Mr. 130. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts bonnement: 1,10 Mart pro Mona. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich auffer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Rotonete zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Neuer Kohlenwucher. Die mitteleuropäischen, vor allem die deutschen Kohlenzechen bereiten sich auf einen neuen Raubzug zum nächsten Winter vor. Die böhmischen und mitteldeutschen Werke sind im Begriff eine Preisfonvention zu schließen; zum 1. Oftober sollen die Preise auf den vorjährigen Winterpreis erhöht werden. Am Sonnabend tagt das westfälische Coatssyndikat, am Montag, das rheinisch- westfälische Kohlensyndikat. Beide Synditate wollen über Produktions Die einschränkungen beraten. Eisenbahnverwaltung fordert schon jetzt zur Bestellung von Hausbrandtohle auf, damit im Herbst nicht zu große Anforderungen an den Verkehr gestellt werden. Freitag, den 7. Juni 1901. Handelsminister Möller noch weit mehr als sein Vorgänger die unerträgliche Alasjägerei des Kohlengeschäfts beschirmt? Er würde es in diesem Falle hoffentlich nicht leicht haben bei seinen Debuts in den Parlamenten. Politische Uebersicht. Die Zollsphing. Berlin, den 6. Juni. Die zollpolitische Ministerkonferenz ist bereits am Mittwoch be endet worden. Graf Bülow beschloß die Beratungen durch eine Ansprache, in der er gleich wie in seiner Eröffnungsrede fein seltenes Talent, nichts zu sagen, erwies. Graf Bülow sagte, die Konferenz habe vollen Erfolg erzielt, aber die Deffentlichkeit weiß noch nicht einmal, ob der Reichskanzler munmehr endlich zu einem Urteil und einer festen Absicht über die Art der Tarif aufstellung und die Höhe der wichtigsten Bölle gelangt ist. " " Ganz geheuer ist den extremen Agrariern jedenfalls nicht. Auf einer Bündlertagung in Köln, von der wir weiter unten noch berichten, forderte Herr Dr. Hahn in der Bescheidenheit, die den Bauern" vertreter ziemt, einen 8ollsap von 7,50 M. für Roggen und Weizen, aber Herr Dr. Röside mußte zugestehen, es seien dem Bunde Informationen zugegangen, daß die süddeutschen Regierungen nicht geneigt seien, eine wesentItche Erhöhung über die jetzt geltenden Vertragszölle zu gewähren. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Dr. Winter zu 30 Mart Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht begründete das Urteil folgendermaßen: Der von den Gewerkschaften bezw. der Generalfommission der Gewerkschaften angestellte und bezahlte Leiter des Rechtsschutzbureaus habe den Auftrag, die Rechtsuchenden als zahlende Mitglieder den Gewerkschaften zuzu führen und letzteren durch die Eintrittsgelder und regelmäßigen Beiträge dauernde Einnahmen zu berschaffen. Darin sei die Gewerbsmäßigkeit des Betriebes zu erbliden, ebenso wie in dem Umstand, daß offenbar von vornherein auch auf die freiwilligen Beiträge von Rechtsuchenden gerechnet worden sei. Gegen dieses Urteil legte Dr. Winter Revision beim OberLandesgericht ein. Er bestritt die Rechtmäßigkeit des vom Lands gericht aufgestellten Begriffs der Gewerbsmäßigkeit. Das Arbeitersekretariat mache in keinem Falle für seine HilfeLeistung den Rechtsuchenden irgend eine Gegen= Leistung zur Bedingung. Der eventuell erfolgende Beitritt von Rechtsuchenden bezw. die Zahlung von Eintrittsgeldern und Beiträgen an die Gewerkschaft könne daher unter feinen Umständen als eine dem Arbeitersekretariat gewährte Gegenleistung angesehen werden, ebensowenig aber auch die freiwilligen Spenden, die nicht einmal der Generalfommission, sondern die der Parteifaffe zugewiesen würden. Weiter machte die Revision den Eins wand der Verjährung geltend, da bei Beginn des Strafverfahrens mehr als drei Monate seit Eröffnung des Bureaus vers flossen seien. In Uebereinstimmung mit dem Antrag fam Oberstaatsanwalts der Straffenat des Breslauer Oberlandesgerichts jedoch zur Verwerfung der Revision. Das Landgericht Beuthen D.-S. habe den Be griff der Gewerbsmäßigkeit nicht verkannt. Eine Verjährung fonnte nicht eintreten, da die Pflicht zur Anmeldung des Betriebs so lange bestehe wie der Betrieb selbst. des Dies Urteil der obersten Instanz stellt die so uneigennüßig und fegensreich wirkenden deutschen Arbeiterfekretariate auf eine Linie mit jedem beliebigen Privatkonsulenten, der sein Gewerbe aus Gründen perfönlichen Gewinns betreibt. Zugleich eröffnet das Urteil der Verwaltungsbehörde die Gelegenheit, nach ihrem Ermessen ein Arbeiterfetretariat gänzlich zu verbieten. Das Urteil des Breslauer Oberlandesgerichts bedentet socialpolitisch wie juristisch einen bedauerlich schweren Mißgriff. Deutsches Reich. Eine Finanzkonferenz haben die in Berlin versammelten Vertreter der Bundesstaaten an die Bolkonferenz angeschlossen. Die Nordd. Allg. 8tg." berichtet: Diese Zusammenstellung von Nachrichten aus den letzten Tagen zeigt, wie die Kohlenzechen sich anschiden, ohne die mindeste Rücksicht auf den Stand der andren Erwerbszweige ihren Wucher fortzusetzen. Alle Abrechnungen von Industrie- Unternehmungen zeigen das Bild So bleibt das peinliche Nätselspiel an der Tagesordnung, das des Niedergangs der volkswirtschaftlichen Konjunktur; nur eine Volk wird im Unsicheren über die Stellungnahme der Regierung geparafitäre Organisation erhält auf diesem Boden ihren Profit und lassen und die Herren Junker dürfen ihre Treibereien ungestört will ihn weiter in die Höhe treiben. Nichts must es, daß die Eisen- fortseßen. Auch über die gestrige bedeutsame Mitteilung der Berhütten und zahlreiche andre Zweige der Industrie mit jedem liner Neuesten Nachrichten" von der Aufgabe des DoppelMonat tiefer in den Rückgang hineingeraten, daß alle Bilanzen und tarifs bringt der heutige Tag weder endgültige Bestätigung Geschäftsberichte über das Mißverhältnis zwischen den Preisen des noch Verlengmung. Die konservative und agrarische Bresse Rohmaterials, vor allem der Kohlen und der Fabrikate nicht nur verhält sich gegenüber dieser sie schwer belastenden Meldung jammern, sondern auch mit Zahlen die Thatsachen jenes lähmenden, überaus leinlaut. Die Deutsche Tageszt g." meint, tötenden Mißverhältnisses belegen. Es ist alles umsonst. diese Bemerkungen seien äußerst vager Natur und augenscheinlich Der furzsichtige, nur vom nächstliegenden Hochprofit angereizte nicht auf offiziöse Beeinflussung zurückzuführen. Höchstens könnte Charakter der kapitalistischen Volkswirtschaft, das Unvermögen, ein Geheimrat seiner Abneigung gegen den Doppeltarif Ausdruck selbst nach Ausschaltung der Konkurrenz durch das Kartell, auch nur gegeben haben". Die Kreuz Beitung" will sich in einen die eignen Interessen über den nächsten Profit hinaus wahr Streit über die Nichtigkeit der Mitteilung der Berliner Neuesten zunehmen durch vorausschauende Anbequemung an dieLage des Markts- Nachrichten" nicht einlassen, behauptet aber, von bestunterrichteter wenn der Kohlenring sich die Aufgabe gestellt hätte, dies Unvermögen Seite" Mitteilungen empfangen zu haben, die mit jenen nicht des Kapitalismus und damit seine Unerträglichkeit vor aller Welt zu übereinstimmen. erweisen, er hätte nicht anders verfahren können, als er es jetzt thut. Unbefümmert um das Ende vom Liede nimmt er den Augenblid wahr, ganz wie sonst die Konkurrenten untereinander. Unbekümmert um seine eigene Zukunft schnürt er seinen Kunden die Kehle zu, schlachtet die Heme, die ihm Eier legt." Heute noch fette Dividenden, nachher die Sündflut, wir werden uns schon aus der Affaire ziehen." Den Teufel schert sich die Gier des Moments um Vernunft und Wirtschaft! An Stelle eines vernünftigen Ineinandergreifens der Erwerbszweige, die aufeinander angewiesen, nebeneinander, durcheinander Leben sollen, ist den Herren des Kohlenwuchers die übrige Volkswirtschaft nur ein Objekt der Ausbeutung, dessen Schwindsucht sie nicht fümmert, von dessen Leichnam sie noch zu zehren verlangen. In der That, wir glauben, daß selbst die Krisenvorgänge des 19. Jahrhunderts das Unvermögen deutet. des Kapitalismus zu einer vernünftigen Wirtschaft, die Gemein schädlichkeit der kapitalistischen Organisation" nicht so eindringlich bewiesen haben, wie dieses organisirte Kartell, dessen Macht noch Die vielerorts durch die Arbeiterorganisationen geschaffenen machen. Sie schlagen die Taktik ein, der Oeffentlichkeit einreben zu gerrüttender wirkt, als selbst die freie Konkurrenz. Sekretariate für Erteilung von Rat und Hilfe in gewerblichen Rechts- wollen, daß die Abgrenzung der Finanzen des Reichs und der Ueber das Verhältnis der Kohlenzechen aur übrigen angelegenheiten haben sich allenthalben als höchst ersprießliche Ein Bundesstaaten ohne neue Steuern erzielt werden solle, Es Industrie orientiert am einfachsten der legte Vierteljahrsbericht richtung bewährt. Auch die Behörden konnten ihren Wirken ihre ist aber außer jedem Zweifel, daß die Loslösung der Bundesstaaten Anerkennung nicht versagen und haben, so weit uns bekannt, dieser der Laurahütte. Dieses große Hüttenwert hat bekanntlich auch Schöpfung der Arbeiterbewegung im allgemeinen teine Hindernisse von jeder materiellen Mitverantwortlichkeit für die Reichsfinanzen große Kohlenzechen; sie lieferte nicht nur den eignen Kohlenbedarf zu bereiten versucht. Eine Ausnahme bildete das Arbeiter die Ausgabensteigerung im Steiche noch befördern und so neue Neichse des ganzen Betriebs, sondern noch große Mengen zum Verkauf. sekretariat in Beuthen in Oberschlesien. Hier, wo die Arbeiter steuern dem Reichstage unweigerlich aufgezwungen werden würden. Die Laurahütte leidet also nicht unter den hohen Kohlenpreisen, bewegung noch jung ist und Unternehmer und Behörden Es wäre ungeheuerlich, wollte der Reichstag den bundesstaatlichen sondern zieht aus diesen Preisen noch hohen Gewinn. im ersten Eifer versuchen, alles zu befehden, was geeignet ist, die Finanz hemmschuh preisgeben. Während nun das Hüttenvert so daniederliegt, daß ein Ausfall Socialdemokratie zu fördern, wurden auch dem von Dr. Winter Centrum, Bauernverein und Bündlertum. Die„ heinische von mindestens einer Million in diesem Zweige des Unternehmens geleiteten Arbeiterfekretariat allerlei Schwierigkeiten in den Weg ge- Volksstimme", das Organ des„ Rheinischen Bauernvereins" nimmt legt. Jetzt hat sich auch die Rechtsprechung des obersten schlesischen im Bierteljahr festgestellt wird, während der Preis für Gerichtshofs der Erschwerung der Thätigkeit des Arbeiter- jezt endlich Stellung zu den Streit zwischen dem Centrum und den Handelseifen von über 200 m. auf 140-130 m. gefunten ist, hat sekretariats gewidmet. Es wird uns hierüber aus Breslau be- die" Bolksstimme" dem Centrum Treue halten; sie führt aus:: agrarischen Bauern. Aus 8 wed mäßigkeitsgründen will die Laurahütte dennoch fast einen so großen Ueberschuß aufzuweisen, berichtet: wie früher, weil die Kohlengewinnung den Ausfall im Eisengeschäft deckte. Der Steinkohlenabsag und der Preis sind gegen das Vorjahr so gestiegen, daß die Laurahütte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahrs 7 302 223 m. Gewinn erzielte, nur 141 030 m. weniger als in der entsprechenden Zeit des glänzenden Vorjahrs. Hätte das große Hüttenwert nicht die stohlenzechen, fo würde es mit Dividenden faut aussehen, so würde es vielmehr von den Kohlenpreisen aufgefressen werben. So lange es dem Kohlensyndikat gelingt, die Wucherpreise zu halten, wird die Laurahütte ihre 15-16 Proz. Dividende weiterzahlen können. Da aber diese Kohlenpreise mit dem Ruin der Abnehmer auch ihren eignen Ruin bewirken müssen, so fann man das Ende dieser Entwicklung mit einiger Sicherheit vorherschen. Große westfälische Eisenwerke haben so ungeheure Vorräte aufgehäuft, daß ihre Geldmittel nicht mehr ausreichen, sie zu halten. Es werden also Anleihen aufgenommen oder sonst Kredite oder Kapitalien gesucht ein Verfahren, das den Zusammenbruch beschleunigen und in seinen Wirkungen vertiefen muß. Und an dieser schwindsüchtigen Industrie zehrt der Kohlenring mit seiner Uebermacht und seinen Wucherpreisen. denen Ganz ebenso wie gegen die übrigen Industriezweige verhält sich der Ring bekanntlich gegen die privaten Verbraucher, zum Herbst wieder einen kräftigen Aderlaß zu gedacht hat. Dabei werden in allen Revieren die Löhne gedrückt, wie die beiden legten amtlichen Statistiken feststellen. er Wie lange soll diese wucherische Organisation die Geduld des Landes mißbrauchen? Wird bald die ohnmächtige Erbitterung zu einer unwiderstehlich losbrechenden Empörung anschwellen? Werden wir das Schauspiel erleben, daß Was aber ist eine wesentliche Erhöhung"? Dem Junker, der einen Zoll von 7,50 M. fordert, ist die Erhöhung von 3,50 M. auf 4,50 oder 5 M. nicht wesentlich", obschon diese Erhöhung für die gesamte nichtagrarische Bevölkerung eine schwere Schädigung be Behinderung der Arbeitersekretariate. von Die in Berlin anwesenden Vertreter der Finanzverwaltungen der größeren Bundesstaaten traten heute vormittag im Anschluß an die stattgehabten zollpolitischen Besprechungen unter dem Vorsiz des Reichskanzlers Grafen von Bülow zu einer Beratung der Finanzlage des Reichs und ihrer Rückwirtung auf die einzelstaatlichen Finanzen zusammen. Die Kon ferenz, an welcher auch der Staatssekretär des Innern Graf v. Posadowsky teilnahm, währte mehrere Stunden." Zugleich versuchen die Berliner Politischen Na cha richten" für die Reichsfinanz Reform" lebhaft Stimmung zu " Bei dem Ausbau unsrer tünftigen Wirtschaftspolitik, von dem das Sein und Nichtsein der deutschen Landwirtschaft abhängt, ist das Centrum die ausschlaggebende Partei. Die Landwirte haben daher alle Ursache, sich die Gunst des Centrums zu erhalten beziv. zu erwerben. Daß hierzu aber der Rheinische Bauern verein, dessen Mitglieder zu einem großen Teile der Centrums partei angehören, geeigneter ist als der Bund der Landwirte, liegt auf der Hand. So sehr wir daher die Gründung des Bundes bes grüßt haben und ihm auch fortgesetzt alles Gute wünschen, so sehr wünschen wir, daß er im Juteresse der Landwirtschaft die Agitation an dem Rheine dem Ntheinischen Bauernvereine ungeteilt überlassen möge." Das Breslauer Ober- Landesgericht hat ein für die deutschen Arbeitersekretariate sehr bedeutsames Urteil gefällt. Der Arbeitersekretär Dr. Winter in Beuthen i. O. Schl. hatte sich seiner Zeit vor dem dortigen Schöffengericht zu verantworten, weil er es unterlassen hatte, sein techtsschutz- Bureau gemäß § 35 der Reichs- Gewerbe- Ordnung anzumelden. Dieser Paragraph fordert die polizeiliche Anmeldung für Betriebe, die auf die gewerbsmäßige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten und Abfassung bezüglicher Schriftstücke gerichtet find, während§ 151 der Meichs- Gewerbe- Ordnung die eventuell gur Leitung solcher Betriebe bestellten Personen für die Erfüllung der Anmeldepflicht haftbar macht. Die Auflage gründete sich darauf, daß im sogenannten Arbeitersekretariat Personen aus dem Arbeiterstande allerdings unentgeltlich Auskunft erhalten, ebenso unentgeltliche Anfertigung vont Schrift: ſtücken vorgenommen werde, daß aber der der Mittlerweile hat die Leitung des Bundes der LandGeneralkommission der Gewerkschaften Deutschlands angestellte wirte einen neuen stürmischen Einfall ins Centrums= Bureauarbeiter angewielerschaften zu veranlaffen, an eine theinische Provinzialversammlung" ab, die von 400 Landwirten Hilfesuchenden zum Eingebiet unternommen. In Köln hielten die Herren am Mittwoch welche sie dann Eintrittsgeld und feste regelmäßige Beiträge zu besucht gewesen sein soll. Herr Dr. Röside griff das Centrum zahlen hätten. Auch zahlten manche Rechtsuchende freiwillig beliebige Beträge für die ihnen geleisteten Dienste an das an, weil es keine flare und führende Stellung nehme zur Zollfrage. Dr. Hahn erklärte, man wolle dem Centrum teine Schwierigkeiten Arbeitersekretariat. bereiten, sondern nur möglichst viele wahrhaft und standhaft landVom Schöffengericht wurde Dr. Winter freigesprochen. Eine gewerbsmäßige Thätigkeit des Arbeiter- wirtschafts- und mittelstandsfreundliche Herren ins Centrum hineinbringen". sekretariats sei darin nicht zu ersehen, daß dortselbst Rechtsuchende Centrumsredner, die in der Versammlung für ihre Partei Rechtzum Beitritt einer Gewerkschaft veranlaßt würden, da die Eintritts- fertigungen gelder und regelmäßigen Beiträge, die seitens der Gewerkschaften fertigungen versuchten, wurden, wie die" Köln. Voltsztg." ſagt, häufig durch Schlußrufe, Trampeln und ohrenvon den Mitgliedern erhoben werden, nicht das equiva betäubenden Lärm am Weitersprechen behindert", lent für die Thätigkeit des Arbeiterfekretariats, sondern für die also nach echter agrarischer Radauart abgethan. Die„ Köln. Boltsvon den Gewerkschaften selbst ihren Mitgliedern gebotenen Das Centrum hat seine liebe Not, die grundbesizenden Brotwucherer und die gegen den Brotwucher sich wehrenden Arbeiter unter dem einen Jesuitenhütlein zu halten. tritt in die Ge = Leistungen darstellen. Auch die Annahme gelegentlicher freieitung" nimmt übrigens den agrarischen Vorstoß nicht allzu schwer, willig gegebener Beträge seitens Rechtsuchender spreche nicht für denn nach ihrer Angabe steht der bei weitem größte Teil der Versammlungsbesucher nicht auf dem Boden der Centrumispartei. eine gewerbsmäßige Besorgung fremder Rechtsgeschäfte. Bom Landgericht Beuthen D.-S. wurde auf Berufung des Ein förmliches Bollfartell soll, wie der„ Frankf. 8tg." aus Staatsanwalts das schöffengerichtliche Urteil aufgehoben und Berlin telegraphiert wird, zwischen einigen maßgebenden Gruppen des Centralverbands deutscher Industrieller und den Führern der Agrarier abgeschlossen worden sein, wonach erstere für erhöhte Getreidezölle und für den Doppeltarif eintreten oder gegen diese agrarischen Wünsche wenigstens keinen Widerspruch erheben wollen. Die Agrarier dagegen werden im Reichstag für die Zollwünsche der beteiligten Gruppen des Centralverbands eintreten. In erster Linie sollen die Spinner dabei beteiligt sein, welche bekanntlich wesentlich erhöhte Garnzölle anstreben. Welchen Unannehmlichkeiten sich der Verein aussetzt, wenn die Angelegenheit nicht umgehend aufs forgfältigste geklärt wird, brauchen wir nicht zu erörtern. Vorstehendes Schreiben ersuchen wir dem nicht vorzulegen und nach Erledigung zurückzuschicken. Indem wir postwendenden Bescheid erwarten Mit kameradschaftlichem Gruß Anhaltischer Kriegerverband. Schleicher, Vorfizend er. Kriegervereine treiben keine Politik! Eine Epilepfie- Konferenz. Die ganze Wissenschaft wird aufgeboten, um über den Geisteszustand des Bremer Epileptikers zu urteilen. Nach dem„ B. T." hat sich die wissenschaftliche Deputation Eine Diskussion über die Hypothekenbanken. Mit einem im Kultusministerium mit der Frage beschäftigt. Dieses höchste Heroismus, der auf gute Honorare schließen läßt, fährt Dr. Wittenbegutachtende Kollegium Preußens in allen auf medizinische An- berg fort, die verlorene Sache der Hypotheken- Attienbanken zu führen gelegenheiten bezüglichen Streitfragen soll in dem in Rede stehenden Am Mittwochabend hatten die Bodenreformer nach der„ Tonhalle" Prozesse seine Meinung über den Geisteszustand Weilands ab- eine Bolksversammlung berufen, um für die Ueberleitung der geben. Schon in der vorigen Woche hatte die Angelegenheit die Erwerbsgesellschaften, die dem Bodenkredit dienen, in die Hand der Deputation in einer ebenfalls mehrstündigen Beratung beschäftigt. Kommunen zu plädieren. Herr Damaschte referierte über die Zu der unter Direktor Althoffs Vorfiz stattgefundenen Beratung bekannten Vorgänge. Nach ihm sprach Dr. Wittenberg, dem war eine Anzahl bekannter deutscher Psychiater, unter ihnen der vom Handelsredacteur Bernhard und dem Professor Münchener Vertreter der Nervenheilkunde, Grashey, eingeladend. Wagner in einer Weise heimgeleuchtet wurde, daß er das Wiederkommen vergessen ſen würde, wenn dies nicht sein Geschäft Bei früheren Attentaten berief man nicht die wissenschaftliche Die Debatte zwischen den drei Genannten erhob sich zu einiger zu stande. worden. Deputation und Sachverständige der Jrrenkunde, sondern machte ein Socialistengejezz! " " Prozek Krosigk. Generallieutenant v. Alten legte, wie die „ Ostdeutsche Volkszeitung" meldet, als Gerichtsherr Berufung gegen das im Prozeß wegen Ermordung des Rittmeisters v. Krofigt gegen den Unteroffizier Marten und den Sergeanten Hickel gefällte freisprechende Urteil ein. wäre. Bedeutung und brachte in der Versammlung eine lebhafte Spannung Wittenbe סטן vernachlässigte Landwirtschaft, alle Kreise der Bevölkerung, welche durch das jezige Regierungssystem unterdrüdt und geschädigt werden, beginnen den Zusammenschluß gegen den gemeinsamen Feind energisch zu betreiben. Die offenkundige Socialisierung Frankreichs, zu der das Ministerium sich seit langem hergiebt, und deren Ge= fährlichkeit weder die Programmrede von Toulouse noch andre Erklärungen in beliebter Manier abzuschwächen vermögen, gedenkt die Mehrheit des französischen Volkes sich denn doch nicht so ohne weiteres gefallen zu lassen. Sichere Anzeichen der verschiedensten Art deuten darauf hin. Der Kampf gegen das socialistische Ministerium erhebt sich gerade in dem Moment, wo die socialistische Begehrlichkeit alles erreichen zu können glaubt; der Anfang des Kampfes gegen das leberhandnehmen des Socialismus bedeutet gleichzeitig das Ende eines Ministeriums, welches dem Lande nichts genügt und ihm vielen Schaden gebracht hat." Dies Urteil der Kreuz- Zeitungs"-Redaktion wird in der heutigen Abendausgabe desselben Blatis ergänzt durch eine übereinstimmende Aeußerung seines ständigen Pariser Korrespondenten. In einer Besprechung des Redaktionsivandels im„ Figaro" sagt der torreſpondent: Cornéla( der bisherige, für das Ministerium Waldeckdas Mi Rousseau eintretende Leiter des" Figaro") ist sicherlich ein begabter, wenn auch etwas oberflächlicher Journalist, ein Meister der dialektischen und ironischen Künste, aber seine Verblendung die den oder die Verblendung derer, persönlichen Freund Waldeck- Rousseaus gewähren ließen, ist doch fast unbegreiflich. Wie konnten sie glauben, daß der„ Figaro" bei einer Parteinahme für denjenigen Staatsmann, der zum erstenmal seit dem Bestehen der Republik einen Socialdemokraten zum Minister und die Socialdemokratie zur Regierungspartei macht und sich an die Spitze der gegen die Autorität, gegen Kirche und Armee gerichteten Bewegung stellt, daß der Figaro" da noch seinen alten Leserkreis bewahren und ihn erweitern würde, und noch dazu so kurz vor den Wahlen, wo alle staatserhaltenden Parteien in erhöhtem Maße den Drang empfinden, sich gegen die lawinenartig wachsende Umsturzpartei zusammenzuschließen- 1" Zu den Hunnenprozeffen. Die„ Nat. 3tg." schweigt zu der Dr. Wittenberg verteidigte mit eiserner Entschlossenheit die Abfertigung, die wir ihr gestern widmen mußten. Dafür findet sich Hypotheken- Aktienbanken, trat für die Mündelsicherheit ihrer Pfandheut in der Lägl. Rundschau", einem Blatte, das sich gern seiner briefe ein mit der Behauptung, daß die Sparer an mündelsicheren „ anständigen“ und„ vornehmen" Gefimmung rühmt, eine noch weit Staatspapieren unvergleichlich mehr verloren hätten als an Bankunverschämtere Rüpelei. Die Tägl. Rundschau" spricht geradezu pfandbriefen, verstieg sich zu der Ansicht, daß Hypothekenbanken, von unsren gefälschten und erlogenen Hunnen überall ſie ſich niederlassen, mit der Zeit" für briefen." Nicht einmal die uns anklagende Heeres- gesunde Verhältnisse sorgen, ging über den BauLeitung bezweifelt die Echtheit der von uns veröffentlichten schwindel mit der unglaublich thörichten Bemerkung hinweg, daß die Dokumente des Chinakriegs. Wir teilten mit, daß die Heeresleitung Bauhandwerker mit zu wenig Kapital an Aufgaben herangingen, ihre Klage aus§ 185 Str.-G.-B.( formelle Beleidigung) erhoben hat. denen sie nicht gewachsen seien, und kam dann auf die Tagen zu Der Gerichtstag wird die Verleumdungen der Lägl. Rundschau" sprechen. Er verteidigte diese Tagen mit dem Argument, das sich und andrer jede Barbarei schüßenden Blätter endgültig erweisen. beinahe wie eine wigige Berhöhnung anhörte, daß nämlich vie hätten. Bei der Gelegenheit enthüllte Dr. Wittenberg, wer der Taratoren ihr Gutachten auf ihren Dienst eid" genommen Die Kreuz- Zeitung" hat stets Neigung, die rote Gefahr" allzu Tarator des Wollandschen Geländes in Pankow ist, das die rot zu malen. Mag man auf Rechnung dieser Neigung auch ein Bommersche Hypothekenbank ein Jahr nach der Erwerbung um drei gut Teil der Befürchtungen der„ Kreuz- Zeitung" und ihres KorMillionen auf Grund einer Tare über 30-34 Millionen mit refpondenten setzen, es bleibt gewiß genug übrig, um in uns 21 Millionen beliehen hat. Jene Tare rührt von einem Beamten trotz aller Zerwürfnisse unter unsren französischen Parteifreunden des des Baubureaus Polizeipräsidiums her. Freude an der Entwicklung des französischen Socialismus zu erDr. Wittenberg verteidigte dies Tayat und wenn das auch ein wecken. vergebliches Bemühen bleibt, so müssen doch allerdings die Angriffe wegen dieses Geländes vom Standpunkte der Bantfinanzen aus erheblich eingeschränkt werden. Als die Pommersche Bank das Terrain für drei Millionen in der Subhastation erwarb, ruhten darauf noch Während auf der firchlich- socialen Konferenz Herr Stöder mit weitere vier Millionen Hypotheken und außerdem Servituten, die Recht darlegte, daß ein Stöderscher Christ nicht Socialdemokrat sein nachher mit 1/2 Million abgelöst find. Ferner find Kanalisation, tönne, traten Geistliche, die offenbar nicht ganz dem Stöcker- Christen- Wasserleitung und Straßen durch das Gelände geführt, wofür tum huldigen, in einer öffentlichen Versammlung der kirchlich- socialen angeblich 4 bis 5 Millionen verausgabt sind. Konferenz in Hannover für die Vereinbarkeit religiös- christlicher und nach Dr. Wittenbergs Behauptung die Bant alle verfügbaren socialistischer Ueberzeugung ein. So erklärte, wie wir der Volks- Röhren der Pantower Kanalisation gesichert, so daß andre zeitung" entnehmen, ein Superintendent Rotermund- Bochenem: Der Leute dort für eine Beitlang teine Straßenanlagen machen können. Atheismus der Socialdemokratie sei nur eine Kinderkrankheit. Die In den Vororten mit ihren Interessentengruppen ist anscheinend vieles socialistischen Ideen an sich ständen nicht im Widerspruch mit der möglich. Gesamtanschauung des Christentums und feine Bibelstelle widerspreche ihnen. Somit dürfe ein Christ sehr wohl die wirtschaftlichen und socialen Ziele der Socialdemokratie verfolgen. Kann ein Christ Socialdemokrat sein? Diese für die Kirche charakteristische Frage denn nach gewiffen Lehrfäßen des Christen tums sollte man vielmehr die Frage hören: Kann ein Christ nicht Socialdemokrat sein?- beschäftigt die frommen Kreise gegenwärtig start, nachdem ein paar Geistliche offen zur Socialdemokratie übergetreten sind. nicht hinausfliegt". tönnten. Ausland. Die dänischen Studenten und die Socialdemokratie. Der Studentenbund"(„ Studentersamfundet"), die große Organisation der freigefimten Studenten Dänemarts, hat am Sonnabend sein neues Vereinshaus am Frue Plads in Kopenhagen eingeweiht. Dabei hat sich Unter den besonders Eingeladenen war auch der Vorsitzende der socialdemokratischen Partei Dänemarks, Stadtverordneter P. Knudsen, der bei dieser Gelegenheit eine Nede hielt, der folgende Säge entnommen seien: Als Socialdemokrat und als Arbeiter danke ich für die Einladung zum Fest. Unter den heftigen politischen Kämpfen der Das ganze Gelände ist banreif und in Blocks zerlegt. Der 80er Jahre, als namentlich die Socialdemokratie dem Haß der oberen Gesellschaftsschichten ausgesetzt war, hat sich der Tarator hat jeden einzelnen Block für sich geschätzt und hält seine Studentenbund entschieden auf die Seite gestellt, wo die Schäßung aufrecht. Näheres wird man ja wohl am Sonnabend in Socialdemokratie stand. Dank für das Zusammenarbeiten im Eine andre Frage sei, ob ein Christ auch unter heutigen Ver- der Generalversammlung der Pommerschen Bank hören. hältnissen der socialdemokratischen Partei beitreten Herr Handelsredacteur Bernhard ging dem Dr. Wittenberg politischen Kampf, und Dank für das, was der Studentenbund für fönne, da diese aus dem Stampf gegen das Christentum„ ein Ge- scharf zu Leibe, was ihm der eigenartige Herold des Herrn Sanden die Arbeiterklasse geleistet hat durch die Vorträge in der Römerswerbe mache" und sich dadurch manche entfremde, die ihr sonst sehr erleichtert hatte. Die bekannte Voigtsche Broschüre, die eine so über- gade, durch die Abendkurse und durch die Nechtshilfe. Was uns dies sympathisch gegenüberſtänden. Er halte aber, wie schon betont, raschende Bestätigung durch die Ereignisse gefunden hat, ist bei ihrem Er- 10 wertvoll machte, war der Umstand, daß es nicht Werke des die Religionsfeindlichkeit der Socialdemokratie nur für eine Kinder- scheinen in einer Gegenschrift Dr. Wittenbergs„ verrissen" worden. Man Mitleids waren. Nein, die freigesinnten Studenten fühlten, daß frankheit und resumiere sich sich deshalb dahin: Teilt ein sollte meinen, an diesem Hineinfall hätte Dr. W. genug. Professor es in ihrem eignen Interesse lag, im Jnteresse der Wissens Christ die wirtschaftlichen und socialen Anschauungen des Wagner beschränkte sich auf ein kurzes Wort; er trat dem Redacteur schaft, der Litteratur und der Kunst, daß das Volk die breite Basis Socialismus und fühlt cr daneben den festen Willen Bernhard zur Seite und nahm nur den Schluß aus, in dem sich bilden müsse, auf die sie sich stützen tönnen. Das erhöhte die Wes und die Kraft, sein Christentum innerhalb der socialdemo- Bernhard, gegen Damaschke gewandt, für die Enteignung der deutung des Zusammenarbeitens, daß die Socialdemokratie danach strebt, die große Arbeiterbevölkerung für fratischen Partei zu vertreter, so darf er ihr auch Produktionsmittel überhaupt ausgesprochen hatte. als Mitglied beitreten und es darauf ankommen lassen, ob er Damaschte erlärte sich offen gegen die Socialdemokratie und Wissenschaft, Litteratur und Kunst empfänglich zu proklamierte, daß an ihrer Stelle die Bodenreformbeweging, machen. Hieraus folgt auch die Sympathie der Stu Der Vorsitzende Pastor Dr. Wynecken- Edesheim unterstützte im wie angeblich in England 2c., die Arbeiter gewinnen werde. Das enten für die übrigen Bestrebungen der Social: wesentlichen die Ausführungen des Referenten, indem er betonte, daß gab Prof. Wagner Veranlassung, mit leisem Spott zu sagen: mein demokratie, der Forderung der Verkürzung der Arbeitsein Christ, der fest auf seinem Glaubensstandpunkt stehe, und ein Freund D. ist ein junger Mann, ich bin alt, dann hat man die zeit, besserer ökonomischer Verhältnisse und politischer und wirtschaft= licher Freiheit. Ein von Nahrungssorgen gequälter Arbeiter Socialdemokrat, der fest auf seinem programmatischen Parteistand- llusionen aufgegeben. punkt stehe, sehr wohl mit einander zusammen gehen Redacteur Bernhard erwähnte noch eine ihm von sehr vertrauens- tann nicht hinreichend Sinn für Wissenschaft und Litteratur haben. werter Seite zugegangene Mitteilung, nach der Fürst Putbus, Eine Arbeitszeit, die sich über den größten Teil von den 24 Stunden Es steht schlimm um das Christentum, das zweifellos fommu- Aufsichtsrat der Pommernbant, seinen Einfluß auf des Tags erstreckt, macht die Aufklärung gleichfalls unmöglich. Und nistische Büge enthält und jedenfalls in seinem ursprung keine biete, um die Affaire übers nie zu brechen und ohne gründliche endlich bedarf es der politischen und ökonomischen Freiheit, damit Jeder Versuch der Art würde dem die breiten Schichten der Bevölkerung der Wissenschaft, der Litteratur Religion der herrschenden, sondern der unterdrückten Klassen ist, Aufhellung zu erledigen. wenn seine offiziellen Bekenner und Prediger die Frage überhaupt allgemeinsten Widerstand begegnen. Auf der anderen Seite und Kunst die solide Grundlage geben, der sie bedürfen. Mit dem nur debattieren. Wenn aber die Herren Pastoren, die der Social- muß immer wieder betont werden, daß die Lage Dank für das Zusammenarbeiten in der Vergangenheit spreche ich demokratie Sympathien entgegen bringen, meinen, die Social- der Pommernbank mit derjenigen der Sandenbanken nicht vertrauensvoll den Wunsch aus, daß der Studentenbund demokratie bekämpfe als Partei die christliche Religion, so ist das zu vergleichen ist, und daß die Pfandbriefbesiger nur auch in der Zukunft Seite an Seite mit den Arbeitern ein gründlicher Irrtum. Wir treten von Partei wegen dem der großen Bantins Garn laufen, wenn sie jest topflos im Kampf um den Fortschritt stehen wird." Oft wiederholter brausender Beifall wurde dem Redner von den Christentum gegenüber, das sich unter dem Deckmantel der Religion verkaufen. mehreren hundert jüngeren und älteren Akademikern zu teil. Dann als Schußorganisation für die herrschenden antwortete der Vorsitzende des Studentenbunds, firchlicher Zwecke, jede religiöse 8 wangs erziehung ab. „ Der Studentenbund wäre niemals zu irgendwelcher Bedeutung gelangt, wenn er nicht das 8utrauen der Problem zu denken, zu schreiben und zu reden, was er will.-Stationsnachtwächter Emmerich Oeser zu Sleinen wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Defer ist nicht bestraft und seit Arbeiter genossen hätte. Und darum ist es unsere größte Freude, Die Verjudung. Die„ Staatsbürger- Zeitung" flagt darüber, 35 Jahren im Eisenbahndienste. Von seinen Vorgesetzten heute hier den ersten Mann der Socialdemokratie in daß der Direttor der Hamburg- Amerikanischen Paketfahrt- Aktien- wird ihm ein gutes Zeugnis ausgestellt. Er beschäftigt sich viel mit unserer Mitte zu sehen. Meine Hoffnung ist es, daß wenn wieder Gesellschaft, Ballin, obwohl Jude, doch am Dienstag beim Kaiser Religion und Politik und wird deshalb oft von Bekannten, wenn 19 Jahre vorüber sind, fich die freigesinnten Studenten gefrühstückt habe, also eine größere Ehre genoß"," als sie Herrn auch nur scherzweise, um Auskunft gebeten. Er ist ein guter und die socialdemokratischen Arbeiter doppelt nahe v. Miquel zu teil wurde. Patriot und eifriger Verehrer des Kaisers, daneben aber Na, auch Herr v. Miquel galt in früheren Jahren dem Ahlwardt- auch ein ausgesprochener Boerenfreund. Am 27. März Organ als jüdischer Rasse. Vielleicht gewöhnt es sich auch schließlich dieses Jahres wurde Defer von zwei Arbeitern nach seiner Meinung an Ballin, der mun einmal infolge seiner weltpolitischen Anschauungen über die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an gegenwärtig sehr modern ist. Ritualmorde wird er ja wohl nicht Lord Roberts befragt. Bei dieser Gelegenheit soll der Anbegehen. getlagte sich über den Kaiser abfällig ausgesprochen und ihn schwer beleidigt haben. Deser stellt dies entschieden in Abrede und glaubt, Volksblatt für Anhalt" auf den Redaktionstisch geflogen. Es lautet felben vor einigen Jahren wegen Kohlendiebstahls zur Anzeige geEin sehr eiliges Schriftstück ist dem socialdemokratischen daß ein Arbeiter ihn nur aus Rache angezeigt habe, weil er den ( die Namen find weggelassen): bracht hatte. Das Gericht hält auf Grund der Aussagen „ Eilt sehr!" ziveier beeideter Zeugen für erwiesen, daß Deser An den Vorstand des Militärvereins P. fich der beleidigenden Worte bedient hat. Daß der von uns als„ Eilt schr!" am Sonnabendabend an In Berücksichtigung der übrigen Zeugenaussagen und der den Militärverein P. abgesandte Brief verloren gegangen, ist um Persönlichkeit des Angeklagten glaubt das Gericht, daß er sich der darin verlangte Auskunft von der herzoglichen Kreisdirektion hier ragweite und des beleidigenden Charakter steht fest, daß die freigesinnten Studenten des Studentenbunds jo bedauerlicher, als die in demselben enthaltene Mitteilung und feiner Aeußerung nicht bewußt gewesen ist. gewefen ist. diesem Grunde erfolgte die Freisprechung des Defer. Möchten die Richter stets so ruhig urteilen. Ein Boerenfreund als Majestätsbeleidiger. Vor der selassen bewährt, und lehnen jede staatliche Unterstügung straffammer I des großherzoglichen Landgerichts zu Schwerin var Berendsen: übrigen hat unter uns jeder die völlige Freiheit, über das religiöse batte sich, wie die„ Mecklenburg. Nachr." mitteilen, der Häuser und selbst als dringlich bezeichnet waren. Cöthen, den 15. Mai 1901. Letzterer ist hier von einem Fußjäger die Nachricht geworden, daß der in wohnende Arbeiter verein . Sohn des dem Militärangehörenden Kossäthen Exemplare des Anhaltischen Voltsblatts" nach dem jedesmaligen Erscheinen desselben erhält und für die Verbreitung derselben in den Orte Sorge trägt. Der Polizei ist der Verdacht gekommen, daß der pp.... ebenfalls der socialdemokratischen Partei angehört, und hat solches, weil er Mitglied eines Kriegervereins ist, der herzog lichen Kreisdirektion gemeldet. Der Verdacht scheint nicht un begründet, um so mehr, als der Name des... gelegentlich einer bor längerer Zeit erfolgten Beschlagnahme der Kasse und eines namentlichen Verzeichnisses des Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiterund Arbeiterinen- Verbands Deutschlands in Hannover in dem genannten Verzeichnisse mit stand. Wir ersuchen Sie mummehr, sofort den pp. mit dem gegen ihn aus gesprochenen Verdacht bekannt zu machen und insbesondere auf das gewissenhafteste zu vernehmen( auch mit Hilfe von Zengen), inwieweit er sich mit socialdemokratischen Tendenzen eingelassen hat, eventuell denselben, wenn er sich selbst für schuldig bekennt, oder für schuldig durch die Untersuchung befunden wird, sofort aus dem Vereine auszuweisen. Aus stehen." Um dieses immige Verhältnis zwischen Studenten und Arbeiterichaft zu verstehen, muß man in Betracht ziehen, daß die dänischen Studenten lange über die Narreteidinge hinaus sind, mit denen sich die farbentragenden und schlagenden Verbindungen unsrer deutschen Studenten beschäftigen. In seiner Festrede sagte IvarBerendsen: " Die dänischen Studenten mit der Kokarde an der Müße sind 80er Jahre trafen, verdienten nur eines: schonungslose Ausausgestorben. Was sie in ihrer Blütezeit waren, wissen wir nicht. Diejenigen, die wir am Schluß der 70er und am Anfang der rottung. Die„ Kokarde" war das Zeichen der Absonderung von den andern den, Philistern". Aber wir wollen wirken für das Volt, mit dem Volte und im Volke" " geklärteste Nation der Welt. Wenn diefes Urteil berechtigt ist, so Björnson hat einmal gesagt: Die Dänen seien die aufsehr viel zur Herbeiführung dieses hohen Stands der geistigen Stultur beigetragen haben. Oestreich- Ungarn. Ein Gegner über den franzöfifchen Socialismus. Mißerute. Aus Preßburg wird telegraphiert: Aus den So wenig gegnerisches Urteil unser eignes beirren soll, so ist es Getreidebaugegen den kommen trostlose Meldungen. Indoch auch nicht gänzlich unbeachtlich. Die Kreuz- 8eitung" folge der anhaltenden Dürre ist die Aussaat fast vollständig veräußert sich am Schluß eines längeren Leiters über die französische nichtet. Man befürchtet, daß infolge der zu erwartenden Mißernte Socialdemokratie zusammenfassend also: " V „ Die Wühlereien der Socialisten und Radikalen, deren aus- unter den Bauern eine Hungersnot ausbrechen werde. übender Faktor das Ministerium Waldeck- Millerand ist, gegen Czechisch polnische Dreibundsgegnerschaft. In der die katholische Kirche, gegen die Armee, überhaupt gegen östreichischen Delegation bedauerte am Donnerstag in der Debatte alles, was ihren kollektivistischen Bestrebungen gefährlich zu sein über das Budget des Ministeriums des Aeußeren scheint, haben trotz aller Stämpfe innerhalb der Partei ihre zer- Kaftan, daß keine der Haager Signatarmächte dem südafrikanischen störende Wirkung ausgeübt. In den Kreisen der staatserhaltenden Striege habe ein Ende machen können, Kaftan behauptet sodann DeutschElemente beginnt man endlich einzusehen, wie übermächtig land habe den Dreibund zur Vervollkommnung und Ausbreitung der Einfluß und die Stellung der Socialisten seines Einflusses zu Wasser und zu Lande und zur Befestigung und geworden ist und welche Fehler man selbst begangen hat. Ausdehnung feines Kolonialbefizes benutzt, während Oestreich Die lettere Erkenntnis ist stets der Weg zur Besserung, immer sich mit passiver Politit begnügt habe, die dem Außenhandel mehr gewinnt die Ueberzeugung an Boden, daß es auf diese teine Stüße biete. Die Czechen seien teine Gegner des Dreibunds, Weise nicht weiter gehen fann. Die ohnedies nicht sehr sie wünschten und erstrebten ein freundnachbarliches Verhältnis zu republikanisch gesinnte Armee, der bedrohte Katholizismus, die Deutschland und Italien, wozu tein politisches Bündnis Oestreich = und Die notwendig set. Redner erinnert an die Ankündigung der var zufällig in einem Wagen an dem Orte des Zusammenstoßes Wernau; dem zweiten gehört auch Stadtv. Dr. Freuden. bergan. Erhöhung der Getreidezölle in Deutschland und an die vorübergefahren. So viel Telegramme, so viel Lesarten. Die volle Wahrheit Bei der Wahl eines Stadtsyndikus an Stelle des ausAusweisung von Slaven und Polen aus Deutschgeschiedenen Herrn Meubrint wird Stadtrat Hirsetorn mit land und sagt, Oestreich solle sich weiterhin nicht damit be wird anscheinend auch über diese glorreiche Schlacht vorenthalten. Auch über die sämtlichen abgegebenen gültigen Stimmen gewählt; 3 Stimm gnügen, im Schatten des Deutschen Reiches zu zettel sind unbeschrieben. tämpfen. Im Interesse der Dreibundsstaaten läge es, das Fenersbrunst in der verbotenen Stadt Der mit der Vorberatung der vom Magistrat für die Ent politische Bündnis nicht mehr zu erneuern, sondern wird höchst mysteriös berichtet. So heißt es in einem Telegramm: wicklung des städtischen Bibliothekwesens aufgestellten nur eine Einigung der politischen Sympathien anzustreben, um Die Fenersbrunst im westlichen Teil der von Amerikanern und Grundsäge betraute Ausschuß hat diese Grundsäge mit folgender Freiheit in der Wahrung eigner Interessen zu erlangen. Japanern bewachten verbotenen Stadt entstand vermutlich(!) durch Maßgabe einstimmig gutgeheißen: werde in der Defensive auch ohne Bündnis start sein, wenn der innere Blitzschlag während eines gestern Abend über Peking nieder- I. Es wird ein Kuratorium für die Stadtbiblio= Friede hergestellt sei. Pflege der Volkswirtschaft und Gerechtigkeit Trop starken Regens griff thet gegangenen schweren Gewitters. thet und die städtischen Volks Bibliotheken im Junern würde die Monarchie wieder auf eine achtunggebietende das Feuer um fich und zerstörte viele Gebäude, darunter die Wu- ying- Resehallen, bestehend aus fünf MagistratsmitHöhe bringen, von welcher man aus Liebe oder Furcht oder aus Halle, in der sich Archive und die kaiserliche Bibliothek befanden. und gliedern zehn Stadtverordneten, eingesetzt. Rücksicht auf das mächtige Deutsche Neich herabgestiegen unversehrt blieben die große Mittelhalle, die Ahnentempel und die Stadtbibliothek soll baldmöglichst in einem dem Bildungsfei. Kozlowski erklärt, die Polen seien stets bereit, kaiserlichen Privatgemächer. Menschenleben sind anscheinend nicht zu bedürfnis der weitesten Voltstreise entsprechenden Grade und als für das kostbare Gut des europäischen Friedens einzutreten. beklagen. Die Absperrungsmaßnahmen wurden durch die Notwendig- Centrale für die einzelnen Volksbibliothefen ausgestaltet werden. Die Polen wollten sich keineswegs in die innere Politik fremder feit begründet, plünderndes Gesindel fernzuhalten. Für die Ausgestaltung der Voltsbibliotheken und für möglichst Staaten einmischen, die Ausweisungen gehörten aber nicht in Besondere Prüfungen. baldige weitere Errichtung und Ausgestaltung von Lesehallen soll im die innere Politik. Redner will die Verantwortung für diese Maßregel nicht dem gesamten deutschen Volke zur Last legen. Er ver- Die„ North China Daily News" melden, durch ein taiserliches Anschluß an die Voltsbibliothefen Sorge getragen werden. Zur Erreichung der nach Vorstehendem zu erstrebenden Zwecke urteile fie vom Standpunkt der christlichen Ethik, der Kultur, der all- Dekret sei die Abhaltung besonderer Prüfungen für die Besetzung gemeinen Menschenrechte und der Handelsverträge. Obwohl die der Aemter bei der geplanten Regierungsreform angeordnet. Die ist eine wesentliche Erhöhung der bisherigen für Bibliothetzwede politische Haltung der Polen nicht den geringsten Kandidaten sollen teils aus der Belinger Beamtenschaft gewählt, gewährten städtischen Mittel erforderlich. II. Dem Magistrat verbleibt für seine besonderen Bedürfnisse Anlaß dazu biete, würden die Ausweisungen all- theils von den Vicekönigen und Provinzgouverneuren ernannt gemein verfügt. werden. Auch werde durch kaiserliches Defret die Abschaffung der a) die Handbibliothek sowie b) die mit dem Stadtarchiv verbundene jährlichen Tributsendungen an den Hof, mit Ausnahme von Thee Fachbibliothek. Diese Bestandteile bilden die Magistrats= bibliothet. und Arzneien, verfügt. Steuerreform. Trotz der Erklärung des Finanzministers, daß III. Die städtischen Fach bibliotheten verbleiben bei den die Einbeziehung der Frage der Einkommensteuer in den Berlin, 6. Juni.( W. T. B.) General- Feldmarschall Graf betreffenden Verwaltungsstellen. IV. Die Betriebsmittel zu I und II werden durch den nächsten Budgetentwurf für 1902 nur den Zweck haben könne, der Regierung Verlegenheiten zu bereiten, beichloß die Waldersee meldet vom 4. Juni aus Tientsin: Habe nunmehr radikale Mehrheit der Budget- Kommission der Funktionen als Oberbefehlshaber eingestellt und verlasse auf Stat nachgewiesen und sicht die Versammlung hierüber sowie be= Se ammer, die Personal- und Mobiliare, sowie Thür- und Fenster- Weg nach Tolio noch heute China. In Tientsin find strenge Maß- züglich der Ausführung zu I einer besonderen Vorlage entgegen. regeln getroffen, um Reibungen zwischen den Kontingenten zu vermeiden. stener durch dirette Einkommensteuer zu eriegen. Habe nebst zahlreichen deutschen Abordnungen an dem Begräbnis der französischen Soldaten teilgenommen. In Peking brach in der Nacht zum 4. nach schwerem Gewitter, wahrscheinlich infolge Blizstrahls, Feuer in einem Yamen des westlichen Teils der verEin bedeutender Häuserkomplex ist niedergebrannt, die Haupttempel scheinen indessen erhalten zu sein. Frankreich. England. London, 6. Juni. Der Bericht der Kommission, welche die Organisation des Kriegsamts zu prüfen hatte, besagt, die Hauptschwäche des gegenwärtigen Heeresverwaltungs- Systems botenen Stadt aus. liege in dem Fehlen einer klaren Feststellung, inwieweit die den Oberbefehl führenden Offiziere einerseits für die Verwaltung, andrerseits für die Befehlsführung verantwortlich sind. Als Abhilfe gegen diesen Mißstand empfiehlt der Bericht eine Decentralisierung, durch welche in erheblichem Umfang Autorität und Verantwortlichfeit auf die Distriktsoffiziere übertragen wird; ferner wird vor geschlagen, daß eine ständige Kriegsamtsbehörde mit dem Staatssekretär als Vorsigenden und civilen sowie militärischen Departementschefs unter eventueller Heranziehung von Distriktstommandeuren eingesetzt werde. Dänemark. * Sociales. Weber Elend. Der Handelskammerbericht für Landeshut 2c. stellt fest, daß die Firma C. Thamms Erben in städtisch Dittersbach, Kreis Landeshut in Schlesien, in ihrer mechanischen Weberei männlichen und weiblichen erwachsenen Arbeitern 6-7 M., jugendlichen 4-5 M. pro Woche zahlt. Referent des Ausschusses ist der Stadtv. Caffe I. Stadtv. Dr. Friedemann( N. L.) ist mit den Ausschußbeschlüssen durchaus einverstanden, möchte aber dem Irrtum begegnen, als ob in Berlin für die wissenschaftlichen Zwecke auf dem Gebiete des Bibliothekwesens genügend gesorgt sei. Das Kuratorium werde daher die Grenze zwischen wissenschaftlichen und allgemeinen Bildungszwecken dienenden Büchern nicht allzu eng ziehen dürfen. Nach einer furzen Erläuterung des Ausschußvorschlags durch den Stadtv. Dr. Nathan( N. L.) nimmt die Versammlung die vier Vorschläge en bloc an. Die Stadtvv. Jacobi u. Gen. beantragen: Den Magistrat zu ersuchen, der Versammlung die Reises berichte derjenigen Beamten und Lehrer, welche mit städtischer Unterstützung die Weltausstellung in Paris besucht haben, zur Kenntnisnahme zugehen zu lassen. Stadtv. Jacobi( A. L.) weist darauf hin, daß früheren BeUeber das Findelwesen in Italien giebt Jda Olberg in der„ Ethischen Kultur" das Ergebnis einer Regierungsenquete schlüssen der Versammlung entgegen die Vorlegung der betreffenden Berichte der 85 nach Paris entsandten Beamten noch nicht erfolgt Socialdemokratische Temonstration. In Kopenhagen ver- bekannt, der wir folgendes entnehmen: anstalteten die Socialdemokaten anläßlich der Grundgesetzfeier Die Gesamtzahl der Findelaustalten in Italien betrug am ist, obwohl dies schon im Januar hätte der Fall sein können. Eine Ministerium. 187 Vereine mit 36 Musikcorps nahmen an dem Aufnahme einbegriffen find. Durch Vermittlung dieser Anstalten nicht entſprechen. eine imponierende Massendemonstration gegen das 1. Januar 1898 136, worin auch einige Säle zur vorübergehenden verspätete Borlegung möchte dem Zwecke, den man damit verfolge, Stadtrat Namelan: Es liegen noch nicht sämtliche Berichte Straßenumzug teil. Auf dem Festplaze hielten sechs Abgeordnete wurden zu diesem Zeitpunkte 100 418 Stinder verpflegt; im Laufe Brotestreden gegen die Regierung. des Jahres betrug die Zahl der Neuaufgenommenen 24 307, die bor; die Berichte sind auch nicht gleichwertig. Ob alles gedruckt werden kann, darüber sind wir noch nicht schlüssig geworden; der verstorbenen 10 127 und die der durch Erreichung der der Kostenpuntt kommt dabei auch in Betracht. Nach den Ferien 19 Provinzen Altersgrenze aus der Pflege entlasseneu 11 377. Norwegen. davon schaften mehr Nachdruck verliehen werde. die Bewilligungsluftigen. Der Boeren- Krieg. Seitdem von 4162. Der Militarismus. Das Storthing hat in den letzten besaßen teine Findelanstalten und verteilten die Findlinge durch wird die Versammlung in den Besitz der Berichte gelangen. Tagen seiner nun beendeten Session alle von der Kommission Vermittelung der Kommunalverwaltungen in Familienpflege. Die Stadtv. Jacobi: Jch verlange gar nicht die Drudlegung, aber zur Landesverteidigung vorgeschlagenen Ausgaben bewilligt, im ganzen 12 722 500 Sr., Zahl der auf diese Weise versorgten Kinder betrug am 1. Januar wir hatten auf die Kenntnisnahme schon nach 4 Monaten Anspruch, außerordentlichen Ausgaben alt circa 10 600 000 kr. An außerordentlichen Mitteln für die Landes- 1897 3279; bei einer jährlichen Aufnahme von 8416( Jahres- und es sind bereits 9 Monate verflossen. Ich bitte, um unserer durchschnitt von 1893/96) und einer mittleren Jahressterblichkeit Forderung Nachdruck zu geben, um Annahme meines Antrags. damit seit 1894 56 163 000 r. bewilligt Die Versammlung beschließt nach dem Antrag Jacobi. verteidigung find worden. Der Vorentwurf zur Errichtung zweier Jnfettions Die projektierten Festungswerte sollen einen Schutz Die Statistik der Aufnahmefrequenz für die durch Vermittelig gegen das Bruderland Schweden bilden und einige der bewilligungs- der Findelanſtalten verpflegten Rinder reicht bis zu dem Triennium baraden auf dem Grundstück der Anstalt Wuhlgarten wird lustigen Volksvertreter sprachen die Hoffnung aus, daß da- 1879/81 zurück und zeigt uns ein Abnehmen des Jahresdurchschnitts genehmigt. Den Ankauf des Grundstücks Lausiger str. 28-30 aut mit der Forderung immer größerer Selbständigkeit Nor- der Aufnahmen von 23 004( 1879/81) auf 21 076( 1893/96). Diese wegens, dem Wunsch nach eignen Konsulaten und Gesandt- Abnahme ist ein Ausdruck des Sintens der unehelichen Natalität im dem vom Magistrat vorgeschlagenen Preise von 230 000 Mark be= allgemeinen. Während 1881 auf 1000 mmverheiratete oder ver- anstandet Stadtv. Iden( A. L.) als zu teuer und beantragt die Linke ,, die Majorität besitzt, sind es die Konservativen, die invete Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren 25 Geburten Ausschußberatung. Stadtrat na msi au erklärt nochmalige Bersich den Militärforderungen entgegenstellen; sind die Radikalliberalen tamen, ist diese Zahl im Jahre 1897 auf 22 zurückgegangen, und handlungen für aussichtslos; Stadtv. Haberland( A. 2.) will die Vorlage einfach ablehnen. Die Ausschußberatung wird be= Die 37, die gegen die 3 380 000 Sr. für die Landbefestigung Christianias stimmten, waren die Kon- war bei beständigem Steigen der ehelichen Geburten, deren auf 1000 verheiratete Frauen 1897 260 tamen, gegen 253 im schloffen. servativen, die Moderierten und 2 von der Linken; die 69, die dafür Der Stadtverordnete Dr. Friedemann hat mit der Neuen Linken Jahre 1881. stimmten, gehörten sämtlich der Linken an. Die Ausdehnung des Findelfinderivesens in den verschiedenen am 22. Mai den Antrag eingebracht: Die Versammlung ersucht den Magistrat, die ihm zur Ges Landschaften ist sehr verschieden. Die sich nur über Nord- und nehmigung oder Aeußerung zugehenden Entwürfe von Mittelitalien erstreckende neueste Statistik zeigt uns die Gesamtzahl Polizeiverordnungen für Berlin vor erfolgender der durch die Findelhäuser versorgten Personen am 1. Januar 1899: Genehmigung oder Aeußerung der StadtverordnetenDie öffentliche Meinung Englands wird über die schweren wir sehen aus ihr, daß in Umbrien auf je eine Million Einwohner Versammlung zur Kenntnisnahme vorzulegen. Schlappen, die das englische Heer jüngst erlitten, wieder durch etliche 9640 durch Findelanstalten erhalten wurden, während z. B. die VerDer Antragsteller führt aus, daß die Verhandlung von „ Siegesnachrichten" beruhigt. So soll nach einer Reutermeldung hältniszahl für Venezien nur 2431 beträgt, für die Lombardei mur aus Pretoria ein Teil des Boerenkommandos unter Beyers an Bab 3238, im Piemont 3813, in Ligurien 4560, in Zazium 5225 usw. bor vierzehn Tagen die Bedeutsamkeit seines Antrags gründlich be 400 in der Nähe von Warmbad von 240 Engländern unter Oberst Ueber die relative Häufigkeit der Auslegungen giebt diese Statistit wiefen habe. Derartige Polizeiverordnungen griffen oft tiefer in die Wilson überrascht und geschlagen sein. Die Boeren hätten 37 Tote aber keinerlei Aufschluß, da die Altersgrenze, bis zu der die Findel- Verhältnisse der Bürgerschaft hinein, als das bei Staatsgefeßen der Fall sei. Das geltende Polizeiberordnungsrecht sei ein und verloren angeblich den ganzen Proviant für Beyers Streitkraft. anstalten Unterstützung gewähren, sehr verschieden ist. Die Zahl Ausfluß der Reaktions- Gesetzgebung von 1850. In dieser Drei Engländer wurden getötet, 15 verwundet.. der von 1000 Lebendgeborenen im Jahre 1897 ausgesezten Beziehung sei Beziehung sei Preußen Preußen allen andren Der englische Kriegsminister Brodrick erklärte in einer Diner Kinder betrug für ganz Italien 26,2. Unter dem Durch rede, der Krieg in Südafrika werde weiter mit Nachdruck und Mensch- schnitt erhält sich die Zahl in der Lombardei( 16,4), im Piemont gegenüber durchaus im Rückstande. In Sachsen, Hessen, SüdBei uns seien lichkeit fortgeführt werden, die Regierung sei entschlossen, nichts un-( 17,3), in Venezien( 19,7), in Apulien und der Basilicata( 19,9), in deutschland würden die Gemeindebehörden nicht bloß gehört, sondern gethau zu lassen, was für einen ehrenvollen dauernden Frieden den Abbruzzen und Molisen( 20,7) und endlich in Sardinien hätten meistens ihre Zustimmung zu geben. die Aussichten auf ente Aenderung in diesem Sinne sehr Gewähr biete. ( 25,0); über dem Durchschnitt steht Lazium( 41,2), Calabrien( 39,2), trübe, aber der gute Wille Wille des Magistrats könne auch Eine Rundgebung zu Gunsten der Boeren Sizilien( 38,6), die Marken und Umbrien( 32,9), die Emilia( 31,8) bei der gegenwärtigen Lage der Gesetzgebung viel thun. veranstaltete die internationale Boerenliga in Wien. Eine von und Ligurien( 29,6), während Toscana und Campanien fich dem In die Rechte des Magistrats jolle nicht eingegriffen werden, und 2000 Personen besuchte Versammlung richtete folgendes Telegramm Die Erhebungen haben dazu geführt, daß sich die Regierung mit der Magistrat dürfe auch keine Machtfrage in diesem Antrage sehen. an das englische Parlament: angenommen worden. Der Magistrat habe damals in Aussicht gestellt, " Als Angehörige eines Staats, der seit jeher mit der englischen der Ausarbeitung eines Gesetzes beschäftigt, das die Rechtslage ein- Ein ähnlicher Antrag sei schon 1880 gestellt und von der Versammlung auch die Meinung der Versammlung bei solchen Verordnungen Nation Freundschaft gepflegt hat, richten wir an das englische Volt heitlich regeln wird. die Aufforderung, ein Schiedsgericht anzunehmen, das einem zu hören; die Sache scheine aber inzwischen in Vergessenheit geraten Kriege ein Ende macht, den heute gewiß der größte Aus der Frauenbewegung. zu sein. Jedenfalls sollte der Magistrat von seinem Rechte der und beste Teil des englischen Volts verabscheut. Wir geben unsrer Empfindung dahin Ausdruck, daß das Ansehen In Bezug auf die Krankenversicherungspflicht der weib. Stenntnisgabe in weit ausgedehnterem Maße als bisher Gebrauch Englands bei allen Völkern durch eine solche Handlung bei weitem lichen Eisenbahnbediensteten hat der Minister der öffentlichen mehr gewinnen würde, als wenn es der Auffassung folgt, als jei es Arbeiten bestimmt, daß die Beschäftigung bei der Eisenbahn den Ehrensache, die Vernichtung des Boerenbolts zu beenden. Wir sind überwiegenden Teil der Erwerbsthätigkeit der weiblichen Bediensteten alle überzeugt, daß die Macht Englands ausreicht, den Kampf noch dann darstellt, wenn diese Personen durch die Beschäftigung bei der lange fortzujezen, aber je länger der Krieg dauert, desto tiefer wird Eisenbahnverwaltung nach deren Art und Umfang in der Hauptsache die Kluft, welche zwischen dem englischen Volle einerseits und den ihren Lebensunterhalt finden. Partei- Nachrichten. Landesmittel nähern. machen. deutschen Ländern Oberbürgermeister Kirschner: Ich habe schon vor vierzehn Tagen das nötige erklärt. Ein Rechtsanspruch besteht nicht, das Gesetz hat aber auch nichts dagegen, wenn die Versammlung gehört wird. Es soll das auch geschehen in denjenigen Fällen, welche der Magistrat für geeignet hält; die Beschlußfassung darüber im einzelnen muß er sich vorbehalten. Es kommen kontinentalen Völkern andrerseits sich bildet und bilden muß. Und Ein Bürgermeister gegen weibliche Fortbildungsschulen. polizeiliche Verordnungen vor, deren Inhalt wirklich eine in diesem Sinne hoffen wir, daß das englische Volk die eigne Regie- In der letzten Stadtverordneten- Sigung zu Thorn beriet man die Kenntnisgabe überflüssig macht, andre sind wichtiger oder haben allrung veranlassen wird, den Antrag der Boerenstaaten auf Beendigung uebernahme einer staatlichen Fortbildungsschule durch die Stadt. gemeine Bedeutung. Schließlich wird der Magistrat sich doch stets des Kriegs durch ein Schiedsgericht anzunehmen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Wunsch geäußert, man möge das feiner Verantwortlichkeit bei der Entscheidung dieser Frage beneu zu errichtende Schulgebäude so groß anlegen, daß darin eine wußt sein. Ohne weitere Diskussion wird darauf der Antrag ange später zu gründende weibliche Fortbildungsschule untergebracht werden könne. Gegen die Errichtung der letzten Anstalt sprach sich aber Herr Erster nommen. Um die Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes Bürgermeister Dr. Kersten mit Entschiedenheit aus. Er meinte, einmal liege hier für eine solche Schule kein Bedürfnis vor; ferner würde eine Berlin Wedding( anläßlich der durch Gefeß vom 16. SepDer Bedarf von dienenden weiblichen tember 1899 angeordneten neuen Gerichtsorganisation für Berlin solche auch schädlich wirken. Würde nun solchen und Umgegend) auf Berliner Gebiet zu erlangen, hat der Magistrat für Justizfistus einen Bauplag das Gebäude Personen lasse sich heute kaum mehr decken. ca. 3470 noch Gelegenheit geboten werden, sich in einer gewerblichen Fort- dem Quadratmeter tostenlos angeboten und eine weitere bildungsschule auszubilden, so würde dadurch der Dienstbotenmangel und zwar einen Teil des Brunnenplages von ca. 1360 Quadratmeter für einen eventuellen noch viel mehr gesteigert werden. Also nach Ansicht des Herrn Bürgermeisters müssen die Töchter Fläche von des Volks in der Dummheit erhalten werden, damit die Herr- späteren Erweiterungsbau ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung ges schaften" nicht unter dem Dienstbotenmangel leiden. Eine Anficht, stellt. Der Brunnenplay foll später in eine Partanlage umgestaltet werden. Die Zustimmung der Versammlung zu dieser Uebereignung die in Ostelbien allerdings begreiflich ist. und zu dem dieserhalb mit dem Justizfiskus abgeschlossenen vorläufigen Bertrage wird nachgesucht. Polizeiliches, Gerichtliches univ. - Flugblattverteilung vor Gericht. Vor dem Schöffengericht in Sprotta u stand dieser Tage eine Verhandlung an, in der sich drei Genossen wegen der Flugblattverbreitung an einem Sonntag zu verantworten hatten. Der Bürgermeister Hamann aus Brimfenau nahm daran Anstoß und veranlaßte den Strafantrag. Der Erfolg war ein negativer, das Gericht sprach die Uebelthäter frei. China. Kommunales. IM Die Schlacht in der Takustraße wird in einem Betinger Telegramm der„ Agence Havas" wie folgt Stadtv. Hinge( Soc.): Wir befinden uns diesem Vorschlag gegenüber in einer Zwangslage; wir müssen nolens volens dargestellt: Eine englische Patrouille habe auf einen französischen Stadtverordneten Versammlung. dem Verlangen des Fiskus nachkommen, wenn das Amtsgericht Soldaten, der im lebermut auf das Dach eines Caféhauses ge21. Sigung vom Donnerstag, den 6. Juni, nicht außerhalb der Grenzen Berlins erbaut werden soll. Reinicken flettert war und über sie herzog, geschossen und ihn ber nachmittags 5 Uhr. wundet. dorf hat sich ebenfalls zur Hergabe eines Plates erboten und ein Die Kameraden des Soldaten Soldaten mit gingen darauf dem Bajonett gegen Die Ausschüsse für die Abänderung des Ortsftatuts für die Konsortium will dort sogar noch Barmittel für den Bau zur Ver Erfreulich ist besonders, daß der Brunnenplag Engländer vor und warfen sie mit Steinen. Nun gab die englische Kanalisation und für das Ortsstatut von 1877 betreffend Bau und fügung stellen. Patrouille wieder Feuer, wobei drei Franzosen getötet, vier Fran- Anlage von Straßen find gewählt und haben sich tonstituiert. mit Bartanlagen versehen werden soll. Ich bitte besonders aus zosen und vier Deutsche verwundet wurden. Einer der Getöteten Mitglieder des ersteren find u. a. die Stadtvo. Pfannkuch und diesem Grunde der Vorlage möglichst bald die Zustimmung zu geben. und deutsche die Stadtv. Ladewig( N. L.): Wir können bei der vorhandenen Die Vorlage wird angenommen. Schluß gegen 1/28 Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. tn Ausland. Gerichts- Beitung. zu der Angeflagte in angetrunkenem 8uftande auf der Anklagebant erDie Revision des Angeklagten, welcher darüber -O bon 8wangslage dem Magistrat nur dankbar sein, daß er Dänemark. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern der schienen war. die Interessen des Berliner Nordens gewahrt hat. Ueberflüssig Arbeiter und Arbeitgeber der Gisenindustrie zur Herbei. Beichwerde führte, daß die als Zeugin vernommene Hebamme nicht ist indessen der§ 8 des Vertrags, wonach sich der Fiskus führung eines neuen Uebereinkommens über die Lohn- und Arbeits, auch den Sachverständigeneid geleistet habe, wurde gestern vom Reichsverpflichtet, dem Gebäude eine reichere architektonische Ausstattung zu bedingungen sind endgültig gescheitert. Es tritt aber hiermit feines- gericht verworfen. geben. Der Justizfiskus hat in letzter Zeit sehr schöne Gebäude wegs der Kriegszustand in der Eisenindustrie ein, sondern es wurde Ist ein aus öffentlichen Mitteln gewährtes Lehrgelb eine errichtet; andrerseits aber ist mit jener Bestimmung auch garnichts ausdrücklich am Schluß der Verhandlungen festgestellt, daß nun auf Armenunterstügung? Die Stadt rantfurt a. M. beanspruchte anzufangen, weil eine wirkliche Bindung des Fiskus damit nicht ge- Grundlage der alten Verträge weiter gearbeitet werden foll, bis vom Landarmenverband Wiesbaden den Erfag einer Armengeben ist und der Magistrat die Pläne nicht zu genehmigen hat. die Verhältnisse dem Abschluß eines neuen Uebereinkommens unterſtügung. die sie einem gewissen Stadt gewährt hatte. Sie Stadtrat Kauffmann: Mit früheren Bauten des Justizfiskus günstig sind. machte geltend: Sch. fei unstreitig Landarmer gewesen. Nun würde hat man doch nicht so glänzende Erfahrungen gemacht. Da wir Die Kohlengräber in Reschiza( Ungarn) find, 4000 an der er ja durch mehr als zweijährigen Aufenthalt den Unterstügungs. den Brunnenplag von Anfang an als Park und Schmuck Bahl, in den Ausstand getreten. Reschiza ist berüchtigt durch die Wohnfiz in Frankfurt erworben haben, wenn ihm nicht plaz anlegen wollten, haben wir von vornherein darauf vielen Arbeiterverunglüdungen. der Landarmen- Berband für die drei Jahre, seit Ostern gedrungen, daß das Gerichtsgebäude ein Monumentalbau 1896 das Lehrgeld seinen Stiefsohn in Höhe Lehrgeld für fein solle. Das wurde uns zugesagt und ist auch auf unser Ansuchen 150 m. gegeben hätte. Das sei eine Armenunterstügung gewesen, noch nachträglich ausdrücklich in den Vertrag aufgenommen worden.. Die Formulierung rührt von den Juristen des Justiz Eine der vielen Privatklagen, die der Mord an Ronis die die zweijährige Frist zur Erfizung des Armenrechts in der zu Stadt unterbrochen habe. Somit wäre Sch. Landarmer ge ministeriums und des Landgerichts her, der Sinn der gezeitigt hat, sollte gestern vor der 144. Abteilung des Schöffen- blieben und der Landarmen- Berband in letter Linie ver Selausel ist aber jedenfalls ganz flar. Die neue Gerichts gerichts zur Verhandlung gelangen. Der Geschäftsführer des pflichtet, die neuerdings gewährte Armenunterstützung zu organisation an sich sehen wir mit einem nassen und einem heiteren Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, übernehmen. Der Bezirksausschuß wies Frankfurt mit dem ErfazAuge an, mit einem heiteren deshalb, weil der Bau zur Regulierung Schriftsteller William Bambus, fühlte sich durch den Leit anspruch ab und das Bundesamt für das Heimatwesen, die höchste und Ausschmückung des Brunnenplages führen wird." artifel, der am 21 Februar 1901 in der Staatsbürger Instanz, bestätigte die Entscheidung mit folgender Begründung: Das Zeitung erschienen war, beleidigt und hatte deshalb gegen gewährte Lehrgeld sei nicht als Armenunterstützung anzusehen. Die deren Redacteur Otto Böckler den Weg der Privatklage be Ausbildung eines jungen Menschen sei nicht die Aufgabe eines schritten. Nach Berlesung des Eröffnungsbeschlusses gab der Bellagte Armenverbands. Gerade unter den heutigen socialeu Verhältnissen die Erklärung ab, daß er den einen der Schöffen, den jüdischen müffe im allgemeinen daran festgehalten werden, daß ein mit Kaufmann Nathan, ablehnen müsse, da er demselben normalen förperlichen Kräften beanlagter Mensch nach Vollendung betreff der ein erörternden Frage unbefangenes des 14. Lebensjahres im stande sei, sich seinen notdürftigen Lebens Urteil nicht zutrauen könne. Der Vorsitzende machte den unterhalt zu verdienen. Jm vorliegenden Fall sei das aber ganz darauf Beklagten aufmerksam, daß fein Einspruch nach sicher woh! som vollendeten 15. Jahr ab der Fall gewesen. DOI der Verlesung des Anflage Soweit der Strafprozeß- Ordnung das zweite und dritte Lehrjahr in Frage tamen, beschlusses hätte erfolgen müssen. Jetzt sei es zu spät. Es wurde fönne deshalb auf keinen Fall wegen der Gewährung des Lehrin die Verhandlung eingetreten und zunächst der beanstandete Artikel gelbes aus öffentlichen Mitteln von einer Armenunterstügung berlesen. Derselbe trägt die Ueberschrift:" Der jüdische Ver- die Rede sein. Selbst wenn man das erste Jahr abrechnen würde, wirrungs- und Verdunkelungsausschuß." Es wurde darin behauptet, wäre aber hier die zweijährige Frist zur Ersizung des Armenrechts in Konig bemüht seien, die Spuren von den wahren Thätern abzu unterstügung Sch.'s nicht nur vorläufig, sondern überhaupt verpflichtet daß verschiedene Personen, in erster Linie ein Agent Schiller, in Frankfurt gewahrt, so daß die Stadt zur Hergabe der neuerlichen lenken und Zeugen zu beeinflussen. Der Hintergrund dieses ver brecherischen Treibens sei der Verein deutscher Staatsbürger jüdischen geweien fet. Glaubens und dessen Geschäftsführer Bambus. Die Barbier und Friseurgehilfen Charlottenburgs stellten Rechtsanwalt Dr. Hahn, der Rechtsbeistand des Beflagten, Lehte Nachrichten und Depeschen. am 30. Mai in einer öffentlichen Versammlung fest, daß die Selbstellte nun den Antrag, die Verhandlung bis nach dem ständigen jetzt, nachdem sie die Preiserhöhung durchgeführt haben, 10. d. M. zu vertagen. An diesem Tage stehe gegen den Agenten anfangen, die Forderungen der Gehilfen, welche sowohl die Innung. Schiller, der sich wegen Verdachts der versuchten Verleitung wie die Freie Bereinigung der Meister anerkannt haben, nicht mehr zum Meineide in Konig in Untersuchungshaft befinde, vor dem zu beachten. Die Gehilfen sind begreiflicherweise darüber sehr er bortigen Landgericht Termin zur Hauptverhandlung an und es fei bittert, weil die Breiserhöhung nur durchgesezt werden konnte für den Ausgang dieser Brivattlage doch von großer Wichtigkeit, zu unter gleichzeitiger Anerkennung der Gehilfenforderungen. Es erfahren, ob und inwieweit Schiller von dem Kläger Bambus be sollen jetzt Kontrollfarten eingeführt werden, die nur an solche einflußt worden sei. Der Beklagte Böckler fügte noch hinzu, daß Schiller Gehilfen zur Ausgabe gelangen, die bei Geschäftsinhabern arbeiten, eingeräumt habe, daß er von Bambus Geld erhalten habe, um zur welche sich durch Unterschrift zur Innehaltung des Tarifs verpflichtet Aufklärung des Mordes beizutragen und zwar täglich 30 m. Spesen. haben. Die organisierten Barbiergehilfen ersuchen die Arbeiterschaft, Rechtsanwalt Sonnenfeld, als Vertreter des Klägers, erhob dies zu beachten und folgende gesperrte Geschäfte zu meiden: gegen die Vertagung Einspruch, da es nur darauf abgesehen sei, die Schmock, Cauerstr. 21; Redmann, Schillerstr. 94; Schröder, Krumme Sache in die Länge zu ziehen. straße; Köhler, Leibnizstraße. J. A.: Val. Frohnert. Achtung, Metallarbeiter! Die Stronleuchter- und Bronzewaren- Fabrit von Seifert in Dresden hat 150 Arbeiter ausgesperrt. Die Firma sucht durch ihren hiesigen Vertreter, Ritterstr. 75, Arbeitswillige anzuwverben; wir ersuchen daher, den Zuzug nach Dresden fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Sattler, Leder- Arbeiter, Leder- Modelleure. In der kunstgewerblichen Lederwarenfabrik von Gustav Quantmeyer, vormals Schellin u. Co., Berlin C., Spittelmarkt 2, find Differenzen ausgebrochen. Ueber die Werkstatt ist die Sperre berhängt. Die Lohnfommission der Sattler, Berlin I. reichen. Die zu ruhen, bis sich die Innungen zu den mit erſterwähnter Korporation getroffenen Bereinbarungen herbeilassen. Das Verhalten der Jnnungen, das bereits durch ein gestern verbreitetes Flugblatt der Freien Vereinigung" charakterisiert wurde, soll der breiten Deffent lichkeit gegenüber dargestellt werden. Die Kundschaft der Streifenden wird darauf aufmerksam gemacht, die morgen erfolgende Bekanntgabe der Lokale, in denen die Streitenden bedienen, besonders zu beachten, da eine ganze Reihe derfelben bereits überflüssig wurde. D Französisches Parlament. W Paris, 6. Juni.( W. T. B.) Deputiertentammer. In der heutigen Sizung verlangt Dejeante die Bewilligung eines Stredits von 100 000 Fr. zur Unterſtügung der Opfer der letzten Arbeitseinstellung in Montceau- les- Mines. Hierauf wird die Beratung des Gefeßentwurfs über die Arbeiter Invaliditätsversicherung wieder aufgenommen. Mirman erhebt Einwendungen gegen den Gesezentwurf. Er verlangt, daß die Invaliditätsversicherung nicht nur den Fabrifarbeitern und ländlichen Arbeitern, sondern auch den Dienstboten und allen Lohnarbeitern zu gute kommen sollte. Er fügt hinzu, es handele sich bei dem Gesezentwurf um einen ernsten Schritt, derselbe sei für mehr als 10 Millionen Personen von Bedeutung. Die Folge desselben sei, daß von den Steuerzahlern 400 Millionen aufgebracht werden müßten, welche sodann unter bestimmte Kategorien von Bürgern verteilt würden. Mirman um auf diese Weise eine allgemeine Invalidenversicherung zu er Senators Berninae Beytral zum Vicepräsidenten gewählt. möglichen. Die Sigung wird dann aufgehoben. Im Senate wurde heute an Stelle des verstorbenen Senators Berninac Beytral zum Vicepräsidenten gewählt. Ballé unterbreitet dem Hause seinen Bericht über das Vereinsgesetz. Die Bureaus des Senats haben heute die Finanzkommission gewählt. Alle Mitglieder derselben sind dagegen, daß der Gesezentwurf über Der Beklagte verwahrte sich entschieden gegen den Vorwurf, daß er die Sache verschleppen wolle. Der Gerichtshof hielt es doch für wesentlich, den Ausgang des Prozesses gegen Schiller abzuwarten und beschloß die Verwünscht die Einführung einer neuen, alle Bürger treffenden Steuer, tagung bis nach dem 10. Juni. Belgischer Senat. Deutsches Reich. Der Barbiergehilfenstreit ist infolge der Vereinbarung mit der Freien Vereinigung selbständiger Barbiere" in ein neues Stadium gerückt. Die Streifenden werden jezt einzelne Bezirke, in denen sich Geschäfte von Jnnungsmitgliedern befinden, herausgreifen, um ihre Maßnahmen wirksamer zu gestalten. Das neuerdings sich schäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I. Aus der Der traurige Abschluß eines unglücklichen Ehelebens begeltend machende Bestreben der Wollschlägerschen Inmung, die Preis- Untersuchungshaft wurde die 50jährige Schuhmacherwitwe Elisabeth erhöhung durchzuführen, wird ihnen dabei zum Vorteil ge- Glied) vorgeführt, ein verkümmert und gebrochen aussehendes werden fliegenden Barbierstuben" besser Weib, das unter leisem Wimmern fortwährend die Hände rang. organifiert und die Arbeitszeit auf das notwendigste Maß Sie soll ihren verstorbenen, um einige Jahre älteren Ehemann der beschränkt werden. Die Gehilfen find entschlossen, nicht cher art gemißhandelt haben, daß infolgedessen der Tod ein- die Einkommensteuer in das Budget aufgenommen werde. getreten ist. Der Schuhmacher Gliech lebte mit seiner Frau und einer 18jährigen Tochter in einer fleinen Wohnung des Quergebäudes des Grundstücs Liebenwalderstraße 5. Das Ehepaar lebte nicht im Brüssel, 6. Juni.( W. T. B.) Der Minister des Aeußeren, guten Einvernehmen. Gliech stand in dem Rufe, ein fleißiger Arbeiter de Favereau, erflärt auf eine Anfrage, die Garantie der und ordentlicher Mann zu sein, der nur dann zur Schnapsflasche Neutralität Belgiens jei in einem Sondervortrage zwischen griff, wenn er einen Auftritt mit seiner Ghefrau Belgien und den fünf Garantiemächten niedergelegt. Nach gehabt hatte. Dies soll allerdings häufig vorgekommen sein. Die Nach den Bestimmungen dieses Vertrags ständen die Mächte für die Unbarn hörten häufig in dem„ Schusterfeller" Bant und Streit. Am abhängigkeit und Unverleglichkeit des belgischen Territoriums ein. Die J. A.: F. Eykorn, Verbandsvorsitzender, Hamburg. Mittage des 2. März bemerkten die Anwohner, daß Gliech sich auf Garantiemächte hätten besonders im Auge gehabt, zu verhindern, Ju Teterowo i, Meckl. haben die ledigen Töpfer einmütig die den Hof begab und dort die Scherben eines zerbrochenen Tellers in daß Belgien den europäischen Nationen als Kriegsschauplas diene. Arbeit niedergelegt, um die Halbstückarbeiten zu beseitigen. den Müllkasten warf. Er war augenscheinlich sehr aufgeregt. Gegen Belgien müsse also jeden Einfall, von welcher Seite er auch fomme, Zum Tabakarbeiter Streit in Nordhausen hat das Tele- 2 Uhr eilte die Tochter der Gliechschen Eheleute zu dem in der zurückweisen und habe deshalb die Pflicht, sich mit der Möglichkeit graphenbureau Hirsch am 4. d. M. eine Meldung verbreitet, der Nachbarschaft wohnenden Heilgehilfen Leopold und bat ihn, schleunigst einer Invasion zu befassen. Der Minister schloß, es sei zweifelfei von Mutter gestochen worden. los, daß die Garantiemächte die Neutralität, Unverleglichkeit zufolge der Streit beendet und die Arbeit wieder aufgenommen sein mitzukommen, Bater Er fand und Unabhängigkeit Belgiens für alle Zeiten sichern wollten. soll. Da diese Nachricht in verschiedene Blätter übergegangen ist. Leopold beeilte sich, dem Rufe Folge zu leisten. machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, daß, wie wir schon den Schuhmacher Gliech. in der Küche, die ihm zugleich als Wert Im weiteren Verlaufe der Beratung über das Budget des Ausgestern berichteten, der Streit in Nordhausen weiter geführt wird, weil statt diente, auf dem Fußboden liegen, in der Brust eine tiefe wärtigen fagte Selys Longchamp, er werde gegen dasselbe Wunde, augenscheinlich bon einem die Fabrikanten den Schiedsspruch des Einigungsamts abgelehnt haben. Der Verletzte war bereits besinnungslos, er starb unter den Händen über Messerstich herrührend. stimmen wegen der Haltung der belgischen Regierung gegen England und Transvaal. Dieses Verhalten rufe Nachwehen vom Braunschweiger Straßenbahner- Streit. Wenn der Minister des Auswärtigen Anläßlich des diesjährigen Streits der Straßenbahner war den des Heilgehilfen. Verschiedene Verdachtsumstände sprachen dafür seine Entrüstung hervor. Angestellten ein Lohnabzug von 10 M. für den der Gesellschaft an- daß die Angeklagte ihren Mann gestochen habe, wenn auch nicht mit hier England lobe, so glaube man cher einen englischen als der Absicht, ihn zu töten. Da die Tochter der Angeklagten inzwischen belgischen Minister zu hören. Flèche erhebt Einspruch gegen geblich zugefügten Schaden gemacht worden. Ein früherer Straßen verstorben ist, so war die Beweisführung eine schwierige und die gestern für die Wiederherstellung der weltlichen Macht des bahner hat hiergegen Klage erhoben und wurde die Direktion vom konnte sich lediglich auf Indizien beschränken. Die Angeklagte Bapites gehaltenen Reden. Redner beantragt die Streichung des Amtsgericht verurteilt, diese 10 m. nebst 4 Proz. Zinsen als zu fagte, daß ihr Mann sie überfallen und mißhandelt habe, Stredits für die vatikanische Gesandtschaft. Dieser Antrag wird mit Unrecht einbehalten an den Geschädigten zurückzuzahlen, und zwar als sie in der Küche Schrippen mit Butter bestrichen habe. 40 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Hierauf wird das Budget des auf Grund des§ 394 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wonach der Sie wollte nicht wissen, wie der Verstorbene zu der Verlegung ge- Auswärtigen mit 54 gegen& Stimmen angenommen, Lohn gegen Forderungen nicht aufgerechnet werden darf. Nunmehr tommen sei, entweder müsse er sich selbst in der Werkstatt ein Messer beabsichtigen auch die übrigen Straßenbahner gegen die Direktion in die Brust gejagt haben, oder das Messer, welches sie gerade beim flagbar borzugehen. Schrippenstreichen in der Hand hielt, müßte ihm in die Brust geDer Streit der Zettlerinnen und die Aussperrung der drungen sein. Sie habe aber nichts davon bemerkt. Der Stich war Weber bei der Firma Niepmann u. Co. in Grafrath bei dem Verstorbenen gerade ins Herz gedrungen. Solingen ist beendet, und zwar zu Ungunsten der Arbeiter. Der Die Geschworenen sprachen die Angeklagte der Körperverlegung Niederrheinische Weberverband", ein fleiner Lokalverband, dem die unterlegenen Arbeiter alle angehörten, fonnte die nötige Unterstügung nicht mehr herbeischaffen. Auch hatten sich schon eine Anzahl Streif brecher eingefunden. Zu bedauern ist diese Niederlage der Arbeiter um so mehr, als Niepmann den Austritt aus der Organisation ver Yangt und auch die niedrigsten Löhne im ganzen Rayon des Textil. industriebezirks bezahlt. Zum Weberstreik in Cunewalde. Die Situation hat sich wiederum zu Gunsten der Streifenden geändert. Es haben bei der Firma Kloß am Montag und Dienstag 14 und bei J. G. Große 11 Weber, zusammen 25, aufgehört. Es arbeiten nun noch für alle sechs Fabriken insgesamt 48 Arbeitswillige einschließlich aller Meister mit viertelfjährlicher Kündigung- am Webstuhl. Weitere Arbeitseinstellungen stehen bevor. mit tödlichem Erfolge schuldig. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre, der Gerichtshof erkannte auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. M München, 6. Juni.( W. T. 8.) Auf Einladung des Bürgermeisters v. Borscht hat sich hier ein Ausschuß für die Errichtung eines Bettenkofer Denkmals gebildet. Neben der Errichtung des Dentmals ist die Gründung eines Bettentofer- Hauses geplant, in welchem das Bettenkofer- Museum untergebracht und auch Säle für die Sigungen und die Bibliotheken der hiesigen ärztlichen und natur wissenschaftlichen Gesellschaften eingerichtet werden sollen. Goslar, 6. Juni.( 2. T. B.) In Wiedelah wurde bei dem heutigen aus Anlaß des Fronleichnamsfestes dort abgehaltenen Böllerschießen mit sogenannten Kagentöpfen ein Arbeiter erschossen. Gifhorn, 6. Juni.( W. T. B.) Zwischen Ettenbüttel und Leiferde, unweit Gifhorn, mitet seit heute mittag ein großer Waldbrand, bis 8 Uhr allends waren etwa 2000 Morgen vernichtet. Alle Bewohner der angrenzenden Ortschaften sind bei den Löscharbeiten thätig. Die fittliche Notwendigkeit der Landflucht. Der Rittergutsbefizer Benno Jochem aus Altendorf schlug am 1. De zember v. J. den Pferdeknecht Bernhard Zimmermann mit einem Stod über den Kopf, so daß 8. zu Boden fiel. Wegen Körperverlegung angeklagt, ist Jochem vom Schöffengericht in Christburg, im Streise Stuhm freigesprochen. Gegen dieses Urteil hat der Vater des Gemißhandelten als Reventläger Berufung eingelegt. Vor der Straffammer in Elbing machte der Gutsbesizer geltend, daß ihm ein 8 ich tigungsrecht zustehe. Diesen Einwand ließ Prag, 6. Juni.( W. T. B.) Der gestern verhaftete ezechische das Gericht nicht gelten, weil der Knecht Scharwerfer war. Redacteur Faret ist des Hochverrats und der MajestätsJochem erhielt für den Stochieb über den Kopf 20 Mart Geldbeleidigung beschuldigt, welche er begangen hat in einer Rede, strafe oder 2 Lage Haft. die er in einer czechisch- socialistischen Versammlung gehalten. Dem Tarifamt der Deutschen Buchdrucker in Berlin ist vom Arzt oder Abdecker! Wegen fahrlässiger Tötung ist am Paris, 6. Juni.( W, T. B.) Aus St. Brieur wird gemeldet, Oberbürgermeister Gaßner in Mainz folgendes Schreiben zugegangen: 28. März von der Straffammer in Strasburg( Westpr.) der daß fünf Segelschiffe von Island- Fischern seit zwei Monaten ver „ Mit Bezugnahme auf das gefällige Schreiben vom 3. April 1900 praktische Arzt Dr. med. Stasimir v. 3alusti in Lautenburg zu mißt werden. Man befürchtet, daß diese Schiffe mit ihrer aus 117 wollen wir nicht unterlassen, Ihnen ergebenst mitzuteilen, daß die einem Jahre Gefängnis verurteilt worden. Am 8. Oftober v. 3. Fischern bestehenden Bemannung untergegangen find. Stadtverordneten Versammlung in ihrer Sigung vom 15. d. M. den wurde er von der Hebamme zu der 31 Jahre alten Arbeiterfrau B. Luxemburg, 6. Juni.( Frantf. 8tg.") Die Rammer hat Beschluß gefaßt hat, die städtischen Drudarbeiten fünftighin nur noch gerufen, welche, nachdem sie schon früher mehrere schwere im Princip die Herabsehung des Wahlcensus auf 10 Frant be an solche Buchdruckereien zu vergeben, welche den deutschen Buch- Geburten durchgemacht hatte, in den Wehen lag. Der Kopf schlossen. Es besteht eine starte Strömung zu Gunsten des allbruckertarif schriftlich anerkannt haben." des Kindes trat nicht vollständig durch. Der Angeklagte arbeitete gemeinen Stimmrechts, das aber nun durch eine VerfassungsAn diesem Beschluß der Mainzer Stadtverordneten könnten sich angestrengt mit gangen. Als er mit der Quetschgange operierte, änderung eingeführt werden könnte. Die Kammer genehmigte die auch die Stadtväter andrer Orte ein Beispiel nehmen. Die Berück fiel ein 9 Centimeter langes Stück Fleisch auf die Erde. Die Vorlage betreffend Gutheißung der Atte der Friedensfichtigung der gewerkschaftlichen Forderungen, nicht nur bei Ver- Streißende bat ihn, sie doch nicht so zu quälen. Zu ihrem Manne tonferenz, deren Beschlüsse der Staatsminister Eyschen als für gebung von Druckaufträgen, sondern bei allen städtischen Arbeiten fagte fie, er habe ihr wohl einen Abdecker statt eines Arztes ge- die Neutralen besonders wichtig bezeichnete. liegt nicht nur im Interesse der betreffenden Arbeiter, sondern auch bracht. Sie starb vor Vollendung der Geburt. Der Angeklagte Barcelona, 6. Juni.( W. T. B.) Nach Schluß der gestrigent der arbeitbergebenden Behörde insofern, als der Pfuscharbeit, die ja schnitt schließlich den Kopf des Kindes mit seinem Taschenmesser ab Vorstellung des Dramas„ Electra" im Eldorado- Theater fand eine eine Folge der ungezügelten, auf Kosten der Arbeiter betriebenen und zog das Kind heraus. Die Hebamme trug das Stück Fleisch republikanische Kundgebung statt. Die Teilnehmer an derfelben Unterbietungen bei den Submissionen ist, ein Riegel vorgeschoben zum Kreisphysitus, der es als ein Stück Gebärmutter erkannte. zogen unter Führung des Deputierten Leroux durch die Hauptstraßen wird. Leider kann man heute bei den meisten Behörden noch nicht Die Untersuchung der Leiche der Frau ergab geradezu Ver- der Stadt. so viel socialpolitische Einsicht vorausseßen, um auf nennenswerte wüstungen durch den Angeklagten; die Gebärmutter war von Belgrad, 6. Juni.( W. T. B.) Auf Grund eines zwischen der Nachahmung des Mainzer Beschlusses zu rechnen. der Scheide losgerissen, die Blase beschädigt usw. Diese schweren serbischen und der bulgarischen Regierung getroffenen UeberDie Holzarbeiter in Essen sind in eine Lohnbewegung ein Verlegungen find als die Ursache des Todes festgestellt worden. einkommens, tritt am 1. Juni a. St. eine serbisch- bulgarische getreten, um eine zehnstündige Arbeitszeit, einen Durchschnitts. Die Straftammer hat angenommen, daß der Angeklagte grob fahr- Kommission zu diesem Zweck zusammen, die serbisch- bulgarische Wochenlohn von 25 Mart und wöchentliche Lohnzahlung zu erreichen. lässig gehandelt hat. Sein Verhalten sei völlig unsachgemäß gewesen Grenze derart abzustecken, daß in Zukunft Grenzverlegungen unt Der Deutsche und der Christliche Holzarbeiter Verband haben ein und eine andere Bezeichnung als die, welche die Sterbende ihm gab, möglich sind. Gleichzeitig sollen die aus den bisherigen Grenzgemeinschaftliches Vorgehen beschlossen. passe wohl taum auf ihn. Bemerkt zu werden verdient noch, daß streitigkeiten hervorgegangenen Ersatzansprüche geregelt werden. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wekter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Mr. 130. 18. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Freitag, 7. Juni 1901. Eine Geschichte aus hohen Regionen. ber 80 000 m. gewesen sei und ganze Stöße von Quittungen vor nichts mehr zu ändern sei. Mittwochabend jedoch, als fich die EntAmalie, der Tante der Kaiserin. Tokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Die gestrige Sigung bot nicht viel Bemerkenswertes. Der AusErfordern bereit, den Beweis zu führen, daß die Klägerin im Besitz reits einem bürgerlichen Vereine übergeben habe und daß daran Der Roman einer Hofdame hat zu einer Civiltlage geführt, für die Prinzessin gemacht habe. zulegen, die beweisen würden, daß die Klägerin zahlreiche Ausgaben gegnung des Herrn Wolff schon in der Redaktion befand, erhielt ich Für den Beklagten bestritt eine Karte des Herrn, worin er mir mitteilte, daß ich den 8. Sepdie gestern unter dem Rubrum Anna Milewsti kontra Herzog Rechtsanwalt Graf v. Bredow das Vorhandensein der Passiv- tember haben fönne, wenn ich darauf reflektiere. Ich überlasse es Ernst Günther von Schleswig- Holstein die 13. Civil- legitimation. Herr v. Blumenthal sei allerdings in Kairo gewesen, den Parteigenossen zu beurteilen, welches der wahre Sach= kammer des Landgerichts I beschäftigte. Den Vorsiz führte Land- er habe aber weder den Auftrag zu seinem Vorgehen von dem verhalt ist, die Darstellung des Herrn W. oder meine Mitteilungen. gerichts- Direktor Germershausen. Die Klägerin, eine ehe- Herzog Ernst Günther gehabt, noch habe Herr v. Blumenthal Der Vertrauensmann des zweiten Wahlkreises: Paul Scholz. malige Hofdame der verstorbenen Prinzessin Amalie von Schleswig- die Tasche genommen. Vielmehr habe sie der Kammerherr der Holstein, war durch Rechtsanwalt Dr. Lubszynski, der Beklagte Prinzessin, Mr. Walker, an sich genommen, von diesem sei sie Herrn durch Rechtsanwalt Graf v. Bredow vertreten. Die vom Rechts- v. Blumenthal und von letterem einem Herrn v. Mohl ge= anwalt Lubszynski vorgetragene Vorgeschichte des Prozesses tlingt geben worden. v. Blumenthal sei nach Stairo geschickt worden, um fast wie ein Roman, dürfte aber, wenn die Angaben der Klägerin aufzuklären, wie das Verhältnis der Klägerin zu der Prinzessin auf Wahrheit beruhen, zweifellos ernste diplomatische Maß eigentlich sei. Von hoher autoritativer Seite seien an nahmen im Gefolge haben und weitere Kreise des„ hohen Adels" den Herzog und an die hohen Anverwandten ganze Stöße von schuß, der vor einigen Wochen zur Vorberatung der die Um- ung in Mitleidenschaft ziehen. Nach den Behauptungen des Klägerischen Briefen gelangt, des Juhalts, daß die Klägerin die 75 jährige ausgestaltung des städtischen Bibliothetswesens Bertreters war Frl. W., wie man in hoftreifen allgemein wußte, Brinzessin völlig tyrannistere und so thue, als ob sie eigentlich die betreffenden Magistrate vorlage eingefekt worden war, unterbreitete ſeit Jahren die engſte Vertraute der verstorbenen Prinzessin Prinzessin wäre. Das herrische Wesen der Klägerin sei schon längst der Versammlung eine Reihe von Vorschlägen, die nach kurzer Debatte Sie soll die Stellung unbequem aufgefallen gewesen; diese fei, nebenbei bemerkt, gar keine angenommen wurden. Hauptsächlich wird die Schaffung einer einer Kammerdame und Reisebegleiterin inne gehabt und Hofdame, sondern eine einfache Kammerfrau gewesen. Zugegeben müsse großen Stadtbibliothek und die Vervollkommnung nicht bloß wie von der Gegenpartei behauptet wird eine werden, daß die Klägerin von der ägyptischen Polizei auf der Straße des Voltsbibliothetwesens empfohlen. Der Magistrat untergeordnete Stellung bekleidet haben. Rechtsanwalt Dr. Lubszynski angehalten worden sei und zwar auf Anregung des Herrn hat bereits im Ausschuß sein grundsägliches Einverständnis mit behielt sich vor, aus Briefen und Photographien, auf denen beide v. Blumenthal, der es für wünschenswert gehalten, die den Vorschlägen erklärt. Es muß abgewartet werden, wie weit Damen gemeinschaftlich abgebildet seien, zu beweisen, daß die Prinzessin von der Klägerin zu befreien. Diese babe als fie später im einzelnen wirklich zur Ausführung kommen werden. Stellung des Fräulein M. eine durchaus angesehene und sie die Kammerfrau, wie das üblich sei, Rechnungen für die Prinzessin Die Bereitwilligkeit des Magistrats, an eine Reform des städtischen Vertraute der Prinzessin gewesen sei. Die Klägerin, die über bezahlt und Garderobestücke derselben in ihrem Koffer bewahrt. Bibliothekswesens heranzugehen, ist sicherlich nicht übergroß. Er hat 80 000 M. eigne Gelder verfügte, habe diese Summe im vollen Nun sei Mr. Walker, der keineswegs Kammerherr sei, in Abwesenheit sich lange genug nötigen lassen, bis er sich auch nur entschloß, der Bertrauen der Prinzessin, der nur eine dürftige Apanage von etwa des Herrn v. Blumenthal in das Zimmer der Klägerin gegangen, Versammlung erst mal ein allgemeines Programm vorzulegen. 12 000 M. zustand, anvertraut und als sie die Prinzessin auf ihren habe dort in dem Stoffer derselben die Tasche mit den 20 000 Fr. Bu dem Friedemannschen Antrag, den Magistrat zu ersuchen, die ihm Reisen nach Algier und Kairo begleitete, feien aus fowie die Schlüssel zu einem Tresor, in welchem die Prinzessin ihre zur Aeußerung oder Genehmigung zugehenden Entwürfe von dieser Summe teilweise die gemeinschaftlichen Reisekosten mit be- Wertsachen bewahrte, vorgefunden und die Tasche Herrn v. Blumen- Polizei Berordnungen fünftig zunächst der stritten worden. Auf Malta sei ein neuer Kammerherr, Mr. Walfer, thal übergeben, der sie an Herrn v. Mohl weiter gegeben habe. Es verordneten- Versammlung zur Kenntnisnahme vorzulegen, machte zu der Prinzessin gestoßen, der, wie die Klägerin behauptet, die alte werde bestritten, daß die Klägerin jemals 80000 m. besessen und sich von der Oberbürgermeister ein paar tühle Bemerkungen, die nicht Dame, wohl aus Unkenntnis über deren beschränkte Mittel, zu der Prinzessin die von ihr behauptete Summe der Sicherheit wegen habe sehr verheißungsvoll flangen. Die Versammlung nahm den Antrag großen Ausgaben verleitete. Frl. M., welche befürchtete, daß zurückgeben lassen. Der Herzog Ernst Günther habe keinerlei Auf- ohne weitere Debatte an. Die unentgeltliche Hergabe eines Bauunter diesen Umständen der schon recht zusammengeschmolzene Nest trag erteilt, die Tasche mit Geld wegzunehmen, er habe das Geld plates für das Amtsgerichtsgebäude auf dem Wedding ihres Geldes gefährdet sein könnte, habe sich von der Prinzessin von niemals in Besitz genommen und feinerlei Vorteil davon gehabt. wurde im Sinne der Magistratsvorlage beschlossen. Es ist dem ihrem Gelde 20 000 Fr. zurückgeben lassen und diese Summe in Auf die Frage des Vorfizenden, was denn aus dem Gelde ge- Magistrat und der Stadtverordneten Versammlung leider nichts einer Ledertasche in ihrem Koffer bewahrt. Nun ereignete sich ein worden sei, erfolgte die Antwort, daß es jedenfalls auf- andres übrig geblieben, als dem Fiskus dieses Geschenk zu machen. merkwürdiger Vorfall. Die Verwandten der Prinzessin glaubten gebraucht sei; zunächst seien, wie vorher, fällige Rechnungen Der Fiskus hätte andernfalls den ihm in Reinickendorf angebotenen wohl, daß es die Klägerin sei, welche die großen Ausgaben ver- Bamit bezahlt worden, durch die Krankheit der Prinzessin, den Tod, Bauplatz angenommen und das Amtsgericht für Berlin N. hier anlaffe, und Herzog Ernst Günther, der Neffe der Prinzessin, die Ueberführung der Leiche, die Begräbniskosten 2c. sei wohi hinaus verlegt. Es wird den Reinickendorfer Bauspekulanten recht drängte darauf, daß Frl. M. auf alle Fälle aus deren Umgebung der legte Rest aufgebraucht worden. Uebrigens schmerzlich sein, daß ihre Absichten durchfrenzt worden sind. sei der deutsche Konsul bei dem ganzen Vorkommnis um worden, die eine Behauptung, 1 5 gangen Dr. Lubszynski bestritt. Derselbe behauptete noch: Kurz nachdem Rechtsanwalt Graf Bredow die Klägerin zu notariellem Protofoll vernommen, sei Herzog Ernst Günther nach Kairo zu seiner schwer frauten Tante gereist. Er schiebe den Herzog einen Gid darüber zu, daß die Prinzessin Amalie ihm damals mitgeteilt, daß die Klägerin 80 000 Mt. besessen, die sie ihr zur Verfügung gestellt und von denen sie auf ihren Wunsch eine Summe von 25 000 M. zurückerhalten habe, so daß die vorgefundenen 20 000 Fr. aus dieser Summe stammten. Das Gericht beschloß Beweisaufnahme und zwar soll zunächst Herr v. Blumenthal, der außerhalb wohnt, durch das zuständige Gericht über den Sachverhalt vernommen Stadt Als im Rechtsanwalt Wer bezahlt die Feuerwehrfeste? Zu unsren gestrigen Ausführungen über die Feuerwehrfeste ist nachzutragen, daß, nach einer inzwischen der„ Volls- Zeitung" zugegangenen Mitteilung die Kosten dieser Feste nur so weit aus den Beiträgen der Mannschaften gedeckt werden sollen, als die von den städtischen Behörden bewilligten 5000 Mart nicht dazu ausreichen. Unfres Erachtens wäre es hier das einzig Richtige, den Mannschaften ihre Beiträge voll zurückzuzahlen. Reicht die 5000 Mark Spende nicht aus, so möge man sie nachträglich entsprechend erhöhen. vorigen Jahre die für den Empfang des Kaisers von Oestreich geforderten 50 000 Mart von sämtlichen bürgerlichen Fraktionen der Stadtverordneten- Bersammlung, von Spinola und Mommsen bis zu Kreitling und Ullstein, einmütig bewilligt worden waren, da verbrauchte der Magistrat dreift 98 700 M., also fast die doppelte Summe, und die höfisch gesinute Stadtverordneten- Mehrheit ge= nehmigte hinterher auch diese Ueberschreitung, ohne mit der Wimper zu zucken. Soll nur den Feuerwehr- Mannschaften gegenüber genaujert werden? Es ist doch wirklich ein starkes Stück, daß die Mannschaften aus ihrer eignen Tasche zu den Kosten eines Festes" beistenern sollen, das ihnen aufgedrängt worden ist und an dem die meisten nur sehr widerwillig teilgenommen haben! Berliner Partei- Angelegenheiten. entfernt werde. Dies scheiterte jedoch an dem festen Widerstand der Prinzessin selbst. Endlich gelang es im Februar d. J., als die Brinzessin sich mit ihrer Gesellschafterin in Stairo aufhielt. Nach der Schilderung der Klage ist Frl. M. eines Tages, als sie sich auf einem Wege in die Stadt befand, plöglich von zwei un bekannten Männern ägyptischen Polizisten gefaßt, zwangsweise in einen Wagen gebracht und nach einem französischen Polizeibureau überführt worden. Dort sei dann ein Herr v. Blumenthal den der Anwalt als jezigen Militärgouverneur beim Prinzen Joachim in Potsdam bezeichnete als Abgesandter des Herzogs Ernst Günther in Gemeinschaft mit dem dortigen deutschen Konsul erschienen und hätten Frl. M. erklärt, daß sie auf keinen Fall mehr mit der Prinzessin zusammenkommen dürfe, sondern sofort werden. die Stadt zu verlassen habe. Sie war darüber sehr entrüstet und verlangte, daß sie, wenn ihr etwas vorgeworfen werde, der Brinzessin gegenübergestellt werden möge. Man hielt sie trotz ihrer Proteste in Gewahrsam und nahm inzwischen eine Durchsuchung der von ihr bewohnten Villa vor, wobei auch die Tasche mit den Auf die Zuschrift des Oekonomen der Bockbrauerei, 20000 Fr. gefunden wurde. Diese Tasche sowie die sonstigen Sachen des Herrn Wolff, sendet uns der Vertrauensmann des 2. Wahlkreises. Frl. M. wurden zurüdbehalten und sie selbst zwangs Genosse Paul Scholz folgende Erwiderung: Am 1. Mai nahmen einige weise nach Port Said gebracht, dort wieder hinter verschlossenen Thüren Parteigenossen, darunter auch ich, mit Herrn Wolff Rücksprache, uns zu bewacht gehalten und von dort auf das Schiff nach Neapel gebracht. Ende August oder Anfang September einen Sonntag zu überlassen, da in In Neapel angelangt, hatte sie die erste Gelegenheit, sich mit ihren diesem Jahre das Militär früher als sonst ins Manöver rücken soll. Herr Verwandten telegraphisch in Verbindung zu setzen, welche sie nach Wolff sagte zu und versprach, mich über den festzusetzenden Tag noch näher Berlin brachten. Hier soll sie infolge der Aufregung längere Zeit zu benachrichtigen. Nach mehrmaliger Anfrage erhielt von Herrn Wolff schwer trant danieder gelegen haben. Noch während ihrer eine Starte, worin er mitteilte, daß er einen Besuch wünsche, um mit Strankheit erschien der Rechtsanwalt Graf v. Bredow als Beauf mir über die Angelegenheit zu sprechen. Als ich am 30. Mai tragter des Herzogs bei ihr, um sie zu notariellem Protokoll zu Herrn Wolff antraf, bot er mir den 8. September für das vernehmen und ihre Ansprüche zu erfahren. Bisher hat aber die von uns in Aussicht genommene Fest unter der Bedingung an, daß Klägerin weder irgend eine Genugthuung, noch auch irgend das Eintrittsgeld an diesem Sonntag in Rücksicht auf seine ständigen eine Auskunft über ihr Eigentum erhalten. Wie Rechts- Sonntagsgäste nicht erhöht werde und man ferner von einer beanwalt Dr. Lubszynski gestern mitteilte, hat er bereits beim souderen Dekorierung des Saals absehe. Herr Wolff wußte, daß Auswärtigen Amt Schritte wegen der beteiligten Beamten ich das Fest nicht für meine Person, sondern für den zweiten Wahl 35 017, 33 625, 34 687 Dienstmädchen als von Berlin fortgezogen gethan, während es sich vor Gericht 11111 die civilrechtlichen freis zu arrangieren hatte, und ich sagte ihm, daß ich erst am gemeldet worden, 1900 dagegen stieg die Zahl der Meldungen auf Ansprüche der Klägerin handle. Die leptere beantrage: Den Montag, den 3. Juni, bestimmt abschließen könne, da ich unter den 38 250. Der Ueberschuß der Zuzüge über die Fortzüge betrug in Herzog Ernst Günther von Schleswig- Holstein zu verurteilen gestellten Bedingungen mich allein nicht zu dieser Handlung be- den letzten vier Jahren nach den Meldungen 11 828, 11 695, 9277, ihr den Betrag von 16 000 m. nebst 4 Proz. Zinsen vom 9. Februar rechtigt halte. Herr Wolff erklärte sich hiermit einverstanden, 7016, so daß sich hier für 1900 immer noch ein Rückgang ergiebt. 1901 an zu zahlen. Die Klägerin erhebe zweierlei Ansprüche, sie nachdem ich wohl drei- oder viermal auf diesen Umstand( Da namentlich die Fortzugs- Meldungen unvollständig einzugehen verlange Schadenersatz auf Grund des§ 823 des Bürgerlichen hingewiesen hatte. Am Sonntag, den 2. Juni, teilte pflegen, fo dürfte der Ueberschuß in den einzelnen Jahren thatsäch Gesetzbuches und erhebe Besizllage auf Grund des§ 861 des Bürger- ich Herrn Wolff mit, daß wir das Fest definitiv ab- lich mehr oder weniger hinter diesen Zahlen zurüdgeblieben sein.) lichen Gesetzbuches. Rechtsanwalt Dr. Lubszynski erklärte sich auf halten wollten; hierauf erklärte er jedoch, daß er den Sonntag be- Die Höhe des Ueberschusses erscheint selbst für 1900 noch recht beWas man in einer Berliner Gemeindeschule erleben kann, stürmten. Wir übrigen hatten vollauf Zeit, uns die Einrichtung eines folchen Klassenzimmers in Muße anzusehen. Der Zuzug von Dienstmädchen nach Berlin hatte seit einiger Beit auffallend nachgelassen. Zu den Jahren 1897, 1898, 1899 waren 46 845, 45 320, 43 964 Dienstmädchen als nach Berlin zugezogen polizeilich gemeldet worden, so daß sich im Laufe von nur zwei Jahren ein Rüdgang der Dienstmädchen- Buzüge um ziemlich 3000 ergeben hatte. Im Jahre 1900 ist nun wieder eine Zunahme ein getreten; es wurden in diesem Jahre 45 266 Dienstmädchen als nach Berlin zugezogen gemeldet. Zugenommen hat aber im letzten Jahre freilich auch der Fortzug von Dienstmädchen und zwar in 1897, 1898, 1899 waren noch stärkerem Grade als der Zuzug. In der Erinnerung daran, die bei Betrachtung dieser veralteten Schulbänke in mir aufstieg, rüttelte ich an den Bänken, um zu davon giebt eine Zuschrift, die wir( unter dem Titel„ Gedanken Mir fiel darin zuerst unangenehm auf, daß die Bänke, die jetzt prüfen, ob sie sich etwa nicht verschieben ließen, so daß die Reineeiner Mutter über Schulfragen") erhalten, eine anschauliche den engbegrenzten Tummelplatz der ins Joch gespannten Kleinen machefrau mit ihrem Besen und Wischlappen gar nicht in die Ecken Schilderung. Nicht alles, aber doch das meiste von dem, was darin bilden sollten, Sitze für je vier Kinder enthielten. Was für eine und Winkel gelangen könnte. Meine Ahnung bestätigte sich: die gerigt wird, ist typisch für die Berliner Gemeindeschulen. Die Erschwerung des Unterrichts, mußte ich denken. Ich hatte die ersten Bänke waren unbeweglich. Num bin ich zwar kein Gelehrter und Buschrift lautet: acht Jahre meiner Ehe in einer kleinen Provinzialstadt ver- habe die moderne Schul- Gesundheitspflege nicht studiert; so viel hatte dort mein erstes Kind eingeschult. Zu Anfang diefes Semesters hatte ich die schmerzliche Aufgabe, lebt und Bon aber fagt mir mein schlichter Menschenverstand, daß dies doch ein meine legte fleine Tochter in die Schule zu bringen. Ich war mit den Bänken aber, die in jener Schule standen, hätte das reiche, schreiender Mißstand ist. Was für eine Brutstätte von gesundeiner ganzen Menge von Müttern um 3/48 zur Stelle, sah stolze Berlin sich das Modell tönnen geben lassen. Sie waren zweiheitsschädlichen Bacillen mögen diese unantastbaren, zwei Finger mich aber wie sie alle einer großen Verlegenheit gegenüber. fizig, so daß jedes Kind einen Eckfiz hatte und der Lehrer nur breiten Höhlungen unter den Bantwänden abgeben! Sollte da nicht Die übrigen Klassen hatten um 7 Uhr angefangen, man immer durch die Gänge zu schreiten brauchte, um die schriftlichen der Schlüssel für die so häufig auftretenden Massenerkrankungen der hörte von allen Enden durch die geschlossenen Thüren hindurch die Arbeiten der Kinder zu verfolgen und sogleich zu berichtigen. Ein Schulkinder an Majern, Windpocken, Scharlachfieber, Keuchhusten und Lehrer unterrichten, die Kinder rechnen, fingen, im Chor sprechen; Lehrer, der diese vierfigigen Bänke übersehen kann, muß schon sehr Diphtheritis zu suchen sein, die so manche blühende junge Menschenwir aber faben einander ratlos an. Wohin sollten wir mit unsren gute Augen haben; muß er sich aber erst die Hefte hinüberreichen Inospe zu langem Siechtum verdammt oder gar in ein frühes Grab gestürzt haben? kleinen Lieblingen? Kein Zeichen verriet uns, welche der vielen lassen welche Störung und welch ein Zeitverlust! Klassen für die Aufnahme der Jüngsten bestimmt sei, tein Schul- Dann aber auch, welche Verführung zum Plappern, nach allen diener, kein Lehrer war da, uns Bescheid zu sagen, das Amtszimmer Seiten bieten diese langen Bänke! Welch eine Aufgabe für die des Nektors war verschlossen, und an jeder Klaffenthür hing drohend Lehrerin, diese noch so sehr an ein unmittelbares Aussprechen all wie ein modernisiertes Medusenhaupt eine Papptafel, die mit dürren ihrer Gedanken gewöhnten kleinen A- B- C- Schüßen in Bucht und Worten besagte: Der Eintritt in das Klassenzimmer ist jedem Un- Ordnung zu halten! berufenen streng untersagt. Der Magistrat der königlichen Hauptund Residenzstadt Berlin. Und dabei sagte mir mein Mann, mit dem ich die Sache nachHer besprach, daß er in der Berliner Gewerbe- Ausstellung von 1896 eine Schulbant gesehen habe, die sich mit Leichtigkeit umflappen ließ und eine gründliche Reinigung der Fußböden ermöglichte, dabei aber auch zweifigig war. Wie ist es denn bloß möglich, daß eine Stadt wie Berlin sich mit derartig zurückgebliebenen Schulbänken behilft, wenn doch zivedentsprechendere vorhanden sind? Sollten denn die neu angestellten Schulärzte sich nicht der Sache annehmen, die doch entschieden in ihr Gebiet fällt? Ich hatte Zeit genug, diese eingehenden Untersuchungen zu machen, denn das so schmerzlich erwartete Fräulein trat glücklich, start außer Atem, um 8 Uhr mit dem Läuten der Schulglode ins Klassenzimmer. Und wenn nun das Unglück will, daß einer von den Bankgenossen nicht sauber ist und Ungeziefer hat, was ja doch auch vor Wer von uns hätte es auch gewagt, an eine der Thüren kommit, dann befinden sich gleich alle drei Nachbarn in der Gefahr, anzuklopfen und durch eine Bitte um Auskunft die emfig etwas abzubekommen. Mit der Sauberkeit in solch einem Klassen dozierenden, hier und da auch übellaunig scheltenden Lehrer und zimmer ist's ja doch auch nicht ideal bestellt. Ich habe mir fagen Lehrerinnen in ihrer Thätigkeit zu stören," obschon manche, nament- lassen, daß man es für ausreichend hält, wöchentlich dreimal darin lich mehrere Väter arg preffiert waren, da sie die Kleinen auf ihrem reinzumachen. Nun, ich möchte die Wohnstube sehen, in der drei Wege ins Geschäft einzuschulen übernommen hatten. oder vier Kinder ihr Wesen treiben, und die nur einen Tag um den Ein größeres Mädchen, das die Treppe herunter tam, um aus anderen gefegt und gewischt würde. Und solch eine Klasse beherbergt Sollte man von seiten der Schule nicht doch etwas mehr Rückzutreten, befreite uns aus unsrer Verlegenheit. Wohin fommen fünfzig bis sechzig Kinder. die neu eingeschulten Kinder?" fragten wir sie begierig. Dahin," Ich habe einmal mit eignen Augen ein Butterbrot gesehen, das sicht nehmen auf die vielen Eltern, die doch auch mit Pflichten aller wies fie uns zurecht, und erleichtert flopften wir an meiner älteren Tochter zu Boden gefallen war. Sie hatte es auf Art zu rechnen haben, und ihnen die einzuschulenden Kleinen ohne die uns bezeichnete Thür. Keine Antwort, fein Lebenszeichen. Geheiß der Lehrerin aufgenommen und in den Frühstückskorb geſtedt, langes Warten abnehmen? Allermindestens sollte der Schuldiener Einer der Herren wurde ungeduldig und machte die von wo es in meine Hände fam. Es war von den unruhigen Kinder- den Auftrag erhalten, die mit den Schuleinrichtungen noch nicht verThür auf. Da saßen und warteten bereits eine ganze Anzahl fleiner füßen zur Hälfte unter die ausgefehlte Seitenwand der Bank ge- trauten Eltern zurechtzuweisen, daß sie nicht so rat- und hilflos in Kinder, von denen manche schon um 7 Uhr von den Geschwistern schoben worden und als ich es untersuchte, entdeckte ich darauf dem weitläufigen, viel gegliederten Schulgebäude umherirren, wo mitgebracht worden waren, und verschiedene Mütter, die von früheren einige Ballen zusammengewirbelter Staubflocken, wie sie sich in für den Uneingeweihten eine Thür aussieht wie die andre. Meines Erachtens wäre iolch ein Mann auch sehr wohl im Einschulungen her Bescheid wußten, standen plaudernd in den Seiten- schlechtgereinigten Stuben unter den Schränken sammeln, Stede gängen oder sprachen den ängstlichen Kleinen Mut zu; alles wartete nadeln, zerbrochene und verrostete Stahlfedern, fleine Bapierfeßen, stande, denjenigen Eltern, die feine Zeit haben zu warten, die mit Ungeduld auf das Erscheinen des Fräuleins, dem die kleine Schar Menschenhaar, einen Hemdentnopf, einen abgebrochenen Fingernagel, Kinder mit ihren Schulzuweisungsscheinen abzunehinen, denn in es ist schrecklich, schon bloß er niederzu- vielen gewerblichen Betrieben muß der Zuspätkonumende Strafe übergeben werden sollte. Das Fräulein aber tam nicht. Einige dec einen Glassplitter und zahlen, und wo das nicht der Fall ist, wird er doch von seinem Väter fonnten jo lange nicht warten, um nicht auf ihrer Brotstelle schreiben eine halbvertrocknete Wanzenleiche. zu spät einzutreffen, und baten diese oder jene Mutter, ihr Kind Mir verging beim Anblick dieses fürchterlichen Stullenbelages Chef mit einem langen Gesicht und unfreundlichen Worten empfangen. nebst dem dazu gehörigen Schulzuweisungsschein bei ihrem endlichen dermaßen der Appetit, daß ich acht Tage um und um feinen Bissen Eine Mutter aber, die vielleicht zu Hause noch kleinere Kinder hat ohne Aufsicht zurücklassen müssen, steht doch wie auf Sohlen, wenn Eintreffen der Lehrerin zu übergeben, worauf sie selbst davon zum Munde führen konnte. deutend, aber da in Berlin Jahr für Jahr eine große Zahl Mädchen durch| arbeitete auch der 58 Jahre alte Vater des Bauherrn. Die Umgemeindung der Hafenheide spielte in der GemeindeBerufswechsel, Heirat usw. aus der Klasse der Dienstmädchen aus- Am dritten Feiertage war Hoffmann mit dem alten Roll allein auf vertretung von Tempelhof vorgestern eine Rolle. Bekanntlich scheiden, so ist hier stets eine rege Nachfrage nach neu zuziehenden dem Bauplaz. Beim Kalllöschen gerieten die beiden Männer in gehört die südliche Seite dieser Straße zu Tempelhof, ein Zustand, Mädchen. Streit und Thätlichkeiten. Roll schlug seinen Gegner erst mit einem woraus den Bewohnern mannigfache Ungelegenheiten erwachsen. Der internationale Fenerwehr- Kongres ist gestern im Reichs mit einem Mauerstein einen Schlag auf den Hinterkopf. Nachdem Magistrat& vorgelegt worden, worin dieser um Angabe der For Stock. Dann packte er ihn an der Gurgel und versetzte ihm noch Der Gemeindevertretung war nun eine Zuschrift des Berliner tagsgebäude eröffnet worden. Es war eine bunte und äußerlich überaus glanzvolle Gesellschaft, die sich dort zusammengefunden hatte. er ihn so übel zugerichtet hatte, lief Roll über ein an das Bauland derungen ersucht, welche Tempelhof im Falle der Umgemeindung ! Das Präsidium und die Mitglieder des Conseil international jagen angrenzendes Laubengelände davon und glaubte ungefehen zu ent- stellen würde. Der Gemeindevorsteher seßte auseinander, daß die der kommen. Den Verlegten überließ er seinem Schicksal. Hoffmann Abtretung einen Ausfall Hasenheide einen auf den Seffeln des Bundesrats; die andern Delegierten hatten konnte den Bau noch verlassen, brach aber später auf der Straße zu steuer alt Einkommens im Betrage bon 30 585 Mart jährlich zur Folge die Pläge des Hauses inne, und auf den Sigen unfrer Partei- fammen und erlag seinen Verlegungen, ohne daß er darüber weitere haben werde. Eine bestimmte Forderung habe der Gegenossen hatten sich forsche, buntgeschmückte Männer eingefunden, Aufklärung batte geben können. Der Schläger hatte sich aber in seiner meindevorstand noch nicht aufgestellt, denn es komme in Betracht, von denen anzunehmen war, daß sie dem verheerenden Element mit Von daß auch mit dem Magistrat von Rigdorf Verhandlungen Derselben Furchtlosigkeit entgegentreten würden, wie die Vertreter Annahme, daß er unbemerkt geblieben sei, getäuscht. des arbeitenden Bolts den nicht minder gefährlichen Mächten der einer Zaube aus hatte die Frau des Polizeiwachtmeisters Borofte schiebten; für diese Stadt sei die Eingemeindung von sehr großem Reaktion und der Volksauswucherung. Von einer eigentlichen Fach- aus der Oudenarderstraße Nr. 34 den ganzen Vorgang beobachtet, Wert. Die Gemeindevertretung einigte sich schließlich dahin, daß thätigkeit war in den ersten Stunden des Kongresses nicht viel die ohne jedoch zu wissen, daß Hoffmann so schwer verletzt war. Als von Rigdorf für die Abtretung der Hasenheide die Eingemeindung Rede. Minister v. Rheinbaben hielt eine Begrüßungsrede, die sie sich des Vorfalls und teilte ihre Wahrnehmungen ihrem Manne Stoßfäthen s. 8. vom Dominium Tempelhof in Erbpacht erhalten Rede. Minister v. Rheinbaben hielt eine Begrüßungsrede, die aber später das Schicksal des Geſchlagenen bekannt wurde, erinnerte der„ Kurzen Mark" gefordert werden sollte, welche Rigdorfer selbstverständlich mit einem Hoch auf den Kaiser endete und mit. Die weiteren Ermittelungen führten nun zur Feststellung der haben. Dies Terrain ist 300 Morgen groß und von einer SpekuMinister v. Hammerstein ließ die diversen Regierungen leben, beteiligten Personen, und nun wurde Roll aus seiner Wohnung in lantengesellschaft erworben worden, die von der Eingemeindung offendie auf dem Kongreß vertreten waren. Dann tamen die Vertreter der ausländischen Regierungen zum Wort, unter denen wurde von der Charité nach dem Schauhauſe übergeführt und dort der Marstraße heraus festgenommen. Die Leiche des Erschlagenen bar große Vorteile hätte. sich der Ehrenpräsident der Feuerwehr Vereinigungen Frankreichs, In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung Herr Gunsnet fowohl durch eine Rede in deutscher Sprache, als gestern, Donnerstagnachmittag, gerichtsärztlich geöffnet. Roll wurde erfolgte am Mittwoch zunächst die feierliche Einführung der neu geauch durch Verteilung mannigfacher Diplome und Medaillen beliebt aus der Untersuchungshaft an die Leiche geführt. wählten Stadträte Dr. Jaffé und Schliemann. Nach Erledi machte. Zum Schluß der Begrüßungen wurde im Namen der Vor den Augen zweier Kinder erschoß sich gestern nach- gung einiger unbedeutender Vorlagen, die in der Hauptsache die 1500 Teilnehmer ein Huldigungstelegramm an den Kaiser ab- mittag ein unbekannter Mann in der Hasenheide. Ulm 6 Uhr spielten Verstärkung verschiedener Etatspositionen betreffen, verhandelte die gesandt. Der Kongreß trat nunmehr in die technische Tages- auf dem Wege zum Garnison- Kirchhof in der Hafenheide die 12 und Versammlung nochmals über die Erschließung des Südens ordnung ein. Landes- Feuerlösch Inspektor Kleber Stuttgart 10 Jahre alten Töchter des Omnibusschaffners Schöne aus Berlin. von West en d. Es handelte sich um eine geringfügige Abänderung sprach über das Verhältnis der Feuerwehr zur Bau Ein Mann von etwa 30 Jahren jah ihnen etwa fünf Minuten zu, des Vertrages mit der Deutschen Bank. Die Versammlung ersuchte polizei und befürwortete für die Feuerwehr das Recht der drehte sich dann plötzlich um und schoß sich aus einem Revolver je den Magistrat, in neue Verhandlungen mit der Deutschen Bank Mitwirkung in baupolizeilichen Fragen. In einer Erklärung wurde eine Kugel in die rechte Schläfe und in den Mund. Die entsegten einzutreten, wonach die Breite der Straßen, an welchen vierdiese Forderung festgelegt. Kommandant Capier- Creil erstattete Kinder rannten davon und teilten einem Schuhmann, den geschossige Bebauung gestattet werden wird und welche nach Bericht über den Motorwagen im Dienste der Feuerwehr und sie in der Nähe der Garde- Kürassier- Kaserne trafen, den Unfall mit. dem vereinbarten Fluchtlinienplan nur dreizehn Meter breit empfahl als augenblicklich bereite Hilfe die elektrisch betriebene Als der Beamte zu dem Mann kam, war er bereits tot. find, auf 141/2 Meter und die Breite des Fahrdamms auf 71/2 Meter Pumpe, in zweiter Linie den mit Pferden bespannten Wagen und Der Gemeindevorstand von Tempelhof ließ die Leiche mit einem erhöht werden und die Deutsche Bank die aus der Differenz enterst als Verstärkungsmittel die automobile Dampffeuersprize. Wagen nach der Halle des Friedhofs bringen. Der Unbekannte stehenden Kosten tragen soll. Die Differenz beträgt nur 44 000 m. Architekt E. Sachs berichtete über das britische Feuerschutzkomitee hat einen rötlichen Schnurrbart und trug einen guten dunklen Für den Fall, daß die Deutsche Bank diese Mehrkosten nicht tragen und dessen Prüfungen feuerfester Materialien. Er befürwortete, daß Anzug und einen schwarzen Filzhut. will, wurde der Magistrat ermächtigt, die Kosten zu übernehmen. die Behörden die Untersuchungen feuerfester Materialien nach Kräften Endlich gelangte noch die Vorlage betr. Aufteilung des unterstützen möchten. Als letter sprach Kommandant Welsch- Gand Flora Geländes zur Annahme. Die Sommerferien wurden über Rauchschußapparate. auf die Monate Juli und August festgesetzt. = Gestern nachmittag besichtigten die Teilnehmer die Fabrik Etablissements der Allgemeinen Glettricitäts- Gesellschaft in der Acker- und Brunnenstraße, die durch eine Untergrundbahn, bunden sind. Abends um 7 1hr vereinte ein Festeffen die Teilnehmer des Kongresses im Restaurant der Internationalen Ausstellung für Feuerschutz und Rettungswesen. Der westliche Teil des Potsdamer Ringbahnhofes ist jetzt vollständig erneuert und soll heute dem Betrieb übergeben werden. Der bis dahin benuẞte östliche Flügel wird geschlossen, um später dem Anhalter Vorortverkehr eingeräumt zu werden. Die Statistik der Berliner Universität für das Sommerhalbjahr weist einen Bestand von 5431 eingeschriebenen Studierenden auf, gegen 5105 im vorigen Sommer und 6321 im Winter. Zur theologischen Fakultät gehören 287, zur juristischen 1610, zur medizinischen 1066 und zur philosophischen 2468. Aus Preußen stammen im ganzen 3920 Studierende, davon 1801 aus der Provinz Brandenburg. Die andren deutschen Bundesstaaten haben 626 entsandt. Aus den außerdeutschen europäischen Ländern kamen 693, darunter 296 aus Rußland, 32 aus Großbritannien und Irland, 21 aus Frankreich, 18 aus Italien, 15 aus Rumänien, je 14 aus der Türkei, aus Bulgarien und Serbien, 13 aus Griechenland, je 2 aus Dänemark und Spanien, 1 aus Portugal. Ans fremden Erdteilen stammen 192: 2 aus Afrita, 128 aus Amerika, 61 aus Asien, 1 aus Australien. Zu den eingeschriebenen Studenten kommen noch 5092 Hörberechtigte. Frauen sind in diesem Sommer 303 zugelassen ( 2 mehr als im vorigen Sommer und 136 weniger als in Winter). Der Lehrkörper der Universität umfaßt zur Zeit 421 Personen. 21 in der theologischen, 33 in der juristischen, 158 in der medizinischen und 209 in der philosophischen Fakultät. fie sich vorstellt, was in ihrer unnötig verlängerten Abwesenheit zu Hause für Unheil angerichtet werden mag. Nach Eintritt der Lehrerin war die gauze Prozedur der Einschulung von gegen sechzig Kindern in zwanzig Minuten erledigt, und vielen von uns hatte sie dreiviertel Stunden gekostet. Das Reißen der Oberleitungsdrähte der Straßenbahn, das durch seine häufige Wiederholung in der letzten Zeit verkehr führte, beschäftigt die Aufsichtsbehörde md die Polizei. Tegten Sigung mit der Frage, ob der Vertrag mit der Englischen zur Einziehung der Decksitz- Anhängewagen aus dem StraßenbahnIn Tempelhof beschäftigte sich die Gemeindevertretung in ihrer lleber jeden einzelnen Fall der Drahtzerreißung hat die Polizei Bericht eingefordert. Die von der Straßenbahnverwaltung Jahre 1958, verlängert werden soll. Die Gemeindevertretung ftimunte Gasgesellschaft auf abermals 10 Jahre, nämlich bis zum geltend gemachte Annahme, daß die Brüche durch die plötzliche Aus- unter der Bedingung für diesen Vorschlag, daß die Gesellschaft in ehmung der Drähte infolge der großen Luftwärme hervorgerufen den noch unbebauten Straßen auf je 100 Meter Entseien, erscheint nach den Feststellungen der Behörde schon dadurch fernung eine Laterne errichte. Bisher brauchte die Gesellirrtümlich, daß die Drahtzerreißungen schon vor Eintritt der schaft r dann Straßenlaternen aufzustellen, wenn die in gegenwärtigen Higwelle zahlreich vorkamen, während bei der hohen Betracht kommende Straße zum dritten Teil bebaut war. Temperatur im Vorjahre nicht ein einziger folcher& all sehr die englische Gasgesellschaft ihre in Zukunft wahrscheinlich immer bekannt wurde. Allem Anscheine nach find die Ursachen der Draht- brückender werdende Macht auszumuzen bestrebt ist, zeigt der Umbrüche, wenigstens zum großen Teil, auf Abnugung zurück- stand, daß die Direktion bei der Abänderung des Vertrags an die zuführen. Gemeinde die Zumutung stellte, der Gesellschaft in ihrem Interesse behilflich zu sein". Das war der Gemeindevertretung denn doch zu stark und sie lehnte eine solche Bestimmung im Vertrage ab. Der Einbrecher Donat, der nach einem Einbruch in der Weißenburgerstraße im Stampfe mit einem Schuhmann durch Säbelbiebe verletzt und als Polizeigefangener nach der Charité gebracht wurde, ist so weit wiederhergestellt, daß er vom Krankenhaus in das Untersuchungsgefängnis übergeführt werden konnte. " Wie Glinecker Lanke schreiten rüstig vorwärts. Die Verbindung der Lante Die Arbeiten zum Bau des Teltow- Kanals bei der mit dem Griebnigsee ist nahezu hergestellt, auch ist bereits eine Das Polizeipräsidium teilt mit: Behufs Rekognition der in provisorische über den Durchstich führende Brücke, welche die Vers einem hiesigen Hotel erschossen aufgefundenen Frau wird mitgeteilt, bindung zwischen Klein- Glinede und Nowawes- Neuendorf vermittelt, daß dieselbe ungefähr 30 Jahre alt und 1,60 Meter groß ist. Sie errichtet. Durch die Ausschachtungsarbeiten wurde das benachbarte hat schwarzes Haar, braune Augen, große gerade Nase und rundes Wohnhaus des Zimmermeisters Blume in Klein- Glinecke derartig gevolles Gesicht. Am Ringfinger der rechten Hand trug fie einen gol- fährdet, daß es sich bedeutlich senkte und dem Einstürzen nahe ist. Die denen Trauring. Die Bekleidung besteht aus schwarzem Tuchrock, Bewohner mußten in aller Eile das Haus verlassen und so wird schwarz- seidener Bluse. schwarz- weiß- rot geringelten Strümpfen und voraussichtlich das Grundstück von der Kanalbau- Berwaltung an braunen mit braunen Tüll und rotfeidenen Blumen garniertem getauft werden. Auch bei Kohlhasenbrück wird jetzt der Durchstich Storiett, inwendig mit der Firma bezeichnet S. Rosenbaum, am des Kanals vom Griebnitzsee nach dem Bäkeflüßchen hergestellt. burg, Neuer Wall 51/53. Das Taschentuch ist gezeichnet T. F. Ferner wurde bei der Leiche eine Playkarte zum Schnellzug AltonaBerlin, Lehrter Bahnhof, vom 3. 6. 01 abgestempelt, gefunden. Die Sociale Rechtspflege. Leiche befindet sich im Schauhaus. Für alle lokalorganisierten Maurer des Berliner Streif Das Opfer eines Roheitsverbrechens ist der 62 Jahre alte Bau wächter Gottlieb Hoffmann aus der GartenEine Kindesmörderin wurde gestern aus dem Untersuchungsgebiets ist ein Urteil von großer Bedeutung, das die Kammer III straße geworden. Am dritten Pfingstfeiertage wurde, wie wir seiner- gefängnis in Moabit nach Spandan transportiert, wo zur Klar- des Gewerbegerichts in ihrer legten Sigung gefällt hat. Der zeit mitteilten, im Norden der Stadt ein schwerverletzter Mann hilf- ſtellung des Thatbestands unter Führung des Untersuchungsrichters Maurer E. beanspruchte von dem Maurermeister Serä mer eine los auf der Straße aufgefunden. Er konnte mir noch angeben, daß Landgerichtsrats Kruspi auf freiem Felde ein Lokaltermin stattfand. vierzehntägige Lohnentschädigung wegen unberechtigter plöglicher er Hoffmann heiße und auf einem Bau in der Hennigsdorferstraße Am 18. April wurde in einem entlegenen Spandaner Stadtviertel Entlassung. Der Beklagte machte dagegen geltend, daß die Kündi der Umgegend durch geschlagen worden sei. Dann verlor er die Besinnung und starb auf einem Acker eine Kindesleiche gefunden, die in Leinwand gehüllt gung für alle Maurer Berlins und bald darauf in der Charité. Der Verstorbene wurde erst später war. Die Mutter war unbekannt. Mit Hilfe von Briefen, die sie den vor zwei Jahren geschlossenen Einigungsvertrag festgestellt als der 62jährige Bauwächter Gottlieb Hoffmann aus der an Bekannte gerichtet hatte, wurde aber fürzlich ihre Epur entdeckt. generell ausgeschlossen sei. Demgegenüber betonte der Kläger, er sei Gartenstr. 54, der auf einem Neubau des Schneidermeister Rolle Die Thäterin, eine Fabrikarbeiterin Anna Zochert, hatte bisher in lokal organisiert und seine Organisation habe in diesem aus der Marstraße in der Hennigsdorferstraße gegenüber der Berg- stelle, aus der sie eines Tags wieder verschwand. Wie sich heraus- gültig am 22. April geschehen, während er erst am 2. Mai beim Berlin gewohnt. Anfang April mietete fie in Spandau eine Schlaf- Jahre die Erneuerung des Vertrags abgelehnt. Das sei endmannschen elektrischen Fabrit beschäftigt war. Auf diesem Bau stellte, hatte sie sich, um ihre Spur zu verdecken, zuerst wieder nach Beklagten in Stellung getreten sei. Somit stehe ihm die gesetzliche Berlin gewandt und einige Wochen später einen Dienst in Neus Kündigungsfrist zu, da sie durch einen Specialvertrag mit In der VerhandTrebbin angenommen. Dort ist ihr Aufenthalt nun ermittelt worden, Strämer auch nicht ausgeschlossen worden sei. so daß sie verhaftet werden konnte. Wie sie im Lokaltermin unter lung wurde festgestellt, daß der Kläger beim Engagement den Bedem Druck des vorhandenen Beweismaterials einräumte, hat sie das flagten über seine Zugehörigkeit zur Lokalorganisation nicht unterrichtet hat. Kind auf freiem Felde zur Welt gebracht und alsbald erwürgt. Der Gerichtshof, dem Gewerberichter Dr. S ch alhorn vorsaß, Der neue Stern zeigte auch im Monat Mai merkwürdige Licht- wies den Kläger in der Hauptsache ab. Begründend schwankungen. Direktor Arch enhold wird Sonntagnachmittag wurde ausgeführt: Die gesegliche vierzehntägige Kündigungsfrist stehe Selbst wenn er zu einem Zeitpunkt beim BeUhr auf der Treptow Sternwarte über diese Licht E. nicht zu. schwankungen in einem mit zahlreichen Licht- und Drehbildern aus- flagten in Stellung getreten sei, wo der Vertrag mit der Lokalgestatteten Vortrag„ Ein Ausflug in die Sternenwelt" sprechen. Um organisation endgültig abgebrochen gewesen sei, ? Uhr wird in einem Vortrag" Die Kometen und die Stern- doch verpflichtet gewesen, dem Meister beim Engagement schmuppen" das Aussehen und die Bahn des großen neuen Süd- zu erklären, daß er als 2otalorganisierter jett Kometen besprochen. Mit dem großen Fernrohr werden am Tage die wieder auf die gefeßliche Kündigungsfrist AnDas erforderten Treu und Glauben im Sonne und abends Doppelsterne und Planeten den spruch erhebe. Besuchern gezeigt. Berkehr, denn in ganz Berlin und seiner Umgebung habe sich infolge Fenerbericht. Donnerstag früh 3 1hr fam Stallschreiberstr. 6 jenes Vertragsschlusses von vor zwei Jahren die Meinung einein größerer Dachstuhlbrand aus, der die Wehr längere Zeit be- gebürgert, daß die Maurer, ganz gleich, ob centralorganisiert, lokalschäftigte. Zur selben Zeit folgte Alarm nach Anhalistr. 15a, wo organisiert oder gar nicht organisiert, teine Kündigung hätten. gestern ein großer Dachstuhlbrand abzulöschen war. Diesmal brannte Deshalb hätten der Meister und sein Polier beim Engagement aneine Giebelwand, doch konnte die Gefahr noch leicht beseitigt werden. nehmen können, daß auch für den Kläger diese Bedingung weiter Wäiche und Kleidungsstüde gingen Prenzlauer Allee 129, Blumen- gelten follte. straße 12 und Pallisadenstr. 22 in Flammen auf. Außerdem wurden Preßkohlenbrände aus Wöhlertstr. 7 und Alexandrinenstr. 54 Ehe ich als eine der letzten das Klassenzimmer verließ, war ich noch Zengin einer Scene, die ich doch nicht unerwähnt lassen kann, weil sie so tiefen Eindruck auf meine kleine machte. Wieviel Mühe hatten wir uns gegeben, dem Kinde die Schulangst zu nehmen, ihm die Schule lieb zu machen! Und jetzt war das Fräulin, dem das Wohl und Wehe der vielen jungen Menschenkinder anvertraut war, faum ins Zimmer getreten, als es auch schon alles einriß, was wir mühselig aufgebaut hatten. Mit der Wiene eines Rachegottes stellte sich die Dame vor die Harmlos plaudernden Kinder hin, gebot in echter Feldwebelmanier sofortige Ruhe und zeigte einen Rohrstock, den sie aus dem Schulschrank holte, mit der Drohung, daß die erste, die sich noch würde hören lassen, damit eins übergezogen befäme. Ich beobachtete, wie die Augen meiner Tochter und ihrer Leidensgenoffinnen sich angstoll vergrößerten und bei mehreren mit auf fteigenden Thränen füllten, und wie die fleinen rofigen Mäulchen von einem bangen, schmerzlichen Zuge umspielt wurden. Alle saßen eingeschüchtert und stockstill da wie die Puppen; aber um ihre glückliche Frische und Naivetät war's geschehen. zu unvermittelter. gemeldet. Aus den Nachbarorten. so wäre er Der Vorsitzende wandte sich dann noch direkt an den Kläger und forderte ihn auf, dem Lokalverband die Entscheidung mitzuteilen, damit seine Mitglieder jegt nicht mit Kündigungsansprüchen tämen, wenn sie ihren Meistern nicht besonders, gesagt hätten, daß sie für sich wieder die vierzehntägige Kündigungsfrist berlangten. lassung im Laufe des Tages erfolgt, der Tag aber als Einheit zu Der Kläger erhielt für einen Tag den Lohn, weil die EntVersammlungen. Ade, sonnige Kinderzeit, dachte ich, indem ich schweren Herzens die Klassenthir hinter mir schloß. Gewiß muß ja Schulzucht sein, wenn die Kinder etwas lernen sollen; hätte aber diese barsche Lichtenberg. Nachdem das Verwaltungs- Streitverfahren über Etrenge nicht noch ein wenig hinausgeschoben werden können, bis die Verteilung der Streistags- Mandate für den Kreis Nieder- Barnim die kleinen Herzen erst etwas mit der Schule verwachsen waren, der ste doch nun auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert waren? durch Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts seine Erledigung gefunden nehmen sei. hat und die Neubildung des Kreistags von der Regierung angeordnet Der Uebergang aus der glücklichen Ungebundenheit des Hauses in den unerbittlichen Schulzwang war doch ein gar ist, erläßt der Gemeindevorsteher die amtliche Aufforderung zur Wahl Ich konnte es meiner Kleinen nachfühlen, hat Lichtenberg sechs Kreistags- Abgeordnete zu wählen. Die Wahlder Kreistags- Abgeordneten. Nach dem Verteilungsplan als sie mir beim Nachhausetommen anvertraute:" Das Fräulein ist periode dauert 6 Jahre. Die Wahl erfolgt durch die Gemeindevertretung. Sause sprach der Stadtverordnete Genosse Augustin in einer Ueber die Thätigkeit der Socialdemokratie im Roten böse, vor der fürchte ich mich und die andren Kinder auch." Fast noch stärker erschien mir, was das Kind im Auftrage des wählbar zum Kreistags- Abgeordneten ist jeder Einwohner der im Fräuleins berichtete: Bestellt nur Euren Eltern," hatte sie den Kreise belegenen Städte, der sich im Befis des Bürgerrechts aut besuchten Versammlung des 6. Wahlkreises, die am Dienstag bei Kindern in der Frühstückspause gesagt,„ daß es in der Schule nicht befindet, sowie jedes Gemeindeglied der als Städte geltenden Gleinert, Schulstraße, tagte. Der Redner wies nach, daß die socialLandgemeinden. Die Wahl selbs: findet am Donnerstag, den 13. Juni demokratischen Vertreter in der Stadtverordneten- Versammlung in erlaubt ist, Käse- oder Schmalzbrot mitzubringen." Nun, das Käseverbot lasse ich gelten, denn daß es gerade nachmittags 5 Uhr im großen Sizungssaal des hiesigen Rathauses in jeder Weise bemüht waren, die Interessen der Bevölkerung zu wahren, teinen Wohlgeruch in der Klasse verbreitet, wenn so und so viele der Dorfstraße statt; zur Teilnahme werden alle Gemeindevertreter daß es ihnen auch gelungen ist, mancherlei Verbesserungen auf den verschiedensten Gebieten herbeizuführen, und daß sie anderseits fortgesetzt, aufgefordert. Kinder Käse zum Frühstück verzehren, muß man ja zugeben. Warum und teilweise mit Erfolg, die die Arbeiterklasse schädigenden Maßaber das Schmalz verpönt sein soll, sehe ich nicht ein. Wenn ich Unfre Nachbargemeinde Friedrichsfelde, die bisher noch nahmen energisch bekämpft haben. In seinen weiteren Ausführungen reich genug wäre, gäbe ich meiner Familie auch lieber Butter, sogar immer ihren ländlichen Charakter beibehalten hat, wird nun auch kritisierte der Redner das reaktionäre Gebahren der verschiedenen sorecht gute und möglichst fett gestrichen; für Leute, die es nicht dazu Fabrikort werden, denn es ist die Anlage eines großen Stahlwerks genannten liberalen Gruppen in der Stadtverwaltung und verwies haben, ist aber das ehrliche Schmalz auch nicht zu verachten, und geplant. Andrerseits droht dem Orte ein Verlust durch die angeblich darauf, daß die Arbeiterschaft alle Ursache habe, auch bei den Stadtich glaube nicht, daß das Fräulein ein Recht hat, es zu verbieten. beschlossene Verlegung der Rennbahn von Karlshorst. verordnetenwahlen eine recht rege Thätigkeit zu entfalten, um wenig Bringt nur einfach trockene Schrippen mit," sagte sie, die machen Der Rennklub hat das Rittergut Neuenhagen und angrenzende Ge- stens alle Mandate der dritten Wählerklasse für die Socialdemokratie feine Flecke und sind sehr gesund". Ohne Zweifel, aber mit etwas lände angekauft. Die Verlegung ist in Aussicht genommen, weil zu erobern. Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine Schmalz rutschen sie besser. Und ob das Fräulein selber sich mit der Karlshorster Boden dem Klub zwar nicht zu heiß", aber zu längere Diskussion, in der durch die Genossen Hinge und Tauschel einer trockenen Schrippe begnügt, möchte ich denn doch bezweifeln.„ weich" ist. die Ausführungen des Referenten ergänzt wurden. Berliner Sperre respektieren und diese eventuell auf das Lolal des Herrn E., das„ Neue Klubhaus", Kommandantenstraße ausdehnen, so ist doch die Lofalfrage noch nicht gelöst, denn für die intermonate bleibt das Lokal„ Sanssouci" geschlossen und muß deshalb jetzt schon mit Unterstüßung auswärtiger Genossen der Kampf um ein zweites Lokal geführt werden. Die Versammlung beschloß, die Lokale H. Eberth," Sanssouci", Ruhlaerstraße, und Wiv. Brasse, Wilder Eber", Warnemünderstraße, zu sperren und alle übrigen Lokale für den Privat( nicht Vereins-) Verkehr frei zu geben. ○ Vereinskalender. Vor " " " Jeden -Der Wahlverein für Schmargendorf hielt am 1. Juni eine 11. Lehrlings abt. Friedenstr. 37. 3. Lehrlings abt. Boechstr. 17/20. 6. Lehr- Orts: 2c. Krankenkasse und gleichzeitig einer ober mehreren Zuschuß oder außerordentliche Mitgliederversammlung in Wilmersdorf ab, in lingsabt. Reichenbergerstraße 67-70. 8. Lehrlingsabt. Höchstestraße 36-37. Silfstaffen angehören. Solchen Doppeltversicherten wird jedoch das Krantender die Genossen Gutbier, K. Schmidt und Seeger als Delegierte 1. Lehrlingsabt. abends von 8-10 Uhr, Thomas, Hermannstr. 48/50. mit dem aus der Zuschuß- oder Hilfskaffe bezogenen Krankengelde den vollen 1. Damenabt. Mariannen- Ufer 1a." Freie Turnerschaft", Rirdorf- Briz. geld seitens der Orts- Krankenkasse soweit gefürzt, als dasselbe zusammen für die Generalversammlung des Central- Wahlvereins gewählt 1. Schülerinnenabt. abends 612-812 Uhr, 1. Männerabt. 812-102 Uhr Betrag des durchschnittlichen Tagelohns des Versicherten übersteigt. Inwurden. Anträge für die Generalversammlung wurden nicht gestellt. bei Peters, Knesebeckstraße 113. Bu lebhafter Diskussion führte die Beratung der Lokalfrage. Durch( gegr. 1882), Männerabt. von 8-10 Uhr abds., Neichenbergerstr. 131/132 Stürzung nicht stattfinden darf. Im Kassenstatut kann auch die Verpflichtung Turnerschaft des Vereins Nereus" dessen fann durch Statut der Orts- Strankenkassen bestimmt werden, daß solche das ablehnende Verhalten des Inhabers des Restaurants Sanssouci Damen- Abt. v. 8-10 Uhr abds., Manteuffelstr. 7. Turnverein Eiche", der Kaffenmitglieder ausgesprochen werden, andre Versicherungsverhältnisse, in Schmargendorf. Herrn Eberth, ist für genannten Ort das Ver- Köpenid, Männer- und Jugendabteilung von 7 bis 92 Uhr abends, aus denen ihnen ein Anspruch auf Krantenunterstützung zusteht, binnen einer jammlungsrecht für unire Partei thatfächlich aufgehoben. Ist auch Scheer, Wilhelinsgarten. Turnb. Froh und Frei", Groß- Lichterfelde, Woche nach Eintritt in die Kasse und, wenn die Versicherungen später_ab= die Aussicht vorhanden, daß wir den Saal zu Verſanımlungen Bagel, Chauffeeſtr. 104, 8-10 Uhr abends." Freie Turnerschaft", geschloffen werden, binnen einer Woche nach dem Abschluß dem Kaffenwieder erhalten, wenn die Berliner Genossen die verhängte Friedrichsfelde, abends 81/ 2-102 Uhr, Bube, Prinzen- Allee 30. vorstande anzuzeigen. An der Hand dieser gesetzlichen Vorschriften wollen Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Pantstr. 21. Sie die uns nicht bekannten Statuten der drei von Ihnen angeführten Schwimmklub Neptun", Weißensee, abends 7/2 Uhr, im Seebad Weißenseer. Kassen prüfen und sich die Frage beantworten, ob und wie viel Krankengeld Schwimmflub Vorwärts", abends 72 Uhr, Volts- Badeanstalt an eventuell zu zahlen ist. der Schillingsbrücke. Schwimmverein Gut- Naß", Seebad Reinickendorf. C. 2. 44. 1. In Ihrem Falle verjährt die Forderung in vier Jahren, -Schwimmverein„ Ost", abends 7 Uhr, Berliner Schwimmschule, Stralauer vom Ablauf des Jahres ab gerechnet, in dem Sie die Forderung anerkannt Allee. Schwimmklub„ Hellas", Berliner Schwimmschule, Stralauer Allee. hatten, das wäre also frühestens mit Ablauf des Jahres 1905. Arbeiter Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem). Frei- 2. 30 Mart. 3. Etwa 6 Mart. 4. An das Amtsgericht. Fürbringer: tag. Tanz- Institut Grupe, Annenstr. 16, abends 8 Uhr. strake 5. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. 2. 23. 800. Ja. Freitag nach dem 15. im Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c. Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Barbier S. O. Sie sind durchaus nicht verpflichtet, Ihre bayrische Staatsangehörigkeit aufzugeben, nachdem Sie die preußische dazu erworben Zwanglose Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des haben. Eine dahin gerichtete Aufforderung der Polizei ist unwirksam: lassen, Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. Sie sie unbeachtet oder fragen Sie schriftlich an, auf Grund welcher gesez Arbeiterverein Vorwärts, Kopenhagen. Jeden Sonnabend im lichen Vorschriften die Behörde glaubt, zu einer solchen berechtigt zu sein. Verkehrslokal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch P. H. J. 67. 1. Die Preise für Reisen nach Chicago erfahren Sie die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen aus S. 711a des Reichs- Kursbuchs und fönnen genauere Auskunft in den dies beachten. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. amtlichen Auskunftsstellen auf dem Bahnhof Alexanderplatz und Anhalter fizzender: Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden- Bahnhof erhalten. 2. Nach Celsius. 3. Bis zum 42. Lebensjahre ristiert Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. Erster Staffierer burg). Alle zuschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten der Betreffende, in die Ferienkolonie eingereiht zu werden. 3. 8u spät. Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle Aenderungen im Vereinstalender find an den Gau- Borfizenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Freitag:.. 100. 1. Leider sind Sie an dem Vertrag gebunden, falls Sie, zu richten an Otto Rasche, Reichenbergererstraße 115a. Freitag. Arb.- Radf.- Verein Vorwärts", Rirdorf, Freitag nach dem 1. und 15. bei wie es scheint, nach vollendetem 21. Lebensjahre durch Ratenzahlung oder Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Zibell, Reuterstr. 54 a. „ Kaiser'scher Männerchor", Wernau, Schwedterstr. 23/24. Arb.- Radf.- Verein Charlottenburg", Freitag nach sonstwie Ihre Verpflichtung anerkannt haben. Außerdem scheinen Sie ja " Nord", Adolf dem 1. bei Müller, Bismardstr. 23. Neumann, Brunnenstr. 150. Radf.- Verein" Bliz", Berlin, bereits rechtskräftig zur Zahlung verurteilt zu sein. Sollten Sie zur Zeit „ Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, bei Meier, Streligerstr. 10. Stopniderstr. 137/38. Vereinte Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Buttlig ersten Freitag im Monat Turnplatz 2 bet Stockfisch. Radf.- Verein Frisch auf", Rathenow, jeden des Urteils noch nicht 21 Jahre alt gewesen sein, so tönnen Sie auf Aufstraße 10. hebung des Urteils flagen. Diese Klage hätte natürlich nur dann Aussicht ,, Maiglöckchen I", Sachse, Lindowerstr. 26.„ Gemütlichfeit", Thiede, Seydelstr. 30. auf Erfolg, wenn Sie den Kaufvertrag nicht nach vollendetem 21. Lebens: Georgina", Balzer, Grünauerstr. 14. Rhein jahre anerkannt hatten. 2. Erscheint der zur Leistun des Offenbarungsgold", Feind, Weinstr. 11.„ Rosenthaler Vorstadt", Jrmert, Swinemündereides Geladene nicht zu dem Termin, so ergeht auf Antrag des Gläubigers ftraße 26. Männer- Gefangverein", Brandenburg a. H., Mengert, Bergstr. 6.Liedertafel Freie Sänger", Hahn, Neue Königstr. 73.- Nordwacht", Milbrodt, gegen ihn ein Haftbefehl. Diesen Haftbefehl kann der Gläubiger vollstrecken Müllerstr. 7. laffen, muß aber an den Gerichtsvollzieher 15 Mark Festnahmegebühr und Sängertreis", Weißensee, Wassermann, Königs- Chauffee 55. Eintracht II", Eberswalde, Restaurant zur Mühle". 7-5,- ferner an die Gerichtstaffe 24 Mart Verpflegungsvorschuß für den ersten Neue Zeit", 1,60 1,20 Monat zahlen. Der Verhaftete tann sofort nach seiner Einlieferung sich Diele, Aderstr. 123. Klingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Zum 1,30 1- zur Abnahme des Eides bereit erklären; dann wird ihm sofort vom Prälaten, Lehderstr. 122.„ Karthaus Summerscher Männerchor", Göbel, 1,60 1,20 Richter der Eid abgenommen und er entlassen. A. N. 100. Ja. Landsberger Allee 156. Sangesblüten", Herzog, Marfiliusstr. 8. 1,80 1,10 Gesangverein der„ Puzer", Bauer, Rosenthalerstr. 57. - O. 2. 1. Es genügt etwa folgende Form:" Ich( Name) setze hiermit " Freie Sänger I", 1,60 1,10 als alleinigen Erben meinen Neffen( Name) ein. Ort, Datum, darunter Heegermühle b. Eberswalde, Baugazz, Jagdschlößchen. Rosalia", Blaen, Königsbergerstr. 34. 2,60 2, Unterschrift." 2. u. 3. Ein eigenhändig ge- und unterschriebenes Testament ,, Ruf", Manegold, Liegnizerstr. 18. Sängerhort", 3,60 2,20 ist auch dann gültig, wenn es weber bei einem Notar, noch bei Gericht Vogel, Wrangelstr. 74. Borar", Krüger, Naunynstr. 6. Melodia I", 2, Rirdorf, Mercier, Steinmetzstr. 55. Einigkeit Nordwest", Better, Bredow: 1,40 niedergelegt ist. Es ist aber nur gültig, wenn es von Anfang bis zu Ende 2,60 1,20 selbst geschrieben und unterschrieben und ferner mit der Angabe des Orts straße 11. Freiheit Moabit", Fischer, Waldstr. 8„ Liedes: 2,60 1,20 und Tags der Errichtung versehen ist. Wird das Testament zur Auffreundschaft", Treptow, Michler, Eruststr. 26. Süd Oft II", Link, 1,20 bewahrung übergeben, so entstehen unerhebliche, nach der Höhe des NachWrangelstr. 86. Waldkapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65.„ Frei: Nichtstroh heit Nord", Wils, Burgsdorf- u. Wildenowstraßen- Ede. 0,80 laffes zu berechnende kosten. Beispiele für die Art der Errichtung von Sangeslust III", en Tempelhof, Adel, Germania 20.- ,, Völkerfrühling", Höhlke, Oranienstr. 109.| Erbsen 2,60 1.20 Teftamenten finden Sie S. 92, 93, 238, 239 des dem„ Arbeiterrecht" anSolidarität II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. 1.20 0,60 gehängten„ Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch". Dasselbe liegt in Speisebohnen 3,- der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 aus. Abonnent Prinzenstraße, R. Licdeslust II", Potsdam, Brandenb. Kommunikation 16, Glaser. Süd: Linien Sie fönnen leider nur sodann Oft III", Kirschtowsky, Faldensteinſtr. 7. Ihre Forderung einflagen und Frohsinn I", Rummelsburg, die in Ihren Händen befindliche Wäsche versteigern lassen. A. 3. 1. Ja. Goethe: und Kantstraßen- Ecke. Metallarbeiter Often", Tabbert, Markus:* Frei Wagen und ab Bahn. straße 14. ,, Lorbeerkranz", Spät, Weinstr. 11. Fr. M. Potsdam. Der Innungsobermann hat nicht das geringste Alpenrose", Dalg, Produktenmarkt vom 6. Juni. Getreide. Weizen war nament Stalizerstr. 94 b. Rixdorfer Männerchor I", Rirdorf, Klemte, Bergstr. 137 lich gedrückt auf schwaches England und Amerika sowie günstige Saaten Recht zu seinem Verlangen. Der Geselle Gewordene kann arbeiten, wo er ( Deutsches Wirtshaus)." Zündholz", Beder, Wriezenerstr. 6.„ Glückstandsmeldungen aus Frankreich; Lieferungen waren 14 M. billiger als will; auf die Bücher hat die Innung keinerlei Anspruch. Der Geselle thut zu", Görlich, Panfstr. 32 d. gestern zu haben. Der Roggenmarkt war vorübergehend stimulierend be: gut, der Aufforderung nicht nachzukommen und ferner eine Beschwerde bei einflußt durch weitere Nachrichten über Dürre in Rußland; Preise eröffneten der Aufsichtsbehörde des Magistrats über das unberechtigte Vorgehen und behauptet, wurden jedoch von der Mattigkeit der Weizennotierungen in die gesezwidrige Drohung des Obermeiſters einzureichen. 5. G. Mitleidenschaft gezogen und gaben 1/2 M. nach. Der Verkehr war sehr fiin unehelichen Kinder haben einen Anspruch auf Alimente gegen Ihren Mann. infolge von Mangel an Anregung; in katholischen Ländern waren die Ihre und Ihres Kindes Ansprüche auf Alimente gehen indes vor. Börsen wegen Feiertags geschlossen. Effektiver amerikanischer Weizen war sind feineswegs verbunden, mit Ihrem Mann zusammen zu wohnen, wenn reichlich angeboten, russische Roggenofferten nach wie vor inapp. Mehl still, feine Kontubine die Wirtschaft führt. Klagen Sie auf Zahlung der Alimente Schivedterstr. 33. 3 m. nachgebend, Rüböl fester. Schluß für Getreide: Weizen schwach, Roggen Hafer schwach auf reichliches Warenangebot vom Inlande, Mais etwas für Sie und Ihr Kind und auf Ehescheidung. wieder leicht erholt. Witterungsübersicht vom 6. Juni 1901, morgens 8 Uhr. Spiritus 10 Pf. höher; 70er loco 43,80 m. " " " = " Arbeiter- Rancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuser: ftraße 44, IV. Freitag:„ Germania", Kubaszti, Arndtstr. 21. Stunde", Gurlt, Alexandrinenstr. 121. Grohe Apfelblüte", Hoffmann, Wiesenstraße 29 a. Brasil", Schonheim, Gräfeftr. 8. in Stagel. " Deutsche Eiche", Schulz " Alpenrose", Reinickendorf, Paul, Justusstr. 53. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Tanzlehrer: berein Solidarität", Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Bergnügungsverein Waldesgrün", Pichosti, Stalizerstr. 142. Schwimmverein„ Ost", Uebungs: ſtunde jeden Freitag abends 7 Uhr in der ehemaligen Auerbachschen Bade Anstalt, Stralauer Chauffee. Gejangverein Jugendfreuden", Uebungs: ftunde 9-11 bei Arlt, Brunnenſtr. 30.„ Berliner Schach: und Salta: Klub" im Sygienischen Restaurant Rieger, Berlin C., Gontardstr. 5, I ( dirett am Bahnhof Aleranderplaz). Musikv. Harmonie- Ost", Grüner Weg 103. Berliner Voffen- und Operetten- Gesellschaft„ Evelina", Blumenstraße 46. Geselliger Verein" Linde", Freitag nach dem 1. und 15., Ryle: straße 20. Turn- Verein„ Osten"( Damen- Abteilung), Große Frankfurterstraße 23. Zitherflub Alpengrüße", Bartschis, Ravenéstr. 1.- Musik: berein" Solo", Ramlow, Schönhauser Allee 135. Gesangverein Maien: traum", Bierquelle Südost, Reichenbergerstr. 96 a. Gesangverein, Breciosa", Wiethe, Mendelssohnstr. 9. Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turno. Fichte", Berlin. Abds. von 8-10 Uhr: 2. Männerabt. Stalizerstr. 55-56. 4. Männerabt.: Siemensstraße 20( Moabit). 5. Männerabt. Aderstr. 67. 6. Männerabt. Stallschreiberstraße 54. 9. Männerabteilung Müllerstr. 158, Ede Triftstraße. " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 7. Junt. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 72 Uhr. Marktpreise von Berlin am 5. Juni 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Neule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch " " Welgen, gut " mittel gering " " Roggen, gut " mittel " " gering " " * Gerste, gut 16, 14,90 Butter " mittel 14,80 13,70 " " * gering Hafer, gut 13,60 12,50 " 16,20 15,50 Eier Karpfen Aale 60 Sina 1 kg " mittel gering 15,40 14,80 14,70 14,10 7,50 6,66 8,20 40, 5,50 25, Bander Hechte Barsche Schleie Bleie " 2,40 1.80 " " 45,- 20,- Krebse per Sajot 18, 65,-25, Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Tonnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. O. 1000. Mit der Doppelversicherung gegen Krant heit verhält es sich folgendermaßen: Ein Krankenkassen- Versicherungsverpflichteter fann niemals gleichzeitig zwei Orts-, Betriebs-, Fabriks, Bau-, Annungs- oder Knappschaftsfaffen angehören. Sowie jemand zu einer Be schäftigung übergeht, für welche eine Orts, Betriebs, Fabriks, Bau, Innungs, Knappschaftsfasse besteht, wird er fraft Gefezes Mitglied der seiner Beichäftigung entsprechenden Krankenkasse und verliert die Mitgliedschaft der Gemeinde, Orts- 2c. Kasse, der er früher angehört hat, auch wenn er Beiträge irrtümlich weiter zahlt. Wohl aber kann jemand einer Gemeinde, Bau. -Stationen Wetter Stationen Wetter Die Ste 15 2 heiter 1woltig 16 1heiter 13 1 Swinemde 765 Still 766 N 765 SO bedeckt 19 Haparanda 766 SS 1 wolfeul 17 Betersburg 768 ONO 1polfig 20 Cort 771 NN 2 heiter 20 Aberdeen 765 N 1 heiter 17 Hamburg Berlin Frantf./M. 765 O München Wien 766 SO 2 woltent 18 Baris 765 NW 3 wolten! 18 Wetter Prognose für Freitag, den 7. Juni 1901. Warm und schwül, vielfach heiter bei schwachen nordwestlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern; später etwas fühler. Berliner etterbureau. Weiss- Theater Ediller Theater Metropol- Theater. Urania Carl Weiss Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Vorletztes Gastspiel Ferdinand Bonn. Leyte Wiederholung. Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Aften von Shakespeare. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Schauspielhaus. Zwei Eisen im Raub der Sabinerinnen. Feuer. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Der Kaufmann bon Benedig. Anfang 8 Uhr. Dentiches. Flachsmann als Er: zieher. Anfang 8 Uhr. Sonntagabend 8 1hr: Letztes Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Räuber. Dle urkomischen brillanten neuen Juni- Specialitäten. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Gr. 132. Sie weiß etwas! Anfang 8 Uhr. ns! Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Sommer: Garten: Konzert, Theater und Specialitäten Vor Sonnabend, den 8. Juni: Unser Rhein. Fellung. Anfang 5% br. Beginn d. EntscheidungsRingkämpfe für den grossen Preis von Berlin. Central- Theater. Hackenschmidt- Koch. Heute Anfang 8 Uhr. Leffing. Zu Hause. Die Ablösung. Stotinten, Delorationen. Der gemütliche Kommissär. A1fang 8 Uhr. Berliner. Der Zanfapfel. Aus der ganz Ausstattung an Kostümen, u. Requisiten, zum 656. Male: Die Geisha. Hitzler- Cotch Mehemed Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. tomischen Oper. Witten in der Operette in 3 Atten v. Sidney Jones Prater- Theater Nacht. Anjang 712 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Anfang 8 Uhr. Residenz. Leontinens Ehemänner. Geisha. Anfang 72 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierfeer Bauern Theaters. Der Amerika: jeppl. Anfang 8 nhr. Westen. Die schöne Ungarin. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. Uhr. Central. Die Geisha. 8 Uhr. Puisen. Geschlossen. Anfang Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Carl Weiß. Sie weiß etwas. Anfang S Uhr. Belle Alliance. = Auftreten der Apollo- Theater Vollständig neues Special.- Programm. Frau Luna mit Luftballett Grigolatis. Die Anfang 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. echten Geisha: Truppe. Schwäbin. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anjang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 7 Uhr Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Volksstück mit Gefang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque: Stomiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Radfahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball. Aufang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Sanssouci W. Noacks Theater. 3 Garten: Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Paffage Panoptikum. Speciali Konzert, Theater- und täten Vorstellung. Pajage- Theater. Damen Ring- Specialitäten- Vorstellung. V Anjang zaccialitäten Bouhelungen: Gine fidele Kiste. Neu: 3 Uhr. Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger und Konzert. d. Konzerts 5 Der Soiree 7 Uhr, wochentags 6 tree 30 Bf.. Urania. Tanbenstr. 48/49.( Jm Schwant mit Gesang von E. Braune.| Sonntag, Montag und Donnerstag: Theatersaal) Abends 8 Uhr: zur Mündung." Musit von R. Thiele. Unser Rhein von der Quelle bis Der Dieb. Komische Operette in einem Aft von E. Millöder. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Tanzkränzchen. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Neu! Neu! Nen! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 12 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Uhr. Sonnabend: 1. Sommernachtsfest. Zoologischer Garten Heute, Freitag, zu Ehren Feuerwehr- Kongresses, ab Triple- Konzert des Uhr: ( einschl. der Johann Strauss'schen Kapelle). Mit eintretender Dunkelheit Beleuchtung des SeeUfers. Reichshallen Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags Uhr. Sonntags 7 Uhr. Schweizergarten Am Friedrichshain. Täglich: Hente sowie Sonnabend: Am Königsthor. Entree I Mark. Das billige Abend- Entree fällt Konzert, Theater, Specialian beiden Abenden weg. In der Völker- Arena": Beduinen Karawane Besichtigung des Bazars, der Truppe, des Zeltlagers; ferner Eselreiten von 3-8 Uhr. Schaustellungen: 4, 126, 7 Uhr. Specialitäten- Vorstellung. Entree direkt v. d. Strasse an d. Stadtbahn: 50 Pfennig, Kinder 25 Pf., Gartenbesucher zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. I vorzüglicher Wochentags Bereinsbillets gültig, Fordern Sie Anfer- Kantabat, Gehma Tanz frei. Kaffeeküche täglich ab 4 Uhr geöffnet. Zum Besuche d. Restaurationsgartens dänischen Ganz neu, 5 und 10 Pf. Schleifen. 17450* täten Vorstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Jeben Abend 10 Uhr: Hoppla, Vater sieht's ja nicht. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco!" Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Herren- Anzüge. u. Paletots, eleg. Ausführung, auch nach Maß, geg. Kaffe u. Teilzahlung. Landsbergerstr.13, 3m Saale: Tanzkränzchen.( ohne Entree) wird höft. eingeladen. Generalvertrieb: Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 8. Amt 7, 3861. J. Kurzberg, part, tein Saben. Deutsch. Metallarbeiter- Verband] Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 8. Juni, abends 82 Uhr, bei Dieke, Acker: ftraße 123: Danksagung. Allen denen, die unsrem Bruder und Bräutigam die letzte Ehre erwiesen, besonders für die reichen Kranzspenden unfren herzlichsten Dank.[[ 17196 Hermann Dahle als Bruder. Anna Arend als Braut. Danksagung. Versammlung der Vertrauensleute des Nordens Für die überaus zahlreichen Beweise Sonntag, den 9. Juni, vormittags 10 thr: Versammlung herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unsres guten Vaters, Bruders und Schwagers Hermann Rösler der Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleger und Helfer sprechen wir allen Berwandten und im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: Bekannten, insbesondere den Kollegen der Deutschen Waffen- und Munitions: 1. Vortrag des Herrn Dr. Steiner über:„ Die Entwicklung der Fabriken unsren herzlichsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen. socialen Beweging in den 40er Jahren. 2. Diskussion. Karl Bade. angelegenheiten. 3. Verbands: [ 17266 Sonntag, den 9. Juni, vormittags 9 Uhr, findet eine Vorstellung Arbeiter- Radfahrer- Verein 99Berlin". 115/13 in der Urania statt. Zur Aufführung gelangt:" Unser Rhein". Billets a 70 Pf. inkl. Garderobe find bei den Kassierern sowie im Verbands bureau zu haben. Sonnabend, den 22. Juni, im Etablissement ,, Seeterrasse", Lichtenberg, Röderstr. 6: 10jährige Stiftungsfeier. Großes Doppel- Konzert. Großes Sommernachtsfest. Variété Vorstellung, großes Land- und Wasser- Feuerwerk, KinderFackelpolonaise. Jn beiden Sälen: Grosser Ball. Herren zahlen 30 Pf. nach. Beginn nachmittags 5 Uhr. Entree 20 Pf. haben. Billets sind bei den Kassierern sowie im Verbandsbureau zu Die Ortsverwaltung. Achtung! DI Achtung! Sonntag, 9. Juni, vormitt. 9% Uhr, im Fern- Palast, Burgstraße 22, Eingang Wolfgangstraße: Große Versammlung aller Mitglieder der Sonntagvormittag 7 Uhr, Schlesische Brücke nach Rüdersdorf. Mittags 1/2 Uhr, Frankfurter Thor nach Tasdorf( bei Schütze). 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Mania befindet sich nach wie vor Brunnenstr. 16, Portal 2, 1 Treppe, und in der Filiale Turmstrasse 47. 000000 Schloss Weissensee. Sonntag, den 9. Juni 1901: Großes Sommerfest des Arbeiter- Raucherbundes für Berlin und Umgegend unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( Mitgl. d. A.-S.-B.) und einer starten Stapelle von Berufsmusikern( Direktor Loppe). Grosses Brillant- Feuerwerk ausgeführt vom Pyrotechniker Albert. 287/9 Der Vorstand. Sierzu ladet Freunde und Genoffen ein Schloss Weissensee. Sonntag, den 4. August 1901: 10. Sängerfest das Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend. Achtung, Sänger! Am Sonntag, den 23. Juni, findet eine Uebungsstunde statt, in welcher die beiden Lieder: Sommersonnenwende" und" Empor zum Licht" geübt werden; die Sänger müssen diese beiden Sachen, welche auch zum Sängerfest gesungen werden, in ihren Vereinen durchnehmen, damit wir in der betreffenden Uebungsstunde schneller zum Ziele kommen. Der Vorstand. NB. Die Vereine, welche nach Luckenwalde fahren, wollen die Gelder für die Billets an A. Hübner, 16/6 Wilhelmstraße 134, einsenden. Internationale Ausstellung für Feuerschutz- und Feuerrettungswesen BERLIN 1901 verbunden mit einer Ausstellung von Erzeugnissen der Gartenbaukunst Elektromonteure Charlottenburg. Ketungsgerüten der Firmen Central- Verband der Elektromonteure und Berufsgenossen Deutschlands. Sonntag, den 9. Juni, vorm. 10 Uhr, bei Herrn M. Pohl, Hermannstr. 255: Bezirks- Versammlung für Rixdorf. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Distnssion. 3. Verbandsangelegenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen pünktlich zu erscheinen. 58/14 Der Einberufer. Verband der Möbelpolierer. Heute abend 8½ Uhr, in Weißensee, Nölfeftr. 20 und Montag, den 10. Juni, abends 8/2 Uhr, Ackerstr. 123: Versammlung. Tages Ordnung: Kurfürstendamm No. 150-156. 6 grosse Dioramen mit neuen, eigenartigen Lichtwirkungen: berühmte Brände aus alter und neuer Zeit. 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Wahl des Vorstands. 4. Wahl der Revisoren. 5. Bericht und Wahlen Bei grösseren Raten Cassapreise. Liefer. des Post- Spar- u. Vorschussvereins 6. Anträge. fation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Dampferbillets der Delegierten zur Preß, Agitations: und Lokalkommission. zum 30. Juni nach Hessenwinkel, Dämerissee. 146/14 7. Verschiedenes. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 81 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sitzung der Orts- Verwaltung. Achtung! Süd- Offen. Achtung! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß im Lokale von Schnieber, Admiralstr. 21, eine neue 8ahlstelle errichtet ist. Jedes Wort: Pfennig. 105/7 Tel. Amt III. 1767. Der Vorstand. J. A.: Otto Goerke. Sportwagen, Leiter: und Ziegenbock: Kinderwagen, 1, wagen, Polsterbetten, Kinderklapp: stühle, Triumphstühle, Krankenund wagen für Erwachsene Kinder, auch leihweise. Eiserne Bettstellen in jeder Größe. Größte Auswahl. Preise außergewöhnlich billig, auch Teilzahlung. A. W. 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Kiune, Schulftr. 21. haben sämtliche Tischler wegen Abzügen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist 81/18 fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter: Verbands.