Mr. 126. Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Koloner zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ferusprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Gewerkschaftswoche. Sonntag, den 2. Juni 1901. Politische Uebersicht. Berlin, den 1. Juni. er Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I. Nr. 5121. An dem nämlichen Tage und von dem nämlichen Gericht wurde der Musketier Baasch wegen Fahnenflucht zu 7 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes bestraft. Baasch war nicht an der Grenze verhaftet worden, sondern hatte sich freiwillig gestellt, nachdem er eine Zeitlang in Luxemburg gearbeitet Hatte. Der Verband der Bergarbeiter hatte eine interessante willigt sehen will und sich nicht auch auf die Kompensationen“ einDiskussion über die Neutralität der Gewerkschaften, läßt. ohne daß es dabei zu ernsten Konflikten kam. Der Verband Soldatenmißhandlung. Aus Krefeld wird uns berichtet: Es war ein eigener Zufall, daß im Laufe der vergangenen Woche nimmt eine streng neutrale Stellung ein, wie es besonders Ein Soldatenschinder stand in der Person des Unteroffiziers alle Richtungen der Gewerkschaftsbewegung, fo- Redacteur Hue befürwortet. Bei den eigenartigen Verhältnissen Friedrich Langer vom 7. Westfälischen Infanterieregiment vor weit sie Bedeutung beanspruchen dürfen, Kongresse oder General- der Bergarbeiter, bor allem der Konkurrenz der christlichen dem Kriegsgericht in Düsseldorf. Die Beweisaufnahme ergab, Hue versammlungen abhielten. wohl mit Recht darauf So konnten einerseits die Gegen Organisation, fann hin- daß in seine Untergebenen brutaler Weise mißhandelt fäße, welche die einzelnen Richtungen trennen, in aller Deutlichkeit weisen, daß gerade unter dieser Führung die besten Er- hatte. Schläge mit der Faust und mit der slopfpeitiche hervortreten; aber es wäre ein einseitiges Urteil, wenn wir nicht folge erreicht wurden. Der Angriff richtete sich auch mehr gegen waren gang und gäbe. Den Dienst richtete er oft so ein, daß die Mannschaften weder Morgenkaffee noch Mittagessen auch betonen wollten, daß andrerseits viel Gemeinsames, das eine Uebertreibung der neutralen Stellung, weshalb nach gründlicher erhielten und drohte dann seinen Leuten noch, daß er jeden durch die gleichartige wirtschaftliche Stellung der Arbeiter bedingt ist, Aussprache der bisherige neutrale Standpunkt beibehalten wurde. niederschlagen werde, der eine Beschwerde anbringe. Schließlich sich stark bemerkbar machte. Aus der Betrachtung der vielen und so verschiedenen Kongreffe fam doch sein Treiben zur Kenntnis seiner Vorgesetzten. Langer So hat vor allem die wirtschaftliche Stellung der Arbeiter die geht deutlich hervor, daß die Gewerkschaftsbewegung ihre Positionen flüchtete nach Belgien, wurde aber an der Grenze verhaftet und Entwicklung der christlichen tatholischen Gewerk- neuerdings weiter gefestigt hat und ihren Einfluß im wirtschaftlichen zurücktransportirt. Er wurde wegen Fahnenflucht und Mißhandlung schaften, die in enger Verbindung mit dem Centrum stehen, Leben zu starker Geltung zu bringen weiß. mit 6 Monaten und 1 Woche Gefängnis bestraft. Gleichzeitig wurde er degradiert. immer mehr dazu gedrängt, die Erwägung befferer Arbeitsverhältnisse zu einer wichtigen Aufgabe zu machen. Der Streit hat für die Arbeiter dieser Gewerkschaften nicht mehr das ihnen bisher eingeflüsterte Verabscheuungswürdige, fie betrachten ihn nicht mehr als ein Vorgehen gegen die heutige Ordnung, vielmehr haben fie in den letzten Jahren manchen Konflikt ausfechten müssen und An den internationalen Friedensscherz find dabei nicht selten in harten Gegensatz mit Unternehmern ge- im a ag erinnert jest Graf Bülow, indem er endlich dem kommen, die zu ihren religiösen und politischen Freunden Bundesrat und dem Reichstage die Konventionen und Ergehören. Daß Centrum diese Entwicklung angenehm tlärungen, die das Ergebnis" jener seltsamen Konferenz Aus München wird uns geschrieben: bilden, vorlegt, nämlich an Konventionen 1. zur friedlichen Erder Versuch Durch unsre durchaus objekektive Darstellung über die gegenist, erscheint ganz ausgeschlossen, und ledigung internationnler Streitfälle; 2. betreffend die Geseze und wärtige Situation des Centrums in Bayern( Nr. 122 des Vorwärts") autoritärer Seite, eine andre Richtung zu weisen, ist Gebräuche des Landkriegs; 3. betreffend die Anwendung der Grund- fühlt sich das Hauptorgan der genannten Partei sehr gekränkt. Die von keinem durchschlagenden Erfolg begleitet gewesen. Auffallend fäße der Genfer Konvention vom 22. August 1864 auf den See Neue Bayr. 8tg." sagt, das Centrum habe sich 1879 bei Einführung war auf dem Kongreß dieser Gewerkschaftsgruppe, die in Krefeld frieg; an Erklärungen 1. betreffend das Verbot des Werfens der Getreidezölle und 1887 bei deren Erhöhung von tagte, die geringe Vertretung der Geistlichen, die sonst auf diesen von Geschossen und Sprengstoffen aus Luftschiffen oder auf auf fünf Mart in einer ebenso unangenehmen, wenn nicht Kongressen den Ton angaben; die Führer waren Leute aus dem andern ähnlichen neuen Wegen; 2. betreffend das Verbot noch schwierigeren Lage befunden, als heute. Trozdem habe Arbeiterstande. 8war sputten die Differenzen über das Lossagen von Geschossen, die sich leicht im menschlichen Körper ausdehnen oder man damals auch nicht ein einziges Mandat eingebüßt und man werde sich auch aus der gegenwärtigen Situation herausfinden von der politischen Partei und Geistlichkeit noch fort, aber der plattbrücken. Die Abkommen und Erklärungen sind, so wird mitgeteilt, von( mit Gottes Hilfe herauslügen", pflegte der selige Windhorst zu Rongreß hat mit Geschick vorläufig den Konflikt beigelegt und die Frage möglichst umgangen. So viel scheint sicher, daß eine Ge- den Staaten, deren Vertreter fie unterzeichnet haben, mit Aus- fagen). Ge- nahme Chinas, Luxemburgs, Serbiens und der Türkei, rati- Man kann es verstehen", sagt das Blatt, daß vom socialwertschaftsbewegung, abgesondert von den rein religiösen katholischen fiziert worden. Die Ratifitationsurkunden sind im Haag hinter demokratischen Standpunkt aus, der weder das Princip ausgleichender Vereinen, wie sie sich hier in der Entwicklung befindet, vom katho- legt worden. Gerechtigkeit anerkennt, noch allen denen, die nicht auf das rote lischen Klerus oder der Centrumspartei nicht mehr unterdrückt werden Brogramm schwören, Eristenzberechtigung zugestehen will, ein Austann. Es ist nicht zu leugnen, daß diese Bewegung Fortschritte gemacht hat, weg nicht, oder nur schwer zu finden sein würde. Aber christliche sie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens weit die Hirsch- Dunckerschen Bauern und christliche Arbeiter handeln doch nicht nach socialistischen Vereine überflügelt und mit einer gewissen Ueberhebung erklärte ein Grundsätzen". Redner:„ Wir wollen nicht in die Bahnen der Hirsch- Dunckerschen Vereine einlenten; mit der Unterstügungsfrage sei die Aufgabe der Gewerkschaft nicht erledigt." dem bon Wie groß die Gegensätze in der Beurteilung der Gewerkschaften unter den Anhängern des Centrums sind, das bezeugt der ablehnende Standpunkt, den der Verbandstag der katholischen Arbeitervereine für Nord- und Ostdeutschland einnahm. Es sind das Vereine mit großem Anhang aus dem Kleinbürgertum, die einen rein religiösen Zweck verfolgen. Hier fand die Gewerkschaftsbewegung nur laue Befürworter, vor allem aber die neutrale Richtung eine entschiedene Absage. Es ist das die Richtung, die auch in Berlin einige Versuche mit Gewerkschaftsgründungen machte, aber nur Sektionen innerhalb der katholischen Vereine bildete. " Es ist gewiß recht unrecht, daß die chinesische Regierung diese interessanten Aftenstücke friedlicher Europäergefinnung und humanen Kriegsführungsabfichten nicht ratifiziert hat. Sonst hätte sicherlich das vereinigte Kultur- Europa in China nicht ebenso von vornherein vorsichtig aus der Friedenskonferenz" ausgeschlossen gehaust wie das allercivilisierteste England in Transvaal, das man hatte. Kaiserlicher Besuch. Lord Roberts wird, wie den Berl. Neuesten Nachr." berichtet wird, als Gast des Kaisers an den diesjährigen großen Manövern teilnehmen. In seiner Begleitung werden sich noch zwei andere höhere englische Offiziere befinden. Hoffentlich halten die Alldeutschen ihre gesamten Epileptiker in gutem Gewahrsam, daß es ohne Laschenwurf oder sonstiges Attentätchen abgeht. Der Börsenausschuß zur Beratung einer Reform des Börsengefeges ist zum 11. Juni einberufen worden. Vogelschutz- Abkommen. Der Reichstanzler hat dem Nicht so glücklich in der Beilegung ihrer Differenzen wie die Bundesrat den Entwurf zu einem internationalen Abkommen, Der Entwurf ist das Katholischen waren die von der evangelischen Fakultät betreffend den Vogelschuß, zugehen lassen. Eine besondere Gewerkschaftsbewegung giebt es hier nicht, wohl aber Ergebnis eines im Juni 1895 zu Paris zusammengetretenen Son tagte ein sogenannter Arbeitervereinetag in Speyer, den die gresses, an dem sich Deutschland, Belgien, Frankreich. Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Monaco, die Niederlande, Gewerkschaftsfrage auseinandertrieb. 8war hatte man sich Destreich- Ungarn, Portugal, Rußland, Schweden und Norwegen, in dieser Korporation in dem Jahre vorher mit einigen Sympathie- Spanien und die Schweiz beteiligt haben. Dem Entwurf in seiner fundgebungen für die Gewerkschaften etwas zu gute gethan, aber jetzigen Gestalt haben die beteiligten Staaten zugestimmt, und die man hoffte nicht, daß jemand die Sache ernst nehmen würde. Als französische Regierung hat angeregt, daß das Abkommen von den aber nun Herr Naumann dennoch zur That überging, und für Vertretern der beteiligten Mächte in Paris vollzogen werden solle. die Gewerkschaften Propaganda machte, erhoben sich die Interessenten des Unternehmertums und schieden von denen, die ein wenig mehr als falbungsvolle Reden für die Arbeiter aufwenden wollten. Für die Gewerkschaftsbewegung hat das Ereignis keine Bedeutung, es zeigt nur die Jämmerlichkeit der evangelisch- socialen Arbeiterfreundlichkeit. Auch bei den Hirsch Dunderichen zeigte sich der Geist der Rebellion, der nur mühsam nochmals von den„ Alten" unterdrückt wurde. Die Organisation stagniert, das sehen die Arbeiter schließlich auch ein, weshalb fich gegen die verknöcherte, bureaukratische Verbandsleitung ein starker Unwille bemerkbar machte und nicht viel hätte gefehlt, so wäre eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Organisation, der Nevers, der aus politischer Angstmeierei, um die Socialdemokraten von den Vereinen fernzuhalten, eingeführt wurde, der Opposition zum Opfer gefallen. Die Frist ist um drei Jahre verlängert. Die Reichspostmarke. Wie die„ Nationalliberale Korrefp." aus Württemberg erfährt, hat die von seiten der dortigen Boltsvertretung gegebene Anregung zur Schaffung einer einheitlichen deutschen Reichspostmarke den Erfolg gehabt, daß ein darauf bezig und der württembergischen Kammer so bald als möglich vorgelegt licher Gesezentwurf in Ausarbeitung begriffen ist wird. " " Das Centrum in Nöten. achtens flüger gethan, zu schweigen. Denn, wie es der Teufel nun Das christliche Blatt hätte nun unsres unmaßgeblichen Greinmal will, erschien just zur gleichen Zeit mit dem eben citierten Artikel weiteres Material, das unsre Behauptungen durchaus bestätigt. In der vom 1. Juni datierten Nummer 22 des schon erwähnten„ Bauer", eines Blatts, das man in der christlichen Redaktion höchst merkwürdigerweise gar nicht zu fennen scheint, be findet sich ein sehr interessanter Artikel: Erlebnisse und Betrachtungen". Da wird in Bezug auf die Getreidezölle wörtlich gesagt: " Nun, ich glaube, es soll was werden, ich glaube nicht, daß vom Centrum einer umfällt in der Forderung der gleichen Berzollung der vier Getreidearten nach dem Mindestzoll von 6 Mart, denn sonst sag ich auch mit dem Bündlersmann wär's gefehlt, besonders für den Umgefallenen." Gezeichnet ist der Artikel mit H. O.; man geht also wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß Herr Offizial Osel, eine mächtig vorwärts strebende jüngere Centrumsgröße, sich damit in Erinnerung brachte. Die Oselschen Drohungen werden aber erst recht verständlich, wenn man sich erinnert, daß Herr Dr. Heim fürzlich im Rheinland erzählte:„ Die bayrischen Bauern sehen sich zuweilen in München mit den Abgeordneten zusammen und wenn sie nicht in ihrem Sinne stimmen wollen, so schlagen sie ihnen die Knochen entzwei." " fatholischen Bodspringe der wir gestatten uns, So handhaben also die christlichen Bauern das„ Princip ausgleichender Gerechtigkeit" unter dem Beifall der führenden Parteipreffe! Wenn nun aber die N. Bayer. 8tg." stola bemerkt, das Centrum sei 1879 und 1887 trop feiner Brotwucherpolitik ungestraft davon gekommen, so vergißt sie eben, daß es damals noch keine Arbeitervereine gab. Und das geschägte Organ wiederholt daran zu erinnern, daß es die chriftlichen Arbeiter denken über die agrarierfreundlichen seinen Lesern noch immer gewerbsmäßig unterschlägt, wie ultramontanen Presse und Neubayrischen entstellte 2ügengewinsel der Das bißchen Socialreform, das in der vom Reichstag be- das schloffenen Gewerbegerichts- Novelle liegt, erregt den heftigsten aß und ihrer großagrarischen Hintermänner. Daß in den Reihen der bes Unternehmertums. Wohlgefällig teilen die Berliner Centrumsabgeordneten selbst Bedenten gegen den agrarischen BrotNeuest. Nachr." mit: wucher bestehen, ist ganz zweifellos. Weshalb würden sich denn " Die Bewegung gegen die Reichstags- Beschlüsse über die sonst zwei so vortreffliche Männer wie die Herren Osel und Dr. Gewerbegerichte schreitet unausgesezt fort. Außer in Rheinland- eim so erhizen? Westfalen ist nun auch in dem zweiten Industriemittelpunkte des Reichs, im Königreich Sachsen, der Kampf dagegen erwacht. Wirts Die Typhusepidemie in der Garnison Metz, die sich bisher schaftliche Vereine, Handelskammern, Industrielle richten in großer auf das 2. Bataillon des 8. bayrischen Infanterie- Regiments be Anzahl, zum Teil in Gruppen, zum Teil einzeln Eingaben an die sächsische Regierung des Inhalts, daß sie im Bundesrate den Reichstags- Beschliffen ihre Zustimmung versagen möge. Das gleiche gilt von den kleineren thüringischen Staaten. In SachsenAltenburg, in Weimar, in Koburg bäumt sich die Industrie gegen das Gesetz auf. Das gleiche gilt von den großen Centralstellen der deutschen wirtschaftlichen Verbände. Dem Centralverband ist nun auch der deutsche Handelstag gefolgt und hat seine socialpolitische Kommission damit beauftragt, die Angelegenheit einer erneuten Prüfung zu unterziehen und seine Bedenken gegen das Gesetz dem Reichskanzler zur Kenntnis zu bringen." Bon den freien Gewerkschaften hielten fünf Verbände ihre Generalversammlungen ab. Sie widmeten ihren Beratungen meist dem Ausbau innerer Einrichtungen. Die Beitragserhöhungen wurden allgemein mit einer dementsprechenden Aufbesserung der Unterstügungssätze in Einklang gebracht. Die Bildhauer erhöhten ihren Wochenbeitrag von 50 auf 65 Pf. Die Töpfer führten eine Strantenunterstügung ein. Der Verband der Meta IIarbeiter nahm eine Aenderung der Organisation vor. Er führte eine Decentralisation durch die Ganeinteilung herbei. Man hofft Dieselben Unternehmergruppen, die also gegen eine winzige durch diese Abgrenzung in größeren Bezirken und Anstellung Reform zu Gunsten der Arbeiter wühlen, pflegen zu rühmen, daß geeigneter befoldeter Beamten als Vorsteher dieser Gaue die Agitation fie voll und ganz auf dem Boden der kaiserlichen Februarerlasse" und die Verwaltung zu erleichtern. Die gleiche Einrichtung haben stehen, in denen weit umfassendere Reformmaßnahmen angekündigt die Bergarbeiter eingeführt, die bei den Buchdruckern und worden find als die wahrlich geringfügige Novelle zum GewerbeHolzarbeitern schon längere Zeit besteht. Die persönlichen, un gerichtsgesetz. liebsamen Debatten, die dem Verbandstag der MetallFür Diätenbewilligung an den Reichstag spricht sich auch arbeiter mehr Zeit entzogen als dienlich war, werden der konservative Dr. v. Buchka, der frühere Kolonialin ihrer Nachwirkung hoffentlich keine Schädigung der Organisation direktor, in der" Juristen- Zeitung" aus. Der Reichsbote" be bringen. dauert, daß sein konservativer Parteifreund so schlechthin Diäten be schränkte, hat nun, Mezer Blättermeldungen zufolge, auch auf das 1. Bataillon des preußischen Infanterie- Regiments Nr. 174 übergegriffen. Es seien von demselben bereits sechs Typhuskranke in Behandlung. Das Kasernement des Bataillons liegt bei der Dragonertaserne auf dem Moselfort. -Die Diftatur in Elsaß- Lothringen. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Gegenüber den verschiedenen Dementis, welche die diesbezügliche Meldung des Mezer Lorrain" in der offiziösen Presse Altdeutschjüngsten Aufenthalts in Lothringen zu einer längeren Besprechung lands erfahren hat, lassen die von Kaiser Wilhelm anläßlich seines jüngsten Aufenthalts in Lothringen zu einer längeren Besprechung der politischen Verhältnisse des Landes herangezogen und auch durch Ordensverleihungen ausgezeichneten Herren Staatsrat Jaune z und Baron de Schmid durch den Mund der ihnen nahestehenden Presse berkünden, der Kaiser habe sich thatsächlich im Sinne der Aufhebung des Diktaturparagraghen ausgesprochen und auch die Erleichterung des Aufenthalts französische Offiziere in Elsaß- Lothringen befürwortet. Selbstverständlich seien di diesbezüglichen Maßregeln nicht schon morgen zu erwarten, da de Bundesrat die Sache prüfen und der kaiserlichen Begutachtung| Ueberweisung der Regelung der füdafrikanischen Angelegenheiten ant unterbreiten soll. Die in nahen Beziehungen zu Staatsrat Jaunez das internationale Schiedsgericht zu unterstützen. stehende " Saargemünder Zeitung" erzählt dann noch Dr. Leyds wird in dieser Sache sich demnächst nach Paris und weiter: Petersburg begeben. Während der Anwesenheit in Mez hat der Kaiser sich Bisher unbekannte Gefechte. Yange mit Staatsrat Jaunez, der zum Essen im Militärkasino geladen war, unterhalten und sehr lebhaft die beiden Fragen, den berichten von einer Reihe bisher nicht bekannt gewordener Gefechte. London, 1, Juni. Die legten Telegramme aus Transvaal Aufenthalt der franzöfifchen Offiziere in Elsaß- Lothringen und die Außer demjenigen bei Bethel am 22. Mai, welches zahlreiche Diktatur, disfutiert. Der Kaiser war vollkommen befriedigt Der Kaiser war vollkommen befriedigt Menschenleben auf beiden Seiten forderte, entging am 23. Mai von den Erklärungen, die er erhielt, und hat sich den Wünschen der ein andrer englischer Proviantzug nur mit knapper Not den Boeren Herren Jaunez und de Schmid sehr günstig gesinnt gezeigt. bei Botichefstroom. Am 24. Wai fanden verschiedene Gefechte bei Was den Dittaturparagraphen anlangt, so haben wir schon vor Engelbreast- Drift statt. einiger Zeit die Ansicht verteidigt, daß seine Aufhebung nur noch eine Frage der Beit sei. In Berlin beurteilt man ihn aus teinem andren Gesichtspunkt mehr, und es ist kaum an- London, 1. Junt. Die tägliche Verlustliste der Engländer vom zunehmen, daß die andren Bundesstaaten seine Aufrechterhaltung füdafrikanischen Kriegsschauplage umfaßt für gestern sechs Tote, Hartnäckig fordern. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir an- 17 Verwundete, 3 Vermißte, 26 an Krankheiten Verstorbene und nehmen, daß die am 4. Juni in Berlin stattfindende Minister- 42 Schwerkrante. tonferenz sich mit der Angelegenheit zu befaffen haben wird, wenn auch nur, was die Einleitung der vorbereitenden Schritte betrifft." Man wird also in den allernächsten Tagen erfahren, ob die Mitteilungen der Moniteure des Staatsrats Jaunez den Thatsachen entsprechen.- Ausland. D Die öftreichischen Kanäle. der Donau mit der Moldau. -st- Wien, 81. Mai. Englische Verlustliste. Sinifte Generalversammfung des de Fünfte Generalversammlung des deutschen Metallarbeiter vorgeschlagen, Gewerkschaften möchten eine statbit Verbandslig Nürnberg, 30. Mai. man Zu der geplanten Versicherung der Gewerkschaftsbeamten gegen Invalidität, Alter und Unfall sowie über die Höhe der Besoldung bemerkt Redner: Die vom Vorstand in Vorschlag gebrachte Höhe der Besoldung der Bezirksleiter( Anfangsgehalt 160 m. monatlich. Jm 2. Jahr 180 M. und vom 3. Jahr an monatlich 5 M. mehr bis Staats- und Gemeindebeamte, die durchschnittlich höhere Gehälter zum Höchstgehalt von 3000 m.) erscheine manchem auf den ersten Blick zu hoch gegriffen. Der Verband brauche aber tüchtige Beamte, bezögen, hätten lange nicht die Arbeit zu leisten und die Verant wortung zu tragen wie die Gewerkschaftsbeamten. Auf einer Seite würden fie vom Haß der Unternehmer verfolgt, auf der andern vom Unverstand der Massen, die da glaubten, dem Beamten gehe das proletarische Klassenbewußtsein verloren, wenn er nicht Tag für Tag mit Nahrungssorgen zu kämpfen habe. Der Lebensgang manches. Gewerkschaftsbeamten sei eine wahre Leidensgeschichte. Durch allerlei Vorgänge in Konsumvereinen sei der Arbeiter als Arbeitgeber legthin einigermaßen in Berruf gekommen, so daß der Glaube aufgetaucht sei, der Arbeiter sei als Arbeitgeber derselbe Ausbeuter wie der Unternehmer. Die Generalversammlung möge auf höherer Warte stehen. Die Generalfommission habe im Korrespondenzblatt" die eine einheitliche Versicherung ihrer Beamten gegen Alter und Invalidität vornehmen. Ein bestimmter Entwurf seitens der Generalkommission liege aber nicht vor. Man habe auch feinen Grund, auf diesen Entwurf zu Bum Punkt 3 der Tagesordnung, Agitation" erhält Segi warten. Schaffe der nächstjährige Gewerkschaftstongreß besseres, jo das Wort. Er führt ungefähr folgendes aus:„ Von einer rationellen, ge- werde man das Geschaffene dem anpassen. Der Metallarbeiterschickten, planmäßigen Agitation ist im Wesentlichen das Gedeihen Verband möge auch in dieser Beziehung bahnbrechend vorgehen. einer Arbeiterorganisation abhängig. So wenig bürgerliche Schließlich beantragt Segig, die Vorstandsvorlage einer Kommission Das Abgeordnetenhaus nimmt alle Kraft zusammen, Institutionen ohne ständige Werbekräfte profperien könnten, zu überweisen. so wenig tönnten Arbeiterorganisationen Arbeiterorganisationen ohne fortgesette Die Generalversammlung beschließt, die Pensionsverhältnisse der um die Kanalvorlage vor Thoresschluß zu erledigen. Da die Vorlage nicht viel mehr ist als ein principielles Programm, so scheint die agitation fich gedeihlich entwickeln. Unser Streben geht dahin, Beamten aus der Debatte auszuscheiden und erst die Gau- Einteilung Hast, mit der die Verhandlung forciert wird, nicht recht erklärlich; derer, die ohne Anregung sich ihrer gewerkschaftlichen Organisation alle Berufskollegen in den Verband zu bringen. Die Zahl zu beraten. In der sehr regen Diskussion meint Düwell Essen: Die Neutralitätspolitik der modernen man hat das Gefühl, daß die an der Kanalbeute intereffierten anschließen, ist sehr gering. Diese Erfahrung machen nicht nur die Gewerkschaften habe Fiasko gemacht. Daß man die religiösen Parteien die Furcht hegen, es könnte im Herbst der Wafferrausch" Arbeiterorganisationen, sondern auch alle andren Verbände. Auch Gefühle Andersgläubiger nicht verlege, sei einfach Sache der Wohlverflogen sein und man werde die uferlose Kanalvorlage nüchterner die Unternehmerverbände und Immungen haben ihre bezahlten anständigkeit. Was uns von den sogenannten christlichen Gewerkund kritischer betrachten. Die Kanalvorlage ist ein Gemisch von reifen Agitatoren, müssen emsig Propaganda machen, obgleich sie mit einer schaften trenne, sei die grundsägliche Auffassung von dem Wesen der und unentwickelten Plänen; sie enthält nützliche, aber auch Dinge, viel geringeren Zahl von Interessenten zu rechnen haben, auch im Arbeiterbewegung. über deren Notwendigkeit man verschiedener Meinung sein kann. allgemeinen die Wahrnehmung ihrer Interessen viel energischer beDie folgenden Redner sprechen fich fast alle im Princip für die Gebaut sollten nach dem Gesetzentwurf vier Kanäle werden; ein treiben als die Arbeiter. Gaueinteilung und Anstellung besoldeter Gauführer aus, bemängeln Kanal von der Donau zur Oder, ein Kanal von der Donau Die Agitatation erfordert Geld und Geschick. Der Metallarbeiter- aber die vom Vorstand vorgeschlagene Abgrenzung der Gaue, die zur Moldau nächst Budweis, an den sich die Kanalisierung der Verband hat in den legten zwei Jahren für Agitation 57 903 Mart Höhe der Besoldung und insbesondere, daß die Gauleiter vom Moldau von Budweis bis Prag anzuschließen hätte, ein Kanal vom Donau- Oder- Kanal nebst Ranalisierung der ausgegeben, auf den ersten Blick viel Geld und doch eine winzige Vorstand angestellt und nicht von den Gaugenossen gewählt mittleren Elbestrecke, und schließlich soll eine schiffbare er 2 475 025 m. vereinnahmt wurden. Noch nicht 2½½ Proz. der EinSumme, wenn man in Betracht zieht, daß in diesem Zeitraum werden sollen. Kollege Segi macht folgenden Vermittelungsvorschlag: Die bindung vom Donau Ober- Sanal zum Stromgebiet der nahmen wurden für die Agitation verwendet. Bürgerliche Bezirksführerftellen sollen öffentlich ausgeschrieben werden, damit Weichsel und bis zu einer schiffbaren Strecke des Dniester Juftitutionen naufern in der Beziehung nicht so mit ihren Ausgaben. jeder Kollege, der da glaubt, dem Posten gewachsen zu ſein, fich hergestellt werden. Das sind jedenfalls tühne Pläne; durch die Ich möchte behaupten, daß sämtliche Institutionen der Arbeiter, melden kann. Die Bezirkskonferenz hat die Meldungen zu prüfen Kanäle würde Wien mit der Nord- und Ostsee verbunden werden. Gewerkschaften, Krankenkassen usw. viel zu wenig für Agitation aus- und dem Vorstand geeignete Vorschläge zu machen. Die Anstellung Von den vier Projekten ist das reifste der Bau des Donau- OderKanals, des natürlichen Verkehrsweges für die Kohle aus den geben zu ihrem eignen Schaden. Gewißlich haben wir schon viel in erfolgt vom Vorstand. Dem Gauleiter wird eine vom Gau zu Ueber die Höhe der wählende Kontrollkommission beigegeben. der Agitation gelernt, aber Meister sind wir noch nicht. preußischen und mährisch- schlesischen Stohlenrevieren, das Herz des Nachdem der Redner auf die Schwierigkeit der Agitation hin- Gehälter möge man nicht streiten, sondern der von ihm vorReiches. Am bestrittenſten ist das zweite Projekt: die Verbindung gewiesen, die durch das Verhalten der Bebörden, den Terrorismus geschlagenen Kommission diesen Punkt zur Regelung überlassen. Einesteils ist Südböhmen ein verber Unternehmer und durch die Gegenagitation der christlichen, Hirsch- Was die Abgrenzung der Gaute betreffe, so werde kehrs- und menschenarmes Gebiet, die Bahnen, die Niederöstreich mit Dunderschen und sonstigen Gewertschaften bereitet werden, tommt er wohl mit wesentlich einfacheren Verhältnissen beginnen müſſen, da dem südlichen Böhmen verbinden, laufen noch immer eingeleifig. auf paritätische Gewerkschaften zu sprechen. Parteilose anfangs geeignete Personen für den Posten fehlen würden. Diese ſo daß der ökonomische Kräfte- Aufwand, den die Herstellung Gewerkschaften!" ist das Feldgeschrei. Soweit darunter verstanden Vorschläge fanden fast allgemeine Zustimmung. In seinem Schlußeines Wafferstraßenweges darstellt, eine ziemliche Ueberflüssigkeit ist wird, daß die Gewerkschaften sich nicht mit Parteipolitik befassen sollen, wort stellt Segiz fest, daß gegen die von ihm vorgeschlagene Tattit Nicht minder zweifelhaft ist die technische Durchführbarkeit des bin ich ganz damit einverstanden. Uebrigens hindert uns schon die gegen die christlichen Gewerkschaften keine Einwendungen erhoben Projekts; der sanal hat hier Höhenunterschiede zu bewältigen, die reaktionäre Gefeggebung daran, wenn wir nicht auf Frauen und wurden. Die Anträge zur Gau- Einteilung möge man einer fiebender Wissenschaft ein bis jetzt ungelöstes Problem bieten. Bon ge- minderjährige Arbeiter verzichten wollen. gliedrigen Kommission überweisen. ringerer Bedeutung ist der östreichische Mittellandkanal, die BerDie christlichen Arbeiter werden verhett von der chriftlichen Unter- Die Generalversammlung beschließt, das Referat Segiz mit dem bindung vom Donau- Oder Kanal zur Elbe hin, und was den nehnierpreſſe, die ein Jutereffe daran hat, die Arbeiterbewegung Kompromißvorschlag in Broschürenform drucken zu laffen als galizifchen Sanal betrifft, so ist er nicht die Wirkung eines ge- gespalten zu ſehen, verheit von den Geistlichen, die befürchten, Agitationsschrift in einer Auflage von etwa 100 000 Exemplaren. steigerten Verkehrs, man hofft vielmehr, er werde ihre Ursache ihren Einfluß zu verlieren, wenn die chriftlichen Arbeiter mit ihren Die bleibt dem Vorstand überlassen. genaue Festsetzung fein. Der Bau der Kanäle ist an eine Beitragsleistung der Länder freier dentenden Klassengenoffen in Berührung fomnien. Es mag Ferner wird beschlossen, durch die Lokalbeamten eine Statistit auf geknüpft; fie müssen sich verpflichten, für ein Achtel der Zinsen- fein, daß hier und da Arbeiter ſich über die rituellen Gebräuche der stellen zu lassen über die Gründe des Austritts so vieler Mitglieder last die Bürgschaft zu übernehmen. Er beginnt längstens im Jahre 1904 und soll binnen zwanzig Jahren vollendet sein. Die latholischen Kirche unpassend geäußert, die religiösen Gefühle der aus dem Verband, soweit die Gründe zu ermitteln sind. Wir verurteilen das auf das christlichen Arbeiter verletzt haben. Nach einer Erklärung des Vertreters der Generalfommission, Kosten für den Bau werden vorläufig nicht präliminiert; die Entschiedenste. Ich muß aber beifügen, daß die Regierung wird lediglich ermächtigt, in der Zeit von 1904 bis 1912 gebliche Stränkung an- egien, daß der im Mai nächsten Jahres stattfindende Gewerk Obligationen im Betrage von 250 Millionen auszugeben. Man schätzt allen der religiösen Gefühle in den meisten schaftstongreß sich mit einem Entwurf der Generalfommission be doch nur Vorwand ist, 1117 die fatholischen treffend Bersicherung der Gewerkschaftsbeamten zu beschäftigen haben fie aber auf mindestens 750 Millionen Kronen. day Arbeiter der modernen Gewerkschaftsbewegung zu entfremden, werde, beschließt die Generalversammlung, fich im Princip für die Es ist selbstverständlich, daß die Agrarier gegen die Kanäle Sturm Die Leute, die uns religiöie Intolerenz zum Vorwurf machen, Versicherung zu erklären, stellt jedoch deren Erledigung bis nach dem laufen, aber sie machen hier nur wirklich nach, was in Deutschland scheuen sich nicht, uns bei jeder Gelegenheit in der gemeinsten Weise allgemeinen Gewerkschaftskongreß zurück. vorgemacht wurde; thatsächlich liegen die Kanäle mindestens so zu verdächtigen. Besonders die Führer der christlichen GewerkvereinsDer Punkt Verbands Organ gelangt zur Beratung. im Interesse der Landwirtschaft wie im Interesse der Jndustrie. bewegung, gewisse Stapläne, Gewerkvereinsvorstände leisten auf Ehrler- Mühlhausen i. Th. stellt zunächst fest, daß die von der Dies um so mehr, als mit den Kanalbauten auch eine planmäßige diciem Gebiete luglaubliches. Der Kirche ist es nicht darum zu letzten Generalversammlung gewählte Preßrevisions- Kommission ihr Regulierung der Flüsse verbunden wird. Von den thin, 200 Millionen Kronen werden nämlich vorweg 75 Millionen zur Ne- fich als Stlasse fühlen, die die christlichen Arbeiter so zu organisieren, daß sie möglichstes gethan hat, die Herstellungskosten des Fachorgans zu Stlasseninteressen au bertreten verringern. Im weiteren Verlaufe feiner Ausführungen schlägt er eine gulierung derjenigen Flüſſe in Böhmen, Mähren, Schlesten, Ober- hat. Das Etreben der katholischen Kirche geht dahin, die vom Breßausschuß verfaßte Resolution vor, laut der Vorstand und und Niederöstreich und Galizien bestimmt, die mit den zu bauenden vorhandenen Klassengegensäge zu vertuschen, eine Harmonie Ausschuß beauftragt werden, auf die vorteilhafteste Herstellung sowohl in Kanälen ein einheitliches Wassernet bilden und, sei es wegen der zwischen Arbeiter und Unternehmertum zu tonftruieren, die technischer wie finanzieller Veziehung Bedacht zu nehmen, sowie dafür Zufuhr von Waffer, sei es mit Riicksicht auf die Geſchiebebewegung, thatsächlich nicht vorhanden ist. für die künstlichen Wasserstraßen von besonderer Bedeutung die Unternehmer wird ift. Die Ausbeutung der Arbeiter durch zu sorgen, daß der Einfluß des Verbands auf das Organ größer eine Fügung Gottes dargestellt. Die werde und etwaige Ueberschüsse möglichst dem Verbande zu gute find. Die Regulierung der Flüsse ist ein solches Bedürfnis Ausbeutung soll nicht beseitigt, sondern auf eine gewisse Grenze be- tommen, eventuell den Uebergang des Fachorgans im Eigenbetrieb und ein solcher Nuzen für die Landwirtschaft, daß sich schränkt werden. des Verbands ins Auge zu fassen. die eingebildete Gefahr der Einfuhr ausländischen Getreides Meine Meinung ist deshalb die: wir sollen auf diese sogen. den unmittelbaren und gewiffen Vorteilen gegenüber verflüchtigt. paritätischen Gewerkschaften feine allzugroßen Rüdsichten nehmen. Alles in allem bedeutet das Gefeß einen großen Schritt nach vor- Es wäre schon viel erreicht, wenn jene christlich- socialen Arbeiter, die werden. wärts; ob dem energielosen Oestreich auf dem langen Wege zur fich uns nicht anzuschließen vermögen, fich in eigenen Verbänden Vollendung nicht der Atem ausgehen wird, ist eine andre Frage. organisiren würden, wenn ein Zusammengehen zwischen uns und ihnen von Fall zu Fall ermöglicht würde. Auch das ist schon schwierig genug, wie sich bei Lohnbewegungen usw. gezeigt hat. Redner bespricht den Streit zwischen den beiden Bergarbeiter Verbänden und den Fall Brust, sowie die Stellung der chriftlichen Arbeiter zur Getreidezoll- Frage. Auf das eigentliche Thema wieder übergehend, mißt Redner den großen Agitationstouren wenig Wert bei. Kleinere Touren, die für drei oder vier Tage in der Woche berechnet sind, scheinen ihm zweckmäßiger zu sein. Ferner rügt er die oftmals ungenügende Borbereitung und Agitation für die Verfammlung. Man glaube, der Name des Redners genüge, um das Lokal zu füllen, und sehe sich nachher getäuscht. Der Redner habe sich auch vorher über Lohn- und Arbeitsverhältnisse am Ort zu erfundigen. Daran fehle es auch oftmals. Der Agitation von Mund zu Mund gebe er jedoch den Vorzug und regt an, den Kollegen Material dazu in Gestalt einer kleinen Broschüre zu geben, die die Verhältnisse des Verbands, seine Leistungen und Ziele enthalten müsse. Das Material fei zum großen Teil in dem Bericht von dem internationalen Metallarbeiter- Stongreß in Paris enthalten. Wien, 31. Mai. In der Abendsigung des Abgeordnetenhauses wurden die noch übrigen Paragraphen der Regierungsvorlage betreffend den Bau der Kanäle und Durchführung der Flußregulierungen unter lebhaftem Beifall des ganzen Hauses an genommen. Wien, 1. Juni. Abgeordnetenhaus. Nach Verlesung des Einlaufs wird die Investitionsvorlage in dritter Lesung angenommen, ebenso die Wasserstraßen vorlage, und zwar diese auf Antrag Lemischs in namentlicher Abstimmung mit 198 gegen 46 Stimmen. Die Annahme wurde mit lebhaftem anHaltenden Beifall begrüßt. Spanien. Ausstand von Zollbeamten. Die Angestellten des Bollamts in Corunna find, wie aus Madrid gemeldet wird, in den Ausstand getreten, haben sich erteilten Anordnungen widersetzt und die Gendarmen, welche die Nuhe viederherzustellen juchten, mit Steinen geworfen. Die Gendarmen gaben schließlich Feuer. Einige Ausständige wurden getötet, mehrere verlegt. Der Belagerungszustand wurde proklamiert. England. eint Viel wichtiger und schwieriger als die Gewinnung von Mit gliedern sei die Erhaltung der gewonnenen Mitglieder. In den Jahren 1899/1900 feien 181 769 Mitglieder beigetreten, von denen 106 000 wieder verloren gegangen feien. Zwar gingen viele Mitglieder durch Tod, Berufswechsel, Einziehung zum Heere usw. dem London, 1. Juni. Bei der Nachwahl zum Unterhause im Verbande wieder verloren, die Hauptursache des Mitgliederverlustes Wahlkreise Saffron Walden( Essex) wurde Pease( liberal) tenne man aber nur zum kleinen Teil. Eine der bedeutendsten mit 3994 Stimmen gewählt. Der Wahlkreis war auch bisher liberal Ursachen seien auch verlorene Streits sowie persönliche Zwiftigkeiten vertreten, die liberale Mehrheit hat sich um 600 Stimmen verunter den Kollegen. Die Art der Beitragserhebung spiele auch eine größert.große Rolle bei dieser Frage. Je türzer die Beitragsfristen, um London, 1. Juni. Sir Campbell Bannerman hielt gestern so besser. Auch empfehle es sich, die Beiträge einkaffieren zu lassen, in Edinburgh in einer großen liberalen Versammlung eine politische damit nicht so große Restschulden entständen, die vielfach zum Rede, in welcher er die Politik Englands in Südafrika Austritt führten. Man wisse aber nicht, in welchem Verhältnis die verurteilte und die Zubilligung einer selbständigen Regierung für Ursachen zu einander stehen. Er empfehle, von den Lotalbeamten die beiden Boeren- Republiken befürworteten. den Grund des Austritts soweit wie möglich ermitteln zu lassen. Zu dem gwed möge man den Beamten entsprechende Formulare aushändigen. Diese Ermittelungen seien zwar mit Schwierigkeiten verbunden, würden aber schließlich doch ein brauchbares Resultat ergeben, so daß man die Ursachen des Mitgliederwechsels wirksamer als bisher bekämpfen könne. Eine Verminderung dieser Krankheit verspreche er sich auch von der geplanten Neuorganisation, von der Vorlage zur Errichtung von Bezirks- oder Gauverbänden. Afien. Kabinettskrise in Japan. Aus Yokohama meldet das ,, Neutersche Bureau": Der Kaiser hat nach einer Besprechung mit bem Marquis Jto den Viscount Statsura aufs neue berufen. Man nimmt an, daß dieser nunmehr die Kabinettsbildung in Augriff nehmen wird. Der Boeren- Krieg. Krüger wünscht Schiedsgericht. Saag, 1. Juni. Präsident Krüger richtete an die Stegierungen von Rußland und Frankreich die Bitte, seinen Antrag auf Redner erläutert eingehend den Vorstandsentwurf, der zehn Gaue vorsieht. Dem Gau steht ein besoldeter Gauleiter vor, der die Leitung der Agitation zu versehen, bei Lohnbewegungen einzus greifen, Revifionen auszuführen hat usw. Die Gauleiter sollen nach Absolvierung eines Brobejahrs vom Vorstand angestellt werden und als Beirat des Vorstands wirken. Eine zweite vom Ausschuß vorgeschlagene Resolution sucht den Wünschen der Mitglieder in redaktioneller Beziehung gerecht zu Stat Nürnberg, 81. Mai. In der Debatte findet der Borschlag, das Fachblatt im eignen Betrieb herzustellen, vielfach Widerspruch. Sy dow, der Geschäftsführer des Fränkischen Verlags giebt eine eingehende Darstellung, wie durch die hohen Papierpreise die Herstellungskosten gestiegen sind und befürwortet die Beibehaltung des bisherigen Verlags. Auf Anfrage Basel- Nürnberg, ob vom Hauptvorstand schon ein Grundstück für das Zeitungsunternehmen gekauft worden sei, erklärt Schlice, daß allerdings ein Bauplas getauft worden sei. Der Vorstand habe die Pflicht, die Gelder möglichst vorteilhaft anzulegen. Segit- Fürth habe auf Anfrage erklärt, gegen die Anlage des Geldes bezw. Kauf des Grundstücks beständen keine Bedenken. Auch reichten die Bureauräume des Hauptvorstands in keiner Weise mehr aus. Einer size auf dem andern.( Heiterkeit.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. In namentlicher Abstimmung wird dann folgende voni Preßausschußz empfohlene Resolution gegen fünf Stimmen angenommen. In Erwägung deffen, daß es einem Wunsche des GründungsKongresses in Frautfurt a. M. entspricht, die aus dem Verbands organ erzielten Ueberschüsse zur besseren Ausgestaltung des Ver bandsorgans zu verwenden, und daß den darauf hinausgehenden Wünschen und Anträgen auf jeder Generalversammlung bisher nicht Rechnung getragen werden konnte, beschließt die Generalversammlung: Der Vorstand und Ausschuß wird beauftragt, vor Ablauf des Druckvertrages mit der Fränkischen Berlagsanstalt, Herm. Sydow u. Co., rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen, die die Herstellung der Metallarbeiter- Beitung in der für den Verband borteilhaftesten Weise ermöglichen. Ein Antrag der Nürnberger Delegierten, den Vorstand zu vers pflichten, ohne Zustimmung der Generalversammlung keine definitiven Abmachungen zu treffen, wird abgelehnt. Ebenso wird folgende auf die redaktionellen Verhältnisse der Fachzeitung Bezug nehmende Nesolution mit großer Mehrheit angenommen: Die Redaktion der„ Metallabeiter- Zeitung" wird beauftragt, bezüglich der Ausgestaltung des Verbandsorgans dafür zu sorgen, daß, soweit dies Raum und Mittel erlauben, mehr als bisher Artikel wirtschaftlichen und fachtechnischen Inhalts in demselben Blaz finden. Ebenso soll den sociapolitischen Gesezen möglichst Aufmerksamkeit gewidmet werden. Da es zu diesem Zwede nötig ist, weniger wichtige Stoffe aus der Zeitung wegzulassen, ermächtigt die Generalversammlung die Redaktion, alle Korrespondenzen, welche ein allgemeines Interesse nicht haben, fortzulassen. Berichte, welche nicht mit dem Verwaltungsstempel versehen sind, werden, falls dics nicht auf Grund des§ 11 des Breßgesetzes nötig ist, nicht be= rücksichtigt. Zur Verhandlung gelangt der Punkt: Maifeier. Junge man Hamburg begründet als Berichterstatter der Kommission folgende 18 Stimmen angenommenen Umzugsunterstützung, gegen die auch gerade in unmittelbarer Nähe ihrer Geschäfte hätte Stesolution: die Berliner stimmten. Mit 35 gegen 2 Stimmen fand ein Antrag nun die fliegenden Barbierstuben eingerichtet, die reaktionären 1. In allen Betrieben, wo 3/5 der dortselbst beschäftigten des Delegierten Kaulich- Hamburg Annahme, wonach arbeitslose, Innungsmitglieder seien davon verschont geblieben. Der paritätische Arbeiter vollberechtigte Mitglieder einer Organisation find, find verheiratete Mitglieder, denen auswärts Arbeit nachgewiesen Arbeitsnachweis, zu dem die Freie Bereinigung beisteuere, sei in dieselben verpflichtet, durch geheime Abstimmung einen Beschluß wird, bis zu 10 M. Reisegeld erhalten. Für die Berechnung der ungerechter Weise geführt worden; den Meistern, die die Forbes über die Arbeitsruhe am 1. Mai herbeizuführen. Entscheidet Karenzzeit und der Dauer der Mitgliedschaft sollen die Beschlüsse rück- rungen bewilligt hätten, seien die Gehilfen entzogen worden fich die Majorität für Arbeitsruhe, so hat sich die Minorität wirkende Straft bis zum 1. Januar 1901 haben. Bezüglich der Arbeits- und sie hätten keine vom Nachweis erhalten fönnen; dadiesem Beschluß zu fügen. Der Ortsverwaltung ist spätestens losen- Unterstüßung wurde der Vorstand beauftragt, baldigst das nötige gegen hätte man diese den Budikern geschickt. Die 10 Tage vor dem 1. Mai von dem Beschluß Kenntnis zu geben. Material zu sammeln und zu bearbeiten; er soll dann durch eine Angaben über die Zahl der Streikenden seien falsch; die 2. Eine Beschlußfaffung über die Arbeitsruhe am 1. Mai Urabstimmung über die Frage entscheiden lassen. Der von der Proklamierung des Generalstreits aber sei ein schweres Unrecht gegen darf in keiner Gruppen oder allgemeinen Bersammlung gefaßt öftreichischen fermaischen Union vorgelegte Gegenseitigkeitsvertrag diejenigen Prinzipale, die bewilligt hätten. In ähnlichem Sinne wurde in Princip genehmigt; die definitive Regelung wurde dem sprachen die übrigen Redner der Meisterorganisation. Die Forde3. Aussperrungen und Maßregelungen wegen der Arbeitsruhe Vorstand überlassen. Um 1/211 Uhr trat eine zweistündige Pause am 1. Mai dürfen nicht mit Forderungen unsrerseits beantwortet ein, in der die Statutenkommission ihre Arbeiten beendigte. Nach Beendigung der Bause schritt die Versammlung zur eigentlichen Statutenberatung, die den 5. Punkt der Tagesordnung bildete. Die§§ 1-8 wurden nach den Vorschlägen der Kommission ohne erhebliche Debatte angenommen. werden. werden. 4. Bei Aussperrung oder Maßregelung wegen der Arbeitsruhe am 1. Mai tritt für die davon Betroffenen eine Unterstüßung in der Höhe der Arbeitslosen- Unterstügung in Kraft und wird die Unterstützung vom 2. Mai ab gezahlt, doch gilt dieselbe nicht als Arbeitslosen- Unterstügung. g V Darauf wurde einstimmig beschlossen, Preiserhöhungen vom Sonnabend, 1. Juni, ab einzuführen; Plakate dafür wurden in der Versammlung verteilt. Gleichzeitig soll die Lohnerhöhung der Ges hilfen in Seraft treten. Sodann wird eine fiebengliedrige Kommission zur Ausarbeitung eines Flugblatts gewählt, durch das die Bevölkerung über den Streit aufgeklärt werden soll. rungen der Gehilfen wurden als vollberechtigt bezeichnet und von mehreren Prinzipalen wird der Wunsch geäußert, daß die Gehilfen im Streit siegen möchten. Die Kampfesweise der Gehilfen aber wird aufs schärfste verurteilt. Die Vorwürfe werden darauf von den Vertretern der Lohntommission, besonders von Liere und Kaiser In der Nachmittags- Sigung wurde zunächst der Rest zurückgewiesen. Die Zahl der Streifenden sei von Anfang an richtig der Statuten mit den von der Kommission beantragten Aenderungen angegeben worden, diese aber seien von der Polizei in rücksichtsloser Wiesenthal Berlin will den Ausgesperrten die am Ort genehmigt. Die Aenderungen befagen unter anderm, daß auch Weise auseinander getrieben worden. In dem letzten Bericht über übliche Maßregelungsunterstügung zubilligen. fämtliche Sperren beim Vorstande anzumelden find, daß statt der die in den Generalstreit Getretenen sei allerdings ein DruckKörsten Berlin bekämpft die Resolution, deren Annahme dem Agitationsfommissionen, die sich im allgemeinen wenig bewährt fehler, es müffe dort 476 heißen. Die Sympathie für die Verbande jährlich ungefähr 100 000 m. toften würde. haben, Vertrauensleute für die Agitation gewählt werden sollen, Streifenden sei sehr groß unter der Arbeiterschaft. Verschiedene Abänderungsanträge werden noch gestellt, aber ab- sowie daß in Zukunft zur Wahl eines Delegierten absolute Mehr- Nach der sehr lebhaften Debatte wurde die folgende Resolution gelehnt. In namentlicher Abstimmung wird die Resolution un- heit erforderlich ist. angenommen: berändert mit 121 gegen 60 Stimmen angenommen. Die Generalversammlung beschloß sodann mit 35 gegen zwei Die Mitglieder der Freien Vereinigung usw. und Gäste nehmen Ueber den legten Gewerkschaftstongreß referiert Stimmen, einen dritten befoldeten Beamten anzustellen. Das Ge- in ihrer außerordentlichen Generalversammlung durch namentliche Räther Berlin. Er beklagt, daß Gewerkschaftskartelle fich Befugnisse halt dieses Beamten soll 1800 m. betragen, während das Gehalt Abstimmung folgende Beschlüsse an: angemaßt haben, die den Hauptvorständen der Verbände zustehen. So des ersten Vorsitzenden und des Kassierers mit 33 gegen 4 Stimmen 1. Die Versammelten sind mit den Ausführungen des Referenten hätten sie Streits gutgeheißen, die der Hauptvorstand nicht genehmigt auf 2000 m. festgesetzt wird. Zum ersten Vorsitzenden wird ein- einverstanden; habe, auch Verwaltungsstellen der Schmiede dort gründen helfen, stimmig Drunsel, zum Kassierer einstimmig& othar wieder- 2. erklären sie, daß sie den von den Gehilfen geforderten Tarif wo der Metallarbeiter Verband schon eine Zahlstelle besessen hätte. gewählt. Die Wahl des dritten Beamten fällt auf Schmidt- anerkennen. Gleichzeitig erklären sie, daß sie nicht im stande find, Redner beklagt ferner die Unterstüßung, die die Generalfommiffton Belten, für den 28 von 36 Stimmzetteln abgegeben werden. diesen dauernd zu halten, wenn nicht eine allgemeine Preiserhöhung diesen Bestrebungen angedeihen lasse. So habe auf den letzten Zu sehr erregten Debatten tam es dann noch bei der Wahl des eintritt; Verbandstage der Schmiede der Vertreter der Generalfommission es Sizes des Ausschusses. Von mehreren Delegierten wurde ein 3. verpflichten sie sich deshalb, mit allen ihnen zu Gebote gutgeheißen, daß der Centralverband der Schmiede dort Verwaltungs- Wechsel im Sitz des Ausschusses befürwortet; Hermann stehenden Mitteln eine solche einzuführen; stellen gründe, an denen solche des Metallarbeiter Verbands be- John Berlin begründete diesen Wunsch damit, daß die 4. die Versammelten bedauern, daß die Gehilfenschaft nicht im ständen. Gegen diese Bersplitterung wehre sich der Metall- Dresdener, die bisher den Ausschuß stellten, mit dem stande war, der Wahrheit die Ehre zu geben, indem sie betonte, arbeiter Verband mit Recht. M Eine Aenderung in den Be- Centralvorstand zu sehr harmonierten. Der Ausschuß verliere da- daß auch die Freie Vereinigung keinerlei Schritte zur ernsthaften ziehungen zur Generalfommission eintreten zu lassen, empfehle durch seine Bedeutung. Die scharf zugespizten Angriffe Johns, der Regelung gethan habe. er nicht. Notwendig sei aber, daß auf dem nächsten Gewerkschafts: besonders das Verhalten des Ausschusses bei dem Berliner Streit tongreß die Interessen des Metallarbeiter- Verbandes gegenüber der tadelte, veranlaßten ebenso scharfe Verwahrungen Beiers und der Gewerkschaftskommission energisch wahrgenommen würden. andern Dresdener Delegierten. Aus ihren Ausführungen und denen des Vorstands ergab sich, daß der Ausschuß absolut nicht mit dem Berichtigung. Zu unserem gestrigen Bericht muß berichtigt Vorstand unter einer Dede steckt, daß vielmehr beide Organe oft, werden, daß näther- Berlin nicht auf Beschluß der Verwaltung, namentlich in grundlegenden taktischen Fragen, verschiedener Meinung sondern nach Rücksprache mit Kollegen auf eigite Verantwortung sind. Schließlich wurde Dresden mit 23 von 37 Stimmen als Erkundigungen über Pawlowitsch beim Berliner Polizeipräsidium Siz des Ausschusses wiedergewählt. Zum Vorsitzenden des Aus: fizende der Lohnkommission, Kaiser, erschien einer Aufforderung entZum Streik der Barbiere wird uns geschrieben. Der Voreinzog. Ferner verlangte Harbad Berlin, der Vorstand möge schusses wählte man einstimmig Beier wieder. den an Skalzky doppelt gezahlten Gehalt an die Berliner Zahlstelle Mitglieder des Ausschusses bestimmt die Dresdener Filiale. Die prechend auf dem Gewerbegericht, wo ihm erklärt wurde, daß am zurückzahlen. Den Vorschlag der Sechser- Kommission, Einigungs- Wahl des Generalrevisors fiel einhellig wieder auf Gruner- Dresden. Montagvormittag 10 Uhr Verhandlungen vor dem Einigungsamt verhandlungen mit dem Formerverband anzuknüpfen, vertrat Nachdem eine Reihe weiterer Anträge der Filialen abgelehnt waren, zur Beilegung des Streits stattfinden würden. Der Vertreter der Lohnommission sicherte das Erscheinen der Kommission Röstenberger- Berlin. wurde als Sitz der nächsten, im Jahre 1903 stattfindenden GeneralDer Vertreter der Generalfommission 2egien nimmt das versammlung Meißen bestimmt. Zum Delegierten auf dem Gewerkschafts- zu, jedoch hat die Kommission unterdessen beschlossen, in Wort. Er bestreitet, daß auf dem Gewerkschaftskongreß der Metall- Kongreß 1902 wurde Hermann John- Berlin mit 20 von 37 Stimmen Berhandlongen nicht einzutreten. Sie wird die Erklärung abgeben, arbeiter- Verband majorisiert worden sei. Bei wichtigen Vorlagen gewählt; die beiden weiteren Delegierten sollen vom Vorstande und daß sie jetzt in feinerlei Verhandlungen eintreten könne, da die habe namentliche Abstimmung nach der Stärke der Organisation dem Ausschuß entsandt werden. Freie Vereinigung der Barbiere über den Termin hinaus stattgefunden. Daß der Verband trok seiner numerischen Stärke nicht in Damit war die Generalversammlung am Schlusse ihrer Ber- das Einigungsamt ignorierte. Sie nehme auf Grund dieser Thatber Generalfommission vertreten ist, hat nicht seinen Grund in irgend handlungen angelangt. Der Vorsitzende Drunsel wies darauf hin, fache die Anrufung zurück und wird nur dann verhandeln, wenn welcher Abneigung gegen die Metallarbeiter, sondern darin, daß die- daß noch keine frühere Generalversammlung ein so großes Arbeits- fämtliche drei Arbeitgeber- Korporationen das Einigungsamt anrufen. felben bei der Wahl ungeschickt vorgegangen find. Die Generalfommission pensum bewältigt habe wie die diesmalige. Man fönne mit dem In der Berliner Bockbrauerei find an Stelle der 28 aus treibe keine Agitation für eine Branchenorganisation. Das gehöre nicht zu Ergebnis wohl zufrieden sein; die Organisation werde auf der gesperrten Arbeiter im Flaschenkeller andre eingestellt, die einen ihren Aufgaben. Die Hauptaufgabe der Generaltommiffion sei, neuen Grundlage weiter wachsen und erstarten. Die Versammlung Lohn von 19,50 M. erhalten, während die Arbeiter bisher 20 bis statistisches und sonstiges für die Arbeiterschaft wichtiges Material zu stimmte in ein breimaliges Hoch auf den Verband und die moderne 24 M. verdienten. sammeln und zu bearbeiten. Einen Drud auf die Branchenorgani- Arbeiter- Organisation ein und sang sodann stehend die Marseillaise. fationen ausüben, sich zu Industrieverbänden zusammen- oder an- Hierauf schloß der Borsigende die Versammlung. zuschließen, dazu habe die Generalfommission fein Recht, sie würde damit auch das Gegenteil vom Gewollten erreichen. Einzelne der borgebrachten Anschuldigungen seien der Generalfommission nicht be tannt gewesen. Sie würden untersucht werden und nach dem Ergebnis werde die Generalfommission ihre Maßnahmen treffen. Er Nach Nachrichten, die in Yokohama eingegangen sind, bestätigt warne aber gegenüber einer gefallenen Aeußerung, wie„ start genug zum Selbstregieren, wenn die Generalfommission unsre sich die Meldung von christenfeindlichen Unruhen auf der Forderungen nicht erfüllt", den Verband vor Ueberschäßung seiner foreanischen Insel Quelpart, nicht aber die von der ErKraft. Dem vereinigten Unternehmertum gegenüber werde auch er mordung eines französischen Priesters. Die koreanische Regierung nicht gewachsen, sondern auf die Unterstügung der andren Verbände entsendet Truppen nach dem Orte der Ruheſtörungen. angewiesen sein. Da tönnten solche Aeußerungen nur verlegen. überzugehen. China. Unruhen in Korea. hit Rückkehr des chinesischen Hofs. Deutsches Reich. Der Ausstand der Tabakarbeiter in Nordhausen dürfte durch den Schiedsspruch des Einigungsamts, der folgendes festsett, beendet sein: 1. Der Revers, nach welchem die Ausständigen sich verpflichten sollen, aus der Streitunterstügungs- Kasse von den Fabrikanten zurückgezogen worden. In diesem Falle auszutreten bezw. zu derselben keine Beiträge zu leisten, ist hat also der Schiedsspruch nicht gefällt zu werden brauchen. 2. Die Lieferung guten Materials haben die Arbeitgeber, als in ihrem eigenen Intereffe liegend, zugestanden. Auch in diesem Falle hat das Einigungsamt einen Schiedsspruch nicht abzugeben brancheit. Die Diskussion wird geschlossen. Angenommen wird ein Antrag, Dem Bureau Laffan wird aus Beting am 1. Juni telegraphiert: 3. Bezüglich der Löhne der Nöllchenmacher soll in allen Fabriken laut dem aus jedem Bezirke sowie aus der Zahlstelle Berlin je Wahrscheinlich wird der Kaiser vor Eintritt der Regenzeit nach eine erhebliche Lohnaufbesserung eintreten. Das 1 Delegierter, insgesamt also 11 zum Gewerkschaftstongreß ab- Beting zurückkehren, während die Kaiserin- Witwe bis zum Herbst in Ginigungsamt tonnte sich nur sehr schiver ein Bild von den gesamten geordnet werden. Ferner wird ein Antrag Näther Berlin an- Honan verbleibt. Lohnverhältnissen machen, weil in allen Fabriken verschiedene Sorten genommen, der besagt, die Generalversammlung erwartet von der Fabrikate verarbeitet werden und demgemäß auch die Lohnfäße in jeder Eine amerikanische Hunnin. Generalfommission, daß sie mehr als bisher für die Verschmelzung Fabrik verschieden normiert sind. Das Einigungsamt hat als Einder Branchenorganisationen mit den Industrieverbänden thätig ist, Bu recht unerfreulichen Enthüllungen ist es, dem„ New York Herald" heitsfaß zu Grunde gelegt diejenige Pfundzahl, welche ein Durchdie Agitation des Schmiedeverbands dagegen nicht unterstützt. zufolge, in einer der legten Konferenzen der Gesandten schnittsarbeiter in der Stunde fertig stellen kann. Der Lohn soll im Ferner wird die Aufhebung bezw. präcisere Fassung der Resolution in Beting gekommen. Es stand nämlich die Plünderungsfrage allgemeinen so bemessen werden, daß der Durchschnittslohn für Busse, die auf dem letzten Gewerkschaftstongreß gefaßt wurde, auf der Tagesordnung, und infolge einer Bemerkung in einem der Röllchenmacher in der Stunde 30 Pf. für den 10stündigen Arbeitsberlangt. Briefe des amerikanischen Generals Chaffee über das Benehmen tag also 3 M. und für die 6tägige Arbeitswoche mithin 18 M. Für die streikenden Weber in Cunewalde belvilligt die General- der Gemahlin des brittischen Gesandten, die einige beträgt. versammlung 1000 m., die dem Centralvorstand der Textilarbeiter lich gesinnte Diplomaten die Frage, was über die Angelegenheit Arbeitgebern gemachten Bugeständnissen entsprechend festgesetzt, daß Wertsachen mitgenommen haben sollte, stellten zivei dieser Dame freund 4. Bezüglich der Regelung des Lehrlingswesens ist den von den überwiesen werden. Beschlossen wurde, über alle Anträge, die eine Erweiterung befannt sei. Darauf erklärten die Gesandten zweier europäischer Staaten, neben 4 Spinnern 1 Lehrling gehalten werden darf. In kleineren des Unterstügungswesens betreffen, zur Tagesordnung daß sie den ganzen Tag über, als das diplomatische Corps die ver- Fabriken soll alljährlich mindestens 1 Lehrling angenommen werden botene Stadt besuchte, in der Nähe dieser Dame gewesen seien und dürfen. Diese Regel soll innerhalb 2 Jahren durchgeführt werden. Angenommen wird einstimmig ohne Debatte folgender Antrag habe, eine gelbe Nose aus dem Garte der Kaiferin- Witwe gewefen von ersteren eingerichteten Arbeitsnachweis anerkennen sollen, ist für ich dafür verbürgen könnten, daß das einzige, was sie genommen 5. Die Forderung der Arbeitnehmer, daß die Arbeitgeber den zur Getreidezoll- Frage: Die fünfte Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter- fei. Dagegen erklärten die beiden Gesandten, daß sie es ver- unberechtigt erklärt. Verbands beschließt: Der Vorstand des Verbands wird beauftragt, mitglied der amerikanischen Gesandtschaft alles Arbeiter hat das Einigungsamt sich dahin ausgesprochen, daß die geblich zu verhindern gesucht hätten, daß die Gattin eines 6. Jn Bezug auf die Wiedereinstellung der ausständigen dem Reichstag folgende Resolution zu unterbreiten: „ Die 5. Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter- pliin berte, was sie vorfand; Lady Macdonald beteiligte sich an Ausständigen in ihre früheren Plätze wieder eingestellt werden Verbands, welcher über Hunderttausend Mitglieder zählt, erkennt diesen leider fruchtlosen Versuchen. Die Amerikanerin hatte sogar einen sollen. Sie wurde darauf aufmerksam in der von einer Interessengruppe geforderten Erhöhung der Antiquitätenhändler mitgebracht. Getreidezölle speciell wie allgemein in der Forderung eines lüden lofen Bolltarifs für alle landwirtschaftlichen Produkte eine Maß nahme, welche die Lebenshaltung der Arbeiter ganz empfindlich zu schädigen geeignet ist. Die Berteuerung des Brots als direkte Folge einer Getreidezoll- Erhöhung würde die hebung der wirtschaftlichen Lage, welche durch die" gewerkschaftlichen Organisationen erstrebt wird, zum Teil durch lange, opferreiche Kämpfe erreicht wurde, illusorisch machen. In weiterer Erwägung, daß die geplante Maßnahme nicht geeignet ist, der Hebung der Landwirtschaft zu dienen, vielmehr nur einer relativ fleinen Interessentengruppe Vorteile bringen würde, fordert die Generalversammlung vom Reichstage Ablehnung aller, die künstliche Berteuerung der Lebensmittel bewirkenden Vorlagen. Die nächste Generalversammlung findet Pfingsten 1903 in Berlin statt. Schließlich hat das Schiedsamt noch bestimmt, daß innerhalb gemacht, daß das nicht gehe, fie blieb aber darauf bestehen, worauf einer Woche nachdem etiva die Arbeitgeber den Schiedsspruch sich die Gesandten entfernten, damit ihnen nicht später vorgeworfen anerkannt haben sollten- die Arbeiter wieder beschäftigt sein werden fönne, daß die Plünderungen unter ihren Augen stattgefunden müssen. hätten. Der Antiquitätenhändler hatte sich vorher ganz genau über den Aufbewahrungsort des kostbarsten Porzellans orientiert, und als es nicht gleich gelang, die Schränke zu öffnen, die die Schäße enthielten, ließ die betreffende Dame einen amerikanischen Soldaten diese mit dem Bajonett öffnen. Der amerikanische Gesandte hatte auf diese Vorwürfe teine Entgegnung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Arbeiter haben bereits erklärt, daß sie den Schiedsspruch anerkennen, über die Stellung der Unternehmer ist uns noch nichts bekannt. Die Maler machen darauf aufmerksam, daß der Zuzug nach Bremen fernzuhalten ist, da dort der Streit fortdauert. Ausland. Aus der Schweiz. An den Pfingsttagen hielt der Schweizer Typographenbund in Rapperswil am Zürichsee seine Generalversammlung ab. Der Bund umfaßt 21 eftionen mit 1936 Mitgliedern gegen 1898 im Jahre 1899. Seine Einnahmen betrugen nach dem Jahresbericht 70 132 Fr., die Ausgaben 57 188 Fr., der Vermögensbestand 43 010 Fr. Von den Ausgaben erwähnen wir: 7524 Fr. für Reiseunterstügung, 6603 Fr. Arbeitslosenunterstützung, 1029 Fr. Abreisegeld und Umzugskosten, 994 Fr. anderweitige Unterstützungen, zusammen 16 031 Fr. Unterstützungen, ferner Fr. Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere beriet am Freitag über den Streit der Gehilfen und über die Preis erhöhungen. Es tam dabei zu scharfen Auseinandersetzungen mit den anwesenden Vertretern der Lohnkommission und die Berhand lungen dauerten bis 8 Uhr morgens. Der Referent, Meister Slarfei über die wirklichen Verhältnisse getäuscht worden; die Gehilfen Jahresbeitrag an die socialdemokratische Partei. Die gesondert verfämpften mit unehrlichen Mitteln. Gerade die Meister von der waltete Kranken-, Invaliden- und Sterbekasse hatte bei 249 496 Fr. Magdeburg, den 31. Mai 1901. Freien Vereinigung feien es gewesen, die stets für die Gehilfen Einnahmen 131 719 Fr. Ausgaben, wovon 84 464 Fr. Kranken-, Die Abstimmung über die Vorschläge des Vorstands betreffend forderungen eingetreten feien, und sie hätten sich auch nicht 30 550 Fr. Invaliden- Unterstüßung und 5100 Fr. Sterbebeiträge. bas Unterstügungswesen, die zu Beginn der heutigen Beratung vor- geweigert, vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts zu Das gesamte Vermögen der Kaffe beträgt 215 125 Fr., d. i. 99 807 r. genommen wurde, ergab ein etwas andres Resultat, als nach der verhandeln, fie feien aber bei dem Verfuch, auch die mehr als 1899. Ieber die Lohn- und Arbeitsverhältnisse wird mitgestrigen Debatte zu erwarten stand. Der wichtigste Tefl, die Junungen für diese Berhandlungen zu gewinnen, von diesen geteilt, daß der wöchentliche Minimallohn 29 bis 37 Fr., an den Strantenunterstützung, wurde, nachdem sich auch die sechs Berliner hinters Licht geführt worden. Die Preiserhöhungen, die doch in meisten Orten 30 bis 33 Fr. und die tägliche Arbeitszeit in einigen Delegierten entschlossen hatten, dafür zu stimmen, mit 23 gegen folge der Lohnerhöhungen notwendig eingeführt werden müßten, wenigen Geschäften 81/2, in andren 9 bis 10 Stunden, meistens aber 14 Stimmen angenommen; allerdings soll sie zunächst nur probeweise tönnten sie als die schwächste Meisterorganisation nicht gegen die 9 Stunden beträgt. Bemerkenswert ist die Vermehrung der Zahl für das Jahr 1902 eingeführt werden; die Einschränkung hat aber weniger drei andren mit ihren 1400 Mitgliedern durchführen. Von dem der Segmaschinen auf 31 Ende 1900 gegen 16 Ende 1899 1897. 7 Ende Bedeutung, da die Vorbereitungen ohnehin den Rest des Jahrs 1901 in Streit würden hauptsächlich nur die Mitglieder der Freien Ver- und Von der Generalversammlung Anspruch genommen hätten. Die Reise- Unterstützung wurde ein einigung betroffen, und diese ärmsten unter den Selbständigen, zum verdient besondere Erwähnung der einstimmig gefaßte Be stimmig, Sie Sterbe- Unterstügung mit 36 gegen 1 Stimme an- Teil thätige Genossen, die sich um die Organisation der schluß auf Wiederanschluß an den schweizerischen Gewerk genommen; stärker war die Minderheit bei der mit 29 gegen Gehilfenschaft verdient gemacht hätten, schwer geschädigt, und schaftsbund, die Organisierung der Hilfsarbeiter im graphischen Ge i Die fünfte Generalversammlung des Gentral- Verbands der baum, führte im wesentlichen etwa folgendes aus: Das Publikum 4823 Fr. Unterstützung des Einsiedler Streits, 200 Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. nur werbe, Protest gegen das Gebahren sogenannter Herren Sociologen" Idem Korridor in der Nähe des Karabiners gewefen.- Präsident zu diesem Zived benutten Nevers ausgeschlossen worden, entließ Herr in Gestalt von Maßregelung der Mitglieder des Typographenbunds, Kriegsgerichtsrat Schulz( unterbrechend): Daß Marten in der Thiede plöglich den Korrektor. Dieser verklagte ihn darauf beim Aufforderung des Arbeiterbunds, dem diese Sociologen angehören, Nähe des Karabiners gewesen, tann ich nicht zugeben. Kriminal- Gewerbegericht und wies nach, daß der Fattor durch eine schrifts zur Wahrung des Vereinsrechts, andernfalls eventuell Austritt aus tommissarius v. Bäckmann: Er war aber etwa acht Schritte davon. liche Abänderung des Neverses mit ihm eine 14tägige Kündemselben. An Regierungsrat Curti St. Gallen wurde für seine Auch daß er einen Soldaten gefragt hat, ob seine Abteilung schon reite, digungsfrist vereinbart habe. Der Beklagte und der als Zeuge zur VerFörderung der Arbeiterbestrebungen telegraphisch eine Dank und machte ihn verdächtig. Gegen Sto bed sprach, daß er nach dem handlung hinzugezogene frühere Geschäftsinhaber Stein bestritten dem Sympathie- Adresse übersandt. Schusse am Guckloch gewesen, den Rittmeister v. Krosigt liegen Faktor das Recht zu einer derartigen, vom Geschäftsgebrauch abDer Verdacht weichenden Sonderabmachung.- Der Faktor, ebenfalls als Zeuge In Rom ist der Streit der Bauarbeiter beendet. Durch Ver- und zwei Leute mit Mänteln gesehen hatte. mittelung der Regierung wurden den Arbeitern fast alle Forderungen gegen Marten war schwerer, als der gegen Skobed, zumal vernommen, führte dagegen aus: Er habe sämtliche Personen der noch ein andrer Mann jemand am Gudloch gefehen hatte. Segerabteilung selbständig engagieren und entlassen können, ohne bewilligt. Sto bed hat gesagt: er wollte sich vom Dienste drücken". Da den damaligen Inhaber Stein zu fragen. Er habe seiner festen habe er zwei Leute mit steifen Müzen gesehen, die er für Unter- Ueberzeugung nach auch das Recht gehabt, den vorliegenden Revers offiziere gehalten habe. Er sei deshalb nicht in die Kaserne, sondern abzuändern. Jeder Faktor habe überhaupt das Recht. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem in den Strümperstall gegangen. Als er noch im Stalle gewesen besondere Vereinbarungen mit dem ihm unterstellten Personál zu Kriegsgericht. ( Telegraphischer Bericht.) Sociale Rechtspflege. eg London, 1. Juni.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Beling vom 30. Mai: Die Gesandten sprachen sich dahin aus, daß die Entschädigungsfrage erst geregelt werden müsse, bevor sie mit der chinesischen Behörde über irgend welche Handelsintereffen und diese betreffende Abmachungen beraten könnten, da, wie sie voraussehen, Die letteren eine eingehende Prüfung erfordern. Washington, 31. Mai.( Meldung des„ Neuterschen Bureaus".) Die Unterhandlungen der Gesandten in Peking, betreffend die Art und Weise, die Anleihe zu garantieren, dürften sich sehr schwierig gestalten. Den Vereinigten Staaten wird von Rußland und Frankreich nahe gelegt, die Garantie international und gemeinsam zu machen, was aber die Vereinigten Staaten entschieden ablehnen, indem sie die verfassungsmäßigen Beschränkungen der Exekutive hervorheben. Schwere Wetterschäden. sei, sei ein schwerer Schuß gefallen. Er sei nach der Reitbahn treffen. Uebrigens habe er, als ein tüchtiger Korrektor engagiert gelaufen und habe aus Neugier durchs Guckloch gesehen. Er werden sollte, zu Herrn Stein gesagt, die Leute lägen nicht auf ist nicht verdächtig, weil er das im Stall Gesprochene genau wieder der Straße, fie müßten aus einer Stellung herausgerissen werden. geben konnte. Er sagte, er habe den Oberlieutenant v. off Und im Zusammenhang damit glaube er zu Stein gesagt zu haben, ( Vierter Tag der Verhandlung.) mann rufen hören. Hätte to bed geschoffen, dann hätte er erzählt, man müßte Kündigung gewähren; indessen wisse er nicht Gumbinnen, 1. Juni. er hätte den Mittmeister rufen hören. Es ist auch festgestellt, genau, ob diese Worte gefallen feien. Herr Stein erklärte als In der gestrigen Nachmittagssigung wurde noch der Polizei- daß Stobed in der Schmiede beschäftigt war. Er hatte auch feine Beuge dann noch einmal, seiner Meinung nach sei der Faktor zur tommissar Marbad aus Gumbinnen vernommen. Derselbe er Beit, sich den Karabiner zu beschaffen. Er hätte dann auch nicht gewartet, felbständigen Aenderung des Reverses nicht befugt gewesen. klärte: Ich halte den Mord für einen Nacheakt. Die Braut bis die Leute aus der Reitbahn tamen. Ich halte es auch für aus- Der Gerichtshof wies den Kläger ab und Gewerberichter Martens hat nach dessen Flucht gesagt:" Lebendig werden geschlossen, daß eine Person den Mord verübt hat. Sie fonnte es Dr. Meher führte begründend aus: Die Beklagte hätte fie ihn nicht bekommen". Die heutige Sigung wird gegen ohne Deckung nicht wagen. Ich nahm an, daß es Leute der ohne weiteres verurteilt werden müssen, wenn der abgeänderte 91/4 Uhr von dem Vorsitzenden eröffnet. Die Augellagten sehen heute vierten Schwadron gethan hätten. Wegen der Thäterschaft Revers gültig, bindend gewesen wäre. Das sei aber nicht der sehr zuversichtlich aus. von Civilpersonen habe ich auch recherchiert, aber ohne Er- Fall. Allerdings habe der Faktor P. Leute annehmen und entDieses Recht sei aber begrenzt worden Beuge Oberlieutenant v. Soffmann: Ich habe Sidel stets gebnis.- Präsident: Wie tamen Sie auf Sidel? laffen können. für einen offenen Charakter gehalten. In der letzten Zeit war das Kriminalkommissarius von Bäckmann: Vorausgesezt, daß durch den ein für allemal im Geschäft einVerhältnis zwischen Hickel und dem Rittmeister v. Krosigt kein Marten der Thäter war, war es nicht anzunehmen, daß er Unter- geführten Revers. Wollte er ihn in besonderen Fällen gutes. Hi del wurde von letzteren oftmals getadelt. Rittmeister gebene als Helfer hatte. Sidel war der Schwager Marten 3. abändern, dann hätte er dazu erst die Genehmigung des b. Krosigk hatte den Befehl gegeben, beim Reiten ihn an Er var der einzige Unteroffizier der Schwadron mit Chefs einholen müssen. Durch die nicht genehmigte selbständige zusehen. Bei dieser Gelegenheit hat der Rittmeister einmal gefagt zu schwarzem Schnurrbart. Er konnte auch sein Alibi nicht Abänderung habe der Faktor seine Vollmacht überschritten. hidel: Herr Unteroffizier, wenn Sie nicht thin, was ich befehle, nachweisen. Er ist in der fraglichen Zeit mit Marten Die Folge sei, daß die Abmachung zwischen ihm und dem Kläger sperre ich Sie ein." Das war etwa am Tage vor dem Morde. zusammen gewesen. Ich glaube, daß Hickel vom Stall zur Neit- die Firma nicht binde. Der Kläger habe jetzt höchstens Staatsanwalt: Hat Rittmeister v. Krosigk gegen Hickel Schimpf- bahn ging, um zu sehen, ob die Bahn frei sei und um Marten noch einen Regreßanspruch gegen den Faktor. worte gebraucht? Benge: Ich glaube, er hat einmal gesagt:„ Sie ein Zeichen zu geben. Präsident: Sind das bloß Ihre find ein ganz niederträchtiger Patron." Berteidiger Rechtsanwalt Wahrnehmungen?-genge: Allerdings, aber Domning be Horn: Ich möchte an den Herrn Zeugen auch noch Fragen stellen fundete, mit i del in der fraglichen Zeit im Remontenstall gewesen Lehte Nachrichten und Depeschen. und stelle anheim, deshalb die Oeffentlichkeit auszuschließen. Der zu sein. Ich habe alle Dragoner gefragt, sie haben Hickel aber im Die chinesische Kriegsentschädigung. Gerichtshof beschließt den Ausschluß der Oeffentlichkeit, Remontenstall nicht gesehen. entsprechend dem Antrage des Verteidigers. Angeklagter Domning: Der Kommissar wollte Peking, 31. Mai.( Telegramm des„ Reuterschen Bureaus".) Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit wird zunächst der durchaus haben, ich solle sagen: ich sei mit hidel Die bedindungslose Annahme der Forderung der Mächte auf Zeuge Sergeant Fehler vernommen. Auf Befragen des Ver- nicht im Remontesta II gewefen. Ich habe aber ge- Bahlung einer Entschädigung von 450 Millionen Taels durch die teidigers Rechtsanwalt Horn bemerkt der Beuge: Sergeant antwortet: Und wenn ich Beitlebens ins Zuchthaus komme, Chinesen hat unter den Gesandten große Befriedigung hervorgerufen. Sidel ist ein guter Reiter. Er hat das Pferd kann ich nicht anders fagen." Darauf hat mir der Kom- Es bleiben thatsächlich nur noch einige Fragen von geringer der Frau Rittmeister zugerittten und ist vom Rittmeister missar mit Einsperren gedroht. gedroht. Kriminalfommissarins Bedeutung übrig, um die Verhandlungen vollständig zu Ende zu mehrfach gelobt worden. In lezter Beit hat er nicht mehr so gut v. Bäckmann: Ich habe allerdings ermahnt, die Wahrheit zu führen. Man erwartet indessen, daß doch noch gewisse Verzöge geritten, weil er an Krampfabern leidend war. Hierauf werden sagen. Wenn ihm die Unwahrheit nachgewiesen würde, könne crrungen eintreten könnten, mit Rücksicht auf die Räumung des Lands. die Mannschaften darüber vernommen, woher die Kugel ge verhaftet werden. Dazu bin ich berechtigt. Ich habe gelesen, daß Einige fremde Vertreter können nicht verstehen, wie China für die tommen sei. Der erste dieser Zeugen, Dragoner Satowski auch Sickel behauptet hat, ich hätte ihn angefahren. Das ist eine pünktliche Zahlung der Entschädigung zur Zufriedenheit der fagt aus: Schon als die Schwadron zur Leiche geführt wurde, Lüge! Präsident: Ich ersuche Sie, den Ausdruck„ Lüge" nicht Mächte Garantie leisten kann, wie in der gemeinsamen erzählte man, daß der Schuß aus der Richtung des Gucklochs her zu gebrauchen. Kriminalkommissarins v. Bäckmann: Dann Note verlangt wird. Die Mehrzahl der Gesandten ist für Erhebung gekommen sei. Die Aussagen andrer Zeugen lauten ähnlich. fage ich: es ist falsch. Die Aussagen der Unteroffiziere waren fast zehnprozentiger Seezölle und für Entnahme von 5 Millionen Tacls aus Hierauf wird der Dragoner Satowati als Beuge vernommen. gar nicht zu verwerten. Zwei Dragoner aber bekundeten: Hickel dem Fonds der Lifin- Abgaben. Hierdurch würden nach Zahlung Er sagt aus: Ich bin um 4 Uhr in die Reitbahn gegangen und sei aus dem Stalle gegangen und 6 bis 8 Minuten später sei die der Zinsen für die bereits vorhandene auswärtige Schuld etwa um 4/2 Uhr wieder herausgegangen. Ich ging nach dem Rekruten- Nachricht, daß v. Krosigk erschossen, überbracht worden. 23 Millionen Taels übrig bleiben. Die fremden Vertreter würden stall und tränkte dort die Pferde. Als ich das vicrte oder fünfte. Staatsanwalt: Die Angaben des Kriminalfommissarius hiermit einverstanden sein, wenn China die Likin- Abgaben für ausPferd tränkte, ist Sergeant i del durch den Stall gegangen. Er v. Bädmann decken sich nicht mit denen Hickels. Hickel: ländische Waren abschaffen würde. sagte:„ Dort sind bereits die Lampen angesteckt und hier noch nicht." Ich habe bei v. Bäckmann genau so ausgesagt wie hier. Gleich darauf tamen Rekruten, um die Lampen anzustecken. v. Bäckmann: Das ist unwahr. Ich nahm an: es sei eine Wann Unteroffizier Domning in den Stall gekommen vorbereitete Sache gewesen, daß die Lampen nicht angezündet ist, das weiß ich nicht mehr.- Zenge Sergeant Schielath: waren. Domning hat hat anscheinend Hickel den Rücken Der Nittmeister hat Marten wegen der Rekrutenausbildung gedeckt, daß dieser unbehindert in den Stall gelangen fonnte. Dies mehrfach belobt. Er sagte, die Abteilung Marten sei sehr gut. wäre nicht möglich gewesen, wenn die Lampen gebrannt hätten. Ich bin am 21. Januar 4 Uhr nachmittags etwa eine halbe Im Remontenstall fann er nicht gewesen sein, sonst wäre er gesehen Stunde mit Marten zusammen gewesen. Alsdann bin ich worden, da dieser erleuchtet war. Kriminalschutzmann Richter in den Stall gegangen. Einige Minuten nach 41/2 1hr( Berlin), der zumeist unter Ausschluß der Deffentlichkeit vernommen wird, fam Domning in den Stall mit der Nachricht: Ritt- iagt aus: Marten war deshalb verdächtig, weil sein Vater arge meister v. rosigt habe sich erschossen. Er sagte, er werde sich Berwürfnisse mit v. Krosigk hatte und deshalb auch versetzt vielleicht blos verlegt haben, weil er erst mit dem Revolver ge- werden sollte. schossen habe. Ich eilte mit Hickel zum Guckloch der Reitbahn. Hierauf wird die Sigung auf Montagvormittag 10%, Uhr Wir sahen durch das Guckloch den Rittmeister auf der Erde liegen vertagt. mit ausgezogenem Rocke. Der Angeklagte Unteroffizier Domning bemerkt auf Befragen: Der Gefreite Bauilla hatte mir mitgeteilt, der Rittmeister habe sich erschossen. Ich eilte Köln, 1. Juni.( V. H.) Privatmeldungen vom Oberrhein deshalb schnell nach der Reitbahn. Vor dieser lag der Karabiner. zufolge hat das gestrige Unwetter zahlreiche Unglüdsfälle im Gefolge Der Rittmeister lag auf der Erde. Ich war kaum eine Minute an Der Tischlermeister als versicherter Arbeiter des Forst: gehabt. Bei Middersdorf wurde eine auf dem Felde beschäftigte der Reitbahn. Alsdann lief ich eiligst nach dem Stall, um allen fiskus. Der Schreiner Wittersheim hatte vom Fiskus Holz Frau vom Blizz erschlagen, und ein in der Nähe fich Sergeanten und Unteroffizieren das Geschehene mitzuteilen. Als ich gekauft. Als er dies persönlich aus dem Waldschlage nach dem aufhaltendes Mädchen schwer verbrannt. Unweit Weffeling wurde aus der Reitbahn kam, stand der Karabiner noch da. Ich habe ihn etwa zwei Meter entfernten, durch den Distrikt führenden Holz- ein Radfahrer durch einen Blitzschlag gelähmt, dasselbe Schicksal sofort abgegeben. abfuhrweg schaffen wollte, schlug ihm ein Reifig in das Auge, so ereilte einen Radfahrer bei Remagen, der später regungslos Der Zeuge Dragoner- Wachtmeister Melzer bekundet: Ich daß er in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkt wurde. Wittersheim, aufgefunden und ins Hospital gebracht wurde. Bei Linz wurde habe vor etwa 3 Wochen Sto bed gefragt, ob die Leute, die er der in einer ländlichen Gemeinde lebt und neben der Schreinerei auf weiten Strecken die Feldfrucht total vernichtet. Auch das am Guckloch gesehen habe, Unteroffiziermäntel oder Unteroffizier auch etwas Landwirtschaft treibt, verlangte von der landwirtschaft Nahe-, Münster- und Appelthal wurden vom Unwetter start heimmügen getragen hätten. Er verneinte beides.- Präsident: lichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, wurde aber mit gesucht. Das in starken Strömen von den Bergen herabſtürzende Wo haben Sie Stobed gefragt? Beuge: Im Stall. seinem Anspruch abgewiesen. Auch das Schiedsgericht erkannte zu Waffer entwurzelte und zerbrach die stärksten Bäume. Das ganze Stobed hat gerade Pferde beschlagen. Staatsfeinen Ungunften, weil ein landwirtschaftlicher Betriebsunfall auf keinen lengthal ist verwüstet. Die Landstraßen mußten gesperrt und auf anwalt: Er hörte dann vielleicht nicht aufmerksam zu? Fall vorläge. Es fehle der Zusammenhang mit der Landwirtschaft, denn dem Bahnhof Ratenhausen der Eisenbahnverkehr eingestellt werden. - Präs.: Wer war dabei, als Sie der Kläger habe selbst erklärt, daß er das Holz zum Kochen von Beuge: Ich glaube doch. die Frage stellten?- 8euge: Unteroffizier Griegat. Speisen und Getränken für die Haushaltung, sowie zum Heizen der Berlin, 1. Juni.( W. T. B.) Die Enthüllung des Bismarc Letterer bemerkt auf Befragen: er könne sich nicht mehr erinnern. Stube im Winter habe benutzen wollen. Der Kläger legte Refurs Präs: Skobed, hat der Wachtmeister Sie befragt? ein und das Reichs- Versicherungsamt dehnte die Klage auf Dentmals ist nunmehr auf Sonntag, den 16. Juni, festgesetzt Beuge Stobed: Das weiß ich nicht mehr. Präs.: Sie den Forstfistus aus. Der Fistus lehnte ebenfalls jede Verpflichtung ab und sollen verneint haben, Varzin, 1. Juni.( W. T. B.) Unter den Beileidskundgebungen, daß die Leute am Guckloch Unter- machte geltend, W. fönne für die Zeit seiner Thätigkeit im Walde offizier Müzen und Unteroffizier Mäntel getragen haben? nicht als forstwirtschaftlicher Arbeiter" angesehen werden, weil die anläßlich des Ablebens des Grafen Wilhelm Bismard hier Stobed: Jawohl. Präs.: Sie behaupten doch, die Leute er die Schreinerei selbständig betreibe und Arbeiten im Tage- eingegangen sind, befinden sich auch solche vom Kaiser und der hätten Unteroffiziersmäntel und Unteroffiziersniützen getragen? lohn nicht leiste. Als Unternehmer sei er nicht im forst- Kaijerin. Stobec: Ich erinnere mich nicht mehr, was der Herr Wachtmeister wirtschaftlichen Betriebe beschäftigt. Das Reichs- Versicherungsamt Aachen, 1. Juni.( W. T. B.) In dem Prozeß gegen mehrere fragte. Ich weiß aber, sie hatten steife Mützen. Präs.( zu wies die Stlage gegen die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft ab imd hiesige Einwohner wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde heute Melzer): Wer veranlaßte Sie, Sto bed zu fragen? Beuge verurteilte den beigeladenen Forstfiskus mit nach zweitägiger Verhandlung von der hiesigen Straffanimer das Melzer: Ein menschliches Juteresse.- Präs.: Haben Sie Jemand folgender Begründung: Die Eigenschaft einer Person als Urteil gefällt. Die Ehefrau Dahmen wurde wegen Kuppelei und das Gespräch erzählt?-Zenge Wachtmeister Melzer: Jawohl, mehreren Unternehmer eines Betriebs schließe deren Eigenschaft als Berleitung minderjähriger Kinder zur Unzucht zu 15 Monaten GePräs.: Und Sie, Stobec, Arbeiter in einem andern Leuten und auch meiner Frau. Betriebe nicht unbedingt aus. fängnis verurteilt. Die übrigen Angeklagten erhielten Gefängniserinnern fich des Gesprächs mit dem Wachtmeister nicht mehr? Die Landwirtschaft des Klägers scheide wegen ihres geringen strafen von 6 bis 9 Monaten unter Anrechnung der UntersuchungsStobed: Nein. Umfangs von vornherein aus. Und als selbständiger Schreiner haft. Der Staatsanwalt hatte gegen Frau Dahmen drei Jahre Alsdann werden einige Unteroffiziere über das Alibi des habe er Bienenhäuser, geringwertige Möbel und landwirt Buchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre, δας Beuge Sergeant Bocus: fchaftliche Geräte angefertigt, vernommen. Angeklagten idel erforderliche gegen die übrigen Angeklagten Gefängnisstrafen von sechs bis achtSidel ist gegen 41/2 Uhr in den Stall gekommen. Die Holz zum Teil kaufte, zum Teil den Bestellern ge- zehn Monaten beantragt. Lampen waren jedenfalls noch nicht angesteckt. Ich weiß nicht, ob liefert erhielt. Nach seinen gesamten wirtschaftlichen und Frau Dahmen wurde außerdem wegen Entführung eines minderHickel den Befehl erteilt hat, die Lanipen anzustecken. Ich habe persönlichen Verhältnissen stehe der Kläger den Unselbständigen jährigen Mädchens zum Zwecke der Verleitung zur Unzucht vor das mich mit i del unterhalten und bin einige Minuten vor 5 Uhr näher wie den Selbständigen. Trotz seiner Eigenschaft als Tischler Schwurgericht verwiesen. aus dem Stall gegangen. Präsident: Sidel behauptet, Sie meister müsse angenommen werden, daß W., als er das getaufte hätten auf die Uhr gesehen und gesagt:„ Es ist 43/4 Uhr."-Beuge Holz aus dem Walde nach dem Abfuhrwege schaffte, Arbeiter im BeBocus: Das ist nicht wahr. Präsident: Sie sollen gefagt triebe des Forstfiskus gewesen sei. Für die fragliche Zeit sei er in haben:„ Wenn ich nur nicht in Verdacht komme, da ich um 43/4 Uhr diesen Betrieb übergetreten gewesen. aus dem Stall Beuge: Das habe ich gegangen bin." nicht gefagt. ickel versucht nun flar zu machen, daß sich Auch eine beharrliche Arbeitsverweigerung. Der Haus Brüssel, 1. Juni.( W. T. B.) In dem Gesesvorschlag des die Refruten geirrt haben müßten. Er habe zu der Zeit, als der diener P., der bei der Firma Ruben beschäftigt war, hatte sich Staatsministers Beernaert betreffend Annexion des Kongoftaate Schuß erfolgte, nicht am Guckloch stehen können. Si el bemerkt geweigert, Waren auf einem Wagen fortzuschaffen, weil ihm der durch Belgien ist die Frist, nach welcher das Gesetz in Kraft treten ferner auf Befragen: Als Domning die Hiobspost brachte und Wagen dazu ungeeignet erschien. P. wurde deshalb von dem Ruben selber wollte foll, auf zwei Jahre und nicht, wie zuerst gemeldet, auf ein Jahr ich nach der Reitbahn tam, da sagte ein Mann:" Da liegt das Kassierer des Herrn Ruben entlassen. für den Fall weiter beschäftigen, daß Hierauf wird die Oeffentlichkeit wieder einige ihn er sich bei festgesetzt. Kanea, 1. Juni.( W. T. B.) In der Deputiertenkammer Minuten ausgeschlossen. Nach der Wiedereröffnung werden dem Kassierer entschuldige, was P. ablehnte. Die Kammer VII des einige Soldaten über die Zeit des Ansteckens der Lampen im Gewerbegerichts unter dem Vorfiz des Dr. Gerth wies den von P. brachte Michlidakis, Deputierter für Kandia, einen von allen christRekrutenstall Danach wird die Oeffentlichkeit wegen unberechtigter plöglicher Entlaffung geltend gemachten Entlichen Deputierten unterzeichneten Antrag ein, in welchem den wiederum ausgeschlossen. Nach Wiederherstellung der Oeffent- fchädigungsanspruch als nubegründet zurück, indem sie annahm, der Mächten Dank für die Befreiung Kretas von der türkischen Herrschaft lichkeit teilt der Vorsitzende Major v. d. Gröben mit, daß Kläger habe sich durch die dreimalige Weigerung, den fraglichen ausgesprochen und um Einverleibung in Griechenland gebeten Die muselmanischen Deputierten erhoben lebhaften Widerzunächst eine Pause von einer Stunde eintrete. Alsdann finde eine Wagen zum Fortschaffen der Waren zu benugen, einer beharrlichen wird. eingehende Lokalbesichtigung statt, die auch eine Stunde Berteigerung der ihm aus dem Arbeitsverhältnis obliegenden Verspruch, so daß der Alterspräsident die Sißung aufheben mußte. dauere. Der Wiederbeginn der Verhandlung sei deshalb auf 5 1hr pflichtungen schuldig gemacht. Washington, 1. Juni.( W. T. B.) Die tubanische Konvention nahm die tubanische Verfassung an, wie sie in Washington gefestgesetzt. Von der Besichtigung der königliche Gebäude sei das Die überschrittene Vollmacht. Ein interessanter Rechtsstreit nehmigt worden ist, doch hat sie derselben Erklärungen verschiedener Publitum ausgeschlossen. Als die Sigung um 5½ Uhr wieder eröffnet wird, erscheint beschäftigte die Kammer VIII des Gewerbegerichts. Der Inhaber Artikel, die angeblich vom Sekretär des Kriegs Root abgegeben Kriminalkommissarius von Bäckmann- Berlin als Zeuge. Der- der Buchdruckfirma Ba ensch, Herr Thiede, hatte von dem früheren sein sollen, beigefügt. Das Kabinett hat sich dahin ausgesprochen, selbe sagt aus: Als ich von Berlin nach Gumbinnen fam, waren Inhaber des Betriebs auch den Korrektor F. mit übernommen. daß diese Annahme der Verfassung nicht die von den Vereinigten Marten und Sto bed bereits verhaftet. Ich habe aus den Aften er- In der Meinung, mit F. sei, wie mit dem übrigen Personal, die Staaten verlangte sei und hat beschlossen, diese Entscheidung der sehen, daß gegen Marten ein erheblicher Verdacht vorlag. Er ist auf Kündigungsfrist durch einen gedruckten, im fraglichen Geschäft stets Stonvention mitzuteilen. A vernommen. " er wozu von worden. London, 1. Juni.( W. T. B.) Eine Shanghaier Depesche des " Standard" besagt: Aus der Provinz Ngan- hwei wird berichtet, daß in der ganzen Provinz starke Erregung bemerkbar sei, weniger indeß aus politischen Gründen, als infolge des Auftretens von Heu schreckenschwärmen, welche die Ernten rasch vernichten. Berantwortl. Rebacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von War Wading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 126. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Juni 1901. Die ,, Neue Zeit" fett ihre Angriffe gegen die Haltung des Borwärts" in den französischen Parteiangelegenheiten fort. Da es uns leider nicht gelungen ist, durch unsre erste kurze Abwehrbemerkung unsre wissenschaftliche Revue zu überzeugen und um jede Legendenbildung zu verhindern, find wir nunmehr genötigt, Punkt für Punkt gründlich und endgültig die ebenso verlegenden wie falschen Behauptungen der Neuen Zeit" zu widerlegen. " weil ja eventuellen Ministerschaft keinen Nachteil sah, wenn er jede die persönlichen Vorwürfe gegen Millerand anbetrifft, so erklärte in Verbindung mit der Partei löste. In der That, warum Lyon Briand, der gegen die Ministerschaft M.s und auch gegen auch? Millerand dürfte tein schlechterer Weiniſter ſein als irgend dessen Streitgefeß ist, dennoch nachdrücklich, daß er M. für einen ein bürgerlicher Politiker; nicht daß Millerand Minister ist, sondern daß durchaus ehrlichen Mann halte. es Parteigenossen giebt, die erklären, er sei als Socialist Wie steht es nun mit dem Vorwurf geflissentlichen Verschweigens? Minister, die also die Partei mit der Verantwortung für seine Richtig ist allerdings, daß wir es nicht für unsre Aufgabe erachteten, und seines Ministeriums Schritte belasten, das ist das Erbitternde die deutschen Parteigenossen mit allen Einzelheiten der Parteistreitig und Kompromittierende der heutigen Situation. feiten unfrer französischen Genossen bekannt zu machen. " " Tintalad zu Gunsten ergibt der man in " " Wie tommentiert aber der Vorwärts" den betreffenden Bassus Um sie in dieser Beziehung auf dem Laufenden zu erhalten, der Vaillantschen Erklärung? Er verschweigt den Saz Vaillants: hätte es einer stehenden Rubrik bedurft, angefüllt täglich 1. Die Neue Beit" wiederholt zunächst die Behauptung, daß Die Mehrzahl war seit langem überzeugt, daß Millerand auf mit den unangenehmsten, gehässigsten Details, die bei der Gärung, wir tendenziöserweise die Erklärung Baillants, die sich gegen den eine Gelegenheit lauerte, in ein Ministerium einzutreten", und in der sich die Bewegung in Frankreich schon seit lange vor Eintritt Artikel Vollmars in den" Socialistischen Monatsheften" richtete, nicht sagt:„ Mit der Möglichkeit eines socialistischen Ministers Millerands ins Ministerium befindet, wohl erklärlich find. abgedruckt hätten, dagegen sofort den gegen Vaillant sich wendenden hat man in den französischen Parteitreisen schon lange ge Wir haben uns z. B. bemüht, über einen so schlimmen Vorgang, Artikel Jaurès. Uns ist dieser Vorwurf völlig unklar. Höchstens rechnet, ohne die Notwendigkeit einer principiellen wie jenen, daß in Calais Guesdisten Streitbrecherdienste leisteteit, hätte uns die Neue Zeit" deshalb tadeln können, daß wir es unter- Stellungnahme empfunden zu haben." nur das Unumgängliche mitzuteilen, ohne den Fall auszuschlachten". ließen, die Darlegungen Vollmars zu bringen, die doch für deutsche Aus der Thatsache, daß man schon lange ahnte, Millerand Der Vorwärts" erzielte in diesen Fragen auf sehr einfache Weise Leser zum erstenmal mitteilten, daß man in französischen Partei- strebe nach einem Ministerposten, und annahm, er sei im stande, volle Objektivität, indem er möglichst wenig von den Zwiftigkeiten freisen von dem Eintritt Millerands vorher unterrichtet war. Es ist im zu diesem Behufe seine Verbindung mit der Partei zu lösen, wird meldete. Wir fühlen uns nicht berufen, uns als Hüter der„ Neuen höchsten Grade auffällig, daß die„ Neue Zeit", die alles an unfrer im Vorwärts" die Thatsache, unsre Partei habe schon lange Beit" aufzuspielen und können uns deshalb die Untersuchung ersparen, Stellung zur französischen Parteibewegung zu tadeln hat, die einzige mit der Möglichkeit gerechnet, in einem bürgerlichen Ministerium ob sie denn nach der einen und der andern Seite volle aufklärende Unterlassung nicht rügt, die man uns mit einigem Recht zum Vor- bertreten zu sein, und gar nichts Besonderes dabei gefunden. Und und informierende Gerechtigkeit geübt hat. wurf machen könnte; daß sie dagegen sich über die Selbstverständlichkeit das soll eine getreue Wiedergabe der Duplik sein! Da ist es zu den für uns belanglosen persönlichen Anekdoten gehören auch aufhält, daß wir Vaillants Antwort nicht wiedergaben natürlich kein Kunststück, die Haltung Baillants widerspruchsvoll die von der Neuen Zeit" mit besonderer Freude ans Licht gezogenen die Bollmarschen Ausführungen, auf die sie sich bezog, im Vorwärts" erscheinen zu lassen." Enthüllungen" Poincarrés, die wieder darthun sollen, daß Millerand nicht zur Kenntnis gelangten. Wir gestehen, wir haben ein ernstes Abgesehen von der das Urteil oder doch das Sprachempfinden ein Streber sei, der sich schon bei früherer Gelegenheit als Minister Anrecht auf diesen Tadel, den die Neue Zeit" unglücklicherweise des Kollegen in der„ Nenen Zeit" eigen charakterisierenden angeboten habe. Außerdem haben Jaurès und Viviani, deren Lauterunterlassen hat, und wir hätten gegen diesen Zadel vielleicht wenig Meinung, es sei schonend" und keine verlegende Form, wenn man feit die„ Neue Zeit" boch anerkennt, auch diese Anekdote so sehr Begründetes eintenden tönnen, selbst wenn unser wissenschaft einem Genossen vorwirft, er„ Taure" auf den Ministerposten, sei also reduziert, daß fie vollends zu einen lächerlichen Nichts geworden ist. liches Centralorgan seiner Gewohnheit gemäß an diesen Vor ein Streber schlimmster Art, untersuchen wir, wer eine klare Dar- Wie wir von den inneren Streitereien so gut wie nichts mitwurf die Bemerfung geknüpft haben würde: Der Vorwärts" stellung falsch wiedergiebt. Denk Saß, daß man in socialistischen geteilt haben, so wahrheitswidrig ist die Behauptung, daß wir gleichverschweige eben alles, was Millerands Kreisen Millerand schon längst für einen Streber gehalten, der jam als ein Organ der Ministerschaft Millerands aufgetreten wäreir, spreche. Da die Neue Beit" us wegen des Nichtabdrucks auf einen Ministerposten I auerte, hatten wir allerdings mit das nach offiziöser Manier alles ungünstige verschwiegen habe: der bemerkenswerten Vollmarschen Betrachtungen zum Fall Millerand vollem Vorbedacht verschwiegen. Diese schwerste Beleidigung eines Man wird im Vorwärts" fein Wort zu Gunsten der Fortnicht angreift, brauchen wir uns auch nicht zu entschuldigen. Genossen mag ja bei einem direkt Beteiligten schließlich erklärlich daner der Ministerschaft Millerands finden, dagegen eine Anders stand es einige Monate später mit Jaurès Artikel! und verzeihlich sein; ihn in unsre Spalten beweislos zu übertragen, Reihe schärffter Angriffe gegen das Ministerium. Diefer enthielt im Wortlaut jenen Brief Baillants an Millerand, den wäre unverantwortlich gewesen. Wir halten es überhaupt weder Was wir allein gethan haben, ist, daß wir pflichtgemäß alle er unmittelbar nach dessen Eintritt ins Ministerium geschrieben hatte für nüßlich noch für notwendig, principielle oder taktische Fragen zu focialreformierischen Versuche des Ministeriums forgfältig zur Kennt und an diesem dokumentarischen Beweisstü de glaubten persönlichen zu erniedrigen. Es ist uns ganz gleichgültig, ob nis unfrer Leser gebracht haben. Und wenn die Neue Zeit" daraus wir nicht vorübergehen zu dürfen. Es ist nun aufklärend, die drei Millerand ein Streber ist oder nicht, wir kennen ihn nicht den verwirrten Eindruck gewonnen hat, daß der„ Vorwärts" zu Versionen über die Verhandlungen der Kammerfrattion in Sachen und wissen nicht, wie es in seiner Seele aussieht. Auch unsre Gunsten Millerands rede, so müssen doch diese Socialreformen auch des Eintritts Millerands wiederzugeben, die Vollmar auf Grund Guesdiftischen Freunde in Frankreich sind fürzlich entschieden für die Neue Zeit" nicht so schlecht sein, wie fie glauben machen Jaurèsscher Informationen, die Vaillant in seiner Antwort giebt, gegen solche persönliche Stampfesweise aufgetreten. Nachdem die möchte. Daß die Socialreformen mit dem eigentlichen Socialismus und die drittens Vaillants Brief enthüllt. Petite République" die schwersten Anklagen gegen Edwards, den nichts zu thun haben, ist selbstverständlich. Dennoch ist in DeutschNachdem das erste Angebot an Millerand erfolgt war, wurde Schwager Walded- Rousseaus und finanziellen Wäcenas der anti- land ein großer, wenn nicht der größte Teil der parlamentarischen die Kammerfraktion berufen. Nicht ein einziger der socialistischen ministeriellen socialistischen Schriftsteller erhoben hatte, versprach und agitatorischen Arbeit solchen Aufgaben getvidmet. Stets tvar es Abgeordneten" schreibt Vollmar riet Millerand, daß er Edwards eine Antwort; die Redacteure des Guesdistischen, von unsre Pragis, durch die Anführung ausländischer socialablehnen möge. Vaillant und dessen Freund Sembat drückten Edwards unterhaltenen" Petit Sou" aber setzten es durch, daß politischer Fortschritte unsre Regierung und die herrschenden Millerand ihre volle Sympathie aus und erklärten ihm, daß sie ihm Edwards schwieg, um alles Persönliche aus dem Kampf der selassen vorwärts zu drängen. Sollten wir plöglich auf von ganzem Herzen in den neuen Kampf folgen würden; indessen Meinungen zu entfernen. Wir brauchen in Deutschland wahrhaftig das wirksame Mittel verzichten, weil zufällig diese Re hielten sie es im Partei- Intereffe für beffer, daß ein offizieller Be nicht persönlicher zu sein als unsre Genossen in Frankreich. formen von einem schluß in dieser Sache nicht gefaßt werde". Socialisten eingeführt wurden? Wir haben es nie begriffen, wie französische Parteigenossen den binnen wenigen Jahren für die Mehrzahl der französischen Arbeiter schrittweise zur Durchführung gelangenden gesetzlichen Behnstundentag " Ich habe an mehr als einer Unterredung teilgenommen, wo als ein schändliches Verbrechen bezeichnen konnten. Es war seit dem Anschluß Millerands an die socialistische Partei diese uns unverständlich, wie man das Streitgefeß, das doch in allem Möglichkeit( des Eintritts M. ins Ministerium) diskutiert wurde, Grundsäglichen auf einem Antrag Guesdes beruht, unter völlig und der Schluß war stets derselbe: Möge er doch eintreten", manchesterlichen, individualistischen, antidemokratischen Argumenten sagten alle, wir sehen darin keinen Nachteil, vorausgesetzt, daß principiell verwerfen fonnte. Gegen den Entwurf des franzö er es auf feine eigne Rechnung und Gefahr thut, jede Berbindung jischen Arbeiterpensionsgefeßes, der in den meisten Punkten erheblich mit der Partei löst und dieselbe weder hineinmischt noch tom beffer ist als das deutsche Invaliditäts- und Altersversicherungspromittiert. In diesem Sinne, indem ich dabei stets jenen Vor- gefeß, auch in feiner neuen Gestalt, wüten in Frankreich Unternehmerbehalt machte und forderte, der die Partei vor jeder Teilnahme tum und Antiministerielle" gleichermaßen, und zwar mit Beweisund Bloßstellung schütte, habe ich denn auch nichts in der gründen, die unsre deutschen Genossen gar nicht verstehen würden. Fraktion gesagt, was nicht freundschaftlich für Millerands Person Endlich müssen unsre deutschen Arbeiter, die mit Zuchthausvorlagen, polizeilichen und gerichtlichen Chikanen aller Art zu ringen Wir fuhren dann fort:„ Mit der Möglichkeit eines focia haben, mit wahrem Neid die Förderung beobachten, liftischen Ministers hat man übrigens in den französischen französischen Gewerkschaften seitens des Handelsministers zu teil ers die ben Parteitreisen schon lange gerechnet, ohne die Notwendigkeit wird. einer principiellen Stellungnahme empfunden Koalitionsfreiheit gesichert. Darüber schreibt ein bekannter fran Auch den Staatsarbeitern und Angestellten ist die volle zu haben." zöfifcher Parteigenosse soeben in der Wiener Wage"( vom 3. Juni 1901): Vor allem haben die Jahre 1899 und 1900 große Fortschritte der Arbeitersyndikate zu verzeichnen. Die industrielle Profperität war eine allgemeine. Zu diesem wirts schaftlichen Grunde für den Aufschwung der Syndikate kam ein politischer; ein socialistischer Minister, Milleraud, hat die Arbeiter mächtig durch seinen amtlichen Einfluß zur Schaffung von Gewerkschaften angefeuert. Die ganze Reihe gesetzlicher Maßregeln, die er ergriffen hat, die meisten von ihm vorgelegten Gesetzesprojekte, fie alle fordern förmlich zur Gründung nener Syndikate heraus." Der Gues distische Abgeordnete Cadénat wünschte, da alle Abgeordneten individuell der Annahme des Angebots günstig geftimmt feien, auch durch einen gemeinsamen Beschluß dieser Stimmung Ausdruck zu geben. Vaillant und Sembat blieben dabei, daß es wegen des Mangels einer organischen Einheit der Partei besser sei, keinen Beschluß zu fassen, wiederholten jedoch, daß sie Millerand auf das wohlwollendste unterstügen würden." " würde, zu erklären, Millerand könne durch seinen Eintritt in die Regierung die Partei weder vertreten noch verpflichten, sondern daß wir obendrein mit aller Macht gegen einen Aft protestieren müßten, durch den sich ein Socialist zum Kollegen des Kommuneschlächters machte." Die Meinung Vaillants ging auch ohne die von der„ Neuen Beit" gewünschte Wiedergabe der Beleidigung Millerands klar und forrekt aus dem hervor, was wir citierten: war." " Nach Vollmar hatte also Vaillant so wenig Principielles gegen den„ Ministerialismus" einzuwenden, daß er vielmehr wohlwollendste Unterſtügung verhieß. Nur wünschte er, daß die Partei als solche nicht die Berantwortung für die Ministerschaft zu übernehmen brauche. Zu einem die socialistische Krise in Frankreich erörteruden Artikel der„ Neuen Zeit"( Nr. 16 vom 19. Januar 1901) steuerte Vaillant als Entgegnung auf Vollmar seinerseits eine persönliche Information bei. Vaillant behauptet, er habe in jener Kammerfraktionsfigung das Angebot der Ministerschaft lediglich als eine Frage der Vergangenheit aufgefaßt und erklärt, wenn ähnliche Verhandlungen sich ausnahmsweise wiederholen und erfolgreich werden sollten, ich die Rammerfrattion wie die Partei zu einer Erklärung auffordern würde, um die Partei gänzlich von einem solchen indivi Der Kollege der„ Neuen Zeit" sucht den Anschein zu erwecken, duellen Aft loszulösen, da die Partei an der Centralgewalt der als ob wir diesen Satz als von Vaillant stammend ein Bourgeoisie, ani Ministerium, in feiner Weise teilnehmen könne." schmuggeln wollten, wiewohl in unsrem Artikel schon rein technisch Was hier Baillant als seine Haltung in der Sigung der ersichtlich war, was Vaillanische Ausführungen und was RedaktionsKammerfraktion bezeichnet, ist zwar auch feine principielle Ber- meinungen waren. Ferner vergißt die Neue Zeit" auch das iverfung der Ministerschaft, flingt aber immerhin unfreundlicher als für den Sinn notwendige Wort übrigens" zu citieren. Dies die Darstellung Vollmars. Baillant erzählt weiter, wie er am Tage war ihr im Wege, das hätte den Leser auf den Gedanken bringen nach dieser Sigung die Bildung des Kabinetts Walded- Rouffeau- müssen, daß wir uns in dem Fall gar nicht auf B.( wenigstens nicht Galliffet- Millerand vernommen habe;„ ich... schickte fofort an allein) stigen wollten und brauchten, sondern daß wir uns Millerand einen Rohrpostbrief, in dem ich ihn bat, unverzüglich das in dieser Beziehung auf andre Thatsachen berufen konnten. Gerücht zu dementieren, das ich für eine Verleumdung hielt, und Seitens der Neuen Zeit" wäre hier nur die Frage berechtigt in dem ich hinzufügte, daß, wäre es wahr, dadurch die von mir gewesen: Wie tommt der Vorwärts" zu einer solchen Feststellung? in der Fraktionssigung gesprochenen Worte ihre Gültigkeit ver- Dann hätten wir die verehrte Kollegin auf ihre Nr. 30 vom 27. April Tören. Ich verstand darunter, daß angesichts der Anwesenheit und Vorwärts" vom 24. April verweisen fönnen, wo in dem Ar Galliffets im Ministerium es nicht mehr genügen titel Jaurès', der auch den Brief Vaillants an Millerand im Wort laut enthält, überzeugend dargethan ist, daß niemand erstaunt, niemand überrascht war, daß weder von Parteiverrat" die Rede war, noch auch in der Zeit, wo die Thatsachen noch nicht vollendet, irgend etwas geschah, den Eintritt zu verhindern. Es ist auch festgestellt worden, daß Bourgeois, der vor Walded Rousse au den Eigentlich widersprachen sich Vaillants und Vollmars Ausführungen Versuch machte, ein Kabinett zu bilden, dem Präsidenten der Republik int wesentlichen überhaupt nicht, nur die„ Nuance" war verschieden. erklärt hatte, daß nach seiner Kenntnis der Situation Welche Nuancierung entsprach dem thatsächlichen Vorgang? Die Antwort die socialistische Partei bereit wäre, thätig und brachte die wortgetreue Veröffentlichung des Vaillantschen Rohrpostbriefs, direkt einzugreifen. Diese Erklärung war bekannt gemacht durch dessen schleunige Wiedergabe wir die Anerkennung der Neuen worden; niemand wendete sich dagegen. Zeit" verdient zu haben glauben. Die wichtigsten Säge in diesem Nebenbei spricht der Kollege in der„ Neuen Zeit" von unsrer" Briefe lauten: Man jagt, daß Sie an einer ministeriellen Kom- Partei in Frankreich. Wer ist unsre" Partei? So viel wir wissen, bination mit Galliffet teilnehmen werden, da durch würde das, find alle französischen Richtungen des Socialismus als gleich was gestern in der Fraktionssigung gesagt war, berechtigt auf dem internationalen Kongreß anerkannt worden, und feine Gültigkeit verlieren. Wenn es einen Namen giebt, es ist nicht erlaubt, die von der„ Neuen Zeit" bevorzugte Gruppe der nicht auftauchen darf, weil er für uns alle Verbrechen und die ganze als unsre" Partei zu reklamieren, zunial gerade diese in der Reaktion von Bersailles verkörpert, so ist es der Galliffets. Seine Ministerfrage nicht auf dem Standpunkt der von dem Pariser Kongreß Gegenwart im Ministerium wäre eine Herausforderung für uns, eine potierten Resolution Stautsky steht. Provokation, gegen die wir uns auflehnen müssen." Diese Säge des Rohrpostbriefs sind durchaus verständlich, wenn man Vollmars Darstellung als die wahrscheinlichste zu Grunde legt. Sie verlieren an Sinn, wenn man die von Vaillant gegebene Nuancierung als richtig annimmt, und sie werden finnlos, wenn man behauptet, Vaillant habe in der Fraktionsfigung fich principiell gegen die Ministerschaft ausgesprochen. Vaillant muß sich vielmehr der Möglich keit der Ministerschaft gegenüber durchaus freundlich verhalten haben; und erst als er von dem gleichzeitigen Eintritt Galliffets erfuhr, nahni er, der alte Kommunard, sehr begreiflicherweise feine sympathischen Aeußerungen zurück. Die Ministerschaft war danach für jeden, der un befangen zu urteilen fähig ist, in der Meinung Vaillants teine Principiensondern eine Personenfrage, die eigentlich zu Gunsten Millerands hätte von ihm entschieden werden müssen, als der Stein des Anstoßes, als Galliffet aus dem Ministerium beseitigt wurde. " 2. Nachdem der Vorwärts" einmal den Artikel Jaurès mit dem Rohrpostbrief Vaillants wiedergegeben hatte, war es notwendig, daß wir auch von der neuen Interpretation Kenntnis gaben, die Baillant seinem Rohrpostbrief angedeihen ließ. Die Neue Zeit", oder um in ihrer Sprache zu reden, der Kollege, der in ihr die französischen Partei- Angelegenheiten behandelt, behauptet, wir hätten diese Erklärungen nicht loyal wiedergegeben, und sie versucht jetzt einen Beweis ihrer schweren Beschuldigung, indem sie schreibt: 3. Sodann bezichtigt uns die Neue Beit", wir versuchten alles zu verschweigen, was gegen Millerand spräche: 〃 " Der Verfasser des Auffazes, dem die vorstehenden Zeilen entnommen sind, ist Genosse Hubert Lagardelle, der auf dem Lhoner Kongreß den Ausschluß Millerands forderte. Der Fall beweist, daß man sehr wohl principieller Gegner socialistischer Ministerschaft sein und doch den großen Nutzen anerkennen kann, den sie unter Um ständen für die Arbeiter hat. 4. Zum Schluß dieser uns aufgezwungenen langwierigen Abwehr noch eine Bemerkung. Die Neue Zeit" nennt es ein journa liftisches Mätzchen, daß wir beweislos von ihren Frrungen in der Behandlung der französischen Verhältnisse sprhchen. Wir bedauern, unfrer Kollegin nicht den Gefallen erweisen zu können, über eine vielleicht nicht ganz angenehme Thatsache durch eine geringschäßige Beschimpfung hinwegzukommen. Es ist schließlich eine Frage des Urteils, der genauesten Unterrichtung und der Zukunft, ob sie im allgemeinen die französischen Parteiverhältnisse falsch auffaßt; auch das mag dahin gestellt sein, ob sie den Fall Vaillant zutreffend erörtert hat. Eines ist jedenfalls nicht zu bestreiten: Das Schicksal der Resolution Kautsky war ein Spiel der Irrungen und Wirrungen. Damit nehmen wir von dieser für alle Teile umerquicklichen uns aufgenötigten Diskussion Abschied. And ma malanguga naituniz „ llebrigens liefert unser Stollege vont„ Vorwärts" in seiner Berliner Partei- Angelegenheiten. Bolemit gegen uns einen neuen Beiveis davon, wie sehr er bestrebt ist, alles, was gegen Millerand spricht, den Lesern unfres Central- Schulstr. 29, öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Sechster Wahlkreis. Dienstag, abends 81/2 Uhr, bei Gleinert, organs vorzuenthalten. Er polemisiert gegen unsere Notiz, unter Tagesordnung: Die Thätigkeit der Socialdemo läßt es aber, ihren Titel zu nennen, sicher ein höchft ungewöhntratie im Roten Hause". Referent Stadtv. Augustin. liches Verfahren, oder ihren Inhalt auch nur im entferntesten anzu- Diskussion. deuten. Aber freilich, der Titel unserer Notiz lautete:" Eine unerwartete Enthüllung zum Falle Milleraud", Gingegangene Gelder für das Liebknecht Denkmal vom 25. Mai und der Inhalt beleuchtete Millerands Strebertum in deutlicher bis 6. Juni 1901: Weise. Es geht doch nicht, die Lejer des Vorwärts" auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Und so schreibt unser Kollege ein fach:„ Die Neue Beit" fagt gelegentlich einer Erörterung über französische Angelegenheiten" 2c. " Dieses Verschweigen aller gegen Millerand sprechenden That fachen ist kein Zufall, wir beobachten es schon seit längerer Beit. Wer nur den Vorwärts" liest, hat keine Idee von der ge waltigen Strömung gegen Millerand, die sich in der französischen Arbeiterschaft regt. Alle dafür sprechenden Anzeichen werden im Vorwärts" entweder verschwiegen, oder verspätet und abgeschwächt gebracht." Was die gewaltige Strömung gegen Millerand So hatte Vaillant zum Beispiel in schonender() anlangt, von der die Kollegin zu berichten weiß, so läßt der Lhoner Form darauf hingewiesener gehört nicht zu jenen, die ver- Stongreß von solcher gewaltigen Strömung oder gar von einem legende formen lieben, daß man in socialistischen Streifen Umschwung zu Ungunsten Millerands nichts verspüren, eher das schon längst Millerand für einen Streber gehalten, der auf Gegenteil. Dort wurde mit überwältigender Mehrheit der Antrag einen Ministerposten lauerte, und daß man in seiner auf Ausschluß Millerands aus der Partei verworfen. Und was Formstecherit, Berlin 5,-. Maler und Scheuerfrau Löwefte. 3, außer Maschinenfabrik von Becker, Reinickendorf 7,-. Von den organisierten Bannwis 2,80. V.$. 20,-. Schneider der Firma W. Roßmann 9,-. Maler der Berliner Unions- Brauerei 1,-. Berichtigung. In voriger Quittung soll es nicht heißen: Hifons u. Co., sondern Kitow u. Co. sounded J. A.: J. Pfarr, Butligstr. 10. Lichtenberg Friedrichsberg. Die Parteigenossen werden dringend ersucht, am Montagabend 9 Uhr in ihrem Bezirkslokal zum Bahlabend zu erscheinen. 1. a. soll die mit einem Preise ausgezeichnete Broschüre: Die Tuberkulose als Volks. trantheit und deren Bekämpfung an die Mitglieder des Wahlvereins gratis zur Ausgabe gelangen. # " Am Dienstag, den 11. Juni, wird eine öffentliche Ver fammlung über die Mittel und Wege beraten, das gewvertfchaftliche Leben am Orte zu beleben. Lebhafte Agitation in den Fabriken und Werkstellen für den Besuch dieser Versammlung ist unbedingt zu entfalten. 1916 spaus " träten. = Das Boltsfest für Lichtenberg findet am Sonntag, den| Detektivbureaus gehörig warnten. Er selber warne ebenfalls die Eine städtische Untergrundbahn. Der Magistrat hat in 9. Juni, in der Seeterrasse statt.( Siehe Inserat in der heutigen Arbeitnehmer davor, zu solchen Bureaus zu gehen, wenn die feiner gestrigen Sigung einen für die weitere Ausgestaltung des Nummer.) Kautionen gefordert würden. Die Dummen würden leider immer Berliner Verkehrswesens wichtigen Beschluß gefaßt. Er hat 20000 m. Mariendorf- Tempelhof. Dienstag, abends 81/2 Uhr, noch nicht alle. bewilligt zur Herstellung eines Projekts für eine Unterpflasterfinder in Tempelhof, Germaniaſtraße, bei de l eine Vereins- entgegenginnend, Adel Es wäre gut, wenn das Gewerbegericht selber mit solchen bahn, die als" Nord- Südbahn", etwa an der Gerichtsstraße beversammlung des Socialdemokratischen Wahlbereins für Mariendorf öffentlichen Warnungen unsauberer Geschäftspraktiken entgegen- ginnend, mit einigen Abweichungen dem Zuge der Chauffee-, und Umgegend statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Frig Friedrich und Belle- Alliancestraße folgen soll, um an der Hornstraße Zubeil einen Vortrag über: Die Bedeutung der öffentlichen Aus der städtischen Waisenpflege. Der jetzt erschienene Be- borläufig zu enden. Die Ausführung der Pläne soll der Firma Volksbibliotheken und Lesehallen für die Arbeiterschaft" halten wird. richt der städtischen Waisenverwaltung über das Etatsjahr 1899/1900 Holzmann in Frankfurt a. M. übertragen werden, weil sie als ErSteglitz- Friedenau. Die Parteigenoffen werden ersucht, in der tam zum erstenmale feit längerer Zeit wieder über eine kleine Ver- bauerin des Spreetummels sich auf diesem Gebiete bereits bewährt hat. am Dienstag, abends 81/2 Uhr, bei Schellhase stattfindenden Verminderung des Umfangs der städtischen Waisen- Soldaten Selbstmord. Jm Tiergarten erschossen hat sich in ſammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins, in der Genoffe pflege der Stadt Berlin befindlichen Kinder hatte sich im Etats- giment. Der Mann war seit zwei Monaten zu Arbeitsleistungen in pflege berichten. Die Durchschnittszahl der in der Waisen- der Nacht zum Freitag der Füsilier Römer vom Kaiser Franz- NeTheob. Völcker Berlin über: Moral und Arbeiterbewegung" sprechen wird, zahlreich zu erscheinen. jahr 1898/99 auf 5082 gestellt, im Etatsjahr 1899/1900 war sie die Apotheke beim Garnisonlazarett II zu Tempelhof abkommandiert. 5073. Der Best and war am 1. April 1899 5637 Kinder ge- Dort erhielt er wegen Nachlässigkeit im Dienst fünf Tage Mittelwesen, am 1. April 1900 war er 5554. Der Bestand vom arrest, die er noch nicht verbüßt hatte. Die Folge war, daß der 1. April 1900( bezw. 1. April 1899) fegte sich zusammen aus 4891 Füfilier in seine Compagnie zurüdversetzt werden sollte. Römer ( 4997) verwaisten, verlassenen oder zeitweilig der elterlichen aber erklärte feinen Kameraden, daß er nicht dorthin zurückkehren Fürsorge entbehrenden Kindern, 526( 510) Zwangserziehungs- Kindern, werde. Am Donnerstagvormitte um 11 Uhr entfernte er sich heims 121( 114) andren verwahrloſten Kindern, 16( 16) erwerbsunfähigen lich aus dem Lazarett und ging nach Berlin. Hier kaufte er sich Aufnahmen ist in den letzten beiden Jahren fast gleich geblieben. der folgenden Nacht im Tiergarten durch einen Schuß ins Herz. Am ehemaligen Zöglingen der städtischen Waisenpflege. Die Zahl der von seiner Barschaft von 24 M. einen Revolver und tötete sich in Im Laufe des Jahrs 1899/1900( bezt. 1898/99) wurden 2397 Freitagmorgen fand man seine Leiche, die nach Tempelhof gebracht ( 2398) Kinder in die städtische Waisenpflege neu oder wieder auf- wurde. In seiner Geldbörse fanden sich noch 16 M. Römer diente genommen. Grund der Aufnahme war, wie immer, nur in der im zweiten Jahre und ist der Sohn einer Witwe. Minderzahl der Fälle, bei 340( 302) Rindern, eigentliche Ver Wilmersdorf. Mittwochabend 8/2 Uhr im Voltsgarten, Berlinerstr. 40, Bersammlung des socialdemokratischen Vereins. Bericht der Abrechnungs- Kommission. Ersa zwahl des Vorstandes. Köpenick. Mittwoch ist die Fortsetzung der am 21. Mai in Hotel Klein aufgelösten Versammlung. Pünktliches Erscheinen ist notwendig. erklären." " " Tokales. ,, Hurrrabrüllanten." " 71( 71) Witwe. waisung. Bei 469( 520) der aufgenommenen Kinder waren die Einen traurigen Tod hat gestern der Arbeiter Büde geDie freisinnige Berliner Zeitung" jammert darüber, Eltern nur frant, bei 101( 106) in Haft, bei 151( 242) war die funden, der in der Beuthstraße beim Abladen von Thonröhren be daß am Freitag unendliche Scharen unsrer lieben Mitbürger und Mutter in Dienst, bei 55( 70) waren die Eltern außerhalb Berlins, schäftigt war. Am Nachmittag fiel eine der schweren Röhren ihm so Mitbürgerinnen" bei der Parade wie bei der Ankunft der bei 425( 484) unbekannt abwesend, 20( 22) Kinder waren Findlinge. unglücklich auf den Arm, daß die Muskeln völlig aufgeschnitten Königin der Niederlande sich nicht genug thun konnten in 200( 93) Kinder wurden wegen Obdachlosigkeit, 487( 360) lediglich war enorm, und als Bücke eine Stunde im Krankenhause Bethanien wurden und das Fleisch in Fezen zur Seite hing. Der Blutverlust „ Tücherschwenken, Hurrarufen und endlosem Jubel". Sie bezeichnet wurden als Verwahrlofte in städtische Erziehung genommen, 78( 128) erfolgten Hilfeleistung gebracht hatte, starb er an der durch den wegen Armut der Eltern der Waisenpflege überwiesen. war, wohin man ihn nach der ersten, durch den Arzt Dr. Bollnow diese Leute verächtlich als hurrabrillanten" und wirft die fielen der Waisenpflege anheim, weil den Eltern das Erziehungs Blutverlust erlittenen Entkräftung. Der Berunglückte hinterläßt eine spöttische Frage auf, warum sie wohl jeden gefürsteten Gast recht gerichtlich abgesprochen war. Beachtung verdient besonders des taiserlichen hofes, wer er auch sei, mit ihrem die starke Vermehrung der Kinder, die wegen Obdachlosigkeit Hurra begrüßen." Entweder eine maßlose Heuchelei oder ins Waisenhaus tamen; ihre Zahl stieg auf mehr als das Der Geheimfekretär Meder, der bekanntlich wegen Ver eine byzantinische Markt- und Kraftlosigkeit könne diese Fürsten- Doppelte. Auch daß die Fälle, in denen lediglich wegen Armut untreuung von Ministerialgeldern in Haft genommen worden ist und bejubelung um jeden Preis, diese Hurrafreude unter allen Umständen der Eltern die Waisenverwaltung helfend eingreifen mußte, sich auf Antrag seiner Angehörigen auf seinen Geisteszustand untersucht bedeutend vermehrt haben, giebt zu denken. wurde, ist jetzt wieder nach dem Untersuchungsgefängnis übergeführt, Eine der merkwürdigsten Erscheinungen in der städtischen Waisen- nachdem die ärztliche Beobachtung ergeben hat, daß Meder wohl Das flingt foloffal forsch, nicht wahr? Leider hat aber der pflege Berlins ist die fortgesezte Zunahme der Zahl start nervös, aber sonst geistig zurechnungsfähig und für seine HandLeitartikler der Berl. 8tg." unterlassen, darauf hinzuweisen, daß der Säuglinge unter den aufgenommenen Kindern. Im lung verantwortlich zu machen ist. sich auch freisinnige Stadtverordnete unter den Jahre 1899/1900( beztv. 1898/99) waren unter 2397( 2398) auf- Die Briefformate. Aus der Sigung der Weltesten der Kauf" Hurrabrüllanten" befunden haben, und zwar nicht genommenen Kindern 761( 684) Säuglinge, d. h. 313/4( 281/2) Pro3. mannschaft von Berlin vom 31. Mai ist folgendes zu berichten: bloß sogenannte„ Freifinnige", sondern auch Vertreter des an- In den letzten zehn Jahren stieg, unter einigen Schwankungen, 1. Der Staatssekretär des Reichspostamts hat die Aeltesten ersucht, geblich entschiedeneren" Freisinns. Eine am Donnerstag die Gesamtzahl der aufgenommenen Kinder von 2025 auf 2397, die im Jnteresse der beschleunigten Abfertigung des Briefverkehrs die durch die bürgerlichen Blätter gegangene Notiz wußte zu melden, 313/4 Proz. aller Aufnahmen. Dabei ist die Zahl der Geburten in Bezug auf die Briefumschläge aufmerksam zu machen: 1. Ber durch die bürgerlichen Blätter gegangene Notiz wußte zu melden, der Säuglinge von 349 auf 761, d. h. von 17 Proz. auf geschäftlichen Streise auf folgende Wünsche der Postverwaltung in daß selbst Herr Kreitling, der Vorsitzender der" Neuen Berlin gegenwärtig fast um nichts höher als vor 10 Jahren. Hat minderung der Zahl der Briefformate und namentlich Beseitigung der in Seriefumschläge zu 1. BerFraktion der Linken" ist, zur Begrüßung am Brandenburger die Neigung der ärmeren Bevölkerung, gerade die Säuglinge der ganz fleinen Formate; möglichst allgemeine Verwendung von UmThor mitantreten werde. Waisenpflege zu überlassen, so sehr zugenommen? Oder ist die Beschlägen in Quartformat für Geschäftsbriefe; 2. Vordruck von MarkenHerr Kreitling, unter dessen Fraktionskollegen fich awei Mitreitwilligkeit der der Waisenverwaltung. solche Säuglinge zu felbern auf den Umschlägen; 3. Beschränkung des Firmenauforuds glieder der Redaktion bezw. des Verlags der Berliner Zeitung" be- übernehmen, heute um fo viel größer als früher? auf die obere linke Ecke oder die linke Seite des Umschlags. 4. Borfinden, wird auch in der Lage sein, die von der„ Berliner Beitung" Die Erfolge der Säuglingspflege sind in der Berliner brud eines starten Strichs für den Bestimmungsort unten rechts. aufgeworfene Frage zu beantworten, warum die Hurraaisenpflege bekanntlich sehr ungünstig, Auf der Säuglings- Die Aeltesten erkannten die angeführten posttechnischen Gründe für brüllanten" die Gäste des taiserlichen Hofes fo station, die im Waisendepot besteht, ist die Sterblichkeit eine derartige Behandlung der Couverts als zutreffend an und be brüllanten" die Gäste des taiserlichen Hofes o freudig begrüßen. Als am 19. April 1900 die Berliner Stadt- niemals gering gewesen, im Jahre 1899/1900 hat sie aber in zeichneten auch die Berücksichtigung dieser Wünsche als mit den gefreudig begrüßen. Als am 19. April 1900 die Berliner Stadt- einer Weise zugenommen, die völlig ohne Bei- schäftlichen Interessen leicht vereinbar. Die Begründung der Wünsche verordneten- Versammlung die Mittel für die Bewillkommnung desKaiserspiel dasteht. Man weiß wirklich nicht, was man davon denken sowie ein Mustercouvert im Format von 12 x 15 Centimeter von Oestreich zu bewilligen hatte, da gab die„ Neue Fraktion der Linken" soll, wenn man sieht, daß im Waisendepot von 1898/99 zu 1899/1900 Tezteres besonders auch für Couvertfabrikanten von Interesse durch Herrn Kreitling die offizielle Erklärung ab, daß sie diesen Aft die Säuglingssterblichkeit von 75 Fällen auf 226 gestiegen ist. Das im Sekretariat der Korporation, Neue Friedrichstr. 51/52, während find durchaus nicht als einen byzantinischen auffasse, sondern lediglich ist eine Steigerung auf das Dreifache! Der Bericht der üblichen Geschäftsstunden einzusehen. als einen Aft der Höflichkeit gegenüber einem befreundeten pro 1898/99 hatte auf den ungewöhnlich großen Bugang an Fürsten". Die bürgerlichen Fraktionen der Stadtverordneten überaus elenden, schwächlichen, franken Säuglingen" hingewiesen. Eine Automatenftener in Sicht? Ueber die Anzahl der in Versammlung, die Neue Linke" mit eingeschlossen, bewilligten In dem Bericht pro 1899/1900 wird mit feinem Wort ver- den Gastwirtschaften aufgestellten Automaten hat das Berliner damals anstandslos die geforderten Mittel. Nachdem die„ höflichen" fucht, die wahrhaft entsetzliche Zunahme der Sterblichkeit zu er- Polizeipräsidium eine Umfrage veranstaltet. Sie geschieht auf Veranlassung des Finanzministeriums, das sich gegenwärtig Freifinnigen von der entschiedenen" Richtung nun am legten Freitag Gelegenheit gehabt haben, zu zeigen, daß sie sich auch auf mangels in den städtischen Krankenhäusern, die zum Teil auf die schäftigen soll. Bur Krankenhausnot. Wegen des wieder eingetretenen Blag- mit der Frage der Einführung einer besonderen Automatensteuer be das Hurraschreien verstehen, werden sie vermutlich auch das verminderte Zahl der Krantenbetten in der Charité und andren An- Der Hitschlag hat vorgestern in Berlin sein erstes Opfer geals einen bloßen„ öflichkeitsatt" betrachtet wissen wollen. stalten zurückzuführen ist, liegt die Befürchtung nahe, daß im fordert. Der 53 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Jahn aus der " Die Fürsten", sagt die Berliner Zeitung"," machen sich ihre kommenden Winter ein Mangel an Betten eintreten fönnte. Der Reinickendorferstraße 23c, der auf einem Kohlenplatz in der Antoneigenen Gedanken über diese Epidemie der Knechtseligkeit, und die Magistrat hat deshalb beschlossen, der Stadtverordneten- Versammlung straße beschäftigt war, brach dort gegen 6 Uhr nachmittags plötzlich Völker tragen den Schaden." Sehr richtig! Die Epidemie der eine Vorlage zu unterbreiten wegen Mietung von Räumen zur zusammen und verlor das Bewußtsein. Man trug ihn in den Keller Knechtseligkeit", die seit langem unter den freisinnigen Stadt- Unterbringung von mindestens 120 Kranten. Für eine Jahresmiete eines benachbarten Hauses und versuchte, ihn durch Kühlungen berordneten Berlins graffiert und auch unter den Kommunal von 7500 M. soll ein Teil des ehemaligen Erziehungshauses für wieder zu sich zu bringen. Ein Arzt, der einen Higschlag feststellte, Demokraten" der„ Neuen Linfen" immer weiter um sich greift, hat Wöchnerinnenheim" in Anspruch genommen wird, gemietet werden, Paul Gerhardt- Stift bringen. Dort starb er im Laufe der Nacht, fittlich verwahrlofte Kinder, soweit es nicht schon vom Verein ließ den Kranken mit einem Koppschen Rettungswagen nach dem der Stadt Berlin schweren Schaden gebracht. Sie und zwar zunächst auf die Dauer von 3 Jahren. Nach Ablauf dieser ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Jahn war verist nicht die unwichtigste unter den Ursachen, die das Verhältnis Beit dürften die städtischen Krankenhäuser in der Seestraße fertig- heiratet und hinterläßt erwachsene Kinder. zwischen Krone und Kommune in den letzten Jahren immer mehr gestellt sein. Schlechte Erfahrungen machte in der Nacht zum Sonnabend zu Gunsten der Krone verschoben haben. Wenn die Stadtverordneten Wahlen vor der Thür Abschluß gekommen. Die Veranlagung zur Warenhaussteuer ist endlich zum der Mühlenpächter Lenar aus Alt- Rosenthal im Oderbruch auf dem Das Ergebnis hat den Erwartungen in feiner Berliner Pflaster. Da er um Mitternacht hier ankam und früh stehen, dann überbieten die entschieden freifinnigen" Männer ein- Weise entsprochen, denn im ganzen gelangen zur Erhebung für morgens einige Geschäfte besorgen wollte, so ging er nicht erst in ander in Versicherungen, daß ste, von ihren zahlreichen sonstigen Berlin nur 530 000 m., davon trägt ziemlich die Hälfte ein Waren- einen Gasthof. Auf dem Wörther Plaz sezte er sich auf eine Bant Borzügen abgesehen, vor allem ein steifes Rückgrat" befizen. Haus allein. Das ist ein geradezu klägliches Ergebnis dieser mit und schlief einige Stunden. Als er erwachte, fehlte ihm das Wenn aber die Gäste des kaiserlichen Hofs durch das Brandenburger so viel Bombast ins Leben gerufenen„ tettungsaktion für den Portemonnaie mit 30 M. Er war gefleddert" worden. Thor einziehen, dann werden die Männer mit dem steifen Rückgrat liefert, wird es in der Provinz erst recht zu keinem andern Resultat leger Wilhelm Dreßler aus der Hauptstraße 121 zu Schöneberg geMittelstand". Denn wenn schon Berlin ein so geringes Ergebnis Ein Opfer des Straßenverkehrs ist der 44 Jahre alte Rohr. " höflich", klappen zusammen wie ein Taschenmesser und schreien tommen. Hurra. Und hinterherher schreibt die" Berl. 8tg." einen schneidigen einnahmen, denn nach der Bestimmung des Gesetzes muß der Ertrag der vorigen Woche mit der elektrischen Bahn nach der Ecke der Die Gemeinden haben durch diese Steuer teine Mehr- worden. Dreßler, der in der Linkstraße arbeitete, fuhr am Freitag Leitartikel über die„ byzantinische Mark- und Kraftlosigkeit" der zur Entlastung der unteren Steuerstufen verwendet werden, so daß Dennewiß- und Bülowstraße. Als er dort ausstieg, wurde er von „ Hurrabrüllanten" und versetzt dadurch ihre Leser in den Glauben, in Berlin vielleicht die unterste Steuerstufe der Gewerbesteuer außer einem Omnibus überfahren und am rechten Schienbein schwer verdaß die Anhänger der von ihr vertretenen Richtung über Knecht hebung gelassen wird und das nennt man dann Hebung des letzt. Eine Blutvergiftung führte trotz fünfmaliger Operation jetzt seligkeiten dieser Art" hoch erhaben seien. Mittelstands. im Elisabeth- Krankenhaus zum Tode. 0 flären. " Das Gefängnis in Tegel hat unser Kollege Paul John Durch das Zerreißen eines Leitungsdrahtes entstand am Auf welcher niedrigen Stufe der Moral gewisse Aus- am Sonnabend auf die Dauer von 4 Monaten bezogen. Diese Sonnabend gegen Abend im Centrum eine fast zweistündige Verkunfteien und Detektivbureaus stehen, lehrt ein Fall, der gestern schwere Strafe wurde ihm von einem Berliner Gericht zudiftiert, tehrsstörung im Straßenbahnbetriebe. Dabei ist es als ein großes das Gewerbegericht beschäftigte. Für die Auskunftei„ Union", weil er bei der Kritik des Güstrower Meineidsurteils den Schutz- Glück anzusehen, daß Personen bei dem Vorfalle nicht verletzt Heiligegeiſtſtr. 40, hatte der damalige„ Direktor" Pfeiffer den Landmann Schütt beleidigt haben soll, während er für die Be- wurden. Als der Straßenbahnwagen 1561 die Spandauerstraße arbeiter Schulze am 24. März als Rechercheur engagiert. leidigung des Güstrower Gerichts von dem Gericht in Rostock zu passierte und das„ Verdeckt seines Anhängewagens fast durchweg mit Schulze ist mit dem Gebrechen der Schwerhörigkeit behaftet. Gr 50. Geldstrafe verurteilt worden war. Frauen besetzt war, riß in der Nähe der Hauptpost, gegenüber der mußte, was die Hauptsache war, zur Verfügung" Pfeiffers eine der China- Aktion erwachsen ist, hat nun 4 Monate Beit, nachzudenken glücklicherweise auf das eiserne Geländer; Unser Kollege, dem übrigens noch eine Beleidigungsflage aus Bischofstraße der Leitungsdraht. Das abgerissene Ende legte sich Kaution von dreihundert Mart stellen. entwickelte dabei Am 1. April über den mysteriösen Unterschied zwischen einem Berliner und einem zwar meterlange Feuerfunken, doch kamen die Fahrgäste mit bereits ging das Detektivbureau durch Kauf an einen Herrn örffel über. Dieser entließ Schulze am 10. April, ohne ihm die mecklenburgischen Gericht und einem medlenburgischen Schußmann. einem gehörigen Schrecken davon. Fast 50 Meter wurde das abKaution auszuzahlen; ebenso blieb er ihm 33 M. Gehalt schuldig. flußlos sein mögen wie auf seine Polizeifrömmigkeit. Wir hoffen, daß die 4 Monate auf seine Gesundheit ebenso ein- gerissene Drahtende mitgeschleift, bevor der Bahnzug hielt. SämtSchulze verklagte nunmehr sowohl Pfeiffer, der irgendwo unterliche Passagiere verließen den gefährdeten Wagen, konnten aber vorgetaucht war, wie auch Wörffel. Nachdem die Sache wiederholt das Der Bau des Pflegehauses für fieche Ehepaare, der auf läufig nicht weiter fommen, weil die Stromzuführung unterbrochen Gewerbegericht beschäftigt hatte, verhandelte darüber gestern dem Grundstück der städtischen Siechenanstalt an der Prenzlauer war. Die Linien Spittelmarkt- Hackescher Markt litten fast zivei wieder die Kammer VIII. Es drehte sich diesmal die Allee errichtet wird, ist seit dem Frühjahr rasch gefördert worden. Stunden unter dem Leitungsdefekt, was um so störender empfunden Verhandlung wesentlich darum, ob Wörffel, der die Lohn- Er soll bis zum Herbst unter Dach gebracht werden. Das Pflege- wurde, als die Verkehrsstörung gerade am Schlusse der Geschäftsschuld anerkannt hatte, auch für die Kaution haftbar haus wird in Anlehnung an die Architektur des älteren, unter Stadt- stunden erfolgte. Die stodenden Wagenreihen zogen sich vom gemacht werden könne. Er bestritt dies und behauptete, von dem baurat Blankenstein errichteten Gebäude der Siechenanstalt als Spittelmarkt bis zum Rosenthaler Thor. Borleben und den Geschäftsmanipulationen Pfeiffers nichts gewußt Verblendsteinbau ausgeführt. Die Räumlichkeiten sind berechnet für Ein Schaukaftendiebstahl wurde am Sonnabend früh um zu haben. Wegen der Kaution hätte sich Schulze lediglich an Pfeiffer 44 Ehepaare, deren jedes ein besonderes Zimmer erhält. 5 Uhr an dem Uhren und Goldwarengeschäfte von Philipp Wilde in zu halten. Der Kläger behauptete dagegen, Wörffel habe ihm die Auszahlung der 300 M. für den Fall versprochen, daß er Abbruch des Scheunenviertels. Die Stadt hatte bei dem der Schillstr. 12 verübt. Zwei Spizbuben schlugen die Scheiben ein bis zum 1. Mai im Geschäft bleibe. Polizeipräsidium das Enteignungsrecht für den Erwerb der Grund- und entwendeten für 120 M. Alfenidewaren. Ein Schußmann, ein Die Kammer er= fannte auf einen dementsprechenden Eid für den Kläger ſtücke des Scheunenviertels unter Vorlage der von den Gemeinde- Schlächterkutscher und mehrere Droschkentutscher verfolgten die Diebe und fällte folgende Entscheidung: Leistet Sch. den Eid, Leistet Sch. den Eid, so behörden genehmigten Pläne über die Weiterführung der Kaiser- und nahmen einen fest, nachdem er einen Teil der Beute in den gilt der Beklagte Wörffel als verurteilt, ihm außer dem rüd- Wilhelmstraße beantragt. Diese Genehmigung ist in einem Schreiben Landwehrkanal geworfen hatte, während der andre entkami. ständigen Gehalt auch noch die 300 M. Kaution herauszuzahlen; des Polizeipräsidenten zwar in Aussicht gestellt, doch an die Be- Acht Taschendiebe hat am Freitag bei der Frühjahrsparade leistet Kläger den Eid nicht, dann ist Wörffel nur zur Zahlung des bingung geknüpft, daß gleichzeitig die Baufluchtlinien- Festsetzung er- und dem Einzug der Königin Wilhelmina von Holland die Kriminalfolgen müsse. Der Magistrat hat nun beschlossen, der Stadt- polizei erivischt, drei auf dem Tempelhofer Felde und fünf Unter Der Vorfizende Dr. Meier übte im Laufe der Verhandlung eine Vorlage zu machen und gleichzeitig zu beantragen, die Zu- Kleingelde begnügten, welches sie in den Billettaschen der Herren verordneten- Versammlung wegen der Genehmigung der Fluchtlinien den Linden. Sie waren zum Teil so bescheiden, daß sie sich mit dem scharfe Kritit an dem Verhalten vieler Inhaber von Auskunftstimmung zu einer Aenderung der Fluchtlinien in der Schönhauser fanden. und Detektiv Bureaus, die für den Beruf ganz un= geeignete Leute anlodten, sich ziemlich beträchtliche Rautionen allee 4-8 zu erteilen. Lohns verpflichtet. Der berüchtigte Hochstapler und Hoteldieb Fürst Lahogeben ließen und die Leute um ihr Geld brächten. Die zweite Handwerkerschule ist jetzt aus ihren bisherigen wary- Manolesco, der vor einiger Zeit auf Veranlassung der Entweder verdufteten diese Arbeitgeber", wie das Gewerbegericht Räumen am Stralauer Blaz in den fertig gestellten Teil des neuen Berliner Kriminalpolizei in Genna festgenommen und von Italien neuerdies in zwei Fällen festgestellt habe, oder sie zahlten das Geld Schulhauses an der Andreasstraße übergefiedelt. Mit dem Abbruch ausgeliefert wurde, traf gestern, Sonnabend, vormittag um 10 Uhr aus irgend welchen Gründen nicht zurüd. Es wäre erwünscht, daß die des alten Schulhauses, das von der Handwerkerschule seit ihrer im hier ein. Kriminalkommissar Wehn und ein Kriminalschußmann Zeitungen, namentlich die, welche von Arbeitern ge- Oftober 1892 erfolgten Eröffnung benutzt worden ist, wird in kürzester hatten ihn von Italien abgeholt und brachten ihn vom Polizeilesen würden, die Arbeitnehmer vor den Auskunftei- und Frist begonnen werden. präsidium nach Moabit in Untersuchungshaft. erwartet. V " Freie Wolfsbühne. Heute Sonntagnachmittag 28/4 Uhr im Wirt freisprechen; feiner Ansicht über die Unanlässigkeit des Dies und die fernere Thatsache, daß die Geheimnisse des Salons Carl Weiß Theater: V. Abteilung: Der grüne Katadu". Strafbefehls gab das Gericht überdies noch dadurch deutlichen Aus- Brugier im ganzen doch sich von abstoßenden Gemeinheiten fern ( Siehe heutiges Inserat.) druck, daß es sogar die Kosten der Verteidigung der Staatstafie gehalten haben, machte Rechtsanwalt Dr. Schwindt zu Gunsten Die Arbeiter: Bildungsschule veranstaltet am Sonntag, den auferlegte. der Angeklagten geltend. Der Gerichtshof erkannte auf 1 Jahr 9. Juni, einen Familien- Ausflug nach Sadowa- Hirschgarten. Neuerdings machte Herr Milinowski sich zu einer ähnlichen Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Die Verschwiegenheit der Abfahrt vorm. 9,01 Uhr Alexanderplatz, 9,10 Uhr Schlesischer Bahnhof. Handlung auf, indem er von dem Vorsitzenden des Wahlvereins Angeklagten sah der Gerichtshof nicht als Milderungsgrund an, denn Treffpunkt Bahnhof Sadowa 9,30 Uhr. Für Nachzügler bis 5 Uhr am Orte verlangte, daß er den Raum, wo die an diefe habe ihre Erklärung in dem Streben der Angeklagten ihre Restaurant Pferdebucht". Für Unterhaltung ist bestens gesorgt. gemeldete Vereinsversammlung im Lokal tage, genau angebe. Kundschaft nicht zu verlieren. Erschwerend erwog der Gerichtshof, Bahlreiche Beteiligung der Mitglieder und Freunde der Schule wird Eine Beschwerde, die der in Betracht kommende Barteigenosse an daß auch verheirathete Frauen zu der Angeklagten tamen, ferner den Landrat des Kreises richtete, hatte natürlich keinen Erfolg, zwei Schwestern, von denen die jüngere taum über Dem Berliner Aquarium ist von vielen Seiten der Wunsch nahe- und auch der Regierungspräsident hieß das Vorgehen des 14 Jahre alt war und bisweilen noch kurzekleider gelegt worden, für einen Wochentag den Besuch des Instituts gegen ein Behlendorfer Amtsvorstehers gut, indem er dem Beschwerdeführer trug. ermäßigtes Eintrittsgeld stattfinden zu lassen. Die Direktion hat mitteilte, die gestellte Forderung widerspräche nicht dem Vereinsdaher beschlossen, vom Juni ab dieser Anregung stattzugeben, und hat für gesez und die Polizei müsse genau von der Oertlichkeit des jeden Mittwoch das Entree auf 50 Pf.( wie Sonntags) herabgesetzt. Versammlungsraums unterrichtet sein, um die für die Aufsicht in Betracht kommenden Maßnahmen treffen zu können. Trozdem und Gemeindesocialismus( Dresden, Berlag Kaden u. Comp.) ist uns Von der Kommunalen Praxis", Beitschrift für Kommunalpolitit genügte aber, als in den lezten Tagen eine Versammlung foeben die Nr. 9 des 1. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser gegen den Brotwucher angemeldet wurde, mit einem Nummer heben wir hervor: Male wieder die einfache Mitteilung vom Stattfinden der Versammlung; wahrscheinlich hatte die Behörde sich abermals besonnen und die Zwecklosigkeit ihres neulichen Vorgehens eingesehen. Genug, höchsten Autorität gestüßte Maßnahme fertig werden. Wie lange die Polizei konnte in der Protestversammlung ohne die von der dieser Zustand dauern wird, das wissen allerdings die Götter nur allein. Die heutigen Nennen im Sportpark Friedenau nehmen nachmittag 4 Uhr ihren Anfang. Bekanntlich bestreiten der Franzose Jacquelin, der gestern Abend aus Paris eingetroffen, und der Däne Ellegard das Rennen für die Extraklasse, für welches Arend, Huber und Seidl in den letzten Tagen sich eifrig vorbereitet haben. Montag fämpft Major Taylor mit den genannten Fahrern. " Heute werden in der Internationalen Ausstellung für Fenerschutz und Fenerrettungswesen Berlin 1901" zum erstenmal die sechs großen Dioramen von den Besuchern besichtigt werden können. Die Dioramen, die von den Malern Professor Julius Jacob und Heinrich Harder ausgeführt sind, stellen den Brand des Turms der St. Lorenzkirche zu Nürnberg 1865, den Brand von Hamburg 1842, einen Waldbrand, den Brand der Borsigmühle zu Moabit 1899, die Verschüttung Pompejis 79, einen Naphthagruben brand in Baku dar. machen wollte. Gerichts- Beitung. er bor dem Lokal = Eingegangene Druckschriften. Kom Vom städtischen Boden- und Bautrebit. Das badische Kommunal- Wahlprogramm. Mannheimer Gemeindeprogramm. munales Wahlrecht in Norwegen. Bildungswesen.( Ausbildung ohnungswesen. der Volksschullehrer. Haftpflicht der Lehrer.- Volksbibliotheken in Berlin. Obligatorischer Fortbildungsunterricht. Speisung der Schulkinder.) einer Volks Lungenheilstätte in Dortmund.)- Steuerwesen.( Neue Gesundheitswesen.( Die Einrichtung Einkommensteuer Ordnung in Berlin. Eine Kopfsteuer auf den bürgerlichen Erwerbsfleiß. Die Gläubiger der Stadt Paris.) Aus den Gemeindevertretungen.( Konflikt in Spandau." Ein tom munaler Konflikt in Gnesen. Ein Konflikt zwischen Regierung und Gemeindevertretung in der Frage des Brotwuchers.) Versammlungen. ( Ginė socialdemokratische Gemeindevertreter- skonferens für das Herzogtum Gotha.) Die Kommunale Braxis" erscheint monatlich zweimal. Preis viertelVermischtes. Was find günstigere Lohn- und Arbeitsbedingungen? um diese Frage handelte es sich bei einer Anflage wegen Streit vergehens, die gegen die Arbeiter Rittich und GIöl erhoben Die Zahnärztliche Poliklinik Chauffeeftr. 1 a ist in den worden war, weil sie während des Streits in der Schwarzschen jährlich 1 Mart( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Monaten Juni, Juli und Angust vormittags von 8-12 und nach- Fabrik im Februar d. Js. ein Zusammentreffen mit Arbeitswilligen Nr. 4019 a, 4. Nachtrag). mittags von 3-6 Uhr für die fostenfreie Behandlung unbemittelter gehabt hatten. Nittich hatte den Arbeiter Gustav Lehmann Personen geöffnet. Sarauf hingewiesen, daß bei Schwarz gestreift werde; Feuerbericht. Ein größeres Löschaufgebot wurde Sonnabend sondern ein Nähmaschinen- Reisender, der in dem Hause Geschäfte Lehmann hatte darauf erwidert, wäre fein Arbeiter, gegen Abend nach Landsbergerstr. 90 gerufen, wo das Postamt 18 untergebracht ist. Für das( Postamt war indes teine zwischen erfahren hatte, daß dies unrichtig war, den Lehmann in vet der drei Arbeiter tödlich verletzt wurden. Kurze Zeit darauf traf Nittich, der inIn Brüffel erfolgte Freitagabend eine heftige G a serplosion, große Gefahr vorhanden, weil es sich lediglich um einen Dachstuhl einem Lokal und stellte ihn zur Rede. Dabei soll er den Ausdruck brand handelte, der nach längerem Waffergeben von der Feuerwehr Streitbrecher gebraucht haben. Der Sattler Franz Schmidt, meldet: In einem Kellerraum wurden gestern die Leichen von Auffindung von Kinderleichen. Aus Birmingham wird geabgelöscht wurde. Mehrfach wurde die Wehr in den letzten Tagen der sich in Begleitung des Lehmann befand, und wie dieser neunundzwanzig Kindern, die in Kisten verpackt waren in Anspruch genommen bei Bränden, die durch Selbstentzündung während des Streits bei Schwarz Arbeit angenommen hatte, und feit sechs Tagen sich im Keller befanden, aufgefunden. Die von Preßkohlen entstanden waren, so Potsdamer Güterden Lehmann, veranlaßte ben bahnhof, Güterbahnhof Mo a bit und Mariendorferstr. 18. aupaffen und ihn einem Polizeibeamten zu denunzieren. Bei der sich um Kinderleichen, die ihr zur Bestattung übergeben waren. Die den Rittich ab- Besizerin des Kellers wurde verhaftet. Dieselbe erklärte, es handle Zimmerbrände wurden gemeldet von Invalidenstraße 86, Arretierung Nittichs bildete sich eine Menschenansanmmlung, in der Frau fonnte jedoch nur vier Zeugnisse von der Uebergebung der Schwedterstr. 48, Tempelhofer Ufer 6 und Raupach auch Glöl erschien. Schmidt bezeichnete den Glöl, der mit ihm Leichen vorweisen. Sie wird beschuldigt, die übrigen 25 Kinder erstraße 2. Tischlereibrände von Weißenburgerstr. 30, Kaiser Wilhelm str. 31 und Boppauch am Streit beteiligten, und darüber kam es zu heftigen Ausgelegenheit erregt das größte Aufsehen. fleinerem Umfange waren nichts zu thun gehabt hatte, dem Schuhmann gegenüber als einen mordet oder sich an ihrer Ermordung beteiligt zu haben. Die Anstraße 6 zu beseitigen. einandersetzungen, in Berfolg deren Glöl beschuldigt wird, den Denunzianten Schmidt und einen Arbeitswilligen Rogge geschlagen Dampfer Laurine" infolge einer Dynamiterplosion auf dem Schiffsunglück. Wie man dem Berl. Tagebl." meldet, ist der zu haben. Der Staatsanwalt beantragte, wegen Vergebens gegen Miffiffippi" in die Luft geflogen. Zwei Personen wurden getötet, Die Zukunft der ,, Flora" in Charlottenburg. Die längst 153 der Gewerbe- Ordnung den Rittich zu zwei Wochen, den die übrigen konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. geplante Barzellierung des Flora- Grundstücs ist, wie der Bolts Glöl zu drei Monaten Gefängnis zu verurteilen. Der Vera Beitung" mitgeteilt wird, nicht mehr abzuwenden, nachdem alle Ver- teidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine wies darauf hin, In Montceau les Mines fand Freitag auf der Station ein fuche, das Etablissement in seiner jegigen Gestalt zu erhalten, ver- daß § 153 der Gewerbe Ordnung nur diejenigen be- Busammenstoß zweier Personenzüge statt. A cht Passagiere geblich gewesen sind, und auch die Hoffnung, der Kaiser werde in straft, die andre zur Teilnahme an Berabredungen, welche die wurden verwundet, ein Zugführer tödlich verletzt. dieser Angelegenheit durch sein Eingreifen eine günstige Entscheidung Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen herbeiführen, sich nicht verwirklicht hat. Bekanntlich wurde erst vor bezwecken, zu zwingen fuchen, daß aber mit dem damaligen Streit In Beirnt ist, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, ein furzer Zeit gemeldet, der Kronfistus sei in Erwägungen über den weder eine Erhöhung der Löhne noch eine Verbesserung der Arbeits- großes, von zahlreichen Menschen bewohntes Gebäude eingestürzt; Anlauf des geräumigen, in der Nähe des Schloſſes belegenen Flora- zeit bezweckt gewesen sei, sondern nur die Wiedereinstellung von viele Personen wurden getötet, zwei Familien sind vollTerrains eingetreten. Auf Antrag des Eigentümers der" Flora", 31vei gemaßregelten Mitarbeitern unter denselben Arbeitsbedingungen, ständig zu Grunde gegangen. Generalkonsuls Eugen Landau in Berlin, wird das Gelände durch die vorher gegolten hätten. Der Staatsanwalt wollte zwar zwei Straßen, die von der Berlinerstraße aus nach Norden und vom auch darin eine Erlangung günstigerer Arbeitsbedingungen sehen, Luisenplag nach Osten hin das Terrain durchqueren sollen, in vier das Gericht verurteilte jedoch die Angeklagten nur wegen gewöhn große Baublocks zerlegt werden, falls die Charlottenburger Stadt- licher Beleidigung und Körperverlegung, nicht wegen Streitvergehens, Welzen, gut verordneten- Versammlung, woran taum zu zweifeln ist, sich mit der und zwar den Rittich zu 15 M. Geldstrafe und den Glöl zu zehn betreffenden Magistratsvorlage einverstanden erklärt. Auf einen dieser Tagen Gefängnis. Baublods würde das große Restaurantgebäude und das Palmenhaus entfallen; es werden Anstrengungen gemacht, wenigstens diese beiden Bauten vor der Zerstörung zu retten. Aus den Nachbarorten. Der Prozeß gegen den Agenten Hermann Kalewent und dessen Geschäftsführer Wilh. Nistedt ist gestern nach dreitägiger Verhandlung zum Abschluß gelangt. Der Staatsanwalt hielt das Ergebnis der erneuten Beweisaufnahme für dasselbe wie in der früheren Verhandlung und beantragte wiederum gegen Salement eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und fünfjährigem Ehrverlust, gegen Ristedt sechs Monate Gefängnis. = Dem Marktpreise von Berlin am 31. Mai 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Cir. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch), Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7,- 5, " mittel gering " 1,60 1,20 " 1,30 1, " Noggen, gut " 1,60 1,20 mittel " 1,80 1,10 gering " " 1,60 1,10 Gerßte, gut 16, " mittel gering " 14,80 14,70 13,60 2,60 2, Eier 60 Stit 3,60 2,20 13,50 12,40 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 " * Hofer, gut mittel gering 16,20 15,50 Aale " 2,60 1,20 15,40 14,80 Bander 2,60 1,20 14,70 14,10 Hechte 2,40 1,20 7,50 6,66 Barsche 1,60 " 0,80 8,30 5,70 Schleie 2,80 1,20 40, 5, Bleie 45, " 20, 70,- 25, 1,20 0,60 Krebse per tot 18,3, * Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 1. Juni. Getreide. Der Getreidemarkt war auch heute luftlos, die Preiſe nominell feft. Die höheren Notierungen aus Best veranlaßten die abgeber zur Zurückhaltung, Andrerseits veraus New York und Chicago und die weiter gefteigerten Preismeldungen hinderten hier der von der Wetterwarte angekündigte Regen und die reichlichen und rentablen Auslandsofferten, namentlich die in russischem Roggen, eine größere Preissteigerung. Weizen und Roggen waren für Lieferungen durchschnittlich/ M. höher gehalten. Mehl lag bei stillem Geschäfte unverändert. Hafer war ebenfalls unverändert. Mais, Locoware, 2 M. matter, da die Anfünfte wider Erwarten schon jetzt eingetroffen sind. Rüböl 20 Bf. niedriger. Die heutige Lageraufnahme ergab 1635 t Weizen Oftelbische Socialreform. Die Die„ Sp. Korr." meldet: Die Banderarbeiter und Schnitterfamilien, welche in früheren Jahren auf den Gütern des avellandes beschäftigt wurden, famen durchweg aus den deutsch- polnischen Bezirken. Jetzt sind sie in vielen Fällen durch ausländische Arbeiter, Russen und Der Gerichtshof hatte aus dem ganzen Auftreten der geschädigten Nichtstroh Galizier, verdrängt worden. Diese Arbeitskräfte find billiger als Beugin, Frau v. Tucholska, den Eindruck gewonnen, daß fie trotz ihres Hen die einheimischen Polen, die sich, sobald sie eine Beitlang die hysterischen Zustands glaubwürdig und eidesfähig fei. Der An- Erbsen Arbeitsverhältnisse des Westens kennen, von der Landwirtschaft gern lofesten Weise ausgebeutet und ebenso seinen Provisionspartner infen getlagte Kalewent habe die bedauernswerte Frau in der gewissen- Speisebohnen abwenden und Industrie- Arbeiter werden. Zur Heranziehung ausländischer Arbeiter ist auf vielen Gütern ein Prämiensystem ein- Harnisch in der schnödesten Weise betrogen. Der Mitangeklagte geführt. Jeder Arbeiter, der im nächsten Jahre einen Landsmann Riftedt habe sich in einem Falle der Beihilfe schuldig gemacht. mitbringt, erhält dafür 6 M. Sehr auffällig ist es, daß die Fälle Das Urteil lautete gegen stalement auf vier Jahre fechs von Kontraktbruch der russischen Arbeiter zahlreicher sind, als auf 4 Monate Gefängnis. Bei Kalewent wurden 6 Monate durch Monate Gefängnis und 5jährigen Ehrverlust, gegen Ristedt bei den deutsch- polnischen Arbeitern. Wahrscheinlich sind selbst die Ruffen zu Hause beffere Behandlung die erlittene Untersuchungshaft angerechnet. gewohnt, als ihnen hier zu teil wird. Die Duellgeschichte Sello Braut beschäftigte gestern die Lichtenberg. Die Anstellung von Schulärzten wurde von erste Straffammer des Landgerichts JI unter Borsiz des unfren Parteigeuoffen in der Gemeindevertretung seit Landgerichts Direktors Garz. Wegen Herausforde Jahresfrist immer wieder gefordert. Nunmehr hat der Gemeinderung zum 8 weilampf mit tödlichen affen borstand eine Vorlage zu einem Ortsstatut der Gemeindever- hatte sich Justizrat Dr. Sello zit verantworten, wegen( 3525 gegen 1. Mai) und 1917 t Roggen(-535 t). Mais 1025 t tretung zugehen lassen, das nach lebhafter Debatte in der letzten Sartellträgerei Major a. D. Hermann Wagner. 2332). Hafer 7382 t(+ 2241). Sigung gegen wenige Stimmen zur Annahme kam. Nach diesem ersteren stand Justizrat Kleinholz zur Seite. Es handelt sich, wie er- Spiritus unt 20 Pf. gebeffert. 70er Toeo 44 m. Statut soll es Aufgabe der Schulärzte sein, die ihnen zugewiesenen innerlich sein wird, um einen Vorgang, der sich während des Städtischer Schlachtviehmarkt. Sternberg- Prozesses abspielte. In einer persönlichen Bemerkung licher Bericht der Direktion. Schüler der Gemeinde- wie der Privatschulen auf ihren Gesundheits- hatte Justizrat Sello feierlich erklärt, daß an alledem was der 1638 Kälber, 9622 Schafe, 6492 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfunb zustand zu überwachen. Die Ueberweisung in Pflegeanstalten Kriminalkommissar Thiel zu dem Schuhmann Stierstädter in Bezug oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund für Epileptische, Taubstumme usw. oder in Hilfsschulen herbeizuführen und bei der ärztlichen Revision auf seine( Sellos) Person angeblich gesagt haben sollte, fein in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtSchule gehörigen Baulichkeiten und Einrichtungen mitzuwirken. wahres Als Wort sei. dann später Thiel das Aufsehen wertes, höchstens 7 Jahre alt 60-64, b) junge fleischige, nicht ausInsbesondere haben die Schulärzte die neu eintretenden Schüler erregende Geständnis feiner eignen Schuld abgelegt hatte, gemäßtete und ältere ausgemäßtete 55-59; c) mäßig genährte junge und gut genau auf ihren Gesundheitszustand und auf ihre Störperbeschaffen- Sellos zurüd und sprach die Vermutung aus, daß vielleicht gerade a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 55-59; b) mäßig genährte jüngere kam der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Müller, auf diese Erklärung genährte ältere 53-54; d) gering genährte jeden Alters 48-52. heit zu untersuchen, um festzustellen, ob eine dauernde ärztliche Ueber die feierliche Form den Staatsanwalt bewogen haben könnte, von ühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; und gut genährte ältere 51-54; c) gering genährte 47-50. Färsen und wachung oder besondere Berücksichtigung beim Schulunterricht der sofortigen Verhaftung Thiels Abstand zu nehmen. ( z. B. Ausschließung vom Turnen, Gesang oder andren Unterrichtsanwalt Braut bemerkt hierauf, daß auf seine Entschließung dar: 53-54; c) ältere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere Staats- b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren fächern), Beschränkung an der Teilnahme am Unterricht, Anweisung über, ob er jemand verhaften solle oder nicht, mehr oder weniger Kühe und Färsen 49-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-47; der Sizpläße bei eventuellen Gesichts- oder Gehörfehlern usw. not: feierliche Erklärungen eines Verteidigers gar keinen Eindruck aus- e) gering genährte Stübe und ären ber wendig ist. Ueber jedes Kind ist ein Gesundheitsschein anszufüllen, üben könnten. Juſtizrat Dr. Sello erblickte nach dem Tonfall und tälber( Bollmilchmast) und beste Saugkälber 70-73, b) mittlere Maſtder das Kind während der ganzen Schulzeit begleitet. Dem Arzt der liegt die Kontrolle der Ventilation, Heizung usw. der Schulräume liche Beleidigung und ließ durch Herrn Major Wagner den hammel 65-68, b) ältere Masthammel 62-64, ganzen Art dieser Bemerkung und gute Saugfälber 60-64, c) geringe Saugfälber 56-58, d) ältere, gering darin eine persön genährte( Freffer) 35-34. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast sowie die der körperlichen Haltung der Kinder ob. Erreicht soll dieser Herrn Staatsanwalt Braut um öffentliche Richtigstellung ersuchen. Hammel und c) mäßig genährte Zweck werden durch periodischen Besuch der Schule und Schafe( Merzschafe) 57-60, d) Holsteiner NiederungsAbhaltung von Sprechstunden in besonderen Zimmern. Als dies abgelehnt wurde, erfolgte die Forderung auf Pistolen, schafe( Lebend gewicht) 00-00. Die Schweine: a) vollfleischige, der feineren ärztliche Behandlung ist nicht Sache des Schularztes. die auch abgelehnt wurde. Staatsanwalt Schwarz beantragte gegen lassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 14 Jahren 220-280 Pfund Im Winter sollen die Schulärzte in den Lehrer- Versammlungen Vor- Justizrat Sello 4 Monate und gegen Major Wagner zwei Wochen schwer 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käfer) 00-00; c) fleischige träge über Schulhygiene halten. Die Honorierung soll viertel- Festungshaft. Der Gerichtshof erkannte gegen Justizrat Sello 53-54; d) gering entwickelte 51-52; e) Sauen 48-49. Für 100 Pfund jährlich pränumerando aus der Gemeindekasse erfolgen. Das Orts- auf 1 Monat und gegen Major Wagner auf 4 Tage Festungshaft. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich ganz statut tritt mit dem 1. Oktober d. J. in Kraft. der zur Dies ist wiederum ein Erfolg der praktischen Thätigkeit unsrer Genossen. " mit 20 pet. Tara. Berlin, 1. Juni 1901. Amt: Zum Verkauf standen: 4566 Rinder, Bullen: Kälber: a) feinste MaftWitterungsübersicht vom 1. Juni 1901, morgens 8 Uhr. Barometer ftand mm Windrichtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. Stationen BarometerWinds rigtung Windstärke Wetter Temp.n.E. Hot Do Die Geheimnisse des Salons Brugier" wurden gestern gedrückt und schleppend ab und hinterläßt erheblichen Ueberstand. Der der zweiten Strafkammer des Landgerichts 1 in einer Verhandlung Kälberhandel gestaltete sich schleppend, es wird voraussichtlich nicht ausvorgeführt, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand. Die verkauft. Bei den Schafen war der Geschäftsgang glatt, es wurde ausSteglitz. In den Kaiserhallen, Albrechtstr. 130, spricht Mittwoch Brugier unterhielt in der Zimmerstr. 5/6 in der elegant einschon zweimal wegen Stuppelei vorbestrafte unverehelichte Elisabeth verkauft. Der Schweinemarkt verlief glatt und wird geräumt. Fräulein Im le- Charlottenburg über Konsumgenossen gerichteten zweiten Etage ein Stuppelnest, in welchem wohlfituierten ichaften. Heute, Sonntag, ist zu diesem Zwed Fingblattverbreitung; ebemännern Frauen und Mädchen in großer Auswahl zugeführt die Parteigenossen wollen sich in den bekannten Lokalen einfinden. wurden. Das Treiben in den Was die preußischen Regierungsbehörden unter der be- längst die Aufmerksamkeit der Polizei erregt, die polizeilichen Stationen der gang. Brugier" hatte schon rühmten Aufrechterhaltung der Autorität verstehen, davon giebt Ueberwachungen waren aber zumeist ergebnislos. Endlich eine Geschichte aus unserm Nachbarort Behlendorf ein höchst am 12. April nahm die Polizei in der Wohnung 6 junge Frauenserbauliches Beispiel. Als Amtsvorsteher ist dort ein Haupt- personen fest, deren Vernehmung den längst bestehenden Verdacht mann a. D. Namens Milinowski thätig. Am 18. Juni 1897 durchaus bestätigte. Es wurde festgestellt, daß sich in dem feinen Swinemde 762 hat dieser Beamte sich dadurch bekannt gemacht, daß er unsern Quartier der Angeklagten ständig einige junge Mädchen, zum Teil hamburg Parteigenossen eine Versammlungsbescheinigung deshalb verweigerte, aus gutbürgerlichen Familien, weil ihm das Lokal, in welchem die Versammlung tagen heiratete Frauen aufhielten, um der Angeklagten und den bei sollte, als öffentlicher Versammlungsraum nicht bekannt sei ihr verkehrenden Lebemännern zu unstttlichen Zwecken zu dienen. Als die Parteigenoffen am Orte pflichtgemäß dennoch die Ver- Die flingenden Opfer, welche die Herren darbrachten, wurden sammlung abhielten, wurde der Wirt mit einem Strafmandat zwischen Fräulein Brugier und ihren weiblichen Kunden ge= bedacht. Selbstverständlich mußte das Gericht sich von der Un- teilt. Die Angeklagte, welche geständig war, welche geständig war, hat über und etwas Neigung zu Gewittern. gesetzlichkeit des amtlichen Vergehens überzeugen und den die Herren, die bei ihr verkehrten, Stiüschweigen bewahrt. aber auch ber Berlin Frankf./M. München Wien Iſtanb mm 7 4 heiter 22 Haparanda 755SSO 29Regen 762MM 1 bedeckt 18 Petersburg 765 SSD 1 bedeckt 10 762 752SW 15lb.bed. 22 Sort 6 wolfig 13 7620 2 wolfig 19 Aberdeen 764 Still-wolten! 22 Baris 1516.beb. 19 763 Still- wolfent 21 Wetter. Prognose für Sonntag, den 2. Juni 1901. Vielfach heiter, sehr warm und schwül bei schwachen südlichen Winden 761S2 Berliner Wetterbureau. dalisqu ad ,, Berolina- Leibträger" Hermann Meyer& Co. Fruchtstraße 74. bis si Liqueurfabrik, Weingrosshandlung, Fruchtsaftpresserei, Mineralwasser- und Schaumwein- Fabrik.muc Sommer- Getränke: Selters, große Flasche.. Sauerstoffwasser, ärztlich empfohlen. Brauselimonaden( Simbeer, Citronen 2c.). • Maitrank, ½/& t. Schäumender Maitrant, ½ st.. 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Er tadelt, daß Mit besonderer Gründlichkeit wurde der Punkt XIII: Arbeits eizelne Kollegen die Maifeier durch Arbeit entheiligten. Der Vor- na chweis behandelt. Nachdem Horn, Dietrich, Wilhelm, sitzende meint, man tönne diese Kollegen nicht ausschließen. Es Ebert, Peschel und andre der Meinung Ausdruck gegeben bleibe nur übrig, in der Presse und in Versammlungen aufklärend hatten, daß jedes Mitglied auszuschließen sei, das ohne Ge zu wirken. Die sonderbare Stellung des Buchdrucker-, Correspon- nehmigung des Vorstandes den Arbeitsnachweis der Unterdent" teile er nicht. Die Maifeier sei für die Gewerkschaften von nehmer in Anspruch nimmt, gelangt eine Resolution Girbig höherer Bedeutung, als für die politische Richtung. zur Annahme, welche besagt, daß sämtliche Zahlstellen verpflichtet In seinem Schlußwort erklärt Dupont, einen großen Teil der find, lokale Arbeitsnachweise zu errichten, die mit dem zu Eine stundenlange Diskussion entsteht bei Neuregelung des Verhandlungen der Generalversammlung hätten die Erörterungen gründenden Central- Arbeitsnachweis in steter Fühlung zu bleiben Stellenbermittelungs- Wesens. Auf der von Zeit zu über das Versicherungswesen in Anspruch genommen. Wer aber haben. Zeit von der Bildhauer- Zeitung" veröffentlichten Adressentafel der denken möchte, daß der Verband in Versicherungsmeierei versunken Punkt XVII: Bibliothetswesen. Einstimmig angeVertrauensleute sind die Städte, die das Anfragen bei den Meistern sei, täusche sich gewaltig; der Bildhauerverband rühme sich, eine nommen wird eine Resolution, welche besagt, daß in Zukunft der nach Arbeit verboten haben, durch schwarze Bunkte gekennzeichnet. moderne Gewerkschaft zu sein. Er sei von demselben aufgeklärten Centralvorstand sämtliche Bücher für die einzelnen Bahlstellen zu Dieses System der schwarzen Punkte erfährt heftige Angriffe. Man Geist wie die großen Verbände beseelt. beschaffen hat. bezeichnet es von verschiedenen Seiten als ein Härte, den Ausgesperrten und den Arbeitslosen das Nachfragen zu verbieten. Die schwarzen Punkte werden schließlich mit 16 gegen 5 Stimmen ab- Fünfte Generalversammlung des Glasarbeiter- Verbands. das Schlußwort. Er betont, daß tro mancher heftigen Debatte geschafft. Ferner wird folgender Berliner Antrag angenommen: 1. Verwaltungsstellen, welche beabsichtigen, ein Anfrageverbot zu erlassen, haben dem Centralvorstand den Beweis zu führen, daß die Stellen vermittelung von den meisten Geschäftsinhabern am Orte bennigt wird, 2. daß ein oder zwei Drittel der am Orte anwesenden Stollegen organisiert find, 3. daß die Vereinsmitglieder nicht gewohnheitsmäßig lleberstunden machen. Ein solches Anfrageverbot darf nur mit Zustimmung des Centralvorstandes erlassen werden. Ein wichtiger, ebenfalls angenommener Antrag aus Hamburg besagt weiter: Mitglieder, welche, ohne daß triftige Gründe vorliegen, eine ihnen von der Vermittelung angebotene Arbeitsgelegen heit außerhalb ihres Wohnorts ablehnen und dadurch verhindern daß die betreffende Stelle besetzt wird, gehen der Unterstügung auf die Dauer von 14 Tagen verlustig. Die Frage des Ausjegens regelt folgender Beschluß: Wenn Mitglieder, die nur aussegen, eine ihnen zugewiesene Stelle, die ihren Fertigkeiten entspricht, nicht annehmen, so wird ihnen die Unterstügung entgegen. = Fürth, den 29. Mai 1901. Die Besprechung über die Preise führt zur Unterbreitung eines Antrags, der die Uebernahme in eigne Regie bezweckt. Redacteur orn erklärte, man könne ihm nicht zwingen, das Blatt, das er gegründet hat, und ihm ans Herz gewachsen sei, abzugeben. Er ist aber bereit, eine Preisermäßigung eintreten zu lassen. Es wird dann einstimmig beschlossen, dem Genossen Horn auf weitere zwei Jahre das Blatt zu überlassen. " Einstimmig wird ein Antrag Seiz- Wirges angenommen, daß jeder Artikel, den die Preßkommission geprüft und empfohlen hat, in den Fachgenossen" aufgenommen werden müsse. einstimmig wiedergewählt. Der Geschäftsführer Girbig und der Kassierer Hamann werden 2000 m. festgesezt, Hamann erhält 750 W. Bergütung. Das Gehalt des ersteren wird auf fizenden für die beiden letzten Geschäftsjahre wird mit 32 gegen Die Gewährung einer Entschädigung von 500 M. an den Vor27 Stimmen abgelehnt. Ein Antrag Horn, ihm seine Prozeßtosten zu vergüten, beziehungsweise sein Anrecht auf eine solche festzuDresden, Sig der Breßtommission Fürth i. B.zustellen, wird mit 35 gegen 32 Stimmen abgelehnt. Sitz des Verbands bleibt Berlin, Siz des Ausschusses ist Dresden, Sitz der Preßkommission Fürth i. B. 5. Verhandlungstag. Nach Erledigung einiger Beschwerden gegen den Hauptvorstand und Besprechung interner Verbandsangelegenheiten erhält Girbig sämtliche Delegierte nur von dem einen Wunsche beseelt waren, den Verband zu heben, zu kräftigen und zu fördern. Wenn wir so wader fortschreiten wie in den letzten Jahren, wenn es sich jeder Einzelne zur Pflicht macht, ein Agitator für seinen Verband zu werden, dann bin ich der festen Ueberzeugung, daß wir auf dem nächsten Kongreß unseres Verbands über eine doppelt so große Anzahl von Streitern für unsere Ideale Heerschan halten tönnen.( Lebhafter Beifall.) Der Vorsitzende Kaufhold dankt den Fürther Kollegen für die freundliche Anfnahme und schließt die Generalversammlung mit einem dreifachen Hoch auf das Wachsen, Blühen und Gedeihen des Verbands. Die nächste Generalversammlung findet 1908 in Dresden statt. Auf Anregung der Londoner Berufskollegen wird im Hochsommer ( wahrscheinlich 18.- 20. Juli) ein internationaler Glasarbeitertag in Hannover stattfinden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. A. E. Fragen Sie in der Sache an unter der Adresse: Kaiserliches Oestreichisches Handelsministerium, Abteilung für Post und Telegraphie zu Wien. zwar mit der Bestimmung, daß es am 1. Juli 5. J. in Kraft tritt, Hierauf wird das ganze Statut einstimmig angenommen und daß also von diesem Tage ab die erhöhten Beiträge zu entrichten find, daß aber die erhöhten Unterstützungssätze erst ab 1. Januar 1902 gelten sollen. Buntt XI. Bericht der Delegierten über 2ohn= Dr. Winter. Der Bundesratsbeschluß vom 13. Oktober 1900, publiziert Auf Befürwortung einer neuen Kommission erklärt sich die und Arbeitsverhältnisse wurde von der Tagesordnung ab- am 16. Oftober 1900, ist im Reichgefegblatt und auf S. 740 der amtlichen Generalversammlung damit einverstanden, die Gewertschaftsgesetzt, ebenso Puntt XII, Abs. 2. Gründung eines Streit Nachrichten des Reichs- Versicherungsamits abgedruckt. Die auf Grund der Statistik durch Fortlaffung einer ganzen Anzahl von Fragen zu fonds. Der Vorsigende Kaufhold äußert seine Entrüftung§ 94 des Gewerbe- Unfallversicherungsgesetzes,§ 100 u. B. u..,§ 37 2. 1. entlasten. darüber, daß man über die Kleinigkeiten stundenlang debattiert und§ 48 des Invalidenversicherungsgesetzes vom Bundesrat unter dem an Konkurrenz mit dem Holzarbeiter Verband. habe, um jetzt am letzten Tage die wichtigsten Punkte durchpeitschen die früheren( Arbeiterrecht S. 317) geblieben unter Hinzutritt folgender: gebenen Datum dem Inland gleichgestellten ausländischen Grenzbezirke sind In diesem Verband find etwa 300-400 Holzbildhauer organisiert. zu müssen. für die Niederlande Gelderland und Limburg, ferner das neutrale Gebiet Um ihnen den Eintritt in den Bildhauer- Verband zu erleichtern, Zu Punkt XII Abs. 1 der Tageordnung beantragt Wilhelm- Moresnet und endlich für Oestreich- Ungarn Bischofteiniz, Tachau, Blom, wird beschlossen, sie als vollberechtigte Mitglieder unter Fortfall der Hainholz: Mitglieder, welche an einem Orte in einen Dux und Kommetau. Otto 105. Eine Beleidigungsklage wäre in Karenzzeit aufzunehmen, wenn sie ihren Beitritt bis 1. Januar 1902 er- Ausstand zu treten beabsichtigen, müssen zu 2/3 vollberechtigte Mit Ihrem Fall nicht aussichtslos. G. B. 23. Die Uebung der Theater: flären und bereits ein Jahr Mitglied des Holzarbeiterverbands waren. glieder sein. Gegen diesen Antrag wenden sich namentlich die censur durch die Polizeibehörden gegenüber Vereinen, welche für ihre Mits Gehaltserhöhung der Gewerkschaftsbeamten. Fürther Delegierten und erklären, daß es ihnen dann in Zukunft glieder theatralische Aufführungen veranstalten, hat in Preußen die DeffentDupont verweist in längeren Ausführungen auf die Forderungen überhaupt unmöglich gemacht werde, ein ernstes Wort mit den Unter- trifft, ist allerdings nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts eine int lichkeit der Vorstellung zur Voraussetzung. Ob diese Voraussetzung zu des Vereins Arbeiterpresse, die im großen ganzen gebilligt werden. nehmern zu reden. Der Antrag Hainholz wird mit großer Einzelfall auch nach der Organisation des Vereins zu beantwortende Thatsrage. Das Einkommen Duponts wird auf 2600 M., dasjenige Stahls auf Majorität angenommen mit dem Zusatz: sofern es sich Otto R. 1. Unerhebliche Fehler. 2. Der Antrag kann an die Armen 2250 M. erhöht. Der Berliner Verwalter erhälf 1800 M. Allen um einen Angriffs Streit handelt." Wirges bringt direttion gerichtet werden. R. R. 41. Der Abzug wäre unberechtigt. drei Beamten werden vierzehn Tage Ferien zugestanden. zwei Anträge ein, bon denen der eine besagt, daß Sie könnten auf Zahlung beim Gewerbegericht flagen. Königsberg 50. Für das Berliner Bureau bewilligen die Delegierten mit eine Sperre über einen Ort nur mit Wissen des Centralvorstands 1. Uns nicht bekannt. 2. Ob ein Wechsel gültig ist, läßt sich ohne ihn oder Ausnahme von vier süddeutschen 900 M. Zuschuß zu den Bureau- verhängt oder wieder aufgehoben werden darf; der andre Antrag S. Ch. 1. Nicht mit vollendetem 24., sondern mit vollendetem 21. Jahre sind seine genaue Abschrift zu kennen, nicht sagen. 3. Das ist möglich. fosten. Gegen den Wunsch Duponts wird mit 10 gegen 9 Stimmen lautet:" Ist nach längerer Dauer des Ausstandes der Vorstand der Sie mündig geworden und können, falls Ihre Angebetete einwilligt, heiraten die Schaffung einer fünfgliedrigen Breßkommission beschlossen. Mit Meinung, daß derselbe aussichtslos ist und eine Einigung nicht er ohne eines andren Einwilligung zu bedürfen. 2. Sie hat feine Ansprüche. 11 gegen 10( süddeutsche) Stimmen entscheidet die Generalversamm- zielt werden kann, so müssen sich die Ansständigen um andre Arbeit 3. Dienstboten sind nicht unfallversicherungspflichtig. Für die sechs lung, daß der Sitz der Preßkommission Berlin ist. bemühen resp. die ihnen nachgewiesene Arbeit annehmen." Wochen übersteigende Kurzeit haftet das Mädchen selbst. = A. A. Nein. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. 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Jd 09 spqe un or STO ԿՈ ՎԿՈ 6 A euge des pun expre Дебет¡ ne o Zoologischer Garten Heute Sonntag, den 2, Juni, erster Sonntag im Monat Residenz. Baza. Anfang 7%, ur. Entree 25 Pf. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Uhr. Montag: Leontinens Chemänner. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Haberfeld= treiben. Anfang 8 Uhr. Ab 4 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Kgl. Musikdirekt. Brinkmann und Nachmittags 3 Uhr: Der G'wiffens Baumgarten. In der ,, Waldschänke": wurm. Montag: Haberfelbtreiben. Westen. Die schöne Ungarin. Anfang 7% Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung, Thalia. Gastspiel der Deutschen Genossenschafts= Bühne; Der Rosenkranz. Die Kuh, Anfang 8 Uhr. Montag: Frau Eva. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Carl Weiß. Pension Schöller. An fang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance. 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Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Theater, Konzert und Specialitäten. Anfang 4 Uhr. 22.Juni; Gröffnung der Sommer- Oper. Prater- Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Boltsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonette Hedwig Döring, des Grotesque Stomiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Rad: fahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball, Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Plaz 50 Pf. Kalbo. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Borstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Hoppla, Vater sieht's ja nicht. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler- Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass, Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt be: Anfang setztem großen Orchester. 5 Uhr. A. Zameitat. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater n. Specialitäten Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, foulant zu vergeben. 111448* Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Konkordia- Garten zum Wasserwerk Landsberger Lichtenberg, Chauffee Nr. Großer schattiger Garten. 13 verbedte Regelbahnen. im Freie Volksbühne. Heute, nachmittags 23 Uhr im Carl Weiss Theater V. Abteilung: Der grüne Kakadu. Hierauf: Scherz und Ernst. Scenen und Lieder. * Zur Orientierung über die Neueinteilung der Abteilungen in nächster Saison und den Spielplan werden die Mitglieder ersucht, die im Programm- Heft 10 d. J. erlassene Bekanntmachung des Vorstands genau zu beachten und zu verbreiten. [ 230/4 Die alten Mitgliedskarten müssen in den Zahlstellen abgegeben werden mit der event. Erklärung für die weitere MitDer Vorstand. I. A.: G. Winkler. gliedschaft. 1. eben Sonntag: Internationale Ausstellung für Großer Ball Feuerschutz- und Feuerrettungswesen Riefen- Parkettfaal. Staffeeküche von 2 1hr ab verbunden BERLIN 1901 Beretinen und Geſellſchaften bestens mit einer Ausstellung von Erzeugnissen der Gartenbaukunst empfohlen. Paalzow, Gaftivirt Johannisthal. Kurfürstendamm 150-156. [ 1699L Praktische Vorführungen, Lösch- u. Rettungsmanöver, Brandproben. Konzerte: Strauss'sche Kapelle aus Wien, Eintritt Jahren 25 Raus Park- Restaurant. Musikcorps der Garderegimenter, Kapelle der Berliner Feuerwehr. eben Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. 5 Pf. Achtung! 5 Pf. Dampferfahrt nach Teufelssee, Müggelturu, 16305 viertelstündlich von Friedrichshagen, Seeftr. 51, Haltestelle der Pferdebahn. 5 Pf. Hin und zurück 20 ẞf. 5 f. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. 5272* C. F. Walter. Massage- Institut W von H. und Fr. Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe, und in der Filiale Turmstrasse 47. Für sämtliche Orts- und Hilfs: Krankenkassen. [ 13602* Mechanische Apparate. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 18-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- n. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Safenbeibe Neue Welt.de 108-114. Täglich: Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karufjells, Marionettentheater ze. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen.[ 17302* A. Fröhlich. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Apfelfinen- Regen und diversen Ueberraschungen. 14812 Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle meine Säle, 300 und 1200 Personen faffend( mit Bühne), den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2e. zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Max Schindler. und Seeterrasse H. Mentes Volksgarten, zwischen Steuerhaus Lichtenberg, Röderstr. 3536. Jeden Sonntag: Doppel- Frei- Konzert. Großer Ball. 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Die Kaffeeküche ist täglich von 3-6 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag: Auftreten der Original- Norddeutschen Sänger. Wilhelm Trapp. Zu regem Besuch labet ergebenst ein Seeterrasse Lichtenberg", Röder- Strasse 6. Sonntag, den 2. Juni 1901: Gr. Doppel- Konzert. ( Juni- Programm, der größte Erfolg des Jahres 1901.) uft. be beaten Mr. Cronje- Boston unter Mitwirkung Turmseilfünstlers rühmlichst bekannten Turmfeil Donna Ervina auf dem 250 Fuß langen " Künstlerin und 90 Fuß hohen Turms feil über dem See. Der Elefant Baby" auf dem Turmfeil. Donna Ervina auf der Teufelsbrücke. Donna Ervina mit der Riesen Kanone auf den Seil( genannt der lange Tom). Nacht- Vorstellung mit dem Scheinwerfer. Belociped Donna Ervina auf dem Recipe im Brillant- Feuerwerk. auf dem Turmfeil Ren! Jm Variété- Theater ohne Entree: Carlo Benedetti, Waffenfünstler. Mr. Surolf, Tierstimmen Imitator. Jm großen Vergnügungspark Volksbeluftigungen aller Art. Gondel- Korfo, Hippo. drom usw. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Großer Ball unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Heinrich. Jeden Dienstag und Freitag: Großes Militär- Konzert und Auftreten des berühmten Turmseilfünstlers Mr. Cronje unter Mitwirkung von Donna Ervina in ihren unübertrefflichen Leistungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Gr. Ball. Entree 10 Pf. Kinder frei. Stadt- Ringbahn- Landsberger Allee. Elektr. Bahnen: Spittelmarkt- Eldenaerstraße( Halte Anfang 4 Uhr. Berbindungen: stelle). Nollendorfplatz- Landsberger Allce. Morikplay- Central- Biehhof. Sportpark Friedenau. Sonntag, den 2. Juni, nachmittags 4 Uhr Montag, den 3. Juni, abends 6 Uhr Gr. internationale Flieger- Rennen Jaquelin, Arend, Huber, Seidl, Ellegaard, Major Taylor. Rad- Rennbahn ,, Kurfürstendamm" Sonntag, den 2. Juni 1901: 2 Ringkampf- Meetings 2. Nachm. 1/24 Uhr ringen: M. Fériole, Lyon Omer de Bouillon, Lüttich. M. Gambier, Marseille G. Raicevich, Mailand. Paul Pons, Paris Aimable de la Calmette, Marseille. -www Abends 8 Uhr ringen: J. Pohl( Abs II), Hamburg M. Hitzler, W. Koch, Neuss. München Cotch Mehemed, Konstantinopel. In Reserve: Halll Adahl, Konstantinopel- A. Petroff, Sofia. Morgen Montag, abends 8 Uhr: Fortsetzung der Zwischenkämpfe. Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstr. 7. Saal mit Bahne Sonnabends und Sonntags zu vergeben. [ 16278 Musikinstrumenten- Arbeiter. ( Fachverein.) owda nadol plexio Bont der Reise zurück. Dr. Zadek, Dresdenerstr. 100. der Montag, den 3. Juni, abends 8% Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27: Invaliden- Unterstützungskasse Mitglieder- Versammlung. " Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Wollheim über: Geschichtliche Entwicklung der Menschheit." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Imbs Ostbahnpark, Rüdersdorferstraße 71, Sonnabend, den 27. Juli 1901: Großes Sommer- Fest verbunden mit 141/14 Sommernachts- Ball arrangiert vom Fachverein. Grosses Konzert. Auftreten sämtlicher Specialitäten, unter Mitwirkung des Sängerkreises der Musikinstrumenten- Arbeiter.( Dirigent: Nichard Lange.) Anfang nachmittags 4 Uhr. Billet 25 Pf. Programm fret. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Billets sind zu haben bei Rißner, Mariannenplay 15, Quergeb., und bei Grundmann, Naunynstr. 78. Der Vorstand. Röderstr. 6. See- Terrasse Lichtenberg. Röderstr. 6. Sonntag, den 9. Juni 1901: Grosses Volks- Fest arrangiert von den Parteigenossen Lichtenbergs. ♥ ♥ Doppel- Konzert. Specialitäten- Vorstellung. Monstre- Brillant- Land- und Wasser- Feuerwerk ausgeführt von dem Kunstfeuerwerker Paul Sutow. Preis- Kegelschieben. Mr. Cronje- Boston and Donna Erfona. Brillant- Feuerwerk auf Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 6. Juni 1901, abends 8% Uhr: Steindruder u. Lithographen Deffentliche Versammlung zu Berlin. Am Dienstag, den 11. Juni er., abends 81% Uhr, findet im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, die [ 16505 Ordentliche General- Versammlung pro 1901 statt, zu welcher die Herren Bertreter erg. eingeladen werden. Tagesordnung: in den Johannissälen, Johannisstr. 20. Tages Ordnung: 217/ 2* 1. Am Ende des wirtschaftlichen Aufschwunges. Referent: Genoffe Johannes Sassenbach. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Gäste willkommen. Der Vorstand. 6. Wahlkreis. 1. Jahresbericht pro 1900 und Ab: Dienstag, den 4. Juni, abends 8%, Uhr, bei Gleinert, Schulstr. 29: nahme der Jahresrechnung. 2. Neuwahlen für den Borstand(§ 10 bes Statuts). 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres(§ 20). 4. Antrag des Vorstands auf Abänderung des§ 4 des Statuts. 5. Verschiedenes.! Volks- Versammlung für Männer und Franen. Tages Ordnung: 219/13 1. Die Thätigkeit der Socialdemokratie im Noten Hause. Res Der Vorstand. J. A.: A. Schüß. ferent: Stadtverordneter Augustin. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Orts- Krankenkaffe für die in Geschäftsbetrieben der Anwälte, Notare und Gerichtsvollzieher, der Krankenkassen, Berufs= Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Korbmacher. genossenschaften und Versiche Sente. Sonntag, den 2. Juni, vorm. 10 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26: rungsanstalten beschäftigten Personen zu Berlin. Zu der am Dienstag, den 11. Juni cr, abends pünktlich 83 Uhr, im Restaurant Dräsel, Neue Friedrichstr. Wertebriefer, 35, hattfindenden Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der hoch= wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. 105/4] Die Kommission. Außerordentlichen Achtung! Achtung! General- Derfammlung Herren- und Damen- Konfektions- Schneider! gewählten Herren Bertreter eingeladen. Tagesordnung: Sensationell! Velocipedfahrt im Brillanti über dem Seed Sensationell! ber Beiträge auf 34 Prozent des 70 Fuss hohen Tarmseil Kinderbeluftigung. In zwei Sälen: Ball. Kaffeeküche. Kinder- Fackelzug. ( Stocklaterne gratis.)( Größte Berlins.)( Stocklaterne gratis.) Gondel- Korso( 15 Gondeln). 4 Kegelbahnen. Vergnügungsplatz. Anfang 2 Uhr, des Konzerts 4 Uhr. Entree 20 Pf. Bet ungünstiger Witterung für 6-8000 Personen Unterkunftsräume. Um recht zahlreichen Besuch bittet 222/15 Der Vertrauensmann. früher Schloss Weissensee Sternecker. Sonntag, den 9. Juni 1901: Grosses Sommer- Fest des Arbeiter- Rancherbunds für Berlin und Umgegend unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gefangvereine( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbunds) und einer starken Stapelle von Berufsmnfitern. Sierzu ladet Freunde und Genossen ein 287/9 Moabiter Gesellschaftshaus Seute! Alt- Moabit 80/81. [ 16226] Seute! Großes Konzert, Specialitäten- Vorstellung und Ball. Entree 10 Pfennig. Jeden Mittwoch Kinderfest. Entree 10 Pf., wofür ein jedes Kind eine Müze oder Schärpe gratis erhält. Peters. W. Münzers Ball- Salon u. Garten. Rnesebeckstr. 113, Rixdorf. 17199* II. Ging. Hermannstr. 119, empfiehlt seinen ca. 600 Personen faffend. Saal u. ca. 1200 Personen faffend. Garten zu Festlichkeiten u. Ausflügen. Jeden Sonntag: Ball. Wo gehen wir heute hin??? Nach der Vereinsbrauerei Rixdorf!! Gr. Frei- Konzert, der schönste Garten von Berlin u. Umgegend. Staffeeküche a Liter 70 Pf. Berliner Kindl Garten und Säle für Vereine fostenlos!! 10372* Martin Berndt, Oekonom. Robert Dieseler[ 16232* Der Vorstand. Auf Verfügung des Oberpräsidenten: Beschlußfassung über Erhöhung durchschnittlichen Tagelohns oder Herabfegung der Leistungen auf das gefegliche Mindestmaß. Berlin, 1. Juni 1901. Der Vorstand. J. A.: Jul. Cohn.[ 273/1 Auskunft in Montag, den 3. Juni, abends 8½ Uhr: Zwei öffentliche Versammlungen für den Osten: in Stecherts Festfälen, Andreasstr. 21, für den Norden: bei Niemann, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: M 1. Die deutsche Arbeiterbewegung und die Stellung der Konfektions: Arbeiter und Arbeiterinnen zu derselben. Referenten: Kollegen Ritter und Täterow. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersucht 162/14 Der Vertrauensmann. Arbeiterversicherungsfachen Schneider und Schneiderinnen Moabits! ( Kranken, Unfall: und Invaliden- Versicherung) wird erteilt bei P. Tiedtke, Charlottenburg, KaiserFriedrichstr. 35 im Cigarrengeschäft.[ 16346 Anfertigung von Berufungs- u. Returs schriften sowie jeder schriftlichen Arbeit Graveure, Ciseleure Dienstag, den 4. Juni 1901: m Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Fortsetzung der Diskussion über die Massregelungs- Angelegenheit. 3. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über: Haeckels- Welträtsel. 4. Diskussion. 5. Ersatzwahlen zum Central- und Filialvorstand und Presskommission. 6. Verschiedenes. 74/7 Der überaus reichhaltigen Tagesordnung wegen wird die Versammlung Punkt 8 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Achtung! Marmorarbeiter. Achtung! in Dienstag, den 4. Juni 1901, abends 81/2 Uhr, den ,, Arminiushallen", Bremerstraße Nr. 71: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Berliner Gewerkschaftsbewegung des Jahres 1900 und die Lohn: und Arbeitsverhältnisse unsrer Kollegenschaft in Moabit. Ref.: Kollege Nitter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 162/15 Kollegen und Kolleginnen Moabits! Agitiert überall für einen zahl: reichen Besuch dieser Versammlung. Einem vollzähligen Erscheinen sieht entgegen Der Vertrauensmann. Lackierer. Dienstag, den 4. Juni, abends 8%, 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 104/4 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersuchen darum dieses zu beachten. Der Vorstand. Verband der Tapezierer. Dienstag, den 4. Junt, abends 82 Uhr, bei Nümann, Brunnens straße Nr. 188: Bezirks- Versammlung( Norden). Am Dienstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, im ,, Englischen Vortrag des Gen. Grempe über:" Technische Fortschritte im Verkehrswesen". Garten", Alexanderstraße Nr. 270: 178/2] Die Verbands- Leitung. Deffentliche Versammlung. Achtung! Maurer. Achtung! Tages Ordnung: Restauration und Steh- Bierhalle Rontrolle über geleistete Beiträge? 3. Gewertschaftliches. 145, Brunnenstraße 145, an der Rheinsbergerstraße. Charlottenburg- Westend. Hoffmanns Volksgarten. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Abends feenhafte bengalische Beleuchtung und Schlachtmusik. KaffeeKüche, Boltsbeluftigungen. 15032* Kaffeeküche. 16508*] Im Saale: Großer Ball. Kegelbahnen. Jungfernheide, Boltsbeluftigungen. K. Hoffmann. Restaurant Königsda m m. Großer schattiger Garten, Kaffeeküche, Kegelbahn.( 15538* Bum Sporthaus" Ziegenhals bei Zeuthen, 1. Schiedskommission contra Firma E. 8 ach e. 2. Wie führen wir Es gilt Ernst zu machen mit der Durchführung unsres Tarifs, wer nicht erscheint, zeigt Interesselosigkeit und Gleichgültigkeit für Besserung unsrer Lage. Der Vertrauensmann. Achtung! 172/15 Achtung! Vereine, Gewerkschaften 2c. Da der„ Vorwärts" vom 29. Mai unsern Bericht der außerordentlichen Generalversammlung vom 21. Mai nur unvollkommen brachte, hierdurch zur Ergänzung, daß unter anderem der Musiker Gustav Grass aus gefchloffen werden mußte, weil er in gröblicher Weise gegen die Interessen der Vereinigung verstoßen hat, indem er tros Verbots die Mufit bet der Maifeier im 4. Wahlkreis( Ost) unter dem Tarif ausgeführt und sich dabei auf Kosten der Mitivirkenden in unerhörter Weise bereicherte. 50/11 Der Vorstand der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. J. A.: M. Heidelberger, 2. Schriftführer. Berliner Konsum- Verein ( Abteilung II Osten). ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Dienstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, im oberen Saale des Englischen Gartens, Alexanderstraße 27c: Gr. Baudeputierten- Versammlung. Kollegen, forgt dafür, daß jeder, im Streitgebiet liegende Bau durch einen Delegierten vertreten ist. 129/14 Der Vorstand...: Julius Gehl. Voran II Produktiv- und Einkaufs Genossenschaft für Fahrräder und andere Bedarfsartikel. Am Mittwoch, den 5. Juni, abends 8%, Uhr, im Gewerk. schaftshaus, Engel- Ufer 15: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstands. 2. Die Bestrebungen des Vereins Berliner Fahrradhändler. 3. Verschiedenes. 17152 Fahrräder W. K. C. mit Glodenlager 153 M., Baternen, Glocken, Gummi, Carbit usw., alles das denkbar beste der Gegenwart, sind in der Versamms Dienstag, 4. Juni, abends 8 1hr, im Freischük, Fruchtstraße 36a lung zu haben, ferner in den Geschäftsstellen: Hein, Bödikerstraße 31, III., Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Vorortstat. d. Görlitzer- u. Stadtbahn, Herrlich am Croffin- See bei Nieder- Lehme belegen, mit Dampfersteg, großem Tanzsaal, Kaffeeküche, Kegelbahnen und geräumigen Hallen, ca. 2000 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow fiber: Aus den Personen fassend, den Vereinen, Gewerkschaften und Fabriken zu Partien Beiten des Bunftzwanges". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. angelegentlichst empfohlen. Gleichzeitig gebe bekannt, daß ich mein Ge: 99/19... schäft Jüdenstraße 35/36 bis 1. April 1902 weiterführe und Be ftellungen für Sporthaus" Ziegenhals daselbst entgegennehine. 9492*] M. Mörschel, Fernsprecher Amt I Nr. 8386. " Riesen- Baude Franz Rummel 16859* an der Seeterrasse Lichtenberg an der Eldenaerstr. Großes Sommerlokal. Kaffeeküche. ff. Weißbier( Landré) 20 Pf. ff. Lagerbier 10 Pf. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Der Abteilungsvorstand. Radfahrer! Rixdorf. Radfahrer! Montag, den 3. Juni, abends 82 Uhr: Öffentl. Radfahrer- Versammlung im Apollo Theater, Hermann- Straße 48-50. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. P. Bernstein über: Die Hygiene bes Radfahrens. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 12/5 Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Karl Fischer, Waldstr. 8. Broschte, Reichenbergerstr. 98a, Lambeck, Demminerstr. 23, II., Seraphin, Rummelsburg, Kantstr. 47, Hartmann, Weißensee, Streustraße 71, Walzer, Charlottenburg, Marchstraße 21. Garantie gesichert. Mitglieder werden aufgenommen. Konsum- Verein Berlin- Rixdorf. E. G. 1. b. S. Am Dienstag, abends 9 Uhr, Mitglieder Versammlung im Thomasfch en fleinen Saal, Hermannstraße, für die Nig dorfer Mitglieder. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zum gemeinsamen Einkauf von Breß fohlen. 2. Verschiedenes. Da Punkt 1 der Tagesordnung von weittragender Bedeutung ist, fo ersuchen wir dringend um zahlreiches Erscheinen. Proben von Breßlohlen liegen in den Verkaufsstellen aus. 99/17 Der Vorstand. 3. 3.: Soede. obes Montag, den 3. Juni, Dienstag, den 4., u. Mittwoch, den 5. Juni einzelne Roben schwarzer, farbiger und gemusterter Kleiderstoffe Reste sowie ein grosser Posten Waschstoff- Reste enorm billig. Ültzensche Wollenweberei Leipzigerstrasse 96, Ecke Charlottenstrasse. 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Beilage des ,, V Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. – Sonntag, 2. Juni 1901. Versammlungen. # Ein Antrag von den Bauarbeiterit, ihrer Organisation die noch übrig gebliebenen Maimarken zu überlassen, wurde von allen Rednern als zweckwidrig bezeichnet und demzufolge abgelehnt. Nachdem noch auf die Bedeutung des Apothekenboykotts hingewiesen, beschloß man den streikenden Webern in Stunewalde 30 M. und den streifenden Arbeitern in Frankenthal 20 M. zu überweisen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Der 10. Juni statt. nächste Bereinsabend findet nicht am 3. Juni, sondern Montag, den Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bei Diete und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, nehmer tönnen noch eintreten. Neue Teil lottenburg betchäftigte sich mit dem Aus stand der Schleifer Es wurde hervorgehoben, daß der Gewerkschaftskommission eine in der Thon warenfabrit von March u. Söhne. Wie be- Einmischung in die internen Angelegenheiten des Verbands gänzlich Ein außerordentlich starkes Polizeiaufgebot veranlagte die richtet wurde, hat die Firma am 22. Mai zwei organisierte Schleifer fern gelegen habe, man habe nur Auskunft verlangt in einer An bom Deutsch nationalen Handlungsgehilfen Ver- ohne Angabe von Gründen entlassen. Eine Kommission der Arbeiter, gelegenheit, welche die gesamte Arbeiterschaft interessierte. Hierauf band, Gaufreis Groß- Berlin, zu Freitag nach dem Buggenhagen- weche mit Herrn March Rücksprache nahm, tam zu der Ansicht, daß wurde einstimmig eine Resolution angenommen, welche das Schreiben schen Lokal einberufene Versammlung. Etwa vier Dugend Schutz die Entlassung deshalb erfolgt sei, weil die beiden Schleifer sich eine des Sekretärs an die Gewerkschaftstommission entschieden mißbilligt leute, außerdem eine Anzahl Kriminalbeamte, unter der Leitung Lohnreduzierung nicht gefallen lassen wollten. Da der Chef die und als überhoben bezeichnet. mehrerer Polizei- Offiziere, hielten das Lokal, Treppen und Flure Wiedereinstellung der Entlassenen verweigerte, fo legten am 25. Mai besetzt. In einer Gartenhalle war eine interimistische Wache sämtliche Schleifer, 12 an der Bahl, die Arbeit nieder. Streit eingerichtet. Erst furz vor 9 Uhr wurde der Saal geöffnet, brecher haben sich nicht gefunden, daher stehen die Schleifnachdem sich bereits ungefähr fünfhundert Personen angesammelt maschinen still. hatten, und nunmehr begann eine genaue Auslese der Charlottenburg. Die hiesige Gewerkschaftskommission hielt Erschienenen durch die Arrangeure unter der Assistenz der Polizei- am Mittwochabend eine Versammlung ab, in welcher zunächst der beamten. Den weiblichen Handlungsangestellten wurde ausnahms Kassenbericht vom Kassierer Herzer gegeben wurde. Danach be los der Zutritt zu der als öffentlich angezeigten Versammlung gifferten sich die Einnahmen auf 432,98 m., die Ausgaben auf verboten und von den männlichen Personen nur diejenigen zu 279,87 M. Bleibt mithin ein Bestand von 158,11 M. Auf Antrag gelassen, die den Arrangeuren genehm waren oder doch nicht des Revisors Rickebusch wurde dem Kassierer die Decharge erteilt. gut abgewiesen werden tomten. Denjenigen, die bon Hierauf berichteten Flemming, Sablokki und Ehring über die einem der Controleure als Nicht Handlungsgehilfen bezeichnet Unterhandlungen mit dem Ausschuß und Vorstand des Verbands der in wurden, verboten die Polizeibeamten den Eintritt, ohne Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter, betreffend die Unterſtüßungs- Montag, abends 9 Uhr: 8weite Uebungsstunde in der Filiale Brunnenzu untersuchen, ob die Behauptung der Controleure wirklich angelegenheit der am Streit der Charlottenburger städtischen Gas- ftraße 150. Bortrag über Physiologie. Gäste willkommen. zutreffend war. Die Auserwählten durften allerdings auch erst den anstalten I und II beteiligten Arbeiter. Die Berhandlungen feien Gine öffentliche Mieterversammlung des Bereins Berliner Saal betreten, nachdem sie einzeln eine Kette von Beamten und zu Ungunsten der noch ausständigen Arbeiter verlaufen. Ein nach Wohnungsmieter findet am Montag, den 3. Juni, abends 81 Uhr, Controleuren passiert und nachdem sie 20 Pf. geopfert hatten. trägliches Schreiben vom Sekretär des genannten Verbands, Poersch, in Moabit, Turmstr. 25/26, im Saale der Brauerei Friedrichshöhe( früher Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, daß noch ein halbes Hundert an die Gewerkschaftskommission, in welchem sich der Sekretär jede Ahrenssche Brauerei) statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Droner" germliefen, ble fich anscheinend unter dem Schug ber Bolizer an die angelegenheiten des Verbands für die Rebates Get I a dy fiber: Wohnungspolitik und beamten recht mutig fühlten, herrschte im Saale ein Heidenlärm. Zukunft verbittet, wurde einer sehr scharfen Kritik unterworfen. Be- Mieter Interessen". Der Einberufer hatte sich eine längere Strafpredigt einstudiert, über das merkt sei, daß der Sekretär des Verbands, Poersch, troz schriftlicher unwürdige Verhalten der Socialdemokraten und ihrer Knippel- Einladung zu dieser Sizung nicht erschienen war. garde" in den letzten beiden Versammlungen", die er bei der Eröffnung vom Stapel ließ. Diese Nede fand auch den lebhaften Beifall, insbesondere der sehr jugendlichen Herren Deutschnationalen, die derartig mit den Füßen trampelten und mit den Stöden Klopften, daß die Ausführungen des Redners zumeist unverständlich blieben. Die Nede flang aus in ein Kaiserhoch, dem ein kräftiges Hoch auf die Socialdemokratie folgte. Eine Bureauwahl wurde ab gelehnt mit der Motivierung, daß in dieser Bersammlung deutsch- Schauspiel. nationales Recht gelte und das Bureau von den Deutschnationalen hafezt ist. Da der Lärm immer größer wurde und eine sachliche Der Vorfigende des Centralverbands der Handlungsgehilfen, Genoffe Friedländer, schließlich die Anhänger dieser Organisation auf, den Saal zu verlassen, um damit gegen das Verhalten der Deutschnationalen zu protestieren. Dieser Aufforderung leistete die übergroße Majorität der Anwesenden Folge und faum 200 Personen blieben zurück, denen Herr Richard Döring die Frage: Was frommt dem deutschen Kaufmann, soll er deutschnational oder social demokratisch sein? erörterte. Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter. Eine am 29. Mai abgehaltene Mitgliederversammlung der Zahlstelle CharUnfrem Genossen und Kollegen Franz Kotzke bringen wir hiermit zum 33. Geburts: tage ein donnerndes Hoch dar. 1640b Die Kollegen. Central- Krankenkasse der Tabakarbeiter. Den Mitgliedern zur geft. Nachricht, daß das Mitglied Frau Johanna Fahrland am 30. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Hagenauerstr. 16, aus statt.( 189/2 Die Ortsverwaltung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei der Beerdigung meines ich allen, besonders Wochen Spielplan. Opernhaus • haus Schillers Theater Deutsches Sonntag 2. Samson und Dalila Mädel fet schlau Der Hochzeitstag Das Gefängnis Nm.: Der Raub b. Sabinerinnen Flachsmann als Die tsp.d.Leff.- Th Nm.: Die Ehre. Montag 3. Die Meistersinger bon Nürnberg Die Hermannsschlacht: Die Jüdin von Toledo ( Ferd. Bonn) Die Zwillings schwester Dienstag 4. Maria, die Tocht. des Regiments Vergißmeinnicht Mädel set schlau Der Hochzeitstag Der Kaufmann von Venedig ( Ferd. Bonn) Nora Der Bantapfel Mittwoch 5. Cavalleria rusticana Sonnabend neposed mettendom A 6. Donnerstag Freitag 7. Sonntag 8. 9. Samson und Dalila Undine Aschenbrödel Bohengrin Doktor Klaus Das Gefängnis Die Zwillings schwester Ueber unsre Mabel sei schlau Der Hochzeitstag Der Kaufmann von Venedig ( Ferd. Bonn) osa Johannisfeuer Ueber unsre zwei Eiſen im Feuer Der Kaufmann von Venedig ( Ferd. Bonn) Flachsmann als Erzieher Der Zanfapfel tom. Oper Carmen fet Biel Värmen Säbel Der Schlau um Nichts Der Raub der Sabinerinnen Die Zwillings schwester Hochzeitstag Die Räuber ( Ferd. Bonn) Flachsmann als Erzieher Der Banfapfel Ueber unsre a. d. tom. Oper Maria Stuart 2. b. tom. Oper Straft. I. Zell. Straft. II. Tell. Witten t. b. Nacht Straft. II. Teil. written t. 5. Nacht Mitten i. d. Nacht Berliner Ueber unsre Theater Kraft. II. Teil. Ständiges Repertoire: Neues Königliches Opern- Theater. Alle Abende: Mamsell Angot. Nur Dienstag: L'Elisire d'amore. Leffing- Theater. Gastspiel von Hansi Niese. Alle Abende: Ein Blißmädel. Residenz- Theater. Sonntag bis Freitag: Leontinens Ehemänner. Sonnabend: Frauen von heute. Neues Theater. Sonntag bis Freitag: Haberfeldtreiben. Sonnabend: Meineidbauer. Sonntag: Lisert von Schliersee. Theater des Westens. Alle Abende: Die schöne Ungarin. Secessionsbühne. Alle Abende: Buntes Theater. Verein„ Vorwärts Ruder- Verein 99 Berlin. Allen Freunden und Gönnern des Nudersports hiermit zur Kenntnis: nahme, daß jetzt, bei Beginn der Rudersaison die günstigste Gelegenheit ist, dem Verein beizutreten. Der Ruder- Verein„ Vorwärts" bezweckt, den weniger Bemittelten unter Vermeidung zu großer Ausgaben die Ausübung des schönen und gefunden Rudersports zu ermöglichen und sind deshalb die Bedingungen so mäßig, daß ein jeder in der Lage ist, dem Verein beizutreten. 16426 Der monatliche Beitrag beträgt für männliche Mitglieder 2 M., für weibliche 1,20 M. Sigungen finden jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, im Klubhaus in Stralan, Tunnelstraße 17, statt. In der Vereinsversammlung am Donnerstag, den 6. Juni, Berufskollegen, u.16, bent Wauder findet ein og Das Rudern statt. Damen und Herren willkommen. Eintritt frei. Der Vorstand. verband centraler Nichtung meinen herzlichsten Dant. 16436 Minna Henning. Die Beerdigung unfres int 75. Lebensjahre plötzlich an Lungenentzündung verstorbenen Vaters, Schwieger und Großvaters, des 29 Himbeersaft Schloffers Karl Schramke, na anerkannt vorzüglich a Ltr. M. 1,40. findet am Sonntag, den 2. Juni, nachinittags 312 Uhr, von der LeichenHalle des Golgatha- Kirchhofs in der Barfusstraße aus statt. 1662b Die tranernden Hinterbliebenen. Radfahrer Feinst. Kirsch- u. Johannisbeersaft a Ltrfl. M. 1,60. Feinst. Erdbeersaft a Ltrfl. 2,10. Citronenlim.- Saft a Ltrfl. M. 1,30. Med. Citronensaft zur Kur a Flasche M. 1,- 2,- 3,-. Ungarwein Original- Abzug von Franz A. Jálies& Co. in Budapest. Med. 2 Ausbruch a Literfl. M. 2,10, 10 Ltr. M. 17,50 exkl. Ruster Ausbruch Ll. M. 2,-. Deutscher a Ltifl. M. 4, 1/2 Ltrfl. 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