Nr. 163. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Dr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. leine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die amerikanische Konkurrenz. Dienstag, den 16. Juli 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. daß im Durchschnitt der lezten Jahre nur ungefähr ein Achtel der Auflage zu liefern und zu sammeln gesucht. Der in der Einfuhr aus fertigen Fabrikaten bestanden hat. Und recht charakteristisch, Sonntagsnummer erwähnte Programmartikel des Herrn Bueck gerade in jenen Branchen, die zumeist nach Bollschutz schreien, beträgt wies auf diese Strebungen deutlich hin. Je mehr der wirtIn der letzten Zeit läßt sich die hochschutzzöllnerische wie agra- vielfach, wie die Statistik beweist, die Ausfuhr das Zehn, 8wölf, schaftliche Niedergang die Möglichkeit hoher Profite unterbindet, rische Presse wieder mit Eifer angelegen sein, das Schreckgespenst der ja Fünfzehnfache der Einfuhr, so z. B. bei eisernen Maschinen, je mehr die Arbeiter gezwungen werden, Abwehrmaßregeln amerikanischen Konkurrenzgefahr heraufzubeschwören. Jeder be- Lokomotiven und Lokomobilen, feinen und groben Eisenwaren, Eisen- gegen Lohnreduzierungen und Verschlechterungen ihrer liebige Vorfall des amerikanischen Wirtschaftslebens wird benutzt, bahnschienen, Achsen, Nadeisen usw. Position zu ergreifen, desto mehr wird der Wunsch nach von der industriellen Entwicklung der Vereinigten Staaten ein Aus solchen statistischen Nachweisen läßt sich selbst bei aller jener einer Knebelung der Arbeiterklasse nach gesetzgeberischer Gegrotest- übertriebenes Bild zu zeichnen, an das man dann, je nach Unverfrorenheit, die gewisse im Frohndienst der rheinisch- westfälischen staltung drängen. Bei der Zuchthausvorlage haben die dem eignen Interessenstandpunkt, die Mahnung knüpft, Deutschland Industriegruppen stehende Volkswirtschaftler auszeichnet, nicht be- bürgerlichen Parteien ja infolge der Brüskierung der Remüsse auf das amerikanische Schutzzollsystem mit Repressiv- weisen, daß der inländische Markt eines verstärkten Schutzes bedarf, gierung ziemlich furzen Prozeß gemacht. Man darf aber maßregeln, d. h. mit Zollerhöhungen auf die landwirtschaftlichen und so bietet die angebliche amerikanische Gefahr" ein will nicht vergessen, daß zu jener Zeit der wirtschaftliche AufHauptausfuhrartikel antworten, oder die deutschen Industriezölle auf fommenes Parade- Argument, das bald so, bald anders ausstaffiert schwung gerade auf seinem Höhepunkt stand und weite Kreise Eisen, Papier, Lederwaren 2c. dermaßen erhöhen, daß der deutschen präsentiert wird, wie die Erfahrung lehrt, nicht ohne Erfolg. des Unternehmertums über den goldenen Segen die„ BegehrlichIndustrie unter allen Umständen der einheimische Markt gesichert Daß, wenn auch die nordamerikanische Industrie in den letzten keit der Arbeiter" für einen Augenblick vergaßen. Der wirtschaftbleibe. Nicht selten wird auch noch die weitere Folgerung hinzu- Jahren bedeutsame Fortschritte gemacht hat, doch das Bild, das die liche Niedergang, an dessen Beginn wir jetzt stehen, verändert die gefügt, Deutschland würde, wenn es zum amerikanischen Brohibitiv hochschutzöllnerische Bresse als Warnung an die Wand zu malen Situation vollständig. Es mehren sich die Anzeichen, dag system greifen wollte, einen ähnlichen Aufschwung des Exports und liebt, fast in allen Zügen Uebertreibungen und Fälschungen gegenwärtig selbst Streise von Industriellen und GewerbeRückgang des Imports erleben, wie sie die Mac Kinley- und Dingley- enthält, ist mehrfach an der amerikanischen Handelsstatistit treibenden von dem Zuchthausfieber ergriffen werden, die zur Bill jenseits des Oceans zu stande gebracht haben. nachgewiesen worden, und auch der Ausgang des legten Zeit der eigentlichen Zuchthausaktion der Sache ziemlich gleichFiskaljahres, das am 30. Juni endete, liefert dafür einen erneuten mütig zusahen. Ein Beispiel dafür ist die Hallenser Beiveis. Handelskammer, die Vertretung von Handel und Nach einer Korrespondenz des„ Hamb. Korrespondenten" beträgt Gewerbe im Regierungsbezirk Merseburg. Der Bericht dieser die Wertsumme des Exports der Vereinigten Staaten im letzten Korporation für das Jahr 1898 ließ verschleiert das VerFiskaljahr ungefähr 1/2 Milliarden Dollar( ungefähr 6300 Millionen langen nach einem ,, Schuß der Arbeitswilligen" erkennen; dieses Mart), bis Ende Mai bezifferte sie sich auf 1885 Millionen Dollar. Verlangen wurde mit dem aus Arbeiterkreisen stammenden „ Von dieser Riefenausfuhr", heißt es weiter, hat Europa Verlangen Der Rechts auf Arbeit" begründet. wiederum den Löwenanteil erhalten, indem es, soweit sich bis jetzt vorjährige Bericht, der die Zeit der eigentlichen feststellen läßt, Waren im Werte von etiva 1155 Millionen Dollar Buchthauscampagne umfaßte, enthielt sich, von leisen Anvon Amerika bezog, was gegen das letzte Jahr ein Plus von über deutungen abgesehen, vollständig der Scharfmacherei. Da100 Millionen Dollar ausmacht. Südamerika erhielt nur etwa für Zur Kategorie dieser Demonstrationsversuche zweifelhafter Güte gehört auch der seit einigen Tagen durch die schußzölnerischen Blätter laufende Artikel der Deutschen volkswirtschaftlichen Korrespondenz" über die deutsch- kanadischen Handelsbeziehungen. Nach einem Hinweis darauf, daß die deutsche Regierung die kanadische DifferentialBollpolitik mit der Entziehung des Meistbegünstigungsrechtes beantwortet hat, wird darauf aufmerksant gemacht, daß jetzt die Getreidebörse in Montreal sich an die kanadische Regierung gewandt und diese gebeten hat, dafür zu wirken, daß Deutschland wieder den Waren kanadischer Provenienz die Meistbegünstigung zugesteht, dann heißt es weiter mit nicht mißzuverstehender, gegen die Bereinigten Staaten gerichteter Nuzzanwendung: Dieser kanadische Fall zeigt nämlich sehr drastisch, wie schwer schon unter den gegenwärtigen Umständen die Erschwerung in der internationalen Konkurrenz auf unsrem Markt von einem Lande empfunden wird, dem wir die Meistbegünstigung versagen. Diese Maßnahme hat nämlich bei der Bedeutung des deutschen Marktes für den Weltverkehr die Wirkung, die gesamte Provenienz eines Landes auf dem Weltmarkt aus dem Grunde minderwertig zu machen, weil sie nicht ebenso ungehindert wie die andren Länder auf unsrem Markt konkurrieren fann. Zieht man daher aus diesem kanadischen Fall die Nutzanwendung für die deutsch Handelspolitik, so ergiebt sich, daß wir gar nicht so sehr in Sorge zu sein brauchen, mit andren Ländern zu tarifarischen Vertragsabmachungen zu gelangen, sofern wir uns nur der Freiheit voll bedienen, die wir bei Ablauf der geltenden Handelsverträge gewinnen, um unsren autonomen Tarif ausschließlich nach unfren eignen Bedürfnissen einzurichten. Würden dann andre Länder uns ihre Vertragstarife versagen wollen und sich damit vom Genusse der unsrigen ausschließen, sie würden sehr bald die gleiche Erfahrung wie Kanada machen, daß nämlich der deutsche Markt eine Macht ist, von der man sich nicht ungestraft isolieren kann. Hoffentlich wird Graf Bülow die rechte Nutzanwendung aus den in Kanada mit Versagung unsrer Meist begünstigung fo prompt erzielten Wirkungen zu ziehen wissen und sich nicht durch das Lamento jener Leute einschüchtern lassen, welche in der Bollpolitik nicht weiter als bis au ihre Nasenspitze zu sehen bermögen." 44 Millionen Dollar Exportartikel, gegen 1900 eine Zunahme von gegen treibt der soeben erschienene Jahresbericht für 1900 eine etwa sechs Millionen. Obwohl sich also die Ausfuhr nach Süd- Buchthauspropaganda, wie man sie in derselben Sinnlosigkeit amerila in etwas vergrößert hat, fo ist das Totalgeschäft der Ver- und Schärfe taum bei den Organen der borniertesten Untereinigten Staaten mit den südamerikanischen Republiken doch nehmer- Vertretungen findet und das zu einer Zeit, wo die verhältnismäßig sehr unbedeutend, speciell wenn es mit der Aus Vertretungen des Handels gemeinsam mit der Arbeiterschaft fuhr nach Europa verglichen wird. Nicht umsonst wird zur Förde- die unverschämten Forderungen der Brotwucherer abrung des amerikanischen Ausfuhrhandels in Südamerika in poli- wehren müssen! Freilich besteht zwischen den drei hier ertischer Hinsicht tüchtig gegen Europa und ganz besonders gegen wähnten Jahresberichten ein Fundamentaler Unterden gefährlichsten und unbequemsten Konkurrenten im Handelsverkehr, Deutschland, gehezt und Mißtrauen gefäet, ohne daß aber ichi e d. Die beiden ersten schwelgen in Lobliedern auf die vorläufig nennenswerte Resultate für die Vereinigten Staaten wirtschaftliche Prosperität, der lettere dagegen muß refigniert dabei herausgekommen wären. Die Ausfuhr der Staaten nach den Rückgang in fast allen Gewerben verzeichnen, einen RückKanada betrug in diesem Jahre im Werte etwa 195 Millionen Dollar, oder nahezu die fünffache Summe des Exports nach Südamerika.... gang, den der Bericht zum Teil den kriegerischen Wirren" zuschreibt. Es wird konstatiert, daß besonders in der im hiesigen Bezirk stark vertretenen MaschinenWas die Exportartikel anbetrifft, so haben die landwirtschaft industrie schon vor Ablauf des Jahres 1900 Arbeiterlichen Produkte in der Statistik am meisten gewonnen, während entlassungen in großem Maßstab vorgenommen werden Fabrikate 2c. in den Exportziffern sowohl eine thatsächliche wie relative Abnahme aufweisen. Bis jett liegen nur für landwirt- mußten; eins der größten Etablissements hat seine Arbeiterschaftliche Produkte die Angaben für zehn Monate vor, und zwar belief zahl um 14-15 Broz. verringert. In den 2ohnsäzen sich während dieser Zeit deren Wert in der Ausfuhr auf 811 591 955 jei dagegen feine nennenswerte Veränderung eingetreten. Dollar, was 651/2 Proz. des gefamten Exports ausmacht, Bom Standpunkt des Arbeitnehmers dürfte also von günstigen während im legten Jahre diese State nur 62,21 Proz. betrug. Lohnverhältnissen gesprochen werden, da die vorjährigen, ausgeführten Fabrikationsprodukte beträgt damals gesteigerten Löhne meistens weiter gezahlt werden. Der Wert der 339 310 614 Dollar oder 27,40 Broz., und hat also gegen letztes Jahr, wo er 30%, Broz. betrug, um etwa 3 Broz. abgenommen. An diesem Ausfall trägt einzig und allein China die Schuld, weil die Vereinigten Staaten dorthin fast ausschließlich Fabrikate exportieren und für landwirtschaftliche Produkte im Reich der Mitte taum irgendwelche nennenswerten Abnehmer fanden. der notDie Motive dieser teils offen, teils halbversteckt betriebenen, auf die Entrierung des Zollkriegs hinauslaufenden Agitation sind recht durchsichtig. Die Herren Agrarier möchten, daß die vornehmlich von Die Vereinigten Staaten sind demnach noch immer ein vorden Vereinigten Staaten nach Deutschland exportierten Artikel, als wiegend landwirtschaftliche Produkte ausführendes Land; die Ausfuhr Weizen, Mais, Schmalz, Fleisch, Roggen, Hafer, Holz, Oleo- von Fabrifaten betrug im letzten Jahr nur ca. 27% Proz., in margarine usw. unter dem Vorivande der Bekämpfung des amerikanischen 1899/1900 301/2 Proz. der Gesamtausfuhr, während die Fabrikate an Bollsystems mit möglichst hohen Repressivzöllen belegt würden. Da der deutschen Ausfuhr in den letzten beiden Jahren mit un mit würden die Herren Junker auf einem Umwege dasselbe erreichen, gefähr 62 Proz. beteiligt waren. Und wohin geht vornehmlich die was nun schon seit Jahren der Bund der Landwirte durch seine Fabrikatenausfuhr der Vereinigten Staaten? Nach Meriko, Kanada, Agitation für erhöhte Agrarzölle vergeblich erstrebt: eine allgemeine Mittel- und Südamerika, nach Asien, lustralien und Südafrika. Preiserhöhung der wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Denn Nach Deutschland gehen fast ausschließlich landwirtschaftliche Produkte; den bisher aus der Union zu uns gelangenden Agrarprodukten der einzige Industrie- Artikel, der in Betracht kommt, find Maschinen, würde teils der Absatz auf dem deutschen Markt abgeschnitten werden, zumeist gußeiserne, zum Gebrauch in der Landwirtschaft. teils würden fie auf Umwegen über andre Länder zu erhöhten Nicht auf dem deutschen Markt hat die deutsche Industrie mit Preisen zu uns kommen. Rußland aber vermag in manchen dieser der amerikanischen zu konkurrieren, sondern in Rußland, in Ostasien, in Artikel den Ausfall kaum zu decken, besonders nicht in Jahren mit Mittel- und Südamerika, in Südafrika. Für die Konkurrenz in Mißernten, wie es sie im letzten Jahrzehnt mehrmals ge- diefen Gebieten können ihr aber weder Industriezölle, noch erhöhte habt hat. Zölle auf die amerikanischen Agrarprodukte nügen, im Gegenteil, die Andrer Art find die Gründe der industriellen Schutzöllner, legteren würden die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie auf die von der amerikanischen Gefahr" schwätzen. Ihr Bestreben ist den in Betracht kommenden ausländischen Absaymärkten nur da sie einerseits nicht, wie sie verkünden, den deutschen Inlandsmarkt zu schützen; schwächen, da sie eine Verteuerung dieser Markt ist, wenigstens vorerst, noch nicht bedroht sondern wendigsten Lebensmittel der Arbeiterschaft, andrerseits eine von der deutschen Industrie ihn durch Zollerhöhungen gegen die auswärtige Konkurrenz ab- Preissteigerung verschiedener zuschließen, um die Inlandspreise erhöhen zu können und sich durch benötigter Rohstoffe zur Folge haben würden, z. B. der Rohbaumden auf diese Art erlangten Mehrprofit in den Stand gesezt zu wolle, des Kupfers, Holzes, verschiedener Dele, des Bleis, Talgs usw. sehen, die für das Ausland bestimmten Waren desto niedriger Die amerikanische Gefahr" liegt ganz wo anders als in der Kon dem deutschen amerikanischen Industrie auf im Preise stellen zu können, zur Unterbietung ausländischer Mit- furrenz der bewerber. Inlandsmarkte; der Kampf wird auf fremdem Boden ausgefochten Das Eingeständnis dieser Absicht, dem inländischen Konsumenten und die nächsten Bedingungen für einen guten Ausgang sind nicht die Kosten für den Ausfall beim Export aufzubürden, würde denn Erhöhungen der deutschen Lebensmittel- und Rohstoffzölle, sondern doch manchem, der in der Gefolgschaft der Hochschußzölner mittrottet, ihre Abschaffung. Topfscheu machen, und aus der Handelsstatistik läßt sich eher alles andre, als die Notwendigkeit allgemeiner Zollerhöhungen beweisen. Hat doch unter den heute bestehenden Vertragszöllen die deutsche Industrie mehr und mehr die fremde Konkurrenz zurüdgedrängt und gleichzeitig ihren Absatz nach außerhalb stetig ausgedehnt. Weit über drei Fünftel der deutschen Ausfuhr be stehen aus Fabrikaten, während an der Einfuhr die Fabrikate noch Das Siegesgefühl über die erfolgreiche Abwehr der Zuchtnicht ganz mit einem Fünftel beteiligt sind, 1898 mit 18,7, 1899 mit hausvorlage darf die Arbeiter nicht zur Sorglosigkeit verleiten. 19,8 Proz. Und in diesem Fünftel sind noch die sogenannten Halb- Der Scharfmacher sind seitdem nicht weniger geworden und stoffe mit enthalten, die in Deutschland weiter verarbeitet und teil- im stillen wird das Feuer kräftiger denn je geschürt und Zieht man diese ab, ergiebt sich Material für eine neue Zuchthausvorlage-in verschärfter weise wieder ausgeführt werden. Politische Nebericht. Berlin, den 15. Juli. Neue Zuchthaus- Sehnsucht. „ Dennoch so heißt es wörtlich weiter hat dieses forg liche Verhalten der Arbeitgeber nicht überall vermocht, Ruhe und Zufriedenheit in den Arbeiterkreisen herbeizuführen und zu er halten. Dies lehren die unruhigen Bewegungen, welche mehrfach bemerkt wurden und vereinzelt zu kleineren oder größeren Ausständen sich entwickelten. In Halle ist ein lang anhaltender Bau Handwerkerausstand, namentlich im Maurergewerbe eingetreten, der sogar während des arbeitslosen Winters weiter genährt und burchgehalten wurde, indessen indessen mit einer Niederlage der Ausständigen geendet hat. Auch die sonstigen sporadischen Ausstände haben, so weit sie uns bekannt geworden sind, einen Erfolg für die Arbeiter nicht gezeitigt. Im Beginn einer sinkenden Wirtschaftsperiode kann auf einen derartigen Erfolg nicht gerechnet werden und es ist schwer begreiflich, daß von den Ausständigen so wenig Einsicht und Würdigung der thatsächlichen Verhältnisse bewiesen worden ist, die den Arbeitern weder unbekannt geblieben sein können, noch ihnen verschwiegen worden find. " Indessen lehrt ja leider die Erfahrung einer längeren Reihe von Jahren, daß die Arbeiter vielfach gegen eigne, beffere Ueberzeugung handeln, wenn sie sich mit verbundenen Augen in einen Streit begeben. " So mancher unserer Berichterstatter hat schon seiner hellent Verwunderung Ausdruck darüber verliehen, daß alte verständige, auf ihrer Arbeitsstätte feit langen Jahren beschäftigte Leute so wenig Ueberlegung und Anhänglichkeit beweisen, daß sie blindlings dem Strome der Ausstandsbewegung sich überlassen und damit das Band zerschneiden, welches sie bisher mit ihrem Arbeit, geber verbunden hat. " Diese Erscheinung ist um so merkwürdiger, als gewöhnlich Führer des Streits junge Leute ohne jedwede Erfahrung im wirtschaftlichen Leben, dabei unfleißig und lediglich, Worthelden find. Wer in Arbeiterkreisen viel verkehrt, wird sich von dem Eindruck nicht frei machen können, daß diese jungen, unreifen, arbeitsuntüchtigen Elemente von den wirklich erfahrenen tüchtigen Arbeitern über die Achsel und nicht für voll angesehen werden. Dennoch, und das ist das eigenartige der so oft schon beobachteten Erscheinung, folgt der brave, für Frau und Kinder gern sorgende Mann der ausgesprochensten Unerfahrenheit und Arbeitsunluftigkeit auf das Kommando:„ von morgen wird nicht weiter gearbeitet" und ruiniert sich in seinem wirtschaftlichen Dasein auf Monate, wenn nicht auf Jahre hinaus. Ja, selbst die spätere Erkenntnis, daß ein solcher Ausstand ihm schwere finanzielle Wunden in dem einen Jahre geschlagen hat, hindert den Familienvater nicht, im nächsten Jahre wiederum auf das socialdemokratische Glatteis zu gehen. " Denn die Socialdemokratie ist der Nähr boden, auf dem die Unzufriedenheit gesät wird und in die Halme schießt; aber diese Halme tragen Wäre das Gefeh zum Schutze der Arbeitswilligen zu ftande gekommen, so würde dadurch zum wenigsten die Handhabe geboten worden sein, den gröbsten Ausschreitungen entgegenzutreten. worden sein, wenn sie es auch offen nicht bekennen mögen. nicht v. " sdujni od morgen feine nährende, sondern nur eine verderbliche Frucht, und entscheiden wissen, welche monarchischen Beschlüsse mehr und welche schuldig sei, nicht aber etiva Gründe, die Fluchtverdacht oder schwer ist es deshalb zu verstehen, wie der Arbeiter nach soviel minder menschlich begreiflich" seien. Kollusionsverdacht oder( ,, Verdachtsgründe!") ein Disziplinars Mißerfolgen fich den durch die von der Socialdemokratie an- Jedenfalls wird die Regierung, wenn sie Wert darauf Intereffe zu begründen geeignet sind. Es wäre abfurd, wenn das Gesez immer wieder in die Arme werfen mag, obwohl wir wissen, daß immer mehr gestellten Agitatoren angezettelten Ausstandsbewegungen legen sollte, gelegentlich auch etwas vernünftiges durchsetzen zu wollen, gegenüber dem erstinstanzlich Freigesprochenen einen solchen Verdacht oder ein Disciplinarinteresse zur Verhängung der Untersuchungseine Haupttriebfedermißverständlicher fameraddarauf angewiesen sein, derartige Gesetze aus haft genügen ließe, während es im erstinstanzlichen Verfahren sich fchaftlicher Sinn und die Furcht ist, an eigener Berson der Hand der Socialdemokratie entgegenzunehmen, wie es beispiels mit diesen Veranlassungsgründen nicht begnügt, sondern zur Schaden zu nehmen. weise die Socialdemokratie war, die für die rettende That der Bedingung macht, daß außerdem gegen den Angeklagten dringende Handelsverträge eingetreten ist. Für die Regierung wird ein solches Verdachtsgründe" vorliegen, das heißt, wie auch v. Stoppmanit Verhältnis kaum nachteilig fein, fie tönnte auf diese Weise Kanal- nicht bestreitet, Gründe für die Schuld des Angeschuldigten." vorlagen durchsetzen, und würde Blamagen, wie die der Zuchthausborlage, vermeiden. Keine Regierung wird mit der Socialdemokratie Zum Leipziger Vankkrach. Die Kammgarnspinnerei von Sehr vielen braven Arbeitern würde damit ernstlich genügt fertig, aber auch keine wird, sofern ihr Ehrgeiz auf halb: vegs ge- Neumertel in Gera hat infolge des Leipziger Bankkrachs den Konkurs angemeldet. Und den Arbeitgebern follte eintretenden Falles die scheite Dinge gerichtet ist, mehr ohne die Socialdemokratie fertig, Erlaubnis werden, auf den Abgangszeugnissen die That- die in der That die Rolle des Königmachers spielt, weil sie dem Ueber die Mordthat cines adeligen Agrariers und Ritts fache vermerken zu dürfen, daß der Arbeiter ohne Königtum der Vernunft die notwendige Entwicklung bereitet. meisters a. D. wird uns vom 14. Juli aus Lothringen ge= Kündigung die die Arbeit verlaffen habe. Daß in schrieben: Auf dem Gute Oberweiler bei Saarburg haust seit einiger dem und vertraglichen Verhältnisse zwischen Arbeitgeber Krosigk Retter. Die amtliche Berliner Korrespondenz" hat Beit der Besizer, Baron v. Stietentron, in einer Weise, die Arbeitnehmer aus falsch verstandenem Wohlwollen gegen das merkwürdige Bedürfnis, wiederholt den ermordeten Rittmeister längst die Behörden zum Einschreiten hätte veranlassen sollen. Der den Arbeiter gesprochen werden darf, ist ein Hauptgrund für die weitere Belaffung des Rittmeisters im Dienst Verantwortlichen feines Geifteszustandes in der ganzen Gegend für gemeingefährlich, den bar if füib. Krosigk reju au waschen. Wie schlecht muß das Gewiſſen der für Herr Baron gift, wie die Blätter übereinstimmend berichten, wegen die Unbotmäßigkeit und die Streitgelüfte, die in ihnen sein, wenn man derart immer von neuem die den Militarismus und das mit Recht, da er fich bereits einmal in einer Nervenkünstlich durch Aufreizung genährt werden. heilanstalt befunden hat. Doch auch jetzt noch hat er besondere, nicht gerade ungefährliche Liebhabereien. So verbietet er jedem, Die Gesetzgebung sollte sich aufraffen, um diesen offensicht- nicht eben zierende Gestalt aus dem Grabe erivedt. Die„ Berliner Korrespondenz“ versucht einige der über den Mitte ſein Gut zu betreten, und hat schon öfters mit Schießen gedroht. lichen Schaden gerade im Jntereffe der Arbeiter zu beseitigen." meister umlaufende Geschichten zu entfräften. In einem Falle Gestern Man sieht, das Zuchthausgesez allein genügt den Herren hat er seine Drohung auch Er fam nämlich um 6 Uhr zu den italienischen nicht mehr, sie wollen auch noch ein gesetzliches Verfemungs- mag es sich um eine Verwechselung mit einem andren Soldaten- geführt. system, das die Arbeiter vollständig in die Hände der Unter- schinder handeln. Die übrigen Richtigstellungen sind keineswegs Arbeitern, welche an den Wasserleitungsarbeiten der drei Gemeinden überzeugend, so wenn es z. B. inter Nr. 4 heißt: udah Hochwalsch, Bruderdorf und Niederweiler beschäftigt sind, und gerade nehmer geben soll. Diese erbarmungswürdige Epistel, die zu Mittmeister v. Krosigk habe 1898 in der Allensteiner Gegend auf dem Gute des Barons, das derselbe vor einigen Jahren gekauft widerlegen Zeitverschwendung bedeuten würde, ist symptomatisch für die Bestrebungen, deren Propagierung das Sonntag einen Pferde- Appell vom Morgen bis zum Abend, ohne hatte, einen Graben auswarfen. In reinem„ Plati", das von keinem Bewohner der hiesigen Gegend, noch viel weniger aber von Italienern Unternehmertum in der Periode des wirtschaftlichen Nieder- jede Unterbrechung, abgehalten. verstanden werden kann, forderte er diese auf, ihre Arbeit einzustellen. ganges mit verdoppelter und verdreifachter Straft sich hin. Die Angelegenheit ist bereits 1898 infolge einer Anzeige ges Als nun die Männer nicht sogleich gehorchten, riß er das Gewehr, richtlich untersucht worden; das Ergebnis war, daß gegen den das er bei sich führte, an die Wange und schoß einen Arbeiter, geben wird; sie ist um so bezeichnender, als, wie schon erwähnt, Rittmeister nichts Belastendes vorlag. dieselbe Korporation zur Zeit der Zuchthauskampagne einen jungen Mann von 24 Jahren, nieder. Zum zweiten Ja, vermutlich hält die„ Berl. Korrespond." jenen Pferde- Appell mal drückte er sein Gewehr ab und traf einen zweiten, den keine besonderen Anstrengungen gemacht hat, die Aktion nicht für„ belastend". Uebrigens fehlt in der Liste der Ableugnungs- die Kugel zwischen Schulter und Lunge traf und erheblich vers zu unterstützen und auch deshalb, weil in der Hallenser und Abschwächungsversuche jene besonders charakteristische Mitteilung, legte. Hierauf ergriffen die übrigen die Flucht, denn der edle Herr Handelskammer neben andern Liberalen auch der Führer daß der Nittmeister seine Frau in der Reitschule mißhandelt habe, war bereits daran, wieder zu laden. Die Gendarmerie von der dortigen Freisinnigen, Stärkefabrikant Schmidt( 1898 Kandidat der freisinnigen BoIts die Siebe, die v. Krosigk bei dieser Gelegenheit mit der Seitpeitsche man sich in der Gegend nicht so sehr, als darüber, daß dem Manne weil sie nicht schneidig genug ritt. So wird in Gumbinnen erzählt, Saarburg wurde benachrichtigt und nahm den Mörder fest. Ueber den Gewaltakt selber, der schon längst vorauszusehen war, wundert partei für Halle) fizzt. austeilte, hätten mehr die Frau als das Pferd getroffen. Einmal die Erlaubnis zum Waffentragen nicht schon längst entzogen worden Die Scharfmacherei ist aber nicht nur unsinnig durch und habe die Frau nachreiten müssen, die Neitscheune sei vom Rittmeister ist. Die Entrüstung der Bevölkerung wendet sich deshalb auch gegen durch, sie ist auch ganz und gar vom Zaune gebrochen. Im verschlossen worden und erst nach zwei Stunden habe der Bursche öffnen die Behörde, der der Vorwurf nicht erspart werden kann, daß fie Jahre 1900 haben nämlich im Bezirke der Handelskammer dürfen. dil gegen den adligen Grundbesiger nicht aufzutreten wagte. Als Rittmit Ausnahme des großen Streits der Halleschen Maurer Aber die ganze Berichtigung ist aus dem Grunde völlig belang- meister a. D. untersteht der Herr Baron übrigens der Militärund des Streits der Bergarbeiter so gut wie gar keine los, weil die amtliche Korrespondenz immer noch die Hauptsache ver- gerichtsbarkeit. Ausstände von Bedeutung stattgefunden. Die Forderungen gißt, nämlich aus den aften mitzuteilen, welcher Art die Bertolinute der Bergarbeiter waren durchaus berechtigt; sie sind den am fehlungen rosigts waren, die zu seiner Verurteilung zu Aus München wird uns, in Ergänzung der bereits von uns Ausstand Beteiligten auch nach dem Streik überall bewilligt vier Monaten Festungshaft führten. Die von ihm verübten Soldatenworden. Der Streik der Maurer dagegen ist notwendig ge- mißhandlungen müssen ganz außergewöhnlich schwer gewesen sein, erwähnten Verhandlungen des Landwirtschaftsrats geschrieben: worden infolge eines eklatanten Wortbruchs der wenn man die verhältnismäßig sehr hohe Strafe in Betracht zieht; rates, einer offiziellen Körperschaft, sind unsre bayrischen Agrarier In einer der letzten Sigungen des bayrischen LandwirtschaftsUnternehmer. Aus Anlaß eines Streits der Maurer denn man weiß, daß selbst wißhandlungen ärgster Art, welche sich gehörig über die Minister, besonders über Herrn v. Riedel herwurde im Jahre 1899 vor dem Hallischen Ge- Unteroffiziere zu Schulden kommen lassen, mit gelinder Haftstrafe gefallen. Trotzdem über die bekannte Ministerkonferenz in Berlin werbegericht zwischen der Bau- Innung und den beiden geahndet werden. allen Beteiligten Stillschweigen auferlegt wurde, scheint doch einiges Maurerorganisationen die Abmachung getroffen und von Was soll überhaupt dieses ganze Preß- Aufgebot? Wünscht das aus den Beratungen durchgefickert zu sein. Und was die Herren beiden Teilen durch Unterschrift anerkannt, daß Kriegsministerium, daß keine falsche Meinung über das Berhalten Agrarier da erfuhren, war wahrscheinlich gar nicht nach ihrem Geſchmack. der Stundenlohn der Maurer in Halle vom 1. April 1900 Strofigts und die Praxis der Heeresverwaltung sich bildet, die den Denn der Reichsrat Frhr. v. So den, ein Ministerkandidat des Centrums, bis 1. April 1901 50 Pf. betragen solle. Als gegen den Mann im Dienst beließ, so sorge man dafür, daß die zweite Instanz Innern und der Finanzen, wie etwas Aehnliches bisher im Landunternahm einen so heftigen Angriff gegen den bayrischen Minister des Herbst des vergangenen Jahres die Bauthätigkeit nachließ, im Strofigt- Prozeß in boller Oeffentlichkeit verhandle. wirtschaftsrat noch nicht vorgekommen ist. Der Vertreter der Redurch brachen aber die Mitglieder der Bau- Das ist wirksamer als derartige offiziöse Dementis, von denen jeder gierung, Oberregierungsrat Brettreich, gab darauf die bestimmte Innung- zweifellos einem Beschlusse dieser Körper- se viel glauben kann, wie es dem Grade seiner Gutmütigkeit und Versicherung ab, die Regierung sei nicht für eine Erniedrigung, sonschaft folgend den Vertrag und nahmen Vertrauensseligkeit entspricht.. dern für eine angemessene Erhöhung der Zölle eingetreten. Und weitgehende Lohnreduzierungen vor. Den weiterhin verstieg er sich zu dem interessanten Zugeständnis, die bayrische Regierung sei bestrebt, die Erhöhung der 8ölle so weit zu treiben, als möglich! In einen gewissen Gegensatz zu diesen Aeußerungen setzte sich Ministerialdirektor Dr. v. Ha a g, der betonte, die bayrische Landwirtschaft jei recht wohl in der Lage, ihre Erträgnisse noch wesentlich zu steigern. Maurern blieb nichts nichts weiter übrig, als angesichts Das Gumbinner Militärgerichts Verfahren findet einen Dieses absichtlichen Wort- und Treubruches in den Verteidiger in dem früheren Staatsamvalt, jezigen Geheimen KriegsStreit einzutreten; gern thaten sie es nicht, denn es war rat Romeu. Der wegen seiner Meineidsäußerungen über die mur zu offensichtlich, daß die Unternehmer eine Kraft- Socialdemokratie bekannte Namen genügt vollständig, um ein probe beabsichtigten. Im Vertrauen auf ihr gutes Recht Argument mehr gegen das Verfahren der Gumbinner Gerichtswagten sie jedoch den Schritt. Der Kampf, in dessen Verlauf herren au bilden. Herr Romen schreibt u. a. die dortigen Unternehmer jedwede Unterstützung von ihren Stlassengenossen in ganz Deutschland erhielten, der eine lange Lifte von Bestrafungen wegen Beleidigung und Belästigung von Arbeitswilligen, wegen Streifpoftenstehen usw. im Gefolge gehabt hat und noch haben wird, der aber auch die feit langem erstrebte Einigung der dortigen Maurer zu stande brachte, ist erst vor wenigen Tagen für beendet erklärt worden. Die Arbeiter wurden geschlagen; gegenwärtig arbeiten Hunderte von Italienern am Blake, während die Hallischen Maurer auswärts Beschäftigung suchen mußten. Angesichts dieser einwandsfreien Thatsachen spricht der Bericht der Handelskammer von„ Unbotmäßigkeit" und" Streifgelüften", von„ von der Socialdemokratie angestellten Agitatoren angezettelten Ausstandsbewegungen"! Der Bueck- Artikel, die zuchthausbegeisterten Betrachtungen der Handelskammer in Halle, die offenbar wünscht, daß nicht nur durch schwindelhafte Bankiers sondern auch ehrliche Arbeiter die Gefängnisse bevölkern zu lassen, das sind politische Wirkungen der wirtschaftlichen Krisis, die ernstliche Aufmerksamkeit verdienen! Deutsches Reich. Der Kaiser kommt! Weil der Kaiser kommt, ist, wie uns aus Effen geschrieben wird, in sämtlchen Schulen in Hörde und Schiverte der Beginn der Schulferien um 10 Tage hinausgeschoben worden. Am 16. August soll der Kaiser nach Hohensyburg kommen, und damit die Spalierbildung lückenlos ausfällt, ist der Beginn der Ferien um 10 Tage, bis zum 18. August, hinausgeschoben worden. Ob die Kinder unter solchen Umständen dem Kaiferbesuch wohl mit besondrer Freude entgegensehen? insid laffen." Von einer Zurückbehaltung des Hickel in der Haft tann keine Rede sein; eine Neuberhaftung war beabsichtigt und ist erfolgt. Daß aber zwischen einer Zurüdbehaltung in der Haft" und einer Wiederverhaftung auf Grund eines neuen Haftbefehls ein großer Unterschied besteht, liegt auf der Hand. In Haft behalten werden soll der Beschuldigte, wenn er freigesprochen ist, nach§ 179 nicht; wohl aber fann gegen ihn unter bestimmten Boraussetzungen ein neuer Haftbefehl erlassen werden, dem selbstverständlich wiederum eine neue vorläufige Festnahme feitens des militärischen Vorgesetzten voraufgehen kann. Es fragt sich also nur, ob die Vorausjegungen zum Erlaß eines neuen Saftbefehls vorlagen. Das ist zu bejahen. Nach dem Gesetz ist ein neuer Haftbefehl zulässig, wenn ein neuer Verdachtsgrund" vorliegt. Dieser liegt vor." Und fie schreien! Besonders erbost sind die Herren Agrarier, weil die bayrische Regierung mit Rücksicht auf die Brauindustrie angeblich für keine Erhöhung des Gerstenzolles zu haben ist. Der bayrische Brauer. bund hat aber für den Fall einer Gerstenzoll- Erhöhung auch eine Erhöhung der Bierpreise angekündigt und die Minister wissen ganz genau, daß das das sicherste Mittel ist, um die Bayern rabiat zu machen. Bei den verschiedenen, in früheren Jahren aus ähnlichen Anlässen entstandenen sogenannten Biertrawallen hat sich sogar die f. b. Leibgarde der Hartschiere auf seite der Revolutionären" an den Cyzeffen beteiligt. Die Agrarier fümmern sich aber um diese Eventualitäten gar nicht und der konservative Landtagsabgeordnete Bech meinte, wenn beim neuen Zolltarif die Hoffnungen der Landwirtschaft nicht erfüllt werden, fönne man mit Recht sagen, die als die Republik Frankreich schütze ihre Bauern mehr, Abgesehen davon, daß es fich thatsächlich um feine neue Ber- Monarchie in Deutschland. Frhr. v. Thüngen Thüngen Haftung, sondern um eine einfache Haftverlängerung handelt spann den Gedanken weiter und gab der Regierung zu verstehen, wie sieht der„ neue Verdachtsgrund" des Herrn Nomen aus? Folgender- es handle fich für sie einfach um die Stärtung des monarchischen Princips! maßen: Durch die Hauptverhandlung erster Instanz war zur Die Herren arbeiten also genau nach den Rezepten des preußischen Kenntnis des Gerichtshofes gelangt, daß auf Beugen in un- Junkertums. zulässiger Weise eingewirkt sei und daß namentlich Unteroffizieres der v. Krosigtschen Schwadron das Bestreben gezeigt hatten, die schism Angeklagten vor Berurteilung zu schüßen. Diese Thatsache war Diese Thatsache war für die Gerichtsherren neu und naturgemäß auch in hohem Maße s Ausland. Deftreich- Ungarn. Opfer einer Soldatenmißhandlung. Budapest, 14. Jult. Der geeignet, den gegen die Angeklagten vorliegenden Verdacht zu verStärken. Es war also in der That ein neuer und zwar recht be- Der vom Strakauer Kriegsgericht wegen thätlichen Angriffs deutungsvoller Verdachtsgrund vorhanden, der, wie den militäri- auf den Wachtmeist er Sabados zum Tode verurteilte ufar schen Borgesetzten zur vorläufigen Wiederfestnahme, so namentlich Matund wurde begnadigt, indem die Todesstrafe in nach§ 179 den höheren Gerichtsherrn zum Erlaß eines neuen 1/2 jährige Rerterhaft umgewandelt wurde. Haftbefehls vollauf berechtigte. Grund für diese Begnadigung ist die unmenschliche Be handlung, welche der Wachtmeister gegen seine Untergebenen anwandte. Dieser wurde nunmehr degradiert und zu a cht Monaten erter verurteilt. im Herr Stomen übertrifft sich hier selber. Als„ neuer Verdachtsgrund" wird von ihm eine angebliche Feststellung aus der auptverhandlung angeführt, eine Feststellung, die also be reits dem freisprechenden Urteil zu Grunde lag. Daß aber eine bereits in einer Verhandlung gewürdigte Behauptung Demonstration für die Sonntagsruhe. In Brünn verniemals den Begriff einer neuen Thatsache erfüllt, bas weiß jeder anstalteten ain Sonntag eine Anzahl Handelsangestellter zu Gunsten Singer ist schuld! Zur Kauffmann- Affaire wird der„ Pots- Laie. Daß ein Jurist, wenn auch nur ein militärgerichtlicher, das der Sonntagsruhe eine große Straßendemonstration. Sie zogen vor Damer Beitung" von einer Persönlichkeit, die gut informiert zu sein nicht weiß, fegt in Erstaunen. Es ist natürlich ganz gleichgültig, ob das Regierungsgebäude, wo ein Busammenstoß mit der Polizei behauptet, ein andrer Grund für die Nichtbestätigung Kauffmanns diese in der Verhandlung erster Instanz zur Sprache gefommene stattfand. Ein Demonftrant erhielt einen Säbelhieb über den angegeben,„ der", wie das Blatt mit Mirbachscher Naivetät meint, tannt war oder nicht. Wenn die Neuheit des Verdachtsgrundes angegeben, der", wie das Blatt mit Mirbachscher Naivetät meint, Einzelheit dem Gerichtsherrn vor dieser Berhandlung bereits be- Stopf. Frankreich. die Entschließung des Kaisers menschlich begreiflicher würde erscheinen darin bestehen soll, daß er dem Gerichtsherrn neu" war, Das Nationalfest, das am Sonntag stattfand, nahm den bevor er in der Verhandlung erwähnt wurde, dann kann traditionellen Verlauf. In den Straßen bewegte fich eine außer " Bekanntlich wurde Stadtrat Kauffmann mur dadurch gegen fchließlich alles, was in der ersten Instanz erörtert worden ist ordentlich große Menschenmenge. Gegen 5 Uhr nachmittags ereignete einen Mitbewerber von weniger scharf ausgeprägtem Liberalis- und zu dem freisprechenden Urteil führte, als neuer Verdachtsgrund sich ein 8 wischenfall in der Rue Phat. Aus dem Fenster mus der Anschauungen gewählt, daß die Socialdemokraten ein- erscheinen, bloß weil es dem Gerichtsherrn neu" war zu vernehmen. eines dort gelegenen Hauses wurde ein Revolverfchuß ab= ftimmig fich für ihn erklärten. Au jenem Tage spielte der Stadt- Daß Herr Romen mit seiner Beweisführung die elementarsten Ein- gefeuert, durch welchen eine Frauschwer verletzt wurde. verordnete Paul Singer gewissermaßen die Nolle Warwicks, fichten in allgemein feststehende Rechtsbegriffe verlegt, erklärt fich 3m übrigen verlief der Tag ohne Ruheſtörung. Im ganzen wurden des Königsmachers, in der er sich übrigens nicht schlecht zu ge- vielleicht daraus, daß in dem Milieu der Militärlaienrichter auch der während des Tages 14 Verhaftungen vorgenommen. vorschriftsmäßig einer juristischen Fachausbildung unterworfen Nach der üblichen Truppenschau richtete Präsident fallen schien. Mein Gewährsmann behauptet mun, daß gerade gewesene ehemalige Staatsanwalt die Strenge begrifflichen Denkens Loubet an den Kriegsminister André folgendes Schreiben: Die dieser Umstand die Wahl des Stadtrats Kauffmann dem Monarchen verlernt. Daß übrigens Romens neuer Verdachtsgrund" a II- Truppenschau, welcher wir soeben beigewohnt haben, war eine habe umannehmbar erscheinen lassen. Von Herrn Singer, der gemein als haltlos erkannt wird, geht schon daraus hervor, daß glänzende Bestätigung der Fortschritte, welche die Ausbildung des etwas darin zu suchen scheine, bei jeder Gelegenheit den revo- ein Scharfmacherorgan zwar aus seinem Artikel die Behauptung ab- eeres jeden Tag macht. Diese Fortschritte danken wir der erleuchIutionären und republikanischen Charakter der Socialdemokratie drudt, daß ein neuer Verdachtsgrund vorliegen solle, fich aber hütet, teten Fürsorge der Vorgesetzten, dem notwendigen Vertrauen der Soldaten und der gemeinsamen Liebe zum Vaterlande, die beide besonders zu betonen, wolle er sich den zweiten mitzuteilen, was dieser neue Verdachtsgrund sei. Daß das Verfahren in jedem Betracht rechtswidrig sei, das weiff verbindet und begeistert. Wir haben die Gewißheit, daß dieses Bürgermeister von Berlin denn doch nicht präsentieren laffen so soll, wenn auch nicht den Worten, so doch dem Sinne in der Deutschen Juristenzeitung" wie früher schon Profeffor bewundernswerte Heer durch seine Stärke und seine Disciplin Gewähr bietet Stenglein jegt auch der Göttinger Privatdozent Höpfner nach, die sicherste für die Verteidigung unsrer nach, Wilhelm II. fich geäußert haben. der schreibt: Ehre und unserer Interessen. Jedes Jahr jubelt die Bevölkerung Unter den neuen Verdachtsgründen, die die Wieder- von Paris den Regimentern zu, über die zu einer Stunde die verhaftung rechtfertigen, find solche neuen Gründe zu verstehen, die dafür Parade abgenommen worden ist, wo in allen Garnisonen Frankreichs sprechen, daß der Angeklagte der ihm zur Raft gelegten That unfre Fahne und unfre Soldaten mit demselben Vertrauen und Ob das ein triftigerer Grund für die Nichtbestätigung Rauff manus sei als die Landwehrlieutenants- Geschichte bas zu er kennen müssen wir den Fachleuten von Byzanz überlaffen, die zu mit demselben glühenden Patriotismus begrüßt werden. In Die Engländer find übrigens endlich wieder einmal in der Lage, Beschuldigten sein. Daß sich jemand als ausgeschloffen betrachten China sind unsere nationalen Farben mit würde und Ehre zwei wirkliche Siege zu melden, einen bei steiz, den andren bei muß auf Grund eines Ausschluß ant rages, wenn er feine getragen worden, und wenn unsere Truppen die einmütige Camp de Boo. Die Siegesdepeschen lauten: Schiedsrichter ernennt, davon sieht nichts im Statut. Dadurch Achtung der fremden erworben haben, so geschah dies Pretoria, 13. Juli:" In der Kapkolonie brannten würde auch der Zustand wieder eingeführt, den der Vorstand( durch durch die Energie, die Klugheit und den Patriotismus derer, welche die Boeren öffentliche Gebäude in Murraysberg und einige die neue Fassung des Statuts beseitigen wollte, es würde die Entfranzösische Republik im fernen Often vertraten. Ich empfinde eine innige Farmen nieder. Zwei britische Kolonnen find in Beerust an- scheidung wieder in die Hände der örtlichen Organisationen gelegt. Frende, dies feststellen zu können. Die Armee ist getragen von dem gekommen, nachdem sie auf Widerstand gestoßen waren und einige Dieser Bustand war formell weit weniger mangelhaft wie der Bertrauen und der Liebe des Landes. Diese innige Verbindung Gefangene gentacht hatten. Auf unsrer Seite ist ein Offizier jebige: wenn die Partei es für nötig hielt, jemand aus ihren Reihen zwischen Armee und Nation wird der Armee eine unwiderstehliche gefallen, drei Offiziere und 24 Mann wurden zu entfernen, so konnte sie das thun durch Organe, deren Dafein Kraft in der Verteidigung des Vaterlandes und der Republik ver- verivundet. Einige britische Kolonnen find von Osten nicht abhängig war von dem guten Willen dessen, der ausgeschlossen Leihen. Ich bitte Sie, dem Militär- Gouverneur von Paris und der marschierend in Heilbron angekommen. Während des Marsches werden sollte. Armee meine wärmsten Glückwünsche und die der französischen überraschte die Brigade Broadwoods den Ort Reiz und Allerdings hatte das auch seine Mängel. Genoffe Auer hat es Regierung aussprechen zu wollen. nahm einen Bruder Steins sowie mehrere Andre gefangen. in Mainz ausgesprochen, daß fast alle Ausschlüsse, die bisher örtlich Also auch Frankreichs Truppen haben sich nach der Ansicht der Steijn selbst entfam. Eine andre Depesche des Generals Kitchener erfolgten, den Beigeschmack der Bänkerei und Eifersüchtelei gehabt Regierung in China die allgemeine Achtung" erworben, obwohl sie vom 14. Juli besagt: Mit Bezug auf mein gestriges Telegramm hätten. Wenn der Vorstand jetzt einem Ausschluß antrage diegeplündert und nach der offiziellen Begrüßungsrede des Generals füge ich hinzu, daß die sogenannte Regierung des Oranje- felbe Bedeutung beilegt wie dem früheren Ausschluß beschlusse, Meginger den Krieg nach asiatischer Manier geführt haben. Da Freistaats gefangen genommen wurde. Nur Steijn und so ist das Hose wie Jacke, denn als endgültig brauchte den Beschluß jede Regierung diese schmeichelhafte lleberzeugung von ihren Truppen ein Andrer enttamen früher auch niemand anzuerkennen; er konnte die Parteileitung und hegen wird, sind also Hnunenthaten in China überhaupt nicht be= danach den Parteitag anrufen. gangen worden. Spanien. Iglesias protestiert gegen die anarchistische Butscherei. Ein Herold- Telegramm meldet aus Madrid vom 15. Juli: Gestern abend fand hier ein Socialisten meeting statt; zahlreiche Redner protestierten gegen die Haltung der Behörden der Provinzen Corunna und Sevilla; sie befürworteten eine Revolution, welcher Vorschlag von dem Socialisten führer Iglesias jedoch verworfen wurde. Die zur Revolution auffordernden Redner dürften jedenfalls Anarchisten gewesen sein, da die socialistische Arbeiterschaft Spaniens von aller aussichtslosen Revolutionsmacherei längst nichts mehr wissen will. Afien. Englisch- türkischer Konflikt. Das Reute rfche Bureau meldet ans Aden: Eine 500 Mann starke, aus englischen und in dischen Truppen zusammengefeßte Abteilung. marschiert von hier morgen nach einem etwa 70 Meilen von der Küste entfernten Punkte im Junern ab, um ein Fort zu zerstören, das von Türken in dem Gebiete der Haushadis, welche unter englischem Protektorate stehen, errichtet worden ist. Da die Haushadis nicht im stande sind, das Fort in Besitz zu bekommen, so hat die in dische Regierung diese Expedition gebilligt und hofft, daß eine unblutige Demonstration au sreichend sein werde. Andernfalls würde das Fort mit Gewalt genommen und geschleift werden. Afrika. May Regis provoziert Skandal. In der Sonnabends sizung des Generalrats in Algier tam es zu großen Tumulten und heftigen Zusammenstößen, weil May Regis den Präfidenten beschuldigte, mehrere Jndividuen bewaffnet zu haben, um antisemitische Personen in Algier von ihnen beiseite schaffen zu lassen. Die Sigung mußte schließlich aufgelöst werden. Amerika. Der Wert der Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahre weist eine 8unahme von 93000000 Dollar gegen das Vorjahr auf. " Der Boeren- Krieg. Immer skandalöser Der„ Daily News" wird aus Bloemfontein vom 14. Juli gemeldet: Broadwood machte in Reiz 29 Gefangene, darunter Aber die Auffassung des Parteivorstands braucht niemand zu befinden sich die Boerengenerale Elonwe und Wessels, teilen. Angenommen, es wird der Ausschluß eines Parteigenoffen Man glaubt, daß von der örtlichen Organisation beantragt und der Betroffene ersowie der Kommandant Dwaal nennt feine Schiedsrichter. Gründe dafür kann es viele geben. Er De 28 et sich auch in Reiß befand. Camp de Boo war schon seit 14 Tagen geplant. Die Kolonnen find der Meinung, daß die Gründe, die für den Ausschlußantrag Graafreinet, 14. Juli: Der Angriff von vier Kolonnen auf wechselt seinen Wohnort und die Parteigenoffen an dem andren Ort machten Scheinbewegungen nach verschiedenen Richtungen bis zum maßgebend gewesen, den Ausschluß keineswegs rechtfertigen- und solche leitete, berittene Staptruppen detachierte, und ihnen den Be- Falle sehr wahrscheinlich und sie stellen sich ferner auf den Standentscheidenden Augenblick, wo Oberst Scobel, der den Angriff auseinandergehende Auffassungen sind gerade in dem Hamburger fehl erteilte, die feindliche Stellung von Osten her anzu- punkt, daß der Betroffene noch immer Parteigenosse ist, weil ihn die greifen, während er selbst mit Lanzenreitern und Yeomanry die allein berufene Instanz, nämlich das Schiedsgericht, ja nicht ausStellung im Westen umzingelte. Gilmaricen mit dem Haupttruppentörper, aber dieser örtlichen Organisation vorzuschreiben, den Mann nicht mehr Scheepers enttam auf geschloffen hat. Seine Bestimmung des Statuts böte die Handhabe, Scobell nahm das Lager der Boeren, erbeutete 56 Pferde, 25 Ge- als Parteigenoffen zu behandeln. wehre, Munition und Vorräte und nahm 25 Mann ge= fangen. Die Engländer hatten keine Verluste. Wie sich herausstellte, find fast alle Gefangene Rebellen. Scheepers Adjutant Liebenberg und Lieutenant Luy befinden sich unter den Gefangenen. r Auch diese Siege" werden trotz der Gefangennahme einiger bekannter Boereuoffiziere das Kriegsende natürlich ebenso wenig beschleunigen, wie die früheren Siege". Kitchener verlangt vielmehr neue Truppen. Er kleidet diesen seinen Wunsch aller dings in eine überaus originelle Form. " Oder will nun der Parteivorstand verlangen, der Mann dürfe an feinem neuen Wohnort nicht mehr als Parteigenoffe betrachtet werden? Bei dem Vorschlage, die Ausschlußvorschriften zu ändern, ist ja der Vorstand vornehmlich von dem Gedanken geleitet worden, daß er sowohl wie die ganze Partei machtlos war gegen eine örtliche Partei- Organisation, daß gegen deren Willen niemand ausgeschloffen werden konnte. Durch die neuen Vorschriften ist aber an diesem Zustand nichts gebessert, denn der Vorstand kann auch nichts weiter thun, wie bei dem Schiedsgericht den Ausschluß beantragen und dann gilt für den Antrag alles das, was für einen solchen Antrag seitens Wie die Daily News" nämlich erfährt, hat General einer örtlichen Parteiorganisation gilt: Wenn der Beschuldigte nicht Kitchener der Regierung mitgeteilt, daß nach seiner Ansicht jetzt eine will, kommt kein Schiedsgericht und kein Beschluß auf Ausschließung zu große Zahl der in Südafrika stehenden Infanterie- stande. Und daß gerade in dem Fall, der dem Vorstand als Beispiel vorRegimenter zurüdgezogen werden könnten. Gleichgeschwebt hat, solche formale Mängel benutzt worden wären, das zeitig verlangte Kitchener, daß ihm an Stelle diefer wird nicht bestritten werden. Infanterie Truppen eine große Zahl berittener Durch die neuen Vorschriften ist also nichts gebessert worden: Mannschaften zur Verfügung gestellt werde. Wie Der Vorstand und die Gesamtpartei hat gegenüber einer örtlichen Daily News" weiter erfährt, würde, falls die Zurückziehung der Parteiorganisation heute nicht mehr Rechte wie früher. Wohl aber Infanterie beschlossen werden sollte, die Regierung eine Konzentrierung ist der früthere Zustand verschlechtert worden: heute kann auch eine der britischen Truppen zwischen Durban, Marizburg und Johannes örtliche Parteiorganisation teinen Ausschluß mehr herbeiführen, wenn burg planen. Es würde in diesem Falle nicht länger nötig der Beschuldigte renitent von den formalen Mängeln des Statuts sein, die ganze Linie zwischen Kapstadt und Pretoria besetzt zu Gebrauch macht. halten. Kitchener verlangt also zum xtenmal neue Verstärkungen, wofür er großmütigerweise die verbrauchten Mannschaften zurücksenden will! London, 15. Juli.( W. T. B.) General Kitchener telegraphiert aus Pretoria: Seit dem 8. d. M. sind von den verschiedenen englischen Truppenabteilungen 32 Boeren getötet, 84 verwundet und 307 gefangen genommen worden; 140 Boeren haben sich ergeben. 4825 Pferde und viel Vieh. Erbeutet wurden 218 Gewehre, 15 870 Patronen, 445 Wagen, Partei- Machrichten. Es ist ganz berechtigt, daß ein so folgenschwerer Beschluß wie der Ausschluß aus der Partei nach Möglichkeit der Ephäre lokaler Gifersüchteleien entrückt wird und es ist ebenso berechtigt, diese Entscheidung nicht gänzlich von dem Willen einer örtlichen Organisation abhängig zu machen; nach beiden Richtungen ist die jetzt geschaffene Einrichtung ganz praktisch. Man muß mur Vorsorge treffen, daß das zur Entscheidung berufene Organ auch ohne den guten Willen des Beschuldigten zu stande kommen, verhandeln und Beschlüsse fassen h. w. tann. Parteipresse. Für die Parteigenoffen des oberen sächsischen Erzgebirges und des Vogtlandes ergaben sich seit Jahren manajerlei Differenzen aus der Thatsache, daß neben dem in Zwickau erscheinenden, in Parteiregie hergestellten Sächsischen Volksblatt" auch int Faltenstein ein Parteiblatt erschien, das Das neue Organisationsstatut in der Praxis. vont Genossen Hans Künzel redigiert wurde und diesem Von den Parteigenossen in Hamburg ist bekanntlich der Antrag auch gehörte. Genosse Künzel ist nun vor einiger Zeit ge= gestellt worden, eine Anzahl Accordmaurer, die vom Centralverbande storben und seine Erben haben das Blatt jetzt zu einem parteilojen der Maurer als Streitbrecher bezeichnet werden, aus der Partei Lokalblatt umgestaltet. Daraus ergiebt sich nun ganz von selbst, auszuschließen. Für das dabei zu beobachtende Verfahren kommen daß auch für die Parteigenossen des obren Vogtlandes nur noch die Bestimmungen in§ 2 des auf dem Parteilage in Mainz 1900 das Sächsische Voltsblati" in Zwickau als Parteiblatt in Frage beschlossenen neuen Statuts in Betracht, welche lauten: " tommt. scheint die Kriegführung der Engländer in Südafrika werden zu follen. Die Gefangennahme" der Gattin des stellver= tretenden Präsidenten Schalk Burger haben wir bereits in der Sonntags- Nummer gemeldet. Sie ist nach einer Depesche Kitcheners nach Pretoria gebracht worden. Die Verhaftung soll erfolgt sein, weil die Frau die Bevölkerung gegen die britische Verwaltung aufgewiegelt" haben soll. Die Lage der Engländer muß trostlos fein, daß sie sich vor einer solchen Aufwiegelung fürchten und durch die Verhaftung einer schußlosen Frau vor aller Welt blamieren müssen. Freilich ist die Gattin Schalt Burgers ja nicht die erste Frau, die von den Khakihelden als„ Gefangene" eingebracht wird. Aber dieser neue schmähliche Gewaltstreich lenkt wieder einmal Aller Augen auf die Art, wie England den„ Krieg" gegen die Handvoll unverzagter Männer führt. Wahrscheinlich waren es ,, Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Socialdemokratischen Schulvorstehern hat die Regierung in auch weniger die Aufwiegelungsversuche der Frau, die zu ihrer Verhaftung. Echiedsgericht, das der Parteivorstand beruft. Die Hälfte der Anlaß gaben, als vielmehr geheime Hoffnungen, durch seelische Beisiger wird von denjenigen bezeichnet, welche den Ausschluß be- Lüneburg abermals die Bestätigung versagt. Nachdem in Celle den zu Schulvorstehern gewählten Genoffen Miffelhorn Torturen die Führer des Widerstandes mürbe zu machen. Denn antragen, die andre Hälfte von dem durch diesen Antrag Beund ich tendahl die Bestätigung versagt worden und eine Beruhigung ist es für die im Felde stehenden Boeren wahr- troffenen. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. haftig nicht, ihre Angehörigen in der Gefangenschaft ihrer Feinde zu Gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts steht den Betroffenen bagegen auch der Kultusminifter vergeblich angerufen worden war, wurden im März d. J. abermals zwei Genossen, Stabe und wissen. Waren sie auf ihren des männlichen Schuzes beraubten die Berufung an die Kontrollkommission und den Parteitag zu." Rofe zu Echulvorstehern gewählt und auch diefen ist die Be Farmen auch aller Willkür der englischen Soldateska und der Nachdem dem Vorstande der Antrag aus Hamburg zugegangen aufgehezten Kaffernbevölkerung preisgegeben, so bedräuen sie in den war, erließ er im„ Hamburger Echo" eine Bekanntmachung, worin tätigung versagt worden. Ebenso merkwürdig wie bei dem nicht be= Lagern, in denen man sie zusammenge pfercht hat, in Gestalt epidemi- er von dem Antrage Mitteilung macht, auf die soeben citierte Betätigten Genossen Wisselhorn ist auch bei Stabe der Ums stand, daß er schon 18 Jahre lang Schulvorsteher ge= scher Krankheiten nicht minder große Gefahren. Daily News" Stimmung des Parteistatuts hinweist und dann sagt: wesen ist und daß ihm selbst der Vorsitzende des Schulveröffentlicht erst jetzt wieder den Brief einer Krantenpflegerin" Die stillschweigende Boraussetzung für das Inkrafttreten vorstandes, der Pastor Streisler, unter Zustimmung aller Anwesenden aus einem der Konzentrationslager, worin mitgeteilt dieser Bestimmungen ist natürlich die, daß die von dem Ausschluß den Dank des Schulvorstandes für seine selbstlofe Thätigkeit auswird, daß die Zustände in den Lagern äußerst traurige antrag Betroffenen Widerspruch in irgend einer Form er feien. Die Nahrungsmittel feien unzureichend, die heben. Wo das nicht geschieht, liegt die Vermutung nahe, sprach. Dazu kommt, daß Stabe, wie in der Weferzeitung" mitAuch drei seiner 8ahl der Todesfälle sei ungeheuer groß. daß sich die Betroffenen bei dem Antrage beruhigen und auf geteilt ist, ein Christ ist und die Kirche besucht. Man fragt sich unter diesen Umständen verihr Recht, die Angelegenheit vor einem Schiedsgericht, in das Söhne sind Lehrer. fie selbst ihre Vertreter delegieren können, prüfen zu lassen, ver- gebens, welche stichhaltigen Gründe jezt für die Nichtbestätigung vorzichten. Die daraus sich ergebenden Konsequenzen liegen auf handen sein sollen. der Hand. Aber man gedenkt den Krieg mit noch brutaleren Mitteln. zu führen. Da man durch kriegerische Operationen nichts rechtes gegen den beweglichen Feind ausrichten kann, glaubt man jetzt mit Sengen und Brennen und Füsiladen gefangener„ Rebellen" weiter fommen zu können. Die Frant. 8tg." läßt sich aus London telegraphieren: Ein hiefiges Wochenblatt erfährt: ere Der Parteivorstand kann im bestehenden Falle die vom Antrag Betroffenen nicht auffordern, Vertreter für das Schiedsgericht in Vorschlag zu bringen, da weder die einzelnen, vom Antrag Betroffenen, noch eine von diesen gewählte Vertretung sich bisher kenntlich machte. Im Ministerrat wurde am Mittwoch die Ergreifung energischer Maßregeln zu einer schnelleren Beendigung des Boerenkrieges beschlossen. Lord Kitchener wurde instruiert, eine Proklamation zu lassen, die alle klassen von Bürgern und alle Rebellen warnt, daß, falls fie nicht sofort die Waffen niederlegen, ihr Eigentum fonfisciert würde. Gleichzeitig wurde beschlossen, Lord Kitcheners Macht befugnisse dahin zu ergänzen, daß er die Boerenführer für ihr Mißverhalten verantwortlich Mangelhaftigkeit auf. Die Möglichkeit, jemand aus der Partei aushalten solle, und daß, wo nach einem unparteiischen Prozeß auschließen, ist abhängig geworden tönne. " Der Parteivorstand richtet deshalb an diejenigen in Frage kommenden Genossen, die sich bei dem Antrage auf ihren Ausschluß nicht beruhigen und auf eine Entscheidung durch ein Schiedsgericht nicht verzichten wollen, das Ersuchen, sich innerhalb acht Tagen, also bis spätestens Sonntag, 14. Juli, beim Parteisekretariat: Berlin SW., Kreuzbergstr. 30, zu melden."*) Diese Interpretation der neuen Vorschriften deckt zunächst ihre von dem guten Willen Parteigenoffen, die zu militärischen Uebungen eingezogen werden, möge ein Vorfall in Kiel zur Warmung dienen. Dort mußte ein Reservist nach Beendigung der Uebung noch 5 Tage Arrest verbüßen, weil er einige Eßwaren, die er sich bei Beginn der Uebung mitgenommen hatte, in die Schleswigholsteinische Volkszeitung" eingeschlagen hatte. Er hatte gewiß nicht die Absicht, gegen den militärischen Befehl, der die Einführung socialdemokratischer Schichten verbietet, zu verstoßen, er hatte uur vers mutlich kein andres Einwickelpapier; trotzdem muß er fünf weitere Tage Arbeitsverdienst verlieren. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. ein Todesurteil gefällt worden sei, er dieses ohne weitere dessen, der ausgeschlossen werden soll. Das Schiedsgericht kann Die Schmiede in Rigdorf und Brik haben ihren Streit 8urateziehung der Regierung vollstrecken lassen nicht zu stande fommen, wenn derjenige, gegen den ein Ausschluß mit einem vollständigen Siege der daran beteiligten Geantrag vorliegt, teine Schiedsrichter ernennt. Keine Bestimmung fellen beendet. Sämtliche Forderungen sind bewilligt worden. Ein Rebell" ist denn auch bereits standrechtlich hingerichtet des Statuts trifft für diesen Fall Vorsorge. Weder ist bestimmt, daß In der Tabakfabrik von Paul Juhl in Pankow sind am worden. Nach einer Meldung aus Cradock wurde dort am die unterlassene Ernennung durch den Vorstand ergänzt werden kann, Sonnabend fämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen etwa 100 an Sonnabend der Nebell Coetze wegen Mordes und Verrats noch ist bestimmt, daß das Schiedsgericht auch gültig ver- der Bahl ohne Angabe eines Grundes entlassen worden. Man hingerichtet. Das war wohl des Erempels wegen. Weitere Handeln und beschließen kann, ohne die Vertreter des An- nimmt an, daß es sich um eine Aussperrung handelt, durch die ein Hinrichtungen wegen„ Mords" sollen nach dem neuen Kriegsplan geklagten, wenn dieser es unterläßt, in bestimmter Frist solche Druck ausgeübt werden soll auf die fünf Sortierer, die, wie bereits also folgen. Als Mord sieht man es wahrscheinlich an, wenn ein zu ernennen. Wenn das Schiedsgericht nicht zu stande kommt, tann gemeldet, in der vorigen Woche wegen Zurückweisung ihrer FordeRebell", ein Stapholländer, einen englischen Soldaten im regulären auch kein Ausschlußbeschluß zu stande kommen. Kampfe niederstreckt. Und allen denen, die nicht sofort die Waffen Deshalb interpretiert der Vorstand jetzt die Bestimmung in einer rungen die Arbeit eingestellt haben. streden, sollen ihre Farmen fonfisciert werden! Weise, die niemand anzuerkennen braucht und die auch seinen eignen Maßregelung organisierter Arbeiter. Uns wird geschrieben: Ob diese allem Kriegsrecht hohnsprechenden Brutalitäten früher ursprünglichen Absichten widerspricht. Er fagt, wer keine Schiedsrichter Jn der chemischen Fabrit vormals E. Schering besteht eine Bensionsihren Zwed erreichen werden? Daily Mail" berichtet aus ernennt, von dem ist zu vermuten, daß er sich bei dem Ausschlußantrag| kaffe, zu der die Arbeiter 11/2 Proz. ihres Lohns als Beitrag zahlen Brüssel: In der Transvaal Gesandtschaft sei man über- beruhigt und auf sein Recht, die Angelegenheit von einem Schiedsgericht müssen. Mitzureden haben die Arbeiter bei der Verwaltung der zeugt, daß wenn englische Verwundete von Boeren getötet worden prüfen zu laffen, verzichtet. Das heißt wohl, daß ein solcher sich als Staffe fast gar nicht. Im Vorstand der Kaffe faßen bisher nur seien, dies aus Rache für die Behandlung geschehen sei, welche ausgeschlossen betrachtet auf Grund des Ausschluß an trages. Mit Meister und Vorarbeiter, die für ihre Mühewaltung auch eine den Boerenfrauen und Kindern zu Zeil werde. Auf Verlaub! Er tann auch anders denken! Bunächst ist das Schiedsgericht Entschädigung erhielten. Bei der letzten Vorstandswahl besetzten der Gesandtschaft fügte man noch hinzu, Botha gar nicht aufzufassen als ein Recht eines Beschuldigten, vor das nun die Arbeiter die Aemter der Revisoren und Beisitzer aus ihrer werde Befehl geben, sämtliche englische Geer seine Angelegenheiten nach Belieben bringen oder nicht bringen Mitte. Selbstverständlich wählten sie hierzu solche Stollegen, von fangenen zu erschießen, falls die Engländer fort tann; einen denen sie wußten, daß sie die Interessen der beitragzahlenden Arbeiter ist vielmehr die einzige Instanz, die fahren, holländische Aufständische zum Tode zu Ausschluß vornehmen kann, und da wird in der Regel das größere vertreten würden, was aber der Fabrifleitung durchaus nicht geberurteilen. Interesse an der Sache auf seite der Partei und nicht auf der des nehm war. Sie machte deshalb furzen Prozeß und entließ den zum Revisor gewählten Arbeiter, der auch ein Vorstandsamt *) Jm vorliegenden Falle sind die Schiedsrichter ernannt worden in der Gewerkschaft bekleidet und der 12 Jahre in der Fabrik thätig Als Entlassungsgrund wurde Arbeitsmangel an= und das Schiedsgericht tagte bereits am Montag. Für diese Erörte- gewesen war. gegeben. Die Arbeiter glaubten annehmen zu müssen, daß noch rung ist das jedoch belanglos. " Bird Botha diese Drohung auch weder wörtlich ausführen tönnen noch wollen, so muß doch durch das englische Vorgehen eine Vergiftung und Verrohung der Kampfesweise eintreten, wie das im legten Jahrhundert zwischen cilvilisierten Völlern unerhört war. es weiteren 26 organisierte Kollegen gemaßregelt werden sollten, fie beschloffen| daß dieselben diese ihnen zum Frieden dargebotene Hand mit| Borsigender, Bräunig erster Schriftführer, Koch erster, Neuling giveiter deshalb, wenn weitere Entlassungen folgen sollten, gemeinsam die Freuden ergreifen würden. Weit gefehlt. Kassierer. Als Revisoren fungieren West und Bober. In die wurden die Arbeit niederzulegen. Kollegen Ungar, Ce wurden nunmehr keine Nach längerem Hin- und Herschreiben von beiden Seiten( wobei Arbeitsnachweis- Kommission Maßregelungen vorgenommen. An Stelle des gemaßregelten R. namentlich der Ausschuß der Gewertschaftskommission praktische Vor- Niluschewsti und Hoppe gewählt. In die Achtzehner- Kommission mußte eine Ersatzwahl vorgenommen werden. Es war be- schläge machte, welche einen friedlichen Ausgleich verbürgen konnten, wählte man die Kollegen L. Reese, Brust, Peßte als ständige Mitkannt geworden, daß der Arbeiter K. hierzu ausersehen war. erhielt der Ausschuß der Kommission in folgender Antwort ein glieder und Jädicke als Vertreter. Als Delegierte für die GewerkDieser wurde einen Tag vor der Wahl ebenfalls entlassen. Nachdem Meisterstück des progenhaften Uebermuts: schaftskommission wurden die Kollegen Jäcet und Engler bestimmt. die Arbeiter wieder einen Mann ihres Vertrauens gewählt hatten, Nordhausen, 1. Juli 1901. In die Werkstellen Kontrollkommission wurden gewählt für Bezirk machte die Direktion bekannt, daß sie für Entschädigung der Revisoren Obgleich Ihre Zuschrift vom 27. Juni auch die entgegen- Norden: Neumann, für Osten: Schulz. Südost: Peßte, und Beifizer keine Gelder mehr auswerfe. Ein Kupferschmied, der gesezte Auffassung zuläßt, legen wir sie doch dahin aus, daß Südwest: Stentroth, Mo abit: Lachmann, Weißensee: für die Wahl der Arbeiterkandidaten agitiert hatte, wurde als dritter Sie mit uns auf dem Standpunkt stehen, sämtliche Aus- Pfieler. Obmann derselben ist Peẞke. entlassen. Deutsches Reich. Zum Kampf der Glasarbeiter. Der Vorstand des Verbandes der Glasarbeiter hat an die Brauereien, WeinhandIungen und Groß- Destillationen ein Schreiben versandt, worin die Ursachen des gegenwärtigen Streits in Nienburg und Schauenstein kurz dargelegt werden. Ferner wird darauf hingewiesen, daß laut Beschluß der Organisation am 27. Juli der Generalftreit der Flaschenmacher eintritt. Dann fährt das Schriftstück fort: An diesem Tage werden also ca. 7000 Flaschenarbeiter wegen Die Anerkennung des Vereinigungsrechts die Arbeit verweigern. Folge wird sein, daß die Brauereien usw. keine Flaschen mehr erhalten werden. Es wird also ein Zustand eintreten, der für die betreffenden Industriezweige ganz bedeutende Folgen haben kann. Unterzeichnete Organisation tritt deshalb mit folgender Bitte an Ew. Wohlgeboren heran: 1. Den Herren Glasindustriellen zu erklären, daß die Verweigerung des Koalitionsrechts den Glasarbeitern gegen über ein Akt der größten Ungerechtigkeit ist. 2. Dahin zu wirken, daß durch den ökonomischen Druck die Glasindustriellen gezwungen werden, das verlangte Necht den Arbeitern zu gewähren. Wir fordern nicht zu viel, wir fordern einzig und allein das Recht, was jedem Arbeiter gefeßlich zusteht. Nicht mehr an Lohn soll gezahlt werden, nicht bessere Einrichtungen sollen geschaffen werden, sondern einzig und allein das Koalitionsrecht soll uns gegeben werden. In dem uns bevorstehendem schweren Kampfe bitten wir die Abnehmer unsrer Waren, soviel wie möglich dahin zu wirken, daß es nicht zu einer Arbeitseinstellung kommt, sondern daß sämtliche Glasindustriellen durch den moralischen Druck der Abnehmer gezwungen werden, uns das Recht zu gewähren." V " ständige können nicht wieder eingestellt werden. Wir präcifieren Die Hausdiener-, Packer- und Geschäftskutscher- Verdenselben daher wie folgt: 1. Wir müssen fest darauf einigung beschloß in der am 10. Juli abgehaltenen General- Verbestehen, die stehengebliebenen und neu angenommenen sammlung die Errichtung eines eignen Arbeitsnachweises. Arbeiter unter feinen Umständen zu entlassen, da wir denselben Die Verwaltung desselben wurde dem Kollegen Hilbert überunser Wort verpfändet haben. 2. Wir sind jederzeit bereit, die sich tragen. Als Vorsitzender wurde Schattschneider gewählt. freiwillig meldenden Ausständigen nach Bedarf und eignem Er- Dem neugewählten Borstand wurde aufgetragen, die nötigen Vormessen anzunehmen, müssen aber eine nachträgliche Anerkennung fehrungen zu treffen und durch Inserat im Vorwärts" das Lokal des Schiedsspruchs, sowie weitere Verhandlungen mit dem Gewerbe- und den Zeitpunkt der Eröffnung des Arbeitnachweises bekannt zu gericht oder Einigungsamt ablehnen. Auch mit den Arbeitern oder deren geben. Kommissionen zu verhandeln, besteht keine Geneigtheit infolge der von jenen geübten Kampfesweise. Wir hoffen jedoch, daß die dortige Gewerkschaftskommission auf Grund unsres Standpunkts ihren Einfluß auf die Ausständigen ausüben will und kann. Hochachtungsvoll Berein der Tabakfabrikanten. J. A.: F. Kneiff, Vors. Schmargendorf. Der Wahlverein beschäftigte sich in seiner Versammlung am Montag, den 8. Juli, mit der Wohnungsfrage und unterzog hierbei die Maßnahmen der Gemeindeverwaltung, welche zwei Familien aus dem der Gemeinde gehörenden Grundstück ermittierte und beide gemeinsam in einem Raum der alten Schulbaracke unterbrachte, einer gründlichen Kritik. Es wurde beschlossen, fordern die Herren: Bedingungslose unterwerfung Frage der Wohnungsnot einer öffentlichen Besprechung unterzogen Also endlich! Jetzt werfen fie die Maste ab! Klipp und flar zu diesem Zweck am Montag, den 15. Juli, eine öffentliche Verfordern die Herren: Bedingungslose unterwerf ung! fammlung einzuberufen, in welcher diese Maßnahmen sowohl als die Das ist ihr lettes Wort. Jede Unterhandlung, mag sie fommen, werden sollen. Sodann wurde auf das am 27. Juli stattfindende woher fie will, muß ſtrikt abgelehnt werden. Wer glaubt nun 10. Stiftungsfest hingewiesen und um rege Agitation für dasselbe noch, daß diese Herren den Knebelrevers zurüd= ersucht. gezogen haben? Schon seit Wochen zurüdgezogen Der sozialdemokratische Wahlverein Groß- Lichterfelde haben? Aber nicht nur die Forderung bedingungsloser Unterwerfung ist das bezeichnende Moment des obigen Briefes allein: Zunächst ist die in hielt am 10. d. Mts. seine Mitgliederversammlung ab. Nach einem jenem Schreiben enthaltene Zumutung an die Berliner Ge- Vortrag des Genossen Jahn über" materialistische Geschichtsauffassung" werkschaftskommission resp. deren Ausschuß wohl berichtete Wenzel über die Generalversammlung des Central- Wahldas Stärkste, was man Vertretern organisierter vereins des Kreises Teltow. Die Genossen Lehmann und GeisenArbeiter zuzumuten wagen fann. Ist es nicht ein Hohn Kersting wiesen auf das Unhaltbare des jetzigen Abrechnungsmodus ohne gleichen, wenn man dem Ausschuß der Berliner Gewerk- mit dem Kreisverein hin. Nach lebhafter Diskussion wurde be= schaftskommission den Rat giebt, seinen Einfluß nur bei ihren", schlossen, einen Antrag auf Statutenänderung der nächsten Kreisden unfehlbaren Fabritanten abtrünnig ge Generalversammlung zu unterbreiten. Bun Kassierer für den Bewordenen Arbeitern geltend zu machen; ihnen in zirk I wurde Genosse W. Lehmann gewählt. jeder Weise klar zu machen, daß sie sich zu ducken, daß sie zu Lichtenberg. Eine außerordentlich stark von Männern und Gefangene als Streikbrecher. Die Kautabatfabrit gehorchen haben, ohne zu muden, ohne zu wider Frauen besuchte Volksversammlung in Höflichs Saal nahm von E. A. neiff in Nordhausen, die bis jetzt den übrigen sprechen? Diese Beleidigung des Ausschusses der Berliner Ge- am Dienstag den Bericht der Gemeindeverordneten Fabrikanten ausgeholfen hat, läßt jezt, nachdem 95 Proz. ihrer werkschaftskommission muß die Arbeiterschaft Berlins mittreffen und entgegen und sprach in einer Resolution ihr Einverständnis mit der Arbeitskräfte sich mit den Ausgesperrten solidarisch erklärt und gleich- kann nur dadurch ausgeglichen werden, daß die Arbeiterschaft Thätigkeit der Abgeordneten der dritten Wählerklasse mit allen gegen falls die Arbeit eingestellt haben, ihre Kautabat- Fabrikate von den Berlins und seiner Umgebung den Boykott der Nord- 1 Stimme aus. Insassen des Landgerichts- Gefängnisses in Nordhausen anfertigen. Häuser Kantabakfabrikate der den Knebelrevers ver= Die Wohnungsfrage und deren Behandlung im Rathause Als Leiter und Meister der Anfertigung Kneifficher Kautabat- Rollen langenden Fabrikanten auf ihre Fahne setzt. Eine beffere, von Lichtenberg, zu der, wie auch zum ersten Punkt, Grauer fungieren mehrere Werkführer und Kaufleute. eine würdigere Antwort kann dieses Gebahren nicht finden. Boykott referierte, zeitigte eine Diskussion, bei der die Hausbesizerauf der ganzen Linie kann diesem Prozentum flar machen, majorität der Gemeindevertretung nicht gut abschnitt. Auch die daß die Arbeiterschaft Berlins den ihren Vertretern an- rigorosen Mietssteigerungen es wurden solche von 60 M., gethanen Schimpf zu fühlen im stande ist, und da Berlin ein bedeutendes 80 M. und 112 Mark für Stube und Küche erwähnt Absatzgebiet für die Erzeugniffe dieses Fabrikantentums bildet, so wurden durch die Genossen Welt, Matzke und Frau Sühring gesind sie hier an der Stelle zu faffen, wo auch diese Menschen sterb- bührend gewürdigt. lich sind. Es gilt hier, die Ehre des Arbeiters gegen so Ich schmähliches Ansinnen zu wahren. Auf ihrem Schein( den Knebelrevers) bestehen noch die Firmen: Die Färberei- Arbeiter in Crimmitschau find in eine Lohn C. bewegung eingetreten. In einer dieser Tage abgehaltenen Ver-. A. Kneiff, G. Reddersen, G. A. Hannewader, Berlin u. Bona, sammlung wurde die Forderung eines Minimallohns von 16 M... R. Wittig, Rothhardt u. Comp., F. C. Lerche, Salfeldt pro Woche beschlossen, die auch bereits dem Fabrikantenverein unterDie Produkte dieser Firmen sind so lange zu meiden, bis auch breitet wurde. Die Färberei- Arbeiter wollen der Forderung allen fie anerkannt haben, daß auch der Arbeiter ein Recht auf KoalitionsNachdruck verleihen. freiheit hat. Da die Gefangenen sich nicht freiwillig zur Verrichtung von Streitbrecherarbeit anbieten können, so haben wir es hier also mit dem Eingreifen einer Behörde zu Gunsten der mit den Arbeitern im Kampf stehenden Fabrikanten zu thun, was um so mehr zu verurteilen ist, da die Nordhäuser Tabatarbeiter im wesentlichen einen Kampf für die Anerkennung eines gesetzlich gewährleisteten Rechtsdes Koalitionsrechts führen. Chriftliche Bergarbeiter gemaßregelt. Wieder wird ein Fall bekannt, welcher zeigt, daß den Unternehmern jede Art gewerkschaftlicher Thätigkeit ein Dorn im Auge ist, mag dieselbe num im Sinne der modernen Arbeiterbewegung oder„ auf christlicher Grundlage" ausgeübt werden. " Bei der Attiengesellschaft Maximilianshütte in Rosenberg( Oberpfalz) find 7 Bergleute gemaßregelt worden, weil sie dem Gewerkverein christlicher Bergleute angehören und für diesen geworben haben. Gleich bei Gründung der Bahlstelle des Gewerkvereins, so teilt die Neue Bayr. 8tg." mit, wurde der Einberufer der Versammlung, ein Bergarbeiter, gemaßregelt und von seite der Werksleitung der Versuch gemacht, die Organisation zu verhindern. Dies ist nicht gelungen. Die Organisation war nicht aufzuhalten und der Gewerkverein zählt zur Zeit rund 400 Berg- und Hüttenarbeiter. Nun wird in der Zeit schlechten Geschäftsgangs ein neuer Versuch gemacht, den Gewerkverein zu vernichten. Die Leute werden deshalb von der noblen Gesellschaft, die über 40 Proz. Dividende bezieht, auf die Straße geworfen. Dieses Vorgehen ist um so empörender, als es sich um Leute handelt, die Familienväter und viele Jahre im Geschäfte sind, einer davon 21 Jahre, ein andrer 19 Jahre. Bei einem andren Bergarbeiter auf Grube Karolina, wurde die Kündigung zurückgenommen, da seine Kollegen auf Veranlassung ihren Austritt aus dem Gewerkverein erklärten. Die Erregung der Bergleute ist groß. Es wird wahrscheinlich zu einem Streit kommen." Der Fall bei der Marimilianshütte ist noch um deswillen interessant, weil sehr hohe bayrische Persönlichkeiten zu den Aktionären dieses scharfmacherischen Unternehmens zählen. Zu den Aufsichtsräten gehören die in München wohnenden Reichsrat Ritter Hugo v. Maffei, Ober- Maschineningenieur Ignaz Krämer und Bankdirektor Dr. Keller( Südd. Boden- Kreditbank). Ausland. Ein Verband der Metallarbeiter der Vereinigten Staaten " u. Stein. Die Kommission der Tabatarbeiter. Litterarisches. An einem Schreiben des Gemeindevorstandes, wonach nichts weiter gethan werden könne, als Räume zur vorläufigen Unterkunft Obdachloser bereit zu stellen, wurde eine scharfe Stritit geübt und die Leitung der Versammlung beauftragt, wieder und wieber die Gemeindeverwaltung auf ihre socialpolitische Pflicht hinzuweisen. Russisch- japanische Eifersucht wegen Koreas. werden Die„ Times" melden vom 10. d. M. aus Söul: Fast alle strittigen Punkte, die hier kürzlich die Aufmerksamkeit auf sich zogen, find jezt geordnet, die Verhältnisse wieder normal. Der in seinem 26. Jahrgang vorliegende ,, Neue Welt- Die Japaner behaupten voll ihre Stellung, fie unablässig vorsichtig und jede Kalender für das Jahr 1902( Hamburg, Hamburger Buch überwachen druckerei und Verlagsanstalt Auer u. Co.) enthält u. a.: Kalendarium. Bewegung Rußlands, namentlich an der koreaRückblick. Postwesen. Statistische Schnigel. Messen und nischen Grenze. Die Zahl der in Korea sich aufhaltenden Märkte. Im Kreislauf des Jahres. Die Geschichte vom Japaner nimmt ständig zu. Rußland erkennt die Macht Dem Japans ant starken Mann. Von Emil Rosenow( mit Illustrationen. und ist eifrig bemüht, Japan versöhnlich zu Frühling zu. Gedicht von Ernst Kreowsti. Die Social- stimmen, indem es der japanischen Gesandtschaft die Bea demokratie in der Gemeinde. Von Paul Singer. Wilhelm wegung der russischen Truppen in der Mandschurei mitteilt, Liebknecht, ein Charakterbild. Von Robert Schweichel. Wilhelm namentlich, wenn dabei die koreanische Grenze in Frage kommt. Liebknecht. Gedicht von Robert Seidel. Die Erschließung Chinas. Die Masampho- Frage ist noch in der Schwebe. Japan hat daselbst Gebiets Woher stammen unsre innerhalb des des Vertragshafens eine Von May Schippel( mit Illustrationen). Getreide- Arten. Von Dr. Kurt Grottewig. Schmiede. Gedicht von Konzession erhalten, genau so groß, wie die russische Konzession Franz Diederich. Jeder von - Aus den Lehrjahren. Erzählung von Robert und auch mit Fischereirechten längs der Küste. Schweichel( mit Illustrationen). Streif. Gedicht von Ludwig Rußland erlangte Vorteil wird ausgeglichen Lessen. Unser zweiter Parteitag unterm Ausnahmegesetz. Von J. A. durch einen von Japan erworbenen entsprechenden Eine englische Arbeiter- Gewerkschaft. Von Eduard Bernstein Vorteil. Frankreich entwickelt eine lebhafte Thätig. ( mit Illustrationen). Grabe nur. Gedicht von Ernst Preczang. teit, seine Kriegsschiffe find oft in Sicht. Die letzten Reichsratswahlen in Oestreich. Von Engelbert BernerRäumung der Paläste und Tempel in Peking. storfer. Von A. G.( mit Hoch- und Untergrundbahnen Tschung- Tschang hat die Gesandten ersucht, die Truppen aus auftrationen). Ein französischer Buchdruckerstreik im 16. Jahr den Palästen und Tempeln bis zum 15. August zurüdhundert. Von Adolf Braun. Der Eichbaum. Gedicht von Ernst Preczang. Fliegende Blätter. Das Schwein des Bürgermeisters. 33ieben; die Gesandten haben diesem Ersuchen stattgegeben und die Befehlshaber der verbündeten Truppen mit entsprechender NachSchwant von K. H. Diefenbach. Für unsre Rätsellöser. Trächtigfeits- und Brütekalender. Hierzu vier Kupfer: Wilhelm Lieb- richt versehen. Die Schnitterin Die ersten Kirschen knecht. Bayrischer Hochzeitlader. Ein Dreifarbendruck auf Kunstdruckpapier: Verlassen. Ein Wandkalender. Derlammlungen. Abfahrt deutscher Ablösungsmannschaften. Montagvormittag gingen in Bremerhaven mit dem Lloyddampfer Wittekind" 600 Mann als Ablösung für das 1. Ostasiatische Regiment, sowie kleine Abteilungen Artillerie und Pioniere ab. Ueberschwemmungen in China. von Amerika schreibt die„ Deutsche Metallarb. 3tg." scheint Die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter Tehte Nachrichten und Depelthen. die erfreuliche Folge der Gründung des Riefenstahltrusts in Nord- hielten am 8. d. M. im Gewerkschaftshause ihre Generalversammamerifa zu sein. Nach einem Bericht des französischen Konsuls in lung ab. Vor Beginn der Tagesordnung ehrten die Anwesenden Chikago, der in der zuletzt erschienenen Nummer des Bulletin das Andenken des verstorbenen Kollegen Schmolka durch Erheben Shangai, 15. Juli.( Telegramm des„ Reuterschen Bureaus".) de l'office du travail( Beitschrift des französischen Arbeits- von den Blägen. Der Kassierer gab die Abrechnung vom zweiten Bei Hankau sind durch Ueberschwemmungen Hunderte von Menschen amts unsrer Socialpolitischen Rundschau" entsprechend) mit Quartal. Danach beläuft sich die Gesamteinnahme intl. eines umgekommen. geteilt ist, sollte am 1. Juli ein Kongreß der Metall- Kassenbestandes vom vorigen Quartal in Höhe von 9577,30 M. auf arbeiter aller Branchen zusammentreten, um die Grundlagen 15 065,75 M., der eine Ausgabe von 5755,35 M. gegenüber- Köln, 15. Juli.( B. H.) Gegenüber den von erneuten für eine Federation aller Metallarbeiter zu schaffen. Als der Bericht steht; somit berblieb am Schlusse der Abrechnung ein chinesischen Schwierigkeiten redenden Meldungen stellt die„ Kölnische abgesandt wurde, haben die Beschickung des Kongresses zugesagt der Bestand von 9310,40 M. Aus dem Bericht des Vorstands war zu Beitung", offenbar inspiriert, fest, daß den letzten Nachrichten internationale Verband der Maschinisten( 50.000 Mitglieder), die entnehmen, daß der Verband am 1. Juli 1100 Mitglieder zählte. aus China zufolge fast alle dem endgültigen Abschlusse des FriedensEisengießer( 60.000 Mitglieder), die Kesselschmiede und Schiffsbauer& fanden statt: 2 Generalversammlungen, 5 außerordentliche werks bisher entgegenstehenden Schwierigkeiten behoben seien. Die ( 40 000 Mitglieder), die Arbeiter in den elektrischen Industrien, die Generalversammlungen, 3 Mitgliederversammlungen, 2 Bezirks- wesentlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Gießpfannenbauer, die Blecharbeiter, die Metallpolierer, Schmiede versammlungen, 27 Vorstandssitzungen, 1 Werkstatt- Vertrauens- Regierungen seien heute ausgeglichen. Alle Meldungen von neuen und Modellschreiner. Ohne ihre Organisationen aufzugeben, wollen männer- Versammlung, 1 Versammlung am 1. Mai. Widerstandsgelisten des Hofes und der Sammlung eines großen fie einen engeren Aneinanderschluß derselben herbeiführen. Kollege Kuguer gab den Bericht von der Arbeitsnachweis- Heeres durch Tungfuhsiang seien falsch. Für Missionare sei es in der Es waren 388 Stellenangebote eingegangen und legten Zeit allerdings nicht so unbedingt sicher, als früher bei Bum amerikanischen Stahlarbeiterstreik wird aus New- Kommission. fonnten hiervon 369 Stellen besetzt werden. leber die der Anwesenheit der europäischen Truppen, indessen hätten sorgfältige York telegraphiert: Der Trust verwarf das Ultimatum der streikenden Stahlarbeiter. Thätigkeit der Rechtsschutz- Kommission referierte Kollege Hente. Erkundigungen ergeben, daß in den in Frage kommenden Gegenden dem vorigen Jahr als unerledigt hinüber die Wirkungen des europäischen Feldzuges noch derartig nachhaltig Die Zahl der Streifenden beträgt ca. 100 000. Der Kernpunkt der Mit acht aus Differenzen ist die Weigerung des Trusts, mit dem Arbeiterbund genommenen sind bis Schluß des Halbjahrs 17 Berufungen an das seien, um den Ausbruch des chinesischen Fanatismus zu verhindern. Leipzig, 15. Juli.( W. T. B.) Die Leipziger Neuesten Nachstatt mit Einzelarbeitern zu verhandeln. Der Arbeiterbund ist eine Schiedsgericht für Arbeiterversicherungen gegen Bescheide der festgefügte Organisation, welche eine weitere Ausbreitung des Berufsgenossenschaften eingelegt worden; von denen in 12 Fällen richten" melden, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Leipziger entschieden wurde, und zwar in 6 Fällen mit gänzlichem, in drei Bauk, Dodel, sei heute aus der Untersuchungshaft en tStreits verursachen dürfte. Fällen mit teilweisem Erfolg, in 2 Fällen erfolgte Zurüdweisung lassen worden. der Berufung, während eine Berufung zurückgezogen wurde. Rekurs an das Reichs- Versicherungsamt wurde 8 mal eingelegt, und zwar 6 mal seitens der Berufsgenossenschaft, deren Returs in 4 Fällen zurückgewiesen wurde; in 2 Fällen ist noch nicht entschieden. Lemberg, 15. Juli.( W. T. B.) Heute vormittag zogen Arum ihre Koalitionsfreiheit. In drei Fällen mußte Klage beim Amtsgericht wegen Abzüge beitslose in verschiedenen Gruppen vor das ArbeitsvermittlungsWie die Nordhäuser Tabatfabrikanten den Frieden mit ihren vom Lohn erhoben werden, und erfolgte gemäß§ 394 des Bürger- bureau im Statthaltereigebäude und verlangten Arbeit. Die Polizei Arbeitern herbeizuführen gedenken, dafür ein vollgültiger Beweis: lichen Gesetzbuchs Verurteilung der Beklagten. Den Bericht der und eine Militärabteilung griffen ein und forderten die Denton Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Werkstellen- Kontrollkommission gab Kollege Jädide. Durch das ſtranten auf, auseinanderzugehen. Hierbei wurden mehrere VerTommission, der den Auftrag hatte, den von der Gewerkschafts- provokatorische Vorgehen der Arbeitgeber entstanden in mehreren haftungen vorgenommen. Nachmittags war die Ruhe wiederhergestellt. fommission beschlossenen Boykott über die Nordhäuser Kantabak Werkstellen Differenzen. Die Kommission mußte des öfteren ein- Budapest, 15. Juli.( B. H.) Ju Gara erschlugen Bauern Fabrikate durchzuführen, unternahm es, vor Einleitung der greifen und wurden die meisten Fälle zu Gunsten der Kollegen den Agenten des Auswanderungsbureaus Joll in Jaszuic, weil Schritte zum Boykott vermittelnd bei den Nordhäuser geschlichtet. Den Bericht von der Achtzehner- Kommission gab Kollege letteres viele Bauern zur Auswanderung nach Amerika verleitet Fabrikanten vorstellig zu werden. Man hätte nun erwarten können, Jace d. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Sauerzapf erster hatte, wo dieselben im Elend umgekommen sind. Bom Kampf der Nordhäuser Kantabak- Arbeiter " Stuttgart, 15. Juli.( W. T. B.) Jm Bezirk Herrenberg ging gestern ein schweres Hagelwetter nieder. Es fielen Hagelförner von außerordentlicher Größe. Die Ecnte ist zur Hälfte vernichtet. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt, Nr. 163. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Große Berliner und ihre Angestellten. Die famose Beschwerdekommission der Angestellten ist fürzlich nach halbjähriger Pause wieder einmal vor die Direktion geladen worden. Vorher spielten sich auf einigen Bahnhöfen eigen artige Vorgänge ab, die den Wert der Beschwerdekommission so recht beleuchten. Auf einem Bahnhofe wählten die organisierteen Angestellteo zwei neue Vertrauensleute, weil ihnen die alten nicht zuverlässig genug schienen. Was that der Hofverwalter? Er schickte die alten Vertreter zur Direktion, obwohl diese noch nicht 20 Proz. der Stimmen Pappenheimer besser. auf sich vereinigt hatten. Der Betriebsinspektor v. Wurmb ließ die Vertrauensleute erst zu sich rufen und gab ihnen dann folgenden wohlmeinenden Rat mit auf den Weg:" Daß Ihr mir nicht ein Wort zu viel sagt, eher ein Wort zu wenig." Dienstag, 16. Juli 1901. Die Direktoren schienen selber von ihrer Begründung wenig zu Durch die Vielheit der Lehrbücher werden die Eltern auch halten, sie hatten auf einmal feine Beit mehr und in wirtschaftlicher Hinsicht belastet, da bei Um ließen die Angestellten allein. Vorher hatte aber der Direktor schulungen der Wechsel der Lehrbücher immer wieder neue AusKühlewein bei jeder Kleinigkeit die Vertrauensleute aufgefordert, gaben verursacht. Dieser Uebelstand ist der einzige, den die sich nur weidlich auszusprechen. Dieser Direktor hatte bei den Ver- Buchhändler in ihrer Dentschrift zugeben, aber sie haben zugleich handlungen in geschicktester Weise fortwährend versucht, die eine Abhilfe in Bereitschaft. Sie empfehlen Einrichtung von Schaffner gegen die Fahrer und diese wieder gegen Sammel- und Tauschstellen und Ausgestaltung des feit die Schlosser und umgekehrt aufzuheben; wenn erst Jahren im Rathause bestehenden Tauschdepots. Wir wissen ein noch die Einigkeit der Angestellten in die Brüche die Brüche gegangen, befferes Mittel: man liefere in Zukunft sämtlichen fann man um so besser im Trüben fischen. Bei der Beschwerde- Kindern sämtliche Lehrmittel unentgeltlich. Das tommission ist ihm dies dank ihrer Zusammensetzung ge- durch würde nicht nur den Eltern eine drückende Last abgenommen lungen, bei den Angestellten selbst nicht, die kennen ihre sondern Berlin würde dann wahrscheinlich in ganz kurzer Zeit auch die Einheitlichkeit der Lehrbücher bekommen rein aus verwal Die Verhandlungen haben erneut den Beweis gebracht, daß auf tungstechnischen Gründen. gütlichem Wege bei der Großen" für die Angestellten nichts zu erreichen ist. Das sehen auch die Straßenbahner Die Nimmersatten. Hundertundfünfzig Prozent Gewinn find ein; der Verband der Handels-, Transport und den Apothekern noch nicht genug! Sie streben vielmehr noch eine Verkehrsarbeiter hat infolge des Ausgangs der Verhand- weitere Steigerung an, und suchen deshalb aus der Arzucitare alle lungen Hunderte neuer Mitglieder aus den Reihen der diejenigen Bestimmungen auszumerzen, welche für das Publikum Straßenbahner gewonnen. Die Straßenbahner haben die Thatsache, günstig sind. So wird jezt wieder, wie die Pharmaceutische daß ihnen Direktor Kühlewein bei den Verhandlungen den Beitritt Beitung" mitteilt, der Kreis Nassau des Deutschen Apothekervereins" zum Ascher Verein wärmstens empfohlen hat, richtig auf der im September stattfindenden Hauptversammlung dieses gewürdigt und werden nun an ihrem Verband erst recht fest- Vereins den Antrag stellen: halten. Das dürfte in ihrem Interesse auch notwendig sein, damit die Betriebsleitung nicht allzu übermütig wird. aus. D " " , der Vorstand des Deutschen Apothekervereins wolle dahin wirken, daß das Zurüdbringen gebrauchter Arzneis bai unterbridt worsen gläfer möge, indem der betreffende Paragraph der preußischen Arznei tage dahin abgeändert wird, daß für solche Gläser teine Rüdvergütung mehr stattfindet, eventue II nur, wie früher, eine solche zum halben Tagwert der betrefenden Gefäße." Beiläufig: es wird gut sein, wenn jeder, der eine Arznei in mitgebrachter Flasche oder Schachtel aus der Apotheke holt, bei der Bezahlung noch einmal ausdrüdlich fragt, ob das mitgebrachte Gefäß auch abgerechnet ist. Mitunter wird, wie wir beweisen können, diese Abrechnung vergessen! Daraus geht wohl ziemlich deutlich hervor, daß in der Betriebsinspektion des Herrn v. Wurmb Dinge vorgehen, die für die Direktion ein Geheimnis bleiben müssen. Was sagt die Direktion dazu? Ist sie in ihrem eigenen Juteresse bereit, gründlich Abhilfe zu schaffen? Vorausschicken müssen wir, daß die Beschwerdekommission zu zwei Dritteln aus den lieben Kindern des Aschervereins zu sammengesetzt ist. Daraus erklären sich auch verschiedene Vorgänge im Laufe der Verhandlungen. Die Regelung des Dienstes der Schaffner fam als erster Punkt zur Sprache. Die Schaffner verlangen 9stündige Dienstzeit, wie sie für die Führer bereits eingeführt ist. Begründet wurde diese Bitte Forderung darf das Ding beileibe nicht genannt Berliner Partei- Angelegenheiten. werden mit der größeren körperlichen Anstrengung im elektriſchen Betrieb. Die elektrischen Wagen sind zum Teil bekanntlich bedeutend Treptow- Baumschulenweg. Morgen abend 81/2 Uhr hält der größer als die Pferdebahnvagen es waren, die Schaffner haben Socialdemokratische Wahlverein seine Monatsversammlung ab. Auf Wir zweifeln nicht daran, daß dieser Antrag begeisterte gu daher mehr zu thun. Die Schaffner werden den ganzen Tag im der Tagesordnung steht u. a.: Warum und wie beteiligen wir uns ſtimmung auf dem Vereinstage finden wird. Bedeutet er doch eine elektrischen Wagen hin und hergeworfen, besonders ist dies der Fall, an den Landtagswahlen?" Referent: Paul Hirsch. Gäste haben neue Schröpfung des Publikums, eine abermalige wenn mit Anhängern gefahren wird, so daß der Körper nach er- Butritt. In Anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnung werden Berteuerung des Arzneibedarfs zu Gunsten der Apos ledigtem Dienst wie gerädert ist. Schuld an diesen Zuständen tragen die Genossen gebeten, zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung thefer. die größere Geschwindigkeit beim Fahren, sowie die schlechten wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Kupplungen und die fehlerhaften Bremsen. Friedrichsfelde. Die Versammlung des Socialdemokratischen Direttor Kühle wein war natürlich genau entgegengesetzter d. Meinung nach seinem Dafürhalten bringe der Zehnpfennigtarif und Wahlvereins für Friedrichsfelde fällt am Dienstag, den 16. b. M., Der Vorstand. die vereinfachten Billets den Schaffnern wesentliche Erleichterungen, die Direktion Ilehne deshalb eine Verkürzung der Schöneberg. Heute, Dienstag, Generalversammlung des WahlDienstzeit der Schaffner entschieden ab. Das Gewitter, das am Sonntag über Berlin aufzog, ist nur Ferner vereins im Lokale von Obst, Meiningerstraße. Vortrag des Genossen wurde über die neuen Uniformröcke Beschiverde 3ubeil:„ Das Landtagswahlrecht".- Zur Verteilung in den nördlichen und den nordwestlichen Vororten stark niedergeführt; die Angestellten müssen darin wahre Schwigturen durch gelangt die Broschüre:„ Die Knebelung der Arbeiterklasse." gegangen. Berlin selbst blieb fast ganz verschont, nur in Moabit machen. Die Direktion erklärte, die Röcke feien auf ärztlichen Sierbei machen wir darauf aufmerksam, daß nur diejenigen Mit- wurde etwas Sagelschlag bemerkt. Dagegen sind in Tegel, Tegelort, Rat so angefertigt worden, geruhte aber dennoch wohlwollend, die glieder die Broschüre erhalten, die mit ihren Beiträgen nicht im Spandau, Haselhorst, Halensee und in Grunewald abends zwischen Sache einer Bekleidungskommission zu überweisen. Eine Anfrage, Rückstande sind. Die Ausgabe einer Broschüre erfolgt jedesmal nur 6 und 7 Uhr starke Unwetter niedergegangen. Der Regen war mit warum die längst versprochenen und auch ausgeprobten Negen in dem laufenden Vierteljahr. großen Hagelstücken untermischt, die nicht nur den Bäumen, sondern mäntel noch immer nicht vorhanden seien, beantworte Herr auch den Kornfeldern schweren Schaden zufügten. Direktor Micke damit, daß solche Mäntel für die Gesundheit höchst schädlich seien, er selber habe diese Erfahrung am eignen Leibe gemacht und nur in Rücksicht darauf seien die Mäntel noch nicht eingeführt. Außerdem", so bemerkte Herr Micke nebenbei, bedenken Sie, meine Herren, kosten diese Mäntel enormes Geld." Letzteres scheint uns der plausiblere Grund zu sein, warum die Mäntel nicht eingeführt werden. Indes will die Direktion diese Sache nochmals in wohlwollende Erwägung ziehen, die Bekleidungskommission werde auch diese Frage regeln. Seitens der Führer wurde der Uebelstand gerügt, daß bei großer Kälte stets zu wenig Pelze vorhanden seien. Bisher war es bei der Großen Berliner Straßenbahn Brauch, daß die Fahrer die Pelze an die Ablösung abgaben, so daß ein Bela oft 4-5 mal an einem Lage seinen Befizer wechselte. Der social demokratische Zukunftsstaat" frei nach Engen Richter ist also wenigstens bezüglich des gemeinsamen Befizes gleicher Kleidungsstücke bei der " Großen" schon in die Wirklichkeit umgesetzt gewesen. Die Direktoren versprachen, in Zukunft jedem Führer einen Pelz zu gewähren. " " Lokales. " In Potsdam überschwemmten die Wassermassen die niedrig gelegenen Straßen, die kleinen Seen glichen. Um 8 Uhr, als das Gewitter schon im Abziehen begriffen war, hatte ein Blisstrahl die im Neuen Garten stehende, von König Friedrich Wilhelm II. am Ufer Einheitlichkeit der Lehrmittel an den Gemeindeschulen. des Heiligensees erbaute Bibliothek getroffen und gezündet, so aus daß der Rauch dem Turm Hervordrang. Da es sich Die Kommission, die auf Veranlassung des Kultusministers zufammengetreten ist, um über den neuen Lehrplan der Ber- um ein fönigliches Gebäude handelte, wurde in der Stadt liner Gemeindeschule zu beraten, soll bei dieser Gelegen- großer Alarm geschlagen, die Tambours und Trompeter der Reginienter durchliefen, Feuersignale blasend, heit auch( wie es in dem betreffenden Ministererlaß heißt) eine Potsdamer allmähliche Vereinheitlichung der in den Ge- eiligst die Straßen; sowohl die Berufs- wie die freiwillige Feuerme in de schulen der Stadt Berlin gebrauchten Lehr- wehr fuhren mit ihren sämtlichen Sprigen,( inclusive Dampfsprizen, mittel in die Wege leiten". Gegen diese alte Forderung der Brandstelle zu. Der Bliz hatte in dem alten Bibliotheksgebäude wendet sich jetzt eine Dentschrift der Storporation der Berliner arg gehaust, war an den Wänden kreuz und quer umbergefahren und Buchhändler", die alles zusammenfaßt, was sich dagegen an hatte verschiedene Portieren und Mobilien in Brand gesetzt, der aber führen läßt, und das meiste von dem verschweigt, was dafür spricht. binnen einer halben Stunde abgelöscht werden konnte. Noch an ver Die Vereinheitlichung werde in geistige und materielle schiedenen Stellen der Stadt, u. a. im Victoria- Gymnasium, hatte Interessen tief eingreifen. Indem sie für einzelne Autoren der Blitz eingeschlagen, ohne zu zünden. und Verleger ein Monopol schaffe, werde sie die Entwicklung der Schullitteratur Hemmen und das Buchgewerbe schädigen. Ein Seitenstück zum Mühlendamm ist jetzt an der neuen Auf die Beschwerden der Führer darüber, daß die St e paratur Roßstraßen- Brücke entstanden. Zwischen der Friedrichsgracht und der der Wagen sehr oft in nachlässiger Weise vorgenommen Der Eingriff in die materiellen Interessen, die Schädigung Rittergasse sind auf dem durch den Abbruch der alten Häuser Roßwerde, bemerkten die Direktoren, daß den Fahrern Blocks übermittelt des Buch gewerbes, muß von vornherein ausscheiden. Die straße 12 a- 14 entstandenen freien Terrain, welches Eigentum der würden, auf denen sie die Reparaturschlosser recht fleißig melden sollen. Schulen sind ja nicht für die Buchhändler da, sondern die Buch- Stadt ist, nicht weniger als ist, nicht weniger als neuen niedrige Verkaufshallen Seitens eines Fahrers wurde vorgeschlagen, die tüchtigen Fahrer durch händler für die Schulen. Das wäre in der That verkehrte Welt, aufgeführt worden, genau so wie das am Mühlendamm Prämien auszuzeichnen. Direktor Micke erklärte, dem könne man wenn die Schule auf eine Reform, sofern diese sonst nüzlich und der Fall war. Da das Terrain als Baustelle für neu zu nicht beistimmen, wohl sei aber die Direktion geneigt, den tüchtigen notwendig ist, deshalb verzichten wollte, weil einzelne Verleger errichtende Häuser noch keinen Käufer gefunden hat, so ist dasselbe Fahrern äußere Abzeichen zu verleihen; er würde goldene dadurch geschädigt werden. Auch die von gleicher Schädigung be- vom Magistrat provisorisch in der oben beschriebenen Weise muzbar Schnüre vorschlagen. Diese Spekulation auf die drohten Berfasser von Schulbüchern können nicht verlangen, daß die gemacht worden, jedoch mit der Maßgabe, daß die Mieter der Läden Dummheit ist eine perfide Verhöhmung der Straßenbahner, Schule sich privaten Interessen unterordne. diese gegen eine vierteljährliche Kündigung sofort zu räumen haben. lediglich berechnet, um Streberei und Liebedienerei zu fördern. Diskutieren läßt sich allein über den andern Grund, den die Schön sieht diese Ladenreihe, hinter welcher die alten häßlichen Die Angestellten haben aber nichts dagegen, wenn alle Buchhändler gegen die Vereinheitlichung anführen, über den Eingriff Giebel der Häuser der Friedrichsgracht und der Rittergasse empor Speichellecker, Bostenträger 2c. mit goldenen Schnüren verbrämt in geistige Interessen, den hemmenden Einfluß auf die ragen, auf keinen Fall aus. werden, man kann sich dann wenigstens vor ihnen hüten. Entwicklung der Schulbuch- Litteratur. Im Hinblick Der Firlefanz kostet der Gesellschaft auch weniger Geld. Die Mehr- auf die Gefahr einer solchen Hemmung müsse man befürchten, daß Die Milchhändler haben in dem Kampfe gegen die vom Ab zahl der Führer lehnte natürlich eine solche Auszeichnung dankend ab. auch die Schule keinen Nutzen, sondern nur Schaden von der geordneten Ring, Grafen Schulenburg und Genossen geplante Als nun gar die Frage einer Lohn aufbesserung zur beabsichtigten Reform haben werde. Ein allgemein gebrauchtes Milch berteuerung in lezter Stunde noch einen beachtensSprache gebracht wurde, da gingen die Direktoren aus der Wolle. Buch sei, auch wenn es schlecht sei, schwer durch ein neueres und werten Erfolg erzielt. Ungefähr 85 Broz. aller in Berlin und den Schaffner und Führer verlangten eine Lohnzulage von 50 Pf. befferes zu verdrängen. Und welcher Lehrer werde überhaupt noch Vororten domizilierenden Milchhändler haben sich bekanntlich, wie pro Tag und beriefen sich darauf, daß ihnen gelegentlich der ein neues Buch schreiben wollen, welcher Verleger werde es drucken 1. 3. gemeldet, bei erheblicher Konventionalstrafe Verhandlungen vor dem Oberbürgermeister im vorigen wollen, wenn es trotz aller Vorzüge so wenig Aussicht habe, ein- verpflichtet, unter keinen Umständen weder direkt noch indirekt Jahre versprochen worden sei, falls der gehnpfennig geführt zu werden! in geschäftliche Beziehungen zu der Milchcentrale" der obengenannten Zarif günstige Ergebnisse zeitige, auch eine Dieser Einwand hat natürlich in der Denkschrift nur die Be- Herren zu treten. In verschiedenen Flugblättern der" Centrale" weitere Lohnzulage gewährt werden sollte. Außerdem seien deutung einer Dekoration. Die Buchhändler würden sich um wurde nun diese Zusage der Milchhändler, angeblich auf Grund Mieten und Lebensmittel bedeutend im Preise gestiegen und die die fortschreitende Entwickelung der geistigen Bewegung im Gebiete eines Gutachtens ihres Rechtsbeistands, für unverbindlich er Abzüge für die Ruhegehalts- Kasse machten die vorjährige des Unterrichtswesens" sehr wenig Sorge machen, wenn ihr eigenes lärt und so auf schwankende Elemente des Milchhändlerstandes Mit dieser Anfechtung der ausgestellten Lohnzulage zum größten Teil illusorisch. materielles Interesse nicht dabei in Frage käme. Aber derselbe einzuwirken versucht. haben die Herren jedoch fein Glück Als ein Schaffner von dem bißchen" Lohuzulage sprach, rief Einwand ist auch in pädagogischen Kreisen gemacht verpflichtungsscheine Noch am letzten Tage vor Beginn der Gerichtsferien Herr Direktor Mide: Oho, ein bißchen, zwei millio- worden. Die Einheitlichkeit der Lehrmittel führe zum Monopol gehabt. nen tostet uns der Spaß pro Jahr. Das ist kein und das Monopol zur Erstarrung. Ob indes die geäußerten hat das königl. Landgericht I, Berlin, auf Grund eines solchen vom Bißchen!" Befürchtungen wirklich so ganz berechtigt find, das möchten wir vor- Syndikus, Rechtsanwalt Dr. Flatau, entworfenen VerpflichtungsDie Direktoren lehnten eine Lohnzulage läufig doch noch bezweifeln. Erfahrungen, auf die sich die Gegner scheines unter Anwendung der neuen Vorschriften des Bürgerlichen furgweg ab. Sie verlangten, daß die Angestellten jetzt endlich der Vereinheitlichung hierfür berufen könnten, liegen unfres Wissens Gesetzbuchs, welches allgemein ein vom Schuldgrunde losgelöstes Ruhe halten sollen. Die Gesellschaft habe durch den Zehn nicht vor. Das Bertramsche Religionsbuch, das in den Berliner Bahlungsversprechen als rechtsverbindlich aners pfennig- Tarif riesige Auslagen und täme nicht mehr auf die Gemeindeschulen bisher allgemein benugt worden ist, hat die Fa- tenut, den ersten der vier Milchhändler, die überhaupt den EinSosten; wenn es so weiter gehe, sege man zu. Die Angestellten brikation andrer Bücher dieser Art kaum eingedämmt, und die Er- wirkungen der„ Milchcentrale" nachträglich nachgegeben hatten, dagegen ständen auf goldenem Boden, sie hätten viel beffere füllung des Wunsches, es durch ein andres ersetzt zu sehen, ist nicht durch sofort vollstreckbares Urteil zur Zahlung von tausend Arbeitsverhältnisse als die Bost- und Eisenbahnbeamten; sie müßten an dem Umstand des allgemeinen Gebranchs so lange gefcheitert. Mart an den Vorsitzenden der Schuß- Bereinigung der Milchhändler infolgedessen schon zufrieden sein. Wem es übrigens nicht sondern daran, daß der Verfasser zugleich der oberste Leiter des verurteilt. Zu bemerken ist noch, daß in allen jenen Verpflichtungsscheinen dasselbe Landgericht fürausschließ passe, der könne gehen! Berliner Gemeindeschulwesens war. ich zuständig erklärt worden ist, sodaß die erwähnte Entscheiding gewissermaßen von principieller Bedeutung ist. B bis 31. Mai 1901 • Dagegen in 1900. . " 10 791 133,20 Die Verkehrsdeputation allein trage die Schuld, wenn Gerade bom pädagogischen Standpunkt aus läßt sich auch die Direktion keine Lohnzulage geben könne, auf ihr Verlangen sei ein sehr gewichtiger Grund für die Vereinheitlichung anführen. Ein der Zehnpfennig- Tarif eingeführt worden und bei ihr möchten Wechsel des Lehrbuchs erschwert die Arbeit des Erweiterte Zwangs- Junungsherrlichkeit. Die Jnnungs. sich die Angestellten nunmehr bedanken. Lehrers und hemmt die Fortschritte der Kinder. versammlung der hiesigen Schneider( Zwangs- Innung) hatte am Wieviel die Nedereien von der Nichtrentabilität des Behnpfennig In Berlin kommen aber, so lange keine Einheitlichkeit der 8. Oktober 1900 den Beschluß gefaßt, daß die Hausgewerbetreibenden Tarifs wert sind, geht deutlich aus nachstehender offiziellen Bekannt- Lehrbücher besteht, recht viele Kinder in die Lage, mitten im des Schneiderhandwerks, die der Regel nach Gesellen oder Lehrlinge machung der Direktion, betreffend die Betriebseinnahmen im ersten Schuljahr die Lehrbücher wechseln zu müssen. Ein großer Teil der halten, in den Kreis der Mitglieder diefer Jmung einbezogen werden Halbjahr 1901 hervor: Arbeiterbevölkerung wird hier durch den fortwährenden Wechsel der sollen. Dieser Beschluß ist gemäß§ 100f Absatz 2 der GewerbeM. 2219 279,55 Arbeitsgelegenheit gezwungen, in ganz kurzen Zwischenräumen auch Ordnung unterm 9. Juli cr. vom Oberpräsidenten der Provinz Einnahme im Juni 1901 die Wohnung zu wechseln. Bei der bestehenden Vielheit der Lehr- Brandenburg, von Bethmann- Hollweg, genehmigt worden. Es haben bücher kann ein Stind unter Umständen bei jedem neuen Umzug auch demnach künftig auch die genannten Hausgewerbetreibenden Beiträge einen neuen Wechsel der Lehrbücher erleben genau so, wie wenn an die Immungstaffe zu zahlen, wofür ihnen Gelegenheit geboten 11 665 905,37 es jedesmal nach einer ganz andren Stadt berzogen wäre. Der wird, die Herrlichkeiten des Zwangs Jnnungswesens, von dem sie 71 880,73 Hinweis auf die höheren Schulen, die ja auch keine Einheitlichkeit bisher nichts wissen wollten, genauer kennen zu lernen. 64 452,52 der Lehrmittel haben, ist nicht beweiskräftig. Die Schüler höherer Die hohe Politik im Sportpart. Die Schmods unserer un Nur ein Herenmeister kann aus diesen Zahlen herausdestillieren, Lehranstalten bleiben meist während ihrer ganzen Schulzeit auf ein daß sich der Zehnpfennig- Tarif nicht bewährt, auf deutsch ge- und derselben Anstalt, auch wenn sie die Wohnung wechseln. Die entivegt liberalen Blätter haben ihren Beruf verfehlt, wenn fie nach sagt, für die Gesellschaft feine wesentlichen Mehreinnahmen ge- Gemeindeschulkinder haben aber feinerlei An der Gewohnheit der letzten Jahre noch in den Vorzimmern der spruch auf Belassung in ihrer Schule, sobald sie Wilhelmstraße antichalnbrieren. Wer im Zeichen der Hundstage sich bracht habe. Die Direktion der Großen Berliner" steht also in dieser Frage aus dem betreffenden Schulbezirt verziehen. Diese über das Thermometer der äußeren Politik berufsmäßig unterrichten mit der Wahrheit auf dem Striegsfuße. Freilich, von Vergünstigung wird, wenn Blaz ist, gewährt; aber in der Regel muß muß, laffe das Bülowhaus in Ruhe und begebe sich nach Friedenau, moralischen Bedenken waren die Direktoren noch niemals be- wegen der in den Gemeindeschulen herrschenden Ueberfüllung auf den wie seine geistigen Vorfahren sich ihrer Zeit nach Biarritz begeben fangen, wenn es galt, die Ablehnung einer Forderung der Angestellten Umzug die zwangsweise Umschulung und damit oft auch ein Wechsel haben. Dort auf der Radrennbahn wird er für sein Sinnen in einer der Lehrbücher erfolgen. Stunde mehr gewinnen als in des Jahres Einerlei. Nicht daß er zu begründen, Zusammen M. 13 010 412,75 Tagesdurchschnitt 1900 m. " 0 V E3 Bei 35 Grad im Schatten mit Robl um die Weltmeisterschaft| Die dritte Bande der Einbrecher, die in der letzten Zeit Stadtverordneten Körperschaft. Es handelt sich hierbei Konkurrieren soll. Bewahre. In aller Ruhe ſezt er sich auf einen Juweliere und Großlaufleute bestohlen haben, wurde in der Nacht vornehmlich um die Wahlen, welche durch die Erhöhung der StadtSechsmarkplatz und blickt unverwandt nicht auf die Flieger zum Montag von der Kriminalpolizei festgenommen. Die erste verordneten- Mandate von 48 auf 60 notwendig geworden find. amd Steher, sondern auf die Mitte des Turfplages. Bande bestand aus Delze, Bauer und Genossen, die auch an dem Ferner tommt hierbei die Neueinteilung der Stadtverordneten- WahlDort figen im Iuftigen Belt ein gutes Bäderdugend jener Mord in Ladeburg beteiligt ist; die zweite führte die Bezeichnung bezirke in Betracht, worüber wir noch später berichten werden. Eine wackeren Männer, die durch den vornehmsten Rock, der ihre Blöße Ende und Genossen, fie arbeitete mit Sauerstoff und drang von der wichtigsten Aenderungen gegen früher besteht darin, daß auch in deckt, an sich schon zu höheren Dingen prädestiniert sind. Den oben durch Zimmerdecken in die Räume ein. Die dritte Bande der dritten Abteilung, wie bisher in der zweiten, jeder Wahlbezirk zwei geistigen Gehalt der höheren Politik deuten die Blechinstrumente an, fcharte fich um den 33 Jahre alten, früheren Tischler August Stadtverordnete wählt. In der Regel wird von diesen zwei Stadtbie bie Militärmusiker an ihre Lippen setzen; unser Berhältnis zu den Fechner, dessen Eigenart darin besteht, daß er Thürfüllungen verordneten der eine ein Hausbefizer sein müssen. Nachbarnationen aber giebt sich aus der Qualität der Weisen zu erausschneidet, durch die Oeffnung eindringt, die Füllungen dann wird nun Pflicht der Genossen sein, durch rege Anteilnahme tennen, die sie zum besten geben. Wer noch zweifelt, achte auf folgendes wieder einsetzt und in aller Gemitsruhe drinnen aus Werk und persönliche Unterstützung bei den Vorbereitungen zur Beispiel vom Sonntag. Im Amateurrennen siegt als Nevanche für geht. Zu Fechners Complicen gehörte auch der Meister" Wahl, die diesmal recht umfangreiche sein werden, die Wähler der Paris, wo Genosse Millerand unfren Landsmann Arend vor vierzehn Paul Heinrich, dessen Ergreifung famt seinen beiden Lehrlingen Frig dritten Abteilung, soweit sie noch nicht zu unsrer Partei gehören, Lagen sieggekrönt hat, der Franzose Maitrot. Das ist immerhin Bröcklin und Mag Schmidt in der Nacht zum Sonnabend gelang. Auf aufzurütteln und sie zur Beteiligung an den Kommunalwahlen zu ein Ereignis. Jedermann erwartet, daß die Jutimität zwischen den Fechners Conto entfallen auch die Einbrüche in einen Juwelierladen interessieren. Eine der Hauptbedingungen zur Ausübung des schon beiden Nationen heute ebenso durch das Spielen der Marseillaise ihren der Uhlandstraße und in eine Tuch- Großhandlung in der Spandauer- ohnehin sehr mageren Wahlrechts ist es aber, die Wählerlisten, tünstlerischen Ausdruck finden werde, wie bei der Automobilfahrtmenschen- straße. Ergriffen wurde er bei einem Einbruch in einen Juvelier- welche diesmal in der Zeit vom 15.- 30. August im Rathause ausmordenden Angedenkens. Aber nein. Ein Gaffenhauer gewöhnlichsten laden der Weberstraße. Er hat bereits mehrfach Strafen erlitten. liegen werden, einzusehen; denn mur wer in diefelbe eingetragen ist Kalibers begrüßt den lorbeerbekränzten Sieger und wir müssen uns mit Somit sind drei der gefährlichsten Banden, die Berlin unsicher oder bei rechtzeitiger Reklamation nachgetragen wird, kann jein der betrübenden Thatsachen abfinde, daß seit dem Tage der schönen machten, hinter Schloß und Riegel gebracht worden. Auch gelang Wahlrecht ausüben. Vor allem bitten wir die Genossen, bei AufTöfftöff- Rede des Handelsministers Möller unser Verhältnis zur der Kriminalpolizei, den größten Teil der Sore( Diebesbeute) aur forderung zur Verbreitung von Flugblättern recht auf dem Nachbarrepublik irgend eine dunkle Trübung erfahren hat. Denn aus Stelle zu schaffen und den Bestohlenen zurückzugeben. Posten zu sein. Furcht vor den Socialdemokraten, die etwa auf der Rennbahn sein Beim Vater eingebrochen ist mit Hilfe eines Komplizen der Die Gemeindevertretung von Lübars- Waldmannsluft hat mögen, wird man doch nicht das Spielen der Marseillaise unterlassen 22 Jahre alte Kaufmann Sch. Beide öffneten in Abwesenheit der in ihrer letzten Sigung den von der Straßenbahn- Gesellschaft Cohn haben. Daß aber politische Bedenken und nicht ein harmlofer Zufall die Freiheitshymne unterdrückt haben, sah man gleich nachher, als der Familie gewaltsam die Eingangsthür zur elterlichen Wohnung und u. Co. gestellten Antrag um nochmalige Verlängerung des Dane Ellegard im Fahren der Berufsflieger elegant fiegte. Bei erbeuteten aus einem erbrochenen Schreibtisch 1750 M. in bar und 3. geschlossenen Vertrags bezüglich Erbauung einer elektrischen deffen Ehrenrunde erflang sofort der sonst doch ebenfalls bem 3000 m. in Wertpapieren. Die legteren umzusegen gelang ihnen Straßenbahn zwischen Dalldorf- Waidmannspreußischen Heer ungewohnte Song Christian" mit schmetternber noch zu derselben Stunde, dann wandten sie sich zur Flucht. Der Lust- Tegel- hermsdorf and Glienide abgelehnt. Der Bucht und zeugte gang richtig dafür, daß die politische Magnetnabel junge Sch. entkam über Holland nach England, während fein Vertrag war bereits am 1. April und ist nunmehr wieder am 1. Juli Preußen- Deutschlands zur Zeit nach den Gewässern des Nordens abendabend auf dem Lehrter Bahnhof in dem Augenblick der Gin Waldbrand entstand am Sonntag an den Müggelbergen Complice Hermann Kant, der etwas mehr gezögert hatte, am Sonn- abgelaufen. weist. Bemerkt sei noch, daß Arend im Entscheidungslauf sehr schlecht Kriminalpolizei in die Hände fiel, als er nach Hamburg abdampfen unweit des Teufelsees. Berliner Ausflügler bemühten sich, ben Bemerkt fei noch, daß Arend im Entscheidungslauf sehr schlecht wollte. In seinem Besiz befanden sich nur 300 M., ben Nest hat Brand in seiner Ausdehnung zu hindern, später traf die Feuerwehr aus Köpenick und Spindlersfeld ein. abschnitt. Er wurde legter. Die Reihenfolge war Edegard, Reſt der Sohn mitgenommen. Straßensperrung. Das Hallesche Ufer von der Möckernstraße bis zur Ueberführung der Berlin- Anhalter Eisenbahn wird behufs Umpflasterung vom 15. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Jaquelin, Schilling, Arend. Im Entscheidungsmatch zwischen Amateur- und Berufsfahrer stegte Ellegard abermals über Maitrot. Von einem Bierwagen totgefahren wurde am Sonnabendabend die 65 Jahre alte Witwe Julie Grünhof aus der Grenzstr. 21. Die unbeholfene Greifin lief beim Ueberschreiten des Fahrdanıms in ihrer Kopflosigkeit in das Gespann hinein, fiel um, und die Räder Orgel- Vortrag. Die Opernfängerin Frau Hedwig Kroker- Murrmann, gingen ihr über den Leib, da der Kutscher die Pferde nicht mehr Frl. Margarete Winter, Herr Paul Bronsch, Herr Hermann Spöndly zum Stehen bringen konnte. Ein Schußmann wollte die noch( Violinist) und Herr Organist P. Hener unterstützen den Orgelvortrag, Lebende Frau in einer Droschte nach einem Krankenhaus bringen; 12 Uhr, in der Warienkirche bei freiem Eintritt hält. welchen Herr Musikdirektor Otto Dienel Mittwoch, den 17. Juli, mittags unterwegs war aber der Tod schon eingetreten.png Fenerbericht. Montagnachmittag brannten 2uisenstr. 62 Einen fchweren Absturz erlitt am Sonnabendabend der Schaldecke und Balkenlage, während gleichzeitig Fehrbelliner 28 Jahre alte Zimmermann Frizz Bander aus Nieder- Schönhausen, straße 14 ein Breßlohlenbrand abzulöschen war. Am Sonntag der auf einem Bau in der Plantagenstraße zu Banton arbeitete. erfolgten mehrfache Alarmierungen. Bohenstr. 42 brannte ein Infolge eines Fehltritts fiel er aus dem zweiten Stock in die Tiefe Lumpenlager, a II str. 30 batten Rörbe und Kasten Feuer geund frug außer anderen Verlegungen einen Bruch beider Beine fangen und Admiralstr. 18a, sowie Holzmartt str. 33 a davon. Ein Krankenwagen brachte ihn nach Berlin. waren Heine Wohnungsbrände zu beseitigen. Während des Gewitters hatte vor dem Hause Stromstr, 26 der Blig in die Straßenbahnleitung geschlagen und dabei die Jfolierungen und Ausschalter zerstört. Weitere Feuermeldungen von Münzstr. 11 und Dresdenerstr. 70 waren auf niedergedrückten Rauch zurückzuführen. Ein heftiger Zusammenstoß ereignete sich am Sonntagmorgen am Oranienburger Thor zwischen einem Straßenbahnwagen und einer Wegemesserdroschte. Diese war besegt und wollte die andre Seite des Dammes erreichen. Der Kutscher hatte aber die Entfernung falsch berechnet und wurde von der Bahn in der Flanke gefaßt. Die Fahrgäste sprangen heraus; der Kutscher wurde vom Bock geschleudert und am Kopf verlegt; der Wagen wurde stark beschädigt. Ein zweiter Zusammenstoß erfolgte am Sonnabend abend an der Ecke der Karl- und Friedrichstraße dadurch, daß ein Radfahrer in einen Bostpaketwagen hineinfuhr. Seine Unaufmert famteit mußte er mit einer schweren Verwundung am Kopf büßen. Mit Leuchtgas vergiftet hat sich der 47 Jahre alte Fabrikbefizer Adolf Himmelmann aus der Danzigerstr. 98. Er hatte seine Metallwarenfabrit in der Straßburgerstraße, in der er 18 Jahre hin durch thätig gewesen war, erst vor einigen Wochen getauft. Das Geschäft, in dem etiva 50 Arbeiter Beschäftigung haben, wird als durchaus gutgehend bezeichnet. Am Sonnabendnachmittag um 5 Uhr wurde H. in der Fabrik vom Unwohlfein befallen und von seiner Braut Margarete Sch., die zugleich dort Buchhalterin war, nach Hause gebracht. Von der Wohnung schickte er Fräul. Sch. wieder nach dem Geschäft zurück, um die Wochenlöhne auszuzahlen; als die Buchhalterin etwa zwei Stunden später sich nach ihm umsehen wollte, fand fie ihn in seinem Bett tot auf. Er hatte von einem Gastocher den Gummischlauch, durch den die Zuführung des Gases erfolgt, gelöst und in den Mund genommen, dadurch den sicheren Tod gefunden. Als Grund zur That wird sein nervöser Zustand angenommen, da eine andre Veranlassung nicht vorzuliegen scheint. Aus den Nachbarorten. achbarorten. Sociales. Was die Apotheker leisten können. In der letzten Nummer der Apotheker- Zeitung" findet sich folgender Bericht als Schmaltalden: Wie wir schon im vorigen Jahrgang d. 8tg.( 1, 6, 28, 231) berichteten, gewährte infolge unsinnigen Unterbietens der apotheker Steinstein in Schmalkalden der dortigen Ortskrankenkaffe einen Rabatt von 30 Proz., wofür ihm die Alleinlieferung für die Kaffe auf ein Jahr übertragen wurde. Nach Ablauf des Jahres erboten fich die beiden Konturrenzapotheken, den gleichen Rabatt zu gewähren, wie St., wenn die Lieferung wieder allen drei Apotheken übertragen würde. Dieses ist nicht geschehen, vielmehr ist die Lieferung auf weitere drei Jahre an Herrn Reinstein vergeben gegen einen Rabatt von 41 Proz Ueber die recht bewegte Sigung der Orts Krankenkasse schreibt der Thür. Hausfreund" u. a. folgendes: " " 10 Von Herrn Reinstein sowohl wie von den beiden andren Apotheken find Schreiben eingegangen, in denen sie sich um die Lieferung bewerben. Die Hirsch und Rosenapotheke bieten, wenn die Lieferung freigegeben wird( wohlgemerkt an alle drei Apotheken), denselben Rabatt, wie Herr Reinstein, im Notfalle bis zu 40 Proz.(!) Herr Reinstein ist den Herren in den„ Prozenten" Monat Juni 105 Arbeitgeber 108 männliche und 53 weibliche, zu Vom städtischen Arbeitsnachweis in Nigdorf verlangten im aber noch über", indem er 41 Proz. geben will, dann aber die Alleinlieferung beansprucht. jammen 161 Personen zur Beschäftigung und zwar: 26 Handwerker, Das bemerkenswerteste an der Mitteilung ist die Thatsache, daß 12 Fabritarbeiter, 70 ungelernte Arbeiter, 20 Dienstmädchen, sich die andren beiden Apotheker gleichfalls zur Gewährung eines 23 Fabrikarbeiterinnen, 10 ungelernte Arbeiterinnen. Beschäftigung Rabatts von 40 Proz. bereit erklärten, nicht unter der Bedingung des gesucht haben 868 männliche, 48 weibliche, zusammen 411 Personen. Lieferungsmonopols, sondern der Freigabe der Lieferung durch alle Davon erhielten leider nur 145 Personen Arbeit nachgewiesen und Apotheken. Sie müssen's doch leisten können. zwar: 26 Handwerfer, 12 abritarbeiter, 69 ungelernte Arbeiter, nd bus wond 10 Dienstmädchen, 20 Fabritarbeiterinnen und 8 ungelernte Arbeiterinnen.r 32 Betrieben. Eine offizielle Arbeitsstatistik für die Metallindustrie. Von der großen Statistik über die Verhältnisse der Arbeiter Neu- Weißenfee. Die Hausagrarier Weißenfees glaubten bei Schwedens, die im Auftrage des Staats bearbeitet wird, ist fürzlich der Festsetzung der Steuer zufchläge zu hoch belastet zu sein. Bei der dritte Band erschienen. Die beiden vorhergehenden Bände be der Verteilung dieser Zuschläge, so behaupten sie, sollten die nur schäftigten sich mit den Verhältnissen in der Tabakindustrie Einkommensteuer zahlenden Gemeindeglieder einen allzugroßen und in den Bäckereien; dieser handelt von den Verhältnissen Vorteil erlangt haben. Die Beschwerde gegen diefe angebliche der Arbeiter der größeren mechanischen Werkstätten Ungerechtigkeit" wurde von den Wortführern des Hausagrariertums der Metall- und Maschinen- Industrie. Der außer schon bei der Etatsberatung in der Gemeindevertretung erhoben, ordentlichen Schwierigkeiten wegen, die mit einer solchen umohne jedoch beim Amtsausschuß Gegenliebe zu finden. Die fassenden Statistit verbunden find, find, wurde die Zahl der hierauf eingelegte Beschwerde ist jetzt zurückgewiesen worden, in die Untersuchung einbezogenen Betriebe und Arbeiter be" da die Festsetzung der Zuschläge in Sinne des Kommmmal schränkt. Eine erste Untersuchung zeigte, daß für die Gußwaren Mutter und Tochter auf die Anzeige des Vaters wegen abgaben Gesetzes erfolgt sei". Das Bestreben also, sich erneut bearbeitung und für die mechanische Werkstattindustrie 838 Betriebe einen Vorteil zu verschaffen, ist vergebens gewesen. Ebenfo mit 26 668 Arbeitern in Betracht kommen. Wie sehr hier in diesem Kindesmordes verhaftet. Die 25 Jahre alte Aufwärterin Emma hatten der sattsam bekannte katholische Pfarrer Dr. Stephan und Arbeitszweig der Großbetrieb dominiert, geht daraus hervor, daß Schulz aus der Swinemünderstraße 13 hatte am Sonnabendnach: Genossen gegen die Gemeindevertretung Beschwerde erhoben wegen die kleinen Werkstätten hiervon nur 3000 Arbeiter umfassen, während mittag in der elterlichen Wohnung einem Knaben das Leben ge- Nichtbewinigung eines Zuschusses zum Bau der katholischen Kirche. 4210 in 72 Werkstätten, mit je 50-100 Arbeitern, beschäftigt find; schenkt. Die Mutter, die 53 Jahre alte Frau Auguste Schulz, ge- Diese Beschwerde ist ebenfalls zurückgewiefen mit der Begründung: 8117 in 51 Betrieben mit je 100-800; 3056 in 8 großen Be borene Malchow, hatte der Tochter beigestanden, aber sonst niemand" ba bedauerlicherweise derselben keine Folge gegeben werden könne, trieben mit je 300-500, und schließlich 8145 Arbeiter in 11 Hinzugezogen. Als der Vater, ein Straßenbahnkutscher, abends weil die politische Gemeinde Neu- Weißensee durch Zuwendung eines sehr großen Betrieben. um 8 Uhr nach Hause kam, konnte ihm die mit der Tochter vorgegangene Veränderung nicht entgehen. Man beschränkte die Untersuchung auf die Betriebe, die, wenn Auf seine Zuschusses von 80 000 M. zum Bau einer evangelischen Kirche in der Stadt, mindestens 100 Arbeiter beschäftigen und auf solche Fragen wurde ihm mitgeteilt, daß das Kind tot zur Welt gekommen nur eine Pflicht(!) erfüllt habe. sei und in einer Laube auf dem unbewohnten zweiten Hofe liege. Neu- Weißensee. Die Kosten zur Handwerkerkammer, in den Landgegenden mit mindestens 300 Arbeitern und geDort fand er die in Leinwand gewickelte fleine Leiche. Die ganze foweit diese von Handwerkern des Gemeindebezirks Neu- Weißensee langte dadurch zu einer Gesamtzahl von rund 12000 Arbeitern in Sachlage fam ihm aber verdächtig vor: kein Arzt, keine Hebamme, zu leisten wären, werden nach einem Beschlusse der letzten VertreterDer Plan zur Herbeischaffung des statistischen Materials wurde die nasse Leiche in der Laube! Obgleich er kein Eingeständnis einer Sigung nicht zur Erhebung kommen, sondern von der Gemeinde in Gemeinschaft mit einigen großen Arbeitgebern und sech& Ver. strafbaren That erhielt, entschloß er sich nach einem harten inneren getragen werden. Die nach Erbauung des neuen Krankenhauses tretern der Gewerkschaften entworfen. Die Frageformulare, Kampf, die Sache der Polizei zu unterbreiten. Mutter und Tochter fast nur noch zur Aufnahme von Siechen benutzte frühere Krankenwurden noch an demselben Abend verhaftet, die erstere in das barade bedarf nach Angabe der beaufsichtigenden Aerzte einer be- die auf diese Weise zu stande kamen, sind sehr umfangreich; sie Untersuchungsgefängnis, die lettere in das Gerichtslazarett gebracht. deutenden Bergrößerung; eine Trennung der Geschlechter, sowie nach umfaffen 20 Drudfeiten. Es wurde viel über die Be Beide behaupten, daß das Kind nicht gelebt habe und in einen der Art der Strankheiten erschien dringend geboten. Dem Vorschlage wurde schwerden geklagt, die ihre Ausfüllung verursachte. Die Arbeit Eimer mit Waffer gefallen sei. Das Kind dürfte aber lebend in von der Vertretung im Princip zugestimmt, dieser soll baldigst ein Kosten- geber sollen sich bei der Herbeischaffung des Materials im allgeden Eimer geworfen und darin erstickt sein. anschlag vorgelegt werden. Durch die Fertigstellung des neu- meinen sehr entgegenkommend gezeigt haben; viele ließen auf eigne erbauten 28tlaffigen Schulhauses im westlichen Bezirk wird dem Kosten Auszüge aus den Lohnlisten anfertigen; einige dagegen haben In flagranti ertappt wurden bei einem Einbruch in das Mangel an Schulräumen noch nicht in dem Maße gesteuert, daß an Interesse entgegengebracht, doch haben sich auch von ihnen ca. 200 jede Auskunft verweigert. Die Arbeiter haben der Statistik großes Frankfurter Kaufhaus in der Nacht zum Sonnabend der mehrfach eine Beseitigung der zu Schul- und Unterrichtsweden benugten Interesse entgegengebracht, doch haben sich auch von ihnen ca. 200 mit Zuchthaus bestrafte Einbrecher Paul Heinrich mit zwei jugend- Mietsräume gedacht werden kann. Diese Räume waren zum meist aus der natürlich unbegründeten Furcht, es könnte der Steuergeweigert, Angaben über ihre Lohnverhältnisse zu machen, wohl lichen Spießgesellen, die er in dem Handwerk ausbildete. H. hatte 1. Oktober vom Schulvorstand gekündigt worden. Nach einer den 16 jährigen Burfchen Frik Bröcklin und den um ein Jahr älteren Revision des Schulrats verfügte die Regierung jedoch, daß behörde Mitteilung gemacht werden. Die erwähnten 12 000 Arbeiter waren in 82 Betrieben beMar Schmidt an sich gelockt und sie zunächst, um ihnen Mut zu machen, auch nach dem 1. Oktober noch Mietsräume beschafft zu Wilddiebereien in der Umgebung Berlins benutzt. Schon dabei werden müssen, da auch dann noch 23 Klassen feine Unter- schäftigt an 23 verschiedenen Orten Schwedens; 29 der Betriebe gefamen sie in Gefahr, entdeckt zu werden, entgingen dieser aber durch funft finden können. Um der Gemeinde jedoch die Ausgaben hören Aktiengesellschaften mit einem Kapital von zu ihre Frechheit. Während sie nämlich in der Hermsdorfer Forst für vermehrtes Lehrpersonal fowie für die Beschaffung einer größeren fanmen 19 Millionen Kronen. Die im Jahre 1898 in den 32 Vetrieben erzeugten Waren hatten einen Wert von 40 Millionen Kronen, mit einer Stockflinte auf Raub ausgingen, erhielt Schmidt Anzahl Mietsräume zu ersparen", schlägt die Regierung vor, vom durch frühzeitiges Losgehen der Waffe eine Schrotladung 1. Oktober ab in den unteren Klaffen, der 4., 5. und 6. Klaffe, die davon allein an Gußwaren 8 Millionen Kronen. Außerdem wurden ins Gesicht. Um nun nicht in Verdacht zu geraten, er jegt beobachtete und geforderte Trennung der Geschlechter nicht hauptsächlich Eisenbahnwagen, Dampfschiffe, Lokomotiven und Dampfdichtete Schmidt einen räuberischen Ueberfall, den er mit mehr durchzuführen. Wirklich, ein genialer" Vorschlag! Die maschinen erzeugt. breister Stirn bei der Behörde zur Anzeige brachte, die Nach- Uebernahme der Prenzlauer Chaussee wurde im Princip forschungen blieben natürlich ohne Erfolg. Bei dem Einbruch in beschlossen, nachdem die Erhöhung der von der Provinz an die Ge das Kaufhaus war H. bereits durch das Loch geschlüpft, das er in meinde zu entrichtende Abfindungssumme von 14.000 auf eine Thür gebrochen hatte und stand nun einer zweiten Thür gegen 20 600 Mart Buftimmung gefunden hat. Die geradezu skandalösen fiber. Während mun die den Einbrechern auf den Fersen figende Bustände auf dieser Provinzialstraße, zu deren Beseitigung so gut wie 9 Betriebe hatten ausgezeichnete Arbeitsräume, Bolizei die beiden Verbrecherlehrlinge sicher stellte, waren auch Haus- nichts bis jetzt geschehen ist, wurden einer herben Stritit unterzogen. teilweise zufriedenstellende Arbeitsräume, bewohner herbeigekommen, und ein Hausdiener hatte den in der Die von der Gemeinde nach der Uebernahme der Chaussee sofort Klemme sizenden Heinrich mit einem Ochsenziemer bereits tüchtig notwendig vorzunehmenden Neupflasterungen werden circa 150 000 m. weniger zufriedenstellende Arbeitsräume, durchweg schlechte Arbeitsräume. bearbeitet, als die Beamten ihn abführten. Bei der Vernehmung in erforderlich machen. Der die Gemüter der Einwohnerschaft schon die Enge getrieben, räumten alle drei die Strafthaten ein und wurden lange Beit in Aufregung haltende projektierte Ankauf des dem machten die Verhältnisse einen äußerst unordentlichen und un In einem der Betriebe wurde der Agent hinausgewiesen; hier am Sonntag in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Vorsteher gehörigen Grundstücks Albertinenstr. 6 ist gestern trotz zufriedenstellenden Eindruck". In 18 der Betriebe sind keine besonderen heftigster Gegenagitation perfekt geworden. Die schon bei andren Gelegenheiten in Attion getretene Mehrheit versagte auch hier ventilationsvorrichtungen vorhanden, nur zwei haben Bade- Einin diesem Fall nicht. Die von der Vertretung zur Beschaffung von richtungen, in vielen Betrieben fehlt es auch an der nötigen Reingeeigneten Bureauräumen eingesetzte Kommission empfahl der Vertretung, dies genannte Grundstück zu gedachtem Zweck für den Preis 10/2 Stunden, doch sind auch solche mit neunstündiger und auch einige Die Arbeitszeit beträgt in den meisten Betrieben 91/2 bis von 135 000 W. anzukaufen. Nach einer an zwischenfällen reichen, mit elfſtündiger Arbeitszeit vorhanden. Die Arbeitszeit ist in den erregten Debatte wurde ein Antrag auf Bertagung mit 14 gegen legten 25 Jahren nicht unwesentlich verkürzt worden, Stimmen abgelehnt, der Antrag der Kommission jedoch mit 15 1875 betrug fie noch im Durchschnitt 67 Stunden pro Woche, 1893 Aus Schöneberg schreibt man uns: Immer näher rückt die nicht ganz 61 Stunden. Die Statistit über die Lohnverhältnisse der Arbeiter Zeit zur Vornahme der Neu- resp. Ergänzungswahlen zur hiesigen gewinnt noch dadurch besondere Bedeutung, daß sie als Material Die Aushebung einer Kaschemme erregte am Sonntagmittag um 124 Uhr in der Beteranenstr. 15 einiges Aufsehen und führte einen Auflauf herbei. In der Wirtschaft von Rudolf Neugebauer hatte sich zwischen diesem und zwei Gästen eine Schlägerei enthatte sich zwischen diesem und zwei Gästen eine Schlägerei entsponnen, bei der der Arbeiter" Hermann Goertz mit einer Rehpeitsche so verlegt wurde, daß er auf der Rettungstache III in der Rastanien- Allee ärztliche Hilfe nachsuchen mußte. Daraufhin traf der Vorstand des 62. Bolizeireviers mit 12 Schußmännern ein und räumte das Lokal. Die wenigen Gäste mitsamt dem Wirt wurden nach der Wache mitgenommen. Einer mußte vom Boden heruntergeholt werden, wohin er sich geflüchtet hatte. gegen 7 Stimmen angenommen. triebe haben als Hauptresultat ergeben, daß eine nicht unbedeutende Die Untersuchungen über die Arbeitslotale dieser Be Bahl Arbeitslokale unfrer größeren mechanischen Werkstätten ziemlich Der Statistiker hat unzufriedenstellend in sanitärer Hinsicht find“. barüber folgende Tabelle aufgestellt: 10 " " 7 5 lichkeit. für die Beratung über die Reform des Reichstags- Wah I- 1 Naumburger oberlandesgerichtlichen Urteil bezüglich des Anhaltischen rechts dienen wird. Dieses Wahlrecht selbstverständlich nur Vereins- und Versammlungsrechts die Agitation unter dem weiblichen zur zweiten Kammer des Reichstags beginnt erst bei einem Eiu- Proletariat bedeutend erleichtert ist. tommen von 800 Kronen. Es hat sich nun ergeben, daß nur 60 Broz, Der„ festangestellten" Arbeiter, d. h. solcher die mindestens 49 Wochen auf einer Stelle waren, ein Jahreseinkommen von über 800 Kronen batten. Zieht man die übrigen Arbeiter mit in Betracht, so ergiebt sich, daß nur 55 Proz. über die Wahlrechtsgrenze kommen und 45 Proz. darunter bleiben. Der Durchschnittslohn betrug für die ledigen Arbeiter die verheirateten 999 Kronen. Für 16 Betriebe lagen die Lohnlisten bon 1885 bis 1898 bor und es ergab fich darans, daß eine nicht unbedeutende Steigerung der Stundenlöhne stattgefunden hat. 1885 wurde durchschnittlich als niedrigster Lohn pro Stunde gestellt sind. 15,2 Dere, als höchster 25,5 Dere bezahlt; 1898 aber 18,3 als niedrigster und 30 Dere als höchster Durchschnitts- Stundenlohn. nur 706 Kronen, für In seinen Untersuchungen über die Zugehörigkeit der Arbeiter zu den Gewerkschaften hat der amtliche Statistiter nur die auf dem Boden der modernen Arbeiter bewegung stehenden Fachverbände in Betracht gezogen, den Versuchen zur Gründung religiös gefärbter oder socialistenfeindlicher Arbeitervereine aber feine Beachtung geschenkt. Danach gehörten 4368 der befragten Arbeiter den Gewerkschaften an, etwa 40 Proz. der Volljährigen. Der Statistiker spricht mit größter Achtung von diesen Organisationen und besonders von der der Eisen- und Metallarbeiter, die 1901 in 98 Mitgliedschaften Die„ Statistik über die großen mechanischen Werkstätten" bildet einen stattlichen Band von 360 Seiten. Wir konnten hier nur einige Proben aus dem überreichen Material geben, das mit großer Gewissenhaftigkeit zufammengetragen ist. Aus der Frauenbewegung. Der Verein der Frauen und Mädchen Schönebergs hält am 17. Juli im Lokale von Obst, Meiningerstr. 8, seine General bersammlung ab. Sie wird den Jahresbericht entgegenzunehmen und den Vorstand neu zu wählen haben. Außerdem soll der diesjährige Ausflug sowie verschiedene andere Vereinsangelegenheiten besprochen werden. Marktpreise von Berlin am 13. Juli 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräfidiums. D.- Etr. Roggen, gut Approbierte Aerztinnen in Deutschland. An der Universität Halle bestanden vor einigen Tagen zwei Damen, Fräulein Irma lausner und Fräulein Elſe v. d. Leyen die ärztliche Staatsprüfung. Beide hatten das Reifezeugnis eines deutschen Realgymnasiums erworben und darauf 10 Semester an deutschen Uni-* Gerfte, gut versitäten studiert. Sie sind somit die ersten Frauen in Deutschland, die unter denselben Bedingungen wie Männer die Vorbildung* hafer, gut für den ärztlichen Beruf erlangt haben und nun als Aerztinnen ihren männlichen Kollegen gesetzlich in jeder Beziehung gleichesedelled Dermischkes. " bp. Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Welzen, gut " " mittel gering " Kartoffeln, neue, D- Ctr. 12, Nindfleisch, Keule 1 kg 61,60 1.20 Bauch 1,30 1" " " 1,60 1,20 mittel gering 1,60 1,10 " " 1,60 1,10 " 16, 14,90 2,60 2, mittel gering 14,80 13,70 Eier 60 Slid 4.- 2,40 " 13,60 12,50 Karpfen 1kg 2, 16,30 15,60 Aale 2,80 1,40 " 15,50 14,80 Bander 2,80 1,20 gering 14,70 14,- Hechte 2,40 1,20 " Hent Nichtstroh Erbsen Speisebohnen Chisen " " 6,82 6,32 Barsche 7,30 1,80 0,80 4,90 Schleie 2,40 1." 40, 25, Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Krebse per Sdjot 16,- 3, 65, 30, mittel Ein Schulgebäude vom Blik getroffen. Während eines Ge *) Frei Wagen und ab Bahn. witters, das sich über dem Dorfe Kaliszkowize bei Salisch entlud, Produktenmarkt vom 15. Juli. Getreide. Der starte Rückschlag schlug der Blig in das Schulgebäude gerade während des Unter- in der nordamerikanischen Weizenhauffe und die Ermäßigungen der Getreiderichts. Der Blik nahm seinen Weg zuerst in die sefiche, in welcher notierungen in Best um 8 bis 9 Kronen, ließen zwar den hiesigen Berkehr die Frau des Lehrers gerade mit der Zubereitung des Mittagsmahls nicht unbeeinflußt, troßdem tonnte man doch eine relative Festigkeit der beschäftigt war; die Frau erhielt starke Brandwunden. Hierauf lief Grundtenbenz fonstatieren. Besonders Roggen behauptete feine letzten der Blizz an den Wänden der ersten Abteilung der Schule entlang, Notterungen und wurde später sogar ausgesprochen fest, da die neuesten wobei die auf den letzten Bänken sizzenden Kinder getroffen wurden, Privatmeldungen aus Rußland, welche besagen, daß im Süden nur die Uut und zwar wurde ein Schüler der zweiten Klasse vom Blitz auf der gebung von Odessa von den Wirkungen der Dürre verschont geblieben sind, Stelle erschlagen, während fünf andre Suaben schwere Kontufionen für September 1½ Wt. mehr erzielt. Weizen war aus den oben schon näher bie Abgeber zur Reserve veranlaßten. Für Juli- Lieferungen wurde 1 M., erlitten. Leichte Verlegungen erhielten vierzehn Knaben. Ani Auf- angeführten Gründen am Frühmarkt über 1 M. gedrückt, erholte sich jedoch kommen der Frau wird gezweifelt. mittags unter bem ftimulierenden Einfluß der Festigkeit für Roggen und Mehl lag fehr ruhig, infolge gleichfalls mäßigen Angebots von Ware. Safer fest, Mais nachgebend. Rüböl schwächer. Schluß sehr fest für Roggen, Serbst- und Winterlieferungen über 1 Mt. höher als vorgestern. Arbeiterrifiko. Aus Laibach wird berichtet: Beim Bau der Wippachthalbahn wurden mehrere Arbeiter durch einen Erdsturz verschüttet; einer war sofort tot, zwei wurden lebensgefährlich, die übrigen leichter verlegt. Eingegangene Druckschriften. Etsenbahn- Unfall. Am Sonntagabend wurde ein Fuhrivert mit Ausflüglern von einem von Stiel nach Flensburg gehenden Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, Diek' Berlag) ist soeben bas Eisenbahnzug auf einem Wegübergange bei der Station Maas- 41. Geft des 19. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: büll überfahren. Zwei Personen wurden getötet, mehrere andre Der Fall Kauffmann. Der füdafrikatanische Krieg und der Niedergang Erkenntnistheoretische verlegt. des englischen Liberalismus. Von Th. Rothstein. Fürstenschule. Von D. Bach. Marr- Kritit. Von Heinrich Cunow. II. Schiffsunfall. Der deutsche Dampfer" Tanis" ist in der Nähe Auch ein Beitrag zum Arbeiterinnenschuz. Von Gustav Hoch. Die See: von Punta Mogates gestrandet. Bon Montevideo wurde Hilfe schlange. Von K. Kautsky.- Litterarische Rundschau: Pierre Bertrand, Opfer des Kampfes. Die gewerkschaftliche Bewegung der entsandt; auch ein Regierungsdampfer hat sich an Ort und Stelle Les Atrocités de la guerre de Chine. Dr. Edmund Biernacki, Die att Arbeiterinnen Berlins hat auch ihr Opfer aufzuweisen. Die Genoffin begeben. moderne Heilwissenschaft, Wesen und Grenzen des ärztlichen Wissens. Rosenstengel, die im vorigen Jahre ihr fünfundzwanzigjähriges Feuilleton: Die Barmherzigkeit der Gemeinde. Ein Bild aus Hottingen. Einen traurigen Ausgang nahm das Schüßenfest, das ant Bon Maria Kanopnica. Deutsch von W. Lopuszansti.( Fertsetzung.) Arbeitsjubiläum in der Wäschefabrik von Ehrmann u. Co. feierte, Sonntag in Siegen abgehalten wurde. Mitten im Festestrubel Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen wird jezt von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz gehetzt. Kaum hat sie eine neue Stellung gefunden, so heißt es nach 3 oder 4 Tagen explodierte ein Faß mit 50 Pfund Schießpulver, das zum Böller( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns soeben die Nr. 15 bes 11. Jahrgangs zuDas Haus, in welchem das Pulverfaß gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Wirts bereits:„ Sie passen nicht für unser Geschäft!" Die Thätigkeit der Ge- chießen beſtimmit war. Frauenarbeit in Hessennannten in dem Ehrmannschen Geschäft beweist, daß sie eine brauchbare stand, stürzte zusammen, vier Personen wurden getötet, vier schwer schaftsgenossenschaft. III. Bon Klara Zetkin. Darmstadt. Von a. br. Aus der Bewegung. Feuilleton: Das Kind. Arbeiterin ist; der gleichmäßig angegebene Entlassungsgrund nach Sfizze von Ernst Preczanz. Notizenteil: Arbeitsbedingungen der einer Thätigkeit von 3-4 Tagen beweist, daß es sich dabei nur um Vereinsrecht der Frauen. Der Lechtinger Kindermord dürfte jegt aufgeklärt werden. Arbeiterinnen. Frauen- Stimmrecht. Frauenbewegung. einen vorgeschüßten Grund handeln kann. Der wahre Grund kann Der des Rügener Knabenmordes dringend verdächtige, seiner Beit Socialistische Frauenbewegung im Ausland. nur die rege Thätigkeit der Gemaßregelten für ihre Berufsorganisation aber in Osnabrück mangels Beweises wieder freigelassene Teßnow Der Wahre Jacob Nr. 15 tft erschienen und zum Preise von fein. Frau Rosenstengel wird von diefen Maßregelungen um so wird jetzt als der mutmaßliche Thäter bezeichnet. 10 Pf. durch alle Buchhandlungen und Colporteure zu beziehen. Aus dem härter betroffen, als sie die einzige Ernährerin ihrer Familie ist, da Inhalt nennen wir das zweiseitige Bild: Gewerkschaftliche Thätigkeit im ihr Mann arbeitsunfähig ist. Rongreßsommer". Es symbolisiert die Kraft der organisierten Arbeiterklasse Sie wird sich natürlich nicht beugen, gegenüber dem Unternehmertum. Ein Vollbild ist dem neuen Bismarcksondern wird versuchen, sich durch Hausplätterei durchzuschlagen. Die Dentmal gewidmtet. Weitere Illustrationen beschäftigen sich mit Herrn Solidarität der Arbeiterschaft wird ihr hoffentlich nicht fehlen. Die Ballin sowie mit dem Reisebotschafter Phili. Auch textlich ist das Blatt Arbeiterinnenbewegung wird davon nur neuen Anstoß erhalten. sehr inhaltreich. verlegt. Witterungsübersicht vom 15. Juli 1901, morgens 8 1hr. Stationen Hamburg Berlin Frankf./M. München Wien Barometer stand mm Windrichtung Windstärte Wetter Temp. n. G. 5° 4° R. 26 Stationen Barometer= stand mm Wind= richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. Hot Do 2516.bed. 16 760 SSW 1 bedeckt 19 Petersburg 760S0 762 SW 764 SW 760,23 1 hlb.bed. 23 Cort 2 heiter 21 Baris 2 wolkig 20 berbeen 2 heiter 23 765 764 NW 3 wolfig 14 1 bedeckt 17 Von der Agitation. Im Auftrag des Agitationskomitees des Fabritarbeiterverbandes für Anhalt sprach Genoffin Ziez- Hamburg fürzlich in einer Reihe von Versammlungen. Dieselben fanden statt in Dessau, Joniz, Bernburg, Harzgerode, Roßlau, Zerbst, Coswig, Sivinemde 761 NNO 1 wolkig 21 aparanda 76023 Raguhn, Calbe a. S., Staßfurt, Barby, Nienburg a. S. und Cöthen. In allen Versammlungen waren die Franen stark vertreten. In Dessau und Bernburg wurden Agitationsnummern der„ Gleichheit" verbreitet; es soll hier zunächst versucht werden, einen Stamm von Leserinnen der Zeitschrift zu gewinnen. Die Zahl der weiblichen Mitglieder des Fabritarbeiter- Verbands ist vom ersten bis zum vierten Quartal 1900 von 2394 auf 3573 gestiegen. An diesem Aufschwung partizipiert erfreulicherweise auch Anhalt, wo seit dem II. Wahlkreis. Mittwoch, den 17. Juli, abends 8/2 Uhr, im Apollo: Saal, Sebastianstr. 39: General- Versammlung des Wahlvereins im 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Kassierers vom letzten Quartal. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Vortrag des Genossen Dr. L. Arons: Wie wird der preußische Landtag gewählt?" 4. Dis kussion und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 242/16 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, Wetter Prognose für Dienstag, den 16. Juli 1901. Etwas fühler, meist wolkig und schwül bei schwachen südwestlichen Winden und fortdauernder Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Die Wohnungsfrage und die Preußischen Ministerial- Erlasse vou 19. März 1901. Bon Paul Lechler( Stuttgart). Berlag von Erust Hofmann u. Co. in Berlin SW. 46. Preis 75 Pf. F. B. Wir fennen leider weder eine solche Firma, noch ein deratiges Bank: oder sonstiges Geschäft. F. K. Wir haben Ihre Anfrage der Verwaltung des Gewerkschaftshauses überwiesen. Niedel. Der Bezirk steht nicht zur Wahl. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Dampfer jeder Größe vermietet billig an Vereine u. Gefellschaften Keddig, Friedrichshagen, Seeftr. 51. Holzmarktstr. 20. Bäckerei, auch für andre Zwecke zu ver: 13998* Montag, den 22. Juli, abends präcise 8½½ Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: mieten. Versammlung des Sonderchors. Laut Beschluß der letzten Ausschuß- Sigung ist jeder Verein verpflichtet, ein Quartett zu stellen. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über die abzuhaltenden Uebungsstunden. 2. Verschiedenes. Bundeskarte legitimiert. Centralverband der Maurer 2c. ( Zahlstellen Berlin und Umgegend.) im Saal des Herrn Brüder, Waldemarstraße Nr. 75: Am Dienstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, im Versammlung Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Karl Wiesenthal über: Warum muß die Socialdemokratie fiegen?" 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Donnerstag, den 18. Juli, abends 82 Uhr, bei Graumann, Naunynstraße Nr. 27: Volks- Versammlung für den 11. und 12. Kommunalwahlbezirk. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Kommunalwahlen, und warum müssen die Wählerlisten eingesehen werden? Referenten Stadtvv. Fritz Zubeil und Gottfr. Schulz. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. 214/ 14* Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353 Mittwoch, den, 17. Juli, abends 8½ Uhr, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Der Vorstand. 16/9 Jede Taschenuhr reinigen od. Feder eins. 1,50 M. unt. Gar. Goldene Damenuhren 15-100 M. Getragene An der Michaelbrücke 1 bei der Holzmarktstraße noch zu vermieten Fabrit Näume: 19402* I. Etage cplt. 325 Meter, II." III. " IV. " 325 115 Meter, 150" in beliebigen Teilen." Doppellicht, Fahrstuhl, Wafferladestelle. F. Simon, Gerichtl. Bücher- Revisor. An der Michaelbrücke 1. filberne Uhren 5,50 9. Berliner Teilzahlung gestattet. G. Paetzel, 1. Geschäft: Wallstraße 14, nahe Spittelmarkt. 2. Geschäft: Turmstraße 65. Felix Scheuer U lk- Trio. Stralsunderstr. 1. Mitglieder- Versammlung Verein deutscher Schuhmacher. aller zum Vertragsgebiet gehörenden Zahlstellen Berlins und der Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Drunsel itber: Die französische Revolution und die heutige Gesellschaftsordnung. 2. Abrechnung des Streitfonds vom ersten Halbjahr 1901. 3. Das Ergebniß der letzten Baukontrolle. 4. Die Abstempelung der Sammelkarte und Verschiedenes. Guten Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Achtung! Rixdorf. Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Rixdorf.) Mittwoch, 17. Juli, abends 8 Uhr, bei Klemke, Bergstr. 137: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Ergänzungswahl von Verwaltungsmitgliedern. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstatt von Virgens, Prinz Handjerystr. 23, werden zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Jeder Kollege muß erscheinen. Die Ortsverwaltung. General- Derlammlung 106/13 in Kellers Festfälen, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über den Bericht vom Verbandstag. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zertilarbeiter- Verband. Filiale III( Dekateure). Die Vertrauensleute sind verpflichtet, den Mitgliedern die Mitglieds: Am Mittwoch, den 17. Juli 1901, abends 8 Uhr, bei bücher auszuhändigen. Achtung! 116/18 Die Ortsverwaltung. Tabak- Arbeiter. Atung! Donnerstag, den 18. Juli, abends 8 Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188( nahe dem Rosenthaler Thor): Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: „ Der Ausstand in Nordhausen". Referent: Karl Deichmann- Bremen, Vorsitzender des deutschen Tabatarbeiter- Verbands. Die Kommission. Janaschk, Inselstrasse No. 10: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht der Kaffterer und der Revisoren. 3. Vereinsangelegenheiten. 197/9 Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Mittwoch, 17. d. M., abends präcise 8 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c( oberer Saal): Außerordentliche General- Versammlung. Fortschung der Tagesordnung von der Versammlung vom 10. Juli d. M. Wir ersuchen um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. 170/5 Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, den 23. Juli, abends 82 Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, Saal 8:" General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, der Revisoren und des LehrerKollegiums. 2. Anträge. 3. Schulangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Sonntag, den 11. August 1901: Dampferpartie mit Musik nach dem herrlich am Dämeritz- See gelegenen Hessenwinkel( Lokal Rapmund). Konzert im Garten. Tanz im Saal. Rundfahrt auf dem Dämeritz- und Flakensee. Spiele im Walde mit vielen Ueberraschungen. Billets a 1,25( Kinder unter 14 Jahren frei) sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, ebenfalls in der Generalversammlung, sowie in der Bibliothekstunde Donnerstagabend von 8-9 Uhr und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Abfahrt früh präcise 7 Uhr von der Stralauer Brücke 5. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein 4/ 17* Der Vorstand. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstrasse 75. Saal für eftlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Sonnabende Bühne 2 M. en 1 Dr. Blomben 1,50 Wt. Zeilzahl, möchentl. 189/5 sind noch im August, September und Oftober an Vereine zu vergeben. 19682* H. Brüder, Gastwirt. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Bahn1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 16. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Urania Gossmann Konzertgarten Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die Höhlen des Harzes und ihre Umgebung. Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. Jun Trianon Theater: Lebende Tägl. Sternwarte. Lieder". Anfang 8 Uhr. Schiller.( Morwitz Oper.) Der Prophet. Anfang 7 Deutsches. Geschlossen. Uhr. Lessing. Die dritte Eskadron. Anfang 8 Uhr. Berliner. Geschlossen. Residenz. Das blaue Kabinett. Anfang 8 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler " Ensembles. Die Hoffnung auf Segen. Anfang 8 Uhr. Westen. Theater Charivari"( Se cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Die Geisha. Central. 8 Uhr. Thalia. Geschlossen, Anfang Carl Weiß. Die Zauberflöte. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten im Garten. Belle- Alliance. Friz Reuter. Anfang 8 Uhr. Jim Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen Ring= fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Zoologischer Garten Täglich 5 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Gastspiel der Kapelle des Badischen Leib- Grenadier- Regiments Kgl. Musik- A. Boettge. direktor Entree 1 Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Kreuzbergſtr. 48, an der Kaybachſtraße. Ostbahn- Park. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: Hamburger Sänger. Freitag: Norddeutsche Sänger. 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Schiller Theater ( Wallner Theater).. Morwiz Oper. Dienstagabend 7 Uhr: Der Prophet. Gr. Oper in 5 Aften b. G. Meyerbeer. Mittwoch abend 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Alessandro Stradello. Hierauf: Die Opernprobe. Donnerstagabend 72 Uhr: Undine. Prater Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Aus dem Volke. Jeder Besucher erhält ein schönes Souvenier. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Letzte Opernwoche. Die Zauberflöte. Oper in 2 Aften von W. A. Mozart. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Die Afrikanerin. Im Garten: Theater Specialitäten- Vorstellung. fang 52 Uhr. und An= Apollo- Theater Vollständig neues Specialitäten- Programm! Frau Luna Luftballett Grigolatis. Boltsstück mit Gesang und Tanz in Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. 4 Bildern. Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque Romifers Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Radfahrer. Mr. Bartlings lebende Photographien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. 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Für den Jujeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin Schlafstelle, saubere, für an- ftraße 8. ständigen Herrn bei Bacholowsky, Pallisadenstraße 91, Hof rechts parterre. 2414b Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Seile 1286b Adalbertstraße 64, vorn parterre. Lagerhalter *