Nr. 138. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwirts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Kolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Junker Bismarck. Sonntag, den 16. Juni 1901. Expedition: SW. 19, Brutly- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zu sparen und versprechen dafür den Arbeitern möglichst hobes Krankengeld. Sie legen demgemäß auf die baldigste und 1. assendste Herstellung der Kranken weniger Wert, was ja auch schon daraus hervorgeht, daß die Berufsgenossenschaften vielfach die Unfallverletzten, die noch in der Behandlung der Kassen sind, in eigene Behandlung nehmen, wollen aber, wenigstens vorgeblich, die Unterstügungen möglichst hoch bemessen. Es kommen also innerhalb der Arbeiterversicherung zwei Bestrebungen zur Erscheinung, die diametral entgegengesezt sind. Es ist keine Frage, daß das Princip der Berufsgenossenschaften und Ver sicherungsanstalten den Vorzug sowohl vom ethischen wie tulturellen Gesichtspunkte aus verdient, und es wird wohl an der Zeit sein, zu erwägen, ob diesem Princip nicht auch in der Krankenversicherung, etwa durch eine Aenderung des Krankenversicherungs- Gesezes, Geltung zu verschaffen sein würde." Natürlich wieder Schwindel in jeder Beziehung! Schwindel in der Darstellung der Thatsachen und Schwindel in den AbKorruption die öffentliche Meinung. Chauvinistischer Nationalhaß und Rassenheze grassierten. Die ladierte Barbarei des Militarismus hätte das Dichter- und Denkertum bis zum letzten Rest Bor einer Zuschauerschaft, die nur zum Kleinsten Teile ehrlich ausgetilgt, vent der Kulturidealismus nicht im aufwärts den toten Kanzler verehrt, wird am Sonntag vor dem Reichstags- steigenden, unter gemeinen Verleumdungen und marternden Ver gebäude das Bismard- Denkmal enthüllt. Der Reichstag hat ungefähr folgungen gewaltig sich entwickelnden Proletariat einen Zufluchtsort noch die gleiche Zusammensetzung wie damals, als er Bismarck den gefunden hätte. Das war das Zeitalter Bismarcks, das heute der Glückwunsch zum 80. Geburtstag versagte. Nur ist inzwischen die Vergangenheit anzugehören beginnt. Ein künftiger Historiker wird Socialdemokratie, die Partei der Arbeiter, für die Bismarck nichts an dem Grad des Bismarckhasses die Höhe und Würde der Personen, ist als der Vater des ruchlosen Socialistengesetzes, zur stärksten Parteien und Klassen jener Epoche meffen. Und er wird vielleicht Partei im im Lande und zweitgrößten Fraktion des Hauses hinzufügen, daß das einzige und bleibende Verdienst des Kanzlers geworden. Der Reichstag, bor dem δας Denkmal feine sein vom Standpunkt seiner Politit schlimmster Rechenfehler, seine Stätte findet, das historisch in die Nähe die Nähe des Schlosses verfehltefte Spekulation gewesen: Das allgemeine Wahlgehörte, ist in seiner Mehrheit ebenso wenig bismärckisch, recht! wie Bismarc jemals parlamentarisch gesinnt gewesen und Bismards politisches Werk läßt sich leicht auf ein paar dürre Achtung vor der Boltsvertretung gehabt hat. Die offizielle Welt Formeln bringen. Es ist ihm gelungen, die Zerklüftung der euros fichten der Kritik. Nicht humane Erwägungen leiten die aber, die dem Fest den Glanz ihrer Uniformen und Orden weiht, päischen Demokratie herbeizuführen, indem er Rußlands Weltherrschaft Berufsgenossenschaften, wenn sie die in der That verhältnishegt nur eine recht äußerliche Liebe für den Mann, dem sie huldigen förderte, während er Westeuropa nach Möglichkeit schwächte. Ferner mäßig hohen Ausgaben für ihre Rentenquetschen machen, muß; je näher fie ihm standen, um so fremder wurden sie ihm. erreichte er, indem er die ökonomisch notwendige Einigung Deutsch- sondern lediglich Rücksichten auf ihren eignen Und manch Einer aus diesen Kreisen mag an der Feier teilnehmen, lands, der er erst widerstrebte, in reaktionärer Verstümmelung in die Geldbeutel. Und der Bismards noch heute mit einem leidenschaftlichen saß gedenkt, Wirklichkeit umsetzte, daß die kapitalistische Entwicklung der Bourgeoisie rationelle Behandlung herbeigeführter Heilung der Unfallnicht infolge schneller, durch der nicht gelinder ist als der Abscheu, den er im Proletariat erregt in Deutschland sich unter der Tyrannei des Junkertums vollzog. Je schäden ersparen die Berufsgenossenschaften die meisten Renten, hat. Freilich, das Proletariat hat teine Ursache, seine Stimmung mehr sich das Bürgertum dem Profit zunvandte, und je mehr die sondern durch das immer stärker hervortretende System, ganze zu verbergen und an dem innerlich toten Fest mitzuthun, wie ihm Bismarcksche Politit dieser Begierde Vorschub leistete, nm so eifriger Strüppel für teilweise erwerbsfähig, halbe Strüppel für ganze denn die verlogene Sentimentalität fern ist, seinen Todfeind verriet es den einstigen Liberalismus und beugte sich unter das Joch Simulanten erklären zu und ihnen die Renten zu glimpflicher zu behandeln, als er vor ihm als seinem weltgeschicht der agrarischen Reaktion. lichen Richter verdient hat. Man muß Bismard zugestehen, daß er das Menschenmögliche Reichs- Bersicherungsamt hinauf auftretende Tendenz, auf verweigern; durch eine immer deutlicher selbst bis zum So ist denn die Enthüllung des Berliner Bismard- Denkmals, leistete, um die Interessen seiner Klasse und Kaſte zu fördern. Er dem Wege sowohl der Zustandsbeurteilung wie dem das zuletzt den vielen andren folgte, auch nur ein Kapitel jener vollendete das Werk der Konterrevolution. Er hat vielleicht wirklich der Rechtsauslegung die Unfallrenten herabzudrücken. großen weitschichtigen Bismard- Legende, die von Söldnern, Inter- den Sieg von 1789 um zwei Menschenalter verzögert und die Herr Daß die Berufsgenossenschaften eine ihrer essenten und urteilslosen Schwärmern geschaffen worden ist. Kein schaft derjenigen um eine Gnadenfrist verlängert, die an solchem aufgaben in der Verhütung von Unfällen sehen, ist ebenso Haupt Zweifel, Bismard ist im 19. Jahrhundert eingefargt. Seine Perfon, Siege untergehen würden. Es ist in der That keine geringe Leistung, unwahr. Wir haben erst bei Besprechung der letzten Gedie man als das edelste Produkt der germanischen Raffe lallend daß in Preußen seit einem halben Jahrhundert die Verwaltung schäftsnachweise der Berufsgenossenschaften nachgewiesen, wie pries, ist heute schon verwittert. Das zwanzigste Jahrhundert hat feinen einzigen Fortschritt auch nur im liberalen Sinne zu machen wenig fie gerade auf diesem Gebiete leisten und wir haben teinen Raum mehr für die Legende. brauchte, daß noch heute alles Leben unter dem Drude der auf- feit vielen Jahren gefordert, daß sie auf dem Gebiete der gezwungenen Verfassung und eines ungeheuerlichen Wahlrechts er- Unfallverhütung viel mehr leisten sollen. starrt ist. Bu unendlichem Dank sind ihm die Hohenzollern berpflichtet. Als er die Zügel des Regiments ergriff, war das Haus morsch und müde. Er regenerierte die Macht der preußischen Monarchie in wunderbarer Weise, während er zugleich das Princip der monarchischen Legitimität revolutionär stürzte, indem er Throne umwarf, Fürsten davonjagte und Länder annettierte. Die Hohen zollern sind dem Regenerator ihrer Hausmacht zweifellos ein Denk mal schuldig! Nur eine kleine Gruppe, die au der Enthüllung teilnimmt, denkt mit aufrichtiger Sehnsucht des toten Mannes. Das ist die Sippe des agrarischen und industriellen Hochschuzzolls, die Fanatiker der Liebesgaben und Zollgeschenke, die Schürer politischer und focialer Unterdrückung, die Prediger brutaler Gewalt zum Heile der Besitzenden. Sie sehen mit Recht in Bismarck den letzten strupellosen Träger einer untergehenden Welt, den letzten gewaltthätigen Hemmer des Neuen, vor dem ihnen graut. Sie mögen aus tiefstem Herzens grunde des Großen gedenken, sie sind die berechtigten Stifter des Denkmals, für das alle andren die Verantwortung ablehnen, sie sind die Erben und trauernden Hinterbliebenen des Gözen, und die Art dieser Gefolgschaft bildet die schärfste historische Kritik des Denkmal helden selbst. Weltgeschichtlich betrachtet war die Aera Bismards trog aller Erfolge nichts als eine ohnmächtige Opposition gegen die unabweis bare Tendenz der modernen Entwicklung, die aur internationalen Demokratie und zum Socialismus führt. Der ehrliche Maller, wie man ihn nannte, war in Wahrheit ein verwegener Gründer, der einer sterbenden Macht mit Blut, Gold und Eisen Erfolge zu erpressen verstand, indem er das eigennützigste Interesse der Besigenden zum obersten Gesetz wählte. Die Interessen aber siegen und sterben, der Jdealismus unter liegt und lebt! Politische Neberlicht. Berlin, den 15. Juni. ihre Hauptaufgabe nicht in der Gewährung von Renten Zugeben wollen wir gern, daß die Berufsgenossenschaften und Unterstügungen erblicken; weit eher fann man behaupten, fie erblickten sie in der Verweigerung der Renten. Arbeiter nach Heilmitteln dadurch eine Vernachlässigung seitens Schwind el ist es, daß das Bedürfnis der erkrankten der Strantentasjen erfahren soll, daß diese den Arzneiwucher mit allen Mitteln bekämpfen. Davon, daß die Krankenkassen die Arzneimittel zehnfach und hundertfach überzahlen, haben doch nur die Apotheker, nicht aber die Kranken einen Vorteil. Jeder Abstrich an diesen Wucherprozenten aber giebt im Gegenteil den Kaffen, die heute an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit stehen und ihren armen Mitgliedern nicht noch höhere Beiträge auferlegen fönnen, Gelegenheit, mehr als bisher zur Heilung der Kranken aufzuwenden. Es ist endlich eine freche und zugleich dumme Lüge, daß die Krankenkassen feinen großen Wert legen auf die baldige und umfassende Wiederherstellung eines Kranten. Ist es denn schon wieder vergessen, daß z. B. in Leipzig einer der wesentlichsten Differenzpunfte zwischen Ortskasse und Aerzten der Umstand war, daß die Kassenverwaltung den Aerzten vorwarf, sie behandelten die Kranken zu lange, und die Aerzte dies bestritten? Leitende Staatsmänner find die gefeiertsten Baumeister des Bergänglichsten. Aber auch innerhalb der begrenzten Wertung bleibt Bismard unter dem Niveau der bedeutenden Staatsmänner der Geschichte. Wo ist die sittliche Größe im Geiste der Humanität? Wo ist der Reichtum an schöpferischen Gedanken, wo seine Beiträge zur Kultur der Menschheit? Keine befreiende, erleuchtende Jbee bildet den Quell seiner Macht und seines Einflusses. Kriegerische Erfolge scheiden aus in der Beurteilung staatsmännischer Größe. Bismarcks Ruhm aber hing ganz und gar an dem Glück des pommerschen Grenadiers. Er selbst hat einmal im Stolz des gewinnenden Spielers im Reichstage gesagt: Nehmen Sie an, daß der böhmische Krieg mißlang, daß dieser zur Entscheidung der Der Kampf gegen die Krankenkassen. Weil die Berufsgenossenschaften für Unfallverhütung bisdeutschen Verhältnisse zur Durchhauung des gordischen Knotens, in Gegenwärtig bietet der durchaus gerechtfertigte Kampf her so außerordentlich wenig gethan haben( sie gaben 1900 dessen Verschlingung wir seit langen Jahrhunderten lagen, leider der Berliner Kranfenfassen gegen den Arzneiwucher den Scharf nur 1/2 Million dafür aus), deswegen verlangten die Krankennotwendige Bürgerkrieg für Preußen verloren ging, so war ja ganz machern wieder Stoff zur Heze gegen die Krankenkassen bez. tassen, daß ihnen das Recht gewährt werde, ihrerseits die flar, daß ich, wenn ich überhaupt nach diesem Vorfall lebendig meine gegen die Selbstverwaltung der Kassen. Nach Betriebe auf Unfallsicherheit und sanitäre Beschaffenheit zu Heimat wiedergesehen hätte, der allgemeine Sündenbod dem Rezept:" Der Jude wird verbrannt", gilt heute als überwachen, doch gewiß ein Beweis dafür, wie sehr es ihnen war, der Verbrecher, der das Vaterland leicht schwarzes Verbrechen, was gestern als gepriesene Tugend am Herzen liegt, ihre Mitglieder vor Erkrankungen zu be fertig ins Verderben geführt hatte, und alle die galt. Bis vor kurzem furzem war das allgemeine Geschrei, wahren. Man hat ihnen dieses Recht verweigert. Ovationen das habe ich mir beim Einzuge von 1866 gefagt- daß die socialdemokratisch geleiteten" Rassen nicht Es ist eitel Heuchelet, wenn die Berl. Pol. Nachr." sich wäre es anders gegangen, wären in ihr Gegenteil umgeschlagen. genug für ihre Mitglieder leisteten, deshalb sollten die für ihre Heze gegen die Krankenkassen auf ein angebliches Es drückte sich einer meiner Kameraden auf dem Schlachtfelde so freien Hilfskaffen beseitigt, die Selbstverwaltungsbefugnisse Interesse der Arbeiter berufen. Es handelt sich auch hier aus: Die alten Weiber hätten Sie zu Hause mit der Ortstassen aufgehoben und nur die Betriebs und wieder nur wieder nur um die Beseitigung der Selbständigkeit der Besenstielen tot geschlagen." Die Striege waren siegreich Innungskassen, in denen den Selbstverwaltungs- Gelüsten der Arbeiter; das angebliche Princip der Berufsgenossenschaften, und die alten Weiber ließen den Besenstiel und schrien statt dessen frechen Arbeiter durch die Unternehmer ein heilsamer Dämpfer das den„ Berl. Pol. Nachr." am Herzen liegt, ist nicht das Hosianna! aufgesetzt werden kann, sorgfältig konserviert werden. Wohl der Versicherten, sondern die unbedingte Herrschaft des Unternehmertums, für die mit den schlechtesten Mitteln gekämpft wird. Bismards Ruhm wurzelte ganz und gar in der physischen grobmateriellen Macht. Wäre er, so wie er geartet war, mit all seiner Energie, seinem Geist, seiner unerschöpflichen Betriebſamkeit und feiner menschenverachtenden Geschäftsgewandtheit, Minister im Fürstentum Lichtenstein gewesen, hätte er also nur seine Ideen und Fähigkeiten gehabt, nicht die schrankenlose Verfügung über Blut und Eisen, über Bestechungen und Subventionen, die Hofhistoriographen von Vaduz hätten ihm nur ein bescheidenes und vermutlich nicht allzu freundliches Blättlein in der Specialweltgeschichte ihres Fürstentums eingeräumt. Bismard war einer der erfolgreichsten und gewaltthätigsten Routiniers der rohen Machttaktit. Die internationalen Verhältnisse fügte er durch Kanonen. Im Innern suchte er seine Feinde durch brutale Unterdrückung zu bewältigen, während er sich eine zu allem bereite Leibgarde sicherte, indem er stets rechnend mit der Niedrigfeit der menschlichen Natur die Mittel der Allgemeinheit durch Liebesgaben, Bölle, Dotationen für die Besitzenden aufwandte. Seine Erfolgspolitik richtete furchtbare Berheerungen im deutschen Geist an. Die Bourgeoisie schämte sich ein Bolt der Dichter und Denter genannt zu werden. Heuchelei, Byzantinismus, Strebertum, Gesinnungs- und Jdeallosigkeit herrschten. Im Begriff der Schneidigkeit erschöpfte sich die höchste Tugendvorstellung des jungen Germanen tums. Aus dem Welfenfonds überrieselte eine Schlammflut feiler Der Schwindel wurde aufgedeckt; es wurde nachgewiesen, daß gerade die von den Scharfmachern protegierten Kaffenarten am wenigsten leisteten. Thut nichts! Der Jude wird verbrannt! Dann besteht eben das Verbrechen der Krankenlassen darin, daß sie zu viel leisten! Die„ Berl. P. N." schreiben in Anknüpfung an den Kampf gegen die Apotheken: " Das Scharfmacher- Blatt findet es auch vorläufig noch angebracht, die Invalidenversicherungs- Anstalten vor den Wagen der Berufsgenossenschaften zu spannen und mit ihnen gegen die Krankentassen Sturm zu laufen. Es ist nicht nötig, darauf näher einzugehen; bei passender Gelegenheit wird Schweinburg gegen die Invalidenversicherungs- Anstalten ebenso hezen wie gegen die Krankenkassen. Deutsches Reich. Die Zollfrage. Wer die Entwickelung der Berufsgenossenschaften und der Invalidenversicherungs- Anstalten verfolgt hat, wird mit Freude wahr genommen haben, daß diese Versicherungsträger ihre Hauptaufgabe nicht in der Zahlung von Senten und Unterstützungen, sondern, ab= gesehen von der auf Verhütung der Unfälle und Invalidität gerichteten Thätigkeit, in der möglichst baldigen und möglichst intensiven Wiederherstellung der Gesundheit der Versicherten sehen. Nur dann ist den letzteren und ihren Familien am besten geholfen, wenn die Nach den„ Berliner Neuesten Nachrichten" schreiten die Zolltarifgrößtmögliche Erwerbsfähigkeit schnellstens wieder gewonnen wird. Deshalb geben auch Berufsgenossenschaften wie Versicherungsvorbereitungen im Reich 3- Schaamt rasch ihrem Eude zu, so anstalten verhältnismäßig bedeutende Summen für Aerzte und daß der Entwurf schon Ende dieses Monats an den Bundesrat Arzneien aus. Sie nügen damit der Arbeiterschaft und ersparen gehen könne; es fann als ausgemacht gelten, daß der Bundesrat durch Verringerung der Renten- und Unterstützungsbeträge den sich Anfang des Winters darüber endgültig schlüssig gemacht haben Arbeitgebern allzugroße Kosten. Das Vorgehen ist also vom wird, da über alle Grundzüge bereits völlige leberhumanen, wie vom volkswirtschaftlichen, wie schließlich vom einstimmung erzielt ist". finanziellen Standpunkt aus zu billigen. Die Krankenkassen, soweit Trotz dieser Uebereinstimmung der Regierungen bleibt das fie von der Socialdemokratie geleitet werden, berfahren umgekehrt. deutsche Bolt völlig in Untlarheit und Unsicherheit über Sie suchen möglichst viel bei den Kosten für Aerzte und Arzneien die beabsichtigte Gestaltung des Zolltarifs. Die Folgen diefer Un Die ficherheit für Handel und Industrie werden imam b. Korresp." ihr Wiffen der Oeffentlichkeit zu übermitteln, noch weitere Milderung| Gefahren fachkundig zu beurteilen im stande ist, es natürlich finden, daß ein für die Schlußergebnisse verantwortlicher Reichskanzler geschildert: erfahren." Es tann nicht ausbleiben, daß die Ungewißheit über die Zus Rechtschreibungskonferenz. Am Montag wird im Reichsanit daran dachte, den möglichen auswärtigen Verwicklungen und ihrer Verbindung mit inneren Gefahren mit derselben Unfunft unsrer Handelspolitik lähmend und verwirrend mit entgegenzutreten, der der abhängigkeit denn heute oder im Laufe der nächsten Monate weittragende Ent- vorbereiteten Vorschläge haben, wie die" National- Beitung" hört, böhmische Strieg ohne Einverständnis, vielfach sogar wirkt. Welcher Industrielle, welcher Kaufmann und Reeder wird des Innern eine Rechtschreibungskonferenz zusammentreten. teine bedeutende Tragweite. Es wird sich voraussichtlich nur um im Widerspruche mit politischer Stimmung unternommen wurde." geringe Abänderungen der sogenannten Buttkamerschen Orthographie( Gedanken und Erinnerungen II, 309 f.) handeln; man hofft, durch einige Vereinfachungen derselben den Zwiespalt überwinden zu können, der noch immer zwischen der " Rechtschreibung" einerseits der Schule, andererseits eines großen Teiles der Litteratur, der Presse, der Behörden 2c. besteht. Ob dies gelingen wird, muß abgewartet werden. Ein Zwang sei auf diesem Gebiete nicht möglich, und man ist auch darüber im flaren, daß u. a. sehr gewichtige Interessen des Buchhandels Zurückhaltung bei abermaligen Aenderungsversuchen erfordern. schlüsse, deren Verwirklichung vielleicht erst in Jahren eintreten tann, faffen, wenn er feine Ahnung hat, ob wir nicht etwa in einen 8ollkrieg mit aller Welt geraten? Nach meiner Überzeugung leidet es gar keinen Zweifel, daß die gegenwärtige Depression unfres Erwerbslebens nicht nur der erklärliche Rückschlag einer zu hoch geschraubten Entwidlung ist, sondern daß neben der verhängnisvollen Börsen wicklung ist, sondern daß neben der verhängnisvollen Börsen gesetzgebung namentlich auch die Unsicherheit über die Gestaltung der Zoll- und Handelspolitik mit lastendem Drude wirtt. Der Geschäftsmann tann sich hundertmal fagen: Es ist ja gar nicht möglich, gar nicht denkbar, daß die Verbündeten Regierungen die Handelsverträge in Trümmer schlagen, da ihre jegensreichen Wirkungen für das Aufblühen Deutschlands und das Vordringen auf dem Weltmarkt offen zu Tage liegen. Ein Gramm Gewißheit ist besser als ein Kilo * „ Aber das sollen Sie hervorheben und ausführen die Private stellung, die Lebensverhältnisse der Achtundachtzig( die Opposition gegen stellung, die Lebensverhältnisse der Achtundachtzig( die Opposition gegen Herren Advokaten, Journalisten, Rentiers find, die von Honoraren, die Schutzzollpolitik) bei den Eisenzöllen. Wie die meisten dieser festgestellten Gehältern, Pensionen und Tantiemen leben und nichts numittelbar mit der Landwirtschaft zu thun, nichts zu leiden haben teine Erfahrung und doch das Hauptwort führen... Es muß Die russische Grenzsperre gegen die nur mit Halbpässen ver- gezeigt werden, daß die Mehrheit unsrer Gesetzgeber aus Lentent sehenen Händler in den schlesischen Grenzdistrikten ist auf Vorstellung besteht, die kein Auge, fein Ohr, kein Gefühl für die Interessen der Regierung in Oppeln wieder aufgehoben worden. haben, die die Regierung hier vertritt."( Anweisung Bismards 1879 bearbeiten soll.) Dresden, 10. Juni. Der Vorsitzende des Staatsministeriums, an Moritz Busch, wie er die Presse zu Gunsten der Schutzzollpolitik Staats- und Justizminister Dr. Schurig, ist heute hier Was ich über den Reichstag und seine Verlegung bon Unter Dr. Schurigs Leitung hat die merken. Sagen Sie, es wäre fein Schreckschuß, sondern ein Weiter wendet sich der„ Hamburgische Korrespondent", wie wir nach schwerem Leiden gestorben sie fächsische Justiz jene Be: Berlin weg gesagt habe, darüber läßt sich noch viel mehr bewiederholt eindringlich es thaten, gegen die in liberalen Kreisen herrschende Hoffnungsfreudigkeit, als sei treisen kennt, führt warnend aus: doch eigentlich in helle Wut verfegen müßten?... thätigung geübt, die so oft die sächsische Bevölkerung fränkte und weit über Sachsen hinaus übles Aufsehen erregte. Dr. Schurig war es auch, der in der Beantwortung konservativer Forderungen auf fasser des Artikels, der offensichtlich die Stimmungen in Regierungs Rechtsbeugung gegen die Socialdemokratie erklärte, die Richter seien Reichstag berufen, wohin er will... Der Berliner ist so wenig mit es find hier wie dort zwei ganz verschiedene Nationen... Die " Es ist nun bezeichnend, daß mit wenigen Ausnahmen lauter unabhängig, aber in privater Weise werde er gern mit ihnen Rück- dem Deutschen zu verwechseln, wie der Pariser mit dem Franzosen; Meldungen auftauchten, die angeblich günstig für die Handels- Sprache nehmen. Unabhängigkeit der Voten und die Redefreiheit ist in Mittelstädten besser verträge lauteten. Der Doppeltarif sci endgültig gefallen, die Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar. Der Land- gewahrt als in einer großen Stadt mit mehr als einer Million EinAgrarzölle bewegten sich in mäßigen Grenzen usw. Darob große tag tritt Montag, den 17. Juni, zu einer kurzen Tagung zusammen wohnern... Die Reichstagsmitglieder haben dort die Berliner Freude in vielen vertragsfreundlichen Blättern, als ob wir nun und wird sich mit dem Staatsvertrag wegen Herstellung ver- Schmutzpresse nicht zu fürchten. Wie viele von ihnen sind fest gegen schon den Sieg in der Tasche hätten. Wer aber verbürgt uns schiedener Eisenbahnen, der mit Preußen, Sachsen- Alten- solchen Zeitungspöbel? Wie viele würden in revolutionären Zeiten denn die Wahrheit dieser Gerüchte? Wer steht uns burg und Sachsen- Meiningen abgeschlossen wird, beschäftigen.- fest sein gegen Einschüchterung und Bedrohung ihres Lebens und In kleinen dafür, daß sie nicht mit Geschick und List ausgestreut werden, um eine trügerische Sicherheit zu er Etwas Reform im Gefängniswesen. Das Ministerium der ihrer Ehre? Solche Zeiten fönnen wiederkommen. Orten find sie viel leichter zu schüßen als hier, wo die Fortschrittszeugen? Ist es nicht auffallend, mit welcher fühlen Ruhe die Justiz in Hessen hat joeben eine neue Dienstordnung für Leute, die Jakobiner, mit den Socialisten künftig das enge Bündnis Ist die Provinzial- Arresthäuser erlaffen, agrarischen Blätter diese Meldungen hinnehmen, die sie über Behandlung der Gefangenen bedeutend mehr entspricht, als ichließen werden, auf das die demokratischen Ziele hinweisen, die sie dies seither der Fall war. In dem umfangreichen Altenstüd finden gemeinsam im Auge haben."( Bismard zu Busch, Mai 1881.) vir einige Bestimmungen die besonders für politische Ge= fangene, oder solche " Ich will mur sagen, daß eine Majorität im Reichstage, die ge= Gefangene, die wegen Prez zur vergehen Verurteilung gelangten, Wichtigkeit ftigt ist auf notwendig und prinzipiell reichsfeindliche Fraktionen, Der§ 73 bejagt u. a. der Zukunft des Reichs angesehen werden darf, die ich vor fünfden Koulissen hundert Kanäle zu ihrer Ber- Gefängnissträflingen,( Reichstagsfügung, die wir nicht befizen, und auf der Bühne selbst agieren Gefängnissträflingen, die sich im Besitze der bürgerlichen Ehren- zehn Jahren geglaubt habe im Reichstag zu finden." sie mit einem Apparat von vollendeter Schlagkraft. Vertrauen rechte befinden und nicht wegen einer mit Zuchthaus oder den rede 26. März 1886.) bürgerlichen Ehrenrechte wir nicht auf den guten Willen der Regierungen, auch nicht auf Einsicht und auf die Logik der Dinge, die ein nach Handlung verurteilt sind, kann von dem Vorsteher der Anstalt ausnahmsweise die Selbstverköstigung gestattet werden, wenn der Weltmacht und dem Weltmarkt strebendes Neich nicht in Schußzzollmauern einsperren könne. Glauben wir nach der bisherigen Lebensführung des Gefangenen die Verauch nicht, daß es Zeit erst dann ist, pflegung mit Anstaltskost eine besondere Härte in sich schließen der fertige würde. Auf Anordnung des Arztes können denselben auch geistige Entwurf an den Reichstag kommt. Dann ist es zu spät. Getränke verabreicht werden. Auch bezüglich der Beschäftigung Jcht, heute, alle Tage, während der Wochen und Monate der Vorbereitung müssen wir für unsre Forderungen eintreten, die fich folcher Gefangenen befagen die allgemeinen Bestimmungen des§ 78 in die Formel kleiden lassen: Erneuerung der Handelsverträge folgendes:" Bei der Zuweisung von Arbeit an die Gefangenen iſt vor allen Dingen, Schutz auf ihren Gesundheitszustand, ihre Fähigkeiten, ihren Bil- 1887.) dungsgrad, ihre Berufsverhältnisse ud ibr Fortkommen Ferner heißt es im§ 83: Rücksicht zu nehmen. „ Ausnahms Es wäre ein gar nicht gut zu machender Fehler, wenn wir uns durch eine übel angebrachte Hoffnungsseligkeit in Ruhe lullen ließen. Das kann man sicher glauben, daß unsre Gegner bis zum letzten Augenblick nicht müde werden, die Entwickelung der vonl Dinge in ihre Bahnen zu treiben. Sie haben dafür hinter die Selbstverföstigung eintreten. find. Bei vorgenannten Personen dürfte beispielsweise stets die deren freudige Unterstügung hat nicht als die feste Stüße tvenn Verlust der bedrohten " strafbaren " Auf ein schwankendes Rohr, wie die Stimmung der Majorität... fönnen wir die Eristenz unsrer Armee nicht aufbauen, wenn das nicht anerkannt ist, daß die Existenz der Armee nur in denjenigen Zeiträumen diskutiert werden soll, mit denen der Kaiser und der Bundesrat einverstanden sind. Wenn die Theorie, die Fälschung der Verfassung, überhaupt im Volte Terrain gewinnt und Auerkemung findet, daß von einer Reichstagsmajorität in jedem Jahre der Stand der Armee abhängt... damn heißt es allein: videant consules oder videat Imperator...( teichstagsrede vom 18. Januar Eine ,, Strafegpedition". Von einer Expedition zur Unter werfing des Häuptlings Semikore in Kamerun ist der am 15. Februar von Yaunde aufgebrochene Hauptmann v. Schimmelpfennig nach Erflürmung des Orts Semitore am 12. März nach dem Kolonialbl." mit einem Verlust von 2 Toten und 17 Verwundeten in Jaunde wieder eingetroffen. der Landwirtschaft mir in soweit, als mit diesem Ziele bereinbar! Hente liegt die Situation anders: Schutz der Landwirtschaft, heißt es, und weise wird den zu Gefängnisstrafe Verurteilten, namentlich Handelsverträge, wenn möglich! Darum fühle ich mich verpflichtet, meine Stimme in einem Warnruf vor dem sentimentalen olchen, welche in ihrem bürgerlichen Berufe geistig be Bertrauen zu den angeblichen oder wirklichen Ergebnissen der Zoll- häftigt sind, sofern sie sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenkonferenz zu erheben. In der Politik ist noch immer Vorsicht rechte befinden und Zuchthausstrafe noch nicht verbüßt haben, mit Genehmigung des Generalstaatsanwalts gestattet, sich selbst zu und Mißtrauen am Plaze gewesen!" beschäftigen." Daß solche Gefangenen auch keine AnstaltsZu Vorsicht und Mißtrauen muß vor allem auch die Haltung fleider zu tragen brauchen, bejagt die allgemeine Bestimmung des der Centrumspresse veranlassen. Das Centrum, in Furcht vor dem Unwillen der Agrarier, betont start seine Absicht, eine& r= 869. Derselbe heißt:" In der Regel behalten die Gefangenen ihren höhung der Getreidezölle durchsetzen zu wollen. Die eigne Kleidung." " Germania" erklärt in ihrem heutigen Leitartikel: " " Ausland. Die Wahlen in Holland. Ein originelles Beispiel, wie bürgerliche Zeitungsredaktionen Amfterdam, 14. Juni. Die heutigen Wahlen zur Zweiten „ Wir können den Handelsvertrags- Freunden" schon heute be- gewissenhaft unterrichtet sind über die Verhältnisse in der Social: Stammer führten zu einer Niederlage der liberalen Partei. stimmt sagen, daß sie sich täuschen werden. Nach demokratie, giebt, wie uns aus München berichtet wird, das während die Kammer zuletzt ungefähr 50 Liberale umfaßte, wurden den Erklärungen des Reichstanzlers über die Er dortige führende Centrumsorgan, die, Neue Bayrische höhung der Getreidezölle wie seine Erklärung über den 8eitung". Bei Behandlung der Polemik zwischen Vorwärts" heute gewählt 22 Katholiken, 22 Protestanten, 9 Liberale, 2 historische angemessenen und gesicherten Bollschuh" allgemein und Neue Zeit" über französische Parteifragen jagt das Blatt, der Chriften und 2 Demokraten. Es haben 42 Stichwahlen stattzugedeutet wurde und gedeutet werden mußte fann eine etwaige Genofie Stautsky sei der socialdemokratischen Barteileitung durch finden. An denselben sind beteiligt 29 Liberale, 26 Protestanten, liberale Hoffnung als vollständig ausgeschloffen gelten. Dazu feine bourgeoismäßige Entwidlung schon längst sehr un 10 Katholiken, 10 Socialisten, 3 historische Christen und 6 Demotommt noch der Reichstag, der allerdings die Höhe der Getreide- bequem geworden!" Schließlich fragt das Blatt naiv: Wie lange wird kraten. zölle feinerseits nicht gerade erzwingen tann, aber als es noch dauern, bis sich bei uns die moderne Richtung Bernstein- Eine Klerikale Majorität ist sicher, das liberale Ministerium gleichberechtigter Faktor der Gesetzgebung dabei auch in Betracht Kautsky- Heine Schippel von den„ unentwegten" Alten wird jedenfalls demissionieren. tommt." trennt?" Wie weit die überraschend zahlreichen Stichwahlen, an denen die Socialisten beteiligt sind, Aussicht auf Mandate bieten, läßt sich noch nicht übersehen. mittplata Die Situation ist keineswegs eine rosige. Wollte die Bevölkerung, welche auf günstige Handelsverträge angewiesen ist und der jede Zollerhöhung schwere Opfer auferlegt, im Kampfe gegen den Brotwucher erlahmen, so würde sie zweifelsohne die bittersten Enttäuschungen erleben. Ein löblicher Vorfah. Aus Stuttgart wird gemeldet: In der Kammer der Standesherren erklärte Finanzminister v. 8eyer, auf der jüngsten Ministertonferenz in Berlin feien sämtliche Minister bezüglich der Notwendig keit der Schonung der Einzelstaaten durchaus ein verstanden gewesen. Da die Beratung noch nicht abgeschlossen fei, fönne nur noch mitgeteilt werden, daß bei der Aufstellung des Etats für 1902 die von der Konferenz beabsichtigten Grundsätze geltend gemacht werden, insbesondere der Gesichtspunkt, daß in allen Reichsrefforts auf möglichste Sparsamkeit gedrängt werde. Man spare nur ein klein wenig im Militär- und Marinewesen und die Finanzminister der Einzelstaaten werden im Golde schwimmen. In die offiziöfe Preffe will der Reichskanzler Ordnung bringen. Nur die„ Nordd. Allg. 8tg." und die„ Berl. Korresp." sollen künftig zu halbamtlichen Mitteilungen benutzt werden und kein Minister und fein Staatssekretär soll auf eigne Faust an Journalisten Justruktionen erteilen. " Schweiz. d Für die ,, Kreuz- Zeitung" wird uns aus Pforzheim gemeldet: Der Kreuz- Zeitung", die über die Hergabe des Festhallen Saals in Karlsruhe zur Versammlung des Genossen Singer jammerte, fönnen wir noch ergänzend mitteilen, daß auch in Zürich, 13. Juni.( Eig. Ber.) In Sachen des Verbots für Pforzheim am Dienstagabend Genosse Singer vor mindestens die eidgenössischen Post und Zollbeamten, an 2500 Personen, und zwar ebenfalls im städtischen der Leitung von Konsumvereinen sich zu be= Saalbau, referierte. Um das Zähneklappern der KreuzBeitung" noch etwas zu vermehren, wollen wir daran erinnern, teiligen, hatte eine Abordnung des schweizerischen Genossenschaftsdaß im vorigen Sommer hier das Bundesfest des Badisch bunds, der auch unsre Genossen Wullschleger und Gschwind angehörten, Pfälzischen Arbeiter Sängerbunds abgehalten mit den Bundesräten Bemp( Bostdepartement) und Hauser( Finanzwurde und zu dem großen Konzert und Bankett ebenfalls departement) in Bern eine 21/ 2stündige Besprechung, in der von denselben der städtische Saalbau zur Verfügung stand, ja daß erklärt wurde, daß die Redaktion des betreffenden Bundesratssogar dem Konzert außer einigen Stadträten der Herr Bürger beschlusses nicht korrekt sei und daß ferner verschiedene Kreispostmeister bis zum Schluß beiwohnte. Damit num dieser direktionen mit ihren bezüglichen Verfügungen weiter gegangen scien, Umstursförderung seitens der städtischen Behörden noch als den Absichten des Bundesrats entsprochen habe. Infolgedie Krone aufgesetzt werde, wollen wir noch mitteilen, daß dessen werde der Bundesrat die ganze Angelegenzu Ehren dieser Arbeiterjänger das Rathaus feftlich beheit in Wiedererwägung ziehen. Hoffentlich im Sinne der Wiederaufhebung des unglüdlichen Bundesrats- Beschlusses. flaggt war. = Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Frankreich. Paris, 15. Juni. Der Senat setzt die Beratung des Vor der Strafkammer zu Cleve wurde der Biehwärter Johann Vereinsgesetzes fort. Artikel 1 wird angenommen. Zu Donia zu Vorst, Kreis Kempen, ein gebürtiger Holländer, wegen Artikel 2 beantragt Rambaud, daß jeder Verein, welcher unter Majestätsbeleidigung zu je ch 3 Monaten Gefängnis ver- feinen Mitgliedern Ausländer habe, oder dessen Sitz oder Leitung urteilt. Im Verlaufe eines Wortwechsels sollte er die Beleidigung begangen haben. Donia bestritt die beleidigenden Worte, aber das Gericht schenkte ihm keinen Glauben. Die Chemnizer Boltsstimme" berichtet: Wegen Beleidigung des Kaisers wurde von der ersten Straffammer des hiesigen Landgerichts der 71 Jahre alte, aus Berbersdorf bei Hainichen gebürtige, noch nicht vorbestrafte Weber Dienelt zu drei Monaten Bismarck und der Reichstag. werde der Es werden sich aber schon einige Geheimräte finden, die Herrn ich im Auslande befinde, einer vorherigen Anmeldepflicht unterliege. Rambaud betont, daß zahlreiche Ausländer an dem sociaSchweinburg und Herrn Scherl auch fortan bedienen. Die Behandlung der kaiserlichen Reden macht erhebliche listischen Kongresse teilgenommen und Abrüstung in Frankreich England oder Deutschland durchzusetzen vermocht hätten. Redner ist Schwierigkeiten. Wie ein Berichterstatter erfährt, sollen jezt einverlangt hätten, daß dieselben aber niemals auch Abrüstung in gehende Bestimmungen getroffen sein. Ueber die Einzelheiten sei der Auficht, daß die Amvesenheit von mehreren Millionen Ausländern, bisher nichts Bestimmtes bekannt geworden, doch erzähle man sich die man nicht beaufsichtigen könne, für Frankreich eine große Gefahr bedeute. Die Ausländer bemächtigten sich aller Berufszweige des in Offizierskreisen, daß jene Bestimmungen sehr hemmend auf Gefängnis verurteilt. die Berichterstattung wirken werden. Eine eigenartige Erscheinung 190 Handels, der Industrie, der Finanzen und der Presse. wird sich übrigens bei der Enthüllung des Bismard- Denkmals in Ministerpräsident Waldeck- Rousseau führt aus: Es sei Berlin zeigen. An den Seiten der Zuschauertribünen sind nämlich Die Ueberzeugung, daß ich... die nationale Gesinnung der unmöglich, die Ausländer in Frankreich einer besonderen BePulte errichtet worden, welche für die offiziellen" Berichterstatter be- Dynastien unterschäßt, die der deutschen Wähler oder doch des handlung zu unterwerfen. Uebrigens fönnten alle Vereine werden. Detret aufgelöst Kein Verein stimmt sind. Die Rede des Kaisers wird also der Preise zugehen, aller- Reichstags überschätzt hatte, war Ende der siebziger Jahre in mir durch Jetzt habe ich den Ahndung entgehen, vein er fich Gesezesverletzungen zu dings nachdem sie an amtlicher Stelle redigiert worden ist. Das Wolffiche noch nicht zum Durchbruch gekommen. ob die Fraktionsführer mir ein Schulden kommen lasse. In dem Artikel 12 sei überdies Bureau ist gehalten, ihm von privater Seite zugehende Nach-, Dynastien Abbitte zu leisten; nationalen Sicherheit Vorsorge gerichten über Aeußerungen des Kaisers nicht zu verbreitens pater peccavi schuldig sind, darüber wird die Geschichte einmal für die Erfordernisse der sondern den amtlichen Tert abzuwarten. Die Offizierstorp entscheiden. Ich kann nur das Zeugnis ablegen, daß ich den troffen. Feindseligkeit gegen das Element der Ausländer sei ein sind übrigens ermahnt worden, gegebenen Falles keine Fraktionen, den arbeitsschenen Mitgliedern sowohl wie den Gefühl, das einem anderen Zeitalter angehöre. Der Austausch Indiskretionen zu begehen und die Presse über Aeußerungen und Strebern, in deren Hand die Führung und das Votum ihrer arbeitsamer Kräfte habe keine Beschränkung, fenne auch keine LandesMaßnahmen des Kaisers nicht zu bedienen, da dem Kaiser Gefolgschaften lag, eine schwerere Schuld an der Schädigung unsrer grenze.( Beifall.) Der Antrag Rambaud wird hierauf mit 174 verschiedene Vorgänge der legten Zeit hinsichtlich Bufunft beimesse, als sie selbst fühlen.... Troß alledem hoffe ich, gegen 102 Stimmen abgelehnt und Artikel 2 angenommen. seiner Aeußerungen sehr unlieb gewesen wären. daß in Kriegszeiten das Nationalgefühl stets zu der Höhe anMarseille, 15. Juni. Die marokkanische Gesandtschaft ist Das beste Mittel gegen diese Unliebsamkeiten wäre, wenn die fchivellen wird, um das Lügengewebe zu zerreißen, in dem FraktionsPersonen, die mit dem Kaiser in Berührung kommen, sich so weit führer, strebsame Redner und Parteiblätter in Friedenszeiten die hier eingetroffen und vom Präfeften, dem kommandierenden selbst zügeln würden, daß sie nicht sogleich jedes Wort und jede Maffen zu erhalten wissen. Wenn man sich die Zeit vergegenwärtigt, General des 15. Armeecorps und dem Maire am Bahnhofe die Welfen, nicht bloß die hamöverscheu, empfangen worden. Daselbst hatte auch eine Compagnie Soldaten Ansprache des Kaisers, sei es aus byzantinischem Eifer, sei es aus wo das Centrum. bloßer Geschwäßigkeit, weiter verbreiten. Bir stimmen mit dem die Polen, die französierenden Elsässer, die Volksparteiler, die Aufstellung genommen, welche militärische Ehren erwies. Auf die Freisimmigen und die Partitularisten, die Begrüßungsansprache des Präfekten erwiderte der Führer der GeKaiser überein, daß es nicht nötig ist, alle seine Worte durch Ver: Socialdemokraten, öffentlichung politisch zu verwerten. Wenn außerdem die betreffenden einig unter einander nur in der Feindschaft gegen das Reich und sandtschaft, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der franRegierungsvertreter das„ W. T.-B." nur bei wirklich wichtigen An- feine Dynastie... eine sichere und herrische Mehrheit gegen den zösischen und marokkanischen Regierung feien schon alt und er läffen zur Veröffentlichung von Kaiserreden und Kaifertoasten ver- Kaiser und die verbündeten Regierungen besaß, so wird jeder, der hoffe, daß die Reise der Gesandtschaft nach Frankreich dazu beitragen anlassen wollten, so würde die Neigung privater Personen, auch die damalige Situation und die von Westen und Often drohenden werde, dieselben noch enger zu gestalten. Italien. aland stattgefunden ohne geschlossene Sigungen. Rom, 15. Juni. Die Deputiertenkammer nahm gange der Sigung das Budget des Aeußern im ganzen in geheimer Abstimmung mit 205 gegen 176 Stimmen an. Holland. Aus Scheveningen wird berichtet: Frau Botha hatte gestern eine Unterredung mit dem Präsidenten Krüger im Haufe des Boerendelegierten Volmarans. Dr. Leyds wohnte der Unterredung, die keinen offiziellen Charakter hatte, nicht bei. England. London, 15. Juni. Der„ Standard" glaubt zu wissen, der Schazkanzler habe erklärt, er könne dem Plane eines Wert= zolls auf Kohle wegen des Einspruchs des Landes Wales nicht zustimmen, er sei indessen bereit, die Frage der Ausfuhr des Steinkohlenkleins zu prüfen, die durch den Zoll von einem Schilling ganz zum Stillstand gebracht sei. Wie„ Daily Telegraph" berichtet, habe der Schazkanzler der Herabseßung des Zolls für diese Kohlenforte auf die Hälfte, d. h. auf 6 Pence, im Princip zu gestimmt. China. Wie es aber bei und nach der Vereinigung gehalten wurde, dafür mögen die Tagesordnungen für den Vereinigungsfongreß 1875 und den Kongreß für 1876 Zeugnis ablegen. Dieselben lauteten: Kongreß Lotal: Kaltwaßerscher Saal. An! A. Vorversammlung: Sonnabend, 22. Mai 1875, abends 8 Uhr: Gemeindevorstand ganz und gar außer Fassung. Er war doch behufs 1. Abgabe der Mandate, 2. Wahl der Mandatsprüfungs- Kommission. B. Geschlossene Sigungen: Sonntags von vormittags 11 Uhr und nachmittags 3 Uhr ab. ( Es folgen nun die sechs Punkte der Tagesordnung, die ausnahmslos in geschlossenen Sizungen verhandelt wurden.) falls in Gotha stattfand, lautete: Die Tagesordnung für den nächstjährigen Parteitag, der ebenA. Borversammlung: Sonnabend. den 19. August, abends 8 Uhr. B. Deffentliche Sigung( Boltsversammlung): Sonntag, 20. August, nachmittags 4 Uhr. Der Allgemeine Auf den 4. Februar war wiederum Wahl angefeßt. im Fort- deutsche Arbeiterverein und die Eisenacher tannten für ihre Jahres Vorsichtsmaßregeln wurden angewandt, man studierte eingehend tongresse überhaupt nur öffentliche Volksversammlungen, in denen die Bestimmungen der Landgemeinde- Ordnung und zog dann vorher bestimmte Redner allgemeine Thematas erörterten, und getrosten Muts in den Wahlkampf, bei dem unser Kandidat geschlossene Sigungen". allerdings durch das Losunterlag. Man freute sich aber auch diesmal des schwer erkämpften Sieges zu früh. Unser Genosse protestierte wieder gegen das Wahlverfahren, da man tros des sorgfältigsten und eingehendsten Studiums der Landgemeindes Ordnung übersehen hatte, daß Einwohner unter 25 Jahren nicht wählen dürfen. Dieser Protest brachte nun unsren biederen so sicher gegangen. Vergeblich suchte er aus der ominösen Landgemeinde Ordnung nachzuweisen, daß ein Alter von 21 Jahren ge= nüge. Der Gemeindevorstand hatte wahrscheinlich nur ein Eremplar der Landgemeinde- Ordnung aus den achtziger Jahren zur Hand, wo das Wahlrecht allerdings noch mit 21 Jahren ausgeübt werden durfte. Nun sind wir ja allerdings auch der Meinung, daß es gut wäre, wenn Einwohner mit 21 Jahren das Wahlrecht hätten. Da aber die heutige Landgemeinde Ordnung es anders bestimmt, so müssen wir und der Herr Gemeindevorstand uns dabei bescheiden. Der Protest unsres Genossen hatte denn auch den Erfolg, daß die Gemeinderatswahl der Unansässigen zum zweitenmal für ungültig erklärt wurde, während die Wahl der Ansässigen diesmal für gültig erklärt wurde. Am 8. Mai fand nun zum drittenmal die Gemeinderatswahl statt. Diesmal hatte die Amtshauptmannschaft, die gegen die Richtigkeit des zu Eingang des Erst für den Parteitag im Jahre 1877 waren die geschlossenen Artikels von uns zitierten Sprichworts mißtrauisch geworden zu Sizungen von der Tagesordnung verschwunden. Das war aber sein scheint, einem ihrer Beamten die Oberleitung übertragen. teineswegs freiwillig geschehen, sondern die Unterlassung war er- gelang den Gegnern diesmal, mit einer Stimme Mehrheit den zwungen durch die Gründe, welche die obersten Gerichte in Sieg zu erringen. Sie glauben nun ganz sicher, auf ihren Lor Breußen, Bayern und Sachsen für die Auflösung unsrer Partei- beeren ausruhen zu können, zumal die Amtshauptmannschaft Organisation ins Feld führten. In diesen Gründen wurden, neben die Beschwerde unsres Genossen gegen diese dritte Wahl zurückandern, in den gewählten Delegierten zum Parteitag und in gewiesen, trotzdem er nachgewiesen, daß der Vorstand die Wählerlisten den geschlossenen Sigungen desselben die Merkmale für das nicht ausgelegt hatte, auch die ganze Bekanntmachung der Wahl viel Bestehen von Parteivereinen an den einzelnen Orten gefunden, die zu wünschen übrig ließ, da sie nur am Anschlagbrett angeschlagen in geschlossenen" Sizungen entgegen den Bestimmungen des wurde. Der Gemeinderat hatte ausdrücklich beschlossen, die Wähler Soalitionsverbots mit einander in Verbindung" getreten sind. persönlich einzuladen. Unser Genosse hat sich nun an die KreisDas ist der Zusammenhang des Koalitionsverbots mit den ge- hauptmannschaft gewandt und es ist durchaus nicht ausgeschlossen, schlossenen Sigungen unsrer Parteitage. Wenn nun die, Frantf. 3tg." und daß die Ockerwizer noch ein viertes Mal wählen müssen. ihr folgend auch einige Parteiblätter schreiben, die beiden Sachen haben gar nichts miteinander zu thun, so beweisen sie damit nur, daß sie die parteigeschichtlichen Borgänge nicht kennen. Bedenkliches Vorgehen. Der Morning Post" wird aus Shanghai gemeldet: Deutsche Kanonenboote patrouillieren auf dem Yangtse bis Jchang, wo der Jltis" während des Sommers verbleibt. Die Franzosen und die Deutschen haben die Absicht, Tschangscha, die neue Hauptstadt der Provinz Hunan, von Kanonenbooten, die zu diesem Zweck den Tatung- See durchqueren würden, besuchen zu lassen. Tschangscha ist bis jetzt erst einmal von einem fremden Kriegsschiffe, und zwar von einem eng Shanghai berichtet, die dortige deutsche Garnison werde zwei Bataillone start sein unter dem Befehle des Oberstlieutenants Graf v. Schlippenbach. lischen Kanonenboote besucht worden. Den„ Times" wird aus Partei- Machrichten. Geschlossene Parteitagsfitzungen. C. Geschlossene Sigungen: Sonntag, 20. August, vormittags 11 Uhr. Es Aus dem Parteisetretariat in der Kreuzberg straße 30 wird uns geschrieben: die Wahl des Genossen Grauer in Lichtenberg zum Mitgliede des Socialdemokratische Kreistagsvertreter. Wir hatten fürzlich Die vor einigen Tagen im„ Vorwärts" veröffentlichte, auf den nächsten Parteitag in Lübeck bezügliche Notiz, in der auch darauf Also, bis zum Jahre 1876 haben wir auf uniren Parteitagen 2c. Kreistags für Niederbarnim mitgeteilt und daran die Bemerkung hingewiesen ist, daß dieses Jahr gefchloffene Sitzungen" in Aussicht unsre parteigenössischen Angelegenheiten überhaupt nur in ge- Kreistage jei. Die„ Magdeburgische Volksstimme" macht nun darauf geknüpft, daß dies der erste Socialdemokrat in einem preußischen genommen sind, scheint in einigen Parteikreisen besondere Aufregung schlossenen Sizungen verhandelt. Daß dabei die Parteigenossen hervorgerufen zu haben. Nachdem die" Frankfurter 3tg." einer alten und die Partei Interessen nicht zu kurz gekommen sind, beweisen aufmerksam, daß dies ein Irrtum sei und daß schon vor einigen Gewohnheit folgend, wieder einmal Parteivorsehung für uns spielt die darüber veröffentlichten Protokolle, die freilich im Laufe der langen Jahren die Gemeinde Goldlauter im Kreise Schleusingen und von einem„ Markstein in der Geschichte der Socialdemokratie" Jahre auch in Parteitreisen selten geworden sind. den Genossen Weiß in den Kreistag gewählt hatte. Später wurde spricht, der durch die Abhaltung geheimer Signngen" aufgerichtet Da die vereinsgefeßliche Lage nach Aufhebung des Socialisten er dann aber nicht wiedergewählt. werden soll, scheinen einigen unsrer Genossen die schwersten Bedenken gefezes im Jahre 1890 noch genau so stand wie in den Jahren Einen Gemeinde Wahlfieg auf einem Boden, den die„ W. gegen diese in unsrer Partei bisher unbekannte Einrichtung" auf- 1876/ 77, so durften die in jenen Jahren gesammelten Erfahrungen Arb.- 3tg." als Urboden bezeichnet, errangen unsere Parteigenossen gestoßen zu sein. Man bezweifelt besonders, auch in dieser Be- nicht ignoriert werden und die Ansetzung geschlossener Sizungen auf in dem Orte Unter- Schischka bei Laibach in rain. Es wurden ziehung den Spuren des Frankfurter Blattes folgend, daß unsren Parteitagen unterblieb. Heute existiert dieser Zwang nicht dort im dritten Wahlkörper( Klasse) gegen die Koalition der die Beseitigung des Koalitionsverbots die Anregung zur Ein mehr und der Parteivorstand glaubt deshalb gut gethan zu haben, Slowenisch- nationalen und der Klerikalen sämtliche sechs socialführung geheimer Sigungen" gegeben habe, da diese Aufhebung diese Frage dem nächsten Parteitage zur Entscheidung zu unter demokratische Kandidaten als Gemeinderats- Mitglieder gewählt und " gar nicht zur Sache gehöre". breiten. Wie diese ausfällt, kann ruhig abgewartet werden. ebenso die socialdemokratischen Erfaßmänner. Die socialdemokratischen Nachgewiesen aber glauben wir zu haben, daß der Markstein Wähler sind vornehmlich Eisenbahner. in der Geschichte der Socialdemokratie" sich ganz ebenbürtig den immer sich wiederholenden Redensarten von der bevorstehenden Spaltung in der Socialdemokratie, der Mauferung der Partei usw. an die Seite stellen läßt. " " Da in einigen Parteiblättern auch Zweifel geäußert werden, ob es sich in der ersten Vorwärts"-Notiz wirklich um eine Anregung des Parteivorstands handle, so sei hier im voraus bemerkt, daß dies allerdings der Fall ist. Der Parteivorstand hat in einer seiner legten Sigungen, bei Anivefenheit seiner sämtlichen Mitglieder, ein stimmig den Beschluß gefaßt, dem nächsten Parteitag den Vorichlag zu unterbreiten, neben den öffentlichen auch geschlossene Sigungen abzuhalten. Da der Parteitag über seine Geschäftsordnung souverain entscheidet, so wird er auch über diesen Vorschlag seinen Beschluß fassen. Damit erledigen sich wohl die hier und da laut gewordenen Bedenken, daß eine Bergewaltigung des Parteitags in dieser Frage Plaz greifen könnte. " Die Partei hat in ihren Beschlüssen sich bisher nur leiten lassen von ihren Interessen, so wollen wir es auch in Zukunft und ganz ficher auch in Lübeck halten. Mögen die Gegner ihre Schreckschüsse abfeuern, wir wollen uns dadurch nicht nervös machen lassen. * * Unfre Redaktion können auch diese Ausführungen des Parteisekretariats nicht veranlassen, die schon geäußerte Auffassung aufzugeben, daß ein hinreichender Grund zur Aenderung in der Art der Abhaltung unsrer Parteitage nicht vorliegt. 93 Polizeiliches, Gerichtliches usw. M " 1 Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Lokallifte für Berlin und Umgegend Eingestelltes Strafverfahren. Das gegen die Genossin Dr. Rosa Luxemburg als Verfasserin der polnischen Broschüre W obronie narodowosci"( Bur Verteidigung der Nationalität) und gegen den Genossen Gogowski Posen als Verleger dieser Broschüre eingeleitete Strafverfahren ist eingestellt worden. Jukriminiert waren 26 Stellen der sechzehnseitigen Flugschrift; doch scheint der Herr Kultusminister sich nicht beleidigt zu fühlen. - Sächsische Polizeizustände. Der Bezirksausschuß der AmtsHauptmannschaft Leipzig hat den Beschluß gefaßt, daß es strafbar fei, Bergnügungen zu inserieren, bevor sie polizeilich genehmigt Was nun das Geheimnis" der Sigungen anbelangt, wodurch find. Ganz abgesehen davon, daß uns keine gefeßliche Handhabe die Genossen, die nicht auf dem Parteitage anwesend find, in ihrem bekannt ist, auf Grund deren eine solche Handlung bestraft werden Rechte, die Verhandhnigen des Parteitags zu kritisieren und zu Die Darstellung des Sekretariats giebt uns feine Klarheit, ob kann, ist es doch wirklich noch mehr wie vormärzlich", die Staatsfontrollieren, gang wesentlich beeinträchtigt werden sollen", so beruht in den 70er Jahren eine geschlossene Sigung" dasselbe bedeutete, bürger solcher Bevormundung zu unterstellen. diese Befürchtung auf einer ganz falschen Auffassung deffen, was der was jetzt vom Parteivorstand vorgeschlagen wird, nämlich Ein Auflösungsgrund. In Halle wurde eine Versammlung Parteivorstand mit den geschlossenen Sigungen erstrebt. Diese Sigungen des Parteitags unter Ausschluß der Bertreter des socialdemokratischen Vereins nach zweistündiger Dauer aufgelöst, Sigungen sollen gerade die Gelegenheit geben, mit den Vertretern der nicht- socialdemokratischen Presse. ES scheint fast, als weil es teine Tischlerversammlung sei. Aber warum der Genossen über alle Dinge sich rückhaltslos auszusprechen habe damals" gefchloffene Sigung" nur den Gegenjas in aller Welt sollte es denn eine Tischlerversammlung sein? und zwar auch über solche, die ihrer ganzen Natur nach sich зи„ öffentliche Voltsversammlung" bedeuten sollen. Irren zu einer Erörterung vor aller Welt und speciell in Gegenwart wir jedoch in dieser Meinung, so ist entfernt noch nicht von Vertretern einer uns spinnefeind gesinnten Presse sich einmal erwiesen, daß das, was für die siebziger Jahre angemessen war, nicht eignen. für die heutigen Verhältnisse empfehlenswert ist. Wäre Niemand denkt dabei daran, die Vertreter der Parteipresse von es aber empfehlenswert, so sollte gefolgert werden, daß wir nicht diesen Sitzungen auszuschließen oder gar im Protokoll die Berichte eine oder einige geschlossene Sigungen abhalten, sondern den ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blatts beiüber dieselben zu unterschlagen. Worauf es ankommt, das ist, daß ganzen Parteitag vor der nichtsocialdemokratischen Oeffent- gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den gerade über diese internen Angelegenheiten der Partei mur lichkeit sperren müssen. Das will niemand, aber dazu führt der Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu wahrheitsgemäße Berichte veröffentlicht werden, die auch Hinweis auf die Gepflogenheit der siebziger Jahre. beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegendem Zwede, der mit den Verhandlungen verfolgt wird, dienen und nicht Es kann sich nur darum handeln, ob jetzt ein zwingender aufgebauschte und verlogene Darstellungen, in denen vielleicht unbedachte, Anlaß zu Aenderungen gegeben ist. Es mag sein, daß die über, die in Berlin selber versteckt, in den Vororten dagegen zur Sache aber ganz gleichgültige Aeußerungen als die Hauptsache jetzige Deffentlichkeit diesen oder jenen Genossen gehindert hat, all offen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig, als hinſtellt und daran die böswilligsten Folgerungen geknüpft werden. und jedes, was zu sagen er Neigung verspürte, von sich zu geben. Die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, Man kann gewiß dagegen einwenden, daß an diesen gegnerischerseits Im allgemeinen ist das aber nicht der Fall gewesen; wir haben noch muß das Bestreben aller Barteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenossen, beliebten Manövern die Partei bisher keinen besonderen Schaden teine Klagen aus Parteifreisen vernommen, daß unsre Parteitags- besucht daher bei Ausflügen 2c. nur solche Lotkalitäten, welche genommen habe. Das ist richtig, aber ebenso richtig ist es, daß Delegierten aus ihren Herzen Mördergruben hätten machen müssen, auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen manche zur Sache sehr dienliche Aeußerung unterblieben ist, und auch dem Parteivorstand hat, wie uns dünkt, bisher niemals erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, weil der Betreffende sich die Frage vorlegte, ob es nicht die Kunst versagt, dasjenige den Genoffen vorzutragen, was er für beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste besser sei zu schweigen, als der gegnerischen Presse den erforderlich hielt. Vorwand 31. neuen böswilligen und verleumderischen AusAber die Fälschungen und Verleumdungen böswilliger Bericht- die neue Lokalli ste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen laffungen zu geben. Gerade weil die Genossen ein Recht darauf erstatter! Haben wir an diesen Fälschungen und Verleumdungen Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine haben, über alle Vorgänge in der Partei volle Aufklärung zu er- irgendwann irgendwelchen Schaden genommen? Haben wir nicht lausel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiterhalten, ist der Vorstand zu seinem Vorschlage gekommen. Es kommt auch eine gute Zahl Berichterstatter gegnerischer Zeitungen er Versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag seine aber sehr in Betracht, durch wen diese Aufklärung an die lebt, die objektiv berichteten? Und trugen nicht diese Berichte Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der lezten Zeit lassen Genossen kommt, ob durch die eignen Delegierten und die Partei- dazu bei, daß das politische und moralische Ansehen unsrer eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebenso ist presse oder durch entstellte und den Sachverhalt tendenziös ver- Partei auch in den Reihen unsrer Gegner gewaltig gewachsen es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Möglichkeit zu drehende Berichte der Gegner. ist? Sollen wir jegt beginnen, die Oeffentlichkeit 3 sorgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der Stellen beschränken, während bisher gerade die erbittert sten nachweis der Freien Bereinigung der Gastwirtsgehilfen Berücksichtigung Gegner unsrer Partei sich dagegen erregten, daß ein Teil der bürgerlichen Zeitungen von den Verhandlungen unsrer Partei- findet. Thue ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht austage eingehend Kenntnis gebe, und empfahlen, unsre Tagungen bleiben. Lokale, die keine Säle haben, sind für den Verkehr frei. möglichst totzufchweigen? Die Lokalfommission. Im übrigen ist auch die Bekümmernis unsrer Gegner, daß von jetzt ab von der„ Ümsturzpartei in geheimen Konventikeln die schwärzesten Pläne ausgehedt werden", ganz überflüssig. Seit dem Vereinigungskongreß im Jahre 1875 find wir es gewohnt, auf unsern auf deutschem Boden abgehaltenen Parteitagen uns des Besuchs der Vertreter nicht nur der Orts-, sondern auch Nicht einmal die Annahme bestätigt die Zuschrift aus dem der in Berlin domizilierten politischen Centralpolizei zu erfreuen. Parteisekretariat, daß es sich nur um geschlossene Behandlung von Wir erhalten von der Berliner Lokalkommiffion folgendes Die von den letzteren abgefaßten, stenographisch aufgenommenen und rein geschäftlichen Angelegenheiten Handeln soll. zur Veröffentlichung: In Nr. 133 des" Vorwärts" befindet sich unter, im Druck hergestellten Verhandlungsprotokolle zeichnen sich sogar, Was soll denn der Oeffentlichkeit vorenthalten werden? Wo soll Versammlungen ein Bericht des Central- Wahlvereins für Teltow wie wir aus den in unserm Befiz befindlichen Erem die Grenze gezogen werden, wenn wir uns erst auf diesen Weg be-| Beeskow- Charlottenburg. Der Bericht schließt mit einer Erörterung plaren mit Vergnügen konstatieren, durch eratte Abfaffung geben haben? über die Lokalverhältnisse des Kreises. Der Obmann der Lokal: aus. Nur über die drei, während des Ausnahmegesetzes im Aus- Wir sind nicht nervös und was die Gegner sagen, erschreckt fommission obigen Kreises erklärte, durch das Verhalten der Berliner Tande abgehaltenen Parteitage existieren solche Protokolle nicht. uns nicht. Wir vermögen aber in jenem Vorschlag des Partei- Lokalkommission hätten sich die Verhältnisse im Kreise verschlechtert; Aber es geschah ja bekanntlich nicht mit unsrem Willen, daß wir vorstands keine Förderung unsrer Partei- Interessen zu entdecken. erst in letzter Zeit hätten die Berliner die Lokale Hasselwerder und damals genötigt waren, unfre Parteitage auf einem Boden abzu- Bestenfalls sind die etwaigen Vorteile verschwindend gering gegen- Café Sedan freigegeben, ohne daß die Lokalkommission von Niederhalten, wo unsre sonst allmächtige Polizei nichts zu suchen und zu über den Schädigungen, die von seiner Durchführung zu erwarten Schöneweide und der Obmann des Kreises davon benachrichtigt worden fagen hat. find. Die Socialdemokratie thut nichts und hat nichts zu thun, wären. Hierauf stellt die Berliner Lokalfommission fest, daß der Das trifft aber für die alte Hansastadt Lübeck nicht zu, und so was nicht die weiteste Oeffentlichkeit erfahren darf und soll. Genosse Quitt als Obmann des Kreises die Unwahrheit gesagt hat. fann die Kreuz- 3tg." und die ihr gleichgesinnten ängstlichen GeQuitt hat jeder Sigung in Gemeinschaft mit den Genossen Mann müther ganz beruhigt sein, auch in Lübeck wird es uns an polizeiund Schnelle beigewohnt; und noch am Tage vorher, ehe der Aus-, lichen Besuch nicht fehlen, und wie die Dinge im freien Deutschen Eine Gemeinderatswahl mit Hindernissen. Das alte, fehr schuß der Berliner Lokalkommission beauftragt worden war, zivei. Reiche im zwanzigsten Jahrhundert einmal liegen, fönnen wir es steptisch aufzufassende Wort:" Wem Gott ein Anit giebt, dem giebt er Lokale an der Oberspree freizumachen, waren die genannten Partei Die Berliner Lokal nicht verhindern, daß uns diese Vertreter der Polizei auch in unsren auch den Verstand dazu!" scheint bei dem Gemeindevorstand in dem genossen in der fraglichen Sizung zugegen. geheimen Sigungen" Gesellschaft leisten. Dörfchen Oderwig in Sachsen nicht zuzutreffen, was durch folgende kommission weist den Vorwurf, daß durch ihr Eingreifen in die Lokal Num noch ein Wort über die„ Neuerung". Vorgänge belegt wird: Am 25. November v. J. zogen die biederen frage des Kreises Teltow- Beeskow der Kreis gelitten habe, ganz Die Berliner Lokalkommission erklärt, daß Mit Ausnahme der Zeit unter dem Socialistengefeß sind die Oderwizer zum erstenmal in die Wahlschlacht; denn die Gemeinde entschieden zurück. Parteitage der socialdemokratischen Partei immer öffentlich ab- wollte auch ihren Gemeinderat an Stelle der bis dahin üblichen sie nur dem berechtigten Wunsche der Berliner Parteigenossen gehalten worden." So lesen wir wörtlich in unsrem Chemnitzer Gemeindeversammlungen haben. Aber mit der Gemeinderats- Rechnung getragen hat, nachdem sie seit einer Reihe von Jahren geParteiblatt und ähnliche Behauptungen kehren in andern Partei- wahl ist es ein eigen Ding; sie muß nach den Bestimmungen sehen hat, daß durch das Sperren sämtlicher Lokale an der Oberder Landgemeinde- Ordnung geleitet werden, sonst kann es vor- spree bisher nichts erreicht wurde, daß sie trotz der Sperre des Sonn" blättern wieder. Mit Verlaub, das genaue Gegenteil ist richtig. Bis fommen, daß der Liebe Müh' umsonst war und sie für ungültig tags überfüllt sind. So haben wir uns veranlaßt gesehen, von den zum Jahre 1877-1878 fonnten wir feinen Parteitag mehr abhalten, erklärt wird. Das passierte natürlich der Gemeinde Ockerwig fieben bis acht Lokalen wenigstens zwei freizugeben und die andern weil er nach den Attentaten überall verboten wurde hat nicht ein gleich beim ersten Mal. Die Wahl mußte wegen einiger Verstöße zu sperren. Daß dieses kommen würde, wußten die Leiter des Kreises einziger Kongreß, Generalversammlung oder Parteitag in Deutsch- gegen die einschlägigen Bestimmungen für ungültig erflärt werden. Teltow- Beeskow. Im übrigen sieht die Berliner Lokalkommission = Als der der Ankündigung in Nr. 187 des„ Bortvärts", baß in Berlin Volks- Jerhöhung und andre Zugeständnisse. Nachdem es ihnen nicht ge- 1 Waren gehörten 3 Pfund geräucherte Bunge, 5 Bfund Wurft, 2 Pfund versammlungen einzuberufen find, mit der größten Ruhe entgegen. lungen ist, eine Ginigung zu erzielen, hat der Präsident des Bahn- Rheinlachs, 15 Flaschen Rotwein und 2 Flaschen Sekt. Die Berliner Lokalkommission. wärterverbandes für Montag früh den Ausstand angeordnet. Die Bote die Waren ablieferte, wurde er von der Ehefrau des Angeklagten Das Volksfest des Reichstags Wahlkreises Nieder- Anordnung betrifft 8600 Mann vom Atlantischen bis zum Stillen empfangen, welche erklärte, daß die Herrschaft" im Theater sei und Barnim findet am 28. Juni im Schloß Weißensee statt. Siehe Ocean. Die Bahnverwaltung behauptet, daß die Leute Löhne dadurch in dem Boten den Glauben erweckte, daß er einen Dienst heutiges Inserat. erhalten, welche den besten in Amerika gezahlten gleichkommen. boten vor sich habe. Wenige Tage vor dem Termine sind einige Gläubiger durch die Ehefrau des Angeklagten Köhler sen. teilweise befriedigt worden. Der Gerichtshof verurteilte den Vater zu sechs Monaten, den Sohn zu sechs Wochen Gefängnis. Durch Urkundenfälschung und Betrug in mehr als 250 Fällen Erster Berliner Reichstage- Wahlkreis. Dienstag, abends 8 Uhr, Volksversammlung für Männer und Frauen in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, in welcher Genoffin Dr. Rosa Lugemburg über Weltpolitik und die Arbeiterklasse" referieren wird. " Sociales. Städtische Wohnungsfürsorge. Die Stadtverordneten von Friedrichsfelde. Dienstag, abends 9 Uhr, findet bei Haber: die einer gemeinnügigen Baugesellschaft gehörten, zum Preise von sollte der Kaufmann Friedrich Kielmann, der gestern der land die Versammlung des Wahlvereins statt. Stadtv. Wutfi spricht über Konfumgenossenschaften. Lichtenberg- Friedrichsberg- Wilhelmsberg. Dienstag findet bei Höflich, Frankfurter Chauffee 120, eine außerordentliche Generalbersammlung des Wahlvereins statt. Genosse Liesegang spricht über: Unire politische Organisation am Orte, wird diese gefördert oder gehemmt? Alle Mitglieder müssen erscheinen. Schöneberg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die am Dienstag stattfindende Vereinsversammlung im Lokal, Wilhelmshof", Ebersstr. 80, aufmerksam gemacht. Außer einem Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse steht der Bericht der Delegierten von der Generalversammlung auf der Tagesordnung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Barbierstreit. Zu der gestern veröffentlichten Liste der Gefchäfte, welche bewilligt haben, find folgende nachzutragen: Franz Bugte, Rüdersdorferstr. 43. Richard Böhlke, Koppen straße 54. Karl Schulz, Fruchtstr. 43. Christoph, Gormannstr. 12. Levandowski, Bollinerstr. 7. Mar Witte, Manteuffelstr. 106. Max Lennecke, Forsterstr. 43. Walthoff, Ramlerstr. 16. Die selbständigen Barbiere und Friseure in Weißenfee beschlossen gegen zwei Ttimmen, vom 22. Juni ab den Lohntarif der Gehilfen zu bewilligen, gleichzeitig den Preis für Rafieren auf 15 Bf., für Haarschneiden auf 35 Pf. zu erhöhen. Die Lohntommission der Gehilfen, welche in der Versammlung zugegen war, verpflichtete fich, die Geschäfte, welche die Forderungen nicht bewilligen und die Preiserhöhung nicht einführen, zu sperren und öffentlich bekannt zu geben. Deutsches Reich. Die ausständigen Harburger Gummiarbeiter werden seitens der Arbeitgeber durch das beliebte Mittel der schwarzen Listen geächtet und für alle Zeit broilos zu machen gesucht. Der Harburger 95 835 M., uni fie nicht in die Hände von Privatspekulanten gelangen 4. Strafkammer des Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorzu lassen. Es handelt sich hier um etwa 50 Arbeiterwohnungen. geführt wurde, die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft um 21 800 m. Dem Einwurf der bürgerlichen Stadtväter, daß sich die Stadt durch geschädigt haben. Der Angeflagte legte ein offenes und, wie er bes die Verwaltung der Häuser viele Scherereien zuziehen werde, be- hauptete, reuiges Geständnis ab. Er ist früher Lehrer gewesen und gegneten unsre Genossen mit dem Vorschlag, daß man durch die befigt aus dieser Zeit gute Zeugnisse. Dann ging er nach Berlin, Bildung eines Mieterausschusses die Insassen der Häuſer an der Gr- um sich der Musik zu widmen, mußte dies Vorhaben aber aufgeben, haltung ihrer Wohnungen mehr interessieren und dadurch an der weil es ihm an Mitteln fehlte. Nun wandte er sich dem Kaufmannsstande zu, bekleidete mehrere Stellen als Buchhalter und wurde im Jahr 1898 mitverwaltung der Häuser beteiligen solle. Registraturbeamter bei der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft mit Die Verstaatlichung des Hebammenwesens hat die jüngst einem Gehalt von 160 M. monatlich. Er hat durch Fälschungen von in Rapperswil am Zürichsee abgehaltene Generalversammlung des Quittungen und Belägen sich in einem Zeitraum von 4 Jahren die schweizerischen Hebammenvereins, die von 170 Mitgliedern besucht obige enorme Summe verschafft und für sich verbraucht. Der Anwar, beschlossen. Unfre Parteipreſſe unterſtüßt die aufgestellte neue geklagte hat sich, wie er angiebt, im Jahre 1897 in eine Kellnerin Forderung selbstverständlich. berliebt, die er geheiratet hat, obgleich seine Familie ihn nach Kräften Unentgeltliche Lehrmittel. Die von den Socialdemokraten in davon abzuhalten suchte. Die Ehe sei eine höchst unglückliche ge Fürth beantragte probeweise Einführung der Lehrmittelfreiheit wurde wesen, seine Frau habe ihm die Treue nicht bewahrt und er sei dadurch angenommen und wird in der Form durchgeführt werden, daß ab ebenfalls auf einen unsoliden Lebenswandel gedrängt morden. 1. September 1901 zunächst in den beiden untersten Klassen der Vor etwa einem Jahre sei die Ehe geschieden worden. Der StaatsVolksschule für sämtliche Schulkinder die nötigen Schulbücher, anwalt meinte nicht, daß dem Angeklagten auf Grund aller dieser Tafeln, Hefte, Griffel, Federn 2c. auf Kosten der Kommune be- Umstände mildernde Umstände zugebilligt werden könnten, die Schwere schafft werden, die bei den Hausarbeiten erforderlichen der That erheische auch eine entsprechende Sühne. Er beantrage Schreibmaterialien müffen die Eltern kaufen. In der heutigen gegen den Angeklagten eine 8uchthausstrafe von drei Magistratssigung wurde beschlossen, die gesamten Lieferungen öffent- 3 a bhren und fünf Jahre Ehrverlust. Der Verteidiger, Juſtizrat lich auszuschreiben. Die Kosten werden für die beiden untersten Bronter, bat dringend, den Angeklagten vor dem Zuchthause zu Klassen ca. 5000 M. im Jahre betragen; wenn sich die probeweise bewahren, damit ihm nicht jede Aussicht genommen werde, je wieder Einführung bewährt, wird die Lehrmittelfreiheit für sämtliche Klassen in die bürgerliche Gesellschaft zurück zu fehren. Der Gerichtshof der Volksschulen eingeführt, was ca. 41 304 M. pro Jahr( 6,35 M. erkannte auf eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und fünfpro Kind) erfordern dürfte. Das kleine Fürth ist also die erste jährigen Ehrverlust. Stadt in Deutschland, in der ein Versuch mit der Lehrmittelfreiheit gemacht wird. Fabrikinspektions- Berichte. Entgegen der uns jüngst zu gegangenen Witteilung, daß die fächsischen Aufsichtsberichte anscheinend gar nicht im Buchhandel zu haben wären, teilt die Sächs. Arbeiter- 8tg." mit, daß diese Berichte jetzt in der Buchhandlung von Schröer in Dresden käuflich zu haben sind. V Nach seiner Wegen wiederholter Unterschlagung und Betruges zum Schaden der Rabatt- Spar- Gesellschaft Patrimonia" wurde gestern der Kassierer Otto Niemann vor der neunten Straffanmer des Landgerichts I. zur Verantwortung gezogen. Der Angeflagte war mit der Einkassierung der Sparbuchgelder betraut und hat dabei Beträge in Höhe von etwa 1900 m. veruntreut. Entlassung hat er noch weitere Beträge in Höhe von etwa 300 M. einkassiert, indem er bei den Zahlenden den Frrtum erweckte, daß er noch Angestellter der Gesellschaft sei. Er wurde zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt, In der Strafsache gegen die früheren Direktoren und AufDie Pensionierung von Gemeinde- Arbeitern stand auch auf fichtsräte der Helios" Attiengesellschaft wird am der Tagesordnung des jezt in Celle abgehaltenen Hannoverschen Städte- 21. d. Mts. die Revisionsverhandlung vor dem Reichsgericht in tags. Die Referenten dazu, Senator Grote- Hannover und Bürgermeister Leipzig stattfinden. Troje- Einbeck hatten empfohlen, durch Gemeindebeschluß zu bestimmen: ,, daß alle im Kommunaldienst im Haupterwerb dauernd bes. schäftigten Personen, welchen nicht als Beamten oder auf Grund besonderer Verleihung ein Anspruch auf Pension und Hinterbliebenen Versorgung zusteht, grundfäßlich einen bestimmten Ruhelohn und eine bestimmte Hinterbliebenen Versorgung er halten sollen und zwar thunlichst unter entsprechenden Voraus fegungen und in ähnlicher Höhe, wie die städtischen Beamten. Diese Versorgung ist indes nicht als ein flagbares Recht zu gewähren, sondern dergestalt, daß sie in jedem einzelnen Falle vom Magistrat nach näherer Vorschrift des gefaßten Gemeindebeschlusses besonders bewilligt werden muß, auch mit Zustimmung der Bürgervorsteher jederzeit abgeändert oder wieder entzogen Krisenzeichen. Wie die Münchner Post" meldet, entließ die Arbeitgeber- Verband hat, wie in einer Arbeiterverfammlung nach- Oberbayrische Aktiengesellschaft" von der Kohlengrube Penzberg gewiesen worden ist, an alle Arbeitgeber ein Verzeichnis der 50 Arbeiter wegen Arbeitsmangel. Streifenden versandt zur gefälligen Bedienung", wie es in dem Begleitschreiben heißt. Natürlich meint der Arbeitgeber- Berband nicht, daß die Adressaten sich der Liste an einem stillen Ort zu einem nicht zu bezeichnenden Zweck bedienen sollen, er will vielmehr, daß die Unternehmer diese Liste fleißig studieren und jeden Arbeitsuchenden, der darauf steht, zurüdweisen. Bei dieser Verrufserklärung durch die Fabrikanten handelt es sich nicht etwa um ein Mittel im wirtschaftlichen Kampfe, welches den von den Streikenden angewandten Kampfesmitteln gleich zu achten wäre, denn die Gummifabrikanten stehen, ihrem eignen Verhalten nach, gar nicht mehr im Stampfe mit den Arbeitern. Sie haben dieselben vielmehr schon vor längerer Zeit als entlassen erklärt und können demnach doch nicht mehr auf die Rückkehr der Arbeiter rechnen. Hieraus folgt also, daß der Versuch, die Streifenden dauernd erwerbslos zu machen, nichts weiter ist als ein verwerflicher Racheakt. Jedenfalls betrachten die Fabrikanten die Streikenden- trog der Entlassung immer noch als ihre" Arbeiter, die sie durch den Verruf zwingen wollen, zu Kreuze zu friechen. Hoffentlich werden die Streitenden siegen trot aller Machenschaften der Fabrikanten. Zum Bauarbeiter- Ausstand in Wilhelmshaven. Am Freitag ist wieder ein Trupp Ausländer in Wilhelmshaven angekommen. Die Ausständigen sehen in den Ausländern keine Gefahr, den Streit zu verlieren, da die Meister selbst erklären, mit diesen Leuten nicht auf die Dauer arbeiten zu können. Soweit die Maurer nicht schon zu den neuen Bedingungen arbeiten, find fie bis auf einige Kommiſſionsmitglieder auswärts in Arbeit getreten. Im allgemeinen ist die Situation noch unverändert. Das Gewerbegericht scheint als Einigungsamt nicht eingreifen zu wollen; wenigstens haben wir noch nichts wieder darüber vernommen. Apolda. Aus Anlaß des verloren gegangenen Färbereiarbeiter- Streits sind in der Aktienfärberei von F. C. Weyler eine größere Anzahl Arbeiter, darunter solche, die daselbst 18-20 Jahre beschäftigt waren, gemaßregelt worden. In den übrigen Färbereien wurden alle Arbeiter zu den alten Bedingungen, mit dem Versprechen, daß demnächst eine Lohnaufbesserung stattfinden werde, wieder eingestellt. Ausland. wegen Maßregelung des Gehilfenvertreters in den Ausstand getreten. 29 Pflasterergehilfen der Firma F. Kraft in Wien find Dieselben ersuchen die deutschen Steinfeger( Pflasterer) um Fernhaltung des Zuzuges. V B Sociale Rechtspflege. Erkrankung oder Folge eines Betriebsunfalls? Die Tages löhnerin Ambach beanspruchte wegen einer Sehnenscheidenentzündung der linken Hand von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Sie führte die Erkrankung der Hand darauf zurüd, daß sie sich fünf Monate vorher beim Salatsiechen den Mittelfinger verlegt habe, jei es durch die Messerschneide oder durch den stundenlangen Druck des Knaufs gegen den Finger. Die Berufsgenossenschaft hielt den Beweis einer plöglichen Einwirkung auf den Finger, die als Unfall gelten fönnte, nicht für erbracht, ebenso wenig den eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen jener Arbeit des Salatstechens und der Entzündung, durch die die Der Gegenstand kam leider nicht zur Verhandlung, weil der Frau in ihrer Erwerbsfähigkeit beschränkt ist. Wie die Berufs Städtetag vegen vorgerückter Zeit"( mittags um 12 Uhr) geschlossen genossenschaft, wies auch das Schiedsgericht die Klägerin ab, weil wurde. es sich hier höchstens um eine allmähliche Erkrankung Gegen die Reinlichkeit in Bäckereien. Ein badischer Bädere der Hand infolge einer nicht plöglichen, sondern einer werden kann." " verbandstag( Meister) tagte in Konstanz. Er verhandelte auch über andauernden Einwirkung der Arbeit handeln könne. Eine die Aufdeckung der Mißstände in Backstuben und beschloß die derartige langsame Einwirtung sei nicht als Unfall ດາ Errichtung einer Centralstelle, von der aus alle unberechtigten zusehen. Das Reichs Versicherungsamt als RekursAnschuldigungen des Bäckergewerbes" gerichtlich verfolgt werden instanz erhob dann noch einmal Beweis. Verschiedene Zeugen sollen. Der gewöhnliche Menschenverstand hätte erwartet, daß auch wurden vernommen, konnten aber durch ihre Bekundungen nicht die Bädermeister ein Interesse an der Ausmerzung unsauberer alle Zweifel an einem ursächlichen Zusammenhang zwischen der Elemente haben, die den ganzen Beruf diskreditieren und daß sie fraglichen Arbeit und der Entzündung beseitigen. Dagegen sprach deshalb eher die Aufdeckung von Mißständen betreiben müßten; ein sich ein Arzt bestimmt für das Vorliegen eines BetriebsInnungsmeisterverstand ist aber anders beschaffen und thut das unfalls aus. Das Reichs- Versicherungsamt verwarf den Refurs Gegenteil von dem, was gewöhnliche Menschen erwarten. mit folgender Begründung: Dem Schiedsgericht sei allerdings insofern entgegen zu treten, als es die Einwirkung der geleisteten einstündigen Arbeit als eine allmähliche auffasse. So Bus der Frauenbewegung. eng dürfe der Begriff der Verlegung durch Unfall nicht gefaßt werden. Eine schädliche Einwirkung einer einstündigen Im Kampf der Wiener Krankenkaffe gegen die„ chriftlichen" Arbeit könne sehr wohl noch als ein Unfall im Sinne des Landtags Ausschüsse, welche den im Findelhaus liegenden Wöchne Gesezes angesehen werden. die Indessen könne Berufsrinnen das Krankengeld entziehen wollten, um die Verpflegungskosten Rückzug angetreten. Die Krankenkasse wurde vom Magistrat ver- Entzündung und dem Salatstechen gegeben sei. Dieser Möglichkeit des Landes zu decken, haben die Herren Landtags- Ausschüsse den genossenschaft nicht verurteilt werden, weil hier nur die Möglichkeit eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen der ständigt, daß die Kosten für zahlungsunfähige Wöchnerinnen nach stehe hier, wie Professor Bartenhäuer in erster Instanz ausführte, wie vor aus den Landesgeldern geleistet werden. Busammenhang müßte nicht nur möglich. sondern wahrschein die gleich große Möglichkeit gegenüber, daß man es mit einem von selbst entstandenen Fingergeschwür zu thun habe. Der ursächliche ich gemacht sein, um einen Rentenanspruch zu begründen. ich gemacht sein, um einen Reutenanspruch zu begründen. 0 # Ueber den Ausstand in den galizischen Erdwachsgruben Genossen den Rückzug an, zu welchem sie durch die heftigsten Aus: Mit Spott und Schande bedeckt treten die Herren Ebenhoch und berichtet unser polnisches Bruderorgan„ Naprzod": Der Ausstand der Bergarbeiter in Boryslaw dauert fort. Der brüche des Unwillens der Bevölkerung genötigt wurden. Wären die ganze Ort sieht jetzt wie ein Striegslager aus. Die Dienstwohnungen Herren wenn schon nicht edler, so doch flüger gewesen, so hätten sie der Direktoren find mit Militär besetzt und werden von Militär- fich diese Offenbarung ihrer Gesinnungen und damit diese Schlappe posten Tag und Nacht bewacht. Der Unterricht in den Schulen ersparen können. Den Arbeitern, welche die Krantentaffe leiten, wurde eingestellt, da das Militär sich im Schulgebäude einquartierte. gebührt für ihre entschieden standhafte Weigerung der Dank aller Die Direktionen verboten den Kleinhändlern, Arbeitern irgend welchen Einfichtigen. Kredit zu gewähren. Direktor Stumski beabsichtigt die armen Bergarbeiter nicht nur auszuhungern, sondern will sie auch obdachlos machen. Er ließ nämlich an die Arbeiter eine Bekanntmachung erBum Arbeiterfekretär in St. Gallen hat die dortige Arbeiter: union mit 487 von 540 abgegebenen Stimmen den Genoffen Dr. phil. Keller, Reallehrer in Herisau, aus der Zahl von 23 Bewerbern auf die vorläufige Dauer eines Jahres gewählt. Das Arbeiterfekretariat soll am 1. Juli eröffnet werden. Gerichts- Beitung. Lekte Machrichten und Depelchen. Die Krisis in der elektrischen Industrie. Frankfurt a. M., 15. Juni.( W. T. B.) Wie die Frantf. 8tg." aus Nürnberg meldet, hat der Aufsichtsrat der ElektricitätsAktiengesellschaft vormals Schudert u. Co. beschlossen, Kreditschwindeleien in umfangreichem Maßstabe wurden nach Verwendung von rund 2 Millionen Mark( im Vorjahre gehen, daß die unter ihnen, die in Fabrikgebäuden wohnen, dem Kaufmann August Köhler und deffem Sohne, dem 2138 504 Mark) zu Abschreibungen eine Dividende von 10 Proz dieselben unverzüglich zu verlassen haben. Nach den benachbarten Handelsmann Alexander Köhler, zur vast gelegt, welche gegen 15 Broz. im Vorjahre, vorzuschlagen, und rund 700 000 W., Dörfern wurden Agenten in Begleitung von Gendarmen geDer Aufsichtsrat schickt, um Streitbrecher zu werben. Die Gendarmen verlegten die gestern vor der IV. Straffammer des Landgerichts I. standen. Der gegen 1 420 074 M. im Vorjahre, vorzutragen. ältere Köhler hat hier früher eine Weinhandlung betrieben, die mit der Sontinentalen Gesellschaft für elettrische UnterArbeiter und provozierten fie in unerhörter Weise. Weiter ist zu berichten, daß zwei Delegierte der Streikenden seinem geschäftlichen Ruin geendet hat. Dann mietete er sich in der nehmungen hat demselben Blatt zufolge beschlossen, in Anbetracht Steinmegstraße eine Wohnung, ließ sich Geschäftskarten druden, auf der Zeitverhältnisse den Gewinn teils zu Rüdstellungen zu ver am 13, ds. Wits. mit dem Direktor der Länderbank in Wien der denen seinem Namen die Bezeichnungen Import spanischer und wenden, teils auf neue Rechnung vorzutragen, so daß eine Dividende Befizerin der Gruben verhandelt haben. Der Direktor machte ganz unbedeutende Zugeständnisse. Ob die Streifenden sich damit portugiesischer Weine" und" Generalvertreter erster europäischer Häuser" nicht zur Verteilung gelangt. Im vergangenen Jahre wurden 7 Proz. hinzugefügt waren und dann bemugte er diese Karten zu Waren- verteilt. zufrieden erklären, ist zweifelhaft. bestellungen bei den ersten Berliner Firmen. Mit Vorliebe wandte er sich an Delikateßgeschäfte und Weinhandlungen ersten Kiel, 15. Juni.( W. T. B.) Die faiserliche Ober- Postdirektion Rangs, von denen er die teuersten und besten Marken bezog und macht in der„ Kieler Zeitung" bekannt, daß der Postdirektor hierdurch bei den Firmeninhabern den Glauben erweckte, sie hätten Flemming aus Husum nach Unterschlagung von Postkassenes mit einem reichen Mann zu thun, der die mitgesandte quittierte Geldern in Höhe von 17 600 M. gestern flüchtig geworden ist. Rechnung sofort begleichen würde. Später bezog der Angeklagte eine Auf die Ergreifung des Flüchtigen ist eine Belohnung von 800 m. Aus Kopenhagen. Der Kutscherstreit hat eine Arbeits- Wohnung in einer Villa in Reinickendorf, deren Eigentümer zufällig ausgefeßt. auch„ A. Köhler" hieß und von da ab versäumte er Reschiha, 15. Juni.( B. H.) Die Arbeiter der„ Martinshütte" stockung auf den meisten Neubauten infolge des Mangels an Zufuhr nicht bei Bestellungen seinem Namen den Zujaz Villa haben heute die Arbeit wieder aufgenommen. Eine Deputation der von Baumaterialien herbeigeführt. Dadurch sind etwa 5000 im stöhler in Reinickendorf" zu geben. Wenn die Geschäfts- Arbeiter begiebt sich morgen nach Budapest, um mit der Direktion Baugewerbe beschäftigte Arbeiter, Maurer, Maurerarbeitsleute, inhaber aus dem Adreßbuch ersahen, daß eine solche Villa zu verhandeln. Von der Direktion werden alle Vorbereitungen zur Zinmerer und Bautischler arbeitslos geworden. Gegenwärtig finden existierte, so hielten sie den Besteller für den Eigentümer Wiederaufnahme der Arbeit getroffen. zwischen den Vertretern der Organisationen der Kutscher und der und hatten um so weniger Bedenken, den Auftrag auszuführen. Barcelona, 15. Juni.( W. T. B.) Eine sehr heftige Gas: Fuhrherren Verhandlungen zwecks Beilegung der Differenzen statt. Bezahlung war von dem Angeklagten nicht zu erlangen, wurde er explosion ereignete sich in der Werftstraße. Das Pflaster wurde an Die Gerbereibejizer Kopenhagens haben ihre Gefellen und Hilfsarbeiter ausgesperrt, weil diese sich nicht mit dem berklagt, so ließ er sich in contumaciam verurteilen, für den verschiedenen Stellen emporgehoben und die Flammen schossen bis Stundenlohn von 381/2 bez. 331/2 Dere zufrieden geben wollten und Gläubiger hatte dies aber keinen praktischen Nuzen; denn bei einer zur dritten Etage der Häuser empor. Vierzig Personen wurden ver40 bez. 35 Dere verlangen. Im ganzen sind etwa 250 Mann aus- Pfändung erhob die Ehefrau als Eigentümerin der Sachen Einspruch legt, darunter einige schwer. und der Beklagte verschanzte sich hinter den im Jahre 1898 ge- Laval( Dep. Mayenne), 15. Juni.( W. T. B.) Fünf Wagen, gesperrt. Auch hier sind Verhandlungen im Gange. Nähe Bezüglich des Gärtnerstreits ist noch feine Aussicht auf leisteten Offenbarungseid. Der mitangeflagte Sohn war in vier auf denen sich fünfzehn Arbeiter befanden, rollten in der Nabe Bezüglich des Gärtnerstreits ist noch keine Aussicht auf Fällen in die Fußstapfen seines Vaters getreten, während dem letzteren von Chaillaud eine stark geneigte Strecke einer im Bau be Beilegung der Differenzen vorhanden. 11 vollendete Betrugsfälle und ein versuchter Fall zur Laft gelegt findlichen Straßenbahn mit so gewaltiger Schnelligkeit herab, Aus Montreal meldet das Reutersche Bureau: Der Ausschuß wurde. Bezeichnend war das Verhalten des Angeklagten Köhler jr., daß sie bei dem Anprall am Endpunkte zertrümmert wurden. Sieben der Schienenleger der Canadian Pacificbahn unterhandelte seit als eine Bestellung auf feinste Delikatessen bei der Arbeiter wurden getötet, die übrigen acht verlegt, davon drei Wochen mit den Unternehmern. Die Schienenleger verlangten Lohn Firma Lindstedt u. Säuberlich gemacht hatte. Zu den bestellten tödlich. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. er " 1 r. 138. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Einigungsämter. Dr. Jastrow spricht sich darum für die Beibehaltung des bisherigen Zustands aus, den er gegenüber dem Vorschlag des neuen Entwurfs für besser und noch für überaus entwicklungsfähig hält. " " " Sonntag, 16. Juni 1901. neben der Erweiterung der fachlichen und örtlichen Zuständigkeit der Gewerbegerichte für einen so wesentlichen Vorzug der Novelle, daß wir die oben berührten Mängel gern in Kauf nehmen." Das Einigungsamt des Gewerbegerichts, wie es nach der Wie bekannt, hat die socialdemokratische Fraktion Während hier in sachlicher Weise das Für und Wider erörtert wird, Novelle zum Gewerbegerichts- Gesez gestaltet werden soll, bleibt fort sich gleichfalls sehr entschieden gegen die neue Art der Zusammen- nimmt Herr Schweinburg in seinen„ Berl. Pol. Nachr." immer gefeßt ein Gegenstand lebhafter Angriffe. Auffällig ist, daß feßung der Schiedsgerichte ausgesprochen. Unfre Fraktion fand ernster gegen die Gleichstellung des Arbeiters mit ein so weit links stehender Socialpolitiker wie Dr. Jastrow in teinen Anlaß, die Zusammensetzung des Schiedsgerichts aus den dem Unternehmer Partei. Eine neuliche Bemerkung unsres der Zeitschrift„ Das Gewerbegericht" zu einem ablehnenden Urteil Kreisen der Gewerbegerichts- Beifizer aufzugeben, da sie sich durchaus Blattes, daß die Verhandlungen vor dem Einigungsamt die Untertomint und gegen die von den industriellen Scharfmachern verlangte bewährt hatte und das Ansehen des Gewerbegerichts gefördert wird, nehmer bloßstellen würden, scheint ihm ein vernichtender Grund Verwerfung des Entwurfs durch den Bundesrat nichts einzuwenden wenn es das Richterkollegium des Einigungsamts selbst bildet. gegen den vom Reichstag beschlossenen Umsturz des GewerbeHat. Jastrow tommt allerdings aus einem andren als in der Dennoch erscheinen uns die Bedenken des Herrn Dr. Jastrow über- gerichts- Gesezes". Dann hatten wir also recht, daß sich die UnterScharfmacherpresse geltend gemachten Grund zu der Ablehnung der trieben; die Bedeutung hat die Aenderung jedenfalls nicht, daß wir nehmer scheuen, in der Oeffentlichkeit ihre Handlungsweise beurteilen neuen Bestimmung. Ihm gefällt nicht die neue Zusammen- deshalb die wichtige Neuerung, den 3 wang der Parteien, vor zu lassen und daß jede Verhandlung eine Bloßstellung der Untersegung der Einigungsämter und er erhebt hiergegen folgenden Einwand: dem Einigungsamt zu erscheinen, preisgeben dürften. Wir können nehmer bedeutet. Denn wo feine Blößen zu verdecken sind, kann Wird der neue Entwurf Gesez, so wird dies zwar auf kleine uns da auf das sachlich sehr begründete Urteil des Herrn auch keine Diskreditierung in der Deffentlichkeit erfolgen. und unbedeutende Streits kaum einen erheblichen Einfluß üben; Schallhorn, Gewerberichter am Berliner Gewerbegericht, berufen, Bemerkenswerter als diese Schweinburgsche Polemik ist der Berliner Neuesten Nachrichten", des denn da auch der neue Entwurf auf dem Standpunkt steht, daß der in der Socialen Praxis" gegen Dr. Jastrow folgendes einwendet: Wutanfall der ,, Allerdings überträgt das alte Gesetz die Benennung der Bei- andern Kuli- Organs des Centralverbands", der sich gegen die die Mitglieder des Einigungsamts zu den Beteiligten" nicht gehören dürfen, so ist jede Gefahr ausgeschlossen, daß etwa die fizer des Einigungsamts dem Vorsitzenden, die Novelle dagegen nationalliberale Partei richtet, welcher sich mehrere Streitführer oder die betroffenen Arbeitgeber selbst in das den beteiligten Arbeitgebern und Arbeitern selbst. Aber bereits Führer des Centralverbands noch immer zurechnen: Einigungsamt gelangen. Anders aber bei großen und Aufsehen bisher war es zulässig, durch Ortsstatut über die Art der Zuziehung erregenden Streifs. Diese sind nicht mehr eine Angelegenheit der der Beisitzer anderweit zu bestimmen(§ 63 G.). Dementsprechend Branche, in der sie spielen; sie sind Ereignisse, die den ganzen Platz hat das Berliner Ortsstatut die Bezeichnung der Beisiger den betreffen. Nicht selten wird der Streik förmlich im Gewerkschafts- Parteien überlassen, so daß der Vorsitzende nur dann selbst fartell beschlossen. Ebenso wie andererseits, beispielsweise im auswählt, wenn die Parteien ihrerseits teine Beisiger namhaft machen Hamburger Hafenstreit von 1896/7, nicht die Arbeitgeber der(§ 72 Abs. 5 und 4 des Statuts). Es galt also für Berlin Hafenbranche, sondern der Arbeitgeberbund die Führung hatte in der Besegungsfrage im wesentlichen derselbe und die maßgebenden Beschlüsse faßte. Hier sind nun bei der Grundsaz, der jegt allgemein eingeführt werden Konstituierung des Einigungsamts drei Fälle möglich. Ents soll. Hierbei haben sich für unser Gericht Mißstände nicht herausweder die Führer werden selbst als Vertrauensmänner in das gestellt. Zumeist haben die Parteien nach vorgängiger Besprechung Einigungsamt geschickt( und so weit sie nicht zu den„ Beteiligten" mit dem Vorsitzenden solche Beisiger ausgewählt, die sich schon gehören, wäre dies rechtlich zulässig). In diesem Falle ist dem bei früheren Verhandlungen bewährt hatten. In sehr vielen Man kann Borsitzenden eine unlösbare Aufgabe gestellt. Fällen hat man sogar ausdrücklich dem Vorsitzenden die Bestimmung der Beisiger überlassen. Freilich konnten bisher nur Beifizer des Gewerbegerichts als folche zu EinigungsanitsBeisigern genommen werden, während nach der Novelle jeder beliebige Unparteiische dazu bestimmt werden kann. Aber regelmäßig wird sich auch in Zukunft die Wahl auf Gewerbegerichtsbeisiger lenken, weil diese bereits erprobt und den Parteien bekannt sind. der sich vorstellen, daß man die Urheber der Bewegung besseren Einsicht zugänglich macht, wenn ein angemessen zusammengefegtes Einigungsamt zwischen sie tritt. Wenn man aber aus den Führern und Schürern selbst das Einigungsamt bildet, so heißt das, den Bock zum Gärtner machen. Wenn wirklich der Vorsitzende sich noch durch 1 oder 2Leute verstärkt( die übrigens der Entwurf selbst von vornherein als Mitglieder geringeren Rechts bezeichnet, indem er ihnen das Stimmrecht nimmt), so werden auch die 2 oder 3 Mann zusammen einer derartigen Aufgabe nicht gewachsen sein. Ein solches Einigungsamt kann höchstens in den Fällen fruchtbar sein, in denen die Parteien bereits mürbe geworden sind. In allen übrigen Fällen ist es von vornherein zur Unfruchtbarkeit verurteilt. 3 weiter Fall. Die Führer werden nicht gewählt. Dies ist mur möglich, wenn eine wirkliche Wahlbewegung stattfindet. Das Ergebnis stellt sich dann als eine Niederlage der Führer dar, und das Einigungsamt beginnt mit einer Spaltung der betreffenden Partei( oder beider Parteien). Auf den ersten Blick könnte dies nach dem bekannten Grundsat divide et impera vielleicht als ein Vorteil erscheinen. Jeder, der die Entwickelung der Streits und der bisherigen Einigungsämter verfolgt hat, wird das Gegenteil betunden. Je zerissener eine Bewegung ist, desto schwerer ist sie einer Einigung zuzuführen; am leichtesten ist die Einigung da, wo man es mit fest geschlossenen, einheitlich auftretenden Organisationen zu thun hat. Wenn übrigens Vertrauenspersonen nicht einstimmig gewählt sind, so ist schiver zu sagen, wessen Vertrauen sie genießen. Da der Schiedsspruch des Einigungsamts von den Parteien abgelehnt oder angenommen werden kann, da selbst der Vergleich in einem großen Streit nur dann eine Bedeutung hat, wenn nicht bloß die Vertreter, sondern auch die Vertretenen ihu anerkennen: so kann es kaum etwas Unflugeres geben, als das Einigungsamt damit zu beginnen, daß man die Führer vor den Kopf stößt." T Auch bei der Benennung anderer Beisitzer erscheint die Gefahr nicht groß. Denn nur Unbeteiligte dürfen benannt werden. Ais unbeteiligt( im weiteren Sime wenigstens) taun aber derjenige nicht gelten, der, ohne unmittelbar von der Lohnbewegung berührt zu sein, sich zum Sprecher oder Anführer einer Partei Hergiebt: denn hierdurch macht er die Sache seiner Genossen zu seiner eignen und somit sich zum Beteiligteit. Will man wirkich den Begriff des Beteiligtseins enger faffen, so folgt doch die Unzulässigkeit der Wahl unbeteiligter" Führer 2c. aus dem allgemeinen Rechtsgrundsaße, daß nur unparteiische Männer richten und schlichten dürfen. Die Befürchtung also, daß" Führer und Schürer" in das Einigungsamt geschickt werden könnten, wohl das Hauptsächlichste der vorgebrachten Bedenken, dürfte nicht zutreffen. Wenn übrigens die gewählten Vertrauensmänner"( Beifizer) dem Vorfigenden nicht hinreichende Sicherheit für angemessene Behandlung des Streitfalls zu bieten scheinen, so gewährt ihm während er bisher machtlos war die Novelle das Recht, einen oder zwei seiner eigenen Vertrauensmänner hinzuzuziehen. Das ist unsres Erachtens nicht gering anzuschlagen. Wenn diese Vertrauens männer auch nur beratende Stimme haben, so werden sie doch, falls nur der Vorsitzende die nach Erfahrung und Ansehen geeigneten Männer bezeichnet hat, gerade bei der Beratung erheblich ins Gewicht fallen. Auf das Stimmrecht kommt es weit weniger an, z. B. sind beim Berliner Gewerbegericht die meisten Verhandlungen nicht durch Abstimmung, sondern schon auf Grund der gemeinsamen Beratungen erledigt worden. Wir erachten die Einführung des Besprechungszwanges Um eine 8eitkrankheit handelt es sich bei diesem ganzen Schwindel des Socialmoralismus, durch den man den Einfluß der handarbeitenden Klasse auf unser Wirtschaftsleben zu fördern sucht. Die Socialdemokratie selbst lehnt die Jdee ab, daß im Betriebe den Arbeitern der gleiche Einfluß zukommen könne wie dem Unternehmer. In England haben die beiden Webb mit ihrem Stichwort Sudustrielle Demokratie", das dasselbe bedeutete, klägliches Fiasto gemacht; das hindert aber die Nationalliberalen nicht, für solchen Unfug einzutreten. Einen Druck auf den Abschluß eines Mietsver trages oder eines Kaufvertrages würden die Nationalliberalen ebenso entrüstet ablehnen wie die Freisinnigen. Aber ein Arbeitsbertrag ja, bei dessen Abschlusse kann man staatlichen Zwang schon gestatten. Dem Unternehmer fann man gleiche Rechte mit allen andren Staatsbürgern ruhig absprechen. Er ist ja nur ein Unternehmer! Das Machtbereich des Arbeiters aber muß durch derartige künstlich zusammengebraute Geseze gewaltig gedehnt werden. Er ist ja bekanntlich heute schon Trumpf im Stante. Wenn die nationalliberale Partei ihre SocialgefeßgebungsFanatiker nicht selbst aus stößt, sich auf die alten Wurzeln ihrer Kraft besinnt, und es dem Freisin überläßt, durch Verhöhnung der Manchesterlehre, die er in der Handelspolitik so hoch hält, auf socialpolitischem Gebiete sich zu diskreditieren, dann dürften bei den nächsten Reichstagswahlen noch ganz andre Lücken in ihren Reihen klaffen als seither. Umkehr auf dem Pfade des socialen Gesetzgebungswahnes, der nur zur Steigerung der Macht des Proletariat 3 führt, ist das einzige, was es noch verhindern. tann, daß unsrer Produktion durch das Arbeitertum dies setben Fesseln angelegt werden wie der englischen, die heute schwer unter dem Drucke ihrer durch eigne Nachlässigkeit ge= schaffenen Ketten stöhnt." Die guten Nationalliberalen sind also schlimmer als die radikaldemokratischen Webbsjin England und als die Socialdemokraten. Diese haben auf den gleichen Einfluß für die Arbeiter wie für den Unternehmer im Betriebe verzichtet, aber die Nationalliberalen haben sich an die Spize des Proletariats gestellt und sind die wahren Umstürzler und Feinde des Kapitalismus. Der Dienst des Centralverbands ist ein schwerer Dienst, er zerstört den Nest von Verstand, den der arme Bediente etwa noch besaß. Die Tollwut der Centralverbands- Organe aber beweist, wie auch nur das winzigste Quentchen socialer Reform den erbitterten Widerstand der mächtigen Großindustrie findet. Es wird sich zeigen, ob die Regierung sich auch in dieser geringen Reform, die selbst der genügend reaktionäre Reichstag mit großer Mehrheit beschlossen hat, dem Willen des Centralverbandes beugen wird. Waarenhaus Hermann Tietz. Um unser Lager zur bevorstehenden Inventur zu reduciren, verkaufen wir in den nächsten drei Tagen zu bedeutend herabgesetzten Preisen: Glaswaaren. Porzellan. Compotschaalen . 5 Pf., 10 Pf. Tafel- Service, fein decorirt, 30 theilig 17.- Mk. Wassergläser, geschliffen u. fein Bandmuster 12 Pf. Tafel- Service, fein decorirt, 40 thellig 23.50 Mk. Wassergläser, crystall geschliffen...... 18 Pf. Caffee- Service, fein decorirt, 9theilig Gambrinus- und Spruchtulpen, crystall. 26 Pf. Blumenschaalen, farbig sortirt 11 Pf., 13 Pf. .. Steingut. Waschgarnituren, 5theilig 3,- Mk. 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Schauspielhaus. Prinz Friedrich von Homburg. Anfang 72 Uhr. Montag: Mädel sei schlau. Der Hochzeitstag. 1 Neues Opern Theater( Kroll). Mamsell Angot. Anfang Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Trianon Theater:„ Lebende Lieder". Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller.( Morwiz Oper.) Jüdin. Anfang 7½ Uhr. Nachm. 3 Uhr: Undine. Montag: Hans Heiling. Die Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anfang 8 Uhr. Montag: Flachsmann als Erzieher. Lessing. Mamsell Tourbillon. An fang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner. Ueber unsre Kraft. ( II. Teil.) Anfang 72 Uhr. Montag: Ueber unsre Kraft. ( I. Teil.) Freie Volksbühne. Heute Sonntag, den 16. Juni, nachmittags 23 Uhr im Carl Weiss- Theater VII. Abteilung: Der grüne Kakadu. Hierauf: Scherz und Ernst. Scenen und Lieder. -* Zur Orientierung über die Neueinteilung der Abteilungen in nächster Saison und den Spielplan werden die Mitglieder ersucht, die in Programm- Heft 10 d. J. erlassene Bekanntmachung des Vorstands genau zu beachten und zu verbreiten. [ 230/8 Die alten Mitgliedskarten müssen in den Zahlstellen abgegeben werden mit der event. Erklärung für die weitere Mitgliedschaft. Umschreibungen aus einer Zahlstelle in die andre sind nach Schluss der Saison vorzunehmen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Urania Metropol- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Unser Rhein. Montag: Unser Rhein. Invalidenstr. 57/62. Sonntag, den 16. Juni: Ringkämpfe Hackenschmidt- Hitzler. Pienning- Coth Mehemet. Das brillante JuniResibenz. Franen von heute. An Tägl. Sternwarte. Specialitäten- Programm. fang 72 Nachnt. 3 Uhr: Jugend. Montag: Frauen von heute. Neues. Gastspiel des Meßẞthaler: Ensembles. Die goldne Brücke. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Robert und Bertram ober: Die lustigen Vagabunden. fang 8 11hr. An Montag: Dieselbe Vorstellung. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Sie weiß etwas. An fang 8 Uhr. Montag: Geschlossen. Quisen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Belle Alliance. Das Versprechen hinterm Herd. Eine verfolgte Unschuld. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Paffage Panoptikum. U täten Vorstellung. Speciali Passage Theater. Damen Ring. い tämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang mittags 12 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 ühr: ,, Unser Rhein von der Quelle bis zur Mündung." Montag: Dieselbe Vorstellung. Juval idenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Sonntags u. Mittwochs Eintrittspreis: 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 50/18 Castans Panopticum. Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Zoologischer Garten Heute, Sonntag: Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab 4 Uhr nachmittags: Grosses Doppel- Konzert. Kgl. Musikdirekt. Brinkmann und Baumgarten. In der ,, Waldschänke" Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sonntag, 30. Junt: Abschieds- Soiree. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Internationale Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungs wesen Berlin 1901 verbunden mit einer Ausstellung von Erzeugnissen der Gartenbau- Kunst Kurfürstendamm No. 150-156. 6 grosse Dioramen mit neuen, eigenartigen Lichtwirkungen: Brände aus alter und neuer Zeit.( Die Dioramen sind geöffnet: Wochentags von 4-10 Uhr, Sonntags ausserdem vormittags von 10-1 Uhr.) Heute dreifaches Konzert: Strauss'sche Kapelle aus Wien unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Johann Strauss, Banda Italiana di Ferrara unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Partisani und ungarische Zigeunerkapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Bonzo Joska. Auf dem Versuchs- und Uebungsfelde: 6 Uhr grosses Lösch- und Rettungsmanöver der Feuerwehr Charlottenburg. Festliche Beleuchtung aller Teile des Ausstellungsgeländes, des Hauptgebäudes, des CalmonAsbesthauses und des Nernst- Pavillons der A. E. G. sowie des grossen Steigerturms. Eintritt 50 Pfg. Kinder unter 10 Jahren 25 Pfg. Die Strassenbahnschaffner verkaufen Ausstellungs- Eintrittskarten( für 50 Pfg.), die zugleich zur Fahrt nach dem Ausstellungsplatze berechtigen. Verkauf von Ausstellungs- Eintrittskarten an allen Schaltern der Stadt- und Ringbahn für 50 Pfg. einschliesslich Fahrt von der fünften Station ab. Elektr. Strassenbahn: Linkstrasse- Ausstellung- Grunewald, Spittelmarkt- Ausstellung- Halensee Nächste Bahnhöfe der Stadt- und Ringbahn: Charlottenburg, Halensee. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: [ 16492* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite: Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. 14818* Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Gntree frei. Empfehle meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne), den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Max Schindler. Wedding- Park Müllerstrasse 178. Am Wedding- Platz. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Konzert, des Wufitdirigenten Herrn Neumann. Specialitäten- Vorstellung und Ball. ausgef. v. d. Haustapelle unter Leitung Anfang 4 Uhr. [ 17299*] Entree 10 Pf. 7 verdeckte Sommer- Kegelbahnen, wovon noch einige zu vergeben. Volksbelustigungen aller Art. Die Kaffeeküche ist täglich von 3-6 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag u. Sonnabend: Auftreten der Orig. Nordd. Sänger. Zu regem Besuch ladet ergebenst ein Wilhelm Trapp. 1817L. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71, Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Berliner Ulk- Trio F. Scheuer, Stralsunderstr. 1. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 5270* C. F. Walter. Konkordia- Garten zum Wasserwerk Landsberger Lichtenberg, Chauffee Nr. Großer schattiger Garten. 3 verdeckte Kegelbahnen. Jeden Sonntag: Großer Ball im 1. Konzert, Theater, Speciali W. Schonerts Restaurant Neu- Seeland in Riefen- Parkettfaal. täten- Vorstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend. 10 Uhr: Moderne Don Juans. in Stralau. Schönstes und größtes Vergnügungs- Etablissement am Rummelsburger See. Sonntag, den 16. Juni 1901: = W. Noacks Theater. tiefen- Monster- Feuerwerk ab 4 Uhr: Konzert eines Bläsercorps W. Noacks Theater. In der ,, Völker- Arena": B Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Bazars, Zelt- Specialitäten- Vorstellung. eduinenKarawane lagers, der Truppe; Eselreiten: auf dem Rummelsburger See. Ausgeführt von dem rühmlichst bekannten Kunstfeuerwerfer W. Massow. Die Beschiehung Sebaffopols. Großartig Ein großes See Gefecht. Zum Wunder der Fronten- Feuerwerk, Brit Kaffeeküche von 2 Uhr ab Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Paalzow, Gastwirt. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn. Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. Achtung! Desichtigung, das augers, all went Sint fidele Silte, ste Gr. Militär- Konzert und Specialitäten- Vorstellung, Armin- Hallen, 10-1 Uhr vormittags u. 3-8 Uhren! Gine Kiste. nachmittags. Ab 4 Uhr nachm. Schwant mit Gesang von E. Braune. Sonntagnachmittag 3 Uhr: stündlich: Schaustellungen bei halben Preisen: Undine. Romantisch- komische Oper in 4 Aften von Albert Lorking. Sonntagabend 72 Uhr: Die Jüdin. Große Oper in 5 Aften von Scribe. der Beduinen mit Pferden, Dromedaren, Eseln etc. Entree direkt v. d. Strasse an d. Stadtbahn: 50 Pfennig, Musik von R. Thiele. Der Dieb. Komische Operette in einem Aft von E. Millöder. Kinder 25 Pf.. Gartenbesucher Jm Saale: Tanzkränzchen. zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Montagabenb 7½ ur: Prater- Theater Sanssouci 72 Uhr: Hans Heiling. Dienstagabend 72 Uhr: Martha, oder: Der Markt zu Richmond. Central Theater. Heute Anfang F8 Uhr. Mit vollständig neuer Ausstattung. Bum 666. Male: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Borstellung in diefer Gaison: Sie weiß etwas! Schwant in 4 Alten von Rud. Kneisel. Anfang 72 Uhr. Montag bis Freitag bleibt das Theater geschlossen. Sonnabend, den 22. Juni: Eröffnung der Sommer- Oper. Direkt. Zimmermann und Schramm. Der Troubadour. NM Im Garten: Gr. Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Sträfte ersten Ranges. Anfang 4 Uhr. Montaa: Bolts: und Kinderfest. Apollo- Theater Täglich mit kolossalem Erfolge: Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Im Garten: Täglich: Hoffmanns Boltsstück mit Gesang und Tanz in Nordd. Sänger 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Stomifers Paul Coradini, ber Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Radfahrer. Mr. Bartlings lebende Boto: graphien. Konzert und Ball. Eintritt 30 Pf. Anfang 4 Uhr. Numerierter Plazz 50 Pf. Kalbo. Puhlmanns und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochentags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Gossmann Konzertgarten Vaudeville- Theater Sereuzbergstr. 48, an der Kazbachstraße. Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater: und b Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Grosser Erfolg! Grosser Erfolg! 039 E Susanne im Bade. Große Ausstattungsoperette. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direktor. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3.Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Frau Luna Neapol.Tarantella- Kapelle, Sacco mit dem Luftballet ,, Grigolatis". Ferner: 10 sensationelle Specialität. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gartenkonzert 7 Uhr. Wiener Damen- Kapelle Raymond Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm. Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. aze Jeden Sonntag gr. Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag Ham: burger Sänger( Steidl, Bohmer, Willi Wolff uſw. Jeden Freitag Norddeutsche Sänger. Bei ungünstiger Anfang des Konzerts 4 Uhr, Entree wie jeben Wwe. Schonert. des Feuerwerks 10 Uhr. Hasenheide 108-114. Sonntag. Neue Welt. Sajenbeibe Täglich: 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeben Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karufjells, Marionettentheater ze. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. A. Fröhlich. [ 17309* E. Hoffmanns Volksgarten Westend, Ecke Kastanien- Allee. Sonntag, 16. Juni 1901: Grosses Konzert unter Leitung des Kapellmeisters Malmène. Kommandantenstr. 20. Empfehlen ihre beiden neuen Säle, elektrische Beleuchtung und elektrische Ventilation. Acht Vereinszimmer. Sonnabende und Sonntage diesen und nächsten Jahres noch frei.[ 1883b Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt beAnfang seztem großen Orchester. 5 Uhr. A. Zameitat. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Bereine, toulant zu vergeben. [ 11448* Für Brustkranke nur Früh- Tour p. Rad ( aus Erfahrung, im Trep, tower Part, teine Müden plage, Teilnehm. erwünscht Sänger willkommen). Erst Gastspiel der weltberühmten Gladiatoren der Neuzeit affige Sabräder ſehr billig, äußerſt Madame u. Mstr. Leonhardy in ihren unerreichbaren Kraft- Produktionen. Der Herkulesgang mit 5 Gentnern. stabil und leichtlaufend. Neu, Herrenr. von 85 M., Damenr. von 76 M. an, empfiehlt Ostar Rosenhain, Stalizerstr. 125. Der Mann mit dem Löwengebi. Dr. med. Schaper Tragen eines vollständigen Geschütes auf den Schultern und dabei einen Kanonenschuß abfeuernd. Im Saale: Grand Bal paré. Witterg. im Saal. Nachher Kränzchen Anfang 4 Uhr. 1771* Entree nur 10 Pf. Volksgarteno gehen wir heute hin??? vorm. Weimanns Volksgarten Badstr56.Pankstr. 25. Täglich Theater u. Specialitäten Vorstellung. Anfang 4 the Grosshes Garten Etablissement. Nach der Vereinsbrauerei Rixdorf!! Gr. Frei- Konzert, der schönste Garten von Berlin n. Umgegend. Kaffeeküche a Liter 70 Pf. Berliner Kindl Garten und Säle für Vereine kostenlos!! 10372* Martin Berndt, Oekonom. homöop. Arzt, Berlin, Königgrätzerstr. 27. 9-1. 4-7. Jm Juni Dienstag. Don: nerstag und Freitag nach mittags feine Sprechstunde. [ 18319*] Freunde und Bekannte mache auf tein Cigarren- Geschäft aufmertfam. Gute 5: und 6- Pfennig: Cigarre, sowie alle Sorten Cigaretten, Rauch, Kau und Schnupf- Tabak. Wilhelm Karpe, 7. Neue Königstraße 7. I. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: für Volks- Versammlung Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Weltpolitit und die Arbeiterklasse. Referentin Frau Dr. Rosa Luxemburg. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 236/6 Die Vertranenspersonen. NB. Sonntag, den 23. Juni findet ein Ausflug, arrangiert vom Wahl: berein, nach Pferdebucht bei Köpenick statt. Abfahrt: Schlesischer Bahnhof 8 Uhr 15 Minuten. Für Nach zügler: Treffpunkt„ Pferdebucht". Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, 18. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Graumann, Naunynstraße 27: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Richard Fischer über: Politische und gewerkschaftliche Bewegung in Zeiten der Krise. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. 244/5 Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! E Der Vorstand. Schloss Weissensee. Sonntag, den 23. Juni 1901: Gr. Bolks- Feft veranstaltet von den Socialdemokraten des Kreises Niederbarnim. Grosses Früh-, Mittags- u. Nachmittags- Konzert ausgeführt von den Mitgliedern der Freien Bereinigung der Civil- Berufsmuſiker unter Leitung des Herrn G. Grab. Geschäfts- Bericht der Genossenschafts- Bäderei ..Vorwärts" ( E. G. m. b. H.) in Berlin, Am Ostbahnhof Nr. 3. Bilanz- Conto, den 31. Dezember 1900. Activa: An Waren- Conto Conto- Corrent- Conto, Passiva: • • M. 976, " Kassa- Conto. 559,73 • •" " Gespann- Conto. 1008,20 " " Utensilien- Conto " 192,50 " Debitoren. . " 1405,46 M. 4141,89 .m. 1900, Conto d. Mitglieder 340, " " Baufond- Conto 873,32 " " Refervefond- Conto 885,22 " ausgeführt vom Pyrotechniker Serrn Albers. " Gewinn: und Verlust143,35 " m. 4141,89 Massengefänge von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes. Reigenfahren von Mitgliedern des Arbeiter: Radfahrer- Vereins Berlin. Produktionen der Musterriegen des Athleten- Vereins Birfe: Berlin. Große Volksbeluftigungen aller Art. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. In den Festfälen von 4 Uhr an: Grosser Ball. Bei eintretender Dunkelheit: Großes Brillant- Feuerwerk Die Kaffeeküche ist bis 6 Uhr abends geöffnet. ng 8 Uhr m Anfang 8 Uhr morgens. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf.[ 222/ 18* Sonnabend, den 22. Juni 1901, in den Gesamträumen der Achtung: Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 18. Juni, abds. 83/4 Uhr, bet Herrn Zimmermann, Badstraße 58: Versammlung. Tages Ordnung: 247/15 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Theodor Glocke über: Die Herrschaft des Junkertums in Preußen. 2. Diskussion. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Schöneberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, im Restaurant Wilhelmshof, Ebersstr. 80: Vereinsversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wadeck Manasse:„ Die Socialdemokratie und der Militarismus“. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung. 4. Vereinsangelegenheiten. zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Gleichzeitig werden die Mitglieder auf das am 23. Juni stattfindende Stiftungsfest im Obstschen Lofal aufmerksam gemacht. Billets sind schon jetzt in den bekannten Lokalen zu haben. Socialdemokratischer Wahlverein 9. O. Friedrichsberg Lichtenberg- Wilhelmsberg. Dienstag, den 18. Juni, abends 8½ Uhr: Berliner Bockbrauerei( Eingang: Fidicinstr.): Achtung! Elftes Stiftungsfest des Centralverbands der Maurer Deutschlands, Filiale Berlin II, verbunden mit 19/099 Grossem Garten- Konzert und Aufführungen der berühmten Theater Gesellschaft Strzelewicz. In beiden Sälen großer Ball. Per Darlehn- Conto " Geschäfts AnteilConto, Gewinn. Gewinn- u. Verlast- Conto, den 31. Dezember 1900. Debet: An Unkosten- Conto. " Sinsen- Conto Conto- Corrent- Conto, Abschreibung. " " .14009,78 95, " Gespann Conto, Abschreibung •" 427,60 " " Gewinn 37, 143,35 M.14712,73 Credit: M.14631,63 81,10 Per Waren- Conto Utensilien- Conto n M.14712,73 Abends 9 Uhr: Kinder- Fackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. teilen. Saftfumme der Genoſſen am Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Billet 25 Pfg. Anfang 4 Uhr. Bahlreiche Beteiligung aller Verbandskollegen wird erwartet. Gäste willkommen. Bureau, Engelufer 15, Zimmer 29, sowie in den Verkehrslokalen zu haben. 1 Im Laufe des Geschäftsjahres 1900 find weder Genossen eingetreten, noch ausgeschieden. Zahl der Genossen am 31. Dezember 1900: 7 mit 17 Ans 31. Dezember 1899- 380 M. Haftsumme der Genossen am 31. Dezember 1900= 340 m. Geschäftsguthaben der Billets find im Genoffen am 31. Dezbr. 1899= 380 m. Geschäftsguthaben der Genossen am 31. Dezember 1900 340 M. H. Teupel, Geschäftsführer. Friedrich Viehöfer, Kassierer. Theodor Dochow, Vorsitzender des Aufsichtsrat. Das Komitee. Arbeiter- Sängerbund 029 Berlins und Umgegend. Sonntag, den 23. Juni, vormitt. präcise 11 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungsstunde. Geübt werden: Sommerfonneuwende und Empor zum Licht. Jeder Sänger ist verpflichtet, pünktlich zu erscheinen; Bundesmitgliedstarte legitimiert. Die Vereine werden nochmals darauf hingewiesen, beide Lieder gründlich durchzunehmen. [ 16/7] Der Vorstand. Im Nebensaale Ausgabe der Billets zum Sängerfest in Weißenfee; Vertreterkarte legitimiert. Konsumverein für Schöneberg und Umgegend.( E. G. m. b. H.) General- Versammlung Dienstag, den 25. Juni, abends 81/2 Uhr, in Obsts Festsälen, Meiningerstraße 8. Tagesordnung: 1. Halbjahrsbericht. 2. Ergänzungswahlen für den Vorstand und Aufsichtsrat. 3. Die Bildung eines Konsumvereins für Berlin und Umgegend. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. H. Meiling. W. Bäum Ier. Ausserordentl. General- Versammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verband der Tapezierer im Saale des Herrn Höflich, Frankfurter Chaussee 120. Tages Ordnung: 1. Unfre politische Organisation am Orte, wird diese gefördert oder gehemmit? Referent: Genosse Liesegang. 2. Vereinsangelegenheiten. Kein Mitglied darf fehlen. Wahlvereinsbuch ist vorzuzeigen. 14/4 Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- lifer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Achtung, Gold- und Silberarbeiter! Infolge der stattfindenden Generalversammlung fällt unfre regelmäßige Monatsversammlung aus. Achtung, Mechaniker! Die Vertrauensmänner- Konferenz findet nicht am 20., sondern erst Donnerstag, den 27. Juni, statt. Zur Beachtung! Die Zahlstelle von Pasche in Charlottenburg, Potsdamerstraße 44, ist aufgehoben. Die Charlottenburger Mitglieder der Berliner Verwaltungsstelle mögen daher in Zukunft ihre Beiträge nur bei Leder, Bismarc straße 44, und Fischer, Krummestraße 41, regeln. Neue Zahlstellen find errichtet bei Meinhardt. Reinickendorf, Hauptstraße 48, und Grube, Friedenau, Stubenrauchstr. 71. Chirurgische Branche! Dienstag, den 18. Juni 1901, abends präcise 81/2 Uhr, bei Nümanu, Brunnenstraße 188, I Derlammlung. Tages Ordnung: 115/18 1. Bortrag über: Genossenschaftswesen". Referentin: Fanny Jmle. 2. Bericht unfres Delegierten zur Generalversammlung: Kollegen Keller. 3. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstätten A. Kettner und 2. u. H. Löwenstein sind besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter! Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27e: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht von der Konferenz in Schlesien. 2. Wird in allen Geschäften nach Tarif bezahlt? 3. Sind trante Kollegen vom Beitrag befreit? 4. Verschiedenes. nm pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 172/17 Der Vertrauensmann. Gentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und andrer gewerblichen Arbeiter. Verwaltung Berlin E. Montag, den 17. Juni 1901, abends 8 Uhr: = ( Bezirk Rummelsburg.) So Mittwoch, 19. Juni, abends 8 1hr, im Lofal von Beutling, Rummelsburg, Kant- und Goethestraße- Ecke, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Der Kampf ums Dasein. Referent Kollege A. Belz. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Stock- und Schirmarbeiter. Montag, 17. Juni, abends 8 1hr, bei Mörschel, Jüdenstr. 36: Sigung der Branchen- Kommission. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist unbedingt notwendig. Hermann 8orn, Obmann, Weberstr. 26. 105/12 Graveure, Ciseleure Dienstag, den 18. Juni 1901: T Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Filiale Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, III. Amt 7 a 6672. Dienstag, den 18. Juni 1901, abends 8 Uhr, bei Lorenz, 178/4 Markgrafenstraße 83: Bezirks- Versammlung Süden. Vortrag des Genoffen Schütte über: Die Niederwald- Verschwörung. Mittwoch, den 19. Juni, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Sektions- Versammlung der Näherinnen. Vortrag des Genoffen W. Manasse über: Der Kampf ums Dafein. Gäste in beiden Versammlungen willkommen. Die Verbandsleitung. Kranken- Unterstühungsbund der Schneider. Dienstag, den 18. Juni 1901, abends 81/2 Uhr: Derlammlung im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15, Saal 5. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1901. 2. Stellungnahme der Krantens faffen zur Apothekerfrage. 3. Wie gestalten wir in Zukunft unsre KrankenKontrollen. 4. Sassenangelegenheiten. 166/2 Die Ortsverwaltung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker W. Miethke über: ,, Der Alkoholismus und seine Bedeutung für den Arbeiter". 3. Diskussion. 4. Bericht und Neuwahl der Gewerkschaftsdelegierten. 5. Verschiedenes. Um ein pünktliches Eröffnen der Versammlung zu ermöglichen, bitten wir alle Kollegen, spätestens 82 Uhr zu erscheinen. 74/8 Der Vorstand. Deutscher Senefelder- Bund. 287/11 ( Mitgliedschaft Berlin.) Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Derlammlung. Dienstag, den 18. d. M., vormittags 11 Uhr: Mitglieder Versammlung bei Schulz, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Die Centralisationsfrage der Freien Vereinigungen der Civil- Berufsmusiker Deutschlands. 3. Vereins angelegen. heiten und Verschiedenes. 50/12 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Centralverband der Maurer Deutschlands Zahlstellen Berlins und Umgegend. haus, Engel- Ufer 15: TO.: 1. Abrechnung per 1. Quartal cr. 2. Bekanntgabe der am 24., Dienstag, den 18. Juni, abends S Uhr, im Gewerkschafts25. und 26. Juni stattfindenden Urabstimmung und Besprechung derselben. 3. Antrag des Vorstands auf Erhebung eines Strafgeldes von 50 Pf. nach § 75 des Statuts. J. A.: Paul Möhring. Mitglieder- Versammlung Centralverband der Stuccateure Deutschl. aller Zahlstellen des Vertragsgebietes. ( Filiale Berlin). Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Die Entschädigungsfrage der ausgeschiedenen Vers 137/18 Die Verbandsleitung. Montag, 17. d. M., abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: waltungsmitglieder. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Revisoren. 2. Anträge des Borstands. 3. Diskussion 4. Gewerkschaftliches. Gäste haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht der Mitglieder. 173/15 Der Vorstand. Sonnabend, den 13. Juli, findet das 4. Stiftungsfest der Filiale Berlin statt. Billets sind in der Bersammlung sowie bei allen Hilfstaffierern zu haben. Achtung! I Achtung! Atung! Rabikputer. Achtung! Mittwoch, den 19. Juni, abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder Versammlung der Zahlstelle Berlin des Centralverbands der Maurer Deutschlands. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. [ 2526 Mitglieder- Versammlung Arbeiter und Arbeiterinnen der Etuisbranche! Musikinstrumenten- Arbeiter! bei Bergmann, Pajewalkerstr. 3. Tages Ordnung: 1854b 1. Wahl der Ortsverwaltung und Beitragssammler. 2. Innere Staffenangelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt.- Mitgliedsbuch legitimiert. Zur Beachtung! Aufnahmen( ohne Untersuchung) zur Frauen- Sterbe taffe werden Sonnabend, abends von 128 bis 1/29 Uhr, Dalldorferstr. 16, und in der Wohnung des Bevollmächtigten und Kassierers vollzogen. Die Ortsverwaltung. Montag, 17. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal III: Seffentliche Versammlung aller in der Etuisbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten, Kollegen Conrad über: Konsum genossenschaften und ihre Bedeutung für die Arbeiter. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. ( Fachverein.) Delegierten- Versammlung. Montag, den 17. Juni, bei Graumann, Naunhuftr. 27: Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. Es ist Pflicht der Mitglieder, daß jede Fabrik vertreten ist. Der Vorstand. 141/15 Warenhaus A.Wertheim. weiss Montag, Dienstag, Mittwoch: Porzellan Speiseteller tief und flach 11 Pf. Dessertteller 7 Pf. Kartoffelschüsseln 50 Pf. Saucièren 50 Pf. Kaffeekannen 18, 28, 40, 60 Pf. Zuckerdosen 6 Pf. Milchtöpfe 6 und 8 Pf. Grosse Tassen( Obertassen) 9 Pf. Leuchter 9 Pf. dekoriert Tassen gross 18 Pf., für Kinder 10 Pf. Kaffeetöpfe 9 und 12 Pf. Dessertteller 13 Pf. Butterdosen 25, 35, 48 Pf. Kuchenteller 25, 45 Pf. Menagen für Pfeffer, Salz, Senf 22 Pf. Salz- u. Pfeffergefässe Goldr. 10 Pf. Kabarets 2 teilig 95 Pf., 3 teilig 1.40 Mk. Leuchter 22 Pf. Kaffeeservices für 6 Personen 8 Teile Tafelservices 99 1.95, 9 Teile 2.30 Mk. 66 30 99 " 12.50 Mk. Emaille Salatschalen Zuckerschalen Butterdosen Kompottteller 5 Grössen Glas weiss 6 bis 30 Pf. rosa 9 bis 38 Pf. 9 und 10 Pf. 15 und 20 Pf. 99 12 und 19 Pf. „, 15 und 23 Pf. " 5 Pf. 7 Pf. 13 Pf. 6 Pf. Sturzflaschen mit Glas Leuchter Kompottschalen Wassergläser weiss 19 Pf. 5 Pf. Milchsatten 5 Pf. grün 4 Pf. Salatschüssel geschl. Gr. 25, 38, 48, 57 Pf. Käseglocken mit Teller 1 Mk. geschliffen Einmachegläser. Rheinische Einmachetöpfe. Kasserollen mit Ring 45, 50, 60, 70 Pf. Schmortöpfe ohne Ring 45, 60, 75, 85 Pf. 99 mit 55, 65, 80, 95 Pf. 97 Eimer mit Deckel, dekoriert Kehrschaufeln Mottenpulver als Kamphor, raffiniert Naphtalin- Blätter 1,90 Mk. 35, 42, 50 Pf. Wasserkonsole mit Mass 99 99 n 38 u. 70 Pf. Muschelform 70 Pf. Waschschüsseln mit Seifnapf Schüsseln flach 99 Schachtel 20 u. 40 Pf. Pfand 2,50 Mk. 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In Berlin I waren 1871 1,73 Proz Die Herstellung eines Bundes aller Staaten eines ganzen denen das eine überhaupt keinen Urheberschutz fennt, ist in Berlin II 2,15 Broz., in Berlin III 6,35 Proz. und in Berlin V Kulturkreises ist ein altes Ideal. Ja, sie ist sogar zeitweise ein ein Unding. So erheischt auch der Fortschritt des Vers 1,54 Proz. aller abgegebenen Stimmen socialdemokratische. Die Stick Wirklichkeit gewesen. Das römische Weltreich, um von früheren, tragswesens auf politischem Gebiet den Fortschritt der politischen Fortschrittspartei, die damals in der Arbeiterschaft ihre Kern= auf kleinerem Gebiet ins Wert gesetzten Verbänden zu schweigen, Einrichtungen selbst. Schon der Zweibund zwischen Rußland und truppe hatte, überbot sich in patriotischen Versicherungen, und als am war eine Zeitlang nahe daran, sich durch Verselbständigung der Frankreich ist heute nur dadurch möglich, daß die beiden Länder Tage nach dem Einzug, am 17. Juni, die Feier den gemeinen Soldaten Provinzen in eine Art Bundesstaat zu verwandeln, Roms Erbe, das durch Deutschland geographisch getrennt sind. Grenzte die französische galt, und jeder Krieger einen baren Thaler von der Stadt ausgezahlt Bapsttum, nahm im 18. Jahrhundert in der Christenwelt eine Macht- Republik direkt an das Barenreich, so wäre er ein Ding der Un- erhielt, schien es bei den im Freien vor sich gehenden Festlichkeiten stellung ein, die diese als eine von ihm geleitete, seinem Gesez möglichkeit, d. h. er würde entweder die Ertötung des republikanischen auch einem skeptischen Auge, daß Heer und Bolt eben als eins befolgende Einheit erscheinen ließ. Bekannt ist, daß bald Geistes in Frankreich bedeuten oder dem Zarismus so gefährlich trachtet wurden. Wo in aller Welt würde heute, wenige Wochen nach der Spaltung der Christenheit durch die Reformation werden, daß dieser eines Tags ihn um seiner eignen Sicherheit willen nach der Alexandrinerrede, wohl die Heeresleitung daran denken, die ein weltlicher Regent, Heinrich IV. von Frankreich, einen fündigen müßte. Soldaten mit der Einwohnerschaft fraternisieren zu lassen? Entwurf zur Herstellung eines großen Staatenbundes der Das war das Unlogische des zarischen Rundschreibens von 1899. Daß dieser klaffende Niß zwischen den Anschauungen der herrchristlichen Völker ausarbeitete, und hundert Jahre Jahre nach Nowicow hat für dieses nur rückhaltloses Lob, und von einem schenden und der unterdrückten Klasse und dem Junkerregiment Heinrichs Tode entwarf ein socialistisch denkender englischer Quäker, russischen Liberalen und begeisterten Friedensfreund kann das auch tommen mußte, ward allerdings auch unter dem Siegestaumel John Bellers, den Plan eines europäischen Bundesstaats, der bei nicht weiter wundernehmen. Aber den Widerspruch, der darin liegt, vorausgesehen, wenn auch nur von wenigen. Wie sehr hat sich in ihm aber auch die Mohamedaner einschließen und u. a. die Herab- daß der autokratische Herrscher eines Reichs, das mehr wie irgend den kommenden Zeiten erfüllt, was Herwegh im Hinblick auf die fegung der im Verhältnis zu heute so bescheidenen stehenden ein andrer Staat auf Unterdrückung und Ausschließung aufgebaut Bismarcksche Herrschaft vorausgesagt hat: Heere bewirken sollte. Seitdem ist die Idee zu verschiedenen Zeiten ist, der Welt den Frieden verbürgen will, fann auch er nicht in der einen oder andern Form immer wieder aufgetaucht. In den wegläugnen. Vielmehr enthält sein Buch genug Anklagen gegen die sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts gab es sogar ein von innere Politik Rußlands, um seinen Lesern diesen Widerspruch klar der Friedens und Freiheitsliga herausgegebenes Blatt, das die zum Bewußtsein zu bringen. Verwandlung Europas in einen Bundesstaat nach dem Muster der nordamerikanischen Union zum Jdeal hatte und sich demgemäß die Bereinigten Staaten von Europa" nannte. Seine Haupt- Mitarbeiter waren Demofraten von europäischem Ruf. Aber das Jahr 1870 gab der Friedensbewegung jener Tage den Todesstoß und nach einer Periode langsamen Dahinfiechens schliefen die Bereinigten Staaten von Europa" den Schlaf der Gerechten. " Das Blut von Wörth, das Blut von Spichern, Von Mars la Tour und Gravelotte, Einheit und Freiheit sollt es sichern, Einheit und Freiheit? Großer Gott! Ein Ambos unter Einem Hammer Geeinigt wird Alldeutschland stehn, Dem Rausche folgt ein Kazenjammer, Daß Euch die Augen übergehn! Die Aerztekammer für die Provinz Brandenburg und den Stadtkreis Berlin trat gestern im hiesigen Provinzial- Ständehause zu einer Sizung zusammen, der auch der Oberpräsident v. BethmannHollweg beiwohnte. Auf der Tagesordnung stand zunächst der Bericht des Profeffors Koßmann über die Arbeiten zur Bekämpfung des Kurpfuschertums. Es lag eine Mitteilung des Spandauer Aerztevereins vor, wonach bei der Krankenkasse für Tischler ein Naturheilkundiger thätig war. Die Aerzte hatten dagegen bei der Polizei demonstriert, und diese hatte den Ausschluß des Naturheilkundigen angeordnet, die Kasse hatte aber biergegen die Entscheidung des Regierungspräsidenten in Potsdam daß zur Zeit eine gefeßliche Handhabe für den Ausschluß Natur heilkundiger von der Behandlung bei Stassen nicht existiert. Hier müßten sich die Aerzte selbst helfen, und die Kommission schlägt vor, die Kammer möge einen Beschluß herbeiführen, der den Abschluß und die Verlängerung von Verträgen durch approbierte Aerzte mit Stassen, die eine Behandlung nicht approbierter Heilpersonen zulassen, als standesunwürdig erklärt. Dr. Alexander weist demNowicow ist radikaler Freihändler, für die russische Zollpolitik hat er nur Worte des Tadels. Desgleichen für die Belästigung der Ausländer in Rußland durch Paßawang 2c. Hier ist er sogar Gegner der Nichteinmischung und fordert Deutschland auf, unausgefeßt und bei jeder günstigen Gelegenheit von Rußland die Aufhebung des Paßzwangs zu verlangen.( S. 74.) Ueberhaupt ist er principieller Gegner der absoluten Souveränität einzelner Staaten. An dies, nun über ein Vierteljahrhundert begrabene Blatt er- Diese Souveränität, erklärt er auf S. 20, ist das Recht auf Raub". Innert der Titel eines Buches, das einen bekannten russischen Socio- Er ist strenger Föderalist, als solcher Anhänger des Rechts der ogen, Herrn Jwan Nowicow, zum Verfaffer hat:" Die Föderation Selbständigkeit für alle Nationalitäten. Unter anbrem tritt er entEuropas".") Nachdem vor zwei Jahren sein Landesherr, der Bar, schieden für das Recht der Polen auf ihre nationale Unabhängig sein Friedensmanifest erlassen und die Haager Friedensfonferenz ein- feit ein. berufen hat, entwickelt Herr Nowicow nunmehr den Plan der Her- Soweit läßt sich ihm kein Verstoß gegen Principien der Demokratie stellung einer Föderation der Staaten Europas, aus der sich später vorwerfen. Der Fehler seines Buches- wenn wir von seiner ohne ein europäischer womöglich ein Welt- Bundesstaat ent- hin nur beifällig sich äußernden Gegnerschaft gegen die auf Verwickeln soll. staatlichung und ähnliches gerichteten Bestrebungen der SocialdemoNicht daß wir in Herrn Nowicow einen Nachtreter und Nachfratie absehen besteht in der häufigen Ignorierung derjenigen beter des Zaren vor uns hätten. Es ist schon längst ein eifriger Thatsachen und Kräfte, die in feine Ausmalungen und Spekulationen angerufen, der das Verbot der Polizei auf hob. Redner betont, Friedenspropagandist und hat in Schriften, die bis in den Anfang nicht hineinpassen. So ist es z. B. ganz hübsch, wenn er gegen den der neunziger Jahre zurückgehen, mutige Worte gegen den Landhunger der Großstaaten loszieht, für den er den Spottnamen Militarismus und den zarischen und sonstigen Absolutismus und Stilometritis" gebildet hat. Aber alle Kolonialerwerbungen unter Despotismus gefunden und auf die Vorteilhaftigkeit der Schaffung diesen Namen zusammenfassen, heißt sich die Sache etwas gar zu eines europäischen Staatenbundes für den Wohlstand der Völker leicht machen und jedes Kriterium für die verschiedenen Arten Umverwiesen. Soweit ist es eher der Selbstherrscher aller Neußen, der stände von Landerwerb, die Bedürfnisfrage ze. ausschließen. Und im Punkte Abrüstungsagitation im Nachtrab des Herrn Nowicow doch anerkennt Nowicow Unterschiede. So anerkennt er das Kolonie wandelt. Es liegt kein Grund vor, an der Unabhängigkeit und sationstalent der Engländer urd meint er bei Gelegenheit gegenüber darauf hin, daß der Polizeipräsident von Berlin auf eine Ehrlichkeit des legteren zu zweifeln. der russischen Eroberungen in Asien, daß die Besetzung ergangene Beschwerde die Behandlung durch Aerztinnen bei dem Bon vornherein läßt sich auch sicherlich nichts gegen das Biel eines barbarischen Landes durch irgend eine Kulturnation, Saufmännischen Hilfsverein für weibliche Angestellte untersagt habe. sagen, das Herr Nowicow in seinem Buch aufstellt. Die Herstellung welche diese auch sei, von Vorteil für alle andren Völker" Die hiergegen bei dem Handelsminister erhobenen Vorstellungen eines Bundes der Völker Europas beziv. der civilisierten Welt ist sei.( S. 157.) Nach einer genauen Unterscheidung, wann Land- hätten keinen Erfolg gehabt. Man solle daher in dem Spandauer ein Bestreben, das er mit der Socialdemokratie gemein hat. Er eriverb verwerflicher Kilometritis ist und wann nicht, suchen wir alle erst den Instanzenweg erschöpfen. Auch der Obererblickt denn auch in ihr den stärksten Verbündeten im Kampf für indes bei ihm vergebens. präsident warnt davor, einen Beschluß bezüglich der Standes= seine Verwirklichung. Obwohl Gegner der wirtschaftlichen Grund- Ein andrer Fehler des Buches, der aber in gleicher Denkweise widrigkeit herbeizuführen, dessen Tragweite einstweilen nicht säge der Socialdemokratie, ergeht er sich an verschiedenen Stellen wurzelt, wie der vorhergehende, ist die Sucht des Verfassers, auf übersehen werden könne. Dr. Mugdan empfiehlt hiergegen die Anfeines Buches in begeisterten Lobeserhebungen auf ihre politischen Grund der formellen Aehnlichkeit physikalischer und biologischer Vornahme des vom Referenten gestellten Antrags, während Geheimrat und weltbürgerlichen Bestrebungen. Hier einige seiner betreffenden gänge mit sociologischen Entwicklungen gleiche Entwicklungsgesetze Bergmann das Wort standesunwürdig" aus dem Beschluß entfernt Ausführungen: für diese Gebiete festzustellen, die doch bestenfalls eben nur formell sehen möchte. Er wünscht einen Beschluß, daß die Regierung erVon allen Bewegungen der Gegenwart wird der zutreffen und daher wenig erklären und viel Irrtümer hervor- fucht wird, die Behandlung nicht approbierter Personen bei Kaffen Socialismus der Föderation am günstigsten sein. Man kann wenig rufen. nicht zuzulassen. Nach einer längeren Besprechung hierüber Sympathie für Karl Marg haben, man kann finden, daß seine Ungeachtet dieser Mängel ist aber das Nowicowsche Buch ein beschließt die Kammer zunächst im Sinne des Antrags Bergmann, Lehren und seine Sophistit mehr Unheil als Gutes gestiftet haben, sehr verdienstliches Werk. Was es an illusorischen Spekulationen nimmt aber dann auch den Antrag des Referenten mit erheblicher er hat aber ein Wort gesprochen, das durch die Jahrhunderte er enthält, ist teilweise schon durch die Macht der Thatsachen widerlegt Majorität an. Ein weiterer Antrag geht dahin, den Minister zu tönen wird, und das ihn unter die hervorragendsten Wohlthäter der worden und ist auch sonst nicht der Art, in der Pragis irgend welchen einem Erlaß zu veranlassen, nach dem die Abgabe von Medikamenten Menschheit stellt: Protetarier aller Länder, vereinigt Euch." Zweifel Schaden anzurichten. Dagegen enthält das Buch treffliche Kapitel nur auf Verordnung eines approbierten Arztes, Zahnlos werden die künftigen Historiker die findische Chronologie, die wir gegen die Trugargumente der Verteidiger der Kriege, der Länder- arztes oder Tierarztes statthaft sein soll, der fich heute anwenden, umändern und den Beginn der neuen Zeit von abschließungen und aller Routinevorstellungen, die sich dem Fort- auf seiner Verordnung mit dem gedruckten Wort„ Arat" dem Jahre ab datieren, wo Marg diese Worte gesprochen hat." Schritt der Internationalität in den Weg stellen, sowie ein ganzes zu bezeichnen hat. Auch dieser Antrag wird von der ( S. 567.) Requisitorium der Kräfte, die den Kämpfern für die politische Frei- Kammer angenommen. Ferner befürwortet Referent einen BeDie Socialisten", heißt es auf S. 568, sind auch aus dem heit und den engeren Anschluß der Kulturvölker aneinander zur Seite schluß, wonach die Behörde ersucht wird, ein Verbot der öffentGrund die geschägtesten Alliierten" der Föderationsfreunde, weil stehen. Es ist ein Hohelied des socialen Optimismus, das auf alle lichen Ankündigung bezüglich Anpreisung brieflicher Ferne sie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen in den Vorder- Kämpfer für den socialen Fortschritt nur ermutigend und anfeuernd behandlung zu erlassen. grund stellen und diesen gefährlichen und bedauernswerten wirten kann. Auch darin hat ja Nowicow recht, daß die Macht der So wenig wir für wirkliche Kurpfuscherei eingenommen sind, so Wahnsinn der Quadratkilometer- Anbetung in den Hintergrund." Berhältnisse zu einer stärkeren Ausbildung internationaler Verträge entschieden verurteilen wir auch hier den Standpunkt der Aerztezunft, Und S. 569: Die Socialisten sind die einzige Partei, die eble, drängt, und wenn die internationale Föderation nicht auf dem die sich nicht schämt, weibliche Kollegen deshalb mit dem Schäfer Aft wohlthätige und vernünftige Ideen in der internationalen Politik Wege zustande kommt, wie er sie auf Grund der be- in eine Reihe zu rangieren, weil es den Aerztinnen dank der Rückbesigt. Alle andren Parteien handhaben in dieser Beziehung einen stehenden Staatsordnungen vorauszeichnet, so wird sie darum ständigkeit unfrer Gesetzgebung früher nicht möglich war, in Deutschrohen Empirismus, der auf keinem Prinzip, auf keiner flaren, doch in irgend einer Form verwirklicht werden. Es liegt denn land die Approbation zu erlangen. Daß diese Frauen manchem bündigen und logischen Jdee beruht."( S. 569.) auch kein Grund vor, den Gedanken nicht zu propapieren. Wir halten männlichen Berufsgenossen an Wissen und Können überlegen sind, Aber Herr Rowicow sieht in der Socialdemokratie nur einen den internationalen Verband unter den gegebenen Staatsverhält ziehen diese Beloten nicht im geringsten in Betracht. Verbündeten im Kampf für den europäischen Bund, über die Vernissen für undurchführbar. Käme er aber und mit ihm die Abwirklichung selbst hat er andre Jdeen wie sie. Wohl fagt er auf rüstung und der gesicherte Friede, so könnte selbst die Aegide des sammlung ist eine Magistratsvorlage von allgemeinem Interesse zu Die Gasautomaten kommen. Der Stadtverordneten- Vers das Drängen der Enterbten werde den Bund her- Baren nicht hindern, daß die Entwicklung zur Demofratie im Junern stellen, denn die Satten finden den gegenwärtigen Zustand der Staaten bald unividerstehliche Kraft annehmen würde. Wie gegangen. In der Vorlage werden die Stadtverordneten ersucht, ihre durchaus erträglich" und auf S. 562 heißt es: " Die schnell war es mit dem Walten der heiligen Allianz als Reaktions- Bustimmung zu geben zu den Bedingungen, unter denen GesamtDemokratisierung im Innern der Staaten wird die internationale ftüge vorbei, trotzdem sie unter Verhältnissen gegründet wurde, wie einrichtungen für Leucht- und Kochgas( Automaten Gasmesser) von Demokratisierung, wenn man sich dieses Ausdrucks bedienen darf, sie sich gleich günstig für die Reaktionsmächte nie wieder einstellen bei Uebernahme der Einrichtungskosten durch die Stadt vermietet den städtischen Gaswerfen ohne Rautiou an jedermann zur unvermeidlichen Folge haben". Aber auf S. 15 heißt es dann werden. Was waren der Buchdruck, die Zeitungen, die Verkehrs werden. Hoffentlich wird der Preis des durch die Automaten verwieder:„ Meine Bemühungen gehen darauf aus, daß diese Föde- mittel, das öffentliche Leben von 1815 gegen heute! Es find tausten Gases berart bemessen, daß die Abnehmer sich nicht schlechter ration sich in einer mehr oder weniger nahen Zukunft vollziehen theoretische und principielle Vorbehalte, die uns oben gegen die von möge, möglicherweise noch während der Lebensdauer unsrer eignen Rowicow verkfindete Nichteinmischung Verwahrung einlegen ließen, zu stehen als andre Konsumenten. Generation. Der Sinn, den ich dem Worte Föderation gebe, ist fürchten hätte die Demokratie die Föderation selbst dann nicht, wenn Zur Krankenhausnot. Was es mit dem bekannten Gerede demnach der konservativste, weil ich die Ehrfurcht vor den nationalen sie nur um jenen Preis zu haben wäre. der Herren Stadtverordneten Stalisch und Sachs auf sich hat, lehrt Institutionen und die Zustimmung der Regierungen als den Eckstein Die Uebersetzung des Nowicowschen Buchs ist nicht fehlerfrei. neben anderen früher von uns mitgeteilten Thatsachen der folgende, des föderativen Baues betrachte". Und in gleichem Sinne eine Seite Hier und da ist der Gedankengang durch unpassend gewählte Worte von der Tgl. Rundsch." mitgeteilte Fall: Ein Armenarzt im Westen vorher: Wer Vereinigung und Eintracht will, muß vor allen fast in sein Gegenteil verkehrt. So wird auf S. 700 aus dem der Stadt ward zu einer alten alleinstehenden schwer erkrankten Frau Dingen die individuellen Eigentümlichkeiten der Nationen respek- Souverain" ein Fürst", während Nowicow offenbar das Wort ge- gerufen und stellte auf dem amtlichen Formular die Bescheinigung tieren. Wenn es den Franzosen gefällt in einer Republik, den wählt hat, weil es auch ein Bolt, eine Voltsvertretung bezeichnen aus, daß sie wegen eines inneren Leidens notwendig Aufnahme in Engländern in einer parlamentarischen Monarchie, den Russen in tann. Wiederholt 718, 719 2c. wird, stat fédéral" mit Strankenhaus am Urban brauche, mit dem Zusatz" Beförderung durch einer absoluten Monarchie zu leben, so ist das ihre Sache und geht Staatenbund" statt" Bundesstaat" übersetzt, was die betreffenden Droschke". Die Frau ward von einer Nachbarin mit Droschke hinihren Nachbarn nichts an".( S. 14.) Säße zu Teutologien stempelt, und ähnliche Verstöße mehr. Wenn gebracht, aber abgewiesen wegen Blazmangel. Der diensthabende das Buch eine zweite Auflage erlebt, was ihm nur zu wünschen Arzt wäre, so empfiehlt sich eine gründliche Revision des Texts. Ed. B. G. 57, " Lokales. Nach dreißig Jahren. Auf den ersten Blick möchte dies unanfechtbar scheinen, zumal schrieb dies borschriftsmäßig auf die Rückseite des ja schon heute internationale Verträge aller Art zu stande kommen, Bettels. Es ward zugleich versprochen, man wolle Nachricht ohne daß die Regierungsform und politische Verfassung der begeben, wenn ein Plaz frei sei. Vier Tage vergingen, aber treffenden Länder ein störendes Element bildet. Es sei hier nur an feine Nachricht tam. Wiederum ging eine Nachbarin der Kranken zu den Weltpostverein erinnert, auf den auch Nowicow mit Genugthumg dem Armenarzt. Dieser telephonierte an alle Krankenhäuser und hinweist. Ferner wird es feinem deutschen Socialisten einfallen, erhielt überall den Bescheid, daß kein Bett fret sei. Man ging dann einem Handelsvertrag mit Rußland nur deshalb die Zustimmung zu noch zu dem nächstliegenden Krankenhause, dem Elifabeth- Strantenbersagen, weil ihm der zarische Absolutismus zuwider ist. Für eine hause, und bekam die Antwort, daß hier frühestens in vierzehnt ganze Reihe internationaler Vereinbarungen verschlägt es wenig, Schon einmal brachte der 16. Jumi der Reichshauptstadt ein Tagen ein Bett frei werde. Nun liegt die arme, alte franke Frau wie es in den Vertragsstaaten daheim zugeht, so lange die Verträge patriotisches Fest. Das war im Jahre 1871. Heute vor 30 Jahren allein in ihrer Kammer, in schlechter Luft und mit ungenügender selbst gehalten werden. Etwas andres ist es aber mit einem Bund hielt Wilhelm I. nach der Heimkehr aus dem deutsch- französischen Pflege. Ihre Nachbarinnen nehmen sich ihrer nach Kräften an, haben für politische Zwede allgemeiner Natur, auf den Nowicows Vor- Kriege seinen feierlichen Einzug in Berlin. Aber welch ein Wechsel aber selbst nichts übrig und müssen sich sauer ihr Brot verdienen. schläge abzielen. Entweder ist's ein Bund der Regierungen, in den hat sich seitdem in der Gesinnung der Bevölkerung vollzogen. Heute Auf die Dauer werden sie sich fast gar nicht mehr um die Kranke die Völker überhaupt nichts dreinzureden haben, und dann wird läßt die Bismarckfeier auf dem Königsplatz die große Mehrzahl der kümmern können, und so muß diese langsam aber sicher sterben, trotz die Demokratie allen Grund haben, ihm mißtrauisch gegenüber Einwohnerschaft eisig talt, hunderttausende nicht der schlechtesten aller Verordnung des Arztes, trotz des Anerbietens einer Dame, im zustehen, oder aber es ist ein richtiger Bund der Staaten mit Bürger verwünschen das Andenken des Reichsheros oder schäßen Elisabeth- Krankenhause für sie zu bezahlen. bindenden Bestimmungen staatsrechtlichen Charakters, und dann ist es nur insoweit, als das Wirken des Mannes geeignet es teine gleichgültige Sache, wie es mit den politischen Einrichtungen war, die Socialdemokratie sehr wider Willen im Innern der Vertragsstaaten beschaffen ist. Es giebt einen gewissen Punkt, von dem ab die Solidarität in der einen Hinsicht auch die in andren Punkten bedingt. Man ver gegenwärtige sich nur, in welch verschiedener Lage sich heute Vertragsstaaten befinden, von denen der eine ein entwickeltes parla*) Berlin und Bern, Atad. Verlag für sociale Wissenschaften, Dr. John Edelheim. Zur Beschlußfaffung über den Neubau eines Retortenhauses und einer Glocke des Gasbehälters in dem Gaswerk an der Magistratsvorlage überfandt worden. Die Kosten sind auf 2 950 000 Danzigerstraße ist der Stadtverordneten- Versammlung eine Mart veranschlagt und sollen auf das Extra- Ordinarium der Gaswerke des laufenden Etats übernommen werden. Mit den Arbeiten foll sofort begonnen werden. 81 kräftigen. Wie anders damals, nach Beendigung des Kriegs. Es ist wohl nicht zuviel gesagt, daß der großen Mehrzahl der Bevölkerung der Jubel aus vollem Herzen kam, als Bismarck, Moltke und Roon vor dem Kaiser ritten und an der Spiße der Krieger durch die Belle- AllianceStraße und Königgrägerstraße und dann durchs Brandenburger Thor die Linden entlang zogen. Die Partei, welche der Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen den korrektesten und Die angekündigte Magistratsvorlage wegen Beschlußfassung lentschiedensten Ausdruck aiebt, die socialdemokratische, tam über die Herstellung eines Ueberführungsbauwerks über den Bahn 1 147 000 9. tausend Personen zur Folge. " Schriften- Eingang. Von der„ Kommunalen Praxis", Zeitschrift für Kommunalpolitit hof Gesundbrunnen mit einer mittleren Bogenlichtweite| inneren Verletzungen liegen blieb. Der Revierlieutenant, der mit| getroffen, andrenfalls würde die Zahl der Verunglüdten eine bes ( Spannweite) von 110 Meter im Zuge der Ewinemünder- und mehreren Schußmännern erschien, ließ die Schwerverwundete mit deutend größere gewesen sein. Bellermannstraße ist den Stadtverordneten zugegangen. Die Gesamt einem Lückschen Rettungswagen in ein Krankenhaus bringen, und Der Generalrat sandte 1500 Fr. zur Unterstützung der Hintertosten dieses Riesenbauwverts belaufen sich nach dem Anschlag auf nahm den Mann wegen Bedrohung mit einem Verbrechen fest. Die bliebenen der Opfer. Ferner wird der Kammer ein Antrag auf BeKinder wurden dem Waisenhaus übergeben. Daß Posselt seine Frau willigung einer Unterstügung von 20 000 Frs. zugehen. Ein Raubmordverfuch auf offener Straße beschäftigt seit nicht zum Fenster hinausgestoßen hat, wird entgegen den WahrSchiffsunfälle.„ Daily Mail" meldet aus New York, das gestern morgen die Kriminalpolizei. Vor dem Hause Reichstags- nehmungen, die einige Nachbarn gemacht haben wollen, von der Frau Fährboot Northfield" stieß gestern auf dem East River Ufer 2, zwischen Hindersin- und Sommerstraße sah gestern früh ein ſelbſt bestätigt. Der Vorfall hatte eine Ansammlung von mindestens Fährboot Northfield" stieß gestern auf dem East River mit dem Fährboot, Mau ch ch unt" zusammen.„ Northfield" sank junger Arbeiter, der des Weges tam, einen älteren Mann im gegenüber der Wall- Street. Es wurden mehrere Personen getötet du Wasser liegen. Er rief andre Leute und einen Schußmann Ein Blechstück verschluckte der dreijährige Sohn des Klempners und gegen 40 verlegt. herbei, und es gelang mit Hilfe eines Brettes, den Mann, der die Drohmert aus der Wilhelmstr. 3, als er in der Werkstatt spielte. Das amerikanische Transportschiff Ingalls" legte Befimmung fast verloren hatte, aus dem Wasser herauszuholen. Seine Es blieb ihm in der Kehle stecken und mußte durch einen ziemlich sich im Trockendock von Brooklyn auf die Seite. Es verlautet, daß Kleidung war zum Teil aufgerissen, am Oberhemde fehlten die schweren ärztlichen Eingriff in einem Krankenhause herausgeholt eine Person getötet, 30 schwer verwundet worden seien. Knöpfe, ebenso an den Manschetten. Seine goldene Uhr hielt der werden. Hilflose noch in der Hand, während die Kette fehlte. Der Schuhmann brachte ihn in ein Krankenhaus. Hier kam er nach einiger Zeit der 29 Jahre alte Arbeiter Paul Ehlert aus der Klosterstraße, der d Bei der Arbeit tödlich verunglückt ist am Freitagnachmittag wieder zur Besinnung und konnte über die merkwürdige und in der" Germania", Fabrik für Phonographenplatten, in der gefährliche Lage, in der man ihn gefunden hatte, Auskunft geben; Stralauerstr. 56 beschäftigt war. In der im dritten Stock gelegenen und Gemeindesocialismus( Dresden, Verlag Kaden u. Comp.) iſt uns Gießitube war auf einem Gasofen Walzenmasse Leviés aus Paris, der seit vierzehn Tagen im Terminius: Als Ehlert mit dem Arbeiter Poster den Kessel mit der fertigen, Nummer heben wir hervor: Ein neues Projekt der Arbeitslosen- Versiche Hotel wohnt und schon öfter in Berlin war. Professor Levies befand glühendheißen Masse vom Ofen nahm, glitt er auf dem hölzernen städtischen Arbeiter in Berlin. Das Betriebsergebnis der Großen Berliner rung in der Schweiz. Ruhegehälter und Hinterbliebenen- Versorgung der sich in der verflossenen Nacht nach seiner Meinung muß es gegen Fußboden aus. Der Sessel, den er nur mit einer Hand angefaßt Straßenbahn. Gemeindeverband zu gemeinnüßigen Arbeiten. 1 Uhr gewesen sein auf dem Heimwege von Moabit nach seinem batte, tippte um und die Masse ergoß sich ihm über die rechte Ge- und Arbeitszeit der städtischen Arbeiter in Berlin. Schutz den Straßen: Hotel. Unterwegs sprachen ihn zwei gut gekleidete junge Männer fichtsseite, die Brust und das rechte Bein. Schwer verbrüht wurde bahnern. Arbeiter als Kulturförderer im Schulwesen anerkannt. Fort: an und drängten sich lästig an ihn heran. Als er sie unbeachtet der Verunglückte mit einem Koppschen Rettungswagen in ein bildungsschulen. Reinlichkeit in den Schulen. Zur Wohnungs: ließ, rempelten sie ihn an. Professor Leviés suchte sich ihrer nun Krankenhaus gebracht. Dort starb er bald nach der Aufnahme. frage in Berlin. Anleihe in Rirdorf. Indirekte Steuern in Breslau. Steuerveranlagungskosten. zu erwehren. Während er mit einem der Burschen rang, warf ihn Eingemeindung von Lichtenberg bei Berlin. der andre zu Boden, fiel über ihn her, riß ihm die Kleider auf, Erschoffen hat sich der 39 Jahre alte Schuhmacher Ernst Groß Rundschau: Agitation für die Berliuer Stadtverordneten: Wahlen. Die Regierung gegen vie raubte ihm die goldenen Knöpfe, das Portemonnaie mit 50 m. aus der Prinz Eugenstraße. Groß, der für Frau und sechs Kinder und die Uhrkette, die abriß, als der Ueberfallene die Uhr mit der zu sorgen hatte, traut und vernachlässigte infolge deffen öfter seine Hand trampfhaft festhielt. Nachdem er sich wieder erhoben hatte, Arbeit. Sonst hätte er wohl zurecht kommen können, da er geschickt erhielt der Beraubte einen so heftigen Stoß, daß er gegen das Ge- war und gute Kundschaft hatte. Als er am Freitagvormittag wieder länder taumelte. Ein zweiter Stoß, der ummittelbar darauf folgte, betrunken war, schlug er seine Frau, weil sie ihm Vorwürfe machte. hatte zur Folge, daß er über das Geländer hinweg in die Spree Nun ging die Frau mit ihren sechs Kindern im Alter von einem bis fiel. Zu seinem Glück fiel er auf eine unter Wasser stehende Stufe zehn Jahren weg und fand ein Unterkommen bei ihrem Bruder in einer Ufertreppe. Trotzdem war er aber nicht im stande, sich selbst der Schulstraße. Um 8 Uhr abends hörte der Hauswirt in der zu retten, da er ohnmächtig wurde. Erst einige Stunden später, Stellerwohnung, in der Groß allein zurückgeblieben war, zwei Schüsse zwischen 31/2 und 33/4 Uhr, wurde er gefunden und gerettet. Profeffor fallen. Ein Schußmann, den er holte, fand den Mann tot auf dem Leviés hat bei dem Ueberfall keinen dauernden Schaden genommen. Fußboden; er hatte sich aus einem Revolver zwei Kugeln in die Boraussichtlich wird er von einer leichten Nierenquetschung, die er Brust gejagt. fich außer einer Erkältung dabei zuzog, schon in einigen Tagen wiederhergestellt sein. Die Verbrecher find noch nicht ermittelt. Wie nachträglich berichtet wird, setzt die Behörde Zweifel in den Angaben des Herrn Leviés. ein Dußend Löschzüge nach Michaeltirchstraße 17. Im Quergebäude Ein großer Fabrikbrand alarmierte Sonnabend gegen Abend des zweiten Hofs und zwar im dritten Stockwert war hier auf noch nicht aufgeklärte Weise in der Pufederfabrik von Friebel u. Lipinsti Der Nordkanal. In der gestrigen Sigung der städtischen Feuer ausgebrochen, das mit rajender Schnelligkeit um sich griff, so daß Verkehrsdeputation unter Borsiz des Oberbürgermeisters Kirschner die in großer Stärke anrückende Feuerwehr sich einem erläuterte Stadtbaurat Krause in ausführlicher Weise das be- Flammenmeer gegenüberbefand. Brandinspektor Reinhard ließ fannte Projekt für den Bau eines Berliner Nordkanals, ausgehend sofort vier Dampfsprigen und verschiedene Hydrantenrohre in Thätig vom Tegeler See und über Reinickendorf und Weißensee nach Ober- feit treten und sowohl über die Treppen wie auch über zwei mechanische Schöneweide nach der Oberspree führend. Die Deputation beschloß, Leitern hinweg dem Element zu Leibe gehen. Troydem sprangen die den Kanal nicht auf städtische Kosten und in städtische Regie aus Flammen auch auf den Dachraum des linken Seitenflügels über und erführen zu lassen, sondern den Bau dem Staat und dem Kreise griffen hier das Warenlager des Konfektionsgeschäfts von Louis Levin. Erst Niederbarnim zu überlassen, deren Interesse an dem Sanal erheblich nach 1/ 2stündiger angestrengter Löschthätigkeit war die Macht des größer ist, als das der Stadt Berlin. Die Deputation beschloß Feuers gebrochen. Die Pußfedern- Fabrik brannte vollständig aus ferner, den Magistrat zu empfehlen, sich mit einem entsprechenden und da auch das Konfektionsgeschäft starf in Mitleidenschaft gezogen Beitrage zu den Kosten an dem Bau des Kanals zu beteiligen. wurde, so ist der entstandene Schaden sehr bedeutend. Treptow Sternwarte. Da voraussichtlich der im vorigen Monat aufgetretene große Sonnenfleck in dieser Woche wieder sichtbar werden wird, spricht Direktor Ar chen hold Sonntag, den 16., nachmittags 5 Uhr, über " Die Sonne". Der 7 Uhr- Vortrag behandelt Die Bedeutung der Astronomie für die Schiffahrt". Mit dem großen Fernrohr wird von 2-7 die Sonne, von 7-9 der Arctur, von 9-12 Uhr nachts Sternhaufen beobachtet. " Nr. 4019 a, 4. Nachtrag). Löhne Der Rückgang im Wachstum Charlottenburgs. Die deutsche Städteverwaltung. Getreidezoll- Proteste. Die Kommunale Praris" erscheint monatlich zweimal. Preis vierteljährlich 1 Mark( eingetragen in der Postzeitungsliste für 1901 unter Abdul Hamid. Seine Familie, fein Hofstaat. Von Bernhard Stern. Budapest, Siegmund Deutsch. Preis 5 Mr. Kein Duell mehr. Von Alwin Woldemar von Dietel. Dresden, Kommissionsverlag von v. Bahn u. Jaensch. Charlottenburger Statistit. 9. Heft. Beiträge zur Schulstatistik. Serausgegeben vom statistischen Amt der Stadt Charlottenburg. Kommissions: verlag von Karl Ulrich. Wie weit geht die Aufgabe der Schule bezüglich der körper: lichen Erziehung. Von Wilhelm Möller. Hamburg. Verlag der Päd. Reform. Preis 20 Pf. Freiwilliger Erziehungsbeirat für schulentlassene Waisen. Rudolf Falbs Wetterkalender. Kommissionsverlag von Hugo Steinitz. Das Pfandrecht der Bauhandwerker. Von Heinrich Freese. Leipzig, Verlag Fr. Perthes. Preis 3,60 M. Handelspolitische Flugschriften. Herausgegeben vom Handels: vertragsverein. Heft 2: Die Wirkungen der Handelsverträge 1892/94. autorisierte Ueberlegung aus dem Französischen von Alfred H. Fried. Die Philosophie der Langlebigkeit. Bon Jean Finot. Einzig Berlin 1901( Hermann Walther). Bierter und fünfter Jahresbericht Berlin. Albert Canfferty Das Recht der Qaien gegenüber den Aerzten. Von Magnus Schwantje. Berlin, Hugo Bermühler. Preis 60 Pf. Marktpreise von Berlin am 14. Juni 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Welzen, gut D.- Cir. mittel gering " * Gerste, gut n * afer, gut do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7,-151,60 1,20 1,20 " " " † Noggen, gut 14,40 14,38 " " 1,30 11,60 mittel 14,36 14,34 " " " 1,80 1,10 gering " 14,32 14,30 1,60 1,10 " " 16,- 14,90 2,60 1,80 mittel 14,80 13,70 " gering 13,60 12,60 " Gier Karpfen 60 Stud 3,60 2,20 1 kg 2, " 16,20 15,50 Aale 2,60 1,20 mittel 15,40 14,70 Bander 2,60 1,20 " " gering 14,60 14,- Hechte 2,40 1,20 " 7,16 6,50 Barsche 1,80 0,80 " 7,60 5,40 " 40, . 25, Schleie Bleie 45, 10, Krebse 65,- 25, 2,60 1,20 Das Hotel du Nord Unter den Linden soll abgerissen werden und einem Prachtbau weichen. Die Baupläne find schon polizeilich genehmigt. Damit der Engpaß zwischen der Behrenstraße und Unter den Linden, der durch den Neubau der Berliner Bank schon teilweise verschwunden ist, ganz verschwindet, hat der Magistrat mit der Befizerin des Hotel du Nord wegen Ankaufs einer Feuerschuhansstellung. In der nächsten Woche werden folgende 126 Quadratmeter großen Fläche von dem Grundstück Charlottenstraße 46 zur Verbreiterung der Charlottenstraße unterhandelt. Die Vorträge stattfinden: Montag, den 17. Juni, Dr. med. George Besizerin ist bereit, diese Fläche gegen Zahlung der Kleinigkeit von Meyer: Rettung aus Wassersgefahr; Dienstag, den 18. Juni, Brand250 000 m. abzutreten. Durch Abtretung dieser Fläche soll die wesens; Mittwoch, den 19. Juni, Privatdozent Dr. Weyl über Nichtstroh inspektor Leybold: Die Entstehung und Entwicklung des FeuerlöschCharlottenstraße dort um 21/4 Meter, von 11,3 auf 13,56 Meter, ver- Straßenhygiene; Donnerstag, den 20. Juni, Brandmeister Krebs: Erbsen Der Engpaß würde dann verschwinden und der Durchlegung einer Straßenbahn nichts mehr im Wege stehen. Die Hamburg: Die Feuersicherheit der Seeschiffe; Freitag, den 21. Juni, Speisebohnen Professor Dr. Nußbaum- Hannover: Feuersichere Bauweisen; Sonn- Linjen ursprünglich geplante Verbreiterung dieses Teils der Charlottenstraße abend, den 22. Juni ,. Professor Dr. Wedding: Der Schutz des auf der östlichen Seite scheiterte bekanntlich zur Zeit an den hohen Kohlenbergmanns gegen Feuers- und Wassersgefahr. Die Vorträge Kosten von vier Millionen Mart. Die jetzige Berbreiterung auffinden im Kuppelsaale( Mittelbau der Hauptausstellungshalle) statt. der westlichen Seite kommt danach der Stadt wesentlich billiger zu Der Zutritt ist für Ausstellungsbesucher unentgeltlich. breitert werden. stehen. Die Reparaturarbeiten an dem Hauptgebände der Fenerwehr- Ausstellung, dessen Dach bekanntlich durch den Sturm am Donnerstag arg in Mitleidenschaft gezogen worden war, sind bei den stattgehabten Tag- und Nachtarbeiten bereits beendet. Die Ausstellung ist nunmehr wieder in vollem Umfange freigegeben. Die Fernsprechleitungen, die durch den Sturm ebenfalls zerstört worden waren, sind noch in der Nacht zum Freitag repariert, so daß bereits am gestrigen Morgen der Telephonbetrieb nach der Ausstellung stattfinden konnte. Versammlungen. Die öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen, welche am Donnerstag, den 13. Juni, in Cohns Festsälen tagte, beschäftigte sich ausschließlich mit der in Aussicht genommenen Lohnbewegung. Buerst erstattete die Lohnkommission ihren Bericht und machte Vorschläge zu den Forderungen, die den Meistern unterbreitet werden jollen. Nach lebhafter Debatte wurden folgende Forderungen fest In der Uhren- und Juwelen Diebstahlsaffaire hat die gesetzt: 1. Abschaffung der Kündigung und Entlassung am Sonntag. 2. Einführung einer 12stündigen Arbeitszeit, einer 1 stündigen Mittags Kriminalpolizei noch eine dritte Verhaftung vorgenommen. Der Auktionator E., der Privataufträge auf Versteigerungen jeglicher Art pause und Bezahlung der Ueberstunden mit 50 Pf. pro Stunde. 3. Vollerledigt, hatte auch in letzter Zeit häufiger Versteigerungen von Gold- ständige Durchführung der gesetzlichen Sonntagsruhe und Freigabe der fachen nud Brillanten vorgenommen und die Interessenten in der ersten Feiertage an den hohen Festen. 4. Regelung des Arbeitsüblichen Weise durch Injerate in Tageszeitungen herangezogen. E., vermittelungswesens sowie Einführung eines gebührenfreien Stellender auch Versteigerungsaufträge von Wolf entgegengenommen, hatte nachweiſes. Diese Forderungen sollen von der Lohnkommission näher begründet den Meistern übersandt und in deren Versammlungen von noch vor wenigen Tagen angekündigt, daß er demnächst einen größeren Mitgliedern der Lohnkommission vertreten werden, erforderlichenfalls Posten Brillanten im Werte von 20 000 m. verauktionieren werde. Die soll zur Durchführung der Forderungen der Gesellen im Herbst in Kriminalpolizei nimmt an, daß die versteigerten Waren aus Diebstählen den Streit getreten werden. Außerdem wurde noch beschlossen, eine herrühren, und da Wolf derartig große Posten, wie sie ihm durch die Eingabe an das Polizeipräsidium zu machen, in der die StellenEinbrecher zugebracht wurden, nicht schnell genug verwerten konnte, auf diese Weise an den Mann bringen ließ. Da E. verdächtig ist, vermittelung in den Gastwirtschaften näher beleuchtet werden soll. den unreellen Erwerb der Sachen gekannt zu haben, so wurde er Der Socialdemokratische Wahlverein für Rigdorf bielt am festgenommen. Von den in dem Geschäftsraum des Wolf auf 12. b. M. bei Lauckner eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, gefundenen und beschlagnahmten Goldwaren ist nur ein kleiner Teil in welcher Herr Geist einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag als aus den Diebstählen herrührend erkannt worden. Da jedoch über„ Das Recht auf Arbeit, Bildung und Gesundheit" hielt. In auch ein Bosten eingeschmolzenes Gold vorgefunden wurde, so der Diskussion vertrat Genosse Ostermann unsre Forderung: Anwird vermutet, daß W. die wertvollen Steine aus den stellung von Schulärzten, welche der Referent als zwecklos bezeichnet Ringen usw. zum Teil ausgebrochen und die Goldsachen hatte. Der Bericht über die am 9. Juni stattgefundene Generalfelbst, um sie unkenntlich zu machen, geschmolzen hat. Ob 2. versammlung des Central- Wahlvereins wurde von dem Genossen auch, wie die Polizei annimmt, bei früher verübten größeren Uhren- Volkmann gegeben und von G. Jager und Breßler ergänzt. Neu und Goldwaren- Diebstählen als Hehler beteiligt war, dürfte die aufgenommen wurden 50 Mitglieder, so daß der gesamte Bestand Untersuchung, die einen ganz bedeutenden Umfang annehmen wird, jetzt 790 Mitglieder beträgt. ergeben. Verlegung des Zoologischen Museums? Nach dem Vernehmen des B. T." joll geplant sein, das Zoologische Museum, das bedeutendste in seiner Art innerhalb ganz Deutschland, zu verlegen. Das jezige Museum an der Juvalidenstraße ist erst vor wenigen Jahren fertig geworden. Das neue Zoologische Museum soll, falls der Antrag der jetzigen Direktion durchgeht, nach Dahlem in die Nähe des Botanischen Gartens verlegt werden. Dort hofft Wir geben vorman Zuwachsterrain für alle Zeiten zu erhalten. stehende Mitteilung miter allem Vorbehalt wieder. Schuhvorrichtungen. Die Große Berliner Straßenbahn hat dem Polizeipräsidium angezeigt, daß versuchsweise 50 Straßenbahnwagen mit einer neuen Schutzvorrichtung in zwei verschiedenen Ausführungen versehen sind. In Rummelsburg fand am 10. Juni eine Volksversammlung statt. Reichstags- Abgeordneter Ledebour hielt einen Vortrag über das Thema: Die Frau und der Socialismus". Unter Berschiedenem wurde auf die Lohnbewegung der Barbiere hingewiesen und die Genossen ersucht, darauf zu achten, daß die selbständigen Barbiere die zugesagte Bewilligung der Gehilfenforderungen auch einhalten. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Filiale Brunnenstr. 150. Nachher Vortrag über: Verlegungen, Wundbehandlung, Blutstillung. praktische Uebungen. Heute nachmittag Ausflug nach Friedrichsfelde. Treffpunft 3 Uhr im Restaurant Bube, Prinzen- Allee 30. Gäste will: tommen. Vermischtes. Ein schweres Eisenbahnunglück wird aus München geUnglückliches Cheleben. Aus Furcht vor ihrem Mann, der ihr Leben bedrohte, stürzte sich Freitag die 38 Jahre alte Frau Katherina meldet. Am 14. d. M., nachmittags, überfuhr vor Station Siegsdes Tischlers Ferdinand Posselt aus der Putbuserstr. 11 zum Fenster dorf auf einer Straßenüberfahrt ein Lokalbahnzug ein mit sieben hinaus. Posselt, der 42 Jahre alt ist und mit seiner Frau und fünf Kindern besetztes Wägelchen. Ein Knabe ist tot, zwei Kinder schwer, Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren, vier Mädchen und einem vier leicht verlegt. Der Zug traf zu früh in Siegsdorf ein, wesKnaben, in dem genannten Hause seit einem Jahre wohnt, war im halb die Schranke unverschlossen war. Die Untersuchung ist einSiechenhaus in der Eberswalderstraße als Haustischler beschäftigt. geleitet. Unglückliche Eheverhältnisse verbitterten der Frau das Leben. Pofielt Die Opfer der Explosion. Drei bei der Explosion in ging Freitag wieder zu Thätlichkeiten über. Als die Frau jah, daß Moulineau Verwundete sind noch im Lauf des Abends gestorben. er ein Werkzeug in der Hand hatte, wie sich später herausstellte Da die Verstümmelung der Gestorbenen entsetzlich war, wurden die war es ein Meißel, sprang sie vor Angst aus einem Fenster der im Zeichen sofort eingejargt. Heute wird der Untersuchungsausschuß die ersten Stock des zweiten Quergebäudes gelegenen Wohnung auf dem Sachverständigen ernennen, die beauftragt werden, die Ursache der Hof hinab, wo sie mit Rippen- und Knöchelbrüchen und schweren Statastrophe ausfindig zu machen. Alle Vorsichtsmaßregeln ivaren Hel † Ab Bahn frei Haus. * Ab Bahn und ab Kahn. 1,40 0,60 per Shot 18,- 3, Produktenmarkt vom 15. Juni. Der Getreidefrühmarkt bekundete schwache Tendenz. Mittags zeigte sich die Mattigkeit für Weizen aber noch verschärft, da auch Destreich- Ungarn und England Preisrückgänge meldeten, und der Artikel war 3/4 bis 1 M. billiger als gestern zu haben. Dagegen tam am Roggenmarkt ein Umschwung zum Durchbruch, und die morgens unt etwa 2 M. gedrückten Preise zogen in rascher Steigerung 1 M. an. Die Triebfeder dieser Bewegung waren umfangreiche Septemberfäufe einer ersten Kommissionsfirma, anscheinend für russische Rechnung; man nimmt an, daß die anhaltende Dürre in Südrußland ebendaselbst Besorgnisse wegen der Saaten hervorgerufen habe. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 15. Juni 1901. Amt: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3743 Ninder, 1598 Stälber, 18 249 Schafe, 8864 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund in Pf.): Ochsen: a) voltfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge fleischige, nicht aus: gemäßtete und ältere ausgemästete 56-60; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 54-55.; d) gering genährte jeden Alters 50-53- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 56-60; b) mäßig genährte jüngere Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; und gut genährte ältere 54-55; c) gering genährte 49-53. 54-55; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Kühe und Färien 52-53; d) mäßig genährte Kühe und Färjen 47-50; e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45. Kälber: a) feinste Mast tálber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 75-77, b) mittlere Draft und gute Saugfälber 66-68, c) geringe Saugiälber 60-64, d) ältere, gering genährte( Frefer) 40-45. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast Hammel 62-65, b) ältere Masthammel 57-61, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 53-56, d) Solsteiner NiederungsSchweine: a) vollfleischige, der feineren schafe( Lebendgewicht) 00-00. assen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund schwer 54; b) schwere, 280 Pfund und darüber.( Käser) 00-00; c) fleischige 52-53; d) gering entwidelte 49-51; e) Sauen 48-50. Für 100 Pfund mit 20 pet. Tara. Witterungsübersicht vom 15. Juni 1901, morgens 8 1hr. Stationen Wetter Stationen 13 Wetter aparanda 750 N 2 Nebel 2 wolfig 12 Petersburg 759 S 1 hebect 14 Cort Eminembe 755 23 2 Regen Hamburg 755 WSW 755 SS Berlin Frankf./M. 758 N München Wien 2 bedeckt Regen 12 Aberdeen 12 Baris 3 woltig 19 Temp. n. T. EIE 15° 6.= 4°.) 3wolfen! 12 766 N 761 N 3 bedeckt 11 2wolten! 11 758 Still 756, S Wetter Prognose für Sonntag, den 16. Juni 1901. Nachts fühler, am Tage etwas wärmer, zunächst oft woltig mit etwas Regen und mäßigen westlichen Winden; später Abnahme der Bewölkung. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Tonnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. H. K. Es besteht hier der Verein zur Unterstützung armer Wöchnerinnen, Frauenverein, Vorsitzende Frau Prediger Hoßbach, Kurfürstenstr. 36, Frauenverein Ofts Berlin, Vorsitzende Frau Hildebrandt, Poſenerstr. 19. Abteilung für Hauspflege, Borsigende Frau Sanitätsrat Schwerin, C., An der Schleuse 13. Oftbahn. Den Frauenschutz" der Hebammen M. und H. haben wir im vorliegenden Fall nicht gemeint. F. B. Derartige Geschäfte können wir nicht empfehlen. K. L. Bielleicht fonveniert Ihnen die Haushaltungsschule des Lette: vereins, Elifabethstr. 27a. R. E. 125. Sehschärfe normal, rechtes Auge schwächer. W. F. 1. Zeitungsausträger sind invaliditäts- und krankenversicherungspflichtig, unterstehen aber nicht dem Unfallversicherungs- Gesetz. vor Wochen: Spielplan. Sonntag 16.! Montag 17. Dienstag 18. 19. 22. Sonntag 23. 2. Die Arbeitgeberin( Mitausträgerin). 3. Die Worte stellen zweifellos eine 1-3. 2. 115. Sie gebraten zite Eheschließttttg: Ihre Geburtsurkunde, baren Handlung bezichtigen würden( des Ehebruchs), Ihre Aussage ver Beleidigung dar. Vor Anstellung der Klage beim Amtsgericht ist Vornahme das mit Rechtstraftattest versehene Scheidungsurteil und den vom Amts: weigern. Das Gericht fann freilich aus der Weigerung auf das Borliegen cines Sühneverfuchs erforderlich, falls beide Parteien in derselben Gemeinde gericht zu erteilenden Auseinandersetzungs- Schein betreffs Ihres Kindes. eines Ehebruchs schließen. Zum Termin müssen Sie erscheinen. M. Ja. wohnen. Beispiele für Beleidigungsklagen finden Sie S. 440 Nr. 84, 85 Gin Beispiel für einen Antrag auf Auseinandersetzung finden Sie S. 224 3. A. B. Ueber beides hat ausschließlich der Verein selbst zu ents des„ Arbeiterrechts". Wegen Beleidigung einer Ehefrau kann sowohl diese Nr. 19 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führer durch das Bürgerliche scheiden. Im übrigen ist das Organisationsstatut der Partei maßgebend. wie ihr Ehemann klagen. Die von Ihnen angedeutete Drohung unterlassen Gesetzbuch. Das Arbeiterrecht liegt in der Bibliothek Alexandrinenstr. 26 2. Köpenick. Die Tochter müßte auf Herausgabe ihre Eigentums Sie beffer. Die Kosten hat der unterliegende Teil zu tragen. Für Höhe und in den städtischen Lesehallen aus. Wenn seit der Scheidung noch nicht Klagen. 2. P. Ist Provision vom Umsatz seitens der Fabrik vereinbart des Kostenvorschusses und der durch Antrag des Klägers verursachten Aus: 10 Monate verflossen sind, so bedürfen Sie außer den angeführten Papieren und infolge eines Verschuldens der Fabrit nicht geliefert, so hat sie dennoch Tagen haftet auch der Kläger dem Fistus. Dr. Winter. Nein. Die die Befreiung von der zehnmonatlichen Wartezeit. Ein Beispiel für einen die Provision zu zahlen. Ihre Klage hätte also Aussicht auf Erfolg. ftrengere Auffassung, die für alle V. 33. dem 1. Januar 1900 noch dahin gehenden Antrag finden Sie S. 224 Nr. 18 des angeführten Buchs. H. G. O. Die Firma ist in vollem Umfang ersatzpflichtig. nicht anhängigen Verfahren das neue Gesetz gelten läßt, dürfte.. Wenn nicht etwa ein besonderer Paffus Ihres Mietsvertrags Schlechter Gang des Geschäfts entbindet keineswegs ohne Zustimmung des als die richtigere zu erachten sein. Schönhauser Allee. Nein. Ihrem Hauspafcha folches Recht einräumen sollte, so hat er das von ihm Wirts vom Vertrage. H. W. 1 und 2. Leider ja. 3. Sie müßten zuN. N. 43. ft jemand zur Tragung von Prozeßtoften unvermögend, beanspruchte Recht zweifellos nicht. F. M. in H. Ja. G. 100. nächst beim Amtsgericht Sühnetermin beantragen und nach dessen frucht: so fann er Bewilligung des Armenrechts nachsuchen. Zu diesem Sie können, falls Sie durch Abgabe des Zeugnisses sich selbst einer straf- losem Ausfall Klage auf Herstellung des ehelichen Lebens anstellen. Behuf wendet er sich zunächst an die obrigkeitlichen Behörden( in Berlin an den Armenkommissionsvorsteher oder an die Armendirektion) mit dem Antrag, Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend ihm ein Zeugnis euszustellen, daß er zur Aufwendung der Prozeßkosten unbermögend ist. Es vergehen bis zur Ausstellung des Zeugnisses in der Regel 3-4 Wochen Zeit. Sodann wendet sich der Antragsteller unter Beifügung dieses Zeugnisses an dasjenige Gericht, das zur Entscheidung über Opernhaus feinen Rechtsanspruch zuständig ist, legt dar, welchen Anspruch er geltend machen will und wie er seine Behauptungen beweisen will. Das Gericht bewilligt dem Antragsteller dann das Armenrecht für den betreffenden Prozeß oder lehnt die Bewilligung bei Aussichtslosigkeit der Rechtsverfolgung ab. P. G. 1. Die Frist läuft am 1. November 1901 ab. 2. Der Antrag auf Vornahme eines Sühnetermins ist an das Amtsgericht ihres Wohnorts zu Königliches Mamsell Angot Mamfell Angot Die Fledermaus Mamfell Angot Manisell Angot Mamsell Angot Mamsell Angot Die Fledermaus richten. 3. Etwa 3 bis 6 M.- Tiroler K. Ein Ausländer hat so wenig wie ein Deutscher ein Recht auf Rückerstattung des Betrags der für ihn geHlebten Marken. Nur tann er, falls die Voraussetzungen für Erlangung einer Rente vorliegen, mit dem dreifachen Jahresbetrag der Rente abgefunden werden. W. Pf. Charl. Wenn 200 Marten für Sie geklebt sind, so haben Sie, falls Sie 26 Wochen hintereinander erwerbsunfähig krank waren, gegen die Versicherungsanstalt einen Anspruch auf Invalidenrente für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit. Die nach Ablauf der Kassenverpflichtung entstandenen Kosten fallen Ihnen zur Last. N. 23. 1901. 1./ des Nachlasses. Lohengrin Schauspiel: haus Nenes Carmen Mädel sei schlau Prinz Friedrich von Homburg Opern- Th. Deutsches Theater Der Hochzeitstag Undine Tristan und Isolde 20. 21. Margarethe Die Abreise Cavall. rustic. Aschenbrödel Der Ring des Nibelungen Das Rheingold Agnes Bernauer 3wei im Eiſen wie die alten Rabale und Liebe Die Journalisten Martha Feuer Hans Heiling oder Der Markt Die Jüdin zu Richmond fungen Flachsmann Schiller: Theater Die Jüdin Unbestimmt Figaros Hochzeit Unbestimmt Die Zwillings schwester Flachsmann als Erzieher Die Zwillings: Flachsmann als schwester Die Zwillings: Erzieher schwester Ueber unfre Kraft. II. Teil. Ueber unfre Kraft I. Teil Ueber unsre Ueber unsre Berliner Theater Urania Theater Ueber unsre Johannisfeuer Der Zankapfel A. d. tom. Oper Der Ring d. Nib Die Walküre Anfang 7 Uhr Narcis Unbestimmt als Erzieher Flachsmann Ueber unfre als Erzieher Ueber unsre Kraft. II. Teil. Kraft. I. Teil. Kraft. II. Teil. Witten i. d. Nacht Kraft. I. Teil. Kraft. II. Teil. Maler. Wander. durch die Mark Brandenburg Unser Rhein 2. Testament des usw. 3. Ungefähr 6 M. M. N. Das ist zu spät. A. Ernst. Sie haben Anspruch auf Ihr Gehalt und auf Ihr Krankengeld. Sie sind, auch wenn Sie nicht angemeldet sind, Mitglied der KrankenMaler. Wander. faffe der Kaufleute. Dieser gegenüber machen Sie Ihre Rechte geltend. Unser Rhein Unser Rhein Unser Rhein Unser Rhein durch die Mark Zehnt diese Ihren Anspruch ab, so beantragen Sie bei der Gewerbedeputation Taubenst. 48/49 Brandenburg Verurteilung der Kaffe. Die streitige Frage, ob ein Handlungsgehilfe auch Ständiges Repertoire: Lessing- Theater. Gastspiel von Hansi Niese. Alle Abende: Mamsell Tourbillon. Residenz- Theater. Montag dann krankenversicherungspflichtig ist, wenn nur die gesetzliche Kündigungs: bis Mittwoch: Frauen von heute. Von Donnerstag ab: Das blaue Boudoir. Neues Theater.( Direktion Emil Meßthaler.) Alle Abende: Die frist( 6 wöchentliche, zum Quartalsersten) zu einer fürzeren vereinbart ist, ist goldene Brücke. Theater des Westens. Alle Abende: Robert und Bertram. Secessionsbühne. Alle Abende: Buntes Theater. Belles vom Kammergericht und vom Ober- Verwaltungsgericht mit Recht bejaht. Alliance- Theater. Alle Abende: Das Versprechen hinterm Herd. Hierzu: Gine verfolgte Unschuld. Dritte Kunst- Ausstellung der Berliner Secession. Kantstrasse No. 12, neben dem Theater des Westens. Geöffnet von 9 Uhr bis Beginn der Dunkelheit. Eintritt M. 1,-, Sonntags 50 Pf., Dauerkarte M. 3,-. ls2 snus 9 Rixdorf. Apollo- Theater, Hermannstrasse 48-49. Heute Sonntag, den 16. Juni: Volks- Fest veranstaltet vom Socialdemokrat: Wahlverein. 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Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Often.) Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 12. d. M., starb imfer Mitglied der Klempner Max Müller. Die Berdigung findet am Sonntag, den 16. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Krankenhauses Friedrichs: hain nach dem Andreas- Markus- Kirchhof in Hohen- Schönhausen( Wilhelmsberg) statt. Ehre seinem Andenken! Um zahlreiche Beteiligung bittet 244/6 Der Vorstand. Am 12. d. M. starb nach langen, schweren Leiden unser geliebter Gatte, Bruder, Sohn und Schwager der Klempner 1885b Max Müller. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Reichenhalle des Städtischen Krankenhauses Friedrichshain nach Wilhelmsberg statt. Die tranernden Hinterbliebenen. Centralverband d. Töpfer. Am Mittwoch verstarb unser Mitglied Paul Hüselitz. Die Beerdigung findet heute, Sonn: tag, nachm. 1 1hr, von der Leichen: halle des Emanuel- Kirchhofs, Weißenfee, Faltenberger Weg, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 195/20] Der Vorstand. Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerlente. Am 12. d. Mts. starb im Alter von 55 Jahren unser Mitglied, der Zimmerer Herr Louis Schwerike. Die Beerdigung findet am 16. d. Mts. nachmittags 3/4 Uhr, vom Trauer: hause, Frankfurter Allee 70, nach dem Markus Friedhof in Wilhelmsberg ſtatt. 1879b Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Kranken- Unterstützungs- und Begräbnis- Verein der Schmiede und verw. Gewerbe Deutschlands. Zahlstelle Berlin III. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied August Borrmann amt 13. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am 16. Junt, nachmittags 5 Uhr, von der Leichens halle des Elisabeth- Kirchhofs, Prinzen Allee, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 1873b Die Ortsverwaltung. m 13. d. W. verſchied sanft nach furzem schweren Leiden mein lieber Mann und unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Schwieger: sohn und Onkel, der Schankwirt Sanssouci- Schmargendorf August Kowski Haltestelle: Schützenhaus- Roseneck. Sonntags: Konzert und Ball. ff. Weiß- u. Bayrisch- Bier- Kaffee: NB. Säle an Sonnabenden und füche, Kegelbahnen, Spielpläge 2c. 2c. 18162* H. Ebert. Tabakarbeiter- Genossenschaft Mitglieder- Versammlung Mitglieder- Versammlung Sonntagen noch fret. H. Ebert. HAMBURG. Vertreter: Udo Stangenberg. Fabriklager und Verkaufsstelle: Manteuffelstr. 110. Verkaufsstelle Rigdorf: R. Krüger, Pannierstr. 10. Köpenick: F. Weber, Grünauerstraße. Süd- Osten: E. Kunze, Grünauerstraße. Often: P. Arnoldi, Strausbergerstraße. GEGEN RHEUMATISMUS GICHT im 36. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt au Witwe Mathilde Kowski geb. Lade. Die Beerdigung findet am Montag nachmittag 4 Uhr vom Trauerhauje Nr. 56 aus nach den 8 Uhr, in Wolfs deftjälen, Frucht:„ Bum Sporthaus" Ziegenhals bei Zeuthen, t. Georgenturchhof ſtaff. Montag, den 17. 1901, abends firaße 36a. 184/11 Vorortstat. d. Görlitzer- u. Stadtbahn, herrlich am Croffiu- See bei Nieder- Lehme belegen, mit Dampfersteg, Tages: Ordnung: 1. Die Apothekerfrage. 2. 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Dresdener Kasino Ctenographie Bäder. 34, Anflamerstr.343ionskivdhkrahe) ( Schrägüber der Mitgliedsbuch legitimiert. Die Sprechstunden des Bevollmächtigten 96 Dresdenerstrasse 96 und Stassierers fallen an diesem Abend empfiehlt seine 2-800 Personen fassenden Festsäle zu Privat: und aus. Beiträge werden in der Ver- Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten u. Versammlungen zu coulanten Bedingungen. Wannen: 1. medizinische Bäder sowie russisch römische sammlung vom Staffierer entgegen 15419* Martin Herzberg, Gastwirt. u. vorzügliche Kaftendampfbäder( Kohlensäure) mit Ein genommen. Umut recht zahlreiches und Schrey Der neue Unterrichtskursus des Arbeiter- Stenograph.- Vereins beginnt padung, Maffage x. Annahme ärztlicher Berordnungen anntliches Grſcheinen ber utglteber Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstr. 7. Dienstag, den 18. Juni, abends für Bäder der und Krautentassen Berlius und Umgegend.( 17679* Die Ortsverwaltung. Saal mit Bühne Sonnabends und Sonntags zu vergeben. [ 16272* Uhr, Gleinert, 29, Unterrichtsgeld 4 Mk. A. Jandorf& Co. Spittelmarkt 16-17 is Ecke Leipzigerstrasse. Damenhemd, Priesenform • Belle- Alliancestrasse 1-2 Am Blücherplatz. Gr. Frankfurterstrasse 113 Damenwäsche. Damenhemd, Priesenform mit Languette Damenhemd, Passenform mit Trimming Damenhemd, Passenform mit Stickerei. Stck. 110 Stck. 150 M. 9 Stck. 135 Stck. 165 M. M. Damenhemd mit Stickerei- Volant. Ecke Andreasstrasse. Beinkleid, Knieform mit Stickerei- Volant Beinkleid, Knieform mit Stickerei- Volant Nacht- Jacke, mit Spitzenbesatz Schuhwaaren. Herren. Braune Segeltuch- Schnür- Schuhe mit Absatz... Paar 350 Braune Leder- Schnür- Schuhe Braune Leder- Oesen- Stiefe! • Kinder. Braune Segeltuch- Schuhe mit Absatz . Paar 550 Paar 5 50 M. M. Grösse ca. 25-29 30-35 Paar 2 M. 235 M. Braune Leder- Knopf-, Oesen- Stiefel. Paar 475 525 Braune Leder- Schnür., Knopf• Stck. 145 • Stck. 135 M. Stck. 145 Stck. 138 M. M. Oamen.98 19nth198 Braune Segeltuch- Schnür- Schuhe mit Absatz... 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Berlin N., Reinickendorferstrake 48. Br. 138. 18. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. vont " Litterarische Rundschau. des " Sonntag, 16. Juni 1901. S * Friedrich Paulsen: Philosophia militans. Gegen Klerikalismus| Poellath Karl, königl. bayrischer Fabrik- und Gewerbe- Jnspektor. Sonntagsruhe in kontinuierlich arbeitenden Betrieben und ein Sachund Naturalismus. Fünf Abhandlungen. Berlin 1901. 192 S. Der Arbeiterschuß. Der Schutz der gewerblichen Arbeiter register sollten in einer zweiten Auflage nachgetragen werden. Philosophia militans, kämpfende Philosophie, unter diesem Titel Deutschlands, soweit er Aufgabe der Gewerbe- Inspektion ist( Bolts- Troz dieser kritischen Noten und Wünsche erscheint uns das gut hat Professor Paulsen fünf- früher in Journalen erschienene bücher der Rechts- und Staatskunde, Stuttgart, E. H. Morig, ausgestattete Schriftchen als ein guter Führer durch das ArbeiterAbhandlungen in Buchform herausgegeben. Auch da, wo man die 166 S. fl. 80 geb. 1 M. schutz- Recht. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch, die Junungsgesetzgebung, Ansichten des Verfassers nicht teilt Die mit dem Beruf unverträgliche gesellschaftliche Zurückhaltung, vor die Unfallverhütung, Gewerbehygiene und die ausländische Gesetzso reklamiert er z. B. Kant allem das gefliffentliche Fernbleiben von allen Vereinsbestrebungen, das gebung sind nicht unberücksichtigt gelaffen, wohl aber das Koaals den Philosophen des Protestantismus, was für den Protestantismus die deutschen Fabrikaufsichtsbeamten früher tennzeichnete, wird num- fitionsrecht der Arbeiter. Wir kennen in der reichen Litteratur über doch entschieden der Ehre zu viel ist Sinne des Wortes anspruchslojen, von jedem aufdringlichen Un- eine Reihe Aufsichtsbeamten mit dieser llebung gebrochen. Es ist nicht zu teure Schrift, die wir trotz aller Einwendungen den Arjebem aufbringlichen mehr langsam aufgegeben, speciell in den füddeutschen Staaten haben das Arbeiterschutzrecht teine ähnliche kleine, populär gehaltene und fehlbarkeitsdünkel völlig freien Ausführungen mit Interesse und dies auch unbedingt nötig, die Gewerbe- Aufsichtsbeamten müssen beitern eher empfehlen könnten wie die Boellaths. ad, br. Nugen lesen. Die Sprache hält sich von allem gelehrt ausschauenden wenn die Kreise, Ballast der Terminologie, und ebenso von jeder Rhetorik fern, sie zu einer volkstümlichen Behörde werden, in deren Interesse sie zu wirken haben, auch Vertrauen Briefe über die Weltausstellung in Paris 1900. Herausin Par ist prunklos, aber sachlich und treffsicher. Fast in gegeben von dem t. t. östreichischen General- Kommiffariate. Zwei der fünf Essays find der Polemik gegen den rassereinen Katholi. zu der Thätigkeit der Juspektoren besitzen sollen. allen Inspektorenberichten wird über die Zurückhaltung der III. Band. Socialökonomie, Hygiene, Handel. 101 SS. 40. zismus gewidmet, der, auf seinen geoffenbarten Glauben pochend, Arbeiter, über ihr Mißtrauen in die Unparteilichkeit der Beamten Wien 1901. Karl Gerolds Sohu. Preis 2 M. jede nicht offenbarungsgläubige Philosophie also schlechthin jede geklagt. So weit nicht besondere Anlässe zu diesem Mißtrauen bekannt Auf der am 13. März 1901 in Düsseldorf abgehaltenen vierten irgendwie ernst zu nehmende Philosophie verdonnert und verdammt. wurden, ist es dem gespreizten Benehmen mancher Beamten, Generalversammlung des Rheinischen Vereins zur Förderung des Die Citate, die Paulsen hier aus einem der jüngsten Haupt- ihrer Unfähigkeit mit den Arbeitern auf dem werke der katholischen Litteratur, Fuße Arbeiterwohnungswesens hielt nach einer sehr beachtenswerten aus der" Geschichte des der gesellschaftlichen Gleichberechtigung zu verkehren, ihrer Debatte über die Wohnungsinspektion Prof Albrecht- Gr. Lichterfelde Idealismus" des Prager Professor O. Willmann beibringt, systematischen Ablehnung jeder von Arbeiterorganisationen er einen Vortrag über die Wohnungsfrage auf der Pariser Weltfind in ihrem blinden Fanatismus geradezu verblüffend. Es ist ein nügliches Gegengift gegen allzu hochfliegende Illusionen hältnis herbeigeführt wurde. gangenen Einladung zu danken, daß ein gespanntes Ver- ausstellung". Wir citieren aus demselben zwei Säße: Wohl auf über unsre Gegenwartskultur, Die Fabritinspettoreu dürfen weder keiner der Ausstellungen, deren wir im letzten Viertel des abBeit zu Zeit an solche in ihrer Thätigkeit noch in ihren Formen den Bureaufraten heraus- gelaufenen Jahrhunderts so viele über uns haben ergehen laffen Dinge erinnert zu werden. Kant als der Philosoph des Pro- tehren, sie müssen die Gelegenheit aufsuchen, die Arbeiter und ihre müssen, hat die Darstellung der Einrichtungen der socialen Fürsorgetestantismus, lautet der Titel einer dritten, wie gesagt zu allerhand Bedürfniffe, ihre Sorgen und Beschwerden kennen zu lernen, fie thätigkeit einen so breiten Raum eingenommen, wie auf der Parijer Widerspruch herausfordernden Abhandlung; eine vierte ist als Gedenk- haben auch aufzuklären über die Rechte, die den Arbeitern zustehen, des Jahres 1900" Es dürfte dahinstehen, ob das gewaltige blatt dem Andenken Fichtes, als eines Stämpfers um die Freiheit und über die Begrenzung der Aufgaben der Aufsichtsbeamten. Material, das gerade auf dem socialen Gebiete auf der Pariſer Ausdes phisophischen Denkens geweiht, warm in der Empfindung und Geschieht dies, so wird die Thätigkeit der Fabritinspektion erleichtert ſtellung dem Studium zugänglich gemacht war, jemals Bearbeiter trefflich in der Psychologie der drei Typen: der„ Obsturanten, Licht- und gefördert, ihre Erfolge werden größer, ihr Ansehen gesteigert, finden wird, die dasselbe gesammelt und gesichtet der Allgemeinheit freunde und Geschäftsleute". ihre Wirksamkeit fruchtbarer werden. nugbar machen werden." Sowohl der Vortrag Albrechts als die hier Den Abschluß bildet ein kritischer Feldzug gegen Häckels Auch die vorliegende Schrift ist als ein erfreuliches Zeichen in angezeigte Schrift suchen diesent Mangel einigermaßen abzuhelfen. berühmten Naturforschers Buch über die Welträtsel", nach dem der dargelegten Richtung zu betrachten. Es war ein nachahmens- Es ist wohl anzunehmen, daß von andren Staaten und Privaten in Streit mit dem„ Klerikalismus", der mit dem„ Naturalismus". Paulsen werter Gedanke, den leitenden Beamten der bayrischen Fabrikaufsicht Berichten und Arbeiten weiteres zur Lösung der wichtigen Aufgaben, selbst neigt in den Einleitungsworten, die er seinen Abhandlungen vorausschickt, tritt das deutlich genug hervor einem gewissen, vom Vorträgen im Volks- Hochschul- Verein München, der dortigen die Albrecht gestellt hat, beigetragen wird. Organisation der Universitätsausdehnungs- Bewegung, zu ver Besonders glücklich in der Anlage tönnen wir die östreichische Kirchenglauben freilich weit entfernten, deistischen Glaubensbekenntnis anlaffen. Diese Vorträge hatten großen Erfolg; zu begrüßen ist, Publikation um deswillen nicht bezeichnen, weil sie wenig zusammen zu, aber er denkt philoſophiſch genug, um aus dieser subjektiven und daß sie min auch weiteren Kreisen zu dauerndem Besige werden gehörige Gegenstände in einen Band vereinigt hat: Belgische unbeweisbaren Gemütsstimmung fein Gegenargument gegen den können. Wir erhalten damit ein populär gehaltenes, leicht ver- Arbeiter- Organisationen, Gewinnbeteiligung, die Arbeiterversicherung. " Naturalismus" zu machen. Vielmehr bewegt sich seine Bolemitſtändliches Büchlein über den Arbeiterschutz, das trotz mancher die Förderung der Produktivgenoffenschaften in Frankreich, allgemeine darum hat sie auch für die, welche mit demselben Recht der Sub- Mängel und von unirem Standpunkt notwendigen Einwendungen Grundsäge socialpolitischer Wohnungsfürsorge in Belgien, Frankreich jektivität wie Baulsen jedes derartige Bekenntnis voll Entschiedenheit sich zur Anschaffung für die Bibliotheken der Arbeitervereine warm und England, Wohnungspflege in Deutschland und Deftreich, Hygiene, zurückweisen, Juteresse auf rein philosophisch verstandes empfiehlt. Sociale Hygiene, daneben der gewerbliche Rechtsschutz, das Feuerwehrmäßigem Boden. Und da ist es ihm ein Leichtes, diese Das Büchlein beginnt mit dem folgenden Saze:" Der Mensch wesen, die Handelsmarine, das Exportwesen. Einige Mitarbeiter wie Häckelsche Art des ,, Naturalismus", die sich durch einen verdankt der Arbeit, die er verrichtet, nicht nur sein materielles Philippovich und Max Gruber find auch in Deutschland sehr wohl unkritisch übertriebenen Glauben an die Tragweite der Fortkommen...", das gilt mit Berlaub nur für den besiglosen bekannt, andre find Ministerialbeamte, von denen man kaum außer großen von den modernen Naturwissenschaften genachten Ent: Menschen, viele Leute verdanken ja gerade ihr materielles Fort- halb ihres Bureaus etwas gehört hat. Was man aber von einent deckungen charakterisiert, in der Verschwommenheit ihrer Voraus- kommen der Arbeit, die andre für sie verrichten. Wir können Werke wie dem hier angezeigten verlangen kann, daß es eine ſegungen bloßzulegen." Was Häckel fehlt," sagt Paulsen, und er hat auch einem weiteren Saße nicht zustimmen:" In besonderem Materialiensammlung ist, die eine weitere Verwertung ermöglichen genug Beweise für diesen seinen Vorwurf beigebracht, das ist überall Maße aber treten Gefährdungen, die aus dem Berufsleben ent- soll, das wird von ihm erreicht, soweit sie sich auf die Themata bedasselbe; es ist, was Goethe die Fähigkeit nennt, zu sehen, wo springen, bei der Thätigkeit des gewerblichen Arbeiters anf..." Daß ziehen, die aus der Fülle des zu behandelnden ausgewählt wurden. eigentlich das Problem angeht. Er sieht, seitdem ihm der Darivi- dieser Standpunkt selbst von den Behörden als zu enge angesehen Wir fürchten, daß wir in der amtlichen Berichterstattung des nismus das Problem der Entstehung der Arten aufgelöst hat, wird, lehren ja ſchon die Beſtinger Die Giggelegenheit für der ersten Seite der hier angezeigten Schrift findet:" Jebe Bestimmungen die Laden- Deutschen Reichs den Satz nicht finden werden, der sich gleich auf nirgends mehr Probleme, sondern nur bereite Lösungen. Und des schlußstunde, die Verordnung über halb fehlt es. ihm freilich auch vollständig an dem Verkäuferinnen, die Unfallversicherung für ländliche Arbeiter Verallgemeinerung eines Fortschritts in der Gesellschaft setzt eine Interesse und der Fähigkeit, philosophische Fragen zu usw. Unfre Klagen gehen ja gerade dahin, daß man aus Organisation voraus." verstehen; ihre Fragen sind ihm keine Fragen. Er aber Rücksicht auf die Agrarier den Schutz der ländlichen Arbeiter fast Die Behandlung allgemeiner Themata auf Grund des zufällig hält das für seinen größten Vorteil: da für ihn die Fragen völlig vernachlässigt. Bei der Darlegung der Notwendigkeit des auf einer Ausstellung Gesehenen hat selbstverständlich das Mißliche Kants und Spinozas teine Fragen find, so schließt er, giebt es also Arbeiterschutzes hält sich der Verfasser recht enge an das geltende im Gefolge, daß nach dem Besten, was ein Land zur Schau stellen überhaupt für mich keine ungelöste Frage mehr, oder: alle Welt- Recht, in der Sonntagsarbeit sieht er vor allem eine Gefährdung kann, ein verallgemeinerndes Urteil gebildet werden kann. Vor rätsel sind durch meinen„ Monismus" aufgelöst".-- Nicht etwa gegen des religiösen Lebens. dieser Gefahr haben nicht alle Bearbeiter die Leser geschützt. Wir den kritischen Radikalismus, sondern gegen den Mangel an fritischem glauben aber doch auf das Buch, in dem sich viele wertvolle Radikalismus gegen das Dogmatische, was der Häckelschen WeltInformationen, wenn auch meist Urteile, die von den unseren abanschauung anhaftet, richtet sich der Angriff. C. S. weichen, finden, aufmerksam machen zu sollen. Die Ausstattung ist glänzend; auf einen bedauerlichen Druckfehler auf Seite 71, Zeile 12 von oben, wollen wir aufmerksam machen, es hat da statt Geborene Gestorbene zu heißen. # Gegen den historischen Teil ist auch manches einzuwenden, so gegen das Lob der Lage der Zunftarbeiter, ebenso gegen feine Behauptung, daß der moderne Staat auf dem Boden der Socialreform stehe; viel wird auch von„ Humanitätsrechten" und der gleichen gesprochen und optimistisch über den Inhalt unsrer Arbeiter schutz- Gesetzgebung geurteilt. Eine tabellarische Uebersicht über die Höchst beachtenswert! REPUBLIQUE Höchster Preis. FRANÇAISE PARIS 1899 Goldene Medaille. 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