Nr. 124. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft Bettungs Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye debeträgt für die fechsgespaltene stolonet. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin F Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Novelle zum Gewerbegerichts- Gesetz. I. Eine der wertvollsten Arbeiten, die den Reichstag auf socialdemokratische Anregung seit Jahren beschäftigt haben und jüngst zum Abschluß gelangt sind, bildet die Ausgestaltung des Gewerbegerichts- Gesezes. So mäßig auch die vom Reichstag beschlossenen Verbesserungen des bestehenden Gesetzes sind und so zweifelhaft die Zustimmung des Bundesrats ist, so ist es dennoch angemessen, diese für die Arbeiterklasse so wichtige gesetzgeberische Arbeit des Reichstags zusammenfassend zu schildern. Der erste Vorstoß zur Abänderung des seit zehn Jahren geltenden Gefetes, betreffend die Gewerbegerichte, ging im ahre 1898 von der socialdemokratischen Fraktion des Reichstags aus. Dieser folgte etwas später mit einem weniger weitgehenden Antrage das Centrum. Bei der zweitägigen Beratung der beiden Initiativanträge, im Januar 1899, verhielten sich die Vertreter der verbündeten Regierungen völlig pafsio. Mit keinem Wort beteiligten sie sich an der Debatte, trotdem die Reformbedürftigkeit des Gesetzes von fast allen Parteien des Reichstags anerkannt wurde. Der Reichstag beschloß denn auch, eine Kommission mit der Vorberatung der Angelegenheit zu betrauen. Diese er stattete unterm 10. Mai 1899 einen umfangreichen schriftlichen Bericht, welcher jedoch weitgehende Abänderungen des Gesetzes, wie sie die socialdemokratischen Mitglieder der Kommission, die Abgeordneten Tuzgauer und Zubeil in der Kommission beantragt hatten, nicht enthielt. Die obligatorische Einführung der Gewerbegerichte für alle Gemeinden beziv. weitere Kommunalverbände, wie sie von unfren Genossen verlangt worden war, fand nicht die Zustimmung der Kommission. Diese beantragte beim Plenum, die Gewerbegerichte nur für Gemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern obligatorisch zu machen. Außerdem schlug sie vor, die Gemeindebehörden zu verpflichten, Wählerlisten für die Wahl der Beisitzer aufzustellen, ohne daß die Wahlberechtigten erst ihre Aufnahme in diese Listen zu beantragen hätten. Freitag, den 31. Mai 1901. dr adsicht Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die von unsren Genossen beantragte allgemeine wage zu legen. Trotz dieses kaiserlichen Unwillens wird sein obligatorische Einführung der Gewerbegerichte neuester Trinkspruch wiederum in die Oeffentlichkeit getragen, und nur für Gemeinden mit mehr als 20 000 Gin- politische Bedeutung dieses Trinkspruchs. Dann aber ist es um ohnern beschlossen. Ein Versuch unsrer Fraktion, die so seltsamer, daß nicht ein amtliches Organ die Nebe des Kaisers Mindest- Einwohnerzahl bon 20 000 auf 15 000 herabzusehen, mitteilt, sondern ein Berliner Sensationsblatt. Es scheint fast, daß scheiterte. Hätte der Reichstag diesen socialdemokratischen die„ Berliner Neuesten Nachrichten" richtig vermuten, daß der Antrag angenommen, so müßten etwa doppelt so viel obli- Benutzung dieses Kanals die Absicht einer gewissen Abgatorische Gewerbegerichte neu errichtet werden, als nach dem schwächung des Vorgangs zu Grunde liegt". si jetzigen Beschlusse. Der Kaiser sagte: id s wurde leider auch im Plenum abgelehnt und das Obligatorium es tönnte scheinen, als würde dies veranlaßt durch eine besondere Abgelehnt wurde der socialdemokratische Antrag, welcher die Kompetenz der Gewerbegerichte ausdehnen wollte, auf die Streitigkeiten aus dem Arbeits-, Lohn- oder Dienstverhältnis aller im Bergbau, in der Land- und Forstwirtschaft, im Handel und Verkehr oder als Gesinde beschäftigten Personen. Nicht einmal die Wünsche der Handlungsgehilfen, welche in einer Reihe von Petitionen zum Ausbruck tamen und welche Auschluß an die Gewerbegerichte forderten, wurden berücksichtigt. Der Reichstag verweigerte den Handlungsgehilfen ein Recht, welches ihren Kollegen in Oestreich durch die dortige Gesetzgebung längst gewährt worden ist. Die fachliche Zuständigkeit der Gewerbegerichte hat durch die Novelle eine nicht unbedeutende Erweiterung erfahren, freilich nicht in dem Maße, als es der socialdemofratische Antrag verlangte. Dennoch ist ein großer Teil der diesbezüglichen, von unsren Genossen gestellten Forderungen berücksichtigt worden. Außer für die im bestehenden Gesetz vorgesehenen Streitigkeiten sollen nach dem Beschluß des Reichstags die Gewerbegerichte fünftig auch kompetent sein für die Erledigung von Streitigkeiten: 1. über die Aushändigung oder den Inhalt des Lohnbuchs, Arbeitszettels oder Lohnzahlungsbuchs, 2. über die Rückgabe von Zeugnissen, Büchern, Legitimationspapieren, Urkunden, Gerätschaften, Kleidungsstücken, Kautionen und dergleichen, welche aus Anlaß des Arbeitsverhältnisses übergeben sind, " = le Meine Herren! Am heutigen Tage habe ich die Ehre gehabt, an der Spize der 2. Garde Infanterie Brigade zu kommandieren. Es ist dieser Tag ein ganz besonderer Gedenktag, den ich immer hochgehalten habe und hochhalten werde, der Tag, an dem die Brigade vor dem hochseligen Saifer Friedrich ererciert hat. Wir weihen dent Andenken an ihn ein stilles Glas!" Nachdem die Anwesenden dem Folge gegeben hatten, fuhr der Kaiser fort: Füllen Sie die Gläser aufs neue! Es freut mich gerade Heute mitteilen zu können, daß es im fernen Osten zu Friedensabschlüssen gekommen ist, und daß die Truppen zurüdgezogen werden können. Es find mir aus diesem Anlaß von vielen Seiten Anerkennungen und Danksagungen zu teil geworden, auch eine vom Kaiser von Rußland persönlich abgesandte Depesche habe ich erhalten; fie lautet: Für die Dienste in China sage Jch Enter Majestät meinen herzlichsten Dank. Graf Waldersee hat eine schwere, undankbare Sache mit Würde und Geschick geführt, ich bezeuge meine volle Sympathie. Mit dem heutigen Tage ist der Brigade eine ganz besondere Ehre zu teil geworden, indem sie zwei Offiziere der französischen Armee in ihrer Mitte willkommen heißt. Es ist dies das erste mal, ebenso wie deutsche und französische Truppen zum erstenmal Schulter an Schulter gegen einen gemeinsamen Feind in guter Waffenbrüderschaft und treuer kameradschaft getämpft haben. Die beiden Herren Offiziere und ihre gesamte Armee Hurra! Hurra! Hurra!" " Nach der Ansprache des Kaisers, so wird weiter erzählt, gab die 8. über Ansprüche auf Schadenersatz oder auf Zahlung einer Vertragsstrafe wegen Nichterfüllung oder nicht gehöriger Erfüllung Kapelle einen dreifachen Tusch. Nach einigen Minuten erhob sich der Verpflichtungen, welche die unter Nr. 1 bis 3 des abgeänderten der französische General Bonnal und sagte in französischer § 3 des Gesetzes bezeichneten Gegenstände betreffen, sowie wegen Sprache dem Kaiser in warmer und überaus verbindgefezwidriger oder unrichtiger Eintragungen in Arbeitsbücher, Iicher Weise seinen Dank dafür, daß es ihm gestattet Die Anträge unsrer Parteigenossen, wonach die KomBeugnisse, Lohnbücher, Arbeitszettel, Lohnzahlungsbücher, Kranken- worden sei, gerade diesem denkwürdigen Erereieren beizuwohnen, tassenbücher oder Quittungskarten der Invalidenversicherung, und für die zahlreichen ehrenden Aufmerksamkeiten von seiten des petenz der Gewerbegerichte auch auf andre, als die im 4. über die Berechnung und Anrechnung der von Arbeitern jetzigen Gesez bezeichneten Berufe ausgedehnt werden sollte, zu leistenden Krankenversicherungs- Beiträge und Eintritts- Kaisers und der deutschen Offiziere." Der General schloß seine Ansprache mit den Worten: Die deutsche Armee und ihr wurde abgelehnt, desgleichen die von ihnen geforderte Ausgelder." dehnung der fachlichen Zuständigkeit, die Herabsetzung der Der§ 5 des Gesetzes wurde durch eine, von unfren Soldatentaiser hoch, hoch, hoch!" Nach dem Hoch intonierte Altersgrenze für die Wähler und die Beisitzer, sowie die Ver- Barteigenossen angeregte Bestimmung erweitert, welche besagt, bie Kapelle die deutsche Nationalhymne. leihung des aktiven und passiven Wahlrechts an die Frauen. daß Schiedsverträge, durch welche die Zuständigkeit des Wir würden es freudigst begrüßen, wenn diesen Vorgängen im Aus dem die Ausdehnung der sachlichen Zuständigkeit der Gewerbegerichts für fünftige Streitigkeiten aus- Offiziertafino des 2. Garderegiments und der Depesche des Gewerbegerichte fordernden Abänderungsantrage der social geschlossen wird, nur dann rechtswirksam sein sollen, wenn russischen Baren an den deutschen Raiser eine politifche Bedemokratischen Kommissionsmitglieder fand nur die Bestimmung nach dem Schiedsvertrage bei der Entscheidung von Streitig deutung beigemessen werden könnte. Jede friedliche Annäherung die Zustimmung der Mehrheit der Kommission, welche die feiten Arbeitgeber und Arbeiter in gleicher Zahl unter einem zwischen Deutschland und den Zweibundsmächten, jede Beseitigung Zuständigkeit ausdehnen sollte auf Streitigkeiten über Ent- Vorsitzenden mitzuwirken haben, welcher weder Arbeitgeber nationaler Gegensäge und Verstimmungen würde von niemand beifälliger aufgenommen werden als von uns. Wir glauben aber schädigungsansprüche aus gesetzwidrigen Eintragungen in noch Arbeiter ist. Arbeitsbücher, Zeugnisse, Krankenkassenbücher und Quittungs- Die socialdemokratische Fraktion hatte wieder beantragt, entfernt nicht an eine politische Bedeutung des Vorkommnisses. farten der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten, das Mindeſtalter für die Wähler auf das einund. Es ist sehr begreiflich, daß das Telegramm des garen sowie wegen widerrechtlicher Vorenthaltung dieser Papiere. Endlich beschloß die Kommission, beim Plenum die Ein- wanzigste, für die Beisiger der Gewerbegerichte auf den Kaiser erfreut und daß der Kaiser dieses Telegramm alsbald das vollendete fünfundzwanzigste Lebensjahr herabzusetzen andern zur Teilnahme an seiner Freude mitteilt. Das Telegramm führung des Erscheinungszwanges vor dem Einigungsamt des und den Frauen das attive und passive Wahlrecht zeigt ja, daß weber die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Gewerbegerichts und die Festsetzung einer Geldstrafe bis zu zu erteilen. Diese Anträge wurden mit Hilfe des Kaiser und den russischen Regierungsorganen über den eigentlichen 100 Mart zu beantragen für diejenigen an dem Streit be- Centrums einfach niedergestimmt, desselben Centrums, dessen Beranlasser des Walderfee- Oberkommandos, noch die Unterstützung, teiligten Personen, welche der Vorladung vor dem Einigungs- Mitglieder Dr. Lieber und Dr. Franz vor 23 Jahren selbst welche die deutsche Chinapolitik den Engländern geleistet hat, den amt feine Folge leisten. beantragt hatten, daß bei der Wahl der Beisitzer des Gewerbe- Baren abhalten konnten, auch seinerseits gute Dienste Deutschlands War es auch nicht viel, was aus den Verhandlungen gerichts alle volljährigen Arbeitgeber und Arbeiter in China anzuerkennen. Es ist sogar unzweifelhaft, daß Deutschland der 1899er Kommission herausgekommen war, so fonnten ihre wahlberechtigt sein sollten. Ein neuer Beweis von der thatsächlich gute Dienste nicht nur den Engländern, sondern auch den Ruffen geleistet hat. Die deutsche Chinapolitik hat Vorschläge doch immerhin als eine kleine Verbesserung des Mauserung des Centrums im arbeiterfeind. Gesetzes gelten. lichen Sinne. Wir halten es für geradezu beschämend, den russischen Einfluß in China außerordentlich gestärkt und die BeEine zweite Beratung auf Grund der Abänderungs- daß die Wähler bei den Gewerbegerichts. Wahlen auch festigung Rußlands in der Mandschurei ermöglicht. Die Auslandsanträge der Kommission fand im Plenum nicht mehr statt. fünftig noch mindestens 25 Jahre alt sein müssen, politik der deutschen Regierung ist überhaupt eine recht gefällige politit, Der Reichstag wurde am 22. Juni 1899 vertagt und nahm während man in Oestreich längst allen Zwanzigjährigen, sie erweist allen Nachbarn ringsum gute Dienste. sich auch in der vom 14. November 1899 bis 12. Juni 1900 auch den Frauen, das Wahlrecht erteilt hat. Das Barentelegramm ist nicht nur höflichkeit, wenn es auch sich ausdehnenden zweiten Hälfte der zweijährigen Session Mehr Entgegenkommen als bei ihrem, das Frauen- bie ihm bereits zugeschriebene politische Bedeutung nicht hat. Nur 1898 bis 1900 nicht in die Zeit, in die zweite Befung ein- stimmrecht. fordernden Antrage fanden die Socialdemokraten öflichkeit aber ist der Austausch zwischen dem Kaiser und In der nächsten Session, und zwar unterm 22. November mit ihrer Forderung, in dem§ 13 des Gesetzes die Bestimmung General Bonnal. Es ist das erstemal, daß ein derartiger Austausch 1900, brachte die socialdemokratische Fraktion abermals einen zu streichen, wonach die Wähler seit mindestens einem stattfindet und man sagt, dem Kaiser liege ein lodender Steiz in dem Wie wenig aber die Militaristen in Frankreich daran Initiativantrag im Reichstag ein, diesmal nicht, wie im Jahre in dem Bezirk des Gewerbegerichts Wohnung oder Gedanken, die Franzosen durch sein persönliches Auftreten zu geBeschäftigung haben müssen. Durch Annahme dieses social- winnen. Jahre 1898, nur eine Resolution, sondern eine Novelle, welche demokratischen Antrags wurde einer Anzahl bisher nicht wahl- denken, sich durch eine Politik der Liebenswürdigkeiten über den Verlust zweier Provinzen zu trösten, das zeigte erst letter Tage die recht cine durchgreifende Verbesserung des Gesetzes, betreffend die berechtigten Personen das Wahlrecht zuerkannt. chauvinistische Rede des französischen Kriegsministers André. Gewerbegerichte enthielt. Und es ist nicht zu berkennen, daß die Militaristen Frankreichs recht haben, persönliche Liebenswürdigkeit nicht zu überschätzen. Denn sie sehen, daß daß der freundliche Wirt, der ihren General mit gewinnender Zuvorkommenheit einladet und auf die französische Armee toastet, die dauernde Ver Der Kaiser hat, wie wir bereits mitteilten, sich französischen mehrung der militärischen Streitkräfte DeutschBesuch geladen, der auch dem Exerzieren der 2. Garde- Infanterie- I ands eifrigst betreibt. Es ist charakteristisch, daß General Brigade beiwohnte. Bei dem Frühstück im Offizierskafino, das dem Bonnal auch in der höflichen Beantwortung einer höflichen Bewill Der Diese Kommission hat nun gründlicher gearbeitet, als militärischen Schauspiel folgte, brachte der Kaiser einen Trinkspruch tommmung den Kaiser als Soldatenkaiser feiert. ihre Vorgängerin im Jahre 1899, und unterm 2. Mai 1901 aus, der von einigen Berliner Abendblättern bereits als eine französische General beweist damit richtiges Verständnis für das Borwalten militärischer Neigungen in Deutschland. fonnte sie ihren schriftlichen Bericht beim Plenum erstatten. hoch politische Saiferrede" gefeiert wird. Am 9. und 10. Mai cr. fand die zweite und am 13. Mai die Der Kaiser foll nach dem Bekanntwerden seiner Alexandrinerrede Irgendwelche Aenderung in den Beziehungen Deutschlands zu dritte Lesung im Plenum statt. Das Resultat derselben war, sich umvillig darüber geäußert haben, daß seine Ansprachen im andern Staaten wird durch den Trinkspruch des Kaisers nicht daß die Kommissionsanträge mit geringen Ausnahmen un- soldatischen Kreise in die Oeffentlichkeit gelangen; er soll auch ge- angekündigt. Eine Milderung der nationalen Gegenfäße, eine ver verändert angenommen wurden. meint haben, es entstünden so leicht Mißverständnisse, da ihm doch söhnliche Annäherung insbesondere zwischen Deutschland und Frant Betrachten wir nun kurz diese Beschlüsse des Reichstags. nicht zugemutet werden dürfe, jedes einzelne Wort auf die Gold- reich kann nicht durch Atte der Höflichkeit, sondern nur durch zutreten. Auch das Centrum war wieder in Aftion getreten, indem es die von der früheren Kommission beschlossenen Abänderungsvorschläge als Initiativantrag einbrachte. Die erste Plenarberatung dieser beiden Initiativanträge fand am 11. und 16. Januar 1901 statt. Zum zweitenmale wurde eine Vierzehner- Kommission, der wieder die Abgeordneten Zuzauer und Zubeil angehörten, zur Vorberatung der Abänderungsanträge gewählt. Politische Neberlicht. 午 Berlin, den 30. Mai. Internationalismus der Höflichkeiten. " Zähmung des beiderseitigen Rüstungseifers erreicht werden. Das| zur aber wollen weder die Militaristen dieses noch jenes Landes, ob-| 2000. schon die Völler es ersehnen. Ein Zeichen. serisierung des Centrums von, wenn wir uns recht erinnern, Herr Memminger, der bayrische Bauernbündler, hat fürzlich bereits einiges von den Geschäftsgeheimnissen des Bunds der Landwirte ausgeplaudert. Aus dem Fall Bauer mag man ersehen, daß der Bund in der That keine Mühe und keine Kosten scheut", um das Riesengeschäft der Getreidezoll- Erhöhung zu stande zu bringen. Der China Kazenjammer, Graf Wilhelm Bismard, Oberpräsident in Ostpreußen, ift plöglich verstorben. Die Stellung seines Vaters ließ ihn eine überaus rasche Carriere machen, so daß er schon außergewöhnlich früh an die Spiße einer Provinz trat. Der Sturz Bismards veranlaßte ihn nicht, von seinem damaligen Amte als Regierungspräsident zurückzutreten. Graf Wilhelm Bismard war auch einige Jahre Mitglied des Reichstags und des Abgeordnetenhauses. Er hat besonderes Talent nicht beseffen, aber häufig eine überaus herrische Haltung gegenüber Bevölkerungsklassen bewiesen, die dem konservativen Junker nicht gefielen. Wahrscheinlich wird der Todesfall eine Hinausschiebung der auf den 4. Juni angesetzten Enthüllung des Bismard Denimals herbeiführen. = von dort geschrieben wird, in ganz merkwürdiger Weise gesorgt. Die Stichwahl in Greifswald- Grimmen hat mit einem glänzend zu nennenden Siege des freisinnigen Kandidaten Gothein geendet, dem auch die Socialdemokratie ihre Unterstüßung lieh. Der Freisinnige erhielt ungefähr 10 000 Stimmen, während der konservative Landrat v. Behr trotz der größten der steh schon deutlich genug in den Seufzern der Erleichterung Wahlbeeinflussungen seiner Wahlmacher, trotz des rücksichts- verriet, mit der auch thatifarbene Blätter die Auflösung des ost Für die nationale Arbeit wird in Ostpreußen, wie uns lofen Aufgebots aller behördlichen Eingriffe in die gegnerische asiatischen Oberkommandos und Expeditionscorps begrüßten, findet noch drastischeren Ausdruck in vielen Blättern, die kritische BeBahlagitation, um etwa 3000 Stimmen hinter dem Sieger trachtungen über den Berlaufs des Abenteuers anstellen. So schreibt Daran, daß den Arbeitern eine Steigerung der Löhne durch die zurückblieb. Dieses Ergebnis wurde in einem bisher durchweg 3. B. die" Rheinisch- Westfälische Zeitung": Bei wichtigen politischen Ereignissen ist es interessant, den massenhafte Einführung von lohndrückenden Arbeitern aus Rußland fonservativen Wahlkreis erzielt, der eine überwiegende ländLefern eine Uebersicht der Presse zu geben, um die Aeußerungen unmöglich gemacht wird, haben sich die einheimischen Arbeiter schön liche Bevölkerung zählt. Die kleinen Landwirte haben sich und die Stellungnahme der verschiedenen Parteiblätter in Zeitungs- gewöhnt. Mit recht empört sind die Arbeiter aber darüber, daß sie ausschnitten zu zeigen. Bei diesem doch so hochpolitischen Er- von allen besser bezahlten Arbeiten grundsäglich ferngehalten werden. für den principiellen Freihändler gegen den Agrarier enteignis des Endes des Chinafeldzugs ist das überflüssig: Ob Mit Rücksicht auf die Befizer, die die leistungsfähigeren deutschen schieden und damit bewiesen, daß sie gar kein Interesse an fonfervativ oder freifinnig, ob offizios ober un- Arbeiter im Sommer Chausseebauten, Kulturarbeiten in den der Zollerhöhung haben. Nachdem einmal durch die Hauptabhängig, ob rechts oder lint's, alle Blätter find sich in lichen Arbeiten, wie Chemiſen wollen, werden zu den öffentwahl sich die Möglichkeit ergab, den agrarischen Landrat zu fast ausnahmslos Zuchtdem Gefühl einig, daß ein großer Stein vom Herzen Brüchen und überwältigen, steigerte sich in der Bevölkerung in ganz des Voltes genommen ist. Mit dem kürzlich viel citierten häusler oder polnische Arbeiter herangezogen. uff der Erleichterung überraschender Weise das Interesse an der Wahl, und in Eugen Richters nahm ganz Aufforstungsarbeiten auf den Nehrungen und bei den Arbeiten zur selten großem Umfang wurden in den paar Tagen zwischen Deutschland die frohe kunde hin. Nun wird aber das Facit Urbarmachung der Moore sind nur Strafgefangene beschäftigt. Das Mit welchen Gefühlen müssen es aber die anHaupt- und Stichwahl Reserven gegen den Konservativen des kostspieligen Experiments gezogen; auch in der un mag noch angehen. mobil gemacht. günstigen Beurteilung sind sich so ziemlich alle sässigen Arbeiter sehen, wenn die russisch- polnischen Arbeiter von Basteien gleich." Chaussee und Bahnbauten Sonntags in Scharen in die Dörfer Während die Rhein.- Westf. 8tg." sich einfitveilen mit dieser kommen, dort Dinge einkaufen und genießen, die der einheimische allgemeinen Feststellung des Kazenjammers begnügt, gehen die Arbeiter bei seinem viel geringeren Verdienst sich nicht leisten kann. am b. Na chr." mit äzender Schärfe alle Sünden der hysterischen Als Beispiel sei mir angeführt, daß bei dem Bau der Kleinbahn Bülowschen Chinapolitik durch: 19 o ut Mehlaufen- Popelfen im Kreise Labiau gegen 200 Polen beschäftigt Die Brotwucher- Garde konnte keine schlimmere NiederTage treffen als dieser Verlust alten Besißstands in einem ländlichen Wahlkreise inmitten der leidenschaftlichen Kämpfe um die Handelsverträge. Es hat sich gezeigt, daß die Junker auch nicht die Massen der Kleinbürger und Bauern hinter sich haben, daß vielmehr auch sie nur auf das Zeichen warten, um endlich den verhaßten Druck dieser Sippe abzuschütteln. Selbst die nicht allzu entschiedene und principielle Haltung der Freisinnigen gegen die Erhöhung der Getreidezölle hat genügt, um die Bevölkerung zu einem vernichtenden Schlag gegen einen Förderer der Junkerpolitik aufzuwecken. " fönnen. Der Kreis Grimmen- Greifswald ist nur einmal, 1881/82, furze Zeit in den Händen der Fortschrittler gewesen, die ihn mit knapper Mehrheit den Reichsparteilern entrissen. 1874 und 1877 wählte der Kreis nationalliberal, sonst immer freitonservativ( Reichsparteilich) und 1898 konservativ. Bei den Septennatswahlen erhielt der Freikonservative 10568 Stimmen, während die Freisinnigen nur 2697 auf sich vereinigten. Die Socialdemokratie tam überhaupt erst in den letzten Jahren in Betracht. 1893 siegte der Reichsparteiler mit 7641 Stimmen gegen 2326 der freisinnigen Vereinigung, 1071 der freisinnigen Voltspartei und 2870 Socialdemokraten. Noch 1898 drang der Konfervative gleich in der Hauptwahl durch; er erhielt 8376 Stimmen, während für die freisinnige Vereinigung 4210 und den socialdemokratischen Kandidaten 2501 Stimmen abgegeben wurden. Und jetzt plöglich dieser zerschmetternde Sturz- in einer Situation, wo die Junkerschaft mit der Parole des erhöhten Brotzolls das ganze Land erobern zu können prahlt! Kein Wunder, daß die konservative Presse ob dieses unerwarteten agrarischen Kladderadatsch die Fassung verliert. Die Deutsche Tageszeitung" erklärt in der Aufregung den Sieg des Freifinnigen damit, daß die Wähler sich über die behördlichen Wahlbeeinflussungen geärgert hätten: Wir wissen nicht, ob das Gerede von den starken 2 a HI beeinflussungen, daß in der freisinnigen und socialdemo- Blatt fratischen Presse die Spalten füllte, thatsächlich und in allen Punkten begründet sei, möchten aber für die Zukunft unsre Freunde im Lande dringend bitten, sich aller Wahlbeeinflussungen, aller Saalabtreibungen aller ähnlichen Dinge grundsätzlich zu enthalten. Erfahrungsgemäß nügen alle solche Sachen dem Gegner mehr, als sie ihm schaden. Es wird dadurch auch bei Lenten, die nicht Gegner sind, eine Mißstimmung erzeugt, die mindestens eine ge wisse Wahlverdrossenheit zur Folge hat. Unfre Sache ist so gut, daß sie derartiger Hilfsmittel nicht bedürfen sollte." " Das ist ein amüsantes Geständnis! Schade nur, daß sich die„ Deutsche Tageszeitung" nicht vorher die behörd liche Einmischung verbeten hat. Allerdings rechnet ja das Blatt schon mit der Möglichkeit, daß einmal die Behörden gegen das Agrariertum arbeiten könnten. Daher die plötzliche Abneigung gegen das System der Wahlbeeinflussung. Die Grimmener Wahl hat die Regierung und die Parteien über die Volksstimmung in den Zollfragen unzweideutig belehrt! Ob sie die nötigen Folgerungen daraus ziehen iverden? Dem zusammenbrechenden Liberalismus gönnen wir diese fleine Aufmunterung gern. Hoffentlich verschärft der Sieg ein wenig seine Energie im grundsätzlichen Kampf gegen das Junkerregiment, das der gemeinsame Feind ist. Deutsches Reich. Ein Agent des Bunds der Landwirte im Centrum. Herr Hermann Bauer in Bonn giebt seit fünf Jahren eine Agrar- und Socialpolitische Korrespondenz" heraus, die bestimmt ist, in Centrumsblättern die Anschauungen des Bunds der Landwirte zu verbreiten. Politisch reaktionär, arbeiterfeindlich und agrarisch huldigt sie ebenso der Scharfmacherei wie dem Brotwucher und ist bemüht, die" demoIratische" Richtung im Centrum zu bekämpfen. Aus dieser Quelle stanunt zum Beispiel der neuerlich von uns erwähnte Artikel gegen die Verhätschelung der Industrie- Arbeiter. Daneben verschmäht das Organ es nicht, die schmutzigsten Verleumdungen der Socialdemokratie der Centrumspresse darzureichen. So bringt es beispielsweise unter dem Titel„ Gelogen wie von der roten Presse" noch am 12. Mai d. J. jene Zusammenstellung angeblicher socialdemokratischer Aeußerungen über die Landwirtschaft, die wir bereits vor Monaten als einen Haufen Erfindungen, Fälschungen und Verdrehungen dokumentarisch nachgewiesen haben, als die Konservative Korrespondenz" den Schwindel für die Kreisblätter servierte. Kurz diese Futterlieferungs- Anstalt für einen Teil der Centrumspresse vereinigt alle politischen Schamlosigkeiten der Konservativen Korrespondenz" mit den wirtschaftlichen Frreführungen der verschiedenen Bundesorgane. Dieser Hermann Bauer war es auch, der jüngst in Düren am heftigsten den Kampfruf erhob: Los vom Centrum und' rein in den Bund der Landwirte. Das that Herr Bauer im Namen der katholischen Bauern, als ein Centrumsmann, der das Ziel verfolgt, durch agrarische Aufstachelung der Bauern das Centrum immer mehr unter die Botmäßigkeit der Agrarier und des Bunds der Landwirte zu bringen. " be= bei Bahnbauten Bei den rok des großen dekorativen Aufwands, mit sind, aber kein deutscher Arbeiter. Dieses Verfahren heißt die dem die chinesische Aktion Deutschlands vor bald einem Jahre 2ust zur Abwanderung bei den ansässigen Leuten geradezu unternommen worden ist, trotz der Hymnen, welche die offiziöse gewaltsam hervorrufen. id aliud pola Au Bresse der neuen, auf diese Weise eingeleiteten Weltnachtspolitik Der Fall Niederstein beschäftigte geſtern in der Berufungs spendete, hat das deutsche Volt sich nie dafür begeistern instanz das Ober- Kriegsgericht des Gardecorps in Potsdam. Es handelte sich um den in der Presse bereits vielfach besprochenen Die Stimme der nicht fünstlich beeinflußten öffentlichen plötzlichen Todesfall des Rekruten in der Leibfchwadron der Garde Meinung ging dahin, daß wir feinen Grund hätten, in China du Corps Ernst Niederstein, der infolge erlittener Mißhandlungen schärfer aufzutreten als die dort ähnlich interessierten Großmächte, durch einen andren Soldaten eingetreten sein sollte. Am 15. Januar als Frankreich oder England oder Amerika. Statt dessen wurde dieses Jahrs gegen Abend ersuchte der Gefreite Frick von derselben eine Expedition ausgerüstet, welche die aller andren Mächte Eskadron den Rekruten Niederstein, ihm das Sattelzeug zu puzen. an Kopfzahl und Kostspieligkeit übertraf; man erlangte auf Der Lettgenannte that dies nicht und wurde deshalb am nächsten bekannte Weise den Oberbefehl über die gesamten Kontingente Morgen im Stall von F. zur Rede gestellt. Dies hörte auch der im und Graf Bülow versuchte in diplomatischen Noten den zweiten Jahr dienende Stubenkamerad des N., der Garde du Corps Gang der Entwicklung in China seinerseits zu bestimmen. Johann Schulze und er ergriff, obwohl ihn die ganze Sache nichts Vor dem deutschen Volke aber wurden diese Maßnahmen, die uns auging, sofort Partei für den Gefreiten. Schulze schlug nun mit in eine ganz unnötig egponierte Stellung einem Niemen ohne Erbarmen auf den Niederstein los, der sich Er jagte mit dem Hinweis darauf begründet, gegen den älteren Mann nicht zur Wehr zu sehen wagte. bringen mußten, daß wir durch den Tod unsres Vertreters ganz ihn durch den Stall, wobei der Rekrut am Pferdestand des Garde sonders engagiert seien. Wer damals seine Bedenken gegen du Corps Schwagirus niederstürzte. Als der Geschlagene sich wieder Diese Auffassung geltend zu machen suchte, lief Gefahr, von der aufrichtete, versetzte ihm sein Beiniger mehrere schallende Ohrfeigen. offiziösen Presse des Vaterlandsverrats geziehen zu werden... Jezt Den Vorfall hatten einige Beugen mit angesehen, meistenteils werden diejenigen Truppen und Schiffe zurückberufen, deren es Rekruten, die jedoch ebenso wie der Mißhandelte in China wohl überhaupt nicht bedurft hätte. Was zurüd- leider feine Anzeige bont der empörenden bleiben wird, hätte wahrscheinlich allein die Aufgabe erfüllen weiß handlung machten. Mehrere Tage darauf begann können, die zu lösen war. Man beklagt die Verluste au Leben, n. Man beklagt die Verluste au Leben, N. über Ohrensausen und Schmerzen in den Gesundheit und besonders an Nationalvermögen, die Ohren zu flagen. Er wurde, da sich außerdem eine diese Expedition mit sich gebracht hat. Zu diesen Opfern tritt Salsentzündung zeigte, tags darauf in das Garnisonnoch, wie wir fürchten, eine Einbuse an Ansehen; denn darüber azarett aufgenommen. Hier verstarb N. am 18. Februar kann man sich doch nicht täuschen: den großen Verkündigungen, infolge einer Gehirnentzündung. Vor seinem Tode den heroischen Noten, dem so stark markierten deutsch hatte er Strafantrag gegen Schulze wegen Mizenglischen Abkommen ist die Chamade gefolgt." handlung gestellt und da die Obduktion der Leiche die Die Wiener Neue freie Presse", um ein ausländisches Todesursache nicht mit Sicherheit feststellte, so wurde gegen zu citieren, urteilt über die Waldersee Episode fol- Schulze die Anklage wegen schwerer förperlicher Mißhandlung erhoben. In der Hauptverhandlung des Kriegsgerichts der gendermaßen: „ Andre Mächte waren unmittelbarer beteiligt, Garde- Kavallerie- Division wurde Schulze zu fechs Wochen England hatte vitalere Interessen und Rußland lag Gefängnis verurteilt, da nicht festgestellt werden konnte, dem Schauplage näher, warum also, fragte man sich in Deutsch- ob der Tod des N. mit den erlittenen Schlägen gegen den Kopf in land, sollte gerade von deutscher Seite der Führer einer inter- ursächlichem Zusammenhange stände. Gegen dieses Urteil erhob der nationalen Expedition nach China gestellt werden, deren Gelingen Gerichtsherr, Generallieutenant v. Moßner Berufung, weil hier eine auch deshalb nichts weniger als zweifellos war, weil man sich ich were Mißhandlung vorliege, die zum Tode über das gegenseitige Mißtrauen nicht täuschte, mit welchem die de 3 Retruten geführt habe. In der gestrigen Verhandlung Mächte unter dem notgedrungenen Schlagwort der erforderlichen des Ober- Striegsgerichts gestand der Angeklagte feine Sühne für das beleidigte Völkerrecht sich zur Gemeinsamkeit entschuld ein und gab zu, daß er den Niederstein schlossen? Und es kam doch auch sofort zu Tage, geschlagen habe. Als Grund dafür gab er alt, daß in Petersburg eine besondre Freude über daß der Rekrut faul und zänkisch gewesen sei. Die an Waldersees Ernennung nicht bestand, denn wesenden Zeugen, welche sämtlich die Mißhandlung mit ansehr entschieden wurde dort bestritten, daß gesehen, wußten wenig Neues vorzubringen. Die älteren Mannder gar zu derfelben die Initiative ergriffen schaften, der zweite Jahrgang, schilderten den Niederstein als haben sollte. Graf Waldersee hatte auch noch nicht aufzäntisch und streitsüchtig, während die mit dem Verchinesischen Boden den Fuß gesetzt, so erfolgte die Erklärung storbenen eingetretenen Refruten denselben als einen Rußlands, daß es feine Truppen aus Peting anständigen, tüchtigen Soldaten darstellten. Nach zurückzuziehen beschlossen habe. Das waren nach Beendigung des Zeugenverhörs wird zur Vernehmung des Sachder überaus demonstrativen Art, wie Waldersees Grverständigen geschritten. Oberstabsarzt Dr. Nothnagel hat den nennung und Abreise erfolgt waren, wenig gemütliche Niederstein im Lazarett behandelt. Er fand eine Durchlöcherung Zeichen. die eines des Trommelfells, sowie eine Mittelohr- Entzündung Ueber das politische Facit der glorreichen Kreuzfahrt urteilt das und schließlich eine leichte als entzündung bei dem Patienten. Blatt wie folgt: Der Herr Sachverständige glaube nicht, daß ein 8 usammen Ueberblidt man jetzt, da die chinesische Berwicklung erficht hang awischen der Verlegung des Trommelfells, lich ihrem Ende entgegengeht, das Ergebnis derselben, so die durch Schläge hervorgerufen sei, und der empfängt man den Eindruck, daß nicht bloß das Mittelohr: Entzündung, welche schließlich zum Tode führte, chinesische Problem ungelöft geblieben ist, sondern daß es bestehe. Er glaube, daß die Halsentzündung in Ver niemals von der Lösung entfernter war, obgleich sie nie bindung zu bringen sei mit dem Nafenrachenraum mals vorher mit größerem Applomb in Aussicht gestellt und und daß 10 eine Infizierung des Mittelohrmit mächtigerem Aufwand militärischer und finanzieller Mittel in ganges stattgefunden habe. Auch der zweite SachAngriff genommen wurde. Nichts ist erzielt worden, nicht verständige, Oberstabsarzt Dr. Salzmann, ist derselben Ansicht Herstellung gesicherten Rechtsund präcifiert dies dahin, daß daß die Trommelfellzustands und eines berläßlichen Fremdenshuges Verlegung in feinem Zusammenhang mit der in China, nicht die Erweiterung und Ausbreitung mittelohr Entzündung stehe. Herr Staatsanwalt Dr. des ostasiatischen Handels Berkehrs.nicht höbel ist der Ansicht, daß bei der grenzenlosen Roheit, die die exemplarische Belehrung des Mandarinen in diesem Mißhandlungsfalle vorgelegen, eine Gefängnisstrafe von tums über die Superiorität der europäisch drei wohl angebracht ſei. Der Gerichtshof veramerikanischen Civilisation und die Macht der Zwangs tündete nach längerer Beratung, daß die Berufung des Gerichtsmittel, die ihr zur Verfügung stehen. Im Gegenteil, der herrn als unbegründet zu verwerfen sei. Das Urteil, 6 Wochen GeZwiespalt unter den Mächten und der Gegenfat fängnis, bleibe bestehen und sei außerordentlich milde. Zu Gunsten ihrer Interessen ist den Chinesen aus nächster Nähe des Verurteilten sei das Sachverständigen- Urteil und die gute offenkundig geworden, den chinesischen Unterhändlern ward Führung des Mannes angenommen worden. es leicht gemacht, die Mächte gegen einander auszuspielen, und weniger als je steht zu hoffen, daß der Militärische Liebenswürdigkeiten. Aus Elsaß- Lothringen Respekt vor der europäisch- amerikanischen Civilisation in Zutuuft wird uns geschrieben: Eine im Bereich des XVI.( lothringischen) ein Hindernis neuer Fremdenbedrohungen und Völkerrechts- Armeecorps ergangene Verfügung erregt gegenwärtig bei der länds Verlegungen sein werde. Rußland ganz allein hat den lichen Bevölkerung der Gegend von Metz und Diedenhofen Univillen. Vorteil, es steht in der Mandschurei, auf die es unter dem Die zahlreichen Truppenteile jenes Bezirks find, mangels eines Titel des notwendigen Schutzes seiner ostasiatischen Eisen- geeigneten Schießplages, gezivungen, ihre Uebungen im bahn die Hand gelegt hat und die es schwerlich Scharfschießen im freien Gelände abzuhalten, was zur Folge wieder berausgeben wird, obgleich von samt hat, daß einzelne Dorfgemarkungen das Jahr hindurch an 30 bis lichen Mächten feierlich verkündet worden 40 Tagen vollständig abgesperrt werden. Für den hieraus den Landwar, daß die internationale Expedition wirten, Waldarbeitern, Zaglöhnern usw. entstandenen Schaden wurde den territorialen Bestand Chinas nicht ver: bisher seitens der Militärverwaltung ein entsprechender Ersatz ändern dürfe. Mit der Anweisung auf die vierhundertfünfzig geleistet. Dies soll mun für die Zukunft allem Anschein nach anders Millionen Taëls, welche die Entschädigungsansprüche befriedigen werden. Der Kommandeur des Infanterie- Regiments Nr. 130 hat sollen, werden die Mächte aus China abziehen, um die höchst un- nämlich, wie die" Lothringer Bürger- Zeitung" berichtet, dieser Tage erbauliche Erfahrung bereichert, daß der im größten Stile unter in den beteiligten Gemeinden bekannt geben lassen, daß fernerhin nommene Versuch, ihre civilisatorische Gemeinschaft zu erproben, zur Begründung von Erfazansprüchen infolge von militärischen Aban dem chinesischen Problem gescheitert ist." sperrungsmaßregeln die einfache Thatsache der Arbeitsverhinderung Nichts ist erreicht, als daß wir sehr los geworden sind. Vor ein von Entschädigungen vielmehr in jetem Einzelfalle von dem Nach handelt. Der Bund der Landwirte will zwar unabhängig von den politisches Anichen 18 ur fer viel Geld und in den abgesperrten Gelände nicht mehr genüge, die Bewillig politischen Parteien sein, er hat aber dafür um so stärker das Be- paar Monaten stand das fast ausschließlich in socialdemokratischen weis abhängig gemacht werde, daß ein Schaden wirklich Blättern zu lesen und heute liest man es fast in der ganzen nicht- entstanden ist. Es ist wohl kaum zu bestreiten, daß eine derstreben, daß die politischen Parteien von ihm abhängig werden. Zu offiziösen Bresse! artige Zumutung an die durch die massenhaften Einquartierungen diesem Zweck unterhält er in den politischen Parteien seine Emissäre, Die China- Affaire hat allerdings einen großen Triumph ge- ohnehin schwer belastete Landbevölkerung Lothringens Die Verfügung würde in den und so ist auch Herr Bauer vor einigen Jahren als subventio- zeitigt- den der socialdemokratischen Kritik, die am Beginn des Billigkeitsrücksichten zuwider läuft. nierter Agent des Bunds der Landwirte ver Abenteuers allein aussprach, was an seinem Ende alle Welt eins meisten Fällen thatsächlich auf die Verweigerung jeder Entschädigung hinaus laufen. pflichtet worden für einen jährlichen Erziehungsbeitrag" gesteht. Es dürfte nun aber interessieren, daß es sich bei dem agrarischen Centrumsagitator lediglich um einen Agenten im fremden Lager " allen Pommeriche Bant. Die Bank fündigt an, daß fie den am 1 tundigungen einziehen. Der oben genannte Verein will nun einen Ausschlußgrund betrachtet hätte. Zum Schluß bittet Redner 1. Juli fälligen Zinscoupon ihrer Pfandbriefe, wie immer, bom ebenfalls derartige Erkundigungen sammeln und der Eladt die Linke, ihrerseits im Interesse der Versöhnung Bugeständnisse zu 15. Juni ab einlöst. Die Leiter der beiden Untergesellschaften verordneten Bersammlung als Material überweisen. Er ersucht des- machen, wie es die Mehrheit gethan, wie viele Delegierte, die Immobilien- Verkehrsbank" und" Schumacher u. Co." haben das halb die Genoffen der Klein- und Mittelstädte, wo das Bürgerrechts- Delaportes Resolution den Tod im Herzen( la mort dans l'âme) Beite gesucht. Die Amtsenthebung bis auf weiteres" der ver- geld abgeschafft ist, ihn hiervon in Kenntnis zu setzen und zwar mit unterzeichnet haben. Die Mehrheitsresolution entscheidet eine Principienhafteten Direktoren Schulz und Romeid ist vom Aufsichtsrate an- ipeciellen Angaben über die Einwohnerzahl und des Datums, an frage, die der Minderheit wolle außerdem den Sondergruppen Genug genommen, ihre bisherigen Stellvertreter sind zu Direktoren bestellt; welchem das Bürgerrechtsgeld in dem betreffenden Orte fiel. Die thuung über eine Personenfrage verschaffen.( Anhaltender Beifall auch für den flüchtigen Direktor der Immobilien- Verkehrsbank ist ein Parteipresse wird um Abdruck des Vorstehenden gebeten. Buschriften der Mehrheit.) Delaporte, Berichterstatter der Minderheit: Hinter dem Nachfolger bestellt. find an den Vertrauensmann unsrer Partei: A. Müllen städt, Worte der Mehrheitsresolution: außerhalb der Kontrolle" stedt eine Es sind inzwischen Einzelheiten aus dem neuen Klingel bekannt Rauen, Feldstr. 22, zu senden. bereiten. Die Aussichten der Aktionäre der Pommerschen und vor allem der Strelißischen Bank werden erst nach Oeffnung der geheimnuisvollen Immobilien- Verkehrsbank und ihrer Schränke zu beurteilen sein. Darüber wird bis zum 8. Juni ja wohl Klarheit geschaffen werden. Wir werden dann, wie seiner geit in betreff der Preußischen Hypothekenbank eine Darstellung des verwirrten Knäuels bringen. Von vielen Seiten werden jetzt Mitteilungen über blödsinnige Verschwendungssucht des verhafteten Direktors Schulz gemacht, der in dieser Hinsicht seinem Lehrmeister Sanden unähnlich zu fein scheint. Schulz soll in hiesigen Ballokalen Tausende an einem Abend weggeworfen haben. Der Hofbantier glaubte das wohl seiner Würde schuldig zu sein. Polizeiliches, Gerichtliches usv. und -Zn fünfzig Mark Geldstrafe wurde Genosse Fleißner, Redacteur der Sachs. Arb.- 3tg.", verurteilt, weil er den Befiger einer Maschinenfabrik beleidigt haben sollte. Der dritte französische Parteitag. Lyon, 27. Mai 1901. 8 weiter Verhandlungstag. ( Schluß der Nachmittags- Sizung.) Briand beruft geworden, die wenigstens ungefähr ein Urteil über die Aussichten Totenliste der Partet. In Cunnersdorf, Kreis Hirsch. Tattit, die wir bekämpfen. Welche Lage schafft man für die Partei, der Pfandbriefbesiger gestatten, und dies Urteil bestätigt das betreffende Parteimitglied die Berechtigung unfrer Warnungen an diese Besitzer, die sehr thöricht berg in Schlesien, starb im Alter von fast 55 Jahren der Partei- obald man erlaubt, alles zu thun unter der einzigen Bedingung, thörichtberg nachher erklärt wird, wären zu den jezigen Kursen zu verschleudern. Die Deutsche genosse Heinrich Hambach. Der ſocialdemokratische Wahlverein habe sich außerhalb der Parteikontrolle" gestellt? wie fönnte aber dieser dem Bant hat schon seit einiger geit größere Auffäufe verliert in ihm seinen treuen Kassierer. Seit Bestehen des GewerbeRongreß beiwohnen, nachdem er sich nach Br. selbst außerhalb der von Pommernwerten gemacht; sie war also augenschein- gerichts für den Kreis Hirschberg war er dessen Beisiger. Sein Tod fich auf die Abwesenheit Millerands, anne Barteitontrolle gestellt hat?( Lebhafter Beifall links.) Keine persön lich bemüht, sich auf eine Thätigkeit bei der„ Sanierung" vorzu- trifft die Arbeiter des Hirschberger Thales schwer. liche Freundschaften, tein Sentimentalismus darf uns abhalten, eine Principienfrage zu lösen. Briands Resolution läßt wieder alles beim alten, beseitigt die Zweideutigkeit nicht.( Beifall links.) Ohne jeden Grund befürchtet man, daß nach Millerands Ausschluß auch der Ausschluß andrer verlangt werden würde. Wir sagen nur, daß Millerand, falls er wieder der Partei beitreten wollte, in der Stellung eines Ausgeschlossenen eines beliebigen Bourgeois fich befinden würde. Ihr aber wollt denen Genugthuung verschaffen, die ganz besonders ministerialistisch find diese Elemente würden nach dem Kongreß dann sagen können, die Partei habe sich nicht über die Frage ausgesprochen.( Beifall Die Debatte über die Gewerkschaften und Genossenschaften links.) Die Vorgänge innerhalb der Kammerfraktion beweisen nichts widelt sich in Abwesenheit der Linken ruhig ab. Doch ist es eine für Millerand. Hat sich denn nicht die Fraktion sofort nach Millerauds beklemmende Ruhe. Man fühlt die Zwecklosigkeit der Debatte. Die Eintritt ins Ministerium gespalten? Ist das kein Protest gegen disid Aufmerksamkeit richtet sich anderswo hin: das Schicksal des Millerands Handlung?( Beifall links.) Unfre Resolution besagt n Kongreffes hängt ab von der Debatte, die außerhalb des Saales zugleich, daß man sich nicht außerhalb der Parteikontrolle fann, außerhalb ohne sich zugleich in der Kommission über die Resolution Delaporte sich abspielt. ſtellen Budem find die besten Kräfte von rechts und links in dieser zu stellen.( Beifall links.) Sprechet doch aus, was Ihr selber im Stonmission beschäftigt.... Immerhin wechseln in der aus geheimen denkt! Eine Versöhnung zwischen Briands und unsrer dem Knie gebrochenen Debatte Rede und Gegenrede ab, Resolution ist unmöglich.( Lebhafter Beifall links). denn auch innerhalb der allein gebliebenen Mehrheit gehen die Meinungen auseinander. Der kleinere Teil der Wiehrheit will mit In der Nachmittags- Sigung wurde zunächst das Ergebnis der Linken die Sonderung der Gewerkschaften und Genossenschaften des Votums über die Resolution Delaporte vervon der Partei. Es sind das die revolutionären Gläubigen der fündigt: Sie ist abgelehnt mit 910 gegen 286 Mandate. Generalstreit- Aktion, die die politische Aktion überhaupt geringschätzig Hierauf erklärt 2 audrin namens der Linken, nicht weiter an behandeln. Kongreß sich beteiligen zu können. Die Linke verläßt den KonIn diesem Sinne spricht namentlich Lévy- Paris, Allemanist: grek ohne Zwischenfall. Die Sigung dauert fort. Die zielbewußten Socialisten und Revolutionäre seien in den Gewerkschaften zu finden, nicht in den politischen Organisationen. dilut Ausland. Belgien. Volksabftimmung über die Wahlrechtsfrage. Die für das allgemeine, gleiche Wahlrecht mit proportionaler Vertretung ein tretenden liberalen Gruppen des Senats und der Kammer beschlossen heute, in der Kammer den Antrag zu stellen, die Regierung möge eine Boltsabstimmung herbeiführen, in welcher das Land bekunden soll, ob es für oder gegen die Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts mit proportionaler Vertretung ist. Frankreich. Paris, 30. Mai. Der„ Gaulois" will wissen, daß das Steuererträgnis erheblich hinter den Budgetschägungen zurüdbleibe. Um den Ausfall zu decken, beabsichtige die Regierung, die Soldaten des dritten Dienstjahres um zwei Monate früher zu entlassen, wodurch 30 Millionen erspart würden. Wie offiziös gemeldet wird, verpflichtete sich Marotto zur Zahlung vo 100 000 Frank Entschädigung an die Familie des von den Riffpiraten ermordeten französischen Kaufmanus Bouzet; auch habe Morotto strenge Bestrafung der Schuldigen zu gesichert und die Freilassung mehrerer gefangen gehaltenen Personen versprochen, welche unter französischem Schuge stehen. This Italien. Neues vom Bolognefer Bauernstreik. Bologna, 25. Mai. Der vor zwei Wochen ausgebrochene Bauernstreit ist jest in sein fritisches Stadium getreten. Die Bewegung hat sich wie ein reißender Strom über das ganze, Bologna umgebende Hungerland ergossen. Saletto, Malalbergo, San Giorgio di Piano, Minerbio, Medicina, Budrio, Molinella stehen im Zeichen des Streiks. An diesen und vielen andren Orten und in hiesiger Provinz- Hauptstadt tagen die Schiedsrichter- Ausschüsse in Permanenz. Die Reisbauern streiken, die am, italienischen Rhein( reno), an dessen Ufern Bologna liegt, beschäftigten Erdarbeiter streifen, die Henmäher, Schnitter, Winzer und Kornleser stehen im Ausstand. Diese feiernde Bevölkerung setzt sich zum überwiegenden Teil aus Arbeiterinnen zusammen. Die größte Schwierigkeit bietet der Ausgleich in Molinella. Hier, wo man am wenigsten zum Nachgeben geneigt ist, droht der Hunger die Menge aufzureiben. Im ganzen Streitbezirk find Karabinieri ( Gendarmen) und Polizisten auf den Beinen. Die Gärung ist in den lezten Tagen außerordentlich gestiegen. In Molinella, wo man zum Kampf bis aufs Meffer entschlossen ist, wäre Aussicht auf Erfolg. Man ringt jest um Herbeischaffung von 10 000 Lire. Die Nichtbauern in Budrio, ein neu erblühtes Arbeiter fonfortium, welches die Uferregulierung des Reno auf Staatsfosten übernommen hat, soll das Geld flüssig machen. Die in Molinella streikenden Bauern appellieren an die Solidarität der arbeitenden Nichtbauern. Zur Zur ist aber nur sehr schwache Aussicht vorhanden. Für die Kooperativgenossenschaft der Nichtbauern bedeuten 10 000 Lire einen Aderlaß, der gar nicht im Verhältnis zu den financiellen Kräften des Konsortiums steht. Die Grundherren trogen unerschütterlich. Elend und Hunger auf der einen, frobe, mit dem Hunger rechnende Siegeszuversicht auf der anderen Seite so stehen die Dinge heute. Im letzten Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, wird bekannt, daß in Molinella gestern nachmittag heftige Tumulte ausgebrochen sind. Berichtigung. In Nr. 122 des Hauptblatts soll es in der Notiz Zaren- Justiz" heißen: die Flucht des polnischen Parteigenossen Pilsudski,- nicht des russischen usw. 26 Kriegsgericht. der Partei Gopignaur Baris, ehemaliger Sekretär der Stonföderation meint, die Politifer vergäßen immer die Forderungen der Gewerk der Arbeit"( allgemeine Gewerkschafts- Organiſation Frankreichs). Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem schaften. Die Schutzgesetze brächten den Arbeitern Schaden anstatt Nußen. Die Gewerkschaften seien revolutionärer als die politischen Gruppen. Beweis: fie votierten stets auf ihren Stongressen den Generalstreif. Es sei übrigens seltsam, daß die Politifer, die selber sich nicht einigen könnten, die Vereinigung der Partei mit den Gewerkschaften verlangten. tomung des engen Zusammenhangs zwischen Gewerkschaften und Die meisten Redner traten für diese Vereinigung ein unter Bepolitit, sowie der ständigen Unterstügung der gewerkschaftlichen Aktion durch die socialistische Partei. Lyon, 28. Mai 1901. ( Telegraphischer Bericht.) ( Zweiter Tag der Verhandlung.) Gumbinnen, 30. Mai. Nach Schluß der gestrigen Verhandlung fand gestern nochmals ein Lokaltermin statt. Nachdem der Vorsitzende die heutige Verhandlung gegen 10 Uhr eröffnet, wird als erster Zeuge der Dragoner Slobed vernommen. Dieser bekundet: Gegen 41/2 Uhr habe ich zwei Leute, die ich nicht erkannt habe, an den Gucklöchern der Reitbahn gesehen. Nachdem Dritter Verhandlungstag. Vormittags 9 Uhr. geschossen worden war, habe ich auch durch die Gucklöcher in die Vorsitzender: Colly Paris, Gemeinderatsmitglied; Beisiger: Reitbahn hineingesehen. Dann habe ich in den Stall hineingerufen: Barr at und Hahn; Schriftführer: Guillemin. „ Es ist ein Unglid passiert!"- Zeuge Dragoner Barowsky: Eine Begrüßungsdepesche ist von der amerikanischen social- ch habe um 4/2 Uhr an einem Guckloch der Reitbahn einen Unterdemokratischen Partei eingelaufen. offizier mit schwarzem Schnurrbart gesehen. 0 Die Linke wohnt der Sitzung bei. Der Boeren- Krieg. durch das Interesse des socialistischen Proletariats diktiert sein." Alsdann wird der Kommandeur des hiesigen DragonerRegiments Oberstlieutenant von Winterfeld als Zeuge aufgerufen und bei dem ersten Teil seiner Bernehmung die Oeffentlichfeit ausgeschlossen. 1 Briand berichtet namens der Kommissionsmehrheit über die Ministerfrage. Es liegen drei Resolutionen vor: I. Die Socialistische revolutionäre Arbeiterpartei"( Allemanisten) verlangt, daß Millerand zur sofortigen Demission aufgefordert Nach einer halben Stunde wird die Oeffentlichkeit wieder herwerde von der Organisation oder Gruppe, welcher er angehört. gestellt. Zeuge Oberstlieutenant v. Winterfeld sagt aus: Gegen Gehört er aber feiner Organisation an, so hat sich der Kongreß mit 43/4 Uhr wurde mir die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk M. nicht zu befassen. II. Die Resolution Delaporte( deren Text ist gemeldet. Ich begab mich eiligst nach der Reitbahn. Als ich dort bereits mitgeteilt worden). III. Resolution Briand, die antami, war Rittmeister v. rosigt bereits entfeelt. Mir wurde die Resolution II nur in einem wichtigen Punkte abändert. Sie dann die Mordwaffe, der Karabiner, mit 2 scharfen Patronen lautet: In Erwägung, daß die wesentliche Aufgabe des Kongresses Nr. 99 übergeben. Unteroffizier Domning hatte den Karabiner darin besteht, die gegenwärtig der Vereinheitlichung der revo- gleich nach der That gefunden. Alle andren Karabiner waren lutionären Kräfte Frankreichs entgegenstehenden Hindernisse zu berein. Ich stellte fest, daß der Mann, dem der Karabiner gehörte, feitigen; daß die Ministerschaft eines Deputierten, der einst der jocia: während der That in der Reitbahn war. Er konnte also nicht der liftischen Stammerfraktion angehörte, eine die innerparteilichenSpaltungen Thäter sein. Ich gab sofort Befehl, daß das ganze Regiment solle begünstigende Zweideutigkeit schafft; daß die Frage der Beteiligung antreten. Die Dienstfreien sollten gesondert antreten, da diejenigen, an der Regierung zwar für die Vergangenheit und die Zukunft, die nachweisen konnten, daß sie Dienst hatten, nicht die Thäfer sein nicht aber für die Gegenwart entschieden wurde( diese drei Er konnten. Marten stellte sich zu den Dienstthuenden. Präsident wägungen find die getreue Wiederholung der betreffenden Absätze Kriegsgerichtsrat Schulz: Was geschah mit Slobed? Beuge der Resolution Delaporte. Der Berichterstatter) erklärt der Oberstlieutenant von Winterfeld: Diesen ließ ich sofort feſtRongreß, daß Millerand, indem er ins Ministerium eintrat, d. h. auf nehmen. -Präf.: Wohin ſtellter thäter eine fremde Berson fich?- 3euge: Zu den seine persönliche Verantwortung und aus privater Initiative einen Dienstfreien. Präs. Konnte Posten übernommen, der ihn außerhalb der Kontrolle der socialistischen gewesen sein? Beuge: Ich habe den Bosten gefragt: ob fremde Partei ſtellt, diese Partei an der Regierung nicht hat engagieren beziehungsweise Civilpersonen den Kasernenhof betreten hätten. Der folglich dieselbe in fönnen, daß er der Regierung nicht Bosten verneinte. vertritt' und in feinem Augenblick bertreten hat. Der Präsident Kriegsgerichtsrat Schulz: War die Reitbahn durch Rongreß erklärt außerdem, daß die Haltung der Partei und der den Schuß beschädigt? Beuge Oberstlieutenant v. Winterfeld: Kammerfraktion gegenüber dem Ministerium dieselbe sein muß, wie Es war ein" Breitschläger" durch die Bahn gegangen. Eine Kugel dyd ag gegenüber jedem andren Bourgeoisministerium, d. h. ausschließlich wurde in der Reitbahn gefunden. Auf Antrag des Staatsanwalts Kriegsgerichtsrat Lüdicke beschließt der Gerichtshof, den BüchsenDiese Resolution wurde in der Kommission mit 47 gegen macher Bergfeld als Sachverständigen zu vernehmen. BüchsenBewegungen der Boeren. 10 Stimmen angenommen. macher Bergfeld erklärt: Der Schuß war ein scharfer Schuß" London, 30. Mai. Aus Cradock wird gemeldet: Ein Briand betont, daß, wie aus der Resolution ersichtlich, auch und ist mit vorgelegtem Karabiner abgegeben worden. Kommando, bestehend aus Boeren und Rebellen der Kapkolonie, die Mehrheit entschlossen sei, die Partei jeder Verantwortung für die Beuge Militärgerichtsschreiber Hoffmann: Der Dragoner scheint sich nach dem Often zu bewegen. Man erwartet weitere Nach Ministerschaft zu entledigen. Der einzige Differenzpunkt zwischen Stobed hat erst bei seiner zweiten Vernehmung seine Wahrricht über dieses Kommando, sobald es in der Nähe von Queenstown Mehrheit und Minderheit sei die Art und Weise, jene Idee ausnehmung angegeben. Ob Skobed wegen seines Alibi befragt angelangt sein wird, wo auf eine starte Verteidigung seitens der eng- drücken in Bezug auf Millerands Person. Delaportes Resolution wurde, weiß ich nicht mehr. Sto bed hat seine Wahrnehmungen lischen Truppen zu rechnen ist. Am letzten Montag ließ Oberst fagt, Millerand habe sich außerhalb der Partei" gestellt. feinem Fahnenschmied erzählt. Verteidiger Rechtsanwalt HornGorrinive die Arrieregarde einer Boerenkolonne in der Nähe von Wlareis- Wir fagen, er habe sich außerhalb der Parteitontrolle" Justerburg beantragt, über diesen Punkt den Kriegsgerichts= Rat berg passieren. Sämtliche verfügbaren Kräfte sind nach der östlichen gestellt. Die ganze Debatte in der Kommission drehte sich um die Lüdicke zu vernehmen. Beuge Fahnenschmied Krieg: Verteidigungslinie Rosmead- Achedale abgesandt worden. Den Auslegung des Sinnes der Worte: außerhalb der Partei". to bed hat mir nichts mitgeteilt. Ich habe ihn gefragt. Er Boeren scheint es ganz besonders an Winterkleidern zu mangeln. Zum Zweck der Versöhnung hat Redner eine der Präf.: die aber den Was verstehen Sie darunter? 3euge: Er fagte, er hätte zwei Tarkastad und Mareisberg holen können. Dem Bericht eines Einn des Millerand Ausschlusses bon aus der Partei Leute dastehen sehen. Präs.: Das sind doch WahrHolländers zufolge befindet sich Delarey in der Kapkolonie. Ferner flar beseitigt. Die Mehrheitsresolution löst die fachliche Frage nehmungen. 3euge: Er ist nicht sicher gewesen.- Präs.: verlautet mit größter Bestimmtheit, De Wet sei auf dem Wege nach genau ebenso wie die der Minderheit, ohne aber die Personen zu Sind Sie hier auch nicht sicher? Verteidiger Rechtsdem Süden begriffen. Es ist nicht unmöglich, daß die beiden treffen. Die Lösung jener Frage ist in der That notwendig, um anwalt Horn: Hat Stobed feine Erzählung widerrufen? Boerenführer beschlossen haben, einen Winter- Feldzug im mittleren jede Sonfusion zu beseitigen. In den Reihen des Proletariats trifft 8euge: Nein.- Präsident: Was verstehen Sie denn Distrikt der Kapkolonie zu führen. Der man die Vorstellung, das gegenwärtige Ministerium sei socialistisch; darunter: er hat einmal so, das andre Mal so gesagt?" Ein Gefecht. natürlich wundern sich dann diese Genossen, daß ein focialistisches Beuge schweigt. Präsident: Treten Sie einmal heraus und Nach kurzer Zeit tritt der Zeuge Fahnenschmied Aus Durban meldet das„ Reutersche Bureau" vom 30. Mai: Ministerium so gar nichts Umstürzlerisches thue. Der Partei sind überlegen Sie. 400 Boeren unter den Kommandanten Mears, Ben Viljoen, Spruyts eben in den letzten Jahren zahlreiche neue und unklare Elemente rieg wieder ein und sagt: Ich habe unüberlegt ausgesagt. Ich Wir kann auch nicht sagen, daß Stobed unsicher gewesen ist. Der und Breitenbach griffen am 25. Mai südlich von Bethel einen Wagen- beigetreten. Daher jene Konfusion, die zu beseitigen ist. zug Blumers an, wurden aber nach sechsstündigem Kampfe zurüd- müssen erklären, daß das Ministerium weder durch seine allgemeine Gerichtshof beschließt hierauf: den Antrag des Verteidigers auf Ver geschlagen; die Engländer hatten 6 Tote und 20 Verwundete, die Zusammensetzung, noch durch diesen oder jenen Einzelminister nehmung des Kriegsgerichtsrats Lüdicke abzulehnen, da durch die Boeren 6 Tote und 30 Verwundete. Blumers Kolonne traf am focialistisch ist. Dieser Gedante aber ist in meiner Resolution noch Bekundung des Zeugen Krieg die Sache erledigt sei.- Zeuge viel klarer ausgedrückt als bei Delaporte. Viele der Unterzeichner Sergeant Krieg befundet wiederholt auf Befragen: Stobed 24. Mai in Standerton ein mit einer Anzahl Boerenfamilien und der Resolution Delaporte haben mit dem Redner nicht den Ausschluß habe, noch ehe er verhaftet worden sei, erzählt, er habe zwei Leute Millerands aussprechen wollen. Andernfalls wären zugleich mehrere am Gudloch stehen sehen. Zeuge Rittmeister v. Gustorff Unterzeichner jener Resolution aus der Partei ausgeschlossen, da sie( Stallupönen): Von meiner Schwadron find am Mordtage drei Leute Millerands Handlung gebilligt hatten.( Beifall rechts.) In der und ein Wachtmeister dienstlich hier gewesen. Ich habe gehört, daß Kommission hat man gegen diese Schlußfolgerung von der linken Marten verschiedene bürgerliche Berufe ergriffen hat. Zwei Seite protestiert. Also ist der Ausdruck Delaportes unklar. Wie kann andre Zeugen bestätigen das. Dann wird die Deffentlichkeit ausman Millerand aus der Partei ausschließen, ohne seine Erklärungen gefchloffen. angehört zu haben? Zahlreiche Delegierte find hier, wie Redner, Der Socialdemokratische Wahlverein für Nauen hatte dem bereit, Millerand Angesicht zu Angesicht ihre theoretischen Gründe dortigen Magistrat den Antrag unterbreitet, die Erhebung des gegen seine Ministerschaft darzulegen, aber nicht einen Abwesenden Bürgerrechtsgeldes abzuschaffen. Der Magistrat lehnte es ab, die zu verurteilen. Stadtverordneten Versammlung stand dem Antrage sympathisch Sodann verbreitet sich Redner über die bekannten Umstände des gegenüber. Da aber der Bürgermeister erklärte, daß die kleinen Eintritts Millerands ins Ministerium und über die damaligen Vorund mittleren Städte, noch alle Bürgerrechtsgeld erhöben, so ver- gänge innerhalb der Kammerfraktion. Aus der Kommissionsdebatte tagte die Angelegenheit und man will erst Er- hierüber gehe hervor, daß damals niemand Millerands Handlung als Es ist jedoch möglich, daß sie sich diese Sachen in der Gegend von Delaporte identische Fassung vorgeschlagen, er Resolution hat mir einmal so, das andre Mal wieder so gesagt. erbeuteten Vorräten. Die Tagesverluftlifte für den 29. Mai umfaßt 42 Tote und 99 Verwundete. Die starken Verluste der letzten Zeit machen sich also bemerkbar. Partei- Nachrichten. = mun Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit werden einige Offiziere und Unteroffiziere über das Verhalten v. Krosigts zu seinen Untergebenen vernommen. Alsdann tritt eine turze Pause ein. Heute nachmittag soll die Witwe des Ermordeten, Frau v. Krosigk vernommen werden. Gegen 3/4 Uhr wird die öffentliche Verhandlung wieder eröffnet. Oberstabsarzt Dr. Goebel erklärt über den Sektionsbefund: Der Ermordete hatte eine runde Wunde an der Brust Aus der Frauenbewegung. Frauenprotest gegen China- Greuel. D der Badkammer in die Kantine gegangen. Als ich aus der Kantine Griinauerstr. 16. Schulze, Waldemarstr. 2. Seidler, Museet. Die China- Order Wilhelms II. Die und eine gleiche am Rücken. Woher die Kugel gekommen, das Centrum. Bauer, Rosenthalerftr. 57. Breuß, Neue Friedrich- I war nicht festzustellen. Augenscheinlich hat die Kugel die Brust straße 20. Renfer, Auguststr. 51. durchbohrt und ist am Rücken herausgekommen. Die Kleider waren Norden: Abendroth, Badstr. 42/48. Abendroth, Aderstr. 104. Bärsch, Drontheimerstr. 1 c. Bergmann, Der Verband fortschrittlicher Frauenbereine", vollständig blutig. Der Schuß hatte die Lunge und das Herz ge- Anders, Sellerstr. 14. Dohn, Müllerstr. 32a. troffen und die große Lungen- Schlagader vollständig entzweigeriffen. Basewalterstr. 3. Dieke, Aderstr. 123. unterzeichnet Anita Augspurg, Minna Cauer und Lida Der Tod ist infolge des Schusses eingetreten. Die Todesursache Filter, Gerichtsstr. 62. Frante, Plantagenstr. 5. Herrmann, Butts Heymann, hat an den preußischen Kriegsminister ein Schreiben war Herzlähmung. Deshalb ist der Tod so schnell, ja augenblicklich buserstr. 45. Hoppe, Ackerstr. 21. Knappe, Gartenstr. 165. Liezle, gerichtet, worin sie dessen Aufmerksamkeit" auf die von der Presse Lörich, Pantstr. 32 d. Mothes, Hussitenstr. 40. aller Nationen übereinstimmend berichtete Mißhandlung und eingetreten. Das Geschoß hatte die Brust vollständig durchbohrt. Brunnenſtr. 85. Tenten. Unter dem AusDer Schußkanal war nicht bedeutend. Auf Befragen des Ver- Ramlow, Schönhauser Allee 135. Richter, Stettinerstr. 17. Rosin, Schändung chinesischer Frauen teidigers Rechtsanwalt Burchard( Insterburg) bemerkt Ober: Ruppinerstr. 42. Schmidt, Pappel- Allee 114. Seidel, Neue Hochstr. 38. drucke tiefer Empörung über diese Vorgänge richten sie an stabsarzt Dr. Goebel: Bei der Untersuchung des Kopfes wurde in Krause, Müllerstr. 7. Tauschel, Wiesenstr. 29. Teschner, Schulstr. 20. den Kriegsminister die Frage, was seitens der deutschen Armees verwaltung geschehen sei um festzustellen, ob deutsche Soldaten und der Schädelhöhle eine Flüssigkeit vorgefunden. Daraus lassen sich Schulz, Pflugstr. 6. Schmidt, Tresdowstr. 22. aber keine Schlüsse auf den Geisteszustand ziehen, da das auch bei Nord- Oft. Lorenz, Höchstestr. 4. Haseloff, Landsbergerstr. 8. eventuell welche an solchen Unthaten beteiligt gewesen find. normalen Menschen vorkommt. Rieb, Danzigerstr. 93. Kersten, Elbingerstr. 15. Franke, Pallisaden- Eingabe erklärt es für„ dringend nötig, daß unsre Militärjustiz sich Zeuge Sergeant Subitat: Ich bin mit Marten am straße 9. mit den angeführten Berichten beschäftigt, um auf Grund genauester Nachmittage des 21. Januar zusammen auf der Badklammer ges Often. Baumgarten, Königsbergerstr. 7. Beet, Fruchtstr. 20. Nachforschung entweder das lief erschütterte Butrauen weiter wesen. Ich habe nichts Auffälliges an ihm wahrgenommen. Ich Matthes, Koppenstr. 41. Bethge, Rüdersdorferstr. 60. Fiedler, Bevölkerungsfreise zu der Haltung unsrer Truppen wiederherstellen habe auch nicht wahrgenommen, daß er es besonders eilig hatte. Warschauerstr. 78. Georgi, Frankfurter Allee 70. Gorn, Markus zu können, oder die etwa begangenen Verbrechen durch strengste Marten und hidel verließen die Packkammer im langsamen straße 23. Hölbte, Grüner Weg 33. Kühn, Pofenerstr. 10. Kramer, Ahndung zu fühnen". Merkowski, Wallnertheaterstr. 20. Beschel, Die Eingabe macht dem guten Herzen der genannten Damen Schritt. Es war zu der Zeit noch hell. Der nächste Zeuge, Petersburgerstr. 40. Stoppenstr. 13. alle Ehre und wir wissen uns in der Empörung über solche Niſch 34 Sergeant Redmer, der auch mit Marten auf der Pad Petersburgerstr. 81. Puppe, Markusstr. 8. fammer gewesen ist, hat ebenfalls nichts Auffälliges an Rott, Straßmannstr. 23. Schröder, Fruchtstr. 33/34. Schulze, Greuel eins mit ihnen, aber auf die Entschließung des preußischen Marten wahrgenommen. Marten hat ihm auch nicht erzählt, Große Frankfurterstr. 5. Schumann, Tilsiterstr. 85. Wilke, Andreas Kriegsministers wird sie ebenso einflußlos bleiben, wie auf die daß er mit dem Rittmeister etwas vorgehabt habe. straße 34. Wuttle, Graudenzerstr. 13. Babel, Frankfurter Allee 90. Kolonialpolitik der modernen Kultur" Staaten überhaupt, von der Beuge Unteroffizier Achenbach, der ebenfalls mit Marten auf Süd- Ost. Bieberstein, Adalbertstr. 61. Büsgen, Naunynstr. 30. der Chinakrieg mit allen seinen Greueln nur eine Begleiterscheinung Grundmann, Naunynstr. 78. Hirselandt, ist. Diesen Dingen tommt man wahrlich nicht bei durch Eingaben der Badkammer war, wird vom Präsidenten gefragt, wodurch sich Golz, Grünauerstr. 3. der 21. Januar auszeichnete. 8euge: Es war Löhnungsappell. Reichenbergerstr. 74a. Richter, Mariannenstr. 41. Krüger, Naunyn- an den preußischen Kriegsminister. Der Zeuge bekundet alsdann: Ich bin zwischen 4/4 und 5 Uhr von straße 54. Rost, Wrangelstr. 68. Salomon, Naunynstr. 65. Schulze, Mustauerstr. 14. kam, ist es dunkel gewesen. Schnieber, Der Zeuge ist bezüglich der Zeit- Teichert, Elisabeth- Ufer 28. Wolff, Wienerstr. 43. angabe sehr unsicher. Auf Befragen bemerkt der Zeuge: Ich bin Admiralstr. 21. Schönemann, Etalizerstr. 7. Schint, Manteuffelauch vom Kriminalkommissar von Bädmann vernommen worden. straße 77. Erbe, Cuvrystr. 25. die hidel hat mir gesagt: Jch müsse doch wissen, daß wir um 4 Uhr Bathe, Ritterstr. 32. Bohn, Annenstr. 37. Ewald, 20 Minuten in der Kantine waren. Ich sagte: Das kann stimmen. Schönleinstr. 6. Göste, Brandenburgstr. 18. Raaz, Dieffenbachstr. 31. Stramm, RitterAlsdann erscheint als Beugin die 19jährige Geliebte Martens, Lenz, Alte Jakobstr. 69. Plög, Gräfeſtr. 34. Frl. Marie Simoneit. Sie fagt aus: Marten hat mit straße 123. mir über alle, auch über dienstliche Dinge gesprochen. Er hat niemals weder tadelnd noch lobend über den Rittmeister gesprochen. Ich bin am Sonntag vor dem Morde mit Marten ausgegangen. Ich habe nichts Auffälliges an ihm wahrgenommen. Alsdann wird die vergrämt aussehende Mutter des Angeklagten Marten als Zeugin in den Saal gerufen. Sie erklärt auf Befragen, daß sie Zeugnis ablegen wolle und bekundet: Am 21. Januar fam mein Sohn der Angeklagte Marten nach 4 Uhr zu mir. Ich glaube, daß er noch vor 4/2 Uhr fortgegangen ist. Mein Sohn ist dann noch einmal wiedergekommen. Ich habe ihn nicht gesehen, habe ihn aber am Tritt erkannt. Es ist möglich, daß er es gewesen und Streit in Grabow( Wedlenburg) aufgehoben werden, da sich aus den tung, Vergolder! Nach 12 wöchentlicher Dauer mußte der Auf weiteres Befragen bemerkt die Beugin: Sie könne sich der eignen Reihen der Streifenden so viel Streitbrecher fanden, daß die Einzelheiten nicht genau erinnern, da sie viel an Migräne leide. Situation immer aussichtsloser wurde. Jedoch haben die Streifenden Auf Befragen erklärt die Zeugin, daß sie schwören wolle. Nach kurzer in einer Versammlung einstimmig beschlossen, unter teinen UmBeratung beschließt der Gerichtshof, die Beugin zu vereidigen. Es ständen die Arbeit bedingungslos aufzunehmen. Jufolge dessen ist wird alsdann vom Gerichtshof beschlossen: die Entfernung von der über die Fabrit des Herrn Heinzius die Sperre Badkammer zur Kantine und zur Wohnung des Wachtmeisters verhängt worden. Die Streifenden haben beschlossen abzuMarten abzumessen. Der Vorfizende Major v. d. Groeben reifen. Zuzug ist streng fern zu halten. Die Arbeiterverkündet: Militärische Gebäude dürfen aus dienstlichen Gründen presse wird um Abdruck gebeten. vom Publikum nicht betreten werden. Nach Wiedereröffnung der Sigung werden noch mehrere Zeugen vernommen, deren Aussagen belanglos find. Gegen 72 Uhr wird die Verhandlung auf Freitag vormittag 101/2 Uhr vertagt. wiedergekommen ist. Süden. Die Lohnkommission. J. A.: P. Liere. Die Freie Vereinigung der selbständigen Barbiere bat nunmehr das Einigungsamt auf Grund eines Vorstandsbeschluffes angerufen. Den Gehilfenvertretern ist hiervon Mitteilung gemacht worden. Die Gehilfen werden jedoch nicht eher vor dem Einigungsamt erscheinen, als bis sämtliche Meisterkorporationen, also auch die beiden Jnnungen, sich zu Verhandlungen bereit erklären. Deutsches Reich. = Der„ Reichs Anzeiger" publiziert in seiner heutigen Nummer China- Order Wilhelms II.: Auf den mir gehaltenen Vortrag bestimme ich: # 1. Das Armee Oberkommando in Ostasien wird nach der Heimat aurüdgeführt und aufgelöst. 2. Das Ostasiatische Expeditions corps wird auf die Stärke einer gemischten Brigade vermindert; die übrigen Teile find nach der Heimat zurüdzu! führen und aufzulösen. 3. Die vorstehend genannte gemischte Brigade( Ostasiatische Befatungsbrigade) verbleibt bis auf weiteres zu Besazungssweden in China. 4. Ich habe das preußische Kriegsministerium mit den erforderlichen weiteren Maßnahmen beauftragt. Urville, den 17. Mai 1901. An den Reichskanzler. Wilhelm I. R. Graf v. Bülow. Die Kriegsentschädigung zugesichert. Nach einer Meldung des kaiserlichen Gesandten in Beling hat ihm der Vicefönig i- ung- Tichang ein Editt des Kaisers von China vom 27. d. M. übermittelt, durch welches die Zahlung von 450 millionen Taels nebst Zinsen an die Mächte feierlich zugesagt wird. Unfre oftafiatische Kolonialarmee. Die Entschädigungsansprüche der verschiedenen Mächte be Der Vorstand des Verbands der Vergolder. tragen: Oestreich 13 Millionen Kronen, Rußland 171/2 Millionen Der Bauarbeiter- Streit in Halle. Nachdem die Zimmerer Rubel, Japan 45 Millionen Yen, Frankreich 280 Millionen Frank, ihren Streit aufgehoben haben, find die Hilfsarbeiter dem Belgien 30 Millionen Frant, Deutschland 240 Millionen Mark, Beispiel gefolgt. Der letzte Streit war ausschließlich ein Sympathies England 24 Millionen Pfund Sterling, die Vereinigten Staaten streit, der aber seine Wirkung verfehlte, weil in diesem Fach sehr 25 Millionen Dollars, Italien 6 Millionen, Holland und Spanien leicht Ersatzkräfte angeworben werden können. Das ist den Unter- je eine Million Taels. Berliner Partei- Angelegenheiten. nehmern gelungen und schon damit die Fortsetzung des Stampfes Man sieht, daß Deutschland selbst im Falle der glatten zwedlos. Dagegen führen die Maurer den Ausstand mit be- 8ahlung nicht auf die Kosten kommen wird. Vorläufig ist die Zur Lokalliste. Den Mitgliedern der Lokalkommiffionen Berlins wundernswürdiger Ausdauer fort. Die Unternehmer entfalten eine Bahlung allerdings erst feierlich zugesagt". und der Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. Juni, fieberhafte Thätigkeit, um Arbeitswillige heranzuziehen, und die Polizei die nächste Lokalliste erscheint. Einsendungen über Reuaufnahme sperrt die Arbeitswilligen mit Aufwendung ihres ganzen Einflusses resp. Streichung von Lokalen sind bis spätestens Montag, den gegen jede Berührung mit den Streifenden ab. Dennoch gelingt Lehte Nachrichten und Depelthen. 10. Juni, an folgende Genossen zu senden: Für Nieder- Barnim es den Streifenden wiederholt ganze Transporte, die von Agenten an Paul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Brinzen- Allee 20a; angeworben und bis zur Arbeitsstätte geführt und abgeliefert für Teltow Beestow an Quitt, Rigdorf, Hobrechtstr. 82, IV; werden, abspenstig zu machen. Vielfach find Italiener und Czechen für Potsdam- Osthavelland an Albert Neue, Spandau, beschäftigt, die in ganz erbärmlichen Räumen untergebracht und von Jagowstr. 9; diverse Orte an Gustav Stein, Wriezen a. D.; den Unternehmern betöftigt werden. Die Maurer werden diesen für Berlin an den Obmann Genossen Karl Scholz, Wrangel- Stampf am besten unterſtüßen, wenn sie streng den Zuzug fernhalten straße 110. Spätere Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. und überall Aufklärung über die Sachlage verbreiten. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß von der nächsten Liste ab die Veröffentlichung der vielen Hinweise und späteren Einsendungen von Lokalen im Vorwärts" nicht mehr stattfindet. Die Lofaltommissions Mitglieder wollen hiervon Notiz nehmen und das weitere veranlassen. Im Auftrage der Lokalfommission: Karl Scholz, Wrangelstr. 110, part. Ober: Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr, bei John, Wilhelminenhofstr. 18: Außerordentliche Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. Vortrag des Genossen Dr. Wollheim über: ,, Luft und Leben". Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zum Streit der Barbiere. Die am Mittwochabend tagende außerordentliche Versammlung der organisierten Barbiergehilfen beschloß nach Anhören eines Referats des Vorfizenden der Lohnkommission einstimmig, daß alle organisierten Kollegen bis morgen abend 6 Uhr die Arbeit niederzulegen haben. Diese Maßnahme geschieht auch dort, wo die Gehilfen bewilligt erhalten haben. Man glaubt durch dieses Vorgehen viel eher Konzessionen zu erlangen. Zum Streit der Cunewalder Weber schreibt der Textilarbeiter": Die Die Situation ist unverändert. Von seiten der Streifleitung find Einigungsversuche als nuglos aufgegeben worden. Fabrikanten sind einmal derart naiv, daß fie in jedem Friedensvorschlag eine Schwäche der Streitenden wittern und daraus sofort die Hoffnung schöpfen, daß die Weber in den allernächsten Tagen werden. Wie mag es ihnen zu Mute sein? Am Himmelfahrtstage wiederkommen. Sie müssen jetzt durch die Thatsachen bezwungen brachte das Amtsblatt die Quittung des Streitfomitees mit 9720. und die übernächste Nummer enthielt bereits wieder den Quittungsabschluß mit 11 200 m. Am Sonnabend nach Ostern schwenkte Herr Kloß die Müße, als die Streifenden ohne Geld das aus äußeren Ursachen nicht rechtzeitig eingetroffen war-nach Hause gehen mußten. Ob er jegt beim Anblick der Quittung wohl auch die Müge schwenkt? Herrn Gottlieb" wird die Geschichte langfam brenzlich. Im Oberdorf modert die Ware in den Stühlen, niemand will ihm die Ketten abweben. Die Reisenden aller Fabrikanten sind alle vollzählig im Dorfe versammelt. Sie gehen nicht wieder hinaus, bevor nicht die Sache beigelegt ist. Wenn sie jetzt zu den Kunden kommen, zeigen die ihnen die Zeitungsausschnitte und weisen ihnen die Thür. Die Auswanderung, die in den legten zwei Wochen wegen der Feiertage ein wenig ins Stoden geriet, wird sofort nach denselben im verstärkten Umfange Blaz greifen. Eine andre Resolution verlangt für Donnerstag die Einberufung efner öffentlichen Gehilfenversammlung, in der für alle Gehilfen der Generalstreit für Berlin empfohlen werden soll. Die Lohnkommission Zu bedauern find die Geschäftsleute. Das ganze Dorf ist wie wurde beauftragt, diesen Standpunkt zu vertreten. Sodann soll der ausgestorben, es wird einem richtig unheimlich", sagte uns am ganze Barbiergehilfenstreit der Gewerkschaftskommission unterbreitet Sonntag ein angesehener Einwohner. Sonst war die Dorfstraße sehr Den Streit bis auf die Vororte auszudehnen, soll vorbelebt, jest laftet auf allen Gemütern im ganzen Dorf die schwarze läufig unterlassen werden. Die in den Streit getretenen organisierten Wetterwolte des socialen Striegs. Gehilfen werden sämtlich der Arbeiterschaft weiter zur Verfügung stehen und wird am nächsten Sonnabend die Einrichtung eine sehr geregelte fein. verden. Der Vorsitzende der Lohnkommission verlas Briefe von den Kollegen aus England und Holland sowie der 1. Bezirksversammlung zu Harburg, die famt und sonders für die von den Berlinern ein gefchlagenen Streiltattit begeistert sind. Als ein neues Kampfmittel wird unfre Tattil bezeichnet, die endlich der Organisation der Barbiere neues Leben verschaffen kann. Des weiteren jagten die Kollegen ihre sofortige und schnelle finanzielle Hilfe zu. Ausland. Köln, 30. Mai.( B. H.) Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung" wird die dauernde Besatzung der oftastatischen Station aus 4 großen Kreuzern, 2 fleinen Streuzern, 4 Sanonenbooten, 3 Torpedobooten, einigen Flußtanonenbooten sowie Begleitdampfern bestehen. Die abgehenden Linienschiffe und Kreuzer haben eine Gesamtbesatzung von 3030 Mam. In China bleiben 3200 Mann. Die Landund Marinetruppen zählen insgesamt 8600 Mann, so daß 3 des bisherigen Bestandes verbleibt. Neue Kohlenftation. " Frankfurt a. M., 30. Mai.( B. H.) Die Frankf. 8tg." meldet aus New York: Nach einer Meldung des New York Herald" wünscht Deutschland eine Kohlenstation im Hafen von Junanbriego auf der Vineta" hat dort vor zwei Monaten Messungen vorgenommen. zu Venezuela gehörenden Insel Margherita zu erwerben. " Die Dortmund, 30. Mai.( B. H.) In einer Grube der Zeche Heinrich Gustav" bei Werne sind zwei Bergleute erstickt. Frankfurt a. M., 30. Mai.( B. H.) Der„ Frankf. 8tg." wird aus London telegraphiert, daß der Liverpool Bost" zufolge Lord Kitchener wiederum dringend eine beträchtliche Vermehrung der berittenen Truppen fordert. Frankfurt a. M., 30. Mai.( B. H.) Nach einer Meldung der " Frankfurter Zeitung" aus Speyer tam es auf dem Delegiertentage der evangelischen Arbeitervereine zum Bruche. Die Vertreter von 30 000 Mitgliedern reiften vorzeitig ab. Dem Verbande bleiben noch 40 000 Mitglieder. Boppard, 30. Mai.( W. T. B.) Ein schweres Gewitter, Stadt welches überraschte und Umgebung heimsuchte, die Bensionärinnen des hiesigen Ursulinerinnen Klosters auf einem Ausfluge. Vier der jungen Mädchen wurden durch einen Blitzschlag schwer verlegt. Wien, 30. Mai.( W. T. B.) Der vom Budgetausschuß der östreichischen Delegation debattelos genehmigte. Bericht Etat des des Referenten Marquis Bacquehem über den Ministeriums des Auswärtigen stellt fest, daß der Dreibund nach wie vor die unverrückbare Grundlage der auswärtigen Politik Die Kutscher Kopenhagens sind am Sonntag in den Aus- Desterreich- Ungarn bildet und diese über alle Anfechtungen erhabene Die Kutscher Kopenhagens sind am Sonntag in den Aus- Bundesverhältnis seine werthvolle Ergänzung in der Pflege ver Die Gehilfen haben in weißen Blusen in ihren Lokalen zu erscheinen. stand getreten. Sie verlangen einen Lohn von 24 Kronen wöchent trauensvoller Beziehungen zu den übrigen Mächten findet. Der Bericht Von heute wird die neue Kontrollfarte ausgegeben, fie ist grünlich in den Monaten März bis Oktober und von 22 Kronen in den drückt speziell die Befriedigung darüber aus, daß ein Verhältniß andre nicht wöchentlich abgestempelte und die alten roten Karten Monaten November bis Februar; der bisherige Lohn betrug 19 resp. 18 Kronen. Die Kutscher haben 1898, Ende April, mit den zu Italien keine Aenderung eingetreten ist. Des weitern sagt der Bericht: Allgemein herrscht im Ausschuß die Ansicht vor, daß die haben keine Gültigkeit. Fuhrherrn eine Tarifgemeinschaft gefchloffen für die Dauer von Herzlichkeit der Beziehungen zu den Verbündeten nicht minder drei Jahren, auf den 1. Januar fündbar. Die Fuhrherrn haben mun Herzlichkeit der Beziehungen zu den Verbündeten nicht minder wirtschaftlichem Gebiete erheischen. Die in dieser Hinsicht durch eine Ründigung auf den 1. Januar, als auch eine solche auf den als die allgemeinen Intereffen die Vermeidung von Kämpfen auf 26. April dieses Jahrs zurüdgewiesen, weigern fich in eine Verhand lung über Lohnerhöhung einzutreten und behaupten, daß der Tarif einzelne Erscheinungen geweckten Besorgnisse sind in der jüngsten Beit einer ruhigeren und hoffnungsvolleren Auffassung gewichen, erst auf den 1. Januar 1902 fündbar sei, was einer Dauer von wodurch die Hoffnung an Festigkeit gewinnt, daß der Abschluß der 334 Jahren gleichfäme. Die Zahl der Ausständigen beträgt ca. 700. Sandelsverträge auf einer für alle Teile annehmbaren Grundlage Eine von einigen Meistern einberufene Bezirksversammlung war Die Fuhrherrn sahen fich genötigt, selbst auf den Bod zu fteigen, möglich sein werde. Paris, 30. Mai.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer vertagte von einem Vertreter der Lohnfommission beschidt. Dieser berichtete, um den Pfingstverkehr notdürftig aufrecht zu erhalten. Da durch daß in der Versammlung ungefähr 60 selbständige Barbierherren an den Streit auch die Zufuhr von Baumaterial abgeschnitten wird im Einvernehmen mit dem Minister des Aeußern Delcassé und dem wesend waren. Ein Herr Deichsel habe das einleitende Referat ge- ist besonders auch im Interesse der Bauarbeiter ein schneller Berlauf Antragsteller d'Estournelles die Debatte über die Anfrage d'Estournelles halten und eine Resolution empfohlen, die besagt, daß die des Streits zu wünschen. a uisagrees ads betr. die Zurückziehung eines Teils der französischen Expeditionstruppen aus China auf nächsten Montag. Hierauf setzte die Kammer die BeForderung der Gehilfen anzuerkennen fei, aber bis spätestens 1. Juli Der Vertreter eine Preiserhöhung geplant werden müsse. gratung des Gefeßentwurfs betreffend Ausdehnung der Unfall versicherung fort. Der mit der Vorberatung des Vereinsgefeßes Die Einführung von Lohnbüchern für minderjährige betraute Ausschuß des Senats beschloß, alle Zusatzanträge, welche Fabrikarbeiter, die durch eine der letzten Novellen zur Gewerbe- die Erledigung dieser Vorlage verzögern könnten, abzulehnen. Ordnung eingeführt worden ist, scheint niemand zu befriedigen. Von Baku, 30. Mai.( W. T. B.) In den Naphtaquellen der Gefellverschiedenen Seiten ist bereits eine Beseitigung oder doch Alenderung schaft von Bibi Eibat brach Feuer aus, welches 21 Bohrtürme dieser Bestimmung angeregt worden. Wie ein hiesiges Blatt mit und ein Reservoir mit 80 000 Bud Naphta zerstörte. Der Verlust teilen kann, hat sich neuerdings der Reichstanzler auf eine An- wird auf 150 000 Rubel geschäßt. frage der hessischen Regierung hin bereit erklärt, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob sich eine Ergänzung der Strafvorschriften der Gewerbe- Ordnung hinsichtlich der Lohnzahlungsbücher oder eine Befeitigung der Bücher empfehle. der Lohnkommission habe seinen Standpunkt dahingehend präzisiert, es solle die Meisterschaft nur ihre Preiserhöhung selbst regeln, so wie die Gehilfenschaft ihre Forderung selbst sich zu erringen fuche. Nochmals machen wir darauf aufmerksam: Die Gehilfen arbeiten von jetzt ab an Wochentagen von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr, an Sonntagen von morgens 7 Uhr bis mittags 1 Uhr, Sonnabends bis abends 10 Uhr. Beschwerden über nicht pünktliches Erscheinen der Gehilfen müssen unverzüglich an die Lohnkommission, Rosenthalerstr. 57 bei Bauer, gerichtet werden. Nachstehend geben wir die Lokale bekannt, in welchen unsre fireifenden Kollegen thätig sind: Foto Sociales. Simbirsk( Rußland), 30. Mai.( W. T. B.) In der Ortschaft Staraja Eryena sind durch Feuer 135 Häuser und Getreideschuppen vernichtet worden. Zwei Frauen verbrannten, 10 Personen erlitten Brandwunden. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr..Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Br. 124. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dritte Generalversammlung des Centralverbands der angenommen. Bildhauer. Dresden, 29. Mai 1901. damit die ganze Feier illusorisch gemacht. Eine solche Anweisung Freitag, 31. Mai 1901. ſtehe auch mit den Beschlüssen der kongreffe in Widerspruch. Redner Die fünfte Generalversammlung des Gentralverbands der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. sucht das des nähern zu begründen und beantragt ferner, den Verband zu verpflichten, Ausgesperrte zu unterstützen, wenn in einem Betriebe, in dem atvei Drittel der Arbeiter organisiert sind, die Majorität sich für Arbeitsruhe ausspricht und infolge Durchführung dieses Beschlusses Maßregelungen erfolgen. Sollte dieser Antrag abgelehnt werden, so möge man den Ortsverwaltungen Verhaltungsmaßregeln erteilen, damit Konflikte, wie sie das Cirkular des Vorstands heraufbeschworen hat, vermieden werden. Magdeburg, den 29. Mai 1901. Die weitere Debatte über die„ Taktik bei Lohnbewegungen und Die Beratung der Anträge zum Statut wird fortgefeßt. AbStreits" in der Nachmittags Sigung bom Mittwoch ergab, gelehnt wird ein Krefelder Antrag: Ausgesteuerte Mitglieder find daß man es allgemein für notwendig hielt, dem Centralvorstande während der Dauer einer Arbeitslosigkeit von der Zahlung des bestimmt abgegrenzte, erweiterte Befugnisse bei der Leitung und Beitrags befreit. Es bleibt also bei den Statutenbestimmungen, woBeaufsichtigung von Lohnbewegungen zu gewähren. Eine Ausnahme nach Ausgesteuerte( d. H. Mitglieder, die 70 Tage lang Unterstützung Ob es den Gepflogenheiten der Demokratie entspreche, daß bilden nur die Leipziger, die einen Antrag gestellt haben, nach dem bezogen haben und erst wieder nach 26 Wochenbeiträgen bezugs- zwei Verbandsbeamte im Namen von 20 000 Wählern Mandate er- es in das Belieben der Streitenden gestellt werden soll, ob sie bei berechtigt werden) bis auf die Dauer von 26 Wochen beitrags- teilen, und ob die Berliner Kollegen recht daran gethan hätten, Streits den Centralvorstand zu Rate ziehen wollen oder nicht. frei sind. diese beiden Beamten von ihren Stellungen zu entheben, das zu Dieser Antrag fand nirgendwo Billigung. Von mehreren Rednern Die Berliner wünschen, daß das Schiedsgericht, das über die beurteilen möge Kollege Reichel den Berliner Kollegen überlassen. wurde darüber Klage geführt, daß man mit der Verhängung von Berufung ausgeschlossener Mitglieder entscheidet, mindestens aus Nachdem sich Nedner noch über„ autokratische Manieren" des Vor- Bausperren vielfach nicht vorsichtig genug sei; namentlich dauerten drei, höchstens aus sieben Mitgliedern besteht. Der Antrag wird stands beklagt hat, geht er auf seine persönliche Angelegenheit über. Die Sperren oft zu lange. Es wurde daher vorgeschlagen, auch die Er sei Anarchist, doch habe das mit seiner Zugehörigkeit zum Ver- Bausperren, ebenso wie die Streiks, von der Genehmigung des Eine lange Debatte verursacht ein Nürnberger Antrag, der sich band nichts zu thun. Als Gewerkschaftsfollege habe er seine Pflicht Centralvorstands abhängig zu machen. Der Vertreter der Generalgegen die großen Städte richtet. Bisher wählen im höchsten Fall stets erfüllt. Seine vor Jahren erfolgte Berurteilung zu fieben fommission, Genosse Päplow, unterstützte diesen Vorschlag. Der 200 Mitglieder einen Bevollmächtigten zur Generalversammlung. Tagen Gefängnis wegen Kuppelei sei eine Formverurteilung Einwand, daß dem Vorstand dadurch eine große Arbeitslast aufDie Nürnberger verlangen, daß eine Verwaltungsstelle nicht mehr gewesen, sonst wäre nicht eine so geringfügige Strafe gebürdet werde, tönne nicht ausschlaggebend sein; gerade aus Bau als 4 Bevollmächtigte entfenden dürfe. Der Antrag wird abgelehnt. bei einem angeblich so schweren Delift ausgesprochen worden. perren entwickelten sich oft ungeahnte Dinge. In allgemeinen Annahme findet nach gründlicher Erörterung ein Zusatz zum§ 18. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte habe stimmte Päplow den vom Vorstand vorgeschlagenen Bestimmungen Der neue Absatz lautet: Die Aemter des ersten Vorsitzenden, des das Gericht unter den obwaltenden Umständen ebenfalls abgesehen. zu, empfahl aber einige Aenderungen im einzelnen. Zu einer BeKassierers und des Hauptverwalters werden spätestens vier Wochen Nun sei er in einer von 2000 bis 2500 Stollegen besuchten Mitglieder schlußfassung wird es erst bei der Gesamtberatung der neuen vor jeder Generalversammlung in der Bildhauer Zeitung" aus versammlung zum zweiten Bevollmächtigten der Zahlstelle Berlin Statuten kommen, die augenblicklich noch der Vorerörterung einer geschrieben. Ueber die Befähigung der Gemeldeten entscheidet der gewählt, vom Vorstand aber auf Grund eines anonymen Protestes fiebengliederigen Kommission unterliegen. Centralvorstand in Gemeinschaft mit einer in der Verwaltungs- nicht bestätigt worden. Im geheimen Verfahren sei er verurteilt stelle am Sige des Vereins gewählten Kommission von fünf Wit- worden auf Grund von Bezichtigungen, gegen die er sich nicht habe gliedern. Der Generalversammlung werden nur diejenigen in Bor- verteidigen können. Kollege Räther habe sich nun ja als Verfasser schlag gebracht, welche für geeignet befunden werden. Die Wahl des Protestes bekannt, damals aber auf mehrmalige Fragen seine erfolgt durch geheime Abstimmung mit absoluter Mehrheit. Nicht- Autorschaft verschwiegen. Hätten die Berliner Kollegen den anwesende können nur dann gewählt werden, wenn eine bestimmte Verfasser des anonymen Protestes damals schon gekannt, Erklärung vorliegt, daß sie die Wahl annehmen. Hamburg beantragt, daß die Bildhauer Beitung" den Mitgliedern durch die Post kostenfrei zugesendet werden möge. Antrag wird abgelehnt. den Die durch das Punkt 3 der Tagesordnung lautete: Mißstände in unsrem Ge werbe und wie sind dieselben zu beseitigen?" Die hauptsächliche Grundlage der Erörterung bildeten drei von den Berliner Kollegen beantragte Resolutionen, die Kollege Hermann John- Berlin be gründete. In der ersten Resolution wird den Leitern der einzelnen Filialen zur Pflicht gemacht, allmonatlich einmal dem Centralvorstand so würde er( Redner) in der zweiten Versammlung sicher über die Lage des Markts, das Verhältnis von Angebot und Nachlich wiederum gewählt worden sein. Der Bericht des Kor- frage, die Zahl der Arbeitslosen usw. in dem betreffenden Bezirk zu Der respondenzblatts" über diese Angelegenheit entspreche durchaus nicht berichten. Der Centralvorstand soll dadurch einen Ueberblick über der Wahrheit. Koll. Näther, der hinter diesem Bericht stecke, habe die Verhältnisse im ganzen Verbandsgebiet bekommen und in den Regelung der Frage des Lofalzuschlages. Der ihm versprochen, das„ Korrespondenzblatt" zu veranlassen, die ehren- Stand gesetzt werden, eventuell zu Gunsten der organisierten § 24 befagt:" Die örtlichen Verwaltungen sind berechtigt, einen rührigen Angriffe zu berichtigen, ihm aber nach vier Wochen mit- Arbeiter den Markt in gewissem Sinne zu regulieren. mit Resolution beschäftigt sich Beitrag für ihre lokalen Angelegenheiten zu erheben. Jedoch darf geteilt, im Drange der Geschäfte" sei das Bersprechen vergessen zweite diefer Lokalbeitrag 25 Pf. die Woche nicht übersteigen. Jedes Mit- worden." Gen. Segik hat in der zweiten Versammlung gesagt, seine Accordsystem gezeitigten Mißständen: die Galopparbeit, das glied, mit Ausnahme derer, die an einem Orte wohnen, wo feine Aufgeregtheit beweise, daß er zu dem Boften eines 2. Bevollmächtigten Wühlen", das die Gesundheit ruiniert, die Preise drückt und die Die Resolution Verwaltungsstelle ist, ist zur Zahlung dieses Beitrages verpflichtet." nicht geeignet sei. Wer aber bei solchen Beschuldigungen, wie fie Bahl der erforderlichen Arbeitskräfte einschränkt. Berlin beantragt diesen Absatz ganz zu streichen und dafür zu gegen ihn erhoben wurden, ruhig bleibe, der sei„ abgebrüht". In geht davon aus, daß die Beseitigung der Accordarbeit vor der Hand fetzen:„ Die Höhe des Lokalbeitrages bestimmt jede Verwaltungs- der Angelegenheit seien Lügen und Verleumdungen über ihn aus- unmöglich ist; es soll aber den schlimmsten Mißständen dadurch abstelle nach eignem Ermessen und obwaltenden Umständen. Bei gestreut worden. Der Vorstand aber, der ihm keine Gelegenheit geholfen werden, daß in den einzelnen Filialen für die organisierten Streits ist eine besondere Erhöhung des Lokalbeitrags zuläffig, doch gegeben habe sich zu verteidigen, habe sich dadurch mitschuldig Kollegen allgemein festgesetzt wird, wie hoch fich ihr Verdienst bei unterliegt ein solcher Beschluß der Genehmigung des Central- gemacht. dem Accordsystem belaufen darf. In der dritten Resolution vorstands. Die Befanntmachung desselben in der Bildhauer. wird eine Erweiterung des Bauarbeiterschußes für notwendig Zeitung" ist für jedes Mitglied der Verwaltung bindend." erflärt, die bei dem Verfagen der Gesetzgebungsmaschine hauptsächlich im Wege der Selbsthilfe zu erstreben sei. Ein hierzu von dem Kollegen Kaulich- Hamburg beantragter Zusatz verpflichtet die Lokalverwaltungen und die Centralleitung, den Sekretär der Hamburger Stommission für Bauarbeiterschutz möglichst mit Material zu unterstützen. In der Debatte waren den Rednern im allgemeinen Die Resolutionen alle sympathisch; Meinungsverschiedenheiten be standen hauptsächlich über die Frage der Beseitigung des Accord systems. Die Erörterung, die um 6 Uhr abgebrochen wurde, wird Die Kollegen in Barmen- Elberfeld wünschen, daß die arbeitsTofen und arbeitsunfähigen Mitglieder von der Zahlung des Lotal zuschlags befreit feien. Nürnberg, 29. Mai. dem Centralvorstand vierteljährliche Berichte darüber zu erstatten. zweiter Borfizender der Bahlstelle Berlin bestätigt werde. Der Verbandstag der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine Vor Eintritt in die Tagesordnung bittet Nät her Berlin, ihm das Wort zur Rechtfertigung auf die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zu geben. Der Antrag wird abgelehnt und auf Antrag Der Centralvorstand beantragt, daß die Lokalzuschläge in ört. Dejung beschlossen, erst die beiden Briefe des Roll. Mäther an lichen Generalversammlungen mit 8weidrittel- Mehrheit zu be- den Vorstand in der Angelegenheit Pawlowitsch zur Verlesung zu schließen sind. bringen. Im ersten Brief wird dem Vorstand mitgeteilt, daß B. Nach längerer Debatte wird der Antrag Elberfeld- Barmen ab- als Anarchist bekannt, wegen Körperverlegung und Kuppelei vor gelehnt, die beiden andern Anträge angenommen. bestraft sei. Von der Anklage des Diebstahls sei er freigesprochen Klagen über zu viel Gewertschaftsstatistit. worden. P. sei auch der Macher der anarchistischen Zeitschrift Donnerstag früh fortgesetzt werden. Bisher waren die Vorstände, Verwalter und Vertrauensmänner Neues Leben". Ein Beamter der politischen Polizei habe verpflichtet, vierteljährliche statistische Erhebungen vorzunehmen und ihm( Näther) mitgeteilt, daß, wenn Pawlowitsch als Von München wird die Beschränkung der Statistik auf zwei Er- eine polizeiliche Ueberwachung der Sigungen und VerfammKöln, den 29. Mai. Man werde hebungen im Jahre, und zwar im Januar und Juli verlangt. lungen stattfinden müsse. das Polizeipräsidium Den größten Teil der Verhandlung am Mittwoch nahm der Schlaucher- München flagt über die zu große Belastung der um Auskunft über das Vorleben des P. ersuchen. Beratungsgegenstand: Die Neutralisierung der Arbeiter Kollegen durch die fortwährende laufende Statistik. Diese leide selbst In dem zweiten Briefe wird dem Vorstande geschrieben, daß P. Berufsvereine"" in Anspruch, wobei es fich hauptsächlich darunter. Man möge lieber zwei sorgfältige als vier oberflächliche zugegeben habe, wegen Stuppelei bestraft worden zu sein, sich aber um die Frage der Beseitigung des Reverses handelt. Das Statistiken aufnehmen. Tzschorn empfiehlt die Monate April und weigere. auf Annahme der Wahl zu verzichten. Es sei auch nicht Referat hatte der Verbandsanwalt Dr. Mag Hirsch. Redner Oktober für die Erhebung. Demgemäß wird beschlossen. ausgeschlossen, daß in der zweiten Versammlung, zu der Genosse wandte sich lebhaft gegen die beantragte Beseitigung des Reverses. Es beginnt die Generaldiskussion über die Erhöhung der Unter- Segis sein Erscheinen zugesagt habe, der Anarchist Wiesenthal als Er malte den Zuhörern aus, wie die Socialdemokraten in Massen in stützungen. Für dieje Zwecke haben die Bevollmächtigten gestern den erster Vorsitzender gewählt werde.( Buruf: Lump) Der Vorsigende die Gewerkvereine eintreten, um sich deren Millionenvermögen an Wochenbeitrag um 10 f.( im ganzen um 15 Pf.) erhöht. rügt den Ausdruck scharf. zueignen. Die fette Beute lohne, einige tausend Mark Beiträge zu ristieren. Das seien teine Gespenster, sondern die Möglichkeit sei vorhanden und man müsse damit rechnen. Fünfte Generalversammlung des Deutschen Verbands. Nun erhält Nät her das Wort. Er giebt zunächst einige Ergänzungen zu den verlesenen Briefen. Während der zehn Jahre, it denen er in der Berliner Metallarbeiter- Bewegung mit an Dr. Hirsch empfahl folgende Resolution: Der 14. Verbandstag Metallarbeiterleitender Stelle stehe, sei V. wenig als Gewerkschaftler hervor erklärt: Die Neutralität der Arbeiter- Berufsvereine, d. h. ihre getreten. So hätten ihn die Kollegen, die nicht immer an den Wit- Trennung und Unabhängigkeit von parteipolitischen und kirchlichen gliederversammlungen teilnehmen, nicht gekannt und auch nicht wissen Bestrebungen, bildet ein wesentliches Erfordernis, um ihre wahren, Nürnberg, den 28. Mai. können, wem fie ihre Stimme geben. P. habe in der betreffenden die wirtschaftlich- socialen Aufgaben unverfälscht und mit ton Den Bericht des Ausschusses erstattet Roll. Dejung Versammlung insbesondere den Kollegen Schlegel heruntergeriffen, zentrierter Straft zu erfüllen. Dieser Grundsatz ist für die Frankfurt a. M. 37 Beschwerden wurden dem Ausschuß unterbreitet. an dessen Stelle er als einziger Kandidat dann auch gewählt worden deutschen Gewerfvereine seit ihrer Entstehung unverbrüchlich maßIn einzelnen Fällen mußte dem Vorstand unrecht gegeben werden. sei. Nachher, als eine gewisse Ernüchterung der in jener Versamm- gebend gewesen. Die Behauptung, daß sie von einer politischen Nicht in allen Fällen trug der Vorstand den Beschlüssen des Ausschusses lung hervorgerufenen Erbitterung Blaß gemacht habe, hätten ihn Bartei für ihre Zwede gegründet und in Abhängigkeit gehalten Rechnung. Beanstandet wurde der mit Verlust erfolgte Verkauf( Mäther) die Kollegen, die B. gekannt hätten, bestürmt, gegen feien, ist eine hundertmal nachgewiesene unwahrheit, die nur von Wertpapieren. Man hätte diese Papiere beleihen sollen. Bol die Wahl einzuschreiten. Es sei ihm auch Material aur aus Unkenntnis oder Böswilligkeit heute wiederholt werden kann. der Preßrevisions- Kommission habe der Ausschuß verlangt, sie solle Verfügung gestellt worden, daß er auf Richtigkeit nicht habe prüfen Der als Beweis für die politische Parteinahme angeführte„ Revers" ihren Einfluß auf die Presse geltend machen, aber von Nürnberg fönnen. Um sich zu überzeugen, was an der Sache sei, habe es die beweist vielmehr das Gegenteil. Er wurde seit 1876 eingeführt zur eine Antwort erhalten, die an bayrischer Deutlichkeit nichts habe zu Verwaltung für notwendig gehalten, vom Polizeipräsidium Auskunft notgedrungenen Abwehr gegen die von der Socialdemokratie ges wünschen übrig gelaffen. So habe der Ausschuß unterlassen, ein zu erholen. Zu der Zeit sei auch ein Polizeibeamter aufs Verbands plante Sprengung oder Ausbeutung der Gewerkvereine zu Parteizweites Mal eine derartige Aufforderung an die Kommiffion gu richten. bureau gekommen und habe Mitteilung von dem gemacht, was in aweden. Ünrecht habe der Vorstand den Leipziger Kollegen gegenüber gehandelt, dem Briefe verzeichnet jei. Diese Mitteilungen zu verheimlichen Socialdemokratie nicht beitreten tönnen, gilt nicht der politischen, indem er legteren die Streifunterstügung verweigerte. Der Streit habe nicht die geringste Ursache vorgelegen. Daß P. dem Posten sondern der socialen, die Kollektivwirtschaft erstrebenden Partei. sei vom Unternehmertum provoziert worden. Unter den Umständen nicht hätte gerecht werden können, beweise das bisherige, den Zielen Ein principielles wirtschaftlich- sociales Programm aber steht nicht hätte sich der Vorstand nicht an den starren Buchstaben des Statuts des Verbands entgegengesetzte Wirken des B. Wohl sei der Verband in Widerspruch mit dem Wesen der Arbeiter- Berufsvereine, halten dürfen. Diese Ansicht des Ausschusses sei neutral in dieser Hinsicht, daß er nicht nach dem Glaubens- oder politischen sondern bom bildet ihre wesentliche Grundlage, ihren wahren Vorstand nicht beachtet worden. Leipziger Kollegen Bekenntnis seiner Mitglieder frage. Soweit gehe aber die Neutralität Charakter. Ein großer Teil der Gewerkschaften sowohl socialdemo hätten den Vorstand jedoch durch einen Appell an die Mitglied des Verbands denn doch nicht, daß sich die große Majorität der fratischer als auch christlicher Nichtung verfolgt dagegen grundsäßlich fchaften zur Anerkennung des Begehrens auf Unterstügung gezwungen. Mitglieder einen Leiter aufbrängen laffe, der auf einem dem Ver- wie thatfächlich partei oder kirchenpolitische Zwecke. Un sie, nicht an Die Nichtbestätigung des K. als Vorsitzenden der Nürnberger band entgegengesetten Standpunkt stehe. Das würde den Verband schweren die längst neutralen Gewerkvereine, ist daher die Aufforderung zur Flaschnersektion sei nach Ansicht des Ausschusses ebenfalls zu Unrecht Konflikten entgegenführen. Die Vertreter der Richtung hätten nicht Neutralifterung zu richten. Das allgemeine praktische Arbeitererfolgt. Die Bestätigung sei versagt worden, weil K. vor Jahren das mindeste Recht, von Konspirationen mit der Polizei zu sprechen. interesse, insbesondere die wirksame Vertretung gegenüber den Ar den Streitbrecher gemacht und jüngst vor Gericht bei einem Be- Es wäre seine( des Redners) Pflicht gewesen, die Anstellung des B. beitgebern gebietet keineswegs die Verschmelzung, sondern nur ein leidigungsprozeß sein Verhalten zu rechtfertigen versucht habe, fodaß zu verhindern. Bündnisverhältnis, beruhend auf gegenseitiger Anerkennung und die Befürchtigung laut wurde, K. werde im gegebenen Falle Pawlowitsch ersucht, ihm sofort fünf Minuten Nedezeit zur Achtung. Die deutschen Gewerkvereine haben, wie von Anfang an, ebenso handeln. Um flar in der Cache sehen, Richtigstellung etlicher Angaben Näthers zu gewähren. Der Antrag so besonders in der letzten Zeit ein solches Verhältnis thatsächlich erhabe der Ausschuß das Gerichtsurteil in diesem Beleidigungsprozeß wird abgelehnt. Nät her, deffen Werbleiben im Präsidium von strebt und nach Sträften innegehalten; sie werden ebenso auch in Zueingefordert und die Ueberzeugung gewonnen, daß die Darstellung etlichen Rednern zur Geschäftsordnung kritisiert wurde, legt den funft handeln." des K. die richtigere sei. Der Vorstand habe aber der Ansicht des Vorsitz nieder. An feine Stelle wird Bender Magdeburg gewählt. Ausschusses feinen Wert beigelegt. Auf Grund einer vorzüglichen Die Angelegenheit wird schließlich der Beschwerdekommission Probe- Arbeit habe der Vorstand den Kollegen Rudolph als stän überwiesen, von der sie bis jetzt noch nicht erledigt ist. digen Hilfearbeiter für Redaktion und Expedition der„ Metallzu arbeiter Beitung" angestellt. Der Ausschuß habe die Anstellung gebilligt. Die Anstellung des Kollegen Massatsch als stän diger Hilfsarbeiter des Borstandes sei nicht im Einverständnis mit dem Ausschuß erfolgt. Die Zustimmung sei nach träglich vom Ausschuß erteilt werden. In Zukunft werde aber der Ausschuß, falls er wiedergewählt werden sollte, derartige Eigen mächtigkeiten des Vorstands nicht mehr billigen. Der Gegenreferent Trabert Leipzig empfahl die Beseitigung des Neverses. Er bedauere die Zersplitterung der Arbeiter und die gegenseitige Bekämpfung der Organisationen, die für die Unternehmer Wiesenthal Berlin tritifiert die angeblich eigenmächtige An- geradezu herzerquidend sei. Es müsse immer mehr die Erkenntnis Berliner Zahlstelle unter Fortzahlung feines Gehalts entlassene lichen Joch seufzen. Der Vorwurf, daß die Hirsch- Dunckerschen Gewerks stellung der Hilfsarbeiter seitens des Vorstands. Der von der playgreifen, daß alle Arbeiter Brüder seien und unter dem näm Kollege Stalzky jei vom Vorstand angestellt worden. Der Vorstand vereine nicht neutral seien, werde infolge des Reverses mit einem habe gewissermaßen das Beispiel der preußischen Regierung befolgt gewiffen Recht erhoben. Er bitte, biefe alte Schartete zu beseitigen, und Stalzky nach oben gemaßregelt. Auch habe S. mit Einwilligung dieses Bleigewicht von den Füßen zu entfernen. Der Redner bringt des Vorstands für zwei Monate doppelten Gehalt, vom Vorstand eine feinen Ausführungen entsprechende Resolution ein. und von der Zahlstelle Berlin, bezogen. Das sei nicht einmal in Die Distusfion nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch. Am Den Bericht der Preßrevisionsfommission erstattet Sümmerle bürgerlichen Geschäften 11sus. 8war habe der Vorstand gesagt, Schluß der Sizung waren noch 17 Redner vorgemerkt. Die VerNürnberg. Er erklärt, Aufgabe der Kommission war es, den Ber- wem S. nur einmal Gehalt beziehe, werde er eine Gegenrechnung handlung gestaltete sich sehr lebhaft. Wir geben einiges davon trag mit dem Druder zu regeln. Das sei geschehen. Als Redaktions- für doppelten Haushalt, Umzugstoften 2c. ftellen. Werkwürbig sei wieber. tommission zu wirken, habe sie keine Berechtigung gehabt und des- aber doch, daß gerade der von den Berliner Stollegen feines Amtes halb die betreffende Aufforderung des Ausschusses beantwortet, wie entfette S. vom Vorstand nach Stuttgart berufen und ihm diese Bergünstigung gewährt worden sei. In der Maifeierfrage hat sich der gescheben. Die Diskussion über den Vorstands- und Ausschußbericht wird Vorstand in Gegenjak gesezt mit dem Empfinden der übergroßen Mehrzahl der Verbandsgenossen Deutschlands. Man möge die Aneröffnet. Pawlowitsch- Berlin: Neichel habe zwar gesagt, was der gelegenheit im Sinne des Berliner Beschlusses regeln. Vorstand gethan, sei zum Nutzen des Verbands geschehen. So fage Ein Antrag, von einer Kommission Vorschläge betreffend Maiaber jede Regierung. Wenn vom Vorstand in den betreffenden feier ausarbeiten zu lassen, wird angenommen, bie Kommission Cirkular gesagt werde, die Maifeier dürfe nur da gefeiert werden, gewählt. wo es ohne Nachteil für die Organisation geschehen könne, ſo ſeil Keyzer Düsseldorf: Früher sei der Nevers zweckmäßig gewesen. In Düsseldorf arbeite man heute gemeinsam mit den Gewerkschaftsführern an der Verbesserung der Arbeitsverhältnisse. mit dem Revers wolle man bei Behörden und Unternehmern darthun, daß man harmlosset. Winter Berlin: Der Gewerkverein der Lederarbeiter habe den Nevers gehabt. Als aber die Socialdemokratie durch das Ausnahmegesetz von Regierung und Behörden verfolgt und geächtet worden sei, habe man den Revers aufgehoben, da man nicht noch den Ver folgten durch den Nevers einen Fußtritt habe geben wollen. Was die Verbefferungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse angehe, stimme| Verbindung. Er soll über die geistig feineswegs Hochstehende Person respektable, anständige Mädchen, denn sie hätten doch jede nur man doch mit den Socialdemokraten überein. Bei dem großen in unumschränkter Weise geherrscht und sie zu Wachs in seinen„ Einen". Berliner Lederarbeiterausstand sei ganz allein die social- Händen gemacht haben. Kalewent war bekannt mit einem gewissen Von Damen, auf die der Begriff der Respektabilität auch bei demokratische Preffe für die Sache der Arbeiter eingetreten. Eugen Lads, dem persönlich haftenden Gesellschafter der Firma der größten Weitherzigkeit nicht auszudehnen ist, will ich lieber nicht Tröger Berlin: Wir Kaufleute haben den Revers nicht mehr. Kups u. Co. Diese Firma, die sich„ Allgemeine Deutsche Kredit- erst reden. Den letzten Fall, daß ich eine solche Mieterin mit ihrem Die in unfrem Gewerfverein organisierten Socialdemokraten sind und Versicherungs- Effettenbank" nannte, war durchaus zahlungs- Besuch in sehr bedenklicher Situation überraschte, erlebte ich am gute Mitarbeiter. Die Socialdemokraten haben keinen von den vier unfähig, die Bank ist bald darauf in thend Ersten dieses Monats, gerade als ich mich anschickte, zur Maifeier zu Gewerkvereinen, die den Nevers nicht haben( Bildhauer, Kaufleute, Konkurs geraten sgehen. Lederarbeiter, Schneider) gesprengt.- Redacteur Scholer- Berlin als und beide Direktoren find flüchtig geworden. Die Bank besitzt in jedermanns Geschmack find, mußte ich rechnen. Eine ältere Dame Auch mit allerhand Neigungen der Mieterinnen, die nicht nach Ehrengast" wendet sich gegen die Beseitigung des Reverses. Er ergeht Berlin verschiedene Häuser, darunter auch das Haus Friedrich hatte die Angewohnheit, aus dem Fenster den Straßenpaſſanten auf fich in äußerst deklamatorischer Rede gegen die Socialdemokratie; diese wolle den brutalſten klaffenhaß und den Gewinn des Unternehmers straße 217b. Salewent hatte nun, wie in der früheren Verhandlung den Kopf zu spucken, so daß ich die Polizei auf den Hals bekam. auf Null reduzieren. Es wurde von mehreren Delegierten Einspruch er- festgestellt worden war, die Frau v. Tucholka durch falsche Vor- Andre wieder machten mit Kochgas und Leuchtgas merkwürdige spiegelungen in Betreff des Mietswerts des Hauses bewogen, dashoben, daß ein Nichtmitglied in einer so wichtigen Frage rede. Die Mehr- felbe als ein geeignetes Tauschobjekt gegen ihr Gut anzusehen. Der in einem Falle auch fast ein Menschenleben vernichtet hätten. Die Experimente, die nicht allein für mich sehr kostspielig waren, sondern heit beschloß aber, die übliche Redezeit für den aus Berlin hergekommenen Tausch kam zu stande und Kalewent verdiente bei diesem Geschäft Erlaubnis, für eine Tasse Kaffee Wasser zu tochen, wurde ausGast zu verlängern. Verbandsredacteur Goldschmidt ist für gedehnt, um große Töpfe Wasser zur Generalwäsche heiß zu machen. Beibehaltung. Die Gewerkvereine wollten sich in bewußtem Gegen- gegen 25 000 Mark. Frau v. Tucholska hat gegen 17 000 Mark ProBald übertrug die bethörte Frau fag zur Socialdemokratie halten. Es wäre ungerecht, wenn ich verschweigen wollte, daß ich in Biegler Düsseldorf: Aus vision zahlen müssen. dem Angeklagten ein zweites zweites Geschäft. Der Kommerzien den Gewerkvereinsblättern müsse die Rellame für eine gewisse Partei rat Rößler besaß in Friedrichshagen eine Villa, welche Frau ich gern zweier Kellnerinnen, die ich, was zu begreifen ist, widermanchem Falle auch angenehme Enttäuschungen erlebte. So gedenke verschwinden, es müsse aufhören, daß man für die freisinnige Volkspartei Propaganda mache. Es habe in der That den An- von Tucholska zu erstehen wünschte. Kalewent erwarb dieselbe ſtrebend und unter der Voraussetzung aufnahm, daß sie nur einige schein, als seien die Gewerkvereine die Gründung der genannten auch in seinem eignen Namen, erklärte ihr aber, daß er, weil sie zu Tage in meinem Hause blieben. Sie wohnten zwei Jahre bei mir lange gezögert habe, anstatt des zuerst festgesezten Preises von und wahrten den Anstand in jeder Beziehung. Partei. Von oben werde der freisinnige Kalender Wanderer" empfohlen. Er, der Redner, sei früher von der frei- daß durch Parzellierung des Grundstüids gegen eine halbe Million seine Schattenseiten, und wer objektiv denkt, muß zugeben, daß das " frei- 100 000 m., 120 000 M. Habe zahlen müssen. Er stellte ihr vor, Aber im großen Ganzen hat der Beruf einer Vermieterin sehr finnigen Presse als„ der beliebte Volksredner" bezeichnet worden. Mart herauszuschlagen seien. Er offerierte ihr großmütig, daß sie eine Schattenseiten, und wer objektiv denkt, muß zugeben, daß das Als er aber die freifinnigen bergischen Fabrikanten gekennzeichnet ihm das Grundstück wieder abkaufen möge, er wolle mit einem für anständige Damen gewiß in hohem Grade peinliche Spießrutenhabe, da sei er angefeindet worden. Der Vorsitzende Kamin bemerkt bezüglich der Empfehlung des Kalenders, daß die einzelnen barauf ein, sie erwarb das Grundstück für 124 000 m., das fleinen Nußen von 4000 M. zufrieden sein. Frau v. Tucholska ging laufen aus den Verhältnissen der Großstadt leider nur zu erklärlich ist. Gewerkvereinsorgane nicht der Aufsicht des Verbands unterstehen. v. Kalewent für 100 000 m. erworben hatte. Das Grundstück wurde Wie uns telegraphisch berichtet wird, wurde in der Sigung am später von Sachverständigen auf etwa 80 000 m. abgeschäßt, Frau ordnung der nächsten Stadtverordneten- Bersammlung ist folgender Kommunalvertretung und Polizeigewalt. Auf die TagesDonnerstag die Beibehaltung des Reveries mit 27 gegen b. T. büßte bei diesem Geschäft also wieder gegen 40 000 m. ein. Nach- Antrag gesetzt worden.„ Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht 20 Stimmen beschlossen. dem der Ankauf des Grundstücks erfolgt war, sollte die Parzellierung den Magistrat, die ihm zur Genehmigung oder Aeußerung zu erfolgen. Kalewent redete der Frau vor, daß ein enormer Gewinn gehenden Entwürfe von Polizeiverordnungen für Berlin vor erdabei zu erzielen sei und sprach den Wunsch aus, sich mit einem folgter Genehmigung oder Aeußerung der Stadtverordneten- Versammlung zur Kenntnisnahme vorzulegen. Der dritte Kongreß der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. solution wurde angenommen: " Der Krefeld, den 29. Mai 1901. Auf der Generalversammlung des Gesamtverbands, für welche, wie schon bemerkt, die Oeffentlichkeit ausgeschlossen war, hat man im Fall Bieber eine Einigung zu stande gebracht. Folgende Re" Der Vorstand, Ausschuß und Ehrenrat des Christlichen Metallarbeiter- Verbands nimmt den in seiner Reſolution, veröffentlicht am 1. Dezember 1900, enthaltenen Satz zurüd: Der Ausschuß des Gesamtverbands hätte in seiner Kölner Erklärung paritätische Zukunftsgewerkschaften unter Nichtanerkennung der christlichen Grundsäze beschlossen." Die übrigen Differenzen sind durch gegenseitige Aussprache und Ehrenerklärung erledigt." Gleich nach dieser Resolution gab Wieber folgende Erklärung ab: Die seitherige principielle Stellung des christlichen Metallarbeiter Verbands wird durch die Resolution und Annahme der Kölner Erflärung durch die Mehrheit des Kongresses nicht berührt. Bieber bemerkte noch, daß er im Auftrage der sämtlichen Delegierten des Metallarbeiter- Verbands spreche. Es ist also nur eine Einigung nach außen hin. Kapital von 50 000 m. " daran zu beteiligen. Dann soll der zweite Angeklagte im Auftrage Der Mangel an kleinen Wohnungen hat auch bei der des Kalewent sich wieder an Frau v. T. herangemacht und ihr vorgestellt haben, wie thöricht sie gewesen sei, einen so großen Anteil Berliner gemeinnügigen Baugesellschaft", die jetzt über ein halbes des Gewinns an Kalewent abzutreten. Sie mache doch ein glänzendes Jahrhundert besteht und somit in Berlin das älteste gemeinnützige Unternehmen zur Schaffung billiger Wohnungen für kleine Leute ist, Geschäft, wenn sie Herrn Kalewent bewegen könne, gegen eine Ab- Unternehmen zur Schaffung billiger Wohnungen für kleine Leute ist, standssumme wieder aus dem Vertrage auszutreten. Frau v. T. den Andrang der Wohnungsuchenden bedeutend gesteigert. Die Gestellte dies Anfinnen an Stalewent und dieser ließ sich nach anfäng- sellschaft hat in der letzten Zeit auf ihrem an der Schönhauser Allee gelegenen, bereits mit einer beträchtlichenzahl von Wohnhäusern bebauten lichem Widerstreben auch herbei, eine Entschädigungssumme von Gelände wieder ein Wohnhaus mittlerer Größe aufgeführt, in dent 50 000 m. anzunehmen und dafür aus dem Parzellierungsvertrage zum 1. Oktober 10 Wohnungen bezogen werden können. Für dieje auszuscheiden. Durch alle diese Geſchäfte geriet Frau v. T. ſchließ- 10 Wohnungen find schon jetzt 88 Bewerber vorgemerkt. In dem lich in Vermögensverfall, während Stalewent sich um etwa 100 000 m. laufenden Jahre wird übrigens die Gesellschaft, veranlaßt durch die bereichert hatte. Die wie eine Citrone ausgepreßte Frau hat schließlich den Konkurs anmelden müssen. Dies ist im wesentlichen der in starte Nachfrage nach Heinen Wohnungen, noch mehrere neue WohnHausbauten in Angriff nehmen. der vorigen Verhandlung festgestellte Sachverhalt. Die erneute Verhandlung, zu der vier Tage angesetzt sind, findet im kleinen Schwurgerichtssaale unter dem Vorsitz des LandgerichtsDirektors Oppermann statt. Die Auflagebehörde vertritt Staatsanwalt Helbig, die Verteidigung, die viele Entlastungszeugen geladen hat, liegt in den Händen der Rechtsanwalte Plathner und Dr. David. sohn. Zunächst gelangt eine Nachtragsanklage Die Verlängerung der Pankow- Nieder- Schönhausener Straßenbahn bis Nordend hat auch den bei Nordend gelegenen Begräbnisplätzen der Friedens-, der Gethsemane und der Himmelfahrts- Gemeinde die langersehnte Straßenbahn- Verbindung gebracht. Die bis Nordend gehenden Wagen der Linie Briz- Nieder- Schönhausen haben einen 24 Minuten- Verkehr. Zur Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes auf dem Es wurde sodann beschlossen, den Beitrag von 5 Pf. pro Jahr und Mitglied auf 10 Pf. zu erhöhen, und zivar vom 1. Juli d. J. gegen den Angeschuldigten Kalewent allein zur Erörterung. Als Gesundbrunnen ist der Magistrat vom Justizfistus um unentgeltliche ab, damit das Defizit aus der Welt geschafft werde. Für die weib- Kalewent das Tauschgeschäft abgeschlossen hatte, erhielt er von dem Hergabe eines geeigneten Bauplages ersucht worden. Der Magistrat lichen Mitglieder beträgt der Beitrag nur 5 Pf. Dann soll weiter früheren Besiger des Hauses Friedrichstr. 217B eine Provision von hat nun der Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage zugehen eine Anleitung zum Vereinsgesetz nach dem Muster der General- 10 000 m. bar und 5000 M. in Wechseln. Sodann ließ er sich auch lassen, nach welcher die Stadt von dem an der Pantstraße belegenen, kommission der freien Gewerkschaften herausgegeben werden. noch 4200 M. Provision von Frau v. Tucholska zahlen. Anstatt, wie jetzt als Steinplatz benutten Brunnen- Plaß eine Fläche von Ueber die beiden Punkte: die Krankenversicherung und das vereinbart worden war, diese lettere Summe mit Harnisch zu teilen, 3470 Quadratmeter Größe überlassen und später, wenn ein ErGewerbegerichts- Gesetz, hatten wir bereits telegraphisch berichtet. leugnete er diesem gegenüber, die Provision von Frau v. T. erhalten weiterungsbau erforderlich werden sollte, weitere 1360 Quadrat Wir wollen aber die Resolution zu den Krankenkassen im Wortlaut zu haben und forderte ihn auf, seinerseits seine Ansprüche geltend meter zu denselben Bedingungen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung nachholen: zu machen. Als Harnisch dies that, eilte Frau v. 2. nach Berlin zu stellen will. Die Restfläche von 36 000 Quadratmeter beabsichtigt 1. Der dritte Kongreß der christlichen Gewerkschaften zu Kre- Salewent und fragte ihn, wie sie sich zu verhalten habe. Sie wußte der Magistrat in eine Parkanlage umzugestalten, so bald ein Ersatz feld fordert die christlichen Arbeiterorganisationen auf, dem Ausbau von der zwischen Kalewent und Harnisch getroffenen Ver- für den Steinlagerplatz gefunden ist. Salewent zuckte die Achseln und meinte, Frau Reiche Bente haben Einbrecher in der Nacht zu gestern in der Krankenkassen, speciell den Leistungen derselben, so weit dies im einbarung nichts. Rahmen des Gesetzes möglich ist, ihre Aufmerksamkeit zu schenken. v. T. müsse die Verpflichtung, die sie eingegangen sei, auch dem Goldwaren- und Uhrengeschäft von G. Hilscher an der Ecke der Besonders ist für die Wahl tüchtiger Vertreter in den Vorständen erfüllen. Frau v. T. verstand sich darauf dazu, gegen einen Wechsel Stommandanten- und Alexandrinenstraße gemacht. Hilscher, der Sorge zu tragen und eventuell in Verbindung mit andren von ihrem Guthaben bei der Vereinsbank in Hamburg den Betrag anderswo seine Wohnung hat, pflegt abends seine Geschäftsräume Korporationen vorzugehen. Die örtlichen Kartelle und Arbeiterschutz von 6200 M. abzuheben und diesen ihrem Vertrauensmann Kalewent sorgfältig zu verschließen, da er feinen Wächter hat. Troßdem verbände sollen bestrebt sein, nach Möglichkeit die gewählten Arzu übergeben mit der Bestimmung, damit Harnisch abzufinden. drangen in der vergangenen Nacht Diebe bei ihm ein. Mit einem beitervertreter der Krankenkassen, Gewerbegerichte, Schiedsgerichte Nun wollte Stalewent teilen. Er ließ Harnisch kommen; stellte ihm Schlüssel, den sie sich besonders hatten anfertigen lassen und den fie und so weiter in Arbeitervertreter- Vereine zu sammeln und für die aber vor, daß ihm, der das Geschäft zu stande gebracht habe, der am Thatorte liegen ließen, öffneten sie die Hausthür. Eine schwere Schulung und Aufklärung in der socialen Gesetzgebung Sorge zu Löwenanteil gebühre, daß er auch seinem Geschäftsführer Riftedt, Arbeit hatten sie darauf mit der Ladenthür, zu der vom Flur aus der ebenfalls bei der Sache thätig gewesen sei, einen Anteil ab- drei Stufen hinaufführen. Nachdem sie die elektrische Lärmvorrichtung tragen. 2. Bezüglich der in Aussicht genommenen Revision des Kranken- geben und schließlich auch alle ſeine Auslagen, wie Reiſeſpeſen, unbrauchbar gemacht hatten, versuchten sie zunächst, ein in die versicherungs- Gesetzes erscheint es dringend geboten, daß die einzelnen Bortis usw., in Abzug bringen müsse. Harnisch ließ sich schließlich Wand eingelassenes Sicherheitsschloß anzubohren. Als ihnen das Gewerkschaften oder die örtlichen Kartelle Material sammeln und die mit einem Drittel der Provisionssumme begnügen, während Stalewent nicht gelang, brachen sie das ganze Schloß mit Stemmeisen aus dem Mauerwerk heraus. Ebenso beseitigten sie die schweren eisernen Wünsche der Arbeiter durch Eingaben an die Behörden in geeigneter wieder zwei Drittel einſtrich. Riegel. Nachdem sie nun eine eiserne Rollade hinter der ersten Weise zum Ausdruck bringen. Als grundsätzliche Forderungen sind Thür aus den Fugen gebrochen und hochgeschoben hatten, mußten festzuhalten: sie noch eine zweite, ebenfalls durch Kunstschlösser und eiserne Riegel geschützte Thür erbrechen. Erst dann gelangten sie in den Laden. Die Beute entschädigte sie allerdings für die aufgewendete Mühe, denn die Einbrecher erbeuteten aus dem Schaufenster und dem Laden Goldwaren aller Art und Uhren im Werte von 28 000 Mark. Obwohl sie bei ihren schweren Einbruchsarbeiten ohne Zweifel Geräusch gemacht haben müssen, so ist doch niemand auf sie aufmerksam geworden. Erst gestern morgen wurde der Einbruch entdeckt. Der Cigarettenhändler Arthur Lescht sah die Vers wüstung, als er seinen Laden aufmachte, und benachrichtigte den Bes stohlenen. Die Polizei fand in dem Laden verschiedene Sachen, die von den Dieben zurüdgelassen waren, außer dem Hausschlüssel zwei scharf geschliffene Dolche, zwei Stichsägen, einen Steinbohrer, zwei Brecheisen, Bechpflaster zum Bekleben der herauszubrechenden Glas scheiben und Latschen, die die Einbrecher getragen hatten, um leicht aufzutreten. Von den Thätern fehlt noch jede Spur. 1. Aufrechterhaltung der Selbstverwaltung der Krankenkassen und der Zusammensetzung der Vorstände zu 2/3 aus Arbeitern und 1/3 aus Arbeitgebern. 2. Möglichste Centralisation der Krankenkassen und Durchführung einer einheitlichen Strankheitsstatistik. 8. Ausdehnung der Versicherungspflicht auf alle der Invalidenbersicherung unterstellten Personen. Die Beweisaufnahme in betreff dieses neuen Falls fiel für den Angeklagten ungünstig aus. Die Glaubwürdigkeit der Beugin v. Tucholska wurde von der Verteidigung auf Grund ihres frankhaften Zustands in Zweifel gezogen, das Gutachten des Sachverständigen, Gerichtsphyjitus Dr. Störmer, ging aber dahin, daß die Zeugin trotz ihres hysterischen Zustands eidesfähig sei. Sodamn wurde zur Erörterung der bereits früher verhandelten Betrugsfälle übergegangen. Die Verhandlung wurde gegen 4 Uhr bis Freitagvormittag 4. Ausdehnung der gesetzlichen Unterstüßungsdauer auf 9 Uhr vertagt. mindestens 26 Wochen unter Erhöhung des Krankengelds auf 2/3 des Lohns und Ausdehnung der Unterstützung für Wöchnerinnen auf mindestens 6 Wochen. Ein Antrag, die Stellung zur Frauenarbeit betreffend, wurde bem nächsten Kongreß überwiesen. Die Verhandlungen hatten damit ihren Abschluß erreicht. Ein großer Betrugsprozeß, Lokales. Vom Zimmervermieten. Eine Leserin schreibt uns: In Nr. 113 des„ Vorwärts" gaben Sie einer Zuschrift Raum, worin ein junges, ehrbares Mädchen sich über die Beleidigungen beklagte, denen sie beim Wohnung suchen ausgelegt gewesen ist. Sie thaten recht daran, diese Qualen als Spießrutenlaufen zu bezeichnen. Auch möchte eine vernünftige Wie die Kunst nach Brot geht. Wald- Akrobaten produzieren bei dem es sich um eine Vermögensschädigung von etwa 100 000 M. Bereinsthätigkeit am ehesten die anständigen Mädchen vor Un- sich gegenwärtig im Grunewald. Dieſe nene Species von„ Künstlern" handelt, beschäftigte geſtern zum zweitenmal die vierte Straffammer ziemlichkeiten schützen, denn warum sollten nicht die Vermieterinnen hat es vornehmlich auf die Ausflügler abgesehen, welche in dez des Landgerichts I. Im Juni v. J. waren diefelben Angeklagten, einer Organisation, die einigermaßen im stande ist, sich für den Forsten des Grunewalds rasten. Die Truppe beſteht zumeist aus der frühere Mühlenbesizer Hermann ale went und dessen Geschäftsführer Wilhelm 9ti e stedt, ersterer zu vier Jahren Gefängnis Ruf ihrer Mitglieder zu verbürgen, Bertrauen und Respekt 4-5 Personen und arbeitet„ ohne jeden Apparat". Mit bürgerlicher entgegenbringen? Daß aber δας Wohnungsuchen junger Kleidung angethan, suchen die Akrobaten größere Gesellschaften auf. und 5jährigem Ehrverlust, letzterer wegen Beihilfe zum Betruge in einem Falle zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. In der alleinstehender Damen seine zwei Seiten hat und auch vom Stand- welche im Walde frühstücken, und nach wenigen Sekunden beginnen Revisionsschrift der Verteidiger war bemängelt worden, daß man die punkte der Vermieterin betrachtet sein will, mögen die Erfahrungen die Künstler", die unter ihrer Kleidung ein Tricot tragen, die VorGeschädigte, eine Frau Rittergutsbefizer Ida von Tucholska, als lehren, die mich in 29 jähriger Thätigkeit als Vermieterin in ge- stellung, um zum Schluß der Produktionen eine Tellersammlung zu veranstalten, welche fast immer reichlich ausfällt. Zeugin vereidet hatte, obgleich sie wegen ihres stark hysterischen wissem Sinne mißtrauisch und stußig gemacht haben. Mein eignes Interesse gebot mir, meinen Mietern das Leben in Zustandes entmündigt worden war. Das Reichsgericht hatte das meiner Wohnung so angenehm wie möglich zu machen, und Damen erste Urteil deshalb aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Ver- gegenüber that ich was in meinen Kräften stand, um ihnen nicht handlung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Der Angeklagte allein die gewöhnlichen Bequemlichkeiten, sondern auch Lektüre und Stalewent Ivar früher Mühlenbefizer und in Hildesheim, erlitt geschäftlichen Schiffbruch und geriet in Konkurs. Anschluß an meine Familie zu bieten. Auch darf ich ohne Rühmens Aber was ich erleben mußte, Die Schulden beliefen sich auf 200 000 W., die Gläubiger erhielten lagen, daß ich keine Ausbeuterin bin. 18 Proz. Nachdem Kalewent wegen einfachen Bankrotts eine Ge- mögen Ihnen etliche Beispiele aus den letzten Jahren zeigen. Den schlimmsten Streich spielte mir wohl eine Dame von Stande. fängnisstrafe von drei Monaten verbüßt hatte, verzog er im Jahre 1897 nach Berlin, wo er An der Neuen Promenade unter der Fräulein v. Sch. war aus alter schlesischer Adelsfamilie. Ich betreibe Firma Landwirtschaftliches Verkehrsbureau" ein Vermittelungs außer dem Vermieten noch Stoſtümschneiderei, und eines Tags machte Firma„ Landwirtschaftliches Verkehrsbureau" ein Vermittlungs- ich mich mit meinen Arbeiterinnen auf, die Kunstausstellung zu beweil sich der Verdacht gegen ihn nicht aufrechterhalten ließ. Die geschäft für den Kauf und Verkauf von Grundstücken und Gütern suchen. Diese unire Abwesenheit benügte Fräulein v. Sch., um unsre gründete. Schon turze Zeit nach dem Bestehen seines Geschäfts ganze Arbeit, von der noch gar nicht angefangenen bis zur fertigen führte ihm der Zufall eine aus dem Hause zu schleppen; im ganzen mochte die Geschichte einen Wert von 300 M. ausmachen. Nachdem wir mehrere Wochen uns Die ,, Abreise" des Direktors Behnsen von der Immozu, die ein großes Vermögen besessen haben soll. Sie war damals und die Polizei vergebens bemüht hatten, traf unser Lehrling die Besizerin des Gutes Steinbach im Kreise Rothenburg in Diebin auf der Straße. Sie wurde verhaftet und mit sechs Wochen bilien- Verkehrsbank und des Juhabers der Firma Schumacher der Ober Laufig. Sie hatte das Sut weit über den Wert bezahlt Gefängnis bestraft. Allerdings erhielten wir das gestohlene Gut u. Co., Willy Schumacher, nach England hat für die verund viel Geld für Verbesserungen aufgewendet. Jm Oftober 1897 jest zurüd, aber in welchem Zustande. Mit den seidenen Unter- hafteten Bankdirektoren Schulz und Romeit unangenehme beauftragte sie den Agenten Harnisch in Kottbus mit dem Verkauf röcken hatte das Fräulein v. Sch. im Polizeigewahrsam auf der Folgen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft hatte auch bei Behnsen und Schumacher eine Haussuchung stattgefunden, aber nichts des Guts, dessen Wert sie auf 400 000 M. angab. Es wurde ver- Pritsche gelegen. einbart, daß Harnisch im Fall des Zustandekommens, sei es durch Ein andres Bild. Zwei Schneiderinnen aus dem bekannten Belastendes zu Tage gefördert. Trotzdem scheinen sie sich nicht mehr Verkauf oder durch Tausch, eine Provision von 2 Proz. der in Frage G..... ichen Atelier hatten gemeinsam ein Zimmer bei mir. Am sicher gefühlt zu haben, und sie werden von ihrer Reise schwerlich tommenden Summe erhalten sollte. Harnisch konnte das Geschäft Sonntagnachmittag tamen ihre Liebsten zum Kaffeetrinken. Dagegen zurückkehren. Nun hatten die Direktoren Schulz und Romeit Ausnicht allein zu stande bringen, er wandte sich an Kalewent, mit dem hatte ich nichts einzuwenden; als ich aber erfuhr, daß der Nach- ficht, gegen Bürgschaft aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. er abmachte, daß beide die von Frau v. T. zu zahlende Provision mittag bis zum nächsten Morgen ausgedehnt worden war und Davon wird aber nach dem Verhalten von Behnsen und Schumacher teilen wollten. Nun trat Kalewent selbst mit der Frau v. T. in mun energisch monierte, waren die Damen ganz empört. Sie wären wohl teine Rede mehr sein. = Frau v. Tucholska Zum Mord in Lindenberg. An den Plakatsäulen war gestern eine Bekanntmachung angeschlagen, der zufolge für die Ermittelung des Mörders des am Himmelfahrtstage ermordeten Schmiedemeisters Grunow eine Belohnung von 1000 m. ausgefegt wird. Als feſtgestellt betrachtet die Kriminalpolizei, daß Grunow am Himmelfahrts tage abends 7 Uhr ermordet worden ist. Leute aus der Nachbarschaft haben um diese Zeit einen Schuß fallen hören. Nach Lage der Sache muß als sicher angenommen werden, daß Grunow das Opfer eines wilderers geworden ist. Der am schwersten verdächtigte Arbeiter B. mußte wieder aus der gegen ihn verhängten Haft entlassen werden, Bilderers geworden ist. Der am schwersten verdächtigte Arbeiter B. Staatsanwaltschaft ist zu der Ansicht gelangt, daß der Thäter unter den aus Berlin zum Zwecke des Wilderus nach Lindenberg herübergekommenen Personen zu suchen sei. 17 Durch einen Absturz bei der Arbeit verunglückte gestern der merkt und von der in großer Stärke erschienenen Wehr in furzer| treten, da der Stadtrat es abgelehnt hat, den gemeinschädlichen 19 Jahre alte Schloffer Otto Wolff aus der Elisabethstr. 11 in 8eit abgelöscht wurde. Der verursachte Schaden ist nicht bedeutend, Unfug der Damen durch ein Polizeiregulativ zu verbieten. der Gasanstalt zu Schmargendorf. Er stürzte um 3 Uhr nach auch entstand keinerlei Betriebsstörung. Kurz darauf brannten Zum Waldenburger Grubenunglück bringt die Schles. 8tg. mittags von der hochgelegenen Bahn, auf der die Schlacken be- Blücherstr. 19 Gardinen und Möbel. Fürstenstr. 9 wurden Lumpen eine Meldung, die wohl mit Vorsicht aufzunehmen ist." Danach soll fördert werden, aus einer Höhe von zwei Stodierten herab, schlug und Beuthstr. 14 Fußboden und Balkenlage eingeäschert, während der Anstifter" des Grubenunglüde, dem 21 Menschen zum Opfer auf ein Geländer auf und zog sich schwere Verlegungen eines Lychenerstr. 11 Kleider und Wäsche in Flammen aufgingen. Unterschenkels und im Innern zu. Ein Rettungswagen brachte den Verunglückten nach dem Moabiter Krankenhause. einem schweren Unfall betroffen wurde geſtern vormittag Hauptmann Seidel, Chef der 4. Compagnie des Eisenbahnregiments Nr. 1. Beim Einreiten auf den Kafernenhof stürzte er dicht vor der Kaserne mit dem Pferde und zog sich einen doppelten Schädelbruch und einen Beinbruch zu. Von 18b al Nach einer statistischen Uebersicht sind zur Zeit hier vorhanden 57 evangelische Kirchen und 26 Kapellen mit zusammen 74 499 Sigplägen und 183 Geistlichen. Ob der fünfte Teil der Plätze an den jezigen Sonntagen besezt ist? " Ein Paket mit Exemplaren des Wahren Jakob" als Inhalt ist auf der Wannseebahn gefunden worden und kann in der Buchhandlung Vorwärts vom Eigentümer abgeholt werden. fielen, entdeckt sein. Es soll dies der einzige Häuer sein, der lebend aus der Grube gefördert werden konnte. Er soll aus Rache für die huelim angekündigte Entlassung den Brand angelegt und sich nach seiner Errettung erhängt haben. Briefkasten der Redaktion. Aus den Nachbarorten. Aus dem Tegeler See ist gestern der fünfjährige Sohn des Bahnarbeiters Lehmann vom Droschkentutscher Franz Kudning In Paris und Umgebung hat gestern ein Gewitter sehr viel aus Berlin vor dem Tode des Ertrinkens gerettet worden. Der Unheil angerichtet. Am Saint Sulpice- Platz und in einigen Straßen Knabe war beim Angeln ins Wasser gestürzt und konnte nur mit sah man ganze Heersäulen gewaltiger Ratten aus den angefüllten großer Mühe wieder ins Leben zurückgeführt werden. Sielen hervorbrechen und sich in die Hausflure retten, zum unDurch Berliner Bilderschwindler wird jetzt die Proving start geheneren Entsetzen der Frauen, die dort vor dem Gewitter zeitEin Mann wurde vom Blizz gebrand schat. Sehr redegewandte Personen suchen das weilig Unterschlupf gesucht hatten. Bublifum auf und, indem sie wohlgelungene Kopien von Portraits getötet. borzeigen, erbieten sie sich, nach jeder beliebigen Photographie ver größerte Kreidezeichnungen in größter Aehnlichkeit ausführen zu wollen. Sie versichern, das Bild werde vollkommen kostenlos ge liefert, nur der dazu gehörige Rahmen müsse bezahlt werden. Auf Antisemitische Kampfesweise. Bu sehr bedenklichen Mitteln Grund dieser Vorspiegelungen werden viele Bestellungen gemacht, Zu haben die perren, ſehr Miten auf die kleine Anzahlungen zu leiſten find. bank not, socialdemokratischen und der antisemitischen Handlungsgehilfen- Poſtnachnahme das Bild, so sind die Empfänger bitter enttäuscht, Organisation ihre Zuflucht genommen. Am 30. April sprengten denn häufig haben sie für eine recht mangelhafte Kreidezeichnung fie eine Versammlung; in einer späteren Versammlung am nebst minderwertigem Rahmen 20 M. zu entrichten. 14. Mai jedoch waren sie gezwungen, sich anständig zu benehmen, Einen gefährlichen Fluchtversuch aus der Wohnung ihrer da die socialdemokratische Mehrheit ihnen Respekt einflößte. Nun Dienstherrschaft unternahm die 17jährige Elise Hennig. Das Mädchen mehr wollen die Herren sich auf ihre Weise revanchieren, indem sie befand sich bei dem Kaufmann Reinhardt, Bergstraße 157, zu Righeute abend 8 Uhr bei Buggenhagen am Morigplatz eine Versammlung dorf in Stellung. Hier bekam sie einen schlimmen Finger, welcher abhalten, um gegen die schmachvolle Art", wie die Social- geschnitten werden mußte. Nach der Operation wollte das Mädchen die ſocialdemotratie Fuchtel Triegen au laffen. Da bi bie in der Goethestraße& wohnhaften Eltern auffichen, was die Herren Antisemiten trotz diverser Kosenamen, mit Eingegangene Druckschriften. Sie Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Rußland. Die Fahrt im Schnellzug von Berlin nach Frankfurt a. M. foftet II. Klaffe 36 M., III Klasse 25,20 M. Fahrtdauer 8 bis 11 Stunden. Im Bersonenzug( Fahrtdauer 17 Stunden) zahlen Sie 32,40 M. und 21,60 M. Die Eisenbahnfahrt von Berlin nach Riga tostet 82,30 m., die Fahrt zu Schiff von Stettin 1. Kajüte 36 M., 2. Kajüte 25 M., Dec 18 M. Gepäck kann vorher an die Firma Hohff u. Siedler in Stettin gesandt werden, Gotha. Schreiben Sie an Herrn Körsten, Gewerkschafts- Sekretär, tha. Schreiben Sie ar 1890 int nach der Provinz Brandenburg verpflanzten Berfuche geschehen, ben § 16 des Socialistengesetzes in dieser Weise widerrechtlich aufleben zu laffen. 30. April wiedergegebene Urteil des Kammergerichts nicht. Die Ver Daß Engellifer Str. 15. Buchhandlung. Es ist möglich, daß Sie eine Stellung als Lehrling finden und bei guter Fortbildung auch einen tüchtigen Gehilfen abgeben. I'm allgemeinen wird um resin biten de perſonli die nicht gestattete. Das Mädchen 1. Zu dem müßten Sie persönlich erscheinen oder denen entfliehen, indem es sich an einer dünnen Schnur aus dem Fenster sich durch einen schriftlich Bevollmächtigten vertreten laffen. Sonst ergeht, fie die Socialdemokraten beehren, in der Versammlung freie der im zweiten Stock belegenen Wohnung herabließ. Die Schnur gleichviel was Sie schriftlich eingewendet haben, Versäumnisurteil. Jur Aussprache zugesichert haben, so dürfte sich immerhin eine reichte jedoch nur bis zum ersten Stodivert und so stürzte das Termin legen Sie dar, daß und wieviel mehr als in der Stlage angegeben der in Centralverband organisierten Handlungsgehilfen, die Partei- außer andren Verlegungen einen Knöchelbruch jugog. Hausbewohner oder Dantuma und durch Gibes auſcheherazamungen, welde die Grbebums interessante Diskussion ergeben, und das hiermit erfüllte Ersuchen Mädchen aus beträchtlicher Höhe auf den Hof hinab, wobei es fich ist, Sie gezahlt haben und treten Beweis burch Vorlegung der Poſtſcheine gericht in ständiger Brarts Bollaeiverordnungen, Erhebung genossen auf diese Versammlung hinzuweisen, wird gewiß überall brachten die Verunglückte nach der Unfallstation und von dort aus eines Eintrittsgeldes von polizeilicher Genehmigung abhängig machten, für nach der Wohnung ihrer Eltern. rechtsungültig erklärt. Dies ist insbesondere bezüglich der aus dem Oftober Die Vorführungen der Berliner Feuerwehr in der Fener- Eine neue Dampferstation an der Oberspree ist mit dem zu Januar 1891 schuh- Ausstellung üben unstreitig eine große Anziehungskraft aus. Pfingsten erfolgten Beginn des Sommer- Fahrplans der SpreeSie werden ausgeführt von einem Offizier, drei Ober- Feuerwehr- Savel- Dampfschiffahrts- Gesellschaft" Stern" eröffnet worden. Gustav L. Sie sind im Irrtum: soweit geht dies im„ Borwärts" vout männern und 30 Mann mit zwei Druck- und zwei Dampfsprißen. heißt,„ Blumengarten" und liegt auf" dem rechten Spree- Ufer zwischen Das sogenannte Steigehaus, vor welchem sich die mehrere Tausend den bekannten Stationen Sedan und Ostend. frommungsverordnungen, welche in den Jahren 1896 und 1897 Preußen Personen fassenden Zuschauertribünen befinden, ist ca. 32 Meter hoch überschwemmten, sind von dem Gericht nicht ihrem ganzen Inhalt nach und hat acht Fenster Front. Die Exercitien, welche etwa eine für rechtsungültig erachtet. Es ist nur der Teil dieser oberpräsidialen Stunde danern, zeigen zuvörderst brillant ausgeführte Turnübungen, Verordnungen für ungültig erklärt, der das Abhalten von Versammlungen dann folgen Manöver im Leiter und Kletterdienst, wobei die Mann- Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., am Bußtag und dem Totensonntag verbietet und an Sonntagen auf die schaften bis auf die Zinne des Turms hinaufklimmen müssen. Die Lützowfir. 85A) haben soeben das Juni heft ihres 7. Jahrgangs erscheinen außerhalb des Hauptgottesdienstes liegende Zeit beschränken will. " pièce de resistance" sind unstreitig die Feuerlösch- Uebungen, wo- laffen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Ignaz Auer: Die dieser Teil verfassungswidrig und deshalb rechtsungültig ist, ist im„ Bors Eduard Bernstein: Der wärts" im Jahre 1897 eingehend dargelegt. Das Kammergericht nahur bei die Züge mit fünf Schläuchen und unter Assistenz zweier Dampf- Aussichten der Getreidezollerhöhung. Georg aber gegen den klaren Wortlaut der Verfassung an, eine Kabinettsorder sprigen Wasser auf das brennende Gebäude geben. Die Vor- gegenwärtige Stand der demokratischen Entwickelung Englands. Bernhard: Städtischer Hypothekarkredit. Dr. Ludwig Wolt: von 1837 gelte auch neben der und gegen die Verfaffung von 1850 weiter. führungen enden nach dem Signal Feuer aus". Von morgen ab mann: Die wirtschaftlichen und politischen Grundlagen des Klaffenkampfes. werden die Uebungen nicht mehr durch die Berliner Feuerwehr, Albert Weidner: Robert Reigel. Camille Lemonnierechtsprechung ist bis jüngst geblieben, wiewohl die unhaltbarkeit des Kammergerichts wiederholt dargelegt und, um eine Ent: sondern durch diejenigen der Vororte vorgenommen werden. Maggy. Sadi Gunter: Socialismus und Ethik.- Dr. Chaim fcheidung des Reichsgerichts zu provocieren, zum Ungehorsam gegen diesen Recht strammen Dienst haben die Angestellten der vereinigten hitlowsty: 3nr Frage des bäuerlichen Gemeindegrundbesizes in Teil der Oberpräsidial- Verordnung aufgefordert wurde. Die jetzt erfolgte Berliner Unfallstationen vom Roten Kreuz und der Sanitätswachen Rußland. Rundschau: Politit; von Richard Cal wer. Wirtschaft; Abweichung von der irrigen Ansicht mag auf die öffentliche Kritik und darauf in der Feuerschutz- Ausstellung seit der Eröffnung derselben zu leisten von May Schippel. Socialistische Bewegung; von Ostar Petersson. zurückzuführen sein, daß der Kammergerichts- Straffenat seit dem 1. Januar Gewerkschaftsbewegung; von Heinrich Bürger. Genossenschafts- dieses Jahres einige andre Mitglieder in seiner Zusammenfegung aufweist. gehabt. Es sind täglich 8-10 Erkrankungsfälle zu behandeln ge- bewegung; von G. David.- Sociale Kommunalpolitik; von Dr. E. Hugo. wesen, zumeist Ohnmachten und leichtere Verlegungen. Der ärztFrauenbewegung; von Henriette Fürth. Geistige Bewegung; von liche Dienst daselbst findet in der Woche von 2 Uhr nachmittags, an G. Müller. Rechtswissen: Psychologie; von Dr. Ernst Gy strom. Sonntagen von 8 Uhr morgens an statt, worin sich drei Aerzte und schaft; von Dr. Hugo Seinemann. Technik; von Dr. H. Lur zwei Heilgehilfen abwechselnd teilen. Bei etwa eintretenden sehr Bildende Kunst; von O. Bernhard. Bücher; von Fr. Her und Notizen; von der Redaktion des Jüd. Arbeiter und schweren Fällen stehen Krankenvagen nenester Konstruktion bereit, H. Bloch. Als Beigabe bringt das Heft ein charakteristisches welche den Patienten nach erster Hilfe an Ort und Stelle nach einem Dr. G. Carring. Portrait von Robert Reizel. Krankenhaus überführen. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf., pro Quartal 1,50 m. Zu pro beziehen durch alle Buchhandlungen, Colporteure und Bostanstalten( Post: Swinembe 7609923 1 woent 14 paparanda 76123 Beitungs- Katalog Nr. 6961), ferner direkt durch die Expedition der Hamburg „ Socialistischen Monatshefte", Berlin W. 35, Lützowstr. 85 A.( Busendung unter Kreuzband oder int geschlossenen Couvert.) Probehefte und Verlags: Franti./M. Kataloge gratis und franco. München Zu den Straßenabsperrungen. Das Polizeipräsidium macht besonders darauf aufmerksam, daß die heutige Parade bereits um 8 Uhr beginnt und daß die in seiner vorgestrigen Bekanntmachung an gegebenen Zeiten sich infolgedessen demgemäß verschieben, das heißt daß die angeordneten Maßregeln bereits eine Stunde früher beginnen. -Dermischtes. Feuerbericht. In der Telephon-, Telegraphen- und BlizableiterFabrit, und zwar im sogenannten Telephonsaal, Bülowstr. 67, tam Das vom Stadtverordneten- Kollegium zu Dresden beMittwochabend Feuer aus, das glücklicherweise im Entstehen beschlossene Verbot der Straßenschleppe wird nicht in Kraft Verein der Lithographen, Stein: drucker u. Berufsgen. Deutschl. Filiale I Berlin. Am 28. Mai vormittags 10 Uhr Danksagung. Hiermit sage ich der Grauertschen berstarb nach furzem Kranfenlager und Gehrsschen Fabrik, dem Metall: unser langjähriges Mitglied, der arbeiter Verband, der Drechslerkasse, Steindrucker Morgens 8.11 Witterungsübersicht vom 30. Mai 1901, morgens 8 1hr. Stationen Berlin Wien Barometers stand mm richtung WindWindstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen Barometerftand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2 wollig Temp. n. C. 1bedeckt 55lb.bed. 13 760 OSO 1wottent 16 Petersburg 758 NNO 760 NO 2 wolfeul 17 Cort 750S 18 Aberdeen 2 lb.bed. 19 Baris 759 SSW 2heiter 758OSO 2 heiter 762 23 760 SO = 1 woltent 18 6513-18 Uot Dog Wetter Prognose für Freitag, den 31. Mai 1901. Sehr warm und schwül bei schwachen südlichen Winden, veränderlicher Bewölkung und Gewitterneigung, später etwas fühler. Berliner 28etterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umg. Heute, Freitag, den 31. Mai, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: ( E. H. No. 118.) Sonntag, den 2. Juni, vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c, 96/2 ben Stoflegen und Freundent de Sitzung der Orts- Verwaltung. Außerordentliche General Versammlung. Paul Schnitger im 32. Lebensjahre. Wir werden den felben ein ehrendes Andenken be wahren. Beerdigung am 31. Mai, nachm. 5 Uhr von der Leichenhalle des Harzer Erholungsgrundes tiefgefühlten Dant für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes. [ 1613b Frau Witwe Napel nebst Kindern. Achtung! Südosten! Achtung! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß im Lokale von Schnieber, Admiralftr. 21, eine neue Zahlstelle errichtet ist. 105/3 alten Thomastirchhofs in Rirborf, Massage- Institut Versammlung der Einsetzer Hermannstraße. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband Don H. und Fr. Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe, und in der Filiale Turmstrasse 47. Für sämtliche Orts- und Hilfs: Mechanische Apparate. der Möbelpolierer. Strankentafen. Am 27. d3. Mts. verstarb unser Kollege 146/12 Hermann Busse fm Alter von 33 Jahren an der Tuberkulose. Die Beerdigung findet am Sonntag, 2. Juni, nach mittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle der Auferstehungsgemeinde( Weißen: fee), Falkenbergerstraße aus statt. Umi zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Achtung! 20 Sonntag, den 2. Juni, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15, Saal VII. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommiffion. 13602 Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen 9 Hilfsarbeiter Deutschlands. 15 Zahlstelle Berlin II. = Tages Ordnung; 1. Abänderung des§ 8 Abs. 4( Erhöhung der Beiträge), desgleichent § 11 c Abs. 3 sowie des Abs. 2 des Kaffen- Statuts. 2. Innere Kaffens angelegenheiten. We Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 38/6 Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Am Sonntag, den 2. Juni d. J., findet die Morgensprache der Schraubendreher 115/11 bei Wetzel, Wrangelstraße 136, statt. Billets zu der am 9. Juni, vormittags 10 Uhr, stattfindenden Urania Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Sonntag, den 2. Juni, vormittags 11 ligofal des Herrn Borstellung sind noch bei den Kaffierern und in Bureau zu haben. Zus M. Sehmerberg[ 1249* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Breifen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen Achtung! Rabitzspanner und Träger. Sonntag, den 2. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn G. Gannascht, Juselstr. 10: ator Helmuth Peters, Alt- Moabit 80/81: Mitglieder- Versammlung. ( i) Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Wahl der gesamten Dutsverwaltung. 3. Verbands: Angelegenheiten. 4. Berschiedenes. um zahlreiches Eric Um zahlreiches Erscheinen ersucht 00,08 Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend., 16/ 5b Sonntag, den 2. Juni, vormittags 10% hr, im Gewerkschafts haus", Engel- Ufer 15, Saal I: General- Versammlung. www Tages- Ordnung: dod! 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Fall Thiemig". 3. Stellungnahme Kommission. 5. Verschiedenes. Mitglieder- Versammlung. aur Gründung eines Arbeitslofenfonds. 4. Bericht der EinundzwanzigerTages- Ordnung: 1. Bericht und Neuwahl der Ortsverwaltung und der Revisoren. 2. Bericht von der letzten Zahlstellen- Konferenz. 3. Abrechnung vom legten Bergnügen. 4. Verschiedenes. 252/14 Bei der Wichtigkeit der Tages- Ordnung ist es Pflicht der Mitglieder pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Mitgliedskarte legitimiert. Beiträge werden nur zwischen 1/ 210-11 Uhr angenommen. Dampferpartie findet am 15. Juli nach Nedlit statt. Der Vorstand. 33/17 Die Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Centralverband der Maurer Deutschlands Deutschlands( Zahlstelle Berlin I). Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 2. Juni, vormittags 10 Uhr, in Graumanns Sonntag, den 2. Juni cr., vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Festsälen, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Kommandantenstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Beschlüsse der am 28. d. M. stattgefundenen Vorstandskonferenz. 1. Vortrag des Herrn Dr. R. Steiner über die wichtigsten naturwissen 2. Disfuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. schaftlichen Fortschritte des neunzehnten Jahrhunderts. 32/20 2. Verbandsangelegenheit und Verschiedenes. 134/13 Im Auftrage: Franz Schultz. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Die Ortsverwaltung. Aufführung gelangt: Infer Rhein". Tel. Amt III. 1767. Kinderwagen, wagen, Polsterbetten, Kinderklapp, Sportwagen, Leiter und ZiegenbockStühle, Triumphstühle, Krankenwagen für Erwachsene und Kinder, auch leihweise. Eiserne Bettstellen in jeder Größe. Größte Auswahl. Preise außergewöhnlich billig, auch Teilzahlung. A. W. Schulz, N. Brunnenstr. 95, vis- a- vis Hum boldthain a. Bahnhof Gesundbrunen. Verkauf 2. Hof im Fabrikgebäude. Musterbuch gratis. Henkel's 14288 Bleich- Soda, bestes, billigstes u. bequemftes Waschmittel. Ueberall in Paketen käuflich. Charlottenburg! Uhrmacher Kunstmann, Wallstrasse 1. 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Die beiden Leonoren. der deutschen Genossenschaftsbühne. Anfang 7 Uhr. Residenz. Baza. Anfang 7½ uyr. Der Rosenkranz. Die Kuh. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Der Prozen bauer von Tegernsee. Anfang 8 Uhr. Westen. Dramatische Aufführung Sonnabend und Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Montag: Dritter Premieren- Abend. Frau Eva. der Opernschule des Eichelberg CarlWeiss- Theater fchen Konservatoriums. Anfang 72 Uhr. Thalia. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Gastspiel der Deutschen Genossenschafts= Bühne: Der Rosenkranz. Die Kuh. Anfang 8 Uhr. Central. 8 Uhr. Quisen. Profit! Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geisha. Anfang Miß Helyett. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Pension Schöller. Anfang 8 Uhr. Welle Alliance. S Auftreten der echten Geisha- Truppe. Barfüßele. Anfang 71/2 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Gr. Frankfurterstr. 132. 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