Nr. 128. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt". 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gelaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" is Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Nach dem Lyoner Kongreß. Paris, 2. Juni. Die Konsequenzen der Lyoner Spaltung entwickeln sich mit Logischer Folgerichtigkeit fort. Mittwoch, den 5. Juni 1901. dadurch den Elan der Partei gehemmt zu sehen...." Diesem ,, mächtigen Gefühl" der Gesamtpartei müßten munt die Andersdenkenden, ohne ihre Ueberzeugung aufzugeben, Rechnung tragen. Ich beharre im Glauben, daß die Kraft der socialistischen Partei zu groß ist, um nicht dazu berufen zu sein, schon jetzt einen Der neugebildeten„ revolutionär socialistischen" Kammerfraktion Teil der Verantwortlichkeit für die Leitung des für den Socialismus find auch die drei guesdistischen Deputierten: Bévaès, Dufour immer durchdringlicher( perméable) werdenden Staats zu überund Sauvanet beigetreten. Ebenso sind ihr beigetreten die zwei nehmen." Aber er erkenne die Gefahr dieser vielleicht vorzeitigen blanquistischen Deputierten: Breton und Chauvière, die dem und allzu revolutionären These" für den Zusammenhalt der Partei Lyoner Kongreß nicht beiwohnten und von denen der an. So sind wir denn entschlossen, in der anhebenden Periode erstere diesem Kongreß ein Begrüßungsschreiben sandte, worin des Stampfes der Organisation so zu handeln, als er seine Abwesenheit bedauerte. Die Beitrittsschreiben von jede Beteiligung des Socialismus an der Regierung endgültig beBreton und Chauvière find übrigens nichts weniger als begeistert feitigt wäre, als ob das socialistische Proletariat die Verwirklichung über die Spaltung der Partei und der Kammerfraktion. Noch mehr, feines Programms nicht von seiner direkten Bethätigung am Breton will nicht aus der alten Fraktion austreten, während ministeriellen Mechanismus zu erwarten hätte, sondern einzig von Chauvière wenigstens formell zu demissionieren für unnötig hält. dem auf die bürgerlichen Parteien ausgeübten Drud...." Hier der Wortlaut ihrer Beitrittsschreiben an den Sekretär der revolutionär- socialistischen" Fraktion. " ob Jaurès meint offenbar das Minimal programım des Proletariats, da ja die Verwirklichung des socialistischen ProBreton schreibt:„ Ich bedauere sehr aufrichtig die unheilvolle gramms nicht einzig" oder vielmehr gar nicht von dem„ Drud" 2c. zu Spaltung, die soeben von neuem die socialistischen Kräfte zersplittert erwarten ist. Davon aber abgesehen, giebt die Jaurèssche Erklärung hat. Diese herzbrechende Spaltung versetzt in eine besonders pein- aus berufener Feder in wenigen Worten das schärfste Unterscheidungsliche Lage die Genossen, die glauben, daß die Union sämtlicher zeichen des„ Ministerialismus" im Gegensatz zur Anschauung des Socialisten für die rasche Entwicklung unsrer Partei ganz unent linken Flügels, die übrigens, wenn auch in verhüllter Form, auf behrlich ist. Ich gehöre zu diesen Genossen und will nichts thun, dem Lyoner Kongreß gesiegt hat und von einem großen Teil, wo was auch nur nur im geringsten den Riß erweitern könnte, nicht von der Mehrheit des sogenannten rechten Flügels geteilt wird, der so unglücklicherweise auf dem Lyoner Kongreß ent- und zwar infolge der mit der Millerandschen Ministerschaft gemachten standen ist. Ich kann also nicht zwischen den beiden schlimmen Erfahrungen. Anderseits beseitigt Jaurès' Erklärung die parlamentarischen Gruppen wählen, die jetzt in der Kammer in Lyon von links geäußerten Befürchtungen, Briands Resolution die socialistische Partei vertreten. Ich sehe keinen Grund, werde eine neue Zweideutigkeit schaffen. Mit dem principiellen um aus der alten Gruppe auszutreten, andrerseits aber wäre es für Ministerialismus" als einer Methode ist es nun vorbei; es bleibt mich allzu peinlich, mich von den Freunden zu trennen, die soeben aber abzuwarten, ob auch der Ministerialismus im Sinne des die neue Gruppe gebildet haben. Ich sende Dir also meine Bei- Durch- Dünn- und- Dick- Geheus mit dem Ministerium endlich den trittserklärung in der sehr aufrichtigen Hoffnung, daß alle socias Gnadenstoß erhalten hat. listischen Deputierten bald von neuem sich herzlich vereinigen werden für eine gemeinsame Aktion und zum größten Wohl des Socia lismus..." Die„ revolutionär- socialistische" Kammerfraktion zählt bisher wenigstens insgesamt 12 Mitglieder( unter den 42 socialistischen Abgeordneten). " Politische Meberlicht. Krosigk. Berlin, den 4. Juni. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Mörder gewesen sein mag, nur aus Rache hat er den Rittmeister v. Krosigk niedergeschossen, aus Rache für erlittene Unbill, für ungerechte, entwürdigende Behandlung. Und feineswegs ist er bierbei von Wahnvorstellungen irregeleitet worden. Daß der Erschossene bis zur Ungerechtigteit streng gegen feine Untergebenen gewesen ist, das war nicht müßiges Geschwäß in den beiden Garnisonen Stallupönen und Gumbinnen, in denen er längere Zeit gestanden hat. " Also so find unfre unsre Söhne in unfrem Heere auf gehoben", rief mit einem Male die große Zahl der Ent täuschten aus. So können ihre Vorgesezten sie peinigen, daß fie in ihrer Verzweiflung das heiße Sehnen nach Rache nicht mehr zu meistern vermögen und zum Mörder werden." Aber in Wahrheit brauchte sich das deutsche Voll gar nicht enttäuschen zu lassen.... Weil die Handlungsweise des Ermordeten völlig vereinzelt dasteht, nur deshalb hat sich in Deutschland die öffentliche Meinung überhaupt mit ihr befaßt. Daß aber aus dem einzelnen Fall Schlüsse abgeleitet werden tomten, welche die bisherige gute Meinung über das Verhältnis unsrer Offiziere zu ihren Untergebenen nachhaltig erschüttern bie mußten, das war wir sprechen es offen aus Schuld des Kriegsgerichts. Warum mußte es jedesma I die Oeffentlichkeit von den Verhandlungen ausschließen, wenn es galt, den Charakter des Ermordeten zu kennzeichnen?.. In dem Gums binner Fall hätte ihr aber der denkbar weiteste Spielraum gewährt werden müssen, schon zu dem einen Zweck, die großen Massen in ihrem Vertrauen zu dem gerechten Sinn unserer Offiziere zu erhalten Grade das Gegenteil von dem, was mit der Ausschließung allem Anschein nach beabsichtigt worden war, ist erreicht worden. Auch wäre sicherlich durch eine geringere Beschränkung der Oeffentlichkeit allen denen ihr böses Handwerk gelegt worden, die es auf den hochangesehenen, mit dem Schwarzen Adlerorden geschmückten Vater zurückführen wollen, wenn der Sohn jahraus jahrein an der Spike einer Schwadron gelaffen wurde, trotzdem alle Welt wußte, wie hart er seine Untergebenen behandeln konnte." So der höhere Offizier im tonservativen Reichsboten"! Er fürchtet die socialdemokratische Ausnutzung des mit so vieler HeimChauvières Beitrittsschreiben lautet: Unnük, Dir zu sagen, lichkeit behandelten Falles. Ein besseres Mittel, die Soldaten gegen meint er die Social ihre Offiziere aufzuheben, könnte sichdaß ich der neuen Gruppe beitrete; aber weder ostentativ noch anders gebe ich meine Demission aus der( alten) Gruppe, der man Das Kriegsgericht in Gumbinnen hat die Angeklagten von der demokratie gar nicht wünschen. sich morgen wieder wird anschließen müssen, wenn der ministerielle Schuld freigesprochen, den Rittmeister v. Krosigk ermordet zu haben. Die Socialdemokratie hat gar kein Juteresse daran, die Wir bekämpfen den Alp sich gehoben hat. Alles, was vorgeht, erfüllt mich mit Trauer, Es war ein dürftiges Indizienmaterial, auf das sich die Anklage Soldaten gegen ihre Offiziere aufzubezen. da man aber nicht wirklich unabhängig sein kann, so bleibe ich mit stützte, und mit Recht hat das Gericht auch den entdeckungseifrigen Militarismus grundsätzlich und wir bedürfen nicht erst eines meinen dreißigjährigen Freunden, indem ich zugleich bedaure, Berliner Polizeimännern nicht so viel Vertrauen geschenkt, um zu aufregenden Einzelfalles, um zu erkennen, daß das Klassenmich augenblicklich bont denen entfernt zu sehen, auf einem Schuldig zu gelangen. Bürgerliche Gerichte haben des öftern und Kastenheer, das durch eine Zwangsdisciplin zusammengehalten die wir so große Hoffnungen gesetzt haben. Die Sache eine minder kritische Haltung gegenüber Aussagen der Polizei be- wird, die aus der Zeit des Söldnerheeres stammt, notwendigerweise ist hehr genug, um unter ihrem Banner die verschiedensten fundet und auf Behauptungen von interessierten Schutzlenten schwere Erscheinungen zeitigen muß, die unvereinbar sind mit höherer AufTemperamente zu beherbergen, die aus Taktik Gemäßigten und die Zuchthausstrafen verhängt. Die Berliner Polizei ist offenbar in fassung von menschlicher Kultur. Freilich, wenn im Namen einer Borgeschritteneren, Rechte und Linke. Das Ziel bleibt aufrecht und Gumbinnen nicht glücklicher, Mörder zu entdecken, als in Berlin. vermeintlichen Disciplin die Möglichkeit öffentlicher Kritik und innerer das genügt uns." Die Verhandlung des Militärgerichts stand völlig unter dem Reformen ausgeschlossen wird, dann ist es kein Wunder, daß Zus Beichen jener Disciplin", die durch Zwang und Drill die willenlose stände entstehen, die auch den Gedankenlofeften aufrütteln. In Unterwerfung unter die Autorität des Vorgesetzten zu erringen sucht. diesem Sinne mag der Gumbinner Einzelfall in der That als Der Soldat thut alles auf und zu Befehl, auch als Zeuge. Der Wetterzeichen dienen, das die Heimlichkeit des Verfahrens, wie der Präsident fragt einen Zeugen: Können Sie Gott zum Zeugen an- Reichsbote" richtig fühlt, in seiner Wirkung noch gewaltig verDie Stellung der Gues disten. Der Nationalrat rufen?" Der Zeuge antwortet militärisch stramm:" 3u Befehl!" stärkt hat. ( Parteivorstand) der französischen Arbeiterpartei hat in seiner eine ungemein charakteristische Wendung angesichts der feierlichen Wenn übrigens behauptet wird, der vielfache Ausschluß der Sigung vom 31. Mai einstimmig folgenden Beschluß gefaßt: In Beschwörung Gottes. Oeffentlichkeit gerade in diesem Prozeß sei auf eine besondere Erwartung und zwecks Vorbereitung der socialistischen Einigkeit, Im Namen dieser Disciplin" wurde auch der Prozeß zu Anweisung des Kaisers erfolgt, so ist das wohl ein Mißverständnis; die das ständige Ziel der Bemühungen der französischen Arbeiter- großem und wichtigem Teil unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ver- denn die specielle Einwirkung der Krone auf einen besonderen partei bleibt, ist der Nationalrat geneigt, sich in einem Verhandelt. Bei allen Erörterungen, bei denen das dienstliche Verhalten Prozeß scheint unstatthaft. Das Militärgericht hat sich wohl auf die ständigungskomitee( comité d'entente) vertreten zu lassen, des ermordeten Rittmeisters in Frage tam, wurde die Oeffentlichkeit bekannte allgemeine Anordnung des Kaisers berufen. das auf einer zu bestimmenden Grundlage alle Gruppen umfassen hermetisch abgesperrt. Niemand begreift, zu welchem Zwed. Der würde, die sich auf den Boden des Klaffenkampfes stellen ohne Prozeß selbst war veranlaßt durch eine That, in der offenbar Die zollpolitische Ministerkonferenz ist am Dienstag im Kompromiß mit irgend einer Fraktion der Bourgeoisie." die durch die eiserne Disciplin niedergehaltene Empörung Bundesrats- Saal des Reichsamts des Junern zusammengetreten Außerdem wurde mit bezug auf den 19. Jahreskongreß der über das Verhalten eines Offiziers fich gewaltsamt auf Die„ Nordd. Allg. 8tg." teilt die Namen der Teilnehmer mit und französischen Arbeiterpartei, der in der ersten Hälfte des September dem Wege des Berbrechens, des Meuchelmords, Bahn ge- bringt eine Begrüßungsansprache des Reichskanzlers, die nur alle in Roubaig stattfinden wird, beschlossen, daß dieser Kongreß aus brochen hatte. Ein verhaßter Vorgesetzter, dem unweigerlich au gemeine Wendungen enthält und keinerlei sachliche Aufschlüsse giebt. nahmsweise allen Gruppen, Föderationen und Organisationen offen Willen zu sein die Disciplin nötigt, wurde durch einen Nacheatt aus Ueber den Inhalt der Beratungen selbst soll absolutes Stillstehen wird, die zusammen mit der französischen Arbeiterpartei den dem Wege geräumt. Um so mehr hätte man Anlaß gehabt, vollen schweigen bewahrt werden. Entwurf der revolutionär- socialistischen Einigkeit vorbereitet oder genehmigt haben." bon * Einblick in diese Tragödie zu gewähren. Statt dessen blieb alles im Dunkeln. Die bekannte faiserliche Stabinettsorder, welche die durch das neue Militärrecht geschaffene Oeffentlichkeit des Verfahrens zum größten Teil wieder aufhob, zeigt in diesem Prozeß in ſehr auffälliger Weise ihre wenig förderlichen Wirkungen. Aus den Berichten der Gerichtskorrespondenten war es nicht möglich, sich ein Urteil zu bilden, da an den entscheidenden Stellen unöffentlich verhandelt wurde; selbst die Plaidoyers des Anklägers und der Verteidiger wurden im Geheimen verhandelt. Man sieht, die Südentwidlung von der Einigung bezw. einem gemeinsamen Parteitag und Generalfomitee zur Spaltung innerhalb der Gesamtpartei macht sich auch innerhalb des Linten Flügels geltend: man denkt da vorläufig bloß an ein „ Verständigungskomitee" der linksstehenden Organisationen, d. H. an ein wesentlich platonisches Einigungsband. Was aber die Einladung der nichtguesdistischen Linksgruppen zum guesdistischen Kongreß betrifft, so bleibt es abzuwarten, ob und inwiefern dieser Einladung, Nur einmal schlüpfte eine Andeutung durch, die ein grelles, deren Annahme in den gegebenen Umständen einem Schritt zum vielleicht übergrelles Licht warf: Wir hörten, daß das Gehirn des Anschluß an die französische Arbeiterpartei gleichtäme, Folge ge- Ermordeten feciert worden sei und daß sich dabei gewisse Ungeben wird. normalitäten ergeben hätten. Daraus muß jeder schließen: Der Rittmeister Krosigk habe sich dienstlich derart verhalten, daß man Jaurès über die Ministerfrage. Der Lyoner Kongreß hat den Verdacht geistiger Störung gehabt hat. Fälle geistestranter Offiziere, natürlich Jaurès' Ueberzeugung über die Ministerfrage nicht geändert, die in ihrem Wahn die Untergebenen aufs Blut peinigten, sind ja nicht wohl aber ihn veranlaßt, mit Rücksicht auf den Zusammenhalt des minder bekannt geworden, als Fälle wahnsinniger Richter, die das geeinigten Teile der Partei jene Ueberzeugung nicht mehr zu be- Recht mißbrauchten, um politische Gegner zu drangfalieren. Aus thätigen. Er schreibt hierüber in der Betite République":" Wir jener Mutmaßung geistiger Erkrankung des Rittmeisters Krosigk läßt werden nur die eine Sorge haben: uns loyal nach den Kongreß sich das Allerschlimmste herausdeuten, und da die Oeffentlichkeit beschlüssen, nach dem Willen der Partei zu richten. Der Kongreß hat ausgeschlossen war, ist der wildesten Phantasie freier Spielraum keinen Bannfluch, teine offene oder versteckte Ausschließung aussprechen gewährt. wollen. Er hat nicht gewollt, durch verspätete Aufforderungen Selbst der konservative Reichsbote" bedauert den Ausschluß eine Regierungsfombination zu brechen, die entstand, ehe die Partei der Oeffentlichkeit, die die Phantasie des Publikums provoziert, das neue Problem der socialistischen Ministerschaft geprüft und gelöst sich die Dinge schwärzer auszumalen, als sie in Wirklichkeit sind." hatte. Aber er hat die Verantwortlichkeit der Partei( für die und ein höherer älterer Offizier meint in einer Zuschrift an das Ministerschaft) für gestern, heute und morgen klar außer Frage ge- genannte Blatt: stellt. Er hat mehr gethan: er hat sich durch die socialistische" Das Kriegsgericht hat die bisherigen Angeklagten wegen Ministerschaft beunruhigt gezeigt. Er befürchtet offenkundig, mangelnder Beweise freisprechen müssen. Wer aber auch der " " 1 Den Agrariern muß alles frommen: Die von uns schon erwähnte Eingabe der Kommission des Preußischen Landes- Oekonomies Kollegiums an den preußischen Ministerpräsidenten beschäftigte sich nicht nur mit Vorschlägen zu schleuniger Hilfeleistung für die Landwirtschaft angesichts der bevorstehenden Mißernte, sondern gipfelt schließlich wiederum im Verlangen stark zu sichernder Getreidezölle. Die Eingabe, die vom Vorsitzenden des Kollegiums, Grafen Schwerin Löwig unterzeichnet ist, fagt: " Nicht unerwähnt darf schließlich bleiben, daß der letzte amtliche Saatenstandsbericht Preußens das Signal für eine rapide, Aufwärtsbewegung der Peise für sämtliche Produkte der Landwirtschaft hätte bilden müssen, wenn nicht die Breise für das deutsche Getreide fast ausschließlich vom Auslande abhängig wären. Infolge des zu geringen 8ollschutzes und der dadurch veranlaßten Ueberschwemmung Deutschlands mit ausländischen landwirtschaftlichen Produkteit wird jedoch selbst dieses erschreckende Bild wenig Eindruck auf die Preisbewegung zu machen vermögen. Wenn sich bewahrheitet, daß Nordamerika thatsächlich die weiter oben angedeutete große Ernte einbringt, so wird die preußische Landwirtschaft troß eines geringfügigen Ernteertrages doch nur sehr niedrige Preise für ihre landwirtschaftlichen Produkte erhalten. Es muß sich hieraus gerades zu ein nationales Unglück, d. h. ein Notstand ergeben, der an sich außerordentliche Hilfe der Staatsregierung notwendig machen dürfte. Die ganze Lage des Getreidemarkts und der Umstand, daß ein so ungeheurer Ernteausfall, wie er gegenwärtig in Deutschland bevorsteht, wegen der immer drohender werdenden ausländischen Konkurrenz fast ohne Einfluß auf die Getreidebewertung in Deutschland geblieben ist, sprechen aber für die Notwendigkeit einer wesentlichen Erhöhung der Getreidezölle so deutlich, daß, wie ich meine, die Kenntnis dieser Verhältnisse für die königliche Staatsregierung und deren Stellungnahme zu dem Entwurf eines neuen Bolltarifs und die in denselben einzustellenden Getreidezollsäge nicht ohne Einfluß bleiben kann. Und ich erlaube mir deshalb namens der ständigen Kommission des Landes- Defonomie- Kollegiums an Euer Excellenz die Bitte zu richten, dafür geneigtest Sorge tragen zu wollen, daß die thatsächlichen Verhältnisse, wie ich fie in Vorstehendem zum Ausdruck gebracht habe, bei den verbündeten Regierungen die gebührende Würdigung finden mögen." Die Herren Vertreter der Junkeraristokratie flagen, daß nicht schonjezt die Preise für die Erzeugnisse in die Höhe gehen, die fie nach mehreren Monaten auf den Markt bringen werden. Wahrscheinlich aber werden die Preise in die Höhe gehen trotz der ameritanischen Ueberschwemmung" und die konsumierende Bevölkerung wird schwer zu leiden haben unter der Verteuerung des Brotes durch den 3,50 Mark- goll. " Ist die Ernte reich, so fordern die Agrarier erhöhten Zollschutz, unter der Ausrede, daß Deutschland kein fremdes Korn brauche. Ist die Ernte gering und ist das Land auf Einfuhr angewiesen, fo fordern sie wiederum Zollerhöhung, auf daß die Preise nicht gehemmt burch irgend welche Konkurrena ſteigen. ernte nur die eine Thatsächlich läßt die bevorstehende Mißernte Folgerung zu: Herabſegung und Aufhebung jedes Brotzoffs, damit die Wirkungen der Teuerung auf die arbeitenden Klaffen menigstens einigermaßen gemildert werden. In Teuerungszeiten Erhöhung der Zölle zu fordern, das vermag nur junkerliche Begehrlichkeit, für die die Gesamtheit nur dazu da ist, den Großgrundbefizern Hungertribute zu zollen. Die Vorgänge auf den jüngsten Gewerkschafts- Kongreffen find den Blättern der Scharfmacherei recht verdrießlich. Die„ Poſt" flagt bitterlich: Es Die vielen Kongreffe, die zu Pfingsten an verschiedenen Eden des Reiches stattfanden, haben das eine gezeigt, daß die Ar beiterorganisationen mächtig fortschreiten und nach einem Krystallisationspunkte streben. ist nicht ausgeschlossen, daß es schließlich zu einem Zusammengehen der verschiedenen Organisationen auf neutraler Grundlage kommt. Die christlichen Gewerkschaften, in denen das katholische Element das lebergewicht hat, sind grundsäglich zu einem Zusammengehen mit andren gewerkschaftlichen Organisationen bereit. Ebenso hat ein Teil der evangelischen Arbeitervereine sich für ein derartiges Handinhandgehen erklärt. Noch trübfeliger äußert sich die„ Kreuz- Zeitung": Am Nachmittag begab Faßbender sich abermals zum St. Joseph-| haftierten Genossen teilten uns nachher mit, daß sie anfangs ein Krankenhause, wo ihm diesmal von der„ guten" Schwester geöffnet unmenschliches Geschrei und Stöhnen hörten, allmählich wurde aber wurde mit dem Bemerken: Nun könne er seine Frau sehen, fie die Stimme des Gefolterten schwächer und schließlich verstummte fie wäre schon tot! Auf diese Notiz brachte der Kaplan Schwippert folgende Recht- ganz er war tot! Der Vater des Getöteten, ein Greis, tam mehrmals ins Revier, fertigung": " Als ich am Abend des 27. Mai cr. nach einem Krantenbesuch um zu seinem Sohne zugelassen zu werden, und ihm Nahrungsmittel Aber er wurde nicht zugelassen. Erst am das St. Josephs- Krankenhaus verlassen wollte, wurde mir bedeutet, zu übergeben. daß eine Frau Faßbender nahe am Sterben fei, woraufhin ich sechsten Tage, als sein Sohn schon getötet war, wurden die Nahrungsauch diese besuchte, um einige Worte mit ihr zu reden. Bei meinem mittel angenommen. Auf seine Frage, wo sein Sohn sich befindet, Eintritt in das Krankenzimmer verließen drei Männer dasselbe. wurde ihm geantwortet, derselbe sei nach Warschau überführt ( Faßbender hatte seine Frau oft besucht.) worden. Doch einigen Verhafteten, die die schreckliche Szene an Als ich nach einigen Augenblicken hinausging, fagte mir eine gehört hatten, gelang es, dem Greise das Geschehene mitteilen zu Schwester, sie habe gerade von einer andren Stranken gehört, die lassen. Dieser wandte sich an den Chef der Gendarmerie und bat, Frau sei nicht firchlich getraut. Daraufhin bat ich die Schwester, während ich an der Thür stehen blieb, die Frau hierüber zu ihm eine Auskunft über seinen Sohn zu geben. Doch er erhielt eine Antbefragen und es stellte sich heraus, daß sie zweimal bürgerlich ver- wort, die man sogar im Zarenreiche für unmöglich halten sollte:„ Bis heiratet gewesen, und zwar nach dem Tode ihres ersten, Manus" zum Alter von 12 Jahren gehört der Sohn Dir, nach 12 Jahren... mit dem pp. Faßbender, der von seiner ihm kirchlich angetrauten, uns, und Du hast kein Recht, zu fragen, was wir mit Deinem Sohn noch lebenden Frau geschieden ist. Die Frau wurde von den gethan haben." Der unglückliche Greis begab sich mun zu dem Schwestern auf das Bedenkliche ihres Zustands auf Rabbiner Maisel, der ihm nur mitteilen konnte, daß er, der Vornoch vor ihrem baldigen Tode zu regein. Es kommen nun schein seines Sohnes unterzeichnet hatte, ohne ihn davon in merksam gemacht und ihr nahe gelegt, diese Sache schrift der Polizei treu gehorchend, bereits am 16. den BegräbnisAnschein für einen solchen Fall die folgenden firchlichen Vorschriften zur An- Kenntnis gesetzt zu haben. Der Greis begab sich weiter an den wendung: ber1. Kann die Ehe nicht geschlossen werden, so ist die Vorstand der Beerdigungskommission und bat, ihm den Ort zu Trennung der beiden Ronkubinarier unerläßzeigen, wo sein Sohn begraben wurde, doch auch da er die Antwort, daß es der Polizei bon liche Bedingung für die Erlaubtheit der Spendung der erhielt Es gelang Sterbefatramente, es sei denn, daß dieselbe physisch oder boten wäre, ihm diese Auskunft zu geben., der Leiche seines Sohnes moralisch unmöglich wäre( cf. Stöluer Pastoralbl. 1899 S. 77) ihm nur, zu erfahren, daß auf Die Trennung war hier möglich, aber die Ehe konnte nicht deutliche Spuren von Schlägen zu sehen waren und daß dieselbe in geschlossen werden, weil die rechtmäßige Frau des Faßbender der Nacht des 16. zu Grabe gebracht wurde. Als der Leichenwagen noch lebt. 2. Die Satramente dürfen natürlich nur dann gespendet in den Hof des Reviers hineingefahren wurde, war die Straße ebereut und ernstlich entschlossen ist, das sündhafte Berkosaken bewacht; verkleidete Schutzmänner folgten dem Leichenwerden, wenn der Kranke seine Vergangenheit aufrichtig streng bewacht und für den Verkehr gesperrt. Der Sarg wurde von hältnis so bald als möglich auch äußerlich wagen.... Außer diesen Maßregeln, ihr Verbrechen nicht in die aufzugeben( cf. ebendas.). Hierzu hatte die Frau Faß Oeffentlichkeit geraten zu lassen, verbreitete die Polizei das Gerücht, bender sich vorher schon freiwillig bereit erklärt. werden. In der Arbeiter habe sich selbst das Leben genommen. 3. Ist das Konkubinat öffentlich, die Trennung der beiden Dieser Vorfall steht durchaus nicht vereinzelt da, auch ist er Konkubinarier möglich( wie hier), die Eheschließung dagegen nicht ein Brodukt eines unglücklichen Zusammentreffens der Umunmöglich( wie hier), so muß vor Spendung der Sterbeunmöglich( wie hier), so muß vor Spendung der Sterbestände; ähnliche Fälle sind auch früher vorgekommen und vor der faframente die Trennung verlangt und vollzogenstände; Wiederholung derselben sind wir durch nichts gesichert. Die VerWenn die betr. Frau später ihren Entschluß widerrufen und hafteten werden in ihren Wohnungen, sogar auf den Straßen genach dem„ Manne" verlangt haben sollte, so wäre dies im schlagen, wobei sich die Polizei durch das Vorhandensein von ZuInteresse der Frau jedenfalls zu bedauern. Hierfür tann mich schauern nicht genieren läßt. Was aber hinter Schloß und Riegel jedenfalls kein Vorwurf treffen, da ich nur gethan, was meine der Gefängnisse geschieht, das ersehen wir aus dem letzten Fall in strenge Gewissenspflicht war, wie die obigen kirchlichen Lodz. Und nicht nur kein Weg der Bergeltung, sondern es ist uns Grundsäge von mir verlangen. Man kann einem solchen Borkommnis nur den Wunsch beifügen, daß Gott seine Stirche vor fogar die Möglichkeit genommen, solche Barbareien der Oeffentlichteit in Rußland zu übergeben. solchen Katholiken bewahren möge. Schwippert, Kaplan." Wie würden die Scheiterhaufen wieder lustig brennen, wenn diese Vertreter der Religion der Nächstenliebe" noch einmal die gänzliche Herrschaft an sich reißen könnten. is marten. Ausland. brand= " Oestreich Ungarn. Ministerpräsident v. Körber gegen Erzherzog Franz Ferdinand. Leben 15 Mit dieser Wendung der Dinge kann die Socialdemo: tratie jedenfalls zufrieden sein. Einstweilen hat fie erreicht, was nach der Stellungnahme Bebels zur„ Neus tralisierung" der Gewerkschaften vor etwa einem Jahre irgend erwartet werden konnte. Die Christlichen Arbeiter- Vereine", evangelische wie katholische, sind ihm richtig auf den Leim gegangen", haben sich durch das anscheinend unpolitisch- harmlose " Programm" der Gewerkschaften über deren wahres Wesen täuschen lassen und sind im Begriff, sich ihnen brüderlich" zu nähern genan so, wie es Bebel voraus gesehen hatte." Thatsächlich beginnen die Arbeiter in den evangelischen und fatholischen Organisationen, die fich bisher zu fapitalistischen Zweden Wien, 4. Juni. Das Abgeordnetenhaus fette in der ausnuten ließen, ihre wirklichen Interessen zu erkennen. Dadurch u geftrigen Abendfizung die Beratung des Budgetprovisoriums bollzieht sich naturnotwendig eine gewisse Annäherung an die klassen fort. Der Deutschfortschrittler Groß sprach die Geneigtheit bewußten freien Gewerkschaften. Immerhin ist die Rückständigkeit Die Tortur im Zarenreich. zum nationalen Friedensschlusse aus unter der Voraussetzung, jener Organisationen noch groß genug, daß der Verdruß der Scharf Von zwei Seiten gehen uns wiederum authentische Mitteilungen daß die czechische Bevölkerung ihre nationalen Eroberungsgelüfte macher sich getrost mäßigen mag. zu, die von wahrhaft bestialischen Grausamkeiten gewisser Polizeis aufgebe. Nachdem der Socialdemokrat Rieger gegen Flottenagitation in Schulen. Auch die Gymnasiasten sollen beamten berichten. Da den Freunden und Leidensgefährten der und Treuinfels namens des Centrums für das Budgetdem alleinseligmachenden Flottenfultus gewonnen werden. Die Gemißhandelten und Gemordeten in Rußland selbst keine Möglichkeit provisorium gesprochen hatte, hob Ministerpräsident Neuesten Nachrichten" in Elberfeld geben eine Verfügung des gegeben ist, die entsetzlichen Vorkommnisse wenigstens der Deffent- v. Störber hervor, er werde nicht erlahmen, das verfassungshessen- darmstädtischen Kultusministeriums bom lichkeit zu überliefern, so ist es eine Ehrenpflicht der westeuropäischen jedermann Geltung zu verschaffen, das Ansehen der Volks. mäßige zu fichern, dem Gesetze für und gegen April d. J. Schaff a beant, in der verschiedene Flottenschriften zur An- Breffe, die Greuel im Barenreich aufzudecken und zu Boltsschaffung für den Unterricht empfohlen werden. Das Kultus an ihm liege, zu mehren und die vertretung, soweit es ministerium in Hessen- Darmstadt scheint übersehen zu haben, daß Verwaltung zeitgemäß, nur wohlwollend und mit Festigkeit zu führen. Wir werden", fuhr der Ministerpräsident fort ,,, niemals Das Flottenunivejen bereits wieder aus der Mode ist. Ueber Inquisition im Mitauschen Gefängnis wird gegen das deutsche Volt in Oestreich, gegen fein Kaiser und Kanzler. Die Tägliche Rundschau" schreibt zur uns berichtet: Volt dieses Reichs regieren, wir wollen Gerechtigkeit für Feier der Enthüllung des Bismard Dentmals: Jm Mitauschen Gefängnisse, welches von jeher durch seine alle Völker. Darin erblicken wir unsere politische Ehre, die wir " Zu der bevorstehenden Feier wird uns übrigens von zuber- inquisitorischen Einrichtungen bekannt ist und in welchem als Chef unbefleckt erhalten werden. Ein nationalpolitisches Programm läffiger Seite als„ Sonderbarkeit" mitgeteilt, daß aus dem Pro- ein früherer Kutscher, namens Hase, waltet, hat ein Gymnasiast, mag wohl hohen Wert für einen national einheitlichen gramm der mitwirkenden 1000 Schulkinder des Schulkreises von Streier, sein Leben opfern müssen. Mitte März d. J., Staat haben, taugt jedoch nicht für ein Reich, dem so Schulinspektor Dr. Fischer das vierstimmige patriotische Lied viele Nationalitäten angehören, weil es zu einer Spaltung vegen knapper Beit" gestrichen worden ist und nunmehr nur die worüber im Vorwärts" schon berichtet wurde, hat man in Mitau in lauter schwache, einander bekämpfende Teile führen würde. Wir find zu der Erkenntnis erste Strophe des Liedes„ Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" unter andren auch zwei Gymnasiasten, Gebrüder Kreier, in politische gelangt, daß die gemeinsamen zu Gehör gebracht werden sollte. Die atveite und legte Strophe Angelegenheiten verwidelt und ins Gefängnis gebracht. Dort wurden Interessen aller Nationalitäten, ihrer fulturellen, materiellen und dieses Liedes handelt in folgender Form vom Altreichskanzler: sie die ersten 10 Tage in ungeheizten Zellen eingesperrt. socialen Aufgaben zusammengefaßt und in den Vordergrund geHör' es unter Deinen Eichen Während des Verhörs hat man sie wiederholt mit verstellt werden müssen, weil sie ohne Schädigung des nationalen In dem stillen Sachsenwald, schiedenen Strafen bedroht, damit sie das zugeben, was Gedankens die Völker zu verbinden im stande find." Die L03 Bismarck, Deinem Ruhmeszeichen man von ihnen verlangt. Den jüngeren zwang man sogar, während Jauchzend unser Gruß erschallt! eines Verhörs bei der Gendarmerie ein aufregendes Argeimittel zu Tausendstimmig sei umwoben, trinken. Darauf geriet der Verhaftete in sehr große Aufregung, Bismarck, eisenstarter Held: unterschrieb zuletzt ein Protokoll, über dessen Inhalt man ihn im Deutsche fürchten Gott mir droben Ungewissen ließ. Im Gefängnis wieder zur Besinnung gekommen, hat Und sonst nichts auf dieser Welt! Heil dem Kaiser, groß und hehr! Streier, der stets ehrlich und edel gesinnt war, befürchtet, er hätte Heil dem Reich vom Fels zum Meer. feinen Inquifitoren alles zugeftanden, was man von ihm verlangte. Gewiß ein politisch unschuldiger Vers. Mit Rücksicht auf um nicht zum Verräter gestempelt zu werden, hat er eine Fenstergewiffe Empfindlichkeiten sind eigens hierfür scheibe eingedrückt und mit einer Glasscherbe sich den Bauch auf- bedentlich geschmiedete Verse, die sich mit Bismards geichligt. In diesem hilflosen Zustande hat der Unglückliche, dessen wirtjam. Die katholische Kirche könne fich ruhig auf ihre Kraft verlassen. Redner setze voraus, daß das patriotische Thaten lose befaßten, von vornherein nach Stöhnen und Hilferufe auch sein Bruder von der bc= Moment bei allen Parteien volle Berücksichtigung finde. der ersten Lesung im Kreise der an den Vor- nachbarten Zelle aus hörte, einen ganzen Abend zugebracht. Die budgetären Konsequenzen des Regierungsprogrammis er bereitungen zur Feier beteiligten Berliner Troy aller Bitten der Mutter wollte die Gendarmerie den klärte der Ministerpräsident, daß die Regierung ein Deficit in den Deputierten ausgeschlossen worden. Unser Gewähcsmann meint dazu:„ Es ist doch etwas Schönes um den Mut eines Verletzten ihrer Pflege anfangs nicht überlassen und als er schließlich Staatshaushalt nicht werde einziehen lassen.( Beifall.) Er betonte. Volts, seine toten Helden zu ehren." Gewiß! aber vielleicht hat doch ins Krankenhaus gebracht werden mußte, da versuchte auch hier die Notwendigkeit eines definitiven nationalen Friedensunsten Tagen, und namentlich mit Rüdsicht auf die Geschichte au irgend welchen weiteren. Geständnissen aufärungen des Erzherzogs Franz Ferdinand, der die 203 von Romder gestrenge Censor doch das Nichtige getroffen. Könnte nicht in noch der Gendarmerie- Chef I a do, ihn in unerhörtester Weise schlusses zwischen den Parteien. zu Die Rede des Ministerpräsidenten richtet sich gegen die ErNach zehntägigem Leiden, während welcher Zeit noch immer Bewegung scharf verurteilt hatte.eifrig verhört und protokolliert wurde, verschied der Unglückliche am 11./24. Mai. use 155510 Dieses Bismard- Denkmals, die Erinnerung gerade an jenes stolze Kanzlerwort, das der Vers herauf beschwört, leicht wie Jronie wirken und den Eindruck des Festes stören?" Toleranz.c Katholische Toleranz. zwingen. " * Es wäre wünschenswert, daß die gesammte anständige europäische Die Düsseldorfer Bürgerzeitung", die mit dem 1. Juni ein- Bresse von diesem neuesten Afte russischer Brutalität Kenntnis nähme. gegangen ist, brachte furz vor ihrem Eingehen folgende Mitteilung: Seit längerer Zeit befand sich die Frau des Arbeiters August Bom Centralfomitee des Ilgemeinen Jüdi Faßbender im St. Joseph- strantenhaus in Düssel- ichen Arbeiterbundes in Rußland und Polen dorf. Leider vermochte alle ärztliche Kunst der armen Kranken halten wir nachstehende Mitteilung: nicht mehr zu helfen; was war daher natürlicher, daß die Frau " er Aber es von Rom Bewegung berührend, betonte der Ministerpräfident, daß wirklich tiefgreifende, mit ernstlichen Gefahren verbundene Religionsbewegungen anders aufzutreten pflegten. Redner hält es für ausgeschlossen, daß die katholische Kirche in Destreich irgendwie bedroht sei oder auch mur bedroht sein könne, ihre Gewalt über die Herzen sei zu groß. Wenn dabei allerdings Ungefeglichkeit unterlaufe, habe die Staatsverwaltung einzuschreiten, und die Regierung werde es gegebenenfalls daran nicht fehlen laffen. Ein Uebermaß von Polizei erscheine aber und überdies bei solchen Bewegungen Frankreich. unt Ueber da Paris, 4. Jimi. Es verlautet, der Präsident des Senats werde den Staatsgerichtshof für den 24. Juni einberufen. Er schließt fich der Anschauung an, daß der Prozeß Lur- Saluces als eine Fort segung des Prozesses von Déroulède und Marcel Habert zu gelten Es wird daher der am 4. September 1899 tonftituierte habe. Staatsgerichtshof auch Lur- Saluces abzuurteilen haben, und zwar wird der Gerichtshof aus denselben Senatoren wie damals zusammen gejetzt sein. Man glaubt, daß die Debatte über das Vereinsgesetz nur noch zehn bis zwölf Sizungen in Anspruch nehmen und bis Schweden. das Verlangen aussprach, ihren Mann noch einmal zu sehen. ist den Lesern des„ Vorwärts" zur Genüge bekannt. Die unglaubliche Willtür und Grausamkeit der Zarenregierung Als jedoch ihr Mann im Krankenhaus erschien, ward ihm tommen manchmal bei uns Grausamkeiten vor, die das Maß des zum 24. Juni beendigt sein wird. von feiten einer nicht zu seiner Frau gelassen werden, da Möglichen weit überschreiten, wo uns die Thatsache, die sich vor der Kaplan dies verboten habe. Als der uniren Augen abspielt, als Gebild einer düsteren Phantasie erscheint Militarismus. gu neuen Kasernenbauten bewilligte die zweite Mann, aufs höchfte betroffen, den Grund dieses Ver- und wir uns fragen, ob wir wirklich in Europa leben und bereits Kammer, entsprechend dem Beschluß der ersten Stammer, 3 769 800 bots wissen wollte, erhielt er zur Antwort, er fet mit das 20. Jahrhundert zu zählen begonnen haben. Solch eine fürchter- Kronen. Die Regierung hatte vier Millionen verlangt; da aber beseiner Frau nicht kirchlich getraut, habe daher auch kein liche Grausamkeit geschah vor kurzem in Lodz, wo von der Orts fanntlich die Dienstzeit dem Regierungsvorschlag gegenüber verAnrecht auf fie. Der also Abgewiesene begab sich, nachdem er polizei ein jüdischer Arbeiter zu Tode gefoltert wurde. türzt wurde, hätte man erwarten können, daß auch an den Suminen noch mehrmals vergeblich Einlass zu erhalten versuchte,' n höchster für den Kasernenbau erheblich gestrichen werden würde und dem Dies ist der Thatbestand: Aufregung zu dem Polizeikommissar feines Bezirks, teilte d entsprechend hatte auch die Kommission nur 1972 800 Kr. in Vordemselben die ganze Angelegenheit mit und bat ihn um Hilfe. Baltin auf die Anzeige feines Arbeitgebers als politisch Ungu längerung der Seifion durch eine eventuell notwendig werdende Am 9. Mai wurde in Lodz der Bäckergeselle Jakob Leiser schlag gebracht. Die zweite Kammer, die offenbar einer VerDer Kommissar nahm sich des Mannes in anerkennenswerter unzulängerung Weise au und gab ihm einen Beamten zur Begleitung, um mit verlässiger" arretiert. Er wurde im 1. Polizeirevier in einer Einzels gemeinsame Votierung des Reichstags. entgehen wollte, stimmte mit dessen Hilfe den Einlaß zu erlangen. Aber auch diesmal zelle gehalten, wo er bei schauderhafter Behandlung seitens der 94 gegen 47 Stimmen für den Beschluß der ersten Kammer. Im beharrten die frommen Schwestern auf ihrer Polizei fünf Tage hintereinander nichts zu essen übrigen haben beide Kammern alle ordentlichen und außerordentlichen Beigerung, trondem der Bamte ihnen die Papiere und nichts zu trinten betam. Ausgaben für die Armee und die Flotte dem Kommissions des Herrn Faßbender vorzeigte und somit ihn als Als der unglückliche Arbeiter am fünften Tage vor Hunger- und entwurf entsprechend bewilligt. Siernach wurden die ordentlichen rechtmäßigen Ehegatten legitimierte. Die Schwester Durftqualen seine Sträfte schwinden fühlte, flopfte er an die Ausgaben für das Heer von 28 220 084 Str. auf 33 775 067 Str. ererklärte, fie dürfe ihn nicht hineinlaffen, der Kaplan Dabei wußte Borjahre festgesetzt. Schwippert habe Thür seiner Belle und flehte seine Henter an, ihm etwas böht; die außerordentlichen auf 10 149 806 gegen 8 472 316 r. im es verboten! gut geben. Doch die Henter rissen sofort die Die ordentlichen Ausgaben für die Flotte wurden von die Schwester, daß die sterbende Fran in ihrer Todesnot Waffer sehnsüchtig nach ihrem Manne geschrieen hatte! Un Thüre auf, stürzten sich auf ihn und bearbeiteten ihn mit 8 652 295 Str. auf 10 461 982 str. erhöht; die außerordentlichen auf berrichteter Sache mußten die beiden Männer wieder abziehen. fürchterlichen Schlägen. Die in den Nachbarzellen in 10 813 043 St., 2411 062 weniger als im Vorjahre, festgesetzt. Türkei. Konftantinopel, 4. Juni. Die türkische Regierung hat den in der Türkei zugelassenen Advokaten untersagt, vor türkischen Gerichten zu plädieren, falls sie nicht ein Zeugnis einer türkischen Rechtsschule befizen. Die in Konstantinopel ansässigen fremden Advokaten sind zusammengetreten, um sich über gemeinsam zu unternehmende Schritte zu beraten. Titten Englische Niederlagen. Die Engländer haben in der letzten Zeit auf dem Kriegsschauplay in Transvaal anscheinend fortgesetzt empfindliche Schlappen er was die Schweigsamkeit des britischen Kriegsamts erklärt. Aus einer Mitteilung des Brüsseler Petit Bleu" über das Gefecht bei Kalthenvel " -Ein Weg zur Befferung. Vom Schöffengericht in Kolmar i. P. Kennzeichnend sind auch folgende Anträge von Ortsvereinen aus waren im Februar d. J. der Genosse Bendit aus Posen und der Mannheim, Mülheim a. Rh., M.- Gladbach, Schwerte a. d. Nuhr, Gastwirt Ver ch aus Kolmar i. P. wegen Vergehens gegen die§§ 1 Benrath, Düsseldorf, Krefeld, Elberfeld, Holthausen, Nedarau, Oberund 12 des Vereinsgesetzes zu 50 bezw. 20 M. Geldstrafe verurteilt bill, Solingen, Käferthal, Sterkrade, Ruhrort, Velbert:„ Der worden. Bendit foll in dem Lokal des Verch anläßlich eines Ver- Verbandstag beschließt: Als Mitglieder des Centralrats können keine gnügens der Porzellanarbeiter eine Rede gehalten haben, die nicht Arbeitgeber und selbständige Geschäftsleute gewählt werden." polizeilich gemeldet war. Die Angeklagten hielten sich zu Unrecht ver- In der Begründung heißt es unter anderm:" Es sollte eigentlich urteilt und legten Berufung ein mit der Begründung, daß keine selbstverständlich sein, daß in einer Arbeiterorganisation nur öffentliche Angelegenheiten erörtert worden seien. praktische Arbeiter oder deren Angestellte in der Hauptleitung thätig Die Straffammer in Schneidemühl verwarf die Bes find." Ein Antrag eines Ortsvereins in Derendorf lautet:„ Der Genossen Bendit müsse als notwendig erachtet werden, so zu wählen, die ein eignes Gefchäft führen, felbst= rufung beider Angeklagten. Die hohe Strafe für den Verbandstag wolle beschließen, teine Mitglieder in den Centralrat wurde in dem Urteil ausgeführt, weil der Angeklagte sich, trotzdem ständige Meister sind, oder Gehilfen beschäftigen"; er noch so jung sei, bereits mit den schweren Fragen der ebenfalls sind für solche, welche während ihrer Amitsperiode ein Politit beschäftige, und eine höhere Strafe ihn vielleicht Geschäft gründen, Neuwahlen vorzunehmen." with veranlassen wird, den von ihm beschrittenen Weg zu verlassen". Aus der Beratung ergiebt sich, daß vier Arbeitgeber geht hervor, daß die Engländer selbst in der Nähe des Hauptquartiers Das ist ein sehr sonderbarer Grund der Strafverschärfung, daß Mitglieder der Hauptleitung sind. Verbandsanwalt Hirsch wendet bedrängt find." Petit Bleu" veröffentlicht eine ihm von der jemand, der von seinen staatsbürgerlichen Rechten Gebrauch macht sich gegen diese Anträge: Sie seien der Ausfluß eines StandGesandtschaft von Transvaal zugegangene Mit- und sich mit Politik beschäftigt, einen besonders erschwerenden Grund punktes, der nicht in die Gewertvereine gehört. teilung über die in der Nähe von Pretoria stattgehabte zu seiner Bestrafung schafft. Die jungen Arbeiter würden danach Die Arbeitgeber fäßen doch nicht aus eigner Machtvollkommenheit Schlacht, in welcher Beyers und Breitenbach die Eng- wohl besser thun, die ostpreußischen Agrarier über die schweren poli- da, sondern seien von den Arbeitern entsandt. Die Anträge werden länder schlugen, sechshundert Gefangene machten und sechs tischen Fragen befinden zu lassen. abgelehnt. Kanonen erbeuteten. In der Mitteilung der Gesandtschaft Eine eigentümliche Maßnahme beliebt der stellvertretende Der Verbandstag nahm einstimmig folgende Resolution an: heißt es: Der 2. Mai ist das Datum des Berichts, Bürgermeister des ostpreußischen Städtchens Ragnit. In diesem Ort Im Einklang mit dem Beschlusse des Magdeburger Verbandstags 1. Der 14. Verbandstag der Deutschen Gewerkvereine beschließt: Die betreffende Schlacht muß zwischen besteht eine Bahlstelle des Verbands der Fabrik-, Land- und Hilfs von 1898 und mit den Resolutionen von Hunderten Protestdem 25. April und 2. Mai stattgefunden haben. arbeiter. Dieselben werden einzeln nach dem Polizeibureau geladen In diesen Tagen muß überall heftig gekämpft worden fein. Man hörte deutlich Kanonenschüsse in Pretoria, und darüber vernommen, wie lange fie dem Verbande angehören, versammlungen der Ortsvereine und Ortsverbände im ganzen Reiche, sonders westlich von Pretoria im ob sie noch länger Mitglied bleiben wollen, wo sie in Arbeit erklärt sich die Gesamtvertretung von über 90 000 deutschen Arbeitern Zwartruggen auf dem ſtehen usw. Wege von Rustenburg nach Waterval und Da die betreffenden Arbeiter meist wenig über die nochmals mit aller Entschiedenheit für die Aufrechterhaltung der zur in Kaltheuvel, Befugnisse der Polizei unterrichtet sind, so wird dies durchaus un- Beschäftigung eines großen Teils der Arbeiter notwendigen lang= östlich von Pretoria. Der Bericht enthält nur Näheres über berechtigte Vorgehen gegen die Verbandsmitglieder fast niemals in friſtigen andelsverträge und gegen jede Erhöhung der die den Kampf bei Kalfheuvel. Ueber die dortigen Vorgänge der gebührenden Weise zurüdgewiesen. Lebenshaltung der Arbeiter herunterdrückenden Getreidezölle. Der Verbandstag protestiert feierlich gegen diesen Versuch, die Besitzenden auf Kosten der hart arbeitenden Masse des Volks und der Wohlfahrt des Ganzen zu bereichern." nicht der Schlacht. geschlagen. be= wird berichtet, Kommandant Breitenbach mit 150 Mann war von einer großen englischen Truppenabteilung angegriffen worden und schon fast besiegt, als General Beyers hinzutam. Die Engländer wurden dann unter den bekannten Umständen Zur Beruhigung erläßt gegenüber dem Gerücht, das Kriegsamt habe nicht alle ihm in lezter Beit vom Kriegsschauplatz in Südafrifa zugegangenen Mitteilungen veröffentlicht, das Kriegsamt eine Erklärung, in der es feststellt, daß alle Meldungen, die ihm über die Gefechte der jüngsten Zeit in Südafrika von Lord Kitchener zu gegangen seien, auch zur öffentlichen Kenntnis gebracht wurden. lleber die Schlacht bei Blakfontein telegraphiert Stitchener vom Dienstag: Oberst Diron berichtete, an dem Kampfe bei Vlakfontein seien 1450 Engländer mit sieben Geschützen beteiligt gewesen. Die Truppe habe sich auf dem Rückmarsch nach dem Lager bei Vlakfontein befunden, als der Feind, gedeckt durch das Terrain, plößlich das Feuer auf die Nachhut eröffnet habe. Es gelang den Boeren, sich eine Zeit hindurch der Geschüße zu bemächtigen, als aber die Hauptmacht der englischen Truppen in den Kampf eingriff, wurden die Geschütze wiedergewonnen, der Feind vertrieben und seine Stellung erobert. Auf englischer Seite fielen sechs Offiziere und 51 Mann, sechs Offiziere und 115 Mann wurden verwundet, ein Offizier und 7 Mann werden vermißt. 41 Boeren wurden tot auf dem Schlachtfelde zurückgelassen. Kitchener bemerkt, es seien sofort Verstärkungen nach Blakfontein gesandt worden. Ein berichtigendes Wort zu den ,, Mißverständnissen" Kautskys. 1. Ich kann unmöglich an dieser Stelle ganze Auszüge aus meiner Broschüre bringen, die sicher den Beweis führen würden, daß ich immer die thatsächlichen Ansichten bestimmter Zusammenbruchstheoretiker unter mein kritisches Messer genommen habe. Ich verweise den Genossen Kautsky nur auf die Seiten 8, 9, 19, 31, 38, 41, 42, 49, 50 meiner Broschüre. 2. Ich habe für mich das Recht, mit wissenschaftlichen Hypothesen zu arbeiten, in Anspruch genommen. Die Diskussion der Frage, ob Kautskys oder meine Hypothesen einen höheren Grad von Wahrscheinlichkeit haben, geht über den Rahmen einer Berichtigung hinaus. 2. Der 14. Verbandstag usw. richtet an den hohen Bundesrat hielt am 28. Mai in Lindenan jetne fiebente Generalversammlung das dringende Ersuchen, dem vom hohen Reichstage in dritter Be Der Verband deutscher Rauchwarenzurichter ab, zu der außer den Mitgliedern des Hauptvorstandes noch ratung angenommenen Gesetze betreffend die Abänderung des Ge= 23 Delegierte erschienen waren. Der Verband verzeichnete eine werbegerichts- Gesezes seine verfassungsmäßige Bu Einnahme von 30 764,82 M., dem eine Ausgabe von 30 657,91 M. Stimmung erteilen zu wollen, da diese Novelle durch wesentliche Vergegenübersteht. Schuhmacher als dessen Stellvertrer, Mirjemann als socialen Friedens zu fördern geeignet ist." In den Hauptvorstand wird W. Böhm als erster Vorsitzender, nüßige Wirksamkeit des Gesetzes namentlich im Interesse des besserungen, insbesondere bezüglich der Einigungsämter, die gemeins fehlenden Stellvertreter und Beisiger werden am Orte des HauptKassierer und Mähnert als Schriftführer gewählt. Die noch vorstands gewählt. Angenommen werden unter auoren folgende Anträge: 1. Der Verband deutscher Rauchwarenzurichter und Berufsgenossen soll sich als solcher der Generalkommission in Hamburg anschließen. 2. Jedes Verbandsmitglied hat jährlich 26 Streifmarken a 50 Pf. bis zum 1. Oktober jedes Jahres zu entnehmen. Wer bis zur Dauer von sechs Monaten auswärts gearbeitet hat und während dieser Beit teiner ähnlichen Organisation angehörte, hat die Beiträge nachzuzahlen. 3. Betreffend der Werkstelle Glienike Bw. Schfendiz wird beschlossen: Die Sperre über die Firma wird aufgehoben unter der Bedingung, daß der Tarif voll bezahlt wird. Sollten sich die in der Firma arbeitenden Gehilfen in den Verband melden, so sind dieselben nach§ 8 des Statuts zu behandeln. Von Hamburg liegen folgende Anträge vor: 1. Die Generalversammlung erklärt sich im Princip mit der Gründung eines Centralverbands der Kürschner und Zurichter und verwandten Berufsgenossen einverstanden und beauftragt den Hauptvorstand, sich mit den hierzu nötigen Schritten zu befassen. 2. Obligatorische Einführung der Fachzeitung. 3. Gründung einheitlicher Arbeitsnachweise. Diese Anträge sollen erst in den einzelnen Filialen vorgelegt werden und giebt die Beratung ein ersprießliches Resultat, so hat eine öffentliche Versammlung oder eine außerordentliche Generalveriammlung darüber zu entscheiden. Betreffs der Maifeier wird beschlossen: Die General versammlung erklärt, die strikte Durchführung der vollständigen Arbeitsruhe am 1. Mai als eine feiner Hauptaufgaben zu betrachten, 3. Genoffe Kautsky erhebt gegen mich den Vorwurf, daß ich einen bemängelt die lage Beteiligung eines Teils seiner Mitglieder an der tadelnswerten Mißbrauch mit Engelsschen Citaten getrieben habe. diesjährigen Maifeier und beschließt, von jedem Verbandsmitgliede, Er schreibt:„ Kampffmeyer will uns glauben machen, Engels habe der dieses Jahr am 1. Mai gearbeitet hat, eine Extrasteuer von von der Hebung der Lage der englischen Arbeiter ebenso günstig 1 M. zu erheben. gedacht, wie der Schönfärber Nostig und er, Kampffmeyer, felbst." Die Entschädigung der Beamten wird wie folgt festgefeßt: Der Ich weiß nicht, mit welchem Stecht Kautsky einen ehrlichen Forscher Hauptvorstand erhält eine Gratifitation von 50 M., der Kassierer wie den Herrn v. Nostiz der Schönfärberei beschuldigt. Ich habe 50 M. und der Schriftführer eine solche von 25 M. ferner durchaus nicht fritillos die günstigen Meinungen Nostig über die Hebung der englischen Arbeiterklasse einem Friedrich Engels untergeschoben. Was lasse ich denn Engels sagen? " Eine dauernde hebung", schreibt er 1892 in seinem bekannten Vorwort zu seiner Lage der arbeitenden Klassen in EngTand, findet sich nur bei zwei beschütten Abteilungen der Arbeitertiaffe. Davon sind die erste die Des weiteren wird beschlossen, 50 M. an die streikenden Cunewalder Weber abzusenden. Als Ort der nächsten Generalversammlung ist die Filiale Weißenfels in Aussicht genommen. eines eigenen Verbandshauses in Berlin. Eine weitere angenommene Resolution empfiehlt die Förderung Um 2 Uhr Montagnachmittag erreichte der Verbandstag, der am Pfingstmontag begonnen hatte, sein Ende. Dr. Hirsch bemerkte zum Schluß: Man habe einen sensationellen und dramatischen Verlauf des Verbandstags erwartet. Auch die Gewerkvereinler selber hätten der Tagung mit Besorgnis entgegen geblickt. Die Gegner hätten eine Katastrophe erwartet und gehofft, der Verbandstag werde ein Verbandstrauerspiel. Nichts von dem sei eingetroffen; zwar habe es heiße Kämpfe gegeben, aber die Cache der deutschen Gewertvereine gehe neugestärkt aus den Verhandlungen hervor. Die Wortführer der oppositionellen Minderheit, auch die Düsseldorfer, geben die Erklärungen ab, wonach sie, obschon sie nicht mit dem Ergebnis des Verbandstags zufrieden seien, sich doch der Mehrheit fügen und für die gemeinsame Sache weiter arbeiten würden. Der eiufichtige Teil der Delegierten schien aber mit dem Ergebnis weniger zufrieden zu sein. In der Sizung am Sonnabend erklärte der alte Gewerkvereinler Trabert: Nun sind wir eine volle Woche fast beisammen und haben nicht das geringste Neue geschaffen!" Dieser Redner brachte gemeinsam mit dem bekannten Mannheimer Gewerkvereinsführer Gleich auf folgenden Antrag ein:„ Da bei der Zusammensetzung des Verbandstages jede, auch die geringste Förderung der Organisation aussichtslos ist, alle Anträge zum Punkte Organisation für erledigt zu erklären." Dr. Hirsch nannte den Antrag eine Ver höhnung des Verbandstags; trojdem stimmten mehr als ein Viertel aller Delegierten dafür. Herr Trabert stellte ferner fest, daß auf dem Verbandstag 32 Proz. Gewertvereins- Beamte als Delegierte anwesend seien, und daß diefe, wie die namentliche Abstimmung ergiebt, meist gegen die Neuerungen gestimmt haben. Nach all dem ist klar, daß nicht die Leiter mit dem Kongreẞ zufrieden sein können, sondern die Gegner der Hirsch- Dunderschen Organisationen. Denn der Verbandstag hat ihnen ein mächtiges Agitationsmaterial gegen die Gewerkvereine geliefert; gegen diese wunderlichen Arbeitervereinigungen, die zwar feine Arbeitgeber von der Leitung, wohl aber Arbeiter, sofern sie socialdemokratisch sind, von der Mitgliedschaft ausschließen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Fabritarbeiter. Die gesetzliche Feststellung eines, wenigstens der Verbandstag der Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine. Losen- Unterstützung von wöchentlich 12 Mart bis auf weiteres beizubor 1848 " Köln, 3. Juni. " Der Verein der Bauanschläger beschloß in einer am Sonntag abgehaltenen Generalversammlung, die bisher gezahlte Arbeitsbehalten; die Zahlung erfolgt wie bisher Sonnabendnachmittag von 2-1/ 24 Uhr im Gewerkschaftshaus. Die Bühnenarbeiter befinden sich mit der Direktion des Neuen Theaters in Lohndifferenzen und bitten ihre Kollegen, dort vorläufig feine Stellung anzunehmen. Verband des technischen Bühnenpersonals. Deutsches Reich. verhältnismäßig rationellen Normalarbeitstages zu ihren Ginsten hat ihre Körperkonstitution relativ wieder hergestellt und ihnen eine, noch durch ihre Totale Konzentration verstärfte, moralische Ueber- Aus der gestrigen Sigung tragen wir nach, daß bei der Be Tegenheit gegeben. Ihre Lage ist unzweifelhaft besser als ratung der Düsseldorfer Angelegenheiten ein Antrag auf Schluß der 8 weitens die großen Trades- Debatte angenommen würde, als die beiden Düsseldorfer Union s.... Die große Masse der Arbeiter steht Delegierten gemäß der Rednerliste das Wort er nach Engels noch auf dem früheren niedrigen halten mußten. Sie find bei der Beratung der Beschwerden Niveau. Das Ostend von London ist noch derselbe gegen den Centralrat also öffentlich nicht zu Wort gekommen. ausgedehnte Sumpf von stockendem Elend und Von den am Montag von dem Verbandstag angenommenen Verzweiflung. Aber es regt sich wenigstens jegt in dieser Anträgen teilen wir folgenden mit:" Die Verbandsagitation ist Das Arbeiterfekretariat in Bremen hat über seine erste grauenvollen Schmutzlache. Das Erwachen des Ostends läßt die von dem Centralrat mehr als bisher auf die Ar- Geschäftsperiode, die vom 1. März bis 31. Dezember 1900 reicht, Seele von Friedrich Engels hoch aufjubeln:" Das Ostend hat", beiterinnen auszudehnen." Auch soll versucht werden, Ge- einen recht umfassenden Bericht herausgegeben. Das Bureau wurde schreibt er, seine starre Verzweiflung abgeschüttelt, es ist dem werkvereine der Böttcher und der Lebensmittelbranche in den 10 Monaten von 4406 rat- und hilfesuchenden Personen in Leben wiedergegeben und ist die Heimat des ins Leben zu rufen. Ferner lag folgender Antrag der Ortsvereine Anspruch genommen. Davon erstreckten sich allein 1196 Anfragen Neuen Unionismus" geworden, d. h. der Organi- aus Mülheim am Rhein, Benrath, Düsseldorf, Holthausen, Neuß. auf das Gebiet der Arbeiterversicherung. Auffallend ist auch hier sation der großen Masse ungelernter" Arbeiter... Rath und Neckarau vor:" Die Stelle des bisherigen Anwalts der hohe Prozentsatz der nichtorganisierten Arbeiter, die das Juſtitut Unzweifelhaft haben die Leute des" Oftens folossale Böde ge- abzuschaffen und statt dessen einen Generalsekretär aus der in Anspruch genommen haben, ihre Zahl betrug 2107. Die Arbeit macht; das thaten aber ihre Vorgänger auch, das thun noch Reihe der Verbandsgenoffen anzustellen, der die Oberleitung in der wurde von zwei Beamten bewältigt, die allein 757 größere Schriftheute die doktrinären Socialisten, die über jene die Nase rümpfen. Agitation erhält." In der Begründung des Antrags heißt es: Es stücke anfertigten. Eine große Klasse wie eine große Nation lernt nie schneller als ist eine Thatsache, die ihres Gleichen sucht, daß Die Gewerkschaften zeigen einen erfreulichen Aufschwung. durch die Folgen ihrer eignen Irrtümer. Und trop aller ein Theoretiter, Nichtarbeiter, die Oberwährend 1895 die Zahl der organisierten Arbeiter 4493 betrug, stieg möglichen Fehler in Vergangenheit, Gegenwart leitung in einer Arbeiterorganisation führt. ihre Bahl 1900 auf 10 267. Mit den Vororten von Bremen sind dem und Zukunft bleibt das Erwachen des Ostends von In den Arbeiterkreisen giebt es Leute genug, die im Sekretariat 11 614 gewertschaftlich organisierte Arbeiter angeschlossen. London eines der größten und fruchtbarsten stande sind, eine Arbeiterorganisation zu leiten, und zwar Bum Schluß enthält der Bericht die socialpolitisch so wertvollen ErEreignisse dieses fin de siècle, und froh und stolz besser, als lediglich theoretisch gebildete Leute es können. hebungen der Fabrikinspektoren über die Frauenarbeit im Gewerbebin ich, daß ich es erlebte." Wir haben in unsrem Statut einem Theoretiker so Aufsichtsbezirk Bremen. Die Broschüre giebt uns über eine Fülle Nach Engels lasse ich dann den Socialisten Sidney weitgehende Vollmachten gegeben, und diese eriprießlicher und nüßlicher Arbeit Auskunft und wir können dem Webb ausführlich seine Ansichten über die Hebung der englischen haben sich soweit ausgewachsen, daß man heute bald Institut nur wünschen, daß es weiter in so erfolgreicher Weise Arbeiterklasse entwickeln, und zum Schluß lege ich meinen in bsagen kann, mit dem Anwalt steht und fällt der Ver- zum Nußen der Arbeiterklasse seine Thätigkeit entfalten möge. jettiven Gesamteindruck von den Schilderungen meiner band. Wenn der Anwalt etwas nicht befürwortet, so gilt es Zum Glasarbeiterstreik in Nienburg. In der Kantine der drei Gewährsmänner in die wohl erwogenen verdächtigen Worte im Voraus für verworfen; dies muß in Zukunft anders hinein: Alle diese Thatsachen scheinen uns eine fröhliche werden. Wir führen unser geringes Wachstum zum großen H. Heyeschen Glasfabrik, dem Aufenthalt für die Arbeitswilligen, ist es herzerquickende Aussicht auf ein allmähliches Aufsteigen Teil darauf zurück, daß in den Hauptverwaltungen zuviel Bureau- fchon wieder einmal zu Schlägereien gekommen. Der Direktor Getvecke wurde von den russischen Arbeitswilligen der gesamten Arbeiterklasse zu eröffnen." Wenn fratismus herrscht. So willkommen uns theoretisch geschulte Leute mit Messern bedroht, so daß er sich mit einem Revolver die sich selbst das Ostend Londons aus dem Schlamm erhebt, zu welcher find, die an der Verbreitung unsrer Ideen mitarbeiten wollen, so Gesellschaft vom Leibe halten mußte. Die hiesigen Blätter haben die Höhe fann dann die noch ungebrochene Arbeiterschaft allmählich glauben wir doch nicht, daß es zweckmäßig ist, ihnen einen großen Geschichte totgeschwiegen. Den arbeitswilligen Messerhelden geschah emporsteigen? Hiermit hoffe ich meine Berichtigung schließen zu Einfluß auf unfre Verwaltung zu gewähren." nichts weiter, als daß sie per Schub in ihre Heimat spediert wurden. können. Ich folge gern der Aufforderung Kautskys und gehe zu Ein weiterer Antrag lautet: einer fachlichen Berfechtung meiner Grundsäge in den„ Socialistischen„ Der Verbandstag wolle beschließen, unsren verehrten Ver- Ausschreitungen seitens der Arbeitswilligen sind gar nicht selten. Monatsheften" über. Paul Kampffmeyer. bandsanwalt Dr. Mar Hirsch zu pensionieren, und Der Streit geht ruhig und unverändert weiter, und keiner der Streifenden denkt daran, seinen kämpfenden Arbeitsbrüdern in zwar mit einer Pension von 8000 m. jährlich." Die Begründung den Rücken zu fallen. jagt: In Anbetracht des hohen Alters und in Anerkennung seiner Berdienste für die Organisation wäre es recht und billig, Ueber einen vergeblichen Verfuch zur Einführung von unfren verehrten Anwalt in den Ruhestand zu versetzen, da es sein Tarifgemeinschaften berichtet die Sociale Praxis". In der KettenMadelstiche. Mit Strafmandaten in Höhe von je 2 M. hohes Alter nicht mehr gestattet, die Intereffen einer so starken industrie zu Grüne i.. hatten die Fabrikanten bereits zweimal die find eine Anzahl von Teilnehmern an der Maifeier in Delsnig Organisation so zu bertreten, wie es unfre heutigen Löhne reduziert, ohne daß sich die verhältnismäßig gut organisierten bedacht worden, weil sie als Minderjährige eine politische Rede mit wirtschaftlichen Arbeitsverhältnisse erfordern." Beide Anträge Kettenschmiede dagegen gewehrt hätten. Ein Kampf um Erhaltung angehört haben. Einige der Bestraften behaupten sogar, daß sie wurden durch lebergang zur Tagesordnung ohne jede Beder früheren Löhne erschien den Arbeitern wegen der schlechten Gevon der Festrede gar nichts gehört haben. ratung abgelehnt. schäftslage aussichtslos. Als nun im März einer der KettenPartei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Vabritanten zum drittenmal Lohnherabsetzungen vornehmen wollte Gegen die gewerbsmäßigen Stellenvermittler richtet sich wenn sie untereinander in dieser Weise kämpften". Der Geist der und deshalb die Arbeitsniederlegung in der betreffenden Fabrik eine Verordnung der bayerischen Regierung. Vom 1. Juli ab find die Hunnenbriefe atmet aus dem nächtlichen Gefecht in der etwas erfolgte, da traten die Arbeiter mit dem Vorschlage hervor, die Inhaber der Privatbureaus verpflichtet, ihre Vermittelungsthätigkeit berüchtigten" Takustraße. Fabrikanten sollten mit ihnen gemeinsam einen Ausschuß bilden, persönlich und zwar nur in ihren Geschäftslokalen auszuüben. Das welcher die Löhne und Arbeitsbedingungen festsetzt, und die Arbeiter Aufsuchen von Aufträgen auf Straßen und andren öffentlichen Orten Weise sollten die Fabrikanten vor einer weiteren Herabdrückung der Preise durch die Konkurrenz und die Arbeiter vor weiteren Lohnreduktionen geschützt werden. Die Fabrikanten aber waren zu kurz fichtig, um den auch für sie günstigen Vorschlag der Arbeiter anzunehmen, fie drohten jeden, der diese Vorschläge unterstügen würde, auch in den nicht vom Streit betroffenen Fabriken, mit der Aussperrung. Die Arbeiter anworteten nun mit dem allgemeinen Streit, den sie auch nach einer Dauer von 21 Tagen gewannen. So hat die Kurzsichtigkeit der Fabrikanten einen den Frieden und geregelte Verhältnisse verbürgenden Vorschlag vereitelt, ohne daß die Arbeiter in diesem Fall einen Nachteil davon gehabt hätten. Englische Stimmen. Walderfees letzte That. würden sich verpflichten, die so festgesetzten Bedingungen bei allen( Gastlokalen, Bahnhöfen, Arbeitsämtern usw.) ist verboten. Nach Das Mißgeschic, das Waldersees Ruhm von Anfang an verfolgt Fabrikanten zur Anerkennung zu bringen. Das Syndikat der weiteren Bestimmungen über die Gebühren- Ansprüche 2c. wird hat, will es, daß es die legte That des Weltmarschalls sein muß, Fabrikanten hätte die vereinbarten Löhne bei den Preisfest- sodann den Vermittlern untersagt, mit solchen auswärtigen den unsauberen Handel in der etwas berüchtigten Takustraße, wie jezungen der Fabrikate zu Grunde zu legen, und die Ketten- Vermittlungsgeschäften in Verbindung zu treten, die ihnen Wolff telegraphiert, zu schlichten. Der Graf hat in Tientsin seine schmiede würden nur in solchen Fabriken arbeiten, welche von der zuständigen Diftrittspolizeibehörde als unzuverlässig Reise nach Japan unterbrochen, um erst den neuesten internationalen die vom Syndikat festgesetzten Preise innehalten. Auf diese bezeichnet werden. Besonders sorgfältige Erhebungen find Streitfall zu schlichten. erforderlich bei der Vermittelung von Stellen im Ausland an weibliche Personen, um Schädigungen der Stellensuchenden, namentlich in fittlicher Beziehung, fernzuhalten. Für minderjährige weibliche Es flingt wie blutiger Hohn, wenn der Londoner, Standard" Personen muß außerdem die Zustimmung der Eltern beziv. des Vor- in jener groben Schmeichelei, mit der seit einiger Zeit ein Teil mundes vorliegen, wenn es sich um die Annahme einer ausländischen der englischen Bresse die Intelligenz und den Charakter unsrer Stelle oder einer Beschäftigung im Gastwirtsgewerbe handelt. Die maßgebenden Kreise" beleidigt, schreibt: Polizei hat das Recht, den Geschäftsbetrieb der Vermittler zu kontrollieren. Es ist hohe Zeit, daß die Regierung endlich einen Anlauf nimmt, dem Treiben der Stellenvermittler entgegen zu treten. Bereits im Jahre 1896 wurde in dem ersten Jahresbericht des städtischen Arbeitsamts in München ziffernmäßig nachgewiesen, was für Schmaroberpflanzen speciell die Münchener Privatbureans find. Die social demokratische Presse hat das Treiben dieser Herrschaften wiederholt beleuchtet. Nun entschließt sich endlich einmal auch die Regierung, zur Abstellung der längst bekannten himmelschreienden Mißstände etwas zu thun. Die Wirksamkeit der Bestimmungen darf man jedoch keineswegs überschäzen und unfre alte Forderung: Verbot jeder privaten Stellenvermittelung wird auch in Zukunft aufrecht zu erhalten sein. Polizeikampf gegen Streikposten. Fünf streikende Vergolder in Grabow mußten einen kurzen Aufenthalt auf dem Bürgersteig mit Strafen von je 1 M. und 1,40 Kosten büßen, weil sie eine Von einem Verkehr, der Verkehrsstörung verursacht haben sollten. durch das zeitweilige Stehenbleiben eines Menschen gestört werden tönnte, ist nun in dem kleinen Orte gar keine Rede. Niemand fühlt sich sonst in Grabow behindert, wenn das liebe Vich der Ackerbürger gelegentlich auf dem Bürgersteig spaziert. Arbeiter beendet. So bedauernswert die letzte Nuheſtörung in Tientsin auch ist, so kann sie doch dazu dienen, Europa daran zu erinnern, wie sehr es dem ausgezeichneten alten Soldaten verpflichtet ist, dem es, allen furchtbaren Schwierigkeiten zum Troz, gelang, die vorhandene Reibung auf ein Mindestmaß zu verringern. Der Bericht von den guten Diensten des deutschen Offiziers, der durch ein rasches Einschreiten die Ruhestörung beendete, liest sich wie ein Gleichnis der von dem Feldmarschall geleisteten Dienste. Wir dürfen auch unsrer Anerkennung des Werts der deutschen Hegemonie in Petschili noch weitere Ausdehnung geben. Ein- oder zweimal haben die Einflüsse politischer Intrigue zu so gespannten und so kritischen Beziehungen geführt, daß eine außerordentliche Ausübung der ruhestiftenden Autorität des Grafen Waldersee von Nöten war, um einen ernstlichen Bruch abzuwenden." Auf der andern Seite gefällt sich die„ Times" in scharfen Und diese geradezu provozierende Schmeichelei aus Anlaß der Zählung der nicht der deutschen Sprache mächtigen Ar beiter im Ruhrgebiet. Das Reichs- Versicherungsamt verlangt von Bordellschlacht in der etwas berüchtigten" Tatustraße. Der Steinseherstreik in Braunschweig ist zu Gunsten der den Hüttenwerken im Ruhrbezirk eine Statistik über die in Hütten Ausfällen gegen den Grafen Walderfee, der das englische werken beschäftigten Arbeiter, welche der deutschen Sprache nicht fundig find, also weder deutsch sprechen, noch lefen und schreiben Kontingent wie eine deutsche Truppe behandelt habe. Die englische tönnen, zwecks Anfertigung von Unfallvorschriften in fremden Regierung habe dem Grafen Waldersee die eigene Auslegung Sprachen zur Verhütung und Verminderung von Arbeiter- Unfällen. seiner Machtbefugnisse überlassen. Franzosen, Amerikaner, Russent Unser Dortmunder Parteiblatt bemerkt hierzu: Es dürfte dieses und Japaner hätten dagegen ihre Truppen seiner Kontrolle sehr angebracht sein, da gerade die meisten Arbeiter in den Hütten- entzogen. Das Resultat sei gewesen, daß das britische Kontingent, werken polnischer Abstammung und der deutschen Sprache im welches das größte von allen war, die einzige nichtdeutsche Truppe Verschiedentlich hätten die Sprechen, Lesen und Schreiben überhaupt nicht oder sehr mangelhaft unter Waldersees Oberbefehl blieb. kundig sind; ferner spricht auch noch die hohe Zahl der Unfälle für Deutschen sogar von englischen Offizieren mit den Chinesen abgeschlossene Verträge außer Kraft gesetzt. ein solch dringendes Bedürfnis." Die Kriegsentschädigung. Der Ausstand der Tabakarbeiter in Nordhausen dauert fort. Zwar waren, wie bereits mitgeteilt, die Ausständigen bereit, die Vorschläge des Einigungsamts anzunehmen, obgleich dieselben nicht allen Forderungen der Arbeiter entsprachen. Die Fabrikanten dagegen haben den Schiedsspruch abgelehnt und dadurch bekundet, daß sie den Frieden nicht wollen. Die Zahl der Ausständigen beträgt gegenwärtig 720. Die Arbeiter werden den Kampf, den ihnen die Hartnädigkeit der Unternehmer aufgezwungen hat, energisch fortsetzen. Die Agitationskommission appelliert an die Solidarität der Arbeiterschaft und erwartet namentlich von den Konsumenten von Sautabak, daß sie die Nordhäuser Ware nicht kaufen, so lange der Ausstand noch fortdauert. er Weniger Ruhezeit für die Arbeiter im SchlächtereiLaut einer Meldung der" Times" aus Shanghai verlautet dort, gewerbe fordert der Vorstand des Deutschen Fleischerverbands der Gouverneur der Provinz habe von Singanfu die Mitteilung ( Vorsitzender G. Eitel, Düsseldorf) in einer Petition an den Reichs- erhalten, daß der auf seine Provinz entfallende Beitrag zur Zahlung tag. Während der§ 139c der Gewerbe- Ordnung bestimmt, daß in der Kriegsentschädigung drei Millionen Taels betrage. E3 Die Maler und Anstreicher in Regensburg haben, nachdem offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörigen Comptoirs und bleibe ihm überlassen, 8 u sehen, wie die seitens der Organisation gestellten Forderungen unberücksichtigt Lagerräumen den Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern nach Bedas Geld befchaffe. Das Blatt bemerkt hierzu, wenn eine blieben und eine weitere Verhandlung aussichtslos war, die Arbeit endigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit solche Bestimmung erlassen sei, fönne man mit Sicherheit auf eine eingestellt. Die Hauptsächlichsten Forderungen sind: Zehnstündige von 10 Stunden zu gewähren ist, und in Gemeinden mit mehr als bedeutende Erhöhung der Einfuhrzölle für nach dem chinesischen Arbeitszeit; 28 Pf. Mindestlohn für Junggesellen und Anstreicher und 20 000 Einwohnern die Ruhezeit in offenen Verkaufsstellen, in denen Binnenlande beſtimmte Waren rechnen, und das würde zu einer 35 Bf. Mindestlohn für Maler. Streitbrecher sind nicht zu ver- zwei oder mehr Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden, für diese wahren Zerrüttung des Handels führen. zeichnen und Zuzug ist bei dem geringen Lohn, der bisher hier mindestens 11 Stunden betragen muß, verlangt der arbeiter freundliche" Verband für das Schlächtereigewerbe eine Ausnahme gezahlt wird, taum zu erwarten. von dieser Bestimmung des§ 139 c. Ausland. Sanonen. Das sind die handelspolitischen Wirkungen der Weltpolitik mit Die Franzosen in Jünnan. Zur Begründung dieser Petition wird u. a. ausgeführt, daß in dem Schlächtergewerbe zwischen 11 Uhr morgens und 5 Uhr nachIm französischen Ministerrat teilte der Minister des Aeußeren mittags stiller Geschäftsgang und in den Stunden zwischen 1 und Delcassé eine Depesche des Konsuls François vom 2. Juni 4 Uhr nachmittags in den meisten Geschäften fast nichts" zu thun sei. mit, in welcher dieser seine Ankunft in Jünnan anzeigt, wo er Die Schlächtermeister müßten es als eine große Härte ansehen, von dem Vicekönig und den Civil- und Militärbehörden begrüßt daß es ihnen nicht gestattet sein soll, ihr Personal in diesen Haupt- wurde; auch die Bevölkerung bereitete ihm einen ausgezeichneten Geschäftsstunden des Betriebs zu beschäftigen. Dadurch, daß die Empfang, so daß Hoffnung auf einen Erfolg der zugestandenen Ladenbediensteten mit wenig Ausnahmen im Hause der Schlächter- industriellen Unternehmungen vorhanden sei. meister wohnen und speisen, also zur Familie gehören, wären sie vieler Arbeit enthoben, welche Gleichgestellte andrer Branchen in ihrer freien Zeit zur Befriedigung der Lebensbedürfnisse vorzunehmen haben, da diese Arbeiten alle im Haushalte des Geschäftsinhabers mit besorgt würden. Unter diesen Umständen hätten im Schlächter: Lehte Nachrichten und Depeliren. werbe 9 Stunden ununterbrochene Ruhezeit zum mindesten" soviel Breslau, 4. Juni.( W. T. B.) Während des gestrigen Gewitters zu bedeuten, wie in andern Geschäftszweigen 11 Stunden. Wir geben uns deshalb" so heißt es am Schlusse der schlug der Blizz in die aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts Petition der Hoffnung hin, daß unter diesen Erwägungen für ftammende katholische Pfarrkirche zu Myslowig ein. Die Kirche unser Gewerbe neun Stunden ununterbrochene Ruhezeit nach Be- wurde völlig eingeäschert. Wien, 4. Juni.( B. H.) Aus allen Teilen der Monarchie endigung der täglichen Arbeitszeit als ausreichend erachtet werden und bitten den hohen Reichstag aus vorstehend erörterten Gründen werden starke Gewitter verbunden mit Hagelschlag gemeldet, welche im§ 139c die Ausnahmebestimmung anfzunehmen, daß im Fleischer- großen Schaden angerichtet haben. gewerbe für das im Haushalte wohnende und speisende Personal Budapest, 4. Juni.( W. T. B.)( Amtlicher Saatenstands- Bericht.) eine 9 stündige ununterbrochene Ruhezeit als ausreichend erachtet Seit dem legten Bericht herrscht ungünstiges Wetter, welches Nost zur Folge hat, der sich in den unteren Blättern des Weizens So sind die menschenfreundlichen Schlächtermeister, welche von rapid zu verbreiten beginnt. Man befürchtet mit Recht, daß den Bäckermeistern gelernt haben, ihren Haussllaven nene Fesseln wenn nicht bald günstigeres Wetter eintritt, die diesjährige anzulegen, ein Bestreben, bei dem ihnen der Reichstag hoffentlich Ernte bedeutend schwächer sein wird, als die vorjährige. Winternicht zu Hilfe kommen wird. Das patriarchalische Verhältnis zwischen weizen ist bisher etwas ungünstiger als im Vorjahre, Roggen Arbeitern und Unternehmern im Schlächtergewerbe findet durch diese schwachmittel, Wintergerſte mittel, Sommergerste schwachmittel, bePetition übrigens eine recht eigentümliche Beleuchtung. darf dringend ausgiebigen Regens, Hafer schwachmittel. Einzelne Gegenden flagen über Roft. Aus der Schweiz. An den Pfingsttagen waren in Zürich die Vertreter des. Partettleger Verbands versammelt. Sie beschlossen die Einführung eines einheitlichen Tarifs mit 1. März 1903, die Forderung des Achtstundentags, der in die Zeit von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends fallen soll, die Einführung der ArbeitsTofen- Unterstützung und der Altersversicherung. Die ebenfalls in Zürich abgehaltene Delegiertenversammlung des Verbands der Maler und Gipser beschloß die Erhöhung der Mitgliederbeiträge und die Einführung einer Sterbekasse. Als Vorort wurde ebenso wie seitens der Partettleger Zürich gewählt. Auch die Textilarbeiter hatten Zürich als Generalversammlungsort gewählt. Besucht war die Versammlung von 27 Delegierten, welche ca. 1000 Mitglieder vertraten, in welcher Zahl sich eine erfreuliche Weiterentwicklung des schweizerischen Textilarbeiter- Verbands befundet. Lebhafte Debatten veranlaßte auf der Generalversammlung die Statutenrevision. Vorgeschlagen war, im§ 1 der Statuten zu bestimmen:„ Der Verband bezweckt namentlich die ökonomische Besserstellung der Textilarbeiter, sowie die sociale und politische Freiheit im allgemeinen nach den Principien der Socialdemokratie."" Die legten Worte wurden von den Neutralitätsfreunden, so auch vom Arbeiter sekretär Greulich, als inopportun entschieden bekämpft und schließlich das Wort Socialdemokratie durch moderne Arbeiter- werde." Die Verbands Bekanntmachungen sollen in bewegung" ersetzt. allen Arbeiterblättern, nicht nur in der parteipolitisch neutralen„ Arbeiterstimme" veröffentlicht werden. Von allen Seiten wurden schwere Klagen über die unverschämte Mißachtung und Umgehung des Fabrikgesetzes vorgebracht. Als Vorort wurde wiederum Bürich gewählt. Die Friseurgehilfen in Zürich stellten am Pfingst- Sonnabend allen Geschäften, die ihre Forderungen nicht bewilligt hatten, die Arbeit ein, worauf verschiedene Arbeitgeber Zum Leipziger Aerzteftreik wird berichtet: Der ärztliche Budapest, 4. Juni.( W. T. B.) Heute nachmittag ging über nachgaben. In Arbon am Bodensee sind die Gießer bei der Bezirksverein Leipzig Land hat den zur Zeit bei allen übrigen die Stadt Versecz und deren Umgebung ein einstündiger mit Firma Knöpfel wegen Lohnreduktion in den Streit eingetreten. Stafſenärzten zu Recht bestehenden Vertrag während des Ausstands Hagel verbundener Wolkenbruch nieder. Das Wasser drang in agel verbundener Wolkenbruch nieder. Die organisierten Sattlergehilfen in Basel erreichten bei den der Kassenärzte nach Leipzig zugezogenen Aerzten nicht genehmigt, mehr als hundert Häuser ein und schwemmte mehrere Brüden fort. meisten Meistern durch eine Lohnbewegung den Zehnstundentag, diesen vielmehr aufgegeben, der Orts- Krankenkasse nach der Minimal mehr als hundert Häuser ein und schwemmte mehrere Brüden fort. Durch den Hagel wurden die Saaten sowie Obst- und Weingärten täglichen Minimallohn von 4 Fr., Bezahlung der Uebersminden undtage zu liquidieren. Weiter hat der Ehrenrat des ärztlichen Bezirksverwüstet. Menschenleben sind nicht zu beklagen. der Sonntagsarbeit. In Davos stehen die Maler in einer vereins Leipzig Land zwei Aerzte wegen standesunwürdigen Verhaltens während des Konflikts mit der Orts- Krankenkasse zu je Lohnbewegung. 1500 M. Geldstrafe und Averkennung des Wahlrechts auf fünf Jahre verurteilt. Streitbrecher- Gewaltthaten. In Arlöf in Schweden, in der Nähe der Wagenfabrik von Röffel, ist es am Pfingsisonnabend au skandalösen Ausschreitungen gekommen, die zu einem regelrechten Kampf mit der Polizei ausarteten. Die Uebelthäter waren lediglich die Streitbrecher des Herrn Nössel, der, weil sich keine anständigen und aufgeklärten Arbeiter zu Streifbrecherdiensten hergeben, allerlei Gefindel einstellt. 4 China. Die Kulturtruppen unter einander. # Belgrad, 4. Juni.( Meldung der Wiener Kgl. Tel. Korr.) Die ferbische Regierung hat wegen neuerlicher am 1. Juni bei bent Wächterhause Krtina- Tschuka und am 3. Juni bei dem serbischen Dorfe Trebinje durch Albanesen verübte Grenzverlegungen, bei welchen zwei serbische Soldaten getötet wurden, in Konstantinopel mit dem Bemerken Protest erhoben, daß sie entschlossen sei, zu Repreffalien zu schreiten, falls derartigen Vorfällen an der Grenze von türkischer Seite fein Ende gemacht werde. Paris, 4. Juni.( W. T. B.) Die Budgetkommission der Deputiertentammer hat mit 17 gegen 13 Stimmen den Antrag angenommen, wonach die Einkommensteuer im Princip in das Budget für 1902 aufgenommen werden soll. Als am Pfingstabend gegen 12 Uhr vier Personen auf einem Der chinesische Feldzug schließt würdig mit einer Schlacht ab, Landweg in der Nähe der Rösselschen Villa standen und miteinander sprachen, wurden fie plöglich von 30 Streifbrechern überfallen und die die vereinigten Stulturtruppen gegen einander lieferten. Anlaß mißhandelt; einer erhielt 8 Messerstiche, die glücklicherweise nicht ge- dazu gab augenscheinlich der Sturm auf ein Haus, in Brüffel, 4. Juni.( W. T. B.) Wie die Judépendance Belge" Das gestern bereits meldet, habe der Ministerrat beschlossen, die Frist zur Uebernahme fährlich waren, ein andrer eine Kopfwunde. Während des Kampfes dem die Soldaten Chinesinnen suchten. wuchs die Zahl der Angreifer auf 50 an. Als die Polizei antam, mitgeteilte offiziöse Telegramm ließ die Rolle, die die Deutschen des Kongostaates auf 10 Jahre festzusetzen. Die Frage der Ueberzogen sich die Streitbrecher auf den makadamifierten Weg, der zu bei dieser Affaire spielten, im unklaren, verriet nahme der Eisenbahn sei nicht verhandelt worden. Stoffels Fabrik führt, zurück und eröffneten von dort ein aber immerhin, daß auch unsre Soldaten nicht gerade rühmlich in Stockholm, 4. Juni.( W. T. B.) Die Session des Reichstags Steinbombardement gegen die Polizei. Dieser gelang es erst nach dieser Sache verwickelt waren. Das Telegramm des Wolffichen ist heute durch den König geschlossen worden. Herzuziehung von Berittenen, der Tumultuanten Herr zu werden. Nach einer halben Stunde machten diese wiederum einen Ausfall Bureaus berichtete, daß die Franzosen die Schuldigen waren, daß und überfielen fünf Baffanten. Nach einem harten Kampf gelang es die Engländer eingriffen und die deutsche Polizei den Eng der Polizei, die Unruhestifter zu überwältigen und mehrere von ihnen ländern pflichtgemäß" Hilfe geleistet hätte. Wie es heiße, seien zu verhaften. Derartiger Ueberfälle find schon eine ganze Reihe von aber auch einige deutsche Soldaten den Bordellſtürmern zu Hilfe gediesen Ehrenmännern verübt worden. Mehrere Arbeiter aus Köln, die von Nöffel engagiert waren, find, nachdem sie in Arlöf über die Verhältnisse aufgeklärt worden sind, in ihre Heimat zurückgekehrt und warnen nun in der, Rheinischen Zeitung" die deutschen Arbeiter vor der Reise nach Arlöf. In neuester Zeit sucht Rössel in Riga nach Streifbrechern. In Engis( Belgien) find 500 Grubenarbeiter in den Ausstand getreten. Sociales. Den Handspulern in Glauchan geht es noch schlechter wie den 8widauer Webern mit 450 M. Jahresverdienst, denn ihr durchschnittliches Jahreseinkommen ist von der Amtshauptmannschaft auf mur 300 M. festgesetzt worden. tommen. Klarer ließ ein Telegramm des Bureau Reuter blicken, das folgenden Sachverhalt mitteilt: im von Kapstadt, 4. Juni.( W. T. B.) Nach der amtlichen Bekanntgabe über die Lage in der Kapkolonie hat Kruizingers Kommando, durch einige andre Boerenkommandos verstärkt, mit 700 Mann die Bahnlinie südlich Stormberg überschritten. Die Boeren wurden bei Molten zurüidgeschlagen und greifen jetzt Jamestown an. Ein andres Kommando steht südlich von Venterstad; zu demselben stießen neuerdings 100 vermutlich von Snyman befehligte Boeren, die den Oranjefluß bei der Bredel Trift und die Bahnlinie bei Achterlang überschritten. Außerdem befinden sich kleine Kommandos in den Bezirken Fischriver und Marraisburg. New York, 4. Juni.( W. T. B.) Jn einer Grube bei Jron Mountain( Michigan) ereignete sich durch unglücklichen Zufall eine Dynamitexplosion. Durch die infolge derselben entstandenen Gase wurden acht polnische und italienische Arbeiter getötet. In Tientsin fand ein ernster Krawall in der Tatustraße statt. Einige Walliser Füsiliere, welche Polizeidienste verrichteten, wurden, als sie einige französische Soldaten am Einbrechen in ein Haus verhindern wollten, mit Bajonetten und Biegeln angegriffen. Die Engländer feuerten in der Notwehr in die Luft, dies brachte eine Anzahl Deutscher zum Bei: stande der Franzosen zur Stelle, zusammen über 200 Maun. Schließlich eröffneten fünf von den Walliser, Füsilieren das Fener; Washington, 4. Juni.( Meld. d.„ Neut. Bur.") Das Kabinett fie töteten einen der französischen Soldaten und verwundeten drei hat entschieden, daß feine Notwendigkeit für eine besondere Tagung derselben sowie fünf deutsche, vier Walliser Fusiliere und ein des Kongresses vorhanden ist. Der Sekretär Mac Kinleys, der diesen Japaner wurden leicht verwundet, der Krawall wurde durch An- Beschluß bekannt gab, sagte, der Präsident habe Entscheidung dahin funft eines deutschen Offiziers mit starker Wachabteilung getroffen, daß die bestehende Lage es weder erforderlich mache noch rechtfertige, den Kongreß im Sommer einzuberufen oder in der Man kann aus diesem internationalen Zwischenfall ersehen, wie bisher bezüglich der Philippinen befolgten Politik irgend einen die europäischen Truppen mit den Chinesen umgegangen sein mögen, Wechsel eintreten zu lassen. beendet. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt " Nr. 128. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Lokalliste. Den Mitgliedern der Lokalkommissionen Berlins und der Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. Juni, und der Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. Juni, die nächste Lokalliste erscheint. Einsendungen über Neuaufnahme resp. Streichung von Lokalen sind bis spätestens Montag, den 10. Juni, an folgende Genossen zu senden: Für Nieder- Barnim an Paul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen- Allee 20a; für Teltow Bees tow an Quitt, Rirdorf, Hobrechtstr. 82, IV für Potsdam- Osthavelland an Albert Neue, Spandau, Jagowstr. 9; diverse Orte an Gustav Stein, Briezen a. D.; für Berlin an den Obmann Genossen Karl Scholz, Wrangelstraße 110. Spätere Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß von der nächsten Liste ab die Veröffentlichung der vielen Hinweise und späteren Einsendungen von Lokalen im Vorwärts" nicht mehr stattfindet. Die Lokaltommissions- Mitglieder wollen hiervon Notiz nehmen und das Weitere veranlassen. Im Auftrage der Lokalkommission: Karl Scholz, Wrangelstr. 110, part. Zweiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß das zum Sonntag, den 8. September, in den Räumen der Berliner Bodbrauerei, Tempelhofer Berg angesezte Sommerfest nicht stattfinden kann, da der Oekonom, Herr Wolf, seine gegebene usage nach 3 Tagen ohne jede Benachrichtigung zurüdgezogen und feinem bürgerlichen Verein die Räume zur Verfügung gestellt hat. Ein andrer Sonntag bis 8. September ist für uns ebenfalls nicht zu bekommen. Der Vertrauensmami. von 120 M. gage Mittwoch, 5. Juni 1901. zu denen noch die Herren Frizz Stahl, Professor v. Uechtriz und Briz ist dazu ausersehen, wo fünftig invalide Artisten von den GeBerliner Partei- Angelegenheiten. Direktor Angelo Neumann neu hinzugetreten sind, im Künstlerhause. fahren und Strapazen ihres Berufs ausruhen sollen. Der Verlag Vom Liebknecht Denkmal. Die Sammlungen zum Denkmal- Bellevuestraße 3, zu einer konstituierenden Sizung. Von da begeben der in Berlin erscheinenden Internationalen Artisten- Zeitung" wid zu diesem braven Zweck die Summe von 1000 m. spenden. Fonds sind nunmehr abgeschlossen. Etwa noch ausstehende sich die Herren gemeinsam nach der Ausstellung. Gelder wolle man bis Ende dieses Monats an die Vertrauens- Die königliche Oper und ihr Chorpersonal. Ein seltsames Im Fieberwahn aus dem Fenster gesprungen ist der sechs Ieute abliefern, worauf dann über die gesamten Eingänge Verhalten der General- Intendantur der königlichen Schauspiele hat Jahre alte Sohn Karl des Arbeiters Fuchs aus der Müllerstraße 32a. quittiert wird. Die Anfertigung des Denkmals ist dem Bildhauer zu einem Rechtsstreit Veranlassung gegeben. Es wird uns über die Frau Fuchs ist seit zwei Jahren von ihrem Manne verlassen und May in Dresden- Blajewig übertragen worden, dessen Entwurf mit befremdliche Affaire von sonst gut unterrichteter Seite folgendes wohnt mit ihren drei Kindern im zweiten Stock des Seitenflügels. dem Motto„ Wissenschaft und Arbeit“ aus einer Konkurrenz von gemeldet: Im April dieses Jahres suchten Theater- Agenten Zwei Kinder erkrankten vor Pfingsten an den Masern.. Während 23 eingegangenen Stizzen und Modellen als der geeignetste aus- 46 Choristinnen und Chorsänger für das hiesige Neue die Tochter wieder hergestellt wurde, bekam der Knabe am fünften gewählt wurde. Der Entwurf ist beim Unterzeichneten zur Ansicht tönigliche Opernhaus( Kroll). Den größten Teil der Gesuchten fanden Tage ein starkes Fieber. Als die Mutter nachts eingeschlafen war, ausgestellt. J. A.: Joh. Pfarr, Putligstr. 10. sie in Berlin selbst, indem sie Sänger und Sängerinnen von hiesigen stand er aus seinem Bettchen, in dem er allein schlief, auf, öffnete Bühnen wegengagierten. Diese legteren empfanden den unerwarteten das Fenster und sprang auf den mit Steinen gepflasterten Hof hinab. Berlust sehr schmerzlich. Aber noch empfindlicher ist die Ent- Im Baul Gerhardt- Stift star b er an den Folgen eines komplizierten täuschung, die nun die Engagierten erleben müssen. Ihnen war durch Schädelbruchs. Vertrag für die Zeit vom 1. Mai bis zum 1. August eine MonatsEin Zusammenstoß zweier Straßenbahnzüge, bei welchem zugesichert worden. Die Intendantur zehn Personen mehr oder weniger schwer verlegt und sechs Straßenbehielt sich in dem Vertrage das Recht vor, binnen drei Wochen vom bahn- Wagen zertrümmert oder beschädigt wurden, ist, wie erst jetzt 1. Mai an, also spätestens bis zum 21. Mai, durch eingeschriebenen bekannt wird, am Sonntag in dem Nachbarort T'e gel erfolgt. Amm Brief die Entlassung zu bewirken, machte aber von dieser Befugnis Sonntagabend gegen 10 Uhr hatten sich etwa 3000 Personen an der einmal vorgesehenen Proben und spielten seit dem 1. Mai. feinen Gebrauch. Die Engagierten leisteten die kontraktlich nicht Endhaltestelle der Großen Berliner Straßenbahn in Tegel die auf Rückbeförderung harrten und jeden Am 31. Mai aber ließ der Hilfsregiffeur Braunschweig alle angesammelt, die einlaufenden Straßenbahnzug stürmten. An der AbfahrtSechsundvierzig nach der Vorstellung auf der Bühne zusammen- stelle stand ein aus einem Motor- und zwei Anhängetommen und eröffnete ihnen im Namen der General- Intendantur, baß diese durch den schlechten Geschäftsgang, genötigt sei, das wagen bestehender Zug bereit, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ein eben eingelaufener zweiter Zug mit dem Motorwagen Gestützt auf ganze Personal am letzten Juni zu entlassen. Nr. 1827 und ebenfalls zwei Anhängern hatte umrangiert und der ihren Vertrag fragten nun die Damen und Herren, wie Wagenführer Finger stellte auf Grund des ihm gegebenen Signals es denn mit der Gage für den Monat Juli ſtehe. Wenn den Strombebel auf mäßige Kraft, um ebenfalls in die Abfahrtsauch die General Intendantur nicht spielen ließ, so sei es doch weiche hineinzufahren, als das Publikum auf den Train losstürmte wohl selbstverständlich, daß sie trotzdem die Gage zahlen werde. und in wenigen Sekunden standen nicht weniger als 14 Personen Herr Braunschweig aber erwiderte, daß davon keine Rede sein könne, und als man sich damit nicht zufrieden geben wollte, erklärte er, wurde beiseite gestoßen und hierbei der Hebel des Stromauf der Borderplattform des Kraftwagens. Der Fahrer daß er nur Beamter sei und nur das auszuführen habe, was die Generalintendantur ihm auftrage. Deren Verhalten ist aber um so während Finger bemüht war, den Hebel zurückzuziehen, wurde gebers auf Kraft 9( die größte größte Stromstärke) geschaltet. seltsamer, als im Kontrakt sogar vorgesehen war, daß die Engagierten er von der sich drängenden Menschenmenge mit dem Oberkörper über auch für den Winter eventuell behalten werden sollten. Nach einer die Wand der Plattform gedrückt, so daß er nicht in der Lage war, ziemlich heftigen Auseinandersetzung verließen die Enttäuschten die die Bremsvorrichtung in Thätigkeit zu setzen. Mit großer GeschwinBühne und beauftragten gemeinschaftlich den Rechtsanwalt Dr. Hugo digkeit sauste der Kraftwagen auf den haltenden Vorzug. Der Zu Marcuse, ihre Ansprüche gerichtlich geltend zu machen. Der Anwalt sammenstoß der sechs Wagen erfolgte mit furchtbarer Gewalt. Die hat auch bereits beim Amtsgericht I gegen die General- Intendantur beiden Anhänger des Vorderzuges wurden förmlich ineinander gedie Klage auf Anerkennung und Erfüllung des Vertrags eingereicht. drängt. Die Plattformen wie die Seitenwände zersplitterten und die In religiösem Wahnsinn hatte sich am Dienstag voriger Vorderplattform des zweiten Wagens wurde hochgehoben. Auch der Woche das dem Baptistenglauben ergebene Dienstmädchen Martha Hinterperron des ersten Wagens wurde mit dem Schaltgehäuse eingedrückt. Henselin aus der Wohnung der Dienstherrschaft Langestr. 16 entfernt, Von dem anfahrenden Wagen 1827 wurde der Buffer abgebrochen um sich das Leben zu nehmen. Die Krante ist noch lebend wieder und die Seitenwand der Plattform start beschädigt. Von den beiden Aus den Berliner Konsumvereinen erhalten wir folgende gefunden worden. Eine Frau hörte im Keller der Dienstherrschaft, nachfolgenden Anhängern wurden die Buffer eingedrückt resp. verZuschrift: Den Gewerkschaften, zu denen die Genossenschaften eine der Kaufmann Arztschen Eheleute, ein Stöhnen. Als man mun näher bogen, während die Wagen selbst weniger litten. Verlegt wurden, notwendige Ergänzung bilden müssen, stehen diese in Berlin und zusah, fand man den Keller von innen verschlossen und die Vermißte soweit festgestellt werden konnte, im ganzen zehn Passagiere. Drei Umgegend noch recht schwach gegenüber. Während wir etwa 100 000 in einer Ede auf dem Fußboden liegen. Neben ihr lag eine Wein- derselben, Kaufleute, hatten schwere Verlegungen davongetragen, zwei gewerkschaftlich organisierte Arbeiter zählen, haben die Konjum- flasche mit abgeschlagenem Halje. Ein Schlosser mußte die Keller- hatten Armbrüche, der dritte einen Hüfftnochenbruch erlitten. bereine erst etiva 5000 Mitglieder. Freilich existieren hier noch die thür mit Gewalt öffnen. Das Mädchen war bei Bewußtsein, aber mußten nach dem St. Gerhardtstift in der Müllerstraße gebracht alten Vereine Biene" und„ Vorsicht", mit etwa 6000 Mitgliedern. Doch ganz erschöpft und teilnahmslos. Es antwortete auf alle Fragen werden. tonimen diese für uns nicht in Betracht. In mehr als nur:" Ich wollte sterben." Die Kranke, die den ganzen Tag über dreißigjährigem Bestehen ist es ihnen nicht gelungen, ge- nur eine halbe Flasche Wein genossen hatte, nahm etwas Milch, nossenschaftlichen Geist in stärkerem Maße zu verbreiten; ließ sich dann ruhig waschen und umkleiden und mit einer Droschte auch scheint der gute Wille dazu zu fehlen wir erinnern nur au nach dem Krankenhause am Friedrichshain bringen. den kürzlich von uns erwähnten Beschluß des Vereins Vorsicht", feine Mitgliederliste zu schließen. Ober- Schöneweide. Heute abend 82 Uhr findet bei Töpfer Siemens str. 5, eine Volksversammlung für Männer und Frauen statt, in der die Frage der Errichtung eines Gewerbegerichts auf Tagesordnung steht. Lokales. 〃 d Die Leistungen der Berliner Genossenschaften belaufen sich, nach dem Umfaz bemessen, auf 75 000 M. monatlich. Im Jahre wären das 900 000 m., so daß selbst bei einer mäßigen Dividende von nur 4 Proz. bereits 36 000 M. unter die Mitglieder zur Verteilung tämen. Für die Reichshauptstadt ist dies Resultat durchaus noch nicht rühmenswert, namentlich wenn man sie mit den Leistungen etwa der sächsischen Konsumvereine vergleicht. V Sie Die Ringkämpfe auf der Rad- Rennbahn Kurfürstendamm haben plöglich aufgehört. Die Direktion des Unternehmens teilt mit, daß sie sich veranlaßt sehe, die Ringkämpfe abzubrechen, da diese Veranstaltung beim Publikum keine Unterstützung gefunden habe. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Die Stadtverordneten Verfam m= ung hatte sich am Montag in erster Reihe wieder mit einer Nachbewillung von Provinzial- Abgaben zu beschäftigen. Statt der Summe von 138 000 Mt., die im Steuerjahr 1900 vorgesehen war, verlangt die Provinz 149 153 M., und somit mußten die fehlenden 11 153 M. noch nachträglich bewilligt werden. Die Untersuchung gegen Schlutt und Genossen ist immer Die Meisterschaften der Welt im Nadfahren, und zwar noch nicht abgeschlossen. Da es gegenüber dem Belastungsmaterial über 2 Kilometer und 100 Kilometer für Berufsfahrer und über fein Entrinnen mehr giebt, so räumt die Bande jetzt alles ein. Die 2 Kilometer und 100 Kilometer für Herrenfahrer kommen bekanntlich Diebstähle sind aber so zahlreich, daß sich die Spizbuben selbst nicht in diesem Jahre in Berlin zum Austrag. Sie finden aber nicht, wie aller mehr erinnern. Mit dem guten Gedächtnis, das Verbrecher anfänglich beabsichtigt, auf der Radrennbahn Kurfürstendamm, für solche Dinge zu haben pflegen, erkennen fie die einzelnen Beute sondern im Sportpark Friedenau statt. Die Kämpfe beginnen am sie gestohlen haben. So ist es auch mit einem feinen Spazierstock 6. Juli in Berlin stattfindende Kongreß der Union Cycliste Interstücke als von ihnen gestohlen wieder, ohne sagen zu können, wo sie 7. Juli und werden am 11. und 14. Juli fortgesetzt. Auch der am aus Ebenholz mit einer filbernen Krücke, die im Jugendstil cijeliert nationale wird im Sportpark Friedenau abgehalten werden. iſt. Einen großen Teil der Schuld, daß die Fortschritte nicht raschere Stodes gebeten, sich im Zimmer 38 des Polizeipräsidiums zu Beachtung der Parteigenossinnen und Genossen verdient, findet heute, Um diesen Diebstahl aufzuklären, wird der Eigentümer des Eine öffentliche Dienstboten- Versammlung, welche die find, müssen wir in der großen Kräftezersplitterung finden, die hier melden. statt hat. Berlin- Nord, Berlin- Süd, Schöneberg 2c., überall ein Hleinches Vereinchen, dem die werbende Kraft eines großen Central- Durch Verordnung des Polizeipräsidenten vom 15. April Mittwoch, abends 81/2 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstr. 20, statt. Bahlreicher Besuch ist erwünscht. bereins fehlt. Was ein solcher wirken kann, zeigt deutlich die dieses Jahres sind, wie damals gemeldet wurde, über den Verkehr Produktion" in Hamburg, deren Mitgliederbestand in dem mit Kraftfahrzeugen für den Landespolizei- Bezirk Berlin Feuerbericht. Im Prinzessinnen- Palais in der Oberwallstr. 1 einzigen Jahre 1900 von 3000 auf 8000 gestiegen ist, also neue eingehende Bestimmungen erlaffen worden, die vom 15. Juni entstand Dienstagnachmittag gegen 5 Uhr ein Gardinenbrand. Wie dieses Jahres an in Kraft treten. Nach dieser Verordnung müssen bei allen königlichen Gebäuden, so wurde auch hier sofort„ Mittelunt genau so viel zugenommen hat, vie die Berliner Vereine nebst Nixdorf, Schöneberg und Charlottenburg in einer Arbeit Kraftfahrzeuge( Kraftwagen wie Kraftfahrräder) durch die Polizei- feuer" gemeldet, so daß etwa ein Dußend Löschzüge herbeieilten. von mehreren Jahren im ganzen zusammengebracht haben. Gegen- behörde daraufhin geprüft werden, ob sie den bestehenden Vor- Sie traten indes nicht in Thätigkeit, da bei ihrer Ankunft die Gefahr -Breßlohlenbrände sind jetzt eine tägliche wärtig sind energische Bestrebungen im Gange, die Berliner Konsum- schriften entsprechen. Wenn dies der Fall ist, stellt die Polizei eine bereits beseitigt war. genossenschaften zum Zusammenschluß zu bringen, Bestrebungen, deren Bescheinigung darüber aus, und das Fahrzeug wird mit einer Erscheinung. Auf Kohlenplägen in der Rüdersdorferstr. 71 und in Erfolg für das gesamte Genossenschaftsleben in Berlin einen großen stellung in Berlin, bei Bahnhof Friedrichstraße, welche allen Vor- Fruchtstr. 16 und Liebigstr. 7 waren Kohlenbrände abzulöschen. Erkennungsnummer versehen. Die Permanente Automobil- Aus- der Brombergerstraße, auf dem Potsdamer Güterbahnhof, in der Fortschritt bedeuten würde." tommuiffen auf dem Gebiete des Automobilismus ihre besondere Wäsche, Kleider und Betten gingen Blumenstr. 12, Pallisadenstr. 22 Ueber die künftigen Hochbahnzüge teilte der Direktor der Aufmerksamkeit schenkt, hat diese Polizeiverordmmg in einer Druck- und Waldemarstr. 61 in Flammen auf, während Landsbergerstr. 97 Aktiengesellschaft Siemens u. Halske, Regierungs Baumeister schrift von handlichem Taschenformat erscheinen lassen, deren Inhalt ein fleiner Schaufensterbrand zu beseitigen war. Schwieger, in der legten Sigung des Vereins deutscher Ingenieure für jeden Fahrer von Kraftfahrzeugen wichtig ist. folgendes mit: Auf der elektrischen Stadtbahn werden vorläufig 21 Züge verkehren, deren jeder aus drei zwölf Meter langen, auf unterrichtsministeriums zur Bekämpfung der Tuberkuloie hat mumSpucknäpfe in Schulen. Auf Grund des Runderlasses des Drehgestellen ruhenden Wagen bestehen wird. Am Kopfe und am Ende laufen Motorwagen von postgelber Farbe, in der Mitte ein mehr die städtische Schul deputation beschlossen, Wasserspuckfarminrot gestrichener II. Klasse- Wagen. Die Motorwagen stellen näpfe für sämtliche Klassen, Korridore und Flure aller Gemeindedie III. Klasse dar, der vordere ist für Raucher, der hintere für Nicht- Schulen zu beschaffen und die Lieferung den sächsischen Emaillierraucher bestimmt. Auch der Beiwagen enthält ein Raucherabteil. und Stanzwerken übertragen. Außerdem wurde angeordnet, daß in Die Wagen haben einen breiten Mittelgang und Längssige nach Art Zukunft alle Lehrer und Kinder, die an chronischem Husten mit AusAm 29. April hatten die Stadtverordneten den Magistrat um der New Yorker und Chicagoer Hochbahnwegen, die sich zur Massen- wurf leiden, aufzufordern find, Spudgläschen bei sich zu führen und Angabe der von der Polizeidirektion gemachten und vom" Magistrat beförderung vorzüglich eignen, sofern nicht längere Reisen in Betracht bei Hustenanfällen das Taschentuch vor den Mund zu halten. kommen. Die Sigreihen sind in Abteile zu je drei Blägen geteilt, Taschendiebe. Am Sonntagabend um 91/2 Uhr wurde einem bereits genehmigten" Aenderungen der Straßenpolizeis welche durch Querwände und eine bis zur Wagenbede reichende jungen Mädchen bei der Einfahrt in die Untergrundbahn zu Treptow Ordnung ersucht. Trotzdem die zur Durchficht eingesetzte Kom Messingstange abgetrennt find. Für Handstüßen ist überall aus- bas Bortemonnaie aus der Tasche entwendet. Die Bestohlene merkte misfion durch den Magistrat bei der Polizeidirektion großes Ent reichend Sorge getragen, damit die Fahrgäste beim Ein- und Aus- alsbald den Verlust und zeigte ihn dem Schaffner an. Eine Dame, gegenkommen und Berücksichtigung berechtigter Wünsche"(?) gefunden steigen durch Anfahren oder Bremsen des Zugs nicht durcheinander die hinter ihr gestanden hatte, bezeichnete zwei junge Burschen, die haben sollte, mußte doch von verschiedenen Seiten zugegeben werden, wand zwei breite Schiebethüren, die zwei Personen gleichzeitig Paul Betigch, wurde von einem Gendarmen auch noch erwischt, ftellten. Ja, von einer Seite wollte man sogar den 185 Paragraphen noch gerüttelt werden. Nahe dem Ende des Wagens find in der Seiten- fich eben entfernten, als die Diebe. Einer von ihnen, ein 17jähriger daß diese Aenderungen nur neue Belästigungen für den leinen Gewerbetreibenden und den ruhigen Bürger darden Durchgang gestatten, angeordnet: beim Einsteigen gelangt während der andere entkam. Bei dem Festgenommenen fand man man zunächst in einen Vorraum, auf den der Mittelgang ein- nun zwar das unmittelbar vorher entwendete Portemonnaie nicht, verbieten sei. Im allgemeinen war die Tendenz maßgebend, den den 186. hinzufügen, daß das laute Geräusch der Straßenbahnwagen zu mündet, auch hier bieten Geländer den Fahrgästen willkommene wohl aber ein andres Damenportemonnaie, ein braunes mit PatentHaufier Stüzpunkte. Neben der Uebersichtlichkeit der Plätze wird auch die verschluß, das er ohne Zweifel auch gestohlen hat. Der Bursche be- Kleinhandels- und Handwerkerstand zu schüßen vor dem gleichmäßige Anlage der sämtlichen Haltestellen( es wird überall auf hauptete, er habe es von seiner Schwester geschenkt bekommen. Diese nahme, den Magistrat zu ersuchen, bei der Polizeidirektion um ein behandel. Troßdem gelangte noch ein Antrag Fröhlich zur Anhandel. Trotzdem gelangte noch ein Antrag Fröhlich zur An Dem in der Fahrrichtung rechts belegenen Bahnsteige ein- und aus- erklärte aber bei ihrer Bernehmung, sie dente gar nicht daran, ihrem Berbot des stehenden Straßenhandels auf allen Straßen vora gestiegen) eine Beschleunigung der Zugabfertigung zur Folge haben, Bruder etwas zu schenken, da er der Schrecken der Familie sei und stellig zu werden. Es ist schade um die dafür aufgewendete Zeit, so daß die Reisegeschwindigkeit der Hochbahn noch größer als bei stehle, wo er nur fönne. Der Kriminalpolizei wäre es nun er= der Stadt- und Ringbahn sein wird. Die notwendigen 63 Wagen, wünscht, daß die Dame, die die Bestohlene auf die Burschen auf- denn die Polizei wird sich nicht im geringsten darum fümmern. welche zur Zeit in einer rheinischen Fabrik gebaut werden, erfordern merksam machte, einmal nach dem Zimmer 97 des Polizeipräsidiums einen Kostenaufwand von nahezu zwei Millionen Mark. täme, um ihre Beobachtungen mitzuteilen. Sinkende Flottenbegeisterung. Im vorigen Jahre hatten Das Arbeitsprogramm des internationalen FeuerwerksBeamte in den Borfigschen Werken eine lebhafte Flottenbegeisterung kongresses ist nunmehr definitiv festgestellt. Am ersten Kongreßtage bei den Angestellten und Arbeitern des Unternehmens zu erregen referieren Landes- Feuerlösch- Inspektor Kleber- Stuttgart, Kommandant versucht. Die Mehrzahl der Arbeiter verhielt sich von vornherein Cazier- Creil( Frankreich), Architekt Edwin O. Sachs- London und der ablehnend, aber immerhin gelang es, eine größere Anzahl Mitglieder Kommandant der belgischen Sapeurs pompiers Welsch. Am 7. Juni für den Flottenverein zu pressen. Jetzt wollen auch die damals spricht Oberstlieutenant und Brandmajor E. v. Lundh- Odessa, Brandmühsam Gepreßten nichts mehr von der Sache wissen. Als ein direktor Düttmann- Bremen und u. a. auch Branddirektor Ruhstral- Anbauten vorgesehen, deren Herstellung immerhin noch eine Zeitlang Buchhalter des Unternehmens jezt die Jahresbeiträge von 1 bis Stettin über die Feuersicherheit der Warenhäuser". Auch der 2 M. einziehen wollte, da stellte sich heraus, daß fast niemand Lust Sonnabendvormittag ist Vorträgen gewidmet, unter denen wir hatte, dem Verein weiter anzugehören und dem Flottenkultus fein besonders das Referat„ Selbstentzündungen" durch Prof. Dr. MedemScherflein zu opfern. Während der Buchhalter über 40 quittierte Greifswald hervorheben wollen. Der offizielle Empfang der Kongreß Beitragsformulare verteilen wollte, mußte er fürlieb nehmen, daß Teilnehmer durch den Magistrat der Stadt Berlin findet Sonnabender mit Mühe und Not 8 M. zusammenbrachte. Es ist mit dem abend 71/2 Uhr im Rathause statt. Flottenrummel überall zu Ende. Artistenheim. Der Vorschlag, den jüngst in einer Sigung der Das Richard Wagner- Denkmal. Zur Entscheidung über die Vorfizende der neugegründeten Internationalen Artisten- Loge", eingegangenen Entwürfe zum Richard Wagner- Denkmal in Berlin Herr Henry de Vry machte, das vor längerer Zeit geschaffene ( zusammen 71) versammelt sich am 12. b. M. vormittags 10 Uhr das Artiftenheint" nach einem Vororte Berlins zu verlegen, scheint aus 25 Mitgliedern bestehende internationale Preisrichterkollegium, Aussicht auf Erfüllung zu haben. Die sogenannte Villa Fischer" in Bahndamm eisenbahnfistalische Gelände der nach der Kommiffionsfaffung( nach einem vom Stadtv. Obst Vor der Annahme der neuen Hundesteuer- Ordnung, in ( Soc.) gestellten Antrage) Ziehhunde steuerfrei sein sollen, brachte der Magistrat seine Tierfreundlichkeit zum Ausdruck. Er sprach für die Bestenerung, weil dadurch die Verwendung der Efel statt der Ziehhunde gefördert würde. Nach der Mitteilung des Magistrats sind bei der neuerrichteten Gemeindeschule am Platz F. in der Rubensstraße( Friedenauer Ortsteil) die Bade Einrichtungen erst für die folgenden dauern dürfte. Ma fuch( Soc.) bemängelte, daß nicht gleich von Anfang an die Badegelegenheit errichtet sei. Es wurde schließlich ein Antrag Wagner angenommen, Brausebäder in der neuen Schule zu errichten. Betreffend die Unterführung der Gothenit ra ße hat sich die fgl. Eisenbahndirektion bereit erklärt, bei dem Minister die Ausführung der gedachten Verlängerung im Zusammens hange mit den übrigen Bauten für den viergeleifigen Ausbau der Ringbahn unter folgenden Bedingungen zu befürworten: Für die wirklich entstehenden Neubaukosten zahlt Schöneberg 200 000 Mark, ferner erwirbt die Stadt das zwischen der Torgauerstraße und dem und zahlt außerdem 28 000 Mart für dauernde Unterhaltung und spätere Erneuerung| Arbeiterinnen, noch jegliches Verständnis, so daß fie fich häufig Lese- und Diskutierklubs. Mittwoch. Socialistenflub„ Vorwärts", der Unterführung. Wohl oder übel mußte man zustimmen. Diese weigerten, eine regelrechte Arbeitszeit in solchen Betrieben, wo sie Chriftiania, Olaf Kyes Plads Nr. 8, Café Keifer. Jeden Mittwoch: Diss frühere Wirtschaft hat der Gemeinde schon recht bedeutende und leicht durchzuführen wäre, innezuhalten. Der Referent bezeichnet den fusion. unnötige Kosten verursacht. Verein der Nähmaschinen: Mechaniker. Mittwoch, Schäfers Centralverband der Schneider als die beste Organisation zur VerBürgerhallen," Landsbergerstr. 108. Ueber eine Stätte märkischen Aberglaubens wird der tretung der Interessen der Konfektionsarbeiter und schließt mit der Arbeiter- Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden Tägl. Rundsch." berichtet: In einem von Linden beschatteten Aufforderung an die Anwesenden, sich dem Verbande anzuschließen burg). Alle Zuſchriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten Häuschen dicht neben der alten Kirche zu Elsholz bei Beelig wohnt mißbrauchen zu lassen. Zum Schluß wurden die Versammelten auf- Arb.-Rabf.-B.)„ Borwärts“ Berlin, jeden Mittwoch nach bib, Rheins, und sich nicht willenlos als Ausbeutungsobjekt der Unternehmer an den Gau- Borsigenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Mittwoch: ein Bauer, der mit seinem Sohne die verrüatesten Wunderkuren betreibt und großen Zuspruch aus dem gefordert, die Bekanntmachung im Anzeigeblatt" über Flugblatt- Fischer, Waldstr. 8.- Radf. Berein„ Courier 1900" Berlin, Grund, Rheinss bergerstr. 39. Männer: Radf. Berein in Brandenburg a. H., jeden Kreise Bauche und selbst aus Berlin hat. 8u getwiffen verteilungen zu beachten. Arb.- Rad 1. Mittwoch im Monat, Gasthof zur Mühle( Centralherberge). Jm Saale von Nümann in der Brunnenstraße fahrer- Verein„ Borwärts", Köpenick, jeden Mittwoch nach dem 8. und 22., Beiten des Monats, namentlich bei zunehmendem Monde, finden sprach Täterow. Er fritisierte in schärffter Weise das Ausbeutungs- Stippeloh, Schönerlinderfir. 5.- Arb.- Radf- Verein„ Borwärts". Deutschan solchen Tagen drängt sich die Menge der heilbedürftigen, aber- system der Konfektionsindustrie. In andren Gewerben, meint Wilmersdorf, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Witte( Bolksgarten.) gläubischen Leute vor dem Bauernhause des„ Wunderdoktors", dessen Redner, sei doch der Ausbeutung eine gewisse Grenze gefeßt, hier Radf.- Klub" Concordia", Gr.- Lichterfelde, jeden Mittwoch nach dem 1. und Heiltünste in Besprechen, Rizen der Haut und Bannen der Krankheit dieser Branche durch den großen Zuzug von Arbeitern aus dem aber fei fie grenzenlos. Wenn der Aufklärungsarbeit in 15., Pagel, Chauffeeftr. 104. in die Bäume seines Gartens bestehen. Obgleich der„ Heilkünstler" Often die größten Schwierigkeiten bereitet würden, so würde man für seine Kurpfuscherei kein Entgelt fordert, wirft das Geschäft doch monatlich ein hübsches Sümmchen ab. doch jetzt nicht nachlassen in der Agitation, immer wieder Versammlungen einberufen, um die Maffe aufzurütteln und der Organisation Ein Raubanfall wird aus Steglit gemeldet. In der Nacht zuzuführen und nicht eher ruhen, bis die Ziele der Bewegung erreicht zum Montag gegen 1 Uhr wurde in der Birkenstraße ein aus feien. mehreren Kopfwunden blutender Mann bewußtlos von dem Nacht- Dem mit regem Beifall aufgenommenen Vortrag, folgte eine wächter aufgefunden. Man schaffte den Verwundeten nach der recht lebhafte Diskussion, die sich bis nach Mitternacht hinzog. LebPolizeiwache, wo er, wieder zur Besinnung gelangt, folgendes haften Widerspruch erregten die Ausführungen eines Büglers, der angab: Er sei der 21 Jahre alte Mujifer J. Striegel gegen die gemeinsame Organisation von männlichen und weiblichen aus Berlin. Am Sonnabendabend habe er in Lankwitz Tanz: Mitgliedern sprach. mufit ausgeführt. Er wollte gegen 11 Uhr nach Tempelhof gehen, tam aber in der Dunkelheit über Südende nach Stegliz 5. Juni, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Mittwoch, den au. Unterwegs habe ihm ein Mann seine Begleitung angeboten. Striegel wies den Unbekannten ab, worauf dieser ihm mit einem stumpfen Instrument mehrere Schläge auf den Kopf versetzte und dann verschwand. Kurz vor Steglig wurde Striegel von demselben Mann plöglich überfallen, zu Boden geworfen und seines Geldes beraubt. Die Stegliger Polizei hat den Räuber bereits in der Person eines Wärters Alfred Auge, der in einer Privat Irrenanstalt bei Laukivig angestellt ist, ermittelt und festgenommen. Gerichts- Beitung. 790 Vereinskalender. und der Umgegend. Vorsitzender Erster Staffierer: Seikrit, Fidicin Vereinskalender find zu richten Mittwoch. Uebungsstunde abends Liedesfreiheit I", Wilke, AndreasLippfe, Melchiorstr. 15." Lieder Deutsche Eiche I", Zimmermann, Freier Männer Arbeiter Sängerbund Berlins Ad. Neumann, Brunnenstraße 150. straße 16. Ane Aenderungen im an Friedrich Kortum, Lausitzerstr. 33. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. straße 26. Norddeutsche Schleife", luft I", Wollschläger, Adalbertstr. 21. Grüner Weg 29. Allegro". chor Nord- West", Lautsch. Stephanstr. 31. I", Rirdorf, Vermischtes. Aus Berlinchen wird berichtet: Eine Blutthat ist hier gestern von dem Arbeiter Kluth, wohl in cinem Anfall von Jerfinu, begangen worden. Er hatte längere Zeit am Typhus frank gelegen und benugte die furze Zeit, wo ihn seine Frau allein ließ, um das Grab ihres jüngst gestorbenen Kindes zu besuchen, dazu, die übrigen Glieder der Familie zu ermorden. Durch schwere Arthiebe tötete er den zwölfjährigen Sohn, und dem jüngeren Mädchen brachte er derartige Verwandungen bei, daß es gleichfalls bald darauf starb. Die alte Schwiegermutter fand man lebend mit zertrümmerter Schädeldecke; sie wurde nach dem Krankenhause gebracht, jedoch fehlt jede Hoffnung auf Erhaltung ihres Lebens. Das jüngste zweijährige Kind hat gleichfalls tödliche Verlegungen erhalten. Nach vollführter That sprang Kluth in den See, wurde aber von Fischern herausgezogen und der Polizei überliefert. Durch Arfenwasserstoffgas, das er zur Füllung von Kinderluftballons bereitete, wurden in Breslau der italienische Handelsmann Bazzi und sechs Personen vergiftet. Drei sind tot, eine liegt hoffnungslos danieder. Zum Mordprozek Krofigt. In etwa tausend Exemplaren haufer Allee 135.- Schneealaphang Wrangelfir.heit, Ramlow, or 8: Grenze in einen Aderwagen und tötete fünf auf dem Wagen bes 11 " " Vom Blik erschlagen. Montag schlug der Blik, wie dem Brest. Gen.- Anz." aus Myslowig gemeldet wird, an der russischen findliche Feldarbeiterinnen. Die Pferde wurden gleichfalls bom Blizz erschlagen. Beim Brande eines Hauses find in Moskau vorgestern 5 Menschen ums Leben gekommen und 11 verletzt worden. Marktpreise von Berlin am 3. Juni 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch unfres Blatts konnte die Depesche über das Urteil in dem zu Gum- gartenstraßen: Ede. Hoffnung I", Brandenburg a. H., Wuthenow, binnen vor dem Militärgericht verhandelten Mordprozeß nicht mehr Charlottenburg, Bartsch, Seesenheimerfir. 11. Mredowstr. 17.. Briz" in Briz, Barfentien, Bürgerſtr. 4. Maiengruß" aufgenommen werden. Für die wenigen Leser, die über den Aus- Meyer, Rosenstr. 101. " Heimatflänge", Köpenid, Wacht auf I", Dambed, Danzigerstr. 71. Ein Kind von Ameisen getötet. In einem Dorfe auf gang des Prozesses nicht unterrichtet sind, tragen wir nach, daß alle Vorwärts X", Nauen, Scholz, Marktstr. 16. Treu und Fest IIjen legte eine Arbeiterfrau ihr kleines Kind auf die Tennendiele Srei Angeklagten von der Anklage des Mords freigesprochen wurden. Lehmann, Koppenftr. 17. Oft und Westpreußen", Gieste, Schillingstr. 36. zum Schlafen hin. Einige Zeit darauf hörte die Frau ihr Kind Unteroffizier Marten wurde wegen Fahnenflucht und Freiheits- Baget nicht", Steglitz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130.„ Liederluft II", beraubung zu einem Jahr Gefängnis und Degradierung verurteilt. Ohm, Turmſir. 69. Weltenruf", Bader, Nosenthalerstr. 57. Enterbten" jämmerlich schreien. Als sie hinzu tam, bemerkte sie, daß das Kind Tollkühn, Putbuserstr. 22. Linde I", Stammich, Stargarderstr. 3. im Gesicht von Ameisen wie übersät war, die dem Kinde in Augen, Eine für die Milchversorgung der großen Städte und die" Friedrichshagener Sängerchor", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 158. Ohren und Nasenlöcher eingedrungen waren. Der hinzugerufene Landwirtschaftlichen Streife gleichermaßen bedeutsame Entscheidung in Frisch auf II", Bornim i. M., Krüger, Partstr. 5.-„ Treherscher Gesangverein", Arzt vermochte nicht das Kind zu retten; es verschied kurz darauf. Sachen der Sonntagsruhe hat jezt das Kammergericht als oberster Piedie, Weidenweg 23." Freundschaft", Happe, Stralauer Plaz 10/11. preußischer Strafgerichtshof gefällt. Wie nach den meisten großen Aranz, Dunderstr. 8. Bimmerer", Friedrichsberg, Grauer, Frankfurter Allee 181.- ,, Melodia II", Städten so kommit die frische Milch, auch bei größtmöglicher Be Rirdorfer Männerchor I", Riydorf, Roloff, Hermannstr. 53. Fortschritt", Fürstenhof, Köpnickerstr. 137/138. schleunigung des Transports durch die sogenannten Milch züge Sänger", Nixdorf, Cramer, Hermannstr. 199. " Freie Aus Gap im Departement Hautes Alpes wird dem„ Petit Geselligkeit", Charlottenerst in den späten Vormittagsstunden nach Berlin. An Sonntagen fällt burg, Wernice, Bismarckstraße 34." Dornrose", Kauffeld, Markus Journal" zu Paris gemeldet, daß sich auf dem Gipfel des daher notwendig die Abholung und Zufuhr der großen Vorräte ftraße 47. Soffnung II", Spandau, Rabte, Neumeisterstr. 5." Sattler", Feraudberges plötzlich ein Strater gebildet hat, dem große Rauchan frischer Milch, die für Versorgung der Städte unentbehrlich Herzog, Marfiliusstr. 8. Rote Rofe", Mielsch, Soldinerstr. 39. Süd- maffen entströmen. Unter der Bevölkerung herrscht starke Bes ist, überall in die dem Verkehr verschlossene Kirchenzeit. Die Polizei- West", Flick, Simeonstr. 23.„ Liedesluft I", Fürstenwalde, Schloßkellerei. unruhigung. behörden sind nun gegen die Milchgroßhändler, welche, der bahn- Klub Sangestreue", Brandenburg a. S., Centralherberge, Wollenweber. polizeilichen Vorschrift folgend, die angelangten Milchvorräte nach straße 3. Note Nelte I", Schöneberg, Krüger, Grunewaldstr. 110. Ankunft der Milchzüge sofort und noch während der Kirchenzeit an Lipschüß, Brüdenstr. 2. Lied hoch", Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Gewerkschaft der Maler", Rottbuser Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. die Detailhändler abfahren, überall mit Strafen wegen Verletzung" Keramik", Charlottenburg, Prestel, Osnabrüderftr. 1. Borwärts VII", der Sonntagsruhe vorgegangen. Hiergegen haben sich die Fach- Rummelsburg, Beutling, Kant- und Goethestraßen- Ede. bereine der deutschen Milchhändler, Milchhändler, speciell in Preußen Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Anschluß an das Gutachten des Syndikus des deutschen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Buttbuserstraße 44, IV. Milchpächter Verbands, Rechtsanwalts Dr. Flatau, auf Mittwoch:" Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16.- Waldes: " Frei Weg", Schöneberg, Hoppe, Merse die Ausnahmevorschrift der Sonntags Verordnung berufen, grün", Kunze, Forſterſtr. 36. burgerstr. 7. Fidele Raucher", Nixdorf, Spidermann, Hobrechtstr. 14. wonach auch während der Kirchenzeit der„ Eilgüterverkehr von und Intelligenz", Liebisch, Manteuffelstr. 66. Fidele Brüder", Friedrichsfelde, nach den Bahnhöfen und Dampfschiffen" freigegeben ist. Die Lohse, Luisenstr. 20." Frohsinns Heimat", Schößler, Stromstr. 28. ganze Rechtsfrage wurde nunmehr principiell in einer Straf Deutscher Michel", Pankow, Kaiser Friedrichstr. 12, Klingenberg. Die fache des Borsitzenden des Charlottenburger Milchhändler- Dampfenden", Schick, Manteuffelstr. 74." Fliederduft I", Brejel, BornKein Ton", Freese, Kastanien- Allee 11. Kornblume", Vereins durch alle Instanzen geführt, wobei im Speciellen dorferstr. 36. Alter- Stamm", Wiecheß, Kottbuser Damm 18/19. die Sonntagsruhe- Verordnung für die Provinz Brandenburg zur Nitschke, Gneisenaustr. 56. Rote Nelte", Neu- Weißensee, Lebensblüte", Ebeling, Grüner Weg 120.. Auslegung stand. Schöffengericht und Landgericht Berlin II „ Ohne Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44. Asmus, Sedanstr. 35 d. verurteilten wegen Verlegung der Sonntagsruhe, das Kammer- Einfach", Balzer, Wrangelftr. 67. Frisch gewagt", Otto, Posenerstr. 20. gericht billigte dagegen die in der Revision von dem Syndikus des Kolumbus S.D.", Gaida, Oppelnerstr. 19. Veilchenduft", Gandt, Deutschen Milchhändler- Verbands vertretene Rechtsanficht und er- Sussitenstr. 24. Berzaget nie", Schöneberg, Kälbe, Sedanstr. 76. kannte in der Sache selbst sofort auf Freisprechung, da der Pfeifendeckel", Trichter, Fruchtſtr. 69. Bulgarien", Kowsky, Koppenstr. 56. während der Sonntags- Ruhezeit freigegebene Gilgüter- Berkehr den" Bufriedenheit", Kruſemart, Rixdorf, Jägerstr. 69.—„ Lange Pfeife", Friedrichsmart entwidelte sich feſte paltung, und zwar auf die wesentlich höheren Transport ankommenden Eilguts, als welches die mit den Milch- berg, Hecht, Mainzerstr. 5. Fidelibus", Conrad, Zorndorferstr. 6. Grcelfior", Meldungen aus New York und Chikago. Späterhin und namentlich im zügen nach den Städten beförderte Milch anzusehen ist, auch von den Sommerfahl", Friedrichsberg, Brizel, Stronprinzenstr. 4/5. Schmidt, Stalizerstr. 142. Rosenblüte", Fleischer, Insterburgerstr. 16. Mittagsverkehr schwächten sich denn die Preise ab, da unerwarteterweise aus Bahnhöfen bis nach den Läden der eigentlichen Empfänger mit Als bekannt Best um 16 bis 17 Heller niedrigere Notierungen eintraten. Sorgenlos", Buleger, Bimmerftr. 60. Qualmbrüder", Rummelsburg, umfaffe. Müller, Türrschmidtstr. 37. Gemütlichkeit II SO.", Kurth, Wrangelstr. 104. wurde, daß gestern hier zwei Segler Wallawallaweizen zu ungefähr je " Halb und Halb", Häußler, Memelerstr. 61." Weichselblatt", Banden, 4000 Tonnen gehandelt worden sind, erfolgten Abgaben, weswegen die Frankfurter Allee 176. Preise sowohl für Weizen wie Roggen- Lieferungen um etwa 2 M. abs Bergmannshöhe", Westfahr, Bergmannfir. 31. Gemütlichkeit II", Grazig, Wrangelftr. 22. Weichfelduft I", Weinziert, gaben. Im weiteren Verkehr stellten sich die Preise für beide Brotfrüchte Stargarderstr. 7.- Sturze Pfeife", Neu- Weißensee, Dittmann, Streuftr. 3. faft genau auf geftrigen offiziellen Schluß. Offerten in ruffischem Roggen Morgenrot", Koßmell, Friedenstr. 52. Consequent", Seifert, Cuvry- waren nicht mehr so start am Markte wie in den letzten Tagen. Mehl gut Ringelwolfe", Vetter, Bredowstr. 11. Weichselduft", Neu- behauptet, still. Hafer blieb fast unverändert. Mais gut behauptet. Nüböl ftraße 2. Weißenfee, Lange, Kronprinzenstr. 4. Sieben roocht", Adlershof, Wwe. war ohne Handel. Alter Berliner", Anklam, Reichenbergerstr. 146. Spiritus, der gestern ohne Notiz war, gab gegen Sonnabend 50 Pf. Kuhle, Kronprinzenstraße. " Frohe Stunde", Kersten, Elbingerstraße 15. Lustig", Barthels, nach. 70er loco notierte 43,50. Brunnenstr. 11. Kernspike", Rizdorf, Kruſsemart, Jägerſtr. 69. A " 群 " " Butter Weizen, gut 5, mittel gering 1,60 1,20 " 1,30 1" " Moggen, gut " 1,60 1,20 " mittel gering " " 1,80 1,10 1,60 1,10 " " * Berfle, gut mittel 16, 14,90 2,60 2, " gering 14,80 13,70 13,60 12,50 Eier 60 Sind 3,60 2,20 * Hafer, gut 16,20 15,50 Karpfen Aale 1 kg 2,- 1,40 2,60 1,20 " " " mittel gering 15,40 14,80 Bander 2,60 1,20 " 14,70 14,10 Hechte 2,40 1,20 Richtsroh en Erbsen Speisebohnen 1,60 0,80 8, 40, 5,60 Schleie 25,- Bleie 2,80 1,20 1,20 0,60 " 45, 20, Krebse per Shot 18,- 3, Linsen 70,- 25, " * Frei Wagen und ab Bahn. Statflub Mundharmonitas Statklub " Wander: 7,32 6,66 Barsche Produktenmarkt vom 4. Junt. Getreide. Am heutigen Früh Witterungsübersicht vom 4. Juni 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Eminembe Hamburg 764 NNO 1 765. 7640 Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R Stationen Barometerftand mm Windstärke richtung Wind bedeckt 1 bedeckt 2 wolfig 15 Haparanda 7619 17 Petersburg 763 14 Cort 19 Aberdeen 2 wolkig 766 Still bedeckt 16 Paris 3 bedeckt 19 Better Temp. n. 6. 1335° C.= 4° R. 2 heiter 17 1wolfen! 13 763 SS 4 bebedt 766 1heiter 16 A18 Mitglieder einer ,, feinen Familie" entpuppten sich die beiden Angeklagten, die gestern als die unverehel. Bothmann und der Handelsmann Aug. Nieth vor dem Schwurgericht des Landgerichts I standen, um sich wegen Verbrechens gegen§ 219 St.-G.-B. zu verantworten. Nach einer vom Kriminalkommiffar Damm gegebenen Darstellung gehören die beiden Angeklagten zu einem großen Ringe von Personen, welche weiblichen Personen in gewiffen Lagen ihre Hilfe leihen. Das Haupt des Ringes ist eine gewisse Frau Hämmerling. die wegen desselben Verbrechens zur Zeit eine vierjährige ZuchthausGesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Rauchklub strafe verbüßt. Sie hat einen unehelichen Sohn Namens Gloede, Echote's Werfe", Rheder, Langestr. 9." Nymphaea alba", Berein für der augenblicklich gleichfalls wegen desselben Berbrechens in der Aquarien- und Terrarienkunde zu Berlin. Jeden Mittwoch nach dem Strafanstalt zu Lüneburg drei Jahre Zuchthaus abbüßt. Die 1. und 15. des Monats, Reſtaurant Bürgergarten, Jeruſalemerſtr. 8. Klub der Harmlosen", 9 Uhr bei Drescher, Linienstr. 218. Frau dieses Gloede ist gleichfalls wegen Verbrechens gegen§ 219Reichenbergerstr. 149. Gumlich, Namenlos" vorbestraft. Sie ist mit dem in der Affaire des früheren RechtsVerein„ Symphonie", Bergemann, Basewalkerstr. 3. anwalts Dr. Frizz Friedmann wiederholt genannten Mertens, Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Theaterverein„ Proletariat", Dres: dessen Tochter die Begleiterin Dr. Friedmanns ist, nach Amerika bener Garten, Dresdenerstr. 45. Artisten und Ringsport Verein„ Neugegangen. Der Angeklagte Nieth ist nun wieder ein Bruder der Cölln", jeden Mittwoch nach dem 1. bei Note, Kottbuser Damm 103. Frau Gloede und seine Mitangetlagte ist seine Braut. Außer Bläser Corps Harmonie", Restaurant Bur Hütte", Stalizerſtr. 31. Dieser erbaulichen Familiengeschichte bot bot die Verhandlung, Pfropfenverein" Nord- Ost", Johnas, Elbingerstr. 9. Gesangverein Nord: Berlin Die unter Ausschluß der der Oeffentlichkeit geführt wurde, stern", Münder, Lothringerstr. 105. Kraft- Klub Philipp Haus", Lieg Grantf./M. 765 N fein allgemeines Interesse. Der Beginn der Verhandlung wurde nigerstr. 40. Klub Sumpfhuhn", alle 14 Tage bei Wuttge, Neanderstr. b. München 761 Männer: Wien durch eine unvorhergesehene Schwierigkeit auf Stunden hinaus ver- Gefangverein„ Fester Wille", Dietrich, Alexandrinenstr. 32. Touristen- Klub Frei meg", Kuschte, Linienſtr. 241a. Männer- Gefang Wetter Prognose für Mittwoch, den 5. Juni 1901. zögert. Durch Krankheitsmeldungen war die gefeßlich vorgeschriebene verein Immerfroh", Hildebrand, Brunnenſtr. 41. Theaterverein Freier Vielfach heiter bei schwachen füblichen Winden und steigender Tem Bahl von 24 Geschworenen nicht beisammen und es mußte daher Wille" Märtischer Hof, Admiralftr. 18c. Verein Pommerscher Lands- peratur; teine erheblichen Niederschläge. fofort eine neue Auslosung vorgenommen und alles aufgestellt leute", Lorgingftr. 32.„ Pommerscher Verein", Reichert, Köpnickerstr. 26c. Berliner Wetterbureau. werden, um die nötige Zahl durch schleunige Einberufung neuer Berliner Poffen- Gesellschaft Einigfeit", Freund, Voltastr. 4. Regelklub Geschworener zusammenzubringen. Unter diesen Umständen fonnte flub Jugend", alle 14 Tage, Bachgänger, Swinemünderfir. 34. Turnverein„ Osten" Gr. Frant die Verhandlung erst um die Mittagsstunde ihren Anfang nehmen. Bordered", Schüttelhöfer, Urbanstr. 48. furterstr. 23, Männerabteilung. Dilettanten- Vereinigung Berliner BoltsSchutz vor Schuhleuten. Vor der Straftammer in Trier bühne“, Nowad, Manteuffelstr. 9.- Berliner Radfahrer- Verein„ Ortan 98", hatte sich ein Polizeisergeant zu verantworten, weil er einen Bahn- Strüger, Naunynstr. 6. arzt bedroht, gewürgt und zu unrecht verhaftet, ferner sich des HausArbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnv. Fichte", Berlin, abds. von 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer: Abt. Böckh Ch. 2. D. 32. 1. Aus welchen Mitteln eine solche Unterstügung ge friedensbruchs schuldig gemacht hatte. Er wurde zu drei Monaten ftraße 17/20. 7. Männer- Abt. Reichenbergerstr. 131/132. 8. Männer- Abt. zahlt wird, läßt sich ohne nähere Kenntnis der Umstände nicht sagen. Bielund zehn Tagen Gefängnis verurteilt. Höchftestr. 36/37. 2. Lehrlings- Abt. Stalizerstr. 55/56. 4. Lehrlings: Abt. leicht sind die Betreffenden Mitglieder einer Zuschußtasse oder Mitglieder Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- Abt. Ackerstr. 67." Freie Turner: einer freien Hilfskaffe. 2. Sobald Sie die Redaktion oder Expedition um asdschaft Nixdorf: Brit", 2. Schüler Abt. von 612-81/ 2 2. Männer Busendung des B." ersuchen, erhalten Sie ihn; die Verwaltung hat es Versammlungen.) und Lehrlings: Abt. von 812-1012 Uhr abends, Bethge in Brig, abgelehnt, die früher fostenlos dort ausgelegten Zeitungen fernerhin aus: Chauffeestraße 39. Schülerinnen- Abt. von 612-81/ 21 Frauen: Abt. zulegen. C. 2. 1. 6. Gin Rechtsanspruch auf Rückgabe des Geschenks bon 81/ 2-102 Uhr abds., Peters, Knesebeckstr. 113." Freie Turnerschaft steht in Ihrem Fall weder der Mutter noch dem Beistand zu. Zu Schens Johannisthat", abbs. 8-10 uhr, Senftleben. Arbeiter- Turno. Adlershof", tungen, durch die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu uebungsstunde von 8-10 Uhr abends, Schmauser, Bismarckstr. 16. nehmenden Rücksicht entsprochen wird, ist der Vater und nach deffen Tode die Turnerschaft d. B. Nereus"( Gegründet 1882), I. Lehrlings- Abteilung von Mutter auch dann berechtigt, wenn sie in Vertretung des Kindes handeln. 8-10 Uhr Manteuffelstr. 7. 9. G. 100. 1. Ja: Sie schaden sich durch nichts mehr, als wenn Sie In Stecherts Festfalen hielt Ritter das Referat. Ein- Central Raucherbund. Zuſchriften an Max Koch, Nirborf, Hermann heimlich entgegen ärztlicher Anordnung Morphium zu sich nehmen. Der R. 2. 6. 71. " Vorwärts", Rirdorf, Kretschmer, Steinmetstr. 24. Arzt hat lediglich in Ihrem Interesse gehandelt. 2. Nein. Leitend weist der Nedner auf den geringen Anteil hin, den die Kon- ftraße 34. Mittwoch: Gemütlichkeit", Rirdorf, Schulz, Prinz Handjernstr. 19." Zufrieden: Ja, aber eine Eingabe der Erben an die Armendirektion genügt, um bis fektionsarbeiter an der deutschen Arbeiterbewegung genommen haben, heit", Nixdorf, Darvel, Steinmesstr. 57.- Fidele Raucher", Rirdorf, Koch, auf den kleinen, auf die Frau entfallenden Erbteil, einen Verzicht auf die städtische Forderung in diesem Falle herbeizuführen. D. Sch. 99. Gin und meint, daß sie auch noch heute im großen und ganzen eine Sermannstr. 34.-„ Gemütlichkeit", Schöneberg, Krahein, Grunewaldstr. 117. Stumpfe Masse bildeten, die in träger Energielosigkeit dahin lebe. Wenn Türkische Pfeife", Steglit, Wolff, Schildhornstr. 98." Flora", Steglig, Minister fann zum Mitglied des Reichstags gewählt werden. Wenn ein die Konfektionsarbeiter in der mit der Bewegung des Jahrs 1895 Belling, Schloßftr. 11. Edelweiß", Friedenau, Weber, Rheinstr. 1. Mitglied des Reichstags ein besoldetes Reichsamt oder in einem Bundes: eingeschlagenen Richtung weiter gewirkt hätten, so hätten sie dem Blaue Wolfe", Wilmersdorf, Stabinsky, Badenschestr. 18. Abfall", staat ein befoldetes Staatsamt annimmt oder im Reichs: oder Staatsdienst Teutonia", Nowawes, Gebauer, in ein Amt eintritt, mit welchem ein höherer Rang oder ein höheres Ges Unternehmertum und der Gesetzgebung schon etwas abgerungen. Wilmersdorf, Puntsch, Uhlandstraße. Flotte Dampfer", Groß- Beeren, Laube, Berlinerstr. 122. Halt verbunden ist, so verliert es Siz und Stimme tu Reichstag, fann aber Der Redner führt dann weiter aus, daß Gesetzgebung und Gewerk- Wilhelmftr. 24. Schmock", Rirdorf, Nowitzky, Kopfftr. 41. Kurze Pfeife", Rixdorf, wieder gewählt werden. Aus diesem Grunde hat M. fein Reichstags: schaft zusammen ant der Beseitigung der Uebelstände der mandat verloren. W. Sch. 000. 1. und 2. Nein. 3. und 4. Ja, Betutab, Ringbahnstr. 29. Konfektionsindustrie arbeiten müßten. Er feinerseits erwarte aber Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen find zu richten an E. Bratke, Abonnent 100. Schlafburschen können, falls nichts andres vereinbart das meiste in dieser Hinsicht von der gewerkschaftlichen Selbsthilfe Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmberein„ Nord". Uebungsstunde abends ist, nur bis am Fünfzehnten zum Ersten, nicht umgekehrt bis am Ersten R. 43. der Arbeiter. Für diese fehle leider bei vielen, besonders bei den 7/2 Uhr im Seebab Reinickendorf. zum Fünfzehnten, tündigen. Dasselbe gilt für den Vermieter. Zwei Konfektions- Schneider- und Schneiderinnen- Verfammlungen fanden am Montagabend mit der Tagesordnung: Die deutsche Arbeiterbewegung und die Stellung der Konfettions Arbeiter und Arbeiterinnen zu berselben" statt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Tonnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Briefkasten der Expedition. Wenn ein notarieller oder gerichtlicher Erbvergleich vorliegt, so ist nichts| halber bei Gericht zu beantragen.. 100, Rigdorf. Ja.( Arbeiter: weiter erforderlich, als daß Sie unter Ueberreichung desselben und der recht S. 327). G. B. 160. Als Verein könnten Sie nicht lagen; es Sterbe- Urkunde Eintragung Ihres Anteils zu gerichtlichem Protokoll tönnen nur sämtliche Mitglieder des Vereins oder, falls die Sagung des beantragen. Wollen Sie nicht Miteigentümer bleiben, und können Sie Vereins dies zuläßt, der Vorsitzende oder wer sonst dort zur Vertretung des wollen sich nur solche Patienten melden, die voraussichtlich während des Patienten in Grabowfee. Zur Empfangnahme von Frei- Exemplaren fich was Sie schon mit Rücksicht auf die Kosten thun sollten nicht Vereins bestimmt ist, flagen. Für den letzteren Fall thut der durch Statut ganzen Vierteljahrs in der Heilstätte bleiben, da es nicht zulässig einigen, so steht jedem Miteigentümer frei, den Zwangsverkauf teilungs- Ermächtigte gut, fich nicht im Rubrum als Vertreter des Vereins zu bezeichnen.| ist, Frei- Eremplare an andre Personen weiter zu überweisen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 5. Juni. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Aschenbrödel. Anfang 7 Schauspielhaus. Doktor Anfang 72 Uhr. O Uhr. Klaus. Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Das Gefängnis. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Leffing. Ein Blizmädel. Anfang 712 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Leontinens Chemänner. Vorher: Teremtete. Anfang 71 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Haberfeldtreiben. Anfang 8 Uhr. Westen. Die schöne Ungarin. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: leberbrettl. Anf. 8 Uhr. Thalia. Gastspiel der Deutschen Genoffenschafts Bühne: Frau Eva. Anfang 8 br. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Luisen. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Carl Weißt. Sie weiß etwas. An fang 8 Uhr. Belle Alliance. Auftreten der echten Geisha: Truppe. Die Schwäbin. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 7/2 Uhr. V Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali: täten- Borstellung. Passage Theater. Damen Ring3 fämpfe. Specialitäten- 3 ftellung. Urania. Zaubenstr. 48/49.( 3m nachmittags Uhr. Theatersaal) Abends 8 Uhr: Bu fleinen Preisen: Malerische Wanderungen durch die Mart Brandenburg. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Das Gefängnis. Lustspiel in Aufzügen Roderich Benedix. Donnerstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Der bon Kaufmann von Venedig. Freitagabend 8 Uhr: Verband der Bau-, ErdUrania Ostbahn- Park. und Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: zu kleinen Preisen: ,, Malerische Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Wanderungen durch Großes Konzert, Theater- u. die Mark Brandenburg". Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin I. Am Sonntag, den 2. Juni, starb unser altes Mitglied, der Kollegen Ferdinand Geitner. Specialitäten- Vorstellung. woch, den 5. Juni, nachmittags 5 Uhr, Castans Panopticum. Schweizergarten Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1/212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Zoologischer Garten Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 Mark ab 7 Uhr nachmittags 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Völker- Arena": " Am Königsthor. Am Friedrichshain. Ma bäglich: Die Beerdigung findet am Mitt von der Leichenhalle des Andreas: Kirchhofs in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Kranken- Unterstützungs- und Bergräbnis Vereins für Bau- und gewerbliche Hilfsarbeiter Berlins Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 6. Juni 1901, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung in den Johannissälen, Johannisstr. 20. Tages Ordnung: 1. Am Ende des wirtschaftlichen Aufschwunges. Referent: Genoffe Johannes Sassenbach. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieber ist bringend notwendig. Gäste willkommen. Achtung! Barbiere. 217/2 Der Vorstand. Achtung! Konzert, Theater, Speciali- hiermit zur Nachricht, daß am 2. Juni Donnerstag, den 6. Junk 1901, abends 10 Uhr, bei Wernau, unser langjähriges Mitglied Schwedterstraße Nr. 23/24: täten- Borſtellung und Ball. Ferdinand Geitner Große öffentliche Versammlung Volksbelustigungen aller Jeden Abend 10 Uhr: verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. Juni, nachmitags 5 Uhr, von der der selbständigen Barbiere u. Friseure der Schönhauser Vorstadt. Tages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu den Forderungen der Gehilfen? Hoppla, Vater sieht's ja Zeichenhalle des St. Andreaskirchhofs 2 Bur Breiserhöhung?( Bei jedem Puntt findet Distuſſion statt.) 103 от nicht. " หัว มา in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Teilnahme bittet 37/3 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. NB. Kollegen! Erscheint Mann für Mann! Es gilt unfre fernere 10876* Existenz zu sichern. Der Einberufer. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. der Kollege, Tischler dobber Wenn Frau und Kinder' mal genascht nd Kinder' mal genas zu viel vom füßen Kuchen, Kuriert der ,, Wurm" fie ganz gewiß: Sie sollen's nur versuchen! Verlangen Sie geft. ausdrück lich Wurms Magendoktor! August Dahle am 1. Juni verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 512 Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses am FriedrichsBeduinen- pain aus nach dem Martus- Kirchhof Karawane Rummelsburg. Heute, Mittwoch, abends 91/2 Uhr Besichtigung des Bazars, der im Café Bellevue: Truppe, des Zeltlagers; ferner Eselreiten von 3-8 Uhr. Schaustellungen: 4, 1/26, 7 Uhr. Entree direkt v. d. Strasse an d. Kinder 25 P., Gartenbesuche: 50 Pfennig, zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Zum erstenmal: Sie weiß etwas! Schwank in 4 Atten v. Rud. Kneisel. Anfang 8 Uhr. In Scene gesezt von Willy Lang. Morgen: Dieselbe Vorstellung. 22. Juni: Eröffnung der Sommer- Oper. Im Garten: Täglich Specialitäten und Theater- Borstellung, Konzert. Anfang 512 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Borlegtes Gaftspiel Ferdinand Bonn. angert, Theater- und Lezte Wiederholung. Der Kaufmann von Venedig. Central Theater. Specialitäten- Vorstellung. Der arme Poet. Schauspiel in einen Aufzuge. Heute Aufang 8 Uhr. Neu! Der Dieb. Neu! Mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen u. Requisiten, zum 654. Male: Die Geisha. Komische Operette in einem Aft von C. Millöcker. Jm Saale: Gr. Ball. Operette in 3 Uften v. Sidney Jones Prater- Theater Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Apollo- Theater Aus dem Volke. Vollständig neues Special.- Programm. Boltsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonette Hedwig Döring, des Grotesque Romiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Rad fahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Frau Lunafang 4 Uhrmit Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Metropol- Theater. Das W., Behrenstraße 55/57. brillante urkomische JuniProgramm. Henry Bender, Georg Kaiser. Harry Aertsens brillante Parodien. Miniatur- Oper und Ueberbrettl. 17 brillante Nummern! Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. Sanssouci Im Garten: Täglich: HoffmannsNordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Reichshallen Staffeehe täglich ab 4 Uhr geöffnet. Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Zum Besuche d. Restaurationsgartens ( ohne Entree) wird höft. eingeladen. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von, mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. statt. Mittwoch, den 5. Juni 1901, abends 81 Uhr, Konferenz der Vertrauensleute für den Often bet Wiedemann, Friedenstraße 67. Sonntag, den 9. Juni 1901, vormittags 10 Uhr, Versammlung 105/6 der Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleger und Helfer Orts Krankenkasse der Oeffentl. Versammlung Sattler u. verw. Gew. fämtlicher selbständigen Barbiere Rummelsburgs. Tagesordnung: 1. Der Streit der Gehilfen. 2. Event. Bewilligung der tarifmäßigen Löhne. 3. Erhöhung der Preise. Verschiedenes. Der Einberufer. 16976 V. Abänderung zu dem zn Berlin. Sonntag, den 2. Juni, verstarb unser Mitglied Hermann Meeser ( Werkstelle von A. Loh Söhne.) Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 5. Juni, nachm. 43 Uhr, vom Trauerhause, Oppelnerstr. 22, nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Sonntag, den 2. Juni, verstarb Mitglied Statut der Orts- Krankenkasseran Helene Leibel. d. Tabakfabrikarbeiter Die Beerdigung findet Donnerstag bom zu Berlin 15. November 1892 28. Januar 1893, Laut Bestimmung des Herrn Ober nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Steiner über: Die Entwicklung der socialen Bewegung in den 40er Jahren. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Kollegen werden nochmals auf die am Sonntag, den 9. d. Mts. vormittags 10 Uhr, stattfindende Urania- Vorstellung aufmerksam gemacht Billets hierzu sind noch bei den Kassierern und im Bureau zu haben. 115/12 Die Ortsverwaltung. Centralverband der Maurer Zahlstellen Berlin und Umgegend. des Andreas- Kirchhofs in Wilhelms: Donnerstag, den 6. Juni, abends 8 Uhr: berg aus statt. 273/6 J. A. G. Assmann. pretenden vom 23. What 8. z. und Verband d. Kürtner. Sieben grosse Mitgliederversammlungen Beiträge auf Proz. des durchschnittlichen Tagelohns zu erhöhen und die Kassenleistungen auf das ge= segliche Mindestmaß herabzusetzen. Artikel I. I. Der§ 29 der III. Abänderung sum Statut lautet demnach wie folgt: Die vierwöchentlichen Kassenbeiträge betragen: Todes Anzeige. Am Sonnabend, den 1. Junt cr., verstarb nach kurzem Krantenlager an Bluthusten und Lungenschwindsucht unser Stoflege Max Totenhaupt. in folgenden Lokalen: für Westen, Südwesten und Süden: in Gossmanns Festsälen, Kreuzbergstr. 48, 93/12 für Südosten, Often und Nordosten: bei Herrn Stechert, den 5. Juni, abends 6 Uhr, auf dem Andreasstraße 21, Ackerstraße 6/7, Die Beerdigung findet Mittwoch, für Norden, Wedding 1. Moabit: in den Borussia- Sälen, neuen Luifen- Kirchhof, Briger Chaussee, für Charlottenburg: in Hoffmanns Volksgarten, Westend für die westlichen Vororte: in den Kaiserhallen, Steglit 1. für die männlichen Kassennmitglieder über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge 2,10 statt. 2. für die weiblichen Kassen: mitglieder über 16 Jahre 1,26 3. für die männlichen Kassen: mitglieder unter 16 Jahren und für die Lehrlinge 1,08 4. für die weiblichen Staffen mitglieder unter 16 Jahren 0,84 5. für Witwen verstorbener Mitglieder zur Wahrung des Anspruchs auf Sterbe geld(§ 20) 0,30 II. Krankengeld wird gewährt an alle Staffenmitglieder ausnahmslos im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom britten Tage nach dem Tage der Er: frantung für dreizehn Wochen. Artikel II. Dieser Nachtrag tritt laut obiger Berfügung am 10. Juni b. J. nach Betannt: statutenmäßig erfolgter machung in Kraft. Berlin, den 3. Juni 1901. Der Vorstand der Orts- Kranten kasse der Tabakfabrikarbeiter. Der Vorsitzende: Emil Urii. Ler Der Borstand. Danksagung. Hiermit fage ich dem Verband der tung Berlin, Berufskollegen, Bekannten Maſchiniſten und Heizer, Ortsverwar für die südlichen Vororte: sermannstraße Nr. 48 in Rigdorf und Berwandten meinen tiefgefühlte für die östlichen Vororte: wilhelma io, Friedrichsfelde. ften Dank für die reiche Kranzsper.de und rege Beteiligung bei der Beerdi| Momber, Wilhelmstraße 10, Tages- Ordnung in allen Versammlungen: gung meines unbergeßlichen Wannes Das bestehende Vertragsverhältnis und die heutigen Frau Witwe Kubsch, nebst Kindern.[ 16965 monatlich 10 M. liefert elegante Teilzahlung Herren- Garderobe nach Maß, auch bar Kaffe allerbilligste Breise. Fert. Garderobe stets vorrätig. Schneidermeister, Tomporowski, Neanderstr. 16. IL 30 Mark elegante HerrenAnzüge nach Mass. 30 Mark hochfeine Sommer- Paletots nach Mass. 23 leiht jungem verwitweten Für 10 Mark hochelegante BeinGenossen 200 m. gegen monatl. kleider nach Mass, Rückzahlung und Zinsen. 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Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Apfelsinen- Negen und diversen Ueberraschungen. 14819* Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle meine Säle, 300 und 1200 Personen faffend( mit Bühne), den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Max Schindler. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Gay Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. Kinderfeste. 2 Hochelegante tegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. 16946 Dienende und Hausfrauen sind dringend eingeladen. Freunde und Gönner der Dienstbotenbewegung sind herzlich willkommen. Die Einberuferin. Berliner Schneider- Akademie Gegr. 1871. bon Rudolf Maurer Reine Filialen. nur Berlin W. 8, Friedrichstraße 65 a. Ich mache hiermit bekannt, daß das auf beiden Berliner Gewerbe- Ausstellungen 1879 und 1896 mit der höchsten Auszeichnung und Krefeld 1900 mit der goldenen Medaille prämiierte Carré- System nur auf meiner Akademie ge lehrt wird und werde ich jede Nachahmung strafrechtlich verfolgen. Stellennachweis fostenlos. Am 1. und 15. jeden Monats beginnen neue Kurse in der Herren- und Damenschneiderei.( Specialität: Zuschnitt und Verarbeitung von englischen Kostümen.) Illustrierte Jubiläums- Prospekte gratis und franco. III. Jubiläumsausgabe( 10. Auflage) Ser Lehrbücher zum Selbstunterricht„ Der praktische Zuschneider 2 Bände gebunden 20 Mt. " Neu! Der praktische Damenschneider" gebunden 7 Mr. Berlag der Internat. 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