Nr. 144. Abonnements- Bedingungen: m % Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. K Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Gingetragen in der Poft Beitungs Pretstifte für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Dte Insertions- Gebays beträgt für die fechsgespaltene Rotonete geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: * Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Soldatenmißhandlungen. Leibe zu gehen. Zunächst ist hier die Frage geboten, wo denn eigentlich die Hauptquelle der Mißhandlungen liegt, worauf wir einen Mann antworten laffen wollen, der gewiß frei ist von antimilitaristischen Tendenzen, nämlich den bayrischen Oberst a. D. Lissignolo. Diesem Herrn entschlüpft nämlich in seiner vor fünf Jahren erschienenen, sehr vom Standpunkte des Beschwichtigungs- Hofrats geschriebenen Broschüre Soldatenmißhandlung und öffentliche Meinung" folgendes Bekenntnis: Sonntag, den 23. Juni 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Militärfromme Seelen werden uns gewiß entgegenhalten, daß größten Londoner Saal abgehalten, in der Queens Hall, wo 1896 die Verabschiedung der Offiziere und die Kündigung der Kapitu- der Internationale Kongreß stattfand. Diese Versammlung wurde lation doch zu harte Maßregeln feien, da der Vorgesetzte manchmal organisiert durch eine fleine Gruppe von unabhängigen Socialisten Der Fall Krosigt hat neben andrem gezeigt, daß die preußische durch ungeschicklichkeiten doch auch schwer gereizt würde. Dies ist und Radikalen zu Ehren der beiden Delegierten der Kapholländer, Militärverwaltung in der Bekämpfung der Soldatenmißhandlungen aber eine falsche Anschauung, denn gerade vom Stand der Herren Merriman und Sauer, die nach einer Agitationstour im eine nicht allzu große Energie entwickelt. Und daher ist es wohl am punkt der militärischen Disciplin aus ist ein äußerst Lande demnächst nach ihrer Heimat Heimat zurückkehren. Die Blaze, ihr einmal auseinander zu setzen, welche Maßregeln unstrenges Vorgehen gegen Schindereien durchaus gerechtfertigt. Miß beiden Delegierten waren bei ihrer Ankunft vor wenigen bedingt notwendig sind, um den Soldatenquälereien ernstlich zu handlungen sind nichts als schwere Verlegungen der Monaten noch außer stande, in stande, in London Gehör zu ero Mannes zucht, wenn auch nicht nach oben, so doch nach unten, langen; oder vielmehr niemand wagte es, ein Meeting für sie und so gut man vom Offizier und Unteroffizier verlangen kann und zu organisieren. Der Erfolg des Meetings war gewaltig. Ein paar auch mit Erfolg verlangt, daß sie ihre Selbstbeherrschung in dem Tage zuvor hatten die Patrioten der Börse in der ganzen Eith Berkehr mit Vorgesetzten, der die Geduld auch manchmal auf die 10 000 Handzettel verteilt, in denen sie die Patrioten einluden, in härtesten Proben stellt, nicht verlieren, ebenso gut tann dies auch im Masse zu erscheinen und für die Regierung und ihre eignen Benehmen nach abwärts gefordert werden. Außerdem kommt doch tämpfenden Brüder in Südafrika einzutreten". Dieselbe Auf noch hinzu, daß der Untergebene wehr los ist und die Mißhandlung forderung erließen die„ Daily Mail" und die übrigen Standal eines Wehrlosen sich bekanntlich mit den Gefeßen der Ehre blätter. Aber es waren teine Massen von Patrioten mehr auf nicht verträgt. Es ist ja einer der inneren Widersprüche der deutschen zutreiben, und die Kleine, aber standallustige Handvoll „ Um die Bedeutung der Soldatenmißhandlungen recht zu ver- Armee, daß man in ihr einerseits den Ehrbegriff abnorm hoch Rule Britannia- Sänger", die sich einfanden und den Eintritt in stehen, muß man auf die Zeit zurückblicken, in der sie begonnen haben, schraubt und andrerseits in ihren Reihen doch Leute duldet, die den Saal zu erzwingen versuchten, wurde von den freiwilligen Es war dies bald nach dem deutsch französischen wehrlose Menschen brutal mishandelt haben. Ordnern des Meetings leicht abgewehrt. In der Versammlung Kriege. Vorher hatte man nichts davon geahnt, nichts davon Eine dritte sehr nügliche Maßregel zur Verhütung von Thätlich felbft offenbarte sich die wirkliche Stimmung in der Verwerfung der gespürt, nichts davon gewußt, und schon die Andeutung der Möglichkeiten besteht darin, daß man auch den nächsten Borgefeßten offiziellen Resolution, die Labouchère, das bekannte radikale feit einer so unwürdigen Behandlung, wie sie in vielen Fällen nach des häters zur Rechenschaft zieht, und zwar mit Fug Parlamentsmitglied, der junge Waliser Abgeordnete Lloyd weisbar stattgefunden, oder des stillschweigenden Erduldens einer und Recht deswegen, weil er seinen Untergebenen nicht genügend George, Dillon von der irischen Partei und andere solchen hätte vor dem einen wahren Sturm der Entrüstung inner tontrollierte. Im allgemeinen wird hier eine energische Rüge durch gebracht hatten, und die den Friedensschluß unter solchen Bedingungen halb und außerhalb der Armee hervorgerufen. Der erste that das Ministerium genügen, da aber, wo systematische oder schwere verlangte, wie sie ein ehrenhafter und freiheitsliebender Feind an fächliche Verfuch aber würde jeden Angreifer im Fluge aus der Mißhandlungen vorliegen, muß die Verabschiedung eintreten. nehmen kann"; statt dessen wurde einstimmig ein socialistisches militärischen Gemeinschaft fortgefegt und in den Amendement angenommen, das verlangt, den Boeren solle ihre volle verborgensten Winkel des Landes gejagt haben, ohne daß ihm jemals unabhängigkeit wieder gegeben werden. mehr ein Ehrenalmosen verabreicht worden wäre." zur einWeiter ist zur Hintanhaltung der Schindereien auch nötig, daß vom Solbaten nicht mehr verlangt wird, als er leiften tann, daß vor allem die bis zur reinen Exerzierkunst getriebene Den eindringlichsten Beweis indeß für den Wechsel in der GeistesHerr Liffignolo, der den weitaus größten Teit seiner aktiven Baradedrillerei nicht geduldet wird. Oberst Liffignolo, den wir an verfassung des englischen Bolts liefern die Versuche der liberalen Dienstzeit vor 1870 verbrachte und daher die einschlägigen Verhält dieser Stelle wieder citieren wollen, fagt:„ Mitveranlassung, Partei, ihren verlorenen Einfluß wieder zu erlangen. Die liberale nisse sehr genau fennt, giebt also zu, daß vor dem deutschBeförderungs- und Verbreitungsursachen( von Mißhandlungen) Partei wurde von dem Krieg in einem Augenblick überrascht, als die französischen Krieg Soldatenmißhandlungen in der bayrischen Armee ergeben sich, wenn die militärischen Uebungen ale Bwved, interen Schwierigkeiten ste rasch rasch zersetzten und die Masse gänzlich unbekannt waren. Erst nach dem Feldzug kamen fie auch statt als Mittel zum gwed betrachtet werden. Wo dies ihrer Mitglieder still über die Zukunft der Partei nachfann. hier in Schwung. Bedenkt man weiter, daß Bayern nach dem Kriege der Fell, da verwandelt sich selbst das unentbehrlichste Soll fie den alten, aber berbrauchten liberalen Grunds sein bisheriges Militärsystem änderte und dafür das preußische(? Anmerkung der Redaktion.) Hilfsmittel zur Anerziehung der fägen Cobdens und Gladstones tren bleiben oder soll sie diefe annahm, so ist klar, das eben das preußische Militär- Disciplin, nämlich das Detailegerzieren oder fogenanntes Drillen, über Bord werfen? Der Krieg zwang unmittelbar zur Entscheidung. system die Hauptursache des Uebels ist. Das radikalſte wäre allerdings die Abschaffung dieser so wie so ganz- Drillkunft. Einfachft anbefohlene Uebungen und Griffe arten in Alles Schwanken war zu Ende, und mit der stummen Haft, die für unnatürliche Produktionen und schwer nachzuahmende Beriergriffe Profelyten charakteristisch ist, gingen fie alle die Moseberry, lich veralteten Ausbildungsmethode. Aber da hierauf so bald mit Sack und Back ins imperialistische nicht zu hoffen ist, so muß man nach Mitteln suchen, die auch inner- aus, die an und für sich schon Quälereien find, und niemand tann Asquith, Grey, Fowler den weiter folgenden Mißhandlungen mehr Einhalt thun." Lager über. Selbst diejenigen, die dem Anschein nach auf ihrem halb des jetzigen Systems die Soldatenschiudereien auf ein geringes Herr Lissignolo verschweigt hier nur, daß eben solche Künfteleien Posten blieben, thaten das mit Ausnahme des Gladstoneschen Maß reduzieren können. Und solche Mittel gäbe es, wenn man sie auch nur wieder die Früchte des preußischen Militärsystems, das Ritters ohne Furcht und Tadel, John Morley zögernd und ängst mur anwenden wollte. Das erste ist die Ausmerzung der Miß den Hauptwert auf den Drill und nicht auf die feldmäßige Aus- lich und waren immer bereit zumal zur Wahlzeit- ein langes handlungen durch Offiziere. In einer Abteilung, in der bildung legt, find. und breites vom Britischen Reich und seinem ruhmreichen Union sich auch nur ein zuschlagender Offizier befindet, mißhandelt zumeist Die von uns angeführten Maßregeln könnten vom Kriegs- Jad zu schwägen. auch ein erfledlicher Teil der Unteroffiziere. Denn das Thun des ministerium sehr leicht getroffen werden, wenn es den guten Willen, Jetzt aber ist die Situation verändert. Der Jingoismus steht Offiziers steckt nur zu leicht die Untergebenen an, ja dieſe glauben den Mißhandlungen energisch zu steuern, wie wir annehmen, wirtunter pari und die Nation erholt sich von ihrem langen dann sogar, solche Roheiten gehörten mit zur Schneidigkeit". lich hat. Man kann hier mit Bezug auf die Reichstags- Kriegstaumet. Was soll die liberale Partei nun für eine Darum muß die erste Maßregel zur Bekämpfung der Soldaten Verhandlungen, wo die Militärverwaltung stets ihre Anstrengungen Stellung einnehmen? Durch ihre Erklärung zu Gunsten des schindereien lauten: Mißhandelnde Offiziere erhalten gegen die Soldatenschindereien preift, sagen:" Der Worte find genug Imperialismus einerseits und ihre schwächliche Oppositionsspielerei unbarmherzig den Abschied. gewechselt, laßt mich auch endlich Thaten seh'n". " Daß in Bayern die Soldatenmißhandlungen gegen früher doch sehr zurückgegangen sind, ist in erster Linie dem Umstande zu verdanken, daß eine Reihe bayrischer Offiziere, die selbst mißhandelt hatten oder in deren Abteilung schwere Mißhandlungen vorgekommen waren, entfernt wurden. Ein Krofigt wäre in der bayrischen Armee nicht an der Spitze seiner Schwadron geblieben. Just im Jahre 1896, wo Herr v. Strofigt zum zweitenmale wegen Soldaten quälereien, und zwar zu vier Monaten Festung, verurteilt worden war, gab in Bayern ein mit Strosigt ungefähr gleichaltriger Offizier einem Soldaten eine heftige Ohrfeige. Bier Wochen später war der Betreffende verabschiedet. Berichtigung. Im Leitartikel der Nummer 142: Ein bor. bildlicher Versuch" muß es in der ersten Spalte, geile 6 von unten, statt Stein arbeiter- Enquete" heißen eimarbeiter Enquete". Politische Uebersicht. 115 Berlin, den 22. Juni. B andrerseits hat sie jeden Anspruch, die Regierung zu übernehmen, als Partei verwirkt. Gewiß, die gegenwärtige Regierung ist eine Regierung der Fehler und des Verbrechens, weil sie den Strieg Haben aber die Liberalen sich als besser unternommen hat. erwiesen durch ihre offene Verteidigung jenes Kriegs oder günstigsten Falls durch ihre Scheinoppofition dagegen? Was kann durch einen Regierungswechsel gewonnen werden? Demgemäß find die Liberalen des noch nicht ganz lompromittierten Typus dabei langsam herumzuschwenken. Aus diesem Wunsch erklären sich die heftigen Angriffe auf die Regierung wegen der vergleichsweise jelundären Sünden, wie das Niederbrennen von Farmen und die alm Die Abkehr vom Jingoismus. brutale Behandlung der Boeren Frauen und Kinder in den GeUm übrigens nicht in den Verdacht zu kommen, daß wir die Aus London, 20. Juni, wird uns geschrieben: fangenenlagern, und dadurch erklären sich auch die heroischen Reben, Verhältnisse der bayrischen Armee abfichtlich recht schön malen, um Es kann keinem Zweifel mehr unterliegen, daß sich der Jingois bie man kürzlich auf einer großen von der liberalen Union veranstalteten jene der preußischen um so mehr verdonnern zu können, wollen wir mus in unfrem Lande rasch seine Grube gräbt. Die unerwartete Bersammlung vernahm. Bei diesem Zweckessen ließ Sir Campbellhier den zahlenmäßigen Beweis einflechten, daß in der bayrischen Ausdehnung des Kriegs, seine zahllosen Fehler und Niederträchtigkeiten, Bannerman, der farblose Führer der liberalen Partei, eine Rede Armee viel weniger mißhandelt wird, als in der preußischen. seine furchtbare Kostenrechnung an Gut und Blut all das hat einen los, wie noch nie eine ähnliche seinen Lippen entschlüpft war. Mit Nach einer 1893 bom bayrischen Striegsminister aufgestellten gewaltigen Umschlag in der Stimmung des englischen Bolts veranlaßt. einer Energie und Wärme, die im augenfälligen Gegensatz stand au Statistit wurden im Jahre 1892 in Bayern 70 Soldatenmißhandler Den ersten zwingenden Beweis dafür lieferten die Vorgänge bei den von ihm bei andren wichtigeren Gelegenheiten gebrauchten bestraft, und zwar 38 gerichtlich, 32 disciplinär.( Stenographischer einem türzlich unter freiem Himmel abgehaltenen Massen- Meeting Wendungen, verurteilte er den Krieg von Anfang bis zu Ende und Landtagsbericht vom 7. Oftober 1893, S. 61). Die Kopfstärke der gegen den Krieg, im Viktoriapark, der Haupterholungsstätte des forderte für die liberale Partei, den Boeren sei Home Rule unter bayrischen Armee an Gefreiten und Gemeinen betrug da- Londoner Ostendes. Das Meeting, das von 11 Uhr morgens bis britischer Flagge zu gewähren. mals rund 46 000 Mann. Somit trifft durchschnittlich auf je 657 9 Uhr abends währte, vom Londoner Centralverband Mann eine Mißhandlung. Gerade besonders erfreulich ist dieses Ver- der Socialdemokratischen Föderation auf den nämlichen Platz hältnis, daß auch späterhin ziemlich gleich blieb, auch nicht, aber es ist doch einberufen worden, an dem bor nun neun Monaten bedeutend besser als jeues, das sich aus der preußischen die Redner des Friedensvereins durch die Patrioten" überfallen Mißhandlungsstatistit ergiebt. Wie Generallieutenant v. Biebahn am wurden und nur mit Inapper Not, dank dem Eingreifen der Polizei, 27. Februar cr. im Reichstag mitteilte, betrugen 1899 die Mißhand- heil davonkamen. Diesmal dagegen verlief das Meeting ohne die lungen in der preußischen Armee, auf die Heeresftärte begeringste Spur von Opposition trok der Gelegenheit zu freiem rechnet, 0,63 Proz.( Stenogr. Reichstags- Bericht S. 1556.) Die Zutritt, die dem zu Tausenden im Park spazieren gehenden Publikum Seeresstärke der unter preußischer Verwaltung stehenden deutschen geboten war, und trotz der Aufforderungen der gelben Breffe", Liberale Sommerträume. Nachdem die guten Liberalen sett Kontingente beläuft sich an Gefreiten und Gemeinen ungefähr die Versammlung zu sprengen. Eine ununterbrochene Reihe von Jahrzehnten fich all: vöchentlich zweimal mit der Hoffnung getröstet haben: die Socialdemokratie hat ihren Höhepunkt überschritten." Hiervon 0,63 Proz. ergeben 2394 Miß- Rednern geißelte unter dem lebhaften Beifall der Tausende von Zu nachdem sie dann sich an der Mauferungsmär gelabt, versuchen sie handlungen!! Daher trifft in Preußen pro Jahr auf je hörern die Schändlichkeiten des Krieges, und eine Resolution, die jetzt sich den gleichen Genuß zu verschaffen, indem sie sich einreden: 163 Mann eine Mißhandlung, d. h. es wird in Preußen den Krieg verdammte und die Regierung aufforderte, ihm durch Rück- Die Socialdemokratie ist in der Spaltung begriffen." viermal mehr mishandelt als in Bayern. Quod erat gabe der Unabhängigkeit an die beiden Republiken Einhalt zu thun, Es ist heiter, wenn der deutsche Liberalismus, der es niemals demonstrandum. wurde zweimal an dem Tage ohne irgendwelchen Widerspruch an zur Macht gebracht hat und heute nur ein jämmerlicher Schatten Doch tebren wir zu unsrem Thema zurüd! Ebenso wie miß genommen. Da an dem nämlichen Sonntag alle Zweigvereine der ift, fich dadurch den Schein von Kraft zu verleihen sucht, daß er handelnde Offiziere entfernt gehören, muß auch den Schindern Organisation bei ihren Bezirksversammlungen über denselben Gegen- eine wirkliche Weltmacht, wie die Socialdemokratie, tot zu reden, im Unteroffiziersrod ohne Gnade die Kapitulation stand verhandelten, ohne irgendwelche Opposition zu finden, so zu halbieren und zu vierteilen unternimmt. Schade nur, daß der gekündigt werden. Es gehört hier ein Kriegsministerialrefkript muß man notwendig den Schluß ziehen, daß der Jingoismus jezt Liberalismus dadurch selbst, was wir ihm herzlich wünschen würden, an geistiger, moralischer und materieller Stärte nicht wächst. Man ber, welches die Kapitulation mit solchen Unteroffizieren zum mindesten sich seiner eigenen Schwäche bewußt ist und nicht wird selber dadurch nicht gesund, daß man die Kerngesundheit andrer tategorisch verbietet. Weiß der Unteroffizier, daß er mit mehr genügend Mut besizt, um sich geltend zu machen. bezweifelt. Dreinschlagen sein Fortkommen ristiert, so hält er auch seine Sände Ein zweites Meeting von noch viel größerem Umfang wurde im Baum. infolge des ermutigenden Eindruds des ersten gestern abend in dem auf 380 000 Mann. " Unter allen Umständen ist die Thatsache, daß ein Teil der Liberalen sich der rückläufigen Flut anbequemt, von Wichtigkeit. Sie zeigt, daß man beginnt, den Imperialismus zu fritisieren, nachdem man seine Wirkungen gefühlt hat. " # Deutsches Reich. Bei der herrschenden politischen Sommerstille ist es am Ende natürlich, daß liberale Blätter ihrem Lieblingsvahn von der Es Noch sind " " " ob Seine Vertrautheit mit derartigen Formen vorauszusehen ist, diese Hand initiativ zu ergreifen". Sodann ist es teine im preußischen Offizier corps hergebrachte Art der Huldigung, dem Könige die Hand zu küssen. Dies Dies tonute Sinn fommen und ist auch nicht der Fall gewesen." auch dem Zürsten Bismard nicht entferntverständlig In einer Ansprache an Studenten hat Herbert Bismard über den Grafen Bülow gespöttelt, indem er von Leuten sprach, die heute andrer Meinung sind als der alte Bismard, und glauben, sie könnten andere Marimen aufstellen. erft zurückgehenden, dann gemauferten und jezo zerklüfteten Social- 1 Frankfurt a. Main über das Schellendaus gelobt hatte:„ Man wird, Inommene dafür, daß die Erkenntnis von der Nutlosigkeit all dieser demokratie besonders eifrig huldigen. Wenn sie keinen andern wenn dieser Entwurf Gesetz wird, weiter nichts damit erreichen, als Socialreform und von dem mangelnden guten Willen bei den Anlaß haben, so muß selbst die in feinem Sinne epochemachende" daß man die segensreiche Arbeit der städtischen Gesundheits- herrschenden Klassen, daß auch die gesamte Arbeiterschaft des Handelsanspruchslose Gelegenheitsschrift Bernsteins über Wissenschaft und kommissionen, wie sie heute auf Grund der Städte- Ordnung gebildet gewerbes zu uns herüber kommen. Die berühmte loyale Ges Socialismus herhalten. Glaubt die Voffische Tante, glaubt worden sind und bestehen, einfach stört. Das wird in Wirklichkeit finnung" der Handlungsgehilfen wird ja durch die Prinzipalität mittels der Hungerdas Organ der Mosseschen Inseraten Agentur wirklich, der Erfolg dieser Arbeit sein, man wird sehr trübe Erfahrungen nur noch rein äußerlich aufrecht erhalten daß über diesen Vortrag die Socialdemokratie in die Brüche machen, und schließlich wird die Kosten das Objekt tragen, an dem peitsche. gebt? Seitdem es eine focialdemokratische Partei giebt, man heute so viel herumdoftert: die allgemeine Gesundheitspflege." hat es in ihr taktische und theoretische Differenzen gegeben. Und die„ demokratische"" Frankf. 8tg." schrieb am 1. Dezember 1899 Lucanus bei Bülow. Die Thatsache, daß Lucanus den Grafen Wir glauben nicht, Das ist für eine Partei, die in dem lebendigen Flusse der Wissenschaft nach einer Besprechung des wichtigen Charlottenburger Beschlusses Bülow besucht hat, erregt allerlei Gemuntel. steht, nicht nur nützlich, sondern auch nötig. Die Socialdemokratie wörtlich: wäre dringend wünschenswert, daß andre daß Graf Bülow schon frant ist, wenn auch die Gesundheitsist jedem Parteigenossen dankbar, der sich bemüht, das Interesse an preußische Städte fich dieses zielbewußte Vorgehen zum rücksichten nicht allzu lange auf sich warten lassen dürften. der wissenschaftlichen und tattischen Nachprüfung unires Programms Muster nähmen." seitdem teine zwei Jahre Die Mißvergnügten. Die Anti- Bismardfeier hat in der That und unsrer Bewegung rege zu erhalten, wenn man auch bisweilen ins preußische Land gegangen und schon beugt sich das die Getreuen und die Familie Bismards in feiner Weise befriedigt. wünschen möchte, daß sich der Zweifel, der ja der Anreger aber zielbewußte" Haupt der bürgerlichen Frankfurter Demokratie, In den„ Berliner Neuesten Nachrichten" läßt heute Herbert Bismard nicht der Schöpfer des Fortschritts der Erkenntnis ist, nicht in un- deren Organe es fo sehr lieben, den taktischen und ſocialwissenschaft- in sehr charakteristischer Form die Nachricht dementieren, daß er dem produktive Zweifelsucht auflöst. Daß es auch in unsren Reihen lichen Mentor der Socialdemokratie. freilich mit wenig Erfolg zu Kaiser die Hand gefüßt habe. Die Nationallib. Korr." hatte geden einen oder den andern giebt, dem es unbequem ist und vielleicht spielen, unter das Joch der reaktionären preußischen Medizinalreform meldet, daß es nach der Rede des Grafen Bülow, als der Kaiser auch nicht ganz leicht fält, Streitfragen zu diskutieren, und der mit ihrem Attentat auf das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden den Kranz am Standbild Bismards niedergelegt hatte, fast schien, deshalb nervös wird und das Keperrichterchen spielt- ist menschlich und mit ihrer liebevollen Nachsicht für die hygienischen Mißstände in als wollte der Kaiser sprechen;„ aber er trat dann wieder zurück" und nicht zu ändern. Die deutsche Partei als solche aber hat stets den Junkergefilden, in denen der Kreisarzt nicht herumschnüffeln" und tiefbewegt ergriff" Fürst Bismarck die Hand des den gesunden Grundsatz verfolgt, daß der Bannstrahl und die soll, um mit Minister Boffe zu reden. Dafür erhalten ihn die Groß monarchen und füßte jie."" Zunächst hat", so bemerkt Inquisition fein Argument ist. Wir befehden uns scharf und setzen städte aufoktroyiert, und der Gemeindefreifium fingt dabei auch nach dazu das Bismardorgan, jedermann, den der Kaiser durch uns auseinander aber wir brauchen keine Gewalt. Reifen die dem neuen Gesetz gedankenlose Loblieder deshalb, weil mum angeblich eine Ansprache auszeichnet, doch abzuwarten, Meinungsverschiebenheiten zu einem bestimmten Vorschlag, das eine so viel beffere Organisation der Gesundheits- Kommissionen Majestät ihm die Hand reicht, und es würde in hohem Progranim oder die Taktik zu ändern, so prüfen wir die fritische möglich fei. Welcher Fußtritt nachträglich für die freifimm Grade unpassend sein, namentlich für Personen, bei denen eine Anregung. Der Parteitag faßt im bejahenden oder verneinenben bemotrafischen Abg Abgeordneten im Landtag! Wir beneiden diese nicht Sinne einen Entschluß, und die unterliegende Minderheit fügt sich. um ihre Lage, wenn ihnen die Regierung bei der nächsten ErErst wenn jemand den aus dem Programm und den Parteitags- örterung über kommunale Selbstverwaltung und staatliche Eingriffe Beschlüssen folgenden Handlungen die Disciplin bersagt, tann von lächelnd mit den Frankfurter Beschlüssen entgegentritt. einer gewaltsamen Trennung, einem Ausschluß die Rede sein. Die bloße Der Gemeindefreisinn samt der Demokratie hat also auf einem theoretische Kritik ist an sich so wenig ein Grund zur Trennung und neuen Gebiet der Bevölkerung den unfreiwilligen Nachweis dafür Scheidung wie wir etwa einen Genossen zum Scheiterhaufen verurteilen geführt, daß allein die Socialdemokratie noch das Erbe guter bürgerwürden, weil er sich gelegentlich für die socialpolitische Schriftstellerei licher Ueberlieferungen und der entschlossene Verteidiger kommunaler des Herzogs Ernst Günther begeistert. Wir halten Bernsteins letzten Selbstverwaltung ist. Vortrag für verfehlt und haben ihn scharf kritiefirt, bis jest aber hat niemand das Recht, daran zu zweifeln, daß Eduard Das rote Heffen. Aus Hessen, 21. Juni, wird uns geBernstein ein guter Barteigenosse ist, der sich um die Social- schrieben: Ein Fertum unsres Frankfurter Parteiblatts hat in den demokratie verdient macht, auch wenn er irrt. Die liberale Bresse Streifen der Ordnungspreise wieder ziemliche Aufregung verursacht. wird um das ersehnte Vergnügen kommen, daß unser verdienter Wir meinen die Nachricht, daß am legten Sonntag der GemeindeBorkämpfer in Acht und Bann gethan wird. Wir widerlegen, aber Ausschuß und Bürgermeister von Vilbel sich am Fahnenweihfest des wir brutalisieren nicht. dortigen Socialdemokratischen Vereins offiziell beteiligt hätten. Blätter vom Schlage der„ Berliner Neuesten Nachrichten" schen schon im Geiste den Umsturz aller Dinge und wünschten wohl nichts Sehnlicheres, als eine preußische Annegion. Auch das Organ des Herrn v. Hehl, die" Wormser Zeitung", sprach in einer Notiz, betitelt„ Vilbel steht auf der Höhe", davon, daß bald in Förderung nichts mehr unmöglich ist", aber der Socialdemokratie In Bezug auf die Komödie, daß man von uns Namen verlangt, fie all, daß die Beteiligung immerhin zweifelte der erinnert die" Magdeburgische Zeitung" zutreffend daran, daß der Das Tegtere ist 11un Behörden stattgefunden habe. zivar Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Freiherr v. Wangenheim nicht wegzudisputieren, aber die ganze Geschichte hat den Haken, uns noch die Nemung von Namen schuldig ist. Er hat sich immer daß es sich dabei nicht um ein Fest des Socialdemokratischen noch nicht geäußert, welche Personen er meinte, als er von der Vereins, sondern des Arbeiter Gefangvereins Bruder- Wolfe zwischen Thron und Volk sprach. Er mag uns also erst Etwas können ja nun die Scharfmacher aller einmal mit dem guten Beispiel vorangehen. fette" handelt. Schattierungen aufatmen, aber immerhin werden die Beklemmungen Uebrigens teilen nicht alle katholischen Blätter die erzwungene Germania". So meint die ultramontane nicht ganz weichen. Wie kann sich denn die Behörde an dem Feste Ansicht der „ Schlesische Voltszeitung": eines Arbeitervereins beteiligen! Noch dazu da unser Genosie Dr. David die Festrede hielt. Wenn es wenigstens noch eine „ Ehe man sich entrüstet, möge einmal der Vorstand des Bundes der Landwirte oder auch nur die Kriegervereinsfestlichkeit gewesen wäre. Dentiche Tageszeitung" die Angaben des Vorwärts" flipp und flar für falsch erklären. Dann hat man ein Recht, von ihm die Namen zu verlangen. Man hat sich aber bis jetzt wohl gehütet, eine solche Erklärung ab zugeben und sich mit allerlei tobenden Redensarten begnügt. Es wird also mit der Behauptung des Vorwärts" seine Richtigkeit haben. Der Reichsbote" und die Deutsche Tageszeitung" meinen, die socialdemo fratischen Abgeordneten bezögen ja auch Tagegelder aus der Parteitasje. Wir haben schon bemerkt, daß es doch etwas andres ist, wenn ein Mitglied einer Partei aus der Kasse dieser Partei unterstützt wird, als wenn er von einer außerhalb dieser Partei bestehenden Organisation befoldet und damit von ihr abhängig wird. Dieser Ansicht ist offenbar auch die Kreuz- Zeitung", denn fie nennt es einen Ehrenmann auf das schimpflichste verleumden", ihm nachsagt, daß von Bunde der Landwirte Diäten erhält. wie Wenn sich, anzunehmen ist, die Angaben des Vorwärts" bewahrheiten, so ist das nur ein neuer Beweis für die Notwendigkeit der Reichstags- Diäten. Auf die Behauptung, Herr Bauer habe seine Subvention unter einer Decadresse bezogen, ist bisher auch keine Antwort gefolgt." die ents In München hat Genoffe Singer den durchaus richtigen Grundsatz vertreten, daß eine kleinere Partei, die weiß, was sie will, und entschlossen ist, auszuführen, was sie als richtig erkannt hat, stärker ist als ein wirrer Haufen aller möglichen Elemente. Er hat damit die Nationalsocialen zurückgewiesen, die fortgefeßt uns mit ihrem aufdringlichen Rat behelligen, wie wir durch diese und jene Konzessionen neuen Zuwachs an Macht und Einsicht gewinnen könnten. Es ist unbestreitbar, daß wir mit derartigen Wirrköpfen nicht zusammen arbeiten können, und es würde allerdings notwendig sein, sich von dem einen oder andren ehemaligen Kameraden zu trennen, der sich zum Nationalsocialismus befehren Voß würde. Wenn aber die liberale Preffe Singers Aeußerung dahin auslegt, daß diese Abwendung von der Social demokratie geschehe oder auch nur wahrscheinlich sei, ja wenn sie Singer sogar dahin verstehen zu müssen glaubt, daß die Mehrheit der Partei bereits nationalsocial oder etwas ähnliches sei, so macht der brave Liberalismus von dem Recht, im Traume das Unfinnigste zu erleben, doch einen allzu ausschweifenden Gebrauch. Ein vernünftiger Mensch schämt sich, derlei auch nur zu träumen, selbst im Sommer nicht! oder zur Tante Die Socialdemokratie ist heute in allen Attionen so einheitlich und geschlossen, daß die sämtlichen bürgerlichen Parteien darob vor Neid bersten müßten. In den bürgerlichen Parteien herrscht fast Sie bilden, um in der über jede Frage die größte Uneinigkeit. Sprache der Chemie zu reden, keine Verbindung, sondern nur ein lofes Gemenge. Um so fomischer wirken die Schwafeleien über die Bersegung" der einzigen Partei, die gegenwärtig ein organisches einheitliches Ganze bildet, und deren theoretische Diskussionen noch nicht einmal zum Vorschlag irgend einer Programmänderung geführt haben.Der Zolltarif ist nunmehr dem Bundesrat zugegangen. Das Geheimmis soll aber nicht gelüftet werden. " " " Das monarchische Gefühl der Kreuz- Zeitung". Zu der Nachricht, daß in Vilbel eine socialdemokratische Fahnenweihe ſtattgefunden habe unter Assistenz der Behörden, bemerkt die„ KreuzZeitung": Man ist ja seit einiger Zeit daran gewöhnt, aus dem Großherzogtum Heffen die wundersamsten Geschichten über das vortreffliche Verhältnis der regierenden Kreise zur Socialdemokratie zu hören; und seitdem Minister dort mit so leuchtendem Beispiel vorangegangen sind, wäre es doch merkwürdig, wenn die Bürgermeister ihren Spuren nicht alsbald folgen wollten. Das Erröten wird ihnen wohl eben so fern liegen, wie den Mineralquellen Vilbels. Da fie aber unter der Fahne der Socialdemokratie mitmarschieren, dürften sie mindestens doch auf dem besten Wege zum " Not" werden sein und bald Farbe" bekennen." Die Kreuz- Zeitung" spricht hier feig von Ministern, denen das Erröten der Scham fern liege. Sie zielt aber nach einer andren Richtung. Denn nicht Minister find mit dem leuchtenden Beispiel Auf den ist dann vorangegangen, sondern der Großherzog. ein Beweis von dem tiefauch die bissige Bemertung gemingt wurzelnden Monarchismus des Junkerorgans.g wie Die Subventionierten des Bundes. Die„ Germania" hat nach unserer gestrigen Vermahnung nun doch eingesehen, daß es nicht gescheit ist, dem Bund der Landwirte Hehlerdienste zu leisten. Sie ridt unter startem Gepolter von dem Bunde ab und findet es jogar endlich merkwürdig. daß der Bund sich bisher mit feinem Wort zum Fall Bauer geäußert habe. Sie fordert mit Recht den bereits halb abgeleugneten Centrumskollegen Bauer auf, den Vorwärts" zu verflagen. Das entspricht ebenso der moralischen Notwendigkeit, wie unsern Wünschen. Der Mann wird es aber, fürchten wir, bleiben lassen, der„ Germania" zu folgen. " " " " " wenn man V er Wie der Gemeindefreifinn die Probe bestand. So viel Geſchrei um einen Eierkuchen!" Mit dieser Einschätzung der kommunalen Selbstverwaltung in Breußen unter die Zahl der Dinge, die man mit einigen Pfennigen bezahlt und rasch verdaut wieder von sich giebt, haben sich in rührender Einmütigkeit, ohne Die kaufmännischen Schiedsgerichte. von einander zu wissen, sowohl die Freis. 8tg." Eugen Nichters Gegen unsern am 12. Juni über diese Frage gebrachten LeitDer Bund ist auch heute stumm wie das Grab oder als der Führer der Freifinnigen in der Stadtverordneten- artifel, wenden sich jezt die Berliner Neuesten Nachrichten", das Tarbte Schuld! Versammlung von Frankfurt a. Main getroffen, als fie Krupporgan, in einer offenbar von oben inspirierten Antwort. Das Gemeindevertretungen und Getreidezoll. Der Regierungs fich bei der Probe auf den Gemeindefreifinn zu bewähren Blatt zeigt zunächst, daß wir mit unsrem Hinweis auf einen hatten, die wir in unsrer legten Mittwochsnummer frizzierten. tom menden Gesezentwurf betreffend Errichtung präfident für den Bezirk Frankfurt a. D. hat bekanntlich der Eugen Richter spricht von unsern Ausführungen als von allerlei taufmännischer Schiedsgerichte unter Anglie de Finsterwalder Stadtverwaltung die Absendung einer Betition Rebensarten", und in Frankfurt a. M. haben am Dienstagabend rung an die Amtsgerichte recht hatten. In diefem Sinne", gegen die Erhöhung der Bölle auf Lebensmittel untersagt bürgerliche Demokratie und Freifinn ihre Landtags- Abgeordneten fagt das Blatt, ist in den zuständigen Regierungskreisen eine und diese Stadtverwaltung hat sich dabei beruhigt. Dagegen mit ihrer hartnäckigen Opposition, gegen die Hineinwängung des Borlage in der Ausarbeitung begriffen." Steht hat die Stadtverordneten- Bersammlung in Guben mit Mehrheit Staatsarates in die städtischen Gesundheitskommissionen feige im fomit fest, daß Graf Bofadowsty in einer in die Berufsinteressen der beschlossen, gegen die Verfügung( es war eine Strafe von 300 m. event. Klage beim Ober Verwaltungsgericht Stich gelassen und desavouiert, indem sie die vorbehaltsloje An- Handlungsgehilfen fo tief einschneidenden Frage, den von uns schon gegen den Vorsteher der Stadtverordneten- Versammlung angedroht) paffung an das reaktionäre preußische Medizinal, reform".Gefeß von gebührend gekennzeichneten falichen und in der wirklichen Lage der Beschwerde und 1899 beschlossen. Handlungsgehilfen gar nicht begründeten Weg gehen will, jo be zu führen. Bemerkenswert ist, daß in dieser Stadt, deren In der Sache handelt es sich bekanntlich um ein Stüd Ver- mühen sich die„ B. N. N.", den socialpolitischen Grafen im voraus Hut- und Textilindustrie an den Handelsverträgen interessiert ist, teidigung fommimaler Selbständigkeit gegen staatliche Uebergriffs herauszuhauen. Aber die fadenscheinigen Gründe zeigen, wie ver- fich der Fabritantenverein auf die Seite des Regierungs gelüfte in Preußen. Die Großstädte sollten auf Grund des§ 10 fehlt das ganze Beginnen des Reichsamts des Innern ist. Die präsidenten v. Buttkamer stellte. Auch in Sorau hatte der Magistrat Abs. 3 des neuen Gesezes das ist die schon am Mittwoch scharf B. N. N." kommen um die Thatsache nicht herum, daß bedeutende einer Einwirkung des Regierungspräsidenten folgend den bez. Ber antisemitische sogar der von uns hervorgehobene Aufgabe", deren Angabe die Freifinnige Gehilfen- Verbände, Deutsch schluß beanstandet. Am Donnerstag verhandelte die Stadtverordneten Beitung" sonderbarerweise vermißt! die Erhaltung ihrer selbs Nationale Verband die Angliederung der Schiedsgerichte an die Ge- Bersammlung hierüber. Der Vorsteher gab bekannt, daß er den ständigen Gesundheitskommissionen, also die scharfe Trennung staat- werbegerichte fordern. Daß sie dabei des Centralverbands der Beschluß seiner Zeit sofort ausgeführt habe und damit der Einlicher und städtischer Verwaltung herbeizuführen. Die Regierungs- Sandlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands, der von allem fpruch gegenstandslos geworden sei; der Vorsteher, Justizrat NeuTommiffare haben bei der entscheidenden Beratung im preußischen Ab- Anfang an und am energischten für die Forderung gefämpft hat, mann, fügte hinzu, daß er gegebenenfalls lieber die Strafe bezahlt, geordnetenhause am 22. Juni 1899 ausdrücklich erklärt, daß die garnicht Erwähnung thun, mag nur nebenbei als Beweis der Sach- als auf das Petitionsrecht verzichtet hätte. Mit dieser Erklärung Möglichkeit der Befreiung von der neuen Organisation gerade ein fenntnis des Blattes erwähnt werden. Wenn es aber andererseits sah die Versammlung die Sache als erledigt an. Was wird Herr v. Buttkamer nun ausdenken? Zugeständnis an die Großstädte mit guter hygienischer Verwaltung durch Nennung der sogen.„ alten Verbände", die natürlich für die sein solle und von jeder derselben beantragt werden könne. Eine Angliederung an die Amtsgerichte find, den Anschein zu eriveden Eine Verschlenderung städtischer Stenergroschen, die alleinzige preußische Stadt mit freifinniger Berwaltung, nämlich fucht, es sei der bedeutendere Teil" der Gehilfen für diese neueste gemeines Befremden erregt, macht in der Stadt Altenburg jezt viel Charlottenburg, hat diese ihre Aufgabe" wirklich begriffen und Maßnahme verkehrter Posadowsky'scher Socialpolitit, so ist von sich reden. Die Stadt führte einen umfangreichen Kasernen darauf zu verweisen, daß die Mitglieder bau aus, der zehn Schritte über durchgeführt. Im November 1899 bereits schlug der Magistrat diefer es erforderlich, darauf über die Stadtgrenze liegt. Verbände" fich einem erheblichen Teile Nach den Stadt den dortigen Stadtverordneten vor, die bisherige Deputation dieser alten Grundsäßen des deutschen Architektenvereins hätte sie tam aber für Gesundheitspflege als Gesundheits- Kommission einzusehen, wobei aus den Reihen der Prinzipals shaft refrutieren und es ist die Bauführung 21 000 Mart tosten dürfen, Der die Aufsicht führende Stadt dann die Anwesenheit des Streisarztes auf die Fälle beschränkt sein schließlich durchaus begreiflich, daß das faufmännische Ausbeutertum auf 31 935 Mart zu stehen. werde, die durch das neue Gesetz angeordnet find. Die Charlotten- das Bestreben hat, die gewerbliche Rechtspflege so einzurichten, wie baumeister Feberling betam vom Oberbürgermeister Oßwald burger Stadtverordneten- Versammlung lehnte aber mit allen gegen sie ihm am besten paßt. Auf diese freundlichen Helfer aus den deshalb, weil das Bauterrain 10 Schritt über die Grenze lag, an eine Stimme diesen Vorschlag ab und begründete ihren Beschluß in„ Gehilfenkreisen" braucht sich Graf Posadowsky also nichts ein Dienstreisegeldern und Diäten monatlich 200 m., im ganzen folgender Weise: zubilden. 6600 M., und zwar auch für die Wintermonate, während deren der Bau „ Das Beispiel der Schuldeputation beweise, daß jede Ver Im übrigen macht das Kruppblatt seinem Merger darüber, daß ruhte. Die Stadtverordneten Versammlung hieß diese Freigebigkeit des mengung fommunaler und halbstaatlicher Organe nicht zu einer wir rechtzeitig die Frage zur Diskussion gestellt und so die Stadt- Oberhauptes mit Ach und Krach mit 19 gegen 14 Stimmen Vermehrung, sondern immer nur zu einer Verminderung der Handlungsgehilfen veranlaßt haben, sich gegen die ver gut. Der Stadtbaumeister bekommt 4500 M. Gehalt pro Jahr, die städtischen Freiheit führe. Die Städte... müßten daher von fehrte Maßregel au wehren, fo lange es noch Zeit, die er dem Kasernenbau widmete, ging der Stadt an andern dem üblichen 111 Geschimpfe auf die Social Stellen verloren. vornherein auf flare Scheidung drängen. Ju der Herrenhaus 3eit ist, Sikung vom 6. Juli habe der Kultusminister Bosse selbst au- demokratie Luft. Der Vorwärts" foll mit seinem Artikel verraten" erkannt, daß das Recht der Städte, sich ihre eigenen Gesundheits- haben, daß die Socialdemokratie„ mittels der Gewerbegerichtswahlen E deputationen neben den neuen Gesundheits- Kommissionen" zu die Handlungsgehilfen für sich einfangen möchte". Deshalb ist Dichter und Reserveoffizier. bilden, auch nach dem neuen Gesez fortdauere.... Zwischen den dann natürlich das Ausbeuterblatt gegen die Angliederung an die Aus Wien wird uns vom 21. Juni geschrieben: beiden Körperschaften aber müsse klar geschieden werden. In der Gewerbegerichte und berrät" eben dadurch, daß den herrschenden Sigung der Kommission dürfe der Kreisarzt anwesend sein, in der Klassen jegliche Socialreform eben nur politische Geschäftsjache ist. t. t. östreichische Dichtkunst hat es immer gegeben, aber daß man Deputation nicht. Wenn man aber Selbstverwaltungs- Es ist gar nicht hoch genug zu schäzen," schreiben die B. N. N.", nach dem militärischen Dienstreglement zu dichten habe, organ und staatlich vorgeschriebene Kommission miteinander ver- daß die große Mehrheit des Handlungsgehilfenstandes bisher nicht ist sicherlich etwas Neues. Und doch ist diese Regel gestern hoch menge, so werde bald der Kreisarzt in allen, auch rein kommunalen gewillt gewesen ist, sich durch die socialdemokratische Agitation mit amtlich verfündet worden: Ein Schriftsteller ist wegen Gefundheitsfragen seine Hand haben." dem proletarischen Klassenbewußtsein" erfüllen zu lassen." Nun hat einer Novelle vom Ehrenrat seiner Offizier Anders verfuhr die süddeutsche Demokratie im Frankfurter Stadt- dafür das Kruppblatt ja allerdings gar feinen Maßstab. Erstens einmal charge berlustig erklärt worden. Der Held dieser Tragis parlament, das sie zusammen mit den Freifinnigen beherrscht. Sie wählt schon jetzt ein großer Teil der Handlungsgehilfen, man tomödie ist Arthur Schnitzler, unter den Schriftstellern der sohat ihren Frieden mit der Reaktion gemacht. Ihr einziger Abgeordneter muß sagen der größere, socialdemofratisch. Im weiteren genannten Wiener Schule sicherlich der begabteste. Schnigler vers Sänger donnerte im preußischen Abgeordnetenhauſe am 22. Juni 1899, aber jorgt ja erfreulicherweise gerade die Socialpolitik des Stapi öffentlichte in der Weihnachtsnummer der Neuen Freien Breffe" eine Lieutenant Gusti", die nicht nur dichterisch äußerst nachdem er die ganz außerordentlich segensreichen Einrichtungen" von talismus und solche verkehrten Schritte wie der in Aussicht ge- Studie " " " au Ausland. Eine " Die als einen im " Die Situation. Die Flüchtlingslager. Der frühere Minister und Vicefönig von Indien, Marquis of Ripon, hat ein Schreiben veröffentlicht, in welchem er gegen das System der Flüchtlingslager Einspruch erhebt. Er erklärt, es erfülle ihn mit Scham, daß solche Dinge unter britischer Verwaltung möglich seien. Es handle fich dabei nicht um eine politische Frage, sondern um das Ansehen des Landes. Ripon fügt hinzu, man tönne teine Personen dafür verantwortlich machen, aber für das System sei kein Verdammungsurteil zu scharf. Auch der liberale Parteiführer Campbell Bannerman hat einen Brief veröffentlicht, in welchem es heißt, ein Bolt vertilgen oder durch Gewalt unterdrücken, könne niemals die Politik des Landes Aus der Frauenbewegung. Frauenarbeit und Frauenschuk. 2. Daß der Paragraph nicht zutrifft, ist wohl sicher, jedoa steht im Bericht teine Bemerkung darüber, ob die Arbeitsordnung durch Eingriff des Beamten abgeändert worden ist. Aber diese Schädigung der armen Mütter, welche sie einfach zwingt, wenn es nur irgend Arbeiter haben immer mit Entschiedenheit verlangt, daß die 6 wöchent möglich, ihre Gesundheit durch zu frühe Aufnahme der Arbeit zu Grunde zu richten, deckt, für alle Augen erkennbar, den Schaden auf, welchen derartige dehnbare Bestimmungen in sich schließen. Die liche Ruhepause, deren die Wöchnerin nur zu dringend bedarf, nicht durch ärztliche Verfügung eine wenn auch noch so wohlgemeinte Vers fürzung erfahren darf. Das Beispiel dieser Fabrit im Leipziger Bezirk muß allen denen, welche es mit dem Arbeiterinnenschutz ernst meinen, eine Mahnung sein, jeder schwächlichen Halbheit zu entfagen. Sicherer und möglichst ausgiebiger Frauen- und Kinderschutz ist die Parole. Kann eine Industrie dabei nicht bestehen dann ist sie auch des Bestehens nicht wert. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Montag, den 24. Juni: Ausflug nach Tegel. Treffpunkt bis 4 Uhr im Lofal von Richter, Berlinerstr. 65, vor der Borsigschen Fabrik. Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. Bociales. Gegen die Sonntagsruhe der Seeleute richtet sich eine, dem Reichstage zugegangene Petition des Vereins Hamburger Reeder. Die Reichstags- Kommission zur Vorberatung der Seemanns- Ordnung hat beim Blenum beantragt, dem§ 35 des Gesetzes folgende Be stimmung hinzuzufügen: " Dampfschiffe in transatlantischer Fahrt dürfen an Sonn- und Festtagen planmäßig innerhalb des Reichsgebiets die Ausreise nicht antreten. Ausgenommen sind die Dampfschiffe, welche die kaiserlich deutsche Post befördern." wertvoll, sondern sicherlich eine der schärfsten Satiren ist, die ermächtigt worden, daß weder Fren noch Buller jemals von je gegen den Offiziersstand geschrieben worden find. Die den Boeren gefangen genommen worden seien. Stärte der Satire liegt darin, daß daß der Dichter den Lieutenant nicht verhöhnt, sondern schildert Grunde genommen gutmütigen und nicht ungünstig veranlagten Aus Pretoria wird gemeldet: Die Kommandanten Beyer und Kopf verdreht, das Herz ausgehöhlt, die echte Sittlichkeit vertrieben Menschen, dem jedoch der äußerliche Ehrbegriff des Portepees den Uys haben dem Vernehmen nach ihre Streitkräfte nördlich von Kopf verdreht, das Herz ausgehöhlt, die echte Sittlichkeit vertrieben Pretoria vereinigt. Kleine Boerenabteilungen umkreisen ständig die bat. Es ist nicht gerade der Offizier, den Schnitzler schildert, sondern britischen Vorposten; fie verbergen sich am Tage, verlassen unter bat. Es ist nicht gerade der Offizier, den Schnigler schildert, sondern dem Schutze der Dunkelheit ihre Verstede und suchen dann fleine der Lieutenant, der halbwüchsige Junge, den der Müßiggang Mengen Vieh wegzunehmen. des Soldatentums zu den Weibern treibt, dessen centrales Empfinden der geschlechtliche Genuß ist. Die fleine Novelle ist ein einziger Monolog; Lieutenant Gustl ist in ein ernstes Stonzert geraten, wo er sich furchtbar langweilt, und gerät beim Ausgang mit einem Bädermeister in Streit. Dieser beschimpft ihn, der Lieutenant will den Säbel ziehen, doch der Bäckermeister hält den Säbel fest und nennt ihn einen dummen Buben. Nun entwickelt sich in dem verrückten Burschen die ganze groteske Gedankenweite des Offiziers, die damit schließt, daß er sich töten müsse; die Schmach" tönne er auf sich nicht figen laffen. Er geht in den Prater, um sich die Kugel in den Kopf zu schießen, tritt aber vor dem entscheidenden Augenblick noch in sein Stamcafé ein. Dort erfährt er, daß den Bäckermeister in der Nacht der Schlag getroffen hat, der Verüber und Zeuge seiner Schande" tot ist. Hier ist der Kern der blutigen Satire: der Lieutenant ist sein. ob der Nachricht felig, überglüdlich: O, herrlich, herrlich!- Am End' ist das alles, weil ich in der Kirchen g'wesen bin.... Tot ist er tot ist er! Keiner weiß was, und nichts ist geschehen! Und das Mordsglück, daß ich in das Kaffeehaus gegangen, sonst hätt ich mich ja ganz umsonst erschossen!" Wohlgemut zündet er sich die Cigarre an, bestellt sich seine Ist die sächsische Gewerbe- Inspektion auch nichts weniger als direkt Geliebte für abends und ist wieder der ritterliche, schneidige, arbeiterfreundlich, so muß man ihr doch nachsagen, daß sie es mit ehrenhafte Offizier, als der er sich und den andern gilt. Das, was ihren vorgeschriebenen Pflichten ernst nimmt. Und die vielen That in der fleinen Skizze so wunderbar erfaßt ist, ist die innerliche sachen, welche sie aneinanderreiht, sprechen in ihrer großen Zahl eine Verrohung, die aus dem Offiziersstand hervorgeht: Jene Ver- vernehmliche Sprache, fie künden vieles aus dem gewerblichen Leben rohung, der ein äußerlicher, fetischistischer Ehrbegriff über alles in Sachsen; freilich, das Schlimmste bleibt unbekannt die HeimWie immer, wenn durch die Gesetzgebung auch nur der leiseste geht. Die wahnsinnige Freude über den Tod eines Menschen geht arbeit. Aber auch ohne diese enthüllt sich uns manch' eigenartiges Versuch gemacht wird, den Arbeitern eine kleine Besserstellung zu ins Blut. Stüd Socialpolitik von seiten der Arbeitgeber. Die Anzahl der Fälle, ermöglichen, erheben auch diesmal die interessierten Unternehmer Herr Schnitzler ist ob dieser Novelle mun in ehrenrätliche Unter- in welchen die Gewerbebeamten Abstellung von Mißbräuchen und Inne- ein großes Geschrei gegen die geplante Abänderung des Gesetzes. suchung gezogen worden er ist Reserve- Offizier und Regiments- haltung der gesetzlichen Vorschriften für den Arbeiterinnenschutz fordern Stimmt der Reichstag dem Antrage seiner Stommission zu, arzt und als er es forretterweise ablehnte, über sein dichterisches müssen, ist geradezu unglaublich. Die ersteren, meist Berstöße gegen die so jammert der genannte Reederverein- wird die deutsche Schaffen dem Ehrenrate Nede und Antwort zu stehen, guten Sitten durch mangelhafte Ankleideräume und Bedürfnis- Reederei in ihrer Bewegungsfreiheit, empfindlich beeinträchtigt und wurde er bon dieser militärischen Behörde des Offiziers- anstalten, sind allein im Bezirk Chemnig 330 mal gerügt worden; in ihrer Konkurrenzfähigkeit gegenüber ausländischen Linien geschwächt. charafters für verlustig erklärt. Die Sache ist für Herrn anderswo ist das Verhältnis der notwendigen Verfügungen zu der Durch die von der Reichstagskommission beantragte Bestimmung Schnitzler wohl ohne jede Bedeutung; schließlich ist man Zahl der Betriebe meist ein ähnliches. Und noch häufiger sind die so behauptet die Petition wird den deutschen Linien in den lieber ein Dichter, denn ein Regimentsarzt, und wenn die Uebertretungen der Vorschriften für Jugendliche und erwachsene Ar- Fällen, wo sie mit ausländischen konkurrieren, der Wettbewerb eröftreichischen Offiziere vermeinen, daß das Dichten mit dem Dienst beiterinnen. So finden sich im Bezirk Meißen in 70 revidierten schwert und das sei um so bedenklicher, als die deutschen Reeder schon reglement unvereinbar ist, so wird wohl jeder auf das fragwürdige Betrieben mit jugendlichen Arbeitern 114 Zuwiderhandlungen, dar- durch die socialpolitische Gesetzgebung vor den ausländischen Vergnügen, feine Muse von dem Offiziersbegriff inspiriren zu lassen, unter ein Fall von Verwendung zweier kleiner Mädchen in einem belastet wären. Die armen, so schwer geprüften Reeder gern verzichten. Der Ehrenrat hat sich ja nicht zum erstenmale Steinbruch, beide dem Vater helfend und angeblich ohne Wissen scheinen übrigens den festen Willen zu haben, auf die blamiert. Als er seiner Zeit dem Genossen Leuthner wegen einer des Bruchmeisters". In einer Ziegelei halfen 2 schulpflichtige Knaben beantragte Bestimmung zu§ 35 der Seemanns Ordnung wissenschaftlichen Rede fiber Marg den Offizierscharakter entzog, dem Vater Steine abtragen. Den Bitten und Einwendungen der Be- zu pfeifen, auch wenn sie Gesetz wird. Ked, wie profitwütige Unter bezeugte er vor der Wissenschaft denselben Respekt, den er jetzt vor teiligten, die Arbeit sei nur Spielerei, der Mehrverdienst beim Ziegel- nehmer nun einmal sind, behaupten sie, daß, wenn ein Schiff statt der Kunst offenbart. Das Intereffante an dieser Maßregelung" abtragen werde dringend gebraucht, fonnte keine Beachtung geschenkt am Sonntag erst am Montag expediert werden soll, die durch die eines Dichters liegt aber darin, daß der Offiziersstand damit werden; die Beschäftigung war zu untersagen." Expedition bedingten Vorarbeiten Sonntags verrichtet werden müßten, beträftigt, wie wenig er die wahrheitsgemäße Es ist dies feineswegs der einzige Fall, in dem gesucht wird, wodurch wieder den Schauerleuten und dem Comptoirpersonal die Schilderung seiner Mitglieder verträgt. Der Kinderarbeit wieder einzuschmuggeln. Eine Flachs Dichter hat uns den Typus des Lieutenants gezeigt, den Typus bereitungs- Anstalt 3. B. bittet um Berechtigung zur Kinder- Sonntagsruhe genommen werden würde. Sategorisch erklären fie: das Schiff am Montag ab, so muß am Sonntag einer Kaste, die ihr sittliches Fundament, ihre sociale Notwendigkeit beschäftigung, indem sie zu beweisen sucht, daß ihr Betrieb ein land- gearbeitet werden. Dieses Bedürfnis des Ver. verloren hat und deshalb ganz aufs Aeußerliche angewiesen ist. wirtschaftlicher sei. Ganz agrarisch mutet denn auch die Versicherung fehrs ist ein so mächtiges, daß ihm gegenüber alle Der Militarismus verträgt aber nicht das grelle Licht, mit dem der an, daß die Flachsbereitung an Arbeitskräften Mangel leidet und behördlichen Vorschriften fich als machtlos erDichter das aufgedonnerte Nichts dieses Standesgefühls beleuchtet ihre Eristenz bedroht ist, wenn sie nicht Kinder heranziehen darf: weisen werden." hat. Herr Schnißler mag sich trösten: der den Lieutenant Gustl so Seitens der Bevölkerung würde der von den Kindern erzielte Neben- Unter diesen Umständen wird der Reichstag, wenn er in die unbarmherzig porträtiert hat, tann nicht wünschen, sein Standes- verdienst dankbar anerkannt werden". Eine seltsame Ursache zur zweite Beratung der Seemannsordnung eintritt, gut thun, diesen genosse zu bleiben. " Dankbarkeit" fürwahr, wenn die ehrliche und mühevolle Arbeit er- Serren recht tüchtig auf die Finger zu Hopfen. wachsener Menschen so elend gelohnt wird, daß sie ihre Kinder in das harte Joch der Lohnarbeit spannen dürfen, um das nackte Dafein zu fristen. Die Bewilligung wurde übrigens versagt. 1. Schweiz. " dann Die Central- Krankenkasse der Buchbinder veröffentlicht ihren Jahresbericht. Der Stand der Kasse ist recht günstig, denn obwohl feit 1. Januar 1900 die Unterstützungsfäße erhöht wurden, vermehrte sich das Kassenvermögen noch um 6500 M. Die Mitgliederzahl beträgt jegt 8465, 377 mehr wie am Schlusse des vorigen Geschäftsjahrs. Die Einnahmen betrugen 155 000 M., die Ausgaben 148 000 m., das Vermögen beläuft sich auf 207 000 M. einem = Polizeiliche Schandwirtschaft in der Stadt Zürich. Unser Züricher Korrespondent schreibt uns: In Döbeln find in 3 Anlagen schulpflichtige Kinder geset Einen wahren Augiasstall von polizeilichen Zuständen hat der widrig beschäftigt worden, was sogar zu 2 Bestrafungen mit 60 und mutige und unerschrodene socialdemokratische Pfarrer mit 3 M. Veranlassung gab. Ganz systematisch aber versuchte eine Pflüger in unsrem Barteiorgan, dem Volksrecht durch eine Bleicherei und Appreturanstalt eine Stinderwerkstatt einzurichten. Sie Artikelserie der Welt vorgeführt. Danach hat der Chef des polizei- beschäftigte 8 schulpflichtige Mädchen von 10-14 Jahren in einem ihr lichen Central- Kontrollbureaus der Stadt Zürich, Oberst zugehörigen Beamtenhaus mit Auspaden von Gardinen und Decken. Kommunale Straßenbahnbetriebe. Die Breslauer Stadt. Buhler ohne militärische Schneidigkeit geht es auch bei uns Eine Arbeiterin aus der Fabrik führte die Aufsicht, welche durch schriftin der demokratischen Republik nicht mehr ab- in der Zeit vom lichen Kontraft geregelt war. Der Juspektor bereitete der scharf- väter haben im vergangenen Jahre das Vorgehen ihrer Straßens bahn Gesellschaft, die ähnlich wie die Große Berliner Straßenbahn November 1899 bis zum 1. Mai 1901, also während sinnigen Einrichtung ein jähes Ende. 18 Monaten, nicht weniger als 8189 Bußen über Züricher Die gesetzlichen Bestimmungen für erwachsene Arbeiterinnen ohne Wissen und Einverständnis der städtischen Behörden bei der Einwohner wegen läppischer Dinge, wie nicht rechtzeitige An- werden nicht minder häufig umgangen. Die Verlängerung der Arbeit Regierung eine Verlängerung ihrer Konzession um 25 Jahre über meldung der neuen Wohnung, infolge Umzuges, nicht rechtzeitige am Sonnabendabend ist überaus beliebt bei den Herren Chefs und den mit der Stadt abgeschloffenen Vertrag hinaus beantragte, mit raschen Entschluß beantwortet. Sie beschlossen, nach Schriftenabgabe von neuzugezogenen Einwohnern, ebenso Bei- man muß wohl annehmen, daß die Arbeiterinnen selbst ihre Rechte bringung von Schriftenergänzungen um gesandtschaftliches Leumunds- nicht kennen und sich deshalb ruhig Anordnungen fügen, deren ln Ablauf des Vertrags, der noch bis zum Jahre 1923 gilt, welchem Zeitpunkt ab die jezt bon atvei Brivatzeugnis für deutsche Staatsbürger usw. verhängt. Die Bußenbeträge gefeglichkeit sie nicht ahnen. Wieviele solche liebertretungen bleiben von bewegen sich zwischen 5, 10 und 15 Fr., betrafen zum größten Teil ja ohnehin unentdeckt, noch leichter vielleicht als andre, auffallendere. gesellschaften betriebenen Straßenbahnunternehmungen in das EigenArbeiter und Dienstboten, aber auch Geschäftsleute aller Art, Die Ziegeleien sind, wie anderwärts so auch in Sachsen, eine tum der Stadt übergehen können, die Straßenbahnen in städtische Studenten, Professoren, Journaliſten usw. und in sehr zahlreichen wahre Brutstätte von Ungefeßlichkeiten; vielleicht die meisten, jeden Regie zu nehmen und dazu sofort die Genehmigung der Regierung Fällen wurden sie, wenn nicht sofort bezahlt, wegen Flucht- falls die schwersten Fälle von Umgebungen des Gewerbegesezes einzuholen. Weiter beantragten sie, die Regierung möge für neu zu verdachts" in augenblicklich vollstreckbare Haft umgewandelt. So trifft man dort an. Im Chemnizer Bezirk allein sind 44 Fälle an- bauende Linien im Stadtgebiet den beiden Gesellschaften oder dritten mußte eine große Zahl von Personen wegen derartiger geführt, in denen Aufenthalts- und Schlafräume ungenügend be: Unternehmern keine Konzession mehr erteilen. Für eine jezt zu er Lappalien hinter Schloß und Niegel wandern und eine solche funden wurden. Daß zwei ledige Arbeiteriumen im Treppenhaus bauende Linie fuchte der Magistrat zugleich die Konzession nach. empörende, brutale Polizeidiftatur ließ man fich in der des Arbeiter- Wohngebäudes schliefen, daß eine andre nur durch den Diese Konzession ist denn auch ohne weiteres erteilt worden. Wie demokratisch republikanischen Stadt Zürich, ohne darauf zu Schlafraum der Männer in ihre Kammer gelangen konnte, daß ein von seiten des Magistrats in der letzten Breslauer Stadtverordnetenreagieren, ruhig gefallen trogdem sie vollständig ungefeßlich gemeinsamer Schlafraum ledige Arbeiter und Ehefrauen beherbergte, fißung auf eine Interpellation des socialdemokratischen Stadtv. Bruhns war. Begründet wurde von dem reaktionären feudalen Direktor daß Unverheiratete beiden Geschlechts einen gemeinsamen Schlaf- mitgeteilt wird, steht die Regierung auch dem Bestreben der Stadt, Buhler seine Schandwirtschaft mit der Notwendigkeit strenger Kondie Straßenbahnen allmählich in städtische Regie zu überführen, trolle, die aber bei der am 1. Dezember vorgenommenen Boltsdurchaus wohlwollend gegenüber. Die Regierung hat denn auch das zählung schmählich Fiasko gemacht, indem sie statt der vom KontrollBegehren der Breslauer Straßenbahn- Gesellschaft abgelehnt und den Betrieb nur bis zum Ablauf des mit der Stadt abgeschlossenen bureau angegebenen 162 000 Einwohner der Stadt Zürich deren nur 150 000 ergab, sodaß im Handumdrehen 12 000 Einwohner verVertrags tongeffioniert. Andrerseits aber hat es die Regierung abgelehnt, der Stadt schon jetzt die erst im Jahre 1923 in ihr Eigenschwunden waren. Unfähigkeit war ja noch immer das besondere Charakteristikum militärischer und polizeilicher Schneidigkeit. tum übergehenden Linien zu konzessionieren, ebenso wie sie nicht in der Lage ist, schon jetzt generell der Stadt für alle neu anzulegenden, bisher aber noch gar nicht festgesetzten Linien die Konzession zu erteilen. Das Wichtigste an dieser Mitteilung ist, daß es der Breslauer % England. • Nach raum besaßen das sind lauter Uebelstände, welche mit der ganzen Macht des Gefeßes bekämpft werden müssen. Auch aus Freiburg tönt die Klage über Unzuträglichkeiten; hier wird z. B. das Fehlen Im von Vorhängen im Schlafraum getadelt und abgestellt. 3widauer Revier tam es vor, daß Bruder und Schwester eine gemeinsame Schlafstelle im Männersaal inne hatten. Die Summe der Unfälle, welche freilich auch jede Kleinste VerDie Enthüllungen Pflügers haben wie eine Bombe gewirkt und legung, die gemeldet wurde, einschließt, erreicht z. B. im Bezirk Gegen zivar nicht bloß in der Stadt Zürich, sondern in der ganzen Schweiz. Chemnitz 2512, Dresden mit Meißen und Freiberg 4432. Die Einwohnerschaft Zürichs fühlt sich von einem Alp befreit und das Vorjahr haben sie hier um 50 abgenommen, auch die Todesatmet erleichtert auf, da der nun an den öffentlichen Pranger ge- fälle, deren 33 erfolgten, find geringer an Zahl als im Jahre 1899. Stadtverwaltung, dank ihrer raschen und geschickten Behandlung der stellten und rücksichtslos gebrandmarkten polizeilichen Schandwirt- Bei schweren Unfällen sind es meist die Maschinen, welche als Urs Frage im Gegensatz zu Berlin gelang, den Plan der privaten Unterschaft ein Ende gemacht werden muß. Daß es der Socialdemokratie sache des Unglücks erscheinen, daher auch der Anteil der nehmer zu vereiteln. Zahlvorbehalten blieb, geradezu den Befreier und Retter der Bevölkerung Frauen an denselben verhältnismäßig geringer bleibt. Socialpolitik in Galizien. Der galizische Landesausschuß hat von einem unerträglichen Druck, von der Gewaltherrschaft eines reich dagegen find auch bei ihnen die Verlegungen durch Glassplitter dem Landtag einen Gefeßentivurf über die Schaffung von tomund bornierten Bolizeityrannen zu machen, gehört zu jenem berühmten in den Glasfabriken, eine sehr peinliche Zugabe zu einer schweren munalen Bezirks- Arbeitsvermittlungs- Aemtern vorgelegt. „ Schweineglück", das ihr schon so oft zu teil geworden und von dem, und meist schlecht gelohnten Arbeit. Die übrigen Berichte zeigen in diesem Entwurf ist jede die mehr ist jede Stadt, als wie im vorliegenden Falle, auch die weitesten bürgerlichen Streise überwiegender Mehrheit gleichfalls Abnahmen der Unfälle, welche 10 000 Einwohner zählt, verpflichtet, binnen drei Jahren eine Nugen haben. der Juspektor in Leipzig dem schlechten Geschäftsgange zuschreibt. unentgeltliche fommunale Arbeitsvermittlung auf eigene Roften Da aber die Arbeiterzahl fich nicht vermindert, sondern, wenn auch einzurichten und in Betrieb zu seßen. Ebenso soй auch bei nur in geringem Maße, vermehrt hat, so ist es klar, daß es allein jedem Bezirksausschuß binnen drei Jahren ein solches Amt auf die geringere Intensität der Arbeit sein kann, welche die Abnahme Kosten des Bezirksfonds errichtet werden. Die Aufsicht über diese der Unfälle bewirkt. Daß die Arbeitszeit in vielen Betrieben gekürzt Arbeitsvermittelungsanstalten übt der Landesausschuß aus. Außer wurde, meldet jeder Bericht. Die geringe Entlohnung, die größere dem schlägt der Landesausschuß eine Resolution vor, die ihn aufEntbehrung steht der geringeren Unfallgefahr gegenüber; für die fordert, im Einvernehmen mit der Statthalterei ein Musterſtatut Mehrzahl bedeutet diese theoretische größere Sicherheit feinesfalls für diese Aemter auszuarbeiten und bis zur nächsten Session dem einen Ersatz für den Ausfall an Lohn, der damit verknüpft wird. Landtag einen Antrag auf Schaffung einer Landes- Arbeitsvermitte Für die Flauheit im Geschäftsgang, hauptsächlich in der Textil- lungsanstalt vorzulegen. branche, führt der Leipziger Bericht einen eigenartigen Beweis ins Feld. Eine der bedeutendsten Webereien hat den seit länger als 25 Jahre bestehenden Nachtbetrieb eingestellt. Wenn die Gestellung in der franzöfifchen Zeitschrift„ L'Engrais" berechnet den schäftskrisis teine schlimmeren Folgen hätte, als diese, könnte man jährlichen Weltverbrauch von Düngemitteln auf 14 350 000 Tonnen fie sogar mit Freude begrüßen. im Werte von 1320 Millionen Frank. Hiervon entfallen auf die 6 Millionen Tommen Welche unerwartete Blüten diefer oder jener Baragraph zeitigen Knochen und Mineral- Superphospate bon 360 Millionen Frant. Der Konjum von fann, giebt der Freiberger Bericht zu erkennen. Die humanen Ab- im Werte fichten" eines möglichst weitgehenden" Wöchnerinnenschuzes haben Schladen, natürlichen Phosphaten, Knochenmehl usw. wird au bon 150 Millionen Frant an= Der Brüffeler Petit Bleu" hat bei Dr. Leyds Erkundigungen die Wiederaufnahme der Arbeit seitens der Wöchnerin nach Ablauf 2 500 000 Tonnen im Werte eingezogen über die gestern abend von der„ Sun" ver- von vier Wochen von einem ärztlichen Zeugnis abhängig gemacht. gegeben. Chilijälpeter wird in einer Menge von 1 400 000 Tonnen, öffentlichte Nachricht, daß General Botha und seine Unter- Eine große Zwirnerei nahm daraus Veranlassung, in ihrer Arbeits die einen Wert von 280 Millionen Frank darstellen, verwendet. Von führer beschlossen hätten, sich zu ergeben. Leyds fand diese Meldung ordnung zu bestimmen, daß diejenigen Arbeiterinnen, welche nach schwefelsaurem Ammoniak werden nur 450 000 Tonnen im Werte lächerlich. Der Korrespondent des„ Petit Bleu" in London er vier Wochen nicht arbeitsfähig find, als entlassen zu betrachten feien. von 130 Millionen Frant zum Konsum benötigt. An Bottasche aller Bor Ab- Art und Kalisalpeter verbraucht man jährlich 1 500 000 Tonnen, die kundigte sich über dieselbe Meldung im englischen Auswärtigen Amt, Sie beruft sich dabei auf§ 123 der Gewerbe- Ordnung: wo man ihm erklärte, daß dort feine Nachricht von Botha ein- lauf der vertragsmäßigen Zeit und ohne Auffündigung fönnen einen Wert von 150 Millionen Fraut haben. Organische Düngegetroffen sei. Denselben Bescheid erhielt er auf dem Kriegsamt. Gesellen und Gehilfen entlassen werden, wenn sie zur Fortsetzung mittel, z. B. Tierblut, Tierhörner, Leder, Poudrette, Delfuchenmehl, Der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" wird von ihrem Brüffeler der Arbeit unfähig oder mit einer abschredenden Krankheit be Guano usw. werden in Mengen bon 2500 000 Tonnen und im Werte von 250 Millionen Frant konsumiert. Korrespondenten gemeldet, er sei von Dr. Leyds zu der Erklärung haftet sind." stoßen. Gegen den Armee Reorganisationsplan erklärten fich die Yeoman- Offiziere, die der Kriegsminister zu einer Konferenz einberufen hatte. Der Entwurf sei geeignet, die Yeomanry abzuGegen Lord Russell ist die Eröffnung des gerichtlichen Hauptverfahrens wegen Bigamie beschlossen worden. Da Bigamie ein Verbrechen ist, wird Russell als Pair vom Haufe der Lords abgeurteilt werden. Seit vielen Jahren ist dies der erste Fall, daß das Haus der Lords eines seiner Mitglieder abBuurteilen hat. Der Boeren- Krieg. " Dementis. Jährlicher Verbrauch von Düngemitteln. Eine Zusammen Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Arbeiter Berlins! Seit Wochen stehen die Tabatarbeiter in Nordhausen im Stampf für die Erhaltung ihres Koalitionsrechts, welches ihnen die Fabrikanten in brutaler Weise rauben wollen. Durch die Hunger peitsche sollen die Nordhäuser Tabakarbeiter zum Austritt aus ihrer gewerkschaftlichen Organisation gezwungen werden. Nur zwei Fabrikanten haben mit den Arbeitern Frieden geschlossen und den Angriff auf das Koalitionsrecht rückgängig gemacht. Es sind dies die Firmen: Hendek u. Schumann- Grimm n. Triepel. Nur folche Rautabat Fabritate, welche von diesen beiden Firmen herrühren, sind zu kaufen. Die Fabrikate aller übrigen Nordhäuser Firmen sind unter allen Umständen zurüdzuweisen, denn diese Firmen sind es, welche auf der Unterzeichnung des Reverses bestehen, der den Verzicht auf das Koalitionsrecht bedeutet. Die Firmen, welche auf der Rechtlos: machung der Arbeiter bestehen, find: G. A. Hanewacker. Berlin u. Bona. C. Lerche. G. Reddersen. Athenstädt u. Bachrodt. C. A. Kneiff. H.Ju. R. Wittig. Rothhardt u. Co. Salfeldt u. Stein. Steinert u. Hellmund. Walther u. Sevin. Arbeiter Berlins! Die Gewerkschaftskommission ist dem auch an andren Orten gefaßten Beschluß, die hier genannten Firmen zu boyfottieren, einstimmig beigetreten. Traget deshalb Sorge, daß dieser Beschluß in der gesamten Arbeiterschaft stritte durchgeführt wird, achtet darauf, daß die Fabrikate der Verächter des vornehmsten Arbeiterrechts konsequent zurückgewiesen und nur Kautabak von den Firmen Hendes u. Schumann sowie Grimm n. Triepel tonsuArbeiter Berlins! Unte üst Eure Klaffen genossen in Nordhausen in ihrem schweren und gerechten Kampf! miert wird. ein Zuschlag von 35 Broz. statt der bisherigen 25 Broz. der während bieser Beit gemachten Einnahmen bezahlt. Der neue Vertrag gilt bis zum 1. Juni 1904 mit dreimonatiger Kündigungsfrist. " Gerichts- Beifung. " China. Ungewiffe Gerüchte. Herr Cohn und die Singelegenheit. Die seit dem 1. April dieses Jahres in Kraft getretenen neuen Bestimmungen über die Einrichtung von Siggelegenheiten für Angestellte in offenen Verkaufsstellen wurden gestern vor dem Schöffengericht gegen den Kaufmann Arthur Cohn strafrechtlich in Anwendung gebracht. Auf Grund des§ 139h Abs. 1 der Reichs- Gewerbe- Ordnung hat der Bundesrat bekanntlich die Bestimmung erlassen, daß in offenen Berleidigungsklagen, welche der Lehrer Weichel zu Konig gegen eine eine nach der Bahl dieser Personen ausreichende geeignete Siz Zu den Nachspielen der Konizer Affaire gehören die Be- laufsstellen für die daselbst beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge ganze Anzahl von Zeitungen angestrengt hat. Es handelt sich um gelegenheit vorhanden sein muß. Bei einer durch Bolizeibeamte einen in der„ Berl. Morgenpoſt" f. 3. erschienenen Artikel, in welchem vorgenommenen Revision wurde in dem Geschäftslotale des Ander Lehrer Weichel verdächtigt wurde, den Mord an dem Gymnasiasten geflagten, in welchem drei Gehilfen bezw. Gehilfinnen beschäftigt Ernst Winter begangen zu haben. Nachdem bei den Redacteuren find, außer mehreren Stühlen für die Kunden nur ein Stuhl als war Lehrer Weichel gestern wieder persönlich mehrerer Beitungen bereits ein Vergleich zu stande gekommen, Siggelegenheit für die Gehilfen vorgefunden. Der Gerichtshof hierher gekommen, um in zwei Fällen die Privatklage zu vertreten. der sehr gelinden Geldstrafe von 10 M. aus Konig hielt dies nicht für ausreichend und verurteilte den Angeklagten zu Ihm stand Rechtsanwalt Dr. Hahn Charlottenburg zur Seite. In dem ersten Falle war der verantwortliche Redacteur der Morgenpost", Dr. Pollaczet, angeflagt. Ihm gegenüber lehnte der Privatkläger einen Vergleich ab. Der Angeklagte berief sich darauf, daß er zur Zeit des Erscheinens jenes Artikels infolge eines Todesfalls in der Familie außerhalb Berlins weilte und von dem ganzen Artikel erst durch die gegen ihn erhobene Klage Kenntnis erhalten habe. Der Gerichtshof beschloß, über diese Gerüchte, daß in Sian Kalpan vier belgische Missionare ermordet Aus Beling meldet das Bureau Reuter: Seit einiger Zeit gehen Behauptung Beweis zu erheben. Im zweiten Falle richtete fich worden seien. Es wurde den Gerüchten fein Glauben geschenkt, die Klage gegen den verantwortlichen Redacteur der Täglichen da die chinesischen Beamten, welche mit jenem Bezirk in Ber Rundschau", Herrn v. Massow. Hier tam vor Eintritt in die Verhandlung folgender Bergleich zu stande:„ Herr v. Massow bindung stehen, die Richtigkeit der Meldung bestritten. Schließlich erklärte, daß er persönlich den Artikel in Nr. 31 der„ Täglichen aber lauteten die Nachrichten so beſtimmt, daß der belgische Ge Rundschau" vom 19. Januar 1901, in welchem der Privatkläger fandte heute einen Boten abgesandt hat, um das Thatsäch der Thäterschaft des Mordes an Ernst Winter bezichtigt wurde, Briester und die eingeborenen Chriften haben dieselbe während liche zu erfahren. Die Mission ist start befestigt, und die und ihm und seiner Ehefrau die ungeheuerlichsten Beschuldigungen des legten Aufstandes innegehabt, nachgesagt wurden, nicht zum Abdruck gegeben und ihn vor der Aufworden wären. Man erzählt sich, daß Soldaten aus der Armee ohne daß sie belästigt nahme nicht gefannt habe. Er erklärt ferner, daß er feinen Mit- ungfubfiangs, die in jener Gegend marodierten, im Laufe des April arbeitern wegen der Aufnahme sofort seine Mißbilligung ausgesprochen habe, namentlich auch darüber, daß der der" Morgen Sie hätten die Insassen niedergemacht und ihres Eigentums beraubt. die Mission überfallen hätten, während die Thore offen standen, Ein Vertrag mit ,, arbeitswilligen" Pukern. Eine Beitungs- post" entnommene Artikel als Originalartikel übernommen Die Entfernung und die Verhältnisse des Landes machen eine EntKorrespondenz meldet: Der Verband der Baugeschäfte hat, da der und dadurch seine Verbeitung in einer ganzen Reihe Centralverband der Puzer fich den vorgeschlagenen Bedingungen von Zeitungen Deutschlands sayexpedition unausführbar. veranlaßt worden ist. Herr gegenüber ablehnend verhält, mit dem neugegründeten, aus foge- v. Massow erklärt endlich, daß nach eingehenden Ermittelungen die Die Rückkehr des chinesischen Kaisers nannten? ,, Arbeitswilligen" bestehenden Buzerverein einen Einigungs- fämtlichen den Privattläger und seine Ehefrau betreffenden Angaben Vertrag abgeschlossen. Die Hauptbedingungen dieses Vertrags fich als unwahr herausgestellt haben und daß der Artikel auf einer nach Beling soll im Oktober über Baotingfu erfolgen. find: 9 stündige Arbeitszeit, Stundenlohn von 70 Pfennigen tendenziösen und gehässigen Erfindung und Entstellung beruht." bei Lohnarbeit, Accordsäge nach freier Vereinbarung bei Der Privatbeklagte verpflichtete sich, eine Buße von 500 m. au nach Deutschland soll Mitte Juli vor sich gehen. Seine Begleitung 7 Mart täglicher Abschlagszahlung, Einrichtung von Buzzer Gunsten des Pestalozzivereins der Provinz Westpreußen zu zahlen. fest sich aus alvangig Unterbeamten und fünfzig Dienern zu tolonnen und Lieferung von Rüstungen, Leitern nsw. durch die Arbeitnehmer. Nach zehntägiger Verhandlung ist gestern der Prozeß gegen fammen. Viele gebildete Chinesen, welche begierig find, Europa Bekanntlich haben die im Centralverbande der Maurer organi- die früheren Direktoren der" Cornelius- Feuerungs- Aktiengesellschaft", tennen zu lernen, versuchen, Anstellungen in dem Gefolge der fierten Buzer sich seiner Zeit nicht darauf eingelassen, mit den Baul Cornelius und Paul Kluge, zu Ende gekommen. Staats- Mission zu erhalten und sind sogar bereit, untergeordnete Stellungen Unternehmern einen Arbeitsvertrag abzuschließen, der, wie die anwalt Uh de faßte die Ergebnisse der umfangreichen Beweis- einzunehmen. Arbeitgeber es wollten, eine Verschlechterung der seit längerer Zeit aufnahme in einer für beide Angeklagte sehr ungünstigen Weise zubestehenden Arbeitsbedingungen bedeutete. Das Einigungsamt hatte Recht als die Typen einer gewissen Art von Geschäftsleuten be sammen. Beide können so führte er u. a. aus mit Fug und sich im April d. J. mit der Angelegenheit beschäftigt, es tam aber zeichnet werden. Cornelius war der Erfinder, Kluge der Finanzier, beide fibirisches Blatt melbet, daß längs der mandschuriſchen Bahn von weder eine Einigung noch ein Schiebsspruch über den Bertrag zu haben in dieſen ihren Eigenschaften die attiengesellschaft geschädigt. Charbin bis zur Grenzstation Pogranitschnaja eine Reihe von Heinen stande. amit ang obiger meldung hervorgeht, hat die Sonder- Cornelius zwei organisation der Buzer, die etwa mit dem Verein der Accordmaurer Cornelius fei verschuldet gewesen, er habe den Offenbarungseid Feftungen gebaut werden. Jede dieser Befestigungen sei mit givei auf gleicher Stufe steht und unsres Wissens feine erhebliche Be- geleistet, aber alles Geld, alle Wertobjekte, die er besaß, seiner Frau Türmchen versehen, in denen sich je ein Geschütz befinde. deutung hat, die verschlechterten Arbeitsbedingungen angenommen. übertragen, um sie den Gläubigern zu entziehen. Die Unehrlichkeit habe sich bestätigt bei der Gründung der Aktiengesellschaft, die als Zwischen dem Verband Deutscher Gastwirtsgehilfen und das Tochter- Unternehmen der von Cornelius schon vorher begründeten dem Gastwirt Herrn Cohn in Lichtenberg( Seeterrasse") Gesellschaft Westfalen( G. m. b. 5.) zu stande kam. Das Rüdgrat Tehke Nachrichten und Depelihen. der Aktiengesellschaft bildete Eine englische Niederlage. hatte er einen großen Teil der Geschäftsanteile an den Mann ge- Midland Mounted Nifles hatten am Donnerstag bei Waterkloof Patent auf seine Erfindung. Schon bald nach der Gründung Cradock, 22. Juni.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die bracht, ehe sich die Erfindung bis dahin irgendwie erprobt hatte. Midland Mounted Nifles hatten am Donnerstag bei Waterkloof Dazu komme sein Verhalten bei der Gründung der Aktiengesellschaft folgende Verluste: Zehn Tote, vier Verwundete, sechsund sechszig Ge= selbst. Bei der Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung fangene. Mit den Verwundeten wurde auch ein verwundeter Boer fei die Erfindung mit 20 000 m. bewertet gewesen, nach furzer Zeit nach Cradod gebracht, der erzählte, auf Seiten der Boeren sei wurde der große Sprung gemacht, daß dasselbe Patent, weldjes, ein Mann gefallen. abgesehen von einigen inzwischen erworbenen Musterschutzfind gelegentlich des Sommerfestes der Metallarbeiter wegen Einstellung nichtorganisierter Kellner, wodurch unser Arbeitsnachweis umgangen worden ist, Differenzen ausgebrochen. Herr Cohn hatte es vorgezogen, 10 Kellner von einem Arbeitsnachweis zu beziehen, von dem nachweislich Personal stets unter den tarifmäßigen Löhnen placiert wird. Wir erklären deshalb hiermit gleichzeitig, daß das Etablissement " Seeterraffe" für organisierte Gastwirtsgehilfen bis auf weiteres gesperrt ist. Verband Deutscher Gastwirtsgehilfen. Ortsverwaltung Berlin. Der Verband aller in der Stickereibrauche beschäftigten Personen eröffnet am 1. Juli einen Arbeitsnachweis im Lokal von Rode, Wallstr. 32. Die Barbiere und Friseure Moabits haben in einer Verfammlung beschloffen, eine Preiserhöhung in ihren Geschäften einzuführen. Gleichzeitig wurden durch Beschluß der Versammlung die Meister aufgefordert, die gerechten Lohnforderungen der Gehilfen zu bewilligen. Dentsches Reich. das bon Cornelius erworbene Die Abreise des Prinzen Tschun Rußland richtet sich ein! Aus Petersburg wird der Frankf. 8tg." berichtet: Ein oftRegiments schoß in der vergangenen Nacht in der Kaserne mit ſeinem Przemysl, 22. Juni.( B. H.) Ein Soldat des 58. InfanterieDienstgewehr auf seinen schlafenden Compagnieführer und verlegte ihn schwer. Nachdem er noch weitere Schüsse abgegeben hatte, wurde er überwältigt und ins Gefängnis abgeführt. Rechten unverändert geblieben war, plöglich mit einer Million Konit, 22. Juni.( W. T. B.) Bei einem heute nacht in der bewertet wurde. Diese Bewertung sei durchaus ungerechtfertigt ge- Ortschaft Flederborn bei Jastrow ausgebrochenen Brande find eine wesen, zumal Cornelius in der Zwischenzeit zwar Feuerungs- Befizerfrant und ihre Tochter ums Leben gekommen. 7 Gehöfte find anlagen errichtet hatte, von denen aber nachgewiesenermaßen teine eingeäfchert. einzige nach dem Patent ausgeführt worden war. Diese lettere Thatsache habe er verheimlicht, er habe den Geldgebern verschwiegen, daß feine dieser Anlagen wirklich von ihm nach dem Patent, welches das Rückgrat der ganzen Gesellschaft bildete, ausgeführt, daß aus der Erfindung auch noch nicht ein Pfennig herausgebracht worden war. Das ganze Verhalten der Angeklagten in dem Augenblid, als ihnen Frankfurt a. M., 22. Juni.( B. H.) Die Frankf. 8tg." das Wanto vorgehalten wurde, stehe im trasfesten Widerspruch zu meldet aus Stuttgart: Die zweite Kammer beriet heute den ihrer Behauptung, daß sie bona fide gehandelt haben. Das Batent Antrag der Socialdemokraten auf Errichtung von Arbeitssei in das Unternehmen geworfen mit einer Bewertung, die durch kammern und überwies ihn nach längerer Debatte zugleich mit den Lohnbewegung der Breslauer Bäcker. Im Frühjahr dieses Verpflichtungen auferlegte. nichts gerechtfertigt war, aber der Gesellschaft ungeheure petuniäre zum gleichen Gegenstand eingebrachten Anträgen des Centrums und Dem Angeklagten Cornelius allein der deutschen Partei einstimmig an die Kommission für innere BerJahres hatten die Bäckergesellen den Meistern Forderungen ein- falle noch zur Last, daß er als Geschäftsführer der Gesellgereicht, deren hauptsächlichste sind: für den ersten Gesellen 14, den schaft Westfalen letztere in ähnlicher Weise geschädigt habe. Die Auswaltung. zweiten 12, den dritten 10 M. Wochenlohn. In Betrieben mit 3 reden, mit denen der Angeklagte sein Verfahren rechtfertigen aus New York gemeldet: In Matewan( West- Virginien) stürmten Frankfurt a. M., 22. Juni.( B. H.) Der Frankf. 8tg." wird oder 4 Arbeitern muß dem ersten, in solchen mit mehr als 4 Ar wolle, entspreche nur dem Raffinement, welches er bei der Erfindung streikende Kohlengrubenarbeiter Barrikaden, die um die Grubenbeitskräften dem ersten und zweiten Gesellen Mittagessen und solcher Einwendungen anzuwenden pflege. Mit Rücksicht auf den Schlafen außerhalb des Hauses des Meisters gegen 6 M. Buschlag großen Umfang der Veruutreuungen der beiden Angeklagten, das einfahrt errichtet waren und es kam zu lebhaften Feuergefechten mit pro Woche gewährt werden. An den hohen Festen je eine freie Vertrauensverhältnis, in dem sie zu der Gesellschaft standen, und den Wachen und Streikbrechern. Näheres ist noch nicht bekannt. Nacht. Anerkennung des Verbands. Da die Innung auf die darauf, daß Cornelius ein außerordentlich doppelzüngiges, frivoles Fiume, 22. Juni.( B. 5.) In der Station Meja stieß ein Forderungen bis jetzt noch nicht geantwortet hat, so sollen dieselben Spiel getrieben, beantragte der Staatsanwalt schließlich dasselbe Personenzug mit einem Güterzuge zusammen. Gerüchtweise vernunmehr den einzelnen Meistern eingereicht und legtere aufgefordert Strafmaß wie in der früheren Verhandlung: gegen Cornelius lautet von zahlreichen Verwundungen. Nähere Details fehlen jedoch werden, sich innerhalb 3 Tagen dazu zu äußern. 81/2 Jahre Gefängnis, gegen Sluge 1, Jahre noch. Ein Hilfszug ist sofort nach der Unglücksstelle abgegangen. Gefängnis und gab anheim, je sechs Monate abzu- Paris, 22. Juni.( W. T. B.) In der zweiten Sigung des Ueber die Thätigkeit des Arbeitersekretariats in Beuthen rechnen, wenn etiva der Gerichtshof die Schuld der An- Kongresses der radikalen Partei, der gestern mit einer feierlichen im Jahre 1900 veröffentlichte der dortige Arbeiterfekretär Dr. Winter geklagten in dem Falle der Schuldenbezahlung für die Gesell- Absage an die kommunistischen Lehren" eröffnet wurde, führte den fürzlich einen knappen Bericht, dem wir folgendes entnehmen: schaft Westfalen nicht für erwiesen erachten sollte. Nach dem Vorsiz Brisson, der in scharfen Worten die Nationalisten angriff, indem Das Sekretariat wurde von 3729 Auskunftsuchenden in Anspruch Staatsanwalt folgten sehr eingehende, mehrere Stunden aus- er ausführte, daß dieselben die Bevölkerung bald mit dem Gegenommen. 1579 Besucher waren aus Beuthen und dessen nächster füllende Plaidoyers des R.-A. Dr. Holländer, des Juftigrats spenst eines auswärtigen Krieges, bald mit dem eines BürgerUmgebung, 2102 aus dem Industriebezirk und sonstigen ober- Dr. Sello und des R.-A. Werner II. Dieselben nehmen die An- frieges schrecken wollten. Brisson sprach sich sodann sehr scharf schlesischen Kreisen, 15 aus Rußland und Destreich. 1638 Schriftfäße geklagten gegen die abfällige Charakteristik in Schuß, die der über die Haltung Mélines aus, der ein Verbündeter der wurden angefertigt. Staatsanwalt von ihnen suchten darzulegen, Monarchisten und Kleritalen geworden sei und schloß unter HinDer Umfang der Arbeit sowohl in der Verwaltung der Gewerk fchaften als in der Rechtsteilung nimmt seit Ende vorigen daß das vom Angeklagten Cornelius gelöste Problem, minder weis auf die nächsten Wahlen zur Deputiertentammer mit den wertige Brennstoffe zu verwerten, von außerordentlich großer volks- Worten: Frankreich wird zwischen den Kandidaten der Republik und Jahres in faft unerwarteter Weise zu. Zur Zeit beträgt die Zahl wirtschaftlicher Wichtigkeit fei, daß die Gelder, die die Angeklagten denjenigen der Jefuiten zu wählen haben. Die Rede Brissons wurde der durch das Beuthener Gewerkschaftsburean organisierten Arbeiter ca. 1600, von denen ca. 1450 dem Berg- und Hüttenarbeiter- Verbande aus den Mitteln der Aktiengesellschaft entnommen haben, bona fide mit großem Beifall aufgenommen. entnommen worden seien, und die Angeklagten von dem hohen und ca. 80 dem Metallarbeiter- Verbande angehören; für die außer Werte der Aktien und des ganzen Unternehmens überzeugt sein halb Benthens und nicht in Bezirken von Zeitungsboten wohnenden Gewerkschaftsmitglieder find zur Zeit monatlich ca. 1100 Drud Der Gerichtshof verurteilte in vorgerückter Abendstunde den fachenfendungen anzufertigen. Besucher zählt das Arbeiterjekretariat Angeklagten Cornelius wegen Bergehens gegen das Attiengeses. zur Zeit circa 900 monatlich. Hoffentlich ermöglicht die Zu Untreue und Unterschlagung zu 2 Jahr 9 Monaten Gefängnis, wonahme der Organisierten die Erweiterung des Beuthener Sekretariats; von 3 Monate für die Untersuchungshaft angerechnet wurden. vielleicht auch bringt die Abzweigung von örtlichen Verwaltungs- 5000 Mark Geldstrafe und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf rechte erlangen würde, geraten könnte. stellen vom Beuthener Bureau diesem die erwünschte Entlastung. Und ein derartiges Juftitut von weittragendfter humanitärer die Dauer von drei Jahren. Den Angeklagten Kluge wegen Untreue Bedeutung stellte das Breslauer Oberlandesgericht auf eine Stufe 34 9 Monaten Gefängnis und 2000 Mart Geldstrafe. Drei Monat heute Nacht bis zur Erledigung der Beratung des Vereinsgesetzes fonnten. ment" zufolge hat ein reiches Mitglied der Deputiertentammer sich Paris, 22. Juni.( Bureau Laffan.) Der Beitung" L'événéfür eine Heirat mit der Exfönigin Ranavalo angeboten. Dieser Vorschlag werde wahrscheinlich angenommen werden. Der Premierminister Walded- Rousseau und die Minister Delcassé und Decrais haben über die Lage tonferiert, in welche Ranavalo infolge einer Heirat mit einem Franzosen, wodurch sie volle französische BürgerParis, 22. Juni.( W. T. B.) Der Senat beschloß, die Sigung fortzufegen. wurden für verbüßt erachtet. mit den obskursten Winkeladvokaten! Der Gefangenen Aufseher Anton Orlid stand gestern Rom, 22. Juni.( W. T. 8.) Deputiertentammer. Zur Auslegung des Vereinsrechts. Die sechs Vorstandsmitglieder der Bablitelle Nienburg des Glasarbeiter- Verbands unter der Anschuldigung, mit einer in das Gefängnis aufgenommenen Der Ministerpräsident Banardelli erklärte sich bereit, eine von Guido waren vom Schöffengericht in Nienburg zu je 10 M. Strafe Frauensperson unzüchtige Sandlungen vorgenommen zu Baccelli eingebrachte Tagesordnung anzunehmen, welche besagt, verurteilt worden, weil dieselben Lehrlinge, welche bereits das haben, vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I. Er hat sein die Kammer billige die liberale Richtung der Regierung und geht 18. Lebensjahr erreicht hatten, als Mitglieder des Glasarbeiter Bergehen begangen, als er im Herbst 1900 einige Beit die durch zur Beratung der einzelnen Kapitel über; die von Riccio beantragte Verbands aufgenommen hatten. Die Berufungsinstanz Krankheit verhinderte Aufseherin der Frauenabteilung einfache Tagesordnung, erklärte Banardelli weiter, müsse er entBerden sprach die Angeklagten fostenlos frei mit vertrat. Das ursprünglich auf noch weitere Fälle ausgedehnt gewesene schieben ablehnen.( Lebhafter Beifall auf der Linken.) der Begründung, daß der Verband der Glasarbeiter nicht als Verfahren ist bezüglich dieser weiteren Fälle eingestellt worden. Da die Kairo, 22. Juni.( W. T. B.) In der vergangenen Woche find politischer Verein zu betrachten sei und daher dem§ 8 des Vereins- Anklagebehörde selbst den Angeklagten als einen Menschen bezeichnet in Wegypten insgesamt 23 neue Erkrankungen an der Pest vorges hatte, deffen Nervensystem nicht als ein normales angesehen werden kann, gefeges nicht unterliege. so hatte Rechtsanw. Dr. Schwindt die Untersuchung des Geistes- lommen und sieben Todesfälle. Zwanzig von diesen Bestfällen entzustands des Angeklagten beantragt. Gerichtsphyfitus Dr. Puppe fallen auf Sagasig, einer auf Alexandria. Washington, 22. Juni.( W. T. B.) General Chaffee ist zum Der Streik der Kutscher Kopenhagens hat wie wir schon bezeichnete den legteren als einen starten Neurastheniker, verneinte furz berichtet haben mit einem Siege der Ausständigen geendet. aber die Anwendbarkeit des§ 51 St.-G.-B. Der Staatsanwalt Militärgouverneur der Philippinen ernannt werden. Den Kutschern sind folgende Bugeständnisse gemacht worden: Bom beantragte zwei Jahre Gefängnis und Ehrverluft auf Paterson( New Jersey), 22. Juni.( W. T. B.) Bei der gestrigen 1. Januar 1902 werden die Wochenlöhne für die Monate März bis drei Jahre. Das Urteil lautete auf neun Monate Ge- Explosion in dem Feuerwerks Magazin von Abraham Ritterburg Oftober um 2 Kronen, und für November bis Februar um 1 Strone fängnis unter Anrechnung von drei Monaten auf die Unter- find, wie jezt festgestellt ist, zwei Männer, sieben Frauen und sechs erhöht und außerdem wird für die Ueberzeitarbeit nach 6 Uhr abends suchungshaft, aus welcher der Angeklagte entlassen wurde. Kinder umgekommen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ausland. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 144. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. Juni 1901. Zum Kampf der Krankenkassen mit den Apothekern. Die Apotheker- Zeitung" bringt in ihrer Nr. 50 einen Bericht über die Apothekerversammlung vom 18. Juni, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, den Krankenkassen vom 20. Juni den Kredit zu entziehen und Arzneien an Kaffenmitglieder nur gegen Barzahlung zu liefern. Danach hat man in dieser Versammlung wieder mit der folgenden verlogenen Behauptung operiert: zu machen." der Magistrat auch diesmal nicht haben. Die Berliner Polizeiliches, Gerichtliches usw. Ein republikanisches Abzeichen soll der Genosse Beitung" begrüßt den Beschluß mit Freude" und sagt:„ Wir Er hatte am wollen sehen, ob die liberale Mehrheit, die vor 1½ Jahren W. A. Zimmermann in Dresden getragen haben. Einkommen bolt 600-900 Mart aufr 9. Mai den auf dem Dresdner Trinitatis- Friedhof ruhenden die Besteuerung der wir unmittelbar bor neuen Wahlen sächsischen Freiheitskämpfern von 1849 einen Kranz mit schwarz und recht erhielt, jetzt, stehen, beibehalten wird." Unmittelbar vor neuen Stadtverordnetenroter Schleife gebracht mit der Inschrift: Wahlen pflegen sich bei der lieberalen Mehrheit allerdings Zeichen und Wunder zu ereignen. Es ist also sehr wohl möglich, daß sich Ein edler Sinn trieb Euch zur That, sof Der Zukunft streutet Ihr die Saat." Die Schleife wurde am Eingang zum Friedhof tonfisziert und diesmal doch eine Mehrheit für Aufhebung dieser Steuer findet. 8. jezt vom Schöffengericht zu 4 Tagen Haft verurteilt. wartet Berliner Partei- Angelegenheiten. " " Apropos, liberale Mehrheit"! Giebt es denn eine solche? Vor zwei Jahren, unmittelbar vor den Stadtverordneten Wahlen, Wenn die Centralfommission auf der Rabattforderung( d. h. der wehrte sich grade die Berliner Zeitung" mit großer Ents Forderung eines Rabatts auf die Rezepte) bestehe, dann beschiedenheit dagegen, daß der Vorwärts"„ die tiefgehenden Unterweise sie damit aufs neue, daß es ihr nicht, wie von jener stets schiede zwischen der Neuen Linten und den anderen liberalen betont worden, auf die Erlangung wirtschaftlicher Vorteile and Stadtverordneten verwische", daß er ganz ummerklich eine freitomme, die ihr ja von Anfang an von den Apothekern in Form Dritter Wahlkreis. Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, fimmige Stadtverordneten Mehrheit zurecht destilliere", um unter einer erweiterten und teilweise herabgesetzten Handverkaufsliste zugesichert seien, sondern daß ihr Hauptzweck der sei, einen Teil findet in der Ressource, Kommandantenstraße 57, eine Volksver- diesem Sammelnamen den Freifinn in Bausch und Bogen verurteilen des bisher noch unabhängigen Bürgerstandes unter den Willen der sammlung statt, in der Genosse Reichstags- Abgeordneter Wolf- zu können. Die„ Berliner Zeitung" versprach damals, den Nachweis socialdemokratischen Leitung der ganzen Boykottbewegung zu gang eine über" Politische Zeitfragen" sprechen wird. Außerdem zu führen, daß ihren Leuten damit ein Unrecht zugefügt zwingen, um ihn auf diese Weise der Socialdemokratie dienstbar Diskussion. Rege Beteiligung der Genoffinnen und Genoffen er werde; wir haben aber vergeblich darauf gewartet. Vielleicht Der Vertrauensmann. ist ihr noch rechtzeitig Etliches eingefallen, z. B. daß die Herren von der Neuen Linken" mit dafür verantwortlich waren, daß die Besteuerung der Einkommen von 600-900 m., nachdem sie fchon einmal beseitigt gewesen war, durch die Gemeindesteuer- Reform von 1895 wieder eingeführt wurde. Im vorigen Jahre sind sie allerdings nicht mehr für Beibehaltung dieser Besteuerung eingetreten. Sie haben aber inzwischen einige andre Streiche begangen, die ihnen ein vollbegründetes Recht geben, sich den„ andren liberalen Stadtverordneten" als in dieser Beziehung gleichwertig an die Seite zu stellen. Da dürfte es sich doch empfehlen, daß die Berl. 8tg." etwas vorsichtiger ist und auch diesmal unmittelbar vor den neuen sprechen läßt. Am Ende könnte ihr sonst aus ihrem eignen Lager Wahlen" lieber nicht von der„ liberalen Mehrheit" spricht oder der Vorwurf gemacht werden, daß sie sich etwas zurecht destilliert" hat. Die oben citierte Stelle aus dem Bericht über die Apothekerversammlung erweist sich also als blanke Lüge. Das hindert die" Apotheker- Beitung" nicht, in derselben Zeitung von dem neuesten Flugblatt der Centralkommission, das wir in Nr. 141 zum Abdruck brachten, zu behaupten, daß es von unwahren und die Thatsachen auf den Kopf stellenden Behauptungen und Verdächtigungen stroẞt". Der vierte Wahlkreis( Often) hält in diesem Jahre sein Sommerfest am Sonntag, den 14. Juli, in Mentes Voltsgarten in der Röderstraße zu Lichtenberg ab. Die Sommerfeste des vierten Wahlkreises stehen bei den Parteigenossen seit Jahren in bestem Rufe und daher wird auch diesmal ein reges Interesse zu erwarten sein. Für ein mannigfaches Programm hat das Festkomitee gesorgt; Massengejänge, Radfahrer- Veranstaltungen, turnerische Aufführungen, Kinderbeluftigungen usw. werden jedem Geschmade reiche Auswahl bieten. geben. Schöneberg. Am heutigen Sonntag feiert der hiesige Wahlverein in Obsts Lokalitäten, Meininger- und Martin LutherstraßenEde, sein elftes Stiftungsfest. Da für gediegene Unterhaltung Sorge getragen ist, wäre ein zahlreicher Besuch erwünscht. Entree 20 Pf. Tanz 30 Pf. Von Anfang an" haben die Apotheker die Forderung des Rezepturrabatts damit bekämpft, daß sie 1. wirtschaftlich nicht in der Lage wären, den Rezepturrabatt zu gewähren, aber 2. dieselben Vorteile, welche die Kassen auf dem Wege des Rezepturrabatts anstrebten, durch Verbesserung der Handverkaufstage gewähren wollten. Der Widerspruch zwischen diesen beiden Behauptungen liegt flar auf der Hand, und so ließ die Centralkommission sich denn auch durch dies durchsichtige Manöver nicht beirren, sondern Das Volksfest des Reichstage- Wahlkreises Niederbarnim hielt fest daran, daß auch den Berliner Kassen ein Rezepturrabatt findet heute am 23. Juni im Schloß Weißensee statt. Siche heutiges gewährt werden müßte, wie ihn die Stassen der übrigen Großstädte Inserat. faft ausnahmslos bereits seit Jahren haben. Daß die Apotheker in In Pankow findet am Montagabend 81/2 Uhr in Roells Gesellder Lage find, diese Forderung zu gewähren, beweist u. a. wieder schaftshaus, Ede der Kreuzstraße und Spandauerstraße, eine das bereits von uns erwähnte Gutachten des Herrn Prof. L. Levin. Woltsversammlung statt, die für die Arbeiter, Handwerker Ueber den„ Verein für Unfallverlette" wird uns geschrieben: Daß es ausschließlich wirtschaftliche Gründe sind, die das und Bürger, welche Gemeindewähler der dritten Klasse sind, hervor- Der Verein, dessen Vorsitzender angenblicklich Gewerbegerichts- Direktor Verhalten der Centralfommission bestimmen, nicht politische, ragende Bedeutung hat. Die Parteigenossen Freiwald und v. Schulz ist, wurde vor etiva 12 Jahren von bürgerlichen beweist erstens der Umstand, daß die Kassen gerade mit der Droguisten- lingenberg werden über die Rechtlosmachung der 1800 in Freunden socialpolitischer Bestrebungen gegründet. Unter den Innung einen Lieferungsvertrag abgeschlossen, und zweitens die That- Betracht kommenden Wähler von Bankow die nötige Aufklärung Mitbegründern befinden sich auch Mitglieder des Reichssache, daß auch eine Reihe von Betriebs- Krantentassen sich dem Vorgehen Versicherungsamts. Zweck des Vereins ist, den von Ungegen die Apotheker angeschlossen haben; es gehört u. a. dazu die Betriebs- Krantentasse der Stadtgemeinde Berlin", deren Borsigender, fällen betroffenen Personen und deren Familien Beistand zu leisten, Gewerbegerichts- Direktor v. Schulz, feiner Zeit ausbrüdlich vorher soweit sie aus eigner Kraft sich gegen Not und Sorge nicht die maßgebenden Stellen im Magiftrat befragte, ob Bedenken gegen zu schützen vermögen und ihnen auch eine ausreichende anderweite die Beteiligung der Betriebs- Krantentasse beständen. Fürsorge nicht zu teil wird. Zu diesem Zweck soll geeignete Arbeitsgelegenheit den in ihrer Eriverbsfähigkeit Beschränkten vermittelt, Adlershof. Montagabend findet im Schmauserschen Lokal eine Rechtsschuß geboten, eventuell Unterſtüßung gewährt und öffentliche Versammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter alles veranlaßt werden, was sonst zur möglichst raschen und gründBubeil über: Die Socialdemokratie im deutschen Reichstage" lichen Beseitigung der Unfallfolgen nötig erscheint. Die Hergabe von Geld oder Geldeswert soll jedoch auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben. sprechen wird. Köpenick. Dienstag ist bei Scheer, Wilhelmsgarten, Bersamin- Verhältnissen auch auf solche Personen ausgedehnt werden, welche durch Durch Vorstandsbeschluß darf die Vereinsthätigkeit unter sonst gleichen lung des Wahlvereins. Leiden andern Ursprungs ihre volle Erwerbsfähigkeit eingebüßt oder ihre findet eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins in Marienfelde nehmen will, hat dazu jeden Montag, Mittwoch und Freitag Mariendorf- Tempelhof. Sonntagnachmittag pünktlich 31, Uhr Stellung verloren haben. Wer die Hilfe des Vereins in Anspruch bei Teutschbein, Großbeerenstraße, statt. Auf der Tagesordnung steht Gelegenheit, an welchen Wochentagen das Vereinsbureau in der ein Vortrag des Genossen Davidsohn- Berlin: Warum müssen sich seöthenerstr. 23 II zwischen 6 und 8 Uhr abends geöffnet die Arbeiter an den Gemeinderatswahlen beteiligen?" ist. Das Bureau befindet sich hier in den Räumen der Gäste haben Zutritt. Centralstelle für Arbeiter D Wohlfahrtseinrichtungen. In den 1/2 Jahren seines Bestehens haben hier 648 Personen Nat und Hilfe gesucht. Es soll damit doch wohl der Anschein erweckt werden, als ob In etwa 90 Fällen wurden für Verlegte unentgeltlich Schriftfäße angefertigt. Auch ärztliche Atteste ein solcher Vorgang mur einmal in längst vergangenen Zeiten möglich war und es heute gar nicht mehr passieren könnte, daß Apotheker wurden einigemale durch den Verein beschafft. Was die Rezepte anfertigen, in denen der betrügerische Glazkopf" oder der ist seit je das Steckenpferd, welches die Frommen im Lande luftig Arbeitsvermittelung an Erwerbsbeschränkte angeht, so fonnten trotz rote Reffelfriesel" verschrieben ist. Sonderbar! Warum hat dann tummelten, ohne indes dabei nennenswerte Erfolge zu erringen. aller Bemühungen des Arbeitsausschusses des Vereins und des der Vorstand des Berliner Apothekervereins sich veranlaßt gesehen, Auch der Verein für die Berliner Arbeiterkolonie, an dessen Spize Bureaus noch keine besonders günstigen Resultate erzielt werden. sich mit der Absicht, einte eigne seinen Mitgliedern in der Sigung vom 21. Mai mitzuteilen: der bekannte Pfarrer Diestelkamp steht, will dem Straßenbettel ent- Nunmehr trägt man Von einem auswärtigen Kollegen ist eine Mitteilung ein- gegentreten, indem er den unglücklichen Proletariern, die dank der Betriebswerkstätte einzurichten und in leichten ArbeitsEs sollen gegangen, daß eine Anzahl Lockspigel in Thätigkeit sind, welche die heutigen wirtschaftlichen Mißstände zu Bettlern geworden find, in zweigen erwerbsbeschränkte Leute zu beschäftigen. Apotheken dadurch hineinzulegen suchen, daß fie die Anfeiner Arbeiterfolonie" Arbeitsgelegenheit bietet gegen eine die allgemein üblichen Löhnen gezahlt und die fertigen Waren fertigung homöopathischer Rezepte verlangen, auf Vergütigung, freilich so gering ist, daß sie als auf keinen Fall unter dem Marktpreise abgegeben werden. Man Das betrachten ist. denen entweder überhaupt nicht existierende Mittel oder aber Ver- Arbeitslohn" nicht zu dem denkt, den Betrieb im Oktober oder November dieses Jahres eröffnen dünnungen oder Verreibungen von wirklichen Mitteln verordnet Verein vor 11 Jahren errichtete Kolonisten Wohnhaus bietet Rauni zu können. feien, die nach homöopathischen Grundsätzen nicht hergestellt für 200 Betten und in den in denselben befindlichen Werkstätten Der Kampf zwischen Krankenkaffen und Apothekern ist den tömmen 150 Arbeiter beschäftigt werden. Die Werkstätten befinden Mitgliedern der Betriebs- Krantentasse der Stadt Warum hat ferner der Vorstand des Apothekervereins diese mit sich jedoch in einem so schlechten Zustande, daß ihnen, nach eigner Berlin in recht unangenehmer Weise fühlbar gemacht worden. teilung für so bedeutsam gehalten, daß er sie in das gedruckte, allen Angabe des Vereinsvorstandes, vielfach das nötigste an Luft, Licht Bei Gründung der Kaffe hatte der Magistrat den Wunsch der MitApothekern zugehende Protokoll aufnahm? Der„ betrügerische Glaz- und Wärme fehlt. glieder, daß die Bekanntmachungen der Kasse im Vorwärts", topf" scheint danach doch auch heute noch der Sicherheit der Berliner Jezt schwingt nun der Vorstand des Vereins, der den Straßen in der Morgenpost" und in dem Verbandsorgan„ Die Gewerkschaft" Apotheker gefährlich werden zu können! bettel bekämpfen will, selbst den Bettelsack, indem er sich brieflich veröffentlicht werden sollten, abgelehnt und als Publikationsorgan an die begüterten Mitbürger" wendet, mit der Aufforderung, frei- der Kaffe allein das wohl von keinem einzigen Kassenmitglied willige Beiträge zum Um- beziv. Neubau des Kolonisten- Wohnhauses gelesene Gemeindeblatt bestimmt. zu zahlen. so heißt es in dem Briefe„ helfen auch Nunmehr hat der Vorstand der Betriebs- Krankenkasse aus Anlaß Sie uns, durch einen außerordentlichen Beitrag unsre Baulast zu er- des Apotheken Boykotts am 14. Juni folgende Bekanntmachung leichtern und damit gleichzeitig auf die beste und nachhaltigste Weise erlassen: dem Straßenbettel entgegenzutreten." Der Beweis dafür wird nicht einmal versucht, nicht eine der angeblich unwahren Behauptungen auch nur citiert! Das genügt wohl zur Charakteristik der Kampfesweise! Die Zeitung fährt dann fort: Da sich trotz aller Bemühungen stichhaltige Angriffe gegen den Apothekerstand nicht auffinden lassen, so entblöden sich die Verfasser des Pamphlets nicht, einen Vorgang aus dem Jahre 1887 auszugraben usw. würden." Mit welchen Mitteln übrigens die Apotheker sonst noch arbeiten ergiebt sich aus einer„ Einsendung aus dem Lesertreise", die sich in derselben Nummer findet. Herr W. Grimm Biesenthal schreibt darin: Tokales. " Die Bekämpfung des Straßenbettels " Bitte" V bon Die Krantentassen werden von den Vorständen als meltende Kuh betrachtet, und je mehr Milch dieselbe giebt, desto angenehmer! Dann werden die unglücklichen Bettler, welche in der ArbeiterWie es oft gemacht wird, wissen wir Eingeweihte, die wir ge- folonie ihre legte Zuflucht suchten, für die Sünden der herrschenden schäftlich mit den Staffenmitgliedern verkehren, zu genau. Klassen selbst verantwortlich gemacht, indem der vom Gesamtvorstand So werden von den Apothekern die Männer des Vereins unterzeichnete Brief die Behauptung aufberleumdet, welche durch das Vertrauen der stellt:„ Mit weit größerem Recht, als gewöhnlich angenommen Arbeiterschaft in die Kassenborstände berufen wird, find die meisten Bettler a n unfren 0 sind! Natürlich tritt Herr Grimm auch dafür ein, daß sämtliche Thüren ihres Unglücs Schmied zu nennen; sie Krankenkassen von den Gemeinden, Kreisen, beziehungsweise hatten zum Arbeiten entweder keine Lust oder fein Geschick, viele Provinzen verwaltet würden", das heißt daß den ver- find leichtsinnig, unverträglich, unbeständig und faul gewesen." sicherten Arbeitern ihre bisherigen Rechte Doch, nach dem Niederschreiben dieses Sages scheint dem Vorstand entzogen werden, und dafür die Verwaltung den des Vereins plötzlich die Ueberzeugung zu kommen, daß die BeGemeindevertretungen, den Provinzial- und hauptung: die meisten Bettler seien ihres Unglüds Kreisbehörden übertragen wird, also aus Schmied, eine haltlose, durch nichts begründete ist, und gesprochenen Klassenvertretungen, in welchen aus dieser Erkenntnis heraus vertritt er nun den entgegenDie Arbeiterschaft überhaupt nicht oder nur gefegten Standpunkt, indem er schreibt: Erwägt man aber durch geringe Minoritäten zum Wort tommt. Die Umstände und Verhältnisse, unter denen fie( die Bettler) aufHerr Gr. regt an, daß der Apothekerverein in diesem Sinne an die gewachsen sind, den so häufigen Mangel jeder Erziehung, jeder Regierung petitioniere. Zucht, Ordnung und Gottesfurcht, das nicht selten böse Borleben der Eltern, die Versuchung zu Ausschreitungen auf allen Straßen, das Fehlen eines gemütlichen Heims usw., so mildert sich das Urteil, und ob verschuldet oder unverschuldet, die Barmherzigkeit muß Play greifen mit diesen unfern armen gesunkenen Brüdern. Wären wir aufgewachsen und geführt worden wie sie, würden wir besser dastehen?" " So sehen die Arbeiterfreunde" aus, die darüber klagen, daß der Arbeiter zum Arzneikonsumenten zweiter Klaffe degradiert werde". Die Berliner Arbeiterschaft tann natürlich dadurch in ihrer Haltung nur bestärkt werden; fie wird treu zur Centraltommission stehen und diese in ihrem gerechten Kampfe unterstügen! Partei- Machrichten. Nein, Herr Pfarrer Diefstelkamp, Sie sowohl, als auch ihre 15 Kollegen in Vorstand des Vereins für die Berliner ArbeiterKolonie würden jedenfalls in demselben Sumpf waten, in welchen Gemäß dem Beschlusse des zweiten Parteitags für die die Bettler vor unsren Thüren" durch die heutigen wirtschaftlichen Provinz Posen wurde in einer öffentlichen Versammlung, der Mißverhältnisse gestoßen werden, wenn Sie unter denselben Vererften, die feit 12 Jahren in Bofen möglich war, die Central- hältnissen aufgewachsen wären wie jene Unglücklichen, welche nur als Agitationstommission für die polnischen Socialdemokraten Produkte der heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse zu betrachten in Deutschland gewählt. Die Kommission, die aus den Genossen sind, deren Misere einst durch die Socialdemokratie beseitigt Koczorowski, Kasprzat, Borowicz und Mielcarek besteht, hat die werden wird. Aufgabe, die Agitation unter den polnischen Genossen zu leiten. Buschriften um Zusendung von polnischent Agitationsmaterial usw. find zu richten an B. Koczorowati, Bosen W. Mittelstr. 10, II. ,, Unmittelbar vor neuen Wahlen." V Die Apotheker haben angekündigt, daß sie den mit ihnen im Streit befindlichen Krankenkassen, also auch der Betriebs- Krankentasse der Stadtgemeinde Berlin, im weiteren Verlauf des Kampfes den Kredit entziehen werden, so daß von dem Kranten fortab jedes Rezept sofort bar bezahlt werden muß. Für den Fall, daß diese Drohung der Apotheker wirklich zur Ausführung tommen sollte, bitten wir unsre Mitglieder im Interesse der Kasse und damit in ihrem eignen Juteresse, daß die Kranken den Betrag, wenn an gängig, verauslagen. Das verauslagte Geld wird jederzeit gegen Abgabe des von einer zugelassenen Apotheke gestempelten Rezeptes im Kassenbureau, Wallstr. 72, während der üblichen Kassenstunden wochentags von 9-1 Uhr erstattet. Arbeitsunfähige Mitglieder, welche den Betrag des Rezepts etwa nicht verauslagen können, erhalten auf Verlangen von unsrer Kasse einen Vorschuß von 3,00 M. auf das Krankengeld zur Beschaffung von Arzneien. Bei der Abhebung des nächstfälligen Krankengeldes find dann die Kosten für Arznei durch Einreichung der von einer zus gelaffenen Apotheke gestempelten Rezepte nachzuweisen. Der Be trag der eingereichten Rezepte wird auf den Vorschuß von 3,00 M. verrechnet. Soweit der Verbrauch des Vorschusses durch Borlegung gehörig gestempelter Rezepte nicht nach gewiesen werden famt, wird das Krankengeld unt den noch in Händen des Patienten befindlichen Vorschuß gekürzt. Um unsren Mitgliedern möglichst entgegenzukommen, haben wir ferner während der Dauer der Kreditentziehung seitens der Apotheker die Einrichtung getroffen, daß diejenigen Mitglieder, welche den Betrag für Arznei verauslagen, diese Kosten gegen Ablieferung des gehörig gestempelten Rezeptes wochentäglich auch abends von 7-9 Uhr in unsrer Kasse, Wallstr. 72, erstattet er: halten können. Ein Vorschuß von 3 M. zur Beschaffung von Arznei kann zit dieser Zeit von mittellosen arbeitsunfähigen Mitgliedern gleichfalls in Empfang genommen werden. Im Interesse der guten Sache ersuchen wir unsre Mitglieder, diese geringen Un bequemlichkeiten auf sich zu nehmen. Diese wichtige Veröffentlichung blieb den Kassemmitgliedern bisher sozusagen unbekannt, weil der Magistrat nicht allein ihren Der Magistrat hat beschlossen, der Stadtverordneten- Versammlung Abdruck in den gelesenen Tageszeitungen nicht zuließ, sondern auch Noch ein socialdemokratischer Kreistags: Abgeordneter. von neuem den Vorschlag zu machen, daß auf die Beweil in den meisten Arbeitsstätten der gewünschte Aushang des Wie man der Magdeburger Boltsstimme" mitteilt, ist auch schon steuerung der Einkommen von 600 bis 900 Mart Plakats unterblieb. Selbstverständlich liegt es uns fern, anzunehmen, Anfang der neunziger Jahre in dem im Regierungsbezirk Staffel verzichtet wird. Der gleiche Vorschlag wurde im Januar daß der Magistrat in dem gegenwärtigen Kampfe Partei ergreift, gelegenen Orte Kirchhain von der socialdemokratischen Majorität der vorigen Jahres von der Stadtverordneten- Versammlung mit 57 gegen wohl aber sieht man, wie unangenehm es für die Interessenten Gemeindevertretung der Genosse J. Wagner, ein Kappenmacher von 53 Stimmen abgelehnt. Damals war für den Magistrat die wird, wenn der bureaukratische Eigensinn glaubt, in Dingen des Beruf, in den dortigen Kreistag entfendet worden. Wagner be- Erwägung maßgebend gewesen, daß es sich eigentlich gar nicht lohnt, praktischen Lebens auf seinem Stück beharren zu müssen. Einkommen eine Steuer zu erheben, weil der Selbstverständlich erfüllen wir gern den Wunsch der Mitglieder, tämpfte hier lebhaft die von dem Berliner Kolonialunternehmer Hahn von so fleinen geplante sogen. Hahnbahn", aber in diesem Kampfe ermattete er größere Teil der von dieser Stufe aufgebrachten Steuern durch die wichtige Verfügung im redaktionellen Teil des Blatts kostenlos schließlich und ließ sich deshalb nicht wieder wählen. die Kosten der Einziehung aufgezehrt wird. Andre Gründe dürfte bekannt zu geben. Arbeiterwohnhäuser. Uns wird geschrieben: Der Bau- und Jinfolge eines 8wistes mit den geschäftlichen Leitern verlassen hatte.| Geweih, und den Leier- Hirsch aus Sinterindien, deffen zadiges Sparverein der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter und An- Dr. Meher gab mit einer Schauspielergesellschaft zunächst einige Geweih an dasjenige des Rentiers erinnert. Neuerdings ist aus gestellten, G. G. m. b. H., hat an den Berliner Magistrat das Er- Wochen lang im Belle- Alliance- Theater Urania- Borstellungen. Dann Ostasien eine sehr bemerkenswerte Art erworben worden, der juchen gerichtet, ihm Bauland event. in Erbbaupacht, und Bau- resp. ging die Gesellschaft in die Provinz, trennte sich aber in Breslau, mandschurische Hirsch( Cervus dybowskii Tacz.), Hypothekengelder zu einem niedrigen Binsfuß zur Verfügung stellen da dem Unternehmen der Erfolg leider bersagt blieb. Warum hat ein naher Verwandter des japanischen Sita- Hirsches. Er ist einer zu wollen, damit er für seine Mitglieder den Bau von fleinen Herr Meher auch nicht daran gedacht, die Internationale Urania" der schönsten Hirsche, mit weißen Tupfen auf dem gelbbraunen Wohnungen in die Hand nehmen tönne. Diese Baugenossenschaft, als Ueberbrettl zu gründen! Rumpf. Vor wenigen Tagen erst ist ein Pärchen dieser, die nördwelche fich zum größten Teil aus Arbeitern der städtischen Betriebe lichen Teile von China bewohnenden Form hier eingetroffen, und zusammenfest, hat gegenwärtig 220 Mitglieder aufzuweisen. Diese Feuerwehr eine telephonische Feuermeldung. Gegen 12 Uhr mittags richten; ein muunteres Hirschkalb, ein niedliches Tier, ist soeben zur Eine heillose Verwirrung veranlaßte gestern bei der hiesigen heute können wir schon über ein sehr freudiges Familienereignis behaben bereits mehrere tausend Mart als Beiträge und Spargelder eingezahlt. Viele städtische Arbeiter und auch andre wollte eine Frau den an der Ecke der Linien- und Prenzlauerstraße Welt gekommen. Die Mandschu- Hirsche bilden jetzt eine der Personen haben erklärt, dieser Baugenossenschaft beizutreten, sobald befindlichen Feuermelder in Bewegung sezen. Sie schlug die Schuß- reizendsten Gruppen des Zoologischen Gartens. sie sehen, daß sie thatsächlich mit der Erbauung von Arbeiterscheibe mit der flachen Hand ein und zog sich hierbei Verlegungen zu. Da die Frau jedoch nicht weiter Bescheid wußte, so übernahm Im Sportpark Friedenau beginnen die Verbandsrennen des aues 20 Bereins- Mannschafts- Beitfahren über 10 Kilometer zuſammen, in welch wohnhäusern vorgeht. Wan beabsichtigt, größere Häuser zu erbauen, es ein Cigarrenhändler, den in der Saarbrückerstraße 6 entstandenen( Berlin) des D. R. B. heute nachm. 4 Uhr, ſie ſetzen ſich aus einem Hauptdie Eigentum der Genossenschaft bleiben und deren Wohnungen zum Brand telephonisch der Feuerwehr anzuzeigen. Gleichzeitig meldete fahren über 2 Kilometer, einem Dauerfahren über 10 Kilometer und einem schaft verzinst Spargelder mit 3/2 Broz. und nimmt solche auch von auch ein Schußmann das Feuer, gab aber als Brandherd Straß- legerem die besten Vereine bes Gaues in Konturrenz treten. Das Match Personen und Körperschaften entgegen, die ihr nicht als Mitglieder burgerstraße 6 an und inzwischen war auch der Feuermelder in Be- Robl: Didentmann über eine Stunde mit Meterschrittmachern bleibt angehören. Die Geschäftsstelle derselben befindet sich Winterfeld wegung gesetzt worden. Da nicht sofort festgestellt werden konnte, natürlich die Bugnummer des Programms. ob es sich hier um mehrere Brände handele und der Umfang der= straße 25, Feuerbericht. Zwei Drahtbrüche an der Straßenbahn erfolgten selben unbekannt war, so wurde der größte Teil der Berliner Lösch im Laufe des gestrigen Tages. Vormittags war die Blücherstraße Die gehobenen Postbeamten. Einen neuen Titel verlangen, züge alarmiert. Das Feuer jedoch in der Saarbrüderstraße 6 fonnte und nachmittags der Laufizer Blaz der Schauplatz eines wie so viele andre Kategorien von höheren, mittleren und unteren mit wenigen Eimern Wasser unterdrückt werden. Die Frau, die bei Drahtbruchs. Beide Fälle berliefen insofern glücklich, als Beaniten, die Unterbeamten der Reichspost- und Telegraphen dem Herschlagen der Glasscheibe des Feuermelders erhebliche Schnitt- dabei Personen nicht verletzt wurden. Die alarmierte Feuerverwaltung, welche in die neugeschaffenen Stellen gehobener Unter- wunden davongetragen hatte, mußte die Hilfe der Unfallstation X wehr forgte für Ausschaltung des Stromes und überließ beamten" eingerückt find. Aus den Kreisen der Unterbeamten wird der in Anspruch nehmen. dann die Ausbesserung der Drähte den Bahnangestellten. Am SonnVorschlag gemacht, die gehobenen Unterbeamten Backmeister" zu nennen. Auch ein besonderes Abzeichen sollen sie erhalten. Frih Friedmann als Millionenbräutigam. Kürzlich wurde abend waren Kochstr. 14, Marienstr. 1 und Tiedstr. 25 Wohnungsvon der Berl. Morgenpost" die etwas entenartig anmutende Meldung brände abzulöschen, von denen der erstere durch Unvorsichtigkeit beim Wie bei höheren Beamten, bietet auch hier die Verwaltung gebracht, daß es Friz Friedmann gelungen sei, eine„ Biermillionen Schwefeln einer Stube entstanden war. Durch Selbstentzündung das Vorbild. Die Gehobenen" wollen bemgemäß die AbModernjir. 36 auf einem Lagerplay ein Brezkohlenbrand entzeichen der Polizeiwachtmeister: braut" heimzuführen. Nun erhält das genannte Blatt aus Paris, war Sammettragen und finger angeblich von dem Bruder der Braut, einem Herrn A. Morel, standen, der die Wehr einige Zeit beschäftigte. breites Flechtwert auf den Schultern. Auch eine gezackte Stragentrefie mit Stern würde den Gehobenen" genügen. So lange folgendes Schreiben:„ Bezugnehmend auf die Mitteilung, Dr. Friedden„ Gehobenen" Titel und Abzeichen fehlt, meinen sie, würden sie der Bruder der betreffenden Millionärin bin, also damit der Schwager Lichtenberg. Die Abänderung der Abteilung XII und XIII manns Heirat betreffend, erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen, daß ich nicht als richtige Gehobene angesehen. Die vielumstrittene Anrede des Herrn Dr. Friz Friedmann. Nur auf einen fleinen Irrtum würde den Gehobenen nach ihrer Meinung dann ohne muß ich Sie aufmerksam machen, nämlich darauf, daß das Vermögen des Berliner Bebauungsplans und die im Anschluß hieran Schwierigkeiten zufallen. of bie meiner Schwester nicht 4 Millionen Frant, sondern 4 Millionen vor fich gehenden Veränderungen auf der Lichtenberger Gemartung solchem Mandarinentum Gefallen finden, bleibt es erklärlich, daß die Dollar beträgt. Somit wird es recht beträchtliche Zeit in den beschäftigten die Gemeindevertretung des Ortes dieser Tage. Die Behörden ihren ernsten, auf Verbesserung der Lage gerichteten Sänden des Herrn Doktor bleiben, ehe er es verspielt hat." Ein vorgeschlagene Verminderung von Straßenbreiten( z. B. beim Bestrebungen mit dem gehobenen Gefühl der Wurschtigkeit" biederer Schwager! entgegentreten. 4 Aus den Nachbarorten. Weißenseer Weg von 56 auf 30 Meter) fand bei unsren Genossen Widerspruch; es wurde beschlossen, die Vorlagen an eine Kommission Die Boykottierung der Heildarmee, d. h. die Nichtzulassung asyl in Groß- Lichterfelde Lankwitz ist gestern im Beisein von Das neue vom deutschen Tierschutzverein erbaute Tier- zu verweisen, in die auch Genosse Bimmermann gewählt wurde. der männlichen und weiblichen den Kriegsruf" vertreibenden Heils- Ministerialvertretern 2c. eröffnet worden. Der Vorsitzende des Vereins, statuts über die Anstellung von Schulärzten zunächst drei Der Gemeindevorstand schlägt vor, in Ausführung des Orts soldaten in die Gastlokalitäten hat der Verein Berliner Generalmajor a. D. Köring, begrüßte die Gäste vor dem Eingang Aerzte anzustellen und zwar sollen einem Arzt die Doppelschule in Restaurateure in seiner legten Sigung beschlossen. Schon früher waren vielfach Klagen über die Belästigung der Wirte und zum Gebäude, das die Gestalt eines nach der Straße zu offenen der Kronprinzenstraße und den übrigen beiden Herren je zwei andre Gäste durch die Kriegsruf- Kolporteure laut geworden, die sich beim Vierecks hat. Es besitzt eine Außenfront von 90 Metern. Das Schulen überwiesen werden. Als Honorar wurden für den ersten, Verlauf ihrer Blätter recht aufdringlich zeigen sollen, den eigentlichen Mittelgebäude bei einer Breite von 10 Metern ist zweiſtödig, Arzt 300 M. und für die beiden andren 350 M. vorgeschlagen. Ge Anstoß zu der Aussperrung der Heilsarmee hat jedoch ein gegen die faal für die Tiere. Die beiden einstödigen, je 40 Meter langen gering und den Umfang des Schulbezirks als zu groß; die Abenthält die provisorische Inspektorwohnung, Bureau und Operations- meindeverordneter Grauer( Soc.) bezeichnete die Honorarsäge als zu Gastwirte gerichteter, den ganzen Stand in gehässiger Weise angreifender Artikel des Kriegsruf" gegeben, der den Heilsarmee- ligelgebäude enthalten die Stallungen. Der rechte Flügel, aus anderungsanträge wurden abgelehnt, worauf die Vorlage zum BeObersten Lowry zum Verfasser hat. Wie verlautet, sollen sich auch einen Baderaum für die Hunde und enthält außerdem die Küche, schließlich zur Aufnahme für Hunde und Katzen bestimmt, befizt schluß erhoben wurde. andre Gastwirts- Bereine diesem Vorgehen anzuschließen beabsichtigen. in welcher in einem riesigen Kessel das Futter für die Tiere ge- gemeinde Friedrichsfelde, die Wasserversorgung dieses Ortes Auf Tagesordnung stand weiter ein Abkommen mit der NachbarDer Magistrat ift dem Beschluß der Stadtverordneten tocht wird. Im linken Flügel find provisorisch Bogen für Pferde aus dem auf Friedrichsfelder Terrain belegenen Wasserwerk LichtenBersammlung vom 9. Wiai 1901 über die Bewilligung von Ruhe und Efel eingerichtet. Zwei seitliche Anbauten, die von dem Haupt- berg zu den Preisen zu übernehmen, wie solche in Lichtenberg zur geld und Hinterbliebenen Versorgung für die ohne gebäude durch eine hohe Mauer getrennt sind, bilden die Kranken- Beit bezahlt werden. Ein solcher Beschluß ist den noch 30 Jahre Benfionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten stationen. Hier werden diejenigen Hunde und Kazen unter- dauernden Abmachungen, die mit dem Rechtsvorgänger der Gemeinde Personen beigetreten und hat hiervon der Stadtverordneten- Ber- gebracht, welche an ansteckenden Krankheiten leiden. In dem großen Lichtenberg getroffen worden sind, entgegen und hat für Friedrichsfanumlung Mitteilung gemacht. fchattig angelegten Park befinden sich Tummelpläge für Pferde und felde bedentend höhere Kosten zur Folge. Genosse Grauer empfahl Die„ Große Berliner" wird vielleicht von der Behörde ver- Hunde. Nistkästen für Vögel usw. Die geschmatvollen Gebäude sind aus Gründen der Billigkeit wie der öffentlichen Wohlfahrt die Abanlaßt, aus der folgenden den„ Münch. N. Nachr." entnommenen das Wert des Ratsmaurermeisters von Schöneberg, Herrn Danne- gabe des Waffers zum billigsten Preise; die Gemeindevertretung Mitteilung die nötigen Schlüsse zu ziehen:„ Der von der Trambahn- berg. Alles in allem läßt sich sagen, daß das in seiner Art einzige erhob den Vorschlag des Vorstands mit der Abänderung Grauers Direktion ergangenen Einladung zur Besichtigung einer in ihren kommen läßt, daß für die vielen unter Elend und Obdachlosigkeit Gebäude seinem Zived auf das beste entspricht und den Wunsch auf- zum Beschluß. Werkstätten konstruierten Schutzvorrichtung, die im Betriebe vor leidenden Mitglieder der menschlichen Gesellschaft bald ähnlich gut geführt wurde, hatten bei dem großen Interesse, das dieser brennenden Frage allseitig entgegengebracht wird, die Vertreter der gesorgt werden möge wie hier für die Herren Hunde. Staatsbehörden und der Gemeindekollegien in großer Zahl Folge geleistet. Die das Ergebnis mannigfacher Versuche darstellende Border 23 Jahre alte Glafergehilfe Adolf Warschauer aus der Kolberger Tödlich verunglückt ist auf einem Neubau in Charlottenburg richtung, die von Direktor Hippe in ihren Einzelheiten erläutert straße 43, der in der Glaserei von Kutzinsfi in der Müllerstr. 166 a wurde, besteht im wesentlichen in einem unter dem Wagenkasten an- beschäftigt war. Warschauer glitt mit einer Anzahl schon verglaster Aus Rigdorf. Die städtische Verkehrs- Deputation gebrachten Schutney, das im Augenblick der Gefahr zwang- Fensterflügel, die er hinauftragen wollte, auf der Treppe aus und beschäftigte sich am Freitagnachmittag mit einem Nachtrage zum läufig und traftschlüssig zur Straßenoberfläche bewegt wird. Die fiel hin, so daß einige Scheiben zertrümmert wurden. Ein Glas- Vertrage mit der Großen Berliner Straßenbahn. Da verschiedene Münchener Trambahn ist in der glücklichen Lage, diese Vorrichtung splitter drang dabei tief in die linke Augenhöhle ein. Der Ver- Abänderungsanträge gestellt wurden, welche eine neue Verhandlung mit Aussicht auf guten Erfolg einführen zu können, weil die unglückte mußte sofort nach Berlin in die königliche Klinik gebracht mit der Direktion bedingen, wird die Angelegenheit das Plenum der Einrichtung der hier in Gebrauch befindlichen in Gebrauch befindlichen vorzüglichen werden. Hier stellte sich die Notwendigkeit eines schweren ärztlichen Stadtverordneten erst nach den Ferien beschäftigen. Luftbremsen es gestattet, das Fangnes durch Luftdruck zu Eingriffs heraus. Aber auch dieser konnte den Berunglückten nicht senten und fest auf den Boden gepreßt zu erhalten. Das Senten mehr retten, da der Splitter in das Gehirn eingedrungen war und des Fangnezes geschieht, wenn Notbremsung vorgenommen wird, es zu schwer verlegt hatte. Warschauer starb bereits in der ohne daß der Führer auch nur einen Griff mehr als bisher zu folgenden Nacht. machen hat. Federn heben nach Aufhebung der Notbremsung das Nez wieder selbstthätig in die Anfangsstellung hinauf. Die ganze Von seinem eignen Wagen überfahren wurde in der ber Borrichtung ist solid, einfach, kann jederzeit auf richtiges Funktionieren gangenen Nacht der 25 Jahre alte Kutscher Otto Golz, der in dem untersucht werden und beschwert den Betrieb nicht. Die Unterhaltungs- Möbeltransportgeschäft von Uebel in der Brunnenstraße beschäftigt und Betriebskosten der Wagen werden kaum erhöht. Der durch eine ist. Golz hatte in der Schlesischenstraße etwas angehalten und wollte einfache Drehung der Bremse in Thätigkeit tretende Fangapparat dann weiter fahren. Als er nun ermüdet den Wagen wieder befunktionierte ungemein rasch, eratt und mit der größten steigen wollte, fiel er hin, während die Pferde bereits auzogen und Sicherheit, und die Zuschauer waren darüber einer Meinung, wurde überfahren. Ein Rad drückte ihm den Brustkasten ein und daß bei genügender Aufmerksamkeit des Wagenführers eine Ge- zerbrach ihm einen Arm. Der Schwerverlette wurde von einem fährdung von Personen in der Weise, daß sie unter die Räder ge- Schuzmann nach der nächsten Unfallstation und von dort mit raten und dabei in oft gräßlicher Weise verstümmelt werden, fünftig einem Rünzelschen Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Urban nahezu ausgeschlossen erscheint." gebracht. der im Gemeindedienst beschäftigten Arbeiter stand entgegen der Die Pensionsverhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen Zusage des Gemeindevorstehers nicht auf der Tagesordnung; eine Anfrage unfrer Genossen wurde dahin beantwortet, daß nach Eingelegenheit auf die Tagesordnung gesezt werden soll. gang der von andren Kommunen erbetenen Informationen die Anday Vermischtes. Mutter und Tochter verbrannt. Bei einem gestern nacht in der Ortschaft Flederborn bei Jastrow ausgebrochenen Brande sind eine Besizersfrau und ihre Tochter ums Leben gekommen; 7 Gehöfte find eingeäschert. Ueber einen Eisenbahnunfall wird aus Vohwinkel amtlich gemeldet: Freitagnachmittag 5 Uhr stieß der von Steele tommende Güterzug Nr. 3590 bei der Einfahrt in den Bahnhof Vohwinkel auf 19 beladene Wagen. Erheblich beschädigt wurden ein Padwagen, ein leerer Vichwagen, drei leere Personenwagen und sechs beladene Der Zugverkehr Kohlenwagen. Personen wurden nicht verlegt. erlitt feine Unterbrechung. Die Schuld trifft den dienstthuenden Assistenten, der das Einfahrtssignal gab, troydem das Einfahrtsgeleis besetzt war. Wie die ,, Große Berliner" fich bei den Angestellten beliebt An Brandwunden gestorben ist nach fünfwöchigem KrankenKampf mit einem Einbrecher. Aus Frankfurt a. M. macht. Die Ruhegehaltstasse der Großen Berliner Straßenbahn lager die 46 Jahre alte Chefrau des Expedienten Wenzel aus der wird berichtei: Heute nacht, furz nach Mitternacht, faßte der hat, wie wir mehrfach erwähnten, die Zufriedenheit der Straßenbahn- Adalbertstraße 93. Die Frau hatte, während ihr Mann und ihr Sentier Klein- Hoff in seiner Wohnung einen Einbrecher und verAngestellten nicht gefunden und ein großer Teil der Leute, besonders Sohn sich im Nebenzimmer befanden, beim Theekochen einen Krampf- fuchte ihn festzuhalten. Der Einbrecher, ein junger Bursche, zog sein der älteren Beamten hatte trotz wiederholter Aufforderung hierzu, anfall bekommen, den Kessel mit kochendem Wasser von der Maschine Messer und verlegte Herrn Klein- Hoff sehr schwer durch viele Mefferdie Abgabe der Beitrittserklärnug und Zahlung von Beiträgen ver- gerissen und sich an der Brust und am Halse schwer verbrüht. Jetzt stiche. Es gelang dem Dieb, zu entkommen, doch wurde er heute weigert, obwohl in den von der Regierung genehmigten Bestimmungen ist sie im Krankenhaus Bethanien an den Folgen des Unfalls früh festgenommen. die Zugehörigkeit der sämtlichen Betriebsbeamten zu der Kasse aus- gestorben. Ueber eine Explosion wird aus Paterson( New Jersey) vom drücklich angeordnet ist. Wie jetzt durch Aushang auf den Straßen- Arbeitslosigkeit hat den 42 Jahre alten Gärtner August Sonnabend berichtet: In dem Feuerwerks- Magazin von Abraham bahnhöfen bekannt gegeben ist, werden diejenigen Straßenbahn- Böhlmann aus der Schlegelstr. 5 in den Tod getrieben. Der Mann Ritterburg, das sich in einem vierstödigen, von zehn Familien beAngestellten, die verficherungspflichtig sind, ihre Beitrittserklärung war 9 Jahre lang auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der wohnten Gebäude befindet, ereignete sich gestern nachmittag eine jedoch nicht bis zum 1. Juli d. J. abgegeben haben, a wangs- Chauffeestraße beschäftigt. Als die Gemeinde in Reinickendorf einen heftige Explosion. Der erſten folgten mehrere leichtere und dann weise eingeschrieben werden. Diese Mitglieder müssen dann einen neuen Friedhof anlegte, sollte er dort arbeiten. Da er aber glaubte, noch eine zweite heftige Explosion. Die Flanmen brachen in dem vollen Jahresbeitrag nachzahlen, der ihnen in Raten von den Ge- an Fahrgeld zu viel zusehen zu müssen, so gab er seine Stellung Gebäude von allen Seiten aus; zwölf der Hausbewohner wurden hältern abgezogen wird. auf. Seine Hoffnung jedoch, bald wieder eine neue zu finden, als Leichen unter den Trümmern hervorgezogen, fünf werden noch Auf der Militärbahn Berlin- 3offen sollen, wie die Volts- erwies sich als trügerisch. Neun Wochen lang suchte er Tag für Tag vermißt. Der durch die Explosion verursachte Luftdruck war fo 8tg." meldet, im Monat August Fahrversuche mit elettrischen umsonst. Dann gab er die Hoffmmg auf. Seit Donnerstagmorgen start, daß die Fensterscheiben aller benachbarten Häuser zertrümmert Lokomotiven unternommen werden. Das Blatt teilt mit, daß vermißten ihn seine Angehörigen; er war weggegangen wurden. man eine Fahrgeschwindigkeit bis zu 200 Kilometer in der Stunde nicht wieder. Gestern morgen fanden ihn Nach einem Telegramm aus Omaha wütete am Donnerstagzu erreichen gedenkt, während jetzt die schnellsten Züge etwa 90 Kilo- Arbeiter in der Jungfernheide als Leiche an einem Baume hängen. abend längs des Keya Baha- Flusses ein heftiger Cyklon. Neun meter in der Stunde durchfahren. Böhlmann hinterläßt seine Frau mit drei Kindern im Alter von fünf Bersonen wurden getötet oder tötlich verlegt; eine große Anzahl er bis neun Jahren. litt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verlegungen. Alles, was sich auf dem Wege des Sturmes befand, wurde zerstört. fam und Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. E. W. Badeanstalten in öffentlichen Gewässern dürfen laut Verfügung vom 17. November 1884 nur mit Genehmigung der StromPolizeibehörde angelegt werden. 2. G. Wenden Sie sich an eine der Eisenbahnwerkstätten- Inspektionen. Solche finden Sie in Rummelsburg am Markgrafendamm, am Ostbahnhof, in Tempelhof und im Grunewald, Werkstattstr. 1. K. B. Das Pulver enthält 50 Gramm Borfäure, je 2,5 Gramm Unfallmeldung durch den Fernsprecher. Unfallmeldegespräche find jetzt vom Reichspostamt versuchsweise zugelassen worden. Solche Plöglicher Tod. Der Hausbefizer Stürschnermeister Supplit Gespräche können zwischen Fernsprechanschlüssen und öffentlichen aus der Weinstraße 25 besuchte gestern, Sonnabendvormittag die Sprechstellen gewechselt werden, sofern die Verhältnisse des Betriebs Gastwirtschaft von Schmidt in der Mehnerstraße und trant ein Glas und des Orts die Herstellung der Verbindungen ermöglichen. Die Selterswasser. Da er auffallend rubig an seinem Tische saß, fragte Benutzung der öffentlichen Sprechstellen während der Nacht ist nur ihn der Wirt, ob ihm vielleicht etwas fehle, erhielt aber keine AntBersonen zu gestatten, die dem Verwalter der Stelle bekannt sind. wort. Jezt sah er genauer zu und bemerkte, daß sein Gaft tot war. Sie fann ausgeschlossen werden, wenn der Apparat im Schlafzimmer Er ließ zwar sofort nach einem Arzt rufen, dieser konnte aber nur untergebracht oder die Verwaltung der öffentlichen Sprechstelle weib- noch den Tod feststellen, der infolge eines Herzschlages einlichen Personen übertragen ist. Haben die Empfänger feinen Fern- getreten war. Die Leiche wurde nach der Wohnung des Verstorbenen sprechanschluß, so sind sie nach Möglichkeit an den Apparat heran- gebracht. zurufen. Die Gebühr für ein Unfallmeldegespräch zur Nacht beträgt im Ortsverkehr 20 Bf., im übrigen das Doppelte der gewöhnlichen wandern, ist augenblicklich ein großer Genuß. Freundlich leuchten Die Hirschgehege des Zoologischen Gartens zu durchSäge, mindestens aber 50 Pf. Die telephonische Unfaümeldung ist die neuerbauten Häuser mit ihren lebhaften Farben aus dem Grün Citronen, und Gebäure, 10 ran in Gummiarabitum, 35 Gramm Weizenbesonders in Fällen wertvoll, wo der Arzt bei schweren Erkrankungen der Bäume hervor, und eine idyllische Rube lagert gewöhnlich stärfe. Aezzende" Substanzen sind darin nicht enthalten. C.. 6. Nach Ihrer Schilderung ist Ihr Bruder unterstützungsschon am Fernsprecher vorläufige Anordiumgen treffen kann. Das Bedürfnis dafür hat sich insbesondre seit der Ausdehnung des Fern- über diejem von Publikum merkwürdigerweise wenig bevorzugten bedürftig und hat keine Anverwandten, gegen die er einen Recht& anspruch Teil des Gartens. Unter den Bewohnern der prächtigen Gehege auf Unterstützung befißt. Die Armenfommission von R. ist daher zu seiner fprechers auf dem platten Lande gezeigt. befinden fich Seltenheiten ersten Ranges. Hier lebt noch der Pflege verpflichtet. Vielleicht liegt es im Intereffe aller Beteiligten, daß er Das Konkursverfahren ist über das Vermögen der Inter Davids Hirsch aus dem Wildpart des Kaisers von China, ein gegen ein kleines Pflegegeld von einem Anverwandten gepflegt wird. Die nationalen„ Urania", Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht, Tier, das wahrscheinlich nur noch in den wenigen Exemplaren einiger Entscheidung über die Art der Unterſtügung steht dem Armenverband( alfa der Stadt R.) zu. Zwei Wettende. 1. Die gleiche, fürzlich mitgeteilte eröffnet worden. Es handelt sich um das Unternehmen, das der zoologischer Gärten Europas vor dem völligen Aussterben bewahrt Strafe bebroht den noch nicht beeidigten Soldaten. 2. In zehn Jahren, fürzlich in Meran überfallene Dr. Wilhelm Meyer ins Leben rief, wird; hier finden wir den merkwürdigen Schomburgtsgerechnet von der letzten richterlichen Handlung. 3. Kein Staat liefert wegen nachdem er seine ursprüngliche Gründung, das hiesige Urania- Theater, Hirsch aus Siam mit seinem furzftangigen und gablig verzweigten solchen Delittes aus. 20. F. 1001. 1. Da Sie wahrscheinlich einen der - 444. Nein.- G. U. Der Tod des Vermieters ob er geboten, Roggen, der dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurbe, gab/ bis Mieters hebt keineswegs ohne weiteres den Miets: 34 M. nach. Nehmer verhielten sich äußerst reserviert und das Geschäft vertrag auf. Stirbt der Vermieter, fo geht der Vertrag auf dessen nahm einen noch schleppenderen Verlauf als bisher. Effektive Ware war Erben über. Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als der Ver- wenig offeriert. Einiger Ruffenroggen war nach längerer Pause wieder. mieter berechtigt, das Mietsverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen vorhanden, fand jedoch taum Aufnahme. Mehl verkehrte in flauer Tendenz. Frist zu fündigen. Die Kündigung fann nur für den ersten Termin er Hafer war still und schwach. Mais loco und Lieferungen mehr ge drückt folgen, für den sie zulässig ist. Ist also der Todesfall in der Zeit vom Rüböl flau für nahe Lieferungen. 1. Januar bis 31. Mat erfolgt, so können sowohl der Vermieter wie die Erben des Mieters spätestens am 3. April zum 30. Juni fündigen. Er folgte der Tod in der Zeit vom 1. April bis 30. Juni, so tann spätestens am 3. Juli zum 1. Oktober gekündigt werden, auch wenn der Vertrag noch Jahre lang sonst laufen würde. Marktpreise von Berlin am 21. Juni 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Weizen, gut " Roggen, gut " mittel gering " " " mittel gering * Gerste, gut " " mittel gering Hafer, gut " do. Bauch " Schweinefleisch " Kalbfleisch " Hammelfleisch " mittel gering " 16, 14,90 14,80 13,70 13,60 12,50 16,20 15,40 15,30 14,60 14,50 13,80 7, Butter Eier Karpfen Aale 60 Sint 1kg " Bander Hechte 6,50 Barsche 7,60 5,40 Schleie 40, " 25, 45, " 25, 65, 30, Nichtstroh Hen Erbsent Speisebohnen Linsen 7, Spiritus wurde nicht gehandelt. Schluß für Getreide: Weizen leicht erholt, Roggen sehr fest, etwas höher als gestern. Amts Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 22. Juni 1901. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 4130 Rinder, 1933 Kälber, 14 732 Schafe, 8593 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge fleischige, nicht auss 5,- gemästete und ältere ausgemäßtete 56-60; c) mäßig genährte junge und gut Bullen: 1,60 1,20 genährte ältere 54-55; d) gering genährte jeden Alters 50-53. 1,30 1- a) vonfleischige höchsten Schlachtwerts 58-62; b) mäßig genährte jüngere 1,60 1,20 und gut genährte ältere 45-57; c) gering genährte 50-53. Färsen und 1,60 1,10 ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtroerts 00-00; 1,60 1,10 b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 53-54; c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere ühe und Färsen 51-52; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-49; e) gering genährte Kühe und Färsen 41-44. Kälber: a) feinste Masts tälber( Vollmilchmast) und beste Saugtälber 64-70, b) mittlere Mastund gute Saugtälber 56-60, c) geringe Saugtälber 52-55, d) ältere, gering genährte( Fresser) 36-42. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast Hammel 62-65, b) ältere Masthammel 57-61, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 53-56, d) Holsteiner Niederungsfchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund schwer, 55; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Säfer) 00-00; c) fleischige 53-54; d) gering entwickelte 50-52; e) Sauten 49-51. Für 100 Pfund mit 20 pCt. Tara. 2,60 2, 3,60 2,20 2,50 1,20 2,80 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 2,50 1Bleie 1,40 0,60 Krebse per Shot 18,3, Bekannten schriftlichen Mietsverträge geschlossen haben, so ist Ihnen nicht zu raten, einen Abzug von der Miete zu machen. Sie können aber Ersatz des Minderwerts verlangen, den die Wohnung durch Vorenthaltung der Bade- Einrichtung hatte und können, falls Sie sich über die Höhe der Entschädigung nicht einigen können, diese einklagen. Etwa 2-3 M. monatlich dürfte angemessen sein. E. F. 90. Läuft am 31. Dezember 1902 ab. 0001. Rein: eine Abfindung durch Kapitalisierung einer Unfallrente tst nur zulässig in dem Fall einer wieder heiratenden Witwe eines infolge des Unfalls Verstorbenen, eines Ausländers und des Falls, in dem 15 Proz. oder weniger festgesezt ist. M. H. 11a. Nein: durch Ihr Einverständnis haben Sie sich des Rechts begeben. A. J. 1. u. 2. Ja. 3. Sie brauchen nicht zu Hause zu bleiben, müssen aber die Möglichkeit schaffen, daß zu einer angemessenen Zeit die Wohnung besichtigt werde. O. 8. 0. 1. Dafür giebt es keine Frist. Ein Beispiel für den von Ihnen beabsichtigten Vertrag finden Sie S. 61 und 225 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. 2. Der Paftor tann Kranzbedingungen stellen, die Brautleute können auf die pastoralen Ceremonien verzichten: ihre Ehe wird in allen Fällen lediglich durch den Standesbeamten geschlossen. Ein nachfolgender firchlicher Aft ist rechtlich so bedeutungslos wie ein Hochzeitsschmaus. 3. Die Frage, was ein Zeuge zu thun hat, um nicht wegen Vor ftrafen befragt zu werden, ist zuletzt unter 2. K. in der Nummer vom 22. Juni beantwortet. D. X. 1. und 2. Ja. 3. Nein, es ist zu spät. Erbschaft. Das uneheliche Kind tritt zu seiner Mutter und zu deren Anverwandten in dasselbe Rechtsverhältnis wie ein eheliches: es tritt in deren Familie, beerbt die Mutter und deren Verwandte und wird von diesen beerbt. Das uneheliche sind rechnet nicht zu den„ Geschwistern" der Mutter, sondern zu den Kindern der Mutter, beerbt also mit diesen in der felben Weise wie ein eheliches seine Mutter. Der von Ihnen konstruierte Fall ist nicht anwendbar. In Ihrem Fall soll der Großvater der uneheliche Sohn des Urgroßvaters sein und zu beantworten sein: ob das Urenfelkind den Urgroßvater beerbt. Das ist nicht der Fall, denn der Großvater beerbt feinen außerehelichen Vater nicht, also tann auch sein außereheliches Entelfind nicht erben, es sei denn, es handelt sich um eine vor dem 1. Januar 1900 angefallene Erbschaft. Sie thun besser, den konkreten Fall darzulegen, als ihn allgemein und wahrscheinlich falsch zu konstruieren. Geben Sie also genau an: Wer ist gestorben? Wann ist er gestorben? Wo? War er ver: Heiratet? Hinterließ er ein Testament? Hatte er eheliche Kinder? Ohne genaue Angabe läßt sich eine Erbschaftsfrage nicht beantworten. Frant furter Allee. Beide haben unrecht. Ein Nehmen auf den Diensteid an Stelle des Beugeneids giebt es seit dem 1. Oftober 1879 nicht mehr. Ob ein Gericht einem Zeugen glaubt, dessen Aussage zehn entgegenstehen, ist Sache seiner freien Beweiswürdigung. Ob die Zeugen Beamte sind oder nicht, ist gleichgültig. Das Gericht kann also das von 10 Beamten Befundete, dem die Aussage eines Nichtbeamten entgegensteht, für war halten. Ebenso aber auch umgekehrt kann es einer Aussage eines Beamten mehr Wert beilegen, als 20 Aussagen Nichtbeamteter. E. W. Gesetzlich fizierte Säße giebt es für Alimente nicht. Etwa 18 bis 25 M. monatlich werden als angemessen erachtet. H. Gg., Greifenhagenerstraße. Ja. F. G. 2. 2. Falls Sie nicht beweisen können, daß innerhalb der fritischen Zeit auch andre dort verkehrt haben, müssen Sie zahlen. H. 3. Sogenannten Schlafburschen steht nach irriger, aber maßgebender Königliches Die Fledermaus Mamsell Angot Die Fledermaus Mamsell Angot Die Fledermaus Mamsell Angot Mamsell Angot Mamsell Angot Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts das Gemeindewahlrecht nicht zu. In den meisten Fällen sollte der sogenannte Schlafbursche als Chambregarnist angemeldet werden. Schlafburschenschaft im Gegensatz zum Chambregarnie tum liegt nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts dann vor, wenn der Betreffende nicht unter Ausschluß des Wirts über ein Zimmer verfügen tann. Hat man allein oder mit andern zusammen so gemietet, daß über den Mietsraum( allein oder in Gemeinschaft mit den man Mitmietern) verfügen kann, also nicht dulden braucht, daß noch oder Mieter Schlafbursche den Raum benutzt, so liegt Chambregarnietum vor. Die Höhe des Preises ist unerheblich. C. 2. 1. Was geschenkt ist, bleibt geschenkt und kommt nicht mehr ins Haus gerennt", lautet die etwas ungelent ausgedrückte Regel der Nichtwiderruf- Carl Weiß Der Freischütz barkeit von Schenkungen. Ausnahmen von dieser Regel giebt es nur drei: a) wenn der Schenker verarmt ist; b) wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers groben Undanks schuldig macht. Der Widerruf sowohl wegen Berarmung wie wegen Undants ist aber ausgeschlossen, wenn es sich um Schenkungen handelt, die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht entsprechen, also z. B. bei Geburtstags, Hochzeits-, Weihnachts Geschenken; c) Geschenke zwischen wirklichen Verlobten fönnen nach Auflösung des Verlöbnisses zurückgefordert werden. 2. Dem Vermieter steht ein Zurückbehaltungsrecht auch gegen Schlafburschen zu. ein = Roh- Tabak Gute Qualitäten, weißer Brand. J. Fränkel, 5 Neue Promenade 5. Sebastian Gröbel, 181 Brunnenstraße 181. Roh- Tabak. Neue hellfarbene Sumatras Blüte, weißer Brand, Vollblatt enorm günstig deckend 250, 300, 325 Pf.; diverse alte Sumatras 200, 250, 300 f.; neue GDB/ Bezodi Umblatt und Decken. Javas 85, 90, 95, 105, 110, 120 f. Felix Brasil, hochfeine Qualität und blattreich 100, 110, 125, 140, 150 Pf. Havanna- Sedleaf Umbl. 100, 110, 120 Pf. Domingo FF 105, 110 Pf. Carmen la la 120, 125, 130 Bf. 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Der preußische Saatenstandsbericht konnte trop der Troftlosigkeit feines Inhalts eine stimulierende Wirkung auf den Getreidemartt nicht mehr ausüben, da er ja eigentlich nichts brachte, was man nicht schon wußte. Die heutige Tendenz war fogar flau auf mattes Destreich- Ungarn und besonders Amerika, wo Waffenabgaben eines Großspekulanten einen empfindlichen Preissturz veranlaßten. Bei uns waren Weizenlieferungen über 2 Mart billiger aus und wird geräumt. Mittwoch Donnerstag 26. 27. Wochen: Spielplan. Sonntag 23. Opernhaus Neues Der Ring d. Nib Die Walküre Anfang 7 Uhr Opern- Th. Schillers Theater Deutsches Theater Gfp. d. Less.-Th. Berliner Theater Theater Urania Theater Taubenst. 48/49 Montag 24. Hänsel und Gretel Aschenbrödel Martha Dienstag 25. Freitag 28. Der Ring des Nibelungen Siegfried Wilhelm Tell Martha D. Ring d. Nibel. Götter dämmerung Die Hugenotten oder Der Markt Hans Heiling Figaros Hochzeit zu Richmond Flachsmann als Erzieher Ueber unfre Kraft. II. Teil. Johannisfeuer Ueber unsre Kraft. II. Teil. Die Zwillings Johannisfeuer schwester Die Opernprobe Regimentstochter Flachsmann als Erzieher Des Meeres Ueber unfre Kraft. I. Teil. und der Liebe Wellen Ueber unfre Kraft. I. Teil. Die Jüdin Unser Rhein Maler. Wander. durch die Mart Brandenburg Die Regimentstochter Unbestimmt Die Zwillings: schwester Ueber unsre Kraft. II. Teil. Der Freischütz Figaros Hochzeit Unbestimmt Unser Rhein Maler. Wander. Unser Rhein Hörs.: F. Görke, durch die Mark Unser Rhein Bornholm Brandenburg Sonnabend 29. Der Freischütz Unbestimmt Flachsmann als Erzieher Bum 100. Male: Ueber unsre Kraft I. Teil Unbestimmt Unser Rhein Sonntag 30. Fig. Holl.( 2. A.) Samson und Delila( 3. Akt) Unbestimmt Die Zwillings. schwester Lezte Vorstellung Ueber unfre Kraft. II. Teil. Unbestimmt Ständiges Repertoire: Schauspielhaus. Sonntagabend: Narciß. Montag letzte Borstellung: Nathan der Weise. Leffing- Theater. Alle Abende: Die Kindsfrau. Residenz- Theater. Alle Abende: Das blaue Kabinett. Nenes Theater.( Direktion Emil Meßthaler.) Alle Abende: Die goldene Brücke. Theater des Westens. Sonntag und Montag: Robert und Bertram. Von Dienstag an: Lumpacivagabundus. Secessionsbühne. Alle Abende: Buntes Theater. Central Theater. Alle Abende: Die Geisha. Belle Alliance Theater. Alle Abende: 3. Nein. Die Schwäbin. Hierzu: Das Versprechen hinterm Herd. Roh- Tabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Bettfedern B. on 45 Bfe an Echt Pfd. Pfg. chin. Mandarinendaunen, Pfd. 1,90. Fabritlager Landsberger- Allee 37, I. F. Wienert Nachf. L. Lehmann Metzners Korbwaren- Fabrik. 23. Rosenthalerstr. 23.[* Gardinenhaus Bernhard Schwark . Wallstr. 29( Flur- Eing.). Telegr. Abr.: Gardinenhaus. Nur Gardinen u. Stores. Detail. Erport. Feste Preise. Umtausch gestattet. Engros. Muster- Vorrichtung eigene Erfindung der Firma läßt eine riesige Muster- Aus wahl von Gardinen u. Stores im Fluge übersehen. Preise überall angegeben. Bequeme Selbstbedienung. 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Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteigenossen! -Sonntag, 23. Juni 1901. Nein. Die arbeit unvollendet liegen ließen.-In der Liste soll aber, wie Stadthagen Bericht. Dem Schiedsgericht haben drei Fragen bemerkt wurde, mancher Rollege stehen, dem der Vorwurf des zur Entscheibung vorgelegen, dieselben sind in folgender Weise Liegenlassens der Arbeit zu Unrecht gemacht wird. Die Verbeantwortet worden: sammlung beschloß deshalb, daß die bezeichneten Veröffentlichungen 1. Ist der Genosse Werkmeister Wedemeyer, Gemeindevertreter Bei jeder Stadtverordnetenwahl hat sich bisher der Uebelstand der Arbeitgeber auf ihre Richtigkeit geprüft werden, und daß von Lichtenberg, würdig, die Stellung eines Gemeindevertreters Ja. herausgestellt, daß Hunderte ihr Wahlrecht deshalb nicht ausüben die Kommissionen der einzelnen Bezirke auch die Gründe des Liegen weiter zu befleiden? 2. Ist Wedemeyer gegenüber der konnten, weil sie zwar Deutsche, aber nicht Preußen waren, oder zu lassens der Arbeit ermitteln. Das dadurch gewonnene Material wird Vorwurf gerechtfertigt, daß er Gesinnungsheuchelei treibe? spät Veranlassung genommen hatten, ihre Aufnahme in den preußischen gesammelt und bei passender Gelegenheit der Oeffentlichkeit über- Nein. 3. Hat Wedemeyer versucht, die einheitliche Maifeier in den Staatsverband nachzusuchen. Um für die Zukunft ähnlichen Er- geben werden. Den Kollegen wird zur Pflicht gemacht, alle ihnen Jahren 1897, 1899 oder 1901 zu hintertreiben? scheinungen nach Möglichkeit vorzubeugen, ersuchen wir diejenigen bekannt werdenden Kontrattbrüche auf dem Bureau des Verbands Bersammlung nahm Kenntnis von dem Schiedsspruch und dessen in Berlin Wohnhaften, welche Deutsche, aber nicht Preußen zu melden und den Sachverhalt der Kommission mitzuteilen. Da aber durch Stadthagen vorgetragenen Begründung. sind, möglichst bald ihre Aufnahme in den preußischen nur in solchen Betrieben angefangene Accordarbeit unvollendet verlassen Als Bezirksführer für den 4. Bezirk wurde unbrich, für den Staatsverband nachzusuchen. wird, in denen sehr ungünstige Arbeitsbedingungen herrschen und 10. Bezirk Flöter bestätigt. Dem Genossen Hartmann bersagte die Die Aufnahme in den preußischen Staatsverband ist wo bei Festsetzung der Preise durch alle nur erdenklichen Kniffe eine Versammlung auf Vorschlag des Vorstands die Bestätigung für den fostenfrei. Die Aufnahme- Urkunde muß jedem Deutschen erteilt Uebervorteilung der Arbeiter üblich ist, sollen alle Meister, die in 11. Bezirk. Der Stellmacher August Hode wurde einstimmig aus werden, der um dieselbe nachsucht und nachweist, daß er in Berlin der Fachzeitung Steckbriefe erlassen, regelmäßig in der Holzarbeiter- dem Wahlverein ausgeschlossen. sich niedergelassen habe. Die Aufnahme- Urkunde darf nur aus den- Zeitung beröffentlicht werden. Nachdem Maaß den Bericht selben Gründen versagt werden, aus denen die Abweisung eines Neu- über Streits und Differenzen gegeben hatte, tant der von anziehenden oder die Versagung der Fortsetzung des Aufenthalts der Berliner Gewerkschaftskommission beschlossene Berliner Gewerkschaftskommission beschlossene Boytott erfolgen darf. der Nordhäuser Kautabat Fabritate zur Sprache. Die Versammlung bewilligte den Streitenden vorerst eine Unterstüßung von 1000 M. aus der Lokaltasse. Der Verwaltung wurde Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, die Vollmacht gegeben, dem Vorstand des Tabatarbeiter- Verbands Montagabend 9 Uhr: Uebungsstunde in der Centrale, Dresdenerstraße 45. größere Darlehen zur Unterstützung der Ausgesperrten zu gewähren. Vortrag über: Knochenbrüche, Berrenkungen, Verstauchungen. Nachher Von allen Verbandsmitgliedern erwartet die Versammlung, daß praktische Uebungen. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer können jederzeit der Boykott streng durchgeführt wird, besonders soll Eine öffentliche Mieterversammlung findet am Montag, den aber von den Restaurateuren, Cigarrenladen- Inhabern, Hausfierern 24. Juni, abends 8 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönund sonstigen Kautabat- Berkäufern verlangt werden, auf die Tabathauser allee 10/11, statt. Der Syndikus des Vereins Berliner Wohnungsfabrikanten und Lieferanten einzuwirken, daß der Nevers zurück- mieter, Herr Rechtsanwalt Paul Michaelis, wird über„ Fragen aus gezogen und der Schiedsspruch anerkannt wird. dent Mietsrecht" sprechen. Durch die Aufnahme in den preußischen Staatsverband geht die bis dahin bestandene, außerpreußische Staatszugehörigkeit nicht verToren, falls der Betreffende nicht aus dem anderen Staatsverbande ausscheiden will. Das Verfahren zieht sich häufig monatelang hin. Es ist daher bringend zu raten: möglichst bald den Antrag auf Aufnahme in den preußischen Staatsverband zu stellen. Zur Erleichterung der Antragstellung sind formularmäßige Anträge auf Aufnahme in den preußischen Staatsverband angefertigt. Diese Formulare sind in den Zahlstellen der Wahl= bereine und bei den Unterzeichneten tostenlos zu Friedrichsfelde. Am 18. d. M. tagte im Vereinslokal bei haben. Die Unterzeichneten sind auch zu persönlicher Auskunfts- Haberland eine Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins. erteilung über Fragen bereit, die sich auf die Aufnahme in den Genosse Wuzke referierte über Konsumgenossenschaften und deren essie preußischen Staatsverband beziehen, und zwar: Nugen für die Arbeiter. Eine recht interessante und rege Diskussion Bruns: am Freitagnachmittag von 5-7 Uhr in der Buch- schloß sich an den Vortrag; besonders zwischen den Anhängern der Einhandlung Vorwärts, Beuthstr. 2, getragenen Genossenschaft und der Steinschneiderschen Richtung kam es zu Hinge: am Montagnachmittag von 6-8 Uhr in seiner einer lebhaften Aussprache. Die Gründung eines Konsumvereins resp. Wohnung Pantstr. 13, Anschluß an einen schon bestehenden wurde einer demnächst ein Stadthagen: am Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr vorzuberufenden öffentlichen Volksversammlung überlassen und eine mittags in seiner Wohnung Blumeshof 7( bei der Lützow- tommission gewählt, welche die Vorarbeiten leiten soll. Nachdem Straße). Genosse Pinseler einen Auszug aus den Verhandlungen der letzten Außerdem wird in der juristischen Sprechstunde des Vorwärts" Gemeindevertreter- Sigung gegeben, wurde die Versammlung um Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 7-9 Uhr 112 Uhr geschlossen. abends Auskunft erteilt. Genossen, scheut die fleine Mühe nicht: werdet Preußen, um das Wahlrecht in Preußen ausüben zu können. Im Auftrage der socialdemokratischen Fraktion der Stadtverordneten: Versammlung Bruns. Hinze. Stadthagen. Versammlungen. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be nukung für jedermann. Berlin, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet werftäglich von 52-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 415 Zeitungen und Zeitschriften ieder Art und Richtung. eintreten. Nieder Schönhausen. Socialdemokratischer Wahlverein, Bezirt Pantow. Dienstag, den 25. Juli, abends 8 Uhr: Vereinsversammlung bei Settekorn, Lindenstraße. Vortrag des Genossen Sonntag- Pankow über: Die Lebensdauer des Menschen. Am Montag, den 24. d. M., spricht in der staatswissenschaftlichen Abteilung der Berliner Freien Studentenschaft( Finkenschaft) Herr Dr. Diederich Hahn, Direktor des Bundes der Landwirte, über das Thema: Worin besteht die nationale Wirtschaftspolitik für das Deutsche Reich? Nach dem Referat findet die Diskussion statt, zu der bereits viele Meldungen namhafter Politiker vorliegen. Gäste sind gern willtommen. Beginn 8 Uhr, Krebs Hotel, Niederwallstr. 11. J Witterungsübersicht vom 22. Juni 1901, morgens 8 Uhr. Der socialdemokratische Wahlverein für Lichtenberg hielt am Dienstag eine außerordentliche Generalversammlung ab, die sich besonders mit inneren Angelegenheiten der örtlichen Organisation Stationen Resolution zur Annahme, welche es jedem Wahlvereinsmitgliede zur beschäftigte. Nach längerer lebhafter Aussprache gelangte eine Pflicht macht, den Vorstand in seiner auf die Förderung der politischen Organisation und Agitation gerichteten Thätigkeit zu unterstüßen und etwaige Meinungsverschiedenheiten nur in den Verfammlungen zu diskutieren. Ferner bejagt die Resolution:" Da der Wahlverein seiner Zeit einstimmig beschlossen hat, den„ Vorwärts" am Orte in Parteiregie zu vertreiben, so ist jedes Mitglied verpflichtet, den Vorwärts" nur durch die Parteispedition zu beziehen und für die weitere Verbreitung des Blattes agitatorisch zu wirken. Eminembe Hamburg Bertin Barometerftand mm richtung Wind Windstärke 766 NNO 766 7669 10TH Wetter Temp. n. T. 5°.= 4º R. Stationen BarometerWinds ſtand mm Windstärke richtung Wetter 2 heiter 16 aparanda 767SS 2heiter 2 wolfig 2 heiter 1 heiter 16 Petersburg 17 Cort 19 Aberdeen 766 S 3 wolfent 15 Paris 763 NNM 3 wolfig 17 Frankf./m. 765 O München Wien 758 Temp. n. 6. NIES G. 4° R. 17 4bebedt 13 762SSO 2bedeckt 20 Wetter Prognose für Sonntag, den 23. Juni 1901. Die Vertrauensmänner des Holzarbeiter- Verbands beschäftigten sich in der am Mittwoch abgehaltenen Versammlung mit Als Obmann eines von den Genossen des Wahlkreises Nieder- Zunächst ziemlich heiter, etwas wärmer bei schwachen südlichen Winden; folgender Angelegenheit: In der Fachzeitung der Unternehmer wird barnim zusammengesetzten Schiedsgerichts in der Angelegenheit des später zunehmende Bewölkung und Gewitterneigung. eine Liste solcher Gesellen veröffentlicht, welche angefangene Accord- Gemeindeverordneten Kürschner Wedemeyer erstattete Genosse Berliner Wetterbureau. ldas Zur Reise, zum Radeln, talend Git oint of Sommer- Joppen für Herren..90 Pf. gefüttert Loden- Joppen für Herren Lüster- Jackets für Herren Cachemire- Jackets für Herren Piqué- Westen für Herren.. Sport- Gürtel 3,75, 2,50, 2,-, 1,40, Sommer- Hosen für Herren Cheviot- Hosen für Herren Papierfaser- Hosen für Herren 3 Mk. o Gegen Hitze, • • gegen Regen. 2 Mk. an. Knaben- Wasch- Blusen.... 60 Pt. Knaben- Wasch- Anzüge. 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Im Theater um 8 Uhr: -- Unser Rhein. Montag 8 Uhr: ,, Malerische Wanderungen durch die Mark Brandenburg", I. Teil. Invalidenstr. 57/62. Gretel Tagl. Sternwarte. Schauspielhaus. Narciß. Anfang 72 Uhr. Montag: Nathan der Weise. Neues Opern: Theater( Kroll). 0 Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Jm Trianon Theater: Lebende Lieder". Anfang 7/2 und 9 Uhr. Montag: Mamsell Angot. Schiller.( Morwitz- Oper.) Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Freischütz. Montag: Martha, oder: Der Markt zu Richmond. Deutsches. Flachsmann als Er zieher. Anfang 8 Uhr. Montag: Johannisfeuer. Leffing. Die Kindsfrau. 8 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner. Ueber Zoologischer Garten Heute Entree 50 PL. Sonntag: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab 4 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Kgl. Musikdirekt. Brinkmann und Baumgarten. In der ,, Waldschänke" ab 4 Uhr: Konzert eines Bläsercorps. In der ,, Völker- Arena": Die feraft Beduinen ( 2. Teil.) Anfang 72 Uhr. Montag: Ueber unfre Straft. ( 2. Teil.) Residenz. Das blaue Kabinett. An fang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Das blaue Kabinett. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldne Brüde. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. 2Besten. Robert und Bertram ober: Die lustigen Bagabunden. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbretti. Auf. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Gefchloffen. Carl Weiß. Der Freischütz. Anfang 8 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Der Waffen: schmied. Montag: Die Regimentstochter. Lutsen. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Belle Alliance. Die Schwäbin. Sierauf das Versprechen hinterm Herd. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Anfang 71/2 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Fran Luna. Anfang 7 Uhr. Passage Banoptikum. 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Das brillante Juni„ Unser Rhein von der Quelle bis Specialitäten- Programm. zur Mündung." Montag: Malerische Wande: rungen durch die Mark Branden: burg. 1. Teil." Juvalibenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr. Sternwarte. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater Täglich mit kolossalem Erfolge: Schiller Theater Frau Luna ( Wallner Theater). Morwiz Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: bei halben Breifen: Der Freischütz. Romantische Oper in 4 Aften von E. M. v. Weber. Sonntagabend 7% Uhr: Die Hugenotten. Gr. Oper in 4 Aften v. G. Meyerbeer. 0 outagabend 7/2 Uhr: mit dem Luftballet ,, Grigolatis". Ferner: 10 sensationelle Specialität. Gartenkonzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Schweizergarten Martha, ober: Der Markt zu Am Königsthor. Am Friedrichshain. Richmond. Hans Heiling. Täglich: Dienstagabend 72 Uhr: Konzert, Theater, SpecialiCarl Weiss- Theater täten- Borstellung und Ball. Volksbelus Volksbelustigungen aller Gr. Frankfurterstr. 132. 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Versammlungen zu coulanten Bedingungen. 15419* Martin Herzberg, Gastwirt. Konzert u. Specialitäten Borstellung. Wedding- Park Jeden Sonntag Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karussells, Marionettentheater zc. täglich geöffnet. Adles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. Jungfernheide, A. Fröhlich. [ 17309* Restaurant Königsdam m. Großer schattiger Garten, Kaffeeküche, Kegelbahn.( 15538* Müllerstrasse 178. Am Wedding- Platz. Jeden Sonntag und Donnerstag: ausgef. v. d. Hausfapelle unter Leitung Großes Konzert, des Mufitdirigenten Herrn Neumann. Specialitäten- Vorstellung und Ball. Anfang 4 Uhr.[ 17299] Entree 10 Pf. 7 verdeckte Sommer- Kegelbahnen, wovon noch einige zu vergeben. Volksbelustigungen aller Art. Die Kaffeektiche ist täglich von 3-6 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag u. Sonnabend: Auftreten der Orig. Nordd. Sänger. Zu regem Besuch ladet ergebenst ein Wilhelm Trapp. III. Wahlkreis. Achtung! E Verband der an Hot Achtung![ Verein deutscher Schuhmacher. Verein deutscher Schuhmacher. bearbeitungsmaschinen be Die Zahlitelle befindet sich bei Lerche, Gleiniftr. 17. Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, in der„, Ressource", Sonnabend, den 6. Juli 1901, Brauerei Friedrichshain: Kommandantenstraße 57: Volksversammlung. Tages Ordnung: Grosses Sommerfest arrangiert von den +138 Den 1. Juli d. J. erscheint Fachbuch ein Arbeiter Berlins u. Umgegend. Unsern Kollegen die traurige Nach richt, daß unser Mitglied Paul Schmolka 66 im Alter von 30 Jahren an der Pros letarierkrankheit verstorben ist. 1. Bortrag bes Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine über: Parteigenossen des V. Berliner Wahlkreises. ,, Moderne Schnitte" " Politische Zeitfragen". 2. Diskussion. 212/3 Regen Besuch der Genossinnen und Genossen erwartet Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Brauche der Korbmacher. Instrumental- Konzert theoretischer und praktischer Selbst: unterricht im Zeichnen aller engli: ausgeführt vom Berliner Konzert- Orchester unter Leitung des Musikdirektors schen und französischen Schnitte für Herrn G. Grass. Unter Mitwirkung des Gesangvereins Myrtenblätter". Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Während den Pausen im hinteren Teil des Gartens: KasparleTheater von H. Dinant. zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche Großer Ball. Herren, die baran teilnehmen, Montag, 24. Juni, abends 8 Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26: Jedes Kind erhält eine Stocklaterne zur Fackelpolonaise. ist von 2-1/ 26 Uhr geöffnet. Anfang 4 Uhr. Billet 30 P3f. Das Komitee. NB. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des. Kollegen Brückner. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berfchiedenes. 105/18 Achtung! Parkettbodenleger. Montag, 24. Juni, abend8 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal V), Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unfre gegenwärtige Geschäftskonjunktur. 2. Branchenangelegenheit. 3. Berschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Kommission. mission. Perlmutter- Arbeiter. Mittwoch, 26. Juni, abends 71/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: Die Krisis in unsrer Branche hier und außerhalb. Bericht der Vertrauensmänner. Das pünktliche Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Die Kommission. Achtung! Stock- und Celluloid- Arbeiter. Brauchen- Versammlung am Mittwoch, 26. Junt, abends 8 1hr, im Engliſchen Garten ( oberer Saal), Alexanderstr. 27c. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Karl Liebknecht fiber: Das Vereins- und Versammlungsrecht in Preußen. 2. Diskussion. 3. Kaffenabrechnung. 4. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeben Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Obmann. Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus en 26. Juni, ( Saal VII): Branchen- Versammlung. Centralverband der Maurer Deutschlands Damenschneiderei. Verfaßt und herausgegeben von Karl Dedic, Damenschneider. Prag, Ferdinandstraße Nr. 39, neben Platteis. Es ist das erste Fachbuch, welches englische Schnitte bringt, die noch von niemand herausgegeben wurden. Preis 10 fl. 1955* Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn tag den 23. d. M. nachm. 5 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus tirchhofs aus statt. 12/14] Der Vorstand. Centralverband der Maurer Deutschlands. Filiale Berlin II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Hermann Neumann, Gesellschaftshans Jagowfir. 18, am 20. b. Mis. verSwinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten: Vorstellung. Jeben Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Bereine, Zahlstelle Berlin II, Bezirk Norden. Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal von oulant zu vergeben. Wernau, Schwedterstr. 24 storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, ben 23. Juni, nachm. 4 Uhr, auf dem Friedhofe der Heilands- Gemeinde in Plößensee statt. [ 11448* Bahlreiche Beteiligung wünscht 143/2] Die Verbandsleitung. Johannisthal. Mitglieder- Versammlung. Raus Park- Restaurant. Tages Ordnung: Bericht aus der Vertretersizung und Verschiedenes. 143/1] Die Verbandsleitung. Jeben Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. Achtung! MAURER. Achtung! Dienstag, den 25. Juni, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Graeske, Friedrichstr. 236: on Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Wollheim über:„ Die Bedeutung der Naturwissenschaft für das Volt". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Regen Besuch erwartet Verein deutscher Schuhmacher. 2 Montag, den 24. Juni 1901, abends 8½ Uhr: Branchen- Versammlungen. 1. Schoßarbeiter bei Cohn, Beuthstraße 20. Tages Ordnung: 1. Die nächsten Aufgaben der Organisation. 2. Neuwahl des Branchen: vertreters. 3. Verschiedenes. 2. Arbeiter der mechanischen Schuhwaren- Fabriken bei Stechert, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Die Einführung der Zwickmaschine und deren Einfluß auf die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 2. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Emil Rosenow über: Die Arbeiterbewegung früher und jetzt. 2. Distusfion. 170/13 3. Verbandsangelegenheiten. zu zahlreichem Besuch wird eingeladen. Achtung! Radfahrer. Achtung! Mittwoch, den 26. Juni, abends 812 Uhr, Modell- u. Fabriktischler sowie Modelldrechsler. im Lokale des Herrn Apelt, Wilhelmsruh, Kronprinzenstraße: Branchen- Versammlung am Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Koblenzer über: Die Verficherungsgesetze. 2. Diskussion. 3. Arbeitsnachweis Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der Obmann. Achtung! Oeffentliche Radfahrer- Versammlung für Reinickendorf, Schönholz, Wilhelmsruh u. Rosenthal. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Ziele und Bestrebungen des Arbeiter- Radfahrer- Bundes Solidarität". 2. Distuifion. 3. Wie stellen sich die Sportgenoffen obens Achtung! genannter Orte zur Gründung eines Bundesvereins? 12/9 Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Karl Fischer. Herren- Maßschneider Berlins. Achtung! Cau 9 Brandenburg. Achtung! Montag, den 24. Juni, abends 8 1hr Der Vorstand. Alhambra 129/16 Wallnertheater- Strasse 15. Jeden Sonntag und Dienstag: septem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. Großer Extra- Ball bei doppelt beA. Zameitat. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, fowie den Zimmerern des Zimmer: meisters Papenfuß und dem Centralverband der Zimmerer sagen wir unsren besten Dank für ihre Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung unfres lieben Vaters. 18606 Max Trautmann und Geschwister. Rautenbergs Hofjäger, Hafenheide 52/53, früher Bickel. Säle bis zu 1000 Personen und Garten noch einige Sonnabende frei. Dampfer feber Größe bis 230 Personen billig bermietbar, Reddig, Friedrichshagen, Seestraße. Preise 19706 Zahn- Klinik, beliebige Teilzahlung. strasse 145 Olga Jacobson, InvalidenMax Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art angelegentlichst empfohlen. Der neue große Saal, circa 1200 Personen faffend, steht während der Wintermonate auch Sonntags den geehrten Vereinen zur Verfügung. 18582* Internationale Ausstellung Feuerschutz u. Feuerrettungswesen für Berlin 1901 verbunden mit einer Ausstellung von Erzeugnissen der Gartenbau- Kunst Kurfürstendamm 150-156. 6 grosse Dioramen mit neuen, eigenartigen Lichtwirkungen: berühmte Brände aus alter und neuer Zeit.( Die Dioramen sind geöffnet: Wochentags von 4-10 Uhr, Sonntags ausserdem vorm. von 10-1 Uhr.) Heute dreifaches Konzert. Auf dem Versuchs- und Uebungsfelde: 4 Uhr Lösch- und Rettungsmanöver der Küstriner Feuerwehr, zugleich Vorführung der Geräte aus der Fabrik von G. Ewald, Küstrin; 62 Uhr grosse Sanitätsübung der Berliner Unfallstationen vom Roten Kreuz gemeinsam mit den sonstigen Vereinen vom Roten Kreuz, unter Beteiligung der Berliner Feuerwehr. Eintritt 50 Pig. Oeffentliche Versammlung Mitglieder des Arbeiter- Radfahrer- Bundes ,, Solidarität“. Elektrische Strassenbahn: Linkstrasse Ausstellung Grunewald, im ,, Friedrichstädtischen Casino", Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Welche Einflüsse hat ein Arbeitgeberverband auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Kollegen, und welches sind die für letztere hieraus entstehenden Verpflichtungen". Referent: Kollege Ritter. 2. Distuision. 3. Verschiedenes. 162/17 Sonntag, den 23. Juni cr., im Apollo Theater in Rigdorf, Hermannstraße Nr. 48/50: Erstes Gau- Fest verbunden mit Korsofahrt durch den Ort mit Musik. Grosses Konzert Kollegen! In Anbetracht der äußerst wichtigen Tages- Ordnung, ist es Pflicht jedes einzelnen, der sich über die Vorgänge in unfrem Gewerbe auf dem laufenden erhalten will, in dieser Versammlung zu erscheinen. ausgeführt von der Freien Vereinigung der Civil Berufsmusiker unter Agitiert deshalb überall für einen guten Besuch derselben. Die Werkstatt und Geschäftssigungen fallen an diefem Abend aus. Achtung! N Der Vertrauensmann. Achtung! Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. ( Zahlstelle Osten.) Leitung ihres Dirigenten A. Heine. Gesang, Theater- Aufführungen, Nächste Bahnhöfe der Stadt- u. Ringbahn: Charlottenburg, Halensee. und Seeterrasse H. Mentes Volksgarten, zwischen Steuerhaus Lichtenberg, Röderstr. 3536. Jeden Sonntag: Doppel- Frei- Konzert. Großzer Ball. Jm neuen Riesensaal: Vorträge der Theater Gesellschaft Apollo". Lebende Bilder, 7000 Sigplähe, verdeckte Hallen und Zelte, 4500 Personen. Im Saale: dargestellt vom Arbeiter- Nadfahrer- Verein Rirdorf". Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Am Vorabend im selben Lokal: 297/13 Kaffeeküche von 2-5 Uhr. Volksbeluftigungen aller Art, eigene Beleuchtung 52 Bogenlampen, 150 Glühlampen, Montag, den 24. Juni. abends 6 Uhr, im„ ,, Freischütz", Grosser Empfangs- Kommers. fchöne Barfanlage zur Bromenade, alles sehenswert, allen großen Bereinen Fruchtstr. 36 Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kleinlein über: Die Entwicklung und Ziele der deutschen Arbeiter- Bewegung". 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 味 Aufnahme neuer Mitglieder. Zu dieser Versammlung sind folgende Fabriken besonders eingeladen: Hilfe Nachf., Schmödel u. Comp., Nieber, Pfaffe, Ede, Werner, Bell u. Comp., Schulz, Wagner u. Comp., Gude, Joithe, Hartmann, Lehmann, Lupis, Bohl, Schmidt, Janowsky, Nieber u. Comp. 141/16 Der Vorstand. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Sektion der Kleber. Mittwoch, den 26. Juni, abends 8½ Uhr, bei Simonis, Beuthstraße 21: 178/6 Vortrag des Kollegen Fritz Bechert. Donnerstag, den 27. Juni, abends 8 Uhr, in Cohns eftjälen, Beuthstraße Nr. 21: Große Mitgliederversammlung sämtl. Bezirke und Sektionen. Vortrag mit Demonstrationen über Hypnotismus von Reinh. Gerling. Gäste willkommen. Die Verbandsleitung. An die Gewerkschaften Berlins! Um zahlreiche Beteiligung aller zum Gau 9 gehörigen Vereine bittet an Sonnabenden und Sonntagen zu den coulantesten Bedingungen empfohlen. Der Gauvorstand. Gäste willkommen. Der Ausschuß. 1510b* Central- Verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Hente, Sonntag: Grosses Sommerfest in Wittes Volksgarten in Wilmersdorf, Berlinerstr. 40. Konzert, Gesang, H. Mente. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme Inhaber: Hermann Peter. Grünan Nr. 39. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Empfehle mein allbekanntes, herrlich an Wald und Wasser belegenes Lotal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. Gute Küche und bestgepflegte Biere zu foliden Breifen.[ 18152* Tanz und verschiedene Beluftigungen. Bum Sporthaus Ziegenhals bei Zeuthen, Billets 25 Pf. Um regen Besuch bitten Raffeeküche von 2 Uhr geöffnet. Die Ortsverwaltungen Charlottenburg- Steglig. Volksgarten Westend, Kastanien Allee Jeden Sonntag: Großes Sommer Familienfest verbunden mit Konzert. 1989b 1. Kinderbeluftigungen aller Art mit Preisverteilung. Kasper- Theater. C. Hoffmann. Lebende Bilder aus Dornröschen, Schneewittchen, Hänsel und Gretel. Auf Grund wiederholter an uns ergangener Anfragen den Vorständen Grosse Fackel- Polonaise usw. Im Saal: Grosser Ball. von Gewerkschaften, Vereinen 2c. hiermit zur geft. Kenntnis, daß die Juhaber nachstehender Lokale ihr Bedienungspersonal aus unsrem, für beide Teile kostenlosen Arbeitsnachweis entnehmen: Pichelsberge. nicht Schildhorn, 63/6 Wo gehen wir heute hin??? Vorortstat. d. Görlitzer- u. Stadtbahn, herrlich am Croffin- See bei Nieder- Lehme belegen, mit Dampfersteg. großen Tanzfaal, Staffeeküche, Segelbahnen, Voltsbeluftigungen aller Art und geräumigen Hallen, ca. 2000 Personen fassend, den Vereinen, Gewert schaften und Fabriken zu Partien angelegentlichst empfohlen. NB. Umstände halber ist Sonntag, der 21. Juli, frei geworden. Auch Sonntag, den 1. 18, 25. Auguft it.. Sept, foute einige Sonnabende im Juli und Auquit noch zu vergeben. M. Mörschel, Fernsprecher Amt I Nr. 8386.[ 9492* Tabakarbeiter- Genossenschaft HAMBURG. Vertreter: Udo Stangenberg. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Litterarische Rundschau. Bei dem, der zu einer positiven Weltanschauung vorgedrungen ist, oder zu ihr hinstrebt, tann man es wohl verstehen, daß er- mur dieses Ziel, in dem sein Denten zur Ruhe fommen will, im Auge die Zweifel, die im Wege stehen, haftig und ungerecht bei Seite stößt. Nicht so bei dem Skeptiker. Die Stepsis muß, soll fie in Pragis oder Theorie Geltung haben- mit dieser Wortverbindung hat z. B. die von Mauthner so grimmig befehdete, Sprache" schon recht„ vorsichtige“ Skepsis ſein. Sie am allerwenigsten darf sich auf das Springen und Fliegen einlassen, Schritt vor Schritt muß fie vorwärtsgehen, Grinde und Gegengründe, Umfang und Grenzen ihres Zweifelns aufs sorgfältigste erwägen und darthun. mur So wie Mauthner sein Buch geschrieben hat, ist es doch auch ein Glaubensbekenntnis im umgekehrten Sinne, das höchstens überreden, aber nicht überzeugen kann. Man kann den Schriftsteller, die Beweglichkeit, den Bilderreichtum seiner Phantasie, den Glanz feiner Darstellung, den außerordentlichen Umfang feines Wissens, feine trogige Unabhängigkeit, wie die Spanntraft bewundern, die mitten in zerstreuender journalistischer Berufsarbeit ein solches Werk dem ersten Bande soll binnen Jahresfrist ein zweiter und dritter folgen in langjähriger Arbeit zu entwerfen und durchzuführen vermochte. täuschen. Einen Hauptcoup glaubt Mauthner offenbar damit gegen die Sprache auszuspielen, daß er an einem konkreten Beispiel, den Goetheschen Bersen: os Füllest wieder Busch und Thal " Still mit Nebelglanz " Sonntag, 23. Juni 1901. wirkliche Art baben, auf Denten, auf Logik, oder Frik Mauthner: Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Erster Sprache", all die Tiraden, mit denen er sie beschießt, vollkommen solche Anknüpfungspunkt fehlt, da bleibt es eben bei dem Worte, da Band: Sprache und Psychologie. Stuttgart 1901. 657 S. finn und zwedlos: ein Knallen mit blindgeladenen Gewehren. hört die Möglichkeit des Verständnisses auf. Wir sprachen in der letzten Rundschau von dem Angriff, den Man wird sagen: Daß etwas dem gemeinen Menschenverstande Speciell kommt das natürlich für das Verständnis wissenschaftPaulson in seinem Büchlein Philosophia militans" gegen Hädels als vollkommene Absurdität erscheint, beweist noch nicht, daß es nicht licher Untersuchungen in Betracht. Natürlich je nach dem Maß der allzu fiegessichere Naturphilosophie gerichtet. Auch Mauthner, in doch am Ende eine tiefe Wahrheit sein kann. Zweifellos! Aber Vorbildung wird da, wo es sich um schwierigere Fragen handelt, feinem radikalen Skepticismus ein interessanter Gegensatz zu dem wenn jemand solche Ansichten vorbringt und von andern ein Ein- derfelbe Sag oft verschieden- schiefer oder richtiger, oberflächlicher Manne der gelösten Welträtsel", hat seiner Zeit gegen Hädel ent- gehen auf dieselben verlangt, so muß er auch diejenigen Ueber- oder tiefer aufgefaßt werden. Aber auch bei gleicher fchieden Partei ergriffen. Er hat ihn einen„ Erzgläubigen" genannt legungen, die ihn zu seiner paradoren Ansicht brachten, in tlar- Borbildung werden gewiffe individuelle Färbungen in der Art und den Bekennern des landläufigen Materialismus vorgeworfen, gegliedertem, übersichtlichem, methodischem Beweisgang darzulegen und Weise, wie man sich das mitgeteilte Abstrakte innerlich ver daß sie für ihre Begriffe nicht weniger weniger abergläubisch, wissen. Mit der bloßen Paradoxie und allerhand vagen daran ange anschaulicht, bestehen. Doch wer hat das je bestritten? Und was dogmatisch und eifernd seien, als die Bekenner andrer Katechismen". sponnenen Variationen desselben Themas lockt er noch keinen Hund beweist das für die Lieblingsthese Mauthners, daß die Sprache Und doch trotz dieses Vorwurfs ist er, auf seinem eignen Gebiete, so hinter dem Ofen hervor. Nach einem solchen schlüssigen Beweisgang ein, elendes Erkenntniswerkzeug ist"? Giebt nicht die Sprache auch scheint es, nicht weniger„ eifernd" als jene. Wenn Hädel in gewisse wird man aber in der nach allen Richtungen hin fich zersplitternden dam, wenn derselbe Sazz von verschiedenen Köpfen verschieden aufnaturphilosophische Vorstellungsweisen so verliebt ist, daß er jeden Darstellung dieses ersten Bandes vergebens suchen. gefaßt ist, die Möglichkeit, eben diese Verschiedenheit der Auffassung Blick für das Problematische derselben verloren hat und sie als eine Daß die Worte, wie sie urwüchsig in der Geschichte der selbst wieder zu konstatieren und sich darüber zu verständigen. gesicherte, positiv- abschließende Weltansicht auspreist, so ist um Stämme und Völker gebildet und dann zu weiterem( vielfach sich Um ein Beispiel aus einer ganz und gar nicht wissenschaftlichen gefehrt bei Mauthner die Vorstellung, daß wir nichts wissen modificierenden) Gebrauch vererbt werden, nicht das Kunstprodukt eines Sphäre herauszugreifen; die Mitteilung der Frau X. an Frau Y, und nichts wissen können", zu einer Art fixen dee ge- begrifflich klaren Denkens, sondern daß sie zum Teil sehr vieldeutig sie habe sich zu ihrem Kleide einen blauen Stoff ausgesucht, verworden; und die Verliebtheit in dieses negative Bekenntnis und unbestimmt sind und die Eierschalen dieser ihrer Urwüchsigkeit mittelt dieser Interessentin eine vorerst nur annähernde Erkenntnis. verblendet ihn gegen alle Einwürfe, die dagegen erhoben werden mit sich fortschleppen, diese Erwägung auf die sich, so weit ich Sie weiß jetzt, die Farbe ist weder rot noch grün, noch- usw., können und die er selbst hätte erheben müssen, in ganz ähnlicher fehe, fast alle gegen die Sprache als Erkenntniswerkzeug" vor- fondern blau aber die Blauheit, an die sie persönlich Weise, wie Häckel von seinem pofitiven Bekenntnis geblendet ist. gebrachten Einwürfe Mauthners reducieren, beweist für jene: These auf Grund dieser Mitteilung denken mag, weicht viel Aber bei Mauthners Standpunkt wirkt diese Voreingenommenheit noch gar nichts; und vor allem ist das doch wahrlich kein neuer leicht von der wirklichen Blauheit des Stoffes ab. Statt noch um vieles befremdlicher. Fund. aber mun über die hier in dem sprachlichen Ausdruck liegende verkappte Irrtumsmöglichkeit wütend zu werden und Juvektiven gegen die Sprache zu schleudern, wird sie vermutlich in eben dieser Sprache weiter fragen, ob jenes Blau ein Graublau, ein Himmelblau oder ein wie beschaffenes Blau es sonst sei, und durch den mun näher bestimmten sprachlichen Ausdruck mit hinreichender Deutlichkeit über die Staatsfrage belehrt werden. Und ist diese Methode, die in im einzelnen nachweist, wie unbestimmt und vieldeutig jedes dieser der Unbestimmtheit eines Ausdrucks liegenden Frrtumsmöglichkeiten Worte! 3. B. Glanz. Das Wort, fagt er, kann das helle Licht durch Weiterfragen zu beseitigen, etwa in den Wissenschaften weniger felbst bedeuten, dann die Eigenschaft eines Körpers, so ein Licht aus- praktikabel? Wo find die Beispiele dafür, daß die Vieldeutigkeit der Worte, zustrahlen. Endlich die Bracht des Auftretens. Im Franzöfifchen be- in denen Meinungen ausgedrückt sind, ein unüberwindliches oder auch deutet éclat( von Schleißen) auch knall, Lärm, Standal.' Es war nur sehr beträchtliches Hindernis für den Fortschritt wissenschaftlicher unmöglich", ruft er dann triumphierend aus, mit diesen Worten Berständigung und Erkenntnis gewesen? Ein„ elendes Erkenntniseine unbekannte Kenntnis logisch zu erschließen". Unmöglich, weil werkzeug" ist die Sprache nur für den Gedankenlosen, der mit dem jedes der Worte, aus denen der Satz besteht, ganz verschiedene Schein der Erkenntnis zufrieden, sich Worte für Gedanken aufBedeutungen hat, und ich, so lange ich mich an die Worte als das schwagen läßt. Indeß wem ist es je eingefallen, dafür statt der Einzelne halte, gar nicht wissen kann, was sie hier bedeuten sollen. Gedankenlosigkeit die Sprache haftbar zu machen? Wenn der Man wird entgegnen, diesen Einwand macht sich Mauthner selbst, Menschengeist" feine schwereren Sorgen hätte, aus Gram über die daß man eben sich an den„ Sim desfGanzen", an den„ Zusammen- Unzulänglichkeit der Sprache brauchte er gewiß nicht Selbstmord zu hang" halten müsse:" Der Sinn jedes Worts wird durch den Zusammen- verüben! Der Kampf, den Mauthner führt, scheint mir auch so im und damit meint er nun zum entscheidenden hann klar." Aber Schlage auszuholen wir haben ja bisher geglaubt, der Sinn, der übrigen vielfach ein Stampf mit selbstgezimmerten Windmühlen. Aber diese Bewunderung fünftlich erhitzt durch einige ges Gefüge von Worten oder Begriffen. Wir haben doch der Sprache die fündigung sagen:" Ich vermute, daß die Sprache," die Sprache im Saz, der Gedanke entstehe oder besser bestehe aus dem logischen Was soll man z. B. zu folgender außerordentlich überraschenden Auwaltige Bofaunenstöße " Zukunft" das Wert gleich als Bahnbrecher einer neuen geistigen Fähigteit zugeschrieben, das Denken zu vermitteln oder gar zu allgemeinen oder das Wesen der Sprache, bei genauer Be, Aera!) trachtung nichts mehr von der Herrschaft des Denkens wie wir jet plöglich erfahren sollte über die Willkürlichkeit und die Mängel der Argu- bereichern. Wie nun, wenn mentation, also des eigentlichen Gedankengehalts, doch nicht hinweg der Zusammenhang, d. 5. der Sinn, der Gedanke, der Saß erst das der Logit und der Grammatit wird wiffen wollen... Wort erklären muß? Ist das nicht endlich das Eingeständnis, daß wo die Sprache uns eine Bezeichnung werden wird für eine menschlichen Handelns, da werden wir niemals Mauthner hat bei allen Invektiven, die er gegen die Sprache alles Gesagte Tautologie ist und sein muß(!!), daß wir nichts sagen zu sehen vermag, inhaltlich nichts, aber auch gar nichts gegen die früher da ist als die Teile, der Saz früher als das Wort(!). Grammatik als den Ursprung zurüdzugehen. Viel Sprache" vorgebracht, was nicht schon längst bekannt wäre. Neu ist Daß also die gesamte alte Schullogit die Sache auf den Kopf stellt(!!)?" mehr() werden wir wohl finden, daß Denten, nur, daß er die in und mit der Sprache gegebenen Fehlerquellen und dann ein paar Zeilen weiter wird von dieser einfachen Reflexion Logit und Grammatik Merkmale der Sprache sind, unires Dentens in völlig kritikloser Weise übertreibt, um so auch als von einer wahrhaft, grauenhaften Entdedung", gewiffermaßen in der Sprache brin steden und diejenige Erkenntnismöglichkeit der Welt, welche die moderne, in als von dem Selbstmord des Menschengeistes, d. i. nur von müßigen Köpfen herausgezogen worden ihren Grundzügen an Kant anknüpfende Philosophie beſtehen last, ber Sprache" gesprochen. Der Dichter freilich werbe wohl auch in sind. So giebt es in der Natur kein andres Blau, als uns zu verdächtigen; neu sind die Juvektiven und die Leidenschaft einer so vieldeutigen Sprache sein Ziel erreichen und uns Vorgänge an blauen Erscheinungen. Es wäre auch da, wenn die Sprache das des Angriffs. oder Stimmungen" mitteilen fönnen, nicht aber der wissenschaft- Adjektivum blau zu abstrahieren sich nicht die Mühe genommen." Gleich die einleitenden Worte sind für die Art und Weise des nichts Stimmung sein, hier ist nichts ein finnfälliger Bor- überall hinter abstrakten Begriffen mythologische Personifikationen liche Forscher. Hier in der wissenschaftlichen Untersuchung soll Merkmale der Sprache"? Es ist merkwürdig, wie Mauthner, der ergrimmten Scheinkriegs, der hier geführt wird. charakteristisch. Im Anfang," so beginnt Mauthner, war das Wort. Mit dem gang. Die Mehrdeutigkeit jedes einzelnen Wortes wird wittert und sich, ebenso wie Stirner, in Warnungen vor solchen Worte stehen die Menschen am Anfang ihrer Welterkenntnis und sie fann auch am Ende kein ganzes entstehen. Was uns beim in seinem eignen Sprachgebrauch so wenig beachtet. Was ist denn durch kein Ganzes vorher gemildert oder gedeutet, und so Abstraktis nicht genug thun kann, diese dringend empfohlene Vorsicht bleiben stehen, wenn sie beim Worte bleiben. Wer weiter schreiten Lesen eines solchen Buchs oder einer solchen Ab- das reale Subjekt, dem die Sprache" als seine Aeußerung zu will, auch nur um den winzigen Schritt, welche die Dentarbeit eines handlung bennoch an ein logisches Fortschreiten, gehört? Der Mensch oder vielmehr, wie Mauthner felbst geganzen Lebens weiter bringen kann, der muß sich vom Wort befreien an eine Klarheit und Uebersicht des Ganzen legentlich treffend betont, die vergesellschafteten Menschen. und vom Wortaberglauben, der muß seine Welt vont der Tyrannei der Sprache befreien Der ist kein freier Mann, glauben läßt, ist eine Kenntnis des 8iels, immer was er hier ganz mystisch unbestimmt Merkmale der Sprache" das find aber unsre Gewohnheit, die Sprache für einen treuen Führer zu nennt, doch nichts als Merkmale der sich noch einen Atheisten nennt, einen Gegner dessen, halten. Wir gehen in die Frre und ahuen es nicht, ſtimmungen, die den er leugnet. Der kann das Wert der Befreiung von der Sprache Nebel bebeden alle Worte, Nebel alle Wort- gesellschaftlichen Verkehr zugleich sprechende Menschen find, gelten; für die Menschen, sofern sie in ihrem nicht vollbringen, der mit Worthunger, mit Wortliebe, mit Worteitelfeit ein Buch zu schreiben ausgeht in der Sprache von gestern, bed ung der Nebelschleier." gruppen und der Wahnsinn lauert an der Auf- Bestimmungen, die insofern natürlich auch in dem wirklich lebendigen von heute oder von morgen, in der erstarrten Sprache einer be Prozeß des sprachlichen Verkehrs drin stecken", d. h. sich an ihm stimmten festen Phase. Will ich emportlimmen in der Sprachkritik, Bligartig taucht die einfache alle diese Tiraden über den müssen beobachten lassen. Diese Beobachtung zeigt 3. B., die gegenwärtig das wichtigste Geschäft der denkenden Menschheit ist, Sanfen werfende- Erinnerung auf, daß wir beim Lesen doch nicht daß in diesem Prozeß der sprachlichen Mitteilung gewisse Regeln fo muß ich die Sprache hinter mir, vor mir, in mir vernichten von Schritt geistig blind sind, sondern aus dem Gelesenen das ungefähre Biel", der Wortfügung eingehalten werden, urwüchsig entstandene Regeln, zu Schritt, so muß ich jede Sprosse der Leiter zertrümmern, indem worauf der Autor hinaus will, erkennen und in der Erkenntnis die der Einzelne instinktiv mit dem Gebrauch der Sprache selbst eben die Grammatik. Die ich sie betrete. Wer folgen will, der zertrümmere die Sprossen dieses Zieles rückwirkend Richtschnur und Maßstab für eine sinn- lernt und unbewußt anwendet: wieder, um sie abermals zu zertrümmern." gemäße Interpretation des Gelefenen befizen. ivenn Beobachtung zeigt, daß die Menschen, fie sprechen, Aber Mauthner braucht die Verzweiflung an der Sprache, doch nicht bloß die Luft erschüttern, sondern Wünsche, Urteile Worte! Worte! Und wenn man topfschüttelnd durch den Band er braucht den„ Wahnsinn, der an der Aufdeckung der Nebel- und Meinungen einander mitteilen und begründen wollen, fich durchgewunden und nun, am Schluß des langen Weges, den schleier lauert", und so wird diesem armen Lichte sofort im daß also der Prozeß des Sprechens mit dem Prozeß der Zwecksetzung Sinn dieses im dunkelsten Zarathustraſtil gehaltenen Programms nächsten Saz:„ Wir gehen in die Jrre..." das Leben wieder ausgepustet. des Urteilens und Schließens verbunden ist, und ihm zu meint entziffern zu können, auch dann behält man bei einem solchen wäre es ihm mehr um Untersuchung, als um ein Schlechtmachen dienen hat. Aber wenn wir auf diese näheren, den Menschen bei ihrem Versuch immer wieder nur Worte in der Hand. der Sprache zu thun gewesen, so hätte er, bevor er weiterschrieb, die sprachlichen Verkehr zukommenden Bestimmungen erst durch eine Wortaberglaube" was soll das heißen? Jeder Glaube und Eigenart dieses merkwürdigen psychologischen Prozesses, der doppel- spätere Beobachtung und Bergliederung des sprachlichen Verkehrs jeder Aberglaube drückt seine Meinung selbstverständlich in feitig das Ganze aus dem Einzelnen und das Einzelne aus dem aufmerksam gemacht werden, wenn dieselben, wie Mauthner jagt, bestimmten Sätzen Ebenso selbst Ganzen erschließt, zu zergliedern suchen müffen. Vielleicht wäre ihm aus der Sprache herausgezogen werden", was beweist das für das verständlich ist es, daß, wer in der Erkenntnis, sei dieselbe dann auch an diesem Beispiel das Schopenhauersche Dogma, daß reale Verhältnis, in dem diese geistig finnlichen Funktionen stehen? positiv oder negativ," weiter schreiten will", an die in der es so etwas wie Wechselwirkung nicht gäbe, schwankend geworden! Mauthner scheint zu meinen, daß sich daraus ein Schluß auf Gesellschaft oder innerhalb bestimmter Fachkreise verbreiteten Es ist doch klar, in der Wissenschaft ganz ebenso wie in der ich weiß nicht welche Superiorität der Sprache über jene andren Meinungen, die in bestimmten Säßen sprachlich ausgedrückt sind, Poesie und im lebendigen Gespräch wird die Vieldeutig Funktionen ergäbe; ich wüßte sonst nicht, was sonst die Bezeichnung anzuknüpfen und dieselben an der Hand von Thatsachen auf ihr feit der einzelnen Worte bont dem Leser oder Hörer da Merkmale der Sprache" bedeuten sollte? Wenn die Gewohnheiten Begründetsein hin zu prüfen hat. Durch diese stete Stritit durch eliminiert- oder besser gesagt, die aus und Kontrolle der Meinungen, dieſer der Wortfügung, wie wohl jest niemand im Ernſt wird bestreiten durch Aufspüren und Be Bieldeutigkeit für unser Verstehenwollen erwachsenden Schwierig wollen, unbewußt in und mit dem lebendigen Sprachgebranch sich feitigung der ihnen enthaltenen unzulänglichkeiten und feiten werden dadurch praktisch überwunden, daß man den entwickelt haben, und erst später in bewußter Weise als Grammatit Widersprüche vollzieht sich der Fortschritt der Erkenntnis, Wortzusammenhang unter der allgemeinen Voraussetzung inter- figiert sind, find diese Gewohnheiten darum etwa weniger die diesen durch den wir uns immer vollkommener im ganzen Umkreis pretiert, daß derselbe( wofern nämlich der Redner, Dichter Sprachgebrauch beherrschenden Regeln? Oder ist das Sprechen dem des uns gegebenen Weltbildes wissenschaftlich orientieren. Daß dieses oder Forscher nicht gerade verrückt ist) einen relativ vernünftigen Urteilen und Denken wie der Zwecksetzung darum etwa weniger unterWeltbild immer unser Weltbild ist, daß es durch die Organisation Sinn ergeben müsse. D. h. man sucht ein Ziel, das, aus den Wort- worfen, weil die Menschen diese Funktionen nur entwickeln fonnten, uniseres Geistes und unserer( Bufalls")- Sinne mitbestimmt ist, daß zufammenhängen erschlossen, nun wechselwirkend die finngemäße indem sie zur Bezeichnung von Vorstellungen zugleich bestimmte daher die Erkenntnis immer an die allgemeine menschliche Sub- Interpretation der Einzelworte in den Wortzusammenhängen erschließt. Wortgebilde und Sprachgebräuche urwüchsig und unter dem Zwange jektivität gebunden ist und über diese Grenze nie hinauszudringen" Es meint der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei sehr realer Bedürfnisse im gesellschaftlichen Berkehr entwickelten? Was bermag, kann den Wert und die Möglichkeit dieses Erkenntnis- noch etwas denten lassen". Das ist die selbstverständliche Marime, ist die Sprache", deren Merkmale das Denken, Logit und Strebens die ganze menschliche Geschichte, Praxis wie Theorie be- nach der überall int menschlichen Verkehr in der Unter- Grammatit" sein sollen anders als selbst wieder ein und zwar weisen das doch wahrlich nicht verdächtigen. Was für einen haltung wie beim Lesen unmittelbar und instinktiv verfahren wird. historisch gewordenes Merkmal" der vergesellschafteten Menschen? Sinn hat es aber, diese stete Kritif der Nicht aus den Worten", auch nicht aus der Wortverbindung, dem Ein Merkmal, dessen Entstehungsweise und Sonderart wir, wenn sprachlich in Sägen ausgedrückten Meinungen- logischen Gefüge der Worte" geht uns so zu sagen mechanisch überhaupt, nur durch Reflexion auf den menschlichen Zwed, Bors als einen fritischen Kampf gegen die Tyrannei das Verständnis auf, sondern daraus, daß wir uns zu diesen Verstellungen, Meinungen und vorgestellte Zwede mitzuteilen, verstehen zu mechanisch- berhaupt nur Vorder Sprache", gegen den„ ortaberglauben" zu bindungen vieldeutiger Worte attiv verhalten, daß wir sie nach jener tönnen, wobei also das Denken, welches Mauthner als„ Merkmal der bezeichnen? Sind etwa die Worte, welche die Menschen zum allgemeinen Marime stillschweigend interpretieren. Sprache" bezeichnet, der Anlage nach als Merkmal der Ausdruck und zur Mitteilung ihrer Meinungen gebrauchen, schuld Der Menschengeist, der die Worte und ihre Vieldeutigkeit ge- Menschen schon vorausgesetzt wird?. daran, daß diese Meinungen falsch, d. h. widerspruchsvoll und der schaffen, hat so in sich das Gegengewicht, durch das er Ganz ebenso unklar und verschwommen wie dieses Programm, Erfahrung widerstreitend find? Und ist jeder Versuch, unrichtige Berkehr der Menschen mit einander die Hemmnisse dieser Viel- daß das Denten ein Merkmal der Sprache", sind dann die immer Meinungen durch solche, die der Gesamtheit der verglichenen Er- deutigkeit erfolgreich pariert. wiederkehrenden Versicherungen, daß„ Sprechen und Denken ein fahrungen besser angepaßt sind, zu ersetzen, darum aussichtslos, weil Freilich, die Marime allein garantiert natürlich noch nicht das und dasselbe" sei, was übrigens mit jener ersten Behauptung auch diese vollkommneren Meinungen nun wieder in der Sprache, finngemäße Verständnis. Des weiteren fist eine Gemeinsamkeit der sich logisch schwer wird vereinigen lassen. Die Schopenhauerschen Nedie ein Geschlecht dem andren überliefert, ausgedrückt und nur in Eindrüde und Erfahrungen vorausgesetzt, als die breite Basis, die miniscenzen( Unterscheidung von„ Berstand" und" Vernunft"), die in diese dieser Sprache mitgeteilt werden können? wir jeder solchen Interpretation zu Grunde legen. Die Dinge Auslassungen über das Verhältnis von Sprechen und Denken hineinSobald man die Ansicht in klarer Weise ohne Aufwand poetischer und Vorgänge, über die uns etwas in sprachlichem Ausdruck mit spuken, machen die Sache nur noch verworrener. Wer sich für diese Bilder und flimmernder Paradoren, die den Blick vom Wesentlichen geteilt wird, müssen uns von irgend einer Seite her, wenn auch sehr Sternfrage wirklich interessiert, der findet auf den etwa zwölf Seiten, in ablenten- präcifiert, erscheint dieselbe so absurd, daß man Bedenten unvollkommen bekannt, oder nach gewissen Analogien faßbar sein, wenn denen z. B. Sigwarts treffliche„ Logit" über die allgemeine Vorstellung trägt, fie jemand in Ernste zuzutrauen. Und doch, man muß sie wir im stande sein sollen, die Worte, in denen uns die Mitteilung und das Wort" handelt, unverhältnismäßig mehr Aufklärung und Mauthner zutrauen, sonst wäre ja sein ganzer Feldzug gegen die gemacht wird, nach jener Magime zu interpretieren. Wo jeder Anregung als in dem ganzen Mauthnerschen Bande. Warum knüpft also in Worten aus. " " er int .. oder Be Kauthne� da er doch offenbar alle bisherige philosophische Einficht :n dlesen centralen Punkt überholt zu haben meint, nicht an diese er ahnliche wirklich durchdachten Ausführungen an, um >ln Gegensatz dazu die eigne abweichende Meinung, und die Gründe >cmer Abweichung plastisch klar zu entwickeln? Freilich mit witzigen �lvostrophen, das; nach der alten Ansicht,„welche heute noch von vlleu Köpfen geleilt wird(I), irgendwo am Strombett der Sprache eine Gottheit, Mannsbild oder Frauenzimmer, das sogenannte Denken sitzt u»d unter den Einflüsterungen einer ähnlichen Gottheit, der Logik, über die menschliche Sprache mit Hilfe einer dritten Gottheit, der Grammatik, herrscht", hätte er da nichts auszurichten verinocht. Ein ausführlicheres Eingehen— über diese herausgegriffenen Bemerkungen hinaus— verbietet der Raum, Ja man wird vielleicht meinen, dasi auch so schon, bei der Abgelegenheit und praktischen Bedeutungslosigkeit der hier in Betracht kommenden Fragen, der Raum des Blatts ungebührlich in Anspruch genommen sei. Aber der Habitus des Denkens, den diese Arbeit zeigt und dem unser Angriff in erster Reihe gilt, ist durchaus nicht praktisch bedeutungslos._ Diese Manier, statt mit dem nüchtern und gerecht wägenden und abgrenzenden Verstände, mit geist- reich hin- und her fliegenden Phantasie« Einfällen ans irgend einer subjektiven Stimmung heraus zu philosophieren. durch ei» Blendsenerwerk glänzender Parndoxien den Leser zu ver- bluffen und einzuschüchtern sso ehrlich sie subjektiv gemeint ist), sollte aus allen Gebieten, auf denen sie sich zeigt, mit voller Energie be- kämpft werden. Oder wenigstens, sie sollte in ihre Grenzen, ein für objektive Erkenntnis relativ wertloses, aber vielleicht ästhe- tisch reizvolles Phantasicspiel zu sein, zurückgewiesen werden. Wie lange hat man sich nicht in breiten Kreisen durch die Stinimungs- Philosophie Nietzsches— den unerreichten, genialen Meister dieser Denk- manier— verblüffen lassen, ehe man sich über den bloß ästhetischen Scheinwert dieser ganz ernsthaft mit dem Anspruch auf Erkenntnis auftretenden Gcdankenivelt klar geworden! Welche Verheerungen hat der„Uebermeusch" angerichtet. Wie Nietzsche seinen Lesern den Altruismus, so sucht Mauthner den seinigen„die Sprache", den Glauben, daß durch sie Erkenntnis ausgedrückt und mitgeteilt werden könne, also letzthin das Erkennen selbst zu— verekeln. Der Versuch ist ebenso paradox und, nach dem ersten Baude zu urteilen, mit ebenso untauglichen Mitteln unternommen worden. Die Unsumme von Geist, die über die 700 Seite» verstreut ist, kann dafür nicht entschädigen. C. S. Gold stritt Dr. I., Privatdoeent der Statistik und Wirtschaftspolitik an der Universität Zürich, Bevölkerungsprobleme und Berufsgliederung in Frankreich. Berlin 1900. I. Guttentog Vl u. 223 S. 8°. Die Ergebnisse der letzten französischen Volkszählung") haben den pessimistischen Diskussionen der französischen Bevölkerungspolitiker *) Der zwischen den beiden Volkszählungen erzielte Bcvölkernngs- zuwachs betrug nach den vorläufigen Ergebnissen noch nicht ein drittel Million und kam ausschliejzlich den großen Städten zu gute.— wieder neue Nahrung gegeben. Der al» Satistiker ebenso geachtete wie als Chauvinist bekannte Chef des Pariser städtischen statistischen Bureaus JaqueS Bertillon der Jüngere erörtert an der Hand des Volkszählungsergebnisses im„TempS", daß Frankreich in die Gefahr komme, eine Macht dritten iHanges zu werden, wenn es weiter in der Bevölkerungszunahme so istark hinter den andren Großmächten zurückbleibe. Es ist ja auch richtig, daß Frankreich ohne die ständige Einwanderung fremder Arbeiter seine Industrie nicht weiter entwickeln lassen könnte, daß die Bevölkerungsbewegung der französischen Nation noch ungünstiger ist als die der Einwohnerschaft Frankreichs. Trotzdem haben die französischen Regierungen die Einivanderung stets mißgünstig be- trachtet, schließt doch das neue französische AltersversicherüngS-Gesetz die fremden Arbeiter von der Versicherung aus, ja, eS verbindet mit dem Gesetze eine Steuer auf jeden Arbeiter fremder Ab- stammung."*) Die merkwürdige Erscheinung der langsamen Volksvermehrung in Frankreich hat Politiker, Nationalökonomen und Statistiker inner- halb und außerhalb Frankreichs oft beschäftigt, handelt eS sich doch um eine der interessantesten Fragen, die ebenso die Aufmerksam eit deS Wirtschaftspolitikers wie des Militärs, des ArzteS wie kdeS Statistikers, des Kolonialpolitikers wie des Diplomaten wach er- halten muß, aber auch dem Ethnologen und dem WirlschaftShistoriker Anlaß zu Studien giebt. Nicht bloß der Vergleich der bei den einzelnen Volkszählungen festgestellten Gesamtbevölkerung Frankreichs ist wichtig, mindestens ebenso bedentuggsvoll ist die Verschiebung der Bevölkerung inner- halb Frankreichs. Schärfer noch als bisher kommt bei dem Volks- zähluiigsergebniS von 1901 die Tendenz zum Ausdruck, daß nur die Departements, in denen große Städte liegen, Be- völkerungszunahinen aufweisen, während alle andern, somit die überwiegende Mehrzahl, Bevölkerungsrückgänge aufzuweisen haben; so zeigt sich auch in Frankreich die Verschiebung des Schwerpunktes der wirtschaftlichen Interessen vom Lande m die Großstädte. Wir besitzen in der deutschen Litteratur seit kurzem ein sehr fleißig gearbeitetes und außerordentlich lehrreiches Buch über die französische Bevölkerungsfrage, auf das anläßlich der nun wieder angefachten Erörterung dieser Frage aufmerksam gemacht werden muß. Es ist das oben genannte Buch von Goldstein. Der Verfasser erörtert die Frage nicht vom engen Standpunkte des ausschließlichen Bevölkerungsstatistikers; ohne die bevölkerungs- statistischen Momente irgendwie' zu niedrig zu bewerten, bringt er sie in Zusammenhang mit allen für die tvirtschaftliche Entwicklung Frankreichs charakteristischen Erscheinungen, so mit der Entivicklung •") Die Zahl der Ausländer in Frankreich wächst sehr stark, man zählte naturalisierte nicht naturalisierte Ausländer 1861... 16300 606 400 1881... 77 000 1 001 100 1891... 170 700 1 130 200 1896... 202 700 1 052 000 der Landwirtschast, der Grundeigentums- Verteilung, der Zoll« Politik, der Industrie» Entwicklung, dem Kohlenkonsum, der Arbeiter-Gesetzgebung, der Steuerpolitik, der Bewegung der Staats« schulden.. Bei aller Gelehrsamkeit, bei allem Bienenfleiße, mit dem daS Material zusammengetragen ist, bleibt das Buch anregend und wird es nie trocken. Es hat auch in Frankreich mehr Beachtung gesunden als dies sonst deutschen Büchern zu glücken Pflegt. Aber auch für diejenigen, die der französischen Volkswirtschaft keine specielle Auf«. merksamkeit schenken, ist das Buch lesenswert, weil seine Folgerungen auch für andre Länder und deren wirtschaftspolitische Debatten lehr« reich sind. Dies gilt z. B. für die Feststellung,„daß die Be- Häuptlingen, denen zufolge die Landwirtschaft treibende Bevölkerung die hauptsächlichste und ergiebigste Quelle der Staatsmacht und Staatswohlfahrt, die' Ernährerin des Volkes. die Quelle seiner Fortpflanzung u. a. m. sei, für Frank« reich nicht zutreffen, obwohl gerade in � diesem Lande der Boden überaus fruchtbar ist und die Landwirtschaft treibende Be- völkerung zusammen mit dem ihr in witzjschaftlicher und socialer Hinsicht verwandten Mittelstande den größten Teil der Bevölkerung ausmachen." „Eine jede Epoche der gesellschaftlichen Entwicklung," fährt er dann fort,„hat ihre eignen Bevölkerungsgesetze, und die Bevölke- rungskapazität der Kulturländer wird, in der neueren Zeit, wie wir sahen, in erster Linie durch die Höhe der Entwicklung der Groß- industrie bedingt. Nur dort, wo die Großiiidustrie den unteren Klassen der Bevölkerung wirtschaftlich und social anstrebenswerte Er- werbsstätten für ihre Kinder schafft, haben diese Kreise eine große Geburtcnfrequenz zu verzeichnen."„Sind dabei nochjmehrcre andre, bis zu einem gewissen Umfang in gleicher Richtung wirkende wirt- schaftliche, sociale und moralische Faktoren(weitgehende Boden« Parzellierung, eigentümliche Behandlung unehelicher Kinder und der- gleichen mehr) vorhanden, so Ivird natürlich die Abnahme der Ge- burtenzabl um so eher und um so schärfer zum Vorschein kommen." Goldstein gehört zu den akademischen Lehrern, die vom Marxis- mus viele Anregungen erhalten haben, die wohl auch von ihm auS- gegangen sind und— es für schön finden, die Mode, Marx nicht zu eitlere», mitzumachen. Man vergleiche z. B. den Satz Goldsteins auf S. 206 seines Buches:„Eine jede Epoche der gesellschaftlichen Entwicklung hat ihre eignen Bevölkerungsgesetze" mit dem Satz bei Marx'„Kapital" I(4. Auflage) S. 696:„... wie in der That jede besondere historische Produktionsweise ihre besonderen, historisch gültigen Populationsgesetzc hat". Ebenso wenig wie sich da ein Hinweis auf den geistigen Nährvater findet, so fehlt auch in dem 9 Seiten großen Litterawrverzeichnis die Erwähnung von Marx; und doch ist Marx nicht nur Goldstein wegen seiner all- gemeinen Ausführungen über die Bevölkerungslehre von Nutzen gewesen, Marx hat auch treffliche Bemerkungen über die Tendenzen der französischen Bevölkerungsbewegung gemacht, die Goldstein, wie sei» Buch beweist, unmöglich unbekannt geblieben sein können; so die Stellen im„Kapital" I auf SS. 669 f. und dann besonders auch im ,13. Brnmaire" auf den SS. 66 ff. der zweiten Auflage. — D. Achtung! Achtung! Nachdem die Apothekenbesitzer unter dem 20. d. Mts. den Krankenkassen de» Kredit entzogen haben, sehen die unterzeichneten Vorstände sich veranlaßt, den Kassenmitgliedern folgendes bekannt zu geben: Da die Apotheken den Kaffenmitgliedern Arzneimittel ohne Bezahlung nicht verabfolgen, ersuchen wir die Mitglieder, de» Betrag für daS a»S einer Apotheke zu entnehmende Arznei« mittel z« derauslage» und dann daS Rezept dem nächsten in dem Verzeichnis aufgeführten Droguengeschäft oder im Kassenbureau zu präsentieren, wo ihnen der verauslagte Betrag zurückerstattet werden wird. Mitglieder, die nicht in der Lage sind, das Geld zu verauslagen, erhalten in denselben Droguengeschäften gegen O.uittn»g den notwendigen Vorschnst, sie muffen jedoch dann nach Abholung des Medikaments aus der Apotheke das gestempelte Rezept und den Restbetrag des Borschuffes gegen Rückerstattung der Quittung dem betreffenden Droguisten aushändigen. Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten hat die Rücklieferung möglichst noch an demselben Tage zu geschehen. Zur Lieferung von Arzneimitteln find ans Grund deS 8 SS» Abs. II Zff. Sd deS Krankenversichernngs-Gesetzes nur die folgenden Apotheken zugelassen: Centrum: Apotheke zum schwarzen Adler, Königstr. 61. Fortuna-Apotheke, Dragonerstr. 6a. Löwen-Apotheke, Jerusalenier- straße 3V. Kommandanten-Apotheke, Seydelstr. 16. Westen: Humboldt-Apotheke, Potsdamerstr. 29. Barbarossa- Apotheke, Kurfürstcndamm 1. Kurfürsten-Apotheke, Genthinerstr. 20. Pallas-Apotheke, Goltzstr. 23. Wittes Apotheke, Potsdamerstr. 84a. Engel-Apotheke, Kanonierstr. 44. S ü d- W e st e n: Johanniter-Apotheke, Plan-Ufer 11. Kreuz- berg-Apotheke, Belle-Alliancestr. 76. Auguste Victoria- Apotheke, Königgrätzerstr. 62. Apotheke zum goldenen Einhorn, Gneiseuau- straße 92. Anhalter-Apotheke, Uorkstr. 18. Süden: Apotheke zur Sonne, Prinzenstr. 102. Apotheke zum Schwan, Oranienstr. 148. Urban-Apotheke, llrbanstr. 118. Hohenstaufen-Apotheke, Boeckhstr. 30. S ü d- O st e n: Neander- Apotheke, Neanderstr. 29. Görlitzer- Apotbeke, Görlitzerstr. 48. Adalbert- Apotheke, Ädalbertstraße 16. Emmaus- Apotheke, Reichenbergerstraße 160. Springers Apotheke, Manteuffelstraße 108. Apotheke am Schlesischen Thor, Skalitzer- straße 72. O st e n: Gradts Apotheke. Stralauer Platz 20. Krugs Apotheke, Zorndorferstr. 63. Reichsadler-Apotheke, Große Frankfurterstr. 134, Blumcn-Apotheke, Blumenstr. 73. Stern-Apothekc, Poseuerstr. 7. Nord-Osten: Apotheke zum schwarzen Adler, Neue König- straße 60. Apotheke zu den Frankfurter Linden, Gr. Frankfurter- straße 108. Siegfried- Apotheke, Greifswalderstraße 10. Deutsche Apotheke, Büschingstr. 16. Norden: Prinzen-Apotheke, Prinzen-Allee 69. Nord-Apotheke, Schulstr. 1. Prinzessin Victoria Lonise-Apotheke, Voltastraße 44. Apotheke zum gekrönte» schwarzen Adler, Augiiststr. 60. Zions- Apotheke, Anklamerstr. 39. Gustav Adolf- Apotheke, Koloniestr. 1. Nordhafen- Apotheke, Fcnustr. 31. Borussia« Apotheke. Schönhauser Allee 86. Marien-Apotheke, Wörtherstr. 40. Grüne Apotheke, Chaussee- straße 19. Nordwesten: Roland- Apotheke, Turmstr. 16. Diana- Monbiter Apotheke, Alt-Moabit 18. Fellers Apotheke, Lübeckerstr. 32. Schiller- Apotheke, Alt-Moabit 36 Krouprinzen-Apotheke, Hindersinstr. 1. Stephan-Apotheke, Stendaler- straße 11. Polnische Apotheke. Mittelstr. 66. Phönix- Apotheke, Birkenstr. 6. Benffel-Apothcke, Bensselstr. 66. C h a r l o tt enb u rg: Friedrich Wilhelm- Apotheke, Leibniz- straße 89. Pestalozzi- Apotheke, Kaiser Friedrichstr. 61L. Uhland- Apotheke. Kantstr. 161. Hof-Apotheke, Berlinerstr. 71. Falken- Apotheke, Potsdamerstr. 31. Schöneberg: PallaS-Apotheke, Goltzstr. 23. Rix darf: Reichsadler-Apotheke, Bergstr. 13. Berg-Apotheke, Herniauustr. 146. Lichtenberg: Lichtenberger Apotheke, Dorfstr. 41e. Groß-Lichterfelde: Adler-Apotheke, Drakestr. 66. Steglitz: Apotheke von Nah, Albrechtstr. 19. W e i ß e n s e e: Flora-Apotheke, König-Chaussce 9. Neu-Weißensee: Sonnen-Apotheke, Langhansstr. 82. In Ortschaften, welche nur eine einzige Apotheke besitzen, kann diese nach wie vor benutzt werden. Apotheke, Tunnstr. 28. Die Mitglieder dürfen, abgesehen von dringenden Fällen, Arzneimittel aus andren als den vorbezeichneten Apotheken nicht entnehmen. Rezepte, die dennoch in einer nicht zu gelassenen Apotheke an gefertigt sind, werden von den Kassen nicht bezahlt. Die aus Droguengeschäften zu beziehende» Medikamente erhalten die Mitglieder nach wie vor von den zur'Lieferung zugelassenen Droguisten ohne weiteres gegen Abgabe des vom Arzte unterschriebenen gelben Rezeptformulars ausgehändigt. Die den Apotheken vorbehaltenen Medikamente(weiße Rezeptformulare) werden von der Kaiser Wilhelm-Apothcke(Apotheker Beutel). EiO.. LandSbergerstr. 3; der Scdan-Apothcke(Apotheker Dr. Wedel), Schöneberg, Sedanstr. 3, auch ferner auf Kredit geliefert. In ihrem eignen Interesse werden daher die Kaffenmitglieder gebeten, soweit angängig, diese Apotheken z« bevorzuge». DaS Verzeichnis der Droguengeschäfte wird den Mitgliedern in den Kaffenlokalen bezw. Betriebswerkstätten verabfolgt. Berlin, den 20. Juni 1901. Vis Vovstiindo der 1. Allgemeinen OrtS-Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. R. Weiße, Vorsitzender. 2. OrtS-Krankenkasse für die in den Geschäftsbetrieben der Anwälte ze. beschäftigten Personen. I, Cohn. W. Ohse. 3. Orts-Krankeukasse der Dachdecker. G. Krebs. 4. OrtS-Krankenkasse der Drechsler und verwandten Gewerbe. P. Binte, Vorsitzender. 6. OrtS-Krankenkasse für daS Goldschmiede-Gewcrbe. E. Davidshäuser, Vorsitzender. E. Rabe, Schriftführer. 6. OrtS-Krankenkasse der Hntmacher, Hutfonrnitnren- und Filzwarenverfertiger. K. Kümmert. 7. OrtS-Krankenkasse der Lackierer. H. Runge. 8. OrtS-Krankenkasse der Maschinenban-Ärbeiter und verwandten Gewerbe. A. L ü b k e, G. P a p e n d o r f. 9. OrtS-Krankenkasse deS ManrergewerbeS. A. D a e h n e, Vorsitzender. A. K e l p i n, Schriftführer. 10. OrtS-Krankenkasse der Nadler nnd Siebmachcr. R. Schmidt. Denle«»»»- gröaste Auswahl. 11. OrtS-Krankenkasse der Schneider. Frau R e i m a n n. E. Jache. 12. OrtS-Krankenkasse der Stellmacher. F. I o s e w s k i. 13. OrtS-Krankenkasse der Strumpfwirker. B. Döring, Borsitzender. 14. OrtS-Krankenkasse der Uhrmacher. G. L a e t s ch. H. B r ö k e r. 16. OrtS-Krankenkasse der Vergolder, Goldschläger und BerltfSgenosseu. E. V o g e s. I. A ß m a u n. 16. OrtS-Krankenkasse für Tempelhof und Umgegend. W. K u n z e. O. R i e s. 17. BetriebS-Krankenkasse der Firma Th. Hildebrand u. Sohn. I. Dresel. 13. BetriebS-Krankenkasse„Union" ElektricitätS-Gesellschaft. O. Pinagel. C. M a l i n o w S k i. 19. HilfS-Krankeukaffe der Xylographen. M. Michaelis. Stnsng fest« Preise. Feinste Mass-Anfertigung. Zur Re*se Herren-Jacketts aus Lüstre, Alpacoa, Panama, Cachemire und Cheviot 3,50, 4,—, 5,25, 6,—, 6,50, 7,50, 8,—, 8,50, 9,— u. 10,50 Mk. Herren-Hosen aus haltbaren Waschstoffen, sehr solide Fabrikate, 2,—, 2.50, 2,75, 3(50, 4,50 und 6,— Mk. Joppen aus Wasohstoff 1,25, 1,75, 2,25, 3,—, 3,75 und 4,25 Hk. Falten• Joppen 5,—, 6,—, 6,50 Mk.(stanbmttntel aus Drell 4,50 Mk., aus Alpacoa 12,� Mk. Knaben- Waschansügc in aparter sehr eleganter Ausführung 2,—, 2,50, 3.—, 3,50, 4,60, 5,— Mk. Burschcn-Anzttse von 2,50 bis 12,— Mk. JKInzelne Hosen und Joppen. Carl Stier, Fabrik für Herren- und Knaben-Garderobe- [171 IL* Berlin, Oranienstr. 160. Potsdam, Brandenbnr�erstr.»3. Tadelloser Sitz.— Beste Verarbeitung. Verantwortlich« Redacteur: Carl Leib in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb.«lock« in Berlin. Druck und Verla» von Max Babing in Berlin.