Ur. 141. AbomttmeMs-Dedingunge«: SbonnemenIZ-Prett pränumerando: «ierteljährl. 3L0 Ml., monatl. l.lv Ml., wöchentlich 28 Pfg. frei tnZ HauS. Simelne Numm°r s Pfg. Sonntag»» Nummer mir illuNrierier Sonntag»- Beilage„Tie Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,1v Marl pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für IS 01 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Teutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Marl, für da» übrige Autland 8 Marl pro Monat. 18. Jahrs. Die Insertion.-!.«Myt beträgt für die sechZgespaltsne Kolonet- »etle oder deren Raum»o Pfg., für poltttsche und gewerkschaftliche Verein»- und Versammlung»-Anzeigen 20 Pfg. „Kleine Anzeigen" jede» Wort 5 Psg. (nur da» erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bt» 1 Uhr nachmittag» in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bt» 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bi» 8 Uhr vormittag» geöffnet. Erscheint täglich nutzer Montag«. Devlinev Volksblatt. Telegramm-Adreffer „Korialdemokral Verlin" . C�entralorgan der sociatdemokrcrtisctien Uartei Deutsitslands. Nedakkion: SW. 19, Veuth-Stratze 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1SV8. Donnerstag, den Ä0. Juni 1901. Expedikion: sw. 19, Benkh-SkraKe 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. K1S1. Bei seinen Hanseaten. ms am Sonntag das Bismarck-Denkmal enthüllt wurde, blieb der Kaiser überraschend stumm. Aber am Dienstag schon zeigte er, daß sein Schweigen nur aus besonderen Gründen entsprang und daß es nur eines geeigneten Anlaßes bedürfe, um ihn zur Kund- gebung seiner Meinungen und Bestrebungen zu treiben. Der Kaiser war auf die Unterelbe gegangen, um die Errungen- schaften des Segelsports zu prüfen. Nach Beendigung der Regatta fand an Bord der Dampfyacht„Prinzessin Victoria Luise" ein Fest- essen statt, bei welchem der Hamburger Bürgermeister M ö n ck e- berg im Namen des Norddeutschen Rcgattavereins den Kaiser be- grüßte und feierte. Herrn Mönckeberg gelang eS, den S e g e l f p o r t in Beziehung zu den p o l i t i s ch e n P r o b l e m e n z,i bringen; er erinnerte an die vor Jahresfrist eingetroffene Knude von der Beschießung der Tawforts, an die folgenden Ereignisse in China, an die endliche Beendigung dieser Wirren; er verherrlichte den Kaiser als Förderer des Handels und Gründer der„bitter notwendigen" großen Kriegs- flotte. In engem Anschluß an die Ausführungen des Bürgermeisters feierte dann der Kaiser den Segelsport, den Welthandel, den Frieden und die kriegerische Seemacht also: „Für die beredten Worte Eurer Magnificenz sage ich Ihnen meinen herzlichsten Dank. Ich spreche Ihnen und allen meinen Kameraden auf dem Wasser meine Freude aus, daß es mir ver- gönnt ist, unter Ihnen wieder einmal als Teilnehmer an den Weit' fahrten des Norddeutschen Regattavereins zu erscheinen. Seine Magnificenz hat uns in kurzer markiger Ansprache ein Bild der Entwicklung nnsreS Vaterlandes auf dem Gebiete des Wassersports und seiner Beziehungen zum Auslande im letzten Jahre in so trefflicher Weise geschildert, wie es besser und schöner nicht geschehen konnte. Meine ganze Aufgabe für die Zukunft wird sein, daß das, wozu jetzt die Keime gelegt worden sind, auch in Ruhe und Sicherheit auffprießen kann. Wir haben uns, trotz- dem wir noch keine Flotte haben, so wie sie sein sollte, den Platz an der Sonne erkämpft. Es wird nun meine Aufgabe sein, dafür zu sorgen, daß dieser Platz an der Sonne uns n übe st ritten erhalten bleibt, damit ihre Strahlen befruchtend wirken können auf den Handel und Wandel nach außen, die Industrie und die Landwirtschaft nach innen und auf den Segelsport in den Gewässern, denn unsre Zukunft liegt auf dem Wasser. Je mehr Deutsche auf das Wasser hinauskommen— sei es nun im Wettstreit des Segelsports, sei cS auf der Reise über den Ocean oder im Dienste der Kriegsflagge— desto besser ist es für un s. Denn hat der Deutsche erst einmal gelernt, seinen Blick auf das Weite, Große zu richten, so verschwindet das Kleinliche, das ihn im täglichen Leben hin und wieder umfängt. Wenn man aber diesen hohen und freien Blick haben will, so ist wohl eine Hansastadt der geeignetste Standpunkt dafür; und ivas wir vorher aus der Geschichte unsrer Entwicklung vernommen haben, ist doch wohl weiter nichts, als was ich schon einmal hervorgehoben, als ich meinen Bruder hiunussandte auf die ostasiatische Station: Wir haben die Konsequenzen gezogen aus dem, was Kaiser Wilhelm der Große, mein unvergeßlicher Großvater, und der große Manu, dessen Denkmal wir soeben enthüllt haben, als ihre Schöpfung uns hinterlaffen haben. Die Konsequenzen besteben darin, daß wir dort einsetzen, wo in alter Zeit die Hansa hat aufhören müssen, weil die belebende und beschützende Kraft des Kaisertums fehlte. So möge es denn nun die Aufgabe meines Hauses sein, bis auf lange Jahre hinaus in tiefem Frieden Handel und Wandel zu fördern und zu schützen. Ich erblicke in den Ereignissen, die sich in China abgespielt haben und die in der jetzigen Heimkehr der Truppen ihre Beendigung finden, eine Gewähr dafür, daß der europäische Friede auf lange Jahre gesichert ist, denn die Leistungen der ein- zelnen Kontingente haben eine auf gegenseitiger Hochachtung und Kameradschaftlichkeit basierende Beurteilung hervorgerufen, die nur zum Bestände des Friedens beitragen kann. In diesem Frieden werden aber, so hoffe ich, unsre Hansestädte blühen und unsre neue Hansa wird ihre Bahnen ziehen und ihre neuen Absatz- gebiete erkämpfen und erwerben; und da kann ich mich als Oberhaupt des Reiches nur über jeden Hanseaten— mag er nun Hamburger, Bremer oder Lübecker sein— freuen, welcher hinaus- geht und mit weitem Blick neue Punkte sucht, wo wir einen Nagel einschlagen können, um unser Rüstzeug daran aufzuhängen. Deswegen glaube ich wohl aus Ihrer aller Herzen zu sprechen, wenn ich mit Dank anerkenne, daß der Direktor dieser Ge- sellschaft, welcher dieses wunderbare Schiff, nach dem Namen meiner Tochter getauft, uns heute zur Verfügung gestellt hat, als kühner Unternehmer derHansa hinausgegangen ist.um für uns friedliche Eroberungen zu machen, Eroberungen, deren Früchte dereinst unsre Enkel einheimsen werden. In der fteudigen Hoff- nung, daß dieser unternehmende hanseatische Geist sich immer weiter ausbreiten möge, erhebe ich mein Glas und bitte alle diejenigen, welche meine Kameraden auf dem Wasser sind, mit mir einzustimmen in ein H o ch a u f d e n Segelsport und den hanseatischen Geist." Dieses Hoch auf den Segelsport und den hanseatischen Geist erhält noch besondere Eindringlichkeit durch nachfolgende Nachricht aus Hamburg: „Vor der Preisverteilung bei der Cuxhaveuer Regatta über- reichte der Kaiser dem(tzcneraldircktor Ballin sein Bildnis mit folgender eigenhändiger Widmung:„Dem weitblickenden unermüdlichen Bahnbrecher für unsren deutschen Handel und unsre Ausfuhr". Bei der Verbreitung dieser Kaiserrede scheint zuerst der auge- kündigte Ausschluß der nichtamtlichen Berichterstatter durchgeführt worden zu sein. Die Rede ist gegen 24 Stunde» später in die Oeffcntlichkeit gelangt, als sie gehalten wurde, und doch haben die Bemühungen der amtlichen Berichterstatter den wirklichen Wortlaut so wenig feststellen können, daß das Telegraphenbureau die Rede mit den Worten einleitet: Der Kaiser sagte„etwa folgendes". Aus dieser ungenauen Wiedergabe dürften sich einige Unklarheiten der Rede erklären. Die Rede des Kaisers wiederholt Auffassungen, die er öfter geäußert hat. Die Wiederholung liefert de» Beweis, daß auch der C h i n a z u g die weltpolitischen Ansichten des Kaisers nicht zu er- schüttern vermochte. Immerhin bietet die Formulierung, die der Kaiser seinen Auffassungen in dieser Rede gab, einiges Bemerkens wertes. In Uebereinstimmung mit dem Reichskanzler lehnt der Kaiser die sklavische Anlehnung an die Politik des großen Dieners seines Großvaters ab, er will„die Konseqnenzen" jener nun un- modernen Politik ziehen. Allerdings hat Bismarck in diesen„Kon- sequeuzen" nicht die Fortführung, sondern die Abbröckelung seines Werkes gesehen und den„Weltpolitikern" das Wort zugerufen:„Wer zu viel umfaßt, hält schlecht zusammen I Aber wir leben nun einmal in einer neuen Zeit. Neue„Plätze an der Sonne werden erworben, und der Name Bismarck vergeht vor dem neuen Namen— B a l l i n. Es mag den Grafen B ü l o w erfreuen, daß nicht nur die bürgerliche Presse von rechts bis links seiner Rednergabe huldigt, sondern daß selbst der redebegabte Kaiser bei ihm die oratorische Anleihe vom„Platz an der Sonne" macht. Bekundet sich doch auch in dieser Aeußerlichkeit eine nicht geringe Uebereinstimmung in den Anschauungen des unverantwortlichen und des verantwortlichen Leiters der Reichspolitik. Jedoch es ist nicht ganz deutlich, was der Kaiser meint, wenn er vom„Platz an der Sonne" spricht, für dessen„un- bestrittene Erhaltung" er sorgen wolle. China kann der Kaiser wohl nicht meinen, denn weder Habensich dort bisher irgendwelche sonnigen Hoffnungen erfüllt noch würde zur Erhaltung dieses Sonneuplatzesbe sondere Fürsorge gegen Bestreitungen seitens andrer Völker aufgewendet werden müssen, da ja vielmehr andre Völker uns überaus gern auf jenen Platz geraten sahen, wo wir die Opfer tragen für ihre Rivalitäten. Der Kaiser dachte also gewiß mehr an die allgemeine erfreuliche Entfaltung des deutschen Handels und der deutschen Industrie. Auf diese Auffaffung weist der ganze Gedankengang der kaiserlichen Rede. Dann aber ist wiederum nicht ersichtlich, wie der Kaiser meinen konnte, daß der„Platz an der Sonne" erkämpft sei,„trotzdem wir noch keine Flotte haben, so wie sie sein sollte." Die Entwicklung des deutschen Handels, die wachsende Beteiligung am Weltverkehr geschah ohne jeden Einfluß der Schnellfeuerkanonen auf den Panzerschiffen. Wo die„gepanzerte F a u st" ein- schlug, da gerade erlitt der Handel schwere Wunden. Wo die W e 1 t m a r k t s Politik in Weltmacht Politik umschlug, da wurde Deutschland unsäglich getroffen an Gut und Blut. Es hat zwar niemand gezweifelt, daß der Kaiser nicht leichthin Kriege anzetteln wolle, aber es ist dennoch in den heutigen Zeit- Verhältnissen stets erfreulich, zu vernehmen, daß das Reichsoberhaupt „seine ganze Aufgabe" darin sieht, daß die jetzigen Entwickluugs- keime„auch in Ruhe und Sicherheit aufsprießen können". So schlauch der lorbeerlose Ausgang des.undankbaren" Chinazuges Friedensstimmungen bestärken könnte,— selbst unter solchen Voraus- setzungen ist die Thatsache der Friedensstimmung dem Volke willkonimen. Jedoch wird das Volk eine Gewähr dieser fried- fertigen Stimmungen schwerlich daraus entnehmen, daß in China „die Leistungen der einzelnen Kontingente eine auf gegenseitige Hoch- achtung und Kameradschaftlichkeit basierende Beurteilung hervor- gerufen haben". Eher hat da eine Armee von der andern noch etwas„gelernt" in der Ausrüstung der Truppen, in der„Güte" der Waffen, und der Anreiz ist gegeben zu neuen„Verbesserungen", zu neuem Wettrüsten, in dem die unaufhörliche Kriegsbedrohung wurzelt, das einen echten Frieden ausschließt. So wenig nun aber diese Rede des Kaisers, sei es bezüglich des Segelsports, sei es bezüglich des Sonnenplatzes, sei es bezüglich des gesicherten Friedens Neuigkeiten gebracht hat,— so ist sie dennoch nicht gänzlich ohne aktuell politisches Interesse. Nicht durch das, was sie sagt, sondern daß sie dieses sagt zu einer Zeit, wo ein ganz andres Wort von den Ge- treuesten der M o n a r ch i st e n ersehnt wird. Nach der„gräßlichen Flotte", nach dem gräßlichen Kanal— eine Kaiserrede, die da gilt dem weiten Ausgreifen über die Oceane, der Förderung des Handels. Den Segelsport lassen sich auch die Agrarier gefallen, aber daß der jüdische Kaufmann zum Führer und, Helden der Nation erkoren wird... Den Feinden einer vernünftigen Handelspolitik, den agrarischen Zolllvucheren, waren die Hergänge bei der Enthüllung des Bismarck- Denkmals bereits höchst verdrießlich. Jetzt feiert der Monarch den hanseatischen Geist. Früher weilte der Kaiser mit Vorliebe bei seinen Märkern, um vom Schutz der Landwirtschast und der Bekämpfung des Um- sturzes zu sprechen; aber schon mehrere Jahre kam er nicht in ihre Mitte. Jetzt weilt er bei seinen Hanseaten und Herr B a l l i n hat Audienz bei ihm, so intim und so ausgedehnt, wie es lange keinem Junker geglückt ist. Schon jubelt wieder die liberale Presse und die konservativen und agrarischen Zeittingen verstummen. Uns aber scheint es voreilig, wenn die„National-Zeitung" aus der Kaiserrede die Hoffnung gewinnt,„daß die Gefahr eines Siegs der agrarischen Absperruugspolitik nicht mehr so groß ist. wie sie es vor einigen Monaten war." Und dann: die arbeitenden Klassen in Deutschland begeistern sich ebenso wenig für hanseatischen Weltmacht- spart wie für junkerlichen Brot Wucher!— z)olikischv Mebovflchk. Berlin, den 19. Juni. Eine neue Militärdorlage? Eine Korrespondenz behauptet, die Regierung habe die Ab- ficht, die Rückkehr der Truppen aus China zu be- nutzen, um auch bei den Regimentern, welche jetzt nur zwei Bataillone haben, dritte Bataillone ein- zuführen. Das würde eine Steigerung der Präsenz um 25 000 Mann bedeuten. Es sei nicht ausschlössen, daß die Sache vor Znsammentritt des Reichstags durchgeführt und dann dem letzteren als vollendete Thatsache zur Genehmigung vor- gelegt werde. Der Kaiser habe sich dahin ausgesprochen, ein Re- giment ohne drittes Bataillon sei unvollständig. Wir geben die Nachricht ohne jede Gewähr.~ Es scheint, als ob die Konservativen eine Art Militärkonflikt veranlassen möchten, um sich zu Gunsten des Brotwuchers als allein militärfromme Partei darzubieten, wenn die Mehrheit dcS Reichs« tags es ablehnen sollte, eine ohne ihre Bewilligung verfaffungs- widrig durchgeführte Heeresvermehrung gutzuheißen. Wir möchten es immer noch für ausgeschlossen halten, daß die Regierung dcS Grafen Bülow abermals in verfassungswidriger Weise eine Aktion durchzuführen beabsichtigt, wie sie es im China- krieg gewagt hat. Freilich, die jämmerliche Haltting des Reichstags in der Chinafrage war sehr geeignet, die Regierung zu ermutigen, auch künftig zu thun, was sie will oder muß, ohne den Reichstag erst zu befragen, der in die Rolle einer willenlosen Bewillignngs- Maschine verwiesen wird. Grade deshalb aber dürften auch die Spekulationen der Agrarier sich als müßig erweisen. Das Ccntrum läßt es zu keinem Militär- konflikt kommen— eher bewilligt es das Doppelte, was verlangt wird.—_ Bauernfang. Aus erklärlichen taktischen Gründen hat die Centrums- presse sowohl den Einfall der Apostel des Bundes der Land- Wirte in die rheinische Centrums- Domäne. als die vor Pfingsten auf dem Kreis-Verbandstage des katholischen „Rheinischen Bauernvereins" gegen die Centrumsdiplomatie gefallenen scharfen Aeußerungen halb spöttisch behandelt. Sie that, als sei die in der rheinischen Bauernschaft hervortretende Neigung, sich unter die Wangenheim- Rösicke-Hahnsche Direktive zu stellen, ohne alle ernstere Be- deutung, als sei ihre Anhängerschaft zu gut gedrillt, um sich verlocken zu lassen; und zugegeben muß werden, so leicht wie in der Rheinpfalz, wo bei der letzten Reichstagswahl die Büudler die dort alteingesessene, besonders spießbürgerliche Species des Nationalliberalismus ohne große Mühe in den Sand streckten, dürfte den ostelbifchen Missionaren des Sieben- markfünfzig-Zolls ihre Aufgabe der Bauernfängerei im katho- lischen Rheinland kaum werden; dazu hält denn doch die ton- surierte Gendarmerie zu scharfe Disciplin. Aber immun gegen die schönen Verheißungen der Prediger des Zoll- evangeliums sind die Bauern keineswegs, das zeigt die trotz aller Bekämpfung seitens der Klerikalen sich weiter ausdehnende bauernbündlerische Bewegung in Bayern, und das lehrt auch wieder die Haltung des„Rheinischen Bauern- Vereins", der, wie die„Deutsche Tageszeitung" zu melden weiß, allen seinen Ortsverbändcn eine Petition zur Unter- schrift vorgelegt hat, die in den Hauptsätzen lautet: „Da die Landwirtschast, wie die sich von Jahr zu Jahr steigernde Grundverschuldung sowie die angestellten Rentabilitäts- berechnungen erweisen, sich in großer Notlage befindet, so richten wir an den deutschen Reichstag die dringende Bitte, bei der Fest- setzung des Zolltarifs und der Neuregelung der Handelsverträge allen landivirtschaftlichen Erzeugnissen einen solchen Schutz air- gedeihe» zu lassen, daß die verschiedenen Zweige der Land- Wirtschaft ivieder einen angemessenen Gelvinn abivcrfen. Ins- besondere sind die landivirtschaftlichen Produkte durch einen Doppeltarif zu schützen. dessen Minimalsatz auch beim Abschluß von Handelsverträgen nicht überschritten werden darf und der unter normalen Verhältnissen eine mäßige landwirtschaftliche Rente sicherstellt. Eine solche Rente dürfte beim Getreidebau gegeben sein, wenn im Durchschnitt der Doppclcentncr Weizen auf 20 M.. der Doppelceutner Roggen auf 16 M. und der Doppelcentncr Hafer und Gerste auf 15 M. sich stellen würde. Es sind das die Durchschnittspreise der Jahre 1850—90, und wenn man bedenkt, daß seitdem auf feiten der Konsumenten die Einnahmen(Löhne, Gehälter usw.) nicht un- erheblich gestiegen, auf feiten der Produzenten die Ausgaben (Löhne, Abgaben usw.) sehr erheblich gewachsen find, so muß jene Forderung als eine durchaus billige und gerechte angesehen werden. In ähnlicher Weise wie der Getreidebau ist die Vieh- n ch t, die V i e h m a st und die Milchwirtschaft zu "ützen, in deren Interesse auch von einem Zoll für die sogen. stß.....-—.--------■•-.........- Züsch ü Kraftfuttermittel(Kleie und Rückstände der Oelfabrikation) Ab- stand zu nehmen ist.— Zur Besserung der Lage der Kleinbauern in der Nähe der Städte ist der deutsche G e m ü s e- und O b st- bau insoweit zu schützen, daß das einheimische Produkt mit dem ausländischen auf dem deutschen Markte konkurrieren kann. Ruch der deutsche Weinbau, insbesondere der Rotweinban. dem der italienische Handelsvertrag schwere Wunden geschlagen hat, bedarf eines kräftigen Schutzes. Wegen ungenügenden Schutzes ist der deutsche Tabakbau von Jahr zu Jahr zurückgegangen. Es werden dadurch besonders die Interessen der kleinen Landwirte ge- schädigt. Bei dem sich immer mehr entwickelnden Verkehr und den stets fallenden Frachten der Exportländer mutz auch der deutschen Waldwirtschaft ein Zollschutz gewährt werden, der sie in den Stand setzt, in der Heimat mit dem Ausland dauernd zu konkurrieren. Ganz besonders bedürfen die L o h s ch ä l- " " waldungen eines wirksamen Schußes. Auch bedürfen die land- 1 suche sieht, so steht der Bund im Bunkte Fortschritt noch hinter der Landarbeiter dem Altenburger Landtag zugegangen fei, scheint auf wirtschaftlichen Nebenbetriebe, Geflügel- und Bienenzucht, Springprozession zurück, die mache wenigstens zwei Schritte vorrrtum zu beruhen; wenigstens ist der Landtag zur Zeit garnicht eines besseren Schutes. Wenn endlich diejenigen Maßnahmen, wärts und nur einen zurück, hier solle aber einer vorwärts und zwei versammelt. Ob ein solches Gesetz beabsichtigt wird, ist eine andre welche die ausländische Einfuhr begünstigen, z. B. die Transit- zurück gemacht werden. Das Resultat war der endgültige Sieg der Frage. lager, Mühlenkonten, Tarifbestimmungen, aufgehoben bezw. Hint- Borwärtsstrebenden. Unter anderm wurde folgende Resolution einDer Kampf ums Johannisfener. Aus Baden wird uns angehalten werden und so die erhöhten 3ollsäge voll stimmig angenommen: zur Geltung kommen, so darf unser Vaterland sich der Die am 14. Juni 1901 in Rüdesheim am Rhein tagende geschrieben: Der Alte im Sachsenwalde" erregt noch im Grabe Hoffnung hingeben, daß es den deutschen Bauern gelingen wird, Bundesversammlung der freireligiösen Gemeinden Deutschlands Bwietracht unter der patriotischen Jugend des Reiches. In der die deutsche Landwirtschaft zu erhalten und zu fräftigen." protestiert einstimmig gegen die Gewissensbedrückung, der in ver- Universitäts- und Erzbischofsstadt Freiburg hatten seine VerDas sind genau dieselben Forderungen, die erst kürzlich schiedenen Staaten des Deutschen Reichs( u. a. in Preußen) ehrer in akademischen Kreisen ihm auf dem Schloßberg auch eine Herr Hahn in Köln gestellt hat: der Doppeltarif, die Er- diffidentische Eltern durch Zwangseinschulung ihrer Kinder in den jener Feuersäulen errichtet, wie fie bereits da und dort im schwerung der Einfuhr von Vieh, Geflügel, Eiern 2c., sowie Religionsunterricht einer fremden Religionsgemeinschaft unter- Reiche die Höhen verunzieren. Bei der Bestimmung des Termins, worfen werden. der streng wissenschaftlich berechnete" SiebenDie Bundesversammlung verlangt, daß die an dem alljährlich das Abbrennen des Bismarckfeuers stattfinden soll, martfünfzig Boll. Direkt spricht sich die Petition zwar nicht durch die Gesetze und die Verfassung gewährleistete Gewissens- tam es mun unter der Freiburger Studentenschaft zu einem amüsanten freiheit wie allen andern vollberechtigten Staatsbürgern auch den Konflikt. Eine allgemeine Studentenversammlung hatte hierfür den für lekteren Bollsatz aus; thatsächlich aber kommt, da der 21. Juni festgesetzt. Gegen die Wahl dieses Tages legten Dissidenten gewährleistet werde. jedoch die katholischen Korporationen beim Senat Doppelcentner Weizen in Preußen im Durchschnitt der er als der Lag Die Subventionierten des Bundes. Die Kreuz- Zeitung" der Universität Verwahrung ein, da Jahre 1892/1900 fich auf 155 M. pro Tonne, der Roggen auf nennt es reinen Ehrenmann; auf das schimpflichste verleumden", der Sommerfonnenwende Erinnerungen an heid= 131 M. pro Tonne gestellt hat, die Forderung der Garan- wenn man ihm nachsagt, daß er vom Bunde der Landwirte Diäten nische Gebräuche" wachrufe. Der Senat erwiderte tierung eines Preises von 20 m. pro Doppelcentner Weizen erhält. So niedrig hätten wir den Bund denn doch nicht ein- darauf, daß er diese Gründe mit dem besten Willen nicht zu verund 16 M. pro Doppelcentner Roggen auf einen Weizenzoll geschäßt. Judeffen sei es für alle Fälle festgestellt, daß die Kreuz- stehen vermöge, empfahl aber der Studentenschaft, um des lieben von 8 M. und einen Roggenzoll von 6,50 M. hinaus, also Beitung" solches Verhältnis für höchst schimpflich" erachtet Friedens willen, einen andren Tag für die Feier zu wählen. Der im Mittel etwa 7,50 M. Und um auch den rheinischen hoffentlich hält sie dies Urteil aber nicht nur so lange aufrecht, als Ausschuß der Studentenschaft hielt jedoch an seinen, vom Senat ja Weinbauer, Tabat- und Obstbauer für die ostelbischen sie mit der trostbedürftigen Deutschen Tageszeitung" die Sache für auch grundsäglich nicht angefochtenen Beschlüssen fest und machte Bestrebungen einzufangen, werden, genau nach dem unbeweisbar" hält. Wird sie dieses Urteil auch, aufrecht erhalten, dieſem hiervon Mitteilung. Seitens des Senats erfolgte hierauf die Die Antwort Wangenheim Hahnschen Rezept, diesen ebenfalls durch Er- wenn fie fich überzeugt haben wird, daß die Hoffnung der Deutschen Anfrage, weshalb am 21. Juni festgehalten werde. lautete dahin, andre Universitäten hätten, ohne Widerspruch zu finden, höhung der Wein, Tabat- und Obstzölle allerlei Extra- Tageszeitung" falsch ist und auch solche Dinge beweisbar find? Das Organ des Bundes der Landwirte" hat bisher unfre den gleichen Tag gewählt oder vorgeschlagen. Daraufhin erteilte Profite in Aussicht gestellt. Behauptung keineswegs für falsch erklärt; es hat sich nur damit dann der Senat die Genehmigung zur Feier am 21. Juni.- Die Daß eine solche Zollpolitik, wie sie in dem obigen Schrift- beruhigt, daß fie unbeweisbar" fei. Wenn man aber jetzt zu dem Angehörigen der Freiburger katholischen Studentenverbindungen bestück verlangt wird, nicht nur den Abschluß von Handels- beliebten Stniff fich flüchtet und„ Namen" begehrt, so haben wir finden sich nun in einer wenig beneidenswerten Lage: entweder berträgen mit Rußland und Oestreich völlig unmöglich macht, einstweilen dazu nicht die geringste Neigung, nachdem wir bei müssen sie dem Tanz um den brennenden Bismarcherd ganz fernfondern auch mit Italien, das nach Deutschland vornehmlich der Deutschen Tageszeitung" so üble Erfahrungen gemacht haben. bleiben, oder aber sie laufen Gefahr, in ihren christlich- frommen Wein und Früchte exportiert, liegt auf der Hand. Doch nicht hinsichtlich des einen Namens, den wir angegeben haben, im Fall Männerbusen freventlicherweise Erinnerungen an heidnische Ge darum handelt es sich hier, sondern um die keine Intrigue, des bündlerischen Centrumsagenten Bauer! Die„ Deutsche Tages- bräuche" wachzurufen. Feine List verschmähende Art, durch welche der Bund der zeitung" ist bis zur Stunde stumm wie das Grab- die Namens Landwirte feine Zwecke zu erreichen sucht. Die Petition ist genügt. Mag erst einmal die Deutsche Tageszeitung" flipp und nennung hat also gar nichts für die Aufklärung der Angelegenheit nichts als eine Pression auf das Centrum, hinter der flar für den Bund erklären, daß unsre Mitteilung, der Bund habe deutlich genug die Mache der Bundesleiter heraus- einzelnen, nicht offiziell im Bunde angestellten, Abgeordneten Diäten schaut; spielt doch doch derselbe Herr H. Bauer, den gezahlt, falsch fei. wir erst dieser Tage als Subsidien Empfänger aus dem Wir fürchten, daß die Debatte mit der Deutschen Tages bündlerischen Reptilienfonds charakterisierten, in dem Rhein. zeitung" ebenso awedlos fein wird, wie im Falle Bauer und darum Bauernverein" eine Hauptrolle. Es soll die katholische dürfte es sich empfehlen, an andrer Stelle die Bundeshäupter Bauernschaft des Rheinlands, mag auch vielfach ihr bäuerlich- direkt zu befragen, an einer Stelle, wo es nicht möglich ist, sich hinter der Hoffnung des„ Unbeweisbaren" zu verschanzen. wirtschaftliches Interesse dem des ostelbischen Junkertums entgegengesett fein, zur Opposition gegen das Centrum auf- Im Möllerschen Wahlkreise Duisburg- Mühlheim wird, wie gereizt werden, damit dieses sich zu weiterer Nachgiebigkeit gegen uns berichtet wird, der Sekretär des rheinisch- westfälischen Scharfdie agrarischen Forderungen versteht, als es sonst aus so ausgesprochen antisociale Kandidatur dürfte die Aussichten des als es sonst ausmacher- Verbands, Dr. Beumer, die Kandidatur annehmen. Eine Rücksicht auf seine Anhängerschaft unter den Gewerbe- Centrums im Wahlkreise erhöhen. treibenden und Industrie Arbeitern thun würde. Und leider 0 = " " " hat diefe Spekulation bei der heutigen Zusammensetzung des Monaten des chinesischen Nachezugs nicht ein einziges Beispiel aufDie hunnenoffiziöse Briefstellerei, von der man in den ersten Centrums manche Aussicht auf Erfolg. Das Ende vom treiben konnte, ist sehr fräftig ins Kraut geschossen, nachdem die Liede wird wieder sein, wie schon so oft zuvor: Junter und Sunnenbriefe und Sunnenthaten in Deutschland bekannt geworden find. Großbauer erhalten die Vermehrung ihrer Man hat offenbar den„ gutgesinnten" Soldaten geraten, die materiellen Güter, der Arbeiter aber wird Schilderungen ihrer Stameraden zu widerrufen. Das geht recht mit schönen Vertröstungen auf das enfeits deutlich aus einem Brief aus Tubiutsoang vom 18. April hervor, abgefunden bis auch er einsehen lernt, was es den der Hofer Anzeiger"( Nr. 138) veröffentlicht und in dem eigentlich mit dem sogenannten vom Centrum betriebenen es heißt: „ Ausgleich der Interessen" auf sich hat. Deutsches Reich. Der groß gedruckte ,, Diener". Die„ Tägl. Rundsch." bringt noch einen kleinen Beitrag zur Feier der Enthüllung des BismardDenkmals: Ausland. Ein zarischer Milderungsukas. Der Petersburger Regierungsbote" macht bekannt, daß der Kaiser folgendes anbefohlen hat: 1. Von den Studenten, welche von den Universitäten wegen ihrer Teilnahme an den Unruhen relegiert wurden und zur Strafe Militärdienste leisten, werden diejenigen, welche vermöge thres Familienranges fich im Besize von Privilegien erster Klasse be finden oder welche körperliche Gebrechen haben, die sie untauglich zum Militärdienst machen, von jezt ab bom Militärdienst befreit. 2. Alle andern Studenten, welche jetzt zur Strafe Militärdienst leisten, werden in ihre Rechte bezüg lich des Militärdienstes wieder eingefekt, gleichviel welche geit für ihren Dienst im Heere angefekt ist. 3. Unter Aufhebung des geltenden Gesetzes wird allen Studenten, welche jetzt zur Strafe Militärdienste leisten, die Dienstzeit von dem ersten Tage des auf ihren Eintritt in das Heer folgenden Monats an gerechnet. Damit hat die russische Regierung wenigstens eine der schmählichsten Grausamkeiten gegen die Universitätsjugend gemildert. Man soll jedoch den Sinn des Utases nicht überschäßen, denn gegen die Was ich Euch noch mitteilen möchte, ist: ja diesen Beitungs- ftrafweise Einreihung der Studenten unter die Soldaten hatten schreibern nicht zu glauben, denn was über die Herren Offiziere die militärischen Kommando stellen selbst protestiert, geschrieben wird, ist in den meisten Fällen unwahr, und wenn weil jene Maßnahme zugleich eine Herabsetzung der Militäre ja einmal ein Herr zu derartigen Aeußerungen, wie es Dienstpflicht des gewöhnlichen Soldaten bedeute. bie Zeitung schreibt, tommt, so find die Leute selbst daran schuld. Ich für meine Person kann über unsre Compagnieoffiziere nicht das geringste sagen, im Gegenteil, ich muß sie nur loben Es wird manchen Kameraden Amerikanisch russischer Handelsstreit. Aus Washington wird gemeldet: Der russische Botschafter Cassini hat bem Staats noch bitter reuen, solche Briefe hinauszuschreiben, denn es tommt doch alles ans Tageslicht. Ihr macht Euch sekretär Hay mitgeteilt, daß infolge der Bollmaßnahmen überhaupt keinen Begriff, was schon für tolossale Strafen gegen russisches Petroleum der russische Finanzminister verhängt worden sind wegen Meuterei, Mord Witte die von ihm in seinem Erlaß vom 7. Juni namhaft ge= und Sittlichkeitsvergehen, und da ist es denn kein machten Tariferhöhungen auf harzartige Substanzen und auf Wunder, wenn es etwas strenge von oben herabgeht." Fahrräder aus Amerika in Anwendung gebracht habe. Der Mann, der dies geschrieben, beherrscht das Handwerk eines offiziösen Schönfärbers noch nicht recht. Er läßt zu tief in die Karten sehen. Schatzsekretär Gage erhob darauf Widerspruch gegen die in dieser Note liegende Behauptung, das Vorgehen Ameritas enthalte eine Differenzierung gegen Rußland. Gage fügt hinzu, man möge ihm gestatten, die Frage der Erwägung zu unterbreiten, ob die von der kaiserlich russischen Regierung ergriffenen Maßregeln nicht unvereinbar seien mit den Rechten der Vereinigten Staaten aus dem bestehenden Die Worte des Kaisers( in Hamburg) werden überall im deutschen Lande ein frendiges Echo wecken und zu mannigfachen Erörterungen Anlaß geben. Es wird dankbar begrüßt werden, daß der Kaiser in seiner Rede des Fürsten Bismard, dessen Denkmalsenthüllung er eben beigewohnt hatte, gedacht hat und ihn dabei als großen Mann, nicht bloß als großen Diener gefeiert hat, denn der besonders große Truck, mit dem gerade das Wort Diener auf dem Kranze des Kaisers am Denkmal hervorgehoben ist, hat Fragen aufgeworfen, die in die Festesfreude einen trüben Ton Der geifte gestörte Hauptmann. Zu dem von uns erwähnten brachten." Graudenzer Fall, an den die Krosigk Affaire erimerte, wird uns Das doppelte Centrumsgeficht. Zu dem von uns bereits aus Leferkreisen geschrieben: mitgeteilten Beschluß des Gemeinderats der Stadt Straßburg i. E. Es war der Hauptmann Beffer, Chef einer Kompagnie des gegen die Getreidezollerhöhung wird uns von dort noch geschrieben: 8. Ostpreußischen Infanterie- Regiments Nr. 45, damals in Graudenz, Die gweideutigkeit der Haltung der Kleritalen trat bei diesem An- der Unteroffiziere und Mannschaften jahrelang à la Krofigt bis zur Sandels- und Schiffahrtsvertrage. Taß wieder recht deutlich in die Erscheinung. Seit Monaten bekämpft Empörung gequält hatte. Vom Feldwebel bis zum letzten Refruten sezte die schwarze Presse des Reichslands die Gegner der Zollerhöhung die gesamte Stompagnie eines Morgens dem Kommando, Stillgestanden" aufs heftigste, insbesondere thaten sich dabei die beiden haupt- und Gewehr auf" Ungehorsam entgegen und verharrte in paffivem Widerftädtischen Blätter Elsässer" und der Boltsbote" der Reichstags- stand. Es erfolgte Verhaftung und Abstrafung der ganzen Compagnie zu Abgeordneten Delsor und auß hervor. Das geschah natürlich graufam langen Strafen. Und als Schreiber dieser Zeilen 1871/72 mit Rücksicht auf die ländlichen Arbeiter, denen man bei der 2. Compagnie desselben Regiments seiner Militärpflicht geder Zollerhöhung goldene Berge versprach. In der nügte, befanden sich noch viele der Unglücklichen hinter KerferStadt dagegen, wo es die industrielle Arbeiterschaft mauern; von Begnadigung war keine Rede, obschon bald nach der im feritalen Anhang zu halten gilt, geberdet man sich aus Menterei Hauptmann Besser iufolge Wahnsinnsausbruch s taktischen Gründen zollgegnerisch. Wie der offizielle Bericht entlassen und wenige Jahre darauf in tiefer Geistesumnachtung verfeftftellt, gelangte der erwähnte Proteftantrag im Straßburger Gestorben war! bon " * Auch mit Italien verwickeln sich die Vereinigten Staaten in Bollzwiftigkeiten. Es wird hierüber berichtet: Schazsekretär Gage ordnete die Erhebung eines Ausgleichs3olls auf italienischen Rübenzuder an, da die italienischen Steuergesetze offenbar eine indirekte Prämie ge währten.Frankreich. Paris, 19. Juni. Die marokkanische Gesandtschaft ist gestern Belgien. meinderat e instimmig zur Annahme; es haben also auch die Frau Singer. In schönen Erzählungen über die Social- bier eingetroffen. Heute nachmittag findet der Empfang beim sämtlichen flerifalen Mitglieder, die Parteifreunde der Herren Delfor demokratie ist niemand fruchtbarer als die niedere katholische Breffe. Minister des Aeußeren Delcassé statt. und Hauß, fich demselben angeschlossen und damit gegen die Zoll- Der Arbeiter", ein Organ zur Verblödung katholischer Arbeiter, erhöhung votiert. Die Verlegenheit, in die dadurch die schwarze berichtet ganz ernsthaft von den sechs reichen Soci Juden" Brüffel, 19. Juni. Die Kammer hat in ihrer gestrigen Singer, Herzfeld, Schoenlant, Gradnauer, Stadthagen, Haase- Sigung beschlossen, sich vom 1. August bis 1. Oftober zu vertagen. und fügt dann folgende Geschichte hinzu: " Und diese reichen Juden, wie Singer, deffen Frau auf Die Kongovorlage soll möglichst schnell beraten werden. Italien. der legten Welt- Ausstellung in Paris einen Halsschmud ausgestellt Bresie geriet, ist freilich keine geringe. In richtiger Würdigung der Parteidevise:" Für Wahrheit, Freiheit und Recht!" unterschlägt fie ihren Lejern auf dem Lande die zollgegnerische Saltung der flerifalen Straßburger Stadtratsmitglieder und sucht die Aufmerksamkeit ihrer Anhänger durch einige läppische Angriffe auf den Bürgermeister Back von der Sache abzulenten. Das sind die Schmerzen einer Bolts"-Partei, die es den Großen und den Kleinen recht machen will und sich dabei zwischen zwei Stühle ſetzt! er " 1 hat, dessen Wert in die Millionen geht, schämen sich nicht, mit dem Rom, 16. Juni.( Eig. Ber.) In der jüngsten Debatte über Gelde der Arbeiter sich dafür bezahlen zu lassen, daß sie der Partei das Budget der auswärtigen Angelegenheiten bekämpfte die angehören und vielleicht manchmal eine Rede thun." Unmittelbar nachdem diese Geschichte ruchbar geworden, hat die reaktionäre Opposition scharf den Minister Brinetti, der das VerDie Annahme des Gewerbegerichte Entwurfs fündigt socialdemokratische Partei Deutschlands beschlossen, die Frau Singer brechen begangen hatte, die Rechte zu verlassen, um in ein Das wahre Ziel der Schweinburg an, der im Auftrag des Centralverbands bisher gegen nebst ihrem Halsschmud zu beschlagnahmen und sie gründlich zu Ministerium der Linken einzutreten. diese Novelle gewütet hat. Die Reichsregierung habe die einzel- Gunsten der Partei zu erpropriieren. So ist denn Genosse Singer Fehde war, die Regierung zu sprengen und eine Krise herbeiDie Socialist en forderten vorgestern mit den staatlichen Regierungen ersucht, sich über den Gewerbegerichts- schnell wieder um seine Frau gekommen, die ihm das katholische zuführen. Gefeßentwurf zu äußern, ehe andren Gruppen der äußersten Linken ein ablehnendes Botum zur Verhandlung Blättlein großmütig verliehen hat. gegen die Regierung. Dagegen beschlossen sie gestern in geheimer Abstimmung, bei dem Budget der auswärtigen Angelegenheiten für die Regierung zu stimmen; hierbei leitete sie die Erwägung, daß der Sturz des Ministeriums bezüglich der auswärtigen Politik teine Besserung, aber bezüglich der inneren Politik eine Verschlechterung bringen würde. Das Kabinett wurde mit einer Mehrheit von 29 Stimmen gerettet; die Zahl der socialistischen Stimmen betrug 15. Die Folge diefer Vorgänge find immer wütendere Angriffe der Reaktionäre gegen die Socialisten. im Plenum des Bundesrats gelangt. Es scheine, daß die Mehrzahl der Bundesregierungen, obschon sie erhebliche Bedenken Der Führer der Kottbuser Antisemiten, Johannes Krüdecke, gegenüber dem Dreibund; bei der Abstimmung stimmten sie allein gegen die weitgehenden Abänderungen haben, welche der Entwurf Oberfekretär der Staatsanwaltschaft, wurde wegen Unterschlagung im Reichstage erfahren hat, doch aus politischen" Gründen geneigt ist, dem Gefeßentwurf in seiner jegigen Faffung die Zustimmung zu erteilen. Das soll heißen aus Rücksicht auf den Reichstag, nament. lich auf das Centrum will der Bundesrat in den fauren Apfel beißen! amtlicher und anderer Gelder und Wertsachen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. In 29 Fällen hatte Str. Gelder des Juftigfistus unterschlagen, in 22 Fällen desgleichen( als GefängnisInspektor) Gelder armer Gefangener; auch die goldene Uhr eines Gefangenen hatte Str. fich angeeignet. Krüdede bezog mit einigen Nebenbezügen 3500 M. Jahresgehalt. 1 Dänemark. Der 19. Bundestag der freireligiösen Gemeinden Deutsch- Altenburg, 18. Juni.( Eig. Ber.) Der Abg. Reichardt in lande tagte vom 13. bis 15. Juni in Rüdesheim a. Rh. Uns Pölzig ist an Blutvergiftung plöglich gestorben. Er wurde an Stelle einen ländlichen. feit wird darüber berichtet: In Stettin war es vor 2 Jahren gelungen, des Genossen Schüler, der den Kreis seitens der linksstehenden wirklich freien Gemeinden es durch sechs Jahren vertrat, vor wenigen Wochen gewählt. Die dem Eine Episode aus dem Klaffenkampf. Ein Aufsehen zusehen, daß in die Grundsäge wenigstens das Wort„ Dogmen frei" nächstige Na ch wahl bietet für unsre Partei wenig Chancen; und einige andre kleine Verbesserungen aufgenommen wurden. Das unire Beteiligung an der Wahl und die Thatsache, daß die erregender Prozeß zwischen den Vertretern der Arbeiter den Kreis bei zwei Wahlen behauptete, fchaft Odenses und den Spizen der dortigen verdroß die rechtsstehenden gläubigen" Gemeinden und es wurde Socialdemokratie der Landwirte zu außerordentlicher Thätig- bürgerlichen Gesellschaft gelangte dieser Tage vor dem jezt versucht, die diesen Gemeinden unbequemen Zusätze wieder hat den Bund der Landwirte zu herauszubringen, ein Versuch, der zu heftigen Auseinander feit angespornt. Ein großer Teil der Arbeiter befindet sich höchsten Gericht in Kopenhagen zum Abschluß. Die Socialfegungen führte, in welchen Debatten besonders die Herren noch in zu großer Abhängigkeit der Agrarier, ein andrer Teil scheut demokraten von Odense hatten von dem Grundbesitzer Näsbyhoved Vogtherr Stettin, Friderici und Hoffmann- Berlin gegen die leider den Verlust einiger Arbeitsstunden und bleibt aus diesem Jespersen einen Wald, den sogenannten Wald", gekauft, um daraus einen Volkspark zur AbRückwärtsler sprachen. Ersterer erklärte unumwunden, daß es unter Grunde der Wahl fern. haltung von Festen und großen Versammlungen zu machen. solchen Umständen zur, reinlichen Scheidung" führen müsse. Hoffmann sagte, wenn man die Entwicklung des Bunds betrachte Die Nachricht bürgerlicher Blätter, die auch in den Vorwärts" Die Kaufsumme wurde auf 58 000 kronen festgesetzt. Als der Abund den so minimalen Fortschritt in Stettin und die heutigen Verübergegangen ist, daß ein Kontrattbruch- Gesez gegen die schluß des Geschäfts in der Stadt bekannt wurde, entstand eine " Polizeiliches, Gerichtliches usw. große Bewegung in der konservativen Gesellschaft, die um feinen autonomer Gruppen sind zusammengetreten und haben ein Komitee| sich, wie in der legten Versammlung der Steinfeger und Rammer Preis wollte, daß der schöne Wald in den Besitz der ernannt, welches beauftragt ist, die Basis für eine Verständigung zu mitgeteilt wurde, zunächst ablehnend verhalten, wollen aber die Forde Arbeiter übergehen sollte, und bald wurden der von unsern finden, die zu einer allgemeinen Organisation der revolu- rungen anerkennen, falls auch die Hamburger Arbeitgeber sich hierGenossen gegründeten Aktiengesellschaft Näsbyhoved Stov" alle tionären Gruppen führen soll. mit einverstanden erklären. möglichen Hindernisse in den Weg gelegt. Jespersen weigerte sich schließlich, den Kauftontrakt zu unterschreiben, die sofort zu zahlende Summe von 20 000 kr. anzunehmen und verkaufte dann den Wald nochmals und zwar an einen Restaurateur, der aber nur die vor geschobene Person der konservativen Staatsretter war. Nachdem die Sache durch mehrere Instanzen gegangen war, erklärte das höchste Gericht nun den letzteren Verkauf zwar für ungefeßlich, legte aber dem Beklagten nicht die Verpflichtung auf, das Kaufobjekt den ersten Käufer zurückzuliefern, doch verurteilte es Jespersen, an die Attiengesellschaft 12 000 kronen als Ersatz für die durch die Annullierung des Verkaufs erwachsenen Verluste und dazu die Prozeßkosten in der Höhe von 500 Kronen zu zahlen. ant China. Die Politik der offenen Thür. Wegen unerlaubter Verbreitung von Druckschriften auf öffentlichen Straßen 2c. und während des Gottesdienstes sollten zivci Genossen in Kiel je 50 M. Polizeiftrafe bezahlen. Sie riefen das Schöffengericht an. Dieses sprach den einen der Uebelthäter frei, weil ihm eine Verbreitung während des Gottesdienstes nicht nach gewiesen werden konnte; den andern verurteilte es zu 20 M. Geldftrafe, weil er einer Frau ein Flugblatt von der Straße aus zum Fenster hineingereicht hatte. Darin wurde die„ öffentliche" Verbreitung gefunden. ,, Die goldene Hand." N Austritt and der Gewerkschafts- und Partei- Organisation verlangt die Harburger Gummifabrit von den Arbeitern, welche sich jetzt, nachdem der Streit durch einen Vergleich beendet ist, zum Wiedereintritt in die Fabrik melden. Diese Bergewaltigung der Arbeiter ist also die erste Handlung, womit die Unternehmer den Frieden" einleiten. Unser Harburger Partei Organ giebt den Arbeitern den Nat, das Verlangen der Fabrikanten der Form nach zu erfüllen, im übrigen aber ihrer Organisation, die ihnen den Kampf ermöglichte, tren zu bleiben. Wenn also die betreffenden Arbeiter und Arbeiterinnen, einer Zwangslage Rechnung tragend, diesem Rat folgen, so haben die brutalen Unternehmer auf diese Weise Heuchler herangebildet. Ein Erfolg, dessen sie sich sicher nicht zu freuen haben. Die UeberDie Agitationsgelder der englisch- südafrikanischen De Beers zeugung, das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit mit ihren KlassenCompany follen am Freitag das Berliner Schöffengericht beschäftigen. genoffen fann den Arbeitern ja durch keine noch so gewaltsame MaßEs handelt sich um die schon mehrfach erwähnte Privatbeleidigungs- regel geraubt werden. Ein solches Vorgehen, wie es die Harburger Im englischen Unterhause fragte Joseph Walton an, ob durch Klage des Berliner Vertreters der Leipziger Nenesten Nachrichten", Gummifabrikanten belieben, verbürgt feinen Frieden, es erzeugt das deutsch englische Abkommen Deutschland von der englischen Ne- Dr. Paul Liman, gegen den früheren Chefredacteur der Kölnischen vielmehr Erbitterung und giebt Ursache zu neuen Kämpfen bei gierung die Zusicherung erhalten, daß es im Yangtiegebiete auf Beitung", Dr. August Schmits, und den Redacteur Dr. v. Lood, gelegener Beit. Schon aus Rücksicht auf den eigenen Vorteil sollten dieselben Rechte und Privilegien Anspruch haben solle wie England, welche ihrerseits die Widerklage angestrengt haben. Als Ohm die Fabrikanten jeden Grund zu ferneren Zwiftigkeiten mit den soweit nicht Eisenbahn- Unternehmungen in Betracht kämen. Gran- Strüger nach Deutschland kam und hier eine begeisterte Aufnahme bei Arbeitern meiden. Sind doch die Aktien der Gummifabriken im borne erwidert, in dem englisch deutschen Abkommen der Bevölkerung fand, machte der Londoner„ Daily Telegraph" hierzu Laufe des Streits rapid im Kurse gefallen, während sie sofort nach sei festgesetzt, daß die an den Flüßen und an der Küste Chinas ge- feine Nandglossen und behauptete, daß eine ungeheure Summe Beendigung desselben von 281,00 auf 293,75 emporgefchnellt sind. legenen Häfen dem Handel und jeder sonstigen erlaubten wirtschaft von Bestechungsgeldern aufgewendet worden sei, um in Deutschland Die andgesperrten Zimmerer in Wiesbaden haben die Aus lichen Thätigkeit frei und offen blieben, wo immer die beiden Re- tünstlich Begeisterung für den Präsidenten Krüger zu entfachen. sperrung mit einem Beschluß beantwortet, wonach den Meistern Dieser Unterstellung trat Dr. Liman in seinem Blatte entschieden folgende Lohnforderungen zugestellt werden sollen; 45 Bf. Stundenentgegen und veröffentlichte weiter einen Artikel unter der Ueberschrift lohn, für Junggesellen nach Vereinbarung, jedoch nicht unter 40 Pf., " Die goldene Hand", in welchem er folgendes mitteilte: In einem für Poliere nicht unter 60 Pf. pro Stunde. Seit dem 1. April Das„ Bureau Neuter" meldet aus Beting: In einer Zusammen geheimen Geschäftsberichte der englisch südafrikanischen De Beers betrug der Stundenlohn durchschnittlich 43 Bf. Bu bemerken ist noch, funft der fremden Gesandten wurde das chinesische Ersuchen be- Company pro 2. Halbjahr 1899 besinde sich ein Bosten unter dem daß die Zimmerer versucht haben, wegen der Arbeitsordnung, deren raten, daß 3000 chinesischen Soldaten erlaubt werden solle, Rubrum, Specialfonds für Agitationszwede". Darin fänden sich folgende Michtanertemmung seitens der Gefellen den Anlaß zur Aussperrung in Beting einzurücken. Es wurde beschlossen, daß es nicht Ausgabeposten: nach Köln 1 200 000 m., nach Berlin 7 Millionen bot, mit den Meistern vor dem Gewerbegericht zu verhandeln. Das rätlich sei, hierauf einzugehen, bis gegen Ende August alle Mart. Der Artikel fügt hinzu: Selbstverständlich liegen die ge- haben die Meister aber abgelehnt und am Sonnabend die Zimmerer fremden Truppen mit Ausnahme der Schuhwachen für die Gesandte nannten Städte nicht in Afrika, sondern in Deutschland. Kommentar 110 an der Zahl- ausgesperrt. schaften Beling berlassen hätten. Desgleichen haben die Gesandten überflüssig." Dieser Aufsehen erregende Artitel wurde von der beschlossen, daß die fremden Truppen die verbotene Stadt so Kölnischen Zeitung" so aufgefaßt, daß ihr selbst der Vorwurf ges lange bewachen sollen, bis die chinesischen Truppen in Beting ein- macht werden sollte, fie habe sich bestechen lassen, um eine England treffen. freundliche Haltung einzunehmen. Sie erklärte dies für VerleumWalderfees Rückkehr. dung und forderte die„ Leipz. N. Nachr." auf, Beweise für ihre Behauptungen zu erbringen oder ihren Gewährsmann zu nennen, damit gegen diesen vorgegangen werden könne. gierungen einen Einfluß ausüben. können. Abweisung der chinesischen Truppen. H N Ausland. Kopenhagen. Der Ausstand der Kutscher ist beendigt, die Arbeit wurde am Mittwoch wieder aufgenommen. Aus der Frauenbewegung. Franenarbeit und Franenschutz. Es " Frühmorgens mit dem Zuge 9,54 reiste Minister v. Tirpik Herrn Dr. Paul Limau vor dem Strafrichter als Verleumder zu fcheint, als fei die Dresdener Vertrauensperson", Fräulein Doje, " ebenso flug als energisch. Ihre Aufgabe ist es, Beschwerden, beamten vortragen wollen, mündlich oder schriftlich entgegenzunehmen. Wünsche 2c., welche Arbeiterinnen nicht direkt den Gewerbe- Aufsichtsund sie dann der Kreishauptmannschaft zur Veranlassung des weiteren zu übermitteln". Die ausländische Presse weiß sich wunderbar in den reichs deutschen Gemütszustand hineinzudichten. Am 9. August foll Waldersee im Hamburger Rathaus vom Kaiser empfangen werden. Dr. Liman erklärte darauf in den Leipz. N. N.", daß er die Französische und englische Meldungen laffen den Kaiser selbst betreffenden Artikel geschrieben habe, und forderte die„ Köln. 8tg." Der Jahresbericht der sächsischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten ist an die Spitze des Geschwaders treten, das der heimkehrenden auf, ihn wegen dieser angeblichen Verleumdung zu belangen; er sei auch für die Arbeiterinnen deshalb besonders interessant, weil es fich Brandenburg- Division entgegenfährt. Ein Londoner Blatt teilt bereit, alsdann eine Reihe von Beugen zu nennen, die den be- um das industriereichste Land im Deutschen Reich handelt. Teils mit, das Geschwader werde vor Cherbourg halten, und dort werde treffenden Bericht gelesen und auch Kenntnis von weiteren mit der ist es eben die hieraus fich ergebende große Fülle, ja Ueberfülle an sich ihm das französische Nordgeschwader anschließen. Präsident Lonbet Angelegenheit zusammenhängenden Vorgängen genommen haben. Stoff, welche den Bericht oft da wortfarg erscheinen fäßt, wo etwas werde nach Cherbourg tommen und dort mit dem deutschen Kaiser Darauf entgegnete die Kölnische Zeitung":" Wir wären dieser mehr Ausführlichkeit erwünscht erschiene, um ein anschauliches Bild im Hafen zusammentreffen. Die Zusammenkunft werde etwa Ende Aufforderung längst nachgekommen, weim fich nicht bis jetzt über Zustände und Borkommmnisse der verschiedensten Art zu geAuguft stattfinden. die Verleumdung gegen die Kölnische Zeitung" hinter einer Form winnen. Die abgebrannten" Khakileute. versteckt hätte, die feige darauf berechnet ist, dem Strafgeseze feine Ein Gegenstand, der für uns besonderes Interesse hat, leidet Handhabe zu bieten. Man gebe endlich dieses feige Verstecipiel auf, nicht unter dieser Beschränkung; die weibliche Inspektion wird in Am Sonnabend hat die" Andalusia" Chinatämpfer in Wilhelmsman fleide die Berleumdung in eine Form, die uns die Möglichkeit einigen der 5 Kreishauptmannschaften( für jede ist eine weibliche Haven ausgeschifft. Aus diesem Anlaß wird der„ Saale- Beitung" bietet, mit festem Griff in das Lügengewebe hinein zu fassen und Bertrauensperson angestellt) mit Ausführlichkeit gefchildert. aus Bremen geschrieben: begleitet von einer großen Anzahl Marine Offiziere. anscheinend febr befriedigt von Wilhelmshaven ab. Mittags zwischen 12 und 1 Uhr war ich auf der Post und fand den großen Raum vor den Schaltern gefüllt mit Chinakämpfern, bie sämtlich Depeschen und, wie ich leicht bemerken konnte fast alle des In halts: Schickt fofort telegraphisch 10 Mart" in ihre Heimat auf gaben. Ich fragte einen dieser biederen Chinakämpfer, wieso fie Benn alle Geld fo nötig, und ob sie nicht bei der Ankunft hier Löhnung erhalten hätten. Er erwiderte:" Nein, wir haben unsre Löhnung noch nicht bekommen, die Bücher sind noch nicht abgerechnet und wir laufen hier alle meist ohne einen Pfennig in der Tasche herum." Da er kein Geld zur Bezahlung der Telegrammgebühren hatte, meinte er, es sei ihm gesagt worden, die Gebühr für die Depesche würde ihnen von dem Gelde, das sie geschickt bekämen, abgezogen. Der Postbeamte lehnte aber diese Auffassung lächelnd als verkehrt ab, daher gab ich dem Chinakämpfer aus dem Elsaß die 55 Pf. Mit vergnügten Gesichtern sah man nur die von Eltern oder Verwandten bei der Ankunft empfangenen heimgekehrten Soldaten, alle andern erschienen gedrückt und, wie mir schien, sehr enttäuscht über den trodenen Empfang und die leeren Taschen." Ein würdiger Ausgang! Partei- Nachrichten. andren persönlich beleidigenden Bezeichnungen bedacht. In der In weiteren Artikeln der Köln. 8tg." ivurde Dr. 2. noch mit Antwort, die Dr. Liman auf diese Angriffe erteilte, hieß es u. a. " Es ist kein Wunder, daß die Köln. Beitung" sich durch den Artikel getroffen fühlte, denn notorisch ist ihr Korrespondent, der Redacteur der Südafrikanischen Zeitung". Dr. Geehl in Johannes burg, von England bestochen worden, um in der Köln. 8tg." für England Stimmung zu machen. Außerdem ist es gerichtsnotorisch, daß Beit und andre Hänpter der De Beers- Company, fowie ähnlicher Compagnien feit Juli 1899 dem Staate für die Kunstanstalten außerordentlich wertvolle Gepreußischen schenke gemacht haben. Daß diese Herren nicht aus eigner Tasche, und aus Liebe zum Deutschen Reiche, sondern auf Kosten der im füdafrikanischen Kriege beteiligten Gesellschaften, um die für fie notwendigen Eympathien des deutschen Volts zu gewinnen, dies gethan haben, dürfte wohl anzunehmen sein." Dr. Liman teilte in einem andren Artikel noch mit:" Der erwähnte Geheimbericht der De BeersCompany trägt die Unterschrift Lionel Philipps" und befand sich im Gouvernementsgebäude in Pretoria. Der Herr, der den Bericht gelesen, ist Gouvernemensbeamter und heißt Sluyter. Die Zeitungsfehde schloß damit ab, daß Dr. Liman gegen den Chefredacteur der Köln. 8tg." und gegen den Verfasser der von der Köln. 8tg." gebrachten Artikel die Privatflage erhob, die genannten Herren dagegen die Widerklage anstrengten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. es buchstäblich meint; aber jedes solche Amt bietet Möglichkeiten zu Ein sehr enger Kreis von untergeordneten Pflichten, wenn man nüglicher Thätigkeit, wenn man sie zu benutzen weiß. Nachdem drei Monate lang niemand kam, besuchte Fräulein Dose eine Anzahl Betriebe: 40 Konfektionsgeschäfte, 5 Cigarren- und Cigaretten" Im großen und ganzen bin ich bezüglich Feststellung von Mißständen fabriken nud 8 Betriebe verschiedener Art. Sie berichtet darüber: auf meine eigne Beobachtung angewiesen geblieben und glaube ich, daß für die nächste Zeit hierin keine Aenderung eintreten dürfte. Die Furcht vor Arbeitsentlassung ist unter den Arbeiterinnen so groß, daß sie sich nur sehr schwer zu irgend einer Klage entschließen. Nur in den Fällen, wo ich Gelegenheit hatte, mit den Arbeiterinnen allein zu verkehren, wagten dieselben mit verschiedenen Winschen an mich heranzutreten." tommend, bereit, von ihr die Bezeichnung von Mißständen entgegens Die Arbeitgeber rühmt sie als sehr entgegen: zunehmen. Der spätere Bericht lautet: Bezüglich meines Verkehrs mit Arbeitgebern und Arbeiterinnen läßt sich konstatieren, daß ders selbe bedeutende Fortschritte aufzuweisen hat. Meine Sprechstunden find in letzter Zeit von 16 Personen, darunter zwei Arbeitgebern, besucht worden, die sämtlich der Konfektionsbranche angehörten. Die in den Sprechstunden behandelten Fragen betrafen 1. Kontrattbruch seitens der Arbeitgeber, 2. Kontraffbruch seitens der Arbeiterinnen, 3. Klagen über übermäßige Arbeitszeit, 4. Wünsche der Arbeiterinnen betreffs Berlängerung der Mittagspause von 1 auf 11/2 Stunden. Lezterer Wunsch wurde insbesondere häufig unterbreitet. Bezüglich des unter 2. erwähnten Kontraktbruchs seitens der In München fand am Montag, den 17. Juni, eine riesige, bon etwa 6000 Personen besuchte Parteiversammlung statt. Genosse Paul Singer, der bei seinem Erscheinen stürmisch begrüßt wurde, besprach in anderthalbstündiger Rede die politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland und die Aufgaben der verschiedene Artikel, die darin gipfelten, daß der Barbierstreit zu Arbeiterinnen erlaube ich mir die Mitteilung, daß es mir in zwei Ueber das Ende des Barbierstreiks brachte die Tagespresse Boltsvertretung. An das mit lebhaftem Beifall aufgenommene Ende ginge, da es der Lohnkommission nicht gelungen wäre, die Sällen gelungen ist, durch Aufklärung und gütlichen Zuspruch Referat schloß sich eine längere, fehr interessante Diskussion. Bei Junungsgehilfen zu bestimmen, sich an der Lohnbewegung zu Arbeiterinnen von der ungefeßlichen Lösung ihres Arbeitsverhält jüngere Angehörige der nationalsocialen Partei fühlten sich beteiligen". nämlich berufen, dem Genossen Singer entgegen zu treten. Der Dem gegenüber müssen wir versichern, daß das ersehnte Ende nisses zurückzuhalten. Im allgemeinen habe ich den Eindruck geeine der beiden Herren, ein stud. med. Hohmann, entledigte bes Streits noch nicht gekommen ist, die Möglichkeit einer baldigen wonnen, daß die Arbeiterinnen es dankbar empfinden, fich über ihre sich seiner Aufgabe mit großem Geschick. Er bekannte zunächst seine Beendigung aber darin liegt, daß schon einige gange fönnen. Interessen, Wünsche und Beschwerden vertraulich aussprechen zu vollste Zustimmung zu den Ausführungen des Referenten mit AusDaß lettere so ungefchidt begonnen wurde, bedauere auch erkennung unsrer Forderungen gezwungen zu haben, wird unsrerseits rinnen find im Gegenteil oft so ängstlich und unsicher, daß es häufig nahme der Darlegungen über den Militarismus und die Weltpolitit. Innungsbezirke unsre Forderungen bewilligt haben. An ein Aufheben des Streiks, ohne die Inmung zur An- vielleicht einen Fall ausgenommen, nicht zu berichten. Die Arbeiteleber etwaige böswillige Denunziationen habe ich bis jetzt, ebenso mißbillige er im Gegensatz zu Naumann die Nichtpardon Rede des Kaisers. Im übrigen sei die Welt nicht gedacht, da auch die Stimmung der Streifenden politit durchaus notwendig für einen aufsteigenden sich auch ein großer Teil Innungsgehilfen befindet nicht dem einiger Mühe bedarf, fie au einer offenen Aussprache zu bewegen." Der Redner ging schließlich dazu fiber, Bernsteins Buch über gemäß ist, zu den alten Bedingungen auf ihre Arbeitsstellen zurüd Bum Schluß fonimit noch ein großes Lob über die Höflichkeit und zukehren. Buvorkommenheit der Arbeitgeber, die„ bereitwilligst" über alle Fragen die Voraussetzungen des Socialismus mit ziemlichem Geschick aus- Wir möchten noch einmal besonders darauf hinweisen, daß wir Auskunft geben. Freilich fehlt diesem Bericht das Beste. Die Auszuschlachten, wobei er eine gute Kenntnis interner Parteivorgänge den Osten Berlins so lange mit unsren„ Barbierstuben" belegen, funft darüber, ob es der Dame auch gelungen ist.„ durch Aufklärung zeigte. Ein zweiter Student, dem alle Vorbedingungen für ein Auf bis die dortigen Bezirke ebenfalls tapitulieren. Da dies, wenn die und gütlichen Zuspruch" einige der böflichen Herren zu einer Nachtreten in einer ernſten Versammlung abgehen, harranguierte tros Arbeiterschaft einig ist in dem Bestreben, uns zu unterstützen, in giebigkeit zu bewegen. Ungefeglich ist übermäßige Arbeitszeit und der sehr vorgeschrittenen Zeit die Versammlung in Ramen furzer Zeit gelingen muß, so ersuchen wir unsre Arbeitsbrüder, so erweigering der längeren Mittagspause auch, ebenso der Kontraktder Nationalsocialen mit den plattesten Schnoddrigkeiten. Genoffe Singer betonte in seiner Entgegnung, daß sich Bernstein lange die fleinen Mängel, die unfren„ Barbierstuben" anhaften, hin- bruch seitens des Arbeitgebers. Solange man nicht erfährt, daß nie und nimmer auf den Standpunkt der Nationalsocialen gestellt zunehmen in dem Bewußtsein, einer schwerbebrückten Klasse von wird man sich über die große Höflichkeit der Herren so wenig erringt, Arbeitern zum Siege verholfen zu haben. er; Staat. N worunter Habe. Eine Partei, die die Peitsche des Socialistengefeges überwunden hat, lasse sich nicht durch das Zuckerbrot der Nationalsocialen Die Lohnkommission. J. A.: K. Lubert. töbern. Den theoretischen Diskussionen über das, was man eventuell Zu der Notiz in der Nummer unfres Blattes vom 18. d. M., einmal thun tönne, wenn irgend welche Voraussetzungen erfüllt seien, betreffend den Ausstand der Selterwaffer Abzieher der Firma werde innerhalb der Partei gar keine große Bedeutung beigemessen. H. Meher u. Co., erhalten wir von der genannten Firma eine ZuDen Gegnern tönne er es allerdings nicht verdenfen, wenn sie das schrift, deren fachlicher Teil folgendermaßen lautet: mit haufieren gehen, und er selbst würde es auch so machen, wenn Wir gestatten uns, die Sache dahin richtig zu stellen, daß acht er in ihrer Lage sich befände. Aber praktisch werde dadurch nicht ein Abzieher wegen Mangel an Beschäftigung überhaupt entlassen find Jota von unsern bewährten Grundsägen geopfert, und wer dies dennoch und nur den andern acht ein hoher Accordlohn angeboten wurde, thun wolle, der löse sich eben von der Partei los. In dieser Be- bei dem sie anstatt 24-27 m. jezigen Wochenlohns das doppelte zu ziehung bestehe aber gar feine Gefahr, daß die Bernsteinschen verdienen in der Lage sind." Bäume in den socialdemokratischen Himmel wachsen. Sollte aber einmal die Trennung kommen, dann, das stehe er nicht an zu sagen, halte er ein kleineres Häuflein entschlossener Männer für eine viel stärkere Truppe, als ein Stonglomerat aller möglichen Elemente. Das Schlußwort Singers wurde von der Versammlung mit endlosem, demonstrativem Beifall aufgenommen. Deutsches Reich. Die Leipziger Böttcher haben am 15. Juni befchloffen, in eine Lohnbewegung einzutreten. Die Forderungen, die gestellt werden sollen, find folgende: 1. pro Woche 26 M. Minimallohn in den Brauereien; 2. 24 M. in allen andren Betrieben; 3. in mehreren noch näher zu bezeichnenden Werkstätten einen Aufschlag für Accordarbeit; 4. eine Marimal- Arbeitszeit von 10 Stunden pro Tag; 5. Anerkennung sowie Benutzung des Gehilfen Arbeitsnachweises durch die Arbeitgeber, wundern, als fiber die große Mengfilichkeit der Arbeiterinnen. Die übrigen Kreise haben über diesen Gegenstand sehr wenig zu fagen; der Bauzener„ Vertrauensperson" ist keine Mitteilung zu gegangen, in dem Chemniger Bericht wird fie gar nicht ausdrücklich erwähnt. Von den 3 Fällen im Zwickauer Kreise ist mir einer ge= werblicher Natur. In Leipzig, wo die betreffende Dame auch Arbeiterinnenversammlungen beigewohnt hatte, um sich bekannt zu machen, gingen ihr gleichwohl nur fünf Anzeigen zu, welche ebenso, beziehungsweise besser direkt an die Gewerbe- Inspektion gerichtet werden konnten". Ganz eigentümlich berührt der schlecht verhehlte Triumph, mit welchem diese Mißerfolge auf dem neuen Gebiet verkündigt werden. Erstaunlich sind sie nicht; werden doch auch die Inspektoren selbst von Arbeitern sehr wenig in Anspruch genommen, oft dagegen von den Fabrikanten. Und wen sollte das wundern, der den Ton aus den Berichten hervorklingen hört, Arbeitgebern freundlich in hohem Grade, den Arbeitern gegenüber fühl bis ans Herz hinan. Die ein oder zwei Ausnahmen sogar tlingen steif und erschrocken, mit dem Gefühl, daß sie nicht den richtigen Ton treffen. Nach den süddeutschen Berichten wird man geradezu wehmütig gestimmt, wenn in dem langen Bericht nichts ein Gefühl, ein lebendiges Empfinden weckt, als einige Die Wandsbeker Steinseher und Rammer find in eine Wohlfahrtseinrichtungen, welche denn auch in großer Ausführlichkeit Socialistisch- revolutionärer Bund. Unter diesem Titel wird Lohnbewegung eingetreten. Sie haben vor einiger Zeit den in Be- geschildert sind. Diese Großmut, welche jene Zuwendungen macht, zur Zeit in Frankreich eine Bereinigung derjenigen socialistischen tracht tommenden Arbeitgebern einen Lohntarif zugestellt, der außer ist eben nur eine geschickte Art, Betriebsausgaben, die sich geschäftlich Gruppen angestrebt, die sich im Gegensatz zu den„ Ministeriellen" der neunstündigen Arbeitszeit die Erhöhung des Stundenlohnes von meist ausgezeichnet rentieren, mit einem Mantel der Humanität zu drabefinden. Delegierte der Guesdisten, Blanquisten und einer Anzahl 55 bezw. 50 auf 65 beztv. 60 Pf. verlangt. Die Arbeitgeber haben pieren. Wie so oft, wird auch hier den Gläubigen Sand in die Augen gestreut; Eine Konferenz der Gemeindevertreter wird am 7. Juli für das Großherzogtum Hessen in Offenbach abgehalten werden. Es wird über Programm und Organisation der Gemeindevertreter verhandelt werden. werden. im oberen Vogtland fich wohl genau an die Vorschriften gehalten hat, die er so gern los gewesen wäre? Eine Warenausbesserei in einer kleinen Stadt befand sich in einem nicht heizbaren, im Mittel bloß 2,15 Meter hohen, unter dem schrägen, unverschalten Dach gelegenen Raum von nur 53 Kubikmeter Luftinhalt, in welchem 12 Arbeiterinnen thätig waren. Die Verlegung nach geeigneteren Räumlichkeiten wurde herbei geführt. Ja, ja, in Sachsen gedeiht die Industrie, die Unternehmer, die Staatsanwalte und die Socialdemokratie. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 24. Juni: Ausflug nach Tegel. Treffpunkt bis 4 Uhr im Lokal von Richter, Berlinerstr. 65, vor der Borsigschen Fabrit. Gäste sehr willkommen. " schäften nach Tarif bezahlt?" verhandelt und besonders über die Lohnverhältnisse bei der Firma Winterfeld debattiert. Ferner wurden die schlechten Lohnverhältnisse in den Grabsteingeschäften besprochen und die Anwesenden aufgefordert, sich um die dort behaben, nämlich die: ob der Unternehmer zu den Beitragsumlagen häftigten Kollegen zu belümmern. Als Delegierter der Gewerkschaftskommission berichtete Hirte für die Summe aller in seinem ganzen Betriebe gezahlten Arbeits- über den Barbierstreit sowie über den Streit der Tabat löhne herangezogen wird, oder nur für die in dem inländischen arbeiter in Nordhausen und fordert die Anwesenden auf, Teilbetriebe gezahlten Löhne. Wäre das erstere der all, so steht die Entscheidung des Reichs- Versicherungsamts auf in dieser Hinsicht ihre Pflicht zu thun. ehr schwachen Füßen. . Versammlungen. Dann am Bis zum letzten Mann. zu ber 8wed, geschulte Arbeiter durch Aussichten auf Gewinn, durch| Grundsätzlich erstrecke sich die Unfallversicherung nur auf in 18ahrow dahin, daß das neue Statut bereits ausgearbeitet und Angst vor Berlust, an die Fabrik zu fesseln wird erreicht und das ländische Betriebe, weshalb deutsche Betriebe im Auslande nicht, zur Verteilung bezw. Borbesprechung an die Bezirksführer gelangt hohe Lob seiner Freigebigkeit erhält der fluge Geschäftsmann noch die Betriebe ausländischer Unternehmer in Deutschland aber berei. Im übrigen ersucht Redner die Genossen, schon jegt darauf ganz umsonst. Bumeist sind es die Frauen, sowohl die Arbeiterinnen ficherungspflichtig seien. bedacht zu sein, sich in die Listen zu den bevorstehenden Stadtfelbst als die Ehefrauen der Arbeiter, welche sich durch diese lockenden Bei Unternehmungen, die teils im Inlande, teils im Auslande verordneten- Wahlen eintragen zu lassen. Aussichten blenden lassen; die Taube auf dem Dach lockt sie un- betrieben würden, sei nur der inländische Teilbetrieb, nicht der ausEine Steinarbeiterversammlung fand am Dienstag im widerstehlich den Spaß in der Hand, die Freiheit ihrer Entschlüsse ländische Teilbetrieb versichert. Eine Ausnahme trete nach der Englischen Garten" statt. Zunächst berichtet Hirte über die lassen sie ruhig fahren. fonstanten Judikatur des Reichs- Versicherungsamts nur dann Englischen Garten" statt. Konferenz in Schlesten. Es seien dort 12 Orte bertreten gewesen, Die Annaberger Inspektion flagt lebhaft über die zu große ein, wenn es sich um eine nur gelegentliche Ausmit insgesamt 3100 Kollegen, wobon 2100 organisiert seien. Die Bergnügungssucht. Die Vereinsmeierei, welche sie schildert, mag ja dehnung„ Ausstrahlung"- des inländischen Hauptbetriebs ihre großen Nachteile haben; eigentümlich jedoch ist die Begründung nach dem Auslande und umgekehrt handele, einen Teilbetrieb, Agitation werde an mehreren Orten durch den Zuzug ausländischer dieser Ansicht, welche auf die Klage eines Fabrifanten hinweisi: es der feine selbständige wirtschaftliche Bedeutung habe. Weiter könne Kollegen sehr erschwert und dadurch, daß diese häufig den Deutschen fei oft bei besserem Geschäftsgange schwer, Arbeiter zu Ueberstunden die Rechtsprechung nicht gehen. Die sich daraus ergebenden vorgezogen werden, sei eine gewisse Verbissenheit entstanden. Die Angelegenheit solle dem internationalen Komitee unterbreitet werden, heranzuziehen, denn diese hätten wegen der vielen Vereinsabende Mißstände, unter denen namentlich die Verkehrs- und Transport- so daß die Ausländer vor dem Zuzug nach dem ohnehin schon mit und Vergnügungen kaum einen freien Abend zur Verfügung, und Betriebe zu leiden haben würden, könnten nur durch den Abschluß Arbeitsfräften überfüllten Gebieten gewarnt werden. An dem Bericht doch sei mancher Arbeiter eines weiteren Verdienstes von Staatsverträgen behoben werden, wozu ja auch der sehr bedürftig." Dieser letteren großen Wahrheit eingebent,§ 4 des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesezes vom 30. Juni 1900 schloß fich eine lebhafte Diskussion. Darauf wurde über die Frage: Wird in allen Ges welche wohl insbesondere für Frauen noch besondere Geltung hat, eine gefeßliche Grundlage biete. machten die 157 060 weiblichen Arbeiterinnen in Sachsen 882 156 Diese Entscheidung ist von sehr großer Bedeutung, aber unsres Ueberstunden. Erachtens auch sehr anfechtbar. Das Reichs Versicherungsamt In den letzten Monaten des Jahres beginnt der wirtschaftliche scheint nach den uns vorliegenden ausführlichen EntscheidungsAbstieg. Die Arbeiter sind in dieser Zeit weiteren Verdienstes nur gründen zu urteilen eine sehr wichtige Frage völlig unerörtert zu felten bedürftig, denn die Arbeitszeit wird ja beschränkt und der Lohn auch; man thäte es sicher nicht, wenn es den Arbeitern schadete die notwendigen Lebensbedürfnisse werden, wie einige Berichterstatter melden, teurer. Die Nachfrage nach Arbeiterinnen blieb gleich hoch und es ist erfreulich, aus dem Zwidauer Revier zu Die städtischen Laternenwärter hielten am 15. b. Mts. eine hören, daß es für Betriebe, in denen schmutzige oder sonst uns öffentliche Versammlung ab, die sich mit folgenden Angelegenheiten angenehme Arbeiten zu verrichten sind, oft schwierig war, Arbeiterinnen in genügender Bahl zu erlangen und die dort vorbeschäftigte. Sämtlichen Laternenwärtern von Berlin war von der handenen Arbeiterinnen zu halten." Ist eine Arbeit schmußig, dann Verwaltung mitgeteilt worden, daß der Lohn in Zukunft nicht wie zahle man eben um so besser dann wird sich schon jemand Eine auch von Frauen sehr zahlreich besuchte Volks- bisher am 1. und 16. eines jeden Monats, sondern erst am 5. und 20. dafür finden. versammlung, einberufen vom Vertrauensmann des 1. Wahl- ausgezahlt werden sollte. Die Betreffenden sind aber damit keinesIm Plauenschen Bezirk, der Heimat billiger Näherei und reises, tagte am Dienstag in den Arminhallen. Frau falls einverstanden, indem sie am 1. eines jeden Monats die Miete zu Stickerei, mußte allein für diese Arbeiten in 37 Fällen eingeschritten Dr. R. Luxemburg sprach über: Weltpolitik und die Arbeiter- zahlen haben. Die Versammelten beauftragten den Arbeiter- Ausschuß, Eine Schürzenstepperin im oberen Vogtland war in einem klasse. In sehr treffender Weise kennzeichnete die Rednerin die von dafür einzutreten, daß der Lohn wie bisher am 1. und 16. ausgezahlt wird. Raum von 2,38 Meter Höhe untergebracht, so daß auf jede der herrschenden Klasse gegenwärtig so beliebte, abenteuerliche und Durch Eingreifen ihrer Organisation haben sich die Laternenwärter Arbeiterin bloß 51/2 Rubikmeter Luftraum fielen. Da es sich um die volksschädliche Welt- und Erorberungspolitik, wie sie neuerdings in einen Ruhetag verschafft, dessen Innehaltung aber von der Mehrzahl bersuchsweise Einführung der Stepperei in die betreffende Gegend China zum Ausdruck gekommen ist. Der Ausflug des Welt- der unteren Vorgesetzten nicht gern gesehen wird. So wird von den handelte, und ein entsprechendes Gebäude in Jahresfrist aufgeführt marschalls Waldersee hat dem deutschen Volle 300 Millionen Anzündern in einem Hauptrevier verlangt, daß sie an ihrem Ruhewerden soll, gestattete die Inspektion die Weiterbenutzung trotz des Mart gekostet, die zweifellos viel besser zur Aufbefferung tage mit der Leiter zum Appell erscheinen, obgleich der Arbeitervorschriftswidrigen Höhemaßes, für einige Personen weniger und mit der Gehälter für die hungernden ostpreußischen Volksschullehrer, ausschuß schon vor einiger Zeit den Herrn Inspektor darauf aufmerksam einigen Lüftungsvorschriften." Das hierauf von dem Unternehmer für Schul- und Krankenhausbauten und andren Kultur- gemacht hatte und von diesem auch Aenderung versprochen wurde. gestellte Gesuch, ihm die Benutzung der vorhandenen Räume zwecken verwendet werden fonnten. Die bekannten Bor: Die Versammelten gaben ihre Meinung dahin kund, daß sie keineswenigstens bis zum nächsten Frühjahr bedingungs- tommnisse gaben keineswegs die Berechtigung zu dem, noch dazu falls mit einer Beeinträchtigung ihres Ruhetags einverstanden sind, Ios zu gestatten, konnte mit Rücksicht darauf, daß die überwiegende verfassungswidrig und ohne Zustimmung der Volksvertretung unter: sondern verlangen, daß auch die Begünstigungen einzelner, welche Mehrzahl der beschäftigten Personen in der Entwicklung stehende nommenen Chinazuge; fie mußten aber doch dazu herhalten, um jezt noch stattfinden sollen, beseitigt werden. Schon früher hatten die Die Laternenwärter in einer Petition gefordert, daß diejenigen, welche Mädchen waren, nicht befürwortet werden."- Ob der Unternehmer den Chinarummel überhaupt in Scene sezen zu können. Rednerin erinnerte daran, daß noch bis vor 10 Jahren die Welt- am Morgen den Dienst zu spät antreten, sich erst am Abend, aber Controleur Morgen desselben Tags bei ihrem bezw. Kolonialpolitit, die jetzt alles beherrscht, in Deutschland so nicht fönnten. Dieses wurde ihnen nicht bewilligt. Die ziemlich unbekannt war und daß selbst Bismarck die Gefährlichkeit melden einer solchen Politik einfah und dem Drängen der Kolonialphantasten Petenten bestehen aber auf ihrer Forderung und beauftragen Ausschuß, Stellung dieser Sache zu erörterte Genossin den nehmen. lebhaften Widerstand entgegensezte. Luremburg die überaus traurigen Erfahrungen, die Deutsch- Jede Woche hat ein Teil der Laternenwärter Patrouillendienst. Sie Dieses wollen die Versammelten in den Sommermonaten beseitigt land mit seinen Kolonien bisher schon gemacht hat. wies nach, daß nur einige fleine Interessengruppen von dieser refp. eingeschränkt wissen. Der Arbeiterausschuß wurde beauftragt, Raub- und Eroberungspolitik Vorteile zul erzielen fuchen, zu allen diesen Punkten Stellung zu nehmen und die vorhandenen während die Arbeiterklasse Gut und Blut opfern und die ungeheuren, Mißstände aufzudecken. fortgesetzt steigenden Lasten des Militarismus und Marinismus tragen muß. In ihren weiteren Ausführungen kritisierte die Rednerin das volksfeindliche Verhalten des Centrums, der nationalliberalen und freisinnigen Parteien, die in der Zeit der weltpolitischen Die Rheinisch Westfälische Zeitung" veröffentlicht den Bericht Aera den letzten Rest der demokratischen und liberalen Grundsäge eines Gewährsmannes, der von Frau Botha die Mitteilung erhielt, aufgegeben, dem persönlichen Regiment Vorschub leisteten und der daß der englische General French zweimal gefangen genommen Regierung in jeder Weise zu Willen waren und es schließlich der und ehrenwortbrüchig geworden sei. Alsdann sollte er erSocialdemokratie überlassen haben, den Kampf gegen eine derartige fchoffen werden; Lord Kitchener intervenierte jedoch, worauf French aller Kultur und Civilisation hohnsprechende Weltpolitik allein zu gegen 1000 in Simonstown gefangene Boeren ausgeliefert wurde. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte nur Frau Botha versicherte wiederholt, ihr Gatte werde bis zum eine kurze Diskussion, in der Genofie Suchen bäder sich im Sinne lehten Manne, bis zur letzten Patrone fechten, sämtliche Boeren der Referentin äußerte, während ein Herr Kanter den allerdings würden, wenn nötig, jahrelang weiterkämpfen. England sei vergeblichen Versuch machte, der Versammlung die Notwendigkeit des aber friedensbedürftig, da die ganzen Zustände unhaltbar geworden Militarismus nach national socialem Muster nachzuweisen. Nach seien. einer kurzen Erwiderung seitens der Genossin Luxemburg und nachdem Genosse Bohn noch auf den vom Wahlverein zum Während die deutsche Khatipresse die in China begangenen Un Eine Normal- Dienstordnung für die Regelung der Rechts- 23. Juni arrangierten Ausflug nach der Pferdebucht bei Köpenid thaten der Kulturtruppen entweder beschönigt und abschwächt oder leugnet, entrüstet sie sich über die weit geringeren Greuel in Transberhältnisse und allgemeinen Anstellungsbedingungen der Berufs- aufmerksam gemacht hatte, erfolgte der Schluß der Versammlung. genossenschafts- Beamten war schon dem Ende Dezember Der socialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner vaal. Es ist anzuerkennen, daß englische Blätter nicht der schamzusammengetretenen XIV. ordentlichen Berufsgenossenschaftstage Reichstags Wahlkreis( Südost) hielt am Dienstag eine zahllosen Feigheit und Verlogenheit der deutschen bürgerlichen Presse vorgelegt worden. Auf Veranlassung des Reichs- Versicherungsamts reich besuchte Mitgliederversammlung ab. Reichstags- Abgeordneter huldigen, sondern rücksichtslos die Schäden aufdecken, venn fie von ihren eigenen Landsleuten verschuldet sind. ist dieser Entwurf einer Durcharbeitung unterzogen worden, Richard Fischer sprach über das Thema:" Politische und ge= er wird Gegenstand der Beschlußfassung des nächsten am werkschaftliche Bewegung in den Zeiten der Strise". In kritisch ge- Londoner Blätter veröffentlichen einen Bericht von Miß Hobhouse, 28. Juni in Breslau tagenden Berufsgenossenschaftstages haltener, geschichtlicher Darstellung wies der Redner zunächst nach, der Delegiertin des Notfonds für die südafrikanischen Frauen und fein. Der Hauptinhalt der 20 Paragraphen ist: Der Vertrags- daß in der großen deutschen Arbeiterbewegung, was den Geist und Abschluß muß schriftlich sein, die technischen Beamten, die mit der das Endziel betreffe, zwischen ihrem gewerkschaftlichen und politischen Inspektion der Unfallverhütung betraut sind, müßen praktische oder Teil ein Gegensas nicht bestanden habe und nicht bestehe. Man habe theoretische Befähigung, in bestimmten Fällen beides nachweisen. nun den Einwand erhoben, daß durch die lebhafte Thätigkeit der geDie Bureaubeamten gliedern sich in Buch- und Kassenführer, waltig angewachsenen Gewerkschaften, namentlich im legten JahrAbteilungsvorsteher, Sekretäre, Expedienten, Kanglisten, Bureaudiener. zehnt, der Partei eine Reihe von Kräften und von Mitteln entzogen Es sind mit allen diesen Gruppen Abmachungen über Anstellungs- worden seien. Das sei richtig. Aber es sei feine Frage, daß desdauer und Kündigungsfristen zu treffen. Gewerbsmäßige Neben- halb die allgemeine socialistische Arbeiterbewegung einen Schaden beschäftigung ist in der Regel untersagt. Entlassung ohne Kündigung nicht erlitten habe. Die gewerkschaftliche Bewegung der klassen ist bei grobem Vertrauensbruch und dergleichen gestattet. Im Falle bewußten Arbeiter und die politische Bewegung seien doch nur Teile der Krankheit ist mindestens für die Dauer von drei Monaten der socialistischen Bewegung, nicht Gegensäge. In den Zeiten industriellen wie Aufschwunges, das Gehalt weiter zu bezahlen, im Falle des Todes beziehen eines ihn das letzte die Angehörigen drei Monate weiter das Gehalt. Das Jahrzehnt gezeigt, sei es einfach einfach Notwendigkeit, Pflicht Gehalt erhöht sich zum mindesten von drei zu drei Jahren der Selbsterhaltung, ein großes Gewicht auf die gewerkschaftliche in bestimmten garantierten Sägen, über die jedoch hinausgegangen Bewegung zu legen. Und in einer solchen Zeit werde eine große Im Bloemfonteiner Lager waren 2000 Menschen, wenige davon werden darf. Die Gehälter sind monatlich im voraus zu bezahlen. Menge gleichgültiger Arbeiter erst aufgeklärt, mit den Ideen der Die Höhe der Tagegelder bei Reifen ist festzusetzen. Ueberstunden klassenbewußten Arbeiterschaft bekannt gemacht. Kein Zweifel, Männer. 900 waren Kinder. Jezt sind doppelt soviel darin. Das Lager sind in der Regel nicht zu bezahlen. Den höheren Beamten ist drei- daß das stetige und gleichmäßige Anschwellen der socialistischen liegt auf dem nackten Feld in der sengenden Sonne. Es besteht nur wöchentliche, den andern zweiwöchentliche Urlaubszeit zu bewilligen. Bewegung seit dem Fall des Socialistengefeges zum großen aus leinenen gelten ohne eine Spur von Möbeln. Nicht einmal Matratzen Nach zehnjähriger Dienstzeit tritt im Fall verminderter Arbeits- Teil der Gewerkschaftsbewegung mit zu verdanken sei, ohne sind darin. Die Sonne brannte durch die Leinwand. Die Rationen fähigkeit das Recht auf Pension ein. Gegen die nur in bestimmten daß politische Themata in den Gewerkschaften verhandelt wurden. waren für solche, die angehörige Kombattanten haben, noch kürzlich Fällen gestattete Entlassung nach zehnjähriger Thätigkeit kann schieds- So sehr die Gewerkschaftsbewegung eine Naturnotwendigkeit sei, so balbe, und sie sind auch jezt noch elendiglich. Zuweilen reichen fie gerichtliche Entscheidung angerufen werden. fönne fie erfolgreich ihre Aufgabe nur unter dem Gesichtspunkt des nicht herum. Das Fleisch ist bisweilen madig, das Wasser un Eisenbahn- Unfälle. Aus der im Reichs Eisenbahnamt socialdemokratischen Klassenkampfs und nur da lösen, wo eine starte gefochtes Modderflußwasser. Die Kinder liegen feuchend, wie abbearbeiteten Statistit der Eisenbahnen Deutschlands, die soeben im politische Bewegung vorhanden sei, die Einfluß auf die Gesetz- gerissene Blumen verwelfend, die Sterbeziffer ist enorm. Noch schlimmer war das Kimberleyer Lager, welches ein 20. Jahrgange erschienen ist, teilt das Centralbl. d. Baub." die gebung habe. Jezt, wo wir ein Jahrzehnt hinter uns hätten, in Haupt- Ergebnisse der Jahre 1899 und 1898 mit. Von besonderem dem die geistigen und wirtschaftlichen Kräfte der Arbeiter riesig in 8 Fuß hoher Stacheldraht umgiebt, und das von Schildwachen abInteresse sind die Angaben über die Unfälle beim Eisen- Anspruch genommen wurden durch die großen gewerkschaftlichen patrouilliert wird. Miß Hobhouse schließt: Der Ruin der meisten ist jetzt vollbahn Betriebe, wobei zum Vergleich die Zahlen aus dem Kämpfe, jezt, wo der wirtschaftliche Rüdgang beginne, da sei Jahre 1898 in Klammern beigesezt sind. Es waren zu verzeichnen es Aufgabe der in den Gewerkschaften organisierten Socialdemokraten, ständig. Bu hoffen ist, daß der gesunde Verstand, wenn nicht das 431( 410) Entgleisungen, 334( 287) Busammenstöße und 2609( 2621) sich mehr als bisher auch um die politische Bewegung zu fümmern Erbarmen des englischen Volts sich gegen die Weiterentwicklung des sonstige Betriebsunfälle. Bei sämtlichen Unfällen wurden 921( 897) und in der politischen Bewegung thätig zu sein. Große wirtschaft grausamen Systems auflehnt, das so zermalmend auf die Alten, Personen, darunter 67( 72) Reisende getötet, und 2078( 1913) Berliche Kämpfe wären in der nächsten Zeit doch nicht zu erwarten. Schwachen und Kinder drückt. Ist seit unvordenklichen Zeiten je eine fonen, darunter 317( 207) Reisende verletzt. Redner gab dann noch ein umfassendes Bild von den reaktionären ganze Nation zu Gefangenen gemacht worden? Strömungen der Neuzeit und tam zu dem Schluß: Es In China hat man dieses System dadurch vermieden, daß man Gegen das Bleiweiß. Der Kongreß der französischen Archi- jei jetzt mehr als je je die Aufgabe der Partei, ihre einfach feine Gefangenen machte! telten, der dieser Tage in Dijon stattfand, erklärte das Bleiweiß Agitation zu verschärfen, und die Gewerkschaften, das heißt einzelnen Mitglieder, hätten jetzt doppelt werden müsse. Der Kongreß fordert die Zweigvereine auf, Erſatz- iflicht, stoffe namhaft zu machen, und innerhalb zweier Monate fich darüber Die Genossinnen von Offenbach wählten in öffentlicher VerSammlung eine Vertrauensperson für den ganzen Reichstagswahlfreis. Der Gewählten wurde von den Organisationen das Recht zuerkannt, an den Beratungen des Vorstands der Partei- Organisation sowie an der Kreisfonferenz teilzunehmen. Gleichberechtigung weiblicher Aerzte. Das oberste Verwaltungsgericht für Oestreich hat auf Beschwerde einer Aerztin entschieden, daß den weiblichen Aerzten das aktive und passive Wahlrecht zu den Aerztekammern zustehe. au äußern. Sociales. Sociale Rechtspflege. führen. V 9 = : Kriegsgreuel. auch Kinder. Sie besuchte vom Januar bis April die von den Engländern in Bloemfontein, Norvals Point, Aliwal North, Springfontein, Kimberley und Mafeting errichteten Boerenlager. Ihre weitere Tour nach Kroonstad und den nördlichen Lagern wurde ihr verboten, worauf fie nach England zurückkehrte. Der Bericht enthält Details über die Grausamkeit des Lagersystems, in das die Boerenfamilien zwangsweise interniert werden. Innerhalb sechs Wochen starben zweiundsechszig im Bloemfonteiner Lager. Sie nennt dies Lagersystem eine Es fann nie aus dem Gedächtnis ausgelöscht Massengrausamkeit. werden, die Kinder sinken in der schrecklichen Hize dahin, alles was geschehen kann, ist nur elendes Flickwerk, Tausende, die physisch unfähig dazu sind, werden in Verhältnisse versetzt, die sie nicht ertragen fönnen. Vor ihnen liegt der Rutin. Ganze Familien werden getrennt und zersprengt. Sie wissen nicht, wohin. Diese Lager beizubehalten, ist ein Mord für die Kinder. Amnestiebegehren. die Pflicht, die Dienste, die ihnen die gesamte Arbeiterschaft bei Lehte Nachrichten und Depeschen. ihren großen Kämpfen geleistet, zu vergelten, indem sie sich in den Dienst der socialdemokratischen Partei stellten. Der 13/4 stündige Vortrag fand lebhaften Beifall. Es knüpfte sich daran eine kurze Debatte, die lediglich Vorgänge aus der Geschichte der Buchdruckerbewegung zum Gegenstand hatte. Dann erledigte man noch einige Vereinsangelegenheiten. Paris, 19. Juni.( W. T. B.) Der Generalrat des SeineDepartements sprach in einer Resolution den Wunsch nach einer vom Staatsgerichtshof Berurteilten aus, mit Ausnahme der Vervollständigen Amnestie für die verurteilten Ausständigen und die urteilungen wegen Hochverrats. Eine neue, die Arbeiter benachteiligende Entscheidung hat das Reichs Versicherungsamt fürzlich gefällt. Die Binnen. schiffahrts Berufsgenossenschaft hatte den Rentenanspruch eines Im Wahlverein für den 6. Wahlkreis hielt Genosse russischen Schifferknechts N. abgewiesen, der auf einem zwischen Glode am Dienstag einen intereffanten, mit lebhaftem Beifall Wien, 19. Juni.( B. H.) Aus allen Gebirgsgegenden, den Danzig und Warschau regelmäßig verkehrenden deutschen aufgenommenen Vortrag über„ Die Herrschaft des Junkertums in Alpen, den Karawanken, dem Raggebiete, dem Erzgebirge und der Dampfer einen Unfall erlitten hatte, während das Schiff immerhalb Preußen". Am Schluß seiner Ausführungen verwies Redner auf die Tatra wird ein Wettersturz gemeldet. Die Temperatur ist tief unter des russischen Gebiets fuhr. Das Schiedsgericht hob diesen Beteiligung unsrer Partei an den Landtagswahlen, die wohl die normale gesunken; die Gebirge find bis zur Thalsohle eins geeignet fei, die Macht Entscheid auf und sprach dem Unfallverlegten Rente au, mit dieses Junkertums zu geschneit. nicht Eine Besprechung fand statt. Eine An= das Reichs- Versicherungsamt stellte die Ent- brechen. Petersburg, 19. Juni.( W. T. B.) Die Kommission zur Vers des Genossen liesche über die scheidung der Berufsgenossenschaft wieder her und wies N. frage bevorstehende hütung und Bekämpfung der Bestepidemie erklärt Aegypten mit unter folgender Begründung mit feinen Ansprüchen ab: Reorganisation des Wahlvereins; beantwortete der Vorsitzende Ausnahme von Portsaid, dem Kanalgebiet und Suez für berpestet. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. aber Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Mr. 141. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. Juni 1901. Wider den Arzneiwucher! Wir werden um Aufnahme der folgenden Erklärung ersucht: Der Kampf, den seit dem 1. Mai dieses Jahres die Berliner Krankenkassen gegen die Apotheker führen, um wenigstens in geringem Maße die Ausbeutung des arbeitenden Volts durch die hohen Arzneipreise zu mildern, dieser Kampf ist seit dem 20. Juni in ein neues Stadium getreten. Die vereinigten Apothekenbesitzer Berlins haben beschlossen, von diesem Tage ab den Krankenkaffen den ihnen bis dahin gewährten Kredit zu entziehen, und Arzneien an Kassenkranke nur noch gegen Barzahlung zu verabfolgen. Ruhigen Mutes und mit unverminderter Siegeszuversicht steht die„ Centralkommission der Krankenkassen Berlins" und sehen mit ihr die Krankenkassen, die sich dem Vorgehen gegen die Apotheker angeschlossen haben, dieser neuesten Weudung des Stampfes entgegen. Beweist doch gerade dieser Entschluß der Apotheker, daß sie selbst auf einen Erfolg der bisher angewandten Mittel nicht mehr rechnen und deshalb, unter Verlengnung ihres bisherigen Standpunkts, noch diesen letzten verzweifelten Versuch unternehmen wollen. Als der Kampf begann, da erklärten die Apotheker feierlichst, daß sie nicht gegen die Krankenkassen, sondern nur gegen die Kassenborstände Krieg führen, daß sie die armen Kranten nicht für die Sünden der Vorstände büßen lassen wollten, und daß fie deswegen den Kredit nicht entziehen würden. Damals hofften ja die Herren Apotheker noch, daß es ihnen gelingen würde, die Kaffenmitglieder gegen die Maßnahmen, welche in ihrem Interesse von den Vorständen beschlossen waren, aufzuhezzen; man dachte, daß die kleinen Unbequemlichkeiten, welche die neue Regelung des Arzneibezugs notwendig mit sich brachte, und die fleinlichen Chitanen, welche die Apotheker noch dazufügten, genügen würden, um den Krankenkassen den Frieden um jeden Preis und wäre es selbst der endgültige Verzicht auf jegliche Milderung des Arzneiwuchers als erstrebenswert erscheinen zu Laffen. An dem gefunden Sinn, an der, wie so oft, so auch in diesem Falle glänzend bewährten Opferwilligkeit der werkthätigen Bevölkerung Berlins ist diese durchsichtige Spekulation elendiglich gescheitert! Die Kaffenmitglieder durchschauten auf den ersten Blick die Apotheker, als sie sich ihnen in der Maste des„ Arbeiterfreundes" näherten, heuchlerisch Krokodilsthränen darüber bergießend, daß der Arbeiter zum Arzneikonsumenten zweiter Klasse degradiert werde" Hatte doch bis dahin die Arbeiterfreundschaft" der Apotheker sich nur Darin geäußert, und das war ja gerade die Ursache des Kampfes gewesen, daß den Arbeiterkaffen für die Arzneien höhere Preise abgenommen wurden, als sie selbst der Millionär zu zahlen hat. Nicht mehr Erfolg hatte die Behauptung der Apotheker, daß die Droguisten, von denen seit dem 1. Mai die Kassen den größeren Teil des Arzneibedarfs bezogen, minderwertige Arzneimittel liefern könnten. Daß die Droguisten das auch wirklich thun, das zu be= haupten, hatten die Apotheker wieder nicht den Mut, denn die Behauptung hätten sie ja wahrscheinlich vor dem Strafrichter vertreten müssen. Aber so, wenn man nur die Möglichkeit behauptete, war man ja garnicht zu fassen. Leider verfing aber auch dies Mittel nicht im geringsten. Es wurde vielmehr grade aus Anlaß des„ Apothekenboykotts" die Erinnerung wachgerufen an Vorgänge, welche es mehr als zweifelhaft erscheinen lassen, ob denn wirklich die Berliner Apotheker in ihrer Gesamtheit berufen sind, als Hüter und Wächter geschäftlicher Reellität im Arzneimittelhandel aufzutreten. Im Jahre 1887 sah sich der„ Central- Verband Homöopathischer Vereine in Deutschland" veranlaßt, einmal die Berliner Apotheken darauf zu prüfen, ob von ihnen homöopathische Rezepte auch ordnungsmäßig ausgeführt werden, oder ob, wie das Gerücht ging, statt dessen einfach reiner Spiritus oder Milchzucker verab reicht werde. Es wurden zu diesem Zwede sämtlichen Apotheken -damals 89- Rezepte zugestellt, die in ihrer Form ganz homöopathischen Verordnungen entsprachen; mur waren nicht Arzneimittel verschrieben, sondern statt dessen waren Namen eingesetzt, die zwar so flangen, wie Arzneimittelnamen, thatsächlich aber Krankheitsbezeichnungen und dergleichen waren. Die gewählten Namen waren: Urticaria rubra rote Resselfriesel, mitte! LIEFERANT Krankenkassen Berlin's der Vororte fann soweit also die gegen Barzahlung entes im Interesse der Interesse der Mitglieder, trag des Rezepts, wenn Das verauslagte Geld Abgabe des von Re stempelten Kassenbureau oder von seitigen, der etwa noch gegen die Beschaffenheit der aus Droguen- Dagegen werden in allernächster Zeit in der Gegend des Wedding geschäften bezogenen Waren geäußert werden konnte. Die Arznei- zwei neue Apotheken zugelassen werden; eine entsprechende Bekannt: die sogenannten„ Specialitäten"-, welche zu verweigern machung bleibt vorbehalten. Eine Inanspruchnahme andrer als der zur Lieferung zu die Apotheker beschlossen hatten, wurden von einem Teile derselben anstandslos geliefert! Vor allem aber: es gelang absolut nicht, gelaffenen Apotheken ist nur in dringenden Fällen gestattet. Soweit der Arznei- Bedarf der Kassenmitglieder nicht aus einen Gegensatz zwischen Kassenvorständen und Kaffen: Droguengeschäften oder den beiden an erster Stelle genannten mitgliedern hervorzurufen. Im Gegenteil: kaum eine Klage Apotheken gedeckt werden der Mitglieder wurde laut, alle vielmehr waren mit ganzem Kaffenmitglieder Arzneien Herzen und voller Begeisterung bei dem Kampfe, standen wie nehmen müssen, liegt Kasse und damit im eignen ein Mann hinter den Vorständen! Daß die Apotheker unter diesen Umständen die Selbsttäuschung daß die Kranken den Be aufgaben, als ob der Kampf nur von den Vorständen, nicht von den angängig, verauslagen. wird jederzeit gegen Mitgliedern ausgehe, ist verständlich. Daß sie wie der Ertrinkende der Apothefe ge= entweder im zum Strohhalm greift als leztes Mittel die Kreditverweigerung epts Dadurch aber, daß sie diesen Versuch den in diesem Verzeichnis aufgeführten, an obenstehendem Schilde versuchen, ist begreiflich. unternehmen, während Einigungs- Verhandlungen im Gange fenntlichen Droguengeschäften erstattet. Mitglieder, die den Betrag find, verleken die Apotheker ein ungeschriebenes Gesetz, das des Rezepts nicht verauslagen tönnen, erhalten in denselben sonst selbst im Kampfe der Völker noch beobachtet zu werden Droguengeschäften gegen Quittung den notwendigen Vorschuß, sie Abholung des Meditaments aus pflegt: das Gesetz, dak, solange Friedensverhandlungen müssen jedoch dann nach Restbetrag schweben, neue Feindseligkeiten nicht unternommen werden der Apotheke das gestempelte Rezept und den des Vorschusses gegen Rückerstattung der Quiltung dem dürfen! Ein solches Vorgehen ist aber auch ein Schlag ins Gesicht betreffenden Droguisten aushändigen. Zur Bermeidung von Unt der Aerzteschaft, insbesondere derjenigen Herren, von denen der Ver- annehmlichkeiten hat die Rüdlieferung möglichst noch an demselben fuch zur Beilegung des Kampfs ausging. Glauben die Apotheker Tage zu geschehen. bielleicht, dadurch die Sympathien der Aerzte zurückzugewinnen? Die„ Centralfommission der Krankenkassen Berlins" ist ihrer seits in der loyalsten Weise verfahren. Sie hat das Flugblatt, das in diesen Tagen erscheinen sollte, mit Rücksicht auf die Einigungsberhandlungen vertagt, sie hat die Volksversammlungen, die stattfinden sollten, verschoben. Auf den Bruch des Waffenſtillstandes, welchen die Kreditentziehung darstellt, kann die Centralkommission nun nur durch den Abbruch der Einigungsverhandlungen ant worten. Den Herren Aerzten, welche im Interesse der Krankenkassen die undankbare Rolle eines Vermittlers auf sich genommen haben, danken wir für ihre opferwilligen Bemühungen. Wir bedauern, daß diese Bemühungen nicht von Erfolg gefrönt waren. Wir wissen uns aber eins mit den Rassenmitgliedern in dem Gefühle, daß eine Fort fegung der Verhandlungen unter diesen Umständen mit unsrer Ehre nicht verträglich gewesen wäre. Die Herren Apotheker wollen den Kampf, fie mögen ihm haben: den Kampf ,, bis auf's Messer". Sache der Kaffen mitglieder wird es sein, und in diesem Kampfe mit demselben Opfermut wie bisher zu unterstützen. Die Centralkommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte. * % * Die Mitglieder derjenigen Krankenkassen, welche sich dem Vorgehen der" Centralkommission der Krankenkassen Berlins" angeschlossen haben, erhalten die aus Droguengeschäften zu beziehenden Medikamente, wie bisher, von den zur Lieferung zugelassenen Droguisten ohne weiteres gegen Abgabe des vom Arzte unterschriebenen gelben Rezeptformulars ausgehändigt. Die den Apotheken vorbehaltenen Medikamente( weiße Rezeptformulare) werden von der Kaiser Wilhelm- Apotheke( Apotheker Beutel), NO., Landsbergerstr. 3; der Sedan- Apotheke( Apotheker Dr. Wedel), Schöneberg, Sedanstr. 3, auch ferner auf Kredit geliefert. In ihrem eignen Intereffe werden daher die Kaffenmitglieder gebeten, soweit angängig, diese Apotheken zu bevorzugen. Die übrigen zur Lieferung zugelassenen Apotheken gewähren fernerhin keinen Kredit, sondern geben Medikamente an Kaffenmitglieder nur gegen Barzahlung ab. Es sind dies: Centrum: Apotheke zum schwarzen Adler, Königstr. 51. Fortuna- Apotheke, Dragonerstr. 6a. Löwen- Apotheke, Jerufalemer straße 30. Kommandanten- Apotheke, Seydelstr. 16. Westen: Humboldt- Apotheke, Potsdamerstr. 29. BarbarossaApotheke, Kurfürstendamm 1. Kurfürsten- Apotheke, Genthinerstr. 20. Ballas- Apotheke, Golzstr. 23. Wittes Apotheke, Potsdamerstr. 84a. Engel- Apotheke, Stanonierstr. 44. = Süd Westen: Johanniter- Apotheke, Plan- Ufer 11. Kreuzberg- Apotheke, Belle Allianceftr. 75. Augufte Victoria- Apotheke, Königgrägerstr. 52. Apotheke zum goldenen Einhorn, Gneisenau straße 92. Anhalter- Apotheke, Yorkstr. 18. Süden: Apotheke zur Somme, Prinzenstr. 102. Apotheke zum Schwan ,, Oranienstr. 148. Urban- Apotheke, Urbanstr. 118. Hohen staufen- Apotheke, Boedhstr. 30. W Süd- Osten: Neander- Apotheke, Neanderstr. 29. Görliger Apotheke, Görligerstr. 48. Adalbert Apotheke, Adalbertstraße 16. Emmaus Apotheke, Reichenbergerstraße 150. Springers Apotheke, Manteuffelstraße 105. Apotheke am Schlesischen Thor, StalizerOsten: Gradts Apotheke, Stralauer Plaz 20. Krugs Apotheke. Borndorferstr. 53. Reichsadler- Apotheke, Große Frankfurterstr. 134, Blumen- Apotheke, Blumenstr. 73. Stern- Apotheke, Bofenerstr. 7. straße 50. Apotheke zu den Frankfurter Linden, Gr. FrankfurterNord- Osten: Apotheke zum schwarzen Adler, Neue KönigStraße 108. Siegfried Apotheke, Greifswalderstraße 10. Deutsche Apotheke, Büschingstr. 15. Pemphigus foliaceus bösartiger Blasenausschlag. Tuber cinereum grauer Hirnhöcker( Teil des Körpers), Madaroma fraudulentum betrügerischer Glazkopf! Von den 89 Apotheken fertigten 77 diese Rezepte mit den nicht exiftierenden Arzneimitteln an, und nur 12 verstraße 72. 77 Apotheker weigerten die Anfertigung. nahezu sieben Achtel der damals vorhandenen verübten also direkt einen Betrug; 29 Apotheker berechneten dabei die gelieferte Arznei" noch teurer, als dies nach der Tage zulässig war. Die Geschäftsnachfolger und die Erben jener Betrüger bom Jahre 1887- ja vielleicht zum Teil noch diese selbstgehören aber heute mit zu denen, welche den KrankenkassenMitgliedern den Arzneibezug aus den Droguengeschäften verleiden wollten, weil die Droguisten minderwertige Waren liefern könnten. Schwerer hat vielleicht niemals jemand sich gegen den alten Spruch vergangen: Wer im Glashause fitt, soll nicht mit Steinen werfen". A P = Norden: Prinzen- Apotheke, Prinzen- Allee 69. Nord- Apotheke, Schulstr. 1. Prinzessin Victoria Louise- Apotheke, Voltastraße 44. Apotheke zum gekrönten schwarzen Adler, Auguststr. 60. ZionsGustav Adolf Apotheke, Koloniestr. 1. Apotheke, Anklamerstr. 39. Nordhafen- Apotheke, Fennstr. 31. Borussia Apotheke, Schönhauser Allee 56. Marien- Apotheke, Wörtherstr. 40. Grüne Apotheke, Chausseestraße 19. Auch die Unbequemlichkeiten des Kampfs wirkten auf die Nordwesten: Roland Apotheke, Turmstr. 16. DianaKassenmitglieder nicht in der Weise, wie es die Apotheker erhofft Apotheke, Turmstr. 28. Moabiter Apotheke, Alt- Moabit 18. Fellers hatten. Billig nahmen die Kranken und ihre Angehörigen die Kleine Apotheke, Lübederstr. 32. Schiller Apotheke, Alt- Moabit 35. Mühe in den Kauf, die der weitere Weg zur Apotheke usw. be- Kronprinzen- Apotheke, Hindersinstr. 1. Stephan- Apotheke, StendalerPhönig Apotheke, deutet. Sagte sich doch ein jeder:" Der Kampf ist unser Kampf, straße 11. Polnische Apotheke, Mittelstr. 56. der Sieg wird uns eine bessere Versorgung in franken Tagen Birkenstr. 6. Beussel- Apotheke, Beuffelstr. 55. Charlottenburg: Friedrich Wilhelm Apotheke, bringen". Lächelnd ertrug man die kleinliche Chikane, daß ein Teil der zugelassenen Apotheker die Kranten abfichtlich lange auf die Straße 89. Pestalozzi Apotheke, Kaiser Friedrichstr. 61 B. Apotheke. Kantstr. 151. Hof- Apotheke, Berlinerstr. 71. Arznei warten ließen, nur um ihnen zu zeigen, welche Ueberlastung Apotheke, Potsdamerstr. 31. der zugelassenen Apotheken durch die Aussperrung der übrigen entstanden sei. Und wenn Kranke darüber empört waren, daß sie die bom Arzt verordnete Medizin nicht erhalten fonnten, so galt die Empörung nicht den Kaffenvorständen, die das verschuldet haben sollten, sondern den Apothekern, die aus Chikane und wider Recht und Gesetz die Abgabe verweigerten und so allerdings die Gemeinschädlichkeit ihres Monopols aller Welt aufe deutlichste vor Augen führten. = Wir haben das Vertrauen zit der oft bewährten Opferwilligkeit der Berliner Arbeiterschaft, daß die Kassenmitglieder diese geringe Unannehmlichkeit im Interesse unsrer guten Sache gern ertragen werden. Wir rechnen ferner auf die Unterstützung der Berliner Bevölkerung auch in der Beziehung, daß die Angehörigen der Kassenmitglieder und die andern nicht versicherungspflichtigen Personen künftig ihren Arzneibedarf in erster Linie aus Droguengeschäften decken und, soweit dies nicht angängig, ben zur Kaffenlieferung zugelassenen Apotheken( siehe oben) den Vorzug schenken werden. Tokales. Zum Apotheken= Boykott. Der Verein der Apothekenbefizer hat in seiner gestrigen Ber sammlung beschlossen, den Krankenkassen den bisher genossenen Kredit zu entziehen. Die Mitglieder derjenigen Krankenkassen, welche der Centralfommission angeschlossen find, wollen in dem Falle, daß sie von den Apotheken Medikamente beziehen müssen, soweit es in ihren Kräften steht, die Medikamente gegen Quittung fofort beim Empfang in der Apotheke bezahlen und das verauslagte Geld von der Kasse zurückfordern. Es sind jedoch nach wie vor nur die= jenigen Apotheken zu benutzen, welche auf der Rückseite der Rezeptformulare verzeichnet stehen, da andrerseits keine Rückerstattung der Gelder erfolgen kann. Wer nicht im stande ist, das Geld für Medikamente auszulegen, wird ersucht, sich zu dem nächsten der im Verzeichnis angegebenen Droguengeschäft zu begeben und dort gegen Vorzeigung des vom Arzt ausgestellten Rezepts das benötigte Geld in Empfang zu nehmen. Und abermals das Rabenaas. Die bekannte Rabenaasstrophe, mit der wir uns zulegt in Nr. 122 unsres Blattes befaßten, kann immer noch nicht zur Ruhe kommen. Diesmal ist es wieder der Generalsekretär der freien firchlich- socialen Konferenz, Herr Lic. Mumm, Berlin N., Bergstr. 39, der zu mäch tigem Schlage ausholt. Da die zahlreichen Zuschriften, die uns in der Angelegenheit zugegangen find, beweisen, daß unter unsrer Leserschaft einiges Interesse für den widerlichen Gesangbuchstreit vors handen ist, so fühlen wir uns verpflichtet, das gestern in eingeschriebenem Brief an uns gerichtete Schreiben des Herrn Mumm trotz seiner manchmal etwas heftigen Ausfälle hier vollständig wiederzugeben. Es lautet: Die Rabenaas Strophe will ein Herr, der Ihnen aus Rumänien schreibt, 1870 in der Stadtkirche zu Biberach gefunden haben. Vor mir liegt das„ Gesangbuch der evangelischen Ges meinde zu Biberach", das 1870 in der dortigen Stadtkirche in Gebrauch war. Ich stelle fest, daß das Gesangbuch die von dem Einsender angeführte Stelle nicht enthält. Der zweite Einsender aus Stuttgart will den richtigen und ganzen Tert" übersenden. Daß ein Kirchenlied drei vierzeilige Strophen hat, um mit einer dreizeiligen zu enden, ist schon recht unwahrscheinlich. Die Sache wird noch dadurch verschlimmert, daß hier zwei Rabenaas- Lieder zusammengeworfen sind, die im bisher ältesten Fundort beider Lieder, in der neuesten Liederkrone", Leipzig 1845, Druck von C. H. Haßfeld, getrennt sind. Dies pseudonym herausgegebene Werk ist durch seinen Ton als Satire zu erkennen nnd enthält außer diesen beiden Fälschungen eine dritte bodenlose Gemeinheit. Das Cuvrysche Gesangbuch ist weder mir, noch Herrn Archivrat Dr. Jacobs, der in Wernigerode die größte Gesangbuch- Bibliothet verwaltet, betannt. " Im Anschluß hieran ein interessantes Wort von Professor Karl Gödele: Professor M. Heyne, der jetzt in der Fortsetzung des Grimmschen Wörterbuchs den Buchstaben R bearbeitet, ist in den letzten Wochen scherzweise viel nach dem berüchtigten Rabens aas gefragt worden. Jeder der Bekannten wußte ein Gesangbuch zu nennen, in welchem der Vers oder das Lied enthalten sein follte. Ich habe jedes der Gesangbücher, die genannt waren, daraufhin durchgesehen, aber natürlich nirgends etwas der Art gefunden." Auch Professor Gödeke hält das Wort für einen Spottvers. Genug hiernach sehe ich in Gemeinschaft mit meinem Freunde Pastor Böhme einen Preis von 100 Mark für denjenigen aus, der uns das Gesangbuch einer evangelischen Gemeinde mit einer„ Rabenaasstrophe"( etwa in einer der Formen, die der Vorwärts" in Nr. 113 und 122 bringt) vorlegt. Entstehen Meinungsverschiedenheiten zwischen uns und dem Einsender, so entscheide die Redaktion des„ Vorwärts". So lange dieser Preis nicht gewonnen wird, halte ich es für unbillig, die Nabenaasstrophe weiter zur Verhöhnung des evangelischen Gemeindeliedes zu gebrauchen. Wenn nun so etwas wie ein neuer Sängerkrieg anhebt, eine Art archäologisches Preissingen, so müssen wir uns das aus BilligLeibniz- teitsgründen wohl oder übel gefallen lassen. Nur fühlen wir einige Uhland- Bedenken, die uns angetragene Ehre des Schiedsrichteramts an Fallen- zunehmen. Denn gehen wir so recht mit uns zu Rate und prüfen uns auf unsre Würdigkeit und Befähigung in diesem Falle, so müssen wir gerknirscht gestehen, daß wir infolge langer Entwöhnung nicht sonderlich im stande sind, in einer religiösen Frage von solcher Stabilität in aller Form Rechtens zu judicieren. Schöneberg: Pallas- Apotheke, Golzstr. 23. Rigdorf: Reichsadler- Apotheke, Bergstr. 13. Berg- Apotheke, Hermannstr. 146. Lichtenberg: Lichtenberger Apotheke, Dorfstr. 41c. Groß Lichterfelde: Adler- Apotheke, Drakestr. 56. Steglig: Apotheke von Nah, Albrechtstr. 19. Weißensee: Flora- Apotheke, König- Chaussee 9. Neu Weißenfee: Sonnen- Apotheke, Langhansstr. 82. Ju Ortschaften, welche nur eine einzige Apotheke besigen, fann Diese nach wie vor benutzt werden. In der gestrigen Sitzung der Baudeputation, Abteilung V wurde wegen der Bahnbauten am Bahnhof Gesundbrunnen und wegen der notwendigen Anbringungen für das geplante Ueberführungsbauwerk über den Bahnhof Gesundbrunnen im Zuge der Bellermann- und Swinemünderstraße beschlossen, den Bebauungsa plan der Abteilung XI zwischen Behm-, Bellermanns, Grünthalera straße und der Weichbildgrenze sowie der Gleimstraße und Ramlera straße abzuändern und eine neue Baufluchtlinie für die Straßen festzusetzen. Das noch unbebaute Gelände, besonders zwischen Leffing Apotheke( Piper), Bankstr. 45c; Adler Apotheke der Christiania- und Behmstraße und dem Bahnhof Gesunda ( Dr. Riefenfeld), Reinidendorferstr 1; Boruffia- Apotheke( Döhl), brunnen soll nunmehr der Bebauung erfchloffen werden. Zur Bea feftigung des Engpasses am Inselspeicher an der Fischerbrüde be Wir bemerken, daß aus der Liste der zugelassenen Apotheken gestrichen sind, also nicht mehr in Anspruch genommen werden So waren also alle Hoffnungen der Apotheker vergeblich. Immer besser vollzog sich die Arznei- Lieferung durch die Droguengeschäfte; die von der„ Centralkommission" und der DroguistenInnung eingerichtete besondere Kontrolle der Droguengeschäfte geleitet durch zwei ehemalige Apothekenbefizer, von denen der eine zur Zeit Assistent einer öffentlichen Untersuchungsanstalt ist fungierte aufs trefflichste und war geeignet, auch den letzten Verdacht zu be- Schöneberg, Hauptstr. 141. dürfen: fchloß die Baudeputation V, bem Magiftrat den Ankauf des InfelSpeichers für drei Millionen Mart vorzuschlagen. Der Speicher ist im Befiz der Herren Lewy und Lissauer und des Kaufmanns Strich. Schon vor einigen Jahren wollte der Magistrat den Speicher erwerben, der Ankauf scheiterte aber an den hohen Forderungen der Eigentümer und der ablehnenden Haltung der Stadtverordneten- Bersammlung. " aller Personen, die mit Bodentranten irgendwie in Berührung ge- damm nördlich und südlich Martinidenfelde, Halbinsel und Liegow, kommen find. Man geht in der Vorsicht aber noch weiter, indem der vierte Bezirk mit 3744 Wählern die Innere Stadt" 5, 6, 7, man auch solche Personen der Schuhimpfung unterzieht, die mög- 3 und 4, der fünfte Bezirk mit 3599 Wählern die Innere Stadt" licherweise mit solchen Kranten zu thun haben können. So wurde 2, 8, 9, 10 und 11, der sechste Bezirk mit 3259 Wählern gestern, Mittwoch, nachmittag das Personal des Lückschen Sanitäts- die Innere Stadt" 1, 12 und 13 und den Stadtteil am KurfürstenTransportwesens geimpft, während die Leute von Kopp sich schon damm, der siebente Bezirk mit 3474 Wählern das Hochschulen Viertel, bor vierzehn Tagen haben impfen lassen. und der achte Bezirk mit 3767 Wahlberechtigten das Ostviertel. Durch Der Bau der Manteuffel- Brücke vertagt. Der Ausschuß Eine Konferenz zur Beratung von Maßnahmen gegen die Vermehrung der Wahlbezirke von 3 auf 4 und 7 auf 8 mußte in zur Vorberatung der Vorlage über den Erwerb von Straßenland Bodenerkrankungen tagte Mittwochnachmittag im Bolizei- der zweiten und dritten Abteilung festgestellt werden, welches die für die Zufahrtstraßen zu der geplanten Brücke im Zuge der ver- präsidium. Es waren vom Polizeipräsidenten zu der Konferenz neuen Wahlbezirke find. Es wurde durch das Los der 1. Bezirk in der längerten Manteuffelstraße hat gestern beschlossen, nachdem der sämtliche Kreisärzte Berlins eingeladen worden. Den Vorsiz führte zweiten Abteilung und der 4. Bezirk in der dritten Abteilung als solcher Stadtv. Rosenow den Ankaufspreis als zu hoch bemängelt hatte: an Stelle des beurlaubten Präsidenten der stellvertretende Chef der ermittelt. Die Verteilung der Stadtverordneten auf die einzelnen Wahl" Der Ausschuß lehnt den Antrag des Magistrats zu b und c( An- alsbald eine Bekanntmachung zu veröffentlichen, in der zunächst socialdemokratischen Stadtverordneten dem Genossen Baake der erste Sanitätskommission Geheimrat Friedheim. Beschlossen wurde, bezirke erfolgte ebenfalls durch das Los, wobei von den beiden Tauf der vorliegenden Grundstücksflächen in der Köpeniderstraße) a b und ersucht den Magistrat, in erneute Verhandlungen wegen An- fämtliche Aerzte in Berlin und den Vororten aufgefordert und dem Genossen Hirsch der 7. Bezirk zufiel; gewählt find sie in kaufs der Grundstüce Köpenickerstr. 18 bis 20 und 20 und 21 zu erkrankung, auch den einer Windpockenerkrankung", der Sanitätswerden, ohne jede Ausnahme jeden Fall einer Boden- dem bisherigen 2. bezw. 3. Bezirk. angemessenen Preisen zu treten." Aufgabe der Charlottenburger Parteigenossen wird es sein, bei Zu den beiden großen Bränden am gestrigen Tage wird An denjenigen Häusern, in denen Bodentrantheiten aufgetreten find, einteilung möglichst viel Bezirke zu erringen. tommission im Bolizeipräsidium unverzüglich zur Anzeige zu bringen. den bevorstehenden Wahlen auch trotz der veränderten Bezirksnoch gemeldet: Der Buchhalter Seidel, der durch grobe Fahrlässigkeit sollen Tafeln angebracht werden, welche auf die Natur der Krankheit das Feuer im Meßpalast herbeigeführt hat, ist von der Polizei und ihre Gefahren aufmerksam machen. Die sofortige Vornahme und Stadtverordneten- Versammlung veruneinigt. Der Magistrat In Köpenick hat die Frage des Brotwuchers Magistrat in Haft genommen worden. S. giebt an, daß er gehört habe, daß der erforderlichen Impfungen krankheitsverdächtiger Personen, die ähnlich wie dies der Fall sei, wenn man einen fleinen brennenden die möglichste Absonderung der Erkrankten und ihre Unterbringung Weisheit ins Feld, daß es nicht Sache der Gemeinde, sondern Sache ein in Kollodium geworfenes brennendes Streiholz fofort verlösche, Desinfektion der in Betracht kommenden Räume und Häuser, sowie führt gegen die von der Stadtverordneten- Versammlung gewünschte Absendung einer Betition gegen die Getreidezoll- Erhöhung die Gegenstand in Petroleum werfe. Ohne sich hierbei etwas zu denken, in besondere Krankenhausräume find weitere Maßnahmen, die ins des Reichs sei, die Höhe der Einfuhrzölle festzusetzen. Unser habe er einen derartigen Versuch anstellen wollen, umso mehr, als Ange gefaßt sind und von der Polizeibehörde in vorkommenden des Reichs sei, die Höhe der Einfuhrzölle festzusetzen. Unser er teine Kenntnis davon gehabt habe, daß Kollodium Gase entwickle, Fällen schnell durchgeführt werden sollen. Parteigenosse, Stadtverordneter Herbst, sprach sein Iebs die fich fofort entzünden. haftes Bedauern über die Stellung des Magistrats aus, # Bei dem Brande am Rottbuser Damm waren die Eine Wahnsinnsthat? Wegen versuchten Mordes wurde, wie der anscheinend nicht berücksichtige, daß der Getreidezoll auf das Berliner Löschmannschaften bis abends gegen 11 Uhr mit der Abgabe wir seiner Zeit berichteten, am 28. März d. J. der 36 Jahre alte Wohl und Wehe auch der Köpenicker Bevölkerung bedeutsam einvon Wasser beschäftigt. Ein Dampfsprizenzug blieb jedoch als Brand- Arbeiter Stanislaus Blougoß aus der Urbanstr. 25 verhaftet. Es wirte. Herbst verlas die musterhafte Petition der Stadt Schöneberg. wache bis gestern morgen um 6 Uhr zur Stelle, von welcher Zeit ab die handelte sich damals um ein Verbrechen, das im Süden der Stadt Die Stadtverordneten- Versammlung beschloß nach kurzer Debatte, Rigdorfer Feuerwehr die weiteren Aufräumungsarbeiten allein übernahm. eine große Aufregung hervorrief. Blougoß hatte vor sieben Jahren den Magistrat nochmals zu ersuchen, der Petition gegen die ErUnter den Trümmermassen befindet sich noch immer Glut, so daß seine Frau mit fünf Kindern im Stich gelaffen und lebte mit einer höhung der Getreidezölle beizutreten. Der Gesellschaft Hydro" noch ununterbrochen mehrere Schlauchleitungen in Thätigkeit bleiben unverehelichten, 35 Jahre alten Wilhelmine Bollmack zusammen. ist die Anlage zu einer städtischen Kanalisation und Baffermüssen. Die Aufräumungsarbeiten dürften kaum vor Sonnabend Nachdem er erst Straßenbahnfahrer und dann Gelegenheitsarbeiter ge- leitung in Auftrag gegeben worden. beendet werden. Der Oberfeuermann David, der bereits bei dem wesen war, ließ er sich schließlich von seiner Geliebten ernähren und trank Schöneberg. Ein ergögliches Schauspiel für jeden nicht unBrande am Meßpalast mitarbeitete und dort unter der Berqualmung start. Häufige Zerwürfnisse führten dahin, daß das Mädchen endlich davon befangenen bot sich in der letzten Stadtverordnetenfigung. Auf der außerordentlich litt, trozdem aber noch nach dem Brandherd am Am nächsten Abend kehrte sie mit einer befreundeten Frau, die auch baumeisters Berger, ihm das Bürgerrecht zu verleihen. lief, nachdem Blougoß in der Wohnung einmal alles zertrümmert hatte. Tagesordnung stand u. a. ein Gesuch des neugewählten StadtKottbuserdamm eilte, erkrankte an legter Stelle an Rauchvergiftung und mußte seine Wohnung aufsuchen. Der Brandschaden ist nicht noch ihre drei Kinder mitnahm, in die von ihr gemietete Wohnung Nachdem vorher schon der Magistrat diese Sache zu der feinigen ge= so groß, als es im ersten Augenblick den Anschein hatte und dürfte zurück, in der sie den Mann nicht mehr vermutete. Dieser lag jedoch macht hatte und nur noch die Stadtverordneten ihre Zustimmung 350 000 m. nicht überschreiten. Stark gelitten hat durch das Feuer Revolver auf seine Geliebte und verwundete sie schwer durch zwei Fröhlich energisch und in drastisch treffenden Worten gegen die in der Stube auf der Lauer, richtete sofort einen sechsläufigen zu geben brauchten, protestierte plöglich Herr Stadtv. Valentin der Seitenflügel des Hauses Kottbuser- Damm 66, bei dem auch schon Schüsse in die Stirn und den Unterleib. Dann lief er davon und Berleihung, indem er meinte, daß die erst kürzlich erfolgte Wahl des der Dachstuhl von dem Element ergriffen worden war. Durch die enorme Hize ist der Kalt zwischen den Steinen der Brandmauer getehrte in der Nacht, während man ihn draußen überall suchte, heimlich betreffenden Herrn zum Mitglied der Kanalbau- Deputation, wenn sprungen und in den Wohnungen sind durch die gewaltige Hize die in die verlassene Wohnung zurück. Am andern Morgen fanden ihn er erst jest Bürger werden sollte, ungültig wäre. Der zweite Tapeten von den Wänden abgeplant. Kriminalbeamte, die die Thür aufbrechen mußten, blutüberströmt Bürgermeister, welcher in Abwesenheit des auf Urlaub befindlichen ersten auf seinem Bette liegen. Er hatte sich mit einem Rasiermesser die Bürgermeisters die Sache vertrat, hatte diesen Einwendungen Bulsader der linken Hand durchgeschnitten. Es gelang, ihn am Leben zu gegenüber einen schweren Stand. erhalten, und mm sollte er vor den Strafrichter gestellt werden. Indessen ja dann der Magistrat eine Neuwahl vornehmen könnte, und Er mußte zugeben, daß machten sich Anzeichen bemerkbar, die an feiner Burechnungsfähigkeit sprach davon, daß die Versagung des Bürgerrechts nach außen hin zweifeln lassen. Daher ist Blougoß von der Staatsanwaltschaft beim einen schlechten Eindruck machen würde. Von andrer Seite wurde Landgericht I zunächst zur Beobachtung seines Geisteszustandes gestern gefragt, warum nicht der jezige Baurat Gerlach, der doch der einer Anstalt zugeführt worden. Gemeinde schon viele Dienste geleistet habe, in die betreffende fehende Angelegenheit endigte nach beinahe einstündiger Debatte Deputation delegiert worden sei. Diese äußerlich so harmlos ausmit der Ablehnung der Verleihung des Bürgerrechts und Ver schiebung der Angelegenheit bis zur nächsten Sigung. Ueber die Vergebung der Lieferung des Drudrohrs wurde natürlich wieder auf Antrag des Magistrats in geheimer Sigung beraten, in der nach langen Auseinandersetzungen festgestellt wurde, daß der Erste Bürger meister der Kanalisationsdeputation das Recht erteilt hatte, über die Vergebung der erwähnten Lieferung sich mit der Motivierung schlüssig zu machen, daß der Magistrat eine solche große Sache nicht allein über nehmen möchte. Die Vergebung an Firmen, die diese Art Arbeiten noch nicht gemacht haben, ließ aber Bedenten aufsteigen und lediglich im Interesse der Stadt feien die Beschlüsse der Kanalisations deputation nicht ausgeführt worden. Diese Erklärung hatte aur Folge, daß die Resolution:" Die Versammlung erblickt in dem Vors gehen des Magistrats eine Beeinträchtigung ihres Geldbewilligungs rechts" mit nur inapper Mehrheit angenommen wurde. Die Arbeiten find übrigens um über 10 000 m. billiger vergeben worden, als ursprünglich beschlossen war. Gerichts- Beifung. Elektrisch betriebener Postbahnhof. Das neue Postgebäude am Lehrter Bahnhof, das seiner Vollendung entgegengeht, wird einen lediglich für die Swede der Postbeförderung eingerichteten Bahnhof bilden, auch erhält dieser erste deutsche Postbahnhof außer dem elektrischen Betrieb. Das Gebäude liegt zwischen dem Lehrter Fernbahnhof und der Invalidenstraße in der Tiefe. Acht Geleise find paariveise auf vier parallel laufende Berrons verteilt. Die höchstens aus zwei Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen Der am 1. Juli d. J8. beginnende Umzug muß bei fleinen, an demselben Tage, bei mittleren, aus drei oder vier Zimmern bestehenden Wohnungen am 2. Juli mittags 12 Uhr, bei großen, mehr als vier Wohnzimmer umfassenden Wohnungen am 8. Juli mittags 12 Uhr beendet sein. An einer elektrischen Leitung verunglückte am Dienstag der 25 Jahre alte Arbeiter Paul Robel aus der Havelbergerstr. 1, der auf dem Elektricitätswerk in der Brunnenstraße beschäftigt war. Er verbrannte sich die linke Hand so schwer, daß er die Hilfe der Rettungswache III in der Kastanien Allee in Anspruch nehmen mußte. 9 -Y acht Stränge geben Raum für je zwei lange Bahnpoftwagen zu je zehn Meter. Es können somit gleichzeitig sechzehn Postwagen verladen werden. Besonders wertvoll für den Postbetrieb ist die vollständige Unabhängigkeit den Bedürfnissen des Bahnbetriebs. Eine Drehscheibe bringt die Wagen auf einen gemeinsamen Strang, der durch einen Tunnel unter der Invalidenstraße mit den Geleisen der Bahn verbunden wird. Die Drehscheibe wird elektrisch betrieben. Ebenfalls elektrischen Betrieb hat ein Spillwert, das die Wagen durch den Tunnel befördert. Diese Einrichtung erspart der Postverwaltung die Kosten für die Gestellung einer Rangierlokomotive. Die Berladung von Pateten auf dem Bahnhof ist eine der bedeutendsten von Berlin. Es gelangt bort nicht nur der gesamte umfangreiche Hamburger Verkehr zur Ber Ladung, fondern auch der Verkehr nach Hannover und Köln Gegen die Vertenerung des gewerblichen Gases haben die über Lehrte. Auch der einzige, während des ganzen Jahres ver- Besizer mittlerer und großer Gasmotoren eine Petition an tehrende Post- Sonderzug, der nachts 11 Uhr 20 Minuten nach Sam- die städtischen Behörden abzusenden beschlossen. In der burg geht, wird auf dem Bahnhof zusammengestellt werden. Der felben behaupten die Betreffenden, daß sie durch Erhöhung des GasNeubau dürfte nicht vor Mitte Juli vollendet und in Betrieb ge- preifes von 10 auf 12,35 Pf. pro Rubikmeter erheblich geschädigt nommen werden. Die Briefannahme des Postamts 40 verbleibt find. Die Petition liegt gegenwärtig noch beim Geh. Regierungsrat nach wie vor im Empfangsgebäude des Lehrter Hauptbahnhofs. Dr. Schwirtus, Wilhelmistr. 146, zur Unterzeichnung aus, welcher Zustimmungserklärungen bis zum 25, d. M. entgegennimmt. Aus der Paderstein- Stiftung sollen hilfsbedürftigen Be wohnerinnen der Stadt Berlin, welche verarmten Familien an- Bezüglich der Schuhvorrichtungen an den Straßenbahn- Eine Heiratsschwindlerin. Daß eine gewisse Kategorie von gehören, insbesondre Hilfsbedürftigen gebildeter Stände" christlicher wagen war gemeldet worden, die Große Berliner Straßenbahn- Menschen nicht alle" wird, bewies eine Anklage, die gestern gegen und jüdischer Religion Nähmaschinen und andre Hand- Gesellschaft habe dem Polizeipräsidenten angezeigt, daß versuchsweise die schon vielfach vorbestrafte Schneiderin Wilhelmine Schwarz wertsgeräte zur unentgeltlichen Benutzung gewährt werden.- 50 Straßenbahnvagen mit der neuen Schußvorrichtung bersehen" geb. Arndt verhandelt wurde. Die Angeklagte ist eine mit Phantasie Bewerberinnen haben ihre Gesuche bis zum 8. Juli cr. einschließlich feien. Diese Meldung ist darauf zurückzuführen, daß die genannte begabte Schwindlerin. Sie lernte ein Frl. Stnappe tennen und an die städtische Stiftungs- Deputation, Postftr. 16, einzureichen. Gesellschaft der Behörde Mitteilung von der erfolgten Bestellung redete ihr zu, fich doch zu verheiraten, da es nicht gut sei, wenn der Dem Gesuche ist die Religion und das vollständige Nationale der der 50 Schußvorrichtungen gemacht hat. Da die Firma, welche mit Mensch allein bleibe. Frl. S. leuchtete diese Weisheit ein und fie Bewerberin beizufügen. der Lieferung der Vorrichtungen beauftragt ist, mit Arbeiten über- gab sich vertrauensvoll in die Hände der Angeklagten, die ihr ver: bürdet ist, so dürften noch drei bis vier Wochen vergehen, ehe die sprach, ihr einen netten und Honetten Mann zu besorgen. Es ver neuen Schußvorrichtungen geliefert bezw. dem Betriebe übergeben gingen wenige Tage, da tam die Angeklagte schon freudeftrahlend werden können; bis jetzt sind immer noch die beiden Probe- mit der Nachricht, daß sie schon einen Mann in der Person eines vorrichtungen allein im Gebrauch. Die Kanalisation der Gneiststraße von 76 Meter östlich der Schönhauser Allee bis Pappel- Allee soll nunmehr zur Ausführung gelangen. Die Besizer resp. Berwalter der an der genannten Straßenede belegenen Grundstücke sind bereits unter Strafandrohung aufgefordert worden, innerhalb 6 Wochen ein vollständiges Ent wässerungsprojekt für das betreffende Grundstück in 2 Exemplaren der örtlichen Straßenbau- Bolizeiverwaltung vorzulegen. Eine nene Polizeiverordnung, welche die GeflügelTransporte regeln und die mit den jezigen Transport- Arten ber bundenen Tierquälereien verhindern soll, befindet sich gegenwärtig bei der hiesigen Behörde in Ausarbeitung. Auf Grund der Berichte der auf dem Schlesischen Bahnhof die Geflügel- Transporte überStraßensperrung. Die Prinz Friedrich Karlstraße von der wachenden Tierärzte, sowie einer vom deutschen Tierschuß- Verein an Ebertsbrücke( einschließlich der Kreuzung mit der Straße Am Weiden das Polizeipräsidium gegebenen Meldung hat die Behörde eine damm beziehungsweise Am Kupfergraben) bis zur Georgenstraße polizeiliche Ueberwachung der hier eintreffenden Geflügel- Waggons( ausschließlich des des Kreuzdamms der letzteren) wird behufs angeordnet und auch schon mehrfache Strafmandate wegen Tier- Asphaltierung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke quälerei erlaffen. Da jedoch hierdurch eine radikale Abhilfe nicht ge= und Neiter gesperrt, schaffen werden kann, so soll durch die in kürzerer Zeit zu erlassende Polizeiverordnung die Beschaffenheit der für die Transporte benutzten Stäfige, sowie die Zahl der in solchen unterzubringenden Tiere usw. geregelt werden. wir die Eltern, welche wider Willen ihre Kinder an der BismarckFeier teilnehmen lassen mußten, auf die Haftpflicht der Lehrer aufmerksam machten. Dieser Vorwurf macht sich besonders hübsch bei einem Blatte, das zu Anfang dieses Monats uns mit der niedrigen Berleumdung fam, wir hätten gefälschte und erlogene Hunnenbriefe in die Welt aesetzt! über Aus den Nachbarorten. " angeblichen Eisenbahn- Kondukteurs Wilhelm Neumann für die Heirats Arbeiterrifiko. Vom Neubau des Kaiser Friedrich- Museums lustige gefunden habe. Sie zeigte der St. auch die Photographie eines Mannes, der in einer schmucken Eisenbahn- Uniform recht stattlich abgestürzt ist gestern vormittag der 35 Jahre alte Glafer Ernſt aussah. Fräulein St. war überglücklich, obwohl ihr gesagt wurde, Buchholz aus der Köpniderstr. 9b. Der Unglüdliche war im dritten daß der Bräutigam, der nächstens Controleur werden würde, wegen Stodivert mit dem Einsetzen von Scheiben beschäftigt, trat fehl und Ueberhäufung mit Dienstgeschäften fich erst nach einiger Zeit stürzte in die Tiefe. Wit schweren inneren Verlegungen wurde B. persönlich werde vorstellen fönnen. Fräulein St. begnügte sich mit nach dem Krankenhaus gebracht. An seinem Aufkommen wird schriftlichen Liebeszeichen des gezweifelt. Bräutigams in absentia, die ihr die Angeklagte in reicher Fülle überbrachte. Die Briefe schäumten Liebessehnsucht über, sie begannen zuerst mit der Anrede Geehrtes Fräulein", dann folgte die Anrede Liebes Mädchen"," Geliebtes Herz" und die Liebenswürdigkeit steigerte sich in dem Maße, als Fri. R. auf Bitten des angeblichen Bräutigams ihm durch die Angeflagte kleinere Summen, die er zum Ausgleich dringender Verpflichtungen gebrauchte, übersandte. Die schönen Liebesbriefe waren von der Angeklagten ge schrieben. Diese hatte die Gelder eingesteckt und schließlich Charlottenburg. Der Wahlverein hält hente, Donnerstag der leichtgläubigen Braut" auch einen Schuldschein über 50 M. abend 81/2 llhr, in der Gambrinus- Brauerei, auftr. 94, feine Ber- fchmigt war ein Betrug, den sie gegen den Choristen D. ausführte. mit der Unterschrift Wilhelm Neumann ausgestellt. Ebenso ver Niedrige Gesinnung fieht die„ Tägl. Rundschau" darin, daß fammlung ab. Reichstags- Abgeordneter 3 u beil hält einen Vortrag Sm Frühjahr 1900 begann sie mit diesem ein Verhältnis, das an" Das Wahlrecht zum preußischen Landtag". geblich zur Ehe führen sollte. Sie erzählte ihm, daß sie ein VerAdlershof. Heute, Donnerstag, findet im Schmauserschen mögen von 14 000 M. von ihrem Pflegevater, einem Ortsschulzen, Lokal die Monatsversammlung des Wahlvereins statt. Genosse geerbt habe, und dieses Geld auf der Deutschen Bank deponiert sei. Dr. Rudolf Steiner spricht über Die wichtigsten naturwissenschaft- Sie erklärte ihm weiter, daß sie ein Haus kaufen wolle und erließ lichen Fortschritte des 19. Jahrhunderts". Gäste willkommen. auch wirklich eine dahingehende Annonce. Endlich hatte fie ein solches in der Calvinstraße gefunden, Calvinstraße gefunden, sie erklärte Nene Straßenbahn- Haltezeichen sind jezt an allen abschüssigen der Kommunalwahlbezirke ist nunmehr vom Magistrat Rechtsanwalt haben müsse und so etwas Geld tofte. D. ließ sich be= oder jäher aufsteigenden Stellen angebracht worden, um Busaminen ausgearbeitet. Zugleich mit der Erhöhung der Zahl der Stadtstöße zu vermeiden. Die Zeichen bestehen in roten, runden, an der verordneten von 66 auf 72 sollen die Wahlbezirke der zweiten und wegen, der Angeklagten nach und nach 120 M. zu geben; er fah erſt Spige der Haltestell- Tafeln angebrachten Scheiben, worin ein britten Wählerabteilung anders abgegrenzt, und, vorbehaltlich der wahres Wort war. Sehr bedenklich war ein Coup, den sie gegen au pät ein, daß er betrogen und an der Erbschaftsgeschichte kein großes H( Halt) ausgestanzt ist. Das weithin fichtbare, bei Nacht Bestätigung von Aufsichtswegen, in der 3. Wählerabteilung acht, in den verheirateten Schuhmacher B. auszuführen versuchte. Sie Die jetzige StadtAufforderung, unter allen Umständen, auch wenn keine Fahrgäste verordneten- Versammlung besteht aus 66 Mitgliedern, welche in chrieb ihm einen Brief, in welchem sie um Gewährung aufzunehmen oder abzusetzen sind, an der Stelle Halt zu machen. je drei Abteilungen mit je 22 gewählt find, und zwar folgte, ging fie mit gröberem Geschüß einer Darlehnssumme bat. Als darauf keine Antwort era Eine zweite Maßnahme zur Erhöhung der Betriebssicherheit bildet wählte die bor. Sie schrieb erste Abteilung über ganz Charlottenburg, die die gegenwärtig zur Durchführung gelangende Verlegung der Halte zweite in 3 Wahlbezirken und die dritte in 7 Wahlbezirken. Das rüstung, Scham und Verzweiflung durchfeyten zweiten Brief, an den Meister einen mit den Ausdrücken der Ents stellen, in der Weise, daß mit der bisherigen Gepflogenheit, die Resultat der Volkszählung von 1900 gestattet eine Erhöhung der in welchem sie ihm mitteilte, daß fie das Opfer feiner stürmischen Haltestellen für die nach entgegengesezter Richtung fahrenden Wagen Stadtverordneten um 6 Mitglieder. Die erste Abteilung zählt jetzt einer Straßenbahnlinie einander gegenüber anzulegen, gänzlich ge- 491 Wahlberechtigte; eine Zeilung in Wahlbezirke darf erst bei 500 Siebesbewerbungen geworden sei und sich Mutter fühle. Sie ver brochen wird. erfolgen; mithin bleibt der Wahlbezirk wie früher einheitlich, so daß langte darauf wieder Geld. B., der mit der Angeklagten in seinem Ein neuer Pockenfall wird aus dem Hause am Nordhafen er sich über ganz Charlottenburg erstreckt. Die zweite Abteilung hat eben nie in nähere Berührung gekommen ist, ließ nicht mit sich Nr. 8 gemeldet, in dem schon vor längerer Beit eine mittlerweile im 3616 Wahlberechtigte, die in 4 Wahlbezirke geteilt werden sollen. Spaßen, sondern erstattete Strafanzeige. So hatte sich denn die Krankenhause wiederhergestellte Frau erkrankte. Der 56 Jahre alte Die britte laffe hat 28 215 Wahlberechtigte. Hier sollen die erfindungsreiche Angeklagte gestern wegen wiederholten Betruges, Schmiedemeister Rogge, der Meister in einer Eisengießerei, ver- Bezirte von 7 auf 8 vermehrt werden, und zwar soll der Urkundenfälschung, Beleidigung, versuchter Erpressung 2c. zu vers heiratet und Bater zweier Töchter im Alter von 14 und 18 Jahren neue erste Bezirk mit 3715 Wahlberechtigten die Stadtteile Westend, antworten. Sie war in vollem Umfange geständig und wurde zu ist, erkrankte vor acht Tagen an der Gesichtsrose. Gestern stellte man am Spandauer Berg, Schloßviertel 9, 8, 4, 5, 6 umfassen, der neue 3 wei Jahren Gefängnis verurteilt. Boden fest und ließ den Patienten einer Anstalt zuführen. atveite Bezirk mit 3386 Wahlberechtigten die Stadtteile Schloß- Ein Handfriedensbruch auf der Rennbahn wurde der Zu den Vorsichtsmaßregeln, die gegen ein Umsichgreifen der viertel 1, 2, 3 und 7 und Liegensee, der dritte Bezirk mit 3271 Schantwirtin Wilhelmine Rehfeld zur Last gelegt, die sich gestern Bodenerkrankungen getroffen werden, gehört auch die Impfung Wählern die Stadtteile Kalowswerder, Am Nonnendamm, Königs- vor dem Schöffengericht des Amtsgericht II zu verantworten hatte. Charlottenburg. Die bereits angekündigte Neueinteilung fie ein folches in der aber, daß ste aur Flüssigmachung ihres Geldes einen |, ft@robox Die Angeklagte, die eine fleißige Besucherin der Rennbahnen ist, für England feine Giltigkeit hat, und da Bigamie eine Kriminalwar in den Berdacht des Buchmacherns gekommen und infolge dessen fache ist, fann es geschehen, daß Lord Russell verlangt, wie er das durch Beschluß der Rennvorstände von dem Besuch der Rennpläge Recht hat, von Seinesgleichen" gerichtet zu werden, d. h. vor der Hoppegarten, Karlshorst und Weißensee ausgeschlossen. Ein gegen Kammer der Lords zu erscheinen, deren Mitglied er ist. Wenn das fie anhängig gemachtes Verfahren wegen Buchmacherei endete geschieht, wird man einen Prozeß erleben, wie man ihn seit mit ihrer Freisprechung. Ihr Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Alfr. mehreren Generationen nicht gesehen hat. Lord Russell ist 36 Jahre Salomon, teilte dies Ergebnis den Rennvorständen mit und alt, sehr groß und start, hat großes Interesse für elektrische sprach die Erwartung aus, daß, nachdem der Grund des Ausschlusses Maschinen und ist noch selber an einem Elektricitätsunternehmen bein Wegfall gekommen, der lettere nicht mehr aufrecht erhalten werden teiligt. waiste tönne. Seitens des Unionklubs wurde dies auch zugesagt, dagegen erklärte der Vorstand des Trabervereins in Weißensee, daß der s Ausschluß auf einem gemeinsam gefaßten Beschluß der techni schen Kommission des Unionklubs beruhe und es dabei sein Bewenden haben müsse. Die Angeklagte besuchte dennoch eines Welzen, gut D.-tr. Tags die Trabrennbahn zu Weißensee und die Folge war die Erhebung eine Anklage wegen Hausfriedensbruchs. Ihr Verteidiger machte geltend, daß die Angeklagte, nachdem sie von der Anschuldigung der Buchmacherei rechtskräftig freigesprochen worden und damit jeder Anlaß, ihr die Rennplätze zu versperren, weggefallen fei, des guten Glaubens fein konnte, daß das Verbot hinfällig geworden sei, um so mehr, als diese ihre Auffassung vom Union- Klub selbst bestätigt worden sei. Der Gerichtshof schloß sich dieser Auffassung an und erkannte auf Freisprechung. Versammlungen. Marktpreise von Berlin am 18. Juni 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Cir. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch" mittel gering Moggen, gut " * erfie, gut * Safer, gut " do. Schweinefleisch 7,-15, 1,60 1,20 1,30 1, 1,60 1.20 1,80 1,10 1,60 1,10 mittel gering " Kalbfleisch " Hammelfleisch 16, 14,90 Butter " mittel 14,80 13,70 Gier 60 St " gering 13,60 12,60 " Karpfen 1 kg 2,60 2, 3,60 2,20 2,40 " 16,20 15,50 mittel 15,40 14,70 " " gering 14,60 13,90 Aale Bander Hechte 2,60 1,20 " 7,- 6,66 Barsche 7,90 5,50 Schleie 40, 25, Bleie Krebse Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linsen " per Sjod 18, 3, Briefkasten der Redaktion. Die juristische prechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. G. F. C. A. B. V. 2. Ihr Bericht ist zu alt, kann deshalb nicht mehr gebracht werden. 23. B. Das gewöhnliche weiße Schreib- und Druckpapier wird überwiegend aus Holzfaserstoff hergestellt. 2. F. Eine Monatstarte der Straßenbahn toftet 6 Mart, eine solche für den Zoologischen Garten 42 Mart. Schenkmann. Sch. ist nicht mosaisch. Breßler. Da ist guter Rat teuer. Sehen Sie sich brieflich mit einem größeren Wiener oder Berliner Café in Verbindung. 99. Fragen Sie deswegen nach im Auskunfts- Bureau des Anhalter Bahnhofs. G. K. I. Nach dem Gewerbestener Gesetz ist der Gewerbe: betrieb nur dann stenerfrei, wenn weder der Ertrag 1500 M. noch das Geschäftsfapital 3000 Mt. erreicht. Zur Steuerklasse IV gehören die Betriebe mit einem Jahresertrage von 1500-4000. oder einem Anlage: und Betriebskapital vpon 3000-30 000 M. Der Steuersatz für Klasse IV beträgt 4-36 92, pital Schristliche Ant: F. Proste. Wenden Sie sich an die Zollbehörde. wort zu erteilen lehnen wir ab. Alter Abonnent. Standgeld, Schadens 2,80 1,20 eria aber dergleichen fönnen Sie nicht verlangen. Sie können auf FortM. Sch. Eine Beerbung findet in Ihrem 2,40 1,20 name der Sachen tlagen. Q. R. Nein. 8. S. 100. 1. Ja. 2. Etwa 1.80 0,80 alle nicht mehr statt. 2,50 11 bis 2 M. pro Tag. 3. Nein. Der Gegner fann aber später gerichtliche E. P. 200 Marken. oder notarielle Beglaubigung verlangen. 1,20 0,60 5. R. 999. 1. Ob Sie die Annahme eines Briefes ablehnen oder nicht, ift gleichgültig: die Nichtannahme eines Briefes ändert die Rechtslage nicht. Steht im Vertrag, es müsse spätestens innerhalb 3 Monaten vor Ablauf gekündigt sein, fo muß fpätestens am 30. Juni der Kündigungsbrief dem Adressaten eingehändigt oder einzuhändigen versucht sein. Wer den 2. Besagt nicht etwa der Wortlaut Ihres Brief übergiebt ist gleich. Bertrages etwas Gegenteiliges, so ist der Verwalter im Unrecht. F. U. W. Nur von Ihrer Mutter hätten Sie etwas zu erben. Die Auseinandersetzung wegen des etwa auf Sie entfallenden Erbteils ist aber wahrscheinlich vor der zweiten und britten Heirat Ihres Vaters erfolgt. erwachsenen Kosten an das Gericht richten. Dies setzt dann die Höhe der Hermann Köhler. Sie müssen einen Antrag auf Festsetzung der Ihnen vom Gegner zu erstattenden Kosten durch Befchluß fest. Auf Grund dieses Beschlusses tönnen Sie dann zwangsvollstreckung betreiben. G.. 252. Wenn der Arzt bei Aufnahme Ihres Sohnes in die mit der Aufschrift Für Unbemittelte unentgeltlich" gezierte Klinik nicht ausdrücklich erklärt hat, daß er Bezahlung verlange, so ist sein Anspruch unberechtigt. W. Ja. 45,- 20, 65, 25, * Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 19. Juni. Der heutige Getreidemarkt war anfangs behauptet, später Weizen und Roggen 2 bis 3/4 M. schwächer auf zunehmendes inländisches und amerikanisches Angebot. Das Geschäft blieb infolge mangelnder Beteiligung sehr flein. Von den Auslandsbörsen war Amerita unverändert, Destreich- Ungarn nach matterem Beginn wesentlich fester. Mehl lag ruhig. Safer still, eher schwach, zuletzt leicht erholt. Mais loco knapp und teuer, Lieferungen behauptet. Rüböl ohne Spiritus. Spiritus unverändert. 70er loco 43,10 Mr. Schöneberg. Am 18. Juni hielt der Socialdemokratische Wahlberein eine Versammlung ab. Genosse Waldeck Manasse hielt einen Vortrag über: Der Militarismus und die Socialdemokratie." Hierauf gab Genosse Masuch den Bericht von der Generalberjamlung des Central- Wahlvereins. Genosse Küter ergänzte den Bericht. Die Diskussion drehte sich hauptsächlich um Lokalsperre, auch die Landtagswahl wurde berührt. Unter Vereinsangelegenheiten ersuchte Genosse Masuch die Anwesenden, unter ihren Bekannten, welche nicht Preußen sind, dahin zu wirken, daß sich dieselben naturalisieren, damit wir bei den bevorstehenden Stadtverordneten Geschäft. wahlen keinen Stimmenausfall erleiden. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher ( 3weigverein Berlin). Donnerstag, den 20. d. M., abends 10 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstr. 57, Versammlung. Verein der Tischler Berlins und Umgegend. Die Zahlstelle Friedrichsberg ist von Blumenthalstr. 1 nach Frankfurter Allee 181, Restaurant Bipter, vormals Grauert, verlegt worden. Berein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute 82 Uhr Bet Landau, An der Stadtbahn 5, Versammlung. Tagesordnung:" Allerlei Einwände gegen die Abstinenz." Verschiedenes. 1 Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber Berlins und Umgegend. Freitag, den 21. Juni, abends Uhr, im Englischen Garten, Mitgliederversammlung. Gäste sind willkommen. Vermischtes. Ueber einen Mord wird aus Dortmund berichtet: Der Gutsbefizer Brunnenberg aus Ergfte wurde an einer einsamen Stelle auf der Chaussee nach Letmathe ermordet aufgefunden. Die Leiche zeigt eine tiefe Wunde im Genick, welche mit einem bolchichafe( Lebendgewicht) 00-00, artigen Messer ausgeführt worden sein muß. Der Thäter ist nicht bekannt. In Sommeranfang im Gebirge. Aus Belfort wird gemeldet, daß der Elsässer Belchen gestern mit Schnee bedeckt war. Pontarlier an der schweizerisch- französischen Grenze herrschte Dienstag abend heftiges Schneetreiben; auch aus Chambéry wird berichtet, daß die Berge im Departement Savoie bis tief herunter mit Schnee bedeckt sind. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 19. Juni 1901. Amt licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 722 Rinder, 3148 Kälber, 2951 Schafe, 9554 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund 2. T. Schlechter Geschäftsgang entbindet nicht vom Mietsvertrag. Die in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht eingebrachten Sachen, einschließlich der Geschäftsutensilien, unterliegen dem wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00,- b) junge fleischige, nicht aus Zurückbehaltungsrecht des Vermieters. 888. Die Verfolgung verjährt gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut in 5 Jahren, gerechnet von der letzten gerichtlichen Handlung, z. B. deur genährte ältere CO- 00; d) gering genährte jeden Alters 00-00 Bullen: Erlaß des Steckbriefes. Der Betreffende fann einem Anwalt Vollmacht a) voltfleischige höchsten Schlachtweris 00-00; b) mäßig genährte jüngere erteilen. F. 6. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. 4. Als Ausländer haben Sie fein und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. Färsen und Recht auf Naturalisation. Anträge auf Naturalisation sind an den Polizei: Stühe: a) voflfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Präsidenten zu richten, fönnen aber ohne Grund abgelehnt werden. b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 2. Lycheuerstraße. 1. Der in dem Aufruf der socialdemokratischen 00-00; c) ältere ausgemästete She und wenig gut entwickelte jüngere Stadtverordneten- Fraktion angegebene Weg ist einzuschlagen. 2. Gebühren Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 47-50; werden nicht erstattet. 3. Die beiden Abgeordneten Röside sind Brüder. e) gering genährte Kühe und Färsen 42-45. Stärber: a) feinfte Mast: D. G. Wenden Sie sich an irgend einen Anwalt; erforderlich ist die Verteidigung fälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 70-73, b) mittlere Mast eines wegen Beleidigung Angeklagten nicht. B. R. 24. Geringe förperliche und gute Saugtälber 61-64, c) geringe Sangtälber 56-59, d) ältere, gering gehier, bie eine Zurichstellung auf ein Jahr angezeigt erscheinen laffen. genährte( Frefer) 40-45. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast N. V. 6a. Bur Fortnahme des Steins hat der Kirchenvorstand kein Sammel und Schafe( Merzfchafe) 53-56, d)' Holsteiner Niederungs- nehmen, falls thut nicht 4,50 M. gezahlt würden. Beschweren Sie sich. Hammel 62-65, b) ältere Masthammel 57-61, c) mäßig genährte Recht. Noch weniger ist er berechtigt, zu drohen, er werde den Stein fort Schweine: a) vollfleischige, der feineren Auch können Sie bei der Staatsanwaltschaft Bestrafung wegen versuchter diassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund Grpreffung und wegen Grabschändung beantragen. Ueber den Verlauf der schwer, 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Säfer) 00-00; c) fleischige Sache, insbesondere über die Antwort des Konsistoriums und der Staats: 53-54; d) gering entwidette 50-52; e) Sauen 49-51. Für 100 Pfund anwaltschaft setzen Sie uns wohl dann in Kenntnis. 23. 2. 100. mit 20 pet. Tara. Wenn Sie zur Zeit der letzten Einigung bereits 21 Jahre alt waren, Sie Verlauf und Tendenz. Vom Ninderauftrieb blieben nur etwa müffen zahlen. Waren Sie 80 Stüd unverfauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig, es wird faum fönnen damals noch unmündig, fo Sie mit Erfolg auf Aufhebung des Urteils flagen. ausverkauft. Bei den Schafen fanden ungefähr 800 Stück Absatz. Der 2. B. 94. Das Ober- Verwaltungsgericht hat am 10. März 1886 aus Schweinemarkt verlief ruhig und wurde geräumt. Anlaß des Versuchs, eine wider die Erhöhung der Getreidezäffe gerichtete Betition der Stadtverordneten- Versammlung zu Stettin zu inhibieren, der Stadtverordneten Versammlung recht gegeben. Es führte das Ober- Verwaltungsgericht aus, daß ein Petitionsrecht der Stadtverordneten Bersammlung nur soweit zusteht, als es sich um Gemeinde- Ringelegenheiten handelt, daß aber bei der besonderen Bedeutung einer Erhöhung jener Zölle für den Handel und Verkehr gerade der Stadt Stettin der Begriff einer Gemeinde- Angelegenheit anzusehen ist. Der Erfolg einer Klage in ähnlichen Fällen hän gt mithin wesentlich von der Art der Begründung der Petition ab. P. 9. Sie find nur dann und nur so weit zur Zahlung verpflichtet, als sie Zahlung ohne Beeinträchtigung des standesmäßigen Unterhalts Ihrer selbst und Ihrer Familte zu leisten vermögen. D. 5. 1.- 3. Das ist aus Anlaß der Reichstags- Verhandlungen über die Flottenvorlage wiederholt eingehend mitgeteilt. Eine Wiederholung geht schon des Raums wegen nicht an. 4. Welche Gebühren eine Hebamme zu beanspruchen hat, ist zuletzt im Vorwärts" vom 13. Juni beantwortet. B. B. 1. u. 3. Wenn der Innung die ausschließliche Befugnis der Ausbildung von Lehrlingen übertragen ist, so kann Nicht- Innungsmitgliedern das Halten von Lehrlingen verboten werden. 2. Ja. 76 Swinemünde. Eine AnfechtungsKlage feitens der Mutter fann Aussicht auf Erfolg haben. Witterungsübersicht vom 19. Juni 1901, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärke 765 NW Better Temp. n. 6. 5° C. 4° N. Stationen Barometerstand mm Windrigtung Windstärke Wetter Temp. 1. C. 11555° C.= 4° R. Der Bigamie- Prozeß des Lord Ruffell, Pairs von England, Enkel des berühmten John Russell, macht an der Themse gewaltiges Aufsehen. Graf Russell wurde verhaftet und der Polizeibehörde vorgeführt. Im Jahre 1890 heiratete der Angeklagte Miß Mabel Scott und trennte sich nach einigen Monaten von feiner Gattin. Aus dieser Trennung entspann sich ein langer, erbitterter Prozeß zwischen den beiden früheren Ehegatten, der damit endigte, daß Lord Russell im Jahre 1899 nach Swinembe 764 Still Amerika ging, um dort die Ehescheidung zu erlangen, die er in London nicht erreichen konnte. Er setzte es auch durch, daß in der neuen Melt die Scheidung ausgesprochen wurde, heiratete daraufhin Madame Somerville, und kam mit seiner neuen Ehefrau nach England zurück. Nach seiner Rückkehr hat nun auch seine erste Frau die Scheidung von Lord Russell erlangt. Nach Dar Wetter: Prognose für Donnerstag, den 20. Juni 1901. legung dieser Thatsachen wurde der Angeklagte gegen eine Wärmer, zunächst meist heiter und trocken bei mäßigen füblichen Winden; Bürgschaft von 50 000 Fr. freigelassen. Die Antlage ftigt später zunehmende Bewöltung. sich darauf, daß eine in Amerita ausgesprochene Scheidung 11 15 aparanda 767 heiter heiter 1 bedeckt 13 Betersburg 7620 wollent 15 Cort 762 SSW 5 Regen 11 lberdeen 2 wolfig 17 19 13 Hamburg Berlin 764NW Frankf./M. 765 WN3 2 bedeckt Munchen 5 Regen 6 Paris Wien 761 Still wolfig 14 7642 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Achtung! ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- lifer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353, Sonnabend, den 22. Juni: 10 jährige Stiftungs- Feier im Etablissement ,, Seeterrasse", Lichtenberg, Röderstr. 6. Großes Sommernachts- Fest. Großes Doppel- Konzert. Specialitäten Borstellung. Großes Land- und Wasser- Feuerwert. Kinder- Fackelpolonaise. Auftreten der Turmseilläufer Mr. Cronje- Boston und Donna Eriona, Berliner Wetterbureau. in den Gesamträumen der Sonnabend, den 22. Juni 1901, Berliner Bockbrauerei( Eingang: Fidicinstr.): Achtung! Effies Stiftungsfeft des Centralverbands der Maurer Deutschlands. Filiale Berlin II. berbunden mit Grossem Garten- Konzert und Aufführungen der berühmten Theater Gefettfchaft Strzelewicz. In beiden Sälen groker Ball. Belozipedfahrt im Brillant- Feuerwert auf dem 70 Meter hohen Turmfeit Abends 9 Uhr: Kinder- Fackelzug. Jedes Kind erhält eine Stodlaterue gratis. über dem See. 4 Kegelbahnen. Gondellorso auf dem See. Vergnügungspark. Große Kaffeeküche. Jedes Kind erhält eine Stoclaterne gratis. Jn beiden Sälen: Grosser Ball. Serren zahlen 30 P. nach. Beginn des Festes 5 Uhr nachmittags. Billets zum Preis von 20 Pf. sind bei allen Rassierern, Bahlstellen: Suhabern, sowie im Verbandsbureau erhältlich. Verbindungen: Eisenbahn- Stationen: Frankfurter Allee und Lands Bichhof- Eldenaerstraße u. Morisplay- Central- Bichhof- Landsberger- Allee. Abendkasse findet nicht statt. berger- Allee. Mit ber elettriſchen Straßenbahn: Spittelmarkt- Central Wegen des Sommerfestes tassieren die Beitragssammler Achtung! in den Bahlstellen am Sonnabend, den 22. Juni, nicht. Das Verbandsbureau bleibt am Nachmittag geschlossen. Billets find im Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Billet 25 Pfg. Bahlreiche Beteiligung after Verbandskollegen wird erwartet. Gäste willkommer.. Bureau, Engelufer 15, Bimmer 29, fomie in den Verkehrslokalen zu haben. Die Kollegen machen wir darauf aufmerksam, daß ain Sonnabend nicht in den Zahlstellen koffiert wird, sondern am Montagabend, den 24. d. M. 137/19 Genossenschafts- Tischlerei ,, Stern" ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Bilanz am 31. Dezember 1900. Attiva. Sonntag, den 23. Juni, vormittags 9 uhr, findet in der Urania", Taubenstraße, für unsere Mitglieder Vorstellung statt. Zur Kaffenbestand Darstellung gelangt:" Unser Shein". Billets a 70 Pf. intl. Garderobe Warenbestände sind bei den kassierern, sowie im Verbandsbureau erhältlich. 115/20 Inventar- Conto Debitoren- Conto + Die Ortsverwaltung. Männer- Vortrag Ben Andreasstr. 21 bei Stechert. abend 8 Gäste 20. 1 Brosch. 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Jedermann willkommen. 20 f. Eintrittsgeld. Wan erscheine rechtzeitig, bevor der 19165 Saal abgesperrt wird. NB. Sonntag, 23. Juni: HauptFamilienausflug nach Waidmannsluft. Ab Gesundbrunnen 8,50 früh. 20 verschiedene Volksspiele für Jung und Alt. Gäste willkommen. Der Vorstand des Neuen Naturheilvereins Charlottenburg- Berlin( 560). 3. A.: F. Lange, Charlottenburg, Garde du Corps- Straße 9. ArbeitsAnzüge für jeden Industriezweig, fauft man billigst bei( 14022 Adolf Wecker 3. Mühlendamm 3. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 20. Juni. Opernhaus. Margarethe. Anfang 72 Uhr. = Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Mamfell Angot. Anfang 8 Uhr. Jm Trianon: Theater:„ Lebende Lieder". Anfang 7 und 9 Uhr. Schiller.( Morwiz Oper.) Hans Heiling. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Zwillingsschwester. Anfang 8 Uhr. Lessing. Mamsell Tourbillon. Anfang 8 Uhr. Berliner. Ueber unfre Kraft. ( II. Teil.) Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Frauen von heute. Anfang 7 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldne Brücke. Anfang 7 Uhr. Westen. Robert und Bertram oder: Die lustigen Bagabunden. An: fang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Geschlossen. Luisen. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Belle Alliance. Die Schwäbin. Das Versprechen hinterm Herd. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 72 Uhr. Schiller Theater Urania W. Noacks Theater. ( Wallner Theater). Morwiz Oper. Donnerstagabend 72 Uhr: Hans Heiling. Romantische Oper in 3 Aften und einem Vorspiel von Heinrich Marschner. Freitagabend 72 Uhr: Figaros Hochzeit. Sonnabendabend 72 Uhr: Undine. Sonntagnachmittag 3 Uhr: bei halben Preisen: Der Freischütz. Sonntagabend 72 Uhr: Die Hugenotten. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Eröffnung der Sommer Oper. Sonnabend, den 22. Juni: Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag 22 Uhr erste Voltsvorstellung: Der Waffenschmied. Breise für alle Bläge der Boltsvorstellung 60 Pf. Im Garten: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Anfang 5/2 Uhr. Sonnabend Sommernachtsfest. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: - Unser Rhein. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Nen! Neu! Neu! Der Champion aller Billardkünstler Prof. Léon Goffard aus Bruxelles tritt täglich auf um 1212 Uhr vorm., 5, 7, 8 Uhr nachm. Lebende Photographien, die eiserne Jungfrau usw. Zoologischer Garten ab 5 Uhr nachmittags: Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Amor" der macht es. Operetten- Burleste von W. Geride. Musik von M. Schmidt. Jm Saale: Tanzkränzchen. Reichshallen Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sonntag, 30. Juni: Abschieds- Soiree. Metropol- Theater. Militär- Doppel- Konzert. Deutsche Konzerthallen. 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