Nr. 119. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Numiner mir illuftrierter Sonntaga Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. 1 Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Jahr Bergarbeiterbewegung. Freitag, den 24. Mai 1901. noch über die Zunahme des Arbeiterlohnes" zu flagen! Dem Arbeiter ist sicher nichts geschenkt worden, für jeden Pfennig mußte er unter Lebensgefahr schwer schaffen, indessen der Aktionär und Kugenbefizer ohne einen Tropfen Schweiß zu vergießen seinen Bins verdoppelte bis verzehnfachte. Expedition: SW. 19, Bent- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Webericht. Berlin, den 23. Mai. Die Bergarbeiter- Organisation gehört wohl mit zu denjenigen, die fortgesetzt unter den größten Schwierigkeiten um ihre Existenz Warnungen. fämpfen mußten. Bald bekam sie den übermächtigen Einfluß des Und erst recht ist die Gewinnverteilung in der Montanindustrie Nur für die Socialdemokratie, die sich nicht trügerischen HoffUnternehmertums zu fühlen, dann wieder drohte unausgefeßt der empörend, wenn man weiß, daß feit Mitte 1900 schon auf zahl- mungen anvertraut und die Notwendigkeit unverminderten zähen Streit mit den christlichen Organisationen den Fortschritt in der so reichen Werken Lohnabzüge bei ständig steigenden Betriebsüberschüssen Kampfes gegen die politische und wirtschaftliche Reaktion in Preußen schwer zugänglichen Arbeiterschicht dieses Berufes niederzudrücken. erfolgten. Die Lohnzunahmen sind aufgewogen worden durch die und im Reich keinen Augenblick vergißt, ist die Situation flar und Erfreulicherweise ist nunmehr eine Wendung zum Bessern eingetreten; Steigerungen der Lebensmittel, der Mieten und Steuern. Noch nach dem jetzt in der„ Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" veröffentlichten stehen diese auf dem alten Stand, aber schon sind die Arbeiter der Weg gewiesen. Alle andern Parteien irren in Unsicherheiten und Jahresbericht hat die Organisation gute Fortschritte gemacht. Der Bericht löhne umfassend und erheblich reduziert worden! Dies beweist tatlosigkeiten, in bangen Befürchtungen dessen, was der nächste bietet eine Fülle interessanter Betrachtungen, denn der Berichterstatter sogar die amtliche Lohnstatistit für das Ruhrbecken, welche schon für Tag bringen wird. Die Konservativen und Agrarier hat fich nicht mit einer kurzen Darstellung der Verbandsthätigkeit das 4. Quartal 1900 einen Rückgang des Schichtlohns ergiebt! In können sich nicht aus den Beängstigungen lösen, die sie seit begnügt, sondern auch eingehend die wirtschaftlichen Verhältnisse einer zwischen ist die Lohndrückerei im laufenden Jahre stramm fortgesezt dem plöglichen Landtagsschluß bedrücken. Die„ Deutsche trefflichen Besprechung unterzogen. Bei der Bedeutung, die der worden aber die Kohlen und Coatspreise sinken nicht, daher Tageszeitung" fährt auch heute fort, durch die Vorteile, Berg- und Hüttenbetrieb im modernen Produktionsgetriebe einnimmt, nehmen auch die Werksüberschüsse weiter enorm zu. hat seine Würdigung vom Standpunkt der Gewerkschaft ein erhöhtes welche der Socialdemokratie werden würden, die Regierung vor dem Steigende Werksüberschüsse bei erheblich reduzierten Arbeiter Stampf gegen die Junkerdiktatur zurückzuschrecken. Die Liberalen Interesse. Der Bericht wendet sich zunächst einer Betrachtung des löhnen das ist zur Zeit die Signatur in der deutschen Montanwirtschaftlichen Aufschwungs der Periode von 1895 bis 1900 zu und industrie. Wie ein solcher Zustand jeden Volksfreund zur Empörung aber, die gern neuen Hoffnungen zueilen, werden ihres Hoffens zwingt, ist leicht einzusehen. Aber es wäre nicht zu dieser aller doch nicht recht froh. Auch ihnen fehlt die Klarheit, ob die NeGerechtigkeit hohnsprechenden Situation gekommen, wenn die gierung sich wirklich zu einer ernsten Fehde gegen die agrarischen Arbeiter unsre mahnende Stimme hörten, als es geit war, die Ver- Ansprüche entschließen könne. heger und Bersplitterer zum Teufel zu jagen und in starker, ein- Imam b. Korresp.", der oft gut unterrichtet ist, fommen mütiger Organisation von dem überreichlichen Ertrag der Arbeits- heute die liberalen Besorgnisse stark zum Ausdruck. Anknüpfend an traft das gerechte Teil zu erstreiten." warnend aus: enthält darüber folgendes: In dem Zeitraum 1895/1900 hat die deutsche Montanindustrie einen nie gesehenen Aufschwung genommen. Es betrug die deutsche Produktion an( in runden Zahlen): Steinkohlen Braunkohlen Nainit Andre Kalisalze 0,84 Eisenerze Binterze Kupfererze 1895 1900 79,16 Mill. Tonnen 24,78 109,22 Mill. Tonnen 40,27 " " 0,68 17 1,17 " " " " 8,43 1,87 18,96 " " 0,70 " 0,63 " 0,63 0,74 8,49 " " " " " " Roheisen 5,46 Daß wir eine außerordentlich günstige Geschäftszeit hinter uns haben, kommt auch zum Ausdruck in den Ziffern der beschäftigten Wir benugen hier die Angaben der KnappschaftsBerufsgenossenschaft, da sie am vollständigsten die Zahl der Berufsgenoffen umfaßt. Danach waren in den einzelnen Bezirken Personen versichert: Arbeiter. 1895 83.584 1900 104 142 225 101 18 566 75498 Bonn Bochum 156 415 Klausthal 18 877 Halle 58 951 Waldenburg 20 309 25 179 Tarnowig 61 202 77 678 gwidau 28 826 29 346 9 550 München 7 666 Busammen 430 820 565 060 Die Zunahme beträgt also über 134 000 oder etwa 33 Proz.! In der Eisenindustrie hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 238 000( runde giffer) in 1895 auf etwa 370 000 für 1900 gehoben. Einen solchen Aufschwung hat unsre Industrie noch nie zuvor erlebt. Sehen wir nun auch zu, wie die überreichen Erträge der fetten Jahre unter Arbeiter und Kapitalisten geteilt wurden. Nach den amtlichen Nachrichten betrug der durchschnittliche Lohn der Bergleute in Oberschlesien( Steinkohlen) Niederschlesien " 1895 675 Mark 1900 877 Mart 910" 697 Ruhrgebiet 968 1332 " " Saarbecken 929 1044 " " " Wurmbecken 868 1194 " " Haller( Braunkohlen) 749 931 " " ( Salzbergleute) 988 1142 " " Mansfeld( Erzbergbau) 785 1013 " " Oberharz 603 665 " # " Siegen- Nassau 620 996 " 19 " Sonst. rechtsrh. 648 870 " " " Linksrheinischer 616 728 " " W 1 Der Bericht beschäftigt sich dann mit der Arbeiterschutz- Gesetz- bie Bollkonferenz der Minister führt das gebung im Bergbau, wohl eine der wichtigsten Ausgaben der Bergund Hüttenarbeiter. Das gesundheitsschädliche und gefahrvolle des Berufs bedingte eine besondere Arbeiterfürsorge, die dem Staat die Pflicht auferlegt, soweit es im menschlichen Ermessen liegt, Bortehrungen zu treffen, die die Sicherheit des Betriebs garantieren. Die Gesetzgebung hat sich dieser Aufgabe nur unvollkommen zugewandt, deshalb hat auch die Organisation der Bergarbeiter unausgesetzt die sehr erheblichen Mißstände, die durch den Aufschwung der Produktion nur noch vermehrt wurden, bekämpft und die Reformvorschläge propagiert. Es find schließlich auch hier einige Erfolge zu ver zeichnen, die noch eine größere Bedeutung beanspruchen könnten, wenn die erlassenen Vorschriften zum Nutzen der Aebeiter streng gehandhabt werden. Das ist leider nicht der Fall, denn es wird hierüber folgendes berichtet: " Am 17. Februar reichten wir die Forderungen der Ruhr- Bergleute an die Zechen ein und anfangs März machte das Dortmunder Oberbergamt eine Polizeiverordnung bekannt, die alle jene sanitären Grubenreformen vorschrieb, die wir gefordert haben: Aborte, Waschanlagen( Brausen), Verbandsstuben und Transportwagen für Verlezte und Tote. Das war ein großer Erfolg unsrer Mühen, der uns freilich hinwegdisputiert werden sollte, indem die Werkspresie behauptete, unsre Forderungen rennten„ offene Thüren" ein, alles das ſei schon da. Darauf stellten wir durch Umfrage fest, daß auf 123 Ruhrgruben die behaupteten sanitären Einrich tungen entweder gar nicht oder nur mangelhaft bie Nichtbefolgung der Bergpolizei- Borschriften vom 15. März 1900 vorhanden, und noch am Schlusse des Berichtsjahres wußten wir zu fonstatieren. Das ist ein Beweis dafür, daß trotz der„ EinEin andres Beispiel für die totale Unzulänglichkeit unsrer Gruben fahrer" die Polizeiverordnungen wesentlich nur das Papier schmücken. fontrolle ist dieses: Infolge einer Anzeige fand auf„ Oberhausen" eine unvermutete Lampenrevision statt, wobei 700 Lampen als unbrauchbar befunden wurden." Nach dem Vorliegenden begreift man, weshalb sich die Grubeninteressenten gegen Hinzuziehung der Arbeitervertreter zur Grubenfontrolle sträuben und alles in Bewegung setzen, um diese lästige Aufsicht abzuwenden. Zum Schluß wenden wir einen Blick auf die finanzielle Gestaltung der Organisation; auch hier kommt ein Aufschwung deutlich zum Ausdruck. Im Jahre 1894/95 hatte der Verband eine Einnahme von 11 796 M. im letzten Bericht für 1900 beträgt fie 215 186 M. Der Bericht besagt darüber: Blatt Wir glauben nicht, daß die nach Berlin geladenen bundes= staatlichen Excellenzen die Widerstandsfähig= teit der Reichsregierung gegenüber dem agrarischen Ansturm stärten werden, sondern nach allem, was in wirtschaftspolitischer Beziehung aus Dresden, München, Stuttgart und Karlsruhe verlautei hat, sind die dortigen Regierungen zu einem bedenklich hohen Grade von den Präjudizien befangen, die eine sorgfältig und planvoll geleitete, von einzelnen Reichs= ämtern bewußt oder unbewußt genährte handelsvertragsfeindliche Bewegung hinsichtlich der bevorstehenden Entscheidung zu schaffen gewußt hat.... es nur Nun hat man wohl gesagt, die Sache der Handelsverträge werde von der Reichsregierung selbst bezw. von den Grafen Bülow energisch genug vertreten und sei deshalb auch überflüssig gelvesen, zu der fragWir lichen Konferenz die Hanse städte hinzuzuziehen. würden unts eine solche Vertretung unsrer Sache durch den leitenden Staatsmann selbst sehr gerne gefallen lassen, wenn wir nicht einige Darüber einige Zweifel hätten, ob der preußische Ministerpräsident der ganz geeignete Mann zur Uebernahme einer solchen Funktion wäre. Gewiß ist Graf Bülow ein weitblickender Staatsmann.... Aber der Staatsmann muß mit den realen Faktoren rechnen, die ihm zur Durchführung seiner Pläne an die Hand gegeben sind, und damit steht es ja muu eigentümlich und unerfreulich genug. Ueber die Reichstags- Mehrheit ist. ohnedies kein Wort zu verlieren, aber auch in den Reichsämtern und im preußischen Staatsministerium findet Graf Bülow weit mehr persönlichkeiten und Momente, die ihn nach rechts ziehen als nach links. Gewiß bedeutet die letzte Umbildung der preußischen Regierung ein gewiffes Abrücken von der äußersten Rechten und eine unmißverständliche ernste Warnung an fie...( Aber wer weiß, wie lange das dauert?) Die Handelsvertragsfeinde sind auch in der preußischen Regierung noch immer start genug, und früher oder später werden die preußischen Agrarier wohl wieder Oberwaffer haben. Man tannja ohne sie nicht regieren!" Die Zucker- Judustriellen gegen den Arbeiterinnenschuh. ben Der„ Hamb. Korr." erklärt es dann als Verlegung berechtigter Ansprüche und als eine Bedrohung unendlich wichtiger Interessen", daß zu der erwähnten Ministerkonferenz die Hansestädte " Ziehen wir die Einnahmen in Betracht, dann entfällt auf den Monat nicht eingeladen worden sind. Die Gefahr sei nicht des Berichtsjahrs 18 166 M. Einnahme, gegen 9012 in der vorigen vorüber, noch stehe die ganze Zukunft des Reichs auf dem Spiel. Geschäftsperiode. Das wäre eine Verbesserung der Verbandseinnahmen Diese Lohnsteigerungen sehen recht anständig aus, aber es darf um mehr als 100 Broz. innerhalb eines Jahrs. Demzufolge stieg denn beachtenswert. Vielleicht sieht auch das Hamburgische Organ die Diese Schilderung der Situation ist für den Liberalismus recht nicht vergessen werden, daß es sich hier um Jahressummen handelt, auch, trotz bedeutend höherer Ausgaben für Streiks, Agitation, Rechtsschutz, Lage noch zu rosig an. Die Reichsregierung wird von den Brot worin auch sämtliche Ueberschichten zum Vorschein kommen. Nun Sterbegeld, Verwaltung 2c. das Verbandsvermögen( ohne Immobilienwurden 1895 aber noch teilweise Feierschichten verfahren, während wert) von 22 546,32( 1899) auf 63 921,80 m. beim Abschluß des Berichts- wucherparteien nur so weit abrücken, als der Druck der öffentlichen 1900 eine Doppelschicht die andre jagte, 40 und 45 Schichten im jahrs. Während unser Sparkassen- Guthaben anfangs 1900 fich auf Meinung fie unwiderstehlich zwingt. Monat nicht zu den Seltenheiten gehörten. 3. B. verfuhr der Ruhr- 15 000 m. belief, stellte es sich anfangs 1901 auf 62 000 M. Dieses bergmann durchschnittlich 1895: 305, 1900: 818 Schichten. Da 1900 Finanzgebahren spricht am besten für die gesunde Lage unsrer Organi der Durchschnittstagelohn jämtlicher Ruhrbergleute( amtlich) 4,18 m. fation. Wir haben im verflossenen Jahre erhebliche Renanlagen in betrug, so hätten sie im Berichtsjahr allein durch Ueberschichten 62,70 der Druckerei gemacht; ferner haben wir auch die bis 1898 zurüd Nicht genug damit, daß der Zucker durch den Ring der Mart mehr gegen 1895 verdient. Diese Summe kann schon nicht als datierenden Schulden des Verbands an die Generalfommission in Fabrikanten in geradezu wucherischer Weise verteuert wird, sind die Lohnsteigerung" angerechnet werden. Geht man recht nachgiebig zu Hamburg beglichen, so daß wir nun dort allen Verpflichtungen nach Bucker- Industriellen auch von jeher bemüht, die Arbeiter durch überWerke, so hat sich im besten preußischen Revier( an der Ruhr) der gekommen sind; sodann hatten wir zum erstenmal die Sterbegelder in der lange Arbeitszeit und miserable Bezahlung auszubeuten. Zu diesem Jahreslohn der Arbeiter um 37 Proz, seit 1895 erhöht; in den andern Höhe von 5460 M. auszuzahlen; schließlich waren wir genötigt, nahezu Zweck ziehen sie während der Campagne Armeen von SachsenRevieren ist die Steigerung weit geringer. 5000 m. für die eignen Streits aus Verbandsmitteln auszugeben, gängern als Lohndrücker herau und neben den über 11,000 m., die freiwillig für die Ausstände der öst Arbeiterinnen, ohne Rücksicht, ob die von diesen geforderte beschäftigen namentlich reichischen und deutschen Stameraden gesteuert find. Wenn wir trot Thätigkeit sie gesundheitlich ruiniert oder nicht. Unter dieser enormen Neuausgaben, denen fich naturgemäß höhere Do tierungen der älteren Ausgabeposten( besonders für Bapier infolge 75 000 Sachfengängern, die alljährlich aus Polen, Westpreußen, der Papierpreis Steigerungen) anreihen, der Mitgliedschaft einen Schlesien, Pommern, Rußland und Galizien in die Zuckerfabriken bedeutend höheren Kassenbestand wie im Vorjahre nachweisen, so ist wandern, befanden sich oft an zwei Drittel Arbeiterinnen! dies schon allein in Anbetracht der drohenden, teilweise schon ein- Als 1891 im Entwurf zur Gewerbe Ordnung für die Arbeitegetretenen Geschäftsflaue in der Montanindustrie freudig zu be- rinnen der elfstündige Arbeitstag und das Verbot der Nachtarbeit In Sachsen wäre demnach das Jahreseinkommen des Knappen grüßen. Die Krise wird uns vor schwere Aufgaben stellen, es bedarf vorgeschlagen wurde, waren es besonders die Zuckerfabrikanten, die um 20 Proz., in Bayern um 12 Proz. gestiegen! Und diese mini- der Auspornung aller geistigen und materiellen Kräfte, um die er- darüber in helle Entrüftung gerieten. Unablässig bombardierten sie malen Lohnaufbesserungen sind noch erzielt mit Hilfe von Ueber- oberten Positionen zu behaupten." schichten und Mehrleistungen." Wir dürfen wohl hoffen, daß nunmehr der Verband dauernd den Bundesrat mit Petitionen und erreichten es auch, daß das Ver Es wird nun weiter untersucht, in welchem Verhältnis die eine feste Grundlage gefunden hat. Dazu werden nicht wenig die bot der Nachtarbeit für die Zuckerfabriken erst vom 1. April 1898 Dividenden zu den erhöhten Arbeitslöhnen stehen. Wir wollen die Bemühungen beitragen, an größeren Orten unabhängige, vom Ver- in Kraft trat, während es für andre Industrieen bereits vom sehr umfangreiche Liste der Gesellschaften und ihrer Dividenden in band besoldete Leute mit der Führung der Geschäfte zu betrauen, 1. April 1892, also 6 Jahre früher, Geltung erlangt hatte. Und den letzten fünf Jahren nicht zum Abdruck bringen, es genügt als in den hier eingerichteten Bureaus den bedrängten und gemiß noch 1898 forderte der Verein der Deutschen Zuckerindustrie" vom Schlußergebnis folgendes: handelten Arbeitern eine Zufluchtsstätte zur Verfolgung ihrer Rechts- Bundesrat, daß die Erlaubnis der Nachtarbeit, vorläufig no ch „ Die Arbeiterlöhne sind im allergünstigsten Fall um 37 Proz. ansprüche zu schaffen und mit dem Ausban des Unterstüßungs- auf mindestens fünf Jahre verlängert werde". Das gestiegen, dagegen nahm das arbeitslose Einkommen der Werkspapier wejens das Interesse an der Organisation wachzuhalten. Gelingt war aber dem Bundesrat doch zu arg und die dreiste Zumutung befizer in derselben Zeit um 50, 100, 200, 300-1000 Proz.( z. B. es ferner, in den Gebieten wieder Fuß zu fassen, wo heute die Or- war aber dem Bundesrat doch zu arg und die dreiste Zumutung wurde abschlägig beschieden. Schalter G.-V.) zu! Zugleich sind Riesensummen für Neubauten, Neu- ganiſation unter der Verfolgung erdrückt wird, dann werden die Erwerbungen, Abschreibungen, Reservefonds, Tantiemen und Geschenke Bergarbeiter bald mit größerem Erfolg gegen ihre mächtigen Wider- Jetzt rüsten sich die Zuckerindustriellen abermals, um eine von dem Ueberschuß genommen, bevor die Auszahlung der Dividende facher den Kampf führen können und ihrem mühevollen Beruf nicht seitens des Bundesrats geplante Verbesserung des Schutzes erfolgte. Jene ungeheuren Summen find aber ebenfalls als Gewinn unter dem schweren Druck eines Gefühls der Kraftlosigkeit nachgehen der Arbeiterinnen zu Fall zu bringen oder wenigstens hinauszu betrachten. Und unter solchen Umständen wagt die Werkspresse| müssen. zuschieben. Wie in der Generalversammlung des Vera Aus Bayern und Sachsen und den andren Bundesstaaten stehen uns leider keine abgeschlossenen Lohnstatistiken zu Gebote. Wir sind hier auf die Angaben der Berufsgenossenschaft angewiesen, mit denen indes auch die Werksblätter operieren. Danach hat die anrechnungsfähige Lohnfumme pro Arbeiter betragen: 1895 Zwickau( St. Sachsen). 904,43 M. München( K. Bayern). 854,93 " 1900 1086,43 m. 956,95 " 9 M " 1 • Die Delegation eins der deutschen 3uder- Industrie am 21. d. M. Majorität tönne er nicht billigen. Der Seniorenkonvent| kolonnen erst nach großem Getöse erteilen. mitgeteilt wurde, will der Bundesrat eine Verordnung erlassen, des Reichstags sei zwar teine verfassungsmäßige Einrichtung, aber ist ein auf ein Jahr gewählter Ausschuß des Parlaments; daß vom 1. April 1902 ab Arbeiterinnen und jugendliche eine aus Zweckmäßigkeitsgründen hervorgegangene traditionelle sie besteht aus sechzig Delegierten, von denen vierzig vom Arbeiter nicht mehr zur Bedienung der Rüben- Institution, deren Autorität immer respektiert worden sei, weil sie Abgeordnetenhause, zwanzig vom Herrenhause gewählt werden. aus den Führern aller Fraktionen bestehe und geschaffen sei, um in schwemmen, der Rübenwäschen und der Fahr schwerwiegenden Fragen einen Ausgleich zu finden. Der Senioren- Während aber im öftreichischen Herrenhause, und in Ungarn stühle, sowie zum Transport der Rübenschnigel tonvent habe einen Ausgleichsbeschluß gefaßt, über den sich die auch im Abgeordnetenhause, die Delegierten aus dem Plenum in schwer fortzubewegenden Wagen beschäftigt Agrarpartei glaubte hinwegfeien zu fönnen. gewählt werden, wird die Wahl in östreichischen Abgeordnetenwerden sollen. Bei den Nationalliberalen giebt es feine einzige politische hause länderweise vollzogen. Jedes der siebzehn KronEs sind dies Arbeiten, die dem weiblichen Organismus besonders Situation, in der nicht eine Gruppe mit der andern in stärksten länder hat eine bestimmte Zahl von Delegierten zugewiesen -von einem bis zu zehn-, die Abgeordneten des begesundheitsschädlich sind, weil sie eine frankmachende Körperhaltung, Gegenſaz gerät. treffenden Kronlandes sind demnach für die Delegiertenwahl Aufenthalt in nassen Räumen und leberanstrengung erfordern. Die Hofbanken. der Wahlkörper. Die Delegierten sind dadurch von dem, Der Generalversammlung wurde vom Vorstand des Vereins Am 8. Juni findet die Generalversammlung der Pommerschen was man sonst Wähler nennt, völlig losgelöst, sie sind mitgeteilt, er werde bei der Regierung vorstellig werden, daß der bisherige Zustand erhalten Sypothekenbank statt. Bis dahin ist niemand in der Lage, en weder von wirklichen Wählern gewählt, noch von Parteien entsendet, nicht einmal vom Hause selbst bestimmt. Durch die bleibe! Die unersättliche Habgier der Zuderindustriellen will also ficheres Urteil über den llmfang der Mißwirtschaft, die auch bei weder von wirklichen Wählern gewählt, noch von Parteien dieser Bank ohne Zweifel getrieben ist, zu gewinnen. nach wie vor die Arbeiterinnen rücksichtslos ausbeuten! Dabei In der Generalversammlung in Strelig ist wenig Neues an Wahl drücken die Wähler" eben die bunt zusammenfümmern sich manche Fabriken noch jetzt nicht um das seit 1898 beden Tag gekommen, das für die Pfandbriefbefizer Be- gewürfelten Abgeordneten des Landes keine politische Anstehende Verbot der Nachtarbeit der Arbeiterinnen. Da die gericht deutung hätte, für die Aktionäre allerdings mehr. Aber sicht aus, geben den Delegierten kein potitisches Mandat, lichen Strafen lächerlich niedrig ausfallen, ist dies freilich kein am Donnerstag ist infolge des Alarms wieder ein großes schreiben ihnen keine bestimmte Marschpointe vor. Aber von Wunder. So wurde nach dem Bericht des Gewerbe- Aufsichts- Angebot von Pfandbriefen der Strelißischen Bant erfolgt, so groß, diefem der Institution selbst entstammenden Mangel an Verdie östreichische beamten für Merseburg von 1900 der Direktor einer Buder- daß gar kein Kurs festgestellt werden konnte. Aber bis jetzt ist kein antwortlichkeitsgefühl abgesehen, enthält fabrit, welcher nachts in regelmäßiger Ablösung je 3 Arbeiterinnen be- Beweis dafür erbracht, daß die beispielloſe Mizwirtschaft der Delegation vorweg zehn Herrenhausmitglieder und zwölf Direktoren die Pfandbrief fapitalien wesentlich geschädigt hat. schäftigte, mit nur 10 M. bestraft! Und in wie wenig Betrieben ist Die Migwirtschaft besteht darin, daß die Direktoren Schulz und Großgrundbesizer Abgeordnete; ihre natürliche Mehrheit hat es den Beamten möglich, festzustellen, ob Gesezesübertretungen statt- Romeid drei Ablegerfirmen gegründet haben, denen man ein von also vorweg eine Richtschnur: Die Subordination finden! Bei den Reichstags- Verhandlungen über die Berichte der den Erben Wolland in Pankow im Jahre 1898 für 3 Millionen in den Willen der Regierung, oder richtiger in Gewerbe- Aufsichtsbeamten und über den Zuckertvucher ist seitens Mart erstandenes Terrain aufhalste. Dieses Terrain ist im Jahre den Willen der Krone. Erwägt man noch, daß dieses komische Parlament nicht spricht, wenn es die Ereignisse verunjrer Fraktion fast Jahr für Jahr auf die traurige Lage der Ar- darauf von der Pommernbant mit 122 Millionen beliehen. Später, als ein großes Angebot von Aktien der Pommernbant langen, sondern nur reden kann, wenn es grade einberufen beiter und namentlich der Arbeiterinnen in dieser den Unternehmern so ertragreichen Industrie hingewiesen und ausreichenderer erfolgte, haben die Direktoren jene Ablegerfirmen veranlaßt, für ist was oft ein Jahr nach den Geschehnissen erfolgt- so Millionen Mark dieser Aktien zu hohen Kursen hereinzunehmen. Das Schutz verlangt worden. Nun wo der Bundesrat endlich diesen be- Geld dafür ist aus der Strelißischen Bank geliehen und zur Sicherheit begreift man schon, daß die berühmten Delegations- Verrechtigten Forderungen Rechnung tragen will, beabsichtigen die sind diefer Bauf die Attien, und als der Kurs derselben fiel, jammlungen eine erzdumme Komödie sind, eine Komödie, die Zuderindustriellen wohl nach dem berühmten Muster des Central- noch 8/2 Millionen zweiter Hypother auf jenes Pantower teinen andren Zweck hat als den, die Bierbankpolitiker zu verbands der Industriellen und des Verbands der Bau- Unternehmer Terrain gegeben. Es kommt nun sehr viel darauf an, wie ergögen. bezahlte, mit diesen Fortschritt des Arbeiterinnenschutzes zu hintertreiben. Es viel das im Jahre 1898 mit 3 Millionen wird sich ja bald zeigen, ob der Bundesrat sich von den 21 Millionen Hypotheken belastete Terrain jezt Buderindustriellen mürbe machen und sein bißchen socialreformerisches Die Schäzungen schwanken zwischen 71/2 Millionen und 30 Millionen Mart. Die niedrigste Schäßung rührt von dem zur Opposition Wollen wieder vereiteln läßt! gegen jenen früheren Aufsichtsrat Schubart her, und ist von diesem Herrn am Mittwoch berichtigt worden; er sei jezt überzeugt, daß das Terrain höher zu bewerten sei. Deutsches Reich. wert ist. Die Erfahrungen, die bei dem Schlachtefest" der Sandenbanken gemacht sind, können nicht ermutigen, Bestrebungen auf eine ähnliche " Sanierung" bei der Pommernbank zu unterstüßen, Ausland. Die Delegationen. -st- Wien, 22. Mai. Ver Oestreich- Ungarn. " Das Gesetz über die Neunstundenschicht. -st. Wien, 22. Mai. Heute abend wird sich endlich das Abgeordnetenhaus mit der Vorlage über die Neunstundenschicht der Bergarbeiter zu beschäftigen beginnen. Der neuen, ſo Im übrigen geht dieser Posten die Pfandbrief unterlagen arbeitswilligen" Majorität des Hauses sie trägt die Bezeichnung Getreidezolldebatte im Landesausschuß für Elfah- Lothringen. nichts an; für diese haften selbst bei der Strelißischen Bank er ste mit Stolz und läßt sich darin nicht beirren, daß der Name seinen Aus Straßburg wird uns vom 22. d. M. geschrieben: Auch Hypotheken, die allerdings zu 4/5 Terrainhypotheken sind, aber nach Ursprung eigentlich der deutschen Zuchthausvorlage dankt- hat es unfre Agrarier begnügen sich nicht mit halben Maßregeln, sondern den Schäßungen der Regierung innerhalb 68 Proz. des Werts der beliebt, die Verhandlung dieses Arbeiterschutz- Gesetzes, des einzigen, Grundstücke liegen. gehen frisch- fröhlich aufs Ganze. Gestern wurde die große reichsDie Banfleitung hat gegenüber dem Austurm der Berliner das die Körbersche era bisher hervorgebracht hat, aus dem ländische Steuerreform vom Landesausschuß verabschiedet, die Opposition, die von dem mecklenburgischen Regierungskommissar sehr normalen Gange der Verhandlungen loszulösen und dafür eigene nach den zuverlässigen Berechnungen des Unterstaatssekretärs unterstügt wurde, sich behauptet; sie hatte, dank des oben geschilderten Abendfizungen anzuberaumen. Am Tage werden jetzt die Investitions. v. Schraut der Landwirtschaft eine jährliche Entlastung von gegen Aktienkaufs durch ihre Ablegerfirmen die große Mehrheit, ließ es vorlagen beraten, das Geschäft kommt zuerst, und heute, 2 700 000 M. bringt, und heute benutzen die Agrarier des reichsländischen aber zu, daß zwei Vertreter der Opposition in den Aufsichtsrat ge- morgen und übermorgen, abends, soll das Bergarbeiter- Gefeß fertiggestellt werden. Dieser äußerliche Umstand ist nicht uns Parlaments die Beratung der Resolution zu Gunsten der Getreidezoll- wählt wurden. wichtig; die Vorlage gelangt nämlich so noch vor Pfingsten Erhöhung, um von neuem durch Anstimmung der bekannten Klagen über die Not der Landwirtschaft die Regierung zur einseitigen Wahins Herrenhaus, und da dieses Sonnabend noch eine Sigung hält, so fann noch in dieser die Zuweisung an den Ausschuß errung der agrarischen Interessen in Bewegung zu setzen. Der Vater folgen. Im Herrenhause herrscht nämlich gegen den Gesezentwurf eine der zur Verhandlung stehenden Resolution, in der die Regierung mächtige Gegnerschaft, sizzen doch in der ersten Kammer die großen aufgefordert wird, im Bundesrat für eine ausreichende Erhöhung Kohlenproducenten, vom Erzherzog Friedrich angefangen bis zu den der Geireidezöhe einzutreten, Sanitätsrat Dr. Höffel Buchsweiler, wissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Verfechtern des Unterhat in seinem Bezirke eine Enquete veranstaltet, die ergab, daß von den dort ansässigen Klein- und Mittelbauern rund die Hälfte mehr Am Montag sind wieder einmal die Delegationen, dieses nehmerprofits herunter. Das Herrenhaus wird also zweifellos den Getreide baut als sie selbst verbraucht. Er giebt also jelber komischte aller europäischen Parlamente, zusammengetreten, Versuch machen, die Beratung der Vorlage zu verschleppen, und es zu, daß gerade die allerkleinsten Bauern, die der Unterſtügung und Destreich- Ungarn, von dem man in Europa sonst so wenig wird eines energischen Drucks bedürfen, die hochgeborenen Herren Nachteil von der Zollerhöhung und der damit verbundenen Preis- Sie eriſtieren freilich nur in der Phantasie der aufgeregten im Ausschusse mit einer unerhörten Breitspurigkeit beraten worden, am allerersten bedürfen, nicht nur keinen Nußen, sondern direkten Notiz nimmt, hat nun wieder„ internationale Beziehungen". zur Anerkennung des Rechts der Arbeiter zu zwingen. Die Vorlage hat einen langen Leidensweg durchgemacht, sie ist steigerung des Brots haben werden. Dr. Höffel, wie die Ab- Goluchowski- Offiziösen; denn liest man die Ansprache, mit der im Ausschusse mit einer unerhörten Breitspurigkeit beraten worden, Nach der geordneten Winterer und Wetterlé, die sämtlich als Vertreter der Kaiser die Aufwartung der Delegationen gestern beant- aber sie ist trotzdem recht dürftig ausgefallen. des Reichslands dem Reichstage angehören, erklären, daß mindestens wortet hat, so erkennt man sehr deutlich, wie verarmt und von der Regierung eingebrachten Vorlage darf die Schichtdaner für die beim Kohlenbergbau in der Grube beschäftigten 12 von den 15 Reichstags- Abgeordneten des Landes für die Zoll- von den Ereignissen der Welt losgelöst das ehemals so mäch Arbeiter neun Stunden nicht übersteigen. Der Beginn der erhöhung stimmen werden. Der Bürgermeister der Stadt Straß- tige und einflußreiche Reich der Habsburger geworden ist. Schicht wird nach der Zeit der Einfahrt, ihre Beendigung nach der burg, Unterstaatssekretär a. D. Bac, sprach gegen die Agrarier. Die Ansprache des Kaisers hielt sich in den allerbescheidenſten vollendeten Ausfahrt berechnet. Leider wird dieser Grundsatz, der In dem Augenblick einer hereinbrechenden Krise von den Arbeitern Grenzen; sie ist nicht viel mehr als die Konstatierung immerhin einen ernsten Fortschritt bedeuten würde, durch zahllose Begeisterung für die Zollerhöhung zu verlangen, sei mehr als naiv. einiger sehr bekannter Der Selbstverständlichkeiten. Ausnahmen um feinen Wert gebracht werden. Es kann nämlich Das Vorgehen der Regierung gegen die zollgegnerischen Gemeinde Kaiser δας fonstatiert unverändert herzliche räte von Mülhausen und Me 3 habe der Agitation gegen hältnis zu den mit ,, mit uns alliierten Reichen" sowie ausnahmsweise" auch eine längere Schichtdauer bis zum Ausmaß den Brotwucher lediglich neue Nahrung gegeben. leber 60 Proz." Die vertrauensvollen und durchwegs freundschaftlichen Be von zwölf Stunden mit einer zehn Stunden täglich nicht überaller reichsländischen landwirtschaftlichen Betriebe umfaßten unterziehungen zu allen Mächten", woraus er die berechtigte steigenden wirklichen Arbeitszeit gestattet werden, wenn eine Ab2 Heftar und hätten deshalb kein Interesse an der Zollerhöhung. Hoffnung auf die weitere Erhaltung des Friedeus ableitet. fürzung der bisherigen Schichtdauer im Hinblick auf die obwaltenden Unterstaatssekretär 3orn v. Bulach giebt namens der Re- Ueber die Wirren in China, die allen andren Staaten zu haltung des Betriebs unmöglich machen oder gefährden würde". gierung die Erklärung ab, daß diese mit der Reichsregierung in großen Aktionen geworden sind, begnügt sich die sogenannte Die Bewilligung einer derartigen Ausnahme wollte die Regierungsder vorliegenden Frage einig gehe. Die Getreidezölle müßten Thronrede zu bemerken, daß unsre Teilnahme sich in jenen vorlage in eine mäßige Erhöhung erfahren, der Bogen dürfe aber nicht Grenzen bewegte, die einerseits durch die Großmachtstellung sollten nur angehört" werden. Der socialpolitische Ausschuß allzu sehr gespannt werden, damit der Abschluß von Handels- der Monarchie, andrerseits durch den verhältnismäßig ge hat jedoch auf den Antrag des Genossen Schuhmeier die verträgen nicht gefährdet werde. ringen Umfang ihrer dortigen Interessen gezogen sind". Das Staatssekretär v. Puttkamer wendet sich gegen die Aeußerungen ist alles, und wenn die Delegierten flug genug wären, so Borlage an diesem Punkte wesentlich verbessert; die Bewilligung fann nur nach Zustimmung des Lokal- Arbeiterausschusses, dem Backs bezüglich des Vorgehens der Regierung gegen die Gemeinderäte von würden sie sich an dieser Bescheidenheit ein Beispiel nehmen Ausschusse der obligatorischen Bergarbeiter- Organisationen, erfolgen. Metz und Mülhausen. Eine Stellung der Regierung in der Getreide- und ihr selbstgefälliges Geschwätz von Krieg und Kriegs- Gegen diese Abänderung hat sich die Regierung sehr energisch auszollfrage sei dadurch nicht erfolgt. Demgegenüber erklärt Abg. Bad geschrei" diesmal gern unterlassen. das Recht der Gemeinden zur Stellungnahme in dieser Frage auf Aber darauf ist nicht zu hoffen. Graf Goluchovski mag gesprochen, und im Wesen wird sich der Kampf im Abgeordnetendie Bestimmung der Gemeinde- Ordnung, daß die Gemeinderäte ver- nicht umsonst ein auswärtiger" Minister sein, und da er pflichtet seien, die Intereſſen der Gemeinde wahrzunehmen. Die das ganze Jahr schweigen muß er hat nämlich keine Zollerhöhung werde aber durch die Preissteigerung des Brots eine Stätte, wo er reden könnte-, so muß er die einmal im schwere Schädigung der städtischen Finanzen zur Folge haben, die Jahre stattfindende Tagung der Delegation ausnuten und hauptsächlich in der Minderung der Erträge aus den städtischen Ver- ich beeilen, seine gesammelten Jahreserlebnisse fein und brauchsabgaben und in der Erhöhung der Armenlasten zum Ausdruck fäuberlich vorzutragen. Es nimmt sich zwar recht komisch aus, wenn der Minister jetzt, wo man das chinesische AbenDer Landesausschuß stimmte ſchließlich dem Antrage Höffel mit teuer zu liquidieren beginnt, von dessen Ursprüngen zu eretwa 35 gegen 15 Stimmen zu. zählen beginnt, und von allen möglichen Dingen redet, bei denen Destreich- Ungarn nicht dabei war. Und was Die Reichstagswahl im Wahlkreise Grimmen- Greifswald. die Herren Delegierten betrifft, so sind sie das ganze Jahr Feiertagsruhe beim Bergbau. Diesem Minoritätsvotum iſt eine Nach den bis jetzt vorliegenden Feststellungen erhielt der konservative verurteilt, von der gewaltigen Frage zu reden, wie in ſehr ausführliche Begründung beigegeben, eine Arbeit von so und der Socialdemokrat se nappe 1830 Stimmen. Der Rückgang der soll, so daß man es ihnen eigentlich nicht allzusehr verargen gehen kann. Der Beweis, daß die Achtſtundenschicht für die Arbeiter notKandidat Landrat v. Behr 7304, der Freisinnige Gothein 6019 Czaslau oder Eger die Sprache der Gerichte geregelt werden ungemeiner Klarheit und Sachlichkeit, daß an ihr niemand, der fich socialdemokratischen Stimmen um ca. 700 seit der 98er Wahl, ür die komplicierte Frage der Arbeitszeit im Bergbau interessiert, vorüberwenn sie die seltene Gelegenheit benutzen und aus fann, daß. die Wähler von vornherein die sich einmal in auswärtiger" Politit tüchtig austoben. wendig und für die Unternehmernüglich ist, ist darin mit durchschlagender eigentliche Entscheidung zwischen den Agrariern und den Da die Delegationen auf den Gang der internationalen Straft erbracht. Nebstdem liegt ein Minoritätsvotum des christlichliberalen Anti- Agrariern herbeiführen wollten." Bom allgemeinen Dinge weniger Einfluß haben als ein Zeitungsartikel, so socialen Abgeordneten Schoiswohl vor, wonach das Gesetz nicht bloß politischen Standpunkt ist das Wahlergebnis dennoch zu begrüßen. fühlen sich die Delegierten natürlich von jeder Verantwort für den Kohlenbergbau, sondern für den gesamten Bergbau Denn trotz lebhaftester Wahlbeeinflussungen, trotz der Kandidatur lichkeit frei und lassen ihren persönlichen Antipathien und gelten und die Neunstundenſchicht in zwei Jahren von dem Achtdes im Kreise amtierenden und persönlich beliebten Landrats haben Sympathien freien Lauf. stundentag abgelöst werden solle. Jm Abgeordnetenhause wird das in dem start agrarischen Wahlkreise die agrarisch konservativen Das Ausland kann nicht genug davor gewarnt werden, Geſetz im allgemeinen gar feinen Widerstand finden, und die Regierung könnte die Volksvertretung auch zu weitergehenderen Stimmen um 1000 abgenommen, dagegen ist die Zahl der Wähler, welche eine agrarische 3011 nnd Brotwucher diese Delegationen ernsthaft zu nehmen. In dem Organis. Entschlüssen mitreißen. Aber Herr v. Körber steht hier ersichtlich politik ablehnen, erheblich gestiegen. Während bei der vorigen mus der östreichisch- ungarischen Monarchie haben die Dele Entschlüssen mitreißen. Aber Herr v. Körber steht hier ersichtlich Wahl die Konservativen im ersten Wahlgange fiegten, ist zu ergationen bekanntlich die Bestimmung, das gemeinsame unter einem Druce: der Einfluß der Kohlenbarone, der dicht bis an hoffen, daß ihnen bei der jetzt nötigen Stichwahl das Mandat ge- Budget zu beschließen. Zwischen Oestreich und Ungarn die höchste Stelle reicht, bindet ihm die Hände. fommen werde. so sehr der er Thatsache, nommen wird. bedauern ist, erklärt sich wohl betriebstechnischen oder wirtschaftlichen Verhältnisse eine Aufrechts die Willkür die der Behörde legen; " Arbeiter hause nur um diesen einen Punkt drehen. Alles übrige ist nach der Sachlage eine entschiedene Sache, und so viele und so weitder Sachlage eine entschiedene Sache, und so viele und so weitgehende Abänderungsanträge auch vorliegen: mehr läßt sich nach der Disposition der Regierung und insbesondere nach der Stimmung im Herrenhause nicht erzielen. Der weitestgehende dieser Abänderungsanträge ist von unsrem dem socialpolitischen Ausschusse aufgehörenden Abg. Schuhmeier eingebracht: ein regelrechter, bis ins Detail ausgearbeiteter Geſetzentwurf über die Beschäftigung von jugendlichen und weiblichen Personen, über die tägliche Arbeitsdauer und über die Sonn- und Dänemark. sind dauernd gemeinsam gemeinsam traft der Natur Das Ministerium bleibt! Als das Ministerium am 3. April Herr Paasche, der gleich rührig für Frömmigkeit und Fusel- dieses Staatenbundes, nicht bloß gemeinsam, wie die sonstigen bei den Folkething- Wahlen eine so gewaltige Niederlage erlitt, daß profit wirkt, hat am Mittwoch von seinen eignen nationalliberalen gemeinsamen Angelegenheiten, fraft eines Vertrags Freunden eine gehörige Abfuhr erlitten. Er hielt im Architekten die auswärtigen Angelegenheiten, die Armee( Heer und Flotte) die Zahl seiner Anhänger im Folkething auf vier zusammenschmolz. haufe einen Vortrag über die politische Lage und führte aus, daß und natürlich die Kosten dieser gemeinsamen Angelegenheiten. glaubte man allgemein, daß ein Systemwechsel unmittelbar bevordurch die Obstruktion die Ehre des deutschen Reichstags in den Augen Diese Kosten bestimmen die Delegationen; ihre einzige Aufstände. In entschieden- liberalen Kreisen hatte man geplant, gleich des Auslands ſehr herabgefeßt worden, und machte hierfür allein die gabe ist demnach die Beschließung des gemeinsamen Budgets. nach den Wahlen in Kopenhagen einen Demonstrationszug zu veran socialdemokratische Fraftiou verantwortlich. Dieser An- stalten, um den König direkt zur Entlassung des Ministeriums ficht seines Barteigenossen trat Abg. Dr. Krause scharf entgegen. Nach der Sachlage ist das nicht mehr als eine Formalität, aufzufordern, aber aus verschiedenen Anzeichen glaubte man ent Er bemerkte: Er wolle, dahingestellt sein laffen, ob eine Obstruktion und der formale Charakter dieses Rechts ändert sich nicht, nehmen zu können, daß eine solche Maßregel nicht mehr notwendig Sowohl in liberalen, als auch in konservativen Kreisen war in gefeßgebenden Körperschaften schön sei, in diesem Fall habe sie weil die Herren Delegierten ihre Zustimmung zu den fei. eine Berechtigung für sich gehabt. Das Vorgehen der von den gemeinsamen Ministerien aufgestellten Ziffern- man fest davon überzeugt, daß das gegenwärtige Ministerium durch bleibt. Kopenhagen in einem großen Demonstrationszug unter Der Baurat Khlmann soll übrigens diesen Entwurf garnicht selbst zu Gunsten der Verordnung, sondern dagegen ausder roten Fahne protestiert werden. Norwegen. ein Linken- Ministerium abgelöst werden würde, und sogar eine Reihe Gelege über eine Anzahl von Rechnungen bemerkt Gelegentlich der Berichterstattung des Rechnungs- Aus- Häuser aufgehört hat, ist der Hänserschluß privatim durch GenossenKonservativer Zeitungen verlangte das, die übrigen rechneten damit schusses schaften durchaus zufriedenstellend geregelt worden. Jest will die Polizei als mit etwas ganz Selbstverständlichem. Der Minister des Stadtv. Borgmann( Soc.): Bei einer früheren Gelegenheit den Hauswirt für die Ruhe und Ordnung im Hause und auf der Innern, Bramsen, der gleich nach dem 3. April seine hat die Versammlung die Rechnung der Kunstdeputation dechargiert. Straße verantworlich machen. Da müßte der Wirt doch unmittelbar Demission eingereicht hatte, willigte ein, vorläufig zu bleiben, weil Dabei war seitens des Ausschusses moniert worden, daß ein Entwurf neben der Hausthür schlafen.( Heiterkeit.) Neuen Chikanen gegen er glaubte, daß die Lösung der ganzen Ministerfrage unmittelbar zu dem Eingangsthor des Friedrichshains von einem Mitgliede derselben die Hauswirte wird auch damit Thür und Thor geöffnet. Der bevorstände. Aber in den letzten 14 Tagen hat sich in tonjervativen geliefert und, mit 1000 M. Honoriert worden sei. Der Kollege Baurat Oberbürgermeister will doch sonst die Stimmen der Bevölkerung aus Streisen ein Umschwung der Meinung zu Gunsten der gegenwärtigen Sthlmann hat seiner Zeit, wie dem Ausschuß darauf mitgeteilt diesem Gaal vernehmen. Der Magistrat hätte wohl die Pflicht Regierung geltend gemacht und, nachdem der König am Freitag wurde, auf Veranlassung des Stadtbaurats Blankenstein den Ent- gehabt, auch bei solchen eingreifenden Nenerungen uns vorher zu Staatsratssigung abgehalten hatte, verkündigte am Sonnabend die wurf geliefert. Ich bin durchaus davon überzeugt, daß die Arbeit fragen. offiziöse" Berlingske Tidende", daß das Ministerium 1000 M. Kosten verursacht hat; aber der Vorgang ist doch als solcher be- Oberbürgermeister Kirschner:[ Die Polizeiverordnung wegen Sehested bis auf absehbare Zeit im Amte verdenklich. Wenn die Baudeputation außer stande war, einen solchen des Häuserschlusses scheidet aus der Beratung aus, denn sie ist eine Entwurf herzustellen, so war es toch ganz unangängig, daß die sicherheitspolizeiliche und bedarf der Zustimmung des GemeindeGegen diese Mißachtung des Volkswillens soll am 5. Juni in Kunstdeputation felbst eines ihrer Mitglieder damit beauftragte. vorstands überhaupt nicht. Der Polizeipräsident hat uns nur einer gutachtlichen Aeußerung aufgefordert. Diese ist gemacht, sondern ein Mitglied der Bauverwaltung dafür in Be- nicht zu Gunsten der Verordnung, sondern dagegen auswegung gesetzt haben. Unter der heutigen Bauverwaltung dürfte gefallen; wir haben sie weder für notwendig noch für zweckein solches Vorkommnis ausgeschlossen sein. Es ist aber notwendig, mäßig gehalteu und davon abgeraten.( Sehr gut!) Was die andre Bei der Stimmrechts- Debatte trat der Staatsminister solches Verfahren in der Versammlung öffentlich zu rügen, damit Verordnung betrifft, so hat sich der Polizeipräsident schon im Januar Steen sowohl im Odelsting als auch im Lagting sehr energisch sich in Zukunft dergleichen nicht wiederholt. an uns gewandt und mitgeteilt, daß der Straßenverkehr in den für den Entwurf, also für die Einführung des allgemeinen fom Stadtbaurat Hoffmann: Ich halte die Sache für sehr frühesten Morgenstunden gerade durch Lokale, welche nach 11 Uhr munalen Stimmrechts und des Frauen- Stimmrechts ein. Int Lag harmlos. Herr Kylmann hatte den Auftrag angenommen und be- abends nicht offen sein dürfen und von dem sittlich am fümmerlichsten ting äußerte er sich am Sonnabend folgendermaßen: donötigte natürlicherweise dazu einer Hilfskraft. Die 1000 M. find ausgestatteten Publikum( Heiterkeit) besucht werden, in welchen sich „ Nun wird auch seitens der Linken gesagt, daß man, um in der lediglich die Auslagen für diese Hilfskraft, welche ihm auf Beschluß die Verbrecherwelt Rendezvous giebt, empfindlich gestört wird und Kommune Stimmirecht zu erhalten, Steuern zahlen sollte. Ist der Kunstdeputation für dieselbe vergütet worden sind. daß es zu Straßenscenen höchst bedenklicher Art kommt. Nur diese denn nicht die Frucht von eines Mannes ganzer Nachdem dazu noch die Stadvv. Men de l'( N. L.), Borg- Lokale sollen getroffen werden, nicht etwa solche, wo ein Bedürfnis Arbeit mehr wert, als einige Kronen Steuer?" mann, Singer und Mommsen das Wort genommen, werden für den Verkehr vorhanden ist. Der einzige Weg aber sei der der Man erlebt also hier das eigenartige Schauspiel, daß eine Regierung die Rechnungen genehmigt. Ausdehnung der Polizeistunde und der Gewährung von Ausfür die Erweiterung der Volksrechte eintritt, während eine Volks Bei der Vorlage, betreffend die teilweise Anrechnung der nahmen für den soliden schankwirtschaftlichen Betrieb, der auf vertretung, deren Mehrheit einer ursprünglich radikal- demokratischen Diätarienzeit bei der Anstellung ehemaliger Magistrats die Befriedigung eines berechtigten Bedürfnisses abzielt. Für SchankPartei angehört, sich schwankend zeigt. fupernumerare als Bureau- Assistenten empfiehlt Stadtv. Preußstätten, wo Arbeiter ihre Getränke vor dem Arbeitsbeginn zu ent Das Schicksal der Vorlage ist sehr zweifelhaft. Hält das( N. L.) die Aufstellung einheitlicher Grundsäge für diese nehmen gewohnt seien, ferner für solche in der Nähe von MarktOdelsting bei der nochmaligen Beratung seinen Beschluß bezüglich Anrechnung durch eine generelle Vorlage und beantragt eine ent- hallen 2c., werde die Erlaubnis, vor 6 Uhr zu öffnen, niemals verAnnahme der Vorlage aufrecht, so geht diese an das Lagting sprechende Resolution. sagt werden. Wir haben darauf die Schließung bis 5 Uhr empfohlen, zurück. Wahrscheinlich wird aber dieses bei seinem ablehnenden Stadtv. Wallach( A. L.) spricht sich gegen diese Resolution der Polizeipräsident hat aber nochmals auf die gefährlichen Beschluß beharren; dann kommt die Vorlage im gesamten aus, deren Tragweite gar nicht ohne weiteres übersehen werden Zustände hingewiesen und abermals versichert, daß SchankStorting zur Verhandlung und hier ist eine Zweidrittel- Mehrheit tönnte. stätten, welche nicht unter den Begriff der Bars, zu ihrer Annahme erforderlich. Saschemmen und dergleichen fallen, auch nicht unter diese Polizeistunde fallen sollen. In jedem Falle eines hervortretenden Bedürfnisses solle die Erlaubnis erteilt werden. Demnach hat der Magistrat schließlich seine Zustimmung gegeben. Rechtlich hat ja der Magistrat allein die Entscheidung zu verantworten und hat nicht die Verpflichtung, an die Versammlung zu kommen. In einzelnen wichtigen Fällen hat der Magistrat auch die Verfammlung gehört; darüber wird von Fall zu Fall zu entscheiden sein. Es wird die Besprechung der Anfrage beschlossen. Stadtv. Friedemann: Da mein Antrag in der nächsten Sizung Das Orts statut für die se analisation von Berlin hat felbständig verhandelt werden wird, gehe ich heute auf die principielle Bresci war seit seinem Strafantritt trübe der Magistrat einer Umarbeitung unterzogen, die ihm vor Frage nicht weiter ein. stimmt, er sprach jedoch sehr gern. Als man ihm Schweigen an- allem infolge neuerer verwaltungsgerichtlicher Entscheidungen hin- Stadtverordneter Pfannkuch( Soc.): Wenn der Magistrat befahl, erwiderte er:" Sie werden sehen, daß mein Tag nicht sichtlich der Auslegung des Begriffs„ Nußertrag" bei der Bemessung durch den Polizeipräsidenten wegen des Häuserschlusses gutmehr fern ist, und Sie werden dann bedauern, mich so behandelt zu der von den einzelnen Grundstücken zu erhebenden Abgabe not achtlich gehört wurde, hätte er sich nichts vergeben, wenn haben." In den ersten Tagen der vergangenen Woche versuchte wendig erschienen ist, aber auch das inzwischen ergangene Kommunal- er auch in diesem Falle der Versammlung Mitteilung gemacht Bresci sich auf seinen Wächter zu stürzen; danach wurde er abgaben- Gesetz und die Ausdrucksweise des Bürgerlichen Gesetzbuchs und ihre Wünsche hätte.( Sehr richtig!) In tobsüchtig, so daß man ihm eine 3 wangsjade anlegen berücksichtigt. Das Wort„ Nußertrag" ist durch Nutzungswert" der Schankstättenfrage ist ja ordnungsmäßig verfahren worden mußte. In den letzten Tagen schien Bresci sich ganz geändert zu ersetzt worden. Da Kirchen, Museen und dergleichen öffent- und der Magistrat ist ja auch berechtigt, das größte Vertrauen in das haben, er sprach nicht mehr und schien über einem Entschlu i liche Gebäude einen eigentlichen Ertragswert nicht haben und Versprechen des Polizeipräsidenten zu setzen; aber der jezige Juhaber zu brüten. In der vergangenen Nacht riß er aus seinen Bein- die Heranziehung derselben zur Kanalisationsabgabe auf Schwierig dieses Amts könnte andern Platz machen, die eine andre Auffassung Kleidern vier Streifen und verfertigte daraus ein Seil; dies be- feiten gestoßen ist, so soll für diese Kategorie hinfort der Wasser- haben. Nach den Zusicherungen des Polizeipräsidenten wird die festigte er an der Decke und hängte sich daran auf. verbrauch als Maßstab genommen werden. Ausnahme zur Regel gemacht, gemacht, es wird alles in das BeVon mehreren Seiten ist Ausschußberatung beantragt. Wenn und die Diskretion der Polizei gestellt. Breffe circulierende Gerücht, daß man Bresci durch schlechte für sehr weittragend und Ausschußberatung für unbedingt not- dem Belieben der Polizei abzuhängen hat, so steht es sehr schlimm Stadtv. Liebenow( A. L.) hält die Bedeutung der Vorlage große Mehrzahl der im Wirtschaftsgewerbe Thätigen von Behandlung in den Wahnsinn getrieben habe. Obwohl anzunehmen ist, daß Bresci bereits sein Attentat im Zustand der wendig... Unzurechnungsfähigkeit ausgeführt hat, wäre doch eine Stadtv. Friedemann( N. 2.) spricht anläßlich der Vorlage gründliche Untersuchung der Vorgänge im Gefängnis dem Magistrat wiederholt den Wunsch aus, daß der Versammlung dringend geboten. Dazu geben nicht nur die früheren Nach- eine Zusammenstellung der geltenden Ortsstatute zugänglich gemacht richten über die Behandlung Brescis, sondern auch die näheren werde und bemängelt die unverständliche Sprache des Entwurfs. Meldungen über die Ausführung des Selbstmords. Anlaß. Nach einer Die Verweisung an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern wird Meldung des Korrespondenten der Volks- Zeitung" soll nämlich der beschlossen. Wärter das Röcheln Brescis wohl gehört, aber für das Geräusch der fernen Meeresbrandung gehalten haben. Sei er diefer Täuschung nicht zum Opfer gefallen, so hätte er den Selbst mörder leicht abschneiden können. Wird die Vorlage Gesez, so wird die Zahl der kommunalen Wähler in Norwegen, die bisher ca. 300 000 betrug, auf circa 600 000 vermehrt werden, darunter ca. 200 000 weibliche. Ju Christiania gab es bei der letzten Kommunalwahl circa 35 000 Wähler; hier würde die Zahl auf 70 000 anwachsen, darunter 30 000 weibliche. Italien. Selbstmord Brescis. Bresci hat in dem Gefängnis von Porto Longono Selbstmord verübt. Ein römisches Telegramm berichtet über die That folgendes Nähere: ge= Vor einiger Zeit verzeichneten wir bereits das in der italienischen " Asien. Der Hof kehrt nicht nach Peking zurück. " Laffans Bureau" meldet aus Beting am 23. Mai: Die hohen Staatsbeamten, welche wiederum an den chinesischen Hof eine Eingabe gerichtet hatten, um denselben zur Rüd tehr nach Beling zu bewegen, empfingen den Bescheid, dieses Gesuch nicht zu wiederholen, bis alle fremden Truppen das Land verlaffen hätten. Sobald die chinesischen Bevollmächtigten versichern könnten, daß dies geschehen sei, werde der Hof sofort zurüdtehren, aber keinesfalls cher.) Die Kaiserin thäte allerdings gut, sich davor zu hüten, daß das Los, das sie selbst dem Kaiser Ktvangsü bereitet hat, nicht von den Mächten nim auch ihr bereitet wird. Afrika. Arabi Pafcha begnadigt. Der Khedive hat, selbstverständlich mit der Einwilligung Englands, den nach Ceylon verbannten ehemaligen ägyptischen Kriegsminister und Führer der nationalen Bewegung des Jahrs 1882 begnadigt. Die Unabhängigkeitsbewegung wurde damals durch das völkerrechtswidrige Bombardement Alexandrias und die Schlacht bei Tel- el- Kebir, in der Arabi Bascha gefangen genommen wurde, niedergeworfen. Die Erlaubnis zur Rückkehr in das Vaterland nach neunzehnjähriger Verbannung wurde Arabi Pascha natürlich nur in der Gewißheit gegeben, daß nunmehr jede neue nationale Schilderhebung völlig ausgeschlossen ist. Partei- Nachrichten. Das Jnternationale Socialistische Sekretariat zu Brüssel fordert die Mitglieder des Internationalen Komitees auf, sich zu einer Sigung in Brüssel zu vereinigen. Die Zusammenkunft fei notwendig, um festzusetzen, welcher Art die Befugnisse des Sekretariats find, inwieweit es handeln kann, ohne zuvor die Zustimmung der Komiteemitglieder einzuholen. Auf der Tagesordnung dieser Konferenz steht u. a. noch: Bericht des Sekretariats; Beitragsleistung; Herausgabe eines internationalen Bulletins" seitens des Sekretariats; internationale Demonstration der Arbeiterschaft gegen den Militarismus usw. Stadv. Caffel( A. L.) schließt sich dem an und giebt dem Stadtv. Preuß anheim, die Sache später als selbständigen Antrag wieder aufzunehmen. Stadtv. Preuß zieht für jetzt die Resolution zurüd. Oberbürgermeister Kirschner: Auf dem Wege eines generellen Schemas läßt sich die Sache nicht machen, da die Verhältnisse der einzelnen Kategorien unsrer Unterbeamten sich zu verschiedenartig entwickelt haben. Man sollte doch auch auf diesem Gebiet endlich einmal etwas Ruhe geben.( Sehr richtig!) Die Vorlage wird angenommen. lieben vernommen die um sie. Schon die Festsetzung der abendlichen Polizeistunde hat zu vielen Mißständen und Scherereien, die ich heut nicht wieder aufrollen will, Veranlassung gegeben; dieselben Beweggründe werden die Polizei auch bei der Festsetzung der morgendlichen Polizeiſtunde leiten, und da spielt nicht bloß das Bedürfnis eine Rolle, sondern auch andre Faktoren. Erkennt der Polizeipräsident die frühere Oeffnung der Schantstätten für weite Kreise der Bevölkerung als notAuch das Orts statut von 1877 betreffend die Anlage wendig an, so sollte dies doch zur Regel erhoben werden. Magistrat und von Straßen und die Heranziehung der Anlieger zu Oberbürgermeister haben sich ja korrekt verhalten. Die Polizei sollte den Kosten der Straßenherstellung soll durch ein neues sich doch aber ihre Aufgabe nicht zu leicht machen; wofür ist sie ersetzt werden, welches die verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen denn da, wenn nicht für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung über die grundlegenden Bestimmungen des Fluchtlinien- Gejeges von und Sicherheit zu sorgen? Vermag fie das nicht, dann soll sie ab1875 berücksichtigt. U. a. sollen jetzt auch die Einrichtungs- danken und einer andren Organisation Plazz machen. Wir stehen kosten der der öffentlichen Straßenbeleuchtung den Anliegern aber vollendeten Thatsachen gegenüber und müssen uns damit und Unternehmern von Straßenanlagen auferlegt werden. einstweilen abfinden. Das follegiale Verhältnis zwischen Magistrat Interimiſtiſche Baulichkeiten, wie Abortgebäude, Kegelbahnen, und Versammlung hätte es aber als richtiger erscheinen lassen, wenn Beitragspflicht nicht begründen, sofern sie nicht über 3 Meter hoch hätte fundgeben können; um jo größeren Nachdruck hätte ja ſein Comptoir, Wächter, Gärtnerhäuser und dergleichen sollen die letztere rechtzeitig in Stenntnis gesetzt worden wäre und ihre Meinung sind und höchstens 25 Quadratmeter Grundfläche bedecken. Im Anschluß an eine von der Versammlung auf Antrag des Stadtv. Hugo Sachs am 1. Februar 1900 gefaßten Resolution hat der Magistrat ferner folgenden Entwurf eines Gemeindebeschlusses vorgelegt: Gutachten bei der Polizeibehörde üben müssen. Ich hoffe, daß der Magistrat in fünftigen derartigen Fällen die Versammlung nicht übergehen wird.( Beifall.) Stadtv. Caffel tritt den Ausführungen der Vorredner im Wesentlichen bei. 1. Behufs Deckung der Kosten für die Herstellung von Stadtv. Ewald( Soc.): Die Gastwirte in Berlin haben das beStraßenverbreiterungen, Anlegung von Plähen neidenswerte Vertrauen des Oberbürgermeisters zum Polizeipräsidenten und sofern dadurch ein neuer Verkehrsweg geschaffen wird, für nicht, und zwar stüßen sie sich dabei auf ihre Erfahrungen. Auf Herstellung von Brüden, Straßen- leber- und den Bauten müssen die Kalk- und Steinträger schon um 3 Uhr Unterführungen einschließlich der hierzu erforderlichen morgens anfangen. Haben sie bisher bei einem bestimmten Anrampungen und Zugangswege, haben diejenigen Grund Gastwirt ihren Bedarf gedeckt, so wird das jetzt ihnen eigentümer und Gewerbetreibenden, denen hier nicht mehr möglich sein, weil dieser die Erlaubnis vor 6 Uhr durch besondere wirtschaftliche Vorteile erwachsen, zu öffnen, nicht bekommen wird. Es werden ja auch die KaffeeBeiträge zu leisten, die nach diesen Vorteilen zu bewirtschaften davon betroffen; unter Umständen bekommt der Arbeiter messen sind. also vor 6 Uhr nicht einmal Staffee. Wir wollen keine Ausnahme" wirtschaft, die diejenigen, die früher öffnen wollen, zwingt, um Gnade zu betteln. Hier hätte der Magistrat sich über die Stimmung der Bürgerschaft durch Befragung der Versammlung informieren sollen; jetzt ist es dazu zu spät. 2. Diese Verpflichtung tritt nur ein, falls die erwähnten Veranstaltungen von der Stadtgemeinde im öffentlichen Interesse vorgenommen werden. Solche Veranstaltungen, mit denen nach dem 1. April 1895 begonnen ist, unterliegen bereits dieser Verfügung. 3. Soweit auf Straßen oder Straßenteile das FluchtlinienGesetz von 1875 und das darauf gegründete Ortsstatut Anwendung findet, ist die Anwendung dieses Beschlusses ausgeschlossen. 4. Der Umfang der nach 1 und 2 eintretenden Verpflichtung wird im Einzelfalle durch besondere Beschlüsse nach Maßgabe des § 9 des Kommunalabgaben- Gesetzes vom 14. Juli 1893 von den Gemeindebehörden festgestellt. Für beide Vorlagen beantragt Stadtv. Cassel die Niederfegung eines Sonderausschusses von 15 Mitgliedern. Nach kurzer Debatte wird dem Antrage gemäß beschlossen. Von den Stadtvv. Mertens und Genossen ist am 25. April folgende Anfrage eingebracht worden: Welche Gründe haben den Magistrat veranlaßt, den beiden Polizeiverordnungen Damit schließt die Besprechung; die Anfrage ist erledigt. Die im ersten Stock des Gemeinde Schulgebäudes Kleine Frankfurterstraße 6 befindlichen Räume des Standesamts VIIa müssen erweitert werden. Es soll zu diesem Zweck die in demselben Gebäude befindliche Steuerannahmestelle VIII in Mictsräume verlegt werden. Der Magistrat schlägt vor, im Hause Neue Königstr. 80a solche Amtsräume nebst Dienstwohnung für jährlich 2800 M. zunächst auf drei Jahre zu micten. Stadtv. Hoffmann( Soc.): ( Soc.): Ich habe schon bei der Etatsberatung darauf hingewiesen, daß die Gemeindeschule in diesem Gebäude unter großem Raummangel schwer leiden muß. Wenn man jeẞt vier große Zimmer frei macht, so hätte man mindestens zwei davon der Schule wieder geben sollen. In der ziveiten Etage des Hauses sind drei Zimmer für einige Beamte der a) über Aenderungen im Betriebe der Schant- Straßenreinigung eingerichtet worden. Eines dieser großen Zimmer geschäfte, dient gegenwärtig als Pissoir. Der Mißstand für die Schule ist inunterricht wieder in einem Parterreraum mit völlig ungenügendem Licht untergebracht hat und so den Kindern von Schulwegen die Augen verderben hilft. Viel nötiger als die Erweiterung der Standesamtsräume ist diejenige der Klassenzimmer. b) in Bezug auf das Schließen der Häuser in der zwischen noch verschlimmert worden, da man den HandarbeitsNacht s die Zustimmung zu erteilen? Totenliste der Partei. In München ist der Genosse Georg Kiefer, Bürstenfabrikant im Alter von 53 Jahren am Herzschlag gestorben. Der Verstorbene gehörte seit Jahrzehnten der Partei an und hat schon in der Zeit des Socialistengesetzes für die Partei gewirkt. Die Leiche wird nach Heidelberg behufs Einäicherung Zu der Angelegenheit ist ein Antrag Friedemann- Preuß ein überführt. In Nürnberg starb der Genosse Johann gegangen, den Wagistrat zu ersuchen, der Versammlung rechtzeitig Krauß, der für die Partei stets in rührigster Weise thätig ge- folche Polizeiverordnungen zur Kenntnisnahme und Aeußerung vorwejen ist. zulegen. Der 9. Parteikongreß der dänischen Socialdemokratie Interpellation wird aus geschäftsordnungsmäßigen Gründen für Von der Beratung dieses Antrages in Verbindung mit der findet vom 18. bis zum 20. Juli in Kopenhagen statt. Der letzte heute Abstand genommen. Stongreß tagte 1898 in Odense. Kommunales. Stadtverordneten: Versammlung. Oberbürgermeister Kirschner: Wenn bei der beabsichtigten Aenderung auch den erwähnten Mängeln der Gemeindeschule abgeholfen werden kam, wird dem nichts im Wege stehen. Die Vorlage wird angenommen. Schluß 3/48 Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Stadtv. Mertens: Es ist mir beim besten Willen nicht möglich gewesen, den Wortlaut der beiden Verordnungen zu erlangen. Diefelben, namentlich aber die erste, haben große Aufregung hervor gerufen. Die Schankgewerbetreibenden, außerdem aber die Tausende von Arbeitern sind dadurch in erheblichem Maße benachteiligt An die organisierte Arbeiterschaft Berlins. 20. Sigung vom Donnerstag, den 23. Mai, worden. Der Hinweis auf die Aufrechterhaltung der Ruhe und die nachmittags 5 Uhr. Bekanntlich befinden sich die Barbiergehilfen schon seit Wochen beffere Ueberwachung der„ Kaschenmen" tann doch unmöglich durch in der Lohnbewegung, ohne indeß zum gewünschten Resultat zu Zu Beginn der Sigung werden die nengewählten Stadt- schlagend sein. So wie jetzt kann die Sache nicht bleiben. berordneten Stadtrat a. D. Bankdirektor Kämpf und Bezirks- Der Zwang des Häuserschlusses ist ebenso überraschend gekommen kommen. Alle Einigungsversuche scheiterten an deni Widerstand der vorsteher aber eingeführt und vom Vorsteher Dr. Langer- und auch dafür nur die Ruhe und Ordnung auf der Straße ins Arbeitgeber, trotzdem die Lohnkommission das weiteste Entgegenhans auf die Städte- Ordnung verpflichtet. Feld geführt worden. Nachdem 1894 der polizeiliche Schluß der kommen zeigte. Nachdem nun selbst die Einigungsvorschläge vor cm EinigmigZcimt von feiten der Arbeitgeber abgelehnt Ivurden. dürfte der Ausstand unvermeidlich sein. Sollte die Versammlung am 24. den Ausstand beschließen, so beabsichtigt die Lohnkommission in sänitlichen Lokalen, in welchen die Gewerkschaftsmitglieder ver- kehren, streikende Barbiergehilfen zu beschäftigen, um so den großen Bedarf, der zu den Feiertagen eintritt, zu Gunsten der streikenden Barbiergehilfen auszunutzen. Es werden in den Lokalen 3—4 Ge� Hilfen beschäftigt werden und der Betrag wird dem Streikfonds zw geführt werden. Wir ersuchen nunmehr die organisierte Arbeiterschaft, sich vom Sonnabendmittag ab in den bekannten Zahlstellen-Lokalen bedienen zu lassen.(Die genaue Liste der Lokale folgt.) Der Vertrauensmann der Barbiergehilfen. Deutsches Reich. Zur Aussperrung der Tabakarbciter in Nordhanscn. Wie berichtet wird, kommen 10 Firmen bei dem Ausstand in Betracht Von den in diesen Geschäften beschäftigten 219 Spinnern, 92 Spinner- lehrlingen, 519 Vorleger- und Deckenmacherinnen, I7S Röllchen- machcrn und 144 sonstigen Tabakarbeitern befinden sicki 298 Spinner, 17 Spinnerlehrlinge, 396 Vorleger- und Deckenmacherinnen, 115 Nöllchenmacher, 9 sonstige Tabakarbeitcr und 4 Cigarrenarbeiter im Ausstand. Die Gesamtzahl der für ihr Koalitionsrecht Kämpfenden beträgt demnach 719. Die Maler in Bremen haben durch ihren Streik bei 34 Meistern die Anerkennung ihrer Forderungen erzielt, 589 Gehilfen befinden sich im Ausstand. Nach Bansten ist der Zuzug für Tuchmacher femzuhalten, da in der Aktiengesellschaft Lohndifferenzen ausgebrochen sind. Der Streik der Former in A u e r b a ch hat den Erfolg ge- habt, daß die Lohnreduklion zurückgezogen wurde. Die Gctvcrkschaftcn in Mannheim Iveisen die reifenden Arbeiter darauf hin, daß seit dem 1. Mai das Gewerkschaftshaus zum„Weißen Lamm" EL 1. Nr. 4 eröffnet ist, in welchem den Reisenden gutes Quartier geboten wird. DaS Stuttgarter Arbeitersckrctariat erteilte nach seinem Bericht für das Geschäftsjahr 1999 an 8498 Personen Auskunst. Gegen das Vorjahr ist ein kleiner Rückgang eingetreten, der nach dem Bericht darauf zurückzuführen ist, daß von den Personen, die ihre OrganisationS�ugehörigkeit nicht nachweisen können, eine kleine Gebühr erhoben wird, ferner aber auch erregte wirtschaftliche Kämpfe fehlten, die Konflikte herbeiführen. Neu ist in dem Stuttgarter Sekretariat, daß die Auskunfterteilung an Nichtorganisierte nur gegen eine kleine Gebühr erteilt wird. Umstände habe» sich, wie es im Bericht heißt, bei der Gebühren erhcbnng nicht ergeben. In allen Fällen wurde der geringe Betrag gern gezahlt, und das vielfach sogar da, wo in Rücksicht auf dw Lage der AuSkunflsuchenden die Forderungen einer Gebühr unter blieben. Dagegen wurden diejemgen ferngehalten, denen cS ohne ersichtlichen Grund gefällt, wiederholt in derselben Sache vor- zusprechen und das Arbeitersekretariat nur benutzen, um zu prüfen, ob sie von ihrem Anwalt richtig beraten sind. Mit dem städtischen Arbeilsamt scheinen die Gewerkschaften in Stuttgart sehr zufrieden zu sein, denn es kann berichtet iverden, daß Klagen nicht vorgekommen sind. DaS gute Verhältnis bekundet sich auch darin, daß vier Gewerkschaften dem Arbeitsamt die Auszahlung der Reise-Unterstützung übertragen haben. Seit dem Monat September sind die Gewerkschaften angehalten, Angaben über die Arbeitslosigkeit zu machen. Das Ergebnis war folgendes: Es wurden im Monat September 397, im Oktober 581, im November 776 und im Dezember 1298 Arbeitslose gezählt. Die Mitgliederzahl der Gewerkschaften stieg von 3699 im Jahre 1895 auf 9519 mt Jahre 1999. Die Gesamteinnahme der 58 Organisationen belief sich im verflossenen Jahre ans 129 724 M. Unter den Ausgaben befanden sich Reiseunterstützung 9645.93 M., Arbeitslosenunterstützung 17 888,96 M. und sonstige Unterstützung 6325,91 M. Im Herbst dieses Jahrs haben die Gewerkschaften in Aussicht, ihr neues Gcwerkschastshaus fertig zu sehen, dessen Vau- kosten auf 299 999 M. veranschlagt sind. Der ganze Bericht giebt ein recht erfreuliches Bild regen Gedeihens der Arbeiterbewegung. Die Aussperrung der christlichen Tabakarbeiter in Kalben- kirchen. Nachdem der Verband der christlichen Tabakarbeiter dem Projekt, eine große Cigarrenfabrik in Kaldenkirchen zu errichten. zu> gestimmt hat. versuchten die Fabrikanten einzulenken, um der Kow kurrenz die Spitze abzubrechen. Auf die Annäherungsversuche von seilen der Fabrikanten haben die Ausgesperrten folgende Forderungen aufgestellt: „1. Anerkennung der Organisation, hier der christliche Verband der Tabak- und Cigarrenarbeiter Deutschlands, 2. Einsetzung einer neuugliedrigen Kommission, die aus vier Vertretern der örtlichen Verwaltungsstelle des christlichen Verbands und vier Vertretern des Fabrikanten- Verbands und einem neutralen Vorsitzenden besteht, oder aus zehn Vertretern der beiden Verbände mit der Maß gäbe, daß abwechselnd ein Arbeiter und ein Arbeitgeber den Vorsitz führt. Zu den Verhandlungen der Kommission kann der Vorstand des Fabrikanten- Verbands und der des christlichen Tabak- und Cigarrenarbeiter-Verbands eines seiner Mitglieder mit beratender Stimme delegieren. Diese Kommission soll nicht bloß für diesen Streik, sondern ständig bestehen bleiben zur Schlichtung aller aus- brechenden Differenzen." Weitere Forderungen: 1. Keine Maß- regclung von den Beteiligten wegen der Ansspcrrung. 2. Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, so daß die Stücklohnsätze de» Vergleich mit den anderwärts gezahlten Löhnen gut aushalten. Socinlcv. Eine Seemanns- Enqucte beabsichtigt der Verein für Socialpolitik vorzunehmen. Zunächst soll durch einen Rechts- Historiker eine Geschichte der Schiffahrt und des Arbeitsvertrags, und sodann, als Grundlage für die Monographien, eine allgemein ge- haltene technisch- wirtschaftliche Abhandlung über die Umgestaltung des Betriebes und der ArbcilSbedingnngen gegeben werden. An Einzeldarstellungen sollen für Deutschland: Hamburg, Bremen, Flensburg, Lübeck, Stettin, Danzig. Königsberg in Betracht kommen. Ferner soll die Erhebung je eine Arbeit über Skandinavien, Eng- land und die Vereinigten Staaten von Nordamerika bringen. Die achtstündige Arbeitszeit an den S o n n a b e n d e n hat für das Sommerhalbjahr die kgl. Artillerie-Werkstätte inMünäben eingeführt. Die Arbeit beginnt um 6 Uhr früh und endet um 2 Uhr mittags mit Unterbrechung einer Frühstückspause. Ein zivcitcr Direktionsbefehl giebt bekannt, daß aus den zur Verfügung stehenden Mitteln an 15 Arbeiter, welche die längste Zeit im Etablissement arbeiten, ein dreitägiger Urlaub mit einer Entschädigung von 4 Marl pro Tag gewährt wird. Gegenüber den Arbeitsverhältnissen in den Spandauer Militär- iverksiätlen bedeutet die kleine Vergünstigung einen Fortschritt, be- sonders wenn man in Erwägung zieht, daß in Spandau die Arbeiter erst wieder mit Abzügen beglückt ivurden. Geviiszks�Seikung. Ein Abenteuer ans der Polizeiwache beschäftigte gestern wieder einmal die 9. Strafkaitimer hiesigen Ländgerichts I. Wegen Amtsvergehens in der Form der Mißhandlung eines S i st i e r t e n wurde der frühere Schutzmann Adolf V e i t h zur Verantwortung gezogen. Der Angeklagte war als Schutzmann im 89. Polizeirevier thätig und ist während der in dieser Strafsache an- gestellten Vernehmungen aus dem Amte ausgeschieden. In der Nacht zum 24. August geriet der Kurbelstepper K r e t s ch m e r auf der Straße wegen Familienangelegenheiten in einen Streit mit seinem Bruder, der in Thätlichkeitcn ausartete. Da der Lärm sehr ' groß war, nahm ein Schutzmann den Robert K. mit zur Polizeiwache in der Wolgasterstraße. Von dort wurde er nach kurzer Zeit wieder entlassen. Er geriet dann wieder mit seinem Bruder ins Hand gemenge, beide fielen zur Erde und das Ende vom Liebe war, daß K. noch einmal auf die Polizeiwache gebracht wurde. Er hatte kleine Schrammen am Finger und an der Backe, als er aber von der Polizeiwache wieder herunter kam, hatte er eine Wunde am Kopf, die sehr stark blutete. Er mußte nach der Unfall- station gebracht werden, wo ihm ein Verband angelegt wurde. Der Arzt, in dessen Behandlung er sich am nächsten Tage begab, bc schcinigte ihm, daß er auf dem Kopf eine 4 Ccntimeter lange, stark blutende Wunde gehabt habe, die weder von einem Auffallen au eine scharfe Kante, noch vom Schlagen mit der Faust, sondern von einem Schlage mit einem festen, etwas elastischen Körper herrühren mußte. Kretschmer behauptet, daß ihm der Angeklagte diese Wunde beigebracht habe. Er sei von dem ihn sistierenden Schutzmann an Veith, der in jener Nacht Telegraphist und offenbar über die Störung seiner Nachtruhe empört(!) empört war, übergeben worden. Als er mit ihm allein war, habe der Angeklagte ihm plötzlich mehrere Hiebe mit einem Stock oder Ochsenziemer über den Kopf gegeben, so daß das Blut hervorquoll, und dabei gesagt: „Halt's Maul, Hund! Dir werde ich das Maul schon stopfen!" Als K. entlassen werden sollte, habe ihm ein Schutz mann ein Waschbecken zum Abwaschen des BluteS gereicht.— Der Angeklagte bestritt entschieden, sich an dem Zeugen vergriffen zu haben. Die vernommenen Schutzleute bekundeten zum Er- staune» des Vorsitzenden nichts Belastendes. Selbst der Schutz mann, der das Waschbecken gereicht, wollte eine Kopfwunde nicht gesehen haben. Nur ein Schutzmann hatte aus dem Nebenzimmer klatschendes Geräusch und die Aenßerung vom„Manlstopfen" gehört. Fest steht, daß die Wunde ans der Wache bekommen haben muß. StaatSamvalt v. Petzinger hielt es nach der stattgehabten Beweis aufnähme für zweifellos, daß der Zeuge auf der Wache mißhandelt worden, und ebenso, daß der Angeklagte der Thäter gewesen sei. Der Fall liege um so schwerer, weil der Angeklagte aus Unmut darüber, daß er noch einmal in seiner Nachtruhe gestört wurde, sich zu brutalen Mißhandlungen hinreißen ließ. Er beantrage gegen ihn eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Der Angeklagte beteuerte noch einmal seine Unschuld, indem er behauptete, das Opfer einer Personen Verwechselung geworden zu sein. Der Gerichts- Hof hielt ihn aber für überführt und verurteilte ihn unter Zubilligung von mildernden Um st änden, die darin zu finden seien, daß die Schutzleute ein schweres Amt hätten(I), das viel Ruhe und Selbstbeherrschung erfordere, zu zwei Monaten Gefängnis. Die Schattenseiten eines Ehrenamts hat der Gemeinde- Waisenrat Mchnerl kennen lernen müssen, der gestern vorder sechsten Berufungs-Strafkammcr des Landgerichts I seine Erlebnisse zu be- richten hatte, die ihm bei einem Besuche in amtlicher Eigenschaft widerfahren sind. Zu seinen Pfleglingen gehörte auch ein zwölf- jähriger Knabe, der sich bei den Eltern, die in wilder Ehe zusammen- leben, aufhält. Die Mutter des Knaben kam zum Waisenrat Mchnert und beklagte sich darüber, daß ihr Sohn höchst bedenk- liche Neigungen in sittlicher Beziehung verrate. Bereits mehrfach habe er' sich gegen Mädchen seines Alters vergangen. Bei dem Vater finde sie kein Ohr für ihre Klagen. Herr Mehnert begab sich nach der Wohnung der Frau, um dem Knaben eine Warnung zu erteilen. Er traf' hier auch dessen Vater, den Privatwächter Karl Schmidt an. Ohne den letzteren Beachtung zu schenken, nahm er sich den Knaben vor und wies ihn darauf hin, daß er im Wiederholungsfalle für seine unzüchtigen Handlungen ge- richllich zur Veronlworttmg gezogen werden könne. Plötzlicki wurde der Waisenrat von Schmidt gepackt und zur Thür hinausgeworfen, wobei der Angreifer ihn, noch einen Stoß ins Genick versetzte. DaS Schöffengericht war der Ansicht, daß Schmidt sich für berechtigt gehalten haben, den Besucher aus der von ihm gemieteten Wohnung zu weisen und sprach desbalb Schmidt Wege» thätlicher Beleidigung frei. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein und ihr Vertreter führte vor der Berufungsinstanz aus, daß eine Venirteilung des An- geklagten unter allen Umständen geboten sei. Der Waisenrat sei vollauf berechtigt gewesen, die Wohnung zu betreten, um dem ihm unterstellten Knaben eine Warnung zu erteilen, die Behandlnng, die dem Zeugen bei Ausübung seines Ehrenamts zu teil geworden, sei eine geradezu empörende. Er beantrage gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von vier Wochen. Der Gerichtshof trat den Aus- führungen des Staatsanwalts bei, hob das erste Urteil auf und er- kannte nach dem Antrage. In der Strafsache gegen die Frau Brugier, welche sich wegen Kuppelei in Untestuchungshaft befindet, ist bereits zum 1. Juni vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I Termin zur Hanptverhandlung unter dem Vorsitz deS Landgerichtsdirektors Käller anberaumt ivorden. Außer einem jungen Mädchen, ivelches bei der Angeklagten verkehrt hat, ist nur der mit der Untersuchung betraut gcivesene Kriminalkommissar Dr. AderS geladen worden. Auch der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, hat auf jede Zcugenladung seinerseits verzichtet, da die Angeklagte sich weigerte, auch nur einen Namen von den Herren aus der Lebewelt, die bei ihr verkehrt haben, zu nennen. Wegen Beleidigung des Bürgermeisters Klix in Finster- walde war Genosse Paul Jahn im Januar dieses Jahres vom Schöffengericht zu einer Gesängnisstrafe von 14 Tage» venirteilt worden. In der Berufungsinstanz in Kottbus wurde dieses Urteil mit Begründung durch Z 186 des Str.-G.-B. bestätigt, weil Jahn.keine Reue gezeigt habe." Die gegen dieses Urteil eingelegte, vomRcchtsanwalt B. Fränkl begründete R e v i s i o n ist gestern vom Kammcrgericht ver- warfen worden, weil Jahn die bewußte Absicht gehabt hätte, de» ihm mißliebigen Bürgernreistcr zu beleidigen; mithin komme ihm auch der Z 193(Wahrung berechtigter Interessen) nicht zu gute. Wegen SittenvcrgchenS, verübt an einem achtjährigen Kinde, ist der Stallmann des Cirkus Busch, Baron Wilhelm von Stocken, gestern vom Landgericht II zu 9 Monaten Ge- 'ängnis verurteilt worden. Ei» Boykottprozest. Aus Halle a. S. wird uns berichtet: Eine wichtige Entscheidung in Boykottangelegenheiten ällte das Landgericht in der Sache des Vorsitzenden des Bau-, Erd- und Hilfsarbeiter-Verbands, Emil Lobes, der vom Schöffen- gerächt weg«» Uebertretung des UnfngSparagraphen zu drei Tagen Haft verurteilt worden ivar. In einer im Februar statt- gehabten Mitgliederversammlung jenes Vereins war mitgeteilt worden, daß der Wirt Schade vom Schützcnhaus in Giebichenstein den Arbeitern gelegentlich eines Vergnügens verboten hatte, den Socialisteumarsch spielen zu lassen. Als die Kapelle auf Veranlassnng einer Arbeiters dann diese» Marsch doch spielte, soll der Wirt einige Arbeiter mit dem Gummi- schlauch bedroht haben. Auf Grund dieses Vorganges richtete der Angeklagte an die 79 erschienenen Mitglieder das Ersuchen, jenes Lokal nicht zu besuchen. Der Angeklagte, der gegen das erst- instanzliche Urteil Berufung eingelegt hatte, stützte sich darauf, daß die Aufforderung nicht öffentli ch, sondern in einem geschloffenen Kreise geschehen sei. Der Staatsanwalt war der Meinung, daß die Aufforderung trotzdem öffentlich wirke. Das Gericht kam aber zur Freisprechung, weil die Oeffentlichkeit nicht be- unruhigt worden sei. Der Boeren- Krieg. Die Boercn-Konzcntration im Kapgcbiet. AuS Pretoria wird gemeldet. De Wet stehe an der Spitze eines Kommandos von 4000 Mann mit 3 Geschützen. Die englischen Militärbehörden nehmen an, daß er mit diesen gesammelten Truppen in der Kapkolonie und dem Oranjestaat operieren will. Eine Meldung, daß De Wet bereits wieder in die Kapkolonie ein- gefallen sei, liegt an amtlicher Stelle nicht vor. Die Ansammlung so bedeutender Bocrenstrcitkräfte ruft in der Londoner Presse große Jeremiaden hervor, da man so große Aktionen der Boeren nicht mehr für möglich gehalten hatte. Der Mißerfolg FrcnchS in Ost-TrauSvaal. „Daily Mail" veröffentlicht den Brief eines Kavallerie- Offiziers, welcher versichert, daß die große taktische Bewegung des Generals French im Osten Transvaals völlig gescheitert ist. Drohende Hungersnot unter den Eingeborenen. Aus Kapstadt wird telegraphiert: Wie in hiesigen Kolonial- kreisen versichert wird, steht eine Hungersnot unter den Negern der Kapkolonie bevor. Die Aushungerungs- versuche gegen die Boeren machen sich jetzt schon unter den Koffern fühlbar, ivelche die notwendigste n Lebensmittel nicht mehr besitzen, da die meisten b e- ackerten G r n n d st ü ck e im Freistaate und einem großen Teile Transvaals vollständig unbebaut sind. Die Zahl der eingeborenen Kaffern beträgt in Transvaal 439 999, im Oranje- freistaat 139 999. Die Pest ist jetzt auch in Port Elizabeth ausgebrochen. Am 22. Mai wurden dortselbst vier Pcstfälle konstatiert. Tie TageSverlust- Liste unffaßt für d-n 22. Mai acht Tote, vierzehn Verwundete und 32 an Krankheiten V e r st o r b e n e. Außerdem sind 36 Schlverkranke zu verzeichnen. London, 23. Mai. Nach einer Meldung aus Lhm fontain sind die Boeren aus einer starken Stellung, die sie bei P a a r d e- f o n t c i n besetzt hatten, vertrieben worden. Sie hatten 3 Tote. 6 Verwundete und 6 Gefangene, sowie zahlreiche Verluste an Pferden._ Nehke und Depeschen. Schiffönnfälle. Hamburg, 23. Mai.(W. T. B.) Der Reichspostdampfer„Reichstag" der deutschen Ostafrika-Linie hatte gestern abend 63/4 Uhr zum Antritt seiner Reise nach Ostafrika den hiesigen Hafen verlassen. Auf der Unterelbe bei Brunshausen geriet der„Reichstag" vor den Bug des vor Anker liegenden Schnelldampfers„Fürst Bismarck". Die Wucht des Zusammenpralls wurde durch die bei der starken Strömung stramm voranftchende Ankerkctte des„Fürst Bismarck" bedeutend gemildert, aber trotzdem erlitt der„Reichstag" doch an Backbord- feite achtern beim Fallreep eine Einbeulung der Platten und mußte die Fortsetzung der Reise aufgeben. Heute früh b3/. Uhr traf der„Reichstag" wieder im hiesigen Hafen ein und vertaute im Strandhafen.' DaS Schiff wird aus dem Achterraum so viel Ladung löschen müssen. daß die eingebeulten Platten frei- gelegt und repariert werden können.„Fürst Bismarck" hat durch den Zusammenstoß keinen Schaden erlitten und ist bereits nach Cuxhaven gedampft, um heute Mittag die Reise nach Nelv Jork anzutreten. Bremen, 23. Mai.(W. T. B.) Nach einem Telegramm aus Tsingtau ist der Dampfer deS Norddeutschen Lloyd,„München", welcher vor der Einfahrt von Jap auf Grund genet, am 3. Mai wieder flott geworden und am 15. Mai im Schlepptau von zwei andern Dampfern des Norddeutschen Lloyd von Jap nach Hongkong abgegangen._ Berlin, 23. Mai.(W. T. B.) Feldmarschall Graf Waldersee meldet vom 22. aus Peking: Nordwestlich Wa»(28 Kilometer westlich Paotingfu) haben weitere Zusammenstöße von Teilen deS Bataillons Wichura mit zersprengten Boxern stattgefunden. Feind- liche Verluste 119. eigne zwei Verwundete. Hamburg, 23. Mai.(W. T. B.) Auf der Tagesordnung der zum 26. Juni nach Hamburg einberufenen ordentlichen General'-Ver- sammlung der Sprengstoff-Gesellschaft„Kosmos" in Hamburg befindet sich unter andern auch ein Antrag auf Beschlußfassung über einen mit der Dynamit-Attiengesellschaft vormals Alfred Nobel u. Co., Hamburg, abzuschließenden Vertrag. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Meldung der„Frankfurter Zeitung" aus Wiesbaden, daß sich daselbst der Vorsitzende der Steuereinschätzungs- Kommission erschossen habe, stellt sich als nn- richtig heraus. Selbstmord verübte nur ein kränklicher älterer Ver- wandter des genannten Herrn. Stockholm, 23. Mai.(W. T. B.) Der Reichstag nahm end- giltig einen Gesetzentwurf an, nach welchem das alte Syst«»» der nationalen Verteidigung nach 6 Jahren abläuft und ein neues auf die Dienstpflicht begründetes System eingeführt wird; und zwar soll danach in FriedenSzeite» die Dienstpflicht bei der Infanterie und dem Train 249 Tage, bei der Artillerie und der Kavallerie 365 Tage und bei der Marine 399 Tage betragen. Ainsterdam, 23. Mai.(W. T. B.) Nach einer amtlichen Meldung aus Batavia von heute gingen bei dem Ausbruch des Vulkans Kehlt heftige Aschenregen über den sechs Residentschaften Kediri. Madium. Surakarta. Djogjokarta, Kedu und Samarang nieder. Nach einer weiteren Depesche des„Handelsblad" aus Batavia hat die Bevölkerung von Blitar infolge der Eruption des Keloet die Flucht ergriffen. Gerüchtiveise verlautet, daß schon viele Eingeborene getötet seien. Paris, 23. Mai.(W. T. B.) Die Bureaus des Senats haben heute die Kommission zur Prüfung des Vereinsgesetzes gewählt. Zwölf Mitglieder der Kommission sind für und nur sechs gegen das Gesetz. London, 23. Mai.(W. T. B.) Unterhaus. Der Staatsekretär für Indien, Lord Hamilton, erwidert auf eine Anfrage be- treffend Verleihung einer internationalen Dekoration an die Truppen der verschiedenen Länder, welche an den Operationen in China teil- genommen habe», die Sache werde erwogen, sei aber noch nicht so weit vorgeschritten, daß er darüber eine Erklärung abgeben könne. Auf' eine Anfrage bezüglich des Baues schneller Kreuzer durch Rußland und Frankreich erklärt der Civil-Lord der Amiralität Prclyman, daß die Admiralität nach genauer Prüfung dieser Schiffe beschlossen habe, schnelle Kreuzer nach dem Monmouth-Typ zu bauen. Man glaube, daß dieselben den in sie gesetzten Erwartungen entsprechen würden. Ii» Laufe der Debatte über den Antrag, das Haus von morgen ab bis zum 6. Juni zu vertagen, richtete Campbell Bannermann an die Regierung das Ersuchen, über die Lage in Südafrika Mit- teilungen zu machen. Der Kriegsminister Brodrick erwiderte, egliche Mitteilung Lord Kitcheners bestätige, daß er mit den in Afrika gemachten Fortschritten zufrieden sei. Der Umstand. daß die militärischen Operationen sich auf ein großes Gebiet erstrecken, und daß die Boeren in zerstreuten Abteilungen aus- träten, sei geeignet, den Krieg zu verlängern. Aber die militärischen Operationen seien ausgeführt worden unter äußerst geringen Ver- lusten auf britischer Seite, während der Prozeß der Erschöpfung des Feinds mit ziemlicher Schnelligkeit gefördert sei. Die Regierung habe jede Unterstützung, die in ihrer Macht stehe, Lord Kilchener gewährt, und dieser Iverde mittels' einsichtsvoller Verwaliungs» maßnahmen alles thun, um die Beendigung des Krieges zu be-! 'chleunigen. Rom, 25. Mai.(W. T. B.) Der Minister des Innern hat den Generalinspektor der Gefängnisse zur Feststellung der Umstände des Selbstmordes Brescis nach Santo Stefans gesandt i ebenso sind von Neapel der Untersuchungsrichter und ein Amtsarzt dorthin abgereist. Bisher ist festgestellt, daß ein Wächter sah,»vie BreSei sich mittels eines Handtuchs an einer 2 Meter über dem Boden befind- lichcn Gitterstange erhängte und sofort hinzucilte. ihm aber bereits sterbend vorfand. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetzker in Gr.-Lichterselde. Für de», Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Babing in Berlin. Hierzu S Beilagen n. IluterHaltniigSblatt '■{ Br. 119. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus Spanien. Bilbao, den 18. Mai. Freitag, 24. Mai 1901. die elende Lage der Arbeiterklasse zu beendigen. Diese Er- aber man begeht in den drei leggenannten Städten genügend tlärungen hatten auf die Garten- und Landarbeiter( Hortelanos) Fälschungen, um den socialistischen Sieg zu vereiteln, und in Bilbao eine gewisse Wirkung und eine ihrer Gruppen beschloß, zum Streit wird nun wieder, wie früher, mit dem Gold zum Stimmenkauf so zu schreiten. Und da sich ihnen nur ein Teil ihrer Mitarbeiter an- wenig sparen, daß ich heute kaum noch die Hoffnung habe, wir Obgleich der Generalkapitän von Katalonien sich gegen die de- schloß, versuchten sie, allen Arbeitern ihres Gewerbes den General- werden hier und in Madrid siegen. Bilbao ist ein Ort, wo seit jener Zeit, daß unsre Partei an der finitive Wiederherstellung der konstitutionellen Garantien in Bar- streit aufzuerlegen und die Weiterarbeitenden gewaltsam zum Andie bürgerlichen Kandi celona ausgesprochen hat, hat die Regierung doch die Wieder- schluß zu zwingen. Das gab der Behörde Veranlassung einzu- Wahl teilnimmt es ist das sechste Mal Herstellung und Aufhebung des Belagerungszustandes angeordnet. schreiten und, wie gewöhnlich, wenn es sich um Streitigkeiten daten stets zur Bestechung der Wahlkörper und zum Stimmentauf Ohne Zweifel nur, weil wir uns am Vorabend vor den all- der Arbeiter handelt, griff die Civilgarde( Polizeisoldaten) scharf ein gegriffen haben. Und gewöhnlich lassen sie sich es etwas tosten, Als die Arretierten in 300 000-350 000 pesetas. Klar ist, daß dies, da es durch das Gesez mit gemeinen legislativen Wahlen befinden, und sie nicht will, daß man und nahm 32 Verhaftungen vor. die Hortelanas arbeiten weit Strafe belegt ist, nicht vorkommen könnte, wenn die Behörden es nicht ihr nachsage, daß sie in derselben Weise zu regieren fortfahre, in die Stadt abgeführt werden sollten der die Konservativen begannen, die ohne Belagerungszustand nie von dieser entfernt- griffen einige Haufen die Civilgarde mit Stein- duldeten; doch sie dulden den Handel nicht nur, sondern beteiligen auszukommen vermochten. würfen an und suchten die Verhafteten zu befreien. Die Polizei- fich auch im geheimen selbst daran. macht trieb die Angreifer mit Säbelhieben und Kolbenschlägen zurück. Das Ende war, daß ein Civilgardist und mehrere Angreifer auf der Strecke blieben. Nachdem die Nuhe völlig wiederhergestellt war, wurden die meisten der Verhafteten wieder entlassen. So kommt es auch, daß in Bilbao fast jedesmal die Wahl Noch immer will die Regierung und ihre Presse in den Vorgängen in Barcelona eine Konspiration der Katalanisten( Separatisten) blutig verläuft, denn da die Socialisten nicht dulden wollen, daß Stimmenfauf getrieben wird, so bleibt ihnen nichts übrig, als an mit den Anarchisten sehen. Sie sucht glauben zu machen, daß die Unruhen, die sich dort ereigneten, und denen, wie sie vermutet, die Straft zu appellieren und aus den Wahlräumen und andern bald δα Lokalen die Stimmtäufer und ihre Helfer hinauszuweisen, wenn es und dort andre nachfolgen werdeu, nur Folgen eines längst vorbereiteten anarchistischen Komplotts sind. Und doch Derartige Vorfälle, wie in Sevilla, kommen leider hin und absolut nicht anders geht, mit dem nötigen Nachdruck. Da aber ist nichts von einem Komplott zu sehen, man müßte denn ein solches wieder auch in andren Ortschaften vor, wo die Anarchisten noch greift meist sofort zu Gunsten der Stimmenkäufer die Polizei ein. Bei in der beständigen Predigt der Anarchisten finden wollen, daß der Einfluß haben, die Arbeiter aber entweder gar nicht oder schlecht der letzten Wahl gab es hier in Bilbao 60 Verwundete, ungefähr Generalstreit und die Anwendung von Gewaltmitteln nicht verschmäht organisiert sind und noch glauben, im Handumdrehen die sie drückende 10 Socialisten, die andren waren Anhänger des bürgerlichen werden dürften, um die sociale Revolution zu erwecken. Vielleicht Last abschütteln zu können. Dagegen sind derartige Unruhen nicht Kandidaten. sollen diese Anschuldigungen nur den Boden für besondere so leicht zu provozieren, wo in industriellen Gegenden die Socialisten Morgen dürfte das kaum anders werden; denn obgleich sich hier Maßregeln vorbereiten. Wie es heißt, erwägt das Kabinett, dominieren und gewerkschaftliche Verbände existieren. Dort haben alle Baricien ohne Unterschied: Liberale, Klerikale, Anti- Klerikale 2c. ob nicht die sich hier in Spanien aufhaltenden Anarchisten die Arbeiter andre Ansichten über ihre Lage und treten nur in einen gegen uns vereinigt haben, können sie doch nicht fiegen, wenn sie nicht aus anderen Staaten des Landes zu verweisen sind und Streit, wenn die Aussicht vorhanden ist, daß sie ihn zu gewinnen wieder Stimmenfauf und Wahlbetrügereien treiben; und unsre Ge den einheimischen Anarchisten nicht ein bestimmter Ort an der vermögen. nossen haben beschlossen, daß, wenn sie wieder derartige Dinge wahrafrikanischen Küste als Aufenthalt angewiesen werden könnte. Die nehmen, fie energisch einschreiten wollen. erste Maßregel ist nicht unmöglich; daß man aber auch zur zweiten, dem äußersten, greifen wird, das glaube ich nicht, so leicht auch unsre Sorte von Politikern den Kopf verliert. * Morgen, am Sonntag, werden sich hier die neuen Barlaments- Doch ob wir morgen siegen oder nicht; das eine ist sicher: der wahlen vollziehen. Die korrupten Mittel, die hier zum Storrigieren" fommende Tag, wird durch die Zahl der für uns abgegebenen des Ergebnisses des allgemeinen Stimmrechts gebräuchlich sind, ge- Stimmen beweisen, daß unsre Partei wiederum fortgeschritten ist statten der Regierung, abgesehen von kleinen Kalkulationsfehlern, und daß, wenn wir diesmal nicht den Eintritt ins Parlament erschon im Voraus zu wissen, in welcher Stärke die politischen Parteien zwingen, bei den nächsten Wahlen nicht nur einer, sondern mehrere in den Cortes vertreten sein werden. Sige unser sein werden. Jn Sevilla, der wichtigsten Stadt Adalusiens, haben in den Letzten Tagen ebenfalls einige Unruhen stattdefunden. Die dort Ju die neuen Cortes wird unbedingt eine beträchtliche Mehrheit socialistisch organisierten Arbeiter sind noch gering an 3ahl, von Ministeriellen( Liberalen) einziehen, daneben eine ansehnliche während die Anarchisten einen gewiffen Einfluß auf die Gruppe von Konservativen, zwei oder drei Gruppen liberaler oder Arbeiter haben, welche sie ohne Vorbereitung in den Kampf mit den konservativer Dissidenten, wahrscheinlich nicht mehr als 14 bis Unternehmern zu treiben suchen. Angeregt durch die Erfolge in 16 Republikaner und einige Karlisten. Unfre Partei wird, das ist Barcelona beriefen verschiedene Arbeitervereine auf Veranlassung schon beinahe sicher, wieder keinen Kandidaten durchbringen, wie sie dieser anarchistischen Elemente in Sevilla ein Meeting ein, in welchem ja auch in den letzten Cortes unvertreten war. sie sich mit dem solidarisch erklärten, was in der Hauptstadt Kata- Es tämpft unsre Partei in 32 Distrikten oder Wahlkreisen, und Toniens vorgefallen sei und außerdem der Generalstreit und sie hat einen solchen Anhang, daß sie in Bilbao und Madrid, vieldie Anwendung von Gewalt als Mittel empfohlen wurden, leicht man noch in Valladolid und Zaragoza triumphieren müßte, Pablo Iglesias. Ueber den Wahlausfall liegt folgende Meldung vor: nach den amtlichen Ergebnissen, die aber noch nicht vollständig vorliegen, erhalten die Liberalen 244 Size, die Konservativen 81; ferner sind gewählt 12 Parteigänger des Herzogs von Tetuan, 16 Republikaner, 13 Parteigänger Gamazos, 14 Anhänger Romero Robledos, 22 Gewählte gehören andren Gruppen an. Ein Socialist scheint also entgegen der ersten Meldung nicht gewählt worden zu sein. Das Vorurtheil gegen den Einkauf von fertigen Schuhwaaren ist besiegt nnnnnnn bei allen Denjenigen, die einmal einen Versuch mit Stiller's Schuhwaaren gemacht haben. Stiller's Schuhe und Stiefel sind nach anatomischen Leisten hergerichtet und zeichnen sich durch unerreicht dastehende Passform aus. Dabei ist jeder Stiefel, der billigste wie der feinste, dauerhaft gearbeitet und ist der Preisunterschied lediglich durch die Feinheit des Materials und die elegantere Ausstattung bedingt. 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Mai 1901. beträgt; an jeden mit dem Legen des Rasens betrauten Arbeiter befohlenen aufnehmen. Die Kleinen, welche dorthin übersiedeln profitiert die Kirche täglich sogar 20 Mart: Bisher betrug der Tagelohn der Friedhofsarbeiter bei einer Arbeitszeit von 11 Stunden durch weg 3 Mart. werden, waren bis jetzt im Waisenhause in der Alten Jakobstraße untergebracht. Das neue Ashl ist zur Aufnahme von 50 Kindern bestimmt, wird aber späterhin noch eine bedeutende Erweiterung erfahren, zu welchem Zwecke die beiden Nebenhäuser Kürassierstr. 23 und 24 von der Stadt bereits angekauft worden sind. Da die Berliner Partei- Angelegenheiten. Zu den bevorstehenden Pfingstfeiertagen ersucht die Lokalkommission die Parteigenossen, die am 12. Mai erschienene Lokalliste besonders beachten zu wollen. Die Lokal- Durch eine unverzeihliche Frevelthat ist am Donnerstag kommission ist der Ueberzeugung, daß eine große Auswahl von nachmittag 4 Uhr in Schöneberg ein zwölfjähriger Schüler schwer Schwindler auf dem Dreirad. Vor einer Buchhandlung in solchen Lokalen den Genossen zur Verfügung steht, deren Wirte ihre zu Schaden gekommen. Um diese Zeit ging eine Arbeiterfrau mit Säle uns zu Versammlungen hergeben. Darum muß es Ehrensache einem Mädchen und einem Knaben durch die Prinz Georgstraße, der Berlinerstraße 130 fuhren gestern auf einem Dreirad drei junge der Genossen sein, in jeder Beziehung die von ihr ins Leben ge- als plötzlich der Junge lautlos zusammenbrach. Eine leere Bier Männer vor. Während einer draußen beim Rad blieb, gingen die rufene Lokalliste zu respektieren. Thue ein jeder seine Schuldigkeit, flasche war, wie man annimmt, von einem Neubau auf die beiden andren in den Laden hinein, fauften etwas für 30 Pfennige so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Das Lokal des Herrn Sunze, Straße geschleudert worden und dem Kinde auf den Kopf ge- und bezahlten. Dann nahm einer ein Zweimarkstück aus der Tasche Scharnweberstraße 120, Reinidendorf- West, Tegeler fallen. Der arme Knabe wurde in anscheinend schwerverletztem und bat den Geschäftsmann, es zu wechseln. Während der BuchChaussee, steht der Arbeiterschaft von jetzt ab zur Verfügung. Zustande in die Unfallstation gebracht. händler das Kleingeld aufzählte, schwazzten ihm die beiden Kunden Dagegen stehen die Lokale von Philipp Teichert, zum SchüßenDieser wohl auf frevelhaften Uebermut zurückzuführende Vorgang in einer widerlich freundlichen Art so viel von beabsichtigten AbonneHause, Scharniveberstr. 4, und von Müller, Scharnweberstraße, vis- a- vis giebt uns Veranlassung, eine Unfitte zu rügen, die auf Neubauten ments auf diese und jene Zeitschrift an, daß seine Aufmerksam dem Dankeskirchhof, der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung. leider gang und gäbe ist. Wer in den Vororten, wo sich vielfach feit von dem Gelde abgelehnt wurde. Nun strichen die Leute mit Die Lokalkommission. Neubau an Neubau reiht, durch die Straßen pilgert, ist vor Glas- den Kleinen Münzen rasch auch das8weimarkstück, das Vierter Wahlkreis Süd- Ost. Die Parteigenossen machen splittern häufig kaum seines Lebens sicher. Ueberall liegen auf Bürgersteig noch auf dem Ladentische lag, ein, empfahlen sich, schwangen sich wir auf das am ersten Pfingstfeiertag, früh 5 Uhr, stattfindende und Straßendamm Trümmer von Bierflaschen, die aus Ursachen, mit dem Dritten auf das Rad und fuhren davon. wir auf das am ersten Pfingstfeiertag, früh 5 Uhr, stattfindende für die fich wahrscheinlich nicht die geringste Motivierung Schwindler diesen alten Sniff in ueuer Umkleidung wohl auch noch Frühkonzert in den Lokalen Victoria- Garten" von Joël und herbeibringen läßt, meist aus den Bauten herausbefördert anderwärts anzubringen suchen werden, so sei vor ihnen gewarnt. Bart- Restaurant" von Ludwig in Treptow aufmerksam. Das worden sind. Wir wollen weniger den Schaden in Betracht ziehen, alle drei sind 20 bis 25 Jahre alt. Der eine kann nicht beschrieben Arrangement ist so getroffen, daß nur gute musikalische und gefang die der Bierlieferant durch diese Behandlung fremden Eigentums werden. Von den beiden, die in den Laden kamen, ist einer etwa liche Kräfte gewonnen würden, welche es sich angelegen sein lassen, erleidet, obgleich die Summen, die auf solche Weise verloren gehen, 1,65 Meter groß und untersetzt, hat ein bartloses Gesicht und trägt allen Ansprüchen gerecht zu werden und das Vergnügen selbst zu wahrscheinlich keineswegs gering find. Weit mehr kommt in Be- einen graugesprenkelten Anzug und einen Strohhut. Der andre ist einem genußreichen zu machen. Um recht zahlreichen Besuch bittet tracht, daß die Glassplitter vor allen Dingen den spielenden Kindern ebenso groß, hat einen dunklen Schnurrbart und trägt einen schwarzen sehr gefährlich werden. Es braucht ja nicht immer eine Bierflasche Jackettanzug und einen schwarzen weichen Filzhut. Schönhauser Vorstadt. Am zweiten Pfingstfeiertage findet jemand auf den Kopf zu fallen, aber namentlich zur im Jägerhaus", Schönhauser Allee 108, ein Frühfonzert statt, jetzigen Jahreszeit, wo Kinder vielfach barfuß gehen, Mit der Durchführung der neuen Polizeiverordnung, nach veranstaltet von den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt, unter find in den Vororten durch Glassplitter herbeigeführte der die Gast- und Schankwirtschaften morgens statt um Mitwirkung des Berliner Ult- Trio. Die Kaffeeküche steht Fußverletzungen etwas Alltägliches. Vielleicht tragen diese Beilen 4 erst um 6 Uhr wieder aufgemacht werden dürfen, ist gestern den Genossinnen von 5 Uhr an zur Verfügung. Eintritt 20 f. dazu bei, daß einer Unfitte entgegengewirkt wird, für die es keinerlei morgen in der 12. Hauptmannschaft im Nordosten der Stadt be= Um rege Beteiligung ersucht Entschuldigung geben kann. gonnen worden. Binnen drei Tagen soll die neue Verordnung in ganz Berlin durchgeführt werden. Einige Wirte wollen sich anzeigen lassen, um eine gerichtliche Entscheidung über die Gültigkeit der Verordnung herbeizuführen. Das wird ihnen aber wohl wenig helfen. " Lokales. Das Komitee. Das Komitee. werden. und Ein schwerer Unfall hat sich bei der Landung eines Fesselballons auf dem Tempelhofer Felde zugetragen. Als gestern vormittag gegen 111/2 Uhr nach einem glücklichen Aufstieg ein Ballon der Luftschiffer- Abteilung landen wollte, stürzte der Ballon, bei dem das Ventil anscheinend nicht richtig funktionierte, plöglich mit rapider durch einen Sprung aus der Gondel glücklich zur Erde zu kommen, Geschwindigkeit herab. Während es dem einen Insassen gelang, trug Lieutenant Hahn bei dem heftigen Aufschlagen des Korbs mehrere Knochenbrüche davon, so daß er von Mannschaften der Luftschiffer- Abteilung vom Plage getragen werden mußte. Unter Geschäftsleuten bestehen vielfach Zweifel darüber, ob die Ladengeschäfte am Sonnabend bis 10 Uhr geöffnet sein dürfen. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Wie uns auf eine Anfrage mitgeteilt wird, braucht wie heute so Von unfrem Genoffen Borgmann wurde bei Gelegenheit der auch Sonnabend der Geschäftsschluß erst zehn Uhr einzutreten. Ein schwerer Unfall ereignete sich vorgestern im Betriebe der Berichterstattung des Rechnungsausschusses über eine Reihe von In der Bernauer Mordsache sind gestern drei Verhaftungen Firma Siemens u. Halste zu Charlottenburg. Einem ArRechnungen ein Vorkommnis zur Sprache gebracht, das sich seiner erfolgt. Als mutmaßliche Mörder sind im Laufe der Nacht zum beiter wurde durch eine vom Wagen fallende Achse der Brustkasten Beit in der Kunst deputation zugetragen hat. Ein Mitglied der Donnerstag drei der gefährlichsten Einbrecher Berlins festgenommen völlig eingedrückt, so daß er auf der Stelle starb. Die Lagerböcke, Kunstdeputation, der Stadtverordnete und kal. Baurat Key Ilmann, worden, die ihren Komplizen, den ehemaligen Schlosser und späteren welche im Wege lagen, hatten es dem Arbeiter unmöglich gemacht, hatte im Auftrage der Deputation die Ausarbeitung des Entwurfs Einbrecher Richard Conrad in der Nacht zum letzten Montag beiseite zu springen. Nachdem das Unglück geschehen war, wurden zu einem Eingangsthor für den Friedrichshain übernommen und meuchlings umgebracht haben. Sie hatten, einer Zeitungsmeldung die Lagerböcke weggeräumt. hinterher 1000 Mark dafür liquidiert. Borgmann und mit Ueber die Verschwendungssucht des verhafteten Bankihm Singer erklärten es für unzulässig, daß städtische Arbeiten zufolge, gefürchtet, Conrad könne ihnen hinsichtlich der ge der direktors Kommerzienrats Schulz von der Pommerschen in dieser Weise vergeben würden, selbst wenn, wie in dem vor- meinsam ausgeführten EinbruchsRaubzüge in liegenden Fall, nur die Auslagen für eine als Silfskraft an- weiteren Umgebung Berlins als Verräter gefährlich werden. Hypothekenbank wird uns aus Göttingen geschrieben: Bor zwei genommene dritte Person liquidiert werden. Von seiten der bürger- Die Namen der Verhafteten werden noch nicht genannt. Die Ent- Jahren heiratete Schulz hier seine jezige zweite Frau, die Tochter eines hiesigen Kaufmanns. Durch seine fabelhaften Ausgaben für lichen Fraftionen der Versammlungen wurden keinerlei Einwendungen deckung und Festnahme der Mörder soll in erster Linie der persön Geschente, Trinkgelder 2c. wurde Schulz hier allgemein der Held des gegen das Verfahren gemacht, das in dieser Angelegenheit beliebt lichen Initiative des Kriminalkommissars v. Baeckmann zu danken Tags. Das Glas Bier bezahlte er gewöhnlich mit 10 und 20 M., worden ist; zwei Herren aus ihrer Mitte erklärten, es sei sein. In Schönlinde bei Ladenburg hatte Conrad unter falschem die Braut und deren Familie überschüttete er mit fostbaren Geso alles in bester Ordnung. Sie haben der städtischen Namen mehrere Wochen als Mieter in einem einsamen Gehöft ge- ichenken. Bei der Hochzeit hat es förmlich„ Gefchente geregnet"; Verwaltung damit gewiß keinen guten Dienst erwiesen. Ein paar Vorlagen, die besonders die aus befizer bauſt, dessen Wirt, ein ehemaliger Staatspensionär und mit goldenen Uhren, Armbändern, Broschen und Busennadeln angehen, wurden nach kurzer Debatte einem Ausschuß zur Bor- ießiger gefürchteter Ginbrecher, zu seinem Mörder ge- wurden alle Gäste bedacht, 500 M. Trinkgeld erhielt das Dienstberatung überwiesen. Die eine betrifft das Ortsstatut über die worden ist. Dieser Pensionär" darf, so weit bis jetzt festgestellt ist, personal, Cigarren unter 3 M. pro Stück wurden nicht geraucht. Anlegung von Straßen und die Heranziehung der als Haupt der vierköpfigen Einbrecherbande gelten und dürfte den Eine Schauspielertruppe aus Berlin mußte extra hierher kommen, um am Polterabend Aufführungen zu veranstalten. Um der Braut Anlieger zu den Kosten, die andre die Erhebung von ersten Streich gegen seinen Genossen Conrad geführt haben. Der einen Blumenkorb von Berlin nach hier zu bringen, reiste ein Beiträgen zu den Kosten nener Straßen, Brüden lettere, der 30 Jahre alt und unverheiratet ist, lebte in Berlin Gärtner von dort nach hier zweiter Klasse. Kurz und gut, jederund so weiter nach§ 9 des Kommunalabgaben- und später in Schönlinde mit einer geschiedenen Frau mann sah und hörte, daß das Geld bei Schulz keine Rolle spielte. Gesezes von 1893. Die Heißsporne unter den Vertretern des Hausagrariertums in der Versammlung verhielten sich schweigend. zusammen, deren Namen er angenommen hatte. Seit etwa zwei Der Stadt Oldenburg hat Schulz Schenkungen gemacht, die in die Hausagrariertums in der Versammlung verhielten sich schweigend. Monaten verfolgte die Berliner Kriminalpolizei unausgefeßt die vier Hunderttausende gehen. Sie haben auch keinen Grund, sich darüber zu beklagen, daß ihnen in den Vorlagen allzusehr zu nahe getreten wird. Auch dann ließen bezeichneten Individuen, weil sie dringend verdächtig der Teilnahme fie fich nicht aus ihrem Bau herauslocken, als Singer darauf hin- an größeren Einbruchsdiebstählen in Berlin erschienen. Die drei wies, wie rücksichtsvoll sie der Magistrat behandelt wissen will. Personen sind in der letzten Nacht in Berlin, wohin sie sich nach der Nachher gab es eine lebhafte und interefiante Debatte über die That geflüchtet hatten, in drei verschiedenen Lokalen festgenommen neuesten Auswüchse der Polizeimacht, über die Häuser worden, ohne daß der eine von der Verhaftung des andern eine Schließordnung und das bekannte Vorgehen gegen die Ahnung hatte. Heute sollen sie der Staatsanwaltschaft vorgeführt Schankwirte. Unfre Genossen Pfannkuch und Ewald übten mit rückhaltloser Schärfe Kritik an der auffälligen Verschiedenheit der Behandlung, die die Polizei den einzelnen Schantstätten zu Der Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorbereitung der Wahl teil werden läßt, an der merkwürdigen Inkonsequenz, mit der sie die eines Stadtschulrats beschloß gestern abend 4 Bewerber zur engeren Bestimmungen über die Polizeistunde handhabt. Leider hat der Wahl zu stellen, sich über diese näher zu informieren und dem Die Dampfer- Gesellschaft„ Stern" macht bekannt, daß mit Mangel an Rührigkeit, den der Magistrat dem Polizeiregiment gegen- Plenum Bericht zu erstatten. Später soll dann zur Wahl geschritten dem Pfingstfonntag, den 26. Mai, auf ihren sämtlichen Linien der über stets und ständig bekundet, der Polizei den Mut zu ihrer neuesten werden, um dem Plenum definitiv Vorschläge unterbreiten zu können. Sommer- Fahrplan in Kraft tritt. Am dritten Pfingstfeiertag werden That gestärkt. Ein geisteskranker japanischer Profeffor verübte gestern um 1/210, 10 und 2 Uhr Sonderfahrten nach Grünau, Beuthen, früh 3/2 Uhr in seiner Wohnung, Steffelstr. 13, Brandstiftung Hantels Ablage veranstaltet. Die Kretssynoden, welche in diesen Tagen versammelt find, und brachte außerdem einem Gärtner durch Beilhiebe erheb Die Klopstockstraße von der Händelstraße bis zur Charlotten haben sich doch nicht ausschließlich mit den lieblichen Bänfereien liche Verletzungen bei. Prof. Schirrah weilte im Auftrage der unterhalten, von denen wir gestern etliche Beispiele anzuführen japanischen Regierung seit etwa zwei Jahren in Berlin, um hier deutsche burger Chauffee wird wegen Asphaltierung vom 29. d. M. ab bis hatten. In der Kreisshnode II war ein Prediger Philipps Sprachstudien zu betreiben. Er wohnte als Chambregarnist Kessel- auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. menschenfreundlich und verständig genug, die Lage der Fried- straße 13 bei dem Monteur Traugott, der viel auf Reisen ist. Gestern Der Sportpark Friedenau veranstaltet am Sonntag, den 2. Juni, hofs Arbeiter zur Sprache zu bringen. Er meinte, die begann Sch. verdächtige Reden zu führen und behauptete, von der große internationale Flieger- Rennen. Das Feld der Klasse A wird vorausSynode müsse Gewissensbedenten fragen, die jetzigen Bu- japanischen und deutschen Gesandtschaft verfolgt zu werden. Er rief fichtlich aus Jacquelin, Ellegaard, Arend, Huber und Seidl bestehen, denen am darauffolgenden Tage, Montag, den 3. Juni, sich noch Major Tayler ſtände aufrecht zu erhalten, die namentlich in Bezug auf die Arbeits- Frau Tr. und ihre Tochter zu seinem Schutze an und händigte ihnen hinzugefellen wird. Es dürfte dieses Meeting wohl als die größte sportbedingungen im allgemeinen und die Sonntagsarbeit im besonderen einen Gummifnippel und einen geschliffenen Dolch ein, damit sie liche Beranstaltung anzusehen sein, die bisher der Sportpark Friedenau gepiele gärten und zuträglichkeiten in fich bergen. Der gegebenenfalls ſein Leben verteidigen könnten. In ihrer Ungit baten boten hat. Prediger stellte darauf folgende Anträge, die von der Synode an- die Frauen den befreundeten Gärtner Franke, der in der NachbarAus den Nachbarorten. genommen wurden: schaft wohnt, die Nacht über in ihrer Wohnung zu schlafen, um den „ I. Die Kreissynode richtet an das K. Konsistorium das Er- Japaner zu beaufsichtigen. Bald nach 3 Uhr wurde Brandgeruch Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte suchen, anordnen bezw. dahingehende Anregungen bei den zu beobachtet und gefunden, daß Sch. ein im Korridor stehendes sich in ihrer letzten Sigung mit der Anlegung des schon seit dem ständigen Instanzen geben zu wollen: 1. daß die Friedhofs- Bücherregal in Brand gesetzt und sich dann in seine Stube fest Jahre 1895 geplanten Stichtanals. Nach einer kurzen Disarbeiter an jedem zweiten Sonntag( beziv. Festtag) von aller eingeschlossen hatte. Während mun Feuerrufe ertönten und die kussion wurde folgendes beschlossen:„ Die Baudeputation wird erArbeit befreit werden, und zwar ohne Lohuverkürzung; Feuerwehr herbeigerufen wurde, lag Sch. im Fenster und lachte. mächtigt, nach erfolgter Einzahlung bezw. Sicherstellung der von 2. daß an den Sonntagen alle Arbeit verboten werde, Da auch aus seiner Stube Rauch drang, so sprengte Franke den Grundbefizern übernommenen Geldbeträge die Ausführung aller die auch Tags zuvor oder hernach geschehen kann( wie im Verein mit dem Klempner Michaelis die Thür. In dem erforderlichen Anlagen, und zwar a) des schiffbaren Kanals nebst Grüftegraben, Hügelauffezen, Gießen, Wegereinigen 2c.); felben Augenblick sprang Sch. auf und ging mit einem Zubehör, b) der Uferstraßen zu bewirken." 3. daß nach Möglichkeit der Häufung von Begräb Beile auf die beiden Männer Ios. Der erste gegen Franke nissen an den Sonntagen entgegengewirkt beziehungsgerichtete Schlag wäre sicher tödlich gewesen, wenn er nicht auch den weise für den Sonntag besondere Hilfsarbeiter ein- Aronleuchter getroffen hätte und dadurch abgeschwächt worden wäre. gestellt werden, um einer Ueberlastung der regulären Der Rasende erwehrte sich der Angriffe der beiden Männer mit Arbeiter gerade am Sonntag zu steuern; 4. daß für die Arbeiter herkulischer Kraft und hielt selbst einem mittlerweile herbeigeeilten auf allen Berliner Friedhöfen ein etwa vorhandener, ausreichend Schußmann noch Stand. Erst nach längerem Ringen fonnte er großer, heizbarer und wetterfester Raum mit Sitze und Wasch gefesselt und zur Polizei gebracht werden, die seine sofortige Ueber gelegenheit, auch den nötigen Einrichtungen zur Aufbewahrung führung nach Dalldorf verfügte. Sch. hatte auch seine Stuben der Kleider, für die Ruhepausen bezw. zum Schuß gegen- einrichtung mit Petroleum begossen und im letzten Augenblick anwetter zur Verfügung gestellt oder neu errichtet werde; gezündet, doch konnte das Fener noch im Keime erstickt werden. Der 5. daß die verheirateten ansässigen Arbeiter möglichst Gärtner Franke hat bei dem Renkonter mehrere erhebliche Stopfnicht durch zugereiste, jugendliche oder gar Frauen um wunden davongetragen. geringerer Löhne willen aus ihrer Arbeit verdrängt be Den gegen die Erhöhung der Kornzölle gerichteten Betitionsantrag der Socialdemokraten begründet Stadtv. Conrad als Referent in treffender Weise. Stadtv. R.-A. Abraham trat für Ablehnung des socialdemokratischen Antrags ein und beantragte, beim Staatsministerium, Bundesrat und Reichstag dahin vorstellig zu werden, unter möglichster Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen aller Stände möglichst langfristige Handelsverträge abzuschließen. Der Antrag Conrad und Genossen wurde schließlich gegen 14 Stimmen a b gelehnt und der Antrag Abraham mit 21 Stimmen an genommen. Die Magistratsvorlage, durch die der Bau einer nenen Gas= an sta It verlangt wird, fand ohne besondere Debatte fast einstimmig Annahme. werden; 6. daß die tägliche Arbeitszeit( exkl. der not Wie die Ministerialverfügungen, betreffend das Verbot wendigen Bausen) 10 Stunden nicht übersteige; 7. daß die Lohn- der offenen Coatsfeuer, befolgt wird, darüber geht uns von geDie Beschlüsse der Wohnmgsdeputation, über die wir schon frage möglichst einheitlich für ganz Berlin geregelt werde unter werkschaftlicher Seite folgende Mitteilung zu:" An der Ecke der Bugrundelegung eines Normallohnes von 4 M. pro Tag Friedrich- und Taubenstraße wird ein Bierpalast für den Batzen- neulich berichtet haben, riefen eine längere, zum Teil recht stürmische für ben regulären Arbeiter; 8. daß für Ueberstunden ein fester hofer Bierausschant errichtet, der offenbar noch zu Pfingsten fertig- Debatte bervor. Großen Unwillen erregte es beim Magistrat wie gestellt werden soll. Im Hausflur, wo die Maler beschäftigt sind, bei der Mehrheit, daß ihnen Stadtv. Ma ch( Mitglied der Deputation) II. Streissynode empfiehlt den ihr angeschlossenen Gemeinden, brennen nicht weniger als feds offene Coatsfeuer. Eine einige ungeschminkte Wahrheiten über ihr socialpolitisches Niveau fagte. Er wandte sich soweit sie dazu kompetent sind, im Sinne obiger Anträge auch Atmosphäre herrscht dort, die kaum zu ertragen ist. Im Laden, auf Wach wurde zweimal zur Ordnung gerufen. ihrerseits selbständig vorzugehen, bezw. die Mittel für die dadurch der Rüstung, wo ebenfalls Maler arbeiten, werden sogenannte energisch dagegen, daß die geplanten Einrichtungen zur Unterbringung notwendigen Ausgaben von der Stadtfynode zu erfordern." Patenttohlen gebrannt; der Dunst und Qualm ist für die auf der weiterer Wohnungslosen als Massenquartiere hergerichtet und Man mag zwar einwenden, daß Reformen dieser bescheidenen Rüstung stehenden Maler im höchsten Grade gesundheitsgefährlich. wohnungslose Familien auseinander geriffen werden, wie es die Der Antrag der Wohnungsdeputation Art schon längst hätten eingeführt werden sollen, allein wir wollen Ebenso fehlt's an einem Raum, wo die Maler ihre Kleider lassen Wohnungsdeputation will. den Geistlichen keinen Vorwurf daraus machen, daß sie jetzt erst fönuten. Trogdem in allernächster Nähe ein Schußmannsposten steht, auf Schaffung von Massen quartieren wurde nach längerer kommen, sondern hoffen, daß das Konsistorium ihrer Anregung scheint die Polizeibehörde noch nichts von dem Uebelstand zu wiffen. Diskussion gegen die Stimmen der Socialdemokraten angenommen, Wir wollen hoffen, daß die Bloßlegung dieser Mißstände nicht allein und über die Anträge Wach ging man, weil sie nicht zeitgemäß“ stattgiebt. Die Einnahmen, welche der Kirche gerade aus dem Friedhofs- Abhilfe bringt, sondern die maßgebenden Kreise auch allgemein von und in Rigdorf nicht durchführbar seien, zur Tagesordnung über. Vor einiger Zeit be- der Notwendigkeit einer durch Arbeiter ausgeübten Baukontrolle monopol erwachsen, find groß genug. Aus Rigdorf. Um ihr letztes Hab und Gut gekommen sind in der Nacht zum Donnerstag 17 Familien, welche infolge der rechneten wir einmal, daß der Unternehmergewinn, den sie aus überzeugt. folchen Arbeitern zieht, welche die Grabhügel begießen, während der Das Kinderafyl in der Küraffierstraße, welches schon am Wohnungsnot Zuflucht im Armenhause suchen mußten, in Betracht kommenden sechs Sommermonate, pro Stopf 380 Mart 1. Mai d. J. bezogen werden sollte, wird heute seine ersten Pflege- Alle entbehrlichen Wirtschaftssachen dieser Aermsten waren in einem Holzschuppen untergebracht worden, welcher auf dem Armenhaus- in Brand. Von Herbeieilenden Förstern und Waldarbeiteru, sowie[ Mais nach wie vor fest. Sehr flau war die Stimmung für Rüböl im AnRoggen war später Grundstück am Mariendorfer Weg errichtet war. In der Nacht zum der alarmierten Friedrichshagener Feuerwehr wurde durch Ziehen schluß an Paris; Lieferungspreise verloren 50 Pf. Donnerstag ist nun dieser Schuppen mit dem gesamten Inhalt in von Gräben und Aufwerfen von Erde das Feuer bald wieder erstickt. leicht abgeschwächt infolge größeren russischen Angebots, das verschiedentlich Flammen aufgegangen. Unzweifelhaft liegt Brandstiftung Ohne diese rechtzeitige Hilfe hätte der Brand leicht größere Aus- u. Abschlüssen führte. Auch Weizen konnte seine höchsten Preise schließlich vor. Ein geisteskranker Vergolder B., welcher erst kürzlich aus der dehnung annehmen und der Kolonie Fichtenau sehr gefährlich werden nicht voll behaupten. Frrenanstalt Eberswalde entlassen worden ist und seitdem im Armen können. hause wohnt, ist als der That dringend verdächtig in Haft genommen worden. Die Stadtgemeinde ist durch Versicherung vor Schaden geschüßt. Hoffentlich wird sie die armen Abgebrannten ebenfalls schadlos halten, indem sie die denselben verbrannten Sachen ersetzt. 10 Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung beschäftigte sich am Mittwoch zunächst mit der Frage der Vergebung der Fuhrleistungen. Der Ausschuß empfahl, von der lebernahme der Fuhrleistungen in städtische Regie zur Zeit Abstand zu nehmen und dem Antrage des Magistrats entsprechend die Fuhrleistungen dem Unternehmer Fricke in Berlin für die Zeit vom 1. April 1902 bis 31. März 1905 zu übertragen. Die Debatte drehte sich einmal um die Frage der Uebernahme in eigne Regie und zweitens darum, ob nicht troß der dadurch entstehenden Mehrkosten doch ein Charlottenburger Unternehmer zu bevorzugen sei. Diesen Yokalpatriotischen pfahlbürgerlichen Standpunkt vertrat nur eine Kleine Minderheit. Mit der Uebernahme in eigne Regie war die Bersammlung im Princip einverstanden; trotzdem wurde ein dahingehender Antrag gegen die Stimmen des Freifinnigen Dr. Benzig und der beiden Socialdemokraten abgelehnt, da die lebernahme in städtische Regie zur Zeit nach Ansicht der Mehrheit mit zu hohen Kosten verknüpft ist. Die Magistratsvorlage gelangte zur Annahme. Eine längere Debatte knüpfte sich auch an die Vorlage betr. die Erschließung des südlichen Teils von Westend. Wie wir bereits mitgeteilt haben, handelt es sich um eine Abänderung des mit der Deutschen Bank geschlossenen Vertrags, in welchem eine Verbreiterung der Nebenstraßen auf 14,5 Meter vorgesehen ist. Dadurch erwachsen der Stadt Mehrkosten in Höhe von etwa 70.000 9. Die Versammlung genehmigte den Vertrag mit der Aenderung, daß die Nebenstraßen nur 14 Meter breit sein sollen. Auf diese Weise glaubt die Stadt die 70 000 M. zu sparen; that sächlich aber dürften ihr daraus bei einer später notwendig werdenden Verbreiterung weit höhere Kosten erwachsen. Dem Vorentwurf für den Bau einer höheren Töchter= schule auf dem städtischen Grundstück Nürnbergerstr. 63 stimmte die Versammlung zu; der Entwurf betreffend den Bau eines Gymnasiums in der Wormserstraße wurde einem Ausschuß von 9 Mitgliedern übertviesen. Zur Annahme gelangten ferner eine Reihe kleinerer Vorlagen sowie die Vorlage betreffend Ver gebung des öffentlichen Anschlagwesens. Auch hier wurde von der Uebernahme in eigne Regie Abstand genommen und das Anschlagwesen dem bisherigen Unternehmer, Buchdruckereibesitzer Gerz, der bei der Ausschreibung Meistbietender gewesen ist, für die Zeit bis zum 31. März 1911 übergeben. Wegen der Blutthat in Lindenberg befindet sich, wie uns entgegen andren Nachrichten mitgeteilt wird, ein Arbeiter Beck in Haft. Obwohl dieser bestreitet, den Schmiedemeister Grunow er ichossen zu haben, so ist er doch der That dringend verdächtig. Die Behörde zweifelt nicht daran, daß der Schmiedemeister von Wilddieben, denen er unbequem war, erschossen worden ist. Grunow hat mehrfach Wilderern das Handwerk gelegt, indem er sie beobachtete und anzeigte. Aus Furcht vor einer Anzeige und zugleich aus Rache hat ihn nun einer ums Leben gebracht. In Lindenberg sind nicht weniger als zwölf Personen als Wilddiebe bekannt, zu ihnen gehört auch Beck. Der Verdacht gegen ihn wird noch dadurch bestätigt, daß er an den Tage, als Grunow erschossen aufgefunden wurde, nach Dialchow hinausging und sich zu erhängen versuchte. An der Ausführung dieses Plans wurde er noch rechtzeitig gehindert. Vermischtes. Spiritus matt; 70er loco tam heute zu dem gestern gebotenen Preise von 43,90(-0,30) zur Notiz. Witterungsübersicht vom 23. Mai 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm WindBunipa Windstärke Wetter Ueber die entsehliche Blutthat einer Mutter wird aus Herrnstadt( Schlesien) telegraphisch gemeldet: Die dort in der Bobielerstraße wohnhafte Frau Schubert tötete in einem Anfall von Wahnsinn mit einem Beil ihre drei Kinder im Alter von sieben, fünf und einhalb Jahren und verlegte das vierte Kind, einen neunjährigen Knaben, schwer. Nachdem sie die Leiche des jüngsten Swinemde 772 O 3 heiter Kindes in ein Erdloch versteckt hatte, begoß sie die Leichen der beiden Hamburg andren Kinder mit Spiritus und zündete sie an. Durch den Rauch Berlin wurden die Nachbarn aufmerksam gemacht. Der Ehemann Schubert Franks./M. 769 NO München 7680 war zur Zeit verreist. Wien 774 NNO 7729 Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 2222 5° 6.= 4° R. 12 10 paparanda 771 NW 4 heiter 1 molfen! 12 4 heiter 1wolfen! 10 Betersburg 776SO 3 heiter 10 Cort 772 766 NO 13 4 wolfent 14 Aberdeen heiter 11 Paris 2 wolfen! 14 768 N 1 volfig 10 Wetter: Prognose für Freitag, den 24. Mai 1901. Vielfach wolkig, aber troden bei mäßigen nördlichen Winden, etwas Briefkasten der Redaktion. Einen verwegenen Fluchtversuch unternahm, wie aus Glogau vom 22. Mai gemeldet wird, der am 9. Mai von der Straffammer zu 7 Jahren Gefängnis verurteilte falsche Generaldirektor wärmerer Racht und wenig veränderter Tagestemperatur. des Fürsten Pleß, der Hochstapler Friedrich Weiß, alias Nelson. Als er im Gefängnishofe spazieren geführt wurde, erletterte er das Dach der Retirade und setzte von da aus über die Gefängnishofmaner hinweg. Der Gefängniswärter verfolgte den Flüchtling sofort und es glückte ihm, denselben mit Hilfe eines Gendarmen in dem drei Kilometer weit entfernten Dorfe Weidisch wiedereinzufangen. Der Sträfling, der unterwegs seine Schuhe im Stich gelassen hatte, wurde gefesselt in das Gefängnis zurück geführt. Ein gräßlicher Mord wird aus Paris gemeldet. In einem Wagen erster Klasse der Pariser Gürtelbahn tötete Mittwochabend ein 21 jähriger Buchhalter ein junges Mädchen durch mehrere Revolverschüsse und warf, als der Zug durch einen Tummel fuhr, den Leichnam auf das Geleise. Der Mörder wurde verhaftet; wie es scheint, handelt es sich um ein Eifersuchtsdrama. Marktpreise von Berlin am 22. Mai 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.-tr.| 17,60| 17,58 " " Gerste, gut " 14,90 13,90 Startoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Aale Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Siedah. Die Stadtbahn ist 1882 dem Betriebe übergeben worden. Heilbronn. Vor dem Eintritt in solche Kassen ist wiederholt gewarnt worden. Der Artikel in der„ Schwäbischen Tagwacht" dürfte Ihnen als Auskunft genügen. Beiträge müssen Sie zahlen bis Sie Ihren Austritt angemeldet und vollzogen haben. F. S. Vom Berliner Ratskeller wurde die erste Hälfte 1865, die zweite 1870 fertig. Die Gerichtslaube ist 1871 in Berlin abgebrochen und im Schloß Babelsberg wieder aufgebaut worden. O. F. 100. Wenn Sie weitergehenden Bescheid brauchen, so holen sie denselben mündlich von uns oder andrer Seite ein. Es sind doch schließlich Kindereien, für die eine politische Zeitung nicht da ist. Deutscher 7-15- Holzarbeiter- Verband. 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1,20 " " 1,80 1, 1,60 1, 60 Stud 1 kg Todes- Anzeige. Am 21. Mai verstarb an der Proletarierkrankheit unser Mitglied, der Perlmuttarbeiter Hermann Mielke. 2,60 2, 3,60 2,20 Die Beerdigung findet heute, Frei 2,20 1,20 tagnachmittag 4 Uhr, von der Leichen: 2,80 1,20 halle des Gethsemane- Kirchhofs in 2,60 1,20 Nieder- Schönhausen aus statt. Um 2,40 1,20 rege Beteiligung ersucht mittel gering 17,56 17,54 " 17,52 17,50 " Roggen, gut 14,75 14,74 " mittel gering 14,73 14,72 " " mittel 16, 15, 14,71 14,70 " gering 13,80 12,90 " 16,20 15,60 " mittel 15,50 14,90 " Bauder gering " 14,80 14,20 Hechte " 7,16 6,82 Barsche 1,60 0,80 " 8,40 5,90 Schleie 2,80 1,20 40, 25, Bleie " 45, 20, Krebse 1,20 0,60 per Shot 18,- 3, 70, 25, Safer, gut Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linsen Getreide. 23. Mai. tab Bahn und frei Mühle. Produktenmarkt bout Nach dem preußischen Saatenstandsbericht sind die Ernte- Aussichten für die Winterfaaten nach wie vor recht trübe, und der hoffnungsvoller lautende Bassus des vom 15. Mai datierenden Berichts über die Sommerung machte an der Börse deshalb keinen Eindruck, weil man annimmt, daß gerade die Die Tendenz legten acht Tage mit ihrer Trockenheit viel geschadet haben. des Marktes war sehr fest. Kommissionäre fauften bedeutende Posten Ge: treide für Rechnung der Provinz. Weizen erzielte bis 2 M., Roggen Waldbrände find bei der herrschenden Trockenheit an der 1,25 W. bessere Preise als gestern. Oestreich- Ungarn tam feft, Amerika leicht Tagesordnung. Am Dienstagnachmittag gerieth in der Nähe der abgeschwächt. Ausländische Offerten zu ungefähr rentablen Preisen waren Kolonie Fichtenau eine ca. 20 Morgen große Fläche Heideland ausreichend vorhanden. Mehl 30g 0,10 M. an. Hafer war behauptet, 105/1 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 22. d. Mts., früh 5 Uhr, verstarb mein guter 14836 Mann, der Malermeister Todes- Anzeige. rate unser Kollege und Berbands: Am 17. d. Mts, nachmittags 4 Uhr, mitglied, der Dachdecker 54/4 Hermann Schmieder, Eisenacherstr. 78 wohnhaft, im Alter von 41 Jahren vom Neubau Friedberg: ftraße zu Charlottenburg fünf Etagen ab, worauf sofort der Tod eintrat. Die Ursache war Fehlen der polizeiSchuß: lich vorgeschriebenen vorrichtung. Der Verunglückte hinterläßt Frau und drei Kinder. = Die Beerdigung findet am erfien Pfingstfeiertag, nachmittags J4. Uhr, Don der Leichenhalle des Zwölf Apostel Kirchhofs am Mariendorfer Weg aus statt. Vom Bahnhof Ebersstraße zu erreichen. Um recht, rege Beteiligung ersucht Der Vorstand des Verbands der Dachdecker Deutschlands, Filiale III Berlin. Achtung, Friedrichshagen! Max Sommerfeld. Mit der Bitte unt stille Teilnahme Die tieftrauernde Witwe Marie Sommerfeld geb. Kummer. Die Beerdigung findet am ersten Wilhelmsgarten, Wilhelmstr.35 Feiertag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. 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