Nr. 170. Abonnements- Bedingungen: A Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 ML, monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene kolonete zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Fabrikinspektoren über die Wohnungsnot. Mittwoch, den 24. Juli 1901. werden Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 3. B. in Elbing in den älteren Stadtteilen die Mehrzahl der be- und Industrie, die Disconto- Gesellschaft und eine Anzahl Provinz sichtigten Wohnungen aus einem einzigen Raum; dazu kam auf Bankhäuser, bei denen das Bekanntwerden dieses neuesten Bu dem Flur ein gemauerter Steinpfeiler, auf welchem in der Weise sammenbruchs einen Sturm der kleinen Sparer auf die Kasse belängst bergangener Zeiten mit offenem Feuer gekocht wurde. wirkt hat. Mehr als früher haben die Fabrikinspektoren im letzten Diese Wohnungen wurden zu recht teurem" Preise vermietet. Das Bekanntwerden des Status der verkrachten Leipziger Bank, Jahre den/ Wohnungsverhältnissen der arbeitenden Bevölke- Auffallend war bei den meisten Arbeiterhäusern die geringe der noch ungünstiger ist, als man erwartet hatte, hat den Juhaber der rung ihre Aufmerksamkeit gewidmet. In den Berichten der Zahl der Aborte. Es wurde z. B. festgestellt, daß in Berliner Firma Steinsieck u. Co., den Bantier Rawitsch, zum preußischen Regierungs- und Gewerberäte finden sich zahl- einem Häuserfomplex ein Abort von acht Familien Selbstmord getrieben. Rawitzsch hatte seiner Zeit die faulen reiche Mitteilungen, die, obwohl einzelne von ihnen eine benutt mußte. Andre mehrfach bor- Kasseler Treberpapiere an der Berliner Börse eingeführt. Er hatte tendenziöse Schönfärberei erkennen lassen, doch von neuem gefundene Einrichtungen haben zwei und mehr Size für eine Million Verpflichtungen übernommen, während er nur ein den Beweis dafür erbringen, daß die Wohnungsnot in ohne Trennungsrand. Bei einer Anlage giebt es Vermögen von 250 000 m. besaß. ständigem Wachsen begriffen ist. Fast aus allen Bezirken zwar zwei getrennte Abteilungen mit je 4 Siten Eine weitere schlimme Nachricht waren die ausgebrochenen wird über unverhältnismäßig hohe Mietssteigerungen, über für die Geschlechter, in den Abteilungen aber feine Scheide- Schwierigteiten bei der Rheinischen Bank in MülMangel an fleinen Wohnungen, über Obdachlosigkeit und all' wand. Die acht Size dienen für mehrere heim a. d. N. Das Bankhaus diente in Jnteresse des Großdie übrigen Mißstände berichtet, die die Wohnungsnot im Häuser, in denen etwa 150 Leute wohnen. Spekulanten 2. Hanau. Als die Börsentrisis eintrat, mußte sich die Gefolge hat. Bei solchen Zuständen ist natürlich nicht zu verwundern, daß Hochfinanz dieses Spekulanten annehmen, um die Börse vor einer neuen In den Berliner Vororten steht nach dem amt hier anstedende Krankheiten vorkommen, zumal die Erschütterung zu bewahren. Seitdem ging auch die Rheinische Bank lichen Zugeständnis die nötige Herstellung und Vermehrung Leute kein Trinkwasser in der Nähe haben und in Er- rückwärts. Ihre Mittel waren größtenteils in Montanverten festvon Arbeiterwohnungen in feinem richtigen Verhältnis zur mangelung von etwas Besseremt das Wasser des fumpfigen gelegt, die umso schwerer realisierbar wurden, je mehr die wirts industriellen Entwicklung. Den Grund dafür erblickt der Elbingflusses genießen. In einer Anzahl von Häusern fand schaftliche Lage sich verschlechterte. Jegt hatte sie keine Barmittel Gewerberat für den Bezirk Potsdam ganz richtig darin, daß sich außerdem eine wunderliche Steuer vor, nämlich eine mehr und war nicht im stande ihre fälligen Verbindlichkeiten in der der größte Teil des in Frage kommenden bebauungsfähigen Abgabe von 30-50 f. bierteljährlich für Behöhe von 3 Millionen Mark einzulösen. Um das Schlimmste zu Landes sich in den Händen kapitalfräftiger Leute befindet, die nußung des Aborts. verhitten, fand sich ein Bantentonfortium, welches die Rheinbank in der Lage sind, ein immer höheres Steigen der Bodenpreise Zur Hebung der Sittlichkeit dürfte es auch kaum bei-, arrangierte", ihre Verpflichtungen übernahm und sie allmählich aufabzuwarten. Wenn der Herr Regierungsrat aber weiter das tragen, wenn, wie aus dem Regierungsbezirk Frankfurt a. D. lösen will. Nachlassen der Bauthätigkeit auch mit der Steigerung der berichtet wird, selten in den Arbeiterfamilien jedes Familien- Die Menge der kleinen Effektenbesizer, die, aufgeregt durch die Materialienpreise und der Löhne der Bauarbeiter zu er- mitglied sein eignes Bett hat, sondern meist nur für zwei Krise, an die Börse stürzte und sich in blinder Angst und unter flären versucht, so wissen wir ihm darauf nicht besser Personen ein Bett vorhanden ist. Ja, in einem Falle schweren Berlusten ihrer Papiere entledigte, hat sich jetzt verlaufen; zu erwidern, als mit den Worten eines andren preußischen waren sogar für 9 Personen nur 3 Betten da. das große Publikum hält sich mißtrauisch fern, und die Folge ist Regierungsrats, des Professors Adolf Wagner: Thr Recht erbauliche Wohnungszustände herrschen auch im eine völlige Geschäftslosigkeit an der Börse. Diese Haltung der Pharisäer und Schalksnarren, das hebt ihr hervor, den Regierungsbezirk Oppeln. So ließ der von dem Gewerbe- Börse ist aber bloß das Spiegelbild der wirklichen Verhältnisse der Splitter in unfrem Auge seht ihr, daß wir etwas mehr Lohn Inspektor zu Kattomis bei Gelegenheit andrer Besichtigungen Industrie. Auf dem industriellen Markt hat der tolle verlangen und dadurch das Bauen etwas verteuern; aber gewonnene Einblick in die Wohnungen von Bauarbeitern und forst- Taumel der Prosperitätsperiode einer Kirchhofsstille Platz gemacht. über den riesigen Balken in eurem Auge geht ihr leicht hin- wirtschaftlichen Arbeitern schwere gesundheitliche und sittliche Die Werke und Fabriken leben nur noch von der Abwicklung früherer weg, daß ihr das Zehnfache der Verteuerung Schäden erkennen. Dasselbe gilt von den Unterkunftsräumen, Abschlüsse und erhoffen die Besserung von der Zukunft. Ein bedurch die Bodenspekulation herbeiführt, in die mit großen Hüttenwerken verbunden sind. Bei diesen deutendes westfälisches Unternehmen, die Hasper Eisen- und Stahldem ihr den Grund und Boden so maßlos in mit reichen Kapitalien und großen Ueberschüssen arbeitenden werke, welches noch im vorigen Jahre seine Aktionäre mit 30 Proz. die Höhe treibt." Betrieben fand der Beamte mehrfach Unterkunfts- Einrichtungen Dividende beglückte, zahlt in diesem Jahre überhaupt nichts. Die Es giebt kaum einen einzigen Bezirk, aus dem nicht von solcher Beschaffenheit, wie sie in der kleinsten, ärmlichsten großen Vorräte", die großen Abschreibungen im Hinblick auf den über Wohnungsmangel berichtet wird. In Berlin und Ziegelei nicht zu dulden gewesen wären". Ebenso gab die schlechten Geschäftsgang" werden„ den ganzen Gewinn aufzehren", Charlottenburg, heißt es, wird der Mangel an Besichtigung der Wohnungen für die in Ziegeleien und Stein- so daß die Verwaltung überhaupt keine Dividende in Vorschlag fleinen Wohnungen nach wie vor schwer empfunden. Die brüchen thätigen Kampagne- Arbeiter zu zahlreichen Be- bringt. Andere Eisenhütten, wie die Oberschlesische Eisenbahnfind zivar einigermaßen beschäftigt, Mietspreise haben eine weitere bedeutende Steigerung er- anstandungen und einer größeren Anzahl von Bestrafungen bedarfs- Aktiengesellschaft fahren, und es kann nicht bezweifelt werden, daß viele Veranlassung. In 18 solchen Unterkunftsräumen der jedoch zu wenig lohnenden Preisen. Necht bezeichnend für den Arbeiterfamilien gezwungen worden sind, ihre bisherigen Inspektion Kattowig waren den Arbeitern teine oder geschäftlichen Niedergang ist der Rückgang der Versandtziffer Wohnungen mit weniger guten zu vertauschen. Der Gewerbe zu wenig Bettstellen, vereinzelt noch nicht des Westfälischen Coatssynbituts in Bochum. Im Juni des vorigen Inspektor in Frankfurt a. O. stellt fest, daß die Arbeiter einmal Strohsäcke oder Stroh zur Ver- Jahrs versandte es 622 678 Tonnen, in diesem Juni nur noch in teueren und schlechten Mietswohnungen untergebracht sind; fügung gestellt. Bei einem abgelegenen großen Stein- 539 014 Tonnen. Vom ersten Halbjahr 1901 gegen das erste Halbim Bezirk Landsberg a. W. sind die Wohnungsverhält- bruch mußte die Frau des einen Arbeiters in jahr 1902 beträgt der Rückgang rund 107 000 Tonnen Coats. Im nisse der Arbeiterbevölkerung abgesehen von der Stadt selbst, einem Raum mit noch acht andren Männern Februar dieses Jahres betrug die angeordnete Fördereinschränkung erst 5 Proz., im März bereits 10 Proz., im Mai und Juni schon wo sie noch als„ befriedigend" bezeichnet werden können schlafen. meist schlechte und am schlechtesten auf dem flachen So die amtlichen Berichte, die für sich selbst sprechen. 20 Broz., und sie stieg für Juli, August, September auf 831/3 Broz." Und wie in den großen Werken der Eisenindustrie so auch in Lande. Dabei sind die Mietsbeträge unverhältnis- Dabei muß man berücksichtigen, daß die Wohnungsinspektion mäßig hoch; vielfach wurde ermittelt, daß die Arbeiter nicht Sache der Gewerbeinspektoren ist, sondern daß es sich der Elektricitätsindustrie, die ihre ganze Hoffnung auf die Wiederein Fünftel ihres Verdienstes an Wohnungsmiete aufwenden hier meist nur um gelegentliche Wahrnehmungen belebung des Geschäfts in Südafrika sekte und darin eben jetzt bitter müssen. Aus Luckenwalde soll sogar die traurige Behandelt. Würden wir in Preußen eine wirkliche Wohnungs- enttäuscht worden ist, indem die de Beers- Co. die ersten großen Aufschaffenheit der vorhandenen Wohnungen die Arbeiter nach inspektion besigen, so würden voraussichtlich noch viel schwerere träge für elektrische Licht- und Kraftanlagen nach Amerita gegeben Berlin verscheucht" haben; es fehlen dort für etwa 10 Proz. Mißstände an die Oeffentlichkeit kommen. Daß sich vereinzelt hat. So auch in der Textilindustrie, die unter einem außerordent der Arbeiter Wohnungen. In Merseburg schreitet die Arbeitgeber und Gemeinden der Abstellung der Mißstände be- lichen Rückgang der Preise zu leiden hat. Verbesserung der Wohnungsverhältnisse nur sehr langsam mächtigt haben, soll ebensowenig verkannt werden, wie die vorwärts, im Bezirk Erfurt werden die Mieten der Thätigkeit der Baugenossenschaften, die in manchen Fällen höher. Wohnungen höher und Aber zur Beseitigung des Im Regierungsbezirk ersprießliches geleistet haben. Schleswig ist der Mangel an Wohnungen in einzelnen Wohnungselends sind denn doch ganz andre Maßnahmen nötig, Als Ursache der gespannten Lage auf dem Bantenmarkt ergiebt Städten so groß, daß zahlreiche Familien obdachlos als sie bisher ergriffen worden sind. Es ist höchste Zeit, endlich find. So fah sich zum Beispiel die Stadt Kiel, einmal mit dem alten Schlendrian zu brechen. Wenn auch an sich, wie der Vorwärts" neulich schon hervorhob, inimer deutlicher um der augenbliidlichen Not zu steuern, ber die Lösung der Wohnungsfrage innerhalb der kapitalistischen bie starte Beteiligung an industriellen Gründungen, die einmal zur anlaßt, 101 Familien mit 650 Köpfen, weil obdach- Wirtschaftsordnung nicht zu denken ist, so ließen sich doch Festlegung ganz unverhältnismäßig großer Mittel in industriellen Ios, in städtischen Gebäuden( Turnhallen, Baracken, wenigstens Reformen zur Abstellung der schlimmsten Aus- Unternehmungen und andrerseits zu durchaus ungesunder Vermehrung Armen und Krankenhaus, Mietswohnungen und der- wüchse anbahnen. Allerdings müßte der Staat hierzu mit des Accepten- Umlaufs geführt hat. Einen drastischen Beleg dafür liefert gleichen), unterzubringen. 14 Familien haben sich sogar in gutem Beispiel vorangehen und durch eine Aenderung der die Gläubiger Versammlung der Leipziger Bank. durch die Erweiterung des Kapitalistische Blätter für angebracht halten, die Geschäftsführung Gartenhütten( aus Brettern hergerichtet) einlogiert. Im Be- Landesgeseze, insbesondere durch zirk Hannover lassen die Wohnungen der Arbeiter noch Expropriationsrechts der Gemeinden, durch Einführung des der Leipziger Bank als eine ganz ereptionelle hinzustellen; in viel zu wünschen übrig", in Münster sind die Wohnungs- allgemeinen, gleichen direkten und geheimen Wahlrechts für Wirklichkeit haben die meisten anderen größeren Kreditbanken mieten erheblich gestiegen, in Köln machte sich eine fort die Wahlen zu Landtag und Kommunalvertretungen und während der letzten Jahre dieselbe Pragis befolgt, und nur graduell dauernde Steigerung des Mietspreises bemerkbar, deren durch die Beseitigung des Privilegs der Hausbesizer die Bahn ist ein gewisser Unterschied vorhanden. Ende mit Rücksicht auf die Bauthätigkeit nicht abzusehen ist". für eine von richtigen socialpolitischen Grundsägen geleitete Bei der dortigen Wohnungsnachweis- Anstalt war in der Zeit fominuunale Wohnungspolitik frei machen. vom 1. Juli 1899 bis zum 30. Juni 1900 die Anfrage nach Wohnungen ziemlich doppelt so groß wie das Angebot. Auch auf dem platten Lande sind die Wohnungsverhältnisse teilweise recht traurige. Das gilt namentlich für einige ländliche Bezirke in Ostelbien, z. B. für die Kreise Carthaus, Berent, Pr. Stargard. Zuweilen V * * Zur Gläubiger- Versammlung der Leipziger Bank wird uns noch geschrieben: Mögen auch Nach der Aufstellung der Konkursverwaltung betragen jetzt: Die Aktiven. Die Passiven. M. Politische Weberlicht. Wechsel Effekten Kajsa 7 000 000 1 500 000 8 200 000 w. 20 000 000 2 500 000 21 600 000 Berlin, den 23. Juli. Grundstücke Debitoren 40 000 000 850 000 Neue Katastrophen. 84 950 000 2 400 000 26 700 000 Accepte Checkconto. Bardeposite Creditoren. Pensionsfonds 45 800 000 Danach stellt sich der Fehlbetrag auf circa 40 Millionen das Aktienkapital beträgt art, so daß die Aktionäre werden. zeichnet sich nach dem Bericht des Gewerbe- Inspektors in Nach ein paar Tagen scheinbarer Ruhe ist jetzt die Börse wieder Danzig das Wohnhaus von den Ställen und von neuen Schlägen beimgesucht worden. Eine förmliche Bauit rief Scheunen nur durch größere Baufälligkeit die Nachricht hervor, daß der rheinische Großindustrielle aus. Jm Dorfe Gramtschen, Kreis Thorn, wohnt ein Teil Gerhard Terlinden, einer der angesehensten und ältesten 48 Millionen Mark wahrscheinlich so gut wie nichts erhalten der Ziegelei Arbeiter mit den Familien in Räumen, die auch Namen der rheinischen Industrie. Vorstand der Aktien- Interessant ist ein Vergleich des von der Konkursverivaltung bei den bescheidensten Ansprüchen nicht als menschen gesellschaft G. Terlinden in Oberhausen, flüchtig würdig bezeichnet werden können." Aber trotzdem war es geworden ist und für acht bis neun Millionen Mart aufgestellten Status mit dem am 26. Juni von der Direktion vorEin gelegten. Nach letterem betrugen die Aktiven an: nach Ansicht des Berichterstatters nicht ratsam, polizeilich ein- unerfüllte Verbindlichkeiten hinterlassen hat. Wechseln. wieder zusammengebrochen, Effetten zuschreiten, da andre geeignete Wohnungen in Dorfe nicht grandioser Schwindelbau ist da vorhanden waren und die schon bestehende Wohnungsnot der eine Reihe Bantinstitute schwer in Mitleidenschaft zieht. Terlinden hat sich durch Vorlegung gefälschter Bücher Riesendadurch verschärft worden wäre. Nicht nur, daß in fast ganz Preußen die Arbeiter tredite verschafft, es hat eine unrechtmäßige Ausgabe von Aftien wohnungen schlecht und teuer sind, hat in einigen Bezirken stattgefunden. Die Konkurseröffnung der Gesellschaft erscheint unihre Beschaffenheit auch große Gefahren für die Ge- vermeidlich. Beteiligt an der Firma, folglich auch an den Millionensundheit und Sittlichkeit in dem Gefolge. So bestand verlusten, sind das Bankhaus Warschauer u. Co., die Bank für Handel Kassabestand Grundstücken Debitoren Pfändern Konfortialbeständen 26 500 000. 5 500 000" 2 000 000 2 500 000 111 500 000 4 500 000 " 7 000 000 " " 159 500 000 Wt. " Der Freifinn" und speciell Herr Eugen Richter mag sich für die gute Meinung des Bündler- Blattes bedanken! Die Lehre, die das Blatt aus der Wahl zieht, entspricht seiner demagogischen Abgebrühtheit: D Der Krosigk Prozek. Wie der Königsberger Hartungschen Beitung" aus Justerburg gemeldet wird, sind bei den am Sonnabend beendeten Vernehmungen im Gumbinner Mordprozeß sämt liche Mannschaften des Dragoner- Regiments v. Wedel Nr. 11 verhört worden, ohne daß ein Ergebnis erzielt wurde. Trotz der Belohnung?! Es nimmt also die Konkursverwaltung den Wert des WechselBortefeuilles um 1912 Millionen Mark, den Effektenbestand um 4 Millionen Mark und die Forderungen an Debitoren um beinahe 85 Millionen Mark niedriger an, als wie der nominelle " Was ergiebt sich für uns aus der Wahl? Die NotBetrag lautet; während andrerseits die Posten Pfänder" und wendigkeit, die aufklärende(?) Arbeit, noch viel Konsortialbestände" ganz unberücksichtigt geblieben sind. Das ernstlicher und nachhaltiger zu betreiben, und namentlich Geheime Militärjuftiz. Die Oeffentlichkeit" im Militärs beweist, da der Kassenbestand, nur um 6,2 Millionen Mark gewachsen den städtischen Mittelstand, der augenscheinlich in dor ist, also nur ganz geringfügige Realisationen stattgefunden haben tiger Gegend noch haltlos hin und her schwankt oder gar gerichtsverfahren bewährte sich wieder einmal in einem Chemnizer können, daß die Leipziger Bank sich nicht nur mit einer Kapital- nicht politisch hervortritt, zu sammeln, wie dies in anderen Fall. Vor dem dortigen Kriegsgericht stand ein Lieutenant des funume, die zu ihrem Aktienkapital absolut in gar keinem Verhältnis Gegenden des Ostens bereits erfolgreich geschehen ist. Daß für die 9. Infanterie- Regiments in Zwidan. Was er begangen hatte, erfuhr steht, an der Staffeler Trebertrocknungs- Gesellschaft beteiligt hat, Stichwahl besondere Anstrengungen gemacht werden müssen, niemand, denn das Gericht machte ohne weiteres von der Bestimmung um Herrn Matschull zum Siege zu verhelfen, ist selbstverständlich." der Militär Strafprozeßordnung Gebrauch, daß die Oeffentlichkeit nach Bericht des Konkursverwalters beträgt die Summe 87 Mill. Mark Es ist übrigens bezeichnend, daß die Bündlersippe, die fühlt, ausgeschlossen werden kann, wenn das Interesse des Dienstes es ersondern daß sie auch andrenunternehmungen gegenüber in derlebernahme daß sie das Vordringen der Socialdemokratie auf dem fordert, und verwies selbst die Vertreter der Preſſe noch vor von Wechseln und Effekten außerordentlich wenig wählerisch vor- ande nicht aufzuhalten vermag, durch mittelstandsretterische der Verlesung der Anklageverfügung aus dem Saale. Als nach gegangen sein muß, ebenso leichtfertig, wie bei der Vermehrung Gimpelfängerei dem Freisinn seine städtischen Getreuen ab- 3/2 Stunden mitgeteilt wurde, daß die Oeffentlichkeit wieder her ihrer Accepte, die laut dem Status der Direktion am 26. Juni zujagen und dadurch den ihr von der Socialdemokratie beigebrachten gestellt sei, war das Urteil bereits verkündet und die Verhandlung geschlossen. Zwei Stunden mußten dieses Jahrs die recht ansehnliche Höhe von 29 Millionen Mart er- Verlust wieder auszugleichen hofft. fich die Vertreter der Presse im Zeugenzimmer aufhalten, dessen reicht hatten. Als antiagrarisches Plebiscit faßt auch die Köln. 8tg." das nach dem Korridor führende Thür hinter ihnen verschlossen worden Verhalten der Wähler bei der Memeler Wahl auf. Das Blatt schreibt: war; die Thür nach dem Treppenhaus war allerdings offent Wirtlich zufrieden mit dem Wahlergebnis können mir gelassen worden, die Herren hätten also ruhig gehen können. die Socialdemokraten sein. Es mag sein, daß sich unter diesen Auf sofort erhobene Beschwerde wurde ihnen die Mitteilung, daß Stimmen viele nicht eigentliche Socialdemokraten befinden, die nur die Thür des Saales nach Wiederherstellung der Deffentlichkeit durch ihre Wahl ihrer Abneigung gegen agrarische geöffnet worden sei; mehr könne nicht geschehen. Aber den VerPolitik einen möglichst schroffen Ausdruck geben tretern der Presse wurde das obengenannte Zimmer angewiesen, wollten. Trotzdem ist die Zunahme überraschend groß, das durch zwei weitere Räume vom Saale getrennt ist und und ganz besonders bezeichnend ist es, daß die Socialdemokratie in dem das Oeffnen der Saalthür nicht bemerit in einem rein ländlichen Kreise mit der Losung gegen werden konnte, zumal da eben noch zwei geschlossene Thüren Erhöhung der Zölle auf Voltsnahrungsmittel und für dazwischen waren. Abschluß von Handelsverträgen" einen so gewaltigen So weiß also- dank dieser Einrichtung der Lokalität Erfolg gehabt hat. Als das agrarisch Litauische Se om niemand, was mit dem Herrn Lieutenant geschehen. promiß bekannt wurde, schrieb die Kreuz- Zeitung" triumphierend, die Memeler Wahl sei der einzige Lichtblid in düsterer Zeit. Das ist nun allerdings ganz anders geworden und weder die grobe Täuschung der Wähler, noch die traurige Ausspielung des nationalen Gegensatzes zwischen Litauern und Deutschen, noch auch die Verschleierung des agrarischen Programms hat zu Ergebnissen geführt, die den hoch gespannten agrarischen Erwartungen einigermaßen entsprochen hätten." Es ist ein recht niedliches Bild aus der Praxis deutscher Kreditbanken, das sich in diesen Zahlen enthüllt. enthüdt. * Deutsches Reich. Hunderttausende fleißige Arbeiterfamilien in ihrem Bestande bedroht! „ Mit Bangen ficht die Baumwvollweberei dem Abschluß der neuen Handelsverträge entgegen, von deren Ausfall das Bestehen von Hunderttausenden fleißiger Arbeiterfamilien abhängt", das ist das Urteil der Handelskammer zu Wesel in dem vor einigen Tagen herausgegebenen Bericht pro 1900. An andrer Stelle heißt es sodann noch: „ Wir stehen in dem begonnenen Jahre 1901 vor ernsten, schweren Aufgaben, der Normierung der Zollsäge für die zu erneuernden Handelsverträge. Daß diese verantwortungsvolle Arbeit in einer Zeit der wirtschaftlichen Flaue an uns herantritt, betrachten wir als ein günstiges Geschick. Die Ruhe wird uns davor schützen, geblendet durch zu günstige Geschäftsergebnisse, fehlerhaften Vorschlägen unsre Zustimmung zu geben. Die gar zu intensive Interessen Vertretung der Agrarier wird uns schwere Kämpfe aufnötigen und wird es des ganzen Einfazes unsrer Kraft bedürfen, um sachgemäß die thatsächlichen Verhältnisse aller Erwerbszweige gerecht zu beurteilen und wirtschaftlich zu verwerten." Wird man die warnenden Stimmen hören und beachten? Als des„ einzigen Lichtblicks in düsterer Zeit" können jetzt die Brotwucherer der mannesmutigen Haltung der Freisinnigen froh werden! Topp! Die Deutsche Tagesztg." fetzt ihre Tölpelschlauheit in Sachen des Zolltarifs fort. Heute citiert sie zustimmend aus der Deutschen Agrarkorrespondenz": " " 1 Hoffentlich bedeutet diese, wie üblich, mit einigen Hinterthüren versehene Berichtigung die bündige Erklärung: Keiner braucht wider seinen Willen nach China! Aus der chinesischen Dementierfabrik. Die für kriegss ministerielle Dementis zur Zeit gepachtete Berliner Korrespondenz" teilt mit: Unter der Bezeichnung„ Die Chinafreiwilligen wider willen" veröffentlichte ein Berliner Blatt vor einiger Zeit einen Artikel, in welchem ausgeführt wurde, daß zahlreiche Reservisten, die sich im Vorjahre für China gemeldet hatten, aber damals nur vorgemerkt wurrden, jetzt durch eine schlimme Botschaft in Gestalt eines Gestellungsbefehls für die ostasiatische Besatzungsbrigade überrascht worden seien. Kein Mann- hieß es daselbsthabe Anspruch auf Zurückstellung. Im Anschluß an diese Mitteilung sprach Eugen Richter auf Reisen. Im Briefkasten der Freis. 3tg." das Blatt von zwangsweiser Berschickung von Freiwilligen nach befindet sich folgende Notiz: X. Y. Abg. Richter befindet sich zur China." Bald darauf wurde diese Behauptung durch einen Beit auf Reisen. angeblichen Einzelfall aus dem Landwehrbezirt Diedenhofen bekräftigt, Sollte ein Abonnent der Freis. 3tg." an der Behandlung wonach zwei Chinafreiwillige, die der Einberufung keine Folge leisteten, der Memeler Wahl Anstoß genommen haben? Er kann sich unter sicherer Bedeckung vor die Behörde gebracht worden seien. Diese beruhigen: Herr Eugen Richter befindet sich auf Reisen. Aber Angaben sind unwahr, besonders auch die über die zwangsweise Wider den Brotwucher und Schutzollpolitik. doch wohl nicht ohne die Reifelettüre der Frei- Vorführung. Je der Einzelne fonnte seine Meldung ohne weiteres zurücknehmen. In dem betreffenden Eine bemerkenswerte Auslassung gegen die Schutzzollpolitik, sinnigen Zeitung"! Corpsbezirk wurden die Leute, die sich seiner Zeit gemeldet durch welche die deutsche Industrie u. a. dadurch geschädigt wird, Die Stichwahl in Memel- Heydekrug ist bereits auf den hatten, telegraphisch zur ärztlichen Untersuchung beordert mit daß sie zu Gründungen industrieller Anlagen seitens deutscher 27. Juli, also aufnächsten Sonnabend angesetzt. Nach dem Zusak," falls noch für China bereit". Zwei Fabrikanten im Auslande veranlaßt, enthält der diesjährige Bericht bem amtlichen Wahlresultat erhielten bei der Reichstagserfazwahl Mann von dem vorbezeichneten Bezirkskommando find zur Unterder Handelskammer zu Lüdenscheid. Es heißt dort: Mehrfach haben deutsche Fabrikanten in fremden Staaten am Freitag Mattschull( Littauer) 7016, Braun( Socialist) 4941, suchung nicht erschienen; sie sind aber in feiner Weise zur VerantZweigniederlaffungen gegründet, weil sie glaubten, bei der Höhe Schaat( Freifinnige Volkspartei) 2925 Stimmen. wortung gezogen worden. der Zölle fich dort nur noch auf diesem Wege behaupten zu können. Mögen fie bei einem solchen Vorgehen zunächst auch noch den erhofften Gewinn einheimfen, so ist ein solcher dauernd doch kaum zu erzielen. Durch das Verpflanzen heimischer Fabrikationszweige in seitherige Exportgebiete aber wird die deutsche Industrie in empfindlicher Weise ge= schädigt. Die Etablissements gehen meist oft bereits nach kurzer Zeit in fremde Hände über, auch bleibt das Herstellungsverfahren nicht geheim und die Arbeiter treten in neu gegründete Fabriken über. Mehrfach haben wir auch die Erfahrung gemacht, daß deutsche Fabrikanten, die in fremden Staaten Zweigfabriken gegründet haben, sich den Schutzoll Bestrebungen dieser Länder mit Eifer anschließen und sich für möglichst hohe Zölle aussprechen. Wie wir bereits erklärten, halten wir einen weitergehenden Schuß der deutschen Industrie nicht für nötig und befürworten möglichst niedrige Zollfäße.( 1) Freilich immer von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß die Vertragsstaaten für gleichartige Artikel dieselben in gleicher Weise normieren. Eine Unterstügung von Schutzzollbestrebungen in fremden Staaten Eine„ Lücke" im Flottengefet. Ein knappes Jahr ist erst das seitens deutscher Fabrikanten, die auf den Export angewiesen sind, Milliardenflottengesch, das für 20 Jahre einen festen Plan" geist aufs höchste zu beklagen. Sie können übrigens nicht in fremden währen sollte, und schon entdecken die Flottenlieferanten die NotLändern, in denen sie ihre Zweigniederlassungen haben, für hohe wendigkeit einer neuen Flottenvorlage. Die" Rhein. Westf. 8tg." Zölle agitieren und bei Abfassung des deutschen Bolltarifs für mäßige citiert aus dem dritten Jahrgang des Flotteujahrbuchs Nauticus das Zölle eintreten. Es ist uns bekannt geworden, daß in gutachtlichen Folgende: Berichten auch seitens deutscher Fabrikanten, die einen großen Teil ihrer Erzeugnisse exportieren müssen, vereinzelnd Stimmen laut geworden sind, die in engherzigster Vertretung ihrer eigensten Interessen auch eine Erhöhung der betreffenden Position im deutschen Zolltarif befürworten. Sie können nur aus jenen Streifen Stammen und haben wir das das kaiserliche Reichsamt des Innern in einer Eingabe darauf hinzuweisen, daß derartige guts achtliche Berichte mit größter Borsicht aufzunehmen sind und niemals maßgebend" sein können." M Das in den Vordergrund gerückte nationale Interesse löst sich schließlich immer auf als rücksichtslosestes Taschen- Interesse, welches Befriedigung verlangt, selbst bei schwerster Schädigung der heimischen Volkswirtschaft. Bah! Dem Hamb. Korresp." wird aus den Kreisen von Handel und Schiffahrt geschrieben: Als ich vor einiger Zeit einem sehr hochgestellten Beamten des Landwirtschaftsministeriums die Gefahren des Doppeltarifs flar machte, erwiderte er mir lächelnd:„ Bah, mit derselben Tinte, mit der der Doppeltarif geschrieben wird, kann man ihn auch wieder ansstreichen!" Ich erzähle dies Wort mur, um darzuthun, wie wenig man den Ernst der Dinge würdigt, man wird ihn wohl auch dann erst begreifen, wenn es zu spät ist." " 1 = Dieses Bah!" charakterisiert die Bülow Politik der mittleren Linic"! Wir können nur den Wunsch und die Hoffmung ausdrücken: daß die liberalen Parteivertreter gegen einen solchen Zolltarif Die milttärische Dienstzeit zu lang! stimmen werden. Sie werden alle überzeugten agrarischen Der Generalmajor a. D. von Puttkamer, der vot Vertreter dabei auf ihrer Seite finden, und so wird die nach einigen Monaten in der Deutschen Tages- 28tg." eine ihm in ernster agrarischer Ueberzeugung in der That vorliegende große militärischen Zünstlerkreisen sehr verübelte scharfe Kritik an dem Gefahr eines solchen Tarifs hoffentlich allerdings abgewendet militärischen Gamaschendrill übte und namentlich die Sinnlosigkeit und Gemeinschädlichkeit zahlreicher Vorschriften des Erezier rreglements geißelte, plaidiert neuerdings in einem im" Tag" veröffentlichten Artikel für eine Verkürzung der Dienstzeit der In= fanterie. werden!" Topp! Auch wir dürfen also auf die Hilfe der Agrarier rechnen, wenn wir dafür sorgen werden, daß ein solcher" Tarif nicht Gesetz werde! follen in Halle- nach einer Aufforderung des Vereins der Die socialdemokratischen Petitionen gegen den Brotwucher giberalen- auch von den Liberalen unterzeichnet werden, da sie mit dem Jnhalt der Petitionen einverstanden" sind. " " Als Argument für die Möglichkeit einer Berkürzung der Dienstzeit dient ihm auch jetzt wieder seine geringe Bewertung des Paradedrills, mit dem ganz unnig viel Zeit vertrödelt werde. „ Der Wert, der beim Egerzieren im Tritt auf die durch gedrückten nice gelegt wird, ist für die Kriegsaus bildung gleich Null. Auf unebenem Boden kann man nicht mit durchgedrüdten Knieen marschieren, und im feindlichen Feuer denkt tein Mensch daran, es zu thun. Auch ein Teil der Zeit und Mühe, der auf die Einübung egatter Bewegungen in Bataillonskolonne und Regimentstolonne vers wendet wird, könnte erspart werden. Im feindlichen Feuer wäre es wahnsinn, in Bataillons- oder Regi mentstolonne zu stehen oder sich in diesen Formationen zu bewegen." Es ist unverkennbar, daß das Flottengesetz vom 14. Juni 1900 nicht allen Anforderungen genügt, daß dasselbe viel mehr eine erhebliche Lücke aufweist. Einmal muß die Aufrechterhaltung der Verbände der heimischen Schlachtflotte unter allen Umständen gewahrt bleiben. Andrerseits darf die Beiezung einer ausländischen Station nicht auf Kosten der übrigen Stationen erfolgen. Deutschland wird nicht umhin tönnen, seine günstige Handelsposition in China durch eine entsprechende starke Seemacht Die Belehrungen, die feiner Zeit dem dem Gamaschendrill ab. an Ort und Stelle zu schützen. Die verbündeten Regierungen Holden Kritiker von einem ihm in der Nordd. Allg. 3tg." entgegnenhatten in dem Entwurf zum Flottengeset 1900 bereits zum den Offizier über die Unentbehrlichkeit derartiger Parademäßchen erAusdruck gebracht, daß die Zahl der Auslandsschiffe, wie teilt worden sind, haben ihn also nicht zu überzeugen vermocht. Die fie im Flottengesetz bon 1898 vorgesehen war, den jezigen Anforderungen nicht mehr genügte. Mehr als Belehrung bestand darin, daß der Antikritiker zwar die Ueberflüssig 3 große Schiffe( 2 Linienschiffe und 1 großer Kreuzer) und eine feit des Gamaschendrills für die moderne Gefechtsweise vollständig Anzahl von kleinen Kreuzern, Kanonenbooten und Torpedobooten einräumte, aber die eiserne Friedensdreffnr deshalb für unentbehrlich jährlich zu bauen, dürfte zur Zeit die finanzielle Leistungsfähigkeit erklärte, weil mur dadurch die Verweichlichung durch die des Reiches überschreiten. Die ersten Jahre des Flottengesetzes modere Kultur" paralysiert werden könne. müssen der dem uneingeschränkten, systematischen Ausbau Diese Art der Verteidigung der Abrichtung zum Kadaverheimischen Schlachtflotte vorbehalten bleiben. Es wird Sache gehorsam, die den moralischen Faktor bei der Entfaltung der verbündeten Regierungen sein, den Zeitpunkt anzugeben, friegerischer Tüchtigkeit vollständig leugnete, oder auch- im Falle wann die Frist für die Vertagung abgelaufen ist. Erst dann wird die Lücke im Flotte ngejeg vom 14. Juni 1900 innerer Strifen wäre ja der Soldat, der mehr als ein blindes Werkausgefüllt werden. Erst dann wird die Organisation der zeug in der Hand seines Vorgesetzten wäre, unter Umständen ein geflissentlich ausAuslandsflotte, wie diejenige der heimischen Schlachtflotte, nach sehr unbequemes Instrument einem bestimmten Plan erfolgen fönnen." geschaltet wissen möchte, muß also Herrn v. Buttkamer wenig Hier erscheint also bereits eine neue Flottenvorlage am imponiert haben. Vermutlich, weil er in erster Linie die WehrHorizont, wenn für den Augenblick auch noch zurückhaltung be- haftigkeit unsrer Truppen einem äußeren Feinde gegenüber erobachtet wird. Die deutsche Flottengründerei wird ganz nach den höht sehen möchte, während es unter seinen Standesgenossen viele edlen Praktiken der Casseler Trebertrocknung betrieben nur daß in Gesinnungsgenossen des Herrn v. Boguslawski giebt, denen es als diesem Falle jeder neue Geldbedarf aus der Ausbeutung der Volkswürdigere Aufgabe der Kriegskunst erscheint, die Soldaten gegen Im übrigen mögen sich die Flottenlieferanten gedulden! Bei der Vater und Bruder zu kommandieren, als gegen einen fremden man verzweifelten Lage der Reichsfinanzen wird einstweilen Angreifer. Endlich die Sprache wiedergefunden hat heute die Deutsche überhaupt den Flottenbau hemmen müssen; denn das Flottengesetz Doch gleichviel, v. Buttkamer empfiehlt eine Verkürzung der Tages- Zeitung", indem sie jetzt sogar der Memeler Wahl einen bestimmt, daß die Wittel für die neuen Schiffsbauten nicht durch zweijährigen Dienstzeit, und zwar um zunächst drei Monate. Ein Leitartikel widmet. Sie sagt trozdem freilich herzlich wenig, sondern Steuern auf den Massenbedarf aufgebracht werden dürfen. Reichen Monat könnte leicht dadurch geipart werden, daß man die Reservisten begnügt sich in der Hauptsache mit Breßcitaten, ja fie geniert sich also die vorhandenen Mittel nicht aus, und entschließt der Reichstag statt Anfang Oktober erst Anfang November einstellte; fogar nicht, bei dem Steichsboten" dadurch eine ideelle Anleihe zu sich nicht zu einer direkten Einkommenstener, so müßte das Centrum weitere zwei Monate tönnte man dadurch an der Dienstzeit ersparen, machen, daß sie das deplaciert citierte Bismard Wort von alle neuen Schiffe bis auf weiteres in den nächsten Etats ablehnen. daß man jeden Mann im Frühjahr oder Sommer des zweiten Dienstder. freifinnigen Vorfrucht" ebenfalls citiert. Heber die jahrs auf 1-2 Monate in die Heimat beurlaubt. ebenso ich were wie symptomatische Niederlage der Agrarier Freilich es müßte" mur! tröstet sich das Hauptorgan der Brotwucherer mit der Hoffnung, daß Katholisch ist Trumpf. Jm Reichsamt des Innern Auch für die militärische Jugenderziehung ja für die Stich wahl gute Aussichten seien und daß der sind zwei Herren überraschend schnell avanciert und die dazu nächsten" stehend in wöchentlich einigen Stunden Freiübungen, Turnen und Freisinn allem Anschein nach den Wahlkreis an den Brot- älteren Beamten übergangen worden. Diese internen Verhältnisse könnten bricht der Generalmajor a. D. eine Lanze. Darüber, wucherer auszuliefern willens fei. uns ja gleichgültig sein, wenn nicht eine Bemerkung der„ Nat.- 3tg." der Gerzieren „ Das ist eine seltsame Art, um die freifinnigen Stimmen für Sache Interesse verleiht. Danach habe Dr. Würmeling, der vortragender daß diese Vorbildung nach Buttkamers Ansicht durch ausgediente den Socialdemokraten zu werben, und der Vorwärts" weiß sehr Rat geworden ist, vor einigen Jahren der Centrumspartei des Unteroffiziere am besten geleitet werden könnte, brauchen wir an genau, warum er sich so auf das hohe Pferd setzt. Er sieht, preußischen Abgeordnetenhauses angehört und Herr v. Schönebeck, dieser Stelle nicht zu diskutieren, uns genügt das Zugeständnis des ebenso wie wir, mit Sicherheit voraus, daß für seinen Mann der zum Regierungsrat und ständigen Hilfsarbeiter gedichen ist, erfahrenen Militärs, daß eine derartige Jugenderziehung, wie ja bei der Stichwahl nichts. herausspringen wird. Er stehe als guter Katholit zu einem angesehenen Mitglied der Reichs- auch wir sie als Glied der Ausbildung zur Wehrhaftigkeit des Volts verzichtet von vornherein auf das Mandat, weil ihm bekannt ist, tagsfraktion dieser Partei in näheren Beziehungen. Es scheint also postulieren, nicht wie so oft von militärischen Zünstlern als nugloje daß eine große Zahl der freisinnigen Wähler, so die Kaufleute in daß es sich bei der Beförderung dieser beiden Herren um ein EntMemel und in den audren Städten, welche aus alter Angegenkommen des Grafen Pojadowsky gegenüber gewissen Mitgliedern Spielerei qualifizirt wird. gewohnheit freisiunig wählen, an die Urne für der Centrumspartei handelt." den Socialdemokraten nicht gebracht werden Ist das der Dant für die wohlwollende Behandlung der 12 000Mart- Affaire durch das Centrum? Das Ausland wehrt sich! Der Korrespondent der Daily Expreß" berichtet aus Washington, daß, wenn Deutschland die Zölle auf amerikanische Nährstoffe erhöhen sollte, der Kongreß Vergeltungs- massen bestritten wird. maßregeln ergreifen würde. fönnen." " be Vor allen Dingen nehmen wir mit Genugthung davon Notiz, daß auch nach der Ansicht eines Militärs die zweijährige Dienstzeit ' leicht um weitere 3 Monate verkürzt werden könnte. Und v. Butt Tamer ist der Ueberzeugung, daß ihm hierin, möchten auch viele alte Offiziere den Kopf schütteln, viele Compagnie chefs boll. ständig bei stimmen würden. Unser Urteil über die Notwendigkeit einer Verkürzung der Dienstzeit und der Umgestaltung des ganzen Militärsystems hängt natürlich von den gelegentlichen Geständnissen eines preußischen Militärs nicht ab, wohl aber erleichtert das Sammeln derartiger Stimmen aus dem gegnerischen Lager selbst den praktischen Kampf gegen den verzopften, fortschritts- und volksfeindlichen Militarismus. Affaire Schuckert. Bei der Firma Schudert werden, so wird unfrem Nürnberger Partei- Organ geschrieben, im Spätjahr abermals etwa 2000 Arbeiter und 500 Beamte entlassen werden. Es ist wirklich unbegreiflich, daß der Verwaltung anscheinend nicht im mindesten etwas daran liegt, einen alten, eingeschulten Arbeiterst am m 31 erhalten. Denn wäre dics der nein Fall, so könnte, mi i te zunächst doch eine angemessene Reduzierung der Arbeitszeit während der schlechten Geschäftsperiode in Erwägung gezogen werden. Aber wahrscheinlich will man durch die Entlassungen dem noch notwendigen Arbeitspersonal zeigen, daß, wenn es sich nicht rücksichtslos ausbeuten läßt, um wenigstens den Direktoren und Aufsichtsräten fette Tantiemien zu sichern, die Reserve- Armee groß genug ist. Die Sünden der Unternehmer müssen die Arbeiter büßen! Ausland. Belgien. Italien. Das Blutbad von Berra englischen Angaben betreffend die Verluste ders 2. eine Geldstrafe auf die jüdische Gemeinde desjenigen Boeren an Toten gewöhnlich um das Doppelte Orts aufzuerlegen, in der ein Zusammenstoß mit Militärpersonen übertrieben waren. Bei den Verwundeten verschob sich entstanden ist; und das Verhältnis zu Ungunsten der Boeren, denn hier waren die 3. die Vollstreckung von Kriegsexekutionen in solchen Orten. Angaben um die Hälfte zu gering. Was die Gefangenen betrifft, Die Minister der Justiz und des Innern erhoben jedoch gegen so weiß riegsminister Brodrick mur von 20000, und die Zahl der surrenders wird in der legten die in den obigen drei Punkten angeführten Vorschläge den ent amtlichen Statistik auch mit 14 624 Mann be schiedensten Widerspruch; ihrer Meinung nach lönen administrative rechnet, Gefangene und surrenders zusammen betragen Ausweisungen nicht anders, als in der in den Satzungen 32 bis 34 daher nur 34 624 Mann, statt 64 622, wie die Engländer vorher des Schußreglements festgestellten Ordnung, durch eine besondre Bes behauptet haben. Jene fehlenden 35 000 Mann sind also zum ratung im Ministerium des Innern vollzogen werden; zur schärferen größten Teil schon gefunden. Berechnen wir uns die Zahl der Wahrnehmung der Interessen des Kriegswesens sieht indessen das gefallenen Boeren nach dem oben erwähnten Leitjag, so genannte Ministerium keine Hindernisse, an erwähnter Verhandlung erhalten wir statt 6400 nur 3200 Mann, die Zahl der Ver- in Prozessen über Zusammenstöße von Juden mit Militärpersonen einen wundeten steigt auf 10 000, die Zahl der Gefangenen Borsteher des Kriegsministeriums beiwohnen zu lassen. Was die beträgt 20 000 = und diejenige der„ surrenders" nur 14 624 Mann. Das wäre also ein Gesamtabgang Frage der Geldstrafen und Exekutionen betrifft, so finden die der Boeren Armee von etwa 48 000 Mann. Wenn Ministerien des Junern und der Justiz diese Maßregel den Grundman bedenkt, daß die 10 000 Verwundeten keinen dauernden bestimmungen des Kriminalrechts widersprechend, nach denen ein Abgang bilden, so wäre damit vielleicht eine Erklärung dafür jeder nur für sich selbst die Verantwortung trägt; dagegen würden gegeben, daß die Boeren noch immer über 20 000 Mann verfügen, bei Anwendung der erwähnten Maßregel Unschuldige leiden. aljo etwa 662/3 Proz. eingebüßt haben. Denselben Brozentiat Betreffs Ueberweisung der Prozesse der Juden an das Kriegsgericht finden wir auch bei den Engländern, ihre Gesamtarmee in Südwenn der afrika zählte 347 661 Mann, davon gingen durch den Tod ab sprach sich ferner das Ministerium des Junern dahin aus, daß es nur im Sinne 17 321, durch Verwundung 17 209, nach Hauie transportiert einvillige, diese Maßregel einzuführen, aber wurden 76 582 Mann, insgesammt also 111 112 Mann." int Entwurf der Kommission angeführten Gründe; Die Berechnungen der Korrespondenz beweisen zwar schon zur das Justizministerium dagegen tritt überhaupt gegen diese Genüge das Schwindel- Talent der Engländer, aber sie enthüllen den Maßregel auf und meint, daß das Kriegsgericht, beim Urteilen Schwindel wahrscheinlich noch nicht in seinem ganzen Umfange. Denn nach den allgemeinen Gesetzen, keinerlei Privilegien vor dem CivilBrüssel, 23. Juli. Der socialistische Abgeordnete en die Boeren auch nur 48 000 Mann verloren hätten, so würde gericht besige; das Urteilen nach kriegsrechtlichen Gesetzen sei aber Brüssel, 23. Juli. Der socialistische Abgeordnete jezt schwerlich noch ein Waffenfähiger im Felde stehen. Schon zu Bertrand bringt nach einem Meimungsaustausch zwischen den liberalen, wiederholten Malen haben wir darauf hingewiesen, daß die zulässig nur in Fällen und in der Ordnung, die in den Bekatholischen und ſocialiſtiſchen Anhängern der persönlichen Militär- Schäßung der Bocrenstärke auf 50 bis 60000 Mann viel ſtimmungen des Schutzreglements festgesetzt sind. Hinsichtlich der dienstpflicht eine Gesezvorlage ein, welche die Unterdrückung 811 hoch greift. Nach dem Werk des Dr. Vallentin übrigen Vorschläge der Kommission sind die beiden genannten des militärischen Stellvertretungswesens verzählte der Transvaalstaat kaum 30 000 Waffenfähige einschließlich der Ministerien einverstanden mit der Meinung des Kriegsministers, daß Iangt. Milizen unter 18 und über 50 Jahren. Da aber der Oranjefreistaat nach die Verschärfung der Strafen für die Militärpersonen beigefügten den englischen Angaben nur 75 000 weiße Einwohner zählte, so Beleidigungen in der Art des Strafantrags über solche Beleidigungen dürfte die Zahl der waffenfähigen Oranjeboeren im Höchstfalle 15 000 allgemeine Maßregeln sein müssen, nicht aber ausschließlich in betragen haben. Die Zahl der in Freiwilligen- Corps organisierten Bezug auf Juden. In anbetracht dessen, daß nach dem Entwurf Ausländer betrug nach den neuerlichen Feststellungen nur der Kriminalstrafbestimmungen die Bestrafungen für Beleidigungen wenige Hunderte, und auch die Zahl der auf der überhaupt wesentlich erhöht sind und gleichzeitig besondere Strafen für Boerenjeite kämpfenden Afrikander dürfte wenige Tausend nicht überschritten haben. Der Gesanitverlust von 48 000 Mann Beleidigungen aller Art Kriegsobrigkeiten festgesezt worden sind, wobei erscheint also noch immer unglaubhaft hoch. Das Rätsel auch die diesbezüglichen Angaben des Kriegsministeriums in Betracht ges wird sich nur so lösen laffen, daß nicht nur die Gefangenen zogen wurden, findet letzteres teine genügenden Gründe einer weiteren einmal als Gefangene, das zweite Mal als Surrenders doppelt Befürwortung besonderer Erhöhung der Strafen für die Beleidigungen gezählt wurden, sondern daß man auch durch Mitzählen von von Militärpersonen. Hinsichtlich der Notwendigkeit der Aenderung Weibern und Kindern die Zahl der Gefangenen so imposant der Ordnung der Prozeßanstrengung über diese Beleidigungen wird anschwellen ließ. Wären wirklich 48 000 Boeren unschädlich gemacht, so wäre es gegenwärtig in den Bemerkungen des Kriegsministeriums auf das unbegreiflich, wie der Strieg noch fortdauern, namentlich aber, wie Projekt einer neuen Redaktion des Statuts des Strafgerichtsverfahrens die Boeren von den doch eher zaghaften und vorsichtigen, hingewiesen. als rüdsichtslosen und tollfühnen Sap holländern noch 3uzug erhalten könnten. " hat keine Sühne gefunden. Das Gericht von Bologna hat den Urheber desselben, den Lieutenant Benedetti, freigesprochen. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß die streikenden Landleute in ruhiger Weise sich der Brücke, auf der die Soldaten Aufstellung genommen hatten, genähert haben. Es wurde ferner zu gegeben, daß der Führer der Landleute, Désvo, mit fünf seiner Genossen sich den Soldaten näherte, anscheinend um zu parlamentieren". Der Gendarmeric- Wachtmeister hat sogar dem Benedetti den Vorschlag gemacht, mit den Bauern zu unterhandeln; aber der Lieutenant hat es ihm verboten. Es wurde bom Kriegsgericht auch festgestellt, daß Benedetti nicht nach den Vorschriften des Gesezes gehandelt habe, aber es wurde dies damit entschuldigt, daß er nicht den Befehl gehabt habe, die Leute zu zerstreuen, sondern sie an dem Ueberschreiten der Brücke zu verhindern. Diefen Befehl habe er zur Ausführung bringen müssen und auch gebracht. Der Freispruch dieses brutalen Menschen, der mit kaltem Vlut auf friedliche Bürger schießen ließ, wobei 5 Menschen ihr Leben Tassen mußten, dürfte in der nächsten Session zu neuen heftigen Auseinandersetzungen zwischen den socialistischen Kammerdeputierten und dem Kriegsministerium den Anlaß bieten. England. Daß die Boeren sich noch immer nicht matt gesetzt fühlen, sondern den Krieg unverzagt fortsegen, beweist folgende Meldung über einen Boerenangriff auf Aberdeen. Indem es jedoch für unmöglich erachtet wird, mit den ans geführten Ergebnissen der Arbeiten in der Frage über die gegen die Bügellosigkeit der Juden zu treffenden Maßregeln sich zu befriedigen, wird beabsichtigt, dringend auf der Notwendigkeit zu bestehen, ernstere Garantien für Militärpersonen gegen die jüdische Frechheit Wie Laffan meldet, machten die in die apkolonie ein zu erreichen. Der Kommandierende der Bezirkstruppen geruhte desgefallenen Boeren einen entschlossenen Angriff auf halb zu befehlen, den Korpskommandierenden zu bitten, feine ErAberdeen. Der Angriff begann morgens 7 1hr, der Feind stand in wägungen über die erörterten Vorschläge des Kriegsministeriums vorzüglicher Deckung, aber sein Feuer auf die Stadt blieb wirkungslos. zuzustellen: a) in Bezug auf die Ueberweisung der Judenprozesse Die englische Besaging machte, unterstügt von der Stadtwache, einen an ein Striegsgericht, wie auch b) über Maßregeln administrativer Art. Ausfall und trieb die Boeren unter heftigem Feuer zurück, am Seiner Hochwohlgeboren sind außerdem noch Auskünfte über alle folgenden Tage wurde der Angriff erneuert, und die Boeren beunruhigten die englische Bejagung den ganzen Tag, bis die australische außergewöhnlichen Fälle von Zusammenstößen zwischen Juden und Artillerie sie mit einem Fünfzehnpfünder zerstreute und zum Rückzug Militärpersonen für den Zeitraum vom Jahre 1897 an erwünscht. in die Berge zwang. De Wet und Steijn haben, wie Daily News meldet, die Bahn bei Heilbron Road auf dem Mariche nach West en passiert und sind nun zwischen Vaal und Rhenoster In dem schwerfälligen ungelenken Kanzleistil dieses geheimen mit einem Kommando. De Wet lagert niemals zusammen Aftenstücks wird das Ungeheuerlichste wie etwas Selbstverständliches mit der ganzen Mannschaft, seine Lente trennen sich nachts, behandelt. Das dunkelste Europa, die Schande der Civilisation, der um sich am nächsten Tage wieder zu treffen. Eine allgemeine Bewegung der Boeren gegen Süden ist bemerkbar. russische Militärabsolutismus gelangt in diesen Vorschlägen zu grellem Ausdruck, die ungefähr das„ Nechtsbewußtsein des sechzehnten Jahrhunderts atmen, da Zar Jwan der Schreckliche feinen eignen Willen statt jeden Rechtes uneingeschränkt als Gesetzgeber, Richter und Vollstrecker der Strafe setzte. Die ,, Freie Englische Kirche" und der Frieden. Wir haben fürzlich über eine Konferenz der Freien Kirchen Englands" berichtet, in welcher über den südafrikanischen Krieg beraten wurde. Am Schlusse der Konferenz wurde, wie mitgeteilt, ein Komitee gewählt und beauftragt, eine Resolution auszuarbeiten. Dieses Stomitee ist dieser Tage wieder in London zusammengetreten. Es gelangte schließlich eine Resolution zur Annahme, in der es heißt, daß es für die Bertreter der christlichen Kirche an der Zeit jei, für eine Friedenspolitik einzutreten. Wir sind überzeugt, heißt es in der Resolution weiter, daß die baldige Beendigung des Krieges am besten gesichert würde durch entgegenkommende Vorschläge englischerseits. Für die Boeren- Republiken wird in der Resolution vollkommene Autonomie und Sebstverwaltung gefordert, sowie weitgehendste Amnestie. Die Vertreter der Freien Kirchen Englands" appellieren an ihre holländischen Kollegen, auch ihrerseits allen Einfluß aufzuwenden, um den mörderischen Krieg bald zu Ende zu bringen; in gleicher Weise wenden sie sich an das eng lische Bolt. zu weiterent fonnten sich die Herren Geistlichen nicht auf schwingen. Ein Zusagantrag zur Resolution, in welchem für die Boeren vollständige unabhängigteit so wie fie fie bis zu Beginn des Kriegs besessen hatten, verlangt wurde, fand keine betrauen. Gnade; er wurde mit 40 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Dagegen über Der„ Morningleader" berichtet aus Funchal auf Madaira: Das Transportschiff„ Sayon" mit General Baden- Powell an Bord ist hier eingetroffen. Letzterer ist schwer erkrankt. Er gab dem Wunsch Ausdruck, daß jeder offizielle Empfang unterbleiben möge. * Die Bestattung der Gattin Krügers hat am 22. Juli in Pretoria stattgefunden. Auf den Präsidenten Krüger soll der Tod seiner Gemahlin einen niederschmetternden Eindruck ausgeübt haben. Krüger dürfte, wie aus dem Haag gemeldet wird, während der ersten Trauerzeit die Präsidentschaft niederlegen und den Präsidenten des Volksraads, Wessels, mit der Führung der Geschäfte * Unausgesprochen, aber unzweifelhaft richten sich die kriegsministeriellen blutigen Vorschläge gegen die erſtarkende russische Ärbeiterbewegung, in der die jüdischen Proletarier führend hervor getreten sind. Gegen diesen heiligen Kampf um die Menschenrechte entbietet der Zarismus nun seine Schergen. fand ein weiteres Amendement Annahmenischen Schiedsgericht unter Ein russischer Geheimerlaß gegen die jüdischen Arbeiter unter das Striegsrecht gefſtellt. Der bloße Verſuch, die stellt wissen will. Türkei. Juden. Das Central- Komitee des Allgemeinen Jüdischen Konstantinopel, 23. Jlui. Es verlautet, der Adjutant des Arbeiterbundes in Rußland und Polen" übersendet Sultans Onori Bey, welcher nach Tibra( Dibre?) entiandt war, jei uns nachfolgendes, aus dem Siewer Militärbezirk stammendes gedort von Arnauten ermordet worden. Die That wird als heime Dokument zur Veröffentlichung. Aft der Nache für die im Juni erfolgte Gefangennahme des Arnautenführers Hamdi Bey angesehen. Asien. ( Uebersetzung aus dem Russischen.) Stab N. der Division.. b. 20. VI( 3. VII) 1901. Geheimes Rundschreiben. China. Der amerikanische Vertreter Rockhill in Peking telegraphiert, der Plan der chinesischen Entschädigungszahlung sei mimehr endgültig angenommen. Die Tilgung der Bonds, welche zur Ausgabe gelangen, werde im Jahre 1902 be= ginnen und der Plan nehme die völlige Abzahlung von Kapital und den Kommandeur des...... Negiments. 3ns bis zum Jahre 1940 in Aussicht. Man erwarte, daß China 23 Millionen jährlich aufbringen werde; diese Summe folle dazu dienen, die Zinsen zu bezahlen und die Tilgung des Kapitals bis zur letzten Restzahlung zu bewirken. Und der Zonstreit? Der Boeren- Krieg. Die Opfer des Kriegs. An In Rußland werden Streits mit Militärgewalt unterdrückt, so geschah es auch im Kiewer Bezirk. Kommt es dann zu Zusammenstößen zwischen den streikenden jüdischen Arbeitern und der Solda testa, so werden die„ wörtlichen und thätlichen Beleidigungen" der die Lebensverhältnisse zu verbessern, wird für die jüdischen Proles tarier unter das Standrecht gestellt. Der Streit wird wie Hochs verrat und Revolution bestraft. Damit nicht genug, werden noch eine Reihe administrativer Maßregeln gefordert, welche die Möglichkeit geben, ohne jedes gerichtliche Verfahren, die„ frechen Juden" die, zu streiken wagen, unschädlich zu machen. Man muß sich gewaltsam daran erinnern, daß wir wirklich im 20. Jahrhundert leben, wenn man unter den kriegsministeriellen Vorschlägen auch die famose Anregung findet, die ganze Gemeinde als haftpflichtig für jeden einzelnen Schuldigen" zu bestrafen. Man erkennt wieder einmal, wie eng Kapitalismus und Mili, tarismus mit einander verwandt ist. Einer tritt für den andern ein. Um den Profit zu schützen, muß der Soldat auf Freunde und Verwandte schießen, und setzen sich die Angegriffenen auch nur mit Worten zur Wehr, so wird diese Frechheit nach den gesetzlofen Der Chef der kriegsgerichtlichen Oberverwaltung teilte in einem Brief vom 8. Mai d. Js. sub Nr. 105 mit, daß in der auf aller- Gesezen des Krieges geahndet. höchsten Befehl beim Hauptstab eingesetzten som mission, die die Aufgabe hat, Maßregeln gegen die Zügellosigkeit der Juden zu treffen, folgende Grundsäge projektiert worden sind: 1. Erhöhung der Strafen für die von Juden Militärpersonen gegenüber zugefügten Beleidigungen; 2. Aenderung der Art der Einleitung derartiger Prozesse dahin, daß dieselben unabhängig von den Klage- Anträgen der Verletzten geführt werden müssen und mit keinem Vergleich beendet werden können; und Die Vorschläge des russischen Kriegsministers haben, wie man aus dem obigen Aktenstück sieht, bisher zum größten Teil nicht die Zustimmung seiner Ministerkollegen gefunden. Das hat aber den Kriegsminister nicht veranlaßt, seinen Plan aufzugeben. Im Gegens teil, er sammelt weiteres Material, um endlich die militärische Schreckensherrschaft über die jüdischen Proletarier errichten zu können. Die Frechheit der Juden" wird vorgeschoben, hinter ihr steckt die jüdische und die zielbewußte Arbeiterbewegung überhaupt, die man mit Gewalt niederzuknütteln versucht. Aber auch dies Aufgebot verbrecherischer Grausamkeit und tyrannischer Daß von den Engländern die Verluste der Boeren seit Beginn des Kriegs systematisch übertrieben wurden, ist eine längst behauptete und bewiesene Thatsache. Ein interessantes Licht 3. Verweisung der Prozesse über Juden, die beschuldigt werden, auf diese Schwindelpraktiken der englischen Kriegsleitung wirft die Berechnung einer Korrespondenz, die die Angaben der Engländer Militärpersonen Beleidigungen und andre Gewaltthätigkeiten zugefügt illfür wird an dem Heldenmut des erwachenden Proletariats über die angeblichen Verluste auf Grund der offiziösen englischen zu haben, in einzelnen Fällen auf Antrag des Kommandierenden der scheitern. Wahnsinnige Blutgesetze, die scheinbar wider die ZügelStriegsstatistit zusammenstellt. Die Storrespondenz führt u. a. aus: Truppen der Militärbezirke und mit Genehmigung der Minister des losigkeit der Juden" gemacht werden, vermögen nicht mehr die Be " Alles in allem hatten demnach am 1. Juli d. J. die Boeren Innern, der Justiz und des Kriegswesens, in deren gegenseitiger wegung des Proletariats zu vernichten. Wir hoffen, daß die Leiden nach den englischen Angaben an Toten 6400, an Verwundeten Uebereinstimmung, an ein Kriegsgericht zur Untersuchung, unter der jüdischen Proletarier nicht noch gesteigert werden, wir wissen 5793, an Gefangenen 34 622, an surrenders( fich freiwillig Anwendung gegenüber den Schuldigen, in besonders wichtigen Fällen, aber, daß auch die brutalfte Gewalt nicht mehr vermag, den Sieges. Ergebenden) rund 30 000, an Deserteuren 3500 Mann verloren, zufammen also 80 315 Mann, ohne Einrechnung durch Krankheit oder Seinerseits schlug das Kriegsministerium vor, indem es den Unfälle herbeigeführten Abgangs. Nun hat die Boeren- Armee aber nach englischer Angabe erivähnten Entwurf den Ministern des Innern und der Justiz zum selbst ur 54 800 Mann gezählt, denen sich noch etwa Beschluß übersandte, das Recht der Ueberweisung der Prozesse über des der kriegsrechtlichen Gesetze. lauf der erwachten Arbeiter zu hemmen auch in Rußland nicht! Partei- Nachrichten. Sandstein mit Glasplatten, auf denen sich die Inschriften befinden. 5000 Aufständische aus den Nachbargebieten angeschlossen hatten, Juden an ein Kriegsgericht, in den den Generalgouverneuren sub- Dem Andenken des Genossen Matthias Daßbach stifteten und andrerseits behaupten die Engländer selbst, daß noch immer ordinierten Ortschaften den letzteren anheimzustellen. Außerdem die Parteigenossen in Hanau einen Denkstein, der kürzlich aufgestellt 15-20 000 Boeren gegen sie im Felde stehen. Es fand es notwendig, auch Maßregeln administrativer Einwirkung wurde. Gr besteht aus einem freistehenden Epitaphium von rötlichem handelt sich also um einen Ueberschuß in der englischen Angabe in Bezug auf schuldige Juden festzusetzen, und zwar: von 35-40 000 Mann, der sich nirgends unterbringen läßt. Wo 1. Den Orts- Generalgouverneuren das Recht der admini- Die von der Arbeiterschaft ursprünglich beabsichtigte Widmung iſt Aus der Zeit, wo die Boeren noch selbst amtliche strativen Ausweisung aus ihren Wohnorten anheim- bekanntlich durch die Censur der freisinnigen" Stadtverwaltung Hanaus verstümmelt worden. Berichte veröffentlichten, läßt sich feststellen, daß die zustellen; kommen diese 35 000 Mann her? Der Parteitag der Socialdemokratie Dänemarks. über Bord werfen. 811 Mag doch der betreffende Meister sich mit seinen Gehilfen| Milch oder Fleisch tuberkulöser Rinder auf den Menschen veran Bei den Verhandlungen über Organisations- und Agitations- einigen, dann werden die im„ dienstlichen Interesse" ge- laßte den Redner zu eingehenden Versuchen, die er mit Unterfragen wurden noch mehrere wichtige Beschlüsse gefaßt. Auf An- botenen Arbeiten auch rechtzeitig fertig werden. Der Regiments- stützung des preußischen Landwirtschafts- Ministeriums gemeins trag des Verbandsausschusses und mehrerer Abteilungen wurde be- Kommandeur hat doch nicht die Aufgabe, einem Privatmann, der seine fam mit Professor Schütz bon der Thierärztlichen Hochschloffen, zweds Herbeischaffung größerer Geldmittel für die Agitation, geschäftlichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann, durch Zuweisung schule in Berlin zwei Jahre hindurch ausführte. Es erwies daß jedes Mitglied in jedem Jahr einmal an einem bestimmten von Arbeitskräften unter die Arme zu greifen, um so weniger, als fich die vollkommene Unmöglichkeit, die menschliche Tage, der von der Verbandsleitung festgesetzt wird, 25 Dere für die es sich hier um einen wirtschaftlichen Interessenkampf handelt, in den Tuberkulose auf die Versuchsrinder, denen fortgesetzt in Agitation zu zahlen hat, und daß ferner die Abteilungen des Verbandes in einzugreifen sich der Herr Oberst hüten sollte. verschiedener Weise menschliche Tuberkel- Bazillen beigebracht wurden, jedem Quartal für jedes Mitglied 5 Dere für denselben 8wed ein- Bäckermeister als Lohndrücker der Mehlfutscher. Die zu übertragen. Damit war die völlige Verschiedenheit senden sollen. Mehlhändler hatten den Kutschern infolge einer Lohnbewegung das zwischen der Tuberkulose der Menschen und der Rinder unDes weitern fand eine rege Diskussion über die Organisierung Bugeständnis gemacht, daß die Kutscher die Mehlsäcke nur bis vor widerleglich dargethan. Der Vorsigende fügt hinzu, daß die der Landarbeiter und Häusler statt. Wir werden nicht mit den das Haus des Bäckers bringen brauchen, und daß für deutsche Regierung Maßnahmen für die Fortführung derartiger Landeigentümern liebäugeln", sagte der Referent J. P. Sundbo, den weiteren Transport bis zum Lagerraum der Bäder- Untersuchungen getroffen habe. Die Uebertragbarkeit der Tuberkuloje ,, und wir werden auch nicht allzu großes Gewicht auf die Errichtung meister eine besondere Vergütung alt den Kutscher der Rinder auf den Menschen hält Prof. Koch für höchst unvon Häuslerwirtschaften legen. Der Großbetrieb ist hier das zahlen habe. Ein Teil der Bäckermeister weigert sich, diese wahrscheinlich, da die Fälle äußerst selten seien, in welchen principiell richtigste und darum wollen wir diesen diesen nicht Bergütung zu zahlen, und die Innung„ Germania", deren Vorstand primäre Tuberkulose der Eingeweide nachgewiesen werden könne. Wir werden aber dabei beharren, für seinen Mitgliedern den Abschluß eines einheitlichen Vertrags mit den Maßnahmen gegen diese Art der Uebertragung seien entbehrlich. die Organisation der Häusler und Landarbeiter zu agitieren, Mitgliedern empfahl, wonach den Kutschern die oben genannte Ver- Redner erörtert alsdann die Mittel zur Bekämpfung der Uebersowohl für die politische wie fachliche Organisation" usw. gütung zugesichert wird, lehnte diesen Vorschlag ab und beschloß, die tragung von Mensch zu Mensch, durch deren Ausbau die Seuche Da nicht hinreichendes Material zur Beurteilung dieser wichtigen Regelung dieser Angelegenheit jedem einzelnen Bädermeister zu über- allmählich zu beseitigen sei. Vor allem müssen durch Frage vorhanden war, wählte der Kongreß eine elfgliedrige Kom- laffen. planmäßiges Vorgehen die Wohnungsverhältnisse der mission mit der Aufgabe, das notwendige statistische Material zu Demnach ist also den Mehlfutschern die fleine Verbesserung ihrer är meren Bevölkerung verbessert, ihr allzu Alle sammeln und dann dem Hauptvorstand Vorschläge zu einer plan- Lage wieder genommen, denn nunmehr werden wohl alle Bäcker- dichtes 8usammenleben verhindert werden, mäßigen Agitation unter der Dienstbotenklasse, den Landarbeitern meister die Vergütung nicht zahlen. schwerer Erkrankten müssen, um sie nicht zu einer Quelle der Anund den Häuslern zu machen. steckung werden zu lassen, der Krankenhaus- Behandlung zugeführt Die Tarifbewegung der Töpfer in Brandenburg a.., werden. Zur Frage der Lungenheilstätten übergehend erklärt es Auf Vorschlag des Verbandsausschusses beschloß der Kongreß. denen bekanntlich der bis dahin geltende Lohntarif von den Arbeit- Redner für sicher, daß die Zuberkulose in den früheren Stadien Socialdemokratens" Kontrahentenversammlung zur Herausgabe gebern gekündigt worden war, ist dadurch zum Abschluß gekommen, heilbar ist, warnt jedoch vor einer Ueberschätzung der Bedeutung der einer populär- wissenschaftlichen socialistischen Zeitschrift aufzufordern. daß der gekündigte Tarif auf zwei Jahre, bis 1. August 1903, ver- Heilstätten. In Deutschland dürften jährlich etwa 4000 Personen durch Ferner wurde befchloffen, daß jedes Jahr nach Schluß des Reichs- längert und dadurch die beabsichtigte Lohukürzung abgewehrt diese Genesung finden, während 226000 Bersonen wegen Schwindfucht tags eine Uebersicht über die Thätigkeit der socialdemokratischen worden ist. Reichstags- Fraktion herausgegeben werden soll. Da mehrere Anin Krankenhausbehandlung standen. Größerer Einfluß auf dent träge auf Begründung socialdemokratischer Tageszeitungen in ver= Rüdgang der Krankheit komme den vorerwähnten allgemeinen janischiedenen Städten vorlagen, beschloß der Kongreß, es der Kontrahenten- fardinischen Sekundärbahnen, etwa 1200 Mann, be- ahmung der von der Stadt New York getroffenen Einrichtungen, Ein Eisenbahner Streik in Italien. Das Personal der tären Maßnahmen zu. Namentlich befürwortet Redner die NachVersammlung anheimzustellen, so viele Tageszeitungen zu gründen, findet sich im Streit. Der Ausstand dehnt sich auf alle Angestellten dank denen die Sterblichkeit an Schwindsucht seit 1886 um mehr wie es„ Socialdemokratens" Mittel zulassen. In der Schlußfizung, die am Sonntagvormittag stattfand, wurde der Linien Cagliari- Jfili- Sorgono- Tortoli und auf das fahrende als 35 Proz. gesunken sei. Prof. Dr. Koch schloß mit dem Ausdruck eine im freihändlerischen Sinne abgefaßte Resolution zur Zollfrage Personal des Nezes Maromer aus. Die Ausständigen fordern Ge- der festen Ueberzeugung, daß bei Benutzung der im Kampfe mit angenommen. Des weitern beschloß der Kongreß, daß im nächsten haltserhöhung und andre Aufbesserungen ihrer Lage. andren Seuchen gewonnenen Erfahrungen, wenn unrichtige Wege Jahre ein Kongreß fämtlicher Gemeindevertreter der Partei statt- werfen it in finer am 22. 9. W. stattgehabten gemeinsamen Sigung gegen die Tuberkulose zum siegreichen Ende führe. Der Ausstand der Heizer in den pennsylvanischen Berg- vermieden und das lebel an der Wurzel getroffen werde, der Kampf der Ausstandsleitung und des Vorstands der vereinigten Grubenarbeiter für beendet erklärt. finden soll. Dann wurde der Beschluß gefaßt, den im Jahre 1889 aweds Aufrechterhaltung der Disciplin innerhalb der Partei erfolgten Ausschluß von sieben Genossen auf Wunsch der Betreffenden aufzu heben. Der Kongreß wurde am Sonntagnachmittag 1 Uhr mit einer Ansprache P. Knudsens geschlossen. " Ausland. Zum amerikanischen Stahlarbeiter- Streik wird der Frank. Beitung" aus New York gemeldet: Die Versuche des Stahltrustes, den Betrieb in seinen Werken wieder aufzunehmen, haben zu keinem Erfolge geführt. Die Arbeiterführer des ganzen Landes werden ehestens zu einer Konferenz in Washington zusammentreten. Sociales. Wir haben unsre Arbeit beendet," sagte der Redner. Wir stehen vollkommen einig und noch besser gerüstet da, als bisher, um in die neue politische Situation einzutreten. Wir wünschen bon ganzem Herzen ein„ Linken"-Ministerium, das die großen Reformen, für die die Bevölkerung so lange gefämpft hat, durchführen will, und wollen es dann bereitwilligst stüßen. Aber wir wünschen Beschlüssen des Verbandstags in Strossen einverstanden. Für die Die hiesige Bäckerinnung Germania erklärte sich mit den nicht, daß das alte unter neuem Namen weiter bestehen soll, und Aufhebung der Nachtarbeit trat lediglich der Bäckermeister werden mit aller Straft jede Regierung bekämpfen, die sich auf den Militarismus, auf die Macht der Kirche und des Königs stützt." Schließlich wurden Hochrufe auf den Socialismus ausgebracht und der Socialistenmarsch gesungen, worauf der Vorsitzende den Rongreß für geschlossen erklärte. Der nächste Kongreß findet 1903 in Aarhus statt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Kleine Mitteilungen. Die Cementierer( Bahlstelle IV des Centralverbands der Maurer) beschlossen, vom 1. August an den Extrabeitrag von 10 Pf. auf 20 Pf. zu erhöhen. Der Verband der Möbelpolierer beschloß, seiner Organisation die Form der Centralisation zu geben. Der Arbeitsnachweis des Verbands ist im zweiten Quartal dieses Jahres von 853 Arbeitsuchenden benutzt worden, von den eingelaufenen 395 Stellenangeboten konnten 342 besetzt werden. Deutsches Reich. Zum Generalstreik der Flaschenmacher. Die Fabrikanten bersuchen auf jede mögliche Weise, den drohenden Kampf abzuwenden. Nicht etwa, daß sie sich bereit erklärt hätten, auf die Forderungen der Arbeiter einzugehen. Nach dieser Richtung hat die Vereinigung ber Fabrikanten, wie bekannt, beschlossen, jede Verhandlung abzulehnen. Die Bemühungen der Fabrikanten gehen vielmehr dahin, die Arbeiter, welche die Kündigung eingereicht haben, zur Zurücknahme derselben zu bewegen. Wir haben vor einigen Tagen derartige Ver= suche der Gerresheimer Glashütte besprochen. Auch die Aktiengesellschaft vorm. Siemens, deren Werke sich in Dresden und Döhlen befinden, wendet sich in einem Schriftstück, welches in den Fabriken angeschlagen wurde, an die Arbeiter, warnt dieselben vor dem Generalstreit und stellt denen, welche die Arbeit nicht niederlegen, Vorteile in Aussicht. Daß sich irgend ein Arbeiter dadurch hätte bewegen laffen, die Kündigung zurückzunehmen, davon ist nichts bekannt geworden. Wenn es den Fabrikanten um die Herstellung des Friedens und die Aufrechterhaltung eines geregelten Betriebs thun ist, dann sollten sie ohne Bedenken auf das An gebot des Vertrauensmanns der organisierten Glasarbeiter eingehen, und mit den berufenen Arbeitervertretern unterhandeln. Noch ist es Zeit diesen Weg zu beschreiten. Wenn der Kampf erst ausgebrochen ist, dürfte die Herstellung des Friedens sehr erschwert sein. Soviel steht schon jetzt feſt: An den Arbeitern liegt es nicht, svenn es zum Stampf tommt. Sie haben das möglichste gethan, um ihn zu vermeiden, und es wäre im Interesse beider Teile erwünscht, wenn diese Bemühungen nicht vergeblich bleiben würden. Zum Tabakarbeiterstreik in Nordhausen. Zur Zeit werden erneute Einigungsverhandlungen zwischen Vertretern der Ausgesperrten und der Fabrikanten geführt. Welches Resultat dabei Herauskommen wird, läßt sich noch nicht absehen. Vor der Hand wird der Kampf in der bisherigen Weise weitergeführt, vor allen Dingen ist auch der Boykott nach wie vor zu beachten, und nicht Pfeiffer ein. Alle übrigen Redner stellten sich auf den Standpunkt, Nachtarbeit ein Verdienst um die Bädermeister erworben habe. daß sich der Verbandstag durch seinen Beschluß für Beibehaltung der Eigentlich sollte man meinen, daß den Bäckermeistern doch kein Schaden erwachsen fönne aus der Abschaffung der Nachtarbeit; es wird kein Stückchen Backwerk weniger gegessen werden, wenn es am Tage gebacken wird. Es ist offenbar nur die Folge des einsichtslofen Hängens am alten Schlendrian, daß sie sich so sehr gegen diese, im Interesse der Bäderei- Arbeiter höchst wünschenswerte Neuerung sträuben. Tehte Nachrichten und Depelthen. Der Krach. Köln, 23. Juli.( B. H.) Ueber den Zusammenbruch der Aktiengesellschaft Terlinden erfährt die Köln. 8tg.", daß der seit zehn Tagen flüchtige Leiter Terlinden sowohl die mit ihm arbeitenden Banken als auch den eignen Aufsichtsrat seit Jahren in der unerhörtesten Weise beschwindelte. Alle bisher für sind gefälscht. Die Verbindlichkeiten betragen nach vorläufiger die Aktiengesellschaft aufgestellten Bilanzen Feststellung 12 Millionen Mark, denen 6 Millionen Vermögenswert durch betrügerische Handlungsweise Millionen gegenüberstehen. Terlinden hat es seit Jahren darauf angelegt, beiseite zu schaffen, um alsdann zu verschwinden. Der verhaftete Prokurist Kospatt gestand die Fälschungen in den Büchern und Finanzen ein, gab aber an, hierzu von Terlinden veranlaßt worden zu sein. Der Zusammenbruch dürfte weitere Zahlungseinstellungen nach sich ziehen. M Das neue dänische Ministerium. Die Krisis. Unser Breslauer Parteiblatt berichtet auch von dort über große Arbeitslosigkeit namentlich in der Metallindustrie. Kopenhagen, 23. Juli.( W. T. B.) Der König hat heute In vielen Fabriken ist die Zahl der Arbeiler schon wesentlich ver- folgende von Professor Deunzer vorgelegte Ministerliste genehmigt: ringert worden; anderseits benügen die Unternehmer die Gelegenheit minister Präsident und Minister des Aeußern: zu Herabfeßungen der Löhne. Wenn irgendwo eine Stellung frei Deunger; Juftig: der Anwalt beim Höchsten Gericht wird, find die Angebote von Arbeitslosen äußerst zahlreich. Während Alberti; Kultus: Staatsrevisor J. C. Christen; überdies vielfach mit verkürzter Zeit gearbeitet wird, flagen die Finanzen: Großhändler C. Hage; Aderbau: LandwirtschaftsArbeiter der„ Maschinenbau- Anstalt Breslau", daß noch einzelne Stommissar Ole Hansen; öffentliche Arbeiten: Redacteur Arbeiter Ueberstunden machen müssen ohne höhere Bezahlung. Das Hörup; Marine: Rontre- Admiral Jöhnke; Krieg: Oberst ist eine Erscheinung, die vielfach beobachtet wird, und sowohl die. H. O. Madsen; Inneres: Redacteur Enevold Planlofigkeit unsrer Arbeitsweise wie auch die Gewinnsucht unfrer Sorensen. Sämtliche Minister gehören der Partei der Unternehmer kennzeichnet. Ein Gesetz über den Arbeitsvertrag der Reservisten und Landwehrleute ist in Frankreich erlassen worden. Es hat nach der Bekanntmachung im„ Regierungsanzeiger" folgenden Wortlaut: Art. 1. In Sachen der Dienstmiete tann, wenn der Arbeit geber, ein Angestellter oder ein Arbeiter als Reservist oder Landwehrmann für eine obligatorische militärische Uebungsperiode unter die Fahnen gerufen wird, der Arbeitsvertrag durch diese Thatsache nicht gebrochen werden. Art. 2. Selbst dann, wenn aus irgend einem andren legitimen Grunde der Vertrag durch die eine oder die andre Partei gekündigt wird, ist die Dauer der Uebung aus den üblichen Kündigungsfristen ausgeschlossen; ausgenommen nur den Fall, wo der Vertrag ein temporäres Unternehmen betrifft, welches vor Schluß der Uebungsperiode zu Ende geht. Art. 3. Im Falle der Verlegung vorstehender Artikel hat die geschädigte Partei den Anspruch auf Entschädigung, entsprechend den Vorschriften des Art. 1780 des Code Civil. Art. 4. Alle den vorstehenden Dispositionen zuwiderlaufenden Stipulationen find null und nichtig von Rechts wegen. Die Bevölkerung in China soll sich nach den Veröffent lichungen eines chinesischen Journals jest im Ganzen auf 383 253 000 Seelen belaufen. Auf die Provinzen soll diese Bahl sich folgendermaßen verteilen: Chili 17 937 000, Chantung 36 247 000, Shansi 12 211 000, Honan 22 115 000, Stiangiu 20 905 000, An hui 20 596 000, Kiangfi 24 534 000, Chehkiang 11.580 000, Fuhlien 22 190 000, Supeh 22 190 000, Sunan 21 000 000, Shensi 8 432 000, Stansub 9 285 000, Szechuan 67 712 000, Swang tung 22 706 000, Swangsi 5 151 000, Kiveichou 7 669 000, Yunnan 11 721 000. Linten an. Bochum, 23. Juli.( W. T. B.) Auf der Alten Schacht"( Beche Präsident) stürzten zwei Bergleute in den Schacht und fanden ihren Tod. Molde, 23. Juli.( W. T. B.) Die Hohenzollern" ist mit den Begleitschiffen bald nach 8 Uhr abends hier eingetroffen. Frankfurter Zeitung" gemeldet: Der Zuckertruft erhöhte sein Kapital um 15 Millionen Dollars bebufs einer Operation auf Kuba und Portoriko. Der Trust strebt zweifellos in den nächsten Tagen des Kongresses die gollfreiheit für diesen Rohzucker an. Frankfurt a. M., 23. Juli.( B. H.) Aus New York wird der Stockholm, 23. Juli.( W. T. B.) Die Explosion auf dem amerikanischen Dreimaster ,, Louise Adelaide" in Gäddvigen wurde durch eine Entzündung ausströmender Gase hervorgerufen. Das Feuer hält im Ladungsraum des Schiffes noch an. Durch die Explosion wurden nicht, wie früher gemeldet, 10 sondern 12 Perfonen getötet, gerettet wurden 3 Personen. Paris, 23. Juli.( B. H.) Der Ausstand der katholischen Eisenbahnarbeiter ist beendet, nachdem die Gesellschaft die dahin: Lohnentschädigung bei Krankheitsfällen; Auszahlung der Forderungen der Ausständischen angenommen hat. Diese gehen Löhne für die Zeit des Streits; Uebernahme der Verpflichtung Arbeiterentlassungen aus Anlaß des Streiks nicht vorzunehmen und fich bei fünftiger Meinungsverschiedenheiten dem Spruche des Schiedsgerichts zu unterwerfen. eher aufzugeben, als bis ein endgültiger Friedensschluß zu stande ge- Der Tuberkulose- Kongreß in London. Wort und führte folgendes aus: Er betrachte die ihm zu teil getommen ist. der Guildhall der Ehrenbürgerbrief der City in einem goldenen London, 23. Juli.( W. T. B.) Lord Milner wurde hente in Rasten überreicht. Chamberlain und mehrere andre Minister waren anwesend. Der Lordmayor rühmte Milners hervorragende Leistungen in Südafrika, die vom ganzen Reiche dankbar dankbar gewürdigt würden. Milner nahm hierauf, von lebhaften Zurufen begrüßt, das wordene Ehre als einen schlagenden Beweis von der HochherzigIn der Dienstags- Sigung des Tuberkulose Kongresses hielt feit des britischen Boltes gegenüber denjenigen Landsleuten, die In Bant- Wilhelmshaven ist fürzlich der Streit der Maurer profeffor Dr. Robert Koch Berlin = einen be- für seine Interessen kämpfen. Die große Masse der denkenden beendet worden, da aber noch eine Anzahl Arbeitsloser vorhanden Seutungsvollen Vortrag über: Die Befämpfung der Menschen haben erkannt, daß es fich jest um eine große nationale war, wurde der Zuzug von Maurern ferngehalten. Die Unternehmer Tuberkulose im Lichte der Erfahrungen, die bei Frage handle. So tief und allgemein die Schnsucht nach Frieden verlangten nun Freigabe des Zuzugs, und als die Arbeiter dem der erfolgreichen Bekämpfung andrer Infektionsfei und so sehr die Engländer auch bedacht jeien, einem nicht folge leisteten, sperrten die Unternehmer einen Teil der soeben frankheiten gewonnen worden sind." Der Hauptinhalt ehrenwerten Feinde die Unterwerfung leicht zu machen, so gebe erst wieder in Arbeit getretenen Maurer aus. Die letzteren haben des Vortrags ist folgender: Nach der Entdeckung des Tuberkel- es doch wenige, die willens wären, dies durch Zugeständnisse darauf von neuem den Streit proflantiert. bazillus fei an der Möglichkeit der allmählichen vollständigen Be- zu erkaufen, die die Zukunft gefährden, oder die Gefahr eines Die Zimmermeister Innung in Köln fährt fort, schwarze seitigung der Tuberkulose als Volkskrankheit nicht mehr zu Boltsaufstandes heraufzubeschwören dadurch, day wieder Listen zu versenden und die auswärtigen Meister um die Nicht zweifeln. Der Weg hierzu müsse durch genaue Erforschung der Art holtes vorbedachtes Berbrechen und blutiger Verrat als beschäftigung von aus Köln kommenden Zimmerern zu ersuchen. der Uebertragung der Krankheit gefunden werden. Der Grundsay, entschuldbarer Verstoß behandelt, würden. Zwischen den Die Jung betrachtet sich also, wie wir früher schon hervorhoben, jede der Infektionskrankheiten nach ihren besonderen Eigentümlich waderen alten Burghers, die noch immer zu den Leitern der bisals eine Kampforganisation gegen die Gesellen, obwohl dies den feiten zu bekämpfen, habe zu bedeutenden Erfolgen geführt. herigen Republiken ständen, und jenen umherschweifenden Raufgesetzlich festgelegten Aufgaben der Jmmungen geradezu widerspricht. Die Bekämpfung der Best werde fortschreiten, wenn erst bolden, welche ihre eignen Landsleute in der Napkolonie HeimIn dem Breßorgan der Zimmermeister ist neuerdings wieder ein der Grundsatz, daß nicht die erkrankten Menschen( von den fuchten, bestehe ein gewaltiger Unterschied. Jezt, schloß vom Jnnungsvorstand unterzeichneter Aufruf erschienen, der die Be- wenigen Fällen von Lungenpest abgesehen), sondern die Ratten Milner, wo allgemein anerkannt ist, welchen Wert sie für uns nuzung der schwarzen Listen empfiehlt. Die Gesellen haben be- die Uebertrager der Krankheit sind, die amtlichen Maßnahmen be- haben und wo auch unsre Pflicht ihnen gegenüber feststeht, müssen schlossen, gegen diese Ueberschreitung der Befugnisse der Innung bei herrschen werde. Die Beseitigung der Cholera werde vor allem durch wir uns aber hüten, uns bei dem Bemühen, die Herzen unfrer der Aufsichtsbehörde Beschwerde zu erheben. Besserung der Trinkwasser Verhältnisse erreicht. Die Hundswut bisherigen Feinde zu gewinnen, das Vertrauen derjenigen Träger des ,, vornehmsten Rocked" als Streifbrecher. In müsse durch allgemeine Einführung des Maulforbzwangs zum Ver- zu entfremden, die die ganze Zeit über unserer Freunde Colmar streiken die Malergehilfen. Einem Meister, der Arbeiten in schwinden gebracht werden. Besonders lehrreich feien die bei Be- gewefen find. Unlösbar ist diese Aufgabe nicht, aber man muß an einer vom Divisions- Kommandeur gemieteten Wohnung auszuführen tämpfung der Lepra erzielten Erfolge. Diese Krankheit, die die gewaltigen Schwierigkeiten denten, die sich bei der Frage hatte, wurden durch den Oberst des Infanterie- Regiments Nr. 171 nur von Person zu Perion übertragen werde, jei in Norwegen der konstitutionellen Probleme int beiden meiten Staaten zwei Musketiere zur Ausführung der Malerarbeiten zugewiesen. durch zwangsweise Abschließung der schwer Erkrankten in und schließlich bei der Frage der südafrikanischen Föderation Auf eine Beschwerde der Organisation der Maler antwortete der ihrer Ausbreitung beträchtlich gehemmt worden. Was mun ergeben werden. Ich habe aber volles Vertrauen zu unser unRegiments- Kommandeur, daß die Fertigstellung der betreffenden die Tuberkulose selbst angehe, sei die Uebertragung von Mensch zu parteiischen und nicht zu beirrenden Regierung und die kühne EntWohnung im dienstlichen Interesse geboten sei und durch Mensch durch den Auswurf zweifellos die Hauptursache ihrer Ver- widelung der gewaltigen Hilfsquellen des Landes hat schon jett den Ausstand der Maler die Arbeiten keine Verzögerung erleiden breitung; Vererbung hingegen komme nur sehr wenig in Betracht. kräftig zur Förderung des schon eingeleiteten Wiederaufbaues des Dürften. Die Frage der Möglichkeit der Uebertragung der Krankheit durch alten Wohlstandes beigetragen." Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 170. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 24. Juli 1901. Arbeiter, Parteigenossen! Versäumt nicht die Wählerlisten zur Stadtverordneten wahl einzusehen. Die Listen liegen zur Einsicht im städtischen Wahlbureau, Poststraße 16, Zimmer 57, bis zum 30. Juli an den Wochentagen in der Zeit von 9 bis 3 Uhr, am Sonntag von 11 bis 1 hr aus. Auch werden an den bekannten Stellen Aufträge zur Einsichtnahme in die Wählerlisten entgegengenommen. Die Verluste in China. Nebenstehende Darstellung veranschaulicht die Verluste des deutschen Expeditionscorps und der Marine in China. Die Gesamtver= I uste der Landtruppen in Gefechten betrugen: 13 Offiziere, 20 Unteroffiziere, 122 Mann; davon tot 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 31 Mann, schwer verwundet 4 Offiziere, 6 Unteroffiziere, 19 Mann, leicht verwundet 8 Offiziere, 13 Unteroffiziere, 72 Wann. Außerdem sind alt Krankheiten oder durch Verunglückung ge= storben bei den Stäben 4 Offiziere, 1 Unteroffizier, 1 Mann; Jufanteric 8 Unteroffiziere, 80 Mann; Kas vallerie 4 Mann; Feldartillerie 1 Unteroffizier, 17 Mann; Fußartillerie 6 Mann; Pioniere 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 6 Mann; Verkehrstruppen 3 Mann; Train 1 Unteroffizier, 4 Mann; zusammen 5 Offi ziere, 12 Unteroffiziere, 121 Mann= 138 Köpfe; dazu vermißt 5 Mann der In fanterie, 2 der Feldartillerie, zufammen 7 Köpfe. Within beziffert sich der Gesamtabgang des ostasiatischen Expeditionscorps auf 18 Offiziere, 32 Unteroffiziere. 250 Mann, zusammen 300 Stöpfe. DEUTSCHE KRIEGSIn Gefechten gefallen VERLUSTE Marine Seebataillon. IN CHINA 22 Expeditionsk. Summa 33 An Krankheiten gestorben oder verunglückt 2872 Marine 140 Seebataillone 63 T Expeditionskorps 174 Leicht oder schwer verwundet Expeditionskorps 122 85 Seebataillone 47 B Marine Was die Gesamtverluste der deutschen Marine anlangt, so sind gefallen, verunglüdt, an rantheit gestorben, oder wurden vermißt: 155. Leicht oder schwer verwundet wurden: 182 Mann. Die chinesischen Ereignisse haben im ganzen somit 287 Opfer von der Flotte gefordert. der Vermifsten 11 ??? Summa der Gefallenen u. Vermifsten 91 年 Summa d. an Krankh. Gestorben! 277 Summa der Verwundeten 254 田 Kart.Inst. Beseke SW. 48. Auch das ist wieder ein Beweis, daß es sich bei der ChinaExpedition gar nicht um einen Krieg gegen einen wahrhaften Feind gehandelt hat, sondern um bloße Bogerjagden. Um das Grauenhafte dieses Bildes zu vervollständigen, müßte man wissen, wie viel Opfer an Chinesen dieser Nachezug geEs ergiebt sich aus der Vergleichung, daß die Bahl der von kostet hat. Es ist wohl eher niedrig als zu hoch gegriffen, wenn Chinesen erschossenen Deutschen verhältnismäßig geringfügig ist: man hier eben so viel Tausende von Gefallenen annimmt, wie 91 Mann für Landarmee und Marine zusammen genommen. Das auf deutscher Seite Einzelne getötet sind. gegen betragen die Verluste aus Unglücksfällen oder Krankheiten das Dreifache: 277 Mann. 59 607 M. von andren Gewerkschaften und 5800 m. aus dem Auslande. Es wurden demnach 84,4 Proz. der Ausgaben aus den Die nachstehende Tabelle giebt Auskunft über die Streits Streits im Jahre 1900 nach der Statistik der Gewerkschaften. Berbandstaffen gebedt. Die Generalfommiffion der Gewerkschaften Deutschlands verfeit 1890. öffentlicht die von den Centralverbänden aufgenommene Statistit fie feit 1890. das Jahr 1900. Sie weist aus, daß in 45 Berufen 852 Streits, mit 115 711 Beteiligten, 3284 wöchentlicher Dauer und einem Kostenaufwande von 2 936 030 M. geführt worden sind. Unter den 115 711 Streifenden befanden sich 4270 weibliche Perfonen. Die 852 Streits dauerten 22 988 Tage, einschließlich der Sonnund Festtage, so daß auf jeden Streik durchschnittlich 27 Tage entfallen. Von den Streits waren 375= 44,1 Proz. erfolgreich, 215= 25,3 Proz. teilweise erfolgreich und 217= 25,5 Proz. erfolglos, während für 21 der Ausgang nicht bekannt ist und 19 am 1. Januar 1901 noch nicht beendet waren. Gegenüber dem Vorjahre hat sich das Verhältnis zu Ungunsten der Arbeiter geändert. Im Jahre 1899 waren 58,7 Broz. der Streits erfolgreich und nur 21,8 Proz. erfolg Da die Organisationsverhältnisse im legten Jahre nicht u günstiger geworden sind, so dürfte der geringere Erfolg bereits als cine Wirkung der sich verschlechternden wirtschaftlichen Konjunktur au zusehen sein. Es ist der Versuch gemacht worden, auch den Verlust an Arbeitszeit und Arbeitsverdienst der Streifenden festzustellen, jedoch ist dies nur für die Hälfte( von 115 711 für 62 278) der Streifenden und für 608 von 852 Streits möglich gewesen, was von der Generalkommission auf die Nenheit dieser für die Streifleiter ziemlich schwierigen und zeitraubenden Arbeit zurückgeführt wird. Zu den hier genannten Streits tommt noch eine Anzahl, für die keine Einzelangaben gemacht sind. Danach erhöht sich die Bab! der Streits auf 934 und die der beteiligt gewefenen Personen auf 116 214. Jahr Anzahl Anzahl der Gewerbe, der in denen Streits Streits vortamen 8ahr der beteiligten Personen Wochen Datter der Streifs in GesamtAusgabe M. 2 094 922 84 638 172 001 854 297 424 231 1890-91 27 226 88 536 1892 21 73 3 022 1348 507 1893 26 116 9 356 568 1894 27 131 7.328 879 1895 29 204 14 032 1030 1896 40 483 128 808 1923 3 042 950 1897 37 578 63 119 1921 1 257 298 1898 44 985 60 162 4848 1 845 302 1899 40 976 100 779 1900 45 852 115 711 8976 3284 4624 540 853 20 284 2 627 119 2 936 030 So erheblich find allerdings die Abweichungen mir bei den Vergarbeitern, weil in feinem andren Gewerbe für so weite Gebiete gemeinsam über eine Arbeitseinstellung beschlossen wird. Aus der verschiedenartigen Zählungsmethode der beiden Statistiken tann also die bedeutende Differenz der beiden Ergebnisse sich nicht allein erklären lassen. Vielleicht wird diese Erklärung bei dem vorzunehmenden Vergleich der Einzelstreiks sich ergeben. Die Zahl der Beteiligten wird in den beiden Statistiken nicht übereinstimmen, weil in der amtlichen Statistik nach einer Höchst= zahl" der gleichzeitig Streifenden gefragt wird. Diese„ Höchstzahl" fann unter Umständen nur die Hälfte der an einem, auf eine größere Zahl von Betrieben sich erstreckenden Streit Beteiligten darstellen. Dies tann eintreten, wenn alt der Arbeitseinstellung nicht sofort alle in den Betrieben Beschäftigten sich beteiligen, sondern später eine größere Zahl hinzutritt, während gleichzeitig in andren Betrieben, infolge Bewilligung der Forderungen, die Arbeit wieder aufgenommen wird. Diese Zählungsmethode der amtlichen Statistit ist falsch, und ist es bedauerlich, daß das Statistische Amt an ihr festhalten zu wollen scheint. In der Gewerkschaftsstatistik wird da= gegen jeder einzelne gezählt, der an einem Streit beteiligt ist. Ob aus diesem Umstand allein die bedeutende Abweichung,( ½ Streiks, jedoch nur 1/20 Streitende mehr) in den Ergebnissen der beiden Statistiken resultiert, bedarf einer näheren, längere Zeit in Anspruch nehmenden Prüfung. Nach der amilichen Statistik waren von den 1433 beendeten Streits 1127 79 Proz. Angriffstreiks und 306 21 Broz. Abwehrstreiks. Nach der Gewerkschaftsstatistik waren 60 Proz. der Streits Angriffstreits und 40 Proz. Abwehrstreiks. Wie hier nach den Angaben der Unternehmer und den Annahmen der untergeordneten Polizeiorgane" die Ursache der Streits anders beurteilt wird, als dies seitens der Arbeiter geschicht, so wird auch der Ausgang respektive das Resultat der Streits von diesen beiden Seiten verschieden beurteilt werden. Nach der amtlichen Statistik waren von den Streifs 275= 19,2 Proz. erfolgreich, 505 85,2 Proz. teilweise erfolgreich und 653 45,6 Proz. er folglos, während die Gewerkschaftsstatistik über 44,1 Proz. erfolg reicher, 25,3 Proz. teilweise erfolgreicher und 25,5 Proz. erfolgloser Streits berichten kann." Berliner Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 27. Juli: Ausflug des Wahlvereins. Näheres am Sonnabend im„ Borivärts". Der Vorstand, Charlottenburg. Die Sperre über den Saal der GambrinusBrauerei halten wir trotz der Erklärung der Brauerei in der Annonce aufrecht, da der Dekonom bis jetzt mit der Lokalkommission zur Regelung der Angelegenheit nicht in Berbindung getreten ist. Wilhelm Liedtke, Obmann der Lokalkommission. und Artistenverein" Jugendkraft" einen Sommernachtsball im Mariendorf. Sonnabend, den 27. Juli, hält der Kraft-, TurnSchwarzen Adler( Jnh. Haack) ab. Da Billets zu diesem Vergnügen in Arbeiterkreisen angeboten werden, so halten wir uns für ver pflichtet, an dieser Stelle nochmals darauf hinzuweisen, daß das betr. Lokal für die Arbeiterschaft gesperrt ist. Der Wahlverein für Mariendorf. Köpenick. Durch den Tod unsres Parteigenossen und Stadts verordneten August Fiedler kommt die dritte Wählerklasse in die Lage, in diesem Jahre eine Neuwahl vorzunehmen. Es ist daher dringend notwendig, daß die Parteigenossen sich überzeugen, ob sie auch in die Liste der stimmfähigen Bürger, welche im Rathause, Bimmer Nr. 3, ansliegt, eingetragen sind. Für alle diejenigen, welche verhindert sind, die Liste selbst einzuschen, sind außer den in der Donnerstag- Nummer bekannt gegebenen Adressen auch der Vorstand des Wahlvereins sowie die bekannteren Parteigenossen bereit, die Liste cinzusehen, wenn sie rechtzeitig davon benachrichtigt werden. " Lokales. Wo bleiben die Trinkbecher an den Straßenbrunnen? Der vielfach und seit langem geäußerte Wunsch, daß die Straßenbrunnen Berlins mit Trinkbechern ausgerüstet würden, sollte in diesem Jahre erfüllt werden. Daß das noch in diesem Jahre geschehen würde, das mußte wenigstens angenommen werden, als Anfang April von der städtischen Tiefbauberwaltung die Lieferung der Becher für 1200 Brunnen öffentlich ausgeschrieben wurde. Aber seitdem find mm beinahe vier Monate vergangen, und noch immer ist nichts von den Bechern zu sehen. Wie notwendig die Anbringung solcher Becher an den Straßenbrunnen ist, das konnte man gerade in den letzten Wochen täglich beobachten. Zahlreich waren an den heißen Tagen die Personen, die die Brunnen benutzten und dabei das Wasser aus der hohlen Hand oder aus dem Sut trinten mußten, weil die Becher fehlten. Besonders Lauf14 338 788 burschen und alle die noch schulpflichtigen Kinder, die zu BotenIn diesem ganzen Zeitraum waren von den gezählten Streits diensten verwendet werden, find im Sommer fast ausschließlich auf 54,9 Proz. dem Angriff gewidmet und die übrigen auf Abwehr die Straßenbrunnen angewiesen. Uebrigens wurden nach unfren gerichtet. Beobachtungen auch diejenigen Brunnen wieder recht fleißig benugt, Die Angaben der Gewerkschaften weichen auch diesmal wieder die die bekannte, aber meist nicht sehr auffällig angebrachte Juschrift Die größte Zahl der Streits hatten die Maurer zu führen. In erheblich von denen der amtlichen Statistik ab. Die ante ein Trinkwasser!" tragen. Wenn die ein gutes Trintdiesem Gewerbe wurden 157 Streits gezählt. Dann folgen die Holz liche Statiftit zählt 1462 Streits mit 122 808 Beteiligten, die waffer liefernden Brunnen mit Bechern ausgerüstet wirden, so arbeiter mit 111 und die Metallarbeiter mit 100 Streite. Die größte Gewerkschaftsstatistit 852 Streits mit 115 711 Beteiligten, und wenn würden die Brummen mit ungenießbarem Wasser schon durch das Zahl der beteiligten Personen hatten die Holzarbeiter mit 17 435, wir die in den vorstehenden Tabellen nicht verzeichneten Streits Fehlen des Bechers auffallen und dementsprechend von den dann folgen die Bergarbeiter mit 16 620, die Maurer mit 15 264, hinzurechnen, jo berichtet die Gewerkschaftsstatistit über 934 Streits Durstigen gemieden werden. die Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter mit 12 468, die mit 116 214 Beteiligten. In der amitlichen Statistik find also Metallarbeiter mit 10 622 und die Schneider mit 5054 Beteiligten. 528 Streiks, jedoch nur 6589 Beteiligte mehr verzeichnet als in der In allen andren Gewerben wurden weniger als 5000 Streitende Gewerkschaftsstatistik, das find 1/3 mehr Streiks, jedoch nur 1/20 mehr gezählt. Die geringste 8ahl, mit 9 Streikenden, hatten die Beteiligte. Graveure. Der Berichterstatter der Generalkonimiffion, Genoffe Legien, Bont dent 852 Streits waren 514 oder 60,3 Proz. Angriffsstreifs läßt sich über diese Verschiedenheiten aus, indem er schreibt: und 338 oder 39,7 Proz. Abwehrstreiks. An den Angriffsstreiks„ Die Zahl der Streits wird in der amtlichen Statistit immer waren 86 786 Personen 75 Broz, aller Streitenden beteiligt. Die höher, die Zahl der Beteiligten immer niedriger sein als in der Streits dauerten insgesamt 14 074 Lage und erforderten 1946 823 M. Gewerkschaftsstatistik.. In der amtlichen Statistit werden die Streits Kosten. nach Verwaltungsbezirken gezählt, so daß ein Streit mehrmals ges Die Fontänen- Anlage auf der neuen Roßstraßen- Brücke An den Abwehrstreits waren 28 925 Personen beteiligt. Diese zählt werden kann, der in der Gewerkschaftsstatistik nur einmal ge- läßt seit Dienstag ihre Wasser springen. Zu beiden Seiten der mit Streits dauerten 8914 Tage und fosteten 975 841 m. zählt wird, weil er von derselben Organisation geleitet und infolge Fischen, Krebsen, Fröschen und andern Wassertieren geschmückten Die Ausgaben, welche zur Streifführung erforderlich waren, gemeinsamen Beschlusses der in mehreren Verwaltungsbezirken Sandsteinfäule, die von einem auf den Hinterfüßen sigenden und wurden im letzten Jahre zum größten Teile von den Gewerkschaften wohnenden Beteiligten herbeigeführt ist. So zählt zum Beispiel mit den Vorderfüßen das Wappen der Stadt Berlin haltenden aus ihren Stassen gedeckt. Von der Gesamtausgabe von 2936 030 M. die Gewerkschaftsstatistit im Braunkohlen Bergbau nur drei heraldischen Rosse gekrönt wird, speien zwei Seelöwen Wasserstrahlen tament 2 487 853 Wt. aus der Verbandskaffe, 282 932 M. aus frei Streits, und zwar im Meuselwiger, Beißer und Hallenser in Bronzebecken, die sich in einem am Fuße der Säule angebrachten willigen Beiträgen der Mitglieder, 150 086 M. aus Sammlungen, Becken, während die amtliche Statistit hier 17 Streits zählte. Erfer befinden. und dauern bis zum 24. Auguft. Sie haben bekanntlich ihren Namen Die Sundstage nehmen morgen, am 24. Juli, ihren Anfang von dem um diese Zeit stattfindenden Aufgange des Hindſterns oder Soffentlich machen die Hundstage diesmal ihren alten Ruf, die Sirius, des Hellsten Firsterns in Sternbilde des Großen Hunds. heißeste Zeit des Jahrs zu sein, recht gründlich zu Schanden, da wir mit dem Maß an Hize, welches uns bisher beschieden war, schon vollständig zufrieden find. " Er Der Verein Berliner Hochschullehrer für volkstümliche der andre lautlos in den Fluten und kam nicht wieder zum Vor- den letzten Abenden waren die Ansammlungen vor dem Lokal des Kurje beabsichtigt im ersten Vierteljahr des nächsten Wintersemesters schein. Trotz des eifrigen Suchens war es bis gegen Abend noch Denunzianten, Falt- und Prinz Handjerystraßen- Ecke, so zahlreich, folgende Vortragscyklen( je sechs Abende durchschnittlich, wöchentlich nicht gelungen, die Leiche zu bergen; das dürfte übrigens ganz un- daß die Polizei mit starkem Aufgebot vorgestern die Menge auseinmal von 1/ 29-10 1hr) zu veranstalten: 1. Geh. Nat Waldeyer möglich sein, da der Grund des Sees mit Schlamm und Morast einandertreiben mußte, wobei es zu Verhaftungen kam. Herz- und Blutgefäße". 2. Geh. Nat Diels und Dr. Helm„ Ein- dicht bedeckt ist. führung in die lateinische Sprache"( Elementarunterricht). 3. Geh. Auf einer Automobilfahrt schwer verunglückt ist auf der Ein heftiger Zusammenstoß zweier Straßenbahnzüge hat, 3offener Chaussee der in Charlottenburg wohnhafte Maschinenmeister Rat Lampe und Dr. Steinitz Einführung in die Geometrie" ( Elementarfurs). 4. Prof. Dr. Neesen und Dr. Aichkinaß Ein- wie nachträglich gemeldet wird, am Sonntagabend in Pankow statt- Rudolf Gög. G. ein älterer Mann ,. der in früheren Jahren ein führung in die Phyfit, 1. Teil Mechanik"( Elementarfurs). gefunden. In der Nähe der Florastraße fuhr ein Motorwagen der leidenschaftlicher Radfahrer war und sich dann dem Automobilsport Da von Seiten der Studierenden der Berliner Hochschulen der Straßenbahnlinie Briz- Nieder- Schönhausen auf einen aus Kraft- widmete, fuhr mit seinem Motor gegen einen Steinhaufen an. Wunsch ausgesprochen worden ist, eine Mitwirkung der Studenten- und zwei Anhängewagen bestehenden Vorzug, der sich mit mäßiger wurde durch den heftigen Anprall aus dem Fahrzeug herausschaft bei diesen Stursen zu gestatten, so teilt jezt Geh. Nat Diels Geschwindigkeit vorwärts bewegte, dadurch auf, daß der Führer des geschleudert und fiel so unglücklich auf die kleinen spizen, zum Ausim Auftrag des Vereins mit, daß diejenigen Studierenden, die sich anfahrenden Wagens ohne Rücksicht des vor ihm befindlichen Hinder- besserrn der Chaussee benutzten Steine, daß er sich, außer einent praktisch an dem Unterricht der erwähnten Kurse beteiligen wollen, misses mit der höchsten Stromstärke die Strecke entlang fuhr. doppelten Armbruch, mehrere stark blutende Wunden am Halse und sich bei den betreffenden Leitern von Mitte Oktober abmelden Durch den gewaltigen Anprall wurden die beiden Anhänge- an der Stirn zuzog. Der Schwerverletzte wurde nach können, um dort nähere Mitteilung und Anweisung zu erhalten. wagen, auf welchen fich glücklicherweise keine Basiagiere bes eines Notverbandes in ein Krankenhaus gebracht. fanden, demoliert und die beiden Schaffner verlegt. Der An den übrigen Kurjen, die der Verein beabsichtigt, deren Program schuldige Fahrer, der aber noch nicht ganz feststeht, kann eine Beteiligung der Studierenden iveigerte sich entschieden, den Wagen zu verlassen sofort den Dienst einstellen sollte, zu verlassen und die nicht in Aussicht gestellt werden. Motorkurbeln abzugeben. Er mußte von Straßenbahnbeamten fast gewaltsam vom Wagen heruntergeholt werden. Falsche Zweimarkstücke sind seit etwa 6 Wochen in den Vertehr gekommen, und zwar besonders an Sonntagen in den Vororten Berlins, wo die Ausflügler zusammenströmten. Ein Teil der Falschstücke stammt aus dem Jahr 1899, ist mit dem Bildnis Kaiser Wilhelms II. versehen, sehr gut gearbeitet und trägt das Münz: zeichen A. Im Gegensatz zu andren falschen Stücken sind Die Nippen, wenn auch etwas schmal, so doch tadel= Ios gearbeitet. Die Stüde ſehen neu aus. In der Aufschrift Wilhelm II. Deutscher Kaiser" ist das" m" nicht gelungen, während auf der andren Seite zwischen der Aufschrift Zwei Mark und Deutsches Reich die beiden Sterne fehlen und das" u" nicht ausgeprägt ist. Das Geld ist bedeutend leichter, als das echte. Andre Falschstücke mit der Jahreszahl 1883 und dem Bildnis Kaiser Wilhelms haben ein bläuliches Aussehen und sind fettig anzufühlen. Die Randung ist schwach und anscheinend eingeschnitten. Die Hersteller und Verbreiter sind bisher nicht ermittelt, da die Verans gabung mit großer Vorsicht vorgenommen wurde und bei dem starken Sonntagsverkehr in den Vororten nicht auffallen konnte. Vom Sitzschlag getroffen wurde gestern vormittag in der Central- Markthalle die Frau des Schlächtermeisters Hiller, der dortselbst einen Verkaufsstand besigt. Frau H. war im Begriff, einen Kunden zu bedienen, als sie plöglich zusammenbrach. Ein hinzugerufener Arzt konnte nur noch den infolge Hizschlag eingetretenen Tod konstatieren. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt und nach dem Schauhauſe überführt. wurden. Anlegung Die Gemeinde Lichtenberg hat das dortige Wasserwerk, welches bisher im Besize einer Privatgesellschaft war, für den Vetrag von 1300.000. erworben. Sie beabsichtigt nun, auch den Nachbarort Friedrichsfelde mit Wasser zu versorgen. Die Friedrichsfelder sind dazu bereit, jedoch wollen sie sich nur auf eine fürzere Zeit binden. Die Vergleichsverhandlungen zweds Abschlusses eines Vertrages zwischen den beiden Gemeinden sind noch im Gange. in Zehlendorf hat sich eine Anzahl von dortigen Grundbesitzern unter Wegen Errichtung einer neuen Haltestelle der Wannseebahn Zeichnung bedeutender Bausummen mit einer Petition an das Eisenbahnministerium gewandt. Der neue Bahnhof soll seinen Play an dem Uebergange der Wannseebahn über die Beerenstraße, also in Eigenartige Wirkungen hatte ein Blisstrahl, welcher ge- dem nach Schlachtensee zu gelegenen Teile von Zehlendorf haben, legentlich des Gewitters am Dienstagnachmittag in die Ausschalter- da von hier aus bis zu dem alten Zehlendorfer Bahnhof eine ziem fästen der Großen Berliner Straßenbahn vor den Häusern Chars lich bedeutende Entfernung zurückzulegen ist. Augenblicklich werden lottenstr. 69 und 23 drang. Gegen 1/24 Uhr traf ein Blizzstrahl die die von den Petenten für die Errichtung der Haltestelle anelektriiche Stromleitung in der Charlottenstraße zwischen Kronen geführten Gründe seitens der Eisenbahndirektion einer genauen und Leipzigerstraße. Der elektrische Funke teilte fich und Prüfung unterzogen. fuhr in die vor den genannten Häusern an den Kabelmasten angebrachten Schalterkästen, deren Inhalt in Brand Plazz an der von Teltow nach Heinersdorf führenden Chauſſce Der Bau des neuen Teltower Bahnhofs, welcher seinen geriet, und von da aus durch die Stromableiter in die Die in den brennenden Schalterfästen entstehenden im Fachwerk vollendet dasteht. Da die Arbeiten so flott vor sich erhält, ist so weit vorgeschritten, daß das Stationsgebäude bereits Erde. Der famose Bankier- und Serienlosschwindler, der frühere Webergeselle Josef Schott fonnte gestern wieder hinter Schloß und Gase drangen in die hohlen Masten und explodierten dortselbst. Riegel gebracht werden. Ech. betrieb seit einem Jahre wiederum Unter donnerähnlichem Getöse sprangen die schweren, an der Spize gehen, ist sicher anzunehmen, daß mit Beginn des neuen Winterunter dem Namen„ Bank- und Wechselgeschäft von M. Brice u. Co." der Mastbaume angebrachten Kronen ab und wurden in weitem Fahrplans der neue Bahnhof dem Verkehr übergeben wird. Zu den in der Stegligerstr. 43 seinen alten Schwindel. Den Namen mußte Bogen auf das Straßenpflaster geschleudert. Die Stromleitung blieb Baukosten hat die Stadt Berlin 3000 M. bewilligt und diese Summe feine Stieftochter hergeben, zu der er noch in andren als stief- unbeschädigt, ebenso zwei elektrische Straßenbahnwagen, die sich im bereits an die Teltower Kämmereikaffe abführen lassen. Schöneberg. Zu der bereits veröffentlichten und auch von väterlichen Beziehungen gestanden haben soll. In Tagesblättern Moment des Unfalls an der Haltestelle an der Leipzigerstraße befanden. Die hinzugerufene Feuerwehr löschte mit einigen Eimern Wasser uns seiner Zeit besprochenen neuen Straßenpolizei suchte er Käufer für preußische Serienlose. Diese ließ den Brand in den Schalterkästen, so daß die Reparaturarbeiten so- Verordnung, die sich auch auf eine Einschränkung des Straßener auf einem Revers die Verpflichtung eingehen, ein Jahr hindurch für monatlich 10 M. bei ihm zu spielen, fort vorgenommen werden konnten und die Betriebsstörung nur handels bezieht, wird demnächst ein Nachtrag erscheinen, der die Ausdehnung des Verbots auf einige weitere Straßenzüge enthält, während er ihnen nur ein selbsthergestelltes Duplikat der kurze Zeit dauerte. Von dem Gewitter wurden wie auch am Sonntag die nördlichen um dessen Herbeiführung die hiesige Stadtverordneten- Versammlung Lofe, also ein wertloses Stück Papier aushändigte. Gewinne wurden In der bereits publizierten Versicht ausgezahlt. Auf die Ankündigung war auch ein Lieutenant Stadtteile, ganz besonders der Gesundbrunnen, betroffen. Gegen den Magistrat ersucht hatte. v. 3. aus Stettin hereingefallen, der den Vertrag mit Sch. ein- 2 Uhr nachmittags ging dort ein wolkenbruchartiger Regen nieder, ordnung wird jeder Straßenhandel für folgende Straßen, gegangen war. Das Los tam heraus, und Lieutenant v. 3. sollte durch welchen selbst höher gelegene Straßen unter Wasser gesetzt Pläge usw. verboten: Die Kolonnenstraße von der Bahnstraße bis nun trotzdem die 12 Monate hindurch mit je 10 M. spielen. Er Die Brunnenstraße in der Nähe der Lorkingstraße war zur Kolonnenbrücke sowie die Eckgrundstücke der in dieselbe einmündenden Straßen, die Golzstraße von der Grimewaldstraße bis weigerte sich und ließ sich auch durch die endliche Drohung Schotts, für kurze Zeit fast unpassierbar. die Sache bei dem Obersten anzuzeigen, nicht abschrecken. Lebensgefährlich verbrannt ist Dienstagnachmittag der zur Neuen Winterfeldtstraße, die Akazienstraße von der Hauptstraße Er erstattete vielmehr Anzeige, und der Herr Banfier", der 15 jährige A. Bombe, An der Ostbahn 17 wohnhaft. Im Begriff, der Hauptstraße bis zur Belzigerstraße, die Tempelhoferstraße von bis zur Grunewaldstraße, die Eisenacher- und Mühlenstraße von nebenbei in der Maßenstraße eine große Wohnung inne Spiritus auf einen Kocher zu gießen, explodierte der Spiritus- der Hauptstraße bis zur Eisenbahn- Unterführung, den Kaiser Wilhelm hat, wurde abgeführt. Schott hat im übrigen noch ein andres behälter unter starkem Knall und die brennende Flüssigkeit fegte im platz und die diesen umgebenden Straßenzüge, jämtliche Brücken und Conto zu begleichen. Er suchte einen Socius mit Geld. Als er nu die Kleider des jungen Menschen in Flammen. Dieser hatte Eisenbahn- llnterführungen. Der Straßenhandel einen solchen ohne Mittel fand, wurde ihm eine Braut verschafft, die zwar noch die Geistesgegenwart, aus der Küche unter Hilferufen nach agen aus wird außerdem noch untersagt in der Hauptstraße für den Bräutigam 2000 M. in das Geschäft einzahlen mußte. Sch. dem Korridor zu flüchten, doch brach er hier bewußtlos zusammen. vom Kaiser Wilhelmplaz bis zur Ringbahn, in der Grunewaldstraße war damals angeblich verreist, verbüßte aber thatsächlich eine zwei- Hausbewohner rissen ihm dann die Kleider vom Leibe und löschten von der Golzstraße bis zur Kligstraße, in der Mosstraße, der Maaßenjährige Gefängnisstrafe in Plößensee und hatte noch eine Zujasstrafe die Flammen. Der Verunglückte hatte schwere Brandwunden davon- straße vom Winterfeldplay bis zum Nollendorfplatz, dem Viktoriavon 1400 m. erhalten. Diese Summe wurde von den 2000 W., die getragen. Luisenplatz und in der Friedenauerstraße. dem Geschäft zufließen sollten, bei Gericht eingezahlt, so daß Schott Von einem Krankenwagen überfahren wurden am Montagdie dafür substituierte Freiheitsstrafe nicht mehr zu verbüßen nachmittag bald nach 4 Uhr an der Ecke der Königsbergers und Gewitter losbrach und später der schwere Hagelschlag ganz furchtbar In Zehlendorf hat der Sturm am Sonntag der vor dem Gubenerstraße zwei Kinder, die 4 Jahre alte Tochter des KohlenDer vormalige Direktor des Theater des Westens, Paul händlers Hoffmann und die 9 Jahre alte Tochter Roja des gewütet. Auf der Straße und in den Gärten sind mehrere Bäume Blumenreich, verbüßt bekanntlich erst jegt die im Jahre 1897 Arbeiters Träbukeit, beide aus der Thaerstraße 62. Beide Kinder umgeluidt, wobei die elektrische Beleuchtungsanlage beschädigt wurde. über ihn verhängte Gefängnisstrafe in der Strafanstalt zu Blößensee. wollten nach dem Park an der Memelerstraße, der früheren Weber- Am Montagabend war der Schaden noch nicht ausgebessert, infolges Es ist ihm gestattet worden, sich in seiner Einzelzelle litterarisch zu wiese, geben und hatten sich angefaßt, während sie die Frankfurter dessen ein Teil des Ortes in Dunkelheit gehüllt war. Die Feuers beschäftigen und scheint die Einsamkeit auf seine litterarische Leistung Allee überschritten. Auf dem Straßendamm mußten sie einer wehr hatte mehrfach zu thun, um Ueberschwemmungen zu beseitigen. befruchtend zu wirken. Wie berichtet wird, ist seine erste, in elektrischen Bahn ausweichen, als in demselben Augenblick ein Nette Zustände. Am Freitag, den 19. d. M., in den ersten Plößensee entstandene Erzählung Math. Renson's Reijekameraden" Strantenwagen tam, in den die Mädchen nun topflos hineinliefen. Nachmittagsstunden, erhängte sich auf der gegenüber von Rahnsdorf von der Deutschen Verlagsanstalt" erworben worden; eine andere Der Kutscher hielt sofort an, konnte aber nicht verhindern, daß die im Müggelsce gelegenen fleinen Insel Helgoland der Gr. FrankAlte Sünden" betitelt, dürfte zunächst in einer Berliner Zeitung Kinder Quetschungen der Oberschenkel erlitten. Vorübergehende furterstraße wohnende 23jährige Buchdruckerei- Arbeiter Julius T. erscheinen. Unter der Feder hat Blumenreich einen großen Roman Leute brachten die mehr vor Angst erschöpften, als verwundeten Die Leiche wurde wenige Minuten später aufgefunden und abStartenhäuser". Uebrigens tommt am 4. Auguft im Wiener Kleinen nach der Rettungswache I in der Frankfurter Allee: geschnitten. Trotzdem nun der Vorfall sofort dem Gemeindevorsteher Reimund- Theater die Komödie Was die Frau will..." zur ersten in Rahnsdorf gemeldet wurde, auch ein Gendarm dem Toten die in Aufführung. den Taschen befindlichen Papiere abnahm, lag die Leiche noch am Dienstag am Fundort auf der Erde. Am Sonntag fand eine große Anzahl von Berliner Ausflüglern ein besonderes Vergnügen daran, das die Leiche bedeckende Laub wegzu scharren, und sich an dem gräßlichen Anblick zu weiden. Der Grund, daß die Leiche fünf Tage vorausgesetzt, daß dieselbe am Dienstag abgeholt werden sollte im Freien liegen mußte, ist darin zu suchen, daß die Meldung nicht dem zuständigen Amtsvorsteher in Grünau, sondern dem Amte, zu welchem Rahnsdorf gehört, überbracht wurde, welch letzteres erst am Montag die Weldung nach Grünau weitergab. Eine Benachrichtigung der Angehörigen war bis Dienstag nicht erfolgt, weil das Telephon verfagte. So geschehen im Jahre 1901 nicht etwa im innersten Afrika, sondern in belebter Gegend ca. 2 Meilen von Berlin. brauchte. " 3um Einbrecher geworden ist der ehemalige Hoffutscher Hermann Kaul, der im Dienste der Kaiserin Augusta gestanden hatte. Bei dem Tode der Kaiserin erbte er den Betrag von 3000 W. Diese sowie eine Ersparnis von 2000 m. verpraßte der von mm an arbeitsschen gewordene Kaul schnell, ergab sich dem Trunke und betrat dann die Verbrecherlaufbahn. Gestern ist er als Stomplize des berüchtigten Einbrechers Düben, der gegenwärtig eine fechsjährige Zuchthausstrafe verbüßt, festgenommen worden. Kaul hatte den Einbruch in Gastwirtschaften als Specialität betrieben. Zu erschießen versuchte sich am Montagabend um 8 Uhr ein 80jähriger Greis, der Hospitalit Adolf Kienow aus dem Kaiser Wilhelm- und Kaiserin Augusta- Hospital. K. ist gelähmt und infolgedessen lebensüberdrüssig geworden. Aus einein Revolver schoß er sich eine Kugel hinter dem linken Ohr in den Kopf. Aus dem Fenster gestürzt ist am Montagnachmittag um 4 Uhr die 89 Jahre alte Wittwe Eleonore Reimer aus der Richthofenftraße 31, wo sie im ersten Stock bei ihrem Sohn, einem Lehrer, wohnte. Die Greifin war infolge ihres hohen Alters nicht immer bei flarer Ueberlegung, machte sich an einem Fenster zu thun und stürzte aus Unvorsichtigkeit auf den Hof hinab. Ein Arzt von der Rettungswache I in der Frankfurter Allee 95 leistete die erste Silfe; dann brachte ein Lückscher Wagen die Verunglückte, die außer einem Bruch beider Beine schwere innere Verlegungen davongetragen hatte, nach einem Krankenhaus. Beim Eintreffen daselbst war aber der Tod bereits eingetreten. Gerichts- Beitung. סטן vom Zu der schweren Vootskatastrophe auf dem Langen Zug des Krößliner Sees, über welche wir gestern ausführlich berichteten, wird noch ferner gemeldet: Die Leichen der Verunglückten sind, nachdem eine GerichtsTommission den Thatbestand aufgenommen, von der Staatsanwalt schaft gestern nachmittag freigegeben worden. Holzmann, der bei der Katastrophe seine Frau, zwei Kinder und eine Schwester ver- Aussteuer- Stiftung. Aus der unter Verivaltung der städtischen loren hat, scheint vom Unglüd besonders verfolgt zu werden. Stiftungs- Deputation stehenden Therese Wolffschen Stiftung sollen Vom Kampf gegen die Polen. Neun polnische Damen, Frau Er hatte außer den beiden am Sonntag ertrunken Kindern noch an zwei in Berlin ortsangehörige unbescholtene Mädchen, von denen Redacteur Dombed und Genossen aus Beuthen, waren wegen Ueberzwei Töchter gehabt, die vor mehr als Jahresfrist furz hinter eins christlicher, das andre jüdischer Religion sein sollen, je 600 M. tretung des Vereinsgesetzes zu Geldstrafen verurteilt worden. Soweit einander an Diphtheritis erkrankten und starben. Die Eltern als Ausstener zu ihrer Verheiratung gezahlt werden. Bewerberinnen sie dem Vorstande eines Beuthener Frauenvereins angehören, wurde des Holzmann, die Klavierstimmer Holzmannschen Eheleute, haben ihre Gesuche bis zu 30. September spätens bei der städtischen ihnen zur Last gelegt, daß sie nach der im Juni v. J. erfolgten VereinsLangestraße Nr. 106 wohnhaft, hatten gestern vormittag noch Stiftungs- Deputation, Poststr. 16,3immer 48, cinzureichen. Den Gesuchen gründung die Statuten und das Mitgliederverzeichnis nicht der Polizei feine Remrtuis von dem Unglück, durch welches ihnen eine Tochter und sind beizufügen: der Geburtsschein und ein polizeiliches Führungs- eingereicht hatten, obwohl der Verein auf öffentliche Angelegenheiten vier Enkel entriffen wurden. Auch die Eltern der ertrunkenen Frau attest der Bewerberin sowohl wie des Bräutig ams derselben; ferner einzuwirken bezwecke. Ferner sollten sich die Angeklagten gegen die Holzmann, das einzige Kind eines hiesigen Börsen- Staffenboten, ein Attest des Bezirksvorstehers über die Erwerbs- und Vermögens:§§ 9 und 19 des Vereinsgesetzes durch Veranstaltung und Teilnahme haben erst durch die Zeitung Kenntnis von dem tranrigen Vorfall verhältnisse des Bräutigams und dessen Eltern, sowie ein gleiches an einer öffentlichen Versammlung unter freiem Hummel vergangen erhalten. Wie die Untersuchung ergeben hat, müssen die sieben Attest über die Erwerbs- und Vermögensverhältnisse der Bewerberin haben. Diese„ Versammlung" war eine Zusammenkunft von zwölf Die Aussteuer wird an die Benefiziatinnen Frauen in einem Garten. aus einem polnischen Buche Kajütenpaffagiere mindestens zehn Minuten mit dem Tode gerungen und ihrer Eltern. über das Brotbacken und aus einem andern Buche einige haben. Der ungeheure Wellengang, der die Rettungsarbeiten so nach erfolgter Eheschließung ausgezahlt. Das Landaußerordentlich erschwerte, machte es jedoch den auf Rähnen zu Hilfe Schwere Brandwunden erlitt das 18 jährige Dienstmädchen polnische Gedichte vorgelesen worden waren. eilenden Personen unmöglich, rechtzeitig die Unfallstelle zu erreichen. Martha Stavonef in der Feilnerstr. 1 bei einem Zimmerbrande, gericht verwarf die Berufung der Angeklagten mit folgender Nachdem der Segler vollständig gekentert war, drückte das Waffer der Montagabend 9 Uhr die Feuerwehr alarmierte. Das Mädchen interessanten Begründung: Nach seinen polnisch abgefaßten Sagungen derartig gegen die Kajütenthüre, daß dieselbe unmöglich geöffnet war, jedenfalls aus Unvorsichtigkeit, mit der Stubenlampe den bezwecke der Frauenverein die gemeinsame Fortbildung und Bewerden konnte. Das konnte erst geschehen, nachdem das Boot durch Betten zu nahe gekommen, so daß diese Feuer fingen. Bei den Be- lehrung seiner Mitglieder in Haushaltsangelegenheiten, sowie in einen Dampfer in seichtes Wasser geschleppt worden war. mühungen, die Flammen zu ersticken, gerieten auch die Kleider des geistiger Hinsicht durch Schaffung eines Lesezirkels. In allen VerEin Dampfer Zusammenstoß ereignete sich Montagabend Mädchens in Brand. Wenn dieselben nun auch durch herbeieilende fammlungen des Vereins, die meist im katholischen Vereinshause gegen 1/210 Uhr. Gegen den von 250 Personen besetzten Stern- Hausbewohner rasch erstickt werden konnten, hatte die Stavonet stattfanden, jei nur poluisch gesprochen worden, zum Beispiel über bereits schivere Brandwunden an den Füßen und Waschen, Nähen, Kindererziehung und über die Erhaltung und Ver= Dampfer Zehdenick" rannte trotz aller Warnungszeichen in der Nähe doch Der Brand beschädigte beschädigte außer den breitung der polnischen Muttersprache. Auch habe man polnische Gedichte des Müggelschlößchens ein kleiner, etwa 50 Personen tragender Beinen davongetragen. vorgelesen und einmal das Lied: Unser ganzes schönes Polen" auch Möbel und Kleidungsstücke und wurde von Dampfer. Diesem wurde, soweit man in der Finsternis erkennen Betten konnte, ein Teil der Schiffswand eingedrückt. Die Verwirrung und der Wehr abgelöscht. Vorher erfolgte Bücklerstr. 7 ein Dachstuhl gefungen. Stifterin des Vereins sei Maria Dombeck, deren Mann das Geschrei auf dem beschädigten Fahrzeug waren unbeschreiblich. brand, der einen wesentlichen Teil des Dachstuhls einäscherte. Unfug eine Zeitung mit entschieden großpolnischer, antideutscher Tendenz Die Fahrgäste flammerten sich in ihrer Angst an dem größeren am öffentlichen Feuermelder verursachte gegen Mitternacht einen leite. Bei Gründung des Vereins sei fie offenbar von ihrem EheSchiffe an und suchten dieses zu erklimmen. Zum Glück fam ein Alarm nach der Burgsdorfstraße. Berücksichtigt man, daß die Hize mann nicht nur unterstützt, sondern auch inspiriert worden. Weiter dritter Dampfer herbei, der das beschädigte Schiff an Land schleppte. der letzten Wochen so wie so infolge niedergedrückten Rauchs, blinden sei bei der Gründung mitbeteiligt gewesen das Mitglied Frau andren großpolnischen Agitators. wäre verwunderlich, Auch auf dem Stern Dampfer herrschte während des Zusammen- Lärms usw. zahlreiche Alarmierungen herbeiführte, so ist es umsoden vier Personen mehr zu verurteilen, daß sich immer noch leichtsinnige Burschen Es müsse stoßes begreiflicherweise die größte Aufregung. finden, die durch ihren Unfug der Wehr unnüze Belästigungen ver- Verein nicht mit ihrem Geist durchtränkt hätten. werden, daß der Verein bezwecke, die groß ursachen. Wie in den meisten derartigen Fällen wurde leider auch angenommen mit polnische Agitation diesmal der Thäter nicht erwischt. dem Endziel der Losreißung der polnischen Landesteile von Preußen und der Begründung eines selb= ständigen Polenstaates zu fördern. Dazu diene ihm u. a. die Pflege der Muttersprache. Wer hier ein polnisches Gedicht vortrage, und möge es auch ein lyrisches sein, der thue es nicht aus rein ästhetischen Gründen, sondern verfolge damit zugleich einen politischen Zwed. Sei der Verein nach alledem ein solcher. der auf öffentliche Angelegenheiten = d Aus den Nachbarorten. Im Teufelsfee ertrunken! Am Montag hatte eine Gesellschaft von 35 Personen eine Landpartie nach den Müggelbergen unter nommen. Während des Aufenthalts am Teufelsjee bestiegen nach dem Mittagessen, gegen 1/23 Uhr, zwei Herren einen Kahn zu einer Fahrt auf dem See. Mitten auf demselben angelangt, wollten die Sufafien des Kahus. ihre Plätze wechseln; dabei schlug der Kahn um. Der Majestätsbeleidigungs- Prozek, bei dem der Gastwirt Während sich der eine Herr verzweiflingsvoll am Bootsrande fests Echoel in Rigdorf gegen den Soldaten Schmidt die Denunzianten autlammern vermochte und auf diese Weise gerettet wurde, versant rolle spielte, hat in Nigdorf eine große Erregung hervorgerufen. An Es eines wenn diese . die Armendirektion und wird Ihnen Ratenzahlung zugestanden. fällen felbst behandeln kann, giebt es weder für Ihre, noch für sonst eine Budapest. S. N. 39. Ein Buch, nach dem man sich in KrankheitsKrankheit. Ohne den Nat eines tüchtigen Arztes geht es in Ihrem Falle nicht. Das Buch„ Die Lungenschwindjucht" tönnen Sie durch die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, beziehen. einwirken wolle, dann hätten die Statuten und das Mitgliederverzeichnis| 119,80 M. Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassierer entlastet. G. W. Wenden Sie sich in Pankow an die Direktion. Eventuell zahlt binnen drei Tagen eingereicht werden müssen. Und die Garten- Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 208. Jm Arbeitsnachweis meldeten Versammlung vom 26. August sei eine der Genehmigung bedürftige fich 6 Kollegen, denselben konnte jedoch wegen der Sommerferien in öffentliche Versammlung unter freiem Himmel gewesen, denn aus den Theatern keine Beschäftigung nachgewiesen werden. Mehrere einer Einladung in der Zeitung sei zu entnehmen, daß jedermann beabsichtigte Versammlungen für einzelne Theater, in denen Miß Zutritt gehabt hätte. Darum sei auch die Bestrafung aus den stände herrschen, sollen erst zu Beginn der Spielzeit einberufen §§ 9 und 19 des Vereinsgesetzes gerechtfertigt. werden, da in den betreffenden Theatern das Personal sehr vermindert ist und jetzt ein Vorgehen zwecklos wäre. Was die H. K. Hierüber können wir nähere Auskunft nicht erteilen. Die Adressen finden Sie Adreßkalender zweiter Teil, S. 164. 2. G. 1a. Ist die Unterstützung für Sie und nicht für das Mädchen gewährt, so ist Jynen das Wahlrecht für dieses Jahr verloren gegangen, sonst nicht. Die Mitteilung betreffs des Waisenhauses ist einem Stadtverordneten zu Rating 97. Solches Institut ist weiteren Maßnahmen übermittelt. Lichtenberg. Ja. 2. 23. 42. 1. Der Kaiser. 2. Ja. 3. Nein. 4. 57. 5. Das wäre ja Sie N. 10. B. hat, falls nicht etwa das von ihrer Mutter unterschriebene zu verlangen. fönnen beim Amtsgericht auf Zahlung des einbehaltenen Erlöses Wettende 59. Von vollendetem 21. Lebensjahre ab ist elterliche Genehmigung zur Heirat nicht erforderlich. Die Heiratsfähigkeit H. H.. Auf die Revision von sieben der verurteilten Frauen hob der Straffenat des Kammergerichts die Vorentscheidung auf, verwies Der Unterstützungsverein der Kupferschmiede, Filiale Berlin, die Sache a an das Landgericht zurüd, fotveit die Versammlung in hielt am 20. Juli eine Generalversammlung ab. Der Kassierer erBetracht fommt, und sprach die Vorstandsmitglieder von der Anklage des Vergehens gegen die ſtattete Bericht. Nach demselben betrugen die Einnahmen der §§ 2 und 13 des Vereinsgesetzes frei. Begründend wurde aus- Centralfasse 2756,46 M., die Ausgaben 2429,26 M., Ueberschuß uns nicht bekannt. Im übrigen müssen wir einen Rat ablehnen und geführt: Nach den Feststellungen des Vorderrichters sei der Verein 323,20 M. Die Filialtasse hat eine Einnahme von 1351,35 M., eine Ihnen anheimstellen, sich an einen Arzt zu wenden. im Juni 1900 begründet worden. Wenn sich nun die Angeklagten Ausgabe von 697,76 M., es blieb ein Bestand von 653,59 M. Die ein Hauspascha schlimmster Art. S. D. 8888. 1. 270 Mart. 2. Wenn wirklich nach den§§ 2 und 13 des Vereinsgesetzes durch Nicht- Zahl der Mitglieder betrug 386. Der Staffierer wurde entlastet. es im Statut steht, ja, sonst nicht. 3. Die Pferde find fistalisches Eigeneinreichung der Statuten und des Mitgliederverzeichnisses strafbar In betreff des Hamburger Streiks teilte der Vorsigende mit, daß tum. 4. Richten Sie Ihre Anfrage direkt an den Magiftrat. 5. 2,50 Mart. gemacht hätten, dann sei doch am 3. Oktober spätestens die nach einer Zuſchrift aus Hamburg die Aussichten auf Erfolg Strafthat verjährt gewefen. Die Einreichung hätte binnen Die Bemühungen der Arbeitgeber, Arbeitswillige heranzune wie zu Anfang der Bewegung. Schriftstück Gegenteiliges vereinbart, nichts heute noch dieselben sind drei Tagen nach der Stiftung des Vereins erfolgen ziehen, haben wenig Erfolg gehabt, von müssen und mit Ablauf des dritten Tages beginne der Hannoverschen lagen. die Verjährungsfrist. Da die erste richterliche Handlung Fachschule sollten 30 Fachschüler während ihrer Ferien Streifbrecher des Mädchens beginnt mit vollendetem 16., die des Mannes mit erreichter erst ant 15. Oftober erfolgt sei, so müsse die Anklage gegen die dienste leisten, es haben jedoch nur 5 angefangen, außer diesen find Bolljährigkeit. Dem Mädchen fann Dispens erteilt werden, so daß es schon §§ 2 und 13 schon wegen Verjährung zusammenfallen. 2 Streifende abtrünnig geworden und aus Berlin hat sich ein nicht früher heiraten kann, dem Manne nicht. 2. I. St. Die Kündigung ist Alter Abonnent. Falls im Bertrage nichts Versammlung im Garten angehe, so unterliege die Vorentscheidung organisierter Kupferschmied als Arbeitswilliger anwerben laffen. Zu für beide Eheleute gültig. auch in dieser Beziehung erheblichen Bedenken. Es frage sich, ob es unterſtügen find noch 124 Streikende. Hierauf hielt Genosse Schlegel Gegenteiliges ausgemacht ist, hat der Wirt und nicht Sie die Glasversiche einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die wirt- rung zu tragen. F. K. 2. Die Erlaubnis tann Ihnen unter ſich bei dieser Zuſammenkunft von 12 Damen, die erst im Hause schaftliche Strifis und welche Aufgaben erwachsen den Gewerkschaften. diesen Umständen versagt werden. Aber die Verſagung iſt nuwahrscheinlich. geplant war, dann aber im Garten erfolgte, nicht bloß um eine Gesellschaft handelte. Das Landgericht müsse dies noch näher und ersucht wurde, keinen Tabat aus boykottierten Mann verstorben ist, ohne daß ihm eine Invalidenrente bewilligt war. 101 B. Sind mindestens 200 Marfen gellebt, so hat die Witwe ein Nachdem noch auf die Bewegung der Tabatarbeiter hingewiesen Recht auf Rückzahlung der Hälfte des Betrages der Marken, falls ihr nachprüfen. Fabriken zu kaufen, erfolgte Schluß der Versammlung. Rogge. Beides ist zulässig.- Lorant N., Budapest. Schriftliche Der Schlußakt eines galanten Abenteuers spielte sich Der Uebertritt ist zulässig. Antwort zu erteilen, lehnen wir ab, gestern vor der ersten Ferien- Strafkammer am Landgericht II. ab. stattgehabten Versammlung nahm der Deutsche Holzarbeiter- Verband tönnen alles anführen, was Ihres Erachtens gegen die Glaubwürdigkeit des Rixdorf. In seiner am 17. d. M. bei Klemte, Bergstr. 137, 2. 3. 1901. Leider hat Ihre Berufung feine Aussicht auf Erfolg. Sie Unter der Beschuldigung des Diebstahls stand die Frau Mathilde der Bahlstelle Nixdorf den Kassenbericht vom 2. Quartal entgegen. Beugen spricht. Das Gericht kann ihm dennoch Glauben schenken. Schiel auf der Anklagebant. Wie die Beweisaufnahme ergab, Giner Einnahme von 1052,78 m. stand eine Ausgabe von 719,90 W. Schlosser. Sie können als Beistand Ihrer Ehefrau auftreten und können befand sich der Rechnungsrat Gerling, der in Friedrichshagen wohnt, am Abend des 23. Februar d. J. in dem Lokal gegenüber, jo daß ein Bestand fürs nächste Quartal von 332,88 M. wegen der Ihrer Ehefrau zugefügten Beleidigungen Widertlage erheben. von Lerche daselbst. Er befand sich bereits in etwas vorverbleibt. Die Einnahme der Lokalkasse betrug 528,07 m., die Aus- Die Widerklage muß vor Schluß der ersten Justanz erhoben sein. gerückter Stimmung, als er das Lofal verließ. Im Eingang gabe 694,85 m., daher ein Defizit von 166,78 M. Nachdem der D. 24. Sie leben in getrennten Gütern. Ein Beispiel zur Ausschließung begegnete er der Angeklagten, die den Eindruck einer recht Staffierer entlastet wurde, erstattete der Obmann der Werkstatt- der Berwaltung usw. finden Sie in dem dem Arbeiterrecht angehängten Führer durch 23. das B. G. S. 225 Mr. 22 und Buständig respektablen Dame macht, obwohl sie schon oft wegen Diebstahls, Kontrollkommission seinen Vierteljahrsbericht. ist in Ihrem Fall das Amtsgericht Spandau. 9. 3. Nein. wegen Sittenvergehens und auch schon mit Korrektionshaft vorPetersburg. Die Reichsbant steht unter Aufsicht und Leitung des bestraft ist. Er frug die Dame, ob sie auch ein Glas Bier trinken Reichs. Sie hat die Aufgabe, den Geldumlauf im gesamten Reichsgebiet zu wolle, und da sie zur Antwort gab:" Ja, wenn Sie eins bezahlen!" regeln, die Zahlungsausgleichungen zu erleichtern und für die Nuzbar= machung verfügbaren Stapitals zu sorgen. Diesen Zwecken dient sie hauptfo ging er mit ihr in das Lokal zurück. Dort bestellte er Bier und Die Todesstrafe wurde am 22. Juli gegen den 26 Jahre alten sächlich durch den Geld- Giro- Berkehr, durch Wechselbistontierung und durch plauderte mit der Angeklagten. Diese mißbrauchte aber seine Gast- Tagelöhner Jakob Heckmann aus Eiterbach bei Heidelberg vollzogen. Lombardverfehr( Gewährung von zinsbaren Darlehen gegen Pfänder). Ferner freundschaft. Sie trant wie ein Sieb und bestellte immer teurere Heckmann hat am 20. November vorigen Jahres seine Schwägerin, übernimmt sie die Verwahrung und Verwaltung von Wertgegenständen und Getränke. Der Herr Gastgeber war nicht umsonst„ Rechnungs- die Frau des Landwirts Michael Heckmann, mit der er in einem führt als Reichs- Haupttasse die Centralkaffengeschäfte des Reiches. Die An rat", er monierte die Etatsüberschreitungen der„ Dame" auf seine Hause wohnte, in der Abwesenheit ihres Ehemannes in den Wald teilseigner des Grundkapitals der Reichsbaut sind Privatleute. Das aus Reichsbeamten. Die Anteils Kosten und setzte sich schließlich an einen andern Tisch. Als er einmal gelockt und erschossen. Das Motiv war Rachsucht. Die Schwägerin eigner find burch in der Generalversammlung und einen hinaus ging, folgte ihm Frau Sch. und wußte ihn durch Liebens- hatte ihn wegen seiner Arbeitsschen wiederholt ausgescholten und ihn ihrer Mitte gewählten Centralausschuß vertreten. aus D. 100. Nein würdigkeiten zu bewegen, die Zeche zu bezahlen. Beim Bezahlen einmal wegen Diebstahls angezeigt. - J. N., Bredowstraße. Nein: eine Ehe zwischen Stiefvater und Stief ließ er in seiner Brieftasche mehrere Tausend- und Hundert- Marktochter ist verboten. u. R. 119. Geringe förperliche Fehler, welche Zu Tode geschleift wurde, wie aus Osnabrück gemeldet wird, scheine sehen. Er ging nun nach einem andern Lokal. Unterwegs in dem benachbarten Holtwick die Tochter des Landwirts Neßling. möglicherweise zur Dienstuntauglichkeit führen fönnen; deshalb auf 1 Jahr umarmte ihn die Dame noch einmal recht stürmisch und entfernte Das junge Mädchen hatte den Strick, an welchem sie eine Stub zur Aussicht auf Erfolg. Ihr Mündel kann ohne Ihren Beistand flagen, weil zurückgestellt. C. Sch. 2. Die Beleidigungsflage wäre feineswegs ohne fich danach. Als der Herr Rat in dem nächsten Lokale bezahlen Das hatte den videt." Unterwegs scheute plöglich te über 18 Jahre alt ift. Ch. 2. N. Sie könnten lediglich auf wollte, vermißte er seine Brieftasche, die er in die Brusttasche ſeiner das Tier und ging durch, das Mädchen hinter sich her schleifend. Rückgabe und nur dann auf Schadensersas flagen, wenn sofort einen Gendarmen Mitteilung, dem es aber erst nach einigen daß sie bald darauf verstarb. Er machte Die lnglückliche erlitt so schwere Berlegungen am ganzen Körper, schwierigen Beweis führen, daß das Bett utinderwertig geworden ist. Tagen gelang, die mutmaßliche Diebin zu ermitteln. Das gestohlene daß sie bald darauf verstarb. Geld wurde bei ihr nicht gefunden. Da sie sich aber in der Folge Ueber ein schweres Unwetter wird dem Fränkischen Kurier" durch größere Ausgaben verdächtig machte, so wurde sie doch unter aus Bamberg gemeldet: Am Montagnachmittag wurden durch Anklage gestellt und heute troß ihres Leugnens zu einem wolkenbruchartige Hagelwetter die Gemarkungen im westlichen VorJahre Gefängnis verurteilt. Auch ordnete der Gerichts- lande des Jura schwer beschädigt. Die Einwohner mußten mit den hof die sofortige Verhaftung der Verurteilten an. Kaum Haustieren die Dachböden aufsuchen. Stellenweise ist die ganze war dieselbe abgeführt worden, so erstattete ein Gendarm dem Vor- Ernte vernichtet. Bei Strullendorf unterwuschen die Fluten derartig sigenden die Meldung, die Verurteilte habe soeben auf dem Korridor den Bahnkörper, daß der Verkehr für längere Zeit gesperrt und zur ihrem gegenwärtigen Liebhaber, mit dem sie jetzt in Karlshorst zu Zeit auf ein Geleise beschränkt ist. jammenvohut, zugerufen:„ Verwahre mir ja meine Sachen gut!" Diese Mahnung sei von einem bezeichnenden Blick begleitet gewesen. Indiana und Ohio weisen die größte Size auf, welche bisher in Die Hitze. Meldungen aus Kentucky, Missourri, Jowa, Illinois, Der Vorsitzende erteilte nun dem Gendarmen den Auftrag, auf dem jenen Staaten dagewesen. Aus Kansas- City und Missouri werden schnellsten Wege nach Karlshorst hinauszufahren und unter Zuziehung zwanzig Todesfälle gemeldet. Die Maisernte in Stansas wird jezt des Amtsvorstehers eine nochmalige genaue Durchsuchung der auf mur ein Viertel, nicht wie bisher auf die Hälfte, einer Wohnung der Angeflagten vorzunehmen, weil dort vielleicht noch ein Durchschnittsernte geschätzt. Am Montag find im Westen, in der Teil der Beute zu finden sei. Mitte und im Norden des Staats Missouri reichliche Regenfälle Dieselbe enthielt 5200 M. Vermischtes. niedergegangen, die für die Farmer von unschäzvarem Werte sind. Arbeiterrifiko. Jn Köln stürzte am Dienstagvormittag bei dem Neubau an der Breitenstraße das Kellergewölbe cin; mehrere Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Nach angestrengter Thätigkeit der Feuerwehr wurde bisher ein Maurer tot hervor geholt. In Bernburg stürzten von der Altstädter Kirche drei Dachdecker ab, und zwar Vater, Sohn und Neffe. Ersterer war sofort tot, die beiden andern starben im Krankenhaus. Jm KrngSchacht der Königsgrube in Königshütte wurden der Grubenpraktikant Herrmann und der Oberhäuer Heidisset von herabstürzenden Unvorsichtiges Vorbeifahren an Haltestellen der Pferdebahu hat wieder einen schweren Unglücksfall herbeigeführt, welcher gestern vor der neunten Ferien- Strafkammer des Landgerichts I zur Verhandlung stand. Am Vormittage des 21. März hielt ein von Weißensee fommender Pferdebahnwagen an der Haltestelle am Eingang der Neuen Königstraße. Ein- 12jähriger Knabe verließ, feine 4 jährige Schwester mit sich schleppend, den Pferdebahnwagen und wollte den Bürgersteig erreichen. In diesem Augenblick kam der Fuhrmann Wilhelm Schätteler mit einem schweren Wagen angefahren. Er fuhr im schnellen Trabe und unterhielt sich mit dem neben ihm sizenden Mitfahrer. So tam es, daß Schätteler auf den Kohlen erschlagen. vor ihm liegenden Weg nicht achtete. Er überfuhr beide Kinder. An dem Knaben gingen die Räder dicht vorüber, das Mädchen wurde Ein Petroleumschiff explodiert. Aus Stocholm wird auf der Stelle getötet. Schätteler erhielt die Anklage wegen fahr- berichtet, daß dort am Dienstagvormittag ein Petroleumtantschiff läffiger Tötung. Er behauptete, daß die Kinder seitwärts in seinen von 5000 Tonnen Ladefähigkeit explodiert ist. Es ist der ameriWagen hineingelaufen seien, sein Verschulden wurde aber durch die kanische Dreimaster„ Louise Adelaide". Als die schreckliche Katastrophe Beweisaufnahme so zweifellos erwiesen, daß der Gerichtshof über eintrat, befand sich gerade die Zollrevision an Bord. Bei dem Unfall das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß von sechs Monaten tamen zehn Matrosen, vier Zollbeamte und ein Schiffsmaller ums Gefängnis hinausging. und auf neun Monate Gefängnis er Leben. Das Petroleum brannte auf dem Wasser weiter und brachte die übrigen Schiffe sowie eine Schiffswerft in große Gefahr. Zum Glück konnte weiteres Unheil abgelenkt werden. tannte. aus Der unter dem Verdacht des Mordes in Haft befindliche ehemalige Postschaffner Carl Stern wird sich demnächst vor dem Die Leiche eines Verunglückten entdeckte, wie Landgericht II wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen zu verantworten haben. Er ist beschuldigt, seit Jahr und Tag mit der 12 jährigen Garmisch berichtet wird, der Buchdruckereibefizer Adam beim Elie Siegert, der Tochter eines Arbeiters aus Schönerlinde, in unAufstieg auf den großen Wagenstein. Allem Anschein nach dürfte es stttlichem Berkehr gestanden und dabei in der Mutter des Mädchens der seit einem Jahre vermißte Regierungsacceffist Sand sein, der eine Beihilfe gefunden zu haben. Die letztere steht deshalb unter vor einem Jahre allein eine Tour auf den Warenstein unternommen, der Anklage der schweren Kuppelei. Der von Stern verfaßte viele von der er nicht mehr zurückkehrte. Reichsbankdirektorium besteht Sie den Scheidung 100. Erscheint Ihre Frau nicht, so wird neuer Termin, etwa auf den Dezember anberaumt. Dann wird verhandelt. Ein Antrag, das persönliche Erscheinen Ihrer Frau durch Geldstrafe zum zweiten Termin zu erzwingen, ist zulässig, aber zwecklos. 3. S. 100. 1. Eine Klage würde nichts nüßen, da Lysol- Geruch nicht gesundheitsgefährlich ist und Chikane nicht vorliegt. 2. Es steht dem Gericht frei, einem Knaben von 13 Jahren, wiewohl dieser nicht beeidigt werden kann, vollen Glauben schenken. N. Sch., Lchtbg. Das erste Bataillon liegt in Saarburg, das zweite in Bischofsburg. Friedrichsberg. Ja. u Marktpreise von Berlin am 22. Juli 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. wetzen, gut mittel gering Roggen, gut mittel gering " " mittel gering " Berste, sut * pafer, gut 16,- 14,90 14,80 13,70 13,60 12,50 16,40 15,70 15,60 14,90 Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 12Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 6 1,60 1.20 1,30 11,60 1,20 " 1,60 1,10 1,60 1,10 2,60 2, 60 Stitt 1kg 2,40 2, mittel gering Aale Bander 3,- 1,40 2.60 1,20 14,80 14,10 Hechte 2,40 1,20 Barsche 1,80 0,80 Schleie 2.40 1,20 40, 25, 45, 25, Bleie Strebse 1,20 0,80 per Stjot 18,- 3, 65,-30, Nichtstroh Hel Erbsen Speisebohnen nien *) Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 23. Juli. Am heutigen Getreidemarkte zogen die Preise anfangs stärker an, dem jedoch später ein Rückschlag folgte. Am Da über: Frühmtartte lagen verschiedene Kauforders aus der Provinz vor dies die amerikanischen Börsen eine intensive Hausfebewegung meldeten, Pest und Liverpool ebenfalls höhere Weizennotierungen fanbten; sezte bei ge steigerter Nachfrage Weizen 3, Roggen 12 M. höher ein. Mittags jedoch war die plöglich erwachte Unternehmungslust wieder verschwunden und die ficht auf Niederschläge im Inlande ließen beide Brotartikel im Preise wieder Preise brödelten langsam ab. Regenmeldungen aus Amerika und die Ausnachgeben und zwar verlor Weizen 1 M. Roggen/ M. gegen Frühmarktpreise. Mehl wurde 15 Pf. beffer bezahlt. Hafer lag still aber fest, Mais an ziehend auf Amerika. Rüböl wenig verändert. Witterungsübersicht vom 23. Juli 1901, morgens 8 1hr. Stationen Hamburg Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 5° C= 4° R. Stationen BarometerWind richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 15°.= 4° R. wolfen! 21 759 WSW 1wolfig 20 Betersburg 766 ONO 1wolfen! 17 757 Still- heiter 23 Cort 7605 3 Regen 14 759 S 18 Aberdeen 17 Baris 761 SW 1 Nebel 16 21 761 SW Winden und fortdauernder Gewitterneigung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe, unvergeßliche Frau Anna Kamann, geborne Stahlberg, Centralverein aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Seiten lange Schriftfatz, Schriftfazz, den er zu seiner Verteidigung Ein eigentümlicher Gebrauch wird aus Echerweiler( Streis eingereicht hat, läßt in einen wahren Abgrund von sittlicher Ver- Schlettstadt) gemeldet: Die für die Nachfirmes angekündigten drei Swinemde 758 SSD 25lb.bed. 23 Haparanda 763 Stin worfenheit blicken. Revolver und Gift spielen in seinen Erzählungen Tänze für Wilddiebe wurden, wie der" Els. Volksbote" mitteilt, Berlin eine Hauptrolle, er behauptet, daß er von einer in Schönerlinde thatsächlich zum Gaudium aller Anwesenden durchgeführt. Ueber Franff./. 2 bedeckt wohnenden Frau angestiftet worden sei, seine in Berlin wohnende den Köpfen der Tanzenden hing ein Hajenfell. Man sagt, daß viele, München 3 bedeckt Ehefrau mit Strychnin zu vergiften, er habe sich zur Ausführung die dieses edle Gewerbe noch nie betrieben haben, trotzdem die Tänze Wien 759 SO 2 wolfig dieses Verbrechens aber nicht entschließen können. Einmal sei er mitmachten, um nicht als Feiglinge zurückzustehen. Die Polizei, die Wetter Prognose für Mittwoch, den 24. Juli 1901. schon, mit dem Gifte verschen, auf der Treppe Etwas fühler, veränderlich, vielfach wolkig bei schwachen westlichen zu diesem interessanten Schauspiel ebenfalls zujah, hat sich jedenfalls der Wohnung seiner Ehefrau gewesen, dann aber wieder die verwegenſten Gesichter gemerkt. Im allgemeinen jedoch trug die Berliner Betterbureau. umgekehrt. Rechtsanwalt Caro, der den Angeklagten Stern ganze Veranstaltung den Charakter eines gelungenen Scherzes, bei auch in der Mordsache, die vor dem Schwurgericht zu Prenzlau ver- dem sich jedermann weidlich amüsierte. handelt werden wird, vertritt, hat beim Gericht den Antrag gestellt, Ein schweres Verbrechen ist am Abend des 20. Juli an dem Stern auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Er weist sechsjährigen Töchterchen des Bergmanns Honigmann aus Bischofs darauf hin, daß Stern bereits vor Jahren sich in der Irrenanstalt rode in der Nähe von Bischofsrode von zwei Landstreichern verübt zu Eberswalde befand und daß sein ganzes späteres verbrecherisches worden. Die Leiche des Kindes wurde am nächsten Vormittag in Treiben dafür spricht, daß man es mit einem geistig nicht normalen einem Haferfelde aufgefunden. Als Mörder ist, wie die„ Eisleber Menschen zu thun hat. Zeitung" meldet, der Arbeiter Lange, der bei dem Bergmann wohnte, ermittelt und dem Amtsgericht eingeliefert worden. Der Mörder, der verheiratet und Vater dreier Kinder ist, aber von jeiner Frau getrennt lebt, wohnte im Hause Honigmanns. Wie er Die Gas, Wasser und Heizungs- Rohrleger und Helfer behauptet, hat er sich mit Frau Honigmann entzweit und ist so auf hielten am 14. Juli im Gewerkschaftshause eine gut besuchte Ver- den Gedanken gekommen, der Familie H. einen Schur zu thun". fammlung ab. Der Obmann der Agitations- Kommission, Karpentiel, Er habe das Kind mit sich in den Wald genommen, dann hätte er gab den halbjährigen Rechenschaftsbericht. Die Kommission hatte im es nach dem Haferfelde geschleppt, ihm den Mund zugestopft und verflossenen halbe.. Jahre au 61 Werkstattsigungen teilzunehmen, es erwürgt. Der Verdacht hatte sich auf die Person des Mörders welche sich zur Agitation für den Verband gestaltet haben und teil- dadurch gerichtet, daß er von einer Dorfbewohnerin mit dem Kinde Als die Erjazwahlen gesehen worden war, und daß er nachher ohne das Mädchen zurückweise von gutem Erfolg begleitet waren. zur Kommission vorgenommen werden sollten, wurde nach lebhafter gekommen ist. Debatte beschlossen, daß die Kommissionsmitglieder auch politisch organisiert sein müssen. Die Wahl selbst wurde vertagt. Versammlungen. A Der Verband des technischen Bühnenpersonale nahm in feiner Mitgliederversammlung am 20. d. M. den Kassenbericht vom II. Quartal entgegen. Derselbe ergab eine Einnahme incl. des alten Bestandes von 391,78 M., Ausgabe 271,98 m., bleibt Bestand Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. 5. G. 1. 1. Nein. 2. Die Mädchen müssen eine Prüfung bestehen. 3. An die Ober- Postdirektion. am Montag nach langem Stranten lager verschieden ist. [ 2560b Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittags 4 Uhr von der Leichenballe des Neuen Luisen- Kirchhofs in Charlottenburg, Fürstenbrunner Weg, aus statt. Um stille Teilnahme bittet Der tranerude Gatte Ernst Kamann, Zimmerer, nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am 22. Juk entschlief nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Steindrucker Hermann Zink. 2551b Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donners tag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofs aus statt. ( Filiale Berlin.) Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Kollege Johann Müller Sonnabend, den 20. 6. M., verstorben ist. Die Beerdigung findet Donners tag, den 25. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen LouisenKirchhofs aus statt. 25626 Umi zahlreiche Beteiligung erincht Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche und ehrende Teils nahme an unsrem schweren Verluit besien Dank. 25476* Albert. u. Adolf Harndt, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 24. Jult. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Im Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Jm Garten: Konzert. Täglich Schiller.( Morwiz Oper.) M großes Josef in Egypten. Anfang 72 Uhr. Dentiches. Geschlossen. Lessing. Letzte Nacht. Steierische Lieder. Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Mittelmeerfahrten. Invalidenstr. 57/62. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grosser Ball und Thaler- Regen berbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. 14818* Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne), und Festlichkeiten jeder Art. Tägl. Sternwarte. ben geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. zu Bersammlungen Zoologischer Garten Heute, nachmittags 5 Uhr: Die Mondscheinsonate. Doppel- Konzert. Die schlimmen Buben in der Schule. Anfang 8 Uhr. Berliner. Geschlossen. Gastspiel der Banda Municipale de Pratola. Residenz. Das blaue Stabinett. An- Dirig.: Maestro Cav. Lorenzo Pupilla. fang 8 1hr. Neues. Gastspiel des Meßthaler Ensembles. Die goldene Brücke. Anfang 8 Uhr. Westen. Theater Charivari"( Se cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Neberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 8 11hr. Thalia. Geschlossen. Anfang Carl Weiß. Die Zauberflöte. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten im Garten. Belle Alliance. Friz Reuter. Anfang 8 Uhr. Jm Garten: Großes Gartenkonzert und„ Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. V Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen RingEntree 1 Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Nen! Nen! Nen! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Max Schindler. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. [ 1649* Täglich: Gr. Konzert, Theater- n. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite: Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. Kinderfeste. 2 bochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Mittwoch, den 24. Juli, abends 8 Uhr, in ,, Kellers Festsälen", Koppenstr. 29: Grosse Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Generalstreit in der Glasindustrie( Flaschenmacher) und wie stellt sich die Berliner Arbeiterschaft dazu". Referent: Emil Girbig, 25446 Geschäftsleiter. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch der Berliner Arbeiterschaft ersucht Der Einberufer. Achtung! Banarbeiter. Achtung! Auf dem Bau des Maurermeisters F. Crüger, Nomintener: straße 23, wird die Steinträgerarbeit( Kolonnenführer H. Eichholz) 25 Pfennig unter den tarifmäßigen Lohn ausgeführt. Wir ersuchen die Kollegen, diesen Bau zu meiden und den Zuzug fern30/ 12* zuhalten. Die Lohukommission. J. A.: Karl Heidemann. Orts Krankenkasse der Sattler und verwandten Gewerbe zu Berlin. Vereinsbrauerei- Ausschank( Rixdorf). Donnerstag, 1. August 1901, Am Mittwoch, den 24. Juli 1901, von nachmittags 4 1hr ab: Grosses Kinder- und Ernte- Fest abends 812 Uhr: Außerordentliche verbunden mit grossem Konzert und Gratis- Verlosung: General- Versammlung 1. Hauptgewinn: 1 goldene Damenuhr; 2. Hauptgewinn: 1 Sport: wagen, Ball 2c., und Hunderte von andren nüßlichen Geschenken. Jedes der in den Wahlversammlungen Kind erhält 1 Müße oder 1 Schärpe oder 1 Stocklaterne und 1 Los gratis. vom 13. beziv. 15. Oktober Bei eintretender Dunkelheit: Fackelpolonaise, Luftballonsteigen, Fener gewählten Delegierten der Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Für gute Kaffenmitglieder und ArbeitSpeisen und Getränke ist bestens gesorgt.- Entree: Erwachsene 15 Bf., geber Kinder 10 Pf. 19042* M. Berndt, Gastwirt. wert zc. Central- Theater. Sanssouci Gossmann Konzertgarten Heute Anfang 8 Uhr. 8um 704. Mal: Die Geisha. fämpfe. Specialitäten- Borstellung. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Anfang nachmittags 3 Uhr. Baffage Panoptikum. Specialt täten Borstellung. Neichshallen. Neumann- Bliemehen mit seiner Gesellschaft. Anfang 8 1hr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Bu fleinen Preisen: Mittelmeer: fahrten. Juvalidenstraße 57/62. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Apollo- Theater Vollständig neues Specialitäten- Programm! Täglich abends von 5-10 U: FrauLuna Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwig- Oper. Mittwoch a bend 7/2 Uhr: Josef in Egypten. Oper in 3 Atten von E. H. Méhul. Donnerstagabend 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Die weisse Dame. Freitagabend 72 Uhr: Populäre Opernvorstellung bei halben Preisen: Die Zauberflöte. Sonnabendabend 72 Uhr: 100. Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Im Garten: Täglich: Hoffmanns Nordd. Sänger und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 11hr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Luftballett Grigolatis. Schweizergarten Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Reichshallen Heute und folgende Tage: Gastsp. Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Konzert, Theater, SpecialiNeumann- täten- Vorstellung und Ball. Bliemchen mit seiner Gesellschaft. ( Herren Bliemchen, Horvath, Gipner, Tieck, Zimmermann, Feldow und Ledermann.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr... Am 1. Auguft: Wiederbeginn der Soireen der Stettiner Sänger. Carl Weiss- Theater W. Noacks Theater. Große Frankfurterstr. 132. Letzte Opernvorstellung. Die Zauberflöte. Oper in 8 Aften von 2. A. Mozart. Anfang 8 Uhr. Morgen u. folgende Tage: Madame Bonivard. Zur Garten: Großes Volts: Brunnenstraße 16, Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhanser- Allee 148. Täglich: Großze Theater und Specialitäten- Vorstellung. Nur Kräfte ersten Rauges. Grosser Erfolg! Grosser Erfolg! Täglich: Konzert, Theater- u. Susanne im Bade. Specialitäten- Vorstellung. Novität! Onkel Falstaff. Novität: und Kinderfreudenfest. Konzert, Operetten- Burleste in einem Aft von Große Ausstattungsoperette. Wochentags 5 Uhr. Anfang: Sonntags 4 Uhr. F. Lehmann, Direttor. Theater und Specialitäten Bor: Bolten- Bäders. Mufit von Notele Prater- Theater stellung. Anfang 5 Uhr. Metropol- Theater. W., Behrenstrasse 55-57. Der Zauberer am Nil. Ausstattungsoperette in 3 Bildern und das sensationelle JuliSaale: Tanzkränzchen. Ostbahn- Park. Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang und Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Tang in 4 Bildern von Hugo Schulz. Hermann Imbs. Täglich: Auftreten der Excentric- Chansonnette Hedwig Döring, des Grotesque: Somiters Paul Coradini, ber Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, RadGroßes Konzert, Theater-. fayrer. Mr. Bartlings lebende Boto Specialitäten- Programm Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche mit Farbenfehlern, Fabriniederlage Große Frankfurter +33 frrake 9, parterre. graphien. Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Play 50 Pf. Kalbo. Streuzbergstr. 48, an der Katzbachstraße. Jeden Sonntag Frel- Konzert und Ball. 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