Nr. 133. seeing 14] 23 Abonnements- Bedingungen: d Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Boft Beitungs Preisliste für 1901 unter Er. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. found Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Inserttons- Gebays beträgt für die fechsgespaltene Rotonet geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcbition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Kohlenzoll für Brotzoll. • " Der Kampf der Agrarier für Erhöhung der Agrarzölle treibt die seltsamsten Blüten. Als im Herbst vorigen Jahres die Kohlenpreise durch die sauberen Praktiken des Kohlen und Coats fynditats in die Höhe getrieben wurden, da verstieg sich die agrarische Presse, voran die Kreuz Beitung" und die Deutsche Tageszeitung", um sich dem kleinen Mittelstand als speciellen Beschüßer seiner Interessen in empfehlende Erinnerung zu bringen, zu den schärfsten Drohungen gegen die Kohlenwucherer. Selbst vor der Androhung einer Verstaatlichung der Bergbetriebe schreckten die Blätter der Edelsten der Nation in ihrer sittlichen Entrüstung über die Bereicherung der Kohlenproduzenten auf Kosten der breiten Masse der Konsumenten nicht zurüder breiteng Das war damals, Dienstag, den 11. Juni 1901. Beitung" zuvorkommend zu ihrer Unterstützung her, nur um sich durch diese Dienstwilligkeit das gütige Wohlwollen der Kohlenmagnaten zu sichern, denen man besonders enge Beziehungen zum jezigen Handelsminister nachfagt. Der Vorgang wirft ein helles Licht sowohl auf die Uneigennüßigkeit, mit der voriges Jahr die agrarischen Blätter gegen den Kohlenwucher eiferten, als auf die Strupellosigkeit, mit der sie die Mittel zur Durchfezung ihrer Forderungen wählen. Politische Mebersicht. Der Zollstreit. Berlin, den 10. Juni. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Rücksicht bei der Einziehung der direkten Staatssteuern nehmen. Vor allem ist es geboten, in der Anwendung des Zwangsverfahrens gegen Steuerschuldner, welche durch den ungünstigen Saatenstand in eine bedrängte Lage geraten sind, möglich st milde zu berfahren und die Behörden von vornherein mit entsprechender Anweisung zu versehen. Nach gehöriger Prüfung der Verhältnisse der einzelnen Steners pflichtigen wird allen denjenigen, welche aus dem genannten Anlasse gegenwärtig zur Zahlung ohne Härte nicht angehalten werden können, vorerst Stundung der Steuerbeträge zu bewilligen sein. In den geeigneten Fällen fönnten ferner die nach den be stehenden Vorschriften auf Antrag des Steuerpflichtigen zulässigen Daß der Doppeltarif aufgegeben worden ist, wie die Steuererlasse eintreten. Im Hinblick auf den Wortlaut des Berl. Neuesten Nachr." vor kurzem gewissermaßen als Ergebnis der ministeriellen gollkonferenz meldeten, getrauen fich die Agrarier nicht dabei in Betracht kommenden§ 58 des Einkommensteuer- Gesetzes bemerke ich, daß eine Auswinterung in größerem Umfange unmehr anzuzweifeln. Die Deutsche Tageszeitumg" zieht sich jetzt vor neun Monaten. Seitdem haben sich darauf zurück, daß die Konferenz„ eine völlige imtehr auf Sem die Kohlenproduzenten als jene Gruppe unter der schutzzöllnerischen einmal beschrittenen Wege nicht bedeuten könne, da diese sich bedenklich als ein ,, außergewöhnlicher Unglücksfall" im Sinne des Gesetzes anzusehen sein wird. Vorauszusehen ist allerdings, Gefolgschaft des Centralverbandes deutscher Industrieller erwiesen, mit den Ertlärungen des Reichstanzlers schlechterdings daß in jedem Einzelfalle das Vorhandensein der sonstigen gesetzdie zu weitestem Entgegenkommen gegen die junkerlichen Herzenswünsche nichtvertragen würde". Es ist für die„ D. L." eine ungewöhnliche lichen Erfordernisse für eine Steuerermäßigung dargethan wird geneigt ist, und unter dem Eindruck dieser Entdeckung gleichartiger Bescheidenheit, daß sie nur eine„ völlige Umkehr" abwehrt. Hiervon und Bewilligungen auf das Maß des Notwendigen beschränkt Exploitationsgefühle in den beiderseitigen Gemütern hat sich der tann allerdings keineswegs gesprochen werden und einige liberale werden." alte Zorn der Agrarier in eine Art freundschaftlicher Wertschäzung und nationalsociale Blätter geben sich einem sehr überschwänglichen Gegen diese Hilfsaktion des Staates ist nichts einzuwenden. berwandelt, zumal seit sich die Aussichten auf Durchsetzung ihrer und sehr thörichten Optimismus hin, wenn sie meinen, daß die Brotwucherattien immer tiefer finten." Aber es ist zu fordern, daß der Staat auch gegenüber Forderungen wieder verschlechtert haben und es gilt, alle gleichgesinnten Die gegenwärtige Situation in der Bollfrage dürfte richtig andern Teilen der Bevölkerung, die noch weit Seelen zusammen zu halten. So find denn auch die agrarischen gekennzeichnet werden in einem Artikel der Deutschen Industrie- schwerer leiden als jezt in einigen Gebieten die Landwirte, Blätter recht schweigfam über das von uns wiederholt( Nr. 106 und Beitung", dem Organ des Centralverbands deutscher Industrieller, ähnliche Bereitwilligkeit zur Hilfeleistung beweift. Dem Arbeiter, 130 des Vorwärts") gekennzeichnete Bestreben der Berg dessen Bollpolitit immer mehr die Zollpolitik der Regierung wird. der durch Lohnkürzung und Arbeitslosigkeit in Bedrängnis gerät, naht werks befizer, unter jeder Bedingung die jezigen Die„ Deutsche Industrie- Zeitung" führt aus: abnormen Kohlen und Coatspreise hoch= zuhalten, mag dadurch auch die schwierige Lage verschiedener der fleineren Industrien noch weiter verschlimmert werden. Bergebens sucht man in den Blättern der junkerlichen Bresse nach einer Verurteilung der Manipulationen des Kohlen- und Coatssyndikats; auch der Sonnabendsbeschluß des letzteren, die Produktionseinschränkung, die bisher 20 Broz,( thatsächlich 22 Broz.) betrug, für den Monat Juni auf 25 Proz. zu steigern, hat sie nicht aus ihrer Gemütsruhe aufgeschreckt, und ebensowenig dürfte die angekündigte Förderungseinschränkung des heute, Montag, in Essen tagenden Kohlen-fynditats, ste zum Eintreten gegen die im vorigen Jahre befehdeten „ Kohlenwucherer" bestimmen. Im Gegenteil, erst gestern brachte die Deutsche Tageszeitung" folgende Entlehnung aus der schutzzöllnerischen Deutschen Volkswirtschaftlichen Korrespondenz": " " " Es mag bemerkt werden, daß aller Wahrscheinlichkeit nach der Steuererefutor nicht in dem„ milden Verfahren", das der Finanzdas Maß des Bollschutes im Groben das alte bleiben minister für die Leidenden der Landwirtschaft vorschreibt! wird. Irgend welche erhebliche Erhöhung der Durchschnittssäße industrieller Erzeugnisse ist nicht geplant. Was die feineren Produkte gewinnen, dürfte den gröberen so ungefähr abgezogen werden. Deutsches Reich. Ungefehliches zum Falle Krosigk. Der durch das Gumbinner Im Anfang der Erörterung der neuen Zolltariffragen hat die Kriegsgericht von der Anklage des Mordes freigesprochene Sergeant Frage des Doppeltarifes eine ganz bedeutende Rolle Sickel ist der Nat.- 3tg." zufolge auf Betreiben der Gerichtsherren Ber- ickel gespielt. Noch als im Herbste 1900 in Heft 88 der Ber erster und zweiter Instanz in Haft behalten worden. handlungen usw. des Centralverbands" die Denkschrift von " H. A. Bued erichien: Für und wider die gesegliche Fest Diese Verfügung steht in Widerspruch zum§ 179 der Militärstellung eines Maximal und eines Minimal- 3olltarifs als Grund- Strafgerichts- Ordnung, der lautet: Die Untersuchungshaft: lage für die Handelspolitik Deutschlands", da verstand es weder die ist aufzuheben, wenn ein Grund zur Verhaftung nicht mehr freihändlerische noch die agrarische Presse, wie der„ Centralverband" besteht oder wenn der Beschuldigte freigesprochen oder außer es ablehnen tonnte, aus einer solchen reinen Taktik und Verwal- Berfolgung gefegt wird. Das Gleiche gilt, wenn die Verurteilung auf tungsfrage eine Programmfrage zu machen. Aber die Entwicklung der Geldstrafe lautet, oder, sofern besondere Umstände nicht entgegenstehen, Dinge hat ihm Recht gegeben. Neben den Doppeltarif Entwurf wenn die erkannte Freiheitsstrafe die Dauer von sechs Wochen nicht des Reichsanits des Innern ist ein Einheitstarifentwurf übersteigt. Durch Einlegung eines Rechtsmittels darf des Reichs Schaamtes getreten, in dem sich auch nicht ein einziger Doppelfas findet. Ueber diese Frage ist die Freilaffung des Angetlagten nicht verzögert aber noch eine grundsäßliche Einigung zu erzielen, ehe es sich werden. Auf Grund neuer Berdachtsgründe oder Betveismittel lohnen tann, die Tarifsäge selbst endgültig in der Form fann der höhere Gerichtsherr gegen den Angeklagten einen neuen festzustellen, wie fie dem Reichstage vorgelegt werden Haftbefehl erlaffen." fönnen. Siegt der Einheitstarif endgültig, Am 3. Juni nachts 11/2 Uhr wurde Hickel in Gumbinnen freiwie es nach sachtundiger Männer Meinung gesprochen. Die alsbald unternommenen Versuche des Verteidigers, wohl den Anschein hat, dann dürfte sich die die Freilassung des Freigesprochenen zu erwirken, blieben aber erfolggange Arbeit wesentlich vereinfachen und der Streit der Parteien los. Am 7. Juni erhielt der Verteidiger die Nachricht, daß der Gerichtsum den Zolltarif um einen Streitpunkt ärmer sein. Jeder EinheitsBon verschiedenen Seiten ist die sofortige Einführung eines deutschen Eingangsaolls auf Stein fohlen als Gegenmaßregel gegen den britischen Kohlenausfuhrzoll in Vorschlag gebracht worden. Deutschland ist neben Frankreich der größte Abnehner englischer Kohlen. Unfre gesamte Steinkohleneinfuhr bewertete fich 1898 auf 69, 1899 auf 85 und 1900 auf 115 Millionen Mart, wozu noch eine jährliche Coakseinfuhr im Werte von 8-11 Millionen Mark zu rechnen ist. Da rund 80 Proz. dieser Einfuhr auf englische Kohlen entfallen, so würde in der That ein Eingangszoll, der natürlich auf Braunkohlen, die ausschließlich aus Oestreich- Ungarn eingeführt werden, nicht auszudehnen wäre, den englischen Kohlenvorrat recht empfindlich treffeir und zugleich der deutschen tarif, der auf den Abschluß von Handelsverträgen berechnet ist, ist herr der Berufungsinstanz durch Haftbefehl vom 6. d. M. die UnterKohle den Wettbewerb mit der englischen in unsern Nord- und eint Marimaltarif. Rur ergeben sich die dazu gehörigen fuchungshaft angeordnet habe, weil Sidel( tros seiner Freispreching) Oftieehäfen erleichtern. Leider gehört aber auch die Steinkohle zu Minimaljäge erst aus dem Abschluß der Handelsverträge. Jeder dringend verdächtig sei, sich der Teilnahme an dem am 21. Januar denjenigen Artikeln, beren 3 o Ilfreiheit durch die Handels- folche Einheitstarif muß hoch genug angefegt werden, daß er 1901 zu Gumbinnen erfolgten Morde des Mittmeisters v. Krosigk berträge vom Jahre 1891 gebunden worden ist. Die noch für Zugeständnisse andren Staaten gegenüber in Handels- schuldig gemacht zu haben, und weil Hickel der Flucht verdächtig sei Bindung erstreckt sich auf sämtliche Arten mineralischer Brenn- verträgen Spielraum bietet, ohne die heimische Arbeit schutzlos dem und Kollusionsgefahr vorliege, sowie ein Verbrechen den Gegenstand stoffe: Braunkohle, Coats, Steinkohle, Torf, Breßkohlen usiv. Nim Auslande preiszugeben." der Untersuchung bildet." Ein neuer Verdachtsgrund oder find wir allerdings England gegenüber in feiner Weise vertraglich Weiter teilt die Deutsche Industrie- Zeitung" mit, daß für gebimden, wir könnten also ganz gut die englische Steinkohle eigen ein 6 M.- Zoll im neuen Zolltarif zu erwarten sei, ein neues Beweismittel ist in diesem Haftbefehl mit einem Eingangszoll belegen, während östreichische und belgische während der Roggenzoll auf 5 m., wie im jetzt bestehenden nicht angegeben. Der Gerichtsherr, Generallieutenant v. Alten, Steinkohle zoufrei bei uns eingeht. Daß die Reichsregierung Generaltarif, verbleiben soll. Um aber den agrarischen telegraphierte am 4. Juni abends 8 Uhr an den Verteidiger, er indessen zu einem solchen Schritt nicht geneigt ist, geht schon daraus Ansprüchen gerecht zu werden, dürfte die Reichsregierung die fönne erst nach seiner Rückkehr nach Justerburg Entscheidung treffen. hervor, daß das Gefeß, wonach wir England und den englischen Erklärung abgeben, Am Mittage desselben Tags hat jedoch der Oberlieutenant Röther, Kolonien autonom die Meistbegünstigung gewähren, erst vor furzem„ daß fie bei Abschluß neuer Handelsverträge nicht unter einen Regimentsadjutant des Dragoner Regiments b. Wedel, dem Anbis Ende 1903 verlängert worden ist. Es bliebe somit nur die Möglich- bestimmten Prozentsatz des autonomen Tarifzolles zu gehen geklagten Hickel im Auftrage der Division" eröffnet, er sei vorläufig gedente, falls herabsetzungen der Lebensmittelzölle des autonomen festgenommen. einzuführen. Für diesen Fall würde in unfrem neuen Zoltarif Tarifs beim Abschluß fünftiger Handelsverträge überhaupt noch Dem Verteidiger sagte Generallieutenant b. Alten, er sei ein Eingangszoll auf Steinkohlen und Coats vorzusehen sein. Ein dieselbe Rolle spieleit sollten wie in der Vergangenheit; was starr über die Entscheidung des Gumbinner solcher Zoll wird auch von verschiedenen andren Staaten erhoben. teineswegs als ausgemacht gilt." So erhebt Frankreich von Steinkohlen und Coats 1,20 Frant pro Beseitigt erscheint also die Gefahr eines Doppeltarifs, der die Kriegsgerichts( welches überwiegend aus Offizieren besteht!). Tonne, die Schweiz 0,20 Frant von Steinkohlen, Spanien von Regierung für die Handelsvertrags- Verhandlungen gefeglich auf Der kommandierende General kritisiert das Kriegsgericht, welches Hickel Steinkohlen und Coats 2,50 Pejetas( nach dem Marimaltarif bestimmte Mindestzölle bindet. Das ist gewiß eine Errungenschaft und Marten freigesprochen hat, dadurch, daß er einen Angeklagten trotz8 Pesetas) pro Tonne. In der Türkei besteht ein Einfuhrzoll der rührigen Protestbewegung gegen den Brotwucher und dem für dringend verdächtig Ses Mordes hält. Als der von 8 Proz. und ein Ausfuhrzoll von 1 Proz. des Wertes. einiger Anlaß der Betrübnis für die extremen Agrarier. Haftbefehl des kommandierenden Generals dem Angeklagten von Rußland erhebt bei der Einfuhr über die baltischen Häfen und Aber irgendwelche Sicherung gegen bedeutende und gemein- einem Kriegsgerichtsrat des Gerichts der zweiten Division- das über die westliche Landgrenze von Steinkohlen 1 Stop., von Coats gefährliche Erhöhung der Kornzölle ist damit noch keineswegs gegeben. auch in Gumbinnen geurteilt hat 11/2 Stop., beim Eingange über die Häfen des Schwarzen und An Stelle des gejezlichen Doppeltarifs tritt, wie wir schon fürzlich Wie ist meine Verhaftung möglich, ich bin doch freigesprochen!" auch in Gumbinnen geurteilt hat eröffnet wurde, fagte Sidel: Asowschen Meeres von Steinkohlen 4 Stop., von Coats 6 Rop. ausführten, der stille Doppeltarif des reichstanzpro Pud. Ferner bestehen Eingangszölle in Dänemart, Portugal, lerischen Versprechens, nicht unter einen bestimmten Pro- Darauf erwiderte der betreffende Kriegsgerichtsrat wörtlich:" Nun, Bulgarien Rumänien( für Anthracit), Kanada, den Bereinigten zentsatz des Tarifs hinunterzugehen. Und dazu noch diefErhöhung des das Kriegsgericht tann ja auch Dummheiten geStaaten, Japan usw." Weizenzolls bis zu 6 M., während der jezige Generaltarif 5 M. macht haben." aufiveist und durch die Handelsverträge auf 3,50 m. vereinbart wurde. Diese hohen Militärs scheinen sich aus der Zeit des abfolut geKampf gegen den Brotivucher ungemindert fortzuführen. Das deutsche arbeitende Volt hat daher allen Anlaß, seinen heimen Gerichtsverfahrens noch nicht genügend herausgewöhnt und an eine moderne Rechtspflege gewöhnt zu haben. Außerdem fehlt ihnen offenbar die Einsicht, daß solche Kritik kriegsgerichtlicher Urteile eine schwerste Erschütterung der Autorität und der Disciplin dar stellt.keit, den Zoll nach Ablauf der wier Berträge im Jahre 1904 Milde Steuereinziehung. Nicht genug, daß der jetzt von England erhobene Ausgangszon die englische Kohlenausfuhr schmälert und den Preis für eng lische Kohle erhöht, also indirekt die Preistreibereien des deutschen Kohlensyndikats fördert, es soll auch noch der englische Ausfuhrzoll, obgleich er die Profitinteressen der deutschen Kohlenproduzenten feineswegs schädigt, sondern vielmehr be- Angesichts der erheblichen Schäden, welche in einzelnen Provinzen günstigt, zum Anlaß dafür dienen, durch Erhebung eines deutschen infolge der Auswinterung von Saaten entstanden sind, hat Eingangszolls den deutschen Inlandsmarkt noch weit mehr als bis- der Finanzminister an die beteiligten Oberpräsidenten die her der Willtür der Synditate auszuliefern. Und da diesem Be- nachstehende Verfügung gerichtet: avdi mind) gehren leider vorläufig die Verlängerung des Meistbegünstigungs-" Im Hinblick auf die erheblichen Schäden, welche in einzelnen vertrags mit England im Wege steht, so soll wenigstens darauf hin- Provinzen infolge der Auswinterung von Saaten entstanden sind, gearbeitet werden, daß von 1904 an Stohlenzölle erhoben werden. ersuche ich Euer Excellenz, soweit Sie dies nach Lage der Verhältnisse in Ihrer Provinz für angezeigt erachten, darauf hinzuwirken, daß die königlichen Regierungen in den betroffenen Schmocks Meisterstück. Sich selbst übertroffen hat sich am Sonntag das edle„ Berliner Tageblatt". Nachdem die amtliche Berliner Korrespondenz" ihr Krojigt, Dementi" statt gegen das genau und deutlich von uns citierte" Berliner Tageblatt", vermutlich um die Schlagkraft ihres ohumächtigen Abschwächungsversuchs zu verstärken, gegen den Vorwärts" gerichtet hat, stürzt sich das Organ des Mosseschen Inseratengeschäfts mit Wonne auf das gleiche Bänkchen, dessen Siz Eine unverschämtere Förderung der Monopolbestrebungen der Brennmaterialien Syndikate kann sich die Boltswirtschaftliche Storrespondenz" taum leisten- und doch giebt sich die„ Deutsche Tages- Bezirken auf die obwaltenden Verhältnisse die erforderliche eben durch die vornehme ministerielle Korrespondenz geweiht war, -O und indem es ftola den von seinem fiebernden Vorgänger hinter- p Nochmals: Der Agent des ,, Bunds der Landwirte" im Anstiftung Untergebener zur Mißhandlung eines Kameraden, Tassenen Seelenduft" einsaugt, ruft es vergnügt: Ja, die böse Centrum. Das Dementi des Herrn H. PH. Bauer scheint sich zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt socialdemokratische Presse, durch die wir das Mosse- Blatt leider an Aeußerlichkeiten zu flammern. Will er etwa nur bestreiten, er worden. Zugleich wurde gegen zehn Kanoniere derselben Batterie uns auch verführen ließen. Man muß diese Dokumente Schmodischer Moral insanity im fei, wie vir gefagt hatten, als Agent des Bunds verpflichtet"? wegen Mißhandlung eines Kameraden auf je einen Tag Gefängnis Wortlaut zu sich nehmen, um die Grenzenlosigkeit der Frechheit recht der ist neuerdings die Subvention eingestellt? Der Kernpunkt ist erkannt. Gegen das den Vice- Wachtmeister betreffende Urteil hatte der Commandeur der 22. Division als Gerichtsherr Berufung bei zu würdigen. Am Freitagabend schrieb das„ Berliner Tageblatt" doch, ob er, der anscheinend waschechte Centrumsmann, vont Bunde dem Ober- Kriegsgericht des XI. Armeecorps zu Kaffel eingelegt, Der ermordete Rittmeister v. Krosigt hatte, wie wir nach der iubventioniert wurde, und es würde in seinem Intereſſe liegen, ebenso die zehn Stanoniere, gegen das sie betreffende Urteil. „ Volksstimme" berichteten, in Magdeburg neun Monat in Festungs- die Mitglieder des Bundesvorstands zu einer öffentlichen Erflärung Die Berufungsbegründung in Sachen Vollmer führte aus: Haft verbracht; über die Veranlassung zu dieser Strafe vermochte zu veranlassen, daß dies niemals geschehen sei. Eine solche Erflärung Die gegen den Vice Wachtmeister Vollmer erkannte Strafe das genannte Blatt nichts zu berichten. In dürfte aber der Bundesvorstand nicht abgeben, da Herrn Bauer sei als eine zu geringe zu betrachten. Die Mißhandlungen zwischen sind wir in die Lage gebracht, bierüber auf dringendes Ersuchen fein Geld von der feien gewohnheitsmäßig erfolgt und ließen auf folgendes Nähere mitzuteilen: Herr v. Krofigt war Bundescentrale unter einer Dedadresse zugesandt eine rohe Gesinnung fließen. 1. Auch sei von der zu zwei Jahren Festung verurteilt worden, weil er im Jähzorn wurde. Diese Geheimnisthuerei ist das Interessanteste an der ferner von der Anklage wegen Abhaltung von der Beschwerdeführung Degradation zu Unrecht abgesehen. Der Vice- Wachtmeister sei feinen Burschen erschlagen hatte. Der betreffende Bursche war der Sache, denn Herr Bauer ist ja nicht allein subventioniert; der freigesprochen worden, was nicht als gerechtfertigt zu erachten sei. einzige Sohn von Bauersleuten, welche über den Verlust untröstlich und hat z. B. auch Reichstags- Abgeordnete fub- Der Versuch dieser Handlung sei bereits strafbar, und ein gewesen sind. Nachdem Herr v. K. neun Monate von der über ihn verhängten Strafe verbüßt hatte, wurde ihm der Rest inventioniert. solcher liege hier vor. Im übrigen täme auch in der AbGnaden erlassen, jedoch unter Zurücksetzung im Avancement." Steigende Getreidepreise sind auch im Mai zu verzeichnen. haltung von der Beschwerdeführung eine verwerfliche Gesinnung Wie andre Blätter griff auch der„ Vorwärts" die Nachricht auf. Die Durchschnittspreise betrugen für Weizen 170, für Roggen 145 M. zum Ausdruck. Vice- Wachtmeister Vollmer hatte noch mehrere EinAm Sonnabend lenguete die„ Berliner Korrespondenz" die Richtig Im April notierte Weizen 160, Roggen 141 M., während Weizen im jährig- Freiwillige als Zeugen laden laffen, die bekunden sollten, daß sie die von dem Vice- Wachtmeister in den Instruktionsstunden vers Und da wollen die Agrarier die hohen Notstandspreise noch um abfolgten Ohrfeigen nicht als Mißhandlungen aufgefaßt haben. " Zum Fall Krofigt hatten socialdemokratische den Wucherzoll erhöhen. Die Zeugen sprachen sich auch vor dem Oberkriegsgericht in diesem Sinne aus. Blätter die Mitteilung beröffentlicht, der RittNach ihrer Ansicht sei Vollmer zu diesen Wie Miquel beseitigt wurde. meister v. Krosigk sei, weil er seinen Burschen im Jähzorn erschlagen dem ministeriellen Ende Miquels ein längerer, erbitterter Streit merksamkeit der Leute gereizt worden. Es ist kein Geheimnis, daß Büchtigungen nur zu oft durch die Umvissenheit und unaufFerner wurde das habe, zu zwei Jahren Festung verurteilt, nach Berbüßung von zwischen dem nenen Reichstanzler und dem unter Hohenlohe Protokoll einer in Wiesbaden erfolgten kommissarischen Bernehmung neun Monaten in Magdeburg aber begnadigt worden. Diese allmächtigen Vicepräsidenten des preußischen Staatsministeriums verlesen, wonach sich der Rekrutenoffizier der in Frage kommenden Nachricht, welche auch in unser Blatt Eingang vorangegangen ist. Eine Episode aus diesem Streit zweier Rivalen Batterien in höchst ungünstigem Sinne über zwei Rekruten aussprach, gefunden hat, wird nun von der amtlichen Berliner erzählt jetzt die„ Staatsbürger- Beitung", welches antisemitische Blatt gegen die sich Vollmer dienſtlich besonders geluiten angeſtifteten sich über den einst auch nationalliberalen Herrn v. Miquel stets als Die von Vollmer zum Schäften" gut orientiert gezeigt hat: feit der Meldung, und mun feste fich der Moſſe- Schmock hin und Mai des Voriabres mur 151 M. foſtete. Rotſtandspreiſe noch um Sorrespondenz" wie folgt dementiert" usw. Wenn auch die Genialität dieses Meisterstücks dadurch ein wenig an originellem Wert verliert, daß Schmock von der ministeriellen Korrespondenz zu ihr angeregt und ermutigt worden ist, so ver= dient sie doch immer noch die höchste Anerkennung aller Fachleute auf dem Gebiet von Geld und Wechselfälschungen. „ Also zuerst" bemerkt die„ Kreuzzeitung"- ,, wußten die socialdemokratischen Blätter nichts von der Sache, wohl aber war das stolze„ Berl. Tgbl." in der Lage", näheres mitzuteilen. Als nun die Geschichte sich als eitel Flunkerei erwiesen hatte, waren die socialdemokratischen Blätter mit einem Male die Urheber, und das unschuldige Mossesche Blatt hatte der falschen Mitteilung mur Eingang" gewährt. Einer edleren Dreiftigkeit wird man schwerlich anderswo wieder begegnen! Uebrigens muß bemerkt werden, daß der Vorwärts", gegen den sich die amtliche Berichtigung wendet, die Nachricht unter vollständiger Quellenangabe dem Berl. Tagebl," entnommen hatte." Monarchistische Beteuerungen haben die Konservativen, die den Kanal verweigerten und dem Kaiser zumuten, Brotwucher zu treiben, äußerst nötig. Eine hervorragende Leistung vollführte auf diesem Gebiete Craf v. Schwerin- Löwitz bei einem agrarischen Festmahl in Stettin. Er sagte: " müsse." wird uns berichtet: " legten beiden Wochen seine großen Rennen auf der Bahn in GroßBorstel bei Hamburg abhielt, nämlich neben dem öffentlichen Totalisator, von dessen Wetten Steuerbeträge erhoben werden, einen Vereins totalisator etabliert, der allerdings nur den Klubmitgliedern zugänglich ist, von dessen Wetten aber nicht nur nicht die erhöhte Totalisatorsteuer erhoben werden kann, sondern bei dem nun auch die alte, niedrigere Totalisatorsteuer nicht erhoben werden kann. An den vier Renntagen in Borstel sind an diesem Vereinstotalisator zusammen 41 190 m. umgesetzt worden, von denen auch nicht 1 f. Steuer erhoben werden konnte. Und dabei hatte der Vereinstotalijator vom Tage feiner Etablierung steigenden Umsay, ein Zeichen, daß die Vereinsmitglieder sich von Tag zu Tag mehr an der Neueinrichtung beteiligten und dem besteuerten öffentlichen Totalisator ihre Wetten entzogen. Im Dem Beispiel des Hamburger Rennklubs werden die andren Rennvereinigungen Hamburgs und zweifellos auch der übrigen Rennplätze des Deutschen Reichs folgen. Daß die Herren vom Turf zweifellos sämtlich hochgradig wasserpatriotische Leute sind, ist bekannt. Nur soll ihnen der Wasserpatriotismus nichts toften! zehn Kanoniere machten geltend, daß sie ihren Kameraden. Gegen Ende des vorigen Jahres soll der Nordd. nicht ernstlich geschlagen, sondern ihre Klopfpeitschen mehr Allg. 8tg." die Weisung zugegangen sein, keine offiziöse Note auf die Spinde hätten niedersausen lassen, als auf den Nüden von Herrn v. Miquel aufzunehmen, ohne vorher vom des Mannes. Die Schläge seien daher nicht als Mißhandlung Reichskanzler, beziehungsweise von feinem Auftraggeber das aufzufassen. Indessen konnte trotz der Aussagen der EntlastungsPlacet eingeholt zu haben. Eine derartige Breßzeugen an der Thatsache nichts geändert werden, daß die hohe Zahl sperre ist jedenfalls auch ein Novum, das nicht begründet von 105 Mißhandlungen zu völliger Feststellung gelangte. Der Ver werden tann mit dem Hinweis, daß die Einheitlichkeit des treter der Anklagebehörde beantragte gegen Vollmar eine Gefängnis Staatsministeriums in jedem Falle nach außen hin erkennbar sein strafe von neun Monaten und Degradierung. Das Urteil lautete den gegen Bice- Wachtmeister auf Ges auf sieben Monate Da Herr v. Miquel sich dieser Preßsperre unterworfen sah, fängnis, wegen Mißhandlung Untergebener in 105 Fällen, mochte ihn schon die Ahnung erfassen, daß er dem jungen Manne" vorschriftswidriger Behandlung Untergebener, Anstiftung Unterwerde weichen müssen. gebener zur Mißhandlung eines Kameraden und versuchter Die censurierten Gewerbe: Juspektions- Berichte unter Abhaltung von der Beschwerdeführung. Der Antrag auf Klausur? Die Berichte der deutschen Gewerbe- Aufsichtsbeamten Degradierung wurde vom Gerichtshof abgelehnt, da nach erscheinen nun nicht bloß verspätet, verkürzt und Posadowskysch seiner Ansicht sich der Vice- Wachtmeister nur durch übercenfuriert, fie scheinen auch unter Schloß und Riegel gehalten aumäßigen Pflichteifer habe zu seinen Verfehlungen hinreißen Zur Charakteristik Krosigks teilt die„ Tilsiter Allgem. 8tg." werden, man fann fie gegen gutes Geld nicht mehr laufen. Hierüber Gerichtshof annahm, daß sie sich der Strafbarkeit ihrer Handlungen laffen. Die Berufung der Kanoniere wurde verworfen, da der mit, daß Krosigk seine Gattin, wahrscheinlich, weil sie für den wird uns aus Süddeutschland geschrieben: Reitsport nicht eingenommen war, eines Tages einem Seit Jahren taufe ich regelmäßig alle Berichte der Gewerbe- bewußt gewesen seien. Pferde festgebunden hatte und dieses in der Reitbahn Aufsichtsbeamten sofort nach ihrer Ankündigung, noch niemals war Man pfeift auf die Totalisatorsteuer. Aus Hamburg herumlaufen ließ. Krosigt wurde dann dienstlich aus der Reitbahn mir dies so schwierig wie im laufenden Jahre. Es ging mehr abgerufen. Den Bitten der Frau folgend, befreite fie der Unter- Beit als je verloren, bevor ich den bayrischen, badischen und Die Erhöhung der Totalisatorsteuer war bekanntlich eine der Er offizier Marten aus der unbequemen Lage, und was geschah? hessischen Bericht erhielt, doch nach mehrfachen Reklamationen findungen, mit denen die Finanzgenies des Centrums dem Bolke Marten mußte dafür, daß er der Bitte der Frau nachkam, 14 Tage bekam ich sie. Den Bericht für das Königreich Sachsen und für die Ausgaben für die große Flottenvorlage schmackhaft machen wollten. Arrest verbüßen, die ihm v. Krosigk zubittiert haben soll. Wie außer Sachsen- Altenburg zu bekommen, war aber bisher unmöglich; Die Totalisatorsteuer sollte erstens die unfittlichen Kennwetten, treffen dem berichtet wird, hat Frau v. Krosigk vor der Verurteilung ein Specialgeschäft für Rechts- und Staatswissenschaften an meinem und zweitens noch ein hübsches Stüd Geld in die Reichs- und die Martens sich zu deffen schwergebeugter Mutter begeben, ihr ein Wohnorte teilte mir nach mehrfachen Reklamationen mit, daß diese Staatsfaffen bringen. Aber die Herren Steuerfinder haben die Bouquet überreicht und der fassungslosen Frau in warmen, Herz- Berichte im Buchhandel nicht erichienen feien. Trois Rechnung ohne die geriffenen Herrschaften vom Turf gemacht, lichen Worten Trost gespendet. der bekannten Zuverlässigkeit dieses Geschäfts wollte ich mich hiervon die es verstanden haben, die Steuer so unwirksam wie doch noch überzeugen. Ich ersuchte deshalb einen Freund in der möglich zu machen. Auf den Rat eines gewandten Hauptstadt des deutschen Buchhandels, in der k. ächsischen Stadt Kriminalisten hat der Hamburger Rennklub, der in den Leipzig, mir diese beider Berichte zu besorgen. E teilte mir mit, daß er in einer Reihe Buchhandlungen, unter andren auch bei der J. C. Hinrichsschen Buchhandlung, diese Bücher zu kaufen suchte, überall erhielt er den Bescheid, daß diese Bücher nicht zu erhalten feien, daß ihr Erscheinungsort buchhändlerisch nicht bekannt gemacht sei. Charakteristisch ist diese Auskunft vor allem auch um deswillen, weil die J. C. Hinrichssche Buchhandlung die Verzeichnisse aller im Meine Herren! Wenn wir von dem uns allen gemeinsamen Deutschen Reiche erscheinenden Druckschriften zu publizieren hat. monarchischen Standpunkt aus einmal einen Blick auf Dieser Ausschluß der Oeffentlichkeit für die die politische Entwicklung andrer Länder werfen, so werden Fabritinspektions Berichte ist wohl die allerneueste wir es jedes mal als ein großes Glüd, als eine Methode, die Information über unfre socialen Zustände zu verbesondere Guade Gottes empfinden, daß unserm deutschen hindern. Censur und Unmöglichkeit des Ankaufs der Berichte, das Volt wir dürfen das wohl ohne Ueberhebung sagen allen ist eine Leistung, um die uns gegenteiligen Bergiftungsversuchen zum Trozz, bis auf den heutigen großen Tag in seiner großen Mehrheit und mehr als irgend einem andren Bolt, eine gesunde monarchische Gesinnung, eine unerschütterlich treue Liebe für unsre angestammten Fürstenhäuser erhalten geblieben ist. Wir werden darum in andren Ländern von einsichtigen Politikern mir ist das zum Beispiel von französischen Republikanern wiederholt aus gesprochen worden geradezu beneidet. Diejen unschäß baren Besit danken wir in erster Linie ja unsern Herrscherhäusern selbst; wir haben ihn aber auch als ein köstliches, unveräußerliches Erbteil unsrer Väter zu betrachten und daraus erwächst uns allen ohne Ausnahme die große und verantwortungsvolle Pflicht, diesen Besitz einer treuen monarchischen Gesinnung auch kommenden in Geschlechtern unverkürzt zu erhalten. Darum ist es eine schöne Sitte in deutschen Landen, daß königstreue Männer weder in noch größerer öffentlicher Versammlung, Festmahl zusammentreten tönnen, ohne zunächst sich gegenjeitig das Gelöbnis zu geben, immer und unter allen Umständen- in guten wie in bösen Tagen und mögen die Meinungen sonst so weit auseinandergehen wie sie wollen- unverbrüchlich fest: zuhalten an der ihnen gemeinsamen fönigstrenen Gesinnung und Liebe zum monarchischen Vaterlande. Diefen tiefen und ernsten Sinn hat in Deutschland das Hoch auf den Kaiser, und wir wollen uns wohl hüten, es zu einer inhaltslosen Form, die zu nichts verpflichtet, herabfinken zu laffen. Unbeschadet unsrer verfassungsmäßigen Pflicht, für das Wohl des Landes nach unfrer eignen Ueberzeugung einzutreten, verpflichten wir iins als aufrichtig monarchische und königs= strene Männer auch die Krone und unser Herrscherhaus ( nach unseren besten Kräften vor Schaden und Nachteil zu bes 1wahren und dieser unsrer Pflicht wollen wir immer und überall wohl eingedent bleiben. Meine Herren! Die deutsche Königstreue, unter deren Schirm wie unter einer mächtigen Eiche auch der Thron der Hohenzollern steht, wurzelt das sage ich mit Stolz und voller Ueberzeugung bis heute nirgends tiefer sind Mitglied des Hauses der Abgeordneten und fester als in den Herzen der Pommerschen Landwirte. Gott gebe und lassen Sie uns alle thun, was in unsren Kräften steht daß es immer so bleibe. 22 9 D Rußland beneiden könnte. Wahlbeeinflussungen im Stummfchen Wahlkreis. Reichstags- Wahlkreis Ottweil St. Wendel- Meisenheim ringen im wesentlichen der Nationalliberale Geheime Bergrat Prieze und der Centrums- Abgeordnete Fuchs um das Mandat. Angesichts der starken Wahlbeeinflussungen hat nun Fuchs folgendes Telegramm an den Minister des Innern gerichtet: das An den Herrn Staatsminister des Junern, Excellenz, Berlin. Hamburg, 8. Juni.( Eig.! Ber.) Die Bürgerschaft beschäftigte sich in ihrer legten Sigung gelegentlich der Beratung eines Der Steiger Wagner vom Gegenortschaft zu Grube Kohlwald hat Senatsantrags auf Staatssubvention an die Straßenbahngesellschaft am 7. Juni ds. den Bergmann Karl Ruffing aus Hangard zu sich für die Erbauung einer neuen Linie nach dem Hamburgischen gerufen, um ihm zu erklären: Durch Besuch der Centrums- Dorfe Gr. Borstel auch mit der Frage der Verstaatlichung versammlung in Ottweiler habe er sich in eine arge Batsche ge- der Straßenbahn. Die Straßenbahn- Gesellschaft" hat jezt ritten, aus der er nur herauskomme, wenn er bei nächster Ge- fast das Monopol in Hamburg- Altona- Wandsbeck und mußt legenheit in einer Bersammlung das Wort für die Kandidatur des dasselbe rücksichtlich der Fahrpreise in einer unglaub aus. beim fröhlichen Geheimen Bergrats Brieße ergreife. Beugen: 1. borbenannter lichen Weise Die Hamburg- Altonaer Centralbahn Karl Ruffing aus Hangard. 2. Bergmann Peter Schüß aus Theley. Gesellschaft hat auf ihren beiden einzigen Linien schon seit Die Steiger der der außerhalb des Wahlbezirks gelegenen mehreren Jahren den 10 Pfennig- Tarif eingeführt, während die Grube Göttelborn sind schon auf die betreffenden Wahllotale ver- Straßenbahn- Gesellschaft sich noch bis 25 Pf. für einige Strecken teilt und so in der Lage, ganz wie bisher die Abstimmung der ihnen zahlen läßt, wenn im übrigen auch ihr Betrieb ein wirklich anunterstellten Bergleute zu kontrollieren. Die Kontrolle tann mit abjo- ertennenswerter ist. Ein Ausschuß, der den Senatsantrag vorberaten Iuter Sicherheit deshalb geführt werden, weil die gegnerischen Stimm- hatte, empfahl denselben. Dagegen wandte sich der Antisemit zettel erfahrungsmäßig durch Größe, Form und Papier schon von Ra ab und vor allem unser Genosse Stolten, der sich dabei die Weitem kenntlich sind. Die beantragte einheitliche Aus- erste präfidiale Rüge holte, als er nämlich durchblicken ließ, daß gestaltung der Stimmzettel wurde auch diesmal seiner Ansicht nach vielen Bürgerschaftsmitgliedern eine Verstaatlichung abgelehnt. Ew. Excellenz ersuche ich daher ganz ergebenst, der Straßenbahn nur deshalb unangenehm sei, weil sie als Aktionäre hochgeneigtest veranlassen zu wollen, daß sowohl gegen den erheblich daran interessiert seien. genannten Beamten auf Grund des§ 336 de s Strafgefeßbuchs für das Deutsche Reich vorWohnungsinspektion in Württemberg.s gegangen, als auch Vorkehrung getroffen werde, zu vers dern, Aus Stuttgart wird gemeldet: Das Ministerium des daß bei der am 12. Juni d. J. stattfindenden ReichstagsErsatzwahl im hiesigen Wahlkreise das gefeßlich garantierte Innern hat eine Verfügung erlassen, welche eine geregelte Recht der freien und geheimen Wahl durch das Wohnungsaufsicht zum Zwecke hat. In allen Gemeinden ungesegliche Vorgehen von den der Bergbehörde von über 3000 Einwohnern soll eine besondere ortspolizeiunterstellten Beamten zahlreichen Staats- liche Aufsicht eingeführt werden, die alle aus drei oder weniger bürgern genommen werde. Fuchs, Mit diesem Wunsch und in dieser Bedeutung bitte ich Sie, auch hier einzustimmen in den Ruf:" Seine Majestät, unser aller gnädigster Kaiser und König, Herzog von Pommern, Wilhelm II. Hoch!" für Köln- Stadtkreis." thatsdorid Wohnräumen bestehenden Wohnungen sowie die Räume zur Bes herbung von Fremden, Schlafgängern und Arbeitern betrifft. Die Bestellung der Aufsichtsorgane ist Sache der Gemeinden. Das Ministerium behält sich vor, besondere statistische Erhebungen über Wohnungszustände zu veranlassen. Möge dieser Vorbereitung baldigst eine ernstliche Reform der entsetzlichen Mißstände des Wohnungswesens folgen! 13 που Die Antwort des Ministers wird einen nicht unwichtigen Bräcedenzfall schaffen, von dem man später Gebrauch machen wird. Schade nur, daß Herr Fuchs nicht auch die gegen die social. demokratische Agitation gerichteten Einflüsse gleichfalls gebrand markt hat. Das Wahlkomitee des Centrums hat übrigens auch einen Fonds Die schlechte Finanzlage in Bayern. Der Präsident der für Schadloshaltung der Opfer der Wahlbewegung gegründet. In bayrischen Abgeordnetenkammer, Dr. v. Orterer, foll, so wird dem Aufruf, der Beiträge zu diesem Fonds erbittet, heißt es: Um den unerhörten Wahldrud, der seit Decennien uns aus München berichtet, türzlich in Weißenburg a. S. geäußert im hiesigen Wahlkreise geübt wird, endlich zu brechen, scheint es haben, von der Regierung sei ihm mitgeteilt worden, die geplante zu bilden, and belchem diejenigen gehreraufbeiferung müſſe wegen der ungünstigen notwendig, einen Fonds aus Bergleute, Arbeiter und Beamte schadlos gehalten werden, die in-& inanzlage Bayerns auf den übernächsten Landtag zurüdfolge ihrer Stimmabgabe fürs Centrum oder ihrer Teilnahme an gestellt werden. Bekanntlich verlangten alle Barteien mit Rüdsicht auf Centrumsversammlungen strafverfekt, abgelegt oder die dringend notwendige Lehreraufbefferung eine Landtagsnachſeſſion. Die Regierung ist damals auf diese Wünsche nicht eingegangen und sonst in ihren Einkünften geschädigt werden. ließ durch ihre Organe erklären, um die Lehrer zu entschädigen, ,, Uebermäßiger Pflichteifer". Der Vice- Wachtmeister Gustav werde das Schuldotationsgefeß, das im diesjährigen Landtag erledigt Ignaz Vollmer von der 6. fahrenden Batterie des 11. Feld- werden sollte, rückwirkende Straft erhalten. Wenn sich nun die obige Der Bundesrat stimmte in seiner Sigung am Montag der Artillerie- Regiments war, wie feiner Zeit berichtet, am 11. Mai d. J. Mitteilung bewahrheitet, dann dürfte sich die in einzelnen LandesVorlage betreffend die Handelsbeziehungen zum britischen Reiche zu von dem Kriegsgericht der 22. Division in Kassel wegen Miß- teilen in der letzten Zeit ohnehin schon epidemisch gewordene Lehrerund nahm den Entwurf eines Unfallfürsorge- Gefches für Beanite bhandlung Untergebener in 107 Fällen, hiervon in fünf Fällen unter flucht noch verstärken. Die von den Vertretern der Socialdemokratie und Personen des Soldatenstandes in der Fassung der Beschlüsse des Mißbrauch der Waffe, ferner wegen vorschriftswidriger Beim bayrischen Landtag fortwährend bemängelte Riedelsche FinanzReichstags an. handlung Untergebener, Anmaßung einer Strafgewalt und wirtschaft aber scheint ihrem völligen Bankrott entgegen zu steuern. Die Herren Konservativen und Agrarier empfinden ein überaus starkes Bedürfnis, sich dem Monarchen zu empfehlen, und ihre Befähigung hierzu, durch lange Gewohnheit geübt, ist wahrlich hervor ragend und bewandernswürdig. Wie aber wäre es, wenn der Kaiser zu der Ueberzeugung gelangt, daß die gemeingefährlichen Kornzoll forderungen der Herrn Großgrundbefizer rücksichtslos abgewiesen und daß die unheilvolle Macht der Junkeraristokratie gebrochen werden müsse? Wie werden sie dann monarchische Gesinnung befunden die Herren Kanalrebellen? $ 1130 Citit 190 Ausland. Der französische Arbeitsrat. Dieser Tage ist der, Conseil superieur du Travail" dürfte." Der Boeren- Krieg. Eine Zeitung8intervention. Prüfen Sie gütigst unfren Vorschlag und zeigen Sie durch Ihr Eingehen auf denselben, daß der aus der Mitte der Bürgerschaft hervorgegangene Wunsch, die Wiederherstellung des Friedens, Thre gebührende Berücksichtigung gefunden hat. Nach dem bisherigen Verhalten der Herrn Hehe und Genossen Das Kleine Journal" brachte eine aus dein Haag datierte zu einer Session zusammenberufen worden und hat unter dem Vor- Meldung, in der unter Hinweis auf die Anwesenheit der siz des Handelsministers getagt. Die Aufgaben dieses Obersten Königin der Niederlande und des Generals Bonnal in Berlin be- ist es immerhin zweifelhaft, ob die von der Bürgerschaft angebotene Arbeitsrats", dessen Funktionen etwa die gleichen sind, wie sie hauptet wird, daß von Berlin aus in vollem Ein- Vermittelung angenommen wird, so sehr es auch im Jnteresse des unsre deutsche„ Kommission für Arbeiterstatistik" ausübt oder verständnis mit den Mächten des Dreibundes und des Zwei- Friedens zu wünschen wäre. Nach allem, was man aus Nienburg ausüben sollte, find in diesem Jahre gerichtet auf„ Untersuchungen bundes und wohl auch im Einklange mit den persönlichen in der letzten Zeit gehört hat, kann man wohl annehmen, daß die der Arbeitsverhältnisse derjenigen Arbeiterkategorien, deren Arbeits- Wünschen des Königs Eduard selbst die Aktion ausgegangen ist, Bürgerschaft sich zu ihrer Eingabe an die Fabrikanten veranlaßt traft durch die gegenwärtige Gesetzgebung noch nicht geschützt ist." welche weit entfernt, eine politische Spize gegen England zu be- gefühlt hat nicht allein aus Interesse für die Ausständigen, sondern Eingeleitet wurde die erste Sigung durch einen Protest der deutenden heldenmütigen Boeren, den waderen Verteidigern wohl hauptsächlich aus dem Grunde, weil die aus Rußland heraneine Unternehmermitglieder; diese reichten ein Schriftstid ein, in welchem ihrer heimischen Echolle, in balbiger Frist einen ehrenbollen gezogenen Arbeitswilligen nachgerade eine Gefahr für die ganze fie die Aufmerksamkeit der öffentlichen Gewalten auf die gegen Frieden und der englischen Armee die ersehnte Ruhe bringen Gegend geworden find. Kürzlich haben wir erst berichtet, daß ein Fabrikdirektor nur mit Mühe den auf ihn gerichteten Messern wärtige Zusammensetzung des Arbeitsrats lenken. Der höchste Arbeitsrat" wurde bereits am 22. Januar 1891 Diese um ziemlich zwei Jahre verspätete Attion würde hente feiner getreuen Streikbrecher entgangen ist. Heute liegt uns geschaffen; er bestand aus 60 Mitgliedern, von denen 50 durch im Zeichen des Nichtempfangs Krügers und ähnlicher Thaten ledig wieder eine, bürgerlichen Blättern des Streitgebiets entnommene ministerielles Dekret ernannt wurden; hierzu kamen 10 Juristen. lich zur Hilfsaktion für England werden, das sich an dem Boeren- Nachricht vor, des Inhalts, daß fast kein Abend vergeht, an dem es Die fünfzig waren fast ausnahmslos große Unternehmer, Handels- krieg zu verbluten droht, während die heldenmütigen Boeren taum nicht zu kleinen Auseinandersetzungen" zwischen Streifenden und Arbeitswilligen fommt, wobei es stets die legteren sind, welche den Herren, Großindustrielle usw. Die wenigen Parade- Arbeiter, die noch etwas verlieren können. man mit heranzog, thaten kein Harm; auch wenn fte Die Nachricht wird denn auch von den Offiziösen des auswärtigen Anlaß zu Streitigkeiten geben. Die Polizei hat unter diesen Uniweniger peinlich gefichtet worden wären, hätten fie nichts Amts als„ dreiste Erfindung" gekennzeichnet, was nicht ausschließt, ständen alle Hände voll zu thun, nicht etwa um die Arbeitswilligen für die Arbeiterschaft erreichen können, da sie ja stets in der daß man jet in Hoffreisen gern den„ Ruhm" zu erwerben wünscht, vor den Streikenden zu schüßen, sondern um die sonst so angesehenen, Minderheit blieben. So lange dieser idyllische Zustand herrschte, etwas für die Boeren gethan zu haben, ohne daß es uns etwas von Behörden und Unternehmern gleichmäßig gehätschelten Streif brecher im Baume zu halten und die ruhigen Bürger vor den Ausso lange man sich den Schein geben tonnte, als sei man wirklich be- foftet. Das offiziöse Dementi erklärt dann: ftrebt, etwas für die Arbeiter zu thun, ohne daß jemals viel dabei„ An Deutschland ist bisher weder von einer andern Macht die schreitungen der Retter der Glasfabrikanten zu schützen. Drei von heraustam, ließ man sich den" höchsten Arbeitsrat" gern gefallen. Anregung zu einer Intervention oder Vermittlung zwischen England diesen russischen Arbeitswilligen sind wieder an einem der letzten Die Sache änderte sich mit dem Antritt der jetzigen Regierung. und den Boeren herangetreten, noch auch ist von englischer Seite die Tage ausgewiesen worden. Unter solchen Umständen begreift man es, wenn auch die BürgerDurch Dekret vom 1. September 1899 wurde die Zahl der Mit- Geneigtheit zu erkennen gegeben worden, auf eine solche Aftion einglieder auf 66 erhöht, die sich wie folgt verteilen: 22 wählt das zugehen. Die auf den König Eduard bezügliche Wendung verrät schaft Nienburgs den lebhaften Wunsch nach Herstellung des Friedens organisterte Unternehmertum, d. H. die Handels- und Gewerbe- eine völlige Unkenntnis englischer Verhältnisse, da der König gar und geordneter Verhältnisse hat. fammern, und die Unternehmer- Beisiger bei den Gewerbegerichten; nicht in der Lage ist, derartige die Politit Englands betreffende Die Kohlenarbeiter in Lübeck befinden sich im Ausstand. die Arbeiter wählen ebenfalls 22 und zwar 7 davon die Gewerbe- Wünsche zur Geltung zu bringen. Für eine Vermittelungsaktion Die Buchdrucker und Buchbinder der Geschäftsbücherfabrik gerichts- Beifizer und 15 die Gewerkschaften; die übrigen 22 find fehlt heute ebenso wie vor Monaten die notwendige Voraussetzung und Buchdruckerei von Otto Ente in Rottbus haben Juristen( 10, davon 6 Regierungsbeamte), Deputierte 5, Senatoren 3 einer Geneigtheit beider kriegführenden Parteien, die Vermittelung sämtlich die Kündigung eingereicht, weil der Chef gesagt hat, er und 4 vom Handelsminister ernannte Personen. Unter den letzteren neutraler Mächte anzuerkennen." werde sämtliche Verbandsmitglieder entlassen. Dieser Vorsatz ist befinden sich Jaurès und die Genoffin Bonne vial. Die waffenstarrenden christlichen Kulturmächte sind eben ohn- auch zum Teil schon ausgeführt. Auch am letzten Sonnabend find Die Unternehmer protestieren gegen die Zusammensetzung; fie mächtig, den schlimmsten, von den Großen den kleinen zugefügten wieder Verbandsmitglieder entlassen worden. Infolgedessen kündigten regen fich darüber auf, natürlich lediglich im Jnteresse der Arbeiter". Verbrechen zu wehren. alle übrigen Buchdruder und Buchbinder. Die seitens des Personals daß die indifferenten, unorganisierten Arbeiter in dieser Körperschaft angebahnten Verhandlungen konnten nicht stattfinden, da Herr Enke nicht vertreten sind. Die durch die Socialisten beherrschten und die Kommission abwies. verhetten Bertreter der Gewerkschaften brächten in Gemeinschaft mit zeichnen sich durch geradezu läppische Aufschneidereien aus. Seine den juristischen und Beamtenvertretern, die von der Regierung nicht völlig unabhängig feien, Beschlüsse zu stande, die durchaus nicht die neueſte Depesche besagt, die Zahl der Boeren, welche im legten Monat getötet und gefangen genommen wurden oder sich ergeben Meinung der gesamten Arbeiterschaft wiedergäben. Dieser rührenden hatten, beträgt 2640(!!) Vom 1. Juni bis zum 9. Juni würden Gorge um die völlige Unabhängigkeit aller im Arbeitsrat sigenden 26 Boeren getötet, 4 verwundet und 409 gefangen genommen. Es Personen haben sich die Arbeitervertreter sofort angeschlossen; auch ergaben sich ferner 33 Boeren, und außerdem wurden 651 Gewehre, 11 Stunden täglich gearbeitet. fie sind der Meinung, daß alle Vertreter im Höchsten Arbeitsrat" nur 115 500 Patronen, 120 Wagen und 4000 Pferde erbeutet. durch Wahlen in diesen gelangen sollten; Guérard( Gewerkschafter) Dieser Streckenrapport" macht einem amerikanischen Reklamesetzte deshalb dem Antrag der Unternehmer, die Unorganisierten Agenten Ehre. Die Engländer haben ihrem offiziellen Telegramm mit heranzuziehen, das Verlangen entgegen, die beamteten ernannten zufolge seit dem Beginn des Kriegs ungefähr hundertmal mehr Vertreter zu beseitigen. Durch ihre Presse lassen die Unternehmer Boeren getötet und gefangen, als das ganze Voll, Weiber, Kinder die Drohung aussprengen, daß fie, falls man ihren Wünschen nicht ent- und Greise eingeschlossen, überhaupt zählt.- Allerdings auch die gegenkomme, lieber in Maffen austreten würden, als noch länger die Siegestelegramme haben turze Beine. unheilvollen Beschlüsse ihrer Gegner zu decken". " Kitcheners ,, Sieges: Telegramme" Ich dementiere mir. Mittlerweile läuft man im Senat auch Sturm gegen die Institution der Arbeitsräte", die erst vor kurzem ins Leben Auf eine Anfrage des Kriegsministers Brobrid meldete Kitchener gerufen find durch eine Verordnung des Handelsministers, und telegraphisch hierher, die von„ Reuters Bureau" gemeldete Nachricht, deren Gültigkeit von der Unternehmerklasse bestritten wird. Die daß am 5. d. M. ein Teil des Boerenkommandos unter Behers überArbeitsräte entsprechen nach der Art ihrer Aufgaben ganz den von rascht und geschlagen worden, sei unrichtig. der socialdemokratischen Fraktion des deutschen Reichstags geforderten Arbeitskammern. Es sind deren bis jetzt vier in den größeren ist in Begleitung des Dr. Leyds im Haag eingetroffen. Industriecentren errichtet, auch hier haben nur die Organisationen der Unternehmer und der Arbeiter Vertreter zu wählen. Die Unternehmer wollen nun streifen und teine Vertreter in diese Arbeitstammern entsenden. Die Ausstellungen der Unternehmer haben zunächst zu keinen weiteren Konsequenzen geführt; in den ersten zwei Sizungen hat der höchste Arbeitsrat" ziemlich weitgehende Beschlüsse gefaßt. Er hat sich im Princip für die Notwendigkeit des gesetzlichen " Präfident Krüger Die Pest. Einer amtlichen Meldung aus Kapstadt zufolge tamen in der lezten Woche daselbst 18 Pestfälle vor, von denen 10 einen tödlichen Ausgang hatten. Im ganzen find bisher 684 Erkrankungs- und 318 Todesfälle an der Seuche festgestellt worden. Partei- Nachrichten. Das boykottierte Theater. Das Victoria 0 Theater in Der Malerstreik in Bremen dauert wie die Streifleitung bekannt giebt- unverändert fort. Die Stellmacher in Stettin streiten seit Sonnabend um die Einführung der 10stündigen Arbeitszeit. Bisher wurde 11 bis Wet Strett der Schweriner Maurer und Zimmerer ist durch einen Vergleich, der vor dem Stadt Bauamt geschlossen und von den Parteien angenommen worden ist, definitiv beendet. Die Hauptpunkte des Vergleichs, der bis Ende 1902 gilt, sind folgende: Der Stundenlohn beträgt 45 Pf. Für Ueberstunden find 50 Pf.. für Nachtstunden 60 Pf. zu zahlen. Arbeiter an Backöfen, Steffelanlagen 2c., find mit mindestens 90 Bf. pro Stunde zu vergüten. Bei größeren Neubauten find wetterfeste Baubuden zu errichten. 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird ausgeschlossen. Die Arbeitszeit bleibt im allgemeinen unverändert. Der Streik der Steinarbeiter in Striegan i. Schl. hat fich auch auf den Bezirk Häslicht ausgedehnt. In diesem Bezirk wird der Mangel eines geeigneten Lokals zur Abhaltung von Versammlungen unliebfam empfunden. Der Besuch einer Versammlung macht einen stundenweiten Weg notwendig. Streitbrecher haben sich noch nicht gefunden, eine sehr große Anzahl der Streitenden reist ab, so daß bei Wiedereröffnung der Betriebe aller Voraussicht nach Mangel an Arbeitskräften eintreten wird. Die früher geführten Verhandlungen mit den koalierten Unternehmern waren ergebnislos. Jezt sind erneute Verhandlungen angebahnt. Die Maurer in Lissa in Posen streiten schon mehrere Wochen, Sie fordern die 10stündige Arbeitszeit und 35 Pf. Stundenlohn Vor dem Streif wurde bei 11 stündiger Arbeitszeit 19-32 31. gelegt hatten, find nur noch 40 anwesend. Die Unternehmer lehnew Stundenlohn gezahlt. Von 170 Maurern, die die Arbeit nieder die Verhandlungen ab, so daß die Einigungsversuche des Landratsder Bürgermeister hatte es abgelehnt, zu vermitteln ergebnislos verliefen. Wenn der Zuzug noch einige Zeit ferngehalten wird, dann dürfte der Streit mit dem Siege der Arbeiter enden. Schutzes der Arbeiter und Angestellten im Handel und der Nahrungs- Magdeburg hatte schon mehrfach Boltsvorstellungen zu ermittelbranchen erklärt. Der staatliche Schutz soll sich er strecken auf hygienische und fanitäre Maßnahmen, auf die mäßigten Preisen veranstaltet und sollte auch am Sonntag eine Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter, der Arbeiterinnen und solche Vorstellung wiederholt werden. Unerwartet ist die Ankündigung auch der erwachsenen Männer. Sodann wurde eine Reihe zurückgezogen, weil die tgl. Kommandantur den Boykott über das Resolutionen angenommen, die Erweiterungen schon bestehender Theater verhängt hatte. Geseze in Anregung zu bringen. So sollen nach den Vorschlägen Unfre Parteigenossen in Magdeburg werden gegen diese Aus Essen wird uns berichtet, daß die dortige Filiale des des Arbeitsrats in Bukunft weitgehende Minimalbestimmungen Play Stellung der Militärverwaltung eine große Protestfundgebung vergreifen in Bezug auf die Wohn- und Arbeitsräume solcher Personen, anstalten, denn die Bekanntgabe dieses Boykotts hat in Arbeiter- dahin geeinigt haben, daß beide Organisationen zur Erreichung wirtCentralverbands der Maurer und der Christliche Maurer- Verein sich die im Hause der Unternehmer. wohnen. Leistungen, Einrichtung, freifen allgemeine Erbitterung hervorgerufen, zumal wenn man beZustand der Betten und der Schlafräumen des Dienstpersonals sollen rüidfichtigt, daß jede Aufforderung zum Boykott unsrerseits beschaftlicher Vorteile gemeinsam vorgehen wollen. Weiter wird mitgeteilt, daß das Essener Gewerkschaftskartell beschlossen hat, mit zum Gegenstand staatlicher Ueberwachung gemacht werden. straft wird. sämtlichen christlichen und Hirsch- Dunckerschen Organisationen Verbindungen zu suchen, um gemeinsame Maßnahmen zu treffen bezüglich einer höheren Ansehung des durch die Behörden festzustellenden ortsüblichen Tagelohns. Ferner soll bezüglich des Arbeitsnachweises sowie bei statistischen Erhebungen über Lohn- und Arbeittsverhältnisse ein gemeinsames Vorgehen der genannten Organisationen Plaz greifen. Die Sigungen des Arbeitsrats werden fortgesetzt. Seine Beschlüsse sind natürlich nicht bindender Natur, er hat die Gefeße mur vorzubereiten, Renderungen zu empfehlen usw., feine Entschlüsse und Meinungsäußerungen find jedoch nicht ohne Einfluß auf die Maßnahmen der Regierung. Deftreich Ungarn. Wien, 10. Juni. Das Herrenhaus nahm die Wafferstraßenborlage einstimmig an, das Abgeordnetenhaus genehmigte die Lokalbahnvorlage unverändert. Schweiz. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Flugblattverbreitung. Wegen Vergehen gegen die Polizeiverordnung, welche die Bestimmungen über die Sonntagsruhe enthält, wurden in der Berufungsinstanz vor der Straffammer in Elberfeld neun Parteigenossen freigesprochen. Die Be treffenden hatten an einem Sonntag in Wülfrath Flugblätter verteilt. Das Schöffengericht, die Vorinstanz, hatte eine Geldstrafe von 5 M. festgesetzt. China. Walderfee in Japan. Graf Waldersce ist in dem japanischen Hafen Kobe eingetroffen Herbst das Gehalt auf 50 Mark reduziert. Die durch Geheime Instruktionen? Bern, 10. Juni. Der Bundesrat unterbreitet der Bundesver- Auch bei dieser Gelegenheit wurden Reden gehalten. fammlung einen Gesezentwurf, wonach den Kantonen seitens des Bundes eine jährliche Subvention von etwas über zwei Millionen Franken zur Hebung der Volksschule gewährt werden soll. Frankreich. Paris, 10. Juni. Nach dem gestrigen Rennen in Auteuil verfichten eine Anzahl Nationalisten Rundgebungen gegen das Ministerium zu veranstalten. Einige Personen, welche dem Justizminister, als dieser den Rennplag verließ, mit höhnischen Rufen verfolgten, wurden festgenommen, unter ihnen Mathieu Lesseps, ein Sohn von Ferdinand Lesseps. Die Verhafteten wurden nach Aufnahme eines Protokolls wieder freigelassen. Das Bureau Laffan" meldet aus Peking: Die chinesischen Bevollmächtigten haben vom Hofe geheime Instruktionen erhalten, zu verhindern, daß die Mächte in den Legationen Forts erbauen, welche den kaiserlichen Palast bedrohen, und daß längs der Eisenbahnlinien unverhältnismäßig starfe Garnisonen gelegt werden. th Gewerkschaftliches. Die Küchengehilfen der internationalen Schlafwagengesellschaft in Stuttgart haben wegen Lobudifferenzen die Kündigung eingereicht. Ursprünglich war mit der Direktion ein Monatsgehalt von 60 M. bei freier Beföstigung vereinbart. Ferner war nach zweijähriger Thätigkeit eine Aufbesserung bon monatlich 20 Mart versprochen worden. Statt dessen wurde im vorigen schnittliche Arbeitszeit für die Küchengehilfen beträgt 17 Stunden wohlgemerkt bei genanntem Einkommen! darunter dreizehn Stunden Fahrzeit; sämtliche Arbeiten sind in der Küche bei einer Temperatur von mindestens 30 Grad Reaumur, im Sommer oft bis zu 40 und 50 Grad zu erledigen; hierzu kommen die Auslagen für Getränke, die die unter der Beköftigung" nicht inbegriffen sind, ferner was bei dieser Temperatur an Wäsche verbraucht wird. Dazu kommt die Miete, welche im Vers hältnis zum Einkommen sehr erheblich ist, da die Gehilfen gezwungen find, zwei Logis zu unterhalten und hierzu keinerlei Unterstügung bekommen. Auch mit der freien Zeit haben sie Grund, Zum Glasarbeiterstreik in Nienburg. Der durch den unzufrieden zu sein, da sie schon oft drei und mehr Wochen fahren Millionär Hehe heraufbeschworene, schon seit Monaten währende mußten, ohne abgelöst zu werden, und kommt dann die Ablösung Ausstand macht sich auch in den Kreisen der Bürgerschaft unangenehm von zwei Tagen, dann heißt es, an jedem der beiden Tage von Das Fiasko der Zuckerprämien. Aus Paris wird berichtet: fühlbar, und man wünscht auch in diesen Streisen eine baldige morgens um 6 Uhr bis 11 Uhr Dienst zu thun und außerdem an In einer Besprechung der Ergebnisse der indirekten Steuern für den Beendigung des Kampfes. Unter den Nienburger Bürgern cirkuliert einem der Tage Nebenarbeiten im Bureau zu erledigen. Monat Mai weist eine halbamtliche Auslassung darauf hin, daß die zur Beit eine bereits mit zahlreichen Unterschrifen versehene, an die Zuckersteuer in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres Besizer der Glasfabriken gerichtete Eingabe. In derselben heißt es: 15 millionen Frants weniger eingebracht habe, als im Mit großem Interesse wie mit banger Sorge verfolgt wohl die Budget veranschlagt war. Die Urfachen dieser Abnahme seien zum gesamte Bürgerschaft Nienburgs den monatelangen Kampf, der sich Zur Verhütung von Keffelexplosionen bringt der Bericht der Teil darin zu suchen, daß die Zuckersteuer immer mehr von den in den Mauern unsrer Stadt abspielt. Die seit 27 Jahren gepflegten badischen Gewerbeaufsicht von 1900 eine sehr beachtenswerte 3uderausfuhr prämien verfchlungen werde. Es sei Beziehungen der( Bürgerschaft zu den Besizern und Leitern der Warnung. Vor mehreren Jahren wurde zur Verhütung des vorauszusehen, daß Maßnahmen getroffen werden müßten, um diesem hiesigen Glashüttenwerte wie zu der Arbeiterschaft werden gelodert Reifelsteinanfayes vielfach empfohlen, mit dem Speisewasser Uebelstande abzuhelfen. oder gar zerrissen. Die Fabrikherren wie die Arbeiter haben unter eine gewisse Menge Petroleum in den Dampffefsel zu Rußland. diesem Berwürfnis zu leiden, durch welches unser Gemeinwesen ipeisen. So ist auf den preußischen Staatsbahnen gleichfalls in Mitleidenschaft gezogen zu werden droht. Uns bangt die Kesselreinigung der Lokomotiven durch Petroleum einsowohl für die Erschütterung der hier so genial gefchaffenen in geführt; dieses wird in dem mit Wasser gefüllten Refsel gespritzt, bustriellen Werte, auf welche ein jeder Nienburger stolz ist, uns beim Ablassen des Wassers überzieht es den Refselstein und löst ihn. bangt aber auch für das Wohl Ihrer Arbeiter, die uns in den vielen Daß hierbei Unfälle vorgekommen sind, würde noch nicht bekannt. Jahren ihres Hierseins durch gutes, anständiges Betragen lieb ge- In Baden hatte aber diese Methode zahlreiche Unfälle zur Folge und auch im Berichtsjahre 1900 lieferte wieder ein schwerer worden sind. Unfall den Beweis von der Gefährlichkeit des Petroleums zu dem erwähnten Verwendungszweck. Der Bericht meldet hierüber: Helsingfors, 9. Juni. Das Erscheinen der hiesigen Zeitung Pobjalainen" und eines Wiborger Blatts ist gänzlich verboten, das Erscheinen von mehreren anderen finnischen Blättern auf eine Zeit von 14 Tagen bis 4 Monaten untersagt worden. Serbien. Daher geht unser aller Wunsch dahin, daß die alten, guten Belgrad, 10. Juni. Infolge des energischen Einspruchs des Berhältnisse wiederkehren mögen, zum Wohle der Glashüttenbefizer, serbischen Gesandten in Konstantinopel wegen der wiederholten zum Wohle der Arbeiterschaft und zum Wohle unsrer teuren Grenzverletzungen durch die Albanesen befahl der Sultan dem Baterstadt. General Hamdi Bascha, sich an die Grenze zu begeben. Hamdi Die unterzeichnete Bürgerschaft bietet Ihnen wie Ihrer ArbeiterPascha erhielt die Vollmacht, zur sofortigen Ablösung der jetzt dort schaft die Hand zur ehrlichen Vermittlung. stehenden türkischen Grenztruppen zu schreiten, falls es sich, der Untersuchung nach, als nottvendig erweisen sollte. Mögen Sie wie Ihre Arbeiter aus unsrer Mitte Männer wählen, die die entstandenen Zwiftigkeiten und Differenzen zu beseitige versuchen. Sociales. Zwei Arbeiter der Jutespinnerei Waldhof wollten bei frisch gefülltem Refsel eine undichte Verpadung ani Manuloch bei Licht untersuchen. Im Begriff den Mannlochdeckel zu öffnen, entzündeten sich die im Sesselinnern angesammelten, dem Petroleum entstammenden Gase, und eine hervorschießende lange Stichflamme verbrannte die beiden Arbeiter so schwer, daß der eine derselben bald danach starb." Auf Veranlaffung der badischen Gewerbe- Aufsicht erließ die oder kleineren Saal mehr giebt, welcher den Arbeitern nicht zur Klassifiziert worden seien, befinden sich auch einige, die aus Rohzuder Dampffeffel- Ueberwachungsgesellschaft eine Warnung an ihre Mit- Verfügung steht, sei ein solcher Beschluß ganz selbstverständlich; in besserer Qualität gewonnen werden. Der Zoll von nur 2 Schilling ber mit 20- 30 glieder, bezüglich der Verwendung des Petroleums in Dampf unserm Streis jedoch kommen sehr häufig Zimmer mit 20-30 Per- würde daher diesen Artikeln, soweit sie im Auslande produziert seien, Feffeln. Es ist wünschenswert, daß dies auch in andren sonen außerordentlich in Betracht, und wenn wir diese durch das eine Vorzugsstellung von etwa 9 Pence pro Centner einräumen, Bundesstaaten geschieht, namentlich in Preußen, wo es infolge Verhalten der Berliner Parteigenossen verlieren, so werde unsre Agi- gegenüber denselben Artikeln, soweit sie im Julande hergestellt find. Seitdem die neuen Zölle in Kraft getreten wären, habe man der Verwendung bei den Lokomotiven am meisten verbreitet sein tation in den betreffenden Orten aufs schwerste geschädigt. wird. Sollten noch Zweifel vorliegen, ob das Verbot gerecht- Eine Resolution, welche das gekennzeichnete Verhalten der Berliner auch Glykose von viel größerer Süßkraft als früher eingeführt, und fertigt, fo fönnte ja das Reichs Gesundheitsamt zu einem Lokalfommission aufs schärffte verurteilt, fand einstimmige Annahme; dann auf dem Markte in unredlicher Weise dem Zucker Konkurrenz Gutachten veranlaßt werden. dieselbe soll im Vorwärts" veröffentlicht werden. gemacht. Campell Bannerman sagte dann, die vorgeschlagenen AbFerner wurde dem Vorstande aufgetragen, schon jetzt die nötigen änderungen mußten erst geprüft werden, um zu sehen, ob damit ein Vorkehrungen für die etwa notwendig werdenden Wahlen zum Land- Schutz verschiedener Zweige des britischen Handels angestrebt werde. tag zu treffen. Der Beschlußantrag, welcher morgen in Straft tritt, wurde sodann angenommen. berurteilt. A Gerichts- Beifung. Nachdem noch ein vom Genossen Zubeil eingebrachter Brotest gegen die geplante Verschärfung des Brotwuchers einstimmig angenommen war, wurde die Versammlung unter dreimaligem Hoch auf die internationale, völlerbefreiende Socialdemokratie geschlossen. Herbert Roberts fragt, ob der Regierung bekannt sei, daß der Generaldirektor der Hamburg- Amerika- Linie erklärt habe, daß diese Linie gemeinsam mit dem Norddeutschen Lloyd die Einrichtung eines Dampfschiffdienstes auf dem Yangtse- Fluß, soweit dieser schiffbar sei, ,, Der Kampf der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft beabsichtige und daß die Gesellschaft einen regelmäßigen Dienst Unterum über 1/4 million Rassenvermögen und die zwischen Tsingtau, Tschifu und Tientsin eingerichtet habe. Stellung der Behörden zu diesem Kampf war das staatssekretär des Aeußern Cranborne erwidert, der Regierung sei Thema, mit dem sich die große Versammlung der Mitglieder der nichts zur Kenntnis gekommen. neuen Maschinenbauer rankenkasse" beschäftigte, # V Die Frage, wie die That eines Automatenmarders zu Beurteilen ist, war gestern der 7. Straffammer des Landgerichts I unterbreitet. Der Schlossergeselle Otto Schneider war wegen schweren Diebstahls unter Anklage gestellt. Er hatte mit Hilfe von Bleistücken in der Größe und Schwere der ZehnpfennigStücke aus einem Automaten in der Linden- Passage ein Päckchen mit Bartwichse und aus einem Automaten am Stettiner Bahnhof ein Karton mit Cigarretten entnommen. Abweichend vom Eröffnungsbeschluß vertrat der Staatsanwalt die Ansicht, daß hier schwerer Diebstahl nicht angenommen werden könne, da welche am Sonntag im Feenpalast stattfand. Der Referent, Berlin, 10. Juni.( W. T. B.) Generallieutenant von Lefsel bei einem solchen immer ein wirklicher Verschluß mittels Reichstags- Abgeordneter Stadthagen gab zunächst in furzen meldet aus Tientsin:" Palatia" mit Marine- Infanterie am 2., eines Schlosses vorausgesetzt werden müsse, in diesem Zügen eine umfassende Uebersicht über die Geschichte der 1878 ge-„ Alefia" mit Batterie und allen Tieren am 6. Juni nach Tsingtau Falle hier aber dieses Schloß" nicht durch einen falschen gründeten Staffe und ihre rechtliche Stellung zu den im Lauf der in See gegangen. Schlüffel oder ein andres zur ordnungsmäßigen Eröffnung nicht be- Beit erlaffenen gefeßlichen Vorschriften, und schilderte darauf aus- Leipzig, 10. Juni.( W. T. B.) Das Reichsgericht verwarf die stimmtes Werkzeug geöffnet worden sei. Es könnte nur zweifelhaft führlich die eigentümlichen Vorgänge, über die der Vorwärts" be- Revision des Schriftstellers Robert Grafmann in Stettin gegen fein, ob einfacher Diebstahl oder Betrug vorliege, er entscheide sich reits vor einiger Zeit berichtet hat. Der Redner führte unter das Urteil des Landgerichts Nürnberg vom 23. März, durch welches für das erstere und beantrage 5 Tage Gefängnis. Der Gerichtshof andrem aus: Da in dem Statut der Kaffe festgelegt sei, daß ihr die auf Einziehung und Unbrauchbarmachung der von Graßmann ver widmete der Frage eine längere Beratung. Wie der Vorsitzende 67 namentlich aufgeführten Betriebe angehören, so könne der Aus- faßten Schrift Ueber die Lehren Peters von Liguori" erkannt hervorhob, liege eine Entscheidung des Reichsgerichts über die Frage tritt eines der Betriebe nur durch Aenderung des Statuts herbei wurde. noch nicht vor, dagegen habe Professor Dr. v. Liszt sich dahin aus- beigeführt werden, wozu aber statutengemäß eine 4/ 6- Majorität der Leipzig, 10. Juni.( W. T. B.) Der vierte internationale Vergesprochen, daß die hier in Nede stehende That als schwerer Generalversammlung notwendig sei. Der Erlaß des OberDiebstahl zu charakterisieren sei. Bei der Zweifelhaftigkeit der Sache präsidenten, der den Austritt genehmigte, verstoße gegen das an- legerkongreß ist heute vormittag in Anwesenheit von ungefähr habe sich der Gerichtshof dahin entschieden, nur einfachen Diebstahl erkannte Statut und sei daher rechtswidrig. Die 67 Betriebe hätten 400 Delegierten von dem Präsidenten des Kongresses Albert Brockanzunehmen und den Angeklagten deshalb zu 5 Tagen Gefängnis durch das Statut einen Vertrag geschlossen und der Austritt der Haus im Deutschen Buchhändlerhause eröffnet worden. Dresden, 10. Juni.( W. T. B.) Die„ Dresdener Nachrichten" Allgemeinen Elektricitäts Gesellschaft jei ein Vertragsbruch; sie sei Als die That eines Rowdye charakterisierte gestern der auch noch jetzt Mitglied der Kaffe und diese könne die rüd schreiben über die Krisis der ,, Kreditaustalt für Industrie und Der Grund, der die All- Handel" sowie über die ,, Elektricitätswerke vorm. Kummer Staatsantvalt einen Erceß, der den schon bejahrten Handelsmann ständigen Beiträge einflagen. August Först er vor die Straflammer des Landgerichts I führte. gemeine Elettricitäts Gesellschaft zu diesem Schritt veranlaßt u. Co.": In den letzten Tagen fanden wiederholt Besprechungen In der Nacht zum 26. März befand sich das Neissesche Ehepaar auf hat, sei offenbar der, daß sie meinte, wenn sie ihre Arbeiter statt, an welchen die Vertreter der Reichsbank, der Sächsischen Bank, dem Heimwege. An der Ecke der Trescow- und Weißenburgerstraße schlechter stelle, ihnen in ihrer nengegründeten Betriebs- Krantentasse der Dresdener Bank, der Deutschen Bant sowie der hiesigen Bantmußte Herr N. eine Bedürfnisanstalt aufsuchen und seine Frau sollte nur 13 Wochen Unterstützung gebe, statt der 52 Wochen, welche die häuser Gebrüder Arnhold und Günther und Rudolph teilnahmen. wenige Minuten auf der Straße auf ihn warten. Sie wurde von Nene Maschinenbauer- Krankenkasse gewährt, dann sei sie, die Allge- Es wurde beschlossen, unter der Bedingung, daß sämtliche Wechseldem gerade des Weges kommenden Angeklagten in unanständiger meine Elektricitäts- Gesellschaft, besser gestellt. Die Wegnahme der inhaber Stundung gewähren, der Kreditanstalt 61/2 Millionen Weise belästigt und als ihr Ehemann, der die Gefahr sah, schleunigst rund 270 000 M. aus dem Kassenvermögen der Neuen Maschinen- Mart gegen Unterpfand in schäzungsweise ungefähr gleichem an ihrer Seite. erschien und dem Angeklagten flar machte, daß er bauer- Krankenkasse sei ein ungeheuerlicher Einbruch in das Privat- Betrage zur Verfügung zu stellen. Damit würde die Krediteine anständige Frau vor fich habe, wurde auch er aufs Gröblichste be- eigentum, diese Summe sei gleichiom eine Brämie auf den Vertrags- anstalt im stande sein, die sämtlichen Hypotheken- und Buchschimpft. Herr N. machte nun furzen Prozeß, padte den Angeklagten beim bruch der Allgemeinen Elektricit Gesellschaft. Das Verhalten der gläubiger voll zu befriedigen. Allseitig war man der Meinung, Kragen und schob ihn etwas unsanft vom Bürgersteig herunter. Förster Vorstandsmitglieder der Neuen Wijchinenbauer- Krankenkasse sei durch- daß bei einer langsamen Liquidation, die nicht zu vermeiden sein raffte fich aber wieder auf und ging auf Herrn N. Ios, indem er aus gerechtfertigt, die Verfügung der 100 M. Ordnungsstrafe und An- wird, auch die Wechselgläubiger der Kreditanstalt volle Bezahlung In der Diskussion erhalten würden, während freilich für die Aktionäre nur die Verihm zurief: Nimm Dich in Acht, ich habe ein Meffer bei mir!" Als drohung der 10 Tage Haft durchaus unzulässig. jener dann wieder energisch zurückgewiesen worden war, fühlte Herr wurde unter andrem betont, daß die Arbeiter der Allgemeinen teilung zur Zeit unveräußerlicher Werte übrig bleiben wird. UnN., daß er einen Stich in die rechte Hand erhalten haben müsse, Elektricitäts- Gesellschaft gar kein Interesse an dem Bestehen einer günstiger war das Resultat der Besprechungen für die Aktiendenn es quoll Blut aus derselben hervor und ein brennender besonderen Betriebs- Krankenkasse haben, sondern daß die Mitglied- gesellschaft vorm. Kummer u. Co., deren Verhältnisse mehr verwickelt Schmerz machte sich bemerkbar. Auf der Unfallstation wurde dann schaft bei der Neuen Maschinenbauerkasse bedeutend vorteilhafter sei, sind, so daß deren Lösung außergerichtlich sich nicht ermöglichen läßt. auch festgestellt, daß ihm eine ganz scharfe, ziemlich lange und tief denn die letztere erhebe nur 66 Pf. Beitrag und gewähre den Die Vertreter der Banken und Bankhäuser waren aber darin einig, gehende Wunde beigebracht worden war, die eine sechswöchige Arbeits- Stranten bedeutend mehr als die Betriebskaffe der Allgemeinen daß im Interesse der vaterländischen Industrie dieses Unternehmen werden müsse. Die bisherigen unfähigkeit zur Folge hatte. Das Schöffengericht war seinerzeit der Mei- Elektricitäts- Gesellschaft mit 81 Pf. Beitrag. Die folgende, vom durch Rekonstruktion erhalten nung, daß eine derartige Roheit unter keinen Umständen eine milde Be- Reichstags- Abgeordneten Stadthagen empfohlene Resolution wurde Direktoren der Kreditanstalt, Generalkonsul Kommerzienrat Horn, Bürgermeister a. D. Vicetonful Klößer, reichten ihre Demission ein, urteilung verdiene. Der Angeklagte wurde daher zu einem Jahr einstimmig angenommen: Gefängnis verurteilt und seine sofortige Verhaftung angeordnet. Die heute versammelten Mitglieder der Neuen Maschinenbauer- die der Aufsichtsrat der Bank annahm. Kaiserslautern, 10. Juni.( W. T. B.) Die Pfälzische Preffe" Er legte Berufung ein. Die Straffammer war gleichfalls der Au- Krankenkasse erheben dagegen Protest, daß der Magistratskommissar ficht, daß ein solcher Exceß nachdrücklich geahndet werden müsse, da entgegen dem Gesez, entgegen den Statuten der Neuen Maschinen- meldet: Auf einem Jagdausfluge nach Hoheneden erschoß am aber der Angeklagte nur ganz unbedeutend vorbestraft ist, ermäßigt bauer- Kaffe, entgegen den Interessen der Kasse und der Versammelten Sonnabendnachmittag der Kaufmann Leininger aus Unterder Gerichtshof die Strafe auf acht Monate Gefängnis bei Anordnung getroffen hat, welche darauf abzielen, aus dem Ver- franken nach heftigem Wortwechsel den Weinhändler August mögen der Neuen Maschinenbauer- Kasse zu Gunsten der vertrags- Scherner aus Dahlsheim mit dem Jagdgewehr; Leininger stellte vorläufiger Haftentlassung. brüchigen Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft mehr als eine Viertel sich hier selbst dem Gericht. Derlammlungen. Million fortzunehmen. Die Versammelten erheben ferner ents Bamberg, 10. Juni.( W. T. B.) Der zurückgetretene amerikaschiedensten Einspruch dagegen, daß der Magistratskommissar den nische Konsul Stern hat sich in den öffentlichen Anlagen in der Nähe Versuch unternommen hat, durch Geldstrafen und Haftandrohung die der Stadt erschossen. Vorstandsmitglieder zu Handlungen zu zwingen, welche den InterWien, 10. Juni.( W. T. B.) Die ungrische Delegation nahm Die sämtlichen Wahlvereine des Kreises Teltow- Beeskow- effen der Kasse und ihrer Mitglieder, den Grundfäßen über Treu Storkow- Charlottenburg haben sich vor einem halben Jahre zu und Glauben, dem Gesez, den Statuten der Kasse und dem Ge- heute nach eingehender Debatte das Kriegsbudget an. Der Kriegsminister erklärte bezüglich der neuen Geschüße, daß er feinen einem centralen Wahlverein zusammengeschlossen, durch welchen die wissen der Vorstandsmitglieder widersprechen. Angelegenheiten der Partei in dem ausgedehnten Kreise in ein- Die Versammelten sprechen dem Vorstand für sein mannhaftes weiteren Schritt zu thun gedente, so lange die Kanonen nicht genau heitlicher Weise erledigt werden sollen. Dieser Central a h- Eintreten dafür, daß die Befolgung der gesetzlichen und statuten- erprobt und alle Einzelheiten festgestellt worden seien. Budapest, 10. Juni.( W. T. B.) Die Lage in teshiga, verein hielt am Sonntag in Nixdorf seine erste General mäßigen Vorschriften auch der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft bersammlung ab. Auf derselben waren 24 Bereine durch und dem zu ihren Gunsten handelnden Magistratskommiffar obliegt, wo über 4000 Arbeiter der östreichisch ungarischen Staatsbahnen in 55 Delegierte vertreten. Nach dem Bericht des provisorischen Vor: ihre volle Anerkennung aus und ersuchen ihn, auch in Zukunft alle den Ausstand getreten sind, ist kritisch geworden. Die Frauen und stands über das abgelaufene Halbjahr wurde derselbe definitiv gewählt. gefeßlichen Mittel in Bewegung zu setzen, um die durch den Vertrags- Kinder der Ausständigen zogen vor das Amtsgebäude, bewarfen Er besteht aus dem 1.Borj. Goerde, Wallstr.69, 2.Vors. Dr. Borchardt, bruch der Allgemeinen Elettricitäts- Gesellschaft und der zu Gunsten dasselbe mit Steinen und schrien: Unfre Kinder hungern!" Goethestr. 8; Raffierer Eberhardt, Wilmersdorferstr. 38a; Schrift dieses Vertragsbruchs erfolgten behördlichen Maßnahmen schwer ge- Gendarmen drängten die Menge zurück und sperrten die Straßen ab. führer Hirsch, Herderstr. 13; Beisiger Schnell, Bismarckstr. 84, schädigten Kasse zu ihrem Recht zu verhelfen. Die Versammelten Mittags trafen zwei Kompagnien Militär zur Aufrechterhaltung sämtlich in Charlottenburg. Der Beisiger fungiert zugleich als Kreis- ersuchen den Vorstand, den Reichstag um Schutz der nach dem der Ordmung ein. Vertrauensmann. Zu Revisoren des Vorstands wurden gewählt Urteil des Reichstags sehr segensreich" wirkenden Kasse gegen Paris, 10. Juni.( W. T. B.) In mehreren Städten des aufünftige Küter Schöneberg, Jäger- Rigdorf, Voit Röpenid. Schädigungen zu und ersuchen zu diesem Nord- Departements, wie Roubaix und Armentières, wurden 8wed insbesondere gesetzgeberische Maßnahmen zu verlangen, gestern von Socialisten Kundgebungen gegen die Frohnleichnamswelche an Stelle der Verwaltungsbehörden unabhängige follegiale prozession veranstaltet. In Roubaix fam es hierbei zu ernsten RuheGerichte seßen und welche die als Aufsichtsbehörden fungierenden störungen; mehrere Personen erlitten durch Steinwürfe leichte VerBeamten in vollstem Maße civilrechtlich und strafrechtlich verantwortegungen. Die Polizei nahm eine Anzahl Verhaftungen vor. lich machen." Paris, 10. Juni.( W. T. B.) Deputiertentammer. Als zweiter Punkt der Tagesordnung wurde über die Er= höhung des Krankengelbs und die dadurch not- In der heutigen Sizung wird die Verhandlung über den Gesetzwendig werdende Erhöhung der Beiträge" ver- aufgenommen. Drake bekämpft den Entwurf und sagt, es gelinge handelt. Nach einem einleitenden Vortrag von Dr. Friedeberg auch in Deutschland nur, sehr geringe Invaliditätsrenten zu ge und Distuffion hierüber spricht sich die Versammlung gegen wenige Stimmen für eine Erhöhung der Beiträge um 6 Pfennige und eine gleichzeitige entsprechende Erhöhung des Krankengelds aus. " Für die Agitationstommiffion der Provinz Brandenburg wurde chubert Schöneberg, in die Breß fommission für den Vorwärts" Hoppe- Rirdorf und Goerte- Charlotten burg wiedergewählt. Als Obmann für die Lokalkommission wurde Quitt- Rigdorf wiedergewählt; doch nahm derselbe die Wahl nur unter der Bedingung an, daß ihm ein Erfagmann beigegeben werde, der die Geschäfte besorge, wenn er, wie sein Gesundheitszustand befürchten laffe, wiederholt an der Wahrnehmung seines Amts verhindert sei. Die Wahl dieses Ersazmanns wurde dem Berein Rigdorf aufgetragen. Der Kaffenbericht erstreckte sich nur über das erste Quartal, umfaßte jedoch auch die noch nicht vorgelegte Abrechnung vom 6. bis 81. Dezember 1900. In dieser Zeit kam zu dem Bestand bon 1762,97 m. eine Einnahme von 4578,28 M., zusammen also Eine Volksversammlung in Alt- Glienicke, die am 5. d. M. 6886,25 M. Ausgegeben wurden 1985,21 M.( darunter 1000 M. an tagte, erklärte sich für Errichtung eines Gewerbegerichts. ben Parteivorstand abgeführt). Es blieb somit am 31. Dezember ein Bestand von 4351,04 m., der dem am 1. Januar ins Leben getretenen Verein überwiesen wurde. Hierzu tam im ersten Quartal eine Einnahme von 2708,12 M., im ganzen also 7059,16 M. Die Ausgaben des Quartals betrugen 2526,46 W.( darunter Lehte Nachrichten und Depelthen. Schandale die Gendarmen von dem Diebstahl. Die Gauner den Parteivorstand abgeführt). ant C ber= 1000 Mart bleibt somit ein Bestand von 4532,70 m. Decharge konnte dem Kassierer nicht erteilt werden, weil die Wahl von Revisoren erst auf der Versammlung selbst vorgenommen werden sollte, die Kaffe also noch nicht revidiert war. Englisches Unterhaus. Auf eine weitere währen. Vaillant( Socialist) unterbreitet einen Gegenentwürf und fügt, auf Deutschland hinweisend, hinzu, es würde ein Beweis von Schwäche sein, wenn man weniger thun würde als Deutschland. Vaillant geht sodann auf die Einzelheiten des deutschen Gesezes ein. Die Beratung wird hierauf auf morgen vertagt. Chambery, 10. Juni.( W. T. B.) Ein Amerikaner Namens Schandale wurde während der Eisenbahnfahrt zwischen Modane und St. Michel von drei Individuen, die sich in demselben Wagenabteil befanden, ausgeplündert. In St. Jean de Maurienne verständigte ergriffen dann die Flucht, sprangen in den start angeschwollenen Are- Fluß und ertranten. London, 10. Juni.( W. T. B.) Der Schriftsteller Sir Walter Besant ist gestern gestorben. Der Dichter Robert Buchanan ist heute gestorben. London, 10. Juni.( W. T. B.) Auf eine Anfrage wegen des Borfalls in der Tatustraße in Tientsin erwidert Staatssekretär für Indien Lord Hamilton, nach telegraphischen Berichten des Generals An den Bericht des Obmanns der Lokalfommission schloß sich Gajelee seien die englischen Polizeisoldaten mit lobenswerter MägiRom, 10. Jumi.( W. T. B.) Deputiertentammer. eine Besprechung über die Lokalverhältnisse im Kreise und die un- gung vorgegangen und hätten von der Schußwaffe erst Gebrauch Chieft richtet an den Minister des Aeußern eine Anfrage wegen der günstige Veränderung, welche dieselbe wie von den Rednern be- gemacht, als sie zu ihrer eigenen Verteidigung dazu gezwungen Ausweisung italienischer Arbeiter aus Deutschland und wegen behauptet wurde durch das Verhalten der Berliner Lokalfommission gewesen seien. Die deutsche Polizei habe die englische unterſtüßt der ungenügenden Unterstüigung, die solchen Ausgewiesenen von erleiden müsse und bereits erlitten habe. Während es überall als und für Entfernung der am Thatorte anwesenden deutschen seiten der italienischen Konsuln in Deutschland und in der Schweiz selbstverständlich erachtet wird, daß die Parteigenoffen am Orte die Soldaten gesorgt. Auch von den Japanern sei der englischen Polizei bei ihrer Durchreise gewährt wird. Minister des Aeußern, Brinetti, Lokalfrage regeln, weil ja sie allein die Verhältnisse dort kennen, hat thatkräftige Unterftügung zu teil geworden. giebt zu, daß diese Ausweisungen bellagenswert feien; fie feien aber Die Berliner Lokalfommission Lotale in den Vororten für frei erklärt, Anfrage wegen eines angeblich stattgehabten weiten derartigen glücklicherweise selten und die Arbeiter würden in ihre Heimat beohne den Obmann der Lokalkommission des Kreises und Vorfalls erwidert Lord Hamilton, er habe an Gajelee telegraphiert fördert, nicht einfach ausgewiesen. Da die Kosten der Heimbeförderung au benachrichtigen. und ihn um Auskunft ersucht, ob dieses Gerücht auf Wahrheit beruhe. Der ausweisenden Regierung zur Laft fielen, könne die Regierung bie örtliche Lokalfommission auch nur Schazkanzler Hicks Beach bringt einen Beschlußantrag ein, nach So seien in Nieder Schöneweide die Lokale Hasselwerder und Sedan, die uns zu Bersammlungen nicht zur Verfügung stehen, welchem die im Budget vorgesehenen Zuckerzollfäge wie folgt ab- nichts weiter thun. für frei erklärt und ebenso sei an andern Orten verfahren worden, geändert werden sollen. An Stelle des Zolls. von 2 Schilling für den Centner Melasse und ähnlicher Produkte soll von Melassen und wodurch die Agitation daselbst geradezu lahmgelegt werde. Häufig tönnen unsre Vereinsversammlungen an einem Ort nur Buderertrakten, deren Gehalt nicht durch das Polanskop festgestellt in einem einzigen Lokal stattfinden, und der Wirt desselben tann werden kann, pro Centner erhoben werden: 2 Schilling 9 Pence, unter den obivaltenden Umständen gar kein Interesse daran haben, wenn sie über 70, zwei Schilling, wenn sie zwischen 50 und 70 fich weiter polizeilichen Chikanen auszufezen, wenn sämtliche andern2irte, und ein Schilling, wenn sie unter 50 Broz. Süßstoff enthalten. New York, 9. Juni.( W. T. B.) Bei Vestal( Staat New York) die sich uns gegenüber ablehnend verhalten, daraus teine Schädigung Der Boll für feste Glykose soll 2 Schilling 9 Pence und für flüssige zu erwarten haben. Die Folgen haben wir bereits zu spüren be- Glykoje 2 Schilling betragen, an Stelle der im Budget vorgesehenen fuhr gestern abend auf der Lackawanna Eisenbahn ein Güterzug tommen. Die Berliner Lokalkommission scheine gar kein Verständnis Säge von 1 Schilling 8 Pence. Hids Beach erklärte weiter, feitdem auf einen andren auf. Infolge des Zusammenstoßes explodierte für die Verhältnisse der Vororte zu befizen; sonst hätte sie auch un- die neuen Zölle in Kraft getreten seien, habe sich herausgestellt, eine im vorlegten Wagen des einen Zuges befindliche Ladung Mehrere Wagen wurden zertrümmert, andre ver möglich den Beschluß fassen tönnen, daß Lokale, deren Saal weniger daß die Zölle auf Melasse und Glykoje nicht genügend feien, eine Dynamit. als 50 Personen faßt, überhaupt nicht mehr für die Lokalliste in Einnahme zu sichern oder die britischen Buderfabrikanten zu be brannten. Vo m8ugpersonal wurden 6 getötet, 3 töd. Betracht kommen sollen. Für Berlin, wo es fast teinen größeren günstigen. Unter den Zuckeregtrakten, die im Budget mit Melassellich verlegt. Verantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr.- Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Kanea, 10. Juni.( Meldung der„ Agence Havas".) Obgleich die Deputiertenkammer beschlossen hatte, ihren Präsidenten zu bes auftragen, den Generalkonsuln den Wunsch auszusprechen, an Griechenland angegliedert zu werden, hat Prinz Georg selbst offiziell diesen Wunsch den Generalkonsuln unterbreitet, welche sich weigerten, denselben entgegenzunehmen. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Nr. 133. 18. Jahrgang. Tokales. Zur Schulratswahl. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 11. Juni 1901. Versammlung mit dieser Angelegenheit in der nächsten Sigung beschäftigen. Vor Jahresfrist faßte der Magistrat den Entschluß, daß fortan grundsäglich neue Straßenbahnlinien mur auf Rechnung der StadtIn der Sonnabendnummer sprachen wir die Vermutung aus, gemeinde gebaut werden sollten. Hoffentlich findet sich bald Gelegen daß gegen den vom Ausschuß vorgeschlagenen und vom Allerwelts- heit, zu zeigen, daß in dem vorliegenden Falle die Stadt Berlin macher Jacobi protegierten Gymnasialdirektor Schulze gewichtiges Herr im Hauſe iſt. find, veranlaßt worden ist. Endlich machen wir dem schon vor einigen Jahren ausgestellten Physikatsattest, welches sich dahin ausspricht, macht der Verteidiger noch eine Reihe andrer Momente geltend, die zu berechtigten Biveifeln an der Zurechnungsfähigkeit Sterns Anlaß geben. Dazu gehört u. a. sein persönliches Verhalten zu der Zeit, als er im vorigen Jahre mit einer Schau truppe durch das Land gezogen ist. Arbeiterrifiko. Auf schredliche Weise tam Sonnabend der Material vorliegen müsse, weil die anscheinend vorher schon gesicherte Die Aufhebung des Arbeiterschuhes im Bäckereigewerbe Arbeiter Tieß auf dem an der Ecke der Hollmann- und Alten JakobWahl plötzlich zweifelhaft geworden sei. Diese Vermutung hat sich und die Beibehaltung der Nachtarbeit scheint den Herren von der Straße errichteten Bau zu Schaden. Als Tiez mit dem Reinigen vollauf bestätigt. Uns würde die Wahl eines Schulrats für das Bäckerimmung„ Germania" zum Teil weit mehr am Herzen zu liegen, des Fahrstuhlschachtraums beschäftigt war, saufte der Fahrstuhl her höhere Schulwesen sehr wenig interessieren, wenn es sich dabei als die Ausbildung der Lehrlinge. Die Gewerbe nieder, traf den Kopf des Unglücklichen und zerbrach ihm zweimal den nur um die Besetzung dieses Postens an sich handelte. Bekannt- Deputation des Magistrats hat dem Vorstande der Kinnbackentnochen. Der schwer verlegte Arbeiter wurde nach dem lich hat jader Staat das Bedürfnis nach höheren bekannten Bäderinnung nachstehendes Schreiben zugehen Krankenhause Am Urban gebracht. An dem Fahrstuhl fehlte die Schulen aus seinen Mitteln zu decken. In preußischen lassen:„ Die polizeilichen Ermittelungen haben ergeben, daß verschiedene Signalvorrichtung. Staat sind aber die Mittel für Kulturzwecke äußerst knapp Lehrlinge, welche bei außerhalb Berlins wohnenden Jnnungsmitgliedern Mordversuch. Im Flur des Hauses Reichenbergerstr. 81a und so hat denn in Berlin die Stadtgemeinde die Aufgabe beschäftigt find, weder eine Fach- noch Fortbildungsschule besuchen. brachte der 26 Jahre alte Sattlergeselle Weihrauch der im Neben= des Staats übernommen. Mit geradezu himmlischer Geduld hat der Den Vorstand weisen wir eingehend an, die Aufnahme diefer Lehr- hause bei ihren Eltern wohnenden gleichaltrigen Anna Bernice wegen preußische Staat es fich gefallen lassen, daß die Stadt neben den in linge in eine Schule zu bewirken, den Schulbesuch durch diese Lehr- verschmähter Liebe mehrere Stiche mit einem Sattlermesser bei und Berlin vorhandenen 4 töniglichen Gymnasien noch 11 städtische linge streng zu überwachen und uns in irgend welcher Weise Gymnasien, neben dem einen königlichen Realgymnasium 7 städtische Bericht darüber zu erstatten. Gleichzeitig wolle der Vorstand une verlegte fte lebensgefährlich am Kopf, an den Armen und an der Bruft. Das Mädchen erhielt auf der Rettungswvache in der Adalbertschulen( höhere Bürgerschulen) sowie neben 2 höheren königlichen anzeigen, was gegen die ſäumigen Meister, welche der ihnen straße einen Verband und wurde dann nach dem Krankenhause am Mädchenschulen 6 städtische und endlich neben 4 Vorschulen an obliegenden Anmeldepflicht der Lehrlinge nicht nachgekommen urban gebracht. Der Täter wurde verhaftet. föniglichen Gymnasien 18 städtische Vorschulen errichtet hat. Dies vorstande zur Pflicht, auch fernerhin und zwar sorgfältiger wie bis. Auf eine seltsame Art zu Schaden gekommen ist der vier erforderte von seiten der Stadt einen Zuschuß, der nach Abzug der her darüber zu wachen, daß alle Lehrlinge regelmäßig die Schule jährige Sohn Willy des Maurerpoliers Jeste aus der Wallstraße 31 Einnahmen aus Schulgeldern und der sonstigen Einnahmen, für das besuchen und wir ersuchen, alle Berstöße gegen die in dieser Be- zu Charlottenburg. Vor der Kaiser Friedrich- Boge stand um Taufende Etatsjahr etwa 2 785 000 m. ausmacht. In dieser Summe fehlen aber noch eine ganze Reihe von Ausgaben, ziehung gefaßten Immungsbeschlüsse unnachsichtlich zu ahnden. 2 Uhr am Sonntagnachmittag ein betrunkener Mann, um den fich Bei einer Vernachläffigung der in dieser Hinsicht dem eine große Menschenmenge fammelte. Der Logenwirt 8., dem diese 3. B. die für Penfionen, größere Reparaturen usw. Das ist insdeant eine Gunne, ble bie Stadt in ganz erheblichem Maße beVorstande obliegenden Pflichten würden wvir uns ge Dekoration nicht paßte, schleuderte den Mann beiseite. nötigt fehen, gegen den Jnnungs Vorstand selbst ein- trunkene schlug im Fallen den kleinen Jeste, der in seiner Nähe Iaftet, zumal fich dieser Betrag auf rund etwa 21 870 Schüler ver- zuschreiten." Diese fategorische Mahnung der Gewerbebeputation stand, zu Boden, wobei sich der Knabe am Kopf und an den Knieen teilt, so daß also die Stadt pro Kopf dieser Schüler etwa 127 m. veranlaßt den Innungsvorstand seinerseits an die Innungsmitglieder, so schwer verleßte, daß die Sanitäts- und Rettungswache ihn dem jährlich hinzuzahlen muß. Für den einzelnen Gemeindeschüler beträgt der Zuschuß nur 63,94 M. Der Staat hat es sich, wie unter Androhung von Geldstrafen, die Aufforderung zu richten, ihre Krankenhause zuführen mußte. Der Staat hat es sich, wie Lehrlinge regelmäßig und pünktlich zur Schule zu schicken. Der gejagt, gefallen laffen, daß die Stadt solche schweren Verpflichtungen Vorstand giebt die Berechtigung der von der Gewerbebeputation des auf fidy genommen hat, jedoch hat er die Aufsicht und die Magistrats erhobenen Vorwürfe zu und erklärt, daß auch die sogesamte Kontrolle behalten, so daß es der Stadt hier genannten Beauftragten" der Innung große Nachlässigkeit der so geht wie bei ber Feuerwehroff für die fie auch die Kosten zahlen darf, ohne daß fie den geringsten Einfluß Meister auf diesem Gebiete feststellen mußten. auf die Verwaltung hat. Der Schulrat für das höhere Schulwesen erhält fein Gehalt zwar von der Stadt, seine vorgesetzte Behörde ist aber nicht die städtische Schuldeputation, sondern das königliche Provinzial- Schulkollegium. genau " Bon diesem Gesichtspunkte betrachtet, fieht es aus, als ob es für uns von wenig Belang wäre, wer der Erbeuter der„ fetten Pfründe", wie die Staatsb.- 8tg." sich geschmackvoll auszudrücken beliebt, sein wird. Bieht man dabei aber in Betracht, daß der Schulrat auch zugleich Mitglied des Magistrats ist, der in allen andren Fragen der Verwaltung mitzusprechen hat, so wird es begreiflich, daß es auch uns nicht gleichgültig sein tann, iv er an diesen Posten gestellt wird. Welche Erwartungen man in dieser Beziehung in Herrn Direktor Schulze fezzen darf, das geht aus seinem im Jahre 1895 herausgegebenen Schulprogramm für das franzöfifche Gymnasium hervor. In der letzten Zeit mehren sich vernünftigerweise die pädagogischen Stimmen, die nach einer einheitlichen Volsschule als Unterbau für die höheren Schulen verlangen; ist dies ja auch eine der vom Bürgertum noch nicht ganz vergessenen liberalen Forderungen. Ja, von dieser allgemeinen Volksschule, in die alle Bürger, ob reich oder arm, ihre Kinder schicken müssen, versprechen sich viele Liberale sogar die Ueberbrückung der vorhandenen Lassengegensäge. So sagt Herr Schulinspektor Dr. 8 wid in seiner im Jahre 1894 herausgegebenen Dentschrift über die Entwicklung des Berliner Gemeinde- Schulwesens: " Sie( die Gemeindeschule) wird von dem Gedanken getragen, alle Kinder, diejenigen der Armen und der günstiger Gestellten, sollen auf derselben Schulbank sitzen und nach den gleichen Grundsätzen der Gesittung und Bildung erzogen werden, weil dieses der beste Weg sei zur Hebung des sittlich Verlassenen und zur Annäherung der verschiedenen Bollsklassen unter einander". " " 1 V Erholungsstätte für Frauen. Das Komitee für Erholungsstätten vom Roten Kreuz eröffnet in den nächsten Tagen die zweite Erholungsstätte, die für weibliche Kranke und Genesende bestimmt ist. Die Erholungsstätte befindet sich im Schönholzer Forst bei Bankow, gegenüber dem Schloß Schönholz, bei den Jawerschen Baumschulen. Sie ist mit den Linien der Großen Berliner Straßenbahn( Kreuz berg- Bahnhof Schönholz und Rigdorf- Pankow- Nieder- Schönhausen), mit der Straßenbahn von Siemens u. Halske( Linie Mittel straße- Bankow), sowie von den Pankower Eisenbahn- Haltestellen in 10-15 Minuten zu erreichen. Die Leitung der Erholungsstätte bei Pankow hat Frau Schwarze, Vorsitzende des Vaterländischen Frauen vereins zu Bankow, übernommen. Meldungen von Krankenkassen geschehen in der Weise, daß die Kaffenärzte Ueberweisungsscheine an die Erholungsstätte ausfertigen, die von dem Kassenvorstande zu genehmigen und dem Bureau für die Erholungsstätten, Unter den Linden 16, zuzustellen sind. Andre Krante und Genesende wollen bei diesem Bureau die Aufnahme an die Erholungsstätte nachsuchen. Meldungen werden bereits von heute ab entgegengenommen. Ueber die Kornblumen- Sammler wird in der Umgegend von Berlin auch in diesem Jahre wieder sehr geklagt. Es find beim Pflücken der Kornblumen wieder erhebliche Beschädigungen von Getreidefeldern vorgekommen. Die Gemeindevorstände einzelner Vorortgemeinden warnen daher in Bekanntmachungen vor dem Betreten der Felder und bringen die bezüglichen Strafbestimmungen in Erinnerung. Sie ersuchen zugleich die Eltern und Vormünder, ihren Kindern und Pflegebefohlenen das Einsammeln von Kornblumen zu untersagen. Die Vorders 19 Der Be mittag der 40 Jahre alte Arbeiter G. aus der Swinemünderstraße. Vor den Augen seines Sohns ertrunken ist am Sonntag Der Mann tam mit seinem fünfjährigen Sohn in das Marienbad und schwamm einige Minuten, während der Knabe am Geländer stand und zusah. Plötzlich ging er unter und kam nicht mehr zum Vorschein. Ein Bademeister sprang ihm nach und holte ihn aus dem Bassin heraus; er war aber bereits tot. Wahrscheinlich hat ihn der Schlag gerührt. Am Sihschlag verstorben ist am Sonntagnachmittag der 53jährige Arbeiter Robert Fieg aus Berlin. F. fiel am Maybach- Ufer in Nigdorf plöglich um und verstarb auf der Stelle. Ein zufällig vorüberkommender Arzt konnte nur noch den Tod infolge Hizschlags fonstatieren. Die Leiche wurde nach der alten Rixdorfer Leichenhalle gebracht. Ueberfall. In der Nacht zum Montag furz nach 12 Uhr ist der Former B. aus der Grünthalerstr. 2 a an der Ecke der Brunnenstraße und Lorgingstraße ohne jeglichen Anlaß von vier Strolchen überfallen und schwer verletzt worden. Er blieb besinnungslos auf dem Straßenpflaster liegen und wurde von einem Schußmann und einem Arbeiter mittels Droschke nach der Unfallstation gebracht. Als der Beamte erschien, waren die Strolche längst verschwunden. Der leberfallene hat an der Stirn wie an der Hand mehrere Berlegungen erlitten. Durch eine Mehlstaubexplosion wurden in der Nacht zum Sonntag in der Bäckerei von S. Kettner, Stendalerstraße 5, vier Personen mehr oder weniger schwer verlegt. Alle wurden von der Feuerwehr nach dem Krankenhause in Moabit geschafft. Der Bäckergeselle se. Hentschel wurde so schwer verbrannt, daß sein Zustand besorgnis erregend ist; die übrigen Gehilfen find leichter verlegt, auch der Meister hat nur leichte Brandwunden erlitten. Das ausgebrochene Feuer fonnte schnell gelöscht werden. Die Explosion iſt Dadurch entstanden, daß glühende Kohlen auf die Erde fielen, die mit Mehlstaub bedeckt war. Verschiedene Verkehrsunfälle brachten die beiden legten Tage. Am Sonntagvormittag riß der Oberleitungsdraht der elektrischen Straßenbahn an der Ede der York- und Möckernstraße. Verschwunden ist seit dem 24. Mai der 19 Jahre alte Schneider Anders Herr Direktor Schulze. Dieser steht in einem einheit- Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und beseitigte durch Umschalten Emil Kuglin, der bis dahin im Hause Rykestr. 48 bei seiner Mutter lichen Unterbau geradezu den Ruin des Staates, da die Schule des Stroms die Gefahr, ohne daß Personen verlegt wurden. Wie wohnte. Da vermutet wird, daß dem geistig nicht besonders begabten dann nicht mehr im stande sein würde, diesem die nötige Anzahl es heißt, geht die" Große" mit umfassenden Sicherheits- jungen Mann ein Unglück zugestoßen ist, so wollen alle, die über nach jeder Richtung hin wohl befähigter Bürger zuzuführen". Aber maßnahmen nm. Wie diese aussehen werden, bleibt ab- feinen Verbleib Nachricht geben tömmen, der Mutter oder dem nächsten Herr Schulze geht noch weiter. Auf Seite 39 feines Brogrammis auvarten. nm. Wie bij Polizeibureau Mitteilung machen. Kuglin ist von mittlerer Statur heißt es: In Tegel waren gestern von der Betriebsverwaltung der und schwächlichem Körperbau und hat dunkelblondes Haar. Be Es ist deshalb eine ganz widerfinnige Forderung einiger Großen Berliner Straßenbahn umfassende Vorsichtsmaßregeln geleidet war er mit schwarzer Hose und Weste und dunklem Jackett. im socialistischen Fahrwaffer schwimmenden Social troffen worden, um die Wiederholung einer Katastrophe, wie sie Straßensperrung. Das Tiergarten- Ufer von der Lichtensteinpolitiker", daß in den großen Städten die Vorschulen der fich am Sonntag vor acht Tagen ereignete, zu vermeiden. Es war höheren Lehranstalten womöglich aufgehoben und die Spinder strenge Anordnung gegeben worden, daß die Schaffner das Auf brüde bis zur Charlottenburger Chaussee wird behufs Neubeschüttung aller Stände in einer gemeinsamen Volksschule vereinigt steigen von Personen an den Haltestellen zwischen der Borsigschen der Chauffeedecke vom 10. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerte werden sollen". Daß wir nach diesen Auslaffungen nicht für Herrn Schulze ein daß die Züge befeyt auf der Station eintrafen. Feuerbericht. Montagnachmittag 4 Uhr entstand Jerusalemertreten tönnen, ist selbstverständlich. Was fagt aber Herr Cassel plattform der Motorwagen wurde schon während des Passierens der straße 1 durch Umfallen eines Spiritustochers ein fleiner Bimmers brand, der indes bei Ankunft der Wehr bereits erstickt war. zu diesen Ausführungen? Er, der Zeitungsnachrichten zufolge mit Berlinerstraße in Tegel zu beiden Seiten geschlossen. Herrn Jacobi eifrigst Stimmen für Herrn Direktor Schulze geEin Straßenbahn- Unfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag war Alte Schönhauserstraße 1 ein Dachstuhlbrand abzusammielt haben soll? Hoffentlich weiß Herr Cassel noch, was er zu Montag vor dem Rigdorfer Rathause. An der dort befindlichen Weiche löschen. Königsbergerstraße 4 und Stargarderstraße 17 brannten einem von socialdemokratischer Seite gestellten Antrag gesagt hat, sprang ein Anhängewagen aus den Schienen und fuhr einem ihm Möbel und Kleider, während Greifswalderstraße 13 Gierlisten einder zwar nicht sofortige Abschaffung, aber doch eine wesentliche Er entgegenkommenden Motorwagen in die Seite, so daß alle Scheiben geäschert wurden. Kleinere Brände wurden außerdem von Rheinsschwerung für die Vorschulen herbeiführen und dadurch auf eine all- zertrümmert wurden. Ein Fahrgast wurde durch umherfliegende bergerstraße 26 und Neue Friedrichstraße 76 gemeldet. gemeinen Volksschule hinwirken sollte. Herr Cassel führte da- Scherben verletzt. Von der Feuerschuh- Ausstellung. Die für den AusstellungsKraftwagen haben am Sonntag mehrfach Unheil angerichtet. An der Kreuzung der Charlottenburger Chauffee und der besucher unentgeltlichen Vorträge beginnen 71/2 Uhr abends. Bellevue- Allee wurde ein 71 Jahre alter Herr F. Fulbrecht aus Heute spricht Feuerlösch Direktor Krameyer Merseburg; morgen Magdeburg durch einen von einem Gymmafiaften geführten Straft- Dr. Bode über Erste Hilfe bei Unglücksfällen; am 13. d. Wits. wagen umgestoßen und nicht unbedenklich an der Stirn verwundet. Dr. Michaelis über Sauerstoff bei Rettungsarbeiten der FeuerEin Schußmann brachte ihn in ein Krankenhaus. Einer unglaub wehr; am 14. b. Mts. Oberinspektor Fräntel über Regulierung von lichen Rildfichtslosigkeit machte sich ferner ein Motorfahrer in Brandschäden; am 15. d. Mts. Geheimrat Dr. Kraut Hannover Charlottenburg schuldig. Dort radelten das Kaufmann über Baumivollenbrände. mals aus: Am Ringkämpfe im Metropol- Theater. Das üppige Theater in wir sind auch Freunde des Fortfalls der Vorschule und der Ausbildung der Gemeindeschule zu einer allgemeinen Voltsschule, so daß sie den Anfang des Unter richts für alle Kinder gewährt." Herr Caffel wird also, wie wir voraussegen dürfen, denen Dank wiffen, die auf den falschen Freund aufmerksam gemacht haben. Durch seine bebentlichen Ansichten dürfte fich aber Herr Schulze auch den größten Teil der übrigen liberalen Ehlertsche Ehepaar aus der Jasmunderstraße und ein Fräulein Abicht Der ,, Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte" Stimmen bericherzt haben. Daß das, was er gesagt hat, durch die Berlinerstraße auf ihren Zweirädern nach der Spandauerhält am Mittwoch, den 12. Juni, seinen 61. Beobachtungsabend ab. gegen die liberalen Anschauungen verstößt, ließen sie schließlich noch firaße. Als sie das Warnungszeichen eines Motorwagens hinter sich Direktor Archenhold spricht über die Bedeutung der Astronomie für durchgehen, denn„ Toleranz" liegt ja im Wesen des Liberalismus. hörten, fuhren alle drei so weit als möglich nach rechts. Trogdem die Echifffahrt". Mit dem großen Fernrohr wird der interessante Daß sie aber im socialistischen Fahrwasser schwimmen sollen, lag Fräulein Abicht im nächsten Augenblick schon am Boden. Der Sternhaufen im Herkules beobachtet. das werden sich die Herren von dem Schulratskandidaten nicht un- Motorwagen hatte sie umgerannt und ihr Rad zertrümmert, während Orgeltonzert. Fräulein Margarete Schmidt, Fräulein Martha fie selbst glücklicherweise unversehrt blieb. Ehlert und dessen Frau Koschwiz, Fräulein Margarete Winther und andre Schülerinnen von Frau gestraft nachsagen lassen. stürzten über sie, tamen aber auch mit dem Schrecken davon. Der Klara Bindhoff, Herr Konzertmeister Berthold Heinze und Herr Adolf Bolte Er war Angestellter unterstützen den Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel in der Städtische oder Privatbahnen? Offiziös wird gemeldet: motorführer wurde von Radfahrern eingeholt. Die Attiengesellschaft Siemens u. Halste hat bei den Staats- einer Motorwagen- Gesellschaft. Frech lachend sagte er noch:" Das Marientirche am Mittwoch, ben 12. Junt, mittags 12 Uhr. Der Eintritt behörden und dem Magistrat die Genehmigung nachgesucht zum lichen Deutzettel erteilen. find nicht die ersten." Hoffentlich wird ihm das Gericht einen gründ ist frei. Bau und Betrieb einer rund 8 Kilometer langen Linie vom PotsEin bedauerlicher Unglücksfall ereignete fich Sonntagnachmittag damer Bahnhof über den Alexanderplatz nach dem Bahnhof in Mariendorf in der Chausseestraße nahe der Bergstraße. Das der Behrenstraße hat im Sturme der Zeiten ja schon mancherlei Meganserplay und Bahnhof Frankfurter Allee der 21/ 2jährige Söhnchen des Bauarbeiters hula lief in einem durchgemacht, aber auf ein Schauspiel, wie es jetzt allabendlich vor Ring- Eisenbahn. Die Gesellschaft hat unter Hinweis darauf, daß unbewachten Augenblid auf den Fahrdamm und wurde hier von den sich geht, dürfte es schwerlich gerechnet haben. Nachdem Akrobaten dieje beantragte Bahnstrede lediglich als eine Fortfe& us ferben eines nach Berlin fahrenden Straßenbahnwagens zu Boden ge befleidete Männer im Halbkreis auf die Bühne. Große, handfeste und Chansonetten ihre Schuldigkeit gethan, stellen sich zwölf trikot ber ochbahn anzusehen und zum Gebeihen des letzteren riffen und von dem Wagen so schwer überfahren, daß der Tod augenblicklich Gestalten, die namentlich, was die Gesichtszüge betrifft, weit eher zum Gebeth Unternehmens unbedingt erforderlich sei, jedes Eingehen auf eintrat. Dem Kutscher soll nach dem Urteil der Augenzeugen teine Schuld auf Beschäftigung in der Elbenaerstraße als auf Vertrautheit mit das Anerbieten der Stadt, die Untergrundbahn vom Potsdamer bis zum Alexanderplatz für Rechnung der Stadt zu an dem entseglichen Borfall treffen; jedoch geht man wohl nicht den weltbedeutenden Brettern schließen lassen. Wir haben die Elite bauen, abgelehnt und um balbigen Bescheid ersucht. Auch das feht, wenn man die Schuld auch auf das Sconto der mangelhaften der Ringtämpferschaft vor uns, der nach dem Krach der Charlottenburger Polizeipräsidium drängt auf möglichst schnelle Erledigung der Schußvorrichtung jezt. In Betracht ist zu ziehen, daß für den Rennbahn im Metropol Theater ein gaftlich Asyl angeboten worden ist. Angelegenheit. Damit tritt an die städtischen Behörden die Not- Sonntagsverkehr nach Mariendorf stets Wagen gebraucht werden, Rennbahn im Metropol- Theater ein gastlich Asyl angeboten worden ist. find, so ist von vornherein anzunehmen, daß die Kämpen sich tapfer wendigkeit heran, eine Beschlußfassung über das Gesuch der Firma welche wahrhaft sintflutlichen Ursprungs sind und allen modernen Ein- Da noch immer die Preise in der Gesamthöhe von 1200 M. zu erringen ihrer Haut wehren. Daß das Ringen abstoßend auf den Zuschauer Siemens ut. Halste fobalb wie möglich herbeizuführen, wollen fie richtungen Hohn sprechen. fich nicht der Gefahr aussehen, daß im Wege des Ergänzungs- oder Der in der Bernaner Mordaffaire als Hauptbeschuldigter wirkt, läßt sich nicht sagen. Es bestehen strenge Regeln, die jede Über dem Laien, der den Feinheiten des Enteignungsverfahrens ohne ihre Mitwirkung die zu verhaftete pensionierte Postschaffuer Stern verharrt im Bernauer Roheit ausschließen. ständigen Staatsbehörden den Antrag der Firma Siemens u. Halste Gefängnis trop der Schwere der ihn belastenden Momente dabei, höheren Eports nicht nachzuspüren vermag, wird die Sache bald zur Entscheidung bringen. Aus diesen und andren Gründen hat alles ins Richtwissen zu stellen. Er hat einen Alibibeweis angetreten, langweilig. 8wei Gewaltige, der Deutsche Sigler und ein Türke, Ser Magistrat beschloffen, mit der Gesellschaft für den Bau von der aber vollständig mißglückt ist und gerade durch das negative Er Gotch Mehemed, standen sich eine volle Stunde gegenüber, ohue Untergrundbahnen wegen der Ausarbeitung eines Entwurfs für gebnis zu einer schweren Belastung wird. Dagegen sammelt sein daß der eine dem andern etivas anhaben konnte. Der Muselmann eine Unterpflasterbahn zu unterhandeln. Die Gesellschaft verlangt Verteidiger, Rechtsanwalt Hugo Caro aus Berlin, jezt das Material, mit vierschrötigem Gesicht, robustem Stiernaden und ein paar dafür 20 000 W., und nunmehr wird sich die Stadtverordneten welches darthun soll, daß Stern geistestrant fei. Außer einem Armen, die wie Elefantenbeine langsam am Körper pendelten, war entschieden der Stärkere, aber an der Gewandtheit seines verschmitt lächelnden Gegners prallten alle Kraftleiſtungen ab. Nach Ablauf der angeſetzten Stunde wurde der unentschiedene Kampf vertagt. Dann kam zum Entsegen der bereits start gähnenden Zuschauerinnen noch ein Paar, das jedoch Mitleid empfand und den Kampf in zwanzig Minuten beendete. Immerhiy war Mitternacht nahe, Schluß nacht wurde. Hofft dlich kommt das Theater frog ber bi durch start erhöhten Beleuchtungskosten auf seine Rechnung. Der Arbeiter Stenographenverein" Stolze"( Norden) eröffn et einen Unterrichtstursus in der Stenographie( System Stolze- Schrey) heute, Dienstag, abends 812 Uhr, im Lokal des Herrn Gleinert, Schulstraße 29. Gäste willkommen. 1 Schönleinstraße. Das Militär- Strafgesetzbuch scheldet zwischen un: 1- G. A. 100. 1. Ja. 2. 18 bis 24 m. pro Monat. 3. G8 fann wegen erlaubter Entfernung und Bahnenflucht( Deferton) Ber fich von seiner einter Alimentenforderung sowie für jede andre Forderung Pfändung vorTruppe eigen nächtig entfernt ber heimlich fortbleibt ober ben Urlaub genommen und überbies ber Lohn mit Beschlag belegt werden. eigenmächtig überschreitet, wird wegen unerlaubter Entfernung mit Freiheits: G. M. 21. Aussicht auf Erfolg hätte solche Klage nicht. R. 481. E3 ftrafe bis zu 6 Monaten und, wenn die Abwesenheit 7 Tage überschritten eristfert allerdings eine Berliner Polizeiverordnung( vom 1. Januar 1900), hat, bis zu 2 Jahren bedroht. Wer sich einer unerlaubten Entfernung in welche die öffentliche Ankündigung oder Anpreisung von Gegenständen, ber Absicht, ſich ſeiner gesetzlichen oder von ihm übernommenen Dienstpflicht Weitteln, Einrichtungen oder Methoden zur Verhütung ober Beseitigung von das zu entziehen schuldig macht, ist wegen Fahnenflucht( Desertion) zu bestrafen. Geschlechtsfrankheiten oder Folgen geschlechtlicher Ausschweifungen u. dergl. Die Strafe für Fahnenflucht ist eine weit schwerere, die Minimalstrafe für Fahnen- unter Strafe stellt, insbesondere also solche Annoncen. Diese Verordnung flucht beträgt 6 Monate Gefängnis, die Marimalstrafe 10 Jahre Zuchthaus. ist aber rechtsungültig, weil sie nach zwei Richtungen gegen die Geseze ver= Rbg. G. 116. 1. Man ist zur Empfangnahme eines Briefes über: stößt, denn§ 184 des Strafgesetzbuchs in der alten und in der neuen haupt nicht verpflichtet. Weigert man sich einen Brief anzunehmen, so ist aber die Rechtslage genau dieselbe, als wenn man ihn angenommen hätte. Lehnt also ein Mieter oder Vermieter die Annahme eines Briefes ab, der eine Kündigung enthält, so ist die Rechtslage genau als ob der Mieter oder der Vermieter die Kündigung erhalten hätte. 2. Die Frist ist mangels entgegenstehender Vereinbarung erst mit Ablauf des Tages abgelaufen. -F. 3. Ja. 100 Schöneberg. Zum Sühnetermin in Ehefachen muß der Antragsteller, nicht aber der andre erscheinen. Erscheint er nicht, so muß er, falls er auf Scheidung flagen will, zu einem andern Sühne Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, termin laden. Die Kosten hat der Antragsteller an tragen. Das Armen: Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. rechts- Attest kann jede Partei für jeden Prozeß nach hiesiger Praris aber A. W. M. Die Reichsbant nimmt derartige Sachen in Verwahrung. nicht für das Sühneverfahren- nachsuchen.- Bruno, Charlottenburg. Ihr Roften nicht erheblich. Genaues erfahren Sie durch die Reichsbant selbst. Mieter ist zu dem Abzug nicht berechtigt. Sie können ihn auf Bahlung R. 42. Ursprünglich deutsch. der Miete und Herausgabe oder Erstattung der Fahrradteile bei dem Amts: Stöhr. Artikel zu umfangreich. gericht des Bezirks, in dem er seinen Wohnsiz hat, verflagen.- J. St. 45. M. G. 4. Wenden Sie sich an Frau Rönsch, Blumenstraße 64/65, Sie sind zur Bezahlung der gesamten Rechnung verpflichtet, weil Sie sich Sof II. dazu verpflichtet hatten. Was Sie nach Uebernahme dieser Verpflichtung A. B. M. R. 300. Sehschärfe rechts 11, links 6/12 des normalen. gesagt haben, ist gleichgültig. Dauten für Mitteilung. Wetter: Prognose für Dienstag, den 11. Juni 1901. Kühler, vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlich frischen westlichen Winden. 12 er iner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. st Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 11. Juni. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Aschenbrödel. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Zwei Eisen im Feuer, Anfang 71/2 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Das Gefängnis. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anjang 8 Uhr. Leffing. Mamsell Tourbillon. An: fang 8 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft: ( 1. Teil.) Anfang 71 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 72 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Der Herrgott schniger von Ammergau. Anfang 8 Uhr. Weften. Die schöne Ungarin. An fang 8 1hr. 130 HD Seceffionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Gefchloffen. Lutsen. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Beke Alliance. Das Versprechen hinterm, Herd. Die Schwäbin. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 7 1hr. Pajjage Theater. Damen Ring fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Anfang 8 11hr. Urania Prater- Theater Wedding- Park Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: zu kleinen Preisen: ,, Malerische Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Invalidenstr. 57/62. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Grcentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Komiters Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, RadTägl. Sternwarte. fahrer. Mr. Bartlings lebende PhotoCastans Panopticum. Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1/212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Zoologischer Garten Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Grosses Doppel- Konzert. ( Gastspiel von Johann Strauss jun.) Entree Mark. Ab 7 Uhr nachmittags 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Völker- Arena": 39 Beduinen Karawane Stettiner Sänger. Besichtigung des Bazars, der Truppe, des Zeltlagers; ferner Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Zu fleinen Preisen: Malerische Eselreiten von 3-8 Uhr. Schaustellungen: 4, 126, 7 Uhr. Wanderungen durch" die Dart Entree direkt v. d. Strasse an d. Brandenburg. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Das Gefängnis. Lustspiel in 4 Aufzügen Agus Roderich Benedir. bon Stadtbahn: 50 Pfennig, Kinder 25 Pf.. Gartenbesucher zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Apollo- Theater Täglich mit kolossalem Erfolge: FrauLuna mit dem Luftballet ,, Grigolatis". Ferner: Do 10 sensationelle Specialität. Mittwoch abend 8 Uhr: Ephraims Breite. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Gartenkonzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags 71 Uhr. Central Theater. Metropol- Theater. Heute Anfang 8 hr. Mit ganz neuer Ausstattung an Das urkomische neue Kostümen, Deforationen u. Requifiten, Specialität.- Programm. zum 661. Wale( in erster Besetzung): Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Um 9 Uhr 15 Minuten: Die Geisha. Entscheidungs- Ringkämpfe Morgen und folgende Tage: Die Hackenschmidt- Petersen Geisha. Anjang 8 Uhr. Das Theater ist vorzüglich ventiliert Cotch Mehemed- M.Gambier Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. Sie weiß etwas! W. Noacks Theater. Schwant in 4 Alten von Rud. Kneifel. Anfang 8 Uhr. Morgen: Pension Schöller. Im Garten: Gr. Specialitäten: Vorstellung, Theater u. Konzert. Das Ueberbrettl. od child Anjang 51 Uhr. Mittwoch: 1. gr. Kinderfreudenfest. Sanssouci Im Garten: Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Bereinsbillets gauttig, Tanz fret. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Bf. Kalbo. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Müller Strasse 178. Jeden Dienstag: ww Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolff, Hohenberg etc.[* Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Pf. Jeden Mittwoch [ 1790L Fassung bedrohen die Ankündigung unzüchtiger Schriften und Gegenstände sowie Annoncen, die bestimmt sind, einen unzüchtigen Verkehr herbeizuführen, mit Gefängnis: oder Geldstrafe, auch mit Ehrverlust. Die Polizei hat aber fein Recht, Strafen, die das Strafgesetzbuch androht, abzuschwächen. Ferner hat sie fein Recht, Polizeiverordnungen über Materien zu erlassen, Dementsprechend hat auch die im Strafgesetzbuch geordnet sind. D. Nein. im Dezember vorigen Jahres das Kammergericht erfannt. Paul Förster. Ja: es tann jederzeit, also auch während des Urlaubs, die Kündigung ausgesprochen werden, das Arbeitsverhältnis läuft dann mit P. Geite. Der Austritt 14 Tagen nach Eingang der Kündigung ab. aus der Landeskirche geschieht nur für die Person des Austretenben. müssen also Frau und Kinder, lettere nach vollendetem 14. Lebensjahre, R. G. 35. Verjährung liegt nicht vor. An den Verselbst austreten. trag sind Sie gebunden, falls Sie nicht zur Zeit des Abschlusses des Ver trags und Zahlung der Rate noch minderjährig( unter 21 Jahren) waren. M. G. 206. Jawohl: bis 10 Prozent der Plätze in höheren Wenden Sie sich an Schulen können Freistellen vergeben werden. dann an die Schuldeputation. den Rektor Ihrer Schule Berliner und Genossenschaftsbäckerei Tischler- Verein Uhr, ( E. G. m. b. S.) Am 22. Juni, abends 8 im Comptoir Neue Hochstraße 18: Ausserordentliche General- Versammlung Tages Ordnung: Geschäftliches. schiedenes. Anträge. Ver Der Vorstand. Grosse Volks- Versammlung zn Berlin. ju do Unser Mitglied sid Heinrich Kreimeier ist am Freitag, den 7. Juni, verstorben. Ha Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 11. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Emmaus- Friedhofs in Briz aus statt. Rege Beteiligung erwünscht 199/3] Der Vorstand. Mittwoch, den 12. Juni 1901, Codes- Anzeige. abends 82 Uhr, in Goßmanns hiermit die traurige Nachricht, daß großem Saal, Kreuzbergstraße 48. meine liebe Frau und gute Mutter Vortrag ag der Genolin Fanny am 9. d. Mr. fauft entſchlafen iſt. Tarantella- Kapelle ,, Sacco Grtrafahrt nach Schmödwiz. Imle über:„ Was tönnen die Frauen Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Abfahrt 2 Uhr nachmittags. Fahrpreis hin und zurüd 50 Pf. Auf vielseitigen Wunsch Sonnabend, den 15. Juni cr.: Gr. Mondscheinfahrt. Abfahrtstelle: Stralauer Brücke 5. Johann Sehulze, I. 2869. Fischerbrücke 17. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. See- Terrasse Lichtenberg Röderstrasse 6. Heute Dienstag: Grosses Doppel- Konzert ausgeführt von der Hauskapelle und der italienischen Vokal, Justrumental und Tanz- Kapelle Sirena. berühmten Turmseilfünstlers Auftreten des welt: Mr. Cronje- Boston und der Donna Erwina auf dem 250 Fuß langen über dem See. Großer venetianischer Gondel- korso u. 90 Fuß hohen Turmseil ausgeführt von der Kapelle Sirena. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Großer Vergnügungspark, Hippodrom, Panoptikum, Bootfahrten 2c. 2c. Grosser Ball unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Heinrich. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf. Voranzeige. Mittwoch, den 12. Juni 1901: d Grosses Kinderfest. Ronzert, Kinderball im Champêtre, Fadelpolonaise. Jedes Kind erhält eine Stoclaterne gratis. Bonbonregen. Große Gratis- Berlosung. Jedes Kind erhält an der Kasse ein Los gratis. Im Vergnügungspart: Große Voltsbeluftigungen, Hippodrom, adada Wachsfiguren- Kabinett. Anfang 5 Uhr. Entree pro Person 10 Pf. Verbindungen: Stadt- und Ringbahn: Landsberger Allee. Elektrische Bahnen: Spittelmarkt- Eldenaerstraße( Haltestelle). Nollendorfplatz- Landsberger Allee. Morigplaz- Central Viehhof. Waß mannstraße- Röderstraße. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 Mk. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Konzert, Theater- und Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. Specialitäten- Borstellung. Meu Gine fidele Kiste. Neu Schwant mit Gesang von E. Braune. Musik von R. Thiele. Der Dieb. Komische Operette in einem Aft von C. Millöcker. Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 130, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7 Uhr. [ 68/ 4* zur Bekämpfung der Lebensmittel Verteuerung thun?" 99/200 Die Frauen sind zu dieser Ber: sammlung besonders eingeladen. Mittwoch, 12. d. M., im ,, Gewerk: fchaftshaus", Engel- Ufer 15, Saal 7: Deffentliche Versammlung der Berliner Einkaufs- Genossenschaft. Tages Ordnung: 1. Wie verschaffen wir uns alle die jenigen Gegenstände, welche bisher nicht von Konjum Genossenschaften geführt werden können, als: Fahr: räder, Nähmaschinen, Möbel usw. auf genossenschaftlichem Wege? Referent: Hans Loos. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Alle Interessenten sind eingeladen. Berliner Einkaufs- Genossenschaft, Marfiliusstraße 19. Achtung! Achtung! Dies zeigt tiefbetrübt an August Hech nebst Kindern. Weidenweg 83. 1115 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12: d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen: Kirchhofs, Landsberger Alleee, aus statt. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 9. Juni, starb nach 21/ 2jährigem Leiden mein lieber, guter Mann, unser guter Bruder, der Tischler Schwager, Schwiegersohn und Onkel, 17996 Heinrich Mai an der Lungenschwindsucht. Im Namen der Hinterbliebenen: Auguste Mai geb. Jung. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses Friedrichshain aus nach Wilhelmsberg statt. Orts- Krankenkasse der Läschner u. Koffermacher. Sattler u. verw. Gew. Dienstag, 11. Juni, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 5: 157/5 Außerordentliche Mitglieder- Versamminng. Einziger Bunft der Tagesordnung: Sind wir gewillt, das Anerbieten der Kofferfabrikanten anzunehmen? Das Erscheinen aller ist Pflicht. Der Vorstand. Reichshallen Stettiner Sänger. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Freitag, den 7. Juni 1901, verstarb das Mitglied 273/3 Alfred Hildebrandt ( Werkstelle von H. Lewy). Die Beerdigung findet Dienstag, 11. Juni, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Soldinerstr. 40 aus nach dem neuen Kirchhofe in Plötzensee statt. J. A.: G. Aßmann. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unfres lieben Bruders und Schwagers Wilhelm Tabbert fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangverein Borwärts III" au Friedrichsfelde unsern herzlichen Dant. Die trauernden Geschwister. Sonntags 7 uhr. Arbeiter- Gesangverein Nord. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Der ehemalige Sangesbruder Hermann Casper, Ledervorrichter, Berlin N., Chorinerstraße 27, wird hierdurch aufgefordert, feinen Verpflichtungen obigem Verein gegenüber nachzukommen. Insbesondere die von ihm verkauften Billets ab: zurechnen. [ 1800b Der Vorstand. Konzert, Theater, Speciali- saft Leibweh Du und Liebesschmerz, täten- Borstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Puhlmanns Magdeburger Kautabak Vaudeville- Theater empfiehlt die Tabakfabrik und Handlung von Jin Saale: Tanzkränzchen. H. Saltzmann, Berlin S., Luisen- Ufer No. 3, Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. 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Vortrag des Abgeordneten Emanuel Wurm über: Kommunal- Socialismus. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entwicklung zum Socialismus". 2. Diskussion. 242/14 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gäste willkommen. Der Vorstand. Centralverband der Elektromonteure und Berufsgenossen Deutschlands. Sektion Berlin. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand.[ 244/ 4* Achtung! MAURER. Achtung! Mittwoch, den 12. Juni 1901, abends 82 Uhr, in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße 6/7: uni 1901, abends 8½ 1hr, in den Be General- Versammlung Mittwoch, 12. Juni, abends 8½ Uhr, bei Herrn Nümann, des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Brunnenstr. 188: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Weyl: Was haben wir von einer Reform des Krankenversicherungs Gesetzes zu erwarten. 2. Diskussion. 3. Arbeitsnachweis. 4. Abrechnung vom Vergnügen. 5. Berbands: angelegenheiten. 58/15 Bet der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen in dieser Versammlung zu erscheinen und zwar pünktlich. Mitgliedsbuch Tegitimiert. Unser Arbeitsnachweis befindet sich Brunnenstr. 188 bei Herrn Nümann. Telephon: Amt 3, Nr. 5203. Die Kollegen werden gebeten, hiervon Kenntnis zu nehmen. Zahlstellen befinden sich: 1. Brunnenstr. 188. 2. Schiffbauerdamm 10. 10. 3. Reichenbergerstr. 14. 4. Kreuzbergstr. 76. 5. Schiffbauerdamm 16. 6. Voltas, Ecke Wattstraße. 7. Blumenstr. 48. Nixdorf: Hermannstr. 255. Haupttassierer: Gromadeti, Eisenbahnstr. 38, v. 2 Tr. Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Rechtsanwalts Dr. Heinemann über:" Der Arbeitsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesehbuch." 2. Diskussion. 3. Regelung der Beiträge zum Streitfonds. 4. Vereins Angelegenheiten. 129/15 Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen notwendig. Der Vorstand. St. Hedwig Geld- Lotterie zum Besten des St. Hedwigs- Krankenhauses zu Berlin. 7079 Geldgewinne Baar ohne Abzug zahlbar im Betrage von 372,600 Mark. Die Hauptgewinne sind: 100.000, 30.000, 20.000, 10.000 mk. etc. Loose à 3,30 Mark( Porto u. Liste 30 Pf. extra) empfehlen und versenden BankGeschäft Deutscher Buchbinder- Verband. Oscar Bräuer& Co. Nachf., ( Zahlstelle Berlin.) 2 Morgen Mittwoch, den 12. Juni, abends 8½ Uhr: hedgesBerlin W., Friedrichstr. 181. Filiale: NW., Wilsnackerstr. 63. nud Mitglieder= Versammlung Achtung! im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal I). Ziehung 25. und 26. Juni cr. Bixdorf. Achtung 1. Bortrag des Herm Dr. Bernstein liber:„ Die Heilwiſſenſchaft Socialdemokratischer Wahlverein. der Bukunft". 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verbands- Angelegen Mittwoch, den 12. d. M., abends 8 Uhr, in Lauckners Festheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 29. Juni, abends präcise 1/29 Uhr: Dampfer- Mondscheinfahrt nach Wilhelminenhof( Ober- Schöneweide), verbunden mit Grossem Sommernachts- Ball. Billet 75 Pf. für Hin und Rückfahrt, inkl. Tanz. Abfahrt präcise 29 Uhr von Jannowig- Brücke"( Brückenstraße). Billets find in sämtlichen Zahlstellen sowie in unfrent Bureau, EngelUfer 15 II, zu haben. Zahlreiche Beteiligung erwartet 24/20 Die Ortsverwaltung. Achtung! Konsumenten! Arbeiter, Handwerker und deren Frauen. Mittwoch, den 12. Juni 1901, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung in der Brauerei Stralau. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Konsumgenossenschaften. Fortsetzung der Dis kussion von der Versammlung am 15. Mai. 2. Mitgliederaufnahme. 3. Verschiedenes. sälen, Bergstr. 151/152: seni Versammlung. Teas Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Das Recht auf Arbeit, Bildung und Gesundheit". Referent: Herr Reinhold Gerling, Lehrer der Naturheilkunde. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Bericht der Delegierten von der General: bersammlung. 5. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt und zahlen 10 Pf. Entree. Lichtenberg! Der Vorstand. Friedrichsberg! 232/9 Oeffentliche Versammlung heute Dienstag, den 11. Juni, abends 8 Uhr, bei Höflieh, Chauffee Nr. 120. Tages- Ordnung: „ Gewerbegerichte".( Referent: A. Rörsten.) Wie kann die Gewerk: schaftsorganisation in Lichtenberg gefördert werden? Distuffton. 222/17 Die Kommission. Jede Taschenuhr reinigen ob. Zeber einf. 1,50 M. unt. Kranz- und und Blumenbinderei von Gar. Goldene Damenuhren Robert Meyer, 15-100 Mr. Getragene filberne Uhren 5,50 M. Teilzahlung geftattet. G. Paetzel, 1. Geschäft: Wallstraße 14, nahe Spittelmartt. 2. Geschäft: Turmstraße 65. 5¼, Bfund Brot 50 Bfg. Bfund Brot 50 Big. 2 uur Mariannen- Straße 2. Bereins- Kränze, Palmen u. Blumen: Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert Ziehung 25. und 26. Juni in Berlin im Ziehungssaale d. Königl. 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