Nr. 162. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit fluftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post 8eitungss Preisliste für 1901 unter Br. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresser Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Quittung. Sonntag, den 14. Juli 1901. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. In einer Großstadt wie Berlin können die Arbeiter nicht Verbände, z. B. die hiesige Tischlerinnung, andirekt mit dem Aufsichtsbeamten in Verbindung treten und gelegen sein lassen, dieses Vorgehen allgemein zu ihn nicht in der Sprechstunde aufsuchen, weil ihnen dies die machen." Im Monat Juni gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: weiten Entfernungen zu beschwerlich machen. Des- Helfen wird ja dieser wohlverdiente Rüffel, den Alt- Warthau i. Schl., von Parteigenossen 30,- Berlin, Bei- halb war auch der Besuch der Sprechstunden kaum der Gewerberat der Tischlerinnung erteilt, nicht, dazu träge der Wahlkreise: 2. Kreis 800,-. 4. Kreis Oſt 1000- nennenswert". Dagegen hat die Zahl der schrift sind solche Innungsbrüder viel zu dickfellig. Hier 4. Streis Südost 1000,-( darunter A. B. 23 30,-, Moritz und lichen Beschwerden zugenommen; eine große fönnte nur ein planmäßiges und geschlossenes Wringe durch H. Müller 3,-, Tischlerei Pork und Specht, Bierprozente 15,-). 6. Kreis Moabit 239,03( darunter Briesenflub 7,-, 3ahl dieser meist voll begründeten Klagen ging Vorgehen der Berliner Tischler den InnungsG. J. 3, 2 Oestreicher, 1 Belgier 1,20, Geburtstagsfeier Quigowe anonym ein." Herren beibringen, daß auch sie verpflichtet sind, nicht ftraße 89 2,-). 6. Streis Wedding und Oranienburger Bor Der wirtschaftliche Aufschivung des vergangenen Jahres wider die guten Sitten zu handeln! stadt 600,-( darunter Bierproz. d. Gießerei Gebr. Arndt 12,65). gab sich in einer Zunahme der beschäftigten Rechte wollen ja die Unternehmer den Arbeitern über6. Kreis Schönhauser Vorstadt 700,-( darunter A. B. Arbeiter kund. Die Zahl der Jugendlichen betrug haupt nicht zugestehen und so ist denn auch das winzige Mister 1,- Aug. Rogge, Steinträger 2,-). 6. Streis Rosen- 14 023 und war um 3,7 Broz. gestiegen, die der Arbeite Recht, daß Arbeiterausschüsse gebildet werden können, thaler Borstadt und Gesundbrunnen 800,-. Berlin, diverse Beiträge: rinnen über 16 Jahr betrug 60 340 und war um 7,2 Proz. nur in ganz geringem Umfange zur Geltung gekommen. Frl. C., gefüllte Rose 20,-. Dr. L. A. 50,-. A. K. 30,-. Kontob.- Arb. vom Wedding 5,- Cigarrenfabrik R. Schulze, Friedrichsfelder- gestiegen, die der männlichen erwachsenen Ar- Mehr Einsicht beweisen die Statuten der von der Allgestraße 21, 5, Jule, Ritterstr. 85, 2. Quartal 19,10... 50,- beiter betrug 154 820 und war um 10,5 Broz. gestiegen. meinen Elektricitätsgesellschaft ins Leben geA. B. 50,-. G. E. 50,-. Von d. Arb. d. Neuen Genossenschaftsbäderei, In der Maschinenindustrie,( 1) hauptsächlich bei der Fabrikation rufenen Wohlfahrtsausschüsse. Sie bestehen aus außer Berger, für Ueberstunden von 1, M., Summa 19,- elektrischer Glühlampen und Telephonapparate nahm die Zahl Ingenieuren, Meistern, Arbeitern und Arbeiterinnen; letztere Buchhandlung Vorwärts, P. S. 10 000,- Arbeiter und Arbeiterinnen der Arbeiterinnen um 28 Proz. zu und beträgt jetzt werden von der Direktion aus den Vorstandsmitgliedern bezw. den der Buchbinderei v. Bading 15,-. St. 50,-. H. Cohn, Wildungen gegen 5000, in der Textilindustrie wuchs sie um 17 Broz. und Delegierten der Betriebs- Krankenkasse ernannt, besser wäre, die 3,-. M. G. 2, Werkabteil. v. M. Bading 20,-. Gracchus 3,- beträgt jetzt gegen 5500. Die Gesamtzahl der Arbeiterinnen Direktion überließe den Mitgliedern der Kasse die Wahl auch dieser Hempel 2, Gasmesser Mariendorf d. A. W. 20,-. Bleisteg 1, im Verhältnis zu der der Arbeiter ist aber geringer als im Vertrauensleute. Der Ausschuß hat die Aufgabe, durch eine Witgl. b. U.-Dr. 5,70. Mitgl. d. Verbands Deutscher Buchdruder im Vorjahre, nämlich 26,3 Proz. gegen 27 Proz. Vorwärts" 100,-... 5,-. Roter Bund v. C. N. u. Co., regelmäßige Besichtigung sämtlicher Räume der Apparatfabrik Alexandrinenstr. 27 40,-. Bremen, v. d. Parteigenossen 300,-. Die im Sommer 1900 eingetretene Beunruhigung der dafür Sorge zu tragen, daß fehlende Schutz oder Beru 50,- Buxtehude, v. d. Alten durch Weber 3,-. Breslau, Industrie hat jedoch, wie der Bericht mitteilt, eine Anzahl Sicherheitsvorrichtungen oder Verbesserungen socialdemokr. Verein 50,-. Crimmitschau, von den Parteigenossen von Fabriken zur Einschränkung der Produktion gezwungen derselben an Maschinen und dergleichen schnellstens angebracht 250,- Chemnik, 16. fächs. Reichstagswahlkreis 150,-. Dresden und die Nachfrage nach Arbeitskräften vermindert. Arbeiter werden. Ferner hat er besonders zu beachten, ob den 2. Sch. 1,-. Darmstadt- Groß- Gerau Wahlkr. 100,-. Elberfeld, entlassungen haben zwar im bemerkenswerten Umfange sanitären Erfordernissen in den Fabrikräumen, v. socialdemokratischen Volksverein 300,-. Erfurt, Wahlkreis nur vereinzelt stattgefunden, aber das intensive Arbeiten mit Höfen usw. Genüge geleistet wird und ob die zum Schutz Erf- Schl.- Ziegenv. 50,-. Faltenberg( Oberschl.) 2. Franken- eberstunden hat aufgehört; in der Maschinen- und gegen elektrische Leitungen, Feuers- und Explosionsgefahr hausen a. St., v. Barteigenoffen 20,- Frankfurt a. M., durch den Eisenindustrie ist in vielen Betrieben sogar eine Verdurch leicht entzündliche Stoffe wie Benzin usw. getroffenen Vertrauensmann 700,-. Greiz, Wahlkreis ä. 2. 50,-. von Parteigenossen 10,- Hagen i. W., Auchgenosse 2, Hamburg, fürzung der regelmäßigen Arbeitszeit vor- Vorschriften und Maßnahmen zweckentsprechend find. im Monat Juni in der Expedition des„ Echo" eingegangen 190,20. genommen worden. Haßfurt a. M., 2. Richter 3,-. Hagen i. W., Ungenannt 3,-. Welch schwerer Zukunft die Arbeiter jetzt entgegengehen, Hirschberg Schönau i. Schl., durch den Vertrauensmann 10,40. wo die Krisis immer mehr um sich greift, zeigt der Hinweis Halle a. S., durch den Vertrauensmann 300,-. Hannover 1000,- der Aufsichtsbeamten, daß schon im Vorjahr zu dem Minder Jena, 3. weimarischer Wahlkreis, 2. Quartal 30,- Kiel, vom verdienst noch die Steigerung der Preise für Lebens München, Waldläufer 5,- Nürnberg- Altdorf, sociald. Verein 20,-für Wohnungen hinzugefellte! Lahr i. B., Altvater 5- mittel und Brennmaterial hinzufam, dem sich die Niederzwönig, 19. fächs. Reichstags- Wahlkreis 50,- Botschappel, 6. jächsischer Reichstagswahlkreis und Gewerkschaftskartell Blauenscher Grund 200,-. Solingen, durch den Vertrauensmann E. F. von den Parteigenossen in Gräfrath 15,-, vom Volksverein in Wald 25,-, vom Volksverein in Solingen 7-, vom glücklichen Gewinner in Wald 3,-, Summa 50,-. Schiffbed, social demokratischer Verein 75,- Schwäbischer Zinsgroschen 250, Wirges, sociald. Verein in Dr. Liebers Wahlkreis 50,-.. 9. 3. 2000,- Zabrze, gesammelt auf einer Kindtaufe von deutschen Genossen 3,10. ,, Kleinere Betriebe," heißt es im Bericht, ließen Sicherheitsausschuß dringend erforderlich! Leider weiß der Ju der Quittung in Nr. 136 des„ Vorwärts" vom sich öfter durch ihre schwierige wirtschaftliche Lage dazu Bericht nichts von den so zahlreichen Uebelständen 14. Juni dieses Jahres muß es unter den Einzelbeiträgen des verleiten, sich durch Annahme einer zu großen Zahl jugend- zu melden, die in den Berliner chemischen vierten Berliner Wahlkreises nicht heißen Lange'scher Gesang- licher Arbeiter billige Hilfskräfte zu verschaffen. Fabriken vorhanden und seitens der dort beschäftigten verein, sondern Langesches Doppelquartett. Der in der gleichen Vielleicht wird es möglich sein, öfter auf Grund des§ 128 Arbeiter schon zum Gegenstand öffentlicher Beschwerden gemacht Quittung unter eis aufgeführte Betrag von 50,- wurde ge- der Gewerbe- Ordnung, welcher eine Beschränkung der Zahl worden sind. Da bei der letzten Versammlung im vorigen Monat geben von den Parteigenoffen des Wahlkreises Beiz- Weißenfels der Lehrlinge zuläßt, gegen solchen Mißbrauch einzuschreiten. ein Vertreter der Gewerbe Inspektion anwesend war, wird Naumburg. Berlin, den 11. Juli 1901. In einem Falle ist dies auf Anregung des Gewerberichts hoffentlich in diesem Jahre eine eingehende Besichtigung und feitens der Gewerbedeputation des Magistrats, welche hier dementsprechende Berichterstattung stattfinden! zuständig ist, geschehen. Für eine Mechaniker- Lehrwerkstatt wurde die Zahl der Lehrlinge auf sechs festgesetzt und dabei die Bedingung gestellt, daß außer dem Inhaber noch ein Wertmeister sich mit ihrer Ausbildung befassen müsse." 7. schlesw.- holst. Wahlkreis 100, Hastedt, Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. • Solche Sicherheitsausschüsse würden die Gewerbe- Aufsicht sehr zweckmäßig ergänzen, wenn sie wirklich unabhängig ihrer Aufgabe nachgehen können. Dazu gehört, daß die Arbeitermitglieder Personen sind, denen das Wohl und Wehe ihrer Kollegen wirklich am Herzen liegt, so daß sie den Mut haben, für dieselben einzutreten, auch wenn dies der Direktion nicht angenehm ist. Wenn den Arbeitern der Fabrit Einige Fälle besonders starter A us beutung, namentlich die Wahl der Ausschußmitglieder obliegt, wird dadurch iugendlicher und weiblicher Arbeiter, konnten schon eine gewisse Garantie gegeben, daß charakterfeste Verdie Aufsichtsbeamten feststellen die weitaus meisten Fälle treter gewählt werden. Dadurch würden sie auch, indem sie entziehen sich ja ihrer Kenntnis, da es vorwiegend die an der gesamten Arbeiterschaft als deren Vertrauensleute fleineren Betriebe sind, in denen sie am meisten vorkommen Rückhalt finden, die erforderliche Unabhängigkeit und gerade diese am wenigsten von den Beamten besucht gegenüber den Unternehmern besigen. Ganz besonders für werden. die Arbeiter in den chemischen Fabriken wäre auch solcher Die verschiedenen Fälle von Gesundheitsschädigungen, die der Berliner Bericht in Metallgießereien, Accumulatorenfabriken und dergl. mitteilt, besprechen wir später einmal bei Betrach tung der gewerbehygienischen Mißstände im allgemeinen. Hier sei nur erwähnt, daß in Bäckereien und Schlächtereien die Schlafräume in recht bedenklich em 8ustande" befunden wurden. " Victor Adler Die Gewerbe- Aufsicht Die Arbeiterinnen in Konfettionswert in Berlin- Charlottenburg 1900. stätten leiden unter der halben und lahmen Art der für fie erlassenen Schutzvorschriften. Diese gestatten für 60 Tage Berlin ist neben München- Gladbach vorläufig der einzige im Jahre eine länger als 11 Stunden dauernde Arbeitszeit; Bezirt, in dem auch eine Assistentin bei der Gewerbe- flugs haben die Unternehmer diese Ueberarbeit auf die SonnAufsicht angestellt ist. Das Ergebnis ihrer Thätigkeit kenn- abende verlegt, an denen die Arbeiterinnen sonst nicht nach zeichnet die Rolle, welche heute die Gewerbe Aufsicht spielt. 5 Uhr nachmittags beschäftigt werden dürften. Dadurch ist Die Unternehmer, heißt es im amtlichen Bericht, den für die Berliner Konfeftionsarbeiterinnen noch eine Verder Regierungs- und Gewerberat Hartmann erstattet hat, schlechterung gegenüber der früheren Zeit, in der keine nahmen anfänglich eine ablehnende Haltung gegen Verordnung sie angeblich schütte, eingetreten, da früher für beschieden, der als erster Socialdemokrat in den niederöftreichischen die Assistentin ein! Natürlich sie witterten neue Chitanen", sie weit zeitiger als jetzt der Schluß der Arbeit am Sonn- Landtag eingezogen ist. Als einzelner muß er gegen die Horde der wie sie die Kontrolle der gesetzlichen Vorschriften zu nennen abend eintrat! belieben! Allmählich scheinen sie sich aber in das Unabänder" im Niederöstreichischen Landtag. Ein schweres Stück Arbeit ist unsrem Parteigenossen Victor Adler unsägliche christlichsociale Verwahrlosung und Verkommenheit ver christlichsocialen Niedertracht stehen, als einzelner das Recht der Vernunft und Kultur, den erlösenden und erhöhenden Socialismus gegen die teidigen. In unfrent Wortführer ist dem Bürgermeister Lueger, dem sägliche christlichsociale Verwahrlosung und Verkommenheit verObersten aller Schande und Lüge, ein Widersacher erstanden, dessen teidigen. In unserem Wortführer iſt dem Bürgermeister Lueger, dem moralische und intellektuelle Schläge der charakterlose Heros der liche gefügt zu haben, namentlich da Fräul. Reichert Sandelsgeschäften der konfettionsindustrie Ganz schußlos sind die Arbeiterinnen in denjenigen sich nicht verblüffen ließ; der Gewerberat stellt ihr das geblieben, in denen Werkstätten zur Abänderung der vom Zeugnis aus, daß sie durch ihre Sachkenntnis und ihr ruhiges Lager verkauften Stücke unterhalten werden. Die Arbeitszeit ficheres Auftreten die anfänglich ablehnende Haltung der ist dort oft übermäßig lang da aber diese Werkstätten Unternehmer bald beseitigte." Persönliche nähere Beziehungen weder zu den Fabriken noch zu den Konfektionswerkstätten moralische und intellektuelle Schläge der charakterlose Heros der zu den Arbeiterinnen hat sie noch nicht bekommen, die Be- gerechnet werden, sind die Arbeiterinnen in denselben schutz- chriftlichsocialen Demagogie nicht so leicht verwinden wird. schwerden, die ihr zugingen, sind fast ausschließlich durch los. Wie überhaupt eine Verbesserung der im Jahre 1897 den christlichsocialen Herrschaften gründlich abzurechnen. Wir möchten Vermittelung der Beschwerdet ommission zuge erlassenen Verordnung notwendig ist, so in erster Linie eine solche, welche die Beschränkung auf Großbetriebe aufhebt und aus den Verhandlungen des Landtags einige charakteristische Scenen die Schutzbestimmungen auf alle Betriebe der Konfektion wiedergeben: ausdehnt. # In dieser Woche hatte Genosse Adler bereits Gelegenheit, mit gangen. Das ist auch der ganz richtige Weg und wenn die Assistentin fortfährt, diese Beschwerden so wie bisher gewissen haft zu beachten, wird sie sich als sehr nüßlich erweisen. Gegenüber den Arbeitern suchen sich die Unternehmer Genosse Adler spricht über die von den Klerikalen verübten Gehört doch Berlin mit zu denjenigen Orten, in denen die auch im Berliner Bezirk dadurch um den gesetzlichen Schutz Lehrermaßregelungen und erklärt, er fürchte sich nicht vor klerikalen unzureichende Anzahl von Gewerbe Aufherumzuschleichen, daß sie in den Arbeitsordnungen die Be- Lehrern, er fürchte sich vor gar keinem Menschen, der eine Uebersichts- Beamten es zur Unmöglichkeit macht, daß ſtimmung des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches Schottengymnasium zugebracht und sei den Herren dort vielfach zum zeugung hat, wenn sie ehrlich ist. Er habe seine Jugend am eine genügende Kontrolle der Arbeiterschutz- Bestimmungen außer Straft sezen, so daß der Arbeiter, der für eine verhältnis- Dante verpflichtet. Es waren ausgezeichnete Pädagogen, die dort besteht, wenn nicht die Arbeiter selber diese Aufsicht mäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person unterrichtet haben. übernehmen und durch Beschwerden an die Aufsichts- liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung Abg. Sturm: Die werden es heute noch bedauern, daß Sie beamten deren Aufmerksamkeit dorthin lenken, wo sie not verhindert wird, nicht den ihm durch§ 616 des B. G.-B. dort in die Schule gegangen find! thut. Von den im Bezirk Berlin- Charlottenburg vorhandenen zugesicherten Lohn erhält. Gewerberat Hartmann wendet Abg. Dr. Adler: Das weiß ich nicht. In demselben Jahr9774 Fabriken mit 229 228 Arbeitern wurden im Jahre 1900 sich mit erfreulicher Schärfe gegen diesen Mißbrauch ihrer gauge waren Bernerstorfer und Zemain. Wir alle find dem Herrn nur 3689 Fabriken, das sind 38 Pro 3., mit 140 269 Ar- Macht, den die Unternehmer hiermit treiben. Er sagt:" Es Dr. Zueger nicht sehr angenehmi geworden, es war ein schlechter Jahrgang.( Lebhafte Heiterkeit.) beitern, das sind 61 Proz, revidiert, mithin noch weniger, muß als unbillig bezeichnet werden, wenn ein von der als der Durchschnitt für Preußen ergiebt, da er 39 Proz. der bürgerlichen Gesetzgebung anerkanntes Recht vollständig zu Abg. Dr. Lueger: Das war das reine Reblansjahr! Abg. Dr. Adler: Also vor politischer Ueberzeugung haben wir Fabriken und 75 Proz. der Arbeiter beträgt. nichte gemacht wird, und wenn es sich Unternehmer- uns nicht zu fürchten; wovor wir uns aber fürchten, das ist jene Verderbung des Charakters, die solche Leute wie Herr Dr. Lueger 1 Abgeordneter Dr. Adler: Ich erkläre, daß die Arbeiterschaft! die dazu notwendigen Mittel: Organisation, Koalition, Streit. Die durch seine Maßregeln herbeiführt. Ich würde meine Kinder ohne diese Partei nicht nur bekämpft, weil sie als eine fleritale Partei, Großindustrie verlangt Ausnahmegeseze nach dem Muster der Zuchtweiteres flerikalen Lehrern in die Schule geben: ich würde aber nur sondern weil sie fie als eine sittliche, politische, intellektuelle Gefahr für Hausvorlage gegen die Arbeiter, damit sie verhindert werden, auch mit Zittern den Leuten meine Kinder in die Schule geben, die von die Bevölkerung hält.( Lärm.) nur den bescheidensten Teil des Profits der Unternehmer für sich zu Abg. Sturm: Das sagt ein Jube. gewinnen. Ihnen gezwungen sind, ihre Ueberzeugung zu verleugnen.( Lueger: Das ist eine Phrase:) Für Sie ist alles Phrase, außer das Streben, vorwärts zu kommen und in der Sonne zu weiden und zu Aemtern zu gelangen. Abg. Dr. Lueger: Sie weiden sich in der Sonne, aber fagen Sie, wo wir uns weiden! Abg. Dr. Adler: Herr Bürgermeister, Sie sind doch dafür befamut, daß Sie gute Wize machen, warum machen Sie jetzt so schlechte? ( Heiterkeit.) Die Arbeiter stehen jederzeit mit voller Energie und Thatkraft auf Seite der Lehrer und werden ihr Aeußerstes darau fezzen, jedes Attentat, das von Ihrer Seite auf die Schule ge= plant wird, zu vereiteln. Abg. Schneider: Studentinnen aus der Novaragasse( eine Bordellstraße). Abg. Wohlmeyer: Ein jüdisches Urteil über das christliche Bolt! Abg. Dr. Abler: Sie bekämpft diese Partei, die Wien gum Gespött der ganzen Welt gemacht hat. Sie wissen ja selbst, daß ich recht habe. Sie haben in das politische Leben den Nadau und die persönliche Beschimpfung eingeführt. Sie haben die persönliche, bewußte Verleumdung... ( Großer Lärm.) Der Landmarschall giebt unausgesetzt das Glockenzeichen. Abgeordneter Dr. Gefimaun( erregt): Das sagt der Juhaber der Arbeiter- Zeitung", der jeden Tag jede Partei ohne Unterschied in der gemeinsten Weise beschimpft und in der jede Zeile Lüge und Verleumdung ist.( Stürmische Zurufe gegen Dr. Adler und große Erregung und Unruhe.) Abg. Dr. Adler wirft die Frage auf, wodurch eigentlich die Christlichsocialen zur Macht gebracht wurden. Neben der Feigheit Abgeordneter Dr. Adler: Wenn Sie fich ausgetobt haben, unsres Bürgertums haben Sie auch zur Macht gebracht die Illusionen, lassen Sie mich wieder weiter reden. Ich habe Ihnen gesagt, was rachten Tage, am Am nächsten Tage, am Freitag, ging die Debatte weiter. ging die Sie in dem kleinen Bürger zu erweden verstanden. Sie sagen, ich Ihnen zu fagen hatte.ie haben bem Tag, an dem wir seien die Feinde des Kleingewerbes; das ist natürlich wieder Ihnen gefällt, das habe ich nicht erwartet, hören müffen. Daß es eine starte optische Täuschung.( Abg. Dr. Lueger: Oh nein 1) In ich Ihren Beifall hätte, würde ich mir einen Strick taufen.( OftenBezug auf Sie, Herr Bürgermeister, habe ich schon seit Jahren tativer Beifall auf der Linken. Lärm bei den Christlichsocialen.) eine eigene Auffassung. Die meisten andern Menschen, die ich kenne, sprechen, was sie glauben; Sie, herr Bürgermeister, glauben, was Sie sprechen, und zwar glauben Sie Abg. Dr. Lueger beteuert die Arbeiterfreundlichkeit seiner es nur so lange, als Sie es sprechen, und Sie Partei. Die Spige der Kirche, der Papst, sei ein Arbeiterpapst, der glauben immer wieder etwas andres. Was ist nun für die Arbeiter Worte werkthätiger Hilfe gefunden habe. Nur in die Ursache, daß Sie sich in Wien und Niederöstreich alles erlauben einem Reiche mit so schwachen Regierungen wie in Oestreich können fönnen? Eine Wahlordnung, die von den Liberalen gemacht wurde. Socialdemokraten und Alldeutsche, die ehrloser, verkommener Das Resultat ist heute, daß das Land an die klerikale Pluto- und niederträchtiger find als jede andre Partei, ihr Wesen tratie ausgeliefert ist. Wir haben durch die böse Gemeinde- treiben. Socialdemokratische Republikaner und alldeutsche Landeswahlordnung in Wien eine Erweiterung des Wahlrechts.... Abg. Sturm: Also kein Wahlrechtsraub? Abg. Dr. Adler: Oja! Wenn ich auch einen Anspruch auf 1000 fl. habe und Sie fuchteln mir mit einem Hunderter unter der Rafe herum, geben mir das andre aber nicht, dann haben Sie mir 900 fl. geraubt! Abg. Sturm: Sie sind eben ein Jude und kriegen nie genug! Abg. Dr. Adler: Jetzt haben Sie mich entlarvt; es freut mich, daß Sie nach einer so turzen Bekanntschaft mich so durchschaut haben. ( Heiterkeit links.) Redner bespricht die Wahl in Favoriten und hebt hervor, daß viele Leute in die Wählerlisten keinen Einblick nehmen durften. Abg. Dr. Lueger: Bitte mir zu sagen, wann und wem die Einsicht verweigert wurde. Abg. Dr. Adler: Niemand von uns durfte selbst in die Liste fchauen. Abg. Schneider: Natürlich, sonst wäre die Wählerliste gestohlen worden Abg. Dr. Adler: Es ist 1/28 Uhr, da scheint die Alkoholwirkung sich wieder mehr geltend zu machen. Der sehr berechtigte Wunsch aber, diese Wählerliste abzuschreiben, um eine Kontrolle vornehmen zu können, ob alle eingetragen sind, wurde uns abgeschlagen, obwohl wir die unwiderlegliche Ueberzeugung haben, daß in den Händen der christlichsocialen Agitatoren eine vollständige Abschrift dieser Wählerliste war. Abg. Dr. Lueger: Sie haben sie auch gehabt. Also was be. schweren Sie sich? Abg. Dr. Adler: Wir hätten sie ein bißchen früher bekommen follen, zur felben Zeit wie Ihre Parteigenoffen. Abg. Dr. Lueger: Ein andresmal bekommen Sie sie gar nicht! Wenn Sie sich beschweren, daß Sie sie kriegen, so triegen Sie sie halt nächstens nicht! Abg. Dr. Adler: Jezt habe ich Sie, wie Sie find. Ich bin Arzt; erlauben Sie mir, Ihnen diesen klinischen Fall darzustellen. Ich beschwere mich darüber, daß wir die Wählerliste zu spät, und zwar später als die Bürgermeisterpartei bekommen haben. Nun steht der Bürgermeister auf und sagt: Sie wollen also die Wählerliste nicht; Sie beschweren sich, daß Sie sie bekommen, also triegen Sie sie nicht. Das ist der ganze Lueger, wie er leibt und lebt; ungemein liebenswürdig, fesch und kulant, aber nicht ein wahrer Faden an ihm. Abg. Dr. Lueger: Thun Sie sich nicht so ärgern! Abg. Dr. Adler: Ich habe es schon lange verlernt, mich über Sie zu ärgern. Für mich find Sie nur ein Gegenstand des...( Rufe bei der Majorität: des Hauses!)... nein, des Abscheus, weil ich Sie für einen für dieſe Stadt und für dieses Land höchst gefähr lichen Menschen halte.( Lebhafter Beifall.) Abg. Kern: Weil er ein ehrlicher Mann ist, darum wird er gehaßt.( Energische Protestrufe feitens seitens der Majorität gegen Dr. Adler.) Abg. Dr. Adler: Wenn Ihnen diese Herren nicht mehr zu jauchzen würden, wäre es ja gar traurig. Aber es wird schon tommen, verlassen Sie sich auf die nicht. Abg. Dr. Adler: Diese flerifale Partei, die da herrscht, wird bon der Arbeiterschaft bekämpft in jeder einzelnen ihrer Tendenzen. nicht mit Wir haben es und das wiſſen die Arbeitertei zu thun In diesem Sinne erklärt Herr Bueck auch der flimmerlichen staatlichen Socialreform den Krieg, die mit der Zuchthausvorlage verfolgten Biele gebe die Industrie nicht auf: Diese Ziele wird der Centralverband nach wie vor mit aller Entschiedenheit erstreben und sicher auch über furz oder lang erreichen. Denn die jetzt von den maßgebenden Stellen eingeschlagenen Wege der Socialpolitik werden unzweifelhaft, und mag es auch noch lange dauern, an einen Punkt führen, der die Umkehr zur unerbittlichen Notwendigkeit machen wird. Für die gegen die Socialdemokratie gerichteten Bestrebungen des Centralverbandes ist es aber vollkommen gleichgültig, ob jene ihre auf Revolution und Umsturz gerichteten Jbeen herauskehrt oder eine gemäßigtere Haltung zur Schau trägt. So thöricht ist der Centralverband nicht und sind es nicht die ihn leitenden Kreise, daß sie die von der Socialdemokratie drohende Gefahr in dem gewaltsamen Umsturz der bestehenden Staaten und der sie bildenden Gesellschaft und ihrer Ordnung erblicken. Damit hat es gute Wege. Der Centralverband erblickt die Gefahr vielmehr in der Macht der Socialdemokratie, die ruhige stetige Arbeit des Volkes willkürlich und böswillig zu unterbrechen und zu stören und dadurch die fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung, diese notwendigste Grundlage für das Gedeihen der Staaten und Gesellschaft, nachhaltig zu behindern bezw. zu untergraben. Gegen diese Macht, die zu fördern und zu kräftigen mannigfache Maßnahmen unsrer neueren socialpolitischen Gesetzgebung wohl geeignet find, richtet sich auch durchaus nicht die sogenannte " Mauferung" der Socialdemokratie." verräter föimen und dürfen in östreichischen Schulen nicht unterrichten. Was das Frauenwahlrecht betrifft, ſagt Redner, alle anständigen, ehrenhaften Frauen, die Gefüht Also die gewerkschaftlichen Bestrebungen find es, welche der für ihre Familien und für ihre Kinder haben, müssen christlich- Centralverband in erster Linie verfolgt, und der Streit gilt ihm noch social sein.( Stürmischer Widerspruch links.) Dr. Adler hat auch immer als Zuchthausverbrechen. von Sittlichkeit gesprochen, und da habe ich dazwischengerufen:„ Der Vertreter der Novaragaffe!" Da ist Dr. Adler in der unglaublichsten Dann philosophiert Herr Bued über die„ Bernsteinſche Richtung", Weise über mich hergefallen. Dr. Adler wird doch nicht in Abrede die er für noch viel gefährlicher hält als die alte Socialdemokratie stellen, daß zwölf Frauen in den auffallendsten Gewändern im Fiaker mit ihren hiruverbrannten lächerlichen Ideen vom Zukunftsstaat, herumgefahren sind und für ihn agitiert haben?( Stürmische Rufe Umsturz und großem Kladderadatsch": bei den Christlich- Socialen: So ist es!) Abg. Dr. Adler( schreiend): Was hat das mit der Novaragasse zu thun? Antwort! Antwort! Abg. Dr. Geßmann: Weil es solche aus der„ Novaragaffe" waren! Abg. Dr. Adler: Ich will vom Lueger Antwort! Antworten Sie! Abg. Dr. Lueger: Mir ist mitgeteilt worden, daß sie aus der Novaragaffe waren, ja was ist denn an der Novaragaffe daran? ( Großer Lärm.) Abg. Dr. Adler: Aber stellen Sie sich nicht so! Dieser Rückzug ist ebenso feig als dumm.( Tumult bei den Christlich- Socialen.) Abg. Dr. Geßmann: Es find Prostituierte aus der Novaragaffe unter Ihren Agitatorinnen erkannt worden! Abg. Dr. Adler: Herr Landesausschuß, Sie Iügen! Abg. Dr. Lueger: Ich glaube, wir schließen das Kapitel über diefe neueste Art von Wählerfang. Sie brauchen fich kein Patent darauf zu nehmen, das Stückl macht Ihnen keiner nach! Abg. Dr. Adler: Gemeinheit. Abg. Dr. Lueger schließt mit der Bemerkung, der Kampf zwischen der jüdischen und der christlichen Weltanschauung werde noch lange dauern, die christliche Weltanschauung werde aber sicher den Sieg davontragen.( Stürmischer Beifall rechts.) Abg. Dr. Adler: Es ist tief bedauerlich, daß Dr. Lueger heute wieder jene Infamie eines antisemitischen Blattes, die bewußt erlogen ist, reproduziert und nicht den Mut gefunden hat, dieselbe vollständig zurückzuziehen und von sich abzuhalten.( Großer Lärm bei den Christlich- Socialen.) Abg. Dr. Geßmann: Ich erkläre, daß Prostituierte für Sie agitiert haben. Abg. Dr. Adler: Beweisen Sie das! Abg. Dr. Geßmann: Sie sind mir von Leuten gezeigt worden, welche die Betreffenden gekannt haben. Abg. Dr. Adler: Gut, dann werden wir uns an Sie halten; wir werden Ihre fachmännischen Kenntnisse verwerten. ( Große Heiterkeit links.) Abg. Dr. Geßmann: Ich habe ausdrücklich gefagt, daß andre die Betreffenden gekannt haben. „ Um aber den Halt in den blöden, urteils. Iofen Massen der Socialdemokraten nicht zu verlieren, tritt diese Bernsteinsche Richtung um so stärker und energischer für eine umfassende starke Organisation der Arbeiter durch die Socialdemokratie ein. Bon jenen Schlacken befreit, wird diese Organisation an Macht und Einfluß auf die Arbeiter sehr viel gewinnen und lediglich gestärkt werden, und um so eher befähigt, den Gang unsres Wirts fchaftslebens zu stören und damit den Staat und die Gesellschaft schwer zu schädigen. Die fogenannte„ Mauserung" kann daher nur die Gefahr erhöhen, gegen die mit aller Entschiedenheit zu kämpfen der Centralverband für seine Pflicht erachtet." Den Unsinn der Bueckschen Ansichten über die Entwicklung der Socialdemokratie zu widerlegen, ist nicht von Nöten. Bemerkens wert ist aber, daß hier einmal wieder ganz deutlich und derb gesagt wird, worauf es unsrer Großindustrie ankommt: Der Arbeiter muß ein willfähriges, wehrloses Ausbeutungsobjekt für das Sapital bleiben. Er darf sich nicht organisieren, niemals um Besserung feiner Lage bemühen, er treibt schon Umsturz, wenn er streikt, das ist die Theorie der Leibeigenschaft des Industrie- Feudalismus. Man wird also nicht erstaunt sein, wenn eines Tages wieder einmal eine Zuchthausvorlage auf der Bildfläche erscheint. 營 Deutsches Reich. Studt- Beleidigung. Ein für den modernen" Bülow- Kurs charakteristischer Prozeß wird am Dienstag in Posen verhandelt werden. Unsere Barteigenoffin Rosa Luxemburg soll den preußischen Kultusminister Studt durch eine polnisch geschriebene Flugschrift beleidigt haben, in der sie anknüpfend an das durch Herrn Studt verfügte Verbot des polnischen Religionsunterrichts die zwangsweisen und gewaltsamen Germanisierungsbestrebungen der Regierung und der Parteien tritisiert. Abg. Dr. Adler: So werden wir Ihre fachmännischen Quellen Die Broschüre beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Stellung heranziehen. Herr Dr. Lueger, Sie hätten diese elende Lüge der verschiedenen Parteien zu der Germanisierungsfrage. Der zurückziehen sollen. Ich vermiffe eben bei Ihnen die Ehrlichkeit, die Erlaß des Herrn Studt ist nur ganz beiläufig erwähnt und so in einem solchen Falle unerläßlich ist. Sie hätten sagen fönnen: " Ich habe gestern in der Aufregung in den Stot gegriffen," und Sie gewürdigt worden, wie er außerhalb der engeren Halatiften- Streife hätten Gelegenheit gehabt, sich heute reinzuwaschen. Sie haben das überall mißbilligt worden ist. Es findet sich in den betreffenden verjäumt, weil Ihnen tein Mittel au schlecht ist.( Großer Säßen auch nicht der Schatten eines irgendwie beleidigenden Lärm bei den Christlich- Socialen.) Wortes, sondern nur eine nicht einmal formal sonderlich scharfe Systemkritik. Politische Leberlicht. Berlin, den 13. Juli. Das neue Socialistengesek Die Anklage, daß die Broschüre Beleidigungen des Kultus ministers enthalte, ist also völlig unbegreiflich. Denn die einfache Feststellung von Thatsachen, für die das Ministerium verantwortlich ist, darf doch Herr Studt nicht als Beleidigungen empfinden; das wäre ja die herbste Selbstverurteilung. Der Prozeß fonnte nur auf Antrag der Regierung eingeleitet werden, für ihn trägt also das Kabinett des für Fichtesche Freiheit Wir können uns nur einen Grund für den Anklage- Antrag denken, daß nämlich weder der Ministerpräsident noch der Herr Kultusminister so viel Bolnisch versteht, um die Broschüre unsrer Genoffin richtig zu verstehen. einer gewöhnlichen gegnerischen Partei wenn Sie nichts wären als Stleritale, wäre es nicht so gefährlich Klerikal ist das preußische Centrum auch. Sie sind etwas weit Schlimmeres. Sie find die Marodeure des Klerikalismus! Sie haben die politische, sittliche und intellektuelle Verlotterung der Bevölkerung verbrochen.( Unruhe.) sid Abg. Dr. Gemanu, der bisher auf der Tribüne faß, springt in Sondershausen ist vom Landtag, wie dem„ Berliner nun wütend auf und schreit: Das ist zu viel! Wir lassen uns von Tageblatt" gemeldet wird, angenommen worden in der Form, in der Ihnen nicht immer beschimpfen, dazu sind Sie nicht hereingekommen! es die Regierung vorgelegt hat. Danach sind also Vereine verboten, Diese Worte sind das Signal zu einem riesigen Sturm. Die die die fittlichen, religiösen oder gesellschaftlichen Grundlagen des und Wahrheitsliebe schwärmenden Grafen Bülow die Verantwortung. Christlichsocialen schreien und brüllen alle auf einmal. Der Lueger Staates untergraben" wollen. Das richtet sich zwar nicht formell versucht anfangs die Wütenden zu besänftigen. Er ruft dem Geß gegen die Socialdemokratie, man braucht aber keinen Augenblick im mann zu: Aber Geßmann! Ruhig! Aber bald siebt er, daß er fich geirrt hat. Die Chriftlichsocialen find wirklich durch die Aus- Zweifel darüber zu sein, daß es sich praktisch gegen uns richtet. führungen des Abg. Adler in das Innerste getroffen. Ihr Auf- Eine Petition der Nationalliberalen in Arnstadt, die wir schon erwähnten, sprach ja die Befürchtung aus, daß mit der schwammigen schrei ist diesmal keine Komödie, sondern echte, wirtliche Borschrift auch alle möglichen harmlos staatserhaltend liberalen BeDr. Adler läßt sich durch das Geschrei nicht einschüchtern strebungen getroffen werden könnten. Das ist auch formell richtig: er sieht anfangs den gestikulierenden und schreienden Menschen zu es ist eine echte Polizeivorschrift, die jeder Willkür Thür und Thor und versucht mit lauter Etinume den Lärm zu überschreien. öffnet. Aber trotzdem lassen wir uns den schönen Glauben nicht Es gelingt ihm zumeist. Als aber dann die Sterle zu frech rauben, daß die Herren Liberalen" nichts zu befürchten haben. find und der Oberbonze sich erfrecht, die Erfindungen der Zeitungs- Man wird ja noch nähere Nachrichten über den Gang der Verhandstrolche der Deutschen Zeitung" zu wiederholen, da schlägt Dr. Adler mit der Fauft auf den Tisch und schreit die Meute lung im Landtage abzuwarten haben, aber wir glauben nicht fehlzugehen in der Annahme, daß die Regierung versichert hat, sie werde an, daß für Augenblice Ruhe eintritt. liberalen" Bestrebungen nicht entgegentreten. Und das genügt für liberale Mannesseelen allemal. 28 ut. Der Landmarschall läutet während dieses Lärms mit der Glocke, es hört ihn aber niemand. Die Szene spielte sich etwa folgendermaßen ab: Abgeordneter Dr. Lueger: Lassen Sie den Vertreter der Novarragasse von Sittlichkeit sprechen. Abgeordneter Dr. Adler( sehr erregt): Ich tonstatiere hier, daß der Bürgermeister der Stadt Wien so Die Polenpolitik der derzeitigen Regierung ist wahrhaftig schlimm folgungen ihrer Stritiker verschlimmert zu werden. genug; sie brauchte nicht noch durch nervöse und unberechtigte BerImmerhin wird der bevorstehende Prozeß Gelegenheit geben, diese Kritik der Polenpolitik auch an Gerichtsstelle zu üben- gewiß nicht zum Vorteil des heutigen Systems. Die Nichtbestätigung Kauffmanns ist dem Berliner Magistrat durch amtliches Schreiben mitgetheilt worden, das erklärt, daß Seine Majestät es abgelehnt haben, die Wahl des Stadtrats Gustav Kauff mann zum Bürgermeister von Berlin zu bestätigen". Der Minister Jedenfalls wird gegenüber diesen einzelstaatlichen Versuchen, auf des Innern hat gleichzeitig an den Magistrat bereits die offizielle dem Wege des Versammlungs- und Vereinsrechts neue Ausnahme- Aufforderung ergehen lassen, bei der Stadtverordneten- Versammlung Bestätigt wird, daß die Nichtbestätigung gegen den Antrag gesetze gegen die Arbeiter herbeizuführen, es zur nächsten dring die Neuwahl eines Bürgermeisters zu beantragen. lichsten Aufgabe, daß endlich der Reichstag ein positives Verdes Ministers des Innern erfolgt ist. Das ist ziemlich gleichglüitig. sammlungs- und Vereinsrecht schafft, das diesen Attentaten auf Wenn der Minister nach solch einer Zurüdweisung nicht seinen Abweit in den Schmuz hinuntergestiegen ist. Abgeordneter Sturm: Ihnen die Wahrheit ins Gesicht zu verfassungsmäßig gewährleistete Grundrechte, diesen Angriffen, die schied nimmt, so trägt er genau die gleiche, ja, eine moralisch noch sich zugleich gegen die Einheit und Autorität des Deutschen schwerere Verantwortung, als wenn er selbst die Nichtbestätigung bes Abg. Dr. Adler: eine der niederträchtigsten Ver- Reichs richten, ein für allemal ein Ende bereitet. antragt hätte. leumdungen, die jemals gegen eine Partei gerichtet wurden, zu Er hat sich wiederholen.( Demonstrativer Beifall auf der Linken.) mit einer elenden Verleumdung beflekt, und diesen Schandfleck wird ihm niemand herunterwaschen! Abg. Wohlmeyer: Ein frecher Jude. fagen! Herr Bueck und die Socialdemokratie. In der neuesten Nummer der„ Industrieztg." entwickelt der von der 12 000 Mark- Affaire in der Erholung begriffene Herr Bued mit Abg. Dr. Adler: Ich erkläre Ihnen, daß die Arbeiterschaft diese schöner Deutlichkeit, welche Stellung die im Centralverband organisierte Großindustrie zur Socialdemokratie hat. Partei bekämpft.. Abg. Wohlmeyer: Welche Arbeiterschaft? Abg. Kern: Ihr lebt von den Arbeiterfreuzern!( Anhaltende Abg. Wohlmeyer: Die Bevölkerung hetzen Sie auf! Unruhe.) Schließlich trifft die Hauptschuld jenen weichlichen Liberalismus, der stets besorgt ist um hohe Gunst und an Byzantinismus bei jeder sich darbietenden Gelegenheit selbst die Konservativen überbietet. Jeder wird schließlich behandelt, wie er es verdient. Womit nicht nicht auch von uns zu begrüßen sein würde, wenn die fortgesetzten gefagt sein soll, daß es im Interesse des allgemeinen Fortschrins Demütigungen endlich dazu führen würden, daß die freisinnige BourEs geht daraus hervor, daß den Scharfmachern das socialistische geoisie zu männlichem Selbstbewußtsein sich entwickelte. Nur und demokratische Programm der Socialdemokratie höchst gleichgültig fürchten wir, daß auch der letzte Schlag nicht viel nügen wird. Den ist. Was sie bekämpfen und was sie als Gefahr fürchten, ist jede Kampf gegen Berlin wirksam zu begegnen, auch diese Aufgabe fällt Berbefferung der Lebenslage der Arbeiter im heutigen Staat und der Socialdemokratie zu. 9 Im Belgien. Auch eine Ueber einen Mißbrauch des Fürsorge- Erziehungsgesetzes von 20 Millionen übrig bleiben würden, so daß 17 Millionen ver- und Neuseeland befäßen. Nur dadurch, daß England den Boerenfür kirchliche Zwecke wird in der Lehrerpreise folgender Vor- loren sein würden. Dabei hat die Bank im April dieses Jahres staaten das Recht der Selbstregierung zugestehe, könne es gelingen, gang gemeldet: Die 14 jährige Tochter eines Bergmanns im Dorfe eine Dividende von 7%, Broz. bezahlt, und die Direktoren die Boeren zu Freunden Englands zu machen. Marten bei Dortmund hatte ordnungsmäßig nach achtjährigem und Aufsichtsräte haben sich ihre Tantieme auch von einem Stonferenz von Geistlichen der freien Kirche sprach Schulbesuch die Volksschule verlassen. Es war ihr auch durch das Miliönchen berechnet, das aus einem Reservefonds entnommen" sich durch einstimmige Annahme einer Reſolution für die Aubahnung Entlassungszeugnis bescheinigt worden, daß sie die Schule regel von Friedensverhandlungen aus. mäßig und mit genügendem Erfolg besucht habe. Indes lautete in wurde, der auf dem Papier vorhanden war. Jezt, ein paar Monate deni Zeugnis die Cenfur für Religion nur auf genügend". nachher, fieht alles so anders aus, daß die Aktionäre fast alles verDies veranlaßte den Ortsgeistlichen wohl, dem Water des Mädchens, lieren. Die Aufsichtsräte haben zum Teil ihre Aemter niedergelegt, Scheitern der militaristischen Pläne. Aus Brüffel wird ber der, nebenbei gefagt, Diffident ist, folgende Mitteilung zu unter ihnen der Direktor Chrambach von der Berliner Bank. Die Frantf. 8tg." telegraphiert:" Wie bestimmt verlautet, hat die machen:" Ich ersuche Sie, Ihre Tochter Selma zum fleißigen Besuch Leiter des Klingels haben aber erhebliche Beträge der Attien zu billigen Regierung in der Militärfrage vor der Rechten tapider Kinderlehre( Religionsunterricht) Dienstags und Freitags von Stursen aufgekauft, zum Teil haben sie dazu bei der Bank felbft tuliert. Sie verzichtet auf die persönliche Dienstpflicht 11-12 Uhr anzuhalten, widrigenfalls ich auf Grund des neuen Schulden gemacht, der Direktor Horn, der sich in Marienbad von und die Vermehrung des Kontingents. Die Dienstzeit Fürsorgegeezes Antrag stellen werde, daß Ihnen die Tochter den Anstrengungen der Hochkonjunktur erholt, schuldet der Bank aus wird auf 18 Monate herabgefest und die Stellvertretung genommen und in Fürsorge Erziehung bei einer bleibt bestehn. Der Rücktritt des für die persönliche Anstalt gegeben würde. Pastor Klein." Ein solcher solchen Geschäften erhebliche Summen. Mit diesen Mitteln ver- Dienstpficht eingetretenen Kriegsministers ist Antrag wird wohl schwerlich auf Annahme rechnen können. suchen die Herren und ihre Freunde aus einem Banktonsortium, das bevorstehend." Die Dienstzeit betrug bisher für das Gros der Mannschaften Heberzeugung Privatfache. Das Berliner Strupporgan be- Borschüsse an die Kreditbank geleistet hat, die Generalversammlung merit zu der Notiz der" rtf. 8tg.", wonach Bülow fich zu majorifieren. 28 Monate, für die übrigen Waffengattungen drei resp. vier Jahre. privatim für die Notwendigkeit und Nüglichkeit der Die letztere ist vor allem berufen, die Liquidation der Kredit- Das Wehrsystem ist dem Charakter Belgiens als neutraler Staat Diätengewährung an die Mitglieder des Reichstags ausgesprochen bank zu beschließen und die Liquidatoren zu wählen. As Kandidaten angemessen und stützt sich daher zum Teil auf die Bürgerwehr. habe, daß man sehr wohl privatim" eine derartige Ueber der bisherigen Leiter und der Hilfsbanken sind der zweite Direktor Von den eingeschriebenen Wehrpflichtigen werden mur ca. 80 Proz. zeugung hegen, amtlich jedoch den Gegebenheiten der Lage" Dr. Gez, ein Lebemann von glänzender Ausdauer, und ein Prokurist eingestellt. Auch existiert das Lostaufsrecht. Der Wunsch der Rechnung tragen könne. Das Blatt irrt im Vorderjazz. Man kann der Bank in Aussicht genommen. Gegen diese beiden macht sich Regierung war, das Kontingent zu vergrößern und das Lostaufswohl privatim eine Ueberzeugung äußern, nicht aber hegen. aber aus den Kreisen der Aktionäre, die als Verlustträger anwesend stand der Antimilitaristent gescheitert. recht zu beseitigen. Die militaristischen Pläne sind an dem WiderBu einer Ueberzeugung" gelangt man gerade nach gründlicher find, heftiger Widerspruch geltend; alles schreit nach dem StaatsErwägung der Gegebenheiten der Lage." Womit wir freilich den anwalt, ein Redner findet, daß gewisse Leute anstatt nach Marien- militaristische Reorganisation der Armee mit aller Energie ins Zeug Da der Kriegsminister de Smet de Nayer sich für die Nachjazz, daß man„ amtlich" seiner Ueberzeugung entgegen= handeln könne, nicht bestreiten wollen. Da das Kruppblatt das bad ganz anders wohin gehörten. Im übrigen glaubt gelegt, ist sein Rücktritt nach dem Umfall der Regierung unvermeidvon Bismard behauptet, stehen wir nicht an, diese Fähigkeit auch man, daß der offizielle Konkurs doch unvermeidlich ist, lich. Die Ernennung seines Nachfolgers stößt insofern auf SchwierigBülow zuzutrauen. und mit dieser Eventualität drohen sich die beiden teiten, als für den Posten mur ein Civil- Kriegsminister in Frage Ein Lob der deutschen Arbeiter. Die„ Times" publizieren Interessentengruppen nun gegenseitig, die be- fame, da die Militärs aus Solidarität mit dem scheidenden Kriegsden Bericht des Werkführers einer großen englischen Fabrikanten- trogenen Attionäre machen damit den früheren Leitern Angst, weil minister zu streiken beabsichtigen. Der König soll jedoch von einem firma, der kürzlich nach Deutschland geschickt worden war, um einige mit dem Konkurs auch der Staatsantvalt kommt, und die Herren nichtmilitärischen Striegsminister nichts wissen wollen. der modernsten dortigen Fabriken in Augenschein zu nehmen. Dem Kommerzienräte malen den Aktionären auch den Verlust des Restes dhon Rußland. " englischen Werkführer imponierte der von Pause zu Pause an an die Wand, wenn der Konkursrichter die Sachen ordnen muß, Wieder eine Misernte in Aussicht. Die„ Sibirische dauernde emfige Fleiß der Arbeiter, die sich nie die gelegentliche was 190 000 m. Gerichtskosten verursachen würde 2c. 2c. Dieses Spiel Handelszeitung" in Tjumen meldet, daß die Ernte- Aussichten in Abwesenheit des Werkführers zu Nutze machten. Jeder deutsche Arbeiter von Katze und Maus und Maus und Katze ist äußerst unter- Sibirien ivenig tröstlich feien. Die Dürre habe den Getreidesei so eifrig bereit, die Arbeit zur bestimmten Zeit zu beginnen, haltend, zumal sich die beiden Gruppen begreiflich aufregen, feldern geschadet. Eine gute Ernte werde in Troiz!( Gouvernement wie der englische Arbeiter sich beeile, seinen Posten zu verlassen. Der deutsche Arbeiter halte die Maschinerie in bester Ordnung, so und der beleidigten Moral werden passende Opfer an Entrüstung Orenburg) erwartet. Ju Turtestan steigen die Getreide= daß die vorzüglichste Arbeit geliefert werden könne, und er behandle der betrogenen gebracht, während die andre Seite eine leidfame Preise überall. Aus Baku wird berichtet, daß die Getreideernte im ganzen Gouvernement voraussichtlich schlechter sein werde, die besten Meß- und Prüfungsinstrumente mit höchster Sorgfalt, so beleidigte Würde angelegt hat, die besonders von geeigneten dazu als im vorigen Jahre. daß bei der Arbeit die größte Genauigkeit erzielt werde. beauftragten Rechtsanwalten in wohlgeordnetem Faltenwurf drapiert ist. Diese Herren finden, daß man die Leidenschaft beiseite lassen müsse, weil sie beträchtlich störend wirke, vor allem stört sie natürlich die Herren Reiter, die zwischen Marienbad und dem Untersuchungsgefängnis schwanken, was eine unbehagliche Situation sein soll. Diesem Lob der deutschen Arbeiter halte man die Klagen unfres Unternehmertums über die schlimmen Einflüsse der Socialdemokratie entgegen. Der deutsche Arbeiter ist auch in seinem Berufe tüchtig, weil er Socialdemokrat ist und obwohl er weit niedrigere Löhne und längere Arbeitsdauer hat, als seine Kameraden in England und Amerika. Kein Kontraktbruchsgeseh in Gotha. Wir gaben gestern bei Mitteilung der Meldung der„ Berliner Neuesten Nachrichten" über die Absicht der gothaischen Regierung, einen Gesezentwurf über den Kontraktbruch der Landarbeiter einzubringen, unserm Zweifel an der Richtigkeit dieser Nachricht Ausdruck. wie recht wit mit unſenn Zweifel hatten, bestätigt heut eine Meldung des Berliner Tageblatts" aus Gotha, wonach die Nachricht der Berliner Neuesten Nachrichten" unzutreffend ist. Der Gumbinner Krofigk- Prozeß soll nicht vor August statt. finden. In der Straffache wegen Briefgeheimnisverlegung ist Sergeant Sidel bereits vernommen worden. Bezüglich des Verfahrens wegen Freiheitsberaubung ist vom Reichsmilitärgericht ein Referent ernannt worden. Spanien. Sevilla, 18. Juli. Die Urheber des jüngsten Streifs, meist Anarchisten, sind verhaftet und in's Gefängnis gebracht worden. Amerika. Buenos Aires, 12. Juli. Die nen ernannten Minister faffung geleistet. Ihre Ernennung wird vom Barlament und der Finanzen und der Justiz haben den Eid auf die Ver programm Avelanedas, welches auf ſtrenger Sparsamkeit, beruht, findet allgemeine Billigung. Das Land ist vollkommen ruhig. Der Boeren- Krieg. Die auf 4 Uhr berufene Generalversammlung wird erst gegen 7 Uhr eröffnet; des langen Wartens müde, fängt der Chor der Geprellten an zu toben, und Herr Generalkonsul von Rosencrantz, Präsident des Aufsichtsrats, steht von vornherein einer erregten Verſammlung gegenüber. Im Laufe des Abends wiederholt sich der Sturm mehrfach, so daß eigentlich nur zeitweise von einer Ordnung in der Versammlung die Rede sein kann; manchmal sprechen viele durcheinander, und selbst ein gellender Pfiff schrillt durch eine wüste Lärmscene. Es ist das keineswegs etwa die Fraktion der Ge prellten, die man als Opposition bezeichnet, welche tobt, sondern Die Ausbreitung des Aufstands in der Kapkolonie bei passendent Anlaß macht es der Chorus der Bankwölfe ebenso. Dem Generalkonsul Rosencranz fliegen Injurien an den Kopf, scheint eine Thatsache zu sein. Schon daß das Kriegsamt nach langem worauf sich der hilflose Landsmann des Herrn v. Frege mit dem schämigen Zaudern den Situationsbericht Kitcheners vom Mai verHammer der Ordnung in der schüchternen, zaghaften Hand, bewegt öffentlichte, in dem zugestanden war, daß die Boeren zahlreiche Rekruten Anarchistenricheret. Aus Elsaß- Lothringen fchreibt als ein Opfer der Kreditbank- Humen- Krise vorstellte, der nicht nur aus der Kapkolonie zögen, zeugt dafür, daß man mit der Wahrheit nicht länger hinterm Verge halten zu können fürchtete.„ Daily Mail" erklärt man uns: In dem am Fuße der Beste Kaiser Wilhelm, die den Ein- all das Seinige verloren, sondern auch noch Schulden bei der denn auch in einem längeren Artikel über den südafrikanischen Krieg, die gang ins Breuschthal beherrscht, gelegenen Garnisonstädtchen Kreditbank hat. Die Aktionäre, besonders ein Offizier, find tiefge- te gierung habe systematisch den wirklichen Stand Muzig wurde in der Nacht zum Dienstag ein Militär- rührt. Freilich, Herr v. Rosencrantz hat vor wenigen Monaten die Bilanz der Dinge verheimlicht. Die Lage sei bedeutend unposten überfallen und durch einen Revolverschuß in den mit verantwortet, die jetzt als ein so arger Schwindel entlarvt ist, günstiger, als amtlich dargestellt werde. Der Krieg Unterleib verlegt. Die Presse bauschte den Vorfall alsbald über aber, ach Gott, du lieber Gott ja, find wir nicht alle Menschen? Nur tönne nicht eher zu Ende geführt werden, als bis Botha und Gebühr auf, und natürlich mußte auch diesmal wieder ein Italiener berufe sich nicht irgend ein armer Teufel auf diese Grundsätze, er De Wet gefangen feien. Die Behörden schienen nicht die der Thäter gewesen sein. Auf der Suche nach den Motiven der möchte sonst wegen dreister Heuchelei extra scharf angesehen werden. geringsten Anstrengungen zu machen, um dies Ziel zu erreichen. That spielte auch die anarchistische Gesimmung wieder eine Rolle, was zu allerhand phantastischen Gerüchten Anlaß gab. Nun stellt Aber es find große Stützen da, Herr Geh. Kommerzienrat Mena. Mail mur zu begründet erscheinen. Nach Kapstädter Meldungen Heute vorliegende Nachrichten lassen die Befürchtungen der„ Daily sich heraus, daß eine simple Eifersuchtsgeschichte hinter dem„ Attentat" ein Chef der Firma, die soeben von der Deutschen Bant aufgekauft erhielt nämlich die dortige Bürgerwehr den Befehl, sich ftedt. Ein Holzarbeiter aus einem Muzig benachbarten Dorfe ist, hat einen unvergleichlich freundlichen Ton, und er gießt zum Ausmarsche bereit zu halten. Der Befehl erklärte sich nur glaubte Anlaß zur Eifersucht gegen den überfallenen Soldaten zu Del auf die Wogen. Die„ liberale Majorität" will entgegenkommen. so, daß der Aufstand in der Kaptolonie immer größere: Dimensionen haben, und die Vernehmung des Mädchens, um das es sich dabei Die Großbanken sind wahre Engel an Güte und Uneigennützigkeit gewesen, annimmt. Handelte, führte auf seine Spur und zu seiner Verhaftung. Die Ber- als sie gegen Spottzinsen 6 Mill. lichen. Zwar hatten sie alle Wechsel- Ju Amsterdam eingetroffene Berichte versichern gleichfalls, legungen des Soldaten sind, da die Revolverkugel auf einer Rippe forderungen an die Kreditbank, die in Gefahr tamen, zwar hatte daß die Boeren fortdauernd zahlreiche Verstärkungen abprallte, keine schweren. Herr Direktor Chrambach von der Berliner Bank im Aufsichtsrat der durch Kaptolonisten erhielten. Die Zahl der in's Boerenlager Kreditbank geseffen, was recht fatal ist nach den Ereignissen der übergegangenen Stapholländer beträgt nach der einen Version 9000, nach andren Darstellungen gar 15 000 Mann. Jedenfalls sind die letzten Zeit,- aber nichts dergleichen hat gewirft: wir wollten Verstärkungen sehr ansehnlich, sonst wäre es gar nicht zu erflären, zeigen, daß die Banten aus purer Uneigenügigkeit etwas für daß die Engländer die Boeren nicht schon längst aus der Stapkolonie andre Leute thun, so fagt Herr Geheimer Stommerzienrat herausgeworfen haben. Menz, und alle Welt war tiefgerührt. Die englische Regierung versucht freilich nach wie vor, das Volk über den Ernst der Lage durch die beliebte Großsprecherei hinweg Lord Salisbury Zum Fall Rüger teilt die Meßer Beitung" in Berichtigung verschiedener Zeitungsmeldungen das Folgende mit: Die fürzlich berbreitete Nachricht, der Verteidiger Rügers habe in deffen Auftrag ein Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet, in dem er um Umivandlung der Buchthausstrafe in Gefängnis bat, und es sei daraufhin der Bescheid ergangen, Gnadengesuche könnten nur dann berücksichtigt werden, wenn sie zuvor seitens des verurteilenden dem Gerichtsverfahren getigelt, das wirkte ausgezeichnet. Nur nicht zu täuschen. Die verruchte Opposition der Geprellten hatte inzwischen mit Militärgerichts begutachtet worden seien, ist falsch. Es ist über haupt vom Verteidiger Rügers tein Gnadengesuch eingereicht vor den Kadi! Und so läuft alles in Wohlgefallen aus, nachdem zu worden und damit die obige Behauptung hinfällig. Dagegen haben guter legt der Justizrat Kempner aus Berlin, unser alter Bekannter aus gab in einem Dankschreiben für die ihm übermittelte, ein Vertrauensdie Angehörigen Rügers ein Gnadengesuch an den Staiser eine allen Hypothekenbank- Versammlungen, den hilflosen Herren, die den votum für die Regierung enthaltende Refolution der Versammlung gefunden hat, daß das auf sechs Jahre lautende Urteil des Kriegs unter den Arm gegriffen hat. Die Opponenten schließen Stompromisse, in England her, und versicherte, die Regierung sei fest stitung Rummel nicht so gut kennen, wie er, mit etlichen gütigen Räten Boeren tübre von Den Reben der Boerenfreunde gerichts vom Kaiser bestätigt wurde. Das Urteil ist an das Herr Dr. Getz zwar ist entrüstet, weil er mit einem namenlosen entschlossen, den Krieg zu einem endgültigen und erMeger Militärgerichts zur Vollstreckung zurückgesandt worden, und der Verurteilte wird jetzt der Civilbehörde zur Vollstreckung des Rechtsanwalt zusammen die Liquidation besorgen soll denn Herr folgreichen Abschluß zu bringen. selben überwiesen werden. Oberstabsarzt Dr. Rüger, der Dr. Geß ist, nachdem er das Referendar- Examen nicht bestanden Das angebliche Hunnentum der Boeren Bruder des verurteilten Oberlieutenants, ist von Mörchingen zum hatte, im Bankfach sehr viel schneller vorwärts gekommen, er ist mit findet auch in England nicht überall Gläubige. Morning leader Infanterie- Regiment Nr. 72 nach Torgau versetzt worden. 24 000 m. jährlich auf drei Jahre fest angestellt, und er beteuert ist der Ansicht, daß die gelbe Presse die Miffethaten, welche die unter der Hand, daß er diese Pfründe jetzt daran geben will, weil Boeren begangen haben sollen, erfunden hat, um die Greu el Typhus im Heere. Im Militärlazarett Köln- Deng liegt eine man mit dem Conliquidator- Rechtsanwalt seine Würde verlegt hat. thaten, welche von englischer Seite begangen wurden, zu Anzahl typhuskranker Soldaten, und zwar mehrere des dortigen Es war eine brillante Geschichte. Wo ließen sich unsre Ge- verdecken und so die grausame Kriegführung zu Pionier- Bataillons und je einer des Kürassier- Regiments Nr. 8 sowie des in der Nähe übenden sächsischen Fußartillerie- Regiments schäftsmänner besser studieren, als in solcher Strachversammlung? rechtfertigen. Eine Auffassung, die viel Wahrscheinliches für sich hat. Nr. 12. Zwei Soldaten aus dem Deuzer Pionier- Bataillon sind Sie sind eine Kabinettausgabe des Kapitalismus, und wer den bereits am Typhus gestorben. Trotzdem sie schon am Dienstag tobenden Sturm in der Dresdener Börse mit erlebt hat, wird das Die englische Tages- Verluftlifte beerdigt wurden, drang erst am Freitag etwas von den Erkrankungen Erleben zu den interessantesten Studien in den Eingeweiden der in die Deffentlichkeit. tapitalistischen Welt rechnen. Die Reichstage Erfahwahl im rheinischen Wahlkreise Neuwied findet am 31. Auguft statt. Der Kreis befindet sich seit 1873 im Besize des Centrums. Als sein Hauptgegner tritt der Nationalliberalismus auf, dem es jedoch nur einmal, 1871, gelang, seinen Kandidaten durchzubekommen. An Stelle des gestorbenen Rentners Bender hat das Centrum den in dem Wahlkreis an= sässigen Herrn Wilhelm Krupp in Engers, eine unbekannte Größe, aufgestellt. Die Socialdemokratie ist im Wahlkreise Neuwied nur schwach vertreten. Kredit und Kummer. Die Einladung zur 48. Generalversammlung der Katho liken Deutschlands in Osnabriid 1901 veröffentlicht foeben die Die Stelle: Germania". An dem Aufruf selbst wäre höchstens bemerkenswert Osnabrück ist durch den denkwürdigsten aller Friedensschlüsse als Stadt des Friedens vor der ganzen Welt gekennzeichnet. Im Geist des Friedens wird auch die diesjährige Generalversammlung tagen. Wir wollen unfre, und zwar nur unsre Angelegenheiten beraten." Ausland. England. für den 12. Juli beziffert sich auf 4 Tote, 3 Gefangene und 6 an Krankheiten Verstorbene. Lord Alfred Milner Lehrt, wie Laffans Bureau mitteilt, nach den gegenwärtig getroffenen Arrangements am 10. August von London nach Südafrika zurück, wo er zuerst Natal zu besuchen gedenkt. Eine Konferenz der französischen Berglente, zu der alle Kohlengebiete Delegierte entsandt hatten, wurde in den legten Tagen in Paris abgehalten. Der Nationaltongreß, der im Frühjahr d. J. in Lens stattfand, hatte, wie seiner Zeit mitgeteilt worden, nachstehende Forderungen an die gesetzgebenden Körperschaften gestellt: Abänderung des Gesezes betreffend 4 Aus Dresden wird uns geschrieben: Am Freitag versammelten sich hier die Aktionäre der zusammengebrochenen Kreditanstalt Das Ehrenbankett für Asquith, den Führer der liberalen die Bergarbeiter Deligierten( Grubencontroleure); Erfür Industrie und Handel in zwei Versammlungen; die Rechten, soll mun doch am 19. Juli stattfinden, obwohl Campbell- richtung von Berg- Gewerbegerichten; den Achterste vereinigte die Opposition zu einer Vorbesprechung; schon in Bannerman wünschte, die Fête auf einen späteren Tag zu verstundentag; Einführung eines Lohnminimums; dieser aber traten die Anwälte und Vertreter der Verwaltung, ins schieben. Asquith wies den Vorschlag mit der Begründung zurück, Itersrente von 2 Fr. pro Tag für alle Bergleute besondere der Kommerzienrat Horn, mit Beschwichtigungsreden daß eine solche Verschiebung Mißverständnisse hervorrufen würde. nach zurüdgelegtem 25. Arbeitsfahre. Der Lenser Kongres hervor, aus denen man schon sehen konnte, wohin der Haje gejagt Es sollen nur wenige gemäßigt Liberale dem Bankett beizuwvohuen hatte ferner beschlossen, daß, falls die gesetzgebenden Körperschaften den Forderungen innerhalb 6 Monaten nicht Mechung tragen sollten, werden sollte. Die Leiter und Großinteressenten der zusammen beabsichtigen. der Generalsti eit sämtlicher Bergleute Frankreichs einzutreten gebrochenen Bank mit ihrem Elektricitätsflüngel haben unmittelbar Für baldigen Friedensschluß sprach sich Campbell- Bannerman habe. Jedoch soll erst nochmals eine Urabstimmung vorgenommen vor der Generalversammlung den Stand der Bank veröffentlicht. in einer am 12. Juli in Bontypridd stattgehabten Versammlung aus. werden. Der Ministerpräsident Waldeck Mousseau hatte Danach würden die Attiva nur drei Millionen höher sein als die England müsse eine Politik der Versöhnung einschlagen und den feiner Zeit die weitgehendste Berücksichtigung der Wünsche der BergSchulden, welche drei Millionen also für das Aktienkapital Boerenrepubliken eine Stellung einräumen, wie sie Neufchottland Teute in Aussicht gestellt, die Kammer jedoch hat zu keiner der auf Der Sühne- Prinz, getvorfenen Fragen Stellung genommen. Bis zu dem Zeitpunkt, an| Die Pflicht, allein für das Parteiblatt einzutreten, besteht ohne In den Gesellenausschuß der Tischler- Zwangsinnung zu dem die Kammer voraussichtlich wieder zusammentritt, dürfte aber weiteres; sie wird aber um so dringender, wenn solche Verhältnisse Düsseldorf wurden am 11. d. M. die vom Deutschen Holzarbeiter dieser Zeitpunkt schon überschritten sein und so war es für die vorliegen, wie das erwähnte Zusammengehen der Freisinnigen mit Verband aufgestellten Kandidaten mit 239 von 309 abgegebenen Konferenz schiver, die richtigen Beschlüsse zu fassen. Es kommt weiter den Nationalliberalen gegen die Socialdemokratie. Stimmen gewählt. Die übrigen 70 Stimmen fielen auf die Mitin Betracht, daß die auf der Konferenz vertretenen Bergarbeiter Gemeindewahlen in Hessen. In der Gemeinde Lämmer- glieder der christlichen Gewerkschaft, für deren Wahl die Meister mur 62 000 zählen, während in Frankreich außerdem noch 150 000 spiel wurden am Mittwoch von den drei aufgestellten social- wie man sieht vergebens eifrig gewirkt hatten. unorganisierte Bergleute vorhanden sind. demokratischen Kandidaten zwei gewählt, während der dritte einige Die Steinsetzer in Königsberg haben ihren Streit siegreich Schon einmal wollten ebenfalls auf Grund eines Beschlusses Stimmen zu wenig erhielt. beendet. Sie haben die zehnstündige Arbeitszeit und 60 Pfennig des Genfer Kongresses die französischen Bergleute den GeneralVorsicht bei Sendungen nach Rußland! Wie ein in Stundenlohn errungen. streit einleiten. Warschau ansässiger Parteigenosse mitteilt, wird die geheime Ausland. Der Generalstreit sollte zu Gunsten der Streifenden von Metallarbeiter- Bewegung in Japan. Am 25. Mai fand in Montceau les Mines unternommen werden; er unterblieb, Socialistenhay in Rußland seit Beginn dieses Jahrs mit Hochdruck weil sich bei der Abstimmung ergab, daß wohl eine geringe Majorität betrieben. Jeder deutsche Arbeiter gilt in Rußland ohnehin bei der Tokio der Jahreskongreß der Mechaniker der japanischen Eisenbahnen für den Streit gestimmt, aber die ungeheure Mehrzahl an der Ab- Polizei schon als unsicherer Kantonist; bringt die Hermandad dann statt. Einstimmig erflärten die Vertreter der Gewerkschaft, daß die gar in Erfahrung, daß jemand in Deutschland Mitglied einer Organi- japanischen Mechaniker den Socialismus als das Endziel der Bestimmung sich überhaupt nicht beteiligt hatten. Die Sizungen der Konferenz fanden zum großen Teil unter fation war, dann hat sie ein doppelt scharfes Auge auf ihn. Das wegung ansehen, dem die Organisation der Arbeiter zuzustreben Ausschluß der Oeffentlichkeit statt, doch wurden der Presse turze Be- Briefgeheimnis hat für ihn dann zu existieren aufgehört, sogar habe. richte geliefert. Bezüglich des Referendums wurde beschlossen, simple Geschäftsbriefe werden aufgebrochen und polizeilich durchschnüffelt. Ein Metallarbeiter, dem eine Maifestkarte von daß dies während der Zeit, welche der Regierung zur Erfüllung der Deutschland her zugestellt worden war, wurde auf der Straße verWünsche der Bergarbeiter eingeräumt war, stattzufinden habe. haftet, während seines Aufenthalts in der Polizeiwachtstube wurden Jedenfalls soll die Abstimmung bis zum 31. Oftober beendet sein. Die Konferenz hat ferner beschlossen, ein gewerkschaftliches Fach- von Geheimschuhleuten alle Möbel in seiner Wohnung aufgebrochen, Prinz Tfchun, hat, wie aus Peking gemeldet wird, am 12. Juli die organ für Bergleute vom 1. September an und zwar zunächst sämtliche Briefschaften nahm die Hermandad mit! Erſt als man Reise nach Europa angetreten. Das offiziöse Telegraphenbureau monatlich erscheinen zu lassen. Das zu fordernde ohn finden konnte, wurde der Berhaftete mit einer ftrengen Verwarnung Das zu fordernde ohn- tro eifrigsten Suchens sonst nichts Staatsgefährlich- Hochverräterisches teilt darüber mit: ,, Ein Sonderzug brachte ihn und sein Gefolge nach Tatu, von minimum soll vom Bund für jede der verschiedenen Kategorien entlassen. Die Ankunft einer einfachen unschuldigen Maikarte fann wo er sich zu Schiff nach Shanghai begiebt. Ani 20. Juli geht und Bezirke besonders festgesetzt werden. Dem Internationalen hier an Bord des Von also schon einem Ausländer in Rußland die größten Unannehmlich er Lloyddampfers„ Bayern". Komitee der Bergleute soll anheim gegeben werden, eine feiten bereiten, deshalb nochmals: Vorsicht bei der Abfassung von Genua aus begiebt er sich auf dem Landwege internationale Regelung des Lohnminimums anzustreben. Briefen! nach Berlin. Die Abreise aus Beling gestaltete fich Polizeiliches, Gerichtliches usiv. au einem prächtigen Schauspiel. Der deutsche Gesandte -Wegen Beleidigung wurde der Redacteur der„ Schleswig- mit seinen Sekretären empfing den Prinzen, zu dessen Ehren auf Schleswig- dent Bahnhofe eine deutsche Ehrencompagnie mit Holsteinischen Volts- Beitung", Genosse Adler in Kiel, zu 20 M. Musik aufmarschiert war. Prinz Tschun, der prächtig Geldstrafe verurteilt. Er hatte die Leiden eines Dienstmädchens ge- gekleidet war und die gelbe Jade trug, traf zu Pferde auf dem schildert und soll dabei die Dienstherrschaft beleidigt haben. Bahnhofe ein, gefolgt von dem langen Zuge der Herren seines Gefolges mit ihren Dienern und den Gepäckwagen. Zwei Brüder des Prinzen und eine große Anzahl chinesischer Würdens träger, die den Prinzen zum Bahnhof geleitet hatten, nahmen hier von ihm Abschied. Geführt wird die Gesandtschaft von zwei Stabsoffizieren des Grafen Walderfee." * * Im Anschluß fand eine Konferenz zwischen den Delegierten der Bergleute und den von diesen geladenen Vertretern von Gewerkschaftsverbänden statt, deren Siz in Paris sich befindet. Der Zweck dieser Konferenz war ebenfalls der Generalstreit. Bertreten waren 11 Gewerkschaftsverbände; die Debatte endete mit der Annahme folgender Resolution: " Die Delegierten der Bergleute konstatieren, nachdem sie die Ausführungen der Vertreter der verschiedenen Arbeiter Organisationen gehört haben, daß zwischen diesen und ihnen bezüglich der Nüglichkeit und der Erfolge des Generalstreits der Bergleute die vollständigste Uebereinstimmung besteht. Der Maulkorb, den der Landrat in Ronneburg dem Genossen Stücklen zugedacht hatte, ist vom herzoglichen Ministerium tassiert worden. Stücklen darf wieder reden. Gewerkschaftliches. Aufruf an die Gewerkschaftskartelle! Nach den ermutigenden Zusicherungen, welche seitens der Gewerkschaftsvertreter den Berglenten geworden sind, hoffen diese, Am 13. Juli haben die organisierten Flaschen daß ihre Attion wirksame Resultate für das gesamte Proletariat arbeiter in allen dem Fabrikantenring angeschlossenen Betrieben haben werde." Der Vertreter der Bergleute des Pas de Calais, die Kündigung eingereicht und treten am 27. Juli in den Evrard, gab die Erklärung ab, daß sein Mandat ihm verbiete, Ausstand. Die Forderungen, die von den Flaschenarbeitern geauf dieser Konferenz mit andren als Bergarbeiter- Bertretern in stellt sind, sind folgende: Diskussion zu treten, daß sein Verbleiben daher nicht dahin ausgelegt 1. Anerkennung des Koalitionsrechts und Schlichtung der Streits werden dürfe, als ob die Bergleute seines Bezirks für den General in Nienburg und Schauenstein. streit seien. Die Bergleute des Pas de Calais und des Nord2. Einführung des paritätischen Arbeitsnachweises. Departements sind die bestorganisierten; der Umstand, daß Die Forderungen, um die es sich handelt, sind jedenfalls nicht gerade diese gegen den Generalstreit sind, läßt es noch sehr zweifelhaft erscheinen, ob es zu dieser gewagten Kraftprobe arbeiterschaft nicht rauben lassen, sie ist es der gesamten zweifelhaft erscheinen, ob es zu dieser gewagten Kraftprobe zu hohe. Das Koalitionsrecht kann und darf sich die Glaskommen wird. übrigen Arbeiterschaft schuldig, daß sie gegen einen solchen Schlag Nach Schluß der Konferenz hat sich eine Delegation der Berg- ernstlich Stellung nimmt. Ein furchtbarer Uebelstand, der uns in leute zum Minister für öffentliche Arbeiten und zum Handelsminister unsrem Kampfe hemmend im Wege steht, ist der, daß alle Glasbegeben. Dort ist ihnen versprochen worden, daß die Arbeiten der arbeiter ohne Ausnahme dem Fabrikanten gehörige Wohparlamentarischen Kommission, die sich mit der Regelung der Arbeits- mungen inne haben. Diese Wohnungen müssen ge verhältnisse in den Bergwerken befaßt, möglichst beschleunigt werden räumt werden. würden. Auch zeigten sich die Minister sehr geneigt, den übrigen Beschwerden möglichst Rechnung zu tragen. * * Partei- Nachrichten. Die Einnahme betrug 6164 M., die Ausgabe 4708 M. Der Verein hielt im ersten Jahre seines Bestehens 32 Vereinsversamm lungen und 18 öffentliche Versammlungen ab. Auch über das Parteiblatt wird mitgeteilt, daß die Zahl der Abonnenten fortgefeßt im Steigen begriffen ist. = Wir ersuchen nun die Kartelle, beim Suchen nach Wohnungen unsere Kollegen nach Möglichkeit zu unterstützen. Genossen! Kollegen! Helft uns in unserem Befreiungskampfe, unterstützt die nach Wohnung suchenden Glasarbeiter nach Möglichkeit. " Der Vorstand des Verbandes der Glasarbeiter. J. A.: Emil Girbig. Deutsches Reich. Der Generalftreik der Flaschenmacher Der Triumphzug Walderfees wird durch die Reife des Sühne- Prinzen eine schwere Konkurrenz erhalten. Die Gaffer werden nicht recht wissen, wem sie am meisten zujubeln sollen, namentlich wenn die Reise mit dem gleichen Gepränge fortgesetzt wird, mit dem sie begonnen hat. Da wäre es schon praktischer und dekorativer gewesen, die Neise des Sühne- Prinzen mit der des Ex- Weltfeldmarschalls zu verbinden und Waldersee nach der Art römischer Triumphatoren einen ſtilechten Empfang zu bereiten. Hinter dem in Ketten gelegten Sühne- Prinzen hätten zunächst feine üble Symbolik die Liktoren in purpurner Tunika mit ihren Lorbeerumwundenen Fasces zu folgen, hierauf auf einem von vier Schimmeln gezogenen Wagen der Triumphator selbst, Stranz, in der andren den elfenbeinernen Feldherrnſtab, gefolgt von in der einen Hand einen aus dem Vorschußlorbeer gewundenen feinen Angehörigen und dem treuen Teckelpaar. Den Schluß hätten dann freilich nach guter alter römischer Sitte die Spottlieder auf den Feldherrn singenden zurückgekehrten Chinatruppen zu bilden. Photo: und phonographische Apparate würden dann das denkwürdige Ereignis kommenden Geschlechtern überliefern können. Ueber die Bedeutung der Sühnemission wird man sich keinen Illusionen hingeben dürfen. Das Bureau Laffan" meldet denn auch bereits aus Peking: Prinz Tschum, der Führer der Sühnemission nach Deutschland, ist der erste Mandschuprinz, der je außer Landes ging. Man glaubt, daß die Mission, wenn geschickt geleitet, gute Früchte zeitigen wird, aber da Prinz Tichun der jüngere Bruder des Kaisers ist, gilt es als unwahrscheinlich, daß irgendetwas von Bedeutung erreicht wird, solange die Kaiserin- Witwe die Herra schaft, auch über den Kaiser, ausübt. Prinz Tschum ist ein Mann von geringer Charakterstärke." Prinz Tschun ist ein junger Mensch von 20 Jahren, der an den politischen Dingen noch weniger Anteil genommen haben wird, wie sein Bruder, die stets nur mit bedauerndem Achselzucken genannte Schattenmajestät. Aus den Organisationen. Der focialdemokratische Verein für Magdeburg und Umgegend, der am 1. Juli 1900 gegründet wurde und an Stelle der Vertrauensmänner die Führung der Parteigeschäfte übernahm, veröffentlicht seinen ersten Jahresbericht. Kein Arbeiter nach Arlöf! Die Warmung erläßt der Danach beträgt die Mitgliederzahl gegenwärtig 1170. Der Schwedische Eisen- und Metallarbeiter Verband Bericht bezeichnet dieses Ergebnis gegenüber der Zahl der in den skandinavischen Arbeiterblättern und da auch schon deutsche gewerkschaftlich organisierten Mitglieder als sehr unbefriedigend; Arbeiter auf die Werbungen der Agenten des Fabrikanten Röffel doch glaubt der Vorstand auf Grund der bisherigen Erfahrung die hineingefallen sind, ist es angebracht, wenn auch hier diese Warnung Die Kriegsentschädigungsfrage wird inzwischen lebhaft weiter Erwartung aussprechen zu dürfen, daß die Entwicklung der Organi- verbreitet wird. Der Ausstand dauert unverändert fort und diskutiert. sation damit noch nicht abgeschlossen ist. es find 150 Eisenarbeiter am Blaze, die seit Anfang Dezember von London, 13. Juli.„ Daily Mail" meldet aus Peking vom dem despotischen Arbeitgeber ausgesperrt sind. Die Agenten geben 11. Juli, es sei ein neuer wichtiger Schritt bei den Vers bei ihrem Suchen nach Streitbrechern gewöhnlich vor, daß es sich handlungen mit China vorwärts gethan. Es sei nämlich ein um eine neu angelegte Fabrik in der Nähe von neuer Vorschlag betreffend Schaffung eines malmö" handle. Schuldentilgungs- Fonds für die chinesische Entschädigung gemacht worden und bei allen Mächten zur Annahme ge= Landesparteitag. Die diesjährige Landeskonferenz der langt. Nach dem Plan handele es sich um eine Art steigender Hessischen Parteigenossen findet am 1. September zu Skala, welche die völlige Einlösung aller Bonds zum Jahre 1934 Offenbach statt. Außer dem Geschäftsbericht des Landeskomitees beginnt am 27. Juli. Am Sonnabend, den 13. d. M., haben die vorfieht. stehen folgende Punkte zur Verhandlung: Ueber die bevorstehenden Arbeiter, wie unfern Lesern bereits an audrer Stelle mitgeteilt ist, ertreter in Beting Rockhill angewiefen, den Antrag Staatssekretär Hay hat den amerikanischen Landtagswahlen und den neuen Wahlgesetz- Entwurf wird Genoffe die Kündigung eingereicht. Die Vorboten diejes ernsten Stampfes Japans auf Erhöhung der von Japan geforderten Cramer Darmstadt referieren. Zum Referenten über einen neuen machen sich schon jetzt bemerkbar in Gestalt eines schneidigen behörd- Schadenersaksumme zu unterstützen. Japan will damit Landesorganisations- Entwurf ist Genosse Dr. David bestellt, lichen Eingreifens. während den fürzlich durch die Gemeindevertreter Konferenz fest- In Gerresheim sind bereits am Donnerstag fünf Glas- einen Ausgleich für den Minderwert erhalten, den seine Bonds im gestellten Gemeindeprogramm- Entwurf Genosse Berthold- Darm- arbeiter verhaftet worden, weil sie sich einer Ausschreitung schuldig Bergleich mit denen der übrigen Mächte haben. Nach alledem scheint noch mancher neue wichtige Schritt vorgemacht haben sollen, als sie versuchten, einige Kollegen, die sich wärts gethan" werden zu müssen, bis die Entschädigung aus dem Der braunschweigische Landes- Parteitag findet am voraussichtlich dem Streit nicht anschließen wollen, eines andern zu Stadium des frommen Wunsches in das der Realisierbarkeit gelangt 25. August in Seesen statt. belehren. Einen Beweis feines Amtseifers lieferte der Bürgermeister sein wird. Der ausgeraubte Ahnentempel. von Gerresheim, indem er die folgende Bekanntmachung im Orte Die Engländer verfügten, wie das Bureau Laffan aus anschlagen ließ:" Wie mir geneldet wird, ist es auf hiesiger Glashütte vor- Peking meldet, die Schließung des taiserlichen Ahnengekommen, daß Glasmacher von rohen Burschen bedroht worden tempels. Der Befehl, feine Besucher mehr zuzulassen, erging, sind, weil sie sich weigerten, die Kündigung zu unterschreiben. In nachdem man Anzeichen dafür entdeckt hatte, daß der Ahnentempel beraubt worden war. Um Diebstähle auszuführen, einem Fall ist man sogar zu Thätlichkeiten übergegangen. hatten die Räuber Leitern angelehnt. In Verbindung mit der Sache find gegen Leute von der amerikanischen Gesandt fchaftswache Verdächtigungen laut geworden. Tehte Nachrichten und Depeschen. stadt vertreten wird. Aus der badischen Partei. In einer Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Vereins in Pforzheim wurde Genosse Adolf Geck als Kandidat für den Landtags- Wahlbezirk Pforzheim- Stadt aufgestellt. Ueber die Versammlung erhält unser Parteiblatt in Karlsruhe einen Bericht aus Pforzheim, in dem es heißt: " In der Wahlkampftaktit soll diesmal insofern eine Aenderung eintreten, als der Berichterstatter des„ Volksfreund" in die noch zu wählende Breßtonmission aufgenommen und das Partei- Organ soIch mache hiermit darauf aufmerksam, daß jeder, der einen viel als thunlich und irgend möglich zur Führung des Wahlkampfes andren widerrechtlich durch Gewalt oder durch Bedrohung nötigt, benugt werden soll. Für eine fräftige Unterstützung des Parteiblatts auf Grund des§ 240 des Straf- Gefeßbuchs mit Gefängnis bis zu soll im Wahlkampf nach Möglichkeit eingetreten werden. Eine 1 Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 600 m. bestraft wird. Trennung von dem freisinnigen Tagblatt", die Ich werde jeden, der es wagt, einen andern zu belästigen, principiell nicht bestritten wurde, hieß die Versammlung iofort verhaften und der königlichen Staatsanwaltschaft voraus Gründen der Wahltaktik und des Erforder= führen und zur Bestrafung überweisen lassen. nisses sofortiger Abwehr nicht für gut." " Zu diesem Bericht macht die Redaktion des genannten Blattes eine Anmerkung, aus der wir zum Verständnis der Sachlage dieses mitteilen: ,, Man wird es außerhalb Pforzheims, weder im Lande noch im Reiche, verstehen können, daß angesichts der Thatsache, daß der Freifinn in Karlsruhe sich mit den Nationalliberalen gegen die Socialdemokratie verbunden hat und daß dabei zugleich festan Die Arbeitswilligen versichere ich meines vollsten Schuß es und bitte fie, mir jeden Fall, in welchem sie belästigt, bedroht oder gar geschlagen werden, sofort zur Anzeige zu bringen, damit ich die Thäter zur Rechenschaft ziehen kann. Gerresheim, 10. Juli 1901. Bürgermeister Bender. Hoffentlich geben die Ausständigen den etwa fich findenden gelegt wurde, daß in zwei Jahren- also 1903- das Arbeitswilligen keine Ursache, die Bitte des Herrn Bürgermeisters eine der zwei Pforzheimer Mandate seitens der National zu erfüllen, und beweisen durch ihr Verhalten, daß der bürgerliberalen die Freifinnigen abgetreten wird, trog meisterliche Erlaß unnötig war. alledem seitens unserer Pforzheimer Parteigenossen das freiDer Ausstand der Cigarrenarbeiter in Kaldenkirchen, der finnige Pforzheimer Tagblatt" als Organ für die Landtagswahlen abermals in Aussicht genommen wurde, während das schon im vierten Monat dauert, ist beendet. Bekanntlich hatten Partei- Organ, das Eigentum der gesamten Parteigenossen Badens die christlichen Fabrikanten die Cigarrenarbeiter wegen ihrer Zuist, nur so viel als thunlich und möglich ist" zur Führung des gehörigkeit zur christlichen Tabatarbeiter- Organisation ausgesperrt, Aus Gründen der Wahl- uachdem ein partieller Streit bei einem Fabrikanten vorausgegangen Wahlkampfs herangezogen werden soll. tattit" zwingt man die Genossen, war. Als alle Verhandlungen fruchtlos verlaufen waren, gründeten ein freisinniges Blatt 811 lesen, während für das Partei- Organ nach Möglichkeit" eingetreten die Cigarrenarbeiter mit Hilfe einiger Kapitalisten eine Produktivgenossenschaft, welche dieser Tage ihren Betrieb eröffnete. Nun werden soll." Es mag wohl sein, daß das in Karlsruhe erscheinende Partei- wurde es den Fabrikanten angst und bange, und haben diefelben blatt die lokalen Vorgänge in Pforzheim nicht so berücksichtigen jetzt mit den Arbeitern Frieden geschlossen unter folgenden Be tann, wie das die Pforzheimer Genossen wünschen mögen, nichts- dingungen: Den Arbeitern steht es frei, einer Organisation an destoweniger halten wir es für die Pflicht der Genoffen in Pforz- augehören. Sämtliche Arbeiter werden zu den alten Lohnfäßen einheim, dafür zu sorgen, daß das Parteiblatt von allen Partei- gestellt und dürfen keine Maßregelungen stattfinden. Die Arbeiter genossen gelesen das ja auch täglich erscheint sollen human behandelt werden. wird, und deshalb ebenso rasche Abwehr von. von Angriffen gestattet Die Töpfer in Magdeburg haben einen einheitlichen Lohne wie das freisinnige Lotalblatt. Deswegen bliebe es ihnen tarif zur Durchführung gebracht, welcher eine Lohnerhöhung von unbenommen auf Angriffe, die in dem freifinnigen Blatte 10 Proz. darstellt. Der Tarif tritt am 15. August in Kraft und ist erscheinen, auch in diesem zu antworten, soweit es nötig ist. auf zwei Jahre festgelegt. Englische Kriegsführung. Das Abendblatt„ Sun" verbreitet die von keiner andren Seite bestätigte Meldung, die Engländer hätten in Waterval( im öftlichen Transvaal) Frau Schalk Burger, die Gattin des stellvertretenden Präsidenten Schalt- Burger, gefangen genommen und sie als Kriegsgefangene(!) nach Pretoria gebracht. Iäglich! Posen, 13. Juli. Der Provinzial- Ausschuß be schloß nach dem„ Poſener Tageblatt" in seiner gestrigen sigung, dem am 6. August zusammentretenden Provinziallandtage die Gewährung zinsloser Darlehen in der Höhe von 10 Proz. der vom Staate aus Anlaß der allgemeinen Notlage Kleinen und mittleren Grundbesigern bewilligten Summe, sowie die Zuwendung von Saatgut, Futter und Düngemittel bis zur Höhe von 500 000 r. vorzuschlagen. Junsbruck, 13. Juli.( B. H.) Von unbekannten Thätern wurden an der italienischen Grenze an der italienischen Grenze fünf Reichs- Grenzsteine mittels Dynamit in die Luft gesprengt. Mährisch Krona, 13. Juli.( B. H.) Bei einem Gewitter schlug der Blizz in den Turusaal der hiesigen Bürgerschule und zwar gerade in dem Augenblid, als in demselben hundert Kinder Turnübungen abhielten. Eine Anzahl Kinder wurde leicht, der Lehrer schwer verletzt. = Rom, 13. Juli.( W. T. V.) Wie die Blätter melden, ist Crispi in Neapel schwer erkrankt. New York, 13. Juli.( W. T. B.) Ein Kompromiß scheint der einzige Weg zu sein, auf dem der Ausstand der Stahlarbeiter zu beenden sein wird. Die Verhandlungen zwischen den Beamten der Gesellschaft und den Vertretern der Arbeiter blieben allem Anschein nach fruchtlos. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Mr. 162. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Weberstreik in Cunewalde. Gewerkschaftsgenossen! Noch einmal müssen wir Euer Augenmerk auf den Verzweiflungskampf der Weber im Cunewalder Thale richten, noch einmal Eure Hilfe anrufen. Achtzehn Wochen lang haben die tapferen Arbeiter und Arbeiterinnen sich heldenmütig gegen die ihnen aufgedrungene Lohnreduktion von 10 bis 18 Prozent gewehrt. Wohl noch nie haben Arbeiter, die bisher von der Arbeiterbewegung so gut wie keine Ahnung hatten, sich gegen die Ausbeutungswut der Unternehmer so tapfer zur Wehr gesetzt, als die Weber von Cunewalde. Wohl lichteten sich die Reihen der Streifenden, doch nicht durch Thuenflucht, sondern durch Auswanderung. Wie ein Mann haben sie gestanden bis heute. Alle Drohungen und hinterlistigen Schachzüge der Arbeitgeber haben nicht vermocht, fie ivankend zu machen. Doch was fie ertragen haben, die 20 Jahre, seitdem im Cunewalder Thal die moderne industrielle Entwicklung durch Einführung des mechanischen Betriebes in der Weberei sich Bahn gebrochen, ist so unheimlich furchtbar, daß die geschickteste Feder nicht im stande ist, dieses sociale Nachtbild zu zeichnen. Die jämmerlichen Hungerlöhne der Handweberei wurden übernommen in die mechanische. Von den noch vorhandenen Streifenden ist noch nicht ein Dugend, die über 2 M. täglich verdienten, 25 verdienten 1,76-2 m. täglich, 23 verdienten 1,66-1,75 M., 21 verdienten 1,60-1,65 m. täglich. 33 verdienten 1,50-1,58 m. täglich, 35 verdienten 1,41-1,49 M. täglich, 20 verdienten 1,30-1,40 m. täglich, 27 verdienten 1,20-1,29 m. täglich, 21 verdienten 1,10-1,19 m. täglich, 22 verdienten 1-1,10 m. täglich, 7 verdienten 90-99 Pf. täglich, 8 verdienten 82-89 Pf. täglich und je eine Weberin 73 Pf., 71 Bf. 57 Bf. und sogar 41 Bf. einumbvierzig!!! Eagelohn. Es giebt noch 250 Streifende einschließlich der Weberei- Hilfs arbeiter. Die Löhne der Weber sind der durchschnittliche Tagelohn der legten zwei Arbeitswochen. Die Jammerlöhne erklären, warum nun die Weber sich fagten: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Jahrelang wurden immer wieder Abzüge gemacht und feit Einbruch der Krise haben sie unter schlechtem Arbeitsmaterial fortwährend gelitten. Tagelang mußten sie ohne jegliche Vergütung auf Werften warten, und auch dann erlaubte das schlechte Arbeitsmaterial fein flottes Arbeiten. Am Bußtag versammelten sich die vier Arbeitgeber Karl Kalauch Köbliz, Wilhelm Kalauch, F. M. Kloß und J. G. Große in Cunewalde und beschlossen die Lohnreduktion. Am 11. März wurde sie bekannt gegeben. Unfre Mittel find zu Ende. Wir dürfen uns in letzter Stunde teine Blöße geben, sonst geht das bereits Gewonnene wieder verloren und die Cunewalder Lohnbrücker werden nachher ihr Mütchen kühlen. A Das Unterliegen der Gunewalder Weber bedeutet aber Lohnreduktion für die gesamten deutschen Leineweber. Dem Streiffomitee wurde von der Fabrikanten Vereinigung der Laufis, als sich das falsche Gerücht verbreitete, die Weber der einen Fabrik wollten sich bedingungslos ergeben, offiziell nachstehendes mitgeteilt: Wir halten uns im Interesse der ganzen Bewegung für verpflichtet, Ihnen anzuraten, daß Sie die Leute, wenn diese zu herabgesetzten Löhnen anfangen, darauf aufmerksam machen, daß nun alle Fabrikanten der Umgegend ihre Löhne nach den Cunewaldern einrichten würden." Es handelt sich demnach darum, durch diesen Kampf eine Lohn reduktion für 10 000 Laufiger Weber abzuwehren. Sonntag, 14. Juli 1901. Die Einwendungen sind schriftlich an den Magistrat einzureichen. Wer also von seinem Wahlrecht Gebrauch machen will, der versäume nicht, die Liste einzusehen. Wer die Liste einsieht, nehme die legte Steuerquittung als Legitimation mit. Um denjenigen Parteigenossen, die nicht die Zeit haben selbst die Listen einzusehen, die Gelegenheit zu geben, sich trotzdem zu überzeugen, daß sie aufgenommen find, haben sich unten verzeichnete Parteigenoffen bereit erklärt, die Einsicht zu besorgen. Wer also nicht selbst Zeit hat, nachzusehen, trage seine letzte Steuerquittung möglichst schon heute zu einem der nach bezeichneten Genossen, der die Einsichtnahme besorgt und jede sonstige Auskunft gern geben wird. Für den 4., 9. und 10. Wahlbezirk. Hans Saß, Markgrafenstr. 102. Baschte, Gräfestr. 31. Ferd. Ewald, Albert Quandt, Belle- Alliancestr. 74. Schröder, Kreuzbergstr. 15. Daß, wenn die maßgebende Lausitz allgemeine Lohnreduktion Schönleinstr. 6. Emil Lindemann, Morigstr. 9. Wilh. Reichelt, vornimmt, die übrigen Bezirke der Leineweberei in Schlesien, Nieder- Hasenheide 47. E. Große, Baruther- und Zoffenerstr. Ecke. Herm. laufis, Bayern und Süddeutschland nachfolgen, bedarf wohl keiner Bartel, Bülowstr. 59. Otto Antric, Steinmezstr. 60. Hammer, besonderen Begründung. Dennewigstr. 2. Darum müssen wir den uns aufgezwungenen Kampf ausFür den 11. und 12. Wahlbezirk. fechten! W. Börner, Cigarrengeschäft, Ritterstr. 15. H. Schnieber, Gewerkschaftsgenossen! Wir hoffen, daß es uns gelingt, wenn Restaurateur, Admiralstr. 21. M. Schönemann M. Schönemann, Restaurateur, Ihr uns Eure Hilfe nicht versagt, in türzester Zeit den Kampf mit Staligerstr. 7. Franz Krüger, Restaurateur, Naunynftr. 54. Gottfr. bedeutendem Erfolg zu beenden. Der bereits geschlossene Vergleich Schulz, Cigarrenhandlung, Admiralstr. 40a, Kottbuser Thor. Radtke, bietet den Arbeitern große Vorteile. Vor allem können sie nicht Adalbertstr. 15. Grundmann, Naunynstr. 78. Mohn, Oranien mehr im Maß geprellt werden. Bisher webte der Weber anstatt 50, straße 198. Wählisch, Adalbertstr. 4. Ende, Kottbuserstr. 6. Eichen56 bis 58 Meter. Das war völlig unbezahlte Arbeit und wird dorf, Staligerstr. 17. Richter, Mariannenstr. 41. Schick, Manteuffelfernerhin ausgeschlossen sein. straße 74. Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Schulz, Manteuffelstr. 72. Doch was find all die kleinen materiellen Vorteile gegen den Tiedemann, Reichenbergerstr. 54. Ehlert, Wienerstr. 1-6. Schneider, gewaltigen Aufschwung, den die Arbeiterorganisationen in der Lausitz Manteuffelstr. 88. unter dem Zeichen dieses Kampfes genommen haben. Die Hochburg Für den 22. Wahlbezirk. der Reaktion der Lausitz ist in Bresche gelegt. Der Kampf bedeutet Franke, Ballisadenstr. 9. Gorn, Markusstr. 23. Wiebe, Frants für uns zugleich den Entscheidungskampf um das Mandat des zweiten furterstr. 38. Tempel, Frankfurterstr. 16. Schlender, Ballijadensächsischen Reichstags- Wahlkreises, das uns das letzte Mal straße 29. mit 14 Stimmen verloren ging, nur wegen den Cunewalder Zuständen. Im Cunewalder Thal allein find jetzt 660 Arbeiter organi fiert, Textil, Stein- und Bauarbeiter. Ueberall sind neue Posten errichtet worden oder ist es gelungen, die Organisation zur Entwicklung zu bringen. Zur Stunde zählt die Lausitz über 1600 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter der verschiedensten Berufe mehr als vor dem Streit. Die Arbeiter gingen in allen Fabriken an ihre Chefs und baten Die Situation ist furz gesagt die:" Die ganze Lausitz brennt." um Zurücknahme der Abzüge. Zwei davon schickten ihre Leute einfach Versammlungslokale haben wir jegt überall, und die ganze Agitation zum größten Fabrikanten des Dorfs, der der Macher des Ganzen ist gewaltig belebt und vorwärts geschritten. war. Zu diesem waren bereits die Arbeiter seiner im Oberdorf Gewerkschaftsgenossen! Das so schwer und endlich Errungene gelegenen Fabrit unterwegs, und als er diese kommen sah, hielt er wollen wir erhalten. in dem unter seiner direkten Aufsicht stehenden Werke die Maschinen an, jagte seine Leute aus der Fabrik, schloß zu und sagte: Wenn Ihr zu den neuen Löhnen arbeiten wollt, dürft Ihr wieder anfangen. So brach der Kampf aus. Die Weber, die geduldigen Schafe, wollten nicht begreifen, daß die Sache ernst würde. Sie standen am 12. und 13. März sämtlich- pünktlicher wie sonst, sagte Gottlieb Große um 6 Uhr in Winterschnee und-tälte im Fabrithofe. Die Fabrik war geschlossen. Eine Stunde lang warteten sie auf ihren Arbeitgeber, und dieser jagte sie zweimal hinaus. Nun endlich wandten sich die Streifenden nach auswärts um Rat. Die Socialdemokratie hat im friedlichen Cunewalder Thal feine Stätte," meinte am Abend der letzten Reichstagswahl, als man den Kandidaten diefer Partei in einer Versammlung niederschrie, der Fabrikant Kloß, der die ganze Gegend in meilenweitem Umkreis politisch bevormundete. Jetzt trieb man die eignen Arbeiter hinaus, und sie holten die Socialdemokraten, denn gewerkschaftlich or ganisiert ist nach dortigen Begriffen gleichbedeutend mit Socialdemokrat ins Thal herein. Der Amtsblatt- Redacteur schrie einmal entfett: Man hat dem Socialismus Thür und Thor geöffnet 1" Eine Woche später fand die erste Versammlung statt, in der die Ausgesperrten beschlossen, die Vermittelung des Amtshauptmanns v. Carlowitz nachzusuchen, Sie wollten wieder arbeiten, nur feine Abzüge mehr, lieber einen Tag weniger arbeiten. In einer in Sachsen einzig dastehenden Weise hat der Amtshauptmann und Gewerbe- Juspettor. sich bemüht, die Unternehmer zum Nachgeben zu veranlassen. Zwei Wochen gingen darüber hin, die Unternehmer wiesen diesen Herren schließlich die Thür. " 1 Laßt uns deshalb nicht untergehen. Unfre Mittel sind jetzt völlig erschöpft. Der Sieg wird unser werden. Schon deshalb müssen die Herren jetzt nachgeben, weil das Wintergeschäft losgeht und die nächsten paar Wochen die Entscheidung bringen werden. Bresche gelegt. Einer ist gefallen, die andren werden folgen. Es ist Tragt schnell noch Euer Scherflein bei- es soll ja nicht viel sein, wenn jeder etwas giebt! Gewerkschaftsgenossen! Auch die tapferen Streifenden verdienen unsre Unterstügung, die ihnen selbst Arbeitgeber und sächsische Behörden nicht versagen. Sie haben 18 Wochen gestanden, wie Mauern und wie gering wurden sie unterstützt. Nach den ersten zwei Wochen gab es pro Kopf 1,50 M. Streikunterstützung", nach weiteren 10 Tagen 2,50 M., nach weiteren 9 Tagen 3,50 M., dann, als es am Himmelfahrtstage 4,50 M. gab," schoben viele die 50 Pfennig zurück, weil sie glaubten, es wäre zuviel! Solche wackere Kämpfer, die nur die eiserne Not zu solcher Entbehrung vorbereitet, dürfen wir nicht im Stich lassen. Es sind noch 250 Streikende, meist Frauen und Mädchen. Die Männer der Frauen verdienen am Orte kaum 9 M. und von auswärts können sie noch weniger nach Hause bringen. Es herrscht jest bittere Not in den elenden Weberhütten. So manche schlaflose Nacht wird hier in banger Sorge durchwacht mit dem Gedanken: Wie wird das enden? So manche Thräne rinnt in den Versammlungen über bleiche Webergesichter, wenn es heißt: Es ist noch fein Friede! Wer diesen furchtbaren Kampf mitgefochten, dem kommt ein Grauen an beim Anblick seiner furchtbaren Folgen! Aber wir dürfen nicht zurück! Wir müssen für die 10 000 Weber hier durch diesen Kampf die Lohnreduktion abwehren; wir wollen erhalten, was wir errungen nach so schweren Opfern! Das brachte die ganze Berwaltungsbehörde gegen die Lohndrücker auf. Der Kreishauptmann von Baußen, hobe geistliche Würdenträger und die hohen Offiziere, die in der Nähe Rittergüter haben, die andren Fabrikanten der Lausik, die unter der Cunewalder Schmuzkonkurrenz leiden, die gesamte Presse, auch die Amtsblätter Im Auftrage der Gewerkschaftstartelle 2öbau, in der Laufig, alle machten den Unternehmern ihr Unrecht begreiflich. Sie aber gaben nicht nach! Als ein andrer Fabrikant, ein Verwandter der Lohndrücker, starb, deffen legtes Wort der Wunsch zum Frieden war, wurden an seinem Begräbnistage am offenen Grabe noch einmal Unterhandlungen aufgenommen. Sie haben sich wieder zerschlagen, trotzdem der alte Gemeindevorstand von Cunewalde, ein alter Weißkopf, flehentlich bat: Gottlieb, gieb nach, was soll aus unsrer Gemeinde werden?" meinde Cunewalde 4200 Seelen Arbeitsbrüder, versagt uns Eure Hilfe nicht! Baugen, Neugersdorf und Zittau und des Streitkomitees. Cunewalde, den 11. Juli 1901. W Hermann Schulze, Dresden, Redacteur. Karl Hübsch, Berlin, erster Vorsitzender des Deutschen Tegtilarbeiter Verbands. Gelder sind nur an Paul Erbe, Vorsitzender des Gewerkfchaftskartells, Löban i. S., Lindenstraße 5, zu senden. Arbeiter! Parteigenossen! Im Herbst dieses Jahres finden die regelmäßigen Ergänzungs wahlen zur Stadtverordneten Versammlung statt. Die zur 0 Sonntagen von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 1' Uhr Für den 23. Wahlbezirk. Friedrichsfelderstr. 21. Risch, Koppenstr. 13. Beetz, Fruchtstr. 20. Borngräber, Fruchtstr. 52. Böhl, Rüdersdorferstr. 26. Schulz, Schultz, Blumenstr. 14. Für den 29. Wahlbezirk. Dirscher, Linienftr. 218. Wilfe, Grenadierstr. 35. Knötsch, Hirtenstr. 10. Für den 41. Wahlbezirk. Opiz, Elsasserstr. 58. Schönhauser Vorstadt. Mars, Kastanien- Allee 96, Zeitungs- Spedition. Kuske, Schwedter straße 14, v. 4 Tr. Meier, Oderbergerstr. 39. Mahnkopf, Dunderstr. 12. oberling, Schliemannstr. 33. Schwarz, Schliemannstr. 42. Pezold, horinerstr. 30. Carl Schulz, Pappel- Allee 106. Augustin, Schönhauser Allee 73. Gobin, Prenzlauer Allee 232. Emil Schmidt, Trescowstr. 22. Siebert, Wörtherstr. 15. Lamprecht, Wörtherstr. 39. Emil Nieb, Danzigerstr. 93. Müller, Rykestr. 40, Cigarrengeschäft. Grobler, Hochmeisterstr. 25. Dierke, Schwedterstr. 33. Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9. Beidler, Tresckowstraße 53. Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt. H. Raschte, Grünthalerstr. 65. A. Hinze, Panfstr. 13, Laden. W. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Brat, Stettinerstr. 17. Knoblich, Soldinerstr. 36. Bärsch, Drontheimerstr. 1 c. Lörich, Bankstr. 32 d. Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Döring, Ruppinerstr. 21, CigarrenLaden. Rosin, Ruppinerstr. 42. Irmert, Swinemünderstr. 26. Jäger, Swinemünderstraße 20. Reimann, Wollinerstraße 44. Hoffmann, Swinemünderstr. 47. Schmidt, Namlerftr. 28. Kruhl, Rügenerstr. 15. Lorenz, Woltastr. 43. Herrmann, Butbuferstr. 45. Lietzke, Brunnenstr. 85. Bertels, Ruppinerstr. 49. Krohne, BionsKirchplatz 3. August Geisler, Veteranenstr. 4. Charlet, Ackerstr. 152. Hoppe, Ackerstr. 21. Meyer, Brunnenstr. 181, 2. H. 1 Tr. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Gerichtstr. 80. Wilter, Gerichtstr. 62. Tauschel, Wiesenstr. 29. Blant, Bergemann, Gerichtstr. 74. Haufe, Gerichtstr. 79. Schulz, Wiesenstr. 6. Stolzenburg, Wiesenstr. 41/42. Bergemann, Pasewalkerstr. 3. Seidel, Neue Hochstr. 38. Gießel." Boyenstr. 40. Schulz, Pflugftr. 6. Joseph, Tiefstr. 34. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Dieke, Ackerstr. 123. Czechowsky, Gartenstr. 44. Sedert, Steinidendorferstr. 34. Genz, Schulstr. 64. Gleinert, Schulstr. 29. Krause, Müllerstraße 7a. Doye, Müllerstr. 32a. Müller, Liesenstr. 12. Dobat, Sellerstraße 3. Moabit. Otto Johann Pfarr, Buttligstr. 10. Lausch, Stephanstr. 31. Fischer, Beusselstr. 66. Carl Fischer, Waldstr. 8. Döring, BeusselStraße 85. Grunwald, Alt- Moabit 45. Plath, Sidingenſtr. 43. Faber, Stephanftr. 11. Fabra, Havelbergerstr. 17. C. Anders, Salzwedelerstr. 8. Nieghun, Lehrterstr. 44. Schmidt, Stromstr. 42. In unserem am letzten Mittwoch veröffentlichten Wahltableau muß es im Stadtbezirk 207 statt Weinstraße heißen: Weinmeisterstraße. Wir bitten dies zu berichtigen. Wir erinnern diejenigen Genossen, die nicht Preußen sind und noch nicht ihre Naturalisation beantragt haben, dies schleunigst zu thun. Berliner Partei- Angelegenheiten. Achtzehn Wochen lang hat dieser Stampf getobt. Furchtbar sind die Verheerungen, die der sociale Krieg in den Gemeinden des Streifgebiets hervorgerufen. Ebenso einzig wie die Hartnäckigkeit, mit der beide Teile den Kampf führen, ist wohl auch die verheerende Wirkung dieses Kampfes auf das sociale Leben des Streifgebiets. Alles ist auf eine Starte gesetzt. Nur von den Webern lebt die Gemeinde, die Geschäftsleute und alles andre. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend Jetzt sind Hunderte ausgewandert, wochenlang ist nichts verdient Wahl stehenden Bezirke haben wir in unsrer ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unfres Blatts beis worden, die Geschäftsleute haben keine Einnahmen, die Ge- Mittwochuummer gebracht. Die Liste der stimm- gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den nimmt allein 3000 m. berechtigten Bürger liegt in der Zeit vom 15. bis einschließlich Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu weniger Steuern ein in diesem Jahr. Sie hatte voriges Jahr 30. Juli d. J. an den Wochentagen von vormittags 9 Uhr bis nach beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegen ein neues Schulhaus gebaut und einen Lehrer mehr angestellt, jetzt mittags 3 Uhr und an den über, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen stehen die Schulklassen halb leer, ganze Familien wanderten aus, offen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig, als und Schulhaus wie Lehrer sind überflüssig. Aber die Lasten bleiben der armen Gemeinde, sie ist vollends an den Bettelstab gebracht. im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Treppen, Zimmer 57, zu muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenossen, die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, Geschäftsleute gingen zu Gründe, einer nahm sich das Leben vorher trug er aber noch 10 M. ins Streitbureau. Dieses eine Bild jedermanns Einsicht öffentlich aus. besucht daher bei Ausflügen 2c. nur solche Lokalitäten, welche legt Zeugnis ab von der einmütigen Stellungnahme der gesamten auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen Bevölkerung für die Streikenden. Die höchsten Behörden, alle nam ist jeder selbständige Einwohner, der Preuße erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, haften Industriellen, Kommerzienräte haben den Herren zugefegt, sie und 24 Jahre alt ist, wenn er feit mindestens einem beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste sollten nachgeben. Die andern Fabrikanten, die unter der Schmutz Jahre in Berlin wohnt und im letzten Jahre keine die neue Lokalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen fonkurrenz litten, haben die Streitenden in Arbeit genommen; wo Unterstügung aus öffentlichen Mitteln erhalten Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine früher zwei Stühle von einem Arbeiter bedient wurden, stehen heute hat, und wenn er mindestens zur zweiten Steuerstufe 660 bis selausel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiters, zwei Weber und der eine ist ein Cunewalder. 900 M. eingeschätzt ist und die Steuern bezahlt hat. Der UnterSo hatte alles gegen die Fabrikanten Partei ergriffen und sich stützung aus öffentlichen Mitteln ist gleich zu erachten die eigene Bersammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag seine auf Seite der Arbeiter gestellt. Vor vier Wochen erhielt auf An- Krankenhausbehandlung oder die Verpflegung Angehöriger im Kranken- Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Sit lassen Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Sit lassen regung des Kreishauptmanns von Bauzen, der auch in Arbeiterkreisen hause, für deren Unterhalt der Betreffende zu sorgen hat. Gelb eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebemo ist bekannte Schriftsteller und Rittergutsbesitzer v. Polenz Auftrag, ständig ist jeder, der einen eigenen Haushalt oder die selbständige es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Möglichkeit zu zwischen den Parteien zu vermitteln. Später trat noch der Handels- Verfügung über einen Raum hat. Chambre garnisten sind sorgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der Stellena tammer- Shnditus Landtags- Abgeordneter Rollfuß aus Zittau hinzu. wahlberechtigt, Schlafburschen nicht. nachweis der Freien Vereinigung der Gastwirtsgehilfen Berücksichtigung Beide Herren haben sich alle erdenkbare Mühe gegeben. Zu findet. Thue ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht ausa nächst erfolglos. In der einen Verhandlung bot man sogar Abzüge bleiben. Lokale, die keine Säle haben, sind für den Verkehr frei. bon 13 bis 30 Broz. an. Die Lokalkommission. Am 30. Juni ist endlich mit dem zweitgrößten Fabrikanten, K. Kalauch- Köblig, ein Vergleich geschlossen worden: Der Haupterfolg desselben liegt für die Streifenden in der Thatsache, daß der Fabrikantenring gesprengt wurde. Es ist auch alle Aussicht vorhanden, daß wir baldigst mit einem andren Fabrikanten den gleichen Separatfrieden schließen. Wir richten deshalb an die Arbeiterschaft das dringende Ersuchen, uns nicht in letter Stunde im Stich zu lassen. Hilfe thut dringend not! Wahlberechtigt Wahlberechtigt ist aber nur Wer in der Wählerliste steht. Deshalb darf kein Parteigenosse, kein Ar beiter versäumen, die Wählerliste einzusehen. und trozdem nicht in die wählerliste eingetragen ist, der erhebe in Wer die Voraussetzungen des§ 5 der Städte- Ordnung erfüllt der Zeit vom 15. bis 30. Juli Einwendung gegen die Richtigkeit der Wählerliste. Spätere Einwendungen, als in dieser Zeit gemachte, bleiben unberücksichtigt. im fünften Reichstags- Wahlkreis Montag bei Schn1z. Grenadiers Eine Kommunalwähler- Versammlung des 29. Bezirks wird straße 33 abgehalten. Genosse Stadtv. Koblenzer referiert, foa dann erfolgt die Aufstellung eines Kandidaten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Zweiter Wahlkreis. Am Dienstag, abends 7 Uhr, findet eine Flugblattverteilung statt. Wir ersuchen die Genossen, fich zahlreich in folgenden Lokalen einzufinden. Bartel, Bülowstr. 59, Quandt, Belleallinceftr. 74. Paschke, Gräfestr. 31. Schmidt, Blücherstraße 42, Ecke Kaiser Friedrich- Play( früher Raumann). Es ist Pflicht eines jeden Genossen sich daran zu beteiligen. Die Vertrauensleute. Vom Hitzschlag wurde auch ein Angehöriger der Irrenanstalt das dem„ mutigen Lebensretter" auch bereitwilligst gewährt Herzberge befallen, der dort heimlich entwichen zu sein scheint. wurde. Ain folgenden Morgen begab er sich in Begleitung Sonnabendnachmittag um 2 Uhr wurde in den Anlagen des des Agenten nach Berlin. Wenige Stunden später wurde B. Friedrichshains ein besinnungsloser Mann aufgefunden, der die in fest schlafendem Zustande nach Hause gebracht. Es fehlten Kleidung der Anstalt trug. Im Krankenhause am Friedrichshain, ihm seine goldene Taschenuhr nebst Stette, ein Brillantcing, 50 Mark wohin man ihn in einer Droschke brachte, wurde Higschlag fest- Bargeld, sowie seine neuen Lackstiefel. Erst abends erwachte der Die Parteigenoffen von Charlottenburg werden darauf aufgestellt. Agent und konnte nunmehr angeben, daß er auf Veranlassung seines merfiam gemacht, daß die Liste der stimmfähigen Bürger Am Kottbuser Damm 73 fiel gestern nachmittag ein Arbeiter neuen Freundes eine Gastwirtschaft besucht und dort mehrere in der Zeit vom 15.- 30. Juli, Wochentags von 8-3, Sonntags vom Hitzschlag getroffen tot vom Dache nieder. Flaschen Rheinivein getrunken habe. Allem Anschein nach hat sein. bon 8-12 Uhr im Statistischen Amt, Rosinenstr. 12, öffentlich aus- Der ersehnte Regen war leider nur von kurzer Dauer. Durch die Begleiter ihm Schlafpulver in den Wein geschüttet. Ueber den Verliegt. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen anhaltende Dürre ist der Erdboden in einer Tiefe bis zu einem Meter bleib der Wertsachen, die ihm von dem„ Lebensretter" zweifellos abersuchen wir die Genossen, von dem Recht der Einsichtnahme möglichst vollständig ausgetrocknet. Das Obst fällt vielfach unreif von den genommen worden sind, vermochte er nichts anzugeben. Der viel Gebrauch zu machen. Nach dem 30. Juli werden Einwendungen Bäumen und Kartoffel- und Graserite scheinen gefährdet. Die Fremde, der, wie bereits erwähnt, sich Oskar Grüneberg nannte, ist gegen die Richtigkeit der Liste nicht mehr berücksichtigt. Die nach Bäume erhalten zum größten Teil bereits ein herbstliches Aussehen. 28-30 Jahre alt, mittelgroß, hat blondes Haar, hohe Stirn, gestehenden Genossen sind bereit, für solche Genossen, denen es an Zeit Geradezu gemeingefährlich sind jetzt die Kraftfahrzeuge, die sich bogene, spige Nase, graubraune Augen, spizges Kinn, volles, frisches mangelt, die Listen mit einzusehen: jetzt vielfach in der Umgegend Berlins austoben. An fich ist auf Gesicht und defekte Zähne. Gefprächsweise hatte er erzählt, daß er der Grunewald- Chaussee der Staub unter normalen Umständen schon Reisender bei einer großen Berliner Kohlenfirma sei. schwer erträglich, und ein eintöniges Grau bedeckt seit Wochen Bäume Ferd. Paasche, Potsdamerstr. 45, Albert Leder, Bismarck straße 74, B. Gimpel, Osnabrückerstr. 4, E. Dörre, Wallstr. 90, W. Eberhardt, Wilmersdorferstr, 38 a, Start Wilte, Bismarck- und Sträucher selbst im Innern des Waldes. Kommt aber ein Schrecklich verlegt wurde am Freitag gegen Abend die 17jährige ſtraße 35, W. Wernice, Bismarckstr. 33, A. Sellin, Wilmers- Automobil dahergerast, so ist während der Dauer einer Viertel- Klara Kunert aus der Strelizerstraße 33 in der Chokoladenfabrik dorferstraße 115/116, M. Prill, Goethestr. 78, A. Röttger, stunde die Chaussee fast bis zur Baumhöhe in eine schwere, völlig das junge Mädchen dieses gelöst und geriet damit in eine TransUm das Haar zu ordnen, hatte Leibnizstr. 3, Wilh. Bredlow, Ansbacherstr. 31, Gustav Scharrn- undurchfichtige Staubwolke gehüllt, vor der die entsetzte Menschheit missionswelle, wodurch ihr die Hälfte der Kopfhaut abgerissen wurde. berg, Sesenheimerstr. 1, H. Henschke, Goethestr. 13, P.& olbo, vergebens zu fliehen trachtet. Grünstr. 16. Der Vorstand des Wahlvereins. Die Unglückliche wurde nach dem jüdischen Krankenhause gebracht. Nochmals das Rabenaas. Beachtenswert ist folgende Mit- Wenn Schußvorrichtungen vorhanden wären, so hätte dieser Full Die diesjährige Parteikonferenz für den Wahlkreis Pots- teilung des Magd. Central- Anzeiger" vom 11. Juli: wohl nicht vorkommen fönnen. dam- Ofthavelland findet am Sonntag, den 28. Juli d. J., vor- Zu dem vielerörterten Kapitel von der Rabenaasstrophe mittags von 11 Uhr ab in Spandau, im Weheschen Lokale, Pichels- erhalten wir einen höchst interessanten Beitrag von einem Freunde der 47 Jahre alte Dienstmann Moriz Dollmer aus der MuskauerAuf einer Polizeiwache erhängt hat sich am Freitagnachmittag dorferstr. 39, statt. Unter andern wird sich die Kreiskonferenz auch unsres Blattes, einem in der Altmark wohnenden Lehrer. Letzterer mit der Aufstellung eines Reichstags- Kandidaten be- sendet uns nämlich einige Proben aus dem in der ganzen Altmart straße 14. Er hatte sich schwer betrunken und war auf der Straße schäftigen. ( mit Ausnahme der Ephorie Tangermünde) eingeführten Alt- aufgegriffen und nach der Wache des 41. Polizeireviers in der Parteigenoffen Berlins und der Provinz Brandenburg! märkisch und Prignischen Gesangbuche vom Gitschinerstraße gebracht worden. Die polizeilichen Vorschriften verJahre 1898. Dort lautet z. B. in Lied 274( Blinder Mensch, Getränke, und Dollmer sah einer Bestrafung, vielleicht auch den bieten den Dienstmännern den überreichlichen Genuß alkoholischer thu weg die Decke" von Sigismund Birken) Vers 5: Die diesjährige Partei- Konferenz für die Provinz Brandenburg findet am 8. September in Berlin im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, statt. Wir ersuchen Euch nunmehr, Partei- Konferenzen resp. Verfammlungen einzuberufen, um dort die Wahl der Delegierten vorzunehmen und etwaige Anträge zu beraten. Die Bekanntgabe der Tagesordnung erfolgt demnächst. 4 Die Agitations Kommission für die Provinz Brandenburg. Spandau. Die Kommunal- Wählerlisten liegen hier in der Zeit und Vers 2: bom 15. bis 31. Juli im Rathause, Zimmer 25( Stadtsekretär Schneider) zur Einsicht aus. Im Interesse jedes wahlberechtigten Steuerzahlers liegt es, daß er sich davon überzeugt, ob sein Name in der Wählerliste aufgeführt ist. Wem die Zeit mangelt, dies zu thun, der mag sofort einen der bekannten Parteigenossen mit der Einsicht beauftragen.&& haben sich hierzu bereit erklärt, die Genossen Hallecker, Pieper, Radke, Kunkel, Kumte und Ducksch. Es ist um so mehr schon jetzt alles daran zu setzen, als es in diesem Herbst, bei den regelmäßigen Ergänzungswahlen, gelten wird, nicht nur drei Mandate, die sich bereits in unsren Händen befinden, zu behaupten, sondern eine Reihe neuer Mandate Dazu zu erkämpfen. Es scheiden aus: in der dritten Abteilung die Stadtverordneten Ducksch, Kunkel und Pieck( Socialdemo fraten) sowie die Herren Döring und Lambrecht. Köpenick. Den Mitgliedern des socialdemokratischen Wahlvereins für Köpenick zur Nachricht, daß am Dienstag, den 16. d. M.( Aus im Lokale von Albert Stippekohl die Vereinsversammlung stattfindet. Rummelsburg. Mittwoch findet im Café Bellevue eine Boltsversammlung statt. Genosse Ritter erstattet Bericht über seine Thätigkeit als Gemeindevertreter. Als zweiter Punkt steht die Wohnungsfrage auf der Tagesordnung; hierzu hat Herr Dr. Munding als Vertreter des Berliner Spar- und Bauvereins das Referat übernommen. " Was will denn der Staub viel prangen? Was macht er so großen Staub? Kommt in Stolz hereingegangen? Was hebt er empor die Haub? Ist er nicht ein Madena as? Ein aus Staub geblasnes Glas? Maden werden, laßt ihn prahlen, Ihn zu Staub bald wieder mahlen. Erde bist Du, gehst auf Erden. Lebst auf Erd und wirst einmal Erde wieder müssen werden In dem finstern Erdenthal, In dem Koth bist Du daheim; Stoth kommt von Dir, Noß und Schleim, Koth wird aus Dir nach dem Leben; Was willst Du Dich denn erheben? Hübsche Wendungen find auch folgende in Nr. 532 V. 6: Dir wird's heute vorgestreuet Bis Du Dich gefressen tot; Bald ein andrer daran käuet, Bis er kommt in gleiche Not; Denn dies Aas ins Nege treibet Und doch endlich keinem bleibet. Verlust seines Dienstscheins entgegen. Deswegen scheint er sich erhängt zu haben. Schon wieder wird der Brand eines Straßenbahn- Wagens gemeldet. Gestern Nacht um 11 Uhr geriet in der Alten SchönHauserstraße, Ecke der Steinstraße, ein Straftwagen der elektrischen Straßenbahnlinie Nordend- Briz insolge Kurzschlusses in Brand. Das Feuer, das den Wagenboden ergriff, konnte mit Hilfe von Anwohnern der Schönhauserstraße, die bereitwilligst Eimer zur Verfügung stellten, gelöscht werden; doch waren die Zuleitungskabel der Automaten geschlossen, so daß der Wagen nicht weiter zu fahren vermochte und nach dem Depot geschleppt werden mußte. Ein Zusammenstoß eines Straßenbahn- Wagens, Nr. 2142, der Linie Gesundbrunnen- Kreuzberg mit einem Geschäftswagen erfolgte gestern morgen gegen 1/28 Uhr an der Spandauer Brücke, Ecke der Neuen Friedrichstraße. Durch den Anprall wurde die Schutzvorrichtung des erst am Montag in Betrieb gestellten Motorwagens beschädigt. Dank der Vorrichtung jedoch wurden Personen nicht verletzt. Ertrunken ist am Sonnabendmittag der 19jährige Arbeiter Hermann Taube aus der Kantstraße in Charlottenburg, als er in der Spree nahe dem Kabelwerk von Siemens u. Halske, wo er beschäftigt ist, ein Bad nahm. Als Taube aus dem Wasser ge= zogen war, bemühten sich seine Arbeitsgenossen vergeblich, ihn ins Leben zurück zu rufen, und zwei Aerzte, die zu Rate gezogen wurden, stellten fest, daß der Verunglückte einem Herzschlage er Steh doch Seele, steh doch stille" 2c. von Gregorius Richter.) legen war. Ferner Nr. 808 2. 7: Blecke Tod mur Deine Zähne Brülle, Satan, noch so sehr, Winsle, Höllenschlund, und stöhne, Du hast keine Macht nicht mehr. usw. ( Aus„ Dies ist der Tag der Wonne" usw. von Joh. Andr. Wiegleb.) Hierzu bemerkt das citierte Blatt: Das sind doch unbestreitbar die größten Geschmacklosigkeiten und Roheiten. Noch weit schlimmere, Schöneberg. Dienstag Generalversammlung des Wahl- ja unfittliche Wendungen aus diesem neuzeitlichen Gesangbuche zu vereins. Außer dem Kassenbericht 2c. steht ein Vortrag des citieren, wollen und müssen wir uns a aber versagen, zunächst in RückGenossen Zubeil über Das Landtagswahlrecht" auf der sicht auf das Austandsgefühl unsrer Leser, dann aber auch in RückTagesordnung. sicht. auf den Staatsanwalt, der einen derartigen Nachdruck als Lichtenberg, Wilhelmsberg, Friedrichsberg. Der Wahl- hochgradiges Aergernis erregend vielleicht mit Nachdruck verfolgen berein hält am Dienstag bei Höflich eine Versammlung ab. Stadt- würde. verordneter Paul Hirsch spricht über das Thema: Warum be= teiligen sich die Socialdemokraten an der Landtagswahl? Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder und Gäste bittet der Borstand. Tokales. Aus der herrlichsten der Welten. Wegen seiner elenden Lage sprang gestern morgen der wohnungs- und beschäftigungslose Arbeiter Otto Niemeyer am Nordhafen ins Wasser. Schiffer retteten ihn und übergaben ihn der Polizei, die ihn in einem Krankenhaus unterbringen ließ. Dort gab N. als Grund zur That Verzweiflung über seine Lage an. Die Abnahme der für den elektrischen Betrieb eingerichteten Straßenbahnlinie„ Charlottenburg- Gesundbrunnen" hat gestern vormittag stattgefunden. Der Betrieb auf derselben wird am 15 d. Mts. eröffnet werden. Nunmehr ist dem T. Eine Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungs. haft wurde dem in der Koppenstr. 94 hier wohnhaften Arbeiter G. Trinkaus zu teil. Dieser war im Sommer des vergangenen Jahres unter dem Verdacht des Mordes an einem dreizehnjährigen Auch ein Bierkrieg.„ Mit 4,14 Millionen Hektoliter Bier- Mädchen in Untersuchungshaft genommen worden, bis sich nach zehn erzeugung ist Berlin die erste Bierstadt Europas. Berlin ver- Wochen seine völlige Unschuld herausstellte. einigte im Jahre 1. Oktober 1899 bis 30. September 1900 allein fast auf Antrag des Oberstaatsanwalts seitens des Justizministeriums den 10. Teil der Biererzeugung Norddeutschlands auf sich, und seine für unschuldig erlittene Untersuchungshaft eine Entschädigung von Produktion war fast genau so groß, wie die des Königreichs 240 Mart gewährt worden, auch wurde ihm für seine während der Württemberg." Diese Ausführungen des neusten Berichts des Aeltesten- Sollegiums haben in der Jiar- Stadt, die sich so gern die 50 Bf. ausgezahlt. Eine„ Entschädigung“ für unschuldig erlittene Haftzeit abgenutzten Kleidungsstücke ein Barbetrag von 24 Mark Bierstadt Deutschlands nennen hört, nicht sonderlich gefallen. Man hat dort auch sofort Einspruch gegen die Bezeichnung Berlins als Untersuchungshaft ist es mithin, wenn einem der Betrag des Arbeitsallerdings zugeben, daß die neun Münchener Aktienbrauereien im erste Bierstadt Europas erhoben, indem man erklärt: Man müsse lohns annähernd ersetzt wird, den man während der qualvollen Zeit der Haft etwa hätte verdienen können. Betriebsjahr 1899/1900 nur einen Absatz von 2 Mill. Hektoliter hatten, Wegen eines polizeilichen Strafbefehls hat sich der 16 Jahre aber die 4,14 Millionen Berlins seien in den 108 Brauereien Berlins mit alte Tischlerlehrling Wilhelm Blankwiz aus einem Fenster gestürzt. feiner Umgegend gebraut; wenn mun München die Produktion aller Er hatte in der Pallisadenstraße eine leere Flasche nach einem gleichseiner Brauereien und die der Umgegend" zusammenrechne, jo täme| altrigen Burschen geworfen, die Scherben aber auf dem Bürgersteig man vielleicht auch auf eine so hohe Zahl, übrigens könne München liegen lassen. Ein Schußmann ermittelte ihn als den Thäter, nachin andrer Beziehung für sich sogar den Titel der ersten Bierstadt der dem er sich der Feststellung durch Davonlaufen hatte entziehen ganzen Welt in Anspruch nehmen, denn dort entfielen auf jeden Ein- wollen. Die Folge war ein Strafbefehl über 6 M. oder zwei Tage wohner 566 Liter Bier im Jahre, während der Vierverbrauch in Haft. Blankwitz, dessen Eltern in der Petersburgerstraße wohnen, Berlin" nur" 209 Liter auf den Kopf der Bevölkerung betrage. batte zu Hause nichts gesagt und fürchtete eine Züchtigung. Des= Ferner komme es auch auf die Güte des Biers an. München habe wegen lief er bis in den dritten Stock des Hauses LichtenbergerAn die Krankenkassen- Vorstände und Verwaltungsbeamten. nicht nötig, über Surrogatverbrauch zu berichten. Zum Schluß straße und stürzte sich dort gestern morgen um 7 Uhr aus dem Auf die vom Verein für Einführung freier Arztwahl veranstaltete, ihrer weiteren Ausführungen erklären die Münchener mit Stolz: Flurfenster auf den Hof. Ein Lückscher Wagen brachte den innerlich am Montag, den 15. Juli in der Berliner Ressource, Kommandanten- Wir brauchen uns über die 4,14 Millionen Hektoliter Berlins nicht schwer Verletzten bewußtlos nach einem Krankenhause. straße 57 stattfindende Versammlung machen wir die Kassenvorstände weiter aufzuregen, wir Münchener trinken doch das beste Bier und und Verwaltungsbeamten noch einmal besonders aufmerksam. Die das meiſte." Wilhelm II. gegen Stadtrat Kaufmann. Es wird in einem hiesigen Blatt berichtet: Der Minister des Innern hat an den Magistrat bereits die offizielle Aufforderung ergehen lassen, bei der Stadtverordneten- Versammlung die Neuwahl eines Bürgermeisters zu beantragen. Die Mitteilung von der Nichtbestätigung Kauffmanus ist, wie bei dieser Gelegenheit betont sein mag, in eine Form gefaßt, die jeden Zweifel ausschließt, daß die Entscheidung allein vom Kaiser ausgegangen ist. Denn das Schriftstück besagt, daß Seine Majestät es abgelehnt haben, die Wahl des Stadtrats Gustav Kauffmann zum Bürgermeister von Berlin zu bestätigen." " " " Direktor Archenhold wird Sonntagnachmittag 5 Uhr, über die Bedeutung des berühmten Astronomen Tycho de Brahe auf der Versammlung wird voraussichtlich pünktlich um 8/2 Uhr er- Die hiesige medizinische Gesellschaft hat den Bau eines Treptow- Sternwarte sprechen. Um 7 Uhr lautet das Thema„ Sternöffnet, nicht wie es sonst in Berlin Sitte oder Unfitte ist, mit halb- Virchow- Hauses als dauernde Erinnerung an den bevor schnuppen und Kometen", die in diesem und dem nächsten Monat oder einstündiger Verspätung. Rechtzeitiges Erscheinen der Kaffen- stehenden achtzigsten Geburtstag ihres Ehrenpräsidenten beschlossen. besonders zahlreich erscheinen. Mit dem großen Fernrohr wird vorstände und Verwaltungsbeamten ist um so mehr notwendig, als Für einen nach jeder Richtung hin geeigneten Bauplatz wird, wie den Besuchern jetzt am Tage die Venus, abends Jupiter und die Pharmaceutische Zeitung" alle auch die in es heißt, die Stadtverordneten- Versammlung sorgen. Für den Bau Saturn gezeigt. abhängiger Stellung befindlichen Apotheker dringend selbst stehen schon etwa 150 000 M. zur Verfügung. Im Zoologischen Garten sind wieder zahlreiche Seltenheiten zum pünktlichen Erscheinen einladet und dabei Ein Blitzstrahl in die Straßenbahnleitung verursachte am Wenn es auch das Bestreben des Direktors angiebt, daß die Versammlung um 8 Uhr beginnt. Sonnabend eine längere Verkehrsstörung in der Charlottenstraße. Dr. 2. ed ist, möglichst zahlreiche interessante egotische Formen neu eingetroffen. Die entsetzliche Hitze der letzten beiden Tage fördert Kurz nach 4 Uhr schlug der Blitz während des Gewitters an der dem Publikum vorzuführen, so vergißt er dabei jedoch keineswegs allmählich Zustände zu Tage, wie die, unter denen New York vor Ecke Koch- und Charlottenstraße in einen eisernen Leitungsmast. unsre deutschen Tiere, von denen der Großstädter im allgemeinen zwei Wochen litt. Ist der Aufenthalt in den Straßen Berlins schon Ginen Moment war der obere Teil desselben in meterlange Flammen nicht gerade viel kenut. Von den Bewohnern der deutschen Küsten, unerträglich, so haben die Arbeiter, die von früh bis spät im gehüllt, dann flog der Kopf des Mastes kerzengerade in die Luft. Der Bliß die selten oder nie im Julande beobachtet werden, ist eine ziemlich Dunste der Fabriken und auf den Bauten fronen müssen und die war aber die Leitung entlang gefahren und hatte kurz vor der Leipziger- reiche Auswahl im Berliner Garten vertreten. Vor wenigen Tagen auch ein sehr bemerkenswerter Ferien nur unter dem Begriff der Arbeitslosigkeit kennen, gegen- straße einen zweiten Mast gefaßt, dessen Kopf ebenfalls in die Luft hat Tauchvogel in den auszustehen. Es wärtig geradezu Höllenqualen tommt in geschleudert wurde. Glücklicherweise wurden in beiden Fällen Garten seinen Einzug gehalten. Auf dem neuen PinguinBetracht, daß der Gerechte", wenn er Unternehmer ist, sich Menschen durch die herabfallenden Eisenstücke nicht verlegt. Nur felsen im Ibishaus ist ihm ein sehr gemütliches Heim bereitet ans Gründen des Eigennußes wohl seines Biehes erbarmt, aber trat momentan eine Stromunterbrechung ein, die erst nach einer worden. Herrn Dr. Lindemann, Badearzt auf Helgoland, haben selten daran denkt, den Menschen, die im Schweiße ihres Angesichts halben Stunde behoben war. Die alarmierte Feuerwehr beseitigte wir eine schöne Lumme, Uria troilé, als Gescheut zu verfür ihn thätig sind, das Dasein zu erleichtern. Die Omnibus mit Hilfe von Angestellten der Straßenbahn die Betriebsstörung. danken. Diese Lumme, welche auch Trottel- Lumme genannt wird, gesellschaften haben auf der Straße für ihre Pferde Tränkstationen Russische Silberrubel anstatt unsrer Thalerstücke sind in der ist auf Helgoland Brutvogel.. Der fleine furzbeinige und dickeingerichtet. Trotzdem wurde eine größere Anzahl der Tiere vom Hizschlag legten Zeit im Osten und Südosten der Stadt wiederholt im Ge- töpfige Bogel erinnert in der Gestalt etwas an unsre Taucher; betroffen. Vier Pferde, die sich nicht wieder erholten, wurden der schäftsverkehr in die Erscheinung getreten. Die Rubel haben einen Abdeckerei überwiesen. Wir glauben nicht, daß die Omnibusgesellschaften den Kutschern, die für einen elenden Lohn etwa 16 Stunden lang geringeren Wert, als die Thaler und wurden beim Wechseln von Geldstücken in ziemlich großer Anzahl untergeschoben. Es wird verauf dem Bock fizen müssen, mit„ Tränkstationen" oder sonstwie bei mutet, daß eine Bande die Einschmuggelung der Stubel systematisch springen. Aus Berlin werden mehrere Fälle von Hizschlag gemeldet, die auf den Unfallstationen in der Alexandrinenstraße resp. Görliger Nach einem Lebensretter", der sich als ein gefährlicher Bahnhof zur Behandlung kamen, den Kaufmann B. und Monteur B. Hochstapler entpuppte, forscht die hiesige Kriminalpolizei. Ein Agent Ein 25 Pfennig- Tag ist in der„ Internationalen Ausstellung betrafen, die sich beide wieder erholten. Ein dritter, etwas rätselhaft B. aus Charlottenburg, der sich am Dienstag in start angetrunkenem tlingender Fall wird aus Potsdam gemeldet. Ein dort im zweiten Zustande befand, kehrte abends spät in Begleitung eines Fremden, für Feuerschutz und Feuerrettungswesen Berlin 1901"( SurfürstenJahre dienender Ulan hat sich heimlich aus der Kaserne entfernt, ist sich Oskar Grüneberg nennenden Mannes nach seiner Wohnung zurück, damm 150-156) der heutige Sonntag, um den weitesten Kreisen der dann auf einem Mietsboot auf der Havel umhergefahren und seit wo der Fremde der Frau B. auseinandersetzte, daß er ihren Gatten Bevölkerung Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung zu geben. dieser Zeit verschwunden. Da der Ulan auch schon früher bei dem sicheren Tode entrissen habe, indem er ihn dicht vor einem Der letzte Tag der Weltmeisterschaften in Friedenan bringt großer Hize sporadische Anfälle von Geistesstörung gezeigt haben Straßenbahnwagen von dem Geleise herunterriß. In Rücksicht auf nunmehr die Entscheidungen über die kurzen Strecken, für die heute nochmals soll, wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß er verunglückt ist. die vorgeschrittene Zeit bat der angebliche G. um ein Nachtlager, 19 Berufsfahrer und 12 Amateure in die Schranken treten. Zunächst finden betreibt. während diese aber vier Zehen haben, find die Füße der Lummen dreizehig. Auf dem Lande bewegen sie sich sehr unbeholfen, fliegen aber schnell und gehören zu den geschicktesten Tauchern und Schwimmern. Da wo sie von Menschen nicht erheblich belästigt werden, leben sie in unermeßlichen Scharen zusammen. Sie gehören zu denjenigen Seevögeln, welche die sogenannten Vogelberge bewohnen. Brettl.) Wenn der je drei Zwischenläufe statt, für die folgende Einteilung vorgesehen ist.| Partei stelle, sie fördere und damit auf öffentliche Angelegen-| feien jederzeit bereit, die Beschlüsse der Genossen des benachbarten Berufsfahrer: 1. Zwischenlauf: Arend, Gregna, Schilling; 2. Zwischen: heiten einwirte. Für den erhob Vorsitzenden nun- Landkreises zu befolgen, müßten dies aber abhängig machen von lauf: Ellegaard, Huber, Rütt; 3. Zwischenlauf: Jacquelin, Käfer, Seidl. mehr Rechtsanwalt Wolfgang Heine die Klage beim der Zweckmäßigkeit der Beschlüsse. Der Vertrauensniann Schnell Amateure: 1. Zwischenlauf: Bäßler, Krizmann, Legrain, Bejtruba: Ober- Verwaltungsgericht, zu deren Begründung er in aus Charlottenburg protestierte energisch gegen das Vorgehen der 2. Zwischenlauf: Damm, Geldermann, Leopold, Maitret; 3. Zwischenlauf: Denny, Bruseni, Mortensen, Struth. Aus den zwischenläufen erlangen je längeren Schriftsägen u. a. ausführte: Der Verein verfolge teinerlei Berliner Lokalkommission und der Vertrauensleute und verlangte die der Erste Anrecht auf Teilnahme an dem Endlauf, während von allen politische Zwecke, sondern widme sich nur der Pflege der Turnkunst. Aufhebung des Beschlusses. Da im Laufe der Debatte einige harte Worte fielen, so war die Nichtplacierten sich noch je einer aus den Befähigungsläufen für den End: Von einer Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten durch turnerische lauf qualifizieren fann. Aufführungen auf Arbeiterfesten könne doch wohl unmöglich die Versammlung zeitweilig recht bewegt. Echließlich wurde beschlossen, Rede sein. Man werde zugeben, daß der Moment, in dem Mit- die Verhandlungen zu vertagen und eine neue Bersammlung demnächst glieder des Vereins ihre Produktionen am Neck machen oder einen einzuberufen. Reigen ausführen, außerordentlich schlecht gewählt wäre, jemandem eine bestimmte politische Gesinnung beizubringen. Centralverband der Glaser und verwandter Berufsgenossen Deutschlands.( Bahlstelle Berlin.) Dienstag, den 16. Juli, abends angefochtene Bescheid davon spreche, daß durch solche Feste der Partei 82 Uhr, in den Urminhallen, Kommandantenstraße 20: Außerordentliche neue Anhänger zugeführt würden, dann könne doch unmöglich damit Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. gemeint sein, daß die mitwirkenden Turner durch den Aufschwung 2. Bericht der Revisoren. 3. Neuwahl des Gesamtvorstands. Bocksprünge dem vom Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. oder die Niesenwelle oder durch elegante Publikum die Richtigkeit socialdemokratischer Anschauung zu beweisen beabsichtigten. Viel näher liege der Gedanke, daß die Mitglieder des Turnvereins bei der Mitwirkung den Zweck verfolgten, das Interesse für das Turnen in möglichst weiten Boltskreisen zu erwecken. Das habe auch den Verein veranlaßt, bei Gelegenheit eines großen turnen zu veranstalten, da ihm damals die für große turnerische socialdemokratischen Waldfestes in Friedrichshagen dort ein SchauAufführungen allein geeignete große Turnhalle in der Prinzenstraße nicht zur Verfügung gestanden habe. In allen andren Fällen habe sich der Verein als solcher überhaupt nicht beteiligt, sondern immer nur eine Anzahl Mitglieder, die sich ohne jede Mitwirkung des Vereinsvorstands zwanglos zusammenihaten. Wochenspielplan der Berliner Theater: Residenz Theater. Alle Abende:„ Das blaue Kabinet". Theater des West eu 3. Sonntag und Montag:" Der Registrator auf Reisen". Alle übrigen Abende:" Theater Charivari".( Secessions: Schiller: Theater( Wallner- Theater).( Morwitz- Oper). Sonntag nachmittag: Bar und Zimmermann". Sonntagabend:" Die Bauberflöte". Montag( Heinrich Bötel):„ Der Postillon von Lonjumeau". Dienstag: Der Prophet". Mittwoch( Heinrich Bötel):„ Alessandro Stradella". Hierauf: Die Opernprobe". Donnerstag: Undine". Freitag( Heinrich Bötel). Sonnabend: Joseph in Egypten". Nächsten Sonntagabend: Un bestimmt. Neues Theater( Meßthaler- Ensemble). Alle Abende:„ Die Hoffnung auf Segen". Buntes Theater( Ueberbrett). Secessionsbühne. Alle Abende: Gastspiel E. v. Wolzogens Belle Alliance Theater. Sonntag und Montag GastspielKonzert Thomas Roschat. Alle übrigen Tage: Friz Reuter". Carl Weiß Theater. Sonntag:" Die Afrikanerin". Montag: Freischüß". Dienstag:" Die Zauberflöte". Mittwoch:„ Die Afrikanerin". Donnerstag: Unbestimmt. Freitag:„ Die Afrifanerin". Sonnabend ,, Martha". Nächsten Sonntag: Unbestimmt. Urania( Taubenstr. 48/49. Sonntagabend:„ Unser Rhein". Montag und Freitag: Malerische Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Dienstag und Donnerstag: Die Höhlen des Harzes und ihre Umgebung". Mittwoch und Sonnabend: Mittelmeerfahrten". Aus den Nachbarorten. J D Der erste Senat des Ober Verwaltungsgerichts beschäftigte sich am 12. Juli mit der Angelegenheit. Der beklagte Oberpräsident wurde durch den Regierungsrat Jericke vertreten, während für den ebenfalls anwesenden Kläger Herr Rechtsanwalt Roth mit Untervollmacht des Rechtsanwalts W. Heine auftrat. A enthalte. 4. Bericht Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, in der Filiasle, Brunnenstr. 150: Vortrag über: Verbrennungen, Erfrierungen, Higschlag, Blitzschlag und Beschädigungen durch Elektricität. Nachher praktische Uebungen. Aus der Frauenbewegung. Der Verein der Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse für Berlin hielt am Montag seine Generalversammlung ab. Zunächst gab die Vorsitzende einen kurzen Bericht über die Thätigkeit des Vereins, darauf erstattete die Kaffiererin den Kassenbericht. Die Ginnahmen beliefen sich auf 287,82 M., die Ausgaben auf 264,15 M., so daß ein Bestand von 23,32 m. verblieb. Nachdem die Nevisorinnen erklärt hatten, Bücher und Belege in musterhafter Ordnung gefunden zu haben, wurde der Kassiererin Decharge erteilt. Auf Antrag eines Mitgliedes wurde beschlossen, die nächste Vereinsversammlung bis Anfang September zu verlegen; sodann wurde beschlossen, Sonntag, den 21. Juli, früh 9 Uhr vom Schlesischen Bahnhof einen Ausflug nach Ravenstein zu unternehmen. Vermischtes. Nach mehrstündiger Verhandlung und längerer Beratung wies der Senat die Klage ab und erklärte die Verfügung des Charlottenburg. Die„ Pharmaceutische Zeitung" brachte in Polizeipräsidenten für berechtigt. Aus der vom Vorthrer jüngsten Nummer eine Notiz, nach welcher es als unrichtig figenden, Ober- Verwaltungsgerichtsrat Techow, gegebenen Begründung hingestellt wurde, daß der Potsdamer Apotheker, welcher seit dem ist hervorzuheben: Bei der Entscheidung der Frage, ob der Verein 1. Juli der Charlottenburger Orts Krankenkasse die dem§ 2 des Vereinsgesetzes unterstehe, tomme es nicht allein auf Arzneien liefert, vertragsmäßig einen Rezepturrabatt von das Statut, sondern auf das ganze Leben des Vereins an. Einen 20 Proz. gewährt. Demgegenüber stellen wir fest, daß diese Be: Einblick in die gesamte Thätigkeit des Vereins gewähre nun die hauptung nicht auf Wahrheit beruht; der Potsdamer Lieferant der Festschrift, die bei der Feier feines zehnjährigen Bestehens erschien. Charlottenburger Orts Krankenkasse ist vertraglich-- unter zu berücksichtigen sei auch das, was sie über die Vorgänge Das lenkbare Luftschiff in Paris. Der Luftschiffer Santos anderm durch Festsetung einer Konventional bei Gründung des deutschen Arbeiter Turnerbunds Dumont machte Sonnabend früh vor einer Kommission des aëronaus Der strafe gebunden, 20 Broz. Rabatt zu gewähren. Bund habe sich von vornherein mit politischen tischen Klubs eine offizielle Probefahrt mit dem lenkbaren Luftschiff. in Verbindung gesezt. Kein Zweifel, daß die Ueber einen Baunnfall wird uns aus Lichtenberg be: Bielen richtel: In der Wilhelmstr. 76 führt die„ Berliner Baugenossenschaft" Tendenzen des Arbeiter Turnerbunds politischer Natur Er stieg 7 1hr 40 Minuten im Park von Meudon auf und langte Er umkreiste den Turm eine Mietsfaserne auf. Die Zimmererarbeiten werden von dem feien, und das müsse auch der Verein" Fichte" für sich gelten laffen, glatt in 15 Minuten beim Eiffelturm an. Bimmerermeister Rohr in Rigdorf ausgeführt. Der bei seiner Mutter weil er sich dem Bunde angeschlossen habe. Zahlreiche in der Fest- und fuhr sodann nach dem Park von Meudon zurück. Sein Motor wohnhafte Zimmerer August Koplin, der 22 Jahre alt und ein schrift vorkommende deutliche und drastische Wendungen stellten klar, versagte jedoch unterwegs und Santos Dumont war genötigt, in durchaus nüchterner Arbeiter ist, hat vor wenigen Tagen das Kranken- daß der Verein die Grenzen eines dem Turnsport huldigenden Boulogne sur Seine zu landen. Die Kommission entschied dahin, Vereins verlassen habe und daß politische Bestrebungen in daß der Luftschiffer später seine Auffahrt wiederholen solle. haus verlassen und Donnerstag früh die Arbeit angetreten. Hinzukomme, daß Am Nachmittag desselben Tages stürzte Koplin aus der dritten Etage den Verein hineingetragen worden seien. der Lieder, die das Liederbuch enthalte, eine herab. Der Unglückliche wurde mit gebrochenen Rippen und schweren manche In Tennenbronn, Baden, wurden durch eine Feuersbrunst inneren Verlegungen dem Krankenhause am Friedrichshain zugeführt. unverhohlen socialdemokratische Gesinnung atmeten. Eine Beweis 24 Häuser, darunter die evangelische Kirche und die Schule, eins Das Unglüd soll, wie das„ Ortsblatt" mitteilt, darauf zurüderhebung wäre überflüssig. Es sei ausgeschlossen, daß die geäschert. Zahlreiche Familien find obdachlos. zuführen sein, daß die Schutzmaßregeln nachlässig angebracht waren. Beteiligung von Vereinsmitgliedern an zahlreichen socialdemokratischen Festen dem Vorstande unbekannt geblieben sein sollte. Es Sichtbare Folgen der Wohnungsnot. Aus Spandau müsse vielmehr ohne weiteres angenommen werden, daß die Be New York besagt: Im Süden und Westen ist es noch äußerst heiß. Hitze und Dürre in Nordamerika. Ein Telegrammt aus wird uns geschrieben: Unsere Stadt, die wegen der bevorstehenden teiligung mit Wiffen des Vorstandes stattgefunden habe und Depeschen aus Missouri und Kansas, wo die Trockenheit seit vierzig Entfestigung immer mehr ein Anziehungspunkt für die Privat gebilligt worden sei. Demgegenüber femme es nicht darauf Jahren die schlimmste ist. besagen, daß der Stand des Mais ſehr industrie wird, hat dementsprechend bis vor einem halben Jahre an, ob der Vorstand hierzu förmliche Beschlüsse gefaßt schlecht ist. Berichte aus Nebraska enthalten auch nur wenig bessere noch die Tendenz einer stetig wachsenden Einwohnerzahl gezeigt. habe. Daß man durch die Mitwirkung bei Sie nimmt seit den letzten Monaten an Einwohnerzahl zwar lang Festlichkeiten auch Propaganda für die Turnerei habe den Mitteilungen. In Illinois, Jowa und Süd- Dakota macht die Ernte machen im Durchschnitt gute Fortschritte. sam, aber ebenso stetig a b. wollen, möge ja sein. Dies sei aber nicht der alleinige 3wed gewesen. Daneben habe man beabsichtigt, der socialdemokratischen Partei zu helfen, die Feste möglich it großartig war zur Bestellung mit Zustellungsformel ein Brief übergeben Gewissenhafte Zustellung. Einem Postbeamten in Breslau aus zu gestalten und so mitzuwirken bei der Gewinnung von worden, der seine eigene Adresse trug. Pflichtgemäß begab sich der Anhängern für die Partei. Darin liege die Absicht einer Eimvirkung Beamte in die Wohnung des Empfängers, also feine eigene, und auf öffentliche Angelegenheiten. füllte dort den Zustellungsschein in folgender Weise aus:„ Ich begab mich in die Wohnung des Adressaten. Da ich ihn nicht zu Hause antraf, stellte ich den Brief seiner Ehefrau zu." Im Monat Juni find nach Spandau zugezogen 660, fortgezogen dagegen 751 Personen, also ein Mehr von 91 Personen, welches durch die überwiegenden Geburten bis auf 11 Berfonen aufgewogen wird. Das alles vermag aber die städtischen Behörden nicht zu zwingen, energisch dem Wohnungsübel auf den Hals zu rüden. Vertagung des polnischen Geheimbundprozesses. Ans posen meldet ein Telegramm: Die Verhandlung in dem Prozeß gegen die 13 polnischen Akademiker wegen Teilnahme an einem GeHeimbunde wurde vertagt, da dem Antrag der Verteidigung, den Studenten Bolewski in Krakau und den Schriftsteller Milkowski in Bürich kommissarisch zu vernehmen, stattgegeben wurde. Marktpreise von Berlin am 12. Juli 1901 nach Ermittlungen des fal. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 12, Rindfleisch, Neule 1 kg do. Batch D.- Str. Der Privatdetektiv Schiller wurde gestern von dem Schwur: gericht Konig wegen Verleitung zum Meineid zu 21/2 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Derlammlungen. = Schweinefleisch Hammelfleisch " Metzen, gut mittel gering " " Roggen, gut " " " mittel gering Kalbfleisch " " * Berfte, gut 16, niittel " " gering 14,80 14,70 13,60 13,50 12,40 16,30 15,50 Butter Eier mittel gering " 7,20 15,40 14,70 14,60 13,90 Hechte 6,82 6,32 Barsche 4,80 Schleie 40,- 25,- Bleie 45, 25,- Streble 65.- 30, Karpfen Qale Bander 61,60 1,20 1,30 1, " " 1,60 1,20 1,60 1,10 " 1,60 1,10 " 2,60 2, 4.- 2,40 60 Slikt 1 kg 2, " " 2,80 1,40 2,80 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 2,40 1, 1,40 0,80 per Shot 16,3, Getreide. Produktenmarkt vom 13. Juli. Die Aufwärts Aus Tempelhof. In einem vom Gemeindevorsteher im Gemeinderat verlesenen Schreiben erklärt sich die englische Gasgesellschaft mit den kürzlich von der Gemeindevertretung Durch die borgenommenen Vertragsänderungen einverstanden. Aenderung dieses Vertrags erspart die Gemeinde jährlich 3000 M. Kostete bisher die Brennstunde einer Gasflamme 3/4 Pf., so stellt sich der Preis nunmehr auf 21/10 Pf. Die Beiträge der Gemeinde zur Handwertstammer für 1900/01 mit 51,30 M., für 1901/02 mit zu diesem 64,13 M., werden auf Vorschlag einer Zwed eingesetzten Kommission, durch eine Umlage von den Handwerksmeistern, Gesellen und Lehrlingen aufgebracht, und zwar so, daß nach einem Ansatz von 10 M. auf den Meister, 5 M. auf den Gesellen und 2,50 M. auf den Lehrling, für 1901 pro Kopf 3,87 Proz. und Von der Terrain5 Proz. für 1902 zu erheben sind. ,, Die Freigabe von Lokalen an der Oberspree gesellschaft war ein Plan eingereicht, der für eine ganze Reihe von Straßen die landhausmäßige Bebauung eingeschränkt wissen durch die Berliner Lokalkommiffion und wie stellen fich die afer, gut Berliner Parteigenossen dazu?" will. Aus der Diskussion über diesen Punkt ist hervorzuheben, daß Tempelhof durch die betreffende Verordnung in seiner Entwicklung Eine Volksversammlung mit dieser Tagesordnung war von der Nichtstroh thatsächlich gehemmt wird. Eine Revision wäre also am Plaz.okalkommission des Kreifes Teltow BeeskowHeu Auch die Wohnungsnot würde eine kleine Milderung erfahren. Charlottenburg zum 12. Juli nach dem Konzerthaus Grbsen Die weitsspeisebohnen Freilich den größten Nuzen von dieser Beschränkung hätte die Terrain- Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, einberufen worden. meisten der etiva 500 Teilnehmer waren Genossen Vinsen gesellschaft; sie könnte dann ihren Besitz schneller und rentabler ver- aus äußern, durchschneidet doch die Trace des Teltowkanals ihr Gebiet, aus den zum Kreise Teltow- Beeskow gehörigen Vororten. Genosse*) Frei Wagen und ab Bahn. Friz 8ubeil referierte. Er schilderte ausführlich, wie schwierig wo auch größere Anlagen in Aussicht stehen. Ein Submiffionsverfahren, das der Rigdorfer Magistrat es in seinem Wahlkreise sei, geeignete Versammlungslokale zu ge- bewegung, welche im internationalen Getreideverkehr infolge der bedenklichen veranstaltet hatte zum Zweck der Aufhöhung eines Teils des für den winnen und sich zu erhalten. Einen Teil der Schuld maß er der Witterungsverhältnisse in Europa und Amerika seit einiger Zeit zum Berliner Arbeiterschaft bei. Auch die Berliner Lokalkommission er Durchbruch gefommen ist, nahm heute einen wahrhaft stürmischen Charakter Neubau einer Gasanſtalt beſtimmten Grundstücke, zeitigte infecht schwere die Erringung von Sälen. So in Nieder- Schöneweide, wo an und der Berkehr gestaltete fich befomberg am Stübfte for ea eigentümlichen Erfolg. Während ein Unternehmer für Aufhöhung 9600 M., ein andrer 6000 M. und ein dritter 2000 m. forderte, fie die Lokale Hasselwerder und Sedan an der Oberspree für Durch den Umstand, daß in Amerika die tropische Hitze ungeschwächt forts haben andre Unternehmer für dieselbe Leistung die Zahlung einer den Verkehr freigegeben habe, obwohl die Säle dieser Lokale für Ver- dauert und daß noch keine Anzeichen eines zu erwartenden Witterungszeichneten Ginte- Aussichten ernstlich in Frage. New Yort und Chicago Geldsumme versprochen, nämlich ein Unternehmer 200 m., ein fammlungen nicht zu haben seien. Und die Freigabe sei erfolgt entwechsels vorhanden sind, stellt die dortigen, bisher als überaus glänzend be 3weiter 500 M. und ein dritter gar 1000. M. gegen den Wünschen und Absichten der Genossen des Kreises. meldeten stramme Tendenz für Getreide, in Beft wurde Weizen 13, Roggen Die Differenz Die Hauptfrage, zu deren Entscheidung die jetzige Versammlung ein- 8 Heller höher bezahlt. Die Pariser Börse ist wegen des französischen zwischen dem günstigsten und dem ungünstigsten Angebot beträgt also berufen worden sei, wäre: Hat Berlin ein Recht, über die Beschlüsse Nationalfestes einige Tage geschlossen. Am hiesigen Frühmarkte war Weizen 10 600 M.! Die zuständige Deputation hat den Zuschlag demjenigen eines solchen großen Kreises, dessen Partei- Organisation stets in bis 2, M., Roggen 1 Wt. höher gehalten. Mittags gab lezterer Artikel Unternehmer erteilt, welcher sich zur Zahlung von 1000 Mark verjeder Beziehung ihre Schuldigkeit gethan habe, hinwegzugehen? Die auf Abgaben einer hiesigen Firma ½ M. nach, während Weizen seine anpflichtet hat. Genossen von Teltow Beeskow Charlottenburg verlangten, jene fänglichen Preise voll behauptete. Mehl notierte 10 bis 15 Pf. höher. Safer war fest, aber ruhig. Mais unverändert, Rüböl befestigt. Schluß Frage energisch verneinend, die Feststellung, daß die Berliner Lokal- für Getreide abgeschwächt, Weizen blieb noch 1½ M. höher als gestern, fommission nur solche Lotale im genannten Kreise freigeben dürfe, Roggen fant 1/2 W. unter gestriges Niveau. deren Freigabe die Genoffen des Kreises beschlossen hätten. Redner Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 13. Juli 1901. Amt: rügte dann noch den Beschluß als für ländliche Verhältnisse durchaus licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 4245 Rinder, verfehlt, wonach Säle mit weniger Raum als für 50 Personen 1610 Stälber, 15 138 Schafe, 8491 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund für die Lokalliste überhaupt nicht mehr in Betracht kommen sollen. oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund Genosse Scholz, der Obmann der Berliner Lokalkommission, in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht erwiderte unter anderm folgendes: Es sei nicht wahr, daß die Ber- wertes, höchstens 6 Jahre alt 60-65, b) junge fleischige, nicht ausliner Lokalkommission und die Vertrauensleute, die den strittigen gemästete und ältere ausgemäßlete 55-59; c) mäßig genährte junge und gut Beschluß gemeinsam gefaßt haben, über die Köpfe der Teltow- genährte ältere 51-53; d) gering genährte jeden Alters 49-50. a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 56-60; b) mäßig genährte jüngere Polizeikampf gegen den Arbeiter Turnverein. In die Beeskower Genossen hinweg gegangen seien. Biermal sei man und gut genährte ältere 52-55; c) gering genährte 46-51. Färsen und Zeiten des seligen Bundestages, den ja auch die Turnerei als mit Vertretern dieser Genossen zusammen gewesen und habe ihnen Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färfen höchsten Schlachtwerts 00-00; politisch verdächtig galt, kann man sich zurückversetzt fühlen bei nahegelegt, ihre zwecklofe Tattit, alle Lokale eines Orts zu sperren, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Betrachtung eines Prozesses, der gestern vor dem Oberverwaltungs- aufzugeben. Das Verlangen, an der Südseite der Oberfpree zwischen 51-53; c) altere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere gericht sein für die heutigen Rechtszustände bezeichnendes Ende fand. Schöneweide und Köpenick zwei Lokale frei zu machen, jei aber Kühe und Färsen 48-50; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 43-47; Kälber: a) feinste Mast: Es ist nämlich gestern entschieden worden, daß der hiesige Turn- abgelehnt worden. Schließlich hätten die Berliner Lokalkommission e) gering genährte Kühe und Färfen 33-47. berein Fichte ein Verein im Sinne des§ 2 des Vereins- und die Vertrauensleute geglaubt, ein Zwangsmittel anwenden zu und gute Saugfälber 53-58, c) geringe Saugtälber 48-52, d) ältere, gering tälber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 64-68, b) mittlere Mastgesetzes ist. sollen, und hätten jenen Beschluß bezüglich Haselwerder und Sedan genährte( Fresser) 33-42. Schafe: a) Mastläumer und jüngere Mast Der Polizeipräsident von Berlin hatte unter dem 26. Mai 1900 gefaßt. Er, Scholz, sei dagegen gewesen, habe aber als Obmann hammer 63-66, b) ältere Masthammel 58-62, c) mäßig genährte dem Vorsitzenden des Turnvereins Fichte, welcher dem Arbeiter den Beschluß mit zur Durchführung bringen müssen. Die Berliner Hammel Schafe( Merzschafe) 54-56, d) Holsteiner NiederungsSchweine: a) vollfleischige, der feineren Turnerbund angehört, rnd etwa 1500 Mitglieder zählt, um die Ein- wollten den Genossen der Vororte gern helfen. Wenn einige Lokale fchafe( Lebendgewicht) 00-00. reichung eines Statuts und eines Mitgliederverzeichnisses ersucht, freigemacht würden, dann würden die Berliner gern selber die Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Pfund schwer, 57; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Stäser) 00-00; c) fleischige weil der Verein eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten Kontrolle der übrigen gesperrten Lokale übernehmen. bezwecke. Der Vorsitzende N. bestritt dies und beschwerte sich beim In der weiteren Diskussion wurde der Beschluß der Berliner 54-55; d) gering entwickelte 51-53; e) Sanen 52-54. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich ganz Oberpräsidenten. Dieser verwarf die Beschwerde und erklärte für Lokalfommission und der Vertrauensleute von Hoch( Berlin III), gedrückt und schleppend ab. Es bleibt Ueberſtand. Auch der Kälberhandel ausschlaggebend, daß der Verein als solcher und auch zahlreiche Hackelbusch( Berlin IV, Südoft), Hinze( Berlin III) und Wengels gestaltete sich gebrückt und schleppend. Auch hier wird nicht geräumt. Abteilungen des Vereins sich durch turnerische Auffüh-( Berlin IV, Ost) lebhaft verteidigt. Die Tattit, alle Lokale zu sperren. Bei den Schafen fand Schlachtware guten Abfaz, aber beim Magervich rungen an Festlichkeiten der Socialdemokratie wäre unvernünftig. Dagegen sei jener Beschluß, der das Bedürfnis ging es matt und ein gut Teil bleibt wieder unverkauft.- Der Schweine und der Gewerkschaften beteiligt haben. Die Belebung und der Arbeiterfamilien von Berlin IV und Berlin III nach einigen markt verlief ruhig und wird nicht ganz geräumt. Auflugslokalen der südlich Oberspree Verschönerung einer Parteifeier, wie z. B. des Maifestes, kennzeichnen guten befriedigen den Verein als solchen, der sich in den Dienst einer politischen wolle, zugleich vernünftig und taktisch zweckmäßig. Die Berliner Wiederum ist ein Radfahrverbot für die Potsdamer Chaussee erlassen worden. Laut einer amtlichen Bekanntmachung wird das südliche Bankett der Potsdamer Chaussee von der Lichterfelder Chaussee in Steglitz bis zur Groß- Lichterfelder Grenze für den Fahrradverkehr gesperrt. Bekanntlich ist vor kurzem auch der zu Zehlendorf gehörige Teil der Potsdamer Chauffee in gleicher Weise gesperrt worden. Gerichts- Beitung. 0 4 und Bullen: Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. G.. 14. Wir können Ihnen nur raten, sich nicht mit der Kasse eitt zulaffen. Muskan Nr. 121. ad 1. Rönnen wir augenblicklich nicht beantworten, weil G. verreist. Fragen Sie in drei Wochen wieder an. ad 2. Ja, erhält Pension. 5. B. 1. Sie müssen das beim Tode wirklich Vorhandene wahrheitsgemäß angeben. 2. Zustimmung des Vormundschaftsgerichts ist zur Ver: fügung über ein einem Minderjährigen gehöriges Grundstück erforderlich. J. P. Der Nachbar ist, falls die Sache so liegt, wie Sie sie darstellen, tim Unrecht. Indes ist der Ausgang solcher Bau- und Grenzsachen nie mit Bestimmtheit vorauszusagen. 2. S. 175 M. 80 Pf. W. T. Nein. B. D. 100. Die Kosten müßten Sie tragen. D. 20. Sie können Ihr Geschenk nicht zurückverlangen.- P. S. Charl. Das Gericht fümmert sich darum nicht. Aufzufordern und eventuell zu klagen ist Ihre Sache. A. G. Falls Sie nicht durch Ehevertrag Ihrem ehemännlichen Nießbrauch 1 Witterungsübersicht vom 13. Juli 1901, morgens 8 1hr. Stationen Wetter Stationen ent abt habent, stehen Die weteten ghnen zu uno ronnen besgato aum von Threm Gläubiger gepfändet werden. G. 1001. Wenn Sie nicht vorher auf den Verlust seines Rechts hinweisen: ja. Pfandscheine. Nein; Sie müßten flagen und dann die Sachen pfänden lassen. Anders steht es, wenn Sie die Einwilligung Ihres Schuldners erhalten. M. 23. 1. Rathenowerstraße 10 a. 2. Innerhalb einer Woche nach Ver: kündung ist Berufung gegen ein Schöffengerichts- Urteil beim Amtsgericht einzulegen. 2. An das Reichs Marineamt. W. Ja. 2 Streitende Paris. Verjährung liegt in feinem von beiden Fällen vor. W. H. 2. Wenden Sie sich an einen Patentanwalt, Neue Wilhelm Sivinembe 763 NNW 1 heiter 763 SO 2 heiter 5. J. 200. Hatte Ihr Vater feine Rente bezogen, so ist Hamburg 763N Ihre Mutter berechtigt, den Betrag der Hälfte der für ihn geklebten Marken Berlin zu verlangen. Der Antrag ist an die Versicherungsanstalt zu richten. Frankf./M. 763 NO 7652 Schult. Sie werden etwa 30 Wt. Strafe erhalten. Ausweisung un- München wahrscheinlich. A. M. 7. Sie können Rückzahlung verlangen, weil ein Wien 762 NNW 2 woltig| 20. Grundstücks- Kaufvertrag mur gültig ist, wenn er notariell oder gerichtlich geschlossen ist, und kein Teil an die mündliche Bereinbarung in diesem Fall gebunden ist.-A. K. 26, Admiralstraße. Der Wirt oder dessen Erben haften nicht. Krankenversicherungspflicht liegt nicht vor. Ob Klebepflicht vorliegt, läßt sich ohne Kenntnis, was als Entgelt gegeben wird, nicht sagen. I straße 13. 1 heiter Wetter Temp. n. 6. 22 Haparanda 763 Still 24 Belersburg 24 Cort 770 516.5eb. 17 762 3 wolfig 1wolfent 20 16 6° 6.= 4° 9. 2 woltent 22 Aberdeen 1 wolfen 19 Baris Wetter: Prognose für Sonntag, den 14. Juli 1901. Sehr warm und schwül bei schwachen nördlichen Winden, veränderlichet Bewölkung und Gewitterneigung; später etwas fühler. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim. Rosenthalerstr. 27-29. dipa Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Oranienstr. 52-55. Sund Su Montag, Dienstag, Mittwoch, soweit der Vorrat reicht: Vorzellan Tassen gross, mit Goldlinien 12 Pf. bunt dekoriert 18, 23, 28 Pf. Einzelne Obertassen 3, 6, 9 Pf. Kindertassen dekoriert 10 Pf. Kaffeetöpfe weiss 6, 7, 8 Pf. 35 " bunt 9, 10, 12 Pf. Milchtöpfe weiss 5, 10, 15 Pf. 13 dekoriert 10, 15, 20, 30 Pf. Kaffeeservice 1001 für 2 Personen, bunt dekoriert 1 Mk. für 6 Personen, 2,50, 8 Teile Speiseteller tief und flach, dekoriert 25 Pf. Dessertteller dekoriert 20 Pf. Kompottteller Speiseteller Dessertteller Kompottteller für Restaurants, Glas Wassergläser 4 und 5 Pf. Butterdosen 18 und 23 Pf. Käseglocken 28 Pf. reich geschliffen 1 Mk. 5 und 10 Pf. Kompottschalen 5 und 17 Pf. 97 " 28 Pf. 20 Pf. 17 Pf. Salatschüsseln verschiedene Grössen 7 bis 40 Pt. Milchsatten 7 Pf. Salz- und Mehlmesten weiss 30 Pf. dickes Porzellan mit blauem Bandmuster Vorratstonnen weiss 10 Pf. Tablette 1,35 Eisschalen bunt 10 Pf. 9 Teile 2,90 Aschschalen bunt 10 Pf. Steingut 4 Sturzflaschen mit Glas 13 Pf. Einmachegläser mit verschluss 38 bis 70 Pf. Citronenpressen 10 and 12 Pf. 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Freilich entwickelt sich in den Bureauräumen täglich ein außerordentlich lebhafter Verkehr an einem gewöhnlichen Wochentag gingen nach einer vorgenommenen Zählung in der Zeit von 8 bis 1 Uhr vormittags 1998 Personen die zu den Bureaus führende Treppe hinauf. Auch die Herberge erfreut sich eines regen Zuspruchs, wie bei ihrer zwed mäßigen Einrichtung und mustergültigen Führung nicht anders 811 erwarten. Dagegen hat sich der Verkehr im Restaurant und in den Sälen bisher nicht derart entwickelt, daß man sagen könnte, hier sei ein Verkehrsmittelpunkt für die organisierte Arbeiterschaft entstanden. Gewiß ist es bei einzelnen Gelegenheiten wohlthuend empfunden worden, daß man wußte, wo man sich zusammenfinden komite. Wir erinnern an den Tag, an dem unser unvergeßlicher Liebknecht zu Grabe getragen wurde für die aus allen Gauen herbeigeeilten Leidtragenden wie für die Berliner war es ein Bedürfnis, an diesem Abend nicht auseinanderzulaufen, man traf sich ohne daß es langer Vorbereitungen bedurfte Und im Gewerkschaftshause. iver erinnert sich nicht des pietätvollen Besuchs vieler Tausender, die die nach dem Begräbnis im Treppenhause des Saalbaus veranstaltete Schleifenausstellung bewunderten. Und als um ein andres Beispiel anzuführen der Streit der PferdebahnAngestellten seine Wogen schlug, da konnte man wieder den Tausenden von Angestellten, die sich über ganz Berlin verteilten, die kurze Parole geben:" Zum Gewerkschaftshaus", und bald wimmelte es in den Sälen und Gängen von den bekannten graugrünen Uniformen. Aber in ruhigen Zeiten scheint man des eignen Heims" nur wenig zu gedenken. Man hat uns berichtet, daß viele Abende hindurch die Säle leer stehen, obgleich in ganz benachbarten Lokalen politische oder gewerkschaftliche Versammlungen stattfinden und doch sollte man meinen, daß für solche VersammInngen in der Gegend des Gewerkschaftshauses erst dann andre Lokale in Betracht gezogen werden dürften, wenn die entsprechenden Säle des Gewerkschaftshauses sich als anderweitig bescht erwiesen. Und uns selbst ist es aufgefallen, wie schwach an gewöhnlichen Wochentagen das Restaurant und der auf das geschmackvollste als Garten hergerichtete luftige Hof des Hauses besucht ist, während ein zahlreiches Arbeiterpublikum sich in engen und dunstigen Wirtshäusern drängt. Es hat fast den Anschein, als ob man in Berliner Arbeiterkreisen den hohen Wert eines Sammelpunktes nicht zu würdigen weiß, als ob man nicht einsieht, daß die Schaffung eines solchen von allen, die dazu in der Lage find, auf das eifrigste unterstützt werden muß. Eine ganz andere Würdigung erfährt das Gewerkschaftshaus außerhalb seines VaterLandes". Die angesehene Wiener Wochenschrift die Zeit" bringt in ihrer Nummer 349 einen längeren Artikel über das Gewerkschaftshaus aus der Feder von Helene Simon. Wir geben die Einleitung 21 desselben hier wieder: Durch die Jahrhunderte hindurch hat sich die Macht ihre fteinernen Denkmale gesezt. Kühne Bauten waren immer der Ausdruck der Herrschaft einzelner oder einer die einzelnen beherrschenden Idee. Auf den Fels gebaute Burgruinen erinnern an das Faustrecht der Ritter. Die Paläste der Renaissance an die durch kein Gewissensbedenken gelähmte Kraft ihrer Herrenmenschen. Dome und Schlösser geben Kunde von der Sieggewalt der Kirche und den Neigungen der Staatshäupter. Sonntag, 14. Juli 1901. Versammlungen. Auch für die Mächte unserer Zeit sind ihre Bauten charakte- sich selbst und der Heranwachsenden Jugend die verdammte Bes ristisch. Neben dem Kultus der Persönlichkeit, der das Ueberlieferte dürfnislosigkeit" abgewöhnen. in Monumenten zu wahren sucht, neben der wiedererwachten Lust Wir gehen schweren Zeiten entgegen, noch weniger als in ver ani Kirchenbau, bestimmt, den religiösen Sinn zu erhalten und zu flossenen Jahren wird der Arbeiter für den Genuß übrig haben, un starten, errichtet der neuzeitliche Staat als Unternehmer riesige so sorgsamer sollte er ihn pflegen. Bahnhöfe und vornehme Postämter. Der Privatunternehmer oder Wir würden uns freuen, wenn diese Zeilen dazu beitrügen, das die Aktiengesellschaft baut Kaufhäuser in eigenartiger Anordnung. Interesse für das Gewerkschaftshaus am Engelufer neu zu beleben, Gewaltige, durch Steinsäulen oder Eisenpfeiler verbundene Glas- die Berliner Arbeiterschaft zur fräftigen Unterstützung des Unters massen, tragen die Beherrschung des Warenmarktes eindringlich und nehmens anzufeuern, so daß die Worte, mit denen jener Artikel der zweckdienlich zur Schau. " Beit" schließt, nicht ihren Sinn verlieren:" Inmitten des glänzenden Und neben dem„ königlichen Unternehmer" steigt eine andre Aufschwungs der deutschen Staiserstadt hat vielleicht keine Schöpfung Macht empor. Das moderne Proletariat verkündet in Steinschrift so große symptomatische Bedeutung, wie ihr Gewerkschaftshaus." die Bedeutung der Organisation des Zusammenschlusses vieler, vereinzelt ohnmächtiger Individuen zu einer thatenstarken Körperschaft. Das fleine Belgien hat sich mit der Maison du peuple in Brüssel, dem Vorruit in Gent stolze Wahrzeichen der Kraft ge= In einer Versammlung der Gold- und Silberarbeiter schaffen, welche die dreifache Organisation, als Konsumenten, Bolitiker gaben die Kollegen Brückner und Heynemann einen kurzen Bericht und je nach Berufen, verleiht. In England verteilen sich eine über die im Juni in Nürnberg abgehaltene Konferenz der Goldgroße Anzahl prächtiger Einkaufs-, Verkaufs- und Vereinshäuser und Silberarbeiter. Wie aus den Ausführungen hervorging, handelte der circa vier Millionen Genossenschaftler und Gewerkschaftler es sich darum, eine geeignete und erfolgreiche Agitation unter den über das ganze Jufelreich. Neben ihren unmittelbaren ökonomischen Gold- und Silberarbeitern herbeizuführen. Hiernach wurden vont und industriellen Zwecken tragen sie der geistigen Anregung, Kollegen Janne die vielen Mißstände in der Silberwarenfabrik von dem Schönheitssinn und der Unterhaltung in ausgedehntem Maße Bahner in eingehender Weise geschildert. Redner besprach die niedrigen Rechnung. Accordpreise, welche für Bestecke gezahlt werden. Tüchtige Arbeiter verdienen dabei den horrenden Lohn von 13 bis 14 M. wöchentlich. Wer sich erlaubt, die Arbeitsverhältnisse zu kritisieren, muß sofort das Geschäft verlassen. Weiter schilderte der Redner das Verhältnis der Lehrlinge als ein jeder Beschreibung spottendes. Alle Eltern sollen gewarnt werden, ihre Söhne nicht in zweifelhaften Geschäften unter ubringen. Zu diesem Zweck wird die Agitationskommission der Cold- und Silberarbeiter geeignete Schritte unternehmen. Auch wer die ausländischen Anstalten kennt, ist überrascht, wenn er vor dem Berliner Gewerkschafshaus steht. An einfacher Vornehmheit, Schönheit der Raumverhältnisse und Zweckmäßigkeit der Anordnung wird diese Schöpfung wohl kaum von einem Bau für gleiche oder verwandte Aufgaben übertroffen. In Deutschland, das die größte und bestdisciplinierte politische Arbeiterpartei der Welt besitzt, haben die Verhältnisse die Entwickelung der gewerkschaftlichen und genossenschaftlichen Organisation lange gehemmit. Und es sind die wirtschaftlichen Vereine, die ihrer Natur nach am ersten die Befriedigung von Lebens- und Gemeinschaftsbedürfnissen unmittelbar anstreben. So fehlte Berlin, wo das Parteileben seine mächtigste Entfaltung hat, bis vor zwei Jahren der centrale Sammelpunkt, jenes äußere Wahrzeichen der Häuser bauenden Macht. Erst die Gewerkschaft gründete auch den Politikern, freilich unter socialdemokratischer Leitung, die Heimstätte, die sich jetzt an einem der Spreearme in freier und freundlicher Lage siegesstolz erhebt." an und voller Der focialdemokratische Wahlverein von Rixdorf hielt am 9. Juli seine Generalversammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Frizz Zubeil hielt einen Vortrag über das preußische LandtagsWahlgejez. Er leitete denselben mit der Bemerkung ein, daß, wenn auch nicht alle für Beteiligung an der Landtagswahl seien, es doch die Pflicht eines jeden Parteigenossen sei, an der Wahl teilzunehmen, nachdem der Parteitag in Mainz die Beteiligung beschlossen habe. Der Referent schilderte darauf in treffender Weise die Ungerechtigteiten dieses er Wahlgesetzes, bemängelte ferner die Um der ständlichkeit des Wahlaktes, des den Opfermut Gewiß werden die Berliner Arbeiter nicht alles im Gewerkschafts- cinzelnen Wählers die größten Ansprüche stellt, fprach hans so gut, so glänzend eingerichtet finden, wie die Verfasserin in die Erwartung aus, daß sich aber dadurch die Parteiihrer nunmehr folgenden eingehenden Schilderung; und wir sind die genossen nicht abschrecken lassen sollten, sondern mit letzten, die es den Arbeitern verübeln, wenn sie überall für sich das Energie in den nächsten Wahlkampf eintreten, um die reaktionären beste fordern; aus vollster Ueberzeugung sehen wir mit Lassalle ein Barteien zu verdrängen. Im Anschluß hieran forderte der VorHaupthem: mnis der Entwicklung in der verdammten Bedürfnis- figende alle Nichtpreußen auf, fich naturalisieren zu lassen, um später losigkeit". Aber diesem ihrem eigenen Hause gegenüber sollten die wahlberechtigt zu sein. Auskunft in dieser Sache erteilt der Arbeiter auch dem Umstand Rechnung tragen, daß das Unternehmen Genosse Wilh. Jäger, Weise str. 75. Hierauf gab der Kassierer daß die aus den noch jung und Gewerkschaftskreisen den Kassenbericht vom 2. Quartal. Derselbe schließt ab mit einer Einhervorgegangene und von ihnen abhängige Verwaltung erst dann nahme von 865,97 m., dem gegenüber eine Ausgabe von 618,37 M. energisch mit beffernder Hand vorgehen kann, wenn sich bei einem steht. Bleibt Bestand 247,60 m. Der Verein zählt 750 Mitglieder. stets wachsenden Verkehr flar erkennen läßt, was erforderlich und unter Vereinsangelegenheiten teilt der Vorfigende mit, daß am zweckmäßig ist vorher ist Aendern ein bloßes Umbertasten, und 11. August eine Gedenkfeier für unsre Todten seitens des Vereins Er macht ferner bekannt, daß laut neuestent wenn, was nicht unterschätzt werden darf, der stets wachsende Ver- veranstaltet wird. fehr die materielle Möglichkeit zu diesen Verbesserungen gewährt.. Kammergerichts- Urteil Tellersammlungen und Entree bei Versamm Und auch das können wir ruhig aussprechen, daß es andrerseits lungen nicht mehr als Kollette angesehen würden. Von seiten der gerade die große Bedürfnislosigkeit, der Mangel an Gefühl für Genossen Regerant und Ostermann wurde noch das Verhalten der die Veredlung des Genusses durch die Schönheit der Umgebung ist, Rigdorfer Stadtväter in den einzelnen Kommissionen einer scharfen die so viele das Gewerkschaftshaus zu Gunsten andrer Lokale ver- Kritik unterzogen. Es wurde beschlossen, Beschwerde an zuständiger gessen läßt und doch sollte man gerade auch auf diesem Gebiet Stelle erheben zu lassen. Zur Reise. Sommer- Joppen für Herren.. 90 Pf. 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Konkordia- Garten zum Wasserwerk Landsberger Lichtenberg, Chauffee Ser. Jeden 1. 3 verdeckte Kegelbahnen. N Sonntag: Großer Ball im RiesenParkettfaal bei Orchestermusik Anfang 4 Uhr. Heute, Sonntag, den 14. Juli: Grosses Konzert. 65/15 Auftreten der weltberühmten Turmseilfünstler Mr. CronjeBoston und Donna Eroina auf dem 250 Fuß langen und 90 Fuß hohen Turmseil über dem See. Senfationelle Aufführungen in der modernen Turmfeilkunst. Grosses Land- und Wasser- Feuerwerk. Jim Variété- Theater bei freiem Entree: Ueberraschendes Programm der besten Künstler. Gondel- Korso.- Vergnügungspark. Kaffeeküche. Grosser Ball 610unter Seitun in beiden Riesen- Tanzsälen unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Heinrich. Anfang 4 Uhr. Ernst Johannisthal. Konzert Garten Raus Park- Restaurant. Höflich Ball- Salon Theater. Friedrichsberg, Frankfurter Chanffee 120. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Sonntag: Konzert. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. W. 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Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Brillant- Feuerwerk ausgeführt von dem berühmten Pyrotechniker Herrn Albers. Volks- und Kinderbelustigungen aller Art. bei freiem Entree. S Vorstellung eines Kasperle- Theaters Jedes Kind erhält am Eingang einen Bon, für welchen es entweder eine Stocklaterne erhält, oder die Schaukel oder ein Karussel einmal benutzen kann. in beiden Sälen: zahlen 50 Pf. nach. Von 4 Uhr nachmittags TANZ. Herren, welche daran teilnehmen, Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2-6 Uhr nachmittags zur Verfügung. >>>>> Anfang des Konzerts früh 8 Uhr. Entree 20 Pf. EEE Ausführliches Programm beim Eintritt gratis. Ferner machen wir darauf aufmerksam, dass im Lokal eine Abteilung der ArbeiterSanitäts- Kolonne und am Wasser eine Rettungswache vom Arbeiter- Schwimmer- Bund stationiert ist. Für hinreichende Fahrverbindung ist Sorge getragen. Da wir weder Kosten noch Mühe gescheut, das Fest zu einem wirklich genussreichen und volkstümlichen zu gestalten, hoffen wir auf recht zahlreichen Besuch. 219/14 Das Komitee. Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 21. Juli 1901, im Schloß Weißensee: Großes Volksfeft. Grokes Doppel- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmufiter. Dirigent: Herr R. Tietz. Im See- Theater: Specialitäten Vorstellung ohne Extra- Eintrittsgeld. Reigenfahren von Mitgliedern des Arbeiter- Radfahrvereins Berlin. Produktionen der Muster- Riege des Athleten Vereins Birke"-Berlin.- Volksbeluftigungen aller Art. Verlosung. Die Kaffeeküche ist bis 6 Uhr abends geöffnet. Bei eintretender Dunkelheit: Kinder- Fackelpolonaise, wozu jedes Kind am Eingang eine Stocklaterne gratis erhält. Grosses Brillant- Feuerwerk, ausgeführt vom Pyrotechniker Herrn Albers. In den Festsälen von 4 Uhr an: Ball. Herren, welche baran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Billets für den Vorverkauf sind zu haben im Bureau, Engel- Ufer 15, 2 Tr., Bimmer Nr. 16. Telephon: Amt VII, 3348, in den Zahlstellen, Versammlungen und bei allen Vorstandsmitgliedern. Kaffeneröffnung 1 thr nachmittags. Das Komitee. Hasenheide 108-114. Fahrverbindung: Rathaus- Antonplas, Spittelmarkt- Alexanderplatz- Weißensee. Ganze Tour 10 Pf. Neue Welt. Hafenheide Täglich: 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. E Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karussells, Marionettentheater zc. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. W Neues Klub- Haus Kommandantenstraße 72. Sonntags, Mittwochs, Donnerstags: Grosser Ball. NB. Säle an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. H. Ebert. A. Fröhlich. [ 17300* Achtung! IV. Wahlkreis( Osten). Sonntag, den 14. Juli 1901, in ,, Mentes Volksgarten", RöderStrasse 35-36, Lichtenberg und Landsberger Chaussee: Gr.Sommer- Fest bestehend in Grossem Konzert v ausgeführt von 2 stark besetzten Kapellen. w Massen- Gesänge Radfahrer- Reigenfahren- Grossartige athletische Aufführungen ausgeführt vom Volks- und Kinderbelustigungen, Athletenklub Armin) als: Kasperle- Theater, Karussell- Freifahrt, Sacklanfen, Eselreiten. Bei eintretender Dunkelheit: Grosser Kinder- Fackelzug wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Grosser BALL. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von nachmittags 2 Uhr an zur Verfügung. a Liter Milch 60 Pfennig. Eröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 32 Uhr. Billet 20 Pf. An der Kasse 25 Pf. Achtung! IV. Wahlkreis( Südosten). Sonntag, den 14. Juli in Treptow, Joels Victoria- Garten Ludwigs Park- Restaurant: Gr.Sommer- Fest bestehend in ww Grossem Konzert w ausgeführt von der Fischer schen Symphonie- Kapelle. Gesangs- Aufführungen Turnerische Aufführungen. ausgeführt von Mitgliedern des Arbeiter- Auftreten des so beliebten Berliner Sängerbundes. Ulk- Trio. Kasperle- Theater bei freiem Entree. Bei eintretender Dunkelheit: Grosser Kinder- Fackelzug. Jedes Kind erhält beim Eintritt einen Bon zu einer Stocklaterne. In beiden Sälen: Grosser Ball. Ball. 107. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr an zur Verfügung. Kassenöffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 20 Pf. Unerreicht billig! [ 214/ 12*] Das Komitee. Mk. Mohair- Cheviot 1 MK, das Meter, Herrliche, glänzende Qualttät, doppeltbreit, in schwarz und allen neuen Farben. Alwin Körner, Münzstraße 7. jeder Größe vermietet billig an Vereine u. Ge sellschaften Keddig. 67/10 Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstr. 7. Dampfer bien Saal mit Bühne Sonnabends und Sonntags zu vergeben.[( 19330* Friedrichshagen, Seeftr. 51. ,, Volksgarten Westend", Kastanien- Allee 1. Heute: Gastspiel der ,, Norddeutschen QuartettSänger und Humoristen'. Auftreten des Damendarstellers Max Sommer. Vereinsbrauerel- Ausschank( Rixdorf). Am Mittwoch, den 17. Juli 1901, von nachmittags 4 1hr ab: Grosses Kinder- und Ernte- Fest Grosses Garten- Frei- Konzert. Kind erhält 1 Wüge ober 1 Schärve oder 1 Stocklaterne und 1 Los gratis. Anfang 4 Uhr. Kaffeefliche 2 Uhr. Eselfahren usw. Reservierter Platz 10 Pf. Karl Hoffmann. Bum Sporthaus" Ziegenhals bei Zeuthen, errlich am Croffin- See bei Nieder- Lehme belegen, mit Dampfersteg, Vorortstat. d. Görlitzer- u. Stadtbahn, Sanssouci- Schmargendorf, Sonntags: Konzert und Ball.chaften und Babriten zu Bartien angelegentlichst empfohlen. NB. Umſlände Haltestelle: Schützenhaus- Roseneck. großem Tanzsaal, Kaffeeküche, Kegelbahnen, Voltsbeluftigungen aller Art und geräumigen Hallen, ca. 2000 Personen fassend, den Vereinen, Gewert halber ist Sonntag, der 21. Juli, frei geworden. Auch Sonntag, den 18., 25. August u. 1. Sept., sowie einige Sonnabende im Juli und August noch zu vergeben. M. Mörschel, Fernsprecher Amt I Nr. 8386,[ 19342* ff. Weiß- u. Bayrisch- Bier- Kaffee: füche, Kegelbahnen, Spielplätze 2c. 2c. 18162* H. Ebert. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 16492* Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. 7 罪 Dresdener Kasino 96 Dresdenerstrasse 96 empfiehlt seine 2-800 Personen fassenden Festsäle zu Privat- und Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten u. Versammlungen zu coulanten Bedingungen. 19139* Martin Herzberg, Gastwirt. Wo gehen wir hente hin??? berbunden mit grossem Konzert und Gratis-Verlosung. 1. Hauptgewinn: 1 goldene Damenuhr; 2. 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Gebiſe. Goldstein, Drantenſtr. 123 III. Wahlkreis. Mittwoch, den 17. Juli, abends 82 Uhr, im Apollo- Saal, Sebastianstr. 39: General- Versammlung Achtung! Mitglieder der Achtung! Kranken- und Sterbe-| Sentral- Kranken- u. SterbeKaffe aller gewerblichen Kasse der Tischler u. Freien Volksbühne. Mittwoch, den 31. Juli, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstrasse 20/21: des Wahlvereins im 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Kassierers vom letzten Quartal. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. Tagesordnung: Geschäfts- und Kassenbericht, Bericht der Revisoren, Anträge, Verschiedenes. · Der Zutritt zur General- Versammlung ist nur 3. Vortrag des Genossen Dr. L. Arons: Wie wird der preußische Mitgliedern gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet, die zu Landtag gewählt?" diesem Zweck aus der Zahlstelle abgeholt werden kann. 4. Diskussion und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 242/15 Der Vorstand. Aufnahme von Mitgliedern sowie Entgegennahme der Beiträge findet in folgenden Zahlstellen statt: Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a| Emil Götte, Brandenburgstr. 18. ( Sottbuser Platz). Wilhelm Börner, Ritterstr. 15. Martin Mescha, Adalbertstr. 24, Eingang Engel- Ufer. Adolf Flick, Simeonstr. 23. Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119. Franz Krüger, Naunynstr. 54. Socialdemokratischer Wahlverein Zahlstellenveränderungen. Die Zahlstelle No. 31, bisher bei Mörschel, Jüdenstr. 36, nahe der Petri- Kirche. Die in der Zahlstelle No. 31 zahlenden befindet sich jetzt in G. Weihnachts Restaurant, Grünstr. 20/21, Mitglieder werden ersucht, sich dort ihre Karten abzuholen. Nene Zahlstellen: No. 35 O., W. Henze, Cigarrenhändler, Petersburgerstr. 41. No. 36 SW., Quandt, Restaurateur, Belle- Alliancestr. 74a. Die Ausgabe der neuen Karten erfolgt vom 20. Juli ab. 230/ 9* Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Sidoft). Centralverband der Maurer 2c. Dienstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, im Saal des Herrn Brüder, Waldemarstraße Nr. 75: Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Karl Wiesenthal über: Warum muß die Socialdemokratie siegen?" 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet 244/ 10* Der Vorstand. Schöneberg. Dienstag, 16. Juli, abends 8 Uhr, im Obstschen Lokal, Meininger- und Martin Lutherstr.- Ecke: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Kassen und Revisionsbericht. 2. Vortrag des Genossen Zubeil: Das Landtagswahlrecht. 2. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. [ 15/10 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich. Der Vorstand. Lichtenberg! Friedrichsberg! Socialdemokrat. Wahlverein. Dienstag, den 16. Juli, abends 8½ Uhr: Versammlung bei Höflich, Chauffee 120. Tagesordnung: 1. Warum beteiligen sich die Socialdemokraten an den Landtagswahlen? Referent: Paul Hirsch. 2. Diskussion. 3. Vorschlag resp. Wahl eines Bezirksleiters.( 11. Bezirk.) Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 14/7 ( Bezirk Süden.) Arbeiter für Schöneberg und Berlin. E. H. Nr. 115. Ortsverwaltung Berlin H. Am 12. Juli verschied das Mitglied unserer Kasse, Valentin Schwiederek General- Versammlung im Alter von 51 Zahren. am Sonntag, den 21. Juli, vor: mittags 10 Uhr, im Lokale von Krüger, Grunewaldstr. 110. Tages Ordnung: 1. Halbjährliche Kassenabrechnung. 2. Statutenänderung. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht 273/ 8* Der Vorstand. Achtung! Achtung! Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 15. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des fatholischen Kirchhofs am Mariendorfer Weg aus statt. Um rege Teilnahme ersucht 184/13 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz licher Teilnahme bei dem Begräbnis meines unvergeßlichen Mannes sage allen Kollegen, Freunden und Be[ 20096 Frau Roede u. Kinder. Parkettbodenleger! fannten herzlichen Dank. Bauhandwerker! Folgende Firmen find für Barlett Dr. Derrnehls bodenleger gesperrt: Görlizer Holzbearbeitungsfabrik vormals Gebrüder Mautsch; Zwischenmeister H. Claasen; Adolf Pieck, Niederwallstraße 15; Zwischenmeister O. Schüttke. Diese Annonce erscheint nur Sonntages und gelten die Firmen so lange für gesperrt, bis an dieser Stelle die Dr. DERRNEHL'S EISENPULVER H.S. MARKE SCHUTZ Eisenpulver. Vorrätig i. Apothek. Hauptdep.: Weiße Schwan- Apoth., Spandauerstr. 77, Roland Apoth., Turmistr. 16, und Sonntag, den 14. Juli, nachmittags 5 Uhr, im Lokal Sperre als aufgehoben erklärt wird. Zieten- Apotheke, Großbeerenstr. 11. des Herrn Ewald, Schönleinstr. 6: Die Kommission. Schachtel 1,50, übl. 3 Sch. 4,25. Versammlung mit Frauen. Arbeiter und Unterangestellte der städt. Tages Ordnung: Betriebe Berlins! 143/8 Montag, den 15. Juli 1901, abends 8½½ Uhr, im Gewerk schaftshause, Engel- Ufer 15: 1. Vortrag über:" Die wirtschaftlichen Kämpfe einst und jetzt". Refer.: Frl. Imle. Nachdem gemütliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Centralverband der Maurer 2c. ( Zahlstellen Berlin und Umgegend.) Am Dienstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung aller zum Vertragsgebiet gehörenden Zahlstellen Berlins und der Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Drunsel über: Die französische Revolution und die heutige Gesellschaftsordnung. 2. Abrechnung des Streiffonds vom ersten Halbjahr 1901. 3. Das Ergebnis der legten Baukontrolle. 4. Die Abstempelung der Sammelkarte und Verschiedenes. Guten Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Centralverband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle Berlin IV. Cementierer. Mittwoch, den 17. Juli, abends 8 Uhr, bei Nümann, Deutsch. Metallarbeiter- Verband Große Mitglieder- Versammlung. ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 15. Juli 1901, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshanse, Engel Ilfer 15: Versammlung I der Former und Gießerei Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit in unfrem Berufe. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 15. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Cohen über: Unire gegenwärtige wirtschaft: liche Lage. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 15. Juli, abends 8% Uhr, in den„ Arminhallen"," Kommandantenstr. 20: Versammlung der Mechaniker und Optiker. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem im August d. J. stattfindenden Verbandstag der Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optit, und event. Wahl von Delegierten hierzu. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 15. Juli, abends 8 Uhr, in den Armininshallen, Bremerstraße 72-73: Großze öffentl. Bersammlung Tages Ordnung: 1. Der Ausschuß des Berliner Stadtverordneten Kollegiums zur Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den städtischen Betrieben und feine vollzogenen Arbeiten. Referent: Stadtv. A. Hintze. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 288/3 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Ausschuß der vereinigten Berliner Filialen. Achtung! Goldschnittmacher. Atung! Dienstag, 16. Juli, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig. Der Vertrauensmann. 25/9 An die Arbeiterschaft Deutschlands! Am 13. Juni dieses Jahres hat die Berliner Gewerkschafts. tommission den Boykott über die Nordhäuser Rautabaffabrikate verhängt. Den Knebelrevers( Versagung des Rechts auf Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Koalitionsfreiheit) verlangen folgende Nordhäuser Kautabak24046 Der Vorstand. firmen: C. A. Kneiff, G. Reddersen, H. A. Hanewacker, Berlin u. Bona, H. u. R. Wittig, Nothhard u. Comp., Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker. C. Lerche, Salfeld u. Stein. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 16. Juli, vormittags 11 Uhr. Wir ersuchen, den Tabak obiger Firmen so lange zu [ 189/4 im Lokale des Herrn Schulz, Grenadierstraße Nr. 33: meiden, bis die Inhaber das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter anerkannt haben. Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kaffenbericht vom 2. Quartal Freie 3. Antrag Hoch: Vervielfältigung des Statutenentwurfs zur Centralisation der Arbeitsvermittlung. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Achtung! Marmorarbeiter! 50/14 Dienstag, den 16. Juli 1901, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Englischer Garten" Berlin, Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2. Regelung der Krankenunterstüßung. 3. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tagesordnung wegen erbiitet zahlreiches Erscheinen. 172/18] Der Vertrauensmann. Achtung! Rabitzputzer! Mittwoch, den 17. Juli 1901, abends 81/2 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Versammlung für Moabit. Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags= Abgeordneten E. Rosenow über: Der wirtschaftliche Niedergang, seine Ursachen und seine Folgen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Umt zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 116/17] Die Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Dienstag, den 16. Juli, abends 82 Uhr, bei Lorenz, Markgrafenstraße 83: Bezirks- Versammlung für den Süden. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mittwoch, 17. Juli, abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Sektions- Versammlung der Näherinnen. 178/9 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Gäste willkommen. Die Verbandsleitung. Musik- Instrumentenarbeiter ( Fachverein Zahlstelle Rixdorf.) der Zahlstelle Berlin III des Centralverbands der Maurer Deutschlands. Tages- Ordnung: [ 252/16 1. Die Ursache des wirtschaftlichen Niedergangs und die Aufgaben der Gewerkschaften". Referent: Kollege Silberschmidt. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Kürschner! Montag, den 15. Juli 1901, abends 8½ Uhr, bei H. Feind, Weinstr. 11: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zur Anfrage des Verbands der Zurichter betreffs Gründung eines Centralverbands. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des 1. Quartals des 6. Jahrgangs. 4. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Central- Verband der Handels-, [ 93/16 Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau u. Arbeitsnachweis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16. Telephon: Anschluß: Aut VII, Nr. 3348. Montag, den 15. Juli 1901, abends 8½ uhr, Achtung! Kollegen Berlins! Achtung! im Lokale von Babenschneider, Hermannstr. 197: Mitglieder- Versammlung. In betreff der vom Centralvorstand vorgenommenen Urabstimmung 93/ 14* über die Aufbringung der Mittel für die Ganagitation ersuchen wir die Antworten zurückzuhalten 1. Vortrag des Kollegen Kleinlein über:„ Entwicklung und Ziele der Kollegen, mit ihren deutschen Gewerkschaftsbewegung." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Tages Ordnung: Gäste willkommen! bis nach der am 24. d. M. in den Arminhallen" stattfindenden General: Folgende Fabriken sind besonders eingeladen: Dreier, Gottwald, versammlung. Die zur Gankonferenz gewählten Delegierten er: [ 67/11 Concordia, Neumeier, Lenhard, Leonhard, Jaschinsky, Pechmann, statten dort Bericht. Krause. [ 141/18] Die Ortsverwaltung Berlin. Die Kommission der Tabakarbeiter. Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Berlins und Umgegend. Zu der erschienenen Liste sind folgende Kollegen nachzutragen: Lenken, Bernauerstr. 18. Plümer, Liebigstr. 2. Schulz, Fruchtstr. 43. Ulm, Stralauer Allee 36. Sent, Fürstenwalderstr. 2. 288/4 Melik, Senefelderstr. 40. Wwe. Neumann, Friedrichsfelderstraße 18. Luke. Stralsunderstr. 59. Wernicke, Gartenstr. 78. J. A.: Max Klarbaum, Höchstestr. 1. Berolina Festsäle, Schönhauser Alle 28, empfiehlt 3 große Säle mit Theaterbühne zu Festlichkeiten und Ver sammlungen, auch Sonntags.[ 2294b* Jeden Sonntag: Ball. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt be: setztem großen Orchester. 5 Uhr. Art + Kranke ber Frauenleiden heilen prakt. Naturheilkundige 0. Grundmann. Frau. Kurbadeanstalt Brücken, pet Köpnickerstr. 72 eanberr A. Zameitat. I Sprechst. 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. Ein Trunk für Haus und Reise! Neu! 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Juli 1901. im Gegenteil ist die in einzelnen Branchen sich während der Monate| Bericht( Jahrgang 1900, S. 466) ausführt: In allen Positionen ist April/ Mai bemerkbar machende Regsamteit einer erneuten Erschlaffung ein stetiges und erfreuliches Wachstum ersichtlich, welches nur bei gewichen. den Accepten Bedenken erregt. Das Accept einer großen Bank läßt Einige dem„ Dekonomist" entnommene Zahlen mögen die Entwicklung der deutschen Kreditbanken näher beranschaulichen; fie betreffen den Gesamtbestand aller Banten dieser Art( mit Ausnahme einiger weniger fleiner Lokalbanken) am Schluß des Jahres 1891 und 1899; für das Jahr 1900 fehlt noch die Gesamtaufstellung. Es betrug das in der Verwaltung der deutschen Kreditbanken befindliche eigene und fremde Kapital: Ende 1891 3104 Millionen Mark; 1899 6466 " " Davon kommen auf: Aktienkapital Reserve Kreditoren Depofiten Mill. M. Mill. M. Min. M. Min. M. 1053 192 895 386 1906 374 2025 818 Accepte Mill. M. 404 1158 Die Zahlen zeugen von einem bedeutenden Aufschwung der Kreditbanken in den neunziger Jahren, zugleich aber von einer unverhältnismäßig starken Zunahme der Accepte. Stellen wir nun die Berbindlichkeiten den sogenannten disponiblen Mitteln gegenüber, ergiebt sich folgendes Verhältnis: Verbindlichkeiten. Depositen Accepte Mill. M. Mill. M. 504 1153 Kreditoren Mill. M. 895 386 818 Disponible Mittel. Reingewinn Mil. M. 74 195 1891 1899 2025 Kasia Min. M. 1891 207 1899 294 Wechsel Min. M. 793 1827 Lombard Effekten Mill, M. 306 787 Min. M. 375 715 Baufpragis und Bankfrach. Dem Sturz der Dresdner Kreditanstalt ist bald der Zusammenbruch der Leipziger Bank gefolgt, Es hieße Vogelstrauß- Politik treiben, wenn man sich verhehlen sich stets zu den billigsten Diskontfägen zu Geld machen, und es ist und wie immer in solchen Fällen, weiß nun hinterher die Börsen- wollte, daß schon seit längerer Zeit die Entwicklung des deutschen daher begreiflich, daß die Geschäftswelt mit Vorliebe den Accept und Handelspresse allerlei Details über die ganz besonders frivole Kreditbankwesens eine Richtung genommen hat, die notwendig in kredit der Banten in Anspruch nimmt, wie andrerseits auch, daß Geschäftsführung beider Kreditinstitute zu berichten, in der sie mit der Zeit wirtschaftlicher Depression zu einer tiefen Erschütterung des viele Banken recht leichtherzig lieber ihr Accept als bares Geld feltsamer Beharrlichkeit allein die Ursache des Krachs steht oder vielmehr Kreditwesens führen muß. Während die französischen Banten, aus der Hand geben, in der Erwartung, daß der Traffant vor Bersehen will. Von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linten find speciell die Pariser, das Hauptgewicht auf das Diskontogeschäft fall für Deckung sorgen werde. Diese wird einfach durch neue fich die Blätter darüber einig, daß die bisher erfolgten Busammen- legen, und auch die englischen Banken sich im allgemeinen nur in Tratten beschafft, und diese Geldmacherei nimmt ihren regelmäßigen stürze weit weniger durch die wirtschaftliche Strife, als durch die geringem Maße mit sogenannten Gründungsgeschäften befassen, sind Verlauf so lange, als die Geschäfte sich günstig abwickeln. Die leichtfertigen, finanziellen Manipulationen der Leiter der beiden Bant- diese im letzten Jahrzehnt mehr und mehr für die deutschen Kredit regelmäßige und dauernde Beschaffung fehlenden institute veranlaßt worden seien: durch eine gewissenlose Geschäfts- banken zur Hauptfache geworden. Mit wahrer Wollust haben sie Betriebskapitals durch Accept ist wirtschaftlich praxis, die denn doch, Gott sei Dank, in unserer soliden Geschäfts- darauflos gegründet; hier Elektricitätswerke, Straßenbahnen, Eisen- verwerflich und geschäftlich ungesund; am verwerf welt eine spärliche Ausnahme sei, und den Grundsägen bürgerlicher werke, dort Holzbearbeitungs-, Textile, Papierfabriken 2c. 2c., oder, lichsten aber ist diese Geldmacherei, wenn sie zu dem Zweck erfolgt, Geschäftsmoral, wie sie für die Kreise der Hochfinanz nicht minder als für wenn sich gerade nichts andres bot, die Fusionierung schon bestehender um die Mittel zur Effektenspekulation zu beschaffen. Die Accepte andre Geschäftskreise gelten, direkt widerspräche. Betriebe bezw. die Umwandlung von privaten Betrieben in Aktienunter- dieser Provenienz bilden sicher einen sehr großen Bestandteil des Etwas Wahres ist an diesen Beschwichtigungsversuchen: Die nehmungen fultiviert. Entscheidend war dabei nicht das wirtschaftliche gesamten Acceptumlaufs der Banken." Dresdner Kreditanstalt wie die Leipziger Bank haben sich mit einer Bedürfnis, sondern der Gesichtspunkt, ob sich bei der Entrierung des Leichtfertigkeit und einem Uebermut in Grünbungsunternehmungen Geschäfts etwas profitieren ließ. Mit allen Mitteln der Reklame eingelaffen, die von erstaunlicher Frivolität zeugen; aber lächerlich wurden dann die Aktien hochgetrieben, ein Teil an das Publikum ist es zu behaupten, daß die Praris der Leipziger Bant abgestoßen; einen andern Teil behielt die Bank selbst, um sich einen eine vereinzelte Ausnahme darstellt. Das Organ des Wiener maßgebenden Einfluß auf das Unternehmen zu sichern. Ferner Börsen- Liberalismus, die Neue Freie Presse" hatte nur wurden meist von ihr die Direktoren eingesetzt und aus der Mitte allzu Recht, als sie vor einigen Tagen meinte, daß, sobald der Glanz ihrer Getreuen die Aufsichtsräte gewählt. Die gründende Bank einer mächtigen industriellen Epoche fich zeige, auch jene geistige blieb also, wenn auch nicht nominell, so doch thatsächlich InVerfaffung fich einstelle, die den Berauschten vorgautele, fie befäßen haberin und Leiterin. Ging es gut, nun dann wurde sich Fortunas Tasche und ihnen könne nichts geschehen. Erst täuschen auf ein neues ähnliches Unternehmen geworfen; ging es nicht, fte sich selbst und dann andre, bis der Leichtsinn zum Verbrechen, mußte die neu gegründete Aktiengesellschaft mit Unterstützung der der Uebermut zur nackten Prellerei verführt. Dieselbe Geschäfts- betreffenden Bank versuchen, anderswo Tochtergesellschaften zu führung, wie sie die Leipziger Bank praktizierte, haben in den letzten gründen. Manchmal prosperierten mun diese und deckten mehr oder Jahren recht viele Kreditbanken befolgt und mur graduell ist weniger die Unkosten der ersten Anlage, in jedem Fall aber brachte 1891 ein gewiffer Unterschied zu konstatieren. In Wirklichkeit haben die Emission der neuen Aftien, wenn geschickt und mit der nötigen 1899 beide sächsischen Institute nur eine bei fast allen heutigen größeren Reklame betrieben, neue Gewinne. Wollte es auch mit den neuen Kreditbanken übliche Geschäftsmacherei auf die Spike getrieben, und Anlagen nicht glücken, wurden sie mit andren fusioniert, unter Umso stehen sie auch an der Spize der Bant- Fallissemente, mit denen ständen auch mit solchen einer ganz verschiedenen Branche, oder auch der wirtschaftliche Niedergang einsetzt. Aber keine eigentliche au Teilgesellschaften andrer Unternehmungen umgewandelt. principielle Verschiedenheit trennt sie bon dem Gros der Ein recht interessantes Beispiel dieser Gründungsmanie liefern übrigen größeren deutschen Kreditbanken. Fast alle haben die Elektricitätswerke Summer, u. Co. der Dresdner Kreditanstalt ben legten Jahren in ausgedehnten Gründungen ge- und ebenso die mit der Leipziger Bank liierte Aktiengesellschaft für macht, fast alle find eng mit unsicheren industriellen Unter- Trebertrocknung in Staffel. Die lettere Gesellschaft, die erst 1889 nehmungen liiert, deren Aktien zum großen Teil in ihren Trefors entstanden ist, hat seit 1895 eine ganze Reihe von Tochtergesellschaften liegen, und fast alle haben, um die nötigen Mittel für ihre gegründet, die dann mit zum Teil ganz unmotiviert hohen Sumnien in Gründungen oder ihre Beteiligung an industriellen Unternehmungen selbständige Aktiengesellschaften umgewandelt wurden, nachdem ihnen zu schaffen, dazu gegriffen, außer den fremden Kapitalien, die ihnen vorher von der Hauptgesellschaft in Kaffel zu hohen Preisen die Nutzdurch Kreditoren und Depositen zuflossen, weitere auf dem Wege nießung der von ihr erworbenen Patente, speciell des Bergmannschen der Accepte heranzuziehen, so daß die meisten heute einen weit Patents für die Verwertung von Holz und Holzabfällen überlassen worden bas normale Maß übersteigenden Accepten- Umlauf haben. war. Unter diesen neugegründeten Tochtergesellschaften seien nur folgende genannt: die schlesische Aktiengesellschaft für chemische Industrie in Weißwasser, Vereinigte norddeutsche chemische Fabriken Auch diese Aufstellung zeigt, daß zwar der Bankverkehr sich Glückstadt mit dem Sit in Hamburg, Vereinigte chemische Fabriken enorm ausgedehnt hat, feineswegs aber noch auf gleicher solider in Schweinfurt, Bosnische Holzverwertungs- Aktiengesellschaft in Wien, Grundlage ruht. Was auffällt, ist die starke Zunahme des Pfands Erfte galizische Aktiengesellschaft für Holzdestillation in Lemberg, Fin-( Lombards), vor allem aber die Verschiebung, die im Verhältnis der nische Holzverwertungs- Aktiengesellschaft in Helsingfors, ferner chemische disponiblen Mittel zu den Verbindlichkeiten stattgefunden hat. Ende und Holzverwertungs- Fabriken in Rußland, Ungarn, Frankreich und 1891 standen 1859 Millionen Mark Verbindlichkeiten 1681 Millionen Italien. Doch nicht nur mit Neugründungen von Gesellschaften der Mark leicht greifbare Mittel gegenüber, das Verhältnis war also Die beiden Falliffements der letzten Wochen find lediglich als eigenen oder verwandten Branchen beschäftigte sich die Treber- 100 zu 90; Ende 1899 betrugen die Verbindlichkeiten 4186 Millionen Vorläufer zu betrachten; je mehr sich die Lage auf dem Industrie- gesellschaft, außerdem war sie an allerlei anderen Unternehmungen Mart, die disponiblen Mittel nur 3072, Verhältnis 100 zu 73. markt verschlechtert, je mehr die Bankrotte industrieller Unter- beteiligt, z. B. an der Kontinentalen Hochofengas- Gesellschaft in Das sind die Gesamtzahlen, die den allgemeinen Gang der nehmungen zunehmen, je häufiger werden sich auch die Dortmund und an der Eiweiß- und Fleischertrakt Kompagnie in Entwicklung veranschaulichen; im einzelnen stellt sich bei einer Bantzusammenbrüche einstellen, je nach dem Grade, in Altona. Und aus den bei diesen Neugründungen heraus- Prüfung das Ergebnis weit schlechter, zumal unter den verfügbaren welchem sich die Banten an solchen Unternehmungen beteiligt geschlagenen Mitteln, nicht aus den eignen Produktions- Mitteln, den Lombards und Effekten manche recht ziveifelhaben, der Menge der bei ihnen lombardierten Attien und erträgen, nicht aus denen der Tochtergesellschaften, haften Werte, von ähnlicher Güte wie jene der Leipziger Bank der Höhe ihrer Acceptverpflichtungen. Und was die Festlegung der die vielmehr meist mit bedeutenden Verlusten arbeiteten, stammen fein dürften. Spitzt sich die industrielle Krise weiter zu, Mittel in allerlei Gründungen anbelangt, so sieht es bei den meisten die enorm hohen Dividenden, die vor einigen Jahren zur Blendung fehen sich größere industrielle Etablissements zu Bankrottder großen nnd größeren Kreditbanken recht eigentümlich aus. Sie des Publikums ausgeschüttet wurden. haben durchweg sich alle während der letzten Prosperitätsperiode den Diese Beschäftigung der deutschen Kreditbanken mit GründungsMagen überladen, nicht nur die„ Dresdner Bank", die unser Dresdner gefchäften ist vielfach von der kapitalistischen Presse in allen Tonarten Parteiorgan mit Recht als eine der deutschen Großbanken bezeichnet gepriesen worden. Ueberlegen sah man auf die Sterilität" der enghat, die sich in ihrem Eifer, überall mit dabei zu sein, über- lischen und französischen Banken herab und rühmte den Unternehmungsreichlich engagiert hat; auch bei manchen andren sieht es mit der geist der deutschen Großbanken, die nicht nur durch ihre unmittel= Der Seeverkehr in den deutschen Hafenplätzen. Das so fogen. Liquidität recht sonderbar aus; selbst bei der Deutschen Bant bare Beteiligung an inländischen industriellen Unternehmungen eben erschienene zweite Heft der Vierteljahrshefte zur Statistik des stehen die sogen, disponiblen oder„ leicht greifbaren" Mittel( von die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands förderten, sondern auch Deutschen Reiches bringt verschiedene statistische Nachweise über den benen übrigens manche, wenn sie flüssig gemacht werden sollten, sich im Auslande als Pionier für den deutschen Handel und die deutsche Schiffsverkehr in den deutschen Häfen während des Jahres 1899. als wenig greifbar" herausstellen dürften) nicht im Verhältnis zu Industrie thätig seien. Und sicherlich hat diese Geschäftspraxis der Danach find im legtgenannten Jahre 177 975 Seeschiffe mit einem den Verbindlichkeiten. Ende vorigen Jahres betrugen diese nicht Kreditbanken mächtig zur Förderung der industriellen Entwicklung Raumgehalt von 36 016 422 Registertons zu Handelszwecken einweniger als 672 Millionen Mark, die flüssigen Mittel nur beigetragen; die deutsche Elektricitätsindustrie wäre ohne sie sicherlich und ausgegangen, woraus sich gegen das Vorjahr eine Zu486 Millionen. nicht das, was sie heute ist; nur darf man über diese glänzende nahme um 3724 Schiffe( 2,1 Proz.) und um 498 838 te Bisher hat allerdings die Reichsbank sich als Bremse beim Seite nicht die Schattenseite übersehen, die darin besteht, daß viel- gistertons( 1,4 Proz.) ergiebt. Im Jahre 1875 hatte die Absturz bewiesen, sie ist verschiedentlich mit ihren Mitteln bei- fach bedeutende Kapitalien in Unternehmungen festgelegt worden Summe aller im Deutschen Reiche ein- und alles ausgesprungen und hat dadurch vielleicht mehr zur Verhinderung sind, die nicht nur absolut feinen Nußen abwerfen, gelaufenen Schiffe 87 558 mit 12 722 710 Registertons Raum weiterer Zusammenbrüche beigetragen, als man öffentlich zuzugeben sondern von vornherein zum Tode verurteilt waren, und daß gehalt betragen, seitdem hat also die Schiffszahl eine Vermehrung geneigt ist. Fürs erste ist durch diesen Succurs eine Verschlimmerung ferner die enge Verbindung der Banken mit der Industrie not- um 103,3 Broz., der Raumgehalt um 183,1 Proz. erfahren. Die der Situation verhindert worden, aber auf wie lange? Folgen wendig zu einer schweren Erschütterung des Bankmarktes führen bedeutende Verkehrssteigerung ist durch die immer reger sich geweitere Fallissements industrieller Unternehmungen, müssen schließlich muß, fobald eine ernstere industrielle Depression eintritt. Ob nicht staltende Thätigkeit der Dampfschiffahrt herbeigeführt worden, denn die mit ihnen liierten Kreditbanken nachpurzeln, selbst wenn diese Nachteile der von den deutschen Kreditbanken befolgten Praxis während im Jahre 1875 17 189 Dampfer mit einem Raumgehalt von die Reichsbank bei ihrem Bemühen, einem allgemeinen die Vorteile weit überragen, muß erst noch die Zukunft lehren. 7 182 061 Registertons netto im deutschen Küstengebiet ein oder ausDebacle zu wehren, weitgehende Unterstützung seitens andrer Hierzu gesellt sich noch der Uebelstand, daß die starke Inanspruch gelaufen sind, stellte sich die entsprechende Bahl im Jahre 1899 auf an der Aufrechterhaltung der Streditbanken interessierter nahme ihrer Mittel durch die Beteiligung an industriellen Unter- 94824 mit 30 461 857 Registertons; der Dampferverkehr hat also während großer Notenbanken findet; denn die Kreditgewährung kann aus nehmungen nicht wenige Kreditbanken dazu veranlaßt hat, die ihnen der Zwischenzeit nach der Zahl die fünffache, nach dem Raumgehalt Rücksicht auf die Sicherheit der eigenen Stellung immer zur Verfügung stehenden Kapitalien, so weit möglich, zu ver- die vierfache Höhe überschritten. Der Segelschiffsverkehr ist seit 1875 nur bis zu einem bestimmten Bunkt gehen. Schon die Hilfsaktionen, mehren; und da aus Kreditoren und Depositen nichts mehr heraus- der Bahl nach von zusammen 70 369 angekommenen und abzu welchen sich die Reichsbank in den letzten Wochen verstanden hat, zuholen war, griff man zur Vermehrung des Acceptkredits. gegangenen Schiffen auf 83 151 gestiegen, während der Raumgehalt haben verschiedene Posten ihres Status start verschoben. Der Aus- Aus den Aufstellungen, die in den letzten Jahren der„ Deutsche nur die geringe Steigerung von 5 540 649 Registertons auf 5 554 565 weis vom Ultimo Juni weist gegenüber dem des vorhergehenden Dekonomist" regelmäßig über die Entwicklung des deutschen Bant aufweist. Monats eine Abnahme des Metallbestandes von rund 108 Millionen wesens gebracht hat, ergiebt fich, daß schon seit längerer Von der Gesamtheit der im Jahre 1899 im Deutschen Reich Mark nach, während der Notenumlauf um rund 282, das Wechsel- Beit bei den deutschen Banten mehr als ein Drittel aller Debitoren angekommenen und abgegangenen Schiffe gehörten 136 349( 76,6 Proz.) Bortefeuille um 286 und die Lombardanlehen um 47 Millionen aus sogenannten Accept Debitoren besteht, also weit mehr als der Gesamtzahl mit 20 568 224 Registertons Raumgehalt( 57,1 Proz. stiegen. durch Accepte vom Gesamtraumgehalt) der deutschen Flagge an, von den Dampf Eine günstige Wendung kann nur dann eintreten, wenn sich die in Benutzung genommen wird. Daß darin eine ernste Ge- fchiffen 73 199 mit 17 167 780 Registertons( 77,2 Proz. der GesamtLage auf dem Industriemarkt verbeffert, vor allem auf dem Eisen- fahr liegt, giebt der Oekonomist", den man sicherlich nicht zahl oder 56,4 Proz. des Gesamtraumgehalts der angekommenen und markt; hierfür bieten sich aber vorläufig noch gar keine Aussichten, der Schwarzseherei zeihen kann, selbst zu, indem er in seinem letzten abgegangenen Dampfer). Durch diese enge Verbindung der Kreditbanken mit der Industrie wird der Bankmarkt aber natürlich noch weit mehr, als das ohnehin der Fall sein würde, vom Industriemarkt abhängig; jede Depression auf letterem oder auch nur in einer bestimmten Branche wirkt mit nachhaltiger Schärfe auf die betreffenden engagierten Kreditinstitute zurüd; und da es an faulen industriellen Gründungen und mit ihnen liierten Banken nicht fehlt, bedeutet der Sturz der beiden sächsischen Institute nur den Anfang vom Reigen. Gesundheit ist Reichtum! 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