Nr. 135. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart prc Monat. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Felssole and Rash 18. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblaff. shan 50% sbte Insertions- Gebnye 31 beträgt für die sechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Wahlen in Holland. Freitag, 14. Juni, finden in Holland die Wahlen für die 8 weite Rammer statt. Die gesetzgebende Periode währt in Holland vier Jahre; die hundert Mitglieder treten alle zugleich ab, das ganze Land ist also an den Wahlen beteiligt. Donnerstag, den 13. Juni 1901. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Aunt I, Nr. 5121. die längere Uebungszeit auf 81/2 Monate und die kürzere auf vier Demokraten. Die andern Parteien arbeiten überall unter AusMonate festsetzte, hat sie am 7. Mai, den Wünschen gehorchend, welche schließung der Oeffentlichkeit, und auch den Demokraten ist in von allerhöchster Stelle ausgesprochen wurden, für 15 000 der 17 500 manchem Streise die Lust vergangen, ihre Arbeiterfreundlichkeit Mann die erste Uebungszeit mit vier Monaten verlängert. durch die Arbeiterpartei prüfen zu lassen. Zum Trozz gegen den Einfluß der Volksagitation, welche durch Wir fämpfen an erster Stelle für das allgemeine wahldie hartnäckige Beharrung bei einer ungerechten Verurteilung dreier recht und weiter gegen Militarismus, Marinismus Landarbeiter zu 11, 10 und 6 Jahren Gefängnis geweckt wurde, hat der und Imperialismus. Wir kämpfen gegen die Beeinflussung Das Machtverhältnis war in den letzten vier Jahren das Justizminister eine holländische Ausgabe der Zuchthaus vorlage ein- der Regierung durch die militaristischen Tendenzen am Hofe. Und folgende: Im Jahre 1897 wurde die Regierungspartei gebildet gebracht, welche nicht nur jede Beleidigung und Verspottung wir fämpfen für wesentliche Verbesserungen in der Lage durch 48 Liberale, 2 Konservative und 2 Radikale; 22 Katholiken und der Regierung, der Justiz, der Armee usw. bestrafen, der Arbeiter, z. B. für eine Altersrente für die Arbeiter ohne 23 evangelische Klerikale bildeten die Opposition; dazu tamen sondern auch das Streitposten stehen ganz unmöglich Prämienzahlung, desgleichen für die Koalitionsfreiheit, welche durch zwei Socialdemokraten( Troelstra und Van Kol) und ein wilder machen will. Und obendrein wird durch diese Vorlage jeder Agitator, die Verfassung anerkannt, durch das Gesetz aber nicht geschützt und Socialist( Van der Zwaag). Im März 1899 wurde bei einer Ersatz- welcher vorbestraft ist, bei einem Streit oder in anderen kritischen durch die Unternehmer und die Behörden oft verlegt wird. Wir wahl in einem bisher liberalen Kreise der Socialdemokrat Schaper Momenten mit Berhaftung bedroht. Die Justiz braucht nur die tämpfen für völlige Emancipation der arbeitenden gewählt, und in diesem Frühjahr verlor die Majorität einen zweiten Wiederholung der„ Aufwiegelei" zu fürchten, um das Recht zu lasse, für ihre Erlösung aus dem Drucke des Streis an die Katholiken. haben, einen Vorbestraften aufs neue zu verhaften. Auch der Ent- Kapitalismus. Wir fämpfen als ein Teil der interDas Ministerium trat als ein socialreformerisches wurf betr. des Arbeits übereinkommens ist vom Anfang nationalen Socialdemokratie, die teine Niederlagen auf, schon in der ersten Thronrede wurden ein Unfallgesez ver- bis zum Ende gegen die Streits gerichtet. und feinen Rüdgang fennt. Wir fürchten die Gegenparteien nicht, sprochen, und„ Vorlagen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Ver- Sämtliche bürgerlichen Parteien haben die Anwesenheit der wir wissen, daß teine aus dem Wahlkampfe mit mehr Gewinn herhältnisse, namentlich der Arbeiterwohmmgen, der Arbeit und der kleinen socialdemokratischen Fraktion sehr unvortreten wird als wir. Armenpflege" angekündigt; außerdem ein Gesetz für die persönliche angenehm empfunden. Ihre entschlossene Stellungnahme gegen Erfüllung der Militärpflicht und ein Schulpflichtgesetz. Diese zwei den Militarismus, den Imperialismus und die Unternehmer- Wir deutschen Socialisten beglückwünschen unsre junge, seit einigen legteren Geseze sind dann auch durchgeführt worden. Das intereffen, und ihre unablässige Agitation für das allgemeine Jahren trefflichst reorganisierte Bruderpartei in Holland zu ihrem Unfallgesetz wurde zunächst von der Ersten Kanmer ab- Wahlrecht haben auf die Parteigruppierung einen wesentlichen lassenbewußten Wirken und erhoffen mit ihr reichlichen Erfolg gelehnt, dann gab die Zweite Kammer, freilich nicht Einfluß geübt. Sie haben das demokratische Element der liberalen ihres Wirkens am Wahltage! mit Widerwillen, dem dem Verlangen der Unternehmer nach, Partei gezwungen, sich von dem konservativen Element loszusagen, ihnen die Freiheit zu geben, sich der Prämienzahlung zu entziehen durch Selbstversicherung, durch die Stiftung von Berufsgenossenschaften oder durch Uebertragung des Risikos auf Versicherungsgesellschaften; und in dieser beschränkten Form wurde schließlich das Gesetz von beiden Kammern genehmigt. 1dinso Politische Uebersicht. Der Krach. Das für den Aufschivung, der hinter uns liegt, charakteristische Gebiet ist das der Elettricität. Kabelwerke, Telephon- Anlagen, Licht- und Bahnanlagen eröffneten ein Feld für den industriellen wetteifer. Von vornherein etablierten sich auf diesem Gebiete große Centralen, Riesenunternehmungen, denen gegenüber kleinere Betriebe einen schweren Stand hatten. Die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft, die aus der„ Edison- Gesellschaft" hervorgegangen, es in einigen Jahrzehnten von ganzen zehn Arbeitern auf 12 000 brachte, Siemens 11. Halste mit ihren Untergesellschaften feien nur erwähnt. so daß im Anfang dieses Jahres eine neue Partei entstanden ist, welche unter dem Namen der freisinnig- demokratischen Partei für das allgemeine Wahlrecht kämpft mit der Parole:„ Milderung des Klassentampfs". Die Kandidaten dieser, demokratischen" Milderer des KlassenBerlin, den 12. Juni. tampfs haben aber bereits erklärt, daß sie bei den zukünftigen Stichwahlen Eine Wohnungsgefez- Vorlage ist von der Zweiten den aussichtslosen Stampf für die Verfassungsrevision und das all- mit dem Zusammenbruch der Dresdener Kreditanstalt für Handel Kammer angenommen, von der Ersten Kammer aber noch nicht in gemeine Wahlrecht nicht weiter führen, sondern mit den und Industrie hat die große Liquidation der Gründer- era 1895 bis Beratung genommen worden. Eine sehr ungenügende Vorlage, durch Liberalen der alten Richtung gegen die Socialdemokraten 1900 ein für diese Aera charakteristisches Gebiet der Industrie auf welche die Nachtarbeit der Bäcker und die Arbeitszeit in einigen fämpfen werden. die Tagesordnung der Krachereignisse gefeßt. Wenn man die der gefährlichsten Betriebe beschränkt werden soll, ist nicht über die Von den beiden tleritalen Parteien haben die großen Krisen des vorigen Jahrhunderts durchmustert, stößt man Beratung in den Kommissionen der Zweiten Kammer hinausgelangt. Katholiken ih ren Ruf, die Partei der schärfsten Reaktion gewöhnlich auf eine dem vorhergegangenen Aufschwung eigentümlich Die Regierung fürchtete bei diesem bangen Gefeßlein", wie die zu sein, in den letzten vier Jahren glänzend behauptet. Das bißchen neue Specialität im Erwerbsleben, der das Kapital mit außerordentlichen Arbeiter es nennen, den Ingrimm der Unternehmer. Nachdem ferner Demokratie, das noch in ihrer Mitte wohnt, schweigt gehorsam. Gewinnhoffnungen zuströmte. Den Krisen des 19. Jahrhunderts ging eine Staatskommission ein Alters- und Invalidengesez Daher hat sich außerhalb der katholischen Staatspartei eine Ab- fast regelmäßig eine bestimmte Gebietserweiterung der mit Beitragsleistung von Arbeitern, Unternehmern und des Staats teilung der belgischen Daensisten in den Niederlanden gebildet unter industriellen Revolution vorher: Zuerst in der Spinnerei und zu beschwerend für die Reichsfinanzen erklärt hatte, hat die Regierung dem Namen der katholischen Demokraten". Mangel an führenden Weberei, dann in der Mitte des Jahrhunderts in England die riesigen einen vorläufigen Entwurf eines solchen Gesetzes den Arbeitskammern Bersönlichkeiten und ein erbitterter Widerstand von seiten der Eisenbahnbauten mit ihrem Spekulationsfieber und dem Krach von ( Gewerbegerichten) zur Begutachtung überwiesen; dieser läßt die Geistlichkeit steht der Ausdehnung dieser Parteirichtung im 1847; dasselbe Fieber in Deutschland, als Strousberg die deutsche Prämie zur Hälfte durch die Arbeiter, zur Hälfte durch die Unter- Wege. Die tatholischen Arbeitervereine aber, Bahnbauära in Schwung brachte. nehmer aufbringen und fordert nur in den ersten fünfzig welche durch die Geistlichkeit gegen die Socialdemokratie Jahren einen Staatszuschuß von zwei Millionen Gulden pro Jahr errichtet sind, haben nicht die mindeste politische ( 3 333 333 Mark). Bedeutung. Der Vorsitzende des Katholischen Arbeiter Auf Grund aller dieser schönen Sachen, welche zu stande gebracht bundes, Pastoors, der im April d. J. in die Kammer gesind oder noch auf Erledigung warten, behaupten die Liberalen die wählt wurde, gehört zu den ärgsten Reaktionären seiner Partei. Notwendigkeit des Fortbestehens des liberalen Ministeriums. So Indes müssen auch die Katholiken ein sociales Programm haben; schön und hoffnungsvoll aber für die Arbeiter die Titel dieser sie fämpfen denn auch für Krankenversicherung und InvaliditätsGesegesvorlagen flingen mögen, ebenso inhaltslos sind die versicherung; diese haben sie aber an die Einführung von Schutz Geseze und Vorlagen selbst. Das sociale Element wird zöllen geknüpft, weil ohne dem das Geld nicht vorhanden sei! in dem Gesetz zur persönlichen Erfüllung der Dienst- Die evangelische Partei( Calvinisten) hat start mili. Gerade diese deutsche Elektricitätsindustrie ist in hervorragendem pflicht ganz vermißt. Die gutfituierten Jünglinge fönnen, nachdem taristische und nationalistische Tendenzen. Sie Maße an dem deutschen Kapitalegport ins Ausland ihre eigentliche militärische Uebung beendet ist, ihre weitere Dienst- nennt sich die Partei der kleinen Leute"; sie ist im allgemeinen beteiligt; wenn man die Geschäftsberichte und Bilanzen jener zeit abtaufen und Arbeitersöhne an ihre Stelle sezzen, um die ebenso wie die fatholische Partei der politische Ausdruck von allerlei Gesellschaften durchmustert, findet man eine ganze Reihe von Stajernen rein zu halten, vor Generalswohnungen auf der Wache zu rückständigen Produktionsformen und obendrein der Agrarier. Nach Unternehmungen in aller Herren Ländern, die von jenen deutschen steben usw. In dem Schulpflichtgesez ist mit tnapper dem sie für die kleinen Bürger das Wahlrecht erlangt hat, wider Großunternehmungen ausgegangen sind. Eben jetzt hat die AllNot( mit 49 gegen 48 Stimmen) die Befugnis der Gemeinde- setzt sie sich trampshaft dem Arbeiter Wahlrecht im gemeine Elektricitätsgesellschaft aus Manchester, dem Siz englischen verwaltungen anerkannt, für Nahrung für Nahrung und Kleidung von Namen der göttlichen Gerechtigkeit", und anstatt dem liberalen Gewerbfleißes, einen Millionenauftrag wie in der Presse mitKindern, die hungernd und unzureichend gekleidet in die Schule Ministerium gegenüber eine chriftlichsociale Opposition zu bilden, hat geteilt ist, allerdings durch erhebliche Unterbietung erhalten. Ein kommen, einige Gelder zu verausgaben. Die Armut der Eltern be- sie in den verflossenen vier Jahren gegen die geringen socialen Ge- türzlich veröffentlichter Börsenprospekt einer Untergesellschaft von deutet eine gesetzlich anerkannte Entschuldigung für die Zurückhaltung setze der Regierung die Ansichten und Interessen des liberalen Siemens u. Halske, die neuerdings eine Anleihe von 5 Millionen der Kinder aus der Schule. Für die Arbeit auf dem Lande dürfen Unternehmervereins aufs hartnädigste verteidigt. Ihren Führern nötig hatte, wie es als Besiz der Untergesellschaft sieben Elektricitätsdie Kinder jährlich während sechs Wochen die Schule versäumen. Dr. Kuyper und Jonkheer De Lavomin- Lohman verdanken die Unter- werke, darunter vier im Auslande in Malaga, Pisa, Perugia, Selbst ein Antrag, durch Van der Zwaag gestellt, daß wenigstens nehmer, daß sie sich der Zahlung der Unfallprämien entziehen und Alessandria nach. die Arbeit in der Torfgräberei für schulpflichtige Kinder verboten eine Nachahmung der deutschen Berufsgenossenschaften bilden können. Die tropische Entwicklung der Elektricitätsindustrie zeitigte bewerde, wurde durch eine erdrückende Majorität in der Kammer ab- Es ist selbstverständlich, daß diese" Partei der fleinen Leute" am dentliche Ueberspannungen, die einen heftigen und den gelehnt. meisten durch die socialistische ritit in die Enge getrieben wird. Sie ist dann auch die erste gewesen, welche in diesem Wahlfampf die Parole: Gegen die Socialdemokratie ausgegeben hat. Die konservativen Liberalen und die Katholiken haben diesem Ruf leidenschaftlich zugestimmt, und auch die freisinnigen Demokraten bekämpfen uns. Sie haben ihre Kandidaten aufgestellt in allen Wahlkreifen, wo die Socialdemokraten hoffen könnten, mit Hilfe der bürgerlichen Demokraten siegen zu können. Die drei socialdemokratischen Kreise sind bei der vorigen Wahl nur in der Stichwahl erobert worden, und bei dem heutigen Wahlrecht( von den 1 100 000 bis 1 200 000 volljährigen Männern find etwa 600 000 Wähler) wird eine absolute socialistische Mehrheit vorläufig in teinem Wahltreise erreicht werden können. Das Unfallgesez in seiner ersten Ausgabe war zweifellos das beste aller bestehenden Unfallgesetze. Nachdem aber den Unternehmern die Freiheit gelassen ist, sich der Prämienzahlung an die Reichs- Versicherungsbank zu entziehen, ist auch die Sicherheit der verlegten Arbeiter, daß sie nicht um ihre Rente tommen werden, erheblich verringert. Zudem sind die Landarbeiter, welche die Hälfte der holländischen Arbeiter bilden, und die Seeleute in die Unfallversicherung nicht einbezogen. Das Wohnungsgesez giebt den Gemeindeverwaltungen erhebliche Befugnisse; damit aber diese den socialistischen Bestrebungen nicht allzuviel nachgeben tönnen, hat die Regierung eine bedeutende Progression in den Gemeindesteuern unmöglich gemacht. Sapitalmartt erschütternden Rückschlag erwarten lassen. Zunächst sind zahlreiche unwirtschaftliche kleinere Unternehmungen ins Leben gerufen. Dann aber sind gerade auf diesem Gebiet Anlagen in Angriff genommen, zu deren Durchführung den leineren Gesellschaften und ihren Banthelfern die Mittel, die se apitalien fehlen. Das erste Opfer dieser beiden tritischen Umstände ist die Dresdener Elektricitäts bank, und ihr Lieblingskind, die Aktiengesellschaft vormals Summer. Allerdings kommen bei diesem Zusammenbruch noch andre Gründe, besondere Umstände in Betracht, und diese geben dem Dresdener Krach einen Fäulnischarakter. Es ist da ein Geschwür habsüchtigster Grünberei aufgebrochen. Duzend Eine aufrichtige Tendenz zur ernstlichen Verbesserung der Lage Es wird also von unsrer jungen Partei eine außerordentliche fache Aufsichtsräte charakterisierten diese Körperschaft bei der der arbeitenden Klasse war bei der Regierung und bei der Kammer Anstrengung gefordert, um ihren Besitzstand im Parlament zu behaupten. zusammengebrochenen Bank. Der Generalkonsul Horn war etwa in den vergangenen vier Jahren nicht vorhanden; die kleritale Dennoch hat sie sich hoffnungsvoll in den Kampf geworfen. Ihre zwanzigmal Aufsichtsrat, der Bürgermeister a. D. Klößel siebzehnmal. Regierung( 1888-91) hat mit einem Gesetz zur Beschränkung der Einflußsphäre ist seit 1897, durch die rege Wirksamkeit ihrer Mit- Die Direktoren der Bank gehörten zur Lebewelt" und gaben in Arbeitszeit für Weiber und Kinder, und die konservativ- liberale glieder in und außer dem Parlament, bedeutend erweitert worden. Berlin häufige Gastrollen auf diesem Gebiet. Regierung mit einem Gesetz für die Sicherheit der Arbeiter in Im Jahre 1897 wurden in 29 Wahlkreisen socialdemokratische Kan- Und diese Herrschaften waren nicht minder dreist als die Fabriken und Werkstätten, wenigstens ebenso viel Gutes bibaturen aufgestellt; jest rufen wir in 53 der 100 Kreise die Hypothekenbankräuber. für die arbeitende Klasse zu stande gebracht. Seitdem ein Teil der Arbeiter auf, um von ihrer Gesinnung geugnis abzulegen. 11 625 Jm April, als sie die verzweifelte Lage ihrer Gesellschaft längst Arbeiter das Wahlrecht bekommen hat, macht jede Partei, auch die socialdemokratische Stimmen wurden 1897 abgegeben; es ist sicher tannten, nahmen sie aus den" Rejerven", die auf dem Papier reaktionärste, den Arbeitern einige Konzessionen. zu hoffen, daß am Freitag die Zahl unsrer Stimmen eine sehr an- vorhanden waren, 950 000 m. um daraus Verluste zu decken und Das socialreformatorische" Ministerium hat aber mit vollem Maß sehnlich größere sein wird. Zehntausende Flugblätter und Broschüren zugleich noch 71/2 Broz. Dividende zu verteilen. Aber nicht genug dem Militarismus und der kapitalistischen Kolonialpolitit sind verbreitet, hunderte Versammlungen abgehalten worden; unsere mit diesem Manöver, Vorstand und Aufsichtsrat beanspruchten für jene Opfer gebracht. Das jährliche Kontingent für die Miliz ist von 11000 auf Redner sind überall zur Stelle, wo die Gegenpartei den Kampf aus den Reserven entnommene, zur Deckung von Verlusten be17 500 Mann gebracht. Trotzdem am 12. März die Zweite Kammer öffentlich führt. Das geschieht freilich nur durch die freisinnigen stimmte nahezu 1 Million ihre statutenmäßige Tantieme und setzten diesen Anspruch auch gegen den Widerspruch einer Minorität durchll Dies Vorgehen ist beispiellos, unerhört. Die Berliner Banlen, die jetzt eine„Hilfsaltion" in die Wege geleitet haben, sind dazu durch den Umstand ge- nötigt worden, daß sie etliche Millionen Wechsel der Dresdener Kreditanstalt diskontiert haben. Sie lvollen also ihr Geld retten. Der Direktor Chrambach von der Berliner Bank ist neuerdings aus dem Aufsichtsrat der Dresdener Kreditanstalt ausgeschieden, hat aber nicht, wie der ebenfalls ausgetretene Geheime Kommerzienrat Hcuschkel, ans jene sonderbare Tantieme verzichtet. Im Aufsichtsrat sitzen ferner der vor einigen Jahren geadelte Generalkonsul v. Rosen- krantz, der Graf Chotek u. a. Die Aktiengesellschaft Kummer muß in Konkurs gehen. Die Kontrakte über elektrische Unteniehniunge», zu denen sich diese Ge« sellschaft verpflichtet hat, sollen sich auf 30 Millionen belaufen. Diese Vorgänge haben die Aufmerksamkeit auf die Elektricitäts- Unternehmungen überhaupt gelenkt, und ein Blick auf den Llurszettel lehrt, daß die meisten kleineren Betriebe in bedenklicher Lage sind. Selbst die großen Gesellschaften lverden Schwierigkeiten haben, um iür ihre Projekte und Kontrakte das Kapital zu beschaffen. Die Kurse der Elektricitgts-Uuternehmnngen gehen deshalb allgemein zurück. Aber längst hat der Druck auch die Eisenwerke und vor allein die kleineren Gießereien und Maschinenfabriken ergriffen. Es i st eine ganze Reihe von Stockungen, Zahlungs- s ch w i e r i g k e i t e ii und»S anierung e 11" aus de» letzten Monaten z u verzeichnen. Die Aktiengesellschaft Orenstein u. Koppel, die Feld- und Klein- bahnen baut, zahlt zwar»och 10 Proz. Dividende gegen 20 Proz. im Jahre 1809, aber der Geschäftsbericht ist derart, daß man deutlich erkennt, in welchen Filiauzschwierigkeiten die Gesellschaft steckt. Die Knmmerichschen Werke schließen mit Verlust ab; die Aktien dieser Gesell- schast sind erst ain4. Mai 18g3Ian der Berliner Börse zu 17S Proz. eingeführt und dann auf den Schwindelkurs von 3251/2 getrieben worden; jetzt stehen sie ungefähr 90. Eine alte Krachbeknnntschaft, die schon öfter bat„saniert" werden müssen, die Berliner Kartonnagenmaschinen- Industrie und Fasonschmiedc, will liquidieren. Ein Schoßkind der h o h e n F i n a n z, die Bank für Bergbau und Industrie, die erst vor drei Jahren gegründet ist, hat einen Verlust von mehr als 3'/« Millionen und will die Aktien kürzen. Die Musikwerke Pietschmann- Aktiengesellschaft sind im Konkurse. In der Generalversammlung wurde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft sitzt der Stadt- verordnete Pretzel. In Königsberg hat der Direktor der Preßhefe- fabrik Kahlke, deren Aktien e r st kürzlich an der Berliner Börse gebracht sind, Selbstmord verübt und die Gesellschaft in bedrängten Umständen hinterlassen. Mehrere Eisenwerke, wie„ArchimedeS", haben heftige Kurseinbußen erfahren, weil bekannt geworden ist, daß sie sich in Geldverlegenheiten befinden. Eine Reihe von Aktien- kürzungen, Zusammenlegungen, aber auch Anleihen und Ausgabe neuer Aktien kommt hinzu, um das Bild des Krachs zu vollenden. In den Börsenblättern finden sich endlich Dividendenschätzungen und Aeußerungen von Direktionen, die ziemlich übereinstimnie» in der Klage über den Rückgang der Eisenindustrie, die sich vor allenr in großen Lagerbestäiidcn kuudgiebt. Nur eineKategorie von Gesellschaften macht eine Ausnahme: die Kohlenzechen. Wir haben an dieser Stelle kürzlich ausgeführt, wie sehr es zur Verschärfung der Krise beiträgt, daß der Kohlen- ring im allgemeinen Rückgang seine wucherischen Profite aufrechterhält. Neben einander erscheinen in den Börsen- blättern die Klagen der Eisenwerke und die Ankündigungen, mit denen Direktionen solcher Werke ihre Aktionäre auf starke« Gewinn- rückgang schonend vorbereiten, und die triumphierenden Mitteilungen der Kohlenzechen über Dividenden, die über die fetten des Jahres vorher noch erheblich hinausgehen. Alles in allem muß man sich also auf weitere Krachuachrichtcn gefaßt machen, und auch an starken Skandalen wird es nicht fehlen. Die schleichende Krankheit der kapitalistischen Gesellschaft tritt mit eklen Aussatzerscheinungen an die Oberfläche. Die Gerichte werden zu thun bekommen. Der Dresdener Krach, durch den die in den Werken beschäftigten Arbeiter und auch zahlreiche kleine Sparer bedroht sind, hat dort zu einem Bauksturm geführt. Vom Mittwoch wird telegraphiert: Vor der Kreditanstalt für Industrie und Handel sammelte sich schon lange vor Eröffnung der Geschäftsstundcn eine große Menschen- menge an. ES waren Plakate angeschlagen, welche darauf hin- wiesen, daß das Geschäft von 9—1 Uhr und von 3—6 Uhr geöffnet sei. Die Auszahlung konnte erfolgen. Wie unS ein Privattelegramm auS Dresden mitteilt, ist nach einer Meldung der„Deutschen Wacht" die Liquidation der Kreditanstalt beschlossen. Deutsches Weich. Mißglückter Hunncnprozeß. Halle a. S., 11. Jnni. Der Redacteur des„Volksblatt", Genosse Wilhelm Swienth, wurde im November v. I. plötzlich wegen Majestätsbelcidigung v e r- haftet und dann am 20. Dezember zu drei Monaten Ge- f ä n g n i s verurteilt. Es handelte sich, wie bekannt, um das dem „Hamburger Echo" entnommene und im„Volksblatt" veröffentlichte Gedicht:„Die Hunncmnedaille". Diese Medaille, die an die heim- kehrenden Chinakrieger verteilt werden sollte, wurde in dem Gedicht in satirischer Weise kritisiert. Auf eingelegte Re- Vision bei dem Reichsgericht wurde das Urteil aber aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Prüfung an das Landgericht zurückgewiesen, da die vom Rechts- arnvalt D r. Liebknecht in Berlin begründeten beiden materiellen Rügen das Strafkanmrer-Urteil erschüttert hatten. ES hieß, daß das Urteil nicht mit der erforderlichen Klarheit er- kennen lasse, worin die Kundgebung der Mißachtung gefunden worden ist. ES scheine auchderBegriffderBeleidi- g u n g v e r k a ii n t z u s e i n. In der heutigen Verhandlung führte den Borsitz wiederum Landgerichtsdireklor Zacke; die Anklage vertrat der erste Staats- arnvalt Hacker und die Verteidigung führte Rechtsanwall D r. Lieb-knecht- Berlin. Die Verhandlung entzog sich der Oeffentlichkeit; jedoch wurde den Vertretern der Presse, mit dem Hinweis, bei der Abfassung der Berichte rech: vorsichtig zu sein gestattet, der Verhandlung beizuwohnen. Nach der Verlesung des Gedichts für welches Genosse Swienty die Veraiitivortung übernimmt, wurden die Gründe bekannt gegeben, die das Reichsgericht veranlatzi haben, das erste Urteil aufzuheben. Es heißt da u. a., ein unentbehrliches Erfordernis des Eventual-Dolus sei. festzustellen, ob der Thäter das Bewußtsein gehabt habe, daß das Gedicht von den Lesern des„Volks- blatt" auf den Kaiser bezogen werden konnte oder mußte. Eine vorsätz- liche Mißachtung des Kaisers scheine nicht festgestellt worden zu sein. Swienty erklärt sich für nicht schuldig und behauptet, bei der Ver- öffentlichung des Gedichts gar nicht daran gedacht zu haben, daß das Gedicht von den Lesern auf den Kaiser bezogen werden könnte. Schon aus KlugheitSgründen habe ihm die Absicht der MajestätS- beleidigung vollständig fern liegen müssen, da ihm aus seinen Er- fahrimgen als Redacteur bekannt war, wie die Staatsanwalt- schäft zur Zeit gegen Majcstälsbeleidignngen vorging. In Hamburg und an andren Orten sei das Gedicht unbeanstandet veröffentlicht worden. Der Verteidiger wies darauf hin, daß das Gedicht nur den Zweck gehabt habe, die damals im Chinakriege be- g a n g e n e n G r e u e l t h a t c n zu schildern. Die Ausdrücke wie Hunnen, König Etzel usw. sind Schlagworte gewesen, die damals in der gesamten Presse gebräuchlich waren. Die gesamte Presse, auch nationalgesinnte Blätter, waren sich darin einig, daß man in China bei dem Kriege außerordentlich grausam vorgegangen war. Der Staatsanwalt war aber wiederum der Meinung. daß Majestäts-Beleidigung vorliege. Das Gedicht könne und müsse auf den Kaiser bezogen werden. Wenn der Angeklagte bestreitet, daS Bewußtsein der Beleidigung gehabt zu haben, so könne er. der Ankläger, das unmöglich glauben. Der Angeklagte, der berufs- und gewerbsmäßig in der Presse thätig ist, habe wohl gewußt, daß er eine Majestätsbeleidignng beging, weshalb eine Ge- fängnisstrafe von 3 Monaten zu beantragen sei. Nach einer eiudringlicheii Verteidigungsrede Dr. Liebknechts kam das Gericht, das im Dezember verurteilt hatte, zur kostenlosen Freisprechung. In den Urteilsgrüuden hieß es kurz, es sei als nicht erwiesen anzuuehnien, daß der Angeklagte das B e- w u ß t s e i n der Beleidigung gehabt. So endete eine„große Aktion" des Staatsanwalts gegen die Kritik des Hunnentunis._ Der Zolltarif. Wie die„Allgemeine Schiffahrts- Zeitung" aus durchaus zuverlässiger, wohlunterrichteter Quelle erfahren haben will,„sind die Mitteilungen der„Deutschen Industrie- Zeitung" über die Ergebnisse der Zöllkonfereuz im großen und ganzen zutreffend, abgesehen von der Behauptung, der Sechs mark-Z oll für Weizen werde wohl zur Wirklichkeit werden. Unser Gewährsmann versichert auf das bestimmteste, daß eine Zollerhöhung für Getreide im autonomen Tarif über fünf Mark hinaus von den an der Konferenz beteiligten Re- gierungen nicht beabsichtigt werde. Der Reichskanzler sei zwar anfangs— seiner im Reichstage abgegebenen Erklärung über den „angemessenen und gesicherten Zollschutz" gemäß— für eine höhere Normierung eingetreten, habe aber den triftigen Gründen der Vertreter mehrerer Bundesstaaten gegenüber seine Forderung nicht aufrecht erhalten können. Auch der Kaiser hat sich derselben einwandsfreicn Quelle, zufolge sehr energisch gegen eine Berücksichtigung der agrarischen Forderungen ausgesprochen."— Die Memeler Nachwahl. Man schreibt uns aus Königsberg i. Pr., 11. Juni. In einer Anzahl von Parteiblättern ist der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß bei der Nachwahl im Kreise Memel-Heydekrug der Genosse Otto Braun in die Stichwahl kommen werde und Aussicht habe, den Kreis zu erobern, wenn die übrigen Oppositionsparteien dann nickt umfallen. Da erscheint es wohl angebracht, auf die Verhält- nisse im Wahlkreise einzugehen. Es dürfte wenige Kreise geben, wo die Interessen der verschiedenen Bevölkerungsleile so verschiedenartige sind, wie in Memcl- Hehde- krug. Auch darin unterscheidet sich der Wahlkreis von andren, daß er in zwei Regierungsbezirken liegt; der Kreis Memel gehört zum Regierungsbezirk Königsberg, Hcydckrug zum Gumbinner Regierungsbezirk. Das ist sicher kein Vorteil, wenn es sich darum handeln wird, Beschwerden wegen Wahlbehinderungen zu führen, Ein erheblicher Teil der Bevölkerung besieht aus Litauern. Nichts wäre verkehrter, als wenn die Litauer als Oppositionspartei aufgefaßt würden. Bis zu den letzten Jahren ist es den Litauern gar nicht eingefallen, sich als besondere Partei zusammen zu thu«. Die Gutsbesitzer und großen Bauern fühlen sich auch heute noch in erster Linie als Agrarier. Die kleinen Besitzer sind zum größten Teil außerordentlich rückständig. Es wird eilt- setzlich viel getrunken. Bekannt dürfte sein, daß viel- fach statt Schnaps A e t h e r gelrunken wurde, so daß die Landräte von Meniel und Hcydckrug besondere Polizeiverorduungcu erlassen mutzten, durch welche die Erlangung von Aethcr sehr erschwert wird. Das Litauertum geht zusehends zurück. Die jungen Leute sprechen sämtlich gut deutsch. Bezeichnend ist für die litauische Nationalbeiucgung, daß sie, wenn nicht ganz geweckt, so doch stark gefördert ist von einem Nicht-Litaucr, dem Dr. Sauerwein. Die litauischen Arbeiter fangen an. zur Socialdeiuokratie zu kommen. Von der zahlreichen Fischerbcvölkeriuig fühlen sich eine Anzahl Fischercipächtcr als Proletarier und wählen socialdemokratisch, andre, die Besitzer sind und sich Fischerwirte nennen, find zwar eben arnie Teufel, hoffen aber immer noch auf eine Besserung ihrer Lage durch die Regierung und bemühen sich, als„tönigstreue" Männer zu erscheinen.— Trotz der großen Hindernisse wird die Socialdeiuokratie Fort- schritte niachcn.' In der Stadt Memel haben sich die gewerblichen Anlagen ver- größcrt, die Zahl der Arbeiter ist gewachsen und dadurch auch nnsre Stimmenzahl. Ferner sind unsre Genossen sowohl in Memel wie auf dem Lande nicht unthätig ewesen. In dem Wahlbündnis der Konservativen und Litauer wird in der liberalen Presse ein� Abdanken der Konservativen er- blickt. Das ist sicher falsch. Wir hallen das Wahlbiindnis für das Produkt eines schlauen Manövers der g e r i e b e n e n K o n s e r v a t i v e ii, bei dem nicht die Konser- vativen, sondern die kleinen Besitzer unter den Litauern die Herein- gefallenen find, falls sie Herrn Matschull wählen. Matschull ist Rittergutsbesitzer, Mitglied des Bundes der Landwirte und, wie das Hauptorgan der Konser- vativen in Ostpreußen, die„Ostpreußische Zeitung" triumphierend andeutet, nichts weniger als ein Gegner der Erhöhung der Getreidezölle. Durch das Geschrei von der Unterwerfung der Konservativen unter die Litauer schade» die liberalen Blätter ihrer Sache ganz außerordentlich. Die kleinen litauischen Besitzer sind durch das Bündnis mit den Konservativen bedenklich gemacht. Wenn aber so nachdrücklich betont wird, daß Herr Matschull kein Vertrauensmann der Konservativen, sondern ein ganz waschechter Litauer ist, dann muß ja jedes Mißtrauen schwinden, und mit den Konservativen vereint können die Litauer bis auf den letzten Mann daran gehen, Matschull im ersten Wahlgang durch- zubringe n. Das Bündnis zwischen Litauern und Konservativen soll nach der „Ostpr. Ztg." ansschließlichderSocialdemokratie wegen geschlossen worden sein. Bei vier Kandidaten wäre wahrscheinlich der socialdemokratische Kandidat mit dem Konservativen in die Stichwahl gekomnici! und dann ein Sieg unsre« Genossen nicht ausgeschlossen gewesen. Das erstere war sehr wahrscheinlich, das letztere sehr fraglich. Es ist»ich: unwahrscheinlich, daß die Konservativen Matschull schon als ihren Mann in Aussicht genommen hatten, ehe die Litauer denselben als ihren Kandidaten aufge- stellt hatten. Mit dem Litauertum des Herrn Matschull ist es nicht sehr weit her. Die Generaloersammlniig des konservativen Wahlvereins für Memel-Heydekrug machte ganz den Eindruck einer Komödie. Es waren nur dreißig Konservative anwesend. Herr Matschull spielte sich dort nicht als den unentwegten Litauer auf, sondern er erklärte, er sei zuerst von der litauischen Partei angegangen und müsse sich des- halb auch als litauischer Kandidat bezeichnen. Vorläufig ist zum Jubel nicht der geringste Anlaß. Wenn nicht tüchtig gearbeitet wird— und diese Arbeit muß auf die Gewinnung von Litauern gerichtet sein— dann kann der Kreis leicht im ersten Wahlgange von dem Agrarier M a t s ch ul l erobert werden, den» Litauer und Kon« servative hatten bei der letzten Wahl zusammen 8061 Stimmen, Sociakdemokraten und Freisinnige zusammen nur 6211 Stimmen. Unsre Genossen werden es an Eifer nicht fehlen lassen, um eine Stichwahl herbeizuführen._ Gegen den Arbeiterschuy. Der Entwurf einer Bundesratsverordnung, welche die A r b e i t S- Verhältnisse im Ga st Wirtsgewerbe Vorsicht, hat die ganze Unternehmerschaft des genannten Gewerbes auf die Beine gebracht. Ter Internationale Hoteliersverband und die Verbände der Gastwirte aller Nangabstufungen haben sich zusammengethan, um Sturm zu laufen gegen die Bestimmungen des Entwurfs. Der Entwurf sieht äußerst geringfügige Reformen vor und bleibt weit hinter den ungemein' bescheidenen Forderungen der Gastwirtsgehilfen zurück. Die M i n i in a lr u h e z e i t der über 16 Jahre alten Gehilfen wird auf 8 Stunden, in großen Städten von über 20 000 Einwohnern auf 9 Stunden festgesetzt. Das be- deutet also im günstigsten Fall den löst ündi gen Arbeitstag. Trotz- dem diese Arbeitszeit noch an 60 Tagen im Jahre, also jeden s e ch st e n Tag, überslbritten werden dar, erheben die Unternehmer ein großes Geschrei. Dieselben Argumente, die wir bei dem Jiikrafttreten der Bäckereiverordnung, der Sonntagsruhe, des Neimuhr-Ladeiischlusses, kurz bei jeder, auch der g e r i n g st e n Reform zu hören be- kamen, werden auch hier wieder aufgetischt. Der Betrieb werde er- schwert, vielfach unmöglich gemacht, der Ruin des G a st- w i rts-Gewerbes wird allen Ernstes angekündigt. Im Hinter- grimd steigt das Gespenst des Verhungerns der Hotelgäste empor. Wie, wenn das Souper erst bis zum Braten abgegessen ist, und der Kellner muß abtreten, so daß der Gast um den Hummer und das Dessert kommt? Möge uns eine weise Regierung vor solch schrecklichen Zuständen bewahren. Die Gastwirte verlangen in einer Petition an den Bundesrat, daß höchstens die a ch ist ü n d i g e R u h e z e i t festgelegt werde. Dies würde bei den großstädtischen Verhältnissen, wo der große Teil der Gehilfen außer dem Hanse wohnt, das Ergebnis haben, daß den- selben kaum sechs Stunden Schlafzeit verbleibt. Nach dem Entwurf dürfen Lehrlinge und Gehilfen unter 16 Jahren nicht nach 10 Uhr abends und nicht vor 6 Uhr morgens beschäftigt werden, ihre Ruhezeit soll 9 Stunden betragen. Selbst das geht den Wirten zu weit. sie verlangen in die Lage versetzt zn sein, ihre Lehrlinge bis um 12 Uhr nachts auSb— ilden zu dürfen. Dann wollen sie gnädigst gewähren, daß die jungen Leute, noch halbe Kinder, bis um 8 Uhr morgens ausruhen können. Das Verlangen nach einem vollen freien Tag alle drei oder gar alle zwei Wochen erscheint den Wirten geradezu ungeheuerlich. Sie meinen, dies könne nur ans Kreisen kommen, die an„chronischer Stellenlosigkeit laborieren" und denen deshalb daran gelegen ist, an den freien Tagen Andrer Aushilfsdienste zu leisten. Den Herren scheint es also mibegreiflich. daß gerade die Leute, welche in f e st e n Stellungen sind, und die jahraus, jahrein Tag für Tag ihre 15. 16, auch 13 Stunden und mehr zu schuften haben, die auch des Sonntags entbehren mü>sen. sich alle drei Wochen, oder„sogar" alle zwei Wochen nach einem Ruhetag sehnen. Der Internationale Gasthofbesitzer-Verband, der zur Zeit in Stockholm tagt, und die verschiedenen andern Gastwirte-Verbände behandeln auf ihren Verbandstagen und Kongressen diesen Gegen- stand, und nia» kann sich also noch auf einen heftigen Widerstand gegen das bißchen Arbeiterschutz im Gastwirtsgewerbe gefaßt machen. An den Gehilfen ist es, ihrerseits nicht zu ruhen/ bis sie ihre be- scheidenen Fordenmgc» durchgesetzt haben. Ein trübes Sittenbild aus dem Soldatenleben. Wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt und Freiheitsberaubung hatte sich der 23 Jahre alte Unteroffizier Robert Richard Richter von der zweiten Kompagnie des 1. Leib- Grenadier- Regiments Nr. 100 vor dem Kriegsgericht der 23. Division in Dresden zu verantworten. Richter hat die ihm auf Grund seines Ranges zustehende Autoriät dazu mißbraucht, die ihm unterstellten Mannschaften zur Duldung unzüchtiger Handlungen zu zwingen. Obgleich die Oeffentlichkeit nach der Perfonalvernehmung wegen Gefährdung der Sittlichkeit ausgeschlosien wurde. konnte ans dem Jnhakt des Urteils das gemeingefährliche Treiben deS Unteroffiziers entnommen werden. Richter hat danach im vorigen Jahre wiederholt ihm unterstellte Soldaten des Nachts aufgesucht, sich zu ihnen gelegt und an ihnen nicht wiederzugebende Handlungen vorgenonimen. Am 12. Mai dieses Jahres betrat er am Tage die Mannschaftsstube und fand dort einen Soldaten vor. Diesem befahl er, sich zu eiitkleidcn, ivorauf er dieselben Abscheulichkcitcn mit ihm vornahm. Da er hierin jedoch wiederholt gestört wurde und das Zimmer mehrere Male ver- lassen mußte, so verschloß er währenddem das Zimmer, um das Opfer seiner Gelüste nicht eiitkonimen zu lassen. Hierbei stellte er an den Soldaten ein unglaubliches Verlangen. dem jener aber nicht willfahrte.' Zwei andre ähnliche Fälle, die nicht erwiesen werden konnten, aber dem Unter- offizier zur Last gelegt waren, bezeichnete dieser als„Ver- läumdungen". In einem weitere» Falle gab er an, er sei nur aus Neugierde zu einem Soldaten gegangen, um sich dessen Snipensorinm anzusehen, da er ein solches noch nie gesehen hätte. Das Gericht schloß die letzteren drei Fälle der Anklage aus, sah jedoch die ganze Handlnngsiveise des Angeklagten als so verdammens- wert an, daß es ihn nicht für fähig erachtete, fernerhin ein Kommando über Soldaten zu führen. Es erkannte gegen den Unter- offizier auf 3 Monate und 1 Tag Gefängnis, sowie auf Degradic- rung. Bei der Abmessung der erstaunlich niildcn Gefängnisstrafe wurde in Betracht gezogen, daß Richter noch nicht vorbestraft war und sich im Dienst tadellos geführt halte. Das Denkmal eines Socialisten soll in B e r I i n erstehen. Die„Philosophisitic Gesellschaft" hat einen Aufruf zu Gunsten eines Denkmals für Fichte erlassen. Der gegenwärtige Reichskanzler Graf B ü l o w hat in einem geradezu süßeii Schreiben den Gedanken ge- priesen, dem Revolutionär und Socialisten, den die Socialdemokratie mit Stolz unter ihre Ahnen zählt, daS Denkmal zu setzen— einem Manne,„der auf die Gefahr des T o d e s zu Deutschen sprach, als andre schwiege n." Man sieht, auch Revolutionäre kommen zu Ehren, wenn sie nur so gründlich tot sind, daß Niemand ihre aufreizenden Schriften liest. Schade, daß auch Graf Bülow zu solcher Lektüre vermutlich keine Zeit findet.— Die Revolution in Baden. ZähneNappernd berichtet die „Kreuz- Zeitung" von einer schauderösen amtlichen Förderung de« Umsturzes. Der Karlsruher Stadtrat hat dem dortigen social« deniokratischen Berein den Festhallensaal zu einer VolkSversanimlung hergegeben, in der Genosse Singer sprechen sollte. Dazu bemerkt die„Krcnz-Zeitniig": „Bisher haben wir von einer Uebcrlassnng des Saals an den Hofprcdiger Stöcker zur Veranstaltung einer christlichsocialen Ver- sammlung oder an den Abgeordneten Liebermann v. Sonnenberg zur Veranstaltung einer antisemitischen Versammlung nichts gehört. Aber ganz abgesehen davon erscheint es uns doch als eine bedenk- liche �Weitherzigkeit", daß die Obrigkeit einer Residenzstadt eine» Saal, über den ihr das Verfügungsrecht zusteht, an die Umsturz- Partei vermietet und so deren Ztvecke mittelbar fördert." Wenn die„Kreuz-Zeitung" beschließen sollte, eine Strafexpedition gegen Karlsruhe auszurüsten, so nehme sie auf dem Wege gleich Mainz mit, das seine Stndthalle sogar der Generalvcrsanimlnng aller Ilnistürzler, dem socialdemokratischen Parteitag zur Verfügung gestellt hat.— Die Hexenküche der Verschwörung. Die Mitteilung, daß der socialdemokratische Parteitag auch geschlossene Sitzungen plane, hat die Phantasie Schweinbnrg's mächtig aufgeregt. Da sieht man. ruft er in den„Berk. Polit. Nachr." aus, wohin die Aufhebung des KoalitionSverbotS führt: " " Wir stehen erst im Anfange der Beit, in welcher die vollen Wir halten es gewiß für fein Unglüd, wenn Socialisten selbst nur in der angedeuteten Begrenzung, feinerlei Anlaß Folgerungen aus jenem Geseze gezogen werden, und es ist mehr Socialisten fritisch gegenüber stehen. Nur sollten sie einander nicht sieht. als voreilig, behaupten zu wollen, daß es üble Folgen nicht ge- ohne Grund so viele Nichtsnuzigkeit wie Büberei vorwerfen, wie es zeitigt habe. Große geheime Versammlungen einer die„ Neue Zeit" hier mit bewunderungswürdiger Seelenruhe thut die Provinz Posen tagte am Sonntag, den 9. Juni, in Brom Der 2. Parteitag der Socialdemokratischen Partet für Partei, welche den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung auf eine ganz und gar haltlose Vermutung hin! erstrebt, sind auf gesetzlichem Wege nicht mehr zu hindern, und Bugleich wirft uns die Neue Zeit" vor, wir hätten bei dem berg. Anwesend waren 22 Delegierte. Den hauptsächlichsten Teil damit iſt dem ganzen dunklen Verhegungswesen aus der Wiener Arbeiterzeitung" entnommenen Abdrud der Re- der Beratungen nahm die Besprechung über das Verhältnis zur ein Bethätigungsfeld eröffnet, für das es prat- folutionen, die zwei Arbeiterorganisationen gegen Millerand faßten, Bolnisch- socialistischen Partei" in Anspruch. Nach einem Referat der tisch teine Grenze giebt." die Hauptsache sorgfältig entfernt", nämlich den Umstand, daß Genossin Dr. Rosa Luxemburg über Agitation und Organis Bir können unter Diskretion verraten, daß in jenen geheimen diese Organisationen früher ministeriell gewesen seien. Dieses Ver- fation", in dem die Thätigkeit der Polnisch- socialistischen Partei" Bersammlungen eine Bomben- Verschwörung gegen Schweinburg brechen haben wir in der That begangen und zwar aus dem Grunde, abfällig fritifiert wurde, gelangte folgende Resolution einstimmig organisiert werden soll, die namentlich darauf abzielt, die vielen weil uns berichtet war, daß es falsch sei, die Crganisationen als zur Annahme: Papierchen in die Hände zu bekommen, die der Agent aller schmutzigen früher ministeriell zu bezeichnen. Nach unsrer Auffassung von Gepolnischen und deutschen Genossen der Provinz Bofen gegeben haben, Angesichts der Erfolglosigkeit aller Bemühungen, die sich die politischen Geschäfte aufgehäuft hat. wissenhaftigkeit mußten wir bei derart gegenüberstehenden Behauptungen je de Charakteristik unterlassen. Die„ Neue Zeit" jedoch um mit der Gruppe, genannt Bolnisch- Socialistische Partei"( P. P. S.) bucht das Verfahren in ihre beliebte Rubrit der Fälschungen. in Frieden und Eintracht auf socialdemokratischem Boden zusammen Auch auf diesen Vorwurf ersparen wir uns die angemessene zuarbeiten, Ob aber Graf Bosadowsky nicht trotzdem vor dem Ansturm der Bädermeister und ihres Schutzpatrons Dr. Oertel tapfer zurüc weichen und die Bäderei Verordnung rüdwärts revidieren wird, ist bei der Energie, mit der er bisher stets allen Wünschen der ArbeiterSchuggegner nachgab, noch fraglich. Beim Dreschgrafen zu Hause. Die Breslauer Beitung" entwirft ein anmutiges Bild von den Verhältniffen auf dem Gut bug des Grafen Büdler- Klein- Tschirne, der sich berufen fühlt, die Welt Antwort! Ausland. Oestreich- Ungarn. " Angesichts ferner des ausgesprochen nationalistischen Charakters dieser Gruppe, der sie so weit geführt hat, bei der letzten Reichstagswahl im Kreise Posen den von polnischen und deutschen Genossen gemeinsam aufgestellten socialdemokratischen Kandidaten in unerhörter Weise in ihrem Blatt wie in bürgerlichen gegnerischen Blättern zu befämpfen und für den Kandidaten der polnischbürgerlichen Brotwucherer Stimmung zu machen, Angesichts endlich der auf ihrem letzten Parteitag zu bon der P. P. S. vollzogenen endUeber die Durchführung der Bäckerei Verordnung wird im neuesten Bericht der Gewerbe- Aufsicht Baden mitgeteilt, daß die Vorschriften vom 4. März 1896 über den Betrieb der Bäckereien und Konditoreien munmehr als so vollständig durchgeführt gelten fönnen, daß die festgestellten Uebertretungen sich in den normalen Grenzen halten. Auch die Arbeiterschaft erkenne die genügende Durchführung dieser Bestimmungen an. Ebenso stößt im Dresdener Bezirk die Durchführung nicht Die Kaiserreife. Die Neue Freie Preffe" meldet aus Brag: mehr auf große Schwierigkeiten; von den 1872 Vädereien und Die Lese- und Redehalle deutscher Studenten" schmüdte anläßlich Konditoreien, die revidiert wurden, verstießen 78, also etwa 4 Broz., des Besuches des Kaisers Franz Joseph ihr Vereinshaus mit schwarzgegen die Vorschriften- und so viel Ungehorsam gegen die Gefeße gehört rotgoldenen Fahnen. Die czechische Menge schrie:" Herunter mit Pfingsten in Berlin einmal zu des Unternehmers normalem" Sinn für Sitte und Ordnung. den preußischen Fahnen!" Einige der Ruhestörer letterten auf gültigen Absonderung dieser Gruppe von der deutschen SocialEine der Polizeibehörden im Dresdner Bezirk teilt auch mit: Es Leitern hinauf und rissen unter Zustimmung der Czechen die Fahnen demokratie, einer Absonderung, die völlig unmotiviert erscheint, hat sich aufs Neue gezeigt, daß sich die Vorschriften der Verordnung herab. Die Statthalterei erließ hierauf ein Verbot der schwarzrot- weil die polnisch- socialdemokratische Bewegung von der deutschen mehr und mehr eingelebt und zu größeren unliebsamen goldenen Fahnen. Gegen dieses Verbot wird beim Ministerpräsi- Socialdemokratie von jeher materiell und moralisch in kräftigster oder unzufriedenen Aussprachen aus den beteiligten Streisen nicht denten Beschwerde erhoben werden. Anlaß gegeben haben." Weise gefördert, zugleich administrativ gänzlich sich selbst Frankreich. überlassen, in der Verteidigung aber der berechtigten Inter Drei neue Deputiertensite hat Baris nach den Ergebnissen eſſen der polnischen Nationalität gegen das preußische Ger der letzten Volkszählung zu beanspruchen. Die Zahl der Pariser der betreffende Beschluß des Mainzer Parteitags beweist, manisierungssystem nach Kräften unterſtügt wurde, wie Abgeordneten bei den Wahlen von 1898 betrug 37, im Jahre 1902 da die erwähnte endgültige Absonderung der P. P. S. von der werden deren 40 zu wählen sein. Dem Wahlgesetz entsprechend hat deutschen Socialdemokratie somit einzig und allein als ein Produkt resultate der Kammer ein Projekt der neuen Wahlkreis- Einteilung der Minister des Innern alsbald nach Bekanntwerden der Zählungs- des rein nationalistischen Standpunkte der Gruppe betrachtet werden vorzulegen. Auch Marseille erhält einen Saz mehr; hier, wie muß, ebenso wie ihr Beschluß, in Wahlkreisen mit gemischter Bebölterung nur Mitglieder der P. B. S. als Kandidaten aufzufſtellen, in der Hauptstadt haben die Socialisten die meiste Aussicht, in schließlicher Erwägung, daß die sogen. P. P. S. nach 10 jähriger Wenn man den Gutshof betreten will, muß man an einer für diese neuen Säge zu erobern. Thätigkeit in der ganzen Provinz Bosen wie in Oberschlesien und Altertumsfreunde hochinteressanten Ruine vorbei. Bei einigem Der Figaro" Krieg. Vom Kriegsschauplatz des Kampfes Westfalen so gut wie garnichts geleistet und es nur auf eine winzige Scharfblick kann man noch erkennen, daß es ehemals ein Bauernhaus um die Herrschaft im„ Figaro" liegen die folgenden Operetten- Anhängergruppe unter den polnischen Auswanderern in den deutschen war. Ein Teil der hinteren Wand ist eingestürzt, so daß dieser Nachrichten vor: Städten gebracht hat, die sie zu verbohrten und verhezten Nationalisten Raum überhaupt nicht mehr benutzt werden kann. Dagegen ist der Da Périvier, der sich jüngst der Leitung des Blattes bemächtigte, erzogen hat erklärt der 2. Parteitag für die Provinz Bosen: vordere Teil noch ein Klein wenig besser erhalten. Dort Hausen die trotz der Aufforderung des Präsidenten des Aufsichtsrats Prestat Die P. P. S., nachdem sie das Tischtuch zwischen sich und der Vasallen des edlen Grafen und bereiten sich ihr Abendmahl. Dort fich hartnäckig weigerte, die Bureaus des" Figaro" zu verlassen und deutschen Socialdemokratie zerschnitten hat, hört von nun an für hört allabendlich der reichstreue Herr, der alle fremden Rassen haßt, die Direktion des Blattes niederzulegen, ließ Prestat, der, von die deutschen und polnischen Genossen der Provinz Posen auf als in feinem eignen Heim ein polnisches Stonzert auf der Harmonila zahlreichen Aktionären begleitet, in das Gebäude des Figaro" ein- socialdemokratische Organisation zu existieren und wird wie jede und polnische Nationalgefänge. Aus weiter Ferne hat der Graf die gedrungen war, durch den Friedensrichter und den Polizeikommiffar andre mehr oder weniger in Socialismus machende bürgerliche Leute herbeigeführt, obwohl ihm unter seinen eignen Landsleuten an das Bureau Périvier, sowie an die Stasse des Blattes Siegel Gruppe betrachtet, so daß Mitglieder der P. P. S. nicht zugleich in noch Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. legen. Dem Ersuchen, auch die Druckerei zu versiegeln, wurde nicht Parteiorganisationen aufgenommen werden können. Was hat nun wohl den Herrn Grafen dazu getrieben, feine Folge gegeben, da die Druckerei Privateigentum des Herausgebers Bur einheitlichen und planmäßigen Leitung der mündlichen und eignen Landsleute auf das Pflaster zu sezen? Die Unbotmäßigkeit des" Petit Journal", Marinoni, ist. Der„ Figaro" ist auch heute schriftlichen Agitation unter der polnischen Bevölkerung des Deutschen feiner Untergebenen. Ende Mai hatte er von seinen Arbeitern und Ar- unter der Redaktion Périviers erschienen, der an der Spitze des Reichs wird ein in Bosen domizilierender Centralausschuß beiterinnen, die um 5 Uhr früh die Arbeit beginnen, verlangt, daß fie Blattes einen„ Attentat" betitelten Artikel veröffentlicht, in welchem der polnischen Socialdemokratie gewählt, der von nun bis 1/20 Uhr abends arbeiten sollten. Da besaßen diefe Leute die er den Beschluß der Generalversammlung als ungefeßlich und das an von dem Vorstande der deutschen Socialdemokratie nach innen umerhörte Anmaßung, etwas früher Feierabend zu machen. Gegen gemeinsame Eindringen Prestats und der Aktionäre in das Gebäude wie nach außen als die alleinige rechtmäßige Vertretung der dieses Eindringen freiheitlicher Tendenzen in die Kreise der Land- des" Figaro" als Hausfriedensbruch bezeichnet, und bemerkt, daß polnischen Genossen zu betrachten ist und der, auf dem Boden des arbeiter mußte energisch Front gemacht werden, am 1. Juni entließ Prestat gegen ihn persönliche Drohungen ausgestoßen habe, welche Erfurter Programms wirkend, in vollem Einverständnis mit der daher der Graf ohne Rücksicht und Erbarmen seine sämtlichen zu gerichtlichem Einschreiten Anlaß geben dürften. Périvier schließt gitationsfommission für Poſen wie mit derjenigen für OberArbeiter und Arbeiterinnen, die sich seinem Befehle widersetzt hatten, mit der Erklärung daß er bis zum Aeußersten Widerstand leisten und schlesien handelt." und selbst einige arme Witwen mit zahlreicher Kinderschaar, welche die Traditionen des Blattes gegen die kosmopolitischen Syndikate sich ihm zu Füßen warfen und um weitere Beschäftigung baten, weil verteidigen werde. fie sonst nicht wüßten, wie sie ihre Familie ernähren sollten, fanden keine Gnade in den Augen des gestrengen Richters. aus der Judennot zu erretten. Unfall auf der Germania- Werft. Aus Riel wird gemeldet: Auf der Germania- Werft stürzte Mittwoch früh ein trahnartiger Mast, welcher entfernt werden sollte, auf einen Schuppen und zertrümmerte diesen, wobei eine Anzahl im Schuppen befindlicher Bersonen verunglüdte. Nach weiteren Feststellungen ereignete fich der Unfall beim Beseitigen der Stellagen für das zum Stapellauf bestimmte Linienfciff„ E". Jm ganzen verunglückten hierbei fünf Arbeiter, davon ſchiffs. zwei tödlich. " troffen, daß die Siegel von den Bureaus Périviers und der Kaffe Am Mittwoch wurde die vorläufige richterliche Entscheidung gean der Spige des Blattes verbleiben soll, bis das Handelsgericht abgenommen werden sollen und der Name Périviers als Direttor am 26. Juni sein Urteil gefällt hat. werben, die sich gegenseitig Schlachten liefern. Fehlt nur noch, daß die streitenden Parteien Heerhaufen anEngland. Weiter wurde ein Organisationsstatut angenommen, nach dem u. a. die Provinz in drei Bezirke geteilt und der an die Agitationsnahmen festgesetzt wurde. Protestrefolutionen gegen die Getreide tommission abzuführende Betrag auf 20 Broz. der örtlichen Einpreußischen Regierung wurden einstimmig angenommen, ebenso ein ölle und gegen die Germanisationsmaßnahmen der Protest gegen die polizeilichen Lotalabtreibereien. Einen landwirtschaftlichen Kongreß hielten am vergangenen Sonntag die belgischen Socialdemokraten in Brüssel ab. Vertreten waren 30 socialistische Gruppen und 15 Einzelpersonen. Laffan: Von nicht officiöser Seite vernimmt man, daß die britische einer ausgedehnten Diskussion wurde eine Tagesordnung Vanderveldes Militaristische ,, Fortschritte". Aus London meldet„ Bureau Es handelte fich um die Frage der Organisation der Landbevölkerung bezw. deren Gewinnung für den Socialismus. Nach Infanterie mit dem Simpson- Maschinengewehr ausgerüstet werde. angenommen, in welcher als das beste Mittel, dem Socialismus auf Die goldene Hand. Der Termin in der Klagesache des Dasselbe sei in Wirklichkeit ein kleines in der Hand tragbares dem Lande Eingang zu verschaffen, die Gründung von Konsum hiesigen Bertreters der Leipz. N. Nachr.", Dr. Liman, gegen die Magimgeschütz, mit welchem ein Hagel von Geschossen mit über- genoffenichaften empfohlen wird. Es ist nötig so heißt es in den Rölu. 8tg.", der ursprünglich für den 1. Mai anberaumt war und raschender Schnelligkeit abgefeuert werden könne. Fünfzig Gewehre Grundsätzen der Resolution weiter daß die KonsumgenossenDann verschoben wurde, ist für den 21. Juni angesezt. Die dieses Systems sollen jedem Bataillon zugeteilt werden. " Kölnische Zeitung" hat Widerklage erhoben. schaften der Städte die der Landbevölkerung unterstützen. Um der Genossenschaftsidee Eingang zu verschaffen, wird empfohlen, zunächst Amerika. die Waren der Konsumvereine durch Boten auf dem Lande zum VerUm Kuba. Aus New York wird vom 12. Jumi berichtet: tauf zu bringen, später Filialen oder selbständige Genossenschaften in Gestern abend fand ein Ministerrat statt, der sich mit der den Landorten zu gründen und diese an die socialistische Kuba- Angelegenheit beschäftigte. Die nationalistischen Bartei anzuschließen. Diese Kooperativgenossenschaften auf dem tubaner sollen bereits die nothwendigen Maßregeln getroffen Lande sollen vor allen Dingen die kleinen Bauern zu gewinnen haben, um den amerikanischen Forderungen mit offener Waffe ent- fuchen. Das ist in erster Linie durch Verkauf landwirtschaftlicher Produkte, wie Mehl, Mais, Getreide usw. in die Wege zu leiten; ferner dadurch, daß die Genossenschaft den Bauern landwirtschaftliche Maschinen leihweise und später zum Verkauf auf Ratenzahlung zur Verfügung stellt. frod Der Chefredacteur der ,, Post", Herr Wilhelm Kronsbein, der unter der niemals reißenden Oberleitung des Freiherrn v. Zedlig den weiland Stummschen Schleifstein dreht, hat sich vor einiger Zeit Studien halber nach Heidelberg begeben. Er sucht dort den Doktorhut. Zwar ist der wissenschaftliche Johannistrieb des Herrn Chefredacteurs, der übrigens immer noch an dem Kopf des Blattes als in Berlin weilend angegeben ist, start verspätet in die gegen zu treten. Erscheinung getreten der Herr Studiosus ist bereits 46 Jahre alt - indessen ist der„ Boſt" eine wissenschaftliche Auffrischung durchaus zu gönnen und zu wünschen. Heil! 190 Breslau, 12. Juni. Hauptmann Honrichs vom 68. JufanterieRegiment in Oppeln wurde wegen Soldatenmißhandlung vom Ober- Kriegsgericht zu 20 Tagen Stubenarrest verurteilt. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung, Beamtenbeleidigung und Bedrohung stand der Gelegenheitsarbeiter Johann Stottlora aus Nieder- Heiduk vor der Straftammer in Beuthen D.-S. Die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte Verhandlung führte zu Verurteilung des Angeklagten zu sechs Monaten Gefängnis. Gitts ti Der Boeren- Krieg. Pardon wird nicht gegeben! um Der Kongreß beschließt ferner, daß in den Gegenden, wo der sechs Boeren, die bei der Beseßung von Pretoria den Neutralitäts- von Landarbeitern, Diskussionsklubs, Bibliotheken usw. zu begründen Aus Pretoria wird telegraphiert: Sonntagnacht versuchten Großgrundbesig vorherrscht, Unterstützungsvereine und Gewerkschaften eid geleistet hatten, aus der Stadt zu entkommen, find. Berichtet wurde, daß die zwei Landarbeiter- Organe( das sich den Kommandos anzuschließen. Sie wurden von einer eine in flämischer, das andre in französischer Sprache) eines guten Patrouille angerufen, fezten jedoch ihre Flucht fort; einer Aufschwungs sich erfreuen. bon ihnen schoß und verwundete einen Soldaten. Drei Die socialdemokratische Partei Argentiniens. wurden vor das Kriegsgericht gestellt und zum Tode durch Eröffentlicht im Peuple" einen ihm zugegangenen Bericht über die enttamen, die andren drei jedoch wurden gefangen genommen; fie Internationale Parteisekretariat in Brüssel ver schießen verurteilt; an einem wurde jugendlichen Alters argentinischen Parteiverhältnisse, dem wir folgendes entnehmen: wegen das Urteil nicht vollstreckt, die andren beiden wurden erschossen. Blut- Medaillen. Das " Der Socialismus hat in unsrem Lande noch keine große Ausdehnung; die Partei zählt in der ganzen Republik 1500 organisierte Genossen, die sich auf 25 Gruppen( 8weigvereine) verteilen; von König Eduard hat am Mittwoch 3000 Medaillen an die aus diesen haben neun ihren Eiz in der Hauptstadt Buenos Aires. Südafrika zurückgekehrten Soldaten verteilt. Partei- Machrichten. Mitteilung über den bevorstehenden socialdemokratischen Parteitag in Gefchloffene Parteitagsfizungen. Wir brachten jüngst eine Lübeck mit folgenden Schlußworten: Der Parteitag wird auch in diesem Jahre öffentlich tagen, doch ist auch die Abhaltung geschlossener Sigungen in Aussicht genommen, da durch die Beseitigung des Koalitionsverbots für politische Vereine der Abhaltung solcher Sigungen tein Hindernis mehr im Wege steht." Die Bevölkerung von Argentinien ist. bekanntlich fast ausschließlich auf Landwirtschaft und Viehzucht angewiesen, nur in zwei Städten, Buenos Aires und Rosaire, ist etwas Industrie vorhanden. Die Einwohnerschaft der Republik ist sehr fosmopolitisch; jedes Jahr führt die Emigration aus aller Herren Länder unsrem Lande neue Elementen, die nur schwer zu einer Organisation heranzuziehen sind, Maffen zu. Die Ankommenden gehören meist zu den rückständigsten Anarchismus gegeben. dagegen find alle Vorbedingungen für eine Entwicklung des Die argentinischen Socialisten find unausgesetzt bemüht, den Anarchisten entgegen zu arbeiten, die Mißtrauen und Zwietracht unter den Arbeitern hervorrufen. Sonnabende erscheint. Ferner erscheint alle 14 Tage La Lux"( Das Das offizielle Organ der Partei ist„ La Vanguardia", das alle lich; die ersten drei in spanischer, das letztere in deutscher Eprache. Licht) sowie„ El ABC del Socialisme" und der Vorwärts" wöchent Demnächst soll ein Wochenblatt in italienischer Sprache herausgegeben werden. Die Neue Zeit" fährt fort, den Nachweis zu bersuchen, daß in den französischen Dingen sie recht und der" Bortvärts" unrecht hat. Wir halten die Fortsetzung dieser unfruchtbaren Bolemit um so mehr für entbehrlich, als die Neue Zeit" darin beharrt, einen ein: zelnen Kollegen anzutlagen, während die Gesamtredaktion formell und materiell die Berantwortung trägt und übernimmt. Nur in awei Bunften find wir zu einer furzen Feststellung genötigt. Die Neue Zeit" weist darauf hin, daß wir in unsrer legten Abwehr bei der Wiedergabe unsres Vaillant Artitels uns falsch citiert haben, indem wir Säße umstellten. Das ist richtig. Das Versehen erklärt fich sehr einfach daraus, daß unsre Erwiderung redaktionelle Solleftivarbeit war; bei der lleberredigierung geschah der Irrtum. Eo scharf wir aber auch prüfen, so entdecken wir nicht, daß sich aus der Umstellung irgend eine Verstärkung oder Abschwächung unsrer Argumentation ergiebt. Die Sachverschiebung ist vielmehr sa chlich gänzlich belanglos. Es bleibt dabei, was wir nachzuweisen hatten, daß die Neue Zeit" eine deutlich redaktionelle Diese Mitteilung hat vielfaches Aufsehen erregt und die bürgerMeinung als Wiedergabe Baillantscher Aeußerungen aufgefaßt liche Presse erklärt: So sei es denn aus mit dem socialdemokratischen und aus diesem Mißverständnis die Loyalität des" Vorwärts" an- Stolz der öffentlichen Behandlung aller Partei- Angelegenheiten. Die tastende Angriffe abgeleitet hat. Die„ Neue Zeit" charakterisiert unfre Brachtleistung"-will Frantf. 8tg." spricht geradezu von einem„ Martstein in der Gefagen unsre versehentliche falsche Anordnung der Gäge- wie ichichte der Socialdemokratie". folgt: Infolge dieser alarmierenden Kommentare der bürgerlichen Unser Kollege hat da wirklich eine Meisterleistung geliefert. Blätter sehen wir uns zur Vermeidung von Unklarheiten unter unjren Durch einfaches Verstellen seiner Säge gelang es ihm, ihren Genoffen über die Bedeutung jener Ankündigung zu einer er Sinn in fein Gegenteil zu verdrehen, dadurch unsre gänzenden Bemerkung veranlaßt. Jene Ankündigung, die unsrer Auflage als nichtig erscheinen zu lassen und noch den Anlaß zu Redaktion vom Sekretariat unsrer Parteileitung einer wuchtigen Anflage gegen uns zu finden. Sat man aber war, tann natürlich nur bedeuten, daß geschlossene Sigungen zur diesen künstlichen Aufbau einmal durchschaut, dann bricht er um Behandlung rein geschäftlicher Angelegenheiten, Polizeiliches, Gerichtliches usw. so fläglicher zusammen und wird zu einer neuen, ber= stärkten Anflage gegen seinen Urheber. Denn es muß um denen jeder politische Charakter fern liegt( Buchhandlungs, Colportage- holländischen Grenze, hatten eine Anzahl Genossen ein Flugblatt Bestrafte Flugblatt- Verbreitung. In Emmerich, an der eine Sache schon sehr bedentlich bestellt sein, die solcher wesen 2c.) in Aussicht genommen find. " Fort mit dem Brotwucher", herausgegeben vom niederrheinischen Mittel bedarf, soll sie als annehmbar hingestellt werden wir stehen übrigens nicht an zu erklären, daß unsre Redaktion Agitationskomitee, verteilt, und zwar hatten sie die Schriften unter fönnen." zu einer Aenderung in der Art der Abhaltung unsrer Parteitage, die Hausthüren geschoben, weil in der frühen Morgenstunde die " " Die Gewerkschaftspresse zählt drei Organe, das eine gehört dem Syndikat der Bäder, das zweite dem der Maurer; diese zwei neigen dem Anarchismus zu, während das dritte La Organis fation" das Organ der socialistischen Gewerkschaften ist. Der Sefretär ist Lucas Orienti, ihre Delegierten beim internationalen Siz der Partei ist Buenos Aires, Rue Merito 2070; der Komitee find Achille Cambier, Paris, und Charles Dolem angegangenbach, Schweiz. Thüren noch geschlossen waren. Die Genossen find nun mit 5 M. 1Berlin u. Bona, H. u. N. Wittig, Rothhardt u. Co. Der Vertreter des Beklagten wandte vor der Kammer III des bestraft worden, da das Gericht eine Verbreitung auf öffentlicher Steinert u. Sellmund, Athenstädt u. Bachrodt' Gerichts ein, daß das Berliner Gewerbegericht gar nicht zuständig Straße annahm, zu welcher eine Erlaubnis der Ortspolizei erforder- G. Reddersen, Walther u. Sevin, Salfeldtu. Stein' fei. Zwar domiziliere die Firma vorläufig in Berlin, indessen lich ist.( Uebertretungen gegen§§ 10 und 41 des preußischen Geder Kläger habe in Dobrilugt, wo An den internationalen Verlegerkongreß, der zur Zeit in er arbeitete, auch bezahlt feges über die Presse vom 12. Mai 1851.) Eine merkwürdige Auf Reipzig tagt, hat der Leipziger Bevollmächtigte des Buchbinder örtlicher Unzuständigkeit des Berliner Gewerbegerichts ab. Gewerbes werden sollen. Der Gerichtshof wies die Klage wegen fassung, einen Hausflur als öffentlichen Ort anzusehen. Verbands eine Kundgebung gerichtet, durch die die Kongreßteilnehmer richter Dr. Schlhorn bemerkte, hoffentlich werde der Kläger Vorzeitige Veröffentlichung der Anklageschrift führte davon in Kenntnis gesezt werden, daß der Lohnkampf der Buch- eines der legten Opfer jener unglücklichen Bestimmung des den Genossen O. Wessel, als verantwortlichen Redacteur unsres binder im Jahre 1900 zum Abschluß fam durch TarifDüsseldorfer Parteiblatts, vor die Straflammer in Düsseldorf. Es vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, und Gewerbegerichts- Gesetzes sein, wonach für die Zuständigkeit handelte sich um eine Strafanzeige gegen den Bürgermeister Bender daß zur Schlichtung von Tarifftreitigkeiten ein Schieds- der Erfüllungsort" maßgebend wäre.- Der Reichsin Gerreshein bei Düsseldorf und den Polizeikommiffar Schmitat gericht eingesezt ist. Es wird sodann darauf hingewiesen, daß es tag bat bekanntlich jene Bestimmung aufgehoben resp. abebendaselbst wegen unberechtigter Auflösung zweier Gerresheimer dem Buchhandel nicht gleichgültig sein kann, wenn einzelne Prinzipale bei dem für Dobrilugt maßgebenden Amtsgericht flagen. geändert. R. fann jetzt entweder beim Berliner Amtsgericht oder Arbeiterversammilungen, in deren Verfolg der Beschuldigte zwei Ent- die getroffenen Abmachungen leichtfertig durchbrechen und dadurch scheide des ersten Staatsanwalts und des Oberlandesgerichts in möglichenfalls Aussperrungen und Streits hervorrrufen, die nicht nur dieser Sache vorzeitig veröffentlicht hatte. Wessel wurde zu 40 M. das Buchbindergewerbe, sondern auch den Buchhandel in MitleidenGeldstrafe verurteilt. schaft ziehen. Nachdem im Plakat die Leipziger Dampf- Buchbinderei vorm. F. A. Barthel A. G." als eine Firma genamt worden ist, welche gegen den Tarif verstoßen, das Urteil des Schiedsgerichts, welches den klagenden Gehilfen recht gab, nicht beachtet, und schließ Das Bureau Reuter" meldet aus Peking: In der nächsten lich die betreffenden Gehilfen gemaßregelt hat, heißt es zum Schluß: Zusammenkunft der Gesandten wird der amerikanische Vertreter „ Wir sehen vorläufig davon ab, weitere, wenn auch minder Rockhill den Vorschlag Amerifas einbringen, die Entschädigungsfrage trasse Fälle aus einzelnen anderen Buchbindereien zu beleuchten, dem& aager Schiedsgerichtshofe zu unterbreiten. richten aber an die Herren Verleger im Interesse des gesamten Buch- Mehrheit der Gesandten ist gegen diesen Plan, nimmt vielmehr an, daß gewerbes die Bitte, ihre Arbeiten in erster Linie an solche Firmen innerhalb der nächsten zehn Tage alles in Ordnung gebracht werden zu vergeben, die den von Prinzipalen und Gehilfen vereinbarten kann. Inzwischen werden die Gesandten möglicherweise durch die VorTarif anerkannt haben und danach bezahlen." bereitungen zur Abreise der Truppen und die Absicht des Hofes, nach Zur Lohnbewegung der Barbiere. W China. wished Die Entschädigungsfrage. Konkurrenzfurcht. Die Der von den Gehilfen aufgestellte Tarif ist bisher in folgenden Geschäften anerkannt: Norden. Otto Wermke, Usedomstraße 9. Karl Frenzel, Cremmenerstr. 12. Mar Müller, Pantstr. 32d. Rudolf Pöthe, Drontheimerstr. 1 d. Lasetti, Müllerstr. 168. Rappe, Feldstr. 4. Borges, Kolbergerstr. 12/13. Schwarz, Swinemünderstr. 55. Scholz, Beuffelstr. 34. Ermisch, Schulzendorferstr. 17 a. Trott, Buttbusers ftraße 41. Berg, Hussitenstr. 15. Glasow, Hussitenstr. 39. Haus- Der Verband kaufmännischer Vereine, eine Organisation, Peking zurückzukehren, zu Entscheidungen gedrängt. mann, Buttmannstr. 1. Borth, Ackerstr. 70. Gronowski, Plantagen- dem sich 101 Verbände angeschlossen haben, die fast nur Unterstraße 42. Brehme, Reinickendorferstr. 43 a. Rudo, Brunnenstr. 90. stützungszwecke verfolgen und der Arbeiterbewegung ablehnend Nach dem„ Bureau Laffan" hat in London die Mitteilung, welche Schnorr, Badstr. 67. Suze, Stralsunderstr. 39. Sensen, Bernauer- gegenüberstehen, tagt gegenwärtig in Koburg. Die Versammlung Lord Cranborne im Unterhause über die angebliche Absicht Deutschstraße 18. Leopold, Liebenwalderstr. 5. Mehling, Utrechtstr. 5. nahm Stellung zur Regelung der Arbeitszeit der Comptoir- und lands machte, in Shanghai eine ständige Garnison zu halten, Baumann, Belforterstr. 27. Daunert, Pappel Alee 40. Böhm, Lagergehilfen in nicht offenen Verkaufsstellen in folgender Resolution: in politischen und kommerziellen Kreisen großes Aufsehen Georgenkirchstr. 10. Müller, Egerzierstr. 2a. Prill, Christburger-" Die für die Arbeitszeit in den Comptoiren und Lagern der hervorgerufen, in welchen diese militärische Maßnahme Deutschlands straße 26. Reimling, Basewalferstraße 10. Mende, Schul- nicht mit offenen Verkaufsstellen verbundenen Großhandelsbetriebe zur als eine Bedrohung des britischen Einflusses im Yangtse Thale und straße 117. Helling, Bandelstraße 43. Klages, Lindower: Beit maßgebenden Verhältnisse liegen wesentlich anders als im Klein- als ein Anzeichen dafür aufgefaßt wird, daß Deutschland entschlossen straße 13. Effer, Reinickendorferstr. 18. Riefmann, Plantagenſtr. 8. handel. Für einen zutreffenden Ueberblick hierüber durch die er ist, vom Handel in jener Gegend so viel als möglich an sich zu reißen. Beyning, Bajewalkerstr. 8. Dahlte, Rammlerstr. 23. Sietel, Star- freulicherweise von der Reichsregierung bereits in die Wege ge- Einige Beitungen erheben Alarmırufe, andre erörtern die Angelegengarderstr. 14. Deichsel, Pappel- Allee 9. Hampel, Schliemannstr. 45. leiteten Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik bedarf es heit in ruhigem Tone. Zwirner, Schulstr. 39. Selzer, Liebenwalderstr. 46. Scholz, Biesen- der mündlichen Aeußerung einer ausreichenden Zahl aus den einzelnen Die Garnisonierung deutscher Truppen in Shanghai würde thalerstr. 6a. Sommerkorn, Hussitenstr. 38. Gahde, Dunderstr. 10. Geschäftszweigen und Handelsbezirken berufener Auskunftspersonen, zwar Deutschland Kosten verursachen, aber feinerlei Handelsvorteile Wittkopf, Lorgingstr. 8. Scipchinski, Swinemünderstr. 58. Bahnke, bei deren Auswahl die taufmännischen Vereine in derselben Weise ergeben. Schwarzkopffftr. 9. Pape, Gerichtsstr. 80. Erler, Weidenweg 80. zu berücksichtigen sind, wie bei den im Jahre 1892 erfolgten Er Ruppinerstr. 25. Wittkowski, Gartenstr. 165. Doy, Graunstr. 27. Gehilfen und Lehrlinge." Groß, Swinemünderstr. 74. Buch, Brunnenstr. 113. Wessel, Garten- Sodann sprach man sich für den Fortbestand der freien Hilfsstraße 62. Schnupp, Marienburgerstr. 2b. Müller, Butbuferstr. 38. tassen aus und befürwortete die Anstellung von Handelsinspektoren. Oleyniezat, Rügenerstr. 26. Wirth, Brunnenstr. 90. Olowfen, Wörther- Ferner verlangte man die Einführung der vollständigen Sonntags- bund habe es nicht zu Wege gebracht, daß Italien das Gleichgewicht straße 14. Neumann, Graunstr. 14. Olosow, Wörtherstr. 24. Leh- ruhe in Bureaus der Fabriken, Engros- und Bantgeschäften. mann, Hochmeisterstr. 16b. Saalman, Schönhauser Allee 122. Freier, Kastanien- Allee 83. Wirth, Brunnenstr. 90. Stier, Fürstenberger straße 11. Brandt, Dunckerstr. 75. Höppner, Stargarderstr. 58. Schmiedewski, Tresdowstr. 38. Baumann, Belforterstr. 27. Jostowiat, Prenzlauer- Allee 40. Jeffers, Brunnenstr. 43. Mezheimer, Raumerstraße 54. Aniel, Greifswalderstr. 208. Wiesner, Rykestr. 19. Petri, Lychenerstr. 17. Kröhne, Putbuserstr. 47a. Dymke, Putbuserstr. 21. Barowski, Nord- Osten. Klarbaum, Höchstestr. 1. Woi, Ruheplasstr. 18. Hoffmann, Marienburgerstr. 24. Schrolle, Landwehrstr. 3. Mando, Kleine Frankfurterstr. 3/4. Simson, Straußbergerstr. 7. Osten und Süd- Osten. Stülpner, Weidenweg 86. Morgenstern, Tilsiterstr. 58. Jaubirt, Stalizerstr. 69. Heidmann, Liegniger Straße 24. Kühn, Grüner Weg 50/51. Auschte, Staligerstr. 18. Baritsch, Mariannenplatz 26. Späth, Gubenerstr. 1. Viehweg, Liegnigerstr. 43. Fuchs, Naunhnstr. 61. Augustin, Borndorferstr. 49. Jeeze, Grünauerstr. 28. Reichel, Josephstr. 1. Gierte, Reichenbergerstraße 177. Kube, Oppelnerstr. 34. Stachowski, Marfiliusstr. 11. Schalthuhn, Richthofenstr. 23. Majewsti, Sorauerstr. 3. Rubled, Memelerstr. 18. Nedel, Warschauerstr. 10. Jacob, Straßmannstraße 21. Gräbnitz, Sorauerstr. 29. Röhle, Manteuffel Straße 68. Strüger, Petersburgerstr. 24. Stade, Melchiorstr. 5. Müller, Reichenbergerstr. 74. Schulze, Forsterstr. 41. Urban, Breslauerstr. 6. Süden und Südwesten. Stranz. Dresdenerstraße 52/53. Lorenz, Schönleinstr. 29. Müller, Jorkstr. 62. Elias, Prinzessinnenstr. 4. Klemt, Stallschreiberstr. 40/41. Hensel, Camphaufenstr. 20. Feierabend, Dieffenbachstr. 35. Strache, Gräfestr. 37. Hammerschmidt, Wasserthorstr. 50. Schlötte, Hasenheide 8. Brenzel, Engelufer 13. Friedrichsberg- Lichtenberg. Weißfluck, Wartenberg straße 68. Kämer, Chausseestr. 90. Lange, Frankfurter Allee 177. Kemper, Rummelsburgerstr. 7. Mewes, Scharnweberstr. 73. Friz, Frankfurter Allee 166. Forich, Frankfurter Chaussee 46. Gabler, Kronprinzenstr. 27a. Ruga, Blumenthalstr. 29. Fedrich, Mainzer straße 2. Kleinert, Frankfurter Allee 157. Reppin, Friedrich Karl straße 1. Buchholz, Friedrich Karlstr. 5. Kuhn, Friedrich Karlstr. 12. Gähsler, Friedrich Startstr. 16. Schneider, Gürtelstr. 29. Brezel, Rummelsburgerstr. 66. Müller, Frankfurter Chaussee 55. Baerichte, Hagenstr. 1. Nigdorf, Frankfurter Chaussee 194. Weinast, Frank furter Chauffee 125. Schmutz, Dorfstr. 25a. Mantey, Scharnweber straße 3. Wittkopf, Samariterſtr. 6. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Korbmacher! Der Verhandlungen mit der Firma Schulz, Karlstr. 40( Werkstatt Albrechtstraße) haben zu teinem Ergebnis geführt; deshalb ist die Werkstatt nach wie vor zu meiden. Anfragen sind zu richten an A d. Belz, Schwedterstr. 6. v. 4 Tr. Zur Lohnbewegung der Barbiere. Beschwerden gegen Mitglieder der Freien Bereinigung selbständiger Barbiere 2c." wegen Nichtinnehaltung der Preiserhöhung, Nichtanerkennung des feftgesetzten Lohntarifs sowie Unterlassung des pünktlichen Geschäftsschlusses find sofort an unterzeichnete Adresse zu richten. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. Berrückenmacher Berlins und Umgegend. hebungen über die Arbeitsverhältnisse der im Kleinhandel angestellten Tekte Nachrichten und Depelchen. Die Korkarbeiter der Wollheimschen Fabrit in Bosen haben wegen Nichtbewilligung der zehnstündigen Arbeitszeit und Lohnerhöhung die Kündigung eingereicht. Sie ersuchen deshalb, den Buzug von Korkarbeitern nach Bosen fernzuhalten. Dreibund- Debatte im italienischen Parlament. Rom, 12. Juni.( W. T. B.) Barzilai führt aus, der Dreiauf dem Mittelländischen und dem Adriatischen Meere verbürgt wurde; er habe auch weder verhindert, daß Rußland und OestreichUngarn allen Einfluß auf der Baltanhalbinsel unter einander verteilten, noch habe er zur Erhöhung des Einflusses Italiens im Orient beigetragen. Nach seiner Meinung dürften Handelsverträge mit Unangenehme Christen. In Cleve( Rheinland) wurden in den politischen Verträgen nicht verknüpft werden. Brinetti habe Schuhfabriken die Löhne um 20-40 Broz. reduziert. Die Arbeiter im Jahre 1891 sich gegen die Bündnispolitik erklärt. Er, Redner, legten, da eine Verständigung ausgeschlossen schien, die Arbeit nieder. werde indessen an den Minister nicht die Frage richten, ob er die Für die Unternehmer handelt es sich weniger um die Lohnreduzierung. Bündnisse zu erneuern gestatte; denn diese Frage wäre unflug, und als um die Bertrümmerung der chriftlichen Organisation, welche vor noch unkluger wäre eine Antwort darauf. Er wünscht jedoch zu ca. 6 Wochen in Cleve gegründet wurde und welcher fast sämtliche wiffen, ob Brinetti noch glaube, daß für die Erhaltung des Lederarbeiter und Schuhmacher beigetreten sind. Die Lohnreduzierung Territorialbestands Italiens noch mehr als der Dreibund das Abbetrachten aber auch die christlichen Gewerkschaften als eine Provokation, tommen mit England mußen würde. Redner schließt unter dem Beifall und erklären sich dieselben sämtlich mit den streifenden Schuhmachern und der Linken mit der Erklärung, daß er gegen den Dreibund sei und Steppern solidarisch. Das christliche Unternehmertum am Riederrhein statt desselben Sonderabkommen für jede einzelne Frage wünsche. scheint der christlichen Gewerkschaftsbewegung den Untergang ge- Bonin erklärt, die große Mehrheit des italienischen Voltes sei für fchworen zu haben. Erst die Aussperrung der Tabafarbeiter in den Dreibund, der, wie durch Thatsachen erwiesen sei, in keiner Weise Staldenkirchen und jetzt der Streit der Schuhmacher in Cleve. Außer- Italiens Freiheit in Bezug auf die militärische Organisation binde und dem wurde in Krefeld von den christlichen Handwerksmeistern sehr freundschaftliche Beziehungen zu andern Mächten, besonders zu einer scharf gegen die christlichen Gewerkschaften Stellung genommen und Schwesternation, nicht hindere.( Buruf: Sehr richtig!) Vor allem dürfe eine Versammlung, in welcher die Bäcker organisiert werden sollten, man nicht vergessen, daß der Dreibund Italien den Frieden gegeben habe. von ihnen gesprengt. ( Beifall.) Schließlich spricht Redner die Hoffnung auf das Zustande tommen von Handelsverträgen aus. Die Sigung wird hierauf geschlossen. Sociales. Frankfurt a. M., 12. Juni.( B. H.) Nach einer Meldung der Frantf. 8tg." aus Stopenhagen find dort neue Arbeiterstreitigkeiten entstanden. Die Gerber, Gärtner, Eisenarbeiter und Kutscher find ausständig. 6000 Personen sind infolge dessen beschäftigungslos. Gegen die Milzbrandgefahr. Die Milzbrandtommiffion in Nürnberg, die aus Arbeitern der Bürstenindustrie besteht, richtete an den Bundesrat eine Eingabe, worin gefordert wird, daß nicht nur die ausländischen, sondern auch die inländischen Tierhaare dem Desinfektionsawang unterliegen sollen. Als Desinfektionsmittel soll eine Dentichrift in franzöfifcher Sprache herzustellen auf Grund der Leipzig, 12. Juni.( W. T. B.) Der Verlegerkongrek beschloß, nur strömender Wasserdampf benügt werden. Unter dem Hinweis Ausführungen Otto Mühlbrechts über die Stellung Hollands zu auf den jüngst in Nürnberg bei einer Heimarbeiterin vor einem Litterarvertrag mit Deutschland bezw. zur Berner Konvention gekommenen Todesfall, die zu Hause inmitten von erwachsenen und auf Grund der Verhandlungen und Beschlüsse des Kongresses. Diese Personen milzbrandiges Material verarbeitete, wird der Erlaß Denkschrift soll an das Bureau der Berner Konvention in Bern zur einer Verfügung verlangt, wonach zur Heimarbeit, nur ausreichend Wiedergabe in dessen Organ, Droit d'auteur" sowie an die Regierungen desinfiziertes Material abgegeben werden darf. Da es noch an der Sonventionsstaaten und andrer Staaten gesandt werden. Die natio einem Mittel fehlt, das Rohmaterial ohne Schädigung wirksam zu nalen Vereine sollen Schritte thun, um die Zollpflichtigkeit von Büchern desinfizieren, wird der Reichskanzler aufgefordert, ein Preisaus- aufzuheben bezw. zu verhindern. Der Kongreß spricht ferner verschreiben für Erfindung eines wirksamen Desinfektionsmittels zu fchiedene Wünsche aus zur Anstrebung gemeinsamer Normen für den erlassen. An die bayerische Regierung wurde eine Abschrift internationalen Musikalienhandel, insbesondere im Hinblick auf den der Petition gesandt mit dem Ersuchen, ihre Vertreter- im Bundesrat Ladenpreis und das Rabattsystem. Der Kongreß wünscht durch magistrat Nürnberg wurde ersucht, den von ihm durch auszudehnen auf die Inhaber des Vervielfältigungsrechts gegen die aufen, b9 fie für die er den on ihandesgesetze und internationale Berträge ben Urheberrechtsschuß Polizeivorschrift angeordneten Desinfektionsawang auch auf in- und Fabrikanten auswechselbarer Cylinder, Blätter usw., welche geschüßte ausländische Biegenhaare auszudehnen.itis? Mufitwerke zur Verwendung auf mechanischen Musikinstrumenten wiedergeben. München, 12. Jumi.( W. T. B.) Zu dem Stand der TyphusEpidemie bei dem 2. Bataillon des 8. bayrischen InfanterieRegiments in Metz schreibt die„ Korrespondenz Hoffmann": Ende vorigen Monats erkrankte ein bei der Pflege von Typhuskranken verwendeter Sanitätsgefreiter, vom Bataillon selbst ist seit dem 1. Mai tein Typhustranter mehr hinzugekommen. Am 1. Juni starb noch ein Mann, der sich seit dem 30. März wegen Typhus in Be= handlung befand. Durch Entlassung von 39 Genesenen aus dem Lazarett hat sich der Krantenstand auf 247 vermindert, unter diesen befinden sich noch 8 mit Fiebererscheinungen. Gegen das Bleiweiß. In Frankreich ist eine Bewegung gegen die Verwendung von Bleiweiß zum Malen, Lackieren und Anstreichen im Gange. Die Regierung hat Berichte von Sachverständigen eingefordert; die soeben erschienene Nummer des offiziellen Bulletin" des Handelsministeriums bringt einen Auszug des Gutachtens des Generalrats der Civilbauten." Die Fragen waren dahin gestellt: Jft die Ersetzung von Bleiweiß durch Zinkweiß bei den Malerarbeiten möglich, ohne daß die Fertigstellung dieser Arbeiten dadurch verspätet wird; sowie, ob deren Aussehen verschlechtert und ob die Herstellungskosten erhöht werden. Das Gutachten lautet äußerst günstig für die Berwendung von 8inkweiß. Dies fei ebenso solid und halte sich viel J. A.: May Klarbaum, Vorsitzender, Höchstestraße 1. beffer, als das Bleiweiß, das sehr bald gelb werde. Sein Gebrauch Wien, 12. Juni.( B. H.) Die aus Berlin verschwundene Die Bühnenarbeiter im Neuen Theater sind aus Anlaß des sei eben so leicht und müßten sich die Arbeiter nur daran gewöhnen. Margarete Sturt wurde von der Polizei in einem hiesigen Hotel Direktionswechsels gefündigt worden. Man erklärte den Arbeitern, Damit das Zinkweis eben so gut decke, als das Bleiweis, genüge der ermittelt. Nachdem man ihr den Rat erteilt, zu ihren Angehörigen daß während des Gastspiels im Sommer statt des bisherigen Lohns Bujaz von etwas mehr Del, die Verminderung des Terpentin, um zurückzukehren, da ihre Mutter im Sterben liege, hat sie das Hotel von 100-120 m. höchstens 75 m. bezahlt würden, und wer damit die Komposition etwas weniger flüssig zu machen. Die Bleiweiß- unter Burücklaffung ihrer Effekten verlassen, ohne anzugeben, wohin nicht zufrieden sei, der könne gehen. Die Arbeiter sind mit diesem sei man jezt in den Stand gesezt, auch in dieser Beziehung die Budapest, 12. Juni.( W. T. B.) Farbe trodne allerdings etwas schneller, aber durch bestimmte Zusäße sie sich wenden würde. Der Ausstand bei der Lohn natürlich nicht zufrieden. Das Neue Theater ist für Bühnen- Binkweiß- Farbe gleichwertig zu gestalten. Das Gesagte gelte mindestens Oestreichisch- Ungrischen Staatseisenbahn- Gesellschaft in Reſchiza ge= arbeiter gesperrt. Die Leitung des Verbands des technischen Bühnen- für die Malerarbeiten im Innern der Gebäude; über die Frage, ob winnt noch immer an Ausdehnung. Heute haben sich sämtliche das Zinkweiß ebenso gut gegen die Unbilden der Witterung Gelbgießer den Ausständigen angeschlossen, Ruheſtörungen find nicht schüße, also auch für die Verwendung beim Außenbau sich eigne, vorgekommen. gingen die Meinungen noch auseinander. Die Kosten würden durch Gebrauch des Bintweiß nicht höhere werden, da das Bleiweiß wohl etwas billiger sei, dafür aber auch schwerer wiege. personals. Deutsches Reich. -Es scheint, daß in Frankreich die Verwendung von Bleiweiß zu Sociale Rechtspflege. Reschika, 12. Juni.( B. H.) Eine Verordnung des Handelsministers fordert die Staatsbahn- Gesellschaft auf, sofort der Gewerbebehörde eine neue Arbeitsordnung vorzulegen, in der die Hauptforderung der Streikenden, eine halbstündige Nachmittagspause, enthalten ist. Man hofft, hierdurch das Ende des Ausstands herbeizuführen. Der Tabakarbeiter- Ausstand in Nordhausen dauert fort. Eine Anzahl von Arbeiterinnen der Firma G. A. Hanewacker haben neuerdings die Arbeit eingestellt. Der Fabrikantenbund lehut nach wie vor jede Verhandlung ab. Alle Manöver, die von den Fabrikanten angewandt werden, um die Ausständigen zu zersplittern, find vergebens. Farbenmischungen bald einem Verbot unterliegen wird. Um wenigstens einigermaßen den Betrieb aufrechtzuerhalten, befassen fich Comptoiristen, Reisende, Fabrikanten, ja selbst deren Frauen art Paris, 12. Juni.( B. H.) Der Polizeipräfekt hat den ihm mit der Herstellung von Kautabakröllchen. Die letteren haben aber unterstellten Polizeibeamten Anweisung erteilt, auf das schärfste bald die für ihre zarten Hände ungewohnte Arbeit wieder aufgegeben. gegen die Droschkenkutscher vorzugehen, die sich auf offener Straße In verschiedenen Städten Deutschlands, so in Hamburg, Dresden, Schimpfworte zurufen. Unzählige Klagen von Privatdem Plauenschen Grund und anderen Orten finden in den nächsten Ein prügelluftiger Unternehmer. Der Lokomotivführer R. personen haben diese Maßregel notwendig gemacht. Die zu ver Tagen Versammlungen der organisierten Arbeiter statt, welche zu beanspruchte durch Klage beim Berliner Gewerbegericht von dem hängenden Strafen betragen Geldbußen und Gefängniß bis zu dem Ausstand der Tabakarbeiter und dem Boykott der Nordhäuser Tiefbau Unternehmer H. Biese 79 M. Lohnentschädigung, fünf Tagen. Fabriken Stellung nehmen werden. indem er folgendes geltend machte: Am 1. April habe er seine Paris, 12. Juni.( W. T. B.) 8um Präsidenten des GeneralWie uns gestern abend von der Lohnkommission noch mitgeteilt Thätigkeit für Ziese beim Bahnbau auf dem Rittergut Dobrilugt rats des Seinedepartements wurde mit 49 Stimmen der Socialist wurde, ist mit den Firmen Hendes ut. Schumann, Grimm n. Tripel begonnen und bereits am 4. April habe er die Arbeit niederlegen Véber gewählt; auf den Gegenkandidaten, den Nationalisten Galli, ( Inhaber Kruse) eine Verständigung erzielt. Die Arbeiter nehmen müssen, da der Beklagte mit einem soll starten eisernen entfielen 48 Stimmen. dort heute die Beschäftigung wieder auf. Dagegen verlangen die Rohr auf ihn eingedrungen sei und ihn mit Totslag Havre, 12. Juni.( W. T. B.) Das Zuchtpolizeigericht verfolgenden Firmen weiter die Unterzeichnung des unverschämten bedroht habe. Auf die Entschädigung glaubte er ein Recht zu haben, urteilte heute den Nationalisten Parfait, der am 26. Mai hier mit Neverses, der für die Arbeiter die Aufhebung des Koalitionsrechts weil er durch ein Verschulden des Arbeitgebers gezwungen worden einer Apfelfine nach dem Ministerpräsidenten Walded- Rousseau ge= bedeutet: C. A. Kneiff, F. C. Lerche, G. A. Hanewader, fei, die Stellung vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit aufzugeben. I worfen hatte, zu 2 Monaten Gefängnis. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Mr. 135. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 13. Juni 1901. 20 nenen Bänken bedacht., # ist nicht besiegt, sondern nur zurückgedrängt, und nicht nur, daß er in gutem Glauben auf die Aeußerung des Herrn Sud gestützt haben Eine politische Kaiserreise. wieder hervorbrechen kann: er muß wieder ausbrechen und er wird gesagt, in fast allen Fällen habe der Verein LehrDer Kaiser von Oestreich tritt die längst angekündigte die von Herrn v. Körber kunstvoll aufgeworfenen Dämme über- und Pflegegeld tragen müssen. In der GeneralversammFluten- wenn, das ist die östreichische Frage, nicht lung wurde festgestellt, daß das übertrieben sei; der Verfasser Reise nach Böhmen an. Er besucht dort die Hauptstadt Brag und die deutſch- böhmischen Handelsstädte Aussig und Leitmeriz; in rechtzeitig vorgesorgt wird. Der Chauvinismus, die schrankenlose des Jahresberichts habe sich ungeschickt ausgedrückt. der Wahl dieser Orte spricht sich wie in jeder Einzelnheit des sehr weißachtung der Notwendigkeit des Staates, hat nur einen ernst man so gar des We Das Vorkommnis beweist, wie wenig Vertrauen zu den unbestritten amtlichen Ver sorgfältig erdachten Programms die Bedachtnahme auf die lichen Gegner: die sociale Entwicklung der Völker in Oestreich; er öffentlichungen Vereins haben darf. Aber nationalen Verhältnisse des Königreichs aus. Der Ministerpräsident faun nur durch eine That entthront werden: die Einsetzung dieser mehr als das interessiert uns im Augenblid die Frage, ob der Vorsowie zwei Minister reisen voraus, um den Kaiser in Prag erwarten Entwicklung in ihr Recht. Für Oestreich streitet das Bedürfnis des stand bezw. die Pressekommission von den betreffenden Blättern eine zu können; der politische Sinn der Reise ist also unverkennbar. Die Volfes auf wirtschaftliche Entwicklung, das nur erfüllt werden fann Berichtigung des Irrtums verlangt hat? Bis heute haben wir nichts Kaiserreise tritt nicht allein zeitlich als Schluß der Reichsrats- in einem modernen, großen Staate; gegen Oestreich stürmt an davon gemerkt. Am Ende berichtigt der„ Erziehungsbeirat" nur, was Seffion auf, sie ist geradezu die Bilanz dieser merkwürdigen und das ideologische Vermächtnis der Vergangenheit, das Princip der ein schlechtes Licht auf ihn werfen könnte, und läßt unberücksichtigt, was für ihn ein unverdientes Lob in sich schließt. Länderautonomie, der historisch- politischen Individualitäten", das Man weiß im„ Erziehungsbeirat" augenscheinlich nicht, was ein denkwürdigen Arbeitssession. Ein harmonischer Verlauf der Arbeiten im Abgeordnetenhause war ihre Voraussetzung und der den Ländern das Erstgeburtsrecht zuspricht und den Staat Verein, der in jedem Jahr über 1200 Kinder in Lehr- und Dienſtnur anerkennen will als die mechanische Addition Besuch des Kaisers bei der czechischen und der deutschen Teile. Der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen: entscheidet, der Oeffentlichkeit schuldig ist. Wir halten es nicht nur der stellen bringt und damit für ihr Leben über ihr Wohl- und Wehe Bourgeoiste Böhmens ist Dank und Anerkennung des Kaiſers für das ist der Jubegriff des östreichischen Problems. Die Richtigkeit für unsre Pflicht, volle Aufklärung über die Verhältnisse des Vereins Bourgeoisie Böhmens ist Dank und Anerkennung des Kaisers für die brave Haltung seiner" Bölker. Genau betrachtet stand die ganze dieser Auffassung hat der verflossene Sessionsabschnitt so greifbar zu verbreiten, so weit uns das möglich ist, wir halten es auch für Reichsratstagung unter dem Banne dieser Kaiserreise; die Parteien vors Auge gerüdt, daß kein halbwegs scharfsinniger Politiker unser Sect, zu fordern, daß die Vereinsleitung das Ihrige dazu waren von dem Gedanken, die Gunst des Kaisers erringen zu können, ihr beiträgt. Wenn die Herren selber Irrtümer verbreiten, so ist es förmlich hypnotisiert. Gewiß haben auch die wirtschaftlichen Vor- und Herr v. Körber will als solcher doch genommen werden lagen ihre werbende Kraft geübt, und nicht weniger ist der Sieg ausweichen dürfte. In dieser ersten Arbeitsfeffion natürlich erschwert, sich ein zutreffendes Bild von ihrer Thätigkeit zu machen, und man kann leicht ein Opfer eines dieser halb- oder des Herrn v. Körber über das widerspenstige Haus auch durch die haben jene Elemente die unbedeutendste Rolle ganzamtlich verbreiteten Irrtümer werden. Das wird uns aber Abspannung, die die vier Kampfjahre erzeugt haben, erzeugt worden. gespielt, die sonst Oestreich beherrscht haben. nicht abhalten, die Arbeit des Erziehungsbeirats" nach wie vor Aber als die Gleichung all der Umstände, die die Arbeitswillig- Polenklub, Feudale und Deutschtleritale: diese anmutige Dreieinig aufmerksam zu verfolgen und, wo nötig, rückhaltslos zu besprechen. keit der nationalen Parteien hervorgerufen haben, erscheint diese feit der Reaktion, die sonst die Führung des Kampfs inne hatte, hat diesmal ein recht unbeachtetes Dasein geführt, und Von der städtischen Parkdeputation. In diesem Sommer Kaiserreise, die den beiden Bourgeoisien das verheißt und zuwendet, der fruchtbare Verlauf der Session hängt nicht zum wenigsten fommen weitere 94 Bänke in Parks und Promenaden was ihnen allezeit das Höchste war: die Gunst von oben. Der Kaiser wird in Böhmen mit einer selbst für östreichische mit der Nullifizierung dieser entwicklungsfeindlichen Elemente zur Aufstellung, unter anderem wurde auch der Friedrichshain mit Verhältnisse unerhörten Liebedienerei empfangen werden, und wenn zusammen. Eisenbahn- Bauten und Kanäle allein thun es nicht; Die Deputation beschloß, die hochbahn- Gesellschaft man auch nicht recht weiß, worüber, um mit Lyukens zu reden, die man müßte auch den Mut haben, den Klassen, die die moderne an ihre kontraktliche Pflicht zu erinnern, die Promenadenwege, Leute sich eigentlich freuen", so kann man an der politischen Be- Entwicklung wollen, den gebührenden Einfluß im Staate einzu- soweit diese fertig gestellt, wieder in einen passierbaren Zustand zu deutung dieser Manifestations- und Demonstrationsreise doch nicht räumen. Dieser modernen Klassen sind nur zwei: das industrielle, bringen. achtlos vorübergehen. Sie giebt über die merkwürdige Artung des mit der industriellen Entwicklung verknüpfte Bürgertum und die Im Interesse der Kinder wurde dem Molkereibefizer Meyer die Habsburger Staates überreichen Aufschluß: Dieses Reich besteht zum industrielle Arbeiterschaft. Selbstverständlich braucht Destreich Erlaubnis zur Aufstellung einer transportablen Milch Trint großen Teile zu Nuz und Frommen der Dynastie. feine Stoalition" zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft, denn die Halle am Kleinen Tiergarten erteilt und von einer Pacht dafür in Patriotismus ist in Oestreich die Ergebenheit im Dienste der Krone; verträgt weder die Bourgeoisie noch das Proletariat. Es braucht diesem Jahre Abstand genommen. und die krausen Einrichtungen des Staats haben teinen andern aber den Einfluß und die Wirksamkeit dieser zwei Der von Professor Geiger modellierte Stier, welcher auf der Welt- Ausstellung in Paris Aufsehen erregte und von der Bwed, als jene Großmachtsidee unversehrt zu erhalten, die das lassen, die trotz des Klaffengegensages die moderne Ent- seunst deputation für 42 000 m. für die Stadt angekauft ist, wicklung, den Antrieb zu dieser Entwicklung vertreten und ver- soll im Humboldthain zur Aufstellung kommen. traurige Erbe einer unerquicklichen Vergangenheit ist. Wes halb braucht förpern. Destreich mit Ungarn einen Staat Vor längerer Zeit war eine Petition des Verbands der bilden? Die nationalen Verhältnisse, die geschichtliche Kaiser Franz Joseph wird in Prag mit Brunt und künstlich Gärtnergehilfen Deutschlands an den Magistrat ges Ueberlieferung, die wirtschaftlichen und die socialen Be entfachter Begeisterung empfangen werden. Aber wenn er flug ist, langt, worin um Regelung der Lohn- und Arbeitsverhält dürfnisse beider Staaten ergänzen fich nicht, sondern widersprechen so wird er sich nicht daran genügen lassen, daß sein Minister die nisse der städtischen Garten- Arbeiter gebeten wurde. Die Petition einander; beiden Teilen der fünstlich zusammengefügten Monarchie nationalen Parteien für einen Augenblick überlistet hat, sondern wird wurde der Parkdeputation überwiesen, welche eine Subfommission unter dem Vorsiz des Herrn Stadtrat Mielenz einfegte. Die wäre mit einem Handelsvertrag weitaus besser gedient, als mit der begreifen, daß die Gesundung des kranken Staatswesens noch ganz Subkommission ist zu folgendem Ergebnis gelangt: Die Arbeitsandre Thaten voraussetzt. Die Arbeitssession hat nicht bewiesen, daß zeit dauert im Sommer von morgens 6 bis abends 8 Uhr, mit je aufgezwungenen Freundschaft, die beide verlegt und quält. Aber Destreich- Ungarn„ muz" eben eine Großmacht sein- obwohl weder eine Wahlreform in Destreich überflüssig ist, sondern sie hat bewiesen, halbstündiger Bause für Frühstück und Vesper, sowie 1% stündiger die Oestreicher, noch die Ungarn an dieser mühselig aufrechterhaltenen daß sie nützen würde. Das Problem ist lösbar, man muß es nur Mittagpause. Im Winter wird gearbeitet von Tagwerden bis Dunkelwerden, so daß die Arbeitszeit im Durchschnitt 912 Stunden beträgt; Größe Freude oder Genugthuung empfinden; die Großmacht muß lösen wollen. Winter und Sommer find gleiche Lohnsätze zu zahlen. Neben den bleiben, weil der Glanz der Dynastie sie erfordert. Die etatsmäßig angestellten Gärtnern beschäftigt die Deputation etwa Ausgleichskrisen, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt das Mit929 Gärtner und Arbeiter sowie Arbeiterinnen, unter andern 277 leid des übrigen Europa erweden, sind im Wesen nichts andres als das Zerren der Nette, ant als die von der Armendirektion überwiesene noch rüstige Männer und Frauen. der Löhne nach oben vorzunehmen und diese anderweitige Regulierung Die Subtommission schlägt vor, für dies Etatsjahr eine Abrundung immer wachsendem Jugrimm unternommenen Versuche, sich von einer Bürde zu befreien, die die Völker nicht freiwillig, um hon am 1. Juli ds. Js. in Straft treten zu laffen, so daß die Aufihrer Interessen willen auf sich genommen haben, sondern die sie besserung pro Tag zwischen 5 und 30 Bf., je nach der Kategorie der tragen müssen, weil die Werte einer längst verschwundenen Epoche Arbeiter, betragen würde. Diese immerhin sehr winzige Aufbesserung würde einen Mehraufwand an Löhnen von etwva 32 800 m. jährlich auch heute Geltung und Zwangskurs haben. ausmachen. Die Deputation vertagte die Angelegenheit bis zur nächsten Sigung, um dann endgültig Beschluß zu fassen. zu mit den Völkern Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis.. Heute abend 81/2 Uhr Versammlung des Wahlvereins im Gewerkschaftshaus( großer Saal). Tages ordnung: Vortrag des Genossen Ed. Bernstein: Die Ents wicklung zum Socialismus." Diskussion. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Der Wahlverein für Britz hält feine Mitgliederversammlung heitte bei Barlenthin, Bürgerstr. 4, ab. Friedrichshagen. Die nächste Versammlung des ArbeiterBildungsvereins findet am Sonnabend, abends 9 Uhr, im Vereinslotal, C. Conrad, Friedrichstr. 137, statt. Genosse Theodor Metzner spricht über„ Die Bestrebungen des Kapitalismus und die Lage der arbeitenden Bevölkerung." Die Broschüre„ Die Tuberkulose als Volkskrankheit und deren Bekämpfung" wird in der Versammlung gratis verteilt. Lokales. die Einwirkungen des Waffers, namentlich durch die von den Die ,, Stralauer Spike", deren Ufer im Laufe der Zeit durch Dampfern verursachten Wellen, vielfach beschädigt und zerstört worden war, hat jezt auf Grund einer Vereinbarung zwischen der Stadtgemeinde Berlin und dem Stromfistus eine neue Uferlinie erhalten und ist durch ein festes Bohlwerk gegen ernente Beschädigungen ges sichert worden. Dabei ist auch der Üferweg, der früher mur schmal war und stellenweise wegen der Zerklüftung des Ufers nicht ohne Gefahr begangen werden konnte, aufgehöht, befestigt und bedentend verbreitert worden, so daß er mun fast als Strandpromenade gelten fann. Der neue Bächter der„ Stralaner Spize" muß der Stadt Berlin, der Befizerin des Grund und Bodens, eine gegen früher start erhöhte Bacht zahlen. " doch nicht Der Betrachter Oestreichs wird an diesem seltsamen Staat givei Phasen unterscheiden: einmal rütteln an dem Bau, der zwar tot geglaubt", alle Boltsstämme, das andre Mal ist wieder in ihnen allen der Patriotismus überlebendig. Es ist wie Flut und Ebbe des Meeres; bald ist von Anhänglichkeit an den Staat, vom Staatsgefühl weit und breit nichts zu spüren, bald übersprudeln sich wieder alle von Treue und Ergebenheit, und der Blick fällt nur auf zu friedene Oestreicher. Derzeit strömt die Flut des Patriotismus so heftig, daß sie selbst jene Boltsstämme zu ergreifen be= ginnt, die dem berühmten östreichischen Staatsgedanken" am fühlsten gegenüberstehen: die Italiener im Welschland, die nicht bloß mit dem Herzen, sondern schon auch mit einem Fuße im geeinten Königreich Im ,, Freiwilligen Erziehungsbeirat für schulentlaffene Waifen" stehen. Diese zwei Phasen sind nur der Ausdruck zweier Seiten scheint man sich noch immer nicht beruhigen zu können. Wir hatten dieses Oestreich: seiner unerträglichkeit und seiner Not am 19. Mai mitgeteilt, die Leitung dieses Vereins sei hereits den Gedanken näher getreten, die Pfleglinge mehr als biber Der Globus der Firma Tiet. Die von juristischen und wendigkeit. In jenen Zeiten, in denen die ideologischen solchen Gewerben zuzuführen, für die sich so faufmännischen Kreisen mit großer Spannung erwartete Verhandlung Momente die Völker überwältigen, wo die Sehnsucht nach nationaler leicht tein Junge freiwillig entscheidet, und man in der Prozeßfache des Warenhauses A. Wertheim gegen das Warenund staatlicher Selbständigkeit überlebendig wird, wird dieses wolle dabei auch das Vädergewerbe berücksichtigen. Eine haus Hermann Ziez hat gestern vor der 14. Handelskammer des Oestreich" gehaßt, das von allen Nationen Opfer aus Resignation Buschrift, die uns am 5. Juni von der Pressefommission hiesigen Landgerichts stattgefunden. Die Firma Wertheim wurde erheischt, und diese Abneigung und Verstimmung erzeugt den des Erziehungsbeirats" zuging, bezeichnet das als un durch die Rechtsanwalte Magnus und Meschelsohn, die Firma Tietz Krieg gcgen den Staat, der sich in Form der zutreffend. Wir veröffentlichten die Zuſchrift unverzüge durch Justizrat Seligsohn I und Rechtsanwalt Działoszynski ver Abstinenz, der Obstruktion, der Kämpfe mit allen Mitteln lich( in der Nummer vom 6. Juni) und ungefürzt, fügten treten. Die Klägerin behauptete, daß die auf dem Dache des äußert. Aber dann tommen Perioden, aber hinzu, daß wir uns mit unseren Ausführungen auf eine Tietzschen Warenhauses sich zeigende Leuchtfugel ein Globus jei das Wichtigste die ökonomischen Notwendigkeiten werden, jene Augen- eußerung geftügt hatten, die in der Generalveriammlung und verlangte Entfernung dieses monumentalen Schmundes von der das Wichtigste die ökonomischen Notwendigkeiten werden, jene Augen des„ Erziehungsbeirats" ant 17. Mai von dem Vorstands Fassade bezw. Einstellung des Verkaufs der meisten von Tieb blicke, wo die Aussichtslosigkeit des Kampfs wider den Staat erkannt mitglied Lehrer Sud gethan und weder vou den vertriebenen Artikel, weil ihr als Warenzeichen ein W und allen bewußt wird, wo bei der Rechnung der große Bruch andern Herren des Vorstands noch sonst von irgend mit einent Globus" für einen Teil ihrer Waren ges Herauskommt, der alle Parteien zur Einkehr und Buße mahut. Dem jemand aus der Versammlung bemängelt worden schüßt jei. Die Anwälte Wertheims führten aus: Nausche des nationalen Chauvinismus folgt pünktlich der Katzen- war.( Bum besseren Verständnis der Sache wollen wir heute er- Wenn auch das Berliner Publikum die beiden Warenhäuser jammer, und ein halbwegs geschickter Mensch ist dann leicht in der gänzend bemerken, daß Herr Sud als Leiter des Lebre nicht verwechsele, so sei es ausgeschlossen, daß Lage, die erfchlafften, zerrütteten und von der Fruchtlosigkeit ihrer it ellen und Pflegewesens sprach, so daß man seine Fremde, insbesondere Ausländer, wenn sie die Kugel auf dem Stämpfe entmutigten Parteien vor den Staatswagen zu spanien, fie Aeußerung in der That für mehr als eine bloße Brivatansicht halten Tiegschen Warenhause erblicken, annehmen, daß das Tietzsche Haus dasjenige sei, in welchem die mit dem Globuszeichen versehenen tributär zu machen ihren Notwendigkeiten, die der Staat mußte,) Nachdem wir bisher vergeblich gewartet hatten, ob man ver- Waren der Firma Wertheim vertrieben würden. Die Anwälte der berkörpert. Oestreich ist eben wirklich unerträglich, ist aber auch suchen werde, diese Darstellung des Sachverhalts zu bestreiten, Firma Tiez hielten dagegen eine Verwechselungsgefahr für völlig wirklich notwendig. Es ist ein Widerspruch gegen das eigenste Leben finden wir jetzt zu unsrer Ueberraschung in der ossischen ausgeschlossen. So gut wie man in ganz Europa den Unterschied der Völker, das nach Selbständigkeit verlangt; wie aber 3eitung vom 12. Juni eine Zuſchrift des Erziehungsbeirats", zwischen dem Louvre und Bon marché in Paris und Wanamaker sollen die in dem Donaubecken augesammelten vielen Völker- die fich nochmals gegen unsre Ausführungen vom 19. Mai wendet, und Siegel Cooper in New Yort femme, so gute tenne man schaften ihre Bedürfnisse nach einem Staat anders erfüllen aber unire am 6. Junt gemachten Mitteilungen über die Aeußerung in den weitesten Kreisen die Warenhäuser von Wertheim und Tiet, können als in der Form, die Oestreich ihnen bietet? Deshalb ist des Herrn Suc völlig mit Stillschweigen übergeht. so daß eine Berwechselingsgefahr schon an sich ausgeschlossen sei. Wir möchten fast annehmen, daß die Voss. 8tg." die Zuschrift schon Schließlich behaupteten die Anwälte, daß das Globuszeichen keinesdas Urteil über Oestreich so schwankend. Je nachdem die eine Seite vor 8 Tagen erhalten hat und nur verspätet zum Abdruck bringt. Es wird wegs charakteristisch für die Firma Wertheim sei, denn außer jenter überwiegt, gestaltet sich das Urteil des Betrachters. Erwägt man barin auch von der Unterbringung der Pfleglinge wieder dasselbe Bild Firma hätten noch 243 Firmen allein in Deutschland Globuszeichen die Kraft der centrifugalen Strömungen, die mit dem Wachstum entworfen, von dem wir schon vor acht Tagen nachgewiesen haben, geschützt, wovon 197 vor und 47 Zeichen nach dem Wertheimschen der Voltskultur nur noch wachsen müssen, den immer stärker an- daß es nicht völlig zutreffend ist. Hervorgehoben wird, in zur Eintragung gelangt seien. Die Plaidoyers, welche vor einer schwellenden Drang der Völker nach Selbständigkeit und Unabhängig erster Linie würden Neigung und Anlage, wirtschaftliche Verhältnisse, Corona von etwa 80 Anwälten und zahlreichen Kaufleuten während teit, so entsteht der Schluß: Oestreich ist auf die Dauer unmöglich. geistiger und förperlicher Zustand der Kinder berücksichtigt, und es mehrerer Stunden stattfanden, hatten das Ergebnis, daß die gegen Stellt man aber die Kraft der ökonomischen Gemeinsamkeit, die wird als Beispiel angeführt, wie viele in den von den Pfleglingen die Firma Tietz anhängig gemachte lage to stenpflichtig abWirki keit der wirtschaftlichen Bindungen in Anschlag, denkt man besonders bevorzugten Mechaniker- und Elektrotechnikergewerbe oder gewiesen wurde. in dem ebenfalls start begehrten Schlossergewerbe untergebracht wurden. die Sprachenverordnungen, teilen, sondern Wir wiederholen, was wir hierauf vor acht Tagen erwidert Um die Schulwege abzukürzen, ist der Schultommiffion 136 b Eisenbahnen und Kanäle, die binden, so kommt man zu haben: Der Jahresbericht des Vereins fagte, daß für das gestattet worden, latholische Kinder in die 39. Gemeindeschule, Müllerrgebnis: Deftreich ist notwendig und aus aus dieser Mechaniker- und Elektrotechnikergewerbe in vielen Fällen die Straße 158/159, einzuschulen. igkeit dafeinsberechtigt. Politisch ausgedrückt: Oestreich Wünsche der Kinder nicht erfüllt werden konnten, selbst wenn Ein neuer Fall Mahlitz. Die bekannte Bureauhilfsarbeiterir Obstruktion und zur Arbeitsfreudigkeit die Voraus alle Vorbedingungen erfüllt waren". Warum wird das in der Bu- Frage, die ihre Beilegung durch die Entscheidungen des Reichsgerichts gen; es wird niemals eine Selbstverständlichkeit werden, schrift verschwiegen? Wir hatten gedacht, es sei dem Vorstand des gefunden und zur Anerkemung der Hilfsarbeiterkategorie als er nie, oder wenigstens noch lange nicht, aufhören, eine Erziehungsbeirats" bezw. feiner Breffefommission darum zu thun, Gemeindebeamten führte, ist in ein neues Stadium getreten. Der it zu sein. Dolle Aufklärung über die Verhältnisse des Vereins zu schaffen. Träger der Streitfache, der jeßige Gemeindebeamte Wahliz hat, der mm abgeschlossene Session des Reichsrats hat aber eines Sollte das nicht der Fall sein, so halten wir es für unsre Pflicht, Nordd. Allg. 8tg." zufolge, eine Schadenersakklage gegen die Stadt volle Aufklärung zu schaffen. Berlin angestrengt, die auf gablung von etwa 50 000 m. rück.. Das östreichische Problem ist lösbar. Die Aus diesem Grunde gestatten wir uns heute, der Presse- ständiges Gehalt nebst Zinsen lautet." Mahliz begründet seine Anden, die kleinen und die großen Künste des Herrn Körber fommission folgendes zu unterbreiten. Vor der Generalversammlung sprüche damit, daß das Reichsgericht erkannt habe, daß er seit 1879 e Gefahr von Oestreich gebannt, find natürlich sehr im wurde von den meisten Berliner Blättern ein Auszug aus dem als festangestellter Gemeindebeamter zu gelten habe. Er hätte, so beund sie könnten aus dem Traume, in dem es ihnen an- Jahresbericht veröffentlicht. Darin wurde auf Grund der Angaben hauptet er, demgemäß auch eine andre Besoldung und im Laufe der o wohl ist, recht unsanft erweckt werden. Der Chauvinismus des Jahresberichts also ebenso in gutem Glauben, wie wir uns Jahre weitere Zulagen haben müssen, und sucht nachzuweisen, daß nicht an die an dem No bi : " " " ihm ein erheblicher Vermögensausfall zu Teil geworden sei. berechnet diese Summe auf 39 305 M. ohne Zinsen. Er[ Gestern ist Sternberg in einer Troschte zweiter Klasse durch| pünktlich innegehalten habe. Er machte auch fein Hehr daraus, daß zivei Kriminalbeamte vom Untersuchungsgefängnis nach dem er die Bücher sofort wieder zu Geld machen wolle. Hinge erklärte ihm, daß er sich auf dergleichen Geschichten nicht einlaffe. Wegen einer der beliebten Revolveraffairen befindet sich 8uch thause in der Lehrterstraße gebracht worden. feit einigen Tagen der Kaufmann Hans v. Neukirch in Unter- Ein Unglücksfall ereignete fich Mittwochnachmittag auf dem Der Angeflagte füllte dennoch einen Bestellzettel auf Hinges Namen aus, in der Hoffnung, daß ihm angesichts der fuchungshaft. Er wird von seiner Geliebten, mit der er sich ent- Bau Uferstr. 8. Der Maurer Gustav Woggan fiel vom Gerüst und vollendeten Thatsache nachträglich die Erlaubnis dazu erteilt zweit hatte, beschuldigt, eines Abends bei einem Zusammentreffen in trug außer einer schweren Kopfverlegung und einer Kontusion der werden würde. getäuscht, als der Billowstraße mit einem Revolver nach ihr geschoffen zu haben. Schulter verschiedene ſtarke Abſchürfungen davon. Er wurde in das die Bücher geschicht erhielt, weigerte er fig, diefelben dem AnDer Angeklagte hat dem gegenüber durch den Rechtsanwalt städtische Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. geflagten zu verabfolgen, schrieb vielmehr an die Breslauer Firma, Dr. Schwindt einen Beweis dafür angetreten, daß der Revolver Eine Diebedjagd verursachte vorgestern nachmittag gegen 6 Uhr daß er ihr das Werk, das er nicht bestellt habe, zur Verfügung überhaupt nicht geladen war. Vorläufig hat sein Antrag auf Haft im Südwesten der Stadt großes Aufsehen. Der 22 jährige stellungs- stelle. Num versuchte der Angeklagte es bei einem andren Kollegen entlassung teinen Erfolg gehabt. lose Kaufmann D. hatte am Belle- Allianceplay aus dem dort be- in derselben Weise, diesmal mit dem Erfolge, daß er die Bücher erhielt, Der übliche Drahtbruch" ereignete fich gestern vormittag findlichen Stand einer Beitungsverkäuferin, während diese eine die er sofort veräußerte. Wegen dieser beiden Urkundenfälschungen ist der um 11 Uhr über der Kreuzung der Köpenicker- und Brückenstraße Beitung an einen auf einem Straßenbahnwagen befindlichen Herrn Angeklagte bereits zu 7 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt worden, unter starter Flammenentwicklung. Ein Dienstmädchen ging leicht verkaufte, deren Kasse geraubt und ergriff mit seiner Beute die die er zur Zeit verbüßt. Es traten aber noch schlimmere Folgen für finnig über den am Boden liegenden Draht weg, blieb aber un- Flucht. Der Diebstahl war jedoch von mehreren Baffanten beobachtet den Angeklagten ein. Die Breslauer Firma hatte den Magistratsversehrt. Nachdem die Feuerwehr durch Abschneiden des gebrochenen worden, die mit den Rufen:" Haltet den Dieb!" die Verfolgung beamten Hinge auf Abnahme des Werks verklagt und im Termin Drahtes die erste Hilfe geleistet hatte, erschienen bald zwei Turm- des Burschen aufnahmen. Ihnen schloffen fich bald viele Hunderte wurde der Angeklagte als genge vernommen. Er behauptete unter wagen zur Ausbesserung des Schadens. von Personen an und nun ging die Hezjagd die Lindenstraße seinem Eide, daß Hinze ihm die Erlaubnis zum Gebrauche seines Verschwundener Arbeitgeber". Gegen den Tischlermeister entlang durch den Durchgang der Handelsstätte Belle- Alliance" Namens erteilt habe. Daß dieser Eid ein wiffentlich falscher war, nach der Friedrichstraße. An der Ecke der Buttkamer wurde in der gestrigen Verhandlung für erwiesen erachtet, Maximilian Janze, zuletzt hier, Blücherstraße 35 wohnhaft, haben traße wurde der Dieb, als er durch diese zu entkommen denn die Geschwornen sprachen den Angeklagten nach dem 10 der von ihm beschäftigt gewesenen Tischlergesellen und ein Bild suchte, gestellt und festgehalten. Die erregten Verfolger zeigten nicht Antrage des Staatsanwalts Dr. Hirschfeld des wissent bauer Klage beim hiesigen Gewerbegericht eingereicht wegen rück- übel Lust, an dem Flüchtling Lynchjustiz auszuüben, so daß zu seinem lichen Meineids schuldig, während der Verteidiger. Rechtsanwalt ständiger Lohnforderungen von zusammen 744,24 M. Einer der tlagenden Gefellen ist allein mit 425 M. an der Forderung beteiligt. Schuß mehrere Polizeibeamte hinzugerufen werden mußten. Das ge- Barscha, ausgeführt hatte, daß nur ein fahrlässiger Meineid vorliege. Trotzdem dem Angeklagten milderud der§ 57 Etr.-G.-B. Da der Beklagte aus seiner bisherigen Wohnung verschwunden, sein stohlene Geld hatte D. noch bei sich. jeziger Aufenthalt aber bisher nicht ermittelt ist, wird er vom Eine schwere Aufgabe. Eine Zählung der Reisenden soll auf zur Seite stand, wonach er sich bei Angabe der Wahrheit selbst einer Gewerbegericht durch öffentliche Aufforderung zu dem auf Mittwoch, Verfügung des Eisenbahnministers in den Eisenbahnzügen strafbaren Handlung hätte bezichtigen müssen, verurteilte ihn der den 17. Juli d. J., vormittags 9 Uhr, angefeßten Termin zur münd- während der diesjährigen Sommerfahrplanzeit in den Tagen vom Gerichtshof unter Fortfall der noch zu verbüßenden Gefängnisstrafe lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die vierte Kammer des 12. bis 14. Juni, vom 17. bis 19. Juli und vom 14. bis 16. August zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren Zuchthaus und dreijährigem Ehrverlust. Gewerbegerichts, Bimmerftr. 90/91, Zimmer 22, vorgeladen. thin stattfinden. Die Eisenbahnverwaltung hat die Zugführer ange mollymi Der ehemalige Kriminalwachtmeister Hermann Fehling Einen Zusammenstoß zwischen zwei Straßenbahnwagen gab wiesen, dem Zählgeschäfte besondere Sorgfalt zu widmen und es mit es gestern vormittag gegen 11 Uhr an der Ede der Invaliden- und möglichster Genauigkeit durchzuführen. Leichter befohlen als ge- hatte sich gestern wegen zahlreicher Betrugsfälle vor der 1. Straf fammer des Landgerichts I zu verantworten; neben ihm war sein Brunnenstraße. Ein Wagen der Linie Moabit- Görlizer Bahnhof than nonding sprang aus der Weiche auf das andre Geleise hinüber und stieß hier In den Räumen der„ Internationalen Ausstellung für 15jähriger Sohn, der Schreiber Alfred Fehling, wegen auf einen Wagen der Linie Müllerstraße- Winterfeldtplag. Feuerschutz und Feuer- Rettungswesen Berlin 1901" tagte am Urfundenfälschung angeklagt. Fehling Vater war zu einem früheren Beide Wagen wurden so stark beschädigt, daß man sie außer Betrieb Dienstag eine Versammlung, die sich aus den Vertretern von mehr Termin ohne Entschuldigung nicht erschienen und auf Beschluß des fegen mußte. Die vorderen Blattformen wurden eingedrückt, mehrere als 80 industriellen Verbänden zusammensetzte. Den Vorsitz führte Gerichts aus diesem Grunde verhaftet worden. Seine nachträglich Scheiben zertrümmert. Die Fahrer, Schaffner und Fahrgäste tamen der Vorfizende des Bunds der Industriellen, Geheimer Kommerzienrat hiergegen unternommenen Schritte sind ohne Erfolg geblieben. Er unversehrt davon. Wirth. Die Verhandlung beschäftigte sich hauptsächlich mit der ist am 25. Februar wegen feines loderen Lebenswandels, Schuldenwie sich Frage, wie sich die Industrie gegenüber den gegenüber den Feuer- machens 2c. im Disciplinarwege aus der Stellung eines KriminalDie Dachstuhl- Brände häufen sich jetzt wieder. Am Mittwoch- bersicherungs- Gesellschaften, Fehling hatte von feiner namentlich gegenüber vachtmeisters entlassen worden. nachmittag hatte die 4. Compagnie einen großen Brand zu löschen, deren Bestrebungen auf Erhöhung der Prämiensäge, zu verhalten im Jahre 1897 verstorbenen ersten Frau den sechs der aus nicht ermittelter Ursache auf dem Boden des von habe. Man beschloß die Begründung eines Feuerversicherungs- zehnten Teil einer in Reinickendorf belegenen Baustelle mehr als 50 Parteien bewohnten Hauses Chausseestr. 48 Schutzverbands. Den versammelten Vertretern der Industrie geerbt, seinen Anspruch aus dieser Erbschaft aber schleunigst feiner an der Wöhlertstraße, gegenüber der Maikäfer- Kaserne, aus wurden einige wichtige neue Erfindungen auf dem Gebiet des Feuer- Schwiegermutter, von der er ein Darlehn von 3000 m. erhalten gelommen war und bei seiner Wahrnehmung schon schußes, u. a. der Excelsior- Ertinkteur und das Gebäude der Deutschen hatte, verpfändet. Trotzdem verstand er es, sich als Eigenthümer geräumige Ausdehnung angenommen hatte. Es brannte der Seiten- Rettungsfenster- Aktiengesellschaft( Benel) vorgeführt. Die Vor eines Grundstücks in Reinickendorf" aufzuspielen und durch den Hinflügel und das Vorderhaus. Brandinspektor Julius ließ wegen der führungen wie die Aufnahme und Verpflegung in der Ausstellung weis hierauf eine Menge von Leuten, mit denen er aus seinee Gefahr für die angrenzenden Gebäude sofort zwei Dampfsprigen in fanden allgemein lebhaften Beifall. dienstlichen Stellung her bekannt war, zur Hergabe teils größerer, Thätigkeit treten und es gelang durch kräftiges Wassergeben die teils geringerer Darlehne zu bewegen. Er hat bis in die lezte Beit Flammen nach mehrstündiger Löscharbeit auf dem Dachstuhl, der Eine gefahrvolle Demonstration. Das von den Poden be- hinein einen leichtfertigen Lebenswandel geführt, sich mit Vorliebe niedergebrannt ist, zu beschränken. Die zahlreichen Mieter haben fallene Kind, über dessen Einlieferung in die Charité wir berichtet in Kneipen mit weiblicher Bedienung aufgehalten und große Zechen den Verlust von Hausrat, Wäsche u. a. zu beklagen. Gleichzeitig haben, wurde heute vormittag daselbst vom Geheimrat Professor gemacht. Die Mittel zu diesem Leben hat er sich durch sein mußte vom 3. Zuge ein Dachstuhlbrand in der Swinemünderstr. 65 Gerhardt den Studierenden vorgeführt. Das sechs Monate alte betrügerisches Vorgehen verschafft. Er soll im ganzen 1275. auf gelöscht werden, wo das Feuer durch Ueberkochen von Theer ent- Kind wurde von einer Wärterin am offenen Fenster einer streng ab- seine Vorspiegelungen hin erhalten haben. In den meisten Fällen standen war, indes teine große Ausdehnung erlangte. geschlossenen Baracke des Instituts für Infektionskrankheiten ge- schwindelte er den Leuten, die ihm vorübergehend" fleinere und halten, während die Hörer Professor Gerhardts außerhalb der größere Geldsummen borgten, vor, daß er eine Erbschaftsregulierung Barade standen und von hier aus den Fall beobachteten. Das Kind feiner verstorbenen Frau abzuwickeln habe, daß er in Reinidenist über den ganzen Körper dicht von den Pockenpusteln gedeckt, die dorf mit mehreren Verwandten zusammen ein Haus geerbt habe, sich auf dem Gesicht schon abzuichorfen beginnen. Wie groß die die letzteren ausbezahlen müsse usw. usw.- Sein Sohn hat sich Ansteckungsgefahr ist, geht daraus hervor, daß Geheimrat Gerhardt dadurch strafbar gemacht, daß er einem Gerichtsvollzieher, der bei feinen Hörern, die das Kind in der Nähe betrachtet hatten, empfahl, dem Vater eine Zwangsvollstreckung vornehmen wollte, einen sich der Schußpockenimpfung zu unterziehen und einen Stabsarzt angeblich vom Gläubiger ausgestellten, in Wirklichkeit aber gefälschten mit der Vornahme dieser Impfung betrante. Vor einigen Jahren, so Fristschein vorzeigte und ihn dadurch bewog, von der Zwangs erzählte Geheimrat Gerhardt, erkrankten bei Gelegenheit einer solchen Demonstration zwei junge Mediziner an den echten Bocken. Der nächste Kursns an der Hufbeschlagsschmiede in CharFeuerbericht. Zwei Dachstuhlbrände beschäftigten die Wehr lottenburg beginnt am Montag, den 1. Juli, vormittags 8 Uhr. Mittwoch früh in der Zorndorferstr. 36 und Chausseestr. 48. In Meldungen zur Teilnahme sind an den Vorsteher, Ober- Noßarzt a. D. beiden Fällen war einige Zeit Wasser zu geben, doch sind die Herrn Brandt, Charlottenburg, Spreestr. 42, zu richten. Zur Auf- Schäden nicht sehr bedeutend. Durch Selbstentzündung waren auf nahme find der Nachweis über Erlernung des Schmiedehandwerks dem Moabiter Güterbahnhof Preßkohlen in Brand geraten, weshalb ind ein polizeiliches Führungsattest erforderlich. Bei der letzten die Wehr gerufen wurde. Wohnungsbrände von geringer Aus Prüfung erhielten von 12 Prüflingen 2 das Diplom als geprüfter dehnung wurden aus Gneisenauftr. 56 und Feilnerstr. 11 gemeldet. Hufbeschlagsmeister" und die übrigen das Diplom als" geprüfte Außerdem war köpnickerstr. 150 noch ein Kellerbrand zu beseitigen, Hufbeschlagsschmiede". der hauptsächlich Späne einäscherte. In einem Krampfanfall stürzte sich gestern vormittag um 10 Uhr die 25 Jahre alte Tochter Franziska der Neumannschen Gheleute in der Linienstr. 10a aus einem Fenster der im zweiten Stock gelegenen Wohnung auf die Straße hinab. Die Eltern, die glaubten, daß das Mädchen nur zum Fenster hinaussehen wollte, konnten es nicht mehr halten. Die Unglückliche zog sich einen doppelten Bruch des rechten Beins und schwere inmere Verlegungen zu. Sie wurde mit einer Droschke nach der Unfallstation X. und von dort mit einem Lidschen Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. der Mann- Keller Aus den Nachbarorten. vollstreckung Abstand zu nehmen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Vater wegen Betrugs in 14 Fällen 8 Monate Gefängnis, gegen den Sohn einen Verweis. Rechtsanwalt Dr. Halpert wies nach, daß eine Reihe von Fällen aus juristischen Gründen nicht zur Bestrafung führen könnten und beantragte eine mildere Strafe. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten nur in 8 Fällen schuldig und verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefängnis, den Sohn zu einem Tage Gefängnis. Dem Antrag der Verteidigung auf Haftentlassung wurde stattgegeben. Zu dem Mißbranch mit fremden Mineralwasserflaschen, über den wir vor einiger Zeit berichteten, hat gestern die 3. Strafs Ein Specialist unter den Automatenplünderern wurde in Im Zoologischen Garten wird heute die Feier einer Beduinen- fammer beim Landgericht II eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt. Der Verlust, den große Fabriken durch das Abhandenkommen der Person eines mehrfach vorbestraften Diebes Namens Keller fest- hochzeit aufgeführt. ihrer Flaschen erlitten, wurde schließlich so groß, daß die Geschädigten genommen. Die reservierten" Aborte der Bahnhöfe sind jetzt mit sich zu einem Schußverbande zusammenthaten, um die Verluste wirfautomatischen Verschlüssen, die sich durch den Einwurf eines Zehniamer verfolgen zu fönnen. Gestern hatte nun der Selterswasserfabrikant pfennigstücks öffnen, versehen. Das Geld fammelt sich wie bei den Aus Potsdam wird über einen Ausbruchsversuch Fanselow aus der Bismarckstraße zu Charlottenburg mit seinem übrigen Automaten in einem Kasten, der sich in einem Verschluß be- berichtet: In der gestrigen Nacht vernahm ein bei findet. Keller zog mun von einem Bahnhof zum andern, opferte meister Otto, Waiſenſtr. 15, bediensteter Gefelle von dem Schlächter Rutscher wegen Vergehens gegen das Muſterſchußgesetz vor der gedem an dieses nannten Straffammer zu erscheinen. Er war beschuldigt, wiederholt zunächst einen Nickel, um auf ein Stlofett zu gelangen, öffnete dann Grundstück anstoßenden Gefängnishof ein verdächtiges Geräusch und fremde, gesetzlich geschüßte Selterflaschen gefüllt und in den Verkehr in aller Ruhe mit einem Dietrich oder dem Draht, an gleich darauf gewahrte er, daß sich mehrere Personen aus dem dritten gebracht zu haben. Der Angeklagte wies nach, daß er in seinen Sem das Papier hängt, das Kastenschloß, lecrte den Stock des Gefangenengebändes an einem Strick herabließen. Von Fabrikräumen eine Tafel aufgehängt hat, die das Mitbringen und Kasten, verschloß ihn wieder und zog unangefochten mit der einem Mauervorsprung in der ersten Etage versuchten sie nach einem Füllen fremder Flaschen ausdrücklich verbietet. Trotzdem wurde er Beute ab. So kam es, daß die Automaten nichts einbrachten. Eine an die Anstalt grenzenden Schuppen hinüber zu springen, was jedoch verurteilt. Das Gericht nahm an, daß der Fabrikant die wiederholte Kriminalpatrouille richtete nun ihr Augenmerk auf die Angelegenheit zweien der Flüchtlinge nicht gelang, während der Dritte das 21/2 Meter Füllung fremder Flaschen hätte wahrnehmen müffen, wenn sein Verbot und nahm abends um 11 Uhr auf dem Bahnhof Friedrichstraße einen entfernte Dach des Schuppens erreichte. Der Schlächtergeselle hatte jedoch ernst gemeint wäre. Es handle sich aber nur um ein Scheinverbot. Mann wahr, der sich wiederholt verdächtig umhergetrieben hatte. inzwischen Alarm geschlagen und hierdurch die Flucht von zwei weiteren Fanfelow wurde mit 150 M., der mitangeklagte Kutscher wegen BeiAuf den Nachbarklosets horchte je ein Beamter und beide hörten, daß Gefangenen, die im Begriff waren, den herabhängenden Strick zu benutzen, hilfe mit 50 M. Geldstrafe belegt. Den Geschädigten wurde die den Kasten öffnete und wieder verschloß. verhindert. Durch den Lärm waren auch die Gefangenen- Aufseher Befugnis zugesprochen, das Urteil zu veröffentlichen. Die Ents Eine fofortige Revision ergab, daß der Kasten ganz leer war, aufmerksam gemacht worden, welche die beiden nach dem Hofe scheidung der Straffammer ist bedenklich insoweit als sie auch den während er, wenn Steller ihn nicht geleert hätte, wenigstens ein Hinabgestürzten dort vorfanden und sie wieder hinter Schloß und Kutscher mittrifft, während bisher Füller und Kutscher immer frei Zehnpfennigstück hätte enthalten müssen. Der Dieb räumte denn Stiegel brachten. Der entkommene Verbrecher ist ein unter dem ausgingen. Die Richter scheinen von der Zwangslage, in der sich auch nach einigem Sträuben sein Treiben ein, zumal da man bei ihm Verdacht der Falschmünzerei vor drei Tagen in Untersuchungshaft die Arbeitnehmer oft befinden, wenig zu wissen. auch noch eine größere Summe in lauter Nickeln fand. genommener Arbeiter Gustav Senst. Der Flüchtling hat, wie festgestellt, über die Dächer der Nachbarhäuser hinweg das Grundstück Ein empörender Angriff gegen ein unbescholtenes junges eindenstr. 52 erreicht und dort bei dem Kaufmann Schauß einen Ein- Mädchen führte gestern den Zimmermann Emil Lenz unter der bruch verübt, um einen andren Anzug zu erlangen. Er hat sich Anklage der thätlichen Beleidigung vor die dritte Straffammer des dann in dem Hause jedenfalls versteckt gehalten und ist, als früh Landgerichts I. Als die Verkäuferin Emma B. an einem Märzabend morgens geöffnet wurde, entkommen. Die Ausbrecher hatten die dieses Jahres mit einer Freundin durch die Blumenstraße ging, eisernen Gittertraillen ihrer Zelle vermutlich mittels Stemmeisen ge- wurde sie plöglich von einem hinter ihr gehenden Mann, dem Anlockert und auseinandergebogen. geklagten, in der schamlosesten Weise angegriffen. Als das junge Mädchen sich von dem Unhold befreit hatte, machte dieser mit lachendem Wunde eine chnische Bemerkung. Die Freundin der Beleidigten hatte schnell einen Schußmann geholt. Die gestrige Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Aus der Urteilsverkündigung ging hervor, daß der Gerichtshof das schamloje Berhalten streng gerügt habe, wie es im Interesse der öffentlichen Sicherheit und bei den überhandnehmenden Angriffen gegen schuy lose Frauen auf offener Straße geboten sei. Das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß von sechs Monaten Gefängnis Geschädigte erkannt, auch die sofortige Berhaftung des Berurteilten erkannt Ein seltsamer Unfall traf borgestern nachmittag den Vorortzug Charlottenburg- Ertner, der um 2 Uhr 49 Minuten von Charlottenburg ausläuft. Nachdem beim Ein- und Auslaufen auf einigen Bahnhöfen vorher ein bedenklich unsanftes Schütteln den Fahrgästen schon angedeutet hatte, daß nicht alles in Ordnung war, blieb der Zug auf einmal hinter Friedrichshagen auf der Strecke liegen. Minute auf Weinute verging, die Fahrgäste wurden unruhig, zumal da auch der nächstfolgende Zug schon in Friedrichshagen ein- Mit Chankali vergiftet hat sich in einer auf den Nix gelaufen war. Bahnhofsbeamte und Arbeiter tamen herangelaufen. Die dorfer Wiesen belegenen Laube der 28 Jahre alte Gürtler Fahrgäste stiegen zum Teil aus, um sich nach der Ursache des Zwischenfalls Johann Baltruszatis aus der Kreuzbergstr. 15 in Berlin. zu erkundigen. Diese war recht merkwürdig. Während sonst wohl Büge Liebesgram soll das Motiv der That sein. Die Leiche wurde nach davonrennen, weil die Bremse nicht wirkt, blieb dieser liegen, weil der Nixdorfer Leichenhalle gebracht." die Bremse ihn nicht losließ. Die Carpenterbremse saß so fest, daß Feftgenommen wurde in Nigdorf der Schloffer Franz Müller die Maschine nicht im stande war, den Zug auch nur um einen ans Elsenborn, welcher unter der Maste eines Kriminal Etrich vor- oder rückwärts zu bewegen. Den Siz des Uebels ent- beamten zahlreiche Zimmervermieter in Charlottenburg, Schönedeckte man nach einigem Suchen an einem Wagen zweiter Klasse. berg und Rigdorf um Geldbeträge zu preffen wußte. M. wurde sei deshalb weit überschritten und auf ein Jahr Gefängnis Ein Eisenbahnschlosser hämmerte nun so lange, bis der Zug wieder bem Rirdorfer Amtsgerichts Gefängnis überwiesen. flott war. Er hatte gerade eine halbe Stunde auf der Strede gewollen sich bei der Rigdorfer Kriminalpolizei, Münchenerstr. 27, 1, worden. Legen. M melden. 0 Gerichts- Beitung. den tau, ölf em Menschenfreffer. Ein Vorgang so granenhaft, wie hn die Das Opfer eines schweren Straßenbahn Unfalls ist der wildeste Phantasie sich nicht aus jumalen vermag, erlebt Bt in Graf Günther v. Strachwig, Petersburgerstr. 63 wohnhaft, geworden. Beim Absteigen von einem Straßenbahnwagen an der Landsberger s Marburg an der Drau sein gerichtliches Nachspiel. Vor deman tigen Geschworenengericht begann Dienstag die Verhandlung Allee und Petersburgerstraße wurde er, als er einer Droschte auszu- Gegen den früheren Magiftratsdiätar Max Borrmann 40 Jahre alten Winzer Franz Bratusa qus Brazdorf die auszud weichen suchte, von einem in entgegengesetter Richtung kommenden wurde gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I eine An- und seine 50jährige Frau Marie. Bratuja ist angeflagt.. G Straßenbahnwagen erfaßt und geriet unter die Plattform. Aus dem flage wegen wiffentlichen Meineids verhandelt. Der Angeklagte, der jährige Tochter Johanna erwürgt, gebraten und etwent Krankenhause Friedrichshain wurden Träger requiriert, die den Ver- in seiner früheren Stellung ein Gehalt von monatlich 110 m. bezog, Leichnam ieines Kindes gegessen zu haben; die Frau etet 31 unglückten mittels Tragbahre abbolten. Im Krankenhause wurde hatte fortgesezt mit Geldverlegenheiten zu kämpfen. Als ihm im schuld an diesem scheußlichen Verbrechen angeklagt. festgestellt, daß er einen Beckenbruch und Beinbruch davongetragen Mai 1898 seine Gläubiger wieder arg zujekten, griff er zu einem zündete das Kind in der Nähe der elterlichen Wohnwird ab hatte. Graf Strachwig ist unverheiratet und 49 Jahre alt. 1870 erhielt er als Fähnrich einen Schuß durchs Knie und ist infolgedessen gewagten Mittel. Er wandte sich an feinen Kollegen Hinge mit an, traute sich dann nicht mehr nach Hause und t der Bitte, ihm zu gestatten, auf dessen Namen einen Bestellschein in der Umgebung herum. Das Verschwinden d lahm. Nachdem er längere Zeit in Amerita geteilt hat, hat er sich, hierher zurückgekehrt, recht und schlecht als Versicherungsagent durchs auf ein Stonversationslegikon bei der Firma Bial u. Freund danials durch Bratuja angezeigt. Die Gend in Breslau auszufüllen und zu unterschreiben. zu unterschreiben. Hinge möge Bratuja wiederholt Nachforschungen an und fan erwiesen: Leben geschlagen. ihm dann das Werk ausliefern und er, der Angeklagte, blutige Mädchenkleider vor. In die Enge getrie fich einbil Straßensperrung. Die Roßstraßen- Brücke wird behufs Aus- werde dann pünktlich an ihn die monatlichen Ratenzahlungen von er habe das Mädchen in der Nähe des Hause hätten di führung von Holzpflaster in einer Breite von 4,5 Meter vom je 3 M. abführen. Der Angeklagte erläuterte, daß er auf seinem angetroffen, erwürgt und nachts die Leiche nad Irrtum 12. D. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, eignen Namen das Wert nicht erhalten würde, da er von derselben zog sie nacht aus, nahm ein Brotmesser und scheinend ebenso die Unterwasserstraße zwischen Werder- und Holzgartenstraße. Firma schon einmal ein solches bezogen und die Abzahlungen nicht in fünf Teile. Sein Weib stand dabei und A Bun Möglichke Die zehrten. vegen Beihilfe zu 3 Jahren schweren Sterfers verurteilt. bell bo 2 Körperteile. Zuerst schnitt er den Kopf ab, nahm hierauf eine fleine Jarbeiter in Balewalt mit 22,65 M. Nun folgte der Bericht Kühe und Färsen 06-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 43-45; Hacke und durchhackte damit das Rückgrat. Dann schlug er beide der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. e) gering genährte Kühe und Färsen 37-41. Kälber: a) feinste Mast Füße ab und schnitt den Rumpf von oben nach unten durch. bei half ihm auch sein Weib schneiden. Endlich wur bunch Gier, Daraus ging hervor, daß seit der Beendigung der Bruderstreits tälber( Vollmilchmaſt) und beste Saugtäiber 75-77, b) mittlere aft die Teile über„ Lokal uber oder Central" die Organisation gute Fortschritte ges und gute Saugfälber 66-68, c) geringe Saugtälber 60-64, d) ältere, gering nacheinander ins Ofenfeuer geworfen und Holz zugelegt. Später macht hat. Alsdann wurde über die Organisationsverhältnisse der hammel 64-67, b) ältere Masthammel 61-63, genährte( Freffer) 35-40. Schafe: a) Maftlämmer und füngere Mastc) mäßig genährte machte Bratusa freiwillig noch das Geständnis, daß er damals von Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter und Arbeite- Hammel und Schafe( Merzschafe) 56-59, d)' Solsteiner Niederungsden Oberschenkeln Stücke schnitt, braten ließ und dann verzehrte. rinnen berichtet. Die hiesige Bahlstelle wurde 1899 gegründet. fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Zu diesem entseglichen Kannibalismus bewog ihn die Erinnerung, Die Zahl der Organisierten beträgt zur Beit 322. Eine Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 14 Jahren 220-280 Pfund daß er in Indianerbüchern von Wilden las, die Menschenfleisch verlange Debatte entſpann sich nun über die Preisaufschläge schwer 54-55; b) fówere, 280 Bfund und darüber( käler) 90-00; c) fleidige Mitglieder Barbiere. 52-53; d) 49-51; 48-49. 100 Pfund Bratufa wurde zum Tode durch den Strang und seine Frau der selbständigen Barbiere, Friſeure uſw. berichteten, daß sie in einer mit 20 pCt. Tara. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr Bersammlung mit den Rigdorfer Jumungsmitgliedern beschlossen 300 Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ziemlich glatt. Bei haben, ihren Gehilfen dieſelben Arbeitsverhältnisse zu gewähren, ben Schafen fanden ungefähr 500 Stück Abjaz. Der Schweinemarkt verlief Ginigungsamt des Berliner Gewerbegerichts festgestellt ruhig und wird voraussichtlich nicht ganz geräumt. find, allerdings mit der Bedingung, daß vom 8. d. M. an der Preis Die anwesenden Gewerkschaftsdelegierten hatten gegen den Aufschlag nichts einzuwenden, nur war man mit der bloßen Erklärung der selbständigen Barbiere bezüglich Bewilligung der Gehilfenforderungen nicht zufrieden, sondern verlangte die Einführung von Kontrollkarten, damit die Inningsmeister nicht, wie in Charlottenburg, den Gehilfen gegenüber ihr Wort brechen könnten. Da hierbei keine Einigung erzielt werden konnte, so soll erst eine Versammlung der Barbiergehilfen abgewartet werden. Es fehlten die Delegierten der Bäcker, Schlächter und Metall- Straße 38; Sprechstunde von 3-4 Uhr. arbeiter. Versammlungen. hlkreis( Often) bielt das Barbieren 15 Br. Had fürs Haarschneiden 35 Pf. beträgt. Ter Wahlverein für den vierten Wahlkreis( Often) hielt am Dienstag eine start besuchte Versammlung ab. Vor Beginn der Tagesordnung ehrten die Anwesenden das Andenken des verstorbenen Genossen Ferdinand Geitner in üblicher Weise. Hierauf referierte Genosse Wurm in einem äußerst lehrreichen und interessanten Vortrag über„ Kommunal- Socialismus". In der Diskussion besprach Benn die Organisation der Armenverwaltung und kritisierte die Behandlung durch Armenärzte sowie die Anstellung von Schulärzten 2c. Wurm entgegnete hierauf, daß die Mißstände so lange fortbestehen, sei auch Schuld der unentgeltlichen Verwaltung solcher Acmter. Dies sei gerade ein Hindernis für Arbeitervertreter, sich allen Aufgaben voll und ganz widmen zu können. Der Vorsitzende Baader giebt noch bekannt, Versammlung ab. Es wurde eine Stommission gebildet, welche die Die Rigdorfer Barbiergehilfen hielten am 11. d. M. eine daß der Verein wieder eine erhebliche Zunahme von Mitgliedern Gründung einer Zahlstelle der Rigdorfer Barbiergehilfen in die Hand aufweise. Bezüglich der Teilnahme an den Stadtverordnetenwahlen werde in nächster Zeit die Naturalisation für Nicht- Preußen nehmen und eine Bewegung in Fluß bringen soll, welche den Zweck hat, daß die Durchführung der vom Berliner Einigungsamt aufin Anregung gebracht werden. Am 14. Juli findet das Sommerfest des vierten Wahlkreises statt. gestellten Arbeitsbedingungen für Rirdorf dem Beschluß der Selbstlſtändigen gemäß gesichert werde. Wahrscheinlich wird man, wie in Berlin, Kontrollfarten einführen. 20 Kollegen meldeten sich zum Eintritt in die Organisation. Zu einer imposanten Kundgebung für die Boeren gestaltete fich die Versammlung, die am Dienstagabend in der Philharmonie einberufen war. Das Referat des Boerenkommandanten De Wet, ein Verwandter des berühmten Boerengenerals, hatte eine überaus zahlreiche Zuhörerschaft herbeigezogen, die dem zuversichtlichen Auftreten des Referenten, der in seinem Glauben an die Sache der Boeren nicht erschüttert ist, begeisterte Zustimmung spendete. Das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend hielt am 7. D. W. cine Delegierten- Versammlung ab. Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung: Die Aussperrung der Kürschner in der Hoffmannichen Fabrik. Reggelegte eingehend die Ursachen und den Verlauf der Aussperrung dar. Nach reger Disfusion wurde folgende Resolution angenommen: Die Verfammlung erkennt das Vorgehen der Organisation der Stürschner in der Mügenfabrit von Hoffmann als gerechtfertigt an. Die Delegierten erachten die Handlungsweise des Werkführers und Gemeindevertreters Wedemeyer seinen Untergebenen gegenüber als eines Socialdemokraten unwürdig. Sonntag eine Volksversammlung statt, die, trotzdem der KriegerIn Mühlenbeck( Kreis Niederbarnim) fand am vergangenen verein in erkennbarer Absicht zu derselben Zeit eine Versammlung veranstaltet hatte, von etwa 400 Personen besucht war. Nach einem Referat des Genossen Rein aus Weißensee wurde eine Resolution gegen die Kornzölle einstimmig angenommen. Die Versammlung beschloß die Gründung eines Wahlvereins. Demfelben traten sofort 28 Mitglieder bei. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute 82 Uhr präcije bei Landau, An der Stadtbahn 5, außerordentliche Generalversamm lung. Tagesordnung: 1. Statutenberatung. 2. Bericht der Genossenschaftstommission. 3. Bericht der Zeitungskommission. 4. Verschiedenes. Brik. Der Wahlverein hält am Donnerstag, den 13. Juni, im Lokal des Herrn Barfenthin, Bürgerstr. 4, eine Versammlung ab. Meinickendorf( Oft). Distutierabend jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, im Wirtshaus zur„ Tanne", Nordbahnstr. 15. Für alle in Konsum: und Fabrikvereinen beschäftigten Lager: Hierauf referierte Arendsee über das Thema: Sind halter findet am Donnerstag, 9 Uhr abends, im Gewerkschaftshause, Engel Tarifgemeinschaften für die organisierten Arufer 15( Saal 6) eine öffentliche Versammlung mit folgender Tages: beiter vorteilhaft? Der Redner empfahl folgende Resolution, ordnung ſtatt: welche einstimmig angenommen wurde: 1. Die Stellung der Lagerhalter zu den Ausführungen auf dem Versich die Kollegen zum Anschluß an die Berliner Gewerkschaftskommission und bandstage der Brandenburger Konsumvereine zu Rüdersdorf. 2. Wie stellen event. Wahl eines Delegierten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen und Kolleginnen notwendig. Die vornehmste Aufgabe der Gewerkschaften ist die Erhöhung der Lebenshaltung ihrer Angehörigen. Diese Aufgabe fann nicht durchgeführt werden in friedlichem Einvernehmen mit den Unternehmern, weil möglichst hoher Profit der erste Grundsatz der Unternehmer ist, neben welchem die Bindung und Unterwerfung der gewerkschaftlichen Organisationen erstrebt wird durch Abschluß von Tarifgemeinschaften. Kurzfristige Tarifverträge können zeitweilig zu billigen sein, wenn deren Erfüllung durch gesetzliche Titelbilde bot die Tragikomödie in Serbien nochmals den will Der„ Süddeutsche Postillon Nr. 12 ist soeben erschienen. Zum Exekutive garantiert ist. 1inter Verschiedenes bestätigten die Revisoren die Richtigkeit der seitens des Kassierers gegebenen Abrechnung und wurde diefer entlastet. Gefehlt haben die Vertreter der Holz- und Bretterträger, der Möbelpolierer und der Polsterer. = tommenen Stoff. Eingegangene Druckschriften. Marfipreise von Berlin am 11. Juni 1901 nach Ermittingen des tgl. Polizeiprändiums. Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Schotel. Ueber die Durchführung der Preisfestsetzungen der Meister haben wir nicht zu wachen, das mögen die Herren in ihren Organisationen betreiben. E. S. 200. Wenden Sie sich an das Wöchnerinnenheim, UrbanWilmersdorf. Wir können die Voranzeige nicht auch auf Gemertschaften ausdehnen, die Anforderungen würden zu große sein, die uns gestellt würden. Note Wacht, Landshut. Die Angelegenheit hat am Orte des Streits größeres Interesse, nach dort ist Ihr Material gefandt. K A. B. 3. Als Zeuge soll Ihnen eine Frage, ob Sie bestraft sind, in der Regel nur so weit vorgelegt werden, als es sich um Bestrafung wegen Meineids handelt. Liegt Ihnen daran, unter keinen Ummänden wegen der bor 16 Jahren erfolgten Lappalie befragt zu werden, so schreiben Sie an das Gericht: In der und der Sache bin ich zum so und so vielten als bitte, mich nach dieser Bestrafung nicht zu fragen. Sie gehen dann sicher, Beuge geladen. Ich bin vor 16 Jahren wegen usw. mit usw. bestraft und daß kein anständiger Richter Sie wegen der Strafe befragen oder eine Be auch die noch nicht 16 Jahre alten unterliegen der Stran en versicherungsfragung fettens andrer zulaffen wird. Grothe. Ja. Alle gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Arbeiter, also pflicht. Mit vollendetem 16. Lebensjahre beginnt die Invalidenversicherungspflicht. R. R. 88. Sie würden im Termin unter Berufung auf das Gutachten des gerichtlichen Sachverständigen einzuwenden haben, daß das Ihnen Gelieferte untauglich ist. 1000 und Julius. Sie müssen einen oftenfestsetzungsantrag beim Gericht einreichen. Ein Beispiel finden Sie S. 437 Nr. 78 des in der Bibliothet, Alexandrinenstr. 26, und in den städtischen straße ausliegenden Arbeiterrechts. Lesehallen Mohren, Dunder, Glogauer, Wilms, Rostocker- und Ravenés Co. Verjährung liegt vor. 1-4. A. B. Sie können verlangen, daß die Betreffenden ziehen, wenn sie für sich selbst zu sorgen im Stande find. H. M. 2. Ja. H. K., Johannisthal. Ist unmöglich. P. P. 12. Ihre Schwester foll sich an die Polizei mit dem Antrage wenden, die InvalidenversicherungsKarte dem Restaurateur abzunehmen und ihr zu übergeben. Ferner soll sie sich an das Charlottenburger Gewerbegericht mit einer Klage auf Herausgabe der Zeugnisse und auf Schadensersatz wenden. Die Klage fann fchriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers eingereicht werden. Ein Beispiel für solche Klage finden Sie S. 411 Nr. 39 des Arbeiterrechts. .. 21. Die betreffende Staffe fennen wir nicht. Zum Beitritt an solche Kassen ist nur zu raten, wenn Sie die Statuten und die VermögensTage genau geprüft haben.- R. 3., Neinickendorf. Im Jahre 1880. Ein Bahlmeister erhält 1800 bis 3000 Mt. Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß K., Adlershof. Briefliche Antwort zu erteilen, lehnen wir ab. nach V., Servis nach B. 10 des Tarifs. Wohnungsgeldzuschuß und Servis ist nach dem Garnisonsort verschieden. Die Beförderung zum Zahlmeister hängt von einer Reihe von Umständen ab, die im Ermessen der Behörde stehen. Kautionsstellung ist zur Heirat nicht erforderlich, aber Genehmigung des Vorgesezten. 5. Eine Scheutung ist in der Regel nicht rückforderbar. 6. Der Anspruch des Erben verjährt in 30 Jahren. 7. Wegen einander zu einigen. Kommt eine Einigung nicht zu stande, so können Sie der Regelung und Auszahlung der Erbschaft haben die Erben sich unter sich an das Nachlaßgericht( Amtsgericht des letzten Wohnorts des Verstorbenen wenden) und falls auch da eine Regelung an der Meinungsverschiedens heit scheitert, ihre vermeintlichen Ansprüche im Klagewege geltend machen. 2. B. 400, Schöneberg. Das Erbrecht der Witwe und Kinder eines Verstorbenen, dessen Ghe in der Mark Brandenburg( einschließlich Berlin) geschlossen ist, ist verschieden, je nachdem, ob die Ehe vor oder seit den 1. Januar 1900 geschlossen war. War die Ehe nach dem 31. Dezember 1899 120 geschlossen, so gelten lediglich die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Es erbt also, falls fein Testament vorhanden ist, die Witwe/ die Kinder 3/4 des Nachlasses. War die Ehe vor dem 1. Januar 1900 ges schlossen, so tritt, falls fein Testament vorhanden ist, Beerbung nach märtischem Provinzialrecht ein. Die Witwe hat das Recht, innerhalb der Ausschlagungsfrist( 6 Wochen nach erlangter Kenntnis vom Tode) statt der Rechte, die ihr nach dem früheren Recht zustehen würden, die Erbfolge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch wählen. zu Diese Erklärung muß notariell oder gerichtlich beglaubigt und innerhalb der fechs= wöchigen Frist dem Nachlaßgericht Macht eingereicht sein. die Witwe bon ihrem Wahlrecht feinen Gebrauch tritt das Darnach fann märtische Provinzialrecht in Wirksamkeit. fie statutarische Portion oder die Rücknahme des eignen Vermögens wählen. Die statutarische Portion besteht in der Hälfte des beim Tode vorhanden gewesenen Vermögens des Verstorbenen und seiner Frau, die andre Hälfte fällt an die Kinder. Die Witwe fann aber auch den Nachlaß des Mannes den Kindern voll überlassen und ihr eignes Vermögen zurücknehmen, also dieselbe Wirkung eintreten lassen, als ob sie auf den Nachlaß verzichtet hätte. Die Miterben tönnen durch das Nachlaßgericht der Witwe eine Frist zur Erklärung darüber bestimmen lassen. ob sie von diesem zweiten Wahlrecht Gebrauch machen will. Welche Art der Erbschaft am vorteilhaftesten ist, richtet sich nach den gesamten Umständen des einzelnen Falls. Zum Vermögen Dasselbe Recht, das hiernach der Witwe gehören stets auch die Schulden. A. 11 und S. T. Ja. 3. 7. Nein. zusteht, steht einem Witwer zu. 1,80, 1,10 " * Weizen, gut D- Etr mittel gering Kartoffeln, neue, D- Ctr. " Rindfleisch), Senle 1 kg 71.60 5 120 bo. Bauch " " * Roggen, gut 14,40 Schweinefleisch 1.30 1,60 " " 11tel " " " " gering 1,60 1,10 " 16,-14,90 mittel 14,80 13,70 Fier 60 Sint 2,60 2, 3.60 2,20 " " gering trafer, aut 13.60 12,60 16,20 15,50 " mittel gering 15,40 14,70 " Karpfen Alaie Bander 1 kg 2, 1,40 2,60 2.60 1,20 1,20 14,60 14, Bechte 7,32 6,60 Bariche 7,80 5,50 40, 25, 45, 20, Schleie Bleie Krebse 2,40 1,20 1.80 0,80 260 1,20 1,40 0,60 3, 65,-25, " Der Hauptvorstand des Verbands der Gemeinde- Arbeiter beschäftigte sich in seiner legten Sißung mit den Differenzen, die zwischen dem Charlottenburger Kartell und ihm bestehen. Folgende Resolution gelangte Annahme: zur einstimmigen " Der Verbands Vorstand weist die Anmaßung des Charlottenburger+ eißte, gut Gewerkschafts Kartells, fich in seine Maßnahmen betreffs des Charlottenburger Gasarbeiter- Streits hineinmischen zu wollen, mit aller Entschiedenheit zurück. Nach den ſtatutarischen Bestimmungen des Verbands und den Beschlüssen des dritten Dentichen Gewerkschafts- Kongresses stehen solche Rechte, wie ſie das Charlottenburger Kartell zu besigen glaubt, den Kartellen nicht zu. Deshalb giebt der Verbandsvorstand der Hoffung Ausdruck, daß zukünftig das Charlottenburger Kartell sich nur in dem Rahmen jener Aufgaben bewegen wird, die den Kartellen zugewiesen sind. Hiermit betrachtet der Verbandsvorstand diese Sache für erledigt." Didistrob Hen Grbsen Speiset ohnen Lien * Ab Bahn. per Shot 18 † Frei Wagen und ab Bahu. Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 2. Juni eine AusschußProdukteumarkt vom 12. Juni. Auch heute zeigte der Getreidemarkt fiyung ab. Die Vereine Freiheitsgruß"," Wach auf" aus Französisch- minimale Umjäge, matte Tendenz für Weizen und relative Festigkeit für Buchholz und„ Alte Eiche" hatten sich zur Aufnahme in den Bund Roggen. Der Frühmartt war flau auf der ganzen Linie, Weizen bis 1/2 M., gemeldet und wurden, da gegen dieselben nichts vorlag, aufgenommen. Roggen 12 M. niedriger als gestern. Mittags trat für legteren Artikel Dem Vorstande war in der vorhergehenden Ausschußiigung auf eine Erholung ein, da russische Ware dauernd knapp bleibt und nach den gegeben worden, sich nach einem Lokal zum Sängerfeste umzusehen, neuesten Beobachtungen, wenigstens in der Mart, die Roggenfelder unter welches inzwischen geschehen ist. Es kommen zwei Lokale in Betracht den Unbilden des Wetters ebenso gelitten haben sollen, als die Weizenfaaten. Weizen blieb matt auf dauernde Schwäche der amerikanischen Notierungen. und zwar die Seeterrasse in Lichtenberg und Schloß Weißensee; da Destreich- Ungarn fam eine Kleinigkeit fester; Offerten sind in beiden Brotdie Mehrheit der Anwesenden für das letztere Lokal war, so findet früchten nicht bedeutend. Mehl dauernd flau. Hafer schwach, aber nicht ganz das zehnte Sängerfest am 4. August in Weißensee statt. Zumi unbelebt, Mais still. Nüböl geschäftslos. Luckenwalder Sängerfest haben sich 30 Vereine gemeldet. Die Spiritus tam nicht zur Notiz. Schluß für Getreide: Roggen un Beförderung der Teilnehmer geschieht mittels Sonderzügen. Da gefähr wie gestern, Weizen 1 M. schwächer. Amt: die Bezirks- lebungsstunden, welche bisher abgehalten worden sind ,, Städtischer Schlachtviehmarkt. sehr mäßig besucht waren und für den Sommer noch viel weniger in Betracht kommen, so wird beschlossen, dieselben vorläufig ausfallen zu lassen. -Berlin, 12. Juni 1901. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 725 Rinder, 2821 Stälber, 1697 Schafe, 10047 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochien: a) voflfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht Rigdorf. In der Versammlung des hiesigen Ge wertschafts- wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus: Startells, welche am 7. d. M. stattfand, gab der Obmann zunächst gemäftete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut den Bericht vom 1. Quartal. Derfelbe lautet: Einnahme 227,02 M., genügrte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: Ausgabe 43,10 D2., Beſtand 183,82 M. Die Einnahmen zur Unter- und gut genäerte ältere 00-00; c) gering genährte 44-48. a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Färfen und stüßung Ausständiger betrugen 300,00 D.; davon wurden unter- ühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färjen höchsten Schlachtwerts 00-00; stüßt: die Glasarbeiter mit 200,00 m., die Steinscher in Halle mit b) vollfleischige, ausgemäßete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 50,00 M., die Weber in Cunewalde mit 25,00 M. und die Tabat- 00-00: e) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Berliner Gewerkschafts- Kommission. Donnerstag, den 13. Juni, abends 8 Uhr: Versammlung der Delegierten im Gewerkschaftshause, Saat I. d Tages Ordnung: Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten für die beim Hinscheiden meines geliebten Mannes Wilhelm Hinze 1. Die Krankentafengejek Novelle und die Erhöhung des orts- für die innige Teilnahme des Beerdi üblichen Tagelohns. Referent: Dr. N. Friedeberg. 2. Der Barbierstreik. 3. Der Ausstand der Nordhausener Tabakarbeiter. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Ausschuß. 300/4 Central- Verband der Töpfer. Donnerstag, den 13. Juni. abends 6 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21: General- Versammlung der Filiale Berlin. Tages Ordnung: so überaus reichen Kranzspenden, sowie gungs- Vereins Berl. Zimmerleute, der Kameraden vom Biaz Held u. Franke, fowie der Meierichen Plaztaffe fagen den innigsten Dant. Die schwergeprüfte Witwe Marie Hinze nebst Sohn. [ 1832b FBALZERS OPTIMUM ist das einzige Kopfwaschwasserwelthes alle in den Handel gebrachten Mittel für Kopfnerv Haarpfleges Jn jedem Drogen& Friseurgeschaft kauflich; übertrifft Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) 1. Erjagwahl des ersten Kassierers. 2. Berichterstattung der Delegierten Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß laut Generalversammlungsbeschluß von der V. General- Versammlung. 3. Ergänzungswahl zum Central: vom 2. Juni sowie nach§ 9 des Kaffenstatuts Borstand. 4. Gewerkschaftliches. 38/8 Mitgliedsbuch legitimiert. 195/19 für die Monate Juli und August eine Extrastener von 40 Pf. Der Vorstand. pro Monat erhoben wird. Der Vorstand. Witterungsübersicht vom 12. Juni 1901, morgens 8 thr. Stationen Swinembe Beriin Hamburg Frantf./M. München Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen stand mm Barometer Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. die 13 paparanda 743S3 2Regen 14 16 758 WSW 5 Heiter 757 WSW 4 hlb.beb. 12 Betersburg 752W SW 2wolfig 759 WSW 2 wolfig 15 Cort 761NW 4 woltig 13 15 lberbeen 762 235 4 heiter 765 W 3 bedeckt 14 Baria 7615 2 woltent 14 762 NW 2 heiter 16 Wetter Prognose für Donnerstag, den 13. Juni 1901. Ziemlich fühl und veränderlich, vorherrschend woltig mit Regenfällen Berliner Wetterbureau. und frischen westlichen Winden. Wien Möbelstoffe! alle Qualit. felten billig! auch Reste Gelegenheitsfauf: Alle Wanzen sterben sofort nebst Brut durch meinen Wangentod. Fl. 0,50 it. 1 M. Schwaben, Nussen, Flöhe 2c. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. Schtl. 30 Pf.. 60 Pf., 1 M. 1000 Mark Belohnung Mocquett- Plüsche 5,35M. sable bemjenigen, der mir einen Nichtper Meter( 130 Centimeter breit). erfolg nachweist. Zahlreiche Antuiter bei näher. Angabe franco. erkennungen. Nur allein echt bei Emil Lefèvre, Oranienſtr. 158. Berlin S., ArbeitsAnzüge für jeben Industriezweig, faust man billigst bei[ 14022* Adolf Wecker 3. Mühlendamm 3. Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstr. 18, Ede Veteranenstr Sißt Du jetzt im Garten drin, Kommen fühle Winde, Trinke und versäum' es nie Einen ,, Wurm" geschwinde. Verlangen. Sie gefl. ausdrück lich Warms Magendoktor! Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 13. Juni Opernhaus. Tristan und Isolde. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Benedig. Anfang 7 Uhr. Urania Apollo- Theater Täglich mit kolossalem Erfolge: Tauben- Strasse 48/49. Frau Luna Im Theater um 8 Uhr:. mit dem Luftballet ,, Grigolatis". Ferner: Das Land der Fjorde. 10 sensationelle Specialität. Gartenkonzert 7 Uhr. Anfang Invalidenstr. 57/62. der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags Neues Opern Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Mamsell Angot. Anf. 8 Uhr. Schiller. Die Jüdin von Toledo. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschweſtern Anfang 8 Uhr. Lessing. Mamsell Tourbillon. Anfang 8 Uhr. Berliner, Ueber unfre Kraft. ( 2. Teil.) Anfang 72 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 7 Uhr. Neues. Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Jägerblut. Anfang 8 Uhr. Westen. Robert und Bertram oder: Die lustigen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Luisen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Belle Alliance. Das Versprechen Castans Panopticum. Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. 712 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Neu! Eine fidele Kiste. Neu! Schwant mit Gesang von E. Braune. Musik von R. Thiele. Der Dieb. Komische Operette in einem Aft von C. Millöcker. Jm Saale: Tanzkränzchen. Freie Volksbühne. Sonntag, den 16. Juni, nachmittags 23% Uhr im Carl Weiss- Theater VII. Abteilung: Der grüne Kakadu. Hierauf: Seherz und Ernst. Seenen und Lieder. 味 Zur Orientierung über die Neneinteilung der Abteilungen in nächster Saison und den Spielplan werden die Mitglieder ersucht, die im Programm- Heft 10 d. J. erlassene Bekanntmachung des Vorstands genau zu beachten und zu verbreiten. ( 230/6 DAY Die alten Mitglledskarten müssen in den Zahlstellen abgegeben werden mit der event. Erklärung für die weitere Mitgliedschaft. Umschreibungen aus einer Zahlstelle in die andre sind nach Schluss der Saison vorzunehmen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliems Sommer- Theater Artistische Zoologischer Prater- Theater Hasenheide 13-15 Tiriliche Leitung: Paul Milit Garten Täglich ab 5 Uhr nachmittags: hinterm Herd. Die Schwäbin. Die Schwabin Doppel- Konzert. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung.( Gastspiel von Johann Strauss jun.) Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Passage Theater. Damen Ringfämpfe. Specialitäten- Borstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Entree I Mark. Ab 7 Uhr nachmittags 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Völker- Arena": " BeduinenKarawane Besichtigung des Bazars, der Urania. Taubenstr. 48/49.( 3m Truppe etc. Eselreiten 3-8 Uhr. Theatersaal) Abends 8 Uhr: Nach 8 Uhr: Vorführung einer Das Land der Fjorde. Beduinen- Hochzeit! Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 ur. Entree direkt v. d. Strasse an d. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Gastspiel Ferdinand Bonn. Die Jüdin von Toledo. Stadtbahn: 50 Pfennig, Kinder 25 Pf., Gartenbesucher zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Metropol- Theater. Donnerstag, den 13. Juni: Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen Entscheidungs- Ringkämpfe von Franz Grillparzer. Freitagabend 8 Uhr: Bezte Schauspiel- Vorstellung: Das Gefängnis. Sonnabendabend 72 Uhr: Eröffnung der Opern- Saison. ( Morwig- Oper.) Hans Heiling. Central Theater. Heute Anfang 8 1hr. Mit ganz neuer Ausstattung an Kostümen, Dekorationen u. Requisiten, zum 663. Wale( in erster Befegung) Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Worgen und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Das Theater ist vorzüglich ventiliert. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Woche. Pension Schöller. Schwant in 3 Atten von C. Laufs. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Im Garten: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Anfang 52 Uhr. zu Jedes Wort: Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Romifers Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Rad fahrer. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Plaz 50 Pf. Kalbo. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Grosser Erfolg! Nur Kräfte ersten Ranges. Grosser Erfolg! Susanne im Bade. Große Ausstattungsoperette. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direktor. Pohl( Abs I- Petroff Schweizergarten bis zur Entscheidung! Ferner: Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Gambier- Pienning. Konzert, Theater, Speciali täten- Vorstellung und Ball. Das brillante JuniSpecialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen Stettiner Sänger. 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Eine Hochzeit in de Müllerstraße. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Sanssouci Im Garten: Täglich: HoffmannsNordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets attig, Tanz frei. Täglich: [ 16492* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. E Gaßmanus Konzert- Garten Kreuzbergstrasse 48, an der Katzbachstrasse. Heute Donnerstag, den 13. Juni:[ 18186 Grosse Eröffnungs- Soirée der Hamburger Sänger ( 9 Serren) Steidl, Böhmer, Willi Wolff. Jede Soirée neues Programm. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Vorzugstarten gültig. Während der Sommersaison jeden Montag und Donnerstag Hamburger Sänger. Jeden Freitag Norddeutsche Sänger. Bei ungünst. Witterung im Saale. Nachher Kränzchen. Dresdener Kasino 96 Dresdenerstrasse 96 empfiehlt seine 2-800 Personen fassenden Festsäle zu Privat: und Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten u. Versammlungen zu coulanten Bedingungen. 1541* Martin Herzberg, Gastwirt. Magdeburger Kautabak empfiehlt die Tabaffabrik und Handlung von H. Saltzmann, Berlin S., Luisen- Ufer No. 3, am Engelbecken. Gegründet 1863. [ 17946* Berufs- Bekleidung und Wäsche- Fabrik 11612*] D. Wurzel& Co. Ecke jetzt: Köpnickerstrasse 160, Manteuffelstrasse. Künliche Bähne Hausfrauen, leset dies ohne Wurzel Entfernung! und Ihr werdet viel sparen! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. Wurzel- 4 perat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Nicht viel über 68/ 8* 4 Pfg. toftet 1 Liter Bier hergestellt aus Apotheker Ernst = Zeugnatung Woche 1 Mark. Kochs Bier Extrakt. Bruno Steffens, Neanderst. 21 seicht bekömmlich, wohlschmeckend, Herren- Anzüge * u. Baletots, eleg. Ausführung, auch nach Maß, geg. Kaffe u. Teilzahlung. J. Kurzberg, part, fein Laben. Landsbergerstr.13, nahrhaft, erfrischend. Einfache Her: stellung. Zahlr. Anerkennungen. Probesendung 3,- 9. franco geg. nachn. Gebrauchsauv. liegt bei. Ernst Koch, Nordhausen. 6. Kleine Anzeigen. Mähmaschinenlager sämtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00. Lieferung sofort, Landsbergerstraße 82. Gardinenhaus Große Frankfurter: ftraße 9, parterre. + 45* 5538* Damen Schriftliche Arbeit jeder Art, Klagen und Gerichtssachen, SteuerReklamationen, Briefe, fertigt erfolg reich und billigst Franz Wildhagen, Christburgerstr. 32, Quergebäude III Patentanwalt Dammann, Ora nienstraße 57, Morigplay. Erfindern tostenfreier Rat abends bis neun Unfalltlagen, Invalidensachen, Reflamationen fertigt Schulze, Bergmannstraße 107. 10896* Rechtsbureau. Rechtshilfe, Rat erteilung Andreasstraße Dreiund Sechzig [ 1803b Kunststopferei von Frau Kotosty Steinmezstraße 48. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler-Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco!" Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm. Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Honig! Oldenb. Bienenhonig, beste Qualität, versendet 9 Pfd. netto zu 6,50 M., 5 Pfb. netto zu 4 M. fr. Nachn. Gar. Zurüdn. Nordloh, E. Reil, Bahnhof Augustfehn, Oldenburg. [ 17062* Eigene Fabrikation. Fertige Kleider Enorm billig Jackettkleider wasserecht dekatiert, jetzt 10 mr. Jackettkleider elegante Façons in Cheviot und Homespun 18 Mt., 20 Mr., in feinster Ausführung 30 mt. Schwarze Kleider in neuesten Fantasteftoffen 20 Mt. Piqué- Kleider weiß und crême elegante Façons 7,50 Mt., 10 Mt., 15 Mt. Hochelegante Waschkleider in Zephier, Batist und Piqué 6 Mt., 8 Mt., 10 Mt. Organdy 18 Mt., 20 mt. Kostüm- Röcke elegante Façons, 6 Mt., 7 Mt., 10 Mt., 12 Mt., aus Alpacca 4,50 mt., 6 Mt., aus weiss und crêmeCheviot und Piqué 3,75, 6-8 Mt. Morgenröcke u. Matinées Blusenhemden 1.25 Mt., 2 Mt., 3 Mt. Seidenblusen jezt 8,50 M Schwarze, glatte u. bestickte Capes u. Kragen in Tüll u. Kammgarn 10 Mr. Sielmann& Rosenberg Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße. Maassanfertigung. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 18246 Möblierte Schlafstelle, 2 Herren, Wernaus Festfäle und Garten, Schwedterstraße 23. Sonnabende an vermietet Prinzenstraße 47, Hof IV. + 49* Vereine zu vergeben. Schlafftelle 2 Herren, sofort, Die Beleidigung der Marzahnschen 19 Mart inklusive. Nasche, ElisabethEheleute, Dieffenbachstraße 54, nehme Ufer 31. ich hiermit zurück. H. Schuschnia. Vereinszimmer, Zahlstelle passend, & ernsprecher III 1785. In Vertretung Wilhem Gaßmann, Badstraße 14. Vereinszimmer mit Klavier frei 18305 Stallschreiberstraße 19. Ein Quartett zu bilden werden Musttfreunde gesucht. Reftauration Stallschreiberstraße 19. 18315 Vermietungen. Fabrikräume, Doppellicht, große, fleine und mittlere, unter günstigen Bedingungen zu vermieten. F. Simon, Michaelbrücke 1. 709 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Sattler, tüchtige Nieter auf Batronentaschen verlangt Wilhelm: straße 22. 18226 Tüchtige Farbigmacher verlangt Gummersbach, Krautstraße 39.+141 Karton- Arbeiterinnen, geübte, verlangt Anders Nachfolger, Adalbertstraße 7. Malzkraftbier, blutbildend, für und Herren Klavier, Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Violin- Unterricht, Methode Oskar Gewichtszunahme, bessere Gesichts: Brennecke( neue Auflagen), Lehrstoff überraschend, 14 Flaschen fürzester Bernzeit, Erfolg in 12 Stun farbe, Schankgeschäft zu verkaufen. Aus: 3 Mart, 1/18 Tonne 3,50 erflusive. den, bisher unerreicht günstigste päda Nicht Flaschenzahl, Qualität ent- gogische Errungenschaft der Neuzeit. funft erteilt Luhm, Rostockerstraße 12. Kinderwagen, Sportwagen, fcheidet. Portertellerei Ringler Resultat mit andren Methoden nicht Restauration verkauft billig Rietenauswahl, Bazar Baby, Inva- Bernauerstraße 119. 97/ 10* in einem Jahr zu erreichen. Monats ( Miete 650 Mart) Lichtenberg, lidenstraße 160, Frankfurterstraße 115, Pfarrstraße 25. 17916 Oranienstraße 31, Belle Alliance: Steppdecken billight Fabrik Große honorar 10,00, Stonjervatorium Dra+ 45* nienstraße 118, sonst nirgends.( 17046* Edrestauration mit Vorgarten Straße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, Frankfurterstraße 9, parterre. Nestauration sofort für InventarAuskunft erteilt Charlottenburg, Wilmersdorferstraße verkaufen. Schöneberg, Rixdorf, Herthastraße 1a. Nr. 55. Teilzahlung gestattet. 647* preis wegen Verzuge nach außerhalb Schlosserei verkauft billig wegen Kinderwagen, spottbillig, Andreas: zu verkaufen Manteuffelstraße 20. Uebernahme eines Grundstücs. straße 23. Restauration, gutgehend, dicht am Näheres Lübederstraße 44, Haase. 2 Tandem, wichtig für Händler, Schlesischen Bahnhof, sofort zu ver+65 taufen, Kaufpreis 3000. Näheres bei Elegante vorjährige Herrenhofen, verkauft Schulstraße 53. Kaiser, Warschauerstraße 87, vorn II. feinste Stoffe 9-12 Mart. Bertauf Teppiche mit Farbenfehlern, Sonnabend und Sonntag. Versand: Fabritniederlage Große Frankfurter Fahrrad verkauft sofort billig Brehme hausGermania, Unter den Linden 21 II ftraße 9, parterre. Pantow, +45 Rindermann, straße 15, II. 1825b Nähmaschinen und Feuer- Ver Gaffatunden fönnen beffere HerrenKinderbettstelle mit Matraße ver: garderobe nach Maß vom Special ficherung bermittelt Gustav Schmidt, Warschauer 8576 fäuflich. Silbermann, geschäft sehr preiswert erwerben. Solmsstraße 43, Hof Keller. straße 20. 18216 Offerten unter, Saisonschluß" Postamt Gaskocher! Sparsysteme! 1,50, 110 erbeten. 17066* Bweilochtocher 6,- Dreilochkocher 10, Vertiko, Spiegelspind Grünberg, Waschanzüge, Waschtleidchen, so: Gas- Plätteisen, Bügelapparate billig, Uhrmacher, Gollnowstraße 45. 18196 wie Stofffachen sehr billig. Hoffmann, Gas Bratöfen 12,- Wohlauer Herrenfahrrad, Damenrad, alt, Veteranenstraße 14. 565st Wallnertheaterstraße 32. 1709b zufammen 45,00, Leihhaus, Neue Schönhauserstraße 11. Damenhemden mit hübscher Hand: Für Laubenbesiger sämtliche Baustickerei, wenig angeschmust, 1,30. materialien, Dachpappe, Brennholz Damenräder, hochfeine MarkenDanzig, Wäschefabrit, Alexander: 5 Mart Meter Charlottenburg, Bis räder, verfallene, Leihhaus, Neue Buchbinder- Arbeit jeder ftraße 67 a. 98/2 mardstraße 89. 18066* Schönhauserstraße 11. Spottbillig. Teppiche, Betten, Mikroskop, bis 450 fache Ber: fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülows Laubenban! Gebrauchtes und Steppdecken, Gardinen, Remontoir neues Stantholz, Bretter, Latten, größerung verkauft für 20 Mart. fraße 56, 2. Hof parterre. Mikroskop", Expedition Grünthaler: uhren verkauft Leihhaus, Neander: Leisten, Thüren, Fenster, Dachpappe, straße. Meyerlerikons, Brockhaus, Brehm, straße 6. 67/18 Teer, billig. Kottbuser Damm 22. 18276 Geschichtswerte und alle andren Bücher beleiht und fauft Hannemann, KochMaurerfilz vorrätig, Hutgeschäft, Kindernährmit tet, stets straße 56 I, Anit 4a 6944. 7188* Metallbruch aller Art 7048* zu ermäßigten Preisen. Flora Broderick, Oppelnerstraße 16. Paul Lemde, Rirdorf, Kanarienhähne, Borjänger, Knorr, Drogerie, Französisch( billig) Breitestraße 5. Schankräume gesucht. Stolzen Hohl und Klingelroller. Köpnider Kaiser Friedrichstraße 242, 15276 Hermannplay. + 65* ftraße 154a, IV. Englisch( billig) Breitestraße 5.* burg, Wiesenstraße 41-42. Berantwortlicher Redacteur: Heinrich Wehter in Gr. Lichterfelde. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin. 720* Botsdamerstraße 61.( Hausnummer offeriert zur Zeit des Brechburchfalls beachten.) beim 1646b 98/1 Vermischte Anzeigen. Damenkleider reinigen, färben, Herrenanzüge reinigen von 2,50 Mart ant. Rottnics Färberei, Andreasftraße 78 parterre, Eisenbahnstraße 18 Art 23876 tauft 1811b 098 Mietsgesuche. 15. Juni möblierte Schlafstelle ( allein) gesucht. Offerten U 6 Grpedition Vorwärts". 1814b " Zimmer. Möbliertes Zimmer oder Schlaf stelle Fabianet, Prenzlauer Allee 194. Schlafstellen. Freundliche Schlafstelle vermietet Wwe. Mittelstaedt, Frankfurter Allee Nr. 51 Sof I. 18296 18346* Geübte Mamsells auf Jacketts finden das ganze Jahr hindurch bei mir Beschäftigung. Preise 1,50 bis 2,00 Mart. Engros- Werkstatt Kastaniens Allee 86. 16515 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Bf. pro Zeile Lagerhalter gesucht. Schriftliche Bewerbungen ers beten an die Verwaltung des Konsum- Vereins Berlin- Rixdorf ( E. G. m. b. H.) [ 263/1 in Rixdorf, Bietenstraße 31.