Nr. 131. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mis tlluftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eritheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebane beträgt für die fechsgespaltene kolonets geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Grpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Geheimnis des Falls Krosigk. Unser Magdeburger Parteiblatt brachte die Mitteilung, daß der in Gumbinnen erschossene Rittmeister v. Krosigt in Magdeburg neun Monate Festung verbüßt hat. Jezt ergänzt das„ Berliner Tageblatt" diese Nachricht durch eine Enthüllung, die, wenn sie sich bestätigt, zu dem Ungeheuerlichsten gehören würde, was jemals aus den Geheimnissen des Militarismus ans Licht gedrungen ist und was allerdings hinreichend erklären würde, warum das Gumbinner Kriegsgericht mit so ängstlicher Mühe alles Persönliche über den ermordeten Rittmeister der Oeffentlichkeit entzog. Das Berliner Tageblatt" ist in die Lage gebracht", über die Gründe der Bestrafung des Rittmeisters das Folgende mitzuteilen: Sonnabend, den 8. Juni 1901. V Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Gründen solche Auskunft erteilt, fällt er nicht unter die Bestimmung der Gewerbe- Ordnung. Diese Ausfunft ist, glaube ich, ebenso präcis wie flar, so daß Herr Abg. Bebel beruhigt sein kann." Er hat nämlich vom verstorbenen Rittmerster v. Krosigk geäußert, daß dieser Offizier ein auf alle Fälle pflichtgetrener Offizier gewesen sei, den er vor Beleidigungen usw. schützen müsse. Wenn derartige Aeußerungen von dieser Stelle aus fallen, dann Der Abg. Dr. Hige meinte, durch diese Erklärung sei jeder ist das sehr bedenklich. Gegenüber einem Offizier, der 8iveifel beseitigt, ein Boltsbureau z. B., das einen Beamten anältere, ausgediente Soldaten so mißhandelt hat, daß sie stellt, sei lein gewerbsmäßiges, sondern ein gemeinnügiges. bewußlos zusammenbrachen und ins Garnison Lazarett Der Abg. Bebel blieb und, wie das Breslauer Erkenntnis zeigt, geschafft werden mußten, der durch unsiunige Appelle mit Recht bei seinem Zweifel. 8wischen zweiter und dritter Lesung die Mannschaften quälte, der den Sabbath geschändet hat wurde dann vereinbart, die bemängelten Worte zu und deshalb von der Bevölkerung angezeigt worden ist, dem wegen streichen und durch die jetzt im Gesetz enthaltenen Worte gewerbsMißhandlung von Mannschaften das Strafbuch von seinen Vor- mäßige Auskunfterteilung über Vermögensverhältnisse oder persön gesetzten entzogen werden mußte, der schließlich auch wegen seiner liche Angelegenheiten" zu ersetzen. Und dennoch hat das Beuthener Landgericht und das Breslauer dienstlichen lebergriffe und Verfehlungen Festungshaft erlitten hat Ober- Landesgericht numehr den§ 35 gegen Arbeiterjekretariate anfurz, gegenüber einem Krosigk ist die Bezeichnung, ein auf alle gewendet. Hierzu ist das Gericht durch die Annahme gelangt, eine Fälle pflichttreuer Offizier" mehr als gewagt. Ja, man fann Gewerbsmäßigteit liege vor, da der Arbeitersekretär den sagen, daß Krosigt sich der einfachsten Pflichten als Offizier nicht Auftrag habe, die Rechtsuchenden als zahlende Mitglieder den bewußt gewesen ist. Und darüber, Herr General, hilft Gewerkschaften zuzuführen und diesen durch die Eintrittsgelder und teine Sentimentalität hinweg. Ein solches Zeugnis Mitgliederbeiträge dauernde Einnahmen zu verschaffen. Diese Anfür Krosigt, wie das von dem General v. Viebahn, muß ja nahme ist in thatsächlicher Hinsicht hinfällig, denn der Arbeitersekretär hat solchen Auftrag sicher nicht in seiner Eigenschaft als Arbeiter unter Umständen wirken wie eine Prämie auf weitere Miß sekretär. Vor allem ist sie aber rechtlich völlig unhaltbar, weil sie handlungen." auf einer völligen Mißdeutung des Begriffs Gewerbsmäßigkeit und auf einer Durcheinanderwirbelung des Arbeitersekretärs, der Gewerkschaft, der Gewerkschaftsleitung und der Gewerkschaftsleistung beruht, wie sie nur durch völlige Unkenntnis über Wesen und Inhalt dieser Institutionen erklärlich ist. Inzwischen aber scheint auch der Generallieutenant Biebahn sich flar darüber geworden zu sein, daß jener Lobgesang wenig zweckmäßig, und in seiner Erwiderung beschränkte er sich auf die kleinlaute Bemerkung:„ Der Sinn meiner Erklärung in der letzten Sitzung war der: Laßt die Toten ruhen." Was veranlaßte den Vertreter der Militärbehörde, in der von „ Herr v. Krosigk war zu zwei Jahren Festung verurteilt worden, weil er im Jähzorn seinen Burschen erschlagen hatte. Der betreffende Bursche war der einzige Sohn von Banersleuten, welche über den Verlust untröstlich gewesen find. Nachdem Herr v. K. neun Monate von der über ihn verhängten Strafe verbüßt hatte, wurde ihm der Rest in Gnaden erlassen, jedoch unter Zurückfegung im Avancement." Es fällt uns schwer, das Verantwortungsgefühl der HeeresIeitung zu begreifen, die es über sich gewinnen sollte, einen Menschen, der so wenig Selbstbeherrschung besaß, daß er im Jähzorn seinen Untergebenen tötete, nach wenigen Monaten wieder an einen verantwortungsvollen Bosten zu stellen. Der zum unbedingten Gehorsam verpflichtete Soldat ist wehrlos feinem Vorgesezten anheim gegeben; die Disciplin kann in der Hand eines gewaltthätigen oder ihm beliebten Weise den Nittmeister v. Krosigk in Schuß zu nehmen gar eines geistig unnormalen Offiziers zum furchtbarsten und seine Verlegenheit in einem gänzlich unberechtigten Angriff Terrorismus werden. Die Macht des militärischen Vor- gegen einen Abgeordneten zu verbergen? Der Grund muß wohl dergesezten grenzt an Allmacht, die unbedingte Pflicht zum selbe sein, aus dem der Rittmeister troß seiner Berfehlung im Dienste beGehorsam gleicht dem klerikalen Kadaver Gehorsam. Um lassen wurde, und schließlich auch der gleiche, der das Gumbinner so mehr, sollte man meinen, liegt der Heeresleitung die Auf- Kriegsgericht zu seiner allgemein verurteilten Einschränkung der gabe ob, in der Auswahl der Personen, die mit einem solchen Oeffentlichkeit veranlaßte. Da wir den Grund nicht kennen, Uebermaß von Machtfülle ausgestattet werden, mit peinlichster Sorg so wird die Militärverwaltung, um schlimmsten Mutmaßungen vorzufalt zu verfahren. Deshalb fällt es uns immer noch schwer, zu beugen. ihn nennen müssen. Nötigenfalls wird der Kriegsminister glauben, daß jemand, der in der Raserei Totschlag verübte, im Reichstage genötigt werden, sich über die Angelegenheit zu äußern. alsbald wieder für würdig und tauglich befunden worden sein sollte, Soldaten zu kommandieren. Da erschiene es denn wirklich wie die unentrinnbare Wirkung der unverständlichen Unterlaffung, daß ein Opfer des unzurechnungsfähigen Offiziers in seiner Not schließlich Lynchjustiz übte. Es giebt kein schlimmeres Attentat gegen die Disciplin als die Uebertragung der Disciplinargewalt an eine Person, die sich selbst nicht zu disciplinieren weiß. Freilich, man wird das minder außergewöhnlich finden, wenn man sich erinnert, in welcher Weise selbst im Reichstag die Vertreter des Militärrefforts bei Beschwerden und Anklagen, die aus dem Hause heraus erhoben werden, zu verfahren pflegen. Ueber das Wesen des Ermordeten laufen auch sonst in der Presse die unglaublichsten Erzählungen um. So teilt das„ Kleine Journal" einen Vorfall mit, der sich in einer der früheren Garnisonen Krosigts zugetragen hat. In der damals von ihm befehligten Schwadron biente ein alter Wachtmeister, der den Feldzug gegen Frankreich mitgemacht hatte und dessen Brust das eiserne Kreuz schmückte. Eines Tags hatte der Wachtmeister Herrn v. Krosigk in dessen Wohnung eine Meldung eine Meldung zu machen. Bei dieser Gelegenheit entfiel Herrn v. Krofigt ein Bleistift. Der Wachtmeister büdte sich, um ihn aufzuheben. Diese Bewegung erschien dem Offizier jedoch weder schnell noch energisch genug; Herr v. Krosigk nahm den Bleistift, warf ihn weg und befahl dem Wachtmeister, ihn aufzuheben. Dies wiederholte er im ganzen Es ist bisher nicht darauf hingewiesen worden, daß der Fall Krosigk in diesem Jahre auch den Reichstag beschäftigt hat. Am 27. Februar d. J. brachte unser Genosse Kunert die Angelegenheit dreißigmal! zur Sprache. Er führte nach dem Stenogramm aus: Es geht aus allen diesen nachträglich berichteten Einzelheiten Der Mann fand ein fürchterliches, jähes Ende. Das erklärt hervor, daß es ein öffentliches Geheimnis war, in welcher Weise sich aber daraus, daß Krosigk ein Soldatenschinder ersten Strosigt seine Stellung mißbrauchte. Schon diese Besonderheiten Ranges war. Den Wachtmeister Martens, der vom Er- hätten genügen müssen, um die Heeresverwaltung zu nötigen, dem holungsurlaub zurückkehrte, zwang er 1897 so lange lehrt" zu Ercedenten weitere Quälereien seiner Untergebenen unmöglich zu machen, bis Martens umfiel und in das Garnisonlazarett machen. Bewahrheitet sich nun gar, daß Krosigk in der That getragen werden mußte. Krosigk war so grausam, daß seine Vor- fich eines Totschlags schuldig gemacht hat und trotzdem so gesezten schließlich ein Einsehen hatten und ihm das Straflange im Dienste bleiben konnte, bis ihn eine höhere Gewalt seinem buch 1898 entzogen. Er hielt u. a. zur Feier der Sonntags- verhängnisvollen Wirken entriß, dann handelt es sich um eine Anruhe 1898 einen Pferde- Appell ab, von morgens bis abends ohne gelegenheit, über deren Ernst und weittragende Folgen sich die jede Unterbrechung; es geschah dies in der Allensteiner Gegend. Heeresverwaltung keinen Jalufionen hingeben sollte. Die Landbevölkerung war empört und zeigte den Sabbatschänder Die Oeffentlichkeit heischt volle Aufklärung! an. Daß die Folge eines solchen Auftretens nur Haß- und Rachegedanken bei den Mannschaften waren, die sich schließlich zur That verdichteten, das ist am Ende begreiflich." " Politische Uebersicht. heut Die Zollfrage. An der Spitze der„ Nordd. Allgem. 8tg." ist folgende überaus aufklärende Meldung zu lesen: " Wie bereits hervorgehoben wurde, haben sich die Teilnehmer an der gestern geschlossenen Zollfonferenz über Gang und Inhalt der Verhandlungen absolutes Stillschweigen auferlegt. Schon hieraus folgt, daß die in verschiedenen Blättern verbreiteten Nachrichten über einzelne Ergebnisse der Konferenz lediglich auf willtürlichen Kombinationen beruhten." Es bleibt dabei: der Reichskanzler verheimlicht der Oeffentlichfeit seine Ansicht über die Grundlage, die dem Zolltarifgesetz gegeben werden soll, oder aber der Reichskanzler hat noch immer überhaupt keine Ansicht über diese wichtigste Frage der gegenwärtigen Etwas weniger geheimnisreich ist eine andre Erklärung des Regierungsorgans, die befagt: deutschen Politik. " Die verschiedenen in der Presse umlaufenden Gerüchte über die Wiederbesetzung des Oberpräsidiums in Königs= berg werden uns als falsch bezeichnet." Das heißt: Graf Posadowsty, der eifrige Förderer der agrarischen Wünsche, folgt Herrn v. Miquel im Ende der Ministerschaft noch nicht. Diese Meldung wird die Agrarier wieder ein wenig beruhigen, denen trog aller ihrer Gegenversicherungen- die Ankündigung von der Aufgabe des Doppelarifs gehörig in die Glieder gegangen ist. Die Deutsche Tageszeitung" ist seltsam till zu dieser Ankündigung, während bisher der Doppeltarif das A und ihrer Forderungen war; sie sagt nur: " Wir halten uns an die feierlichen Versprechungen des Reichskanzlers, der sich durch dieselben verantwortlich dafür gemacht hat, daß er alle Mittel und Wege anwenden werde, um der Landwirtschaft einen ausreichenden und gesicherten 8ollschuß zu verschaffen. Die Erhöhung des Zollschutzes für die Landwirtschaft ist eine so tein absolute Notwendigkeit, daß deutscher Staatsmann in leitender Stellung sie ablehnen kann, und wir sind der festen Ueberzeugung, daß, wenn in einzelnen Regierungen die Neigung vorhanden sein sollte, diesen Schutz in unzulänglichem Maße zu gewähren, der Reichstag mit aller Energie darauf bestehen wird, daß ohne eine vollgültige Befriedigung der berechtigten Forderungen der gesamten deutschen Landwirtschaft keine Handelsverträge zu stande kommen können. Um dem Reichstage die dazu erforderliche Unterstützung zu gewähren, ist es dringend notwendig, daß die deutsche Land= wirtschaft erneut allenthalben ihre Stimme erhebt." Aber vor zwei Tagen erst erklärte Dr. Hahn, Direktor des Bunds der Landwirte, auf dem Bündlertage in Köln nach dem Bericht der Köln. 8tg.": Wie aber berhielt sich der Vertreter der Militärbehörde auf diese Berlin, den ä. Juni. Anklage? Machte er auch nur einen Versuch, die behaupteten That= Die ,, Gewerbsmäßigkeit" der Arbeiterfekretariate. fachen zu bestreiten? Oder deutete er wenigstens entschuldigend an, Das gestern von uns mitgeteilte und besprochene Urteil des daß Krosigt, dessen Gehirn man wegen des Verdachts geistiger Breslauer Oberlandesgerichts über die Anzeigepflicht Störung feciert hatte, augenscheinlich nicht normal gewesen sei? und Gewerbsmäßigkeit" des Beuthener Arbeitersekretariats steht Das wäre doch das Mindeste und Selbstverständlichste gewesen; denn im schärfsten Widerspruch zu den bei Erlaß der Gewerbeso viel Selbstüberwindung und Offenheit beanspruchen wir nicht Ordnungs- Novelle seitens der Regierung abgegebenen Ereinmal, daß der Vertreter der Militärverwaltung wahrheitsgemäß flärungen. Die Kommission des Reichstags hatte die in§ 85 der bekannt hätte, wie man bedauerlicherweise es unterlassen, den Gewerbe Ordnung aufgestellte Anzeigepflicht und die behördliche Be mit uns als wir mit dem Ausland. Mit einem fugnis, einen Gewerbebetrieb zu untersagen, wenn Thatsachen vorgemeingefährlichen Offizier aus dem Dienst zu entlassen. Serr Generallieutenant v. Biebahn, Departementsdirektorliegen, welche die Unzuverlässigkeit der Gewerbetreibenden in Bezug auf den Getverbebetrieb darthun, auch auf die gewerbs im Striegsministerium, dessen Akten doch gewiß ausgiebigen Bescheid mäßige Anstellung von Ermittelungen oder Erhebungen für über den Charakter dieses höheren Stellvertreters Gottes geben, andre" ausdehnen wollen. Die socialdemokratische Fraktion wählte ein andres Auskunftsmittel, als man in der civilisierten Welt vermutlich anwenden würde. Er bestieg den Klepper der regierunge üblichen Entrüstung und erklärte: „ Ein Minimaltarif muß gesetzlich festgelegt werden, um uns den Inlandsmarkt zu sichern, und zwar zum Satze von 7,50 M., wie er wissenschaftlich berechnet worden ist. Daneben brauchen wir einen Magimaltarif, um Kompensationsobjekte zu haben. Es liegt nur an unfrer Diplomatie, mit dem Magimaltarif günstige Bedingungen für unsre Exportindustrie zu erreichen. Das Ausland hat größere Interessen an guten Vertragsbeziehungen wesentlich gesteigerten SchutzoII" kommen wir nicht weiter. Eine hochgestellte Persönlichkeit machte mir jüngst die Bemerkung: Jetzt werden Sie mich attaquieren, weil ich die Forderung des Bunds nicht bewilligen lann. Sie schlagen ja auch auf wie beim Pferdehandel". Ich sagte zut meinem Gönner: Wir halten uns streng und strikte an wissenschaftliche Darlegungen." " beantragte Streichung dieses Zusages. Der Abgeordnete Bebel begründete diesen Antrag damit, daß möglicherweise diese Worte dahin mißdeutet werden könnten, daß auch die Thätigkeit von Das Wort der hochgestellten Persönlichkeit" fann allerdings „ Der Herr Vorredner hat bei der Erwähnung von einzelnen Arbeiterfetretariaten oder 8eitungsredaktionen Fällen unter andern des totgeschossenen Rittmeisters v. Strofigt unter diesen Baragraphen fielen. Graf von Boiadowsty die Gemächlichkeit erklären, in der die Agrarier die Meldung aufgedacht und diesen mit dem Namen„ Leuteschinder" belegt. entgegnete als Staatssekretär des Innern: selbstverständlich fönnten nehmen, daß es mit dem gefeßlichen Minimaltarif nichts sein solle. muß gegen diese Art und Weise Einspruch erheben und über solche Auskunfteien nur unter die Vorschrift des§ 35 fallen, wie beim Pferdehandel haben die Herren gewaltig aufwenn sie gewerbsmäßig betrieben werden". Bebel gab geschlagen und sie können noch immer heidenfroh sein mit dem, was laise es dem Urteil des hohen hauses, wie fich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Er meinte, unter die Regierungen und der Neichskanzler bereit sind, ihnen auf Volkeses darüber denkt, daß man einem auf alle Fälle gewerbsmäßiger" Ausübung würde möglicherweise dann kosten anzuschanzen. pflichttreuen, langgedienten Offisier, welcher auch die Thätigkeit des Arbeiterfekretärs verstanden werden, Bei dem Festmahl des FeuerNur Höflichkeiten. durch solchen Unglüdsfall ums Leben gekommen ist, noch über weil das Grab hintaus eine derartige Beleidigung vor dem von Posadowsky hob dem gegenüber hervor, daß zwischen webrtongrefies brachte der Vertreter des amtlichen Frankreich, gewerbsmäßig" und gefchäftsmäßig" zu unter- herr Gnesnet, im Auftrage des Präsidenten der hoben Hause und dem ganzen Lande nachruft." französischen Republik das wohl des deutsch en Die übel angebrachte Guldigung für Krosigk wies dann Kunert fheid en fei, und führte dann aus: Die Gewerbsmäßigkeit fegt die Absicht voraus, damit Kaisers, der Kaiserin und der kaiserlichen Brinzen aus. in der Sitzung vom 20. März in aller Schärfe zurück, indem er einen Gewinn zu erzielen und auch für den Bu gleicher Zeit hielt in Paris beim Jahresbankett der erklärte: einzelnen Fall entlohnt zu werden. Nur diesen italienischen Handelskammer der italienische Botschafter Fall wollen wir treffen. Wenn aber jemand ge- eine Rede, in welcher er die Wiederaufnahme freundschaftlicher fchäftsmäßig aus humanitären und focialpolitischen Beziehungen zwischen Frankreich und Italien feft, ,, Eine Aeußerung des Generals war auch so auffallend, daß man sie nicht unwidersprochen ins Reich hinausgehen lassen darf. " dieser regelmäßig Auskunft erteilt. Graf Wir können ftente. Hierauf erinnerte der Handelsminister Mille sich aus dem Wortlaut der Reichstags- Verhandlung vom 13. März einen Beritt Rekruten geführt hat, mußte wegen seiner Neigung zu rand an die Beteiligung Italiens an der Ausstellung im Jahre 1896, die Dr. Arendt vor seiner Reichstagsrede doch unter allen Gewaltthätigkeiten gegen die Rekruten von dieser Stellung wieder Die sämtlichen Angeklagten, denen von ihrem 1900 und hob dann hervor, die Ehren, welche Frankreich dem un- Umständen hätte einsehen müssen, und in der Dr. Kayser damals enthoben werden. sterblichen Verdi erwiesen, die Teilnahme Frankreichs an der Trauer auf den Angriff des Abgeordneten Bebel in Bezug auf den Tucker- Eskadronchef ein gutes Zeugnis ausgestellt wird, bitten um mildernde bei dem Tode des Königs Humbert und an der Frende bei der Ge- Brief wörtlich folgendes gesagt hat:„ Was nun den Brief der Umstände, da sie nur im Interesse der Schwadron gehandelt Der Gerichtshof billigte auch allen Angeklagten burt der Prinzessin Jolanda, sowie die Feste in Toulon hätten den Missionsgesellschaft betrifft, so haben wir davon bisher noch keine hätten". Beweis für die nunmehr dauernde Freundschaft Kenntnis gehabt. Ich wundere mich sogar darüber, weil der mildernde Umstände zu und erkannte gegen Schubert auf zwischen den beiden Ländern geliefert. Nach den Reden Bischof Tucker vor zwei Jahren hier in Berlin gewesen ist und vierzehn Tage, gegen Berten auf zehn Tage, gegen wurden die italienische Hymne und die Marseillaise gespielt, sowie ich mit ihm zusammengekommen bin." Mit diesen Worten aus Genze, Müller und zwei Soldaten auf je fieben Lage Ge Hochrufe auf Italien und den König ausgebracht. dem Jahre 1896 ist der jüngste Angriff des Dr. Arendt fängnis. Während Millerand derart alle höfifchen Unbedeutendheiten gegen den Dr. Kayser vollständig widerlegt. Die Gewährung von„ mildernden Umständen" ist uns nicht verpflegt, würde die Mitteilung des Londoner„ Daily Chronicle", nur unser Bedauern darüber aussprechen, daß Dr. Arendt ständlich. Auch das Militärgericht müßte sich sagen, daß bei solcher wenn sie sich was allerdings unwahrscheinlich be- seinen Widerruf in so gewundener Form erlassen hat, statt turz und Auffassung derartiger abscheulicher Mißhandlungen schwerlich Besserung ſtätigt, nicht gänzlich gleichgültig anzusehen sein. Das unzweideutig sein Unrecht einzugestehen. In der Hinsicht hätte er erzielt werden kann. Londoner Blatt will wissen, daß der französische Botschafter sich grade seinen alten Gegner Bebel zum Muster nehmen sollen, der Im Jntereffe des blinden Gehorsams. Ein eigentümlicher Marquis de Noailles aus Berlin abgerufen und durch Léon loyal und ehrlich genug gewesen ist, von der Reichstribüne aus Bourgeois, den bekannten radikalen Politiker, ersetzt öffentlich zu erklären, daß er mit dem Tuderbrief hereingefallen sei Fall von Gehorsamverweigerung beschäftigte das Oberkriegsgericht in werden soll. Das würde in Berlin kaum allzusehr gefallen und und daß auch er jegt die Ueberzeugung habe, daß der Tuckerbrief Breslau. Angeklagt war der Musketier Kokot. Er war in der Nacht nach wäre wohl als ein Zeichen anzusehen, daß Toaste und Austausch nicht existiere. Kaisersgeburtsag, nachdem er zwei Stunden Posten gestanden hatte, persönlicher Liebenswürdigkeiten keinen Einfluß auf die wirklichen völlig erstarrt in die Wachtstube gekommen, um sich zu erwärmen. Echarfmachers Einficht. Unlängst hat ein Offizier" über Hier ließ ein Unteroffizier, der infolge der Kaisergeburtstagsfeier Beziehungen der Staaten haben. „ die Socialdemokratie im Heere" seine Betrachtungen der Welt vernicht mehr nüchtern war, die Wachtmannschaft in der Nacht um 1 Uhr fündet. Ihm verursachte bas wachs pigiere es übernahmen, bie Griffe floppen. Auch Stobot ſollte mit antreten eigente te feine er forderte, daß die Herren Offiziere er mit den von der Kälte steifen Fingern Soldaten über die Socialdemokratie aufzuklären. Wir haben damals Gewehrgriffe machen konnte und sich erst wärmen wollte. Kokot, darauf hingewiesen, daß man mit solcher Aufklärungsarbeit nur das ein Bole, glaubte, der Unteroffizier habe das Griffemachen in der Gegenteil von dem erreichen würde, was man beabsichtigte. Nacht als Strafe diktiert und meinte treuherzig: Herr Unteroffizier, Jetzt wird unfre Meinung von den gewiß unverdächtigen ich habe doch nichts gethan!" Der Unteroffizier ließ aber den Kokot Berliner Neuesten Nachrichten" bestätigt. Ein mit" B" wegen Gehorsamverweigerung in den Arrest abführen, und gezeichneter Artikel schilt auf die reformeifrigen Weltverbefferer", das Kriegsgericht verurteilte ihn später zu achtzehn Monaten Gedie nicht felten geradezu gemeingefährlich" würden, und widerrät fängnis. Auf seine Berufung wurde dies harte Urteil vom OberStriegsgericht auf drei Monate Gefängnis herabgemildert; das dringend dem Experiment, die Rekruten politisch aufzuklären: „ Ob der Hauptmann mit seinem politischen Vortrage die Gericht sprach sich mit scharfem Tadel gegen den Unteroffizier aus. seiner Obhut anvertrauten Leute wohl überzeugen würde, falls Gegen das milde Urteil legte wiederum der Gerichtsherr, Erbprinz sie ihn überhaupt verständen? Wir vermuten, daß fie im von Sachsen- Meiningen, Revision ein. Das Reichs- Militärgericht lekteren Fall, zum Grübeln angeregt, um so eher in das hob das Urteil auf und verwies die Sache an das Ober- KriegsNeh ihrer socialistisch angehauchten Kameraden gehen gericht in Breslau, das Kokot diesmal zu neun Monaten würden." Gefängnis verurteilte. Die China- Denkmünze. Eine kaiserliche Urkunde, betreffend die Stiftung der Denkmünze für die Teilnehmer an der China- Eyedition, wird im " Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Die Denkmünze wird in Bronze und Stahl verlichen. Der„ Reichs- Anzeiger" zählt die einzelnen Kategorien auf, denen die Denkmünze zukommen soll. Weiter sagt die Urkunde: Die Denkmünze zeigt auf der Vorderseite einen Adler, der einen Drachen unter seinen Fängen hält. Auf der Rüdseite des Kaisers Namenszug, darüber die Kaiserkrone, und bei der Denkmünze aus Bronze die Inschrift: ,, Den siegreichen Streitern 1900 China 1901", bei derjenigen aus Stahl:„ Verdienst um die Expedition nach China". " " " Ein Die Denkmünze wird auf der linken Brust an einem Ganz unfre Meinung! Die Ueberzeugungskraft der sociaorangefarbenen, 36 Millimeter breiten, weißlistischen Lehre ist so start, daß sie selbst in der Darstellung eines Herr Dr. A. Nosfig ersucht uns um Aufnahme der folgenden geränderten, mit roten und schwarzen Streifen preußischen Hauptmanns und bei bisher unwissenden Menschen ihre Beilen: durchzogenen Bande getragen und rangiert an der Bauberwirkung übt. Wer vom Socialismus einmal hört, verfällt Von einer mehrtägigen Reise zurückgekehrt, lese ich erst heute Ordensschnalle unmittelbar hinter der Kriegsdenkmünze von 1864. ihm, sofern er zur Klasse der Unterdrückten zählt. den im Vorwärts" vom 29. Mai erschienenen Artikel Es herrscht lebereinstimmung, daß die China- Expedition allem ähnlicher war, als einem siegreich geführten Kriege. Und viele Lübeck, 7. Juni. Die Hauptversammlung der Deutschen Revisionär", welcher sich mit meinem Buche Revision des von Herzog Johann meinen, daß der deutsche Adler und seine„ fiegreichen Streiter" Albrecht zu Mecklenburg eröffnet. Es sind Delegierte aus allen selbstverständlich das Recht, meinem Werke kritisch gegenüberzutreten an dieser Expedition schwereren Schaden genommen haben als der Teilen Deutschlands sowie auch aus dem Auslande erschienen. und es liegt mir ferne, Sie um die Aufnahme einer Kritik ſeiner Kritik anzugehen. Nur gegen einen Vorwurf möchte ich mich verBisher ist Bemerkenswertes nicht gesprochen worden. Ein Antrag wahren. der Abteilung Nordhausen auf Einführung der Markwährung in den Es wird gerügt, daß ich mich in meinem System des Kolonien wurde abgelehnt. Ein Antrag der Abteilung Stettin, die Reichsregierung um den Ausbau der Häfen von Dar- es- Socialismus nicht auf die Darstellung des Marrismus beschränke, sondern ein„ kunterbuntes Durcheinander von Anschauungen aller Salaam und Tanga zu ersuchen, wurde mit großer Majorität möglichen Socialisten" gebe, und daß ich andrerseits die Margschen angenommen. Theorien in entstellter Weise reproduziere. Als Beispiel wird meine Darstellung der socialistischen resp. der Margschen Werttheorie an geführt. chinesische Drachen. Waldersee muß ins Bad! " zur zu " Der Weltmarschall wird die aus China mitgebrachten Lorbeeren zunächst in einem deutschen Badeort als Ruhelager ausbreiten, und zwar soll es Homburg vergönnt sein, den Borersieger mit seinen Wässern zu erquiden und vom Blute zu reinigen. Graf Waldersce hat es offenbar eilig mit der Rückkehr. Er will weder in Amerika Ueber einen interessanten Rechtsstreit wird aus Offen noch in Ostafrika rasten, sondern in Shanghai und Aden ohne weiteren bach vom 5. Juni berichtet: Vor dem hiesigen Amtsgericht der der Rechtsstreit zwischen national= Aufenthalt heimkehren. Seiner Frau hat er telegraphiert: Auf tam gestern Was den ersten Punkt anbelangt, so fonstatiere ich, daß es thatWiedersehen Ende Juli!" liberalen Offenbacher Zeitung" und der Stadt sächlich meine Absicht war, nicht nur die Anschauungen von Marg, Verhandlung. Laut Vertrag von 1862 das sondern auch die andrer Theoretiker des Socialismus, insbesondere hatte den unentgeltlichen Ab druck Walderfee- Waschzettel. Der Ruhm des Grafen Waldersee Blatt sämtlicher amt auch der französischen, zu berücksichtigen; ich glaube aber nicht, daß der Bürgermeisterei man einem wissenschaftlichen Werte ernstlich einen Vorwurf daraus ist ganz planmäßig organisiert worden. Man hat, bevor er über- lichen Bekanntmachungen haupt abreiste, für ihn die Werbetrommel gerührt, wie für ein noch übernommen. Die Bürgermeisterei hatte jedoch ohne Zu- machen könnte. sich verpflichtet, Meine Entstellung der Marrschen Werttheorie soll darin be= uneröffnetes Warenhaus. Man hat den Photographen und Kine- stimmung der Stadtverordneten matographen aufgeboten und Wolff telegraphierte im August v. J., ausschließlich diesem Blatt die Bekanntmachungen zu stehen, daß ich den Satz des Gothaer Programme: Die Arbeit ist daß man eine solche Begeisterung und solche Triumphreise seit 1870/71 gehen zu lassen und ihm außerdem sämtliche städtische die Quelle alles Reichtums und aller Kultur" auf Marg zurüdführe, nicht erlebt hätte. Drucksachen zu überweisen. Aber die Stadtverordneten, die in während Marg jenem Sag sofort die Kritik entgegengestellt hätte, Aber auch in China hat man es sich angelegen sein lassen, mit der Mehrheit Socialdemokraten sind, hatten den Ober- daß die Natur eben so sehr die Quelle aller Gebrauchswerte sci als Hilfe der Zeitungskorrespondenten die Großthaten Waldersees weithin Bürgermeister ersucht, diesen Vertrag zu fündigen und die Bekannt die Arbeit. Letztere Thatsache war mir keineswegs unbekannt. Der Verfasser zu preifen. Ja, man hat es den Zeitungsvertretern geradezu in die machungen auch dem socialdemokratischen„ Offenhat es wohl übersehen, was ich auf derselben Seite meines Buches, Feder diktiert, welche Meinung sie nach Europa zu tabeln und zu bacher Abendblatt" zum unentgeltlichen Abdrud zu laffen. In beider Hinsicht weigerte schreiben hätten. Merkwürdigerweise hat mit einer Ausnahme gehen der die er vor Augen hatte, bemerke:„ Stüßen wir uns auf die bes feiner der in China versammelten Zeitungsschreiber die Zumutung Ober- Bürgermeister sich, den Stadtverordneten- Beschluß sonnensten Darstellungen der Werttheorie, welche von den Theoretikern auch die„ Offenbacher Zeitung" erachtete des Socialismus geliefert wurden( Marg und Malon), so sehen wir, zurüdgewiesen, sondern alles war auf Befehl einig, dem großen auszuführen, und alten Soldaten Wunderdinge nachzurühmen. Nur der Berichterstatter ihr finanzielles Interesse bedroht. Daraufhin hat die Stadt- daß die produktive Kraft der Natur von den letzteren nicht völlig der Frankfurter Zeitung" läßt in die auf der Höhe der Reklame- verordneten- Versammlung nur den Betrag von 200 m. übersehen, sondern daß sie bei der Bestimmung des Werts der Die Socialisten wissen technik stehende deutsch chinesische Lorbeerfabrik einen netten Einblick für Bekanntmachungen in den Etat eingestellt gegen 1500 M., Dinge grundsätzlich nicht berücksichtigt wird. thun. Er erzählt nämlich: wie der Oberbürgermeister beantragt hatte. Im Hinblick auf den wohl, daß die Natur auch ohne menschliche Arbeit viele nützliche " Nur eins hat mich peinlich berührt, das war die Thatsache, Vertrag von 1862 und den reduzierten Betrag war der Beigeordnete Dinge liefert, aber sie wollen der bloßen Nützlichkeit nicht die daß man den Journalisten ein von seiten des Ober- Walther nicht in der Lage, Rechnungen, die die Zeitung für Be- Qualität des Werts zuerkennen."( S. 21.), C tommandos selbst verfaßtes Schriftstück zur Kenntnisnahme tanntmachungen präsentierte, zur Auszahlung anzuweisen, und die Zur Erhärtung der Richtigkeit obiger Darstellung brauchen nur Im einige wohlbekannte Säge aus dem Anfang vom„ Kapital" an= vorlegte, in welchem die Verdienste des Oberkommandierenden Stadtverordneten überließen der Zeitung den Klageweg. um die Organisation des Heeres, den Fortschritt der Arbeiten Termin ereignete sich das Wunderbare, daß der Oberbürger- geführt zu werden:„ Ein Gebrauchswert oder Gut hat also nur einen für die Verpflegung und die Verschmelzung der Truppen meister als Vertreter der Stadt nicht den Standpunkt der Wert, weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm vergegenständlicht oder Es ist also nur das Quantum gesellschaftlich der verschiedenen Nationen etwas breit geschildert Stadtverordneten- Versammlung, sondern den der Klägerin ver- materialisiert ist". welche seine( des Produkts) Wertgröße bewurden. Wenn auch Walderfees Namen nicht unter diefem trat, indem er behauptete, die hier in Betracht kommenden Bekannt notwendiger Arbeit stimmt." Als Werte sind alle Waren nur bestimmte Schriftstück stand, welches quafi eine Entschuldigung für machungen seien als angeblich wirtschaftlicher Natur infolge stillEin Ding die scheinbare Unthätigkeit des Oberkommandos während der schweigender Vereinbarung zu bezahlen. Allerdings habe die Zeitung Maße festgeronnener Arbeitszeit." ersten Wochen in Tientsin sein konnte, so ist doch mit auch nicht gemäß dem Vertrag alle Drucksachen erhalten, zu deren kann ein Gebrauchswert sein, ohne Wert zu sein. ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß der Oberkommandierende Lieferung fie auch gar nicht in der Lage ist. Der Ausgang der Sache Es ist dies der Fall, wenn sein Rugen für den von jedem Schriftstück, welches das Oberkommando veröffentlichte, dürfte insofern von allgemeinem Interesse sein, als unsres Wissens Menschen nicht durch Arbeit vermittelt ist. So Luft, Kenntnis haben mußte. Meiner Ansicht nach sollte man es den in Hessen die Rechtsprechung der ordentlichen Gerichte in jungfräulicher Boden, natürliche Wiesen, wildwachsendes Holz usw." Journalisten überlassen, sich selbst ein Urteil zu bilden und nicht Widerspruch zu der des obersten Verwaltungsgerichts: Kapital" B. I, 4. Aufl. S. 5-7.) versuchen, ihr Urteil zu beeinflussen. Man war ferner in China all- hofs steht. Das Landgericht Darmstadt entschied in ähnlicher gemein der Ansicht, daß es, wenn man ein militärisches Preßbureau Sache, daß der Bürgermeister nicht befugt sei, überhaupt für notwendig hielt, vielleicht angebrachter gewesen wäre,( onerose), b. 5. die Stadt belastende Verträge von einer die Leitung dieses Bureaus nicht in die Hände eines Ver- über das Budgetjahr hinaus gehenden Dauer mit wandten des Grafen Waldersee zu legen. Ich will verpflichtender Wirkung für die Gemeinde abzuschließen, ohne nicht behaupten, daß Herr v. Rauch, der Neffe des Ober- formgerechte Zustimmung der Stadtverordneten kommandierenden, der den Auftrag hatte, den Preßvertretern die Versammlung, selbst wo es sich um in den Etat eingestellte für die Veröffentlichung geeignet erachteten Nachrichten zu Beträge handelte. In der gleichen Sache hat jedoch der Verübermitteln, sich etwa dazu verleiten ließ, seinen hochverehrten waltungs- Gerichtshof entschieden, daß der Bürgermeister in Onkel über Gebühr hochzuschäzen, aber die Welt hält nun einmal solchem Fall nicht wegen Amtsüberschreitung persönlich haft Verwandtschaften in solchen Verhältnissen nicht für richtig und bar gemacht werden könne, da er allerdings nach den Grundman thut deshalb gut daran, auch den Schein zu meiden." " " * " Hinsichtlich andrer, mehr der Person als der Sache geltenden Angriffe verweise ich den Leser auf die Entgegnung, welche ich der Nenen Zeit" zugeschickt. Berlin, 5. Juni 1901. A. Nossig. Der Verfasser des von Herrn Nossig an gefochtenen Artikels bemerkt dazu: Es ist sicherlich das Recht des Herrn Nossig, nicht nur den modernen sogenannten wissenschaftlichen Socialismus", wie er fich ausdrückt, sondern auch jeden andern, ihm beliebigen Socialismus zu revidieren", aber dann soll er bestimmt und deutlich sagen, wo fägen des Etatsrechts befugt sei, ohne jene Zustimmung solche er mit dem einen oder mit dem andern Socialismus sich zu schaffen macht, und nicht alles in ein„ Kunterbuntes Durcheinander" versteht als Herr Nossig, in die hoffnungsloseste Verwirrung stürzen muß. Eine Probe davon giebt gleich die Behauptung des Herrn Nossig, daß alle socialistischen Systeme" den Sazz an ihre Spize Kultur". Ich habe Herrn Noffig nachgewiesen, daß er damit ftellen:" Die Arbeit ist die Quelle alles Reichtums und aller wogegen er eine objektive unwahrheit ausgesprochen hat, die noch ein, Dieser Informationsdienst des Neven Walderfees eine Art( onerose) Verträge abzuschließen. Die Entscheidung wird erst am umgefehrten Nepotisms ist sicherlich einer der reizvollsten 25. Juni verkündet. Einzelzüge in der erhabenen Probeleistung der weltpolitischen Aera. Alles geschieht im Habystil, und man posaunt die Aktionen des) Generalissimus nicht anders wie Bartbinden aus... Zum Nachfolger Krätkes, des jetzigen Staatssekretärs im Reichspostamt, ist Oberpostrat Giesede zum Direktor der ersten Abteilung des Reichspostamts ernannt worden. Militärprozeffe. Ans werfen, das jeden Leser, der von diesen Dingen nicht mehr ,, Nur im Intereffe der Schwadron." Mit einer Soldatenmißhandlung in größerem Umfange hatte sich das Striegsgericht der 1. Division Nr. 23 zu Dresden zu beschäftigen. getlagt waren die Gefreiten Hermann Alfred Schubert, eine einwendet; er bildet fich nun Alfred Arthur Genze, Theodor Alexander Müller und drei nichts Der olle ehrliche Arendt. Daß unser Genosse Bebel sich Gardisten der 4. Eskadron des Gardereiter- Regiments wegen ge- margistische Werttheorie verstanden zu haben, und behauptet, daß hinsichtlich des Tucker- Briefs täuschen ließ, rügte niemand so eifrig meinschaftlicher Körperverlegung( Schäften), begangen an Rekruten. ich die Säße übersehen" hätte, worin er dies Verständnis bekundet. wie der Freund und Verteidiger des Karl Peters, Herr Arendt. Als Zeugen waren zehn mißhandelte Soldaten geladen, Ich habe aber gar nichts übersehen", sondern bei meinen Citaten Jetzt hat sich nun Herr Arendt selber eines groben parlamentarischen ein elfter liegt noch im 2azarett trant danieder. Der aus Herrn Noffig nur billige Rücksicht auf den Raum des" VorIrrtums schuldig gemacht, nur daß er nicht so ehrlich ist, ihn un- Anstifter der Mißhandlungen war Schubert, der folgende An- wärts" genommen. Zieht jetzt Herr Noffig diese Säße selbst ans Die machte: Rekruten hätten fortgesetzt schlecht Tageslicht, so bin ich ihm um so dankbarer dafür, da mir seine umwunden einzugestehen. Die Kölnische Beitung" schreibt darüber: gaben Der freitonjervative Wortführer Dr. Otto Arendt hatte sich jüngst exerziert, so daß die ganze Eskadron oft Strafdienst verrichten besonnene Darstellung der besonnensten Darstellungen" der Wertim Reichstage wieder einmal gründlich die Finger verbrannt. Wie mußte, was die älteren Mannschaften sehr ärgerte. Da die Be- theorie" jedes weitere Wort darüber erspart, daß ihm die von einer von ihm jezt veröffentlichten, allerdings recht sichtigung bevor stand, bei der alles klappen mußte, habe er zu den Marg entwidelte Werttheorie jedenfalls ein Rätsel mit sieben gewundenen und schauderhaft stilisierten Erklärung hervorgeht, die Mitangeklagten gesagt, sie wollten den Kerls mal ein Paar auf- Siegeln ist. aus Schubert Ausland. Deftreich Ungarn. er auf Wunsch der Witwe des verstorbenen Kolonialdirektors hauen. Der Eskadronchef Graf von Reisewitz habe selbst Dr. Kayfer abzugeben sich genötigt fieht, hat er in der Reichstags- zu ihm einmal gesagt, den Rekruten müsse etwas nachgeholfen fizung vom 20. März d. J. einen Angriff gegen den verstorbenen werden. Am 24. April cr., als die Unteroffiziere der Eskadron Dr. Kayser gerichtet, dem jede Berechtigung fehlte. Bei einer Be- abwesend waren, habe er im Beisein der Mitangeklagten einen ReWien, 7. Juni. Das Abgeordnetenhaus wird noch dret sprechung des jetzt endgültig aus der Welt geräumten berüchtigten fruten nach dem andern in den Stall gerufen. Dort mußten sie sich Sigungen abhalten und sich dann bis zum Herbst vertagen. Tucker- Briefes teilte Dr. Arendt als eine angebliche Neuigkeit mit, daß über den Standbaum legen und wurden dann mit Der Steuerausschuß des Abgeordnetenhauses beschloß mit 16 Bischof Tucker im Jahre 1895 in Berlin gewesen und mit dem einem ledernen Obergurt geschlagen. den Kopf gegen 15 Stimmen, die Beratung der Vorlage über die FahrKolonialdirektor Kayser zusammengekommen sei, und daß der damalige hat den Rekruten dabei im Genick gefaßt und Stolonialdirektor die Berpflichtung gehabt habe, bei jenen Verhand- niedergedrückt. Dem Soldaten Müller III, der sich diese Büchtigung fartensteuer bis zur Herbstsession au vertagen. Wien, 7. Juni. Der Bericht über die Ergebnisse der Staatslungen im Jahre 1896 im Reichstage darauf hinzuweisen, daß er den nicht gefallen lassen wollte, habe er eine runtergehauen", nachdem Bischof Tucker feine und daß dieser ihm von den Dingen nichts er ihm den Kopf zwischen die Beine gedrückt. Infolge dieser Miß- eisenbahn- Verwaltung im Jahre 1900 stellt fest, daß das Bahnnetz mitgeteilt habe. Dr. Arendt fügte wörtlich hinzu:" Ich glaube, handlung platte dem Soldaten das Trommelfell, so daß er ins um 303 Kilometer erweitert wurde und daß der Zugverkehr eine aufweist. Die Zeugen erklären, Mehrleistung von 5725 000 Lokomotivkilometer das würde bei der damaligen Lage der Dinge einen außerordent- Krankenhaus gebracht werden mußte. mehrere Betriebseinnahmen sind um 14 682 000, die Betriebsausgaben um lichen Eindruck hier gemacht haben. Ich bedaure, daß das unter- daß fie bis zu zwanzig Sieben erhalten und gehabt hätten. Schubert, der bereits 17 268 000 Stronen gestiegen. Gegenüber dem Voranschlag ist das blieben ist." Wie sehr dieser Vorwurf ungerechtfertigt war, ergiebt Tage Schmerzen Die macht. .. das Recht zusteht, denjenigen von den Unters Firma zeichneten, der obiger Erklärung zuwiderhandeln sollte, unter Einbehaltung seines etwa noch guthabenden Lohns sofort zu entlassen. Der Knebelrevers hat denn auch die ganze öffentliche Meinung auf Seite der kämpfenden Arbeiter gebracht. Ergebnis im Ordinarium um 13 687 644 Kronen ungünstiger, Itragend. Auf der Tagesordnung steht:" Programm und Organiim Extraordinarium um 44 253 Stronen günstiger, was ein um sation der socialdemokratischen Gemeinderäte in Hessen", worüber 13 643 391 Stronen ungünstigeres Reinergebnis aus Genosse Ulrich Offenbach referieren wird. Totenliste der Partei. In Chemnitz starb der Genosse Paul Frankreich. Enders. Der Verstorbene war für die Partei ein rühriges Mitbie Das antiklerikale Vereinsgesetz wird jezt in einer Kommission glied. Unter dem Socialistengeset trat er in Leipzig in die Partei bes Senats verhandelt; die Beratungen sollen 12 Sizungen in ein. 1889 fehrte er in seine Vaterstadt nach Chemnit Kollegen und Kolleginnen! An Euch, sowie an alle Genossen Anspruch nehmen. Der große Eifer, mit dem die Kommission, nachdem zurück, wo ihn die Genossen sehr bald eine Reihe von Ver- und Freunde allerorts ergeht nunmehr aufs neue die dringende sie den Ministerpräsidenten gehört hat, an die Arbeit geht, findet nicht trauensposten übertrugen, weil sie seinen Eifer, die Energie und Bitte, alle finanzielle und moralische Unterstützung aufzubieten, um den Beifall der Klerikalen und ihrer Freunde. Die Senatskommission die agitatorischen und organisatorischen Fähigkeiten schäzen gelernt so jammert das„ Journal des Debate" zeige fich noch hatten. Ganz hervorragendes aber leistete Genosse Enders bezüglich den Starrsinn der Unternehmer zu brechen. Arbeiter, Freunde, Genossen! Befolgt nunmehr den von vers viel eifriger, als die Deputiertenkammer, die Freiheit der Religions- der Organisation der Schneidergehilfen. Unermüdlich war er hier gesellschaften einzuschränken. Nach den Beschlüssen der Deputierten- thätig, und es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß seine selbstlose schiedenen Orten schon bekannt gegebenen Appell und organisiert fammer war den Religionsgesellschaften 6 Monate Beit gelaffen, und aufopfernde Thätigkeit auf gewerkschaftlichem Gebiet seine Ge- überall den Boykott. die staatliche Anerkennung zu beantragen; die Senatskommission fundheit untergraben hat. Seit etwa zwei Jahren hatte ihn Die Namen der Firmen, welche den Knebelrevers und somit hat diese Frist auf drei Monate beschränkt. Ueber die Zulassung die Proletarierkrankheit gepackt und er wurde leider ihr Opfer. die Vernichtung der Organisation aufrecht erhalten, find folgende: hat die Kammer zu befinden. Da die Gesuche innerhalb der 3 Monate Als im Herbst 1897 die Chemnitzer Socialdemokratie ihren C. A. Kneiff. G. A. Hanewacker. Berlin u. Bona. F. C. Lerche. nur eingereicht sein müssen, die Kammer aber die Entscheidungen Einzug in das Stadtverordneten Kollegium hielt, befand H. u. N. Wittig. Nothardt u. Comp. Steinhardt u. Hellmundt. selbst in diesem Zeitraum alle zu fällen gar nicht im stande sein wird, sich auch Paul Enders unter den Gewählten. Bei den G. Reddersen. Hendeß u. Schumann. so hat dieser Beschluß geringere Bedeutung, zeigt aber immerhin den Neuwahlen nach der erfolgten Wahlentrechtung schied er aus Atenstädt u. Bachrodt. antiklerikalen Geist der Kommission. dem Kollegium aus, da er inzwischen erkrankt war. Wiederholt Grimm u. Triebel. Walter u. Sevin. Saalfeld u. Stein. war er als Delegierter auf gewerkschaftlichen Kongressen und vertrat Kollegen! So entbrennt denn ein Kampf, wie ihn Nordhausen im Jahre 1898 auch den 16. Wahlkreis auf dem Parteitag in noch nicht gesehen. Die Unternehmer werden alle Mittel anwenden, Hamburg. Seinen ursprünglichen Beruf hat er schon vor Jahren um uns zu unterwerfen. Das muß mit allen Mitteln verhindert aufgegeben und eine Stellung als Lagerhalter im Allgemeinen werden. Es soll und darf den Fabrikanten nicht gelingen, die Arbeiter zu Konjumverein" bekleidet. In Frankfurt a. M. starb der Genosse Jean Vielmeter willenlosen Werkzeugen ihrer Gewalt zu machen. Bietet alles auf, infolge eines Lungenschlags. Der Verstorbene war von Beruf was möglich; die Nordhäuser Arbeiter sind fest entschlossen, mit denn das wird den Ausschlag geben Gärtner und stand im 51. Lebensjahr. Er gehörte unsrer Partei der Unterstützung aller schon seit vielen Jahren an und war Mitglied des Socialdemo- diesen Kampf so zu beenden, daß uns das Koalitionsrecht erhalten fratischen Vereins. Als eifriger und gewissenhafter Genosse trat er bleibt. Wir wollen( wie unsre Hamburger Genossen schreiben) den besonders dann hervor, wenn es galt, Flugblätter zu verteilen oder Herren zeigen, daß es noch eine Solidarität giebt, die das Recht der sonstige Dienste im Interesse der Partei zu leisten, namentlich auch Organisation nicht antasten läßt. zur Zeit des Socialistengefeges wird seiner Thätigkeit ehrend gedacht. Anders mit dem Amendement, das die Kommission zu dem Art. 18 des Gesetzes angenommen hat. Dieser Artikel hatte in seiner alten Fassung die Konfiskation der Güter und Vermögen der nicht genehmigten Religionsgesellschaften vorgesehen, soweit diese nicht als persönlich eingebrachtes Eigentum der Ordens brüder oder aber von den Gebern oder deren Erben in Anspruch genommen würden. Der Rest der Vermögen sollte vom Staat beschlagnahmt als Fonds zil einer Alterpensionstasse für Arbeiter verwandt werden. Diese Konfistation stieß in der Kammer auf Widerspruch und es wurde ein Amendement L'hopiteau durchgesezt, wonach die Gerichte entscheiden sollen, wer der Erbe für die nicht in Anspruch genommenen Güter und Vermögen ist. Auf diese Weise hofften die Gönner der Ordensgesellschaften, daß bei deren Auflösung die Vermögen doch den Brüdern wieder zugesprochen werden würden. Die Senatskommission hat nun eine Abänderung des§ 18 beschlossen, daß kein Mitglied der aufgelösten Orden zur Teilung des Restes( residuum) zugelassen werden Der Merger der Klerikalen über die„ Intoleranz" der Senats tommission ist begreiflich. tann. Die Neuwahlen für die ausscheidenden Generalräte werden am 21. Juli stattfinden. Mit Rücksicht auf die Vorbereitungen für diese Wahlen wird die Kanumer wahrscheinlich in der ersten Woche des Juli auseinandergehen. Belgien. Brüffel, 7. Juni. Der Vorschlag des Kabinettschefs, das Parlament am 1. August zu schließen, ist von den vereinigten 2inten abgelehnt worden. Die Liberalen bestehen darauf, das Kriegsbudget und die Kongovorlage eingehend zu erörtern. Die Socialisten sind damit einverstanden, die Be ratung der Unfallvorlage zu vertagen. Allem Anschein nach wird der Schluß des Parlaments erst anfangs Oktober erfolgen. Spanien. Polizeiliches, Gerichtliches univ. Genossen allerorts! Die Kefumenten des hiesigen Fabrikats seid Jhr! Thut Eure Pflicht, Ihr kennt sie! den Konflikt heraufbeschworen haben, auch fühlen, daß unser Ruin Will man uns wirtschaftlich ruinieren, so sollen diejenigen, die auch der ihrige iſt. Der Juter Reorganisation der schweizerischen socialdemokratischen Partei. In Sachen der seit Jahren betriebenen Reorganisation der socialdemokratischen Partei in der Schweiz hat am letzten Sonntag in Zürich eine gemeinsame Sigung des erweiterten Centralfomitees des schweizerischen Grütlivereins und des socialdemokratischen Parteifomitees stattgefunden, wobei ein vorläufiger Organisationsentwurf Der Oberbürgermeister als Vertreter des Unternehmer vereinbart wurde, nach welchem die socialdemokratische Partei tums. In der letzten Stadtrats- Sigung in Düsseldorf interpellierte fünftighin aus dem Grütliverein, δας heißt aus seinen der Stadtverordnete Dr. Becker den Oberbürgermeister wegen der mehr als dreihundert Sektionen alt fast ebenso vielen Maßregelung eines Straßenbahnschaffners. Dieser Schaffner war Orten, auts den fantonalen und lokalen Arbeiterverbänden bei Haniel n. Lueg, wo er beschäftigt gewesen, entlassen worden, bezw. Arbeiterunionen bestehen soll. Zur definitiven Regelung der weil er in öffentlichen Versammlungen zur Sprache gebracht hatte, Reorganisationsfrage soll im Laufe dieses Jahres noch eine gemein- daß ein Meister in der Fabrik einen Arbeiter durch einen Stich in schaftliche Tagung der Delegierten des Grütlivereins und der ver- den Rücken schwer verlegt hatte. Der Meister wurde tros dieser schiedenen socialdemokratischen Organisationen stattfinden. Roheit nicht entlassen, wohl aber der Arbeiter, der die Kritik geübt Graubünden), dem bekannten internationalen Kurorte für Lungen- bieß, auf Betreiben der Firma Haniel u. Lueg, und weil er Socialdemokratischer Wahlerfolg. In Davos( Ranton hatte. Nachdem fand der Entlassene Beschäftigung auf der Straßen bahn, wurde aber nach 11/2 Tagen schon entlassen, und zwar, wie es Franke, ist in der Person unfres Genossen Pramier der erste Socialdemokrat in den Gemeinderat gewählt worden. Mitglied des christlichen Straßenbahner- Verbands war. In Winterthur wurden in das 120 gliedrige Wahlbureau 40 Socialdemokraten ge- Grund der Entlassung sein, denn das sei ein Verstoß gegen die pellant erklärte, die Zugehörigkeit zu einem Verbande dürfe nicht der wählt. gefeßlichen Bestimmungen. Beigeordneter Thelemann gab die Er lärung ab, daß der entlassene Arbeiter nicht wegen feiner Zugehörig Bestrafter Boykott. Genoffe Swienty, Redacteur unsres feit zum Verband oder auf Ausuchen der Firma Haniel und Lueg Parteiblatts in Halle, hatte im Oktober und November v. 3. im entlassen worden sei, sondern weil er sich zum Straßenbahnschaffner Voltsblatt mitgeteilt, daß zwei Wirte aus Luckenau und Peißen feines freien Auftretens dem Publikum gegenüber nicht gedas Versprechen, ihre Säle zu Versammlungen herzugeben, gebrochen eignet habe. Das hatte sich also innerhalb 1/2 Tagen schon haben. Der eine wirt hatte sogar an die Redaktion des Bolts- herausgestellt. Zu dem Punkt äußerte sich der Oberbürgermeister blatts" einen Brief gesandt, worin er ausdrücklich mitteilte, daß sein Dr. Marr in folgender Weise: Er sei gegen derartige Erörterungen, Lokal Socialdemokraten nicht zur Verfügung stehe. Das Schöffenweil sie aus Gründen der Disciplin bedenklich sind. In öffentlichen London, 6. Juni. Das Unterhaus bewilligte mit 159 gegen gericht verurteilte Swienty wegen der Veröffentlichung au zwölf Stadtratssitzungen dürfe nicht über Anstellung oder Entlassung 60 Stimmen die Forderung von 15 779 000 Pfund Sterling für Lagen Haft und das Landgericht bestätigte das Urteil. städtischer Angestellter diskutiert werden, er erwarte, daß dies ein Beschaffung von Transportschiffen und Pferde- Wegen Beleidigung der Militärbehörde hatte sich der Ausnahmefall sei. Uebergehend zu dem Fall bei der Firma Hanie! material. Im Laufe der Debatte behauptete Blunde II Redacteur Schirmer vor der Erfurter Straftammer zu ver- u. Lueg ist er der Meinung, der Herrenstandpunkt des Unternehmers Maple, die vom Kriegsamte zum Ankauf von Pferden nach antworten. Im Juli v. J. brachte die„ Augsburger Volkszeitung" fei gerechtfertigt. Eine Machtvollkommenheit der Industriellen den Oestreich und Ungarn gesandten Offiziere hätten abgetriebene eine Notiz, die damals von der„ Tribüne", unserm Parteiblatt Arbeitern gegenüber sei am Blaze, sonst sei das Blühen und GePferde zu ungeheuerlichen Preisen gekauft und die Differenz in Erfurt, übernommen wurde, in der gesagt war, daß ein deihen der Industrie in Frage geftelt. zwischen dem wirklichen Wert der Pferde und dem vom Kriegsamte Soldat des dortigen Regiments die Aueßerung gegen seine Eine merkwürdige Stellung, die da der Leiter eines großen gezahlten Preise mit den bisherigen Eigentümern der Eltern und Bekannten hatte fallen lassen, daß er nicht freiwillig, Gemeinwesens einnimmt. Pferde geteilt. Der Finanzsekretär des Kriegsamts Lord fondern gezwungen nach China gehe, er sei kommandiert. An diesen Stanley entgegnete, es wäre eine Untersuchung im Bassus wurde eine Bemerkung geknüpft, in der der Staatsanwalt eine Zur Beendigung des Streiks der Weber in Vohwinkel. Gange, er glaube aber, diese würde nur dazu führen, die Grund- schwere Beleidigung fand, indem den Offizieren des Augsburger die Beendigung des Ausstands nicht wegen fehlender UnterstügungsGräfenrath bet Solingen wird uns berichtigend mitgeteilt, daß losigkeit der erhobenen Beschuldigung darzuthun. Regiments der versteckte Vorwurf gemacht werde, die Soldaten begelder eintrat, sondern weil die Ausständigen mit einer Serabsehung einflußt zu haben, nach China zu gehen. Trotzdem festgestellt Madrid, 7. Juni. Der Minister des Innern ist lebhaft mit der Reform des Gemeindeverwaltungs- Gesetzes beschäftigt; die wenig wichtigen Munisipalitäten sollen aufgehoben und es soll eine besondere Verwaltungsform für die großen Städte geschaffen werden, in denen ein Beamter eingesetzt werden soll, der die gleiche Stellung haben würde, wie der Seinepräfekt in Paris.- 96 England. Der Boeren- Krieg. " wurde " bagi burch die Bernehmung des Soldaten Mayer in China ber Unterstützung auf die im Strefelder Streit und sonst vom Verdaß die Aeußerungen des betreffenden Soldaten bezüglich seiner band der Weber und Berufsgenossen üblichen Säße nicht einver standen waren. Die Ausständigen fehrten in die Fabrik zurüd, Abkommandierung auf Wahrheit beruhen, beantragte der StaatsDie„ Times" veröffentlichen folgende Depesche aus Bretoria: anwalt 200 M. Geldstrafe. Das Gericht erkannte auf 150 M. Geld- nachdem sie vorher die Unterstützung für die letzte Woche in Empfang General Blood berät mit Lord Kitchener über die weiteren Truppen- ftrafe. bewegungen im östlichen Transvaal. Die Erfolge" der legten zwei Monate haben eine optimistische Anschauung der militärischen Lage aufkommen laffen, doch werden die Boeren die Feind- Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. genommen hatten. seligkeiten fortsegen, während ihre sogenannte Regierung dem Lande fern bleibt. Die Abreise der Frau Louis Botha nach Europa macht die Meldung glaubhafter, daß Botha dem Beispiel Krügers Achtung, Metallarbeiter! Die Firma„ Industria", Waldemar- in der Begründung ihres ablehnenden Verhaltens unter anderm: folgen und das Land verlassen wird, sobald dies seinen Interessen straße 29, ist für Metallarbeiter aller Art gesperrt. förderlich ist. Der Mitteilung eines Boeren zufolge, der zugegen war, Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. 20 f. Deutsches Reich. hielt Botha lezte Woche in Spizkop südlich von Amsterdam eine Berichtigung. In den in Nr. 129 des Vorwärts" bekannt Ansprache an seine Truppen, in welcher er wieder betonte, daß gegebenen Preisen der Barbiergeschäfte in Lichtenberg find einige England durch europäische Verwidlungen in Bedrängnis sei. Er Irrtümer enthalten. Es muß heißen: Rasieren 15 Pf., Haarjagte ferner, die gute Behandlung, welche die Engländer den sich schneiden 35 Pf., Sonntags 50 Pf., Bartschneiden 25 Pf., Frisieren ergebenden Boeren zu teil werden lassen, sei ein Beweis, 20 Bf., Saarbrennen 40 Pf., Stopfwaschen 25 Pf., Schnurrbartdaß England nicht im stande sei, den Widerstand der Boeren zu brechen. In der Depesche der" Times" heißt ausziehen 10 Pf., Kinder- Haarschneiden mit Maschine 15 Bf., Façon es zum Schluß, die Operationen Bloods hätten be= wiesen, daß die Boeren den Nat Bothas, fich nicht zu ergeben, sondern sich in den Bergen zu verstecken, befolgt hätten. Eine ProZum Tabakarbeiter- Ansstand in Nordhausen flamation, in welcher angekündigt wird, daß nach Ablauf eines bringt der„ Tabak- Arbeiter" eine Darstellung der gegenwärtigen Monats alles Eigentum der auf Kommando befindlichen Boeren Situation, worin unter anderm gesagt wird: konfiszirt werden würde, und die Führer, wenn sie gefangen ge- In der am 1. Juni stattgefundenen, von 800 Mitgliedern benommen worden seien, mit lebenslänglicher Deportation bestraft werden suchten Versammlung der Ausständigen wurde einstimmig beschloffen, würden, dürfte eine heilſame Wirkung haben, da es bekannt sei, daß in dem aufgezwungenen Stampfe auszuharren bis zum äußersten. mehrere Boerenführer in ihrer Haltung schwankend find. Diese Trost- Depesche schwankt sehr auffällig zwischen Hoffnung Nur ein Wort der Entrüstung hört man hier. Jetzt zeigt es fich und Verzagnis. deutlich, daß diese Herren alles daransezen daransetzen wollen, den Deutschen Tabakarbeiter- Verband hierorts zu um An der Kriegsmüdigkeit Englands ändert auch nicht der Kleine dekorativ auffrischende Einfall, daß London den Gouverneur von Stapland, Milner, zum Ehrenbürger ernannt hat. Partei- Nachrichten. ber= nichten. Der Schiedsspruch, der von Leuten, die jenen Herren doch fehr nahe stehen, von Arbeitgeber- Beifizern nebst dem Herrn zweiten Bürgermeister, der, das soll auch hier konstatiert werden, als Borfizender des Einigungsamts sein Interesse am Frieden bekundete, gefällt ist, konnte leicht von den Unternehmern angenommen werden. Gegen die paritätischen Arbeitsnachweise hat sich die Handelsfammer in Harburg erklärt. Sie steht wie unser Harburger Parteiblatt mitteilt auf dem Standpunkt, daß ein Bedürfnis zum gefeßlichen Eingriff in das Arbeitsverhältnis nicht vorliegt, und sagt Es sei zu befürchten, daß derartige paritätische Arbeitsnachweise sehr bald von socialdemokratischer Seite zu parteipolitischen Umtrieben und Agitationen, sowie zur Berhebung der Arbeiter ausgenügt und damit das friedliche Ver hältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erheblich ges fährdet werden würde. Die Furcht vor dem roten Gespenst muß immer herhalten, wenn die Scharfmacher eine ihnen unbequeme, wenn auch an sich nicht sehr bedeutende socialpolitische Maßnahme hintertreiben wollen. Zum Weberstreik in Gunewalde. In einer am legten Sonntag abgehaltenen Versammlung der Streikenden hat wie die Leipziger Volkszeitung" berichtet, der bekannte Romans schriftsteller, Rittergutsbefizer v. Polenz sich lobend über die musterhafte Haltung der Streikenden ausgesprochen, und, da er als geborener Gunewalder sich lebhaft für diefe Angelegenheit interessiert und eine baldige Beendigung des Streits wünscht, seine Bermittelung angeboten. Die Streifenden haben bereitwilligſt ihr Einverständnis hierzu erklärt. Der Abwehrstreik in Kelsterbach a. M.( Süddeutsche Waggonfabrit) hat mit einem teilweisen Erfolge der Arbeiter geendet. Die träge ab, wonach die Abmachungen ein Jahr Gültigkeit haben; Vertreter der einzelnen Branchen schloffen mit der Direktion Ver werden dieselben nicht ein Vierteljahr gekündigt, so haben sie auf ein weiteres Jahr Gültigkeit. Ausland. Der Streik der Landarbeiter um Molinella in Italien, bon Aus Heffen schreibt man uns: Stürzlich hatte der Provinzial- Aber nein! Die Herren wollen völlige bedingungslose unter- nachmittags alle Bädergehilfen, 150 an der Zahl, in den Ausstand. In Agram traten infolge von Lohndifferenzen am 4. Junt ausschuß der Provinz Starkeuburg auf Anordnung des Ministeriums werfung der Arbeiter! Sie scheuten sich nicht, den Nevers, den nachmittags alle Bäckergehilfen, 150 an der Zahl, in den Ausstand. Die Streifenden verließen die Stadt und kampieren im Freien am zum zweitenmale die Frage zu prüfen, ob die Beanstandung eines wir untenstehend wörtlich bringen, dann, als sie von seiten des Fuße des Sljemegebirgs, eine Stunde von Agram entfernt. Zur Beschlusses der Offenbacher Stadtverordneten durch den dortigen Schiedsgerichtes auf die im Nevers enthaltenen Ungefeß- Beilegung der Differenzen sind Verhandlungen im Zuge, die zu Oberbürgermeister zu Recht erfolgt sei. Zur Vertretung des gleichlichkeiten hingewiesen wurden, durch einen bereits auf Vorrat einem befriedigenden Resultat führen dürften." falls angefochtenen Stadtverordneten- Beschlusses, daß die Bekanntmachungen der Bürgermeisterei auch dem socialdemokratischen„ Offen- liegenden neuen Knebelrevers zu ersezen, was zugleich die im bacher Abendblatt" zu übermitteln seien, war vom Kreisausschuß Schiedsspruch angedeutete Zurückziehung des Reverses als eitel auch der Verleger desselben, Genoffe Ulrich, mitgewählt worden. Blendwerk zeigt. Mit allen Gewaltmitteln will man, das ist mun Die oberbürgermeisterliche Ansicht, daß U. an dem Zustandekommen allen fund und klar, das gesetzlich gewährleistete Koalitionsrecht und dieses Beschlusses nicht mitmirken dürfte, weil er dabei privat die Organisation vernichten. interessiert sei, verwarf der Kreisausschuß, weil in diesem Falle das Privatinteresse Ulrichs nicht dem der Gemeinde zuwiderlaufe. Sodann hob der Provinzialausschuß diese Entscheidung auf, weil der Kreisausschuß angeblich nicht zuständig gewesen sei. Das angerufene Ministerium veranlaßte nun den Provinzialausschuß zu einer Korrektur dieses Beschlusses, die dahin ging, daß der Kreisausschuß Recht und der Oberbürgermeister Unrecht behält. Eine Konferenz der socialdemokratischen Gemeinderäte des Großherzogtums Heffen beruft das Landeskomitee unsrer dortigen Ge offen auf den 7. Juli in den Saalbau zu Offenbach ein, damit einem Beschlusse der vorjährigen Landeskonferenz Rechnung Der Revers lautet: dessen Verlauf wir mehrfach berichteten, ist beendet. Der Präfekt hatte gewiesen wurden, während die Arbeiter fie acceptiert hatten. Die Streifenden, in einer Zahl von etwa 3000 bersammelt, beschlossen nach einem Referat des socialistischen Deputierten Bissolati, die Wir, die Endesunterzeichneten, geben hiermit die ehren Arbeit wieder aufzunehmen. Die Arbeiter find befiegt, aber die wörtliche Erklärung ab, daß wir zur Zeit keine Beiträge zur Niederlage hat für sie sehr viel tröstliches. In den letzten zwei Streittasse bezw. zur Kasse des Verbands deutscher Tabak- Jahren haben die Neisarbeiter jener Gegend vielfach gestreitt, aber arbeiter in Bremen zahlen, auch derselben nicht beitreten noch nie hat sich die Solidarität und die Disciplin der Arbeiterschaft des ganzen Distrikts in so hellem Lichte gezeigt, noch nie ist der werden, so lange wir in der Fabrik von beschäftigt sind. Streit, an dem Männer wie Frauen gleichermaßen beteiligt waren, Ferner verpflichten wir uns, die zur Zeit ausständigen Arbeiter so gut organisiert gewefen und so ordnungsgemäß verlaufen, wie und Arbeiterinnen der Nordhäuser Tabatfabriken weder durch bare diesmal. Früher entstanden regelmäßig Aufläufe, so daß der Anlaß Geldmittel, noch in sonstiger Weise zu unterstützen. Wir erklären gegeben war, mit der Waffe einzugreifen; diesmal wurde der Sieg uns schließlich damit einverstanden, daß dem Inhaber der den Grundbesitzern äußerst schwer gemacht.j .. routine finality to 106 aber " Theater. Diebin, er beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen. Der| Die übrigen Bersammlungen tagten in Stecherts Gaal, Gerichtshof trugi jedoch dem krankhaften Zustande der Angeklagten Andreasstraße, bei Goßmann in der Kreuzbergstraße, in Rechnung und beließ es bei einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen. Rigdorf, in Friedrichsberg, in Charlottenburg und in Steglit. Sämtliche Versammlungen nahmen ebenfalls die vorstehende Resolution an. Ter Dersammlungen. N Köpenick. Eine öffentliche Gewerkschafts Versammlung, die hier am 5. Juni tagte, beschloß, den Magistrat und die Stadts verordneten Bersammlung zu ersuchen, ein Gewerbegericht für Köpenick und die umliegenden Orte zu errichten. M Vom Kalisyndikat. Magdeburg, 7. Juni.( W. T. B.) Die Magdeburg. 8tg." meldet aus Berlin: Die Verhandlungen der Kaliwerke wegen eines neuen Syndikats sind heute abend aufgehoben worden. Ein Resultat wurde bisher nicht erzielt. Finnischer Männer- Gesangverein ,, Suomen Laulu". Wie bor vielen Jahren spanische Studenten als nationale Sänger durch die europäischen Konzertfäle zogen, wie wir in den letzten Jahren Schwedische Studenten ebenfalls als Nationalsänger hörten, und wie dann vor nicht langer Zeit finnische Komponisten, zum Teil mittels Die Verbrüderung der Christlichsocialen und Deutsch eines heimischen Orchesters, sich in Berlin ein Bublifum schufen: foetalen in öffentlicher Versammlung, welche den Abschluß der stattebenso hat uns jetzt der finnische Männer- Gefang gehabten christlichsocialen Konferenz bilden sollte, kam nicht zu stande. berein Suomen Laulu" int feinem Konzert ein interessantes Bild der Lyrik dieses Volts- Hofprediger a. D. Stöder gab seinem Bedauern darüber AusIn Adlershof referierte Genosse Tuzauer am 5. Juni in stamms gegeben. Die finnische Sprache, eine der ural- altaischen druck, daß der als Korreferent in Aussicht genommene ReichstagsSprachen und mit der ungrischen nahe, mit der türkischen ferner Abgeordnete Liebermann von Sonnenberg im letzten Moment eines einer öffentlichen Versammlung über die vom Reichstag beratene Gewerbegerichts Novelle. Die Versammlung beschloß eine Petition verwandt, fällt u. a. durch ihre reichlichen Diphthonge auf, wie sie plöblich eingetretenen Unwohlfeins wegen abgesagt habe. Der Vorsitzende an den Bundesrat, welche denselben um Annahme der genannten etwas ähnlich unsre bajuwarische Mundart auszeichnen. Schon dies niemals Aussicht, die Massen zu gewinnen. Sie sei zwar klein, bilde aber Pastor Philipps: Plößensee erklärte, die christlichsociale Partei habe Novelle ersucht. macht sie für musikalische Zwecke bedeutsam. Die vorgetragenen dennoch, dank ihrer Vertretung durch Stöcker, das fociale Gewiffen" Lieder zeugten von einem starten, doch vorwiegend büfter ge- des Barlaments.( Beifall und Unruhe.) Herr Stöder ſelbſt pole Tehte Nachrichten und Depelihen. färbten Nationalbewußtsein; die tändelnde Lebensfreudigkeit und Anschauungsfülle der uns nahestehenden romanischen Poesien fehlt misierte besonders gegen die Socialdemokratie, der er vorwarf, daß hier so gut wie ganz. Zum Teil waren es Stücke aus dem finnischen sie sich tagtäglich am Vaterlande und an der Religion versündige. Boltsepos, der„ Kalewala", die erst vor etwa zwei Menschenaltern Als er einen Artikel des„ Vorwärts" als" hundsgemein" bezeichnete, ( 1885) aus ihrem volkstümlichen Leben an die Oeffentlichkeit gebracht entstand durch den Widerspruch der anwesenden Socialdemokraten ein ward; auch das Hauptsächlichste lyrische Sammelwerk, Stanteletar", förmlicher Tumult. Die christlichsocialen Ordner wollten die Socialdemowar vertreten, und dazu tam noch eine Anzahl einzelner Dichter. fraten aus dem Saale weisen, und standen erst von ihrem Vorhaben ab, Unter den Komponisten ist Sibelins bereits seit längerem führungen des pommerschen Pastors Bormann über die Wahl als Herr Stöcker davon abriet. Von Interesse waren die Ausder bekannteste. Das eine der diesmal vorgeführten Stüde Er führte das Wahlergebnis Breslau, 7. Juni.( W. T. B.) Der bei dem Reboiberin Greifswald Grimmen. von ihm, die Wasserfahrt des großen Sagenhelden Wäinämöinen attentat in einem hiesigen Restaurant am 4. Juni schwer verzeichnet sich durch eine interessante darstellerische Kraft aus. Bei auf die Unreife der pommerschen Landbevölkerung zurück, die sich wundete Reisende Gustav Otto aus Berlin ist gestern seinen BerSibelius find eintönig gehaltene Baßstimmen häufig und erzeugen Für die Stimmung im Lande sei dieser Einzelfall nicht maßgebend. legungen erlegen. von der wüsten" Agitation der Liberalen habe mitreißen lassen. mächtige Wirkungen; fie ergeben sich zunächst aus einem besonderen Doch müsse zugegeben werden, daß insbesondere die Christlich- Frankfurt a. M., 7. Juni.( 2. T. B.) Wie die Frankfurter Charakter des harmonischen Satzes, wie er bei den meisten dieser Socialen viel Einbuße erlitten hätten, seit sie der Gunst von oben Zeitung" aus Kaffel meldet, stieß Dienstagabend 61/2 Uhr vor Bahnfinnischen Lieder üblich iſt: der weiten Lage der Stimmen, entbehren müßten. Das Kaiserwort„ Christlichsocial ist Unsinn" hof Bebra der Leipzig- Kaffeler Schnellzug mit einem Güterdurch welche tiefe Bässe mit hohen Tenorstimmen usw. zu habe der Entwicklung der Partei sehr geschadet. Zum Schluß wurde zuge zusammen. Zwei Personenwagen wurden zertrümmert. sammenwirken. Die ausführenden Sänger find musikalisch namentlich vom Abg. Stöder zu Beiträgen für den christ. Behn Personen sind leicht verlegt. gut geschult und fingen namentlich sehr präcise, lafsen lichsocialen Wahlfonds aufgefordert. Frankfurt a. M., 7. Juni.( B. H.) Gestern früh trat in Im Siegerlande an Wohlflang bei dieser gerade feinvokalischen Sprache manches zu wünschen übrig, und namentlich bie Tenöre und in Hessen- Nassau soll schon jetzt mit der Agitation für christlich- Mainz das Kriegsgericht in der Duellfrage des Oberlieutenants Richter und des Husarenlieutenants Vogt zusammen. Richter, der flingen( besonders durch falsche Ausdehnung des Mittelregisters in sociale Reichstagskandidaten begonnen werden. verwundet worden war, hat sich inzwischen wieder erholt und die Höhe) oft recht derb. Mehrfach vertreten war auch der Kom- Eine öffentliche Versammlung der selbständigen Barbiere wohnte der Verhandlung bei. Das Urteil lautet der„ Frankfurter ponist Genes; er bevorzugt die aus unserm Männergesang be- der Schönhauser Vorstadt, die von 70 Personen besucht war, Beitung" zufolge gegen Oberlieutenant Richter auf drei fannte scharfe Rythmit, ist aber sonst recht vielseitig. Im übrigen tagte Donnerstagnacht im Lokal von Wernau, um zu den Monate Festung, gegen Lieutenant Bogt auf zwei Jahre Festung. hat es diese finnische Lyrit nicht nötig, an der deutschen Forderungen der Gehilfen und zur Preiserhöhung Stellung zu Außerdem wurde gegen letzteren auf Dienstentlassung erkannt. Liedertafelei gemessen zu werden; biel eher müßte und nehmen. Der Referent Deichsel( Freie Vereinigung) wies in darf mit Recht das ältere volkstümliche Lied der Deutschen, längeren Ausführungen nach, daß die Forderungen der Gehilfen meldet aus Budapest: In einer fürzlich hier aus der Donau gezogenen Frankfurt a. M., 7. Juni.( B. H.) Die Frankf. Zeitung" wie es in Berlin vornehmlich aus den Vorträgen der Konzert- berechtigt seien, aber mir bei gleichzeitiger Preiserhöhung bewilligt mit Eisenketten umwundenen Leiche wurde der Philosoph Ernst bereinigung„ Madrigal" bekannt ist, zu einem würdigen Vergleich werden tönnten. Er forderte dazu auf, dem Beispiel der Freien Verherangezogen werden. Eins der Lieder war schwedisch:" Jm Stampfe einigung selbständiger Barbiere" zu folgen. Auf diese Weise verbesserten Löwenstein aus Dresden refognosziert. Näheres ist über seinen des Lebens"( I lifvets kamp). Der Text der Lieder und eine, nicht die selbständigen Barbiere mit der Lage der Gehilfen zugleich auch Hauan, 7. Juni.( B. H.) Der hessische Städtetag bewilligte immer gut brauchbare, deutsche Uebersetzung waren fäuflich. Als ihre eigne Lage, die vielfach recht traurig sei. Durch Annahme Probe sei der Anfang des einen Liedes, heil dir Suomi, mein einer Resolution erklärten die versammelten Meister den Tarif heute 500 M. zur weiteren Verfolgung der Angelegenheit der AnLand!" usw., wiedergegeben:" Terve, Suomeni maa, sinivetten mi der Gehilfen anzuerkennen und so bald als möglich die regung einer Ruhegehaltskasse für die Gemeindebeamten des kalvossa kaunüna päilyt, ainiaan armaana meille sä säilyt!" Preise zu erhöhen, damit ihnen dauernd die Beachtung des Tarifs Regierungsbezirks Staffel und einer Versorgungskaffe ihrer Reliften. Der große Philharmoniesaal war, im Verhältnis zu den Um möglich sei. Nach einem weiteren Referat Deichsels und furgers Ort des nächsten Städtetags wurde Marburg gewählt. ständen, gut befeßt, großenteils wohl mit Gliedern der Kolonien Debatte wurde beschlossen, den Preis für Rasieren vom Wien, 7. Juni.( W. T. B.) In der Sigung der östreichischen aus den nordischen Ländern. Das half denn mit zu einem auch Sonnabend, den 8. Juni, früh 7 Uhr ab auf 15 3 f. Delegation beantwortete der Minister des Aeußern, Graf Goluchwsti, äußerlich großen Erfolg, der diesen Vertretern einer jugendkräftigen zu erhöhen. die Interpellation, in welcher er aufgefordert wird, baldigst Bewegung auf altem Volksgrund um so mehr gegönnt sei, als die Auf dem Gesundbrunnen sowie im Südosten der die Vermittelung zwischen England und den Boeren anzuregen. Er politischen Leiden Finnlands wahrscheinlich auch darin zu spüren sein Stadt fanden ebenfalls Versammlungen der selbständigen Barbiere erklärt, nicht in der Lage zu sein, auf diese Anregung einzugehen. statt, die im allgemeinen denselben Verlauf nahmen, wie die Ver- England habe wiederholt erklärt, keine Vermittelung anzunehmen wenden. Unter diesen fammlung, über die wir vorstehend berichteten. Im Südosten und sich an fein Schiedsgericht zu wandte man sich namentlich gegen das ablehnende Verhalten der Umständen eine Vermittelungsaktion ein Schlag ins die Interpellanten auf die Haager Beschlüsse Der ,, Vorwärts" hatte in der Nummer vom 18. November 1900 jammlung sprach das Verlangen aus, daß die Jnnungsvorstände, wenn aber den Versuch des Egnerschen Instituts für faufmännische und dem Beispiel der Freien Vereinigung" folgend, vor dem Einigungs- hinweisen, so müsse der Minister gestehen, daß ein solcher Vorin der Interpellation industrielle Propaganda kritisiert, wissenschaftliche Gutachten durch amt mit den Gehilfen in Verhandlung treten, damit wieder geregelte schlag mit der Begründung, wie fie Extrahonorare zu bestechen. Er hatte dabei auch ausgeführt, daß Verhältnisse im Beruf Plaz greifen. gegeben ist, seitens Englands gewiß als unfreundlicher Aft ein von Dr. Lebbin verfaßter Artikel in der Medizinischen Die selbständigen Barbiere in Nummelsburg hatten am der britischen Regierung gegenüber, mit der wir in Friede und aufgenommen werden würde.„ Wir haben wirklich keinen Grund, Woche" den Anschein erwecke, als fet er nach den 5. d. Mts, eine Versammlung einberufen, in welcher einige Redner Freundschaft leben wollen, etwas unfreundliches zu thun." Rezepten jenes Instituts verfaßt; es sei daher wünschens- aus den Reihen der Selbständigen rieten, nicht so lange zu warten, Ivert, wenn Dr. Lebbin Lebbin Klarheit hierüber schaffe. Herr bis es auch in Rummelburg zu einem Streit komme und das BerWien, 7. Juni.( B. H.) Der Eisenbahnrat nahm einen Antrag Dr. Lebbin bestritt darauf jede Beziehung Institut und der Vorwärts" nahm von dieser Bestätigung fofort möge, um dem vorzubeugen, die Forderungen der Gehilfen bezum Ernerſchen liner System der fliegenden Barbierstuben eingeführt werde. Man an, die Regierung aufzufordern, die Bahnverstaatlichungs- Aftion energisch fortzusetzen. Att. Herr Dr. Lebbin verlangte jedoch außerdem Bestrafung des willigen, gleichzeitig aber die Preise erhöhen. Folgende Resolution Budapest, 7. Juni.( B. H.) Der zwischen Ghamat und Ratsag verantwortlichen Redacteurs Dr. Gradnauer. Das Schöffenwilligen, fand einstimmige Annahme: verkehrende Bostwagen wurde seines Inhalts an Wertpapieren und gericht sprach diesen frei, da er in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. Dr. Lebbin legte Berufung ein, die am sämtliche von den Gehilfen gestellten Forderungen anzuerkennen nach Die selbständigen Barbiere Nummelsburgs verpflichten sich, Barsummen in hohem Betrage beraubt; der Postillon wurde er Freitag vor dem Landgericht zur Verhandlung kommen der Vereinbarung des Einigungsamts in Berlin. Sie verpflichten follte. Der Gerichtshof bahnte einen Vergleich an. Unter Hinweis fich gleichzeitig, den aufgestellten Preistarif innezuhalten und beauf die schon früher im Vorwärts" gegebene Aufklärung bezüglich scheinigen dies durch ihre Unterschrift. Dr. Lebbin erklärt Dr. Gradnauer:" Ich habe bei Publikation des Artikels vom 18. November 1900 nicht die Absicht gehabt, Herrn Dr. Lebbin zu beleidigen und bedauere es, wenn der Artikel anders aufgefaßt ist." Nach dieser Erklärung zog Dr. Lebbin die Klage zurück und das Verfahren wurde eingestellt. werden. SZ. Tod nicht bekannt. wäre Gerichts- Beitung. Innungen gegenüber den Forderungen, der Gehilfen. Die Ber- Waffer, wozu sich eine ernſtere Regierung nicht gern hergiebt. " Albert Hiller. Otto Schulz. Emil Pohl. Thomas Kolasti. Richard Huhn. Franz Lemte. Wilhelm Meltendorf. Emil Geschkowski. Paul Sellack. Mag Töpel. Karl Zemke. Karl Stiller. Ferner wurde eine aus Gehilfen und Selbständigen bestehende Kommission gewählt, welche etwaige Differenzen zu schlichten hat. " mordet. Was Rom, 7. Juni.( W. T. B.) Deputiertentammer. Auf eine Anfrage Dr. Bagnascos über den Stand der Verhandlungen mit Deutschland wegen der über die Anwendung des deutschen Unfallversicherungs- Gefeßes entstandenen Fragen erklärt Unterſtaatssekretär des Auswärtigen, De Martino, daß die italienische Regierung im Laufe der in Berlin und Nom eifrig ge= für den Grundfaz völliger führten Verhandlungen immer für den Gegenseitigkeit eingetreten sei ohne Rücksicht auf die daraus erwachsenden finanziellen Ansprüche. Die italienische ReDie Stügen der Ordnung. Für die Verhandlung eines Die Berliner Ortsverwaltung des Centralverbands der gierung habe auf Ersuchen der deutschen Regierung dieser eine größeren Spielerprozesses, der vornehmere Kreise berührt, war gestern Maurer hatte am Donnerstag sieben Versammlungen einberufen, ausgezeichnete Abhandlung des früheren Ministers Picardi über ein voller Tagestermin vor der 3. Straftammer des Landgerichts I angesetzt. Wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels war der Sentier um die Mitglieder über das zur Zeit bestehende Vertragsverhältnis diesen Gegenstand gesandt, aus welcher hervorgehe, daß die Bemit den Arbeitgebern aufzuklären. stimmungen des deutschen und italienischen Gesezes sich völlig ausgleichen. Ernst Levin angeklagt, ein Mann, der im glüdlichen Befige eines In der im Boruffia- Saal in der Aderstraße tagenden Versamm Die italienische Regierung habe das feste Vertrauen, daß die deutsche großen Vermögens sein soll. Unter den Zengen befanden sich lung referierte Silberschmidt. Er erörterte die dem Abschluß Regierung, die von den besten Absichten befeelt sei, auf Grund der mehrere Offiziere von außerhalb, einer aus Sachsen, zwei junge des Vertrags vorausgegangenen Verhandlungen und rechtfertigte Schlußfolgerungen der Abhandlung Picardis nicht zögern werde, Freiherren, Referendare, Studenten 2c. Auch der das Verhalten der Vertreter des Verbands. Dem Referat folgte den Bundesrat um Anerkennung des Grundfazes völliger Gegenaus dem großen Spielerprozeß bekannte Spieler Wolff war eine längere Diskussion, in der unter anderm zwei Redner erklärten, feitigteşt erfuchen. zu als Zeuge geladen, aber durch Krankheit am Erscheinen verhindert. Sie hätten zwar anfangs gegen die Annahme des Vertrags agitiert, Straft betrifft, welche die Frage der rückwirkenden in Deutschland den Die Anklage beschuldigt den Angeklagten, feiner Vorliebe jekt fähen fie aber ein, daß das Bestehen des Vertrags im Interesse versicherungs Gefeß das Unfallbom 30. Juni 1900 aufgenommenen für das Baccarat hier und an auswärtigen Stätten, des Verbands liege. Nach Schluß der Diskussion wurde die folgende Bestimmungen gab, so sei im Interesse der Familien in denen die goldene Jugend zu verkehren pflegt, in einer so intensiven Weise nachgegangen zu sein, daß die Auflage- Resolution, welche die Ausführungen des Referenten zusammenfaßt, der in Deutschland vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes verunglückten italienischen Arbeiter, deren Rentenbezug auf Grund dieser behörde eine Gewerbsmäßigkeit in seiner Spielluft erbliden zu müssen gegen vier Stimmen angenommen: Die Versammlung hält die heute auf den Bauten herrschenden rückwirkenden Kraft eingestellt wurde, seitens der italienischen meint. Der Verhandlung des Falles stellte sich ein unüberwindliches Bustände bezüglich der gegenseitigen Solidarität der Kollegen für Regierung eine lebhafte Thätigteit entfaltet worden. Nunmehr Hindernis entgegen: der als Zeuge geladene Kriminalfommiffar b. Manteuffel war nicht zur Stelle, und der sofort nach ihm allgemeinſchädlich und daher dringend der Verbesserung bedürftig. babe, nach einer Mitteilung des deutschen Botschafters, das Reichsb. Manteuffel war nicht zur Stelle, und der sofort nach ihm Die Versammlung sieht die Ursachen dieser ungesunden und zer- Berficherungsamt dahin entschieden, daß das Gesez vom Jahre 1900 entsandte Bote tam mit der Nachricht zurück, daß der Kriminal- sezenden Zustände in erster Linie in der Organisationszeriplitterung. teine rückwirkende Straft haben könne. Die Bedeutung dieses BeTommiffar er n ft I ich erkrankt sei. Unter diesen Umständen bean- Das so oft gebrauchte Schlagwort, daß Einigkeit ohne einheit ichluffes für die italienischen Arbeiter in Deutschland sei klar. tragte der Staatsanwaltschaft Vertagung und demnächstige kommiffa- liche Organisation" genüge, hat sich gerade bei der Ber Italien müsse der deutschen Regierung für den zur Lösung dieser rische Bernehmung der von außerhalb hierher gekommenen Zeugen. längerung des Vertragsverhältnisses als völlig unzutreffend und Frage bewiesenen Geist der Bersöhnlichkeit Dant wissen. Einer solchen kommissarischen Vernehmung widersprach Justiz schädlich erwiesen. Eine wahre Einigkeit ist nur in einer einheit Brüssel, 7. Juni.( W. T. B.) Der Regierung des Unabrath router im Juteresse des Angeklagten, der gelichen Organisation zu erblicken. Die Bersammlung bedauert es hängigen Kongostaats ist die Nachricht zugegangen, daß die wiß viele Fragen an Belastungs- Zeugen jeden einzelnen Belastungs Zeugen daher, daß von seiten der hiesigen Lokalorganisation tein Bedürfnislegten aufständischen Batateles, welche der Expedition des Obersten persönlich zu richten habe. Der Gerichtshof beschloß, die Sache zu vorhanden ist, sich der allgemeinen Organisation der Maurer Dhanis angehört nnd schon seit 1895 den Aufstand unterhalten vertagen und die auswärts wohnenden Beugen tommissarisch zu ver- Deutschlands anzuschließen, trogdem alle früher dagegen angeführten hatten, nördlich vom Quamaflusse geschlagen worden sind. 300 nehmen. Die Vernehmungstermine in den einzelnen Städten sollen Momente heute haltlos geworden und principielle Gegenfäße nicht Mann wurden durch die von Major Anderson befehligte 150 Mann aber jo gelegt werden, daß der Angeklagte event. im Stande ist, vorhanden find. thnen persönlich beizuwohnen. Die Versammlung erkennt ferner, daß der Vorstand des Lokal starte Truppenabteilung des Kongostaates gefangen genommen. Das Wiederum war es eine Frau aus den besseren Ständen", vereins bestrebt ist, die Aufmerksamkeit der Kollegen von der Haupt- mit ist der Aufstand der Batatekes vollständig niedergeschlagen. Madrid, 7. Juni.( W. T. B.) Wie aus Barcelona vom welche sich gestern wegen Diebstahls im Wertheimschen Kaufhause sache, d. h. der von ihm sowohl, als von ihrem Organ Die vor dem Schöffengericht zu verantworten hatte. Die Witwe Emma Einigkeit" anerkannten und scharf vertretenen Nüglichkeit einer Bergeftrigen Tage gemeldet wird, fiel dort während der Frohnleichnamsprozession in der Nähe des Medinaceli Blazes ein Sarberg war einer Berkäuferin in dem genannten Geschäft schon längerung des Vertrags abzuleiten und dieselbe auf Nebensächlich brennendes Stüd Papier von dem Balkon eines Hauses. wiederholt verdächtig vorgekommen, weshalb sie die Besucherin nicht teiten, wie die angeblich getroffene Vereinbarung beider Organisations- Die Menge, welche glaubte, es handle fich um eine Bombe, stürzte aus den Augen ließ. Es gelang ihr, die Angeklagte dabei zu er- vorstände, zu konzentrieren, für deren wirkliches Zustandekommen tappen, als dieselbe eine Base heimlich vom Tische nahm und in auch nicht der geringste Beweis erbracht werden kann, sondern im lärmend auseinander. Hierbei wurden etwa 100 Personen verlent; viele Damen wurden ohnmächtig. Während die Prozession ihre Tasche steckte. Es kam zu dem üblichen unerquicklichen Auftritt, Gegenteil die ganze Situation am Schluß der betreffenden Sigung vorüberzog, fanden einige unerhebliche Kundgebungen statt. die Ertappte tonnte den Diebstahl nicht leugnen, behauptete aber, gegen das Zustandekommen einer solchen Vereinbarung spricht. daß sie die That in einem unzurechnungsfähigen 84- Die Versammlung zieht nun nach Lage der Verhältnisse auf stande begangen haben müsse. Bei der Haussuchung fand man den Bauten und der obigen Umstände die Lehre, daß die jetzigen noch Stoff zu einem Kleide und zwei Baar neue Handschuhe Zustände beseitigt werden müssen und zwar soll dieses geschehen unter dem Sofa versteckt. Auch diese Gegenstände varen 1. durch unablässige Agitation für den Verband und dessen Bes aus dem Wertheimschen Geschäft entiendet. Auch im Termin blieb strebungen; die Angeklagte dabei, daß sie bisweilen von hysterischen Kopf- 2. durch die Leistung einer guten und soliden Arbeit und Beschmerzen befallen werde, wodurch ihr jede Herrschaft über ihre seitigung aller Pfuscharbeit; Handlungen geraubt werde. Der Verteidiger, Rechtsanwalt 3. durch Pflege des Baudeputierten- Systems, Meldung aller Dr. Davidjohn, hatte sich auf das Beugnis des Hausarztes der An- Mißstände an die Verbandsleitung, gesunde, die Tagesfragen und geklagten darüber berufen, daß fie thatsächlich an solchen Anfällen die Arbeitsverhältnisse betreffende Diskussionen in den Baubuden, leide. Das Gutachten ging nur dahin, daß die Angeklagte an Pflege der Solidarität aller Kollegen; Hysterie leide und dadurch zeitweise in ihrer Ueberlegungskraft be- 4. Erstrebung einer einheitlichen Organisation durch vernünftige fchränkt werde. Der Staatsanwalt war daher der Ansicht, daß die und ruhige Diskussion und der Aufklärung aller uns fernstehenden Angeklagte mit demselben Maße zu messen fei, wie jede andere Kollegen." London, 7. Juni.( W. T. B.) Unterhaus. Kriegsminister Brodrick erwidert auf eine Anfrage, Kitchener habe keine Weisungen erhalten, welche ihn daran hindern tönnten, Vorschläge der Beeren entgegenzunehmen. Er fei verpflichtet, alle Vorschläge sofort der britischen Regierung zu übermitteln. Kitchener jedoch sowie die Ne gierung lehnten es ab, die Frage der Unabhängigkeit zur Beratung zu stellen. Labouchère fragt, ob die Regierung den Boeren dieselbe Art von Unabhängigkeit zugestehen werde, wie Kanada und Australien eingeräumt sei. Chamberlain erwidert: Sicher nicht im gegen wärtigen Augenblick. Kriegsminister Brodrick teilt sodann noch mit, daß Kitchener in einem Telegramm das Gerücht, die Boeren hätten in Blakfontein 2 Gefangene getötet, für unbegründet erkläre. Moskau, 7. Juni.( B. H.) Die Arbeiter der Erdwachsgruben in Boryslaw sind in den Ausstand getreten. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. t. 131. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Rigdorf. Der Wahlverein hält Mittwochabend 8½½ Uhr in Laudners Festfälen, Bergstr. 151/152, eine Versammlung ab, in der Herr Gerling über das Recht auf Arbeit, Bildung und Gesundheit spricht. Sonntag, 16. Juni, veranstaltet der Wahlverein im ApolloTheater, Hermannstr. 48/49, ein Sommerfest, in der Erwachsenen wie Kindern die mannigfachsten Ueberraschungen und Genüsse geboten werden. Beginn 4 Uhr, Eintrittspreis 20 Pf. In Johannisthal hält der Wahlverein heute abends 81/2 Uhr im Lokal von Senftleben seine Mitgliederversammlung ab. Tages ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Nieder- Schöneweide. Heute abend, 81/2 Uhr, hat der Wahlverein bei Franz, Grünauerstr. 5, seine Mitgliederversammlung. Der Vertrauensmann von Pankow sendet uns folgende Mitteilung: Nach jahrelangen Kämpfen ist es uns endlich gelungen, in Mühlenbeck bei Berlin einen Saal zur Abhaltung von politis schen Versammlungen zu bekommen, in welchem Sonntag, den 9. Juni, nachmittags 3 Uhr, eine Volksversammlung stattfinden wird. Es ist dies der Gasthof zur Sonne, Inhaber Karl Raunau. Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Wahlverein von Grünan hält heute, abends 9 Uhr, feine Mitglieder- Versammlung bei Gerfe, Köpniderfir. 88, ab. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend nötig. Lokales. " 0 Sonnabend, 8. Juni 1901. Apotheker einfach zu kürzen, wenn in denselben nicht die früheren, Ueber die chriftliche Nächstenliebe in einem Krankenhause vor dem Boykott geltenden Taganfäße innegehalten seien. Da bringt die„ Tägliche Rundschau" folgende komische Mitteilung: Das somit diese Kürzungen bei sämtlichen Rechnungen zu erwarten, da fönigliche Augusta Hospital in der Scharnhorststraße in Berliur ferner in einem an die nicht boykottierten Apotheker feitens hat nur adelige Schwestern, außerdem bezahlte Pflegerinnen, der Kassenvorstände Schreiben chitanöje Forde die den Schwestern zur Hilfe beigegeben sind und in zwei Jahren rungen bezüglich der Rechnungslegung gestellt feien. so wurde die Krankenpflege erlernen. Nun nimmt das Augusta Hospital aus diesen und einigen andern eingehend erörterten Gründen der Pensionärinnen" auf, junge Mädchen, die für eine Pension von einstimmige Beschluß gefaßt, nunmehr aus Notwehr von dem 150 Mart in einem vierteljährlichen Kursus unter Anleitung der jenigen Mittel Gebrauch zu machen, welches man bisher allein mit Schwestern die Krantenpflege erlernen. Als Pensionärinnen werden Rücksicht auf die erkrankten Arbeiter bezw. Kassenmitglieder nicht nicht nur adelige, sondern auch bürgerliche Damen angenommen. in Anwendung gebracht habe, nämlich der Kreditentziehung. Trotzdem Adelige und Bürgerliche gleiche Pension zahlen, nehmen Dieselbe full spätestens am 20. Juni eintreten, wenn bis dahin die bürgerlichen Bensionärinnen eine den adligen untergeordnete nicht eine befriedigende Regelung erzielt oder wenigstens an- Stellung ein.( 1) Sie werden mit ihren adligen Gefährtimmen gar gebahnt ist. nicht bekannt gemacht, so daß die letzteren von vornherein ihre Die Krankenkassen werden dieser Drohung wohl nicht allzu ängst bürgerlichen Genoffinnen als unter ihnen stehend ansehen müssen. lich gegenüberstehen. Nur die adligen Pensionärinnen nehmen an den Mahlzeiten der Oberin und der Schwestern teil, während die bürgerlichen PensioDer zum Stadtsyndikus an Stelle von Herrn Meubrind ge= wählte bisherige Stadtrat Dr. Karl Sirsetorn entstammt einer närinnen mit den mehr oder minder ungebildeten Pflegerinnen alten Berliner Familie und steht jegt in 50. Lebensjahre. Seine zusammen speisen. Auch haben die adligen Pensionärinen mit den Schiveſtern eine gesonderte Morgenandacht, während Vorbildung genoß er auf dem Friedrich Wilhelms- Gymnasium in der die bürgerlichen Pensionärinnen ihre Andacht mit dent Kochstraße, das er im Jahre 1870 verließ. Dann studierte er Ge- Pflegerinnen halten. Nach dem Abendbrot werden nur die schichte, Philosophie und Staatswissenschaften auf den Univerſitäten abligen Pensionärinnen in den Kreis der Schwestern gezogen, den Heidelberg, Bonn und Berlin. Im Jahre 1874 wurde er von der bürgerlichen Pensionärinnen bleibt es überlassen, die Geselligkeit der philosophischen Fakultät zu Halle zum Doktor promoviert. Er wandte sich hierauf dem juristischen Studium zu, bestand Pflegerinnen zu teilen, wofern sie es nicht vorziehen, ihr Zimmer im Jahre 1877 das Referendar- und im Jahre 1882 das aufzusuchen. Auch in Bezug auf Größe und Ausstattung des Assessorexamen. Er arbeitete als Affeffor bei dem hiesigen Bimmers werden die adligen Pensionärinnen bedeutend vor den Amtsgericht II und wurde im Jahre 1884 juristischer Hilfsarbeiter liche" Mädchen es mit ihrer Ehre vereinbar halten, sich derart bebürgerlichen bevorzugt. Wenn unter solchen Verhältnissen„ bürgerbeim Magistrat von Charlottenburg. 1885 wurde er von der dortigen handeln zu lassen, so geschicht ihnen eben recht. Stadtverordneten- Versammlung zum besoldeten Stadtrat und 1891 zum Stadtsyndikus von Charlottenburg gewählt. 1894 wählte ihn die Stadtverordneten= Versammlung von Berlin zum besoldeten Stadtrat. Nachdem er als solcher zuerst die Steuerdeputation geleitet hatte, wurde er Dezernent für die Baudeputation und die städtischen Wasserwerke. Zur Zeit führt er den Vorsitz in der Schuldeputation. Beim preußischen Städtetag führte er seit einer Reihe von Jahren das Schriftführeramt. Eine eigentümliche Himmelderscheinung Schon wieder ein Leitungsdraht gerissen! Am Freitagnachmittag 31/2 Uhr riß vor dem Hause Gertraudtenstr. 13/14 der regt an den gegenwärtigen schönen Abenden manchen zum Simmieren über dem östlichen Geleise liegende Arbeitsdraht, nachdem ein Motor aufgelegten Beobachter zu gehaltvollen Betrachtungen an, die auf wagen eben die schadhafte Stelle durchfahren hatte. Das Pferd eines Ursprung und Ende des Kosmos und andre zur Zeit noch nicht Bierwagens erhielt durch Berührung mit dem herabfallenden Drahtende völlig gelöste Fragen uranoskopischer und aſtrophysischer Natur ein einen elektrischen Schlag und fiel zu Boden, erholte sich aber bedeutsames Schlaglicht werfen. Aus mancherlei Zuschriften, die sich bald wieder, konnte aufstehen und seinen Weg fortsetzen. Die Fener mit der erwähnten Erscheinung befassen, geben wir ihrer Anschaulichkeit und wissenschaftlichen Klarheit wegen die folgende wieder: Eine Feststellung der Zahl derjenigen Personen, die von wehr fam mit der mechanischen Leiter und sorgte dafür, daß Geehrte Nedaktion! Am heutigen Tage( 6. Juni) abends der Beförderung mit Straßenbahnwagen ausgeschlossen werden, weil weiter kein Unheil entstehen konnte. Dann kamen auch Angestellte der Straßenbahn mit dem Turmwagen, um den Schaden ausgegen 3/411 Uhr beobachtete ich eine seltene Himmelserscheinung die Wagen besezt sind, erfolgt gegenwärtig in Berlin. Die Straßenbei bedecktem Firmament. Es erschien plötzlich am südwestlichen bahnschaffner find angewiesen worden, am 6., 7. und 8. Juni fest- aubessern. Der Verkehr wurde erheblich gestört, sonst aber ging es Himmel ein heller Lichtschimmer aus dem dunkeln Gewölf, welcher zustellen, wie viel Personen an den verschiedenen Haltestellen mit zum Glüd gut ab. nicht unähnlich dem bei sto metenerscheinungen beobachteten einem„ besezt" zurückgewiesen werden müssen, ferner sollen fie an- Ein dritter Fall von Sitzschlag wird vom gestrigen Donnerstag Schweife schien, jedoch nicht von solcher Helligkeit war, wie bei geben, von welchen Punkten des Betriebsnezes hauptsächlich die gemeldet. Gegen 1 Uhr nachmittags wurde in der Weinmeiſterſtraße derartigen Erscheinungen, und auch nicht so lang gestreckt. Das Nichtbeförderung der Passagiere erfolgt. Mit diefer Bählung ver- Ser Kaufmann K. vom Sonnenstich befallen und brach auf dem Phänomen bewegte sich mit bedeutender Geschwindig bunden wird eine Feststellung der Anzahl der die Wagen bemußenden Bürgersteig zusammen. Man brachte den Verunglückten in ein Haus, feit, beschrieb eine Gllipsenform von geringer Höhe und Abonnenten. Diese werden für jede einzelne Tour ermittelt; daneben wo er sich bei Anwendung geeigneter Hilfsmittel nach längerer Zeit mochte vielleicht zwei Sekunden gedauert haben, um dann spurlos wird die Anzahl der Fahrscheine lösenden Passagiere festgestellt. Auf so weit erholte, daß er in einer Droschte nach seiner Wohnung ge= im dunklen Gewölt wieder zu verschwinden. Ich wollte erst an Grund der bei diesen Erhebungen gemachten Erfahrungen soll eine bracht werden konnte. eine Vision meinerseits denten oder an einen von irgend einer Regelung des Straßenbahnbetriebes in der Weise erfolgen, daß dem Stelle ausgehenden Lichtreflex, aber diese Möglichkeit ist ganz Bedarfe entsprechend zu den Haupt- Verkehrszeiten entweder in ausgeschlossen schon durch die Form und die Bahn des Zwischenpausen Doppelzüge von den Endstationen abgelassen oder Phänomens, welche es mit großer Regelmäßigkeit beschrieb. Da neue Einsatzlinien geschaffen werden. doch Kometenerscheinungen häufig aufzutreten pflegen, welche von uniren Sternwarten nicht vorher angesagt werden, so ist es möglich, daß es sich um eine dieser Erscheinungen handelt. Vielleicht wird durch diese Mitteilung, ergänzt durch eventuell andre, die Aufmerksamkeit darauf gelenft und von fachwissenschaftlicher Seite Aufklärung gebracht. A Diese Statistit ist gewiß sehr nüglich. Unklar ist nur, wie die so schon start geplagten Schaffner zu einigermaßen sicheren Resultaten kommen sollen. Versammlung gegebenen Anregungen, betreffs Linderung der Der Magistrat hat sich gestern mit den aus der Stadtverordneten: mission von sieben Mitgliedern zu ernennen, welche mit geeigneten Wohnungsnot beschäftigt. Der Magistrat beschloß, eine KomBaugesellschaften und Baugenossenschaften wegen Gewährung von dem Magistrat entsprechende Vorlagen zu unterbreiten hat. Beihilfen im Sinne des vorstehenden Antrags zu verhandeln und V -A wenn Der Selbstmörder, der sich vorgestern vor den Augen zweier Kinder in der Hafenheide erfchoß, ist noch nicht bestimmt festgestellt. In seinen Kleidertaschen fand man u. a. eine am 28. Juni 1900 zu Obernau ausgestellte Quittungskarte, die auf einen am 26. Jea bruar 1875 zu Brand im Kreise Freiberg geborenen Tapezierer Richard Raute lautet. Ob der Mann hier gewohnt hat, ist auch noch nicht ermittelt. Arbeiterrifiko. Abgestürzt ist gestern nachmittag 6 Uhr vom Hause Kremmenerstraße 2 der Dachdecker Otto Schmidt, der dort mit Reparaturen beschäftigt war. Der Berunglückte starb nach wenigen Minuten. Die Leiche wurde dem Schauhause zugeführt. Arbeiter Bildungsschule. Wir machen nochmals auf den morgen stattfindenden Familien- Ausflug nach SadowaHirschgarten aufmerksam. Abfahrt 9,01 Uhr Alexanderplay, 9,10 Uhr Schlesischer Bahnhof, Treffpunkt Bahnhof Sadowa 9,30 Uhr. Für Nachzügler bis 5 Uhr Restaurant Pferdebucht" bei Köpenid. Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. Aus den Nachbarorten. Die Vore ES 32 Jahre alte Ehefrau Baula des Restaurateurs Schnabel aus der Durch zwei fremde Feuerwehrmänner ist gestern früh die Wohl und Wehe unseres Erdballes höchst belangvollen Erscheinung Frau besuchte gestern abend Verwandte in der Schüßenstraße. Als Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, dieser für das 32 Jahre alte Ehefrau Paula des Restaurateurs Schnabel aus der Hollmannstr. 17 schwer zu Schaden gekommen. Die etwas beleibte Kosten eine wissenschaftliche Expedition ausgerüstet, die auf den Grund zu gehen und daher jofort mit sehr beträchtlichen fie gegen 1 Uhr auf dem Heimweg in die Friedrichstraße einbog, famen im schnellen Schritt von der Zimmerstraße her zwei fremde unter der sicheren Führung unseres redaktionellen Gelehrtenstabes Feuerwehrleute und rannten sie um, so daß sie auf den Damin fiel. gar bald zu überraschenden Ergebnissen gekommen ist. Wie unser früher Auf dem internationalen Feuerwehr Kongreß hielt Feuer- Während die Feuerwehrleute eiligst davonliefen, ohne sich um die bereits bei der Entdeckung der Scherl- Insel beteiligt gewesener lösch Jnspektor Krameyer Merseburg einen Vortrag über die Frau zu kümmern, wurde diese von einem Nachtomnibus überfahren. Special Berichterstatter uns durch ein heute nacht Heranziehung der Privat- Feuerversicherungs- Gesell Sie zog sich außer Hautabschürfungen einen Bruch des rechten Beins 2 Uhr 46 Minuten 51 Sekunden aufgegebenes Privat fchaften zu den Kosten für den Feuerschutz im allgemeinen. Er zu und mußte mit einer Droschte der Unfallstation 13 in der Kronentelegramm meldet, haben spektralanalytische Untersuchungen führte u. a. aus, daß besonders kleine, ärmere Gemeinden sehr straße zugeführt werden. Von dort brachte ein Roppscher Nettungsergeben, daß das vorzüglich beobachtete Himmelsphänomen oft in üble Lage gebracht würden, sie für die wagen die Verunglückte nach der Charité. oder bei Bränden Verunglückten terrestrischen Ursprungs ist und mit Sicherheit auf eine erhebliche Hinterbliebenen von für Mit dem Zweirad verunglückte gestern abend der Schriftfeßer Konzentration elektrischer Kraftäußerungen im Westen schließen läßt, bessere Feuerlösch Einrichtungen zu sorgen hätten und da Georg Herbst aus der Schöneweiderstraße Nr. 36 zu Rigdorf. Auf die um so auffälliger find, als sie mit der Aurora borealis felt neben noch hohe Prämien für die Feuerversicherung zahlen dem Heimwege stürzte er auf dem Asphaltpflaster der Oranienstraße fame Aehnlichkeit haben und daher mit Sicherheit auf eine plögliche müßten. Er schlug folgende Resolution vor:„ Der Stongreß hält und zog sich einen Oberarmbruch zu. Die nächste Unfallſtation Verschiebung des magnetischen Nordpols hindeuten. die Einrichtung besonderer Kassen zur Unterstügung der FeuerwehrEin 3 Uhr 11 Minuten 4 Sekunden nachts aufgegebenes verbände und Feuerlöschzwecken für geboten und die Heranziehung mußte ihn in ein Krankenhaus bringen. Specialtelegramm bestätigt wenigstens zum Teil die epoche der Privat- Feuerversicherungs- Gesellschaften zu den Kosten für den machende Entdeckung. Danach steht fest, daß die Spannungsstärke Feuerschutz für notwendig."- Branddirektor Dittmann Bremen des Phänomens etiva eine Million Volt beträgt. Es hat seinen sprach gegen diesen Antrag, während der Reichstags- Abgeordnete Siz auf dem Blaze der Feuerlösch- Ausstellung in dem dort auf- ranten mit größter Wärme und unter vielem Beifall für den gestellten Scheinwerfer. selben eintrat. Nach längerer Debatte wurde der Antrag schließlich in folgender Faffung angenommen: Der Kongreß hält die ErZur Wahl des Stadtschulrats für das höhere Schulwefen richtung von Feuerichugtassen für notwendig und empfiehlt die bringt die Staatsbürger- 8eitung" eine Notiz, in der sie heranziehung der Privat- Feuerversicherung zu den Mitteln für die den Gegnern des vom Ausschuß vorgeschlagenen Kandidaten, des Kasse." Gymnasialdirektors Schulze vorwirft, durch die in neuerer Zeit bie Feuersicherheit der Warenhäuser" zur Mode gewordene Obstruktion" die Nominierung des Kandidaten sprach der Branddirettor Ruhstrat- Stettin, der für den Erlaß von berhindert zu haben. Die Staatsbürgerin vermutet generellen Bestimmungen für diese Häuser eintrat, jedoch könnten dabei, daß hinter den Coulissen gemogelt werben solle, nicht alle Warenhäuser gleichmäßig unter diese Bestimmungen fallen, um die fette Pfründe dem freisinnigen Abgeordneten Gidda die Bauart und die Einrichtungen sehr verschieden seien. In Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung hatte in hoff" zuzuschanzen und mit der gerade der Staatsbürger- jedem Fall müssen aber bei dem Bau und der imeren Einrichtung Beitung so gut fleidenden moralischen Entrüstung glaubt sie durch solcher Häuser die zuständigen Leitungen der Feuerwehr gehört ihrer legten Sizung zu der neuen Magistratsvorlage auf dauernde diese Obstruktion das Ansehen der Reichshauptstadt gefährdet. werden. Branddirektor Stolz- Magdeburg trat ebenfalls für solche Festsetzung einer erhöhten Mietsentschädigung für die Es ist nur jammerschade, daß diesmal unsre verehrte Kollegin ein Bestimmungen ein, warnte aber vor generellen Anordnungen weit- städtischen Lehrer und Lehrerinnen Stellung zu nehmen. lage ist bereits im Vorwärts" veröffentlicht worden. falsches Ziel genommen hat. Nicht die Gegner, sondern die gehender Natur. handelte sich um die von der Regierung verlangte Abänderung eines Freunde des Herrn Schulze haben den Antrag auf Zurüc Anarchisten- Bomben" bilden zur Zeit den neuesten Scherz- Beschlusses vom 18. März, wonach die Erhöhung der Mietsweisung an den Ausschuß gestellt und sie waren es, die artikel im Berliner Straßenhandel. Die Polizei paßt jedoch scharf entschädigung nur eine vorübergehende sein sollte. Die die Obstruktion in Scene sezten, als sie befürchten mußten, daß auf, daß dieser Artikel öffentlich nicht verkauft wird, da er lebens- Regierung sieht dies als gesezwidrig an und die neue Vorlage will Darin find wir allerdings mit der Staatsbürger- Zeitung" einer aus einer Quecksilber- Schwefelmasse bestehen. Die eine Stugel hält für die Vorlage und betonte, daß seine Parteifreunde schon im Darin find wir allerdings mit der Staatsbürger- Zeitung" einer gefährlich wirkt. Zu jedem Spiel gehören zwei kleine Kugeln, die den Fehler beseitigen. Von den Socialdemokraten sprach Conrad Meinung, daß der Antrag den Zwed verfolgte, Beit für die üblichen man in der Hand, die andre wirft man in die Höhe und fängt sie März für dauernde Festlegung der höheren Säge eingetreten Bühlereien zu finden; nur hatten es die Freunde des Herrn dann wieder auf. Sobald nun die Kugeln beim Auffangen gegen seien. Der Vorsteher Sander wollte die höheren Säße zwar be Schulze auf diese Wühlarbeit abgesehen. Daß überdies gegen Herrn einanderschlagen, giebts einen ffarten, schußähnlichen Stuall und das willigen, aber nur für ein Jahr. Die Stadtvv. Schmidt, Gröpler. Schulze gewichtiges Material vorgelegt wurde, scheint uns schon aus dem Umstande hervorzugehen, daß überhaupt ist der beabsichtigte Effekt resp." Scherz". Häufig kommt es aber Koy und Abraham billigten die Magistratsvorlage, die dann mit Die Magistrats vor, daß die Kugeln explodieren und dann eine große Flamme knapper Mehrheit angenommen wurde. ein folcher Antrag gestellt werden fomite. Nach allen hervorrufen. Wegen der damit verbundenen Gefährlichkeit wurden vorlage betreffend die Aufnahme einer Anleihe von 3 200.000 m. bisherigen Meldungen war doch die Wahl gesichert und die von uns gebrachte Mitteilung, daß Herr Schulze der Schwager fie im vergangenen Sommer während der Ausstellung in Paris wurde genehmigt. Folgender Antrag des Magistrats wurde ebnfalls des Herrn Tirpitz und als solcher eifriger Flottenagitator fei, fann polizeilich beschlagnahmt und diesem Vorbilde schließt sich jetzt auch angenommen:" Durch Ortsstatut werden auf Grund des§ 21 Abs. 4 des Herrn Tirviz und als solcher eifriger Flottenagitator fei, fan doch bei der bekannten Loyalität unfrer freisimmigen Stadtväter nicht die Berliner Polizei an, indem sie den Verkauf dieses 10 Pf.- Scherz- der Städte- Ordnung die im§ 20 Absatz 1, 2 und 4 festgesetten Fristen wie folgt abgeändert: Die Berichtigung der Liste bon so einschlagender Wirkung gewesen sein, ganz abgesehen davon, der stimmfähigen Bürger gemäß§ 20 der Städte- Ordnung daß diese Thatsache den Freunden des Herren Schulze schon vorher Zur Entlastung der Potsdamerstraße. Das Polizeipräsidium findet vom 1. bis 15. august statt. Die Auslegung der Liste bekannt war. hat soeben die Anordnung getroffen, daß die Wagen der Straßen- gemäß§ 20, Abs. 2 der Städte- Ordnung erfolgt vom 15. bis bahnlinie Savignyplaz- Potsdamer Thor- Görlizer Bahnhof von 30. Auguft. Die Stadtverordneten Versammlung hat über die Schreckliche Drohung. In der„ Apotheker- Beitung" Lefen der Lügowstraße nicht mehr durch die Potsdamer Straße über den Richtigkeit der Liste bis zum 15. September gemäß§ 20 Abs. 4 der wir folgendes über die Stellung der Apotheker zum Boykott: In einer am Mittwoch, den 5. d. M., abgehaltenen Versammlung fämt Potsdamer Plaz und die Königgräger Straße nach der Anhaltſtraße, Städte- Ordnung zu beschließen. Dies Ortsstatut tritt mit dem Tag fondern weiter durch die Lüzowstraße, die Flottwellstraße, das der Verkündung in Kraft." licher Apothekenbefizer und-Verwalter Berlins und der Umgegend, Schöneberger Ufer, den Hafenplay und die Schöneberger Straße zur Vorberatung eines Nachtragsvertrags mit der Großen die sehr zahlreich besucht war: wurde bezüglich des von dem Vor- geleitet werden. Die Anordnung tritt bereits am nächsten Montag, Berliner Straßenbahn wurde die Verkehrsdeputation verstande des Vereins zur Einführung freier Arztwahl eingelaufenen den 10. Juni, in Kraft. Die Verlegung einer bereits bestehenden stärkt. Von den Socialdemokraten tam noch Conrad hinein. Schreibens( vergleiche" Apotherter- Beitung" 45, 386) auf Antrag des Linie auf Anordnung der Landespolizeibehörde ist bisher in Berlin Zur Veranstaltung von Ferienkolonien soll nach Borstandes einstimmig der Beschluß gefaßt, in einem Antwortschreiben noch nicht vorgekommen. einem Antrag dem Freiwilligen Erziehungsbeirat für die Jugend in für die Anregung zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zu banken, dabei aber darauf hinzuweisen, daß diese Verhandlungen nur Die Rektoren der in der Ruppiner- und Colmarer. Rigdorf" eine Beihilfe von 2000 m. gewährt werden. Einen Antrag an den Magiftrat der Armendeputation, 2000 M. zur Einrichtung von Ferienkolonien Aussicht auf Erfolg haben können, wenn dieselben allein von den straße belegenen Gemeindeschulen haben Vertretern der Krankenkassen und den Apothekern geführt die Bitte gerichtet, daß statt des im Etat bei der vorzunehmenden in den Etat einzustellen, hatten bekanntlich Stadtverordnetenund Magistrat feiner Beit abgelehnt, würden ohne Beeinflussung durch andre Interessentenkreise. Für die Umpflasterung vorgesehenen Steinpflasters geräuschloses Pflaster zur Versammlung etwaigen Verhandlungen wurde ein Ausschuß, bestehend aus den Anwendung komme, damit der Unterricht durch das Straßengeräusch weil man es nicht für eine Aufgabe der Stadt erachte, FerienStadtv. Schmidt will nur 500 Mart, Herren Marggraff, Beutler, Callies, Freund, Kuhlmann und Schade nicht gestört werde. Der Magistrat ist den Bitten entgegengekommen tolonien zu begründen. Stadtv. Silberstein( Soc.) gewählt. Sodann wurde mitgeteilt, daß die zur Centralfommission und hat beschlossen, die genannten Straßen mit Holz pflastern zu Stadtv. Belß 1000 m. bewilligen. gehörenden Kassenvorstände ihre Rechnungsrevisoren mit der strengen lassen, weil wegen der Steigungen ein Belag mit Asphalt Nach empfahl die Magistratsvorlage. Er betonte, daß die Stadt auf diesem Gebiete eigentlich selbständig vorgehen müßte. Nachdem dies Weisung versehen hätten, sämtliche einlaufenden Rechnungen der teile im Gefolge haben tönnte. artikels inhibiert. M D " aber endgültig von der Mehrheit abgelehnt worden sei, wären seine Eiche", Behlendorf, Küz, Berlinerstr. 1.- Gemütlicher Qualm", Potsdam, landsplägen waren Tendenzberichte nicht vorhanden. Der hiesige Markt Freunde und er für Leistung eines möglichst hohen Beitrags an den Schaade, Zimmerstr. 2. Seemanns Lust", Potsdam, Luisenstr. 43, eröffnete in flauer Tendenz; nachher vollzog sich eine allerdings nicht durchErziehungsbeirat. Redner ging davon aus, daß, abgesehen von der Gasthof Germania", Tegel, Klippenſtein. greifende Befestigung, die vom Roggenmarkt ausging und wiederum in den Förderung der Sache, der Stadt so der erwünschte Einfluß gesichert abds. 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnv." Fichte", Berlin. mißlichen Witterungs- und Saatenstandsverhältnissen Südrußlands ihren werde. Die Mehrheit entschied sich jedoch für die Hergabe von nur Boechstr. 17/20. 3. Männer- Abt. Grund hatte. Roggen wurde in der zweiten Stunde etwas mehr verlangt, 7. Männer Abt. Reichenbergerstr. 131-132. doch überwog das Angebot, und die Lieferungspreise, welche anfänglich stärker 1000 Mart. 8. Männer Abt. Höchsteftr. 36/37. 2. Lehrlings: Abt. Stalizer: gedrückt waren, blieben zuletzt noch- M. hinter gestern zurück. Russische 5. Berl.- Abt. Offerten waren knapp und etwas höher gehalten. Weizen war still und durchschnittlich 1 M. schwächer. Ware wie Lieferungen schwer umzusehen. Mehl fand wenig Interesse, Hafer zur Abschwächung neigend auf weitere Bufuhren. Mais sehr still, Preise kaum verändert. Rüböl geschäftslos, nominell wie gestern. Spiritus 10 Pf. höher; 70er loco 43,90 m. leben. Beim Aufhocken auf einen Wagen tam gestern in Char= straße 55-56.- 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). Ackerstr. 67. Freie Turnerschaft Johannisthal" abds. 9-10 Uhr Senft Tottenburg ein Junge schwer zu Schaden. Er hatte seinem Vater Turnerschaft d. V.„ Nereus"( gegründet 1882), 1. Lehrlings: das Mittagessen gebracht und fuhr mit seiner Markttasche, in der sich Abteilung 8-10 Uhr abds. Manteuffelstr. 7.„ Arb.- Turno." in Adlershof, auch eine leere Bierflasche befand, nach Hause. Die Tasche geriet Schmauser, Bismarckstr. 16, 82-102 Uhr abends. mun zwischen dem Wagenkasten und ein Rad, die Flasche wurde gedrückt und die Scherben schnitten dem Jungen die Hand, in der er die Tasche hielt, der Länge nach auf. Groß- Lichterfelde. Am Montag, den 10. Juni, abends 6 Uhr, findet eine öffentliche Sigung der hiesigen Gemeindevertretung statt, in welcher auch über die An= träge der hiesigen Grundbesizer Vereine auf Wahlentrechtung der Arbeiterklasse bei den Gemeindewahlen beraten und Beschluß gefaßt werden soll. Bei der Bedeutung, die dieser Angelegenheit für die am Orte wohnenden Arbeiter und deren Interessen in hohem Maße zu= tommt, ist es wünschenswert, daß die Parteigenossen den Verhandlungen im Rathaussaale, die öffentlich sind, in möglichst großer Anzahl beiwohnen. Da eine Reihe andrer Gegenstände der Tagesordnung vorher erledigt werden, dürften die Beratungen über obigen Bunft vor 7 Uhr kaum beginnen, so daß es den meisten Arbeitern möglich ist, rechtzeitig zu erscheinen. In der Nacht zum Freitag wurde in der Gegend von NeuLichterfelde, an der Grenze zwischen Steglitz und GroßLichterfelde, ein Schußkasten, enthaltend 84 in ein Kabel gebettete Leitungsdrähte, zerstört aufgefunden. Sämtliche Drähte waren mitten durchgeschnitten. Das zerschnittene Kabel bildet den Ausläufer der großen unterirdischen Hauptleitung, welche sich von Berlin über Schöneberg, Friedenau nach Stegliz hinzieht, un an jener Stelle, wo der Vandalenakt vollführt worden, in oberirdische Leitung überzugehen. Diese führt dann weiter über Gr.- Lichterfelde, Zehlendorf, Wannsee, Potsdam 2c. Die Groß- Lichterfelder und Stegliger Polizei haben die Nachforschungen nach dem Thäter alsbald mit allem Eifer aufgenommen. Die von der Unterbrechung der Leitungen betroffenen Aemter wurden schleunigst von dem Vorkommnis verständigt, worauf an die Reparatur des Kabels gegangen wurde. い Vereinskalender. " zu straße 16. straße 23. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. H. W. 2. Die elektrische Hochbahn ist nicht in den Besitz der Stadt Berlin übergegangen. Die Schußleute sind staatlich angestellt, Berlin hat die Ehre, ihren Unterhalt zu bestreiten, darf aber selber mit feinem Wort in die Organisation hineinreden. Nixdorf hat nach der Volkszählung vom Dezember 1900 90 514 Einwohner, bei der Stadtwerdung zählte es etwa N. 30 J. Das können wir von hier aus nicht feststellen; Sie müssen beim dortigen Bezirkskommando anfragen. Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Sonnabend. Theater: und Vergnügungsverein„ Askania", Ramlerstraße 36. Theaterverein Bohemia", Pletschow, Beteranenstr. 18. Schauspielklub" Centrum", Königssäle, Neue Königstraße 26. Statklub Hurra", Kiewitz, Sorauer: straße 29. Sängerchor der Maschinisten und Heizer, Schiller, Rosenthalerfir 57. Theatergesellschaft Evelina", Neues Klubhaus, AnnenTurnverein„ Osten"( Männer- Abteilung), Große Frankfurter: nebungsabend jeden Sonnabend Niederwallstr. 7, Gemeindeschule. Heureka". Verein zur Beförderung der Sprechfertigkeit Stotternder. Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshauses. Sonnabend: Buchbinder. Deutscher socialdemokratischer Leseklub in Paris. 82 rue 80 000. Notre- Dame de Nazareth, 3e arrond. Brasserie des 3 Suisses. Jeden Sonnabend öffentliche Verſanimlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, franzöſiſcher Unterricht. London. Der einzige focialdemokratische Verein Londons, der alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kom: munistische Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaft lichen und parteigenössischen Angelegenheiten find an vorstehende Adresse unter Bezeichnung:„ An den 1. Sekretär" zu Händen des Vereinsvorstands, zu richten. Verein Vorwärts, Johannesburg( Transvaal). Vereinslokal Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. Deutscher Arbeiterverein Brüssel. Verkehrs- und Vereinslokal: Maison du peuple. burg). Alle Zuſchriften und Anfragen den Bund betreffend sind zu richten Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Sonnabend: Arbeiter- Radfahrerverein" Forst i/." bei Kahle, Karlstraße. Arbeiter- Radfahrerverein Hermsdorf i/ m.", jeden 1. Sonnabend im Monat bei Schulze, Berlinerstr. 21. 0 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Juni, vormittags 81/2 Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frankfurterfir. 6: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung."- Um 10% 11hr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrte: Religion und Wissenschaft". Vor- und Nachspiel auf dem Pariser Mustel Harmonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Bildungsverein ,, Mehr Licht". Sonntag, den 9. Juni, nach Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender mittags 3 Uhr, Ausflug nach der Jungfernheide. Treffpunkt: Bahnhofs: Adolf Neumann, Brunnenstraße 150. Erster Kassierer Seikrit, Restaurant. Fidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender find Socialwissenschaftlicher Studenten Verein. Besichtigung des richten an Friedrich Kortum, Lausitzerstr. 33. Sonnabend, abends Asyls für obdachlose Männer, N., Wiesenstraße 55-59. Beginn pünktlich 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. 5 Uhr. Gäste willkommen. Sanges Echo", Krüger, Naunynstr. 6." Immergrün", Tegel, Rentner, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Spandauerstr. 15. Vorwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Goethe- und( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Rummelsburg Sonntag, den 9. Juni, vor Kantstr.- Ecke. Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. mittags 9 Uhr, bei Schumann, Kiez- Rummelsburg, Neue Prinz Albert: Eintracht I", Teltow, Dertz, Zehlendorferstr. 6. Sängerlust", Luden: traße 70-71, Generalversammlung. walde, Schulze, Beelizerstr. 34. Einigkeit II", Reinickendorf West", Bethwell, Wittestraße. Echo II", Markgrafpieste bei Fürstenwalde, Grasnid. Gemischter Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5.„ Ober: Schöneweider Liedertafel", Ober- Schöneweide, Wagener, Edisonstr. 5. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserstr. 44, 4 Tr. Sonnabend: Havana II", Nowawes- Neuendorf, Bernhardt, Priesterftraße 31.Glid Auf", Rüdersdorf- Stalfberge, Greve, Heinigstr. 19.- tuba", Mehrwald, Alte Jafobftraße 54/ 55.- Pappel", Dahmke, Buchholzerstr. 5.. Havana I", Rirdorf, Pflug, Juliusstr. 59. Blauer Dampf", Doye, Müllerstraße 32a. Kommune", Bärsch, Drontheimerstr. 1e.„ Grüne Wiefe", Schrader, Stralsunderstr. 63. ,, Einigkeit III", Henze, Herzfelde, Hauptstraße 46. Guter Tabal", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. Gemütlichkeit V", Mier, Henickendorf, Kirchplatz. Slub 1900", Huppert, Rochstr. 57." Angler I", Buleger, Zimmerstr. 60." ,, Gemütlichkeit", Gleize, Charlottenburg, Krummeftr. 69." Guter Bug", Zimmer, Wolliner: straße 46. Pfälzer", Treuter, Puttbuserstr. 35. Ginigfeit VIII", Radtke, Weißenburgerstraße 48. Aroma", Buffe, Reinickendorf, Gesell: fchaftsstraße 52. " Roggen, gut " * Berfte, gut Marktpreise von Berlin am 6. Juni 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.-tr. Startoffeln, neue, D- Ctr. Nindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7,-5, 1,60 1,20 1,30 1. " " 1,60 1,20 " 1,80 1,10 1 W. 2. 27. Ja, vergleiche Arbeiterrecht S. 133. Das Arbeiterrecht liegt in der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 aus. Fr. Holzgräber 7. Eine Schonzeit kennt der Steuerfiskus auch für Solche nicht, die aus der militärischen Ferienkolonie heimkehren. Es unterliegt ein Jeder nach Maßgabe seines Einkommens der Steuerpflicht: eine Nachbesteuerung ist in Ihrem Fall möglich, aber nicht wahrscheinlich.- O. H. M. Sie können sich mit Erfolg lediglich an Ihren Wirt halten. Wie weit der Raum für Jhre, wie weit für die Schilder andrer Mieter frei zu stehen hat, richtet fich mangels ausdrücklicher Vereinbarung nach dem Herkommen und den allgemeinen Grundsätzen über Treu und Glauben. Daraus, daß Ihnen der volle Raum früher zur Verfügung stand, können Sie mit Aussicht auf Erfolg Ihr Recht auf Beseitigung der andreu Schilder und Gewährung des Naums für Ihre Schilder herleiten. A. Nein. 2. 2. 41. 1. Wenden Sie sich an einen Lackierer oder an eine Droguenhandlung. 2. Der Witwe gebührt der Nachlaß, falls dies testamen tarisch angeordnet ist. Jedoch steht den Kindern ihr Pflichtteil( d. i. ins gefamt 3 des Nachlasses) zu. 5. 2: 002. 1. Die Wechselforderung ist längst verjährt. War der Wechsel zur Begleichung der Forderung au Bahlungsstatt gegeben, so ist auch die Forderung für die gelieferten Waren, zu deren Deckung der Wechsel hingegeben war, erloschen. War dies jedoch nicht der Fall, so würde die Forderung für die gelieferten Waren erst Aus gangs 1903( falls eine Anerkennung der Schuld erfolgt, erst entsprechend C. M. 440. Nein. später) verjähren. 2. Nein. 3. Durch 1 erledigt. A. D. 78. 1. Wenn mindestens 200 Marten für Ihren Vater geklebt find und er im Sinne des Invaliditätsversicherungs- Gesezes erwerbsunfähig ist, so steht ihm ein Anspruch auf Invalidenrente zu. Erwerbsunfähig im Sinne des Invalidenversicherungs- Gesezes ist: wer nicht mehr im stande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigteiten entsprechende Thätigkeit, die ihm unter billiger Berücksichtigung seiner Ausbildung und seines bisherigen Berufs zugemutet werden kann, ein Drittel desjenigen zu erwerben, was törperlich und geistig gefunden Personen derselben Art in derselben Gegend durch Arbeit zu mit ähnlicher Ausbildung Invalidenrente steht auch dem, der während verdienen pflegen." 26 Wochen ununterbrochen( zum Beispiel infolge Krankheit) erwerbs: unfähig gewesen ist, für die weitere Dauer seiner Erwerbsunfähig feit zu. 2. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl und der Klasse der Marken. 3. Der Antrag ist an die untere Verwaltungsbehörde( in Berlin: Magistrat, Abteilung für Invalidenversicherung, Breitestraße 24) zu richten. untere Verwaltungsbehörde in Deutschland ist, finden Sie Seite 307 des Arbeiterrecht", das in der Bibliothet, Alexandrinenstraße 26, ausliegt. Witterungsübersicht vom 7. Juni 1901, morgens S hr. " Barometer stand mm WindBunipa Windstärte Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Welzen, gut " mittel gering " " mittel " gering " 16, 14,90 2,60 2, " mittel gering 14,80 13,70 " 13,60 12,50 Hafer, gut 16,20 15,50 mittel gering 15,40 14,80 14,70 14,10 Fier Karpfen Aale Bander 60 Sina 1 kg 7,50 6,66 Hechte Barsche 2,40 1,20 1,80 " 0,80 8,20 5,50 40,- 25, Schleie Bleie 2,60 1,20 1,20 0,60 45, 20,- Krebse per Shot 18,- 3, 65,- 25, Bertin rauff./M. 766 NNO München 766 SD Wien 3 heiter 5 heiter 762NW 3 h16.bed. 12 Petersburg 16 Cort 17 berdeen 2 wolfent 17 Baris 2 wolfent 19 1,60 1,10 3,60 2,20 2,-1,40 2,60 1,20 2,60 1,20 Stationen Swinemde 765 NNW 3 heiter 768 NW Hamburg 766 NW Richtfroh Hen Erbsen Central- Raucherbund. Zuschriften an Max Koch, Rirdorf, HermannSpeisebohnen Straße 34. Sonnabend: Lange Pfeife", Rixdorf, Schröder, Knesebeck: Linien Straße 60. Glück Auf", Rixdorf, Noster, Snesebecstr. 49." Frohsinn",* Frei Wagen und ab Bahn. Rixdorf, Diet, Hermannstr. 115.-Grüne Quaste", Lichterfelde, Schmidt, Produktenmarkt vom 7. Juni. Getreide. Heute lagen ans Wilhelmstraße.„ Edelweiß", Lichterfelde, Voigt, Moltkestr. 33. ,, Grüne Amerika niedrigere Notierungen vor; von den sonstigen maßgebenden Aus: Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 8. Juni. Opernhaus. Undine. Anf. 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Viel Lärmen um Nichts. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Der Raub der Sabine: rinnen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anfang 8 Uhr. Leffing. Zu Hause. Die Ablösung. Der gemütliche Kommissär. Anfang 8 Uhr. Berliner. Ueber unsre Kraft( II.Teil). Anfang 72 Uhr. Refidenz. Frauen von heute. Anfang 7 Uhr. Nenes. Gastspiel des Schlierseer Bauern- Theaters. Der Meineid: bauer. Anfang 8 Uhr. Westen. Die schöne Ungarin. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater Urania Carl Weiss- Theater ( Wallner Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von Franz und Paul v. Schönthan. Sonntagabend 8 Uhr: Letztes Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Räuber. Montagabend 8 Uhr: Der Sterngucker. Hierauf: Ein Rabenvater. Apollo- Theater Vollständig neues Special.- Programm. Frau Luna mit Luftballett Seceffionsbühne. Buntes Theater: Grigolatis. Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 8 72 Uhr. 8 Uhr. Luisen. Geschlossen. 8 Uhr. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Gr. 132. Sie weiß etwas! Anfang 8 Uhr." Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Sommer Garten: Konzert, い Theater und Specialitäten: Vor: Unser Rhein. Hellung. Anfang 5 Uhr. Invalidenstr. 57/62. Täg!. Sternwarte. Castans Panopticum. Nen! Nen! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Heute: 1. Sommernachtsfest. Reichshallen Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Wer Zenip. 1. C. 360=' Do AS 16 Haparanda 764 Still wolfent 14 14 772 050 35eiter 767 NND 3 wolfen! 16 Wetter Prognose für Sonnabend, den 8. Juni 1901. Nachts kühl, am Tage etwas wärmer, trocken und ziemlich heiter bei schwachen nördlichen Winden. Berliner etteroned. StolzeZoologischer Ctenographie Schrey Zoologischer Heute, Sonnabend, ab 5 Uhr: Monstre- Konzert Entree I Mark. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Völker- Arena": BeduinenKarawane Besichtigung des Bazars, der Truppe, des Zeltlagers; ferner Eselreiten von 3-8 Uhr. Schaustellungen: 4, 126, 7 Uhr. Der neue Unterrichtskursus des Arbeiter- Stenograph.- Vereins Stolze"( Norden) beginnt am Dienstag, den 11. Juni, abends 82 Uhr, bei Gleinert, Schulstr. 29. Unterrichtsgeld 4 Mk. Die erste Stunde ist kostenfrei. Das Lehrbuch wird gratis geliefert. 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