Amt als Mitglied des Auseiner Königsberger Maschinenfabrik, deren Aufsichtsrats- Präsident Protest versammlungen verquickt und identifiziert. Das schuffes für die Wahl von Magistratsmitgliedern nimmt, zeigte sich den gleichen Posten bei der Bommerschen Hypothekenbant befleidet. hieße in der That jede Protestversammlung eventuell mit dem Stempel barin, daß er in einem Schreiben an die Versammlung das Amt Gegen diesen Herrn liegt ebenfalls eine Denunziation vor. anarchistischer oder anarchistelnder Leichtfertigkeit zu belegen. Wenn niederlegte, um es nachher, ohne daß in eine anderweite Wahl einDie Kammerischen Walzwerke, die im Vorjahre die leste Straßendemonstration, die nach und nicht, infolge" getreten zu werden brauchte, wieder anzunehmen. Die Bewilligung von 15 Broz. gezahlt haben, und deren Direktion noch vor furzer Zeit der Versammlung vom 25. April stattgefunden, zu neuen Aus 1150 M. zur Verbesserung der Bade- Einrichtungen in der Schule in einem Aftionär mitgeteilt hatte, der Geschäftsgang sei ein beweisungen geführt hatte, so ist es abermals nur dem„ revolutionären" der Apostel Baulusstraße wurde debattelos erteilt. friedigender, schließt in Wahrheit mit 14 000 M. Verlust ab. Eingreifen einiger allerdings unbehelligt gebliebener Anarchisten Der wirtschaftliche Niedergang wird erschreckend. Ausland. Schweden. Die Verhandlungen über die Militärvorlage wurden am Freitag nun auch in der zweiten Rammer beendet. Der Mobilmachungs- Paragraph, in dem es heißt, daß der König das erste Aufgebot nach Anhören des Staatsrats auch zur Stillung von Aufruhr" einberufen kann, wurde in der Fassung der Kommission mit 128 gegen 75 Stimmen, die für die Streichung des Aufruhr- Bassus abgegeben wurden, angenommen. Ferner wurde beschlossen, daß solche Wehrpflichtige, die aus Gewissensrüdsichten teine Waffen tragen( z. B. Mennoniten) zu andren entsprechenden Dienstleistungen im Heere verwendet werden. Die Tageslöhnung will die 2. Kammer auf 50 Dere feſtgefegt wissen, die Kommission hatte 20 für die Retruten und 50 für die Reserve vorgeschlagen. Außerdem sprach fich die Kammer noch für die Einrichtung von Feld- och schulen" aus, in denen die Soldaten während der Dienstzeit auch in andren nicht militärischen Fächern Unterricht erhalten fönnen. meldet: Spanien: " Die Wahlen. Nach der letzten Aufstellung der Ergebnisse ber Wahlen wurden gewählt: 184 Liberale, 70 Konfervative, in tegrift, 1 Regionalist, 6 Parteigänger Canalejas, 14 Republikaner, 9 Parteigänger des Herzogs von Tetuan, 14 Barteigänger Gamazos, 4 nationalistische Unionisten, 9 Unabhängige, 8 Starliften, 7 Barteis gänger Romero Robledos. Ueber 8usammenstöße bei den Wahlen wird noch ge Besonders in Jerez de los Caballeros in der Provinz Bajadoz fam es gelegentlich der Wahlen zu Ausschreitungen; die Gendarmerie mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen, eine Person wurde getötet, mehrere wurden verwundet. Auch in Carmona( Provinz Sevilla) und in Loéches( Provinz Madrid) fanden ernste Ruheftörungen statt; in letzterem Orte wurde eine Person getötet, während zivet berwundet wurden. Türkei. Meuterei von Marinemannschaften. Im Arsenal in Konstantinopel meuterten mehrere hundert Seeleute, welche, nachdem fie eine achtjährige Dienstzeit abgeleistet hatten, Urlaub verlangten. Die Meuterer richteten im Arsenal einigen Schaden an. Ein bammen. zu verdanken, welche die ihnen auf der Straße begegneten Schweizer Den Wohnungslosen Nixdorfs, die städtischerfeits im ArmenMiligoffiziere mit„ Nieder- mit- der- Armee!"- Nufen angerempelthaus, in der alten Straßen- Reinigungsanstalt und im Waisenhaus haben. Selbstverständlich ist die aus diesem Grunde erfolgte untergebracht find, follte es nach einem Beschluß der zuständigen administrative Ausweisung von fünf unschuldigen Italienern, die Deputation für die Pflegeanstalten ermöglicht werden, sich durch höchstens mitgejohlt und gepfiffen haben, auf's schärffte zu ver- Bahlung eines bestimmten minimalen Mietssages das Wahlrecht zu erhalten. Der Magistrat hat nunmehr beschlossen, den Beschlüssen Ebenso mit Unrecht sucht Str. mit dem von ihm konstruierten insoweit beizutreten, als dadurch eine Einziehung von UnterGegensatz zwischen meinem„ Borwärts"-Artikel und der eben bringungskosten" gefordert wird. Von der Begründung eines erwähnten Brotestversammlung" in Genf den Glauben zu erwecken, Mietsverhältnisses" will der Magistrat von Rigdorf jedoch nichts als stünde ich mit meiner Beurteilung der russischen Demonstration wiffen. Vielmehr fagt er, damit ja tein Irrtum auffomme, in feinem ganz allein, während ich in Wirklichkeit darin nicht nur mit der an- Beschluß noch ausdrücklich:" Diejenigen Obdachlosen, welche dazu ständigeren bürgerlichen, sondern mit der gesamten Arbeiter- im stande find, sollen mit den der Armenverwaltung preffe in der Schweiz- und wohl anderwärts übereinstimmte. zustehenden Mitteln dazu angehalten werden, bie Soften ihrer Hat doch erst fürzlich Genoffe Karl Moor in Bern, der am im 1. Mai begeisternd und tapfer den revolutionären Kampf in Ruß nach den Sägen zu erstatten, wie sie von der Deputation land verherrlicht, fich gleichzeitig über die Genfer Blechschild- Kinderei festgestellt sind. Lebenslängliche Anstellung hatten der Rigdorfer in schärfster Weise geäußert.( S. Berner Tagwacht", 4. Mai 1901.) Rathauswächter Kost, die Magistratsboten und die städtischen VollWas die Stimmung der Schweizer Genoffen in Genf selbst anziehungsbeamten gefordert und eine Stlage angedroht, indem sie belangt, so möchte ich kr. den in der Nr. 52 des„ Grütlianer" vom behaupteten, fie feien als lebenslänglich angestellte Beamte anzu7. Wiai erschienenen Leitartikel aus der Feder eines bekannten fehen. Der Wahlausschuß verneinte die lebenslängliche Anstellung Genfer Genossen dringendst empfehlen. Aus diesem Artikel, der und der Magistrat hat sich jetzt seinem Beschlusse, es auf eine Slage die Genfer Anarchisten- Arbeit aufs schärfste verurteilt und ankommen zu lassen, angefchloffen. energische Bekämpfung derselben seitens der Arbeiterorganisationen verlangt, wird er ersehen, daß, wenn die Schweizer Genoffen es für verordneten vom 18. März 1901, betreffend die Mietsentschädigung Die Lehrerfrage in Nigdorf. Der Beschluß der Stadtihre Pflicht hielten, gegen administrative Ausweisungen zu der Nixdorfer Lehrer und Rektoren, hat nicht die Genehmigung der protestieren, so folgt daraus in teiner Weise, daß sie über jede Regierung erhalten, insbesondere deshalb nicht, weil danach die politische Ungezogenheit guter Menschen und schlechter Musikanten" Wietsentschädigung als eine veränderliche gebacht war. Eine oder beren Polizei- 8willingsbrüber, der guten Musikanten und solche veränderliche Festsetzung widerspricht nach Anficht der Reschlechten Menschen", in gewaltige Entzückung geraten. Mit Recht gierung dem Grundgedanken des Lehrerbesoldungs- Gesetzes vom bemerkt der Grütlianer- Korrespondent, daß der auf der legten 3. März 1897. Der Magistrat hat deshalb bei der Stadts Protestversammlung angenommenen und von Str. angeführten Re- verordneten- Versammlung den Antrag gestellt, jenen früheren folution fein moralischer Wert zukommt, weil die landes Beschluß in der Fassung entsprechend abzuändern und als feste fremden Gesinnungsgenoffen die Gelegenheit nicht benust haben, die Mietsentschädigungen zu bewilligen: 1. Den festangestellten Rektoren Schweizerbürger walten zu laffen. Wir leben noch nicht im Zukunfts- fowie den Lehrern, die mindestens vier Jahre im öffentlichen Schulstaat, wir leben immer noch innerhalb von Landesgrenzen, und da dienst gestanden haben, sofern sie verheiratet sind oder doch giebt es eben Momente, wo im Intereffe der Angelegen wenigstens einen eigenen Hausstand führen: a) Rektoren, welche das heit die Landes fremden zurücktreten müssen". Wären nun die Teilnehmer bei der Demonstrationen in Genf, Gramen nicht abgelegt haben, 550 m., c) Lehrer 500 M.; Rektoratsexamen abgelegt haben, 600., b) Rektoren, welche das statt auf den anarchistischen Leim zu gehen, diesen vernünftigen Ere 2. den noch nicht vier Jahre im öffentlichen Schul wägungen der genannten Schweizer Genoffen gefolgt, tein Zweifel, dienst stehenden Lehrern fowie feftangestellten Rettoren und daß sie dem ihnen vorgeſchwebten Ziel viel, viel näher gerückt wären, Lehrern, wenn sie unverheiratet sind und feinen eignen Hausals es jetzt der Fall ist. stand führen, ferner einstweilig angestellten Lehrern, endlich Im Irrtum ist ferner Str., tvenn er von Paris aus die ganze Lehrerinnen und Handarbeits- Lehrerinnen: a) Rektoren, welche das bürgerliche Presse in ber Schweiz mit Ausnahme des Genevois" Rektoratsexamen abgelegt haben, 400 m., b) Rektoren ohne Rektoratsund weniger verwandter ihm, die Unzufriedenen zu besänftigen und die Nuhe wiederhers wirft. Es haben z. B. die„ Gazette de Lausanne", die examen 360 M., c) Lehrern, Lehrerinnen und Handarbeits- Lehrerinnen zustellen. Das Gerücht, daß eine Anzahl der Meuterer von den Truppen verwundet worden seien, ist unrichtig. Partei- Machrichten. " 830 M. Der Magistrat ist der Meinung, daß diese MietsEntschädigungen als feste Säße bewilligt werden können, weil ein Fallen der Wietspreise für angemessene Lehrerwohnungen unter die bezeichneten Beträge nicht zu erwarten fei. Revue" und dergleichen einflußreiche Schweizer Beitungen, die sonst schäbig genug find, spaltenlange Aufklärungen russischer Studenten über die Riewer Universitätsereignisse, allerdings vor der Genfer Demonstration, in gastfreundlichster Weise aufgenommen. Wenn nun Kr. auf die brüchige Sympathie" dieser Bresse in In Adlershof erhielt die Gemeindevertretung Kenntnis von Die blutige Maiwoche. Unfre Barifer Barteigenoffen Namen der russischen Freiheitskämpfer gern verzichtet", fo beruht ber Gewährung einmaliger und widerruflicher Staatsbeihilfe zu den haben auch in diesem Jahre, wie immer, das Andenken der in der leider sein Stolz auf einer bedauerlichen Verkennung der Schul- Unterhaltungstoften. Es sind gewährt worden blutigen Maiwoche" des Jahres 1871 Niedergemegelten in der üb- schweizer Verhältnisse. Die Genossen aber, die, von den Baren- an einmaliger Unterstützung 5000 W., des weiteren widerruflich lichen Weise geehrt. Am letzten Sonntag bewegten fich Tausende fchergen ins Ausland gehegt, nicht alle nach Paris zu Kritschewsky auf 5 Jahr je 1560 wt. Ferner ist eine Beihilfe zur Lehrervon Arbeitern, Arbeiterinnen, Angestellten und Studenten gruppen fönnen, berzichten" weniger auf die Sympathie der bürger- Besoldung in Aussicht gestellt worden. Weniger erfreulich war die weise nach der Mauer der Föderierten, um dort Kränze niederzu- lichen Breffe in der Schweiz, als auf den Schaden, welchen diese Mitteilung, daß der Bezirksausschuß in Sachen der Gemeinde Adlershof legen. Alle Organisationen waren vertreten und brachten den ge- Preffe ihnen und ihrer Sache zuzufügen sehr im ftande ist. So gegen die Betriebsgemeinden zweds Heranziehung derselben zu den fallenen Freiheitstämpfern ihre Ehrung dar. Troz riesigen Polizeibrüchig" übrigens biefe Sympathie auch sein mag, immerhin ist hier angeführten Kosten ablehnend erkannt hat, weil die Gemeinde aufgebots verlief die Demonstration in ruhigfter Weise. fte einer nicht brüchigen Feinbfeligkeit vorzuziehen, bie zu in ihren Leistungen nicht fiberbürdet sei. Diese gur glücklichen Die Independent Labour Party" Englands hat auf ihrem Rongreß befchloffen, pro Jahr 20 000 m. für intenfive Agitation in einem bestimmten Distrikt des Landes aufzuwenden. In diesem Jahr war Preston ausgewählt, wo der socialistische Kandidat bei den letzten Wahlen 5000 Stimmen auf sich vereinigte. Vom 1. bis 5. Mai d. J. wurden in genanntem Bezirk jeden Abend eine Reihe Versammlungen abgehalten, in denen u. a. Kait Hardie, John Hedge, Pete Curran als Redner auftraten. Ueber 50 000 Flugblätter und Laufzettel wurden verteilt und die Mauern mit Plakaten und Aufrufen der Partei beklebt. Die ganze Stadt stand während der fünf Zage unter dem Einfluß der socialistischen Propaganda. In ähn licher Weise soll nach und nach in allen Teilen des Lands vor gegangen werden. Im englischen Parlament ist die Unabhängige Arbeiter. partei allein durch seir Hardie vertreten, aber mit ihm wirken in allen Fragen einmütig die zwei" Unabhängigen Arbeiter- Mitglieder" des Parlaments, John Burns und Richard Bell, obgleich diese nicht Mitglieder der Partei sind. Am 23. April brachte Steir Hardie, wie wir feiner Beit mitgeteilt, eine Resolution ein, welche die Vergesellschaftlichung aller Produktionsmittel forderte. Es war das erste Mal, daß im englischen Unterhaus eine principielle Auseinandersetzung über Socialismus stattfand. Natürlich konnte die Resolution nur agitatorischen Wert haben. In englischen Partei treifen hofft man, daß mit den drei oben Genannten der Anfang für eine Arbeiterpartei im Barlament gegeben ist. Polizeiliches, Gerichtliches univ. züchten und zu entfachen einzig und allein im Interesse der ruffischen Regierung liegen tann. " Sr. wähnt mich mit dem Genevois" und bem Briefe des Dr. Bilite an denselben zu schlagen. Er vergaß aber ben Refern des Borwärts" mitzuteilen, baß auch Favon die Genfer Demonstration mit teinem Wort gebilligt, und daß Dr. Bilite, gewiß ein besonnener Mann, ber aber für feine Besonnen heit von Sts. Gefühlsgenossen mehr Vorwürfe als Dant eingeheimst hat, sich in feinem von Str. erwähnten Briefe beim Genfer und Schweizer Volke für die Demonstration entschuldigt hat. Durchführung der Klage notwendige Ueberbürdung besteht darin, daß eine Gemeinde infolge schlechter finanzieller Verhältnisse gegwungen ist, die Einkommen unter 420 m. jährlich zu versteuern. Es ist überaus bedauerlich, das Wohl einer Gemeinde von einer derartigen Bestimmung abhängig zu machen. Wie sich die Heranziehung obiger Einkommen zu den GemeindeEinkommensteuern gestalten würde, zeigt die Berechnung, die der Gemeindevorsteher angestellt hat: Es stände eine Einnahme von 55 bis 60 Mark jährlich auf dem Papier; da aber unter anderm auch die Dienstboten unter diese Rubrik fallen Wenn Kr. noch schließlich die prompte Informationsfähigkeit würden, wird die Einnahme infolge Stellenwechsels und Verzugs der russischen Spizel in Zweifel zieht, weil dieselben angeblich feine unbestimmt und immer schlechter als die Berechnung ausfallen. Zeit hätten, durch rechtzeitige Informierung der Polizei die Dann steht auch infolge der doch sicher anzunehmenden MittellofigDemonstration zu bereiteln"-Str. fcheint nicht einzusehen, daß feit dieser Steuerzahler zu erwarten, daß Einziehungsgebühren und russische Spizel lein Interesse haben, solche Dinge zu vereiteln Ausfälle sehr groß werden, und soweit hatte die Gemeinde höchstio, mögen die Herren Spigel fich selbst von dieser schweren, aber wahrscheinlich bei Einführung der Steuer eher ein Weniger als ein wie mir scheint, wenig begründeten Berdächtigung ihres Berufseifers Mehr in der Einnahme zu erwarten. Diese Gründe haben seiner reinwaschen. Hauptsache ist, daß sie in der Versammlung zugegen Beit die Vertretung veranlaßt, von dieser Erhebung Abstand zu waren, und das wird von Kr. in feiner Weise bestritten. nehmen; sie werden auch bei der Fortführung der Klage ins Feld Was das nachträgliche Verhalten der russischen Demonstranten geführt iverden. anbelangt, so habe ich, wie Str. das glauben machen will, über dasselbe durchaus nicht gewißelt". Es wäre übrigens traurig genug gewesen, wenn fie auf das erfolgte 8wed mäßigkeits Berlangen des Advokaten der Inhaftierten fich geweigert hätten, durch ihre Solidaritätsfundgebung das Schicksal der Inhaftierten zu erleichtern resp. einige derfelben badurch aus der Haft zu bringen. Schweiz, den 18. Mai 1901. Kommunales. P. Ofiip. Gerichts- Beitung. Die streitbare Kirche. Zwei Geistliche, der Prediger Alberti von der Dankeskirche und der Prediger Droz von der Zwölf Apostel- Kirche, standen sich gestern vor der 147. Abteilung des Schöffengerichts gegenüber. Am 26. Oftober v. J. fand in der Friedensgemeinde eine Versammlung der liberalen Wähler statt, zu der auch Anhänger der pofitiven Richtung erschienen waren. Zu den Vortragenden gehörte u. a. anch der Pfarrer Alberti, der die liberale Richtung vertrat. Ueber diesent int zur W Der ambulante Gerichtsstand der Presse aufs neue bestätigt. Der Genosse Redacteur Dittmann von der Norddeutschen Volksstimme" in Bremerhaven war vom Landgericht Werden wegen Beleidigung der Polizei zu Geestemünde zn 150 m. verurteilt worden. Er legte gegen dies Urteil Revision ein, indem Die Stadtverordneten- Bersammlung hat in ihrer Sigung Vortrag sowie über den ganzen Verlauf der Versammlung wurde er die Zuständigkeit des Verdener Gerichts bestritt. Die Revision am Donnerstagnachmittag 6 1hr u. a. folgende Gegenstände zu am folgenden Tage im Reichsboten" ein Bericht verwurde jedoch vom Reichsgericht verworfen mit der bekannten Be erledigen: Borlagen, betreffend bie teilweise Anrechnung der öffentlicht, gründung, daß in Verden die Norddeutsche Boltsstimme" ber- Diätarienzeit bei der Anstellung ehemaliger Magistrats Pfarrervereins" der Oktoberfizung des„ Evangelischen breitet werde. Verlesung und Erörterung gelangte. Supernumerare als Bureau- Assistent, die Festsetzungen bezüglich Die Versammlung gelangte zu der Ansicht, daß Prediger der bei den städtischen Betriebsverwaltungen beschäftigten Alberti durch seinen Vortrag das Ansehen der evangelischeit GeistEin lehtes Wort zur Genfer Demonstration. Personen, die speciellen Entwürfe zum Neubau einer Leichenlichkeit, und besonders derjenigen der positiven Richtung, gefchädigt Aufbewahrungshalle auf dem Kirchhofe und zum Anbau habe, indem er auf angebliche Widersprüche in der Heiligen Schrift" In seinem„ Nochmals zur Genfer Demonstration" fucht eines Pförtnerzimmers an das alte Pförtnerhaus bei an das alte Pförtnerhaus bei der hingewiesen und dieselbe dadurch als religiöse Erkenntnisquelle Kriischewsky, anstatt meinen Nachweis der Schädlichkeit der Anstalt für Epileptische, Wuhlgarten, die Aenderung herabgesetzt habe. Es wurde der Beschluß gefaßt, drei BorstandsGenfer Demonstration zu widerlegen, aus einem nichtssagenden Ver- des Ortsstatuts für die Kanalisation von Berlin, mitglieder mit der Anfertigung eines Schreibens an den Prediger gleich und einer vielfagenden Zumutung sich einen neuen Sieges die Gewährung eines Geldbetrages an die Kirchengemeinde Alberti zu beauftragen, worin dem Vedanern über sein Verhalten franz zu winden. Während die Schweizer Genoffen, schreibt Blankenfelde zur Beschaffung eines neuen Altargemäldes, das Ausdruck gegeben werden solle. Der Vorsitzende, Pfarrer Droß, hat Stritschewsky, gegen die Ausweisungen protestiert und die Ortsstatut II vom 7.119. März 1877, die Erhebung von Beiträgen dies Schriftstück allein unterzeichnet. Pfarrer Alberti fand sich durch russischen Demonstranten mit ihrer Namensunterschrift das Schicksal in Gemäßheit des§ 9 bes Stommunalabgaben- Gefeges vom den Inhalt des Briefs beleidigt und zog den Pfarrer Droß im Wege der Privat- Beleidigungsklage zur Berantwortung. Nach längeren specialisierten Arbeitsberuf vertreten, der in einem losen Bundes eine deutsche Pontonbrüde angefahren habe. Die deutschen Auseinandersetzungen von beiden Seiten kam es zwischen den Parteien verhältnis zu größeren Industrieverbänden steht. Indes saugen auch Soldaten hätten Feuer auf den Schlepper gegeben und 2 Chinejen zu einem Vergleich. Auf Grund der unter Beweis gestellten Be- hier die centralisierten Gewerkschaften immer mehr von diesen verwundet; später seien sie an Bord gekommen und hätten die Mannhauptung des Klägers, daß der Vericht in dem„ Reichsboten" seine partitularistischen Organisationen auf. Ende 1899 war die Zahl der schaft an Land gebracht. Die Angelegenheit ſei durch den in Lientjin Ausführungen teils unrichtig wiedergegeben habe, teils aus dem Organisationen um 18 geringer, nämlich 1292, die Gesamtzahl der kommandierenden britischen General dem deutschen General mit Zusammenhange herausgerissene Aeußerungen enthalte, die dadurch Mitglieder aber um 153 287, d. h. auf 1802 518 gestiegen. Eine geteilt worden, und der letztere habe in seiner Antwort das Bedauern finnentstellend wirkten, erklärte der Beklagte, daß er die in dem bedeutsame Konsolidation der Bewegung. Verglichen mit der Zahl über den Vorfall ausgedrückt und versprochen, Maßregeln zu Briefe enthaltenen Ausdrücke, welche von dem Kläger als beleidigend der ganzen Lohnarbeitenden Klasse Englands vertritt dieses Heer von treffen, um der Wieverkehr eines ähnlichen Vorgehens für die Zukunft aufgefaßt worden seien, mit Bedauern zurücknehme, zumal ihm eine 1 800 000 Gewerkschaftlern aber doch erst ein Fünftel der männlichen vorzubeugen. Absicht, den Kläger zu beleidigen, durchaus fern gelegen habe. und ein Zehntel der weiblichen Arbeiterschaft. Darauf zog der Kläger die Klage zurück. Die Kosten übernahm der Bellagte. Dunkelheit durch eine hellbrennende Laterne beleuchtet sein. In dem Sensationsprozeß gegen den Bankier Mar Arendt ans Berlin und drei Redacteure des„ Kleinen Journals" wegen öffentlicher Beleidigung des Rechtsanwalts Dr. Siegfried Rosenstod beantragte nach vierzehntägiger Verhandlung vor der Potsdamer Straftammer der Erste Staatsanwalt Wagner gegen Arendt drei Monate Gefängnis, gegen die Redacteure Geldstrafen bon 200 resp. 300 M. Von den 100 bedeutendsten Gewerkschaften giebt der Bericht genauere Zusammenstellungen über deren Finanzentwidlung in dem Berichtsjahre. In Mark übersegt und abgerundet stellen sich die Summen wie folgt: Gesamteinnahmen 37 280 000 m. Gesamtausgaben 25 590 000 Ueberschuß 11 670 000 m. " Was die Bedrei hingerichtet worden, Hierauf setzt das Haus die Beratung der Finanzbill fort. Unterstaatssekretär Lord Cranborne führt weiter aus, was den Vorschlag betreffe, daß die Entschädigung mittels einer Die Beleuchtung des geschobenen Fahrrades. Der Kaufvon dem europäischen Konzert garantierten Anleihe bestritten mann Frühling sollte sich gegen die bekannte Bestimmung aller werden sollte unter einer gemeinsamen internationalen Garantie, so Fahrrad- Verordnungen vergangen haben, wonach Radfahrer während sei die Verpflichtung der Chinesen, die Entschädigung zu zahlen, der Dunkelheit an ihrem Rad eine hellbrennende Laterne haben unzweifelhaft eine gleiche für alle Chinesen und, wenn es je noimüssen. Der Angeklagte bestritt, sich strafbar gemacht zu haben; er wendig werden sollte, was hoffentlich nicht der Fall sein würde, Gehabe das Rad zur fraglichen Zeit geschoben und hätte deshalb Mit diesem Zuschuß stellte das Gesamtvermögen dieser Vereine walt zur Eintreibung anzuwenden, so würde es die gemeinsame Gewalt einer Laterne nicht bedurft. F. wurde jedoch in zweiter Instanz mit der sich Ende 1899 auf 65,6 Millionen Mark. Die größten Ueberschüsse aller Mächte sein müssen. Die gegen die gemeinsame Garantie erBegründung verurteilt, daß es ganz gleichgültig sei, ob das machten die Vereine der Schiffbau- und Maschinenbau- Industrie; hobenen Einwendungen seien so in die Augen springende, daß die Rad geschoben oder gefahren werde. Während der Dunkelheit müsse ihr Vermögen stieg von 14,8 auf 19,6 Millionen. Allerdings war Regierung nichts damit zu schaffen haben wollte im Hinblick es auf jeden Fall beleuchtet sein. Auf die Revision des Au- das Jahr für sie ein besonders gutes und sind die Mitglieder- darauf, daß der englische Kredit höher steht, als der irgend einer geklagten hob das Kammergericht die Vorentscheidung auf und sprach beiträge bei ihnen nahezu doppelt so hoch als sie der Durchschnitt andern Macht und England nur einen fleinen Teil der gesamten Es würde wahnsinnig gewesen frei. Begründend wurde ausgeführt: Der Straffenat nehme aller Vereine erhebt. Dieser Durchschnitt war 30 Schilling 71/2 Bence Entschädigung beanspruche. jegt im Gegensatz zu früher den Standpunkt ein, daß ein Fahrrad, im Jahr, der Bund der vereinigten Maschinenbauer aber erhob fein, die Anleihe gemeinsam zu garantieren. wenn es während der Dunkelheit geschoben werde, 60 Schilling 4/ a Bence. Ungefähr auf dem Durchschnitt stehen die strafung der Hochgestellten Beamten, welche für die Ermordung einer Beleuchtung nicht bedürfe. Nur wenn es wirklich ge Organisationen des Baugewerbes, wesentlich unter ihnen die der von Europäern und den Angriff auf die Gesandtschaften ver fahren, d. b. wenn es getreten werde, müsse es in der Berg- und Bruch- Industrien. Diese Unterschiede erklären sich in der antwortlich seien, angehe, so seien sechs Personen zum Tode Hauptsache aus der Verschiedenheit der Hilfskaffen- Einrichtungen der verurteilt worden; hiervon seien drei verschiedenen Gewerkschaften, doch sind auch die rein gewerkschaftlichen den andren drei sei gestattet worden, Selbstmord zu begehen. Leistungen sehr verschieden abgestuft. Was die drei Haupt-( Fronisches Gelächter.) Drei Beamte seien verbannt und zweien nach abteilungen der Hilfskaffen- Leistungen betrifft, so entfielen von der ihrem Tode ihre Ehren entzogen worden. Was die Verbrecherr in den Provinzen betreffe, so sei die Bestrafung von 150 Personen gefordert; obenerwähnten Gesamtausgabe der 100 Gewerkschaften diese Forderung sei in Anbetracht des verruchten Charakters auf Arbeitslosen- Unterstützung der Morde nicht übertrieben, sie sei von den Mächten mit Ausnahme von Rußland gemeinsam gestellt. Im ganzen träten die Dinge in China jetzt in eine friedlichere Phase und es sei zu hoffen, daß England in nicht allzu langer Zeit im stande sein werde, die englische Streitmacht zurückzuziehen. Dies hänge davon ab, wie weit die chinesische Regierung in der Erfüllung der zahlreichen Forderungen der Mächte geht. Schon seien über 3000 britifche Truppen angewiesen worden, die besetzten Gebiete zu räumen. Es sei zu hoffen, daß in nächster Zeit eine noch größere Truppenmacht zurüdgezogen werden würde. Was die Tientsiner Streit frage betreffe, werde man sich erinnern, daß die Frage des Rechtstitels einer fünftigen Prüfung vorbehalten bleibe. Die britischen und russischen Truppen seien von den strittigen Punkten zurückgezogen worden; am 18. Mai sollten gewisse Aufschriften und Grenzsteine auf dem Boden errichtet worden sein, der von der chinesischen Wir haben Bahnverwaltung als der ihrige beansprucht wurde. feinen Grund, zu glauben, fährt der Redner fort, daß dies mit Es habe sich Kenntnis der russischen Regierung geschehen sei". oft in China ereignet, daß russische Behörden Dinge gethan hätten, von denen er Grund zu haben glauben, daß fie gegen den Wunsch der russischen Regierung geschehen seien. Die Angelegenheit „ Alles in Allem", schließt das Maschinenbauerorgan seinen Aus- sei zur Kenntniß der russischen Regierung gebracht worden, deren In einer zweiten Resolution spricht sich der Verband gegen die zug aus dem Bericht des Arbeitsamts, war das Jahr 1899 Antwort dahin ging, daß die Prüfung dieser Frage verschoben aus öffentlichen Mitteln gewährte Unterstützung der ge- ein solches merklichen Fortschritts, sowohl vom Gesichtspunkt der worden, bis wichtigere mit dem englischen Vertreter gepflogene nossenschaftlichen Bestrebungen der Handwerker- Organisationen, als Allgemeinheit, wie dem der einzelnen Vereine. Weniger Gewert- Unterhandlungen beendet seien. Einkaufstellen 2c. aus. Sociales. Gegen die geplante Zollgesetzgebung erklärte sich der Berband deutscher Eisenwaren- Händler auf seiner jüngst in eipzig abgehaltenen Generalversammlung. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: " " Kranken und Unfalls- Unterstützung. Alters- und Invaliden- Unterstügung 3 820 000 M. 6 049 000 " 3 577 000 " Zusammen: 13 446 000 m. Eine der ältesten gewerkschaftlichen Altersversicherungskassen ist die des Verbands der vereinigten Maschinenbauer. Nach einer, an andrer Stelle des Monatsberichts veröffentlichten Zusammenstellung zahlte der Verband zu Anfang 1901 an 3736 Mitglieder Alterspensionen, und zwar 376 Mitglieder 7 Schilling wöchentlich 789 " " 1457 " " 1114 8 9 10 " " " " " " Der Verband deutscher Eisenwaren- Händler erklärt den Abschluß langfristiger Handelsverträge für eine Lebensfrage des deutschen Voltes. Er verwirft je de Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle, durch welche einerseits die Nahrungsmittel der breitesten Schichten der Bevölkerung verteuert Die allgemeine Richtung im Verhältnis der Pensionsfäße ist würden, andrerseits der Abschluß langfristiger Handelsverträge von den niederen zu den höheren Säßen. Von 1896 bis 1901 ftieg ernsten Hindernissen begegnete. Der Verband richtet an die ver- die Zahl der 7 Schilling- Empfänger von 328 auf 376, d. h. um 15, bündeten Regierungen und den deutschen Reichstag daher das die der 10 Schilling- Empfänger von 619 auf 1457, d. 5. um Ersuchen, die von den agrarischen Parteien aufgestellten über 80 Prozent. Immer weiter spannt sich der Zeitraum zwischen dem triebenen Forderungen entschieden zurückzuweisen und an der be- Beitritt des Mitgliedes und der Zeit aus, in der es fich zur währten Grundlage der bisherigen Handelspolitik festzuhalten, Pensionierung meldet. Er belief sich im Jahre 1885 auf 32, im welche den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands und die Blüte Jahre 1900 auf 373/4 Jahre im Durchschnitt. der Jndustrie möglich gemacht hat." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = Oberhaus. schaften und mehr Gewerkschaftler, andauernde Beschäftigung, 311- Der Unterantrag Fowlers zur zweiten Lesung der Finanzbill, nahme der Kassenbestände und eine Steigerung des Verantwortlich- der sich gegen die Vermehrung des Heeres auf Kosten der Flotte keitsgefühls bildeten seine hauptsächlichsten Charakterzüge". Die Lage richtet, wird mit 300 gegen 123 Stimmen abgelehnt. des Maschinenbauergewerbes scheint in England der Zeit nach eine vorwiegend günstige zu sein. Die Zahl der Mitglieder des Verbands, die der Arbeitslosigkeits-, Reise- 2c. Unterstüßungsempfänger war Ende Lord Landsdowne führte aus, jüngst sei das Gerücht aufgetaucht, Achtung, Fensterputzer! Da sich die Fensterputzer in Breslau April geringer als Ende März und belief sich im ganzen auf 2063 Graf Waldersee sei im Begriff, eine militärische Expedition mit den Unternehmeri in Lohndifferenzen befinden, so bitten wir den Zuzug nach Breslau fernzuhalten. Die Kollegen werden ersucht, mäßiger Prozentjak zu bezeichnen ist. von 88 820 Mitgliedern 2,32 Broz., was immer noch als ein in großem Maßstabe in einiger Entfernung von Peking zu unternehmen, und wünsche dazu die Kooperation der alliierten den Arbeitsnachweis beim Gastwirt Mährwaldt, Alte Jakobstr. 54/55, nicht in Anspruch zu nehmen, da von dort bis jetzt Arbeitswillige maschinenbauer auf einer im April d. I. abgehaltenen Erwähnt sei hierbei noch, daß der Verband der Vereinigten Mächte. Die Regierung sei über den Umfang der Expedition nicht nach Breslau geschickt wurden. Der Arbeitsnachweis der Fensterpuzer befindet sich bei Weihnacht, Grünstr. 21, Hof rechts. Daselbst Konferenz mit dem Vorstand des Fabrikantenbundes eine Erunterrichtet worden; es habe sich jedoch ergeben, daß eine Nothöhung des Mindestlohns für London und zwei wendigkeit für die Expedition nicht bestanden habe; die Regierung wird auch für die zugereisten Kollegen die Reise- Unterstützung aus- benachbarte Distrikte von 1/4 Pence die Stunde oder 1 Schilling habe von Anbeginn kein Geheimnis von ihrer Abneigung gebezahlt. Der Vorstand des Unterstützungsvereins der Fensterpuger. bie Woche erzielt hat. Dies bringt den Mindestlohn macht, in irgend eine Expedition fern von Peling gezogen Aus den Gewerkschaften. Im Verein der Bühnen auf 39 Schilling die Woche, mit einem Aufschlag von 2 Schillingen zu werden.( Beifall.) Er glaube, dieses Gefühl werde von andren arbeiter wurde mitgeteilt, daß die Direktion des Theaters des für Schmiede am heißen Fener und 3 Schillingen für Modellarbeiter. Mächten geteilt, die den Augenblick kommen zu ſehen wünschen, wo Westens eine Lohnreduktion für die Sommermonate angekündigt hat. Der Londoner Fabrikantenbund, der erst die Forderung der Gewerk- sie die Truppen zurückziehen oder bedeutend vermindern könnten. Der Lohn soll auf 90 M. reduziert werden. schaft auf 2 Schilling abgelehnt hatte, hat diesen Entscheid der Der Verein der Zimmerer Berlins und der Umgegend weist stonferenz beider Vorstände acceptiert, so daß als erste Abteilung seine Mitglieder darauf hin, daß Arbeitsordnungen, die die Unter- vom 11. Mai ab 4 bis 5000 Arbeiter den Zuschuß empfangen. Die meldet aus New York: Bis jetzt hat die Hälfte der Maschinenbaner schrift der Achtzehner- Kommission enthalten, unterschrieben werden wohnerhöhung soll für alle Arbeiter gelten, ob Mitglieder des den Neunstundentag erlangt. Indessen scheint der Ausstand nicht können. Andre Arbeitsordnungen find abzuweisen.- Die Sektion der Maschinenbauer- Verbands oder nicht. Hoffentlich veranlaßt die zweifelhaft zu sein, da die Streitbewegung mit seltener EinmütigBrauer umfapt jezt 453 Mitglieder in Berlin. In der letzten Erkenntlichkeit," bemerkt der Bericht dazu, diejenigen, die noch außen feit von der atlantischen bis zur pacifischen Küste organisiert ist. Versammlung wurde mitgeteilt, daß auf Vorstellungen seitens des stehen, in unsre Reihen einzutreten." Frankfurt a. M., 21. Mai.( V. H.) Nach einem Telegramm Verbandes in der Brauerei von Habel die Tag- und Nachtschicht einder Frankfurter Zeitung" aus Brüssel wurde in der Glasindustrie geführt ist. Es bedeutet das gegen den bisherigen Zustand eine von Charleroi endlich eine Verständigung erzielt. Der GewerkBesserung, die von den Arbeitern angenehm empfunden wird. verein beschloß die Wiederaufnahme der Arbeit. Stuttgart, 21. Mai.( W. T. B.) Im Landtage wurde der Antrag der Socialisten auf Abschaffung der württembergischen Gesandtschaften in Berlin und München mit 63 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Leipzig, 21. Mai.( B. H.) ( B. H.) Die Revisionsverhandlung im Prozeß Sternberg ist weiter auf morgen vertagt worden. Deutsches Reich. Der Streik der Metallarbeiter in der Kronleuchterfabrik von Seifert in Dresden ist, troydem die Arbeiter wiederholt Verhandlungen anboten, zu feinem Abschluß gelangt, da der Firmeninhaber schroff jede Verständigung ablehnte. Es wird deshalb gebeten, den Zuzug streng fernzuhalten. In dem Ansstand der Gummi- Arbeiter in Harburg ist bisher keine Aenderung eingetreten. Die Vermittelung des Bürgermeisters, auf die man einige Hoffnung gefeßt hatte, blieb erfolglos, so daß die Streikenden einmütig beschlossen haben, den Kampf fortzusehen und nicht eher an ihre Pläge zurückzukehren, bis den Arbeiterinnen in der Schuhabteilung die geringe Lohnzulage gewährt ist. Ausland. Die Rückkehr der Chinatruppen soll den hauptsächlichsten Juhalt der Mezzer Verhandlungen des Reichskanzlers mit dem Kaiser gebildet haben. Aus Offizierstreifen wird der Deutschen Zeitung" sogar gemeldet, daß bereits die kaiserliche Genehmigung zur staffelweisen Zurückziehung der Truppen erfolgt sei. Ferner wird aus Hannover, also jedenfalls nach Mitteilungen einer Waldersee nahestehenden Seite, gemeldet, daß Waldersee zu Ende Juli oder Anfang August zurückzukehren beabsichtige. Bor seiner Heimreise werde der Generaliffimus Ja pau taum jedoch auch Amerika einen turzen Besuch abstatten. Zum Schutz der Gesandtschaften, der Eisenbahnen und Missionare würden voraussichtlich 7000-8000 Mann zurückbleiben. Eine für den Anfang immerhin sehr stattliche Kolonialarmce! Der neue Verbündete. Der Ausstand der Metallarbeiter in Nordamerika. Waldersee meldet aus Peking, daß die Bogerbewegungen Aus New York telegraphiert das Bureau Laffan: Der im Süden von Paofingfu nach den Mitteilungen des französischen Generals Bailloud durch chinesische Maschinenarbeiter- Streit nahm heute seinen Anfang. Die Zahl der Ansständigen beläuft sich auf 50 000. Viele Firmen gewährten die Truppen mit Erfolg bekämpft wurden. Es kann sich nur um die Truppen des Generals Lin handeln, in die die deutschen Truppen vor Forderungen der Ausständigen und der Streit ist infolge dessen kein einigen Wochen bei ihrem Zurück weichen an der chinesischen Maner so allgemeiner. Man nimmt an, daß nur etwa 2000 von 12 000 Maschinen- schneidig mit Granaten feuerten. Wenn diese so unhöflich bearbeitern in New York und seiner Umgebung sich im Ausstand be- handelten Truppen jezt wirklich das freiwillige Polizeicorps finden. Ji Cleveland, Provinz Ohio, sind 12 000 Arbeiter aus- Waldersees bilden, so wird es vollständig rätselhaft, warum ständig. Die Fabriken in Wilkesbarre stehen mit wenigen Aus- Waldersee durch die berüchtigte Schansi- Expedition dem hilfsbereiten nahmen still. 3000 Leute haben in Scranton die Arbeit nieder- Liu und seinen Leuten so bösartig mitspielte. Hätte Waldersee die braven Leute gleich gewähren lassen, so besäßen nicht nur ein paar gelegt. In Philadelphia beteiligten sich 1000 Maschinenarbeiter am Dugend Deutsche noch ihre gesunden Glieder, sondern die jetzigen Streit. In Hatleton stehen alle Werkstätten still. In Chicago wird unruhen wären gar nicht erst ausgebrochen. der Streit morgen beginnen. 3000 Arbeiter stellten in Cincinnati die Arbeit ein, wo Gompers den Streit leitet. Schenectady, Detroit, Baltimore und Richmond. = N Frankfurt a. M., 21. Mai.( B. 5.) Die Frankf. Zeitung" Straßburg i. Elfak, 21. Mai.( W. T. B.) Der Landesausschuß erledigte heute in dritter Lesung die Gesetze zur Steuerreform. Wien, 21. Mai.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus beendete die Generaldebatte der Investitionsvorlage und nahm Artikel 1 auch in der Specialberatung an. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Prag, 21. Mai.( B. H.) Die Militärbehörde verbot in den Kafernen die Kolportage einer vom Abgeordneten Klofac herausgegebenen Broschüre, in welcher die Affaire des Soldaten Zilat dargestellt wird. Paris, 21. Mai.( W. T. B.) Deputiertenkammer. zu Beginn der Sizung schritt das Haus zur Auslosung seines Bureaus und ernannte dann die Budgetkommission, deren Mitglieder u. a. Rouvier, Lockroy, Cochery, Guillain und Trouillot find. Die Mehrheit der Kommission iſt ministeriel; alle wünschen, daß das Budget noch vor Ablauf des Jahres genehmigt werde. Die Frage, betreffend die Einkommensteuer, wurde kaum berührt. Die müsse und nicht in derselben Zeit wie das Budget behandelt werden Kommission ist der Ansicht, daß diese Frage getrennt beraten werden dürfe. Paris, 21. Mai.( W. T. B.) Der Handelsminister hat die Marseiller Dockgesellschaft ermächtigt, ihre Tarife um 7 Proz. zu erhöhen, um die durch die gesteigerten Löhne verursachten Mehrausgaben zu decken. Die Dockgesellschaft hatte ursprünglich die Ermächtigung zu einer Tariferhöhung um 10 Proz. verlangt. Dem Senat ist ein Gesetzentwurf zum Schutz der öffentlichen betreffen die Mittel zur Bekämpfung der Tuberkuloie. Der Streit ist jetzt in den Neuengland- Staaten ganz allgemein, Tekte Nachrichten und Depelthen. Gesundheitspflege zugegangen. Wichtigere Beſtimmungen desselben wo fast 15 000 Arbeiter feiern. In San Francisco. find 2500 in Reichstags: Ersatzwahl im Wahlkreise Grimmen- Greifswald. Brüssel, 21. Mai.( W. T. B.) Senat. Bei der Erörterung Ausstand getreten und ungefähr 1000 in jeder der nachfolgenden Greifswald, 21. Mai. 10 Uhr 40 Min. abends. Bei der der Petition zu Gunsten Transvaals spricht Lafontaine( Socialist), Städte Milwaule, Judianopolis, Kansas City Buffalo, Dunkirk, heute stattgefundenen Ersaywahl im Reichstags Wahlkreise welcher die Petition unterstügt, von der Notwendigkeit der Einsetzung Greifswald Grimmen erhielten nach bisheriger Zusammen eines Schiedsgerichts, weist auf den von der Stammer cugenommenen stellung Landrat von Behr Greifswald( tons.- agrar.) 4141, Antrag hin und fordert die Regierung auf, in diesem Sinne bei der Zur Entwickelung der britischen Gewerkschaften. Der Syndikus Gothein- Breslau( freif. g.) 5089 und Tischlermeister englischen Regierung vorstellig zu werden. Minister des Aeußern jüngst veröffentlichte siebente Jahresbericht des britischen Arbeits- Kneppe- Stettin( Soc.) 1583 Stimmen. Wiewohl noch die Resultate de Favereau protestiert gegen die ungerechten Behauptungen amts enthält unter anderm eine Reihe bemerkenswerter Zahlen über aus einigen 50 Bezirken fehlen, ist doch Stichwahl zwischen Behr( f.) gegenüber den Engländern.( Widerspruch auf allen, Bänken.) dir Gewerkschaftsentwickelung im Jahre 1899. Da uns der Bericht und Gothein( freis. Vg.) wahrscheinlich. In der Hauptwahl 1898 Der Minister schlägt alsdann vor, die Petition an das Ministerium selbst noch nicht vorliegt, entnehmen wir sie den Monatsbericht des wurde v. Bismarck- Bohlen( t) mit 8376 gegen 4210 Stimmen, die des Aeußern zu überweisen. Mehrere Redner unterstützen den AnBundes der vereinigten Maschinenbauer und ergänzen sie auf Grund auf den Kandidaten der freisinnigen Bereinigung fielen, gewählt. trag. Der Antag Lafontaine wird hierauf mit 37 gegen 22 Stimmen anderweitig bekannt gewordener Thatsachen. Der socialdemokratische Kandidat hatte 2501 Stimme erhalten. abgelehnt und die Ueberweijung der Petition an das Ministerium Zu Anfang 1899 verzeichnete das Arbeitsamt den Bestand von des Aeußern angenommen. 1310 Gewerkvereinen mit zusammen 1 649 231 Mitgliedern. Die große Corf, 21. Mai.( B. H.) Jufolge Ausstands der Gruben Zahl der Vereine erklärt sich dadurch, daß es in England noch eine London, 21. Mai.( W. T. B.) Auf eine Anfrage er- arbeiter war die Stadt gestern abend ohne Beleuchtung. Zahl= Unmasse selbständiger Lokalvereine gewerkvereinlichen Charakters flärt Unterstaatssekretär des Aeußern Lord Cranborne, der britische reiche Zeitungen fonnten nicht erscheinen, weil ihre Druckereien giebt, die sich aus dem einen oder andren Grunde dem Anschluß an Generalkonsul in Tientsin habe berichtet, day am 4. Mai meistens mit Gasmotoren arbeiten. Auch viele andre industrielle bie centralisierten Verbände widersetzen oder aber einen ein Schlepp und Leichterschiff, welches die englische Flagge trug, Etablissements wurden durch den Ausstand in ihrem Betriebe gestört Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetzker in Gr.- Lichterfelde Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Englisches Unterhaus. Mittwoch, Br. 117. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 22. Mai 1901. Versammlungen. V in werden es. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Mittwoch, den 22. Mai, Versammlung in Feuersteins Fesisälen, Alte Jakobstr. 75. Dalldorf. Jeden Mittwoch bei Herrmann Koll und in Borsigwalbe feden Donnerstag bei Aug. Bethwall, Wittestr. 22: Diskutierabend vom Wahlverein Waidmannsluft und Umgegend. Tifferarisches. Eine öffentliche Bäckerversammlung, die am Dienstagnach- Reinickendorf. Am Sonnabend, den 11. d. M., referierte der mittag in Brochnows Gaal tagte, nahm den Bericht der Lohn Genoffe Reichstags- Abgeordneter Zubeil in einer gutbesuchten Volkstommiffion entgegen. Hesschold, der den Bericht erstattete, gab versammlung über das Thema„ Bilder aus dem Reichstage". Der Eine von Krankenkassen Vorständen, Verwaltungs- der Hoffnung Ausdruck, daß die vorjährige Lohnbewegung, wenn Referent erledigte sich seiner Aufgabe in der trefflichsten Weise und beamten und Aerzten sehr start besuchte Versammlung tagte am sie auch feine großen materiellen Erfolge für die Bäckerei fein wohldurchdachter, oftmals durch Beifall unterbrochener Vortrag Montag in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße. An Stelle Arbeiter gebracht habe, doch durch Aufdeckung der im Gewerbe wurde mit Begeisterung aufgenommen. Wegen der bor des verhinderten Herrn Oberstabsarzt Dr. Pannwig referierte Herr bestehenden Mißstände, namentlich durch die von der Lohntommiffion geschrittenen Zeit wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Dr. Lennhof über die Erholungsstätten vom Roten Kreuz. Der herausgegebene Broschüre den Behörden Anlaß gegeben sei zum Bum Schluß forderte der Vorsitzende zum Beitritt in den WahlRedner schilderte in eingehender Weise die Notwendigkeit und die Erlaß sanitärer Vorschriften für den Betrieb der Bäckereien. Das verein und Abonnement auf den Vorwärts" auf und schloß die Vorteile solcher Erholungsstätten und verwies darauf, daß die bis- von der Lohnkommission verwaltete Vermögen betrage 3300 M., Versammlung mit einem Hoch auf" die Socialdemokratie. her einzige auf Anregung der Central- Kommission vom Roten wovon 3062 M. auf der Bank deponiert sind. Dem Kassierer der Kreuz im vorigen Jahr eingerichtete Erholungsstätte in der Kommission wurde Decharge erteilt. Hierauf referierte Schneider Jungfernheide ein verhältnismäßig gutes Resultat ge- über die in Zukunft zu entfaltende agitationsthätigkeit. Er wies u. a. zeitigt hat, Die Erholungsstätte, die für 150 Be- darauf hin, daß, wie die Verhältnisse zur Zeit liegen, die Gefahr fucher eingerichtet ist, war von über 100 Personen durch der Beseitigung des Magimal- Arbeitstags vorhanden sei. Wenn schnittlich pro Tag besucht und bei guten Wetter ist oftmals die Zahl die von den Meistern sehnlichst erwartete Aufhebung der von 150 überschritten worden. Auf Grund der Erfahrungen, die im geseglichen Beschränkung der Arbeitszeit erfolge, dann wiltde Borjahre gemacht wurden, find verschiedene Aenderungen vor- froß der der verbesserten Betriebseinrichtungen wieder 18 Stunden genommen worden. Während bisher der Preis für das Mittageffen it Bäckereien gearbeitet Die Gransamkeiten des Kriegs in China. Unter diesem zum Schaben ber 20 Pf. betrug und es den Patienten überlassen wurde, sich ein solches Gesundheit der Bäckerei- Arbeiter. Da von der Gesetzgebung und den Titel hat das" Socialistische Agitationskomitee gegen den chinesischen zu kaufen oder nicht, ist jetzt der Preis auf 30 Pf. festgesezt und soll Behörden nichts zu erwarten ist, so sei es um so mehr Sache der Strieg" in Frankreich soeben eine Broschüre herausgegeben, die bei jeder Patient außer der Milch auch Mittagessen erhalten. Es hat sich Kollegen, eine ftarte Organisation au bilden, um die so dringend Georg Bellais, Rue Rojao 17, Paris, erschienen ist. An der herausgestellt, daß ein Teil der Patienten auf ein warmes Mittagessen notwendige Verbesserung der Arbeitsverhältnisse im Wege der Hand von Dokumenten, die teils von Soldaten und Offizieren oder der Arbeitsverhältnisse im Das Koft- von andren Augenzeugen herrühren, giebt der Berfasser, der Genosse verzichten und ſich mit den mitgebrachten halb vertrockneten Butterbroten Selbsthilfe durchzuführen. Sore begnügen mußte und daß anderseits das verabreichte Eisen wohl und Logiswesen, diesen Krebsschaden im Bäckergewerbe, ab- Pierre Bertrand, ein exaktes und betrübendes Bild zugleich schmachaft, aber für stärkere Effer doch nicht ausreichend war. Die zuschaffen und eine menschenwürdigen Zuständen entsprechende von den Thaten der verbündeten Truppen in China. Mit Grauen Gesamtkosten für Milch, Mittagessen und Fahrgeld bekamtlich hat Berkürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden durchzuführen. liest man die einzelnen Kapitel über Plünderung, Verwüstung, die fürforgliche Eisenbahnverwaltung eine Ermäßigung des Fahrgelds An ein entscheidendes Vorgehen sei aber erst dann zu denken, wenn Schlächtereien, Vergewaltigung von Frauen 2c., die dort im fernen abgelehnt und den Besuchern der Erholungsstätte nicht mal die Be die Organisation die erforderliche Kraft erlangt habe. Weiter führte Osten im Namen der Civilisation verübt worden sind. nuzung der Arbeiter- Wochenkarten gestattet- würde pro Tag und der Referent aus, daß die seitens der Meister auf dem Einigungsanlageschrift sein und nichts andres. Ich werde an andrer In dem Vorwort sagt der Verfasser: Diese Schrift soll eine Persou nunmehr 70 Pf. betragen. Mehrere Stassen haben bereits amt gegebene 8ufage, an beschlossen, diese Kosten ohne Kürzung des Krankengelds für ihre Nacht freizugeben, au Weihnachten fast gar nicht, zu Ostern Stelle die Ursachen dieser internationalen Kampagne darlegen, die Mitglieder zu decken, und es wäre zu empfehlen, daß sämtliche erst fast theilweise ausgeführt worden sei. Ebenso laffe auch die geheimen Absichten und Kalkulationen, welche die europäische Kassen, die doch durch eine gründliche Heilung der Mitglieder Durchführung der Einigungsbedingungen noch viel zu wünschen. deutige Rolle die protestantischen und katholischen Missionare gespielt, all Diplomatie geleitet hat. Ferner werde ich zeigen, welche zweieinen finanziellen Vorteil erzielen, diesem Beispiel folgen. Im Nach einer dem Referenten zustimmenden Diskussion wurde folgende deutige Rolle die protestantischen und katholischen Missionare gespielt, welche zersetzende Arbeit sie geleistet. Hier werde ich mich auf die Juni wird eine zweite Erholungsstätte zwischen Bantow und Schön- Resolution angenommen: holz, und wenn sich die Notwendigkeit herausstellt, eine dritte und Die Versammlung erklärt, daß die Bäderinnungen bis jetzt aufzählung von Thatsachen beschränken, über deren Beurteilung und hp. vierte eingerichtet und damit auch eine möglichste Trennung der feinen Finger gerührt haben, um ihr auf dem Einigungsamt gegebenes Berurteilung alle rechtlich Denkenden einig sein werden." leichteren von den schwer Kranken vorgenommen werden. Der Redner Versprechen einzulöfen. Die Versammelten halten nach wie vor an CAMS Schriften- Eingang. verweist sodann darauf, daß in einigen andren Orten, wie München, den Einigungsbedingungen fest und werden so lange die Innungen 08016 Frankfurt a. M. usto. von den Krankenkassen selbst solche Erholungs- und deren Führer als wortbrüchig ansehen, bis sie den ehrlichen stätten eingerichtet und daß die Erwartungen, die an diese Einrich- Willen zeigen, die vom Einigungsamt eingesetzte Kommission antungen gefnüpft, vollauf bestätigt worden sind. zuerkennen. Ferner beschloß die Versammlung, die Lohnkommission in der bisherigen Zusammensetzung weiterbestehen zu lassen. Den Kollegen wurde zur Pflicht gemacht, darauf zu halten, daß ihnen zu Pfingsten die zugesagte freie Nacht auch überall gewährt werde. = Von der Meuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das 33. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Aera Bülow. Der russische Imperialismus und Deutschlands ChinaAbenteuer. Von M. Walter. Zum franzöfifchen Einigungstongreß. Von Rosa Luremburg. Zur Konzentrationsbewegung in der amerikanischen Der Mondsche NickelgewinnungsLandwirtschaft. Von J. 2. Franz. prozeß. Von Heinrich Vogel. Notizen: Eine unerwartete Enthüllung zum Falle Millerand. Feuilleton: In der Schlucht. Von Anton Tschechow. Aus dem Russischen übersetzt von Eugenie Kliorin.( Fortsetzung.) Von der„ Gleichheit", Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Diet' Berlag) ist uns foeben die Nr. 11 des 11. Jahrgangs zuVon der Fabritarbeit verheirateter und Fraueninteressen im Reichstag. Frauen in Württemberg. Von a. br. Aus der Bewegung. Feuilleton: Gine wahre Geschichte. Wort für Wort wiederholt, wie ich sie gehört habe. Von Mark Twain. Notizenteil von Lily Braun und Klara Zettin: Gewerkschaftliche Arbeiterinnen Organisation. Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Gesundheitsschädliche Folgen industrieller Frauenarbeit. Sociale Gesetzgebung. Vereinsrecht der Frauen.- Dienstbotenfrage. Frauenbeweging. Vermischtes. neue Wege zur fünstlerischen Erziehung der Jugend. Litterarische Rundschau: J. Liberty Tabb, anstalten, sondern nur wirtschaft die von andrer Seite zur event. Nürnberg, den Straube und Hoffmann gaben. Es folgte eine ausgegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Arbeiterinnen" " Der Wahre Jakob hat soeben die 11. Nummer feines 18. Jahr mals die Ursachen des gegenwärtigen Kampf und kommt zu wurden. Der Branche nach wurden verlangt Hausdiener und Packer Seiten starte Nummer noch so zahlreiche, teilweise poltitsch- fattrische Beiträge, Vorwurf gemachi piecas Arbeitslos meldeten sich im Laufe des Quartals Die Krantenpflege, Die Wafferheilkunde. Mus Berufskrankheiten und Ein Vertreter des Komitees vom Roten Kreuz erörterte hierauf ausführlich die technischen Einrichtungen der Erholungsstätte, die im Interesse der Patienten und auch der Kassen getroffen sind, und teilte unter andrem mit, daß die Kontrolle der Battenten täglich tellte unter andrem mit, daß bie dreimal erfolgen soll, und daß die Erholungsstätte morgens um 8 Uhr geöffnet und abends präzise 7 Uhr geschlossen wird. Herr Dr. Becher hält die Erholungsstätten für sehr notwendig; fie Transport- und Verkehrsarbeiter tagte am 19. Mai in Cohns Die Generalversammlung des Verbands der Handels-, dürften aber unter keinen Umständen sogenannte Wohlthätigkeits- Festsälen. sociale Einrichtungen barstellen, Auf der Tagesordnung stand der Bericht über den Kongreß in Verfügung gestellten Gelder verzichtet und falls den Kassen die Auf- gedehnte, lebhafte Diskussion, in welcher hauptsächlich die Erhöhung wendungen für diesen Zweck versagt werden, die Mittel in sonst der Gehälter der Angestellten im Centralvorstand einer herben Kritik geeeigneter Weise aufgebracht werden. Herr Dr. Friedeberg erachtet unterzogen wurde. Zum Schluß gelangten folgende Anträge zur die Krankenkassen für durchaus berechtigt, die Kosten für diese Annahme: 1. Die Generalversammlung erklärt sich mit der Haltung Verpflegung der Mitglieder zu übernehmen und giebt der Meinung der Delegierten einverstanden und verpflichtet sich, für die DurchAusdruck, daß die Aufsichtsbehörde dagegen wahrscheinlich keine Einführung der dort gefaßten Beschlüsse mit allen Kräften einzutreten. wendungen machen wird. Nachdem noch die Vertreter der Neuen 2. Die Generalversammlung erblickt in der Erhöhung des Gehalts Maschinenbauertasse und der Ortstrankenkasse der Kaufleute dafür ge- der beiden angestellten Kollegen von 140 auf 160 m. eine eigen gangs erscheinen lassen. Während er in der vorigen Nummer bildlich darsprochen, daß die Kosten als Zuschuß zur Kur und Pflege für die Patienten mächtige Handlung, wozu der Vorstand nicht berechtigt war. Die ftellte, Wie es beim Zweibund zu Hause aussieht", schildert er in dieser ohne Abzug des Krankengeldes von den Kaffen bezahlt werden und sich Mitglieder verpflichten sich, gegen derartige Handlungen in Zukunft Summer, Wie es beim Dreibund zu Hause aussieht. Das Bild„ Deutsch: Herr Hennig von der Schornsteinfegerkasse dagegen ausgesprochen, mit aller Entschiedenheit Stellung zu nehmen. land" aus dieser Serie zeigt den Fuhrmann Bülow denn auch auf einem so wurde folgende Resolution mit allen gegen einige Stimmen anBei der Wahl zum Hauptvorstand wurden die Mitglieder trostlosen Gefährt, wie es wirklich dem jezigen Zustande des Reichswagens" genommen: Die versammelten Vertreter der Krankenkassen ver- angkau, Höselbarth und Bachmann als Beifizer und entspricht. Auf dem Bilde„ Destreich" wird das Streben nach nationaler pflichten sich, ihren Kaffen zu empfehlen, die die Erholungstätte aufgewandten Untoften zu übernehmen." ucher der Streitner, Meyer und Kräker als Revisoren gewählt. Den Einigung“ und auf dem Bilbe Italien die Auspreſſung des armen Landes Kassenbericht pro erstes Quattal gab Steinide. Danach betrug burch die herrschenden Gewalten derb satirisch dargestellt. Im Text wie auch Hierauf referierte Herr Dr. Freudenberg über den Arznei- die Einnahme 19 497,20 m., die Ausgabe 18 100,49 M.; der Kassen Gedichte, von denen eins Klara Müller verfaßt hat, dem Pfingstfest ge= in Bildern wird sodann die preußische Kanalkrisis behandelt, während zwei bezug der Krankenkassen- Mitglieder und die Stellung der Herren bestand beläuft sich am Schluß des ersten Quartals auf 1396,71 M. widmet sind. Des weiteren heben wir noch die Bilder„ Ein Kenner", Aerzte zur neuen Verordnungsweise. Der Redner beleuchtete nochDem Arbeitsnachweis- Bericht, den Werner unterbreitet, ist zu Spieler" und" Eduard als Erzieher", sowie die Profa- Erzählungen„ Wozu das Verhalten entnehmen, daß im Laufe des ersten Quartals 404 Stellen gemeldet der Adel nüßt“ und„ Chonne" hervor. Im übrigen enthält die zwölf der Apothekenbefizer gegenüber den Krankenkassen dem Schluß, daß die Aerzte sich in diesem Kampf auf seiten der Kasse 231, Rutscher 88, Kohlen-, Keller- und Speicherarbeiter 65, Radfahrer daß wir ihre Anschaffung unsern Besern nur empfehlen können. Der Preis stellen müßten, damit diese durch Berringerung der Arzneitoften in 20, Lauf- und Arbeitsburschen 33. Für fest konnten besetzt werden 177, der Nummer ist 10 Pfennig. den Stand gefegt werden, mehr Aufwendungen für ihre Kranten in zur Aushilfe 67 Stellen. 193 Stellen fonnten nicht befezt werden, Im Verlag von J. H. W. Die Nachf. ist soeben erschienen Heft 23 andrer Richtung machen zu können, was auch von Standpunikt des weil zum Teil passende Kräfte fehlten und andernteils der gebotene bis 25 des nunmehr komplett vorliegenden Lieferungswerks: GesundheitsArztes aus zu erstreben set. Allerdings sei den Aerzten wieder eine größere Lohn zu niedrig war. Bei den von if r M. Durchschnittslohn dagegen dem Inhalt heben wir hervor: Die Nahrungsmittel und ihre Zubereitung. eingehoor gebürdet worden, und auch der Umstand, daß eine Lohn 26 W., Det niebrigite 15 D., Ber Seen betrug ber höchste werking von Aerztent uno gachgelehrten vilie herausgegeben unter weit eingehendere Aussprache mit den gesamten Aerzten nicht möglich 20,45 M. pro Woche. Die längste Arbeitszeit betrug 15 Stunden, Die Genußmittel Normale Ernährung und Volksernährung. war, habe zu verschiedenen Unzuträglichkeiten Veranlassung gegeben; die niedrigste 8 Stunden, die durchschnittliche Arbeitszeit 10%/ 4 Stunden Säuglings, Kinder- und Schulhygiene. Die erste Hilfe bet Unfällen. werden, wie dies bereits geschehen ist, denn sie ist dafür eingetreten, 437 Stollegen. Arbeiterschutz. Städtehygiene. Sachregister nebst Inhaltsverzeichnis. daß die Aerzte von andrer Schreibarbeit entlastet werden, sie hat hinzufolgendes führen; brite Tafel veranschaulicht die„ Erste Hilfeleistung bei Die nunmehr vorgenommene Wahl zur Ortsverwaltung zeitigte außerdem enthalten die hefte dret Tafeln, von denen die ersten beiben in bei den Beratungen alle in Betracht kommenden Faktoren hinzu folgendes Resultat: Da der bisherige Bevollmächtigte Hoffmann ablehnte, ichönen Farbenbrucken bie eßbaren und giftigen Pilze den Beschauer vor gezogen und sei auch jetzt noch gerne bereit den Wünschen und An- wurden Brüschke als erster, Straube als zweiter Bevoll- Unfällen". regungen der Aerzte Rechnung zu tragen. mächtigter, Steinide als Staffierer und A. Werner als Schrift- Preis des Werts tomplett elegant gebunden 6,50 Mart. Auch in In der Diskussion, die äußerst lebhaft war und an der sich führer und Arbeitsvermitteler gewählt. Als Beifizer wurden für den 25 Lieferungen a 20 Pfennig zu beziehen.( Einbanddecken apart bezogen vorwiegend Aerzte beteiligten, wurde namentlich die von der Central Often: Freude; Süd- Ost und Rigdorf: Mohr; Norden: Oertel; tosten 1 Mart.) fommission herausgegebene und von Aerzten zusammengestellte An- Nordwest: Seelig; Süden: Wener; West und Südwest: Uthes; Annalen des Deutschen Reichs für Gesetzgebung, Verwaltung und leitung zur sparsamen Arzneiverordnung", teils aus prinzipiellen als Vertreter für die Stutscher: Aug. Lehmann; für Transport- Boltswirtschaft. München. J. Schweizers Verlag( Arthur Sellier). Nr. 4, Gründen, teils weil sie angeblich viele grobe Fehler enthält, heftig und Kohlenarbeiter: Adolf Bled; für die Straßenbahner: Rath- 1901. Die Tarifgrundsätze der neuen Eisenbahn Verkehrsordnung vom fitifiert. Herr Professor Geheimrat Liebreid wünschte, mann; für die Hausdiener: Michaelis; für Rummelsburg und 26. Oktober 1899, von Dr. G. Eger, Regierungsrat in Berlin. daß die Aerzte möglichst ökonomisch verordnen, daß ihnent aber Friedrichsberg: le bicher gewählt. Bei der vorgeschrittenen geit ersparende Zahlungsmethoden im heutigen Bantverkehr Deutschlands, von die freie Verfügung hierüber belassen werde, um zu vermeiden, wurde nun beschlossen, die Versammlung zu schließen und zur Er- Dr. R. Dunker in Frankfurt a. M. daß für Kaffenmitglieder eine schlechtere Verordnungsweise plag- ledigung einiger noch vorliegenden Anträge am 11. Juni eine außer greift. Die Verbilligung der Medikamente fei notwendig, es ordentliche Generalversammlung einzuberufen. müsse versucht werden, daß die Regierung eine niedrigere Arzneitage einführt und die Apothekenbefizer, damit auch Mit der Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses beschäftigte diese leinen Nachteil erleiden, da sie bie Apotheken doch sich eine vom Verein der Kaufleute und Industriellen in Spandau teuer bezahlt haben, entsprechend entschädigt. Von einigen Aerzten einberufene, ziemlich gut besuchte Versammlung. Der Referent, wurde angeführt, daß der gegenwärtige Bustand sehr unangenehm Herr Kaufmann Schwers, und mehrere andre Geschäftsleute bes Die gesellschaftliche Stellung der russischen Frau. Ein Beitrag Von Nikolaus Meluttom. sei auch für die Kassenmitglieder, die oftmals jetzt gezwungen leuchteten die mannigfaltigen Vorteile, welche ein früherer Ladenzur Kulturgeschichte und Frauenfrage. wären einen weiteren Weg zu machen, oder außer der Apotheke auch schluß sowohl den Geschäftsinhabern wie den Angestellten bringen Berlin 1901( Hermann Walther.) Der Meineidsprozeß in Konit. Eine kritische Untersuchung von noch die Droguenbandlung aufsuchen müßten und sonstigen Be- würde, und traten sehr entschieden für den Achtuhr- Ladenschluß ein. schwerlichkeiten ausgesetzt seien. Mehrere Cigarren- und Kolonialwaren- Händler traten aber ebenso Berlin 1901.( Hermann Walther.) Glauben und Wiffen. Zwanzig kritische Effays von Dr. Emil Einige der Herren Aerzte benugten die Gelegenheit, um ihre entschieden gegen diese Absicht ein, deren Verwirklichung ihnen ungeteilte Feindschaft gegenüber den sogenannten Naturheilkundigen den Ruin bringen müsse; einer von ihnen erklärte, es sei notwendig, Fischer, Bufarest Bamberg( Handelsdruckerei). Wie Wunder entstehen! Der Heilglaube( the faith- healing) bon sehr leidenschaftlicher Form zum Ausdruck zu bringen, daß die Angestellten möglichst lange sich unter der Aufsicht der und machten der Centralkommission den Vorwurf, daß sie Prinzipale befänden, sonst würden die Diebereien nur noch zu-( Bandelsbruderet). Volksschriften zur Umwälzung der Geister. Heft 22. Ist die in den von ihr einberufenen Versammlungen( bei Buggenhagen, nehmen! Dieser fleinliche Strämergeist, der sich in diesen Aus 23. Vers Gisteller und in Charlottenburg) die Ausführungen der Vertreter der führungen offenbarte, brachte es denn auch zu ftande, daß bei der Welt gefchaffen ober ewig? Bon Tschirn, Breslau, oder berwesen? Von O. Wüst, Mannheim. Naturheilmethode nicht verhindert habe. Die weitere Diskussion, die Abstimmung mit 38 gegen 26 Stimmen die Einführung des Achtuhr- brennen 24. Goethe und seine Religion. Von Ludw. Aub, Nürnberg. fast bis 12 Uhr dauerte, ließ zweifellos erkennen, daß ein Teil der Ladenschlusses abgelehnt wurde! Aerzte, wenn auch nicht direkt die Partei der Apotheker vertritt, so Es ist nicht ausgeschlossen, daß dennoch einzelne kaufmännische 25. 23 as hat die Kirche für Schule und Wissenschaft 26. Von der Existenzberechtigung bes doch recht wenig Neigung hat, die Staffen in ihrem berechtigten Branchen besonders ben früheren Geschäftsschluß herbeiführen gelettet? 27. Die Herrschsucht. Christentum 8. Von Ernst C. Marré. werden. in ber Religion der Liebe. Von Jul. M. Berger, Wien. Stampfe zu unterstützen und ihr Verhalten mit allerlei Bedenken zu rechtfertigen sucht. Von verschiedenen Rednern wurde dies auch aus Gegen den Brotwucher protestierte eine öffentliche Ver- 28. Gotteswort oder Menschenwert? Von Eugen Wolsdorf, gesprochen und darauf hingewiesen, daß es fonderbar berührt, fammlung am Sonntag in Hohen- Schönhausen. Die Ver- Salle.- 29.& reistaat und Monarchie. Von Ferdinand Heigl. Jedes Heft 20 Pf. Bamberg( Handelsdruckerei). daß nicht nur die Apotheker, sondern auch ein Teil derjenigen sammelten in ihrer Mehrheit kleine Landwirte, Gärtner und 2. Aufl. Die Entscheidungen des Reichsgerichts zc. Herausgegeben von Aerzte, die sich sonst herzlich wenig um das Wohl und Wehe Bandarbeiterfolgten mit fichtlichem Interesse den Ausführungen Otto Fuchsberger. Neunter Teil: Krankenversicherungs. Gesek. der Arbeiterschaft gekümmert haben, auf einmal so sehr darum be- des Abgeordneten des Kreises, Genossen Stadthagen, und Bon J. Seidel. Zweite, gänzlich neu bearbeitete Auflage. Entscheidungen sorgt sind, die Arbeiter vor den geringen Unannehmlichkeiten zu bestimmten einmütig der eingebrachten Protest- Resolution zu. von 1883-1900. Gießen 1901( Emil Roth). Preis 10 M. Welt und Lebensanschauungen. Von den ältesten Zeiten bis zur wahren, die der Kampf mit sich bringt. Die Krankenkassen- Mitglieder, Die anwesenden polnischen Arbeiter waren im besonderen erfreut die den durch das Verhalten der Apotheker notwendigen Kampf mit über eine Ansprache, die ihnen Genosse Morawsky in ihrer Gegenwart. Auszug aus Vorträgen, gehalten vom Januar bis März 1901 Eifer und im wohlverstandenen Intereffe aufgenommen haben, Muttersprache hielt. Der Gemeindevorsteher, der sich als Anhänger in der Arbeiter- Bildungsschule zu Berlin von Dr. Rud. Steiner. Preis nehmen auch die kleinen Beschwerlichkeiten gern in den Kauf, um der Getreidezölle bekannte, dürfte an dem guten Verlauf und Besuch 25 Pf. Berlin 1901.( Im Selbstverlag der Arbeiter- Bildungsschule".) Recht und Staat. Antiquariats- Katalog Nr. 44, enthaltend Rechtsden Arzeneiwucher endlich mal einigermaßen zu beschränken. In der Versammlung keine Freude gehabt haben. Durch die Parole Lipsius u. Tischer. dieser Versammlung waren 43 Ortskaffen, 30 freie Hilfskaffen, niemand gehe zu dieser Versammlung" und den Verfuch, dem Wirt wissenschaft, gerichtliche Medizin, Staats- und Socialwissenschaften. Kiel 1901. 10 Innung staffen, 8 Betriebskaffen und 7 Vorortstaffen, insgesamt bes Bersammlungslokals die Tanzerlaubnis zu entziehen, glaubte ber 98 Strankenkassen vertreten. Außerdem waren etwa 150 Aerzte an- Bürgermeister a. D. die Versammlung zu vereiteln, aber der Liebe wesend. Müh war vergebens, in GoldUeber die rechtliche Stellung der ärztlichen Standesvertretungen gegenüber den Standesgenossen, den Krankenfaffen und den staatlichen Aufsichtsbehörden, von Dr. jur. D. Schanze in Dresden. Zur Entwicklung des Etats für die Verwaltung der faiserlich deutschen Marine, von W. Thrän in Potsdam. Miscellen. Revisundes Socialismus. Von Dr. Alfred Nossig. Erster Band: Das System: des Socialismus. I. Teil, 1901 Berlin, Bern.( Akademischer Berlag für jociale Wissenschaften. Dr. John Edelheim.) Professor Dr. J. M. Charcot, Paris. Autorisierte Uebersetzung. Bamberg " Ein moderner Erlöser des Judentums. Vortrag, gehalten im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur zu Königsberg i. Pr. von Rofalie Peries. Königsberg i. Pr. 1901.( Ostdeutsche Buchh.) Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Sie fann Pankow. Nein. N. W. I. Rigdorf 100. Sie könnten lediglich beantragen, mit Zustimmung der für dieselbe nicht, da sie damals minderjährig war. Mutter, daß fie dieser als Beistand beigegeben werden oder es daher auf eine Klage ankommen lassen. D. Nein. H. K. Die Verordnung bezieht sich nur auf Gastwirte. daß das Vormundschaftsgericht das Mädchen verwarne. W. B. 23. Der Strafantrag mußte innerhalb drei Monaten bei dem Nicht Sie, aber Ihre Ehefrau haftet, falls Sie über 21 Jahre alt ist, für O. F. 100. Einzahl und Mehrzahl gleich. Gericht gestellt sein. Der Einreichung der Beleidigungsflage muß ein den ihr aufgeschwazten Frauenschutz. Eine Verwarnung vor solchen AnN. 3 M. B. Da Sie in dem Termin nicht erschienen sind und Ihre Termin bei dem Schiedsmann des Bezirks vorangehen, in dem der fäufen ist wiederum kürzlich in der Nummer vom 7. Mai und im lokalen G. J. 1. 1. Ja. 2. Nach 6 Uhr abends zu Teil vom 16. Mai enthalten.- 100 Mikhandlung. Das Dienstmädchen fchriftlichen Eimvendungen nicht beachtet werden können, ist wahrscheinlich Beleidigende wohnt. Verfäumnisurteil gegen Sie ergangen. Erkundigen Sie sich danach münd- kündigen ist in Ihrem Fall nicht ratsam, da eine spätere Ausübung Ihres war, da die mecklenburgische Gesinde- Ordnung in Betracht kommt, zur AufN. 23. 1. Nein, es sei gabe ihres Dienstes berechtigt. B. S. 100. Leider sind alle 4 Fragen lich auf der Gerichtsschreiberei und legen Sie Einspruch gegen das Ver- Rechts als Chitane angesehen werden kann. A. Wendt. K. 6. Die zu bejahen. Sie können aber erklären, daß Sie Ihre Tochter nicht am fäumnisurteil ein. G. 1., Kl. Alexanderstraße. 1. und 2.: Beides denn, sie versichert sich selbst weiter. 2. Ja. hängt von der Entscheidung der Strafvollstreckungsbehörde ab. 3. Nein. Forderung ist noch nicht verjährt, die Schwester haftet aber Konfirmanden- Unterricht teilnehmen lassen wollen. G. H. Sie irren. Herren- Schnürstiefel Jede Grösse in vielen Weiten M. 8.50, 10.50, 12.50, 14.50, 16.50, 18.50, 20.00, 21.00. Herren- Zugstiefel Jede Grösse in vielen Weiten M. 6.50, 7.50, 8.50, 9.50, 10.50, 11.50, 12.50, 14.50.. 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Im Theater Mittwochabend 8 Uhr: zu kleinen Preisen: Malerische Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Invalidenstr. 57/62. Neues Overn Theater( roll). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Schiller. Der Kaufmann bon Venedig. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Rosenmontag. Anfang 712 Uhr. Lessing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Berliner. Die beiden Leonoren. Anfang 72 Uhr. Residenz. Der feltge Toupinel. Vorher: Teremtete. 71 Uhr. Anfang Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern- Theaters. Der Amerikafepp'l. Anfang 8 Uhr. Westen. Romeo und Julia. Anfang 7 1hr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrett!. Auf. 8 Uhr. Thalia. Die schöne Helena. Anfang 8 Uhr. Central. 8 Uhr. Die Geisha. Anfang Luisen. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Fricdrich- Wilhelmstädtisches. Miß Helyett. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Der Bräutigam vom Himmel. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Internationaler Geisha- Abend. Die Schwäbin. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung.. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. FriedrichStrasse 165 * Castans Panopticum Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. W. Noacks Theater.] Brunnenstraße 16. Eröffnung der Sommer- Saison am 26. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Läglich Konzert, Theater u. Garten Täglich nachmittags 4 Uhr: Militär- Doppel- Konzert Specialitäten- Borstellung. Entree 1 Mark Sanssouci von abends 7 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Im Garten: In der Völker- Arena", gegen- Jeden Sonntag, Montag über dem Elefantenhause: BeduinenKarawane und Donnerstag: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach jeder Soiree: Männer, Frauen, Kinder, mit Tanzkränzchen Pferden, Dromedaren, Eseln etc. Schaustellungen, Wochentags: 24,30 Pf., reservierter Plaz Entree, auch Sonntags, 5, 127 Uhr nachm. Sonntags: 12 Uhr. von 4 Uhr ab stündlich. Entree direkt v. d. Strasse beim Bahnhof 50 Pf., Kinder 25 Pf., Gartenbesucher zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Rad- Rennbahn Metropol- Theater Kurfürsten- Damm" W., Behrenstraße 55/57. 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Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. 4 ausländische Kapellen. Die Boeren. Im 6. und 7. Bogen: TheaterAbteilung: ,, Die Bohème" ( Künstler- Variété). Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Mittwoch, den 22. Mai, abends 8 Uhr abends 8 Uhr Schluss der Vorkämpfe. Heute ringen: 1. Sauerer 2. Petroff 3. Weber Schibilski. Omer de Bouillon. Lässig. 4. Halil Adalil Gérardys. 5. Clément le Terrassier 6. Pons 7. Röpnack 8. Pohl Lange. Fêriole. - Raicevich. Winzer. Morg., Donnerstag, abds.8 Uhr: Beginn der Zwischenkämpfe. Preise der Plätze: Loge 5 M., Innenraum- Tribüne4M., Innenraum 3 M., Tribüne 2,50 M., Sattelplatz 2 M., II. Platz 1 M. 50 f. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Mittwoch, den 22. Mai, abends 812 Uhr: General- Versammlung in Habels Brauerei, Bergmannstraße Nr. 5/7. Tages Ordnung: 238/ 8* 1. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 2. Vortrag des Stadtverordneten Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet Bruns. 3. Distuffion. Socialdemokratisch. Wahlverein für Charlottenburg. Donnerstag, den 23. Mai 1901, abends 81/2 Uhr: Ausserordentl. General- Versammlung im Lofal von Bauer, Berlinerstr. 86 a. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Göhre über:„ Erziehungsfragen." 2. Diskussion. 3. Wahl von 3 Delegierten zur Generalversammlung des Ab Pfingsten täglich Soireen im Central- Wahlvereins. 4. Anträge. 5. Vereinsangelegenheiten. Garten resp. Saal. Wochentags 250/7 Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Der Vorstand. Reichshallen Deutsch. Metallarbeiter- Verband Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. ! Teppiche! ficheren Leuten auf Teilzahlung. M. L. Böttcher& Co. 1647] Gr. Frankfurterstr. 92. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Apfelsinen- Negen und diversen Ueberraschungen. 1481 Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne), den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Max Schindler. Hermann Meyer& Co. Fruchtstraße 74. Liqueurfabrik, Weingrosshandlung, Fruchtsaftpresserei, Mineralwasser- und Schaumwein- Fabrik. Sommer- Getränke: • Selters, große Flasche.... Sauerstoffwasser, ärztlich empfohlen Branselimonaden( simbeer, Citronen 2c.). Maitrauk, ½ st · Schäumender Maitrant, ½& Schäumende Liebe, Fl.. . Gesundheits- Apfelwein, ½ st.. • • 3 Johannisbeer-, Stachelbeer-, Heidelbeerwein, ½& Brombeerwein,.. Fruchtsäfte 9 • . .. 5 Pf. 10 F. 10 F. 40%. ... 25 Pf. 25 Pf. 9 25 und 30 PL ...65 f. ..75 vi. in feinster Raffinade eingekocht. I. Qualität: Himbeer, Kirsch, Johannisbeer, Erdbeer, Citronensaft,% Literfl. 1,30 M. II. 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Mai, ist die Bibliothek nur bis abends 8 Uhr geöffnet. Achtung, Schraubendreher! Die ausgesteuerten arbeitslosen Schraubendreher werden ersucht, am Sonnabend, den 25. Mai, nachmittags 5 Uhr, pünktlich bei Wetzel, Wrangelstr. 136, zu erscheinen. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Sonnabend, den 25., und Dienstag, den 28. Mai, ist das Bureau nur vormittags geöffnet. Der Arbeitsnachweis bleibt an diesen Tagen geschloffen. 115/7 Die Ortsverwaltung. Steindrucker u. Berufsgenossen ( Berlin 1). Am Mittwoch, den 22. Mai, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Mitglieder Versammlung Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: Die französische Revolution". Referent Herr Dr. R. Steiner. 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. Einen zahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet 96/1 Achtung, Die VerwaltungKürschner! Donnerstag, den 23. Mai, abends 8% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 e: Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtv. Ad. Hoffmann über: Die Notwendigkeit der Gewerkschaftsorganisation im wirtschaftlichen Kampfe." 2. Diskussion. [ 93/10 3. Situationsbericht über die Aussperrung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma G. A. Hoffmann. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Charlottenburg- Westend. 1. u. 2. Pfingstfeiertag: Früh Konzert unter Mitwirkung der Charlottenburger Gesangvereine, Mitglieder des A.-S.-B. 1., 2. u. 3. Feiertag, nachmittags: Frei- Konzert. Bei eintretetender Dunkelheit feenhafte bengal. Beleuchtung u. Schlachtmusik. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Volksbeluftigungen. K. Hoffmann. 16502*] Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Eröffnung am 24. Mai. Täglich: [ 16492 Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. 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Vermischte Anzeigen. arcus,& leine Frautfinterfir. 20. 45 Oranienstraße 81, Belle Aftance straße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, Herrenfahrrad, Damenfahrrad, Charlottenburg, Wilmersdorferstraße verkauft[ pottbillig Schuhmann, Kunststopferei von Frau Kokosky = Br. 117. 18. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Mittwoch, 22. Mai 1901. die Erhöhung des auf das Waisenhaus fallenden Anteils noch Sturzes davon, so daß seine Ueberführung nach der Rettungswache größer, besonders bei den unehelichen. Scheidet man den An- in der Frankfurter- Allee notwendig wurde. Dort erhielt der VerZur Lokalliste. Wir machen von neuem darauf aufmerksam, teil des Waisenhauses aus den Gesamtzahlen aus, so zeigt sich, daß unglückte den ersten Verband. daß alle Zusendungen, welche die Lokalfrage betreffen, ausschließlich Sterbefalle von Haltetindern zum größten Teil die im Jahre 1899 eingetretene Mehrung der an Karl Scholz, Wrangelstr. 110, parterre, zu adressieren sind. Zuſchriften, welche in Lokalangelegenheiten direkt der Redaktion zugehen, ſenden wir zur weiteren Verfügung ausnahmslos dem Zweiter Wahlkreis. Mittwoch, abends 81/2 Uhr, in Habels Brauerei, Bergmannstraße 5/7, Generalversammlung des Wahlvereins. Neuwahl des Gesamtvorstands. Vortrag des StadtSchöneberg. Heute Mittwoch, abends 81/2 Uhr, findet in Obsts Festsälen, Meiningerstr. 8, eine öffentliche Versammlung statt, in der Dr. R. Friedeberg über den Streit der Apothekenbejizer mit den Krankenkassen referieren wird. Siehe Inserat in der Dienstagsnummer. Der Vorstand. Die Parteigenoffen von Reinickendorf, Schönholz und Wilhelmsruh werden gebeten, wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung am Donnerstag, den 23. d. M. im Diskutierabend zahlreich und pünktlich zu erscheinen. verordneten Bruns. Lokales. Die Berliner Feuerwehr 0 Metalldiebstähle sind in den letzten Nächten auf den GrundVerhaftung einer Masseuse". Wegen verbrecherischer auf das Waisenhaus zurüdzuführen ist. Für das Handlungen, begangen an einer Arbeiterin der Munitionsfabrik in Waisenhaus beträgt die Zunahme 178 gälle( von 177 auf 355, also Spandau, ist die" Maſſeuſe" R. aus der Mulachstraße in Berlin ver volle 100 Broz.), für die nicht zum Waisenhaus gehörigen Halte- haftet worden. Fast zu gleicher Zeit find bei der Behörde noc Speciell für die Haltekinder des 1. Lebensjahres hatte das Waisenfinder nur 95 Fälle( von 1026 auf 1121, also nur 9/4 Broz.). mehrere andre Strafanzeigen wegen ähnlicher Vergehen gegen die St. eingelaufen. Haus eine Vermehrung der Sterbefälle um 176( von 168 auf 344, Zahlreiche Einbrüche in Berliner Warenhäusern und Schuhalso um 1043/4 Proz.), während außerhalb des Waisenhauses das warengeschäften sind in den letzten Monaten verübt worden, ohne Mehr nur 57 Fälle( von 867 auf 924, also 61/2 Proz.) betrug. Bei daß es der Kriminalpolizei bisher gelungen wäre, der Diebesbande den Haltekindern ehelicher Geburt muß die Zunahme der Sterbefälle auf die Spur zu kommen. Bisher ist auch nicht ein Stück der geganz allein dem Waisenhause aufs Conto gesezt werden; denn bei stohlenen Waren hier zum Vorschein gekommen, so daß angenommen Ausscheidung des Waisenhausanteils ergiebt sich für die übrigen werden muß, daß die Einbrecher ihre Beute außerhalb Berlins ehelichen Haltekinder jogar eine Verminderung der Sterbefälle. Daß unterbringen. Das hiesige Polizeipräsidium hat daher an die die Kindersterblichkeit in der Berliner städtischen Polizeibehörden andrer Städte das Ersuchen gerichtet, NachWaisenpflege erfchredend hoch ist, das war ja feit forschungen nach den Hehlern der gestohlenen Sachen anzustellen. langem bekannt. Die vorstehend mitgeteilten Zahlen sind aber so merkwürdig, und der Unterschied zwischen 1898 und 1899 ist so großstücken Grimmstr. 77 und Lothringerstr. 110 verübt worden. In der daß man doch eine nähere Erklärung wünschen muß. Vielleicht Grimmstraße erbrachen die Spitzbuben drei Thüren der Lampenäußert sich die städtische Waisenverwaltung dazu. und Bronzewaren- Fabrik von W. Dette u. Co. und stahlen aus den im Erdgeschoß des Quergebäudes gelegenen Räumen 30 bis 40 Stücke Das Feuerwehr Jubiläum wurde gestern unter Ordens- Blockfupfer, die C. C. C. B. 2 gezeichnet sind und zusammen, fünf verteilungen, Reden 2c. in der angekündigten Weise vollzogen. Der Centner wiegen. Der Bestohlene setzt auf die Wiederherbeifchaffung Kaiser, der nicht anwesend war, ließ durch den Minister v. Hammer der Diebesbeute eine Belohnung von 100 M. aus. feiert jetzt das Jubiläum ihres 50jährigen Bestehens. Eigentlich stein eine Kabinetsorder verlesen, in der er mitteilte, Lothringerstraße gelangten die Einbrecher in die Eisenhandlung von In der tommt das Fest ein bischen spät, da die Reorganisation des städtischen daß die Kaiserin die Protektion über die Feuerwehr über- Braun, indem sie an der Linienstraße einen Baum überſtiegen, und Brandlöschwesens am 27. Januar 1851 ins Leben trat. Man kann nommen habe. Ferner hat der Kaiser folgende Stabinetsorder an stahlen aus dem Lagerschuppen, den sie erbrachen, eine große Menge nicht sagen, daß es freudige Erinnerungen sind, die im kommunalen den Minister des Innern gerichtet:" Ich habe der Feuerwehr zu Metallhähne, Messing und Kupfer. Im Comptoir bohrten sie einen Leben der Landeshauptstadt bei dieser Feier geweckt werden; viel- Berlin zur dauernden Erinnerung an das 50jährige Jubiläum der Schreibtisch an, holten allerhand Papiere heraus, fanden aber kein mehr ist die Feuerwehr das bleibende Denkmal einer trostlosen Un- felben in Anerkennung der von ihr geleisteten treuen Dienste die Geld. Den Geldschrank ließen sie unberührt. Die Diebe müssen fähigkeit der damaligen Bürgerschaft, aus eignem Antriebe dem Ge- Auszeichnung verlichen, daß auf den Achselstücken und Epau- wohl die Gepflogenheit des Geschäftsinhabers kennen; denn dieser meinwesen Ersprießliches zu schaffen. 1850 geschaffen gegen den Willen von Magistrat und Stadt der fönigl. Strone nach den anbei zurückfolgenden Mustern angebracht hatte er es zufällig herausgenommen. Die Feuerwehr wurde Tetts für Offiziere und Mannschaften mein Namenszug unter bewahrt im Schreibtisch in der Regel Geld auf, vorgestern abend verordneten, ja, sie ist der Bürgerschaft geradezu auf- wird. Sie haben hiernach das weitere zu veranlassen. gezwungen worden als Wert eines polizeilichen Gewaltakts. Nicht als ob die Neorganisation unnötig gewesen wäre. Der Branddirektor Giersberg erhielt den Kronen- Orden III. Ser., als Im eine Anzahl Feuerwehrleute das Allgemeine Ehrenzeichen. Diese Gegenteil. Die Berliner Feuerwehr war bis dahin ein Bild des Ehrungen idealer Natur versöhnen die Feuerwehr- Mannschaften Bau höherer Schulen in Charlottenburg. Der Bau von Spottes gewesen und genügte in keiner Weise selbst den bescheidensten gewiß mit dem Erlaß, in dem Branddirektor Giersberg im zwei höheren Lehranstalten im Osten von Charlottenburg, das heißt Anforderungen. Aber die damalige streng konservative Hausbefizer- September vorigen Jahres das Vorhandensein einer Lebens- in Berlin W., wird jezt vom Magistrat bei den Stadtverordneten lique in Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung war die mittel- Theuerung und ferner die Notwendigkeit einer beantragt. Erstens soll in der Wormserstr. 10 ein Gymnaſium mit Repräsentation des gebornen Pfahlbürgertums und scheute vor jeder Gehaltsaufbesserung für die Mannschaften bestritt.&& einem Kostenaufwand von 571 000 m. erbaut werden, dann soll für auch noch so notwendigen Neuerung zurück. Jahrelange Unter- liegt gar keine Veranlassung vor", heißt es in diesem eine höhere Mädchenschule Nürnbergerstr. 63 ein Neubau errichtet handlungen zwischen den städtischen und staatlichen Behörden waren Abteilungsbefehl, die niederen Gebalistlassen auf- werden. Die Kosten werden hierfür auf 445 000 m. geschäzt. völlig fruchtlos gewesen, obgleich die Regierung der Stadtverwaltung 3 bessern". ziemlich liberale Bedingungen zugestehen wollte. Und ferner verordnete Herr Giersberg damals: Es war Vor allem nehme ich hier von neuem Anlaß, die Mannschaften meister der deutschen Festungsstädte. Die Steuer soll diejenigen Eine Entfestigungssteuer einzuführen, wünschen die Bürgers deni Magistrat anheimgegeben worden, die Leitung der darauf hinzuweisen, daß sich die Abteilung durch Breßnotizen Grundbefißer treffen, deren Grundstücke durch die Entfestigung von Feuerwehr selbständig zu übernehmen der Polizeipräsident behielt sich nur das Recht der Oberleitung in dem Falle vor, daß er fertigte Forderungen, welche durch die Bresse laut werden, enorm an Wert gewinnen. Diefe Grundbesitzer sollen bis zu Zweizu keinerlei Schritten drängen läßt, und ungerechtden Rayonbeschwernissen befreit werden und dadurch naturgemäß selber auf der Brandstätte erscheine. Als Herr v. Hinkeldey endlich vielmehr dazu geeignet sind, mehr hindernd als fördernd brittel des sich durch die Entfestigung für ihr Grundstück ergebenden sah, daß durch Verhandlungen nicht zum Ziele zu kommen sei, machte zu wirken. er furzen Prozeß. Er teilte am 16. August 1850 kategorisch dem Mehrwerts ZU den Kosten der Entfestigung herangezogen Magistrat mit, daß er auf eigne Faust ohne Zuziehung der Stadt Neue Erholungsstätten für Lungenkranke. Das Heim für werden können. Der Entwurf eines entsprechenden Gesezes eine neue Feuerwehr schaffen werde und ging darauf sofort an die lungentrante Männer, welches im vorigen Jahre das Rote Sereuz stand in der letzten Stadtverordneten- Sigung in Spandau zur Arbeit. Am 27. Jamiar 1851 tonnte die militärisch organisierte in der Jungfernheide errichtet hat, ist gestern wieder eröffnet Debatte. Der Ober- Bürgermeister, der sehr entschieden für ein Feuerwehr, die vom Branddirektor Scabell befchligt wurde, ins worden. solches Gesetz eintrat, suchte dieses den start opponierenden interLeben treten; sie bestand aus 6 Offizieren, 40 Oberfeuerwehrmännern, 170 Feuermännern und 360 Sprigenmännern. Die neue wissen will, der einzig als Entschädigung für die Beseitigung effierten Grundbefizern dadurch schmackhafter zu machen, daß er nur denjenigen Teil der Entfestigungskosten durch diese Steuer aufgebracht Feuerwehr wußte sich bald hohes Ansehen zu verschaffen; der entsetzliche Lärm, der fast jede Feuersbrunst begleitete, das Feuerleuten der oder Verlegung von Festungswerken an den Militärfiskus zu Nachtwächter, hörte auf, und doch war die Wehr bei jedem Brande Die feierliche Eröffnung der Internationalen Ausstellung zahlen sei. Unfre Genossen Rieger und Ducksch bein furzer Zeit am Play. Trefflich wird der Eindruck der Neuerung für Feuerschutz und Feuer- Rettungswesen Berlin 1901" findet, wie kämpften einen von liberaler Seite gestellten Antrag auf durch ein Doppelbild aus damaliger Zeit illustriert. Während die iegt endgültig festgestellt worden ist, Sonnabend, den 25. d. Mts., Bertagung für ein halbes Jahr, und sprachen sich entschieden für die eine Zeichnung, die die alte Feuerwehr darstellt, ein völlig nieder- um 11 Uhr vormittags, statt. Entfestigungssteuer aus. Genosse Rieger berwies noch auf Ulm, Einleitung aus Anlaß des Sternberg- Prozesses Herr Sello beantragt Das Disciplinarverfahren gegen Justizrat Sello, dessen hatte, ist, wie ein hiesiges Blatt mitteilt, eingestellt worden. Aus den Nachbarorten. fast aufbürden möchten, um nur ihren Riesengewinn ungeschmälert in ihre Taschen stecken zu können, gloffterte er mit scharfen Worten. fich im Princip für den Gefeßentwurf aus, machten an diesem jedoch Die liberalen Stadtverordneten Jenne und Magers sprachen formale Ausstellungen. Die Debatte wurde schließlich für 4 Wochen fich im Princip für den Gesezentwurf aus, machten an diesem jedoch formale Ausstellungen. Die Debatte wurde schließlich für 4 Wochen bertagt. gebranntes Haus zeigt, por welchem sich die Führer zweier Sprigen Zu dem Morde bei Bernau wird uns noch mitgeteilt: Am das zwei Drittel seiner gesamten Entfestigungskosten durch Umlagewegen der Prämie fazbalgen, stellt die andre einen Bürger dar, der Montagnachmittag traf an der Mordstätte die Gerichtsverfahren gedeckt hat. Unfre Fraktion fordert, daß auch die Kosten ganz erschrocken in seinem Zimmer aufwacht, als er einen neuen tommission aus Eberswalde ein. Sie stellte fest, daß der Er- für das zu Straßen, Blägen usw. zu verwendende, demnächst freiFeuerwehrmann vor sich sieht. Dieser ruft dem Bewohner zu, sich mordete erschossen worden ist. Der Mörder ist neben seinem Opfer werde. Den Patriotismus jener Herren, die stets leicht geneigt sind, werdende Festungsgelände durch dieses Umlageverfahren gedeckt nicht aufzuregen und ruhig weiter zu schlafen, sein Bett habe nur hergegangen und hat aus nächster Nähe den Schuß abgegeben. Gelder aus öffentlichen Mitteln für Denkmäler zu bewilligen, und ein bischen gebrannt, das Feuer sei aber bereits gelöscht. Hierauf, so folgerte die Gerichtskommission, wäre der Unglückliche zu- die auch hier wieder der Allgemeinheit der Steuerzahler die ganze Für die Berliner Kommunalverwaltung kam das dicke Ende bald fammengebrochen, und jetzt seinen der oder die Mörder über ihn nach. Sie, die sich nicht dazu bequemen mochte, eine unter ihrer hergestürzt, um ihm den Kopf vom Rumpfe zu trennen. Diese Arbeit Aufsicht stehende Feuerwehr zeitgemäßer Art einzurichten, erhielt scheint mit einem ziemlich stumpfen Beil ausgeführt zu sein, denn der jetzt alle Kosten der polizeilich geschaffenen Neuerung aufgebürdet, Stopf ist förmlich vom Rumpfe herabgefäbelt worden, und es beohne daß ihr auf Kommando, Organisation und Anstellung der durfte dazu etwa fünfzehn Beilhiebe. Das Trennen des Kopfes vom Mannschaften irgend welcher Einfluß gelassen wurde. Rumpfe und das Unkenntlichmachen der Leiche ist wohl deshalb So ist es bekanntlich noch heute. Die Betrachtung drängt geschehen, um eine Erkennung bei einem etwaigen Funde unmög zu der Frage, ob und inwieweit der Geist der Bürgerschaftlich zu machen. Der oder die Thäter haben den Kopf in ein Von einem schweren Unglück ist die Familie des Arbeiters feit damaliger Zeit eine Aenderung erfahren hat. Es wäre etwa fünfzig Schritte vom Leichnam entferntes Roggenfeld Blod in Neu- Weißensee, Lehderstraße 95, betroffen worden. ungerecht, den gewaltigen Fortschritt verkennen der in fünfzig Jahren auf allen Gebieten des kommunalen Lebens verden würde. zu wollen, geschleudert und wohl nicht geglaubt, daß er dort aufgefunden Die Frau bringt ihrem Manne jeden Mittag das Eisen nach seiner Wer der Tote ist, weiß man noch nicht. Es unweit der Wohnung belegenen Arbeitsstelle. Bei den Vorbereitungen gemacht worden ist. Aber ebenso fest steht, daß die maßgebenden ist ein etiva vierzigjähriger Mann, welcher der Arbeiter zu diesem Gange passierte der Frau das Malheur, die brennende Kreise in der Kommunalverwaltung noch sehr viel von dem be- klasse angehören dürfte. Er trägt einen rotblonden Schurrbart, Petroleumlampe auf dem Tisch stehen zu lassen. Das allein in der schränkten Wesen damaligen Philistertums in sich tragen; man dessen Enden nach dem Kinn braucht nur an den Widerwillen zu denken, mit dem die jetzt haar ist rötlich- blond und kurz geschoren. zu herabhängen, das Kopf- Wohnung zurückgelassene 3/2 Jahr alte Kind benutte die GelegenIn den Feldern, heit zu einem Versuche, die Lampe zu verlöschen, wobei die Flamme liberale Herrschaft an sociale Reformen herangeht. Und bei dem ettva 150 Schritt von der Leiche, fand man die Bekleidung nach innen schlug, explodierte und das bedauernswerte Kind verbißchen, was geschaffen wurde, war die Socialdemokratie die treibende des Ermordeten, welche aus einem grauen Jackett mit dem brannte. Durch das Wimmern desselben wurden Nachbarsleute aufKraft. Stempel Langenfelde" und aus einer abgeschabten braunen Hose, mertiam, denen es gelang, das Feuer, welches Gardinen und Betten auf derem Futter die Marte„ Bischofswald" aufgenäht war, be- ergriffen hatte, zu löschen. Das Kind ist bald darauf seinen Qualen Ueber die Sterbefälle von Haltekindern in Berlin stand. In der Hose steckte ein Behnpfennigstück, ebenso wurde eine erlegen. veröffentlicht das Berliner Statistische Amt eine Zusammenstellung, fleine Kneifzange gefunden. Ferner ermittelte man auf einem andren Neu- Weißenfee. Allerlei„ Scherze" nach Ansicht der bürgerderen Angaben sich auf das Jahr 1899 beziehen.( 3ur Vergleichung Felde hohe Röhrenstiefel, wie sie Arbeiter zu tragen pflegen, eine lichen Mehrheit standen auf der Tagesordnung der legten Gemeindeteilen wir in Klammern auch die Zahlen von 1898 mit.) Jm blaupunktierte Strawatte sowie einen ziemlich schmuzigen weißen vertreter- Sigung. Es galt Beschluß zu fassen über Anstellung eines Jahre 1899( bezw. 1898) starben in Berlin 1476( 1203) Haltekinder Hemdenkragen. Ob diese Bekleidungsstücke jedoch dem Toten gehört Schularztes, ferner war die Wahl einer Gesundheitskommission vordes 1. bis 10. Lebensjahres. Darunter waren 163( 171) eheliche haben, ist noch nicht festgestellt. Möglicherweise hat einer der zunehmen und Grund genug rabiat zu werden Stellung zu und 1313( 1032) uneheliche. Die meisten dieser Kinder, nämlich Mörder die Kleidung des von ihm Erschlagenen angezogen und nehmen zu einem Antrage der Socialdemokraten: Die Gemeinde1268( 1035), hatten noch nicht das 1. Lebensjahr vollendet, von dafür die seinige hingeworfen. Daß übrigens dem Morde ein vertretung von Neu- Weißensee verurteilt aufs entschiedenste das den ehelichen 116( 117), von den unehelichen 1152( 918). Kampf zwischen den Thätern und ihrem Opfer vorausgegangen ist, Vorgehen intereffierter Streise zur Herbeiführung höherer Die Zahlen weisen für die unehelichen Kinder geht daraus hervor, daß sich bei der Leiche Abschürfungen an der 3ölle auf Lebensmittel und ersucht die gefeßgebenden eine auffällige Mehrung der Sterbefälle auf. rechten Hand vorfinden, als wenn der Ueberfallene in der Abwehr Körperschaften, diesen die große Masse des Bolts überaus Um diese Erscheinung richtig beurteilen zu können, müßte man aller in die Schneide des herabsausenden Beils eingegriffen habe. Vielleicht schädigenden Plänen ihre Zustimmung zu versagen. dings wissen, wie viel Haltekinder, eheliche und uneheliche, in den trägt übrigens eine Tatowierung, die an dem linten Arm der Leiche Anstellung von Schulärzten ist gleichbedeutend mit ganz beiden Jahren überhaupt in Berlin vorhanden waren. Es wäre vorgefunden wurde, dazu bei, um die Personalien zu ermitteln. ungerechtfertigten Eingriffen in die elterliche Autorität immerhin möglich, daß im Jahre 1899 die Zahl der unehelichen Diese Tatowierung zeigt zwei gefreuzte Schlüssel, darüber die mit der Untergrabung derselben."" Die angeblichen guten Haltekinder in Berlin überhaupt zugenommen hätte. Sehr Buchstaben R. C., darunter die Jahreszahl 1884. Das Ver- Erfahrungen mit dieser Einrichtung beweisen für uns gar nichts!" wahrscheinlich ist das indes nicht, wenigstens nicht für die Kinder brechen an ihm ist etwa 15 Minuten von Ladeburg, an dem so- Wer hat solche Scherze" früher gefannt!" Also tönte es im Chor des 1. Lebensjahres; denn die unehelichen Geburten haben genannten Mondpfuhl, einem fleinen, schilfbewachsenen Ge- wieder, als der G.-V. Gerstenberger( Soc.) die Anstellung von fich gerade 1899 in Berlin beträchtlich verringert( auf 7404 Lebend- wäffer, ausgeführt worden. Zur Feststellung der Persönlichkeit Schulärzten begründete. Wenn erst der Zeitpunkt gekommen sein geborene, gegenüber 7715 Lebendgeborenen im Jahre 1898). dienen vielleicht noch folgende, uns von andrer Seite mit wird, wo es die Regierung fordert, anstatt wie jezt es nur zu Auch die Frage, um wie viel die Sterblichkeit geteilte Anhaltspunkte. Bei der Leiche fand man einen fleinen wünschen, dan wird's gemacht, also lautete der hochweise Beschluß. der Haltekinder, der ehelichen und der un Portemonnaiekalender mit rotem Umschlag. Dieser enthält auf einer Vorsichtig zu sein in der Wahl der Personen zur Gesundheitsehelichen, über die der anderen Kinder des Innenseite den mit schwarzer Tinte geschriebenen Namen Neussel. Tommission, weil durch unvernünftige" Lente, welche allzuviel sehen, gleichen Lebensalters hinausgeht, läßt sich aus Die Kneifzange, die an der Mordstelle gefunden wurde, zeigt die der Kommission eine Menge unnötige Arbeit gemacht werden den oben mitgeteilten Zahlen natürlich nicht beantworten. Stempel: Garantiert Gußstahl" und auf der andren Seite: tönne", lautete die Belehrung, die denn auch im allgemeinen maßDaß sie aber sehr bedeutend darüber hinausgeht, das ist für P. Fleuß". Vielleicht ist das der Name eines Geschäftsmanns in gebend war bei der Wahl der Kommission. Die früher hier befrühere Jahre mehrfach festgestellt worden. der Provinz, der über den Käufer Auskunft geben könnte. Die stehende Sanitäts- Kommission, von deren Thätigkeit man Eine besondere Beachtung verdient der Beitrag( wenn man so Leichenöffnung des Ermordeten findet am Donnerstag statt. so gut wie nichts verspürte, ist jetzt aufgelöst. An deren Stelle tritt sagen darf), den das Waisenhaus der Stadt Berlin zu den Sterbefällen der Haltekinder geliefert hat. Von den 1899( beziv. sich gestern abend gegen 7 Uhr am Brandenburger Thor. Ein Zusammenstoß im Betriebe der Straßenbahn ereignete nach einer neuerlichen Berordnung der Regierung die aus 9 MitEingliedern bestehende Gesundheits- Kommission. Auf Vorschlag unsrer gliedern bestehende Gesundheits- Kommission. 1898) gestorbenen Haltekindern kamen 355( 177) auf das Waisen elektrischer Motorwagen der Linie Charlottenburg- Alexanderplat, Genossen in der Vertretung wurde der weiteren Kreiſen bekannte haus, 50( 35) eheliche und 305( 142) uneheliche. Im 1. Lebens- Nr. 304 fuhr mit solcher Gewalt auf einen mit einem Pferde be Genosse Peutert in die Kommission gewählt. jahre standen 344( 168) dieser Kinder, 44( 29) eheliche, 300( 139) uneheliche.( Für 1899 wird mitgeteilt, daß sich von den für das Waisen- spannten Sommerwagen der Linie Savigny- Play- Wedding Nr. 1003 nebensächlich wurde der schon erwähnte Antrag unsrer Gehaus zu buchenden Sterbefällen 13 in der Charité ereigneten, davon auf, daß die linke Vorderseite des Verdecks und die Vorder- Glas- nossen, betreffend Stellungnahme gegen die geplante Erhöhung „ Mit Politik haben tamen auf die ehelichen Kinder 2, auf die unehelichen 11, auf das schußwand vollständig demoliert wurden, wobei nach dem„ B. T." wir uns überhaupt nicht zu befassen," lautete die ohne Zweifel erste Lebensjahr 10, die sämtlich uneheliche Stinder betrafen( Für wei Personen schwer verletzt wurden. irgendwo gehörte Weisheit der bürgerlichen Mehrheit. Einzelne 1898 fehlen entsprechende Angaben.) Im Jahre 1899 war das Bannnfall. Vom ziveiten Stod eines Neubaues in der bürgerliche Vertreter unterstützten hier das Vorgehen unsrer Genossen, Waisenhaus an den Sterbefällen von Haltekindern Kochhannstraße stürzte gestern vormittag der in der Ramlerstraße die Annahme eines gestellten Antrags auf Uebergang zur Tagesmit einer doppelt so großen Zahl beteiligt wie im wohnhafte Bauarbeiter Joseph Schönknecht ab. Er trug schivere ordnung zu vereiteln. Schließlich mußte die Thatsache, daß der Jahre vorher. Bei den Kindern des ersten Lebensjahres war Verlegungen am Kopf und an der linfen Schulter infolge des Reichstag jezt in die Ferien gegangen ist, als Grund zur vora " " " " " „ Die und Recht Marktpreise von Berlin am 20. Mai 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Felgen, gut D.- Ctr.| 17,60) 17,56 ) Gerfte, gut mittel 14,90 13,90 Kartoffeln, neue, D- Str. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch " 7, 1,30 1,60 1,80 1,60 1, 2,60 2, äufigen Ablehnung des Antrags herhalten. Unfre Genoffen| Feuer reichliche Nahrung. Die gesamte Feuerwehr war mit der|-. 34. G. 34. 3 die Stellung wegen Krankheit aufgehoben, also bas gaben die Erklärung ab, daß dieser Antrag in allernächster Beit die Dampffprize an der Brandstelle erschienen. Der furchtbaren Size Vertragsverhältnis wegen der Krankheit vor dem 1. Jult beendet, so ist nur Vertretung wieder beschäftigen werde. wegen benusten die Feuerwehrmannschaften Asbestschutzschirme, hinter für 6 Wochen, sonst bis zum 1. Jult zu zahlen. Oswald Kl. 1. und 2. Der Giftmörder vom Teufelssee wurde seit Monaten im welchen fie fich, langsam auf den Knien rutschend, an das Feuer trage und auf Schadensersatz flagen. 3. Sie und Ihr Mitkontrahent sind, Ste fönnen wegen betrügerischer Vorspiegelungen auf Rücktritt vom VerUntersuchungsgefängnis zu Moabit auf seinen Geisteszustand beheranmachten. Unterdessen wurden auch die benachbarten Gebäude gleichviel ob der Vertrag verloren gegangen ist, wegen Stempelhinterziehung obachtet. Das endgültige medizinische Gutachten lautet nunmehr vom Feuer ergriffen, so daß die Einwohner flüchten mußten. Be mit einer Geldstrafe strafbar. 2. B. 13. Es müßte bei dem Amts: dahin, daß Jänicke schon bei Begehung der Mordthat geistesgestört tagte Leute wurden mittels Rettungsfack ins Freie befördert. Erst gericht des Wohnorts des Beklagten dargelegt werden, bei wem der Begewesen ist. Das Verfahren gegen ihn mußte deshalb, nachdem das gegen Morgen gelang es, das Feuer zu löschen. Der Schaden ist treffende gegen wieviel Gehalt arbeitet und unter Ueberreichung des eils Reichsgericht das Todesurteil aufgehoben hat, eingestellt werden. sehr bedeutend. Pfändung der Hälfte oder des Viertels des Gehalts wegen der rückständigen Jäniche wird nun dauernd in eine Frrenanstalt gebracht werden. Steuerinquifitoren. Unser Er Finanzminister Miquel Rein. und laufenden Alimente beantragt werden. M. W. O. 21. In der Regel: hätte mit seiner gigantischen Vorliebe für alle zur Bereicherung des Meranderplak. Beide Meinungen sind richtig. Die weitere BeStaatsfäckels dienenden Mittel außerordentlich für die nordamerika beutung ist der eigentliche Sinn des Ausdrucks, in der engeren Bedeutung nischen Staaten Ohio und Jowa gepaßt. Die in diefen Staaten eine ieboch ohne Beschränkung auf bestimmte Industrien oder bestimmte Betriebs5- geführten Steuerinquifitoren wären sicherlich ganz nach größen wird er in der deutschen Statistik und in der Gesetzgebung 1,60 120 feinem Geschmad. Jowa hat durch ein Gesez von 1900, wie die gebraucht. 1- Beitschrift für Socialwissenschaft" fchreibt, die Einrichtung von betreffenden Bezirks zu richten. Führungszeugnis wird gefordert. 3. 108. Das felbstgeschriebene Gefuch ist an die Oberpostdirektion des 1,20 Steuerinquisitoren zivecs Kontrollierung von dem der Steuer H. D., Moabit. Sie fragen wohl am besten bei dem Blatt selbst vorenthaltenen Vermögen verfügt. Die Steuer- Kontrollbehörden der an, warum es diese offenbar als Inferat bezahlte Beilage gebracht hat. Counties werden durch jenes Gefeß ermächtigt, mit irgend jemand zu dem 3,60 220 8ved abzuschließen", daß er ihnen bei der Entdeckung von der 2,20 1,20 Steuer vorenthaltenen Vermögen behilflich sei. Der Inquisitor, 2,80 1,20 der offizielle Name für diese Beamten, erlegt eine Staution im Werte Am 20. Mai, morgens 5 Uhr, ent2,60 1,20 von 3000 Dollars und darf nicht über 15 Proz. der Steuern, die schlief nach langem schweren Leiden 2,40 1,20 durch feine Vermittelung eingehen, als Entgelt für seine Leistung mein Itever Sohn und unser guter 1,60 0,80 erhalten. Dieselbe Einrichtung existiert schon seit 1880 im Staate Bruber, der Schriftfeyer Ohio, wo vom Steuerinquisitor" eine Staution von bloß Karl Kleszewski pet Schon 18-3-1000 Dollar gefordert und das Maximum seines Entgelts mit 20 Proz. der durch ihn vermittelten Steuereingänge vermittelt wird. Der Ring des Polykrates in moderner Auflage. In der „ Tägl. Rundschau" lesen wir:„ Ein Fischer fing dieser Tage in der Elbe bei Hamburg unter anderen Fischen einen großen Braffen, den er für sich behielt und nicht verkaufte. Als seine Frau das Tier ausnahm, entdeckte ste zufällig, daß der Magen einen harten, runden zwar fein Ring, wie zu Polykrates Zeiten, wohl aber ein blikblanker Gegenstand enthielt. Der Magen wurde geöffnet und heraus tam Hamburger Schilling vom Jahre 1866. Unzweifelhaft wird der Fisch den glänzenden Gegenstand irgendwo auf dem Grunde des Wassers gesehen und, durch den Glanz angelockt, verschluckt haben. Die Magenfäure hat dann das Geldstid gründlich gereinigt und blant gemacht." mittel " " 17,52 17,48 gering " 17,44 17,40 Roggen, gut 14,60 " Schweinefleiſch mittel " " Kalbfleisch gering " Hammelselsch 16,-15, Butter " Eier 60 Stilt gering " 13,80 12,90 16,20 15,60 " Karpfen Aale 1 kg " mittel 15,50 14,90 gering 14,80 14,20 Nichifroh Heu Grösen $ 720 Speifebohnen Linsen 40, 25, 45, 20, 70, 25, Zander Hechte Barsche Schleie Bleie Krebse * afer, gut 2,80 1,20 1,20 0,60 tab Bahn frei Mühle. *) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 21. Mat. Der hiesige Getretbemartt be wahrte Festigkeit, da wiederum einige nennenswerte Ordres aus der Proving vorlagen. Außerdem ſtimulierte nach wie vor die Trockenheit, auf deren Fortdauer der höhere Barometerstand schließen läßt. an. Roggen notierte nur eine Kleinigkeit höher als gestern, da bedeutende Weizen zog M. russische Offerten am Markte waren und nennenswerte Preissteigerungen verhinderten. Mehl war gut behauptet, ebenso Safer, während Mais weiter anziehen konnte. Rüböl notierte wie gestern, Serbstsichten 20 Pf. niedriger. Spiritus zog 10 Pf. an, 70er loco 44,20 m. Vermischtes. " Man mag darüber lächeln, daß der Hamburger Schilling, eine Münze, welche früher 71/2 Pf. galt, mit dem wohl nicht aus Tomback Ueber die Entschädigung der Berlegten beim Eisenbahn hergestellten Sting des Polytrates verglichen wird. Aber der Wert unglück, das sich zu Heidelberg am 7. Oft. v. J. ereignete, hat die groß- gerade diefes Geldstücks fann kaum hoch genug angeschlagen werden, herzoglich badische Eisenbahnverwaltung in den letzten Wochen verschiedene weil es das einzige seiner Art ist. Die legten Hamburger Schillinge Vergleiche getroffen. Frl. Stölling aus Münster t. W., die damals tragen nämlich bie Jahreszahl 1855. Wenn nun der Senat der beide Beine verlor und in den lezten Tagen aus dem akademischen damals getroffenen Münzkonvention zum Trotz im Jahre des UmKrankenhause zu Heidelberg entlassen wurde, erhält eine jährliche sturzes 1866 aus offenbarer Geldnot sich einen Schilling prägt, es Rente bon 6000 Mart oder ein entsprechendes Stapital. dann aus politischen Gründen mit der Angst kriegt und den Schilling Ferner erhielt ein Großhändler in Mannheim, der selbst geheimnisvoll in die Elbe verfentt, so muß der Sammelwert eines mit feiner ganzen Familie schwer verletzt wurde, und solchen Geldstücks selbst einem Braffen einleuchten. Banderbilt deffen eine 20 Jahre alte Tochter noch leidend ist, während die um würde sicher eine Million dafür zahlen. ein Jahr jüngere nur auf Strüden sich bewegen fann und dauernd ftech bleibt, eine Abfindingssumme von 225 000 M. Bu einem nicht Wetter Prognose für Mittwoch, den 22. Mat 1901. so befriedigenden oder zu gar keinem Ergebnis sind bisher die Ver Meist heiter und troden bei ziemlich frischen nordöstlichen Winden, handlungen zwischen der Eisenbahnverwaltung und verschiedenen fehr fühler Nacht, aber steigender Tagestemperatur. Heidelberger Berlegten gelangt. Nicht als ob die Forderungen der Berliner Wetterbureau. letzteren ungebührlich hoch wären, sie halten sich im Gegenteil meist in sehr mäßigen Grenzen; der endliche Abschluß scheint also, wie der„ Tägl. Rundschau" geschrieben wird, bei der Eisenbahnverwaltung zu liegen. Großfeuer in Köln. In der Nacht zu gestern brach auf einem ber Stadt Köln gehörigen Terrain, auf welchem sich mächtige HolzTager sowie eine Lackiererei, Ställe und Schuppen befanden, Großfeuer aus. Die Gebäude fowie das anfaeftabelte Holz boten dem Briefkasten der Redaktion. 7. K. 50. In der Regel ist eine zweite Heirat ausgefchloffen; jedoch fann Dispens erteilt werden. Sie thun gut, sich auf der hiesigen serbischen Gesandschaft zu erkundigen, da diese die bortigen Rechtsverhältniffe, Wilhelm Instanzen, Behörden und Gebräuche beffer kennen wird. Stellmacher. Melden Sie Ihre Ansprüche auf Grund des Kriegsinvaliden- Gefeßes bei dem Polizeipräsidium an und sprechen Sie dann eventuell mit dem Bescheid und hren Aften in einer der Sprechstunden vor. b [ 1451b im 32. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Mutter und Geschwister. Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des alten LuifenKirchhofs( Bergmannſtraße) aus ſtatt. Am Montag, den 20. Mai, verstarb nach langem Leiden unser Kollege, der [ 1457b Schriftsetzer Herr Karl Kleszewski im Alter von 32 Jahren. Ehren halten Sein Andenten werden stets in Die Kollegen d.„ Berl. Zgbl." Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. Mai, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des alten Luisen- Kirchhofs ( Bergmannstraße) aus statt. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und vielen Blumenspenben bei der Beerdigung meines lieben mir unvergeßlichen Mannes, unfres guten Vaters, sage ich allen Freunden und Be fannten, insbesondere seinen lieben Kollegen und Kolleginnen der Schriftgießeret Berthold, Idem Verein der in Schrift: gießereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend, dem Lotterieverein Waterloo", dem Zitherverein " Einigkeit" meinen tiefgefühlten Dant 14526 Anna Förster geb. Gründel, Sohn und Tochter. Allen Freunden und Bekannten teile ich hierdurch mit, daß ich Wollinerstr. 44 ein Weiß- u. Bayrisch Bier- Lotal, Vereinszintmer mit Pianino zu 40 Personen, eröffnet habe. Ferdinand Reimann, 1595L* Schankwirt. Massage- Institut V Don H. and Fr. Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe, und in der Filiale Turmstrasse 47. Für sämtliche Orts- und HilfsKrankenkassen. 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