Mr. 171. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5. Pfg. Sonntags Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pig. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufter Montags. Norwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20@fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die französischen Generalrats- Wahlen. # Paris, 23. Juli. Die diesjährigen Generalrats Wahlen, in denen die vor sechs Jahren gewählte Hälfte der Natsmitglieder( das Seine- Departement ausgenommen, dessen Rat zugleich mit dem Pariser Gemeinderat gewählt wird) zu erneuern war, beanspruchten ein größeres Interesse als gewöhnlich, weil sie hart vor dem Beginn der Wahlkampagne für die Deputiertentammer stattfanden. Sie wurden von allen Seiten gewissermaßen als ein Vorspiel der Kammerwahlen betrachtet, trotzdem in den Departementswahlen die eigentliche Politik mur insofern in Frage kommt, als die Mitglieder der Departementsräte sowie die der gleichzeitig zur Hälfte erneuerten Bezirksräte einen erheblichen Teil der Wahlmänner für den Senat liefern. 0 Donnerstag, den 25. Juli 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. de Provost be Launay( zwei reaktionäre Kampfhähne erster Güte) und von Waren, sowie über die Beschäftigung als Laufbursche bezw. des melinistischen Senators und ehemaligen Unterrichtsministers im Laufmädchen, eigne Kinder unter 10 Jahren überhaupt nicht, eigne Kabinett Meline, Stambaud. Hingegen jubeln die Melinisten über Kinder über 10 Jahre, welche noch zum Besuche der Voltsschule verpflichtet die Niederlage des dreyfuststischen Senators Delpech, der in der sind, nur in der Zeit zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends und Dreyfus- Campagne sich hervorgethan, und einiger andrer ministerieller nicht länger als vier Stunden täglich beschäftigt werden. Im wesent lichen gelten hier also die gleichen Bestimmungen wie für die Be Parlamentarier. Nach der Aufstellung des Melineschen Blatts„ Laichen gelten hier also die gleichen Bestimmungen wie für die Be schäftigung fremder Kinder. Nur soll die Altersgrenze für die République" find zwölf ministerielle Barlamentarier gegen blos fünf Bulässigkeit der Beschäftigung von zwölf auf zehn Jahre herabantiministerielle Barlamentarier unterlegen. gesezt werden. Die Regelung der Beschäftigung der eignen Kinder in Gast- und Schantwirtschaften soll den Ortspolizeibehörden überlaffen bleiben. Eine ähnliche Regelung ist für die Beschäftigung eigner Kinder mit Austrages und Laufdiensten in Aussicht genommen. solcher nicht vorliegt, durch Anordnung der Landes- Centralbehörden Endlich soll durch Beschluß des Bundesrats und, soweit ein oder durch Polizeiverordnungen der zum Erlasse solcher berechtigten solcher nicht vorliegt, durch Anordnung der Landes- Centralbehörden Behörden die Beschäftigung von Kindern, welche noch zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind, abweichend von den vorstehenden Bestimmungen weiter eingeschränkt werden können. Die Beschlüsse des Bundesrats, die Anordnungen und Polizeiverordnungen sollen für bestimmte Bezirke sowie für bestimmte Gewerbszweige erlassen Die Nationalisten haben einige Fortschritte nur in den östlichen Departements zu verzeichnen. Ihre Hauptorganisation, die" Liga des französischen Vaterlandes", hatte übrigens wohlweislich auf ein birettes Eingreifen in den Wahlkampf verzichtet im richtigen Bewußtsein, daß die Departementswahlen den ungünstigsten Boden für die nationalistische Demagogie bieten. Die Ergebnisse des ersten Wahlganges haben nun alles ziemlich Nach dem Gesagten erscheint es schwierig, von den Generalratsbeim Alten gelassen. Und auch die 85 Stichwahlen unter den 1444 wahlen auf die kommenden Kammerwahlen zu schließen. Haben auch die bekannten Ergebnissen( 11 Ergebnisse stehen noch aus) werden am Kandidaten vielfach den Kampf politisch zugespigt, so sind die Wähler im Gesamtresultat nichts ändern. Mehrheits Verschiebungen sind nur ganzen doch ihrer alten politischen Gleichmütigkeit gegenüber den Lokalin zwei Departements zu verzeichnen. Im Departement Charente wahlen treu geblieben. Im übrigen hatte die Wählerschaft wahrlich werden können. gewinnen die Republikaner zum erstenmal die Mehrheit, womit die feine Veranlassung, die Departementswahlen zu einer begeisterten Es ist die Absicht der preußischen Regierung, im Sinne monarchischen Generalräte, die schon seit langem auch in ihrem Kundgebung für die Politit des Ministeriums zu gestalten. Denn dieser Vorschläge die Vorlage eines Gesezentwurfs an den legten Zufluchtsort, den westlichen Chorans- Departements, auf den diese Politik wird immer bedenklicher, wein man den Reichstag zu veranlassen, was schon in der nächsten Session Aussterbe- Etat gesetzt sind, auf vier zusammenschrumpfen. Im ursprungstitel des Ministeriums in Betracht zieht. Wird geschehen soll. Den Traditionen der Junkerregierung ganz Departement Haute- Vienne gewinnen die Radikalen( nebst den aber dieses normale Fortwursteln des ausnahmsweisen Kabinetts entsprechend, soll bei dieser gesetzgeberischen Aftion, so wie es Socialisten) die Mehrheit den Bourgeois- Republikanern ab. Der bis zu den Kammerwahlen fortgetrieben bezw. von der ministeriellen schon in den famosen Erhebungen der Fall war, die landVerlust der letzteren gleicht sich aber aus durch ihren Gewinn im Mehrheit geduldet, dann dürfte freilich die Stillstandsstimmung der wirtschaftliche Kinderarbeit gänzlich aus dem Spiele bleiben, Charente- Departement. Was die Verteilung der einzelnen Size be- wählerschaften in den Kammerwahlen in eine regierungsfeindliche obwohl alle Kenner darüber einig sind, daß bei ihr dem trifft, so kann man vorläufig wenigstens nur auf indirektem Stimmung umschlagen, Insofern mag also die Opposition nicht un- Heranwachsenden Geschlecht ein ebenso großer Schaden zuWege auf einen Stillstand schließen. Die offizielle Statistik leistet sich recht haben, wenn sie in den Stillstandsergebnissen der Generalrats gefügt wird wie bei der gewerblichen, und die Dringlichkeit nämlich das sonderbare Kunststück alle Republikaner", die Wahlen eine Warnung für das Ministerium erblickt. für eine Einschränkung der Ausbeutung hier nicht minder nicht radikal und nicht socialistisch sind, in einen Topf groß ist. zu werfen. So find die Melinisten, die geschworenen Feinde des Ministeriums, in dieselbe Rubrik gewandert wie die ministerfreundlichen Republikaner. Dieses Verfahren läßt nun darauf schließen, daß das Ministerium von einer statistischen Sonderung der„ Republifaner" nach ihrer wirklichen politischen Stellung nichts zu gewvimen hätte. Da aber andrerseits die bourgeoisrepublikanische bezw. die " offenbar das antiministerielle Lager einen Sieg davongetragen. begriffen sind. D Politische Nebeulicht. Zur Wahl in Memel- Heydekrug. Man schreibt uns: Der Ausfall der schon Sonnabend, den Berlin, den 24. Juli. 27. d. M., erfolgenden Stichwahl wird von der Haltung der Frei Gesetzliche Einschränkung der Kinderarbeit. finnigen abhängen. Eine Erklärung darüber, wie ihre Parteigenossen Aus dem Rundschreiben der preußischen Minister an die sich verhalten sollen, liegt von der freisinnigen Leitung im Kreise melinistische Presse laut und hoch dafür eintritt, daß die Wahlen Regierungspräsidenten, das sich auf die Ergebnisse der Er- noch nicht vor und wird offenbar auch nicht abgegeben werden. Den einen Stillstand in der Stimmung der Wähler bedeuten, so hat hebungen des Reichsamts des Innern über die gewerbliche Herren fehlt wieder der Mut, offen zum Eintreten für den Social Die in der Provinz erscheinenden frei Kinderarbeit stützt, werden jetzt in der Presse ausführlichere demokraten aufzuforden. als die Statistik der Einzelergebnisse. Während diese 557 Republi- Richtung und in welchem Maße die preußische Regierung sich der Blätter, die bei der Hauptwahl für den Freisinnigen Die amtliche Gewinns und Verlustrechnung ist noch verwirrender Mitteilungen gemacht, aus denen zu ersehen ist, in welcher sinnigen und liberalen Blätter vermeiden ebenfalls eine flare Stellungnahme. Offen Farbe bekannt hat bisher nur eines faner", 477 Radikale und socialistische Radikale, 33 Socialisten, die Regelung denkt. 54 Ralliirte, 29 Nationalisten und 209 Monarchisten zählt, heißt es Schaat eintraten. Die nationalliberale, in der Provinz sehr weit Was die Beschäftigung fremder Kinder anbelangt, so soll in in der Schlußabrechnung ganz einfach, daß die" Republikaner" einer Reihe von Betrieben bie Rinderarbeit teils wegen der An- verbreitete Königsberger Allgemeine Zeitung" erklärt, fie sei für 80 Size gewinnen und 33 verlieren, wobei diesmal unter den„ Ne- strengungen, die mit den dort vorkommenden Arbeiten verbunden die Kandidatur Schaak eingetreten und habe deſſen Wahl den publikanern" auch die Radikalen und die Socialisten mit ein- find, teils wegen der besonderen Betriebsgefahren völlig aus- Liberalen aller Schattierungen und allen Freunden der Handelsgeschlossen werden. Danach soll die Beschäftigung von Kindern, berträge empfohlen; jetzt, wo sie vor die Alternative gestellt sei: Daß aber die Parteien selbst für eine genaue Aufstellung ihrer welche noch zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind, mit Aus einen Ronservativen oder einen Socialdemokraten, müsse sie ebenso eigenen Wahlergebnisse sorgen werden, läßt sich bei der bekannten nahme der Beschäftigung beim Austragen von Waren sowie als entschieden für die Wahl des ersteren plädieren. Meifere der französischen Parteiverhältnisse nicht erwarten. del Laufbursche oder Laufmädchen, verboten sein: Bei Bauten aller Bei diesem Blatt weiß man wenigstens, woran man ist. Nur in Bezug auf die socialistischen Wahlergeb. Art fowie im Betriebe der Riegeleien und über Tage betriebenen Die Königsberger Hartungsche Zeitung" begnügt sich mit Brüche und Gruben und einer großen Reihe von Werkstätten, in nisse darf man auf eine eigene Parteistatistik rechnen. Bisher denen gesundheitlich schädliche Stein- und Metallarbeiten verfertigt einigen orakelhaften Redensarten. Am Tage nach der Wahl schrieb find mir einige socialistische Gewinne zu verzeichnen. Am er- werden, sowie in Werkstätten für Spielwaren aus Gummi, in Buch- fie:" Den Ausschlag geben unsre Freunde. Sie werden allein freulichsten ist die Wahl von Forest in Monteeaudruckereien 2c. Der Bundesrat soll befugt sein, dieses Verzeichnis darüber zu entscheiden haben, welche Stellung fie der gegebeneit les Mines, der über den Kandidaten der Mit feinem Wort deutet Gruben zu ergänzen. Ausnahmen sollen unbedingt aus Situation gegenüber einnehmen müssen." gesellschaft und der Gelben", der Streitbrecher, gestegt hat. gefchloffen fein. das Blatt an, daß es ihm selbstverständlich erscheine, daß es Pflicht Der Ausgang des lezten Streits hat also den Zusammenhalt In den andren Werkstätten soll die Beschäftigung von Kindern der freisinnigen Wähler sei, für unsren Genossen Braun zu und die Stampffähigkeit der Kohlengräber nicht geschwächt. Das ist von der Zurücklegung des zwölften Lebensjahres abhängig gemacht stimmen. Auch am Dienstagabend, nachdem schon der Tag der von guter Vorbedeutung für die am 4. August bevorstehende Kammer- und für die Kinder, welche diese Altersgrenze überschritten haben, Stichwahl bekannt ist, begnügt sich das so entschieden freisinnige nachwahl in Montceau, in welcher der socialistische Bürgermeister und der Regel nach auf die tägliche Höchstdauer von vier Stunden be- Blatt mit der Wendung, seine Freunde würden nach ernster Prüfung Kohlengräber Bouveri kandidiert. Nach dem„ Petit Sou", dem schränkt werden, die zwifchen& Uhr morgens und 8 Uhr entscheiden, ob ihre patriotische und staatsbürgerliche Pflicht sie an abends liegen sollen. Ausnahmsweise soll die Lage der Organ der antiministeriellen Socialisten, sind im ersten Wahlgang täglichen Arbeitsstunden je nach den Jahreszeiten anders die Seite des Brotverteuerers führen kann, der es bisher abgelehnt 8 Kandidaten der antiministeriellen Socialisten gewählt worden, bestimmt und die Dauer der täglichen Arbeitszeit bis zu hat, der Wählerschaft über sein Programm Klarheit zu geben". darunter 5 neugewonnene Size. Die übrigen 25 gewählten Socialisten sechs Stunden verlängert werden dürfen, lezteres jedoch nur mit der Nun mag man raten, was die Herren Freisinigen thun werden. entfallen also auf die um das Generalfomitee gruppierte Organi Maßgabe, daß eine mehr als neunstündige Beschäftigung einschließlich Das„ Memeler Dampfboot" äußerte sich gleich nach der Wahl der Schulstunden und des Katechumenen- usw. Unterrichts unzulässig dahin, von der freifinnigen Wahlleitung werde den Wählern freifation. Im Norddepartement Lille stehen in günstiger Stichwahl 4Gnesdisten, Theatervorstellungen und andre öffentliche Schaustellungen, bei bleibt. Für das Handels- und Verkehrsgewerbe sowie für öffentliche gestellt werden, wie sie stimmen wollen. die ihre bisherigen Mandate zu behaupten haben. In Roubaix denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft nicht ob- Beitung" setert über die Stampfesweise unfrer Genoffen ganz nach Die in Justerburg erscheinende stramm freifinnige Ostb. Boltsist der socialistentöterische Textilfabrikant Motte gegen den waltet, sind die gleichen Vorschriften wie für die nicht in gueßdistischen Bürgermeister Carette wiedergewählt, übrigens mit einer bas Berbotsverzeichnis aufgenommenen Werkstätten vorgesehen. dem Wuster der Freifinnigen 8tg." und meint dann: geringen Mehrheit von 4937 gegen 4785 Stimmen, wobei Motte in Auch hier dürfen demnach Kinder unter 12 Jahren nicht be- Ein offenes Eingeständnis ungehöriger Kampfesweise seitens der Stadt Roubaig selbst in der Minderheit geblieben ist. Mottes schäftigt werden. Für Gast und Schankwirtschaften soll, vor der Socialdemokraten, ein Eingeständnis, das gleichzeitig eine Sieg hat in Roubaig stürmische Protestfundgebungen seitens der nehmlich mit Rücksicht auf die sittlichen Gefahren, die der Verkehr ehrliche Bitte um Entschuldigung in sich schließt, ist das socialistischen Arbeiterschaft hervorgerufen. Jusgesamt hat mit den Gästen mit sich bringt, die Verwendung schulpflichtiger mindeste, was die Liberalen im Wahlkreise Memel- Seydelrug Mädchen völlig untersagt werden. Für die Knaben soll es dagegen verlangen können und verlangen müssen, che sie einen Beschluß die guedistische Organisation des Norddepartements( nach den Angaben der„ Petit Sou") 29 296 Stimmen auf sich vereinigt. auch hier bei der Altersgrenze von 12 Jahren und den übrigen oben über ihre Stellungnahme zur Stichwahl faffen." mitgeteilten Vorschriften sein Bewenden haben. Gewisse Ausnahmen Das bedeutet wohl einen Stimmenzuwachs im Vergleich mit find zulässig. den Generalrats- Wahlen von 1895, aber einen Stimmenrückgang Für die Beschäftigung beim Austragen sowie als Laufbursche gegenüber den Kammeriahlen von 1898, in denen die Guesdisten oder Laufmädchen soll wegen der im allgemeinen leichteren Arbeit des gesamten Norddepartements etwa 95 000 Stimmen erhielten, die Altersgrenze auf das zehnte Lebensjahr festgesezt werden. Im wovon für den Vergleich etwa die Hälfte in Betracht tommit. Hinblick auf§ 136 der Gewerbe Ordnung, wonach in Fabriken Was die bevorstehende Stichwahl betrifft, so glauben wir, daß Es sei jedoch bemerkt, daß Departementswahlen und Kammerwahlen jugendliche Arbeiter an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden trog des nämlichen allgemeinen Wahlrechts sich nicht schlechthin ver- dürfen, wird die gewerbliche Beschäftigung von Kindern für diese die Agrarkonservativen mit Wattschull durchbringen gleichen lassen, da das Jnteresse der Wähler und auch die Energie Tage allgemein untersagt. Schließlich soll den Ortspolizeibehörden die Befugnis gewährt werden. Die circa 8000 liberalen Stimmen geben den Ausschlag. der Partei- Organisation in den ersteren erheblich geringer find als werden, unter Umständen zur Beseitigung erheblicher, die Sittlichkeit Mattschull ist aber taum 800 Stimmen hinter der Stimmienzahl in den letteren. gefährdender Mißstände im Wege der Verordnung für einzelne feiner beiden Gegner zurückgeblieben, und es wäre, um ihm den Jm Gironde- Departement haben die Guesdisten 2971, die Gast- und Schantwirtschaften und für einzelne Unternehmer öffent. Sieg zu entwinden, schon erforderlich, daß mehr als sieben ministeriellen" Socialisten 2218 Stimmen erhalten. Dort war licher Theatervorstellungen und anderer öffentlicher Schaustellungen Achtel jener liberalen Stimmen dem socialdemokratischen Kandis Jules Guesde Zähltandidat in allen Kantonen, wo die gucsdistische weitere Einschränkungen der Kinderarbeit eintreten zu lassen oder daten Braun zuffelen. Daß das geschicht, glauben wir aber diese ganz zu untersagen. nicht." Organisation feinen Kandidaten aufstellte. # Das Blatt wird noch eine Weile auf den verlangten Kniefall warten müssen. Sehr richtig scheint das freisinnige Blatt in Tilsit, das auch im Heydekruger Kreise gelesen wird, seine Parteigenossen zu kennen. Refigniert schreibt es: Was die Beschäftigung eigener Kinder betrifft, so sollen Auch dieses sich sonst recht radikal geberdende Blatt kann sich Gegenüber den allgemeinen Wahlergebnissen haben ja die in Betrieben, in denen die Beschäftigung fremder Kinder sensationellen Einzelfiege oder Einzelniederlagen nichts zu bedeuten. feriagt ist. auch eigne Kinder teine Berwendung finden dürfen. nicht zu einer Aufforderung an die Wähler, für Braun zu stimmen, Dennoch suchte man in beiden Lagern, wie üblich, gerade diese Im Handelsgewerbe, im Verkehrsgewerbe, sowie bei öffentlichen verstehen. sensationellen Wahlen entsprechend zu verwerten. Im Regierungs: Theatervorstellungen und andren öffentlichen Schaustellungen, bei Es deutet fast alles darauf hin, daß die Freisinnigen wie schon Idger triumphiert man namentlich über die Niederlagen des mon- denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft nicht ob so oft durch Stimmenthaltung oder Ueberläuferei zu den Konserarchistischen Abgeordneten Baudry d'Asson, des monarchistischen Senators waltet, dürfen vorbehaltlich der Bestimmungen über das Austragen vativen Verräterei an der Sache des Voltes treiben. Von unfren Genossen im Kreise wird so gut wie gar keine Hoffnung auf die sjene nach kurzer Zeit schon im ersten Jahre 1,50 bis 2,00 M., im und Meiningen. Innerhalb Preußens sind ebenso günstig wie in Hilfe der Freisinnigen gesetzt. Sie arbeiten angestrengt, um in den zweiten Jahre 2-3 M. täglich verdienen, während die gleichaltrigen, Süddeutschland die Aussichten in Hohenzollern, dem Rheinland, wenigen Tagen bis zur Stichwahl aus eigner Straft herauszuholen, anderwärts als Lehrlinge eingetretenen vormaligen Schulfameraden Hessen- Nassau und einigen Teilen der Provinz Hannover. Immerhin nur 50-60 f. im ersten und 70-80 Pf. im zweiten Jahre wird von der um rund 524 000 hektar oder um 9 Proz. geminderten was nur irgend möglich ist. erhalten." Anbaufläche noch eine volle Mittelernte erwartet. " Deutsches Reich. Weiteres aus dem Zolltarif. In der Deutschen Gärtnerzeitung" berichtet Gartenbau- Ingenieur Ludwig Möller, der an den Vorberatungen des Boltarifschemas und der Zolltariffäße im Reichsamt des Innern während der letzten beiden Jahre als Sachverständiger für Handelsgärtnerei, Obstbau, Gemüsebau und Samenbau teilgenommen hat, über den die Handelsgärtnerei betreffenden Teil des neuen Zolltarif= entwurfs. Das ist für die Unternehmer vorteilhaft, während der jugendliche Arbeiter eine ganz unzulängliche Ausbildung erhält, so daß er, wenn er aus dem Betrieb, auf dessen Maschine er eingedrillt wurde, entlassen wird, nichts als ein ungelernter Arbeiter ist! Der Kölner Beamte macht aber auch auf die Ursache aufmerksam, welche die Eltern veranlaßt, ihre Kinder in solche Betriebe zu senden. Es geschieht dies, sagt er, weil mancher Arbeiter, der eine zahlreiche Familie zu ernähren hat, auf den Miterwerb der Kinder angewiesen ist". In Winterweizen sind die Ernte- Aussichten auch von dem Rest der um rund 726 000 Heftar oder um 38,1 Proz. geminderten Anbaufläche teine günstigen, die Reichsnote beträgt nur 3,5. Bayern weicht durch den bei ihm günstigen Stand vom übrigen Deutschland ab. Der Stand der Sommerung hat fich verschlechtert, am meisten auf leichten Feldern. Immerhin weisen nach der Reichsnote alle Arten Sommergetreide noch einen über durchschnittlichen Stand auf. zutreffend und So erzeugt die Ausbeutung der Erwachsenen die der Jugend- Die günstigsten Aussichten bieten die Kartoffeln. lichen und diese drückt wieder die Löhne der ersteren herab. Die Be Nach Möllers Angaben stellen sich die im Reichsamt des Innern ſtimmungen der Gewerbe- Ordnung in den§§ 128 und 130, welche Der Gumbinner Prozeß. Die Preußisch- Littauische Zeitung" und im Reichsschaamt festgesetzten Zollsäge für Gärtnerei dem Bundesrat und den Landescentralbehörden oder den Handwerks- bringt folgende Berichtigung: Wie wir hören, ist die Nach produkte wie folgt: tammern das Recht erteilen, die Höchstzahl der Lehrlinge in den richt der Ostdeutschen Volkszeitung" in Justerburg, gegen den Knollen und Wurzelgewächie: Kartoffeln einzelnen Betrieben zu bestimmen, tann gegen diesen Strebsschaden Gendarmerie- Wachtmeister Melzer- Gumbinnen und den Dragoners frisch: In der Zeit vom 15. Februar bis ein nicht helfen. Durch sie wird, wie der Danziger Regierungs- picewachtmeister Schneider sei die Untersuchung wegen verschließlich 31. Juli 12 M. für 100 Kilogramm, in der präsident in seinem Rundschreiben ganz richtig sagt, die Aus- uchter Beeinflussung des Dragoners Stoped eingeZeit vom 1. Auguſt bis einschließlich 14. Februar frei. Küchen- bildung des Nachwuchses ebensobie war eine Anzahl Lehrlinge gean Quantität verlieren wie die leitet worden, durchaus unzutreffend und entbehrt jeder gewächse( Gemüse und eßbare Kräuter, Wurzeln u. dgl.): frisch: Qualität gewinnt", d. h. es gee Begründung. Rotkohl, Weißlohl, Wirsingkohl, Knollensellerie, Zwiebeln, Artischoten, nügend ausgebildet werden, aber diese wird im Verhältnis zum Be Was beim Militär bestraft wird und was nicht! Während Blumenkohl, Speisebohnen und Erbsen, auch in Hülsen, Endivien, darf viel zu klein sein und die Folge ist dann, daß die Zahl Soldatenmißhandlungen und sonstige„ Ueberschreitungen der Autorität" Gurken, Hopfenteime, Karotten, Kerbelrübchen, Kopfsalat, Melonen, der jugendlichen Arbeiter, die nur auf irgend eine Maschine e in nur geringfügig bestraft werden, wenn sie nicht gar straflos bleiben, Radieschen, Rhabarber, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Spargel, Spinat, ge drillt werden, noch mehr wächst! Das liegt ebensowenig im giebt es beim Militär auch Verbrechen, die ohne Schonung geahndet Staudensellerie, Tomaten: in der Zeit vom 1. Dezember bis ein- Interesse der Industrie wenn auch in dem einzelner n werden. schließlich 30. Juni 50 M. für 100 Kilogramm, in der Zeit vom dustrieller als in dem der Arbeiter. Wirkliche Abhilfe Eine größere Anzahl Landwehrleute aus den verschiedenen Orten 1. Juli bis einschließlich 30. November 5 Dt. für 100 stilogramm. im Intereſſe der Arbeiter und der Arbeitsleiſtung taitn nur dadurce des Streiſes Mainz- von staſtel und Kofſtheim ſollen ſich allein 40 ſirter Champignons in Salzlate gekocht oder sonst zubereitet 60 M. für geschaffen werden, daß, so wie es von unsrer Seite schon lange ge den Glücklichen" befinden, die den ältesten Jahrgängen angehören 100 Kilogramm. fordert wird, der Staat durch Errichtung von Lehr Werterhielten dieser Tage, wie die Mainzer Boltszeitung" mitteilt, Lebende Pflanzen, Erzeugniffe der Bierstätten für die erforderliche Ausbildung der Lehrlinge sorgt. Die vom Bezirkskommando Mainz Zustellungen, daß jeder am 27 Juli gärtnerei: Bäume, Reben, Stauden, Sträucher, Schößlinge zum in den Staatsbetrieben bereits errichteten Lehrwerkstätten haben Verpflanzen und sonstige lebende Gewächse, auch Pfropfreiser: ohne einen zu fleinen Wirkungskreis. Aufgabe einer wirklichen SocialErdballen( mit erdfreien Wurzeln) und mit Erdballen, auch in Töpfen reform wäre es, für die Errichtung von Lehrwerkstätten aller Berufe oder Kübeln 20 M. für 100 kilogramm, Blumen, Blüten, Blüten- und in allen Teilen des Reichs zu sorgen. Knollen 10 M. für 100 Kilogramm. 0 blätter und Knospen zu Binde- oder Zierzwecken, frisch und Fabrikate Aber das würde sowohl guten Willen als auch Geld kosten daraus 300 M. für 100 Kilogramm, Blätter, Gräfer, Zweige, auch und beides hat an ja für die Arbeiter nicht übrig! solche mit Früchten, zu Bindes oder Zierzwecken, frisch und Fabrikate daraus 100 M. für 100 silogramm, Blumen, Blätter( auch Palmenblätter), Blüten, Blütenblätter, Gräser, Seemoos, Knospen und Freifinnige Retirade. Der Meme! Hehbefruger LokalZweige, auch solche mit Früchten, zu Binde oder Bierzweden, ge- freifinn hat nunmehr zu der Stichwahl Stellung genommen, frodnet, getränkt oder sonst zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit zu- und zwar in der Weise, die ihn als würdigen Adepten des Eugen bereitet, auch gefärbt; Balmenblätter zu Fächern zugeschnitten und Richterschen Paradefreisinns zeigt. Fabrikate daraus 150 m. für 100 Kilogramm, Blumenzwiebeln und Dem„ Memeler Dampfboot" zufolge wurde nämlich in einer Sämtliche Produkte der genannten Art waren bisher 3011- beschlossen, sich bei der am Sonnabend stattfindenden ReichsVersammlung der liberalen Vertrauensmänner frei. Sicher ist, daß auch Obst gleichermaßen besteuert werden wird. Bei diesen Zollvorschlägen spielt neben der Begünstigung der tags- Stichwahl der Wahl zu enthalten, jedoch wurde dabei ausheimischen Produzenten sicher auch das Verlangen des Reichsfistus drücklich betont, daß die Nichtbeteiligung an der eine bedeutsame Rolle, neue ergiebige Quellen für indirekte Be- Bahl nicht als eine Principienfrage aufzufassen sei, sondern, steuerung zu erschließen. Der Import dieser Gartenprodukte ist daß es jedem Parteigenossen überlassen bleiben teilweise sehr start. Die Verteuerung des Obstes trifft namentlich müsse, zu thun, was ihm beliebt. auch die ärmeren Voltsklassen, denen dadurch ein gesundheitlich vorzügliches Nahrungsmittel erschwert wird. " Wenn wir den tapferen Beschluß der liberalen Vertrauensmänner recht zu würdigen wissen, heißt das, daß man durch Ueber die Lehrlingsausbeutung offzielle Proflamation der Wahlenthaltung zwar dem blamablen Vorwurf, für die Wahl des Brotwucherers bringen so wie in früheren Jahren auch die für 1000 erstatteten aufgefordert zu haben, listig zu begegnen sucht, daß man aber den Berichte der preußischen Gewerbe Aufsichtsbeamten beachtenswerte Mitteilungen. Die unerfreulichen Ver Wählern durch die Blume deutlich zu verstehen giebt, daß sie, ohne hältnisse des Lehrlingswesens", schreibt der Beamte für West- Principien verrat zu begehen, getrost für den preußen, haben sich wenig geändert. Es giebt eine Anzahl Brotwucherer Matschull stimmen können! Schlossereien, welche im Verhältnis zu den Gesellen eine übergroße Zahl von Lehrlingen halten. Das Bedürfnis zur Das schämige Moffe- Blatt. An ganz verborgener Heranziehung von Lehrlingen entspringt nur zu häufig dem Wunsch Stelle bringt das Berliner Tageblatt" in Anknüpfung an die nach billiger Arbeitskraft." Allerdings soll auch der Mangel Mitteilung des definitiven Wahlresultats der Memeler Wahl an gelernten erwachsenen Personen, da diese vom Lande nach folgende Aufforderung: den größeren Städten mit höheren Löhnen ziehen, die Ursache der übergroßen Lehrlingshaltung sein, und in kleineren Städten soll es überhaupt schon schwer halten, Lehrlinge zu bekommen. Ein Druckereibefizer erklärte, er könne nur noch aus der 8 wangserziehungs anstalt Lehrlinge erhalten! " Wir möchten im Anschluß an diese Mitteilung an alle Liberalen des Wahlkreises noch einmal die dringende Mahnung richten, für die Niederlage des Brotwucher Kandidaten mit aller Kraft sich ins Zeug zu legen." = Diese Aufforderung befindet sich, wie gefagt, sorgfältig verDa müssen ja traurige Zustände herrschen, wenn selbst die graben unter der Spreu einiger belanglofer politischer TagesKleinbürger jener Gegend ihre Kinder nicht mehr der Obhut und neuheiten, in gewöhnlicher Petitschrift. Warum wohl das MosseErziehung solcher Lehrherren anvertrauen wollen! Selbstverständlich Blatt das einsam strahlende Principien- Lichtlein so ängstlich unter ist es ganz richtig von den Eltern gehandelt, wenn sie ihre Kinder den Scheffel stellt? der Ausbeutung entziehen, die gerade in den Kleinbetrieben am Daß es speciell in Westpreußen mit der Lehrlingszüchterei sehr schlimm aussieht, beweist auch, das vor kurzem der Danziger Regierungspräsident v. Holwede ein Schreiben an den Verband ostdeutscher Industrieller richtete, in dem er empfahl, der handwerksmäßigen Ausbildung von Lehrlingen in den Fabritbetrieben größere Aufmerksamkeit zuzuwenden. 1 ein Sonnabend! einen Tag Mittelarrest in Militärgefängnis abzubüßen hätte, weil diese Leute sich das große Vergehen haben zu Schulden kommen lassen, die letzten Kriegsbeorderungen nicht in den Militärpaß einzukleben. Es betrifft dieses meistens Leute, die schon über 36 Jahre alt sind und im aktiven Dienst sogar chargiert waren. Ein Gesuch, die Strafe in eine Geldstrafe umzuwandeln, wurde abgelehnt. Womit sowohl die Wehrhaftigkeit des Vaterlandes wie der Patriotismus der Betroffenen wundersam gestärkt sein wird. Staatsgefährliche Sportslente. Aus Straßburg i. E. wird uns vom 22. Juli geschrieben: Nachdem die Pariser Automobilfernfahrer in Berlin eine so begeisterte Aufnahme gefunden haben, sollen, daß zwei simple französische Sportsleute im und selbst französische Generäle in der Reichshauptstadt mit Hurra! empfangen worden sind, hätte man es nicht mehr für möglich halten Stande wären, die Sicherheit unires Staates in Gefahr zu bringen. Und doch ist dies gestern bei einer hier stattgehabten R regatta der Fall gewesen. Zu derselben hatten sich auch zwei Mitglieder von Pariser Vereinen gemeldet. Als das Polizeipräsidium von dieser schrecklichen Gefahr Wind erhielt, ver bot es dem veranstaltenden Verein, die Franzosen an dem Wettkampf teilnehmen zu lassen. Im Ministerium schien man die Sache jedoch mit minder ängstlichen Blicken zu betrachten und hob des halb- die legte That des geschiedenen Herrn v. Buttkamer!-auf eingelaufene Reklamation den erheiternden Utas des Polizeipräsidiums auf. Das Polizeipräsidium begnügte sich jedoch an höherer Stelle mit " Erfolge", den nicht mit dem seinem staatsretterischen Eifer eingeheimst hatte, sondern schwang fich zu einer neuen" That" auf. Es traf die heitere Verfügung, daß die Namen der Rudervereine, denen die französischen Sportsmen angehören, auf dem offiziellen Regatta- Programm nicht genannt werden durften. Die Regatta selbst wurde von einem ufgebot von einem Polizei- Inspektor, zwei Kommissaren und nicht weniger als dreißig uni formierten Schuyleuten überwacht, um gegebenenfalls jede deutschfeindliche oder franzosenfreundliche Kundgebung sofort mit Ges walt unterdrücken zu können. es Ein Sunnenbrief an den ,, Vorwärts". Eine ungewohnte Ehre ist uns zu teil geworden. Ein aktiver deutscher Soldat hat offen und unverhohlen, ja geradezu mit einer gesuchten Offenheit an uns ein Schreiben gerichtet, und noch dazu ein hakimann aus Peking. Das Couvert des Briefes lautet: Feldpostbrief. An die Redaktion des„ Vorwärts". Berlin Kommandantenstraße." Rechts oben ein schwarzer Stempel„ K D, FeldPoststation 316 No. 2. Dazu ein grüner Stempel tad jou off S. B. Jäger- Compagnie. Ostas. Exped. sid allergrößten ist. eberanstrengung der Lehrlinge auf der Freifinn und Brotwucher. Wie der Freifinn den Brotwucher einen und un genügende Ausbildung auf der andren Seite durch die That bekämpft, das sieht man nicht nur in den feigen Krümmungen gelegentlich der Memeler Stichwahl, auch der Wahlfinden sich, wie die preußischen Berichte mehrfach zu erkennen geben, tampf im Möllerschen Wahlkreise hat eine solche Erscheinung gegerade in den Kleinbetrieben. Die Klagen über mangelhafte Geschicklichkeit der von kleineren zeitigt. die Hirsch In Oberhausen, Kreis Duisburg, hatten Meistern ausgebildeten Handwerker", heißt es im Bericht aus underfchen eine öffentliche Protestversammlung gegen den Westpreußen, gewinnt in einigen Industrien immer mehr Brot wucher einberufen, welche sehr start besucht war. An der Berechtigung und sie werden nicht eher verstummen, bis diese Diskussion beteiligte sich auch unser Genosse Hengsbach- stöln, der in Und damit jeder wisse, wer der Absender des Briefes an den Industrien mit den Arbeiterschußgejegen auch inner dem Wahlkreise kandidiert. „ Vorwärts" ist, notiert der Mann auf der Rückseite des Couverts lich einen ehrlichen Frieden schließen, die mannigfachen Unbequemlichkeiten, die die Schußvorschriften ihrer Natur nach bringen, in Berlin nicht sehr erbaut und machten ihrem Groll in folgender Allerdings ist der Hunnenbrief dieses deutschen Soldaten, der Ueber diese Versammlung waren Dr. Max Hirsch und Genossen Abs. Jäger Gutsche. Oftas. Jäger- Cp. Peking." willig auf sich nehmen und, wie es bei den Staatsbehörden Notiz Luft:" Seit wann sind unsre Ortsverbands- Versammlungen offen mit dem Centralorgan der deutschen Socialdemokratie in Verschon mehrfach geschieht, die Ausbildung von Lehrlingen selbst in denn dafür da, den Gewerkvereinen entgegenarbeitenden Reichstags- bindung zu treten wagt, ganz besonderer Art. Keiner der bisher die Hand nehmen." Kandidaten Gelegenheit zu geben, ihre Kandidatenreden zu halten?" veröffentlichten Hunnenbriefe war an ein socialdemokratisches Blatt, Rheinisch- Westfälischen Gewertvereine, folgende Antwort: Prompt erteilt der Gewerkvereins- Bote", das Organ der sondern immer an Verwandte und Freunde gerichtet. Dann waren " Wir möchten zwei Fragen aufwerfen, erstens: Haben wir sie zumeist auf chinesischem Papier mit Bleistift in mangelhafter Orthographie gefrigelt. Dieser Brief ist schönes deutsches Postpapier, das Recht, in; einer öffentlichen Versammlung, in Der freie Diskussion angekündigt worden ist, einem Redner, eingeschlossen in einem deutschen Hanfcouvert, und sauber, regelrecht der zufällig socialdemokratischer Neichtags- Kandidat ist, aus diesem Grunde das Wort zu verbieten, und zweitens hat der Referent unrecht, wenn er int Schlußwort den Anwesenden empfahl, sich bei der Wahl die Kandidaten anzusehen. Oder soll der Gewerkverein etwa Propaganda für Dr. Beumer machen? Jm Wahlkreise Duisburg- Mülheim- Ruhrort handelt es sich um drei Kandidaturen, die nationalliberale, die Centrums und die socialdemokratische. Es gab auch einmal eine Zeit, wo eine freisinnige Kandidatur Aussicht hatte das war einmal. Für jeden denkenden Arbeiter handelt es sich um die Frage, welcher Kandidat ist für Handelsverträge und gegen jeden Brot= wucher, daraufhin hat er die Kandidaten zu prüfen und danach zu handeln. Dem Gewertverein"( das Organ des Dr. Mar Hirsch d. B.) scheinen die selbstverschuldeten trüben Aussichten der Freifinnigen Kopfschmerzen zu verursachen, die ihn an vernünftigen Folgerungen hindern." " Im Interesse des Ganzen" sollten die einzelnen Unternehmer die Unbequemlichkeiten tragen, die die Schutzgesetze für Lehrlinge mit fich bringen. Dieser Appell wird natürlich ohne Wirkung sein, denn in der kapitalistischen Gesellschaft frägt jeder nur nach seinem Interesse, nicht nach den Lebensbedingungen seiner Industrie". Im Bericht aus Potsdam heißt es: Die von Kleinmeistern stets nur einseitig aus= gebildeten jungen Arbeiter genügen den Ansprüchen nicht, sobald umfassendere Kenntnisse und Leistungen für ein größeres Arbeitsgebiet und nicht lediglich Specialfenntnisse verlangt werden." Der Beamte für Berlin flagt, daß kleinere Betriebe sich öfter durch ihre schwierige wirtschaftliche Lage verleiten lassen, sich durch Annahme einer zu großen 8ahl jugendlicher Arbeiter billige Hilfskräfte zu verschaffen". Im Bezirk Erfurt beschwerten sich in 12 Fällen Eltern und Vormünder beim Gewerbe Inspektor über die Lehrherren wegen Mißhandlung und Nichtgewährung der aus= bedungenen Ausbildung. Im Bezirk M in ster fehlt es nicht an Arbeitgebern, welche die billige Arbeitskraft der jungen Leute über Gebühr ausnußen". aber Diese Antwort aus dem eignen Lager ist für die Berliner Führer der Freisinnigen bitter. Es geht aber daraus hervor, daß die Arbeiter, die den immer noch freifinnigen Berufsorganisationen angehören, unendlich mehr Einsicht haben, als die bürgerlichen Führer, die lieber den Brotwucherer als einen Socialdemokraten siegen lassen. -OVOO Es sind aber nicht nur die Handwerks- und kleineren Fabrikbetriebe, welche die Lehrlingsausbeutung gelverbsmäßig betreiben, Ernte- Aussichten. Der Saatenstand im Deutschen Reich sondern auch größere Fabriken. Im Bezirk Lieguis wurde in den Städten oft eine unverhältnismäßig große war um die Mitte des Monats Juli( Nr. 1 gleich sehr gut, Nr. 2 Bahl von Lehrlingen angetroffen. In einer Fabrik land- gleich gut, Nr. 3 gleich mittel, Nr. 4 gleich gering) im Vergleich zum wirtschaftlicher Maschinen waren 28 Proz. Lehrlinge unter uni folgender: Winterweizen 3,5( 3,8), Sommerweizen 2,8( 2,6), 228 beschäftigten Personen, in einer andren gleichartigen Fabrik gar Winterspelz 2,6( 2,8), Winterroggen 2,9( 2,9), Sommerroggen 2,7 die Hälfte und in einer Bauschlosserei wurden 10 Lehrlinge,( 2,7), Sommergerſte 2,6( 2,7), Safer 2,9( 2,6), Startoffeln 2,5( 2,4), aber nur 3 Gesellen beschäftigt! Klee 3,5( 3,3), Luzerne 3,2( 3,0), Wiesen 3,0( 2,8). Hiernach haben sich gegen Juni die Ernte- Aussichten verAndre Fabrikbefizer nehmen überhaupt feine Lehrlinge mehr auf; so verhalten sich im Bezirk Köln die meisten Fabri- schlechtert für Hafer, Kartoffeln, Klee, Luzerne und Wiesen; wesenttanten gegenüber der Aufnahme von Lehrlingen ablehnendlich günstiger wird nach den Erläuterungen des Stsatistischen Amts zu mit der Begründung, daß sich die Mühe der Ausbildung nicht lohne, dem Saatenstands- Bericht die Lage in Bayern beurteilt. In SüdIn weil die jungen Leute nach Beendigung der Lehrzeit Beschäftigung bayern ist der Saatenstand sogar ein sehr günstiger. in andren Betrieben zu suchen pflegten. Einige Fabrikanten halten Winterroggen erwartet Bayern eine sehr gute bis es daher für vorteilhafter, die jugendlichen Arbeiter gleich beim gute, fast alle Staaten und Landesteile außerhalb Eintritt an irgend einer Specialmaschine einzudrillen und Breußens eine nahezu gute Ernte, ausgenommen An ihnen Accordlohn gleich den erwachsenen Arbeitern zu zahlen, so daß halt, die beiden Medlenburg, die Hanseatischen Gebiete, Braunschweig hingemalt wie nach einem langjamen, sehr langsamen Diftat. Das wunderbarste aber bleibt doch, daß er als Adresse den„ Vorwärts" und offen den soldatischen Absender angiebt. Allerdings das Wunder wird zu einer bloßen märchenhaften Naivetät, wenn man den Wortlaut des Schreibens vernimmt: An die Beting, den 1. Juni 1901. Redaktion des Vorwärts", Berlin. Seit einiger Zeit, wie auch fürzlich erst wieder, sind mir und auch einem großen Teil meiner hier in China weilenden Kameraden Artikel in Ihrem, wie in einigen Ihnen gleichgesinnten Blättern zu Geficht gekommen, welche sich speciell auf die Ereignisse hier in China und insbesondere auf Vorkommnisse beziehen, aus welchen Sie zu Ungunsten meiner Kameraden anscheinend Kapital zu schlagen bestrebt sind. Es ist dieser Umstand nun die Veranlassung zu meinen vorstehenden Zeilen, mit welchen ich Ihnen nicht nur flar zu legen hoffe, wie sehr Sie allen beteiligten Goldaten unrecht gethan haben, sondern mit denen ich auch zu erreichen gedente, daß einem weiteren Unfug, als welchen ich Ihre Artikel, gelinde gejagt, mur bezeichnen kann, nach Möglichkeit und für fernerhin gesteuert wird. Ganz unverständlich und mir und meinen Kameraden, in deren Sinne und mit deren Uebereinstimmung ich diese Zeilen schreibe, was ich hierbei betonen möchte, ganz unerklärlich war besonders die Art und Richtung Ihrer Angriffe, welche sich entgegen ihrer sonstigen Methode diesmal fast ausschließlich gegen uns untergebene und nicht gegen unsere Vorgesezten gerichtet haben. Ich möchte hierbei doch in erster Linie bemerken, daß Ihre Vorwürfe über angeblich mukorrektes Vorgehen, z. B. in der Affaire mit dem belgischen Gesandtschafts Sekretär am Hatamen- Thore doch unmöglich einen Soldaten, der in Ausübung seiner Pflicht und seiner Instruktionen gemäß übrigens durchaus tadellos und einwandfrei gehandelt hat, treffen können. sondern daß Sie sich mit solchen Anklagen dann höchstens an die Stelle hätten wenden können, von welcher aus diese Instruktionen erteilt find. Die einzig richtige Antwort, davon bin ich überzeugt, wäre Ihnen von dieser Seite dann auch gewiß erteilt worden, sich nämlich gefälligst nicht um Dinge zu fümmern' deren Begründung Schweiz. 600 Mann). Die nur jemand zu beurteilen vermag, der aus eigener Anschauung liche durchgreifende Reformen zu erwarten find. Das| Reserve an und wurden während dieser Zeit dreimal zu Waffen und auf Grund persönlicher Erfahrungen sich einzig und allein Projekt der Regierung wird einen neuen Anstoß bilden für die übungen eingezogen. Die fimuländische Armee bestand bisher aus: ein Urteil oder gar eine Berurteilung hiesiger militärischer Ein- Agitation gegen den Militarismus und für das all- 1 Gardebataillon, 1 Dragoner- Regiment und 8 Scharfschüßenrichtungen und Maßnahmen erlauben dürfte. Sie liefern uns nun aber gerade mit der Wiedergabe ganz Bataillonen, die zusammen eine Friedensstärke von ca. 6000 Mann gemeine gleiche Wahlrecht. und 236 Offizieren ausmachten. Was dieser Armee das nationale Haarsträubender Geschichten und mit dem Abdruck von Briefen, Gepräge gab, war die ausdrückliche Bestimmung, daß die Offiziere welche mit der Bezeichnung Hunnenbriefe" leider eine traurige und die Unterbefehlshaber finnischer Nationalität sein sollten. VerBerühmtheit erlangt haben, den Beweis, daß Sie absolut unfähig Eisenbahutarif- Reform in der Schweiz. änderungen in der Heeresorganisation sollten nur mit Zustimmung sind, auch nur das geringste flare geschweige denn verständige Zürich, 23. Juli.( Eig. Ber.) Die letzte Nummer des„ Schweizer. der Ständevertretung vorgenommen werden. Nun ist durch diesen Urteil über uns und die Vorgänge hier abzugeben, sonst würden Bundesblattes" enthält das in der Junisession von der Bundes- russischen Willkürakt feſtgeſetzt worden, daß nur solche Finnen Offizier Sie von vornherein derartige Briefe als nichts weiter angesehen versammlung erledigte Tarifgefeß, das nicht alle bezüglichen oder Unteroffizier werden können, die der russischen Sprache mächtig haben, als was sie in der That find: Erzeugnisse teils ruhm wünsche erfüllt, aber doch einige Fortschritte gegenüber dem befind. Die Stärke der finnischen Truppen wird auf ca. 1150 Maun süchtiger und renommagelustiger junger Leute, teils solcher, welche stehenden Zustande bringt. Bemerkenswert ist zunächst die Beſtim- herabgelegt( das in Helsingfors liegende Gardebataillon mit diesen Schauergeschichten und angeblichen Erlebnissen einen, mung, daß niemandem ein Borzug in irgend einer Form ein- zählt 550 Mann und das Dragoner- Regiment in Willmanallerdings recht schlechten, Wih haben machen wollen. geräumt werden darf, der nicht unter gleichen Umständen strand Konsequenz dieser Maßnahmen Daß letztere hiermit, ivenigstens bei Ihnen, Glück hatten, be- allen andern gewährt wird". Bezüglich der Fahrgeschwindig- wird wohl sein, daß die in Finnland ſtationierten russischen weist ja die Bercivilligkeit, mit welcher Sie solche Märchen als feit der Personenzüge, auch wenn fie Güterwagen mit Truppen, die jetzt zusammen 300 Offiziere und 9200 Mann betragen, Ernſt aufnehmen und noch dazu in Abdruck bringen! Sollte führen, wird bestimmt, daß sie im Durchschnitt mindestens 28 Nilo- bedeutend vermehrt werden und wahrscheinlich wird es dann mit Ihnen nun nicht nachträglich und nachdem Sie sich inzwischen meter per Stunde zu betragen habe. Für die gewöhnlichen Personen- den finnischen Wehrpflichtigen in Zukunft grade so gehalten werden, wohl schon recht häufig von der Unwahrheit jener Ihnen zur Ver- züge sind in der Regel mir Wagen mit 2. und 3. Klasse zu ver- wie mit denen aus Polen und den Ostseeprovinzen, die zu drei Vierfügung gestellten Briefe überzeugt haben werden, schon öfter die wenden, je nach Bedürfnis können auch solche 1. Klasse mitgegeben teilen auf alle russischen Infanterieregimenter verteilt werden. Ebenso beſchämende Einsicht gekommen sein, daß Ihre allzu große Vor- werden. Für Schnellzüge sind Wagen aller 3 Klassen einzustellen. wahrscheinlich ist es, daß auch für die Finnen dann die insgesamt 23jährige liebe für die Wiedergabe chinesischer Schauergeschichten Ihnen Bei Expreßzügen fann mit bundesrätlicher Genehmigung die 3. und Dienstpflicht der Russen eingeführt wird, mit dem 5 jährigen schweren einen fatalen Streich gespielt hat? Glauben Sie mir, als einfachen Soldaten, der über die lokaler Bedeutung dürfen sich auf nur drittklassige Wagen beschränken. Für bei besondren Verhältnissen auch die 2. Klaffe ausfallen. Büge von rein Dienst bei der Fahne. Daß die russischen Gewalthaber die vom Zaren beschworene Stimmung und Gefimmung unter seinen Kameraden genügend in die Festießung der Fahrpreise wurde insofern an den bestehenden Zustand Konstitution Finnlands für nichts erachten, das haben sie auch formiert ist, daß Sie sich in erster Linie mit Ihren famojen Ar- angefniipft, als aus den geltenden Tarifen der verschiedenen wiederum dadurch gezeigt, daß fie die verfassungsgemäße Bestimmung, tikeln ungeheuer lächerlich in den Angen aller gemacht haben, in Schweizerbahnen die niedrigsten Säge entnommen und zur Norm wonach die finnländischen Truppen in Friedenszeiten nur innerhalb mit welchem Sie unsre Führung und unfren Ruf fals deutsche preis für den Kilometer: zweiter Hinsicht aber einen Abschen gegen Ihr ganzes Gebahren, für die Bundesbahnen gemacht wurden. Danach beträgt der Fahr- Finnlands verwendet werden, einfach umgestoßen haben. Soldaten in den Kot zu ziehen bemüht find, selbst bei denen hervorgerufen haben, welche früher vielleicht noch geneigt gewesen wären, Ihre Grundsäße und Ansichten in mancher Hinsicht zu teilen und zu verteidigen. bier 1. Wagentlasse II. Einfache Fahrt Centimes 10,4 Hin und Rückfahrt Centimes 15,6 7,3 " III. 5,2 10,0 6,5 Asien. Walderfee- Ovationen. Port Said, 24. Juli. Im Auftrag der Hamburg. Amerika Linie wurde dem Feldmarschall Grafen Waldersee ein Blumen Arrangement überreicht. V Die Hamburg- Amerika- Linie" hat freilich alle Ursache, sich des Chinafeldzugs und der Weltfeldmarschallschaft zu freuen. So fette Reederprofite fallen selten ab! Aber ein Blumen Arrangement orbeern? Der Boeren- Krieg. und feine Leider haben wir ja hier die betrübende Gewißheit, daß mauch ein Unbesounener unter uns in einem unglücklichen Augen- Die Gültigkeit des Retourbillets beträgt mindestens 10 Tage. Am Vormittag stattete der Kommandant des englischen Stationsblick fich zu einem Vergehen hat hinreißen lassen, welches er nun- Der Bundesrat hat also das Recht, dieselbe eventuell auch auf schiffs dem Feldmarschall einen Besuch ab. Mittags ging mehr mit den härtesten Strafen lange, lange büßen muß, aber 45 Tage zu verlängern. Sehr billig erscheint im Verhältnis zur Graf Waldersee an Land und besuchte das deutsche Kon Gott sei dant find derartige Fälle nicht so häufig vorgekommen, einfachen Fahrtage die Retourtage und für das praktische Leben be- sulat. Nachmittags machten die Mannschaften, die seit der daß irgend jemand in der Heimat ein Recht hätte, uns in der deutet diese Reduktion, daß in Zukunft, wenn die Nordostbahn Abfahrt von Nagasaki zum erstenmal wieder Landurlaub erhalten Gesamtheit als Barbaren und zuchtlose Soldaten hinzustellen, Bundesbahn geworden ist, ein Retourbillet 3. Klaffe zum Beispiel hatten, eine Hafenrundfahrt. Die„ Gera“ läuft, mit Gesundheitsderen Bergehen in Parallele gezogen werden könnten zu dem Ver- für die Fahrt von Zürich nach Winterthur und umgekehrt, die pässen des englischen, französischen und italienischen Konsulats verbrechen, welches Ihre patriotisch gesinnten" Chinesen( in Ihrer eine Länge von 27 kilometer hat, mur 1,75 Frank tosten wird, sehen, am Abend von hier aus. Nr. 43) an unsrem Gesandten begangen haben. während es jetzt 2 Frank tostet, so daß die Verbilligung 121/2 Proz. In die ungewohnten und gewiß oft recht schwierigen Ver- beträgt. Die einfache Fahrtage hingegen ändert an dem jezigen hältnisse hier in China hat sich nicht jeder sonst an sich brave Tarif der Nordostbahn nichts. Für die Benutzung von Schlafwagen Soldat so ohne weiteres und leicht hineinfinden können, noch und Luruswagen sowie für Bahnstrecken mit starter Steigung tann weniger aber in den Verkehr und die Umgebung dieser schlitz- ein Zuschlag erhoben werden; immerhin darf auf den Bahnstrecken, äugigen und durchweg hinterlistigen, falschen, gelben Söhne des welche gegenwärtig solche Zuschläge nicht erheben, auch in Zukunft himmlischen Reichs, ist es da nicht erklärlich oder gar unbegreiflich, feiner erhoben werden. Für Kinder unter 4 Jahren wird keine Tage wenn hier und da bei dem unvermeidlichen Zusammentreffen erhoben, während gegenwärtig für die unentgeltliche Fahrt 3 Jahre zwischen so in jeder Beziehung grundverschiedenen Rassen Ueber die Altersgrenze bilden; Kinder von 4-10 Jahren zahlen die halse griffe oder Ueberschreitungen der Machtbefugnisse von seiten eines Tage. Die Erhöhung der Altersgrenze auf 15 Jahre wurde leider deutschen Soldaten vorkommen?! Nach einem Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria wurde ein die Altersgrenze von zehn Jahren abgelehnt. Das Gesez giebt jedoch dem Bundesrat das Recht, aus Kapstadt tommender Güterzug, bestehend aus Wagen mit Gerät zu erhöhen. Abonnementsverkehr mit Einschluß der General- Abonnements, West von Scheepers Kommando angehalten, ausgeplündert und in Für den schaften und Vorräten am 21. früh 8 Meilen nördlich von Beaufort der Arbeiterbillets und der Schülerbillets für den Rundreise- Brand gesteckt. verkehr, sowie für Gesellschaften und Schulen sind besondere starken Bedeckungsmannschaft 3 Mann getötet und 18 verwundet. Auf englischer Seite wurden von der 113 Mann Ermäßigungen zu gewähren. Mit Zustimmung des Bundesrats General French berichtet, Oberst Crabbe sei mit 300 Mann tönnent Staffeltarife( 8onentarife) und Kilometerhefte eingeführt in den Bergen bei Cradock bei Tagesaubruch am 21. Juli von werden. Reisegepäd bis zu 10 Kilogramm Gewicht wird/ unentgelt Seruizinger angegriffen worden. Die Pferde der lich befördert, darüber hinaus bis zu 100 Kilogramm tostet es Engländer seien durchgegangen() und Crabbe habe 5 Rappen per Kilometer. fich, nachdem der Kampf den ganzen Tag gedauert, auf Mortimer zu rü da iehen müssen. Die englischen Verluste seien gering.(?) Diese schlimmen Posten, die in England sehr unliebsam aufaufzuiviegen. genommen worden sind, vermag ein englischer Erfolg nicht Middelburg in Folgendem: Dieser Erfolg bestand nach einer Meldung aus Dieses, sowie meine vorhergehenden Ausführungen zu er wägen und für die Folge beim Schreiben von„ Chinaberichten" in Berücksichtigung zu ziehen, soll für heute mein wohlgemeinter Rat sein, mit dem Hinzufügen, daß ich auch für die Folge bereit sein werde, etwaigen weiteren Angriffen ähnlicher Art und von Ihrer Seite an maßgebender Stelle zu begegnen. Aug. Gutsche, " Jäger d. L. Ostafiat. Jäger- Comp., Pefing. Man könnte glauben, daß der kriegsministerielle Commis B. in Luzern jetzt nach dem Scheitern seines ersten Verfuchs auf dem Wege zu Chinabriefen zu kommen sucht, daß er jetzt Hunnen- Dementierbriefe fabriziert. Indessen wir zweifeln an der Echtheit dieses Briefs umjotveniger, als er ja ganz den beliebten offiziösen Gedankengang wiedergiebt, nur daß man diesmal auf den drolligen Einfall ge raten ist, einen Khakimann an den Vorwärts" schreiben zu lassen. Da wir nach dieser militärischen Bevorzugung des Vorwärts" annehmen, daß unser Blatt hinfort auch das Leiborgan der Beringer Besatzung sein wird, übermitteln wir unsre furze Antwort auf das freundliche Schreiben auf diesem Wege:" Lieber Jäger Gutsche! Wir danken Dir sehr für Deine und der anderen Bemühung. Du bestätigst, was behauptet worden ist, und Du wiederlegst, was wir niemals gesagt haben. Wir haben nie alle Soldaten beschuldigt, wir haben überhaupt ausdrücklich den Vorwurf nicht gegen die Soldaten gerichtet da hat man Dir etwas aufgebunden sondern vielmehr stets die Methode, das System der Kriegsführung für die am meisten zu Anfang verübten Grausamkeiten verantwortlich gemacht, von denen alle Hunnen briefe redeten, nicht zumindest auch der Deinige. Mit Parteigruß. Die Redaktion des Borwärts". P. S. Die komische Drohnote Deines Schlußsages hättest Du Dir ersparen können! Wie groß aber muß die Einfalt " in China sein! Ausland. Die Militärfrage in Belgien. In gleicher Weise wie bei der Aufstellung des Personentarifs wurde auch bei der Aufstellung des Gütertarifs verfahren. unsres Erachtens darin, daß es bereits Bestimmungen enthält, welche Die besondere Bedeutung des schweizerischen Tarifgefeges liegt ohne weiteres eine fortschrittliche Ausgestaltung des Tarifs ermöglichen. Es wird sich später nur darum handeln, die Gewährung der hier vorgesehenen neuen Einrichtungen und Erleichterungen zu fordern und durchzusetzen. Frankreich. Chauvinistisch aufgebauschte Kirmesprügelei. Wie aus Arnaville berichtet wird, entstand anläßlich der dortigen Kirmes zwischen Franzosen und Elsässern einerseits und einer Anzahl junger Deutscher andrerseits, welche der Kirmes beiwohnten, ein blutiges Handgemenge, wobei sieben junge Leute durch Messerstiche verwundet sein, während sich die andren über die Grenze begaben. Die fran wurden, darunter drei schwer. Vier Deutsche sollen verhaftet worden jehr erregt. zöfifchen jungen Leute der Umgegend sind über den Zwischenfall Sie sprechen davon, in großer Anzahl sich über die Grenze zu begeben, um die Schuldigen selbst zu bestrafen. behaupten wenigstens einige radaulustige Boulevardblätter. Es wird wohl nicht so schlimm werden! Englische Schlappen. Sonntag von Oberst Lutin überrascht. 8ehn Boeren wurden Das Lager des Kommandos Lategans wurde am gefangen genommen, 105 Pferde und 70 Gewehre erbeutet. Vordringen der Boeren nach dem Süden. Oberst Allenby berichtet, daß vor einigen Tagen etwa 1000 Boeren Den„ Times" wird aus Krügersdorp vom 22. d. M. telegraphiert: Kromdraai bei Krügersdorp passiert haben. Auch durch die Erzählungen von Boeren, die sich ergeben haben, wird bestätigt, daß or stoß nach dem Süden anschicken. alle Boerenführer sich noch einmal zu eine nr Tie Yeomanry erhält keinen Sold! Soyeomanrys, welche versichern, daß fie bis jetzt ihren „ Daily Mail" veröffentlicht mehrere Briefe von Sold noch nicht bekommen haben und ihn troz aller Aufforderungen nicht erhalten können. Muß da das Geld knapp sein!? Frau Olzewska erklärte, fie habe am 14. Juli beabsichtigt, den Minister des Aeußern Delcassé zu erschießen. Sie habe jedoch in dessen Wagen seine Gattin und Tochter gesehen und infolgedessen ihren Entschluß geändert und auf den Minister der öffentlichen Arbeiten Baudin geschossen. Frau Olzewska wird nicht wegen eines Attentats, sondern wegen Thätlichkeit angeklagt, da man annimmt, daß der Revolver nicht geladen war. Italien. Seit 15 Jahren steht in Belgien die Militärfrage auf der Tagesordnung. Radikale nud Socialisten haben für eine gründliche Um Rom, 23. Juli. Auf Anweisung seiner Regierung gab der wandlung des jezigen Militärsystems agitiert. Belgien besitzt in amerikanische Geschäftsträger heute dem Minister Friedenszeiten ein stehendes Herr von 41 900 Mann, das sich Brinetti folgende Erklärung ab: Auf die Meldung, daß in dem rekrutiert aus Freiwilligen und aus Milizen. Je mehr Orte Erwin( Mississippi) Italiener gelyucht worden feien, hat Freiwillige sich melden, desto weniger gelangen zur zwangsweisen der Gouverneur des Staats Mississippi eine Untersuchung vorAushebung. Das schmählichste an dem dort herrschenden System genommen, und die Regierung der Vereinigten Staaten wird nach ist das Recht des" Remplacements", wonach es Söhnen reicher Feststellung der Thatsachen alle gefeglichen Schritte thun, um die Familien möglich ist, für ein paar hundert Frank sich einen Erjak- gerichtliche Bestrafung der Schuldigen zu sichern. Prinetti nahm von mann zu kaufen, der für ihn den„ Dienst fürs Bater die Nachforschungen nach den Schuldigen würden von den der Erklärung Att und bemerkte, er hoffe aubersichtlich, I and" ausübt. Neben ihrer grundsäglichen Bekämpfung des zuständigen Behörden in solcher Weise geführt Militarismus überhaupt, hatten die Socialisten namentlich für werden, daß vermieden werde, daß auch dieses die Beseitigung dieses Vorrechts der Reichen gewirkt. Die jahre Mal wie früher das Ber das Verbrechen ungestraft bleibt. lange Agitation hatte zur Folge, daß sich endlich die Regierung und auch die, militärischen Kreise mit der Frage befaßten. Spanien. Abnorme Sterblichkeit in den Konzentrationslagern. Einer dem Parlament zugegangenen Druckschrift zufolge befanden sich während des Monats Juni in den Konzen trationslagern in Südafrika 85 410 weiße und 23 489 farbige Bersonen. Hiervon starben 777 Weiße und 5 Farbige. Das wäre eine Sterblichkeit von über 10 Proz. im Jahr! Partei- Nachrichten. Aus angeblich ,, gewerkschaftlichen Kreisen" läßt sich die Berliner Zeitung" einen Artikel schreiben, worin der alte Scherz in neuer Form angebracht wird, daß die Socialdemokratie nicht die Bertreterin der Arbeiter sei. Als Beweis dafür soll diesmal dienen der Konflikt der Buchdrucker in Leipzig mit der„ Leipziger Volks zeitung" und der Spruch des Partei- Schiedsgerichts in Sachen der gemacht, daß man sagt, die socialdemokratische Partei habe die Beschlüsse Hamburger Accordmaurer. Die Schlußfolgerung wird in der Weise der zwei in Frage kommenden Gewerkschaftsorganisationen nicht respektiert, in den Berufsorganisationen aber verkörpern sich die Arbeiter; folglich habe sie die Beschlüsse der Arbeiter nicht respektiert, und zwar, da die Beschlüsse der zwei Gewerkschaften gleich seien den Beschlüssen der gesamten Arbeiterschaft Deutschlands, die in GewerkschaftsFast alle Heerführer haben sich mit der Zeit als Anhänger der welche die Regierung während der Barlamentsferien zu unternehmen demokratischen Partei zur gesamten Arbeiterschaft Deutschlands, Madrid, 24. Juli. Sagasta erklärte, zu den Arbeiten, fartell" organisiert feien, entstehe damit der Gegensatz der socialallgemeinen Wehrpflicht mit Aufhebung des LoskaufsSystems erklärt. Alle Kriegsminister und alle Ministerpräsidenten, Neufchaffung eines Geschwaders und die Pachtung von gedente, gehöre die Aufstellung einer Grundlage zur folglich ist die Socialdemokratie nicht die Vertreterin der Arbeiter. Es ist nicht unsre Absicht, ernsthaft gegen diesen Unsinn zu die in den legten 15 Jahren im Amt gewefen find, haben dieselbe Arsenalen. polemisieren; wir nehmen davon nur Notiz wegen des neuen Erklärung abgegeben. Selbst der König hat sich bei den verGewandes, in das er sich kleidet. Die gewerkschaftlichen schiedensten Gelegenheiten, öffentlich und privatim ebenfalls zu Kreise", die sich ein Vergnügen daraus machen, das so oft Wie Rußland abrüstet. Die Wehrpflichts- Frage ist nun Gunsten der allgemeinen Wehrpflicht geäußert. höchsten Orts entschieden. Von dem bestehenden finnländischen in neuer Instrumentierung vorzutragen, sind jedenfalls in einer den Arbeiterfeinden aller Schattierungen geblasene Lied Jetzt ist nun das Projekt der Regierung erschienen; an Re- Militär werden nur das Gardebataillon und das Dragonerregiment Gewerkschaft" von Leuten zu suchen, deren Gewerbe die gegenseitige formen bringt es nur wenig. Die Dienstzeit der Freiwilligen und beibehalten. Die übrigen acht Scharfschüßen Bataillone sollen bis Berhebung der Arbeiter ist. Was wir unter„ gewerkschaftlichen der Milizen ist einander gleich gestellt und etwas herabgesezt. Die zum Jahre 1903, da dann dieses Gesetz in Straft tritt, aufgelöst Kreisen" verstehen, das hat kein Interesse daran, unter der falschen aktive Dienstzeit der Infanterie beträgt da nach 20 Monate, die in werben. Die Garde und die Dragoner können sowohl in Friedens- Flagge der Arbeiterfreundlichkeit den Versuch zu machen, Gegensäße den zwei Jahren nach der Aushebung zu abfolvieren ist; für die als auch in Striegszeiten auf Befehl des Kaisers außer Landes ge- zwischen der gewerkschaftlichen und der politischen Organisation der Kavallerie beträgt sie 30 Monate, für die Artillerie 28 Monate. führt werden. Für das laufende Jahr werden zum Dienst bei den zwischen der gewerkschaftlichen und der politischen Organisation der attiven Truppen 500 Mann aufgeboten." Arbeiter fünstlich zu konstruieren. Damit scheiden wir von den ge= Für diejenigen, die 20 Jahre gedient haben, ist eine Pension bes Diese etwas unflare und fajt unglaublich erscheinende Mitteilung werkschaftlichen Streifen der Berliner Zeitung". Rußland. " = " von zichentlich Versorgung im Civildienst vorgesehen. Sind die Re- wurde den skandinavischen Zeitungen in der vorigen Woche aus In dem Bericht über die parlamentarische Thätigkeit formen äußerst minimal, so bleiben alle Uebelstände, um deren Helsingfors telegraphiert. Nun ist das Gesetz amtlich publiziert unserer Reichstags- Fraktion ist dem Berichterstatter ein Irrtum Beseitigung es vor allem zu thun war, vollkommen weiter bestehen, worden und es besteht kein Zweifel mehr: die Militärlasten werden unterlaufen, der hiermit richtig gestellt sei. Es heißt das Loskaufssy ste mi bleibt aufrecht erhalten. Regierung und für die Finnländer bedeutend vermindert, in Finnland wird mit der darin, daß die Wahl Hänels in Kiel bereits gültig Offiziere, sowie der Hof haben kapituliert vor der tlerital- Abriftung begonnen, ohne daß der Friedens"-Bar wenigftens gesprochen sei, wenigstens gesprochen sei, das ist jedoch nicht der Faft. Die Wahls tonservativen Mehrheit. bis jetzt eine entsprechende Gegenleistung für seine Gnadengabe prüfungs- Kommission beschloß am 11. Dezember 1900 entgegen dem Das Volk, das in den letzten Jahren sehr start von anti- verlangt. Antrage des Berichterstatters Genossen Richard Fischer auf sofortige Nach dem seit 1878 geltenden Wehrpflichts- Gesez mußte fich Kassierung der ganzen Wahl, vorläufige Beanstandung und Er militärischen Tendenzen durchtränkt worden ist, wird diese Reform" jeder Finnländer im 25. Lebensjahr zweds Erfüllung seiner Dienst gänzung des Beweismaterials. Diesem Beschlusse ist der Reichstag mit großem Widerspruch aufnehmen. Es wird daraus von neuem pflicht einer Auslosung unterwerfen. Die Wehrpflicht dauerte 3 Jahre am 25. Februar 1901 debattelos beigetreten. Seitdem ist in der die Lehre ziehen, daß von dem Klassen- Parlament, welches auf im aktiven Dienst und 2 Jahre in der Reserve. Diejenigen, die zum Sache nichts weiter geschehen. Die Resultate der neuen Erhebungen Grund des Plural- Wahlsystems gewählt worden ist, feinerlei wirt aktiven Dienst nicht herangezogen wurden, gehörten 5 Jahre der sind noch nicht eingegangen. Sociales. Die Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler hält Der thüringische Parteitag wird vom geschäftsführenden Die Arbeiter der Tabakmanufaktur von Florenz und Turin Ausschuß der Socialdemokratie Thüringens für den 17. und 18. August haben sich mit ihren Arbeitsbrüdern in Mailand solidarisch erklärt nach Erfurt einberufen. Neben den üblichen geschäftlichen Angelegen- und wollen eventuell ebenfalls in den Streit eintreten. In heiten Bresse, Geschäftsbericht, Kalenderfrage, Organisation und Neapel und Torre- Annonziati sind die Arbeiter der ihre Generalversammlung 3. 3. in Frankfurt a. M. ab. Die stasie Agitation ist ein Vortrag des Genossen Grunwald über das Thema: Maccaronifabriken in den Ausstand getreten. In feiert in diesem Jahre ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum; der Wissenschaftlicher und fritischer Socialismus" auf die Tagesordnung Livorno streiken 500 Metallarbeiter. In Brescia streiken die Gründungsbeschluß wurde gleichfalls in Frankfurt a. M. von den gejezt. Maler, weil ihnen eine 35prozentige Lohnerhöhung abgelehnt wurde. 48 Delegierten des Tischlerkongresses am 27. Juni 1876 gefaßt. An Auf Sardinien dauert der Streit der Eisenbahn der Generalversammlung nahmen 65 Delegierte teil. Angestellten fort. Es sind die Angestellten einer Sekundärbahn, Interessant find die Aufmachungen, welche der Hauptkassierer die sich in den Händen von Privatunternehmern befindet. Die Jacobs- Hamburg giebt. Danach sind vom 1. Januar 1899 bis zum Streifenden verlangen, daß sie in Bezug auf Gehalt, Alters- 1. April 1901, also in 24 Jahren, zu verzeichnen: pensionen usw. den Angestellten der sardinischen Staatsbahnen gleich a) An Einnahme: gestellt werden. Sichere Nachrichten über den Verlauf des Streits Zinsen von belegten Kapitalien. Für Eintritt und Mitgliedsbücher sind nur schwer zu erlangen, da die Behörden strenge Censur Beiträge Gemeindewahlen in Hessen. In Klein Anheim brachten amfre Genossen zwei ihrer Kandidaten durch, während in Rumpen heim ein Genosse gewählt wurde. In beiden Orten fehlten bisher in den Gemeinderäten socialdemokratische Vertreter überhaupt. Der Parteitag der dänischen Socialdemokratie. Die in der Sonntagssigung zur 8ollfrage gefaßte Resolution lautet wie folgt:" Der Kongreß verlangt, daß bei einer Steuerreform die Reform der Zölle an erſte Stelle gejezt werde. Die Socialdemokratie ist ein principieller Gegner aller in direkten Steuern und verlangt eine Verteilung der Steuerlasten nach steigender Stala( Vermögens- Einkommen- und Erbschaftssteuer). Die Socialdemokratie stellt sich darum der Einführung neuer indirekter Steuern, feien fie finanzieller oder protektionistischer Art, entgegen. Die bestehenden Zölle sollen so schnell wie möglich abgeschafft werden, jedoch so, daß sie mit Rücksichtnahme auf die besonderen Verhältnisse der einzelnen Industrien allmählich herabgesetzt werden. Das Ziel der Socialdemokratie, das durch die internationale Arbeiterorganisation vorbereitet wird, ist die Niederreißung aller Bollschranken zwischen den civilisierten Nationen." ausüben. Zwischen dem Ministerpräsidenten Zanardelli, den Ministern des Innern, der öffentlichen Arbeiten und des Krieges haben in den letzten Tagen zahlreiche Konferenzen bezüglich des fardinischen Eisenbahnerstreits stattgefunden. Zu denselben waren auch Vertreter der Gesellschaft( nicht aber der Arbeiter) und der Eisenbahn- Inspektor zu gezogen. Ueber die Entschlüsse der Minister ist weiter noch nichts bekannt geworden, als daß sie die sardinischen Autoritäten telegraphisch angewiesen haben, alles zu thun, um eine friedliche Beilegung des Konflikts zu erleichtern. Für die Regierung ist der EisenbahnerStreit nämlich besonders unangenehm. Ihr steht nach dem Rudinivon 1898 das Recht zu, schen Gesetz die Eisenbahner zu militarisieren", d. h. sie für Soldaten zu erklären, die dem Kriegsgericht unterstehen. Mit diesem schmachvollen Gesetz wollte die Reattion jeden Streit der Eisenbahn- Angestellten unmöglich machen. von diesem aus der Zeit. Trassester Arbeiterverfolgung überEs ist begreiflich, daß das Kabinett Banardelli Giolitti kommenen Geseze nur höchst ungern Gebrauch machen möchte, obgleich die reaktionäre Meute danach verlangt. Bei allen diefen Streits Erfagleistungen der Berufsgenossenschaften. Sonstiges Busammen b. An Ausgabe: An ärztlicher Behandlung, Arznei u. Heilmitteln Angehörigen Unterstützung B " Kurtosten in den Heilanstalten Krankengeld Sterbegeld. " Gehältern und Vergütung in den Berwaltungsstellen. Gehältern, Bergütung der Hauptverwaltung Sachliche Ausgaben. Verluste in verschiedenen Verwaltungsstellen. 104 290,08 m. 33 587,05 17 4 085 655,25 17 777,90 " " " 18 561,90 4 259 822,18 m. 716 942,83 m. 18 983,72 117 672,65" " 3 271 689,69" 137 823,95" 158 815,06" " 41 379,56" 89 494,24 3 206,18 Busammen 4 556 007,88 02. Demnach ist die Ausgabe um 296 185,70 m. größer als die Einnahme und find allein davon im ersten Quartal dieses Jahres 184 968,05 M. mehr verausgabt. Der Vermögensstand der Kaffe war am Schlusse des ersten Quartals 1508 496,79 m. Diefe Resolution wurde einstimmig angenommen; ebenso die folgende, auf die Wahlrechtsfrage bezügliche:„ Der Kongreß erklärt, daß eins der wirksamsten Mittel der Socialdemokratie zur Erwerbung der Herrschaft in Staat und Gemeinden das allgemeine Wahlrecht ist. Es muß darum eine der wichtigsten Aufgaben der Parteileitung sein, dieses Recht in Uebereinstimmung mit dem Programm der Partei zu erweitern. Es wird jedoch der Reichstagsgruppe in Verbindung mit dem Parteivorstand überlaffenfalls es als zweddienlich für unsre Bartei erscheint, und als Uebergangsstadium Anträge zu stellen auf Ausdehnung des Wahlrechts zum Reichstag und zu den Gemeindevertretungen auf alle Männer und Frauen vom 25. Lebensjahre. Nach den vorgenommenen Statutenänderungen gehören von jest ab dem Hauptvorstande der Partei 48 Mitglieder an. Hiervon werden 22 von den Abteilungen des socialdemokratischen Verbands in Kopenhagen( Stadt und Amt) gewählt, 2 sind Repräsentanten des Gesamtverbands der Gewerkschaften, einer ist Vertreter des Kopenhagener Gewerkschaftskartells( als Gegenleistung hat der ParteiSind die Konsulate Streitbrecher- Vermittelungsanstalten? Dienstleistung. Die meisten waren verheiratet. 758 waren Schweizer vorstand zwei Vertreter in den Hauptvorstand des Gesamtverbands so fragt die„ Ny Tid"(„ Neue Zeit") in Göteborg und erzählt folgendes und 400 Ausländer, nämlich 159 Deutsche, 156 Italiener, und einen in das Kartell zu senden) und die übrigen werden von eigentümliches Ereignis: Zwei in Paris beschäftigte deutsche 81 Oestreicher und 4 andre Ausländer. Einschließlich der Frauen den Abteilungen des Verbands in der Provinz gewählt. Außerdem Arbeiter lafen in französischen Zeitungen, daß bei Rössel in und Kinder der Arbeitslosen wurden 2862 Personen unterſtützt mit haben auch die nicht in den Vorstand gewählten Reichstags- Abgeord: Arlöf( Schweden) Arbeiter gesucht würden. Sie reisten dorthin, insgesamt 38 000 Frant, wovon 32 500 Frant Beiträge der Stadt. neten sowie die Hauptredacteure der Parteizeitungen das Recht, an erfuhren aber, daß bei Rössel gestreift wird. Als organisierte Arbeiter Der durchschnittliche tägliche Unterstützungsbetrag per Person macht den Sigungen teilzunehmen, aber kein Stimmrecht. Von den über anderthalbhundert Delegierten des Parteitags werden und reisten nun für ihr letztes Geld nach Göteborg, fanden Unterstügung wurde vielmehr in Naturalien, hauptsächlich in Lebenswollten sie an ihren ausständigen Kollegen nicht zu Verrätern 1,51 Frank aus. Bargeld erhielten die Unterstützten nicht. Die waren 32 Landarbeiter und darum wurde auch die große Debatte aber auch dort feine Arbeit. Sie wandten sich nun an das deutsche mitteln, Brennmaterialen, Schuhwaren und im Bezahlen der über die Ausbreitung der Partei auf dem Lande außerordentlich se on sulat mit der Bitte um Reisehilfe zur Rückkehr nach Deutsch- Wohnungsmiete geleistet. intereffant. In die 11 gliederige Kommission, die sich mit der land. Das Gesuch wurde ihnen abgeschlagen, ihnen aber gesagt, sie Organisationsfrage der Landarbeiter und Häusler zu befaffen hat, sollten nach Christiania reisen, wo in ihrem Fach Mangel an wurden auch 7 Landarbeiter gewählt. das müssen auch bürgerliche Blätter zugeben herrscht die größte Ruhe und Ordnung. Die meisten In den verflossenen 25 Jahren hat die Kasse vereinnahmt der streikenden Arbeiter sind zum größten Teil organisiert und üben 29 284 693,76 M. und verausgabt 27 546 228,92 m., also ganz das Koalitionsrecht in der deutbar legalsten Weise aus. entfalten eine rege Thätigkeit. Fast täglich entstehen in allen Arbeitslosigkeit und Arbeitslosen- Unterstützung in Zürich. Die Gewerkschaften und die Arbeiterkammern respektable Summen. Die Mitgliederzahl beträgt z. 3. 72 000. größeren Industrie- Orten Neugründungen von Arbeitervereinigungen, Nach dem Bericht des Arbeitersekretariats der Stadt Zürich haben sich im bie bestehenden Organisationen erhalten täglich neuen Zuwachs. So legten Winter bei dem Sekretariat 1158 Arbeitslose gemeldet, wovon wurde in Brescia in einigen Tagen eine Gewerkschaft der 43 dem weiblichen Geschlechte angehörten. 772 Arbeitslose entfielen auf Bäder, der Tapezierer, Goldschmiede und der Haus die verschiedenen Baugewerbe, weitere 104 auf die übrige Industrie, diener gegründet. 79 auf Handel und Wirtschaft, 85 auf den Verkehr, 28 auf die öffentliche Verwaltung und 11 auf die Gruppe der persönlichen Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. schaft dauert unverändert fort. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Ortsverwaltung Berlin. von der Gewerkschaft und begaben sich nach Deutschland. " Die Ny Tid" giebt ihrem Unwillen über das Geschehene AusAn die organisierten Arbeiter in Charlottenburg. druck und fügt hinzu: Es ließe sich doch unmöglich mit den AufArbeiter, Parteigenossen! Fragt bei der Benutzung gaben der Konsulate vereinbaren, daß sie in bon Barbiergeschäften den Arbeitgeber selbst nach der Kontrollfarte, parteiischer Weise in den Klaffentampf ein und wenn sie nicht vorhanden ist, dann verlaßt das Geschäft, ohne griffen und ehrliche Leute zu Streitbrechern Euch bedienen zu lassen. Erst acht Arbeitgeber haben die For- machten. derungen der Gehilfen bewilligt. Man beruft sich darauf, daß ja doch kein Arbeiter nach der Kontrollkarte fragt. In Berlin hat die Kontrollkarte wahre Wunder gezeitigt. Ueber regelmäßig verkehren, 400 Kollegen sind der Organisation beigetreten infolge des eifrigen Nachfragens der Arbeiter nach der Kontrollkarte. Arbeitsbrüder, unterstügt uns in diesem Kampf, und der Sieg ist unser! Die Arbeitgeber tönnen jeden Abend von 9-10 Uhr ihre Unterschrift leisten im Lokal von Bernice, Bismard str. 34. Die Lohntommiffion. J. A.: Bruno Schobert, Brunnenstr. 90. Deutsches Reich. 33 Tuberkulose- Kongreß. einer warmen Arbeitskräften vorhanden sei, und dazu wurde ihnen noch der Rat London, 24. Juli.( W. T. B.) An den gestrigen Vortrag des erteilt, augenblicklich zu reisen, widrigenfalls würde sie das Konsulat der Polizei als Land- Professors Dr. Robert Koch- Berlin in der heutigen öffentlichen Sigung des Tuberkulose- Kongresses schloß sich eine längere Debatte. streicher überantworten. Durch die Organisation ihrer Fachgenossen in Göteborg erhielten Profeffor Lister sagte, Kochs Ausführungen über die NichtGießereiarbeiter der Union- Elettricitäts- Gesell- sich seit nahezu einem Jahre im Ausstand befinden. Menschen seien ziemlich überzeugend, doch handele es sich um einen Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former und die beiden Arbeiter Kenntnis davon, daß ihre Kollegen in Christiania, übertragbarbeit der Krankheit von tuberkulosen Rindern auf den Sie erhielten dann das ihnen vom Konfulat verweigerte Reisegeld so wichtigen Punkt, daß er eine weitere Untersuchung für nötig halte. Er glaube daraus, daß die Tuberkulose der Menschen sich nicht auf Rinder übertragen lasse, folge noch nicht, daß die Tuberkulose der Rinder sich nicht auf den Menschen übertragen lasse. Mehrere andre Redner sprachen sich ebenfalls für eine weitere Untersuchung, einige für eine staatliche Untersuchung aus. Heute veranstaltete die medizinische und patholos gije Settion des Tuberkulose- tongresses eine gemeinsame Sigung, in der über das Tuberkulin verhandelt wurde. Dr. Aus Bastia( Korfita) wird gemeldet: Der Ausstand der Bahn- Heron eröffnete die Sizung mit einem Vortrage, in welchem er angestellten ist beendigt. Die Züge werden von heute ab wieder für den therapeutischen und diagnostischen Wert des Tuberkulin entschieden eintrat. Er versicherte, daß die hauptsächlichen EinDer Stahlarbeiterstreik in Amerika. Es verlautet, der wendungen, welche gegen die Anwendung des Tuberkulin als Heiljuristische Beirat der American Sheet Steel Company" habe sich mittel erhoben werden, aus der Vernachlässigung der von seinem Vorschriften entsprungen find. Zur an die Bundesgerichte gewandt um Erlaß einer Verfügung, die es Entdecker gegebenen den Ausständigen verbietet, sich in die Angelegenheiten der Nicht- ficheren Diagnose der Krankheit komme dem Tuberkulin kein andres Mittel gleich. Heron mit schloß unionisten zu mischen. Das bedeutet: Es soll den Streifenden verAnerkennung der Verdienste Kochs. Professor Koch wurde, als er boten werden, auf die Streifbrecher einzuwirken. Ferner wird gemeldet, Herr Morgan, der Leiter des Trusts, sich zur Erwiderung erhob, mit lebhaften Beifallsfundgebungen behabe den Versuch gemacht, die Arbeit am Montag in den Stahl- grüßt. Er fezte zunächst die große Bedeutung des Tuberkulin für werken durch Streitbrecher aufnehmen zu lassen; dieser Versuch sei bie Feststellung der Schwindsucht im frühen Stadium auseinander jedoch völlig fehlgeschlagen. Dem Morning Leader" wird hierzu und machte alsdann Angaben über das zweckmäßige Verfahren bei aus New York telegraphiert: In Madeesport wurden um Mitter- seiner Anwendung. Professor Fräntel Berlin erklärte das Tubers nacht die Schmelzöfen angezündet, worauf die Patrouille der fulin, wenn bei dessen Anwendung mit Geduld und Vorsicht vor Streifenden die vorher verabredeten Signale von Lichtblig. gegangen werde, für ein wichtiges therapeutisches Mittel. Raketen und Kanonenschuß gab und damit die Streifenden In der heutigen öffentlichen Sigung des Kongresses hielt Die Mühlenarbeiter in Breslau haben den Mühlenbefizern in ihren Betten aufwedte. Meilenweit tamen fie bewaffnet herbei Professor Brouardel den Hauptvortrag, in welchem er unter folgende Forderungen eingereicht: Abschaffung der Accordarbeit. Für und als sie auf dem öffentlichen Blaze gemustert wurden, faben sie anderem darlegte, daß er sich der Anschauung Professor Kochs, woGanzgefellen, Schärfer und Vorarbeiter 4,50 M., für alle fouftigen wie eine gut organisierte Miliz aus. Es wurden Piquets aus ihnen nach die Schwindsucht durch Milch und Fleiſch tuberkuloser Rinder Arbeiter 4 M. Lohn pro 12stündige Arbeitsschicht. Ueberstunden gebildet, welche die Werkstätten, Eisenbahnen, Uebergänge und Flußufer nicht auf Menschen übertragen werden könne, feineswegs an und Sonntagsarbeit sind nur in dringenden Fällen zulässig und bewachen sollten, um nach den anfommenden Streitbrechern auszuschauen. ließe. Brouardel fordert strenge Beaufsichtigung der Molkereis mit einem Aufschlag von 10, bezw. 15 Proz. zu vergüten. Ein Ziemlich ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Pittsburg und erzeugnisse wie sie in Schweden und Norwegen eingeführt sei. Auch richtung von Antleide- und Speiseräumen, sowie Waschgelegenheit. Wellsville. Die Streifenden haben somit einen bemerkens dieser Gelehrte erklärte es für zweifellos, daß die Tuberkulose heilbar Bessere Behandlung seitens der Vorgesezten. Von 190 in Betracht werten Sieg, über den Stahltrust davongetragen, es wird aber fei. Auch er forderte zum Kreuzzug wider diese Volkskrankheit auf. tommenden Arbeitern haben 178 die Forderungen unterschrieben. versichert, daß Morgan seine Aktion nur verschoben habe und es Besonders solle die Kenntnis über ihr Wesen unter der Bevölkerung Der Streit der Kohlenarbeiter in Lübeck ist beendet. Sechs heißt, Whitehead aus Alabama, ein Streitbrecher von Beruf, sei in jeder Gemeinde, in jeder Provinz, in jedem Hause verbreitet und eine halbe Woche haben die Streitenden den Kampf geführt, engagiert worden, um die Werke in Betrieb zu setzen. Whitehead werden, auf daß alle sich zusammenthun, um diese Geißel der ohne daß es ihnen gelungen ist, die Unternehmer zur Anerkennung zieht umher mit 40 Mann, welche alle Handwerte verstehen( 3) Menschheit auszurotten. ihrer Forderungen zu veranlassen. In den letzten Tagen hatte ein und immer bereit sind, streifende Handwerker zu ersetzen. Shaffer Stellen hatten, haben die Arbeit wieder aufgenommen, und sahen seinen 40 Räuberu" Ausblick halten, aber sie nicht mit fiedendem sich die Ausständigen genötigt, am Montag den Streit aufzuheben Dele begießen. und die Wiederaufnahme ihrer Forderungen auf eine günstigere Zeit Bu vertagen. Die Metallschloffer der Flügelpumpen Fabrit von Albert Knauth in Breslau legten wegen fortgefeßter Accorbabzüge die Arbeit nieder. Im Ausstand befinden sich 20 Personen. Die Kollegen allerorts werden ersucht, für Fernhaltung des Zuzuges Sorge zu tragen. Das Streiffomitee. Teil der Streifenden anderweitig Arbeit erhalten, andre, die fefte erließ eine Instruction, man ſolle nach Ali Baba Whitehead und Der Maurerftreik in Bant- Wilhelmshaven ist nunmehr endgültig beigelegt. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen den Unternehmern und den Arbeitern wird vom 1. Januar 1902 ab ein Stundenlohn von 521/2 Pf. gezahlt. Maßregelungen sollen nicht stattfinden, der Zuzug soll freigegeben werden. Die Maurer haben fich mit diesen Abmachungen einverstanden erklärt. Ausland. Arbeiterbewegung in Italien. Aus der Frauenbewegung. Frauen in der Armenpflege. Seit März 1900 find in Bremen Frauen zur Armenpflege herangezogen; ihre Zahl beträgt gegenwärtig 48. Ueber ihre Wirksamkeit spricht sich der Jahresbericht der stadtbremischen Armenpflege außerordentlich anerkennend aus. Es heißt in dem Bericht: Tehzte Nachrichten und Depelien. Verhafteter Trebertrockner. Kaffel, 24. Juli.( W. T. B.) Im Gebäude der Aktiengesellschaft für Trebertrocknung wurde heute nachmittag das Mitglied des Aufsichtsrats Otto aus Dortmund kurz nach seiner Ankunft hier verhaftet. Köln, 24. Juli.( W. T. B.) Den hiesigen Abendblättern wird aus Münster am Stein gemeldet: Von dem D- Zug Basel- KölnHolland entgleiften heute Nachmittag 8 Uhr bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof die drei legten Wagen. Der Bug fuhr mit halbstündiger Verspätung ohne Wagen weiter. Bers let wurde niemand. " Das Zusammenarbeiten der Pfleger und Pflegerinnen hat sich weiter eingelebt und befestigt; in einer größeren Anzahl von Bezirken nehmen die Frauen regelmäßig an den Bezirksversammlungen teil, Paris, 24. Juli.( B. H.) Ein aus Rom kommender Prälat Den Streits der Landarbeiter, die durchaus noch nicht alle be- und es wird wohl faum noch von irgend einer Seite bezweifelt, daß erklärte mehreren Journalisten, die männlichen Kongregationen in endet sind, sind eine ganze Reihe Streits industrieller Arin der Beteiligung der Frauen ein zur individualisierenden Armen- Frankreich feien entschlossen, die auf Grund des Vereins. beiter gefolgt. Ueberall schließen sich die Arbeiter zufammen, pflege unentbehrlicher Faktor erblidt werden muß. In diesem gesetzes einzuholenden Erlaubnisgesuche bei der Regierung gründen Organisationen und versuchen eine Verbesserung ihrer Busammenhange ist auch eines von den bremischen Volksschul- nicht einzureichen, es vielmehr auf die Berfolgung der elenden Lage herbeizuführen. lehrerinnen an den Vorstand gerichteten Schreibens zu ge- Regierung antommen zu lassen. In Rom haben die Bauarbeiter in der Bahl von denken, in dem die Bereitwilligkeit ausgesprochen wird, beratend Konstantinopel, 24. Juli.( B. S.) Nachdem festgestellt worden mehreren Tausend die Arbeit niedergelegt; ihnen haben sich etwa insbesondere durch Erteilung von Auskunft über schulpflichtige ist, daß die Pest aus Aegypten eingeschleppt wurde, ist die 500 Steinmetzen angeschlossen. Auch in Wonza streiken die Kinder, an der Armenpflege teilnehmen zu wollen. Der Vorstand Quarantäne für ägyptische Provenienzen auf Maurer schon seit längerent; wie gering ihre Bezahlung sein bat das Anerbieten mit lebhaftem Dant angenommen und es den zehn Tage erhöht worden. muß, geht aus den von ihnen aufgestellten Forderungen hervor. Sie Armenpflegerinnen mit der Anheimgabe zur Stenntnis gebracht, in den Paris, 24. Juli.( B. 5.) Der Kriegsminister machte verlangen einen Stundenlohn von 36 Centefimi; für die ge- geeigneten Fällen sich mit den Lehrerinnen in Verbindung zu setzen. in einem Tagesbefehl die Truppen mit den neuen Vorschriften ringeren Sträfte fordern sie 24 Ctm., für die Erdarbeiter Gegen Ende des verflossenen Rechmungsjahres ist seitens befannt, die im haag von der internationalen Friedenskonferenz 26 Ctm., für die Jugendlichen 15 Ctm. pro Stunde. Ferner der Armenpflegerinnen, denen besonders die Kinder auf Haltung zum Beschlusse erhoben wurden. Dieselben betreffen die verschiedenen berlangen sie bessere Borsorge gegen die Unfallgefahr. zur Pflege übergeben sind, darauf hingewiesen worden, daß es Bunkte über den Gebrauch von Explosivgeschossen. vielen Fällen nötig erscheine, die New York, 24. Juli.( W. T. B.) An Bord des am Montag Die Unternehmer lehnten die Forderungen strikte ab und so befinden ihnen erwünscht und in sich schon seit einigen Wochen 800 Waurer im Streit. In Mai- Pflegethätigkeit für Haltungskinder nicht, wie bisher, regelmäßig mit von Kallutta hier eingetroffenen und feither in Quarantäne liegenden and haben die Tabatarbeiter der Staatsmanufaktur der Konfirmation enden zu lassen, sondern sie wenigstens auf ein Dampfers Hohenfels" ist ein indischer Heizer, der an der Beulenbie Arbeit niedergelegt, nachdem sie alle friedlichen Mittel, eine weiteres Jahr, nachdem die Kinder in ein Dienstverhältnis getreten peft in leichter Form leidet. Die ganze Mannschaft des Schiffes Vereinbarung zu erzielen, erschöpft hatten. Der Minister batte sind, auszudehnen, wobei die Bereitwilligkeit, sich der erwähnten wird nunmehr auf Swinburne( Island) festgebalten. Auch werden Seitens des Vor- geeignete Maßnahmen getroffen, um Schiff und Ladung zu des einen Stommissar nach Mailand geschickt mit der Aufgabe, Unter- Thätigkeit zu unterziehen, ausgesprochen ward. stands tonnte diefes Anerbieten mur dankbar begrüßt werden." infizieren und das Schiff gründlich zu säubern. suchungen anzustellen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 171. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 25. Juli 1901. Arbeiter! Parteigenossen! Sonntagen von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 1 Uhr im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Treppen, Bimmer 57, zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Wahlberechtigtin Der Apothekerkrieg in Köln. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der Vorstand des Socialdemokratischen Vereins zu Nirdorf. Der Socialdemokratische Wahlverein von Adlershof feiert am Sonnabend, den 27. Juli, in Scheers Wilhelmsgarten" ( Köpenick) fein 10 jähriges Stiftungsfest. Die Mitglieder werden ge beten, zahlreich zu erscheinen. beten, zahlreich zu erscheinen. Das Komitee. Im Herbst dieses Jahres finden die regelmäßigen Ergänzungs- Von kundiger Seite wird uns dazu noch folgendes mitgeteilt: An die Arbeiter und Parteigenossen in Rigdorf! Die wahlen zur Stadtverordneten- Versammlung statt. Die zur Der Ausgangspunkt des Streites war ein Schreiben des Erregung der Bevölkerung gegen den Gastwirt Schoel, der jene Wahl stehenden Bezirke haben wir in unsrer Apothekervereins vom 27. Dezember 1899, worin den Kaffen bedauerliche Denunziantenrolle gegen den Husar Schmidt spielte, hat Mittwochnummer gebracht. Die Liste der stimm- mitgeteilt wurde, daß anstatt des bisher gewährten Rabattes in den letzten Tagen einen Charakter angenommen, daß wir uns berechtigten Bürger liegt in der Zeit vom 15. bis einschließlich von 15, 20 und 25 Bros. fünftig nur noch ein solcher veranlaßt sehen, auf das entschiedenste die vorgekommenen Aus30. Juli d. J. an den Wochentagen von vormittags 9 Uhr bis nach von 10 Proz. gewährt werde. Die Unverfrorenheit der schreitungen zu verurteilen, wie wir überhaupt vor jeder Teilnahme mittags 3 Uhr und an den Kölner Apotheker erkennt man in ihrer vollen Größe daran, daß dieser an dem Auflauf vor dem Lokal des Denunzianten an der Ede der Es sollen eine Anzahl herabgedrückte Rabatt ausdrücklich an die Bedingung gefnüpft war, Fall- und Prinz Handjerhstraße warnen. daß nicht mur sämtliche Handverkaufsartikel, sondern auch die Ver- Siftierungen vorgekommen fein wegen Aeußerungen oder Hand den Apothe ten genommen werden dürften. Bekanntlich sind die Vor allem mögen sich denkende Arbeiter und Parteigenossen von bandstoffe, Wein, Sognak usw. von den Krantenlaffen nur aus lungen, die vor dem Strafrichter schwer geahndet werden dürften. freigegebenen Heilmittel in den Drouguerien erheblich wohlfeiler gewissen radauluſtigen Elementen fernhalten. als in den Apotheken. Es war eine unerhörte Anmaßung, den ift jeder felbständige Einwohner, der Preuße Kaffen die Entnahme der gesetzlich ausdrücklich freigegebenen Handund 24 Jahre alt ist, wenn er seit mindestens einem vertaufs- Artikel aus den Drogerien unmöglich machen zu wollen. Jahre in Berlin wohnt und im letzten Jahre teine Daß die Klassen sich dem Anfinnen der Agrarier pardon: der Unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten Apotheker nicht fügen konnten, war selbstverständlich. Anstatt nun bat, und wenn er mindestens zur zweiten Steuerstufe 660 bis eine gitliche Verständigung zu versuchen, fündigten die Apotheker 900 M. eingeschätzt ist und die Steuern bezahlt hat. Der Unter- den Kaffen zum 1. April vorigen Jahres den Kredit. Das hatte ftügung aus öffentlichen Mitteln ist gleich zu erachten die eigene man auf seite der letzteren vorausgesehen und deshalb bereits vorKrankenhausbehandlung oder die Verpflegung Angehöriger im Kranken- her die königliche Regierung zu Köln auf eine etwaige Kredithause, für deren Unterhalt der Betreffende zu sorgen hat. Selb- entziehung aufmerksam gemacht und gegebenen Falls um behördständig ist jeder, der einen eigenen Haushalt oder die selbständige liches Eingreifen gebeten: die Aufsichtsbehörde sollte die Entziehung Verfügung über einen Raum hat. Chambre garnisten find des Seredits untersagen, da die Krankenkassen sichere Zahler seien. Die wahlberechtigt, Schlafburschen nicht. Regierung versprach, fich die Sache angelegen sein zu lassen; vor der Hand tönne fie den Apothekern teine Vorschriften machen. Als dann acht Tage später in der That die Kreditentziehung erfolgte, unternahm die Regierung nicht das mindeste zu Gunsten der Stassen. Die Haltung gejagt, sehr einseitig. Später gingen die Kaffen sogar dazu kassen gegen die Anmaßung der Apotheker ist überhaupt, gelinde über, die hinterlegung einer angemessenen Summe zur Sicherung für den von den Apothekern zu gewährenden Kredit bei der Regierung anzubieten. Alles vergebens! Wahlberechtigt ist aber nur Wer in der Wählerliste steht. Deshalb darf tein Parteigenosse, tein Arber Regierung in dem Verteidigungstampf der Kölner Krankenbeiter bersäumen, die Wählerliste einzusehen. Wer die Voraussetzungen des§ 5 der Städte- Ordnung erfüllt und trotzdem nicht in die Wählerliste eingetragen ist, der erhebe in der Zeit bom 15. bis 30. Juli Einwendung gegen die Richtigkeit der Wählerliste. Spätere Einwendungen, als in dieser Zeit gemachte, bleiben unberüdsichtigt. Die Einwendungen sind schriftlich an Magistrat einzureichen. den Wer also von seinem Wahlrecht Gebrauch machen will, der versäume nicht, die Liste einzusehen. Wer die Liste einsieht, nehme die legte Steuerquittung als Legitimation mit. Um denjenigen Parteigenossen, die nicht die Zeit haben selbst die Listen einzusehen, die Gelegenheit zu geben, fich trotzdem zu überzeugen, daß fie aufgenommen sind, haben sich unten verzeichnete Parteigenossen bereit erklärt, die Einsicht zu besorgen. Wer also nicht selbst Beit hat, nachzusehen, trage feine letzte Steuerquittung möglichst schon heute zu einem der nach bezeichneten Genoffen, der die Einsichtnahme besorgt und jede sonstige Auskunft gern geben wird. Für den 4., 9. und 10. Wahlbezirk. Albert Quandt, Belle- Alliancestr. 74. Schröder, Kreuzbergstr. 15. Hans Saß, Martgrafenstr. 102. Paschte, Gräfestr. 31. Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6. Emil Lindemann, Morisstr. 9. Wilh. Reicheit. Hafenheide 47. E. Große, Baruthers und Boffenerstr. Ede. Herm. Bartel, Bülowstr. 59. Otto Antrid, Steinmegstr. 60. Hammer, Dennewigstr. 2. Für den 11. und 12. Wahlbezirk. Daß die Regierung anders hätte Handeln können, wenn sie wollte, das zeigte sich in einem ähnlichen Fall in Iserlohn. Als dort im Juli vorigen Jahres die Stassenapotheke der Allgemeinen Arbeiter- Kranten- Interſtügungskasse durch die Aufsichtsbehörde unter Teilnahme eines höheren Medizinalbeamten aus Berlin revidiert wurde, wurde auch durch die Behörde eine Zusammenkunft des Rassenvorstands und der Iserlohner Apotheker anberaumt, um gewisse Differenzen zwischen diesen beiden zu schlichten. Als im Laufe der Beratung von seiten der Apotheker die Bemerkung fiel, daß fie nötigenfalls der Stasse den Kredit entziehen würden, da that der Berliner Medizinalbeamte, der offenbar auf die Unparteilichkeit Geder Stredit- Entziehung schreiten sollten, so brauche die Krantentaffe wicht legte, die bemerkenswerte Aeußerung: Wenn die Apotheker zu mir bei der Polizei eine Summe Gelds, ausreichend für jeweilig ein Vierteljahr Arzneibedarf, zu hinterlegen und die Quittung darüber den Apothekern vorzuzeigen; wenn diese dann die Abgabe von Arzneien auch ohne jofortige Bezahlung noch länger veriveigerten, dann werde es seitens der Aufsichtsbehörde der Apotheker Ordnungsstrafen hageln. " Tokales. ,, Der Wahrheit die Ehre!" Als wir( vergl.„ Vorwärts", Nr. 166) das unter vorstehendem Titel erschienene Flugblatt der Apotheker besprachen, behaupteten wir, daß darin „ Dieselben falschen Angaben weiter verbreitet werden, welche bereits wiederholt gründlich widerlegt find, und für deren den guten Glauben in Anspruch nehmen können." Berbreitung die Väter des Flugblatts nicht einmal mehr noch zu milde! Es muß ausgesprochen werden, daß die Väter Wir müssen heute bekennen: selbst dieses Urteil war des Flugblatts bewußt und absichtlich Lügen in dem felben aussprechen. Den Beweis dafür liefern die folgenden Thatsachen: es heißt in dem Flugblatt, das vor etiva 10-12 Tagen das Licht der Welt erblickte: Bei einem Wochenbeitrage von 73 Pf. zahlt der Arbeiter jährlich 38 M. an die zuständige Krankenkasse. Nur 1,90 M.- also der zwanzigste Teil davon fließt für Arzneien in die Apotheken.... Daß jede Krantentaffe auch einen bescheidenen Teil der Beiträge für Arzneien aufzuwenden haben wird hier in Berlin also nur den – zwanzigsten Teil! das wird jedes Staffenmitglied ohne weiteres zugeben müssen. den Feststellungen des Statistischen Amts auf den versicherten Arbeiter Wir hatten demgegenüber u. a. darauf hingewiesen, daß nach Diese hatsache war aber, wie wir heute feststellen pro Jahr nur 25 M. 26 Pf. an Gesamteinnahmen entfallen. tönnen, auch den Verfassern des Flugblatts be tannt, denn es findet sich in Nr. 48 der ApothekerBeitung"( 15. Juni!) ein Aufsatz des Apothekers Schadedes Boeren- Häuptlings! in welchem es heißt: - Bieht man in Erwägung, daß das einzelne Mitglied an die zuständige Krankenkasse durchschnittlich 26 M. Jahresbeitrag zu leisten... hat, und verschließt man sich nicht der Einsicht, daß jede Strankenkasse auch einen bescheidenen Teil der Beiträge- es fst genau der fünfzehnte Teil! für Arzneien aufzuivenden haben wird Es ist bereits früher im Vorwärts" mitgeteilt worden, wie sich die Stölner Stassen nach der Kreditentziehung einzurichten wußten. Die ärztlichen Rezepte wurden den als Annabinestellen bestimmten Droguerien überbracht, von wo die dem Handverkauf nicht freigegebenen Heilmittel sofort in die Apotheken gebracht und dann Schon aus den beiden Citaten ergiebt sich die teilweise wörtB. Börner, Cigarrengeschäft, Nitterstr. 15. S. Schnieber, vorigen Jahres erging eine polizeiliche Verfügung, die die weitere führungen des Herrn Scha de, eine Uebereinstimmung, die übrigens durch Boten den Stranten zugestellt wurden. Aber Anfang Juli liche Uebereinstimmung des Flugblatts mit den damaligen AusH. Schade, Restaurateur, Admiralstr. 21. M. Schönemann, Restaurateur, Benutzung der Droguerien als Rezeptannahme- an andren Stellen noch viel deutlicher hervortritt. Es hat also Staligerstr. 7. Franz Krüger, Restaurateur, Naunynstr. 54. Gottfr. itellen unter Androhung einer Geldstrafe von 150 W. für jeden ber Schadesche Aufiaz bei der Abfassung des FlugSchulz, Cigarrenhandlung, Admiralstr. 40a, Kottbuser Thor. Radtke, Buwiderhandlungsfall verbot. Das war ein schwerer Schlag für blatts den Verfassern vorgelegen! Und wenn daher Adalbertstr. 15. Grundmann, Naunynſtr. 78. Mohn, Oranien die Strantentassen. Sie erhoben Einspruch bei dem Kölner Regierungs- troydem der Jahresbeitrag des Berliner Kassenmitgliedes im Flugstraße 198. Wählisch, Adalbertstr. 4. Ende, Kottbuserstr. 6. Eichen präsidenten Freiherrn von Richthofen, dorf, Stalizerstr. 17. Richter, Mariannenste. 41. Schick, Manteuffel Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen. Sie bezweifelten zunächst Krantentasse nur den zwanzigsten Teil der Beiträge für Arzneien dem nunmehrigen blatt auf 38 M. beziffert wird und man weiter behauptet, daß jede straße 74. Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Schulz, Manteuffelstr. 72. die rechtliche Zulässigkeit der Verfügung. Dann wiesen sie darauf aufwendet, so ist das eine Behauptung wider besseres Tiedemann, Reichenbergerstr. 54. Ehlert, Wienerstr. 1-6. Schneider, hin, daß die Kassen im Interesse der Arzneibedürftigen wiffent, also das, was die plumpe deutsche Manteuffelstr. 88. zur Einrichtung der Rezeptannahmestellen Für den 22. Wahlbezirk.d genötigt feien; Sprache eine blaute Lüge nennt! Die Beauftragten der denn andernfalls Franke, Pallisadenftr. 9. Gorn, Markusstr. 28. Wiebe, Frankfein Rezept zur Apotheke bringen, um dort, meist nach längerem gebung" aber nennen das:„ Der Wahrheit die Ehre" geben! hätte das einzelne Kaffenmitglied zuerst Bereinigten Apothekenbesitzer und Verwalter von Berlin und Um furterstr. 38. Tempel, Frankfurterstr. 16. Schlender, Pallisaden- Warten, den Preis zu erfahren; dann hätte das Mitglied zur straße 29. Rendantur gehen müssen, um den Betrag zu erheben, und dann Für den 23. Wahlbezirk. wäre es abermals zur Apotheke gegangen, um endlich in den Besitz Gegen die vielbeklagten Waldverwüftungen, unter denen Borngräber, Fruchtstr. 52. Böhl, Rüdersdorferstr. 26. Schulz der Arznei zu gelangen. In der Nacht wäre die Beschaffung über die Umgebung Berlins zu leiden hat, versucht jezt der Vorsteher des Friedrichsfelderstr. 21. Risch, Koppenstr. 13. Beez, Fruchtstr. 20. haupt nicht möglich. Bei dem von den Kassen eingerichteten Ver- Oberförstereibezirks Cöpenick, Herr Forstmeister Kottmeier, das Mittel, Ber- fich an die Verständigkeit der Berliner Ausflügler zu wenden. Jiz Schulz, Blumenstr. 14. fahren aber war die Besorgung im allgemeinen rascher als früher; einer Bekanntmachung, die in 600 Betteln über das Waldgebiet von Für den 29. Wahlbezirk. auch wurde sie zuverlässiger, da sie von erwachsenen Männern besorgt Rummelsburg bis Griner verbreitet und auf den Bahnhöfen, an den wurde. Klagen über Unguträglichkeiten seitens der Mitglieder waren Dampferanlegestellen, in den Biergärten, in den zahlreichen an der trotz mehrfacher Aufforderung nicht ergangen. Auch eine Ber Oberipree gelegenen Fabriken sowie in den Waldungen selber wechselung der Rezepte der Rezepte war ausgeschlossen, da die Aerzte für die Verordnungen, die in Droguerien ausgeführt werden auf den meist betretenen Wegen ausgehängt worden ist, werden durften, blaue, für die übrigen weiße Rezeptzettel alle Waldbesucher gebeten, das Verbot des Rauchens zu be benutten. Schließlich, gaben die Beschwerdeführer ihrem Erstaunen achten, teine Bapiere uſiv. umherliegen zu lassen, teine 8weige abMars, Kastanien- Allee 96, Beitungs- Spedition. Ruske, Schivedter- Ausdruck darüber, daß die Polizeiverivaltung zwar gegen die zureißen und namentlich alle Stulturen, Anpflanzungen, Jungstraße 14, v. 4 Tr. Meier, Oderbergerstr. 39. Mahntopf, Dunckerstr. 12. rantentassen Gründe zu finden wisse, nicht aber scheine sie Koberling, Schliemannstr. 33. Schwarz, Schliemannstr. 42. Pezold, Wittel zu finden, das beteiligte Publikum gegen die thatsächlich Chorinerstr. 30. Carl Schulz, Pappel- Allee 106. Augustin, Schön- vorhandenen, weit größeren Gefahren zu schügen, die die Kredit hauser Allee 73. Gobin, Prenzlauer Allee 232. Emil Schmidt, fündigung der Apotheter zur Folge hatte". Tresdowstr. 22. Siebert, Wörtherstr. 15. Lamprecht, Wörtherstr. 39. Emil Nieb, Danzigerstr. 93. Müller, Rytestr. 40, Cigarrengeschäft. Grobler, Hochmeisterstr. 25. Dierte, Schwedterstr. 33. Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9. Beidler, Tresdowstraße 53. 01131 Dirscher, Linienstr. 218. Wilfe, Grenadierstr. 35. Knötsch, Hirtenstr. 10. Für den 41. Wahlbezirk. Opit, Elsasserstr. 58. Schönhauser Vorstadt. Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt. Troy der Eingabe blieb das Berbot bestehen. Mittlerweile war auch aus anderen Vorgängen dem Ausschuß der Krankenkassen ar geworden, daß sich die Kölner Regierung vollständig auf die Seite der Apotheker gestellt habe. Der Ausschuß wandte sich nun beschwerdeführend an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz. Das war Ende September vorigen Jahr 3. Eine Antwort ist bis heute nicht erfolgt. Durch die Beilegung des Streites ist sie jetzt belang los geworden. Wie man uns sagt, ist das dem rheinischen Oberpräsidenten dieser Tage mit dem Ausdruck des Dantes für seine Bemühungen" mitgeteilt worden. " werden sollen. wüchse, Wiesen usw. zu schonen. Dann werde es nicht nur ein leichtes sein, den Wald zu erhalten, sondern es werde auch möglich lein, alle zu seinem Schuge notwendigen Maßregeln milde zu handhaben. Im umgekehrten Falle aber müßten die Maßregeln streng durchgeführt werden, so daß auch die Einfichtigen darunter zu leiden hätten. Herr Forstmeister Stottmeier stellt mit Gemigthuung fest, daß in dem ganzen weiten Gebiet vorläufig fein einziger Bettel abgerissen, beschädigt oder beschmugt worden ist eine für Berliner Verbältniffe ganz ungewöhnliche Erscheinung und er hofft, daß das überhaupt nicht geschehen wird. Dagegen find auf manchen Betteln H. Naschte, Grünthalerstr. 65. A. Hinze, Banfftr. 18, Laden. glaubt der Berliner nun einmal nicht austommen zu können) sofort zustimmende Bemerkungen( ganz ohne Randbemerkung W. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Brat, Stettinerstr. 17. Knoblich, wie„ Bravo!"" Recht so!" wird befolgt werden!" ufiv. gefunden Soldinerstr. 36. Bärsch, Drontheimerstr. 1 c. Lörich, Pantstr. 32 d. worden. Auch die Schule soll übrigens zur Mitwirkung in dem Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Döring. Suppinerstr. 21, Cigarren Laden. Rofin, Ruppinerstr. 42. Irmert, Swinemünderstr. 26. Jäger, Swinemünderstraße 20. Reimann, Wollinerstraße 44. von vier der ihrigen nach Berlin zum Minifterium gesandt haben, Schulen auf ihren Ausflügen die Waldungen gleichfalls wenig Es ist noch erwähnenswert, daß die Apotheker eine Abordnung Stampfe gegen die Waldverwüster herangezogen werden. Herr Forsts meister Stottmeier hatte vor kurzem darfiber geklagt, daß die Berliner Hoffmann, Swinemünderstr. 47. Schmidt, Ramlerftr. 28. Krubl, um ein Verbot der Benugung der beiden auswärtigen Apotheken zu Rügenerstr. 15. Lorenz, Voltastr. 43. Herrmann, Putbuserstr. 45. erwirken. Hier blieb jedoch der den Kölner Apothekern fonst so schonend behandeln. Daraufhin ist ihm ein zustimmendes Schreiben Ließte, Brunnenſtr. 85. Bertels, Ruppinerstr. 49. Krohne, Bions günstige Verfügungsapparat außer Thätigkeit. Es fehlte die gefey der Berliner Schuldeputation zugegangen, worin versprochen wird, firchplatz 3. August Geisler, Veteranenstr. 4. Charlet, Ackerstr. 152. liche Handhabe". Wohl aber ist es den Herren gelungen, ein Verbot daß fünftig die Schulkinder vor Beschädigung der Wälder gewarnt Hoppe, Ackerstr. 21. Meyer, Brunnenstr. 181, 2. H. 1 Tr. zu erreichen, das den Kölner Krankenkassen untersagte, be stimmten Wedding und Oranienburger Vorstadt. Droguisten die Lieferung der Handverkaufsartikel zu übertragen. Arbeiterschutz. Wie notwendig strengere Arbeiterschutz- BeBergemann, Gerichtstr. 74. Haufe, Gerichtstr. 79. Schulz, Die Pharmazeutische Zeitung" hat den Ausgang des Kölner Stimmungen sind, das bewies wieder ein Vorgang, den man in der Gerichtstr. 80. Vilter, Gerichtstr. 62. Tauschel, Wiesenstr. 29. Blank, Apothekenstreites einen„ befriedigenden Vergleich" genannt. Deme Nacht vom 22. zum 23. d. M. vor dem Hause Adalbertstraße 69 Wiesenstr. 6. Stolzenburg, Wiesenstr. 41/42. Bergemann, Pase- gegenüber hat der Vorwärts" den Ausgang mit Recht als einen beobachten konnte. An der Fassade des bezeichneten Hauses wurde walkerstr. 8. Seidel, Neue Hochstr. 38. Gießel, Boyenstr. 40. bollen Sieg der Arbeiterschaft bezeichnet. Einige in der Nacht eine Abwaschung vorgenommen. Nun ist es wohl Schulz, Pflugftr. 6. Joseph, Tielstr. 34. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Bablen sollen das zeigen: In Köln giebt es vielleicht 75 000 in fiberall üblich, daß solche Arbeiten auf einem Hängegerüft ausgeführt Diefe, Aderstr. 123. Czechowsky, Gartenstr. 44. Sedert, Steiniden Orts, Innungs- und Betriebs- Strantentassen versicherte Arbeiter. werden, froßdem auch dann noch schwere Gefahren, insbesondere bei dorferstr. 34. Geng, Schulstr. 64. Gleinert, Schulstr. 29. Krause, Davon hatte eine Kaffe mit 15 000 Mitgliedern 25 Broz. Rezeptur Nacht und ohne Beleuchtung für den Arbeiter bestehen. Was hier Müllerstraße 7a. Doye, Müllerstr. 32a. Müller, Liesenstr. 12. Dobat, rabatt, für etwa 26 000 Mitglieder anderer Ortstassen bestand ein aber geschah, spottet jeder Beschreibung. Das Haus erreicht bis zum Sellerstraße 8. Rabatt von 20 Proz., für die übrigen ein solcher von 10 Prog. Dachgefims etwa eine Höhe von 23 bis 25 Meter. An diesem Gesims Nach den Bestimmungen des Vergleichs erhalten jezt alle Stassen lehnte eine frei auf dem Trottoir stehende Leiter, welche höchstens 15 Proz., mit Ausnahme der zuerst angeführten, deren Vertrag bis 1/2 Meter von der Hausfront aufgestellt war. Dieses lange UnJohann Pfarr, Buttligstr. 10. Lausch, Stephanstr. 31. Lausch, Stephanstr. 31. Otto 1906 läuft, und die demzufolge bis dahin 25 Broz. behält. Nur für getüm war aus mehreren fleineren Leitern zufammengesetzt. Nun Fischer, Beuffelstr. 66. Carl Fischer, Waldstr. 8. Döring, Beuffel- 26 000 Mitglieder ist also der Rabatt um 5 Broz. verringert worden. ftelle man sich vor, daß von dieser halsbrecherischen Leiter aus, an ftraße 85. Grunwald, Alt- Moabit 45. Plath, Sidingenſtr. 43. Dafür erhalten aber jetzt vielleicht 35 000 Mitglieder 5 Proz. mehr welcher noch das Wasser hochgezogen wurde, die Abwaschung der Faber, Stephanftr. 11. Fabra, Havelbergerstr. 17. E. Anders, als vor dem Kampf; ferner ist eine Anzahl fleinerer Hilfskaffen von Fassade stattfand. In schwindelnder Höhe arbeitete Salzwedelerstr. 8. Nieghun, Lehrterstr. 44. Schmidt, Stromstr. 42. Köln und Vororten an dem Rabatt beteiligt, die schon seit einigen ein Mann ohne die geringste Beleuchtung und In unserem am legten Mittwoch veröffentlichten Wahltableau Jahren überhaupt keinen Stabatt mehr erhalten hatten. Bei den Schußvorrichtung. Der Mann mußte teilweise sich sehr weit muß es im Stadtbezirk 207 statt Weinstraße heißen: Wein Einigungsverhandlungen machte die Abfindung der beiden aus feitwärts biegen, um einen möglichst breiten Strich mit einem Male meisterstraße. Wir bitten dies zu berichtigen. wärtigen Apotheken die meiste Schwierigkeit. Die Apotheker wollten fertigzustellen. Eine halsbrechendere und gefährlichere Arbeit kann Wir erinnern diejenigen Genossen, die nicht Preußen sind und sich nicht bereit finden, ihre Streitbrecher so drückten sie sich selber wohl faum gedacht werden, nicht die geringste Vorrichtung noch nicht ihre Naturalisation beantragt haben, dies schleunigst aus auch noch zu honorieren. Aber sie haben auch diese Pille zur Verhütung eines Unfalls aus war vorhanden. Die Ges schlucken müssen. fahr erreichte aber ihren Höhenpunkt in der Art und Weise, wie zu thun. Moabit. Ist der Blumenthal gesperrt? Ein Leser schreibt uns hierüber folgendes: Eine besondere Dreiftigkeit ist den Strausberger Gastwirten eigen, die immer und immer wieder auf großen Plataten an den Anschlagsäulen verkünden: Der Blumenthal ist nicht gesperrt! Auch ich mit meinen Freunden glaubten dieser Anpreifung und machten eine Partie dorthin. Schon in Strausberg wurde uns von Leuten gesagt, daß die Partie nuglos sei, denn die Sperre wird sehr strenge durchgeführt und ist noch niemals aufgehoben worden. Das weiß jedes Kind in Strausberg, also wohl auch die Gastwirte. Aus den Nachbarorten. war. " das Weiterrüden der Leiter vorgenommen wide. Anstatt Unglüd, beim Nachhausegehen die Treppe hinunterzuftürzen. Sie eine Brille getragen und sich dadurch unfenntlich gemacht. Am daß der Arbeiter herabstieg, blieb er oben, trat auf ote vorspringenden zog sich eine Gehirnerschütterung zu, die eine Geistesstörung bei ihr 15. Dezember v. J. wurde ein Mann bei einem Diebstahl in der Gesimse und verursachte so oben das Weitzcrutschen der Leiter an hinterlassen hatte. Darauf ist der Selbstmord, den sie am Mittwoch Wolgasterstraße ertappt. Bald stellte sich heraus, daß man den dem Hauptgefims. Ein geradezu sträflicher Leichtsinn. Als Passanten beging, indem sie sich ins Wasser stürzte, zurückzuführen. lange gesuchten Einbrecher in Händen hatte. Es war der Tischler die Arbeiter auf die schweren Gefahren dieser Arbeitsmethode aufSich selbst zur Laft war der 47 Jahre alte Arbeiter Franz stahls, zuletzt mit 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, bestraft worden Karl Hamann, ein Mann, der bereits mehrfach wegen Diebmerksam machten, wurde ihnen die Antwort zu teil, daß diese Arbeit polizeilich genehmigt sei! Im übrigen, meinte der Arbeiter, jei andvoigt aus der Lorgingstr. 16, der dem Schnapsteufel verfallen sauber geSeiltänzer- Akrobatenarbeit noch vier Wochen arbeitete. würde nicht so gut bezahlt. bum art weich weit gefährlicher und In einem Zustand des unmuts, benügte, er Dienstagmer art arbeiteter Dietriche gefunden. Geine Wohnung barg all gas würde nicht so gut bezahlt. Zum Glück weiß die große Zahl der Zeit des Alleinseins, um sich in der Wohnung zu erhängen. Sein Diebstählen wurde seine Ehefrau Hedwig Hamann, geb. Echmidt Dienstagnachmittag eine Lager gestohlener Gegenstände. Als seine Gehilfin bei den Arbeiter den Bauarbeiterschutz höher einzuschäzen und vergleicht ihre Sohn fand ihn am Abend als Leiche auf. Arbeit nicht mit Seiltänzer- Kunststücken. angesehen, es war die Frau mit dem Kneifer, die Schmiere gcArchen hold abends 8 Uhr über Die Bewohnbarkeit der Welten", und erst in Oftober 1900 geheiratet und seine Raubzüge von der in Treptow- Sternwarte. Am Freitag, den 26. d. M., spricht Direktor standen" und die Beute davongetragen hatte. Das Ehepaar hatte haben auf Wunsch der Oberin des Schwesternheims Bethesda" zu diesem Vortrage nur Schwestern der Berliner Heime Zutritt. Am Sonnabend, Fichtenau belegenen Wohnung aus unternommen. Hamann beſtrift abends 9 Uhr, findet ein Vortrag über den Mond statt auf Wunsch eines zunächst alles, er versuchte auch, den wilden Mann zu spielen, gab Rixdorfer Vereins, zu dem jeder Besucher der Treptow- Sternwarte Zutritt dies Gebahren aber bei der Beobachtung durch den Gerichtsarzt hat. Am Tage wird die Venus von 2-8 Uhr und von 8 Uhr an der Dr. Puppe wieder auf und bequemite fich endlich insoweit zu einem Mond beobachtet. Geständnisse, als er diejenigen Fälle zugab, in denen er durch den Besitz der gestohlenen Gegenstände überführt schien. Bei der Fülle des gestohlenen Materials mußten natürlich viele Hehler im Spiele sein; die Untersuchung zog immer weitere Kreise und bald befanden Besonders arg gehauft hat das Unwetter am Dienstag in sich die Schwester des Hamann, die Restaurateursfrau Auguste den westlichen Vororten. In Halensee- Grunewald hat das Wasser Fischer, seine Mutter, die Witwe Auguste Hamann und ein im Lotal„ Zum Hubertus" eine achtzöllige Mauer durchbrochen und Freund Hamanns, der Verwalter Hermann Bäch, in Unterdas Straßenpflaster vor demselben aufgerissen. Ein andres Garten- suchungshaft. Die drei legtgenannten hatten sich wegen gewerbslokal,„ Der Waldpark", war völlig unter Wasser gesezt worden, sodaß und gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu verantworten. Außer diesen Tische und Stühle umherschwammen und das feuchte Element auch sollen die Eheleute noch Abnehmer in Kiel und Hamburg gehabt in die Kaffeeküche drang, wo es bald fast einen Meter hoch stand. haben. Es spielt ein Mann dabei eine Rolle, der nur als Auch in Schmargendorf standen viele Keller unter Wasser, sodaß die der schwarze Martin" bekannt ist und nicht hat ermittelt Wir sind durch den ganzen Blumenthal marschiert von Feuerwehr bis zum späten Abend mit dem Auspumpen desselben zu werden können. Der Hauptangeklagte Hamann, dem Rechtsanwalt Anfang bis zum äußersten Ende, überall wiederholten sich die schönen Schilder. Bei unsrem Rückmarsch durch die Försterei Zeitlang ihre Fahrten einstellen. Die Wagen der Straßenbahn mußten eine ganze Walter Bahn als Verteidiger zur Seite steht, während die übrigen Angeklagten vom Rechtsanwalt Bohrecker verteidigt werden, wiedererfundigten wir uns an maßgebender Stelle, und da wurde Seitlang ihre Fahrten einstellen. uns der Bescheid, daß die Sperrung im Anfang des Früh- Der Anblick eines Prairiebrands" bot sich vorgestern nach- rief bei seiner Bernehmung sein früheres Geständnis, das ihm abjahrs nur durch die Frau Baronin auf einige Tage aufgehoben war, mittag bei Marienfelde den Passagieren der„ Wüstenbahn". Jufolge genötigt worden sei. Er begehe teine Einbrüche, seine Specialität weil der Herr Assessor verreist war. Sobald dieser zurückam, wurde bisher noch nicht aufgeklärter Umstände war das bei der enormen feien Fahrraddiebstähle. Auch die übrigen Angeklagten legten sich die Erlaubnis zurückgezogen und das Verbot mit der größten Strenge Hige vollständig ausgetrocknete Gras eines zwischen Mariendorf und aufs Leugnen. Die betagte Mutter des Angeklagten Hamann scheint durchgeführt. Während unsres Aufenthalts tam ein Kremjer, von Marienfelde liegenden ausgedehnten Wiesenterrains in Brand geraten eine höchst geriebene Person zu sein, der Borsigende betonte, daß müden Pferden gezogen, heran. Der Führer desselben bat den an- und das Feuer verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit, die in fie unermüdlich im Briefschreiben und in der Anfertigung bogenlanger wesenden Oberförster um die Erlaubniß, Station machen zu dürfen, der Nähe befindlichen Anwesen gefährdend. Die enorme Rauch- Schriftstücke sei. Als die Angeklagten in den Saal geführt wurden um die Tiere tränken zu können. Auch das darf der Oberförster entwicklung war weithin sichtbar und alarmierte die Bewohnerschaft verlor die ältere Frau Hamann einen eng zusammengerollten Zettel, auf höheren Befehl nicht erlauben, im Gegenteil, er machte die Ge- der beiden genannten Dörfer, von denen die Feuerwehren alsbald den sie dem Anscheine nach ihrer Schwiegertochter hatte zustecken sellschaft auf die Folgen aufmerksam. Es blieb mithin weiter nichts nach der Brandstätte abrückten. Durch Ziehen von Gräben gelang wollen. Der Kassiter enthielt Verhaltungsmaßregeln:„ Nur nichts übrig, als wieder umzukehren. Wie die Forstarbeiter weiter er- es, den Feuerherd zu begrenzen, doch ist durch das Feuer etwa ein eingestehen, Du kannst weder lesen noch schreiben, aber ohne Strafe zählten, gingen fie früher an schönen Sonntagen nach den Seen, um Morgen Wiesenland vernichtet worden. werdet Ihr doch wohl nicht davontonmen." Ein Schußmann mußte sich unmittelbar hinter die Angeklagten sezen um zu verhüten, daß sich ein Gericht Fische zu angeln. Auch das ist jetzt strenge berdieselben sich durch Zeichen oder Zuflüstern verständigten. Dent boten. Gerichtshofe scheint eine schwere Aufgabe bevorzustehen. Montag dürfte der Prozeß kaum zum Abschluß gelangen, zumal die Sigung heute ausfällt. Wir wollten aber unsre Reise nicht nuglos gemacht haben und marschierten los, um bald zu erfahren, daß die Strausberger Leute mit ihren Warnungen recht hatten, und das Plakat der Gastwirte Schwindel ist. Frei ist nur die Fahrstraße durch den Blumenthal, jeder abweichende Fußweg zeigte uns eine Warnungstafel mit der gleichmäßig sich wiederholenden Aufschrift: Bei 3 Mart Strafe verboten! Gesperrt! Bir marschierten zurück, um vieles flüger, und tauschten unsre Ansichten über die herrliche Weltordnung aus. " thun hatte. Kirchliche Toleranz. Am Sonntag, den 21. d. M., wurde in Köpnic unser Parteigenosse Stadtverordneter Fiedler unter großer Beteiligung der dortigen Arbeiterschaft bestattet. Gegen den Willen des Verstorbenen hatte die Familie auch den Prediger gebeten, am Grabe die Rede zu halten. Es sollte jedoch nicht dazu kommen. Hatte der Gesang des Arbeitervereins im Trauerhause schon den Brediger in Aufregung verfest, so steigerte sich das UnVersammlungen. Wor 0193 Stadt beschoffen worden, beren hoe erſtürmt und demente auch mit we beg Berstorbenen au both en het gebiger winen, og beriges und der arbeifertaffe aufgebracht werde heute stehen. gewonnen werden. Der gegenwärtige freisinnige Kommunal fapitalismus müsse, getreu unsrem Programm, in den Kommunaljocialismus verwandelt werden! Eine Besprechung fand nicht wähler, bis zum 30. Juli die Listen einzusehen, erfolgte Mit der nochmaligen Mahmung des Vorsitzenden an die Schluß der Versammlung. ſtatt. Eine Erinnerung an die im siebenjährigen Kriege erfolgte Befchießung Berlins durch die Russen befindet sich an der stumpfen Ede der ein einziges Gebäude bildenden Häuser Markgrafenstr. 1 und Lindenstr. 90. Auf einem Kellerhals stehen drei festgemachte behagen, als er die roten Schleifen an den Kränzen beKanonenkugeln, zwei kleinere und ein großes längliches Vollgeschoß, merkte, er verlangte kategorisch die Entfernung derselben. Die Kommunalwahl im 36. Zahlbezirk war das Thema, das eine Höhe von ungefähr 20 Centimeter und eine Breite von Der Bruder des Verstorbenen, der socialdemokratische Landtags- worüber Genosse Dr. Weyl in einer, iroz der übergroßen Hitze gut über 10 Centimeter hat. Born am Kellerhals liest man die Jahres- Abgeordnete in Gera, welcher auch herbeigeeilt war, dem Verstorbenen besuchten Versammlung am Dienstag in der Swinemünderstraße zahl 1760". Am 9. Oktober dieses Jahres war nämlich, als die die legte Ehre zu erweisen, machte dem Herrn klar, daß die Familie referirte. Redner besprach zunächst die allgemeinen kommunalen Russen unter General Totleben vor Berlin erschienen, die teine Veranlassung habe, die Schleifen entfernen zu lassen und glaube Forderungen, sowie die vielen indirekten Steuern, die in Staat und wohnern die Zahlung einer Kriegstontribution von 4 Millionen langen nicht stattgebe. Es könne doch dem Herrn müssen, ohne daß das allgemeine gleiche zu teil Thaler auferlegt. Den Bemühungen des Kaufmanns Gozlowski gleichgültig sein, ob die Schleifen schwarz, weiß, rot oder werde. Mit der allgemeinen Gesundheitspflege sei es in Berlin aber, gelang es, diese Kontribution auf 1/2 Millionen Thaler herab was sonst für eine Farbe haben. Sollten ihn die Schleifen aber trotz der vielgerühmten Wohlfahrtseinrichtungen, besonders in der zusetzen und so die vom Feinde occupierte Stadt vor der Plünderung durchaus hindern, würde man sowohl auf seine Begleitung, wie auf Fürsorge für Kranke in Heilanstalten und Polikliniken noch sehr zu bewahren. Zum Andenken an diesen Retter Berlins ist an dem die Worte am Grabe verzichten. Der Rotkoller hatte es dem Herrn dürftig bestellt. Die räumliche und innere Einrichtung der KrankenHause Brüderstraße 28, wo er bei Lebzeiten wohnte, eine Tafel an- angethan, schleunigst machte er kehrt und verschwand auf Nimmer- Häuser, auch der Zahl nach, sei durchaus ungenügend. Ebenso die gebracht worden. Die drei Kugeln aber hatten das Eckhaus an der wiedersehen, ohne die schon im voraus bezahlte Predigt zu halten. vorhandenen Genesungsheime. Traurig beschaffen sei es mit der Markgrafen- und Lindenstraße getroffen und sind bei einem später erfolgten Umbau auf dem Stellerhals befestigt worden, wo fie noch Ufer hat den Betrieb eingestellt; doch soll der Betrieb im Winter Ueberall werden alle Beteiligten, wenn sie nicht zahlen können, von Charlottenburg. Die alte Gasanstalt I am Charlottenburger Kinderpflege der Armen, auch in den so vielgerühmten Ferienkolonien. dem niederdrückenden Fluch der Armut betroffen, namentlich durch Entvorläufig noch einmal wieder aufgenommen werden. Der Magistrat Auf die Anzeige seiner eignen Ehefran hin ist vor einigen hofft, daß es gelingt, die Leistungsfähigkeit der mit einem Kosten- ziehung des Wahlrechts. Redner schloß seinen etwa einstündigen, mit Tagen der in der Langestraße wohnhafte Fahrradhändler K. in aufwand von vielen Millionen errichteten Gasanstalt II in der Gauß- Beifall aufgenommenen Vortrag mit der Mahnung an alle Wähler, Untersuchungshaft genommen worden. Er wird bezichtigt, mit seiner straße so zu heben, daß sie für den gesamten Gasbedarf der rechtzeitig die Wählerlisten einzusehen, damit bei der kommenden Wahl im Herbst nicht nur die 1895 und 1897 verlorenen Mandate, leiblichen 16jährigen Tochter in einem verbrecherischen Verhältnis wachsenden Stadt ausreicht. Der Ausbau der Gasanstalt II ist sondern eine Anzahl nene, so auch das Mandat im 36. Bezirt, gestanden zu haben. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Bobrecker hat bereits so weit gediehen, daß die Produktion für den Sommer ausden Haftentlassungsantrag gestellt, mit der Begründung, daß die reicht. fittlich verworfene Tochter des Verhafteten, die bereits zeitweise im Wie bekannt sein dürfte, hatte der Magistrat im Frühjahr die Magdalenenstift untergebracht war, nicht den geringsten Glauben ver- Stadtverordneten- Versammlung ersucht, ihm die Genehmigung zum diene. Bisher hat sich das Gericht indessen nicht veranlaßt gesehen, Ankauf des Karpfenteich geländes zu erteilen. Da das zur den Antrag des Verteidigers zu genehmigen." gus Zeit in Privatbesitz befindliche Grundstück wegen seiner schlechten Fünf Kinder schwebten in Lebensgefahr bei einem Brande, follte es in einen städtischen Park mit Spiel- und Sportpläßen für Grundwasserverhältnisse nur zum geringen Teil bebauungsfähig ist, der Mittwoch früh in der Reinickendorferstraße 46c entstand. Hier die Jugend umgestaltet werden. Die Stadtverordneten- Versammlung Kronenbrauerei in Alt Moabit tagte, beschäftigte sich mit den Eine Metallarbeiter- Versammlung, die am Dienstag in der hat der Fliegenstockhändler Müller eine kleine, aus Küche und Stube hat diese Vorlage abgelehnt, und mm hat ein Baumeister die nord- Streit der Former und Gießerei- Arbeiter der bestehende Kellerwohnung inne. Frau Müller, die Zeitungen aus östliche Ecke des Geländes in seinen Besitz gebracht, um dort eine Firma Union E.-G. Der Ausstand ist, wie die Referenten trägt, hatte mit ihrem Manne gegen 4 Uhr die Wohnung verlassen Reihe von Wohngebäuden aufzuführen. Obwohl dieser Teil noch Cohen und Plath ausführten, dadurch entstanden, daß die Verund die 16jährige Stieftochter Anna Robet mit dem Kochen von den erträglichsten Baugrund liefert, muß der Boden doch bis zu trauensleute der Arbeiter, die bei dem Direktor wegen AbFliegenleim betraut. Während der große Leimtopf auf dem Herde 9 Meter Tiefe ausgeschachtet werden. stand, Vor einigen Tagen ist mit stellung der in der Gießerei vorkommenden Ungerechtigkeiten hatte das Mädchen das Wohnzimmer auf einen den Erdarbeiten begonnen worden. Augenblick aufgesucht, in welchem fünf Geschwister im vorstellig wurden, regelmäßig entlassen wurden. Alter von zwei Monaten bis 13 Jahren schliefen. Bei ihrer Rüd- Die Größe des Gemeindegebiets von Charlottenburg folcher Weise gegen die organisierten Arbeiter vorgegangen worden, daß tehr nach der Küche war der Leim übergefocht, und in ihrer Angst beträgt jett 2097,8587 Hektar. Davon entfallen auf landwirtschaft ihnen trop der ungünstigen Geschäftslage nichts andres übrig geriß sie den Topf vom Feuer und stellte die brennende Maffe neben liches Areal 1160,6296, auf Baulichkeiten 68,7095, auf Hofräume blieben sei, als die Arbeit niederzulegen. Cohen und Körsten, die dem Eingange zur Stube auf die Erde. Sofort fingen die Möbel 452,3006, auf Wege und Eisenbahnen 349,3675 und auf Wasser- als Vertreter der Organisation bei dem Direktor Köhler zwecks Feuer. Bei den Löschversuchen zog sich das Mädchen schwere Brand- flächen 66,8515 Heftar. Berücksichtigt man, daß nicht übermäßig gütlicher Beilegung der Differenzen vorstellig werden wollten, wunden an Hals, Brust und Armen zu, wonach es hilferufend auf dicht bewohnte Bezirke etwa 25 000 Bewohner auf das Quadrat- wurden abgewiesen. Als der Streit dann ausgebrochen war, den Hof stürzte. Die in der offenstehenden Stube schlafenden Kinder filometer aufweisen, so bietet das Charlottenburger Stadtgebiet wurden Cohen und Plath zwar empfangen, die Verhandlungen mit 500 000 Einwohner. für mindestens waren indessen erwacht, und die 13 jährige Julie hatte in richtiger Raum gab auch dem Direktor verliefen aber resultatlos. Erkenntnis der großen Gefahr, die alle bedrohte, ihre beiden Kleinsten eine Zeit, wo man annehmen zu können tönnen glaubte, daß In der lebhaften Diskussion wurden viele Einzelheiten aus Geschwister durch das Fenster nach dem Hofe befördert. bereits im Jahre 1910 diese Einwohnerzahl erreicht fein geführt, die dafür sprechen, daß in dem betreffenden Betriebe ein würde. Das war im Jahre 1895, als die Bevölkerungs- unerträgliches Schmarogerwesen herrscht. Schließlich wurde ein Beim Spielen in eine Schaufensterscheibe hincingerannt ist die achtjährige Tochter des Arbeiters L. aus Moabit, die sich mit zunahme gegen das Vorjahr 15,3 und gegen das Jahr 1890 nicht stimmig eine Resolution angenommen, durch die die Versammlung Altersgenossinnen in der Turmstraße umhertummelte. Die Kleine, Die Kleine, weniger als 74,21 Proz. betrug. Seit jenem Jahre hat jedoch die den Streik für durchaus berechtigt erklärt und den Ausständigen welche eine Freundin zu haschen versuchte, lief blindlings gegen die Bevölkerungszunahme derartig nachgelassen, daß wohl noch manch Unterstügung verspricht. ein Jahrzehnt vergehen wird, bis die Einwohnerzahl von einer Schaufensterscheibe eines Rauchwarengeschäfts mit solcher Heftigkeit halben Million erreicht sein wird. Im Jahre 1896 betrug nämlich an, daß die große Spiegelscheibe zersplittert wurde und das Kind die Zunahme nur noch 12,6 Proz., im folgenden 9,3, im folgenden in das Schaufenster hineinfiel. Es erlitt dabei schwere Verlegungen 7,1, im folgenden 5,3 und im Jahre 1900 nach dem Ergebnis der am ganzen Körper, und da die Glassplitter tief in das Fleisch ein- Bolkszählung gar nur noch 2,9 Proz. 1895 zählte die Stadt drangen, mußte es nach dem städtischen Krankenhaus Moabit ge 132 400 Einwohner. 1900 betrug die Einwohnerzahl 189 300; die bracht werden. Die Entfernung der Fremdkörper konnte nur durch Zunahme in dem zwischen den beiden Volkszählungen liegenden operativen Eingriff erfolgen. Beitraum stellt sich also auf 42,97 Proz. einen Schlächter Weidemann. Gerichts- Beitung. Es Es wäre in Die Kollegen, die Streikposten stehen, wurden aufgefordert, recht vorsichtig vorzugehen, zumal da die Firma bereits um polizeilichen Schutz nachgesucht habe und beständig ca. 6 geheime und 4 uniformierte Beamte dort patrouillierten. Die Nabitpuher hielten am 17. Juli ihre regelmäßige Mits andtes, dem eine rege Diskussion folgte, gab der Kaffierer gliederversammlung in den Arminballen ab. Nach einem Vortrage Gustav Müller die Abrechnung vom II. Quartal. Dieselbe betrug für die Hauptkasse eine Ein- und Ausgabe von 848 M., für die Lokaltasse eine Einnahme von 1514 M. 7 Pf., eine Ausgabe von 1308 M. 52 Pf. Die Mitgliederzahl beträgt zur Seit 224, darunter Böse mitgespielt wurde am Mittwochmorgen um 2, Uhr dem 28 Jahre alten Nachwächter May Resner aus der Liesenstraße 1. In einem Wirtshaus der Grünthalerstraße waren unter fieben Perfonen Streitereien wegen Bezahlung der Zeche entstanden. Daraus entstand alsbald eine Schlägerei, die sich bis auf die Straße fort- Der große Diebstahls- und Hehlereiprozeß Hamann und 25 Ausländer. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Im Ver= pflanzte. Der Nachtwächter fam hinzu und wollte Ruhe stiften. Genossen" begann gestern unter dem Vorsitz des Landgerichtschiedenen beschäftigte sich die Versammlung mit der erst unlängst Leben berufenen jogenannten Freien Vereinigung. Das war aber nicht nach dem Sinn der Streitenden, die ihm das direktors Tackmann vor der ersten Ferien- Strafkanımer des Land- Die Handlungsweise dieser Vereinigung wurde einer scharfen Seitengewehr entrissen und damit über den Kopf und an das rechte gerichts I. Bei dem großen Umfang der Verhandlung, zu der Kritik unterzogen, leider wurde fonstatiert, daß auch von unsrem Bein schlugen. Hinzukommende Schußmänner befreiten den vermehrere Tage in Aussicht genommen sind, ist der große Schwur Centralverbande einige Wankelmütige fich dorthin gewandt hätten. wundeten Wächter aus seiner bedrängten Lage und brachten ihn nach gerichtssaal in Anspruch genommen worden. Im Laufe des ver- Angesichts dieser Thatsachen beschloß die Versammlung, jedes Mitder Unfallstation in der Badstraße. Dort nannte er als Thäter flossenen Jahrs gelangten gegen 75 schiere Diebstähle zur glied aus unsrer Zahlstelle auszuschließen, welches bei dieser VerBeater bin in at neige, die zumeist in Berlin, zum Teil aber auch in Rettungswagen nach dem Lazaruskrankenhaus. Einer der beteiligten Spandau, Rummelsburg, Schöneberg und Charlottenburg und einigung in Arbeit trete. Der Kollege Adolf Beier wurde laut Statut ausgeschlossen. Ferner beschloß die Versammlung, jedes Schläger konnte festgenommen werden. augenscheinlich von denselben Thätern begangen worden waren. Mitglied zu unterstügen, welches infolge agitatorischer Thätigkeit von Das 16jährige Dienstmädchen Bertha Hoffmann, das wegen Wohnungen, die auf kurze Zeit von den Juhabern verlassen waren, ben Unternehmern gemaßregelt wird. wurden mittels Nachschlüssel oder Dietriche geöffnet, die im Innern verschmähter Liebe aus der Stellung bei dem Gastwirt G. in der befindlichen Behälter ebenfalls und dann geraubt, was des. Mit- Die Brauer hielten am 21. d. M. eine gut besuchte Mitglieders Fennstraße verschwunden war und dem Bräutigam und der Herrin nehmens wert war. Der Wert der gestohlenen Gegenstände belief versammlung des Centralverbands ab. Unter anderm gelangte ein die Absicht zu sterben brieflich mitgeteilt hatte, hat ihr Vorhaben zur fich insgesamt auf über 8000 M. In vielen Fällen waren ver- Brief des Vorstands der Ringbrauereien zur Verlesung, welcher im Ausführung gebracht. Auf Grund der Zeitungsnachrichten über das dächtige Personen gesehen worden, die übereinstimmende Be- wesentlichen besagt, daß der betreffende Vorstand nicht mit unserer Verschwinden forschte der Vater nach dem Verbleib und ermittelte, schreibung ging dahin, daß ein Mann, der einen Kneifer trung, einer Agitationskommission verhandeln könne, da er nicht wisse, wann, wo daß seine Tochter in Plößensee als Leiche gelandet und bereits be- Frau, die vor der Thür stand, ein großes Patet herausgetragen und durch wen die bew. Kommission gewählt sei, und ob sie eine graben war. Die Persönlichkeit konnte nur noch durch die Kleidung habe, worauf beide sich dann nach entgegengesezten Richtungen wirkliche Vertretung der hiesigen Brauer jei. Nach verschiedenen festgestellt werden. entfernten. In dem betreffenden Hause wurde dann später Vorschlägen wurde auf Antrag Tröger beschlossen, unsererseits das Durch einen Fall unzurechnungsfähig geworden ist die ein Einbruchsdiebstahl festgestellt. Es währte lange, bis die weitgehendste Entgegenkommen zu zeigen und die sogenannte Fünfer28 Jahre alte Näherin Frieda Kummer aus der Friedenstr. 30. Bis Polizei die Thäter zu ermitteln im stande war. Auch die ver- tommission, mit welcher der Ring der Brauereien bisher stets gern zu Pfingsten arbeitete sie in der Leipzigerstraße und hatte das dächtige Frau hatte bei den Diebesfahrten stets einen Kneifer oder unterhandelte, von neuem in Thätigkeit zu setzen. Marktpreise von Berlin am 23. Juli 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. mittel gering " " Der Verein der Plätterinnen nahm in seiner Mitglieder- Bootsunfall auf dem Rhein. Am Dienstagabend schlug auf Versammlung am 3. Juli eine Darstellung der Mißstände bei der dem Rhein unterhalb Nieder- Dollendorf ein Kahn mit vier Insassen Firma Rose u. Stern entgegen. Nach der Diskussion über diesen um. Drei derselben ertranten. Es sind dies, wie der Bonner Welzen, gut Punkt erstattete die Kajsiererin den Vierteljahresbericht. Derselbe General- Anzeiger" meldet, Stud. jur. Nöng aus Poppelsdorf und ergab eine Einnahme von 474,71 M.; Ausgabe 159,30 M.; Bestand zwei unbekannte Damen. Der vierte fonnte sich an dem um315,41 M. Die Staffiererin wurde entlastet. Unter„ Verschiedenes" geschlagenen Kahn so lange festhalten, bis ihm Rettung gebracht Roggen, gut wurde die Firma Wolf u. Glaserfeld einer scharfen Kritik unter- wurde. zogen. " mittel Rindfleisch), Keule 1 kg do. Hammelfleisch Kartoffeln, nene, D- Ctr.| 12,4 61,60 1.20 Bauch 1,30 1. " Schweinefleisch 1,60 1,20 Kalbfleisch 1,60 1,10 " Gerste, gering mittel gering 1,60 1,10 16, 14,90 13,90 15, Butter 2,60 2, Eier 60 Sind 4,- 2,40 13,80 12,80 16,50 15,70 Karpfen Aale 1 kg 2, mittel gering 15,60 14,80 Bander 14,70 14, Hechte 7,- 6,66 Barsche 6,90 40, 25, Bleie 45, 65, * Safer, gut ichiro 5,40 Schleie 25,- Strebje 30, *) Frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 24. Juli. 3,- 1,40 2,60 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 2.40 1.20 1,20 0,80 per Shot 18, 3, Amt Zuckerwerk mit Glassplittern. In einem Londoner Brief Die Charlottenburger Gewerkschaftskommiffion hielt am der Dentschen Medizinischen Wochenschrift" heißt es:" Das neueste 19. Juli eine Versammlung ab, zu welcher auch die Vorstände der auf dem Gebiete der Nahrungsmittelverfälschung scheint guderwert hiesigen Gewerkschaften eingeladen waren. Es wurde die Agitation zu sein, das mit feinen Glassplittern bestreut ist, um es glisern zu für den Konsumverein in den Gewerkschaften und der Anschluß machen. Dr. Horace Savery aus Bedford, der die Aufmerksamkeit desselben an Berlin besprochen. Nach einer recht lebhaften Dis- der Lancet auf die gefährlichen Näschereien gelenkt hat, fand, daß zwei Kinder, die davon gegessen hatten, an sehr heftigen Magen Hen fussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Auf Grund der Ueberzeugung, daß die Verbilligung der Lebens- schmerzen erkrankt waren. Im Anschluß an diese Beobachtung sei Größen mittel durch die Konsumgenossenschaften eine unentbehrliche Ernoch einer Warnung gedacht, die vor kurzem durch die medizinische Speisebohnen gänzung der gewerkschaftlichen Bestrebungen für die Er- Fachpresse in England ging, und in welcher auf die Gefahren hin- Linfen höhung der Arbeitslöhne bildet, verpflichten sich die heute gewiesen wurde, die in dem Gebrauch emaillierter Eisentöpfe liegen. am 19. Juli versammelten Delegierten und Vorstände der Die Glasur dieser Töpfe werde sehr bald riffig, und es finden sich Meldungen, daß bedentende Charlottenburger Gewerkschaften mit ihren Berufskollegen, am Ort dann in den darin gefochten Speisen, zum Beispiel in Gemüsen, schwimmende Weizenmengen nach Europa unterwegs sind, und rückgängige eine energische Agitation für den hiesigen Konsumverein zu entfalten. äußerst scharfe Splitter, die leicht verschluckt werden und nach der Notierungen in New York und Chicago veranlaßten heute Realisierungen. Der Frühmarkt hatte daher ein schwächeres Gepräge. Mittags befestigte sich Insbesondre machen sie es sich zur Aufgabe, auf den Zusammen- Meinung mancher Aerzte Darmentzündungen erzeugen können. die Tendenz auf höheres Oestreich- Ungarn und namhafte Stauforders für schluß aller Konsumbereine von Berlin und Umgebung unermüdlich Ein Athlet wurde am Montagabend auf der Station Groß Weizen und Mehl aus der Provinz. Weizen zog gegen gestrigen Schluß hinzuweisen, da ſie fest davon überzeugt sind, daß eine große cen- Kreutz bei Werder a. H. festgenommen. Der Verhaftete hatte auf etwa 2 Wart an, Roggen war schwach behauptet, Herbst- und Winterfinierte Stoningen in geichäftlicher and agitatorischer dem Brandenburger Schützenplaz Vorstellungen gegeben und in war Hinsicht leistungsfähiger und am besten dazu geeignet ist, muſter- Gemeinschaft mit einem Frauenzimmer dem Gastwirt, bei dem er unverändert. Safer wurde, wenig gehandelt. Mais ar auf america abr hafte Arbeitsbedingungen durchzuführen, vor allem aber da die logierte, zwei goldene Damenuhren gestohlen. Eine Uhr versezte hiesigen Großfirma sollen mehrere Weizenladungen nach Frankreich verSchluß für Getreide fest. Seitens geschwächt. Rüböl 20 Pf. höher. Vertreter der Gewerkschaften von einem großen kapitalkräftigen der Dieb sofort, während mit der andern das saubere Pärchen schlossen sein, worauf nachher Deckungen vorgenommen wurden. Konjumverein die Einrichtung eigner Produktionsbetriebe erwarten nach Berlin zu entkommen suchte. Telegraphisch war aber der Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 24. Juli 1901. dürfen. Gendarm Mohr in Groß Kreutz von der Flucht der beiden licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 425 Rinder, Sodann berichtete der mit den Kaffengeschäften betraute Delegierte benachrichtigt erschien auf dem Bahnhof, als der 1726 Kälber, 1972 Schafe, 8046 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund über den Stand derselben. Einer Einnahme von insgesamt 388 M. Bug sich bereits in Bewegung gesezt hatte. Er ließ dem oder 50 kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund ſtand eine Ausgabe von 162 M. gegenüber, darunter nach Gune- ſelben schnell das Halte signal geben und suchte sich dann in Pf.): chien: a) bodfleischige, ausgemäſtete, höchsten Schlacht walde und an die Glasarbeiter je 30 M., nach Frankenthal 20 Mr. den Athleten unter den Passagieren heraus. Als dieser merkte, daß wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00; b) junge fletſchige, nicht auut Es verblieb somit ein Bestand von 226 M., welches die Revisoren er entdeckt sei, wollte er die Flucht ergreifen, wurde aber daran von genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: gemäsiete und ältere ausgemästete c) mäßig genährte junge und bestätigten. dem Gendarmen verhindert. Der herkulisch gebante Dicb wurde muna) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere Nachdem der Obmann auf die Wahl der Delegierten zur gewaltthätig gegen den Beamten, es entspann sich im Eisenbahn- und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 45-48. Färsen und Generalversammlung der hiesigen Allgemeinen Orts- Krankenkasse auf- wagen ein wütender Ringkampf und bedurfte es der Hilfe von sechs ühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; merksam gemacht hatte und der Vertreter der Schuh- träftigen Männern, um dem Athleten Handschellen anzulegen und b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren macher seine Verwunderung darüber ausgesprochen hatte, ihn vorläufig nach dem Groß- Kreuzer Sprizenhaus abzuführen. Es 00-00; c) ältere ausgemäftete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere stellte sich heraus, daß man einen lange gesuchten ,, schweren Jungen" Rühe und Färjen 00-00; d) mäßig genährte Stühe und Färsen 52-56; e) gering genährte Kühe und Färjen 46-50. aus Berlin gefaßt hatte. Seine Begleiterin, eine gewisse Frieda talver( Bollmilchmast) und beste Saugkälber 66-70, b) mittlere aft Flach, hatte man in der Eile mit dem Zug weiterfahren lassen. Sie und gute Saugfälber 59-62, c) geringe Sangtälber 54-58, d) ältere, gering wurde später in Potsdam verhaftet. genährte( Freffer) 30-38. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast c) mäßig genährte Hammel 63-66, b) ältere Masthammet 58-62, Hammel und Schafe( Merzschafe) 54-56, d) Holsteiner Niederungsfchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 220-280 Bfund schwer, 59-60; b) schwere, 280 Pfund und darüber( staser) 00-00; c) fleischige 57-58; d) gering entwickelte 55-56; e) Sauen 55-56. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben una Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. gefähr 200 Stück unverkauft. verlief anfangs lebhaft und schloß ruhig. Bei den Schafen fand ungefähr 400 Stück Absatz. Der Schweinemartt day ein furzer Bericht über die Lohubewegung der Charlottenburger Schuhmacher nicht im„ Vorwärts" aufgenommen worden ist,*) erfolgte nach Erledigung einiger Angelegenheiten der Kommission Schluß der Versammlung. In Rummelsburg tagte am 17. d. M. eine sehr zahlreich von Abgestürzt. Bei einer Tour nach dem Scalettapas( 2619 Meter), Frauen und Männern besuchte Volksversammlung. Gemeinde- der von Davos durch das Sulfannathal nach dem Jmithal( Obervertreter Ritter berichtete über die Thätigkeit der Gemeinde- engadin) führt, ist ein Herr aus Zürich, Namens Jakob Müller, abvertretung. Er führte etwa folgendes aus: Ein wahrer Sturm war gestürzt. Der Berunglückte, der den Paß nicht überschreiten, sondern losgebrochen, als ich das letzte Mal Bericht in der Deffentlichkeit nur einen Ausflug auf die Baßzhöhe machen und dann nach Davos gab. Es schien, als ob es manchem Herrn nicht angenehm war, die zurückkehren wollte, wurde schon seit acht Tagen vermißt. Nach ihm Mizslände in der Oeffentlichkeit erörtert zu sehen. Jedoch hat sich ausgesandte Hilfskolonnen haben jezt Spuren angetroffen, die es der Sturm gelegt, da man nicht im stande war, zu widerlegen, was unzweifelhaft erscheinen lassen, daß der Vermißte tot ist. Stock und Hut ich augeführt hatte. Redner ging dann auf die Besprechung des wurden an einem steil abfallenden Hange des Scalettagletschers aufjezt übernommenen Wasserwerks über, welches seiner Ansicht gefunden, auch entdeckte man im Schnee die Abdrücke von Stiefelfohlen und nach Ansicht Sachverständiger viel zu teuer sei. Die Schuld daran und die Furche, welche der Körper des Abgestürzten im Falle gerissen trägt die alte Gemeindevertretung, welche solche ungünstigen Verträge hat. Durch den Sturz Müllers wurde eine Lawine losgelöst, die den für die Gemeinde, und solche günstige für den Erbauer und Unter- Fallenden überholte und ihn mehrere Meter tief begrub. Die Leiche nehmer abgeschlossen habe, daß es demselben jeẞt möglich war, fonnte noch nicht gefunden werden. Der Scalettapaß gehört keineseinen so hohen Preis zu erhalten. Ebenso verhalte es sich mit der wegs zu den schwierigen Touren und ist ohne Führer zu überKanalisation, welche durchaus ungenügend sei. Sie solle demnächst schreiten. für den schönen Preis von 300 000 m. der Gemeinde übergeben werden. Redner besprach dann den langsamen Fortgang des neuen Irrfinnig? Die Mörderin des Kammermusikus Adolf Gundel, Rathausbaues und die Rückständigkeit Rummelsburgs im Verkehrs- Frau Therese Jahnel geb. Neumann, ist nunmehr vom Unterwesen. Etwas eigenartiges spielte sich, wie Redner ausführte, in ſuchungsgefängnis zur Beobachtung ihres Geisteszustands der Irren der letzten Sigung bei a bei der Grjazwahl der Gefundheits- anſtalt Sonnenstein bei Birna zugeführt worden. Gundel wurde, fommission ihm( Ritter) wir seiner Zeit ausführlich berichteten, am Abend des 20. März Gebauer vorgeschlagen. Trotzdem Gebauer eine befannte Person ist dieses Jahrs bei der Rückkehr von der Oper in einem Straßenbahnwurde die Wahl ausgesetzt und bis zur nächsten Sigung vertagt, da wagen von der Jahnel aus verschmähter Liebe erschossen. erst Erkundigungen eingezogen werden sollen. In der Diskussion wirde Genosse Ritter beauftragt, beim Gemeindevorstand den Antrag auf Errichtung eines Gewerbegerichts zu stellen. Hierauf sprach Herr Dr. Münding über den Spar- und Bauverein, dessen Ziele und feine Bedeutung für die Arbeiterschaft, besonders jetzt bei dem Wohnungswucher. ab. wurde der Genosse Die Bitte eines Selbstmörders. In einem Budapester Hotel hat sich Sonnabend ein höherer Gendarmerie- Offizier erschossen. Unter den hinterlassenen offenen Briefen befand sich auch folgender; „ Meine Herren Journalisten! Ich bitte meinen Selbstmord in den Blättern nicht zu besprechen". Die Folge dieser Bitte war, daß alle Budapester und fast alle Wiener bürgerlichen Blätter nicht nur den vollen Namen des Unglücklichen nannten, sondern auch spaltenlange Berichte über den Selbstmord, seine Begleitumstände und seine citierten Brief an die Journalisten abzudrucken. Diese Sensations Einige waren noch so unverfroren dumm, den presse ist doch eine Schandpresse! Motive brachten. Kälber: a) feinste Masts witterungsübersicht vom 24. Juli 1901, morgens 8 Uhr. Stationen winembe 754 SO Hamburg 754 NNW Berlin 752SO Brantf./m. 7573 wünchen Wien 759 756, Wetter 01 Stationen stand mm Windrichtung Windstärke 22 paparanda 762 3 17 Petersburg 20 Cort 15 Aberdeen 4 heiter 3 bedeckt 1 bedeckt 2 Regen 6 wolfig 15 Baris 4 wolkig 18 Wetter Temp. n. C. 15° C.= 4° N. 4wollent 22 753 NN 3 woltig 15 757SSO 1Regen 16 Wetter Prognose für Donnerstag, den 25. Juli 1901. Etwas fühler, ziemlich trübe und regnerisch bei schwachen westlichen Winden und fortdauernder Gewitterneigung. 196 Bertiner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Dahlbruch. Bestanden hat die Einrichtung. Ob jetzt noch wissen wir nicht. Hammer. Ihre Beschwerde ist dem Vorstand der Kasse übermittelt. G. T., Weinbergsweg 7. 1. Pfändung fann wiederholt vorgenommen werden. 2. Das ist eine Strafe wie jede andere. Wenn Sie als Zeuge Geld oder sogenannte Polizeistrafen anzugeben. befragt werden sollten, ob Sie bestraft sind, haben Sie jede Strafe, auch Reinickendorf. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am 20. Juli feine Generalversammlung ab. Genofie Rein hielt einen Vortrag über:„ Der Raubzug der Besitzenden und die Social 5. P. 77. Wenn Sie demokratie." Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. auf einer Stadtour einen Unfall erlitten haben, so ist es nur dann Der Vorsigende gab den Bericht des Borstands. Es haben in diesem ein entschädigungspflichtiger Unfall, wenn die Tour im Auftrage Quartal 2 Versammlungen und 3 Vorstandssitzungen stattgefunden. Einen Pestkranken an Bord. Aus Marseille wird berichtet: der Fabrit, z. B. als Monteur, unternommen ist. Unfälle, die Die Mitgliederzahl beträgt 300. Darauf gab Achter den Die Nachricht, daß ein kürzlich in Plymouth eingetroffener Dampfer auf Vergnügungstouren jemand zustoßen, fallen nicht unter das Unfalls Staffenbericht. Die Einnahme betrug mit Bestand vom letzten Besttranke an Bord hatte, hat hier große Aufregung hervorgerufen, versicherungsgesetz. W. L. 22. Nein. Sie soll schleunigst auf Quartal 318,75 M., die Ausgabe 174,10 m., bleibt ein Bestand von weil der Dampfer den hiesigen Hafen angelaufen hatte und in Bahlung des Lohnes beim Gewerbegericht, Zimmerstraße 90, tlagen. 144,65 M. Auf Antrag der Revisoren wird der Kassierer entlastet. Quarantäne gesezt werden sollte, weil sich ein verdächtiger Stranter Fr. N. Ihre Frage war mißverstanden. Eisen ist ein guter Wärines leiter. P. D. 14. 1. Soweit es sich um Ehen, die nach dent Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Gramm, 1. Vor- an Bord befand. Der Dampfer verließ jedoch eiligst den Hafen. figender; Achter, Stassierer; Simon, Schriftführer. Zu Re- Nunmehr ist festgestellt, daß der betreffende verdächtige Kranke ein 31. Dezember 1899 geschlossen sind, handelt, ja. 2. Nein. 3. Das ist uns erheblich. R. E. Waren Sie am 1. Oftober eingezogen, so ist die vijoren wurden die Genossen Pietsch, Käte und Ohl gewählt. Besttranfer war. In Konstantinopel sind neuerdings drei Pestfälle Kündigung rechtswirksam. Waren Sie am 1. April eingezogen, jo tam Der Borjizende machte bekannt, daß der Wahlverein in Bezirke ein- fonstatiert. Ihnen nur zum 1. April gefündigt werden. 5. M. Solche Adressen geteilt ist. Als Bezirksführer find folgende Genossen ernannt: Für A. W. 7. Lungenkrankheit. Joj. Linz. den 1. und 2. Bezirk( Reinickendorf- West) Näthte, 3.( altes Dorf) Hochwasser eingetreten. Jufolge wolkenbruchartiger Regengüsse im Elstergebiet ist find uns nicht bekannt. Die unteren Stadtteile von Plauen sind Wenden Sie sich schleunigst an einen Arzt, zu dem Sie Vertrauen haben. ind 4.( Reinickendorf Ost) Rietschte. 5. Biezenz überschwennt, der Verkehr wird durch Wagen vermittelt, und die Wer Ihnen garantiert, die serankheit zu heilen, oder gar„ schriftlich zu heilen, verspricht Unmögliches. M. W., Rigdorf. 1. Ja. 2. Nein. 6. Biders, 7.( Schönholz) Köte, 8.( Wilhelmsruh) 2üd. Die Feuerwehr ist mit Rettungsarbeiten beschäftigt. Zahlreiche Gebäude 3 Aw. 1. u. 2.§§ 4, 7 und 9 der Gewerbe- Ordnung nebst den etwa Bezirksführer nehmen jeden Sonntag vor dem 15. eines jeden sind beschädigt. Monats in den bekannten Lokalen Beiträge entgegen. Der bestohlene Lord. Aus London wird berichtet: Während Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. die Verhandlung gegen den Earl Ruffell im Oberhause stattfand, nach der Ehescheidung gilt, daß jeder Teil sein Vermögen zurückerhält. ( Alkoholgegner.) Heute 82 Uhr bei Landau, An der Stadtbahn 5: Ver- ist seine Wohnung von Dieben ausgeplündert worden. Der Danach hätte die Frau in Ihrem Fall das Recht, das Eingebrachte( die Tagesordnung: Bericht der Genossenschafts tommission Gründung einer Genoffenſchaft zur Grrichtung von Abſtinenzlokalen und Abstinenzheimen. Gäste und Interessenten willkommen. Es werde Licht! Verein zur Unterhaltung und Belehrung. Heute ( Donnerstag) 9 Uhr abends bei Fischer, Waldstr. 8: Versammlung. Tagesordnung: 1. Ucbung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste will tommen. Vermischtes. wöchentlich während einiger Lage, wenn fie nach der Stadt tamen, du bewohnen; sie wurde nur von dem Pförtner des Hauses bewacht. Die Diebe scheinen sich in der Annahme nicht geirrt zu haben, daß der Prozeß für alle Insassen des Hauses von so großem Interesse fei, daß wohl niemand an die Bewachung der Wohnung denten würde. Sie sind offenbar durch eine Dachluke in die im obersten Stockwerk des Hauses gelegene Wohnung gedrungen, die des heißen Wetters wegen offen gelassen worden war. Die Beute bestand aus einigen Silbersachen und einigen nicht besonders wertvollen Schmuck fachen. Da die Diebe so schlau waren, keinerlei Unordnung zu hinterlassen, so wurde das Fehlen der Gegenstände erst am Freitagabend bemerkt. 20 Seiten zählenden Anlagen enthalten die Antwort auf Ihre Frage. G. 2. 18. Als Regel für die Auseinandersetzung wegen des Vermögens 3. Nein. Geld 11. Die Fabrikationsmethode ist uns nicht bekannt. all- Wirtschaft und was sie sonst hatte Grundmade, die auf thren Santen, eligethraen fp) suvlidzujovben, besiegentlich den Eriaz des Wertes zu verlangen. Das Faltenwalder Grundstück gehört dem Mann, ebenso dasjenige, was durch sog. gemeinsame Arbeit erworben ist. Ch. 5. 25. 1. 1898. 2. Marienburger Amtsgericht. 3. Als Zeuge. Carl Krüger. 1. Nur das Diensteinkommen von Offizieren auf Striegsschiffen außerhalb der heimischen Gewässer ist steuerfrei. 2. Die Ge meindesteuer wird für Beamte so berechnet, daß ersteus nur die Hälfte des Diensteinfommens als steuerpflichtig gilt und daß die Steuer nie 2 Proz. seines Dienſteinkommens überschreiten darf. Ein Diensteinkommen unter 1500 M. darf sogar nur bis zu 1/2, eins unter 250 M. höchstens mit 1 Broz. Ein unglaubliches Sittenbild wird der„ Voff. 3tg." aus herangezogen werden. 3. Offiziere, Geistliche und Elementarlehrer genießen Sizilien gemeldet. In der Gemeinde Alfa( Provinz Palermo) wurde bas Privileg, daß ihr Gehalt zu Gemeinde- Abgaben überhaupt nicht herangezogen werden darf. Offiziere haben das fernere Privileg für ihr Privatein Priester wegen Vergewaltigung seiner Nichte verhaftet. Bei der einfommen, daß dies nur zum Betrag der Staatssteuer, also mit 100 Proz., Untersuchung stellte sich heraus, daß er einer verbrecherischen Bei der Explosion auf dem amerikanischen Dreimaster zur Gemeindeſteuer heranzuziehen ist. Nur Grundstücke und Gewerbes Gesellschaft angehörte, die nur aus Geistlichen bestand und sich die„ Louise Adelaide" in Gäddvigen( Schweden) sind, wie nunmehr fest- betriebe der Offiziere werden ebenso versteuert, als ob sie Nicht- Offizieren engelhafte Sette" nannte. Diese hatten mit vereinten Kräften gestellt ist, im ganzen 13 Personen ums Lebens gekommen, darunter gehören.- Zimmer 85. Wenden Sie sich direkt an die Eisenbahndirektion. Duzenden von weiblichen Beichtkindern( natürlich jungen und auch der Kapitän. Gerettet wurden nur 3 Personen. Die Explosion hübschen) eingeredet, daß sie Dämonen im Körper hätten, die mur wurde durch Entzündung ausströmender Gaje hervorgerufen. Nach Unfrem Genoffen Wilhelm Nitze die Priester dieser Vereinigung austreiben könnten. Diese Aus der eingeleiteten Untersuchung scheinen die 30lbeamten unfreiwillig nebst Ehefrau die herzlichste Gratu Allen denen, welche meinem un treibung erfolgte, nachdem die Betreffenden ganz entkleidet waren, die Entzündung verursacht zu haben, als sie die Deckel zum Lager- lation zur Feier ihrer silbernen vergeßlichen Mann und unserm guten in nicht wiederzugebender Weise. Die Vergewaltigten schwiegen raum nach der Besichtigung zusiegeln wollten. Die freigemachten Sochzeit. Die Genossen bisher stets, weil es sich um das Beichtgeheimnis handelte.() Gase entzündeten sich an dem Lichte, das beim Siegeln benutzt Das Unglaublichste ist aber, daß die Sache nicht etwa ganz neuen wurde. Das Feuer hält im Ladungsraum des Schiffes noch an. Allen Freunden und Bekannten die Datums ist. Schon im Jahre 1893 erließ der Bischof von Cefalu Das ins Wasser geflossene Erdöl brennt in hellen Flammen weiter. traurige Nachricht, daß unser lieber an alle Priester seiner Diözese ein Rundschreiben, worin die Eriſtenz An einer Stelle des Ufers entstand ebenfalls Feuer, das aber rasch Sohn solcher verbrecherischer Geistlichen erwähnt und alle anderen Priester gelöscht werden konnte. ermahnt wurden, zur Ausrottung dieser Schmach beizutragen. Wieso die Sache noch acht Jahre hat andauern können, ehe die Staatsanwaltschaft sich ihrer bemächtigte, ist unfaßbar. *) Ein solcher Bericht ist uns nicht zugegangen. Wenn es geschehen wäre, hätten wir ihn auch veröffentlicht. Die Charlottenburger Schuhmacher haben uns am 21. Juni zwar eine Liste von Meistern, welche nicht bewilligt haben, eingesandt, aber keine Zeile, die als ein Bericht über die Lohnbewegung angesehen werden kann. Weshalb der Abdruck jener Liste im redaktionellen Teil unfres Blattes nicht angängig ist, das haben wir dem Einsender damals brieflich mitgeteilt. Die Verwunderung des Schuhmacher- Delegierten ist demnach grundlos. Red. d. Vorwv." Schriften- Eingang. Berliner Wegweiser. Officielles Fahrplanbuch der Straßenbahnen. Berlag von Georg Bonus. Preis 10 Pf. G. Freytags Radfahrerkarten. Verlag von G. Freitag u. Berndt. Wien und Leipzig. Preis für jedes Blatt 1,35 M. Universal Radsportkarte der Provinz Brandenburg. Verlag von Theod. Thomas, Leipzig. Preis in Kalikobede 1,50 m. Was muß der Barbier zur Verhütung der Verbreitung an: teckender Haarkrankheiten wissen? Von Dr. med. Wolff, Hagen i. W. Berlin W. 35. Berlag von Glwin Staude. Eine Kassandra: Stimme. Mahnwort an das tatholische Volt von einem amtierendes römisch fatholischen Priester. Sechste Auflage. Zürich 1901. ( Cäsar Schmidt.) bes 461. u. 462. Bezirks. Karl Lusche [ 20272 im Alter von 18 Jahren nach langen und schweren Leiden am Sonntag, den 21. Juli, fanft entschlafen ist. Die trauernden Eltern u. Geschwister. Paul Lusche und Frau. Die Beerdigung findet heute nach: mittag 5 Uhr von der Halle des Emmaus- Kirchhofs aus statt. Dampfer jed. Größe vermiete preiswert. Arrangiere mit Vereinsvorständen 2c. Damipferpartien auf Risiko. 25576* Keddig, Friedrichshagen. Danksagung. Bater die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere dem Gesangs verein" Nord" sowie dem Rauch klub commune sagen wir unsren herza lichsten Dant. 20292 Frau Th. Kunite und Kinder. Freier Männer- Chor ,, Nord- West". Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Folgende ehem. Sangesbrüder: Ferd. Zeuge, Stephanstr. 13, Emil Herrmann, Benjielstr. 44b, Pant Gröger, Neue Hochstr. 37, Karl Salomon, Reinickendorfs West, Berlinerstr. 7, werden nochmals aufgefordert, obigem Verein gegenüber ihren Verpflich= 288/8 tungen nachzukommen. Der Vorstand. J. A.: May Sypniewski. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 25. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Gefchloffen. Urania Apollo- Theater Vollständig neues Tauben- Strasse 48/49. Specialitäten- Programm! Im Theater um 8 Uhr: Die Höhlen des Harzes und ihre Umgebung. Invalidenstr. 57/62. Frau Luna Luftballett Grigolatis. Neues Opern Theater( rol). Tägl. Sternwarte. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7½½ Uhr. In Trianon Theater:" Lebende Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Konzert. Täglich großes Schiller.( Morwiz Oper.) Die weiße Dame. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Geschlossen. Lessing. Die dritte Eskadron. Anfang 8 Uhr. Berliner. Die Jüdin. Anfang 8 Uhr. Residenz. Das blaue Kabinett. Anfang 8 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldene Brücke. Anfang 8 Uhr. P Zoologischer Garten Ostbahn- Park. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Hermann Imbs. Freitag, 26. Juli, abends 8/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Täglich: Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Sanssouci Künktliche Bähne Im Garten: Täglich: Hoffmann nnsHeute, nachmittags 5 Uhr: Nordd. Sänger Doppel- Konzert. Gastspiel der Banda Municipale de Pratola. Dirig.: Maestro Cav. Lorenzo Pupilla. Entree 1 Mark." Von abends 6 Uhr ab 50 Pf. Westen. Theater Charivari"( Se: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. cessions Brettl). Anfang 8 Uhr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Anfang Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten im Garten. Belle Alliance. Friz Reuter. Anfang 8 Uhr. Ju Garten: Großes Gartenkonzert " und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Castans Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12 Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Der Zauberer am Nil. Anfang Carl Weiss- Theater 8 Uhr. 3 Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. Damen Ring fämpfe. Specialitäten- Vorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. $ Reichshallen. Neumann- Bliemchen mit seiner Gesellschaft. Anfang 8 11hr. Große Frankfurterstr. 132. Direkt. B.Zimmermann u.D.Schramm. Lustspiel- Ensemble. Madame Bonivard, Schwant in 3 Atten von Alerander Bisson und Antony Mars. Deutsch von E. Neumann. Regie J. Dill Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Großes Konzert, und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochen: tags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Reichshallen Hente und folgende Tage: Gastsp. des altberühmten NeumannBliemchen mit seiner Gesellschaft. ( Herren Bliemchen, Horvath, Gipner, Tieck, Zimmermann, Feldow und Ledermann.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Am 1. August: Wiederbeginn der Soireen der Stettiner Sänger. Engel- Ufer 15, Saal I: Verwaltungs- Sitzung mit sämtlichen Bezirksleitungen und Kommissionen. Am Sonnabend, den 27. Juli, bei Dicke, Ackerstraße 123: Sigung der Hobler, Bohrer, Fräser usw. ohne Wurzel Sonntag, den 28. Juli, bei Wehel, Wrangelstraße 136: Morgensprache der Schraubendreher. Entfernung! Garantiert schmerzlos! Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Langjährige Garantie. Teilzahlung Woche 1 Mart. Bruno Steffens, Neanderst. 21 Boykottfreien Nordhäuser Kautabak Nordhäuser Kautabak der Firma NordGrimm& Triepel, hausen, 117/12] Die Ortsverwaltung. Central- Krankenkasse der Maurer etc. ( Grundstein zur Einigkeit.) am Sonntag, den 28. Juli d. J., vormittags 10 Uhr, Juselstraße 10: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassen und Revisionsbericht vom 2. Quartal. 2. Der gegenwärtige Stand der Apotheferfrage. 3. Junere Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. zu haben und zu fordern in jedem Geschäfte in Berlin und Vororten speciell dünnes, mittel und dickes 149/4 Gespinnst. 25326* J. A: P. Hoffmann.. Alle Wanzen Bauhandwerker- Krankenkasse sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod. Fl. 0,50 u. 1 M. Schwaben, Russen, Flöhe 2c. für Berlin und Umgegend. -( Gingeschriebene Hilfstasse Nr. 118.) werden durch mein Pulver vollständig Sonntag, den 28. Juli, vormittags punkt 10 Uhr, im Saal des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c: vernichtet. Schtl. 30 Pf.. 60 Pf., 1 M. 1000 Mark Belohnung Mitglieder Versammlung zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Zahlreiche Anerkenn ungen. Nur allein echt bei 18492* Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstr. 18. 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Bauarbeiter. Achtung! Auf dem Bau des Maurermeisters F. Crüger, Romintener. straße 23, wird die Steinträgerarbeit( Solonnenführer H. Eichholz) 25 Pfennig unter den tarifmäßigen Lohn ausgeführt. Wir ersuchen die Kollegen, diesen Bau zu meiden und den Zuzug fernzuhalten. 30/ 12* Die Lohukommission. J. A.: Karl Heidemann. Imbs Ostbahn- Park, Rüdersdorferstr. 71. Sonnabend, den 27. Juli: Grosses Sommerfest berbunden mit Sommernachts- Ball arrangiert vom Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter Berlins und Umgegend. Großes Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung unter Mitwirkung des Sängerkreises der Musikinstrumentenarbeiter unter Leitung seines Dirigenten Herrn Richard Lange. Kinderbelustigungen aller Art. Die Staffeefüche ist von 2 Uhr nachmittags an geöffnet. Anfang nachm. 4 Uhr. Billet 25 Pf. Programm frei. Billets sind zu haben bei Kissner, Mariannen- Platz 15, Querg. 4 Tr., bet sämtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie in der Bahlstelle des Ostens, 141/20 Rest. 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Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. des Herrn Meier die Arbeit nieder: gelegt. Die Bauten befinden sich in außerm Borsigwalde und Tegeler Chauffee; 196/7 Büge, diefelbett find gesperrt. 25526* Der Vorstand der Filiale Berlin,