Nr. 173. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter treuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Wuchertarif. " Die heutige Nummer des Reichs- Anzeigers" veröffentlicht den Entwurf des neuen Zolltarifgesetzes nebst dem dazu gehörigen Tarif, der nicht nur die Mitteilungen des Stuttgarter " Beobachters" in jeder Hinsicht bestätigt, sondern daneben eine Reihe geradezu unglaublicher Erhöhungen der heutigen Agrarzölle bietet, so daß selbst die„ Norddeutsche Allgem. Zeitung", die einen Auszug des Entwurfs bringt, sich zu folgender Beschwichtigungs- Einleitung bewogen fühlt: Sonnabend, den 27. Juli 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 6 nut 8olltrebite für Getreide, Hülsenfrüchte, taps Frische Aepfel, Birnen, Quitten: unverpackt oder und Rübsen aufgehoben werden, und daß, wenn in ein in Säden frei(-), in andrer Verpackung(-). Bollager aufgenommene Waren der bezeichneten Art später in den Aprikosen, Pfirsiche 8(-). Pflaumen aller Art, Kirschen 2(-). Erdbeeren 15(-). freien Verkehr überführt werden, die für die Dauer der Lagerung Getrocknet, gedarrt( auch zerschnitten und gegestundeten Zollgefälle nachträglich mit 4 Proz. verzinst werden schält): Aepfel und Birnen einschließlich verwertbarer Abfälle 8( 4). müssen. Geradezu ungeheuere Verschärfungen aber enthält, wohl in der Voraussicht, daß die neuen enormen Bollerhöhungen notwendig einen Bolltrieg nicht nur mit den Vereinigten Staaten, sondern mit sämtlichen Nachbarstaaten Deutschlands heraufbeschwören, der§ 8 des Gesezentwurfs. Während bisher zollpflichtige Waren solcher Staaten, Nachdem durch eine bedauerliche Indiskretion ein Teil der die deutsche Schiffe oder deutsche Waren ungünstiger behandelten, als Zollsäge des Entwurfs bekannt geworden war, drängte sich die diejenigen andrer Staaten, nach dem Gesetz vom 18. Mai 1895 nur Erwägung auf, ob nicht solchen lückenhaften und unbeglaubigten Mitteilungen in der Presse die Veröffentlichung des ganzen Ent: mit Zuschlagszöllen von 100 Prozent( nach dem Entwurf von 1885 wurfs vorzuziehen sei, damit das für das wirtschaftliche Leben der jogar nur mit 50 Broz.) belegt werden konnten, tarifmäßig zollfreie Nation so wichtige Werk nicht nach unsicheren Bruchstücken, sondern Waren aber höchstens mit Zöllen bis zu 20 Prozent ihres Werts, im Zusammenhange beurteilt werde. Der Reichskanzler bejahte gestattet der§ 8 dcs jetzigen Entwurfs für zollpflichtige Waren diese Frage und veranlaßte, daß die Zustimmung der Bundes- Stampfzölle bis zum vollen Wert der betreffenden Waren, für regierungen zur amtlichen Publikation der Bundesratsdrucksache zollfreie Waren bis zum halben Wert. Sollte man wirklich seitens eingeholt wurde. Nachdem fämtliche Bundesregierungen ihr der Regierung meinen, durch derartige drakonische Bestimmungen Einverständnis erklärt haben, erfolgt jezt die Veröffentlichung. Bei Beurteilung des Entwurfs wird man vorweg zu berück- die mit Deutschland in Handelsbeziehungen stehenden Völker von der fichtigen haben, daß er die Beratungen des Bundesrats noch Ergreifung von Abwehrmaßregeln gegen die deutschen Prohibitive nicht durchlaufen hat und daß also auch weder die Vor- zölle abschrecken zu können? schriften des Gesetzes noch die Sätze des Tarifs schon un- Einen Auszug der wichtigsten Zollfäße des Tarifentwurfs, denen abänderlich als Grundlage für die Beratungen des Reichs- wir zum Vergleich die bisherigen Zolljäze hinzufügten, geben wir tags feststehen. Die Reichsleitung wird sich deshalb auch in an andrer Stelle; hier sei nur noch auf einige Erhöhungen hinder weiteren Behandlung der Sache vor der Oeffentlich gewiesen, die durch ihre Maßlosigkeit speciell auffallen: teit möglichste Zurückhaltung auferlegen, um den Beratungen des Bundesrats nicht vorzugreifen und der Stellung des Reichskanzlers gegenüber Abänderungsanträgen und deren Begründung nicht zu präjudizieren. Des weiteren heißt es dann zur versteckten Empfehlung des Tarifgesetzes: Das Bolltarifgeses ist sowohl in seiner äußeren AnTage, wie in seinem sachlichen Inhalt im wesentlichen unverändert geblieben. Unverändert ist insbesondere die Vorschrift, daß die Zölle in der Regel vom Nettogewicht der Waren erhoben werden (§ 2) und daß, abgesehen von den noch zu erwähnenden Anisnahmen, eine Kreditierung der Zölle zulässig ist(§ 10); ebenso werden die gemischten Transitläger für Getreide und Holz im Grundsatz beibehalten, nur muß fünftig bei den Getreidelägern in jedem einzelnen Fall ein dringendes Bedürfnis für die Bewilligung nachgewiesen werden(§ 9 Nr. 1 Abs. 2 und 3 und Nr. 2). Von wesentlichen Abweichungen gegenüber dem bis herigen Rechtszustand sind folgende zu nennen: § 1. 1. Bei den Hauptgetreidearten sollen die Zölle durch Handelsverträge nicht unter gewisse Beträge, und zwar bei Roggen nicht unter 5 M., bei Weizen nicht unter 5,50 M., bei Gerste nicht unter 3 M., bei Hafer nicht unter 5 M. Heruntergesezt werden. § 5 enthält neben einigen minder wichtigen Aenderungen eine nicht unwesentliche Erweiterung der Zollfreiheit für den Fang der deutschen Seefischerei und ferner die Bestimmung, daß nicht nur die Seeschiffswerften, sondern auch die Flußschiffsverften Schiffsbaumaterialien und Ausrüstungsgegenstände zollfrei aus dem Ausland beziehen dürfen. In§ 8 sind die Kampfmaßregeln für den Fall von Zollkriegen verschärft. §§ 9 und 10. Die Zollkonten werden nur noch für die Delmühlen beibehalten, den letzteren wird bei der Ausfuhr ihrer Dele daneben noch wahlweis das Recht auf Einfuhrscheine für Delfrucht gegeben. Da die Konten für die Getreidemühlen und Mälzereien beseitigt werden, so werden die Einfuhrscheine fünftig die einzige Bollbegünstigung für die Ausfuhr der Getreidemühlen und Mälzereien bilden; ebenso find sie dazu bestimmt, dem Getreidehandel einen Ersatz für die künftig wegfallenden Zollkredite für Getreide, Hülsenfrüchte, Naps und Rübsen sowie für die daraus hergestellten Erzeugnisse zu bieten. Der Zolltarif unterscheidet sich von den bisherigen durch eine ganz veränderte Anlage und durch eine weit größere Specifikation. Die alphabetische Anordnung der Tarifpositionen ist verlassen und durch eine systematische ersetzt. Die größere Specifikation der Barenartikel trägt der für die letzten Decennien hervorgetretenen Entwicklung der Industrie Rechnung und soll die Abstufung der Zollsäge nach dem Werte der Waren, sowie die richtige Abwägung der gegenseitigen Zugeständnisse bei Handelsvertragsverhandlungen erleichtern. Die Zölle für Roggen, Weizen, Gerste, Hafer sind schon bekannt. Neu ist die Erhöhung des Zolls auf Wiehl von 7,30 M. auf 13,50 M. pro 100 Kilogramm, auf Gerstenmalz von 3,60 auf 6,25 M., Malz aus anderem Getreide auf 9 M. pro 100 Kilogramm. Horrend find auch die Erhöhungen der Vich- und Fleischzölle: Pferde, bisher pro Stück 10-20 W., sollen fünftig nach ihrem ert bis zu 300 m. verzollt werden. Der Zoll für Bullen und Kühe wird von 9 auf 25 M. pro Stück erhöht, für Ochsen von 12 M. auf 60 M. und mehr( je nach Gewicht, für Schweine von 5 M. bis zu 20 M.( ebenfalls je nach Gewicht). Nicht minder exorbitant sind die Zollsteigerungen für Fleisch. Für einfach zubereitetes Fleisch, das bisher 15-17 M. pro 100 Kilogramm kostete, werden 35 M. gefordert; für Würste( bisher 17-20 9.) 45 M. pro 100 Kilogramm, für geschlachtetes Federvieh ( bisher 12 M.) 30 M., für Feder( bisher 20 m.) 40 mt. Ganz besonders sind auch die Zölle auf Obst, getrocknetes Gemüse, Weintrauben usw. erhöht. Für getrocknetes Gemüse, bisher 4 M., werden 10 M. pro 100 Kilogramm verlangt; für Pflaumen und Kirschen, bisher frei, 2 M.; für frische Weinbeeren, bisher 4 M., 15 M.; für getrocknete Aepfel und Birnen, bisher 4 M., 8 M.; für Apfelsinen, Citronen, Datteln, bisher 4 M., 12 M.; für Hopfen, bisher 14 M., 40 M. Von Getränken ist besonders Wein in Fässern eine enorme Zollerhöhung zugedacht, von 10-20 M. auf 24-160 M., je nach Weingeistgehalt; ferner Bier von 4 auf 6 M. Branntwein in Fässern von 125 auf 160 M., Branntwein in Flaschen von 180 auf 240 W., ebenso Liqueur in Fässern von 180 auf 240 M. Außerdem sind eine lange Reihe Industriezölle sehr wesentlich erhöht. Wie die vorstehenden Zollsätze zeigen, gehen die Bollforderungen, welche die Regierung einerseits im Interesse der Junker, andrerseits aus fiskalischen Motiven stellt, weit über jenes Maß hinaus, das selbst die pessimistischten Beurteiler des Bülowschen Stabinetts erwartet haben. Der Tarifentwurf beschränkt sich nicht nur auf Kornwucher- Bölle; er gesellt dazu Fleischzölle, die für die untersten Schichten einen Verzicht auf Fleischnahrung bedeuten. Auf diesen Wuchertarif giebt es nur eine Antwort: Nieder mit ihm! Aus dem Zolltarif- Entwurf. Aus dem Zolltarif- Entwurf beben wir die folgenden Pofitionen hervor, indem wir in Klammern die Säße beifügen, die in den jetzt geltenden Handelsverträgen in Kraft sind. Getreide und Reis. - Aprikosen, Pfirsiche 10( 4). Pflaumen aller Art: unverpackt oder nur in Fässern oder Säcken bei mindestens 80 Kilogramm Rohgewicht 5( 4), in andrer Verpackung 10( 4). Andres getrocknetes oder gedarries Obst 8( 4). Apfelfinen, Citronen, Pomeranzen, Granaten, Datteln, Feigen, Mandeln 12( 4). Feigen, getrocknet; Korinthen; Rosinen 24( 8).- Datteln, getrocknet; Traubenrosinen 24( 10). Mandeln, Pomeranzen, Granaten, getrocknet 30( 10). Kolonialwaren. Kaffee, roh 40( 40); gebrannt 50( 50). Thee 100( 100). Forstprodukte. Bauholz, beschlagen 0,50( 0,30), gesägt 1,25( 0,80), Quebrachoholz und andres Gerbholz 2 M.(-). Vich, lebend. Pferde im Werte bis 300 m. das Stück 30( 10-20), von mehr als 300-1000 m. das Stück 75( 10-20), von mehr als 1000-2500 W. das Stüd 150( 10-20), von mehr als 2500 M. das Stück 300(!) ( 10-20). Maulefel, Maultiere 30( 10). Efel 5( 10). Bullen ( Stiere) und Kühe 25( 9). Jungvich 15( 5). Kälber 4( 3). chien, Doppelcentner 12 M. gleich Stid 60-72 m. höher, ( bisher Stück 25,50). Schafe 2( 1).- Schweine( Doppelcentuer 10 m. gleich Stück 5-20 m.( bisher Stück 5 M.). Gänse Stück 0,70 M.(-). Hühner aller Art und sonstiges Federvieh, Doppelzenter 6 M.(-). Fleisch, einschließlich des Schweinespecks( unter Wegfall der Bollbegünstigung für die Grenzbewohner), frisch, auch gefroren 30( 15-17), einfach zubereitet 35( 15-17). Federvieh: geschlachtet, auch zerlegt, nicht zubereitet 30( 12). Saarwild: nicht lebend, auch zerlegt, nicht ubereitet 30( 20), Federwild: nicht lebend, auch zerlegt, nicht zubereitet 45( 20). Fleischertrakt und FleischbrühWürste aus Fleisch von Vieh, Tafeln; Suppentafeln 30( 20). Federvieh oder Wild 45( 20). Starpfen, frisch 15(-). Gesalzene Heringe für 1 Faß 3( 3). Schmalz und schmalzartige Fette 12,50( 10). Talg von Rindern und Schafen, roh oder geschmolzen 2,50( 2). Butter, frisch, gesalzen oder eingeschmolzen 30( 16). Käse 30( 15-20). Gier 6( 2). Mühlenfabrikate. Mehl aus Getreide mit Ausnahme von Hafer, aus Malz, aus Reis oder Hülsenfrüchten 13,50( 7,30), aus Safer 16( 7,30).Reis, poliert 6( 4). Graupen, Gries und Grüße aus Getreide; auch Reisgries 16( 7,30). Zucker. Rohr, Rüben und sonstiger Zucker 40( 40). Getränke. Branntwein aller Art in Fässern: Liqueur 240( 180), andrer Branntwein 160( 125), in andren Behältnissen 240( 180). Wein und frischer Most von Trauben in Fässern 24-160 ( 10-20), Schaumwein 120( 80). Obstwein in Fässern 24( 20). Bier aller Art 6( 4). Teigwaren. Gewöhnliches Bacivert 12( 7,30). ( 13,50). Zuckerwerk 70( 60). Nudeln, Maccaroni 20 Tabakfabrikate. Cigarren 270( 270). Cigaretten 270( 270). Industriezölle. Künstliche Süßstoffe( Saccharin) 8000(-). Genappes, Mohair- und Alpaccagaru( nicht mit Baumwolle gemischt), roh, eindrähtig 2(-), zweidrähtig 2(-), drei- und mehrdrähtig 20(-); gebleicht, gefärbt, bedruckt eindrähtig 2(-), zweidrähtig 6(-), dreis oder mehrdrähtig 20(-). Hartes Kammgarn aus Glanzwolle über 20 Centimeter Länge roh eindrähtig 4(-), zweidrähtig 4,50(-), drei- und mehrdrähtig 24(-), gebleicht, gefärbt, bedruckt: eindrähtig 6(-), zwveidrähtig 18(-), dreiund mehrdrähtig 24(-). Streichgarn roh: eindrähtig 10( 8), zwveidrähtig 10(-), dreiund mehrdrähtig 24(-); gebleicht, gefärbt, bedruckt: eindrähtig 14( 12), zwveidrähtig 21( 24), dreis und mehrdrähtig 27(-). Wollene und halbwollene Waren, anderweit nicht genannt( Tuch, Buckskin, Flanell, Kaschmir, Orleans, Zanella) im Gewicht von mehr als 700 Gramm auf 1 Quadratmeter 135, von mehr als 200 bis 700 Gramm auf 1 Quadratmeter 175, von 200 Gramm und weniger auf 1 Quadratmeter 220, verschieden 135, 150 und 220. Leinwand, roh, je nach der Fadenzahl 14( 12), 28( 24), 40( 36), 65( 60); gebleicht, gefärbt, bedruckt, bunt gelebt, je nach der Faden zahl 65( 66), 120( 120). Thatsächlich ist, wenn man sich nicht nur an die äußere Form und Anordnung hält, recht wenig unverändert geblieben, und dieses Roggen 6( 3,50). Wenige ist nebensächlicher Natur. Die wichtigsten Bestimmungen sind Weizen und Spelz 6,50( 3,50).- Gerste Baumwollgarn, auch Halbwollengarn, eindrähtig roh: bis Nr. 17 4( 2). Hafer 6( 2,80). Buchweizen 3,50( 2). Mais und englisch 9(-), über Nr. 17 bis 30 engl. 15(-), über Nr. 30 bis fast durchgängig geändert worden, und zwar ausschließlich von dem Dari 4( 1,60). Andre nicht besonders genannte Getreidearten 45 engl. 18(-), über Nr. 45 bis 60 engl. 24(-), über Nr. 60 bis Gesichtspunkt aus, den Agrariern irgend welche Vorteile zuzuwenden. 1,50( 1). Malz, mit Ausnahme des gebrannten und gemahlenen: 79 engl. 30( 24), über Nr. 79 engl. 36( 24). Unverändert bleibt z. B. allerdings die Vorschrift, daß die Zölle in aus Gerste 6,25( 3,60). aus andrem Getreide 9. Leinengarn, eindrähtig, roh, bis Nr. 8 englisch 6( 5), über Nr. 8 Reis, unpoliert; der Regel vom Reingewicht der Waren erhoben werden, nur bei auch Bruchreis aller Art 4( 4). bis 14 engl. 7( 6), über Nr. 14 bis 20 engl. 7,50( 6), über Nr. 20 Waren, für die der Zoll 6 Mark pro Doppelcentner nicht übersteigt, bis 35 engl. 10( 9), über Nr. 35 bis 75 engl. 13( 12), über Nr. 75 Hülsenfrüchte, trockene( reife). engl. frei( 12). wird der Zoll vom Bruttogewicht berechnet. Gleich hinterher aber hinkt Speisebohnen, Erbsen, Linsen 4( 1,50). Futter-( Pferde usw.) die durchaus neue Bestimmung nach, daß wenn nach dem Rohgewicht Bohnen, Lupinen, Widen 2,50( 1,50). verzollbare Waren unverpackt oder in leichteren Verpackungen, als den Oclfrüchte und Sämereien. üblichen, eingehen, der Bundesrat bestimmten kann, daß für die VerRottleesaat, Weißkleesaat und andre zollung das Gewicht der handelsüblichen Umschließungen hinzuzulcesaaten 5( 4).- Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel 4( 3). rechnen ist. Ferner bestimmt§ 4, daß in Bezug auf den zollfreien Knollen und Wurzelgewächse. Verkehr in fleinen Mengen der Bundesrat sowohl allgemein, als für einzelne Grenzstreden Beschränkungen Kartoffeln, frisch, frei(-). Futterrüben, Möhren, Wasserwährend bisher nur im Falle des Mißbrauchs örtliche Be- rüben und sonstige Feldrüben frei(-). Zuderrüben frei(-).schränkungen zulässig waren: der Bundesrat soll also fünftig be- Cichorien( Cichoriemwurzeln), frisch, frei(-). fugt sein, einfach die wesentlich den Konsum der ärmeren Grenzs anwohner dienende zollfreie Einfuhr kleiner Mengen nach Gutdünken zu inhibieren. anordnen kann, Naps und Nübsen 3( 2). Handels- und Gewerbepflanzen. Tabafblätter 85( bish. Bolltarif 85).- Hopfen 40( 14). Hopfenmehl( Lupulin) 60( 14). Küchengewächse frische frei(-), getrocknet, zerkleinert usw. 10 M.( 4 M.). Obst. Andrerseits sind die Bestimmungen über die Erteilung von Einfuhrscheinen für Getreide, sowie die Lagerung von Getreide und Holz in sogen. gemischten Transitlägern zu Gunsten der Getreide exportierenden Großgrundbesizer wesentlich erleichtert, während Weintrauben( Weinbeeren): frisch 15( 4). gemojtet, gegohren; zugleich der§ 10 beſtimmt, daß die bisherigen Weinmaische 24( 4). Nüsse, unreife( grüne) und reife 4(-). Ziegenleder, zugerichtet 80(-). Schafleder, zugerichtet 36(-). Bockleder 50(-). Lederne Handschuhe 200( 100). Kohlen frei. Petroleum 10( 6). Fahrräder 150( 24). Politische Mebericht. Verlin, den 26. Juli. Die Wahl in Duisburg. V Nach vorläufiger Zählung erhielten bei der Reichstags Ersatzwahl in Duisburg Mülheim Beumer( nationalliberal) 25 762, Fuchs( Centrum) 20 072, Hengsbach( Socialdemokrat) 14 320, v. Czarlinsky( Pole) 2717 und Wenckhoff( freifinnige Volkspartei) gegohren 1090 Stimmen. W Unser Korrespondent schreibt uns aus dem Wahlkreise: im Wahlkampfe Tag für Tag und Stunde für Stunde gegen den Brotwucher zu agitieren, und hinterher einem Vertreter dieses Brotwuchers zum Siege zu verhelfen. Die negative Art der Stimmenthaltung ist in diesem Falle, wo die Wahlziffern so ungünstig liegen, ein positives 3uhilfetommen für die Agrarier. Es wäre ein leichtfertiges und nicht ernst zu nehmendes Spiel mit Worten, wollte man sich darauf berufen, daß Stimmenthaltung nicht gleich= bedeutend ist mit einem Eintreten für den Konser= vativen. Die liberalen Vertrauensmänner haben bereits gesprochen; aber sie haben leider nicht gesprochen, wie es e ch te freisinnige Männer thun sollten. Hoffen wir, daß in jenem Wahlfreise, auf den sich jetzt die Augen aller richten, noch echte freifinnige Männer in genügender Bahl vorhanden sind, die den Vers treter der Agrarier vom Reichstage fernzuhalten wissen." Das Resultat bestätigt, daß die Partei, die den größten Erfolg I ununterrichtet war. Auch die andern in den Vermögenserrungen hat, auch bei dieser Nachwahl die Socialdemokratie ausweis eingestellten Bosten sind maßlos übersetzt und die ist. Sie hat ihre Stimmen fast um 100 Prozent seit 1898 hohen Dividenden nur dadurch herausgerechnet worden, daß vermehrt. Und dies Ergebnis ist unter den denkbar schwierigsten alljährlich die Buchwerte um ganz außerordentlich große Summen Berhältnissen erreicht worden, in einem Wahlkreise, in dem wir erhöht wurden. Die Mittel zur Aufrechterhaltung des Unternehmens fast nur mit Flugblättern agitieren founten. Wir gingen mit und zur Wahrung des äußeren Scheins verschaffte sich Terlinden geringen Hoffnungen in den Wahlkampffte find beit weitem durch Wechselreiterei, Verpfändung von echten und unechten Aftien übertroffen worden. und durch eine umfangreiche Inanspruchnahme des Kredits bei Provinzbanken, die ihm um so glatter gelang, als die günstige Zur Würdigung des Resultates ist notwendig zu berücksichtigen, Lage" des Unternehmens den Banten in die Augen stach. Unter In welcher Weise der Kampf geführt wurde. Alle Minen der Dema- anderm ist auch eine belgische Bank an dem Zusammengogie, der konfessionellen Hezze, der persönlichen Aurempelei und der bruch beteiligt. Ihr gegenüber ist Terlinden besonders raffiniert Er hat bei sanften" Ermahnung der Arbeitgeber an die Arbeiter, gutgemeinte verfahren. dieser Bank für 750 000 Mart Ratschläge zu befolgen: alles ließ man wirken im Interesse der gefälschte Attien hinterlegt und darauf 400 000 Frank Vorschuß guten Sache. Den Ultramontanen mußte der Herrgott als Zugstück erhalten. Zur Erleichterung seiner Wechselreiterei gründete er ZweigWir befürchten, der Memeler Freifinn wird nicht seine echt freiherhalten, der Kandidat der Schwarzen stempelte die Wähler fogar firmen im In- und Auslande, auf die er dann Wechsel zog. Un finnige" Principienfestigkeit, sondern die von Theodor Barth bes zu Willensvollstreckern des Himmels, denn mit Gottes Silfe glaubliche Mengen von„ Reitwechseln" wußte er unter Benutzung flagte politische Schwachnervigkeit“ und Schwachtöpfigkeit bewerde er vielleicht, so meinte er in seiner Kandidaten- dieser Firmen in Umlauf zu bringen. Als der Schwindel zusammenweisen. cede, in das parlamentarische Leben einziehen. Die blauen brach, war er rechtzeitig mit seinem Raube verschwunden. Jüdischer und germanischer Freifinn. Die schäbige Haltung Gottesstreiter reagierten und erklärten, die Wahl eines Centrismannes Dieser Terlinden ist nur ein Einzelner aus der Reihe jener der Richterschen Mannen bei der Memeler Wahl hat denselben sei gleichbedeutend mit der Preisgabe des Vaterlandes an die Großgründer, die auf dem Boden des rheinisch- westfälischen Industrie- wenigstens eine schmeichelhafte Anerkennung eingetragen. Der in cömische Hierarchie. So wurde von beiden Seiten, von den bezirks in den letzten Jahren wie Pilze emporgeschossen sind, die in Rassenwitterung besonders starte„ Reichsbote" hat nämlich entdeckt, patentierten Stützen des Christentums zu fanatischem Haß auf- furzer Zeit Millionen verdient haben und die sich nun von dem daß Dr. Barth durch seine Parole, den Brotwucherer niederzustimmen, der Repräsentant des specifisch jüdischen Freisinns fei, gereizt. Haß gegen die andren Konfessionen sollte die Wähler auf- Trümmerfeld des Kraches riefig bereichert zurückziehen. Von dem Krack Terlinden wird das rheinisch- westfälische In- während Engen Richter durch die Ablehnung des Teufelspafts mit cütteln, aufgepeitscht zu blindem Fanatismus sollten sie, ihr eignes Interesse mißachtend, blindlings den pfäffischen Demagogen ins buftriegebiet schwer heimgesucht werden; zunächst die Provinz der Socialdemokratie" bewiesen habe, daß noch ein Rest gefunden Für oder wider Jesus, so lautete der Kampfruf des banken, von denen ein Teil an Terlinden hohe Summen verliert. Teutschtums in ihm lebe und er von der Barthichen Wühlerei gegen die tonservative Staatsauffassung" nichts Ultramontanen u ch 3. Die ultramontane„ Ruhrorter Zeitung" gab U. a. ist auch das Bankhaus v. Beckerath- Heilmann in Krefeld er wissen wolle. Das Lob des Reichsboten" ist bitter aber wohlnoch am Tage vor der Wahl ein charakteristisches Zeichen von der schüttert, doch soll die Firma von der Bergisch- Märkischen Bant über verdient. Art der Heße. Das Blatt schrieb:„ Die Liberalen sind Todfeinde nommen werden. Selbst weit über das Industriegebiet hinaus zieht Der zweite polnische Geheimbundsprozeß findet nach den der katholischen Kirche und jeder positiven Religion. Der Liberalismus der Krach seine Streise. So soll die Magdeburger Privatbant start Ferien in Thorn statt. Angeklagt find 60 junge Leute und zwar: ist die gottloseste Sekte, die je bestanden hat. Daran ändert auch gelitten haben. Auch die Aktien der Duisburg- Ruhrorter Bank wurden 22 Gymnasiasten aus Kulm, 15 aus Straßburg W.-Pr., 3 aus der Umstand nichts, daß ein nationalliberaler Professor( Abg. Paasche) an der Börse stark angeboten; die Aktien der Hannoverschen Bank Thorn und 2 aus einem kleinen Orte in Westpreußen; ferner sich fast die Zunge zerbricht, um das Gegenteil zu behaupten, die fielen ebenfalls. Ueberhaupt scheint es, als wolle sich infolge der, 8 Kleriker aus Pelplin, einer aus Gnesen, einer aus Breslau, Liberalen find Todfeinde der Glaubens- und Gewissensfreiheit." durch solche wie die Terlindenschen Schwindelmanöver, erzeugten 4 Studenten aus Berlin, Leipzig und Greifswald und schließlich So standen sich die Stüßen von Thron und Altar, von Ordnung und Angst der kleinen Kapitalbesizer das Gewitter zunächst über den vier praktischen Berufen angehörende junge Leute. Sie sind des Vergehens gegen den§ 128 des Strafgesetzbuchs, nach welchem die Sitte, die sonst, wenn es galt, Hunnenfultur zu verbreiten, im Namen schwächeren Provinzbanken entladen. Teilnahme an geheimen Verbindungen mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft wird, angeklagt. Die Auflageschrift, die 22 engbedruckte Seiten umfaßt, behauptet, daß ein ge= heimer Verband der Gymnasiasten besteht, der sich mit nationalpolnischen Angelegenheiten befaßt. Das ganze Verbrechen" der Angeklagten, für die übrigens der Schuß des§ 57 der Strafbem 12. und 18. Lebensjahre) verlangt wird, scheint recht harmloser Natur zu sein, wird aber natürlich der hakatistischen Presse Anlaß geben, ihre verheßende Thätigkeit in üblicher Weise fortzusehen. Garn rennen. des Vaterlands und des Christentums gemeinsam den„ Kreuzzug" wider China zu verteidigen, oder Arm in Arm gegen die vaterlandsloſe, Himmelstürmende Socialdemokratie zu Felde zu ziehen, jetzt als erbitterte Feinde gegenüber, die Vaterland und Himmel gegen einander ausspielten. Die Socialdemokratie stand als unschuldsvolles Lämmlein auf der Flur, sie wurde von beiden Christenparteien mehr gelobt als angegriffen. Natürlich ließen es sich die Herren im Hause" nicht nehmen, ihre Arbeiter vor Unbesonnenheiten zu warnen, ihnen mit gutem Stat unter Anleitung durch die Beamten hilfreich zur Seite zu stehen. Am Tage vor der Wahl erließ die Direktion der Rheinischen Stahlwerke folgenden Ukas: " Wir stehen vor einer Neuwahl für den Rest der Legislaturperiode. In diesem Zeitraum wird die Erneuerung der Handelsverträge mit den fremden Staaten zur Entscheidung kommen. Von diesem Resultat wird es in der Hauptsache abhängen, wie unsere Industrie in den nächsten 10 Jahren beschäftigt sein wird. Nur wenn unsre Industrie in der Lage ist, bedeutende Aufträge aus dem Ausland heranzuziehen, werden wir unsre Werke voll beschäftigen und Euch und Euren Familien ein ficheres Einkommen verschaffen können. Wir müssen deshalb alles daran sezen, den hiesigen Verhältnissen angemessene Handelsverträge im Reichstage durchzusetzen. Deshalb müssen wir auch einen Abgeordneten in den Reichstag schicken, der die Verhältnisse unsres so hochindustriellen Wahlkreises durch und durch kennt und da können wir Euch als den tüchtigsten den Herrn Dr. Beumer aus Düsseldorf, unfren bewährten Landtags- Abgeordneten, mit gutem Gewissen empfehlen.. " Folgt dem dringenden(!) Wunsche Eurer Direktion und habt Vertrauen zu unsrem Urteile darüber, was für unsre Industrie nötig ist. Arbeitgeber und Arbeiter müssen sich zusammen scharen, sie gehören zusammen; nur wenn gegenseitiges Vertrauen Herrscht, kann Ersprießliches erzielt werden. Beherzigt, daß im Jahre 1877 bis 1879 beim Freihandel auf unsrem Werk der durchschnittliche Verdienst des Arbeiters nur 2,70 m. pro Schicht betrug, während im Jahre 1900 durchschnittlich pro Schicht 4,01 M.( einschließlich des Lohnes der jugendlichen Arbeiter) gezahlt wurde. Wohin sollte es führen, wenn die früheren Bustände wieder einträten und Ihr Euch sagen müßtet: Wir haben gegen unser eignes Interesse gewählt, wir tragen die Mitschuld an diesen Zuständen! Laßt Euch von niemand überreden, gegen Gure Arbeitgeber zu stimmen, deren größte Sorge es ist, dafür zu wirken, daß die Schlote rauchen und Ihr alle hinreichende und auskömmliche Beschäftigung habt. Wählt Herrn Dr. Beumer, einen Mann des Volts, einen unabhängigen Charakter, den wir hochschätzen und verehren." Die unglaubliche Heze und der sanfte Druck der Arbeitgeber verfehlten natürlich ihre Wirkung nicht, trotzdem aber gewann die Socialdemokratie 100 Prozent Stimmen. Das Ergebnis ist folgendes: 1898 1901 Sociald. Nationall. Centr. Freis. Polen 7.804 19 904 21 071 863 14 320 25 762 20 072 1090 2717 Der Zuwachs der Nationalliberalen resultiert aus den antisemitischen Stimmen, die 1898 die Zahl 3327 erreichten, diesmal aber sofort für den Nationalliberalen eintraten. Die Gesamtzahl der Stimmberechtigten ist um über 13 000, von 69 644 auf 82 992 gestiegen. Die Socialdemokratie kann mit ihrem Erfolg zufrieden sein. In einzelnen Orten, wo die Arbeiter nicht so sehr unter Aufsicht der Werksbeamten standen, gewannen wir sogar 200 und mehr Prozent. Ein gewaltiger Protest gegen den Brotwucher! Der Krach Terlinden. In dem durchgebrannten Gerhard Terlinden zu Oberhausen ist ein Schwindler verschwunden, der so recht eine Blüte der Prosperitätsjahre ist. Der Aufschwung seines in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Betriebs hing zusammen mit der ganzen Gründerei der letzten Jahre. Diese Gesellen vom Schlage der Terlinden, die in das Getriebe der kapitalistischen Gründerei hineinzublicken im stande waren, haben wohl gewußt, wie faul die ganze Prosperitätsherrlichkeit war und deshalb von Anfang an das Princip verfolgt, die Dummen zu rupfen, damit sie ihr Schäfchen im Trockenen hätten, wenn die Zeit des Zusammenbruchs käme. Seit Jahren hatte Terlinden es darauf angelegt, durch be= trügerische Handlungen Millionen beiseite zu schaffen, um zur rechten Zeit zu verschwinden. Der Schwindel gelang auch; die Verbindlichkeiten wuchsen schließlich auf 12 Millionen Mark an, denen jezt mur 6 Millionen Vermögenswerte gegenüber stehen. Sechs Millionen sind in den weiten Taschen des Betrügers verschwunden. Seit Ende vorigen Jahres hatte Terlinden die Grundstücke und Gebäude in dem Abschlusse seiner Aktiengesellschaft ganz außerordentlich überwertet. Wie das möglich war, ohne daß es bemerkt wurde, darüber wird vielleicht der Aufsichtsrat Mitteilung machen, der hier wie bei allen Katastrophen der letzten Zeit, merkwürdig Deutsches Reich. Ministerielle Reiseredner für den Zolltarif. Angesichts des unerhörten Wuchertarifs steigen nun die Minister selbst zum Volk herab und loben ihr Werk. Gelegentlich einer Dinerrede 3 Neuhäuser sagte der frischgebackene Handelsminister, der lange Möller: Man werde einsehen, daß die Landwirtschaft einen erheblichen Schutz nicht entbehren kann, und diejenigen, die sich mit diesem Gedanken nicht befreunden können, werden sich doch an den Gedanken gewöhnen müssen, daß die Schutzölle eine Erhöhung erfahren. Redner glaubt, daß jede Erhöhung der Getreidezölle mit dem Abschluß von Handelsverträgen in innigem Busammenhang steht, und bittet, in dieser Beziehung der Regierung volles Vertrauen zu schenken. Nun, das Volk wird sich an den Gedanken nicht gewöhnen, sich noch mehr ausbeuten zu laffen. Aber vielleicht agitiert diefer ministerielle Werber für den Bund der Landwirte nicht nur durch Tischreden vor einem hohen Adel und hochverehrten Publikum, fondern kommt einmal in Arbeiterversammlungen und trägt denen feine Meinung vor. Wahlbeeinflussungen in Memel Heydekrug. Man schreibt uns: = " 11. Nach socialdemokratischer Hilfe sehnt sich inbrünstig die Germania". Das einzige, was sie über den Ausfall der Duisburger Wahl zu sagen hat, ist folgender Seufzer: Der Vorwärts", welcher im Geiste schon den Wahlkreis für die Socialdemokratie erobert sieht, schimpft auf die beiden, in die Stichwahl gekommenen Kandidaten, die beide Verfechter des Brotwuchers" seien, läßt aber nicht im geringsten ertennen, auf weifen Seite fich die Socialdemo traten bei der Stichwahlschlagen werden. " Die„ Germania" würde dem Vorwärts" die Wahl erleichtern, wenn sie ihren Kandidaten zu der Erklärung veranlaßte, daß er gegen jede 8ollerhöhung stimmen würde. 31 Die Germania" wagt aber die Behauptung des Vorwärts", daß auch der Centrumskandidat Brotwucherer sei, nicht mit einer Silbe zu bestreiten. Auch die" Post" meint übrigens:" Für die Be Bei der Wahl in Memel- Heydekrug hat es an zahlreichen Wahl- ratung der künftigen Handelsverträge dürfte es beeinflussungen nicht gefehlt. Verabfolgung von Schnaps und Bier, wohl ganz ohne alle praktische Bedeutung sein, Bedrohung von Arbeitern, Herausweisung von Personen aus dem ob Dr. Beumer oder Fuchs gewählt wird." Wahllokal, die der Wahlhandlung beiwohnen wollten, kamen wieder- Was aber die künftigen socialdemokratischen Wahlaussichten anholt vor. Vor dem Wahllokal in Kolonie Bismarc hielt sich den langt, so teilt die Bois. 8tg." durchaus unsre Erwartungen. ganzen Tag über ein Forsibeamter auf, der auf die ankommenden Sie schreibt:" Sie( die Socialdemokratie) zählte vor drei Jahren Wähler, von denen er annahm, aß sie sich von ihm abhängig 7804 Stimmen, und jetzt hat sie es auf 14 320 Stimmen gebracht. fühlen, lange einredete und forderte, daß ihm der Stimmzettel ge- Noch ein kleines, und sie selber wird mit der Großzeigt werde; diesen nahm er dann den Leuten aus der Hand, um ihn, industrie um den Siegespreis ringen." wenn er auf Braun lautete, mit einem für Matschull zu vertauschen. In Battamischten wollte ein konservativer Agitator einem Arbeiter den Braunschen Zettel fortnehmen. Als er den Zettel nicht erhielt, erklärte er dem Arbeiter, derselbe dürfe dann nicht ins Wahllokal hinein. Der unerfahrene Mann ging nach Hause, ohne gewählt zu haben. Dringend der Aufklärung bedürfen Vorgänge in zwei andren WahlTotalen. In Drucken wollen sieben Leute beschwören, daß sie Braun gewählt haben; gezählt wurden abends nur zwei Stimmen für Eid darauf ablegen, daß sie einen Bettel für Brann abgegeben Braun. Ebenso wollen in Schudereiten dreizehn Leute einen In Memel hat die Militärbehörde den Boykott über das Schüßenhaus verhängt, weil der Wirt den Saal für eine socialdemokratische Versammlung hergegeben hatte. wird von Hannover gemeldet: Beraulaßt durch böswillig in Umlauf Die Furcht vor dem Pleitegeier greift überall um sich. So gefeßte Gerüchte fand heute ein Ansturm auf die Sparkasse der Hannoverschen Renten- und Kapitalversicherungs- Anstalten statt. Die Stasse zahlt jeden Betrag aus, ohne Kündigung zu verlangen. Die hannoversche Stadtfinanz stellte jeden Betrag zur Verfügung. Es wäre ja zu wünschen, daß der Alarm diesmal. wirklich ein blinder gewesen wäre. Was sich ein ,, Edelfter" herausnimmt. Die Wähler der haben; in der Wahlurne befanden sich bei der Auszählung nur fünf mitteilt, ihren bisherigen Vorsteher nicht wieder zu wählen, da die Gemeinde Wiblingwerde beabsichtigten, wie der„ Gemeinnütige" Stimmzettel für Braun. Dem Wahlkommissar ist von den Behauptungen der Leute Mitteilung gemacht und an ihn das Ersuchen selbe nach allgemeiner Ansicht die ausgedehnten Gemeindejagden gerichtet, dafür Sorge zu tragen, daß ähnliches auf keinen Fall bei der einem Freiherrn v. Löbbecke auf Haus Nachrodt um Stichwahl geschehen könne. Beim Minister des Innern ist darüber mehrere tausend Mark zu billig berpachtete. Be Beschwerde geführt, daß von einer erheblichen Anzahl Wahivorstehern fagter Freiherr erfuhr davon und fandte an ein einflußreiches die Oeffentlichkeit bei der Wahl ausgeschlossen Gemeindeglied alsbald folgenden Drohbrief: " Sehr geehrter Herr Wilke! wurde. Gerade aus solchen Wahlbezirken kommen am meisten Beschwerden über Ungehörigkeiten. Ich möchte nicht von hier abreisen, ohne Ihnen dringend und warnend ans Herz zu legen, alles zu thun, um die Wiederwahl des Vorstehers vom Hagen zu sichern und ganz bes sonders selbst im Wahltermin nicht zu fehlen. Ich würde es als eine so ordinäre Undankbarkeit gegen den alten Vorsteher ansehen, wenn er nicht wieder gewählt würde, daß ich meine Hand von Wiblingwerde zurückziehen würde. Dies bedeutet dann zunächſt: 1. den Fortfall des Zuschusses von 500 M. für den Waldbewirtschaftungsverein; 2. den Fortfall des Invalidengeldes aus meiner Famlienstiftung, auch ca. 500 M.; 3. beantrage ich die Trennung der Wege- und Armenlasten( etiva 100 Broz. meiner Steuern): 4. bes antrage ich die Trennung der Geschäfte des Amtmanns von denen des Vorstehers( etwa 1000 M. mehr Bureaukosten für die Gemeinde). Sie haben mit Grothe und Spelsberg die Sache in der Hand. Sie haben daher auch die ganze Verantwortung für die Folgen der Gemeinde gegenüber zu tragen. Daß ich Wort halte, davon glaube ich, sind Sie hinlänglich nach unserem langjährigen gemeinsamen Zusammenwirken überzeugt. Ich würde Ihnen auch persönlich es so übel nehmen, wenn Sie für vom Hagen nicht eintreten würden, daß ich dazu beitragen würde, daß Sie ganz ruhig in Ihrer Schmiede stehen könnten, indem ich eine Schmiede in Wiblingwerde etabliere, und ich glaube annehmen zu dürfen, daß meine Freunde sich sämtlich dieser zuwenden würden. Mit bestem Gruße Ihr erg. F. v. Löbbecke". Ein echter Junter! Wie zu erwarten war, haben die Freifinnigen für die Stichwahl am Sonnabend wirklich Wahlenthaltung proklamiert. Als Grund führen sie an, daß die liberale Partei, ganz abgesehen davon, daß sie die Endziele der Socialdemokratie, welche die Vernichtung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung bezwecken, unbedingt verwerfen muß, schon aus Selbftachtung für den socialdemokratischen Kandidaten nicht eintreten könne, weil die socialdemokratische Partei den Wahlkampf mit den verwerflichsten Mitteln geführt hat. Um Ausreden sind die Freisinnigen noch nie verlegen gewesen, wenn es galt, sich vom mannhaften Eintreten für irgend eine Sache zu drücken. Auch wenn die Freisinnigen und ihr Kandidat gar nicht genannt worden wären, hätten sie nicht den Mut gehabt, offen für unsren Genossen Braun einzutreten. Es heißt nun abwarten, wie viele freifinnige Wähler sich durch das jämmerliche Beispiel ihrer Führer am Stichwahltag nicht beeinflussen lassen. 4M Proteft gegen den Memeler Volksverrat der freisinnigen Parteileitung erhebt auch ein der freisinnigen Voltspartei" angehöriges Blatt, die Breslauer Zig.". Das Blatt erklärt Die Wahl in Memel- Heydekrug besißt ein mehr als lokales Interesse. Die Parole: Gegen den Brotwucher! ist in Zu den sächsischen Landtagswahlen. ganz Deutschland ausgegeben worden, und der Ausfall der die Erfreulicherweise marschiert diesmal Socialdemokratie Hauptwahl in Memel- Heydekrug ist von diesem Gesichtspunkte aus Sachfens geschlossen in die Landtagswahlen. Diese Thatsache allein in ganz Deutschland als ein bemerkenswerter und in seiner Stärke verleiht unsrer Agitation ein größeres Gewicht. Nicht ohne bange unerwarteter Protest der Bevölkerung gegen die agrarische Be- Neugier erwarten unire Gegner das Eingreifen speciell der Leipziger gehrlichkeit ausgelegt worden.. Wir achten gewiß die be- Genossen. Am 23. Juli eröffneten diese nun die Campagne mit einer sonderen Interessen jeder Gegend und berücksichtigen gern die gut besuchten Parteiversammlung, in der Genosse Goldstein als lokalen Verhältnisse, die oft Feffeln anlegen und Referent die Schandthaten der Kartellparteien im Landtage Revue manchmal dazu treiben mögen, selbst ein Princip zu durchbrechen. passieren ließ. Die Mißwirtschaft der herrschenden Klassen, Ist aber dies schon an und für sich jedesmal ein zwei- die zu einer in schweren Finanzkalamität dem ebc= schneidiges Vorgehen, und führt jeder Principien dem wegen seiner blühenden Finanzen gepriesenen Sachsen hat, bruch früher oder später unheil im Gefolge, so ist geführt wurde scharf gegeißelt. Besonders wurde er in einem Falle wie dem gegenwärtigen vollends unentschuld natürlich der Wahlrechtsraub geschildert, der in der Wahlbewegung bar. Diese Wahl geht in ihrer Bedeutung über die einer lokalen immer wieder die Hauptbedeutung hat. Angesichts der Beteiligung Wahl hinaus; ihre Bedeutung ist so groß, daß selbst die verder preußischen Genossen an den dortigen Landtagswahlen muß der bissensten Gegner der Vertreter der Memel- Heydekruger Kampf gegen das Dreitlassen- Wahlsystem in Sachsen von größerent Socialdemokratie die Augen zumachen und für den social Interesse sein. Und die Leipziger Genossen werden nicht verfehlen, demokratischen Kandidaten stimmen müssen. Es geht nicht an, zu zeigen, daß sie auch diese Art des Kampfes mit Bravour führen. # " Das Kriegsentschädigungs- Problem Wie bei früheren Wahlen stüßen sich die Wahlrechtsräuber, die den Arbeitgebern angenommen wurden, legte er sein Mandat nieder. Nationalliberalen und Konservativen, brüderlich, vielmehr stiefbrüderlich. Er ist bisher als Politiker nicht hervorgetreten. Zunächst hamstern die Konservativen alle Kandidaturen für sich ein, Der Justizminister Alberti ist der Sohn eines alten be ist seiner Lösung wieder ein Stüd ferner gerückt. Ueber die eine Zweidrittelmajorität im Landtage verbürgen. Tannten Demokraten. Im Beginn seiner politischen Laufbahn schien öhe der Kriegsentschädigung hat man fich ja glücklich geeinigt, Schmerzt dies zwar ihre nationalliberalen Kartellbrüder, so findes, Liebe in den Kauf zu nehmen, denn sie hängen nunmehr ebenso sollte. Als Kandidat der moderierten Partei gelang es ihm, bei den Summen aufbringen soll. Ueber diese wichtigste Frage soll jezt diese gleichwohl in ihrer Ohnmacht gezwungen, diese stiefbrüderliche es, als ob er nicht ganz in die Fußstapfen seines Vaters treten auch über den Zahlungsmodus, nur ist unglücklicherweise noch immer die Frage nicht gelöst, wie China die erforderlichen von der Gnade der Konservativen ab, wie ehemals die Kammer- Wahlen von 1892 über seinen jezigen Kollegen Hörup, den entschieden scheinbar die Diskussion ganz von neuem beginnen. Denn gestern fortschrittler, denn der amtliche Wahlapparat ist fast ausschließlich demokratischen Kandidaten, zu fiegen. 1895 wurde er aber in den Vorstand melden die" Times" aus Beting: Für Freitag ist eine Verin konservativen Händen. Unter solchen Umständen ist die Social der Reformpartei der Linken gewählt. Er ist Eigentümer der liberalen sammlung der Gesandten einberufen, in der, wie man demokratie wie früher ganz auf sich angewiesen. Kompromisse sind Zeitung Dannebrog".-Der Kultusminister J. Christensen annimmt, die Meinungsverschiedenheit beigelegt für sie völlig gausgeschlossen und auf eine passive Unterstützung ist troß ist der langjährige offizielle Führer der Linkenpartei. Christopfer werden wird, die bezüglich der als Sicherheit für die Entder Bielkandidaturen in einigen Wahlkreisen von keiner Seite zu Sage, der Finanzminister, ist aus den Reihen des Kopenhagener schädigungszahlung anzuweisenden Einnahmen noch besteht. ie rechnen. Die Antisemiten sind bedeutungslos geworden und jammern, daß sie nicht einmal Wahlmänner in den Bürgerkreisen friegen, die Bürgertums hervorgegangen. Ursprünglich konservativ wurde er daß die Gesandten, wenn sich die bereitgestellten Einnahmen als berlautet, wird der englische Gesandte vorschlagen, ihrer demagogischen Agitation bei den Reichstagswahlen 1893 zum infolge des Verfassungsbruchs des Ministeriums Estrup ganz und nicht ausreichend erweisen, sich einigen, um über andre GinOpfer gefallen waren. Die Herrlichkeit der bürgerlichen Parteien gar Demokrat. Er hat Nationalökonomie und Staatswissenschaftnahmequellen zu beraten, wobei jeder Gesandte geht eben in die Brüche und nur die Brutalität des indirekten Drei- studiert und mit einer Abhandlung über Stuart Mill sich vor der Beratung seine Vorbehalte machen Hafen Wahlrechts vermag noch die konservative Herrschaft zu stüßen, die goldue Medaille der Universität erworben. Der neue tann. Nußland werde, wenn dieser Vorschlag zur Annahme so ist der Boden socialdemokratisch unterminiert. Landwirtschaftsminister, Ole Hansen, wird als ein gelangt, feinen Vorschlag zurückziehen, der die aus einer Vertüchtiger und kenntnisreicher Bauer bezeichnet. Solange die Rechte Doppelung der Seezölle erwachsende Einnahmeam Ruder war, konnten nur die großen Gutsbesitzer zu diesem Steigerung für die Entschädigungszahlung verPosten gelangen. Hansen ist über 10 Jahre Mitglied des Folkethings.wandt wissen wollte und der die Ursache des Stilstands der Verhandlungen war. Man hofft zuversichtlich, daß die Frage örup, der Verkehrsminister, war bisher Redacteur von„ Politiken", alsdann erledigt ist. dessen Leitung jetzt Eduard Brandes, der Bruder des berühmten Litteratur- Als ob die von England gewünschte Einigung" über die historikers Georg Brandes, übernommen hat. Hörup ist ein entschiedener Schaffung andrer Einnahmequellen sich so aus dem Handgelenk erzielen Demokrat und Gegner des Militarismus. Auch die übrigen neuer- ließe! Gewiß, wenn diese Streitfrage erledigt ist, ist die Angelegennannten Minister haben mehr oder minder bewiesen, daß sie auf liberal- heit, so weit sie sich von den Gesandten erledigen läßt, erledigt. stattfinden, während die Wahlmänner- Wahlen in den letzten September- Socialdemokraten"," feine Macht rasch und energisch zur Durch die in der Situation Chinas liegenden Schwierigkeiten geltend Die Wahl der Abgeordneten wird voraussichtlich am 15. Oktober demokratischem Boden stehen.„ Wenn der Minister Deunger", schreibt Vorläufig soll sie aber erst einmal erledigt werden. Erst nach Lösung der diplomatischen Schwierigkeiten werden sich tagen stattfinden. führung von Reformen anwendet die Bedingungen dazu sind, machen. Die Landtagswahlen für das Fürstentum Reuß j. 2. werden nachdem die Rechte total fallit ist, außerordentlich günstig wird vom Ministerium für den 26. September ausgeschrieben. Unfre er sich bleibenden Ruhm erwerben." Parteigenossen haben bereits ihre Kandidaten nominiert. Der Kampf wird aber tros dieser Sicherung durch das Dreitlassen- Wahlsystem ein sehr heftiger werden. Die Finanzlage zwingt die Regierung, einen 50 proz. Zuschlag zur Staatseinkommensteuer zu erheben das macht selbst sonst gutmütige Spießbürger wild. Sind diese deshalb auch noch nicht sogleich der Socialdemokratie gewonnen, so wird diese doch den Vorteil einer gründlichen Ausnigung der Situation nicht entgehen lassen. Und so kann denn nun der Kampf beginnen. Ohne propagandistische Erfolge wird die Socialdemokratie daraus nicht hervorgehen. e Das neue holländische Kabinett wird nach einer Meldung " Peking, 25. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Der fremdenfreundliche Vicekönig Tichang- tschi- tung schlägt die Einsehung einer internationalen Kommission vor, welche über das Vorgehen der Missionare in China eine Untersuchung aneinen Plan unterbreitet zur Unterdrückung des in Nordchina um sich greifenden Brigantenwesens, da das Land dort von Räuberbanden, welche aus Borern und früheren chinesischen Soldaten bestehen, terrorisiert wird. itellen foll. Er hat ferner der britischen Regierung Ob aber England Lust haben wird, sich durch ein derartiges Engagement in konflitte mit Rußland verwickeln zu lassen? wir zweifeln sehr daran. Bociales. Unfälle in der chemischen Industrie. Nach dem Bericht der England. Kriegskatzenjammer der Finanzkreise. Wie aus London Der Ordnungsmischmasch in Karlsruhe. berichtet wird, fand vor einigen Tagen eine Versammlung von englischen Finanzleuteu statt, Aus Baden wird uns geschrieben: Es ist ergöglich, zu sehen, Finanziers und Großindustrielle beiwohnten. ber and etio Einer der letzteren vie die bürgerlichen Parteien der Residenz Karlsruhe nun seit schilderte die wirtschaftliche Lage, welche für die deutsche Industrie Wochen sich mit der Aufgabe abmühen, für die drei von der Stadt und das deutsche Kapital durch den Boerenkrieg geschaffen wurde, zu vergebenden Landtagsmandate Kandidaten ausfindig zu und erklärte, die deutschen Finanzlente seien entschlossen, alle Mittel machen, die für alle Schattierungen des bunten Parteimischmasches, anzuwenden, das Ende des Krieges herbeizuführen. Die englischen von den Stockkonservativen bis hinüber zum Richterschen Freifinn", Finanziers erkannten an, daß der Krieg ein Ruin des englischen annehmbar sind. Bei den Geburtswehen dieses bürgerlichen Wahl- und deutschen Handels werden könne und stimmten der Ansicht bei, kartells, das erst durch den schlauen Schachzug ermöglicht wurde, den daß der Krieg baldigst beendet werden müßte. die Regierung mit der so überraschend gekommenen Umbildung des Ministeriums gethan hat, tritt die totale politische PrincipienNiederlande. losigkeit unsres Bürgertums in ihrer ganzen abstoßenden Häßlichkeit zu Tage. Alle Gegensätze der principiellen Anschauungen der Frankfurter Zeitung" aus dem Haag, soweit die Miniſterliste Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie ist die Zahl der Perin politischen Dingen verschwinden vor dem einzigen Bestreben, der bisher bekannt geworden ist, wahrscheinlich wie folgt zusammengesezt jonen, die in den zu ihr gehörigen Betrieben beschäftigt werden, von mächtig aufstrebenden Socialdemokratie einige Landtagssige sein: Kuyper, Borsitz; Harte, Finanzen; Holff; General Berganfius, 143 119 im Jahre 1899 auf 153 011 im Jahre 1900, also um zu entreißen. Der Wasserstiefel Freisimm" wirft sich den National Strieg und Marine. liberalen in die Arme, und diese suchen ihrerseits den Anschluß an das bisher so leidenschaftlich bekämpfte Centrum, das dem vorerst es wegen einer Polizeiverordnung, während der Kirmes die Wirt- meldeten und untersuchten Unfälle gestiegen. Rotterdam, 26. Juli. In der Umgegend von Dordrecht kam Arbeiterinnen ist auch bei dieser Berufsgenossenschaft die Zahl der ges 6,91 Proz. gestiegen. Aber noch schneller, als die Zahl der Arbeiter und noch etwas schüchternen Liebesgirren der Kulturkampf- Partei von schaften um 10 Uhr abends zu schließen, zwischen Polizei und 10 000 Versicherte 538,5 gemeldete und 77,5 entschädigungspflichtige 1899 tamen auf Tag zu Tag mehr Gehör schenkt. Ein traurigeres Bild politischer Verwahrlosung, als es augens blutigen Zusammenstoß. Die Menge bewarf die Truppen und 81,4 entschädigungspflichtige Unfälle. Die Zahl der tödlich Truppen einerseits und der Bevölkerung andrerseits zu einem Unfälle. 1900 tamen aber auf 10 000 Versicherte 553,9 gemeldete blicklich die Blätter dieser beiden Parteien bieten bei dem Bestreben, mit Steinen; ein Offizier wurde schwer verwundet. Darauf gaben verlaufenen Unfälle stieg von 89 im Jahre 1899 auf 119 im durch mehr oder minder verschämte gegenseitige Anbändelungs- die Soldaten Feuer; zahlreiche Personen wurden verlegt.versuche den Boden für die unnatürliche Verbrüderung zu ebnen, Jahre 1900. Durch Maschinen wurden neben 246 entschädigungswar auf der politischen Schaubühne unsres Landes faum jemals pflichtigen mur 12 tödliche Unfälle verursacht. Die Zahl der zu sehen. Die beiden ursprünglich von der nationalliberalen Partei portierten Kandidaten( der dritte anderweitig verursachten tödlichen Unfälle belief sich aber auf 107 neben 7518 gemeldeten Unfällen, von denen 1012 entschädigungsfinn" überlassen) mußten wegen ihrer kulturkämpferischen Berdurch giftige Stoffe und Gase verursacht, 8 durch Flammen an dem" Frei pflichtig waren. Von diesen tödlich verlaufenen Unfällen wurden 10 gangenheit vor dem Widerspruch der klerikalen Presse sofort wieder Defen in der Versenkung verschwinden, als die Regierung durch ihren Ministerschub die bekannte Schwenkung nach rechts ausführte und dadurch den bürgerlichen Parteien das Signal zur Konzentration gegen die Socialdemokratie gab. Die Kandidatenfrage ist jetzt in der Residenz zu einer reinen Personenfrage geworden, bei deren Lösung es geht wie immer in solchen Fällen: die Namen der politisch charakter- und überzeugungslosesten Leute haben am meisten Aussicht, den Beifall der gemeinsam operierenden Parteien zu finden, und so werden jezt eben auch für die Karlsruher Landtags- Sitze Männer" gesucht, deren politische Anschauungen in allen Farben des tonservativ antisemitisch- tlerital- nationalliberal freisinnigen Wahlmischmaschs schillern. wurde Belgien. Zur Militärfrage. Der socialistische Kammerdeputierte Artikel lautet:„ Das Stellvertretungssystem im Heere iſt auf Bertrand hat einen Gefeßentwurf eingebracht, dessen einziger gehoben." Dieser Entwurf wird in der Kammer voraussichtlich zu lebhaften Debatten führen, er wird nicht nur von den Socialisten, sondern auch von zahlreichen Liberalen und selbst klerikalen Deputierten unterstügt werden. Afrika. Benzin und Feuersbrünste, 7 durch Explosion von Gasen, davon 6 allein im Sektionsbezirk Köln, 6 durch Explosion von Dampfoder Spiritus, 7 durch Pulver und Pulverstaub, tesseln, 6 durch Abstürzen und leberfahren, 5 durch Knallquecksilber und Zündhütchen. Durch äzende Stoffe, Laugen, Säuren 2c. wurden 746 gemeldete Unfälle verursacht, von denen 93 länger als 13 Wochen zur Heilung bedurften, also entschädigungspflichtig waren, aber glücklicherweise nur 2 tödlich verliefen. Eine Schlacht an der marokkanischen Grenze? Der Korrespondent der Daily Mail" meldet aus Cadiz. er habe aus einer maurischen Quelle erfahren, daß vor einigen Tagen zwischen den Franzosen und Mauren in der Nähe von Figuig eine große Der Bericht der Berufsgenossenschaft erklärt, daß die dem ArbeiterSchlacht geschlagen worden sei. Der Zusammenstoß wäre infolge einer Bewegung der franzöfifchen Truppen entstanden, welche die Unterwerfung der Stämme südlich vom Atlas und die Besetzung der Die zur Lösung diefer allerdings nicht gerade leichten Aufgabe Cafe Tafilet bezweckte. Die Verluste auf beiden Seiten sollen beBerufenen haben vorerst den blamabeln Ausweg gewählt, die Ent- deutend gewesen sein. Die Franzosen blieben Sieger. Die Mauren scheidung in der Personenfrage bis zum September zu verschieben, behaupten, daß jetzt 9000 Franzosen an der Grenze Maroffos um dadurch für die Verhandlungen zwischen den einzelnen Parteien stehen. Beit zu gewinnen. Schließlich haben wir in Baden ja auch das indirekte Wahlsystem, das es dem bürgerlichen Mischmasch ermöglicht, die Nominierung der Abgeordneten Kandidaten bis nach den Wahlmännerwahlen hinauszuschieben. Bei diesen letteren können ja mehrere hundert Namen untergebracht werden, die sich leicht auf die einzelnen Parteien verteilen lassen. Und ist die Entscheidung zwischen der Socialdemokratie und dem Mischmasch erst einmal gefallen, ſo läßt sich für den letzteren immer noch sehen, was in der Richtung der Bekämpfung des Umsturzes" zu machen ist. Der Boeren- Krieg. Die geforderten 50 000 Berittenen sollen nach den Versicherungen des Kriegsamts binnen einigen Monaten aus dem Boden gestampft werden. 24 000 Mann würden bis zum 15. August zur Absendung bereit stehen. Dieselben würden 12 besondere Regimenter bilden. Die übrigen 26 000 Wann würden binnen zwei weiteren Monaten abgehen können. Das glaubt das Kriegsamt jedenfalls selbst nicht. Ein Gefecht Man sieht, dem Feilschen und Markten zwischen unsern Gegnern im Lager der bürgerlichen Parteien steht noch ein weites Feld offen, und die politische Korruption des Mischmaschs hat noch lange nicht Das Kriegsamt veröffentlicht ein Telegramm Lord Kitcheners ihren Höhepunkt erreicht. Und das, was aus dieser abstoßend Und das, was aus dieser abstoßend häßlichen Berbindung der heterogensten politischen Anschauungen hervorgeht, das soll dann eine„ würdige Vertretung der Residenz" sein! Ausland. Dänemark. vom 25. d. M. ans Pretoria: Die berittenen Truppen der Kolonne Baratt fiberraschten am 21. Juli eine Boerenabteilung in der Nähe von Reißburg und machten 25 Gefangene. Ferner erbeiteten sie mehrere Wagen. Die Engländer hatten an Berwundeten zwei Offiziere und sechs Mann. Oberst Garatt behielt bis zum 22. Juli Fühlung mit den Boeren und kehrte dann mit der Eisenbahn zurück, um seine Beute in Sicherheit zu bringen. Wie Steijn entkam. Das neue Ministerium bedeutet, wenn es die darauf gefeßten Hoffnungen erfüllt, einen gründlichen Systemtechsel und einen wesentlichen Fortschritt in demokratischer Richtung. Es wird nicht englischen Truppen, bei welcher Gelegenheit Präsident Steijn Aus Kronstadt werden über den Ueberfall von Neiz durch die nur von der Presse der Linken, sondern auch von der socialdemo- beinahe den Engländern in die Hände gefallen wäre, noch kratischen sehr sympathisch begrüßt und zwar besonders darum, folgende Einzelheiten gemeldet: General Broadwood geweil es nicht einen schwächlichen Vergleich mit der Rechten, langte durch Eilmärsche in die Nähe des Dorfes, das er umzingelte. sondern einen vollen Sieg der demokratischen Linken bis zu Dragoner der Avantgarde drangen in die ihrem äußersten radikalen Flügel darstellt, der mit der Social- Belte und nahmen zwanzig Beamte des Oranje- Freistaates gefangen. Einer der Gefangenen war eben in Begriffe, ein Bad zu demokratie alliierten Linken, die dieser im wesentlichen ihre jezige nehmen, als er festgenommen wurde. Ein anderer verließ halbnackt Machtstellung mit verdankt.„ Die Vergleichsmänner, Sammel- fein gelt und eilte in den Pferdeschuppen, aus welchem er furz politiker, Agrarier und wie fie sonst genannt werden", schreibt darauf, noch ebenso notdürftig bekleidet, hoch zu Roß, ohne Sattel" Socialdemokraten"," brachten es niemals dazu, ein Ministerium zeug heraussprengte. Ein Dragoner fandte dem Flüchtling eine auf die Beine zu stellen. Sie sagten, daß die Allianz mit den Kugel nach, die jedoch ihr Ziel verfehlte. Der Flüchtende war Socialdemokraten die Linke als Regierungspartei unmöglich mache, Präsident Steijn. 1 Die tägliche Verlustlifte und die von der Sechten riefen: Brecht die Allianz mit den Steijn hat jedenfalls große Geistesgegenwart bewiesen. Socialdemokraten, so sollt Ihr zur Macht gelangen! Aber das hätte nur zur Zersplitterung der Demokratie geführt und sie wäre vom südafrikanischen Kriegsschauplas beträgt für den 25. Juli fteben dann niemals ans Ruder gekommen. Das Zusammenhalten im Tote, einen Gefangenen und sechs an Krankheiten Verstorbene." Kampf um die Verfassung war die Bedingung des Sieges." Zwei Millionen Mark schutz dienenden Einrichtungen stetig vermehrt worden seien. Tropdem die ständige Zunahme der Unfälle. Diesen Widerspruch sucht der Bericht damit zu erklären, daß Arbeiter vielfach gegen die er= lassenen Vorschriften handeln, daß sie die vorhandenen Schußeinrichtungen nicht benutzen und unachtsam wären, vielleicht auch ungenügend angewiesen würden. Der Bericht muß aber dabei zugeben, daß Unfälle zuweilen ganz andere Ursachen als Unvorsichtigkeit und Leichtfertigkeit seitens der Arbeiter haben, daß zuweilen dem Betriebsunternehmer allein die Schuld an den Unfällen zugeschoben werden muß. So sind an fast allen Pressen nach den Unfallverhütungs- Vorschriften der Berufsgenossenschaft Hebel angebracht, welche die Spindel der Presse bei ihrem höchsten Stand festhalten, bis der Arbeiter seine Hände unter der Presse weggezogen hat. Es ist aber ein Fall festgestellt worden, in dem der Betriebsunternehmer den Arbeiterinnen direkt verboten hatte, diese Sperrklinke zu gebrauchen, weil dadurch die Arbeit aufgehalten würde. Die Folge war, daß gerade aus diesem Grunde ein auf das Unzulässige seiner Handlungsweise aufmerksam gemacht, Mädchen an der Spindelpresse verunglückte. Der Betriebsunternehmer, behauptete, daß diese Sperrfeder in keinem Betriebe benutzt würde, und berief sich auf das Zeugnis eines Mädchens, das bis vor gang kurzer Zeit in einem gleichen Betrieb beschäftigt gewesen war. Dieses entsprach aber nicht seiner Erwartung, sondern konnte nur gerade das Gegenteil bezeugen, daß sowohl ihr wie allen ihren Kolleginnen in der betreffenden Fabrik die Benutzung der Sperrfeder auf das nachdrücklichste anbefohlen war. In ähnlicher Weise wurde in einer Lackfabrik ein großes Unheil herbeigeführt. Auf Geheiß des Siede50 Kilogramm Terpentinol zugefeßt, ehe eine genügende Abkühlung meisters, dem die Arbeit nicht schnell genug ging, wurden dem geschmolzenen Harze eines großen nicht abnehmbaren Siedekessels circa der Steffelwandung eingetreten war. Die Folge dieses verfrühten Bufages war eine Entzündung des Kesselinhalts, der dabei explosionsBuſages war eine Entzündung des Kesselinhalts, der dabei explosionsartig umhergeschleudert wurde und die Bedienungsleute ringsum mit brennendem Harz überschüttete, wobei zwei Personen so schwere Berlegungen erlitten, daß die eine dieses unzeitige Geheiß mit dem de büßen mußte und auch für die andre die Berufsgenossenschaft entschädigungspflichtig wurde. und Leichtfertigkeit der Arbeiter ist, durch die Unfälle herbeigeführt Muß so zugegeben werden, daß es nicht immer Unachtsamkeit werden, sondern auch rücksichtsloses Antreiben der Unternehmer oder Aufsichtspersonen solche verschuldet, so kann der Bericht auch einen andren Vorfall nicht mit Schweigen übergehen, der zeigt, daß der todesmutigen Entschlossenheit von Arbeitern die Verhütung unabsehbaren Unheils zu verdanken war. In Anzhausen im Siegerlande befindet sich die Dynamitfabril von Dr. N. Nansen u. Co. In derselben ließ am 2. August 1900 der Nitrirer die letzte von fünf, konzentrierte Schwefel- und Salpetersäure entden Scheidetrichter ab, ohne zu bemerken, daß die Hähne nicht gehaltenden Chargen einer Tagesleistung aus dem Nitrirapparat in Der Ministerpräsident und Minister des Aeußern, Profeffor in Gestalt einer Dotation sollen Lord Roberts in AnDeunger, ist der Sohn eines wohlhabenden Maurermeisters. Er erkennung feiner Leistungen im südafrikanischen Feldzug zugedacht schloffen waren, welche den Abfluß des gebildeten Nitroglycerins aus ist jetzt 56 Jahr alt und wurde im 27. Lebensjahr zum Professor sein. Die Dotation von 100 000 fund( 2 000 000 m.), welche dem Scheibetrichter in den Vorwaschbottich und aus diesem in die nach der Rechtswissenschaft an der Universität Kopenhagen ernannt. In ihm die englische Regierung zur würdigen Vertretung seiner dem Waschhause führende Sprengölleitung vermitteln. Das ganze den Jahren des heftigen Kampfes der Linken mit der Regierung neuen Würde als Peer" gewähren will, wird selbst in Nitrirgemisch lief daher durch den Scheidetrichter direkt in den im bildete er ein Gegengewicht in der juristischen Fakultät gegen den unionistischen Kreisen Londons für übertrieben hoch gehalten. In Waschhause zwischen den Filtrierapparaten stehenden Schlammsammler, Professor Magen, der den Verfassungsbruch der Regierung wissen der That waren frühere Belohnungen an englische Generale weit der noch sprengölhaltiges Waschwasser enthielt, und geriet darauf unter schaftlich" zu rechtfertigen suchte. Er wird als ein hervorragender 25 000 Bfd., und nach dem Feldzug in Egypten 30 000 Bfd., ebenso Bersetzung. Das sich dabei stark erhitzende und in lebhafte Wallung weniger hoch; nach dem Aschantifeldzug erhielt der Lord Wolseley massenhafter Entwickelung roter Dämpfe von Untersalpetersäure in Autor auf juristischem Gebiete angesehen. Bei der großen Aus- viel empfing Lord Kitchener im Jahre 1899 für die Operationen geratende Flüssigkeitsgemisch spritzte über den oberen Rand des sperrung 1899 wurde er von beiden Parteien zum Vorfizenden am Nit. Schlammsammlers hinweg auf das Filtertuch des daneben stehenden Filters, in dem sich noch die letzte Charge von Sprengöl befand. Das Filtertuch fing bald an zu brennen, eine Explosion schien undes Einigungsamts ernannt. Als aber seine Vorschläge zur Bei- Man sollte Lord Roberts 200 000 Bfd. geben unter der Belegung der Streitigkeiten wohl von den Arbeitern aber nicht von dingung, den Krieg in drei Monaten beendigt zu haben! Ansicht, daß dem Kläger unter den obwaltenden Umständen die Kündigungsfrist zugestanden habe und somit sein Entschädigungsanspruch berechtigt sei. er abwendbar und konnte jeden Augenblick eintreten, die bei einer Ge- Aus der Frauenbewegung. famtmenge von 700 Kilogramm im Waschhause befindlichen Nitroglycerins unübersehbare Folgen haben mußte. Da ergriffen der Frauenbehandlung in der Fabrik. Von Arbeiterinnen der herzugeeilte Meister Hieronymus Wagner und der Wäscher Lehmannschen Fabrik in Rummelsburg, die in der Mehrzahl Friedrich Schlemper, die eigne Lebensgefahr nicht achtend, das Arbeiterinnen beschäftigt, gehen uns lebhafte lagen zu über unge- Lohnentschädigung bei Nichteinstellung. Der Klavierarbeiter schon brennende Filtertuch und trugen es aus dem Waschhause bührliches Benehmen durch Meister; speciell im Scheersaale flagen G. beanspruchte von dem Klavierfabrikanten Barsch durch Klage beim vor den Erdwall, wo sie schnell den Brand erstickten und so jede die Frauen über den Meister, daß er ihnen vielfach Unanständigkeiten Gewerbegericht eine Lohnentschädigung von 60 M., indem er geltend Gefahr der Explosion beseitigten. Freilich hatte sich Schlemper dabei zumute. Beschwerden bei der Direktion seien erfolglos gewesen. Es machte der von Barsch zuerst engagierte Kollege Sch. habe_im durch Einatmen der sich massenhaft entwickelnden Untersalpetersäure feien schon Arbeiterinnen entlassen worden, die sich den Zumutungen Verkehrslokal der Klavierarbeiter zu ihm gejagt, er möge ſtatt eine Lungenentzündung mit allgemeinem Katarrh der oberen Luft- des Meisters nicht fügten. Dabei ist die Bezahlung eine höchst seiner zu Barsch gehen. Das habe er gethan, und wege sowie eine bedrohliche Herzschwäche zugezogen, doch gelang es. mangelhafte. So bekommt z. B. eine erste Arbeiterin an der sei auch bon Herrn Barsch, der gleich seine Papiere diese Zustände wieder ziemlich zu beseitigen. Als der Gewerbe Scheermaschine 10 M., eine zweite 9 M. Wochenlohn. dabehalten habe, zum 27. Mai zur Arbeit bestellt worden. Inspektor Westmeyer in Siegen von dieser mutigen, die Die Assistentin in der Fabrikinspektion sei auf diesen Betrieb am 27. Mai habe ihn aber Barsch nicht eingestellt, weil eigne Lebensgefahr nicht achtenden That Kenntnis erhielt, beantragte aufmerksam gemacht. der Kollege Sch. nun doch habe die Stellung einnehmen wollen. er auf Grund des§ 10 Absaz 3 des Unfallversicherungs- Gesezes Die Kammer IV des Gewerbegerichts nahm an, daß hier ein vom 6. Juni 1884 bei der Berufsgenossenschaft eine Geldprämie für Eine treue Parteigenoffin, die Maurers- Ehefrau Rosa Arbeitsverhältnis im Sinne des Gesetzes zu stande gekommen sei. diese rettende That. Infolgedessen beantragte die Sektion Köln eine Friedrich, starb in Sche de mis bei 8widau. Die Partei- Es träfe zwar dem Arbeitgeber fein größeres Verschulden, folche von je 100 m., die die Genossenschaftsversammlung aber auf genossen werden der Verblichenen, welche auch Mitglied des Social- indessen wäre er für den dem Kläger durch die Nichtje 200 m. erhöhte und diese zwei waderen Männer verdienen dies demokratischen Vereins für Zwidan und Umgegend war, ein treues einstellung erwachsenen erwachsenen Schaden haftbar, denn es wäre selbe jedenfalls weit eher, als alle Aufsichtsräte die Tausende, die Andenken bewahren. seine Pflicht gewesen, sich bei dem erstengagierten Arbeiter sie als Bonifikation für ihre schwere Arbeit jedes Jahr schlucken. Sch. zu erfundigen, ob er wirklich nicht anfangen wolle, Ein Arbeiterinnenstreik in Ungarn. In Neusaz wurden die bevor er den Kläger annahm. Durch die Abnahme der LegitiDer Jahresbericht der reußischen Fabrikinspektion( Gera) 350 Arbeiterinnen der dortigen Seidenfabrit durch fortgesezte mationspapiere und durch die bestimmte Erklärung, Kläger solle am für das Jahr 1900 ist erschienen und auch von diesem Berichte stellt Quälereien, moralische Mißhandlungen und Lohnkürzungen in den 27. Mai tommen, sei der Arbeitsvertrag abgeschlossen worden. Auf unser Parteiblatt in Gera fest, daß er an Umfang wesentlich hinter Streit getrieben. Sie verdienten bei einer Arbeitszeit von früh den Nat des Vorsitzenden verzichtete der Kläger auf einen Teil dem vorjährigen zurücksteht. Interessant sind daraus die Angaben 5 bis abends 7 Uhr 25 bis 45 Kreuzer im Accord. Dabei wurden seiner Forderung, weil dem Beklagten irgendwelche böse Absicht über die Geschäftslage. Es geht daraus hervor, daß sich auch in sie empörend behandelt und mußten sich stets horrende Geldstrafen ferngelegen hat. So tam schließlich noch ein Vergleich zu stande. diesem Bezirk die Krisis stark bemerkbar macht. Bei 26 Betriebs- gefallen lassen. Sie entschlossen sich endlich, obwohl sie gänzlich arten wird eine Verschlechternng der Verhältnisse festgestellt. Wegen unorganisiert sind, zu streiken, und stellten Forderungen auf Für drei Tage ,, unrechtmäßiges Feiern" beanspruchte der geschäftlicher Schwierigkeiten mußten 17 17 Betriebe geschlossen Verkürzung der Arbeitszeit, geregelte Pausen, Lohnerhöhung Weber H., der in Bernau als Hausindustrieller für den werden. Die Zahl der Webstühle ist von 11356 auf 10 756 zurück- und anständige Behandlung. Sie hatten, da der Fabrik Berliner Teppichfabrikanten Bader thätig ivar, ins gegangen und von diesen waren nur 7222 im Betriebe. Ebenio direktor wenigstens die Verkürzung der Arbeitszeit zugestanden gesamt 8,70 Mart. Der Vertreter des Beklagten machte ging die Zahl der Spindeln von 88 757 auf 88 261 zurück, und von hatte, die Arbeit bereits wieder aufgenommen. Da holte er sich vor dem Gewerbegericht geltend, daß den Hausindustriellen diesen waren nur 72 051 im Betrieb, das sind 1400 weniger wie im dann eine„ Rädelsführerin" heraus und wollte sie in seinem in Bernau ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der Zeit, Jahre vorher. Es ist also namentlich die Textilindustrie, der Haupt- Comptoir prügeln. Darauf drohten ihm die andren, sie würden die wo sie einmal mit der Arbeit nicht weiter tönnten, nicht zustehe. erwerbszweig der Bevölkerung des Landes, der schon im vorigen Thür erbrechen und ihn totschlagen, wenn er ihre Genossin nicht Die Leute arbeiteten im Accord und ein Kündigungss Jahre schwer zu leiden hatte. freiließe. Es kam zur erneuten Arbeitseinstellung und obwohl der verhältnis existiere nicht. Uebrigens fönne die Firma garnicht die Arbeiterinnen fest. Sie ließen sich nicht mehr zur Arbeit und ob und wie lange sie wegen Mangels an Material feiern Direktor die Fabrifthore schließen und die Polizei rufen ließ. blieben tontrollieren, ob die Leute in Bernau auch für sie thätig seient zwingen. Der Direktor verstand sich schließlich unter Assistenz des Oberstadthauptmanns zu Verhandlungen. Ueber die Wirkungen der Krisis in der Metallindustrie geben nachfolgende Mitteilungen beredtes Zeugnis. Auf eine am 10. Juli vorgenommene Umfrage über die Geschäftslage in den Berliner Metallgießereien liefen Antworten aus 77 Betrieben ein, in denen 1032 Personen und zwar 333 Former und 650 Hilfs arbeiter beschäftigt sind. In 24 dieser Gießereien mit 156 Arbeitern ist die Arbeitszeit bis auf 7, 6 ja bis auf 4 Stunden herabgesetzt. In weiteren 20 Betrieben mit 468 Arbeitern wird über großen Beschäftigungsmangel geklagt, so daß es sehr häufig vorkommt, daß die Former nicht nur Stunden, sondern sogar tagelang ohne Beschäf= tigung find. Eine in Chemnitz veranstaltete Umfrage ergab gleichfalls betrübende Resultate. Hier die Antworten: Burckhardt u. Ziesler. Seit einem Jahre ist die Hälfte der Arbeiterschaft nach und nach von selbst gegangen. Chemnitzer Werkzeugmaschinen- Fabrik vorm. Joh. Zimmermann. Infolge mangelnder Beschäftigung sind etliche Hundert Mann beurlaubt. Elektricitäts- Aktiengesellschaft. Bei einem Arbeiterstande von früher 300 Mann sind jetzt noch 250 Arbeiter vorhanden. Für die freivillig Gegangenen erfolgten teine Neueinstellungen. Werkzeugmaschinen- Fabrik von Escher. Hier sind nach und nach 100 Mann abgelohnt worden, weil viele Lagervorräte vorhanden sind und keine Neubestellungen vorliegen. Maschinenfabrik von Krauß u. Röver. Im vorigen Jahr betrug der Arbeiterstand 60-70 Mann, von denen aber jetzt nur noch der sechste Teil vorhanden ist. Die selbst gegangenen Arbeiter haben lohnendere Beschäftigung gefunden. Sächsische Maschinenfabrik. Direkt abgelohnt wurde niemend, wogegen in verschiedenen Branchen die Arbeitszeit verkürzt wurde. Wer zu wenig verdient, ist von selbst weggeblieben. Maschinenfabrik von illbricht, 3schopauerstraße. Seit 1. Oft. 1900 find 90 Arbeiter weniger, davon 50 abgelohnt und 40 freiwillig gegangen. Werkzeug Maschinenfabrit Union. Im letzten Jahre haben 100 Mann die Arbeit freiwillig verlassen, abgelohnt wurde keiner. Werkzeugmaschinen- Fabrik vormals Petschke u. Glöckner. Von 200 Arbeitern im Vorjahre sind jetzt nur noch 100 Arbeiter vor handen. Zum Teil wurden sie gekündigt, zum Teil haben sie selbst aufgehört. D Werkzeugmaschinen- Fabrit Vulkan. Von der Arbeiterschaft ist ein Teil beurlaubt, ein Teil selbst gegangen wegen ungenügenden Berdienstes. Werkzeugmaschinen- Fabrik von Köhler. Während früher 160 bis 170 Mann beschäftigt wurden, sind jetzt nur noch 14 Mann vor handen. Maschinenfabrik Michaelis. Im Laufe des letzten Jahres hat eine große Anzahl die Arbeit selbst aufgegeben, ohne daß dafür Neueinstellungen erfolgt sind. # regelten Pausen vereinbart, 10 Kreuzer Lohnerhöhung pro Tag, und Es wurde eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeit mit geEinschränkung der Geldstrafen. Niemand wird gemaßregelt. vom Oberstadthauptmann authentiziert und von einem niitanwesen Diese Bedingungen wurden von beiden Teilen angenommen, den serbischen Popen- gesegnet! Sociale Rechtspflege. müßten. Das Verhältnis zur Firma sei nicht wie ein Arbeitsverhältnis in der Fabrik selber zu behandeln.- Die einen Vergleich anzubahnen. Der Versuch scheiterte indessen an der Stammer II unter dem Vorsitz des Herrn v. Schulz suchte unerschütterlichen Abneigung des Vertreters des Beklagten, der viel schließlich H. seine Klage als aussichtslos zurück. von einer Principienfrage sprach. Auf Auraten des Gerichts nahm Unberechtigte Lösung des Lehrverhältnisses. Der Arbeiter D. hatte seinen Sohn aus der Lehre bei dem Silberwarenfabrikanten Leo Bahner fortgenommen, weil er nicht eine genügende Ausbildung in der Silberschmiederei erhalten habe. Er verlangte dann durch Klage beim Gewerbegericht Sat§ 94 Ziffer 2 des neuen Unfallversicherungs- Gesetzes die Papiere des Lehrlings, die ihm der Beklagte Bahner rückwirkende Kraft? Diese Frage hatte das Reichs- Versicherungs- mit der Begründung verweigerte, daß der Lehrling nirgends amt in einem Rechtsstreit des russischen Polen Koleczey wider die mehr lerne als bei ihm. Der Seläger meinte darauf, es möge ja Snappschafts- Berufsgenossenschaft zu entscheiden. S. bezog wegen sein, daß der Lehrling für die Patent Besteckfabrikation einer schweren, in Deutschland erlittenen Verlegung seit dem Jahr 1894 des Beklagten genig Terne. Er wünsche aber, fein eine Unfallrente. Unter Bezugnahme auf Ziffer 2 des§ 94 des Sohn solle in der Silberwaren- Fabrikation so ausgebildet neuen Gesetzes entzog ihm die Berufsgenossenschaft vom 1. No- werden, daß er in jeder Silberwaren Fabrik arbeiten vember 1900 ab die Rente, weil er schon wieder jahrelang in fönne. Der Beklagte berief sich auf auf seinen Rußland lebe. Das Gesetz bestimmt nämlich an der angegebenen wonach Vertrag, der Knabe in einer zweijährigen Lehrzeit in der Stelle, daß das Rentenbezugsrecht der Ausländer ruhe, so lange sie Besteckfabrikation so gut als möglich" ausgebildet werden ihren gewöhnlichen Aufenthalt nicht im Inlande hätten. S. legte follte. Die Kammer V des Gewerbegerichts wies die Klage vergeblich Berujung cin. § 94 Biffer 2 auch auf ältere Renten Anwendung fände. die angeführte Vertragsbestimmung als maßgebend. Das Schiedsgericht nahm an, daß ab. Der Vorsitzende Dr. Bogt verwies in der Begründung auf D Tuberkulose- Kongreß. Danach St. Legte hierauf Refurs ein. Der verhandelnde Senat des könne er garnicht verlangen, daß sein Sohn in der SilberReichs- Versicherungsamts tam zu einer dem Kläger günstigen An- schmiederei und Silberwaren- Fabrikation, die gar nicht zum Betriebe sicht, sah aber selber von einer Entscheidung ab, und zwar mit des Beklagten gehörten, ausgebildet werden solle. Er hätte sich Rücksicht auf mehrere Urteile durch die dem§ 94 Ziffer 1, wo des Reichs Versicherungsamts, auch selber sagen können, daß dies in 2 Jahren überhaupt unmöglich den Strafgefangenen ici. Daß aber der Lehrling innerhalb 2 Jahren in der Silberbested die Rede ist, rückwirkende Straft zugesprochen wurde. ist, rückwirkende Kraft zugesprochen wurde. Nach Fabrikation sich nicht so gut als möglich" ausbilden lasse, habe diesen Urteilen ruht bei Strafhaft auch das Anrecht auf ältere, Kläger nicht behauptet. Die Fortnahme des Lehrlings aus der Lehre schon vor dem Jukrafttreten des neuen Gesetzes rechtsfräftig bewilligte fei rechtlich nicht begründet. Reuten. Aus diesem Grunde gab der verhandelnde Senat die Sache an den für Principien- und wichtige Rechtsfragen eingesetzten erweiterten Senat ab. Dieser hat nun in feiner legten Sigung die Vorentscheidung aufgehoben und dem Kläger die Rente weiter bewilligt. Präsident Gäbel führte begründend aus: Der Senat sei nur der hier allein in Betracht kommenden Frage näher getreten, ob§ 94 Biffer 2, der Tuberkulosen- Kongresses den Vorsitz. Professor Mac Fadhean Der Earl of Spencer führte in der Donnerstags- Sigung des von den Ausländern im Anslande spreche, rückwirkende Kraft insofern habe, daß er auch Anwendung fände auf Renten, die schon vor dem Inkrafttreten des andren Gesetzes rechtskräftig liefen. Im allgemeinen hätten Gesetze nicht rückwirkende Kraft. Rückwirkende Kraft wäre mur dann anzunehmen tem der Gesetzgeber dies als seinen Willen ausdrücklich fundgebe oder wenn durch eine überwiegende Fülle von Beweisgründen die Absicht des Gesetzgebers dahin festgestellt werden könne, daß eine Rückwirkung stattfinden solle. Das sei mun mit Bezug auf§ 94 Ziffer 2 nicht der Fall. Der Gesetzgeber habe sich in den und inwieweit einen Bericht über Tuberkelbazillen in der Milch. von der föniglichen Thierarzenei Schule verlas a an, * Redner betonte, wenn er auch nur mit 3 agen sagen könne, daß seine Anschauungen von denen des Professors Stoch bweichen, dem die Schuhriemen zu lösen er sich nicht für würdig halte, sehe er sich doch genötigt, zu erklären, daß Ju Hannover hielten circa 400 Arbeiter einer großen Fabrik er Kochs Theorie nicht annehmen könne. Redner führte der Maschinenbranche eine Versammlung ab, in der das System der statistische Belege gewonnen aus Untersuchungen, die Lohnabzüge der letzten Zeit durch die Mitteilung vieler Einzelheiten in den beiden größten Kinder Hospitälern Englands an grell beleuchtet wurde. Aus den Mitteilungen geht hervor, daß die Materialien nicht darüber ausgesprochen, ob verstorbenen Patienten vorgenommen waren und aus denen Abzüge an den Accordpreisen bis zu 35 Prozent ansteigen. Jedem, Biffer 2 des§ 94 auf Ausländer mit alten Renten An- hervorgeht, daß bei dem einen Hoſpital in 29,1, bei dem andren in der damit nicht zufrieden ist, wird freigestellt, zu gehen. wendung finden solle. Und auch aus 28,1 Proz. Fällen die erste Ansteckung der an Schwindsucht gestors den Verhandlungen in den Kommissionen benen Kinder vom Verdauungskanal aus erfolgt war. Die Generalversammlung der Central- Kranken- und Diese sei nichts Derartiges zu erkennen. Sterbetasse der Tischler debattierte auch noch am Es würde dem socialpolitischen Grundgedanken des Unfallversicherungs- Zahlen stimmten nicht zu Kochs Angabe, daß derartige Fälle Donnerstagvormittag über den Antrag auf Umwandlung der Kasse Gesetzes zuwider sein, wenn man ohne zwingenden Grund einem äußerst selten seien. Mac Fadyean ist aus eigner Erfahrung zu in eine Zuschußtaffe. Nach Schluß der Diskussion wurde namentlich einen Unfall Schaden erlitten habe und für den eine Rente festgelegt Menschen durch Tuberkelbazillen veranlasse. Redner stellte dann noch Ausländer die Rente entzöge, der in der inländischen Industrie durch dem Schluß gekommen, daß die Milch oft eine Infizierung von abgestimmt. Es stimmten für Umwandlung: worden sei. Ein solcher zwingender Grund sei nicht erkennbar. Die nicht durchweg ausreichend sei, um beim Vich die fest, er habe durch Zufall gefunden, daß das Tuberkulin Hildebrandt- Hamburg, Spethmann- Altona, Püschel- Rigdorf, Fuchs- Berlin, Uhlich- Chemniz, Buhro- Buckau, Rüdiger- Halle a. d. S., Fälle, in denen nach§ 94 die Rente ruhen felle, jeien zwar Krankheit genau zu bestimmen. Nach seiner Meinung liege das Anders- Plagwis, Haferkorn- Bolfmarsdorf, Schmiedel- Leipzig unter den Ziffern 1, 2 und 3 redaktionsli zusammengestellt, Heilmittel in einer gründlichen Kontrolle. Der Vorsigende Earl Stein- Nürnberg, Herold- Offenburg, Wiegand- Rothenbitmold, Morsch die Anwendung des Gesetzes könne aber bezüglich der einzelnen hier Heilmittel in einer gründlichen Kontrolle. Der Vorfigende Earl of Spencer trat dafür ein, daß die Regierung eine Köln, Wolfs- Mühlheim a. Rh., Kurth- Kalk, Horstmann- Oldenburg. aufgeführten Fälle eine verschiedenartige sein. Nehme man auch an, naue Briifung der Theorie Kochs vornehmen laffe. No carb Gegen ble Umbandlung daß auch bei Strafgefangenen mit älteren Renten die Rente nach Nocarb Bruhn- Hamburg, Rezzenhagen- Lübeck, Wegner- Riel, Riedel-$ 94 Biffer 1 ruhe, fo sei noch kein Rückschluß gestattet, daß der Crichton Browne zollte dem Mute Kochs Anerkennung, mit der führte aus, er teile die Ansichten Mac Fadyeans. Dr. Stettin, Gruhl- Nowawes, Trügschler- Rathenow, Schmidt- Rirdorf, jelbe Grundfaz auf§ 94 3iffer 2 zutreffe. Der Senat nehme an, Borchardt- Berlin, Griese- Berlin, Nizke- Berlin, Stievenhofer- daß hier für die Anwendung des§ 94 Ziffer 2 kein Grund vor- fordere. Aber solche Kritik würde dazu beitragen, die Wahrheit ans er seine Theorie vorgebracht habe, die sicherlich die Kritik heransCharlottenburg, Bittorf Berlin, Koch- Berlin, Reichardt- Berlin, liege. Renten, die vor dem 1. Oktober 1900 festgesezt sind, seien Licht zu bringen. Die Gesetzgebung dürfe sich nur an die absolut Rigler- Breslau, Kretschmar- Dresden, Funte- Meißen, Fiedler- Gera, Ausländern, die im Auslande leben, weiter zu zahlen. bewiesenen Thatsachen halten. Schmidt- Gotha, Schulz- Wenigenjena. Der stellvertretende Arbeiter und die Kündigungsfrist. Die Umwandlung ist deniach abgelehnt und zwar, wie die Der Steinschleifer U. war von dem Druckereibefizer Bethge zum Frankfurter Volksstimme" angiebt, mit 43 gegen 17 Stimmen. Das Ersatz des erkrankten Schleifers 2. engagiert worden. Er sollte dessen London, 26. Juli.( Schlußsigung.) Es wurde eine Reihe von nach kann die demselben Blatte entnommene Abstimmungsliste auf Stellung bis zur Gesundung des Mannes behalten. Als dieser sich Resolutionen einstimmig angenommen, in welchen der Kongreß sich der Neinseite nicht vollständig sein. wieder zur Arbeit meldete, war jedoch der Oberdrucker des Herrn u. a. gegen das Ausspeien auf öffentlichen Bläzen Ein Antrag Stein- Nürnberg: Vor der nächsten Generalversamm Bethge darüber ärgerlich, daß 2. sein Wiederkommen nicht schon acht ausspricht, und den Hofpitälern und Polikliniken empfiehlt, jeden Phtisiter lung eine Urabstimmung betr. Umwandlung der Kasse unter den Tage vorher angezeigt hatte. Er beschäftigte ihn nicht, sondern mit einer schriftlichen Anweisung für sein Verhalten Mitgliedern vorzunehmen, wird in namentlicher Abstimmung mit ersuchte ihn, noch ein bißchen spazieren zu gehen. Erst drei zu versehen und auf den Gebrauch von besonderen Spudnäpfen 36 gegen 18 Stimmen abgelehnt. Zur Prüfung und Vorberatung Wochen später wurde 2. wieder in den Betrieb eingestellt und zu- hinzuwirken; ferner empfiehlt der Kongreß die Anzeigepflicht für der Anträge, die zur Statutenänderung und Beitragserhöhung vor- gleich wurde der Ersatzmann U. entlassen. U. flagte numehr auf Schwindsuchtsfälle sowie die Errichtung von Sanatorien liegen, wird eine Kommission von fieben Personen gewählt, der Gewährung einer Lohnentschädigung, indem er geltend machte, er und Schwindsuchts heilstätten und legt den Regiefolgende Delegierten angehören: Derbe, Morsch, Plaaß, Spethmann, sei zu Unrecht ohne vorherige Kündigung entlassen worden. Die rungen dringend aus Herz, sofort eine Untersuchung Reinhardt, Schmidt und Kizler. Rammer VIII des Gewerbegerichts entschied zu Gunsten des der Kochschen Theorie beranlassen, Zu einem Antrag München II: Die Einzelmitglieder im Er- Klägers, worauf der Beklagte sofort den Betrag zahlte. Der Vor- zwischen aber in den Vorsichtsmaßregeln gegen infiziertes Fleisch frankungsfall der nächstliegenden Zahlstelle zuzuweisen, äußern sich sigende, Gewerberichter Dr. Meier, führte zur Begründung und infizierte Milch nicht nachzulassen. Des weiteren empfiehlt der mehrere Redner. Die Diskussion wird vertagt. aus: Im ersten Termin sei von einem Probe Engagement Stongreß die Einseyung eines ständigen internationalen Ausschusses, Die Versammlung beschloß dann noch eine Mißbilligungs- gesprochen worden. Ein solches liege hier schon deshalb nicht vor, welcher das Material sammeln, darüber beraten und Mittel zur Beerklärung gegen die Redaktion des" Vorwärts", weil sie die Auf- weil nach der Praxis des Gerichts als Marinum einer Probezeit fämpfung der Tuberkulose empfehlen soll. Schließlich wurde beschlossen, nahme des ihr zugesandten Versammlungsberichts abgelehnt hat. 4 Wochen gelten, während der Kläger beinahe 4 Monate im Betriebe daß auf dem nächsten Kongreß die Frage der persönlichen SchwindſuchtsWir bemerken dazu, daß der uns gesandte ericht in sehr weit gewesen sei. Neuerdings sei nun festgestellt worden, daß der Kläger anlage sowie der Mittel, dieser Anlage entgegen zu wirken, zur schweifiger Form so gut wie gar nichts Thatsächliches, Mitteilens- einen erkrankten Kollegen vertreten sollte. Die Sache liege Beratung gestellt werden soll. wertes enthielt, und daß wir uns deshalb in der Berichterstattung jetzt rechtlich 10: Wäre der Arbeiter 2. ein Jahr lang über das Thatsächliche, das allein für uns in Betracht kam, an das frant gewesen und gleich nach Beseitigung der Krant Frankfurter Parteiblatt halten mußten. heit bei Bethge wieder in Arbeit getreten, dann hätte Lekke dann hätte Lehte Nachrichten und Depelthen. Ein Verband der Orts- Krankenkassen Hamburgs ist im der Entstehen begriffen. Er hat den Zweck, die Interessen der Kassen beit angenommene Kläger jofort entlassen werden können. Frankfurt a. M., 26. Juli.( W. T. B.) Auf einem Neubau und der Versicherten in jeder Beziehung zu wahren, und soll mög- Da aber 2. nach seiner Gesundung nicht gleich eingestellt worden versagte heute beim Heraufwinden einer schweren Sandsteinplatte die lichst in jeder Hinsicht Gegenseitigkeit zwischen den dem Verbande jei, so habe Kläger mit Recht annehmen dürfen, daß feine Thätigkeit Bremsvorrichtung des Krahns, die Platte stürzte herab und erschlug angehörenden Kassen schaffen. Bis jetzt haben sich 19 Rassen bereit als Erfaßmann zu Ende wäre und daß er nunmehr in ein einen Arbeiter; ein zweiter Arbeiter wurde schwer und ein dritter erklärt, dem Verbande beizutreten. festes Arbeitsverhältnis trete. Die Kammer sei der leicht verletzt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. als Ersazmann für die Zeit der KrankHierzu 2 Beilagen. in r. 173. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 27. Juli 1901. Arbeiter, Parteigenossen! Versäumt nicht die Wählerlisten zur Stadtverordneten= wahl einzusehen. Die Listen liegen zur Einsicht im städtischen Wahlbureau, Post= straße 16, Zimmer 57, bis zum 30. Juli an den Wochentagen in der Zeit von 9 bis 3 Uhr, am Sonntag von 11 bis 1 Uhr aus. Auch werden an den bekannten Stellen Aufträge zur Einsichtnahme in die Wählerlisten entgegengenommen. Entwurf eines Zolltarif- Gesetzes. § 1. Bei der Einfuhr von Waren in das deutsche Zollgebiet werden Zölle nach Maßgabe des nachstehenden Bolltarifs erhoben, soweit nicht für die Einfuhr aus bestimmten Ländern andre Vorschriften gelten. Für die nachgenannten Getreidearten sollen die Zollsäke des Tarifs durch vertragsmäßige Abmachungen nicht unter die beigefügten Sähe ermäßigt werden: Tarifstelle 1. Roggen. 5 M. für einen Doppelzenter, 2. Weizen u. Spelz 5,50 " " " " 3. Gerste 3 · • 〃 " " " 4. Hafer. 5 " " " Den deutschen Zollausschlüssen, Kolonien und Schußgebieten fönnen die vertragsmäßigen Bollbefreiungen und Zollermäßigungen durch Beschluß des Bundesrats ganz oder teilweise eingeräumt werden. § 2. Die Gewichtszölle werden von dem Rohgewicht erhoben: a) wenn der Tarif dies ausdrücklich vorschreibt, b) bei Waren, für die der Zoll 6 M. für den Doppelcentner nicht übersteigt. Im übrigen wird den Gewichtszöllen das Reingewicht zu Grunde gelegt. Bei der Ermittelung des Reingewichts von Flüssigkeiten wird das Gewicht der unmittelbaren Umschließungen Fässer, Flaschen, Kruten u. dergl.) nicht in Abzug gebracht. Für die übrigen Warengattungen bestimmt der Bundesrat den Anteil des Nohgewichts in Hundertsteln, der zur Berechnung des Reingewichts als Tara in Abzug gebracht werden kann. Der Bundesrat fann, wenn nach dem Rohgewicht zollpflichtige Waren unverpackt oder in nicht handelsüblichen Umschließungen eingehen, bestimmen, daß dem Reingewicht der Waren das Gewicht der handelsüblichen Umschließungen für die Verzollung hinzugerechnet werde. Auch fann er über die gesonderte Zollbehandlung nicht handelsüblicher Umschließungen Anordmmg treffen. § 3. Der Bundesrat ift ermächtigt, vorzuschreiben, daß Waren, deren zollamtliche Untersuchung mit besondren Schwierigkeiten verbunden ist, nur bei bestimmten Zollstellen abgefertigt werden dürfen, sofern die Beteiligten nicht bereit sind, den Zoll nach dem höchsten in Frage tommenden Sage des Tarifs zu entrichten oder die Kosten für die Uebersendung der Waren oder der von ihnen zu entnehmenden Proben an eine mit der erforderlichen Abfertigungsbefugnis versehene Zollstelle zu tragen. § 4. Von der Verzollung befreit sind: a) die mit der Post eingehenden Warensendungen von 250 Gramm Rohgewicht oder weniger, b) die der Gewichtsverzollung unterliegenden Waren in Mengen unter 50 Gramm, Jutvieweit im übrigen bei der Gewichtsermittelung Bruchteile eines Kilogramms unberücksichtigt bleiben dürfen' bestimmt der Bundesrat. Zollbeträge von weniger als fünf Pfennig werden überhaupt nicht, höhere Bollbeträge aber nur, soweit sie durch 5 teilbar sind, unter Weglaffung der überschießenden Pfennige erhoben. Der Bundesrat ist befugt, in allen vorgedachten Beziehungen allgemein oder für einzelne Warengattungen oder auch für einzelne Grenzstrecken Beschränkungen anzuordnen. § 5. Ferner aus dem Auslande zurüdfommende gebrauchte Koffer, Die im Abfaz 1 vorgesehenen Maßnahmen werden nach erReisetaschen und sonstiges Reisegerät, wenn fein Zweifel darüber folgter Zustimmung des Bundesrats durch kaiserliche Verordnung besteht, daß darin Gebrauchsgegenstände von Reisenden in das verfügt. Ausland verbracht worden sind. Die getroffenen Anordmungen sind dem Reichstag sofort oder, § 9. 7. Die von Reisenden zum eignen Verbrauch während der wenn er nicht versammelt ist, bei seinem nächsten Zusammentritt Reise mitgeführten Verzehrungsgegenstände; ebenso der Bedarf der mitzuteilen. Sie sind außer Kraft zu sehen, wenn der Schiffer und Schiffsmannschaften, für diese jedoch höchstens in einer Steichstag die Zustimmung nicht erteilt. auf zwei Tage berechneten Menge. 8. Fahrzeuge aller Art einschließlich der zugehörigen Ausrüstungsgegenstände, die bei dem Eingange über die Zollgrenze zur 1. Bei der Ausfuhr von Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Beförderung von Personen oder Waren dienen und nur aus dieser Buchweizen, Hülsenfrüchten, Raps und Rübsen aus dem Veranlassung eingeführt werden, oder die aus dem Auslande freien Verkehr des Zollgebiets werden, wenn die ausgeführte Menge zurückkommen, nachdem sie beim Ausgange diesem Zwecke gedient wenigstens fünf Doppelzentner beträgt, auf Antrag des Warenführers haben; auch Fahrzeuge, wenn sie dazu bestimmt sind, Personen Bescheinigungen( Einfuhrscheine) erteilt, die den Inhaber berechtigen, oder Waren in das Ausland zu verbringen. innerhalb einer vom Bundesrat auf längstens sechs Monate zu bemessenden Frist eine dem Zollwerte der Einfuhrscheine entsprechende Menge einer der vorgenannten Waren ohne Zollentrichtung einzuführen. Abfertigungen zur Ausfuhr mit dem Anspruch auf Erteilung von Einfuhrscheinen finden mur bei den von den obersten Landes- Finanzbehörden zu bestimmenden Zollstellen statt. Für Waren der vorbezeichneten Art, die ausschließlich zum Abfaze in das Bollausland bestimmt sind, werden Transitlager ohne amtlichen Mitverschluß, in denen die Behandlung und Umpackung der gelagerten Waren uneingeschränkt und ohne An meldung, sowie ihre Mischung mit inländischer Ware zulässig ist, mit der Maßgabe bewilligt, daß die zur Ausfuhr abgefertigten Warenmengen, soweit sie den jeweiligen Lagerbestand an ausländischer Ware nicht überschreiten, von diesem Bestande abzuschreiben, im übrigen aber als inländische Waren zu behandeln sind.( Reine Tranfitlager.) Pferde und andere Tiere einschließlich der zugehörigen Geschirre und Decken, wenn sie als Reittiere, zur Fortbewegung von Fahrzeugen aller Art oder zum Warentragen dienen und nur aus dieser Veranlassung die Grenze überschreiten, oder wenn sie aus dem Auslande zurückommen, nachdem sie beim Ausgange in der angegebenen Weise verwendet worden sind. Auch Pferde und andere Tiere, wenn sie dazu bestimmt find, Personen, Fahrzeuge oder Waren in das Ausland zu verbringen. Fahrzeuge aller Art sowie Pferde und andre Tiere von Reisenden auch in dem Fall, wenn sie zur Zeit der Einfuhr nicht als Beförderungsmittel dienen, sofern sie erweislich sich schon seither im Gebrauch ihrer Besizer befunden haben und zu deren weiterem Gebrauch bestimmt sind. Verbleiben in den genannten Fällen Fahrzeuge oder Tiere dauernd im Julande, so tritt ihre Zollpflicht ein. Futter, das zum Reiseverbrauch der in Absatz 2 und 3 bes zeichneten Tiere mitgeführt wird, in einer der Zahl der Tiere und der voraussichtlichen Reisedauer, höchstens jedoch einem Zeitraume bon zwei Tagen entsprechenden Menge. Ueber die Zollbehandlung der Eisenbahnfahrzeuge, welche dem durchgehenden Personenverkehr dienen, sind vom Bundesrat besondere Bestimmungen zu erlassen. 9. Umschließungen sowie Schutzdecken und andre Verpackungsmittel, auch Webebäume, Holz- und Papprollen und dergleichen, die zum Zweck der Ausfuhr von Waren eingeführt, oder, nachdem fie nachweislich dazu gedient haben, aus dem Auslande wieder zurückgebracht werden. Im ersteren Falle ist der Nachweis der Wiederausfuhr binnen einer angemessenen Frist und, nach Befinden, Sicherstellung des Bolle zu fordern; es taun hiervon abgesehen werden, wenn die Umschließungen usw. gebraucht sind und kein Zweifel darüber besteht, daß sie zur Ausfuhr von Waren bestimmt sind. 10. Musterkarten und Muster in Abschnitten oder Proben, die nur zum Gebrauch als solche geeignet sind, jedoch mit Ausschluß der Proben von Nahrungs- und Genußmitteln. Für Waren der bezeichneten Art, die teils in das Zollausland, teils in das Zollgebiet abgesetzt werden sollen, können, sofern dafür ein dringendes Bedürfnis anzuerkennen ist, solche Lager mit der ferneren Maßgabe bewilligt werden, daß die aus dem Lager in den freien Verkehr des Zollgebiets abgefertigten Warenmengen, soweit sie den jeweiligen Lagerbestand an inländischer Ware nicht übersteigen, von diesem Bestand zollfrei abzuschreiben, im übrigen aber als ausländische Waren zu behandeln find( Gemischte Tranfitlager). Der Bundesrat bestimmt, an welchen Orten solche Lager bewilligt werden können. Für die vorstehend nicht erwähnten Getreide- Arten und zollpflichtigen Delfrüchte werden, wenn sie ausschließlich zum Abfaz in das Zollausland bestimmt find, Tranfitlager ohne amtlichen Mitverschluß, in denen die Behandlung und Umpachung der gelagerten Waren uneingeschränkt und ohne Anmeldung sowie ihre Mischung mit inländischer Ware zulässig ist, mit der Maßgabe bewilligt, daß bei der Ausfuhr dieser gemischten Ware der in der Mischung enthaltene Anteil von ausländischer Ware als die zollfreie Menge der Durch fuhr anzusehen ist. Für Waren dieser Art, die teils in das Zollausland, teils in das Zollgebiet abgesetzt werden sollen, können solche 11. Kunstsachen, die für öffentliche Kunstanstalten und öffent- Transitlager bewilligt werden. liche Sammlungen, sowie auch andere Gegenstände, die für öffent- 2. Ebenso werden reine Tranfitlager ohne amtlichen Mitverschluß liche Anstalten oder öffentliche Sammlungen zu Lehr- oder Anschauungszwecken eingehen. 12. Materialien, die zum Bau, zur Ausbesserung oder zur Ausrüstung von See- oder Flußschiffen verwendet werden, mit Ausnahme des Kajüts- und Küchengutes. Von der Begünstigung sind die zu Luruszwecken bestimmten Binnensee- und Flußschiffe ausgefchloffen. Die näheren Bestimmungen erläßt der Bundesrat. 13. Ordenszeichen, die von Staatsoberhäuptern verliehen sind; ferner, falls Gegenseitigkeit gewährt wird, Wappenschilder, Flaggen und andere Gegenstände, die von fremden Regierungen ihren in Deutschland bestellten Vertretungen zum dienstlichen Gebrauch zugesendet werden. 14. Särge, in denen Leichen eingehen, und Urnen mit Asche verbrannter Leichen, einschließlich der Kränze und ähnlicher zur Verzierung der Särge, Urnen oder Beförderungsmittel dienenden Gegenstände. § 6. Die folgenden Gegenstände bleiben vom 80II befreit: 1. Erzeugnisse des Acerbaus und der Viehzucht von denjenigen außerhalb der Zollgrenze gelegenen Grund= Waren, die im Tarif nicht besonders genannt und auch in keiner stücken, welche von innerhalb der Boltgrenze Tarifstelle inbegriffen sind, werden denjenigen Tarifstellen zu befindlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden gewiesen, in denen die ihnen nach Beschaffenheit oder Verwendungsaus bewirtschaftet werden; ferner Erzeugnisse der Wald- zweck am nächsten stehenden Waren aufgeführt sind. Der§ 3 des wirtschaft, wenn die außerhalb der Zollgrenze gelegenen Grundstücke Vereins- 3ollgesetzes vom 1. Juli 1869( Bundes- Gesezbl. S. 317) ist mindestens seit dem 15. Juli 1879 eine Zubehör des inländischen aufgehoben. Grundstücks bilden. 2. Von deutschen Fischern an den deutschen Seeküsten inner halb der Hoheitsgrenzen der Uferstonten gefangene Fische und andre Seetiere einschließlich der davon gewonnenen Erzeugnisse. Auch außerhalb dieser Hoheitsgrenzen von Mannschaften deutscher Schiffe gefangene Fische und andre Seetiere sowie von solchen Fischen gewonnener Speck und Thran; unter den gleichen Vorausjetungen auch Speck und Thran von Robben und Waltieren sowie Walrat. Von der Zollfreiheit ausgeschlossen sind die in fremd ländischen Küstengewässern gefangenen Schals und Krustentiere. Die erforderlichen Ueberwachungsvorschriften erläßt der Bundesrat. Diese Bestimmungen finden auf die von deutschen Fischern im Bodensee einschließlich des Untersees gefangenen Fische finngemäß Anwendung. 3. Gebrauchte Kleidungsstücke und Wäsche, die nicht zum Verfauf oder zur gewerblichen Verwendung eingehen. 4. Gebrauchte Gegenstände von Anziehenden zur eignen Bemuzung, gebrauchte Maschinen zur Benugung im Gewerbebetrieb jedoch nur ausnahmsweise auf besondere Erlaubnis. Auf besondere Erlaubnis auch als Ausstattungsgegenstände, Braut- oder Hochzeitsgeschenke eingehende neue Sachen, sofern sie für Ausländer oder länger als zwei Jahre im Ausland wohnhaft gewesene Inländer bestimmt sind, die aus Anlaß der Verheiratung mit einer im Julande wohnhaften Person ihren Wohnsiz nach dem Inlande verlegen. Von der Zollfreiheit ausgeschlossen sind Nahrungsund Genußmittel, unverarbeitete Gespinnste und Gespinnstwaren sowie sonstige zur weiteren Verarbeitung bestimmte Erzeugnisse, Rohstoffe aller Art und Tiere. Durch Anordnung des Reichsfanzlers fann bestimmt werden, daß für die Angehörigen eines Staates, der Gegenseitigkeit nicht gewährt, die im Absatz 1 und 2 vorgesehenen Begünstigungen ganz oder teilweise außer Anwendung bleiben sollen. 5. Gebrauchte Sachen, die erweislich als Erbschaftsgut eingehen, auf besondere Erlaubnis. Abfälle, welche im golltarif nicht besonders genannt sind, werden wie die Rohstoffe, von denen sie herstammen, behandelt, wenn ihre Verwendung zu andren Zwecken ausgeschlossen erscheint oder nach Anordnung der Zollbehörde durch geeignete Maßnahmen auf Kosten des Einbringers ausgeschloffen wird. Das Gleiche gilt für zerbrochene und abgemußte Gegenstände, deren Weiterverwendung als solche nicht beabsichtigt ist. An sich zollpflichtige Abfälle und verdorbene Waren, die lediglich zu Düngezwecken bestimmt sind, werden unter den am Schluß des Absages 2 angegebenen Bedingungen zollfrei abgelaffen. § 7. Der Bundesrat wird ermächtigt, in Fällen, in welchen auf Grund staatlicher Abmachungen Eisenbahnverbindungen zwischen dem Deutschen Reich und einem Nachbarstaate mit einer einnerhalb des deutschen Zollgebiets belegenen gemeinschaftlichen Grenz- und Betriebswechselstation hergestellt sind oder künftig hergestellt werden, Zollfreiheit zu gewähren: 1. für die zur Ausführung des Baues und zur Betriebseinrichtung der Wechselstation sowie der zwischen dieser und der Bollgrenze gelegenen Anschlußstrede erforderlichen Gegenstände, soweit ihre Anschaffung ausländischen Behörden oder ausländischen Bahnunternehmungen obliegt, bewilligt und können gemischte Transitlager ohne amtlichen Mitverschluß bewilligt werden für nicht gehobeltes Bau- und Nuzholz. Dabei kann von der Umschließung der zur Lagerung bestimmten Räume abgesehen werden; auch ist es zulässig, die Hölzer zeitweise aus dem Lager zu entnehmen und, nachdem sie einer Behandlung unterlegen haben, durch die sie unter den Begriff des höher tarifierten Bau- und Nuzholzes oder einer groben rohen Holzware fallen, in das Lager zurückzuführen. Für Abfälle, die bei der Bearbeitung von Bau- und Nuzholz in den Transitlagern entstehen, tritt, wenn die Hölzer in das Zollausland ausgeführt werden, an dem zur Last geschriebenen Zoll ein entsprechender Nachlaß ein, dessen Höhe der Bundesrat bestimmt. 3. Den Inhabern von Mühlen oder Mälzereien werden bei der Ausfuhr ihrer Erzeugnisse Einfuhr- Seine( Biffer 1) über eine entsprechende Menge Getreide oder Hülsenfrüchte erteilt. Ueber das hierbei in Rechnung zu stellende Ausbeuteverhältnis trifft der Bundesrat Bestimmung. 4. Den Inhabern von OeImühlen wird für die Ausfuhr der von ihnen hergestellten Dele eine Erleichterung dahin gewährt, daß ihnen der Zoll für eine den ausgeführten Erzeugnissen entsprechende Menge der zur Mühle gebrachten zollpflichtigen ausländischen Delfrüchte nachgelaffen wird. leber das hierbei in Rechnung zu stellende Ausbeuteverblätnis trifft der Bundesrat Bestimmung. Die zur Mühle zollamtlich abgefertigten ausländischen, sowie auch sonstige Delfrüchte, welche in die der Zollbehörde zur Lagerung der ausländischen Delfrüchte angemeldeten Räume eingebracht sind, dürfen in unverarbeitetem Zustande nur mit Genehmigung der Zollbehörde veräußert werden. Zuwider bandlungen hiergegen werden mit einer Geldstrafe bis zu eintausend Mark geahndet. Die Bestimmungen der Ziffer 3 finden auf die Juhaber von Oelmühlen hinsichtlich der aus Raps oder Rübsen hergestellten Dele sinngemäß Anwendung. 5. Jm Sinne der Bestimmungen unter Ziffer 1 bis 4 steht die Aufnahme in eine öffentliche Niederlage oder in ein Privatlager unter amtlichem Mitverschluß der Ausfuhr gleich. 6. Die näheren Anordnungen, insbesondere in Bezug auf die Form der Einfuhrscheine, auf die Beschaffenheit der mit dem Anspruch auf Erteilung von Einfuhrscheinen ausgeführten Waren und auf die an die Lagerinhaber zu stellenden Anforderungen, trifft der Bundesrat. Dieser wird auch Vorschriften erlaffen, durch welche die Vers wendung der Einfuhrscheine nach Maßgabe ihres Bollwertes auch zur Begleichung von gollgefällen für andre als die in giffer 1 Absatz 1 genannten Waren unter den von ihm festzusetzenden Be dingungen gestattet wird. § 10. 2. für die zur Besorgung des von der ausländischen Bahnunternehmung übernommenen Betriebsdienstes, einschließlich der Die 8ölle fönnen auf Antrag gegen SicherheitsInstandhaltung der Betriebsstation und der Anschlußstrecke, und für alle zu Dienstzwecken der ausländischen Grenzämter erforder- leistung für eine Frist bis zu drei Monaten nach näherer An ordnung des Bundesrats ge stundet werden. lichen Gegenstände, Von der Stundung ausgenommen sind die Zölle für Getreide, Hillfenfrüchte, Raps und Rübfen, sowie für die dieser Waren in ein Zolllager( öffentliche Niederlage oder Privatlager daraus hergestellten Erzenguiffe. Im Falle der Aufnahme mit oder ohne amtlichen Mitverschluß) sind die für die Dauer der Lagerung gestundeten Zollgefälle bei der Ueberführung der Waren in den freien Verkehr mit 4 Proz. nach den vom Bundesrat zu er lassenden Vorschriften zu verzinsen. 3. für die Dienstgeräte der innerhalb des deutschen Zollgebiets angestellten Beamten und Bediensteten der ausländischen Eisenbahnverwaltung und der außerdem beteiligten Dienstzweige der Verwaltung des Nachbarstaates. § 8. Zollpflichtige Waren, die aus Staaten herstammen, welche 6. Gebrauchsgegenstände aller Art, auch neue, welche Reisende deutsche Schiffe oder deutsche Waren ungünstiger behandeln einschließlich der Schiffer und Schiffsmannschaften zum persönlichen als diejenigen andrer Staaten, können neben dem tarifGebrauch oder zur Ausübung ihres Berufs auf der Reise mit sich mäßigen Zollsaz einem Zollzuschlage bis zum doppelten Be führen, oder die ihnen zu diesem Zwede vorausgeschickt oder trage dieses Sazes oder bis zur Höhe des vollen Werts nachgesendet werden. Das Gleiche gilt für lebende Tiere, die unterworfen werden. Tarifmäßig zollfreie Waren können von reisenden Künstlern bei Ausübung ihres Berufs oder zur unter der gleichen Voraussetzung mit einem Zoll in Höhe bis Schaustellung benugt werden. zur Hälfte des Wertes belegt werden. § 11. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes oder gegen die zu seiner Ausführung erlaffenen und öffentlich bekannt gea machten Vorschriften werden, sofern nicht nach den§§ 134 ff. Sea Vereins- Bollgesetzes vom 1. Juli 1869( Bundes- Gefeßbl. S. 317) eine Der Zeitpunkt, mit welchem dieses Gesetz in Kraft tritt, wird durch kaiserliche Berordnung mit Zustimmung des Bundesrats bestimmt. Mit demselben Zeitpunkte treten Höhere Strafe vertvirkt ist, mit einer Ordnungsstrafe bis zu 150 M. würde großenteils entweder im Kritisieren oder in der Nachsichtigkeit habe. Die Eier hätten graue und grüne Flecken gezeigt und faulig geahndet. allzuweit führen. gerochen. Einzelne Produkte vertrügen schlechte Eier, andre nicht, § 12. Bei aller Duldsamkeit gegen die beschränkten Mittel solcher Opern- und dabei sei bei der Auswahl der Eier Rücksicht genommen worden. unternehmungen dürfen doch solche Unvollkommenheiten nicht ver- Wiederholt hätten die Zeugen dem Angeklagten die verdorbenen schwiegen werden, die einerseits auch ohne größere Mittel überwunden Eier zurückgegeben mit dem Bemerken, daß sie dieselben nicht ver= werden könnten und andrerseits für die gegenwärtige Kunst des Opern- backen tönnten, Haß aber habe nur mit einem Achselzucken darauf ge= spieles typisch sind. In der Morwiß- Oper zeigte sich beim" Joseph" antwortet und die Eier am folgenden Tage wieder in die Backstube das Orchester wiederum recht mau. Herr Kapellmeister J. Prüwer möge geschickt. Bei dieser für den Angeklagten ungünstigen Sachlage erdoch einmal in der Zwischenatts- Musit vom 2. zum 3. Aft auf die flärte der Verteidiger, Rechtsanwalt Behrendt, auf einige nicht Hauptstellen und ferner auf den Harfenchor im 1. Auftritt des erschienene Zeugen nicht verzichten zu können und beantragte die 3. Atts achten: so accentlos, so gestaltenarm braucht man nun doch Vertagimg. Der Gerichtshof beschloß in diesem Sinne. Zum nicht spielen lassen. Das Orchester bei 8immermann Schramm, nächsten Termin soll ein umfangreicher Zeugenapparat aufgeboten vom ersteren geleitet, aus Mitgliedern des Theaters des Westens be- werden. stehend, macht sich etwas besser, wenngleich auch nicht excellent; um die weiteren das durch die Bekanntmachung vom 24. Mai 1885( ReichsGesezbl. S. 111) veröffentlichte 3olltarifgesetz nebst zugehörigem Zolltarif, ferner die Geseze vom 18. April 1886( Reichs- Gesetzbl. S. 123), vom 21. Dezember 1887( Reichs- Gesezbl. S. 533), vom 14. April 1894( Reichs- Gesetzbl. S. 335), vom 18. Mai 1895( Reichs- Geseẞbl. S. 233), bom 6. März 1899( Reichs- Gesetzbl. S. 133), vom 14. Juni 1900( Reichs- Gesetzbl. S. 298), betreffend die Abänderung des Bolltarif Gesetzes und des Bolltarifs, sowie§ 44 des durch die Bekanntmachung vom 17. Juni 1895( Reichs- Gesezbl. S. 276) veröffentlichten Gesetzes, betreffend die Besteuerung des Branntweins, und M § 80 des durch die Bekanntmachung vom 27. Mai 1896( ReichsGesezbl. S. 117) veröffentlichten Zuckersteuergesetzes mit der Maßgabe außer Kraft, daß die bisherigen Vorschriften über die Ueberweisung eines Leils des Ertrags der 3ölle und der Tabatsteuer an die Bundesstaaten(§ 8 des durch die Bekanntmachung vom 24. Mai 1885 veröffentlichten Zolltarif- Gesezes) so lange in Wirtiamteit bleiben, bis darüber durch besonderes Gesez anders weit bestimmt wird. Aus der Sommer- Oper. " = Posaunen verstärkt und dadurch ein großes" geworden. Regie: bei Morivit( von A. Carlhof) nicht übel, bei ZimmermannSchramm( von C. Rettschlag) recht übel. In der Jüdin" fehlte im 11. Auftritt des 1. Afts gänzlich das Drängen des Volks gegen Eleazar und Recha; der letzte Auftritt von I war einfach unverständlich; in II./7. gehen die Personen gar komisch um einander herum, statt daß energisch drauflos geschleudert wird. Ueberhaupt: wenn schon, denn schon; eine große Rumor- und Effekt- Oper muß auch mit allem Nötigen oder lieber gar nicht gespielt werden. Anders der schlichtere " Joseph", für eine beschränkte Operngesellschaft wie geschaffen. Allein das ist denn doch nicht nötig, daß für eine alt- egyptische Halle romanische Decorationen mit christlichen Bildern verwendet werden! Und nun wäre es auch an der Zeit, daß uns die Sommeropern eine oder die andere wirkliche Neuheit brächten. Es giebt solcher in Deutschland wohl noch immer einige, auch einfacheren Stiles. Gerichts- Beitung. SZ. Schriften- Eingang. Rothes Kurs: und Reisehandbuch. Sommer 1901. Preis 50 f. Schasler, Dr. Max. Ausgewählte Sammlung gemeinverständlicher Abhandlungen, Studien und Kritiken aus dem Gebiete der Philosophie und Aesthetit, sowie über die verschiedenen Formen der allgemein- menschlichen Weltanschauung. Jena 1901( Bopelius). Preis 3 M. Berlin 1901 Politische Gedanken eines Unparteiischen. Inhalt: 1. Betrach tung der Wahleinrichtung. 2. Das Eigentum. 3. Die Berufsstände und ihr Recht auf ihr Eigentum. 4. Die Feindschaft der Berufsstände. 5. Das Recht der Berufsstände auf gleichmäßige Vertretung. ( Hermann Walther). Preis i M. Die Karikatur der europäischen Völker vom Altertum bis zur Neuzeit von Eduard Fuchs und Hans Kraemer Heft 3-6.( A. Hofmann u. Comp. Berlin 1901.( Komplett in 20 Heften a 75 Pfennig, ca. 450 Illustrationen und 60 meist farbigen Beilagen.) Festbuch zum 1. Bundesfest verbunden mit Fahnenweihe des Gesangbereins" Bruderkette", Frankfurt a. M. Bodenheim am 6., 7. und 8. Juli 1901. Herausgegeben vom Feſtausschuß. Preis 20 Pf. Hecklers Postbuch, Stuttgart, Greiner u. Pfeiffer. Preis 2 M. Mit Registerzungen 3 M. 1 M. Marktpreise von Berlin am 25. Juli 1901 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Weizen, gut " mittel gering " " Roggen, gut " " mittel gering " " * Gerste, gut mittel gering " 14,20 --- 4--16 Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 11,-| 6, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 16,- 15, 14,90 13,90 Eier 3, 1,40 " 1,30 1, " 1,60 1,20 " 1,60 1,10 1,60 1,10 " 2,60 2, " 13,80 12,80 60 Stud 4, 2,40 " Karpfen 1 kg 2, * Hafer, gut 16,50 15,70 Aale " mittel 15,60 14,80 " Bander gering 14,70 14, Hechte 6,82 6,32 Barsche 7,20 5,40 Schleie 40,- 25, 45,- 25, 65,- 30, Bleie Krebse Linfen 2,60 1,20 2,40 1, 1,80 0,80 2,40 1,20 0,80 1,20 per Shot 18-3, Witterungsübersicht vom 26. Juli 1901, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4º R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 16° G.-4° R. 1 bedeckt 20 758SO 759 1 bedeckt 1 moltig Haparanda 17 Petersburg 18 Cort 7589 2 heiter 19 Aberdeen 6 bedeckt 15 Paris 65lb.bed. 14 757SS 2 Gewitt. 16 Frants./M. 759 S Bien München 762 Noorden, Dr. W., Bemerkungen zur neuen Prüfungsordnung für Aerzte. Sonderabdruck aus der Beilage zur Allg. Beitung" Nr. 145 vom Méhuls Joseph und seine Brüder in Aegypten" 27. Juni 1901. München. Preßausschuß des ärztlichen Bezirksvereins und Halévys„ Die Jüdin"! Zwei Opern, einander in Tanzluftbarkeiten sind an den ersten Tagen der München. einigen, besonders in äußerlichen, Punkten auffallend ähnlich, in drei großen Feste durch die Oberpräsidial- Verordnungen Das Weiberregiment in den Pfarrhäusern oder Türkisches im andern, besonders in tiefer liegenden, Punkten von einander um so über die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage verboten. Christentum. Dritte Auflage. München. O. Th. Scholl. 1901. Preis verschiedener, und sowohl auf Grund des einen wie des andern Viele Vereine behelfen sich nun zum Beispiel bei Weihnachtsfeiern Verhältnisses gut geeignet, historische und ästhetische Erkenntnisse zu in der Weise, daß mit dem Tanz erst Blätter für Volksgesundheitspflege. Gemeinverständliche Zeitnach 12 Uhr schrift. Organ des Deutschen Vereins für Volts gesundheitspflege. Heft 18 illustrieren! Jede von ihnen ist das Eine Wert ihres Komponisten, begonnen wird. Die Frage, ob dadurch jene in allen und 19. München und Leipzig. R. Oldenburg. Jährlich 24 Hefte zum um dessen willen sein Name nach langem noch glänzt und glänzen preußischen Provinzen bestehenden Verfrommungs= Verordnungen Preise von 4,80 m. wird abgesehen etwa von Halévys zweitem Hauptwert" Der übertreten werden, hatte dieser Tage das Kammergericht zu Blitz", dessen Neubelebung vielleicht ebenfalls zu empfehlen wäre. entscheiden. Ein gewerkschaftlicher Ortsverein in Stettin hatte zum Beide in ihrer Art anerkannte französische Meisterwerke, und doch ersten Weihnachts- Feiertage des vorigen Jahrs eine Familienfeier von Komponisten stammend, denen schwerlich eine eigentümliche mit Bescherung und darauffolgendem Tanzkränzchen arrangiert. Ausdrucksweise und ein bedeutender Posten in der geschichtlichen Ent- Getanzt wurde erst nach 12 Uhr nachts. Der Vorsitzende, wicklung der Musik nachgerühmt werden können. Bei einem Inter- Lucas, erhielt ein Strafmandat und wurde auch in zweiter esse für die alttestamentliche Welt und für ihr Nachklingen ent- Justanz zu einer Geldstrafe berurteilt. Das Landgericht sprungen, und in Zusammenhang damit beide nach einem diese Welt führte begründend auts: Die Polizeiverordnung des Oberwiedergebenden einfachen, elementaren, sozusagen patriarchalischen, präsidenten beziehe sich, soweit sie die Veranstaltung von Bällen und nach einem feierlichen, großzügigen Stile strebend. Beide im Anfang Tanzluftbarkeiten betrifft, nicht bloß auf den Kalender- Feiertag bis nicht eben durchschlagend, und allmählich um so fester ins Repertoire 12 Uhr nachts, sondern auch auf die folgenden ersten Morgenstunden. eindringend. Beide im Besitz einer Tenor- Hauptrolle, die eine wirk- Uebrigens sei das Vergnügen ein einheitliches. Schon deshalb liche Persönlichkeit einschließt und zu einem Glanzstück hervor- wäre es unerheblich, ob der Tanz selbst vor oder nach 12 Uhr be ragender, geschichtlich markanter Tenorsänger geworden ist. Beide gonnen habe. Der Beginn nach 12 Uhr fei lediglich als der Versuch schließlich von Tonkünstlern komponiert, die auch wirksame einer Umgehung anzusehen. Der Angeklagte legte Revision Nichtstroh Lehrer ihrer Kunst waren doch bald blickt man in die ein, der der Oberstaatsanwalt vom Kammergericht in gen fundamentalen Verschiedenheiten der beiden Werke hinein. sofern beitrat, als er auch den Standpunkt einnahm, daß Erbsen und Speiſebohnen Der" Joseph" zum erstenmal 1807 aufgeführt, als die Operntradition nur die Zeit bis 12 Uhr nachts gemeint sein könne darüber noch von Gluck Vorteil zog; die Jüdin" 1835 herausgekommen, als daß nicht mehr zum ersten Feiertage gehöre, was Meyerbeer bereits seit vier Jahren seinen ersten großen Erfolg hinaus liege. Indessen meinte der Herr, die Revision scheitere †) Ab Bahn. ( ,, Robert der Teufel") errungen hatte, und in Uebereinstimmung damit an der Feststellung der Einheitlichkeit des Vergnügens bor *) Frei Wagen und ab Bahn. einen Schritt weiter in der Entwicklung der Pariser großen" Oper und nach 12 Uhr. Das Kammergericht hob jedoch die Vorentscheidung Produktenmarkt vom 26. Juli. Der Getreidemarkt war heute vollbildend. Dort ein Text von einem tüchtigen Autor( A. V. P. Duval), auf und sprach den Angeklagten mit folgender Begründung frei: ständig geschäfte los. Das effektive Angebot war nach wie vor sehr knapp; der sich zwar bescheiden genau an die biblische Vorlage hielt und Die Polizeiverordnung beziehe sich nicht auf die nach 12 Uhr doch fiel dies bei der gänzlich fehlenden Nachfrage nicht ins Gewicht. Best meldete unveränderte Getreidepreise. Mattes Nordamerika veranlaßte bei statt eines wirklch dramatischen Werkes ein lyrisches und episches liegenden Nachtstunden der betreffenden Tage. Da der Tanz erst uns die Abgeber von Lieferungsware ihre Preisforderungen für Weizen Stück darbot, aber etwas entschieden schlichtes und echtes gab; hier nach 12 Uhr nachts begonnen habe, so sei die Heiligung des ersten zuerst um 1/2, schließlich um 13 bis 2 M., für Roggen um 12 bis 3 wt. die typische scheindramatische Mache des Großkaufmamis der Bühne Feiertags nicht mehr gestört worden. Und da das herabzujeßen, ohne jedoch Nehmer zu finden. Auch Mehl war ohne Ge( Scribe). Dort eine wirklich einfache, eines Händel würdige, hier Tanzvergnügen an zweiten Feiertag früh 5 Uhr, also noch vor schäfte; Hafer ruhig, aber fest. Mais unverändert. Rüböl auf einige Kaufeine berwickelte Ausdrucksweise das Recitativ ebenso reich ver- Sonnenaufgang fein Ende erreicht habe, so fomme auch nicht eine orders 30 Pf. höher. wendend, wie es dort verschmäht war. Dort die Spieloper" mit Störung der äußeren Heilighaltung des zweiten Feiertags in Betracht. geschlossenen, von Dialogen unterbrochenen Nummern, hier der ununter- Wenn der Vorderrichter sage, der Teil des Vergnügens vor 12 Uhr brochene Gesang für alles. usw. und der nach 12 Uhr ließen sich nicht auseinander halten, dann verDaß uns die beiden Opern wiederum zur Anschauung gebracht tenne er hier den Begriff der Einheitlichkeit. Es könne sich hier nur wurden, jene nach längerer Vernachlässigung, diese aus alltäglicher um die Einheitlichkeit des Tanzvergnügens handeln, und das habe Stationen Beliebtheit heraus, ist ein Verdienst unsrer beiden Sommeropern. ja erst nach 12 Uhr begonnen. Den" Joseph" hat die Morwiz Oper dieser Tage in ihren sonst In dem großen Diebstahlsprozeß Hamann und Genoffen unveränderten Verhältnissen neu herausgebracht. Mit der„ Jüdin" wurde gestern die Beweisaufnahme fortgesezt. Die Angeklagten be- Swinemde 759 ist die Zimmermann- Schrammsche Oper vorgestern aus dent fernen, für beschränkte Vorstadt- Verhältnisse passenden Carl harrten bei ihrem Leugnen und besonders der Hauptangeschuldigte Hamburg Weiß- Theater übergefiedelt in das höher bürgerliche Berliner Hamann stellte auch dem erdrückendsten Beweismaterial die unglaub- Berlin Theater, die Stätte der frischen Björnson- Erfolge P. Lindaus. lichsten Ausreden entgegen. So wurde z. B. eine Brieftasche, die Eine besondere Leistung haben nun aber beide Gesellschaften nicht bei Hamann beschlagnahmt wurde, von einem Zeugen mit Bestimmt geboten. Wir rühmten ihnen bereits mehrmals die gute Gesamt- heit als sein Eigentum wiedererkannt. Er könne sich deshalb nicht haffung bei irren, weil er das etwas schadhaft gewordene Futter aus der Tasche mäßigen Einzelleistungen und damit einen wohlthuenden Gegensatz gegen die Hof- und ähnlichen Opern- ebenfalls grünseidenes Futter gehabt hätte, es müſſe aber und schwachen südwestlichen Winden. herausgerissen habe. Nun behauptete Hamann, daß seine Brieftasche häuser nach. Jezt nähern sie sich, wohl infolge einer von der Polizei entfernt sein, wie er annehme, nachlässigen Beruhigung beim Alltag, dem Charakter dieser um seine Brieftasche der gestohlenen ähnlich zu machen. Jnmitten Opern: Das Ganze schlaff, dies und jenes Einzelne vorzüglich. des Saals lag ein großer Haufen gestohlener Sachen aufgestapelt, In Jofeph" galt letzteres hauptsächlich vom Sänger des Simeon aus dem die Zeugen die ihnen gestohlenen Gegenstände heraus( des Rädelsführers unter Josephs Brüdern), in der„ Jüdin" vom aus dem die Zeugen die ihnen gestohlenen Gegenstände herausSänger des Eleazar( des Vaters der Titelperson). Als Simeon bot zusuchen hatten. Allein die Angeklagte Fischer hatte sich im Laufe der dramatische Baryton Otto Goriz eine im Spiel und Sang von kaum zwei Jahren über 30 Kleider anfertigen lassen und zwar geradezu vorbildliche Leistung. Welche Fülle geschmeidiger Töne aus Stoffen, die von Diebstählen herrühren sollten. Der Befizer jowohl im Singen wie auch im Sprechen im flüsternden und im des Hauses in Fichtenau, in welchem die Hamannschen Eheleute daß dieselben sehr häufig des Nach Yauten! Welcher Ausdruck der Affette, welche Kunst im mimischen wohnten, bekundete, mittags nach Berlin fuhren, wie fie angaben, um Berwenden der Hände! Man vergesse nicht, daß all dies zum Auktionen zu besuchen. Es ſei ihm weil aufgefallen, größten Teil eine Sache gründlichen Erlernens der Sanges und des Nachmittags doch keine Auktionen stattfänden. Der Vorsitzende( Berliner Arbeiter- Bibliothek, II. Serie, Heft 7 und 9). Gediegenes Material Spielkunft ist, und man wird danach mit Recht verlangen können, wies darauf hin, daß die meisten Diebstähle während der Nach- müßte für solchen Vortrag aus dem, viele Bände umfassenden amtlichen Stoff, daß ein Bühnensänger, zumal wenn er eine Persönlichkeit von reichem Charakter darstellen soll, sich auch entsprechend rührt. Das that mittagsstunden begangen wurden. Verschiedene Zeugen bekundeten, insbesondre aus den amtlichen Statistiken erst gesichtet und gesammelt werden. Herr J. Horwit als Joseph nun gerade nicht; er beschränkte sich auf die daß die Angeklagte Ehefrau Hamann häufig mit einer blauen Brille fee 3. 1. Spandauer Brüde 8. 2. Leider giebt es da nur den Weg der füße Tenorschönheit für Damen. Seine Stimme ist flangvoll, für die gesehen wurde, welches von der Angeklagten entschieden bestritten Nachfrage: versuchen Sie es mit einer Anfrage in der Gewertschaft, in Abart des heroischen Tenors geschaffen, hell, und gut nach vorne wurde. Es erregte Heiterkeit, als fie die Zeugen fragte, ob nicht beren Branche Sie Ihren Sohn unterbringen wollen. ein Irrtum von deren Seite vorliegen könne, fie habe infolge von Nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts: ja. Mag 10. 1. Das etwas gar flach, und von der Färbung einzelner Vokale nach dem a hin(" Hearz" oder Mißhandlungen seitens ihres Mannes wiederholt mit blauen Augen Eigentum der Frau haftet nicht für die Schulben des Mannes. 2. Ein " Harz") zu ſehr Gebrauch machend. Falscher Ersaz des Höhenflanges umhergehen müssen. Durch mehrere Zeugen wurde bestätigt, daß Bertrag, der zwischen den Eheleuten zu dem Zwecke abgeschlossen ist, Ihre durch hinaufgepreßtes Mittelregister" auch hier, mit merklicher die Hamannschen Eheleute ein kleines Abzahlungsgeschäft betrieben. Befriedigung zu vereiteln, ist Ihnen gegenüber ungültig. 3. Lohnarrest ist zulässig. Nur muß dem Vater bleiben, was zu seinem und seiner Mühseligkeit der hohen Töne. Darin ist ihm Werner Alberti Es sollen die gestohlenen Gegenstände gewesen sein, die auf diese Familie standesmäßigem Unterhalt erforderlich ist. Einen bestimmten Weise verwertet wurden. giebt es hierfür nicht. Saz Nein. W. W., Fruchtstraße weit über. Wir hatten diesen Sänger voriges Jahr im Theater des Die Beweisaufnahme soll heute zu Ende geführt werden, damit.. 79. Nicht auf die Anzahl der Quittungskarten, sondern auf Westens gerne gehört, mit Gutheißung sowohl seines Singens wie die Anzahl der Marken kommt es an. Es müssen für die in den Stand auch seines persönlichen Charakterisierens. Nun ist er in Budapest am Montag die Plaidoyers beginnen können. der Ehe getretene Frau vor der Heirat mindestens 200 Marten engagiert und gastiert im Berliner Theater, zunächst als Eleazar. Die Faule Eier sollte der in der Kolbergerstraße wohnhafte Bäcker-( b. i. in der Regel 4 Karten) geklebt sein. Diese Karten reicht tünstlerische Vollendung eines dramatischen Tenores befigt auch er nicht; meister May Haß in seinem Betriebe verwendet haben. Er war sie der Versicherungsanstalt innerhalb des ersten Jahres ihrer Frauenherr: doch Fortschritte glauben wir an ihm ganz wohl wahrgenommen zu deshalb vom Schöffengericht zu 150 M. Geldstrafe und zur Ver- schaftsbürde der Versicherungsanstalt mit der standesamtlichen Heiratsurkunde haben. Vor allem verfügt er über eine zwar kleine und dem öffentlichung des Urteils in der Bäckerzeitung" verurteilt worden. und dem Antrage ein, ihr die Hälfte der für sie gezahlten Beiträge zu erChrischen mehr als dem Heroischen günstige Stimme; allein sie ist m Oftober v. J. ging der Polizei von einem Gesellen statten. Die Versicherungsanstalt für Berlin befindet sich Breitestr. 24, die für die Provinz Brandenburg Matthäikirchstr. 19. Durch die Erstattung fast vollkommen weich und mühelos, im allgemeinen frei ohne zu des Angeklagten die Anzeige zu, daß dieser verdorbene Gier zum geht sie ihrer Ansprüche auf Alters- und Invalidenrente verlustig. Wil viel Helligkeit und Flachheit, und nur manchmal gaumig gepreßt. Verbacken verwende. Ein Wachtmeister, der eine Revision vornahm, fie lieber diese aufrecht erhalten, so muß sie weiterfleben und zwar innerDies war am ehesten beim Vocal u zu merken. Ueberhaupt tönnte fand in der Bäckerei des Beschuldigten auch eine Siste Eier, welche halb je zweier Jahre mindestens 40 Marten. J. M. 23. Unbestimmt. sich der Sänger in der Vokalisierung noch gleichmäßiger ausbilden vollständig verdorben waren und verbreiteten einen fauligen Geruch. H. W. Zu dem Vorgehen hatte die Polizeibehörde kein Recht. Straf und in ihr nach mehr Vornehmheit streben. So prächtig ihm das In der Gerichtsverhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte fog. bar hat sie sich dadurch aber nicht gemacht, sie tann höchstens auf Ihren An M. 17. Nach schwierige i in der Höhe gelingt, so unvollkommen, zum Teil niceier" für den billigen Preis von 65 Pfg. pro Schock von einem trag von der vorgesezten Behörde einen Wischer erhalten. G. R., Nixdorf. 1. und ordinär flingen manche i und ö. Albertis Spiel ist nicht frei von galizischen Händler zu kaufen pflegte. Seine Gesellen hatten ihm der herrschenden Ansicht erst im Jahre 1924, wiederholten Lieblingsbewegungen, doch charakteristisch ohne wiederholt die Eier zurückgegeben mit dem Bemerken, daß sie der 2. Nein. Zweckmäßig ist es, vor der Ehe einen notariellen oder gerichtlichen Outrierung. Eine Strangspende war laut Widmung( 1) eigens dem artige Ware nicht verarbeiten könnten; der Angeklagte aber habe Bertrag in der auf S. 225 Nr. 22 des Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch( Anhang zu dem Arbeiterrecht, das in allen Resehallen ausliegt) an: hohen C" zugedacht. Eine im ganzen gute Partnerin hatte dieser darauf bestanden, daß sie mit guten Eiern zusammen verbackt gegebenen Weise zu schließen. 3. In beiden Fällen müssen Sie sich an das Eleazar an der Recha von Margarete König, die im werden sollten, dann gingen sie mit durch." Der Verurteilte Bezirkskommando und an die Polizeibehörde wenden. die in F. S. 35. Der Anfang, zumal durch eine etmas milde Sangesdramatit, eine legte Berufung ein und behauptete im gestrigen Termin vor Angeklagte kann vorbringen, was gegen die Glaubwürdigkeit des Zeugen spricht. Indisponiertheit vermuten ließ, sich aber erfolgreich durchrang. der fünften Ferien- Strafkammer des Landgerichts I, daß ihm Ob ihm nach seiner Beeidigung zu glauben ist, steht im Ermessen des Gerichts. In der andren Oper ergänzte den Helden die Sängerin des Ben- Unrecht geschehen sei und daß lediglich ein Racheatt gegen ihr 2. 23. 1879. 1. Leichte Lungenspizen Entzündung. 2. Ein gemeinjamin, Satharina Roeder, vorteilhaft hervorstechend durch vorliege. Er habe im Gegenteil seinen Gesellen gesagt, daß ihm verständliches, treffliches Schriften ist das preisgekrönte Werkchen des Dr. Knopf:" Die Tuberkulose als Volkskrankheit und deren Bekämpfung." ihre sympathische, wenn auch nicht bemerkenswert schöne Stimme jedes verdorbene Ei zurückgegeben werden solle, da er dafür von Breis 50 Pf." Wollen Sie sich allgemeiner über Gesundheitsschutz unterund durch ihre gute Aussprache letzteres um so verdienstvoller, dem Lieferanten ein gutes als Ersaz erhalte. Schlechte Eier fämen richten, so schaffen Sie sich das im Dießschen Verlag erschienene Buch von als von Andren oft abscheulich schlecht ausgesprochen und geredet in jedem Bäckereibetrieb vor. Die Zeugen blieben dabei, daß der Wurm Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie" an. Preis wurde. Die übrigen Sänger und Sängerinnen näher anzuführen Angeklagte von einem herumziehenden Händler Ausschußware gekauft für jede der 25 Lieferungen 20 Pf., gebunden 6,50.- Italien. 1. Gleichgelegt, indessen besonders im Sprechton worden 759 23 1 woltig 20 Wetter: Prognose für Sonnabend, den 27. Juli 1901. Warm und schwül, zeitweise heiter, aber veränderlich mit Gewitterregent Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Dr. Melmer. Mittels Dolmetsch in allen, ohne einen solchen in drei Sprachen. Die deutsche Schule. Eine solche Schrift giebt es leider nicht. Gutes, freilich vielfach veraltetes Material bieten Sack's Schriften ( Schule im Dienstfür die Freiheit"," Schulen im Dienst gegen die Freiheit", Gegen die Prügel- Pädagogen"), minderwertig sind Müllers Broschüren Donnerstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. G. B. 30. Eine Klage hätte feine Aussicht auf Erfolg. Weißen Monte Carlo. mäßig von Arbeitern und Arbeitgebern verwalteter Arbeitsnachweis. Izahlungsreisenden jeder Art gegenüber zu üben, sich verpflichtet und ist des:[ einbarung getroffen ist, 6 Wochen zum Quartals ersten, so daß also nach 2. Hafatisten heißen die Polenfresser nach dem Anfangsbuchstaben der Gründer halb zur Zahlung verbunden. Sie fann im vorliegenden Fall lediglich Sertommen spätestens am 15. August zum 1. Oftober gekündigt werden Des gegen die Polen gerichteten Vereins: Hansemann, Rennemann, Tiede: dadurch sich von ihrer Verpflichtung befreien, daß sie dem Bahnlieferanten muß. Die Kündigung zum 1. Oktober fann auch früher ausgesprochen werden manu. 3. Die Zahl der Reichstags- Abgeordneten beträgt 397. Hiervon sind eine Frist von 24 Stunden setzt, innerhalb deren er zu liefern habe, R. V. 100. Ja. 3 Size erledigt: um sie wird in Stichwahl geftritten. Von den 394 ge: widrigenfalls Ihre Frau vom Vertrage zurücktretan würde. Ist Ihre Frau war 1898 feitens der deutschen Reichspartei Gymnasialprofessor. Pauli auf133. Rühlenberg. Jm Kreise Oberbarnim wählten Mitgliedern find 51 Deutschkonservative, 20 Reichsparteiler, etwa unter 21 Jahren, so ist sie zu nichts verpflichtet. 10 deutsch- sociale Reform( Antisemiten), 107 Centrumsleute, 14 Bolen, Eine ausgeklagte Forderung verjährt erst in 30 Jahren, von der letzten nossen Bruns, auf den 7358 Stimmen fielen, gewählt. A. B. 100. gestellt und wurde in der Stichwahl mit 7742 Stimmen gegen unseren Ge50 Nationalliberale, 14 freifinnige Vereinigung, 27 deutschfreisinnige Volts: Pfändung ab gerechnet. Es kann in dieser Zeit immer wieder ein Wenden Sie sich an einen Schwimmlehrer einer der städtischen Badeanstalten. Nirwana. parteiler, 7 deutsche Volkspartei, 57 Socialdemokraten und 37 Wilde. Ihre Pfändungsversuch unternommen werden. H. S. Jeder Einzelne fann- Kugelblik. Ihr Kollege hat recht. Annahme, Sie seien der einzige italienische Abonnent, ist sehr irrig.- 9. Ja. zurücktreten, hat dann aber für die bis zu seinem Rücktritt entstandenen Funken, die zwischen Wolfen oder zwischen den Wolfen und der Erdobers Bliz nennt man die elektrischen 5. G. 1000. Eine strafbare Handlung liegt nicht vor. Leider hat Schulden zu haften. Charlottenburg 68. 1. Leider ja. 2. Die ge- fläche überspringen. Die Form der Blize ist verschieden. Man unterscheidet Ihre Frau, trotz der vielfachen Warnungen unsererseits, Vorsicht Absetzliche Kündigungsfrist für Dienstmädchen beträgt, falls keine andere Ver- Flächen-, Zickzack- und Kugelblize. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 27. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. ( Kroll). Urania Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und W. Noacks Theater. Berrückenmacher Berlins und Umgegend. Brunnenstraße 16. Das geehrte Publikum wird bringend ersucht, nur bie Barbier- und Täglich: Konzert, Theater- u. Friseurgeschäfte zur Bedienung zu besuchen, wo Plakate folgenden Inhalts aushängen: Der Inhaber dieses Geschäfts hat sich mit Namensunterschrift ge: Specialitäten- Borstellung. Jeder Arbeiter Mittelmeerfahrten. bunden, den von der Gehilfenschaft und der Freien Bereinigung am Novität! Onkel Falstaff. Novität: Kleine Preise. Invalidenstr. 57/62. 3. Juni 1901 auf dem Einigungsamt des Gewerbegerichts abgeschlossenen Vergleich innezuhalten." Wir machen darauf aufmerksam, daß ein jeder Kollege, unbeanstandet seiner Stellung, bezeichnetes Plakat erhält. Wir bitten strengstens auf dies ones Opern: Theater( Tägl. Sternwarte. atat zu achten, da badurch die Garantie geboten wird, daß die Forderungen Lieder". Anfang 8 Uhr. Im Garten: Täglich großes Konzert. Schiller.( Morivitz Oper.) Der Troubadour. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Geschlossen. Lessing. Letzte Nacht. Die schlimmen = Buben in der Schule. Die Mondschein Sonate. Steirische Lieder. Anfang 8 Uhr. Berliner. Der Troubadour. An; fang 8 Uhr. and Residenz. Das blaue Kabinett. An fang 8 Uhr. Neues. Gastspiel des Meßthaler: Ensembles. Die goldene Brüde. Anfang 8 Uhr. Westen." Theater Charivari"( Se ceffions Brettl). Anfang 8 thr. Secessionsbühne. Buntes Theater: Ueberbrettl. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Anfang Carl Weiß. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Specialitäten im Garten. Belle Alliance. Frizz Reuter. An fang 8 Uhr. Jut Garten: Großes Gartenkonzert und Lustiges Brettl". Anfang 6 Uhr. Zoologischer Garten Heute, nachmittags 5 Uhr: anerkannt sind. Osten. Erler, Weidenweg 80. Stülpuer, Weidenweg 86. Krafft, Weidenweg 31. Puff, Löwestr. 26. Folgende Kollegen haben ihre Unterschrift gegeben: Norden. Saalmann, Schönhauser Allee 122. Scheicke, Schönhauser Allee 137. Deichsel, Pappel- Allee 9. Dannert. Pappel- Allee 33. Kraeft, Stargarderstr. 80. Gewaldt, Stargarderstr. 79. Doppel- Konzert. Mosenhauer, Stargarderstr. 62. Gastspiel der Banda Municipale de Pratola. Dirig.: Maestro Cav. Lorenzo Pupilla. Entree 1 Mark. Von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Castans Panopticum. Neu! Friedrichstr. 165. Nen! Neu! Der künstliche Mensch! Die sensationellste Erfindung der Neuzeit! Der„ Clou" der Pariser WeltAusstellung. Vorstellungen: 12Uhr mittags, 3, 5, 6, 7 Uhr nachmittags. Metropol. Specialitätenvorstellung. Sanssouci Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Frau Luna. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Damen RingV öppner, Stargarderstr. 58. Porath, Lychenerstr. 12. Melzheimer, Raumerstr. 54. Neye, Schliemannstr. 20. Bojack, Schliemannstr. 27. Hampel, Schliemannstr. 45. Gahde, Dunderstr. 10. Brandt, Dunckerstr. 75. Schlick, Dunderstr. 17. Kellner, Bernauerstr. 45. Jensen, Bernauerstr. 18. Baumann, Belforterstr. 27. Krause, Belforterstr. 8. Blaßner, Belforterstr. 20. Krüger, Graunstr. 3. Voy, Graunstr. 27. Kappe, Feldstr. 4. Lasetti, Müllerstr. 168. Bahnke, Pflugftr. 12. Olowson, Wörtherstr. 14. Kaczmarek, Röslinerstr. 5. Wernicke, Gartenstr. 78. Lewandowski, Wollinerstr. 7. Sanssouci Wanthy, Fehrbellinerftr. 91. Im Garten: Täglich: Hoffmanns fämpfe. Specialitäten- Borstellung. Nordd. Sänger Anfang nachmittags 3 Uhr. M Speciali Paffage Panoptikum. täten- Borstellung. Reichshallen. Neumann- Bliemchen mit seiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal) Abends 8 Uhr: Zu fleinen Preisen: Mittelmeer: Fahrten. Invalidenstraße 57/62. und Konzert. Anfang d. Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr, Wochentags 6 Uhr, d. Soiree 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, Montag und Donnerstag: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig, Tanz frei. Täglich abends von 5-10 Uhr: Reichshallen Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwig- Oper. Sonnabendabend 7/2 Uhr: 100. Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Große Oper in 4 Aften von G. Verdi. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Barbier von Sevilla. Sonntagabend 72 Uhr: Der Prophet. Montagabend 7 Uhr: 101. Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Dienstagabend 7/2 Uhr: Josef in Egypten. Carl Weiss- Theater Große Frankfurterstr. 132. Lustspiel- Ensemble. Direkt. B.Zimmermann u.D.Schramm. Madame Bonivard. Schwant in 3 Aften. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Im Garten: Theater, Konzert = Heute und folgende Tage: Gaftfp. des altberühmten NeumannBliemchen mit seiner Gesellschaft. ( Herren Bliemchen, Horvath, Gipner, Tieck, Zimmermann, Feldow und Ledermann.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Am 1. August: Wiederbeginn der Soireen der Stettiner Sänger. Gossmann'Konzertgarten Streuzbergstr. 48, an der Kazbachstraße. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. Montag und Donnerstag: 馆 Schutmann, Schönholzerstr. 12. Luke, Stralsunderstr. 59. Wegener, Boyenstr. 28. Fri, Kolbergerstr. 3. Borges, Kolbergerstr. 12. Zwirner, Schulstr. 39. Leopold, Liebenwalderstr. 5. Mehling, Utrechterstr. 5. Effer, Reinickendorferstr. 18c. Böhme, Reinickendorferstr. 43a. Zibell, Reinickendorferstr. 61. Rifmann, Plantagenstr. 8. Gronowsky, Plantagenstr. 42. Mary, Weddingstr. 8. Freihube, Gerichtstr. 46. Selzer, Liebenwalderstr. 46. Wirth, Brunnenstr. 90. Dymke, Putbuserstr. 21. Müller, Putbuserstr. 38. Schulz. Neue Hochstr. 38. Oberländer, Neue Hochstr. 6. Schwarz, Swinemünderstr. 55. Scipginsti, Swinemünderstr. 58. Fischer, Swinemünderstr. 125. Woi, Ruheplasstr. 18. Stier, Fürstenbergerstr. 11. Fafinski, Ackerstr. 109. Bunge, Chorinerstr. 28. Lehmann, Hochmeisterstr. 16 b. Olehneezack, Rügenerstr. 26. Gerlach, Ramlerstr. 27. Frenzel, Kremmenerstr. 12., Wärmke, Usedomstr. 9. Nordwesten. Moll, Beusselstr. 59. Peters, Beusselstr. 8a. Scholz, Beuffelstr. 34. Teichgräber, Beuffelstr. 70. Kläre, Lübeckerstr. 22. Discher, Bremerstr. 48. Katscherius, Bredowftr. 21. Wecke, Perlebergerstr. 42. Schmidt, Perlebergerstr. 15. Sommerfeld, Rostockerstr. 45. Voigt, Jagowstr. 22. Hamburger Side, Buggenhagenſtr. 6. Sänger. Restowsti, Huttenstr. 2. Braun, Sidingenſtr. 44. Jeden Freitag: Hanisch, Zwingliftr. 15 e. Norddeutsche Sänger. Entree 20 Pf. Vorzugskarten 10 Pf. und Specialitäten Vorstellung. Bet ungünstiger Witterung im Saal. Anfang 52 Uhr. Central- Theater. Heute Anfang 8 Uhr. Bum 707. Mal: Nachher: Kränzchen. Puhlmanns Vaudeville- Theater Schönhauser- Allee 148. Die Geisha. Täglich Große Theater und Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Metropol- Theater. W., Behrenstrasse 55-57. Der Zauberer am Nil. Ausstattungsoperette in 3 Bildern und das sensationelle JuliSpecialitäten- Programm Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater Vollständig neues Specialitäten- Programm! Specialitäten Vorstellung. Nur Kräfte ersten Ranges. Grosser Erfolg! Grosser Erfolg! Susanne im Bade. Große Ausstattungsoperette. Anfang: Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. F. Lehmann, Direktor. Schweizergarten Am Königsthor. Am Friedrichshain Täglich: Bla, Gozłowskystr. 19. Nordosten. Klarbaum, Höchstestr. 1. Schrolle, Landwehrstr. 3. Böhm, Georgenkirchstr. 10. Maneke, Kl. Frankfurterstr. 3/4. Brill, Christburgerstr. 21. Schmidt, Marienburgerstr. 29. John, Greifswalderstr. 217. Knospe, Immanuelkirchstr. 11. Schmarsow, Immanueltirchstr. 29. Schnupp, Marienburgerstr. 6. Herzberg, Friedenstr. 61. Müller, Fürstenwalderstr. 24. Osten. Klimpel, Grüner Weg 14. Kühn, Grünerweg 50/51. Vogel, Blumenstr. 46. Wernicke, Kl. Markusstr. 24. Putke, Rüdersdorferstr. 43. Nowakki, Langestr. 102. Böhlke, Koppenſtr. 54. Vierneufel, Warschauerstr. 73. Beholz, Warschauerstr. 10. Nestel, Warschauerstr. 63. Nedel, Warschauerstr. 23. Plümer, Liebigstr. 2. Kublet, Posenerstr. 11. Urban, Breslauerstr. 6. Baffarge, Straßmannstr. 11. Konzert, Theater, Speciali- Sakob, Straßmannſtr. 21. täten Borstellung und Ball. Morgenstern, Tilſiterstr. 88. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Abend 10 Uhr: Moderne Don Juans. Frau Luna Berliner Luftballett Grigolatis. Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Felix Scheuer U Wege. Tilsiterstr. 82. Meier, Königsbergerstr. 31. Hoffmann, Königsbergerstr. 14. Augustin, Zorndorferstr. 49. Strät, Zorndorferstr. 22. Späth, Gubenerstr. 1. Fagath, Gubenerstr. 57. Gatowski, Petersburgerstr. 27. Krüger, Petersburgerstr. 65. lk- Trio. haltun, Richthofenftr. 23. Stralsunderstr. 1. and Ulm, Stralauer Allee 36. Scholz, Caprivistr. 4. Blaßner, Thaerstr. 24. Schmigeltski, Holzmarktstr. 20. Reim, Krautstr. 3. Manigk, Memelerstr. 6. Südosten. Baritsch, Mariannenplatz 26. Kube, Oppelnerstr. 34. Zachwey, Reichenbergerstr. 155. Geiger, Reichenbergerstr. 184. Bast, Reichenbergerstr. 122. Gierke, Reichenbergerstr. 177. Schulze, Forsterstr. 41. Seele, Kottbuser Ufer 59. Heidmann, Liegnizerstr. 35. Kuschke, Stalizerstr. 18. Fechner, Staligerstr. 54c. Schreiber, Brizerstr. 14. Böhle, Manteuffelstr. 68. Majewski, Sorauerstr. 3. Elias, Prinzessinnenstr. 4. Mierke, Laufizer Plaz 12a. Wolff, Wienerstr. 64. Volkmann, Forsterstr. 7. Gräbnis, Sorauerstr. 29. Nega, Sorauerstr. 22. Beck. Oppelnerstr. 26. Beck, Görlitzerstr. 34. Mek, Manteuffelstr. 84. Schmock, Ratiborstr. 16. Baake, Waldemarstr. 22. Lange, Wienerstr. 63. Herbe, Laufizerplatz 14/15. Wolff, Reichenbergerstr. 52. Plan, Mustauerstr. 31. Witte, Mantenffelstr. 106. Prenzler, Bücklerstr. 45. Kohle, Grünauerstr. 4. Jeeze, Grünauerstr. 28. Reisch, Wienerstr. 32. Grüneberg, Mariannenstr. 20. Hoffmann, Zeughofstr. 22. Lennecke, Forsterstr. 43. Müller, Reichenbergerstr. 74. Stade, Melchiorstr. 5. Kügler, Lausitzerstr. 46. Seegert, Lübbenerstr. 16. Conrad, Manteuffelstr. 75. Priemer, Lausitzerstr. 32. Welicke, Liegnigerstr. 16. Rausch, Bethanien- Ufer 10. Pöppel, Admiralstr. 18a. Goh, Cuvrystr. 8. Viehweg, Liegnigerstr. 43. Süden. Schlötte, Hasenheide 8. Lorenz, Schönleinstr. 29. Stranz, Dresdenerstr. 52-53. Hammerschmidt, Wafferthorstr. 50. Feierabend, Dieffenbachstr. 35. Hensel, Camphausenstr. 20. Kathen, Gräfestr. 9. Strache, Gräfeſtr. 37. Klemet, Stallschreiberstr. 40/41. Meier, Schönleinstr. 18. Südwesten. Müller, Yorkstr. 62. Westen. Rahnsen, Grunewaldstr. 110. Hippe, Culmstr. 28. Centrum. Christoph, Gormannstr. 12. Weissensee. Junke, Streuſtr. 4. Koch, Gustav Adolfstr. 24. Olschak, Rölfeſtr. 135. Simon, Straßburgerstr. 24. Heilig, Langhansstr. 115. Morzyski, Friedrichstr. 7. Friedrichsberg, Lichtenberg, haben außer: Jaeckel, Pfarrstr. 35, Conrad, Pfarrstr. 36, Elsner, Rummelsburgerstr. 57, Kersten, Frankfurter Chauffee 11, Hoffmann, Frankfurter Chauffee 129, fämtliche Kollegen die Forderungen anerkannt. Rixdorf haben außer: Knöffler, Sobrechtstr. 8, Schnorr, Juliusstraße, Jusko, Delbrückstr. 31, Kragelmann, nesebeckstr. 29, Trenner, Jägerstr. 2, sämtliche Kollegen die Forderungen anerkannt. Das Platat ist wegen Wortbruch Morlack, Cotheniusstr. 19, Mah, Demminerstr. 9, entzogen. Unseren Forderungen ftritte entgegen stellen sich folgende Kollegen: Hellwich, Elbingerstr. 7. Groß, Höchstestr. 44. Bloch, Barnim str. 41 a. Petri, Lychenerstr. 17. Datschewsky, Dunderstr. 86. Elminowski, Weinstr. 10. Krause, Kolbergerstr. 30. Weissensee. Arndt, Lehderstr. 11. Häling, Langhansstr. 31. Kutscher, Sedanstr. 50. Stern, Pistoriusstr. 142. Wir ersuchen darum, dieses zu berücksichtigen. Beschwerden über Verstöße gegen diese Beschlüsse sind an Max baum, Höchftestr. 1, zu richten. Operetten Burleske in einem Att von Bolten- Bäckers. Musik von R. Thiele. Jm Saale: Tanzkränzchen. Ostbahn- Park. Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein Verkauf. Sehr starke Ware in praktischen grauen u. braunen Streifen. Hinten u. vorn am Bund aus einem Stück gearbeitet. Nietknöpfe u. KappAm Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr. 71. nähte. Feste Leder Pilot Taschen, Hermann Imbs. Große Flicken umsonst. Die Hose bei Entnahme voit Täglich: 6 Stid 26 Mr. 4 Mt. 50 Großes Konzert, Theater- u. Specialitäten- Borstellung. Echt blaue Monteur- Hoſe Echt blaues Monteur- Jackett 1 M. 90 Prater Theater 600 Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Auf fremder Erde. Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Hugo Schulz. Auftreten der Eycentric- Chansonnette des Hedwig Döring, Grotesque Romifers Paul Coradini, der Gebrüder Damm, Afrobaten. The Garays, Radfahrer. 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Lichtenberg. n ber Landsb. Chauffee. An der Röderstraße. Weisenseer Weg 22/23. Sommergarten. Kegelbahnen. Kaffeeküche. See mit Gondeln. Jeden Sonntag: Konzert. Ball.[ 19788* Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Familien- Aufenthalt. Bu zahlreichent Besuch ladet ein Karl Hoch, Restaurateur. Lindenpark Friedrichsfelde. Haltestelle der elektrischen Strassenbahn. Von Spittelmarkt- Friedrichsfelde 10 Pf. Familien tönnen Kaffee fochen. [ 18852*] A. Gesch. empfiehlt fein romantisch gelegenes Lokal zu Landpartien und Ausflügen Der alte Freund auf Pichelswerder. Große elektrische Tanzmusik jederzeit. Gesellschaften und Vereinen Brücken- Rückgang vergütet. Es [ 2020* Segler- Schloß Hankels Ablage, Bahnstation Zeuthen. Görlitzer Bahn. Sehr schön gelegen an Wald und Wasser. Den Vereinen und Ge Klar- sellschaften sehr zu empfehlen.[ 18848*] Befiger W. Heinrich. 288/9 Juli und Auguft einige Sonnabende und Sonntage noch frei. Volksversammlung Verein der Buchdrucker und Schriftgiesser Dienstag, den 30. Juli, abends 8 Uhr, für Rixdorf- Britz. Ortskrankenkasse ( 85/10 der Gastwirte in Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Sonntag, den 28. Juli, in den Gesamträumen des Apollo Theaters, Tages Ordnung: 263/16 1. Was für Vorteile bieten die Konsumgenoſſenſchaften bem laufenden Publikum und ist es notwendig, fich wirtschaftlich zu organisieren? Referent: Reichstags- Abgeordneter E. Wurm. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: Franz Walther. NB. Zu dieser Versammlung findet Sonntag früh 8 Uhr vom Genossen Otto Fischer, Beuffelstr. 66 aus, eine Flugblattverbreitung statt. Achtung! Achtung! Brauerei- Arbeiter Sektion II. Sonntag, den 28. Juli, nachmittags 2 Uhr: General- Versammlung im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 2577b 1. Sassenbericht. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Wahl eines ersten Vorsitzenden. 4. Verschiedenes, Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimiert. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 29. Juli, abends 8 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Statutenberatung. 2. Anträge. 3. Verschiedenes. 147/4 im Lokale Frankfurterstraße 117. Das Mitgliedsbuch muß an der Kontrolle vorgezeigt werden. Der Vorstand. Hermannstraße 48-50: Grokes Sommerfest Vokal: und Instrumental- Konzert ( Kummers Quartett und Humoristen). Anfang 4 hr. Programm 20 Pf. Männer- Chor ,, St.Urban', Die ehemaligen Mitglieder: Bleul, Adalbertstr. 20, Paatz, Rirdorf, Selchowerstr. 3, Trinkwitz, Rirdorf, Selchowerstr.6, werden hierdurch aufgefordert, ihren Verpflichtungen obigem Verein gegen über nachzukommen. 65/17 Neu eröffnet! Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Löwestr. 21 einen Schultheiß 10- Ausschant eröffnet habe. Großes Vereinszimmer steht 20320* zur Verfügung. Friedrich Wegner. * Sommerpreise.* 115 nur Prima Senftenberger Briquets 85 Pf. 16tr. 630 lg., ca. 135 St. Oberschlesische Steinkohlen Nuß II Ctr. 1,10, Scheffel nur 90 Pf. verfauft ab Platz Fischer, Brombergerstr. 14. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen ( E. H. 86, Hamburg) Mitglieder- Versammlungen 9. finden statt: am bei Dr. med. S..... in B... schreibt: Wenn in den heißen Monaten der Magen überhitzt ist und nach einem fühlen Trunt lechzt, versäume man nicht, vorher oder nachher einen Magendoctor zu nehmen. Ferner empfiehlt es sich, nach dem Genuß von Gurkenfalat, frischem Obst und Gemüsen dem Magen einen 19499* Wurm 273/15 zuzuführen. Nach meinen Erfahrungen hat sich der wohlschmeckende Liqueur Bezirk A abet Nowak, wantenfelte. Bezirk Cat Gerth, Blücherſtr. 66. Bezirk B im deft., Bur Sütte", Statikerft. 30/31: Bezirk Dante, enthalerit. General- Versammlung. 4. Verschiedenes. Tages Ordnung: bei Bauer, 57. hr, bet ſolchen Gelegenheiten bereits einen Ruf geschaffen und selbst in solchen r, Gallen, wenn unvorsichtigkeit b 1. Geschäftliches. 2. Viertelfährlicher Kassenbericht pro 2. Quartal 1901. 3. Bericht über die stattgefundene Die Zahlstellen, in denen an jedem Sonnabendabend von 8-10 Uhr neue Mitglieder( bis 45 Jahre) auf genommen werden, befinden sich Naunynstr. 78 bei Grundmann; Kleine Andreasstr. 14 bei Schmidt; Reichenbergerstraße 29 bei Schmidt; Stalizerstraße 69 bei Nordquist; 3offenerstraße 46 bei Menk; Alte Jafobstr. 69 bei Lenz; Georgenkirchstr. 25 bei Radtke; Elfafferstr. 11 bei Raddatz. Die Ortsverwaltungen. Restaurant Pferdebucht bei Köpenick. 18892* Empfehle mein allbekanntes, in herrlichem Laubwalde gelegenes Lokal den geehrten Gesellschaften und Vereinen zu Ausflügen und Landpartien. 5000 Sigpläge. Ausspannung für 80 Pferde. Excesse von üblen Folgen begleitet waren, vorzüglich bewährt. Um in dem Sommer und verwandten Gewerbe zu Berlin. 6. Abänderung zum Kaffen- Staint. Bu§ 8.( Bujazz zu Absatz 1): Die An- und Abmeldungen sind getrennt einzureichen. Zu§ 29.( Absatz 1 erhält folgende Fassung): Die Beiträge werden an jeden Montag für die beginnende Woche fällig und werden für die versicherungspflichtigen Mitglieder monatlich post: numerando unter Vorlegung einer Rechnung vom Arbeitgeber abgeholt.. Wird Zahlung nicht geleistet, auch der fällige Betrag unter Beifügung des vom Kassenboten hinterlassenen Mahnzettels und ferner nach voraufgegangener schriftlicher Mahnung in der darin angegebenen Frist nicht toftenfrei zur Kasse gezahlt, findet zwangsweise Beitreibung durch den Magistrat zu Berlin, gemäß§ 57, statt. Die Vorschriften über das Mahnverfahren sind dem Statut an: gehängt. Bu§ 34.( Neuer Absatz): Verlorene oder sonst abhanden ge fommene Mitgliedsbücher werden auf Kosten des Verlierers gegen Zahlung bon 25 Pf. erneuert. Mitglieds bücher, die infolge nicht ordnungs mäßiger Angaben des meldepflichtigen Arbeitgebers neu ausgestellt werden müssen, werden dem Arbeitgeber mit 25 Pf. berechnet. [ 273/14 Berlin, den 30. April 1901. Der Vorstand. Kraushaar, Schriftführer. Poppe, Vorsitzender. Genehmigt: Berlin, den 2. Juli 1901. Der Bezirks Ausschuß. Kayser. Vorschriften über das Mahnverfahren. Auf Grund§ 55 Abs. 3 K.-V.-G. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter ( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Oertl. Verwaltung Berlin D. Moabit. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 24. Jult unser Mitglied, der Tischler Friedrich Wassmuth gestorben ist.. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Juli, nachin. 4 Uhr. von der Zeichenhalle des Neuen JohannesKirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Nachruf! Am 23. Juli ist unser Mitglied, der Tischler Emil Linke gestorben und am 26. Juli beerdigt. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 182/12 Statt besonderer Nachricht! Am Mittwoch, den 24. Juli, abends 10 Uhr, verschied nach kurzem, schweren Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Bräutigam und Freund Hermann Zippel im Alter von 26 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 28. Juli, um 5 Uhr nach mittags vom Rirdorfer Kirchhof, Rudowerstraße, statt. 26016 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine inniggeliebte Frau, Mutter, unsre liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Elisabeth Wiesner geb. Boerner im 28. Lebensjahre nach kurzen aber schweren Leiden an der Lungenschwindsucht in der Nacht vom 24. zum 25. d. M. furz nach 1 Uhr ver: starb. L. Wiesner. Wilh. Boerner und Frau. Die Beerdigung findet am Sonns werden hierdurch folgende Borschriften bom ber Zeichenballe ber Freireligibler über das Mahnverfahren erlassen: Diejenigen Arbeitgeber, welche mit den Eintrittsgeldern und Beiträgen im Rückstande bleiben, haben für die boraufgegangene von Gemeinde zu Berlin, Pappel- Allee Nr. 16/17, statt. 26105* Boykottfreien lichfeiten vorzubeugen, genügt es schon, Mahnung eine Gebühr zu entrichten, Nordhäuser Kautabak Soda 2c.) ein kleines Quantum wenn man dem Getränk( Trinkwasser, Wurms Magendoctor ( conc. Kräuterliqueur) zusetzt. Verlangen Sie geft. überall ,, Wurm", weil viele Nachahmungen eristieren. General- Depot: welche beträgt: 1. bis 3 Mark ein: schließlich. 10 ẞf. 2. über 3 bis 15 M. einschließl. 20 Pf. 3. über 15 bis 150 m. einschließl. 40 f. der Firma NordGrimm& Triepel, hausen, zu haben und zu fordern in jedem erft. Porto. Geschäfte in Berlin und Vororten speciell dünnes, mittel und dickes Gespinnst. 25326* 4. über 150 W. 75 Pf. Diese Mahngebühren werden in derselben Weise wie die Rückstände Berlin, den 30. April 1901. Der Vorstand. Poppe, Borsigender. Kraushaar, Schriftführer. Sommer Wohnungen mit und ohne Benſion. Großartige Promenaden. 100 Morgen Spielpläge. NO., Neue Königftr. 74. beigetrieben. Es ladet zum Besuch freundlichst ein Gute und berühmte Küche. Wilhelm Brüsewitz, Besizer. Achtung! Vereine. Achtung! Paul Hilperts Restaurant u. Garten Restaurant um Boddenſee in Birkenwerder, Halensee, Kurfürstendamm 126. Erste Haltestation für Kremser, Fußpartien usw. am Bahnhof Halenfee. Borzüglich gepflegte Biere. Reichhaltige Speisekarte zu kleinen Breifen. Familien können Kaffee kochen. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Paul Hilpert. Köpenick, Schweizergarten. Lindenstr. 4 15 Min. vom Bahnhof Sadowa oder Köpenick. Reizender schattiger Garten für 3000 Personen. Verdeckte Kegelbahnen. Kaffeeküche( Ltr. 80 Pf.). Ausspannung für 40 Pferde. Boltsbelustigungen aller Art. 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" Der Umsturz im Kirchturmknopfe. Der erste Berufsrichter des Schiedsgerichts war ein Mann, der Das ist ganz anerkennenswert, wird aber der sächsischen Reaktion Die Schweiz der westlichen Halbtugel, wie man Neu- Seeland von Geburt und Verbindungen den besigenden Klassenzangehörte, und nicht wehe thun. oft mit Bezug auf seine herrliche geographische Lage bezeichnet hat, seiner politischen Stellung nach ein" Tory". Die Arbeiter sahen hat mit der europäischen Alpenrepublik auch die Eigenschaft gemein, daher seiner Amtierung mit ziemlichem Mißbehagen entgegen. Aber ein Versuchsland der Demokratie zu sein. Während aber unsre thatsächlich gab er seine Stimme in neun von zehn Fällen zu Gunsten Schweiz bisher vorwiegend auf formalpolitischem Gebiet reformiert der Arbeiter ab, und es war gerade dieser Nichter, der die Praxis wart des Kaisers eine neue Kirche eingeweiht werden. Im Mai und In dem Danziger Vorort Schiedlig soll im Herbst in Gegen hat, in der Socialpolitik aber nach einigen hoffnungsvollen An- schaffen half, daß den Unternehmern vom Schiedsgericht auferlegt Anfang Juni waren drei Genossen bei diesem Kirchenbau mit der läufen ins Hintertreffen geraten ist wofür wir selbstverständlich wird, bei Einstellen von Arbeitern in erster Reihe mit Herstellung der Klempnerarbeiten beschäftigt. Ihnen wurde auch die nicht die Demokratie, sondern die eigentümliche Voltszusammen- glieder der betreffenden Gewerkschaft zu berück Abdeckung des Turmes sowie das Aufsetzen der Kuppel übertragen. fegung und gewerbliche Verfassung der Eidgenossenschaft verantwortlichtigen und erst, wenn solche nicht zu haben sind, Nichtgewerk- In solche Kuppeln werden in der Regel Büchsen mit Urkunden einlich zu machen haben, ist die Alpenrepublik Australiens fast mehr schaftler zu berücksichtigen. noch eine socialpolitische als eine formalpolitische Versuchsstation. gelegt: Unfre Genossen waren nun der Meinung, daß es für die Dieser Zwang, der den Leroy Beauliens aller Länder fürchter- Nachwelt nicht ohne Interesse wäre zu erfahren, weß Geistes Kinder Neu- Seeland hat die vorgeschrittenste Arbeits- Gesetzgebung der lich erscheinen mag, entspricht durchaus dem Geist des Gesetzes, das die Arbeiter gewesen, die die Arbeit ausgeführt haben. Sie legten deshalb Welt. 63 ist das erste Land, das für gewerbliche auf Organisation aller Arbeiter und Unternehmer abzielt, und verzu den offiziellen Schriften noch ein Schriftstück, in dem sie mitteilten, Konflikte den Schiedszwang eingeführt hat und dessen liert, je mehr es in dieser Hinsicht seinen Zweck erfüllt, umsomehr daß sie, die Hersteller dieser Arbeit, Mitglieder des MetallarbeiterSchiedsgerichten das Recht zusteht, Mindest löhne diese seine Schrecken. Auch wird der Beschluß der Bevorzugung der Ge- Verbandes und der sacialdemokratischen Partei seien und daß sie ökonomische Rezzerei vor dem Herrn festzusetzen. werfschaften nicht ohne die Auferlegung entsprechender Verpflichtung hofften, bei Wiedereröffnung des Turmknopfes möchten solche Bit Sehr begreiflich, daß die Augen der Socialpolitiker sich immer an diese gefaßt. So wurde in einem Falle der Gewerkschaft der stände herrschen, wie sie die Arbeiter jetzt erstrebten. Dies unterwieder auf Neu- Seeland und die ihm nacheifernden australischen Maler des Ortes Christchurch als Gegenverpflichtung vorgeschrieben, schrieben sie sauber mit ihren Namen und legten dazu außerdem Kolonien) richten. Begreiflich auch, daß die Geguer demokratischer gehörige Listen ihrer Beschäftigungslosen zu führen und den Meistern je ein Eremplar des„ Vorwärts", des„ Wahren Jakob", der„ KönigsSocialpolitik jede Klage über Folgen jener Gesetze begierig auf zur Einsicht offen zu halten. Ferner darf die Gewerkschaft nicht berger Boltszeitung" und mehrere Gewerkschaftsblätter. Die Kapsel greifen und weiter folportieren. Um so wichtiger aber für die Ar- zur Zunft ausarten, sondern muß allen Berufsgenossen, die hatte schon eine Weile in der Kuppel wohl verwahrt gelegen, als beiterpresse, sich über die wirkliche Sachlage in jenen Ländern auf sich ordentlich führen, den Eintritt offen halten. Auf diese Weise ist ein unbekannter Denunziant der Polizei davon Mitteilung machte. dem Laufenden zu halten. eine Lösung des Problems der Arbeitswilligen gegeben, die allen Die schon vergoldete Kuppel mußte noch einmal Beteiligten gerecht wird. geöffnet werden, damit die Büchse mit dem schrecklichen JuWas mum die Frage der Mindest löhne anbetrifft, so ist es halt entfernt werden konnte. Die Nachivelt ist mun davor bewahrt, flar, daß solche, wenn sie nur auf eine Klasse leistungsfähiger von der Existenz eines Metallarbeiter Verbandes, der socialdemo= Arbeiter und deren Aristokratie zugeschnitten sind, für die kratischen Partei und socialdemokratischer Zeitungen Kenntnis zu erhalten. schwächeren Arbeiter große Härten mit sich bringen können, Die drei Klempner wurden polizeilich vernommen, obwohl nicht wenn ihre Festsetzung sie nicht ganz außer Arbeit jezt. Aber ersichtlich wurde, welchen Verbrechens man sie eigentlich anklage. das ist in Neu- Seeland nicht der Fall. Die Einigungs- Jetzt soll mun, wie man uns von dort berichtet, allen Ernstes ein und Schiedsgerichte, denen das Gejezz Vollmacht zur Bestimmung gerichtliches Verfahren gegen die drei um die Nachwelt besorgten von Mindestlöhnen giebt, nehmen auch auf die in ihren Leistungen Klempner eingeleitet worden sein. Wir sind sehr begierig zu er hinter dem Durchschnitt zurückbleibenden Arbeiter Rücksicht. Bei fahren, welches Strafgesetz man da eigentlich zur Anwendung jedem Konflikt", schreibt Mr. Lloyd, setzen die betreffenden Gerichte bringen will. Will man die Leute etwa- der Verunreinigung die Mindest oder Durchschnittslöhne fest. Ihre eines öffentlichen Orts anklagen? Regeln enthalten sorgfältig ausgearbeitete Bestimmungen für bessere, Durchschnitts- und niedere Arbeiter. Niemand darf für weniger als den Durchschnittslohn angestellt werden, ausgenommen Leute, die nicht im stande sind, so viel zu arbeiten, um den Durchschnittslohn zu verdienen. Der diesen gezahlte Lohn muß aber, wenn Einwand erhoben wird, vom Einigungsamt des Orts gutgeheißen werden." Es ist also dafür gesorgt, daß die schwächeren Arbeiter beschäftigt werden können, ohne zu Lohndrückern zu werden, und es ist daher ziemlich zweifelhaft, ob wirklich eine größere Anzahl wieder leistungsfähiger Arbeiter aufs Pflaster gesezt worden sind. Wäre es der Fall, so würde dies nicht gegen das Princip des Gesetzes, sondern gegen seine Ausführung sprechen, und Fehler in der Ausführung sind auch anderwärts nicht selten. Aber wie reimt sich mit dieser Meldung von der massenhaften Zahl der von den Industriellen verworfenen Arbeiter die gleichzeitige Meldung der Klage der Landwirte, daß ihnen die Industrie alle Arbeiter entziehe? Zum mindesten liegt da große lebertreibung vor. Der Vorwärts" hat sich mit Recht den Berichten des Herrn Leroy- Beaulieu und des Londoner Economist" über angeblich üble Wirkungen der geschilderten Socialgesetzgebung skeptisch gegenüber gestellt. Es wäre ja nichts Unerhörtes, wenn diese Gesetzgebung in den Anfängen gewisse Uebelstände mit sich brächte. Bis zu einem gewissen Grade ist ja jedes neue Gesez ein Experiment, und die Schöpfer der hier in Frage kommenden Geseze haben nie behauptet, mit ihnen Vollkommenes geschaffen zu haben. Im Gegenteil, fie haben ihren experimentellen Charakter von vornherein anerkannt und für etwva notwendig werdende Abänderung der Geseze Vorsorge getroffen. Auch ist, wie der Vorwärts" schon treffend hervorgehoben hat, das Neuseeländische Gesetz über Schiedszwang und MindestLöhne seit seiner Verkündung zweimal durch Abänderungen ergänzt Aber, was dabei noch zu bemerken ist, diese Abänderungen sind nicht etwa Abschwächungen, sondern Verstärkungen des Gesezes, und trotzdem find sie, während das Gesez selbst ursprüng lich nur gegen eine heftige Opposition zu stande gebracht wurde, fast ohne Opposition durchgegangen. Es besteht teine Partei in der neuseeländischen Kammer, die seine Abschaffung verlangt. Das ist nicht geeignet, die gemeldeten Klagen als sehr gewichtig erscheinen zu lassen. worden. " M Die englischen Socialisten und die nächsten allgemeinen Wahlen. Der Verwaltungsausschuß der unabhängigen Arbeiterpartei Englands hatin seiner legten Sizung Stellung genommen zu den nächsten Wahlen. Er weist seine Zweigvereine an, bereits jetzt mit den Vorbereitungen zur Wahl zu beginnen. Nach seiner Auffassung ist innerhalb der nächsten 12 oder 18 Monate eine Auflösung des Parlaments sicher zu erwarten. Kandidaten der Partei sollen mindestens in allen den Wahlkreisen aufgestellt werden, die bei der vorigen Wahl einen solchen bereits hatten. Es sei notwendig, heißt es in einem Aufruf an die Parteimitglieder, daß Keir Hardie in seiner schwierigen Aufgabe im Parlament von weiteren socialistischen Abgeordneten unterstützt werde. Bisher sei er fast der einzige in Parlament, der die Sache der Arbeiter und die Principien des Socialismus dort vertrete. Es müssen alle Anstrengungen gemacht werden, um mehr unabhängige Arbeitervertreter ins Parlament zu bringen. Die Politik der Liberalen und der Konservativen biete gemig Anlaß zur Kritik und zur Gewinnung der Wählermassen. Polizeiliches, Gerichtliches ufi. Jm vorigen Jahre hat ein amerikanischer Schriftsteller, Mr. Henry Demarist Lloyd, der Verfasser der klassischen Anklageschrift gegen die amerikanischen Trusts Wealth against Commonwealth"( etwa: Reichtum als Gegner des Gemeinwohls), Neu- Seeland bereist und neben einem größeren Buch über seine Eindrücke auch ein nicht sehr umfangreiches Buch geschrieben, das sich speciell mit den Wirkungen des gewerblichen Schiedsztvangs in Neu- Seeland befaßt. Es führt den Titel" A Country without Strikes"**) ein Land ohne Streits- und singt ein ganz Mr. Lloyd teilt eine ganze Reihe von Beispielen mit, die zeigen, andres Lied als die Berichte Leroy- Beaulieus. Mr. Lloyd erbringt daß die Schiedsgerichte sehr sorgfältig auf die Konkurrenzeine ganze Anzahl Stimmien von Angehörigen verschiedener Berufe bedingungen der betreffenden Gewerbe Rücksicht nehmen, ob sie, wie und Gesellschaftsklassen, Unternehmer wie Arbeiter, Richter und die Baugewerbe, fast ausschließlich Lokalgewerbe sind, oder mit Politiker, die sich sämtlich zu Gunsten des Gesetzes aussprechen und provinzieller oder gar Weltmarktkonkurrenz zu rechnen haben. ihm gute Wirkungen nachsagen. Und er erbringt eine ganze Reihe Das ist gerade eines der Hauptzüge des Gesetzes, daß es das von Thatsachen, die diese Urteile unterstützen. Das Gesetz hat seine Zwangsprincip enthält und ohne dieses sind alle Einigungsgeseze Gegner in Neu- Seeland, aber die Masse der Bevölkerung ist entwirkungslos ohne in starren Formalismus aufzugchen und alles schieden stolz darauf, es zu besigen. Es ist die Schöpfung eines Mitgliedes der Regierungspartei, nämlich des Herrn W. P. Neeves, der lange Jahre Arbeitsminister für Neu- Seeland war und als solcher das Gesetz ausgearbeitet und im gefeßgebenden Körper zur Annahme gebracht hat. Aber selbst der Führer der konservativen Oppositionspartei in Neu- Seeland ist die Demokratie am Ruder Sicherlich ist das Gesetz noch nicht vollkommen und mag in der erklärte bei der Schlußabstimmung:" Ich glaube, wir haben jetzt Ausführung noch mancher Verstoß begangen werden. Vergleicht man nahezu das allerbeste Gesez, das im Interesse der Kolonie ersonnen aber die Zustände, die es geschaffen hat, mit denen, die vorher werden konnte." Das führende Organ der Oppositionspartei, die herrschten, so senkt sich die Wagschale tief zu seinen Gunsten. Vorher Wenn die Polizei nicht zu Hause ist, muß die Welt„ Otago Daily Times" schrieb 1899: Es kann selbst nicht einmal herrschten beständige Ausstände und Aussperrungen, die beiden Teilen geschichte warten. In Roizsch bei Bitterfeld konnte eine Versamm bloß mit Scheingründen behauptet werden, daß das Einigungs- und enorme Kosten auferlegten. Sie haben völlig aufgehört, alle Streit- lung deswegen nicht stattfinden, weil zur Zeit der Anmeldung der Schiedsgesetz bis jetzt schädlich oder nachteilig gewirkt hat." Und fragen werden vor Schiedsinstanzen gebracht oder im Bewußt Herr Amtsvorsteher nicht zu Hause war und der anwesende Schreiber Mr. James Wills, Direktor einer großen Dampfschiffs- Gesellschaft, sein ihrer Existenz durch freie Abmachungen erledigt. Die der Union Steamchip Company, der Massen von Arbeitern be- Entscheidungen der Schiedsgerichte haben in Bezug auf viele berufers erging folgender Bescheid: feine Anmeldebescheinigung ausstellte. Auf die Beschwerde des Einschäftigte, erklärte am 19. Oktober 1897 vor der Handelskammer Punkte, die zu specieller Natur sind, als daß der Gesetzgeber sich von Dunedin, das Gesetz sei nach seiner Ansicht sehr wohlthätig, und mit ihnen befassen könnte, praktisch Gesezeskraft für das Gewerbe sie schuldeten der Regierung und Mr. Reeves Dant, ihm seine erlangt. " über einen Leisten zu schlagen. Es ist in Bezug auf die grundlegenden Bestimmungen streng, sonst aber durchaus elastisch und erlaubt es, allen Besonderheiten des einzelnen Falles soweit Rechnung zu tragen, als dadurch nicht der Zweck der Grundbestimmung en wieder aufgehoben wird. jezige Gestalt gegeben zu haben. Er sei sicher, daß im Schieds- Wie wenig das Gesetz aber die Entwicklung der Industrie in zwang die wahre Lösung aller Arbeiterschwierigkeiten liege". Neu- Seeland gehindert hat, zeigen folgende Zahlen. Vom Jahre Daß die organisierten Arbeiter, auf deren Betreiben das 1895 ab, mit dessen Beginn es in Kraft trat, wurden in den Fabriken Gesetz geschaffen wurde, seine Freunde sind, ist selbstverständlich. und Werkstätten Neu- Seelands 29 879 Arbeiter beschäftigt. Von da Die Arbeiter," erklärte ein Arbeiterführer dem Mr. Lloyd, lieben ab sind die Zahlen. diese Art Sklaverei". Sie haben sich fast alle für die Zwecke des Gesezes registrieren lassen." 1896 Jahr Beschäftigte Arbeiter 32 387 Zunahme gegen 1895 2 508 1897 36 918 7 039 1898 39 672 1899 45 305 9.793 15 426 Eine der wichtigsten Eigenschaften des Schieds- und Einigungsgesetzes von Neu- Seeland ist nämlich, daß es Arbeitern wie Brinzipalen sozusagen zur Pflicht macht, sich zu organisieren und ihre Organisationen behufs Genußes ihrer Wohlthaten eintragen zu Lassen. Ein Gesez zur Ermutigung der Bildung von gewerblichen Eine Zunahme von über 50 Prozent. So hat das socialistische" Vereinen und Verbindungen und zur Erleichterung der Beilegung Gesez die Industrie Neu- Seelands ruiniert. bon gewerblichen Konflikten durch Einigung und Schiedsspruch", war Ed. B. sein ursprünglicher Titel. Der einleitende Satz ist in Wegfall ge= tommen, aber es wird in seinem Sinne gehandelt. Partei- Machrichten. " Vom Schwarzburgischen Vereinsrecht. Wie berichtet wird, wurde in Geschwenda, der Zahlstelle des Porzellanarbeiter- Verbandes, die Errichtung einer Gesangsabteilung untersagt auf Grund des be rüchtigten§ 8 des Vereinsgefezes, wonach Arbeitervereine mit politischer, socialistischer oder kommunistischer Tendenz verboten sind. Ist die Anwendung diefer reaktionären Vorschrift auf die Gesangsabteilung einer Gewerkschaftsorganisation an sich schon merkwürdig genug, so gewinnt diese Maßregel einen noch merkwürdigeren Charakter, wenn man berücksichtigt, daß der Landtag bereits eine Gesezesvorlage der Regierung angenommen hat, durch die der fragliche Paragraph überhaupt beseitigt wird. Es bedarf also jeden falls nur noch der Publikation des neuen Gesetzes, um das alte außer Straft zu setzen. Auf die Eingabe vom 10. d. M. erwidere ich Ihnen, daß ich aus Anlaß der Beschwerde vom 9. April cr. feine Veranlassung gefunden habe, den Amtsvorsteher zu Holzweißig zu rettifizieren.. Der Amtsvorsteher war am Sonnabend, den 30. März cr., vormittags in meinem Bureau, um verschiedene dienstliche Angelegen heiten zur Erledigung zu bringen bezw. zu besprechen. Er konnte demgemäß an dem fraglichen Vormittage über den Empfang des eingeschriebenen Briefes, in welchem Sie die Erteilung einer Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung der Abhaltung einer Volksversammlung zu Petersroda am 31. März cr. nachgesucht haben, nicht quittieren. Der im Bureau beschäftigte Sekretär fungiert nicht als Stellvertreter des Amtsvorstehers. Der königliche Landrat Graf zu Solms." Die Veranstalter hätten ihre Versammlung ruhig abhalten sollen. Es kommt nicht auf die Bescheinigung der Anmeldung, sondern nur auf die Anmeldung selbst an. Ueberdies ist der Amtsvorsteher verpflichtet, dafür zu sorgen, daß während der ordentlichen Geschäftszeit jemand da ist, der seine Geschäfte auch während seiner Abwesenheit wahrnehmen kann. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Nur Organisationen können das Gesez anrufen, aber die vorgeschriebene Mindestzahl von Mitgliedern bei Arbeitern sieben ist so gering, daß keiner Gewerbsgruppe, die überhaupt ernsthafte Der Socialdemokratische Verein in Nürnberg beschäftigte Beschwerden hat, die Möglichkeit der Nutzbarmachung des Gesetzes sich in seiner Versammlung am Mittwoch mit der Erledigung der verschlossen ist. Andrerseits hat kein Arbeiter oder Unternehmer in der vorherigen Versammlung unerledigt gebliebenen Geschäfte. Vorteil davon, wenn er außerhalb der Organisation bleibt. Denn Zunächst wurde über den Posten des Parteisekretärs verhandelt und An die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Vororte. wenn das Schiedsgericht es für geboten hält, kann es seine Ent- nach langer, erregter und sehr persönlich zugespitzter Debatte mit Nach Beendigung des Streiks der Barbiere in Berlin wurde zur befferen scheide auch für außerhalb der Organisationen stehende Berufs- großer Mehrheit beschlossen, das Sekretariat fortbestehen zu lassen. Uebersicht der Einhaltung der Forderungen die grüne kontrollangehörige bindend machen. Dagegen wurde bezüglich der Person des Sekretärs beschlossen, den tarte eingeführt. Nachdem nun die Bewegung sich von Berlin Die Zweckmäßigkeit dieser Wollmacht leuchtet ohne weiteres ein. Vereinsvorstand zu beauftragen, daß er dem jezigen Inhaber des auf die Vororte hinübergespielt hat, ist auch in sämtlichen Ohne sie würde es einer Minderheit von Unternehmern oder Bostens, dem Genossen Herrmann, der sich unbeliebt gemacht hat, Vororten die Kontrollkarte eingeführt und ebenfalls durch BeArbeitern möglich sein, durch Verweigerung des Beitritts zum rechtzeitig fündige, damit einer Neuwahl im Januar keine Schwierig schluß der Gewerkschaftskartelle bestätigt. Da dies nun der einzige Gewerbsverband oder Austritt aus demselben die Beschlüsse des teiten entgegenstehen. Ausweis ist, daß die Forderungen bewilligt sind, ersuchen wir die Schiedsgerichts zu vereiteln. Mit Recht ist denn auch behauptet Es wurde dann ein neuer Gesamtvorstand gewählt. Bei 947 ab- gesamte Arbeiterschaft, uns durch Fragen nach der Kontrollkarte zu worden, das Gesetz sei faktisch nur für die Minderheiten, die der gegebenen Stimmen wurde der erste Vorsitzende mit 546, der zweite unterstützen, um die kleine Verbesserung, die wir geschaffen haben, Organisation aus Kurzsichtigkeit, Egoismus oder ähnlichen tadelns mit 566 Stimmen, der Kassierer mit nur 351 Stimmen gewählt, die dauernd hochzuhalten. werten Motiven fernbleiben. Da beide Parteien in gleicher Stärke Schriftführer mit 378 und 499 Stimmen. Dieses Stimmenverhältnis im Schiedsgericht vertreten find, ergänzt durch einen dem Partei zeigt die großen persönlichen Differenzen, deren endliche Beilegung Kampf entrückten Richter des Obergerichts, ist die Gefahr, daß es im Interesse der Partei sehr zu wünschen wäre. Entscheidungen trifft, die das Gewerbe des Landes schädigen könnten, In der Versammlung sollten auch die Verhältnisse des Personals außerordentlich gering. Bumal es dem Schiedsgericht freisteht, in in der Druckerei der„ Tagespost" erörtert werden. Ein Vertreter des Perschwierigen Fällen Sachverständige heranzuziehen, die wiederum zu gleichen Teilen aus beiden Lagern genommen werden müssen. Eine andre Befürchtung, daß die Berufsjuristen, die nichts vom Geschäfte verstehen", ein lästiges Element bilden und ihr Gewicht für undurchführbare Beschlüsse in die Wagschale werfen würden, hat sich ebenfalls als unbegründet erwiesen. Die Erfahrung hat gezeigt, fonals gab jedoch die Erklärung ab, daß dieses, da die Veranlasser der Unzufriedenheit, die Genossen Sydow und Herrmann, ihre Stellungen verlaffen, nunmehr im Interesse der Partei auf die Erörterung verzichte. Die Fragen nach der Karte müssen nachhaltige sein, umsomehr, da es der Freien Vereinigung" auch nicht mehr möglich ist, die Kontrolle über die von ihr verausgabten Plakate zur Genüge durchzuführen und auch bereits schon verschiedene Arbeitgeber, welche den Tarif unterschrieben haben, die Einhaltung desselben in allen Punkten umgehen. Wir bitten nun die Arbeiterschaft noch ganz besonders, nach der Abstempelung zu sehen( jetzt 30. Woche), da dies jenigen, deren Karte nicht ordnungsgemäß geführt ist, nach ers reichtem Vorteil der Organisation den Rücken gekehrt haben. 著 % Der Dresdener Maifeier- Prozeß hat selbst die National Seitens der Arbeiterschaft sind unbedingt zu socialen auf den Plan gerufen. Der dortige nationalsociale Verein meiden: Krüger, Bernauerstr. 48; obschal, Streliter *) Es sei hierbei bemerkt, daß Neu- Seeland zwar geographisch nahm nach eingehender Erörterung folgende Resolution an: straße 36/37; Schimming, Strelizerstr. 44; Strelizerstr. 44; Löschke, zu Australasien gehört, politisch aber außerhalb der soeben ge-„ Der nationalsociale Verein für Dresden und Umgegend Streligerstr. 21; Ogdorff, Strelißerftr. 11; Becker, Strelizergründeten australischen Bundesrepublik steht. Es bildet ein selb- protestiert ohne sich damit über die Frage der Berechtigung oder straße 8; Petri, Lychenerstr. 17; Walter, Usedomstr. 22; ständiges Gemeinwesen, das zwar, wie jene, unter britischer Ober- Nichtberechtigung der Maifeier aussprechen zu wollen gegen das Jachnid, Schliemannstr. 31; Fischer, Ackerstr. 129; Adam, hoheit steht und die Neu- Seeländer sind sogar große Imperia Dresdener Gerichtsurteil aus Anlaß des letzten Dresdener Maifeier- Ackerstr. 116. listen aber in allen Fragen der heimischen Gesetzgebung und Ver- Spaziergangs. Er erblickt in der weitgehenden Auslegung des Die Abrechnung vom Streik in Berlin wird in den nächsten waltung republikanische Selbstregierung ausübt. Begriffes„ Üümzug" eine mit den Rechten eines mündigen Boltes Tagen in Borwärts" veröffentlicht. **) New York, Doutleday, Page u. Co. unvereinbare Beschränkung der politischen Freiheit und verwirft Die Lohntommission der Barbiere für Berlin und Vororte. 21 Berliner Partei- Angelegenheiten. " Wir bemerken dazu folgendes: Herr Albert Kohn weilt unfres Miffens zur Zeit nicht in Berlin, wir sind also nicht in der Lage, ihn direkt zu befragen. Dagegen teilt ums ein andrer Teilnehmer der Einigungsverhandlung" vom 17. Juni mit, daß die Darrichtig sein tann. Denn laut Stenogramm führte während der Verhandlungen Herr Dr. Freudenberg im Einverständnis mit Herrn Kohn folgendes aus: An die organisierten Arbeiter Charlottenburgs. durch das Gesetz berfolgbar wären. Daily News" nennt Jim Laufe der nächsten Woche sollen Flugblätter verbreitet diesen Entscheid den wichtigsten der ganzen Seffion. werden, wodurch die Barbiergeschäfte, die den Lohntarif In der That bedeutet diefes Urteil, daß die Gewerkvereine für bewilligt haben, bekannt gegeben werden. jeden Fehler, für jede Ausschreitung eines oder mehrerer ihrer Mit Arbeiter und Parteigenossen! Fragt nach der Kontro II- glieber verantwortlich gemacht und vor Gericht zur Rechenschaft gestellung, die oben Herr Schade giebt, unmöglic tarte, das zweite Feld muß abgestempelt sein. Wenn keine Karte 30gen werden kann. borhanden ist, so verlaßt das Geschäft. Folgende Arbeitgeber haben den Tarif bewilligt: Friz Böhm, Kirchstr. 26; Emil Schäfer, Osnabrüderstr. 3; Emil Schäfer, Wilmersdorferstraße 16; Mittelstädt, Osnabrückerstr. 27; Karl Emmerich, Bismarckstr. 74; Frau Schneider, Pestalozzistr. 71; Heinrich Heuß, Wilmersdorferstr. 20; May Mutschete, Krummestr. 57; hiermit auf die Versammlung aufmerksam, die am Montag, den August Müller, Grünstr. 30; Paul Laser, Buttkamerstr. 28; 29. d. M., bei Ackermann stattfindet. Am Sonntag bitten wir zur Jakob Kang, Pestalozzistr. 83. Flugblattverbreitung um recht rege Beteiligung. Die Genossen mögen sich früh 8/2 Uhr bei Staffeldt melden. Der Wahlberein. Charlottenburg. Die Pläne für das Gewerkschaftshaus find am Sonntag, den 28. d. M., im Restaurant von Wernice, Bismardstraße zu besichtigen. Die Unterschriften der Arbeitgeber, Abstempelung der Kontrollfarten und Aufnahme neuer Mitglieder kann jeden Tag bis 9 Uhr bei unserm Kollegen Langner, Kirchstr. 26 bei Böhm und nach 9 Uhr im Lokal von Wernicke, Bismarckstr. 84, erfolgen. Die Lohnkommission. J. A.: Bruno Schobert, Brunnenstr. 90. Treptow- Baumschulenweg. Wir machen die Parteigenossen Ober- Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr: Versammlung Arbeitsnachweis für Tapezierer. In der am 17. d. Mts. des Arbeiter Bildungsvereins. Vortrag des Herrn Ingenieurs abgehaltenen Quartalsversammlung der Tapezierers( 8wangs-) P. Grempe über Hoch- und Untergrund- Bahnen. Gäste sehr willInnung wurde einstimmig beschlossen, einen paritätischen tommen. Arbeitsnachweis einzuführen. Deutsches Reich. Zum Generalftreit der Flaschenmacher. Die Fabrikanten fuchen, wie wir schon mehrfach berichteten, die Arbeiter zur Zurücknahme der Kündigungen zu überreden. Dabei stellen sie es so dar, als ob die Arbeiter ohne jeden Grund durch Heger" und Wühler" in den Kampf getrieben worden seien, zu dem eigentlich gar tein Anlaß vorliege. Insbesondere behaupten die Unternehmer, daß das Stoalitionsrecht ja Gesez sei, und es ihnen gar nicht einfallen fönne, dasselbe den Arbeitern vorzuenthalten. Die Herren, die auf der Hannoverer Konferenz in voller Einmütigkeit jeden Versuch der Arbeiter um eine friedliche Beilegung des Streits abgelehnt haben, haben uns damit den Glauben an die Aufrichtigkeit ihrer Worte geraubt. Nicht einmal den Willen haben fie gezeigt, auch nur auf eine Forderung einzugehen. Warum? Weil der Hauptmatador des Ringes es so wollte! Tokales. Die Gemeindeschulhöfe als Spielplähe. " Herr Schade sprach davon, daß die Arzneikosten den 15. Teil der Kassenbeiträge ausmachten. Wie er das berechnet, ist mir unflar. Jm vorigen Jahre zahlten die Berliner Kassen für Arznei und sonstige Heilmittel" pro Kopf 3,77 M. Herr Marggraff berechnet, und meine Rechnung stimmt damit überein daß davon 331/3 Proz. auf sonstige Heilmittel entfallen, es bleiben also 2,51 M. übrig. Das fäme einem Wochenbeitrag von 72 f. im Durchschnitt gleich. Nun giebt es aber in ganz Berlin vielleicht drei bis vier Kassen, die in ihrer höchsten Klasse 72 f. Beitrag erheben. Das ist aber das strikte Gegenteil von dem, was Herr Schade oben als Bekundung des Herrn Kohn ausgiebt, und deshalb fann ganz abgesehen von der thatsächlichen Inrichtigkeit der ihm untergeschobenen Bemerkung- Herr Kohn sich unmöglich im Sinne des Herrn Scha de geäußert haben. Herr Schade kann übrigens mit der angeblichen Zwischenbemerkung des Herrn Kohn um so weniger seinen guten Glauben beweisen, als er während der Einigungsverhandlungen ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß nach den Berechnungen seines Kollegen Marggraff die Ausgaben der Berliner Krantentassen für Arznei( ohne sonstige Heilmittel) sich wesentlich höher stellen als 1,90 Mart pro Ropf; trotzdem heißt es in dem Flugblatt, für das durch obigen Brief Herr Schade die Verantwortung übernehmen will: so daß überall da, wo erheblich abweichende Zahlen angeführt werden, eine agitatorische Absicht vorliegt, um Unterlagen für die wüste Hetzerei gegen die Apotheker Berlins zu schaffen." Das war eine Behauptung, die Herr Scha de im guten Glauben nicht aufstellen konnte, da ihm, wie gesagt, bekannt sein mußte, daß sein eigner Stollege, der Vorsitzende des Berliner Apothekervereins, Herr Marggraff, selbst zu erheblich abweichenden Zahlen" gekommen ist. Ferner ist während der Einigungsverhandlungen Herr Schade ausdrücklich darauf hingewiesen worden, daß er zutreffende statistische Informationen über die Verhältnisse der Berliner Krankenkassen a llein aus den amtlichen Mitteilungen des statistischen Antes der Stadt Berlin gewinnen kann; es ist Herrn Sch. und seinen Kollegen angeboten worden, ihm die Berechnungen, die sich auf diese Zahlen ftüßen, zur Verfügung zu stellen. Im günstigsten Fall muß also angenommen werden, daß Herr Sch. absichtlich diese Hinweise übersehen hat, eben um nicht zu zutreffenden Zahlen zu gelangen. wir sagen: im günstigsten Falle! Denn wie tam denn eigentlich Herr Schade dazu, in Nr. 48 der Apotheker- Zeitung" zu schreiben, " daß das einzelne Mitglied an die zuständige Krankenkasse durchschnittlich 26 M. Jahresbeitrag zu leisten... hat? Diese Angabe weicht von der in den Mitteilungen des statistischen " " Die Beteiligung an den Spielen, die in den dies jährigen Sommerferien auf einzelnen Gemeindeschulhöfen unter Aufsicht von Lehrern und Lehrerinnen abgehalten werden, soll wie mehrere Blätter melden nur gering sein. Es scheinen allerdings über das, was sich in dieser Hinsicht erreichen ließe, übertriebene Vorstellungen verbreitet gewesen zu sein. Dahin gehört Schöne Worte, mit denen die Thaten der Herren aber nicht z. B. die von einigen Blättern vorgetragene Ansicht, daß auf den übereinstimmen. Der Fachgenoffe", das Organ des Glasarbeiter- acht Doppelschulhöfen, die freigegeben worden sind, ca. 24 000 Kinder Verbands, schreibt zu den bezeichneten Auslaffungen der Fabrikanten: spielen fönnten, wenn sie sich in dieser Zahl einfinden wollten. Das ist Die Herren Direktoren Heye- Gerresheim, Liebig- Dresden, Gebr unmöglich. Die Höfe der Berliner Gemeindeschulen sind leider Stöbefandt u. a. sagen zu den Arbeitern, daß ihnen in Bezug auf räumlich so beschränkt, daß auf jedes Kind der betreffenden Schule Ausübung des Vereinigungsrechtes nichts in den Weg gelegt worden nur 1/2 Quadratmeter bis höchstens 2 Quadratmeter Hofraum fei und auch ferner nicht gelegt werden solle. Aber, haben denn kommen. 1/2 Quadratmeter pro Kopf war in den lezten Jahr die Herren, die das sagen, so ganz vergessen, was sie mit denjenigen zehnten in Berlin die für alle Gemeindeschulbauten giltige Regel; angefangen haben, die als Leiter der örtlichen Verwaltungsstellen heute ist es eine Kleinigkeit mehr. Auf einem Gemeindeschulhof fungiert oder Fabrikzustände in Versammlungen besprochen haben? durchschnittlicher Größe finden höchstens 1000 Kinder Platz und zwar Wenn das in Zukunft nicht mehr geschehen soll, so acceptieren auch nur dann, wenn sie den bekannten Gänsemarsch egekutieren, der wir es, werden aber in andrem Falle die Herren an ihre jezt an den Berliner Gemeindeschulen in den Bausen die„ Erholung" vorstellt. gegebenen Worte erinnern. Dieselben Herren sagen, daß sie den Beim Spiel dürften etwa 500 Kinder pro Hof das Höchste sein, so daß Streit in Nienburg und Schauenstein nicht schlichten können, da sie auf acht Doppelhöfen höchstens 8000 spielende Kinder unterzubringen feinen Einfluß auf Heye- Nienburg haben, sich auch nicht in die Ge- wären. Natürlich wäre auch das schon ein schöner Erfolg, wenn es schäfte jenes Herrn mischen könnten. Auch sehr schön gesagt. Aber gelänge, diese 8000 Kinder täglich auf den Höfen zu versammeln. wenn die Herren doch einmal das Vereinigungsrecht der Arbeiter Aber leider müssen auch wir auf Grund unsrer eigenen Beobachtungen anerkennen, können sie denn da nicht den Herren Hehe und bestätigen, daß die Zahl der gegenwärtig an den Ferienspielen teilHimly raten, ein Gleiches zu thun, damit der lokale Streit auf- nehmenden Kinder noch weit hinter dieser Zahl zurückbleibt. gehoben und der Generalstreit auf allen Hütten vermieden wird? Den Gegnern der ganzen Sache wird das ein neuer Beweis Amtes gegebenen Zahl für die Gesamteinnahmen" der Berliner Ist denn der Einfluß des Geheimrats auf die übrigen Fabrikanten sein, daß die Berliner Kinder wenig Lust Stassen nur um eine Kleinigkeit ab. Es liegt also danach die Anschon ein so gewaltiger, daß diese nicht einmal wagen, etwas vorhaben, die Gemeindeschulhöfe als Spielpläge zunahme sehr nahe, daß Herrn Schade jene Mits zuschlagen, was sonst Freunde untereinander zu thun pflegen? benutzen. Die Beweisführung" ist erleichtert worden durch die teilungen zugänglich waren, als er seinen Aufsat Jawohl, diefer gewaltige Einfluß ist vorhanden, denn sonst Art, in der die Schuldeputation diesen neuen Versuch arrangiert hat. in Nr. 48 der Apotheter- Beitung" schrieb. Ist das fönnten Fabrikanten, die vorgeben, sich dem Gesez über das In den vorjährigen Sommerferien waren zunächst nur ein paar so, so ist es um so unbegreiflicher, wie die angebliche ZwischenKoalitionsrecht der Arbeiter zu beugen, dasselbe anzuerkennen, nicht Schulhöfe freigegeben worden, nachdem die Stadtverordneten- Ver- bemerkung des Herrn Kohn Herrn Sch. veranlassen konnte, feine auf einen Mann moralisch und materiell unterstüßen, der dasselbe Versammlung ein dahin gehendes Ersuchen an den Magistrat gerichtet amtlichem Material" beruhenden Angaben in dem Flugblatt in einigungsrecht der Arbeiter mit Füßen tritt. hatte. Ein Versuch in größerem Umfange soll angeblich nicht mög- dieser Weile abzuändern. lich gewesen sein, weil die Zeit bis zu den Ferien zu kurz war, um Im übrigen: wir schrieben in Nr. 171 das Flugblatt den die erforderlichen Vorbereitungen treffen zu können. Nun find Beauftragten der Vereinigten Apothekenbefizer usw.," also einer aber auch in diesem Jahre wieder nur einzelne Schulhöfe Mehrheit von Personen zu. Wir sind auch heute noch, trotzdem acht Doppelhöfe, wie oben bemerkt der spielenden Jugend Herr Sch. sich in obiger Zuschrift zur Urheberschaft desselben bekennt, für die Dauer der Ferien überlassen worden. Diesmal wird an der Ansicht, daß eine Mehrheit von Personen die Verantwortung für gegeben, die meisten Höfe müßten, um als Spielpläge dienen dasselbe trägt; dies mindestens in dem Sinne, daß der Entwurf des zu fönnen, erft entsprechend eingerichtet werden. Merkwürdig, daß Herrn Schade vor der Veröffentlichung einer Stommission- dem Tabakarbeiter- Ausstand in Nordhausen. Was bei den zur diese Entdeckung erst ganz kurz vor dem Beginn der Ferien gemacht Borstande des Apothekervereins? dem Preßausschuß?- vorgelegt Zeit schwebenden Einigungsverhandlungen herauskommen wird, ist worden ist gerade so spät, daß die Ueberlaffung aller Höfe und von ihr genehmigt wurde. Wir sind weiter der Ueberzeugung, bis jetzt noch nicht zu sagen. Der Tabak- Arbeiter" meint, da die auch diesmal nicht mehr möglich war. Damit war von vornherein daß in dieser Kommission Leute saßen, denen z. B. die Marggraff Verhandlungen fich auffallend in die Länge ziehen, so sei teine große über den Ausgang auch des diesjährigen Versuchs entschieden. Denn schen Zahlen noch bekannter sein mußten, als Herrn Schade, und die Hoffnung auf Beilegung des Streits vorhanden. Die Dinge liegen es liegt auf der Hand, daß jeder Versuch, die Benutzung daher u. a. die von uns gerügten Stellen des Flugblatts erst recht so, daß die Arbeiter allerwärts nur durch ihre Solidarität und kräftige der Schulhöfe als Spielpläge einzubürgern, auf nicht durchlassen durften! Unterstützung der Ausständigen die widerstrebenden Unternehmer zur die Schuljugend so lange nur geringen Eindruck Anerkennung des Schiedsspruchs bewegen können. Denn die legteren sezen machen und nur halbe Beachtung bei ihr finden heutigen Sigung die am Donnerstag von der Verkehrsdeputation Aus der Magistratssitzung. Der Magistrat hat in seiner ihre ganze Hoffnung nur noch auf die zur Unterwerfung zwingende wird, als er sich nicht auf eine größere Bahl von gefaßten Beschliffe, betreffend den Vergleich mit der Großen Berliner materielle Notlage der Ausständigen. Schulen, womöglich auf sämtliche Schulen zu Daß der Boykott seine Wirkung nicht verfehlt, dafür liegt ein gleich, erstrect. Straßenbahn wegen Beseitigung des Accumulatorenbetriebes bereits indirettes Zeugnis in einem Unternehmerblatt, der Süddeutschen genehmigt und die vorläufige Bauerlaubnis Es ist überhaupt in dieser Frage schon so viel„ versucht" Tabakzeitung" vor, welche in ihrer legten Nummer den Nordhäuser worden, daß man nun endlich mit den„ Versuchen" auf die Herstellung der Unterleitung zunächst hinsichtlich des Großen Fabrikanten den Rat giebt, gegen die socialdemokratischen Zeitungen, hören sollte. Bereits seit der ersten Hälfte der 80er Jahre, also Sterns und des Platzes am Opernhause erteilt. Die Genehmi welche den Boykott empfehlen, sowie gegen die Redner, welche die feit beinahe 2 Jahrzehnten, sind mit den Doppelschulhöfen Jahr den Ferien, anfangs September d. J., eingeholt werden. Nach diesen Stadtverordneten Versammlung wird sofort nach Kühnheit" hatten, öffentlich das Fabrikat einiger Nordhäuser Tabak- für Jahr Versuche gemacht worden, firmen zu kritisieren", mit Klagen wegen Geschäftsschädigung vormittagen auf den Höfen spielen zu lassen. Die immer den Vororten gezählt. Außer den schon genannten Strecken kommen Kinder an den Nach Beschlüssen sind die Tage des Accumulatorenbetriebs in Berlin und zugeben. erneute Wiederholung dieser Versuche" wäre sicherlich längst Möge dieser Erguß des Unternehmerblatts die Arbeiter Deutsch- aufgegeben worden, wenn sie sich nicht bewährt hätten. Wenn noch folgende in Frage: Der Schloßplay, der Königsplatz, die Tands veranlassen, die Produkte der boykottierten Firmen nach wie man fich trotzdem noch immer nicht dazu entschlossen hat, sämtliche Moltkebrücke, die Friedrich Wilhelmstraße sowie einige anschließende vor zurückzuweisen. Dies ist das wirksamste Mittel, um den Schulhöfe für die Ferien und auch für die Schulzeit freizugeben, so Straßen und verschiedene Strecken in Charlottenburg. Nordhäuser Tabatarbeitern zum Siege zu helfen. bleibt dafür nur eine Erklärung übrig: Man will nicht, man hat des Straßenhandels ist, nachdem kommissarische Verhandlungen Der Entwurf einer neuen Polizeiverordnung über die Regelung In der Cigarrenfabrik von Dick in Schweidnih bei eine Luft! Nicht die Kinder trifft die Schuld, sondern die zwischen dem Polizeipräsidium und Vertretern der Stadt Berlin über Dresden haben alle Arbeiter die Thätigkeit eingestellt. In dieser die Lehrerschaft! Schulverwaltung. Und nicht nur diese, sondern auch Seit mehr als zehn Jahren hat diesen Gegenstand stattgefunden haben, dem Magistratskollegium zuFabrik waren vor einiger Zeit dadurch Differenzen entstanden, daß die Forderung, die Schulhöfe der spielenden Jugend zu er gegangen. Das Kollegium hat heute beschlossen, den Entwurf ber Herr Dick, um eine Lohnreduktion besser durchdrücken zu können, öffnen, nicht aufgehört, Gegenstand der öffentlichen Dis- Verkehrsdeputation, der Gewerbe- und Straßendeputation zur Aeuße fämtliche Arbeiter aussperrte nud nach einiger Zeit erklärte, fie nur fuffion zu sein, dann wieder annehmen zu wollen, wenn sie zu den herabgesetzten aber die Lehrerschaft hat sich teilnahms- rung zu überweisen. Breisen arbeiten wollten. Später stellte der Herr auch noch die Be- los verhalten. Schon einmal, in den sechziger Jahren, wurde diese mit einem Hause für Pflegerinnen im Krankenhause Moabit, sowie dingung, die Arbeiter sollten zuvor aus dem Verband austreten. Forderung in Berlin aufgestellt und lebhaft erörtert. Damals waren die zur Umänderung des Berwaltungsgebäudes dieses Krankenhauses Daraufhin verharrte ein Teil der Arbeiter im Ausstande, eine das anders. Es ist in der That bedauerlich, daß der Sache sind vom Magiftrat genehmigt. Die veranschlagten Kosten belaufen Minderheit aber kroch zu Streuze, fügte fich den ungeheuerlichen heute gerade von denjenigen die Förderung Forderungen und nahm die Arbeit auf. Jezt haben auch diese sieben versagt wird, bei denen man zu allererst auf Mann die Arbeit eingestellt. Dick wird jezt mit Nachdruck versuchen, Teilnahme und unterstützung rechnen sollte. Arbeitskräfte heranzuziehen. Die Tabatarbeiter allerwärts werden sich das zur Notiz nehmen. " Einen Kartellvertrag hat der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter Deutschlands mit dem Verbande der Arbeiterschaft der Papier-, der chemischen und der Gummi- Industrie Oestreichs abgeschlossen. Der Vertrag bezieht sich auf die Gegenseitigkeit beider Berbände hinsichtlich der Reiseunterstützung und des Uebertritts der Mitglieder von einem Verband zum andern. Ausland. es in erster Linie die Lehrer, die dafür eintraten aber heute ist " In Nr. 171 des Vorwärts" wird die Beschuldigung aus Der Apotheken Boykott. Wir erhalten folgende Buschrift: gesprochen, das Flugblatt der Apotheker Berlins enthalte bewußte igen, und in Verbindung damit wird mein Name genannt. Demgegenüber habe ich folgendes zu erklären: " " gung # für Die Baupläne zur Errichtung eines Pflegehauses, verbunden sich auf rund 55 000 m. Die ,, Paddengaffe", wie die Kleine Stralauerstraße noch bis vor drei Jahrzehnten genannt wurde, beginnt sich nun endlich der Neuzeit entsprechend umzugestalten. Den Namen" Baddengasse" trug die frühere Stadtmauer mit dem„ Paddenturm". Der Turm wurde die Straße schon seit Jahrhunderten wegen der vielen Frösche, die sich dort aufhielten. Am Ende der Gasse, hart am Wasser, endigte im Jahre 1699, wie schon vorher die daranstoßende Stadtmauer, zu einem Waisenhause umgewandelt. Schon im 16. Jahrhundert be stand die Gaffe aus 16 Häusern. Später tam nur noch ein Haus Nr. 7 auf der Welle des abgebrochenen Turms hinzu. Das städtische Schlachthaus, das hinter dem Hause Nr. 6 stand und von dem noch Ueberreste vorhanden sind, wurde im Jahre 1661 dem alten Turm gegenüber errichtet. Jm Hause Nr. 9 befand sich das Schustergewerbs Krankenhaus, das die Schuhknechte von Berlin und Kölln im Jahre 1544 für 34 Schock Groschen kauften. Es ist vollkommen richtig, daß ich in Nr. 48 der ApothekerBeitung" vom 15. Juni den Jahresbeitrag für die Kaffenmitglieder Die öffentlich rechtliche Stellung der englischen Trades- auf 26 M. und demgemäß den Arzneibetrag von 1 M. 90 Bf. als Unions. Das Haus der Lords hat dieser Tage einen Ent- den 15. Teil davon beziffert habe. Diefelben Zahlen habe ich noch scheid gefällt, welcher die englischen Gewerkvereine in eine sehr un am 17. Juni bei der Einigungsverhandlung vertreten. günstige Bofition bringt. Im letzten Jahre fand ein Streit der Dort wurde ich jedoch eines andren belehrt, als gelegentlich meiner Zu den umfangreichsten Bauanlagen des Reichsfiskus in Zaff Bale Eisenbahnangestelten statt. Dabei sollen Ausführungen Herr Dr. Freudenberg an Herrn Kohn, den Berlin wird in Zukunft die Reichsdruckerei gehören, deren großer fich einzelne Mitglieder des Eisenbahnerverbandes als Streifposten Rendanten der Orts Krantentasse für Kaufleute, Apotheker 2c. die Erweiterungsbau auf dem Grundstück Alte Jakobstr. 110 und 111 Ausschreitungen haben zu Schulden kommen lassen. Die Eisenbahn- Zwischenfrage richtete: Wie hoch ist der Wochenbeitrag?" Herr bereits sehr weit vorgeschritten ist. In derselben Straße gehören gesellschaft verklagte die Leiter der Gewerkschaft und die Gewerkschaft Rohn gab darauf 73 oder 75 Pf. an. Ich erklärte darauf sofort zur Reichsbruckerei die Baulichkeiten auf den Grundstücken 113 bis 116 selbst und verlangte von ihr die Zurückziehung der Streitposten. Die„ Dann erhalten wir ein ganz andres Zahlenbild", und schon am und den sich daranschließenden Grundstücken Oranienſtr. 91/92, Gewerkschaft machte dagegen geltend, daß sie nicht verantwortlich sei nächsten Tage, als ich Veranlassung nahm, dem Vorsitzenden unsrer während sich in den Häusern Oranienstr. 92/95 die mit der Reichs. für Vergehen einzelner ihrer Witglieder, daß sie überhaupt nicht eine Einigungsverhandlung, Herrn Dr. Mugdan, Nr. 48 der„ Apotheker- bruckerei verbundene Hauptverwaltung der Staatsschulden und die Körperschaft sei, die tlagen und verklagt werden könne. Das Gericht Beitung" einzusenden, bemerkte ich am Rande der Zeitung: 52 mal Kontrolle der Staatspapiere befinden. Vor drei Jahren hat bewies jedoch diese Einwände zurück und verurteilte die Eisenbahngewerk- 73 Pf. ergiebt 38 M. Jahresbeitrag; davon stellen 1. 90 Pf. tanntlich die Reichsbruckerei auch das Grundstück des Vereins der schaft. Der Verband appellierte hierauf an den Appellations- Gerichtshof, Arzneibezug genau den 20. Teil dar! der zu Gunsten der Gewerkschaft entschied. Darauf brachte die Eisen- Die Richtigkeit der von Herrn Kohn angegebenen Zahlen, der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7 bis 9, erworben, so daß sich die bahn- Gesellschaft die Sache vor das Haus der Lords; dieses entschied in Strantentassen Angelegenheiten als Sachverständiger bekannt ist, Baulichkeiten dieses Reichsinstituts über ein Terrain von ganz unzu Ungunsten des Gewertvereins. Die auf Grund des Trade Unions- anguzweifeln, hatte ich feine Beranlassung, und sonach ersuche ich die gewöhnlich großer Ausdehnung erstrecken. Gesetzes von 1870 eingetragene Gewerkschaft sei eine gefeßlich an- Redaktion, die Anschuldigung, bewußt und absichtlich erkannte Körperschaft, die vor Gericht tlagen und verklagt werden 2ügen ausgesprochen zu haben, in geeigneter Form an der gleichen fönne. Es würde eine Anomalie sein, so heißt es in der Begründung Stelle dieser Zeitung zurückzunehmen. des Urteils, wenn Körperschaften, wie die Gewerkvereine, denen Meine engen Beziehungen zur Urheberschaft des Flugblatts die Ermächtigung erteilt ist, eigenes Befigtum zu erwerben, find in Nr. 171 des Vorwärts" zutreffend hervorgehoben. Angestellte zu beschäftigen, Strafen zu verhängen, andrerseits nicht Otto Schade. 4 Ganz unglaubliche Verkehrszustände herrschen auf der Straßenbahnlinie Nieder- Schönhausen- Briz, so daß sich die Gemeinden von Pankow und Nieder- Schönhausen mit dieser Frage beschäftigen und wegen Abhilfe sich an das hiesige fönigliche Polizeipräsidium wenden werden. Seit Einführung des elektrischen Betriebs hat sich der Verkehr nach Nieder- Schönhausen und umgekehrt derartig Durch einen Sturz aus dem Bett ist die zwei Jahre alte| fich ebenfalls zu organifieren und vermittelst der Organisation es gehoben, daß der vorhandene Fahrplan schon längst nicht mehr ge Tochter Margarete der Uhrmacher Ungnadeschen Eheleute aus der dahin zu bringen, daß die Krankenanstalten sich ihren Wünschen in nügt. Der Andrang der Passagiere zu den Waggons ist so groß, Bandelstr. 26 um das Leben gekommen. Während die drei älteren Bezug auf Arbeitszeit und die Löhne anpassen und nicht nur andaß selbst zu den weniger verkehrsreichen Tagesstunden die Wagen Geschwister in der Stube spielten, lag das jüngste Kind im Bett passen, sondern auch fügen müssen. Solange aber in einer fast fortwährend besetzt sind. In den Morgen-, Mittags- und fah zu. Dabei neigte es sich zu weit über den Rand und schlug Anstalt von 10 Wärtern nur einer organisiert ist, können sie nichts und Abendstunden ist ein Mitkommen bon den Zwischen im Fall mit dem Hinterkopf auf den Fußboden. Die Kleine trug erreichen. haltestellen fast unmöglich und es spielen sich zwischen den einen Schädelbruch davon und ist dann im Moabiter Krankenhause In der Diskussion sprachen mehrere Redner im Sinne des wartenden Passagieren förmliche Kämpfe um ein frei gestorben. Referenten Ebenso richtete Dr. Freudenberg einige Worte an die werdendes Plätzchen ab. Bei einem Straßenbahnzuge, den unser Auf der Straße totgefahren wurde am Donnerstagnachmittag Bersammelten und ersuchte, alle Beschwerden aus städtischen KrankenGewährsmann in der achten Abendstunde benutzte, wurden um 5 Uhr der drei Jahre alte Sohn Paul des Tischlers Thiel aus häusern wahrheitsgemäß an ihn zu berichten, so daß auch die Vernicht weniger als 106 Personen wegen Ueberfüllung von der Mitfahrt der Reinickendorferstr. 18 c. Das Kind befand sich allein und lief treter der Arbeiter im Stadtparlament ausgeschlossen. Wie uns versichert wird, ist seitens des Betriebs- vor Nr. 55 auf dem Fahrdamm in den Geschäftswagen der Selter Verwaltungsdeputation für städtische Krankenpflege ausgeschlossen personals schon wiederholentlich auf diese haarsträubenden Zustände wasserfirma von A. Lohmann hinein. Die Räder gingen dem zarten find- in die Lage kommen, unter strengster Diskretion die Interhingewiesen, jedoch leider ohne Erfolg. Die Verwaltung konnte sich Kind über die Brust und führten den sofortigen Tod herbei. effen der Wärter dort zu wahren. Nachdem der Vorsitzende zum immer noch nicht entschließen, eine größere Zahl von Einfagwagen Mit einem Brett durchgebrochen ist am Donnerstagnachmittag und verwandten Berufsgenossen Deutschlands, aufgefordert und mitAnschluß an die Organisation, an den Centralverband der Masseure verkehren zu lassen. Aehnliche Zustände herrschen auf der Strecke Gesundbrunnen- um 3 Uhr der Arbeiter August Möwes aus der Rykestr. 13, als er ersten die bislang im Betrieb befindlich gewesenen Anhängewagen fortgelassen werden. Obwohl nun das auf dieſer Linie verwendete Wagenmaterial schon früher unzureichend war, werden jezt keine Einsatz- Motorwagen gestellt, und so kommt es, daß in den HauptVerkehrszeiten kaum die Hälfte der Personen befördert werden kann und daß Hunderte gezwungen sind, ihren Weg zu Fuß zurückzulegen. Ein Maffensterben von Fischen ist in den letzten Tagen in dem Lauf der unteren Havel beobachtet worden und Tausende von fleineren und größeren toten Hechten, Barsche usw. treiben auf der Oberfläche des Stromes. Allem Anschein nach ist dieses Maffen sterben durch die letzten großen Gewitter hervorgerufen worden, indem durch die wolkenbruchartigen Regenfälle unreines Wasser in die Habel getrieben worden ist. Einen intereffanten Efeltransport hat der deutsche TierschußVerein dieser Tage aus Ungarn erhalten. Es sind dies Tiere, welche von Engländern aufgekauft, für den Krieg in Südafrika bestimmt waren, jedoch aus formellen Gründen nicht über die Grenze gelassen wurden. Die Esel sind ausnahmslos fräftig und groß und erreichen eine Höhe bis zu 119 Centimetern. Die Langohren, die sich durch besondere Schnelligkeit auszeichnen, sind in dem Depot des deutschen Tierschutz- Vereins An der Stadtbahn zum Verkauf gestellt und werden, wie bekannt, zum Selbstkostenpreis an Inter essenten abgegeben. erfolgten Absturz erlitt er so schwere Verlegungen verschiedener Art, von Mitarbeitern nach einem Krankenhaus daß er in einer Droschke v gebracht werden mußte. Aus den Nachbarorten. Harmonium. deplets notdas Dermisites. welche leider von der Dem als Mollenmarkt- Kreuzberg. Infolge von Kanalisationsarbeiten in der auf dem Bau Wilhelmstr. 68 mit einer mit Mauersand gefüllten Mittwoch im Monat im Gewerkschaftshause ihre Mitglieder- VersammMulde nach oben lung abhält, wurde die Versammlung geschlossen. Die General- Versammlung des socialdemokratischen Arbeitervereins in Spandau, welche am Dienstag stattfand, Jm Bierkeller erhängte sich am Donnerstagmittag der Gast- Kassierer erstatteten Staffenbericht betrug die Einnahme im verflossenen war wegen des Gewitterregens nur mäßig besucht. Nach dem vom wirt B. aus der Lothringerstraße. Als seine Nichte dort zu thun Quartal einschließlich 143,99 M., alten Bestandes 879,29 M.; hatte, hörten Gäste im Lokal einen plöglichen Schrei und eilten ihm die Ausgabe dagegen 780,59 Mark und nach. Sie fanden B. daselbst erhängt auf und schnitten sofort die der gegenwärtige Schlinge durch. Bestand 98,70 Mart. Einem hinzugezogenen Arzt gelang es, ihn ins Geschäftsbericht weist 142 zahlende Mitglieder auf; die MitDer vom Genossen Hornig erstattete Leben zurückzurufen. B. hatte, um die Wirtschaft am 1. April d. J. gliederzahl erscheine deshalb geringer, weil eine größere Anzahl zu übernehmen, die Meisterstelle in einer Fabrik aufgegeben, hin- gliederzahl erscheine deshalb geringer, weil eine größere Anzahl fichtlich seiner Erwartungen aber durch den mäßigen Geschäftsgang fchon längst hätten gestrichen werden müssen. Mitglieder wegen Beitragsrückstände usw. gestrichen worden sind, die eine Enttäuschung erlitten. Darin scheint die Veranlassung zu That für die Parteipreffe stellt sich wie folgt: Vorwärts 185, Bran Die Abonnentenzahl zu liegen. Die Direktion der Treptower Sternwarte hat für Sonntag, den Vorstand wurde debattelos Decharge erteilt. denburger Zeitung 77, Laterne 830 Abonnenten. 28. Juli, wieder einen billigen Sonntag angesetzt. Die Beobachtung Für die Parteikonferenz des Wahlkreises Potsdam- Osthavelland Muſeums" ist ganz freigegeben. um 5 uhr nachmittags spricht Profeffor wurden die Genoffen Pieper, Hornig und Rieger als DeleArchen hold über„ Die Bewohnbarkeit der Welten", um 7 Uhr über gierte bestimmt und nach einem von Rieger gegebenen Bericht be= den„ Mond". Schon am Tage wird die Venus von 2-8 Uhr gezeigt, schlossen, bei der Konferenz die Schaffung einer geschlossenen von 8-12 Uhr nachts der Mond. Die„ Große Berliner Straßenbahn" Streisorganisation und die Anerkennung der wird bis 1 Uhr nachts Sonderwagen verkehren lassen. „ Laterne" Partei Organ ชน beantragen. Die„ Laterne" erzielte in dem ersten Jahre ihres Bestehens eine Einnahme von 4120 M. 72 f., welcher eine Ausgabe von 3963 M. 86 Bf. gegenübersteht, so daß am 1. April d. J. ein Ueberschuß von 156 W. 86 Bf. verblieb. Irrige Vermutung. Reichpietsch, ein Arbeiter, der, wie eine Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. Juli, vormittags 83% Uhr, Lokalkorrespondenz meldete, verdächtig erschien, einen 40 jährigen in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Der Aufklärung durch die Kriminalpolizei unterliegt ein Mann erschlagen zu haben, dessen Leiche am 4. Juli d. I. am Ufer Versammlung." Freireligiöse Vorlesung." Um 10% Uhr vormittags fonderbarer Fall, der die 11 Jahre alte Tochter Frieda des Tischler- des Jungfernfees bei Nedlitz( Potsdam) gelandet wurde, und längere ebendaselbst: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse: ,, Aus dem Leben der meisters Fliegener aus der Ballisadenstr. 32 betrifft. Das Mädchen Zeit unauffindbar war, befindet sich, wie wir auf Grund eigner Natur." Bor- und Nachspiel auf dem Pariser Mustel besorgte Botengänge für mehrere Schneidermeister. Am 12. Mai Recherchen mitteilen können, im Kreis Krankenhause GroßGäste, Damen und Herren, sehr willkommen. dieses Jahres kam es mit einer Puppe nach Hause und erklärte dem Lichterfelde, wo er an einem verstauchten Fuß behandelt wird. Bater auf die Frage, wie es in den Besitz der Puppe gekommen sei, Reichpietsch hat allerdings mit dem Erschlagenen, deffen Persönlichkeit daß der Preis zum Teil aus dem Berdienst für die Boten inzwischen als die des Arbeiters Bohnert festgestellt worden ist, zusammen gänge bestritten fet, während dem Bügler gewohnt und längere Zeit intim verkehrt. auf VerAugust Doliwa aus hinzugelegt Kreisber, nönigsbergerſtraße 19 min anlassung der Staatsanwaltschaft im Groß- Richterfelber Are Ueber die Entgleisung des Elfäffer Personenzuges wird worden sei. Fliegener schärfte seiner Tochter unter Androhung einer Strankenhause erfolgte polizeiliche Bernehmung des Verdächtigen ist aus Basel weiter gemeldet: Das Unglüd ereignete sich bei der harten Strafe ein, fünftighin feine Geschenke anzunehmen, indessen dargethan, daß R. seinen Kameraden seit Pfingsten nicht Kurve der neuen zweigleisigen Elsässer Linie, 300 Meter von der und das verdiente Geld zu Hause abzuliefern. Am nächsten mehr zu Gesicht bekommen und ständig in Groß- Lichterfelde bei den Güterstation St. Johann. Die Ursache der Entgleisung ist nicht Mittag 13. Mai ging das Kind aus der elterlichen Wohnung dortigen Kanalisationsarbeiten beschäftigt gewesen ist, ohne jemals genau ermittelt. Der Zug hatte zehn Wagen. Die Lokomotive grub fort und ist bis heut weder zurückgekehrt, noch aufzufinden gewesen. den Ort verlaffen zu haben. Damit entfallen alle Vermutungen, fich tief in den Bahnkörper ein, stürzte um und wurde völlig zerDie Polizei, der das Verschwinden unter den seltsamen Umständen daß Reichpietsch mit dem gewaltsamen Tode seines Freundes" in trümmert, während der nachfolgende Personenwagen und der Güterlich tief in den Bahnkörper ein, stürzte um und wurde völlig zerangezeigt wurde, hat bereits verschiedene Vernehmungen vor- Busammenhang zu bringen ist. genommen und dabei auch bei einer Person Widersprüche festgestellt. Ein greifbares Ergebnis wurde noch nicht erzielt. Die Eltern find Gasglühlicht- Beleuchtung. Die Aktiengesellschaft Gaswerf Tegel" trümmert wurde ein Wagen zweiter Klaſſe, ein nachfolgender Waidmannsluft und Hermsdorf erhalten in nächster Beitwagen auf die andere Seite geworfen wurden. bon der Meinung nicht abzubringen, daß das Mädchen unter irgend hat bereits die erforderlichen Rohrleitungen und Haus- Anschlußröhren Wagen dritter Klasse dagegen nur leicht beschädigt. Eine welchen Versprechungen oder Drohungen verschleppt worden sei und gelegt. Zunächst werden 80 Straßenlaternen aufgestellt. Mit der ältere Dame, Frau Alt aus Bollheim, Bezirk Germersheim, wurde nun verborgen gehalten werde, da es stets folgsam gewesen sei und allgemeinen Straßenbeleuchtung wird erst am 1. Oftober begonnen getötet, ihr Mann bedenklich verletzt. Der Schaffner Lehmann aus feinen Hang zum Umhertreiben gezeigt habe. An einen Unfall ist werden. Der Gaspreis stellt sich um 2-3 Pf. pro Stubifmeter Hilsenheim war zwischen zwei Wagen eingeflemmt worden und faum zu denken, da in diesem Fall schon etwas an das Tageslicht teurer als in Berlin. mußte in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht werden, hätte kommen müssen. wo er inzwischen gestorben ist. Mehrere andre Personen sind weniger Kapitän Wilson im Untersuchungsgefängnis. Die Ver Haftung jener geheimnisvollen Person, die in Sternbergprozeß eine 199206 Derlammlungen gefährlich verlegt. An der Unglücksstelle muß umgeſtiegen werden. Die Arbeiten zur Aufräumung der Unglücksstätte und zur Herstellung Hauptrolle spielte, deren eigentlichen Verhältnisse Niemand fannte oder Central- Verband der Handels, Transport- und Ver von Notgeleisen sind im Gange. Letztere sind heute früh fertig gekennen wollte, die zum Teil in das Reich der Fabel verwiesen werden fehrs- Arbeiter. Die ordentliche Generalversammlung tagte zu müssen verdiente, ist jetzt endlich bewerkstelligt. Es ist der am Mittwoch in den Arnimhallen. Der Bevollmächtigte teilte worden, so daß der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. 42 Jahre alte Agent Adolf Kühne, der in der Großen Frankfurterstr. 3 zunächst mit, daß der zum zweitenmal mit großer Majorität Das bekannte Spukhaus in dem Dorfe Resan bei im zweiten Stod eine herrschaftliche Wohnung innehat, verheiratet als Beisiger in die Ortsverwaltung gewählte Kollege Mener Werder a. H., in welchem vor Jahren der verschlagene Arbeitsund Vater zweier Kinder ist und erst am Dienstag aus dem Aus- auch diesmal lande nach Berlin zurückkehrte. Seine Familie war hier zurückgeblieben. worden ist. Die Ortsverwaltung hat deshalb beim Ausschuß und Bratpfannen die Geister markierte und dadurch selbst seinen Kühne wurde gleich am Mittwoch auf der Treppe durch den Krimi- Beschwerde erhoben. Hierauf gab der Kassierer Steinicke den Kassen- greisen Prediger Müller aus Bliefendorf dupierte, wäre dieser Tage nalkommissar v. Tresckow verhaftet, der die Ermittelung in der bericht für das 2. Quartal 1901. Derfelbe ergiebt bei einer Ein- beinahe ein Raub der Flammen geworden. Bei einem Waldbrand Sternberg- Angelegenheit leitete. Kühne wollte gerade ausgehen und nahme von 25 595,46 M. und einer Ausgabe von 17 778,57 M. einen wurde nämlich das Mitten in der Heide liegende, nur aus sechs wurde auf der Treppe gefragt, ob er K. fei:[ Das verneinte er, gab Staffenbestand am Schluß des Quartals von 7816,82 m. Unter den Häusern bestehende Resau derartig von den Flammen eingeschlossen, auch an, daß er im vierten Stock wohne, während Kühnes Räume Einnahmen befindet sich ein Posten von 6062,41 M., welche daß bereits eine zu dem Spukhaus gehörige Scheune eingeäschert im zweiten belegen seien. Als er aber nicht freigelassen wurde, ihm von der Liquidationskommission des früheren Lokalverbands wurde. außerdem eine Besetzung der Wohnung in Aussicht gestellt worden an die Berliner Ortskasse abgeführt sind. Nach furzer Zwei türkische Kriegsschiffe gepfändet. Das Amtsgericht in war, räumte er ein, daß er Kühne und der berüchtigte Kapitän Wilson Diskussion über obigen Bericht wurde dem Kassierer Kiel erließ, wie dem„ Berl. Tagebl." von dort gemeldet wird, einen sei. Wenn man in Betracht zieht, daß Kühne klein und schmächtig ist, Decharge erteilt. Alsdann gab Werner den Arbeitsnachweis- Bericht Arrestbefehl zur Pfändung der im dortigen Hafen liegenden türkischen einen grauen, bis auf die Brust reichenden Bart trägt und pro zweites Quartal. Demselben ist zu entnehmen, daß im Laufe Kriegsschiffe Affaritewfit" und" Jsmir" wegen der Forderung eines ein frankhaftes Aussehen hat, so kann man ermessen, des Quartals 353 Stellen gemeldet worden sind. Davon direkt Brivatmanns, des früheren bei der türkischen Regierung angestellten in welcher Weise diejenigen Personen mit der Wahrheit umgegangen durch Arbeitgeber 329 und durch Kollegen 24 Stellen. Der Branche Technikers Schünemann. find, die ihn mit der auffallend großen und ſtarken Geſtalt Thiele find, die ihn mit der auffallend großen und starken Gestalt Thiele verglichen. Einen stärkeren Gegensatz zwischen zwei Personen, als den zwischen diesen beiden, giebt les faum. Stühme hat sich früher einmal in Kommissionsgeschäften mit Vieh, dann als Vertreter von Brauereien und auch in Eisenwarengeschäften versucht. Jetzt soll er in den Dienst einer Acetylengesellschaft getreten sein. Die ihm zur Laft gelegten Bestechungen und Zeugenbeeinflussungen räumte er als Sternbergscher Söldling ein. Bon seiner Rückkehr aus Kopenhagen hatte die Kriminalpolizei keine Kenntnis erhalten, bevor er hier eintraf. Die Beobachtungen waren aber, seitdem der Verdacht auf ihm ruhte, nicht unterbrochen worden, und so mußte sein Eintreffen in Berlin gleich zur Kenntnis der Behörde kommen. " Gänzlich zer mal von dem Hauptvorstand nicht bestätigt buche Starl Wolter durch Werfen von Schinkenknochen, Kartoffeln noche, Stell nach wurden verlangt Hausdiener und Packer 160, Kutscher 55, Stohlen, Steller- und Speicherarbeiter 98, Radfahrer 16, Fahrstuhl führer 8, Lauf- und Arbeitsburschen 14. Besetzt wurden 176, davon zur Aushilfe 62 Stellen. Bei den besetzten Stellen betrug der höchste Lohn 27 M., der niedrigste 16 M. und der Durchschnittslohn 20,90 m. pro Woche. Die längste Arbeitszeit betrug 14 Stunden, die niedrigste Stunden, die durchschnittliche 103/4 Stunden täglich. Arbeitslos meldeten sich 408 Kollegen. " 1 Das Konizer Wachtkommando wird am Sonnabend früh die Stadt verlassen. Wie das„ Kon. Tagebl." hört, soll jedoch ein fleines Kommando unter Leitung eines Oberlieutenants bis auf weiteres zurückbleiben. Reicher Kinderjegen. Einen großen Prozentsatz unsrer deutschen ausbleiben, daß bei dem gefährlichen Berufe des Seemanns nur ein Seeleute liefert unser ostfriesisches Küstenland. Es kann dabei nicht 8 ganz geringer Bruchteil der Seefahrer in seinem Bette stirbt, die Wenn trotzdem Aus dem Bericht über die am 30. Juni in Köpenick stattgehabte meisten fordert das tückische Element zum Opfer. Konferenz, in welcher über die Agitation und Wahl eines be- die Bevölkerung Ostfrieslands keine Abnahme erfährt, so ist das nur Aber immerhin dürfte aus ihrem großen Kinderreichtum erklärlich. foldeten Gauleiters für die Provinz Brandenburg beraten wurde, ein Ehepaar zu den Seltenheiten gehören, dem in diesen Tagen das geht hervor, daß die Delegierten einstimmig die Anstellung eines Eine Revolverspielerei hat wieder schweres Leid über zwei gitators für notwendig anerkannten. Zur Aufbringung der Kosten 23. Kind geboren wurde. Die Leute heißen Boomgarden und wohnen Familien gebracht. Der siebzehnjährige Kaufmannslehrling Martin Hierfür wurde beschlossen, seitens der hier in Frage kommenden in Dreetfiel. Friedländer, Sohn des im Hause Lothringerstr. 59 wohnenden Kauf- Ortsverwaltungen aus Ortsmitteln pro Quartal und Mitglied 5 Pf. Fünf Jahre im Keller. Der„ Best. Lloyd" berichtet: In der manns 2. Friedländer, hantierte am Montagabend im Hausflur mit an den Hauptvorstand abzuliefern; mehr sei nach Lage der Verhält- Gemeinde Lipova im Baranyaer Komitat brach dieser Tage im einem Revolver, den er sich vor einiger Zeit gekauft haben soll, um nisse nicht möglich. Eine lebhafte Debatte wurde dadurch hervor- Hause einer reichen Bänerin, der verwitweten Frau Gabriel Mehes, den ihn häufig hänselnden Jungen der Nachbarschaft damit zu gerufen, daß, iroßdem die Bestimmung getroffen war, eine endgültige Feuer aus. Ihr Hof füllte sich mit Leuten, die bei den Löscharbeiten imponieren. Als einige Mädchen durch den Hausflur an ihm vorbei- Beschlußfassung über die ganze Frage in der örtlichen General- thätig waren. Zufällig hörten einige von ihnen aus einem Gemüseliefen, entlud sich plöglich der Revolver, und die elfjährige Tochter versamlung vorzunehmen, der Hauptvorstand vor Stattfinden derselben feller Jammerrufe bringen. Sie öffneten die Kellerthür und min Jda des im Seitenflügel desselben Hauses wohnenden Tischler- eine Urabstimmung in dieser Sache vorgenommen hat. Nachdem bot sich ihnen ein entfezlicher Anblick dar: Auf einem Bündel vermeisters A. Wietsch fant getroffen mit einem lauten Schrei zu Schumann nun in eingehender Weise das Vorgehen des Hauptvor- faulten Strohs lag in zerfekten schmußigen Kleiderresten ein zum Boden. Der Lümmel stürzte mit dem Rufe: Frau Wietsch, ich standes vertreten hatte, wurde der vorgerüdten Zeit wegen beschlossen, Skelett abgemagertes kind; der Schmutz in dem grubens habe Ihre Ize geschossen!" auf den Hof und flüchtete fich dann die Diskussion in einer demnächst einzuberufenden außerordentlichen artigen Steller war unbeschreiblich, und ein ekelerregender Geruch nach der im zweiten Stod gelegenen elterlichen Wohnung. Die Generalversammlung fortzusezen." benahm den Eintretenden den Atem. Das unglückliche Kind ist der fleine Wietsch wurde im Wagen nach der Unfallstation in der dem Keller eingesperrt war und zwar nur deshalb, damit seine machen wollte. Staftanien Allee und von da nach dem Krankenhause gebracht. Eine Versammlung der im Krankenpfleger- Beruf be- Sohn der Frau Mehes, Namens Alexander, der seit fünf Jahren in Die Kugel ist dicht unterhalb des Herzens eingedrungen, doch sou schäftigten Personen tagte am Mittwoch in Feuersteins Salon. Mutter auch sein Vermögen für sich verwenden könne. Gegen das Die Kugel ist dicht unterhalb des Herzens eingedrungen, doch soll Herr Dr. Babet referierte über Die Mißstände im Krankenpflege- entmenschte Weib wurde die Strafanzeige erstattet. Sie verant Aussicht sein, das Mädchen am Leben zu erhalten. Der Freche Bursche wurde aus der Wohnung herausgeholt und, nachdem die die Entwicklung im Krantenpflege- Wesen und führte dann aus: Es verursacht habe und sie deshalb ihn auf diese Weise unschädlich Berufe und wie ist Abhilfe zu schaffen". Redner beleuchtet zunächst wortete sich damit, daß ihr Sohn blöd gewesen, ihr viel Schererei Brügel verabreicht hatte, nach der Polizeiwache in der Zehdenicker- behandlung in den Krankenhäusern von größter Bedeutung ist vor dem Hause angesammelte erregte Menge ihm eine tüchtige Tracht fomme darauf an, das geschulte personal- das für die Strankenstraße gebracht. Denn auch zu erhalten. noinal Dazu ſei in erster Linie eine Ein aufregender Vorfall ereignete sich, laut. 3.", im Ein alter Wiener Spitzbube wurde am Donnerstag hier auf angemessene Arbeitszeit und ein auskömmlicher Lohn not- Tiergarten zu Bonn. Einer der Wärter ging bei den einzelnen dem Bahnhof Friedrichstraße in dem Augenblick abgefaßt, als er wendig. In der That herrschen aber gerade int dieser Raubtieren herum, um mit ihnen zur Belustigung des Publikums einen Taschendiebstahl ausgeführt, die Beute aber noch nicht in Beziehung die skandalösesten Zustände. So werden die Wärter zu spielen. Eine Löwin biß mit voller Macht in die ausgestreckte Sicherheit gebracht hatte. Ihm war eine Tasche mit 18 M. zu- in einer ganzen Reihe von Krankenhäusern 14 Stunden Linke des Wärters hinein, weit über das Handgelenk hinaus. Nach gefallen; die verräterische Tasche selbst hatte er schon beseitigt, das durchschnittlich beschäftigt. Es sind auch Institute aufzuweisen, wo drei qualvollen Minuten konnte der Wärter aus seiner Lage befreit Geld aber noch in der Hand. Er hatte aber noch eine andre das Wartepersonal 20 Stunden und darüber hinaus beschäftigt werden. Troy sehr starken Blutverlustes wird seine linke Hand erschwarzlederne Klapptasche aus Seehundleder bei sich. Er gab an, werde. Und dafür giebt es oft nur eine Entlohnung von 24 M. halten bleiben. aus Wien zu kommen und unbestraft zu sein, ist aber in Wien bereits pro Monat für männliche und 15 M. für weibliche Personen. Will Explosionen. Nach einer telegraphischen Meldung aus Budweis sechsmal bestraft und hier vor 5 Tagen aus dem Gefängnis ent- man im Durchschnitt rechnen, dann stehen die Löhne unter explodierte bei einer Felssprengung in der Nähe von Cienberg infolge lassen, wo er gleichfalls wegen Taschendiebstahls eine Strafe er- 30 M. pro Monat. Jahresgehälter von 396 bis 500 M. von Unvorsichtigkeit das gesamte Dynamitlager. litten hatte. In seinem Besitz befand sich eine Eisenbahn- Rückfahr- find der Tagesordnung. In Königsberg werden für wurden getötet, eine große Anzahl schwer verwundet. farte Stolpe- Danzig. Danach hat er an einem jener Orte oder die Wärter 335 M., für die Wärterinnen 220 M. pro Jahr ge- Graz gemeldet wird, explodierte beim Wetterschießen in Spielfeld an beiden Gastrollen gegeben und ist mun wieder nach Berlin zurüd- zahlt. Daß derartige Verhältnisse auf die Dauer schädigend wirken beim Laden die erhitzte Wetterfanone; drei Personen wurden verlegt, gefehrt. müssen, ist klar. Es erwächst für das Wartepersonal daher die Pflicht, eine davon schwer. an Vier Arbeiter Wie aus Kommen und sehen Sie, wie sie funkeln. Kommen und sehen Sie die grossartigste, hervorragendste und glänzendste Schaustellung von imitirten Brillanten, die jemals stattfand. 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