Nr. 28. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monate lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Bismarck Italiens. Dienstag, den 3. Februar 1891. " Expedition: Beuth- Straße 3. wegung trotz oder auch gerade wegen seiner Verfolgungen erkennen, so daß die kleine Republik trotz ihrer garanan Stärke und Vertiefung gewann, so nahm er seine Zu- tirten Neutralität sich veranlaßt say, ihre Streitkräfte zu verflucht zu einer Sozialreform", die er nun nicht mehr hat mehren und den St. Gotthard zu befestigen. Auch die italienische Herr Crispi hat sein großes Vorbild in Friedrichs- ausführen können. Die italienischen Arbeiter werden dabei Kolonialpolitik mit ihrem ländergierigen Charakter und nicht viel verlieren. mit ihrer Eifersucht auf den französischen Nachbar war ruh allzugetreu nachgeahmt und hat infolge dessen auch Italien hat unter der geräuschvollen Wirksamkeit mehr als einmal geeignet, zu bedenklichen Zwischenfällen den gleichen Weg wandeln müssen; er ist gestürzt. Wie dieses aufgeblasenen und prahlerischen Mannes schwer ge- zu führen. Bismarck hatte er sich daran gewöhnt, das Parlament litten. Crispi war von dem Großmachtskizel in einem Sonach bedeutet der Sturz des Herrn Crispi, daß durch derbe Ausdrücke und heftige Angriffe einzuschüchtern. Grade befallen, der ihn die Mittel und die praktischen Italien sich in friedlichen Bahnen bewegen und weniger Er vergaß dabei nur, daß wir in Deutschland keine Zwecke Italiens völlig falsch beurtheilen ließ. Anstatt alle aufregende und beunruhigende Pläne verfolgen wird, als parlamentarische Regierung haben und daß Kräfte des Landes auf die Heilung der inneren Schäden bisher. es seinem Vorbild nicht einfiel, zurückzutreten, wenn seine zu verwenden, suchte er seine Stärke in der Vermehrung Selbstverständlich stellen einige Reptilien es giebt Anforderungen vom Parlament zurückgewiesen wurden. Der Streitkräfte. Die enormen Ausgaben für das Heer solcher auch in Italien mehr als zu viel!- die VerIn Italien liegt das anders; das beleidigte Parlament und für die Flotte verschlangen für Italien schier uner- muthung auf, der Dreibund könne durch das Verschwinden stimmte gegen die Regierung und der geniale Staats- schwingliche Summen. Während der großmannssüchtige des Herrn Crispi beeinträchtigt werden. Der Dreibund mann". zu Rom war im Handumdrehen beseitigt. Es Staatsmann durch den Glanz seiner Waffen die Zeit ist weder das Werk des Fürsten Bismarck, des großen wird ihm nun nichts anderes übrig bleiben, als seinem genossen zu blenden suchte, stieg im Innern das Volks- Russenfreundes, noch des Herrn Crispi. Er ist einfach Vorbild weiter nachzustreben und auch„ alte Raketen elend zu einer unglaublichen Höhe, namentlich in den das Produkt einer gebieterischen Nothwendigkeit, die mit tist e" zu werden, aus der man ab und zu ein unschäd- ländlichen Kreiser, wo infolge dessen auch der Sozialis- der Person eines einzelnen Staatsmannes gar nichts zu liches Gezisch und Geprafsel vernimmt. Wie gemeldet mus Eingang fand. Während sich die Regierung des schaffen hat. Der Dreibund ist der Ausdruck der Befürchwird, ist auch schon Graf Herbert Bismarck, der Herrn Crispi mit ihren Heeresreformen brüstete, mußten tung der mitteleuropäischen Staaten, von dem perfiden, Sohn seines Vaters", bei dem gestürzten Minister gewesen, Hunderttausende von italienischen Arbeitern ihr Brot im im Geheimen unaufhörlich rüstenden Rußland eines um ihn im Auftrage seines Vaters zu trösten. Mag Auslande suchen, wo sie ihre Konkurrenten unterbieten, da schönen Tages überfallen zu werden. ein schöner Trost gewesen sein; vielleicht war es der gute sie durch das Elend in der Heimath sich einer Reihe von Rath, sich nunmehr mit Rauchfaßschwingern à la Bewer Bedürfnissen entwöhnt haben, um die ein deutscher, fran- männischen Schule an, die in dem Wahne lebt, den Herr Crispi gehörte wie sein Vorbild der alten staatsin Verbindung zu setzen und über dem Duft der Weih- ösischer und englischer Arbeiter nun einmal nicht herum- modernen Geist und die moderne Entwickelung mit den abrauchwolfen den Undank" der Völker zu vergeffen, tommt. geftumpften Mitteln einer gänzlich veralteten Staatskunst Italien verliert an Crispi so wenig, als Deutschland Es kann fonach in Italien Nichts schlechter gemacht beseitigen zu können. Es wird nach Herrn Crispi zwar an seinem Freunde Bismarck verloren hat. Ohnehin war werden und der Sturz des Herrn Crispi mag eine Re- auch kein wahrhaft moderner Staatsmann kommen; das Crispi jetzt gerade im Begriffe, die Bismarck'sche gierung gleichviel welcher Art bringen fie kann Nichts ist von dem Klassenstaat in Italien nicht zu erwarten. Sozialreform" nachzuahmen. Die dazu erforder- mehr verderben. Aber wir sind in Europa wieder einen jener Staatslichen großspurigen Phrasen waren in der letzten Thron- Gerade wie beim Sturze Bismarck wird nun in den männer los, deren System wie ein Alp auf dem Volke rede schon losgelassen worden; nun hatten noch die wohlgesinnten" Blättern die Frage erörtert, ob denn mit liegt und bei deren Verschwinden Alles tief aufathmet. freißenden Berge die lächerliche Maus zu gebären, welche dem Rücktritt des Herrn Crispi der europäische Friede in Den Italienern wird es leicht geworden sein, wie uns im den positiven" Theil der Crispi'schen Sozialreform bilden Frage gestellt sei. Schier allseitig wird diese Frage ver- vorigen Jahr! sollte, und die, nach den anderen" Thaten" Crispi's in neint. Wir gehen aber noch weiter und behaupten, daß dieser Richtung zu urtheilen, eine reine Pfuscharbeit und die Entfernung Crispi's, wie die Bismarck's, von den Stümperei hätte werden müſſen. Groß war Crispi nur Staatsgeschäften eine ruhigere Epoche herbeiführen un politische Uebersicht. Berlin, den 2. Februar. in der negativen" oder" repressiven" sozialpolitischen zwischen Italien und Frankreich ein besseres Verhältniß Thätigkeit; er hatte ein rücksichtsloses und unumschränktes ermöglichen wird, gerade wie feit Bismarck's Rücktritt die Polizeiregiment eingeführt, welches seinem Wahn, unaufhörlichen Häkeleien zwischen Deutschland und Frank- Der gefährlichste Radaupolitiker Europas seit dem die Arbeiterbewegung und die ganze sozialistische reich ein Ende genommen haben. Sturze Bismarcks, Herr Crispi, ist nun auch glücklich von Gedankenwelt mit der Faust niederschlagen zu Wie Bismarck gerne einen falten Wasser der Bühne entfernt worden. Indem wir auf unseren heutigen können, Ausdruck gab. Der ehemalige Republikaner st r a bl" nach Paris sandte und dadurch die französischen Leitartikel veriveisen, seien hier nur noch einige Punkte und Revolutionär, der sich noch 1860 als einer der Chauvinisten in eine immer größere Aufregung hinein hervorgehoben. Herr Crispi, der ins Italienische übersetzte und dabei V 0 1 Marsala" alt an dem kühnen steigerte, so benutzte Crispi auch den geringsten Anlaß, nicht verbesserte Bismarck, betrachtete gleich seinem Vorbild Buge Garibaldis nach Sizilien betheiligt hatte, war um den Franzosen übermüthig zu begegnen. Er brachte die Politik nur als ein Mittel zu seiner persönlichen Ergegenüber dem Sozialismus zum vollendeten Reaktionär es mehrere Male zu ernstlichen Zwischenfällen, die große höhung. Er wollte durchaus ein großer Man", ein geworden und hatte gar kein Verständniß für die Vor- Unruhe in ganz Europa hervorriefen. Selbst der Schweiz genialer Staatsmann" sein, und" da er von den Gegänge in der Arbeiterwelt. Da aber die sozialistische Be- gegenüber gab er seine Eroberungsgelüfte ganz offen zu setzen, nach welchen die politischen und sozialen Verhältnisse „ Tausend Feuilleton. Nachbruc verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 28 Fanny kroch schließlich ins Bett. Unter der alten Federdecke versteckt weinte sie, bis sie einschlief. Stimme. Sopha hin. geholfen werden könnte und Du auf Lebenszeit versorgt nieder. Da hast Du," stöhnte sie. Dann taumelte sie aufs sein könntest und Du findest, daß Du die Mittel hast, das Angebot zurückzuweisen? Oder ist's vielleicht die Familie, Heute Abend mußte sie es sagen. Nun war es alles eins; auf die Du rechnest?" Fanny erhob sich. Dank für sie fonnte doch Mama diese Freude zum neuen Jahr gönnen. die Mahlzeit, Lea", sagte sie in der Thür mit halberstickter Denn mun starb sie ja doch. Es durchglühte und durcheiste ihren Körper. Und der Kopf schwindelte ihr und sie hatte Die Tage, die noch übrig waren, hielt sie im Laden aus. in den letzten Tagen Stiche im Herzen gefühlt. Ach, wenn Sie wollte ihre sechs Speziesthaler unbeschnitten haben. Dann sie nur starb! Heute war sie kaum mehr im Stande gewesen, fonnte ja Mama sie kriegen. Hungrig und verstimmt ging etwas zu thun; merkwürdig genug, wie sie nach Hause gesie herum und schleppte sich hin; der Husten verschlimmerte sich; krochen war. Nun entfloh sie doch diesem Jammerthal. sie hatte Fieberschauer und Kopfschmerz; man nergelte und Jesus... Jesus sollte ihr Bräutigam sein. Ach, war sie Am nächsten Morgen erhielt sie keinen Kaffee. Du zantte, sie machte sich aber nichts mehr daraus. Hier wollte müde! Die Engel würden sie in Prozession begleiten... mußt Dich üben, nunmehr Brot zu essen", meinte Mama. fie feinesfalls bleiben. Sie wollte nachgeben. Heute Abends, mit langen Palmenzweigen... durch die ganze ErlöserAls sie Mittags heimkam, wurde ihr ein Teller Grüße wenn sie heimkam, wollte sie Mama bitten, dem Zollein kirche... hübsche Brautjungfern. Hu, war es talt; hu, vorgesetzt. Das Haus ist leer", sagte Mama; aber Du nehmer zu schreiben; es fonnte schwerlich ärger werden, als wie sie fror! Warum hatten sie denn nicht ordentliche Defen haft wohl selbst Vorräthe, Du, die Du so stolz bist?"- es nun schien. Er war wohl unausstehlich. Aber besser in diesem Laden?- Was? Essen? Sogleich, Mama!" Am nächsten Morgen bekam sie Brot ohne Butter. mußte sie es bei ihm doch haben als nun bei Mama. Jedoch Gänsebraten und Wein... Der Tod von Lübeck saß zu Du hast es, wie Du selbst gewollt," sprach Mama. Fanny als sie Abends heimkam, fehlte ihr der Muth, es zu sagen. Tisch und schnitt vor... brrr!„ Du – Lea"; schaut ſtand auf und ging fort; die Thränen drohten sie zu über- Sogar die Kraft. Sie sank auf dem Sopha zusammen und mir einmal die Frau Lea an; dies Kleid verräth ja wirklich wältigen. Allein sie mußte sich bezwingen, des Ladens wegen; fror; sie war nur frant; alles war ihr sonst gleichgiltig. Geschmack!" Brrr, nein; niemals... Nein, nein, ich fie fonnte nicht mit rothgeweinten Augen erscheinen. Im Hätte Mama sie gefragt, so hätte sie gewiß ja gesagt; allein will nicht, Mama; ich will nicht, Mama! ich will nicht, ich Lauf des Vormittags war ihr, als sollte sie ohnmächtig gottlob, Mama fragte nicht. Sie war nur zuwider." Ja, will nicht!" werden vor Hunger; sie bat, für eine Stunde sich entfernen das Fräulein muß entschuldigen, daß wir nicht Braten und zu dürfen und schwankte auf den Ülevoldvej zu Lea hinauf. Wein haben";" Du hast Dir's selbst zu danken, daß wir Hier bat sie um etwas zu essen. Ich weiß nicht, wie es nur Syrup auf dem Brot haben".... Pfui, pfui! wer tommt," sagte sie, aber ich wurde auf einmal so seltsam doch sterben könnte! Ja, vielleicht starb sie nun. Dann " Lea schaute sie an, schien etwas sagen zu wollen, würden sie es bereuen, diejenigen, die sie zu Tode peinigten; Milch und drei Stück Butterbemmen. Fauny verschlang sterben. Ach, Here Jesuchrist, komm und nimm mich, komm hab es aber auf; dann befahl sie in der Küche ein Glas aber da war es zu spät... Ja, sie wollte, sie könnte über" den Augen" das Essen mit der Gier eines wilden Thiers und sah sich und nimm mich... nach mehr um. Na", sagte Lea, wie ich höre, geht es Dir hungrig " gut?" Gut?" fragte Fanny. Was ist denn, mein Kind? Ist Dir schlecht?" " " 1 Aber nein, Mama... Sag' mir, wer ist denn dieser dort," der Andere?" " der Andere... der mit dem Haar XIV. Welcher Andere?" " Der bei Tisch... Als sich Famy ein paar Wochen später von der Lungen- Am Neujahrsabend brachte sie ihre sechs Thaler entzündung wieder erholt hatte, war es, als ob alles ver" Nun ja, nachdem Dir heim. Sie schwankte mit denselben zum Tisch und legte sie gessen sei. 683 Wähler vielen von ihm geschaffenen Mittel zur künstlichen Be- die Verhältnisse in Köln anstellen lassen. Nach dieser sind einflussung der öffentlichen Meinung. Für die bei den bestehenden Steuersägen: Dienste, welche das Bureau zu diesem Zwecke leistete, wurden in der 1. Klasse ihm nicht nur die Nachrichten der Regierung beispielsweise selbst die Thronreden, ehe sie verlesen waren zur Verfügung gestellt, sondern auch Vorrechte bei der Beförderung eingeräumt. sich entwickeln, keine Ahnung hat, so suchte er feine| " Genialität" durch kunstvoll arrangirte und hernach kunstvoll beseitigte Konflikte und Schwierigkeiten kurz durch diplomatische Jahrmarkts- Kraftstückchen zu bethätigen. So führte er in der auswärtigen Politik eine Anzahl geräuschvoller Haupt- und Staatsaktionen auf, und ließ in der inneren Politik, wo keine diplomatischen So leistet der famose Stieber, weiland Kronzeuge im Lorbeeren zu holen sind, Alles verlottern. Ein Apostat Kölnischen Kommunistenprozeß, nach seinem Tode noch schlimmster Sorte, haßte er nach Apoftatenart die Bestrebungen, Beugenschaft, doch diesmal gegen seinen Gönner, den da denen er früher huldigte, und wurde Handlanger der euro- maligen Ministerpräsidenten von Bismard. Wir können päischen Reaktion, an deren Chef, seinem Freund" Bismarck, dem offiziösen Telegraphenbureau zu diesem Zeugen" nur er sich krampfhaft anklammerte. gratuliren. Bismarck gefallen, war auch Crispi's Stellung unhaltbar geworden. Eine Thatsache für Herrn v. Bötticher finden wir im Correspondent für Deutschlands Buchdrucker". Daselbst steht zu lesen: , Gestorben in Berlin am 7. Januar der Invalid( Seher) Ludwig Sage, 81 Jahre alt Altersschwäche. Sage wurde mit 33 Jahren Invalide, bezog also 48 Jahre lang aus der Berliner Orts- Invalidenkaffe eine Pension von 7,50 Mark pro Woche gleich 18 700 Mark." Durch echt Bismarckisch- Buttkamersche Praktiken suchte er die letzten Wahlen zu seinen Gunsten zu lenken, und er log auch der Welt vor, daß er eine bedeutende Majorität bekommen habe,- allein es stellte sich bald heraus, daß Herr Crispi auch in der neuen Kammer über keine feste Majorität verfügte. Die Thatsache, daß seine provozirende und renommirende Radaupolitik Italien zu Grunde richtete, ließ sich nicht länger verhüllen, und das furchtbare Massen- Eine solche Pension wird gewährt gegen einen Wochenelend, welches der ungewöhnlich harte Winter auf's Aeußerste beitrag von 35 Pfennig. Diese Kasse bekommt weder vom steigerte, ließ die Verwerflichkeit des Militarismus und der Staat noch von sonst jemand Zuschüsse und leistet doch mehr, und leiſtet ganzen Crispi'schen Wirthschaft in so greller Beleuchtung als die staatliche Altersversorgung! erglänzen, daß die Katastrophe unvermeidlich war. verlor er alle Besonnenheit gerade wie sein Vorbild und beschleunigte seinen Fall durch rohe Beschimpfung seiner Gegner. 2. " " " 3. 3 555 44 309 " " Nach den künftigen Steuersätzen werden fallen in die 1. Klasse 394 Wähler " 2. 3. " 2 709 45 444 " " Unter Berücksichtigung der Bestimmung in§ 79, wonach, wo eine Veranlagung der Steuerpflichtigen unter 900 m. nicht stattgefunden hat, einen Steuerbetrag von 2,40 M. zu Grunde zu legen ist, stellt die 1. Klasse 390 Wähler 2 709 45 470 2. " " 3. " " " " Wird der Satz von 2,40 M. nach den Beschlüssen der Kommission auf 3 M. erhöht, stellt sich die Vertheilung nur um ganz weniges günstiger, und zwar: 1. Klasse 395 Wähler 2. 2719 3. " 17 " 45 433 " Man sieht daraus, was man gar nicht erwartet hat, daß sich das Wahlrecht zu Gunsten der oberen Klassen verändert; die Wähler werden weniger und bekommen um so mehr Rechte gegenüber den Wählern der dritten Klasse. Den „ oberen Zehntausend" ist dies gar nicht so unerwünscht; nur glaubt das Zentrum, davon Schaden zu haben. Sonst Als Crispi merkte, daß seine Tage gezählt waren, Ein allgemeiner ,, Bund gegen die Antisemiten" ist würde man wahrscheinlich die Sache ruhig ihren Weg gehen gebildet worden oder soll gebildet werden. Recht charakte- lassen. So aber wird es noch einen Lärm absetzen. ristisch für das deutsche Philisterthum, daß es erst jetzt, nachdem das Stöcker'sche Rowdythum einen allerhöchsten In Leipzig wurden unlängst Baumwollenwaaren Fußtritt empfangen hat, gegen dieses Demagogengesindel konfiszirt, die aus Spitallumpen" angefertigt waren. niederster Sorte vorzugehen wagt. Und diese verspätete Dazu schreibt man dem Wähler": Tapferkeit ist obendrein jetzt ganz überflüssig. Die antisemitische Bewegung, welche von Fürst Bismarck fast gleichzeitig mit der Einführung des Sozialistengesetzes in Szene gesetzt ward, um die Aufmerksamkeit des Volks von den agrarischen Raubrittern abzuwenden, die ihren Beutezug vorbereiteten wurde gleich bei ihrem ersten Auftreten von den sozialdemokratischen Arbeitern richtig erkannt. Sie zertraten der glitzernden, gleißenden, verlogenen Schlange, die sich liebäugelnd an sie heranschlich, unbarmherzig das Haupt. So ist auch er würdelos vom Schauplaze seiner zu Langen Wirksamkeit zurückgetreten. Und Niemand, der es mit dem Wohle der Völker und mit dem Frieden ernst meint, wird ihm eine Thräne nachweinen. Der Sache des Friedens kann die Entfernung dieses intriganten Krafehlers nur nüßlich sein. Jahrzehnte aber werden verstreichen müssen, ehe das unglückliche Italien sich von den" Segnungen" und dem„ Ruhm" der„ Aera Crispi" erholt hat. " Die Es dürfte Ihnen interessant sein zu erfahren, daß viele Arbeiter mit„ Spitallumpen" oder„ Chariteelappen", wie sie auch genannt werden, in sehr innige Berührung kommen, und zwar als Buklappen". In mechanischen Werkstätten sind es meist die obenbezeichneten Zumpen, die als Putz- und Polirlappen ausgegeben werden; man merkt es besonders an der gleichbleibenden Leibwäsche. Nur wenige Werkstätten verwenden neues Leinen oder Schirting oder gewirkte Putztücher. Buzlappen aus Krankenhäusern stinken übrigens start nach Chlor, und ist es gerade nicht angenehm, diesen Geruch stets vor der Nase zu haben. Schließlich mögen die„ Spitallumpen" immer noch reinlicher sein, als wie die Puzlappen, welche beim Lunipenhändler gekauft werden, die vielleicht in der Pleiße oder Rietzschte gewaschen und auf dem Strauch getrocknet sind. Ja oft genug bekommt man Puzlappen, in denen die größten Schweinereien enthalten sind, und wovor man sich direkt entsetzt, oder wie man zu sagen pflegt, einem aller Appetit vergeht. Sollte ein Prinzipal derartige Lumpen gebrauchen, er würde vielleicht dein Arbeiter das gleiche nicht zumuthen. Doch je billiger, desto besser." Derartige unsaubere Zumuthungen sollten, wenn sich die Arbeitgeber nicht schämen, von dem Fabrik'inspektor Es ist seine Aufgabe, über die zurückgewiesen werden. Anläßlich der Debatte über das Telegraphen wesen im Reichstag erinnert die Vossische Zeitung" zu sehr gelegener Zeit an ein Bekenntniß einer schönen Und zwar gebührt den Berliner Arbeitern das Scele, nämlich daran, was der bekannte" gewiegte Hauptverdienst: sie warfen den Stöcker, ohne auf seine honigKriminalist" Stieber in seinen Denkwürdigkeiten über die süßen Lockreden zu achten, einfach dahin, wo sein richtiger Benutzung der Telegraphenbureaus sagt. Play ist: in die Senkgrube der Reaktion; und Es heißt dort so schreibt die Tante Voßdie Arbeiter der übrigen Städte, in denen die Hetzdema Die Regierung habe längst die hervorragende Bedeutung gogen auftauchten, folgten dem Beispiel der Berliner. Damit der Telegraphen- Korrespondenz- Bureaus für eine geschickte, war das Schicksal dieser Bewegung" entschieden: der Stöcker am wenigsten bemerkbare Leitung der öffent fonnte nur noch in den Kreisen des untergehenden Kleinlichen Meinung, durch die Form der Mittheilung bürger- und Kleinbauernstandes Gläubige finden und mit einzelner Ereignisse," erkannt erkannt und„ deshalb, so weit als dies, ohne Anstoß zu erregen," geschehen konnte, Hilfe des Fürsten Bismarck und anderer hohen Protektoren eine Monopolisirung der telegraphischen Beisein politisches Dasein fristen. Die Kleinbürger und Kleintungs- Korrespondenz in Preußen angestrebt." zu bauern sind aber an sich kein ausschlaggebendes Element Sanitären Zustände in den gewerblichen und industriellen diesem Zwecke verschaffte sich die Regierung Fühlung mit dem und sie merkten außerdem in den meisten Fällen auch bald, Etablissements zu wachen und der eventuellen Verschleppung in Berlin errichteten Telegraphen- Büreau des Dr. B. Wolff, daß es der Kapitalismus ist, der sie unterdrückt und von Krankheiten, die auf diesem Wege sehr leicht erfolgen welcher unter thätiger Mitwirkung des Ministeriums im Jahre zu Grunde richtet-- und daß der Kapitalismus in christ- kann, vorzubeugen. Da spricht man vom Risiko des Unter1865 in eine Aftiengesellschaft umgewandelt wurde, wobei licher Verkleidung um kein Haar breit weniger wucherisch, nehmers, während die Gesundheit des Arbeiters von allen sich die Regierung für die Zukunft einen maßgebenden EinSeiten von Gefahren bedroht ist. fluß auf die Leitung dieses Instituts sicherte." Der Minister- hartherzig und verderblich ist, wie in jüdischer. präsident hatte den König selbst veranlaßt, in diese Angelegen Der Antisemitismus liegt in den letzten Zügen heit durch folgenden an Dr. B. Wolff gerichteter Erlaß vom mit dem Sturze Bismarck's hat er die künstlichen Quellen seiner Kraft An der 4. März 1865 einzugreifen: der Sozial " Ihrem mir vorgelegten Plane, durch eine Aktiengesellschaft demokratie ist es, überall, wo diese Schmach des JahrIhrem telegraphischen Institute eine ähnliche Ausnehnung zu hunderts" sich noch ans Tageslicht wagt, den Stöcker- und geben, wie dies eine englische Aktiengesellschaft( Reuter. Anm. Der Red. d. Boff. 3tg.) zu thun im Begriffe steht, kann ich Böckelingen aufs Kollet zu steigen. Die liberalen Philister nur meinen ganzen Beifall zollen, und würde es mich sehr vermögen nichts gegen diese antisemitische Bewegung", und freuen, wenn bewährte patriotische Finanzmänner zwar, weil sie deren soziale Grundlage nicht verstehen, oder wie die Herren v. Oppenfeld, Magnus, Bleich- ableugnen. Wir Sozialdemokraten wissen, daß die Herren röder, sich mit Ihnen zu dem qu. Geschäfte vereinigen Antisemiten mit ihrer Kritik der Ausbeuterwirthschaft im wollten. Es scheint mir sehr wichtig und nothwendig, daß in Wesentlichen recht haben allein wir wissen auch, daß Preußen ein. dergleichen Institut kreirt werde, um dem eng- sie erbärmliche Heuchler sind, und daß sie, weitentfernt das lischen entgegentreten zu können." Als nun im Sommer 1867 Reuter die Genehmigung zur Errichtung eines telegraphischen Zweigbureaus für Berlin und Frankfurt a. M. nachsuchte, wurde ihm dieselbe verweigert, da, wie es in den Denkwürdigkeiten heißt, das Reuter'sche Institut als ein englisches Unternehmen keine Garantie für eine den preußischen Interessen entsprechende Behandlung des telegraphischen Zeitungsstoffes bieten konnte und dem protegirten " verloren, Das„ elendeste Wahlsystem", wie seinerzeit der Wolff'schen Bureau kein so mächtiger Konturrent auf den Reichskanzler das Dreiklaffen- Wahlgesetz genannt hat, wird Nacken gesetzt werden durfte." Das W. T. B." war thatsäch- durch die Miquel'sche Steuerreform eine Verschiebung erlich für den früheren Ministerpräsidenten nichts als eines der leiden. Die Regierung hat eine bezügliche Berechnung über " hier auf Erden muß man oft das eine Auge schließen!" Die erzieherischen Wirkungen" des Militarismus offenbaren sich in nachstehender Zeitungsnotiz: ,, Löbau. Der 19jährige Postbeamte( Postgehilfe) Schreiber hat am Sonnabend dem Postpacket- Fahrer Spamann, einent Vater von 11 Kindern, einige Ohrfeigen gegeben, weil der Mißhandelte ihn nicht in militärischer Weise gegrüßt habe." 11 Wenn Waffer 1 Der junge Mann kann es noch zu etwas bringen.. Um die Feier des 1. Mai heuer zu einer möglichst allgemeinen in Frankreich zu machen, find am vorigen Freitag Delegirte verschiedener organisirter Arbeitergruppen Ausbeuterthum als solches zu hassen, zu bekämpfen, gegen in Paris zu einer Konferenz zusammengetreten. Die Possi den jüdischen Wucher nur zu Felde ziehen, um desto kräftiger bilisten der Gruppe Allemane, die voriges Jahr sich für den hundertmal ausgedehuteren und gefährlicheren christ ganz fern gehalten hatten, werden diesmal mitmachen. Am lichen Wucher der Herren Agrarier und sonstiger Reak- 18. Februar soll eine zweite Konferenz stattfinden, zu der alle organisirten Arbeitergruppen eingeladen sind, Delegirte tionäre wirken zu können. zu entfenden; und diese Delegirten sollen dann den Auschuß bilden, welcher die Maifeier zu organisiren hat. Zu Oporto in Portugal wurde am verflossenen Sonnabend ein republikanischer Aufstandsgut ist, Wir dürfen es", sagte Jungfer Vold, ist nicht dumm Nicht mit einem Wort erwähnte man des Zollein- Kuchen stehlen. nehmers. Nur einen Brief empfing sie von ihm; in diesem und natürlich hielt man sich da an die allerfeinsten. Fanny so ist es gut; Wasser ist aber nie gut! sagt der Meister." suchte er selbst alles auszugleichen. Er hoffe, er sei nicht lebte auf großem Fuß von Nußtörtchen, Rhumschnitten, ge-„ Ha ha ha!"- Hihihi!"" Immer Ja, wenn der Teig in die Höhe geht!" mißverstanden worden. Seine Freundschaft für sie sei auf- brannten Mandeln; blieben keine übrig, so bestellte man sie gemicthlich!" richtig, wage er zu behaupten, und es würde ihn gefreut sich bei den Gesellen. Von ihnen hörte man nie ein Nein; Ja, ja;" Ohne Braten und Bier geht's dem Helden schlecht haben, wenn er für ihre Zukunft hätte sorgen dürfen; allein ja wohl, ja wohl, Jungfer," blinzelte der Altgeselle ,,, warum Doch Wein und süßes Backwerk ist der Mädchen selbstverständlich achte er ihren Beschluß, selbst wenn derselbe sollen wir einander das Leben nicht versüßen; sich gegen ihn richte. Für ihn sei es ein Unglück, das er gutes Recht." tragen müsse, wie er könne. Wenn sie nur glücklich würde auf ,, Es ist abscheulich von Euch, daß Ihr uns nicht ein der Welt, so wünschte er sich nichts mehr. Er hoffe, daß wieder Fannn nährte sich überhaupt gut. Frau Schulze, einzigesmal auch nur soviel wie im Kreis herumdreht," alles zwischen ihnen werden könne, wie bisher, indem er sie doch eine kleine, beleibte, braunäugige Süddeutsche, im Zorn ein meinte Fanny; hui, ich bin so tanzlustig in den Füßen, ,, ah!" Im Kreis herumdrehen? Hier? Auf bitten wolle, zu bedenken, daß sie an ihm einen Freund besize, wahres Pulverfaß, dabei aber seelengut, schalt sie, daß sie auf den sie bauen tönne, wie immer es ihr auch auf Erden so viel schrecklich esse", reichte ihr jedoch beständig die diesem Fleck? J, du heiliger Chinese, du! Na so „ Uf!" Schüssel hin: iß, mein Kind, iß, mein Kind!" Der alte fomm, fomm!" „ Aber pfui!"„ Ja, gehen mochte. Gottlob, so war denn diese Geschichte vorbri. Nun galt Schulze half ihr.„ Wenn die Mutter sagt,„ iß, mein Kind," siehst Du, Junggeselle; da hast Du das Weib. es nur wieder einen Posten finden. Und Mama war ver- so fannst Du ruhig essen!" behauptete er. Fanny aß. Und Mögen wir nicht, so mag sie; nahen wir jedoch mit nünftig und half ihr suchen. Durch ihre Bekannten erfrug fie blühte und rundete sich und bekam förmlich ein Doppel- offenen Armen, so heißt's gleich: us!" aber pfui!!" „ Wir können ja doch nicht mit einem Mehlsack tanzen!" fie einen Bosten mit vollen zwei Thalern monatlich, den finn. Mit der Fülle fand sie auch ihre Laune wieder; der Ein Mädchen, das tanzen will, tanzt auch mit der Fanny erreichen konnte; es war eine Stelle beim Bäcker letzte Rest ihrer Konfirmationsgottesfurcht verdampfte. Sie Schulze in der Karl- Johann- Straße. Fanny griff danach vergaß sogar ihr Abendgebet. Sie brauchte Gott nicht im Krohgsäule*); " Dem Balle gleichet nichts, was Gott auf Erden mit beiden Händen. Was that's, wenn sie im Bäckerladen mindesten. schuf, stand? In einem Jahr besaß sie vierundzwanzig Spezies- Sie wurde übermüthig. Eine unbändige Lust, sich zu Ein Weib, das tanzet, folgt nur seinem inneren thaler. Dann ging sie zu Frau Gundersen und hernach an's unterhalten und zu belustigen überkam sie; auch Jungfer Beruf." Theater; wenn sie sich einmal dort befand, war alles frühere Vold verführte sie. So manche Nacht, wenn die Schulze'schen rasch vergessen. meinten, sie schliefen, saßen die Beiden unten in der Back-„ Ach ja, was ist das Weib! Das Weib ist Gottes Fanny sollte in der Konditorei helfen, im Uebrigen, stube bei den Gesellen und trieben Unsinn. Die Gesellen, letztes und größtes Schelmenstück, sagt der Dichter.. wenn dazu Zeit blieb, der Frau an die Hand die zu gehen. junge, leichtherzige Bursche, mehlweiß und munter, voll und der Mann?"" Der Mann ist verheirathet oder Sie wurde halb Ladenmädchen, halb Dienstmagd, fand viel Lust und Scherz, empfingen sie mit Entzücken; ihr nächtliches unverheirathet, rasirt oder unvasivt, betrunken oder nüchtern; zu thun, aber auch gute Behandlung. Zimmer und Bette Dasein verwandelte sich so in strahlendes Morgenglüc", wie ja, ja! Was ist das Leben? Was ist der Tod? Was sind wir Menschen," sagt der Walfisch. Eine theilte sie mit Jungfer Bold, ihrer Gefährtin in der der Altgeselle sagte; sie hatten auch stets irgend etwas Gutes für die Mädchen. Jungfer fragt mehr als zehn Altgesellen beantworten können. Konditorei. Wenden Sie sich an Shakespeare? Weib, Dein Name ist Falschheit... Mann, Dein Name ist Lars! Ja, dieser Shakespeare ist nicht dumm!" Der Altgeselle war seinerzeit mit einer dänischen Schaus spielergesellschaft herumgereist; von damals her war er ein halber Komödiant und stroßzte von Versen und Zitaten. ( Fortsetzung folgt.) Um sechs Uhr Morgens mußte man aufstehen; war Aurora hat ihr purpurfarben Thor nun aufgethan; man im Lauf von fünf Minuten nicht auf den Beinen, O schönste Jungfrau, wünschen Pfefferkuchen oder Marzipan?" Man but Rhumschnitten und brannte Mandeln; viel so kam der dicke Schulze im bloßen Hemd wüthend herein und fluchte auf deutsch und norwegisch, daß es nur leicht wurde auch ein Gläschen Wein servirt; woher der Nun also, wetterte. Verdammtes Zeug! Zum Teufel hinein, wie Wein kam ,,, that nicht viel zur Sache". lange wollt Ihr noch liegen und Euch herumwälzen; meine Damen, essen Sie, trinken Sie und seien Sie liebensJB, mein Kind, iß," zitirte Fanu); wenn die Glocke hat ja Mittag geschlagen!" Die Arbeitszeit würdig!" dauerte lang; jedoch, was that's; es war so lustig dabei. die Mutter sagt, iß, mein Kind," kannst Du ruhig essen, " Ja, der Meister ,, Hahaha!" Jungfer Vold war gemüthlich und lieb; sie lehrte Fanny Jungfer Bold!" " " " " " *) Ein sehr plumpes Denkmal. " Un dismant of ad " versuch in Szene gesetzt. Die Aufständischen bestanden daß sie, wenn der Austritt nicht sofort erfolgt, zum 1. Febr. d. J.| Die Sozialdemokratie hat daher die Aufgabe, die antisemitische aus einem Theil der Infanterie von der Garnison und Kündigung zu gewärtigen haben. Einbeck, den 14. Januar 1891. Bewegung an bekämpfen."- Es mag hier noch bemerkt sein, daß die Antisemiten zu feige waren, in dieser Versammlung auf- und mehreren Offiziren und Beamten, sowie aus verschiedenen Behrens' Weberei, Einbeck( A.-G.). Kassel. dem Redner gegenüber zu treten. Zivilpersonen. Sie setzten sich im Stadthause fest und Schönebeck. Am Sonntag, den 25. Januar, tagte im großen bildeten eine provisorische republikanische Regierung mit Saale des Stadt- Parts eine der interessantesten Versammlungen, Aus der Pfalz. Bu 1200 M. event. 120 Tagen Ge= einem Advokaten an der Spize. Nachmittags wurde das welche jemals in Schönebeck stattgefunden haben, Genosse Adolf fängniß wurde der nationalliberale Pfälzer Kurier" Rathhaus von den Regierungstruppen umzingelt und der Hoffmann aus Zeiz sprach über„ Die heiligen zehn Gebote und in Ludwigshafen in letter Schöffengerichtssigung verurtheilt. Aufstand bewältigt. Es gab auf beiden Seiten Todte und die befizenden Klassen". Hierzu waren sämmtliche Pastoren und Derfelbe hatte in einem Gingesandt den nationalliberalen Verwundete; viele Republikaner wurden gefangen ge- die Behörde eingeladen. Alle waren erschienen. In seiner ein- Landtags- Abgeordneten Müller aus Hardt in der ehrenrührigsten nommen, nachträglich auch alle bei den republikanischen dreiviertelstündigen Rede unterzog Hoffmann das Verhalten der Weise gebrandmarkt. Die Verhandlung, welche von Morgens 9 Blättern betheiligten Personen. Der Aufstand hatte im Bourgeoisie den zehn Geboten gegenüber einer eingehenden Kritit. bis Abends 11 Uhr dauerte, hat nach mancher Seite ein sehr Lande keine Nachwirkungen; er war um so zweckloser, als In die Diskussion griffen dann auch der Oberpfarrer Dr. Rath- trauriges Licht über diese in Sittlichkeit ersterbende Gesellschaft sich die Hochfluth der Erregung in Portugal, die wegen des mann, dessen Sohn, ein Kandidat der Theologie, der Pastor verbreitet. Der obige Müller soll nämlich mit dem protestantischen Kramphardt, der Rektor Brünig und der Rechtsanwalt Schent Pfaffen Dr. Welsch aus Hardt das Abkommen getroffen haben, Streites mit England entstanden war, längst verlaufen ein; alle wollten Arbeitervertreter sein. Sie wurden aber von daß er erst auf 5 Jahre an die Honigtöpfe in der Prangerstraße hatte.Hoffmann gründlich heimgeschickt. Die Versammlung dauerte vom in München gelangen folle; danach wolle er wieder zu seinen Nachmittag bis Abends 8 Uhr ununterbrochen und konnte die heimischen Penaten hinabsteigen und seinem Freunde Dr Welsch Das Ende des schottischen Streifs wird jetzt in Diskussion nicht zu Ende geführt werden. Hoffmann mußte am Blaß machen. Er hielt aber nicht Wort, und der arme Doktor allen Zeitungen angezeigt und zwar sollen die Streifen- Abend noch in Magdeburg sprechen. Es findet in vier Wochen hatte das Nachsehen. Dieser verleumdete jetzt feinen Antipoden den zu Kreuz gekrochen sein. Das ist nicht richtig. eine Versammlung statt, in der die Diskussion fortgefeßt in ganz unglaublicher Weise, was er um so mehr konnte, als ein klein bischen Recht zu haben schien. Ein Theil derselben ist allerdings zur Arbeit zurückgekehrt, werden soll. bayerische indirekte Wahlrecht läßt nicht nur solchen allein erst nachdem Unterhandlungen gepflogen worden Schleusingen. Was doch die Kartellbrüder vor den Sozial- unmoralischen Mandatsschacher zu, sondern begünstigt denselben waren und die Kompagnien( Direktoren) sich im Prinzip demokraten für Angst haben! In der Einladung des jüngeren noch. Troydem das Volk einsehen muß, wie es von solchen für Gewährung der von den Beamten auf- Kriegervereins zum Theater und Ball an Kaisers Geburtstag Wahltreibern an der Nase herumgeführt wird, erkennt es diesen gestellten Forderungen erklärt hatten. heißt es am Schluß: Den Sozialdemokraten ist der Schwindel nicht, weil es eben noch bis über die Ohren in dem Damit aber die Herren Direktoren nicht üppig werden und 3ntritt nicht geftattet!" Das hätte sich der wohllöbliche Morafte der reaktionären Masse der herrschenden Parteien steckt. sich einbilden, die Eisenbahn- Beamten nun über den Löffel Kriegerverein ersparen fönnen, denn ein zielbewußter Sozial- Bei den Reichstags- Mandaten, wo es teine Diäten giebt und auch den Kirchthurms- Interessen weniger Rechnung getragen barbiren zu können, wird der Kampf an verschiedenen wich demokrat besucht die Feste der Kriegervereine überhaupt nicht. werden kann, streitet sich diese Art Patrioten nicht. Der Prätigen Punkten mit größter Energie von den Leuten fortgesezt.sident rezeichnete selbst diese Handlungsweise als ehrenrührig. nou er Soziale Uebersicht. Das Bremerhaven. Einen Angriff auf die hier domizilirenden freien Hilfskaffen hat der Norddeutsche Lloyd aus In einer vom 30. Januar datirten Londoner Rorre- Anlaß des Alters- und Invaliditätsgefehes gemacht. Gestern wurde an verschiedenen Stellen folgender Ukas angeschlagen: spondenz der„ Frankfurter Zeitung" lesen wir: Bekanntmachung. In Bezug auf die am 1. d. J. in Kraft getretene Invaliditäts- und Altersversicherung wird gewünscht,(?!) Maler. In Dessau und Wernigerode dauert die Ausdaß sämmtliche bei uns beschäftigten Arbeiter, welche einer sperrung der Maler wegen ihrer Zugehörigkeit zum Zentralfremden Krankenkasse angehören, unserer Fabrik Kranken- verbande fort. Obgleich seit Mitte Ottober 1890 ausgesperrt, tasse beizutreten haben, da hier für die Zukunft erhoffen die dortigen Kollegen, da die schlimmsten Zeiten vorüber, nur solche Arbeiter beschäftigt werden, binnen einigen Wochen den Sieg. In Hildesheim wurden die welche unserer Kasse angehören und sind die beiden Kollegen Stephan und Huch von allen Meistern des Ortes Beitrittserklärungen bis 14. Februar d. J. im Bureau der gemaßregelt, weil sie als Delegirte nach dem Provinzialtag der Krankenkasse zu machen. hannoverschen Sozialdemokratie gesandt waren. Nun, wir werden auch diese zwei Kollegen unterstützen. Wir pfeifen auf die Fremd= zettel der Innungsmeister. „ Der australische Arbeiterbelegirte John D. Fizzgerald, welcher hier für die Streifenden in Australien wirken wollte, hatte gestern vor seiner Rückreise eine Unterredung mit Gladstone in dessen Privatzimmer im Unterhause. Die Unterhaltung drehte sich natürlich um Arbeiterangelegen heiten. Fitzgerald gab zu, daß Streits eine sehr rohe Art wären, Lohnstreitigkeiten zur Entscheidung zu bringen, und daß dieselben in den meisten Fällen den Arbeitern mehr Schaden zufügen, als den Kapitalisten. Gladstone erklärte fich im Ganzen mit diesen Anschauungen einverstanden, obgleich das Recht der Assoziation und der Arbeitseinstellung immerhin von großem Werth wären. Eine Verschiedenheit der Ansichten gab sich fund, als Fizgerald die Regelung des Arbeitskontraktes durch Gesetz befürwortete. Gladstone meinte, 50 Jahre habe ell fre Bremerhaven, den 30. Januar 1891. * い H Technischer Betrieb des Norddeutschen Lloyd ( gez.) Böning, Inspektor." Wer wohl diesem Herrn Inspektor Böning das Recht verer fich bemüht, Handel und Verkehr von drückenden liehen hat, die Arbeiter zum Austritt aus den freien Hilfskaffen Fesseln zu befreien; er könne nicht einsehen, was der zu zwingen? Aber so fallen die Mängel des Krankenkassen- Gesetzes Arbeiter durch staatliche Einmischung gewinnen tönne. Auch auf die Arbeiter zurück. für Versöhnungsämter trat Fizgerald ein, worauf Gladstone fragte, ob dieselben nicht der Einmischung und Regelung der Löhne durch Außenstehende gleichkämen? Fitzgerald gab das zu, glaubte jedoch, daß eine solche Einmischung den Streits vorzuziehen wäre. Gladstone erwartet das Beste von der zu ernehmenden Freiheit und allgemeinen Wohlfahrt; wenn der Staat seine Hände in Alles mischen solle, so werden in den nächsten fünfzig Jahren nicht gleiche Fortschritte gemacht werden, wie im legten halben Jahrhundert. Die Unterredung ist insofern von Interesse, als der sonst so redselige Gladstone das für ihn so heitle Thema der Arbeiterfrage meist zu umgehen versucht. Er ist eben im Grunde seines Herzens heute noch Manchestermann." Auch in Chemnitz versuchen die Meister die Gehilfen aus dem Verein zu bringen. Es wird ja auch wieder Frühling und Sommer, und dann: Auge um Auge, Zahn um Zahn. In Dessau haben die ausgesperrten Maler die dortigen Meister wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung verklagt; wir sind auf den Ausgang des Prozesses gespannt. In Potsdam wurde in einer öffentlichen Malerversammlung das Erheben von EinBarmen, im Januar 1891. Frau Hedwig Henrich Wil trittsgeld zur Deckung der Unkosten verboten. Bei Schluß der helmi, welche auf einen Vortrag hin, den sie seiner Zeit in Erfurt Versammlung legten die Kollegen einzeln einen kleinen Betrag gehalten, von der Erfurter Staatsanwaltschaft wegen Gottes- auf dem Vorstandstisch nieder. Der Vorsitzende der Versammlästerung in Anklagezustand versetzt und später wegen Fluchtver- lung erhielt nun eine Anflage wegen unerlaubten Kollektirens 2c. dachts steckbrieflich verfolgt worden ist, während sie in München Hiergegen ist rechtzeitig Berufung eingelegt worden, und es wird u. f. w. öffentlich ihre Vorträge ankündigte, theilt über die Ge- dieser Prozeß Klarheit darüber verschaffen, wie weit die persönrichtsverhandlung vom 20. cr. in Erfurt folgendes mit:„ Es war liche Freiheit des Gebers geht. Anfrage betreffs der Ausjedenfalls ein seltener Fall, noch ehe die Vertheidiger zum Wort gesperrten ist zu richten an W. Schweizer, Riydorf. gekommen, blos auf mein und der Zeugen Verhör hin, die Staatsanwaltschaft die ganze Anklage fallen läßt und die Freisprechung der Beklagten beantragt. Und dies nach 8 Monaten langer Verfolgung. Schließlich kommt das Selbsterkenntniß, daß Alles auf einem irrthümlichen Vergehen der Polizei Behörde beruhe, welche die Aussagen des überwachenden Polizeisergeanten augenfcheinlich mißverstanden habe. Das ist er allerdings, nur daß er seine Manchesterei mit einem riesigen Schwall hochklingender, von Menschen liebe und Arbeiterfreundlichkeit triefenden Redensarten umhüllt, durch welche sich Viele haben täuschen lassen. Schon das berühmte Wort:„ Wir müssen die Massen gegen Aus Braunschweig berichtet der" Volksfreund", die Nach die Klassen in Bewegung setzen", hätte es jedem Ur- richt, die hiesige Generalfommission habe beschlossen, die Maitheilsfähigen flar machen müssen, daß Gladstone von dem feier auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen, sei falsch. modernen Klassenkampf teinen Begriff hat. Die Klaffen", fommission wäre, hierüber zu beschließen, sei die Sache blos er abgesehen davon, daß es überhaupt nicht Sache der General von denen er spricht, sind das Fragment( Bruchstück) örtert worden, wobei man sich mehr zu Gunsten einer Feier am einer Klasse, der besitzenden, und zwar das aristo: 1. Sonntag im Mai ausgesprochen, die Entscheidung aber selbst tratische Fragment, welches er bekämpft, während verständlich der Stimme der gesammten Arbeiterschaft überer für das andere, das bürgerliche, nach Kräften ar- lassen habe. beitet. Seine Massen" sind aber einfach die Arbeiter" " = * * Folgende Berichtigung geht uns von Herrn Carl Ed. stein, Metallwaaren- Fabrit, Dresdenerstraße 82-88, mit Bezugnahme auf den Artikel in der Sozialen Uebersicht" in der Nummer vom 29. Januar d. I. zu: " Eine Differenz war entstanden, weil die Fabrikuhr sehr häufig zu meinem Nachtheil verstellt worden ist, und ich infolge deffen die Freistunde am Sonnabend nicht mehr gewähren wollte. Die Niederlegung der Arbeit ist während meiner Abwesenheit verabredet worden; ich stellte den Arbeitern bei meiner Rückkehr anheim, die Arbeit wieder aufzunehmen, indem ich gleichzeitig bei entsprechender Führung bis zum Sonnabend- also innerdabei die Absicht aussprach, mein Wort betreffs der Freistunde halb dreier Tage zurückzunehmen. Es ist denn auch geschehen, nachdem ein Arbeiter vor den Verhandlungen entlassen und noch einer fortgeblieben war, an dessen Stelle sich über 400 andere meldeten, ohne daß ich danach. suchte. Versammlungen. klasse. Also die Arbeiterklasse soll gegen die Klassen" Frankenberg i. S., 31. Januar. Die für Sonntag, den Losgehn! Verglichen mit dieser Konfusion war der Louis 1. Februar, Nachmittags nach dem hiesigen Schützenhaus vom Blanc'sche Gegensatz: Volk und Bourgeoisie" noch präzis öffentliche( sozialdemokratische) Partei Versammlung( TagesVorsteher des hiesigen sozialdemokratischen Wahlvereins einberufene und wissenschaftlich. ordnung: 1. Die sozialpolitische Bewegung der Neuzeit. 2. Dis- Wie die Antisemiten in ihren Versammlungen die Herr Gladstone hat in seinem langen politischen Leben fussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. Referent: Herr Gegner zu Worte kommen laffen, das zeigte einmal wieder bis in die neueste Zeit die Fähigkeit besessen, sich neue Albert aus Chemnitz) ist vom hiesigen Stadtrath auf Grund des so recht deutlich die am Sonnabend im Saale der Vözow'schen Ideen, die ihm Anfangs widerstrebten, urplöglich anzu- Gesetzes vom 20. November 1850, das Vereins- und Versamm Brauerei abgehaltenen Versammlung, in welcher zunächst der eignen, ein Reaktionär und Manchestermann ist er aber lungsrecht betreffend, verboten worden. Das Juden= stets gewesen; und von der sozialen Frage hat er nie etwas thum und die Sozialdemokratie" sprach. Redner verstanden. Sein bald zu erwarten der Rücktritt von der Unter der Aera des hatte es diesmal ganz besonders auf die Sozialdemokraten abLeipzig. Der Wähler" meldet: Führerschaft der liberalen Partei ist deshalb nach keiner Sozialistengesetzes fam es nie vor, daß die Sigungen des gesehen und suchte durch zusammenhangloses Herausgreifen Krantentassen Verbandes polizeilich überwacht wurden. Am einzelner Säge aus neuen, älteren und ältesten sozialistischen Richtung hin als ein Verlust zu betrachten. vorigen Montag jedoch fand sich zu einer derartigen Sigung ein Schriften und vielfach durch offenkundige Entstellungen gegen die bekannter Polizeibeamter ein, was selbstverständlich berechtigtes Sozialdemokratie Propaganda zu machen. Bei dem geringsten aussehen erregte. Wie wir hören, wird Beschwerde bei der Protest in Form von Zwischenrufen seitens anwesender SozialKreishauptmannschaft eingelegt werden, die hoffentlich Remedur demokraten wurde diesen bedeutet, daß sie später zu Worte zur Folge hat. Wir wünschten eine Beseitigung der Härten kommen könnten und deshalb jetzt ruhig sein sollten, da unseres sächsischen Vereinsgesetzes, aber nicht eine Verschärfung man sie sonst werde aus dem Saal weisen müffen. über das bisherige, so schon peinliche Maß hinaus. Die Art und Weise, wie der Vorsitzende der Versammlung und gleichzeitig des die Versammlung veranstaltenden antisemitischen Vereins feines Amtes waltete, wurde durch zahlreiche Einzelheiten treffend charakterisirt. So nannte er, als der doch gewiß parlamentarische Zwischenruf„ Na, na" erscholl, den Rufer einfach dumm. Nach Herrn Werner ließen in der Diskussion mehrere andere Antisemiten, wie es schien wohl vorbereitete, in einem Falle scheinbar sogar auswendig gelernte Tiraden gegen Judenthum und Sozialdemokratie vom Stapel, die indeß Nichts Neues brachten und offenbar selbst einen Theil der Antisemiten etwas langweilten. Darauf ergriff Schriftsteller Werth das Wort. Nachdem derselbe einleitend bemerkt hatte, daß er weder mit den anDas Ergebniß der spanischen Wahlen läßt sich noch nicht übersehen. In Barcelona soll es zu„ Ruheſtörungen" gekommen sein. Man weiß aber, daß dies ein sehr dehn bares Wort ist, das für alles Mögliche den Herren Reaktionären Unangenehme gebraucht zu werden pflegt. * * erhoben. ** In Mainz hat das dortige Polizei- Amt soeben in Bezug Neueste Nachrichten. Die Müchener Allgemeine auf den Schreinerstreit eine Bekanntmachung erlassen, nach Zeitung" läßt sich aus Berlin melden, der Reichskanzler welcher der Lohnkommission untersagt wird, und zwar auf Grund Caprivi werde denmächst das Amt des preußischen des§ 153 der Gewerbe- Ordnung, in die Nähe der Bahnhöfe und Ministerpräsident an den preußischen Finanz- derjenigen Möbelfabriken, über welche die Sperre verhängt ist, minister Dr. Miquel abgeben, welch letzterer aber Finanz- Posten aufzustellen, um arbeitswillige Arbeiter abzufangen und minister bleiben werde. Wir glauben, daß diese Nachricht zum Verlaisen der Stadt zu bestimmen. Das Polizei- Amt bemerkt, daß die Schuhleute angewiesen seien, die in den Straßen nicht ganz ohne Begründung ist. Miquel hatte schon längst stehenden Bosten abzuweisen resp. sobald die Schuyleute auf einen Einfluß, der weit über das Departement des preußischen Widerstand stoßen, diese Aussichtsposten zu verhaften. Die Lohn Finanzministeriums hinausreichte; und Verschiedenes läßt fommission der Schreiner behauptet nun, daß das Polizei- Amt wesenden Antisemiten, noch den Semiten, noch den Sozialdemokraten schließen, daß die bisher in der Hand Caprivis vereinigten nicht berechtigt fei, die Beseitigung der fog. Posten generell an- in Verbindung stehe, daß er also für sich spreche, erklärte er, daß Funktionen zum Theil, und namentlich soweit die Wirth- zuordnen, da die Kriterien des§ 153 der Gewerbe- Ordnung auf er, schon an und für sich kein Freund des Antisemitismus, heute schafts- und Sozialpolitik in Frage kommt, auf den spiritus diese Posten nicht in Anwendung gebracht werden könnten. Die noch ganz besonders gegen denselben eingenommen worden sei, Lohukommission hat gegen diese polizeiliche Verfügung Beschwerde da er gesehen, in welcher Weise der Reichstags- Abgeordnete rector Dr. Miquel übertragen werden sollen. Werner gegen die Sozialdemokraten vorgegangen sei, wie derselbe durch Entstellung sozialdemokratischer Lehren der Partei zu Aus München wird gemeldet: Herr E. Strauß, bisher schaden gesucht habe. Kaum war durch diese Worte die Redakteur der Münchener Bost", ist nach Nürnberg abgereift, gegnerische Stellung des Redners gekennzeichnet, als auch die um feine ihm wegen Majestätsbeleidigung zuerkannte viermonat- ganze Antisemitenschaar, welche sich bereits heiser gebellfert hatte, liche Gefängnißstraße im dortigen Zellengefängniß zu verbüßen. Den Redner niederzuschreien begann. Jeder der Säße desselben, die den Antisemiten scheinbar nicht in ihren Kram paßten, Stuttgart, den 28. Januar. Im Saale von Gustav Weiß wurde mit rohem Geschrei„ Heraus" rufen u. s. w. aufEinbeck, 1. Febr.( Eingriff in das Koalitions- fand gestern Abend eine ziemlich gut besuchte Versammlung des genommen, so daß mehrmals eine Pause eintreten mußte. Mertrecht der Arbeiter.) In diesem Winter sollte einigen Webern sozialdemokratischen Vereins statt, in welcher Herr Schriftsteller würdigerweise hatte derselbe Vorsitzende, der vorher bei den geder hiesigen Behrens'schen Weberei ein Abzug am Lohn gemacht Stern über„ Antisemitismus und Sozialdemokratie" sprach. Der ringsten Zwischenrufen die Rufer hinauszuweisen drohte, für den werden, was zur Folge hatte, daß ein Streit ausbrach. Jedoch Vorsitzende erklärte einleitend, daß die Gründung einer anti- fo gestörten Gegenredner nur ein bedauerndes Kopfschütteln und wurde dieser Streit dadurch rückgängig gemacht, daß der Herr semitisch- sozialen Partei mit Veranlassung gegeben habe, dieses die Bemerkung, daß die Versammlung den Redner offenbar nicht Fabrikant den Arbeitern bekannt gab( nach drei Tagen), es sollte Thema auf die Tagesordnung der heutigen Parteiversammlung, hören wolle und dabei war er überhaupt der erste Gegenzu den alten Bedingungen weiter gearbeitet werden. Nachdem zu der übrigens Jedermann Zutritt hatte, zu setzen. An den bei- redner, welcher auftrat-; daran, jetzt ebenfalls die Ruhejtörer nun in der folgenden Zeit die für den Herrn mißliebigen Ele- fällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine Diskussion und es hinauszuweisen oder, wenn er seine Autorität vollständig gemente allmälig entfernt worden waren, wurde der Abzug am wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: brochen sah, die Versammlung zu beenden, dachte der Vorsitzende Lohne doch durchgeführt. Da nun der größte Theil der Weber Die öffentliche Parteiversammlung des sozialdemokratischen nicht. Als Herr Werth nach mehrmaligen Unterbrechungen aberdem Weber- Fachverein angehört, so hat der Fabrikant in der Vereins Stuttgart erblickt in dem Antisemitismus eine reaktionäre mals zum Wort gelangend, die vorher angegriffene Reise foziaFabrit folgende Bekanntmachung anschlagen lassen. Bekannt Bewegung, welche mit der sozialistischen Bewegung keinerlei Ver- listischer Abgeordneten nach London besprach und dabei auf die machung: Denjenigen Arbeitern und Arbeiterinnen, welche noch wandtschaft hat, sondern im Gegentheil geeignet ist, resp. darauf Reisen gekrönter Häupter hinwies, wurde er, Dem Weber Fachverein angehören, geben wir hiermit bekannt, abzielt, die heutige soziale Bewegung zu trüben und zu fälschen. ehe er seinen Say seinen Saz vollendet, noch ehe man wissen Korrespondenzen und Parteinachrichten. " noch fonnte, worauf er hinaus wollte, abermals so lärmend unter-| Sochrufen auf die internationale Sozialdemokratie mit ihm| Rechte, welche den Arbeitern nach dem Kranken- Versicherungsgefes brochen, stürzte man so zahlreich unter Drohungen und Ver- den Schauplatz antisemitischer Heldenthaten und begaben sich noch gewährleistet sind, zu erhalten, ersuchen die Versammelten wünschungen und mit geballten Fäusten auf ihn ein, daß er sich ruhig heim. die gesetzgebenden Körperschaften, diese Beschlüsse zum Gesez zu nicht mehr seines Lebens sicher fühlte. Er trat deshalb das( Wir können nur unsern Rath an die Parteigenossen, der erheben. Wort wurde ihm sogleich entzogen auf den wachthabenden artigen Versammlungen fern zu bleiben, wiederholen. Wenn die Die Anwesenden verpflichten sich zugleich, die freien Bolizeilieutenant zu und erklärte, sich in den Schutz der Polizei Burschen gezwungen sind, ihren eigenen Kohl zu verzehren, be- Hilfskassen auch ferner zu unterstützen, indem sie darauf hinstellen zu wollen. Dieser aber entgegnete ihm zu seinem nicht kommen sie ihre Radauversammlungen am ehesten satt. Die Re- wirken, daß immer mehr Frauen und Männer denselben als geringen Erstaunen: Ich habe Sie nicht zu schützen." daktion.) Mitglieder beitreten, um so die Kassen in den Stand zu setzen, Merkwürdigerweise verlangte nun noch der Vorsitzende der auch ferner fegensreich zu wirken." Versammlung vom Redner, der, als er sich zum Wort meldete, Belten. Hier fand am Sonntag eine öffentliche Versamm- Nachdem ein Antrag auf Veranstaltung einer Tellersamm Stand, Namen und Wohnung angegeben hatte, Legitimations- lung für Frauen und Männer statt. Der Vorsitzende der Kutscher- lung zur Deckung der Unkosten von der Versammlung einpapiere. Da sich aber die Polizei, welche allein zu einer solchen tasse, Herr Schütte, referirte über die Nothwendigkeit der freien stimmig angenommen war, verbot der Ueberwachende dieForderung berechtigt gewesen wäre, diesem Verlangen nicht an- Hilfskaffen auch für die Frauen. Er beleuchtete in flarer Weise, selbe auf Grund einer Präsidialverordnung. Darauf ging ein schloß, mußte der Vorsitzende darauf verzichten, die Papiere des welche Schädigungen den freien Kassen durch die Novelle zum Antrag ein, eine Sammlung für eine Frau zu veranstalten, die ihm so viel Kopfzerbrechen verursachenden Redners zu sehen. Krankenkassengesetz drohen. Folgende Resolution fand einstimmige sich in größter Noth befindet. Die Vorsitzende, Frau Ihrer, Dieser wurde nun unter dem Schutz zweier Vorstandsmitglieder Annahme:" glaubte, daß diesem Antrag doch jedenfalls feine Präsidial-nur mit Mühe wurden Thätlichkeiten zurückgehalten- aus der Ver- Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des verordnung entgegenstehen werde und machte es den Anwesenden sammlung geleitet, die er jetzt gern verließ, da er genügend von Referenten einverstanden und beschließt: Da die Beschlüsse des zur Pflicht, in Zukunft darauf zu achten, ob auch bei anderen der antisemitischen Gastfreundschaft genossen hatte. Kongresses eingeschriebener Hilfstassen, welcher im Dezember als Arbeiterversammlungen diese Verordnung" resp. das Verbot Die wenigen anwesenden Sozialdemokraten verließen unter vorigen Jahres in Berlin tagte, dazu angethan sind, die wenigen unter dem neuen Kurs angewandt werde. Theater. Dienstag, den 3. Februar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Das goldene Vließ: Medea. Lesfug- Theater. Das zweite Gesicht. Berliner Theater. Wehe den Be siegten. Deutsches Theater. Ehrbare Mädchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner " 1 Mittwoch, den 4. Februar: Letzte Vorstellung in dieser Saison. Circus Renz. Karlstraße. Dienstag, den 3. Februar, Abends 7 Uhr: Porzellan. Sierauf Vorlegte Vorstellung. Pariser Leben. Wallner Theater. Adonis. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Oftend- Theater. Die Jungfrau von Orleans. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Baufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Sieberfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musik. Neger- Clown. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Zanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Grande soirée equestre. Wiederholung des mit so außerordentlichem Beifall aufgenommenen: Equestrischer National- Kongress. Arrangirt u. vorgeführt mit 32 Pferden von Herrn Franz Renz. Hierbei zum 2. Male: 6 Trakehner Rapphengste in vollständig neuer Dressur. 4 hohe Schulen zu gleicher Zeit geritten von den Damen Frls. Clotilde Hager, Helga Hager, Oceana Renz( Enfelin) u. Vidal. Hierauf Sophus, geritten von Fräulein Clotilde Hager. Auftreten der vorzüglichsten Künstlerinnen und Künstler. Ferner: Grosses Ritterturnier, Großes Manege- Schaustück mit Evolutionen, Waffenspielen, Gruppirungen u. f. w., arrangirt vom Direktor E. Renz, ausgeführt v. gesammten Herrenpersonal und dem gesammten Corps de Ballet. Romische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Morgen: Abschieds- Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Dienstag, den 3. Februar: Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Besonders hervorzuheben: 12 Rapphengſte vorgeführt von Herrn ar Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. Schumann. Entrée comique des 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf Clowns Little Wood. Walküren 20 und 30 Pf. Manöver m. 20 Damen u. 12 Knaben. Römische Spiele m. 4 Pferden. Komisches Unserm Freund u. Genossen Gustav Lübke zu seinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch. 336 J Sozialdemokratischer Wahlverein Die Rothen aus Südoff. des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises.. Nachträglich unserm Freund und Genoffen Robert Martin zu seinem Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 335 J] G. H. H. E. J. Z. A. Z. Danksagung. Allen Freunden und Genossen, sowie den Vereinen, für die rege Betheiligung und zahlreichen Blumenspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters, insbesondere dem Stadtverordneten Herrn Vogtherr Mittwoch, den 4. Februar. Abends 82 Uhr: Große Versammlung in Reng' Salon, Naunyn- Straße Nr. 27. Tagesordnung: 1. Die Uebermacht der Kirche im Staat. Referent: Stadtverordneter Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. VerDer Vorstand. schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die nächste Mitglieder- Versammlung findet am 25. Februar in Mohrmann's Salon, Große Frankfurterstr. 117, statt. 339 Die Zahlkellen des Vereins sind bei folgenden Genossen: Bubeil, Naunynstr. 86; Scholz, Wrangelstr. 32; Schulz, Admiralstr. 40a; Heindorf, Langestr. 70; Tempel, Breslauerstr. 27. Auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen. für die troſtreichen Worte am Sarge Allgem. Metallarbeiter- Verein des Entschlafenen, sagen wir unsern herzlichsten Dank. [ 837 J Wittwe Salzwedel nebst Kindern. Danksagung. Berlins und Umgegend. am Mittwoch, den 4. Februar, Abends 81/2 Uhr, in der Moabiter Aktien- Brauerei", Thurmstrasse. Tages- Ordnung: 95 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vers schiedenes und Fragen. Dem Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und den Kollegen der Otto'schen Pianoforte- Fabrik sagen wir anläßlich der bei der Bestattung unseres Vaters erwiesenen Theilnahme 224 [ 34 M unseren herzlichsten Dank. J. A.: P. Schröder. Vereins- Versammlung der polnischen Sozialisten in Berlin am Mittwoch, 4. d. M., Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Lokal( oberer Saal), Alte Jakobftraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Stellung nahme den hiesigen polnischen Vereinen Gäste haben Zutritt. Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Allgem. Metallarbeiter- Verein im 2. 224 Berlins und Umgegend. Große Versammlung am Mittwody, den 4. Februar, Abends 81/2 Uhr, Vereinshause ,, Süd- Ost", Waldemar- Strasse No. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Entwicklung des Sozialismus. Referent Herr Bruns. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. gegenüber. 3. Zeitungen- u. Bibliothet. Unterstühungs- Bund der Hausdiener frage. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 249 Verein d. Plätterinnen und verwandten Berufsgenossen. Mittwoch, den 4. Februar, Abends 8 Uhr: Berlins. Mitglieder Versammlung am Dienstag, den 3. Februar, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75, I. Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag des Herrn Peus über:„ Die Arbeitskraft eine Waare"( nach Karl Mary). 3. Diskussion. 4. Aufnahme neuer MitEtablissement Buggenhagen Entree des Glowns Tanti. Mr. Loyal Gr. Mitglieder- Versammlung glieder, Bundesangelegenheiten und Verschiedenes.- Gäſte ſind gern gesehen. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. als Jongleur zu Pferde. Miß Edith Adams als Jockey- Reiterin. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. in Buss' Salon, Große Frankfurterstraße 87. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 245 Eine ländl. Hochzeit. 3. Errichtung des ArbeitsnachweiſeSensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Sonntag: 2 Vorstellungen, um 4. Verschiedenes. 168 Der Vorstand. Grosse Versammlung des Allgem. Arbeiterinnen- Vereins sämmtl. Berufszweige Berlins und Umgegend Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mitglieder gebeten, für recht große Verbreitung dieser Einladung Sorge zu tragen. Gleichzeitig 2. ( Filiale Norden) am Mittwoch, den 4. Febr., Abds. 3 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder( Weddingpark). E Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über Frauen- Befreiung. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Zur Gäste willkommen. Die Bevollmächtigte. Bratweil'sche Bierhallen und 7/2 Uhr. In beiden Vor- macht der Borland darauf aufmerksam, Deckung der Unkoſten findet Tellerſammlung ſtatt. Herzen els mate is trommen. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v. 9 Uhr Morg. bis 10 Uhr 6. stellungen: Circus unter Wasser. Kaiser- Panorama. Palage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: Neu! Zum ersten Male: 6. Reise durch Frankreich. 3 weite Reise durch den Harz. Reise um die Erde. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1' Mt. F. Stenzel's daß in Vereinsversammlung neue 101 Mitglieder aufgenommen und die Beiträge entrichtet werden können. Achtung! Achtung! Verband deutscher Mechaniker Klavierarbeiter n. verw. Berufsgenossen. und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 4. Februar, Abends 81/2 Uhr: " Versammlung im Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Elegante Masken- Garderobe, des Arbeiters." 2. Diskussion. 3. Wahl Dr. Lütgenau ,, Ein Wort über die Bildung 118 Dresdener- Strasse 118, empfiehlt sich den Lefern des Vorwärts" eines Schriftführers. 4. Verschiedenes und Fragekasten. zu billigsten Preisen. 11 1 " Ausnahme neuer Mitglieder. Gäste Allen Freunden und Genossen zur willkommen. Um rege Betheiligung der Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 4. Februar 1891, Abends 8 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Oranicnstr. 180. Tagesordnung: 1. Die Lage des Streits in der Pianoforte- Fabrik von Mah& Co. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 185 Zu dieser Versammlung sind hiermit die Herren der Firma, die Lohn arbeiter, die 3 Akkordarbeiter, sowie der Frontenputzer außer dem Hause Sauer Der Einberufer. eingeladen. erein der Klempner Berlins u. Umg. Mittwoch, den 4. Februar, Abends 8 Uhr, Nachricht, daß ich mit dem heutigen Mitglieder und pünktliches Erscheinen Ordentliche General- Versammlung Tage das Tabak- und Cigarren- ersucht[ 237] Der Vorstand. Geschäft von Otto Kräker fäuflich übernommen habe und bitte, das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auf mich Achtung! zu übertragen. Empfehle mein reich Klavierarbeiter und verwandte haltiges Lager von Tabak u. Cigarren. Hermann Schönicke, Wasserthorstr. 20. unter Garantie Jede Uhr 2 Berufsgenossen! In der Pianoforte Fabrik von foftet bei mir Mat& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. 1,50 Mk. Buzug ist fern zu halten. zu repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. 185 Die Kommission. NB.: Gammellisten können jeden Uhren, Gold- u. Silberwaaren Abend bei Winzer, Naunynstr. 78; bei Maunynstr. 38, J. Meyer, Andreasstraße 12, und bei W. Neumann, Ackerstr. 133, 2. Hof, in Orschel's Salon, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht des Rendanten. 2. Bericht der Kommission. 3. Neuwahl des Borstandes und der Kommissionen. 4. Wie stellen sich die Mitglieder betreffs der Zentralisirung der Herberge und des Arbeitsnachweises, eventuell Auflösuna des Vereins? 5. Verschiedenes und Fragekasten. Nur Mitgliedsbuch legitimirt. 187 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht, ihr Quittungsbuch in Ordnung zu bringen. PassagePanopticum. C. Wunsch, n. d. Dranienplay. Den Beitragſammlern für den Norden des 100 nene Gruppen und Figuren. E. Strauss, Schneidermstr., im Keller, empfangen und abgegeben SpezialitätenBlumenftr. 46, part.,[ 106 L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herrenwerden. zu repariren kostet Vorstellung. Garderoben. Für guten Sitz u. sanbere Jede Nähmaschine unter Garantie Große öffentliche Versammlung Allgem. Arbeiterinnen- Vereins und Umgegend Berlins heute, Dienstag, Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Metzner über:„ Der 1. Mai". 2. Diss Entree 50 Pfennig Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen 2,50 M., Heine Reparaturen billiger. fussion. 3. Die Zustände in der Knaben- Konfektion. 4. Verschiedenes. Geöffnet v. 10 hr in grosser, geschmackvoller Auswahl. 56 P W. Maaske, Genosse, 101/5. Vorm. b. 11 N. Ab.l Scoulante Zahlungsbedingungen! Christinen- Straße Nr. 34. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2, Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 28. Bandgloffen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei. Von Karl Marx. ( Fortsetzung und Schluß.) Der unverkürzte Arbeitsertrag" hat sich unter der Hand bereits in den verkürzten" verwandelt, obgleich, was dem Produzenten in seiner Eigenschaft als Privatindividuum entgeht, ihm direkt oder indirekt in seiner Eigenschaft als Gesellschaftsglied zu gut kommt. " Wie die Phrase des unverkürzten Arbeitsertrags" verschwun den ist, verschwindet jetzt die Phrase des Arbeitsertrages" überhaupt. Innerhalb der genossenschaftlichen, auf Gemeingut an den Produktionsmitteln gegründeten Gesellschaft tauschen die Produzenten ihre Produkte nicht aus; ebenso wenig erscheint hier die auf Produkte verwandte Arbeit als Werth dieser Produkte, als eine von ihnen besessene sachliche Eigenschaft, da jezt, im Gegenfaz zur tapitalistischen Gesellschaft, die individuellen Arbeiten nicht mehr auf einem Umweg, sondern unmittelbar als Bestandtheile der Gesammtarbeit eristiren. Das Wort„ Arbeitsertrag", auch heut zu Tage wegen seiner Zweideutigkeit verwerflich, verliert so allen Sinn. Dienstag, den 3. Februar 1891. Bertheilung der Konsumtionsmittel. Sind die fachlichen Pro8. Jahrg. Auf den freien" Staat fomme ich später zurück. Also in Zukunft hat die deutsche Arbeiterpartei an Lassalle's duktionsbedingungen genossenschaftliches Eigenthum der Arbeiter selbst, so ergiebt sich ebenso eine von der heutigen verschiedene ehernes Lohngeset" zu glauben! Damit es nicht verloren geht, Vertheilung der Konsumtionsmittel. Der Bulgärsozialismus( und begeht man den Unsinn von Aufhebung des Lohnsystems"( sollte von ihm wieder ein Theil der Demokratie) hat es von den bürger- heißen: System der Lohnarbeit) mit dem ehernen Lohngesetz" zu lichen Dekonomen überkommen, die Distribution als von der sprechen. Hebe ich die Lohnarbeit auf, so hebe ich natürlich auch Produktionsweise unabhängig zu betrachten und zu behandeln, ihre Gesetze auf, feien sie ,, ehern" oder schwammig. Aber Lassalle's daher den Sozialismus als hauptsächlich um die Distribution sich Bekämpfung der Lohnarbeit dreht sich fast nur um dies sogenannte drehend, darzustellen. Nachdem das wirkliche Verhältniß längst Gesetz. Um daher zu beweisen, daß die Lassalle'sche Sekte gesiegt hat, muß das„ Lohnsystem mit dem ehernen Lohngesetz" aufgeklargelegt, warum wieder rückwärts gehn? hoben werden, und nicht ohne dasselbe. " " 4. Die Befreiung der Arbeit muß das Werk der Arbeiterklasse sein, der gegenüber alle anderen Klassen nur eine reaktionäre Von dem ehernen Lohngeseh" gehört Lassalle bekanntlich Masse sind."*) nichts als das den Göthe'schen ewigen, ehernen großen Gesetzen" Die erste Strophe ist aus den Eingangsworten der inter- entlehnte Wort„ ehern". Das Wort ehern ist eine Signatur, nationalen Statuten, aber verbessert." Dort heißt es: Die woran sich die Rechtgläubigen erkennen. Nehme ich aber das Befreiung der Arbeiterklasse muß die That der Arbeiter selbst Gesetz mit Lassalle's Stempel und daher in seinem Sinn, so muß sein"; hier hat dagegen die Arbeiterklasse" zu befreien was? ich es auch mit seiner Begründung nehmen. Und was ist sie! Wie Lange schon kurz nach Lassalle's Tod zeigte: die( von Lange die Arbeit." Begreife wer kann. Zum Schadenersatz ist dagegen die Gegenstrophe Lassalle'sches selbst gepredigte) Malthus'sche Bevölkerungstheorie. Ist diese 3itat vom reinsten Wasser:" der( der Arbeiterklasse) gegenüber aber richtig, so kann ich wieder das Gesetz nicht aufheben und wenn ich hundertmal die Lohnarbeit aufhebe, weil das Gesetz alle anderen Klassen nur eine reaktionäre Masse bilden. Im tommunistischen Manifest heißt es:" Von allen Klassen, dann nicht nur das System der Lohnarbeit, sondern jedes gesell welche heutzutage der Bourgeoisie gegenüberstehen, ist nur das schaftliche System beherrscht. Gerade hierauf fußend, haben seit Die übrigen fünfzig Jahren und länger die Dekonomisten bewiesen, daß der Proletariat eine wirklich revolutionäre Klasse. Klassen verkommen und gehen unter mit der großen Industrie, Sozialismus das naturbegründete Elend nicht aufheben, sondern nur verallgemeinern, gleichzeitig über die ganze Oberfläche der das Proletariat ist ihr eigenstes Produkt." Gesellschaft vertheilen könne! Womit wir es zu thun haben, ist eine kommunistische Gesellschaft, Die Bourgeoisie ist hier als revolutionäre Klasse aufgefaßt nicht wie sie sich auf ihrer eigenen Grundlage entwickelt hat, als Trägerin der großen Industrie gegenüber Feudalen und sondern umgekehrt, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft hervorgeht; die also in jeder Beziehung, ökonomisch, Mittelständen, welche alle gesellschaftlichen Positionen behaupten fittlich, geistig, noch behaftet ist mit den Muttermalen der wollen, die das Gebilde veralteter Produktionsweisen. Sie alten Gesellschaft, aus deren Schooß sie herkommt. Demgemäß bilden also nicht zusammen mit der Bourgeoisie nur eine exaft reaktionäre Masse. erhält der einzelne Produzent nach den Abzügen Andererseits ist das Proletariat der Bourgeoisie gegenüber zurück, was er ihr giebt. Was er ihr gegeben hat, ist sein individuelles Arbeitsquantum. 3. B. der gesellschaftliche Arbeitstag revolutionär, weil es, selbst erwachsen auf dem Boden der großen besteht aus der Summe der individuellen Arbeitsstunden; die Industrie, der Produktion den kapitalistischen Charakter abzuindividuelle Arbeitszeit des einzelnen Produzenten ist der von streifen strebt, den die Bourgeoisie zu verewigen sucht. Aber revolutionär ihm gelieferte Theil des gesellschaftlichen Arbeitstags, fein An- das Manifest setzt hinzu: Daß die Mittelstände theil daran. Er erhält von der Gesellschaft einen Schein, daß werden im Hinblick auf ihren bevorstehenden Uebergang ins Proer so und so viel Arbeit geliefert( nach Abzug seiner Arbeit für| letariat". die gemeinschaftlichen Fonds) und zieht mit diesem Schein aus dem gesellschaftlichen Vorrath von Ronsumtionsmitteln so viel heraus, als gleichviel Arbeit fostet. Dasselbe Quantum Arbeit, das er der Gesellschaft in einer Form gegeben hat, erhält er in der anderen zurück. ... Aber all das ist nicht die Hauptsache. Ganz abgesehen von der falschen Lassalle'schen Fassung des Gesetzes, besteht der wahrhaft empörende Rückschritt darin: haft empörende Rückschritt darin: Seit Lassalle's Tode hat sich die wissenschaftliche Einsicht in unserer Partei Bahn gebrochen, daß der Arbeitslohn nicht das ist, was er zu sein scheint, nämlich der Werth resp. Preis der Arbeit, sondern nur eine mastirte Form für den Werth resp. Preis der Arbeitskraft. Damit war die ganze bisherige bürgerliche Auffassung des Arbeitslohns, sowie die ganze bisher gegen selbe gerichtete Kritik ein für alle Mal über den Haufen geworfen und Klargestellt, daß der Lohnarbeiter nur die Erlaubniß hat, für sein Von diesem Gesichtspunkt ist es also wieder Unsinn, daß sie, eigenes Leben zu arbeiten, d. h. zu leben, so weit er gewisse Zeit zusammen mit der Bourgeoisie und obendrein den Feudalen, umsonst für den Kapitalisten( daher auch für dessen Weitzehrer an gegenüber der Arbeiterklasse„ nur eine reaktionäre Masse bilden". Mehrwerth) arbeitet; daß das ganze kapitalistische ProduktionsHat man bei den letzten Wahlen Handwerkern, kleinen In- system sich darum dreht, diese Gratisarbeit zu verlängern durch dustriellen 2c. und Bauern zugerufen: uns gegenüber bildet ihr mit Ausdehnung des Arbeitstages oder durch Entwickelung der Produktivität, resp. größere Spannung der Arbeitskraft 2c.; daß also Es herrscht hier offenbar dasselbe Prinzip, das den Waaren- Bourgeois und Feudalen nur eine reaktionäre Masse? austausch regelt, soweit er Austausch Gleichwerthiger ist. Inhalt Lassalle wußte das kommunistische Manifest auswendig, wie das System der Lohnarbeit ein System der Sklaverei und zwar einer Sklaverei ist, die im selben Maß härter wird, wie sich die und Form sind verändert, weil unter den veränderten Umständen seine Gläubigen die von ihm verfaßten Heilsschriften. Niemand etwas geben kann außer seiner Arbeit, und weil anderer- es also so grob verfälschte, geschah es nur, um seine Allianz mit gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit entwickeln, ob nun seits nichts in das Eigenthum der Einzelnen übergehen den absolutistischen und feudalen Gegnern wider die Bourgeoisie der Arbeiter beffere oder schlechtere Zahlung empfange. Und nachdem diese Einsicht unter unserer Partei sich mehr und mehr Was aber zu beschönigen. fann, außer individuellen Konsumtionsmitteln. Jm obigen Paragraph wird nun zudem sein Weisheitsspruch Bahn gebrochen, fehrt man zu Lassalle's Dogmen zurück, obgleich die Vertheilung der letzteren unter die einzelnen Produzenten betrifft, herrscht dasselbe Prinzip wie beim Aus- an den Haaren herbeigezogen, ohne allen Zusammenhang mit dem man nun wissen mußte, daß Lassalle nicht wußte, was der tausch von Waarenäquivalenten, es wird gleichviel Arbeit in einer verballhornten Zitat aus dem Statut der Internationalen. Es Arbeitslohn war, sondern im Gefolg der bürgerlichen Dekonomen, Form gegen gleichviel Arbeit in einer anderen umgetauscht. ift also hier einfach eine Impertinenz und zwar keineswegs den Schein für das Wesen der Sache nahm. Das gleiche Recht ist hier daher immer noch dem Prinzip Herrn Bismarck mißfällige, eine jener wohlfeilen Flegeleien, Es ist, als ob unter Sklaven, die endlich hinter das nach das bürgerliche Recht, obgleich Prinzip und Praxis fich worin der Berliner Marat macht. Geheimniß der Sklaverei gekommen und in Rebellion ausnicht mehr in den Haaren liegen, während der Austausch von gebrochen, ein in veralteten Borstellungen befangener Sklave auf Aequivalenten beim Waarenaustausch nur im Durchschnitt, nicht das Programm der Rebellion schriebe: die Sklaverei muß abfür den einzelnen Fall existirt. geschafft werden, weil die Beköstigung der Sklaven im System der Stlaverei ein gewiffes niedriges Maximum nicht überschreiten kann! Troß dieses Fortschrittes ist dieses gleiche Recht stets noch mit einer bürgerlichen Schranke behaftet. Das Recht der Produzenten ist ihren Arbeitslieferanten proportional; die Gleichheit besteht darin, daß an gleichem Maßstab, der Arbeit, gemessen wird. " Wenn er Die Arbeiterklasse wirkt für ihre Befreiung zunächst im Rahmen des heutigen nationalen Staats, sich bewußt, daß das nothwendige Ergebniß ihres Strebens, welches den Arbeitern aller Kulturländer gemeinsam ist, die internationale Völkerverbrüderung sein wird."**) Lassalle hatte im Gegensatz zum kommunistischen Manifest und zu allem früheren Sozialismus die Arbeiterbewegung vom engsten nationalen Standpunkt gefaßt. Man folgt ihm darin, und dies nach dem Wirken der Internationale! Die bloße Thatsache, daß die Vertreter unserer Partei fähig waren, ein so ungeheuerliches Attentat auf die in der Parteimasse verbreitete Einsicht zu begehen, beweist sie nicht allein, mit welchem.... Leichtsinn,.... sie bei Abfassung des Kompromißprogramms zu Werke gingen! Anstatt der unbestimmten Schlußphrase des Paragraphen 111. Die deutsche Arbeiterpartei verlangt, um die Lösung, der fozialen Frage anzubahnen, die Errichtung von Produktivgenossenschaften mit Staatshilfe unter der demokratischen Kontrolle des arbeitenden Volks. Die Produktivgenossenschaften zu rufen, daß aus ihnen die sozialistische Organisation der Gesind für Industrie und Ackerbau in solchem Umfange ins Leben fammtarbeit entsteht."*) Nach dem Lassalle'schen„ ehernen Lohngeseh" das Heilsmittel Der Eine ist aber physisch oder geistig dem Andern überlegen, liefert also in derselben Zeit mehr Arbeit oder kann Es versteht sich ganz von selbst, daß, um überhaupt fämpfen während der Zeit mehr arbeiten; und die Arbeit, um als Maß zu können, die Arbeiterklasse sich bei sich zu Haus organisiren muß zu dienen, muß der Ausdehnung oder der Intensität nach bestimmt als Klasse, und daß das Inland der unmittelbare Schauplah ihres die Beseitigung aller sozialen und politischen Ungleichheit" war werden, sonst hörte sie auf Maßstab zu sein. Dies gleiche Recht war Es erfennt keine Rampfes. Insofern ist ihr Klassenkampf, nicht dem Inhalt, son- zu sagen: daß mit der Abschaffung der Klassenunterschiede von ist ungleiches Recht für ungleiche Arbeit. Klassenunterschiede an, weil jeder nur Arbeiter ist wie der Andere; dern, wie das kommunistische Manifeſt ſagt,„ der Form nach" selbst alle aus ihnen entspringende soziale und politische Ungleichnational. Aber der„ Rahmen des heutigen nationalen Staats" heit verschwindet. aber es erkennt stillschweigend die ungleiche individuelle Begabung und daher Leistungsfähigkeit als natürliche Privilegien an. Es z. B. des Deutschen Reichs, steht selbst wieder ökonomisch„ im ist daher ein Recht der Ungleichheit, feinem Inhalte nach, wie Rahmen" des Weltmarktes, politisch im Rahmen" des Staatenalles Recht. Das Recht kann seiner Natur nach nur in Anwen- ſyſtems. Der erste beste Kaufmann weiß, daß der deutsche Handel dung von gleichem Maßstab bestehen; aber die ungleichen Indi- zugleich ausländischer Handel ist, und die Größe des Herrn Bisviduen( und sie wären nicht verschiedene Individuen, wenn sie march besteht ja eben in einer Art internationaler Politit. Und worauf reduzirt die deutsche Arbeiterpartei ihren Internicht Ungleiche wären) sind nur an gleichem Maßstab meßbar, soweit man sie unter einen gleichen Gesichtspunkt bringt, sie nationalismus? Auf das Bewußtsein, daß das Ergebniß ihres Strebens, die internationale Völkerverbrüderung sein wird" nur von einer bestimmten Seite faßt, z. B. im gegebenen Fall sie nur als Arbeiter betrachtet; und weiter nichts in ihnen sieht, Phrase, die als Aequivalent paffiren soll für die internationale sie nur als Arbeiter betrachtet; und weiter nichts in ihnen sieht, eine dem bürgerlichen Freiheits- und Friedensbund entlehnte von allem andern absieht. Ferner: Gin Arbeiter ist verheirathet, Verbrüderung der Arbeiterklassen im gemeinschaftlichen Kampf des Propheten. Es wird in würdiger Weise angebahnt". An der andre nicht; einer hat mehr Kinder als der andre 2c. 2c. Bei gleicher Arbeitsleistung und daher gleichem Antheil an dem desenation lenenin ferie Degierungen. Bon die Stelle des existirenden Klassenkampfes tritt eine Zeitungsinternationalen Funktionen deutschen Arbeiterklasse also kein schreiber- Phrase:„ die soziale Frage", deren Lösung" man„ an= gesellschaftlichen Konsumtionsfonds erhält also der eine faktisch Wort! Und so soll sie ihrer eigenen, mit den Bourgeois aller bahnt". Statt aus dem revolutionären Umwandlungsprozesse der mehr als der andre, ist der eine reicher als der andre 2c. anderen Länder bereits gegen sie verbrüderten, Bourgeoisie und Gesellschaft, entsteht" die sozialistische Organisation der Gesammtalle diese Mißstände zu vermeiden, müßte das Recht, statt gleich, Herrn Bismarcks internationaler Verschwörungspolitik das Paroli arbeit" aus der Staatshilfe", die der Staat Produktiv- Genossenschaften giebt, die er, nicht der Arbeiter, ins Leben ruft"." Es ungleich sein. Aber diese Mißstände sind unvermeidbar in der ersten Phase In der That steht das internationale Bekenntniß des Pro- ist dies würdig der Einbildung Lassalle's, daß man mit Staatsaus der der kommunistischen Gesellschaft, wie sie eben fapitalistischen Gesellschaft nach langen Geburtswehen her- grans noch unendlich tief unter dem der Freihandelspartei. Auch anlehen ebenso gut eine neue Gesellschaft bauen kann wie fie behauptet, das Ergebniß ihres Strebens sei, die internationale neue Eisenbahn! vorgegangen ist. Das Recht tann nie höher sein Völkerverbrüderung." Sie thut aber auch etwas, um den Handel als die ökonomische Gestaltung und dadurch bedingte Kultur- international zu machen, und begnügt sich keineswegs bei dem entwickelung der Gesellschaft. Bewußtsein daß alle Völker bei sich zu Haus Handel treiben. In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, Die internationale Thätigkeit der Arbeiterklassen hängt in nachdem die knechtende Unterordnung der Judividuen unter die Theilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und feiner Art von der Existenz der Internationalen ArbeiterUm bieten! " Aus.... Scham stellt man die Staatshilfe"- unter die demokratische Kontrolle des„ arbeitenden Wolfs", Erstens besteht das arbeitende Volk" in Deutschland zur Majorität aus Bauern und nicht aus Proletariern. " ausspricht, daß es weder an der Herrschaft ist, noch zur Herr schaft reif ist! törperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht assoziation" ab. Diese war nur der erste Versuch, jener Thätig: Was heißt aber die volksherrschaftliche Kontrolle des arbeitenden nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfniß keit ein Zentralorgan zu schaffen; ein Versuch, der durch den Volkes? Und nun gar bei einent Arbeitervolk, das durch diese geworden; nachdem mit der allseitigen Entwickelung der Indi- Anstoß, welchen er gab, von bleibendem Erfolg, aber, in seiner viduen auch die Produktionskräfte gewachsen sind, und alle Spring- ersten historischen Form nach dem Fall der Pariser Kommune Forderungen, die es an den Staat stellt, sein volles Bewußtsein quellen des genossenschaftlichen Reichthums voller fließen erst nicht länger durchführbar war. Bismard's Norddeutsche" war vollständig im Recht, wenn dann kann der enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Geſellſchaft auf ihre Fahnen schreiben: Jeder sie zur Zufriedenheit ihres Meisters verkündete, die deutsche Arbeiterpartei habe in dem neuen Programm den Internationach seinen Fähigkeiten, Jedem nach seinen Bedürfnissen! Ich bin weitläufiger auf den ,, unverfürzten Arbeitsertrag" einer- nalismus abgeschworen. feits, das gleiche Recht"," die gerechte Bertheilung" andrerseits eingegangen, um zu zeigen, wie sehr man frevelt, wenn man Von diesen Grundsäßen ausgehend, erstrebt die deutsche einerseits Vorstellungen, die zu einer gewiffen Zeit einen Sinn Arbeiterpartei mit allen gefeßlichen Mitteln den freien Staat hatten, jetzt aber zu veraltetem Phrasentram geworden, unfrer und die sozialistische Gesellschaft; die Aufhebung des Lohn und der Ausbeutung Partei wieder als Dogmen aufdrängen will, andrerseits aber die worden, die aber jetzt Wurzeln in ihr geschlagen, wieder durch in jeder Gestalt; die Beseitigung aller sozialen und politischen realistische Auffassung, die der Partei so mühevoll beigebracht ſyſtems mit dem ehernen Lohngesetz ideologische Rechts- und andre, den Demokraten und französischen Ungleichheit."*** Sozialisten so geläufige Flausen verdreht. Abgesehen von dem bisher Entwickelten war es überhaupt fehlerhaft, von der sogenannten Vertheilung Wesens zu machen und den Hauptakzent auf sie zu legen. II. * Ist unverändert geblieben. D. R. Auf die Kritik des von Buchez unter Louis Philippe im Gegensatz gegen die französischen Sozialisten verschriebenen, und von den reaktionären Arbeitern des„ Atelier" angenommenen Rezepts, ist es überflüssig, hier einzugehen. Es liegt auch der Hauptaustoß nicht darin, daß man diese spezifische Wunderkur ins Programm geschrieben, sondern daß man überhaupt vom Standpunkt der Klassenbewegung zu dem der Sektenbewegung zurückgeht. Daß die Arbeiter die Bedingungen der Maßstab herstellen wollen, heißt nur, daß sie an der Umwälzung der jetzigen Produktionsbedingungen arbeiten, und hat nichts gemein mit der Stiftung von Kooperativgesellschaften mit Staatshaben sie nur Werth, soweit sie unabhängige, weder von den hilfe. Was aber die jetzigen Kooperativgesellschaften betrifft, so Regierungen noch von den Bourgeois protegirte Arbeiterschöpfungen sind. Produktion auf sozialem, und zunächst bei sich allenschaftlichen **) Dieser Passus ist an eine andere Stelle versetzt worden, wo er jetzt lautet:" Die sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, Die jedesmalige Vertheilung der Konsumtionsmittel ist nur obgleich zunächst im nationalen Rahmen wirkend, ist sich des Folge der Vertheilung der Produktionsbedingungen selbst. Letztere internationalen Charakters der Arbeiterbewegung bewußt und Bertheilung aber ist ein Charakter der Produktionsweise selbst. entschlossen, alle Pflichten, welche derselbe den Arbeitern aufDie fapitalistische Produktionsweise z. B. beruht darauf, daß die erlegt, zu erfüllen, um die Verbrüderung aller Menschen zur Lohngefches durch Abschaffung des Systems der Lohnarbeit, die Aufhebung der Ausbeutung in jeder Gestalt, die Beseitigung aller sachlichen Produktionsbedingungen Richtarbeitern zugetheilt find Wahrheit zu machen." *** Lautet in der Fassung des Vereinigungs- Rongresses: Bon sozialen und politischen Ungleichheit." Die Redaktion. unter der Form von Kapitaleigenthum und Grundeigenthum, *) Wurde unverändert akzeptirt mit Ausnahme der Eingangswährend die Masse nur Eigenthümer der persönlichen Produktions- diesen Grundsätzen ausgehend, erstrebt die sozialistische Arbeiterbedingung, der Arbeitskraft ist. Sind die Elemente der Pro- partei Deutschlands mit allen gefeßlichen Mitteln den freien Staat worte, die nun lauten:„ Die sozialistische Arbeiterpartei Deutschduktion derart vertheilt, so ergiebt sich von selbst die heutige und die sozialistische Gesellschaft, die zerbrechung des ehernen lands fordert" 2c. Die Red. Die Redaktion. A. IV. Ich komme jetzt zum demokratischen Abschnitt. " Freiheitliche Grundlage des Staats." Zunächst nach 11. erstrebt die deutsche Arbeiterpartei den freien Staat". Freier Staat- was ist das? Es ist keineswegs zweck der Arbeiter, die den beschräukten Unterthanenverstand los geworden, den Staat frei zu machen. Im Deutschen Reich ist der Staat" fast so frei" als in RußTond. Die Freiheit besteht darin, den Staat aus einem der Sesellschaft übergeordneten in ein ihr durchaus untergeordnetes Organ zu verwandeln, und auch heutig sind die Staatsformen freier oder unfreier im Maß, worin sie die Freiheit des Staats" beschränken. Die deutsche Arbeiterpartei wenigstens, wenn sie das Programm zu dem ihrigen macht, zeigt, wie ihr die sozialistischen Ideen nicht einmal hauttief ſizen; indem sie, statt die befiehende Gesellschaft( und es gilt das von jeder fünftigen) als Grundlage des bestehenden Staats( oder fünftigen für fünftige Gesellschaft) zu behandeln, den Staat vielmehr als ein selbständiges Wesen behandelt, daß seine eignen geistigen, fitttlichen, freiheitlichen Grundlagen besitzt. Und nun gar der wüfte Mißbrauch, den das Programm mit den Worten heutiger Staat"," heutige Gesellschaft" treibt, und den noch wüsteren Mißverstand, den es über den Staat anrichtet, an den es seine Forderungen richtet! Die heutige Gesellschaft" ist die kapitalistische Gesellschaft, die in allen Kulturländern existirt, mehr oder weniger frei von mittelaltrigem Beisay, mehr oder weniger durch die besondere geschichtliche Entwickelung jedes Landes modifizirt, mehr oder weniger entwickelt. Dagegen der heutige Staat" wechselt mit der Landesgrenze. Er ist ein andererer im preußisch- deutschen Reich als in Der Schweiz, ein anderer in England als in den Vereinigten Staaten." Der heutige Staat" ist also eine Fiktion. Es fragt sich dann: welche Umwandlung wird das Staatsmesen in einer fommunistischen Gesellschaft erleiden! In anderen Worten, welche gesellschaftlichen Funktionen bleiben dort übrig, die jetzigen Staatsfunttionen analog sind? Diese Frage ist nur wissenschaftlich zu beantworten, und man kommt dem Problem durch tausendfache Zusammensetzung des Wortes Volt mit dem Wort Staat auch nicht um einen Flohsprung näher. " 1 " durch Staatsinspektoren die Erfüllung dieser gesetzlichen Vor- Inach zu diesem Gipfel der kulinarischen Genüsse durchessen, schriften überwachen, ist etwas ganz anderes, als den Staat zum durchhungern", würde Herr Müller fagen. Voltserzieher zu ernennen! Vielmehr sind Regierung und Kirche gleichmäßig von jedem Einfluß auf die Schule auszuschließen. Lokalen anfangen, in denen man, wie in den Herrn Müller ja Da wir gerade bei Herrn Müller sind, so wollen wir mit Im preußisch- deutschen Reich nun gar( und man helse sich nicht nicht unbekannten„ Akademischen Bierhallen" für 50 Pfennige mit der faulen Ausflucht, daß man von einem Zukunftsstaat" oder etwas darüber oder darunter, schon ganz schön zu Mittag spricht; wir haben gesehen, welche Bewandtniß es damit hat) essen kann. In den„ Akademischen Bierhalleu" find naturgemäß bedarf umgekehrt der Staat einer sehr rauhen Erziehung durch die Studenten stark unter den Gästen vertreten. Von den Philodas Volk. logen und Theologen, in deren Vaterhaus meist Schmalhans von Doch das ganze Programm, trotz alles demokratischen Ge- jeher Küchenmeister war, wird behauptet, daß sie wirklich satt flingels, ist durch und durch vom Unterthanenglauben der werden. In anderen Restaurants derselben Preisgattung überLassalle'schen Sette an den Staat verpestet, oder, was nicht wiegen Handlungskommis, Stadtreisende, Agenten, Schreiber 2c. besser, vom demokratischen Wunderglauben, oder vielmehr ist es ein Kompromiß zwischen diesen zwei Sorten, dem Sozialismus gleich fernen, Wunderglauben. Wer der Ansicht ist, daß Qualität und Quantität der Speisen unter der höchst überflüssigen Reichhaltigkeit" eines dreitheiligen Menus, das nur eine Konzession an die den Schein schen Verfassung. Warum also hier! " Freiheit und Wissenschaft" lautet ein Paragraph der preußi- liebenden Proletarier im besseren Rock ist, leiden müssen, der geht gleich in die Vegetarischen Speisehäuser oder in die RoßGewissensfreiheit!" Wollte man zu dieser Zeit des Kultur- fleisch- Speise- Anstalten. Da weiß er doch wenigstens, was er betampfes dem Liberalismus seine alten Stichworte zu Gemüth kommt. Bei den Vegetariern braucht er sich nicht über zu große führen, so konnte es doch nur in dieser Form geschehen: Jeder Knochenbeilagen zu beklagen, und beim" Roßwirth" bekommt er muß seine religiösen...( Bedürfnisse) verrichten können, ohne das saftige Pferdebeefsteak stets unter seinem richtigen Namen daß die Polizei ihre Nase hineinsteckt. Aber die Arbeiterpartei vorgesetzt. mußte doch bei dieser Gelegenheit ihr Bewußtfein darüber aussprechen, daß die bürgerliche Gewissensfreiheit" nichts ist außer der Duldung aller möglichen Sorten religiöser Gewissensfreiheit, und daß sie vielmehr die Gewissen vom religiösen Sput zu befreien strebt. Man beliebt aber das„ bürgerliche" Niveau nicht zu überschreiten. Ich bin jetzt zu Ende gelangt, denn der nun im Programm folgende Anhang bildet keinen charakteristischen Bestandtheil des selben. Ich habe mich daher hier ganz kurz zu fassen. 2. Normalarbeitstag." ausgeben können, werden sich vielleicht dagegen verwahren, daß ihre Die meisten von denen, welche 60-40 Pf. für ein Mittagbrot Mahlzeit schon ein, Proletariermahl" genannt wird. Dann wollen wir also tiefer steigen, hinunter in die Keller, in denen man für 35, 30, auch 25 Pfennig essen kann. Hier ist mit dem System der„ Diners" gebrochen. Suppe und Kompot fallen weg. Statt des Bratens giebt es Hausmannskost, z. B. Kohlrüben, Bouillonkartoffeln, weiße Bohnen u. s. w. mit Fleisch. Die Tafel sieht schon proletarierhafter aus. Das Brot wird einfach auf den Tisch gelegt, auf dem das Leinentuch fehlt. In der Regel wird das Billard durch eine übergelegte Platte in einen gemeinsamen Eßtisch verwandelt. Das Publikum hat keine weißen Kragen und Kravatten, aber schwielige Fäuste. Die Arbeiterpartei feines andern Landes hat sich auf solch unbestimmte Forderung beschränkt, sondern stets die Länge Jedoch haben die verschiedenen Staaten der verschiedenen des Arbeitstages firirt, die sie unter den gegebenen Umständen Kulturländer troß ihrer bunten Formverschiedenhert alle das ge- für normal hält. mein, daß sie auf dem Boden der modernen bürgerlichen GesellWer sich den Lurus eines solchen Mahles nicht gönnen kann, 3. Beschränkung der Frauen- und Verbot der Kinder- nimmt zunächst in beschränktem Umfange die Wohlthätigschaft stehn, nur einer mehr oder minder kapitalistisch arbeit." entwickelten Sie haben daher feit in Anspruch und geht in das Volkskaffeehaus oder in die auch gewiffe wesentliche Die Normirung des Arbeitstags muß die Beschränkung der Boltstüche. Dort wird nichts an den Speisen verdient; bei den Charaktere gemein. In diesem Sinne fann man von Frauenarbeit schon einschließen, soweit sie sich auf Dauer, Volksküchen wird sogar noch etwas zugegeben. Für 25 oder heutigem Staatswesen" sprechen, im Gegensatz zur Zu- Bausen 2c. des Arbeitstages bezieht, sonst kann sie nur Aus- 15 Pfennig schlingt man sein farges Mahl hinunter, denn funft, worin seine jetzige Wurzel, die bürgerliche Gesellschaft schluß der Frauenarbeit aus Arbeitszweigen bedeuten, die speziell längerer Aufenthalt ist um abgestorben ist. die Mittagszeit nicht gegesundheitswidrig für den weiblichen Körper oder für das weib- stattet und bei dem starken Andrange liche Geschlecht sittenwidrig sind. Meinte man das, so mußte es unmöglich. Wenn die hohen Besuchsziffern, mit denen die geauch geradezu gesagt werden. nannten Anstalten von Zeit zu Zeit paradiren, einen Beweis Verbot der Kinderarbeit!" Hier war absolut nothwendig, für den Wohlthätigkeitssinn" unserer Bourgeoisie liefern sollen, die Altersgrenze anzugeben. so beweisen sie noch viel eher das Elend des Proletariats. Und Allgemeines Verbot der Kinderarbeit ist unverträglich mit unter den verkauften Speisen sind die halben Portionen und der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer die trockenen Schrippen mit den höchsten Ziffern angeführt. Wunsch. Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesell Ueberall wird das Billige, also an Qualität wie Quantität GeDurchführung desselben wenn möglich wenn möglich wäre reaktionär, ringere, bevorzugt, schaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen da bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiedenen Aermsten gehören. In der Anstalt der Volkskaffee- und SpeiseBeweis genug, daß die Besucher zu den in die andre. Der entspricht auch eine politische Uebergangs- Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der hallen- Gesellschaft wird sogar Mittagessen für 10 Pf. und Abendperiode, deren Staat nichts andres sein kann, als die revolutionäre Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Ünter- essen für 5 Pf. verkauft!? Diktatur des Proletariats. richt eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Das Programm nun hat es weder mit letterer zu thun, noch Gesellschaft ist. mit dem zukünftigen Staatswesen der kommunistischen Gesellschaft. 4, Staatliche Ueberwachung der Fabrik-, Werkstatt und Seine politischen Forderungen enthalten nichts außer der Hausindustrie." alten weltbekannten demokratischen Litanei: allgemeines Wahl- Gegenüber dem preußisch deutschen Staat war bestimmt zu recht, direkte Gesetzgebung, Volksrecht, Volfswehr 2c. Sie sind bloßes verlangen, daß die Inspektoren nur gerichtlich absehbar sind; Echo der bürgerlichen Volkspartei, des Friedens- und Freiheitsbun- daß jeder Arbeiter sie wegen Pflichtverletzung den Gerichten des. Es sind lauter Forderungen, die, soweit sie nicht in phantastischer denunziren kann; daß sie dem ärztlichen Stand angehören Borstellung übertrieben, bereits realisirt sind. Nur liegt der müssen. Staat, dem sie angehören, nicht innerhalb der deutschen Reichsgrenzen, sondern in der Schweiz, den Vereinigten Staaten 2c. Diese Sorte„ Zukunftsstaat" ist heutiger Staat, obgleich außerhalb ,, des Rahmens" des Deutschen Reichs existirender. Aber man hat eins vergessen. Da die deutsche Arbeiterpartei ausdrücklich erklärt, sich innerhalb des heutigen nationalen Staats", also ihres Staats, des preußisch- deutschen Reichs, zu bewegen ihre Forderungen wären ja auch größtentheils sinnlos, da man nur fordert, was man nicht hat so durfte sie die Hauptsache nicht vergessen, nämlich, daß alle jene schönen Sächelchen auf der Anerkennung der sogenannten Volkssouveränität beruhen, daß sie daher nur in einer demokratischen Republik am Plage find. Da man[ nicht in der Lage ist]- und weislich, denn die Verhältnisse gebieten Vorsicht die demokratische Republik zu verlangen, wie es die französischen Arbeiterprogramme unter Louis Philippe und unter Louis Napoleon thaten so hätte man auch nicht zu der... Finte flüchten sollen, Dinge, die nur in einer demokratischen Republik Sinn haben, von einem Staat zu verlangen, der nichts anderes, als ein mit parlamentarischen Formen verbrämter, mit feudalem Beisab vermischter, schon von der Bourgeofie beeinflußter, bureaukratisch gezimmerter, polizeilich gehüteter Militardespotismus ift 5. Regelung der Gefängnißarbeit." Kleinliche Forderung in einem allgemeinen Arbeiterprogramm. Jedenfalls mußte man tlar aussprechen, daß man nicht aus Konkurrenzneid die gemeinen Verbrecher wie Vieh behandelt wissen und ihnen namentlich nicht ihr einziges Besserungsmittel, produttive Arbeit, abschneiden will. Das war doch das geringste, was man von Sozialisten erwarten durfte. 6. Ein wirksames Haftgeseh." " Und was ißt der, welcher nicht einmal so viel hat? Natürwagt er sich vielleicht zu Huster und bittet um die Abfälle des lich geht er betteln. Wenn er zum Schlemmer veranlagt ist, Feinschmeckerdiners. Bescheidenere bitten in den Häusern oder in einfacheren Restaurants um etwas Uebriggebliebenes. Die Bescheidensten betteln in den Bäckerläden um ein paar alte Schrippen. Und wenn er abgewiesen wird? Wenn man ihn mit Schimpf= worten zum Hause hinausjagt und mit dem Schuhmann droht? Dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu verhungern oder zu stehlen. Und die satte Bourgeoisie liest am anderen Morgen mit Entsetzen, aber zugleich mit Genugthuung, daß die Polizei schon wieder einmal einen Dieb gefaßt hat. Gaumen die Kunst der Köche prüfen werden, dann werden Wenn die Feinschmecker bei Huster mit sachverständigem sie sich schwerlich durch solche Betrachtungen den Appetit verderben lassen. Und wenn die feine Gesellschaft Berling die Kochkunst Ausstellung in der Brauerei Friedrichs Es war zu sagen, was man unter„ wirksamem" Haftgeset ham, an derselben Stätte, wo nicht lange vorher die Versammversteht. lungen der Arbeitslosen getagt haben, besuchen wird, wenn sie Nebenbei bemerkt, hat man beim Normalarbeitstag den mit staunendem Auge betrachten wird, was raffinirte Genußsucht Theil der Fabrikgesetzgebung übersehen, der Gesundheits- alles erfunden hat, um die Geschmacksnerven der besitzenden Klass maßregeln und Schußmittel gegen Gefahr 2c. betrifft. Das Haft- zu titeln, dann wird sie mit dem Ober- Bürgermeister ausrufen: gesetz tritt erst in Wirkung, sobald diese Vorschriften verlegt Es giebt noch feinen außergewöhnlichen Nothstand!" werden. Dixi et salvavi animam meam. Lokales. " An der Arbeitslosigkeit hört das sozialpolitische Können Eugen Richter's auf. Das ist kein Wunder, denn auch größere liberale Nationalökonomen stehen vor der stetig zunehmenden Arbeitslosigkeit am Ende ihrer Weisheit. Aus unserem letzten Artikel giebt die Freis. 3tg." nichts wieder als Folgendes: Die Hälfte der Bäcker seien arbeitslos und die Hälfte der Tischler. Das komme von den Maschinen her." " Ein Schiedsgericht des 1. Berliner Wahlkreises tagte Von dem Einfluß der Maschinen auf das Bäckergewerbe hatten Selbst die vulgäre Demokratie, die in der demokratischen Re- in der Angelegenheit, die zwischen Genossen Wuttig gegen die wir gar nicht gesprochen, indeß ist er vorhanden. Die Freis. 8tg." publit das tausendjährige Reich sieht und keine Ahnung davon Genossen Niendorf und Wilschke, wegen scheinbar beleidigender demokratie überhaupt ernst ist, mit einer thatsächlichen Darlegung, bemerkt hierzu:" Darüber erwarten wir, wenn es der Sozialhat, daß gerade in dieser letzten Staatsform der bürgerlichen Ge- Worte schwebte, die in der am 7. Januar 1891 bei Joel eine nähere Begründung und Ausführung." Das Eindringen sellschaft der Klassenkampf definitiv auszufechten ist selbst fie steht noch berghoch über solcher Art Demokratenthum innerhalb abgehaltenen sozialdemokratischen Volksversammlung gefallen der Maschine z. B. in dem Tischlerberuf im Einzelnen zu er der Grenzen des polizeilich Erlaubten und logisch Uner- waren. flären, ist nun nicht unsere Ausgabe. Herr Eugen Richter be laubten. 8tg.":" Es fommt aber überhaupt nicht blos darauf an, mögfrage darüber einen Tischlermeister. Weiter sagt die Freis. lichst traß Nothstände zu schildern, sondern auch anzugeben, wie denselben abgeholfen werden kann. Diese aus der Unwissenheit des Herrn Eugen Richter ganz erklärliche Frage unbeantwortet zu lassen, haben wir feinen Grund. Behuss Abhilfe verlangen etwas gefunden Kommunalsozialismus, als gründliches Heilmittel wir einstweilen einen furzen gesetzlichen Normal- Arbeitstag, auch aber die im sozialdemokratischen Programm bezeichnete Vergesellschaftung der Produktion, aus der die Arbeitspflicht eines Jeden natürlich folgt. Nach eingehender Prüfung wurde eine Einigung dahin erDaß man in der That unter„ Staat" die Regierungsmaschine versteht oder den Staat, soweit er einen durch Theilung der Arzielt, daß sowohl Genosse Niendorf wie Wilschke erklärten, sich in beit von der Gesellschaft besonderten, eigenen Organismus bildet, einem Irrthum befunden zu haben, als sie behaupteten, der Gezeigen schon die Worte:„ die deutsche Arbeiterpartei verlangt als nosse Wuttig habe gegen die" Berliner Volks- Tribüne" agitirt. wirthschaftliche Grundlage des Staats: eine einzige progressive Die Vertrauensleute des 1. Berliner Wahlkreises: wie das Programm. C Einkommensteuer 2c." Die Steueru find die wirthschaftliche A. Täterow, Mauerstr. 9 111; Feldmann, Neue Friedrichstr. 92, v. 11. Grundlage der Regierungsmaschinerie und von sonst nichts. In dem in der Schweiz existirenden Zukunftsstaat ist diese Forderung Proletariermahl. Zur Eröffnung der Kochkunst- Ausstellung ziemlich erfüllt. Einkommensteuer seht die verschiedenen Ein- veranstaltet das Ausstellungskomitee ein sogenanntes„ Feinschmecker kommensquellen der verschiedenen gesellschaftlichen Klassen voraus, Mahl". Einen Vorgeschmack hat der Gastwirth Theodor Müller also die kapitalistische Gesellschaft. Es ist also nichts Auffälliges, am vergangenen Freitag den Mitgliedern des Vereins Berliner Daß die Financial- Reformers von Liverpool- Bourgeois mit Gastwirthe in einer Mittheilung über die Wirkungen eines solchen tionswuth der Bau- Unternehmer, alias Hausbesitzer", einige Die neue Bau- Ordnung, welche der Profit- und SpekulaGladstone's Bruder an der Spize- dieselbe Forderung stellen, Feinschmecker- Mables" gegeben. Er erzählte, daß er in einer wohlthätige Schranken auferlegt, indem sie den MindestGesellschaft von 26 Personen 4 Stunden lang ohne Unterbrechung forderungen der Hygiene einigermaßen Rechnung trägt, indem sie B," Die deutsche Arbeiterpartei verlangt als geistige bei Suster Probe gegessen und getrunken habe. Nach Beendigung nicht mehr duldet, daß die Menschen zusammengepfercht werden und sittliche Grundlage des Staats: des Mahles, das aus den delitatesten Speisen zusammengefeßt in den Miethstafernen wie Hammel, und ihnen Wohnungen an1. Allgemeine und gleiche Voltserziehung durch den war, habe sich die ganze Gesellschaft auf einen Korb mit Schwarz gewiesen werden, die weit eher die Bezeichnung Löcher" verStaat. Allgemeine Schulpflicht, unentgeltlichen Unterricht." brötchen gestürzt, um ihren Hunger zu stillen. Der Werth der Gleiche Voltserziehung? Was bildet man sich unter diesen Feinschmecker- Diners liege eben darin, daß man fortwährend das dienen, sondern Licht und Luft verlangt und freien Spielraum Worten ein? Glaubt man, daß in der heutigen Gesellschaft( und Schönste und Herrlichste genießen könne, ohne ein Gefühl der und dafür sorgt, daß die Häuser nicht in den Himmel wachsen, man hat nur mit der zu thun) die Erziehung für alle Klassen Sättigung zu empfinden. Das„ Kl. Journal", dem wir diese liegt den Herren Hausbesitzern gewaltig schwer im Magen und gleich sein kann? Oder verlangt man, daß auch die höheren Mittheilung entnehmen, knüpft daran die Befürchtung, daß die die Jeremiaden wollen schier gar kein Ende nehmen. Es ist Klaffen zwangsweise auf das Modikum Erziehung der Bolts- Theilnehmer des zur Eröffnung der Ausstellung zu veranstaltenden höchst ergößlich, die armen Hausbesitzer in ihren Drehungen und schule reduzirt werden sollen, das allein mit den ökonomischen Feinschmecker= Mahles sich für ihre 15 Mart-soviel kostet Windungen zu beobachten und die Schmerzensschreie mit anBerhältnissen, nicht nur der Lohnarbeiter, sondern auch der Bauern das Gedeck- möglicherweise ebenfalls nicht würden satt eſſen wüthend ausstoßen unter dem Drucke des sie belastenden Alpes zuhören, welche die in ihren„ wohlerworbenen Rechten Geschädigten" verträglich ist? Allgemeine Schulpflicht. Unentgeltlicher Unterricht." Die erste existirt selbst in Deutschland, das zweite in der Schweiz Proletariat daran thut, die Besitzenden um ihr üppiges Leben zu befizerlichen Ergusse gegen die neue Bau- Ordnung: Da sieht man wieder einmal, wie Unrecht das„ begehrliche" der neuen Bau- Ordnung. So heißt es u. a. in einem in dem Organe des Berliner Hausbesitzer- Bundes veröffentlichten hausund den Vereinigten Staaten für Volksschulen. Wenn in einigen beneiden. Die armen Reichen! Jetzt haben es die verruchten besizerlichen Ergusse gegen die neue Bau- Ordnung: Staaten der letzteren auch höhere Unterrichtsanstalten unent Stöche mit ihrer raffinirten Stunst richtig schon dahin gebracht, daß Gärten womöglich, am Hause zu haben, und sicherlich ist es dem Es ist ja sehr schön, weite lichte Hofräume, große geltlich" sind, so heißt das faktisch nur den höheren sich die Bedauernswerthen nicht einmal mehr ordentlich satt essen Klassen ihre Erziehungskosten aus dem allgemeinen Steuer- tönnen. Nun, vielleicht versuchen es die Herrschaften zur Ab- Hausbesizer an sich nicht minder lieb, als dem Miether. Aber säckel bestreiten. Nebenbei gilt dasselbe von der unter A. 5 verwechselung einmal mit einem Proletariermahl? Das fostet weder schließlich werden alle diese Annehmlichkeiten in dem Preise der Yangten unentgeltlichen Rechtspflege." Die Kriminaljustiz ist 15 M., noch dauert es 4 Stunden. In der Volksküche bekommt Wiethen nicht gedeckt. Jeder will nur für die Wohnung, für die überall unentgeltlich zu haben; die Ziviljustiz dreht sich fast nur man schon für 15 Pf. ein Näpfchen Essen, und in weniger als Räumlichkeiten bezahlen, welche sie ihm bietet, und nicht für die um Eigenthumskonflikte, berührt also fast nur die besigenden 4 Minuten kann man damit fertig sein. Die bösen Sozialdemo- schöne Aussicht!" Klassen. Sollen sie auf Kosten des Volkssäckels ihre Prozesse traten behaupten zwar, man könne sich dort noch viel eher hungrig führen? essen", als bei einem Feinschmeckerdiner; aber bei ihrer unersätt lichen Gier" ist das nicht zu verwundern. Der Paragraph über die Schulen hätte wenigstens technische Schulen( theoretische und praktische) in Verbindung mit der Volksschule verlangen sollen. tönnen. Na, das wären schöne Aussichten! Jetzt verlangen schließ lich die Herren Hausbesitzer noch, daß man dafür bezahlen soll, daß man mit ansehen darf, wie der Hausbesitzer in seinem für Hund und Kaze erreichbaren, für jeden Miether aber fest verschlossenen Garten sich ergeht"! Und weiter heißt es: Vielleicht haben die Herren und Damen der Bourgeoisie Lust, an einigen der unterschiedlichen Proletarierdiners, die man Ganz verwerflich ist eine Volkserziehung durch den Staat." in Berlin haben kann, theilzunehmen und uns auf einer kleinen Wenn heute überall in der Stadt über thenre Durch ein allgemeines Gesetz die Mittel der Volksschulen be- Reise durch die Speiselokale dritter, vierter und fünfter Güte zu Miethen getlagt wird, so mögen die Miether die jetzige Baustimmen, die Qualifizirung des Lehrerpersonals, die Unterrichts- begleiten? Wir brauchen ja nicht gleich mit der Volksküche oder Ordnung dafür verantwortlich machen und nicht die Hausbesizer, zweige 2c., und, wie es in den Vereinigten Staaten geschieht, noch Schlimmerem anzufangen, sondern können uns so nach und zumal die diesen aufgezwungene Miethserhöhung nur in den be CE Gerichts- Beitung. Tebteren Stadttheilen, in der Geschäftsgegend, den aus der Bau-| bereits zu wiederholten Malen recht umfangreiche Bernstein- Lüderlichkeit beizugefellen. Die Herren Stägemann und Sauer beschränkung entstandenen Schaden einigermaßen balanzirt, in den stücke ausgegraben sind; ein solches von der Größe eines boten ihr Bestes; Frl. Berger war eine sehr liebenswürdige schlechter gelegenen ihn aber noch lange nicht aufwiegt."- Kinderschädels, im Gewichte von 450 Gramm, wurde vor einigen Salondame, Frl. Palm gefiel gleichfalls. Daß Höcker seinen Nun, man sieht, die Herren Hausbefizer sind durchaus nicht Monaten gefunden, ein zweites von etwa 170 Gramm ist ganz Alten vortrefflich giebt, versteht sich diese Pantoffelhelden- Figur verlegen, die theuren Miethen zu begründen. Gründe sind ja türzlich gefunden worden; außerdem sind auch in dieser Kiesgrube war lebenswähr. Gut waren auch Frau Stägemann, Frl. Marckbekanntlich wohlfeil wie Brombeeren! Sind es nicht die Streits mehrfach Mammuthüberreste, Stoßzähne, allerdings in stark be- wordt, Herr Waldow. Herr Schönfeld, der auch in der der Bauhandwerfer, welche als Grund für die Vertheuerung der schädigtem Zustande ausgegraben worden; ein fürzlich aufge- Labiche'schen Bluette eine wichtige Rolle spielte, fand reichen Wohnungsmiethen herhalten müssen, so ist es die neue Bau- fundener gut erhaltener Mammuth- Backzahn ist, wie alle die hier Beifall als Henri wie als galanter Ritter. Frl. Groß war ein ordnung, welche ins Feld geführt wird, und ist es diese nicht, so erwähnten Gegenstände dem Märkischen Museum überwiesen vorzüglicher Gegenpart. ist es etwas anderes! Von dem wahren Grunde, der Haupt- worden. Der Besizer der Grube hat nämlich mit dem Versuche, ursache, dem Grundstückswucher und Häuserschacher, davon aus den Bernsteinstücken Zigarrenspitzen herstellen. zu lassen, fein spricht man allerdings nicht! Und dabei werden die Glück gehabt; der Bernsteindreher erklärte nämlich, daß das ihm Miethen besonders in den schlechter gelegenen Stadttheilen", übergebene Bernstein in lauter fleine Stücke gebrochen sei. Es wo heute schon die Miethen kaum zu erschwingen sind, noch mehr muß recht sonderbar ausgesehen haben, als die Meereswellen den in die Höhe zu schrauben gesucht, auf Rechnung der Bau- Ordnung Bernstein in Moabit und Briz an das Ufer spülten und die natürlich, nicht etwa deshalb, weil der Hauseigenthümer eine riesigen Mammuththiere auf dem Tempelhofer Feld spazieren große Hypothekenlast zu verzinsen hat und die Wohnungsmiethen gingen. außer den Zinsen und Abgaben auch noch eine anständige Rente für den Hausherrn" abwerfen müssen, um diesem eine standesgemäße Gristenz zu sichern. Und vielen wird es gewiß zur großen Genugthuung gereichen, wenn in dem angezogenen Artikel weiter gesagt wird: " It es doch soweit gekommen, daß der Hausbesitzerstand, diese" alte Grundsäule jeder gefesteten Ordnung, hier bei uns größtentheils ins Wanken gerathen ist, ein bedenkliches Zeichen unserer Zeit, die wie keine andere der Stützen bedarf, welche der Gesellschaftsordnung zum Schuße dienen." Was hier für ein bedenkliches Zeichen unserer Zeit erklärt wird, kann vielmehr für ein erfreuliches erflärt werden, denn es ist dieses Zeichen ein Beweis mehr dafür, daß eine morsche Säule nach der anderen, welche die heutige Gesellschaftsordnung stützen, zusammenbricht. Und eine solche morsche Säule ist auch der heutige Hausbesizerstand! Die bitterste Noth, die Unmöglichkeit, ein außerehelich geborenes Kind zu ernähren, treibt oft die Mutter zum Aussehen desselben. Doch die Mutterliebe findet auch mitunter noch einen anderen, für das junge Leben weniger gefahrvollen Weg, in der Die Feuerwehr hat im letzten Jahre eine ungemein reiche Meinung, damit keine strafbare Handlung zu begehen. Solch ein Samariter- Thätigkeit entfalten können. Wie in der vorgestrigen vermeintlich erlaubter Ausweg führte die unverehelichte Elise Sigung des Samaritervereins mitgetheilt wurde, haben die Sama- Brodtewald vor die 1. Straffammer des Landgerichts I. Jm riter der Feuerwehr im Vorjahre in 169 Fällen Hilfe leisten Anfang vorigen Jahres hatte sie in der Charitee ein Mädchen fönnen, in 96 Fällen mußten sie auf Brandstelle eingreifen und geboren und wurde bald darauf entlassen. Ohne Arbeit, ohne auch hatten hier 3 Offiziere, 7 Ober- Feuermänner und 21 Feuermänner nur die geringsten Mittel, unfähig, das Kind zu ernähren, geht sie sowie 65 Zivilpersonen zu verbinden. Unter den behandelten Ver- zu der ihr nur dem Namen nach bekanten Frau Kettler letzungen befanden sich 59 Brandwunden, 28 Schnittwunden durch welche jedoch selbst nicht in der Lage ist, das Kind ohne EntGlas und dergl., 3 Knochenbrüche, 6 Betäubungen und 7 innere schädigung zu behalten. Dennoch läßt sie sich erbitten, das Kind Krankheiten. auf einige Stunden zu behalten, bis die Angeklagte einen Gang nach der Koppenstraße, zum Zweck anderweitiger Fürsorge für das Kind gemacht habe. Die Angeklagte kehrt aber nicht wieder zurück, hat auch ihren Namen nicht angegeben. Die Frau Kettler hat denn also weiter keinen Ausweg als das Kind dem Waisenhaus zu übergeben. In Betreff eines Selbstmordverfuchs, den ein gewisser S. am Freitag im Polizeigefängniß am Alexanderplatz unternommen hat, berichtet eine Lokalkorrespondenz folgende Ginzelheiten: S. war Buchhalter bei einer hiesigen Handelsbank. Als Die ganze Sache wäre wahrscheinlich mit dem Schleier der arbeitende Bevölkerung als Bundesgenossen in ihrem Kampfe ist vom Bankdirektorium angeordnet, daß der revidirende Beamte 1/2 Jahr alt, gestorben ist. Doch die Mutter treibt es, zu wissen, zu guterlegt rufen die bedrängten Hausbesitzer gar noch die solcher war er vor einigen Wochen damit beauftragt worden, die Zählung der Effekten vorzunehmen. Zur Erhöhung der Kontrole Vergessenheit bedeckt worden, da das Kind in Rummelsburg, gegen die so schädliche Bau- Ordnung an: ,, Aber nicht die Hausbesitzer allein," so heißt es zum Schlusse, auf die Aktien sowohl wie auf die Koupons seinen Namen, resp. was aus ihrem Kinde geworden ist, so spricht die Kettler, die sie deffen Anfangsbuchstaben zu ſehen hat. Bei einer zufälligen find die Geschädigten. Gerade die besiglose und besonders die Superrevision entdeckte man nun, daß an zwei Attien die Koupons in Friedrichsberg traf, an, ſagt auch ihren Namen, und so kommt Arbeiterbevölkerung wird durch die geschaffenen Verhältnisse und der Kontrolbuchstabe und eine Aktie gänzlich fehlten. Da denn die Sache zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft, welche in immer weiter von ihren Arbeitsstätten abgedrängt. Dieselben G. eine befriedigende Aufklärung zu geben nicht ver- der Handlungsweise der Angeklagten eine Unterdrückung des Arbeiter, welche früher inmitten der Stadt wohnen konnten, sie müssen jetzt hinaus nach Rixdorf oder Pankow, sie verfahren mochte, so benachrichtigte man die Kriminalpolizei von dem Personenstandes, Vergehen gegen§ 169 des Straf- Gesetzbuches Zeit und Geld durch die weiten Fahrten zu und von der Arbeits- mysteriösen Verschwinden der Werthpapiere, und dieser gelang sieht, in Anbetracht der Unbescholtenheit der Angeklagten, welche es nach kurzen Recherchen, den S. als den Dieb festzustellen. unter bitteren Thränen geständig ist, aber mildernde Umstände gelegenheit, sie werden mehr als früher der Familie und der S. Legte schließlich ein offenes Geständniß ab, und es erfolgte bewilligt und 2 Wochen Gefängniß beantragt. Der Gerichtshof Möglichkeit entzogen, ihre Kinder erziehen zu können." Nun, hierfür Die neue Bau- Ordnung verantwort seine Ueberführung nach dem Polizeigewahrsam am Alexander- beschließt demgemäß. play. Am Sonnabend Vormittag sollte seine Ueberführung nach lich zu machen, ist mindestens naiv! Man scheint gänz bem Untersuchungsgefängniß in Moabit bewerkstelligt werden, stand am Sonnabend der Bäckermeister Robert Julius Altrichter, Wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz lich zu übersehen, daß die früheren Verhältnisse eben als man aber seine Zelle öffnete, fand man S. in seinem Blute Seydelstr. 23, vor der 2. Strafkammer hiesigen Landgerichts I. eine gänzliche Umgestaltung erfahren haben. Berlin wächst Er Die Anklage beruhte auf einer Bezichtigung seitens des Bäckerbekanntlich nicht in sich hinein, sondern aus sich heraus schwimmend und bewußtlos auf dem Fußboden liegend. und schon dadurch wird eine gänzliche Verschiebung der Arbeits- batte sich mit einem Taschenmesser die Luft- und die Speiseröhre gesellen Hube, welcher bei dem Angeklagten längere Zeit beschäftigt durchschnitten und war dem Verbluten bereits sehr nahe. Nach war. Bäckermeister Altrichter betreibt hier eine Feinbäckerei und gelegenheit bedingt. Zudem ist unter den heutigen Verhältnissen dem ihm durch den Gefängnißarzt ein Nothverband angelegt läßt die„ Kuchensachen" in seiner Backstube durch einen Konditoran ein stabiles Arbeitsverhältniß nur noch in den allerfeltensten worden war, erfolgte sein Transport nach der Königlichen gehilfen anfertigen. Er bezieht auf Grund eines Vertrages von Fällen zu denken. Die Arbeitsgelegenheit ist vielmehr fast allgemein Charitee, woselbst S. fast haffuungslos darniederliegt. der Orgler'schen Eier- Großhandlung außer den sogenannten Brucheinem steten Wechsel unterworfen. Heute findet der Arbeiter Arbeitsgelegenheit im Norden oder Often, morgen ist er vielleicht Zu dem Naubmordversuch in der Oranienstraße wird von eiern auch die Einschlageier, welche wegen zerbrochener Schalen schon gezwungen, solche im Süden oder Westen oder gar außer der Kriminalpolizei mitgetheilt, daß die Vermuthung, in dem in große Töpfe zusammengegoffen und literweise verkauft werden. halb Berlins zu suchen. Demzufolge ist es heutzutage ziemlich fiftirten Arbeiter" B. den Komplicen des Thäters ergriffen zu Dienstmädchen beschuldigt, diese Eier, auch wenn sie faul Er wird nun von mehreren seiner Gesellen und seinem gleichgiltig, wo der Arbeiter wohnt, die Hauptsache ist nur, daß er, haben, sich nicht bestätigt hat. B., welcher sich dadurch verdächtig Dienstmädchen beschuldigt, diese Gier, auch wenn sie faul wenn auch nicht billig, so doch annähernd preiswerth wohnt, und daß gemacht hatte, daß er ein Packet über den Zaun eines Neubaues waren und sehr übel rochen und ogleich er von den Gesellen er dies mehr in den Vororten kann, als in Berlin, daran ist in der Schicklerstraße geworfen und dann die Flucht ergriffen wiederholt auf diesen Zustand aufmerksam gemacht worden war, wahrlich zum Allerwenigsten die neue Bau- Ordnung schuld. Und hatte, ist geständig, mehrere Diebstähle ausgeführt zu haben, wes- zu Backwaaren, namentlich zu den sogenannten„ Liebeskuchen" was die weiten Wege betrifft, zu und von der Arbeitsgelegenheit, halb er in Haft genommen wurde. Jenes Packet enthielt, wie verwendet zu haben. Die Gesellen stimmten darin überein, daß so würde der Arbeiter dieselben bei dem steten Wechsel der Arbeits: fetzt ermittelt worden ist, eine Hose, welche B. von der Ladenthür die Gier oft ganz schwarz und grün ausgesehen und einen ekelgelegenheit genau so haben, auch wenn er im Zentrum der Stadt eines Geschäftes in der Stralauerstraße entwendet hatte. Die erregenden Geruch verbreitet haben. Der Angeklagte bestritt wohnte. Was dem Arbeiter daher von Nutzen sein kann, ist nicht bezüglich des Raubmordversuchs in der Oranienstraße angestellten diese Beschuldigungen und suchte dieselben als einen Racheakt etwa die Beseitigung der neuen Bau- Ordnung die Miethen Ermittelungen haben bisher zu einem Resultate nicht geführt, hinzustellen. Er behauptete, daß er seinen Gesellen wiederholt würden dadurch durchaus nicht billiger werden, die Hausbesizer indeß hofft man den Thäter, welcher, wie berichtet, an einem die strenge Weisung ertheilt habe, jedes Ei, welches ihnen auch würden dadurch nur mehr verdienen" sondern eine Verdunklen Flecken( Warze, Muttermal 2c.) auf der linken Backe erbilligung der Verkehrsmittel und eine Verkürzung der Arbeitszeit; tenntlich sein soll, noch zu ermitteln. dann würden sich die Arbeiter auch mehr ihrer Familie widmen können. Wenn die Herren Hausbesitzer hierfür wirken wollen, dann können sie der Bundesgenossenschaft der Arbeiterschaft sicher sein; dieselbe aber anzurufen im Kampfe der Hausbesiger gegen die neue Bau- Ordnung ist eine gänzlich verfehlte Spekulation! leber einen neuen Kindesmord meldet uns ein Berichterstatter. Vorgestern Nachmittag pasirten mehrere Männer, in deren Begleitung sich ein großer Berhardiner Hund befand, das Tempelhofer Feld; plöglich eilte das Thier auf einen am Wege gelegenen Müllhaufen zu und begann in demselben eifrigst zu scharren. Bald darauf apportirte der Hund seinem Herrn einen mit Asche bedeckten Gegenstand, in welchem man die Leiche eines neugeborenen Kindes erkannte. msd side mehr, als er nach seinem Vertrage das Recht hatte, schlechte nur entfernt verdächtig erscheinen sollte, auszusondern, um so Eier an den Lieferanten zurückzugeben. Der Lehtere versicherte, daß aus seinem Geschäft dem Angeklagten nur durchaus frische und tadellose Eier" geliefert würden, während die Gesellen befundeten, daß das Publikum häufig über den widerwärtigen Geschmack der Kuchen sich beschwert habe. Der Angeklagte behauptete, daß es geradezu unmöglich sei, faule Eier zum Kuchenbacken zu verwenden, und um dies zu beweisen, hatte er zwei Ruchen von einem seiner Gesellen anfertigen laffen, von denen einer mit guten, der andere mit verdorbenen Giern bereitet sein sollte. Diese beiden Proben wurden dem Gerichtshofe vorgelegt. Spaßhaft ist die sophistische Erörterung des Kapitalisten organs„ Der Konfektionär" über die soziale Bewegung unter den Berliner Handlungsgehilfen im vergangenen Jahre". Das Blatt meint, daß das verflossene Jahr eine ziemlich starke Handlungsgehilfenbewegung gebracht hätte, etwas, das in der That Weißbier nur mit Wasserzusatz! So lautet die In- Als erster Sachverständiger erklärte der Obermeister Richter, daß sehr richtig ist. Die Bewegung habe sich besonders start auf die schrift der Plakate, welche viele Wirthe sich veranlaßt sehen, in die vorgelegten Proben nicht maßgebend feien. Es sei leider Einführung der Sonntagsruhe gerichtet, weiter seien die ihren Lokalen auszuhängen, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. eine bekannte Thatsache, daß von vielen Bäckern Berlins verForderungen bereffs der Krankenversicherung, Verkürzung der Ar- Vor Kurzem wurde ein Gastwirth verurtheilt, weil er dem Weiß- dorbene Eier verbackt würden, ein solches Verfahren sei aber beitszeit und der Lohnerhöhungen erhoben worden. Das find bier Wasser zugesezt hatte. Da die sachverständigen Chemifer entschieden zu verurtheilen. Der üble Geruch, der den Eiern alles Thatsachen, welche unwiderleglich sind und es ist erfreulich, darüber uneinig waren, ob der Zusatz von Wasser zum Weißbier anhafte, werde durch ätherische Dele und Gewürze verdrängt. daß selbst ein so ausgesprochen die Intereffen des Kapitals ver- als eine Nahrungsmittelverfälschung zu betrachten sei, will der Ein reeller Bäcker solle nicht einmal Einschlageier oder Knickeier tretendes Organ, wie der Konfektionär", die Nothwendigkeit von verurtheilte Wirth die Sache durch alle Instanzen führen. Der verwenden. In gleichem Sinne äußerte sich ein zweiter SachReformen in den oben erwähnten Punkten zugiebt. Interessant Verein zur Wahrung der Interessen der Gastwirthe Berlins und verständiger. Sunitätsrath Dr. Mittenzweig begutachtete, daß sind nun aber die kapitalistischen Schlußbemerkungen; danach Umgegend, dem jetzt gegen 180 Mitglieder angehören, hat eine die schädlichen Wirkungen der verdorbenen Eier zum größten habe zwar die Sozialdemokratie den Versuch gemacht sich dieser Kommission gewählt, deren Aufgabe es ist, mit den Weißbier- Theile durch die Hiße aufgehoben würden, wenn aber die durch Bewegung zu bemächtigen, aber deren Liebeswerben sei bisher brauern in Verbindung zu treten, um vereint mit denselben über die Fäulnis entwickelten Bakterien nicht getödtet würden, so fast ohne Erfolg geblieben.- Allerdings bedingungsweise die Weißbierfrage zu berathen. tönnten sie im Magen des Menschen mancherlei Unheil anrichten. Staatsanwalt Dr. Benedig hielt den Angeklagten für vollständig hat der Konfektionär Recht, die Sozialdemokraten haben sich der Apfelfinen als Volts- Nahrungsmittel. Bezugnehmend überführt, er beantragte eine Gefängnißstrafe von drei Monaten fozialen Bewegung unter den Handlungsgehilfen nicht bemächtigt und sich auch nicht derselben bemächtigen können, denn die auf unsere Notiz in Nr. 26, Apfelsinen betreffend, schreibt uns Gefängniß und legte besonderes Gewicht darauf, daß die Verganze Bewegung ist nicht nur allein von der Sozialdemokratie in ein Abonnent unseres Blattes, daß er füße und vollreife Früchte urtheilung veröffentlicht würde. Der Vertheidiger focht die Glaub= Szene gesetzt worden. Bisher sind nämlich die vom„ Konfektionär" für 3 Pf. das Stück bei Wypler, Alte Jakobftr. 52, kauft und würdigkeit der Zeugen an, führte aus, daß das Belastungsmaterial als berechtigt anerkannten Forderungen der Handlungsgehilfen baß diese Frucht infolge des billigen Preises das Bier in seinem teineswegs ausreiche, um den Angeklagten zu verurtheilen, und bat deshalb um Freisprechung. Der Gerichtshof hielt den Aneinzig und allein gegenüber den anderen Parteirichtungen von Haushalt verdrängt hat. der Sozialdemokratie vertreten worden. Die Erfolge sind freilich, Polizeibericht. In der Nacht zum 1. d. M. sprang ein geklagten für schuldig und erkannte nach dem Antrage des Staatsund darin hat der„ Konfektionär" ebenfalls wieder Recht, bis manu von der Wasserthorbrücke in den Louisenstädtischen stanal, anwalts auf drei Monate Gefängniß und auf einmalige Verjetzt feine zu großen gewesen, doch jeden Erfolg abzusprechen, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, öffentlichung im Berliner Intelligensblatt. dazu liegt auch kein Grund vor. Jim Gegentheil, wenn man Am 1. d. M. brannte in dem wieder aus dem Wasser gezogen. Wegen Verdachts der Falschmünzerei wurde, wie er alle Hindernisse in Betracht zieht, wäre der Erfolg in der Haudlungsgehilfen- Bewegung in den letzten Monaten tros der Sause Mittenwalderstr. 31 im dritten Stock eine Badestube und innerlich sein wird, im verflossenen Sommer hierſelbſt der Juneverzweifelten Gegenwehr der Gegner ein großartiger zu nennen. ein darüberliegender Hängeboden aus. Zweien Frauen war durch lier Haupt verhaftet. Man fand bei ihm eine Prägemaschine zur Nur bei Berücksichtigung der übergroßen sozialen Mißstände in Flammen und Rauch der Ausweg abgeschnitten und geriethen sie Herstellung englischer Goldstücke. Nach längerer Untersuchungsdiesem Berufe hätte man noch weit größere Erfolge erwarten dadurch in Gefahr, bis Feuerwehrleute mittelſt Hakenleitern zu haft ist er wieder auf freien Fuß gefekt worden. paupt Dekönnen. Aber nur gemach, auch hier wird der Ünverstand der Am 1. d. M. Morgens wurde ein streitet mit Entschiedenheit seine Schuld. Er ist mehrere Jahre ihnen gelangen konnten. Mann im Friedrich- Wilhelms- Hospital erhängt vorgefunden. in Süd- Afrika gewesen und will sich die Maschine hier zu dem Massen überwunden werden! wurde Vormittags im Landwehrkanal, gegenüber Zwecke haben anfertigen lassen, um mit derselben eine neue Art Görligerstraße, die bereits stark verweste Leiche eines un- Spielmarken anzufertigen, welche er für einen günstigen EinfuhrsArtikel nach Kapstadt und Süd- Afrika hält. Am 2. März c. wird bekannten etwa 30 Jahre alten Mannes angeſchwemmt. fand auf der Eisenbahnbrüde Der seine Sache vor der Straffammer des Landgerichts 1. zur VerNachmittags Mühlenstraße zwischen einem Hutmacher und einem Billetdrucker handlung gelangen und Rechtsanwalt Friedmann die Vertheidigung eine Schlägerei statt, bei der Letzterer so schwer am Kopfe verletzt führen. wurde, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. In der Nacht zum 2. d. M. stürzte sich eine Der in der Paukstraße wohnhafte Schlächter Hermanu 71jährige Frau, vermuthlich in einem Anfalle von Geistesstörung, Wulff soll seit längerer Zeit einen heimlichen aber trotzdem recht Gegen Dr. Lütgenau ist die Untersuchung wegen Majestäts- aus dem Fenster ihrer im zweiten Stock des Hauses Eldenaerstr. schwunghaften Handel mit Pferdefleisch getrieben haben, das er beleidigung eingeleitet worden. Dieselbe wird wohl in einem Nr. 2 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und verstarb auf für Rindfleisch verkaufte. Er stand deshalb gestern vor der Bersammlungsreferate gefunden werden. Lütgenau war auf der Stelle. Zu derselben Zeit versuchte ein Mann sich in der 94, Abtheilung des Schöffengerichts wegen Verlaufs gefälschter Montag Vormittag vorgeladen. Trunkenheit an der Eingangsthür des Hauses Badstr. 26 zu er- Nahrungsmittel, und war gleichzeitig zweier Uebertretungen behängen. Er wurde jedoch noch rechtzeitig losgebunden und nach schuldigt. Er hatte sein Gewerbe nicht angemeldet und außerEine Vorstellung von dem Leben in der Gegend des der Wache des 9. Polizei- Reviers gebracht, wo er sich bald wieder dem gegen die Verordnung verstoßen, wonach Pferdefleisch ausheutigen Berlin in der sogenannten vorweltlichen Zeit fann man erholte. Am 1. d. M. und in der darauf folgenden Nacht fanden drücklich als solches bezeichnet werden muß. Mehrere Zeuginnen sich machen, wenn man das Verzeichniß der Zuwendungen lieft, vier Hleine Brände statt. hatten recht unangenehme Erfahrungen mit der Waare des Angedie in dem letzten Jahre der geologischen Abtheilung des Märti flagten gemacht. Eine derselben hatte ihm eine Leber und ein schen Provinzial- Museums gemacht worden sind. Da sind zunächst Pfund Gehacktes abgekauft. Das Fleisch wurde beim Braten ganz die Reste eines Mammuth- Stoßzahnes und ein Mammuthfnochen dunkel und entwickelte einen eigenthümlichen süßlichen Geruch, sie in einer Kiesgrube bei Neu- Brig gefunden worden. Backzähne hat sich auch nicht überwinden können, davon zu genießen, sondern von Hirschen und Rehen, wie sie in der Diluvialzeit gelebt haben, es ihrem Mann nnd ihren Kindern überlassen, denen Allen auch wurden von einem Opernsänger in der Nähe von Berlin ge Bs. Lessing- Theater. 31. Januar. Neu einstudirt: Die davon unwohl geworden sei. Der Angeklagte wurde in allen funden; bei den Kanalisationsarbeiten in Moabit fand man drei Rosa- Dominos. Lustspiel in 2 Akten von Delacour und Hennequin. Fällen überführt, und beantragt der Staatsanwalt gegen ihn Meter tief im Boden Bernsteinstücke im Gewicht von 125 und Sierauf: Ritterdienste. Scherz in einem Aufzuge von Labiche. wegen des Vergehens sechs Wochen Gefängniß, wegen der beiden be Gramm, d. h. im äußeren Umfange einer Faust bei Zwei flotte französische Karnevalsstücke, die mit viel Verve gespielt Uebertretungen auf Geldstrafen von 20 bezw. 48 M. Der Andem größeren Stück. Besonders ergiebig aber ist die wurden, gingen neu einstudirt am Sonnabend in Szene. Der geklagte hatte es einem eigenartigen Umstande zu verdanken, daß Bollmach'sche Riesgrube in Rigdorf, Kirchhofstraße 14, wo erste Schwant zeigt die Kunst der Franzosen, die Grazie der er von der Gefängnißstrafe befreit wurde. Der Gerichtshof war Ein trener und opferwilliger Genosse, Restaurateur Salzwedel aus der Klosterstraße, wurde am Sonntag auf dem Begräbnißplaß der freireligiösen Gemeinde zur letzten Ruhe gebracht. An der von mehreren Tausend Leidtragenden umstandenen Gruft sprach Genosse Vogtherr in ergreifenden Worten dem todten Freunde unserer Sache den Abschiedsgruß. Ehre seinem Andenken. Theater. an der H der Ansicht, daß eine Verfälschung" von Nahrungsmitteln, I erstattung der Delegirten von der Berliner Streit- Kontrollkommiffion. Alle worauf die Anklage lautete, nicht vorliege, denn das Pferdefleisch Glasschleifer Berlins wollen erscheinen. Verein für Feuerbestattung Berlin. General Versammlung am habe durch den Angeklagten nicht zum Zwecke der Täuschung mittwoch, den 4. Februar, Abends 8 Uhr, im Restaurant Feuerstein, Alte irgend elne Veränderung erlitten. Wenn die Anklage auf Betrug Safobstr. 75. gelautet hätte, so wäre es etwas Anderes gewesen. Wegen des Vergehens mußte daher auf Freisprechung erkannt werden, in Betreff der Uebertretungen blieb es bei den vom Staatsanwalte beantragten Geldstrafen. Versammlungen. Bur Richtigstellung wird uns in Bestätigung der Berichtigung der Kellner der Bockbrauerei auch von anderer Seite mitgetheilt, daß keiner der servirenden Kellner gegen die Resolution gestimmt hat. Es soll ein Genosse gewesen, der sich damit einen Spaß habe machen wollen. Ein sehr dummer Spaß! Sozialdemokratischer Wahlvercin des 3. Berliner ReichstagsWrhlkreises. Große Versammlung am Dienstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im Lofale des Herrn Gründel Dresdenerstr. 116. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Drechsler und verwandten Berufsgenossen( E. H. 86). Die Mitgliederversammlungen sämmtlicher Berliner Verwaltungsstellen finden an folgenden Tagen statt: Bezirt A. Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Roll, Adalbertstraße 21. Bezirk B. Sonntag, den 8. Februar, Bormittags 11 Uhr, bei Doberstein, Mariannenstraße 31-32. Schleiermacherstraße 8. Brunnenstraße 38. Bezirk D. Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bet Gnadt, Rirdorf. Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Papte, Biethen ftraße 71. Die Tagesordnung für sämmtliche Versammlungen lautet: 1. Geschäft Tiches. 2. Vierteljährlicher Kaffenbericht. 3. Berschiedenes.- Die Zahlstellen in denen des Sonnabends Abends von 8-10 Uhr Beiträge entgegengenommen und neue Mitglieder bis zum 45. Lebensjahre aufgenommen werden, befinden sich: Für Bezirk A: 1. Naunynstr. 78 bei Winzer. 2. Langestr. 34 bet Giersch. 1. Reicheubergerstr. 16 bei Pätzold. 1. Boffenerstr. 35 bei Falte. 2. Stallschreiberstr. 41-42 bet Schwanz. Für Bezirk B: 2. Staligerstr. 65 bei Böger. Für Bezirk C: Für Bezirk D: Nirdorf: 1. Elsasser- und Kl. Hamburgerstr.- Ecke bei Wittschow. 2. Gollnow und Weinstr.- Ecke bei Redlich. 1. W. Fleming, Berlinerftr. 81, 3 r. 2. R. Enders, Biethenstr. 26, 1 Tr. Feuerstein, Alte Satobstraße 75: Bersammlung der Freien Vereinigung der Posamentenbranche. Dienstag, den 3. Februar, Abends s uhr, bei Arbeiter und Arbeiterinnen genannter Branche. Maler. Filiale 3( Dien) der Maler, Lackirer, Anstreicher 2c. Versammlung am Dienstag, den 3. Februar, Abends 8% Uhr, Blumenstraße Nr. 38 in Henke's Lotal. Fachverein der Tischler. Werkstatt Kontrollfommission. Sigung am Freitag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobitr. 75. Verband deutscher Korbmacher. Filiale Verlin. Sonnabend, den 14. februar 1891, in Deigmüllers Salon, Alte Jakobstr. 48a: Großer Wiener Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Am Donnerstag, den 5. Februar, Abends 8 Uhr, in Orfchel's Salon, SebastianVersammlung der Militär- und Lieferungsschneider am Dienstag, Mastenball. straße 39: Versammlung. Vermischtes. . Windthorft als chinesischer Göße. Dem in Bremen er Lürung folgende Mittheilung: Mein Sohn Emil schreibt in scheinenden kirchlichen Blatt:" Der Evangelist", sendet Prediger einem seiner letzten Briefe aus Amoy in China:„ Gestern besuchten Dr. West und ich die chinesische Stadt auf der gegenüberliegenden Insel. Auf unseren Wanderungen in den Todten bergen erblickten wir eine fleine Felseninsel, den sieben Genien geweiht. Ich trat näher und sah daselbst unter einer ganzen Anzahl kleiner Gözen nun, was glaubt eine alte zerbrochene Statue aus Gips, in Ihr wohl? welcher ich sofort Dr. Windthorst, das Haupt der Zentrumspartei im Reichstage, erkannte. Ich habe Katholiken in Deutschland schwören hören: Heiliger Windthorst! Aber die Chinesen haben es doch weiter gebracht. Hier hat er einen Platz unter den sieben Genien. Ihr könnt Euch denken, wie sehr mich dies amüsirte. Diese Figur im Frack, die rechte Hand unter den Rock Lese- und Diskutieklubs. Dienstag.„ Serwegh", Abends 8% uhr, auf der Brust untergeschoben, beider Füße verlustig, an die Rückim Sofale des Herrn Otto Linke, Forsterstraße 45. Gäste will wand des Altars gelehnt, mitten unter den Buddha- artigen tommen. im 8 Uhr Lokale bes Statuetten in ihrer sigenden Würde! Wie diese Statuette hterher Herrn Steuer, Weinstraße 22. Gäste willkommen. ( Pankow), bei Borchardt, Schulzenstr. 28. Johannes Wedde", gekommen ist, kann ich freilich nicht sagen; aber es ist möglich, Abends 9 Uhr im Lokale von Schüße, Urbanstraße 51. Männer und Frauen daß ein Europäer sie als zerbrochen weggeworfen und ein Chinese als Gäste willkommen. Hasenclever", Abends 8% Uhr, im das Gößenbild an diesem Orte untergebracht hat." Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein, Anacreon", Dienstag, Abends von 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstr. 16.- Männer- Gesangden 3. Februar, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 30 ( oberer Saal). Gefangverein Frühlingsluft.( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Sonnabend, den 7. Februar 1891: Erftes Stiftungsseft verbunden mit Wiener Mastenfall in der Vittoria- Brauerei, Süßowstr. 111. " Humanität", Abends " " " Rosenblätter", " ſtraße 13. Blant, Schönleinstr. 1. Gäste willkommen. ,, Proletarier", " Bezirk C. Mittwoch, den 11. Februar, Abends 8% Uhr, bei Schlestger, verein unverzagt",( Moabit), Abends 8 Uhr, bei Hermerschmidt, Perle- Herzog von Bedford erzählt man sich, daß er in den letzten bette, Abends 9 Uhr.- Theater- und Bergnügungsverein„ Bulcania" wüste Plätze zu schaffen, wo er in den Besitz von Häusern ge= bergerstraße 28. Gesangverein Bruderherz", Straußbergerstraße s, Jahren seines Lebens eine Leidenschaft entwickelte, freie, oder doch in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen und Herren, will Woburn, das an Woburn Abbey, seinen Landsiz, antommen. Theaterklub„ e I merding", Abends 9 Uhr in Hanf's Restaurant, langte. Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. Bergnügungs- und Theater stoßende Dorf, war einst ein blühender Ort. Da aber der Herzog prrein Romeo", Abends 9 Uhr bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste aus einer unerklärlichen Ursache die Nachbarschaft kleiner Leute willkommen. Vergnügungs- Verein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bet. H. Sperling, Görligerstr. 37. Neue Mitglieder werden aufgenommen. haßte, beschloß er, Woburn vom Erdboden zu vertilgen. Wenn Bergnügungs- Verein Fibele Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, immer ein Haus in seine Hände fiel, weigerte er sich, es wieder Perlebergerstr. 17. Gäste willkommen. Bergnügungsflub Mephisto", zu vermiethen, sondern ließ das Gebäude niederreißen, und jeht. Abends 8 Uhr, bei Zimmermann, Brunnenstr. 119. Gäste willkommen. Verein ehmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarti: zählt das einst volkreiche und wohlhabende Dorf kaum noch straße 72. Geselliger Verein Freiheit" Abends 8½ Uhr, bei 10 Häuser. Auch litt er keinen Barbier in dem Dorfe und seit Schwalbe, Straße 53 A, Nr. 3, am Nettelbeckplay. Gäste willtommen. 1872 mußten sich die männlichen Einwohner Woburn's in NachbarRauchklub Abends 8½ Uhr bei Leopoldt, orten rasiren oder den Bart stehen lassen. Zehn solche Vergnügungs Yort- und Mannsteinstraßen Ecke. Gäste willkommen. verein Reich strone" Abends 9 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Perleberger- Herzöge, und die Gesellschaft schüttelt die übermüthige Tyrannei Bergnügungsverein Glück auf" Abends 8% Uhr im Restaurant des Privateigenthums von sich ab. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends 9 Uhr, uebungsstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Gesangverein „ Steineiche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 bei Heise. Ge fangverein ,, Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner ReichstagsGrenadierplatz 7. Arbeiter Gesangverein Vorwärts"( SüdWahlkreis. Große öffentliche Versammlung am Dienstag. den 3. Februar, Dft)" bei Ziemer, Cuvryftr. 16.- Gesangverein" Allegro", Stalizer Abends 8 Uhr, in Keller's Salon, Bergstraße 68. Gesangverein Olympia", Prinzenstr. 106 bei Bildhauer! Dienstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, öffentliche Ver- ftraße 142 bei Greiser. Gerth. Gesangvereinreuzberg", Tempelhofer- Ufer 15 bei Strang. sammlung aller Bildhauer bei Feuerstein, Alte Jakobftraße 75. ,, Moabiter Arbeiter- Bildungsverein für Riedorf und Umgegend. Dienstag, Befangverein" Fidelitas", Ackerstraße 13 bei Stummer. Gesangverein„ Maiden 3. Februar, Abends 8½ Uhr, große öffentliche Versammlung für Männer Biebertafel", Wilhelmshavnerfir. 23 bei Brosch. glöckchen", Hochstr. 32 a bei Wilte. Männerchor„ Süd- Ost", Köpnider und Frauen in Hoffmann's Salon, Bergstraße 133. Männer- Gesangverein Harmonia", Abends 9 Uhr Sozialdemokratischer Wahlverein des 4. Berliner Reichstags- traße 191 bet Foge. Gesangverein Bruderherz" bei Birto, Wahlkreises. Mittwoch, den 4. Februar, Abends 8% Uhr, große Ver- bet Lemm, Steinmetstr. 76. Straußbergerstr. 3. Männer- Gesangverein Schildhorn", Usedomstr. 33 fammlung in Renz' Salon, Naunynstr. 27. Gefangverein Waldkapelle" in FriedrichsVerband Berliner Portiers und Berufsgenossen. Mittwoch, den bei Miefe, Abends 9 Uhr. Gesangverein 4. Februar, Abends 9 Uhr, Krausenftr. 10( Klubhaus), General- Bersammlung. hagen, Restaurant Blank, Friedrichstraße, Abends 9 Uhr. Ihn'scher Gesangverein Verein selbständiger Jahnkünftler der Proving Brandenburg- nverzagt", Röpnicerfir. 127 a bei Küfter. " Humor", bei Birt, Straußbergerstr. 3. Berlin. Sigung am Dienstag, den 3. Februar, Puntt 8 Uhr Abends, tn den Atademischen Bierhallen, Hegelplay 1. Tagesordnung: Ueber Kokain. Ref.: Kollege Kallmann. Große öffentliche Volksversammlung für Groß- Lichterfelde- Lankwib und Umgegend am Dienstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im Lofale des Herrn Weichert in Giesendorf. " Bonentarif Verein für Eisenbahn- Reform. Donnerstag, den 5. Februar, Abends 8 Uhr, General- Versammlung im Saale der Gratweilschen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Achtung. Die Generalversammlung des Vereins Berliner TelegraphenKommandantenstraße 20 statt. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet der " Sprechlaal. Depeschen. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Essen a. d. Ruhr, 2. Februar. Der Rhein.- Westf. 3tg." zufolge streikt seit heute Morgen wegen Lohndifferenzen die ganze Belegschaft von 400 Mann der Zeche Vereinigte Truppe" im Kreise Schwelm. Briefkaffen der Redaktion. arbeiter findet Dienstag, den 3. Februar, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür absus gesandt. Künftig werden Sie wohl die Güte haben, sich von der Borstand. Freie Gemeinde Rivdorf. Mittwoch, den 4. Februar 1891, MitgliederBersammlung in Ruminer's Saal, Berlinerstr. 136, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Stahn. 2. Gemeinde- Angelegenheit. Gäste haben Zutritt. Geselliger Verein Freiheit". Jeden Dienstag, Abends 8 Uhr, bei Schwalbe, Straße 53 A Nr. 3, am Nettelbectplay. Gäfte jederzeit willkommen. Heute General- Versammlung. Tagesordnung: Protokollverlesung. Aufnahme neuer Mitglieder. Wahl des Gesammtvorstandes und der Revisoren. Verschiedenes und Vorlesung aus" Frete Bühne". Freie Bereinigung der Kaufleute. Versammlung am Donnerstag, den 5. Februar, bei Feierstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Reichstags- Abgeordneten Wurm über" Boltsernährung und Boltseinkommen". Näheres stehe Inserat am Donnerstag. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe des Deutschen Senefelderbundes (..) Berwaltungsstelle Berlin. Heute Abends 8 Uhr, im Restaurant Röllig, Neue Friedrichftr. 44. Mitglieder- und Verwaltungs- Bersammlung. Berliner Glasschleifer. Große öffentliche Bersammlung am Mittwoch, den 4. Februar, Abends 8 Uhr, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: Berichtgeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. N. 3., Oranienstr. 180. Der Bericht steht in Nr. 23 von Mittwoch, den 28. Januar. Sie haben ihn am 26. Januar abRichtigkeit Ihrer Behauptungen vorher genau zu überzeugen. R. R. Soll gern gsechehen. " Dem Ruffen". Berichte sind willkommen. In dem Bericht vom 28. Januar 1891 der Streif- Kontroll- F. B. Freienwalde. 1. Ihre Frau ist berechtigt, nachdem kommission erklärt Herr Koopmann, daß Herr Möhring ver- die Zahlung troz vorheriger Aufforderung nicht erfolgt ist, jetzt gefsen hätte, den Betrag einer Tellersammlung abzuliefern. Ich beim Amtsgericht zu flagen. 2. Ihre Frau muß das Gewerbe muß als Vorsitzende des Vereins der Näherinnen erklären, daß beim Magistrat anmelden, Gewerbesteuer braucht sie aber nicht Herr Möhring, da sich Herr Koopmann nicht um den Betrag zu zahlen. 3. Die Verbreitung einer alten Nummer des Sozialgekümmert hat, ihn unserer Kassirerin übergeben hat mit der Be- demokrat ist jetzt an sich nicht verboten. merkung, daß er nicht als einzelne Person über die Theilung ver- treffende Nummer eine strafbare Handlung, z. B. eine Beleidigung fügen könnte. Ferner muß es mich sehr wundern, daß Herr enthält, so würde die Verbreitung der Nummer ebenfalls strafKoopmann die Angelegenheit zur Sprache gebracht hat, denn ich bar sein. habe ihm den Sachverhalt schon vor ungefähr 4 Monaten erflärt. J. Boer, Meherstr. 3. Große öffentliche Volksversammlung für Groß- Lichterfelde- Lankwitz und Umgegend am Dienstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Weichert in Giesendorf. Tagesordnung: 1. Der Werth der Bildungsvereine für die Arbeiter. Referent Wilh. Werner= Berlin. 2. Eventuelle Wahl einer StatutenBerathungs- Kommission. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Achtung, Moabit! 335 Gr. Versammlung des Allgem. ArbeiterinnenVereins Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 4. Februar ds. Js., Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Jigis, Wilsnackerstr. 63. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Hildebrand über das Alters- und InvalidenVersicherungs- Gesez. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren als Gäste willkommen. 101/4. Der Vorstand. Schriftgiesser- Versammlung am Donnerstag, den 5. Februar, Abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse No. 20. Tages Ordnung: Mit dem Ausstoß unseres berühmten Wenn aber die bes G. 2. Kaftanien- Allee. Ein mündliches Schenkungsversprechen hat keine rechtliche Bedeutung. Doch ist aus Ihren Angaben der Sachverhalt nicht recht klar zu ersehen. Bock- Bieres haben wir begonnen und halten daffelbe den Herren Restaurateuren und Bierverlegern in Gebinden bestens empfohlen. Au Private geben wir unsere Biere weder in Flaschen noch in Gebinden ab. Münchener Brauhaus, Act.- Ges., Berlin N., Johannisstraße 18/19. Empfehle den Genossen das Gedenkblatt zur Arbeiterbewegung 1890 in sauberer Ausführung, 55 X 66 3entimtr. Größe. Nach Auswärts gegen 95 L Einsendung von 1 Mark in Briefmarken. Karl Scholz, Wrangelstraße 32. 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Eventuell Wahl der Vertrauensmänner. Der Einberufer. 343 J Empfehle mein Geschäft in friscaen Matthie's Blumen und Kränzen. 24 L 99 elegante Masken- Garderobe, PrinzenRobert Meyer, traße 15, 2 r., empfiehlt seine eleg. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer, Wienerstr. 1, in feiner geschäftlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung stehe. sowie komischen Kostüme zu foliden Preisen. Zu Aufführungen für Vereine Kostüme zu billigsten Preisen. Mehlwärmer fauft jedes Quantum die Vogelhandlung Kommandantenstr. 27. das Nähere bei persönlicher Vorstellung im Komtoir von Lange& Co., Stromftraße 33b, 1 Tr. Töpfer- Werkzeuge, Dresdener, empfiehlt E. Vogtherr, Berlin, [ 89 L 1. Landsbergerstr. 64( a. Aler.-PL.) 2. Stephanstr. 16( Moabit). Roh- Tabak Sämmtlicher Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Müngste 10. Platina- Abfälle jest Gr. 1,20. 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Bon früh 51/2 bis Abends 9 Uhr arbeiten wie ein Thier und dann bei aller Arbeit nicht soviel verdienen um sich satt zu essen, denn die Unterstützung wird den Arbeitenden zu Theil. O, diese Arbeiterfürsorge! Anstatt Lohn Bettelfuppen oder Naturalien! Was müßt uns die Fachschule jetzt, wo die Hausindustrie ihren Todestampf fämpft? Was nügt hier jebe Unterstügung. Versammlungen. Achtung! Berliner Streit Kontroll- Kommission. Die Adressen des geschäftsführenden Ausschusses sind folgende: A. Körsten, Stalizerstraße 63-64; D. Wizke, Stalizerstraße 61; R. Millarg, Lehrterstraße 22, 2 Tr. Sämmtliche Korrespondenzen find zu richten an O. Witte, Stalizerstraße 61; ebenfalls Nach gesuche von Streits, Boykotts, Aussperrung u. f. w. Sämmtliche Gelder sind nur an R. Millarg, Lehrterstraße 22, 2 Treppen, au senden. Dienstag, den 3. Februar 1891. anzuschließen. 8. Jahrg. der Arbeit dauernd wofür ihnen aber bis zum 26. Januar noch keine Bezahlung fungen, so doch etwas Bewegungsfreiheit gegeben. Die Fabrikanten seitens des Herrn Müller geworden ist. Die Polirer hätten fuchten jedoch sich einen Ersatz für das Sozialistengesetz zu schaffen, sich aber von diesen Liebesdiensten fern gehalten; deshalb indem sie Bunde schlossen, welche die Tendenz verfolgten, Achtung! Glasarbeiter! Parteigenossen! Auf der grünen wird ihnen dies wohl noch so sehr nachgetragen. Hierzu konnte alle diejenigen Arbeiter, welche für die Interessen ihres Hütte in Charlottenburg ist mit dem heutigen Tage eine Lohn- Herr Wolf nur erwidern, daß es gar nicht so genau darauf an- Standes eingetreten waren, nicht allein aus reduktion bis zu 10 pCt. eingetreten, die wir bei den theuren fomme, об man ein paar Tage mehr oder weniger zu bringen, sondern überhaupt mittelst der schwarzen Listen, wofür Lebensmittelpreifen uns nicht gefallen laffen können. Wir bitten umsonst arbeite; man muß ja so wie so umsonst arbeiten. Folgende fich merkwürdiger Weise, während das doch stets bei den Arbeitern Deshalb alle Kollegen den Zuzug unbedingt nach Charlottenburg fern zu halten, bis die Angelegenheit geregelt ist. Wir werden vom Kollegen Weber eingebrachte Resolution wurde einstimmig geschieht, bisher kein Staatsanwalt gefunden hatte, angenommen: Die heutige Versammlung des Verbandes der beschäftigungslos zu machen. Man sieht, daß das Kapital bedies rechtzeitig bekannt machen. Die Parteigenoffen allerorts Möbelpolirer Berlins und Umgegend erklärt, daß der Verband strebt ist, den Arbeiter gefügig zu machen, gleichzeitig sieht man werden gebeten, dies allen Glasarbeitern bekannt zu geben. Mit auf alle Fälle jeden Lohnabzug zurückweist, ebenso jede Ver- aber auch ein, daß es äußerst nothwendig für den Arbeiter ist, genossenschaftlichem Gruß Die Kommission der Glasarbeiter. 3. A. Gustav Seupold, Charlottenburger Ufer 5a.- Alle Arlängerung der Arbeitszeit. Die Angelegenheit Müller refp. Weiden sich gegen die Anmaßungen des Kapitals widerstandsfähig zu zweig wird der Fachkommission überwiesen. Die Versammlung machen. Bedauerlich ist es, daß die Zahl der Indifferenten, und beiterblätter werden um Abdruck gebeten. erwartet, daß die Tischler dieser Werkstätten, nachdem sich mehrere das trifft ebenso auf Berlin zu, noch sehr groß ist, im Vergolderdieser Berufsgenossen dafür ausgesprochen haben, sich mit uns gewerbe find beispielsweise etwa 800 Personen beschäftigt, wovon solidarisch erklären. Unter" Verschiedenem" appellirt Kollege höchstens 400-450 organisirt sind. Wären die Arbeiter besser France nochmals an die arbeitenden Kollegen, die Arbeitslosen organisirt, so könnten sie dem Kapital einen ganz anderen Widernicht zu vergessen. Mögen auch die Mitglieder des Nordens stand bieten; die Unternehmer würden sich hüten, es zum Streit ihrer Pflicht eingedenk sein. Da weiteres von Bedeutung nicht kommen zu lassen, wüßten sie, sie haben es mit einer geschlossenen Bernau. Am 21. d. M. war der Regierungspräsident von vorlag, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch Arbeiterschaft zu thun, daher ist es Pflicht jedes Einzelnen, einer Organisation anzugehören. Auch darf der Arbeiter dem nicht Potsdam in unserem Ort, um mit dem Vorstand der Seidenwirker- auf die internationale Sozialdemokratie. widerstreben, daß die Frauen in der Industrie beschäftigt werden, und Weberinnung und den hiesigen Fabrikanten resp. mit deren Eine öffentliche Versammlung der Schloffer und denn auch sie wollen leben. Zusehen möge man nur, daß dieselben Vertretern über Errichtung einer Fachschule für die Seiden- und Wollenweber zu verhandeln. Es tam wohl dabei auch die Noth- Maschinenbauarbeiter fand am Dienstag, den 27. Januar, die gleichen Löhne erhalten, damit sie nicht eine Konkurrentin des lage der hiesigen Seiden- und Wollenweber zur Sprache, so daß unter Vorsitz des Kollegen Pähold statt. Herr Wilh. Werner Mannes sind, vielmehr dessen Genossen.( Lebhafter Beifall.) In der sehr lebhaften Diskussion wird auch nochmals auf sich der Herr entschloß, bei einigen Arbeitern selber vorzusprechen. hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das„ AltersDas Bild, das sich ihm bot, steht wohl nicht hinter den Bildern und Invalidenversicherungs- Gesez". Nach eingehender Frage die die Vergolder gegenwärtig besonders stark beschäftigende Lohnzurück, die von dem Glend im Gulengebirge entworfen werden, beantwortung gelangte folgende Resolution zur Annahme:" Die frage Bezug genommen. Es kam zur Sprache hinsichtlich der vom denn der Herr Präsident wünschte, daß man unter diesen heutige Versammlung der Schlosser 2c. erklärt sich mit dem Fabrikantenbunde geplanten Maßnahmen am 1. Februar, daß Verhältnissen doch sofort Suppenanstalten errichten Referenten vollständig einverstanden und erklärt, daß das viel- sogar noch größere Abzüge als die von 25 pCt., wie man ur möchte. Dieser Vorschlag wurde aber dahin abgeändert, daß gerühmte Alters- und Invalidenversicherungs- Geſetz" für die fprünglich vermeinte, gemacht werden sollen und auch schon gean die Nothdürftigen Naturalien geliefert werden sollen. Gs Arbeiter vollständig nutzlos ist. Die Versammlung spricht ihre macht sind. An der Debatte betheiligten sich Fries, Niebergall, gehen bereits Boten in der Stadt umher, um bei den Webern Meinung dahin aus, daß von der heutigen Gesellschaftsordnung, Tichelmann, Wilsky, Höpfner, Frl. Baader, Frl. Gräbert, Frau anzufragen, ob sie diese Unterstützung annehmen, und Viele, im heutigen Klassenstaat, ein den Arbeitern wirklich schützendes Keller, Schiefer. In seinem Schlußwort fordert der Referent die Viele, welche der Hunger plagt, müssen sie wohl leider auch und annehmbares Gesetz gegen Alter und Krankheit überhaupt Anwesenden auf, gegenüber den Zumuthungen der Fabrikanten nicht zu erwarten ist; erklärt vielmehr, daß dies nur durch Um- fest zusammenzustehen und sich Mann für Mann der Organisation gestaltung der heutigen Produktionsweise möglich ist, und nur mit Es wurden sodann folgende Resolutionen angenommen: der Umwandlung der heutigen Gesellschaftsordnung in Erfüllung Sodann erstattete Kollege Pätzold Bericht über die 1. Die heute tagende Versammlung der Vergolder, Vergol gehen kann. Berhandlungen des Delegirtentages der Metallarbeiter Branden- derinnen und Berufsgenossen erklärt die fortwährenden Abzüge burgs und Pommerns. In der Diskussion, an der sich die Kollegen als eine Folge des Atfordsystems und verpflichtet sich, für ein Rein, Unverfährt, Bäthge, Miethe und Päzold betheiligten, er menschenwürdiges Dasein aller im Gewerbe beschäftigten Arbeiter tlärte man sich mit den Beschlüssen einverstanden und hielt die und Arbeiterinnen einzutreten. Schaffung einer allgemeinen Metallarbeiter- Organisation für 2. Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen Berlin für die einzig praktische. Die Versammlung trat des Referenten einverstanden und ist im weiteren dafür, das Anfinnen dieser Ansicht durch einstimmige Annahme folgender des Fabrikanten, unsere ohnehin schon äußerst gedrückten Löhne noch Resolution bei:„ Die heutige Versammlung 2c. 2c. erklärt sich mit weiter zu verkürzen, entschieden zurückzuweisen und, wenn nicht den Beschlüssen des Provinzial- Delegirtentages der Metallarbeiter anders, durch einen Streit dagegen Stellung zu nehmen. Brandenburgs und Pommerns einverstanden; sie erblickt in der Hierauf referirte Genosse Fries über die bevorstehenden zentralistischen Regelung des Arbeitsnachweis, Herbergs- und Wahlen der Delegirten zur Ortsfrankenkasse und legte die WichWander- Unterstügungswesens einen den Zeitverhältnissen und der tigkeit einer Betheiligung aller Kaffenmitglieder dar, damit die heutigen Kampfesweise des Unternehmerthums entsprechenden noth- Interessen der Arbeiter und nicht die der Unternehmer auch in wendigen Schritt und verspricht, mit aller Energie für die ge- der Ortskrankenkasse vertreten werden. Verschiedene Redner faßten Beschlüsse, insbesondere für Schaffung einer allgemeinen pflichteten den Ausführungen des Referenten bei, Genosse TichelMetallarbeiter Organisation( lokalen Zentralisation) einzutreten. mann empfahl Anschluß an die Hilfskaffen. Röder." Hierauf erstatteten die Kollegen Päzold und Alter Be- Unter Berschiedenem" wurde ein Streiffomitee gewählt, bericht über die Verhandlungen der Streit- Kontrollkommission. Sie stehend aus den Genossen Röpnick, Niebergall und Ganste, letteren erklärten das Prinzip der Kommission für richtig, jedoch die Taktik wurde die Kassenführung übertragen mit der Verpflichtung, daß An die Parteigenoffen des zweiten Berliner Reichs- und die Form derselben unter den augenblicklichen Verhältnissen er sich tagsüber in der Restauration von Köpnick, Schillingstraße tags- Wahlkreises zur Aufklärung! Wie wir erfahren haben, für inkonsequent und theilweise widerspruchsvoll. Besonders scharf Mr. 30 a aufzuhalten habe. verurtheilten sie den Beschluß der Mehrzahl der Ausschuß- Die Versammlung richtete dann noch in einer Refolution an find über den Lese- und Diskutirklub Max Kayser" in Bezug mitglieder in der Kellnerfrage und stellten sich auf Seiten der sämmtliche im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter das Erauf seine Mitglieder unangenehme Aeußerungen verbreitet. folge dessen sieht sich der Vorstand genöthigt, den Geschäftsgang Opposition, empfahlen dagegen die Resolution über den„ Lokal: suchen, die Werkstätten, in welchen die Forderungen nicht beAnzeiger", sowie die, wonach bei die Gewerkschaften willigt sind, zu meiden, speziell aber wurden die Arbeiter von des Klubs feit seiner Gründung in kurzen Worten zu schildern. Berlegung ihrer Zahlstellen, Arbeitsnachweiſe u. s. w. die außerhalb ersucht, bis alle Prinzipale die Forderungen bewilligt Am 23. November v. J. fanden sich mehrere Genoffen zur Grün- jenigen Gastwirthe berücksichtigen, die dem Verein zur Wahrung hätten, Zuzug fern zu halten. dung eines Lese- und Diskutirklubs im Restaurant" Zur Schnee- der Interessen der Gast- und Schankwirthe zc. angehören. GleichSchnee- jenigen Noch nicht bewilligt sind die Forderungen in nachstehenden Werktoppe", Nostizstraße, zusammen. Der Anlaß dieser Gründung falls wurde die Resolution in Sachen der gemaßregelten Schlächstätten: Becker, Kochstr. 50; Mucsfeld, Waterloo- User 6;- Gesell, war, daß verschiedene Arbeiter, welche in der Woche keine Zeit haben, um sich an einen solchen Klub zu betheiligen, den oben- tergesellen befürwortet. Schließlich erklärten sämmtliche 3 Dele Wilhelmstr. 25; Winterfeld, Aleranderstr. 60; Wünsch, Drechsler, Neue Jakobstr. 6; Liese, Mauergenannten zu gründen beschlossen, der nur des Sonntags Border Streit Kontrollkommission. Kollege Warnecke erklärt straße 49; Hoffmann, Wilhelmstr. 37;- Lehmann, Alte girte ihr Amit niederzulegen, als Gegner des jezigen Systems Krausensir. 20; mittag tagen soll, damit auch wir uns mit Parteiangelegenheiten sich ebenfalls gegen das Vorgehen der leitenden Ausschußmit Jakobstr. 2; de la Croir, Halleschestr. 1;- Dertinger, beschäftigen können. Bei der Aufnahme neuer Mitglieder sind glieder, desgleichen als entschiedenen Gegner in der Kellnerfrage. Lützowplay 2;- Köhler, Potsdamerstr. 134;- Saufrada, es in unseren Kräften stand, vor= so weit Er bittet die Delegirten ihr Mandat noch kurze Zeit auszuüben, Wilhelmstr. 6; Schmidt, Forsterstr. 37; Eplinius, Veteranenfichtig verfahren; wir sind unter Ausschluß der sich zur was diese auch versprachen. Zu der am 15. Februar stattfinden: straße 7; Röhlich, Beuthstr. 6. Aufnahme meldenden Mitglieder und Gäste, erst in eine Diskussion den Delegirten- Konferenz sämmtlicher Bauarbeiter Berlins, wurde Weiter gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Aneingetreten, um Erkundigugen einzuholen. Es hat sich nun aber zu mit der Vertretung der Schloffer Kollege Röder beauftragt. Eine nahme: Die heutige öffentliche Versammlung der Vergolder, Verunserm größten Bedauern, wie die legte Versammlung ergeben heftige Debatte entspann sich über einen Antrag in Sachen der golderinnen und Berufsgenossen spricht dem Oberbürgermeister, hat, herausgestellt, daß sich ein gewisser Schneidermeister June Maifeier. Fast sämmtliche Redner waren darin einig, daß an sowie der Mehrheit der Stadtverordneten Berlins, das Recht ab, mann, Vortstr. 15, bei uns eingefunden, über welchen uns verArbeit ruhen zu lassen", ich wirkliche und wahre Vertreter der großen Masse des arbeitenden schiedene Genossen die nöthige Aufklärung gegeben haben. nicht zu denken sei, denn diejenigen, die im vorigen Volkes zu nennen, da dieselben behauptet haben, es herrsche Daraufhin ist er ausgeschlossen worden. Außerdem befinden sich einige Mitglieder unter uns, welche früher indifferent in gewert Baba fonfequent, save me hochzubalic; fein außergewöhnlicher Nothstand unter den arbeitenden Klassen schaftlicher Beziehung waren und zu diesem Indifferentismus durch haben noch daran zu tauen und würden Berlin die Nothlage ihrer Familien gekommen sind, jetzt erfüllen sie voll ein zweites Mal zum„ Statisten" hergeben. Ein Antrag, eine Versammlung mit dieser Tagesordnung einzuberufen, wurde gegen und ganz ihre Pflichten und werden es auch fernerhin thun. Die eine Stimme abgelehnt. Folgende Resolution lag noch vor: Lese- und Diskutirklubs sind doch wohl größtentheils dazu da, Die Versammlung spricht ihre Entrüstung aus über die Bedaß sich der Arbeiter über Indifferentismus aufklären tann. handlung der von zwei großen Arbeitslosen Versammlungen Mit parteigenössischem Gruß. Der Vorstand. unterbreiteten Resolutionen seitens der freisinnigen MajoDer Verband der Möbelpoliver Berlins und Umgegend rität der Stadtverordneten- Versammlung, insbesondere protejiirt hielt am 26. v. Mts. im Norden eine außerordentliche Mitglieder- fie gegen die Rede des Stadtverordneten Grenzel; ſie ſpricht versammlung ab. Kollege Robert Weber sprach über die wirth- diefen Herren jedwede Kenntniß berarbeiterverhältnisse und schaftliche Strife und welche Stellung nimmt der Verband der ökonomischer Thatsachen ab.- Die Bersammlung( mindestens Möbelpolirer bei etwa vorkommenden Lohnabzügen resp. Ver zur Hälfte von Arbeitslosen des Gewerks besucht) konstatirt längerung der Arbeitszeit ein? Da die Geschäfte jetzt schlecht vielmehr, daß innerhalb des Gemerts die Arbeitslosigkeit Berlins wurde Kollege Koopmann gewählt. Kollege Stabernad wird seitens der versucht, die Löhne herabzudrücken und die Arbeitszeit zu ver- die unausbleibliche Folge der heutigen privatfapitalistischen sein Bedauern aus, daß verschiedene Delegirte der Streit- Kontrolllängern. Wollen die Arbeiter nicht ganz unterdrückt werden, so Produktionsweise; und erklärt, daß nur durch die Um- kommission in ihren Gewerkschaften sich ablehnend zu dem Markenist es ihre Pflicht, sich zu organisiren. Die Polirer haben eine wandelung der kapitalistischen Produktionsweise in eine genossen- system in der Kellnerfrage ausgesprochen hätten, troßdem die gute Organisation in ihrem Verband. Er ist im Stande, jeder schaftliche, nur durch Erklärung des Privateigenthums in Gemein- Majorität der Kontrollkommission die Maßregel der Kellner gut mit Nachdruck eigenthum, eine Besserung der Lage der Arbeiter, sowie aller geheißen hatte. Sodann erwähnte derfelbe die Amtsniederlegung Lohnbrückerei und Arbeitszeitverlängerung entgegenzutreten. Darum ist es Pflicht eines jeden Polirers, dem Berufsklassen zu erwarten ist. Alle in der betreffenden Resolution des Ausschusses der Kommission, und sprach dabei die Hoffnung Berband beizutreten, um so dem Verband die Möglichkeit zu enthaltenen Forderungen macht die Versammlung zu den aus, daß die sich jest" eu geben, für seine Mitglieder in die Schranken zu treten. In der übrigen.- Nachdem der Antragsteller, Kollege Röder, diese kommission Mittel und Wege finden möge, burch welche Diskussion wurde auf Antrag der Fall Weidenzweig zuerst zur Resolution in Unbetracht des nur noch schwachen Besuchs der die öfters vorkommenden Streitigkeiten vermieden und ein einen Abzug von 6 M. pro Woche und darauf konnten die gezogen hatte, nahm Kollege 23 arne de diefelbe wieder auf beschloß hierauf sich fernerhin nur noch durch einen Delegirten, Verhandlung genommen. Es handelt sich in befagter Fabrit um Versammlung, wegen weit vorgeschrittener Zeit, zuerst zurück einheitliches Zusammenarbeiten erzielt werde. Die Versammlung Boliver unmöglich eingehen. Kollege Franke fragte die anwesen- und sie wurde nach verschiedener Befürwortung Beleuchtung, Kollegen Stabernact, in der Berliner Streif- Kontrollkommision den Tischler der Fabrit, wie fich die Berufsgenossen hierzu ver- wobei noch die besondere bononische Weisheit des Herrn vertreten zu lassen. Unter Verschiedenem brückte Kollege bate halten. Tischler Bark erklärte, daß sie sich solidarisch mit den von Forckenbeck genügend hervorgehoben wurde, einstimmig an- feine Freude über den zahlreichen Besuch der Versammlung aus, Polirern fühlten und daß sie ihren Berufsgenossen jede Unterstüßung genommen. angedeihen lassen würden. Anders dagegen verlief die Debatte wir, gehen meinte der Redner In ein Feiern im Sinne, die Eine sehr stark besuchte öffentliche Versammlung der über die Müller'sche Fabrik. Ein Herr Wolf, feines Beichens Vergolder, Vergolderinnen und Berufsgenossen fand Freitag Maschinenarbeiter bei Müller, der als Sprecher für die Fabrit Abend unter Vorsitz des Genossen Möhring statt. Vor Eintritt auftrat, obwohl er diese Thatsache nicht zugeben wollte, wußte in die Tagesordnung nahm Genosse Linke Veranlassung, der Verganz genau, daß die Polirer seitens der anderen Arbeiter in der sammlung von den Beschlüssen der Berliner Streit- Kontrollderfelbe Fabrik teine Unterstützung zu erwarten hätten, tommission Mittheilung zu machen, daß nicht nur ihnen von der Herr spielte schon bei der Streitbewegung eine etwas felben sofort eine Unterstigung gewährt sei, sondern daß auch da sonderbare Rolle, wie Rollege Rurth ausführte. Rollege felbst große Sympathien für ihren Interessenkampf vorgeherrscht Strauch brachte einige intereffante Vorkommnisse aus hätten, so daß sie voll guter Hoffnungen diesen aufnehmen Er ist am Sonnabend, den fönnten. -Die Schrauben und Façondreher Berlins hielten am Dienstag, den 27. Januar, eine zahlreich besuchte öffentliche Bersammlung ab. Kollege Eisenblätter berichtete über die Verhand= lungen des Provinzial- Delegirtentages. Hierzu wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung der Schrauben- und Façondreher Berlins erkennt die Prinzipien des Provinzial- Delegirtentages an und verpflichtet sich mit allen gefeßlichen Mitteln für eine örtliche zentralisirung der Metallarbeiter einzutreten." Als Vertrauensmann der Schrauben- und Faondreher bildende Streit Kontrollermahnte die Kollegen für eine kräftige Organisation thätig zu sein und auch die Generalversammlung des Fachvereins ebenso rege zu besuchen, wie die heutige. Mit einem Hoch auf das fernere gute Gedeihen des Fachvereins wurde die Versammlung geschlossen. Der Verein der Parquetbodenfeger Berlins und Umgegend hielt am 26. D. M. eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende dem Ehrenmitgliede Genossen Viktor zu seinem 72. Geburtstage gratulirt hatte, sprach Stadtverordneter Zubeil über das Alters- und Juvalidengefez. In der Diskussion wurden verschiedene Aufklärungen in Betreff des sehr verzwickten Gesezes von dem Referenten erbeten, dieser Fabrik zum Vortrag. 24. Januar, gleich nach Unterschrift der Fabritordnung gemaß- Es erhielt sodann Genosse Ewald Brandenburg zu einem er tam diesen Wünschen nach Kräften nach. Unter„ Veraus, daß, als nach Weihnachten der Umzug der Müller'schen Vortrage über die Arbeiterorganisationen das Wort, worin er schiedenem" sprachen die Herren: Grahl, Karge, Frigge und regelt worden und mit ihm noch zwei oder drei. Er führte u. a. Schmitz zu der Frage des Uebertritts des ParquetbodenlegerFabrik von der Ruppinerstraße nach der Schönhauser Allee be- ausführte: Durch die Aufhebung des Sozialisiengesetzes wurde uns, Vereins zu dem Zentralverband der Tischler Deutschlands. Die Redner werkstelligt wurde, hätten die Tischler tüchtig geholfen und zwar einige Tage lang Sola getragen und den Hof aufgeräumt, wenn auch nicht viel, denn dazu giebt es noch genug Einschrän- sprachen sich alle dahin aus, daß eine große Organisation geschaffen werden muß. Das Bestehen der einzelnen kleinen Gewerkschaften werde fommission und nachdem er noch zum Beitritt in die Freie| lung ab. Herr Apelt hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag immer nußloser, in einer Lohnbewegung stehen sie dem Kapitel Volfsbühne und in die Arbeiter- Bildungsschule aufgefordert hatte, über„ Die wirthschaftlichen Krisen und die Verkürzung der machtlos gegenüber; die von Außerhalb tommenden Kollegen, welche schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf Arbeitszeit". Zur Distussion sprachen Herr Kohlmann, Maschinendem Verband angehören und hier einen solchen nicht vorfinden, die zielbewußte Arbeiterschaft. meister, und Fräulein Kollegin Bien, Punttirerin. Hierauf wurde der werden leicht indifferent. Der Vorsitzende erwähnt, daß zu der Rassenbericht verlesen, welcher von den Revisorinnen geprüft und Frage des Uebertritts erst nach dem Gewerkschaftskongreß, welcher Eine von zirka 200 Personen besuchte Versammlung für richtig befunden war. Dann wurde zur Neuwahl geschritten. Es nächsten Monat stattfinden soll, in einer öffentlichen Versammlung des Fachvereins der Tischler( Norden) tagte am 26. Januar. wurden gewählt: Frau Jendriza, erste Vorsitzende, Frau Böhm, zweite Stellung genommen werden kann.- Hr. Heß macht bekannt, daß Nachdem das Andenken eines verstorbenen Kollegen durch Er- Vorsitzende; Cl. Bien, erste Schriftführerin, Louise Timm, zweite in turzer Zeit eine öffentliche Versammlung einberufen werden soll, heben von den Plätzen geehrt war, nimmt Kollege Thierbach das Schriftführerin; Frau Sabbat, erste Kassirerin, Pauline Henkel, behufs Wahl der Delegirten zum Gewerkschaftskongreß. Jeder Wort zu einem, oft von Beifall unterbrochenen Vortrag über die zweite Kassirerin; als Beisigerinnen: Frau Daebel, Sophie Fiesel möge Sorge tragen, daß die Versammlung gut besucht wird. wirthschaftliche Lage der Arbeiter und ihre Organisation. In und Marie Sigismund. Am 9. Februar findet eine Vorstandssitzung, am 23. eine General- der Diskussion sprachen sämmtliche Redner im Sinne des Reversammlung im Lokale des Herrn Weigt, Markgrafenstr. 87, ferenten; auch wurde der Wunsch ausgesprochen, im Norden eine statt. Herr Heß ersucht um recht zahlreiche Betheiligung beim Berichterstattung der Verhandlungen des Tischlerkongresses in Wiener Maskenball, welcher am 7. Februar in Sternecker's Hannover zu veranlassen. Hierauf wurde die Wahl von acht Bürgerfälen, Dresdenerstr. 96, stattfindet. Billets a 75 Pf. sind Kontrolleuren und eines Beitragssammlers erledigt und beschlossen, bei den Vorstandsmitglieder, sowie bei dem Vergnügungskomitee drei Bahlstellen im Norden zu verlegen. Ferner wurde beschlossen, zu haben. am Sonntag, den 15. Februar, einen Ausflug zu arrangiren, und zwar nach der Hutfabrit, Pappel- Allee, wozu sämmtliche Kollegen eingeladen werden sollen. Der Berliner Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts( E. H. Nr. 851) hielt am Sonntag, den 25. Januar unter zahlreicher Betheiligung seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende gab der Versammlung einen geschäftlichen Ueberblick über die Thätigkeit des Vorstandes im verflossenen Jahre; er machte bekannt, daß im legten Quartal 63 Familien neu aufgenommen wurden, und daß der Verein den Anforderungen in jeder Weise Genüge geleistet hat, so daß die Sicherheit seines Bestehens in jeder Weise vorhanden ist. Der Kassirer Herr Schmidt legte sodann zuerst den letzten Quartalsbericht und dann den Jahresbericht vor. Aus legterem ergiebt sich für den Verein eine Gesammt- Einnahme von 3289 M. und eine Ausgabe von 2989 m. 81 Pf. Bestand am 26. Januar 1891 106 M. 4 Pf. Reservefonds 999 m. 16 Pf. Gesammtvermögen 1622 M. 31 Pf. Auf die Anfrage des Herrn Fundt, ob Jemand gegen den Kassenbericht etwas einzuwenden hätte, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, Herr Karl Mah, im Namen des Gesammtausschusses, daß Bücher und Belege in bester Ordnung bei der Prüfung vorgefunden wurden, und ersucht, den Kassirer zu entlasten. Das geschieht einstimmig. Herr Maz theilt mit, daß die Mitglieder mit der Geschäftsführung des Vorstandes sowie mit den Aerzten des Vereins in jeder Hinsicht zufrieden seien müßten, da im Laufe des Jahres keine Beschwerden dem Ausschuß vorgelegen haben, mit Ausnahme der Angelegenheit des Herrn Dr. Bernstein. Er hofft auch für die Zukunft dasselbe berichten zu können. Herr Hundt wurde als 1. Vorsitzender Herr J. Dietrich als 2. Borsigender, Herr W. Schmidt als Kassirer, Herr Ernst Marks als 2. Kassirer, Herr Haspel als 1. Schriftführer, Herr F. Gräschte als 2. Schriftfuhrer, zu Reviforen die Herren M. Schrinner, P. Schade und Barwich, sowie zu Ausschußmitgliedern die Herren Karl May, Lehmann, Awoscheit, Meier und Wuttke gewählt. Als Entschädigung für Verwaltung des Vereins wurden 8 Prozent einstimmig bewilligt. Hierauf folgten Mittheilungen des Apotheker- Ausschusses, Bekanntmachung der verzogenen Vertrauensmänner und Beitragsammler und das Ersuchen an alle Mitglieder, fleißig für den Sanitätsverein zu agitiren, damit er bald für alle Arbeiter und deren Familien segensreich wirken kann. In der öffentlichen Versammlung der Graveure, Ziseleure und verw. Berufsgenossen wurde zunächst die Frage: Ist es möglich in diesem Jahre eine Verkürzung der Arbeitszeit in unserem Gewerbe durchzuführen? eingehend erörtert. Die Kollegen Uhrbach, Schimansky, Zack, Blühmte und Guttmann betheiligten sich an der Debatte. Die Ansicht der Redner ging dahin, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit nothwendig sei, um den arbeitslosen Kollegen, welche uns lohndrückend im Wege stehen, Arbeit zu verschaffen. Eine genügende Unterstützung der arbeitslosen Kollegen ist uns jetzt schon unmöglich. Der schlechte Besuch der Versammlung gab Anlaß, daß allgemein abgerathen wurde, in diesem Jahre etwas besonderes wegen Verkürzung der Arbeitszeit zu unternehmen. Der Indifferentismus unter den Kollegen sei Schuld, daß wir in Bezug auf Wahrung unserer gemeinschaftlichen Interessen nicht vorwarts tommen. Kollegen Blühmte und Zack betonten speziell, daß ein jeder alles auftieten müsse, die noch abseitssehenden Kollegen aus ihrem Schlafe zu rütteln. Eine Aufforderung des Vorsitzenden der Freien Bereinigung für Graveure und Ziseleure beizutreten, tommen einige Kollegen gleich nach. wie Kollege Uhrbach legte hierauf klar, nothwendig es sei, uns zu einem entscheidenden Schritte im nächsten Jahre schon jetzt mit Geldmitteln zu versehen und empfiehlt die Bons vom Agitationsfonds ei rig umzuseßen. Zu diesem Fonds eingehende Gelder werden zur Hälfte fejt angelegt und nur bei Streifs und Maßregelung gebraucht. Die Steuungnahme der Dresdener Kollegen zum Agitationsfonds wurde als nachahmenswerth empfohlen. Laut Beschluß zahlt jeder Kollege unter 21 M. Verdienst wöchentlich 10 Pf., darüber 20 Pf. Ein Antrag vom Kollegen Guttmann wurde unter lebhaftem Beifall einstimmig angenommen. Derselbe lautet:„ Die Versammlung erllärt, daß die Verkürzung der Arbeitszeit, wo sie mehr als 10 Stunden beträgt, bis auf 10 Stunden eine zeitgemäße Forderung ist, für welche alle Kollegen einzutreten sich moralisch und materiell verpflichten. Ebenso fand folgende Resolution freudigen Anklang. Die Ver fammlung erbietet sich, dafür zu sorgen, unsere Organisation derartig zu stärken, daß wir gestüzt auf dieselbe uns mit der Frage der Berkürzung der Arbeitszeit beschäftigen können, außerdem verflichten sich die Kollegen mit allen Krusten sich an den Geldsammlungen zu betheiligen. Als Vertrauensmann wurde Kollege Schneider einstimmig gewählt. Unter Verschiedenem ertheilen die Mitglieder der Streit- Kontrollkommission Bericht. Folgendes Vertrauensvotum wurde angenommen: Die öffentliche Versammlung der Graveure u. s. w. verwahrt sich entschieden dagegen, daß der Delegirte der Streit- Kontrollkommission falschen Bericht in Betreff der Trinkgelderfrage erstattet habe. noch Gold- und Silberarbeiter. Eine öffentliche Versammlung aller in der Gold- und Silberwaaren- Branche beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend fand am Donnerstag, den 29. Januar, in den Gratweil'schen Bierhallen statt, in der Dr. Lutgenau einen Vortrag über Invaliditäts- und Alterversicherung hielt. Er besprach die wesentlichsten Punkte dieses komplizirten Gesetzes. Im Uebrigen aber demonstrirte der Sieferent die völlige Werthlosigkeit des Gesetzes für die Arbeiter, für die dasselbe nichts weiter als eine neue Steuer bedeute. Vorausgesetzt, die Versammelten besänden sich im Alter von ungefähr 40 Jahren, so wäre bis zum Genuß der Rente eine Wartezeit von 30 Jahren nöthig. Die Rapidität in der Entwickelung der Verhältnisse aber gäbe uns ziemlich die Garantie, daß alsdann schon ein auslömmliches Leben für die gesammte Arbeiterklasse vorbereitet sein werde. ( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion wurde eine Frage aufgeworjen, ob ein Lohnabzug nicht eine Abwälzung des Beitrages von Seiten des Arbeitgebers( Unternehmers) und als solche eine Umgebung des Gesetzes und deshalb strafbar sei? Diese Frage muß mit Nein beantwortet werden, weil dieser Umstand eine Gefeßesübertretung nicht in sich schließe. Eine andere Frage, ob die Rente gegebenen Falles niedriger sei, wenn ein Versicherungspflichtiger im Laufe der Zeit bei geringer werdendem Lohne demgemaß in eine geringere Lohntlasse tomme, beantwortete der Referent dahin, daß sich die Auszahlung der Rente nach den Lohnklassen der letzten 5 Jahre richte, wenn nicht der Unternehmer die Zustimmung zur Versicherung für eine höhere Lohntlasse gegeben habe. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Faber, Joseph, Davidshäuser, Christoph, Lindemann und Günther. Unter Verschiedenem wurde ein Antrag angenommen, die Tellersammlung sortzusehen und den Ueberschuß der General- Gewerkschaftskommisnon in Hamburg zu überweisen. Zeuge machte einige geschäftliche Mittheilungen des Verbandes. Faber gab noch Bericht über die lezte Sigung der Berliner Streif- KontrollDer Verein der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpressen hielt am 28. Januar seine Generalversamm Eine schwach besuchte Versammlung des Fachvereins der Tischler für Weißensee tagte am Montag, den 26. Jan. Der Referent, Herr Apelt, hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die wirthschaftlichen Krisen und die Verkürzung der Arbeitszeit". Unter Vereinsangelegenheiten wurde der Kollege Sohns zum Beitragsammler ernannt. Dann schloß Kollege Hein die Versammlung. 12. Zichung der 4. Klaffe 183. Königl. Preuß. Lotterie. 1222 93[ 3000] 337 49( 30001 87[ 300] 476 595 759 98099 178 206 422 Biebung vom 2. Februar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 164 311[ 3001 430 33 70 896 920 1050 135 310 461 983 2084 175 99 335 413 515 29 680 703 73 80 914 3176 46 633 71 782 4173 1500 231 94 371 542 73 617 5071 100 29 225 319 52 94 1500 530 708 18 23 48 920 6072 74 165 205 320 92 419 93 500 801 925 7146 371 562 64 790 831 96 935 50 92 13001 8016 117 51 258 60 0 64 73 86 393 96 542 72 0851 908 9087 150 329 414 513 39 763 10499 824 937 11041 95 168 261 75[ 300] 464 545 693 96[ 50001 783 997 12074 217 68 379 453 563 660 62 70 89 1500] 706 15 820 947 13011 20 108 42 345 473 603 63 88 744 64 90 828 75 99 946 14140 98 564 620 39 41 74 741 73 88 860 15060 124 40 43 281 415 519 664 703 896 16021 46 50 74 122 31 239 364 75 952 17042 84 156 370 611 713( 300) 16 52 13000] 18073 116 18 23 227 54 352 528 91 645 13001 83 752 819 973 19017 76 115001 213 88 597 625 725 78 96 845 1300] 82 989( 5000] 78 556 76 15001 615 725 44 53 832 955 99002 136 248 95 494 549 54 85 733 801 989 100017 226 307 36 404 65 89[ 1500] 753 840 62 91 900 12 101021 113 283 94 313 99 484[ 30001 559 618 710 37 97 826 41 968 94 102016 42[ 3000] 149 50 69 290 384 575 662 734 888 960 96 103402 13000] 44 73 936 104026 103 220 336 659 750 105008 130 369 446( 1500) 549 78 712 802 66 907 34 1060: 35 270 90 317 56 58 87 427 519 56 631 757 82 839[ 3000] 107356 519 33 781 995 108058 220 416 614 36 39 77 747 816 42 980 109014 207 56 86 115000] 317 59 431 686 707 860 71 82 937 110196 273 326 414 65 562[ 300] 91 848 944 111221 339 417 84 89 96 546 701 46 66 74 844 49 998 112334 72 88 449 582 660 716 918 20 23 80 113000 52 115[ 30001 259 94 321 408 595 635 752 848 66 963 114017 139 316 673 94 710 24 57 66 847 76 950 55 115206 9 62 97 333 475 80 567 628 43 69 145 116215 339 523 44 670 835 65 117022 218 91 381 491 15001 545 70 871 912 18( 500) 118132[ 300] 79 234 342 107 25 4 500 64[ 1500] 706 864 77 119013 49 55 74 117 220 27 65 325 411 78 759 968 1300) S2 120166 355 429 45 766 889 99 920 121263 74 305 409 572 632 71 777 122060 91 155 243 312 77 425 29 33 641 777 922 123035 65 80 97 124 19 223 353 406 62 516 37 41 626 77 13000) 740 65 889 124080 203 59 95 383 556 753 972 125022 40 123 30.3 33 417 565 622 65 723 801 126169 223 343 54 68 617 30 715 92 937 127019 33 37 53 89 235 457 70 85 512 89 748[ 3000] 128257 88 396 489 733 852 129008 180 252 74 91 307 25 82 417[ 300] 27 550 643 707 27 70 916 130084( 500] 135 205 45 63 71 316 439 648[ 500] 706 87 956[ 1500] 131055[ 3000] 102 13 19 49 52 215 19 305 130001 74 95 514 770 95 13000] 97[ 50001 852 905 132029 220 31 33 377 84 418 634 762 871 [ 3001 956 71 74 133107 92 11500) 706 78 987 1300) 13-4021 75 193 298 314 77 402 574 709 48 806 11 945 135065 126 38 46 73 250 57 20024 165 424 69 97 616 860 21044 187 201 3 398 427 508 48 75 13001 605 115001 41 700 19 95 892 22125 328 90 716 42 51 814 20 27 974 23036 107 373 407 22 536 624 711 874 921 24352 519 35 43 611 61 62 74 749 61 829 25070 184 208 53 314 433 604 26066 315 418 34 66[ 1500] 561 645 65 800 26 95% 97 27036 193 378 604 83 907 8 28429 810 45 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83 90 427 45 538 1300) 813 45 50007 79 91 211 392 419 56[ 300] 521 56 627 98 13 00] 703 920 27 51018 293( 1500) 345 61 67 642 66 717 2085 168 278 326 41 44 47 452 69 573 82 784 948 98 33074 184 267 312 43 531( 3000) 896 13001 54201 86 347 66[ 500) 492 535 617 738 837 924 57 55098 217 74 429 32 578 628 88 769 83 917 21 26 42 56193 300 13 562 91 629 988 57004 6 141 94 202 30 35 350 760 811 987 58103 94 386 447 61 601 12[ 300] 751 62[ 300] 814 925 93 59062 197 266 368 718 97 848 904 48 65 60005 7 106 323 434[ 500] 720 21 913 57 61025 72 221 427 43 544 618 31 62004 149 76 267 443 636 59 82 63012 61 62 136 256 385 96 422 94 656 97 839-82 90 64066 431 552 82 × 50 65239 532 75 675 712 857 99 920 15000] 44 78 88 66016[ 10000] 92 126 35 244 425 506 15 61 677 742 880 67111 13 5 368 97 435[ 500] 57 561 63 83 1500] 629 33 741 58 94 873 77 900 5000] 11 68043 115 322 477 88 585 615 49 65 732 73 806 78 69192 273 78 306[ 1500] 26 57 82 516 17 605 66 851 62 966 70102 47 82 224 84 96 366 405 561 755 864[ 5001 71067 11500 180 82 354 55 97 15001 499 503 83.98 657 852 84 72089 100 66 89 215 317 526 653 61 940 25 69 77 95 73162 565 25 77 74125[ 1500] 27 81 294 398 468 734 70 812 5199 528 668 744 15001 85 67 76075 95 238 83 457 522 648 798 910 71 73 77152 357 592 782 13001 96 917 78015 70 15001 111 244 62 11500] 77 620 15001 24 760 62 9033 122 66 211 87 300 543 612 13[ 15 0001 35 76 703 91 809 96 80026 92 262 353 540 635 708 9 17 28 60 925 13000] 81069 302 665 744 15001 80 11500] 77 917[ 1500] 39 58 60 2104 38 241 74 98 378 523 72 609 35 755 88 92 931 91 3090 125 200 455 594 1500 726 40 4432 43 46 784 844 912 22[ 300] 59 85040 59 74 209 19 424 61 559 1500) 79[ 300] 81 609 740 893 86026 31 45 86 121 27 401 50 617 19 722 900 7066 157 395 423 60 98 524 25 13000] 645 57 59 65 712 52 814 1500] 39 50 999 007 141 237 382 446 552 933 S9080 250 358 437[ 30001 585 94 745 959 90104 200 79 335 518( 500) 641 897 930 70[ 300] 74 91010 111 [ 300 30 484 537 640 65 91 737 913 92118 466 77 569 983 93022 41 241 71 83 326 417 588 694 789 938 94123 80 250 438 870 945 95241 52 328 97[ 5001 428 30 547 96006 352 98 428 708 847 924 97004 856 901 137239 40 433 672 855 138030 121 89 250 94 323 32 85 454 515 77 641 8.3 929 139008 19 71 148 15001 312 422 707 96 888 907 140226 64 13001 307 46 464 524 35 754 56 69 91 860 906 79 141073 93 189 266 76 347 15000] 468 770( 300) 99 808 142142 212 84 311 53 55 89 449 55 633[ 300] 53 71 115001 89 840 56 65 924 95( 500) 143014 67 204 5 13001 753 95 841[ 1500] 78 927 63 1-44131 359 455 536 643 49 794 918 25 145019 38 145 2.58 69 92 343 427 606 28 30 716 829 52 60 985 146106 353 455 580 620 700 115001 8.9 949 147017 138 13001 66 205 11500) 9 464 70 115001 98 601 25 51 792 818 64 148045 84 131 397 575 91 616 34 778 830 904 149129[ 5001 242 84 319 21 36 471 652 766 821 56 150010 306 16 69[ 3000] 151352 520 690 800 152069 169 70 223 345 479 561 13000 602 97 838 914 81 153052 192 621 757 88 96[ 1500] 933 46 56 82 154089 93 181[ 500] 85 372 573 1500] 743 90 842 155138 54 217 94 347 96 568 85 671 896 913 156044 115 36 66 304 79 3001 408 29 532 64 157008 328 49 433[ 300] 514 40 635 95 798 830 901 158076 153 70 353 72 499 612 54 58 708 62 932 159085 104 5 201 316 519 23 653 905 69 73 160015 156 63[ 15 000] 73 86 93 276 359 470 707 80 95 862 951 61 161026 77 100 11[ 1500] 77 88 98 647 728 863 98 922 162030 115 47 416 94 596[ 30001 762 163006 9 75 194 307 57 91 411 516 27 51 818 933 83 164074 81 381 429 55 85 632 769 849 931 36 165033 133 44 15001 253 344 519 668 75 744 812 166418 56 65 514 606 48 13001 167025 52 86 105 260 310 575 86 89 662 803 904 66 94 168024 117 263 7> 386 763 919 28 95[ 500] 169295 990 170024 91 99 122 44 54 214[ 1500] 78 306 418 34 65 831 52 80 910 171036 61 69 76 413 19 32 48 94 568 625 704 80 81 88 91 943 172 370 403 5 74 544[ 300] 627 813 74 923 91 17.000 33 91 281[ 300] 306 [ 500] 57 532 611 828 85 934 41 174071 170 298 315 485 597[ 1500] 76824 61 914 37 175102 32 59 246 54 546 700 37 55 807 31 933 176027 50 59[ 30001 118 218 44 51 454 57 61 83 646 757 802 17 25 [ 30001 980 1: 7053 255 453 628 781[ 500) 812 915 16 88 17-059[ 3001 223 58 342[ 15001 744 67 878 906 42 53 179283 316 23 405 536 40 628 65 784 90 815 58 956 180010 249 522[ 1500] 32 652 745 871 181130 81 88 201 14 55 73 514 34 672 754 182001[ 300] 68 210 341 87 405 91 557 748 70 94 827 935 1* 3060 74 302 15 534[ 10 000] 81 614 50 724 906 71 185273 448[ 300] 59 62 68 18014 280 339 42 492 533 65 810 934 591 685 816 19 186107 11( 500) 223 307 69 83 99 430 115001 63 684 27 62 90 906[ 300] 187178 381 519 98 710 188087 102[ 3000] 47 242 189123 47 58 252 96 499 570 617 22 341 455 589 697 821 945[ 3000] 73 761 86[ 300] 800 60[ 300] 927[ 500] 12. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 1464 552 777 83 92 800 78 93038 111 246 69 674 706 19 823 94012 Ziehung vom 2. Februar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 art sind den betreffenden Nummern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 110 224 75[ 1500] 90 324 55 596 845 84 1118 27 273[ 500] 462 524 49 5-606 710 897 926 97 2007 51 286 307 62 130001 619 66 952 69[ 1500] 3116 201( 300) 313 25 406 23 569 668 750 894 994 4000 63 431 34 50 529 634 66 706 833 89 967 5196 547 60 764 811 960 82 6156 255 66 304 7 530 613 754 63( 500) 934 7049( 300) 78 86 118 23 72 30-54 73 76 403 S147 386 456 75 611 86 735 43 74 848 935 67[ 300] 9055[ 3000] 164 313 90 713 67 824 10029 117 46 386 530 57 717[ 300] 43 86 886 11017 85 116 236 89 1500 474 525 644 78 811 24 953 12066 144 323 498 713 86 910 13072 94 146 204 448( 1500) 76 5-5 731 13000) 859 60 92 975 14077 129 13001 403 8 17 582 807 947 50 15063 78 238 47 94 371 476 502 65 821 37 16034 51 56 73 398 410 12 19 5.7 30 38 85 718 32 46 842 916 17010 15001 32 33 358 79 698 853( 300) 18060 87 106+7 84 216 44 63 68[ 500) 362 413 601 1300] 27 808 928 83 15001 19121 51 219 58 315 44 46 71 431 33[ 300] 508 30 50 607 58 714 828 92 910 922 20006 139 51 200 60 85 320 468 500 78 602 26 53 798 819 82 88 21098 139 261 349 514 66 95 690 823 914 58 130001 22 164 529 736 15001 23047 223 400 16 28 665 730 889 969 24263 495 513 50 86 65% 68 786 821[ 1500] 27 43 56 62 81 85 961 25084 113 209 92 349 432 552 675 11500] 701 996 26002 175[ 300] 270 90 361 91 481 560 643 708 920 27005 97 198 227 438 749[ 1500] 28103 85 313 483 511 665 SU9 915 29140 85 220 86 374 461 83 913 76 30083 232 54 99 362 70 82 518 82 601 33 756 832 70 84 936 31186 283 574 802 71 933 43 82251 350 606 49 68 825 904 61 85 96 33415 39 534 723 34248 304 525 57 94 654 720( 1500) 965 35006 26 129 44 98 295 306 710 11500) 35 49 62 925 36064 231 82 410 76 525 50 59 757 64 887 9100 37073 199 273 310 415 52 67 96 55. 640 831 115001 980 38007 139 90 40 553 972 39355 89 402 9 566 685 90 860 40201 8 24 79 375 410 715 68 56 62[ 1500] 947 79 1174 90 233 80 314 449 639 77 96[ 1500] 42011 57 297 440 98 517 31 970 43005 188 296 335 707 1500) 41 901 72 77 44050 11500] 55 216 60 70 11500 389 506 49 13.00] 647 78 726 45070 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Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.