Nr. 139. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bofts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg Die Insertions Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonel getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Anti- Bismarckfeier. Unter dem Vorwand einer gewaltigen Bismardehrung hat man am Sonntag zu Berlin dem ersten Kanzler des Deutschen Reichs sein legtes und endgültiges Begräbnis erster Klasse bereitet. Wer sich von dem Blat offizieller Festreporter und dem bei jeder Gelegenheit zur Ver vendung gelangenden dekorativen Pomp nicht beirren läßt, der erkennt, daß man dort vor dem Reichstags- Gebäude ein massiges Grab monument enthüllt hat und enthüllen wollte, unter dem num endlich der Heros und seine annoch getreue Gefolgschaft ihre Ruhe fänden. Die Feier bezweckte die Erledigung der auf den Schatten Bismards sich berufenden ungemütlichen Dränger und Nörgler der besitzenden Klassen, die bei allem, was ihnen nicht gefällt, sofort rufen: Ja, wenn Bismarck noch lebte der würde dieses und jenes thun! Bismard hat jetzt sein Denkmal im Eril des Reichstags, das will sagen: er ist jetzt abgethan, man laffe ihn endlich in Ruhe schlafen, zu neuen Ufern ruft ein neuer Tag. Bismarck ist tot, unwiderruflich tot, Bülow aber lebt. Die Kundgebungen, die für die Denkmalsweihe stilisiert wurden, waren genau auf diese Absicht gestimmt, und darum sind diese mertwürdigen Leichenreden wert, wörtlich wiedergegeben zu werden. Zuerst sprach Herr v. Levezow das Folgende: Kaiserliche und Königliche Majestäten, Erlauchte und Verehrte Anwesende! Unter dem erhabenen Protektorate Seiner Majestät des Kaisers und Königs haben Tausende deutscher Landsleute aus allen fünf Weltteilen fich vereinigt, dem ersten Reichstanzler, dem großen Fürsten Otto von Bismard in der Reichshauptstadt ein National denkmal zu errichten. Bon hochbewährter Künstlerhand hergestellt, erhebt es fich angesichts der Siegessäule bor des Reiches Hauts", tem Hause des deutschen Bundesrats und der deutschen Boltsvertretung. Es wartet heute der Enthüllung in huldvoller Gegenwart Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Majeftäten und erlauchter Glieder unfres Königshauses und deutscher landesHerrlichen Familien, in Gegenwart des Fürsten Herbert Bismard ( mit Familie), ältesten Sohnes des verewigten Kanzlers, während der jüngere Sohn leider ganz fürzlich aus erfolgreicher Wirtsam feit in das Jenseits abgerufen und die einzige Tochter durch Strankheit zurückgehalten ist, unter Beteiligung oberster Würdenträger des Reichs und der Bundesstaaten, unter Beteiligung des Bundesrats, des Reichstags und deutscher Landtage, in Anwesenheit von Tausenden aus allen Teilen des Vaterlands, die das Andenken des Fürsten auf warmen dankbaren Herzen tragen. Dauernder als Stein und Erz wird das Andenken fortleben in der Weltgeschichte und in unsrem Volk, das sich selbst vergessen müßte, wenn es des ersten Ranglers je vergessen wollte, das Andenken eines der größten Männer, die in Jahrhunderten deutschem Stamm entsprossen sind, des treuesten Dieners, des weisen, weitblickenden, unermüdlichen Raters und Helfers nufres hochseligen großen Kaisers Wilhelm. Unter ihm und mit ihm hat er zusammengeschmiedet und aufgerichtet, was zerstrent darniederlag, hat er verstanden, in der Volksseele zu lesen und die Ideale von Generationen zu verwirklichen. Die ganze Welt fah bewundernd auf zu dem eisernen Kangler, unfre Gegner fürchteten ihn in Krieg und Frieden wie keinen andren. Uns war und ist er und wird er sein ein nationaler Heros, das Vorbild monarchischer Gesinnung, deutscher Trene, deutschen Mutes, deutscher Festigkeit, das Vorbild rechter Baterlandsliebe, das gottgefandte, scharfe Werkzeug der Wiedere aufrichtung und Befestigung des Deutschen Reichs durch unsren ersten Staiser. Sein schönes, tapferes, von ihm voll bethätigtes Wort: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst niemand auf der Welt!" bleibe das Motto unfrer Zukunft! Hier sein Standbild, ubique fama! Mit hoher Genugthung dürfen wir auf die Erfüllung unsrer Bitte hoffen, die ich an den Herrn Reichstanzler richte, daß Kaiser und Reich, Bundesrat und Reichstag das Denkmal in Schuß und Obhut nehmen wollen. Dort wird es sicher geborgen und hoch in Ehren gehalten sein. Wessen Auge deutsch oder fremd jemals auf das Standbild fällt, der wird sagen und sagen müssen, das war ein Mann. Meinen märkischen Landsleuten aber wolle man es nicht verargen, wenn sie hinzufezen, ein brandenburgischer Mann. " In der Tendenza enthält diese Ansprache nichts als was Raiser Wilhelm II., nur schärfer und unzweideutiger, aussprach, da er am 26. Februar 1897 beim Festmahl des Brandenburgischen Provinzial Landtags Bismard und die andren Palladine" Wilhelms I. als " Handlanger seines erhabenen Wollens" tennzeichnete. Unter ihm und mit ihm" hat nach Herrn v. Levegow Bismarc gearbeitet. Und dieses unter ihm und mit ihm" war gleichsam die amtliche Parole des Tages, wiederholte doch Graf Bülow wörtlich die Wendung unter und mit Kaiser Wilhelm dem Großen". Der Gedanke fehrte schließlich wieder in der Widmung des Kranzes des Kaisers, der zwar nicht sprach, aber seine Grundanschauung in dem Krauzspruch zusammenfaßte:" Des großen Kaisers großem Diener!" " Es ist verständlich und begreiflich, wenn der Enkel Wilhelms I. in seinem Großvater den Träger und Schöpfer der deutschen Gesetze und der Reichseinheit verehrt, es ist aber charakteristisch für den Bekennermut, der den Bismardomanen eigen ist, daß fie die geschichtliche Wahrheit nicht auszusprechen wagen, daß sie den ungweifelhaftesten Erfolg des Kanzlers nicht zu erwähnen sich er dreisten: Saß es Bismard war, der den König Wilhelm I, im erschöpfenden Sinn des Wortes gemacht hat. Die Festredner, die dem Bismard- Denkmal ihre Reverenz erwiesen, handelten nicht wie Fichte, von dem der Graf Bülow, unser derzeitiger Kanzler, rühmte: fie sprachen auf die Gefahr des Todes au Deutschen, da andre schweigen. Nicht einmal auf die Gefahr der Ungnadel Dienstag, den 18. Juni 1901. Noch deutlicher redete dann der Hauptredner, der Graf Bülow. Mit den Hallenden Phrasen, die der Kanzler liebt und die die Akustik eines ausgeräumten Zimmers haben, spendete er natürlich seinem Borgänger ein nobel zugemeffenes Maß weltgeschichtlichen Ruhms. Aber dies Preislied war mur Nebensache. Der Graf Bülow feierte war Bismard formell überschwänglich, jedoch die Tendenz seiner Rede war, die Politik des Grafen Bülow zu verherrlichen. Nun ja, der alte Bismarck war ein riesig großer Mann, aber es ist doch zeitgemäß, den Namen der Verstorbenen nicht immer wieder auszugraben, und sich lieber für das zu begeistern, was das derzeitige Regiment in seiner Weisheit Fülle den staunenden Unterthanen darzubieten sich herbeiläßt! Das ist, in einfaches Deutsch gebracht, der leitende Gedanke des leitenden Staatsmanns, der freilich zur Aussprache dieser Vermahnung an die Bismarck- Fronde ter folgenden ausführlichen Sammlung schwungvoller Worte bedurfte. Graf Bülow fagte: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. bleiben. Er gab uns Selbstbewußtsein, Unternehmungsgeist und Leben. In ihm kann sich wie in einem Spiegel die Nation selbst beschauen, denn er war vor allem ein Deutscher im vollsten Sinne des Wortes. Er ist nur auf deutschem Boden denkbar, nur für den. Deutschen ganz verständlich. Dort vor uns liegt die Siegesallee. Wenn diese stolze Straße von den Askaniern und von den Nürnberger Burggrafen bis zum großen deutschen Kaiser führt, so verdanken wir es in erster Linie dem Genie des Mannes, dessen Bild in Erz sich jetzt vor unsren Blicken enthüllen soll, seiner Ausdauer, seinem heldenhaften Mut, seiner Slugheit, seiner Arbeit für die Dynastie, die aus den Süden Deutschlands zu uns fam, um von hier aus Nord und, Süd für immer zu verbinden. Sein Wert ist so beschaffen, daß es ihn überleben kann. In der Mitte von Europa gelegen, find wir darauf hingewiesen, immer en vedette zu sein, aber start genug unfre Unabhängigkeit nach jeder Seite zu behaupten. Bon Gegensätzen durchzogen in politischer, wirtschaftlicher und tons fessioneller Beziehung wird es uns nie an inneren Kämpfen fehlen, aber sie werden nicht mehr im stande sein, den Reif zu sprengen, der vor dreißig Jahren gefchmiedet wurde. Exegit monumentum aere perennius. So möge denn des großen Mannes Name als Feuerfäule vor unfrem Volt herziehen in guten und in schweren Tagen. Möge sein Geist für immer mit uns sein, mit uns und unsrer Fahnen Flug. Möge unser deutsches Bolt seiner großen Zukunft in Frieden und Freiheit, in Wohlfahrt und Stärke entgegengehen unter der Führung des glorreichen Hohenzollernhauses, auf dessen Schultern die Zukunft der Nation ruht. In solcher Hoffnung und in solcher Gesinnung wollen wir vor diesem Standbild, das ich im Namen des Reichs hiermit übernehme, einstimmen in den Nuf: Seine Majestät der deutsche Kaiser, die deutschen Fürsten und unser geliebtes deutsches Vaterland, sie leben hoch, und nochmals hoch, und immerdar hoch! Am Abend seines Lebeurs hat Fürst Bismarck geäußert, er fei Gott dankbar dafür, daß es ihm vergönnt gewesen sei, seinen Namen dauernd in die Rinde der deutschen Eiche einzuschneiden. Heute, wo wir fein Nationaldenkmal in der Reichshauptstadt enthüllen, ist unter denen, die mich hier umgeben, ist im ganzen deutschen Volke niemand, der nicht fühlte und wüßte, daß die Spur der Erdentage des eisernen Kanglers nicht untergehen, daß die Bewunderung und Dankbarkeit für ihn nicht aufhören werden, so lange ein deutsches Herz schlagen, ein deutscher Mund reden, eine deutsche Fauft sich ballen wird. Diefes Dieses Bewußtsein ist heute noch stärker, lebendiger und klarer, als in den Tagen, wo Fürst Bismarck unter uns weilte. Denn Fürst Bismarck war nicht, wie fein gleich unvergeßlicher Nebenmann, der Feldmarschall Moltke, der still im reinen Meter unpersönlicher Betrachtung freisende Aar. Er war eine Löwennatur, er stand auf der Erde im Staube des Kampfes, er hat bis zuletzt nicht aufgehört mit Leidenschaft zu kämpfen, und der Kampf bringt berechtigte ein bedeutender, ein genialer Mann. Aber er gehörte doch gewisserGegnerschaft und ungerechte Verkennung, ehrliche Feindschaft und blinden Haß. Der Haß aber, hat vor zweitausend Jahren Beritles gefagt am Grabe der für ihre Altäre gefallenen Athener, ist von turzer Dauer, unvergänglich jedoch der Ruhm. Nachdem sich der Staub des Kampfes verzogen hat, leuchtet uns nur die Erinnerung an unerreichte Thaten und an eine unvergleichliche Persönlichkeit. So wird der gigantische Schatten des Fürsten Bismard wachsen, je weiter der Lebenstag des deutschen Volks vorrückt und je mehr das nationale Urteil ausreift. Also, lieben Leute, laßt Euch sagen: Vismard war ein großer, maßen dem vorigen Jahrhundert an. Das 20. Jahrhundert gehört dem Grafen Bülow, von dem Ihr nicht verlangen dürft, daß er mun genau so handeln soll wie der Fürst Bismarc. Nein, in der Politik Graf Bülow verschmäht alle Dogment, ist nur der Wechsel ewig. Magimen, Dolivinen außer dem zu nichts verpflichtenden, gänzlich leeren Zeitsatz: daß man das Gemeinwohl fördern müsse. Darum dürft Ihr aber auch kein Programm von Eurem neuen Herrn verlangen; denn ein Programm wäre dogmatisch, doktrinär. Auf dem schwellenden Lotterbett für bequeme Gehirne, der Principienlosigkeit, läßt es sich herrlich ruhen. Man gerät auf diese Weise zwar ges legentlich nach China, jedoch, sofern man Glück hat, kommt man auch wieder heraus, wenn auch mit etlichen Hautabschürfungen. Fortwursteln ist das höchste wollet darum gefälligst froh in den Tag hineinleben unter Führung Eures Grafen des 20. Jahrhunderts. Vielleicht begnügt Ihr Euch sogar mit einem Brotzoll von Auf märkischer Scholle, im Herzen Breußens geboren, ist Otto v. Vismard in den Manern der Stadt Berlin aufgewachsen. Den Garten der Blamannschen Erziehungsanstalt, einst bort am unteren Ende der Wilhelmstraße gelegen, hat er nachmals die Geburtsstätte seiner Luftschlösser genannt. Hinter dem Bretterzaun dieses Gartens zeigte dem Knaben die Phantasie die ganze bunte Erde mit ihren Wäldern und Burgen und allen den Erlebnissen, die seiner warteten, die ganze weite Welt, die dieser Knabe dereinst umgestalten sollte, als er nach einem Menschenalter in die 41/2 Mark. Wilhelmstraße zurückkehrte und die größte Epoche der deutschen Fichte freilich, den Graf Bülow nenerdings bevorzugt und der Geschichte begann. Nachdem er unter und mit Kaiser Wilhelm dem Großen in gewaltiger Energie das Reich aufgerichtet hatte, ja auch unter seiner Protektion ein Denkmal bekommen soll, batte ficherte er diesem und der Welt in ebenso seltener mäßigung und die entgegengesetzte Meinung über die Aufgaben eines StaatsSelbstbeschränkung den Frieden. Er hat, um mit Fichte zu reden, manns, von dem er verlangte, daß er ein spekulativer Philosoph sein das deutsche Volt aus dem Gröbsten herausgehauen. Er hat, um und die Politik nach einer leitenden Idee mit richtiger Kenntnis mit feinen eigenen Worten zu reden, das deutsche Volt in den der gegenwärtigen Lage, aus festen, staatsrechtlichen Principien Sattel gehoben, was vor ihm feinem geglückt war. Er hat aus- und mit richtiger Folgerung aus diesen" bearbeiten müsse. Als geführt und vollendet, was seit Jahrhunderten das Sehnen unsres Fichte sein System des Socialismus dem Minister v. Struensee Volts und das Streben unsrer edelsten Geister gewesen war, was widmete, meinte er höhnend, die von ihm befürwortete socialistische die Ottonen und Salter und Hohenstaufen vergeblich angestrebt hatten, was 1813 den Stämpfenden als da Politik könne mir noch dem bloßen Empirifer unnüß scheinen, mals nicht erreichter Siegespreis vorschwebte, wofür eine welcher überhaupt feinem Begriff und feinem Kaltil, sondern wir lange Reihe Märtyrer der deutschen Idee gekämpft und der Bethätigung in unmittelbarer Erfahrung vertraut, und der sie gelitten hatten. Und er ist gleichzeitig der Ausgangspunkt und( nämlich die socialistische Politit Fichtes) verwerfen würde, weil sie Bahnbrecher einer neuen Beit für das deutsche Volt geworden. In doch nicht Thatsachen, sondern nur Begriffe und Berechnungen von jeder Hinsicht stehen wir auf seinen Schultern. Thatsachen enthielte, mit einem Wort, weil sie nicht Historie väre. Gin folcher Politiker hat eine Anzahl von Fällen und von gelungenen Maßregeln, welche andre vor ihm in diesen Fällen genommen haben, in seinem Gedächtnis vorrätig. Was ihm auch vorkomme, denkt er an einen jener Fälle, und verfährt wie einer jener deren einen nach dem anderen er aus Politiker vor ihm, dem Grabe erweckt, in seinem Zeitalter wieder darstellt und so seinen politischen Lebenslauf zusammensetzt aus sehr verschiedenen Stücken sehr verschiedener Männer." allerdings, es ist zuzugeben: die Bülowsche anarchische von Fall- zu Fall- Denkweise erreicht noch nicht einmal die historische Gründlichkeit des von Fichte verspotteten Empirifers. Nicht in dem Sinne, als ob es vaterländische Pflicht wäre, alles zu billigen, was er geiagt und gethan hat. Nur Thoren oder Fanatiker werden behaupten wollen, dak Fürst Bismarck niemals geirrt habe. Auch nicht in dem Sinne, als ob er Maximen aufgestellt hätte, die nun unter allen Umständen, in jedem Falle und in jeder Lage blindlings anzuwenden wären. Dogmen giebt es weder im politischen noch im wirtschaftlichen Leben, und gerade Fürst Bismard hat von der Doftrin nicht viel gehalten. Aber was uns Fürst Bismard gelehrt hat, ist, daß nicht persönliche Liebhabereien, nicht populäre Augenblidsströmungen, noch grane Theorie, sondern immer nur das wirkliche und dauernde Interesse der Volksgemeinschaft, die Salus publica, bie Richtschnur einer vernünftigen und fittlich Den Vorzug aber haben diese Glücklichen: fie reden immer berechtigten Politit sein darf. Was uns sein ganzes Wirten zeigt, nur, wenn andre reden, und sie schweigen, wenn andre schweigen ist, daß der Mensch das Schiff lenten kann, das auf dem Strome auf die Gefahr des Todes hin. Und sie verstehen auch, die in fährt. nicht aber den Strom selbst, daß wir, wie Fürst Bismarck den herrschenden Klassen nun einmal noch populäre Bismarc sich ausgedrückt hat, die großen Dinge nicht machen, aber den feier zu Geschäftsempfehlungen der eignen Tagesfabrikate zu ge natürlichen Lauf der Dinge beobachten, und das, was diefer Bauf stalten. zur Reife gebracht hat, sichern können. Mit andren Worten, daß es in der Politik darauf ankommt, in jedem Augenblick die Grenzen des Erreichbaren deutlich zu erkennen, an die Erreichung des zu Nuß und Frommen des Landes Erreichbaren aber alles zu setzen. Der begeisterte Schmoc. Leute, die niemals ein Wert Keine Partei fann den Fürsten Bismard für sich allein mit deutschen Gedankenlebens auch nur durchblättert haben müssen, Beschlag belegen, aber jede tamm und soll trotz der Gegensäge in staunen über die Gedankentiefe der Billowschen Rede. Die, off. dieser oder jener Frage vor diesem Toten den Degen fenten. Gr 8tg." ist„ verblüfft und erhoben" von der Gedankentiefe und dem Freigehört feiner Koterie, er gehört der ganzen Nation, er ist ein mut des leitenden Staatsmanns. Seine Rede auf den eisernen nationales Eigentum. Er ist auf politischem Gebiet und im Reiche der Kanzler, so glänzend sie in der Faffung ist, fesselt noch mehr durch That für uns geworden, was Goethe im Reiche der Geister, auf die Offenheit des Bekenntnisses und den Verzicht auf alle höfische dem Gebiete der Kunst und Kultur für uns gewesen war. Auch Rechnungsträgerei." Sie ist ihr ein politisches Meister er hat, wie Schiller von Goethe fagte, die Schlange erdrückt, die werk"." unfren Genius umschnürte. Goethe hat uns auf dem Gebiete Das Berliner Tageblatt" verfällt vor lauter Bes der Bildung geeinigt, Bismard uns politisch denken und handeln geisterung in Bülow Beleidigungen. Es hält zwar die Festrede gelehrt. Und wie Goethe für inimer als Stern an unfrem geistigen für eine That", schließt aber mit der folgenden Unverschämtheit: Himmel steht. so ist Bismarck uns die Gewähr dafür, daß die Sich treu sein heißt Charakter haben, und Graf Bülow hat gestern Nation thre Gleichberechtigung mit andren Böltern, ihr Recht auf im Angesicht seines Meisters und im Angesicht seines Herrn gezeigt, Namut! Hat denn das Einheit, Selbständigkeit und Macht niemals aufgeben kann. Er daß er auch Charakter hat". " Hinter dem Bismarckfest. " bat uns das Beispiel gegeben, nie zu verzagen, auch in schwierigen B. T." jemals daran gezweifelt? Wenn wir nicht irren, hat es und verworrenen Zeiten nicht. Er lehrte uns, uns selbst treu zu bereits vor Jahr und Tag die Welt wie folgt informiert: Wie " " wir aus zuverlässigster Quelle erfahren, hat Graf Bülow entschieden und Weltpolitik, Dr. Rintelen, der Befürworter reaktionärer Charakter." Tendenzen in der Justiz, und manche andre aus dem nicht schmollend Das Vertrauen der Scharfmacher- ,, Post" in die Sicherheit, und grollend abseits gestandenen Centrum waren herbeigeeilt, um Stetigkeit und Kunst der Leitung der deutschen und preußischen mit den andren Verehrern des Helden des Kulturkampfs auch im Politit" ist durch die Rede wesentlich gestärkt worden. Festgepränge ihre Regierungsfähigkeit zu bezeugen. Und nun spielt Das klingt verhältnismäßig matt gegenüber dem Jubel der ihnen Herr Begas den üblen Streich, ihre Partei in einem der quch- demokratischen Berliner Zeitung". Berliner Zeitung". Sie spricht von Reliefs am Denkmalsjodel als einen der„ krächzenden Raben", die einer imposanten Erinnerungsfeier und schwärmt dann von Bülow: den Weisheitsvogel unheilvoll umflattern, spottend darzustellen! Das war feine für alle Fehler blinde Verhimmelung, fein Darob erheben die Centrumsparteien entrüsteten Lärm. Die byzantinischer Phrasenschwall, wie sie uns nur zu oft bei solchen Ge- Germania" baucht Herrn Begas also ungnädig an: legenheiten widerwärtig entgegentönen. Auch keine inhaltsarme Insbesondere möchten wir heute auch noch darauf hinweisen, Schönrednerei." daß die Künstlerlaune des Herrn Professors Reinhold Begas, in einem großen Seitenrelief an diesem Denkmal nach dem wenig rühmlich bekannten Muster der Kamel Jufchrift" an der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche die politischen Gegner des Fürsten Bismard als, frächzende Raben" zu ber spotten, bei einem Nationaldenkmal sehr schlecht angebracht war. Wollte Herr Begas seiner persönlichen politischen Anschauung durch ein solches Spottgebilde Ausdruck geben, so hätte er der Objektivität und Vollständigkeit halber vielleicht auch noch einen Reichswagen" mit dem nörgelnd hinterher laufenden Reichskanzler und sogar eine Flasche Steinberger Kabinett, die vom Fürsten Bismarck und Maximilian Harden unter den bekannten Aeußerungen geleert wurde, reliefartig darstellen können. Raum war dazu neben den fünf schwarzen Raben gewiß genug vorhanden." " Aeußerst fühl ist gegenüber dieser demokratischen Begeisterung der Stil der Kreuz- Zeitung". Die Enthüllungsfeier habe bei allen Beteiligten ohne Zweifel" einen erhebenden Eindruck gemacht. Dann heißt es würdevoll weiter: Die Art, wie Seine Majestät der Kaiser das Andenken des großen Kanzlers ehrte, war vollends geeignet, die Herzen höher schlagen zu lassen." " In- wohl absichtsloser- Bosheit meint die reisinnige Beitung", vom Standpunkt des Redners betrachtet, sei die Rede ein oratorisches Meisterwerk. So weit wir den Grafen Bülow kennen, dürfte das richtig sein. Wie immer ist auch der den Reichskanzlern gegenüber allezeit sehr anspruchslose Berliner Vertreter der demokratischen Frankfurter Zeitung" entzückt: " 0 " = Die Märt. Volksztg." ist noch wütiger, fie spricht von einem unerhörten Mißbrauch mit dem nationalen Charakter des Bismarc- Denkmals", den Reinhold Begas getrieben habe: " eigenen Füße zu stellen und sie durch ihre eigenen Augen fehen zu lassen, ist vor euren Augen eine Thorheit und ein Greuel." Schließlich noch einige Säße über die„ Utopie" socialistischer Weltverbesserer, die offenbar direkt an die Adresse des Grafen Bülow, diesen ewigen Typus der Staatsmannskunst der goldenen Mitte", gerichtet sind: Wo der eigentliche Streitpunkt, azwischen uns liegt, das kann ich euch wohl mitteilen. Ihr wollt es freilich nicht ganz mit der Vernunft, aber auch nicht ganz mit eurem wohlthätigen Freunde, dem Schlendrian, verderben. Ihr möchtet wohl gern ein wenig vernünftig handeln, nur ums Himmels willen nicht ganz. Ihr bleibt dabei, unsre philosophischen Grundsäge ließen sich einmal nicht ins Leben einführen; unsre Theoricu seien freilich unwiderleglich, aber sie seien nicht ausführbar. Das meint ihr denn doch wohl nur unter der Bedingung, wenn alles so bleiben soll, wie es jetzt ist. Aber wer sagt denn, daß es jo bleiben solle? Wer hat euch denn zut eurem Ausbessern und Stümpern, Zu eurem Aufflicken neuer Stücke auf den alten zerlumpten Mantel, zu curch Waschen, ohne einem die Haut naß machen zu wollen, gedungen? Wer hat denn gelenguet, daß die Maschine dadurch völlig ins Stoden geraten, daß die Risse sich vergrößern, daß der Mohr wohl ein Mohr bleiben werde? Sollen wir den Esel tragen, wenn ihr Schnitzer gemacht habt? Aber ihr wollt, daß alles hübsch bei dem alten bleibe; daher euer Widerstreben, daher cuer Geschrei über die Unausführbarkeit unsrer Grundsätze. Nun, so seid wenigstens ehrlich und sagt nicht weiter: wir können eure Grundsäße nicht ausführen, sondern sagt gerade, wie ihr's meint: wir wollen sie nicht ausführen." " Im vorliegenden besonderen Falle haben wir es aber mit einer so unerhört gehässigen Verquidung der Politik mit Ausnahmegesetz gegen Landarbeiter. Das anhaltische der Kunst zu thun, daß wir uns nicht mit der faulen Ausrede Ausnahmegesetz gegen kontraktbrüchige landwirtschaftliche Arbeiter begnügen dürfen, die vielleicht das oben gekennzeichnete Begassche hat Nachfolge gefunden. Es ist auf Braunschweig und Reuß j. L. Relief als eine„ harmlose fünstlerische Bosheit", als einen„ un- mit einigen Abänderungen übertragen worden, und jezt wird aus fchuldigen Künstlerwig" hinstellen möchte. Das Bismard- Standbild Altenburg berichtet, die herzogliche Regierung habe dem Landvor dem Reichstagspalaste soll ein National denkmal fein; als tage einen Gesezentwurf gegen den Kontraktbruch ländlicher Arbeiter solches war es von allem Anfang an geplant, als solches ist es zugeben lassen. schon durch seinen Standort vor dem Reichshause" hinlänglich So fördern die Landwirte die von ihnen schwer beklagte Landcharakterisiert. Und da wagt es der Künstler, für den man doch flucht der Arbeiter, indem sie fie, anstatt ihre Lage zu bessern, gewiß nicht mehr jugendlichen lebermut als Entschuldigung gelten Ausnahmegesegen unterwerfen. laffen kann, in so geschmad- und tattloser Weise als frächzende Naben die bismarckfeindlichen Parteien an unsren„ Schmähartikel" über Bismard zu einem guten Teil abzuDer ,, Reichsbote" besitzt die große, geradezu christliche Güte, eben jenem Nationaldenkmal zu verunglimpfen und da= durch aufs gröblichste zu beleidigen, bei dessen Ent- drucken. Hoffentlich befindet sich unter seinen Lesern einer oder der hüllung, als einer andre, der noch nicht unheilbar verstöckert ist und sich durch unsre Nationalfeier, alle anständigen Parteien ohne Rücksicht auf ihre politischen Gegensäge zum Ausführungen aufklären und bekchren läßt." verewigten Kanzler vertreten waren." Was der dritte Nachfolger Bismarcks da mit seiner klaren, wenn auch wenig modulationsfähigen Stimme in sicherem Vortrage weithin vernehmbar sprach, das war mehr als man erwartet hatte, mehr als die übliche Weihe rede, die sich in Superlativen und pathetischen Wendungen zu ergehen pflegt. Das war eine von llebertreibungen freie, objektiver Kritit nicht entbehrende Würdigung des ersten Kanzlers, aber zugleich eine politische Rede, in einzelnen Punkten fast wie ein Programm flingend, eine Rede, die auf alle Hörer Eindruck gemacht und an vielen Stellen einen bei solchen Gelegenheiten nicht üblichen Beifall hervorgerufen hat. Gelehrte und Politiker sehr ver schiedener Barteirichtung waren einig in dem Urteil, daß das die Kundgebung eines feinen Kopfes, eine kluge Rede, und wenn man die Umstände bedenkt und die Verhältnisse, unter benen wir leben, auch tapfere Rede war. Ein Bekenntnis zu Goethe, der für die geistige Kultur Deutschlands war, was Bismarck für das politische Leben der Nation, will angesichts der jezigen Machtverhältnisse in Preußen und Deutschland in solcher Stunde immerhin etwas sagen. Die festen Säße, daß Bismarck von leiner Partei oder Koterie allein in Anspruch genommen werden dürfe, daß man nicht alles zu billigen brauche, was er gesagt und gethan habe, daß er nicht evig gültige Es ist allerdings höchst nichtsmutzig, daß Begas das Centrum Normen und Magimen aufgestellt habe, Ilingen wie ein höhnt, da es sich doch zu den anständigen Parteien" erhoben hat Protest und eine Mahmung, die direkt int die Kämpfe und da sein Mitglied, der Reichstagspräsident Graf v. Ballestrem, der Gegenwart hineinspielen. Die Anerkennung, daß es hervorragend an der Denkmalsfeier mitwirkte und das Kaiserhoch eine berechtigte Gegnerschaft gegen Bismard ge- ausbringen durfte. Der geschmeidige Hofpapagei liebt nicht, an die geben habe und die Erinnerung an die Märtyrer des Beiten seines ruppigen Rabentums gemahnt zu werden. deutschen Einheitsgedankens haben bei dieser Gelegenheit manchem wohlgethau, der alte Wunden und Gegnerschaft nicht vergessen kann, wenn er auch gern den großen Verdiensten des Toten Dank und Bewunderung zollt." Und damit alle bürgerlichen Richtungen für Bülow sich begeistern können, enthält die Rede auch einen Say, der der agrarischen Deutschen Tageszeitung" aus der Seele gesprochen ist und deshalb allein fett gedruckt ist: In jeder Hinsicht siehen wir auf seinen( Bismarcks) Schultern". " So hat jeder seinen süßen Boubou erhalten. Nörgeleien. Reine Orden bei der Bismardfeier, ruft im Berliner Tageblatt" der im lokalen Teil nörgelnde Schmock aus: " Weder der Schöpfer des Bismarck- Denkmals, Professor Begas, noch feine zahlreichen Mitarbeiter am Kanzlermonument sind mit irgend welchen Auszeichnungen bedacht worden. Angesichts dieser auffälligen Thatsache gewinnt eine Meldung an Wahrscheinlichkeit, daß für die Mitarbeiter des Künstlers gewisse Dekorationen beantragt" waren. Von höchster Stelle sollen diese Anträge jedoch abgelehnt worden sein." Die" Tägliche Rundschau" flagt:" Der Schluß der Festlichkeit war etwas unvermittelt, formlos. Es fehlte die Krönung des Festes oder auch nur der volltönende Abschluß. Die Volksfeier schien in eine Hoffestlichkeit hinüberzugleiten, bei der der Cercle die Hauptsache, das Denkmal die Beigabe schienen. Auch das Hoch des Reichstags- Präsidenten Grafen Ballestrem bei der Abfahrt des Kaisers vermochte die Stimmung nicht zu retten, die Begeisterung hatte sich etwas gesenkt." * Die Fronde. Mehr als Nörgelei stellt eine Auslaffung der Berliner Neuesten Nachrichten" dar, die mit Herbert Bismarck Beziehungen unterhalten. Sie sprechen von den„ sehr einfachen Formen" der Enthüllungsfeier, die nur im großen und ganzen" einen würdigen Verlauf genommen hat. Das Blatt hat eine fürchterliche Unterlassung bemerkt. Die aufgebotenen Truppen waren nicht in Parade Uniform erschienen! Es fei vielfach aufgefallen, daß für die Dentmals feier dieses Manns, des Schöpfers des Reichs, kleine Uniform, für die Truppen Dienstanzug befohlen war. der Eröffnungsfeier für das Reichstagsgebäude waren die dazu tommandierten Truppen in Parade- Uniform, ja, so viel wir wissen, ist dies bei jeder Kircheinweihung der Fall. Die Gründe, aus welchen für Bismard kleine Uniform befohlen war, entziehen sich unsrer Kenntnis, aber die äußere Erscheinung der Ehren= tompagnie machte doch nicht den einer solchen Feier würdigen Eindruck." Bei Das Blatt, das darauf aufmerksam macht, daß Bismard auch Generaloberst gewesen sei, hätte überhaupt einen wärmeren Hauch und einen befriedigenderen Abschluß gewünscht". Ein beschlußfähiges Haus? Aus den Berichten der Zeitungen geht nicht flar hervor, wie viel Reichstags- Abgeordnete anwesend gewesen sind. Ein beschlußfähiges Haus scheint es nicht gewesen zu sein. Immerhin, Ahlwardt und Liebermann v. Sonnenberg waren da! * Das Erreichbare. Graf Bülow hat wieder einmal über die Grenzen des Erreichbaren" Betrachtungen angestellt und das Erreichbare als sein politisches Ziel hingestellt. Die Parteien präsentieren darauf prompt ihre Rechnungen, deren Honorierung fie für erreichbar halten. " Für die„ Voss. Zeitung" ist es die„ Befriedigung der Bedürfnisse des Volkes und des berechtigten Freiheitsdrangs des deutschen Bürgertums". Das„ Berliner Tageblatt" hält den„ Blick auf das Ganze" für erreichbar; man müsse die Wirtschaftspolitik Bismards nicht sllavisch nachahmen. " 11mgekehrt sieht die" Post" das Erreichbare in dem unbedingten Bekenntnis zu Bismarck, während Schweinburg in den Berliner Politischen Nachrichten" finnig bemerkt, daß der Saz zunächſt" Sarauf hinweist, daß man auch bei den Bestrebungen auf Reform des Börsengesezes sich in den Grenzen des Erreichbaren halten foll". Politische Nebersicht. Berlin, den 17. Juni. Den Bismarckfeiernden des Centrums hat der Schöpfer des Denkmals die reine Freude getrübt. Wie weit entschwunden schien den Leitern der jetzt regierenden Reichstagspartei jener Tag des Jahres 1895. wo sie dem alten Bismard den Glückwunsch zum 80. Geburtstag verweigerten und darob zu den„ vaterlandslosen Gesellen" geworfen wurden. Jezt die Centrumsspigen dem Bismarddenkmal an schienen; Brinz Arenberg, der Förderer der modischen Marinewaren er Bülow und Fichte. Anarchistenangst. Aus Hannover wird vom 16. Juni berichtet: Heute Morgen in aller Frühe, eben nach 5 Uhr, wurden mehrere Perionen, die in dem schrecklichen Verdacht stehen, Anarchisten zu sein, in ihren Wohnungen oder auf dem Wege zu ihrer Arbeitsstätte von Beamten der Kriminalpolizei mit dem freundlichen Ersuchen beehrt, doch eben mal ein Stündchen mit zur Polizeiwache zu kommen. Auch gehaussucht" wurde. Da am Montag der Kaiser nach hier tommt, so werden sich die Verhafteten wohl auf einige Tage unfreiwilligen Aufenthalts im stillen Kämmerlein des Polizeigebändes einrichten können. Die Neue Zeit" erinnert die Berliner Philosophische Gesellschaft und den Reichskanzler Grafen Bülow, die gemeinsam dem Philosophen lichen Gründen"( Gefährdung der öffentlichen Sicherheit) werden seit Verbot polnischer Versammlungen. Aus„ landespolizeis Fichte ein Denkmal setzen wollen, daran, daß am 19. Mai 1862 in Pfingsten polnische Versammlungen verboten, so in Gostyn, derselben Gesellschaft- Ferdinand Lassalle die Festrede über jegt wieder in But, ferner der polnisch socialistische Parteitag in Die Philosophie Fichtes und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes" nesen. In Westpreußen werden fortwährend Versammlungen gehalten hat. Zugleich erwirbt sich die Neue Zeit das Verdienst, aus den nichtigsten Gründen aufgelöst. Eine derartige Anden ahnungslosen Reichskanzler über die Person des gefährlichen wendung der landespolizeilichen Bestimmungen ist ein beliebtes Revolutionärs in aller Geschwindigkeit ein wenig zu unterrichten, mittel geworden, das Versammlungsrecht illusorisch indem sie ein paar prächtige Citate aus Fichte beibringt. Der Philosoph verteidigte das Recht der Revolution, über das freilich ein Geschäftsmann in Diensten eines monarchischen Bei der ant 12. Juni stattgehabten Reichstagserfazwahl in dem St. Wendel, 16. Juni. Amtliches Wahlergebnis: Staates tein Urteil habe: zu machen. M 10 " Kein Adliger, teine Militärperson in monarchischen Staaten, Wahlkreis Ottweiler St. Wendel Meisenheim wurden im Ganzen kein Geschäftsmann in Diensten eines gegen die französische 30 799 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf den Geheimen Revolution erklärten Hofes sollte in dieser Untersuchung gehört Bergrat Prieze- Saarbrücken( nationalliberal) 15 724 Stimmen. werden. Nur der, der weder Unterdrücker noch Unterdrückter ist, Der Landtags- Abgeordnete E. Fuchs Köln( Centrum) erhielt dessen Hände und Erbteil rein sind vom Raube der Nationen, 14 958 Stimmen und der Buchhalter Lehmann( Social dessen Kopf nicht von Jugend auf in die konventionellen de motrat) 106 Stimmen. Elf Stimmen haben sich zersplittert. Formen unires Zeitalters gepreßt wurde, dessen Herz eine warme, Bergrat Briege- Saarbrücken ist somit gewählt. aber stille Ehrfurcht für Menschenwert und Menschenrechte, kann hier Richter sein. Es ist wahr, Ritter vom goldenen Vließ, ,, Vertrauliche Rücksprache". der du nichts weiter bist, als das es ist wahr, und niemand Ueber den fächsischen Justizminister Dr. Schurig, leugnet es dir ab, daß es für dich sehr unbequem sein würde, dessen Ableben wir meldeten, wird uns noch aus Sachsen gewenn die Achtung für deine hohe Geburt, für deine Titel und schrieben: deine Orden sich plötzlich aus der Welt verlören und du auf In Dr. Schurig ist kein großer Staatsmann, der auf die einmal bloß nach deinem persönlichen Werte geehrt werden Geschicke seines Landes einen Einfluß ausübte, aus dem Leben solltest aber verzeihe: die Frage war auch gar nicht von geschieden. Bureaukratische Gewohnheiten hinderten ihn alt deinem Elend oder Nichtelend; sie war von unserm Rechte. selbständigem Auftreten er war ohne Initiative. Ein solcher Was dich elend macht, kann nie recht sein, meinst du. reaktionären Aber siehe Mann eignete sich sehr gut dazu, fich dem deine bisher von dir unterdrückten Sklaven, sie rufen uns zu: Getriebe der jächsischen Regierungskreise einzufügen. Im der Reiche, der Begünstigte gehört nicht zum Volte; er hat keinen Landtage spielte der wortlarge, nicht redebegabte Mann Anteil an den allgemeinen Menschenrechten! Das ist ihr Juter in der Stellung eines Justizministers eine geradezu klägliche Rolle. esse. Ihre Schlüsse sind so gründlich, als die deinigen. Was sie Der socialdemokratischen Kritik über die auffallendsten, gegen die glücklich macht, könne nie unrecht sein, meinen sie. Sollen wir Socialdemokratie gefällten Gerichtsurteile vermochte er nicht Stand fie nicht hören? Nun so erlaube, daß wir auch dich nicht hören." zu halten und mußte sich deshalb der Beihilfe freiwilliger RegierungsSachlich aber urteilt Fichte über das Recht der Revolution: tommissare aus den Reihen der Konservativen versichern. Nie hat Steine Staatsverfassung ist unabänderlich; es ist in ihrer er je ein Wort des Tadels, auch nicht gegen die anfechtbarsten Natur, daß sie sich alle ändern. Eine schlechte, die gegen den not- Gerichtsentscheidungen, selbst das außerhalb Sachsens wendigen Endzwed aller Staatsverbindungen streitet, muß abgeändert größte Aufsehen erregten, gefunden. Wohl aber ist ihm werden; eine gute, die ihn befördert, ändert sich von selbst ab. Die einst ein Ersten Kammer Ausspruch entschlüpft, Klausel im gesellschaftlichen Vertrag, daß er unabänderlich sein solle, der ein grelles Licht auf die sächsischen Justizverhältnisse wäre mithin der härteste Widerspruch gegen den Geist der Menschheit. warf und selbst im Reichstage, wo er zur Sprache gebracht bis in die Reihen Ich veripreche, an dieser Staatsverfassung nie etivas zu ändern, wurde, der Rechten unliebsames Aufheißt: ich verspreche, kein Mensch zu sein, noch zu dulden, daß, so sehen erregte. Am 18. Januar 1894 sagte Dr. Schurig in der Ersten weit ich reichen kann, irgend einer ein Mensch sei; ich begnüge Kammer: mich mit dem Nang eines geschulten Tieres Nein, Mensch, das durftest du nicht versprechen. Du hast das Recht nicht, auf deine Menschheit Berzicht zu thun. Dein Versprechen ist rechtswidrig, mithin rechtsunkräftig." Ueber die Monarchien der Geschichte und ihre Verdienste urteilt Fichte: in der die ,, Wie bekannt ist, ist ja das Ministerium als Justizverwaltungsbehörde nicht in der Lage, den Gerichten ihre Entscheidung vors zuschreiben; die Gerichte sind ganz selbständig. Aber das Justizministerium wird, wie es seither schon ge than hat, auch fünftighin jederzeit etwaige un richtige Rechtssprüche wenigstens außer amtlich ich fann nicht sagen torrigieren, aber doch zum Gegenstand vertraulicher Rücksprache mit den betreffenden Richtern machen." „ Wenn wir also nicht bloß unter euren politischen Verfaffungen, sondern auch mit durch sie an Kultur zur Freiheit gewonnen hätten, so haben wir euch nicht dafür zu danken, denn es war nicht nur euer Zweck nicht, es war fogar gegen ihn. Ihr ginget darauf aus, alle Willensfreiheit in der Menschheit, außer Als der Justizminister dieses Geständnis ministerieller Beber eurigen zu vernichten; wir fämpften mit euch um dieselbe, einflussung gegen die Kritik socialdemokratischer Abgeordneter in der und wenn wir in diesem Stampfe stärker wurden, so geschah euch zweiten Stammer am 18. Dezember 1895 zu verteidigen suchte, holte damit sicher fein Dienst. Es ist wahr, um euch volle er sich eine Schlappe. Er behauptete, nur als Privatmann gehandelt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, ihr habt einige unirer Kräfte zu haben, während ihm aus seinen eignen Worten nachgewiesen sogar absichtlich fultiviert; aber nicht damit wir für unsre Zwecke, wurde, daß das Justizministerium die„ vertraulichen Rücksondern damit wir für die eurigen tauglicher wurden. Ihr sprachen" gepflogen habe. Solch' ein Mann konnte im Amte bleiben ließet uns in mancherlei Wissenschaften unterrichten, deren Form und die bekannte socialistenfeindliche richterliche Bragis weiter und Inhalt schon nach euren Abfichten eingerichtet war, damit wir stügen! Das ist nur erklärlich aus der völligen, reaktionären Verleutsamer für diese Absichten würden. Ihr ließet uns mancherlei sumpfung der herrschenden Klassen in Sachsen. Daher auch die bes Künste lehren, damit wir euch und den Wertzeugen der Unter- fannten Polizeithaten gegen die Socialdemokratie, die weder bei den drückung in euren Händen, wo eure Hände selbst nicht hinreichen Gerichten, noch im Ministerium Zurückweisung erfuhren. konnten, den Brunt verschafften, womit ihr die Augen des Pöbels blendet. Ihr unterwiefet endlich Millionen und das ist das Meisterstück, worauf ihr euch am meisten zu gute thut in der Kunst, fich auf einen Wink rechts und links zu schwenken, aneinander geschloffen wie Manern fich plöglich wieder zu trennen, und in der fürchterlichen Fertigkeit zu würgen, um sie gegen alles zu brauchen, was enren Willen Mit Dr. Schurigs Zustimmung ist das Dreitlassennicht als ein Gesetz anerkennen will. Das find, so viel ich Wahlrecht für den Landtag eingeführt worden, ferner die Verweiß, eure absichtlichen Verdienste um unsre Kultur. Konse schlechterung des Vereins- und Versammlungsgesetzes, das Minderquent verfahrt ihr freilich, vielleicht tonsequenter als ihr selbst jährige von der Teilnahme an politischen Vereinen und Versammwißt, denn es wäre nicht das erste Mal, daß jemanden der In- lungen ausschließt und andre reaktionäre Dinge mehr. Das bejagt stinkt richtiger geführt hätte, als seine Folgerungen. Wenn ihr zu seiner Charakterisierung genug. Der citierte Ausspruch des Justizministers erhält aber noch ein besonderes Gewicht dadurch, daß er als Beschwichtigung gegenüber einer Aeußerung des Abg. v. Trühschler wirken sollte, der sein Bedauern ausgesprochen hatte, daß die Socialdemokraten in Sachsen zu lag behandelt würden. So stellt sich das Wort Schurigs als eine Scharfmacherei schlimmster Art dar. herrschen wollt, so müßt ihr zunächst den Verstand des Menschen Jm Gesamtministerium hatte Dr. Schurig, obgleich er bei Hofe unterjochen. Alles, was darauf abzweckt, die Vernunft in ihre in gutem Ausehen stand, keinen Einfluß; seine Stelle ist also leicht unterdrückten Rechte wieder einzusetzen, die Menschheit auf ihre auszufüllen. Italien. Der Schulkonflikt in Bayern. Paris, 17. Juni. Verschiedenen Blättern zufolge wird die dann mit der Verkündung des Kriegsrechts antworten würde. München, 15. Juni.( Eigener Bericht) Die bayerische Presse Reise der marokkanischen Gesandtschaft nach Frankreich auch und in der That, als der Streit nicht aufgehoben wurde, ließ schon in den publiziert jetzt die Immediateingabe der Bischöfe an bemerkenswerte wirtschaftliche Ergebnisse haben. Die nächsten Stunden der Generalfapitän die wichtigsten Positionen in die Krone in Sachen der Schulfrage und die abschlägige Marseiller Kaufmannschaft, heißt es, beschäftige sich mit verschiedenen der Stadt mit Militär besetzen und erklärte dann den BelagerungsAntwort der Regierung. Der Bescheid des Ministeriums Plänen, welche die Handelsbeziehungen mit Marotto fördern sollen. zustand über die Ortschaft. Nachdem so alles vorbereitet war, ging erregt bei den„ Liberalen", die es nicht einmal mehr wagen, ihre Es handele sich insbesondere um mehrere große Bauunternehmungen, die Civilgarde zur Attacke auf die in den Straßen sich ansammelnde principielle Forderung der Simultanschule aufrecht zu erhalten, einen welche von französischen Gesellschaften ausgeführt werden sollen. Es Menge über, die an einigen Stellen mit Steinwürfen antwortete. wahren Freudentaumel. Die Centrumspresse dagegen beflagt sich soll u. a. eine Bahn gebaut werden, welche Tanger und die ganze Einzelne Haufen hatten auch Revolver und Pistolen. Von sechs über den kühlen, fast frostigen Ton" des Regierungsentscheids und marokkanische Küste mit Tlemcen, Oran, Algier und Tunis verbinden bis neun Uhr abends dauerten die Tumulte; dann wurden die jagt weiter, es sei munmehr ein schwerer Schultonflitt soll. Die maroffanische Regierung habe dem Plane bereits im Straßen leer. Getötet wurden sieben Personen, darunter eine aufgeworfen. Sie wirft der Regierung vor, diese betreibe eine wahre Princip zugestimmt. alte, arme Dame, in deren Wohnung eine Gewehrkugel schlug; an Kautschukpolitik:„ Diese Art Regierung hat in Bayern diesen Verwundeten gab es eine ganze Anzahl. Rom, 17. Juni. Die Deputiertentammer begann die enormen Rüdgang des bayrischen Staatsbewußtseins herbeigeführt, daß nachgerade in allen Schichten der Bevölkerung die Ansicht Beratung des Budgets des Innern und beschäftigte sich immer mehr Anhänger gewinnt, daß das Haus zunächst mit Interpellationen über die landwirtschaftlichen Verbände Wittelsbach zu einem Schattenkönigtum herabfinkt. Es ist und über die jüngsten Ausstände. patriotische Pflicht, sich gegen die weitere Entwicklung dieser Regierungsmethode mit aller Entschiedenheit zur Wehr zu sezen." Das klingt nun freilich lange nicht mehr so tampffreudig, wie einige Fanfaren, die früher von der gleichen Stelle ausgingen. Aber vielleicht ist das„ führende Blatt" nur durch seine unglückliche Lage etwas pessimistisch gestimmt worden. Die Neue Bayrische Zeitung" nämlich, die erst im 3. Jahrgang steht und sich seit Anfang Mai vorigen Jahres im Besige einer Gesellschaft m. b. H. befindet, muß schon wieder saniert werden. Zu diesem Zwed findet am Montag, den 17. Jumi, eine Versammlung statt, wo ein katholischer Breß verein gegründet werden soll. Es erhält sich mit Hartnäckigkeit das sehr glaubwürdige Gerücht aufrecht, Prinz, Ludwig von Bayern sei bei der Neugründung beteiligt. Der Prinz weilte fürzlich eine volle Woche bei dem Centrums- Grafen Preysing in Moos( Nieder- Bayern) als Gast, und bei dieser Gelegenheit soll er für den Plan interessiert worden sein. " Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen angeblicher Majestätsbeleidigung ist die letzte Nummer des geistlichem Einfluß stehenden Blatts, tonfisziert worden. Ausland. Die Wahlen in Holland. Amsterdam, 15. Juni. Balkanstaaten. Grenzunruhen. Am 13. d. M. überfielen nachts Nizams und Arnauten ein auf Belgrad, 16. Juni. Aus Prokuplje wird amtlich gemeldet: serbischem Gebiet liegendes Haus des Serben Simenowitsch aus Schtava, erschossen ihn und raubten sein Vieh. Nach Berichten an die Regierung soll in Novibazar Auf ruhr gegen die Behörden herrschen. liegt die eigentliche Ursache des Aufruhrs in Novibazar, Belgrad, 17. Juni. Nach hier eingegangener amtlicher Meldung an dem mehr als 1000 Albanesen beteiligt waren, in der Ernennung eines unbeliebten Kaimakams, der von den Aufrührern gezwungen wurde, nach Sjeniza zu flüchten. In Novibazar sind die Läden seit fünf Tagen gesperrt. Die Bewegung richtet sich auch gegen die dortige serbische Bevölkerung. Kretische Schwierigkeiten. Als der Kampf beendet war, ließ der Generalkapitän den Vereinen bekannt geben, daß er, wenn morgen der Generalstreik fortgeführt werde, noch mit größerem Nachdruck einschreiten werde. Zugleich ließ er in aller Schnelle eine Zahl von Verhaftungen vornehmen, besonders unter den Führern der Oftroi- Beamten. Zum Verständnis sei hier eingeschaltet, daß die Oktroi- Bamten als„ fuerza armada"( bewaffnete Macht) gelten und durch Einschmuggelung über Streit fortgesetzt; doch suchten schon manche wieder ihre BeschäftiWaffen verfügten. Am folgenden Tage, einem Sonnabend, wurde trotzdem der gung auf. Die Gemeindeverwaltung ließ unter dem Schutz der mit Wasser füllen; Soldaten der Garnison wurden beordert, in den Polizei die Wasserfässer der Stiftungen, Hospitäler, Gefängnisse usw. Schlachthäusern den Schlächtern zu helfen, während die von der für die Einwohnerschaft Brot backen mußten. Militärverwaltung beschäftigten Bäder mit ihnen zugeteilten Soldaten laubnis zur Abhaltung einer gemeinschaftlichen Sigung ein und Nun holten die Vertreter der Vereine vom Generalfapitän Ertraten dann noch desselben Vormittags zur Beratung zusammen. Beschlossen wurde, die Freilassung der Inhaftierten sowie die Genehmigung zur Herausgabe eines Flugblattes zu verlangen, das den Generalstreit für beendigt erkläre. Mit diesem Beschluß ging eine Abordnung zum Generalkapitän, der zwar gern seine Erlaubnis zur Veröffentlichung des Flugblattes gab, es aber entschieden ablehnte, bezüglich der Freilassung der Verhafteten irgend welche Zusicherungen zu geben. Konstantinopel, 17. Juni. Angesichts der auf Kreta andauernden in Bosen erscheinenden Wielkopolonin" eines polnischen, unter Bewegung zu Gunsten einer Vereinigung mit Griechenland fandte die Pforte ein Rundschreiben an die türkischen Bot schafter bei den vier Schußmächten, in welchem sie die Gleichzeitig nahmen die Verhaftungen ihren Fortgang; und die Am Sonntag wurden viele Arbeiten wieder aufgenommen. Aufmerksamkeit auf das wiederholt gegen die Souveränität juntas directivas"( die leitenden Ausschüsse der Vereine) erließen der ottomanischen Regierung verstoßende Vor- folgenden Aufruf: gehen der tretensischen Kammer lenkt und das ErAn die Arbeiter! Gruß! fuchen stellt, dieser Agitation ein Ende zu machen. Genossen! Bewegt durch dasselbe gleiche Gefühl haben wir den Von der Antwort der vier Mächte ist die Pforte, wie verlautet, be- Generalstreit begonnen. Alles ging glatt von statten. Wir können friedigt. Die türkischen Botschafter erhielten die formelle und befriedigt sein. Doch durch die Erklärung des Kriegsrechts haben sich die Um= Blutvergießen zu verhüten, sondern auch auf jede Gewaltthätigkeit zu verzichten; ja es gilt, allen 3wang, alle Auflehnung gegen die freie Bewegung der Bevölterung zu vermeiden. Das Ergebnis der Wahlen vom 14. Juni bedeutet eine zerschmetternde Niederlage für die liberale Regierung. Die Liberalen haben nur 10 Streise ohne Stichwahl gehalten, die freisinnigen Demokraten nur 2 Kreise. Die ersteren fommen in 25, die letteren in 7 Kreisen in die Stichwahl. Auch wenn sie auf positive Versicherung, daß die Mächte keinerlei Aenderung stände geändert. Es erscheint als notwendig, nicht nur jedes weitere der ganzen Linie den Angriff der Stlerikalen abwehren könnten, so des status quo auf Kreta dulden würden. würden sie doch ihre Regierungsmehrheit 100 Stimmen in der Zweiten Kammer haben sie schon 11 Streise verloren. fie hatten 50 von den berloren haben. Endgültig Die Katholiten haben keinen unmittelbaren Gewinn zu verzeichnen. Sie behaupten ihren bisherigen Besitzstand( 23) und kommen in 11 Kreisen in die Stichwahl. Die evangelisch en Klerikalen aber feiern einen bisher ungekannten Sieg. Von ihren 23 Kreisen haben sie 16 erhalten; 8 neue Wahlkreise haben sie schon jetzt gewonnen, und in 24 tommen sie in die Stichwahl. Eine Kammermehrheit von wenigstens 52 Stimmen ist den Klerikalen schon jetzt gesichert. Wir bekommen alio eine tleritale Regierung. Die socialreformatorische Maske der Liberalen macht Blazh einer frommen Maste, der Stapitalismus der Kaufleute und der industriellen Unternehmer macht dem Kapitalismus der Agrarier und der Kleinbürger Plaz. Reaktion, Kleritalismus, Militarismus, Nationalismus, ein durch Missionare angeblasener Imperialismus, und nach aller Wahrscheinlichkeit auch der Protektionismus, das sind die Zeichen der holländischen Politik der nächsten Jahre. Jn 8 Kreisen tommen die Socialdemokraten in die Stich wahl, Van der Zwaag in 2 Kreifen. Sehr wahrscheinlich werden wenigstens Schaper und Van der Zwaag, vielleicht auch Van Kol doppelt gewählt werden; es dürfte also nicht gelingen, Troelstra aus dem Parlament zu verdrängen, was für die Klerikalen eine allzu große Freude bedeutet hätte. Die Erfolge von Corunna. Von unserem Madrider Korrespondenten geht uns nachträg lich über den zu Anfang dieses Monats in Corunna von den Anarchisten inscenierten General streit ein ausführlicher Bericht zu, den wir, da er sowohl das halbnärrische Treiben der dortigen Anarchisten, als die Eigenartigkeit der spanischen Verhältnisse grell beleuchtet, unseren Lesern nicht vorenthalten wollen: Madrid, den 11. Juni 1901. Kaum waren die durch die anarchistischen GeneralstreitsAgitationen entfachten Barcelonaer Tumulte vorüber, so folgten ihnen schon andre in Corunna, der Hauptstadt Galiciens, provoziert von denselben Elementen nur mit dem Unterschied, daß während es in Barcelona bloß 2 Tote und einige Verwundete gab, die Zahl der Toten in Corunna sich auf 9, die Zahl der schwerer Berwundeten auf 30 beläuft. = In Anbetracht dessen, daß wir willens find, weiterem Blutvergießen zu wehren, und ferner die Befreiung unsrer verhafteten Genossen zu erlangen, ersuchen und hoffen wir, die» juntas directivas", daß alle, die am Donnerstag in Arbeit gestanden und sich dem Streit angefchloffen haben, am morgigen Montag an ihre Arbeit zurückkehren werden. Wir empfehlen dies wohl zu beachten; wir bitten darum im Namen der Existenz unsrer Vereine!" Wenn diese furiose Verkündigung der rebolutionären Bethätigung" entspricht, die beständig in den Versammlungen und Schriften der Anarchisten verlangt wird, muß es um ihre Revolutionsbegriffe sehr seltsam bestellt sein, wird wahrscheinlich der Leser meinen. Und thatsächlich steht der oben geschilderte Vorgang teineswegs vereinzelt da; ähnliche komische Vorfälle spielen sich in fleinerem Maßstabe fast fortwährend ab. Der Streit der Octroi- Beamten ging damit natürlich verloren. Nur ein ganz kleiner Teil von ihnen hat wieder Anstellung gefunden; die meisten fanden ihre Posten besetzt. Auch von den verschiedenen Gewerben, die nach der Veröffentlichung des Aufrufs noch eine Zeitlang den Streit fortsegten, hat kein einziges den geringsten Vorteil erlangt; im Gegenteil haben sie sich in allerlei ihnen gestellte Bedingungen schicken müssen. Pablo Iglesias. Partei- Nachrichten. Corunna ist seit langem ein Hauptsitz der Anarchisten oder wenigstens jener, die sich so nennen, denn gewissen politischen HandDie Klerikalen haben obendrein in der vergangenen Woche die lungen nach zu urteilen, müssen dort die anarchistischen Elemente Mehrheit erobert in den Provinzialstaaten, welche die noch gemischter und konfuser sein als anderswo. Wie in andren Erste Kammer wählen. Diese behält zwar jetzt noch eine libe- Gegenden Spaniens bildet auch dort ihre Hauptbeschäftigung die berale Mehrheit, aber bei dem ersten Konflikt kann sie aufgelöst werden, ständige Predigt des sogenannten„ revolutionären" General und nichts steht dann mehr der ungehinderten Ausnüßung des fleri- streits, was, in ihrem Sinne genommen, genau dasselbe befagt, wie falen Sieges im Wege. tumultuöjer" Generalstreit. Und diese beharrlichen Agitationen für Auch ein jocialdemokratischer Wahlkreis, ihr Antheilmittel sind nicht erfolglos geblieben; am 31. vorigen Das Resultat des Generalstreiks in Corunna häfte also taum Tietjerksteradeel, durch Troelstra in 1897 bei der Stichwahl Monats sahen sich die Führer der dortigen anarchistischen Bewegung nachteiliger für die Arbeiter sein können, als es gewesen ist. Nicht erobert, ist an die evangelischen Klerikalen verloren gegangen. endlich in die Lage versetzt, ihre geplante große Aftion unternehmen nur, daß völlig unnüz Blut vergossen wurde, nicht nur, daß eine anAlle Mittel der„ chriftlichen" Demagogie find angewendet worden, um zu können. sehnliche Zahl von Berhafteten( ungefähr 40) einer strengen Abdieses Ergebnis zu erreichen. Der Führer des christlichen Arbeiter- Mit anerkennenswerter Rührigkeit haben sie in Corunna die urteilung durch die Bourgeoisjustiz entgegengehen, die Arbeiter haben bundes, Pfarrer Talma, hat mit unsrer Kritik des Kapitalismus den unteren Ottroibeamten organisiert und veranlaßten nun diese, auch eine Reihe früher errungener Arbeitsvorteile wieder verloren Eigentumsfanatismus und die Frömmelei verbunden und so die bon der Bachtgesellschaft( in ( in Spanien wird die Erhebung und werden warscheinlich noch die Auflösung mehrerer ihrer Orgakleinen Bauern und die Landarbeiter dieses Plattlandkreises gegen der städtischen Octroi- Abgaben( Accisengefälle) vielfach an Privat- nisationen hinnehmen müssen. die Socialdemokratie ins Gewehr gerufen. Trotzdem ist auch in personen oder Gesellschaften verpachtet) eine kleine Erhöhung ihrer Hat die Civilgarde während dieser Tage eine ungewöhnliche diesem Kreise die Zahl der für die Socialdemokratie abgegebenen Gehälter zu verlangen. Nach einem nur eintägigen Streit fand sich Roheit bewiesen, so auf der andern Seite die Anarchisten UrteilsStimmen um 100 vermehrt worden.. Und im übrigen ist der die Gesellschaft zum Entgegenkommen bereit. Angesichts diefes losigkeit und Mangel an Mut, befindet sich doch unter allen Toten 14. Jumi im ganzen Lande ein Siegestag für die Social Resultats forderten nun auch die Beamten der höheren Stufen, die und Verwundeten nicht einer der anarchistischen Führer oder der demokratie gewesen. Von 11 625 Stimmen im Jahre 1897 ist sich vorher vom Streit ausgeschlossen hatten, aufgemuntert durch die bekannteren Worthelden. Hätten sie Mut, sie hätten unter den ersten ihre Stimmenzahl auf 35 333 gestiegen; in zwei Kreisen find Anarchisten, eine Aufbefferung ihrer Gehälter; doch diesmal ließ sich sein müssen, die fielen; denn wenn für sie das, was sie beſtändig außerdem für den wilden Socialisten Van der Zwaag 2946 Stimmen die Gesellschaft auf nichts ein. Die Folge war ein Streit, und zwar predigen und verkünden, mehr als bloße Aufschneiderei ist, sind sie abgegeben worden. Unfre Stimmenzahl beträgt also mehr als nicht nur der oberen Beamten, sondern auch der gewöhnlichen Steuer- verpflichtet, die gefährdetsten Poften einzunehmen. das Dreifa che von 1897. erheber, die sich mit ihren Vorgesetzten solidarisch erklärten. Da die Pachtkompagnie in Corunna selbst kein Personal zu finden vermochte, um die leeren Posten zu besetzen, wandte sie sich nach andren Ortschaften und suchte dort Hilfsmannschaften anzuwverben. Das wurde in Corunna bekannt, und am 30. Mai, abends, mar schierte eine Schar Streikender, begleitet von Arbeitern, Frauen und Socialdemokraten in preußischen Kreistagen. Unfre Mit Kindern nach der Bahnstation, um dort die mit dem Zuge anIn der Hauptstadt Amsterdam ist unsre Stimmenzahl von 1151 kommenden Reuangestellten zu erwarten. Einige kleine Detachements teilung von der Wahl des Genossen Grauer in den Kreistag für in 1897 auf 3686 gewachsen. Das Wahlrecht ist für die Arbeiter in der Zivilgarde( Polizeifoldaten) trieben den Haufen zurück und verNiederbarnim veranlaßt auch die Fränkische Tagespost" zu einer den Städten bei weitem ungünstiger als auf dem platten Lande; legten ihm den Weg. Darauf wandte ein Teil der manifestierenden Berichtigung. Sie teilt mit, daß auch im Kreistage für Marburg trozdem kommt im Wahlkreise Amsterdam III der Vorfizende des Streikenden sich nach einem nahe beim Bahnhof belegenen Oftroi- lange Zeit ein Socialdemokrat gefeffen hat, nämlich der Genosse Diamantarbeiterbunds Henri Bolak mit 1420 Stimmen in die Erhebungshäuschen, in welchem man einige Personen des von der Heinrich Lauer aus Niederwalgern, der vor einigen Jahren Bachtgesellschaft eingestellten Erfagpersonals vermutete. Doch auch von dieser Berichtigung gern Notiz in der Hoffnung, daß wir ihr im Alter von mehr als 70 Jahren gestorben ist. Wir nehmen auch Mit den besten Aussichten führen wir also den Kampf weiter. hier trat der Schar alsbald ein Trupp Polizeifoldaten entgegen, noch mehrere über le 5 ende socialdemokratische Kreistagsmitglieder Wir erwarten am 27. Juni in mehreren Kreisen den Sieg und dann und da einige aus dem Haufen heraus sie mit Schimpfwörtern und wird der Kampf aufgenommen werden gegen einen Kleritalismus, Steinwürfen empfingen, feuerten sie ohne auch nur erst den Versuch der an Verlogenheit, Kulturfeindlichkeit und reaktionären Be- zu machen, der Angreifer habhaft zu werden, mit ihren Mauserstrebungen der östreichischen christlichsocialen Partei nichts nachgiebt.- gewehren in die Schar hinein. Voll Schreck stob dieser auseinander. Ein Toter und 11 schwerer Verwundete, darunter ein Kind, blieben Oeftreich Ungarn. auf dem Play. Wien, 17. Juni. Heute sind sämtliche Landtage, mit Aus- Das bewog die Anarchisten und Streifleiter, fofort ihren ganzen nahme des böhmischen und istrianischen, zusammengetreten. Einfluß auf die Arbeiterschaft geltend zu machen, einen dreitägigen Im galizischen Landtag drückte der Landmarschall in seiner Be- absoluten Generalstreit" über die Stadt zu verhängen, grüßungsansprache den Wunsch aus, daß die Friedensfeste in Prag als Protest, wie es hieß, gegen das Vorgehen der Civilgarde. Der zu einer auf Gleichberechtigung geftügten nationalen Eintracht führen Protest wurde natürlich nur vorgeschützt; in Wirklichkeit suchte man Ein Maffen Maifeierprozeß wird in Dresden wieder möchten.etwas ganz andres zu provozieren. Das zeigt schon die sogleich einmal insceniert. Es haben bereits eine ganze Anzahl Personen nach Genehmigung des Streits von den anarchistischen Führern er Vorladungen zum Termin für die Hauptverhandlung auf den 8. Juli laffene Verfügung, daß kein Arbeiter feine angefangene erhalten. Sie sollen am 1. Mai massenhaft spazieren gegangen Arbeit berrichten, feine Nahrungsmittel in die Stadt bracht ges sein, was bekanntlich an diesem Tage in Dresden verboten ist. Die und teine Briefe durch die Post bestellt werden Zahl der verbrecherischen Spaziergänger läßt sich zur Zeit noch gar dürften. Ferner wurde δας Feilhalten bon Waren in nicht, feststellen. den Läden, das Löschen und Laden der Schiffe im Hafen und sogar das Entnehmen von Wasser aus den öffentlichen Brunnen verboten. Thatsächlich wurden denn auch an den letzteren Bewachungsposten aufgestellt, so daß es manchen Familien, besonders aber den Hospitälern, Krankenhäusern 2c. an Wasser fehlte. Stichwahl. Wien, 17. Juni. Wie die„ Neue Freie Presse" aus Bijet meldet, hat der Oberste Gerichtshof die Todesstrafe für den begnadigten Hülsner in lebenslänglichen schweren Serter umgewandelt. Brag, 17. Juni. Kaiser Franz Joseph soll sich seiner Umgebung gegenüber äußerst befriedigt über den ohne jeden Zwischen fall verlaufenen Aufenthalt in Prag geäußert haben. Dabei habe er die Erwartung ausgedrückt, daß eine wirkliche Verföhnung zwischen den beiden sich feindlich gegenüberstehenden Völkern bald zur Thatsache werden möchte. Frankreich. man daß folgen lassen können. Der focialdemokratische Verein Wandsbek beschloß, beim Parteivorstande den Ausschluß der dortigen Accordmaurer, die eine eigene Organisation haben, zu beantragen. Die berufenen ParteiInstanzen werden natürlich die Frage nicht vom Standpunkt der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gewerkschaftsorganisation, sondern lediglich auf Grund des Parteistatuts prüfen. 〃 Polizeiliches, Gerichtliches usw. Streifdrohung grober Uufug. Der verantwortliche Redacteur des Stettiner Voltsboten", Genosse Faber, sollte 50 m. Geldstrafe zahlen wegen groben Unfugs. Er hatte über eine Aussperrung berichtet, die Arbeitern in Köslin angedroht war, um ihre Organisation zu sprengen. Dazu hatte er bemerkt: Und diese Maßnahmen, die gerade jenen ärmeren Teil der BeMit Kaiserbesuchen und wohlgemeinten Worten ist das Ziel in völkerung an schwersten treffen mußte, der keine Vorräte an Lebens-" Die Unternehmer glauben hierdurch die Arbeiter firre zu einem Staat, dem das Fundament eines im Recht gesicherten mitteln im Hause hat, sollten ein Protest gegen die Zivil- machen und die Organisation zu sprengen; die Arbeiter werden garde fein? Viel Volts fehlt, gewiß nicht zu erreichen. wahrscheinlicher ist, feitens jedenfalls mit dem Generalstreit antworten und dann wollen wir der anarchistischen Oberhäupter beabsichtigte, die ärmere fehen, wer es am längsten aushält." Masse Corunnas, wie schon in andren Städten geschehen ist, Wenn schon hier ein grober Unfug vorliegen sollte, so hätte Paris, 17. Juni. Dem„ Matin" wird aus Algier gemeldet, zu gewaltsamen Angriffen auf die Läden und Magazine zu treiben. man meinen können, daß die Unternehmer ihn verübten, die die daß der französischen Behörde ein Brief in die Hände gefallen sei, Der Civilgouverneur ließ, sobald er sah, daß mit den Streit- Arbeiter an der Ausübung des gefeßlich garantierten Koalitionswelcher an die Söhne des aus dem Jahre 1870 bekannten Insurgenten- beschlüssen ernst gemacht werden solle, sofort den Vorständen der rechts hindern wollten. Doch die Polizei ist ja in solchen Dingen führers Mohrini gerichtet war und in welchem stehe, daß die Ein- Arbeitervereine und Klubs wissen, daß er, wenn sie nicht unver- immer andrer Meinung. Verständigerweise stellte sich das von Faber geborenen für den kommenden Winter einen allgemeinen züglich ihr Beginnen aufgäben, sofort auf seine Gewalt verzichten angerufene Gericht nicht auf den Polizeistandpunkt und sprach den Aufstand vorbereiten. und seine Befugnisse an die Militärbehörde abtreten würde, die Bertreter des geseglichen Rechts der Arbeiter frei. 16 Mann Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. V Die Selterwaffer Abzieher der Firma H. Meyer u. Co. befinden sich seit Montag früh im Ausstand. Am Sonnabend, den 15. d. M., wurde den Arbeitern, die seither im WochenJohn standen, angekündigt, daß von Montag, den 17. ds. Mts., der Accordlohn eingeführt werde. Gleichzeitig ließ der Leiter der Fabrit durchblicken, daß Herr Meyer damit nur die Leistungsfähigkeit seiner Leute ausprobieren will, um dann später wieder den Wochenlohn einzuführen. Die Arbeiter, welche alle im Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter organisiert sind, wiesen dieses Anfinnen einmütig durch Arbeitsniederlegung zurüd. Eine Verhandlung mit Herrn Meyer in dieser Angelegenheit ist erfolglos verlaufen. Die Arbeiter sind gewillt, die Arbeit nur unter den bisherigen Bedingungen wieder aufzunehmen. Zuzug bitten wir fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Centralverbands der Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter. Sammellisten für den Nordhäuser Tabakarbeiter- Ausstand. Die Inhaber der Sammellisten, welche für die ausgesperrten Tabakarbeiter in Nordhausen von seiten des deutschen Tabak arbeiter Verbands in Berlin ausgegeben sind, werden er sucht, diese Listen, wenn auch leer, sobald wie möglich an nach folgende Adressen abzulieferir. Neue Listen, versehen mit dem Stempel der Berliner Gewerkschaftskommission, werden ausgegeben in den Verbandslotalen Montagabend Ruppinerstr. 42 bei Rosin, und bei Wählisch, Adalbertstr. 4; Sonnabendabend bei Feind, Weinstraße 11, außerdem beim Unterzeichneten. Die Tabatarbeiter Berlins werden ersucht, von den neuen Listen fleißig Gebrauch zu machen und dieselben recht zahlreich in den Kreisen ihrer Kollegen in Umlauf zu setzen. J. A.: Fr. Sperber, Ruppinerstr. 44. Zur Lohnbewegung der Barbiere. Die selbständigen Barbiere und Friseure in Friedrichsfelde und Neu- Lichtenberg haben am Donnerstag beschlossen, die Forderungen der Gehilfen zu bewilligen und vom 15. d. M. an den Preis für Rasieren auf 15 Pf., für Haarschneiden auf 35 Pf. zu erhöhen. Beschwerden über etwaige Verstöße gegen vorstehende Beschlüsse sind zu richten an Schadewald, Friedrichsfelde, Louisenstr. 1, und Walter, BerlinerStraße 102. Die Agitationskommiffion der Brauerei: Arbeiter macht wiederholt darauf aufmerksam, daß die Differenzen in der Berliner Bock- Brauerei noch nicht erledigt sind und die genannte Brauerei nach wie vor für organisierte Arbeiter gesperrt ist. In den Geflügelmästereien Berlins und der Umgebung sind Differenzen ausgebrochen. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Ortsverwaltung der Zahlstelle Weißensee des Verbands der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Deutsches Reich. Achtung, Celluloidarbeiter! In der Celluloidwaren- Fabrit von J. Mendelssohn zu Leipzig- Lindenau haben heute sämtliche in Betracht kommenden Arbeiter( 14 männliche und 3 weibliche) die Arbeit niedergelegt. Die fortwährenden Abzüge an den AccordLöhnen, die ohnehin die niedrigsten Löhne dieser Branche in Leipzig waren, haben die Arbeiter veranlaßt, nachdem ihnen wieder neue Abzüge erst in den letzten Tagen angekündigt wurden, in den Ausstand zu treten. Alle Verhandlungen wurden von dem Unternehmer schroff zurückgewiesen. Orientierung im höchsten Grade erschwerten. Infolge dieser in Transvaal, wurden 250 berittene Victoria- Schüßen, welche ges Beschwerden wurde eine gemeinsame Reduzierung der Berichte trennt von Beatsons Abteilung marschierten, in ihrem Lager bei zugesagt. Den größten Eindruck scheinen diese klagen auf den neuen Steenfoolspruit von einer überlegenen Streitmacht der Boeren Fabrikinspektor in Koburg- Gotha gemacht zu haben. Sein Bericht Der Feind troch bis auf furze umfaßt ganze acht Seiten, wobei noch eine Seite Tabellen; dem am 12. d. M. überrascht. find dann noch ertra neun Seiten Tabellen angehängt. Niemand Schußweite heran und überschüttete das Lager mit einem mörderischen wird klagen können, daß man sich in solchem Buche nicht orientieren Feuer. Zwei Offiziere und 16 Mann wurden getötet, vier tönnte. Offiziere und 38 Mann verwundet, zwei Offiziere und 50 Mann Der Verband sächsischer Konsumvereine veröffentlicht foeben entkamen nach Beatsons Lager, die übrigen wurden gefangen seinen Bericht über das Jahr 1900/1901. Danach betrug die Mit- genommen und später wieder freigelassen. Zwei Pompomgeschüze im Jahre 1899, das bedeutet eine Zunahme von 9079 Mitgliedern. gliederzahl der verbundenen Vereine 56 350 Personen gegen 47 271 fielen in die Hände des Feindes. Andere Nachrichten stellen diesen Unfall" noch erheblich schlimmer Die Vereine unterhielten 141 Verkaufsstellen, ferner war bei neun dar. Danach ist die britische Brigade Beatson in ihrem Lager bei stellen erzielten die Vereine eine Einnahme von 14 817 480 M., das geschlagen worden. Vereinen ein Centrallager vorhanden. In den angegebenen Verkaufs- Wilmansrust südlich von Middelburg von Boeren überfallen und Die Engländer verloren drei Geschütze, sowie Mann an Toten, fünf ist gegen das Vorjahr eine Mehreinnahme von 3560 934 M. Der brei Offiziere und 29 Reingewinn betrug 1489 642 M., welcher zur Verteilung als Dividende an die Mitglieder und zur Bildung von Reservefonds Ber- Offiziere und 47 Mann an Verwundeten, über 200 Maun gesamten Umfag. wendung findet; das sind im Durchschnitt 10 Broz. Gewinn auf den und fünf Offiziere wurden gefangen. Die Boeren erbenteten das ganze Lager mit sämtlichen Vorräten, vielen Pferden und Ein großer Teil der sächsischen Konsumbereine, so z. B. sämt- Bugtieren. liche Leipziger, gehören dem Verbande nicht an. Ueber den Umfang der Konsumvereinsbewegung in Sachsen geben die angeführten Ziffern also kein Bild. Socialstatistik. Das östreichische arbeitsstatistische Amt hat eine Konferenz einberufen, zu der die Vertreter der wichtigsten Vereine und öffentlichen Anstalten, die sich mit Arbeitsvermittelung beschäftigen, eingeladen sind. Auf dieser Konferenz sollen Anträge des Arbeitsstatistischen Amts zur einheitlichen Regelung der Statistik der Arbeitsvermittelungs- Anstalten beraten werden. Berg- und Hüttenarbeiter im Raukasus. In der Berg und Hüttenindustrie des Kaukasus wurden im vergangenen Jahre 34144 Arbeiter beschäftigt. Davon waren die meisten, nämlich 25 809, in der Naphta- Industrie, daun 3250 auf Manganera, 2807 auf Stupfer; 741 auf Salz, 607 auf Blei, 327 auf Kohlen und die übrigen auf Eisen, Schwefel und Asphalt beschäftigt. Ein Sieg De Wets. Nach Meldungen aus Standerton griff De Wet am 6. Juni morgens die Brigade Elliot zwischen Lindley und Reiz( Oranjes Freistaat) an und drängte sie auf Lindley zuritd. Die englischen Berlufte find schwer. 4 Offiziere, 26 Mann find tot, 5 Offiziere, 53 Mann verwundet; mehrere sind gefangen sowie die Transports wagen und zahlreiches Schlachtvieh erbeutet. Kitchener hat diese Niederlage in Form eines Sieges gemeldet. Englische Friedenssehnsucht. Boeren fönnen wohl nur als Zeichen englischer Friedenssehnsucht Die Meldungen von bevorstehenden Unterwerfungsabsichten der gelten. Nachdem die Indépendence Belge" bereits vor einigen Tagen ges meldet, daß mit Erlaubnis von Lord Kitchener ein Depeschenwechsel meldet, daß mit Erlaubnis von Lord Kitchener ein Depeschenwechsel zwischen dem Präsidenten Krüger und der Transvaal Regierung dstattfinde, bestätigt sie diese Nachricht heute in formeller Weise und giebt gleichzeitig in großen Zügen jenen Depeschenwechsel wieder. Die Boerenführer in Standerton hätten dem Präsidenten Aus der Frauenbewegung. Krüger die militärische Lage objektiv dargelegt und betonten, Frauenausbeutung in der Konservenfabrikation. In daß unter den einflußreichen Mitgliedern der Boerenregierung Braunschweig ist jetzt die Spargelsaison. In dieser Industrie, die friedensfreundliche Strömungen und solche für den Krieg bis aufs heuer infolge der reichen Spargelernte außerordentlich stark be- Meffer sich geltend machten. Die friedensfreundliche Strömung schäftigt ist, werden fast ausschließlich Frauen verwendet. So waren habe jezt die Oberhand gewonnen. Sie sei der Ansicht, daß die nach einer 1898 veranstalteten Erhebung in der Konserven- Industrie Möglichkeit, die Engländer zu besiegen, sehr zweifelhaft sei, sie Braunschweigs neben 510 männlichen 5405 weibliche Arbeiter be halte es vielmehr für ihre Pflicht, fich zu bemühen, dem Blutschäftigt. bergießen Einhalt thun und den Friedensschluß unter Da die Arbeit Saisonarbeit ist, so werden schon immer zahl- ehrenvollen Bedingungen zu beschleunigen. Präsident Krüger reiche Ueberstunden genehmigt, aber noch viel mehr werden ohne hatte in dieser Angelegenheit am 10. Juni eine besondere Genehmigung geleistet. So tonstatiert unser braunschweigisches Besprechung mit den in Holland befindlichen Führern der Boeren Barteiblatt, dem wir diese Angaben entnehmen, daß jezt Arbeits- und telegraphierte hierauf am 11. Juni an seine Regierung in zeiten von 100 Stunden die Woche bei Frauen feine Seltenheit sind Standerton. Die Antwort auf dieses Telegramm, sei gestern noch und bei Männern sollen noch längere vorkommen. Die Bezahlung nicht eingetroffen. beträgt für Frauen 15 Pf. die Stunde. Jm Accord wird gezahlt für Brima Spargel zu schälen pro Pfund 2 Pf., Mittel- 3 Pf., für Suppen- 4 Pf. und für ganz dünnen sogenannten Strippenspargel 5 Pf. ant bis zum Unter Vorbehalt teilt die Independence" mit, in der Umgebung des Präsidenten Krüger gehe das Gerücht, er werde einen Erlak veröffentlichen, in welchem er die Verantwortung für einen etwaigen Abschluß eines Friedens ohne Sicherung der völligen Unabhängigkeit der Südafrikanischen Republiken ablehnt. Dabei werden noch Hunderte von Heimarbeiterinnen beschäftigt, die nicht nur die Arbeitsräume selbst stellen, sondern auch einen Pfennig weniger für das Pfund Schällohn bekommen. Wie es dabei aussehen mag, das läßt eine Notiz im braunschweigischen Amtsblatt ahnen, aus der unser Bruderblatt das folgende mitteilt: „ Es wird beim Spargelfchälen ein rühmenswerter Fleiß ent- Tekte Machrichten und Depeschen. Christliche Unternehmer gegen chriftliche Arbeiter. Immer wickelt und es ist die Selbstlosigkeit von Hunderten von ArbeiterEin portugiesisch- deutscher Zwischenfall. häufiger werden die Beispiele, welche beweisen, daß auch die chrift frauen anzuerkennen, die vom Morgengrauen der Abendsonne das Schälmesser rühren, London, 17. Juni.( Bureau Laffan.") Die Zeitungen berichten lichen Arbeiter, sofern sie mit Ernst ihre wirtschaftlichen Interessen legten Strahle erwerben. aus Lissabon, daß eine ernste Schlägerei an Bord des deutschen bertreten, die Rücksichtslosigkeit und den Herrendinkel der Unter- um für ihre Haushaltungen einen Notpfennig zu nehmer zu fühlen bekommen. In Fürstenheim im bayrischen Walde Daneben müssen sie dann täglich wiederholt mit größeren Spargel Dampfschiffs Stronprinz" während der Fahrt von Lourenço sind die Vorstandsmitglieder der christlichen Steinarbeiter- Organisation mengen oft weite Wege bis zur Fabrit machen, eine Anstrengung, Marques stattgefunden hat. Aus einem Wortwechsel zwischen portugemaßregelt worden. Infolgedessen haben die Fürstenberger Stein- die wohl in vielen Fällen die Familienväter auf sich nehmen giesischen Soldaten und deutschen Passagieren entwickelte sich ein arbeiter die Arbeit niedergelegt. Der Sekretär des christlichen Glas- tönnten.( Was übrigens, da die Familienväter sich doch selbst auf beftiger Stonflikt. Auf beiden Seiten der streitenden Parteien arbeiter- Verbands in der Oberpfalz flagt darüber, daß ihn die Meister Arbeit befinden, der in die Arbeitszeit fallenden Ablieferungszeit wurden viele verlegt, einschließlich des Offiziers, der die wegen seiner Stellung in der Organisation auf das gröblichste halber ganz unmöglich ist. Red. d.„ Volksfr.") Die Nebeneinnahme Truppen befehligte. Der Schiffstapitän besaß nicht die Macht, dem schmähen und verdächtigen. Solche Vorkommnisse müssen doch durch das Spargelschälen ist nicht unbedeutend und man muß Kampfe Einhalt zu gebieten. den in christlichen Verbänden organisierten Arbeitern die Augen das hinzufügen wohlverdient. Daß in einer Familie 80 bis München, 17. Juni.( W. T. B.) Wie amtlich bekannt gegeben darüber öffnen, daß es im gewerkschaftlichen Stampf leine chriftlichen, 100 Pfund Spargel täglich geschält werden, ist nichts Seltenes; es sondern nur wirtschaftliche Interessen zu vertreten giebt, und daß in werden aber auch Quantitäten bis zu 250 Pfund verarbeitet. Der wird, ist in Tirol infolge Hochwassers die Bahnstrecke von Neumarkt diesem Interessenkampf die Arbeiter ohne Unterschied dem Unternehmer- Tagesverdienst für diese Arbeit beläuft sich für die Familie auf bis San Michele unterbrochen. Die Reisenden müssen von Auls bis 1/2 bis 4. und darüber. Da kommt denn bis zum Schluß der San Michele die Landstraße benutzen, da in Neumarkt auch die tum gegenüberzutreten haben. Zur Charakteristik der Streifbrecher. Minderwertig, wie arbeit mit manchen Unzuträglichkeiten verknüpft und es giebt schon Beratung und Ablehnung mehrerer Abänderungsanträge Artikel 6 Ernte ein nettes Sümmchen zusammen. Uebrigens ist dieie Heim- Bufahrtstraßen nicht passierbar sind. Paris, 17. Juni.( W. T. B.) Der Senat hat nach längerer die moralische Qualifikation der Streitbrecher zu sein pflegt, ist in Sauswirte, die beim Vermieten fleiner Wohnungen die Bedingung Beratung und Ablehnung mehrerer Abänderungsanträge Artikel 6 der Regel auch ihre Arbeitsleistung. Anläßlich des Maurerstreits in stellen, daß Spargelschälen zum Erwerbe in denselben nicht statt des Vereins geseges, die sich auf die Erwerbung und Verwaltung von Vermögensstücken bezieht, angenommen. Staßfurt berichtet ein dortiges bürgerliches Blatt: Die Arbeiten der finden darf." an Stelle der Streifenden eingestellten italienischen Maurer seien so Die Mitteilungen sind nicht nur ein neuer Beweis für die Notmangelhaft, daß die Meister nicht damit zufrieden sein tönnten. Inwendigkeit eines gefeßlichen Einschreitens gegen die Heimarbeit, folgedessen soll ein Teil der Italiener bereits wieder abgereift sein. sondern auch für die Notwendigkeit der Organisierung der arbeitenden Die Unternehmer fuchen- hoffentlich vergebens in auswärtigen Frauen, um solchen Mißständen und solcher Ausbeutung entgegen Blättern nach brauchbaren Streifbrechern. Die Hamburger Laternenwärter sind jüngst an die Depu tation für das Beleuchtungswesen mit dem Gesuch um eine Lohnaufbefferung und Einrechnung der Wochenfesttage in die Reihe der freien Tage herangetreten. In dem Bescheide, der den Laternenwärtern jezt durch die Direktion der Gaswerte zugegangen ist, wird dem Gesuch, jeden vierten Sonn- oder Feiertag freizugeben, au gestimmt; dagegen ist das Gesuch um Lohnerhöhung abschläglich gestimmt; dagegen ist das Gesuch um Lohnerhöhung abschläglich beschieden worden. Ausland, zutreten. Verlammlungen. Paris, 17. Juni.( W. T. B.) Aus St. Nazaire wird gemeldet, daß eine Anzahl Socialisten gestern abend eine antiklerikale Rundgebung veranstalteten, um eine firchliche Prozession zu berhindern. Es kam zu Schlägereien, bei welchen einige Personen leicht verwundet wurden. Die Polizei verhaftete mehrere Personen. danken. Dieser Paris, 17. Juni.( W. T. B.) Dem" Temps" zufolge ergab die am 24. März d. J. stattgehabte Volkszähluna, daß die Bes völkerung Frankreiche sich auf ungefähr 38 600 000 Seelen stellt. Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend hielt Die Einwohnerzahl habe in allen Departements abgenommen, in am Sonntag eine außerordentliche Generalversammlung ab. Buerst welchen sich teine großen Städte befinden. Die Zunahme der BeDie völkerung seit 1896 betrage ungefähr 330 000 Seelen. wurde über Vereinsangelegenheiten verhandelt. Bersammlung ehrte das Andenken der verstorbenen Mitglieder Aug. Zuwachs sei sehr wahrscheinlich der Fremdeneinwanderung zu verHermann, Karl Masche und Wilh. Hinze in der üblichen Weise. Zu Punkt 2 der Tagesordnung:" Wie denten die Mitglieder Paris, 17. Juni.( W. T. B.) Die Agence Havas" meldet Bei der Gewerbegerichtswahl in Minden erhielt unser über die Erhöhung der Beiträge?" gab der Borsigende aus Beting: Das diplomatische Corps einigten sich über die HilfsKandidat Genosse Struse 287 Stimmen; bei der vorigen Wahl einen Bericht über die erweiterte Vorstandssigung, die am 29. Mai quellen, die dem Anleihedienst zuzuweisen sind, nachdem die Vers wurden 248 Stimmen abgegeben. Im Wahlbezirk Petershagen, stattgefunden hat. Diese Sigung sprach sich dafür aus, daß bis zum einigten Staaten darin eingewilligt haben, nicht auf den von ihnent Schlüsselburg, Windheim( Amtsbezirke) erhielt Genosse Reimler Schluß des 3. Quartals sechs Extramarten a 35 Pf. geklebt werden gestellten Bedingungen zu bestehen und eine Erhöhung der Zölle 33 Stimmen, gegen 14 Stimmen bei der vorigen Wahl. Andre follen. Nach einer sehr regen Diskussion wurde beschlossen, diese auf 5 Prozent anzunehmen, Bezüglich der Aufbringung der Anleihe, Kandidaten waren nicht aufgestellt, Kruse und Reimler sind somit Angelegenheit in einer demnächst stattfindenden außerordentlichen mit der China die verlangte Kriegsentschädigung vorgestreckt werden soll, stimmte das diplomatische Corps einmütig dem Vorschlag zu, gewählt. Generalversammlung zu entscheiden. fie durch Ausgabe von Bonds zu beschaffen. Die Lagerhalter Berlins beschäftigten sich am 13. d. M. mit London, 17. Juni.( W. T. B.) Unterhaus. Unterstaatsden Ausführungen auf dem Verbandstage der Konsumbereine der sekretär des Aeußeren Cranborne erklärt, die spanische Regierung Provinz Brandenburg. To st geißelte an der Hand der Berichte das habe keine Vorstellungen gegen die Ausführung von Marinebauten reaktionäre und arbeiterfeindliche Verhalten des Verbandstages zu auf Gibraltar erhoben. Der Erste Lord des Schazes fügt den Forderungen der Arbeiterschaft und des Lagerhalter- Verbandes. dieser Erklärung bingu, die Regierung habe teine Vorschläge bes er bedauerte es auf das lebhafteste, daß die Arbeiterschaft in den züglich eines Ankaufs der spanischen Seite von Gibraltar gemacht und Konsumvereinen durch ihre Interesselosigkeit unbeabsichtigt das gedente folche auch nicht zu machen. Unterstaatssekretär Cranborne reaktionäre Verhalten dieser Art von Arbeiterfreunden unterstützt. erklärt ferner, zwischen der deutschen und der englischen Regierung in anwesendes Verwaltungsmitglied des Konsumvereins Berlin- babe fein Meinungsaustausch bezüglich der Beloffung einer deutschen Rigborf pflichtete den Ausführungen bei und bemerkte, durch die Art der Garnison in Shanghai stattgefunden. Staatssekretär für die Geschäftsführung auf dem Verbandstage sei es der neuen Nichtung der Kolonien Chamberlain erklärt, die Regierung habe sich mit den Berliner Konsumvereine, soweit sie dem Verband angeschlossen sind, in dem Finanzberichte Sir David Barbours enthaltenen allgemeinen nicht möglich gewesen, gegen die veralteten Anschauungen aufzutreten. Grundfäßen einverstanden erklärt. Die Anwendung dieser Grundsätze Folgende Resolution fand einstimmige Annahme:" Die Lagerhalter werde Milner anheimgestellt werden, der sie, foweit angängig, zur Berline protestieren gegen die Ausführungen der Vertreter der Richtschnur nehmen werde. Das Milner diese Grundsätze in allen Konsumvereine Dr. Scholz und A. Krüger auf dem Verbandstag am Einzelheiten befolgen werde, fann Redner nicht verbürgen, 18, und 19. Mai zu Rüdersdorf. Die Versammelten erwarten von den Petersburg, 17. Juni.( B. H.) Auf der baltischen Werft und Verwaltungen der Berliner Konsumvereine bei den Beratungen über in den Fabriken von Pullmann Ballisen und Gwozdilnaja find neuere den Abschluß von Verträgen ein gemeinsames Handeln mit der dings Arbeiterftreits ausgebrochen. Die bewaffnete Macht schritt Organisation des Lagerhalter- Verbands." Ferner wurde der An- wiederholt ein, um die„ Nube wiederherzustellen". schluß an die Berliner Gewerkschaftskommiffion" beschlossen und Kollege Biesche als Delegierter gewählt. Ju Kopenhagen tagte fürzlich ein Kongreß der Seeleute und Safenarbeiter. Der hauptsächlichste 8wed desselben war die Gründung eines dänischen Transportarbeiter- Verbandes. Vordem bestanden 3! vei Centralverbände, der eine für die Matrosen, der andere für die verschiedenen Branchen der Hafenarbeiter. Diese beiden Organi sationen haben sich durch Kongreßbeschluß zu einem nationalen Transportarbeiter Verband zusammengeschlossen, der zunächst eine Verbindung aller in der Schiffahrt beschäftigten Arbeiter, und im Laufe der Zeit auch eine Vereinigung mit den ländlichen Transportarbeitern herbeiführen soll. Ferner soll der neue Verband Fühlung suchen mit den Transportarbeitern aller Nationen. Arbeit anraten. " Zum Streit in Reschika. Bei dem Handelsminister Hegedues erichien am 17. d. Mts. eine Abordnung Reschizaer Arbeiter. Nach dem der Minister der Abordnung beruhigende Zusicherungen erteilt hatte, erklärte diefe, sie werde den Arbeitern sofortige Aufnahme der Wie das Depeschenbureau Herold" meldet, soll der Streit in folge der Vermittelung des Handelsministers bereits thatsächlich bei gelegt sein. Behufe Beilegung des Etreiks in den Erdwachsgruben von Boryslaw verfügte der Statthalter die sofortige Einleitung von amtlichen Verhandlungen zwischen den Streifenden und den Bergwerksbesigern. Sociales. Ein Reford. Im vorigen Jahre wurde vielfach darüber geflagt, daß die Berichte der Fabrifinspektoren, die dem Reichstage aus allen Bundesstaaten überreicht im Zusammenhange worden Neue Siege der Boeren. " Peking, 16. Jnni.( W. T. B.) Eine der beiden französischen Brigaden wird aus der Provinz Petschili zurückgezogen. Die Zurück ziehung erfolgt zwischen 25. Juli und 20. August. Peking, 16. Juni.( Telegramm des„ Steuterschen Bureaus.") Die fremden Gesandten sagen, daß die Verhandlungen über den Modus der Zahlung der Kriegsentschädigung einen befriedigenden Die Engländer find in der letzten Zeit wieder in Transvaal von Fortgang nehmen, und sprechen die Erwartung aus, daß man noch Niederlage zu Niederlage geschritten. Eine ,, Ueberraschung". vor dem Monat Juli zum Abschluß der Verhandlungen kommer werde. Der Direktor der Paotingfu- Eisenbahn hat die Anweisung Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 18. Juni: In hat die Anweisung erhalten, für den Transport von 3000 Mant waren, durch ihren Umfang und ihre Unübersichtlichkeit die der Nähe von Wilmansruft, 20 englische Meilen von Middelburg chinesischer Truppen nach Peking Vorkehrungen zu treffen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 139. 18. Jabrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der Wahlverein für den 6. Reichstags- Wahlkreis hält Heute abend bei Bimmermann, Badstr. 58, seine Versammlung ab. Genosse Th. Glocke spricht über die Herrschaft des Junker tums in Preußen. Zahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Schöneberg. Heute, Dienstag, Bersammlung des Wahlvereins Manasses: Die Socialdemokratie und der Militarismus". Außerdem im Restaurant„ Wilhelmsho f", Ebersstr. 80. Vortrag Balded Bericht von der Generalversammlung. Der Socialdemokratische Wahlverein Alt- Glienicke hält am Mittwochabend 8 Uhr seine Versammlung ab. Referent: Frig Zubeil. Treptow- Baumschulenweg. Morgen abend 812 Uhr hält der Wahlverein bei Michler, Marienthaler- und Ernststraße- Ecke, feine Monatsversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a.: Bericht und Diskussion über die stattgefundene Generalversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für Teltow- Beeskow- StorfowCharlottenburg. Gäste haben Zutritt. Der Kampf der hiesigen Krankenkassen gegen die Apotheker var. 11 Dienstag, 18. Juni 1901. Die Es blieb deshalb bei der einmaligen Ausgabe. ist jetzt in das Stadium der Verhandlungen getreten. Gestern abend finanziellen Echivierigkeiten wollten aber trotzdem fein Ende trafen Vertreter der beiden Parteien auf Veranlassung des Vereins nehmen. Echließlich weigerten sich die Mitarbeiter, die Druder der freigewählten Kaffenärzte zu einer Vorbesprechung über den und die Telegraphen Bureaus noch länger 811 stunden, Modus der Verhandlungen zur Beilegung der Differenzen zusammen. so daß gestern keine Nummer der Zeitung mehr fertig gestellt werden Die Verhandlungen dürften, da erhebliche Differenzpunkte vorhanden konnte. Herr Arth. Brehmer ist seit vergangenem Sonnabend uns find, längere Zeit in Anspruch nehmen. auffindbar, weshalb die Gläubiger, zu denen auch viele Bericht erstatter gehören, die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt fehlender Masse zur Deckung der Kosten des Verfahrens, kommen haben. Die Attiva ist gegenüber einer bedeutenden Bassiva aber so gering, daß es wahrscheinlich nicht zur Konkurseröffnung, wegen wird. Bu bedauern sind die zahlreichen Mitarbeiter, die mit so großen Hoffnungen an der neuen, mit vieler Reklame ins Leben gerufenen Beitung ohne Entgelt, nur mit Aussicht auf späteren Lohn und Dank thätig gewesen sind. Der Turnverein Fichte hat am Sonntagvormittag eine ernste Einweihung des Denkmals, welches die 7. Männerabteilung dem am Feier vollzogen. Auf dem Emmaus- Kirchhof erfolgte die feierliche 13. Juni v. J. auf dem Turnplatz zu Treptow verunglückten Turn Ein vom Chor des genossen StarI Soffmann geftiftet hat. Turnvereins vorgetragener Gefang leitete die Feier ein und schloß sie; die Weiherede hielt der Vereinsvorsigende, worauf das Denkmal welche von den Abteilungen des Turnvereins gespendet waren, der Familie des Verstorbenen übergeben wurde. Prächtige Kränze, Taschendiebe haben während der Enthüllung des Bismardschmückten die Grabstätte. Das Denkmal stellt einen 2 Meter hohen Denkmals eine reiche Ernte gehalten. Nicht weniger als neun Eichenstamm dar; auf der einfachen schwarzen Tafel prangt das Bersonen, denen in dem Gedränge die Portemonnaies aus den fünffache F. das Vereinszeichen, in Gold ausgeführt. Taschen gezogen wurden, haben ihren Verlust der Polizei gemeldet. fünffache F. das Vereinszeichen, in Gold ausgeführt. Von den Gasautomaten wird in der von uns bereits in der Kriminalbeamte waren in großer Bahl aufgeboten, um die TaschenSonntagnummer erwähnten Magistratsvorlage gesagt, daß sie es biebe zu beobachten, und ihnen gelang es auch, vier auf frischer ermöglichen, auch dem wirtschaftlich Schwächeren die That abzufaffen. Die Verhafteten find sämtlich gewerbsmäßige orteile der Verwendung von Gas zu Leucht- und Taschendiebe, die wegen gleicher Verbrechen schon mehrfach vorRocha we den zugänglich zu machen. Bis zu einem ge- bestraft find. Bei ihnen wurde eine Anzahl zweifellos von Diebs wissen Grade trifft das zu. Der Gasautomat macht z. B. die Stählen herrührende Portemonnaies vorgefunden. Anscheinend hat Kaution, die beim Bezug des Gases durch gewöhnliche Gasmesser auch ein" Specialist" in der Nähe des Festplatzes gearbeitet", da üblich ist, überflüffig. Das ist wichtig; denn gerade die Kaution drei Damen, denen die Uhrketten durchschnitten und die Taschenuhren hält manchen Minderbemittelten davon ab, Gasabnehmer zu werden. gestohlen waren, der Polizei ihren Verlust meldeten. Umer das Gas aus einem Automaten entnimmt, braucht auch nicht am Ende des Monats oder des Vierteljahrs auf einmal einen großen Betrag zu entrichten. Er bezahlt sein Gas sofort, aber immer nur mit einem 10 Pfennig- Stück. Für den Benußer eines Gasautomaten Weiter wird ihm in fällt ferner die Gasmessermiete weg. Das Lokalkommissionsmitglied von Johannisthal, Genosse Mann, teilt uns zu der am Sonntag veröffentlichten Zuſchrift der Berliner Lokalkommission mit, daß er in der letzten in Betracht gezogenen Sigung, welche die Lokalfrage regeln sollte, nicht zugegen gewesen ist, da er nach dem vorher von Berlin eingenommenen Standpunkt es für überflüssig gehalten habe, in dieser Sizung zu Köpenick. Die nächste Versammlung des Wahlvereins ist Dienstag, 25. Juni, bei Scheer. Das Stiftungsfest wird stände halber nicht am 22. Juni, sondern am 6. Juli gefeiert. erscheinen. Lokales. " So etwas giebt es nicht in Berlin!" Am Sonntag mußten wir mitteilen, daß im Westen der Stadt eine alte, alleinstehende, schwer erfrankte Frau, für die der von ihr um Hilfe angegangene Armenarzt Aufnahme in ein Kranfenhaus gefordert hatte, von keiner Anstalt aufgenommen werden konnte, iveil, wie der Arzt durch telephonische Anfrage feststellte, in feiner Anstalt ein Bett frei war. Heute haben wir über einen andren, die ständige Ueberfüllung der Krankenhäuser Berlins und seiner Vororte beleuchtenden Fall zu berichten, der einen Schöneberger Einwohner betrifft und von einem Berliner Lokalblatt veröffentlicht wird. Ein schwer leidender Mann sollte auf Anordnung der Schöneberger Armendirektion nach dem Krankenhause in Lichterfelde gebracht werden. Er fand aber weder hier noch im Lichterfelder Siechenhaus noch im Berliner Elisabeth Krankenhaus Aufnahme, weil nirgends mehr Platz Erst um 1/210 Uhr abends nahm ihn die Charitee auf, nach dent er ſeit 1/28 Uhr nachmittags im Transportwagen zugebracht hatte und ohne Abwartung gewesen war. Das Blatt tulipft daran die Bemerkung, der Fall zeige wieder einmal, wie wenig bekannt das Publikum mit den humanitären Einrichtungen Berline sei und weist auf die Berliner Rettungsgesellschaft hin, die durch ihre Centrale( Biegelftr. 10) mit den Strantenhäusern Berlins und der Vororte in Berbindung stehe und durch Telephon jederzeit sofortige Auskunft darüber erhalten bezw. geben könne, ob und wo noch ein Bett frei ist. war. Das Milchfest, welches für die Böglinge des städtischen Waisen Hauses zu Rummelsburg alljährlich im Sommer veranstaltet wird, findet in diesem Jahr am Mittwoch, den 19. Juni, nachmittags in Tabberts Waldschlößchen in der Köpnicker Heide statt. " Bur Ueberbrettfwnt. Dem Berliner töniglichen Polizeifeiner Wohnung, in den Geschäftsräumen, der Werk stätte zc., eine vollständige Gaseinrichtung( Kocher, Gasarme se) präsidium sollen in der letzten Woche, nach der Angabe eines hiesigen unentgeltlich hergestellt, doch hat er hierfür allerdings eine Miete Artistenblattes, nicht weniger als 42 Stonzessionsgesuche für Ueberzu zahlen. Da der Automat nach den bereits getroffenen Fest- brettt und Institute ähnlicher Art zugegangen sein. Auch verschiedene fegungen für 10 Bf. 675 Liter Gas abgeben soll, io foften 1000 giter ältere Specialitätentheater haben ihre Umivandlung in Ueberbrett!" 14.81 f. Diefelbe Menge Gas foftet durch Gasmesser bezogen für die fommende Saison in Aussicht genommen. Hermann Grimm, der hervorragende Lehrer der Kunstgeschichte, 12,35 Pf.; der Unterschied von 2,46 Pf. gilt als Miete für bas werte bat als zulässigen Mindestverbrauch 300 Kubikmeter für 1 Jahr Matthäitirchstraße gestorben. Leiben der Gaseinrichtung. Die Verwaltung der städtischen Gas- ift Sonntagmorgen, 73 Jahre alt, hier in seiner Wohnung in der Bei einem Jahresoder 25 Kubikmeter für 4 Wochen festgesetzt. Einen heftigen Zusammenstoß giveter Straßenbahnwagen verbrauch von 300 Subitmeter giebt der Benuger an Miete für die Einrichtung 7,88 m. aus. Das ist immerhin ein Betrag, der manchem gab es Sonntagnachmittag in Moabit. In der Turmstraße hielt noch zu hoch erscheinen und ihn davon abhalten wird, fich einen um 5 Uhr an der Ecke der Wilsnackerstraße ein Motorwagen Gasautomaten aufstellen zu lassen. Wenn übrigens der Mindest der Linie Moabit- Görliger Bahnhof mit einem Anhänge Auf diefen lief in voller Fahrt ein Wagen verbrauch nicht erreicht wird, so müffen für je 1 Stubifmeter wagen, der Linie Kastanien- Allee- Moabit auf. Die hintere Platt der fehlenden Menge 8 Pfennig bezahlt 8 Pfennig bezahlt werden. form des Anhängers und die vorbere des auflaufenden das wird nicht nach jedermanns Geschmack fein. sicht auf dieses Minimum des Verbrauchs soll die mielsweise Ueber- Motorwagens wurden vollständig verbogen und eingedrückt, die laffung von Gaseinrichtungen in der Regel nur für Näumlichkeiten Fensterscheiben gingen in Scherben. Zwei Damen und ein Herr, stattfinden, die mindestens 200 M. Miete im Jahr fosten. Nach die auf dem Anhänger standen, erkannten bie Gefahr noch zeitig alledem find der Benngung des Gasautomaten noch mancherlei genug, um sich durch Abspringen zu retten, ein älterer Herr dagegen Grenzen gezogen, so daß man doch gut thun wird, in dieser Betrug eine laffende Kopfwunde davon. ziehung zunächst teine übertriebenen offnungen zu garten nahm sich des Berletzten an und leistete ihm die erste Siffe, bis ein Schumann ihn nach seiner Wohnung bringen konnte. Die begen. beiden Wagen mußten außer Betrieb gesetzt werden. Der Führer des Motors, der das Muheil anrichtete, fagt aus, daß die Bremsvorrichtung gänzlich versagt habe. Auch Mit Rück Der Wirt des Cafés Tier" Ehlert ist, wie uns der Besitzer der Fabrit Germania" mitteilt, Der in der Stralauerstr. 56 verunglückte Arbeiter Paul allieflicherweise nicht seinen Berlegungen erlegen, sondern befindet sich schließen läßt. Krankenhause in einem Zustande, der auf Wiederherstellung Gine Bereinigung der Export- Kommissionsfirmen hat sich in Berlin gebildet. Ueber den Zweck dieser Vereinigung tellt uns deren Geschäftsführer mit: Die Vereinigung hat den gived, die Intereffen des Export- Kommissionshandels den Behörden gegenüber und in der Oeffentlichkeit zu vertreten sowie insbesondere durch den Direktor Rösler finden jegt täglich eingehende Bernehmungen statt, Ein Nachspiel zur Sternberg Affaire. Vor dem Landgerichtsdie sich auf das 1. 8. anhängig gemachte, noch nicht erledigte ehrengerichtliche Verfahren gegen Justizrat Dr. Sello beziehen. Landgerichts- Direktor Mösler, der zum Untersuchungsrichter in dieser Sache bestellt ist, vernahm gestern den aus der Strafanstalt Moabit vorgeführten ehemaligen Striminallommissar Thiel. Die Vernehmung bauerte mehrere Stunden. Der Bau der Unterkunftshalle im Friedrichshain ist jetzt in Angriff genommen worden. Die Halle erhält ihren Platz in dem Bereits vor einiger Zeit, fals in einem andren Berliner Blatt nordöstlichen Teile des Hains, dem jogenannten„ Neuen Friedrichsvon einem Armenarzt mit ähnlichen Worten auf die Berliner hain", hart an dem großen Spielplaß zwischen diesem und der Rettungsgesellschaft hingewiesen wurde, haben wir darauf er Wernenchenerstraße. Der offene Unterkunftsraum wird rund 18 Meter widert, daß, sobald in sämtlichen öffentlichen Strankenanstalten lang und 5 Meter tief. Mit den seitlichen Aubauten, in denen Rettungsgesellschaft teine Betten aus dem Boden geräten eingerichtet werden, wird das ganze Gebäude eine Länge Berlins thatsächlich fein einziges Bett mehr frei ist, auch die Bedürfnisanstalten sowie Näume zur Aufbewahrung von Spiel stampfen tann. Die Möglichkeit eines solchen Playmangels in von rund 28 Meter haben. Die Kosten des Banes, der nach dem den Krankenhäusern wird freilich von gewissen Leuten bestritten. In Entwurf des Stadtbaurats Hoffmann ausgeführt wird, sind auf ber Stadtverordneten- Sigung vom 14. März hat, wie bekannt, der 32 000 W, veranschlagt. Stadtv. Kalisch zur lebhaften Genugthung seiner freisinnigen Freunde erklärt, so etwas gebe es nicht in Berlin, das An den Magistrat war der Vorschlag herangetreten, im Winter jei ein Märchen. In der Sizung vom 18. Juni bat der Herr, in den festlich erleuchteten Räumen des Rathauses zur Förderung Bufammenschluß aller beteiligten Firmen auf die Beseitigung der wiederum unter dem Beifall freisinniger Stadtverordneter, unfrem der allgemeinen Volksbildung Konzerte oder Projektionsvielfachen im Export- Kommissionshandel bestehenden Mißstände und Genoffen Freudenberg gegenüber dieses Wort wiederholt und vorträge zu veranstalten. Der Magistrat hat sich dieser An- Grichwerungen des Exports hinzuwirken. Den Vorstand der Verdreift hinzugefügt. es fei noch fei noch nie ein wirklich regung gegenüber ablehnend verhalten und der betreffende Betent einigung bilden die Herren H. Hecht von der Firma Hecht, Stranker abgewiesen worden. zu denen, die ihm hat sich deshalb mit dem gleichen Vorschlag an den Petitions Aus- Pfeiffer u. Co., J. Rente von der Firma Heturich Schwarz u. Co., das ohne weiteres widerlegen können, gehört gerade die Rettungs- fuß der Stadtverordneten- Bersammlung gewandt, ohne hier bessere W. Bolle von der Firma Wilhelm Bolle, Geschäftsführer ist Herr gejellichaft. Sie selber hat in ihrem legten Jahresbericht Erfolge zu erzielen. Der Ausschuß konnte sich von der Opportunität Dr. Hjalmar Schacht. darauf hingewiesen, daß für zahlreiche Stranke auch durch solcher Veranstaltungen nicht überzeugen, deren Ausführung in den Fefträumen des Rathauses biefe, wie es heißt, abgesehen von andren ihre Bermittelung keine Aufnahme erwirkt werden konnte. Nun hat allerdings in der legten Stadtverordneten Sigung der Unzuträglichkeiten, ihren wahren Sweden entziehen hieße. Stadtv. Louis Sachs dafür eine Erklärung zu geben versucht. Die Neue Schlachthaus- Ordnung. Der Magistrat hat der Stadt Strankenhäuser, sagte er, geben der Rettungsgesellschaft verordneten Versammlung eine Vorlage wegen Kenderung des nicht alle freien Bläse an, damit sie selber noch Platz für Regulativs für die Untersuchung des in die öffentlichen Schlachthäuser diejenigen Kranken behalten, die ihnen direkt zugeführt werden. Vom der Stadt Berlin gelangenden Schlachtviehs vom 14. Januar 1899 Magistratsvertreter wurde dieser Angabe für die städtischen Anstalten zugehen lassen behufs Beschlußfassung. Die Aenderung ist erfordernicht widersprochen. Dennoch gestatten wir uns, Herrn Sachs bis lich, weil in den letzten Jahren es einigemal vorgekommen ist, daß auf weiteres nicht zu glauben. Wenn das wahr wäre, was er be- Fleisch von Tieren, die auf dem hiesigen Schlachthof geschlachtet und Ein gemeingefährliches Liebespaar ist in den Personen des hauptet, jo machten sich die für die falschen Angaben verantwort nach der Untersuchung freigegeben waren, von der Polizei hier und Büffetiers Alfons Busch und der von ihrem Mann getrennt lebenden Lichen Personen einer Handlungsweise schuldig, die im höchsten Grade außerhalb wegen Tuberkulose, Finnen und Trichinen als gesundheits- Johanna Fritsche festgenommen worden. Die Fritsche war mit verwerflich genannt werden müßte. Es ist doch undenkbar, daß schädlich beschlagnahmt worden ist. Um eine Untersuchung affer Teile einem Dienstmädchen W. befreundet, welches in der Ansbacherstraße man einen schwer Erkrankten ohne die vom Arzt für notwendig er der Tiere zu ermöglichen, soll vorgeschrieben werden, daß der in Stellung ist und dem von der Herrschaft ein Schlüssel zum achtete Hilfe laffen wird, nur weil der Platz für einen anderen Kranken Schlächter Wilz, Lunge nebst Herz bei Rindern. Weitz und das Ge- Korridor anvertraut war. Bei einem Besuch, den das Dienstmädchen gebraucht werden könnte. Dann wäre es ja unter Umständen schlinge bei Kälbern und Schafen und das Geschlinge allein bei der. abstattete, um mit dieser einen Spaziergang zu unternehmen, nicht nur zwecklos, sondern fogar gefährlich, sich der Vermittlung Schweinen mit dem Tiere so lange im natürlichen Zusammenhange ließ sie ihre Schlüssel in der Wohnung der Freundin zurück und der Nettungsgesellschaft zu bedienen. Vielleicht äußert sich einmal belassen muß, bis der Probenehmer zur Stelle ist oder bei diese Gelegenheit benutte B., um davon Wachsabdrücke zu machen der Vorstand der Mettungsgesellschaft zu der Eachöschen Behauptung, Wiederkäuern bis die Untersuchung durch den Tierarzt beginnt. mb nach diesen Nachschlüssel anzufertigen. Wenige Tage später führte die durchaus geeignet ist, das Vertrauen zu erschüttern, das die Be dann das Liebespaar den geplanten Diebstahl in der Ansbacherstraße Die Betriebs Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin, aus, bei welchem ihm Gold- und Silberfachen von bedeutendem Werte völkerung bisher in die Zuverlässigkeit der von der Rettungsgesell schaft erteilten Auskünfte gesezt hat. welche bekanntlich erst im vorigen Jahre begründet wurde, ver- und 200 M. Bargeld in die Hände fielen. Auf Grund der Angaben Merkwürdig ist bei der ganzen Sache die Haltung der öffentlicht ihren ersten Rechnungsabschluß für die Beit vom 21. Mai des von der Polizei in ein Krenzverhör genommenen Dienstmädchens Danach hatte die Kasse am Jahresschluß gelang es, Fritsche und Busch zu ermitteln und festzunehmen. Bei freisinnigen Blätter Berlins. Wir haben darin bis jetzt bis 31. Dezember 1900. Die Gesamt der in der F.schen Wohnung vorgenommenen Haussuchung wurden vergeblich nach einem Wort der Mißbilligung für die standalöien 9885 Mitglieder( 8072 männliche, 1768 weibliche). Ausführungen der Herren Kalisch und Sachs gesucht. Wir erinnern einnahme betrug 243 183,56 M., welcher eine Ausgabe von nicht nur die oben erwähnten sämtlichen Wertgegenstände, sondern Der gesamte Vermögensstand der auch eine Menge andre Sachen, über deren Erwerb sich das Pärchen uns doch, im vorigen Winter den wiederholten Nachrichten über 226 249,58 m. gegenübersteht. Playmangel in den Krankenhäusern und Abweisung Kranker auch Stasse inkl. Bankguthaben und Effektenbestand stellte sich am 31. De- nicht auszuweisen vermochte, fowie eine Anzahl Pfandscheine über in der freifinnigen Presse begegnet zu sein. Welchen Grund können zember 1900 auf 51 524,63 M. Es kamen 2124 Erkrankungsfälle versetzte Wäsche, Betten usw. vorgefunden. Die F. hat vermutlich diese Blätter haben, sich jest, ohne zu muden, von ihren mit 46 809 Strankheitstagen und 60 Sterbefälle vor. Strankengelder gewerbsmäßig mit Dienstmädchen Freundschaftsverhältnisse angeknüpft, diese Blätter haben, sich jetzt, ohne zu muden, von ihren und Unterſtügungen an Wöchnerinnen wurden in Höhe von 63674 M., um auf diese Weise Gelegenheit zur Ausführung von Einbrüchen zu eignen Leuten 2ügen strafen zu lassen? an Sterbegeldern 5741 W. gezahlt. 8um Reservefonds der Kasse fuchen. gehören 29 682 9. " wenn Komödie" Der übliche Drahtbruch. Am Sonnabend brach der Oberleitungsdraht in der Adalberts, Ecke Waldemarstraße. In der Frantfurterstraße geriet durch Kurzschluß ein Straßenbahnwagen in Brand. Am Wlontag brach ein Draht der westlichen Vorortbahn in Schöne berg und ferner ein Leitungsdraht der Linie nach Reinickendorf in Der Großschlächtermeister Oskar Heufel aus der Höchstes straße, der kürzlich unter dem Verdacht, dem flüchtig gewordenen Großschlächtermeister Nichard Röder Beihilfe zum Betrug geleistet zu haben, verhaftet wurde, ist jetzt gegen eine Bürgschaft von 10 000 m. aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Arbeitslosigkeit hat den 29 Jahre alten Eisendreher Wilhelm Schmidt aus der Stephanstr. 19 in den Tod getrieben. Schmidt war seit 2 Jahren verheiratet und Vater eines 3/4 Jahre alten Kindes. Seit 17 Wochen bemühte er sich umsonst, Arbeit zu bekommen. Gestern morgen fand ihn seine Frau, als sie erwachte, in der Küche als Leiche am Fensterkreuz hängen. Die feindlichen Brüder. Der Berliner Freifinn riftet zu den im Herbst dieses Jahres stattfindenden Stadtverordneten Wahlen. Wie in früheren Jahren wird auch diesmal wieder verfucht, einen Zusammenschluß aller, Liberalen zu stande zu bringen. Der Stadtv. Jakobi von der Alten Fraktion der Linken" hat bereits Schritte zur Herbeiführung eines Kartells unternommen, aber die Neue Fraktion der Binten" bat ab der Residenzstraße. gelehnt. Das war vorauszusehen. Wir erleben ja diese Komödie Die Straßenbrunnen Berlins haben sich bis zum Jahre 1900 nicht zum erstenmal! Denn es ist wirklich weiter nichts als auf 1305 vermindert. Trinkwasser gaben, wie der letzte Verwaltungseine die Neue Linke" vont einem offiziellen Zusammengehen mit der Alten Linken" zunächst nichts bericht der städtischen Baudeputation mitteilt, 1232 Brunnen; dar unter waren 16, die aus der Wasserleitung gespeist wurden. Brunnen wissen will. Wenn der Wahltag da ist, dann treten diese Die leidige Spielerei mit einer Schuhwaffe hat wieder eina Braven, die sich so gern die entschieden" Freisimmigen nennen, ja mit schlechtem Wasser, das zum Trinkgebrauch ungeeignet ist, be mal einem jungen Menschen das Leben gekostet. Der 26 Jahre alte doch wieder für jene andren" Freifinnigen ein, für die sie sonst nur finden sich besonders in den inneren Stadtteilen. die verächtlichen Bezeichnungen Auch Freifimige"," Kommunal Das chemalige ,, Fremdenblatt" ist am Sonnabend mit der Reitbursche Georg Halajucha, der im Dienst eines Majors stand, bea Freifinnige" usw. übrig haben. Die feindlichen Brüder stehen ein- legten Nummer„ Der Morgen" nach hartem Todestampf fanft ent- mußte in Hoppegarten ein Tesching, um die Ratten aus dem Pferdes ander nur so lange feindlich gegenüber, als es sich darum handelt, schlafen. Im Februar d. J. ging das Fremdenblatt" in die Hände stall zu vertreiben. Die Waffe stand in der Regel geladen, aber mit Hahn in sich den Wettbewerb des andern möglichst vom Halse zu halten. des Chefredacteurs Arthur Brehmer über. Dieser gab die Zeitung Ruhe im Stalle. Während dort H. am Freitagnachmittag beschäftigt Wenn sie erst die Kandidatenfrage geregelt und die Bezirke unter unter dem Titel„ Der Morgen, früheres Fremdenblatt" heraus, nach war, fam der Trainer Stephan Bencze. Dieser nahm die Waffe, sich verteilt haben, dann ist aller Hader wieder vergessen. Eine dem eine dreimalige Ausgabe unter dem Titel„ Der neue Tag" ohne darauf zu achten, daß der Hahn ausnahmsweise gespannt war, " Der Mitttag" und" Der Abend" an der legte auf den Reitburschen an und drückte ab. Von einer Kugel Strähe hadt eben der andern die Augen nicht bezw.„ Der Morgen", Hauptsache, den hohen Kosten und ungenügenden Mitteln, gescheitert Staliber 9 in den Kopf getroffen, brach der Unglückliche zusammen, ausl Das fehlte noch gerade. Eine Grundbesizer Kammer" will der Bund der Berliner Grundbefizer- Vereine aus feiner Mitte heraus bilden, um in dieser Form, die an Stelle der bisherigen Delegierten- Sigungen des Bundes treten soll, Rechtsfähigkeit zu erlangen und besonders auf die Kommunalpolitit größeren Einfluß zu gewinnen. Wie es möglich gemacht werden soll, daß die heute bereits mit dem Stempel der Allmacht versehene Grundbesizerklique ihren dem Stempel der Allmacht versehene Grundbesizerflique ihren gemeinschädlichen Einfluß noch mehr vergrößert das bleibt uns ein Rätsel. An den Pocken find wiederum zwei Personen erkrankt, der 5 Jahre alte Sohn Konrad eines Arbeiters Gebler vom Nordhafen und eine 50 Jahre alte Zimmermannswitwe Emilie Schüß geb. Lau aus der Sellerstr. 14. Die ersten Erkrankungen in diesem Jahre traten in der Marienstraße auf, dann war der vereinzelte Fall in der Gneisenaußraße zu verzeichnen. Ganz unabhängig von den vorhergehenden sind nun wieder die beiden neuen Fälle im Norden der Stadt. Alle Vorkehrungen, die sich bis jetzt gegen ein lofales Umsichgreifen der Krankheit erfolgreich erwiesen haben, sind auch diesmal wieder getroffen worden. Zoologischer Garten. Der Eintrittspreis von 50 Pf., der bis her erst von 7 Uhr an erhoben wurde, tritt fortan wochentags schon um 6 Uhr in Kraft. Aus den Nachbarorten. " Ed. Bernstein. darmen Gerichts- Beitung. derselbe wußte Mit einem Koppschen Rettungswagen, den man von Berlin kommen| Schutthaufen mehr oder minder zuverlässiger, fog. Thatsachen sei. Ich ließ, brachte man den Schwerverivundeten nach der königlichen Klinit fage vielmehr: Wissenschaft ist lediglich das systematisch geordnete Wer ist der Schuldige? Das Landgericht in Gleiwi in der Ziegelstraße. Hier starb er am Sonnabendabend, da ihm das Wissen. Wissen heißt Erkenntnis der wahren Beschaffenheit und Geschoß den Schädel allzuschwer zertrümmert hatte. Beziehungen der Dinge, und da es, je nach dem Stand der Er-( Oberschlesien) beendete nach zweitäger Verhandlung am letzten Freitenntnis, stets nur eine Wahrheit giebt, fann es auf jedem Wissens- tag einen hochinteressanten Prozeß. Am Abend des 3. Februar 1899 gebiet stets auch nur eine Wissenschaft geben."( S. 32). Ich führe wollte der Gendarm Glowa einen auf dem Wege von Elguth- Zabrze var. Der Führer des Wagens dann weiter aus, daß die Wissenschaften keinerlei Willfür in der nach Preiswizz fahrenden Wagen anhalten, weil derselbe nicht vorFolgerungsweise erlauben, daß vielmehr„ fie, deren Aufgabe darin schriftsmäßig beleuchtet um die Aufforderungen des Genbesteht, das gesetzmäßig Notwendige zu ermitteln, hierin von un- fuhr jedoch unbekümmert weiter, letterer geriet dabei unter den Wagen nachfichtlicher Strenge find."( S. 32-33). Ich muß ferner bestreiten, irgendwo gesagt zu haben, daß der und wurde erheblich verlegt, während sein Helm in den ille, um den es sich in meiner Erörterung handelt,„ der wiffen- davon fahrenden Wagen fiel. Glowa glaubte trop der Dunkelheit in schaftlichen Erkenntnis unzugänglich" sei. Ich behaupte nur, daß dem Führer des Wagens den Stellenbesizerssohn Stonstantin Kristezko dieser Wille nicht lediglich aus der Erkenntnis, sondern zugleich auch aus Breiswig zu erkennen, der schon früher einmal ein ähnliches aus dem Interesse seine Nahrung zieht. Der Socialismus erschöpft Renkontre mit dem Gendarmen Mühler hatte, und trotz hartnäckigen sich nicht mit der wissenschaftlichen Sociologie, für die allerdings Leugnens wurde der Beschuldigte am 19. Juni 1899 zu einem Jahr alles das zutrifft, was Ihr Recensent mir entgegenhält. Er ist keine Gefängnis verurteilt. Bald darauf meldete sich bei dem Privatschreiber objektive Gesellschaftstheorie, sondern eine Gesellschaftstheorie aus dem Fudalla und später bei dem Gendarmen Pflanz in Groß- Paniow der dort wohnhafte Kalkhändler Vincenz Kolloczek als Thäter. Ein daraufGesichtspunkt einer Klasse: des modernen Proletariats. Ihr Recensent führt, wie andre vor ihm, Profeffor Wagner hin von dem Verurteilten beantragtes Wiederaufnahmeverfahren gegen mich ins Feld. Wagner sei zu höflich" gewesen, wenn er wurde zunächst abgelehnt, auf erhobene Beschwerde jedoch dann einfagte, es handle sich bei mir wesentlich um einen Wortstreit über geleitet, mit dem Resultat, daß Kristezko freigesprochen wurde. Auf den Begriff wissenschaftlicher Socialismus. Nun hat aber Wagner die vom Staatsanwalt eingelegte Revision wurde das freisprechende zur selben Zeit Rodbertus für einen Vertreter des wissenschaft- Urteil jedoch wieder aufgehoben und Kristezzko in neuer Verhandlung lichen Socialismus reklamiert; die grundsätzlichen Unterschiede wieder zu einem Jahre Gefängnis verurteilt, welche Strafe der zwischen der Rodbertusschen Lehre und dem Margisnus werden felbe zur Zeit in Grottfau verbüßt. Gegen Kolloczek wurde darauf Ihrem Recensenten nicht unbekannt sein. Wir hätten also, wenn wegen Begünstigung vorgegangen. Er sollte die Selbstbezüchtigung Wagner als kompetenter Zeuge gilt, zwei wissenschaftliche Socia- mur gemacht haben, um Kriſtezko vor der Strafe zu schützen. In der lismen, die einander in wesentlichen Punkten ausschließen. Berhandlung, die dieser Tage vor der Gleiwiger Straffammer stattDer Besucher des Berliner Aquariums kann sich bei Betrachtung Da dies eine logische Unmöglichkeit ist, so müssen wir fand, blieb Kolloczek beſtimmt bei seiner Selbstbeschuldigung. Von der in den letzten Sendungen angekommenen Meeresbewohner wieder aufs folgern, daß Professor Wagner die Wissenschaftlichkeit hier den 54 Zeugen wollen mehrere am andern Morgen früh nach unzweideutigste überzeugen, daß die Vorstellung, welche man gemeinhin mit anders versteht als Ihr Recensent und daher die Berufung auf dem Zusammenstoß den Helm des Gendarmen in Kolloczeks den Wortes.„ Krebs" und„ Wurm" verbindet, eine viel zu engbegrenzte ihn durchaus unzulässig ist. Gerade auf Grund der Thatsache, daß Wagen gesehen haben und dieser will den Helm dann nach oder gänzlich unzutreffende ist. Denn der Kreis der Krebse oder Kruster dem Wohnort des Kristezko- getragen haben, damit sowohl wie der der Wurmtiere umspannt einen solchen Reichtum und bunte Wagner, der sowohl in der Praxis wie in seinen theoretischen Ar- Preiswig Mannigfaltigkeit von Gestalten und Formen und Größen, daß der Unbeiten sich oft so weit vom Socialismus der Socialdemokratie ent- der Gendarm ihn dort finde. Jene Zeugen sind Verwandte des Aneingeweihte es faum glaubhaft hält. Niemand wird beispielsweise in einem fernt, für den wissenschaftlichen Socialismus eintrat, muß eine geklagten. Der Gendarm Glowa bleibt auf das bestimmteste bei etwa handlangen und 5 Centimeter breiten, an große Raupen erinnernden tendenzfreie Betrachtung zu dem Schluß kommen, daß, eine Be- der Behauptung, daß er von Kristeyko überfahren wurde, während Lebewesen, dessen Rückenschuppen lange, einen dichten Filz bildende grenzung des Begriffs erforderlich ist, die Zweideutigkeiten wie die mehrere einwandfreie Zeugen seinen Angaben über das Fuhrwerk, und in/ unvergleichlicher Pracht goldgrün glänzende Borstenfransen zieren, vorerwähnte ausschließt. Spurweite der Räder und Farbe der Pferde widersprechen. cinen Wurm" sehen; und doch gehört diese Aphrodite, von welcher mehrere Ob nun die Grenze, wie ich sie ziehe, richtig ist oder nicht, ist Der als Zeuge vernommene Kristezzko, der aus der StrafExemplare aus der Adria angelangt find, infolge ihrer Organisation zu den bestreitet auf das entschiedenste seine Wurmtieren, ebenso wie die gleichfalls von Rovigno übersandten, in eine Frage, die ich dem Urteil der Leser meiner Broschüre überlassen haft vorgeführt wird, selbstgebauten, freistehenden Röhren wohnenden Sabellen, welche aus der muß, wobei ich aber bemerke, daß dieselbe nur erst der Thäterschaft. Das Gericht kommt nach langer Beratung zu der Entoberen Deffnung der Röhre einen Kranz prachtvoller, bunter, langer Riemen formalen Seite der Frage, d. h. der Begriffsbestimmung scheidung, daß Kristezko doch der Thäter sei und verurteilte den fäden hervorstrecken. Unter den neuen Krebstieren fällt ein schön rosen- gilt. Ihr Recensent glaubt sich berechtigt, mir gärende Unklarheit" Kolloczek, der sich selbst der That bezichtigte, um Kristezko von der roter, sehr zierlicher und schlanker und durch sehr große, nierenförmige, schwarz vorzuwerfen. Ich will an dieser Stelle darüber nicht mit ihm Strafe zu befreien, wegen Begünstigung zu einem Jahr Ge= blaue Augen sowie außerordentliche Schnellfähigkeit ausgezeichneternorwegischer streiten. Aber ich kann nicht umhin, mein Bedauern darüber aus- fängnis. Nun haben Beide, sowohl der vom verletzten BeSeekrebs auf. zubrüden, daß er es nicht für nötig gehalten hat, den Lesern ein amten Beschuldigte wie der sich selbst freiwillig der That Anklagende, Feuerbericht. Bodenverschläge und ein Teil der Dachkonstruktion etwas genaueres Bild von der Beziehung zu geben, in der bei mir die gleiche Strafe empfangen. Wer aber ist der Schuldige? wurden gestern früh in der Veteranenst r. 21 durch Feuer der dem Socialismus zu Grunde liegende Wille zur Wissen= Ein allgemein interessanter Fall des Mißbrauchs cines zerstört. Kurz darauf waren köpniderstr. 137 und Tied- chaft steht. Ich glaube mich darüber gerade in den Zusammen- Telephons durch einen Unberufenen wird in den„ Bl. f. Rechtspfl." straße 10 fleine Wohnungsbrände abzulöschen. Nach Neue fassungen am Schluß meines Vortrages mit aller nur wünschens mitgeteilt. Ein Kolonialwareuhändler erhielt eines Tags eine Friedrichstr. 79 wurde die Wehr Montagnachmittag gerufen, werten Bestimmtheit ausgedrückt zu haben. Es sei mir erlaubt, telephonische, angeblich von der Ehefrau eines angefehenen Mannes weil hier ein Fahrstuhlführer am Fahrstuhl verunglüdt war. Der wenigstens einen hierhergehörigen Satz am Schluß zu citieren. und aus dessen Telephon kommenden Anfrage, ob er ihr für zu entSchwerverletzte mußte einem Krankenhause zugeführt werden. Durch" Dagegen behält der Name wissenschaftlicher Socialismus dann Kurzschluß war Sonntagabend an der Ecke Andreas- und Große für mich seine volle Berechtigung, wenn der Begriff wissenschaftlich nehmende Waren ein Kontobuch einrichten wolle. Auf Zusage erhielt er auf gleichem Wege die sofortige weitere Mitteilung, sie werde am Frankfurterstraße ein elektrischer Straßenbahnwagen in in ihm eben im kritischen Sinn, als Postulat und Programm nächsten Tage ihr Mädchen schicken und Waren holen lassen. Brand geraten, weshalb die Feuerwehr herbeigerufen wurde. aufgefaßt wird als eine Forderung, die der Socialismus an sich Diese gauze telephonische Unterhaltung Ivar aber nur ein selbst stellt und die besagt, daß für sein Wollen die wissenschaft schlauer Coup der betreffenden Köchin, die das Geld, welches liche Methode und Erkenntnis Richtung gebende Straft haben"( S. 37). fie für die zu besorgenden Einkäufe erhielt, für sich behielt Wie da Ihr Recensent mir gegenüber vom Willen als einem„ geund es vorzog, die Waren auf Kredit zu entnehmen Ueber die Prozesse, welche die Stadtgemeinde Charlotten- meingefährlichen, finns und ziellosen Narrentum" sprechen kann, ist und in das Kontobuch eintragen zu lassen. Der Dienst burg seit dem 1. April 1900 vor den bürgerlichen wie den Ber- mir unerfindlich. herr hat die Ausgleichung dieses Schuldkontos durch seinen Geldwaltungsgerichten führt, nacht soeben der Magistrat den StadtGroß- Lichterfelde, den 15. Juni. beutel abgelehnt, der Kolonialivarenhändler hat ihn darauf verklagt, verordneten Mitteilung. Danach hatte die Stadt insgesamt 227 er ist aber mit seiner Klage in zwei Instanzen abgewiesen worden. Prozesse zu führen, von denen 161 auf bürgerliche, der Rest auf In der Entscheidung heißt es unter andrem: Die Köchin war nur Verwaltungsstreit- Sachen entfallen. Nicht weniger als 51 Klagen ermächtigt, für den Beklagten gegen bar einzukaufen. Vollmacht, hatte die Stadtgemeinde entgegenzutreten, die wegen Durchfeuchtungen Am Anfang und am Schluß seiner Entgegnung scheint es fast, waren gegen Kredit zu entnehmen, auch eine nachträgliche Gedurch die städtischen Rieselfelder angestrengt worden find. Bis zu als ob Bernstein mit seinem Kritiker einer Meinung sei, als ob er 85 000 W. Schadenersaz für die Versumpfung ihrer Ländereien denselben strengen Begriff der Wissenschaft anerkenne und als ob der nehmigung des Beklagten liegt nicht vor; M. von der verübten Täuschung nichts und befand sich bei verlangen die umliegenden Grundbefizer in Spandau, Gatow und Socialismus auch für Bernstein gerade als Postulat und Programm der Empfangnahme der von der Köchin all feine CheStaaten. Die Mehrzahl der Streitsachen ist durch Vergleich im d. h. als System des Endziels Wissenschaft sei. Es tann gutem frau überbrachten Waren in Glauben. Wenn der Berichtsjahr erledigt worden. Einzelne Prozesse schweben noch in einem Recensenten teine größere Genugthuung bereiten, als släger sich durch das Telephongespräch hat täuschen lassen, so ist der der zweiten Juſtanz. Klagen von Bureau- Hilfsarbeitern auf An- wenn der Stritifierte mit ihm einer Meinung zu sein wünscht. Beklagte dafür ebensowenig verantwortlich, als wenn jemand auf erkennung als städtische Beamte und Nachzahlung von Gehalt find Aber leider ist Bernſtein des öfteren an einzelnen Stellen Grund einer gefälschten schriftlichen Vollmacht für den Beklagten gegen die städtische Verwaltung von Charlottenburg, anders als in mit seinen theoretischen Geguern einer Meinung, an andren wieder aufgetreten wäre. Es mag häufig vorkommen, daß Waren auf Berlin, nur vereinzelt angestrengt worden, da der Charlottenburger nicht. Bei näherem Zusehen aber verflüchtigt sich auch die Be- Kredit gegen Eintragung in ein Buch entnommen werden. Magistrat gleich nach der Entscheidung gegen Berlin in Sachen weiskraft des zuletzt mitgeteilten Citats. Bernstein meint da nur. Dienstherrschaft dies gestattet, so haftet sie, auch wenn der DienstMahlit die Hilfsarbeiterfrage durch Anstellung erledigte. Zwei daß der Socialismus den Ergebnissen der( empirischen) Wissenschaft bote die Ermächtigung mißbraucht. Es ist aber Sache des KaufHilfsarbeiter verfolgen ihre Ansprüche noch seit den Jahren 1897 und zu folgen bemüht sei. Das ist selbstverständlich und trivial. Jeder manns, sich darüber zu vergewissern, daß eine solche Ermächtigung 1898. Die Enteignung von Straßenland betreffen 11 Streitfachen.-beliebige Landwirtschaftsbündler, der etwas auf sich hält, ist heute thatsächlich von der Dienstherrschaft erteilt ist. Ist dies nicht der Auflaffung von Straßenland 24 Sachen. Weniger von allgemeinem bemüht, die Notwendigkeit eines Wucherzolls wissenschaftlich all, so fehlt es an einem Rechtsgrund, um die Herrschaft haflbar Interesse sind die Klagen der Armenverwaltung auf Ersatz von Unter- zu rechtfertigen. Auch Diederich Hahn hat ja neulich erklärt, daß zu machen. Der Kaufmann muß die Folgen der Täuschung, deren fügungskosten, die der Gasverwaltung auf Gasgelder 2c. Die Berber 7,50 Mart- 3oll das Ergebnis der Wissenschaft sei. Es ist also Opfer er geworden, selbst tragen. waltungsstreitfachen betreffen meist Steuer- und Armenfachen. gar nichts Besonderes, wenn auch der Socialismus sich auf In dem großen Wendlandt- Prozeß" hatte Rechtsanwalt In der Gemeindevertretung zu Lichtenberg stand die Erfahrungssäge der ökonomischen Empirie stützt d. h. wissenschaftSchaffung eines Orts statuts über die Anstellungs- und Be- lich sich begründet. Die Frage ist nur, ob der systematische Socialis- Leonh. Friedmann gegen das Urteil der achten Straftammer vom soldungsverhältnisse der Kommunalbeamten auf Tages- mus, der mehr ist und sein muß als ein Quantum empirisch- wiffen- 8. März. c. das Rechtsmittel der Revision eingelegt. Die Verhandordnung. Das Statut ist in einer 9gliedrigen Kommission, schaftlich zu verteidigender Einzelforderungen, lediglich und allein lung vor dem Reichsgericht wird am 5. Juli stattfinden. Wendlandt der auch unsre Genoffen Weißpfluck und Grauer angehörten, eine wissenschaftlich begründete Erkenntnis als sein war zu 3 Jahren 9 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von vorberaten worden. Ohne wesentliche Abänderungen fand das Statut 3iel wolle, ob in ihm als Partei nichts stecke wie ein 1/2 Jahren auf die Untersuchungshaft verurteilt worden. Annahme, einzelne von unfren Genossen gestellte Verbesserungs- wissenschaftlich zu rechtfertigender Wille unbeschadet aller mögAus Chikane gegen einen Straßenbahn- Fahrer fuhr der anträge wurden abgelehnt. Hervorzuheben ist, daß nunmehr auch lichen Schwankungen und Irrungen in der empirischen Einzel- Rutscher August rietsch am 17. Februar mit seinem Arbeits. die Unterbeamten auf Lebenszeit zur Anstellung gelangen, allerdings erkenntnis. wagen in der Köpnickerstraße auf dem rechten Geleise der Straßen: erst nach zehnjähriger Dienstzeit; ausgenommen sind die NachtIch bitte Bernstein sich zu erinnern, was er in der Mitte seines bahn und achtete grundsätzlich nicht auf das Klingeln des hinter wächter. Das Statut fieht sechs verschiedene Gehaltsklassen vor Vortrags auf S. 21 f. gejagt hat: ihm her fahrenden Straßenbahn- Fahrers. Dieser mußte schließlich und regelt die Pensions, Ruhe und Wartegeld- Verhältnisse, fowie Als Doktrin ist er( der Socialismus) die Theorie dieses die Hilfe eines Schutzmanns in Anspruch nehmen, der aber mit die Versorgung der Hinterbliebenen. Die Gehaltssäge sollen vom Kampfes, als Bewegung seine Zusammenfassung im Hinblick Krietsch böse Erfahrungen machte. Als er den obstinaten Kutscher auf ein bestimmtes Ziel int der Umwandlung der Beginn des laufenden Etatsjahrs rechnen; es kommen durch die vom Bock herunterholen wollte, schlug ihn dieser mit der Hand in tapitalistischen Gesellschaftsordnung in eine solche tollektivistisch das Gesicht und erstattete auf dem zuständigen Polizeirevier die gefaßten Beschlüsse etwa 1300 Mark mehr in Ansatz. Ein Antrag unsres Genossen Graner, nunmehr auch die Versorgung der im geregelter Wirtschaft. Dies Ziel ist jedoch nicht bloß von der falsche Anzeige, daß in der Köpuiderstraße ein Schußmann stehe, Theorie vorherbezeichneter Art, dessen Eintreten mehr oder welcher offenbar betrunken sei. Die angestellten Recherchen ergaben Gemeindedienste beschäftigten Arbeiter( Straßenreinigungs-, Gasund Wasserwerfs-, Kirchhofsarbeiter usw.) zu regeln und auch für minder fatalistisch erwartet wird, sondern es ist in hohem Grade die Grundlosigkeit dieser Behauptung. Strietsch hatte sich deshalb deren Hinterbliebenen einzutreten, soll in der nächsten Sizung auf ( bloß in hohem Grade, nicht ganz und gar? Ke) ein gewolltes gestern wegen thätlicher Beleidigung und wissentlich Biel, für deffen Verwirklichung gekämpft wird. Indem er sich falscher Anschuldigung vor der 3. Straffammer des Landdie Tagesordnung fonimen. Nach recht ernster, stundenlanger Arbeit kam auch die Heiterkeit zu ihrem Recht und zwar gelegentlich der jedoch ein solches Zukunftsgebilde als Ziel setzt, und gerichts I zu verantworten. Er wurde zu 4 Monaten Ge dem Maße, als er sein Verhalten in der Gegenwart von Bekanntgabe des Briefs eines Berliner Finanzmannes", der ob der fängnis verurteilt. Störrigkeit der Gemeindevertretung in Sachen der verlangten der Rücksicht auf dieses Ziel abhängig macht, ist der Socia lismus notgedrungen mit einem Stüd Utopismus behaftet. Zerstückelung des Gemeindegebiets entrüstet ist, in wenig gewählten Worten mit dem Kampf Berlins gegen Lichtenberg droht und diesem Ich meine selbstverständlich nicht in dem Sinne, daß er Unmög Borort bitteren Undant gegen den Terrainbesitzer Fürsten Hendel liches oder Unwahrscheinliches erstrebe, sondern will damit lediglich In Groß Lichterfelde sprach am Mittwoch in einer Volksfeststellen, daß er ein Glement von spekulativem versammlung Reichstags- Abgeordneter Dr. Gradnauer über: von Donnersmard vorwirft. Unter großer Heiterfeit ging die Versammlung über die vier Seiten lange Philippita zur Tagesordnung Idealismus in fich trägt, ein Stück von nicht Agrarstaat und Industriestaat". Die Stellung der Socialdemokratie wissenschaftlich Erwiesenem oder wissenschaft präzisierte Redner am Schluß seines mit lebhaftem Beifall auflich feststellbarem enthält. Die hier in Frage genommenen Vortrags dahin, daß fie fich weder für die Welttommende Wissenschaft die Sociologie fann nicht mit jener politit, noch für die Abschließungspolitit erklären könne, Gewißheit, mit der die exakten Wissenschaften gewisse Erscheinungen sondern daß sie in erster Linie bestrebt sein müsse, die Lage der vorherbestimmen, von der Gesellschaftsordnung, die der Socialis- arbeitenden Klasse durch eine durchgreifende Socialgesetzgebung zu muß erstrebt, vorhersagen, daß sie unter allen Umständen sein bessern, deren Konsumtraft und damit den Absatz der industriellen Erzeugnisse auf dem heimischen Markte zu erhöhen Hier entblößt es sich offen, daß Bernstein gerade im Sinn des Wort: Arbeiterpolitik zu treiben. In der sich anKantschen Kriticismus den Begriff der Wissenschaft verkennt. Was schließenden Diskussion nahm wiederholt ein Gegner, Herr Ziegler, er in befferem Sinne Utopie, spekulativen dealismus, nicht wissen das Wort, um sich in verschiedenen Punkten gegen den Referenten zu schaftlich feststellbar nennt, das gerade bedeutet für den Kriticismus wenden. Die Genossen Eduard Berustein und Gradnauer strengste Wissenschaft: die vernunftmäßige Erkenntnis widerlegten in schlagfertiger Weise die verschiedenen Einwendungen eines notwendigen Ziels, das unabweisbar ist, auf den alles des Gegners. Inzwischen war die Polizeisnude eingetreten und die Wollen als richtunggebend gelenkt sein muß, wenn er nicht aus diesem Grunde in Lichterfelde übliche Auflösung der Versamm dem von mir gekennzeichneten Narrentum eines legten Endes lung erfolgte auch diesmal trotz der neuesten Entscheidung des ziellojen Wollens verfallen soll; das Narrentum Rammergerichts, daß die Auflösung wegen Eintritts der Polizeistunde auch wenn es in einer Einzelfrage, für eine nächste Specialaufgabe nicht stattfinden dürfe. einem von der„ Sociologie" wunderschön bewiesenen Specialgejezz Folge leistet. Um ganz klar zu sein, möchte ich auf ein Berns Erlauben Sie mir, Ihrer Besprechung meines Vortrags: Wie steinsches Dictum anspielen und, allerdings mit einiger Uebertreibung ist wissenschaftlicher Socialismus möglich?" einige Bemerkungen ent- meinen Gegenjaz zu Bernsteins im fritischen Sinne unwissenschaft lichen Empirismus dahin präcifieren: Die Bewegung ist gegenzusetzen. Bevor mir Ihr Recensent nicht Widersprüche in meinem Vortrag wissenschaftlich nichts, das Biel ist wissenschaftlich Ke. nachweist, muß ich seine Behauptung, daß ich mich in solche ver- alles. Stride, zurüdweisen. Ich muß es ferner zurückweisen, gesagt oder auch nur zugelaffen zu haben, daß Wissenschaft ein„ mehr oder minder geordneter über. Der verwegene Ausbrecher aus dem Potsdamer Ge: fängnis, der 45jährige Arbeiter Friedrich Schlichting, welcher in der Nacht zum Dienstag voriger Woche mit noch vier Bellengenossen das Weite suchte und allein entkam, befindet sich seit Sonnabend auch wieder im Gerichtsgefängnis zu Potsdam. Er ist in der Nähe des Dorfes Felgentreu erwischt worden. Der Verbrecher, der fchon ca. 15 Jahre Zuchthaus hinter sich und jetzt noch eine neuerdings wegen Betrugs ihm auferlegte vierjährige Zuchthausstrafe zu verbüßen hat, ist wegen seiner Größe und wegen seines brandroten Bollbartes eine besonders auffällige Erscheinung. Lifferavisches. Wir erhalten folgende Zuschrift: An die Redaktion des Vorwärts." Werte Redaktion! " werde." in Versammlungen. Hat die mit einem Deutscher Senefelder: Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute abend Uhr im Restaurant Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Mitglieder- Werfammlung und Vorstandsfizung. Eingegangene Druckschriften. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Berlag) ist soeben das 37. Heft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bom Rechte der Revolution.- Blanqui und der Blanquismus, 2. Blanquis Lehre. Von Paul Louis. Die Bedeutung der Marrschen Werttheorie. Schaden anrichtete. Wie aus Szefelh- Udvarhely gemeldet wird, Herr Dr. Ludwig Bohle und die Fabritarbeit verheirateter Frauen. Von hat der Jtabach das Dorf Csernaton überflutet und vielen Schaden Therefe Schlesinger- Edstein. Ein Blick auf den Weberstreit in Cunewalde. verursacht. Ein Kind fam in den Fluten um. Von Franz Fricke( Dresden). Litterarische Rundschau: Lynkeus, St. Louis. Phantasien eines Realisten. Von D. Bach. Notizen: Zurück auf Eine Familientragödie wird aus Erfurt gemeldet: Am Moses! Feuilleton: Schopenhauer über den Tod. Gemessen an der 16. Juni vormittag wurden in der Gera unterhalb der Schleusen die Lebensphilosophie des Socialismus. Vortrag, gehalten von Adolf Hepner, zusammengebundenen Leichen eines Mannes, einer Frau und eines Kindes aufgefunden. Dieselben wurden als der bisher in Erfurt wohnhafte Buchhändler Peppler, dessen Frau und Kind erkannt, welche seit einigen Tagen verschwunden waren. Nahrungssorgen haben sie in den gemeinsamen Tod getrieben. Bon der Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns soeben die Nr. 13 des 11. Jahrgangs zu gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nunimer heben wir hervor: Die Wirt: fchafts Genossenschaft. I. Von Klara Zettin. Die Thätigkeit der Assistentinnen der bayerischen Fabrikinspektion und die Arbeitsverhältnisse い Bei einem in Essen Montagnacht ausgebrochenen Brande ber bayerischen Fabritarbeiterinnen im Jahre 1900. Von D. Z. Fran- find drei Personen ums Leben gekommen. zösische Arbeiterinnen im 13., 15. und 16. Jahrhundert. Von a. br. Aus der Bewegung. Feuilleton: Die Erdbeeren. Von Emile Zola. Notizenteil: Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisation. Gefundheitsschädliche Folgen gewerblicher Frauenarbeit.- Socialistische Frauenbewegung im Ausland. Frauenbewegung. Frauenstimmrecht. Aus Korför wird berichtet: Als Sonntagabend sechs junge Leute auf der Korsörer Förde eine Segelpartie unternahmen, tenterte das Boot. Fünf der Insassen fanden in den Fluten ihren Tod, während es dem sechsten gelang, sich zu retten. " Schiffeteffel- Explosion. Als der spanische Dampfer Elena" Sonntag früh in Liverpool das Dock verließ, plagte der HauptDampfkessel. Zwei Mann wurden getötet und vier verletzt. Die , Elena" tehrte ins Dock zurück. " Der Wahre Jacob" hat foeben die 13. Nummer feines 18. Jahr: gangs erscheinen laffen. Das farbige Titelbild kennzeichnet die Seelenverwandtschaft zwischen Miquel und den Agrariern, indem es Miquel als Karl Moor darstellt, welcher sich den als Räuberbande aufgefaßten Agrariern als Hauptmann anbietet. Das farbige Rückbild„ Russische Aus: dehnung" schildert die Art, wie Rußland in China die Verbündeten be handelt und verdrängt. In dem schwarzen Bild„ Das große Portemonnaie als erster Siegesbote aus China" wird eine Illustration zu den durch den ostasiatischen Feldzug bereits verbrauchten Milliarden gegeben. Weiterhin wetzen, gut D.- Eir. ist die Nummer noch mit mehreren politischen Bildern ausgestattet. Vermischtes. Zwei Eisenbahn- Unglücksfälle merden vom 17. Juni aus Königsberg i. Pr. gemeldet: Die Königsberger Allgemeine Zeitung" meldet aus Tapian: Ein Kleinbahnzug entgleifte heute vormittag auf der Deimebriide, die Maschine und zwei Wagen stürzten in den Fluß. Der Zugführer Bartel, welcher sich auf der Maschine befand, ertrant, während der Heizer Hollzeit noch rechtzeitig von der Maschine in den Fluß springen fonnte und mit einigen Verlegungen davonkam. Der Betrieb der Kleinbahn ist infolge des Unglücksfalls unterbrochen. Die Königsb. Hartungsche Zeitung" meldet aus Lastowiz: Gestern morgen entgleiste auf der Strecke Koniz- Laskowiz zwischen den Stationen Dritschmin und Laskowitz der Personenzug Nr. 702 mit seinen sämtlichen Wagen. Glüdlicherweise wurden Personen nicht verlegt. Das Gleis mußte gwölf Stunden gesperrt werden, der Verkehr wurde durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Die Ursache der Entgleisung konnte bisher nicht ermittelt werden. Hochwasser in Oberbayern. Infolge der seit Freitag andauernden heftigen Regengüsse ist in Oberbayern vielfach Hochwasser eingetreten, auch die far ist start gestiegen. Auch aus Tirol laufen Meldungen über Eisenbahn- Verkehrsstörungen ein. Der Durchgangsverkehr auf der Strede Bozen- Ala ist in der Gegend von Salurn gestört. Auch Montag trafen in München von allen Seiten Nachrichten über Hochwasser ein. Besonders der Inn geht sehr hoch; bei Neubenern wurde die Flutbrüde fortgerissen. Im Hochgebirge schneite es. Montag früh ist flareres Wetter eingetreten. In der Stadt Szatmar in Ungarn wütete Sonnabendabend ein beftiger Orkan mit Hagelschlag, der in den Obstgärten großen Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. im Theater. Dienstag, den 18. Juni. pernhaus. Undine. Anf. 72 Uhr. Roggen, gut Gerste, gut Marktpreise von Berlin am 15. Juni 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Butter 120 1, W. R. 100. Die Zeichen auf Ihrem Losungsschein bebeuten: Sie find 1,60 Meter groß, haben beim Ausatmen 75, beim Einatmen 84 Centi meter Brustumfang, Ihre Sehschärfe ist ein wenig schwächer als die normale, sonstige törperliche Fehler sind nicht vorhanden, jedoch sind Sie körperlich schwächer, als es der Militärdienst erfordert. M. J. In Treptow( einschließlich Baumschulenweg) sind von der Gemeinde vier Nachtwächter angestellt, die außer den üblichen Nebeneinnahmen ein Jahresgehalt von 900 m. beziehen. Pietsch. Uns leider unbefannt. B. 100. Wann die Hochbahn eröffnet wird, wissen wir noch nicht. Reichen Sie Ihr Gesuch bei der Bauleitung der elektrischen Hochbahn, Lindenstr. 29, ein. 2. T. Als Schaffner der Straßenbahn muß man im Besize eines Fahrscheins sein und hat auch eine Art Prüfung durchzumachen. Der Grad ihrer Schulbildung ist der Anstellung nicht im Wege. 2. S. 100. 1. Das ist gleich. 2. Liegt Ihnen daran, ob ö oder ve in Ihrem Namen enthalten ist, so wenden Sie sich an das Amtsgericht mit dem Antrage. eine Berichtigung der standesamtlichen Schreibweise herbeiA. 21. Lebten die Eltern Ihrer unverheirateten, tinderlosen zuführen. Schwester nicht mehr, als diese starb, so erben, falls fein Testament vor: liegt, Sie und Ihre Geschwister zu gleichen Teilen. An die Stelle der vor: verstorbenen Geschwister treteu deren Kinder. E. F. 23. Das Geschenk fann nicht zurückgefordert, vielmehr auf Herausgabe des Erwähnten geklagt werden. Nur dann kann eine Herrschaft ein Geschenk auf den Lohn an= rechnen( in Höhe des Lohns), wenn ein Gesindeverhältnis vorliegt und dies Gesindeverhälinis durch Schuld des Gesindes vor Ablauf des Jahres aufgehoben wird. Das Jahr berechnet sich wie folgt: ist das Dienst: mädchen am 1. April 1896 eingetreten, so önnen die in der Zeit vom 1. April 1900 bis 1. April 1901 gegebenen Geschenke( in Höhe des Lohns) auf den Lohn angerechnet werden, wenn das Dienst: berhältnis durch Schuld des Gesindes vor dem 1. April 1901 endete. O. J. Rigdorf. Wenn die Behauptungen der Behörde zutreffen, find 1.20 Sie zur Zahlung der Nachsteuer usw. verpflichtet. Eine Verjährung würde 1,80 1.10 erit im Jahre 1903 eingetreten sein. Herrn M., Lieguit. Der 1,60 1,10 Regierungspräfident beziehentlich der Polizeipräsident kann nach dem klaren 2,60 1,80 Wortlaut des§ 7 des Staatseriverbsgefeßes lediglich die Geburtsurkunden, 3,60 2,20 Militärpapiere und Staatsangehörigkeits- Ausweis für die Erwerbung der preußischen Staatsangehörigkeit seitens eines Deutschen verlangen. Im 2,60 1,20 übrigen liegt ihm die Recherche darüber ob, ob einer der Gründe vorliegt, 1,20 die zur Versagung der Aufnahme berechtigen, trozdem wird meistenteils 2,40 1,20 berlangt: Geburtsurkunde der Familienmitglieder, Heimatsurkunde 1.80 0,80 Ser Familienmitglieder, Heiratsurkunde, Führungsatteste. Die Erlangung 2,60 1,20 dieser Papiere ist mit Geldfosten verknüpft. Gegen die Versagung der Auf1,40 0,60 nahme ist Beschwerde an den Oberpräsidenten, gegen dessen Bescheid inner3,- halb vierzehn Tagen lage beim Oberverwaltungsgericht zulässig. Wegen der Langwierigkeit dieses verwaltungsrechtlichen Verfahrens kommt derjenige, der bis Ende Juli aufgenommen sein will, unberechtigten Begehr der Behörden nach. in der Regel darum 2, Kartoffeln, neue, D- Ctr. 7, 5. " " mittel gering " Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 " do. Bauch 1,30 " " Schweinefleisch 1,60 " mittel " " Kalbfleisch " " gering " Hammelfleisch 16, 14,90 mittel 14,80 13,70 Eier P " gering 13,60 12,60 " 16,20 15,50 Karpfen Aale 60 Stilt 1kg mittel 15,40 14,70 Bander gering 14,60 14, " Hechte 7, 6,50 Barsche 7,80 5,50 Schleie 40, 25, 45,- 20, Bleie Krebse per Shot 18, 65, 25, afer, gut " Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linien 2,60 * Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 17. Juni. Getreide. Heute wurde der Getreide markt beeinflußt durch ein Privat telegramm aus Südrußland mit dem Wortlaute:„ Weizen- und Roggenernte fast total verloren." Die Wirkung dieser Nachricht war anfänglich bedeutend und kam in einer Preissteigerung namentlich für Herbstlieferungen zum Ausdruck. Nachher wurde die Stimmung viel ruhiger, da bedeutendes russisches Angebot und eine gegen: teilige Drahtmeldung über den Saatenstand aus Odessa die bewußte Sensationsnachricht zu wiederlegen schienen. Außerdem fam OestreichUngarn wesentlich matter auf tühleres Wetter und Regen, während Amerika feste Notierungen sandte. Bei uns war Weizen nach einigen Schwankungen 75 Pf. höher als vorgestern, Roggen gut behauptet. Meh I ruhig, Safer unverändert, Mais blieb schwächer, Rüböl ohne Geschäft. Spiritus gestrichen. Briefkasten der Redaktion. 009 Witterungsübersicht vom 17. Juni 1901, morgens 8 1hr. Stationen Swinembe 760 760 S Hamburg Berlin 761 Still Frantf./M. 762 München 764B Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Wien Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Bei Anfragen juristischer Art ist es praktisch, Zeit sparend und darum sehr zu empfehlen, wenn man adressiert: Redaftion des„ Vorwärts", Juristischer Briefkasten, Beuthstr. 2, Hof II. Central Theater Urania Zoologischer Heute Anfang 8 Uhr. Mit vollständig neuer Ausstattung. Zum 668. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: zu kleinen Preisen: Malerische Wanderungen durch die Mark Brandenburg I. Tail". Invalidenstr. 57/62. Garten Wetter Stationen 14 paparanda 761 Still Wetter Temp. n. 6. 1956.4° R. wolten! 15 1 Regen 1 wolfig 2 hlb.bed. 12 Betersburg 759 NNO bedeckt 11 Corf 13 769 NW 4wolfig 12 2 volfig 13 Aberdeen. 1 Jolfig 11 Baris 768 NW 3 wolfig 13 3 geiter 11 762 23 Wetter Prognose für Dienstag, den 18. Juni 1901. Ziemlich fühl und veränderlich, vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Apollo- Theater Täglich mit kolossalem Erfolge: FrauLuna Täglich ab 5 Uhr nachmittags: mit dem Luftballet ,, Grigolatis". Ferner: Militär- Doppel- Konzert. 10 sensationelle Specialität. Entree I Mark. Ab 6 Uhr 50 Pf., Schanipielhaus. Agnes Bernauer Carl Weiss- Theater Tägl. Sternwarte. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Anfang 72 Uhr. Nenes Overn Theater( Kroll). V Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Im Trianon Theater:" Lebende Vieder". Anfang 72 und 9 Uhr. Schiller.( Morwig- Oper.) Martha. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anfang 8 Uhr. Leffing. Mamsell Tourbillon. Anjang 8 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft. ( II. Teil.) Anfang 71/2 Uhr. Mesidenz. Frauen von heute. Anfang 72 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldne Brücke. Anfang 72 Uhr. Westen. Robert und Bertram ober: Die lustigen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrett!. Anf. Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Gefchloffen. Carl Weiß. Geschlossen. Luisen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Beschlossen. Belle Alliance. Die Schwäbin. = Gr. Frankfurterstr. 132. Eröffnung der Sommer Oper. Dir. B. Zimmermann u. D. Schramm. Sonnabend, den 22. Juni: Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag 22 Uhr erste Boltsvorstellung: Der Waffenschmied. Preise für alle Plätze der Voltsvorstellung 60 Pf. Die Billets werden an der Kasse aus einer lrne gezogen. = Im Garten: Konzert, Theater Specialitäten Vorstellung. und Kräfte 1. Ranges. Anfang 51 Uhr. Sonnabend Sommernachtsfest. Castans Panopticum. Neu! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm." Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Schweizergarten Metropol- Theater. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Ball. Volksbelustigungen aller Art. Das Versprechen hinterm Herd. Jeben Abend 10 Uhr: Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Moderne Don Juans. Frau Luna. Anfang 7½ Uhr. W. Noacks Theater. Baffage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Passage Theater. Damen: RingAnfang nachmittags 3 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Brunnenstraße 16. tämpfe. Specialitäten- Borstellung. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Brania. Taubenstr. 48/49.( Im Theaterfaal) Abends 8 Uhr: neu: Eine fidele Kiste. Neu: Zu fleinen Preisen:„ Malerische Wanderungen durch die Mart Brandenburg. 1. Teil." Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Schwant mit Gesang von E. Braune. Musik von R. Thiele. Der Dieb. Komische Operette in einem Aft von Millöcker. Dienstag, den 18. Juni: Ringkämpfe Hackenschmidt- Pohl( Abs). Petersen- Koch. Das brillante JuniSpecialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. In der Völker- Arena": BeduinenKarawane Besichtigung des Bazars, Zeltlagers, der Truppe; Eselreiten: 3-8 Uhr. Schanstellungen der Beduinen mit Pferden, Dromedaren etc. 4, 126, 7 Uhr. direkt v. d. Strasse an d. Entree Stadtbahn: 50 Pfennig, Kinder 25 Pf., Gartenbesucher zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Puhlmanns Vaudeville- Theater. und Schönhauser- Allee 148. Täglich: Große Theater: Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Grosser Erfolg! Grosser Erfolg! Susanne im Bade. Große Ausstattungsoperette. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Sonn tags 4 Uhr. F. Lehmann, Direktor. Prater- Theater Reichshallen Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonnette des Grotesque Romifers Paul Coradini, der Gebrüder Hedwig Döring, Damm, trobaten. The Garays, Rab. fahrer. Mr. Bartlings lebende Photo: graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Plazz 50 Pf. Kalbo. I'm Saale: Tanzkränzchen. Gossmann Konzertgarten Sanssouci Streuzbergfir. 48, an der Staybachstraße. Schiller Theater Sanssouci ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Dienstagabend 7/2 Uhr: Martha, oder: Der Markt zu Richmond. Romantische Oper in 4 Aften von W. Friedrich. Musik von Fr. von Flotow. Mittwoch abend 72 Uhr: Die Jüdin. Donnerstagabend 7 Uhr: Hans Heiling." Freitagabend 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Im Garten: Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets Tanz frei. gültig, Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sonntag, 30. Juni: Abschieds Soiree. G. Brochnows Gesellschaftshaus, 18279*] 2Geberstraße 17. Im herrlichen Konzertgarten jeden Dienstag und Freitag: Steinmetz Sänger. Jeden Sonntag gr. Frei- Konzert und Nach der Soiree: Ball. Montag und Donnerstag HamTanzkränzchen. burger Sänger( Steidl, Bohmer, Willi Wolff usw. Jeden Freitag Bons gültig. Anf. 8 Uhr. Norddeutsche Sänger. Bei ungünstiger Jeden Sonntag: BALL. Witterg. im Saal. Nachher Kränzchen. Einige Sonnabende noch zu verge ben. Gartenkonzert 7 Uhr. Anfang O6'8 regnet, donnert Bligt und schneit, Ein ,, Wurm" befommt Zu jeder Zeit. Berlangen Sie geft. ausdrück der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags lich Warms Magendoktor! 72 Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Im schattig. Sommergarten: Täglich: Internationale Künstler Konzerte. Die Boeren- Kapelle. Neapol.Tarantella- Kapelle ,, Sacco!" Wiener Damen- Kapelle Raymond. Theater- Abteilung( KünstlerVariété) erstklass. Specialitäten. Von mittags 12 Uhr bis 3 Uhr nachm.„ Bürgerliches Diner". Preis pro Couvert 75 Pf. 4 Gänge. Wedding- Park Müller Strasse 178. Jeden Dienstag und Sonnabend: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolff, Hohenberg etc. Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Pf. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Hermann Imbs. Täglich: Herren- Anzüge * u. Paletots, eleg. Ausführung, auch nach Maß, geg. Kasse u. Teilzahlung. Landsbergerstr.13, J. Kurzberg, part, tein Laden. Ziehung 25. und 26. Juni In Berlin im Ziehungssaale d. Königl. GeneralLotterie- Direction. 250,900 Loose. Grosse Geld- Lotterie zum Besten des St. HedwigKrankenhaus Loose à M.3.30 Porto u. Liste 30 Pfg. extra. 7079 Geldgewinne, zahlbar ohne Abzug, im Betrage von Mark 372600 Hauptgewinne: Mark 100,00 * 30, M 20,000 « 5 à 10, 5000 1000 25 000 10 à 100 à 10 000 500 50 000 200 à 100 20 000 500 à 50 25 000 2000 à 20 40 000 4260 à 10 42 600 Hedwigs Loose gegen Postanweisung oder Nacbn. expf. d. General- Debit: Großes Konzert, Theater- u. Lud. Müller& Co. Specialitäten- Vorstellung. in Berlin, Breitestr. 5. Telegr.- Adr.: Glücksmüller.] Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Täglich: Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492 Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Fordern Sie in den Cigarrenhandlungen dänischen vorzüglicher Anker- Kautabat, a 17459* Ganz neu, in 5 und 10 Pf.- Schleifen. Generalvertrieb: Carl Röcker. Berlin, Grüner Weg 8. Amt 7, 3861. I. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Deutscher Danksagung. Für die Achtung! Rixdorf. Achtung! Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Buchbinder- Verband. Telnahme beim Begräbnis meines Am Mittwoch, den 19. Juni, abends 8 Uhr, findet in den Kommandantenstr. 20: für Volks- Versammlung Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Weltpolitit und die Arbeiterklasse. Referentin Frau Dr. Rosa Luxemburg. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 236/6 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Mannes, unfres Vaters unser Kollege, der Buchbinder Apollosälen, bei Thomas, Hermannstr. 48/50, eine Louis Schwericke Außerordentliche Generalversammlung Richard Pommerenke fagen wir allen, insbesondere der Firma am 15. d. M., im Alter von 22 Jahren Wildgrube, dem Beerdigungsverein verstorben ist. dem Berliner Zimmerleute und 25/3 Ehre seinem Andenken! Centralverband der Zimmerer DeutschDie Beerdigung findet heute, Diens: lands unsern herzlichen Dant. tagnachmittag 4 Uhr, von der Leichen: 19056] Grau Schwericke u. Sohn. NB. Sonntag, den 23. Juni findet ein Ausflug, arrangiert vom Wahlhalle der Himmelfahrts- Gemeinde in Danksagung. berein, nach Pferdebucht bei Köpenick statt. Abfahrt: Schlesischer Bahnhof Nieder- Schönhausen, Nordend, statt. 8 Uhr 15 Minuten. Für Nach zügler: Treffpunkt Pferdebucht". Die Vertrauenspersonen. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, 18. Juni, abends 8 Uhr, bet Herrn Graumann, Naunynstraße 27: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Richard Fischer über: Politische und gewerkschaftliche Bewegung in Beiten der Strise. 2. Diskussion, 3. Vereinsangelegenheiten. 244/5 Gäste haben Zutritt. Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 18. Juni, abds. 83/4 Uhr, bei Herrn Zimmermann, Badstraße 58: Versammlung. Tages Ordnung: 247/15 1. Bortrag bes Stadtverordneten Genossen Theodor Glocke über: Die Herrschaft des Juntertums in Preußen. 2. Diskussion. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 19. Juni 1901, abends 814 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer Nr. 15: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Unser lieber Freund Franz Kißner verstarb am 12. cr. infolge eines Unglücksfalls. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. cr., nachmitt. 5 11hr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friet cichs= felde aus, statt. Gesangverein Dornrose. 19146 Centralverband der Töpfer. Am Sonnabend, den 15. d. M., verstarb der Kollege Vincent Imiela. Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. Juni, von der Leichenhalle des Friedhofs in Adlershof aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 196/1 Der Vorstand. Deutsche Allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen und Ge nossen des vierten Wahlkreises Berlin ( Oft) sage ich meinen besten Dant für die herzliche Teilnahme und reiche Kranzspende bei der Beerdigung meines Mannes. 19106] Frau Margarete Müller. Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten für ihre Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau meinen herzlichsten Dant. 18332 Ober- Schöneweide. Alb. Trautmann nebst Kindern. Dr. med. Schaper homöop. Arzt, Berlin, Königgrätzerstr. 27. 9-1. 4-7. Jm Juni Dienstag. Don nerstag und Freitag nach mittags feine Sprechstunde. [ 18312*] Teilzahlung! Herrenuhren, Damenuhren, Weckeruhren, Regulateure, Damen- Ringe, Retten ( wöchentlich 1 Mt.).[ 17740* Warschauerstrasse 72. Juhre& König, Kaffee- Mischung Bausfrauen, leſet dies einzig in seiner Art. Die Leistungen des Berliner Unternehmerorgans; Werkstattstreit und à Pfd. Differenzen; Verbandsangelegenheiten. 105/15 Die Ortsverwaltung. Centralverband der Maurer Deutschlands Zahlstellen Berlins und Umgegend. Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung aller Zahlstellen des Vertragsgebietes. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Drunsel über:" Die französische Revolution und die heutige bürgerliche Klaffe." 2. Die Entschädi gungsfrage der ausgeschiedenen Verwaltungsmitglieder. 137/18 Die Verbandsleitung. Täschner! Koffermacher! Unfre regelmäßige Versammlung am Dienstag, den 18. Juni, fällt aus. 157/7 Der Vorstand. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 MK. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparaturen sofort. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse. Zahnarzt Wolf, Leipziger Strasse 180, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7 Uhr. [ 68/ 4* Magdeburger Kautabak empfiehlt die Tabakfabrik und Handlung von H. Saltzmann, Berlin S., Luisen- Ufer No. 3, am Engelbecken. Gegründet 1863. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. [ 17946* und Ihr werdet viel sparen! Nicht viel über 68/ 8* 4 Mfg. tostet 1 Liter Bier hergestellt aus Apotheker Ernst 40 Pf. Kochs Bier- Extrakt. Diese seit Jahren so oeliebte Mischung giebt von 1 Lth. 2 Ltr. vorzügliches Kaffeegetränk Deutsche Kaffee- Rösterei A. Pennitz, Berlin C., Rosenthalerstr. 59 and mit Placat versehenen Handlungen Geld. Hedwigg Krankenhaus Q Lotterie. Sauptgewinn 100 000 Dr. Ziehung 68/17 Leicht bekömmlich, wohlschmeckend, nahrhaft, erfrischend. Einfache Her: stellung. Zahlr. Anerkennungen. Probesendung 3,- M. franco geg. Nachn. Gebrauchsanw. liegt bei. Ernst Koch, Nordhausen. 6. Jede Taschenuhr reinigen ob. Feder eins. 1.50 M. unt. Gar. Goldene Damenuhren 15-100 m. Getragene filberne Uhren 5,50 m. Teilzahlung gestattet. G. Paetzel, 1. Geschäft: 25. 6. cr. Lose franto mit Liſte 3,60 Mt. vers. Basch, Berlin, Stralauerstr. 38 I. 2. Geschäft: Turmstraße 65. des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes, Zahlst. Rixdorf, 105/13 mit folgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag. 2. Bekanntgabe der Urs abstimmung. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Um regen Besuch ersucht Kinderwagen- Bazar ,, Baby". 1. Invalidenstr. 160, an Brunnenstr. 2. Oranienstr. 31, an Adalbertstr. 3. Belle- Alliancestr. 107, am Blücherplatz. 4. Gr. Frankfurterstr. 115, an Andreasstr. 5. Brunnenstr. 92, an Rügenerstr. 6. Reinickendorferstr. 2 d- e, Wedding. 7. Bousselstr. 18, an Thurmstr. 8. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 55. 9, 12-75 Mk. Sportwagen von 4,50-6,00-60 Mk. S, 15-100 MK. Riesen Auswahl. Theilzahlung gestattet. Bei grösseren Raten Cassapreise. Liefer. d. Post- Spar- u. Vorschussvereins. J. Brünn. ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt Nr.4. Nach beendeter Engros Saison gelangen große Lagerbestände meiner Zeppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! Wäsche! Betten! zu außergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf! Einzelne fehlerhafte Exemplare für die Hälfte des Wertes. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtl. Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lieferant[ 11069* für Orts- und Hilfs Krankenkassen. Berlin C., Wallstraße 14, nahe Spittelmarkt. 30. Linien- Straße 30. St. Hedwig Geld- Lotterie zum Besten des St. Hedwigs- Krankenhauses zu Berlin. 7079 Geldgewinne Baar ohne Abzug zahlbar im Betrage von 372,600 Mark. Die Hauptgewinne sind: 100,000, 30.000, 20.000. 10.000 mk. etc. Loose à 3,30 Mark( Porto u. Liste 30 Pf. extra) empfehlen und versenden BankOscar Bräuer& Co. Nachf., Geschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filiale: NW., Wilsnackerstr. 63. Ziehung 25. und 26. Juni er. Fahrräder! Neue und gebrauchte Memelerstr. 48 a, Bequeme an der Teilsehr billig. Königsbergerstrasse. zahlungen. Kleine Anzeigen. Elegante vorjährige Herrenhosen, Nähmaschinenlager jämtlicher feinste Stoffe 9-12 Mart. Bertauf Systeme ohne Anzahlung, Boche 1,00. Vermischte Anzeigen. Lieferung sofort, Landsbergerstraße 82. Sonnabend und Sonntag. Bersand: hausGermania, Unter den Binden 21 II Kindernährmittel, stets frisch Schankgeschäft สน verkaufen, Herren, Damen-, Kindersandalen, offeriert zur Zeit des Brechdurchfalls passend für Parteigenossen, bei Mars, dauerhaft und billig, liefert Berliner zu ermäßigten Preisen. Flora Staftanien- Allee 96. +50+ Ginfaufs Genossenschaft, Marfilius: Drogerie, Paul Lemde, Nixdorf, Straße 19. +95 Kaifer Friedrichstraße 242, betn Restauration verkauft Frucht 16466 straße 61. [+ 30* Sportbillig. Teppiche, Betten, Hermannplatz. Mein Restaurationslokal mit Ber: Steppbeden, Gardinen, Remontoir Malzkraftbier, blutbildend, für einszimmer und prachtvollem Bor: uhren verkauft Leihhaus, Neander Blutarme, Brufttrante, Schwächliche, garten empfehle den geehrten Genossen straße 6. 67/ 18* Gewichtszunahme, bessere Gesichts: überraschend, 14 Flaschen ganz ergebenft. Sonnabend und Muschelkleiderspind 27,00, schöner farbe, Sonntag musikalische Unterhaltung. Spiegel 10,00, Sofa 18,00, Näh- 3 Mark, 1/16 Tonne 3,50 erflusive. Paul Petschke, Pantow, Wollant maschine 6,00, Vertitow, Bettstellen, Nicht Flaschenzahl, Qualität ent: Porterfellerei Singler Straße 91. 18576* vollständige elegante Nußbaum- Wirt: fcheidet. Bernauerstraße 119. 97/10 Restauration mit schönem Garten, schaft billig Gartenstraße 148, vorn I, links. Cigarrenfabrit A. Tick, Jn beste Lage, Ober: Schöneweide, gegen validenstraße 124 und Breitestraße 23, über 2 großen Fabriten, fleiner Saal, empfiehlt seine hervorragenden Sorten Str. 21: 5 Pf., 27: 6 3f, 31: 7% Pf., sowie Rauch, Kau- und Schnupf tabafe. + 135* Steppdecken billigst Fabrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+ 45* Kinderwagen Holzmarktstraße 46. Kindersportwagen 8 Vereine, tegelbahn, verkäuflich. Er Andreasstraße 23. fragen Benckert, Wilhelminenhofstr. 21. 811 19096 Franzöfifch( billig) Breitestraße 5. Englisch( billig) Breitestraße 5.* Schriftliche Arbeit jeder Art, Klagen und Gerichtssachen, Steuers Reklamationen, Briefe, fertigt erfolg reich und billigst Franz Wildhagen, Christburgerſtr. 32, Quergebäude III. Patentanwalt Dammann, Ora nienstraße 57, Morisolaz. Erfindern fostenfreier Siat abends bis neun Hufalltlagen, Invalidensachen, Reklamationen fertigt Schulze, Bergmannstraße 107. 10896* Kunitstopferei von Frau Kotosty Steinmezstraße 48. an. NECHT BERLIN Stempel Fabrit von[ 10612* Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, Tiefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut Typen" Perfett zum Zusammensetzen einzelner Wörter sowie ganzer Säge von 1.50 m. an. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen: u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert 51, Pfund Brot 50 Big. Bäckereien We angelstraße 9, Krautstraße 19, Falt ensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Carl Röper. fur die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 7148* Metallbruch aller Art tauft 1811b Broderick, Oppelnerstraße 16. Vereinszimmer, Zahlstelle passend, Fernsprecher III 1785. J. B. Wilhelm Gaßmann, Badstraße 14. Vereinszimmer, neu renoviert, Grünstraße 21, Weihnacht. Große Vereinszimmer Donnerstag jeden Tag frei. Oranien 710 straße 183 parterre. Rechtsbureau, Rechtshilfe, Raterteilung Audreaßstraße Dreiund sechzig außer ( 1911b Vermietungen. Fabrikräume, Doppellicht, große, tleine und mittlere, unter günftigen Bedingungen zu vermieten. F. Simon, Michaelbrüde 1. Zimmer. 7098* 18446* Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Tüchtige Kunstschmiede verlangt Heinrichs, Hauptstraße 149. [ 726 Tüchtiger Modelleur fürs Ausland gesucht. Offerten unter" Z. 6" an [ 19136 Expedition dieses Blatts. Selterwasserabzieher mit hohem Berdienst bei Accordarbeit verlangt Meyer, Fruchtstraße 74. 19046 Blusen Arbeiterinnen, bauernde Beschäftigung, Fahrgeld vergütigt, verlangt Bornstein u. Grün, Schönes 98/ 9* berg, Feurigstraße 12. Geübte Mamsells auf Jacketts finden das ganze Jahr hindurch bet mir Beschäftigung, Preise 1,50 bis 2,00 Mart. Engros- Wertstatt Kastanien16515 Allee 86. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile + 135* spottbillig, 551* Achtung! Radfahrer! Wer sich Damenkleider reinigen, färben, Eckreftauration mit Vorgarten ein billiges Fahrrad kaufen will, Herrenanzüge reinigen von 2,50 Mart bertaufen. Auskunft erteilt mende sich an die Berliner Einkaufs Rottnicks Färberet, Andreas: Straße 78 parterre, Eisenbahnstraße 18 Schöneberg, Rirdorf, Herthastraße 1a. Genossenschaft Marfiliusstraße 19. Materialwaren-, Obst, Grün: Kinderwagen, Sportwagen, Wer Stoff hat? Fertige Herren fram und Kohlengeschäft wegen Ber: Riesenauswahl, Bazar Baby, Inva anzüge mit Futterfachen 15 Wart. Hennig. Gagner, zug nach außerhalb zu verkaufen. libenstraße 160, Frankfurterstraße 115, Schneidermeister, Frank Landaufenthalt, Zimmer Woche Friedrich, Reuterstraße 56, Rixdorf.[* Oranienstraße 31, Gebrauchte Kinderwagen, auch fürterstraße 59 III. Namen beachten. 5 Mart, Wende, Eggersdorf- Straus Belle Alliance Existenz. Milchgeschäft zu verstraße 107, Reinickendorferstraße 2d, e, Teilzahlung. W. Holze, Oranien 1907b Anfertigung eleganter Herren berg. fanfen wegen andrer Unternehmungen. Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Straße 3. garderobe. Teilzahlung gestattet. Anständiger Herr findet fleines Stargarderstraße 24. 150* Nr. 55. Teilzahlung gestattet. 647* Papagei- Auswahl, graue, grüne, Marcus, Kleine Frankfurterstr. 20.* möbliertes Zimmer. Kleine MartusGardinenhaus Große Frankfurter: Teppiche mit Farbenfehlern, fingerzahm, sofort sprechend, 25 Mart. Art straße 21, II lints. Buchbinder- Arbeit jeder straße 9, parterre. + 45* Fabrikniederlage Große Frankfurter Richter, Oranienstraße 87. fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülows straße 9, parterre. + 45* Destillations- Niederlage, viel Bier traße 56, 2. Hof parterre. 23876 Refterhandlung, Stoffe Herren, Knabenanzügen, Damen Nähmaschinen und Feuer- Ver- und Schnaps, sofort billig. ArndtMeyerlegitons, Brockhaus, Brehm, 19066 jadette, Umhängen. Kleiderstoffe, ficherung vermittelt Gustav Schmidt, ftraße 24. Geschichtswerte und alle andren Bücher Senabenanzüge, Herrenanzüge nach Solmsstraße 43, Hof Keller. Witwe verkauft Wirtschaft, fast beleiht und kauft Hannemann, Koch Schlafftelle für Herrn. Liegniger 19126 Maß. Grünerweg 81, Sparverein 7188 ftraße 36, Hof III. Gastocher! Sparsysteme! 1,50, neu, spottbillig. Megerstraße 30 II ftraße 56 I, Amt 4a 6944. Often. + 141* rechts. 98/8 Schlafftelle, anständiges Mädchen. Zweilochkocher 6,- Dreilochtocher 10, Wytri- Cigaretten. Jeder Raucher Abreisehalber Waschanzüge, Waschtleidchen, so: Gas- Blätteisen, Bügelapparate billig, verkaufe sofort fann 25 Minuten an jeder Cigarette Heffe, Fruchtstraße 42 III. Wohlauer billig meineWirtschaftsmöbel. Oranien genußreich rauchen. Wytri ist gesetzlich Freundliche Schlafstelle. Lorenz, weiteres gesperrt. wie Stofffachen sehr billig. Hoffmann, GasBratöfen 12, 1709b ftraße 38, Hof rechts parterre. 68/16| geschützt. 565 Wallnertheaterstraße 32. 18916 Warschauerstraße 67, Seitenflügel. Veteranenstraße 14. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Way Bading in Berlin. зи 857b 19036 Schlafstellen. Vergolderlehrling 1+ 30* 19086] Wollnowstr. 43. Achtung! Korbmacher. Die Differenzen bei Schulz, Albrechtstr. 10, sind noch nicht bet (+31 gelegt. Die Wertstatt ist bis auf 105/ 14* Kontrollkommission der Korbmacher.