Nr. 129. Abonnements- Bedingungen: A Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrterter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pre Monat. Eingetragen in der Poft Zeitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 18. Jahrg. Die Injertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Donnerstag, den 6. Juni 1901. machen dort am meisten verbreitet ist, wo Lange Arbeitszeiten mit turzen unregelmäßig wechseln." " " " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Seit dem Rücktritt des Ministers v. Miquel sind die Doppeltarif- Bestrebungen in den maßgebenden Kreisen in den Hintergrund getreten, man verspricht sich da von, wie wir hören, nicht mehr die Vorteile, die man früher durch den Doppeltarif zu erreichen glaubte. Im Gegenteil dazn ist die Neigung zum Einheitstarif sehr stark gewachsen, und es steht zu erwarten, daß auch die Regierungen der größeren deutschen Bundessolche Stellungnahme schließt natürlich nicht aus, daß die Neichsregierung in irgend einer Form eine Erklärung abgiebt, beim Abschluß von Handelsverträgen nicht inter einen bestimmten Prozentsaz der Lebensmittelzölle zu gehen, falls ein Nachlaß der Lebensmittelzölle beim Abschluß von Handelsverträgen in Zukunft überhaupt noch irgendwelche Bedeutung haben sollte." Gewerbe- Inspektion unter Censur? Ferner wendet sich Wörishoffer gegen die Bereitwilligkeit Während bisher der Bericht der badischen Fabrikinspektion der Behörden, die Sonntagsarbeit zu gestatten. als erster von allen meist schon im Februar erschien, gelangte Mißbräuchliche Sonntagsarbeit", schreibt er, er in diesem Jahre erst Ende Mai zur Ausgabe. Offenbar wird auch nicht selten bei Bauarbeiten, bei denen staatist er diesmal höheren Orts einer Censur unterworfen worden, liche Behörden die Aufsicht führen, wahrgenommen." In denn er ist nicht nur bedeutend fürzer, sondern auch vervielen Fällen sind es nicht, wie§ 105 e bis f vorschreibt, st üm me I t. staaten diefelbe Stellung einnehmen werden. Wie der Chef der badischen Inspektion, Naturereignisse oder nicht vorherzusehende Bedürfnisse, sondern Dr. Wörishoffer mitteilt, wird über die Rubrik: Bahl, man kann wohl sagen, daß meist Gewinnsucht zur Ursache und Umfang der wichtigeren Aus stände vom Vornahme solcher an sich unstatthaften Arbeiten führt".-laufenden Jahre an nicht mehr berichtet". " Oft beruht auch die Sonntagsarbeit darin, daß der bauDaß Dr. Wörishoffer freiwillig auf diesen Teil der leitende Beamte der Ansicht ist, es sei besser, daß Berichterstattung verzichtet hat, ist nicht anzunehmen, die Leute Sonntags arbeiteten, als daß sie im da er bei seiner socialpolitischen Einsicht gerade diesem für die Wirtshaus fäßen". Da besonders in den Pforzheimer Beurteilung der Lage der Arbeiter hochwichtigen Kapitel auch Bijouteriefabriken vielfach unbegründete Sonntags. ftets eine forgfältige Aufmerksamkeit zuwendete. Noch im arbeit betrieben wird", ermahnt Wörishoffer die vorjährigen Bericht schrieb Wörishoffer, daß er nicht nur ge- Behörden bei der Prüfung der Gesuche zur größten mäß der Anleitung für die Abfassung der Jahresberichte" Borsicht. " " 1 allein die wichtigeren Ausstände besprechen werde, sondern Ebenso unangenehm wird es gewissen Unternehmern sein, gemäß der seit Jahren von ihm geübten Praxis selbst un- daß Wörishoffer offen ausspricht, weshalb der Lohn in erheblichere, um nicht die unrichtige Vorstellung zu erwecken, manchen Betrieben nur 14 tägig ausgezahlt wird, während daß über Arbeiterausstände und Lohnbewegungen überhaupt dies in der Mehrzahl der Betriebe schon nach acht Tagen genichts Erwähnenswertes aus dem Lande mitzuteilen wäre. schieht. Es muß vermutet werden", heißt es im Bericht, Und nun hat man ihm jedes Wort darüber untersagt! daß die Firmen durch die hohen Lohneinbehaltungen einen Das entspricht allerdings den Erwartungen, die dem neuen Druck auf die Arbeiter in dem Sinne ausüben wollen, Ministerpräsidenten Schenkel entgegengebracht daß letztere nicht so leicht zum fündigungslosen Austritt sich wurden. Er gehört zu denen, die nach Posadowskyschem entschließen, weil sie, der gesetzlichen Bestimmungen vielfach Muster die Gewerbe- Aufsicht nicht vorwärts, sondern rück- untundig, fürchten, des ganzen 14tägigen Lohns verlustig zu wärts entwickeln wollen! Solchen Elementen mag es aller gehen." dings ein Greuel sein, wenn sie im badischen Bericht lesen: " Die Arbeiter haben im allgemeinen keine Ansprüche erhoben, die nicht in der Lage des Arbeitsmarkts und der technischen Fortschritte begründet wären, und von denen nicht erwartet werden könnte, daß sie auch dauernd festzuhalten ſeien." " Wer dem Ausbeutertum so die Maske herunterreißt, muß freilich die Organisation der Scharfmacher zu seinen er bittertsten Feinden zählen. Gine Die Agrarier werden diese Ankündigung mit wildem Entrüstungslärm beantworten. Denn im gefeßlich festgelegten Mindest tarif erblicken sie mit Recht die jeder Fährnis enthobene, gesicherte Erhöhung der Zölle auf die Erzeugnisse der Landwirtschaft. So lange eine solche gesetzliche Festlegung ihrer Forderungen nicht erreicht ist, müssen sie wenigstens die Möglichkeit befürchten, daß in der Regierung unter dem Zwang der fünftigen Beratungen mit dem Ausland die agrarische Strömung nachläßt. Ohne Doppeltarif, ohne Mindest= zollsätze verbleiben die Junker in peinvollem Zweifel über den schließlichen Ausgang des Zollkampfs, in fortdauernder Aengstlichkeit, ob es nicht der Regierung gelingen werde, sich der agrarischen Diktatur einigermaßen zu entziehen. Die Aufgabe des agrarischen Doppeltarifs würde bedeuten, daß der große Protest im Lande denn doch die Regierung gelehrt hätte, wenigstens vor dem äußersten Wahuwig in der Zollpolitik zurückzuschrecken. Der Einheitstarif eröffnet immerhin die Hoffnung, daß bei den Verhandlungen über die zu erneuernden Handelsverträge die Interessen der Industrie, des Handels und der Arbeiter. bevölkerung nicht von vornherein als gleichgültig gelten und daß allzu schwere Schädigung vermieden wird. daß bie Mißernte auch die Ostel bier und Großgrundbefizer bedroht, die übrigens die zu erwartende Not für die Preise des vors jährigen Getreides spekulativ auszubeuten suchen, hat den Grafen Bülow sofort veranlaßt, Hilfsmaßregeln anzufündigen. Wörishoffer tadelt ferner energisch, daß namentlich die Pforzheimer Fabrikanten den§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs durch die Arbeitsordnungen unwirksam machen. Der Das paßt nicht zu der ewigen Litanei der Kapitalisten Paragraph sichert den Lohnanspruch des Arbeiters, der für Andrerseits wäre es gänzlich verfehlt, auch wenn die Aufgabe von der„ maßlosen Begehrlichkeit der Arbeiter". Dafür gehört eine verhältnismäßig furze Zeit durch einen nicht in seiner des Doppeltarifs sich bewahrheitet, alle Gefahr oder auch nur aber Wörishoffer auch schon von jeher zu den vom Scharf- Person liegenden Grund an der Dienstleistung berhindert die schlimmste Gefahr abgewehrt zu glauben. Wie die„ Berliner machertum bestgehaßten Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Erst wird. Worishoffer bedauert, daß die nicht organisierten Neuesten Nachrichten" weiter sagen, denkt die Reichsregierung daran, fürzlich wieder hatten die Berliner Politischen Arbeiter sich von den Unternehmern beeinflussen liegen und eine Art stillen Doppeltarif den Agrariern zuzusagen; an Nachrichten", das Organ des Panzerplatten- Patrioten diesen Paragraphen, der zu Gunsten der Arbeiter geschaffen Stelle der gesetzlichen Festlegung soll ein Versprechen der ReichsKrupp, und die Badische Landespost" dem Ingrimm wurde, durch die Arbeitsordnung außer Wirksamkeit segten; regierung treten, daß man über eine bestimmte Höhe der Lebensdes Ausbeutertums Luft gemacht und verlangt, daß die er nennt dies eine unbillige Bestimmung". mittelzölle feinesfalls gehen werde. Ein solches Versprechen, Instruktion der badischen Fabritinspektoren Entsprechend diesem ganzen Verhalten der badischen wenn es auch den agrarischen Wünschen feine volle Sicherheit einer Revision zu unterziehen" fei, weil die Gewerbe- Aufsicht ist es auch, daß sie die Gesetzes fenntnis bieten mag, bedroht noch immer im höchsten Maße die nicht Art, wie Dr. Wörishoffer feines Amies walte, zur der Arbeiter zu fördern sich auf das eifrigste bemüht. In agrarische Bevölkerung. Die Regierung giebt den Unsinn des Schürung des socialen Krieges führe". Diesem den Sprechstunden werden allgemeine, aus der Mitte Doppeltarifs nur auf, um der Erneuerung der Handelsverträge nicht Wunsche der Unternehmer ist offenbar durch das Verbot, über der anwesenden Arbeiter aufgeworfene Fragen aus dem überhaupt den Weg zu verlegen, oder sie beharrt dabei, Streitursachen zu berichten, Rechnung getragen worden. Gebiet der Gewerbe- Ordnung beantwortet; außerdem haben möglichst hohe Stornzölle aus diesen Verträgen herauszuschlagen. Troß dieser Verwarnungen" spricht aber Wörishoffer die Beamten der Fabrifinspektion in den größeren Industrie- Daß bei solcher agrarischen Zollpolitik die Handelsverträge möglichst für die weit überwiegende Bevölkerungsmehrheit auch im Bericht für 1900 ehrlich und offen seine Meinung Orten des Landes Vorträge über verschiedene die Arbeiter- ungünstig Dies ausfallen müßten, ist klar. berührt aber die Re aus und macht mit Entschiedenheit gegen alle Diktatur- und bevölkerung interessierende Fragen gehalten. Ausbeutungsgelüfte des Unternehmertums Front. Bei jeder Butreffend urteilt der badische Bericht über den Auf- gierung ebenso wenig wie die Verteuerung des täg Gelegenheit betont er seine Achtung vor den Arbeifer- schwung der Industrie und seinen Einfluß auf die Lage der lichen Brotes der armen Voltsklassen. Nur noch zur Not organisationen, deren Nußen und Notwendigkeit für Arbeiter. Es heißt da:" Die überaus günstige Geschäftslage Handelsverträge fertig bringen, alles andere ist gleichgültig. die Gesamtheit, ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. hat den meisten Unternehmunge ansehnliche Gewinne ab Wäre unser Junkertum nicht überverwöhnt und überdreist, es hätte Während das Unternehmertum erklärt, die Aufsichts- geworfen. Auch die Arbeiter haben an dieser Verbesserung feinen Anlaß, gegen die zollpolitischen Pläne der Reichsregierung beamten sollten nur Beschwerden einzelner Arbeiter ent- teilgenommen, soweit es wenigstens gelernte Sträfte irgendwelche Klage zu erheben. gegennehmen, nicht von deren Organisationen, da diese durch sind und sie sich gut organisiert haben. Im Ver. Moralische und numoralische Staatshilfe. Die Thatsache, den Verkehr mit der staatlichen Inspektion gewissermaßen hältnis zu den großen Gewinnen der Inamtlich anerkannt würden, heißt es im Badischen Bericht dustrie steht aber der von den Arbeitern als für 1900:" Unter den zahlreichen an uns gelangenden Ein- ohnaufbesserung empfangene Teil doch nicht." gaben sind auch viele von nicht organisierten 8war fährt der Bericht dann fort: denn die Industrie muß Arbeitern. Der Verkehr mit Arbeitervertretungen auch für weniger günstige Zeiten Vorkehrungen treffen"; diese ist aber im allgemeinen vorzu ziehen, weil die Eingaben Bemerkung macht aber den Eindruck einer nachträglich fachlicher und mehr gesichtet sind." bon andrer Seite angebrachten Korrettur, denn sie ist Ferner betont der Bericht, daß die Gewerbe- Aufsicht nicht gar zu unlogisch. Muß nicht der Arbeiter ebenfalls für ohne Mithilfe der Arbeiter in der Lage ist, ihre Aufgabe zu weniger günstige Zeiten Vorkehrungen treffen?! erfüllen. Es sind in vielen Berufsarten und in nichtfabrik- Ueber die Thätigkeit des neu angestellten weiblichen mäßigen Betrieben Mißstände genug vorhanden, denen vielleicht Beamten bringt der Bericht noch kein allgemeines Urteil, nicht schwer abgeholfen werden könne, die aber ohne Hinda dieselbe noch zu kurz ist. Anfänglich begegnete Fräulein weis der durch sie Betroffenen nur selten für die Behörden erkennbar sind." Wie aber mag den Förderern der Arbeiterknebelung zu Mute werden bei den Urteilen Wörishoffers über die Arbeiterpresse und die Gewerkschaften! Um die Weckung und Pflege des Bildungs. triebs", heißt es im Bericht, haben sich die Arbeiter presse und die Arbeiterorganisation unstreitig Die Erinnerung des Landwirtsbündlers ist wertvoll, aber in seinem große Verdienste erworben. Die erstere sucht diese Sie hat also alle Aussicht, beim Unternehmertum ebenso wesentlichsten Punkte unwahr. Im Sommer 1893 herrschte allerBedürfnisse durch mannigfache Belehrung, durch gemein- mißliebig zu werden wie ihr Chef! Um so mehr aber werden dings namentlich in Mitteldeutschland die furchtbarste Not. Die von monatelanger Dürre heimgesuchten Wiesen gaben keinen Grashalm verständliche Darstellung der socialen Gesetzgebung zu be- die Arbeiter mit ihnen zufrieden sein. her. Das verhungernde Vieh mußte für Schleuderpreise verkauft friedigen. Ebenso haben die Gewerkschaften in Bruchsal und werden. Im Großherzogtum Hessen tam freilich der Staat den Bes Pforzheim, lettere durch den Arbeitersekretär, in diesem drängten zu Hilfe. Aber in Preußen geschah und Herr Jahre Cyklen von Vorträgen über die sociale Gesezgebung Lucke spricht hier die unwahrheit nicht das geringste. Dort veranstaltet. Die Organisationen verdienen auch um ihre ließ man die Landwirte ruhig zu Grunde gehen, handelte freimütige Kritit der in Arbeiterkreisen zum Teil es sich doch nicht um ostelbische Junker, die wohl als Futterherrschenden Unfitten, z. B. des Blaumachens, des überlieferanten von den hohen Futterpreisen noch Nuzen zogen, sondern fleine dürftige Bauern. Nicht einmal งด รั mäßigen Geldverbrauchs für Alkohol usw., Anerkennung. Die zollpolitische Ministerkonferenz hält ihre Beratungen unter um Sie bleiben damit freilich nicht wie manche oberfläch forgsamstem Ausschluß der Oeffentlichkeit und es schien, als sollten Verlangen, die Einfuhr von Futtermitteln aus dem Ausland wurde liche Beobachter bei dem Räsonnieren über die endgültigen Abfichten der Reichsregierung hinsichtlich der Ge- preußischen Landtag von dem Nicht- Agrarier Schuly- Lupis eine Intererfüllt. Endlich, als faum noch etwas zu retten war, wurde int diese bedauerlichen Erscheinungen stehen, sondern suchen nach staltung des Bolltarif Gefezes noch weiterhin allen Bermutungen pellation eingebracht. Und griff jetzt die Regierung ein? Im GegenMöglichkeit die Quellen dieser Mißstände zu berpreisgegeben bleiben. Aber die Berliner Neuesten Nachteil! Der Landwirtschaftsminister trat auf und erklärte feierlich die stopfen. Wesentlich damit im Zusammenhang richten" bringen heute abend eine Mitteilurg über diese brennende Staatshilfe für unmoralisch. Es ist uns nicht erinnerlich, daß steht ihre Betämpfung der unnötigen Ueber angelegenheit, die, wenn sie sich bestätigt, von hoher Bedeutung ist: darob die Junker den Minister in Acht und Bann thaten. Es waren zeit Arbeit; denn es ist eine Thatsache, daß das Blau- i sie schreiben: ija nur tleine Bauern, um deren Geschick es sich handelte. # Dr. v. Richthofen, die ihr Doktoreramen in Nationalökonomie und Staatsrecht bestanden, vielem Mißtrauen; nachdem sie jedoch die ersten Revisionen vorgenommen, erklärten die Arbeiterblätter, mit gewohnter Offenheit", sie hätten nunmehr Gelegenheit gehabt, sich von der praktischen Befähigung der Beamtin zu überzeugen; sie habe bollständig das Zeug, die Interessen der Arbeiterinnen wahrzunehmen. Politische Nebericht. Berlin, den 5. Juni. Aufgabe des Doppeltarifs? D In der Deutschen Tages atg." erinnert ein Lfe.( Luce) unterzeichneter Artikel an die Futternotzeit im Jahre 1893, indent er schreibt: a „ Als durch die große Dürre des Jahres 1893 in der Provinz Hessen- Nassau, in den Großherzogtümern Hessen und Baden die Ernte fast total vernichtet wurde und Streu und Futternot im höchsten Grade Plaz griff, da war man sofort staatlicherseits auf dem Plaze, um diesen Notständen in entsprechender Weise zu steuern. Die großherzoglich hessische Res gierung rief sofort den Landtag zusammen, und es wurden von demselben drei Millionen zur Bekämpfung des Notstands in der landwirtschaftlichen Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Es ist doch wohl anzunehmen, daß nach diesem Borgange auch der preußische Staat nicht säumen wird, diejenigen Mittel von der Landesvertretung zu verlangen, die notwendig find, um einer Kalamität zu steuern, die bei vielen Landwirten Berstörung der Eristenz zur Folge haben würde." Diesmal find namentlich die großen Herren des Ostens von der r Mißernte betroffen. Kein Zweifel, daß jezt frühzeitig Maßregeln werden ergriffen werden, und daß allerseits die Staatshilfe für hoch moralisch erklärt werden wird. Herr Luce hätte gescheiter gethan, an das Jahr 1893 nicht zu erinnern. Der Unterschied wird dadurch nur eingeschärft, wie man bei den kleinen die Staatshilfe für unmoralisch und unnötig erklärt, die man den Großen aus vollen Händen gewährt. Das Ende der Chinabegeisterung. Es wird berichtet: „ Der Mannschaftsbedarf für die Ablösung der Befagung in Siautschou zum Frühjahr 1902. zu welcher die Einstellung im kommenden Herbst erfolgen soll, ist durch die Zahl der bisherigen Meldungen noch nicht gedeckt. Es ergehen daher seitens der Marinebehörden von neuem Aufforderungen zur Einreichung von Bewerbungen tropendienstfähiger Dreijährig- Freiwilliger. Trop der in Aussicht gestellten Teuerungszulage und Ortszulage ist's mit ser binafreiwilligteit aus. Die zurückkehrende Einsicht der jungen Leute wird freilich das Streben stärken, eine Kolonialarmee zu begründen, die unfreiwillige Weltpolitik in China betreiben muß. Barek. Bie wir fogleich mutmaßten, gal Die Depesche des Zaren. Wie wir sogleich mutmaßten galt ent. tuit der offiziöse Zorn gegen den Vertrauensmißbrauch des„ Lok. Anz." insbesondere der Zarendepesche, die Waldersees Haltung in China rühmte. Die Fr. 3tg." hat jest erfahren, daß der Kaiser die Depesche überhaupt nicht wörtlich wiedergegeben hat, sondern nur Was die Wirkungen der Erpedition anlangt, fo urteilt der Ge-| in verschiedenen Arbeitsstellen entgegen zu wirken. Eine währsmann recht pessimistisch. Neue Unruhen seien nicht zu ver- solche Vereinbarung tann ebenso wenig als gegen die guten Sitten hindern, weil die chinesischen sogenannten Christen, zum Teil unter verstoßend oder ungesetzlich angesehen werden, wie die der VerabLeitung christlicher Missionare und unter dem Schuge fremder Bajo- redung von Arbeitern zum Versuche der Erlangung günstigerer nette, nichtchristliche Ortschaften in einer Weise heimsuchten, die Lohn- und Arbeitsbedingungen mittels Einstellung der Arbeit ihnen von seiten der heidnischen Chinesen niemals verziehen werden(§ 152 G.-O.). Hiernach war die Beschwerde zurückzuweisen." wird." Ist auch formell gegen den Entscheid- wie nun die Dinge Es gebe nur ein einziges Mittel, diese Gefahren neuer nugloser einmal liegen wenig zwingendes zu sagen, so ist die Begründung Expeditionen zu beseitigen: dieses Bescheides um so merkwürdiger. Das selbstherrliche Recht der „ Man müßte die Missionare auffordern, sich den Unternehmer, die Arbeiter, die sich erdreisten die Arbeitsstelle wechseln zurückgehenden Truppen anzuschließen und ihnen mitteilen, zu wollen, mit dreimonatiger Hungerfur zu bestrafen, wird als daß sie ihre Thätigkeit in Thätigkeit in Gebieten, Gebieten, wo fein Mensch ebenso unschuldig wie durchaus verständlich hingestellt, mant von ihnen etwas wissen will und in denen sie sich zum wolle nur dem häufigen Hin- und Herwechseln der Arbeiter in großen Teil durch eignes Verschulden unmöglich ge- verschiedenen Arbeitsstellen entgegenwirken. Sollte es den macht haben, in Zukunft nur auf ihr eignes Risiko hin fortfeßen Herren wirklich nicht zum Bewußtsein gekommen sein, daß mit dieser können und nicht erwarten dürfen, daß der Staat zur Förderung Vereinbarung der Fabrikanten den Arbeitern jeder Arbeitswechsel ihrer mehr oder weniger egoistischen Interessen Flotten und Heere am Ort unmöglich, daß sie dadurch gänzlich zu Hörigen ihrer jebereit hält. In den chinesisch- europäischen Niederlassungen an weiligen Arbeitgeber gemacht werden? die zu der Küste findet sich für Lente von einiger Intelligenz, Die Arbeiter des Saargebiets mögen sich aber an diesen Fall wirklicher Arbeit nicht zu träge sind, lohnende erinnern, wenn man ihnen bei der jetzt im Kreise Ottweiler. Beschäftigung genug, besonders wenn der Groll, der heute St. Wendel- Meisenheim stattfindenden Nachwahl mit allerhand die europäischen Ansiedler gegen die Missionare erfüllt, schönen Phrasen um den Bart geht und um ihre Stimmen wirbt. durch die Ueberzeugung, daß diese in Zukunft ihr agitatorisches Treiben einstellen werden, nachgelassen haben wird. Lassen wir aber die Missionare in der Ueberzeugung, daß sie nach wie vor einen mächtigen Rückhalt haben, jo sind neue Expeditionen ledig lich eine Frage der Zeit." werden. Der Saifer und die Reichs Der Kaiser und die Reichslande. ihrem Sinne nach. Von der Veröffentlichung einer nur sinn staatlich subventionierte Missionar- Unwesen nicht unterdrückt französischer Offiziere im Reichslande eintreten lassen, hat durch die Freilich in Deutschland, wo Centrum Trumph ist, wird das gemäß mitgeteilten Aeußerung des Baren aber befürchtet jedenfalls Der verantwortliche der Reichspolitik Vermehrung der seit Waldersees Auszug zahlreichen Mißverständnisse zwischen Berlin und Petersburg. llebrigens wird mitgeteilt, daß der deutsche Kaiser im August dem Zaren einen Besuch abzustatten gedenkt. " Caarrabien. Man schreibt uns aus dem Saarrevier: Wie die Stummische Praxis der Knechtung und Entrechtung der Arbeiter bei den Unternehmern des Saargebiets Schule gemacht hat, wie lettere bestrebt sind unter Anwendung brutalster Mittel die Arbeiter völlig zu ihren Sklaven zu machen, die sich bedingungslos jeder ihrer Launen zu fügen haben und wie die jeder Organisation baren Arbeiter diesem Treiben gegenüber gänzlich schuß- und rechtlos dastehen, davon in folgendem ein Beispiel: " der Jaunezschen Saargemünder Zeitung", der Kaiser werde dem Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Die Nachricht nächst eine Erleichterung in den Bestimmungen über den Besuch Meldung der„ Nordd. Allgem. Zeitung" alsbald ihre Bestätigung erhalten. Herr Staatsrat Jaunez, der Fayencekönig von Saargemünd und Herzog von Lothringen", hat sich also in der Frage der Kreditbewilligung für die Hohkönigsburg nicht verrechnet, und die Hoffnung des Lothringischen Notabelntums iſt von dem erwarteten Erfolg begleitet gewesen. Wie es nun bei derartigen Dingen einmal zu gehen pflegt, so auch hier: das Zu den Hunnenprozessen. Die National Beitung" reichsländische Volt hat die Geldmittel für den Wiederschreibt: aufbau der kaiserlichen Burgruine aufzubringen, und die Herren Die Socialdemokraten haben im Reichstag wiederholt No tabeln; die das Geld aus fremden Taschen so großmütig beden Kriegsminister aufgefordert, wegen der Veröffentlichung der willigt haben, stecken die Vorteile davon ein. Denn daß die ersogenannten Hunnenbriefe Anklage erheben zu lassen, damit wähnten Grenzverkehrs- Erleichterungen für französische Offiziere eine gerichtlich festgestellt werde, was an dem Inhalt dieser Briefe Ein seit 12 Jahren in der Glasfabrik der Firma L. Reppert Maßregel ist, an der die große Masie der Bevölkerung des Reichslandes Wahres ist. Nachdem der Minister diesem Verlangen in Sohn in Friedrichsthal bei Saarbrücken beschäftigter Arbeiter geriet auch mir in mindesten interessiert wäre, das wird im Ernste niemehreren Fällen Folge geleistet, bemüht man sich mit der Firma in Differenzen, wurde gekündigt und entlassen. Von mand behaupten wollen. Den Vorteil aus derselben ziehen einzig von socialdemokratischer Seite die Untersuchung zu fördern? dem Wertführer einer andren am Ort belegenen Glasfabrik wurde und allein die paar Notabelnfamilien unfres Landes, deren Söhne Nein, sie zu vereiteln! Der Abg. v. Bollmar hat vor einigen ihm Beschäftigung zugesagt, als er aber sein Entlassungszeugnis oder sonstige Verwandte, zum Teil noch aus der Zeit vor 1870 her, Tagen nach der Augsb. Abendztg." in München in einer social- vorlegte, erklärte der Werkmeister, mit solchem Zeugnis tönne er ihn als Offiziere in der französischen Armee stehen, und für die bisher demokratischen Versammlung ausgeführt: Der preußische Kriegs- nicht einstellen. Der Arbeiter möge zur Firma Reppert gehen und ein Besuch ihrer Familienangehörigen auf reichsländischem Boden minister sei nicht Vorgesezter der ostasiatischen Truppenteile, da diese ersuchen, daß sie auf dem Abgangszeugnis den Vermerk mache, erheblich erschwert oder völlig unmöglich gemacht war. sie nicht gefeßlich aufgestellt wurden; er, v. Vollmar, habe einem sie gebe ihre Einwilligung zu seiner Einstellung bei der andren Dagegen harren diejenigen Söhne unsres Landes, die, ohne mit der Sache beschäftigten Rechtsanwalt gefagt, er folle geltend Firma. Unter den Fabrikbefizern von Friedrichsthal besteht gerade als Offiziere in die französische Armee eintreten zu können, machen, daß in geseglichem und verfassungsrechtlichem Sinne der nämlich eine Vereinbarung, daß ein bei einer Firma ans- nach den Kriegsjahren 1870/71, zum Teil unter zwar straffälliger, Kriegsminister nicht der Vorgesezte dieser Truppen, ja daß tretender oder entlassener Arbeiter innerhalb drei Monaten aber unter den gegebenen Verhältnissen immerhin begreiflicher und diese Truppen gar keine deutschen Truppen seien. Was die nur dann von einer andern Firma eingestellt werden darf, wenn entschuldbarer Verlegung bestehender Verpflichtungen gegenüber dem legtere Bemerkung besagen soll, ist das Geheimnis des Herrn der bisherige Arbeitgeber dies ausdrücklich auf dem Abgangszeugnis neuen Vaterlande, nach Frankreich ausgewandert sind, immer noch b. Bollmar. Höchst bezeichnend aber ist das Bemühen, die gedes Arbeits bemerkt. Dies zu thun weigerte sich aber die Firma vergeblich des erlösenden Wortes, das ihnen die dauernde oder auch richtlichen Verhandlungen zu erschweren, nach- Reppert. nur vorübergehende Rückkehr ins Heimatland gestattet. Und daß dem man sie zuerst selbst verlangt hat. Wir glauben in- Dem Arbeiter wollte es nicht in den Sinn, daß er auf Grund hierbei eine sehr erhebliche Anzahl von Personen gerade aus den des nicht, daß die Legitimation des preußischen Kriegsministers, dieses Aftes von Fabrikantenwillkür den Ort verlassen oder mittleren und unteren Boltsschichten in Betracht kommt, die Erhebung der Anklage zu beantragen, seitens der Gerichte be- aber mindestens auf drei Monate von der Arbeit aus daß eine diesbezügliche Verfügung also eine wahrhaft volkstümliche zweifelt werden wird; follte es geschehen, so brauchten sich die gesperrt sein sollte; er erinnerte sich erinnerte sich des Gesetzentwurfs Maßregel wäre, das weiß jedermann, der die Verhältnisse in ElsaßKriegsminister von Bayern, Württemberg und Sachsen nur den zum Schuße der Arbeitswilligen, die im Interesse der Staats- Lothringen kennt. Anträgen anzuschließen." und Gesellschafts- Ordnung für so dringend nötig erklärt worden Man geht wohl nicht fehl, wenn man das erwähnte EntgegenWir lassen die von unserem Parteigenossen v. Vollmar angeregte war und den die Unternehmer, die ja, besonders im Saargebiet, jo tommen des Reichsoberhaupts gegenüber den Wünschen der reichsFrage unerötert und haben lediglich die verehrlichte National große Patrioten und feste Staatsstüßen sind, so freudig begrüßt ländischen Aristokratie in Zusammenhang bringt mit den GunstBeitung" zu befragen, ob sie wünscht, daß Staatsbürger prozeſſiert hatten; er, erinnerte sich des Wortes: schwerste Strafe demjenigen, bezeugungen, die der Kaiser kürzlich der franzöfifchen Armee anläßwerden, sofern sich herausstellen sollte, daß der Strafantragsteller er sei wer immer, der einen Deutschen an freiwilliger Arbeit hindert, lich der Anwesenheit zweier ihrer Offiziere bei den Berliner Paradegefeßlich unberechtigt zum Strafantrag ist? Mutet die National- und hoffte bei den Behörden Schutz und Hilfe zu finden. festlichkeiten zu Teil werden ließ. Weit mehr aber als eine derartige Beitung" einem Richter das Amtsverbrechen zu, ein Strafverfahren Zunächst wandte der Arbeiter sich an den Landrat. Dem Antwort Maßregel, die nur einem verschwindend kleinen Teil der Bevölkerung des durchzuführen, wenn er überzeugt ist, daß ein rechtsgültiger Straf- fchreiben, das er hierauf erhielt, sei folgendes entnommen:" Die Landes zu statten kommt, wäre eine allgemeine Erleichterung antrag nicht vorliegt? Frage der Rechtmäßigkeit ihres Entlassungsscheins habe ich an der des Heimatbesuchs für die in Frankreich lebenden Diese Frage hat nicht das mindeste zu schaffen mit der Klar Sand des§ 113 der Gewerbe Ordnung eingehend untersucht. Es Elsaß- Lothringer am Platze gewesen. stellung der aus China berichteten Humenthaten und deren Förderung. ist dort verboten, die Arbeiter im Zeugnisse geheimerweise zu kennNicht die Socialdemokratie hindert diese Klarstellung, vielmehr die zeichnen. Ich habe nicht feststellen können, daß ein Verstoß gegen Heeresleitung. Wenn es dieser nicht um Bestrafung der ihr dieses Berbot vorliegt. 8 war hat eine Kennzeichnung unangenehmen Kritiker, sondern um Klarstellung der Vorkommnisse Ihrer Person mit Rücksicht auf die mir bekannte zu thun wäre, dann dürfte sie sich nicht darauf beschränken, lediglich Vereinbarung der Glashütten- Besizer gegen socialdemokratische Blätter zu klagen, sondern sie hätte Friedrichsthal stattgefunden, jedoch nicht durch das mindestens zugleich die zahllosen bürgerlichen Blätter, erteilte Entlassungszeugnis, sondern durch die Vorenthaltung der deren Chinabriefe wir vielfach nur wiedergaben, vor den Richter Wiederaufnahmebewilligungs- Befcheinigung. Die Ihnen gewordene ziehen müssen. Ferner dürfen wir der„ Nat. 8tg." mitteilen, daß Arbeitskündigung und deren Gründe entziehen sich meiner Ein der Kriegsminister, wenigstens soweit es den Vorwärts" angeht, wirkung. Ich bin daher nicht in der Lage, amtlich ein Urteil lediglich wegen formeller Beleidigung flagt und die Richtigkeit darüber abzugeben." der gemeldeten Thatsachen überhaupt nicht bestreitet. " in Ausland. Ein Allerweltsmann. --st- Wien, 4. Juni. Populäre Minister hat es in Oestreich noch nie gegeben. Das ist ganz natürlich, denn der Minister gefällt entweder dem einen Voltsstamm, dann mißfällt er aber sicher dem andern; der Grund seiner Popularität bei den einen ist die Ursache des Mißfallens der andern. Der Minister regierte entweder in Böhmen czechisch, dann ward er von den Deutschen gehaßt, oder er war ein Deutscher, Run wandte sich der Arbeiter an das Amtsgericht zu dann verfolgten ihn die Czechen. In Galizien hatte er sich zwischen Es ist gewiß eine liberale Aufgabe, politische Angeklagte, Sulzbach um Zulassung zum Armenrecht und Gewährung eines Polen und Ruthenen, im Süden zwischen Slovenen und Italienern die sich ihrer Kläger wehren, zu beschimpfen und dem völlig ein- Rechtsbeistands zur Einleitung einer auf folgenden Forderungen zu entscheiden; überall stand er vor Alternativen und wie er sich seitigen Vorgehen der Heeresleitung Kränze zu flechten. basierenden Klage gegen die Firma Reppert. 1. Ausstellung eines auch entschied, mehr als halbe Liebe konnte er nicht ernten. Herr Zeugnisses, daß ihm die Erlangung andrer Arbeit nicht unmöglich v. Körber aber ist auf dem besten Wege, überall Zärtlichkeit zu Chinafrieden in Berlin. Zu den unnötigen Maßnahmen, die mache; 2. Zahlung einer Entschädigung von drei Mart pro Arbeits- finden; die Herzen aller fliegen ihm zu, dieser kleine Bureaukratengerade die deutsche Regierung gegen das offizielle China unternahm, tag, vom Tage der Entlassung an, bis zur Ausstellung vorstehend mensch ist in den verflossenen vier Monaten geradezu populär geworden mit dem man doch stets in Frieden lebte, zählte auch die Ueber- bezeichneten Beugnisses bezw. bis zum Ablauf der von der und seine Worte finden bei allen Volksstämmen williges Gehör. Er hat wachung des telegraphischen Verkehrs der chine Fabrikantenvereinigung vereinbarten Aussperrungsfrist von drei gestern im Abgeordnetenhause- etwa um Mitternacht, denn in Wien ist sischen Gesandtschaft in Berlin. Jegt ist diese Plackerei Monaten. Das Amtsgericht lehnte die Bewilligung des Armenrechts legt der Parlamentarismus in Bermanenz erklärt- eine politische endlich beseitigt worden. ab, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung aussichtslos sei. Rede gehalten und obwohl er eigentlich nichts gesagt hat, als Gegen diesen Bescheid wandte sich der Arbeiter nun mit einer triviale Selbstverständlichkeiten, überfließen die Abgeordneten und die eingehend begründeten Beschwerde an das Landgericht zu Saarbrücken Zeitungen von dem Lobe des Mannes, der Destreich gerettet habe. In der Beschwerdeschrift wurde hervorgehoben, daß die Vereinbarung Man verhandelte das Budgetprovisorium, und trotzdem Herr v. Körber der Unternehmer eine solche sei, für die der Gefeßentwurf zum teine" Majorität hat, wurde ihm diese Blanko- Vollmacht, die nach Schuße der Arbeitswilligen Strafe angedroht habe; daß sie unter der landläufigen Auffassung ein Vertrauensvotum darstellt, mit Bezugnahme auf§ 326 des Bürgerlichen Gesetzbuchs als gegen die kolossaler Majorität erteilt. Glück. hat er, der kleine Körber, das guten Sitten verstoßend bezeichnet werden müsse; daß sie aber auch muß ihm der Neid lassen. Das einst so borstige Haus ist unter gegen den Sinn des§ 113 der Gewerbe- Ordnung verstoße, in feinen gewandten Händen ganz zahm geworden, die zuwideren welcher es der Gesetzgeber den Arbeitgebern ausdrücklich untersage, Barteien parieren nun auf den Wink, und was die Regierung will, den Arbeitern durch Kennzeichnung die Erlangung andrer Arbeit un- das geschieht. Es ist wieder eine Lust geworden, östreichischer möglich zu machen oder zu erschweren. Ministerpräsident zu sein! Rittmeister v. Krosigk hatte nach der„ Magdeb. Boltsstimme" im vergangenen Jahr eine Festungsstrafe von neun Monaten in Magdeburg zu verbüßen. Aus welchem Anlaß, vermag das Blatt nicht zu sagen. Wenn ein Rittmeister zu neun Monaten verurteilt wird, muß er schon gehörige Schuld auf sich geladen haben. Der Rückzug der deutschen Truppen aus China ist ebenso unmotiviert erfolgt, wie die Entsendung. Walderfee hat in gewissem Sinne allerdings sein Wort gehalten, das er in jener finematographisch erregten Zeit zum Kaiser sprach, als er Mitte August 1900 die Triumphatreise durch Deutschland unternahm: Ich bitte Eure Majestät, die Versicherung gnädigst anzunehmen, daß, so lange der Arm die Kraft behalten wird, diesen Stab zu halten, ein Befehl zum Rückzug über meine Lippen nicht kommen wird." Nachdem nun der Feldmarschallstab anscheinend verbrannt ist, hat sein Arm nicht mehr die Möglichkeit ihn zu halten, und darum fonnte er getrost den Befehl zum Rückzug geben. Ueber diesen Rückzug und die Zukunft Chinas urteilt der militärische China- Berichterstatter der Frankfurter Zeitung": Er bespricht zunächst die Meldung, daß französische Truppen im Verein mit den chinesischen regulären Soldaten Boyerhaufen bekämpften und weist auf einen jener tollen Widersprüche hin, aus denen der Rache= zug von Anfang an bestanden hat: Vor wenigen Wochen noch hielt es das Oberfommando für geboten, durch eine deutsch- französische Expedition die chinesischen Truppen anzugreifen und nach Schanft zurückwerfen zu lassen, und die deutschen Leser wissen heute aus der Verlustliste, daß dieses Unternehmen bedauerliche Opfer an Menschenleben für unsre deutschen Truppen zur Folge hatte. Wenn nun heute dasselbe Oberkommando, das vor furzer Zeit die Bekämpfung der chinesischen Armee für geboten erachtete, nichts gegen ein Bu sammengehen der ihm unterstellten französischen Truppen mit eben diefen Chinesen einzuwenden hat, so berechtigt dies wohl zu der Frage, weshalb man unter diesen Umständen überhaupt noch Menschenopfer im Kampfe gegen chinesische Reguläre für unumgänglich notwendig erachtete. Für unumgänglich muß man sie doch wohl gehalten haben, und das deutsche Volt wird sicherlich zu seiner Beruhigung eine Aufklärung über den plötzlichen Wandel in dem Verhalten des Oberkommandos den Chinesen gegenüber umsomehr wünschen, als die ausländische Presse nicht müde wird, die deutscherseits unternommenen Expeditionen den Verlangen der Deutschen, sich durch Waffenthaten Ruhm zu er werben, zuzuschreiben." Das Landgericht wies die Beschwerde kostenpflichtig zurüd. Die Begründung des Bescheides ist merkwürdig genug. Nachdem die angeführte bestehende Vereinbarung der Friedrichs thaler Glasfabrikanten als dem Gericht bekannt zugegeben, heißt es weiter wörtlich: Von allen europäischen Ministern dürfte Herr v. Körber der Regierungschef sein, der in diesem Jahre auf die größten Erfolge zurückblicken kann. Er fand eine schier unlösliche Situation vor, einen Zustand, der einem Staatsbankrott so ähnlich sah wie ein Ei dem andern. Dem neuen Hause schien ein sehr kurzes Dasein beNach§ 113 G.-O. können die Arbeiter beim Abgange ein schieden, das Ende des früheren Parlaments fündigte ihm ein ähnlich Zeugnis über die Art und Dauer der Beschäftigung verlangen. jämmerliches Schicksal an. Und heute? Heute steht Oestreich am Dieses Zeugnis ist, wenn es der Arbeiter fordert, auch auf Ende einer Session, in der die Gefeßfabrikation förmlich mit Dampf ihre Führung und ihre Leistungen auszudehnen. Keine dieser betrieben wurde, in der nur eine Leidenschaft gewaltet hat: die der Forderungen wird in der beabsichtigten Klage geltend Arbeit. Wodurch hat Herr v. Körber seine unleugbar großen Erfolge gemacht. Denn wenn Kläger auch allgemein die Ausstellung eines errungen? Ist er ein Mann von ungewöhnlichen Gaben, eignet Beugnisses verlangt, das ihm die Erlangung andrer Arbeit nicht ihm besondere Geistesenergie, hat er seltene Kraft, fruchtbare Ideen unmöglich macht, so ergiebt doch die Begründung und weitere geoffenbart? Beileibe nicht. Herr v. Körber besitzt sicherlich EigenAusführung, daß er fein Zeugnis über Führung und Leistungen schaften, die ihn über den Durchschnitt östreichischer Ministerercellenzen haben will, sondern daß er nur einen Zusatz begehrt, wonach die ziemlich hoch stellen; er ist geschickt, flug, besonnen, zähe und Firma Reppert den Eintritt des Klägers an einer andren Arbeits- wenn es rätlich und nüzlich ist, sogar ehrlich. Aber seine geistige stelle gestattet. Ein solcher Vermert ist aber weder ein Beugnis Physiognomie weist doch keine hervorragenden Eigenschaften über Art und Dauer der Beschäftigung, noch ein solches über auf, wahrlich nichts, was diese phänomenalen Erfolge erklären Führung und Leistungen. Auch die Ausführung des Beschwerdeführers, tönnte. Wenn man diesen Opportunisten analysieren soll, so kann daß die Art der Ausstellung des Zeugnisses in Verbindung mit der man nur sagen: Er siegte, weil er das Selbstverständ= bestehenden Vereinbarung der Fabrikbefizer sich als eine Zuwiderliche that. Nach den Intriganten, mit denen die Oestreicher seit handlung gegen§ 113, Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung darstelle, ist un- Jahrzehnten heimgesucht worden waren, that ein Mensch not, dem zutreffend. Den Arbeitgebern ist es untersagt, die Zeugnisse mit man trauen durfte: Herr v. Körber wurde also ehrlich und geMerkmalen zu versehen, welche den Zwed haben, die Arbeiter in wissenhaft. Nach den Faullengern, die das Regieren als Füllsel für einer aus dem Wortlaut des Zeugnisses nicht ersichtlichen Weise müßige Stunden auffaßten, brauchte man einen Regierungschef, der zu kennzeichnen. Um ein Merfinal handelt es sich hier aber nicht, sich um die Regierung fümmerte; Herr v. Körber arbeitet wirklich denn die Nichtaufnahme eines Zusaßes, zu dem eine gesetzliche wie ein Lafttier. Nach den hochmütigen Feudalen, die aus ihrer UnVerpflichtung nicht besteht, ist kein Merkmal. Die Vereinbarung wissenheit ein Princip gemacht haben, war ein Mann vonnöten, der flint, der Arbeitgeber, einen von einem andern Arbeitgeber entlassenen schmiegsam, unverdroffen, zähe zu arbeiten verstand: Herr v. Körber kann Fabrikarbeiter in einer bestimmten Frist nur dann anzunehmen, das wie taum der geschichteste Diplomat. Gegenüber den ver wenn der bisherige Arbeitgeber dieses ausdrücklich gestattet; verstößt blendeten Parteien, die in selbstmörderischem Wüten ihre Kräfte erendlich auch nicht gegen den§ 826 des Bürgerlichen Gefeß ichöpften, hatte die Politik des Sich Verständigens die Logik fir buchs. Ihr durchaus verständliches(!) Motiv ist das, fich, und das Rätsel der Körberschen Erfolge ist, daß er diese den zu häufigem Hin- und Herwechseln der Arbeiter 20git lebendig gemacht hat. Er giebt sich auch über das Wenn die städtischen Behörden die Absicht Bretäre dieser mehr erlifteten als errungenen Erfolge feinen Aufklärungsschriften über das Christentum und die Kirche Amts erwiesen hätten. Täuschungen hin, und wenn etwas au diesem grundnüchternen beschlossen. Soeben erschien in neuer Auflage mit neuem Vor- hegten, die bessernde Hand an die Berliner Wohnungszustände zu Menschen sympathisch ist, so ist es der Umstand, daß ihn der Erfolg wort: Christentum und Socialismus von A. Bebel.( Preis legen, so wäre Kenntnis aller in Betracht kommenden Verhältnisse nicht verblendet, daß er nicht üppig und nicht übermütig wird. Er 10 Pfennig. Agitationsausgabe 100 Exemplare 3 M., 1000 Stüd das erste Erfordernis, und lägen die betreffenden Zustände erst einhat einen ausgeprägten Sinn für das Mögliche, und so ist es zu er- 15 M.). Dieser Broschüre folgen in rascher Reihenfolge drei weitere mal flar zu Tage, so würde sicherlich nicht mehr darüber diskutiert werden, ob man einzugreifen habe, sondern nur, wie man Besserungen flären, daß er sich bisher so wenig vergriffen hat. Die Notwendig Schriften: keit des Bestandes Oestreichs streitet für ihn, und ohne nach irgend 1. War Christus Gott, Mensch oder Ucbermensch? herbeiführen könne. Bis jetzt aber habe das Statistische Amt die welcher Richtung hin auffallende Eigenschaften hat er erreicht, daß 2. Waren die Urchriften wirklich Socialisten? Zusammenstellung der Wohnungsstatistik, die im Jahre 1895 im die Völker in Oestreich, insbesondere weil sie sich an der Mauer der 3. Das ,, wahre" Christentum als Feind von Kunst und Anschluß an die Volkszählung aufgenommen worden ist, noch nicht harten Thatsachen schon alle den Kopf eingerannt haben, nun zu fertiggestellt, trozdem wir doch eine neue Volkszählung schon hinter Wissenschaft. erkennen beginnen, daß sie sich alle nach der Decke streden müssen. Diese drei Broschüren von Dr. Engen Levinsky, auf den Werken uns haben! Das Arbeitsfeld des Wohnungsamts würde sehr und mannigfaltig fein, δα ihm die Aufs Einen Beweis seiner Geschicklichkeit hat Herr v. Körber gestern der bürgerlichen liberalen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts umfangreich gestellt werden müßte, alle, das gesamte Wohnungsmit seinen Ausführungen über die„ os von Rom Bewegung" fußend, eignen sich ihrer populär- wissenschaftlichen Darstellung und gabe Daten und Ziffern zu sammeln, zu geliefert. Diese in unsrer materialistischen Zeit etwas verwinder ihrer gemeinverständlichen, von Schimpfereien freien Sprache wegen wesen betreffenden liche Bewegung wird im Auslande sehr überschätzt; wer die Dinge zur Massenverbreitung auch in katholischen Gegenden. Der Preis ist sichten, zu bearbeiten und in furzen Zwischenräumen herauszu näher steht, weiß schon, daß hier von einer tiefer greifenden, die für jede Broschüre auf 15 Bf. festgesezt; für Massenbezug Parties geben. Ein unentgeltlicher Wohnungsnachweis für fleinere WohMassen hinreißenden Strömung nicht geredet werden kann. Herr preise. Weitere solcher Aufklärungsschriften sollen in Kürze folgen. mungen würde der ärmeren Bevölkerung großen Nutzen bringen, da v. Körber beruhigte also die Klerikalen und zwar sprach er nicht bloß Die Parteipresse wird um Nachdrud gebeten. das häufig tagelange Suchen nach Wohnungen neben allen andern Unbehaglichkeiten auch erheblichen Lohnausfall mit sich bringe. Köln, zu den Abgeordneten, sondern vielmehr zum Thronfolger-: die Furcht sei nicht begründet, daß die katholische Kirche irgendwie in Rechtsanwalt Bernhard Freytag ist am Sonntagnachmittag Worms, Mülhausen i. E., Stuttgart, Kiel, Straßburg, Rigdorf und Destreich bedroht sei oder auch nur bedroht werden könne. Ihre in Bad Elfster, wo er sich zur Erholung aufhielt, an den Folgen Wien besigen solche unentgeltlichen WohnungsGewalt über die Herzen sei zu groß, und die Sorge für sie ruhe eines Gehirnschlage verstorben. Die Leipziger Volkszeitung" schreibt nachweise, und ihre Wirksamkeit sei eine allgemein anerkannte. in zu sicheren Händen", als daß irgend eine Agitation ihr über den Verstorbenen:„ Mit ihm ist ein als Verteidiger in allen Ganz neuerdings hätten die bayrische wie die sächsische Regierung nahe kommen könnte. Wirkliche Umwälzungen feien stets nur Streisen der Bevölkerung Leipzigs und weit darüber hinaus durch Runderlasse die Gemeinden über 20 000 Einwohner aufdurch neue, der Gedankenwelt und Empfindungsweise des Volts hochgeschätzter Mann aus dem Leben geschieden. Auch der Arbeiter gefordert, der Errichtung von städtischen Wohnungsnachweisen ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. zusagende Ideen hervorgerufen worden", während es sich jetzt um schaft hat der Verstorbene nahe gestanden. Gar mancher Arbeiter die Bekehrung zu einem„ in seinem Wesen und seinen Formen längst hat in dem Rechtsanwaltsbureau, das Bernhard Freytag mit seinem und Wohnungsnachweises liege die Anstellung von WohnungsNicht ganz so einfach wie die Errichtung eines Wohnungsamts bekannten Glauben handle, dem keine Leidenschaften mehr voraneilen". Zwischen den Worten liegen hier gleichsam die Nadelstiche, Bruder Otto Emil gemeinsam unterhielt, Rat und Hilfe gefunden, gar nipettoren, da die Stadt zur Durchführung dieser Maßwomit die Regierung den gehässigen Eingriff des Thronfolgers mancher Arbeiter ist von dem mit einer glänzenden Rednergabe aus regel auf die Unterstützung der staatlichen Behörden angewiesen sei. Diese Unterstützung würde aber nach den neuesten Wohnungsabwehrt; es brauche seines frommen Eifers nicht, wird ihm ziemlich gestatteten Anwalt gegen seine Ankläger verteidigt worden. In dem aber, berühmten Hochverratsprozeß gegen die staaten werden. In Elsaß- Lothringen fich heiser schreien, antwortete Herr v. Körber mit ben zwar teidigung, wobei es an Zusaminenstößen zwischen Bernhard Freytag 13. April 1850, in Hessen durch Gesetz vom 1. Juli 1893 für seien Wohnungs- Inspektionen eingesetzt auf Grund des Gesezes vom nicht originellen, aber um so richtigeren Worten: ,, Ein Uebermaß und dem Staatsanwalt sowie dem Schwurgerichts Präsidenten alle Gemeinden über 8000 Einwohner, in Hamburg durch Gesetz von Polizei scheint mir unter allen Umständen bedenklich, überdies vom 8. Juni 1898, in Bayern durch Verordnungen vom 22. Juni 1900 gegenüber folchen( geistigen) Bewegungen unwirksam, und ich nicht fehlte. In logischem Gedankengang gelangte er zut Konsequenzen, und 10. Februar 1901, die sächsische Regierung habe vor kurzem die glaube, daß sich die katholische Kirche beruhigt auf ihre Kraft verlassen Hand der staatsanwaltlichen Deduktionen tann." Wenn man jemals aus dem Munde eines Ministers Worte ver- von denen er dem Staatsanwalt auf den Kopf zusagte, daß Aufforderung an die Kreishauptmannschaften gerichtet, in den Genommen hat, von denen man wünschen muß, daß sie nicht Worte dieser selbst nicht daran glaube. Als der Gerichtspräsident den meinden auf Einführung geordneter Wohnungsaufsichten hinzuwirken; bleiben, sondern zur Richtschmur von Thaten werden mögen, so ist Verteidiger rügte, weil er mit dürren Worten erklärt hatte, daß außerdem beständen Wohnungsinspektionen in Effen, Düsseldorf, es dieses Bekenntnis, daß gegenüber geistigen Bewegungen die es ein Flecken an der sächsischen Ehre und Gerechtigkeit için Bolizei nicht aufgeboten werden darf, wo ihr Äufgebot nichts nüßen würde. Das ist eine Regierungsmarime, die Herr v. Körber auch für andre Regierungen gesprochen haben könnte. erschlagen zu können wähnen und nach diesen Mitteln Tag für Tag hatten die Gebrüder Freitag Liebknecht, Bebel und Hepner Erlassen der preußischen Regierung und dem Vorgehen andrer BundesFrankreich. Paris, 5. Juni. Der General- Staatsanwalt am Staatsgerichtshof ließ heute abend den Grafen Lur Saluces verhaften. Paris, 5. Juni. Das Resultat der Pariser Volkszählung vom 24. März dieses Jahres wird jezt veröffentlicht. Danach betrug die Einwohnerzahl von Paris an diesem Tage 2714 068 gegen 2 251 169 im März 1896. Vier Bezirke gewinnen infolge der Be: völkerungszunahme je ein Deputiertenmandat. Belgien. Brüffel, 5. Juni. Die Repräsentantentammer verhandelte über den Antrag des früheren Ministers Beernaert betreffend die Uebernahme des Kongostaats und verwies denselben, auf Vorschlag des Präsidenten, der Centralfektion, welche auch mit der Regierungsvorlage betreffend den Kongostaat befaßt ist, und zur Prüfung des Antrags Beernaert einen besonderen Ausschuß bilden wird. Portugal. Lissabon, 5. Juni. Die Cortes sind heute durch königliches Dekret aufgelöst worden; die Neuwahlen finden im Oktober statt und der Zusammentritt der neuen Cortes ist auf den 2. Januar nächsten Jahres festgesetzt. Schweden. Der neue Marineminister. An Stelle des verabschiedeten Dhrssen ist der Admiral Palander zum Marineminister ernannt worden. Balander war bei Nordenskjölds Nordostpassage- Expedition( 1878 bis 1880) der Führer der„ Vega". Türkei. Ein neuer Konflikt. Aus Konstantinopel wird vom 4. Juni gemeldet: Mit Rücksicht auf den gestrigen Beschluß des Justizministeriums, daß ausländische Advokaten nicht mehr vor türkischen Gerichten plädieren dürfen, wenn sie nicht eine besondere Erlaubnis besigen, richteten die in Konstantinopel ansässigen Advokaten an die Botschafter ein Memorandum, in welchem sie, auf die Ungesetzlichkeit der er wähnten Maßnahme vom Standpunkt des türkischen Rechts und der zwischen den Mächten und der Pforte bestehenden Verträge hinweisend, ausführen, daß die Rechte der Ausländer durch die genannte Maßnahme verlegt seien, und die Botschafter bitten, bei der Pforte Schritte zu thun, damit ihnen die freie Ausübung der Advokatur, entsprechend den türkischen Gesetzen und den bestehenden Verträgen, gewährt werde. Der Boeren- Krieg. Neue Boeren Erfolge. Ein amtliches 2ondoner Telegramm vom 4. d. Mis. aus Pretoria meldet, = an der würde, wenn die Geschwornen das Schuldig über die Angeklag 41 aussprächen, erwiderte Bernhard Freytag fest:„ Das ist meine subjektive Ueberzeugung". Der Verstorbene hat in seiner rechtsanwalt lichen und notariellen Praris bis an sein Lebensende gemeinsam mit seinem älteren Bruder, dem ehemaligen Vertreter der Leipziger Socialdemokratie im sächsischen Landtage, gewirkt; im Alter von 61 Jahren konnte er auf eine erfolgreiche Thätigkeit zurückblicken. Sein Andenken wird in Ehren bleiben." = Eisenach, Mannheim, Karlsruhe, Göttingen, Offenbach und Heidel berg. Muster seien also in Hülle und Fülle vorhanden, und da nicht würde bestritten werden können, daß sich in den Wohnungs verhältnissen der ärmeren Bevölkerung Berlins zum Teil die allerschwersten Mißstände finden, so würde trog der vorgeschobenen Abneigung gegen noch mehr Polizei die Einsetzung von Behörden, welche die Machtvollkommenheit haben, Besserungen durchzuführen event. zu erzwingen, sich nicht umgehen laffen. Vor Eintritt in die Debatte gaben die Magistratsvertreter das von ihnen gesammelte einschlägige Material bekannt. In der Debatte selbst wurde mit nur einer Ausnahme von allen bürgerlichen Mitgliedern der Versammlung gegen die Anträge Stellung genommen. Das vom Antragsteller und dem Magistrat beigebrachte Material genüge nicht, so weitgehende Beschlüsse zu fassen; die aus andern Städten vorliegenden Erfahrungen seien noch zu neuen Datums, um daraus Schlüsse zu ziehen; man habe schon gerade genug Bolizei und wer solle denn die Hausbesiger entschädigen, wenn sie durch die Wohnungs- Inspektionen zu Aenderungen in den Wohnungen gezwungen würden? Auch der Oberbürgermeister verhielt sich ablehnend und befürwortete ganz im Gegensatz zu den Ausführungen unsrer Vertreter, daß man besser erst abwarte, was denn die zu erwartende staatliche Gesetzgebung auf diesen Gebieten bringen werde. Mit den polnischen Nationalsocialisten beschäftigte sich eine Versammlung unsrer Breslauer Barteifreunde unter reger Beteiligung polnisch und russisch sprechender Genossen. Allgemein wurde der Beschluß des letzten polnischen Parteikongresses, in polnischen Bezirken die Aufstellung der Reichstags- Kandidaturen allein vor: zunehmen, und das sonderbare Verlangen, deutsche Agitatoren in diese Bezirke nicht zu entfenden, entschieden zurüdgewiesen. Genosse Bruhns gab der Meinung Ausdruck, daß die Social demokratie es nicht als ihre Hauptaufgabe betrachten müsse, für die Wiederherstellung des zerrissenen polnischen Reichs zu wirken. Sie hat vielmehr die Aufgabe, für die gebung der focialen Lage der arbeitenden Bevölkerung zu arbeiten, ohne Rücksicht darauf, ob diese arbeitende Bevölkerung in Galizien oder Russisch- Polen Die Antragsteller Singer und Heimann änderten im Laufe oder sonstwo wohnt. Unter den polnischen Parteigenossen der Debatte ihren Antrag dahin, daß der Magistrat ersucht wird, giebt es eine große Strömung, die mehr nationalen als die Errichtung eines Wohnungsamis, eines unentgeltlichen Wohnungsfocialistischen Bestrebungen huldigt. Diese Strömung 81 nachweises und von Wohnungs- Inspektionen in Erwägung zu ziehen unterstützen, haben wir keine Veranlassung. Wir gehen aber auch und der Versammlung darüber eine Vorlage zu machen. Aber auch weiter und erklären: Wir halten es für wünschenswert, daß die in dieser Fassung fiel der Antrag gegen 2 Stimmen, Ein gleiches polnischen Arbeiter die deutsche Sprache erlernen. Sie werden da- Schicksal hatte ein Antrag Ullstein, der sich nur in der Fassung durch konkurrenzfähiger gemacht, fönnen sich leichter durchschlagen von dem Antrag unsrer Genossen unterschied; er wurde mit 5 gegen und fommen auf eine höhere Kulturstufe. Nur die Art, wie man 4 Stimmen abgelehnt. Wit 7 gegen 2 Stimmen gelangte darauf die Polen an der Verwendung ihrer Muttersprache der folgende Antrag Haberland zur Annahme: zu hindern sucht, wird von uns auf das schärfste verurteilt. Wir haben immer eine starke, große socialdemokratische Partei gewollt. Deswegen können wir nicht dulden, daß derartige Sonderbestrebungen einreißen. Da könnten die französich sprechenden Genossen im Elsaß oder die dänisch sprechenden in Schleswig auch eine eigne Partei ihrer„ Nation" verlangen. Wohin sollte das führen? Diesem Standpunkt schlossen sich die nachfolgenden Redner, darunter mehrere polnische Genoffen, vollkommen an. Polizeiliches, Gerichtliches unv. Kommunales. Die Stadt Berlin und ihre Arbeiter. D " Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht den Magistrat, dafür Sorge zu tragen, daß die statistischen Beobachtungen auf dem Gebiete des Wohnungswesens derart erweitert werden, daß möglichst alljährlich ein genaues Bild über die Wohnungsverhält nisse gewonnen wird." Durch diesen nichtssagenden Beschluß, wie durch den ganzen Verlauf der Debatte hat der städtische Wohnungsausschuß bewiesen, daß er zwar mit platonischen Erklärungen, die Wohnungszustände in Berlin bessern zu wollen, nicht targt, daß er aber versagt, sobald es fich darum handelt, den ernstlichen Anfang dazu zu machen. VorEs regnet Strafmandate. Einigen Genoffen- so berichtet Die Stadtverordneten- Versammlung hat in ihrer beute nach unser Hallesches Parteiorgan- die seiner Zeit das Flugblatt" Was mittag 5 Uhr im Rathause stattfindenden öffentlichen Sizung u. a. kosten uns die Junker?" verbreitet hatten, ist nun ein Strafmandat folgende Angelegenheiten zu erledigen: Berichterstattung über die zugegangen. So erhielten sechs Genossen in Aue und einer in Ras- Vorlage, betreffend das städtische Bibliothelswesen. berg die Verfügung, laut welcher fie je 30 Märklein blechen sollen, lagen, betreffend die Errichtung eines Vierfamilien- Wohnhauses auf weil sie die Flugblätter an einem Sonntag verbreitet hätten. Selbst dem Gelände der Irrenanstalt Herzberge, die Annahme eines der verständlich haben alle Genossen gerichtliche Entscheidung beantragt. Stadtgemeinde Berlin geschenkten Delgemäldes- und die Verwendung der Erträge der Friedrich Wilhelm- Stiftung für das Jahr 1900. Antrag von Mitgliedern der Bersammlung betreffend die Vorlegung der Reiseberichte derjenigen Beamten und Lehrer, welche mit städtischer Unterstügung die Weltausstellung in Paris Der Stadtverordneten Ausschuß zur Vorberatung der Magi besucht haben. Vorlagen, betreffend die Wiederherstellung der auf daß die Stadt Jamestown in der nördlichen Rapkolonie fich dem Kommando Kruizinger am Morgen des 2. Juni nach stratsvorlage über die Festsetzung der Löhne und die der Weltausstellung in Paris 1900 ausgestellt gewefenen Modelle, vierstündigem Kampf ergeben hat. Die englische Garnison Arbeitszeit der in den städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter die Anstellung von Ranglisten als Gemeindebeamte, die Ueberwurde entwaffnet und die Stadt von den Boeren geplündert. hat beschlossen, der Stadtverordneten- Versammlung folgenden Antrag die erfolgte Banabnahme der Gemeinde Doppelschulen in Auf feiten der Engländer wurden drei Mann getötet, zwei ver- zur Annahme vorzuschlagen:" Die Versammlung ersucht den Magistrat: der Dunderstr. 65/66 und in der Oberbergerstr. 57/59, wundet. Der Verlust des Feindes ist bedeutend. Die Stadt ist 1. dahin zu wirken, daß da, wo in den städtischen Betrieben noch schreitung der für den Um- und Erweiterungsbau der Feuerwache den Vorentwurf zur Ers Keibelstr. 26/28 verfügbaren Bausumme, feine Arbeiter Ausschüsse bestehen, solche eingeführt und Be- richtung zweier Infektionsbaracken auf dem Grundstücke der Anspäter von den Boeren wieder verlassen worden. „ Daily Mail" fommentiert vorstehende Meldung und stellt feft, ftimmungen getroffen werden, daß allen großjährigen Arbeitern die stalt uhlgarten, den Ankauf des Grundstüds Laufizerund allen übrigen, straße 28/30 und die Beibehaltung des Einheitssages von 1 M. für dieselbe liefere den Beweis, daß die englischen Streitkräfte in Süd- Wahlberechtigung( das aktive Wahlrecht) afrika ungenügend find. Daily News" meinen, der Augenblid jei die mindestens 3 Jahre im Betriebe thätig sind, die Wahlfähigkeit die einmalige Rillenreinigung von je 100 Meter einfachem Schienen günstig, um den Boeren einen ehrenvollen Frieden anzubieten. Was( das passive Wahlrecht) zuerkannt werde, 2. Vorkehrungen zu treffen, geleife auf weitere 2 Jahre. Antrag von Mitgliedern der Ver fie zur Beit ihres Unglüds ablehnen mußten, fönnten sie jetzt, da daß die Arbeitszeit in den städtischen Betrieben mit Ausschluß fammlung, betreffend die Entwürfe von Polizei- Verihnen das Schicksal günstiger geworden, annehmen. Morning der Landwirtschaft- in denen jetzt noch eine längere Arbeitszeit ordnungen für Berlin.- Vorlagen, betreffend die unentgeltLeader" fagt: Die Kapitulation von Jamestown liefert den Beweis, besteht, in der Regel zehn Stunden- ausschließlich der Arbeits- liche Hergabe eines Bauplages an den föniglich preußischen Justiz fistus zur Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes, daß die Boeren feineswegs ihre Taktik und auch nicht ihren eigent pausen nicht überschreiten darf, 3. die in der Ausschußsizung vom erfolgte Bauabnahme des neuen Straßenreinigungs- Depots im Lichen Zwed, nämlich die Unabhängigkeit, aus den Augen verloren Laben. Morning Post" ist der Ansicht, daß eine solche Niederlage 21. Mai d. 3. festgesetzten Löhne zu zahlen, 4. daß Ueberstunden, die Stöllnischen Part, die Ausführung verschiedener Neu- und den städtischen Nieselfeldern, nicht arbeitsplanmäßig sind, wie Sonntags- und Nachtarbeit entsprechend Umbauten auf die Fests eine der unablässigen Folgen eines Guerilla- Kriegs sei. höher bezahlt werden, 5. daß in Krankheitsfällen die Differenz zwischen ſetzung des Gehalts für den neu zu wählenden Stadtschulrat, Arbeitslöhnen und Krankengeld auf die Dauer von drei Monaten die Feier des Milchfestes durch die Zöglinge der Waisen- und die Abänderung des London, 5. Juni. Die" Times" melden aus Ottawa: Die gezahlt wird. 6. Den Familien eines nach einjähriger Thätigkeit erziehungs- Anstalt zu Rummelsburg Neichsregierung hat das Anerbieten der tanadischen Regierung, zu Friedensübungen einberufenen Arbeiters ein Zuschnß in der Höhe Gebührentarifs für ben a fen am Urban. Berichterstattung ein weiteres Kavallerie Corps für den Dienst in Süd- des regelmäßigen Tagelohns gewährt wird." Den Antrag, den in des zur Vorbereitung der Wahl eines Stadtschulrats einafrita zu stellen, mit Dant abgelehnt, da sie der Ansicht sei, städtischen Betrieben dauernd beschäftigten Arbeitern jährlich einen Bräditats Stadtältefter". Außerdem findet in diefer Sitzung gesetzten Ausschusses. Vorlagen, betreffend die Verleihung des daß es bei dem gegenwärtigen Stande des Kriegs und bei der zur einmaligen wöchentlichen Urlaub unter Fortzahlung des Lohns und zwar um 6 Uhr die Wahl eines Stadtsyndikus Zeit im Felde stehenden Truppenzahl wohl kaum erforderlich sei, an Stanada das Gesuch um Stellung eines weiteren Stavallerie- Corps zu zu gewähren, hielt der Ausschuß nicht für zeitgemäß", da nach den statt. richten. Mitteilungen des Magistratsvertreters jetzt Erwägungen über diesen Bunft stattfinden. Stolz lieb ich den Engländer. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. die Partei- Nachrichten. In der gestrigen. Sigung des städtischen WohnungsDer Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin vers Parteilitteratur. Dem Mainzer Parteitag lag der Antrag vor Ausschuffes gelangten die Anträge unsrer Vertreter zur Beauf Herausgabe einer Schrift gegen das Streben des Klerikalismus ratung, welche die Errichtung eines Wohnungsamts, dem sendet für den Monat Mai folgenden Geschäftsbericht: ungelernte Klemps weibl. ins: nach Erlangung der politischen und geistigen Weltherrschaft. Gegen- ein unentgeltlicher Wohnungsnachweis für kleinere Wohnungen anzuüber der Thatsache, daß von den politischen und wirtschaftlichen gliedern ist, sowie den Erlaß einer Polizeiverordnung, durch welche Machthabern die Religion immer mehr als ein Mittel zur Auf- hygienische Minimalforderungen für Wohnräume vorgeschrieben rechterhaltung der Klassenherrschaft angefehen und angepriesen wird werden, und die Anstellung von Wohnungs- Inspektoren und andrerseits die Kirche und ihre Diener sich immer mehr als bezwecken. gejügige Verteidiger der heutigen Gesellschaftsordnung erweisen und Zur Begründung führte Heimann in längeren Darlegungen daher immer größeren Einfluß in Staat und Gesellschaft erlangen, aus, daß gerade die Verhandlungen des Wohnungs- Ausschusses In Arbeit gebrachte Perhat die Buchhandlung Vorwärts die Herausgabe von zwingend die Notwendigkeit der Errichtung eines Wohnungs- fonen Eingeschriebene, arbeitsuchende Personen Bon Arbeitgebern verlangte Arbeitskräfte Maler Schloffer Arbeiter • 98 680 76 54 ner Perf. gesamt 1996 1060 202 98 201 3557 1350 841 1290 167 2516 88 2188 60 4 V für Sociales. Ahnentempel und die faiserlichen Privatgemächer. Menschenleben sind anscheinend nicht zu beklagen. Die strengen Absperrungsmaßnahmen wurden durch die Notwendigkeit begründet, plünderndes Gesindel fernzuhalten. Der Krawall in Tientsin. Zum Streit der Barbiergehilfen. In der Versammlung des 8weigvereins vom Gehilfenverband wurde mit 78 gegen 12 Stimmen beschlossen, den Generalstreit aufzuheben, d. H. den mit der Freien Löhne und Zahl der Arbeiter im preußischen Bergbau. Vereinigung vorläufig vor dem Gewerbegericht getroffenen Verein Nach der amtlichen Statistik ist im ersten Quartal 1901 die Zahl der barungen zuzustimmen. Dieser Beschluß ist in der gestern abend beschäftigten Arbeiter im Bergbau im Vergleich zum vierten abgehaltenen öffentlichen Versammlung den Streitenden zur Quartal 1900 wie folgt gestiegen: Im Steinfohlen BergEine Nachricht aus Tientsin sagt über den Soldaten- ZusammenSanktion unterbreitet worden. Der Streit soll sich jezt nur noch bau von 880 022 auf 388 865, im Brauntohlen- Bergbau gegen die Innungen richten und bis zu deren Erscheinen vor dem von 34 456 auf 35 740, im Salzbergbau von 5359 auf 5630 toß: Der Krawall in der Takustraße entstand aus einem Wirts hausstreite, in den die englische Polizei eingriff. Der Kampf Einigungsamt geführt werden. Der Lohnkommission wurde auf- und im Erzbergbau von 50 206 auf 50 451. gegeben, alles aufzubieten, um durch Genossenschaftsbetriebe die ergaben im ersten Quartal 1901 fast allgemein eine Abwärts- auf der Straße wurde mit Feuer- und mit blanken Waffen geführt. 8 wei Franzosen sind tot, vier Franzosen, drei die Organisation nötigen Betriebe sicherzustellen. bewegung; wir fügen in Klammern die Zahlen für das vierte Deutsche und vier Engländer sind verwundet. Die Quartal 1900 bei. Jm Bezirk Oberschlesien betrug der Durch Wunden der Deutschen sind ungefährlich. Dem Vorfall kommt schnittslohn eines Arbeiters 222 M.( 219), in Niederschlesien teinerlei politische Bedeutung zu. 223 M.( 234), im Dortmunder Revier 308 M.( 333), in Saarbrücken Aber moralische Bedeutung! 261 M.( 263), in Aachen 292 M.( 302), im Braunkohlenrevier 229 M. ( 238), im Salzbergbau 293 M.( 291), im Erzbergbau schwankt der Eine weitere Nachricht vom 5. Juni meldet: Dem Begräbnis Lohn in den einzelnen Bezirken zwischen 167 bis 252 M.( 171 der bei dem Zusammenstoß getöteten französischen Soldaten wohnten bis 267). Die Verminderung der Löhne ist zunächst auf geringere der Generalfeldmarschall Graf v. Waldersee und zahlreiche Bahl von Schichten zurückzuführen. Die übermäßige An- deutsche Abordnungen bei. Es sind strenge Maßregeln getroffen strengung der Arbeiter hat bei dem schlechten Geschäftsgang etwas worden, um weitere Reibungen zwischen den verschiedenen Kontingentsnachgelaffen. Es wird aber trotzdem auch eine geringere Bezahlung der truppen zu vermeiden. einzelnen Schichten festgestellt. In Oberschlesien betrug fie 3,15 M. Waldersee auf der Reise. Deutsches Reich. ( 8,18), in Niederschlesien 2,98 m.( 3,10), in Dortmund 4,13 M.( 4,21), In Welten haben bei dem Tischlermeister Karl Niemann sämt- in Saarbrücken 3,56 M.( 3,59), in Aachen 3,83 M.( 8,90), im Braunliche Tischler wegen Maßregelung eines Kollegen die Arbeit ein fohlenbergbau 3,04 m.( 3,13), im Salzbergbau 3,87 m.( 3,86), im liche Tischler wegen Maßregelung eines Kollegen die Arbeit ein Erzbergbau differiert die Bezahlung von 2,28 M. bis 3,82 M.( 2,26 gestellt. Zuzug ist fernzuhalten. bis 3,50). Obwohl die Preise für Kohlen im verflossenen Quartal Der Gauvorstand des Holzarbeiter- Verbands. noch auf der alten Höhe sich hielten, haben die Bergwerksbesitzer dennoch den Umschwung der Konjunktur benutzt, die Löhne der Arbeiter herabzudrüden. Die Barbiere in Lichtenberg Friedrichsberg erkannten in einer Besprechung die Forderungen der Gehilfen als gerechte an und beschlossen, da die Geschäftsinhaber so wie so schon durch hohe Miets preise, Lebensmittel, Steuern 2c. belastet sind, eine Preiserhöhung eintreten zu laffen und zwar folgendermaßen: Rafieren 10 Pf.. Haar schneiden 35 Pf., Bartschneiden 25 Pf.. Frifieren 20, Haarbrennen 40, Sonntags 50 Pf., Kopfwaschen 25, Bartausziehen 10 Pf., Kinderhaarschneiden mit Maschine 15, Façonschnitt 20 f. Die Barbiere geben sich der Hoffnung hin, daß die Arbeiter diesen Preisaufschlag unterstützen werden. Derlammlungen. 316 Die„ Hertha" ist mit dem Generalfeldmarschall Grafen Walderfee Sehnsucht nach dem Gefilde seiner Chinalorbeeren wird selbst an Bord von Taku nach Kobe( Japan) in See gegangen. Graf Waldersee nicht empfinden. Laffans Bureau meldet aus Peking vom 3. Juni: Li- Hunga Chang hat dem General Ma die dringende Aufforderung zugehen lassen, eiligst 10 000 Mann nach dem mittleren Tschili zu senden, da die fremden Truppen im Begriffe seien, die Provinz zu räumen. Tehte Nachrichten und Depeschen. Der Streit in der Gummifabrik in Harburg dauert unverändert ført. Alle Verhandlungen, die durch den Vorsitzenden des Gewerbegerichts Senator Tielemann und Bürgermeister Denit sowie die Kommission selbst angebahnt wurden, sind an dem starren Unternehmerstandpunkt gescheitert. Der Kampf dauert jetzt schon 11 Wochen und stehen noch 900 Arbeiter und Arbeiterinnen im In einer gutbesuchten Versammlung der Marmorarbeiter, Schluß der Zollkonferenz. Streit. Die Arbeiterinnen haben ihre Forderung von 2 Pf. pro die am 4. Juni im Englischen Garten tagte, berichtete die Schieds- Berlin, 5. Juni.( W. T. B.) Die zollpolitischen Besprechungen Baar Schuhe auf 1 Bf. reduziert, was eine Lohnzulage von 10 bis tommiffion über ihre Verhandlungen mit der Firma E. Zache, Berlin, 5. Juni.( W. T. B.) Die zollpolitischen Besprechungen 15 Pf. pro Tag ausmacht. Die Fabrikleitung verlangt welche bisher den Tarif nicht anerkannt hat. Die Unterredung mit wurden unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Grafen v. Bülow heute aber bedingungslose Unterwerfung. Vorläufig macht die Direktion Herrn Bache ist resultatlos verlaufen. Er hat sogar der Schieds- um 6 Uhr beendigt. Vor Schluß der Konferenz sprach der Reichsden Versuch, sich mit ungeübten polnischen Arbeiterinnen zu helfen. fommission seine Anerkennung berweigert und will den tangler den erschienenen Chefs der zuständigen Verwaltungen von Die Arbeitswilligen werden in den Fabrikräumen und in Baraden, Tarif nicht unterschre Er prahlte der Kommission gegen- Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen für die auf dem Fabrikgrundstück erbaut sind, untergebracht. Sogar über mit dem guten Verdienst seiner Arbeiter, indem er ihre wertvolle Unterstützung und Mitwirkung seinen aufrichtigsten vier und fünfjährige Kinder schlafen zwischen erwachsenen Personen aus den Büchern nachwies, daß speciell die Schleifer in der Pfingst- Dank aus. Im Sinne des ersten großen Kanglers feien alle Teilin den Massenquartieren. Auf der Fabrik lagern Benzin und sonstige woche gut abschnitten. An den Bericht knüpfte fich eine lange, nehmer an der Konferenz bestrebt gewesen, in enger Fühlung und brennbare Stoffe, so daß durch die geringste Unvorsichtigkeit der zum Teil recht lebhafte Debatte. Von verschiedenen Rednern wurde den Blick nur auf das Ganze gerichtet, das Wohl der Gesamtheit daselbst Einquartierten sehr leicht eine Brandkatastrophe entstehen betont, daß die hohen Verdienste der Pfingstwoche nur durch die zu fördern. Diese gemeinsame Wirksamkeit werde nicht nur der bes fann, was um so gefährlicher ist, als die Fabrit mitten in der Stadt liegt. Ausdehmung der täglichen Arbeitszeit auf etwa 15 Stunden er deutungsvollen Tarifvorlage zu Gute kommen, sondern dem Deutschen Die Fabrik hat durch den Streik einen immenſen Schaden, da große möglicht worden seien. An den Arbeitsverhältnissen bei gache wurde Reich, das begründet sei auf dem gegenseitigen Vertrauen unter Bestellungen vorhanden sind. Arbeit wird aber nur wenig geleistet. scharfe Kritik geübt. Die Versammlung beschloß, diese Angelegenheit den Bundesstaaten, auf der regen Mitwirkung der Bundesstaaten an Die streifenden Arbeiterinnen sind fest entschlossen auszuharren. Da noch einmal der Schiedskommission zu überweisen und diese den Reichsgeschäften, auf der Achtung vor den Pflichten wie vor den der Verein der Arbeitgeber Belohnungen ausgesezt hat für Denun zu beauftragen, die Vermittelung des Herrn Gewerbegerichts- Rechten der einzelnen Bundesglieder. Hierauf nahm der bayrische ziationen, so find verschiedene Personen, welche Arbeitswillige be- Direktors v. Schulz in Anspruch zu nehmen. Nachdem Wolf zum Staatsministers Freiherr v. Riedel das Wort, um dem Reichsläftigt haben sollen, zur Anzeige gebracht. Zuzug nach Harburg ist Statistiker gewählt worden war, wurden die Mißstände bei ver- kanzler den Dank der Versammlung auszusprechen für die bringend fernzuhalten. Geldsendungen sind zu richten an H. Gutwirth, schiedenen Firmen besprochen. Bei Schleicher ist es zu Differenzen ausgezeichnete Leitung der Verhandlungen und insbesondere Harburg/ Elbe, Elisenstr. 5. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck wegen der Berechnung gekommen. Die Schiedskommission soll sich für die bundesfreundliche Gesinnung seiner Schlußrede. Die Bundesglieder würden ihrerseits bestrebt bleiben, die einzelstaatlichen gebeten. damit eingehend beschäftigen. Interessen stets dem allgemeinen Interesse des Reichs unterzuordnen. Die inhaltreiche Rede des Reichskanzlers wird das deutsche Volk über die Pläne der hohen Reichsregierung vollständig aufklären.d Schweres Brandunglück. m angenommen der am 26. und ant Zum Streit der Tabakarbeiter in Nordhausen. Wie wir Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter. bereits mitgeteilt haben, ist der Kampf in Nordhausen infolge der Die am 2. Juni abgehaltene Mitgliederversammlung der Bahlstelle Ablehnung des Schiedsspruchs durch die Unternehmer aufs neue Berlin stimmte den Beschlüssen des Borstands zu, wonach jedes Mitentbrannt; nach wie vor dreht sich der Kampf in erster Linie um Anerkennung des Koalitionsrechts der Arbeiter. Daß die Fa- glied beim Eintritt in den Verband und dann vierteljährlich einmal brilanten vor dem Einigungsamt erschienen und daß fie bereits vor einen regelmäßigen Beitrag als Gebühr für die Spedition des Antwerpen, 5. Juni.( B. H.) Seit drei Uhr nachmittags steht den Verhandlungen erflärten, den Revers zurückzuziehen, der die Gewerkschaftsblatts" Der Arbeiter" zu leisten hat. to die hiesige staatliche Warenniederlage in Flammen. Der mittlere Flügel, in dem sich ungeheure Mengen Cigarren und Tabat, sowie Arbeiter zum Verzicht auf ihr Koalitionsrecht verpflichtete, das alles Liedergemeinschaft Fünfter Delegiertentag der Zucker befanden, mußte dem verheerenden Feuer preisgegeben werden. scheint, nach dem jezigen Verhalten der Unternehmer zu schließen, Arbeiter. Sängervereinigungen Deutschlands Dieses dehnte sich mit großer Schnelligkeit auf die umliegenden Niedernichts als eine Komödie gewesen zu sein, denn die Fabrikanten 27. Mai in Erfurt. Der Delegiertentag wurde am Pfingst- lagen aus und erstreckte sich auch auf den Flügel, in dem sich circa haben nach Ablehnung des Schiedsspruchs den genannten Revers fonntag vom Obmann des Ausschusses Otto Rasche eröffnet. Die 150 000 Liter Alkohol befanden. Durch die Explosion des aufs neue vorgelegt und deffen Unterzeichnung durch die Arbeiter Prüfung der Mandate ergab die Anwesenheit von 30 Delegierten. Alkohols loderten mächtige Flammen gen Himmel. Sämtliche zur Bedingung gemacht. Die Herren wollen also die unbedingte Vertreten sind 22 Arbeiter- Sängerbünde; der Ausschuß ist mit vier Feuerwehren der Stadt und Umgebung sowie aus Brüssel Unterwerfung und die Bernichtung des Koalitionsrechts der Arbeiter. Mitgliedern, die Kontrollkommission durch ein Mitglied vertreten.find der Brandstelle thätig. Bur Absperrung des An alle Arbeiter Deutschlands ergeht munmehr aufs neue der Aufruf. Der Geschäftsbericht des Ausschusses wird von Rasche eingeleitet. brennenden 31 650 Quadratmeter umfassenden Terrains wurden den gerechten Kampf der Tabalarbeiter Nordhausens finanziell und Es fanden seit dem letzten Delegiertentage 1898 22 Ausschuß- Truppen herangezogen. Der Schaden beträgt schon jetzt moralisch zu unterstützen. Die Streifenden richten an die Arbeiter figungen statt. Gingegangen und zur Prüfung vorgelegt wurden sechs Millionen Frant. Man befürchtet auch, daß Menschen umschaft folgende Aufforderung: Arbeiter! zeigt diesen Herren, daß in den drei Geschäftsjahren 93 Kompofitionen. Von diesen gekommen sind, da sich zur Zeit des Ausbruchs des Brandes viele es noch eine Solidarität giebt und wehe demjenigen, der es wagt, wurden für gut befunden und neun Lieder Arbeiter in den Niederlagen befanden. Halb Antwerpen ist auf den das Recht der Organisation anzutasten, der soll und muß auch die für Männerchor und ein Lied für gemischten Thor. Die Mitglieder Beinen, um den ungeheuren Brand zu besichtigen. ganze Macht des organisierten Proletariats fühlen. der Prüfungskommission find an folgenden Orten bisher verteilt: Antwerpen, 5. Juni, abends.( W. T. B.) Das Feuer in der Genoffen allerorts! Die Konsumenten des hiesigen Fabrikats Berlin 2( Ersatz 1), Breslau 1, Dresden 1, Leipzig 1. München 1 3olniederlage wurde abends 8 Uhr auf seinen Herd beschränkt; feid Jhr, thut Eure Euch bekannte Pflicht! Stuttgart 1. Da die Einführung einer Sänger Beitung durch Die Namen der Firmen, welche den Knebelrevers und somit den Urabstimmung abgelehnt wurde, so fam für das Jahr 1899 und 1900 bon vier Flügeln des Gebäudes find drei zerstört ein Teil der Vernichtungskampf aufrecht erhalten, find folgende: E. A. Kneiff, G. A. je ein Flugblatt zur Ausgabe. Nr. 1 erschien in einer Auflage von verbrannten Waren war nicht versichert. Bei den Löschungsarbeiten Hanewater, Berlin u. Bona, F. C. Lerche, H. u. R. Wittig, Rothardt 6000, Nr. 2 von 10 000 Eremplaren. Zur Vereinigung gehören wurden 8 Feuerwehrleute und Bioniere leicht verwundet. Die Höhe Zur Vereinigung gehören 11. Co., Steinhardt u. Hellmundt, Atenstädt u. Bachrodt, G. Redderfen, 31 Arbeiter- Sängerbünde und 32 Einzelvereine, welche fich des angerichteten Schadens ist bisher nicht abzuschätzen. Hendeß u. Schumann, Grimm u. Triepel, Walter u. Sevin, Saalaus 899 Vereinen mit 87 500 Mitgliedern zusammenstellen. Bergarbeiter gegen Achtstundentag. feld, Stein. Mit wenigen Ausnahmen gehören sämtliche Arbeiter SängerLondon, 5. Juni.( W. T. B.) Die Bergarbeiter von Northumber Die Wagenführer der Straßenbahn in Kiel erhielten in- bünde Deutschlands der Liedergemeinschaft" an. Der Stassen= folge ihres Gefuchs an die Direktion Lohnerhöhungen bewilligt, und bericht wird specialisiert vom Archivar AL. Raifer gegeben: land lehnten mit überwältigender Mehrheit den Vorschlag ab, Es steht einer Einnahme von 5665,34 M. eine Ausgabe von wonach die Barlamentsmitglieder Burt und Fenwick ersucht werden awar: die Wagenführer nach der Lehrzeit, die wie bisher mit täg 5046,02 m. gegenüber. Als Honorar für 9 Rompositionen wurde sollten, im Unterhaufe die Vornahme einer Untersuchung über die lichem Lohn von 2,50 M. honoriert wird, im ersten halben Jahre 3 M. täglich, im zweiten halben Jahre 3,15 M., im zweiten Jahre gezahlt 450 m., die Drucklegung dieser Kompositionen foftete Rätlichkeit der Einführung des achtstündigen Arbeitstages für 1924,80 Mart. Die Beratung der von den einzelnen Ver- Northumberland und Durham zu verlangen. Auch wurde eine aus zahl3,30 M., im dritten Jahre 3,40 M. und im vierten Jahre 8,55 m. bänden gestellten Anträge Die reichen Bergleuten bestehende Abordnung gewählt, die sich nach London hatte folgendes Resultat: täglich gegen 2,80-3,40 m. Delegation zum Delegiertentag ist jeder Vereinigung überlassen, begeben und dort ihren Einfluß gegen die dritte Lesung der AchtAchtstundentag im Silberschlägergewerbe. In der in Nürn- jedoch hat nur ein Vertreter Stimmrecht. Die Agitation zum stundenvorlage geltend machen soll. berg stattgefundenen Bersammlung der Silberschlägermeister von Anschluß außenstehender Vereine haben die Bünde selbst vorWien, 5. Juni.( W. T. B.) Die ungrische Delegation nahm Fürth und Schwabach, in welcher auch der Vorstand des Deutschen zunehmen. Der Ausschuß ist beauftragt, die einzelnen Vereine Metallarbeiter- Verbands zugegen war, fand folgende Resolution eine möglichst dem betreffenden Bunde zu überweisen, welcher in deren in ihrer Plenarsigung das Budget des gemeinsamen FinanzDie auf Auswahl und Art der ministeriums an und beriet sodann den Marine- Etat. Der Vertreter stimmige Annahme:" Die heute tagende Versammlung der Meister der Bezirk oder Gau domiziliert. Silberschlägerbranche von Schwabach und Fürth sowie der Gehilfen zur Auswahl kommenden Lieder gestellten Anträge wurden dem des Marinekommandanten hob hervor, daß das Wachstum der östreichischtommission und des Vertreters des Ausschuß zur Berücksichtigung überwiesen mit besonderem Hinweis ungrischen Marine stark hinter dem der Marine Deutschlands und des Hauptvorstands Deutschen Metallarbeiter- Verbands beschließt: nach weiteren vier auf leichtere, im Volkston gehaltene Lieder. Zum tommenden De andrer Staaten zurückbleibe. Die einzige Aufgabe der Marine OestreichWochen den Achtstundentag dauernd einzuführen, wobei die Meister legiertentag foll ein Mitglied der Dirigenten- Prüfungs- Komission Sig Ungarns sei der Schutz der Küsten, doch müsse die Marine im stande Die Einführung einer Sängerzeitung wurde abs sein, dies stets, wenn es erforderlich, thun zu können. In naher die Zusicherung geben, daß durch den Ausfall der Arbeitszeit, bei und Stimme haben. besserem Geschäftsgang, ein Lohnausfall den Arbeitern und Arbeite- gelehnt, dagegen angenommen, jährlich zwei musikwissenschaftliche Bukunft würden ein Schlachtschiff und eventuell einige fleinere Schiffe rinnen nicht entsteht, das heißt die Löhne im Verhältnis zum Aus- Flugblätter herauszugeben. Die Auflage soll in Höhe der Mit zum Aufklärungsdienst unbedingt erforderlich sein und verlangt fall der Arbeitszeit zu erhöhen. Außerdem verpflichten sich die gliedschaft erscheinen und zum Selbstkostenpreis von dieser ent- werden. Weitere Ansprüche seien vorläufig nicht zu erwarten. Das Meifter, nur organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen zu beschäftigen. nommen werden. Der nächste Delegiertentag findet Pfingsten 1904 Marinebudget wurde sodann genehmigt. Antwerpen, 5. Juni.( W. T. B.) Der Ausstand in der GuanoEine gemeinsame Kommission der Meister und Gehilfen wird eine und zwar in Dresden statt. Als Siz des Ausschusses wurde wiederum Berlin, und Dresden als Siz der Kontrollkommission bestimmt. Die fabrit von Ohlendorf in Burght ist beendet. Die beiden entlassenen Einigung in der gesamten Branche herbeizuführen fuchen," Prüfungskommission der Gesanglehrer ist an folgenden Orten ver- Werkführer sind wieder eingestellt. Direktor Keller wird nach WiederAusland. teilt: Berlin 1, Breslau 1, München 1, Dresden 1, herstellung seiner Gesundheit die Leitung der Fabrik wieder überAchtung, Tabakarbeiter! Ueber die Cigarrenfabrit Sundby- Stuttgart 1, Karlsruhe 1, Leipzig 1. Erfaz: Berlin, nehmen. Paris, 5. Jumi.( W. T. B.) In der heutigen Beratung der berg- Stockholm ist wegen beträchtlicher Lohnabzüge die Sperre ver- Gera und Botschappel je 1. Damit war die Tagesordnung erhängt. Jusbesondre die deutschen Stollegen werden dringend geschöpft und schloß der Vorsitzende Nasche mit einem Hoch auf das Budgetkommission der Deputiertenkammer hob der Finanzminister beten, nicht auf die Arbeitsangebote der betreffenden Fabrit in den freie Lied und das fernere Gedeihen der Liedergemeinschaft der Caillaug hervor, welche Schwierigkeiten der gestrige Beschluß der deutschen Zeitungen hereinzufallen und den Zuzug nach Sundbyberg Arbeiter- Sängervereine Deutschlands den fünften Delegiertentag. Stockholm streng fernzuhalten. Der Vorstand des Internationalen Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute abend Labatarbeiterverbands in Schweden. J. A.: B. Kindlunder, Malmö, 81, Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5, Bersammlung. Tagesordnung: Verbandssekretär. 1 Ueber die Mittel gegen den Alkoholismus." Diskussion. Gärtnerstreik in Kopenhagen. Am Montag legten in sämt lichen Handelsgärtnereien Kopenhagens und Umgegend die Gärtner gehilfen und Gärtnerei- Arbeiter die Arbeit nieder. Die Verhand. lungen mit den Arbeitgebern zur Erreichung besserer Löhne sind gescheitert. Es handelt sich außerdem um die Wahrung des Mitbestimmungsrechts der Organisation über die Lohn- und Arbeitsbedingungen. China. Feuersbrunft in Peking. Peking, 4. Juni. In der verbotenen Stadt ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Die Japaner und Amerikaner halten ben betroffenen Stadtteil streng abgesperrt. Näheres ist daher vorläufig nicht zu ermitteln. Kommission mit sich bringe, wonach die Einkommensteuer im Prinzip in das Budget für 1902 aufgenommen werden soll. Nichtsdestoweniger hielt die Kommission mit 16 gegen 15 Stimmen ihren gestrigen Beschluß aufrecht. Sodann ernamite die Kommission eine Unterkommission, um die Frage wegen der Einkommensteuer zu prüfen. Die Unterkommiffion trat alsbald zusammen und beschloß, die bisherigen vier direkten Steuern aufzuheben und sie durch eine progreffive Einkommensteuer zu ersetzen. Zum Berichterstatter wurde Aimond ernannt; derselbe wird seine Anträge am Freitag der Budgetkommission unterbreiten. Rom, 5. Juni.( W. T. B.) Hier war gestern das Gerücht verbreitet, der Papst habe einen Ohnmachtsanfall gehabt; dieses Gerücht entbehrt jeder Begründung. Der Papst empfing gestern den Kardinal Staatssekretär Rampolla und andre Kardinale. Dr. Was der Krieg von der Residenz des chinesischen Kaisers übrig Rapponi versichert, der Bapst erfreue fich ausgezeichneter Gefundheit. gelassen, das wird nun durch Feuer verwüstet. Canea, 5. Juni.( Meldung der Agence Havas".) Sämtliche Peking, 5. Juni.( W. T. B.) Die Feuersbrunst im westlichen Generaltonfulu empfingen Anweisungen ihrer Regierungen, weder Teil der von Amerikanern und Japanern bewachten verbotenen eine Petition noch einen Beschluß der Kretensischen Kammer betreffend Stadt entstand vermutlich durch Blitzschlag während eines gestern die Angliederung von Kreta von Griechenland entgegenzunehmen. Trop Aliwal North, 4. Juni.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Aus Johannesburg wird berichtet: Bahlreiche Bergwertes abend über Beling niedergegangenen schweren Gewitters. arbeiter weigerten sich, für einen dem militärischen Solde gleich starten Regens griff das Feuer um sich und zerstörte viele Gebäude, Eine von hier entsandte britische Entfaßtruppe hat die Boeren mit tommenden Tagelohn von 5 Schilling nebst Rationen zu arbeiten darunter die Wu- hing- Halle, in der sich Archive und die kaiserliche Verlusten zurückgeschlagen und ihnen bedeutende Vorräte, die sie in Bibliothek befanden. Unversehrt blieben die große Mittelhalle, die Jamestown erbeuteten, wieder abgenommen. und traten in den Ausstand. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekker in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Lohnreduktion im englischen Bergban. Aus Glasgow wird gemeldet, Lord Beresford hat als Schiedsrichter in den Lohnstreitigkeiten der schottischen Kohlenindustrie entschieden, daß die Löhne der Minenarbeiter um 6 Bence pro Tag herabzusehen seien. Die Grubenbefizer hatten eine Herabsetzung des Lohns um 1 Schilling pro Tag vorgeschlagen. " Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Br. 129. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Waidmannsluft und Umgegend. Sonnabendabend 8 Uhr findet in Waidmannslust bei Kuhne eine Versammlung statt, in welcher Genoffe Waldet- Manasse über„ Der Militarismus und seine Sünden" referieren wird. " Donnerstag, 6. Juni 1901. wie wir jetzt nach der Zuschrift des Erziehungsbeirats" annehmen rasch und floß über von Dankbarkeit. 1 Zukunft die Pfleglinge mehr als bisher auch solchen Gewerben zu Mann vor sich sah, der ihr für ihre Zwecke geeignet erschien, plötzlich Glas Wasser. Die angesprochenen zuführen, gegen die bei der schulentlassenen Jugend ein, Vor- trant und bat um ein Der Wahlverein im fünften Kreise hält heute, Donners- urte il" herrsche. Das Bädergewerbe ist ausdrücklich hervor Herren beeilten sich, ihrem Wunsche nachzukommen, führten Kranke in ein Kaffeehaus und ließen ihr Er= 81/2 gehoben worden. Der betreffende Herr( Lehrer Suc) machte diese die tag, abends 8 Uhr, eine Versammlung im Westen des Kreises, in Bemerkung in einer Form, die nicht darauf schließen ließ, daß erfrischungen reichen. frischungen reichen. Unter deren Einwirkung erholte sie sich sehr den Johannissälen, Johannis str. 20 ab. Genosse Ein Wort gab das andre. Sassenbach spricht über: Das Ende des wirtschafte lichen Aufschwungs." Da es seit längerer Zeit die erste müssen nur seine Privatmeinung vortrug, Es ist ihm Die Dame, die sich einen adligen Namen beilegte, hätte gern eine Versammlung in diesem Teile des Wahlkreises ist, so werden die auch weder vom Vorstand noch aus der Versammlung heraus von Gelegenheit gehabt, auch ihrerseits ihren Samaritern einmal gefällig entgegengetreten worden, so daß wir zu sein, und erzählte beiläufig, daß sie aus Köln hierher gekommen Mitglieder um zahlreiches Erscheinen gebeten. Gäste fehr erwünscht. irgend einer Seite den Eindruck gewinnen mußten, Herr Sud spreche im sei, um eine Erbschaft von 180 000 m. zu erheben. Das zog noch Der Vorstand. Namen des Vorstandes.- Was übrigens den Hintveis mehr als der Name, und es kam bald zum Liebesverhältnis. Die Ausauf die große Zahl der im Mechaniker- und Elettro- zahlung der Erbschaft aber verzögerte sich von einem Tag zum andern. techniker beruf untergebrachten Pfleglinge betrifft, so halten Kein Wunder, daß Frl. v. St. oder Frau v. H., die auf eine wir dem entgegen, was der letzte Jahresbericht auf Seite 21 sagt: glatte Regelung der Angelegenheit gerechnet hatte, in einige Ganz besonders groß war wiederum der Zudrang zum Mechaniter- ingelegenheit geriet. Der Liebhaber half um so bereitwilliger aus, und Elektrotechnikerberuf. In vielen Fällen konnte den Wünschen als er ja durch die Erbschaft ein reicher Mann werden sollte und der Stellesuchenden für diese Berufe nicht genügt werden, selbst daß diese durchaus sicher war, erfah er aus einem Schreiben, durch wenn alle Vorbedingungen erfüllt waren". Der Grundsatz, bei der das ein hiesiger Rechtsanwalt und Notar das gnädige Fräulein" Berufswahl ausschließlich die besonderen Anlagen und Neigungen oder die gnädige Frau" ausdrücklich aufforderte, zur Erhebung des Kindes, seine wirtschaftlichen Verhältnisse sowie den geistigen des Gelds nach Berlin zu kommen. Einem jungen Kaufmann und körperlichen Zustand zu berücksichtigen", wird also nach dem aber, der sich durch die Aussicht auf die glänzende Partie hatte doch nur bis zu einer verleiten lassen, seine Stellung aufzugeben und seine ganzen Ereignen Geständnis des Vereinsvorstands sparnisse zu opfern, dauerte die Auszahlung doch zu lange. gewissen Grenze befolgt. Als er daher einmal zum Notar ging, um sich selbst nach dent Stande der Sache zu erkundigen, erfuhr er, daß er einer Schwindlerin in die Hände geraten war. Der Notar hatte von der nahm bei dieser Gelegenheit die Hochstaplerin fest. Es stellte sich Erbschaft keine Ahnung. Die Kriminalpolizei, der nun Anzeige ge macht wurde, verabredete mit dem Gepreйlten ein Stelldichein und heraus, daß sie den Notar bei einem Besuche, den sie unter einem Vorwand in seinem Bureau machte, einen leeren Bogen mit seiner Firma gestohlen und darauf die Aufforderung an sich selbst geschrieben behauptete der Kriminalpolizei gegenüber, daß sie von St. heiße, hatte. Binnen vier Wochen hatte sie sich zweimal verlobt. Die Verhaftete durch den Erkennungsdienst aber stellte man sie gestern mittag als eine im Jahre 1861 zu Landsberg a. 2. geborene Elise Erdmann fest, die wegen Hochstapelei, Heiratsschwindels und Urkundenfälschung schon drei Jahre Zuchthaus verbüßte und seit ihrer Entlaffung im September vorigen Jahres ihre Schwindeleien in Magdeburg, Köln, Lübeck und Hamburg betrieb, bis sie vor zwei Monaten Großes Mitleid verdienen die erbschaftslisternen Opfer der Schwindlerin eigentlich nicht. Auf die Mitteilung des Vertrauensmanns vom 2. Wahlfreise, die wir gestern veröffentlichten, erhalten wir folgende Bus schrift: In Ihrem geschätzten heutigen Blatt, Nr. 128, teilen Sie unter Berliner Parteinachrichten" mit, daß das Sommerfest des 2. Wahlkreises nicht am 8. September in den Räumen des Ausschants der Berliner Bodbrauerei stattfinden könne, weil der Dekonom Herr Wolf seine gegebene Zusage nach drei Tagen ohne jede Nachricht zurückgezogen habe. Diese Darstellung ist unrichtig. Dem Herrn Baul Scholz, Fidicinstr. 30, habe ich den in Frage kommenden Sonntag, den 8. September, zur Abhaltung eines Gartenfestes ausdrücklich offeriert. Hierauf reflektierte Herr Scholz jedoch nicht, und zwar feiern; es thäte ihn leib, er könne von meiner Offerte feinen Gebrauch mit der Begründung, er wolle tein Herbstfest, sondern ein Sommerfest machen. Am verflossenen Sonntag, den 2. Juni, erschien der genannte Herr viederum bei mir und erklärte mun, daß er den Sonntag, den 8. September, acceptiere. Ich mußte Herrn Scholz jetzt mitteilen, daß ich inzwischen, da er meine Offerte abgelehnt, anderweitig in Unterhandlung getreten fei. Dies ist der wahre Sachverhalt. Hoch achtungsvoll Steinhold Wolf, Dekonom des Ausschants der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. bekannt 1 Tokales. Zum Apothekenboykott. Zu dem Vermittelungsanerbieten des Bereins für freie Arztwahl schreibt die Apotheker- Beitung": " Wenn es auch voreilig sein würde, aus diesem Versuche nun noch bevor sich die Parteien zu dem Vermittelungsvorschlage geäußert gleich auf baldige Beendigung des Kampfes schließen zu wollen, haben, so ist es doch beachtenswert, daß der Einigungsversuch von einer Seite ausgeht, die der Centralkommission nicht fern steht, und man barf daraus wohl mit Recht schließen, daß die Centralkommission in Wirklichkeit zum Frieden hinneigt. Die Apotheker, denen der Kampf mutwilligerweise aufgezwungen worden ist, dürften sich um so weniger gegen einen Frieden unter annehmbaren Bedingungen sträuben, als sie sich von vornherein( schon vor Ausbruch des Stampfes) der Centralkommission gegenüber zu Verhandlungen und zur Gewährung von weiteren Vergünstigungen ausdrücklich bereit erklärt haben. Der Ausbruch des Kampfes hätte höchst wahrscheinlich überhaupt vermieden werden können, wenn die Centralkommission nicht seiner Zeit von vielen Kassenärzten so träftig unter: stügt worden wäre, wie es bekanntlich geschehen ist. Daß die Centralkommission Verhandlungen nicht unbedingt ab lehnen wird, kann wohl als sicher angenommen werden, da ihr ja der Kampf nur ein unvermeidlich gewordenes Mittel zum Zwecke ist. Aber mit dem Vermittelungsvorschlage des erwähnten Vereins hat sie nichts zu thun. nach Berlin tam. Ein Mikklang beim Feuerwehr- Jubiläum. Die Festlichkeiten, die aus Anlaß des Jubiläums der Berliner Feuerwehr veranstaltet worden sind, haben nach außen hin keinen ungünstigen Eindruck gemacht. Manches von dem Drum und Dran dieser Feste, namentlich die hösischen und firchEin schrecklicher Vorgang spielte sich gestern nachmittag um lichen Beigaben, die die Hauptfeier am 21. Mai aufwies, mag zwar 82 Uhr auf dem Grundstück Tilſiterstraße 11 ab. Die 5 Jahre nicht nach jedermanns Geschmack gewesen sein. Aber das gilt mun alte Tochter Agnes des Tischler Prybylskischen Ehepaars, ein taub= einmal als unentbehrlicher Bestandteil solcher Veranstaltungen und muß mit in den Kauf genommen werden. Ernstere Beachtung verdienen Die Große Berliner hat den hiesigen Tageszeitungen eine fummmes und geistig etwas beschränktes Mädchen, fuchte in Ab dagegen gewisse Vorgänge, die sich nur den Eingeweihten Mitteilung geschickt, nach welcher von ihr Vorkehrungen getroffen wesenheit der Eltern das zwischen dem vierten und fünften Stock an der Treppe gelegene Kloset auf. Sei es nun, daß sie den hinter den Coulissen abgespielt und einen von werden, um die Gefahren abzuwenden, die die Oberleitung der Riegel zu feit vorgeschoben hatte oder sich sonst in ihrer den Mannschaften recht unangenehm empfundenen Mißklang in die elektrischen Straßenbahnen namentlich durch das Reißen der Leitungs- Beschränktheit nicht zu helfen wußte, aus diesem oder jenem Jubiläumsfeier gebracht haben. drähte mich sich bringt. Die Schutzmaßregeln, welche hauptsächlich Der ersten Reihe von Festlichkeiten, die für die Oeffentlichkeit in der genauen Ueberwachung der Drähte bestehen, fommen etwas Grunde konnte sie die Thür nicht wieder aufmachen.Um sich den Hausgenossen im bemerkbar 311 machen, bestimmt war und auf diese wirken sollte, ist eine zweite Reihe von spät. Solche gefahrbringenden Einrichtungen hätten von An- fletterte mm die Kleine auf das Fensterbrett und lehnte sich hinaus. festlichen Veranstaltungen mehr intimen Charakters fang an auf das sorgfältigste überwacht werden müssen. gefolgt, die sich auf die engeren Kreise der einzelnen Da sie außerdem zugeben muß, daß der Grund für das Mit Schrecken sahen die Nachbarn ihr Beginnen und riefen ihr zu, Compagnien beschränkt. Wie diese legteren Veranstaltungen zu- Brechen der Oberleitung noch nicht bekannt ist, so dürfte auch die sie möge von der Fensterbant, auf der sie schließlich saß, zurückgehen. stande gekommen sind, das hat unter den Mannschaften große Verstim- ueberwachung wenig helfen. In Amerika ist man schon lange zu der Sie wußten aber nicht, daß das Mädchen taubstumm war und diese mung, ja geradezu Erbitterung hervorgerufen. Die Anregung zu den Erkenntnis gekommen, daß der Oberleitungsbetrieb für den öffent- ihre Worte nicht hören und ihre Geberden nicht verstehen konnte. Compagniefesten ist nicht aus der Mitte der Mannschaften lichen Verkehr zu gefahrvoll ist. Deshalb wird er allgemein ab- Statt zurück zu gehen, kam die Angeredete noch weiter heraus, vers gekommen, sondern vom Branddirektor Giersberg gegeben geschafft. Bei uns wird damit so lange untherprobiert, bis ernstliche lor das Gleichgewicht und stürzte vor den Augen der Leute, die sich worden. Die Mannschaften wollten sich anfangs gar nicht dafür ünglücksfälle eintreten werden. Doch nicht allein in dem Reißen eben zu ihrer Rettung anschickten, auf den Hof hinab. Mit zererivärmen, aber von den Vorgesezten find alle Mittel der Ueber der Drähte liegt die große Gefahr. Ein Unglücksfall, der jüngst in schmetterten Gliedmaßen blieb sie auf dem Pflaster liegen. Ein redung, wie sie eben nur Vorgesezten zu Gebote stehen, angewendet Dresden vorkam, legt dafür beredtes Zeugnis ab. Ein hoch Arzt, der gleich gerufen wurde, konnte nur noch feststellen, daß der worden, um die Leute für die Sache zu gewinnen. Die ganz mit Kisten beladener Rollwagen durchfuhr eine Eisenbahn- Tod sofort eingetreten war. Unluftigen wurden schließlich durch die Nachricht, daß vom Brand- unterführung, welche auch die elektrische Straßenbahn passiert. Durch die Folgen eines Unfalls ist der Tischler Paul N. direktor die Namhaftmachung der betreffenden Leute angeordnet Hierbei streiften die Ketten, welche zur Befestigung der mit seiner Familie in tiefes Elend geraten. Er betrieb im Hause sei, glücklich glücklich befehrt. Wenn der Herr Branddirektor in tisten auf dem Wagen dienten, die Oberleitung, welche sach- des Kaufmanus Wilhelm Jacob in der Proskauerstraße eine kleine so nachdrücklicher Form bekundete, wie sehr ihm daran gelegen gemäß hier sehr tief über dem Straßenniveau liegt. Der etwa Tischlerei auf eigene Rechnung. Als er bor gut zwei Monaten ein Stück war, daß jeder einzelne seinen Teil von dem Jubiläums- Amisement 500 Bolt starke Strom sprang sofort auf diese über und entzündete Mobiliar transportirte, traf ihn das Unglück, von einem Mörtelwagen abbekäme, dann wäre es ja auch höchst undankbar gewesen, sich die Güter und den Wagen. Die ebenfalls mit eisernen Ketten an- überfahren zu werden. N. erlitt schwere Verlegungen an den Beinen, noch länger zu sträuben. Des Branddirektors Wunsch muß jedem gesträngten Pferde wurden augenblicklich getötet. Der Kutscher ent- die ihn mehrere Wochen am Arbeiten verhinderten, und somit war er Feuerwehrmann Befehl sein, auch wenn es sich ums Amusement ging demselben Schicksale nur, weil er sich nicht auf dem Wagen nicht im stande, die Miete für April und Mai zu bezahlen. Der handelt. befand, sondern neben demselben herging. Aehnliche Unglücksfälle Hauswirt strengte sofort die Näumungsklage an, der das Gericht Des Branddirektors Wunsch war nicht nur, daß die Leute ihr tönnen sich in Berlin bei der großen Anzahl Bahnunterführungen natürlich stattgeben mußte, weil die bekannte unfittliche Abfassung Jubiläums Amüsement haben sollten. Es sollte auch jeder seinen sehr leicht ereignen, und es wird nicht immer nur Materialschaden der Berliner Mietskontrakte dem Wirt das Recht giebt, die Beitrag zu den Kosten des Festes leisten. Man wird sagen: Das zu beklagen sein. Nur eines tann wirklich Abhilfe von dieser stets Räumung der Wohnung zu verlangen, sobald die im Voraus fällige ist doch nicht mehr als recht und billig! Aber die Mehrzahl der drohenden Gefahr schaffen, das ist die Beseitigung des Oberleitungs- Miete nicht pünktlich am Ersten des Monats bezahlt worden ist. Der Mannschaften konnte doch den Gedanken nicht los werden, daß sie betriebs. Tischler hoffte durch nachträgliche Zahlung der Miete vom Wirt die felber ja gar kein Verlangen nach der Feier hatten, Elendsstatistik. Im Männerasyl des Berliner Asylvereins für Einwilligung zur ferneren Benugung der Wohnung zu erlangen, beren Kosten sie aufbringen mußten. Und dieser Obdachlose nächtigten im vorigen Monat 21 485 Personen, im jedoch hatte er sich hierin getäuscht; der Wirt bestand auf seinen Gedanke hat sie das ganze lezte Jahr hindurch begleitet; denn so Frauenasyl 4731 Personen. Arbeitsnachweis erbittet der Verein für Schein und der ermittierte Tischler brachte die beiden letzten Nächte lange mußten fie pro Mann und Monat ihre 50 Pf. abladen. Als Männer Wiesenstr. 55/59, für Frauen Füsilierstr. 5. im Friedrichshain zu, da ihn ein erklärliches Schamgefühl abhielt, die erforderliche Sumune zusammengebracht war, bewilligte die das Obdach aufzusuchen. Da noch hinzukommt, daß der von den Stadtverordneten- Versammlung ein paar Tausend Mark für die Die diesjährigen Sonderzüge nach Dresden und Schandau Folgen des Unglücks so schwer betroffene Mann lungenleidend ist, Jubiläumsfeier. Es scheint aber, daß dieses Geld nur für den werden am 30. Juni, 7. und 14. Juli, sowie am 15. August vom sieht die Familie verzweiflungsvoll den kommenden Tagen entgegen. repräsentativen, auf die Oeffentlichkeit berechneten Teil der Feier Anhalter Bahnhof um 715 vormittags abgelassen werden. 30tägige Auf dem Poftamt in der Andreasstraße faßte ein Mann, verwendet werden soll. Den Mannschaften sind ihre Beiträge bisher Rückfahrtkarten nach Dresden U. 10,90 m., III. 7,30 M., nach nicht zurückgezahlt worden, und das wird wohl auch schwerlich Schandau II. 13,30 2., III. 8,90. werden bis 12 Uhr mittags der eine Behnpfennig- Marte faufte, mit einem raschen Griff durch geschehen.am Tage vor dem Abfahrtstage abgegeben. Weiter kommen nach das geöffnete Schalterfenster, riß einen Hundertmarkschein an sich und Die Vorbereitungen zu einem Feste sind, wie man sagt, das dem Riesengebirge am 6. und 15. Juli, sowie am 15. August vom lief davon. Mehrere Postbeamte holten ihn ein, nahmen ihm den beste an der ganzen Festesfreude. Es ist nicht schwer, sich auszumalen, Görlitzer Bahnhof 815 vormittags Sonderzüge zur Ablaffung. Raub wieder ab und überlieferten den Dieb der Polizei. Diese wie weit das auf die Vorbereitungen zu den Compagniefesten der 45tätige Rückfahrtkarten nach Friedeberg( Queis) oder Petersdorf glaubte seiner Versicherung, daß er nur aus Not und zum erstenFeuerwehr zutrifft. Die meisten Mannschaften hatten wirklich schon oder Schmiedeberg II. Klaffe 18,40, III. Selaffe 12,30 m. werden male sich an fremdem Eigentum vergriffen habe, nicht, und erkannte von den Vorbereitungen genug, so daß sie am liebsten doch bis zum Abgang der Büge verkauft. Für Kinder unter 10 Jahren den Festgenommenen alsbald als einen mehrfach vorbestraften Ladennoch auf das Fest selber verzichtet hätten. Offen halbe Fahrpreise. Außer dem zulässigen Handgepäd wird Freigepäck dicb namens Nitschke. Auf den Begründer und früheren Leiter der Urania, Dr. sprachen es freilich nur wenige aus und auch die nur im ver- nicht gewährt. trautesten Kreise. Der Herr Direktor wünschte doch nun einmal. Wilhelm Meyer, ist in Meran ein Ueberfall verübt worden. Mit Leuchtgas vergiftete sich in vorlegter Nacht der 60jährige Als Dr. Meyer vorgestern Abend mit seiner Gattin einen Spazier daß sie lustig wären. Also immer rein ins Bergnügen"! Buchdrucker Dahlmann, Vater von 9 Kindern, der Morisstr. 5 wohnte Soweit die Compagniefeste bereits stattgefunden haben( fie und Ritterstr. 59 eine kleine Druckerei besaß. Der Mann hatte mit gang in der Umgegend machte, wurde er von zwei Burschen in werden einzeln und an verschiedenen Tagen gefeiert), haben Nahrungssorgen zu kämpfen und sollte aus seinem Geschäftslokal räuberischer Abficht überfallen und durch Stockhiebe verletzt. Die sie denn auch ganz den vorgeschriebenen Verlauf gehabt. ermittiert werden. Dienstag gegen Abend verließ er die Gegerei, Thäter konnten bisher nicht ausfindig gemacht werden. Die dienstfreien Mannschaften find vollzählig mit ihren Ein Leichenfledderer. Am gestrigen Abend saß der HausFrauen und Kindern angetreten, und der Herr Branddirektor 10 Uhr vergebens fuchte. Mittwoch früh 3 Uhr bemerkte der Hof- diener Paul Marmorowsky aus der Stromstraße im kleinen Tierhat sich in eigner Person davon überzeugt, in welchem Umfange sein wächter einen starten Gasgeruch und hörte auch ein Stöhnen in der garten auf einer Bant, wo ihn später der Schlaf übermannte. Diese Wunsch erfüllt worden ist. Ein bissel merkwürdig ging es allerdings Segerei. Er alarmierte die Feuerwehr, die den Lebensmüden in Gelegenheit benutzte ein Dieb und schnitt dem Müden die sechte sehr viel anders als auf denjenigen Festen, die die Mann der Küche neben dem Gasometer auf einem Stuhle sizend Hosentasche aus, worin sich ein neues braunes Juchtenleder- Porteschaften der Feuerwehr dann und wann aus eignem Entschluß, aber vorfand. Er war besinnungslos und zeigte dichten Schaum monnaie mit 6 M. Inhalt befand. Erst zu Hause entdeckte der Bemit geringeren Kosten veranstalten. Man merkte es dieser dem bor Munde. Die Samariter der Wehr flößten raubte die Verstümmelung seiner Hose und den Verlust des Geldes. Jubiläums, Lustigkeit" an, daß sie auf höheren ihm Sauerstoff ein und brachten ihn dann nach dem Krankenhause Wunsch zu stande gekommen war. Aber äußerlich verlief Am Urban. Die Vergiftung ist so schwer, daß sein Aufkommen aus der hiesigen Löschmannschaften mehrere Stunden. In dem Hause Ein Dachstuhlbrand beschäftigte gestern morgen einen Teil natürlich alles, in schönster harmonie", wie man in solchen geschlossen ist. Dahlmann hatte die Gaszuführung geöffnet und das Anhaltstr. 15 a befindet sich das Hotel" Wartburg". Fällen zu sagen pflegt. Herz, was willst Du noch mehr?! ausströmende Gas eingeatmet. Zimmer der dritten Etage logierender Herr erwachte gegen 3 Uhr Zu dem folgenschweren Straßenbahn- Zusammenstoß in morgens infolge eines prafselnden Geräusches und gleichzeitig beDer freiwillige Erziehungsbeirat für schulentlassene Waisen ersucht uns im Anschlusse an unsre Besprechung des Vereins- Jahres: Tegel erfahren wir, daß von der Staatsanwaltschaft des Land- merkte er, daß aus dem Dache die hellen Flammen emporloderten. berichtes in Nr. 115 um folgende Mitteilung: gerichts II ein Vorverfahren eingeleitet ist und eine Untersuchung Er schlug Lärm, und so konnten die Bewohner des Hauses sämt„ Die Vereinsleitung darüber stattfindet, ob ein Verschulden der Straßenbahnbeamten vor- lich rechtzeitig geweckt werden und sich in Sicherheit bringen. Die ist keineswegs dem Gedanken näher getreten, die Pfleglinge auch liegt. Nach Aussage von Zuschauern ist lediglich dem Publikum selbst mit drei Zügen. Dampfspriße und mechanische Leiter nach wenigen folchen Gewerben zuzuführen, für die sich ein Kind freiwillig nicht die Schuld an dem Unfall beizumeffen, da die Leute über die ge- Minuten eintreffende Feuerwehr fand reiche Arbeit. Der Dachstuhl entscheidet; auch dem Bäckergewerbe werden keine Lehrlinge gegen schlossenen Barrieren hinwegkletterten und selbst die an der Halte- sowie die auf dem Boden lagernden Vorräte und eine große Menge ihren Wunsch zugeführt. Von den im letzten Vereinsjahr untergebrachten 1235 Pfleglingen haben nur 4 den Beruf als Bäcker ftelle in großer Zahl stationierten Polizeibeamten der Masse gegen Wäsche, die am Abend zum Trocknen aufgehängt war, ist vollkommen über machtlos waren. Wie die Angelegenheit auch liegen mag, auf eingeäichert. Ein Feuermann erlitt durch herabstürzende Glasscheiben ergriffen. Dagegen konnten beispielsweise in dem von den Pflege alle Fälle lehrt der Vorfall aufs neue, daß die Berliner Verkehrs- vom Lichthof Verletzungen an der rechten Hand. lingen besonders bevorzugten Mechaniker- und Elektrotechniker mittel auch nicht entfernt im stande sind, an Sonntagen dem Verkehrsgewerbe 64, in dem ebenfalls start begehrten Schlossergewerbe bedürfnis gerechtzu werden. Schloffergewerbemittel Metropol- Theater. Die Komiter der hiesigen Bühnen dürfen mit Erlaubnis des Polizeicensors herzhaft in Politit machen, wobei 98 Böglinge untergebracht werden. Es ist einer der leitenden Grund- bedürfnis gerechtzu werden. fäße des Vereins, bei der Berufswahl ausschließlich die besonderen Gimpelfang. Eine Hochstaplerin und Heiratsschwindlerin, die natürlich Boraussetzung ist, daß die vorgetragenen Couplets fich Anlagen und Neigungen des Kinds, seine wirtschaftlichen Verhältnisse sich die hochklingenden Namen bekannter adliger Familien beilegte, streng auf dem Boden zeitgemäßer Militär- und Flottenverherrlichung sowie den geistigen und körperlichen Zustand zu berücksichtigen." ist von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Sie suchte sich bewegen. Nur soweit das Ausland in Betracht kommt, macht der Gegenüber dieser Buschrift stellen wir fest, daß in der General auf eine abgefeimte Art ihre Opfer auf der Straße. In feiner Censor einige Konzessionen, und so erlebt man jegt, daß Herr Bender versammlung des Erziehungsbeirats"( am 17. Mai) vom Vor- Kleidung im Thiergarten, Unter den Linden und in der Friedrich- eine wirkliche Majestät, nämlich die arme Draga in Belgrad, grausam standstisch aus erklärt worden ist, es werde sich empfehlen, in straße spazieren gehend, wurde die Dame, wenn sie einen jungen verultt. Solche Verstöße gegen das Gottesgnaden- Prinzip find zu " Ein in einem -HOO ( Einigungssystem), natürlich ziemlich wohlfeil, aber das Publikum muß ja wohl unter§ 2 des Vereinsgesetzes. In der Hauptverhandlung bekundeten| Arbeiter Stenographenverein ,, Stolze Gefallen daran finden. Unterhaltender als Scherze dieser Art find drei als Zeugen vernommene Bolizeibeamte, daß nur wissen- Donnerstag: Bezirk Süden, Gräfeſtr. 82, bei Jahn, abends 8½½ Uhr. die Ueberbrettl- Parodien, die von den Herren Harry- Mertens ichaftliche Vorträge gehalten worden wären, daß aber in einer Bezirk Nord- West, Waldstr. 8 bei Fiſcher, abends 81½ lr, fehr drollig im Puppentheater dargestellt werden. Als Gesangs- Sigung die Mitglieder sich zu Ehren des verstorbenen Liebknecht einssizung alle 14 Tage je Donnerstag abends 82 Uhr. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Verterzett ist eine französische Truppe, die sich Les trois Gazelles von ihren Blägen erhoben hätten und vom Verein ein Kranz am Zwanglose Zusammenfünfte mit Damen im Restaurant des nennt, von Bedeutung, während ein Herr Hartmann als Zauber- Grabe Liebknechts niedergelegt sei; einmal hätte der Verein auch auf Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. fünstler allerhand überraschende Kunststücke vollführt und besonders Antrag eines männlichen Gastes den streikenden Tabalarbeitern Arbeiter: Nadfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenmit Geldmünzen seltsame Dinge anstellt. von Finsterwalde eine kleine Unterstügung angewiesen. Der vierte, burg). Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten Bemerkt sei, daß die Ringkämpfe, welche am Kurfürsten- zum Termin erschienene Beamte, Kriminal- Wachtmeister Hartung, an den Gau- Borfizenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldſtr. 8. Donners damm nicht zu Ende geführt werden konnten, im Metropol- Theater fah sich veranlaßt, aus einem umfangreichen Konzept seine Auf- tag: Arb.- Radf.- Verein„ Berlin", jeden Donnerstag nach dem 1. bei fortgesezt werden. Die Athleten sollen vom Sonnabend, den 8. Juni, faffung über den Verein und seinen angeblichen Zusammenhang mit Wilke, Andreasstr. 26, jeden Donnerstag nach dem 15. bei Raabe. Colbergerstraße 23. ab als legte Programmnummer ihre Künste dem Publikum pro- der Socialdemokratie vorzutragen. Der socialdemokratische bei Bentert, Sadenbergstr. 1. Radf.- Verein Ziel", Adlershof, jeden 2. und 4. Donnerstag Radf. Verein Frei Weg", Schöneberg duzieren und die Kämpfe zur endgültigen Entscheidung bringen. Rechtsanwalt Victor Fränt! habe einmal in dem Verein einen bei Schilling, Kyffhäuserstr. 16. Radf. Berein Fahr woht", Berlin, alle Die Namen dieser Ringkämpfer sind: Hackenschmidt, Bons, Bohl Vortrag gehalten. Er, der Zeuge, habe sich nachdem an das 14 Tage bei Fischer, Waldstr. 8. ( Abs II), Curt Derelly, Koch, Petroff( Schwergewicht); ferner Studium der Polizei- Aften gemacht und wäre zu der Hizler, Lassartesse, Gambier, Cotch, Mehemed, Sauerer, Bieving eben erwähnten Ueberzeugung gekommen. In langen Ausführungen ( Leichtgewicht). erging sich darauf der Zeuge, als er schließlich auf den er auf An- Weizen, gut Mainzer Parteitag zurüdgreifen wollte, wurde regung des Verteidigers vom Vorsitzenden darauf hingewiesen, daß er sich nun über die Wahrnehmung von Thatsachen auslassen Aus Lichtenberg schreibt man uns: Nunmehr hat auch die möchte. Der Beamte gab hierauf eine Auslese der Personen, die im Stadt Berlin resp. das Kuratorium des Städtischen Vieh- und Verein Vorträge gehalten haben, verschwieg aber deren Themata. Schlachthofs an die Gemeindevertretung von Lichtenberg Nachdem dann der Amtsanwalt Aufrechterhaltung der polizeilichen die Anfrage gerichtet, wie sie sich zur Ausgemeindung desjenigen Strafverfügungen unter Festsetzung von 15 M. für jeden Fall Terrains stelle, das Berlin zum Zwecke der Erweiterung der Schlacht- beantragt hatte, suchte der Verteidiger Rechtsanwalt Victor Fränk! und Viehhofsanlagen bedarf und im Begriff ist, von dem Fürsten darzuthun, daß nichts in Bezug auf den Thatbestand des§ 2 des Safer, gut Hendel von Donnersmard zu erwerben. Vereinsgejezes erwiesen wäre und beantragte Freisprechung. Das Gericht entschied in diesem Sinne aus den vom Verteidiger geltend gemachten Gründen. Aus den Nachbarorten. Die Gemeindeverwaltung wird sich auf die Beschlüsse der Gemeindevertretung stützen, wonach Verhandlungen mit Berlin mur dann stattfinden sollen, wenn dieses seine Geneigtheit ausdrückt, den ganzen Gemeindebezirk Lichtenberg Berlin Aus Not zur Betrügerin geworden. Eine Frau, welche einzuverleiben. Im übrigen hat die Gemeindevertretung in städtische Armenunterstützung bezog, und ihr Sohn sind vom hiesigen ihrer legten Sigung feinen Zweifel darüber gelaffen, daß alle Schöffengericht wegen Betruges und Beihilfe zum Betrug zu je Parteien, die socialdemokratische eingeschlossen, jeglichen Sonder- 20 M. Geldstrafe eventuell vier Tagen Gefängnis verurteilt worden. bestrebungen, die sich noch hier und da in einzelnen fleinen Sie hatten sich dadurch strafbar gemacht, weil sie der zuständigen Interessentengruppen breit machen, einmütig entgegentreten werden. Armenkommission ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu einander Man wird jede Zerstückelung des Gemeindegebiets verhindern und absichtlich falsch dargestellt und dadurch die Gewährung einer höheren unbeirrt dem Ziele zusteuern, daß Lichtenberg mit feinen 43 000 Ein- Unterstügung veranlaßt haben sollen. wohnern und seinem städtischen Charakter auch städtische Ver fassung erhalte. Weil er sich in Frauenkleidern nächtlicher Weile auf den Straßen herumzutreiben liebt, kommt der Artist Wezel wiederholt Ein schrecklicher Unglücksfall spielte sich auf dem Grundstück mit der Polizei in Konflikt. Vorgestern stand er aus derselben VerBiethenstraße 68 in Nigdorf ab. Der Sohn des daselbst wohn- anlassung wegen groben Unfugs vor der VIII. Straffammer des Haften Tischlers Neibel hatte sich von einem benachbarten Neubau Landgerichts I. Der Gerichtshof stellte sich auf den Standpunkt, umgelöschten Salt zu verschaffen gewußt, den er in eine alte daß das Tragen von Frauenkleidern durch Mannspersonen Konservenbüchse füllte und dann mit Wasser übergoß. Die Deffnung nicht ohne weiteres, sondern nutr dann als grober Unfug der Blechbüchse verschloß er mit einem Stein. Plötzlich wurde der anzusehen fei, wenn den Straßenpassanten leicht erfennbar entwickelnden Gase empor- iei, daß in der weiblichen Kleiderhülle ein Mann stede. geschleudert und ein Teil des habe dessen Figur und Gesicht etwas Weibliches an sich. Erwiesen sei aber durch die Beobachtungen eines Schumannes, daß der Angeklagte auf der Straße sich genau so geriert habe, wie eine öffent: liche Dirne, er auch mit mämlicher Begleitung in den Tiergarten hineingegangen fei, was den Kontrolldirnen bekanntlich überhaupt verboten iſt. Bei dieser Sachlage verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zu 6 Wochen Haft. Marktpreise von Berlin am 4. Juni 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Startoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg " mittel gering " " Roggen, gut Gerfie, gut Bauch do. Schweinefleisch Kalbfleisch Butter 7, 5, 1,60 1,20 1,30 1" 1,60 1,20 " mittel gering 1,80 1,10 " " " Hammelfleisch 1,60 1,10 " " mittel 16, 14,90 14,80 13,70 2,60 2, Gier 60 Stud 3,60 2,20 " gering 13,60 12,50 Karpfen 1 kg " 16,20 15,50 mittel gering 15,40 14,80 Bander 2,60 1,20 " 14,70 14,10 Hechte 2,40 1,20 19 Nichtstroh Hen 7,66 6,16 Barsche 1,60 0,80 " 8, 5,50 Schleie 2,80 1,20 40, 25, Bleie 1,20 0,60 " " Erbsen Speisebohnen Linfen Aale 2,-1,40 2,60 1,20 45,- 20,- Krebje per Shot 18,- 3, 0,- 25.Produktenmarkt vom 5. Juni. Der Getreidemarkt zeigte heute ungleichmäßige Haltung. Am Frühmarkt war Weizen matt, namentlich auf die Meldungen aus New Yorf und Chicago über erheblichen Rückgang der bortigen Weizenpreise. Roggen dagegen war behauptet, da aus Südrußland erneute Klagen über den dortigen Saatenstand vorlagen. Auch im Mittags: verkehr blieb Weizen unerholt und für Lieferungen 1-11 M. niedriger gegen gestern, trotzdem Oestreich- Ungarn stark erholte Notierungen für Weizen fandte. Roggen konnte sich befestigen und um 1/4 bis 12 M. beffern. Mehl lag bei stillem Geschäft unverändert. Rüböl war matt, 40 Pf. niedriger auf Meldungen über günftigen Stand der rumänischen Rapssaaten. Hafer war etwas schwächer. Mais etwas matter. Spiritus notierte 20 Pf. höher, 70er Ioco 43,70 m. Städtischer Schlachtviehmarkt. Amt: Stein durch die sich in der te sprißte umher, wobei der Dies sei bei dem Angeklagten allerdings nicht der Fall, vielmehr wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht auss in der Nähe stehende Schulknabe Willi Schulze so un: glücklich getroffen wurde, daß ihm die Sehkraft beider Augen zerstört ward. Das unglückliche Kind liegt schwerkrank darnieder. In demselben Hause trug sich ein zweiter erschütternder Borfall zu. Die 25jährige Töpferwitwe Käthe Koppe verfiel infolge von Not und Entbehrungen und aus Gram über den vor einigen Monaten erfolgten Tod ihres Mannes in eine schwere Geisteskrankheit, die sich am Montag plötzlich in ausbrechendem Verfolgungswahn zeigte. Die unglückliche Frau, Mutter von drei kleinen Kindern, mußte auf polizeiliche Beranlassung nach einer Heilanstalt gebracht werden. Gerichts- Beitung. " Vereinskalender. Lese- und Diskutierklubs. Donnerstag:„ Brüderlichkeit", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. bei Haseloff, Landsbergerstr. 8. Freies Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15., Franke, Pallisadenfir. 9. Leje: und Disfutierklub„ Südost", Tolfsdorf, Görlizerstr. 58. = 1 " " Berlin, 5. Juni 1901. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 555 Ninder, 2173 Kälber, 2925 Schafe, 11 511 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtgemästete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) voflfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färsen und und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 00-00. mit 20 pet. Tara. Vermischtes. ühe: a) vollfleischige, ausgemäßlete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemästete Rühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 00-00; e) gering genährte Kühe und Färjen 00-00. Stälber: a) feinste Masttälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 72-75, b) mittlere Mastund gute Saugfälber 64-66, c) geringe Saugtälber 58-62, d) ältere, gering Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mastgenährte( Fresser) 00-00. hammel 65-68, b) ältere Masthammel 62-64, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 57-60, d) Holsteiner NiederungsArbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Die Gefahren, denen sich diejenigen Personen aussehen, welche Ad Neumann, Brunnenstr. 150. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle iaffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund sich in den Sumpf der Großstadt begeben, wurden in frasser Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Frd. Kortum, Laufigerfir. 33. schwer 53; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäfer) 00-00; c) fleischige Weise in einer Verhandlung vor Augen geführt, welche gestern vor Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Uebungsftunde und Aufnahme neuer Mit 50-52; d) gering entwickelte 47-49; e) Sauen 46-47. Für 100 Pfund ,, Vorwärts II", glieder. Männerchor St. Urban", Zimmer, Annenstr. 9. der I. Straffammer des Landgerichts I stattfand. Der 20jährige Neumann, Brummenftr. 150. Flöter'scher Gesangv." Gorn, Frankfurter Verlauf und Tendenz. Der Umsatz an Rindern war schwach, Tänzerinnen- Friseur" Gustav Gfrörer und die etwas ältere Tänzerin Allee 119. Gesangverein Berliner Kürschner", Feind, Weinstr. 11. so daß maßgebende Preise nicht festzustellen waren. Der Kälberhandel geEmma Gruhl hatten sich wegen gemeinschaftlicher Erpressung, Körper- Einigkeit I", Gr- Lichterfelde, Bagel, Chausseestr. 104." Morgenroth II", staltete sich ruhig. Der Bestand an Schafen wurde glatt geräumt. Der verlegung und Diebstahls zu verantworten. Am Abend des 7. April Köpenid, Stippefohl, Scharnweberstr. 5." Fröhlich", Rummelsburg, Schweinemarkt verlief langsam und wird voraussichtlich nicht geräumt. machte der Kaufmann P. auf der Straße die Bekanntschaft Schröter, Mozartstr. 7.-" Bineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. Wach Fette Ware blieb vernachläſſigt. der Angeklagten Gruhl. Sie besuchten gemeinsam ein Lokal und be- auf II",( Alt Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. gaben sich dann nach der Wohnung der Gruhl. Als P. sich wieder" Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Wuthenow, Wredowſtraße. " Boreley", Schuentfernen wollte, gerieten sie wegen der Bezahlung in Streit. Blögmann, Hochstr. 32a. " Freiheit III", Bernau, Elysium, Berlinerstraße. „ Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. lich fuhr die Gruhl dem Besucher mit allen zehn Fingern ins Ge-„ Oberon", Brückenstr. 2. In Breslau hat ein Jerfinniger ein folgenschweres Atten Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18 c. ficht und zerkragte ihm die Haut. Zugleich rief fie: Gustav! Hilfe!" Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnenstraße 150( nachm. 4-6 Uhr). rat verübt. Das in der Taschenstraße gelegene Baschtesche RestauHilfe!" Jm nächsten Augenblick erschien der erste Angeklagte, der im Möbelpolirer", Heinze, Blumenstr. 35 a. Oranienburger Vorstadt", tations- Etablissement war gestern abend der Schauplatz eines aufNebenzimmer auf den Ruf gewartet hatte. Auch er Humboldthallen, Hussitenstr. 40. Steinnelfe", Sachs, Lindowerstr. 26. regenden Vorgangs. An einem der Tische im hinteren Teil des stürzte fich auf P., würgte ihn am Sene: Lotals faß eine kleine Geburtstagsgesellschaft, darunter ein PolizeiHalje und schlug Hoffnung III", Friedrichsberg, Böker, Friedrich Starlstr. 34. felder II", Brandenburg a. H., Zur Glode, St. Gartenstr. 1a.elsen fommissar und mehrere Militärbeamte, auch der Besizer des Etaauf ihn ein. Der Mißhandelte mußte sich fügen. Beide Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauchblissements war hinzugezogen worden. Angeklagte beschuldigten ihn nun, daß er etwas Strafbares begangen straße und Kaiser- Allee Ede. burg", Schulz, Blumenstr. 38. Ein in einiger Entferming " Freiheit West". Werner, Bülowstr. 59. habe; sie verlangten von ihm eine Summe von 500 M. unter den Sangesluft I", Mönch. Putbuserstr. 30. sigender, gut gekleideter, etwa 40jähriger Mann, dessen Benehmen „ Verein Wilhelmsberg- Hohen: gefährlichsten Drohungen. Als B. erklärte, daß er kaum zwanzig Schönhausen", Hohen Schönhausen, Krause, Berlinerstraße 12." Typo- schon seit längerer Zeit aufgefallen war, sprang plöglich auf den zu und feuerte mit Mark bei sich führe, verlangten die Angeklagten von ihm, daß er einen graphia", Arminhallen, Stommandantenstr. 20. Liberté", Link, Wrangel- Besizer des Lokals, Herrn Hocke, Schuldschein über 500 M. ausstellen solle. P. wollte sich hierzu nicht straße 86. Maurer- Ges.- Verein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. den Worten:„ Sie haben meine Existenz vernichtet, zwei Schüsse auf Lyra", Charlotten ihn ab, die ihn an der Wange und am Kinn verlegten. Der verstehen, worauf das Paar ihm das unentbehrlichste Kleidungsstück Männer- Chor Süd- Ost I", Becker, Köpnicerfir. 191. fortnahm und ihm erklärte, daß er nicht eher freigelassen werden mengerts Voltsgarten, Bergstraße. burg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11.„ Liederkranz", Brandenburg, a. H., Attentäter gab alsdann, während er die Flucht ergriff, noch zwei würde, bevor er das Schriftstück ausgestellt habe. Dem Besucher in Velten, Grunow, Wilhelmstr. 19. Ges.- Abt. des Arb.- Bild.- Vereins" weitere Schüsse ab, durch welche ein Sergeant sowie ein Beamter " Sukunft III", Nieder- Schönhausen, des Deutschen Offiziervereins in Berlin, namentlich der letztere wurde es höchst unheimlich zu Mute, er zog es vor, sich aufs Parla- Setteforn, Lindenstr. 1.„ Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berliner mentieren zu legen. Nach längeren Unterhandlungen verstand er straße 21.-" Frohe Stunde", Klein, Laufizer Blaz 8. " Freiheit II", so schwer verwundet wurde, daß sie in ein Hospital gebracht werden sich dazu, einen Schuldschein über 200 M. auszustellen. Nun erhielt Weißensee, Schmug, Königchauffee 38 a. Tris", Dalg, Staligerstr. 94 b. mußten, während der Besizer Hocke in einer Privatklinik Aufnahme er seine Kleidung zurück, zuvor tehrten die Angeklagten aber -Einigkeit III", Wannsee, Strüger, Fürstenhof. Linde II", Liedte, fand. Der Attentäter, welcher erst vor kurzer Zeit aus einer Frren" Bufunft I", Steglitz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130. anstalt entlassen worden sein soll, wurde verhaftet. Er verweigerte noch sämtliche Taschen um und nahmen 3 M., die ganze noch vor- Weidenweg 23. handene Barschaft des Besuchers an sich. Dann konnte dieser sich in traße 36( 3-5 Uhr).„ Arion II", Rummelsburg, Schumann, Neue Prinz Bernehmung fand man bei ihm zwei Starten, von denen die eine die Gesangverein des Verbands deutscher Gastwirtsgehilfen", Mörschel, Jüden- zunächst jede Auskunft über seine Persönlichkeit. Bei seiner späteren höchst geknickter Stimmung und mit arg zerschundenem Gesicht ent- Albrechtstr. 70. fernen. Er erstattete am folgenden Tage Anzeige. Der Staatsanwalt Arbeiter Raucherbund Berlius und der Umgegend. Aenderungen Aufschrift:" Hans Milde, Journaliſt" trug, während die andre ihn wies auf die außerordentlich gemeingefährliche Handlungsweise der im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Butbufer: als Studenten der Medizin bezeichnete. Angeklagten hin, sowie daß Gfrörer bereits wegen eines ganz straße 44, IV. Donnerstag:" Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straß- In einem großen Teile Oberöstreichs sind schwere Gewitter gleichen Falles mit 6 Monaten Gefängnis vorbestraft sei. Gegen ihn burgstraße 56. Glühlicht II", Schaft, Liebenwalderstr. 4. Stamerun", niedergegangen, die großen Schaden anrichteten. Einige Ortschaften Glühlicht I", Neu- Weißensee, Schröder, Streustr. 3. beantrage er zwei Jahre, gegen die Gruhl anderthalb Jahre Badtte, Tilſiterstr. 48. wurden durch Bligschlag eingeäschert. Mehrere Personen sind ums " Grüner Hain", Schulz, Elbinger Leben gekommen, Gefängnis. Die Verteidiger, Rechtsanwalte Justizrat Wronker und unverzagt I", Lehmann, Stoppenſtr. 17. straße 4." Portoriko", Conrad, Breslauerstraße 25. Columbus", Dr. Schwindt, mußten sich darauf beschränken, ein milderes Urteil Conrad, Urbanstraße 87." Feste Brüder", Rirdorf, Unruh, Hermann: zu erzielen. Das Urteil lautete gegen Gfrörer auf zwei Jahre, straße 232." Virginia". Schnieber, Admiralstraße 21.„ Alter Hussit", gegen die Gruhl auf ein Jahr Gefängnis. Matthea, Bernanerstraße 120.„ Eiserne Pfeife", Logan, Schul " Berolina", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. straße 113. Einen ganzen Sigungstag füllte eine Privatklage aus, welche" Du ahnst es nicht", Schmidt, Tilsiterstraße 32." Feigenblatt", Adam, gestern das hiesige Schöffengericht beschäftigte. Privatkläger und Ryfeftr. 5. Mailuft", Walcznisky, Neu Weißenfee, Elsaßitr. 49. Wiederbeklagter war der frühere Direktor der Aktiengesellschaft Grüne Rose", Kube, Friedenstr. 91.-" Colorado", Klinge, Reinickendorfer: Pionier", Herr Fischer, Beklagter und Wiederkläger der straße 56." Fidelio", Stephan, Laufizer Plaz 12. ,, Einigkeit II", Alte Jakobstr. 33. Naturforscher Professor Lehmann Hohenberg in Kiel. Die Wähner, Gubenerstr. 57. Einigfeit IV", Albert, Neu- Zittau. " Gloria", ,, Grüne Quaste", Roß, Rixdorf. Jägerstr. 46. Aktiengesellschaft Pionier" gehörte zu den Schöpfungen des Goyke, Cöslinerstr. 11. „ Neu- Lichtenberg", Lichtenberg, Margarethenstr. 20." Freies Licht", Göze, Geh. Ober- Regierungsrats von Broich. Professor Lehmann, Marienburgerstr. 16. Weiße Lilie", Krest, Seestr. 25.„ Oberspree", der humanen Bestrebungen sehr zugeneigt ist, hatte sich mit Ober- Schöneweide, John, Wilhelminenhofstr. 18. 30 000 M. an dem Unternehmen beteiligt, auf Grund seiner Er- Central- Raucherbund. Zuschriften an Max Koch, Rirdorf, Hermann: fahrungen aber später in der„ Volkswacht" dasselbe einer verstraße 34. Donnerstag: Blaue Wolfe", Rixdorf, Martinius, Jäger: nichtenden Kritik unterzogen, durch welche sich der Kläger beleidigt straße 4." Friedenseiche", Rixdorf, Wendt, Mühlenstr. 18.- WeichselAlte Linde", Berlin, Plöß, fühlte. Letzterer hat darauf in einer„ Ehrlichen Abwehr" geant blatt", Rirdorf, Christow, Leffingstraße. Gräfestr. 34. Felix ,, Edelweiß", Steglit, Schimrod, Düppelstr. 7. wortet und dabei viele beleidigende Seitenhiebe auf die Person Brasil", Potsdam, Segebrecht, Schüßenstr. 26." Sumatra", Potsdam, und die Bestrebungen des Herrn Professor Lehmann auss Puttie, Spandauerstr. 25.- Friedenspfeife", Lantwig, Dahn, Kaiser Wilhelm geteilt. Letztere bilden die Grundlage der Wiederklage. Nach ftraße 34.„ Brennende Liebe", Rirdorf, Lähns, Friedelstr. 3. stundenlangen Verhandlungen und umfassenden Plaidoyers Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Orchester der Rechtsanwälte Aehnelt für Direktor Fischer und chor Vorwärts", Rixdorf, Münzer, Bergstr. 7. Zitherklub Nordstern", Justizrat Bronfer für Professor Lehmann kam das Schöffen: Berger, Templinerstr. 11." Bitherklub Menzenhauer", gemischter Chor, Andreasstr. 3." Vergnügungsverein Waldesgrün", Hoppe, Schlesischestr. 46. gericht zu dem Urteil, daß die Beleidigungen gegen einander zu Verein Fiebigscher Tanzschüler und Schülerinnen", Brunnenstr. 49. kompensieren und den Parteien die Kosten zu gleichen Teilen aufStat Klub„ Grand: zuerlegen seien. In der Begründung des Urteils betont der Vor- Rauchklub Kernspige", Böhl, Südersdorferstr. 8. Schwarz", Dimte, Winsstr. 56.„ Segelflub Unermüdlich", Warschauerfizende, daß für das Gericht tein Zweifel darüber bestehe, daß Pro- Straße 59.'- Tambourverein" Frei weg", Suchland, Keibelstr. 39. Turn fessor Lehmann sich bei seinem ganzen Vorgehen von idealen verein„ Osten", Lehrlings- Abteilung, Große Frankfurterstr. 23.- Musikverein Motiven habe leiten lassen. Harmonie", Krüger, Naunynftr. 6. Berliner Ruderverein„ Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im Bootshause, Stralau, Tunnelſtr. 17. " " N " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Tonnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. 2. M. 7. Anträge auf Aufnahme von Kindern in Waisenpflege sind zu richten an die Armendirektion, Abteilung für die Waisenverwaltung, Frauenwohl. Vielleicht entspricht die Arbeiter Bildungsschule ihren Wünschen, die Engelufer 15 ihre Unterrichtsräume hat. 2. W. Für die Opfer des Löbtauer Zuchthausurteils sind im Ganzen 88 247,68 Pf. eingegangen. Es wurden von den elf Angeklagten neun Personen zu der Gesamtstrafe von 53 Jahren Zuchthaus und 8 Jahren Gefängnis verurteilt. D. 1. Unfres Wissens gilt das Verbot der Hängematten für alle Waldungen in der näheren Umgebung Berlins. S. 57. Geschäftsempfehlungen bringen wir nicht im Brieffaften. O. K. Wir sind nicht in der Lage, über derartige Dinge Auskunft zu erteilen. Wenden Sie sich doch bitte unmittelbar an das Bezirkskommando in der General Pape- Straße. Weber F. Sch. Stöder wurde im November 1880 aus der Stellung eines Hof und Dompredigers entlassen. Der Grund seiner Entlassung ist in seiner politischen Agitationsthätigkeit zu sehen, deren demagogische Art der Regierung und bei Hofe mißfiel. Milan 52. Deutsche Urteile können auch im Ausland vollstreckt werden. Ueber die Art der Vollstreckung bestehen für jedes Land besondre Vorschriften. Sie erfahren dieselben für einen Einzelfall durch Anfrage beim Auswärtigen Amt. 2. A. In solchem Plakat tann eine Beleidigung gefunden werden.-Charlottenburg. Ja. D. Besten Dant; alles richtig; F. B. 54. Ist uns unbekamut. 5. E. B. 1. Lucanus ist der Chef des kaiserlichen Civiltabinets und Zu einem kleinen Socialistenprozeß wuchs fich eine wegen hat in der Regel die Aufgabe, die verbrauchten Minister aufzufordern, sich Uebertretung des Vereinsgesetzes vor dem Schöffengericht in Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnv.„ Fichte", Berlin, trant" zu fühlen. Das die Erklärung für den ersten Teil der Redewendung. Rigdorf verhandelte Strafsache aus. Frau Jäger, die Vor- abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abteilung, Ackerstraße 67; 7. Lehrlings: Der zweite Teil ist in übertragenem Sinne zu verstehen. In der Türkei sigende des Frauen und Mädchen Bildungsvereins Abteilung, Wasserthorstr. 31. Turnverein Eiche", Köpenick, Damen: wurde ehemals den vom Sultan zum Tode verurteilten Würdenträgern " Freie als besondere Gunst noch verstattet, sich selbst aufzuhängen; die Uebersendung von Rigdorf, war nämlich von der dortigen Polizei mit zwei Abteilung von 28-1/ 210 Uhr, Hotel Klein, Wilhelmsplay. Strafbefehlen über 15 und 30 M. bedacht worden, weil sie Turnerschaft Rirdorf- Brik", III. Schüler- Abteilung abends 612-812 Uhr, einer seidenen Schnur, die zugleich ein geeignetes Mittel dazu war, bedeutete Daher die nur bildlich zu ver die Anmeldung und Abmeldung von Mitgliedern unterlassen III. Männer Abteilung abends 8-10 Uhr, Thomas( Apollo- Theater), den Befehl des Sultans, dies zu thun. Hermannstr. 48-50.„ Freie Turnerschaft Stralau- Rummelsburg", Lokal stehende Wendung. 2. Die Dauer des Reichstags zwischen zwei Wahlen hatte. Sie hatte auf gerichtliche Entscheidung angetragen Neuseeland", Männerabteilung: Montag und Donnerstag. Lehrlings heißt eine Legislaturperiode; die einzelnen Tagungsabschnitte, soweit fie und behauptete, der fragliche Verein bezwede feine Gin- abteilung:-Mittwochabends von 8-10 Uhr und Sonntags von 1/2 bis nicht durch Vertagung, sondern durch Schluß" abgegrenzt sind, heißen wirkung auf öffentliche Angelegenheiten, falle also nicht 1/24 Uhr. Seffionen. " V Witterungsübersicht vom 5. Juni 1901, morgens 8 Uhr. Wetter 1 heiter Rangsdorf. Hat Ihre Frau Sie böswillig verlassen, so steht es Ihnen wendet sich dann an die Polizeibehörde, welche die Volftredung zu betreiben frei, beim Amtsgericht einen Antrag auf Anberaumung eines Sühnetermins hat. Der Gerichtsvollzieher hat mit der Beitreibung in solchen Fällen nichts zu stellen und dann auf Herstellung des ehelichen Lebens zu klagen. Wird zu thun. Nichten Sie also den Antrag auf Beitreibung des Ihnen ZugeIhre Frau rechtskräftig zur Herstellung des ehelichen Lebens verurteilt und sprochenen an das Jnnungs Schiedsgericht. H. S. 100. Verjährung leistet diesem Urteil gegen Ihren Willen ein Jahr lang feine Folge, jo tritt in solchem Falle nie ein. Es kann die Schanffonzession dem, der vor Stationen tönnen Sie auf Ehescheidung flagen. Diese Klage muß innerhalb sechs vielen Jahren wegen Hehlerei bestraft ist, stets versagt werden.- 9. 75. Ja. Monaten nach Ablauf des betreffenden Jahrs angestellt sein. Eine Frist Traneller 3. 1. Nein, es ist aber zweckmäßig. 2. Ja. 3. Der für Anstellung der Klage auf Herstellung des ehelichen Lebens besteht nicht, Ueberfahrtspreis Hamburg- New York beträgt auf der Hamburg- Amerikaebensowenig die Notwendigkeit, die Frau ausdrücklich zur Rückkehr auf Linie, bei Schnellfahrten I. Klasse von 400 M. ab, II. 250-270, 3wischen Swinembe 766 NNO zufordern. Unterlassen Sie aber letzteres oder schieben Sie die Klage lange beck 160 M., bei den übrigen Fahrten I. von 280 ab, II. 190, 3wischendeck Hamburg 7675 hinaus, so tann hieraus gefchloffen werden, Sie meinen es mit dem 150 M. Bremen- New York( Norddeutscher Lloyd) kostet für Schnellfahrten Berlin 766 Still Anspruch auf Herstellung des ehelichen Lebens nicht ernst und Ihre Klage I. von 240 ab, II. von 210 ab, Zwischendeck 139 m., bei den übrigen Fahrten: Frantf./. 767 NO abgewiesen werden. Die Kosten für den Sühnetermin betragen etwa 10 M. I. 240-340, II. 180-190, 3wischendeck 126 M. Verpflegung ist bei diesen München B. M. Die Entscheidungen der Innungs: Schiedsgerichte werden in Preisen eingeschlossen. Friedrichsberg. Sie können Ihr Erbteil sofort Wien andrer Weise vollstreckt als die der anderen Gerichte. Ist das Urteil rechts: verlangen. Zahlen es die Brüder nicht aus oder antworten Sie Ihnen fräftig das ist einen Monat seit Verkündung, wenn die Partei anwesend nicht, so wenden Sie sich an einen Anwalt, da Sie infolge Ihres törperwar, sonst seit Zustellung des Urteils oder ist das Urteil für vorläufig lichen Leidens unbeholfen sind und Ihre Brüder hierauf zu rechnen scheinen. vollstreckbar erklärt, so muß sich der siegende Teil an die Innungsbehörde Daß Ihre Brüder Sie enterben könnten, weil Sie ohne deren Einwilligung feine erheblichen Niederschläge. mit dem Antrag wenden, die Vollstreckung des Urteils zu betreiben. Diese geheiratet haben, ist purer Unsinn. S. S. 1000. 53 000 000 Mart. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 6. Juni. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Mädel sei schlau. -5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung 17 paparanda 769 Still 1 wolfent 16 Betersburg 766 ONO wolfig 18 Cort 7659 Windstärke Wetter Temp. n. C. 766 Still moltent 14 1 wolfen! 14 3 bedeckt 13 woltent 18 2 wolfeul 19 Aberdeen 768 Still- heiter 16 Baris 764 NW 5 heiter 15 Wetter Prognose für Donnerstag, den 6. Juni 1901. Etwas wärmer, vorwiegend heiter bei schwachen südwestlichen Winden; Berliner Wetterbureau. Urania Röderstr. 6. See- Terrasse See- Terrasse Lichtenberg. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: zu kleinen Preisen: ,, Charakterbilder aus der Mark". Invalidenstr. 57/62. Der Hochzeitstag. Anf. 7. Tägl. Sternwarte. = Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Der Kaufmann bon Venedig. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Johannisfeuer. Anfang 8 11hr. Lessing. Ein Blizmädel. Anfang 8 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft. ( 2. Teil.) Anfang 7 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Borher: Teremtete. Anfang 712 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 8 Uhr. = 7. Westen. Die schöne Ungarin. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Thalia. Gastspiel der Deutschen Genossenschafts Bühne: Frau = Eva. Anfang 8 Uhr. Castans Panopticum. Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Röderstr. 6. Centralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle 1( Patzer). I 91 Sonntag, den 9. Juni 1901: 92 b Grosses Volks- Fest Den Mitgliedern, sowie den Mitgliedern des Gesangvereins zur Nachricht, daß am 4. Juni unser Mitglied Theophil Ligmanowski verstorben ist. 20 134/14 Die Beerdigung findet am Freitag, den 7. Juni, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause Ostbahn 14 nach dem fatholischen Pius Friedhof zu Wilstatt. Uut rege Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. arrangiert von den Parteigenossen Lichtenbergs. Doppel- Konzert. Specialitäten- Vorstellung. helmsberg fatt Monstre- Brillant- Land- und Wasser- Feuerwerk ausgeführt von dem Kunstfeuerwerker Paul Sukow. Preis- Kegelschieben. Mr. Cronje- Boston und Donna Eriona. Sensationell! Velocipedfahrt im Brillant- Feuerwerk auf dem Sensationell! 70 Fuss hohen Turmseil über dem See. Kaffeeküche. Kinderbeluftigung. In zwei Sälen: Ball.( Stocklaterne gratis.)( Größte Berlins.) Kinder Fackelzug. ( Stocklaterne gratis.) Gondel- Korso( 15 Gondeln). 4 Kegelbahnen. Vergnügungsplatz. Anfang 2 Uhr, des Konzerts 4 Uhr. Entree 20 Bf. Bei ungünstiger Witterung für 6-8000 Personen Unterkunftsräume. Um recht zahlreichen Besuch bittet Zoologischer Centralverband der Maurer. Garten Central. Die Geisha. Anfang Täglich ab 5 Uhr nachmittags: 8 Uhr. Luisen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Carl Weiß. Sie weiß etwas. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Auftreten der echten Geisha: Truppe. Die Schwäbin. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. = Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 Mark ab 7 Uhr nachmittags 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Völker- Arena": 99 20: Zahlstellen Berlin und Umgegend. 222/15 Der Vertrauensmann. Danksagung. Zurückgefehrt vom Grabe unferer am 30. Mai verstorbenen lieben Mutter, Schwieger: und Großmutter, der Cigarren- ArJohanna beiterin Frau Fahrland, fagen wir hier: durch allen lieben Freunden, Kollegen und Bekannten, welche durch Kranzspenden u. Geleit zum Grabe der teuren Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, unseren Du aber, teure Mutter, die Du durch ſteten Prater- Theater heralditen Dant Kastanien- Allee 7/9. ba Täglich: Aus dem Volke. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Donnerstag, den 6. Juni, abends 8 Uhr: Auftreten der Grcentric- Chansonnette Sieben grosse Mitgliederversammlungen in folgenden Lokalen: in Gossmanns FestBeduinen- ie für Westen, Südwesten und Süden: sälen, Kreuzbergstr. 48, Hedwig Döring, des Grotesque Komiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Radfahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 f. Numerierter Plaz 50 Bf. Kalbo. Karawane für Südosten, Osten und Nordosten: Andreasstraße 2 Sanssouci Stettiner Sänger. Besichtigung des Bazars, der Pafiage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Passage Theater. Damen Ring Eselreiten von 3-8 Uhr. direkt v. d. Strasse an d. Ackerstraße 6/7, 21, Im Garten: Täglich: HoffmannsTruppe, des Zeltlagers; ferner für Norden, Wedding u. Moabit: in den Borussia- Sälen, Schaustellungen: 4, 126, 7 Uhr. für Charlottenburg: in Hoffmanns Volksgarten, Westend fämpfe. Specialitäten Borstellung. Entree Stadtbahn Pfennig für die westlichen Vororte: in den Kaiserhallen, Steglit Nordd. Sänger zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. für die südlichen Vororte: sermannstraße Nr. 48 in Rigdorf Anfang d. Konzerts 5 Uhr, Central- Theater. für die östlichen Vororte: velmstrake io, Friedrichsfelde. tags Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Kinder 25 Pf., Gartenbesucher Theatersaal) Abends 8 Uhr: " Zu fleinen Preisen Charakter: bilder aus der Mark". Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Aften von Shakespeare. Freitagabend 8 Uhr: Vorlegtes Gastspiel Ferdinand Bonn. Letzte Wiederholung. Der Kaufmann von Venedig. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Metropol- Theater. Die urkomischen brillanten, neuen Juni- Specialitäten. Sonnabend, den 8. Juni: Beginn d. EntscheidungsRingkämpfe Heute Anfang 8 Uhr. 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Jm Saale: Tanzkränzchen. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. bei Momber, Wilhelmstraße 10, Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Das bestehende Vertragsverhältnis und die heutigen Zustände auf den Bauten. Kollegen! Es find in lezter Zeit Zustände auf den Bauten eingetreten die nur zum Schaden für die Allgemeinheit ausarten tönnen und die des: halb dringende Abhilfe erforderlich machen. Wie aus der Tagesordnung zu ersehen, sollen die bestehenden Verhältnisse in den Versammlungen er schöpfend behandelt werden und laden wir deshalb alle Verbandsmitglieder hierzu ein. Die Verbandsleitung. und Konzert. der Soiree 7 Uhr, Wochen: 6 1hr, b. Soiree suhr. 8 Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Kaffeeküche täglich ab 4 Uhr geöffnet. Bum Besuche d. Restaurationsgartens ( ohne Entree) wird höft. eingeladen. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Konzert, Theater, SpecialiCharakter und ehrenhaften 11 leuchtendes Beispiel für viele warst, wirst ewig in unsrer Erinnerung fortleben. Berlin, den 4. Juni 1901. Zugleich im Namen sämtlicher Verwandten Julius Hintze als Sohn nebst Familie, Friedenstr.27. Danksagung. Für die rege Beteiligung anläßlich der Beerdigung meines lieben Gatten, unseres Vaters und Schwiegervaters, des Arbeiters August Knebel, Berlin N., Ruheplasstraße 24, sagen wir allen Teilnehmern herzlichen 17146 Die trauernden Hinterbliebenen. Was der Mensch braucht, muß er haben, Drum soll er am Wurm sich laben! Verlangen Sie geft. ausdrücklich Warms Magendoktor! Hildegard Loewenstamm Eugen Baumann Verlobte. 1711b Berlin, im Juni 1901. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco BOFO Freie Volksbühne. und Bal. täten- Vorstellung und Ball. Wiener Damen- Kapelle Raymond reie Sonntag, den 9. Juni, nachmittags 234 Uhr im Carl Weiss- Theater VI. Abteilung: Der grüne Kakadu. Hierauf: Scherz und Ernst. Scenen und Lieder. Zar Orientierung über die Neueinteilung der Abteilungen in nächster Saison und den Spielplan werden die Mitglieder ersucht, die im Programm- Heft 10 d. J. erlassene Bekanntmachung des Vorstands genau zu beachten und zu verbreiten. [ 230/5 Die alten Mitgliedskarten müssen in den Zahlstellen abgegeben werden mit der event. Erklärung für die weitere Mitgliedschaft. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Himbeersaft anerkannt vorzüglich a Ltrfl. M. 1,40. Feinst. Kirsch- und Johannisbeersaft a Ltrf. M. 1,60. Feinst. Erdbeersaft M. 2,10. Citronenlim.- Saft M. 1,30. Med. Citronensaft zur Kur a Flasche M. 1, 2, 3, Ungarwein Original- Abzug von Franz A. Jálics& Co. in Budapest. Med. 2 Ausbruch a Literfl. M. 2,10, 10 Ltr. 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Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. Sonntag, den 9. Juni 1901: Gr. Sommer- Fest des Arbeiter- Raucherbundes für Berlin und Umgegend unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( M. d. A.-S.-B.) und einer starken Kapelle von Berufsmusitern( Direktor opp e). Grosses Brillant- Feuerwerk ausgeführt vom Pyrotechniker Albert. 287/ 9* Hierzu ladet Freunde und Genoffen ein Der Vorstand. Taif's Diamanten haben die ganze Welt in Erstaunen und Entzücken versetzt. 1992 Kommen und sehen Sie, wie sie funkeln!!! Tait's Diamanten sind keine echten Steine, aber die beste Imitation der Welt. 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